Nr. y Erstes Blatt 180. Jahrgang Samstag, U. Januar 1930 (Et|d)etnt täglich, außer Sonnlays und Feienagr. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monat$:Be$ugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüste anterSammcInummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen, postschecttonto: Zrantfurt am Main 11686. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UmverfitStr-vuch- m»d Stchtbrndcrei v. Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulftrasse 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dir zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 nim Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorschrist 20°„ mehr. Chefredakteur: Dr Friedr Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filler, sämtlich in Gießen. Pause im Haag. Wenn cs nach den Wünschen der Staatsmänner ginge, die die Gläubiger Deutschlands im Haag vertreten, so hätte man diese lästige Reparationsregelung binnen einer Woche, sozusagen Zug um Zug, in Bausch und Bogen abgewickelt, um bann froh und heiter vom voreilig frühlingswarmen Haag zur Ratstagung an die Schweizer Riviera zu eilen. Die Flottenkonferenz in London steht vor der Tür, die Amerikaner schwimmen schon auf dem Wasser. Da bleibt ohnehin nicht viel Zeit, das zehnjährige Bestehen des Völkerbundes in Genf besonders festlich zu begehen. Aber wenn die Herren geglaubt hatten, den Konserenzbeginn erst von Woche zu Woche, von Monat zu Monat hinausschieben zu können, um bann die deutschen Delegierten unter dem Druck der Kon- serenzflut immer schneller und gründlicher einseifen zu können, so gab es darin wenigstens eine arge Enttäuschung. Die deutschen Bevollmächtigten sind nicht nach dem Haag gekommen, um den ySungpkm, der mit den Verschlechterungen durch die Beschlüsse der ersten Haager Konferenz und ihrer Ausschüsse kaum noch wiederzuerkennen ist, einfach zu unterschreiben, und das um so weniger, als man in l>er verfügbaren Zeit noch schnell versucht, durch die Hintertür weitere Verschlechterungen cinzuschmug- geln. Sie fordern eine gründliche Beratung und lassen sich in ihrem selbstverständlichen Verlangen auch durch noch fein so ungeduldiges Achselzucken irre machen. So können an diesem Samstag die Koffer im Haag noch nicht endgültig gepackt werden. <15 tritt lediglich eine kurze.Pause in den offiziellen Konferenzarbeiten ein, die die Außenminister Cur- lius und Br i and zu ihrer Ameise nach Genf be- nutzen, um dort ihre Länder auf der Jubiläums- lagung des Völkerbundsrats würdig zu vertreten. Man wird kaum daran zweifeln dürfen, daß die im Haag zurückbleibenden Herren, namentlich die Fi- iianzminister, die Pause nicht ungenützt werden verstreichen lassen, sondern versuchen werden, in privaten Unterhaltungen die Probleme der Konferenz weiter zu klären. Wenn man sich der Rolle erinnert,.die Snowden, der Schatzkanzler der britischen Labourrcgie- rung, auf der ersten Haager Konferenz gespielt hat, so ist es geradezu eine Ironie, zu sehen, wie gerade er sich ehrlich entrüstet über die Hartnäckigkeit und Zähigkeit, mit der fein ihm offenbar nicht ganz unähnlicher deutscher Kollege Moldenhauer den deutschen Standpunkt verficht und Zumutungen energisch zurückweist, die Franzosen und Engländer reicher einmal in trautem Verein dem gemeinsamen deutschen Schuldner noch über den Poungplan hinaus aufpacken möchten. Die taktische Position der deutschen Unterhändler ist auch dadurch zweifellos gefestigt morden, daß Moldenhauer ohne Umschweife klipp und klar erklärte, er werde für alle Fälle einen zweiten Haushaltsplan aufstellen lassen, der die aus der Annahme des Poungplans ;u erwartenden sinanziellen Erleichterungen unberücksichtigt lasse. Das war deutlich genug für alle, die Ohren haben zu hören, und ein gewaltiger Schritt vorwärts gegenüber der verfehlten Taktik seines Vorgängers Hilferding auf der ersten Haager Konferenz, der in feiner erbarmenswerten Hilflosigkeit vor den leeren Reichskassen stand und ■m Ernst glaubte, wenn er den Gläubigern die deutsche Finanzkrisis nur recht schwarz in schwarz an die Wand male, würde man schnell auf einige Millionen verzichten. Man hat, wie zu erwarten war, das gerade Gegenteil getan. Die Gläubiger >aben die Zwangslage des deutschen Finanzministers benutzt, um ihm noch einmal gründllch die Daumenschrauben anzulegen, und mit einer Mehrbelastung, de nach dem Urteil von Schacht in die Millionen Ring, ist Herr Hilferding aus dem Haag zurückge- fchrt. Deutschlands finanzielle Rüstung ist seitdem nicht stärker geworden. Erst die Schaffung eines Schulbentilgungsfonds auf Drängen Schachts hat in l chter Stunde den Willen der Reichsregierung und des Parlaments dokumentiert, Ordnung in die Finanzen zu bringen. Wenn nun der neue Reichs- f inanzminister Moldenhauer im Haag feinen Lerhandlungspartnern mit dürren Worten erklärt, diß er sich für den Notfall auch auf einen Etat «hne die $DungerIeid)terungen einrichtet, so ist er t ch dessen bewußt, daß ein solcher Etat nur nach Ainz rigorosen Abstrichen balancieren kann und daß unter Umständen auch vor neuen Lasten nicht zurück- «stchrcckt werden darf, an denen natürlich alle Teile MS Volkes nach ihrer Wirtschaftskraft mitzutragen bitten. Aber Moldenhauer weiß auch, daß diese Bereitschaft, gegebenenfalls auch ohne Noungplan, drrchzukommen, am Verhandlungstisch den Gläu- tigern, die meinten, wir wären unter allen Umständen auf den Poungplan angewiesen, gleichgültig wie er aussehe, eine wertvolle Waffe aus der Hand schlägt. So hat sich die Ausgangsstellung der deut- fejen Delegation im Haag taktisch zweifellos sehr ver- drssert, verbessert auch zum anderen durch die ruhige, sachliche Entschiedenheit, mit der Moldenhauer um jede Alark kämpft, die man von uns mehr herauspressen möchte —, auch hier ein gelehriger Schüler seines britischen Kollegen Snowden, dem sein eigenes > System nun höchst unbequem und lästig wird. Und auch Außenminister Curtius hat dem Finanzminister wertvolle Hilfsstellung geleistet, als er Gegenüber der abgeleierten Phrase Briands von den Opfern, die der Poungplan den Gläubigern zumute, diese energisch aufforöerte, nun endlich auch einmal von den Opfern zu sprechen, die Deutschland bisher schon geleistet habe und die man weiter von ihm verlange. Oie sachlichen Auseinandersetzungen in dieser ersten Konferenzphase haben sich, von mehr finanztechnischen Nebensachen abgesehen, im wesentlichen um die monatlichen Z a h l u n g s t e r m i n e für die Houngannuitäten und die Frage des Moratoriums gedreht, soweit es sich um die offiziellen Lerhcmdlungen handelt. Hinter den Kulissen wird da- Keine Einigung in der Gankiionssrage. Haag, 10.Ian. (WB.) Die heutige Vormittagskonferenz, die um 9.15 Uhr zwischen den Reichsministern Curtius und Wirth und den französischen Ministern T a r b i e u und Briand bei der französischen Delegation stattfand, galt der Behandlung der Frage, welcher juristische Zustand cintrete, wenn eine deutsche Regierung das Haager Abkommen zerreißt. Auch diese Besprechungen, die über eine Stunde dauerten, vermochten ein Ergebnis offensichllich n i ch t zu erbringen. Man bewegt sich in dieser Frage im Kreise, weil es sich mehr um eine psychologische als um eine juristische Angelegenheit handelt. Von französischer Seite wird unter Hinweis auf eine gewisse Propaganda in Deutschland, im voraus gegen die Haager Abmachungen die öffenlliche Meinung mobil zu machen, die Notwendigkeit betont, für den Fall einer willkürlichen und absichtlichen Vernichtung der neuen Vereinbarungen — nur für einen solchen Fall — das Rechtssystem fe st zulegen, das bann Anwendung finden soll. Die deutschen Delegierten halten demgegenüber an der Ansicht fest, daß es bringend notroenbig fei, eine erneute Bestätigung des Vertrages von Versailles in einem feiner schlimmsten Punkte, dem Sanktionsrecht, zu vermeiden, die um so schwerwiegender wäre, als sie zehn Jahre nach Inkrafttreten des Poungplanes freiwillig zu erfolgen hätte. Rein formell ist insofern ein gewisses Entgegenkommen bemerkbar, als die Franzosen nicht die Ausnahme irgendwelcher neuer Bestimmungen dieser Art in das Haager Abkommen selbst verlangen, sondern sich in irgendeiner Form mit einer schriftlichen Feststellung begnügen würden, in der die beiderseitigen Rechtsaus- sassungen für den angedeuteten Fall in Heber* einstimmnng gebracht würden. Darüber ist man aber bis zur Stunde nicht hinausgekommen, es sei denn mit der negativen Feststellung, daß das Problem in einer gleichsam mathematischen Behandlung, also durch juristische Formulierungen, unlösbar erscheint. Das Bestreben, auf den deutschen Standpunkt Rücksicht zu nehmen, wird von den Franzosen darin erblickt, daß die Tätigkeit der Rep ar a ti onskom m i ssion mit dem Inkrafttreten des Boungplanes Deutschland gegenüber a u f h ö r t, und daß die Entscheidung über das tatsächliche Vorliegen einer Vertragszerreißung nicht nur bei dem Rus-- legungsschiedsgericht des TZoungplanes, sondern in letzter Instanz bei dem höchsten Gerichtshof, also beim Haager Schiedsgericht, liegen würde, daß- ferner irgendwelche, auch schwerwiegende Verstöße, die nicht den eindeutigen Charakter einer wissentlichen und gewollten Vertragszerreißung tragen, immer im Rahmen des Houngplanes selbst behandelt werden sollen. Reue Gegenvorschläge. London, ll.Rov. (IBIB. Funkspruch.) perti- nar bemerkt in einem Haager Telegramm an den „Daily Telegraph", die Einwände in der am Mittwoch überreichten Antwort der deutschen Delegierten auf die französischen „Sanktions'-Vorschläge seien mannigfaltig. Zugleich bestehe jedoch der Eindruck, daß Deutschland nicht unbedingt den Grund- sah, auf dem das gesamte französische Schriftstück basiere, verwerfe. Es werbe erwartet, daß die französischen Gegenvorschläge heute endgültige Gestalt erhalten werden. Diese Gegenvorschläge bestehen, so berichtet Perkinax, aus einem Entwurf zweier Erklärungen, von denen die eine von den Gläubigern, und die andere vom Schuldner unterzeichnet werden soll. Rach der Feststellung, baß der Poungplan auf der Aufrichtigkeit und dem guten Willen aller Unterzeichner gegründet ist, wird vorgeschlagen, daß die Gläubiger in der von ihnen unterzeichneten Erklärung darlegen sollen, daß trotzdem Vorsorge für einen Verzugsfall von selten des Haag, 10. Dan. (2DB.) Reichsaußenministcr Dr. Curtius verlaßt morgen mit dem Mittagszug in Begleitung des Staatssekretärs v. Schubert und einiger anderer Herren den Haag, um sich zur Ratstagung des Völkerbundes für kurze Zeit nach Genf zu begeben. Er wirb spätestens Mittwoch vormittag im Haag zurückerwartet. Auch dec französische Ministerpräsident Tatbicu wird, nachdem B r i a n b bereits heute mittag 1 llhr nach Paris abgetdft ist, für etwa zwei Tage morgen noch Paris fahren. Der Arbeitsplan der Konferenz wirb fo eingerichtet, daß er auf diese zeitweilige Abwesenheit führender Delegierter Rücksicht nimmt. Dr. Cur- tius hat den Vorsitzenden des Komitees für deutsche Reparationen, 3 a f p a r, ersucht, die geplante Vollsitzung dieses Komitees nicht vor Mittwoch vormittag einzuberufen. Dies würbe sich um so eher ermöglichen lassen, als auch Tatbieu Montag und Dienstag abwesend sein wird, und da der Be- ratungsftoff für die Finanzminister und die Experten noch überreichlich ist. Snowden hat heute angeregt, die ganzen noch offenen Linzelfragen in Schuldners getroffen werden müsse. Ls sei daher vereinbart worden, daß die gesamte Frage dem Haager Gerichtshof unterbreitet werden soll. Dieser würbe bestimmen, ob Deutschland in dem ihm vorgelegten Falle in böser Absicht gehandelt hat. Wenn die Entscheidung dies bejaht, so würden die Gläubiger ihre Rechte auf Grund der früheren Verträge wiedcrerhalten und sich die Art der einzusehenden Sanktionen Vorbehalten. 3m Gegensatz dazu würde die deutsche Erklärung einfach auf eine Betätigung des obigen Dokumentes hinauslaufen, und Deutschland würde Befriedigung über die Tatsache auedrücken. daß der Poungplan als auf der Aufrichtig- keit und dem guten Dillen der Unterzeichner ruhend bezeichnet wird, und zugleich hinzufügen, daß es kaum die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns des Planes durch mala fide zugeben könne. Pertinax läßt die Frage offen, ob die deutsche Delegation veranlaßt werden könnte, solche Dokumente anzunehmen und bemerkt weiter, all das sei ziemlich vage gehalten; aber wie könne man unter den gegenwärtigen Umständen und bei dem Verlauf der Verhandlungen volle Genugtuung erhalten? llebrigens müßten, abgesehen von dem einer einzigen Sitzung des erwähnten Komitees zu erledigen. Demgegenüber hat Dr. Lurtius bett Standpunkt vertreten, baß bie meisten Fragen hierfür noch nicht reif feien. Die Reife Dr. Curtius' nach Genf hat einen mehrfachen und zweifellos wichtigen Zweck. Ls handelt sich darum, die Uebernahme der Nachfolge Dr. Stresemanns im Völkerbund s r a t bei der ersten sich bietenden Gelegenheit durch seine Anwesenheit zu bekunden und dem Trauerakt für den verstorbenen Vorgänger perfönlich beizuwohnen, weiter ist Dr. Curtius als Berichterstatter über die Wirtschaftsfragen des Völkerbundes mit einer wichtigen Aufgabe betraut, und schließlich wird er versuchen, den kurzen Aufenthalt in Genf zur Behandlung dec noch crörterungsbedürftigen Fragen des deulsch-polnischenAbkom mens mit dem polnischen Außenminister zu benutzen, hierzu ist auch der Gesandte Rauscher nadj Genf gebeten worden. Dr. Eurims fährt nach Genf. gegen mit großer Heftigkeit um die S a n k t i o n e n gekämpft, die Frankreich auch im Poungplan „verankert" wissen möchte. In allen finanziellen Punkten scheint es, soweit eben sich von hier aus ein lieber- blick über den Gang und augenblicklichen Stand der Konferenz gewinnen läßt, dem überaus gewandten und klugen T a r b i e u, hinter dem Briand, ber unbestrittene Löwe aller früheren Konferenzen, fast völlig zu verschwinben scheint, gelungen zu sein, eine absolute unb unerschütterliche Einheitsfront der Gläubiger herzustellen. Der französische Ministerpräsident und mit ihm wie gesagt auch der britische Schatzkanzler Snowden stehen auf dem Standpunkt, daß die Poungannuitäten jeweils a m M o n a t s e r st e n zu zahlen seien, wahrend die deutsche Delegation dagegen für eine Ultimo- z a h 1 ung cintritt Die im Haag anwesenden Pariser Sachverständigen haben sich über diesen Punkt nicht einigen können, in Paris ist offenbar darüber überhaupt nicht gesprochen worden, weil, wie der um seine Ansicht gefragte Reichsbankpräsident Dr. Schacht rnittellte, die Ultimozahlung als s e l b st - verständlich angesehen worden sei. Die Gläubiger haben dann ein Kompromiß in der Weise vorgeschlagen, daß die Zahlungen von Deutschland zwar am 15. jeden Monats zu leisten wären, bie Internationale Bank aber erst am 30. bie Beträge den Gläubigern gutzuschreiben hätte, der Zinsgewinn solle zur Unkostendeckung der Bank heran- gezogen werden. Ein Vorschlag, den Moldenhauer strikte ab gelehnt hat, da der aus dieser Regelung dem Deutschen Reich erwachsende Zinsverlust in die Millionen geht und für die Unkosten der Bank nach dem Poungplan bie Gläubiger allein aufzukommen haben. Man ist in diesem Punkt nicht einen Schritt vorwärts gekommen und hat ihn, da ein deutscher Vorschlag, Owen Voung als Schiedsrichter cmzurufen, von ber Gegenseite abgelehnt würbe, gegen ben heftigen Wiberstanb Snowbens auf ben Schluß ber Tagcsorbnung gesetzt. Hier ist also noch nichts entschieden unb bie deutsche Delegation hat alle Ursache, ihren Standpunkt, dessen Ansgeben für Deutschland eine Zusatzleistung von Millionen bedeuten würde, mit aller Energie weiter zu vertreten, zumindest aber zu verlangen, daß in dieser Frage der Schiedsspruch eines Unparteiischen eingeholt wird. Günstiger haben sich die Dinge in dem zweiten Punkt, bc"r Frage des Moratoriums, entwickelt. Der Poungplan gibt Deutschland flipp und klar das ganz eindeutige Recht, von sich aus einen lieber» Weisungsaufschub und ein Jahr spater auch einen Zahlungsaufschub zu beantragen, während nach dem Dawesplan diese Befugnis dem Reparationsagenten zustand. Nun wollten die Gläubigermächte diesen klaren Rechtsanspruch Deutschlands dadurch verwässern, daß eine Art Schiedsgericht vorher seststellten sollte, ob die Voraussetzungen für ein derartiges Moratorium in ber Wirtschaftslage Deutschlands gegeben seien. Die deutsche Delegation hat diese Zwischenschaltung einer dritten Instanz ob- gelehnt mit dem Hinweis, daß einmal eine solche Instanz zur Prüfung der wirtschaftlichen Notlage Deutschlands viel zu viel Zeit gebrauchen würde, um nicht den Sinn eines gewünschten Moratoriums illusorisch zu machen, daß aber auch zum andern Deutschland sich mit Rücksicht auf seinen Kredit wohl hüten werde, ein Moratorium in Anspruch zu ney- men, wenn nicht die Wirtschaftslage oder der Währungsstand dazu gebietend zwänge. Die deutschen Gegengründe sind offenbar auch für die Gläubigerbelegierten einleuchtend gewesen, sie scheinen auf ihre Forderung verzichtet zu haben, so daß Deutschland das unbestrittene Recht bleibt, nach eigenem Ermessen einen Aufschub zu beantragen. Der schwierigste Punkt betrifft die Sanktionen. Man hat darüber auf ber offiziellen Konferenz^ überhaupt noch nicht verhandelt, sondern sie vorläufig erst zum Gegenstand eines deutsch-französischen Gedankenaustausches gemacht. Als das Wort „Sanktionen" zum erstenmal in der Debatte auftauchte (es war im Spätherbst vorigen Jahres), brachten Pariser Blätter es in Verbindung mit dem Namen des britischen Schatzkanzlers, desselben Snowden, der sich heute für angeblich völlig uninteressiert an der Festlegung derartiger Zwangsmaßnahmen erklärt. Eine reichlich mysteriöse brache. Man wird wohl mit einiger Berechtigung an ein abgekartetes Spiel zwischen Snowden und Tarbieu denken dürfen, die glauben, mit verteilten Rollen eher etwas erreichen zu können. Ein von Frankreich als Verhandlungsgrundlage aufgesetztes Memorandum erwägt zwei Situationen. Es nimmt einmal an, daß es bei der Durchführung des Poungplans zu technischen Schwierigkeiten kommt, biefer^aber als Ganzes unangetastet bleibt. In diesem Falle sind Sanktionen jedweder Art ausgeschlossen. Auch ein Zurückgreifen auf den berüchtigten Artikel 430 des Versailler Vertrages kommt bann nicht in Frage. Dieser Artikel droht bekanntlich eine Wiederbesehung des schon geräumten Gebietes an, wenn die Reparationskommission eine Nichterfüllung ber übernommenen Verpflichtungen feststellt. Soweit ist alles klar, nicht jeboch, was in der zweiten Situation geschehen soll, die das französische Memorandum in Erwägung zieht. Wenn der Poung- plan überhaupt nicht mehr ausgeführt wird, wird also ein „böswilliger Verzug" ober ein „offener Widerstand" oder gar eine „vollkommene Aufgabe des Doungplcms" von feiten Deutschlands festgestellt, so geht der Streitfall erst an das sog. Auslegungsschiedsgericht, dann an den Internationalen Schiebsgerichtshof im Haag und entscheidet dieses als letzte Instanz, daß einer der oben angeführten Tatbestände vorliegt, so soll nach dem französischen Memorandum der Poungplan als nicht mehr in Kraft befindlich angesehen und den Gläubigern das Recht zugesprochen werden, unter Berufung auf den oben zitierten Artikel 430 des Versailler Vertrages zu Sanktionen wirtschaftlicher oder auch gar militärischer Art zu greifen. Man beruft sich dabei mit merklichem Hinweis auf das Hugenbergsche Volksbegehren auf die Möglichkeit, daß einmal eine radikale Regierung in Deutschland zur Macht kommen könnte, die vielleicht einfach den Noungplan zerreißen werde, um auf diese Weise mit einem Schlage die Reparationszahlungen loszuwerden. Das ist völlig abwegig, denn abgesehen davon, daß der Hugenbergausschuß sich lediglich gegen den Abschluß des Voungpaktes ausgesprochen hat, niemals aber das einseitige Zerreißen einge- gnngener internationaler Bindungen proklamiert hat, ist es keineswegs angängig, das Schicksal internationaler Verträge nun mit möglicherweise eintretenden innerpolitischen Entwicklungen in Deutschland ober irgendeinem anderen Lande zu verknüpfen, wie es hier versucht werden soll. Die deutsche Delegation wird mit Recht betonen können, daß nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, nach dem Abschluß des Locarnovertrages und des Kelloggpaktes für Sanktionen irgendwelcher Art und bei wie auch immer gelagerten Gelegenheiten im Noungplan k e in Raum ist. Das ?)oungabfom= men ist nach seinem Abschluß nicht anderen Möglichkeiten ausgesetzt wie andere internationale Verträge auch. Und es wäre seinem Sinne widersprechend, wenn an Stelle der Reparationskommission, deren Aufgaben die Pariser Sachverständigen mit bem Uebergang zum Youngplan ausdrücklich für erledigt erklärt haben, nun wie es Frankreich offenbar wünscht, ein besonderer schiedsgerichtlicher Jn- stanzenzug träte, an dessen Ende die völlige Handlungsfreiheit ber Gläubigermachte auf Grund des Versailler Diktats steht. Das wäre eine Absurdität, die mit Deutschlands Zustimmung niemals Wirklichkeit werden darf. Grade in diesem Punkt, in dem Tarbieu, Frankreichs starker Mann, aus innerpolitischen Grünben einen Sieg mit nach Hause nehmen möchte, stehen gewiß nock- schwere Stümpfe bevor. Wir erwarten von unseren Delegierten, daß sie fest bleiben werden und sich auch mit der für diesen leider allzuseltenen Fall üblich gewordenen Drohung mit bem Abbruch der Konferenz yicht ins Bockshorn jagen lassen werden. deutschen Widerstreben noch andere ernste Hindernisse überwunden werden. Es werde zum Beispiel gar nicht leicht sein, das Statut des Internationalen Gerichtshofes im Haag der neuen Rolle anzupassen, die man ihm übertragen wolle, und vor allem die Z u st i m - muug Amerikas zu dieser Aenderung zu erlangen. Auch der Auhenpolitiker des „2ft atin" will eine Annäherung der Thesen in der Sanklions- frage feststellen können. Er berichtet: Bei der Erörterung über die deutsche und französische Roke habe man sich über eine gewisse Anzahl Punkte geeinigt. Man frage sich seht noch, in welcher weise man ohne die Verhandlung: bevollmächtigten im Haag gegenüber der entfesselten Opposition der deutschen Rationalisten zu kompromitieren, Im $aUe einer flagranten Verletzung des Poungplanes d«s Wiede r i n k r a f t t r e t e n des Versailler vcr- träges sichern könne, vielleicht gebe es nur ein Mittel, nämlich zu erklären, dah die S on dergo r a n t i e n, die der Zoungplan Deutschland gebe, hinfällig würden, wenn der plan selbst verschwinden würde. Panstr Drohungen. Die angeblicheZwangslage sürTemschland. Paris, 10. San. (WB.) Man begegnet in den letzten Tagen in der französischen Presse oft der Behauptung, die deutschen Delegierten möchten sich beeilen, da die Londoner Abrüstungskonferenz vor der Tür stehe. Mit dem gleichen Argument operiert auch heute der „Temps", der für den langsamen Verlauf der Konferenz nicht diejenigen verantwortlich zu machen versucht, die sich bemühen, den Llrtext des Voung-Planes abzuändern, sondern die deutschen Delegierten. Das Blatt schreibt: Die diktatorische Taktik des deutschen Wortführers könnte die Herzlichkeit, die bisher die Verhandlungen charakterisierte, gefährden. Die Alliierten sind untereinander vollkommen einig. Sie müssen deshalb den Deutschen begreiflich machen, dah es auf dem Wege des Entgegenkommens und der Konzefsionen eine Grenze gibt, die sie nicht überschreiten werden. Man darf niemals aus dem Auge verlieren, dah Deutschland der Hauptnuhnießer der Ersetzung des Dawes-Planes durch den Vvung-Plan ist, daß es dieAeparationsregelung notwendig braucht, um aus den Schwierigkeiten herauszukommen, mit denen es wegen seiner wenig umsichtigen Finanzpolitik zu kämpfen hat, und schließlich, daß es auch nicht darauf verzichten kann, noch in diesem Jahre die Räumung der 3. Rheinlandzone zu erhalten. Alles das sind zu wichtige Argumente, als dah die deutschen Delegierten die Ergebnisse der geplanten Regelung in Frage stellen könnten, indem sie weiter die Diskussion über einzelne Punkte hinausziehen und Genugtuungen fordern würden, die im Vergleich zu der Gesamtheit der auf dem Spiele stehenden deutschen Interessen wirklich nicht so wichtig, sind. Was würde man in Deutschland sagen, wenn die deutschen Delegierten die Haager Verhandlungen durch ihre Ablehnung des Grundsatzes von Sanktionen zum Scheitern bringen w irden? Sanktionen, die doch nicht in Kraft treten, wenn Deutschland aufrichtig gewillt ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen, und wenn sie nach Berlin zurückkehren würden mit der Aussicht, daß der Dawes-Plan fortbestehen würde und Kollektivsank- tionen in Kraft treten könnten. Die Gechsmächtesihung. Finanztechnische Fragen standen zur Erörterung. Haag, 10. San. (WTD.) Sn der heutigen Sitzung der sechs einladenden Mächte wurden alle wesentlichen Punkte durchgesprochen, die noch nicht erledigt waren, und zwar die Frage der Befugnisse des beratenden Sonderausschusses für den Fall der Erklärung eines deutschen Moratoriums, die Fragen des Zahlungstermines und des negativen Pfandrechtes sowie die Anpa sung der Sonderverträge über die Liquidationen an die allgemeine Haager Schlußakte. Zu der letzten juristischen Aufgabe gehört auch die Behandlung des deutsch-amerikanischen Ab- kommens. Ferner stehen die Fragen des Eisen- bahngesehes und der deutschen Einlage bei der Dank für internationalen Zahlungsausgleich zur Erörterung. Eine neue Sitzung der sechs Mächte ist auf morgen vormittag 10 Llhr anberaumt worden. Reichsfinanzminist:r Dr. Moldenhauer führte heute Einzelbesprechungen mit dem englischen Handelsminister Graham und dem französischen Finanzminister Cheron. Am Montag wird dann der B a n k a us s ch u h zusammentreten, und zwar unter Teilnahme des Reichs- bankprä identen Dr. Schacht. Die Sanktionsfrage ist noch nicht behandelt worden. Sie wird erst nach der Rückkehr des Reichsaußenministers w'.e.er ausgenommen werden können. Es ist darauf hinzuweisen, dah die bisherigen Verhandlungen in der deutschen Reparationsfrage nicht in dem Ausschuß für die deutschen Reparationen, sondern ausschließlich im Kreis der sechs einladenden Mächte ohne Hinzuziehung der kleinen Mächte ftattqefun- den haben, die an sich in dem deutschen Reparationsausschuh vertreten sind. Die zweite Haager Konferenz hat somit bisher die gleiche Methode wie die erste Haager Konferenz eingeschlagen, die entscheidenden Fragen ausschließlich im engen Kreis der Großmächte und in den ursprünglich hierfür einc^ ->'-ten offiziellen Ausschüssen zu behandeln. Die Hinzuziehung der kleinen Mächte soll ausdrücklich erst dann erfolgen, wenn eine Einigung zwischen Deutschland und den grohest Gläubigern zustande gekommen ist. Oer Reichetausfchuß zur Antwort des Re chskanz ers. Berlin, 10. San. (Privat.) Der Reichsaus- schuh für das deutsche Volksbegehren stellt heute in einer Erklärung zu dem Brief des Reichskanzlers fest, dah die Reichsregierung für die Entscheidung über die Rechtslage nach einem verfassungsmäßig zustandegekommenen Volksentscheid nicht zuständig sei und der Reichs- auSschuß werde zu der in dem Schreiben deS Oer Michsaußenmr'm'ster vor den VölkerbundsjournalLsien. Am zehnten Jahrestag des Versailler Vertrages. — Deutschlands Stellung im Hcag. Haag, 10. San. (WTD.) Auf dem Frühstück der Völkerbundsjournalisten hielt der holländische Ministerpräsident Ruys van Deerenbroek eine Ansprache, in der er den Dank für die Einladung namens der holländischen Regierung aussprach und seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dah neben den RcgicrungLlxr.r t rn die große Brüberschast der Presse in der holländischen Hauptstadt zu- sammengckommen sei. D:r Vorsitzende der Genfer Pressevereinigung, der Pole O r y n g, widmete dem verstorbenen Reichpauhenminister Dr. Stresemann warm empfundene Worte der Erinnerung. Der Konferenzvorsitzende S a s p a r (Belgien) sprach den Wunsch au3, daß Rückfälle in die Mentalität des Krieges nicht mehr Vorkommen möchten. Der französische Ministerpräsident T a r d i e u stellte sich, wie Snowden, als Journalist vor. Er setzte sich für die Anerkennung des Völkerbundes als cinri, wichtigen Faktors ein, dem ein VorwärtZkommen Schritt für Schritt zu verdanken fei. Wenn der Haag, wie er sicher glaube, seine Aufgabe erfülle, so werden neue, weitere, humanitäre Ziele, größere Schöpfungen der Zukunft in Angriff genommen werden können. Reichsaußenm nister Dr. CurtiuS, mit besonders starkem Beifall empfangen, ließ gegenüber den stark optimistisch klingenden Ausführungen der Vorredner und gegenüber dem festlichen Anlaß eines zehnjährigen Bestehens der Völkerbundöfahung die ernste Rote erklingen, die sich für Deutschland aus der Tatsache ergibt, dah es sich gleichzeitig um den zehnten Sahrestag des Inkrafttretens des Versailler Vertrages handelt und dah die sehr schwere und verantwortungsreiche Arbeit im Haag bisher keineswegs abgeschlossen ist: „Sie lieben Offenheit, verachten Hinterhältigkeit," so führte er aus, „nun, ich hatte Zweifel, ob wir in der rechten Fe st es st immun g uns an diesem Tisch niederlassen könnten, Zweifel, ob bei der Lage der Konferenz überhaupt unsere Teilnahme möglich sein würde. Im Sommer hat, dank dem eng.ischen Schatzkanzler Snowden, jener gute Brauch P.ay gegriffen, Krisen a n den Anfang der Konferenzen zu legen; ich hatte Grund zu der Befürchtung, daß wir zu dem alten Brauch zurückkchren würden, Krisen in die Mitte der Konferenz zu legen, uird daß der heutige Freitag ein schwarzer sein könnte. Ich habe mich dennoch der Macht der Presse gebeugt und bin gekommen. Ein o'tes Wort sagt, daß die Menschen nicht von den Dingen, sondern von den Meinungen über die Dinge beherrscht werden, und diese Meinungen werden gerade von der Presse gemacht. Ich freue mich deshalb, gekommen zu sein, nachdem ich die Einladung mit Rücksicht auf die Bedeutung der Presse begrüßt hatte, und ich freue mich, die Reden gehört zu haben, die hier gehalten wurden. Als dem Rachfolger meines verstorbenen Freundes Dr. Stresemann fällt mir die Aufgabe zu, die Politik, die er im Völkerbunde trieb fortzusehen. Ich danke dem Präsidenten für die Worte die er für meinen toten Freund gefunden hat. Schwere Arbeiten liegen mir als seinem Rachfolger auch im Völkerbund ob. Ich will nach Genf fahren, um diese Arbeiten dort in Angriff zu nehmen, um an dem Werk des Friedens mit- zuarbeiten. Daneben will ich es mir zur Aufgabe machen, seine guten Beziehungen zur Presse fortzusehen, und ich glaube, daß ich auch bisher schon selbst solche guten Beziehungen zu ihr gehabt habe, aber ich will sie ausbauen, wie Dr. Stresemann das getan hat. Ich freue mich deshalb, heute zum erstenmal unter der internationalen Presse in ihrem großen Kreise weilen zu dürfen und leere mein Glas auf deren Wohl. Rach dem Reichsaußenminister sprachen noch kurz der italienische Finanzminister Moseoni, der japanische Delegierte Adatschi und der belgische Außenminister Hymans. Die Reden wurden sämtlich in französischer Sprache gehalten, mit Aus^ nähme der Dr. Curtius', die in deutscher, und Snowdens, die in englischer Sprache vorgetragen und dann übersetzt wurden. Reichskanzlers ausgesprochenen Auffassung zu gegebener Zeit weitere Stellung nehmen. Gegen d.'e Wohnungszwangs- wrrtschaft. Berlin. 10. Ian. (V.D. Z.) Der Wohnungsausschuß des Preußischen Landtags beriet am Freitag Anträge der Wirtschaftspartei auf Aufhebung der Gesetze über die W o hnungszw a n gsw irisch a f t, nämlich des Wo^nungsmangelgesetzes, des Reichsmieten- und des Mieterschutzgesehes. Ferner wurde in den Anträgen eine Enquete über die Kosten der Wohnungsäm- ter und über die tatsächliche Wirksamkeit dieser Aemter verlangt. Schließlich lag ein kommunistischer Antrag vor, der die völlige Sozialisierung des Wohnungsbaues forderte. Die Deutsche Volkspar- t e i hatte beantragt, die Wohnungsgesehe zeitgemäß zu reformieren. Außer den Antragstellern traten auch die D e u t s ch n a t i o n a I e n für die wirtschaftsparteilichen Anträge ein. Die Volkspartei vertrat die Auffassung, dah die Wohnungsämter nicht in der Lage seien, nach objektiven Gesichtspunkten den vorhandenen Wohnraum zu verteilen. Die Erfahrung lehre, daß nur diejenigen Wohnungen erhielten, die über Beziehungen und Geldmittel verfügten. Von den Regierungsparteien wurde dargelegt, daß es wegen des noch überaus knappen neuen Wohnraumes und der für Reubauwohnun- gen noch immer geforderten außerordentlich hohen Mieten zur Zeit nicht möglich fei, die Wohnungsschutzgesehgebung zu beseitigen. Ein Vertreter des Wohlfahrtsministeriums begründete die Auffassung, daß die Wohnungsämter noch nicht entbehrt werden könnten, und meinte, Beschwerdefälle gegen die Tätigkeit dieser Aemter lägen nur in Ausnahme f ä l l en vor. Schließlich wurden alle Anträge abgelehnt. Schwere ErweMosenkrawalle in Leipzig. Leipzig, 11. Ian. (TU.) Im Anschluß an eine Erwerb^losenkundgebung in Leipzig kam es am Freitag gegen 21 Uhr in der Gegend um das Leipziger Rathaus, das durch die Po.izei abgesperrt war, zu schweren Ausschreitungen. Die Demonstranten, die durch die Polizei von den Zugängen zum Rathaus zurückgehalten wurden, suchten sich mit Gewalt den Weg zu öffnen. Plötzlich ging ein Hagel von Steinen und Eisen st ücken auf die Polizeibeamten nieder und die Demonstranten stürmten, mit großen Lattenstücken bewaffnet, auf die Polizei los. Berittene Polizei mußte mit blanker Waffe eingreifen. Die Demonstranten wurden zerstreut und in die Altstadt zurückgetrieben. Bei den Unruhen wurde eine ganze Anzahl von Schaufenstern großer Geschäfte zertrümmert, so unter anderen die große Auslage der „Leipziger Reuesten Rach- richten" in ihrem Zentralgeschäftshaus. Die Polizei ist inzwischen abgezogen, doch befürchtet man, daß die Ruhe noch nicht in vollem Umfange wieder hcrgestellt worden ist, weil erregte Gruppen in den schlecht beleuchteten Vierteln der Altstadt noch herumstehen, die sich noch einmal zusammenrotten könnten. Angestelltenabbau bei den Berliner Behörden. Berlin, 11. San. Beim preußischen Statistischen Landesamt sollen bei einer Gesamtbelegschaft von 722 Angestellten 230 Kündigungen ausgesprochen werden. Das Statische Reichsamt, das Ende Rovember schon 200 seiner Angestellten entlassen hat. will weiteren 300 bis 400 Angestellten das Dienstverhältnis kündigen. — Auch der D e r- liner Magistrat beabsichtigt, zahlreiche Kündigungen von Angestellten vorzunehmen und hat diese Absicht zum Teil schon durchgeführt. — Die Liquidationsbehörden bringen ebenfalls weitere 300 bis 400 Angestellte zur Entlassung. Snsgefamt werden, wie der Ecwerkschaftsbund der Angestellten mitteilt, von den verschiedenen Berliner Behörden weit über 1000 Entlassungen vorgenommen. Ausdehnung der Voruntersuchung im Fall Sllarek. Berlin, 10. San. (WB.) Auf Antrag der Staatsanwaltschaft! hat der Untersuchungsrichter die Voruntersuchung gegen Sllarek und Genossen auf den Stadtrat Wilhelm Benecke unö den Bücherrevisor Roderich L u d i n g ausgedehnt. Beide werden angeschuldigt, dah sie sich von den Gebrüdern Sllarek haben bestechen lassen. Denecke soll die Gebrüder Sllarek in pflichtwidriger Weise wirtschaftlich, insbesondere bei Abfluß der Verträge vom 2. Dezember 1927 und vom 4. April 19-9 begünstigt haben, Lu- ding in seiner Eigenschaft als Buchprüfer des Finanzamts Mitte bei Buchprüfungen absichtlich die nötigen Rachforschungen in den Büchern der Firma Sllarek unterlassen sowie die Prüfungsberichte bewußt falsch erstattet haben. O.'e Weizen- und Roggenzölle. Berlin, 11. San. Der Reichsernährungsminister hat die Reichsregierung ersucht, den Zoll auf Weizen und Spelz möglichst sofort auf 9,50 Mk. je Doppelzentner, den für Roggen auf 9 Mk. festzufetzen, da die Preise vom 1. September bis 31. Dezember 1929 nur eine Durchfchnittshöhe von 229 Mk. für Weizen und 173 Mk. für Roggen erreichten. Das Kabinett wird in den nächsten Tagen zu diesem Antrag Stellung nehmen. Aus aller Wett. Furchtbare Folgen der Käiiew ille in China halb China vom Vanglselal nordw"rls wird von einer f a ft arktischen Kältewelle heim- gesucht, der bereits Tausende von Menschen erlegen sind. Ls wird amtlich mitgeteilt, daß 2 0 8 Bettler in den Strafen von JJeiping seit dem 1. Januar erfroren sind. 1500 Menschen, die in Rord-Schansi an Hungersnot litten, sind infolge der Entbehrungen gestorben. Hunderte von Dschunkenleuten und ihre Familien ertranken in hankau als wenigstens 500 Dschunken infolge des starken Eises auf den hanfluh zerdrückt wurden. Aus hankau wird gemeldet, daß dort die Leichen von 700 früheren Rikschakulis, die zum Kriegsdienst in honan von der Regierung elngezogen waren, und bei Schnee- stürmen dort ums Leben kamen, eintrafen. Es werden in den Ortschaften Gongs geschlagen, und bewaffnete Soldaten befassen sich damit, die Toten mit Hilfe der verwandten usw. zu identifizieren. Es wird geschäht, daß ungefähr eine halbe Million Armer im Gebiete von Teiplng ante r ff ü f) t werden müssen, wenn sie den Dinker überleben sollen. Zwei schwere Jungen wieder festgenommen. Die Berliner Kriminalpolizei entdeckte dieser Tage in der Sauer-Straße in Charlotten- burg einen unterirdischen Stollen, der von dem alten Friedhof der Lou.sengemeinde unter der Friedhofsmauer hindurch zu einem abgelegenen Teil des Schulhofes des Kaiserin- Augusta-Ghmnasiurns führte und sich dort in eine Art Kessel öffnete, der etwa 3V$ Meter hoch und einige 20 Meter breit ist. Sn dem Höhlenkessel wurden u. a. auch mehrere Einbruchswerkzeuge gesunden. Sn der Rächt zum Freitag, als Die Beamten sich wieder aus ihrem DeobachtungSposten in einem Totengräberhäuschen befanden, tauchten zwei Männer auf, Die sie als die Gebrüder Franz und Erich Saß erkannten, die seinerzeit unter dem Verdacht, Den großen Einbruch in die Tresorräume der Discontogesellschaft in der Kleist- ftrafje verübt zu haben, verhaftet, aber aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen worden waren. Den Gebrüdern Sah, die die Kriminalbeamten durch einen Spalt in der Tür des Totengräberhäuschens erkannt hatten, gelang es zu flüchten. Die Beamten suchten sofort die Wohnung der Gebrüder Sah auf, und als diese nach etwa drei Viertelstunden erschienen, wurden sie fe ft genommen. Sie verweigern jede Antwort, leugnen zwar nicht, auf dem Friedhof gewesen zu sein, geben es aber auch nicht zu. Ob sie einen neuen Streich geplant haben, der vielleicht dem nahegelegenen Hauptzollamt Charlottenburg galt, ist noch nicht geklärt. Stürmische Begrüßung von Henny Porten. Als Henny Porten in H annove r eintraf, um der Erstausführung eines Films beizuwoh.ren, wurde ihr ein so stürmischer Empfang auf dem Bahnhof bereitet, dah die Scheiben der Verkaufs stände in der Vorhalle DeS Bahnhofes in Trümmer gingen und.mehrere Frauen in Ohnmacht fielen. Rur mit Mühe gelang es der Polizei, allmählich in das lebensgesähr l iche Gedränge Ordnung und Ruhe zu bringen. Tagung des Deutschen Studentenverbandes. Sn Berlin hält zur Zeit derDeutscheStu- dentenverband feinen diesjährigen Studententag ab. Cand. jur. Kurt Derlowitz begrüßte die Reichsinnenminister S e v e r i n g unö Vertreter verschiedener republikanischer Verbände. Ministerialdireltor Prof. Dr. Richter überbrachte die Grüße des preußischen Kultusministeriums. Den Geschä tsbericht des Vorstandes erstattete cand. rer. pol. Felix Raddatz. Rach Feststellung der Ausschüsse sind etwa 25 000 inner- und auherdeut che Studenten im Deutschen Studentenverband Berthen. De: Lei ec des AÜS- landsarntes des Verbandes wies daraus hin, daß sich der Verband genötigt gesehen habe, seins Beziehungen zum Internationalen Studentenverband (CIE.) zu lösen, da dessen häufig chauvinistische Einstellung der Vertretung des grohdeut- schen Gedankens hinderlich im Wege gestanden habe. Der Kilimandscharo überflogen. Dem Piloten Walter Mittelholzer ist c8 am Donnerstag als erstem gelungen, den 6200 Meter hohen Kilimandscharo zu überfliegen. Mittelholzer, der sich bekanntlich - aus einem Iagd-Expeditionsausflug in Ostafrika befindet, hat in der letzten Woche bereits das 5500 Meter hohe Kenyagebirge überquert. Oie Wetterlage. In 'Seydlsfjord TM ter Vi & rreitaa. 10. Januar. 1g3O, 2, ■ xytoi X)5lo "Xi /v, To ©woixenfos. <$nener onai» hedecKt(| woiiug. e Dfdecxi erregen » Schnee g Graupeln e HePei K Gewitter (g)win«nne.«o- «r» «ernte' Osi emsige« tudiucwest q sroemiscnee «fordwesl Oie »teilt fliegen mn dem wmoe Die oeiden Stationen stehenden Za* Stt6?nbfc ^.Kuüusmini. A Aach S «toa 2nt«n im Deusi^ e: Lei .ec des M hin, ty Ä habe, fein >len vludentenver« n häufig chanvini. in3 deS grohdeut« gestanden erflogen. elholzer ist ei ^ngen, den 6200 aro zu überstie. >nnt!ich auf einem Hafrüa befindet, s daS 5500 Nein uc:L et .2% nun»•*««“ «L STorS»“^ » ’wj S--Z ; U sich In h°p ^bemerkbar mag kühl-re->r-K Derur'a42i2 uht g&3** LV'Zj fffygr» iStf * w lcnfü'«”‘“S: itter. mittag Januar- . । Grad: ®«i!S»w,02 5 m* «Ä «r«: A S 21’8#* «■ -lak.^> ne. -In 1> Aus der Provinnalbauptstadi Gießen, den II. Januar 1930. ^Kleinigkeiten/' Es hat einmal jemand behauptet, daß der eigentliche Aerger im Leben nur van sogenannten Kleinigkeiten herkäme. Das ist bei manchen Menschen sicher der Fall. Wenn irgendwo ein Knopf abspringt, wenn man die Brille ver- Lrgt hat, wenn einem der Fug vor der Base wegfährt, oder bei anderen Anlässen kann einem tatsächlich die gute Laune verdorben werden. Aber nicht alle ärgern sich über solche kleinen Störungen. Wer Herr über seine Nerven ist und nicht überall Schikanen sehen will, der weih sic'' schon zu Helsen. Ein bihchen Ruhe unö Heber- Legenheit sorgen dafür, dah solche Unannehm l.chkeiten abgeschüttelt werden. Aber das sind letzten CndeS Anlagen des einzelnem Wie wird die Sachlage aber, wenn wir durch Kleinigkeiten unfern Mitmenschen eine Freude bereiten können? Sollte davon nicht mehr Gebrauch gemacht werden? Es gibt solche Möglichkeiten in Hülle und Fülle. Da steigt in unfern Fug eine alte Dame ein, sie hat Gepäck und es wird ihr schwer, in den Wagen zu körn- neu. Ist cs da nicht eine Selbstverständlichkeit, dah wir aufstehen und ihr helfen? Gewiß, sagst du, das ist doch klar. Aber man kann auch be° erdachten, dah sich oft kaum jemand entschließen Pinn, einzugreifen. Ebenso ist es, wenn der Wagen überfüllt ist und ältere Leute stehen müffen. Für die jungen Leute ist das die beste Gelegenheit, sich hier nützlich zu zeigen, und s wiel ich bis jetzt in der Bahn gesehen habe — t.nb ich komme viel herum —, wird daven auch oft Gebrauch gemacht. Ich muh sagen, dah es mich immer angenehm berührt, wenn ein junger Mann »der ein Mädchen aufsteht und mich bittet, feinen Platz einzunehmen. Diese „Kleinigkeit" leitet dann oft ein Gespräch ein, und sehr leicht ticirb eine langweilige Fahrt dadurch aufs ange- mehmste verkürzt. Durch diese Gefälligke ten wcr- ten eigentlich stets beide Teile befriebigt. Wir feilten beshalb eifrig barauf bedacht fein, unfern Mitmenschen eine Freundlichkeit zu erweisen, lins selber wirb am meisten bamit gedient. Diese Freundlichkeit braucht natürlich über gewisse Grenzen nicht hinauszugehen, sonst wurden manche selbstbewußte Leute sehr unangenehm, nnb wir Bescheidenen hätten das Nachsehen. ®t- $:ng es jenem Sachsen in der Eisenbahn nicht ebenso? Ein schlafender Engländer mit sehr langen Beinen erlaubte sich, diese auf die Dank gegenüber zu legen. Daoei beschmutzte er die Pleiber des biederen Sachsen. Auf die Dorhal- Lungen, warum er sich das gefallen liehe, sagte er bescheiden: „Ich kann doch nicht englisch sprechen I" — Du stehst am Postschalter, hast es vielleicht e ilig. Bor dir warten einige Kinder. Du denkst, die haben sicher Zeit, und drängst sie zurück. Das ist doch eine Kleinigkeit, meinst du? 3m Grunde genommen nicht. Denn gerade hier zeigt es |ii>. wie du zu deinen Mitmenschen stehst. Du würdest kaum wagen, einen andern Herrn zurück- z uschieben und dich selber an den Schalter zu stellen. Warum aber die Schwächeren, die Kinder? Warten die Eltern zu Hause vielleicht nicht auch auf ihre Kinder? Wir können an öffentlichen Kassen, beim Kaufmann usw. immer wieder sehen, wie die Kleinen zurückftehen müssen. Das ist ein >1 rohes Unrecht. Hast du es wirklich eilig, bann behandle die Kinder wie Erwachsene und frage höflich, ob sie dich vielleicht vorlassen wollen. Du wirst erleben, dah sie gern einwilligen, sind anderseits auch dankbar für die freundliche Frage; denn sie fühlen ganz genau, wie wir sie be- h anbeln. Bon meinem Fenster aus sah Ich neulich zu, tote ein dreijähriges Kind sich von seinen Spiel- [cmeraben entfernte, über die Strahe lief und dabei hinfiel. Es schrie entsetzlich. Eine vornehme Dame ging vorbei, schaute wohl nach dem Kind, lieh es aber liegen. 3ch wollte schon zornig auf- fepren, da sah ich, tote ein älterer Herr daher- tarn, das Kind aufhob und der Mutter, die in- z vischen erschien, übergab. Sie verhandelten noch e inige Minuten miteinander und gingen bann mit fneundlichem Abschied auseinander. Hätte es der jungen Dame etwas geschadet, wenn sie das Kind «aufgehoben hätte? 3a, das sind so „Kleinig- 1 feiten", von vielen kaum beachtet. 3m Grunde rtnommen zeigen sie uns aber doch ein treues Di l d des inneren Menschen. Anderseits können aber auch gedankenlose Staublungen, die wir als „Kleinigkeiten" bezeichnen, üble Folgen haben. Die Zeit bet Apfelsinen naht jetzt heran, und wie lange wird's dauern, bann lesen wir in bet Zeitung, dah da und ba eine Frau ober ein Mann ausgeglitten ist unb sich Verletzungen zugezogen hat. 3ft cs denn so schwer, die Schalen in die Tasche zu stecken, wenn wir unbebingt die Apfelsinen auf der Strahe essen müssen? Hier sollten Eltern unb Lehrer immer wieder daraus hinwirken, bah bet Unfug des Hinwerfen s von Schalen endlich ein- gebämmt wird. Das ist ebenso felbstverstänblich, wie wir verlangen, dah unsere Kinder auf ben Rastplätzen fein Papier unb keine sonstigen Ab- fälle herumliegen lassen. Nichts wirkt unschöner als solch' verschandelte Natur. So gibt es im alltäglichen Geben Hunderte von „Kleinigkeiten", die uns wohl bann unb wann etwas Zeit kosten, auf bie wir aber unbedingt Rücksicht nehmen müssen. Sich einfügen in geordnete Verhältnisse bedeutet noch lange nicht, dah wir alles anerkennen. D. Tagung der evang. Kirchenregierung. Die Kitchentegietung bet Evangelischen Landeskirche trat am 9.3anuar zum ersten Male im neuen 3ahte zusammen. Als Vertreter für den verstorbenen Landeskirchenrat Betnbeck war Pfarrer Ausfelb (Gießen) erschienen. Zu Beginn sprach Prälat D. Dr. Diehl Worte der Begrüßung und gebuchte bes schweren Verlustes, der die Kirchenregierung durch ben Heimgang ihres Mitgliedes, des Gan- beskirchenrat; Bernbeck, betroffen hat. Nach Hinweis auf die schwierige Zeit, in der wir leben, unb bie Gage bet Gandeskirche, beutete er bie wichtigen Aufgaben an, die das neue Jahr der Kirchenteg'.erung stellen würde. Gegenstand bet Beratung unb Beschlußfassung waren alsdann: Neubesetzung von Pfatt st eilen und die Vorarbeiten für den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung und Wahrung bet kirchlichen Ordnung, das von großer Bedeutung für das evangelisch-kirchliche Geben für längere Zeit hinaus sein dürfte. Am Nachmittag trat bie erweiterte Kir- chentegierung zusammen, bie seinerzeit von dem Gandeskirchentag eigens für bie Auseinandersetzung mit bem Staate gebildet worden war. Der vom Ganbtag angenommene Schiedsver- t r a g zur Frage der Staatslei st ungen an bie Kirche wurde hierbei erörtert unb Beschlüsse wegen weiterer Behandlung der Angelegenheit gefaßt. (Siebener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 130 bis 170; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weihkraut IO bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinal 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 100 bis 120; Tomaten 70 bis 90; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4'/» bis 5; Aepfel 10 bis 15; Dirnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Gänse 110 bis 140; Nüsse 50 bis 80; das Stück: frische Gandeier 17 bis 19; Kisteneier 16 bis 17; Tauben 70 bis 90; Blumenkohl 50 bis 100; Salat 35 bis 40; Endivien 15 bis 40; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Gauch 5 bis 15; Retticl 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4; Wirsing 10 bis 12, Weihkraut 7 bis 8; Rotkraut 10 bis 12; Aepfel 10 bis 12; Dirnen 8 bis 10 Mark. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Kriegcrvercin Gießen: 65. Sti,tungs,est, 20Ufjr, im Cafo Geib. — Eisenbahnfahrbeamtenverein: Winterfest, 20 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten. — G. R. G.: Generalversammlung, 20.30 Uhr, im Dootshause.— Kavallerieverein Gießen e. D.: Monatsdersammlung, 20.30 Uhr, Dereinslokol. — Erste Reichäkurzschrist- gesettschaft „ Gabels berget" und Damenabtei- lung: Ordcntl. Generalversammlung, 20.30 Uhr, in der „Stadt Gich". — 222er: Zusammenkunft, 20.30 Uhr, bei Böh. — D. H. D.: Jahreshaupt- Versammlung, 20,30 Uhr, im Bayerischen Hof. — Glchtsplelhaus Bahnhofstraße: „Der Graf von Monte Christo"; auf der Bühne Gastspiel des Bariettkünstlers Sylvester Schäffer. — Astoria- Gichtspicle: „Das Panzerauto" und „Die 3agö nach der Kassette". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Das tapfere Schneiderleln", 15 bis 17.30 Uhr; „Gräfin Mariza", 18 bis 21.30 Uhr. — Gießener Konzertverein: Fünftes Konzert, Alma Moodie, 17 Uhr, Universitäts-Aula. — Oberhessischer Kunstverein: Eröffnung der Ausstellung im Turmhaus am Brandplah. — Physiologisches 3nftitut: Dortrag „Die Funktionen des Nervensystems", 11.30 Uhr. — DHC.: Wanderung, Abmarsch 10 Uhr, Ecke Wetzlarer Straße. — Gichtspielhaus Dahnhofstraße: „Der Graf von Monte Cristo"; auf der Bühne Gastspiel des Darietekünstlers Sylvester Schäffer; 11.15 Uhr, Kultur-Frühvorstellung „Pori" (ein Film aus afrikanischem Dusch). — Astoria-Gichtspiele: „Das Panzerauto" und „Die 3agd nach der Kassette". — Aus dem S t ad t theater bu r eau wird uns geschrieben: Morgen wird das erfolgreiche Mä chen „Das tapfere Schneiderlein" von Alois P r a s ch , Spielleitung Karl D o 1 ck, zum letzten Male gegeben. — 18.30 Uhr findet eine große OperettenpremiLre statt. Die Operetten- gastfpiele Frankfurt am Main gastieren mit der „Gräfin Mariza". Die zündende Musik der Kal- manschen Operette ist schon teilweise volkstümlich geworden. — Der Goethe-Dund wird, wie man uns schreibt, mit dem dritten Tag des zusammen mit dem Stadttheater veranstalteten Kam- merspielzhllus seinen Mitgliedern wiederum einen hervorragenden Kunstgenuß bieten. Die Tanzkünstlerin Senta Maria aus München ist zu einem Tanzgastspiel (Tänze und Pantomimen) eingeladen worden. Senta Marias Eigenart ist die Einzelpantomime, getragen von einer starken, innerlichen Gestaltungscraft in der Bewegung, die in ihrer Gndform weit über das hinausgeht, was gemeinhin noch heute unter Pantomime verstanden wird. Ihre Tanzgast- spiele gehören zu den interessantesten Veranstaltungen des künstlerischen Tanzes. Das Gastspiel verdient allseitige Beachtung. (Siehe heutige Anzeige.) •• Der neue ©tabtrat wird seine erste öffentliche Sitzung am Freitag nächster Woche, 17. 3anuar, 12 Uhr, im Sitzungssaal«: des Stadthauses Bergstraße abhalten. 3n der Hauptsache handelt es sich dabei um die Einführung und Verpflichtung der neuen Stadtratsmitglieder und um die Wahl zu den Ausschüssen und Deputationen des Stadtrates. •* Neubau einer Post-Kraftwagen- Halle. Das im Hose des Hauptpostamtes in der oberen Bahnhofstraße stehende Hintergebäude, das ursprünglich zum Unterstellen von Pferden und Wagen für den Fuhrwerksbetrieb diente, ist seit einigen Tagen vollständig niedergelegt worden. An seiner Stelle soll ein Neubau zum Unterstellen von Kraftwagen nebst Reparatur- werkstätte und Gagcr von Ersatzteilen erstehen. Mit Rücksicht auf die Dringlichkeit dieses Gebäudes sollen die Bauarbeiten mit Beschleunigung ausgeführt werden. ’• Die Museen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet. •• Oberhessischer Kun st verein. Morgen, Sonntag, 12. 3anuar, beginnt im Turmhaus am Brandplah die erste Ausstellung im neuen 3ahr. Die an ihr beteiligten Künstler stellen, abgesehen von Fräulein Clara Herzog, Stuttgart, welche dieses Mal eine Kollektion verschiedenartiger Blumenstücke zur Schau bringt, zum ersten Male in unserer Stadt aus. Walter D e t e r m a n n, ein im 3ahre 1889 in Hannover geborener Künstler, welcher sich nach Vollendung seiner Studien in Dresden und Weimar an letztgenanntem Ort niedergelassen hat, ist mit Oelgemälden mannigfacher Art vertreten; neben deutschen Gebirgslandschaften, insbesondere aus der Rhön und solchen aus Südfrankreich, sind Porträts, ein weiblicher Akt, und Stilleben ausgestellt, von denen namentlich eine Clivia erwähnt sei. Fritz Bender, ein junger, in Herborn beheimateter, auf der Akademie in Kassel ausgebildeter Künstler, bringt eine größere Zahl von Oelgemälden, Aquarellen und Zeichnungen, deren Motive teils seiner Heimat, Herborn und dem Westerwald, teils der dalmatinischen Küste entstammen, wohin ihn eine Studienreise geführt hat. E. Ackermann, München, stellt Federzeichnungen, sowie schwarze und farbige Holzschnitte aus, welche schon in einer Reihe großer Städte gute Aufnahme gefunden haben. Die Ausstellung ist Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von II—1, Mittwochs auch von 3--5 Uhr nachmittags geöffnet (Siehe gestrige Anzeige.) Personalie. Der Rechtsanwalt Dr. Friedrich Knopfe! in Darmstadt wurde zmn Notar mit dem Amtssitz in Bad-Nauheim als Nachfolger des verstorbenen Notars Stahl mit Wirkung vom 15. 3anuar ab ernannt. * Neue Kurse in der Volkshochschule. Man schreibt uns: Die Brsuchsziffcr der Volkshochschule ist in diesem Wintersemester erfreulich hoch; sie übertrifft den Durchschnitt der letzten drei Winterhalbjahre bereits um etwa 35 Prozent. Dieses Ergebnis ist auäschließ- lich der starten Beteiligung an den wissenschaftlichen Kursen zu verdanken; dagegen läßt der Besuch der Kurse für Musik, Zeichnen, Gymnastik und sprachliche Fortbildung Wünsche offen. Wenn auch im allgemeinen von den Hörem die den ganzen Winter ausfüllenden, fünfzehn Abende umfassenden Kurse bevorzugt toerben, so hat die Volkshochschule doch auch denen Rechnung zu tragen, die sich nur auf kürzere Zeit binden wollen. Es dürste nicht genügend bekannt sein, daß schon seit mehreren Semestern geeignete Themen auch im Winter an nur zwei bis acht Abenden behandelt werden. Mehrere Kurse kleineren Umfangs (bzw. selbständige Fortsetzungen) beginnen wieder in der kommenden Woche. Die Themen lauten: „Du und dein Heim", „Vom Wesen des Menschen", „Betrachtung von Kunstwerken", „Büdmäßige Photographie", „Die Vererbungsregeln", „Goethes Faust". (S. Anzeige.) ** Ehrung eines hessischen Gandsmannes. Ein Sohn unserer Stadt Gießen, der Bürgermeister Dr. P e p p l er in Pa'ewalk (Vorpommern) konnte vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag begehen.-Aus diesem Anlaß wurden ihm von den Reichs- und Staatsbehörden, dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung von Pasewalk, sowie von den Freunden seines Hauses herzliche Ehrungen bereitet. 3n der Pasewalker Gokalpresse wird darauf hingewiesen, daß Bürgermeister Dr. Pep Pier feit 13 3ahren zum Wohle der Stadt Pasewalk gewirkt hat, und es wird dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß es ihm noch lange vergönnt fein möge, zum Segen der Stadt Pasewalk seines Amtes zu walten. Bürgermeister Dr. Pep Pier ist ein Sohn des früheren Gerichtsvollziehers Georg P e pp - I e t, der von 1874 bis 1889 in Gießen, in der 7. Kompanie der 116er, zuletzt als Feldwebel, diente, dann 25 3ahre lang als Gerichtsvollzieher amtierte und der heute noch im Alter von nahezu 76 Jahren bei einer Tochter in Karlsruhe lebt. Kein städtischer Wohnungsbau mehr in Darmstadt. WSN. Darmstadt, 10. Jan. Die Stadt Darmstadt hat bisher in sehr erheblichem Matze der Wohnungsnot durch Erstellung städtischer Wohnhäuser abzuhelfen gesucht und sich dabei mit erheblichen Schulden belastet, die durch die — an sich gewiß nicht niedrigen — Mieten auch nicht annähernd verzinst, geschweige denn amortisiert werden können. Die für den Wohnungsbau verfügbaren Mittel aus der Hauszins st e u e r , die in Hessen bisher schon geringer geflossen sind, als in Preußen, sollen künftig noch weiter eingeschränkt werden und dürften durch die Mietzuschüsse an Erwerbslose und Sozialrentner beinahe aufgezehrt werden. Die Stadt Darmstadt wird daher den Wohnungsbau ass rein städtis che Angelegenheit beseitigen und leistungsfähige Organisationen zu Trägem dieser Aufgabe machen. Verhandlungen sind bereits mit der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft (zinsfreies Bauen) und anderen genossenschaftlichen Verbänden eingeleitet, so daß alsbald eine entsprechende Vorlage dem Stadtrat zugehen wird. • Wie wir auf Anfrage bei der Gießener Stadtverwaltung erfahren, besteht auch für Gießen, da es mit wesentlich geringeren Einnahmen au8 der Hauszinssteuer rechnen mutz, im Jahre 19 30 keine Möglichkeit, ein städtisches Wohnungsbauprogramm (stadteigene Wohnungen, Wohnungen von Baugenossenschaf- ten und von Privaten) zur Durchführung zu bringen. Günstigstenfalls kann das Dauprogramm aus dem Jahre 1929 abgewickelt werden. e Zum Schutz gegen yßanilavm'' U&te«. JF PASTILLEN heilen, Mandel u. g (Acridimumderivet) Halsentzündungen MERCEDES-BENZ geben kann als die Marke DAIMLER-BENZ A.-G., Verkaufstelle GIESSEN, Bahnhofstraße 90,92 Jahre Arbeit und Erfolge liegen heute hinter uns. Immer war es in dieser Zeit für uns als die ältesten Automobilwerke der Welt selbstverständliche Tradition, führend zu sein in der Entwicklung des Kraftfahrzeugs, nicht nur in der Erzielung höchster Qualität, sondern auch in der immer günstigeren Gestaltung des Verhältnisses zwischen Wert und Preis. Unser Typenprogramm für das Jahr lYZO steht auf der vollen Höhe aller erprobten technischen Errungenschaften. Der wirtschaftliche geschmeidige Viersitzer Typ „Stuttgart” von 6800.- RM. an, der sechssitzige mittelstarke Gebrauchswagen von höchster Zuverlässigkeit Typ „Mannheim”, der kraftvolle schöne Achtzylinder Typ „Nürburg” von letztem Fahrkomfort, die Kompressormodelle als Hochleistungswagen von internationalem Format, sie alle sind das Ergebnis der umfassenden Erfahrungen aus viereinhalb Jahrzehnten, letzte Stufe technischer Entwicklung, höchster Wert zu günstigstem Preis. Wenn Sie vor der Wahl Ihres Wagens stehen, so versäumen Sie nicht, unsere Modelle zu prüfen. Wir wollen Ihnen beweisen, daß es keine höhere Wertbezeichnung für ein Automobil 347V Anläßlich meines Inventur- Ausverkaufs habe ich große Posten Baumwollwaren zum Verkauf gestellt Sie finden darunter: Bettuchleinen Bettuchbiber Bettdamaste Bettkattune Bettkolter Inletts Haustuche Bleichflanelle Rohflanelle Sportflanelle Pyamaflanelle Handtuchstoffe Wäschestoffe Schürzenleinen Indanthrenstoffe Kleiderzephir u. a, m. Ein Posten ca. 60 Stück Zephirs und Popeline für Herrenhemden weit unter Preis Alles in langjährig bewährten erstklassigen Qualitäten zu den denkbar billigsten Preisen Große Mengen RESTE außergewöhnlich billig L Bernard Plockstraße 16 Stoffspezialhaus Während des Ausverkaufs gewähre ich auf sämtliche regulären Artikel einen Sond er-Raöatt v.10 Proz. unübertroffen HaltbarKeit Lederwareninventur-Ausverkauf 10°/° Rabatt Aug.Kilbinger Nacht. Inhaber: J. Q. Höfie Seltersweg 79 3550 Erfinder — H ovwurtK*trewende 5000 Mk, Belohnung Näheres kostenlos durch 9474V F. Erdmann & Co.. Berlin SW 11 Zur besseren Ausnutzung unserer M leistungsfähigen Grauguß-Gießerei j übernehmen wir laufend j edes Rfl QuaNtUM 378d M Kundenguß g beste Qualität, prompte Lieferung. M günst. Preisstellung wird zugesichert. M. Seyligenstaedts Eomp. B Werkzeugmaschinenfabrik Aktiengesellschafl. Gießen Biifsiiiliiie Aeue Kurse Deginnabd3.IanuardS3O Montags, 20 lldr, Universität: „Tu und Dein Heim" Imit Lichtbildern), Irl. Leyerzavt, Lehrerin lWteseck) Hörsaal 83, 1. Stock links. Drei Abende: 1 Mk^ Nichtmilglieder 1.30 Mk. „Was kant die Wissenschaft zu den Meinungen über dnS Weltgebäude?- III. Bom Wcs.'n deö Menschen. iDle Stellung des Menschen tm Kosmos). W. He gar. Hörsaal 39, 1. Stock links. Acht Abende: ‘2.50 Nlchtmilglieder 3 S2J1L für die seitherig. Teilnehmer frei. Dienstags, 20 Lthr, Llniversitäi: „Betrachtung von Kunstwerken" ldaS geistige lsebenimWandelderKunst).Pros. H. Keller, Oberstudienrat, Friedberg. Hörlaal 33, 1. Stock links. Bier Abende: 1.50 Mk„ Ntchtmilgl. 2Mk. „Tie Bercrbnngöregeln und die Frage der Vererbung erworbener Eigcnschas- tcn bei Pflanzeu." Univ.-Gartentnsvektor i. R. Rehnelt. Hörlaal 40, 2. Stock rechts. Zwei Abende: 80 Pfg., Ntchimitgl. 1 Mk. Mittwochs, 20 Lthr, Universität: „Goethes Faust" (®octbe, der Mensch, der Dichter und sein Wert. VII. Teil.) Oberstudiendlrektor Dr. Bauer. Hörsaal 33, 1. Stock links. Sieben Abende. 2 Mk., Nichtmitglteder 2.50 s2)iL für die fctth. Teilnehmer frei. „Bildmäkige Photographie". H. O. Wagner. 359D Hörsaal 39, 1. Stock links. Gebühr: 1.50 Mk.. Nichtmitglieder 2Mk. Ky ffli äuser-Technikuni b Frankenhausen, ft”; j für Masch.-u. Automobilbau. Schwach- u.Stark- ■ s-romtcchn. Aelt. Sonderabt. für Landm. und Flugt. W AM WMWWU Montag, den 13. Januar, nachmittags ab 2 Uhr. versteigere ich im „Löwen". Neuenweg 28: 273V ein Herrenzimmer (Eiche), ein Sofa, sechs Sessel, einen Tisch, einen Kleiderschrank mit Spiegel, einen Wäscheschrank, ein Schrankgrammophon mit 55 Platten, vier Nochtschränke. eine Kommode, einen runden Tisch, drei Stühle, ein Vertiko, ein Sofa, ein Sofa mit Umbau, 1 Büfett, einen Röder-Herd (weiß cmaUiert), vier Gasherde (fast neu), zwei Nähmaschinen, zwei Büfetts (Eiche), einen Schreibtisch, zwei Korbsessel, einen Ofen, ein Herrenrad, ein Eßservice, ein Kaffeeservice, zwölf Ballen Tapeten (je 50 Nollen), zwei Faß Autoöl, einige Zentner Putzwolle, ein Koffergrammophon mit acht Platten, Kinderstrümpfe, Jäckchen und Höschen. Versteigerung bestimmt. Ln-wigKavtmetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28, Telephon 3414. Bedeutendes Unternehmen der Web- u. Wirkwarenbranche bietet durch seine reichhaltige, alles überragende rrollekuon, seine besondere ^elstungsfcchlgkeit seriösen verllelern(ianen) zum Besuch von Brivatkundschast «Stadt und Land) wirkliche Dauer- cristcnz. Trotz hoher Provision billigste Prelle. Anc-sührliche An- gebo e von Damen u. Herren, mögt, mit Auto. erb. unter Beifügung von Lichtbild und Reier. u. Angaben bisb. Tätigkeit unter I£. K. 1034 durch Rudolf ülosse. Köln. LVrv suchen: Herren und Damen als Vertreter zum Besuch von Prwatkundschan — Tetlzablungölyitem - ihober^keben- verdien», auch für Mitglieder groß. Verbände und abgebaute Beamte). LMv bieten: Hohe, sofort auszahlbare Provision! Bereitstellung des von uns bereits vorbearbeiteten Adressenmatertals! Weitgehendste Neklame-Unierstützg. Bet guten Leistung. General-< er trctuitn mit feiten Bezügen, Provision, eventuell Niederlage. [ssoV Branchekenntnisse nicht erlorderlich. Ein» arbeitung erfolgt durch uns. Angeb. um. n. K. li,6 an die Am onc.-Exped. Heinr. Eisler, Frankfurt a. M. Gesucht so 1 ort f35.,V an allen Orten fleißige. strebsame Personen zur Uebernahme einer Iriliotagen-n.StruiDDlsindierei auf unserer Feminastrickmaschine. Leichter und hoher Verdienst. Gün stipe Bedincunff. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Prospekten is u.franko Trikotagen- u. Strnmpffabrlk Sicher &, Foh cn, Saarbrücken 3. Lhordirigenl (noch einige Tage der Wocke frei. Schriftl. Angebote unter Nr. 0203 au den Gießener Anzeiger erbeten. Besondere Vorteile bietet mein Junge-, gebildetes, Mädel aus dem j Rheinland sucht zum 15. d. 2». Stelle als Inventur- Ausverkauf der bis zum 18. Januar 1930 dauert Auf Winterartikel 15 bis 20°/o auf alle übrigen Artikel 10% Rabatt Etagengeschäft J.Sonneborn WMitt mit Familienanschl. Schrtsil. Angebo e unter 0218 an den Gten. Anz. erbeten. Ordentliches Mädchen das einige Jahre in volland gedient hat, wün'cht sich b. guter Behandlung in bess. Haus zu verändetn. Schrinliche Angebote un:er 0231 an d. Gieß. Anz. erb. | Verkäufe" Eine Kuh 33D AMNve SkirslADWl! Fortlaufend hohes, sicheres, fast müheloses und doch reelles Einkommen wird durch Uebernahme einer S111 c l n • Vertretung für den dorilgen Bezirk geboten. Keine Steife- od. sicher Straße 9. Laden mit Nebenräumen Krcuzplav 1 ab 1.2.30 zu verm. Näheres A. Becker, Kevlerstr.9. 10814,- $11. Werkstatt und r'Nöbcllagerraum Sehersw. 73 z. verm. ZküheresA. Becker, Keplerstr. 9. 110457D Werkstatt Mit elektr. Anschluß zu vermieteu. P>n erfragen 0238 Hammttraße 4. Autogarage zu vermieten 70D Carl HaaS V., Schubertstr. 2. Grünerer Lagerplatz preiswert zu verm. Schr. Angeb. u u247 an den Gieß. Ani. | Mietgesuche | Schöne 3-4-Zimmer- Wohnung für sofort ob. spät. 1. 6. 30 gesucht. In- standsetzuugökosien tvero. übernommen. Schrtsil. Angcb. mit. 0234 an d. Gieß. Anz. Beschlagnabmesrcie 3- Dis 4-3immet- Wohuung zu mieten gesucht. I Schr. An geb. u. 0232 I an den Gieß. Anz. Bekannte Berliner Klär-Firma sucht zum Vertrieb ihrer bestens eingesührten Hau?' Klärgruben tn Bau- u. Siedlungskreisen fachmännischen Geneval-Sevivetev mit Bureau gegen Hobe Svesenvergütung und Spesenzutchun. Angebote nut Referenzen unter 1.0. 211GB befördert Rudolf Moste. Berlin SW 100. 299V FürneuzeitllcneTöchterVersorgungs- Versicherung werden mehrere Inspektoren gesucht. Beste Verdienstmöglichkeit Ausführliche Offerten erbeten unter LV. 382 an Invalidendank Annoncen- Expedition, Frankfurt a. Main. 367V Größ. Schuhgeschäft sucht f.Ostern Größeres Linsamilienhaus 1924 erbaut, in unmittelbarer Nähe Gießens, mit 7 Zimmern u. allem Zubehör, Oiebengebäude u. Garage, schönem Garten, tn freier Lage, stehl zum Verkauf oder zur Vermietung. Zahlungs- beolngungen nach Vereinbarung. Schr. Nachfr. unter 0206 an den Gieß. Anz. Heuer Koffer-Apparat mit 8 neuen Platten. Neuwert llODtk^iür 50 Mk. zu verk. I,?« Zu ersr. in der Ge- fchästSst.d.Gieß.Anz. 10 30er Lehrmädchen auS achtbarer Familie. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf uni. 3361) an den Gießener Anzeiger erbeten. Opel-Chassis geeignet zum Aufbau als Lieferwagen billig abzug. 3700 Braugaste 6. Telephon 3625. Dauermieter sucht möhlierl Zimmer Schr. Angeb. u. 0225 an d. Gteß. Anz. erb. |Stellenangebote| Vertreter gelocht! Leistungsfähige Scheuertuch-Weberei sucht einen branche- kundigen, gut etn- gesührten Vertreter Schrtsil. Angeb. unter 3lOV an den Gieß. Anz erbeten. gaOk, die Woche li Wlresv.höchstePro- vvotrton verdient jeder, der b. Vertr. uns. Massenartikel u. vat.Neuh.. die in ied. Haushalt gekauft w., übern.Muster gratis Pötters & öttfüier Barmen 27, Fabrik. Solvente Vertreter die bei den Auto- Rev.Werkst.Groß- garaacu, Wagenparks, Behörden uito. nachweisbar gut etngefiihrt sind, für einen Schlager in der Zündkcrzcn- branche gebucht. Große Verdienst- müglichkeit. Oster en unter F. N. L. 816 durch Bado.! Monse, Irankinrt a.BI. ^V hiva Iden finden gut. Nebenverdienst d. Besuch v. Viehhaltern. Off. an Krener, Dassel- dort, Schl eflf.U3.o V UM für das Bureau einer hiesig Großhandlung per Ostern gesucht. Selbstgeschriebene Angeboie unt. 370D an den Gieß. Anz. Jüngere, perfekte SfflijpÄ für hiestges Engrosgeschäft für sofort gesucht. Schr. Au geb. unter 2230 a. d.Gteß. Anz. Privatsekretärin erstklast. Maschinen- schretberin. für mögt, sofort gesucht. Bewerbungen m. Zeug- nlsabschr. erbet, an Hermann Will, Bleflen, Ostanlage 86, Gesucht z. 1. 6ebr. ein sauberes, willig. Mämien von Frau itarb» gerlchrSdirekior Schadt, Lndvrljstr. 88 Köchin alle!4Tage zurAuS- bilfe gesucht. Zu ertragen in der Ge- schäsisstelle des G.A. Mädchen gesucht sllrKücheund HauS. Zu erfragen in der Geschäftsstelle deS Gieß. Anz. 0253 |stellengesuche| Junget mono mit Primareise sucht Stelle als Korrespondent- Volontär lEngllsch, Deutsch, ruinös.). Schriftl. Angeb. unter 0227au den Gteß. Ant. erb. Bäckergeselle sucht dieKonditorei zu erlernen. Schr. Angeb. unter 0210 an den Gteß. Anz. Chauffeur 2'Jahre alt, Führerschein 111 b. unbedingt nüchtern, sich.'i. tZahrer, gut. Wagenpfleger, mit Reparaturen vertraut, sucht Stellung. 'Dauerstellg.bevorz.) Schr. Ang. unt. 0228 n. d. Gieß. Anz. erb. Wegen Umstellung meines Betriebes suche ich für meinen Chauffeur der 8 Jabre bei mir zu meiner vollsten Zufriedenheit tätig war, für 1. 3. 30 od. früher neue Stellung I. M. Schulhof, Telephon 295k Marktstr. 4. 1 Llvdie 750 ccm. mit. auch ohne Beiwagen. 1 Ardic, 350 von», 2 Takt, 280.- RM. sowie ein iabrik- neuer Beiwagen vreiSw. zuverk.Wo? sagt die Gefchästsst. des Gieß. Anz. 0239 Ladeneinrichtung l2gr.Warenschränke, Thekcu. Kasse, preiswert zu verkanien. Zuerir. l.d.Geschst. d. (Sieh. Anz. 0251 1 Partie Weihbinder- Rüstzeug zu verkaufen. 0252 BlelchstraHelB.I. Ein AlllSNWM «Haube) u.30Platten flut erhalten, auch einzeln sofort billig zu vertäuten,auch in Ratenzahlung. Schr. Ai geböte unter 0l41 a. d. Gieß. Anz. erb. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Sauber gehaltene MMN in großen Mengen abzugeben 3D9C MiMM 7. oiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiid I Kaufgesuche I Kheiniänder Hahn zu kaufen gesucht o«, Bruchttr. 11. Bin stets Käufer für seile Schlachlpserde BeiNotschlachtunaen lamme sol. auf Tele- vhonrus 8640 v. Auto Fritz Sichler, Pfcrdemctzger (Sicneu. 354D Suche guterhalienes Wohnhaus nebst 4—500 qm Hof- raum mit Einfahrt imZemrum ö. Stadt oder Nähe Bahnhof zu kauten. Schriftl. An iebo e mit Preis unter 0243 an den Gteß. Ani. erbeten. Zu kaufen gesucht. 2 MklkWlk j _ rfautculach, [346D1 Ostanlage 25. 10193 ?6a6ieta? u. bitten wir unsere halt' Mitglieder- I Versammlung 'en konnte. Zuiu letzten 'iale um letzten .ale c1' aas tofliere .6i Sdiiitlfiztlein * lube, märchen in Zaube«Märchen in Drucksachen aller An 0rUHI sch« örutftrti Vereine Äufiüchf futter «indei Vorstellung Ermäßigte Preise. lelrzi M < irsiaunüch ist whenministe Im jetzig' begreiflicher luch die 2ö üg Jnieres ^eht unter ktwar Abs> mit einer 01 Betau öet 6ifaB-£oißrinaer Jahresversannnlung Kavallerleverein Gieß. e.V. Samstag. 11 Jan. Monais-Versammiong 8''-UhrBereinSlokal ***D 3er Vereint. Barlbrennholz ofenfertig, Anscuer- bolz, eichene Gartcupfostcn. 3 Wellhöfer, $lernivr.23l3773i#D Darlehen gesucht lürBeamten. Bürgschaft w. gestellt Schriftlich. Angeboie unter 0244 an den Gießener Anzeiger. ■argenfinicit ■ii> Türkei > sie Probier Eiritaä steh Ms Destvei Mar und v Wvtrllichen ( . gelegt WurS siigung mit vi'ntzen muri --Hut lann fi KHcrbu' einer affioci "Dolilil als I '"bk veseiülic ‘oicift und l Nüstungsftag bringen!) 011 Ifeit für du Wuris. 5 Bildern von AloiS Praich, Musik von Gustav v. Rößler. Sonntag, 12. Jan., von 18 bis 22 Uhr Außer Abonnement üremden Vorstellung Neu elnsiud tt: Sräün fflOHjo Doereite in : ikien v. Emmerichs.Umän DienStag,14.Fan., von 20 bis 221/4Uüv IS.Dikllsllig M.-M. loöiaswunoedlßi Dramatische Legende von vetm. Heinz Ortner. In 3 Aki- >. Mittwoch. IS.Jau. von 20 biS 22 Uhr IS.MittwolV-AV.-vlft. Sei ©clfieijtg Spiel in 3 Ulli in von Arnold Vfiblcö. .»reitaa, 17. Jan., von 19*. - bis 22 Uhr lö.Fretlog-Av.'vorst. Neu einftubtctt! Posse nut Gesang in örct Auszügen von H. Wilken und O. Justlnus. Musik von Gun. Michaelis. Sonntag. IS.Jau., von ll1/? bis 13 Uhr: Außer Abonnement Kleine Steife 3. Tag un Kammer« fviel-Zyklus (Aiorgenfe er). Zum ersten Malet se in ülatla iMiinchen) in ihren Tänzen und Pantoml mit. Sonntag, is.Jau., von 18 bis 20 Uhr Außer Abonnement Fremden voruellung Einmalige Aufführung. D6sir6 Komödie tu 3 Akten von Sacha Guttr». Sonntag, IV.Jau-' von 2U‘ ? bis 22 Uhr Außer Äbennemen- Kleine Preise 3. Tag tm Kammer. smel-Zyklus (Abeud.eier) Einmalige Wiederholung! Senta fflotia iNtünchen) In ihren Tänzen und Pantomimen. tuV Sein natürlich® Snstinia nimmt Ihnen die Sorge am die Gesundheit Ihres Lieblings. Sein u. Ihr Schutt vor und bet Husten sind das seit Jahrzehnten bewährte Hausmittel Kaiser'» Brust-Cara- mellen, deren Nährwert und Bekömmlichkeit sich tausendfach bewährt hat. Mehr als 15 000 Zeugnisse. Beutel 40 Pfg. Dose 90 Pfg. Gebrauchen deshalb auch Sie nur Kaiser^ Brust-Car eilen 0421 D8r Vorstand. Ihre SÜMiNrWlllW kann nur gewinnbringend sein, wenn Sie nach der Ungut- Mlerungsmetriooe füttern. Fulierver- brauch 3—3'/, Pfd. anstatt 4-5 Pid. Mutter für l Pid. Zleisch- erzeugung; einige MonateMastverlür- zung, gesunde Tiere ioroie 5070 Arbeils- erfparnts sind die Vorteile. 10078U Erhältlich bei: Oehr. Marx, Dorlar, Tel. B-etzlar 2847: Behr. HTarx, Kataen- knrl,Tel. Katzens.2; PhU. Klein, Wetzlar, Tel. Wetzlar 2183. H WA NAGUT ■, , rsim Hurtrrmiich. , •'! " >.ehof* jeiundi-'nv.' . ' jioW^fresflL'trund.' . .wohrft: Mo<1o,ücK X r hat \\ bec ubtt j- getomnien. (= ^chderer ß, Ar tchwA getWfe i N Dorfrüh SMtc: Säumen, die.! • Mtuat? I, an desse auL6w hinl( s» U s-6* SNk. j . Wenige |pa(l UZr R-aS rK gUy^derbst tihUt tze, öe; yhnen J Qn cii ; Polite „ * tnlffferi Tannen Zu haben tn Ado theken, Drogerien und wo Plakate sichtbar.8488 V >Q3 die Pi e i i im Sy jicinbarungen Zu dcm AI wepmiiert z »un zu dich nsi das für iRu behände! 'den Vertrag -Hatten sie land das Di ' endeten, die schein "'ch das hö° ilanö Nachtei friolion lenn; Unlere.ßiga fährt ant Lonn'ag, d. 12.1.30 nach Ockeröhause» -fcheuDer Qctöffenflid zkung zugesa daß das der 'stages tennt, Vc/t>rechi/nM eoi)f auch öoi Sonntag. 12. Jan., von 15 bis 17'/,. Uhr Außer Abonnement .-iS Eine Beaffse Logge eolloofm. Farbe: gelb und schwarz gestrelfi. Vor Ankauf wird gewarnt. 322D Förster Wirth, TrciS a. b. Ld a. I Empfehlungen | deS Verbandes zur Förderung des Volkssportes in Hessen u. Nassau le. V.) in Gießen, Gesellschaft verein. Sonnenstr. sta . Der Voralizendo Stadttheater ^»l, Ter Vorstand. F. G. F. j Montag, 13. Fan«, abends 8V. Uhr Monafsversaininlnng bei Kamerad Sieck. Vortrag ».Kamerad lllüllcr. Anzug: Ar- beiisrock, Mlltze. Zahlreiche Betöill- gung wird erwartet. Das Kommando. veiiWeWgdmo- lnHsnZmomiiiU Staoenfengrnpiie Montag. 13. Januar. 20.30 Uhr »sv Cale hin 9?cF.:st.n.’alh.Tbcitler Am SamStag. den 25. Januar, findet um 16.30 Uhr. gemäß §12derSatzungen die 1. Februar 1930 ___________________ 36.1 hJöS. {Verschiedenes | Calä-Kondiiorei Anwesen und Einrichtung erstklassig, zu verpachten, evtl, zu verkaufen. Schriftliche Angeb. unter 0135 an den Gieß. Anz. erbeten. 10000 Mark als I. Hypothek aus prima Objekt gel. Scbr. Ana. unt. 0233 an d. Gießener Ain. am 12. Januar 1930, , L fein crße 4 Ubr nachmittags, p fion?| im Hotel Köhler. ertrag vQl !kl L-W S e. Jamiar . Uei «Mr" tbrichl i”an. einer Sntwi nften örei o> H IUjÜ dem gar ||!c Zuluast I «Ich-r war. Mitglieder um zahl- reiche Beteiligung. Abfahrt. 12.31 Uhr. in« loptimtßtW ■ kadMtf . G.brdöl bot r.y Zweites Blatt fton dieses Friedensdiktates kommen. Dieser I »trag hat zugleich auch bcn Völkerbund i. Leben gesetzt, der sechs Tage später, am ; 3anuar 1920. die erste Versammlung seines : '.eä abhiclt- In den Kreisen des Völkerbundes 11 cht man davon, er habe jetzt drei Phasen iiner Entwicklung hinter sich: eine Phase der 'Lm drei oder vier Jahre, die des Experimentes •Wl r1930 S11w JWiij -~^££®orffottb J-g-fJ MWW» Rfoietab Sabkeidje fluiifl ivird erwaw -DaSSomLik it dem ganzen Werk, dann eine kritische, in der > Zukunft des Völkerbundes überhaupt un* m er war, und die letzte, in der wir heute seien ii^ die eine ständige Konsolidierung und wach- nLes Vertrauen zum Völkerbunde gebracht habe. !\ti ist nun in bezug auf das letztere etwas t mistisch, besonders wenn man das Fiasko der ? TÜstungsarbeiten in Genf blickt, And beim i-kblick wird recht deutlich, was der Eintritt 'Aschlands in den Völkerbund tobft bedeutete, -üh Weltvercinigung von seinen Schöpfern gedacht i" und dem vielleicht die Anmöglichkeit einer reichen Entwicklung überhaupt in die Wiege pfrgt wurde, iirdem er ohne jede innere Berech* ^mng mit den Pariser Friedensverträgen Der» fanrten wurde. Der Rückblick auf das erste Jahr- finit kann für ein Deutschland, da cs nun einmal 11a Völkerbunde ist, nur erneut die Rotweitdigkeit uer aktiven, einer aktiveren Dölkevbunds- ti-Lüt als bisher unterstreichen, die immer auf t wesentlichen Fragen dieser Vereinigung hin- piß! und hinarbeitet: Minderheitenfrage, Ab- i! > ungsfrage vor allem und damit zusammen- fam gend Artikel 19, also die Revisionsmöglich- I>it für die Verträge, auch die Verträge von ;°nis. iXm jetzigen Augenblick findet dieser Gedenktag fagreiflicherweise wenig Aufmerksamkeit, zumal frid) die Völkerbundsratssihung (vom 13. an) toe* Tii Interessantes und Aktuelles enthält. Alles fallt unter dem Zeichen der Haager Konferenz. ÜN»as Abschließendes ist noch nicht zu sagen, ri: eurer Ausnahme, btc den d e u t sch-p o ln i- sh en Vertrag vom 31. Oktober betrifft. Seine ^rvffentlichung war von der deutschen Regie- tmg zugesagt. Geschehen ist darin nichts. Ohne fas, das deutsche Volk den Wortlaut des.03er* hogeS kennt, spielt er eine Rolle in den Haager 2 pcechungen. Man wollte ihn von unserer Seite tortl auch dort nicht weiter erörtern. Da haben -fr: Polen den Vertrag auf den Tisch des Hauses g:!c$]t und eine Situation geschaffen, die doch Männlich ist und durch die Erklärung des Reichs* ichenministers nicht vollständig gebändigt werd', konnte. Offiziös wurde dann noch mitgeteilt, Wch die Poleit nur den Liquidations- ■ arungen über Rückkaufsrecht usw-, die zwar zr b?m Abkommen gehörten, ün Haag aber nicht dihOniert zu werden brauchten. Was soll man Win zu diesem ganzen Durcheinander sagen? Was ü Tas für ein Stil, Lebensfragen der Ration zu behandeln? Hatten die Polen ein Recht, h Vertrag im Haag so auf den Tisch zu legen? £:ltcn sie mit dem Vertragspartner Deutsch* Md» das verabredet? Eine Frage nach der orteten, die zunächst nur das Formale zu be* tulffen scheinen, aber damit zugleich auch fach* B das höchst An'behagliche, das für Deutsch- lloiid» Rachteilige in dieser deutsch-polnischen Si- chatton kennzeichnen. I Außenpolitische Mschau. M Dr. Otto Hoehsch, o. ö. Prof, der Geschichte an der Universität Äerlin, M. d. TR. 2m 10. Januar sind es zehn Jahre, daß der > c r f a i 11 c r Vertrag in Kraft ist. Aber •m Frieden, dem man trauen und auf den man ch. verlassen könnte, den hat dieses Vertrags- ,t ürument nicht gebracht. Rach wie vor bleibt ber erste Gedanke des Deutschen, der über die rtchenpolitik seines Vaterlandes nachdenkt, muß 'ein erster Gedanke sein, wie wir zu der Re- Anacapri. Von Albert H. tausch. .3*» war spät nachts von der apulischen Küste über Foggia und Benevent in Reapel an- ftdc nmen. Es war um die Mitte des Rovember. OCiitoerer Scirokko wehte seit Tagen. Die Lust "’fc’.t schwül und süß zugleich. Sie quälte und W.lichelte in einem. Eigentlich hatte schon wie- Vorfrühling begonnen. Unter den Oelbäu- sproßte junge Saat. An den Rainen blühten KBirJeblumen. Die ausgelockerte Scholle verströmte 1 IflttCm, die. Jahreszeit forttäuschenden Ruch... Abnuar? Doch cs fehlte der Atom der Veil* >cchn„ an dessen Stelle der Duft der Respelblüten >cms hohen Wipfeln niederhing. Zchon hinter Ariano di Puglia hatte sich der tummel ausgelichtet. Q}or Benevent drang der ■3oiri> aus weichem, hinwehendem Gewölk, und 13c ller Einfahrt nach Reapel lagen Berge, Meer mirt Häuser in blauseidenem Glanz. Sterne iitml'cn, bis tief hinunter an bcn Saum der Flut. 03.1 'vehte. Mild, mild, aus lauen Mulden. Zum datiert nah lag Capri, hingestreckt im Süden des d3lff:s. Ein Etwas aus grauglühendem Flor. 1 Wenige spätwachende Laternen b.inkten in diesem ;Zngrhaiichten. Deutlich verriet ein hellerer Schein jjrtic Flanke, auf der sich die Weißen Häuser von •2h ac a £ri hinziehen, die flachen, getünchten c iirb.schen Würfel. .Anacapri! Du lange, nie gewandelte, nie ge- nkHndarte Liebe meines Lebens. Anacapri: fei* Iwtiz, nie entzaubertes und darum nie enttäu- nchirbes Land. In einer halben Stunde zu Fuß ewi dem geschändeten Capri aus zu erreichen — uurt dennoch nie begangen von der Meute, welche 8»ii göttliche Insel im Frühling, im Sommer und iiw Frühherbst anfällt. Wer einem dort oben be* 6Beirut, mit dem darf man den stummen Gruß imschen, mit dem darf man auch ein Stück Weges dfloiemfam gehen. Er wird keine Dinge sagen, die nicht hören mag, er wird nicht mit billigem LDitzwätz an ein Leben erinnern, dem man ent* leinen wollte, als man hierher kam: denn auch er u'ON ja, um zu vergessen, was dem Aether und oNei großen Bergwinden feindlich ist. Feindlich unbeirrten Ruhe der endlosen Oelbaumwäl- öto, die bis zum Saum der hafenlosen Küsten ri»Hersteigen. J ’M, [ ÄS WrnMM MtlikSDD 2050 U&r »D ■i AmTamötag, bti io. cinnutit, ünbei um 16.30 Ubr. nemäj SledeiSabuligelldic Mitzliedtt' Serlonwitai deSDerbandeSzi» Fördrkllng des 'Äolksivorlrt inHciscliu.Naiiai le, iß.) in (Stein (SciclIldiaftiDereir, Lonnenilr. sla, MD Jir y»r>l!nrii Stadttheate rvmnaa.12.JalU, oon lä bis W tet Äbonnemcr.! SinbeiöOTftelluiii (itmmie'ßuiit. Zum letzten ’iolt MIM SMItoU Znubeimärchen in 5 Silbern aonjllütl iitaidi, Shnit ö* 1 Mao v. Ronin. Lonnlag.U.J". von 18 btß22Ufa Suber übonnemiK 3-reDibenDonteliuq Heu etnstud n: MhiWQ Coeicne ml IM u.^mmentö^ilntai Tiensiag-UE von 20 t>16 i5,$ieD6ioo-N? loBiosnnrtrti Dramatlklbe Legende oon M Hein» Ortner, ZnSMtlE . T« je®; -,se» 5ÄS»t “äsK : aSSS- lc ■ ' AuberÄon-el»" Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, ss. Zanuar 1950 Wenigstens das Gute hat es gehabt, daß nun auch aus dem Coger der Regierungsparteien in Deutschland erklärt wird, eine Annahme des Vertrages sei nur noch Annahme erheblicher Verbesserungen möglich. Das war von vornherein unsere Ansicht. Wir- fragen aber, w i e nach der bisherigen Anlage des Ganzen überhaupt noch Verbesserungen erzielt werden sollen oder können. Run, damit wächst wenigstens die Aussicht, daß Voungplanvertrag und Polenabkommen voneinander getrennt im Reichstag behandelt und erledigt werden, was zugleich bedeutet, daß die Aussichten für den Polenvertrag noch unsicherer werden, als sie schon waren. Immer mehr wird auf Regierungs- feite die Einsicht zunehmen, daß der Vertrag, so wie er Hals über Kops zustande gebracht und wie er dann behandelt wurde, namentlich emem Gegner wie Polen gegenüber alles andere ist als Meisterstück der deutschen Politik. Die Stimmung für diesen Polenvertrag wurde nicht dadurch erhöht, daß auf der deutschen Seite d i c Geheimhaltung bis zum Aeußersten getrieben wurde und der Reichstag vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll, und daß nun mit dem Vorgehen Polens im Haag eine derartig fatale, unangenehme Situation für Deutschland entstanden ist. Und noch einmal: mit ihrer Deponierung im Haag will natürlich die polnische Regierung sagen, daß sie Öen Inhalt s o will, wie er bisher festgelegt wurde, und daß sie durchaus nicht daran denkt, irgendwie den deutschen Einwänden gegen den Vertrag Rechnung zu tragen. Wie sollen aber die Verbesserungen, die heute auch die Regierungsparteien wünschen, dann überhaupt noch diplomatisch zustande gebracht werden? Aus dem deutsch-amerikanischen S ch u l d e n a b k o ni m e n vorn 28. Dezember ist gegenüber der Sanktionserörterung im Haag, die dort einen wesentlichen Punkt bildete, der Satz interessant und hervorzuheben: „Die Vereinigten Staaten stimmen zu, Deutschlands Treu und Glauben und Kredit als einzige Sicherheit und Garantie für die Erfüllung der Verpflichtungen Deutschlands gemäß diesem Abkommen anzunehmen." Amerika verzichtet also glatthin auf Sanktionsmöglichkeiten. Es betrachtet Deutschland genau so, wie es seinen anderen Schuldner nach den bekannten Schuldenabkommen mit ihnen betrachtet. Das sollte man sich im Haag zum Muster nehmen und die ganze schädliche Sanktionserörterung im Keim ersticken. Amerika hat auch, wie bekannt, die Frage des deutschen Eigentums, das während des Krieges beschlagnahmt worden ist, geordnet. Hoovers Botschaft an den Kongreß vom 3. Dezember 1929 stellte in Aussicht, daß die Durchführung „mit ziemlicher Beschleunigung" erfolgen werde. Don den beschlagnahmten Werten (im ganzen 625 Millionen Dollar) sei alles bis auf die 111,5 Millionen zurückgegeben. Der größte Teil dieses Restes soll im Laufe von 1930 erstattet werden. Hoffentlich wird diese Zusage der Hooverschen Botschaft nun auch mit Schnelligkeit erfüllt, damit endlich auch das letzte im Verhältnis zu Amerika beseitigt wäre und endlich die Eigentümer über ihr Geld verfügen können. Die Verluste bleiben so wie so schon riesenhaft genug, die das deutsche Eigentum im Auslande durch diese von England eingeleitete Beschlagnahmung des deutschen Privateigentums erfahren hat. Aus der gleichen Botschaft Hoovers vom 3. Dezember sei aber noch etwas anderes gerade im Hinblick auf die Verhandlungen über den Voung- plan herausgehoben. Das Schuldenabkommen zwischen Frankreich und Amerika ist von Frankreich ratifiziert und kommt nun zur Ratifikation vor den Kongreß. Mit Deutschland ist die entsprechende Regelung getroffen. Die einzigen Schulden, sagt Hoovers Botschaft, die noch nicht geregelt sind, sind die von Rußland und Armenien. Die Botschaft gibt den Gesamtbetrag der Schulden der übrigen Staaten gegen Amerika (natürlich ohne Deutschland) an auf IP/e Milliarden Dollar — über 48 Milliarden Mark! Die Zinsen betragen für 1930 239 Millionen Dollar — über 1 Milliarde! Mit diesen gigantischen Zahlen sind die Lasten be- Wie es mich zu sich hinüberzog, in jener funkelnd grünen, lavendclblauen Frühlingk-Rovam- bemacht, Anacapri, das phönikisch hellenische... Wie es mir befahl, zurückzukehren in seine lebenspendende Einsamkeit, als ich langsam, langsam in einem kleinen Wagen auf der ewigen Hferftraße dicht am Wasser dahlnfuhr, dem langvertrauten heimatlichen Haus am Anfang des Pofilippo entgegen. Lange stand ich noch auf dem Balkon in jener Aacht, mein ganzes Leben ablegend an die schimmernde Inselflanle. Glück und älnglück, Traum und Sünde, Kampf und Irrtum ... O Reinigung von allem Werk des Blutes . .. O heiligende Kraft der Landschaft, die wir lieben, weil sie ein niemals auszudeutendes Sinnbild unseres heimlichsten Daseins ist... O weiterzeugende Kraft solcher blühenden Stunde, aus der uns ungeahnter Mut fließt, in den Riedrigkeiten auszuharren und weiterzuschreiten, zu denen wir heute alle verdammt sind: alle — sofern wir nicht schon lange zum toten Gestell erstarrten, das sich nur regt, wie ein hündisch gemeiner Sammel-Wille es ihm befiehlt. Seliges Inselgebirge, dort drüben, glänzend über untergelagertem, glänzend unter übergelagertem Glanze: daß es mir vergönnt war, Jahr um Jahr deiner teilhaftig zu fein, daß es mir abermals vergönnt ist, morgen, übermorgen, tagelang vielleicht deiner teilhaftig zu werden, läßt mich hinausflüstern in die Rächt: „alle Rot des Lebens ist aufgelöst durch deinen Gesang in mir, alle Trübnis ist dahin vo« deinem Licht in meinem Auge." Licht im Auge. Licht im Blute... Licht, Licht ... älnd es war doch Rovember... Rein, nein: es war ein Monat, der keinen Ramen hat im Kalender der Seele... Cs waren ein paar Tage, die ein paar Monate waren ... und sie waren alles, das groß und rein und zeitlos ist. Es gab gewaltige Stürme des Rachts, vom Meer herauf in die Felsenschlüste hinein. Don den Graten herüber an die Hänge, die Hänge hinunter auf die schmale Hochfläche, welche die Häuser trägt, durch die Ga sen an die Brüstung des Gestades, wühlend tm Oelbaumwald... und wieder hinab in die engen Schluchten, wo die unsichtbaren Harfen meerwärts aufgestellt sind. Die Saiten dröhnten und schluchzten zwischen zeichnet, die auf den europäischen Siegern ruhen, zu denen nun noch die Derpflichtungen Deutschlands gegen Amerika kommen. Man kann sich schlechterdings nicht denken, daß ein ganzer Kontinent, Europa, zwei Menschenalter eine derartige Last tragen wird und kann. Die ganze Konsolidierung der Schulden der Sieger an Amerika und die ganze Reuordnung des Poung- Plans, die damit, wie immer wieher hervorzuheben ist, in enger Verbindung steht, können nur einen Sinn haben, toeim danach mit allem Ernst an die Revision, auf deutsch gesagt, an den Rachlaß und Erlaß dieser weltwirtschaftlich ja unproduktiven Lasten gegangen wird. Aber welche Arbeit ist dafür in den Bereinigten Staaten und in der öffentlichen Meinung des amerikanischen Volkes noch zu tun! Zunächst auch steht der amerikanischen Politik im Vordergrund öic Abrüstungskonfe- renz, die in London über acht Tagen beginnt Schon die Zusammensetzung der amerikanischen Kommission zeigt, welche außerordentliche Bedeutung Präsident Hoover dieser Konferenz beilegt. Geführt wird sie von dem Staatssekretär Stimson. Zu ihr gehören, -Wei der allerersten Senatoren (der Einfluß des Senats auf die Außenpolitik ist bekannt), nämlich Reed und Robinson. Dabei ist ferner der Marineminister, und nicht weniger als drei Botschafter: Dawes, der Bruder des Generals, der Amerka in London vertritt, der Brüsseler Botschafter Gibson, der Die Waffe des Von unserem l-' Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London, Januar 1930. In den vielen, vielen Zeitungsartikeln, die sich mit der bevorstehenden Londoner Flottenkon- f er en 3 befassen, ist sehr viel von der Größe und der Bestückung der Kreuzer die Rede gewesen, meist aber nur wenig vom U-Boot, das als Seekriegswaffe auf der Londoner Flotienkonserenz doch auch eine sehr bedeutende Nolle spielen dürfte. Schon jetzt haben Engländer und Amerikaner die Abschaffung des U-Bo'otes als wünschenswert bezeichnet, und Italien soll angeblich bereit fein, auf U-Boote zu verzichten, wahrend Frankreich und Japan sich für das U-Boot eingesetzt und seine Abschaffung für unmöglich erklärt haben. Dos verspricht also recht bemerkenswerte Gegensätze und Kämpfe, da ja schließlich die Abschaffung des U-Bootes und das Verbot des U-Bootkrieges nicht zu den bedeutungslosen Fragen auf der Flottenkonferenz gehören dürften. Haben doch heute noch alle Seemächte U-Boote in Gebrauch und Besitz (bis auf Deutschland, dem man in Versailles das Halten von U-Booten verbot), so daß schon aus diesem Grunde ein Beschluß der Londoner Flottenkonferenz über das U-Boot weit über das Programm der Londoner Flottenkonferenz hinaus von Bedeutung fein würde. Der Laie, der von den technischen Details der Flottenabrüstungsfrage nichts versteht, hat meist nicht die rechte Vorstellung, welche Bedeutung die U-Boot-Wafse heute hat. Der Pazifist lehnt die U-Boot-Waffe und den U-Bootkrieg als „feige, meuchelmörderisch, hinterhältig" usw. ab, während der laienhafte U-Bootfreund meist eine ganz übertriebene Ansicht von den Wirkungsmöglichkeiten dieser Waffe hat. Das berühmte Schlagwort von der „Waffe des Schwächeren", das das U-Böot angeblich darftellen soll, begeistert noch heute Leute, die irrigerweise glauben, daß man mit einer geringen Anzahl von U-Booten ernsthaft auch einer Flotte von größten und schwersten Panzerschiffen entgegentreten könne, und daß man außerdem nur mit dem U-Boot eine wirkungsvolle Handelsblockade durchführen könne. Tatsächlich treffen jedoch beide Ansichten kaum mehr zu. Es gibt heute U-Boote für Sie verschiedensten Zwecke, U-Boote für große Fahrten, die wochenlang auf hoher See zu kreuzen vermögen und kaum mehr als U-Boote bezeichnet werden können, sondern eher als Taucherkreuzer. Es gibt sog. kleine Küsten-U-Boote, die lediglich die Aufgabe haben, Küstenbefestigungen zu unterstützen. Und man muß feststellen, daß die Technik der Verden jagenden Wassern und den jagenden Hün* mein ... Plötzlich sangen sie ... fangen, daß der Kopf aus den Kissen hochfuhr, und mit der Seele das Auge lauschte in das tränengefüllte Dunkel ... And schwiegen dann ... And durch den Spalt der ßäoen sickerte Mond-Silber, das die Hände auf der weißen Bettdecke fingen, bis es zerging, bis es zerging ... Solche Rächte gab es... und waren gefolgt von windstillen Sommertagen, an denen nur Leuchten und Blühen war und blaues StiUe- stehn... And Wanderungen hin und her, end* lose Wanderungen, am frühen Morgen beginnend. verweilend im angehaltenen Seioenzelt des Mittags, endend in dunkelroten Dämmerungen, die aus dem Gewölk um Ischia einbrachen in Anacapris letztes Tag-Gold. Wanderungen wohin? Ganz hinauf, bis zum Solaro, der den Golf von Salerno enthüllt, der den Golf von Reapel enthüllt, das Meer hinunter nach Sizilien, das Meer bis zu den nie betceteneni Ponza-Inseln westwärts, die manchmal leuchten, aufleuchten, Gärten der Hesperiden... And Wanderungen auf halber Höhe durch abgeerntete Traubengehege, bis zur Migliera, die über roten Buchten träumt, in denen das Meer um lorbeergrüne Spiegel brandet, leise brandet, über abgedämpften Saiten, immer gleich, immer gleich, weihen Schaumes im Halbbogen anlaufend, zögernd zurückgleitend und wieder anlaufend, um abgrundtiefe, funkelnde, lorbeergrüne Spiegel... And Wanderungen am Rande des steilen Rordgesta- des, mit Ischia, Misen, Pozzuoli, Posilipp, Reapel und Vesuv im Auge nach der Torre Damieuta zu, hoch über der Einfahrt zur Grotte... Immer durch Oelbaumfilber, durch, Gelände voll blühender Alpenveilchen lyiö duftender Stachelkräuter, über Gestein und Geröll... And wieder andere Wanderungen, die ich nicht nenne, weil ich eifersüchtig bin mit dem Wissen um ihr Geheimnis. Wer sie nicht selber findet, braucht sie nicht zu kennen. Es gibt Wege, deren Sinn es ist, gesucht zu werden, gewittert zu werden... und dann enthüllt dem dreifach gesteigerten Gefühl... O Trauinwege von Anacapri: chr frühen, vor allen anderen, ihr frühen, die im Mittag enden.. In langer, langer Rast bei fiibergrauem Ge* mauer, bei fiibergrauem Wegstein... Wie drängt der Rücken gegen heiße Wand... Im Grase — dem goldengrünen des Rovemberfrühlings — Amerikas Sachverständiger in den Sceabrü* stungsverhandlungen ist, und. was am interessantesten ist, Amerikas Botschafter in Mexiko, Morrow. Das ist der Schwiegervater des bekannten Lindbergh, ein Mann von nahen Beziehungen zu dcm Bankier Morgan und von diplomatischen Fähigkeiten, wie er auf dem sehr schwierigen Posten in Mexiko gezeigt hat. Offenbar ist das ein kommender Mann, der auf diese Weise für eine Botschafterstellung in Europa vorbereitet werden würde. Das wieder ist nicht nur ein 'Beweis für die Bedeutung der Londoner Konferenz, fonöem es wäre auch sonst wichtig, weil bisher Hoovers euroräische Botschaftcrernen- nungen, für Paris und für Berlin, in gewissem Sinne auch für London, stark von Gesichtspunkten der innerainerikanischen Politik^ der Politik der republikanischen Partei bestimmt waren und so Mäimer auswählten, die mit den europäischen Verhältnissen nicht besonders vertraut sind. Daß die Londoner Konferenz zu einem Erfolg führe, möchten wir vor allem deshaV giau- den, weil sowohl Macdonald wie Hoover daran sehr gelegen ist. Beide wollen einen Erfolg und sie brauchen auch beide einen solchen außenpolitischen Erfolg. Macdonalds innenpolitische Schwierigkeiten sind bekannt. Aber auch Hoover hat dergleichen. Denn er beendet das erste Jahr seiner Tätigkeit als Präsident, innenpolitisch eigentlich in keiner Weise mit Erfolgen oder gar als Sieger! Schwächeren. Berichterstatter. wendung des U-Bootes sich gegen früher stark geändert hat. Ursprünglich war bas U-Boot ein unter Wasser fahrendes Torpedoboot, war also als Waffe gedacht, die gegen Panzerschiffe eingesetzt werden sollte, und zwar aus der Deckung der Tiefe heraus. Tatsächlich ist das U-Boot jedoch im Weltkriege gegen überlegene größere Schiffe nur verhältnismäßig selten eingesetzt worden. Nach den Anfangserfolgen einiger deutscher U-Boote ist es in den späteren Kriegsjahren kaum mehr oorgekommen, daß größere Kriegsschiffe durch Ueberraschungsan- griffe von unter Wasser her U-Booten zum Opfer fielen. Statt dessen wurde das U-Boot immer mehr für den Handelskrieg verwendet. Und hier stellte es sich sehr bald heraus, daß die Verwendung der Torpedowaffe durch das U-Boot nicht nur unzweckmäßig, sondern auch viel zu unsicher war. Die Bedingungen, unter denen ein U-Boot einen Torpedoschuß abgeben kann, stellen sich eben im Seekrieg gar zu selten ein, und der Schuß selbst ist bann nicht nur sehr teuer, sondern auch im Erfolg überaus unsicher. Ganz davon zu schweigen, daß es bei einem Unterwafserangriff natürlich auch vorkommen kann, daß der Unrechte torpediert wird. Man ging deshalb schon während des, Krieges fast allgemein dazu über, die U-Boote mit Kanonen zu versehen und im Handelskriege jedenfalls nicht mehr zu torpedieren, sondern das mit Geschützen bewaffnete U-Boot ähnlich einzufetzen, wie das mit einem Kreuzer der Fall gewesen wäre. D. h„ das Geschütz des U-Bootes diente in der Hauptsache dazu, das betroffene Handelsfahrzeug zum Stoppen zu bringen, um dann die erforderliche Untersuchung und vielleicht die Versenkung des Fahrzeuges durch ein Sprengkommando vornehmen zu lassen, ivobei es allerdings auch häufig genug vorkam, daß das Handelsfahrzeug, das ja im Kriege ebenfalls bewaffnet war, mit dem Geschütz niedergekämpft werden mußte. Auf diese Weise hat sich ein neuer U-Boot-Typ entwickelt, der zwar noch immer Torpedorohre führt, dessen Verwendbarkeit aber nicht auf der Anzahl dieser Torpedorohre beruht, fonbem auf den dem U-Boot mitgegebenen Geschützen, die auf einzelnen der heutigen U-Boote bis zu 21 an Kaliber haben. Damit ist das U-Boot, so wie es heute verwendet werden kann, in der Hauptsache zu einem In ftrument des Handelskrieges geworden, bas nur gelegentlich ernsthaft gegen Kriegsschiffe eingesetzt werden durfte. Die Erfordernisse des Handelskrieges haben es nun aber mit sich gebracht, daß aus spielt die verträumte Haick)... aus heißen Kräutern. Übersüßen, qulllt Rauch in das Geäst der schlummernden Oliven... Zitronenfalter schaukeln meerwärts, den schmalen, heißen Pfad hinunter, wo still und groß, in neuen Oelbaumwipfeln. dunkelblau und steigend*steil. das Meer herüber- blaut, das Weiße, heiße Meer herüberblaut... Hochschulnachnchten. Der Ordinarius für mittlere und neuere Geschichte und Direktor des Historischen Seminars. Abteilung Sozial- und Wirtschastsgefchichte, an der Aniversität Marburg, Professor Dr. Rudolf Häpke. ist im Alter von 45 Jahren gestorben. Hä Pies S'>ezialgcbiet war Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Geschichte brr deutschen Hanse, Karl V. und seine Zeit. Schüler von Dietrich Schäfer. Gustav Schmoller und Otto Hintze, erhielt Häpke 1914 die venia legendi in Berlin und war zugleich Bibliothekar des Historischen Seminars ebenda. Hier erhielt er einen Lehrauftrag für allgemeine Wirtschaftsgeschichte und 1922 die Dienstbezeichnung außerordentlicher Professor. 1923 erfolgte seine Ernennung zum Ordinarius in Marburg. Prof. Häpke war Herausgeber der Hansischen Geschichtsblätter. — Versetzt wurde der Ordinarius Dr. Franz Beherle von der Aniv:rsltät Gr ei fs- w a I d in gleicher Eigenschaft an die rechts- wissenschast.'iche Fakultät der Anivers'tlt Fr anI- furt a. M.. wo er den Lehrstuhl des deutschen bürgerlichen Rechts als Rachfolger von Geheimrat K. Burchard übernimmt. — Der ordentliche Professor der Botanik an der Aniversität Erlangen Dr. Kurt R 0 ack ist vom 1. April 1930 an auf fein Ansuchen unter Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung aus dem Bayerischen Staatsdienst entlassen toorben. Prof. Roack folgt einem Rufe an die Aniversität Halle als Rachfolger von Prof. G. Carsten. — Der Professor an der Kunstschule in Karlsruhe Otto Fiederling hat einen Ruf auf bcn Lehrstuhl der Architektur an der Technischen Hochschule in Hannover angenommen und bereits seine Ernennung zum ordentlichen Professor in Hannover erhalten. den kleinen U-Booten, die z. B. noch im Kriege verwendet wurden, große und kostspielige Schiffe geworden sind wie z. B. der neueste französische U-Bootkreuzer „Surcout", der aufgetaucht 3250 Tons Wasserverdrängung hat. Ein derartiger „Kasten" kann natürlich infolge seiner schweren Bewaffnung und Panzerung unter Wasser kaum noch angreifen, da das Untertauchen im Ernstfälle zu lange dauert, um einen Ueberraschungsangriff zu gestatten, während andererseits ein so großes Schiff selbst in untergetauchtem Zustande sich nur schwer der sorgfältigen Beobachtung zu entziehen vermag. Wenn man derartige große Schiffe noch zum „Unterwasserfahren" baut, 'so geschieht das lediglich, weil das Untertauchen zur Verteidigung zweckmäßig ist. Daß man U-Boote überhaupt noch baut, beruht also vor allen Dingen auf der Tatsache, daß ein aufgetauchtes Boot unter Umständen fast spurlos verschwinden kann und daß alle „Kontrolle der Meere" nicht dazu ausreicht, um auch unter Wasser fabrende Fahrzeuge zu erfassen. Selbst eine große Anzahl von Fahrzeugen, die ein U-Boot verfolgt, hat kaum die Möglichkeit, ein U-Boot aufzuspüren, das, um sich der Verfolgung zu entziehen, größere Tiefen aufsucht. Und obwohl man im Flugzeug und im schnellen Torpedoboot Waffen gefunden hat, die gegen das U-Boot gut einzusetzen sind, reichen diese eben doch nicht aus, um das plötzliche Auftauchen und Verschwinden von U-Booten auszugleichen, Eigenschaften, die immer noch den Hauptwerk des Unterwasserfahrzeugs darstellen. Es ist daher nur zu verständlich, daß gerade Engländer und Amerikaner mit ihren großen Handelsflotten so scharfe Gegner der U-Boote sind. Denn alle Herrschaft über die „Oberfläche des Meeres" kann eben die Tätigkeit von U-Booten nicht verhindern, die unter dieser Oberfläche operieren. . Alle Beschränkung im Bau von Linienschiffen, gro- | Gießener Gtadttheater. Arnold Nidley: „Der Geisterzug". Dieses Stück ist mit einem kerngesunden Instinkt für geschäftliche Möglichkeiten gemacht. Herr Ridley hat das richtige Organ für volle Häuser; die Aufführungsziffern beweisen es. Er hat es gleichzeitig auf die Gänsehäute und auf die Zwerchfelle abgesehen. Lind beides gelingt ihm glänzend. Man kommt sich vor wie jener im Märchen, der da auszog, das Gruseln zu lernen .... und findet sich hernach im Lachkabinett wieder. Oder, umgekehrt, wie einer, der auf den Iux- platz wollte ... und in eine Schreckenskammer geriet. Oder in ein Hexenhaus oder in einen Wachsfigurensalon oder an sonst einen üblen Ort, wo es nicht geheuer ist. Der Referent, ganz wider seine sonstigen Gepflogenheiten, ist zu eisigem Schweigen verdonnert. 2m wohlverstandenen Interesse aller, die auch noch hingehen wollen. Es ist wie beim „Hexer", beim „Zinker", beim „Dreizehnten Stuhl", beim „Prozeß Mary Dugan". Llm Himmelswillen die Pointe nicht durch voreilige Geschwätzigkeit verkorksen. Liebrigens ist das Stück so solid gebaut, daß selbst Leute, die cs schon kannten oder davon gehört hatten, sich abermals aufgeregt haben. Der Referent erachtet es jedenfalls nicht für Indiskretion, wenn er bekennt, daß er mehrfach heftig zusammengefahren ist. (Wer fährt heute schon im Theater zusammen?) Er hat sich aber auch ebenso oft erfrischender Heiterkeit hingegeben. Dies ist ja die sozusagen gesunde Diät für den Theaterbesucher: daß er sich immer wieder die Gänsehaut durch Gelächter abschütteln darf. Lind so verbringst du einen kurzen Abend: zwischen Gruseln und Feixen, in nervenstärkender Abwechslung. * Vom Inhalt zu reden, wäre roh. Rur zarteste Andeutungen dürfen — allenfalls — dem Leser ins Ohr geflüstert werden. Ein unbedachtes Wort kann schon schaden. Es spukt. In einem fürchterlich einsamen Wartesaal. Mitten in der Rächt bei Regen und Sturm, weit und breit kein Mensch außer der kleinen, verschüchterten Reisegesellschaft, die dorthin verschlagen wurde, oben in Kanada, an der Grenze. Das ist eine unheimliche Station. Dor Iahren geschah hier ein Eifenbahnunalück. Seitdem ist es an diesem Ort nicht mehr geheuer. Hier rast um Mitternacht ein Geisterzug vorbei; niemand weih, ßen Kreuzern und Zerstörern nützt also unter Umständen nichts, wenn ein energischer Gegner U-Boote im Handelskr.eg einsetzt. Hat doch z. B. der Weltkrieg gezeigt, daß sämtliche Kriegsflotten der Welt, die noch dazu auf ein relativ enges Gebiet zusam- mengezogen wurden, nicht ausreichten, um die Tätigkeit der verhältnismäßig schwachen deutschen U-Bootflotte zu verhindern. Gegen das „U-Bootübel", das bis zu einem gewissen Grade die Unterhaltung der großen Flotten zu kompensieren vermag, ist somit vorläufig nur ein Kraut gewachsen: die gänzliche Abschaffung der U-Boote, die die „Herrschaft über die Oberfläche des Meeres" wieder zu einer wirklichen „Herrschaft über das gesamte Meer" gestalten würde. Die Abschaffung der U-Boote würde im übrigen das Schwergewicht der heutigen Flottengroßmächte noch mehr verstärken, so daß voraussichtlich als ernsthafte Flottenmächte nach Abschaffung der U-Boote nur noch England und Amerika übrig blieben. Deshalb ist auch begreiflich, daß gerade Japan und Frankreich, also der „Gegner Amerikas" und der „Gegner Englands", sich so ausgesprochen für die Beibehaltung der U-Boote als der Waffe des Schwächeren einsetzen. Sie wissen eben, daß diese ihre U-Boote das einzige sind, was noch heute ihre Gegnerschaft zur See irgendwie wirksam und respektabel macht. Der italienische Standpunkt, der angeblich eine Abschaffung der U-Boote zuläßt, ist wohl mit der Ueberlegung zu erklären, daß die Italiener ihren konzilianten Standpunkt für harmlos halten, weil sie genau wissen, daß die Frage „U-Boote oder nicht" längst entschieden ist, und zwar in dem Sinne, daß Frankreich mit Japan eben auf die U-Boote niemals verzichten werden. So kann Italien ein Geschäft machen, das gar nichts kostet. woher er kommt, wohin er fährt. Llnd wer ihn sieht und hört mit eigenen Augen und Ohren, der muß — Pscht! Sehe jeder selbst zu, was es damit auf sich hat. 0 Cs wird famos gespielt. Die Regie von F a s s o t t hat die Stimmung der Situation ausgezeichnet erfaßt. Llnd die Stimmung, schwankend und umspringend, die Spannung, der Rerven- kitzel und auch der Humor der nächtlichen Szene teilen sich dem Hause, wie man sofort spüren kann, in der vom Verfasser gewünschten Interr- sität bis zum letzten Augenblick mit. Auch von den Personen kann aus naheliegenden Gründen nichts Näheres mitgeteilt werden. Die Spieler sind offenbar selbst von der Atmosphäre des Stückes eingefangen, und sie sind allesamt mit Elan und Temperament bei der Sache. Llnter den Herren tun sich vor allem Hub, Tannert, Wesener und Arzdorf von den Damen Iahn, Iüng ling Heß und Koch sehr, lobenswert hervor. Auf Einzelheiten möchten wir uns diesmal lieber nicht einlassen. w Sehe jeder selbst zu. Wer's aber schon gesehen hat, der sei nochmals beschworen, nichts zu verraten oder allenfalls ein paar unverbindliche Andeutungen zu murmeln. Murmeln ist Silber, Schweigen ist Gold. Wir haben gemurmelt. Dr. Th. Evang. Kirchengesangverein. Geistliche Musikanfsührung. Die musikalische Weihestunde, zu der der evangelische Kirchengesangverein eingeladen hatte, war durchaus dazu angetan, den Blick auf die Werte, die die evangelische Kirchenmusik in sich birgt, zu lenken. Wenn auch in der evangelischen Kirchenmusik die Beziehung zum Verlauf des Gottesdienstes nicht so eng ist, wie etwa in der katholischen Messe, so finden sich doch stets Gelegenheiten, an bedeutsamer Stelle die Musik der Auswirkung des Gottesdienstes dienstbar zu machen. Religiöses Erleben und geistliche Musik sind eng miteinander verbunden. Llnd daß gerade der musikalisch Schaffende fast immer irgendwelche innere Beziehung zum Religiösen erkennen läßt, dafür zeugt die Tatsache, daß fast alle unsere Komponisten mit toenigen Ausnahmen der mu- sica sacra ihren Tribut gezollt habeir. Die rnusi- kalische Religiosität kann sich sogar über die Enge des Konfessionellen erheben, und so vermochte der katholische Max Reger die Evangelischen um den musikalischen Schatz, den sie in ihren Chorälen besitzen, zu beneiden. Oekonomierat D e t t w e i l e r forderte die hessischen Züchter aus, alle Mittel zur Hebung und Erhaltung des guten Pferdematerials zu benutzen. Tierzuchiinspektor Tr. Tenker von der Hessischen Landwirtschastskammer sprach dann an Hand zahlreicher Lichtbilder übe- „Züchtungs- und ^entabilitätsfra- g en in der Pferdezuch t." Aehntich wie im vorhergehenden Vortrag betonte der Redner d.e Wichtigkeit der Auszucht, besonders der Fütterung, spätes Abgewöhnen der Fohlen, dauernde Kontrolle, nicht zu frühes Einipannen der jungen Tiere, richtige Wahl der Deckhengste. D.e staatliche Zentralstation für die Pferdezucht, das Landesgestüt, dürfe nicht aus falscher Sparsamkeit ausgehoben werden. Die Reit- und Fahrvereine seien für die Erziehung der Iugend, zur Förderung der Pferdezucht und Liebe zum Tier von größter Bedeutung. Polltische Gedanken dürften in ihnen nicht mitsprechen. Der Redner sieht eine langsam ansteigende Preistendenz für Pferdematerial voraus, da der deutsche Bedarf an Motoren und Traktoren für die Landwirtschaft ziemlich gedeckt sei und insbesondere angesichts der gegenwärtigen Geldverhältnisse viele Betriebe zum Pferd zurückkehrten. Landesoberstallmeister Hertel betonte die Rotwendigkeit der Erhaltung des Landesgestüts. In den beiden letzten Iahren habe die Deckziffer erfreulich zugenommen, sie müsse aber noch höher steigen, damit der Ankauf bester Hengste erleichtert werde. Rachmittags fand in der Reithalle eine Vorführung der Hengste des Landesgestüts statt, die ausgezeichnetes schönes Pferdematerial mit hervorragenden Eigenschaften zeigte. Die Tagung des Landesverbandes der Hessischen Geflügelzuchlvereine wurde von dem Vorsitzenden Landwirt Veidt, Reichelsheim (Wetterau) eröffnet. Fräulein A l - brecht. Groß-Dieberau, sprach über „M a h - nahmen zur Hebung der Rentabilität der landwirtschaftlichen Geflügel h a l t u n g". Die Rednerin, die Assistentin an der Lehr- und Versuchsanstalt für Geflügelzucht in Halle-Kröllwitz war, gab aus ihrer reichen Erfahrung eine Reihe beachtlicher Ratschläge. An den Vortrag schloß sich eine längere Aussprache, in der insbesondere eine Verbesserung der Absahverhältnisse gefordert wurde. Landesverband der Obst- und GarLenbauvereine Hessens. In der gestern bereits berichteten Sitzung teilte der Vortragende Dr. Strub, Darmstadt, u. a. noch mit, daß gegenwärtig in Hessen fünfzig Obstbau-Genossenschaften mit 3000 Mitgliedern bestehen. Ihre Aufgabe, zwischen Angebot und Rachfrage zugunsten der Erzeuger preis- regelnZ) einzugreifen, indem ein Teil des Lieberangebots eingelagert, ein anderer Teil zu Konserven verarbeitet wird, sei erschwert durch das Fehlen von Qualitätsware, sowie das Bestreben der Mitglieder, ihr bestes Obst vorweg zu höheren Preisen anderweitig abzusehen, um das Obst zweiter und dritter Güte dann der Genossenschaft zu bringen. Ohne restlose Erfassung der vollen Ernte, wie sie an einzelnen Orten bereits bestehe, sei eine gedeihliche Entwicklung des Genossenschaftswesens kaum zu denken, die aber Voraussetzung fein müsse, um die Eigen- brödeleien der obstbautreibenden Bevölkerung zu überwinden. Man werde sich noch lange Zeit mit der Aufgabe zu befassen haben, die darauf gerichtet sei, erstklassiges Obst in viel größeren Mengen und in wenigen Sorten zu erzeugen, ehe mit Rachdruck an die Aufgabe herangetreten werden könne, den fest organisierten Handel mit Auslandsobst überflüssig zu machen. Musik ist, zumal in der Kirche, von ganz besonders eindringlicher Wirksamkeit. Die Weihe, die den Räumen des Gotteshauses innewohnt, läßt Regungen wach werden, die in der Alltäglichkeit zu verkümmern drohen. Dazu kündet die Kirchenmusik die gleichen religiösen Erlebnisse, die jeder einzelne gehabt hat, und gibt sie gewissermaßen nur in anderer Formung und vertieft und verbreitert damit ihre Auswirkungskraft. In der kirchlichen Musik bleibt das persönliche menschliche Erlebnis des Schaffenden ausgeschaltet, oder es wird zum mindesten sehr stark zu- rückgedrängt, so daß die Kirchenmusik stets ihre Bedeutung für die Allgemeinheit behält. Als Träger und Vertreter der Kirchenmusik wird neben dem Organisten stets der Kirchenchor anzusehen sein. Rur einige auserwählte Gemeinden sind in der glücklichen Lage, mit einem festbesoldeten Sängerchor die sonntäglichen Got es- dienste zu bereichern. Meist abet wird der Kirchenchor von solchen gebildet, die sich aus Idealismus und Freude an der Ausübung kirchlicher Musik zur Verfügung stellen. Daher sollte unsere Zeit, die um die Erneuerung, Wiedererweckung und Geltung religiöser Werte ringt, die Kirchengesangvereine als ganz besonders wertvolle Faktoren dabei in Betracht ziehen. Das Programm der geistli en Mu llauff h. ung griff auf Kulminationspunkte der Kirchenmusik im Barockzeitalter zurück, in deren Werken die Allgemeingültigkeit des religiösen Empfindens zum Ausdruck kommt. Als Solistin hatte man Anny Ouistorp- W i s s i g, Leipzig, hinzugezogen. Wer Gelegenheit hatte, der Sängerin des öfteren im Konzertsaal zu begegnen, wird nach dem gestrigen Erlebnis ihr Den Kirchengesang als besonderes persönliches Feld zuerkennen. Richt jeder trägt dazu die Fähigkeit in sich; denn im Kirchengesang ist bei allem künstlerischen Können die Echtheit des religiösen Erlebens ausschlaggebend, und selbst die raffinierteste Vortragskunst kann nicht über die Hohlheit des Innern hinwegtäuschen. Anny Quistrop vermag sich in die religiösen Stimmungen der Werke voll zu versenken und mit inniger Hingegebenheit anderen von dem Erlebnis zu künden. Wenn sie singt, eröffnet es sich dem Hörer wie in einer geistig-religiösen Schau. So war sie imstande, durch ihr Rachfühlen den Stimmungsgehalt von Heinrich Schützens geistlichen Konzerten wirksam zu erschließen und diesen Monodien im Stilo oratorio starken Ausdruckswert zu geben. Ihr Organ ist ganz besonders für den Kirchenstil geeignet, weil ihm das sinnlich Reizvolle. Glänzende fehlt; und gerade durch die sachliche Gebundenheit erhebt es sich aber zu starker Kraft auf den Hörer. Rein musikalisch vermochte sie allen Ansprüchen zu genügen; ihre Koloraturen waren Plastisch, ihre Schluß derKesffchcn LaudumijihaMeu Woche. Rindvieh- und pserdezuchtfragen. WSR. D a r m st a d t, 10. Ian. Am lehtenTage des 23. Vortragskursus' der Hessischen Landwirtschaftlichen Woche sprach der frühere Tierzucht- inspcktor in Hessen, Geh. Oekonomierat Prof. Dr. Tctrweiler-Heidclbcrg über „Tag es fragen aus der hessischen Rindviehzucht". Der Landwirt und besonders Der Züchter dürften sich nicht in Rasse- oder Einzeltiere verlieben. Grundlage zur Rentabilität der Viehzucht in der heutigen Zeit sei angesichts der ausländischen Konkurrenz ein Viehschlag von gut durchwachsenem, zartem Fleisch, das nur von frühreifen Tieren geliefert werde. Bei richtiger Züchtung werde es auch süddeutschen Schlägen gelingen, den Ansprüchen der Abmelkereien in der Bähe der milchfordernden Großstädte zu entsprechen. Der Grundsatz der Leistungszucht müsse noch weiter praktisch ausgedehnt werden. Anzustreben sei eine gute Durchschnittsleistung, die auch im Sinne der naturgesetzlichen Tierver- anl'agung liege. Der Redner betonte als wichtig für die Aufzucht, dem Kalb in den ersten drei Monaten unbedingt Vollmilch zu geben zur Erreichung eines guten Rachmagens, also einer guten Futterausnutzung. Dis zum neunten Monat sei die Beigabe von Kraftfutter notwendig. Im nächsten halben Iahre, der Zeit der Geschlechtsreife (9. bis 15. Monat), fresse das Tier zu viel, was allein dem Fettansatz diene, aber gleichzeitig die Aufnahmefähigkeit der Tiere und die Milchanlagen herabmindere. Empfehlenswert sei die Weide. Ebenso erfolgversprechend sei das Tüdem, d. h. Anpflocken oder Angewichtelegen der Tiere auf Weide- oder Kleestücken, wo jedoch Trinkgelegenheit zwischen den Tieren zu schaffen sei. Zur Rentabilität gehöre die Herav- drückung der Aufzuchtkosten, die durch Weiden um 200 Mk. herabgesetzt werden können. Für Rheinhessen sei die Schaffung einer großen Tierzucht kaum durchzusetzen, wegen der Unmöglichkeit der Weidebeschaffung. In Oberhessen sei in den letzten 40 Iahren ein Fortschritt erzielt worden, wo man seinerzeit zu weit zurückgegangen sei auf zu kleine einfarbige „hungergewohnte" Tiere. Der Redner gab zum Schluß eine Reihe von Einzelratschlägen und empfahl zur Kostenersparung die Anschaffung von Melkapparaten. In der Aussprache wurden die guten Erfolge des Tüderns auf kleinparzelliertem Gelände unterstrichen. Auch in Oberhessen stoße man sich nicht mehr bei guten Leistungstieren an Färb- flecken. Mehrere junge Bullen möge man nicht zusammen auf die Weide schicken, sondern an Tüder legen. Zur Rentabilität gehöre unbedingt die Schaffung der genügenden Grundfutterbasis. Präsident Hensel wies in seinem Schlußwort darauf hin, daß sich viele Landwirte mit der Einführung der Ab- melkwirtschaft Weh getan haben, weil sie sich durch einige vor den Städten gelegene rentierende Großbetriebe dazu verleiten ließen. Tagung desLandes-Pfer-ezuchlvsreins Anschließend sand die Hauptversammlung des Landes-Pferdezuchtvereins statt. Aus der Erledigung der Vereinsangelegenheiten ging hervor, daß neben 363 Einzelmitgliedern in den 14 Pferdezuchtvereinen 5.0 Mitglieder zu'ammen- geschlosfen sind. Der abgehaltene Pferdemarkt brachte besten Erfolg. Auch im neuen Voranschlag sind Beträge für Weilegeldzuschüsse, Aussteö lungsprämien und für Lotterien enthalten. Zum Landesmissionsfest. Don Dekan Widmann-Gedern. r Wir haben allenthalben Trübsal, aber wir ängsten uns nicht; uns ist bange, : ■ aber wir verzagen nicht. 2. Korinther Kap. 4, Vers 8. Die Feier des diesjährigen Landesmission s f e st e s am morgigen 12. Ianuar steht fraglos im Zeichen dieses Pauluswortes. Denn trotz schöner Erfolge, die die deutsch-evangelische Heidenmission im vergangenen Iahre auf fast allen Arbeitsfeldern aufzuweisen hatte, war ihr Weg, wie das ja in der Ratur der Sache liegt, ein Kreuzesweg. Zahllose Hemmungen und Schwierigkeiten, allerlei Röte und Gefahren für die Träger der Missionsarbeit, aber auch heftiger Kampf daheim und draußen, der teils in haßerfüllter, widerchristlicher Gesinnung, teils in Llnverstand und Llnkenntnis seine Wurzel hat, alles das zeigt aufs deutlichste, daß die Mission der Gegenwart mitten drin steht in einem heißen Ringen. Auch sie spürt mehr wie je das gewaltige Geistesbeben, das eben die ganze VÄt und alle Völker erzittern läßt in den tiefsten Tiefen, und wobei es sich vor allein handelt um die beiden miteinander kämpfenden Anschauungen: für Christus, gegen Christus! Aber trotz dieser Tatsache oder gerade wegen ihr geht die Mission ihren Weg, getreu dem Befehl ihres groben Meisters, der das Wort sprach von der einen Herde unter dem einen Hirten, ruhig und fest, voll tapferen und getroffen Glaubens und unermüdlich in ihrer barmherzigen Liebe 5U_ den Menschen aller Zonen, Sprachen und Völker, getragen einzig und allein von dem großen Gedanken: Gott will es! Diese Zielweisung läßt sie niemals verzagen und erfüllt sie immer wieder in allen ihren Trübsalen mit ungebrochener Hoffnung. Unter den vielen deutsch-evangelischen Mis- sionsgesellschasten, die fern von der Heimat den geistigen Entscheidungskampf mit durchzufechten haben, erweckt die seit über 100 Iahren in Hes- sen bodenständig gewordene BaslerMission besonderes Interesse. Auch sie schaut zurück auf ein sehr erstes Iahr voll Kampf, 2Rü;e und Arbeit, und berichtet in ihren hochinteressanten Veröffentlichungen von einer Erschwerung der Missionslage auf allen ihren fünf DetätigungSgebieten. Die Umgestaltung der Weltlage, die in vollem Gange ist und sich mit keinem Mittel aufhalten läßt, hat ihre Arbeit merllich in Mitleidenschaft gezogen. Aus Afrika wird von der fast stürmisch fortschreitenden und namentlich in Kamerun spürbaren Industrialisierung mit ihren nachteiligen Folgen berichtet. Da sich besonders in den Küstengebieten gewaltige Menschenmassen anhäufen, werden die von ihren heimatlichen Bindungen losgelösten Eingeborenen rasch ein Opfer der überstürzten Kultivierung Afrikas, so daß die alten Sitten zerfallen und — was sehr bedenklich ist — dos Familienleben sich auflöst. Hinzu kommt, daß die Frage nach dem Recht der Eingeborenen für die Mission und ihre Arbeitsmethoden ein ungeheuer ernstes Problem bedeutet. In In di en ist eine die Zukunft der Missionsarbeit und der indischen Missionskirche sehr erschwerende Steigerung des Rationalismus, ber- funben mit der Renaissance des Hinduismus, zu beobachten. Mehr als alles andere beschäftig auch in den heidenchristlichen Gemeinden die nationalistischen Fragen die Gemüter und halten den Siegeslauf des Evangeliums auf. Am ernstesten ist die Lage in China, dem Lande der großen Gärungen, wo die polillsche Lage immer verworrener wird und das Räuberunwesen immer bedrohlichere Formen annimmt. Der chinesische Kommunismus mit seiner wütenden Feindschaft gegen das Christentum hat besonders in £>er Kanton-Provinz in der letzten Zeit die Baseler Missionsarbeit und die Christen- Akzente stark. Weichen Stimmungen wußte sie durch die Modulationsfähigkeit ihrer Stimme Klangwerdung zu geben. Musikalisch wie auch im Gestalten wirkte sich Heinrich Landzettel, Darmstadt, erfolgreich aus. Leider ist seine Stimme in der Höhe stark eingeengt und so in der Entfaltung gehemmt; in der Mittellage war sie nachgiebiger und auch ausgeprägt in der Koloratur wie am Anfang der Arie „Linser Mund und Ton der Saiten... Heinz Simon (Daß), Gießen, fügte sich mit seinem Rezitativ dem Ganzen ein. — Mit der Ausführung des Diolinsolos in der Bach-Arie „Iesus soll mein erstes Wort..." bestätigte Frau Dr. Spohr das Llrteil, was früher schon einmal an gleicher Stelle über sie gesagt werden konnte. Ihr Spiel ist von starkem musikalischen Wollen getragen; ihr voluminöser, modulationsfähiger Ton, ihre ausgeglichene Dogentechnifl ihre stilvolle Art der Phrasierung ermöglichten musikalisch sachliches Erleben ohne jedes Suchen nach Effekt. — Musikdirektor Dr. Wissig, Oldenburg, eröffnete die Aufführung mit einer Passacaglia van Buxtehude, dem größten nordischen Orgclmeister vor Dach. — Die einzelnen Abfolgen dieses Werkes schattierte er klanglich recht geschickt ab. Rur wäre dem Ganzen ebenso wie beim Vortrage von Bachs Toccata und Fuge in b)-Moll eine größere innere Geschlossenheit zu wünschen gewesen. Die Phrasierung, die er der Dachschen Thematik zeitweilig gab, wich stellenweise von der üblichen Tradition ab, das Pafsagenw'rk hätte ein» dmtlichere Artikulation angebracht sein lassen. Als Begleiter । gab er den Solisten wirksamen Halt. Ebenso war Frau Dr. Fischer am Flügel dem Klangkörper eine sichere Stütze. 2oh. Seb. Bachs Choralkantate „Wie schön ! leuchtet der Morgenstern" faßte alle beteiligte« Kräfte zusammen. Der Eingangssatz, eine schönsten Choralinterpretationen des MeistM, lieh im Chor eine gute Besetzung der Damtn- stimmen erkennen, in den Männerstimmen wär« verschiedentlich mehr Fülle am Platz? gewesen. ®aö Orchester (Mitglieder des Gießener Orchestervereins) war, zumal in den H^l'bläsern, gut • Streichkörper könnte für solche Falle vielleicht verstärkt werden. Der Leiter der Aufführung (im Programm nicht benannt) war dem Ganzen ein umsichtiger Führer; eine straffere Zusammenfassung und abtönender Ausgleich der Klangmassen wäre dem Werk sicher von Vorteil gewesen. Wöge der Veranstaltung ein doppelter Erfolg beschieden sein: einmal die Ausbringung der Mittel für die Bezahlung der Orgel in der Kapelle des Alten Friedhofs; zum andern möge sich die Reihe der Befähigten stattlich vergrößern, | die sich in den Dienst der musica sacra stellen wollen. Dr. H. L-st lom-'- dbr ne ötc In Dr D •Heben mit oer Wie in der 2 Kreisstadt die «chlachth- frr Gemeinsct «riedberg di ßung. Das lei größeren Leslehe jeder; ineinschastslo bcn. Die Sta glk’s tun, un Schulen zu feite sich ein. 11 ‘liefen Leh Lcdernahmc Staat auf i frlltc, was 1 frciitcte, toüti fMnliche Laste feit und dieChnsli'- mmungcn wußte ß jlcit Ihrer Sim )estalten wirkte M rmstadt, ersolm- in der höhe aisattung ichgiebigrr uM uv wie am Ton derSM-- icn fügte stw ® 1 ä -Wit ta > -W*1 §®3s« is «'s- - Die euw W ZZZ ^üblich-" Ä 'Ute eine^I(it sA FUgel W® sa^ oue ngangs^' ^jfl icnen **’ W :?!»= ,,nL rflus«ca satipr,li gtrieinbcn so stark gefährdet, wie nie seit der Der er?,eit. Vier Miisionsstationen im östlichen Teil i,:ses Gebietes mutzten geräumt werden, und vier Misionare gerieten in die Gefangenschaft kommunistischer Räuber, in der sie noch schmachten. Rufs Ganze gesehen sind das sehr trübe Zeichn der Zeit für die Mission. Um so mehr aber gilt cs, dah die heimatliche Missionsgemeinde eine gkschl offene Front bildet und mit Gebet mdOpse hinter den tapferen Kämpfem steht, die 6o draußen auf Vorposten Bannerträger Christi stsd. Zu diesem Millen, der nur aus unerschütter- Qccm Glauben und warmer Liebe kommen kann, st fe die hessischen Missionsfreunde das Landes- m^sionsfest im Sinne des Wortes des ersten glotzen Heidenmissionars: Uns ist bange, aber Br verzagen nicht! — Oberhessen. Kreis Friedberg. Friedberg, 10. Ian. Rach der ersten Atzung des neuen Stadtrats darf man von ton neuen Stadtparlament eine ersprießliche Tä- ri|tt en gegenüber. Bei Lösung dringender Zu- biflsaufgaben erwarte man Ersprießliches von int beschlossenen kommunalpolitischen Zusammen- fliben mit der Rachbarstadt Dad-Rauheim. ‘lie in der Badestadt, betrachte man auch in der fcc isst ad t die Errichtung eines gemeinsamen -ch l a ch t h o s c s als dringendste Rotwendigkeit br Vemeinschastsarbeit. Richt so brennend sei für Z:edberg die Frage der Gasfernversor- ou u g. Das modern ausgebaute hiesige Gaswerk fti gröfteren Anforderungen gewachsen, und es iiftdje jederzeit die Möglichkeit, es zu einem Ge- miischastswerk mit Dad-Rauheim auszugestal- fcn. Die Stadtverwaltung werde auch in Zukunft Ke® tun, um den Ruf Friedbergs als Stadt der tbuten zu wahren. Richt tragbar sei jedoch, sclls sich eine diesbezügliche Andeutung in einem hksiischen Lehrerfachblatte bewahrheiten sollte, die llrdcrnahme von persönlichen Schullasten vom Ciaot auf die Kommune. Falls das eintreten Mite, was der Artikel in dem Fachblatt an- . ‘«utete, würden Friedberg etwa 40 000 Mk. Perfitt iche Lasten für die Volks- und Fortbildungsschule auferlegt; Die Stadt Weitz aber nicht, wo sii diese Summe hernehmen solle. Cs sei unbe- Äagl notwendig, dah Die grotzen Parteien im Sm Mag mehr Vertreter mit kommunalpolitischer 4isahrung hätten. Die Arbeit der nächsten Iahre Mssr geleitet sein von Dem Gedanken große- Ttr Sparsamkeit, es dürfe keine weitere Erhöhung Der ß a ft e n eintreten. — Äeibungslos vollzog sich nach Den mit lebhaften Beifall gufgenommenen Ausführungen des Bürgermeisters Die Besetzung Der Ausschüsse inb Deputationen. Die 24 Stadträte verteilen sich, wenn man von dem abseits stehen- itii kommunistischen Vertreter absieht, auf Drei Lioßere, arbeitsfähige Gruppen. Rechts steht die Arbeitsgemeinschaft „Bürgerliche Fraktionen", die aus zwei Deutschnationalen und je einem Vertreter Der Evang. Volksgemeinschaft und einer unpolitischen Liste besteht. Es folgt die lOköpfige Arbeitsgemeinschaft der Mitte, Die unter Dem Vorsitz von Berufsschullehrer Dickler (Volkspartei) Demokraten, Deutsche Volkspartei, Zentrum unD Den Vertreter einer weiteren unpolitischen Liste zu gemeinsamer, „vom Geiste Der Persönlichkeit und Der Verantwortung" getragener Arbeit vereint. Es schlietzt sich Dann Die 9 köpfige fozialdemo- k r a t i s ch e Fraktion an. In gemeinsamer Vorberatung haben sich diese drei Gruppen über die Verteilung Der Sitze in Den Ausschüssen geeinigt. Ihr Vorschlag. Der Die Stärke Der einzelnen Fraktionen in gerechtester Weise berücksichtigt, fanD Denn auch fast einstimmige Annahme; nut Der Kommunist war Dagegen, und Der Bürgermeister übte Stimmenthaltung. Kreis Alsfeld. fr* Alsfeld, 8.Jan. Der Umbau des alten Postgebäudes, welches dieBezirks - sparkasse Alsfeld erworben hat, ist im Rohbau fertiggcstellt; zur Zeit wird die Zentralheizung eingebaut. Der Umbau wird in möglichst einfacher Form durchgeführt, es wird hauptsächlich Gewicht gelegt auf die Schaffung gesunder und lustiger Arbeitsräume für das Personal, sowie auf die Anlage ausreichender Schalterräume, die in dem jetzigen Gebäude völlig unzureichend sind, was auch der Hauptgrund für den Ankauf des alten Post- gebäudes war. Die Umbauarbeiten sollen so gefordert werden, daß die neuen Räume bis zum Juni dieses Jahres bezogen werden können. Der Bauentwurf wird ausgeführt nach den Plänen des Architekten Brand in Berlin. — Die Alsfelder Jugendherberge hat sich in den letzten Jahren günstig entwickelt. Sie ist in dem Dachgeschoß des Gebäudes der ehemaligen höheren Mädchenschule im Schnepfenhain in sehr schönen, Hellen und großen Räumen untergebracht. Sie war im Jahre 1929 von insgesamt 250 Gästen besucht. Die Zahl der Uebernachtungen betrug 256. Die meisten Besucher kommen aus dem Freistaat Hessen. Unter den herbergenden Schulen waren vertreten die Römerstadt-Lolksschule, die Eleonorenschule Worms (Studienanstalt), ferner Die Aufbauschule Laasphe, Die Krupp-Oberrealscbule in Essen, eine Deutsche Oberschule, ein Deutsches Landeserziehungsheim und andere. Das Verhalten der Jugendherbergsgäste war gut. Rundfunkprogramm. Sonntag, 12. Januar. 7: Don Hamburg: Hafenkonzert auf dem Motorschiff „(3t. Luis" Der Hamburg—Amerika-Linie. 9 bis 10: Katholische Morgenfeier. 11: Von Kassel: Stunde Der IugenDbewegung: „Der Schicksalstag Der Deutschen IugenDbewegung", Vortrag von Dr. Erich Stange, Reichsrat Der Evangel. Iungmännerbünde Deutschlands. 11.30: Erziehung und Bildung: Eltemstunde: „Rur nicht mit Gewalt!", Vortrag von Rektor K. Wehrhan. 12 bis 12.45: Von Davos: Endspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft für Studenten. 13.10: Klavierkonzert. 13.45: Von Stuttgart: Schneewittchen, Volksmärchen in 4 Aufzügen, Dichtung und Musik von E. A. Herrmann. 15: Stunde des Landes. 16 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters und Tanzmusik. 18: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Goethe als Erzieher", Vortrag von Lehrer A. Möller, Frankfurt a. M. 19: Sportnachrichten. 19.30: Don Stuttgart: Dolksliederstunde. 20.30: Don Stuttgart: „ Lieber- fahrt", von Sutton Dane. 21.30: Don Stuttgart: Holländischer Komponisten abend. 23.45 bis 0.30: Unterhaltungsmusik. Montag, 13. Januar. 12.15: Schallplattenkonzert: Symphoniekonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde Der Iugend: Aus Dem deutschen Märchenborn. 16: Haussrauennachmit- tag. 17 bis 17.45: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: „Der Berufs-Sport- gedanke", Dortrag von Georg Drost vorn Gewerkschaftsbund der Angestellten. 18.35: „Rußland", Vortrag von Dr. A. Kantorowicz. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Von Stuttgart: Kleine Klavierstücke, gespielt von Artur Haagen. 20: Aus dem Festsaal Der Liederhalle Stuttgart: Winterfest des Singchors der Württ. Landestheater. 23: Rachrichtendienst. 23.15: Aus Dem Festsaal der Liederhalle, Stuttgart: Tanzmusik. Dienstag, 14. Januar. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Enrico Caruso. 14 bis 14.45: Von St. Moritz: Erstes Kilomcter-Lancee-Rennen für Skiläufer. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: Tierleben der Heimat: „Im entlegenen Winterwald", 1. Vortrag von Lehrer Karl Stricker. 16 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters und Tanzmusik. 18.05: Wo uns der Schuh drückt: Artisten. 18.35: Von Stuttgart: „Aus Dem Leben Der Deutschen in SowjetrußlanD", Vortrag von Pastor I. Schleu- fting. 19.05: Von Stuttgart: „Pfarrer Dlumhardt- Doll", Vortrag von M. d. D. Keil. 19.30: Vom hessischen LanDeskhrater Darmstadt: Othello, Oper in vier Akten von Arrigo Boito, Musik von Giuseppe Verdi. 22.45: Rachrichten. 23.05 bis 23.35: Schach stunde. Mittwoch, 15. Januar. 11.15 bis 11.45: Schulfunk: Englisch. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Volkstümliches aus Tirol und der Schweiz. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: „Der Mummelsee und andere Wassermannsagen", vorgetragen von Rektor K. Wehrhan (für Kinder vom 10. Iahre ab). 16 bis 17.45: Konzert. 18.05: „Deutsche Studenten in Prag", Vortrag von Dr. Oskar Schürer. 18 35: Von Stuttgart: Esperantokurs. 19.05: Von Stuttgart: „Aus den weisen Richtersprüchen des Herrn Ookas, des japanischen Richters", Vortrag von Hans Lamberts. 19.30: Von Stuttgart: Heitere Lieder zur Laute, Hans Ebbecke. 20: Von Stuttgart: Parergon zur Sinfonia Domestica, von Richard Strauß. 20.30: Der Iazz-Singer, Komödie in 3 Akten von Samson Raphaelsohn. Donnerstag, 16. Januar. 12.15: Schallplattenkonzert: Dallettmusiken und -tänze. 15.15 bis 15.45: Stunde Der Iugend: „Christoph von Schmid und seine Geschichten", vorgetragen von Hans Gäfgen. 16 bis 17.45: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Stefan Großmann liest aus eigenen Schriften. 18.35: Volkstänze und Singspiele auf der Schallplatte, Vortrag mit Erläuterung von Ludwig Koch. 19.05: Französischer Unterricht. 19.30: Von Stuttgart: Querschnitt durch die europäische Der König der Belgier besuchte anläßlich seiner Anwesenheit im Brüsseler Automobil-Salon auch den Ausstellungsstand der Daimler-Benz A.-G., Gaggenau, und ließ sich besonders über den ausgestellten Fahrzeug-Rohölmotor eingehend Bericht erstatten. Don diesem Rohölmotor, der gegenüber Benzinmotoren eine Betriebsstoffkostenersparnis von 80 v. H. ermöglicht erwartet man eine völlige Umwälzung auf dem Gebiete des gesamten Beförderungswesens. 347» Das Pfarrer Heur (272 S., 150 Abb.) Pfarrer Heumann's Heilmittel Ludwig Heumann & Co., Nürnberg S 3. Die Pfarrer Heumann-Heilmittel sind stet» frisch u. eu Originalpreisen erhältlich in der Niederlage: bewährt bei zahlreichen Krank« heilen. /180000 Dankschreiben. Pfarrer Heumann-Buch erhält jeder. Hirsch-Apotheke Gießen Frankfurter Straße 4. Musik seit Mozart, 5. Abend (1860 bis 1870). 20.45: Von Stuttgart: Ein Tag der Arbeit, Musikal.sch-Litcrarische Stunde, Musik von Gustav Görlich. 21.45: Aus Mannheim: Konzert der Bläservereinigung des Mannheimer Rationaltheaterorchesters. Freitag, 17. Januar. 12.15: Schallplattenkonzert: „Kammermusik" (Mozart — Beethoven). 14.30 bis 15: Von Breslau: Eisschnelläufen am kleinen Teich. 15.15 bi- 15.45: Von Kassel: Stunde der Iugend: „Die Berufe der technischen Assistentin und der Bibliothekarin", Vortrag von Berufsberaterin Heilbrun vom Arbeitsamt Kassel (für Kinder vom 12.Iahre ab). 16 bis 17.45: Don Stuttgart: Konzert deS Rundfunkorchesters. 18.05: Buch und Film: Dü- cherbesprechung: „Reue Reclam-Bücher". 18.35: Von Stuttgart: „Der Lebenslauf eines Sterns", Vortrag von Prof. Beutel. 19.05: Don Stuttgart: Volkswirtschaftliche Reihe: „Die Bedeutung Der Rcichspost für die Wirtschaft", Vortrag von Dir. H. Oetinger. 19.30: Konzert des Collegium musicum der staatlichen pädagogischen Akademie, mit einleitendem Vortrag von Direkwr Prof. Dr. Weiner. 20.15: Aus dem Kurhaus Bad Homburg: Liederabend von Ria Ginster. 21.45: Familienszenen. 22.35: Unterhaltungskonzert. Samstag, 18. Januar. 11.15 bis 11.45: Schulfunk — Deutsch — Frankfurter Mundart. 13.30 bis 14.30: Schallplatten- Konzert: Franz Lehar als Interpret seiner Werke. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: Aus Dem deutschen Liederkranze, Liedervorträge Frankfurter Schulen. 16 bis 17.45: Konzert. 18.15: Briefkasten. 18.35: Stunde des Arbeiters: „Mensch und Maschine", 2. Vortrag von Dr. De Man. 19.05: Spanischer Unterricht. 19.30: Klavierkonzert Darius Milhaud. 20: Ich tanze um Die Welt mit dir, Die Hauptfchlager aus Der Posse des Hessischen LanDestheaters Darmstadt, Text von Marcellus Schiffer, Musik von Friedrich Hollaender. I 20.30: Don Kassel: Satans Maske, eine Groteske | von Paul Czinner. 21 bis 22.30: Bunter Abend. 22.50 bis 0.30: Tanzmusik. (Schluß des redaktionellen Teils.) KAUFT i VA LV O -rohren! RADIORÖHRENFABRIK G.M.B.H. HAMBURG WEPK lOKSTEDT/LOKSTEDT HAMBURG/NEUlOKSTEOTtRSTPflSSE 101 Bei Husten und Heiserkeit nur Staat!. Bad-Nauheimer Pastillen! Erhältlich: Löwen-Drogerie. Seltersweg 79a H. Elftes, Selters weg 68a !3>D Anoden-Baiterie Zuverlässigem und unverserrter-Empfang Auch Sie werden so urfeilen: .per Zu dem am 28., 29. und 30. Juni 1930 stattfindenden Sängersett des Männer- Gesanavercins „Arion", Klein-Linden b. Gienen sind dte [0220 MeMmMSW mtn W.M oetgeBeu. Schriftliche Preisangebote bis «um 30. März 1930 an den 1. Vorsitzenden obigen Vereins Karl Inna IV., Klein- Linden, erbeten. usw. billigst 696dD TmMAN 89/2UUcmgr.m.gsp.Füllg. IrRsi löcm tf.Fttr.und Bckldg. I Ul Uil Mk.26.— p.Stück, Haustüren, Glasabschlüsse, Fensterläden Holzwarenfabrik E. H. Müller, Gießen PO Sperrholz u'sS’S tn Eiche. Gaboon u. Kiefer 3-25mm • i (i ° Bretter und Dielen aller Stärken, -«»«schwedische und banertsche Hobel- »L -« breiter, SvaUertatten, Elchen- u Z-> LZ Buchen»Schnltiwaren liefern in o“äa allen Stärken h87D iHsßöflen M L ko., Mev Telephon 3949. Latten In allen .Stärken prompt lieferbar Klein&Stiefel Maschinenfabrik, Fulda md Unsere Maschinen machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an dem Fachmann Karl Overbeck Roddeimcr Str. »8, zur Ncparatur. I Telephon 3715 (68Dl Au- und Verkauf grdr. Maschinen. • Der moderne Mensch lässt sich homöopathisch behandeln Mit„Siebenmeilenstiefe1n" läuft der Fortschritt moderner Medizin, sie macht sich frei von erstarrten Formen und Gewöhn- beiten und wendet sich wirkungsvolleren Methoden zu. So erklärt sich auch der Siegeszug der Homöopathie Dr. Madaus: Im modernen Amerika erwählte sich der Präsident Hoover einen Homöopathen zum Leibarzt und auch bei uns hat man den Wert der homöopathischen Behandlung mehr u. mehr hochschätzen gelernt. Ihre Gesundheit ist Ihr höchstes Gut: Darum bitten auch Sie den Arzt Ihres Vertrauens um Behandlung mit Homöopathie Dr. Madaus RADEBEUL-DRESDEN Dresdner Bank Gegründet 1872 Eigenkapital 134 Millionen Reichsmark Filiale Marburg a. L vonn. Baruch Strauss BarfüBerstraße 40 Fernruf: 1028 —1029 • Postscheckkonto: Frankfurt am Main 556 Annahme von Spargeldern zu günstigsten Zinssätzen Eröffnung provisionsfreier Scheckkonten An- und Verkauf von Wertpapieren ___________________________________________________________________________335D In der Marktstraße fertig und nach Maß. 20 % Rabatt auf Mäntel 20 % Rabatt auf Joppen 10 % Rabatt auf Anzüge ca. 1000 Bekleidungsstücke stark im Preise ermäßigt! __374A Striiliwaren und Unterkleidung zu bedeutend herabgesetzten Preisen 43A Carl Horn Marktstr. 28 ■ 1)23 J Karl Schmidt, Gießen, Neuenweg 42, Tel. 3075 Waagen und Gewichte aller Art empfiehlt u. - stellt eichfähig her GvveOftundeu nur noch von 3—6 Ubr nachmittags. W. Weir [0246 Homöopath und Naturbeilkundiacr. (Yickcn, Plockstr 2, Telephon 2303. Milgl. d. Verb, der Heilkund. Deutsch!, e. V. Erzeutnli freier deutscher k Fabrik . Hiermit unserer langjährigen Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, dafs die Firma Karl Bub L Co., Nubmargarine-Vertriebs-Gesell- sebaft in Gieben, liquidiert hat. Wir haben ab 1. Januar 1930 der Firma Möbus & Reitz in Gieben, Löberstrabe 3 / Telephon 4116 die Generalvertretung unserer Firma übertragen. Der Vertrieb unserer Marken, im besonderen der bekannten Hennings Nußmargarine Marke Jugendfreund, Ha - Em -We und Sparlob erfolgt nur durch die Herren Chr. Möbus und Otto Reitz Wir danken für das uns bisher entgegengebrachte Vertrauen und bitten Sie, uns auch weiter Ihre geschätzten Aufträge durch die Herren Möbus L Reitz zu übermitteln. Für prompte Bedienung übernehmen die Ihnen bek. Herren volle Gewähr Harzer Margarine -Werke W. HENNING / SCHWANEBECK (KR. OSCHERSLEBEN) nicM MR Arbeiten nls Heimarbeit werden prompt und gennssenbast audge- führt in Maschinen« u. Handschrift. Angebote mit Preisangabe an Eduard Schneider. Nein- bardSbatn tHessen», '1*011 Griiubcrfl.3711) Schreibmaschinen von 20 RM. an auch in Raten. 9836D iEGScbreihBihioeö Gießen Seltersweg 89 Bat 1291 Reparatur-Werkstatt für SdiTBlbinasdiinen aller Systeme DetektiV'Auskunltel jetzt Üurftr. 17 v., Bad-Naubeim erledigt Ihnen alle vertraulichen Ange- legenheitendiSkretu. vreiSmert. Ermittelungen. Beobachtungen. Gesuche. Be- weisutiltelt.Straf u« Zivllvrozessen. Site, dit- u. HelratSausk. aukallePlätze d.Welt EISU-Betten (Stahl u.Holz) Polster, Sdilafzimm.^tahlmatr. Kioderb.Chaisel. a-Pri- vatc. Ratenzl. Katal.fr. EisenmöbelfabrikSühl dr®x Mein Eine kaufQeleQenheil-.dieniclil-wiederkelirl! Gustav Bergan Warum machen nicht auch Sie sich diesen seltenen Moment zunutze, nur Ueberzeugung kann Sie belehren! Alle Stricksachen weit unter Preis Strümpfe und Socken mit 15% Rabatt Woilgarne beim Einkauf von 1 Pfund an 10% Rabatt 51A SPEZ /AL - TVOLLGESCHAFT Limousine 9/40 P.S. 6 ZyL moderner schnittiger Wagen, sehr gut erhalten, abzugeben. Zu erfragen bei Kraftfahrzeug-Reparatur NEILS L KRAFT Marburger Str. 68 — TeL 2748, 2749 36 u Aus anerkannter Stammzucht des veredelten Landschweines gibt fortlaufend ab: Eber, Lungsauen und Ferkel zur Zucht. [0235 £. mehr, flofgut Hfllfenroö (fit. MW). Wohnhaus mit Laden Wctztteinaasse 24, nebst komvl. Schubmacherwerkzeug und Maschinen tu an solvente Käufer zu verkaufen. Auskunft erteilt f347D i>rau Marie Schmidt, L*id>, Löwengasse. Suche zirka 100 Festmeier Fichle- undKiefern Bauholz langschaUig tutb trocken. Winter- sällunq 28-29, aeg. Kalle zu kaufen. Wird auch evtl, in kleinen Mengen angenommen. Schrt'U. Angeb. unt. 368D an den Steh. An-etg. erbeten. Drucksachen aller Art stattnng liilrcin anö’preisod tie Vrübl'sche Unlverktätr-Vruckerei. R. Lange. (Rieften. SdiulSrJ. —■i-nri ■!■■ ■■ i itpi ■■ ” —i * Heinrich REGER Nacht. Inhaber: Fr. Heinrich Müller Eisschrank- und Büfett-Fabrik Gegründet 1888 LICH ■ Oberh.Telephon 32 Besuche und Beratungen kostenlos und unverbindlich. liefert komplette Schank - Büfetts in jeder Größe und i. nur la Ausführung odemann Chöi-fobrik» Zucht" V durch M. Brockmanav „Zwerg-Marke", blt pf)qiiologi|dj ooHIomment9läJ)daljt!ini|d)t>i>g! • Sein gcmoTjs. FiMerloN • Daher die cr[t Samstag, 11. Januar 1950 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 9 Drittes Blatt Die Lösungen der Weihnachts-Preisrätsel. Qlun ist der Einsendungstermin für die Lösungen unserer Weihnachtspreisrätsel 1929 abgelaufen, die Papierschlacht geschlagen, das Llrteil gefällt, die Preisverteilung beendet, — und wir können sagen, dah wir diesmal besonders zufrieden sind: Soviele Antworten wie diesmal haben wir noch nie bekommen; über 100 Briefe mit Lösungen sind eingegangen, ein amEnde schrecklich wachsender Stapel — fast die Hälfte aller Einsendungen kam in den letzten beiden Tagen zu uns! —, und es war, wie ihr euch denken könnt, keine Kleinigkeit, sie alle von vorn bis hinten durchzulesen, ob sie falsch oder richtig wären. Nun: die meisten sind richtig gewesen, zu unserer Genugtuung, und bei den anderen waren fast überall nur kleine Fehler oder Llnvollständig- keiten zu verzeichnen. 3m ganzen haben sich die Buben etwas mehr angestrengt als die Mädels, von denen die Mehrzahl im letzten Augenblick erschien. Aber angestrengt haben sie sich alle, und Stadt und Land hielten sich im übrigen mit der Zahl der Einsendungen ungefähr die Waage. Es war keine Kleinigkeit, Dutzende von Malen hintereinander die berühmten Derse aus Schillers „Glocke" zu lesen, die da von der wohltätigen Macht des Feuers handeln; die Wörter des Silben-, des Zahlen- und Zusammensehrätsels konnten wir in der richtigen Reihenfolge fast im Traum hersagen; beim Kreuzwortsilbenrätsel aber gingen uns, waagrecht und senkrecht, rauf und runter und im Zickzack, oft die Augen über von deutschen Dichtern und deutschen Städten, von fremden Flüssen und einheimischen Früchten, von männlichen und weiblichen Vornamen, Säugetieren, Raub- und Singvögeln, Komponisten, Königen und Gesetzgebern. Aber mit dem letzten Brief, der von A bis Z gelesen, durchbuchstabiert und geprüft wurde, war die Arbeit noch nicht geschafft. Die Hauptsache kam erst noch: es wurde sortiert und gesichtet und zu Häufchen geschichtet: Stadt und Land, Mädels und Buben, richtige und falsche, und die richtigen wieder nach Lebensalter und Schuljahren. Lind dann wurden die Preise herbeigeschafft und aufgetürmt: Bücher und Bilder und Kalender. Lind es war nicht immer leicht, sie nach Recht und Billigkeit unter die Gewinner zu verteilen. Wer soll das „Reue Llniversum" bekommen? Wer könnte Freude an einem Bild haben? Wen interessieren der „Seeteufel", wen Filchner und Zeppelin, wann beginnt das Verständnis für technische Dinge, wann bekommt die höhere Tochter Klavierstunde, was kann man einem Zehnjährigen schenken? Lauter gewichtige Fragen, — wir wollen hoffen, das; wir sie mit einigem Glück und Geschick gelöst haben, und dah unsere Preise den Gewinnern und Gewinnerinnen willkommen sind. Allen übrigen aber, die dieses 3ahr leer ausgegangen sind, danken wir herzlich für die fleihige Beteiligung und für die Mühe, die sie sich gemacht haben, — auch für manchen netten Brief an den rätselhaften Rätselonkel und allerlei hübsche Derschen, die den Lösungen beigefügt waren; sie alle seien aufs nächste Weihnachtsfest vertröstet, wir laden sie schon jetzt zur Brteili- 1. 2. 3. 4. 8. 9. 10. 11. 12. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 27. 28. 30. 31. 32. 33. 34. 35. Die Preise können von den Giehener Lösern vom nächsten Montag ab, zwischen 16 und 17 ilfjr derfitzchen". Ludwig, strahe 26 l. L h n ck e r, gung am Preisrätsel 1930 ein und wünschen ihnen im voraus Glück dazu. strahe 13IL: Originalölgemälde. Müller, Gertrud, Gießen, Hofmarmstr. 141.: spielen Eisenbahn". Leun, Lieselotte, Giehen, Cranachstraße 3: „Die Arche Roah". Löhr, Eva, Gießen, Hofmannstr. 1: „Wun- Original- Farbenholzschnitt. Reidt, Hermann, Heuchelheim, Marktstr.26: „Die Meute". Schneider, Marthe Giehen, Kaiserallee 79: Aquarell. Freiensehner, Heinrich, Ridda. Ludwig- strahe 1: „Seeteufel erobert Amerika". (9orr, Hilde, Watzenborn, Bahnhofstraße 80: 7. E i n h, Kunrat, Rodheim a. d. Bieber, Gießener Straße 46 (Schulhaus): „Zur See". Franz, Elfriede, Leihgestern, Bahnhof: „Spemanns Musikkalender". Oppenheimer, Fritz, Gießen, Alicen- strahe 231.: „Om mani padme hum". Philippi, Herbert, Lollar, Daubringer Strahe 29: „Grettir, der Wolfsgenoß". 26. Rau, Ottilie, Gießen, Bahnhofstraße 1: „Sport-Hansi". Grauling, Roland, Grünberg, Reustadt 42: „Silberkondor über Feuerland". Hanke, Emil Wilhelm, Gießen, Schühen- straße 21: „Mai! Mai!". 13. Jäger, Gertrud, Gießen, Rordanlage 13: „Auf großer Fahrt". 29. Steiner, Annedore, Hausen: „3ungmäd> Mathilde, Gießen, Gnauth- „Li und Lu". Hermann, Gießen, Stephan- Weltmeer verirrt". 5. Diehl, Liselotte, Ober-Schmitten: „Der wunderbare 3akob". 6. D i n g l e r, Peter, Gießen, Plockstrahe 13: „Reuland im Rorden". Auf Wiederraten 19 30! Oie Preisträger: Arnold, Wilhelm, Leihgestern Rathaus- strahe 77: „Das neue Llniversum'. Balzer, Gertrud, Gießen, Draugasse 6: Holzschnitt. , Bender, Thilde, Wahenborn^ternberg, Obergasse 13: Originalölgemälde. Bläh, Reinhold, Großen-Linden: „3m chenwelt". Stumpf, Fritz, Garbenteich, Giehener Straße 37: „Das technische 3ahr 1930“. LI h l, Wolfgang, Gießen, Frankfurter Str. 5p: „Spemanns Literaturkalender". Weber, Ludwig, Bergebersbach (DillkreiS): „Graf Ferdinand von Zeppelin". Weh rum, Helmuth, Friedberg, Burg 8: „Deutscher Schulkalender 1930“. Wetterhahn, Doris, Gießen, Goethe- straße 27 IL: „Sonnenprinzehchen“. Zöller, Walter, Gießen, Ebelstrahe 3: „Konrads Ferientage". „Mucki-Pucki". 14. 3 äger, Hedwig, Ridda, Abellstrahe: „Das arme Komteßchen". 15. 3ung, Hans Ludwig, Gießen, Licher Strahe 74 L: „Drei 3ungen spielen Robinson". 16. Kappes, Heinrich Wilhelm, Langsdorf: „Die Abenteuer des Fürsten Dshaparidse". 17. Kehler, Alfred, Großen-Linden, Bahnhofstraße: „Lieber und unter der Erde". Lamm, August, Gießen, Westanlage 7: „Wir auf der Redaktion in Empfang genommen werden; auswärtigen Lösern werden die Preise zugestellt werden. Oie Auflösungen: Silbenrätsel. I. Adelaide; 2. Regenbogen; 3. Trikolore; 4. Schilddrüse; 5. Brosche; 6. Diderot; 7. Isokrates; 8. Athene; 9. Obermatrose; 10. Sarasate; 11. Nubien; 12. Amöbe; 13. Eisenach; 14. Isidorus; 15. Ottaverime. Der Christbaum ist der schönste Baum. Zahlenrätsel. Christbaumschmuck. Christa, Schuh, Maus, Kuckuck, Brust, Barsch, Mist, Barabbas, Star, Christus, Hirsch, Turm, Maria, Sturm, Bach, Brutus, Schuch, Tisch, Schach, Marsch, Hamm, Rauch, Kurt. Rätsel in Reimen. I. Tannen, Zapfen; Tannenzapfen. II. Eisen, Bahn; Eisenbahn. III. Puppen, Küche; Puppenküche. IV. Neu, Jahr; Neujahr. Zusammensetzrätsel. 1. Nacht — Tisch — Tuch; 2. Schmelz — Ofen — Rohr; 3. Engel — Chor — Gesang; 4. Reigen — Tanz — Boden; 5. Guss — Eisen — Hammer; 6. Raub — Ritter — Rüstung; 7. Kreuz — Zug — Brücke; 8. Fischer — Insel — Volk; 9. Dank — Opfer — Tier; 10. Wall — Nuss — Schale; 11. Flaum — Feder — Messer; 12. Ehe — Ring — Finger; 13. Maul — Esel — Treiber; 14. Wand — Uhr — Kette; 15. Heu — Ernte — Wagen; 16. Ziegel — Dach — Fenster; 17. Morgen — Imbiss — Halle; 18. Senior — Chef — Arzt. „Tochter Zion, freue Dich.“ Kreuzwortsilbenrätsel. Waagerecfjt: 1. Rose; 2. Wolke; 3. Hafer; 5. Elle; 6. Igel; 7. Holland; 8. Säugetier; 9. Husar; 10. Amberg; 11. Rügen; 12. Leisten; 13. Wesel; 15. Wanne; 16. Leber; 17. Keller; 18. Geige; 19. Minna; 20. Eule; 21. Säbel; 22. Orden; 23. Magen; 25. Kugel; 26. Seide; 27. Drama; 28. München; 29. Birne; 30. Haakon; 31. Lanze; 32. Ranke; 33. Hesse. Senkrecht: 1. Robe; 2. Wolle; 3. Hagel; 4. Wieland; 5. Else; 6. Isar; 7. Holberg; 8. Hagen; 9. Husten; 10. Amsel; 11. Rübe; 12. Leine; 13. Weber; 14. Kühler; 15. Wange; 16. Lena; 17. Kelle; 18. Geibel; 19. Minden; 20. Eugen; 21. Säge; 22. Orgel; 23. Made; 24. Lama; 25. Kuchen; 26. Seine; 27. Drakon; 28. Münze; 29. Birke; 30. Haase. Rösselsprung. Wohltätig ist des Feuers Macht, Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. Und was er bildet, was er schafft. Das dankt er dieser Himmelskraft. Doch furchtbar wird die Himmelskraft, Wenn sie der Fessel sich entrafft, Einhertritt auf der eignen Spur, Die freie Tochter der Natur. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Mit dem Beginn der Haager Konferenz änderte ich das Bild der Börse ganz beträchtlich. Anfangs der Derichtswoche war man noch zurückhaltend. aber der günstige Stand der Haager Verhandlungen veranlaßte zu starkem Optimismus, da auf allen Seiten das Bestreben be- teht, die Konferenzfragen raschestens und reibungslos zu erledigen. Trotzdem hegt man noch Befürchtungen, es könnten sich ernstere Schwierigkeiten ergeben, so dah eine Verzögerung eintreten könnte. Aber bis zur Stunde der Riederschrist dieser Zeilen war trotz des Bekanntwerdens der Sanktionsvorschläge seitens Frankreichs nichts davon zu bemerken. Auf aUe Fälle wird bei einem befriedigenden Ausgang die deutsche Wirtschaft ihren Ruhen daraus ziehen können. Die Stimmung an der Börse war in der ganzen Woche zuversichtlich, zumal mehrere günstige Momente dazu beitrugen. Vor allem sanden die günstigen Geldmarktverhältnisse besondere Beachtung, da man im Zusammenhang hiermit auf eine Diskontsenkung der Bank von England hofft, und die Meinung daran knüpft, daß eine Ermäßigung der Berliner Diskontrate wünschenswert sei. Sollte dies in nächster Zeit eintrefsen, so hätte die Börse einen kräftigen Ansporn, und der jetzt immer stärker zutage tretende Optimismus wäre am Platze. Als besonders vorteilhaft wurden natürlich verschiedentlich eintreffende Aufträge von Publikumsseite beurteilt. Auch das Ausland war wieder stärker am deutschen Geschäft beteiligt, so dah sich die Spekulation gezwungen sah. in gröberem Ausmahe au Deckungen zu schreiten. Als stimulierend wurden noch empfunden: Dividendeerhöhungsaussichten bei Rheinstahl, die günstige Konjunktur der Eisenindustrie und die Quotenerhöhung durch die Llebernahme des Röhrenwerkes der Rheinmetall durch Mannesmann. Die Geldmarkterleichterung machte weitere Fortschritte. Das Ansteigen der Arbeitslosigkeit auf zirka 1.8 Mill, machte wenig Eindruck und konnte dem Geschäft nicht hindernd im Wege stehen, da die Meldungen aus dem Haag weiter günstig lauten. Ratürlich machte sich wieder einmal eine Zurückhaltung geltend, da man immer wieder Befürchtungen hinsichtlich der Haager Konferenz zu hegen glaubt. Man war zu geblendet und kann es kaum fassen, dah die Börsensituation ein so plötzlich schon mehrere Tage anhaltend besseres Aussehen angenommen hat. Die starke Entlastung des Reichsbankinstituts verfehlte ebenfalls ihre Wirkung nicht. Zum Wochenschluß war die Stimmung anfangs etwas gedrückter, aber bald änderte sich die Situation wieder, und die Börse wurde erneut in den Bann einer zunehmenden Festigkeit gezogen. Spezialwerte traten mehr hervor und hatten im Laufe der Woche Gewinne bis zu 12 Proz. erzielt. 3n der Hauptsache wären Deutsche Linoleum, Montanaktien, 3.-G.-Farben, Schuckert, Siemens, Zellstosswerte, Scheideanstalt (ex, Div), Bemberg, Svenska (plus 25 Mark), Schiffahrtsaktien und Danken zu nennen. Es gab überhaupt fast kein Papier, das sich der Aufwärtsbewegung nicht angeschlossen hätte. Alu waren auf holl. Rechnung angeboten und 4 Proz. schwächer. Chade verloren auf die schwache Veranlagung der spanischen Valuta 12 Mark. Renten und Pfandbriefe ebenfalls fest. Tagesgeld mit 5Vr Proz. leicht und angeboten. Am Devisenmarkt waren der Dollar und der Peseta schwächer. Trotzdem die englische Diskontrate noch nicht ermäßigt wurde, blieb die Haltung zuversichtlich, doch gaben die Kurse auf Gewinnmitnahmen leicht nach. 9er Traum vom Glück. Roman von E. Lovett und M. v. Weißenlhurn. Copyright by Marie Brügmann, München. 8. Fortsetzung. Raddruck verboten. Breitschultrig und von hohem, kräftigem Wuchs, war Rechtsanwalt Hagenau eine in die Augen fallende Erscheinung mit dunklem Haar, glattrasiertem Gesicht, scharfblickenden, grauen Augen und einer ziemlich stark entwickelten Rase. 3m Kreise von Männern war er mitteilsam und heiter, daher ein äuherst beliebter Gesell- schaster. Die Frauen im allgemeinen betrachtete er als ein notwendiges, wenn auch recht langweiliges Clement im Leben; denn er war viel zu ernst und gewissenhaft, um an einem oberflächlichen Verkehr Gefallen zu finden. Heute indessen wußte er doch, dah die Dame, die er zur Tafel führte, ein gut aussehendes, gut gekleidetes junges Mädchen war. Seine Augen ruhten von jeher gern auf weihen Stoffen, die er in seinem aufs Praktische gerichteten Sinn außerdem für besonders billig hielt — oft natürlich ganz ungerechtfertigterweise. Sie war ihm also nicht unangenehm, die weiße Dame an seiner Seite; das war aber aud) alles, und er hegte nicht den geringsten Wunsch, sie näher kennenzulernen. Er wandte sich dann auch sofort seiner Suppe zu; denn er hatte nicht Zeit gefunden, vorher zu Mittag zu speisen und war sehr hungrig. Rach dem ersten Gang erinnerte er sich, dah er jetzt anstandshalber mit seiner Tischnachbarin reden müsse — aber wovon? Vom Wetter, oder den Vorzügen der ländlichen Gegend? Sollte er sie fragen, ob sie einem Sport huldigte oder irgendeine der schönen Künste betreibe? Während er noch überlegte, lieh er die Augen wie zufällig über die Tafel schweifen und heftete sie dann mit so gespanntem Ausdruck auf die ihm schräg gegenübersihende Frau von Rechten, dah Doris, die scharfe Beobachterin, dadurch aufmerksam wurde. Die schöne Frau prangte heute in einer mattrosa Seidenrobe, die mit cremefarbenen Spitzen reich garniert war und bis ins kleinste Detail das Gegenstück zu der Toilette ihrer Tochter bildete. Sie war noch mit der Suppe beschäftigt und plauderte dabei heiter und angeregt mit ihrem Rachbar, einem sehr Begüterten Witwer in mittleren 3ahren, dessen Besitzungen an die des Herrn von Wildhofen grenzten. Doris hörte ihr Helles Lachen und beobachtete ihr strahlendheiteres Gesicht mit einem Gemisch von Staunen und Bewunderung. Wie war es möglich, dah diese Frau scherzen und lachen konnte, während jener unheimliche Mann existierte und sich erst vor wenigen Stunden als Schreckensgespenst gezeigt hatte? Lind als sie, noch mit diesem Gedanken beschäftigt, auf Frau von Rechten blickte, gewahrte sie bei dieser denselben plötzlichen Farbenwechsel, der sie bereits beim Frühstück erschreckt hatte. Sie blickte jetzt über die Tafel hinweg und sah die Augen des Rechtsanwaltes auf sich gerichtet; vielleicht hatte sie seine Blicke instinktiv gefühlt. Eine Sekunde lang zogen sich Mund und Augen wie in nervösem Krampf zusammen, wodurch das Gesicht plötzlich um vieles gealtert erschien; doch im nächsten Augenblick getoann sie wieder die Herrschaft über sich, ja, es huschte sogar ein Lächeln über ihre Lippen, als sie mit leichter Verneigung den Gruß des Rechtsanwalts erwiderte. Dann ergriff sie ihr mit Sherry gefülltes Glas und leerte es in einem Zuge. Konrad Hagenau wandte jetzt, mit einem sonderbaren Lächeln aus dem klugen Gesicht, die Augen auf seinen Teller und bediente sich von dein Fisch, der soeben herumgereicht wurde. Einige Augenblicke darauf richtete er ohne den geringsten Anflug von Reugierde an Doris Harter die Frage: „Wer ist die Dame in hellroter Seide, die 3hnen schräg gegenüber sitzt?" Das war nun freilich nicht die Art, in der er ursprünglich gedacht hatte, die Llnterhaltung mit seiner Rachbarin einzuleiten. Doris beantwortete seine Frage auch nicht, sondern erwiderte sie mit einer anderen: „Sollten Sie die Dame nicht ebenso gut oder besser kennen als ich, da Sie soeben einen Gruh mit ihr ausgetauscht haben?" fragte fie lächelnd. Diese Erwiderung überraschte ihn unstreitig; denn er legte die Gabel aus der Hand, drehte seinen Stuhl ein wenig herum und blickte mit einem Anflug von 3ntereffe auf feine Rachbarin. „Für eine so junge Dame wie Sie, Fräulein Harter, war das eine scharfsinnige Bemerkung. Sie sahen also, dah wir uns grüßten?" „3ch sehe manches; leider — muß ich hinzufügen," antwortete Doris mit einem so aufrichtigen Seufzer, dah Hagenau unwillkürlich lächeln mußte. „Sagen Sie das nicht so bedauernd," meinte er mit liebenswürdigem Gesichtsausdruck. „Wenn man aufmerksamer Beobachter ist und gleichzeitig klug zu schweigen versteht, besitzt man zwei der wertvollsten Eigenschaften." „Llnd doch wollten Sie mich soeben veranlassen, dieser letzteren Eigenschaft, die Sie so hoch schätzen, untreu zu werden!" rief Doris munter, indem ihre Augen schalkhaft aufleuchteten. „Ein sehr verdienter Vorwurf, Fräulein Harter !“ entgegnete er lachend. Bei sich aber dachte er: Dieses Mädchen ist nicht nur hübsch und in meine Lieblingsfarbe gekleidet, es ist auch klug, wirklich recht klug. Laut fuhr er dann in bester Laune fort: „Da die Beantwortung der Frage, die ich vorhin an Sie richtete, wohl kaum ein Familiengeheimnis preisgeben wird, denke ich, Sie brauchen 3hren Grundsätzen nicht untreu zu werden, wenn Sie mir Rede stehen. Wollen <Äe mir den Ramen jener Dame nennen? 3ch habe chn total vergessen." „Haben Sie wirklich ein so schlechtes Gedächtnis?" gab Doris lachend zurück; doch ohne seine Antwort abzuwarten, fuhr sie fort: „Cs ist natürlich kein Grund vorhanden, warum ich 3hnen die Antwort schuldig bleiben sollte. 3ene Dame heißt: Frau von Rechten." „Ah! Dachte ich es doch!" murmelte der Rechtsanwalt, und als Doris ihn erstaunt ansah, fragte er schnell: „Lind wie kommt sie hierher auf Schloß Wildhofen? Wohnt fie vielleicht in der Rachbarschaft?" „Rein, fie hält sich als Logier-Besuch im Schlosse auf.“ „Ah! So, so!" Dabei hob er die gesenkten Augenlider ein wenig in die Höhe. „Sie und ihre Tochter sind feit einigen Tagen hier." „Eine Tochter ist auch anwesend? Wer ist Fräulein von Rechten, bitte?" Es war, als ob ihm der Rame nicht recht über die Lippen wollte. „Cs ist die junge Dame, die neben Vetter Kurt sitzt. Sie ist ebenfalls in Rosa gekleidet. An dieser Seite des Tisches, Herr Rechtsanwalt." Hagenau bog den Kopf etwas vor und konnte jetzt einen Blick auf Sabine werfen, die — eine schönere und jugendfrischere Auflage ihrer Mutter — neben Kurt faß. Ein schönes Mädchen!" murmelte er zerstreut, so daß es Doris schien, als ob er kaum wüßte, was er geäußert hatte. „3a,“ sagte sie mit Rachdruck, „darüber kann nur eine Meinung herrschen. 3ch finde fie sogar bildschön!" „O gewiß! Lind Kurt von Wildhofen, 3hr Detter? Cr hält sie gewiß auch für bildschön?" Diese Frage wurde mit so sichtlichem 3nter- esse gestellt, und des Rechtsanwalts scharfe, graue Augen waren so erwartungsvoll und durchdringend auf Doris gerichtet, daß fie unwillkürlich errötete. „Gewiß, auch er bewundert sie. Warum sollte et gerade blind sein?" „Er ist der einzige Sohn, soviel ich weiß." „Das einzige Kind überhaupt. — Warum lächeln Sie, Herr Rechtsanwalt?" „3ch bedaure, daß mein Lächeln Sie verdrießt, Fräulein Hortet; aber es ist oft recht amüsant, Rätsel zu lösen." „Wie meinen Sie das, Herr Rechtsanwalt?" „3ch meine — nun — ich liebe es, mir gewisse Dinge zusammenzureimen, verschiedene Llmstände miteinander in Einklang zu bringen, und hier glaube ich — auf der richtigen Fährte zu fein — weiter nichts." Lind nun begann er über seine Reisen — zuletzt hatte er Schweden und Rorwegen besucht — manches 3nteressante zu erzählen, so daß sich für Doris keine Gelegenheit mehr bot, auf das frühere Thema zurückzukommen. Rechtsanwalt Hagenau stand nach beendeter Tafel in der Tür des Salons und sah sich Einige Sekunden lang wie suchend in dem großen, luxuriös ausgestc^teten Raume um, in dem sich die Damen niedergelassen hatten. Doris Hortet faß am entgegengesetzten Ende des Salons an der Seite einer ziemlich beschränkt aussehenden, etwas überreif erscheinenden jungen Dame auf einem Sofa und versuchte dabei ihr bestes, diese zu unterhalten. Ms Hagenau sie gewahrte, ging er direkt auf sie zu und stand im nächsten Augenblick dicht vor dem jungen Mädchen, auf das er feine scharfen, grauen Augen gerichtet hielt. 3etzt endlich kam er mit einer jener banalen Fragen, die er bei Beginn der Tafel zur Auswahl bereitgehalten hatte. „Sind Sie musikalisch, Fräulein Hortet?" Doris sah ein wenig überrascht zu ihm auf. „Richt besonders, Herr Rechtsanwalt!" antwortete sie ohne zu zögern. „Spielen Sie Klavier, Geige, Gitarre oder sonst etwas? Oder — fingen Sie vielleicht?" fügte er mit eifriger Beharrlichkeit hinzu. Dotis lachte. „3st 3hnen das wirklich so interessant, Herr Rechtsanwalt?" „Sie sind also gar nicht musikalisch?" „Run, aus Liebe zur Wahrheit muß ich schon gestehen, daß ich ein wenig Klavier spiele." Sein Gesicht erhellte sich zusehends. „Oh, dann bitte ich recht seht, mir etwas vorzuspielen. Wollen Sie es tun, Fräulein Hortet, jetzt sogleich?" wiederholte er in merkwürdig dringendem Ton. (Fortsetzung bißt) Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete die neue Woche in abgeschwächter Haltung. Hinsichtlich der Getreidezöl.e war man weiter sehr " zurückhaltend. Auch das Auftreten Rußlands als Verkäufer am Welrgetreidemarkt und die schwache Veranlagung desselben verstimmte stark. Die Um- sahtätigkeit war unbedeutend. Inlandsweizen war besonders aus Bayern stärker angeboten und fand zu ermäßigten. Preisen nur schlecht Unterkunft. Auch Gerüchte von einer Richterhöhung des Wcizenzolls wirkten verstimmend. Auslanosweizen vernachlässigt. Doggen war weiter ziemlich stark angeboten, und infolge des schwachen Mehlgeschäftes konnte sich auch hier kaum Geschäft entwickeln. Das Wehl geschäft war im Einklang mit der flauen Haltung am Vrotgetreidemarkt außerordentlich schlecht. Weizenmehle konnten ihren Preisstand zwar gut behaupten, während Doggenmehl weiter zur Schwäche neigte. G e r st e hatte in guten Drauqualitäten vereinzeltes Geschäft zu verzeichnen, während Futtergcrste vernachlässigt war. Hafer und Mais im Zusammenhang mit der matten Haltung des Futtermittel Marktes vernachlässigt und schwächer. Das Geschäft war weiter sehr klein. Hülsenfrüchte, Rauhfuttermittel und Kartoffel unverändert. Auch zum Wochenschluh war die Stimmung weiter schwach. Bei unbedeutendem Geschäft gaben die Preise erneut etwas nach. Im Verg'eich mit den Preisen der letzten Woche erlitt Roggenmehl mit minus 1,25 Mk. einen stärkeren Verlust. Weizen, Roggen und Weizenkleie gaben bis zu einer halben Mark, Hafer, Mais und Roggenkleie eine viertel Mark nach, dagegen konnten sich Gerste und Weizenmehle um eine viertel Mark befestigen. Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen 26,50 bis 26,75, Roggen 18,50 bis 18,65, Gerste 20.00 bis 20,25, Hafer 17,75 bis 18,00, Mais 17,75; Weizenmehl südd. 39,75 bis 40,25, Weizenmehl nieder- rheinisches 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 26,75 bis 27,75, Weizenkleie 9,15, Roggenkleie 9,50; Erbsen je nach Qualität für Speisezwecke 31.00 bis 44,00, Linsen je nach Qualität für Speisezwecke 55,00 bis 100,00; Heu südd., gut, gesund, trocken 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt 5,50 bis 5,80, Treber getrocknet 14,50 bis 14,75. Kartoffel je 50 Kilogramm Frachtparität Frankfurt a. M. bei Waggonbezug: Industriekartoffel hiesiger Gegend 3,30 Mk. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt stand in dieser Woche im Zeichen eines allgemein stärkeren Auftriebs, so daß sich das Geschäft nur schlecht entwickeln konnte. Dur fettend des Exports ^ahte sich wieder starke Dachfrage geltend, während die Metzger nur wenig Ware aus dem Ma.lle genommen haben sollen. Auf dem Dindermarkt war der Au't"ieb etwas stärker als in der Vorwoche. Dach ruh'gern Geschäft und teilweise etwas nachgesenden Preisen verblieb UeLerstand. Auf dem Schweine- markt war die Beschickung erheblich größer; der Markt konnte jedoch geräumt werden. Das Geschäft war aber sehr ruhig. Kälber und Schafe verzeichneten trotz des starken Auftriebes recht reges Geschäft. Bei Kälbern gaben die Preise bis zu 4 Mark nach, während Schafe eine Mark gewinnen konnten. Der Ce'amtaustrieb bestand aus 1570 Rindern; darunter befanden sich 356 Ochsen, 89 Bullen, 556 Kühe und 394 Färsen, ferner aus 1677 Kälbern, 563 Schafen und 5336 Schweinen. Im Vergleich mit dem Austrieb der vergangenen Woche waren 86 Rinder, 263 Kälber, 236 Schafe und 1270 Schweine mehr angetrieben. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark. Ochsen: al) 56 bis 53, a2) 50 bis 54, bl) 45 bis 49. Dullen: a) 56 bis 53, b) 52 bis 55. Kühe: a) 46 bis 49, b) 42 bis 44, c) 36 bis 41, d) 28 bis 35. Färsen: a) 57 bis 59, b) 53 bis 56, c) 48 bis 52. Kälber: b) 80 bis 84, c) 75 bis 79, d) 68 bis 74. Schafe: al) 47 bis 50, b) 40 bis 46. Schweine: b) 82 bis 84, c) 83 bis 85, d) 83 bis 85, e) 50 bis 83. Verglichen mit den Dotierungen der letzten Woche gaben Ochfen, Dullen und Färsen je 1 Mk., Käloer bis 4 Mk. und Schweine von 1 bis 2 Mark nach, während Schafe 1 Mk. anziehen konnten. * Drauerei Henninger-Kempff- Stern A. - G., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 einen Bruttogewinn von 8 003 000 (7 744 000) AN., wo^on Unkosten 4 6-0 500 (4594 OjO) Mk., Steuern 2 413 000 (2 2.3 000) Mk. und Abschreibungen 227 000 (213 000) Mk. beanspruchten. Aus dem einschl. 66 000 (66 000) Wk. Vortrag verbleibenden Reingewinn von 750 000 (740 000) Mk. sollen wieder 10 Prozent Dividende auf 3 900 000 Mk. Stammaktien, 7 Prozent auf die 12 000 Mk. Vorzugsaktien verteilt, 15 000 (16 000) Mk. für Wohlfahrtszwecke verwendet, 200 000 (200 000) Mk. den Reserven überwiesen und nach Ausschüttung von 61 000 (61 000) Mk. Tantiemen die restlichen 77 000 (66 000) Mk. vorgetragen werden. Dach dem Bericht war der Biecabsah 1923/29 int ganzen günstiger als im Vorjahr. Im neuen Jahre war der Dierabsah anfangs recht gut, ab Do- vember machte sich aber die verschlechterte Wirtschaftslage bemerkbar. (Generalversammlung am 28. Januar.) * Hensche l & Sohn, AG., Kassel. Die in mittel» und westdeutschen Gebieten umlaufenden Gerüchte, wonach die Henschel & Sohn AG., Kassel, den Automobilbau aufgeben wolle, sind, wie dem WTD.-Handelsdienst von maßgebender Seite erklärt wird, unzutreffend. Cs ist vielmehr beabsichtigt, das Kraftwagengeschäft im In- und Ausland weiter auszubauen. Offenbar seien die falschen Gerüchte durch Mißverständnisse über Verhandlungen der Henschel AG. mit Linke- Hofmann entstanden. Hiernach habe Henschel Arbeitsaufträge für Linke-Hofmann, wie Aufbauten von Omnibussen und Lastwagen in Aussicht gestellt, während die Omnibus-Fahrgestelle und die normalen Lastwagen nach wie vor in Kassel hergestellt werden sollten. — Wie WTD.-Han- delsdienst weiter erfährt, haben in diesen Tagen Verhandlungen unter Führung der Deutschen Dank und Disconto-Gesellschaft stattgefunöett, die zu einer befriedigenden Lösung der Frage Henschel-Maffei geführt haben. Cs hat den Anschein, als ob die Frage bereits einer prinzipiellen Einigung nahegebracht worden ist, die selbstverständlich noch durch Verhandlungen im einzelnen ergänzt werden muß. * Vereinigte We st deutsche Waggonfabriken A. G., Köln. Die H-V. der Vere'n'gten Westd utfchen W'g^cnfabr k n A. G. in Köln erledigte widerspruchslos die Regularien und setzte die Dividende auf 7 Proz. fest. Generaldirektor Kotten machte längere Ausführungen über die Rationalisierung in der Waq- gonindustrie. Aus seinen Ausführungen ist für die Zusammenfassung der Waggonindustrie zu entnehmen, daß von der Westwaggon weitere Zusammenschlüsse gewünscht werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 11. Jan. Tendenz: fest. — Auch zum Wochenschluß roar die Tendenz an der Frankfurter Börse f e st. Die Spekulation zeigte, an- gereyt durch die unverändert günstigen Geldmarktverhältnisse und die Hoffnungen auf einen guten Abschluß der Haager Konferenz, weiter Interesse. Der zuversichtliche Monatsbericht der Dresdner Bank und einige andere günstige Momente waren Motive, die zur Besserung der Börsensituation beitrugen. Trotz einiger verstimmender Momente war die Börse heute ziemlicb lebhaft, da wieder Aufträge in erheblichem Umfange eintrafen. Die unveränderte Lage veranlaßte die Spekulation, zu Rückdeckungen zu schreiten; die Baisseposition mußte größtenteils aufgegeben werden. Gegenüber der gestrigen Abendvörse ergaben sich bei Fortsetzung der Haussebewegung erneut leichte, ja teilweise erhebliche Gewinne. Im Vordergrund standen Elektro- aktien, und A.E.G. gewannen 3 o. H., Licht und Kraft 3,5 v. H., Felten und Schuckert je 2 v. H. und Siemens 4 v. H. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.- Farben 1 v. H. fester, nachdem dieses Papier schon gestern abend 2 v. H. gewinnen konnte. Deutsche Erdöl und Goldschmidt lagen bis 2 v. H. fester. Montanwerte standen heute etwas im Hintergrund, doch ergaben sich überwiegend Besserungen bis zu 1 v. H. Leicht gedrückt waren nur Phönix und Stahl- oerein. Bis zu 1,5 v. H. anziehen konnten noch Bau- aktien, Zellstoffpapiere, Metallgesellschaft und Daimler. Deutsche Linoleum lagen zur Erstnotiz etwas niedriger. Ebenso war der Schiffahrtsmarkt erneut etwas reger, Hapag gewannen 1 v. H.; dagegen Ionen Norddeutscher Lloyd erneut etwas niedriger. I. G. Chemie-Bafel, die heute erstmalig amtlich notiert wurden, konnten bei reger Nachfrage zirka 4 v. H. anziehen. Renten freundlich. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft unter Führung von Elektroaktien lebhaft, bei erneuten Erholungen bis zu 2 v. H. Die übrigen Märkte lagen etwas stiller, aber auch hier wurden gegen Anfang weitere Gewinne erzielt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 v. H. höher. Am Devisenmarkt war Madrid mit zirka 37,30 weiter etwas erhöht. Sonst nannte man Mark gegen Dollar 4 8050, gegen Pfund 20,3940, London gegen Kabel 4,87, gegen Paris 123,91, gegen Mailand 93,0925, gegen Schweiz 25,1325, gegen Holland 12,09. Berliner Börse Berlin, 11. Ian. Die feste Stimmung erfuhr keinerlei Unterbrechung, und schon im heutigen Bor- mittagsoeriehr ließen sich neue Steigerungen erwarten. Vorbörslich taxierte die Spekulation all- gemein höhere Kurse; d.e offiziellen ersten Notie- rungen dingen aber teilweise noch recht erheblich über diese Erwartungen hinaus. Der optimistische Monatsbericht der Dresdner Bank, das unverändert flüssige Aussehen des Geldmarktes, politische Erörterungen über deutsch-französische Zusammenarbeit in finanzpolitischen Dingen, die Goldzuflüsse bei der Bank von England und endlich der erwartete günstige Abschluß der Haager Konferenz boten der Stimmung eine Anregung, während die Deckungen der Spekulation und eintreffende Auslandkäufe das Aursniveau heben konnten. Durch Festigkeit fielen neben Farben, bei denen die heutige Einführung der I. G. Chemie-Basel anregte, deren Eröffnungskurs auf 200 o. H. taxiert wird, vor allem der Schiffahrtsmarkt, der Elektromarkt auf Hier waren Gewinne bis zu 4 v. H. die Regel. Darüber hinaus gewannen Werte wie Polyphon 8,75 v. H., Schubert & Salier 8,5 v. H., Siemens 5,5 v. H., Mannesmann 6 v. H. und Deutsche Linoleum 4,5 v. H. Auch der Bankenmarkt lag mit Steigerungen bis zu 3 v. H. bemerkenswert fest. Polyphon, Berliner und Chemische Heyden notierten plus-plus. Lediglich Ee- bräder Felten mit einem Verlust von 2 v. H. fielen aus dem üblichen Rahmen. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer wenig verändert. Pfandbrief- markt weiter freundlich, aber vorläufig noch unentwickelt. Der Geldmarkt bei Sätzen für Tagesgeld von 5,5 bis 7,5 und für Monatsgeld von 8,25 bis 9,5 v. H. leicht anziehend. Nach den ersten Kursen hielt die feste Stimmung an, obwohl die Spekulation zu Gewinnmitnahmen schritt, so daß die Aufwärtsbewegung sich voll behaupten konnte und weitere Erholungen ein weiteres Anziehen der Kurse bis zu 2 v. H. einbrachten. Die Hauptmärkte lagen heute durchweg etwas lebhafter. Im Verlaufe war auch weiter der Elektromarkt führend, während der Montanmarkt eine Kleinigkeit ruhiger lag. Stöhr, Ille Bergbau, Danatbank ufw. fanden stärkere Beachtung. Daten für Sonntag, 12. Januar. (Sonnenaufgang: 8.01 Uhr, (Sonnenuntergang: 16.15 Uhr. — Mondaufgang: 13.12 Uhr, Monduntergang: 5.45 Uhr. 1877: der Botaniker Wilhelm Hofmeister in Leipzig gestorben (geboren 1824). Taten für Montag, 13 Januar. 1680: George Fox. Stifter der Gesellschaft der Freunde (Quäker) in London gestorben (geboren 1624). — 1749: der Dichter Friedrich Müller (Maler Müller) in Kreuznach geboren (gestorben 1825). — 1859: der Schriftsteiler Karl Dleibtreu in Berlin geboren (gestorben 1928). Turnen, Gpori und Spiel. Weli-Wnierspiele in Davos. Die II. A k a d. We l t-W i n t e r f p i e l e in Davos wurden am Freitag mit dem Eisschnelläufen fortgesetzt, das Claes Thun- berg über 500 Meter in 43,6 Sekunden und über 1500 Meter in 2:18,1 Min. vor seinem Rivalen Ballangrud (44,6 bzw. 2:19,1) siegreich sah. Der Slalomlauf über 500 Meter stellte an die 52 Bewerber größte Anforderungen, wiederum belegten die Oesterreicher wie im Abfahrtslauf die ersten Plätze durch O. Lanschner in 3:26,6 vor D. Leut ne r und dem Schweizer Weber, die beide 3:37 benötigten. Als erster Deutscher ging an siebenter Stelle Werneck in 3:59,8 durchs Ziel. Ofterigaier belegte in 4:47,2 den 16., Holzrichter in 5:01,2 den 21. Platz. In der Klasse Hl trug der Führer der deutschen Mannschaft, Dr. R ö sen, den (Sieg davon. Schwimmstaffel - Wettkämpfe der OT. in Franklnrt. Zwischen den Turnvereinen von Gießen, Homburg, Offenbach und Frankfurt finden am Mittwoch, 15. Januar, abends, Wettkämpfe in verschiedenen Staffelwetlbewerben statt. Anschließend tragen der Frankfurter Turnver- e i n und der MTV Gießen ein Wasserballspiel aus. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 12. Jan., 20 bis nach 22.30 Uhr: Das'Land des Lächelns. Montag, 13. Jan., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Maschinist Hopkins. Dienstag, 14. Jan., 19 bis 22.30 Uhr: Carmen. Mittwoch, 15. Jan., 20 bis nach 22.30 Uhr: Das Land des Lächelns. Donnerstag, 16. Jan.. 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Die Jüdin. Freitag, 17. Jan., 19.30 bis nach 22.45 Uhr: Die Fledermaus. Samstag, 18. Ian., 19 bis gegen 23 Uhr: Die Afrikanerin. Sonntag, 19. Jan.» 15.30 bis 17.30 Uhr: Hänsel und Gretel. 20 bis nach 2230 Uhr: Madame Butterfly. Montag, 20. Ian., 20 bis 22.30 Uhr: Fra Diavolo. Schauspielhaus. Sonntag, 12. Ian., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir saufen um die Welt. 20 bis gegen 22.15 Uhr: Mady Christians und Ernst Deutsch. Montag, 13. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Dienstag, 14. Ian., 20 bis gegen 22 Uhr: Gefallene Engel. Mittwoch, 15. Ian., 20 bis gegen 22 Uhr: Gefallene Engel. Donnerstag, 16. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Freitag, 17. Ian., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Marius ahoii Samstag, 18. Ian., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Komödie der Verjüngung. Sonntag, 19. Ian., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Montag, 20. Ian., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Marius ahoi! Letzte Nachrichten. Noch leine Einigung im Haag. Haag, 11. Jan. (MTV. Drahlberichk.) Die Sitzung der s e ch s e i n l a d e n d en Mächte wurde, nach, dem man ur.prünglich mit einer besonders langen Dauer der Besprechungen gerechnet hatte, und de- nen Snowden die Ausgabe hatte sehen wollen, die Verhandlungegegenstände „jurislenreis" zu machen, wider Erwarten bereits um 11.30 Uhr holländischer Zeit (12.10 Uhr deutscher Zeit) beendet. Der Reichsauhenminisler Dr. Lurtius hat endgültig darauf verzichtet, persönlich nach Gens zu gehen, da in der S a n k t i o u s f r a g e in feiner heutigen Besprechung mit Tor dien ein Fortschritt nicht erzielt werden konnte und für heute nachmittag , I gegen 5 Uhr eine neue Besprechung zwischen den beiden DelegationLführern angeseht werden muhte. Auch in den verschiedenen materiellen Fragen, die heule in der Sechemächlesihung behandelt wurden, kam es n i d) f zu einer verstandl- gung, im Gegenteil hat sich der Kampf der Meinungen zuge spitzt. Rücktritt des Oberpräsidenien Or. Schwander. Kassel. 11. Ian. (TU. Drahlberichk.) Ober- prcisident Dr. Schwander hak, wie wir von zu- verla siger Seile erfahren, beim Staalsministerü.m fein Abschiedsgesuch eingereichk und um Entlassung aus dem Staatsdienst zum 1. April gebeten. Zugleich Hal er zur Diedererholung seiner Gesundheit einen längeren Urlaub angelreten. Der Minister hat nach vergeblichem Bemühen, Dr. Schwander zu halten, das Abschiedsgesuch angenommen. Dr. Schwander steht im 62. Lebensjahr und war über 10 Iahre an der Spitze der Verwaltung der Provinz Hessen-Rossau. Die Papageienkrankheit in Frankfurt f Frankfurt a.M., 11. Jan. (MTV. eigner Drahtbericht.) Unter dem Verdachte, an der p a - pageienkrankheit erkrankt zu fein, ist ein IHann aus Oberursel in das Städtische Kran- kenhaus e'ngeliesert worden. Er wurde sofort slrcr.g isoliert. Ob es sich tatsächlich um die Papageienkrankheit handelt, steht noch nicht mit Sicherheit fest. Gegenwärtig findet eine eingehende Untersuchung statt, an dcr Verkreker des städtischen Gesundheitsamtes, des hygienischen Institutes und mehrere Aerzle teilnehmen. Der Erkrankte war im Besitze eines Papageien, den er aus Afrika mitgebracht hakte und der am 12. Dezember einging. Bald darauf erkrankte der Mann unter Erscheinungen, die vermuten lassen, daß es sich um die berüchtigte Papageienkrankheit handelt. Die jetzt im Gange befindliche Untersuchung wird ergeben müssen, ob diese Vermutung zutrifft. Auf alle Fälle sind schon jetzt die umfangreich st en Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um eine Deikerverbreitung der Krankheit zu verhindern. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern zeben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Banknoten. Berlin,"io. Januar Devisenmarkt Berlin a. M. Reichsbankdiskont 7 o H., 8 d H Ämeriranische Nölen Belgische Noien ...... Dänische Noien ....... Endliche Noten . ....... französische Noten ....... Holländische Noten..... . Italienische Noten........ Norivenische Noten....... Deutsch.Oesterreich, * 1OO Schilling Rumänische Noten ...... Schwedische Noten....... Schweiler Noten ...... Loanilche Noien . ...... Tschechoslowakische Noten..... Ungarisch, Noten .... 'nndfurl a w Berll- " ranlfurt a Berit. 'ranIhirt a 4’’ Berlin U fture , flut ■rd).uu Ri- Anian«- fliir - cUi.fr u. 4nre ffur srrti.uö ftur Ui'imifl- fl u r -ch-nv ft Obiigation rückzahlbar 1938 4% oeNerrelchilche »olbzte. 4.211% Cfllcit. rllbctt. 4% Vestcrrelchlsche ikinhciUtche Diente.......... 4% Ungarische Voivne • . . 4% Nngarilche Siaailr. o 1910 4 V’n ccifll. con 1919 . . 4% Ungali'che fiioncnrte.. . 4% Turl. Holianlcjhe v. 1911 4% Türliiche Bagdadbaün-Än Serie l. 4°n fi'Cfll. S'r<» II 6% Nuniünilche vcreinü Neni. oon 1903 ’ . . . . 4z,": i>, n-irische versink. Reni von 1913 ....... 4% ttlumuntiche vereink. en 10- 1. 87,4 £7 :o.i 8 67 46.25 47 9C.5 82 87 £4,8 £8,5 24.75 2.75 2,1 22.5 '1,25 2.1 i. 75 /.5 7.5 • 25 14,55 7.55 r । । ^ । । । 11 । i i i > ii । m 111 ii । ii 10. 1. 87,5 97 50.1 8 87 47.4 97 4.5 88,5 25.25 2.85 2,1 22,6 20.1 21.3 MO 7.6 ,6 7.6 ,2 14.6 7.5 II 1 II iII I I 1 1 <• 1 I 1 I "l | I r Daium Hamvura-Ämerila Palei Hamb am. Lampflch . r Haina Dann fl bifs.....V Norddeutscher Lloyd.....> Vlllfl Deutsche Credlianft. . . 1< Barmer Banloerein .... 1< Berliner Hanvelsgeieiisch. . . 1. Uommerz- und Privai-Bant . i Darmst. u. Nalionalvanl . 1 Dennche Bank...... 1 Dicconlo-GeieUschaft, Lnl. . 1- Dresdner Bank......1 Sketch,baw ......1 0.8.®...... Bergmann . . Dein:. Lteserune «geiellickasl 1 Licht und Krall > Hellen ft Guilleaume. . . . 7H Gel. f Ekeln. Untern.. ... io Hamb (Sicht .Wert, .... 1 Rhein Eie in ....... Schlei. E>e' 1- Schuckert 6 do. ..... 11 Siemen» & yaute.....16 Tranrravto ........ 8 Lahmeyec 4 So. ..... . 10 Buderus........ . k> Deutsche SrdSl ....... e Eilener Steinlohl«...... Geilenkirchener ....... 8 t>aroener........ 0 Hoeich Eilen. . . ..... 6^ 3"r Bergbau ......10 Klocknerwerte .... Hon, Neurliei, .... 7 Mannesman .Kvbre» ... 7 Maneielbc- Bergbau..... tberich'ei E> eoarr .... Cbrnrfilo ftolewerke. ... 7 '■Vbuntr Berodau.....6k, Nbe nbche Braunkohlen. . . v «Iieinsiad. . ...... 6 Ntebeck Montan .... 7,: 10- 1. 102.5 102.75 117 120 184 153 5 235 147,5 147,5 148 286,65 166 164 160 122 25 160 145 188 '88.5 165 68.75 102.9 135,5 232 103 I 3.75 109 5 105 257 •12 11. 1. 103.5 102.25 154 149 288 169 163 123-7-’ 163 189.5 292,25 69-5 104 136 103 103.9 104 7 257,5 113 10. 1. 101 153 KO.71 117,75 120 184 25 153 23 ■ 147 147 148 286,9 105,25 21225 165 1585 120.9 159.6 132.25 143. 156.5 186.2: 286,3 165 64,25 101,5 135.7s 134.75 143 114. *• 231.25 102.5 112 K2 1 9.25 /I 57 105.25 '54.5 111 103 11. 1. 103 156,25 102,5 118,5 120.5 185.25 1-4 237.25 148 148 149 288 168,5 215 5 166-5 162 23 122 75 163 133 144 158,5 189.5 292 168,5 69,75 103.25 136.25 135.9 143-13 113,2. 232,25 103 73 113 103.9 111.2- 72 3 98.6 105,5 25- 112.5 104,75 Datum Bereiware Lrahlw Otov Minen . . IC1/« flu werte •2lidi?r»lebee ... i Aa werke ^deüfiegeln . . . lu Cai.inc. e 2dnoeiiurtb . 15 3 ® Harven-Inoultrts... Dynamit Nobel.......6 Scheiveankiall ....... Golchchmidl...... . 6 Küigerswerke ........ 6 MeialiaeteUichaft ...... 8 BbMvr» ,mann . . . ? 4emen wert wlDefbttg ... 10 Kewern wert 'hnlftaoi . . . 10 Biaos e 6 ifl ... 8 SAuiibet» Bavenuosa ... ir> Ostwerre .....x . . 12 öer. <3:aniltofl .... 18 Bembera........ u Xfliftof Waldhof ... 18% gellNoii «ichaii nburg . . Charlotirnburger Waiiei ... 8 Denauer Ga« .....9 Daimler Motoren ...... i Deutlche Linoleum ..... Maschinenbau Li.-Ä. ..... O Ä no r. itl Q l .... V inoa>. t’oero .... J« Nat Äutomobb . ......< Cirnflrm « Kovvei.....6 '■ nn'-iro Lieg ..... 10 Lvenlko ....... krankt Maichine» ...... 4 Gnyner . ...... 6 venitaenllaeai ......u 3unnban» . . 6 Lechwene Malnrranwer, pöchsl a M h Mian. iu tiebt Roeder . . .... in Boi«; ft t-acirea......9 Südd Hute.......10 13. L 105 5 58.5 194 204 332 178.25 148 7's 67,5 76 25 118,5 91.5 116 143 75.25 148 195 i43,25 47.5 133 43 £6 1,6 47 103 106,5 129,5 10 ,5 153.5 11. 1- IL_5 195 335.5 179.5 149 63 76.5 119,5 92,6 117 77 195 c 148,75 40.5 247 10. 1. 10.75 57 192.5 202 331 176 83.75 68.5 74 118 91 74,5 274 207 149 194.75 146 99.5 159 39.25 243 44.75 19 72,5 163 333 43 44 5 46 129 222 151,2b 11. 1. 106 58.4 194,5 203 5 335 179.5 85 _4 68,75 75 9 118 92,5 276 5 209.5 155 195-5 149 1165 163 39,75 247.5 45,9 19.5 73.25 165 335 13) Briei 4 164 4.184 8,18 58.42 111,61 112.05 20,35 20,43 16,43 16.49 168.23 168,91 21,82 21.90 111,58 112.02 58,66 58.90 2.472 2,492 111,95 112,39 81,16 81.48 53.54 53,76 12,32 12.38 72.92 73.22 10 llanuai 1 Januar Vt tu UHU <»eir N"tteruni Br'ri üiiiiMi chelk Net nuiig Bri Wnvt.ototi 168.43 168.83 163,48 163 76 ' Bu-n. A!rc< 1.676 1.68, 1 68' 1.689 Brfl.-'intw 8.295 58.415 58.285 53.405 (ibriitiania H1.84 112.0, 111.86 112.08 .siop.'Ndaa.n 111.92 112.11 111.95 112.17 ©toilbolm 112,19 112.41 112,24 112.46 jpelnnororS. 1U 50 10,52 10/02 10.522 Uta (teil. 21.885 21,925 21.835 21.925 Vonöon. . 20.37 20 41 20.37 70.41 Ncunorl . . 4.1815 4,1895 4,1835 4,1915 Paris. . . 16,435 16.47b 16.44 16,48 Schwei; . . 81.0i 81.21 81.06 61 22 Sva i:n 53,90 54.0 54.27 54.37 Iavon 2,058 2.062 ',058 2.062 ■hio de Jan .468 0.470 0-479 0.481 Wien in D-. Ccft. obaeft 8.8 J8.92 58 88 59.00 Pra« 12-37 12.39 12.375 12.395 Bel irab 7.403 7417 7,401 -.415 Pudav't» 73,1' 73.29 73,18 73 32 Bui arien 3.024 3.03, 3.024 3,030 "'sscibon 18.81 18 8, 18.81 18.85 Yanva 81.41 81.57 01.41 1.57 ftonft ntin- 1 978 1.982 1.97h 1.982 9ltl.cn 5.43 5.44 5.43 5.44 Kanada 1,136 4.144 4.137 4.H5 Um uav 3.836 3.844 3.646 3.854 Suitro 20.89 20.93 20,89 20,93 nng ) 1 Oberhessen. Landkreis (Sieben Präsidenten nder. Vrahlberichh ober- hat, wie wir von ju- Im Slaakmlnifletiim gereicht nnb um Cut* Zum l.Mptil gebdcit h°lung (einer Ech^d* aub angetreten. Der ich°m Bemütjen, Br. Abschiedsgesuch ander stehl im 62. Ce- 1)re an bet Spitze bet •nJlafJau. it in ^ranffurf? an. tyKEB. L.^cr Machte, an bet Pa- :antt zu (ein, ist ein n das Slädlische firaa- Lr würbe sosort slrcrz ch um ble Papageien- licht mit Sicherheit jck ngehenbe Hnterfu^ung städtischen SeMeilr- iftilutes unb rnehrm raufte war im Leschc Itfdto mitzebracht talli iging, Salb botauf et- f^inungen, die oermu* berüchtigte Papageien- im (Bange befind!:- müssen, ob diese Bc iile sind schon jetzt * ,icht,mabregm Veiterverbreitung W len.__ 111,61 20,35 16.43 168.23 21.2 111,58 58,66 2,47 m.95 61.16 53.M 12.32 72.92 58.4* 112.’ II. 112.« J0.W2 219 20.4 4,1515 16,48 11« !4.« 2,(62 0.261 Silk'___ Tw 58.42 112.05 20.43 16,49 168.91 21,90 112.02 58.90 2.492 I12.y 81.48 13.76 12.38 73.22 163,43 1 68" 58 265 111,o6 111.9» 112-2 10/02 » 20j 4,183 16-44 81.0$ 54,27 7,058 0.479 58 * 12.3? ,401 73.18 3.0? !! .3 09 g a tt Ä $ re-* chien. I m Haag. »Ä %”Ä S '*> toltn, » M- i."31 * »öl. "ft*****, ^i^lich noch Gens °°?ttage in k;aer ein Zortschr.« 'ör heute nachmiüag prechuug zwischen 11 nigchhl werden Mn materiellen -mSchtesihung behan* kiner verstSndi- der Kmps der Ulel* PW '»an., iq ;.-ÖQld)L San., 2)^.1233 -eins. Z bis . n?tag, ig Segen Und ß3 äleberblick über die Gründe zur Abberufung der *8 Shwester, wobei u. a. chie Notwendigkeit be- standen habe, an dem neuen Wirkungsort der -g SHwester Elisabeth eine selbständig arbeitende Shwester als Ersah für die dort erkrankte ' Schwester zu bekommen. Weiter war aus den Darlegungen des Vorsitzenden zu entnehmen, daß b ie Versetzung der Schwester ohne Zutun des Vorstandes erfolgte und daß Vorstellungen bei b'rm Mutterhaus, die Schwester Elisabeth in unserem Orte zu belassen, ohne Erfolg blieben. Mittlerweile ist ihre Nachfolgerin, Schwester Sina Hohmeier aus Mainz, hier einge- inoffen. 3n der Aussprache wurde u. a. eine Lenderung des zwischen dem Verein „Kin- bfirfrcunb" und dem Mutterhaus ,Elisabethen- stift" bestehenden Vertrages als 'notwendig bezeichnet, damit dem Verein ein größeres Mitbestimmungsrecht hinsichtlich der Dnstellung der Schwester gesichert werde. Ter Vereinsvorstand hat in seiner jüngsten ck. Heu ch e l h e i m, 10. San. Die Erbauung der Wasserleitung nimmt nun, nachdem die Vorarbeiten hierzu schon jahrelang die maßgebenden Stellen beschäftigten, endlich greif- ' Großen-Linden, 11. 3an. Der Obsthändler 3ohs. W e b e r V., Großen-Linden, AU- netcran von 1870/71, begeht am 12. Januar tn »»Iler geistiger und körperlicher Frische seinen 8 }. Geburtstag. Am gleichen Lage wtrd Trau Elisabetha Schmidt, geb. Menges, 79 Fahre alt. ~ Watzenborn-Steinberg, 10. 3an. Ccit einigen Lagen liegen auf der hieügen Vür- .z.crmeisterei die Kostenausschläge des ^eldbereinigungs- Verfahrens zur Smsichtnahme offen. Hiernach wird zur Aufbrin- tpng der Kosten des Verfahrens ein Kostenzu- schlag in Höhe von 50 Mk. auf den Normalmor- nift bedauert, die Gründe für die Abberufung »erden als nicht stichhaltig bezeichnet, und es üirb die Zurückversetzung der Schwester Elisabeth mich Lollar gefordert. Wenn bis zum 15. 3anuar bdne zustimmende Antwort des Mutterhauses engetroffen ist, soll sich eine neue Witglieder- tanämmlung mit der Angelegenheit beschäftigen. I Mainzlar, 10.San. Eine rege Werbe- ticdglcit entfaltet der Sungdeutsche Orden im unserem Dorfe. Die Schar wurde zu Beginn t".s 3ahres 1925 von nur sechs Brüdern ge- g mndct. Durch weitere Beitritte konnte kurze Zeit danach eine 3unggefolgschaft und im ver- g angenen 3ahre ein 3ungtrupp gegründet wert'm. Wiederholt ist die Schar mit sehr gut besuchten Vorträgen von bekannten jungdeutschen Führern an die Oeffentlichkeit getreten. Durch den Aufruf des Hochmeisters des Sungdeutschen Or- ! d ms Artur Mahraun zwecks Bildung der .DolkSnationalen-Neichsvereinigung" ist nunmehr trie Zahl der Beitritte zu dieser Vereinigung auf MX) gestiegen. Sin Vortrag, der sich mit bm Bestrebungen der neugegründeten Reichs- btrelnigung befaßt, wird demnächst hier stakt- ftnben. v. Londorf. 10. 3cm. Auf der hiesigen Bahnstation ist ein amtlicher Spedi- tÜonSdienst für ankommerrdes Stückgut für maßgebenden Stellen beschastraten, enDüch greis- >are Formen an. Zu Beginn des neuen 3ahres ind die Arbeiten und Lieferungen zugefchlagen r orden. Die Ausführung der Wasserleitung ein» chließlich Lieferung und Verlegung des Orts* ohrnehes, sowie die Ausführung der Kanalisationsarbeiten ist dem hies'gen Tie^bauunterr-.ehmer Ludwig Schneider übertragen worden. Die Lieferung von Zement- und Tonrohren für die I Kanalisierung wurden der hiefiaen Firma S a ck & 3 ughard zugeschlagen. Zirka 900 Meter : Zcmentrohre von besonderem Ausmaß liefert dce Firma D e r n & C o. (Gießen). Am heutigen Tag Kct der älntcmehmer L. Schneider mit etwa 0 Mann die Arbeiten begonnen. Man rechnet lit einer Bauzeit von mindestens drei Monaten. ;0er Unternehmer ist verpflichtet worden, in elfter Linie nur Erwerbslose, dann unter die '.Ärifcnfürforge fallende und endlich Ausgesteuerte, hie sich in besonderer Notlage befinden, zu be- ischäftigen. DieReformdesHebammenwesensinHessen j e 2 5 M a r k. von Nachdruck verboten Ohne Gewähr Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich 10. ssanuar 1930 1. Siebungstag 139043 167015 203360 238428 311808 362646 389392 119826 162742 211880 248642 277608 319095 119177 181847 235771 311378 354932 388740 101407 121328 134693 149844 183221 205289 239502 263525 280212 305093 324086 346304 368828 378986 119967 155836 214142 251549 283706 322301 102517 126911 137312 166246 194545 222009 242485 283873 281270 305493 327803 348803 369408 381231 136048 173296 224106 257349 309633 340444 159244 2C'9-<9ß 239965 313723 369144 105017 128306 138678 168048 196088 228192 232348 269745 283683 306957 337003 355763 370420 388166 138538 175062 229825 263172 309858 390126 171919 217478 240556 314293 371025 191002 230525 272139 313917 396137 133062 140964 176260 196208 228416 256970 272655 286924 307169 337891 361497 372837 392461 229469 243288 318401 377125 25110 56584 85219 97507 111113 134216 142572 180756 201692 234588 260337 278477 303922 324079 345587 367061 376998 102792 121619 138743 160111 184541 218040 237292 254960 283196 294138 303446 312818 332442 352026 365482 880110 232447 274523 348944 387574 106794 127628 147907 170126 191163 222597 241443 256933 287071 294841 308095 313681 338750 355235 371109 882950 99733 114678 132488 153846 174651 202181 230239 251709 266477 290752 302430 309811 323762 345511 385131 375791 389400 101263 118513 138423 154287 182395 213624 237103 254325 282517 291287 303263 311202 325086 347408 365334 376620 130318 153052 173729 197299 223574 249802 261905 267531 801893 309809 315763 337568 103565 124222 143370 164024 186862 221361 240341 255477 283323 294535 305977 313235 333036 363959 369267 381836 133146 142133 176335 201092 231477 239623 273600 288687 320216 338641 362984 376338 898188 Scwknnauszug 4. Klasse 34. Preußisch-Süddeutsche (260. Prcuß.) Klaffen-Lotterie 8n der heutigen Vormkttagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Bctoinnt »u 60000 W. 33830 2 Vetotnni ,u 5000 M. 93008 4 ©etoinne *u 2000 M. 64650 68463 2 ffctolnne in 1000 M. 363907 .... 14 ©etrinne >u 800 W. 16198 19865 54154 192976 244001 285533 299285 ,n,„o 20 ©ctoinn* >u 500 ClV. 77814 123336 127471 131639 210440 292857 304154 304409 323478 260 «etnmn. »u 300 TL 1830 1964 10668 15843 18379 22566 27259 27717 28627 34553 43082 47940 52073 63429 55488 61710 61772 62987 63274 70009 70598 72917 74347 76060 84821 91912 92545 92845 93273 93439 95076 96460 98742 ----- ------ ------ ------ ------ 110221 74065 83654 100362 101562 104547 108533 116804 ------ ------ ------ ------ 177136 17970? 343581 94 e-kvlnn« zu 400 M 1702 16445 25474 30438 34337 34340 37651 39059 84200 84646 103450 - * ****** 148851 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 »etDlnne (a 6000 TL 238811 6 S.w.nne iu 3000 M. 41675 260303 367600 4 ®«totnne »u 2000 TL 91783 120463 2 zu 1000 M- 194600 8 «etoinne »u 800 TL 92802 198308 266017 366143 18 (Sttoinns iu 600 M. 38579 61993 209466 266709 275667 303998 309713 318425 345008 100 ®»!Dtnn» |U 400 «EL 14505 21025 21575 30707 32723 33388 63661 54584 72455 73078 73293 brand von Gettenau. Meisterhaft wiedergegebene Chöre der Gesangvereine ^Liederkranz", „Frohsinn" und des Arbeitergesangvereins verschönten die Feier in bester Weise. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 10. San. Gendarmerie-Hauptwachtmeister Wilhelm Wei - hert wurde in die neu errichtete Gendarmerie- ftation Mörfelden, Kreis Groß-Gerau, mit Wirkung vom 1. Januar 1930 als Gendarmerie- meister versetzt, nachdem er in Homberg nahezu 10 Lahre seinen Dienst mit großer Gewissenhaftigkeit versehen hat. Er hat dort seinen Dienst bereits angetreten. Preußen. Kreis Wetzlar. z Lützellinden, 10. 3an. Die erste Drennholzversteigerung der hiesigen Gemeinde sand am Mittwoch unter zahlreicher Beteiligung von hiesigen und auswärtigen Steigerern im Oberwald statt. Die Preise blieben durchweg erheblich hinter den Ergebnissen der vorjährigen Versteigerungen zurück. Es wurden folgende Durchschnittsgebote abgegeben: Duchen- scheit 33 bis 35 Mk., Duchenknüppel 22 bis 26 Mk. je zwei Raummeter, während Duchen- wellen zumeist mit 14 bis 16 Mk je 50 Stück versteigert wurden. Hörnsheim, 9. San. Bei einer Treibjagd in einem Teil der hiesigen Feldmark wurden 18 Hasen zur Strecke gebracht. Sezitksschöffengericht Gießen. • Gießen, 10. San. Ein arbeitsloser Stein- richter legte seinem Antrag auf Weiterzahlung der Arbeitslosenunterstützung eine Arbeitsbescheinigung der Vogelsberger Basaltsteinwerke Riß» berg bei, wo er vom 18. März bis 16. Mai 6. S. gearbeitet hatte. Um eine Verlängerung der Arbeitszeit vorzutäuschen und eher die Anwartschaft auf Arbeitslosenunterstützung zu erhalten, hatte er das Datum 18. März in 12. März umgefälscht. Er war geständig und erhielt eine Gefängnisstrafe von einer Woche wegen schwerer Privaturkundenfälschung. Eine solche und nicht die Fälschung einer ö f - f e n t l i ch e n Urkunde, für die die Mindeststrafe drei Monate gewesen wäre, wurde angenommen, da das Gericht Zweifel hatte, ob er sich über die Voraussetzungen bc3 schwereren Verbrechen- im Klaren gewesen war. Ein Kraftwagenführer hatte an feinem Führerschein, der auf seine veränderten Verhältnisse nicht mehr ganz stimmte, eine Qlenberung vorgenommen und ihn bei der Kontrolle vorgezeigt. Da er nicht gehandelt hatte, um sich einen Der- mögensvorteil zu verschaffen, lag einfache Urkundenfälschung vor. An Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von drei Tagen wurde auf eine Geldstrafe von 15 Mark erkannt. Ein noch junger Schlosser hat einem ihm benachbarten Mechaniker einen Photographenapparat. ein Zigarettenetui, eine Drille, ein Petschaft und andere Sachen gestohlen. Da er wohl in einer gewissen Notlage gehandelt hat, ließ das Gericht Milde walten und ^erkannte wegen dreier einfacher Diebstähle an Stelle von an sich verwirkten Gefängnisstrafen von je vier Wochen auf drei Geld st rasen hohe Gewinne gefallen, und zwar >e einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II der Dienstleistung der Hebammen durch die Kranken- und Ersahkassen nichts zu ändern. Bei Verletzung ihrer Berufspflichten kann die Hebamme neben der Zurücknahme der Niederlassungsgenehmigung oder der Aufhebung eines Dienstvertrages mit Geldstrafen bis zu 300 Mark belegt werden, doch kann sie hiergegen Beschwerde an den Innenminister verfolgen. Das Gesetz regelt sodann ausführlich die Stellung der Gemeindehebammen, /die heute schon die Mehrzahl bilden, also Hebammen, die von einer Stadt- oder Landgemeinde oder auch mehreren Gemeinden, die zu einem Hebammenbezirk zusammenge.chlos'en sind, durch schriftlichen Dienstvertrag angenommen werden. Diese Hebammen sind keine Beamtinnen, sondern Dertragsangestellte. Auch der Vertrag wird im Gesetzentwurf umrissen, er muh die Zusicherung eines Mindesteinkommens und die Gewährung eines Ruhegehaltes einschliehen. Gemeindehebammen dürfen auch nur angestellt werden, soweit ein Bedürfnis vorliegt, das durch freie Hebammen nicht gedeckt wird. Den Gemeindehebammen muß die Gemeinde ihre Gerätschaften und Berufskleider stellen und erneuern, die Kosten für bei Unbemittelten geleistete Hilfe müssen ihr vergütet werden, ebenso Reisekosten und Tagegelder für Wiederholungslehrg nge oder wichtige Sitzungen des Kreishebammcnvereins. Die beiderseitige Kündigungsfrist des Vertrages beträgt ein Sahr. Wenn das Mindesteinkommen der Hebamme nicht erreicht wird, hat die Gemeinde den Unterschied zuzuzahlen. Das Min- de st einkommen in den vier hessischen Ortsklassen A, B, C und D muh betragen 1200, 1000, 800 und 600 Mark. Das Ruhegehalt richtet sich nach den Sätzen des Dersicherunas- gesetzes für gemeindeliche Beamte. Für bisher schon angestellte Gemeindehebammen sind Vorschriften für die Aufnahme in diese Versicherungsanstalt vorgesehen, die von der Gemeinde ver- anlaht werden muh. Bei der Hauptstaatskasse wird für alle Gemeinden ein Ausgleichsstock gebildet, der durch einen bestimmten Beitrag für jede Hebamme gespeist wird und aus dem die zur Erreichung des Mindesteinkommens notwendigen Summen zurückvergütet werden. Sn den Schluhbestimmungen wird bestimmt, daß allen berufsunfähigen oder gebrechlichen und in Not befindlichen Hebammen, oder wenn sie das 65. Lebensjahr vollendet haben und demnächst ihren Beruf aufgeben, von der Gemeinde, in der sie ihren Beruf zuletzt ausgeübt haben, eine Ren'e zu gewähren ist, zu der der Staat zwei Trittck befeuert Hebammen, die bereits ihren Beruf ausüben, bedürfen nach Inkrafttreten des Gesetzes keiner Riederlafsungsbefcheinigung. hebammenfchüle- rinnen find bevorzugt anzuftellen. Die Verträge der bisherigen Gemeindehebammen sind dem Gesetz entsprechend abzuändern. Geburtenrückgang, fehlende Altersversicherung und geringes Einkommen durch Ueberbesehung in manchen Gemeinden haben zu einem teilweisen Ausbleiben des Nachwuchses an Hebammen geführt. Der Gesetzentwurf macht es daher den Gemeinden zur Pflicht, für ausreichende Versorgung mit Hebammenhilfe zu sorgen und geeignete weibliche Personen, also Mädchen und jüngere Frauen, als Hebammenschülerinnen armeh- men und auf Gemeindekosten ausbilden zu lassen. Dadurch soll auch geeigneten, aber unbemittelten Personen Gelegenheit zur Bewerbung gegeben werden. Die Gemeinden müssen sich verpflichten, diese Schülerirmen dann als Hebamme anzustellen, während sich die Schülerinnen zur Niederlassung im betreffenden Gemeindebezirk verpflich'en müssen, andernfalls sie einen Teil der Ausbildungskosten zurückerstatten müssen. Schließlich erkennt der Gesetzentwurf als die Berufsvertretung der Hebammen den Hessischen Landesverband bzw. seine Kreisvereine an. Der Zentralvorstand des Verbandes, dem alle Hebammen angehören müssen, soll von den Behörden in allen Berusssragen wie seither gehört werden. Der Gesetzentwurf gilt nicht für Hebammen in Entbindungsheimen, Wöchnerinnenanstalten, Hebammenlehranstalten und Krankenhäusern. Diese Anstaltshebammen dürfen außerhalb der Anstalt keine Geburtshilfe ausüben (nur in Notfällen), sie bedürfen keiner Niederlassungsbescheinigung, da sie ja an die Anstalt gebunden sind, und unterstehen der dauernden Kontrolle der Kreisgesundheitsämter, denen für die Konzessio- nierung von solchen Gntbindungs- und Wöchne- rinnenheimen bestimmte Richtlinien erteilt sind. die Orte Londorf, Kesselbach, Nordeck und Winnen eingerichtet worden. Kreis Büdingen. Echzell, 9. San. Der Geflügelzucht- verein Echzell und ilmgegenö beging dieser Tage im Saale zum „Deutschen Haus" das Fest seines 25jährigen Bestehens. Die drei hiesigen Gesangvereine, sowie der Musikverein hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Nach den Degrüßungsworten des Vorsitzenden Heinrich Mogk III. wurden die Vereinsgründer besonders geehrt. Sattlermeister Wilhelm Heß , dem als langjähriger Vereinsleiter hinsichtlich des Aufschwungs des Vereins viel zu danken ist, wurde unter Lieberreichung einer Ehrentafel zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dabei wurden feine Verdienste hinreichend gewürdigt. Weitere Ehrendiplome erhielten die Gründer Phil. O st h e i m, Heinr. L o h f i n k, Hch. Noll VIII., Wilh. Reitz Wilh. Heller I., Phil. Heller, Konr. H a u b, Ludwig Schmidt, Aug. R e i b o l d, Georg Muth. Wilh. Möbs I., Heinrich Holler I., Heinrich Phil. Dinding, Bürgermeister O. Spengler und Karl Vetter, Grundschwalheim und Wilh. S ch u ch a r d, Gettenau. Die Festrede hielt der Vorsitzende des Landesverbandes hessischer Geflügelzüchter, Landwirt Karl D e i t h von Reichelsheim. Sn seinen Ausführungen hob er die volkswirtschaftliche Bedeutung der Geflügelhaltung hervor und besprach die Maßnahmen, die nötig sind, um den Bedarf an Geflügel und Eiern (jährlich für über 320 Millionen Mark Einfuhr) im Snland zu erzeugen. Der Vertreter des Provinzialverbandes, Sean Kolter, Dad-Nau- heim, würdigte die Leistungen deS Geflügelzuchtvereins Echzell, dessen Zuchterfolge bis weit über die Greuzen unseres engeren Vaterlandes Slten Ruf hätten. Ehrenpräsident Wilh. Heß ug die Vereinsgeschichte vor und gedachte der besonderen Verdienste deS IZehrerS Hilbe- WHP. Der Hessische Landtag wird sich in feiner nächsten Sitzungsperiode mit dem vom (Innenminister vor gelegten Gesetzentwurf über die Neuregelung des Hebam menwe sens beschäftigen, eine Frage, die unbestritten von der größten Bedeutung für den Staat, wie für die einzelne Familie ist. Da kaum daran zu denken ist, daß das vom Reichstag geforderte Reichsheb- ammengeseh in absehbarer Zeit vorliegen wird, hat das Snnenminifterium einem Ersuchen des Landtages entsprochen und den vorliegenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Er basiert auf der Entwicklung, die das Hebammenwefen in den letzten zwei Sahrzehnten genommen hat, faßt zahlreiche bisher nur auf Verordnung beruhende Vorschriften in Gesehesform und berücksichtigt sowohl die Ergebnisse fünfzehnjähriger (!) Verhandlungen, wie auch die Vorschläge des Reichsgesundheitsrates zur einheitlichen Regelung des deutschen Hebammenwesens. Hessen, das schon im vorigen Jahrhundert führend im Hebammenwesen war, geht damit einen weiteren Schritt voran unter anerkennenswerter Mitarbeit des Hessischen Hebammenverbandes. Aus dem Inhalt des umfangreichen Gesetzes, dem noch eingehende Durchführungsbestimmungen folgen werden, seien einige die Oeffentlichkeit und besonders die Frauenwelt interessierende Stellen mitgeteilt: m Hebammen im Sinne des Gesetzes sind weibliche Personen, die das Prüfungszeugnis einer hessischen H eb a m m en le hr- anstatt gemäß § 30 Absatz 3 der Reichsge- Werbeordnung besitzen. Sn Ausnahmefällen gelten auch außerhessische Zeugnisse, wenn mit den betreffenden Ländern ein Gegenfei tig » keitsvertrag besteht. Mädchen und Friuen, die keine ärztliche Approbation oder ein Prüfungszeugnis besitzen, dürfen auch gelegentlich die Geburtshilfe nicht ausüben. Notfälle sind natürlich ausgeschlossen, aber dann muß es nachweislich nicht möglich gewesen fein, rechtzeitig eine Hebamme oder einen Arzt zuzuziehen. Den Hebammen ist ihre Berufsausübung nur gestattet, wenn sie die Genehmigung zur Nieder- lasfung alsHebamme erhalten haben.Bisher galt die Hebammenzulasfung für ganx Hessen, und in den Städten häuften sich daher die Hebammen zum Schaden des flachen Landes. Die Nicderlasfungsgenehmigung wird für einen ganz bestimmten örtlichen Hebammenbezirk erteilt, und die Hebamme muß in diesem Bezirk wohnen. Es kann ihr sogar ein bestimmter Teil des Bezirkes zuni Wohnen vorgeschrieben werden. Sn der Regel soll jede Gemeinde, in der mindestens eine 5>ebamme ihr Auskommen findet, einen solchen Bezirk bilden, sonst können benachbarte Gemeinden zusammengeschlossen werden. Nur in (Notfällen, oder in Stellvertretung einer verhinderten zuständigen Hebamme, oder auf Anweisung oder mit Zustimmung des Kreisamtes darf die Hebamme außerhalb „arbeiten". Man will damit den „Reisehebammen", die sich vielfach mit unlauteren Nebchrgeschäften befaßten, das Handwerk legen. Die Niederlassungsgenehmigung kann unter bestimmten Voraussetzungen zurückgenommen werden, so wenn die Hebamme einen Wiederholungslehrgang ohne genügenden Grund versäumt, wenn sie trotz Verwarnung ihre vorgeschriebenen Bücher unvollständig oder unrichtig führt, wenn sie sich grobe Verstöße gegen ihre Berufspflichten zuschulden kommen läßt, wenn sie eigenmächtig ihren Wohnsitz verlegt, wenn sie innerhalb eines Sahres länger als zwei Monate oder hintereinander länger als drei Wochen abwesend ist, ober länger als ein Sahr ihren Beruf nicht ausübt, wenn sie ihr 65. Lebensjahr vollendet oder durch körperliche Gebrechen oder Schwächung ihrer geistigen und körperlichen Kräfte xur Erfüllung ihrer Berufspflichten dauernd unfähig ist. Sm Einzelfall ist der Gesundheitsbehörde Bewegungsfreiheit zu lassen. Für die Pflichten der Hebamme bestehen Vorschriften, die genau einzuhalten sind. Dazu gehört die Förderung der natürlichen Ernährung der Säuglinge und die Teilnahme an Wiederholungslehrgängen in der Hebammenlehranstalt, die sich in Mainz befindet. Für eine nebenberufliche Erwerbstätigleit ist die Genehmigung des Kreisamtes vorgeschrieben. Sb re Berufstätigkeit unterliegt der Aufsicht des zuständigen Kreisgesundhe'.tsamteS. Die Gebührenordnung der Hebammen wird neu geregelt, die Gebührensätze werden Aenderungen erfahren. DaS Snnenministe- rium gedenkt jedoch, an der Pauschalabgeltung 201549 232949 273244 317919 ______ ______ ______ 397866 218 äetPhme Ml 300 Wl 2220 6522 18618 25090 26542 36489 36634 42188 46154 51224 63169 74056 75649 77213 79131 81724 87129 90883 92450 94618 95193 95517 - — ------ ------ 105346 111110 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 12. Januar. 1. Sonntag nach Epiphanias. LandesMissionsfesi. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: 11: Kinder- kirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mabr; 5: Pfarrer Becker. — Iohannestirche. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer: 11: Kinderkirche für die Lukas- gemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer; 5: Pfarrossistent Schlaudrasf; 8: Bibelbesprcchung im Zohannessaal; Pfarrer Lenz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30; Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche. — Elifabeth kleln- kinderschule. 9.45: Pfarrer Lic. Söaas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfarrer Lic. Waas. — Wieseck. 9.45; 11: Kinderkirche; Opfer für die Heidenmission. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30: Mainzlar; 1.30: Daubringen.— Hansen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 1: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 1: Hauptgottesdienst; 2: Kinderkirche. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst. — Bieder- Bessingen. Stiftsdechant Kahn. Mittwoch, den 15. Januar. Lich. Abends 8 Uhr: Bibelstunde, katholische Gemeinden. Samstag, den 11. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 12. Januar. 1. Sonntag nach Epiphanias. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 1630: Jungfrauen-Kongregation; 17.30: Christenlehre und Andacht mit Segen. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt.________________________________ Sonn aneivleust Z.Acr-.tc u. Uvottzeken nm 12.1.30 Dr. Zttewitz. Dr. Meyerhofs. Engelavollieke. Zahnarzt: Dr. Buchinger. 'D Kunst und Wissenschaft. Opernsänger Richard von Schenck t- WSR. Frankfurt a.M., 10. San. Einer der populärsten Frankfurter Bühnenkünstler, der Opernsänger Richard von Schenck, ist im Alter on 44 Jahren an einer Herzschwäche gestorben. Der Künstler, der 1917 vom Wiesbadener Hoftheater nach Frankfurt kam. konnte im November 1927 sein 25jähriges Bühnenjubiläum feiern. Während der Silvestervorstellung erlitt er einen Sturz, der möglicherweise die Herzschwäche hervorgerufen hat. welche jetzt seinen Tod herbeiführte. Aufruhr und Landfriedensbruch. WSR. Frankfurt a. M., 10. San. Ms Rädelsführer bei den Erwerbslosen- demonstrationen vor Weihnachten kommt ein in Haft weilender Karl Lahr in Betracht. Das Verfahren, das wegen Aufruhrs und Landfriede nsbruchs schwebt, richtete sich gegen insgesamt 40 Personen. Berliner Börse. Berlin. 11. San. (WTB. Funkspruch.) Auch zum Wochenschluh änderte sich an der freundlichen Stimmung im heutigen Vormittagsverkehr nichts. Man hofft auf weitere Auslandorders und hält die Dörsenlage für gesund. Ein optimistischer Monatsbericht der Dresdner Dank regte in diesem Sinne ebenfalls an. Man hört S.-G.-Farben 178,5 Geld. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,90, London gegen Mailand 93,05 zu 93,10, London gegen Spanien 36,75 zu 37 (zirka), London gegen Amsterdam 12.0325, London gegen Schweiz 25,1250, London gegen Kabel 4,8695, London gegen Berlin 20,3875, Briefkasten der Redaktion. L. S. R. Aufsichtsbehörde der Ortskrankenkasse Gießen-Stadt ist das Versicherungsamt der Stadt Gießen, Aufsichtsbehörde der Krankenkassen des Kreises Gießen ist das Versicherungsamt des Kreises. Achten Sie etet» auf da« geschützte Bild- u. Wortteichen „Pfeilring« * Ml 'PFEILRINGLanolin CREME 2JJC Nur Sonntag, 12. Januar, vorm. 11.19 Uhr Kulturfilm-Frühvorstellung .60, 1 —, 1.30, 2.-. Kinder die Hälfte Fori Ein Film aus afrikanischem Busch „In Bildern von höchster dramatischer Wucht, die ausschließlich in Afrika aufgenommen wurden, zeigt der Film den Kampf einer Farmer-Familie mit Uiwald, wilden Tieren und kriegerischen Negern. Er zeigt die afrikanische Landschaft in ihrer Wildheit, ihrer exotischen Schönheit und ihrem zauberhaften Reiz. Er zeigt den Lebenskampf der wilden Tiere unter sich. Gönnen Sie auch Ihren Kindern den Besuch dieses Films, denn hier werden Jugendträume Erfüllung.“ Jugendliche haben Zutritt. Kleine Preise Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Ernst Radermacher und Frau liefet geb. Niedermeier Köln-Mülheim Gießen il.3dnuar 1930 3760 Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis. 138D Verlobte 0236 159D Eichenstämme 2. und 3. Klasse. deutsche Arbeiter 363D Mittwoch, 20 Uhr, Aula der Universität. Eintritt frei Stück Eichen- und Buchen-Deichsel- 37 375C den. Sylvester Schäffer Geschäftsverlegung! Der Graf von Monte Cristo 10811D 200C Anfangszeiten: Filmteil 4.00, 6.30, 9.30 Uhr, Bühnenteil 5.30,8.30 Uhr. Sonntags ab 3 Uhr Eintritt 1 Mk. Vorverkauf der Karten in der Univ.-Buchhandl. Dr. Meyer, Seltersweg 89 5 12 331 316 36 574 55 11 rm rm rm rm rm rm In Dosen ■ Tuben von RM0 30-L- Nur noch heute und morgen Sonntag zirk des Försters Brück in Rödgen, steigert werden: 91,1 rm Buchenscheiter 1. Kl., 2,4 rm Buchenscheiter 2. Kl., 11,3 rm Eichenscheiter 1. Kl., 136,2 rm Buchenknüppel, 13,2 rm Eichenknüppel, Lesen Sie bitte die Kritik des Gießener Anzeigers Preise der Plätze von 1.20 bis 3.00 Mark. Jugendliche auf allen Plätzen die Hälfte Ferner: Daserstklass. Filmprogramm Lina Schmitt Heinrich Schneider Der große Erfolg Sensations-Gastspiel rm rm rm rm rm rm rm rm Berget» doh MlMkWen. Das städtische Gebäude Dammstraße 11 (Scheune) soll auf Abdruck) vergeben wer- Der König der Artisten, der größte " Variete-Künstler der Welt Das mit 0 bezeichnete Holz kommt nicht zum Verkauf. Für auswärtige Käufer steht am Bahnhof Villingen zum 7-Uhr-Zug ein Führer. Eichennutzscheit. Fichtennutzknüppel. Fichtenscheit und -knüppel. Buchenscheit. Buchenknüppel. i, ver- 15C 2,9 rm Erle-, Esche- u. Lärchenknüppel, 3314 Wellen: Buchen- und Hainbuchenreisig 2. und 3. Kl. 300 Wellen Eichenreisig 3. Kl. 12,2 rm Buchenstöcke, 5,0 rm Eichenstöcke, 5 Fichtenderbstangen 2. Kl. Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg — 8. Schneise. Gießen, den 10. Januar 1930. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Mein Geschäft befindet sich ab i.3 Witwe ohne Kind. b. I 5>: Jahr., mit etwas I Vermögen kennen zu I lernen zwecks fpät.l- Se!vat. f Schrift!. Angeb. unt. ■ 0248 an d. Metz. Anz. • billigst zu haben ----------- Usi.liMM.sMG Neuen Baue 7. wD . Mittlerer Beamte 1 50J^ ev^ peniivnsbe- rechtige, sucht klnderl. äHm vollschlanke Da ine, MMW Rittern Sie j?Owen Hund! Jk Brei — Wurst — Fleisch - j Tischabfälle' N Bror — Süßigkeit!»