n 100, Hainbuche» , Fichte 3. igsroelkn: Buchen ie 700. iuchen 1280, Eiche ,Gid)elO,5id)le2&. oh. . 1 SM, ^4H chm 41, Ciche 8. 12 (2,20 m lang), he 10 (2,20 m lang), t und Knüppelholz erholz und Garten« >chUNg. tai? Sh189 »« »19 T« btt KZK ÄLN Usliuh5t6et' für Sürh, ?xln' 'embcr g^Unb W A‘3 7Jur ■ 193,0. meister. Lünern. ch Weigerung iaöftoalö. Wtoüi^n Ulb Donnerstag, ben »'«llknad) 'f om Kreuzungz. 9er und Konze« ^reppelwäldchca , 1140D °ß. Eiche 7, Ficht« Eiche 25, Esch« Eiche 620, chte 1000. 5- Eiche 23, Ficht, ioIj. 23 (2,20 m lang), 15 (2,20 m lang), n, 19 Stück aort fer (2,8 bis 7 m Mag. den 14. Z> > 10 W, in de» Minftallheg, Fich. ngshäuserkopf und zer Zusammenkunft m Licher Feld Der« nholz. n 270, Hainbuche» 7,89 „ edingungen. 3. findet eine große Steigerung statt, rar 1930. >eisterei Lich. «ission qcn der Gemeinde « f#*Jjf M Mllersloh " 9,11 „ " , 9,24 „ " „ 5,15 „ usb Kleinfeid. " " 15,83* " " 1,10.. * ” -AZ „ 511 3,31 „ " " 10,81 „ " " 9,71» itmalb, Radenkapf iinali). . 51. mit 5,37 to " " 18p5 „ " " 9Z6 üanne. „«1 fm " " 28,40 „ ! " " 4,67 „ 61-"'S, ! " " 3,24 „ 1 " " 1,59.1 sfes Sk-sS tzSs K;-, »s. Montag, 10. Februar 1950 180. Jahrgang Nr. 54 Erstes Matt der Die Unterzeichnung des ufterreid)ijd)--italieni|d)eii Freundschaftsvertrages in Rom: Bundeskanzler Schober unterzeichnet. Im Hinterg- -ade Mussolini. Hnnahme oon Bnjetgen für die Tagesnummer bis zum Rachmitiag vorder. Preis für I mm Höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für 'Ne» hlameanjeigen oon 70 m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" mehr. Thefredakteur Dr Fnedi Wilh Lange. Derantworilich für Politik Dr Fr Will) Lange, für Feuilleton Ch H.THgriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für öen Anzeigenteil Max Filier, sämtlich in (Biegen Zehn Fahre deutscher Botschafter in London. Sthamer hat das Cis gcbrodictt London, 9. Febr. (WB.) Der diplomatische Korrespondent des „Observer" schreibt: Am nächsten Donnerstag werden zehn Jahre verflossen sein, eitdem Dr. Sthamer nach,London kam, um Deutschland zunächst als Geschäftsträger und dann als Botschafter zu vertreten. Die Lage erforderte ein starkes Herz und ein gelassenes Wesen Herr Sthamer besaß beides Im Jahre 1920 mußte die Erbitterung erst noch beseitigt und das Eis gebrochen werden. Herrn Sthamers ruhige Art, seine Unaufdringlichkeit und seine Zurückhaltung haben diesem Zweck gedient. Er hatte Glück mit seinen Kollegen. Herr Dufour unterstützte ihn von 1920 bis 1927, wo er nach Genf ging und durch Dr. Di eck ho ff ersetzt wurde. Graf Bernstorff kam ein oder zwei Jahre nach Herrn Dufour nach London. Die Schwierigkeiten, denen besonders Herr Dufour und Graf Bernstorff am Anfang der 20er Jahre gegenüber- standen, kamen nicht vom Foreign Office, sondern von einer unwissenden und voreingenommenen öffentlichen Meinung. Aber die Hindernisse wurden von ihnen überwunden. Ihre persönlichen Eigenschaften erweckten erst Vertrauen und dann Freundschaft und halfen Herrn Sthamer bet der Pflege harmonischer diplomatischer Beziehungen. Die Stärke des deutschen Botschafters liege eigentlich mehr auf juristischem als auf politisch e m G e b i e t. Die behutsame und anbcrerfejts negative Seite dieser Eigenschaft gab ihm eine würdige Haltung angesichts des anfänglichen Uebel« wollens. Er bot den feindlich Gesinnten keine Handhabe und verwandelte Schritt für Schritt einen negativen in einen positiven Erfolg Seine B e - Ziehungen zum Hofe sind unverändert gut gewesen. Es gelang ihm, sympathische Beziehungen mit dem Foreign Office und dem diplomatischen Korps herzustellen. Das Normalalter für den Rücktritt eines deutschen Botschafters ist 65 Jahre. Ader das Vertrauen der Wilhelmstraße für Herrn Sthamer war so groß, daß er in London behalten wurde, obwohl er setzt in seinem 73. Lebensjahr steht. Man nimmt an, daß er in diesem Sommer von seinem Posten zurücktreten wird. Er wird dann in der Lage sein, auf ein ungemein fruchtbares Ergebnis einer ursprünglich aussichtsarmen Mission zurückzublicken. Beruhigung der Oeffentlichkeit, sondern Gefährdung der gesamten Sozialversicherung und neue Hetze gegen die Arbeitslosenversicherung würde das notwendige Ergebnis sein. Die Gewerkschaften erklären daher als ihre einmütige Ausfassung, daß. soweit die Sanierung der Arbeitslosenversicherung nicht durch eine von ihnen für tragbar gehaltene Beitragserhöhung erfolgen kann, aus die Hilfe des Reiches zurückgegriffen werden muß." Kein „Gefahrenausgleich". Der Neichssinanzministcr stellt richtig Berlin, 8.Febr. (IDB.) Zu der Entschließung der Gewerkschaften wird von zuständiger Stelle mitgeteilt: Bei den Plänen, die Mittel für den zusätzlichen Bedarf der Arbeitslosenversicherung aus dem Vermögenszuwachs der sozialen Verficherungsträger zu nehmen, liegt es dem Reichsfinanzministerium völlig fern, diesen damit irgendein Risiko auszubürden. Die Annahme, es solle eine Gefahrengemeinschafk gebildet oder ein Gesahrenousgleich innerhalb der Sozialversicherungen angestrebt werden, geht also völlig fehl. Die Pläne sind darauf abgestellt, daß die Versicherungsträger für ihre Anlagen in Darlehen an die Arbeitslosenversicherung vom Reich volle Sicherheit erhalten; sie werden also sowohl hinsichtlich der höhe, wie auch der zeitlichen Verwendbarkeit der Mittel so gestellt werden , daß den versicherten ein Schaden nicht erwach st. Auch die Versicherungsträger werden nicht geschädigt, da die Darlehen voll verzinst werden sollen. scheinen, streiten. Es ist bezeichnend, daß gerade in dem Augenblick, in dem die Konferenz auf Grund des französischen Vermittlungsvorschlags den Sern der Debatte in Angriff nehmen und die Ziffernfrage prüfen will, man geglaubt hat, an ein zwischen den Amerikanern und den Engländern ohne die übrigen Hauptseemächte in Aussicht genommenes grundsätzliches Abkommen über das Gesamtproblem erinnern zu sollen. Nie Llbovtwaffe. London, 10. Febr. (WTD. Funkspruch.) Der „Daily Telegraph" führt aus. Auf der morgigen Vollsitzung der Konferenz werden sich Frankreich und wahrscheinlich auch Japan gegen und Großbritannien. Amerika und Italien für die Abschaffung der A-Bootwaffe erklären. 3m Zusammenhang mit der Frage der Vermenschlichung des H-Boot- Krieges besteht die Möglichkeit, daß Frankreich oder Japan auf das seinerzeitige deutsche Argument zurückgreifen und verlangen werden, daß Handelsschiffe, wenn sie vor sofortiger Versenkung durch 11-Boote geschützt fein sollen, nicht bewaffnet sein dürfen. — „Hlorning Post" meint, in der H°Bootfrage beständen vielleicht mehr Meinungsverschiedenheiten, als in irgendeiner anderen. Japans Standpunkt sei, daß es 11-Boote im Hinblick auf seine geographische Lage zur Verteidigung brauchte. Die spanische Forderung nach 80 000 Tonnen fei nicht übertrieben. war, wurde er 1909 zum Generalleutnant und Kommandeur der 27. Division in Ulm ernannt. Vier Zähre später wurde er an die Spitze des 2. Armeekorps in Stettin gestellt. Mit diesem zog er im Weltkrieg ins Feld, wo er zunächst an der Westfront, insbesondere bei der Marneschlachl und in den Kämpfen bei Vpern, sein Korps befehligte. Bereits Anfang 1915 wurde ihm der Oberbefehl über die aus deutschen, österreichischen und ungarischen Truppen gebildete „K a i - serlich-Deutsche Südarmee" übertragen. Sein Verdienst war die Eroberung der Karpathenpässe Wyszkow, Deskid, Dereizke und Lysa. Es gelang ihm, die Russen aus der ungarischen Ebene zurückzudrängen. Bald konnte er zu einer durchgreifenden Offensive schreiten, bei der ihm die Erstürmung des Zwinin glückte. Es war im April 1915. als diese glänzende Waffentat in Verbindung mit der Eroberung des Ostry den von Linsingen geführten Truppen gelang. Die Wiedereroberung von Galizien, die Besitznahme von Brest Litowsk, die Einnahme von Nie angelsächsischen Klotten- venkschristen. Starkes llnbchnqrn in Frankreich. Paris, 10. Febr. (WB.) Die Presse trägt angesichts der amerikanischen und britischen Memoranden ein ziemlich aufgeregtes Verhalten zur Schau. Nach dem „Matin" wäre die beste Antwort, wenn französischerseits die Sicherheitsfrage aufgeworfen und auf die Herabsetzung der französischen Landstreitkräfte hingewiesen werden würde. — Der „Petit Parisien" schreibt, man könne nicht leugnen, daß die Erklärung des amerikanischen Delegierten in den Konferenzkreisen eine gewisse A b - kühIung' hervorgerufen habe. Man habe versichert, daß noch nichts zwischen England und Amerika konkrete Gestalt angenommen habe. Mit etwas gutem Willen hätte man diese Darstellung hinneh- men können, wenn nicht auf einmal die englische Presse'die zustandegekommene Einigung bestätigt hätte Man frage sich jetzt, wie es unter diesen Umständen möglich gewesen sei, etwas zu dementieren, was nicht dementiert werden kannte Auch der „Ternps" bringt seine Mißbilligung über das Vorgehen der englischen und der amerikanischen Delegation zum Ausdruck. Man kann, so erklärt er, über bie Opportunität der amerikanischen Erklärung und des englischen Memorandums, die in Kreisen der Konferenz einige Ueberraschung, wenn nicht sogar einiges Unbehagen heroorgerufen zu haben Gewerkschaften imb Arbeitslosenversicherung Segen eine Anleihe der anderen Sozialversicherungen. TardieuS innerpoitiische Sorgen. ] Es scheint, daß auch Herr Tardieu nicht wie | der »Herrgott in Frankreich" leben kann. Jedenfalls hat ihm der linke Flügel seiner Regierungskoalition vor kurzem sehr nachdrücklich zu verstehen gegeben, daß er mindestens inner- politisch durchaus nicht freie Hand hat Als der Präsident der radikalen Linken, Daniölou, vor kurzem zu einer Besprechung der Parteichess der Regierungsgemeinschaft, die der französische Ministerpräsident einberufen hatte demonstrativ nicht erschien, herrschte in Paris einige Aufregung. Inzwischen ist es nun zwar der Geschicklichkeit Tardieus gelungen, sich von eben dieser radikalen Linken das Vertrauen bescheinigen zu lassen. Andererseits aber ist Danitzlou Parteiches geblieben und er wird ohne Frage keine sich bietende Gelegenheit versäumen. um dem französischen Regierungschef die Grenzen feiner innerpolitifchen Wickungsmöglich- kejten vor Augen zu führen. Es wäre falsch, wenn man in der Haltung des linken Flügels der französischen Regierungskoalition lediglich eine Demonstration gegen öle G r uppe Marin erblicken wollte. Der unmittelbare Anlaß zu den innerpolitischen Differenzen in Frankreich war allerdings die Haltung der französischen Rationalisten, die alles taten, um den politischen Kurs Tardieus einseitig in ihrem Sinne zu beeinflussen. Di« tiefere Ursache zu der Demonstration Danielous war aber zweifellos der Wunsch, zu gegebener Zeit sich aus der unnatürlichen Regierungsgemeinschaft mit Marin und seinen Anhängern zU lösen. Selbstverständlich hat die Linke in der französischen Kammer nicht daran gedacht, nun etwa während der Londoner Flottenkonferenz eine Kabinettskrise heraufzubeschwören. Man muß aber nach ihrer ganzen Haltung vermuten, daß sie sich mindestens für die kommenden Monate, wenn die Fragen der Innenpolitik wieder stärker im Vordergründe stehen, ein Alibi ver- drld)« im iäghd),aufcei Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fawilienblätter Heimat im Bild Die Scholle Manat, vezugrpretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger« lohn, auch bei Richter» scheinen einzetnerNummern infolge höherer Gewalt. tiernsorechanschlusse onterSammelnummer2251 Anschrift |ür Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: $ronlfuri am Main 11686. Schobers Rückkehr von Oie Universität Sra, promoviert den Bundeskanzler zum Ehrendoktor. Generaloberst von Linsingen 80 Lahre ast. Generaloberst Alexander von Linsingen, der bekannte Heerführer, begeht heute, am 10. Februar, feinen 80. Geburtstag. Linsingen trat 1868 aus dem Kadettenkorps m das 17. preußische Insanterie-Regiment ein. Als Leutnant machte er den Krieg von 1870/71 mit und erwarb sich in Frankreich das Eiserne Kreuz 2. Kl. Rachdem Linsingen bis zum Generalmajor in der 81. Infanteriebrigade in Lübeck aufgerückt fchen Schwergewichts, wie sie von dem linken Flügel seiner Koalition angestrebt wird, also die Einbeziehung der Radikalsozialisten in die Regierung durchführen zu können, ohne daß seine eigene maßgebliche Stellung dabei in Gefahr gerät? Die außenpolitische Haltung Frankreichs wurde selbstverständlich durch keinen Regierungswechsel irgendwie berührt werden. In dieser Frage steht man in Paris leider sehr viel geschlossener da, als das bei uns im Reichstag der Fall ist. Innerpolitisch aber könnten die Folgen einer Ausbootung der Marin-Leute unter gleichzeitiger Einbeziehung der Radikalsozialisten ziemlich weitreichender Ratur sein, die namentlich aus finanzpolitischem Gebiete in Erscheinung treten würden. Die Probleme, die sich so am Horizont für Tardieu abzeichnen, sind also zwar keineswegs aktueller Art. Er wird aber gut tun, sich für die Zeit nach der Beendigung der Flottenkonferenz auf sie einzurichten. Wien, 10 Febr. (TU.) Bundeskanzler Schober ist mit den Herren seiner Begleitung auf der Rückreise von Rom am Sonntag früh in Graz ein« g e t r o f f e n , 4do ihm ein feierlicher Empfang bereitet wurde. Der Bundeskanzler begab sich dann mit dem Handels- Minister, dem Innenminister und dem Landeshauptmann von Steiermark und anderen Festgästen zur Eröffnungsfeier der neuen Brücke überbie Mur, die in Radskersburg als Ver binbung zwischen Oe st erreich und Jugoslawien erbaut wurde. Auch in Radskersburg wurde dem Bundes kanzler am Bahnhof eine feierliche Begrüßung durch die Stadtgemeindevertre- tung zuteil. Als Vertreter der jugoslawischen Regierung nahmen an der Feier der Landeshauptmann des Draubanates Marburg mit Funktionären der fügo slawischen Regierung teil. Nach der Feier begab sich Bundeskanzler Schober mit den Ministern und Festgästen nach Graz zurück, wo er am Nachmittag im Beisein des Unterrichtsministers zum Ehrendok- tor der Grazer Universität feierlich promoviert wurde. Nach der Promotion trat der Bundeskanzler mit den Ministern und mit seiner Begleitung dieFahrtnachWien an, wo er nach sechstägiger Abwesenheit anläßlich seiner Reise nach Rom gegen 10 Uhr abends eintraf Auch in Wien wurde dem Bundeskanzler trotz der späten Abendstunde seiner Ankunft ein herzlicher (Empfang bereitet. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und verloa: vrühNche Universttülr-Vuch- und Steinöruderet n. Lange in Gießen. Schrifllettung und Geschäftsstelle: 5chuNttaße7. schaffen wollte. Dazu lag nach dem Beschluß des f o - zialisti > chen Parteikongresses, tc. alle Aussichten auf die Wiedererrichtung eines Li nkskar teils für absehbare Zeit verschick» tete, um so mehr Anlaß vor, als die Radi- kal s ozialisten sich nun selbstverständlich um Berlin, 8. Febr. (WTB.) Die Spitzen- so eifriger bemühen, ihrerseits Anschluß an organifationen der deutschen Gewerkschaf- die Regierung zu gewinnen. Und es liegt ten Allgemeiner Deutsch.r Gewerkschaftsbund, auf der Hand, daß die Einbeziehung der großen Allgemeiner Freier Angestellt?nbund Deutscher rodikalsozialistifchen Kammergruppe in die Koali- Eewerkschastsbund, Gewer schaltlring Deutscher tion eine starke politische Entlastung für die Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände, radikale Linke bedeuten würde. Auch dem fran- hetzen heute, am 8. Februar, folgende Cnt - Mischen Arbeitsminister Loucheur wäre eine zchiießung angenommen: solche Wendung der Dinge gewiß nur angenehm. au6 öct Presse befanntgetooröen ist. öa sie seine Stellung im Kabinett natürlich we° ^stebt beim Reichsfinanzminister' die Absicht, sentlich stärken mußte. ba6 ,u erwartende Defizit der A r b e i t s - Inwieweit Driand bei diesen Vorgängen losenversicherung für das Geschäftsjahr seine Hände tm Spiel hat, läßt sich von Deutsch- 1930/31 durch eine Zwangsanleihe bei lond aus sehr schwer beurteilen. Cs ist daran zu c n Landesversicherungsanstalten erinnern, daß letzten Endes das amtierende Ka° unj> der Reichsversicherungsan st alt binett Tardieu und seine koalitionspolitische Zu- für Angestellte zu decken. Gegen diesen sommensehung ihre Existenz der eigentümlichen P^n müssen die Gewerkschaften schärfsten Haltung des französischen Außenministers wäh- Protest erheben, denn dieser sogenannte „Ge- rend der letzten Regierungskrise verdanken. Da- fahrenauscck.ich innerhalb der Sozialversicherung" mals wäre Briand vermutlich in der Lage ge° würde nichts anderes bedeuten, als eine 11 eher» Wesen, trotz der sozialistischen Widerstände ein t r a g u n g der Lasten, die in Zecken be° arbeitsfähiges Linkskabinett auf die Beine zu sondercr Arbeitslosigkeit nach dem Gesetz und stellen. So bleibt er. innerpolitisch betrachtet, nat^ öen Grundsätzen einer gerechten Sozialei n unsicherer Faktor in der innerpoliti- Politik die Allgemeinheit zu tragen hat, schen Bilanz Tardieus, die über kurz oder lang auf ganz anderen Zwecken dienende D e r -- ztoeifellos gezogen wird. sicherungsträger. Eine Gefährdung der Es wird interessant sein, zu verfolgen, wie der unmittelbarsten Ausgaben dieser Anstalten und französische Ministerpräsident weiterhin öie «»ine weitere Aushöhlung des gerade von ihnen Schwierigkeiten seiner innerpolitischen Situation befruchteten Baumarltes. damit eine weit-re Ein- zu meistern gedenkt. Tardieu kommt vom rech- schränkung der Arbeitsmöglichkecken, würde die ten Flügel der französischen Kammer, und er unausbleibliche Folge sein. Eine bei weiterer galt lange Zeit als einer der Inspiratoren des Verschlechterung des Arbecksmar'tes eintretende Versailler Diktats, als Persönlichkeit, die auch Verzögerung des Rückzahlungs-- den schärfsten Rationalisten in Paris genehm t e r in i n s würde die gesamte Sozialversiche- toar Run aber scheint zwischen ihm und der äußer- rung in ihren Grundsesten erschüttern und für ften Rechten eine merkwürdige Entfremdung Arbeitslosenversicherung insbesondere zu eingetreten zu fein. Die zahlreichen Vorstöße einer neuen bedrohlichen Krise führen, jedenfalls, die Marin in der letzten Zeit unter- Aicht Sanierung der Arbeitslk/enversicherdng und nommcn hat, lassen nicht gerade auf freundschaftliche politische Beziehungen nach dieser Seite h.n schließen. Cs kommt hinzu, daß Tardieu außer- ordentlich ehrgeizig ist und von einem sehr ausgeprägten politischen Machtwillen getrieben wird. Wan darf ihm auch Klugheit und Geschicklichkeit genug zutrauen, wie er ja tatsächlich die bis dahin stärkste Persönlichkeck der französischen Regierung, Briand, auf ihrem eigentlichen Arbeitsgebiet, eben der Außenpolitik, weitgehend aus- geschaltet hat. Wird er nun geschmeidig genug fein, eine etwaige Verlagerung des innerpoliti- P rzemhsl und Lemberg waren Linsingens Werk, durch das die russische Kampfstellung in Polen erschüttert wurde. So war die Heeresgruppe Linsingen ein festet Pfeiler in dem österreichischen Teil der Front. Auch in den weiteren Kriegsjahren war die von Linsingen geführte Armee eine nicht zu erstürmende Derteidigungs- mauer der Ostfront. Am 7. April 1918 wurde der General durch kaiserliches Handschreiben zum Generalobersten befördert und, da dem Kriege an der Ostfront ein Einhalt geboten war, zum Nachfolger des Oberkommandierenden in den Marken, Generaloberst von Kessel, ernannt. 3m November 1918 reichte er seinen Abschied ein. Die Aussichten derEtatvorschlage Die Paueien zu dem Programm .^oldenhauers. Berlin, 10. Febr. (Prio.-Tel.) Obwohl es der Reichsfinanzminisler verstanden hat, seine Pläne hr oorzutragen, daß die Parteiführer sie zumindest für diskutabel halten, sind selbstverständlich von den verschiedenen Parteien eine ganze Reihe von Vorbehalten und Gegenforderungen gemacht worden. So verlangen die Sozialdemokraten, daß die Steuererhi.hungen lediglich für die Zeit der Sanierung der Reichefinanzen, also für das neue Etatsjahr begrenzt werden. Man geht dabei wohl in der Annahme nicht fehl, daß die Sozialdemokratie befürchtet, die jetzigen Erhöhungen könnten im Jahre 1931 der Durchführung des Steuersenkungsprogramms zur Grundlage dienen. Gegenüber den Vorschlägen hinsichtlich der Sanierung der Arbeitslosenversicherung, die der Reichsfinanzminister machte, bringt die V o l k s p a r t e i vor allem den Vorbehalt vor, daß diese Regelung mit der Zusage der Reform der Versicherung, sobald dies nach Lage der Dinge möglich ist, verknüpft wird. Gewiß entstehen dadurch eine ganze Reihe rveiterer Schwie-. rigkeiten, doch überwiegt die Ansicht, daß es möglich sein wird, im Hinblick auf die Finanzpolitik eine glatte Erledigung der Gesetze herbeizuführen. Damit dürften aber auch die Forderungen des Zentrums auf Priorität der Finanz- fanierung zu erfüllen [ein, zumal die Bier- steuererhöhung, da sie schon im Reict'stags- ausschuß liegt, bereits in der nächsten Zeit ohne weiteres vom Reichstage verabsch'edet werden kann. Um vor der dritten Lesung die Sanierung an sich wenigstens im gewissen Sinne zu legalisieren, soll in Bezug auf die übrigen Finanzgesetze ein Abkommen zwischen den Parteien zustande gebracht werden, so daß das Kabinett v o r der dritten Lesung der Pounggesetze den geordneten und parlamentarisch gesicherten neuen Haushaltsplan verabschieden kann. Um eine Verminderung der Gchankstätien. Berlin, 9. Febr. (Priv.-Tel) 3m Volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstages wurde heute bei der Beratung des Schankstättengesehes ein vom Abgeordneten Mumm (Christlich-National) und von den Sozialdemokraten gestellter Antrag angenommen, wonach die Zahl der konzessionierten Schank st ütten zur Einwohnerzahl im Verhältnis von 1 z u 400 stehen soll. Das würde eine Verminderung der Schankstätten bedeuten, denn jetzt überschreitet die Zahl der Schankstätten die in dem Ausschußbeschluß festgelegte Relation um rund 7000 0. Beim Besitzwechsel ton Gastwirtschaften würde sich die vom Ausschuß beschlossene Bestimmung auswirken, wenn der Reichstag die Ausschußbeschlüsse übernimmt. Das ist aber zweifelhaft: denn der Ausschuß hat heute seinen Beschluß mit einer Zufallsmehrheit von 15 gegen 13 Stimmen gefaßt, die dadurch zustaai e kam, daß der christlich-soziale Abg. Dr. Mumm im Gegensatz zu seinem Fraktionsgenossen Hanse mit den Sozialdemokraten, Kommunisten und dem Zentrum für die Relation stimmte. Estländischer Staatsbesuch in Warschau. Polen feiert den baltischen Staatenbund Warschau, 9. Febr. (WTD.) Der estländi- sche Staatsälteste Strandmann ist in Polen überaus prunkvoll empfangen worden. Schon an der Grenze hatten sich zu seinem Empfang zahlreiche Würdenträger eingefunden. 3n Warschau hatten sich zum Empfang Strandmanns am Bahnhof die höchsten Würdenträger mit dem Staatspräsidenten und ganzen Regierung an der Spitze eingefunden. Aw Mllitärspal'.er stand vom Bahnhof bis zum Schloß, wo Strandmann Wohnung genommen hat. Der Staatsälteste trug den tatsächlichen polnischen Verhältnissen Rechnung, indem er nicht nur dem Präsidenten, sondern auch dem Kriegs- mtmftcr Mar.chatt Pi 1 sudski einen offiziellen ^wch abstattete. Natürlich nimmt auch das dw'.ge diplomat.sche Korp^ an den Fest ichkeiten teil, doch hat der sowjetrussische Ge- sandte vor ihrem Beginn die Stadt verlassen. Als Strandmann am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederfegte, waren dort a15^2l-njKf) wird die Baseler Regierung der B. o. Z. das dem Bundeöbahnhos gegenüberliegende Hotel Univers-Savoy borläu- tg zur Verfügung stellen. Das Hotel hat außer fünfzig Fremdenzimmern drei große Säle und ist verhältnismäßig rasch in Stand zu setzen, gur den Augenblick hat sich der Franzose Q u e s n a h mtt seinen Kollegen van See- Ian b bon der Belgischen Notenbank und S i e P - man von der Dank von England aut mit der materiellen Organisation der B. 3. Z., die anfangs April ihre Tätigkeit aufnehmen wird, beschäftigt. Der Verwaltungsrat ist auf 6nöe März zu seiner ersten Sitzung einberufen worden. 3hm obliegt es, den Präsidenten mrd den Generaldirektor zu wählen. Die Kandidatur Quesnays für den Posten des Generaldirektors wird von allen Notenbanken mit Ausnahme der Reichsbank unterstützt, die grundsätzlich der Meinung ist, daß dieser Posten nicht einem Angehörigen der ehemaligen frieg- r o r e £ n Staaten anvertraut werden sollte. Dagegen werden unter den hauptsäch- uchsten Direktoren der Dank mehrere Deutsch? sein, um die Verwaltung per Dank international SU gestalten. Die wichtigsten Posten sollen nach einer noch festzusehenden Reihe für gewisse Zeit, etto« ein bis zwei 3ahre, durch führende Per- fonlichkelten der Notenbanken der europäischen Lander besetzt werden, um auf diese Weise eine nwfr engere Verbindung zwischen den europäischen Notenbanken herzustellen. Aus aller Welt. Verhaftung eines vierfachen Lustmörders. Kriminalrat Momberg, der Leiter des Düsseldorfer Morddezernats, machte der Presse Andeutungen über die Verhaftung eines Mannes aus Nürnberg, der sich selbst eines Mordes an einem Wanderburschen bezichtigte. Da die Vernehmung dieses Mannes noch nicht abgeschlossen war, konnte Kriminalrat Momberg noch keine näheren Angaben machen Es stand nur sest, daß der Verhaftete mit den Düsseldorfer Mordtaten nicht in Zusammenhang gebracht werden könne. Der „Düsseldorfer Etadtanzeiyer" bringt nun hierzu Aufsehen erregende Einzelheiten. Das Statt will wissen baß der Verhaftete ein umfassendes Geständnis abgelegt habe, in dem er Dierßuft* mord« an jung«» Wanderburschen zu. gibt, die mehrere 3ahre zurückliegen. An der । Echtheit dieses Geständnisses könne nicht gezweifelt werden. Der Festgenommene, der nach seinen Angaben Gutsverwalter gewesen ist, verfüge über eine außerordentliche Intelligenz. Der Verhaftete lernte nach seinem Geständnis die jungen Burschen auf der Landstraße kennen, schläferte sie durch Veronaltabletten ein. Dann ermordete er die Burschen. Hierzu benutzte er einmal ein Stilett, bann ein Schlachtmefser und ein anderes Mal ein geschliffenes Taschenmesser. Bei seiner Verhaftung fand man noch Veronaltabletten vor. Einen Mord will er in der Gegend von Darmstadt, einen bei Hannoversch-Minden, einen dritten bei Travemünde und einen vierten zwischen Kevelaer und der holländischen Grenze begangen haben. Tie Kriminalpolizei ist eifrig bemüht, diese Angaben nachzuprüfen. Die Berliner Grüne Woche. Der Reichspräsident besuchte Samstag in Begleitung seines Adjutanten, Oberstleutnant von Hindenburg, die Berliner Grüne Woche am Kaiserdamm, wo er von Bürgermeister Scholz, dem Präsidenten des Deutschen Jagdbundes, Prinz Isenburg, und dem Präsidenten des Reichsland- bundes, Minister a. D. Schiele, begrüßt wurle. Der Leiter der Grünen Woche, Hans Jürgen von Hake, übernahm die Führung durch die "Ausstellung Die Grüne Woche brachte den acht Hallen des Berliner Ausstellungsgeländes mitüber300 000 Besuchern einen der größten Berliner Ausstellungserfolge. Auch hinsichtlich des wirtschaft! chen Verkaufserfolges wird von einem befriedigenden, in einzelnen Abteilungen sogar besonders guten Abschluß gesprochen. Lin Hagenbeck-Park für Berlin. Wie das „Berliner Tageblatt" erfährt, dürfte der Plan, eilten Hagenbeckschen Tierpark nach dem Muster von Stellingen an der Peripherie Berlins zu errichlen, verwirklicht werden. Zwischen Hagenbeck und einem CBanfen- fonfertium haben eingehende Verhandlungen flattgefunben, die nunmehr erfolgreich zu Ende geführt worden sind. Die Kosten des Tierparkes werden unler Einschluß der Kauf- surnrne für das Gelände auf rund 12 Millionen Mark veranschlagt. Mit dem Bau, der zwei 3ahre dauern wird, dürfte bereits im Mai begonnen werden. Der Park soll längs der Döberitzer Heerstraße angelegt werden und eine Fläche von einer halben Million Qudratmeter bedecken. Das Fahrtenprogramm des „Graf Zeppelin". Die Hamburg-Amerika-Linie, als Generalvertreterin des Luftschiffbaues Zeppelin, hat das vorläufige Fahrtenprogramm des Luftsch sfes „Graf Zeppelin" für 1930 bekanntgcgeben. Es sollen im April Flüge von 8 bis 10 Stunden Dauer im A 1 penge b i e t, nach Oe st erreich und der Schweiz durchgeführt werden, für die der besonders niedrige Preis von 400 Mark angesetzt ist. Für Juli und August sind Nordlandfahrten von zwei bis drei Tagen b is zum Nordkap und zur Eisgrenze geplant. Für den Herbst sind mehrere Deutschland-, Oesterreich- und Schweizfahrten vorgesehen, bei denen nach Möglichkeit auch Landungen in größeren Städten vorgenommen werden sollen, lieber weitere Fahrten schweben gegenwärtig noch Verhandlungen. Tragischer Tod eines Reichslazsabgeordnelen. Der sozialdemokratische Re'chZtagsabgeordne'e Dr. Paul Levi, der seit einer Reihe von Tagen an einer bösartigen Grippe erkrankt war, hat sich im Fieberwahn aus einem Fenstev seiner Berliner Wohnung an Lützowu es gestü zt. Der Tod trat auf der Stelle ein. Dr. Levi, ber im 47. Lebensjahre stand, war ein bekannten Anwalt. Schweres Verkehrsunglück bei Preßburg. Der zwischen Theben unv Preßburg verkey^nbe Autobus, der mit 15 Personen beseht war, geriet in Brand. Kurz hinter Theben entzündete sich plötzlich der vordere Motorteil und hohe Flammen schlugen aus der Maschine heraus. Die Passagiere, unter denen eine Panik ausbrach, sprangen aus dem Fenster. Trotzdem erlitten neun von ihnen teils schwere, teils leichte Brandwunden. Die aus Theben herbeigerufenen Aerzte leisteten die erste Hilfe. Der Autobus brannte vollständig nieder. Oie Wetterlaae. w- 2=5 fas Sonntag 9.Februar. 1930, 8n ©woiKtmos. onruct onaiD ordetKL» woifti» O o-orext eRegen »Schnee aGraupein, e «eeei KGewit- fer zurückgegangen. 6in« Lenderung der QBetterluu« der? q#raun' "D-t Cßlcif* v tauet v HU tpod)- ßüfll Grad l nwtgtt mum ' liefe t bruar: idjeiiW I-S ijjlit, 1 iiJiZ) Höhe- nutet ' S.i M Sau 8 ®ta Sport" Schi 13 Sji nwgha) All Klar. \t> nee. gut. W Bin fin du«! tr fielt Ais । handelt surt a zur ( haus fahren der 9h tdjtntf troffene sitzende seid net der M Pält.tei über 61 gen w der ve und 2 (Belän: über l füfjrun des R nicht < verhör später schuß stehend präsidi daher «di Kesuch londnis im $)a Nach t ausschi zur Sl Zimm, zu üagsie gcqenfl Als verhau feen a eines' de; f)i dos 11 berg t einer Hl sf, des Kr ouwalt. über di mann i trfeebir Älage( gesucht Kosten zur L sesiges dei 311 gung । wn ui 500 M 3u 3. öom H rep und bt rufum Hoch JjMiJ Sitt| w»eh egen. 2» . 16 richt der »Ad-ei. ZbL l/LLfe NKr and man ^n* ’eSS i'i ^»«kVgk. w W: L°A' ML „l» ®«r.‘,. *y«V m ’ Jj ^Mung ?- S)aU«n btJ wr 300 ooo 8erl|ner Aurltel. friedigenden, in 6er5 guten Ab. Berlin. Uähtt. dürft? ^rpark nach der Peri, m- demiMicht Danken» Handlungen >°)greich u ®ie Kalten des W der Rauf, und 12 mu. Mit dem Dau ärfte Kreils im lrt fall läng8 e angekjt wer» alben Mil, ’f Zeppelin", öeneralvertretr» t das varÄUM „Tral Zeppelin" lallen im April er im Alpen- d der C ch w e i z sonders niedrige |t Für Juli und en von zwei bis > undzurEir- !rbst sind mehrere veizfahrten Borge« auch Landun. enommen werden leben gegenwärtig sabgeordnelem ’tagfafeem ne'e ter He;lje Don ippe erkran't 1 einem Zenl'.en ptou v. M' zt. n. Dc. Levi, der r ein bekanntet! eiVrehbura. ;burg vertehrcn.e men beseht war, ter Theben ent» ■e Motorteil und ui der Maschine >nen eine P a n i k Zensier. Trvhdem ;tocre, teils leichte i herbeigerusenen e. Der Autobus M. tot. Id5< X IN' »5--» C*^5 °j nfr^ÖK I tritt zunächst nicht ein. zumal auch die Welle milderer Lust im südlichen Deutschland wieder weg» geräumt wird. Wettervoraussage für Drens tag. Meist heiteres und trockenes Wetter mit Fort- dauer des Frostes. Witterungs aussichten für Mittwoch. Noch wenig Aendrrung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 9. Februar: mittags 0,3 Krad Celsius, abends —2,6 Grad; am 10. Februar: morgens —6.2 Grad. Maximum 0,7 Grad, Minimum — 6,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 9. Februar: abends 0,1 Grad, am 10. Februar: morgens —1,0 Grad Celsius. — Sonnen« Weinbauer 8? Stunden. Amtliche Winterfporlnachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf:Kl.r, mi- nu8 S Grad. 15 Zentimeter Schnee, teils Pu.ver- schnee. teils verharscht, Sportmöglichkeit für öti und Rodel sehr gut. — Herchenhainer Höhe: Wetter: klar, minus 9 Grad, 2) oenti- meter Schnee, verharscht, Sportmöglichleit für Sli und Rodel sehr gut. Sauerland. Winterberg: Klar, minus 8 Grad. 12 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Dportmöglichkeit für Ski und Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: K.ar, minus 13 Grad. 98 Zentimeter Pulverschnee. Sport- Möglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen. Klar minus 12 Grad, 12 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. Aus der Provinzialhauptstadl. Gießen, den 10. Februar 1930. Provinz a ausschußsihung. Am Samstag fand im Regierungsgebäude zu Gie- ßen eine öffentliche Sitzung des Provinzial» ausschusfes der Provinz Oberhessen ftctt. Als erster Punkt der Tagesordnung wurde verhandelt der Antrag der Reichsbahndireltion Frankfurt a. M. auf Enteignung von Gelände zur Erweiterung des Bahnhofs Neu- h a u s b e i H o m b e r g a. d. O h m. Zu diesem Der- sahren waren geladen iMd erschienen der Vertreter der Reichsbahndirektion, ferner Wilfried Fre.herr Schenct zu Schweinsberg in Wäldershausen als be- irvffener Grundeigentümer und außerdem der Vorsitzende der Lokalkommission bei dem Kreisamt Als» selb nebst zwei Mitgliedern der Kommission, sowie der Bürgermeister von Homberg a. d. Ohm und der Pächter des strittigen Geländes. Aus dem Bericht über den Tatbestand und den weiteren Verhandlungen war au vernehmen, daß unter Zugrundelegung der verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen Erlasse und Verfügungen hinsichtlich der Enteignung von Gelände zu Reichsbahnzwecken das Gericht Zweifel über die Gesetzmäßigkeit einer vollständigen Durch- sührung des Verfahrens hegte, da die Zustimmung des Reichspräsidenten von der Reichsbahndirektion nicht eingeholt war. Schließlich wurden Bergleichsverhandlungen eingeleitet, über deren Ergebnis erst später berichtet werden kann. Der Provinzialaus- fchuh kam zu der Auffassung, daß zu der in Frage stehenden Enteignung die Genehmigung des Reichspräsidenten einzuholen ist. Die Verhandlung wurde daher vertagt. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurde das Gesuch des Heinrich Naaf in Gießen um Erlaubnis zur Ausdehnung seines Wirtschaftsbetriebs im Haufe Walltorftraße 34 zu Gießen verhandelt. Nach der Beweisaufnahme erkannte der Provinzial- ausschuß zu Recht, dem Gefuchsteller die Erlaubnis zur Ausdehnung feines Wirtfchaftsbetriebs auf ein Zimmer des Ersten Stockes im Haufe Walltorstr. 34 zu Gießen zu erteilen. Die Kosten wurden dem Antragsteller zur Last gesetzt und der Wert des Streitgegenstandes auf 500 Mark festgesetzt. Als weitere Punkte der Tagesordnung wurden verhandelt: 1. Klage des Johann Höhn in Gie» h e n gegen das Kreisamt Gießen wegen Versagung eines Wandergewerbefcheins für 1930; 2. Berufung des Heinrich Groth in Bad -Nauheim gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg wegen Nichtgenehmigung zur Inbetriebnahme einer Pferdedroschke; 3. Berufung der Stadt Alsfeld gegen das Urteil des Kreisauslchusses des Kreises Alsfeld in Sachen: Klage des Rechtsanwalts Dornseiff in Alsfeld als Konkursverwalter über das Vermögen von Karl und Richard List- monn in Alsfeld gegen die Stadt Alsfeld wegen Erhebung von Wertzuwachssteuer. Zu 1. wurde die Klage als unbegründet zurückgewiefen und der nachgesuchte Wandergewerbeschein nicht erteilt. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Gefuchsteller zur Last gesetzt und der Streitwert auf 500 Mark festgesetzt. Zu 2. wurde die Berufung als unbegründet zurückgewiefen, und die nachgesuchte Genehmigung nicht erteilt. Die Kosten des Verfahrens mürben unter Zugrundelegung eines Streitwertes von 500 Mark dem Berufungskläger zur Last gelegt. Zu 3. wurde der Berufung, unter Aufhebung des vom Kreisausschuß des Kreises Alsfeld unter dem 26. September 1929 gefällten Urteils, statt gegeben und der angefochtene Beschluß des Gemeinderats zu Alsfeld vom 6. September 1929, wonach die Wertzuwachssteuer in Höhe von 1073 Mark aus der Koiikursmaffe zu erheben ist, bestätigt. Die Kosten des Verfahrens wurden dem .Kläger und Be- rufungsbetlagten zur Last gefetzt. Streitwert 925 Mark. Gedenkfeier für August Streng. Das Institut für Mineralogie und Petrographie an unserer Landesuniversität hatte für Samstagnachmittag zu einer Gedenkfeier anläßlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages von Geheimrat Prof. August Streng, über dessen Lebenslang und 2 ^jähriges Wirken an der hiesigen llniDerfität wir am vorigen Montag berichteten, in die neuen Institutsräume im Dorlesungsgebäude der Universität eingeladen. Reben den Angehörigen des Instituts für Mineralogie und Petrographie trafen sich zahlreiche weitere Mitglieder der Universität und eine Anzahl anderer Bürger zu der Feierstunde. Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. L e h - mann schilderte nach seinen Begrüßungsworten an die Festversammlung, insbesondere an die heute noch unter uns weilende Frau Geheimrat Streng und den unmittelbaren Amtsnachso'ger Strenge, jetzt in Bonn wirkenden Geheimrat Professor Dr. Brauns, das Leben und Schaffen des verewigten Geheimrates August Streng und feine Bedeutung für die Entwicklung des Mineralogischen Instituts. Der Redner zeichnete dabei ein eindrucksvolles Bild von der Persönlichkeit Strengs und von der Größe seiner wissenschaftlichen Arbeit. Mit Worten herzlichen Dantes teilte er der Gedenkver- sammlung mit, daß Frau Geheimrat S t r e n g ein Bild ihres Gatten, das von Lorbeerbäumen umrahmt im Versammlungsräume aufgestellt war, dem Institut für Mineralogie und Petrographie g.schenk» we.se überlassen hat, wo es nach der Mitteilung des Redners einen Ehrenplatz erhaben und Lehrer und Schüler ständig in Dankbarkeit und Verehrung an den Heimgegangenen erinnern soll. Nach der Gedenkrede Prof. Lehmanns hielt Geheimrat Prof. Dr. Brauns (Bonn) einen fesseln- den Vortrag über künstliche Edelsteine, in dem er über die heutige industrielle Produktion dieser künstlichen Steine und die wissenschaftliche Grundlage des Verfahrens berichtete. Eine Anzahl guter Lichtbilder bot zu dem gesprochenen Wort eine anschauliche Ergänzung. Hierauf sprach Prof. Dr. Vanselow als Dekan der Philosophischen Fakultät dem Institut für Mineralogie und Petrographie die Glückwünsche der Fakultät zu der Schaffung der neuen Jnstitutsräume aus. Den Abschluß der Gedenkfeier bildete eine B e • sichtigung der neuen Räume des I n - stituts, die damit zugleich ihre Einweihung erfuhren. Das Iugendherbergswerk in Gießen und Oberheffen. Die Ortsgruppe Gießen des Reichs- verbandes für deutsche Jugendherbergen hielt am Freitagabend im Singfaal des Realgymnasiums ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Studienrat Dr. Florke, eröffnete mit herzlichen Begrüßungsworten die Versammlung. Die Geschäftsführerin, Lehrerin Frl. Hotz, erstattete sodann den Geschäftsbericht für das verstossene Jahr, aus dem nachstehendes entnommen ist. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1929 insgesamt 322 (1928: 240), von denen 266 Einzelmitglieder sind. Die übrigen sind körperschaftliche Mitglieder, wie Vereine, Schulen, Behörden und Gemeindever- bände. Im verflossenen Jahr wurden neben 169 Bleibenausweisen (1928: 118), 109 Führerausweise (1928: 100) ausgestellt. Die Uebernachtungszahl der Gießener Jugendherberge betrug 2058 (1928: 1863). Zwei Schlafräume wurden neu hergerichtet. Für das Jugendherbergswerk wurde in der Ocffentlich- teit durch Verträge und in der Presse durch aufklärende Artikel geworben. Die Ende 1929 in Gießen durchgeführte Sammlung zum Besten der Jugendherbergen ergab 300 Mark. Aus der günstigen Entwicklung im verflossenen Jahr ist zu schließen, daß sich die Erkenntnis, welch große Bedeutung das Iugendherbergswerk für unser Volk hat, immer weiter Bahn bricht. Aus dem K a s f e n b e r i ch k des Rechners, Spar- kassensekretärs W olf, war zu ersehen, daß die Einnahmen 6942 Mark betragen In diesem Betrag sind enthalten der Zuschuß des hessischen Staates mit 3000 Mark, die Zuschüsse der Provinz Ober- Hessen mit 400 Mark, der Stabt Gießen mit 400 Mark und die Mitgliederbeiträge mit rund 1000 Mark. Die Summe der Ausgaben beträgt 6801 Mark. Darin sind enthalten die Zuschüsse zu der Gießener Jugendherberge mit 32 Mark, zur Herberge auf dem Hoherodskopf mit 288 Mark, zur Herberge in Gedern mit 2200 Mark, für Büdingen mit 3000 Mark und für Laubach mit 44 Mark. Es verbleibt ein Rechnungsüberfchuß von 141 Mark. Nachdem die Rechnung schon vor der Generalver- sommlung von Prokurist Georg geprüft und für richtig befunden worden war, fand sie die Genehmigung der Generalversammlung. Der Aorstand, für den einige Mitglieder neu zu wählen waren, setzt sich jetzt wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Studienrat Dr. Flörke, Rechner Sparkassensekretär Wolf, Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende Frl. Hotz, Beisitzer Lehrerin Frl. V a u b e l, der Vorsitzende des hiesigen V. H. C., Klemmrath, Studienrat Schaaf, Studienrat Heß und Bürgermeister Dr. Seid. Dem erweiterten Vorstand gehören an Studienrat Dr. Appel, Pfarrer Becker, Prokurist Georg, Universitätsprofessor Dr. Harras so- w i tz, Rektor Kling, Lehrer Mattern, Karl Reuter, Frl. Stahlhacke, Studienrat Dr. H e u ß e l, Frau Ottilie, Frau Dr. Seid, Alfred Dörr, H. Rau und Lehrer K r a u s ch. Zu Rechnungsprüfern wurden Frl. Stahlhacke und Prokurist Georg gewählt. Studienrat Dr. Flörke erstattete sodann den Jahresbericht über den Stand der Jugendherbergen in Oberhessen, aus dem nachfolgendes entnommen sei: Der Neubau einer Jugendherberge in Gedern wurde in diesem Winter fertiggestellt. Die Stadl Gedern stellte den Bauplatz und den anliegenden Spielplatz kostenlos zur Verfügung und stiftete weitere 500 Mark in bar, der Kreis Scholten unterstützte das Werk mit 300 Mark. Weiter halfen noch der hessische Staat und der Gau Main-Rhcin-Lahn-Fulda des Verbandes der deutschen Jugendherbergen mit, das Werk zu vollenden. Als Schuld ruhen noch 4000 Mark auf dem Bau. Die gesamte Bausumme betrug rund 10 000 Mark. Die Herberge ist in ihrem Inneren recht schön aus- gestattet und auch schon vorübergehend benutzt worden. Der Oberbau ist in Fachwerk gehalten und mit Holz verschalt, die Innenwände sind mit Holz getäf ?lt, das Dach ist mit Ruberoid gedeckt. Die In- nenräume enthalten neben dem Tageszimmer drei Schlafzimmer mit 18, 12 und 2 Betten. Da noch weitere 6 bis 8 Notlager im Tagesraum untergebracht werden können, so kann man mit 40 Lagerstätt.n rechnen. Als Einweihungstag, der zugleich als Oberhessischer Iugendtag ausgestaltet werden soll, ist der 30. März ausersehen. In Büdingen wurde, nachdem 1928 die dortige Jugendherberge geschlossen werden mußte, durch Kauf außerhalb der Stadt im Seemenbachtal ein neues Heim für den Preis von 5000 Mark von dem Gau erworben. Da dort ziemlich große Reparaturen notwendig sind, so kann die Herberge vor Frühjahr 1930 zur Benutzung noch nicht freigegeben werden. Auch in Friedberg scheint endlich die Schaffung einer neuen Jugendherberge möglich zu werden. In Lauterbach, dessen Herberge feit Herbst 1928 geschlossen ist, ist vor- erst noch nicht mit der Eröffnung einer neuen Herberge zu recknen. Die dortige Bürgermeisterei sagte roobl ihre Mithilfe zu, doch sind die Kostenvoran- scbläge für einen eventuellen Neubau mit 20 000 Mark so außerordentlich hoch, daß ihre Durchführung vorerst noch nicht möglich ist. Am Schluß seiner interessanten M'tteilungen gab Dr. F 1 örke der Hoffnung Ausdruck, daß bei den zu erwartenden Sparmaßnahmen der hessische Staat das so notwendige Iugendherbergswerk nicht in Mitleidenschaft zi"hen möge, da doch die große Bedeutung, die das Werk für unser Volk hat, nicht zu unterschätzen sei. Unter Punkt „Verschiedenes" teilte der Vorsitzende mit, daß im Juni die Hauptversammlung des Gaues Main-Rhein-Lahn-Fulda in Gießen ftattfinM. Er bat um allseitige Unterstützung für diese Tagung. Dor und nach der Generalversammlung erfreute die Kapelle des Vereins „Wanderlust" unter Leitung von Hans Seitz die Berfammlungsteilnehmer mit guten Musikvorträgen. Reicher Bestall und der Dank des Vorsitzenden lohnten die Darbietungen der Kapelle. Wob iätigke isaufführung zum Besten des Oberhe fischen OamenheimS. Kinder, Buben und Mädchen, aus verschiedenen Gießener Schulen, hatten seit Wochen zu der Wohltätigkeitsaufführung „Die E i s k ö n i g i n“, die zum Besten des Vereins „Oberhessischer Damenverein" gestern auf der Lie- bigshöhe zum erstenmal gegeben wurde, eifrig gelernt und geübt, und haben ihre Sache sehr gut gemacht. Cingeleitet wurde die Aufführung durch einen vierhändigen Schubertschen Marsch, der von Lieselotte Erler und Rose Barbara Trümpert sehr flott und ausdrucksvoll gespielt wurde. Fräulein Ilse G r a e f sprach dann einen selbstverfaßten Prolog, der sinnvoll auf das folgende Victor Holländersche Singspiel nach einem Märchen von Andersen „Die Eiskönigin" und den guten Zweck der Aufführung hinwies. Die Hauptpersonen sangen mit bestem Gelingen: Hede Horn (Eiskönigin), Maria Peter (Gerda) und Marta Ludwig (Kai), drei begabte Schülerinnen der Gesangsschule Heermann, sowie Herta Richter (erstes Kind), die auch den Kinderchor anführte. Sämtliche Chöre: Kinder, Sturmgeister, Schneeflocken, Zigeuner, Blumen und Engel — einstudiert durch Frau Dr. Spohr, Frau Schlesier und Fräulein Irmgard Decker — erfreuten durch deutliche Aussprache, frische Stimmen und tonreiche Wiedergabe. Fräulein Ilse G r a e f hatte die Tänze und Reigen vorzüglich eingeübt. Das heikle Violinsolo spielte Waltraut Schüttler aufs beste. Entzückend tanzte Gisela Kern ihre Tanz- einlage und war den Kleinsten eine ausgezeichnete Führerin beim Reigen. Zigeunermädchen und Schutzengel waren bei Irmtraut Wehl in besten Händen. Frl. Irmgard Decker führte die Begleitung am Klavier in gewohnter klarer und präziser Art mit warmem Ton und feinstem musikalischen Verständnis aus. Sehr geschmackvoll war die Ausstattung des ganzen Singspiels, alle Kostüme (entworfen von Berta L a n b m a n n und Ilse Trümpert), besonders hübsch die Blumen (vor allem die Schneeglöckchen), die Sturmgeister, die Schneeflocken und die Engel. Die Oberleitung des Ganzen lag in Händen von Frau Dr. Spohr. Der Saal war sehr gut besetzt, die Aufführung fand in allen Teilen den herzlichsten Beifall der Besucher. Möge die heutige zweite Aufführung ebensogut besucht sein, damit dem guten Zweck reiche Förderung zuteil.werde. Vornotizen. — Tageskalender für Montag. Kaufmännischer Verein und Orts^ewerbeverein: Alte Kammermusik. 20 Uhr, Neue Aula. — Oberhessifches Damenheim: Wohltätigkeitsaufsührung „Die Eiskönigin, 18 Uhr. auf der „Liebigshöhe". — Deutsche Demokratische Partei: Oeffentliche Versammlung, 20 15 Uhr. im Casö Leib. — Naturheilverein: Vortrag für Damen, 20 Uhr, Katholisches Vereinshaus. — F. G. F.: Monatsversaminlung, 2015 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Sein bester Freund" (mit Harry Piel). — Astoria-Lichlspiele: „Kam um Mitternacht". , r Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die neue Woche bringt nur Schauspiel. Dienstag. 11. Febr., wird das Lustspiel „Su wirst mich heiraten" von Louis Derneuil daS erste Mal wiederholt. Mittwoch. 12. Febr.. ist die erste Wiederholung von W:d.kind3 Sitten- gemälde ..Musil". Im grc.ta3ab0nncm.mt geht „Die andere Seite" von Sheriff („Iourneys End") in Szene. Spielleitung Intendant Dr. P r a s ch. Sonntag. 16. Februar. „Du wirst mich he.raten." Die nächste Premiere am 18. Februar beginnt Shakespeares „Wie es Euch geiäl t". — Ob erhesfischer Geschichtsverein. Nächsten Donnerstag abend im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag mit Lichtbildern über „Die geopolitischen Grundlagen der Solmser Geschichte und ihre Auswirkung im Alter". (Siehe heutige Anzeige.) ** Iustizpersonalie. Der Bureaudirektor bei dem Landgericht in Gießen Joh. Peter Jäger wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1930 an in den Ruhestand versetzt. •* Von der Kraftpostlinie Gießen— Kleebachtal. In ten Mona en April biS September 1929 war auf der Krastpostlinie Gießen—Kleebachtal, die sonst eine rentable Strecke darstellt, ein Fehlbetrag entstanden. Rach dem jetzt vorliegenden Betriebsergebn s für das Vierteljahr Oktober bis Dezember 1929 war in diesem Zeitabschnitt ein Lleberschuß zu verze ch- nen, durch den der Fehlbetrag aus den vorher^ gehenden beiden Vierte.jahren gedeckt ist. *’ gri ft ablauf für Elternrente. Die Kricgerkamcradfchaft Hri ia berichtet: Rach § 111 des Reichsversorgung lgesetze 3 laufen die Fristen für den erstmaligen Antrag auf Elternrente mit dem 31. März 1930 ab. Wir weisen daher darauf hin, daß Anträge von Eltern oder Elternteilen auf Versorgung nach dem Rcichs- versorgungsgeseh spätestens am 31. März 1930 bei dem zuständigen Dersorgungsamt eingegangen sein müssen. ** Wichtiger Sri ft ablauf für Pension s a n f p r ü che ehemaliger Offiziere und Sanitätsoffiziere- Die Kriegerkameradschaft Hafsia teilt mit: Rach 8 2 Ziffer 3 des Ofsizier-Pensionsgesehes 06 müssen ehemalige Offiziere und Sanitätsoffiziere des Friedensstandes Pensionsansprüche, die sie auf Kricgsdienstbeschädiaung (außer Verwundungen) stützen, bis zum Ablauf von 10 Jahren nach dem Friedensschluß geltend machen. Wie der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterblicbe- nen des deutschen Reichskriegerbundes „Kyff- häuser" mitteilt, weist der Reichsarbeitsminister in einem besonderen Erlaß darauf hin, daß diese zehnjährige Frist am 17. Februar 1930 abläuft. Etwa noch beabsichtigte, auf Kriegsdienstbeschä- digung gestützte Pensionsanträge müssen also bis zu dem genannten Tage bei den Versorgungsämtern eingehen. Stützt sich der Pensionsonspruch auf eine Kriegs Verwundung, so besteht keine Zeitbeschränkung für die Antragstellung. ** Ein Jnnungskursus. Die Sattler» und Tapezierer-Zwangsinnung für Stadt und Kreis Gießen läßt, wie uns mitgeteilt wird, zur Zeit einen Kursus über den Aufbau von modernen Polster- -möbeln und die Anfertigung neuzeitlicher Dekorationen abhalten. Leiter des Kursus ist der Vorsitzende des Reichsfachlehrerverbandes M 0 ttschet- 1 e r (Offenbach a. M.). Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) W. 2. 1. Bei einer Dorkriegsmiete von monatlich 18 Mk. beläuft sich die jetzige Miete unter Zugrundelegung des gesetzlichen Satzes von 120 Prozent auf 21,60 Mk. — 2. Die Bürgermeisterei hat mit der Angelegenheit nichts zu tun. Sie können wegen Verletzung der Paragraphen 549, 550 des Bürgerlichen Gesetzbuchs beim Amtsgericht Klage erheben. Richten Sie zunächst mittels eingeschriebenen Briefs an Ihren Gegner die Aufforderung, den früheren, vertragsmäßigen Zustand herzustellen. ft. h. Nach Ihrer Darstellung hat die Frau bas Geld nicht für sich allein gespart, sondern gemeinschaftlich mit ihrem verstorbenen Ehemann. Oder lautet das Sparkassenbuch nur auf ihren Namen? Andernfalls ist bas Kapital errungenschaft- lich und gehört zur Nachlaßmasse bes Ehemanns. Berliner Borie. B e r l i n , 10. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der heutige Montagsfrühverkehr liegt geschäftslos und ohne Anregungen abwartend. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London genen Paris 124,12 zu 124,14, London gegen Mailand 92,94 zu 92,95, London gegen Spanien 37,13, Lon- do: gegen Kabel 4,8645, London gegen Berlin 20,36 zu 20,3625. Kabel gegen Berlin 4,1855 zu 4,1860. I kochfertig • Wahrhaft • (Heiner, natürlicher Geschmack • 28 verschiedene Sorten. 2 Teller MAGGPSUPPEH]I Qute Suppen bereiten Sie aus _. MAGGI5 SuppenWürfeCn Wir suchen überall Vertonen u. .xnmtlicn jeden Sian- de- für leichte Beschäftigung von der Wohnung aus niw., auch für Nebenerwerb ohne ftflouat nach unteren 2h behtimtei lagen. Wochen verdienet bl* 15" Mark Beginn und Verdienst sofort. (0951 B. BerghofTA C«»«.MUnwter 1. W. 193 Bessere Stimer-tow mit Bad u.Madchen- zimmer, wenn mögt, mit Zeniralbeng. u. tut 1. Stock gelegen, von rubigem Mieter (2 'Verf.l mi mieten ges.Schr. Angeb. um 1219Da.b.@ieB.2lni. | Vermietungen tlöbl. Zimmer nut ob ohne Benston au uei mieten. Zu erb. in der Gefchst. d. Gieß. Anz. 0940 Inserieren Dringt Gewinn Wohnungstausch Tausche ichöne gcr. 4-Zim. Wovng.» 1. S mit Mu beb- t sch. ruhig. Vage, lieg. 4 -riim - Wobng. m. 8"beb. Zu eifr. t. d. Eefchst. d. Gieß. Anz. U9U Schöne, faß gänzlich neu lieigerid) e e 3-3lm erWutjnuDQ IN ö. (flnautuitrabc genen schöne 4-3immerHio&iinno au tauschen gesucht. Schi. Angeb. u. 0952 an d. Gien. Ain. erb. Mllllllllllllllillllllllllllß | Stellenangebote| Jüngere Modistin mit aut. Zeugnissen au baldigem Eintritt gesucht. Schriftliche Angeboie u. 094« an den Gieß. Anzeiger. 60 R IteololiD ob. allerhöchste Provision erhalt jeder, der beit Vertrieb meiner Fabrikate an Private übernimmt. Bi anchekenmn nicht erforbcrl L.Klöckner Westerburg. 0947 lUUlllllllllllöllllllOIIIIIIIIÜ aus guter Familie, mi' eim isVorkeimt- ntssen im Nähen, iür Spezial-Piivgcschäft gesucht. Schrillt. Angebote u. 0948 a. d. Gieß. Anz. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Suche Atim 15. Febr. ein ordenil. iiioeD Hausmädchen nicht uni. 20Jabren, aus anstand. Familie Fran Helnr. £net, Ubrmacber Bnfxbach Achtung! j Achtung! im 60. Lebensjahre. Gäste willkommen U16D » Heuchelheim, Lang-Göns, Leihgestern, Holzheim, 9. Februar 1930. Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. Februar, nachm. 2% Uhr, vom Trauerhause Brauhausstraße 44 aus statt. 121)70 0954 Cafe Astoria (MM 0942 sucht I2O8D WörishoierNaturhB.lmiLel »35A bes en * 2 r-, ■ , in 1. gleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung des Ver- auf- gleichs wird das Verfahren 10 Aktei Dies neueste Werk vereint alle Vorzüge, die ein echter 1143D gert werden: Buche: 4 Sick. 4. Kl. f - i Der in dem Vergleichstermin 30. Januar 1930 angenommene A N N N A A A N N A A 9,30 10.68 2,96 3,46 0,51 94 Stck., 155 „ 336 „ 148 „ 265 „ 35 „ Stadttheater TieuStag l l.Febr. von 20 bis 22'?, Uhr 19 Dienstag M.-vrfk. Du wirst mich heiraten Lustspiel tn 4 Alien von Louis Verneuil. Nutzholzversteigerung. Nächsten Mittwoch, den 12. Februar l. 3., soll in den Waldungen der Gemeinde Steinbach nachverzeichnetes Holz verstei- 3. u. 4. Kl. 2b-Kl. 4a- „ 3a. „ 3b. „ 4a- „ 3a. „ 3b- „ 4a- „ 4b- „ | Kaufqesuche | (SutgcbeudeS Ko^onialware geschält auch andere Branche dabei oder allein mit Wotin-GeschäftSbanS in kleiner. Tat od. auf dem Lande sofort oder sväter zu kaut, aesuckt. Schr.Anneb. u.1212Va.d.Gb.Anz. vom 23er- nachmittags von 3 bis 6 Uhr, im Äüro des Gewerdevereins, Kirchstraße 16, entgegengenommen. Mitzudringen ist der Lehrver« trag und 7 Prüfungsgebühren. Stämme. N Eiche 2., 3. und 4. Klasse, Wagnerholz, 30,03 fm. Eiche: Gartenpfosten 40 Stck., 2,20 m lang, 2,25 fm. Mädchen 'ür halbe Tage ae- | Verkäufe | Sur Blutauifrischg. verkaufe einige Fasanen bahne. E. Helmes. Qver-Höraeru. „ 2 Lärche: 1 „ 1 Kiefer: 4 „ 13 „ 2 „ 13. ,, 2 Fichte: 1 „ 1 In tiefer Trauer: Ludwig Römer und Familie Robert Römer und Braut nebst allen Angehörigen. 22UD Mittwoch. den 12. Februar, abends 8' , llbr: lllndenbnrff. Tagesordnung: Dorttaudöwabl. 3,60 fm 1,47 „ 1,24 „ 2,02 „ 3,77 „ 16,65 „ 3,63 „ 12,68 „ 2,57 „ 1,32 „ 2,08 „ 2 n CO ■ P 9 £ _ D- Eine Abrechnung! Zur Deckung der Unkosten 20 Pfennig Eintritt. — Freie Aussprache. — EISU-Betten (Stehl u. Holz) Pollter, Sdilafziniin.,StehliDaie. Kinderb.ChaieeL «.Private. Ratenzl. Ketel.ff. Eisenmöbelfebrik Suhl Dienstag, den 11. Februar 1930, nachmittags 2 Ühr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 2tt, dahier, zwangsweise gegen sofortige Barzahlung: zwei Bohrmaschinen, zwei Nähmaschi- nen, einen Photographenapparat, einen Diwan, eine Chaiselongue, drei Büfetts, drei Kredenzen, zwei Jnstrumenten- schränke, zwei Negistrierkassen, eine Kommode, zwei Sofas, zwei Rohrsessel mit Rohrtisch, vier Schreibmaschinen, drei Bücherschränke, eine Ladentheke, eine Standuhr, vier Schreibtische, einen Waschtisch, zwei Schränke, eine Schreiblodenkasse, ein Aktenregal, einen Teppich, ein Klavier, einen Gasherd, eine Radio- onlage mit Lautsprecher, ein Vertiko, eine Sprechmaschine, ein Harmonium, einen Ausziehtisch mit sechs Stühlen, einen Regulator, drei Kaffeetische mit Marmor platte, einen Holzsessel und einen Kassenschrank. 1204D Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 241 — Telephon Nr. 4039 enthalten muß: Spannung, Sensationen,Tempo, Ueberraschungen, Humorl In diesem Film wirken u. a. 15 deutsche Schäferhunde und der Polizeihund „Greif“ in dem gefährlichen Kampf gegen eine Hochstaplerbande mit Ein ausgezeichnetes Ensemble steht im Mittelpunkt: Vera Schmitterlöw, Otto Wallburg, Grit Haid . Ferner: Das lustige Beiprogramm und Die neuestenTagesberichte aus aller Welt Fichlenderbstangen. ' - 8,46 fm l.Kl. 2. „ 3. „ 4. „ 5. „ 6. „ Große Möbelversieigerung Dienstag, den 11. Februar, nachmittags ab 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen". Neuenweg 28: zwei Büfetts, eine Chaiselongue, drei Nähmaschinen, einen. Tisch mit einem Sofa, sechs Sessel, einen Schreibtisch geeignet für Bureau, zwei Küchenschränke mit Anrichte und Tisch, vier Stühle (fast neu), zwei Eßzimmerstühle, einen Herrenzimmertisch, ein Schlafzimmer mit Spiegelschrank und Marmor, drei Gewehre (Altertum), zwei Herrenräder, ein Motorrad (Nestoria), zwei Schreibmaschinen (Continental), eine Ladentheke, einen Treppenstuhl, ein Bett, eine Vogelhecke und Käfig, Zigarren u. n. a. 1215D Versteigerung bestimmt. Ludwig hartmeh Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Saus mit nuin. Wirtschaft. Landstädtchen. Nahe Gienen, bet kl. A z. biüin zu verk. 10955 Näheres I. Baer, Litanlaqe 29. Hegen Gallenstein-, Leber- leiden usw. hui sich das Kettlchpräparat „RAPHANOSE“ auch in alten Fallen glänzend bewährt. Viele tausend Anerkennungen. 0946 Kräuterhaus Jung, Schulstraße £ieftu. y u.iulli I-U.HC1. 14. ^eöruer 1930 7 fielü-l oiierle zui{un$t.des hoiiig "Kreuz- munsiers.schw.Gmünd 417 Gcldgew nne und i Prämi • zusammen RM. 13700 6000 05000 Lospreis M. 1.—, rorto u. 1 ist. 30 PL Ä. Dinkelmaon, Worms Postscheck 15194 Franldurt Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das vermögen der Gesellschaft für Beton und Lisenbelonbau m. b. h. in Gießen. Verschiedenes! Kemni-As'.hma- Pnlve-r. ntftitcb znmEinnehmen, be- wä xt fld) bet Asthma it. allen Erkältun s- krankheiien, macht rnhiae, buftenfxcie Nächte. Zn baden i. d. Pelikan Apotheke, Kienxvlav. IA4V Irtillerie-Verein. Zusammenkunft der [043 Damen Donnerstag, den 13. r^ebr.. abendS im HeMfchcn Hof. In einem Neubau in Gießen ist ab 1. März d. ]., evtl, schon früher, ein Ladenlokal (Größe ca 24 qm) zu vermieten Zu dem Laden gehört eine Zweizimmerwohnung mit Küche und Bad. Schriftliche Angebote unter 12140 an den Gießener Anzeiger Gesetzliche Gesellenprüfungen Anmeldungen zu den Frühjahrs-Gesellen- Prüfungen für den Prüfungsausschuß der Lehrlinge des Gewerbevereins sowie der Lehrlinge der Schmiede-, Polsterer-, Wagner- und Zimmerer-Znnung werden Freitag, den 14., u. Samstag, den 15. Februar Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Ab heute bis einschließlich Mittwoch: Im flillifle Mllklm die von der Siadt vorgeschrieben sind. FürHaushalfungenZ5Liter7.5VMk. Für Hotels, Ächörden, Kliniken usw. 60 Liter 10 Mart. iu4ia Um freundliche Bestellung bittet Edsarr Vovvmann Eisenhandlung Telephon 4165 Mittwoch, 12. Februar, 8V3 Uhr abends Japanisches Blütenfest 5 Yoshitomos spielen zum Tanzl • «r * 3 er •>. Die Nutz- und Brennholzversteigerung vom 7. L M. ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine, Ueberweisung und erster Abfuhrtag am 15. L2H., von 9 Uhr ab. Ablauf der Zahlfrist für nichtverbürgte Schuldigkeiten am 28. Februar 1930. Gießen, 8. Februar 1930. 12100 Hesssisches Forstamt Gießen. Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Römer VL Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Helgenwald. Steinbach, am 6. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. Am 30. Januar d. J. wurde unser Heber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr BürOerschuIdirektor i. R. löSßl Kurz im fast vollendeten 75. Jahre seines arbeitsreichen Lebens durch einen plötzlichen, sanften Tod in die Ewigkeit abberufen. Bis zu seinen letzten Stunden hat er seiner Familie und seinem heißgeliebten deutschen Volke im umkämptten Grenzland in Treue gedient. Die Bestattung fand am 2. Februar zu Troppau in Schlesien statt. In tiefer Trauer: Adolf Kun, OberiDßeoieur o. Vorstand der AEG, Gießen Aenne Kon ged. Grünewald Anneliese Kun. Troppau, Gießen (Llebigstraße 33). Wir bitten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. ■ 21 iD 5mtl WW aus achtbarer Na- mtlie, die sich für den KaufmannSbcrnf et inen, für sofort od. zu Cncrn nef. i2I8L> 60). 8o!öflel!0i Kolonialwaren. ,3n autaebendes Restaurant wird f.ir LonmagS eine ei« Kochstau gesucht. Anker em kann ein Mädchen vom Lande das Kochen erlernen. .Bit erfrnnen in der Geschäftsstelle des Gien. Anz. 12171) ™ verwenden täglich f CREME f MOUSON f A do« mattierende A R MoutpfiegemitteL K 9 Gesidif undHdn- ■ A de bleiben -fron A R Hausarbeit • zart F ■ und geichmeidig ■ A Raube, spröde Jr Hou» heilt in we W ■ nigen Stunden. M Preiswerte Webrahmen aller Größen, leicht zu handhaben, sowie die Web-Wolleri und Kettgarne stets vorrätig Webbrettchen zum Band-Weben, als Besätze für Kleider C. Röhr & Co. Srennholzversteigerungen I. Donnerstag, den 13. Februar 1930, vormittags 10 Uhr, in der Iiegenhain- fchen Wirtschaft zu Nieder-Ohmen aus den Forstorten Haag 3, Unterer Haag- ko pf, Dornkrätzer 1, 2, Alter Zwilling 1, 2, 3, 4, Hirz köpf, Vorderster Köpfet , 1, 2, 3, Kröbges 2, Mittelster Köpfcl 1, Junger Zwilling 1, 3, 4, Pfeifensack 1, 2, 4, Hofstrauch 2, Mühlberg 2, 4, 7, 9, Keilskopf 2, Linnenstrutb 1, Atzenboden, Hoheroth 2, 3 der Försterei Rieder- Ohmen: Scheiter rm: 27 Buche, 4 Hainbuche, 18 Eiche, 4 Birke, 13 Kiefer. Knüppel rm: 101 Buche, 145 Hainbuche, 338 Eiche, 5 Birke, 6 Erle, 3 Aspe, 6 Weide, 21 Kiefer, 9 Lärche. Reiser 1. kl. rm: 103 Buche, 50 Hainbuche, 109 Eiche, 6 Erle, Weide, 42 Fichte. Reiser 2. kl. rm: 65 Buche, 340 Fichte. Reiser 3. kl. rm: 66 Buche, 18 Eiche. Stöcke rm: 41 Fichte. 12050 II. Samstag, den 15. Februar 1930, vormittags 10 Uhr, in der Zöll schen Wirtschaft zu Elpenrod aus den Forstorten Brückerwald 1, 4, 5, 6, 11, Eisenmannsberg 3 der Försterei Elpenrod: Scheiter rm: 100 Buche, 4 Eiche, 2 Kirschbaum, 1 Kiefer, knüppel rm: 300 Buche, 25 Hainbuche, 28 Eiche, 4 Kirschbaum, 4 Kiefer, 11 Lärche. Reiser 1. kl. rm: 18 Eiche, 56 Fichte. Reiser 2. kl. rm: 510 Buche, 6 Eiche, 6 Aspe. Reiser 3. kl. rm: 92 Buche, 4 Kirschbaum. Stöcke rm: 29 Buche. Das an beiden Tagen zur Versteigerung kommende Holz ist nicht unterstrichen. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft für die Versteigerung unter I durch Herrn Förster Landmann, Nieder-Ohmen, unter II durch Herrn Förster Simon, Elpenrod, sowie die unterzeichnete Stelle. Grünberg, den 6. Februar 1930. Hessisches Forstamt Nieder-Ohmen. ■ erhalten Sie sich Bal8" UQQr schön und voll bei tä"l. Gebrauch des • ■■•eoew Kehlen Brenn- newse Haarwassers nach Hofano theker Schaefer. Laaransfall, Schoppen u. KopIjnckenverschwinden.Fein parfümiert Flaschen mitbringen. *'4 Liter 0.75 RM., Lit. 1.25 RM. Nur erhaitl.Engel-Apotheke, Astoria-Lichtspiele Ab heute bis einschließlich Mittwoch: Rich.Talmadge in seinem neuesten Sensationsfilm Kampf umMittemacht Ferner: Abenteurer im wilden Westen in der Hauptrolle Jack Perrln und Slarllght, sein berühmter Schimmel-Hengst - Sowie: Zwei entzückende Lustspiele OherhessisdierBescliidilsferein Donnerstag. 13. Februar, abends 874 Uhr, im Hörsaale des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße Vortrag mit Lichtbildern von Archivrat Dr. Uhlhorn, Marburg, über Die geopolitischen Grundlagen der Solmser Geschichte und ihre Auswirkung im Mittelalter Bitte! Mittelloser. 20jähr. Kam mann tfiit beit. Zeugn, der wea.Steuerns üchm Gienen in v ehand- lunn begeben must, sucht zur Bestreitung des Unterhalts in Gtenen od. Umgebg. Arbeit lam liebst. Danetposteni bei bescheidenen Ansvriich. 8 Stunoen Arbeitszeit können trotz Kur zugesagt werden. Scbrtltltche Angeb. unter 1*221 D an den Gtest. Anr. crbeien. Suche für meine Tochter, 17 Jabre, Lnzeutnöbilduna, z. St. 'N d. Höheren Handelsschule. Volon ärsielle auf kaufmännisch. Bureau mit oder ohne Vergliinnr. Schrtiiliche Ange- boie unter 0958 an den Gien. Anz. erb. A!illliiiliisoziaiiskisi!ielNiilsUlSliikeiiiliiviiii!i 6od)lii)ulfltüPDe Kletzen TieuStag, den 11. Februar 1930, abends 8 Hör, spricht im oft teil er* der bekannte nationalsozialistische Verteidiger Dr. s. Sre'siev -Kagei . über daS Thema: llnfere gemeinsame Aot gehoben. 3. Das Veräußerungsverbot, wonach der Schuldnerin verboten wird, über die ihr gehörigen Grundstücke zu verfügen, wird aufgehoben. 1233U Gießen, den 6. Febr lar 1930. Hessisches Amtsgericht. JünY&' 10 Aktei Weitanlage 51 p. Landwirtstochter tn den 30er wahren, erfahren u. felbständ. in allen Arbeilen, sucht Stelle z. Füh. rting ein S Haitsh. oder fönst vassenden Wirkitngskreis in ruMuemHniise.Schr. Angcb. unter 0945 nn d. Giest. Auz. erb. Montag, 10. Hebruar 1950 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 54 Zweites Blatt Wege zur glücklichen Ehe. Keine Frage bewegt heute die Oef- fentlichkeit so sehr, wie das Eheproblcm. Leider wird es nur allzuoft in leichtsinniger, oberflächlicher Weise behandelt. Man macht es sich sehr leicht, reformerische Wege zur äleberwindung der angeblichen Chekrisis zu weisen, und Übersicht dabei ganz, daß man damit d i e Grundlagen unseres gesamten Familienlebens zu erschüttern droht. Wir haben deshalb einmal einer Reihe von Persönlichkeiten, die vermöge ihrer Stellung und ihrer Erfahrung eine Einsicht in die Konfukts- niöglichkeiten des Ehelebens haben, die Frage vorgelegt: Welches sind denn tüt» sächlich die Klippen der Ehe, und wie vermeidet man am besten diese Ge- fahren? Hier die Antworten: Aus meiner Praxis. Don Dr. Annemarie Wever, Leiterin einer Ehederatungsstelle Charlottendurg. In der Cheberatungsstelle werden die verschiedenartigsten Konfliktstoffe uns vorgelegt, die oft beim ersten Anhören als gänzlich unauflösbar erscheinen. Jedoch muh man sich vergegenwärtigen, dah eine Frau oder ein Mann, die zu uns in Die Ehebcratungsstelle kommen, schon irgendwie positiv eingestellt sind, dalh: sie einen Rat wollen und bereit sind, ihn zum mindesten zu prüfen. Wer von vornherein entschlossen ist. eine Lösung der Ehe zu betreiben, wird sich bei uns nicht erst blicken lassen. Wie wir beraten, das ist natürlich generell nicht zu sagen; wenn man überall individuell arbeitet, sodann doch in dieser Arbeit, die sehr behutsam und feinfühlig getan sein muh. Sehr oft sagen wir den ratsuchenden Ehegatten: „Lauft nicht beim ersten Konflikt auseinander und nicht in der ersten Hihe der Leidenschaft! Laht ein paar Tage hingehen, ehe ihr Entschlüsse saht, die für euer Leben und auch für das Leben eurer Kinder sehr schwerwiegend sind. Rach ein paar Tagen sehen die Dinge schon etwas anders aus." Häufig raten wir auch zu einer kurzen räumlichen Trennung, damit die Ehepartner e ine g e w i s s e D i st a n z zu sich und zu den Geschehnissen gewinnen — auch damit erreicht man mitunter sehr vier Gutes. In der zeitweiligen Trennung sicht man sehr oft die Dorzüge des andern klarer, nicht mehr getrübt durch die Affekte des Alltags. Wichtig ist auch, den in feinem Gefühl gekränkten Ehepartner dahin zu bringen, dah er die Angelegenheit einmal vom Standpunkt des anderen sieht. Besonders schwer ist das bei Konflikten, bei denen ein Dritter oder eine Dritte beteiligt sind. Denn der Eifersuchtstrieb ist bei den meisten Menschen fo stark entwickelt, dah keine gerechte äleberlegung ihn eindämmen kann. Häufig findet man auch die Idee, dah eine Frau, die von ihrem Mann betrogen toure, sich nicht scheiden läßt, damit er nicht die Rivalin heiraten könne, denn „eine Strafe müsse doch fein". ,, Häufig ist die Frau auch selbst daran schuld, dah der Mann seine Freizeit außer d em Hause verbringt. Vielleicht hat sie es nicht verstanden,' ihm die kurzen Freistunden nach an« strengender Arbeit im Hause wohltuend zu gestalten, vielleicht hat sie auch über Verschwendung geklagt, wenn der Mann einmal ins Kino oder zu einem Glase Vier fortgehen wollte. Ich sage in solchen Fällen zu den ratsuchenden Frauen: „Sparsamkeit ist gut. Wenn sie aber dahin fuhrt. Dah der Mann, der schliehlich auch mal etwas anderes als Arbeit haben muh, dann allein ausgehl, so tojrb die Sache auf die Dauer nicht billiger, denn er findet schon irgend jemanden, der mit ihm geht — und zu der Ausgabe kommt noch die Gefahr." Hat der Mann irgendein Steckenpferd, das nicht zu teuer ist, Radio. Sport oder dergleichen, so soll eine Luge Frau es ihm nicht nur lassen, sondern, wenn es geht, ihn auch in seinen Interessen unterstützen. Die größte Klippe der glücklichen Che aber ist heute d i e pekuniäre Frage. Die Frau muh erreichen, dah der Mann ihr regelmäßig und im Rahmen seiner Verhältnisse äuskömmliches Wirtschaftsgeld gibt, damit nicht t ä g » l ich der Kampf um den Groschen ausgefochten werden muh. Der Mann muh lernen, die Haushaltarbeit der Frau auch richtig zu werten. . Ferner rate ich allen Frauen, sofern sie ihren Veruf durch d'.e Ehefchliehung aufgegebvn haben, doch wenigstens die Fühlung mit ihrem Berufe zu behalten, damit sie in Fällen der Rot wieder hineinkommen können. An Sparen und Zurücklegen können heute nur noch sehr wenige Menschen denken, Und die Sorge: Was wird, wenn der Mann krank, arbeitsunfähig wird. od:r wenn er st rbt? beschattet o t das Glück einer Ehe in starkem Mähe. Aus diesen Gründen heraus sollen auch die Frauen irgendwelche Versicherungen, die sie für den 5 rant- heitsfall schützen, weiterführen — und nicht wegen Der paar Mark Ausgaben die Kranken- und Invaliden- oder Lebensversicherungen aufgeben. Heute, wo alle wirtschaftlichen Verhältnisse fo schwer und unsicher sind, ist solch eine Versicherung oft die einzige Sparkasse und darüber hinaus eine Beruhigung, die sicher auf die Gestaltung der Ehe nur günstig einwirken kann." Keine pekuniären Gorgen. Don Rechtsanwalt Or. F., Berlin. „Der Ursprung der Eheschwierigkeiten, wie sie sich mir in meinem Bureau bei Scheidungsprozessen zeigen, liegt meist entweder in erotischer Untreue oder in finanziellen Unstimmigkeiten. Die Frage des Taschengeldes für Die Frau, um ihr innerhalb des Haushalts eine gewisse Selbständigkeit zu ermöglichen, ohne dah sie beim Wirtschaftsgelde .Schmu machen' muh, ist einer der Hauptgründe, aus denen eine Ehe im Keim zerstört werden kann. Ferner ist es d i e Unstimmigkeit über Ausgaben und Sparen, die gleichfalls zu fchtoerwiegenden Differenzen führen kann. Viel zu selten haben die beiden Ehepartner so viel wirtschaftliches Verständnis, um zu wissen, dah man nicht das ganze Einkommen aufbrauchen, sondern einen Teil des Einkommens von vornherein zurücklegen soll, um im Laufe der Iahre ein Kapital für die Zeit anzusammeln, wo die Erwerbsfähigkeit des Mannes nachzulassen beginnt Oft habe ich, wenn ich zur Beratung in ehe- lichen Differenzen wirtschaftlicher Ratur heran- gezogen wurde, angeregt, fünf bis zehn Prozent des verfügbaren Einkommens lausend in einer Lebensver s icher ung anzulegen und zwar so, dah das Kapital spätestens im 50. oder 60. Lebensjahr ausgezahlt wird. Will dann die Frau Anschaffungen machen, zu denen der Ehemann sonst seine Genehmigung nicht geben möchte, so erspart den Eheleuten die selbstverständliche Unantastbarkeit der Lebensversicherung Den für sie sonst üblichen Chekrieg. Dabei ist die Frau für diese Sparmethode am leichtesten zu gewinnen. Gerade sie hat ja in jedem Falle Den Ruhen, ganz gleich, ob der Ehemann vorzeitig stirbt oder das 50. bzw. das 60. Lebens- jafjr erreicht, in dem die beiden Ehegatten das Kapital dann ausgezahlt erhalten. Leider bin ich eben in meiner langjährigen Praxis, in der man mich naturgemäß immer nur in zerrüttete Ehen hat hineinblicken lassen, ein sehr nüchtern denkender Mensch geworden. Romantik ist etwas sehr Schönes, mit Romantik allein aber sind die Wege zur glücklichen Ehe nicht garantiert. Rur das Bewußtsein, einen gefestigten materiellen Boden unter den Füßen zu haben, wird im 20. Iahrhundcrt Eheleuten die Möglichkeit schaffen. ein langes und nicht immer leichtes Leben hindurch treue Kameradschaft zu halten." RaumistinderkleinstenHüiie? Don Frau Dorothea Goebler. „In meine Sprechstunden kommen allwöchentlich viele Menschenkinder, um sich Rat zu holen. Meist sind.die Sorgen seelischer Art. Da vernachlässigt der*Chemann die Frau, da entdeckt die Frau, daß er mit der Geschäftskollegin ausgeht, dah er ihr von seinem geschäftlichen und seinem geistigen Geben nichts mitteilt und so fort. Daneben ist das Problem der Wohnung ein sehr großes; w.eviele junge Leute kommen zu mir und sagen: Wir möchten zwar gerne heiraten, aber wir können uns keine eigene Wohnung laufen. In wie vielen Fällen erzählen mir aber dieselben jungen Leute: Wir zahlen ein Motorrad, ein Motorboot ab, wir gehen jeden Samstag und Sonntag tanzen! Ich versuche ihnen dann klar zu machen, daß es besser ist. kein Motorboot zu haben und dafür eine eigene Wohnung. Richds ist eine größere Klippe für die Ehe, als das möblierte Zimmer bei einer Wirtin oder bei der Mutter des Mannes. Ich möchte einmal eine Statistik aufftellen, wieviele Chen durch dieses Zusammenwohnen zerstört wurden. Darum ist mein erster Rat: Wohnt nicht bei der Schwiegermutter! Rur in seltenen Fällen ist die Mutter des Mannes imstande, die Eifersucht auf die Schwiegertochter zu überwinden. Aber felbst, wenn ihr das gelingt, sind d i e Ansichten von alten und jungen Leuten z u verschieden, als daß etwas Harmonisches im Zusammenleben herauskommen könnte. Auch ist es klar, daß das möblierte Zimmer nie das Gefühl der Behaglichkeit, nie eine Feierstunde nach schwerer Arbeit geben kann, wie das kleinste und bescheidenste Heim, für das man schafft und spart. Die Wohnfrage ist die Hauptklippe der Ehe. wer sie zu umschiffen weih, hat viel gewonnen." pflege des Aeußeren ist erste Ehepsticht. Don Or. mcb. Elfriede Ehrenreich. „Soweit die Frau bei Ehefchwierigkeitcn als .schuldiger' Teil in Frage kommt, scheint mir oft ihre mangelhafte Einsicht in die überaus große Wichtigkeit kosmetischer Körpers ur- sorge eine Rolle zu spielen. Gerade so. wie in geistiger Hinsicht nicht die großen Fragen der Weltanschauung die eigentlichen Klippen bergen, an denen die Ehe leicht scheitert, sondern Meinungsverschiedenheiten über öic Kleinigkeiten des täglichen Lebens so find es beim Aeußeren der Frau sehr oft nur kleine kosmetische Mängel, die den ersten Anlaß zur erotischen Entfremdung geben und damit zur allmählichen Untergrabung der Ehe führen können. Eine häßliche Warze, ein Leberfleck, ein paar rote Aederchcn im Gesicht, fettige Haut, an unerwünschter Stelle sprießende Härchen, vorzeitig auftretende Fältchen und Runzeln im Gesicht. ja sogar ein falsch gewähltes Parfüm und ähnliche Kleinigkeiten können auf die Zuneigung des Gatten wirken. . Keine Ehe brauchte an solchen Klippen zu scheitern. wenn die Frauen scharfsichtig genug wären, sie rechtzeitig zu erkennen, und klug genug, sie zu umschiffen. Die ärztliche Kunst verfügt über wirksame Mittel gegen alle kosmetischen Sorgen der Frauen. Sache jeder Frau aber sollte es sein, die Wichtigkeit rationeller Körperpflege zu begreifen und damit j die Rotwendigkeit, in solchen Fragen nicht dem Rate Unberufener, sondern nur dem wirklichen I Sachverständiger zu folgen." Oesterreich undMenSchulteranSchuller. Bon unserem römischen Rom, Februar. Zur gleichen Stunde, als in Sara j e v o eine Gedenktafel für den Anlasser des Kriegswagens enthüllt wurde, trat der Gesandte des italienischen Königs an die Wiege des neuen österreichischen Rationalismus. ®a- vriele Prineip — goldene Buchstaben halten jetzt den Ramen fest, den man fast vergessen hatte — war an jenem 28. Iuni 1914 für eine Sekunde laut gewesen, so laut, daß es knallte und ein viereinhalb;ährigcs Echo nachrollte, dafür ehrte ihn jetzt feine Ration durch ein zwei Minuten langes feierliches Schweigen. Der Gesandte des italienischen Königs dagegen, der vierzehn Iahrc lang an Oesterreich schweigend vorbeigesehen hatte, rief öffentlich in Wien aus: „Der durch die große und mächtige Volksbewegung der Heimwehr auf den Schild gehobene Kanzler Dr. Johann Schober wird wie ein Symbol dieser Bewegung vom saszisti - sch en Italien erwartet und begrüßt!" Welch eine Wandlung durch Gottes Fügung! könnte man sich versucht fühlen zu sagen, wenn dieser Gott nicht der Beelzebub Rationalismus träte, den anzubeten nur Siegervölkcrn erlaubt ist. Was würde zum Beispiel die Welt dazu sagen, wenn — Deutschland einen Mörder durch Denkmäler verherrlichen würde? Oder kann sich jemand Poincare vorstellen, wie er die große und mächtige Volksbewegung des Stahlhelms begrüßt und sich durch sie ein Bündnis mit dem ^-Korrespondenten. Kriegsgegner von gestern, dem Erbfeind, cr- toartett Oesterreich war nämlich, nebenbei bemerkt für diejenigen, die es noch nicht gewußt haben sollten, der Erbfeind I taliens, und es hat eine Zeit gegeben, sie liegt noch lange nicht so weit zurück wie die Revolverschüsse des serbischen Rationalhelden oder die Gründung des Völkerbundes oder der Marsch auf Rom, wo Mussolini in der Kammer vor der gefüllten Di- plomatrnloge jene wegwerfende Handbcwrgung machte: „Oesterreich ist das, was es ist!^ Und hinzusehte unter dem kriegsdonnernden Beifallssturm der Tersammlung, das nächstemal würde er nicht mehr mit Worten, sondern mit Säten sprechen. Italien könne feine Fahnen über den Brenner hinaustragen... Der große Regisseur der Dölkerschauspiele, dem man einen Altar weihen sollte wie dem Unbekannten Gotte der Alten, hatte aber noch ganz andere Inszenierungseinfälle als die eingangs genannten in Sarajevo und Wien. Er ließ auch, als er den dramatischen Höhepunkt nach Rom legte, den Irredentismus, den Interventionismus und Den Faszismus aufmarschieren, die drei Großmächte, denen Oesterreich erlag. Er fügte cs, daß gerade in dem Augenblick, wo Herr Schober den Südexpreß in Wien bestieg, in Rom der alte Oesterreichhasfer Michele Bianchi sich auf das Krankenbett legte und gestorben war, als der Bundeskanzler ausstieg. Sein erster Gang war nun an die Bahre des Irredentisten, des InterGießener Gtadttheater. „Drei alte Schachteln " Unter den neueren Operetten gehören die „Drei alten Schachteln", drei Akte mit Borsviel von Hermann Haller, Gesangstexte von Ridea- in u s, Musik von Walter Kollo, zu den hübsche» ften und erfolgreichsten. Die Spielhandlung und das Libretto verzichten zwar auf die große reouemäßige Aufmachung der modernen Sch'.ageropcrette, haben dafür aber einen angenehm volksstückmäßigen Charakter, mit einer Pfunden Mischung aus derbem Humor und sanfter Sentimentalität, die um so weniger ihre Wirkung aufs Publikum verfehlt, als das Ganze im Biedermeierkostüm und in der Potsdamer Garnison spielt, wodurch in Stil und Stimmung sogleich eine sympathische Einheitlichkeit erzielt wird. Die Musik ist ganz anspruchslos und ohne besondere instrumentale oder gesangliche Entfaltung, aber liebenswürdig, einprägsam rhythmisiert und melodiös. Die Partitur zeigt den gewiegten und erfahrenen Komponisten Kollo von der besten Seite und erweist seine ausgesprochene Begabung für singspiel- mäßige Kompositionen. Die Soldatenlieder und das Glockenspiclmotio des ersten Aktes, das Terzett der „alten Schachteln" im ersten und das Menuett im zweiten Akt find musikalische Zierstücke und werden immer ihrer Wirkung sicher fein. ♦ Die Handlung ist auf einfachen, schlagkräftigen Motiven aufgebaut: sommerliche Beaegnung Der Liebenden im Park von Sanssouci, Abschied und Auszug in den Krieg, Wiederkehr und glückliche Verein gung nach zehn Jahren, dazwischen eine kleine Komödie der Irrungen, und als heitere Paraphrasierung der Haupthandlung ein drastisches Duett, gesungen, gespielt und getanzt im alten Potsdamer Stil vom Sergeanten und seiner Köchin. * Die Aufführung stand diesmal auf erfreulichem Niveau. Direktor Hans Baars hatte mit liebevoller Sorgfalt eine stimmungsreiche Inszenierung des Biedermeieridylls besorgt, und er wurde vom Kapellmeister Max Klier — trotz kleinem Orchester und bescheidenen musikalischen Mitteln — vorteilhaft unterstützt. LyOthmar zeigte sich als Anführerin des Terzetts gesanglich und darstellerisch in bester Form und. machte als graziöses blondes Biedermeierdämchen eine reizende Figur. Auch Hans Schneider hinterließ als ihr Gegenspieler Klaus Kersting diesmal recht sympathische Eindrücke. Ein volkstümlich- lustiges Pärchen bildeten Rosel Hübner-Beyer und Fritz Beyer als die Köchin Auguste und der Sergeant Cornelius Hasenpfeffer. Margarethe Berthold (Ursula) fügte sich dem Ensemble diskret und geschmeidig ein. * Es gab mehrere Wiederholungen und verdienten Applaus. Ein hübscher Erfolg. Dr. Th. Allerlieben. Don paul AlverdeS. Ein paar Iahre nach dem großen Krieg ist Iakob. genannt Köbes, der Knecht eines niederrheinischen Bauern in der Kailerswcrthcr Gegend, noch einmal mit vielen Toten zusammengewesen. Das hat sich in einer Winternacht begeben. Köbes war ein fleißiger und getreuer Knecht, aber er war fast immer traurig und manchmal so sehr, dah ihm keine Arbeit mehr von der Hand ging. Er sah dann auf dem Häckselboden. oder auf einem Feldstein, und wiegte den Kopf hin und her. und wenn ihn einer fragte, fo pflegte er zu antworten: „Ich sorge mich, ich sorge mich, es ist in meiner Ratur." Damals aber ist er mitten in der Rächt von einer großen Fröhlichkeit wach geworden; er faß eine Weile auf dem Bett, schwenkte die Arme hin und her und lachte und redete laut mit sich. „Erhebe dich, alte Kreatur," sagte er, „erhebe dich, heute ist Allerlieben." Eilends stand er auf' und zog sich an: die zerschlissene Hose mit den Knie- ledern, die hohen Stiefel, den Rock, den er im Feld getragen, hängte den Mantel darüber und stieg leise in den Hof hinab. Es war sehr hell von Sternen und wurde immer heller über dem Stallfirst, als wollte der Mond dort kommen. Köbes wunderte sich nicht, daß die dicke weihe Schimmelstute, die sonst so träge und auffasf-.g war, schon im Schnee beim Tore stand und voller Ungeduld dcn Kopf n^ch ihm warf. Er fahte ihr in die Mähne, fah auf, sie streckte sich und stob wiehernd davon, dah ihm der Wind in den Ohren fang. Sie hielt auf den Wald vor dem Wasser zu. und nun faß Köbes auch, dah die Helle über dem Rhein stand. Drohe Feuer f«bienen dort auf der Erde zu brennen, denn der Himmel zuckte von wechselndem Licht, auch zog es zuweilen wie Schwaden Rauches und stob wie Funkenregen über den Bäumen. Als er aber näher fam, .faß er,, dah es kleine Sterne waren, die wie Leuchtkugeln dort stiegen und langsam zerfielen, Licht bei Licht aller Farben, wie ein ft an der Front, soweit er sehen konnte. Aber diesmal fürchtete er sich nicht, auch vermeinte er, Gesang von drüben zu hören und den Schlag von Pauken. Richt lange darauf, schon unweit der Fähre, ist ein großer Mann in einer fremden Tracht, mit langen Haaren, in eine Art von Reitermantel gehüllt, quer über die Straße getreten und hat Köbes geboten, abzusteigen. Er fei der letzte, sagte er, und sie könnten nicht länger warten. Köbes gab der Stute einen Schlag auf die Hinterbacke, sie wandte den langen, wiegenden Leib herum, wieherte laut auf und stob davon. Die Fähre war schon gedrängt voll, von lauter Männern, wie es schien, jungen und alten, viele in sonderbaren Anzügen und viele bis unter die Augen vermummt. Köbes kannte keinen von ihnen, aber er setzte sich getrost zwischen ihrer zweie, die stumm zur Seite rückten. Der lange Mensch im Reitermantel stellte sich ans Steuer, und schräg gegen den Strom gedreht, der mit Eis ging, und sehr geschwinde glitt der Rachen über das Wasser. Alle wendeten jetzt mit großem Begehren in den Gesichtem die Köpfe nach drüben, ja einige stellten sich auf und spähten, schwankend wie die Fähre schwankte, über die Schultern und Köpfe der andern hinweg unverwandt nach dem andern Ufer. Dort vernahm Köbes jetzt deutlichen Gesang und da; Rasseln von Wagen und Geschützen und das Klappern von tausend Pferdehufen, dazwischen freudiges Rufen und Gelächter erscholl. Zu sehen aber war nichts, denn es zog sich alles auf der Straße hinter dem Damm entlang. Als das Boot aber an das Ufer stieß, stürmten sie alle sogleich ans Land und den Damm hinan und mit ihnen Köbes, als liefen sie um die Wette miteinander. Als er aber schon oben stand, da ist er mit einemmal ganz allein gewesen, die anderen waren verschwunden, auch schienen die Feuer erloschen, die Sterne fliegen nicht mehr auf und in den gefrorenen Pfützen spiegelte sich auch das blaue Firmament. Richt lange aber sah Köbes still auf dem Damm in der Höhe, als er wiederum und immer lauter ein Trappeln und Scharren und Brausen vernahm, und das Klappern von Eisen und das Knirschen von Leder, dazwischen laute Ruse, Zurufe und die Antworten, die fich weit in die gerne verloren. Dies währte sehr lange, dah auf der Strahe unter ihm welche marschierten, die er nicht sah; er fürchtete sich nicht, aber weil er auf feine Rufe, mit denen er den Ramen seines Regimentes und die Rümmer seiner alten Kompanie zu erkennen gab, keine Antwort bekam, begann er allmählich immer trauriger zu werden und sich zu schämen. Als er aber ganz verzagt eben wieder zum Flusse hinuntersteigen und nach der Fähre ausschauen wollte, da gewahrte er endlich Lichter und Fackeln auf der Straße und sah viele tausend Marschierende in Mänteln und Helmen die Straße Heraufziehen, und da waren sie auch schon heran, die er alle kannte und nie vergessen hatte: alle Lieben, alle Toten, a^er er wußte nicht, daß er sie mit solcher Liebe l?*3tc. Sie aber erkannten ihn sogleich und riefen feinen Ramen und schwenkten die Gewehre wie Fahnenstöcke, und er tanzte eine Weile auf der Straße neben ihnen einher und schrie ihre Ramen, und sie antworteten wiederum mit lauter Stimme. Endlich aber reihte er sich ein, wo eine Lücke war und faßte Tritt, und er fah, daß neben feiner Gruppe der Sergeant marschierte, den er als letzten im letzten Iahre hatte begraben helfen. Jetzt aber hatte er keine Wunde mehr, und auch die anderen Toten alle schienen unversehrt und hatten stille Gesichter. Köbes war fröhlich zumute, wie nie in seinem Leben, er fragte nichts und wußte auch nichts zu fragen, und sie sprachen auch nicht, aber so oft sie zu fingen begannen, fiel er mit schallender Stimme ein. In den Dörfern aber und Städten, die fie mit unbegreiflicher Geschwindigkeit durchzogen, schien keiner sie wahrzunehmen; nur hier und da sprang aus einem Hause heraus in langen Sähen einer von ihnen nach oder reihte vom Bürgersteig herunter sich still bei ihnen ein und ward sogleich in ihresgleichen verwandelt. Gegen Morgen aber, als sie sich dem Siebengebirge näherten, in einem großen Wald, winkte der Sergeant Iakob zu fich heraus und hob die Zelt- laterne, die er in der Hand trug, und leuchtete ihm lange ins Gesicht: „Hast du gesehen, Köbes?" sagte er bann, „wir sind alle noch da und alle heil." Damit gab er Köbes die Laterne in die Hand. Sie erlosch sogleich, da graute schon der Morgen, und er ist allein in dem fremden Wald gestanden. Köbes ist erst anderen Tages auf seinen Hof zurückgekommen. Er hat dann erzählt, was ihm begegnet war, aber sie haben ihm nicht geglaubt, auch nicht, als er das Zeltlicht vorzeigte, das er mitzebracht hatte. Das Licht darin aber verzehrte sich nicht, so oft er eS auch anzündele. Oftmals fitzt er in feiner Kammer allein und schaut in die Flamme, und wartet, daß Allerlieben wiederkehrt und sorgt sich nicht mehr. ventionisten, des Quadrumvirn, der mit drei anderen Männern den Marsch auf Rom geleitet hatte. Einige Stunden später stand der Oe.terrei- cher vor dem Italiener, Schober vor dem Duce, WieninR 0 m. Und dies im PalazzoBe- nezia, der bis zum Kriege dir römische Hochburg Habsburgs war, und wenn der Nachfolger des Grafen Berchtold scharfe Augen hat, so wird er gegenüber eine Marmorplatte gesehen haben zum Gedächtnis des von Oesterreich gehängten und folglich von Italien verherrlichten Verräters oder Märtyrers, wie man's nimmt, eine Inschrift, deren Ton nicht einmal parlamentarisch sein will. Aber das ist noch nicht alles. Herr Schober hatte schöne Orden mitgebracht und überreichte sie persönlich Mussolini. Ec huldigte dem unbekannten Soldaten vor dem Altar des Vaterlands und legte Kränze und Blumen nieder im Pantheon, auf die Sarkophage König Humberts und König Viktor E nanuels und auch der Königinmutter, deren erklärter Lebenswunsch die Erlösung von Oesterreich war. Unö Mussolini revanchierte sich. So ist noch kein fremder Staatsmann geehrt worden wie der Oesterreicher, geehrt von dem Duce, zu dem alle kommen, der zu niemand geht. (Aur Chamberlain macht immer einige Stationen vor Rom halt und bespricht sich symb lischerweise mit Mussolini an Dord eines Schiffes.) Als Waffen und Wehr des Staates aufgeboten wurden, Salven der Infanterie knallten, und Dutzende von Flugzeuggeschwadern den Himmel durchdröhnten, als die Soldaten des Königs und die Soldaten des Duce die Straßen sperrten für den grandio'enTr.auer- zug des Quadrumvirn, a's der Sag, getragen von den Männern des Direktoriums, am Palazzo Venezia hielt und der Duce in strahlender sadistischer Uniform heraustrat, da sah man zu seiner Linken den Vertreter des Königs und zu seiner Rechten — Oe st erreich, verkörpert durch den Bundeskanzler Schober. Die drei Männer traten hinter den Sarg und marschierten mit Herr Schober marschierte mit, immer mit, immer zur Rechten des Duce... Den Donner der über hundert Bombenflugzeuge in den Ohren, trat er eine Stunde später vor seine Landsleute in der Gesandtschaft und freute sich mit ihnen und feierte die wiedergewonnene Freundschaft Italiens. Und tiefbewegt stand irgendeiner auf und dankte dem Sendboten Wiens, daß er die Ration befreit habe von der asiatischen Geißel des Kommunismus. Und gemeinsam sang man die alte Rationalhymne, nur mit verändertem Text... Zwischen Ehrungen ohne Zahl, zwischen Lorbeer und Retten, zwischen Huldigungsartikeln der fa'zistischen Presse und blendenden Banketten unterzeichnete Bundeskanzler Schober den Freundschaftsvertrag mit dem „Erbfeind". Und Mussolini setzte seinen gewichtigen Ramen darunter. Und der König sein Siegel. Eine nahe Vergangenheit ist begraben. Aeutzer- lichkeiten, Zufälle, diese Vorgänge in Rom, in Wien, in Sarajevo? Mag sein, darm find es aber sehr bezeichnende Aeußerlichkeiten. Und der. Zufall, das; nun Italien das strategische Aufmarschgebiet gegen Jugoslawien offensteht und der Ring um Ungarn gesprengt und Italiens östlicher Interessenkreis geschlossen ist, wird vielleicht eines Tages so laut in die Weltgeschichte hineinspielen, daß er eine Gedenktafel verdient wie das zufällige Geknall in Sarajevo. Die Leute, die erst ihre innenpolitische Brilk aussehen müssen, wenn sie die Außenpolitik feien wollen, wollen die Ursache der großen Wandlung nicht sehen: die Abkehr Oesterreichs von dem Zustand, der zum Beispiel Deutschland noch beherrscht, das Bekenntnis zu einem neuen nationalen Lebenswillen. Wer in Rom lebt, der weiß, daß es ausschließlich dem durch die Heimwehren zum Ausdruck gebrachten Erstarken zu danken ist, wenn Oesterreich im Haag die Tributketten abgenvmmen wur- Die blonde Sklavin. Vornan von Hermann Weick. 2 Fortsetzung. Na.-druck verboten Auf Schulhoffs Fragen berichtete sie dann von ihrem Aufenthalt auf dem Fe.'dberg. Es waren nur wenig Gäste dagewesen, so daß man sich ungestört der Schönheit und Ruhe der Wälder habe hingeben können. Cs war anfangs etwas Scheues Zurückhaltendes in ihrem Sprechen. Mehr und mehr aber schwand es, auch das Schwermütige wich aus ihren Zügen und machte einem heiteren Ausdruck Platz. Die Zeit verging, die meisten Mitreisenden hatten bereits den Speisewagen verlassen. Roch immer saßen die beiden einander gegenüber und unterhielten sich, als seien sie alte Freunde. „Fahren Sie noch weit, gnädiges Fräulein?" fragte Schulhofs. „Bis Berlin." „Dahin will ich auch! ... Ist es sehr neugierig von mir. wenn ich frage, ob Sie in Berlin zu Hause sind?" Die Dame zögerte. „Ich wohne in Berlin ..." ..Dann sind wir ja Landsleute! Ich bin auch Berliner!" Etwas wie ein Erschrecken ging blitzschnell über die Züge der Fremden. Sie wurde schweigsam. „Ich will nun wieder in mein Kupee gehen," sagte sie gleich darauf unvermittelt Sie stand schnell auf, nickte Schulhofs grüßend zu und ging hinweg. Betroffen sah Schulhofs der schlanken Erschei- nung nach. Diesen raschen Abschied hatte er nicht erwartet! Das sah fast so ans, als habe die Fremde ihm bedeuten wollen, daß sie keine weiteren Annäherungsversuche von seiner Seite wünsche. Er wollte es sich nicht eingestehen, daß er verstimmt war. Auch als er nachher wieder in seinem Kupee sah, kreisten seine Gedanken um die Fremde. Er war ärgerlich auf sie. Warum war sie, die vorher so freundlich und herzlich mit ihm geredet hatte, mit einem Male so unfreundlich, ja abweisend gewesen? Schulhofs raffte sich auf. Es war zu töricht, sich mit solchen Grübeleien abzugcben! Wie kannte er eine Reisebekanntschaft so wichtig nehmen! Da die Rächt inzwischen hereingebrochen war, begab sich Schulboff in den Schlafwagen. Er legte sich sogleich nieder und versank in einen leichten Schlummer. den, wenn die Servituten gestrichen tourten, wenn es die Freundschaftshand einer Großmacht fand. Es fragt sich nur, was Wien wird geben muffen. Denn nur um ter schönen weißen Haare Schobers willen läßt sich Mussolini nicht mit österreichischen Orten schmücken. Cs muß klar sein, daß er Wien um so mehr entgegenkommt, je weiter es sich vom Anschluß und vom Brenner entfernt. Auch mit Iugo- slawien hatte ja Mussolini einen Freundschafts- pakt geschlossen. Rach Ablauf von fünf Jahren geriet er jedoch, zufällig, in den Papierkorb. Richt einmal eine Gedenktafel hat er, beiläufig, erhalten. Schulrat Süß-FNedberg achtzig Jahre alt. WSN. Friedberg, 9. Febr. Am 11. Februar begeht Schulrat i. R. S ü ß (Friedberg) seinen acht- zigsten Geburtstag. Schulrat Süß wurde am 11. Februar 1850 zu Partenheim in Rheinhessen geboren. Er besuchte von 1867 bis 1869 das frühere Lehrerseminar in Partenheim und war bani\, als Hilfslehrer für Musik an der gleichen Anstalt tätig. Im Jahre 1874 wurde er zum Seminarlehrer ernannt. Qm Friedberger Seminar entwickelte Süß eine überaus segensreiche Tätigkeit, aus der er bei seiner Ernennung zum Kreisschulinspektor im Fahre 1895 ausschied. 26 Zähre lang hat er dieses Amt bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand in vorbildlicher Weise versehen. Vielen Lehrergenerationen ist er während seiner Tätigkeit im Seminar ein mit seltener Geistesgabe ausgerüsteter Führer gewesen. Schulrat Süß bat mit großem Erfolg auch an der Schaffung günstiger äußerer Bedingungen für die Erteilung eines fruchtbringenden Unterrichts gewirkt. Seine reichgesegnete Wirksamkeit findet in weitesten hessischen Lehrerkreisen reiche Anerkennung. Eine große Eborvereinigung in Bad-Nauheim WSR. Dad-Rauheim. 9. Febr. Die beiden hiesigen gemischten Chöre Evangelischer Kirchenchor und Singakademie haben sich unter dem Ramen „Chorvereinigung D a n k e s k ir ch e n ch o r und Singakademie" vereinigt, um die bisher erstrebten Ziele jetzt gemeinsam zu verfolgen. Der Chor zählt heute schon 130 Mitglieder und dürste durch seine Arbeitsgemeinschaft mit den beiden gemischten Chören in Butzbach in der Lage sein, auch große Chorwerke (Passionen, Messer usw.) zur Aufführung zu bringen. Wie wir hören, ist die Aufführung eines Hänöelschen Oratoriums im Rahmen der diessommerlichen großen Konzerte in Dad-Rauheim in Gemeinschaft mit dem Kurorchester in Aussicht genommen. Dirigent der neuen Chorvereinigung und auch der beiden Butzbacher Chöre ist Musikdirektor Rosenmeher, Bad-Rauheim. Landkreis Gießen. r. Klein-Linden, 7. Febr. Unter Beteiligung einer großen Zahl von Kindern, Enkeln und Urenkeln feierten am Donnerstag die Eheleute Konrad Lotz und Marie, 'geb. Faber, da sseltene Fest der diamantenen Hoch- ?e i t Beide Iubilarc erfreuen sich einer guten örperlichen und geistigen Gesundheit. Die kirchliche Feier fand am Rachmittag im Hause statt. Rach Verlesung des Protokolls aus dem Trau- register vom Jahre 1870 sprach Pfarrer Bremmer über die Bedeutung des Trautages und des Iubeltagcs. Rach einem gemeinsam gelungenen Loblied folgte eine Ansprache des Ortsgeistlichen auf Grund des 103. Psalmes mit anschließender Einsegnung des Jubelpaares. Am Schluß der Feier überreichte Pfarrer Bremmer dem Jubelpaar ein künstlerisches Gedenlblatt des Lan- desllrchenamtcs mit einem Glückwunschschreiben für die treuen Dienste des Jubilars als Kirchengemeindevertreter. Von den weiteren Glückwünschen seien erwähnt die Glückwünsche des Kreis- Als in einer Station ter Zug rasch hielt, erwachte er. Die Bremsen knirschten, im Gang wurden Stimmen laut, Wagentüren schlugen zu, nun fuhr der Zug wieder an. In Felix Schuthosf war aber eine Unrast, die er sich nicht erklären konnte. Die Stimme der fremden Dame, mit ter er im Speisewagen gesessen hatte, klang an fein Ohr, ihr Bild stand vor ihm. Er wollte es verscheuchen, aber es wich nicht. Wie eine Flamme erhellte es den dunklen Daum. Schulhofs richtete sich auf und schaltete das ßkfjt ein. Er griff nach einer Zeitung, legte sie aber nach wenigen Minuten wieder zur Seite. Die Stille, die ringsum herrschte, bedrängte ihn. Es wurde ihm zu eng in dem schmalen Gemach. Er beschloß, sich für eine Weile im Gang aufzuhalten, und kleidete sich an. Als er auf den nur matt beleuchteten Gang hinaustrat, stockte er jäh. Das Blut strömte ihm zum Herzen. Wenige Schritte entfernt, an das Fenster gelehnt, stand die Fremde ... Beim Geräusch der sich öffnenden Türe hatte sie sich Schulhofs zugewandt. Es schien, als wolle sie- zurückweichen ... dann drehte sie ihr Gesicht wieder dem Fenster zu. Schulhofs trat an ihre Seite. Sie blickten einander nicht an. Schweigend verharrten sie wenige Sekunden. Felix Schulhofs fragte leise: „Können Sie auch nicht schlafen? ..." „Rein ...," antwortete die Fremde kaum hörbar. Mieter war ein langes Schweigen. Sie blickten beite in die Rächt hinaus. An Lichtern brauste der Zug vorüber, die aufblihten und im gleichen Augenblick verlöschten. Die Räder dröhnten im gleichen Takt: es war wie eine laute, aufpeitschente Melodie. Lauter aber noch regten sich die Stimmen in den zwei Menschen, die, von einer unerllärlichen Macht zueinander hingezogen, im fahlen, dämmerigen Licht des Wagenganges standen. Ringsum schliefen die Passagiere: nur sie beide wachten, aufgejagt von ahnungsschwerer Unruhe ... „Ich ertrage heute die enge Schlafkabine nicht," sagte Schulhofs dann, um das bange Schweigen zu brechen. „Ich komme mir wie ein Gefangener vor! Da ist es besser, hier draußen zu stehen und in die Dacht hinauszuschauen!" Die Fremde sagte nichts darauf. Mit langsamer, etwas müder Geste fuhr sie sich über die blonden Haare, die im Licht ter fernen Lampe matt schimmerten. Eine Frag« drängte sich Schulhofs auf die Lippen. »Warum sind Sie heute abend fo rasch von direktors des Kreises Gießen und ein Schreiben des hessischen Innenministers. Auch von dem Reichspräsidenten von Hindenburg war eine Glückwunschehrenurkunte eingegangen. Am Abend brachte ter Mädchenchor der evang. Iu- gendvereinigung dem Jubelpaar ein Ständchen und fang mehrere passende Chorlieder. Der Jubilar dankte gerührt für die Ehrung. L. W i e s e ck, 10. Febr. Samstagabend fand bei Gastwirt Braun eine außerordentliche Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Konsumvereins statt, die sehr stark besucht war. Der Einspruch zur Vergebung des Fuhrwerkes wurde zurückgewiesen, da durch den Vorstand und Aufsichtsrat die Vergebung bereits geschehen war. Die geschäftliche Aussprache brachte manche Aufklärung. Es wurde von Vorstand und Aufsichtsrat versprochen, bei weiteren wichtigen Entscheidungen erst die Generalver- sammlung zu befragen. Für das vom Vorstand Aurüdgetretcnc Mitglied Erb wurde Karl Rodenhausen gewählt. In den Aufsichtsrat wurden Wilh. Erb und Karl D a m p e r t gc- wählt. z. Rödgen, 7. Febr. Missionar G o h, ter erst im Oktober von seiner Missionsarbeit in China zurückkehrte, zeigte am Dienstagabend in Annerod und am Mittwochabend hier in Rodgen im Auftrag der Basler Missionsgesellschaft te.t zweiten Indienfilm „Das Licht scheint in der Finsternis" und gab dazu die notwendigen Erläuterungen. Pfarrer Bönning dankte am Schluß für die inter» effante Vorführung. 0 Holzheim, 8. Febr. Am 6. Februar feierte eine unserer ältesten Einwohnerinnen Wilhelm Laux, Witwe, im Kreise ihrer 3 Kinder, 8 Enkel und ebensoviel Urenkel ihren 8 6. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich noch in außergewöhnlichem Maße körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. —. — Rieder-Bessingen, 8. Febr. Gestern feierte unser evangelischer Jung- mädchenverern im Saale des Herrn Lotz sein Iahresfest. Der gefüllte Saal war ein Zeichen, wie die ganze Gemeinde, nicht nur am Iahresfest, sondern auch an den Zielen und am Leben des Vereines innigen Anteil nimmt. Es war dem Verein unter der bewährten Leitung seiner Führerin, ter Frau Prinzessin Auguste Eleonore zu Solms-Lich, gelungen, allen Besuchern einen schönen Abend zu schenken. Der Abend war einem alten, wertvollen Gut unseres Volkes geweiht: dem deutschen Volksmärchen. Mit großem Geschick spielten Mitglieder des Vereins die beiden Märchenspiele: „Das Mädchen ohne Hände" und „König Drosselbart". Reicher Beifall belohnte die Spielerinnen. Der Ortsgeistliche wies auf Grund von Ps. 31 V. 16 auf die große Ausgabe eines evangelischen Iungmädchenveremes hin. Gedichte und Gesänge vervollständigten das Programm, das nach allen Seiten hin lebendig und anschaulich zeigte, was das Mesen eines rechten kirchlichen Iungmädchen- vereins ist. Kreis Friedberg. WSR. Dad-Rauheim, 9. Febr. Die hiesige evangelische Kirchengemeinde wird am diesjährigen Dolkstrauertag (16. Marz) in der Dankeskirche zwei Kriegergedächtnistafeln füt ihre während tes Wellkrieges gefallenen Gemeindeglieder weihen. Die beiden Tafeln, die in der Vorhalle ter Kirche ihren Platz erhalten werten, sind ein Werk tes bekannten Kirchrmnallrs Veite, ter in ständiger Fühlungnahme mit dem Denkmalp I ger in Oberhessen, Geheimrat Wa 1 be, arte.t t. Durch zwei schlanke Lichtträger, die in der Vorhalle auf- gestellt werten und bei besonderen Gelegenheiten brennen sollen, erhält der dreiteilige Raum den Charakter einer Gedächtnishalle. Kreis Büdingen. !! Düdingen. 5. Febr. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner Sitzung von Ende mir weggegangen? ... Habe ich Sie irgendwie gekränkt? ..." „Rein ..." „Dann bin ich beruhigt! Ich habe mir schon Gedanken deswegen gemacht!" Ein Lächeln kam in das Gesicht der.Fremden. „Meinetwegen? ... Wir kennen uns ja kaum!" „Kommt es immer auf die Dauer des Bekannt» seins an? ... Ich meine nicht! Cs wäre mir jedenfalls schmerzlich gewesen, wenn Sie mit einer Mißstimmung von mir gegangen wären!" Sie unterhielten sich dann von gleichgültigen Dingen, von den Reisenden, die nebenan in ihren Betten schliefen, von der nächtlichen Landschaft, durch die der Zug jagte. Aber in ihren Stimmen, dje sie geflissentlich dämpften, war ein seltsam heißer, verhaltener Unterton, und immer wieder begegneten sich ihre Augen in stummem, leidenschaftlichem Fragen. In der Ferne tauchten die Lichter eines großen Bahnhofs auf. Der Schlafwagenschaffner kam aus seiner Kabine; mit kurzem Blick streifte er die beiden, dann ging er zum anderen Ende des Wagens. Die Fremde sagte, und es war, als erwache sie aus einem Traume: „Ich will jetzt schlafen gehen ..." Schulhofs griff nach ihrer Hand. „Ich danke Ihnen für dieses Beisammensein! Cs war sehr schön ... ich werde diese. Stunde nicht vergessen!" Sie sah ihn lange an; Schmerz verdunkelte plötzlich ihre Blicke „Ja ... es war schön ..." „Werden wir uns in Berlin Wiedersehen?" Die Fremde senkte das Haupt. Sie antwortete nicht. „Ich möchte Sie Wiedersehen!" fuhr Schulhofs bittend fort. „Dieses Zusammentreffen kann doch nicht einfach so zu Ende sein!" „Es muß zu Ende sein!" erwiderte die Fremde daraus mit seltsam harter Stimme Bestürzt sah sie Schulhofs an. „Warum? ..." Dann zögernd: „Sind Sie verheiratet? ..." Die Fremde schüttelte das Haupt. „Also nicht! Dann besteht doch keine Ursache, daß wir uns nicht treffen 1“ Ein fröhlicher Uebermut ergriff ihn. Er nahm die schmale Han- der Fremden zwischen seine beiden Hände. „Ich lasse Sie nicht so einfach verschwinden!" sagte er und suchte ihre Augen, die ihm auS- wichen. „Und wenn es nicht anders geht, so werde ich Sie eben in Berlin suchen, bis ich Sie finde ..." Die Fremde riß ihre Hand zurück. ES war eine Gebärde angstvollen Schrecks. „Sie sotten nicht nach mir forschen!" stieß sie erregt hervor. „Sie dürfen es nicht tun!" f Januar mit dem Ergebnis ter Brunnen- bohrung in S a l i n e n g r u n d, wo man bei der Erbohrung eines neuen SüßwasserbrunnenS jur Behebung tes Wassermangels in unserer Stadt in geringer Tiefe auf Salzwasser gestoßen war. Der Leiter ter Bohrarbeiten, Ingenieur Farr, Fulda, erstattete Bericht über die Bohrarbeiten, anschließend gab Bürgermeister H i l d- ner das Ergebnis der Wasseruntersuchung durch das Chemische Unter,uchungsamt Gieren bekannt und berichtete gleichzeitig über die mit der Fürstll Büdingischen Verwaltung geführlen Verhandlungen und über die Rechtslage bei einer etwaigen Ausbeutung tes zutage getretenen Mineralwassers. Der Sachverständige empfahl, das Ergebnis der ganzen Sache zu den Akten zu nehmen und das Bohrloch, soweit Mineralwasser in Betracht kommt, wieder zuzusüllen. Der Gemeinderat beschloß diesem Vorschlag entsprechend, daß die Verhandlungen mit ter Fürstl. Verwaltung geschlossen werden. Sodann tour )e ter Bürgermeister beauftragt, mit den Besitzern eines Hauses am Pferdsaacher Weg toegen Erwerb dieses Grundstückes zu verhandeln, da die Stadt dieses Haus erwerben teilt, um durch dessen Abbruch eine Verbreiterung der 'Straße herbeizuführen. DaS in Tetracht kommende Grundstücksobjekt bildet gegenwärtig für Langholzfuhrwerke ein starkes Hindernis. Im übrigen beschäftigte man sich mit einigen kleineren Angelegenheiten. — Der Zweigverein Büdingen des V. H. C. veranstalte.e im Saale des Hotels „Zum Fürstenhof" bei regem Besuch sein diesjähriges Auszeichnungsfest. Der musikalische Teil des Abends wurde von ter Kapelle Knaf in ausgezeichneter Weise bestritten. Rach einem Prolog von Frb Hertha H i 1 d - ner sprach ter stellv. Vorsitzende Hugo Schneider feine Worte ter Tegrüßung, in der er ten hohen Wert des Wanderns prieZ. Rach dem Gesang tes Vogelsberglietes wurde durch Wandermeister Schwarzhaupt die Auszeichnung derjenigen Mitglieder vorgenommen, die sich im letzten Jahre an ten Wanderungen des Zweigvereins rege beteiligt haben. Es konnten über 30 Auszeichnungen verliehen werden. Rach der Mitteilung des Wandermeisters waren die letzt- jährigen Wanderungen durchschnittlich von je 50 Mitgliedern besucht, eine im Büdinger D.H.C. bisher unerreichte Zahl. Diesen erfreulichen Aufschwung des Vereins verdankt man in erster Linie der eifrigen Arbeit des derzeitigen Vorstandes. Die Mitglieder Karl W a 11 b r a ch und Fritz R u 11 m a n n wurden im Hinblick auf ihre besonderen Verdienste um den Verein und die Wandersache zu Ehrenmitgliedern tes Zweigvereins Büdingen ernannt. Im weiteren Verlause des Abends konnte man sich an mancherlei geselligen Darbietungen erfreuen, die ten lebhaften Beifall ter Besucher sanden. — 2m Rahmen der dieswinterlichen Vorträge des D ü - dinger Geschichtsvereins h elt Studienrat Dr. 'S e cf e r von hier einen intereifanteni Vortrag über Büdinger Flurnamen. Der Vortragende, der den ersten' Teil seiner Forschungen bereits in einem Vortrage am Ente des verflossenen Jahres dargelegt hatte, fand auch bei feinem jetzigen Vortragsabend ein sehr zahlreiches und stark interessiertes Publikum. Der Vereinsvorsitzende, Geh. Schulrat Dr. Mohr, sprach zu Beginn des Abends herzliche Te- grüßungsworte und teilte dabei u. a. mit, daß das Vorstandsmitglied des Vereins Studienrat Dr. Lade als Leiter dec Realschule nach Schütz verseht Worten sei und infolgetef en dem Verein zu seinem lebhaften Bedauern verloren gehe. Als Rachfolger des Herrn Dr. Lade sei Kustos i. R. Welker, Christinenhof, in den Vorstand berufen worden. Weiter erstattete Geheimrat Dr. Mohr Bericht über den Ankauf von Fund- stücken, die Unterbringung ter Sammlungen u'w. Anschließend hielt Studienrat Dr. Becker feinen etwa einstündigen Vortrag, der die Zuhörer in hohem Maße fesselte und von ihnen mit lebhaf- „Warum nicht?" „Ich kann Ihnen nichts sagen ... Fragen Sie nicht! ..." Wie ein qualvolles Stöhnen hatten die Worte geklungen. Eine Scheidewand hatte sich zwischen ihnen aufgerichtet. Schulhofs trat einen Schritt zurück. „Leben Sie wohl!" sprach er, Trauer in der Stimme. Wie angewurzelt standen sie an der Stelle; es schien, als könnten sie sich nicht voneinander trennen. „Sie dürfen mir nicht dös esein ...", sprach die Fremde. Und dann leise, mit überströmender Innigkeit: „Ich werde ... immer ... an diesen Tag zurückdenken ..." Ihre Hände faßten sich; sie fühlten beide da- Rauschen ihres Blutes. Ihre Blicke griffen sehnend ineinanoer. Dann riß die Fremde sich los und verschwand in ihrer Kabine. IV. Am Anhalter Bahnhof sah Schulhosf nochmals die Fremde. Sie schien geflissentlich in ihrem Kupee geblieben zu sein, bis alle Fahrgäste, auch er, den Wagen verlassen hatten. Schulhofs blieb auf dem Bahnsteig stehen. Er gewahrte, wie die Fremde ans Wagenfenster trat und einem livrierten Chauffeur ihr Gepäck herausreichte. Dann kam sie und ging an der Seite deS Chauffeurs dem Ausgang zu. Als sie Schulhofs bemerkte, huschte ein sreu- diger Schein über ihr Gesicht. Ihre Augen grüßten ihn. Schulhoss zog den Sjut Aber die Fremde tat, als gelte dieser Gruß nicht ihr. Den Blick gesenkt, schritt sie an ihm vorder Sonderbar! ... dachte Schulhofs, der sich ihr Verhalten nicht ertlären konnte. Unauffällig folgte er ihr. Er sah von weitem, wie die Dame eine große, elegante Limousine, die vor dem Bahnhof hielt, bestieg und davonfuhr. Gedankenverloren starrte Schulhofs dem Gefährt nach. Wer mochte die Fremde fein? ... Etwas Geheimnisvolles wob um sie, in das er sich verstrickt fühlte. Gewaltsam zwang er sich zur Wirklichkeit zurück. Dieses Erlebnis war zu Ende. Er hatte nun Wichtigeres zu tun, als hier zu stehen und über ein Reiseabenteuer nach >ügrubeln. Er beschloß, zunächst in das Geschäft zu fahren. Während er im Wagen sah, ter nur langsam den Weg durch die vom Lärm tes Verkehrs erfüllten Straßen fand, überwog mehr und mehr in ihm die Gewißheit, den Vater im Bureau an- zuttefsen. (Fortsetzung folgt) :ld |n tUlNig S?* LK 2"^ 8KnnJ durch flLr •ö-?Wnb LL?L di? 6/jy c$ dellen 2[hl, ir®hah ommenre 'S t Lang- JA übri. n'9tn kneten u?">Dü. le-e im Saale 1 regem Desuch Assest. Der ^e von der .Weise beslrit. yer.-haHild, Mo Schnei, m der er den ^ach dem durch Dan. Auszeichnung en, die sich >en dez Zroeig. 5 rennten über rden. Dach der wren die lehi. ttlich van ie 50 ädlnger D.H.E, rfreulichenAus. man in erster tätigen Dor. Uhr ad) und iblirf auf ihre Kein und dir t H Äwrvg. weiteren Ber> > an mancherlei , die den leb* :n. - 3m Rah* räqe deZ 2ü* i H elt Studien* en inteteifanten itnamen. Ser eil feiner gor* trage am Ende egt hatte, sand habend ein sehr i Publikum. Der it Dr. Mohr, i herzliche Te« : u. a. mit, daß e.'ns Studienrat ule nach Sch.'/Z en dem Verein laxen fte^e. As lei Mos i.l ,n Vorstand be» • Geheimrat St. [auf von Fund* iammlungen u’to. ■Cßedct feinen die Zuhörer in hnen mit lebhas* i... fragen 0ie hatten die Worte alte fich 3* -at einen vchrm , Trauer in der an der * ichl voneinander ,.sprach die "überströmender rr ... cm W Gien beide W inehtanoet « z und wS8®8 a«« ta 6» w M * *- * «d«* gttpaß ®e* * * i w^^reau SilS* Zlorett-Zechien der Turner in Offenbach Am Sonntag fand in Offenbach das Florettfechten der Jungmannen des 2. Dezirks im Mittelrheinkreis statt, an dem 90 Fechter sich beteiligten. Das Endergebnis war: 1. Krönung (Tg. Rödelheim), 2. Stein (Tv. Offenbach), 3. Kunkel (Tg. Bürgel), 4. Stork (Tv. Offenbach), 5. Jucht (Tg. Bürgel), 6. Grünewald (Tv. Offenbach), 7. Sutor (Tg. Bürgel), 8. Tanter (Tv. Frankfurt 1860), 9. Schreher (Tg. Darmstadt), 10. Hammer! (Tg. Höchst). Kirche und Schule. Aus der hessischen evangelischen Kirche. WSR. Darmstadt, 8. Febr. AuS einer Statistik der evangelischen Kirche in feines Sohnes gewandt hatte, antwortete, er habe seinem Sohne keine Geldsendung in Aussicht gestellt. Das Gericht verurteilte den in Haft befindlichen Angeklagten zu 5 Monaten 2 Wochen Gefängnis und rechnete ihm 3 Monate und 3 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe an. Ein früherer Schlosser aus Westfalen war des schweren und mehrerer einfacher Dieb- stähle im Rückfall angeklagt. Er hielt sich einige Zeit in Frankfurt auf und unternahm dortselbst und nach den umliegenden Städten Darmstadt, Wiesbaden und Dad-Rauheim seine Beutezüge. Er fü^c sich überall dadurch in Hotels und Priva lvohnu igen ein. daß er Scherenschnitte zum Cbmauf anbot. Eine vorübergehende Abwesenheit der Bewohner benutzte er dann zur Ausführung von Diebstählen. Heut« wurden ihm fünf einfache Diebstähle und ein km Beifall aufgenommen wurde. Schließlich fand noch eine rege Aussprache statt. zrreis Schotten. T Ober-Lais. 8. Febr. Der größte Teil der hiesigen Holzhauer ist seit einigen Sagen ohne Arbeit, da dte Holzbauerarber- ten sowohl in den Waldungen des Staates, als auch im Fauerboch-Ober-Laiser Gemeindewald beendet find Auch dieienigen hresrgen Holzhauer die wie alljährlich, in dtzr Oberförsters, Langen beschäftigt waren, sind bereits zuruckge- kehrt da dort die Holzhauerei lange vor Erreichung der vorgesehenen Holzmenge w g'n der start zurückgegangenen Holzvreise vorzer.lg de- endet wurde. So kommt es, daß unser Dort bereit« mehr als 50 Arbeitslose aufzuweisen hat. (?) Rudingshain, 7. Febr. lieber dieTätig- kett de« Gustav-Adolf-Vereins in Hes- sen hielt Pfarrer Uhl (Breungeshain) in der hiesigen Kirche einen Lichtbildervortrag. Nachdem der Redner die Aufgaben des Bererns gekennzeichnet hatte, zeigte er einige bekannte Bilder aus dem Leben des großen Schweden- königs. Besonders eingehend wurden sodann der Gründer Großmann und der hessische Pralat Zimmermann gewürdigt. Die folgenden Bilder führten in hessische Städte, Städtchen und Dörfer, denen der Verein beim Bau ihrer Dörfer helfend zur Seite stand. Auch die prächtigen Kirchlein unserer Heimatprovinz (Ober-Morlen und Herbstein) fehlten nicht. Ueber die Grenzen des Reiches hinaus führte der Redner im letzten Teile seines Vortrages und zeigte, daß auch in fast alten europäischen Ländern christliche Bruderliebe viele schöne Gotteshäuser zur Ehre des Höchsten hat erbauen helfen. In seinem Dank- und Schlußwort ermahnte Pfarrer Römer (Schotten) nochmals die Gemeinde, den Wahlspruch des Gustav-Adolf-Vereins nicht zu vergessen: „Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen I" Kreis Alsfeld. xv Homberg. 7. Febr. Im „Frankfurter Hof" fand gestern eine Bcennhoczversteige- r u n g aus der Försterei Homberg und heute eine solche aus verschiedenen Waldungen der Freiherren Schenk zu Schweinsberg statt. Es kosteten 4 Raummeter Duchenscheiter 1. Klasse 36 bis 40 Mk., Duchenknüppel 1. Klasse 26 bis 30 Mk., Eichen- und Hainbuchenknüppel 16 bis 20 Mk. Preußen. Kreis Wetzlar. 3 Odenha us en. 8. Febr. Um den Wohnungsbau zu fördern, hat die hiesige G e - meindevertretung beschlossen, von dem Gemeindegelände auf der Böhl Bauplätze an drei B a u l u st i g e abzugeben, von denen in dem kommenden Sommer sich jeder ein Eigenheim bauen will. Der Kaufpreis beträgt 2 Mark je Quadratmeter und ist bei der Auflassung fällig. Die Plätze sind vorläufig bis l.Iuli sicher zugesagt. Sollte bis dahin jemand von seinem Bauvorhaben zurücktreten, so wird der Platz, für einen anderen Baulustigen reserviert. , , v O Riederklee n, 7. Febr. Gestern fand hier die dritte diesjährige Holzversteige- rung statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Fichtenstangen 1. Klasse 1,70 Mk.. 2. Klasse 1 bis 1,20 Mk. 3. Klasse 0,70 bis 0,80 Mk., 4. Klasse 0,30 bis 0,40 Mk., 5. Klasse 0,20 Mk.. 6. Klasse । (Bohnenstangen) 0,08 bis 0,10 Mk., 7. Klasse 0,07 bis 0,08 Mk je Stück. Für Kiefernknüppel tour- > den 3 Mk je Raummeter bezahlt. Turnen, Sport und Spiel. Deutsche GkirMeifferschasten. Bayrischer Sfi-Berbanb Deutscher Stafselmeister. Nach zwei schönen Wintertagen setzte in der Nacht zum Freitag in Oberstdorf starkes Schneetrei- den ein, das sich bei der Durchführung des Ski- Staffellaufs der Deutschen Ski-Meisterschaft sehr unangenehm bemerkbar machte. Für die Staffelmeisterschaft stellten sich 14 Mannschaften zum Kampf, darunter auch ,e eine Mannschaft des Oesterreichischen und des Polnischen Ski- Verbandes. Die Ski°Berbände von Bayern und Allgäu starteten mit je drei Staffeln. Die über fünf Teilstrecken verteilte Staffelmeisterschaft brachte auf der dritten Strecke einen starken Aufstieg um 500 Meter bis auf 1450 Meter, auf der vierten Teil- strecke folgte bann eine steile Abfahrt von 544 Meter. Generaloberst Heye überreichte am Vormittag dem Führer der Patrouille I der Kemptener Jäger, Oberleutnant $ o r n , einen Ehrenpreis für die beste Leistung bei dem Heeres-Patrouillenlauf, der wertvolle Preis wurde von dem Oesterreichischen Bundes-Ministerium gestiftet. Der Titel eines Heeresmeisters der Flach- lanbtruppen fiel an das I. B a t l. R g t. 21 Würzburg für die beste Gesamtleistung im 12- Kilometer-Lanalauf und 18-Kilometer-Patrouillen- lauf der Flachlandtruppen. Zweiter wurde das I-Rgt. 11 Freiberg in Sachsen. Die Ergebnisse des Ski-Staffellaufs der Verbände: 1 Bayrischer Ski-Verband 1 Mannschaft (Leiner. Krebs, Hagen, Neuner, Müller) 3:17,19 Std.; 2. Bayrischer Ski-Verband 2 Mannschaft: 3 Polnischer Ski-Verband: 4 Thüringer Wintersport-Verband, 5. Schlesischer Ski-Verband: 6. Allgäuer Ski-Verband 1. Mannschaft: 7 Bayrischer Ski-Verband 3. Mannschaft: 8. Skiklub Schwarzwald: 9. Oesterreichischer Skiverband: 10. Allgäuer Ski-Verband 2 Mannschaft. Der 18-ftilometec-Canglauf. Am Samstag wurde der 18-Kilometer-Long- lauf ausgetragen, der über eine außergewöhnlich schwierige Strecke führte. Schon der erste Aufstieg erforderte unter den 240 Teilnehmern, darunter 60 Militär-Skiläufern, die auf der gleichen Strecke um die Heeresmeister- fchasten der Gebirgstruppen kämp'kn, zahlreiche Opfer Beim 13. Kilometer mußte dann auch der vorjährige Meister G. Müller, Bayrischzell, infolge eines Schuhdefekts aufgeben. Die Ergebnisse sind: 18-Kilo- meter-Langlauf zur Deutch.n Skimcister- schaft 1. O. Wahl, Thüringen 1:39.03 St. 2. Mo- tyka Polen 1:40.31 Std. 3. Krebs, München 1:40.50 St. 4. Czostak, Polen 1:4125 Std. 5. Herme!, Schlesien 1:42.26 Std Alters- 11 a f f e i: 1. Theato, München 1:48.51 Std Altersklasse II: 1. Großelfinger. Allgäu 2:02.08 Std. 18-Kilometer-Langlaus für Hochgebirgstruppen: 1. Obergefr. Härtner, Kemptener Jäger, 1:40.32 Std 2. Gefreiter Wagner, Kemvtener Jäger. « 40 44 Std ........' ..........■---------------------;; Dl. m Australien Oer veruhmie M.tiel- streckenlaufer beim Training mit dem. jungen Läufer Jimmy Carlton. Recknagel Deutscher Skimeister. Mit dem großen Sprunglauf wurden die Deutschen Skimeisterschaften in Oberstdorf gestern abgeschlossen. Mit zwei schön gestandenen Sprüngen von 53 und 59 Meter erreichte der Thüringer Recknagel die beste Leistung des Tages. Recknagel gewann damit nicht nur den Sprunglauf, sondern sammelte sich auch für die Kombination soviel Punkte, daß er mit 427,60 Punkten auf den ersten Platz kam und damit den Titel des Deutschen Skimeisters 1 930 errang. Die Ergebnisse sind: Deutscher Skimeister 19 30: Recknagel (Thüringen) Rote 427,60 P. Kombinationslauf: 1. Herme! (Schlesien), 2. Kratzer (Bayern), 3. Krebs (München). Sprunglauf: 1. Recknagel (Thüringen) 53 und 59 Meter, 2. Kratzer (Bayern) 56 und 55 Meter. Altersklasse l: Dr. Bader (Berlin). Altersklasse II: 1. Erkner (Innsbruck). Deutschland Europameister im Eishock y. Die Schwei; mit 2:1 geschlagen. In einem außerordentlich erbitterten Kampf gelang es am gestrigen Sonntag im Berliner Sportpalast der deutschen Eishockey-Mannschaft, durch einen einwandfreien 2:1-Sieg gegen die Schweiz die Europameisterschaft im Eishockey an sich zu bringen Das elfte Drittel sah die Eidgenossen mit 1:0 in Führung, jedock schaffte Jaenecke im zweiten Drittel den Ausgleich Das Schlußdrittel sah die Deutschen ständig überlegen, die dann auch durch Römer den siegbringenden Treffer anbringen konnten. Süddeutsche ZuMllmeisterschast 3n allen drei Abteilungen der süddeutschen Meisterschaftkämpfe fehlte es diesmal nicht an ganz großen Ueberraschungsn In der Runde der Meister gab es eine wesentliche Umgruppierung der Tabelle Die Sp Dgg Fürth verschwand von der Tabellenspitze aus den dritten Platz, da sie sich in Pirmasens beim F. C eine völlig verdiente Riederlage von 2:3 Toren holte. Das Fehlen des Halblinken Frank kostete dem Deutschen Meister diese zwei wichtigen Punkte. An die Stelle Fürths traf wieder die Frankfurter Eintracht, die in einem harten Treffen, bei dem es auf Frankfurter Seite zahlreiche Verletzte gab, in Waldhof den <5. D. mit 3:1 schlug. Dichtauf folgen die Münchener Bayern, die dem anfangs führenden F C Freiburg die sensationelle Riederlage von 12:3 Toren beibringen konnten. Der Ruhm der Unichlagbarkeit auf eigenem Platze trifft für Worrna11a Worms nicht mehr zu. sie mußte dem D. f B Stuttgart, der ansteigende Form verrät, mit 2:4 Toren Sieg und Punkte mitgeben. Beide Vereine tauschen hierdurch ihren fünften bzw siebenten Tabellenplatz aus Runde der Zweiten und Dritten. Hier büßten in der Gruppe Rordwest die drei Spihenvereine Punkte ein. F. Spv. Frankfurt und Phönix Ludwigshafen nahmen sich in einem recht mäßigen Treffen gegenseitig je einen Punkt ab. Sie spielten 2:2 unentschieden. S p.V. Wiesbaden zog gegen den D. f. L. 1 Reckarau mit 0:1 trotz Platzvorteils den kür- I deren. V f. L Reu-Isenburg triumphierte I 2.-0 erwartungsgemäß auf eigenem Platze über ' den merklich unter Form spielenden S. C. Rot- weiß Frankfurt. Das Ortstreffen in Saarbrücken zwischen Sportfreunde und dem i F. D. endete 2:1 .mit einem knappen' Siege der । platzbesihenden Sportfreunde. Die Reihenfolge der Tabelle blieb unverändert. In der Gruppe Südost erlitt der 1. FC. Nürnberg seine erste Riederlage. Jahn Regensburg erfocht a f eigenem P'ahe gegen den Altmeister einen verdienten 32-Sieg Allerdings fehlte beim Klub der Mittelläufer Kalb, außerdem wurde der Halbrechte, Hornauer, Dürnbergs bester Stürmer, frühzeitig verletzt Phönix Karlsruhe macht eine Schwächeperiode durch, die sich diesmal in einem 2:5 gegen den D. f. R. Heilbronn äußerte Die Heilbronner hingegen bestät'gten erneut den gu'en Eindruck aus den letzten Wochen. Union Böckingen leistete dem K. F. D. Karlsruhe sehr lebhaften Widerstand und gab sich schl eßlich nur 0:1 geschlagen. Sehr knapp endete auch die Begegnung zwischen dem A. S. D. R ü r n b e r g und dem S V. 1 8 6 0 München. Mit 2:3 sahen die Rürnberger die Punkte nach München entschwinden. /V .io* M i ye tut ■ Hindenburg beim Berliner Juviläums-Reit- und Fahrturnier: Der Reichspräsident wird von der Turnierleitung empfangen. Hessen geht hervor, daß im Jahre 1928 insgesamt 7104 rein evangelische Ehen geschlossen wurden, gegenüber 6448 im Jahre 1927. Kirchliche Trauungen erfolgten 6429, gegen 5770 im Jahre 1927. Aus die Superintendentur Darmstadt entfielen 3453 Chesch.iehungen (davon 3044 mit kirchlicher Trauung), Gießen 2533 (2401). Mainz 118 (984). Mischchen wurden geschlossen in der Superintendentur Darmstadt 1072 evgl.-- kath., 11 evgl.-sonst. christl., 7 evgl.-jüd. und 148 evgl.-dissid., Gießen 216 evgl.-kath., 3 evgl.- sonst. christl., 2 evgl.-jüd. und 13 evgl.-dissid., Mainz 925 evgl.-kath., 33 evgl.-sonst. christl., 4 evgl.-jüd. und 39 evgl.-dissid. Aus rein evangelischen Ehen wurden 12 930 Kinder geboren, gegen 12 640 im Jahre 1927. Davon entfielen auf Darmstadt 5623, Gießen 5064 und Mainz 2243. Unehelich von evangelischen Müttern geboren wurden 1560 (1478) Kinder, davon 765 in Darmstadt, 420 in G i e ß e n und 375 in Mainz. Die Sierbefälle Evangelischer betrugen insgesamt 10 039 (10 122), davon entfielen auf Darmstadt 4246. Gießen 3523 und Mainz 2270. ileber- tritte von der katholischen Kirche erfolgten insgesamt 352 (387). und zwar in Darmstadt 170, in Gießen 55 und in Mainz 127, von sonstigen Gemeinschaften in Darmstadt 19. Gießen 4, Main,; 11, von Konfessionslosen in Darmstadt 109, Gießen 9. Mainz 13, von Juden in Darmstadt 3, Gießen 1, in Mainz 0. Austritte zur katholischen Kirche erfolgten in Darmstadt 12, Gießen 1, Mainz 18, zu sonstigen Gemeinschaften in Darmstadt 144, Gießen 103, Mainz 11, zu Juden in Darmstadt 2, ohne Uebertritt in Darmstadt 1349, Gießen 58 und Mainz 420. Feuerbestattungen erfolgten in den Krematorien Darmstadt 72, Offenbach 69, Gießen 25, Friedberg 26 und Mainz 76. Statistik der katholischen Kirche im Bistum Mainz 1928. WSR. Darmstadt, 8. Febr. Das Bistum Mainz besaß 1928 in Sta.kenburg 57 Pfarreien und 29 Filialbezirke mit eigenen Geistlichen, in Oberhessen 19 Pfarreien und 7 Filialbezirke, in Rheinhessen 90 Pfarreien und 13 Filialbezirke. In Starkenburg gab es 134 Srelsorgsoeistliche und 25 sonstige Weltgeistliche, in Oberhessen 35 und 3, in Rheinhessen 145 und 56. In Starkenburg wurden 1487 rein katholische Paare getraut, in Ober Hessen 164 und in Rheinhessen 1336. Aus rein katholischen Ehen wurden in Starkenburg 3064. in Oberhessen 385 und in Rheinhessen 2593 Kinder geboren. Die Sterbefälle betrugen bei den Katholiken in Starkenburg 1873. in Oberhesfen 364 und in Rheinhessen 2366. Tiebertritte zur katholischen Kirche erfolgten in Starkenburg 91, in Oberhessen 17 und in Rheinhessen 133. Aus der katholischen Kirche sind ausgetreten in Starkenburg 520, in Ober- Hessen 53 und in Rheinhessen 452. Rücktritte zur katholischen Kirche erfolgten in Starkenburg 15, in Oberhessen 2 und in Rheinhessen 39. Schöffengericht Gießen. Erweitertes * Gießen, 5. Febr. Ein mehrfach wegen Betrugs und anderer Delikte vorbestrafter auswärtiger „Kaufmann" hatte sich wiederum wegen Rückfallsbetrugs zu verantworten. Er hat sich bei einem hiesigen selbständigen Geschäftsmann unter dem Vorgeben, er erwarte mit Bestimmtheit Geld von seinem Vater, einlogiert und auch von ihm Kost. Waren, Geld ulto empfangen, so daß nach einigen Wochen eine Schuld von gegen 300 Mk angelaufen war. Als sein Mietherr auf Zahlung örärgte. ve.schwand der Angcklag e p.öh- lich von Gießen ohne Angabe wohin. Rach einiger Zeit schrieb et dem Geschädigten eine Karte, worin er letzterem seinen demnächstigen Besuch und die Absendung von 150 Mk. anjeigte. Aber weder der avisierte Betrag noch der Angeklagte traf ein. Der Vater des Angeklagten, an den sich der Geschäftsmann wegen Zahlung der Schuld schwerer Einbruchsdiebstahl, bei dem ihm etwa 1000 Mk. in die Hände fielen, zur Last gelegt. Dach anfänglichem Leugnen hat er nachträglich ein Geständnis abgelegt. Mit Rücksicht auf letzteres wurden ihm noch einmal milbernte Umstände zugebilligt. Mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit und die Vorstrafen erkannte das Gericht aber entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts auf 2 Jahre 10 Monate Gefängnis und Anrechnung der Unter- suchungshaft in Höhe von 6 Monaten. Der Angeklagte erkannte das Urteil an. Ein Kassenbote, der für verschiedene Vereine die Mitgliederbeiträge einkassierte, hatte ein Gesamtmanko von gegen 2000 Mk. Er selbst hält es für ausgeschlossen, daß ihm das fehlen e Geld etwa gestohlen wordden sei. oder er es verloren habe. Rach längerer Teweisaufnahme gelangte das Gericht zur Verurteilung des Angeklagten. Strafe: 4 Monate Gefängnis mit Rücksicht auf die Höhe des unterschlagenen Betrags und den Vertrauensmißbrauch, als mildernd sei das unbestrafte Vorleben zu berücksichtigen. Daten für Montag, 10 Februar. 1847: der Physiker Thomas Alva Edison zu Milan in Ohio geboren; - 1919: die provisorische deutsche Reichsversassung wird angenommen, — 1923: der Physiker Wilhelm Konrad Röntgen in München gestorben (geboren 1845). Daten für Dienstag den II Februar 1650: der Philosoph Rene Des:artes (Renatus Cartesius) in Stockholm gestorben (geboren 1596); - 1873: der Dichter Rudolf Hans Bartsch in Graz geboren, — 1919: Friedrich Ebert wird vorläufiger Präsident des Deutschen Reichs. Wirtschaft. Oer Geldmarkt im Zeichen oer Oiskontsenkung. Die angelünöigte Senkung des Londoner und Reuyorker Diskonlsahes ist Tat achr geworden. Die Bank von England hat in der Berichtswoche ihren Wechsetdisko.it von 5 auf 4*/2 Proz. herabgesetzt, und da von vornherein anzunehmen war, daß die englische Rotenbank nur nach Fühlungnahme mit Reuyort ihren Diskont ermäßigen werde, ist die Herabsetzung der Reu- Yorker Diskontrate von 4*,2 auf 4 Proz. nicht überraschend gekommen. Die Festigung des Pfundkurses, aus die die Dank von England achten muß, um Goldabflüsse aus ihrem stark geschwächten Bestand zu verhindern, dürfte auch nach der Diskontermäßigung anhalt.n, zumal sich die innere Geldmarkt.ituation des Londoner Marktes gegenwärtig in einer günstigen Verfassung befindet. Allerdings hat der Pfundkurs seine Schwäche gegenüber der Reichsmark noch immer nicht überwunden, so daß Deutschland am Londoner Markt in der Berichtswoche größere Goldkäufe vornehmen konnte, die sogar zu einem geringen Goldverlust der Bank von England geführt haben. Die Reuyorker Diskontermäßigung ist weniger in geldmarktpolitischen Ursachen begründet, sondern stellt sich mehr als eine konjunkturpolitische Maßnahme dar. Man muß berücksichtigen, daß die amerikanische Regierung durch die Aufstellung eines umfassenden, sofort in Wirksamkeit getretenen WirtschastSprogramms versucht hat, die amerikanische Prosperität zu erhalten. Da ihr dies im vollen Umfange nicht gelungen ist, so findet sie in der erneuten Verbilligung des Geldes eine w.smtliche Stühe, um ihre Absichten zum vollen Erfolg zu führen. Durch diese beiden Diskontermäßigungen erhält der internationale Zinsabbau einen neuen Antrieb, allerdings hat es den Anschein, als ob mit ihnen die neue Welle der Diskontsenkung an den großen Plätzen ihr vorläufiges Ende gesunden hat. Ausgangspunkt dieser neuen Lockerung der Diskontsätze war dis Herabsetzung der Pariser Diskontrate auf 3 Proz., durch die Frankreich jetzt den billigsten Gelo- sah der Welt hat. Das Hauptmotiv für die Ermätzigungdes deutschen Diskontsatzes war. wie die Reichsbank selbst mitgeteilt hat, die Klärung der internationalen Geldmarktlage und die Hoffnung bzw. Aussicht auf eine weitere Lockerung der Diskontsätze. Die Entwicklung hat also der Auffassung der Reichsbank recht gegeben, und damit verliert natürlich der von der Reichsbank betonte experimentelle Charakter ihrer Diskontmaß^hme wesentlich an Bedeutung. Hinzukommt, daß die Entwicklung des deutschen Geldmarktes in der Berichtswoche selbst den Beschluß der Reichsbank nachträglich durchaus rechtfertigt. Wenn man auch eine leichte Versteifung feststellen konnte, die sich allerdings ausschließlich auf den Tagesgeldmartt konzentrierte, so ist dies dispositionstechnisch begründet, denn gerade die Erwartung einer Diskontermäßigung für den Anfang Februar hat eine kurzfristige Finanzierung des Ultimos zur Folge gehabt, die natürlich jetzt abgedeckt wird. Trotzdem hat sich weder am Tagesgeldmarkt, noch am Privatdiskontmarkt eine Stockung ergeben, im Gegenteil, der Sah für Privatdiskonte konnte am Ende der Derichtswoche auf 5,75 Proz. ermäßigt werden. Alles dies deutet darauf hin, daß der deutsche Geldmarkt auch nach der Diskontermäßigung in seiner leichten Verfassung verblieben ist. Die weitere Entwicklung ist somit im günstigen Sinne zu beurteilen. Oie hessischen Konkurse und Vergleichsverfahren 1929. Rach den nunmehr vorliegenden amtlichen Unterlagen für das Jahr 1929 hat sich die Fahl der Konkurse im Volks st a a t Hes - s e n gegenüber dem Fahre 1928 (113) um beinahe die Hälfte vermehrt. In nicht weniger als 191 Fällen mußte das Konkursverfahren eröffnet werden, ein Ausdruck für die schwierige Wirtschaftslage. Auch die Zahl der Vergleichsverfahren hat sich gegenüber dem Vorjahr (46) beinahe verdreifacht. * Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 5. Februar berechnete Grobhandelsindexziffer dos' Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche von 131,1 auf 130,1 oder um 0,8 v. H. gesunken. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,5 v. H. auf 117,1 (118,9) und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,5 v.H. auf 127,2 (127,8) zurückgegangen. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat um 0,2 v.H. auf 155,6 (155,9) nachgegeben. * Siemens & Halske in Griechenland. Der griechische Derkehrsminister hat einen Vertrag über die Automatisierung der Telcphon- betriebe in Griechenland mit der Siemens & Halske 21.=©. in Berlin unterzeichnet. * Vergleichsvorschlag der Südwest- deutschen Bank. Von den Tochtergesellschaften der Favag unterbreitet nunmehr auch die Südwestdeutsche Bank 21. G. Frankfurt a. 21L den Gläubigern einen Vergleichsvorschlag. Die Zahlen des zuletzt "ausgestellten Status per 31. Dezbr. 1929 ergeben eine rechnerische Quote von 31,64 Prozent. Die vorhandene A^tivmasse wird jedoch in erster Linie zu einer 40prozentigen Befriedigung der Gläubiger verwandt werden, da die Favag und ihre Konzernfirmen mit ihren sämtlichen Ansprüchen gegen die Südwestbank von rund 11,2 Mill. Mark zurücktritt, bis die sonstigen Vergleichsgläubiger in Höhe von 40 Proz. befriedigt sind. Voraussetzung für diesen Verzicht der Favag ist jedoch, daß ein außergerichtlicher Vergleich zustande kommt. * Münchener Bankverein 21©. Der von der Süddeutschen Treuhandgesellschaft München veröffentlichte Status über das Vermögen der in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Aktiengesellschaft errechnet eine Quote von etwa 50 bis 60 v. H. Dabei ist das Aktienkapital vollkommen verloren. Die Passiven übersteigen die Aktiven um etwa 275 000 Mark. * DahrischeHypotheken-u. Wechsel- b o n k. Die Verwaltung bestätigt die vor einiger Feit gebrachte Dividendenvorschähung von wiederum 10 Proz. und teilt mit, daß der Aufsichtsrat beschlossen habe, diesen Satz der am 1. März stattfindenden G.-V. vorzuschlagen. frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 10. Febr. Tendenz: lustlos. —Zu Beginn der neuen Woche bot die Börse wieder ein l u st l o s e s Aussehen. Unter diesen Umständen wurde der anhaltende Ordermangel als starker Druck empfunden. Das Geschäft konnte sich daher nur schleppend entwickeln. Die festere Neuyorker Börse vom Samstag und die fortschreitende Geldverflussigung konnten keinen Eindruck machen, da auf der anderen Seite der Beginn der morgigen Debatte im Reichstage über den Joungplan zur Zurückhaltung mahnte. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag waren zumeist Abschwächungen zu verzeichnen. Vereinzelt schritt die Kulisse zu Abgaben, wodurch Spezialwerte etwas stärker betroffen wurden. Zum off,zielten Beginn des Marktes tarnen vorläufig nur wenig Papiere zur amtlichen Notierung. Das Gros der Papiere hatte aber kaum Rückgänge über 1 v. H. hinaus aufzuweisen. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 2,5 v. H. etwas stärker gedrückt. AEG. eröffneten 4 v.H. und Schuckert 2 v.H. schwächer. Lediglich für Ehadeaktien machte sich einiges Interesse geltend, bei einer Besserung von 2 Mark. An den übrigen Märkten ergaben sich vielfach Abschwächungen bis 1 v. H. Auch am Montanmarkt blieben die Verluste klein. Gelsenkirchen lagen zur Erstnotiz gut gehalten. Aber auch hier war die Umsatztätigkeit erschreckend gering. Von Bankwerten eröffneten Reichsbankanteile bei etwas vermehrtem Angebot minus 2,5 v. H. Zellstoff Aschaffenburg konnten sich leicht bessern. Am Kunstseidenmarkt eröffneten Aku gut behauptet, doch machte sich, nachdem eine Erstnotiz zustande gekommen war, etwas Interesse bemerkbar. Man sprach von höheren Auslandnotierungen. Die Spekulation bekundete, hiervon ausgehend, einige Nachfrage, und dieses Papier stieg später um zirka 2 v.H. im Kurse. Renten lagen vernachlässigt. Neubesitz waren stärker gedrückt, Altbesitz dagegen unverändert. Schutzgebiete konnten sich leicht bessern. Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit weiter sehr bescheiden. Vom Kunstseidemarkt ausgehend wurde die Grundstimmung etwas zuversichtlicher. Die meisten Papiere konnten sich bis zu zirka 1 v. H. bessern. Bemberg lagen gegen Anfang 5 v. H. fester. Die Entlastung des Reichsbankinstituts nach dem heute erschienenen Ausweis per 7. d. M. blieb ohne Einfluß. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5,5 v. H. leicht. Am Devisenmarkt war das Pfund gegen Paris fester (124,6). Man nannte Mark gegen Dollar 4 1870, gegen Vfund 20,360, London gegen Kabel 4,8650, gegen Mailand 92,95, gegen Madrid 37,30, gegen Schweiz 25,1025, gegen Holland 12,1225. Berliner Börse. Berlin, 10. Februar. Der Anfang der neuen Woche unterschied sich durch nichts vom Schluß der Vorwoche. Völlige Geschäftslosigkeit drückte auf die Stimmung der Börse. Aus der Industrie lagen verschiedene Rachrichten vor, die wenig günstig lauteten. Aus dem politischen Gebiete mahnte die morgen beginnende Reichstagsdebatte über den Voung-Planzur Zurückhaltung. Die Entlastung der Reichsbank, die in dem soeben veröffentlichten Reichsbankausweis per 7. d. M. zum Ausdruck kam, wurde als normal angesehen. Da die Spekulation keinerlei Interesse bekundete, lagen die ersten Rotierungen in der Mehrzahl 1 bis 1,5 v. H. unter Samstagschluß. Rheinische Elektrizität minus 3, Schubert & Salzer minus 6,5, Rheinische Braunkohlen minus 2,25, Schultheis minus 2 v. H. etwas stärker gedrückt. Demgegenüber gewannen von Auslandwerten Ehadeaktien 7 Mk. und von den übrigen Papieren Telefon Berliner 4 v. H, auf die Äebernahme dieses Papieres durch die Amerikanische Schwachstromgesellschaft zum Kurse von 70 v. H. Außerdem gewannen Daimler Gas, Eisenbahnverkehr, Polyphon, Svenska und Sa- rotti bis zu 2,5 v. H. bzw. Mark. Don deutschen Anleihen waren Reubesih schwächer. Ausländer uneinheitlich. Psandbriefmarkt noch unentwickelt. Der Geldmarkt war leicht. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 v. H.; Monatsgeld 6,75 bis 8,5 v.H.: Warenwechsel etwa 6 v. Sy Im Verlaufe hielt die ©e- schäftslosiakeit zunächst an, und es kam zu weiteren Abbröckelungen bis zu 1 v. H. Später bemerkte man einige Rachfrage für Clektrowerte, insbesondere für Kunstseideaktien, von denen Bemberg 7 v. H. und Aku 3 v. H. gewinnen konnten. Farben, die anfangs angeboten waren, holten im Verlauf 0,75 v. H. wieder auf. Auch AEG., Rheinstahl, Schubert & Salzer zogen um 3 v. H. an. Berliner Handelsgesellschaft in Erwartung eines günstigen Abschlusses lebhafter und 1,75v.H. höher. Don Spritwerten verloren Schultheis 0,5 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. OIL, 10. Febr. Auftrieb: 1319 Rinder: darunter 332 Ochsen, 59 Bullen, 556 Kühe, 360 Färsen. 434 Kälber, 98 Schafe, 4958 Schweine. Cs kosteten: Rinder. Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 56 bis 58 Mk., ältere 52 bis 55; sonstige vollfleischige: jüngere 45 bis 51. Dullen: jüngere, vollsleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 57, sonstige vollfleischige oder a.usgemästete 48 bis 53. Kühe: jüngere, voll,leischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 47, sonstige vollsleischige oder aus- gemästete 40 bis 44, fleischige 34 bis 39, gering genährte 28 bis 33. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 56 bis 59, vollfleischige 52 bis 55, fleischige 48 bis 51. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 71, geringe Kälber 60 bis 67. Schweine: Fettfchweine über 320 Pfd. Lebendgewicht 78 bis 80 Mk., voll,leisch'.ge von etwa 240 bis 300 Pfd. 78 bis 80, von etwa 200 bis 240 Pfund 79 bis 81, von etwa 160 bis 200 Pfd. 79 bis 81, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfd. 76 bis 79. — Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine ruhig, äleberstand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. QU., 10. Febr. Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz am Produkten- markt weiter lustlos. Die höheren Auöland- notierungen blieben ohne Einfluß. Das Geschäft kani nur schleppend in Gang. Das Angebot von Provin^seite war nicht groß, und die Forderungen lauteten durchweg eine Kleinigkeit niedriger. Trotzdem nahmen die Händler keine nennend teerten Abschlüsse vor und die Preise gaben bis 0,25 Mark nach. Cs wurden notiert: Weizen 26,25; Roggen 17,75; Sommergerste für Brauzteecke 18 bis 18,25; Hafer, inländischer 16 bis 16,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 15 bis 15,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial0 39,25 bis 40; Roggenmehl 25,50 bis 27; Weizenkleie 8 bis 8,10; Roggenkleie 8,25 bis 8,50; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 28 bis 40; Linsen, je nach Qualität für Speise- Mecke 45 bis 85; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 9,50; Weizen- und Roggenstroh, draht- gepreßt 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5,25; Treber, getrocknet 12 Mark. Tendenz: matt: Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a.M, 8. Febr. Tendenz: stetig. Das Geschäft konnte sich in der vergangenen Mache auf dem ermäßigten Preisniveau etwas beleben. Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, 3nlanbeier ab Station.) Preise in Pfennig per Stück: Kühlhauseier 7 bis 10 Pf.; italienische 9,50 bis 10,50; bulgarische 8,50 bis 8,75; jugoslawische 7,75 bis 8; rumänische 7,75 bis 8‘ polnische 6 bis 6,50; holländische 9,50 bis 12; dänische 9,50 bis 12; belgisch-flandrische 11 bis 11,50; schlesische 9,50 bis 10,50; bayerische 9 bis 9,25; norddeutsche 10,50 bis 11 Pfennig. Kunst und Wissenschaft. Uraufführung eines Mainzer Komponisten. Im Wiesbadener Kurhaus-Symphoniekonzert brachte Generalmusikdirektor Schu richt ein neues Werk für Klavier und Blasorchester des jungen Mainzer Komponisten Hans Oskar Hiege zur Uraufführung. Es handelt sich um eine Variationen-Suite über das Volkslied „Der Jäger aus Kurpfalz". Das einfallsreiche, sehr lebendig gehaltene und interessant instrumentierte Werk fand auch bei dem nicht auf moderne Musik eingestellten Teil des Publikums lebhaftes Interesse und wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Büchertisch. — Akkordarbeiterin. Aus meinem Tage- buche. Von Maria Kahle. Gladbach-Rheydt, Volksvereins-Verlag ©. m. b. Sy Gebunden in Seinen 2,50 Mk. (752). — Maria Kahle berichtet über die Eindrücke, die sie als Arbeiterin in großen Fabrikbetrieben gewonnen. Um die soziale und seelische Rot unseres Volkes an der Quelle kennenzulernen, nimmt sie eine Stelle als Akkordarbeiterin an. Ihre Beobachtungen unter öen Arbeiterinnen — in gemeinsamer Arbeit und Erholung —, legt sie in diesen Tagebuchblättern nieder. So bietet das Ganze eine getreue Wiedergabe von Erlebtem und Geschautem. Cs ist Mahnruf und Weckruf zugleich an all jene &te hinter der wirtschaftlichen Lage des Arbeiterstandes auch dessen seelische Einstellung ahnen. — Zeitwende (C. H. Decksche Verlagsbuchhandlung, München). „Was gemeinsame Rot empfindet, ist ein Volk", diese besonders heute als treffend gefühlte Definition bildet in Prozessor Ioachimscns Leitaufsatz den Leitfaden für einen Gang durch die „Epochen des deutschen Rationalbewußtfeins"; sie macht diese Wanderung wirllich für die Gegenwart fruchtbar. — In „Wirtschaftskrise und Reform in Amerika" erzählt I. Schattenmann von dem merkwürdigen Experiment einer kommunistischen Siedlung, das führende Geister Amerikas vor etwa 100 Jahren unternahmen. Seine Betrachtung führt tief hinein in die Erkenntnis des modernen kapitalistischen Geistes. — Earl Schweitzer seht sich in seinem Beitrag „Moderne Charakterologcn und das Christentum" mit Ludwig Klagcs und Hans Prinzhorn auseinander. — Ein Arbeiter bekennt sich in „Arbeiterschaft und Kirche" zum Daseinskampf seines Standes und zu seiner evangelischen^ Kirche. — In der „älmschau" spricht der Würzburger Historiker Chroust über den Kronprinzen Rudolf von Oesterreich. In Rudolfs materialistischer Weltanschauung unb den politischen Differenzen mit seinem Vater legt er die älrsprünge der Tragödie bloß, die in Maher- ling ihr dunkles Ende fand. ®cto(nnciu53ug 5. Klasse 34 Prcußifcb.Lübbeussche (260. Pkeuß.) Klassen-Lollcne. Ohne Gewahr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Ableitungen I und II I. Ziehungstag 8. Februar 1930 3n der Heuligen Vormiltagsziehung wurden Gewinne über 15U M. gezogen 2 ®»teinn» AU 100000 M. 69146 2 »etoinne zu 25000 M. 296418 6 »«toinnt au 10000 M 59901 86598 380768 4 ®«tDtun» au 5000 TL 80307 294964 8 ®rt»inne zu 3000 M. 76549 169349 282204 334424 10 öeurtnn« zu 2000 M. 1496 87020 230142 259037 393864 36 @etolnne zu 1000 M. 14953 30834 60322 63155 70368 72613 122977 158229 199561 200923 230668 249758 254635 255316 299733 300499 361952 386392 82 ettoinnt gu 500 TL 2500 5709 11163 11675 29365 30750 35571 41154 88099 91591 94586 95169 97706 110674 119337 120883 126449 141399 143617 156514 167250 173877 175207 215047 234112 240324 246410 251861 252384 267378 282291 294344 318906 319169 319290 346415 356048 356622 364117 378292 389089 250 Sttoinne w 300 OH. 1743 1933 11919 19095 22042 24506 26548 28283 28669 30885 32457 34031 41019 45811 47887 47913 48597 48709 51081 74144 75473 76205 76779 87160 90089 95613 98554 100594 103116 104232 108673 110830 112354 113181 118128 121429 125602 134076 135401 137086 148376 148590 149680 151391 160189 164582 167094 171377 172008 172839 178113 180984 181967 186149 189593 194537 198461 199498 199764 202273 204038 204977, 210311 215607 221868 225462 227372 231325 235273 237410 242973 243387 244017 244434 246154 252411 258051 265378 265462 267511 268807 269977 273319 273723 275925 276799 282674 283740 284882 285585 286061 288886 291941 303542 304805 307071 307488 309346 310041 314952 317634 320073 320531 321891 327905 333066 335469 341002 341987 345586 346287 346506 348161 349366 355045 355162 355783 362907 365864 369728 »70872 371542 373997 375745 396839 3n der Heuligen Nachmiilagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 8 »ttoinne zu 5000 M. 7152 10356 14308 365538 4 Gewinn, zu 3000 M. 156484 253178 6 Gewinn, zu 2000 M. 213730 228822 242238 26 Gewinn, zu 1000 M. 6662 31735 41816 52524 68653 73763 99728 164478 192255 201590 215920 305231 306643 74 »ftomn, AU 600 M. 10937 21404 28277 32384 53782 58031 100758 108963 109033 111918 122009 123384 128215 129484 144430 144878 145623 155990 156222 158710 181285 185291 206776 215222 233025 256188 282655 298294 307224 312613 329736 336749 347770 347785 355507 390545 392798 164 Gewinne ,u 300 M 4594 9841 19989 23593 24256 24639 25598 38021 42086 46211 48'55 51038 55320 59759 62107 66445 76447 79004 84021 90230 92617 95653 100178 101454 106412 I06489 121906 122687 131256 134600 138239 145490 147293 154778 155874 163475 165865 168814 176564 181997 185489 191488 195547 196218 196503 202984 205612 216787 221231 234775 240305 247127 250773 254108 254847 264531 269421 279707 285761 294903 295837 296780 306262 306434 308659 309524 309688 312888 315670 319626 319678 320498 322018 323670 329982 331121 334106 341329 342564 351948 352238 356572 359024 362516 364711 372607 374169 381552 386704 392016 393557 395383 Die tn der heutigen Vormittagsziehung gezogenen beiden Hauptgewinne von je lOODOo M. sielen auf Nr. 69 146 in Abteilung I nach Berlin in Abteilung U nach Hannover. Im Vewinnradr verblieben: 2 Drämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 5««000. 2 zu je 800000, 2 zu je 20U000. 4 zu je 750«, 6 zu je 50'«0, 12 zu je 25000, 84 zu je 100«. 158 zu ,e 50«, 438 zu je 8000, 784 zu je 2000, 2038 zu e 1000, 4444 zu je 500. 11576 zu je 300 M. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern leben die Hohe der zuletzt befchlofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 d. Sy, Lombardzinssuß 7 d. Sy tranffurt a 4" Pftlh .tranlfutt a 40 Berlin Banknoten. Sd)iuB I iMnianß. gurt । gut Datum 10 V 8- z 10 2 Datum 8 2 10 2 8 2 10 2 87,5 87,5 re'/. 97,25 96,8 166,25 165.5 87,65 87,5 50 78,25 50,75 50,9 Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H. 96,5 85.75 83,7 97 97 146 94,5 94 88,5 89 172 28 4,9 247 7.25 11,4 11,5 17,5 8.85 27.75 5.13 7fr io 138,5 137,5 105 247 118 77 106 6 6 8 166.75 78,5 104 60.5 213.5 217 361 72.5 78.75 114 71 78 4 113,5 216 360 104 60 25 23.4 24.13 2,75 7.25 53 8,35 . 8 0 «fr io i 7 länianfl. gut: 165 78,25 ■90,5 278 12 6 104 60.75 214 216 362 io 15 1< 11 16 8 io Sdjiue gut« 6fr in 111.13 111 179.25 209 168 171,25 128,5 172 2,8 6,9 7.55 7.6 151,5 72,5 79 113,25 I 3.® starben.Inoukttte Dvnamit Nobel . . . ScheideanslaU.... Öolbichmloi .... Rüigerswette .... iHctallaeieUidjafi . . 2.9 25,25 23,13 24.25 z,85 7.45 Beretntgte Siahlw . . Olav Minen gai werke iflidiert1e6« . ga. werte IBeftectgtin . galimri t Salmnurtb . 25,5 23.4 6 6 gurf , flut 8.8.®......... Bergmann ... Clfltr. LielerungSgelelllchaft Uicki uno Krall steilen & Guilleaume. . . ®fi. f Eletlr. Untern.. . . Hamb Gleftt »Wette . . . Bibeln Slektr .....• Schlei Wein ..... Schucken Ado. .... Siemens & palste .... Transradio....... Lahmever 4®o.. .... 53 8,8 17.65 8,9 53,1 8,5 Ub gure । gut 53 8.7 6% 2 tu |d)c h iiliiiimetue ton 11'27 ....... 7% Deutsche Reichranleth« von 1929 ......... Dl. $a;..2iblö1.,@d)ulD mit Dur U>1 »Siechten.... le "i ebne eiuSto*. Rechte 8% Heg. PolUfiaat von 1929 (tüdinblb. 102%) CbrrbeWen Prdoinz »Anleihe mit Aueiul.-Rechien . Deutsche Komm. Sammelabl Anleihe Serie I 8% Franks. Hnp.-Bank Goidple XIII unkündbar bis 1934 . 7% strants. Hnp.-Bank ®olbpfe unkündbar bis 1932 ..... 4fr% Rbeintjche Hyp.-Bank Lion. Soldvte........ 8% Pr. Landeepsanbbriesanilall Pfandbriefe 'Ji. 17..... 8% Pr. Lanbespsanvbttelanktall Komm.-LVI R. >6..... 7% Pr. Lanveepfandbrielankali. Pfandbriefe R. 10 B.v? G. obfl. ethrit3>übltflatüm ttuhahlbar 1932 ..... tfluoenie...... Deuriche ErbSI . . . Stiener Steinkohle . . Gelsenkirchener . . . Haroener...... Hoeich Eiten. .... Ilie Bergbau .... glöcknerwette . . . Köln Reuelien Mannesman- -RShre» Monefelbei Bergbau . CbendVei. Sncn.eoatt Lberichte, gok-wette. Pdonir Bergbau. dibe niidje Braunkohlen Rbetnllal»..... •iebed tttmlaa . . . 4% ceNerreichiiche »olbtte.. 4.20% Gelten Silbe rrl- 4% Gesieneichiiche Einheitliche Rente.......... 4% Ungarische Goivne.. . . 4% Ungoriiche Elaallr. v. 1910 4fr% Cttfll. von 1913 . . . 4% Ungoriiche flionentte.. . 4% lurl. fiollonlcibe v. 1911 . 4% Türkische Bagvaobahn-An Serie I..... 4% beefll. ®-de II 5% Rumänische verrtnd Btenw von 1903 . . . . 4fr% dl imAntidif vereluh Rente von 1919 ....... Rumänische veretnh. Hievte - ' ran f hin a •tu Berit' cdpuB» gure ■Ult. ßur chtn» »ur: liln lang» Sur; Datum 8 2- 10-2 8 2 10.2 Hamvurg-'Amerika Palet . Hamb Südam. Dampfsch. .e Hania Damrsschisf.....10 Norddeutscher Lloyd.....e «Ilg Deuiiche Erebitanft. . . 1' Barmer Bankverein .... 1< Berliner Hanoelogeiellsch. . . 1; Eommerz, uno Privat-Bank. n Tarmft. u. Nanonalbanl . 1 Deniiche Bank ......1> Tt-conlo-Äetellschasl. Lilt. . 1t Dresdner Bank......1 Reichsbam........1 107 107,5 126.5 130.25 190 160,9 239,5 152,5 152,5 153.75 307.75 152.75 305,5 106 107,75 126.75 130 5 190.75 161 239 152 152 153 307,25 104 9 106.5 126.25 131 191,25 160.5 238,5 152,25 152-75 306 Berlin, 8 Februar (Belo Bries Amerikanische Nölen . . . 4,16 4.18 Belgische Noten ....... 58,16 58,40 Dänische Noien ........ 111.70 112.14 Englische Noten . ....... 20,315 20.395 stranzasische Noten ....... 16.41 16.47 Holländische Noten ....... 167.61 168,29 Italienische Noten........ 21.89 21,97 Norwegische Noten....... 111.53 111.97 Deutich-Oeslerreich, 4 100 Schilling 58.73 58.97 Rumänische Noten ....... 2.455 2.475 Schwedische Noten ....... 111.98 112.42 Schweizer Noten . ...... 80.69 81,01 Svanilche Noten ....... 54,89 55,11 D'chechoitowokiiche Noten..... 12,32 12,38 Ungoriiche Noten ..... 72.91 73,21 178,5 179,4 178,75 L«men werk Heidelberg . . . 10 118,75 —1 - — - 218 207 lLementwerk Karlstadt . . . 10 — -1 — — — 167.5 167.5 Ö10B <8 .w 8 afl ... . 8 88.5 88.5 1 88 — — 169.75 — 8 stebruoi 10 stebnia. Ätniiich •Jlcneiuu, tUmtUiiH 4h't, rung llX.il> ön — 129 127.9 Schuitbet« Payenvosa . . . 15 - - 276,65 l 274.5 - 173 25 172,5 Cftroerte ........12 - - 211 210 - 136,25 136.5 8e‘ <^anzstot1......18 - — - — — |42 Bemberg.......... h 164 | — 165 I 163 - 168,75 - Hdlfioh ffialObol .... 13fr 213 - 211, 211 188.25 190 189 gelllloit Bichafs.-nblng ... 153 153.25 154.5 — 275,5 ?76 75 975 s ckhartottenburger Waner ... 8 - - 108.25 107,25 - _ 2/äir Denauer ®a.......0 - - 170 171.5 — i7i 7c _ Daimler Motoren ...... i> 40.25 39,25 40 38,75 Deutsche Linoleum..... 250 - 250 , — „ Maschinenbau S.»®...... 0 - - 47 46,75 — 76,25 74 9 4 nD n.- *ti 0 ‘ .....u - - - - ■ 105,75 104,9 vuoro. uoew . . . » • 10 — — — — — 136.5 — Nat Automobil ....... 0 — — — — 138.5 139 139 Ctrnftetn »govvtt..... 6 - - 77,75 - — 137,5 138 y-onhato Hetz ...... 10 — — — 161 5 3 "4^5 113,75 S oenlto ....... 352 - 352! 353 - HO.5 109,13 Frankl. MMchmar...... 4 441 — - > — — 112.13 112 Srtnner . 6 54 — 54 — — 110.75 109-5 Hevltgenitaevr ....... 6 — - _ — H1.75 111.5 äunghan». ...... 6 45 25 — 46,25 _ ~ - 79 Lechwette. 8 106 — — - - 103 102,4 Mamtraitwerke Hvchd a. t!L 8 - — _ _ — 105 105.13 Mtag. 10 132 ' — ,,, ! ,,, 246 248,25 246 ®edr Roeder......10 119 | _ 131 — 118,75 117,25 Böig, ck Haefs«r ..... . 9 220 , — 218 5 — 98 ................W 157,75 I - 157,75 I - Amu,. Non Buen.-Aire? Brsi.'Antw Cbriftianta floDenbaqtn Stockholm HelsinatorS Italien. . London. . . Neuvork . . Paris. . . Schwei» . . Sva ikn Jovan . • . •Hio de Jan Wien In D-- Ceft. abfleft Prag . Belirad Buvao.si. Bui arten vtfTabon Tanya Ponft ntin. All,en ffanaba Urn nat) totro . . 167,81 1.584 58,265 111,68 111.9, 112,18 10.512 21.885 20.341 4,1815 16,385 80,725 55,13 2,056 0,474 58,885 12,37 7,370 73,10 3,027 18.78 81.33 I 918 -,415 4.142 3.646 20,86 163,15 1.588 58.385 111.90 112,12 112,40 10.532 21,925 20,381 4.1895 16,425 80,885 55,23 2,060 0.476 59,005 12.39 7,384 73.24 3,033 18.82 81.49 1,622 5,425 4.150 3,654 20.90 167,83 1,602 58,28 111.70 111.99 112,21 10,513 21.90 20.347 4,1835 16,38 80 735 54,80 2,056 0,476 58.89 12.384 7,370 73,11 3,027 18.79 81,33 1,918 5.41 4.148 3.646 20,865 168,17 1,607 58 40 111,92 112 21 112,43 10,533 21.94 20,387 4,1915 16.42 80 895 54.90 2,060 0.478 59.01 12,404 7,384 73.25 3,033 18.83 81,49 1,922 5.42 4,156 3,654 20,909 o e o* O en o C <5 er» *- Ä « r> w o cx> »*■» ö o WM» |Ess ZWZ-8 6> E c 86 -e.? e 4 L 'S E L L 19 L i ID ^£CE L>= "»Ö !»•*" V ei e 86 L E *811 Q-E ÖD** E£ A=- a i© A E E s i §£- L MS Ä 88 5 a Ä E c 4- © c LE <* E -3 K y y LZ 19 •e C^- E s i sr «• § L L L ;?a E -_ = --, | fc G E •C £ o N K E g "e N S ° E M“ mc:E A E 3 -r> © -L2Z--- a -£-> — a L e = L «- Z Er "=*S£.e rf’B'g c EL e« "3 dJ-X Z j w < t s m ya Z = 3^ b-2’86® LZ LZ Ogftii »pTg2 l e ojö <$> p e I Q v E C § 5 e- o a 3 A 2 c J5-2 «, = £ e-E 3 F 2 g B « (9-Ja 3 =-r E 8-8 C « x L E E |t> E. A e : L <9 A y o.2 . 19a CS— EA E -E. *A t E y 3 ■ü€u_Ä CJK E 'S1 2da * eEEX- 5-g§S »■6®i to 11 K 5. g Ä & k s a E S^S-5- ■i» m y y 8R y a - L “c -=§ZL UlDSL S^L l» A-S V L-I = “ F u£2Ej ES- je .r: (9 (9 K-Z-ZZ«7Z ä e ö” ■ Ä> O ~ t LZLZ' = A -2 bi?r A««©, •e= 8^ 8"Z>^ * 2 - 'S— - ä zsfsfs5.h U h M E C ZS tf> y C 3 jgA&»y.E to H■ -in E o^e §.a = - q^AA 8-ä^iDiö L ~S j E o « - £ Ü) 12sW; = 3—3 c U 3 -2-3 VA — v e-*U£'EX“ c oSS ^i3Zi •seOSa = «IHsM E^iEfZSS s&Ifsl-gi eÄ=^5 £ C |4© 'Z^sLLZLk C ö A ° _ Q ,2 t3 D A «J’C z.A 3 3S O g °8? c tBW«ih8 Ei!^P o .= V £ « a>« . fjz 3. L »7 - Q. » “ ü a a M 3 8Z.Z :O A LZH' = ä u u — :O E |O| U!: g®=gt =z;=?^.2- "■—2c*. - 5 _L - "8Se M*E O E V o '2 L-Q -A S)W K §S”2 ow 19 V'O'y o ,3 O A O •e«*e "=3§5*5^ = u— cA'S 3 E E O Eg O r> E O .5 C — A — $> Q -E* - E S «? = E5— eg % :°5- 3-3 o o 5-Ö CXcEgoic®ÜA‘ "e k £•£•£ o £ 3 r. *A '5“^“ A^O E c -c 'S*© -8- Ä a E . E V v c fA a^ci^ Z E 74 &c®^ J ZL" ß^DZ=gctlof§E ..'5 “ a - I- “ 5 d t — — E X •- V 3 *"*' — — “CR gA— v y y A C 33 wj E c A o q ifsj fi:o £ Z-Ed «-sfEl ^372 8 Sg-se^E E.E— £ --A e:£ u.5 E - § - g 'e S"C e CA p 2 (D '°' — ° ‘C v 5 » a u V <0 FSß^«.LJ-g w«S*° S=» va «-E 2 -° E v.A67 e=°ih-c25 5v°5u_3z:-a yC_3Ao3E-r.^ 8 LLLZKZc^ ZNlS^-L L 2 L ■— V,g V I^i5U .2. * e « * *a ■isJl^S^EÖh -?sL Z-K ZsSZssZ aiH|5 EluSEg3- »5°^ -A- "cr= opl9cä3E5^' LVHHAZE.-OZV^F h:wuüh * ä S««*8 6> O ><£ J- e ~ C7 -v 5 c . -Eta •_ L-°ZL u °S _ o -Z-EvA -3 eÄ « 3.§|iSg »liSä'S H§ii: = S”8- = ö»|j§ 8-.SE5^e=*ggg@g ßtlSE^gSilE^ S3-=’E— — O 2; — -=■“ v'öfe 3 = -y^I L-^sr L^H4tz*L = & -LLv ° »*£•■= e_.t:5£E «>a °-EZs-°L -= -S E J{*5 £3 2aQ -S-E»a-^ — A 3 a E _E§ Ä V E ° v2 A = E k-g ^e’^-u e cT5« = -»B fc v JtA oi®2 E p «, c I _ c5y = ^_l:c.s ^€c£Z, §SS2hfc: V ° V-C *“ ig§B2E-E§i g l e , = V O — v E 22 . 4S L. “Te=^ .E ° Q.O •'= 3 ® 4 g. CM*) C eE. e- va-.E s •2 A-3,2 VA = § « £ ££ S c^-XS !° —.*3 u5 ZZkL, - F£ e4 -S°3°i E 3=2 A ZZ ---iv v^o-gg X.t.E o g ___ 'Z§LL^LZ.ZZ§ -— c cr.J= v 'i/ E S vLZL-L c-a L-2-S- I 0 .£§L E fssisip. = .2? m "*5 A E u-.2 A X 3.0 E V u E c _-L3 - Ä-cc ZLZ C L r^c a E g3$S®-§<8. °.e;4 3 L HZ er: o— b c ’S; o F v; v •.o 'CLE Ä c a &•&\8*s« S k>eW^j 3 O V E . g3 g --ZgEöJi C*A X 2 JLS^- E C yA5Ba<_A*°Q 1=35^1=^ •C 3 3 E _ v a .5 3€ = j^ V — ■= g.v g E EaE-- «3 2 a'e<5 t= o m g§l ZLLZ6KM8 S-c = "c S'S- te> e ü a '-• - *0 p A _ c; o _ O c v v a- p A-y w er. Pi E E 2 vT S a u. ' E . — E t> E o V ZLLD-^oZZZ _e£|E^ös:t& ^CSo*CCC®;22U(J J“' -ZG«u>L'd°°sMsä-» Ä&5 = -=^8§fäis •“- A e £f 19 | JM W ♦ ** W j-~ - u V ° S-^'pAiC 3 o ., & 2' ‘Ur,- E o L-L.tv.3 V^E =_ . •—ä v - 5< a- O . E-A ..Z 3 A - - ■= V »- E,__ ^.2= 3 £.5 V g E 5 Q A Ä J2 L^MA«4L^ EAOA o JA 2 u V — m 1—’S Q R-£ :□ =Qfl. 3 J,i E’g e v o-^S v.Q lg u -4 A E . ., A 5 E*r. y 3 .V ± 5 S JT ■ E o" SL'^LA GLLLLawS-ba a p-‘V = V^'M_ — :O E v 8 'S E •ggvAg? E a, B = U jg.’E P^gE s-$P»iP-=- e « — UZL-2Z Z-Z -Z 8 x.L Z^E-8- LZL-ffH &w5S 4eobb tihl ZM g"=C = 3 «> u E^ ey w e» S-^ 'S AZ c2he-'6' *5'S 'vE§^"pEV §© eS “ Lg 3 A*g g 2upo Z^N-b- ffE = s ö 3 c^>L *0 :e4© SA in Sr c- = So "c E o ’S UC>- a 2 *V -ES y S a a c-to o »o ( «-bä c «ti — N L c 9e KZ? 8 oA = y «EZL^ sr 3 iE. e Ai. A A Eto «n A 3ß,"e- •3 ^*2 vS^' gS = A o A E S |Q toE Z?K»3,^) §ZZ E.L »AI LZZZssL HZ V a ez 2e P 8S- LL'sZZZ efi 3§ © «- = y B - §D « Ais o 4Z 5$a ■6 S v ,to 2 tt ZWLZ v-e •n E 2L c N S-$V«3 « .8 L .Z c A eXR SLL A®f e B S-- B Ss g -L g oH E-gS MM E^L Zs s R ZLS 2 A "öS S y d Q ■e u)e 5? y ZL3LLM öX[€4i toe^E-; A -5ö = O-dEvl- A ^»ißg==«£y .. 2. Em« e — = 51 0=5 E 2 v sf=lli o aAy a = PQ £ Q k < o> 3* —.A _- «'S* Lsr-3 a-g L-3 L^^LL-E- . Bßv ^A- v.-^ 2 jO E ,-~ ^ X Z Z =51 = v<9(9 9 _A^«2m v A E 3= V .5 a _• =; 5?. - e Ü A 1^0»^ ^-ZZA ?4Z-- &S.E «säSS^s» ä»1® = 19 E*-^ ex “ Sy L^-Lsr^ EZsto?S o^gLLL 9=#. .LLs-S o ^ESLA^L ZV3 = E A-A-P V ' = r-^3 3 A l=aS-L 3^*6- *b^ BE = -Z »S2=l9g E E AM » X.?CT V S“~ .ÜÄ Sa3a5 >5 ° 3 E « ^E^3 3® ß 3 E 2 SE^-a SS1?» ®- X, A.'? V = c?«-M - «3 e OJ uJßC E S §x v2E S19 •gs 8al?agf «A 3 SZ Z g L-*3 E E v. 2 v - ß- •=51 2 ^«=3» :« = ®* 3 v . □ .5 ,, _e8oKOvB in E 2 Sti— »ESA I9p= 5 o" Coe jj-..- =e* c. M47ZL-Z8 L "~- 2 E? C*S^ gÄ^g-agÄsz»« ■«r-a ^ut.?“”s C 2? Sri v E o 3I3 E C~ «ffS CvSo xEyii—O-p 3Ke?SRA a'SS OSÄC? Bi «J8"S ■ - .c“! A§ 3 Z = §C7-A A o 5v in A — — ■_ O o: — «4 E VE o u £ A 2 g <=g -?8-A L« s £-a « OBI =u. 3 e V o 3 C? m E 5 B A «• — O o o in . P2«ü — 3 V A -5P **- CiJ*S — O Es SS x ?! ■?£ o"a — v = £ S 3 •■" Zs^-ßSKZiSL-s^L^ J© m g "E s 2 3 g 5 c 2? v^r- Sjfln ZdLZZ •~ S= »-XÄg E 0 ® . a, G a V~ 303 ö. — a> C S A ® o" vM-6-E yNZ CSE #cS .2. -‘ — v »O 3 *E , S 0 «S.Asr-J - TsS §t|e A v:C A Vö t, ”0 v’q V M V m = O — %> V 03 E «-I O A" X eJ!=-I$2aZ-g.es"S 'i-J .s.iströ=:=:n@i 0.2- c? y es^, . p g®5 CO = A . N§ LI c 3 3 w 3Ö ,2 o— ö§3wg® 5 g^s-^ A E EZUUjt Z — «a “ O 3 V TS V E Q X ä^^E = »ä“? = 2£l a Cop — — vv* n s c —= cj2 ä_— E.E=t_ Ze-LzZ ’ge.J. A E -b E — —■ M Z-Sz =sf| O -E SL V X 3 A v 5 o S ER EZZ-AIL^ v . E C v g-q 5*3 2 e L o E2 •fi't‘2A =2 ci — co O . _CV E j— c « w .?-LUL cZo v e ^3 C A E o O A W Bl9 - c o - = ^a»=4AS-o_3 DZZ-bgo L I^LR-S^ 2* 85« = E v .■= = to-3.3 2-b Bs3 — L s sa—" g ya'C CQ 2 V V A C, A . €eE.;5 C? 3 Z-2--L =A ^o^-AO B.E 3>bZ D "ü 5 v - A-3 3 0 3 3 - "x .n e m P- .. e> a — —> E . ro A o-f v 3 JEoZZ 2. =2?^ 10'S- v I u 3 = 4Q vJM 2 3 43' ,E c: X S’äcuE © A B NS? fli 11 r !- 1 J a_. e ’ e s 3ca 3* 3 8 3 3.8 s 3 o o^ä 5 A o a geäst -Ä- §2 g-Ss-s s>i ;a H LZ o = -L 3 ca» *§. a t?5 E o $' = a *2* in a« i Q 5 0 8 s

2 >«• E.» c:3 = gäS ao ff reO - o- E !T 2 «• 2 to 2 a 2 2 3 c m IS er _ a 3.5 a’- _.--ffZ ,-3* v> 2 ZffJ o*3 5 " m ssZffssz ©'1 !§* 1 77 o ,. e a s o a 3 h2.£ ™2-37 5:E 5 5 pr 2-ftLffZ = § E* MßZff? e«= E - 3 0 ss§s3* ?S3?3=5^3V = "^„sq-s-.vo3 3 SA iS)* » 3 55 -H S 3 u 3 8 E co dJca wa a“ ti 3 ff3 2 S <0 fi.1 ft ö 3 5 S©o &?3 2 ff 8 er. E Ul SO . ft ft-AS ff =8 i 2.6 8 »ffa3c?8“ » A Ul 3 H gaq 3 aa^ a öS § »a o«3 «2.a L-Z g Mco S 8 S 3 3'? Eg sag 3 h ®a«.3 o 3 3 6) 3 3 6) = = s- aa- Z3 cS—»■ D«Z. %2. 2.3 * 3 3’ fe- ö A<2 öS’ft es ' 2.sa 6) ft re" 3 ®3 H ° S Sw® Kft er o 53 6 e E3 3§Z6) 3gfta 6)e a§ 6 O: ösS*3 ft 3 —ft 3 E agASff a3 V-L2Z = 6 *?Sa ?töff 8 3 3 E’Syft^,. 8 §ff®' Sag? m "3 e ft %)= 3 8,L-A§ -5 §5g=3 8=5. 3 2 E -• 5 « er 3 «• = re — —q o s 2 2. LS^Ä E' — 6 2 a ro Q «• ejgs L3 ftaS*aa ft E 5 3_— 2 ft ff X 3 2- =• 3 -EJ^. 3 ft. 5 ft g V- o s q S'-gh 3 n 3 5 2 2. ft S o 3 6 6 8 w 5 e0 O * m ö=" <5" o 3 o 3 3 O S' 3 — "Ä • o nr.55 S-"",98 5 re gas 3 §. 5 %) 3 O 3 8 H L> 3 3 e 3 ui m Cn!3 3 Ul 3 E ffHff »s re er a^ -22ZFZ.Z F’S ff 3 ff-Zs ßs 3 3 o 8 Ä ZGff- re‘3 2. ft er Or^ft ®2 a.1- re q a 6) f^ia.9 3 3 3 «s a3 .a3 öc O CO a ? e*3 73 E ft m 31 6 3 -A ffZZa 6)e aff 6) ____ E H H-E » 2 3 a 512 = o -q ft Ul E- 3 ft ft 3 5 3 o" ©” Z2-28 Ö)aö8«o5 S Öre S ag. caaa- .0» re 3 _ 2a 2 q 3 B.Ö 7Z§5 E 3 ft ■to a 3" U> 3 2 3 3 I ft.=: a 3 cyaca3 re E-goreq 6)5 a = Z§a 3 3 r 3 3 m 8 CO o o* o CO je ÖD C3 o o «3 3 O a 6 E er ex o 3 er re O a 8 o 3 a 2. CO »8 e® ff 3 3 o 3 E Em rs'ö) iS.” re er er —• o .ft 3 3 — ft 8" o* 59' O re» 3; s< E -E 3 ff X3 • O* cra-G ff 3 °aa§ ff3 CO 2 ot as.2 O E o -* er _ 3 6 3 E e»E LSs o er 3 ö° fta t§ä -E a 6 So: 3 3 © OTCO gra3»s =. aft^^a ca — 6)ft L2q E: 3o3°.S ffff 3 • 3 o Cco li —’ 3 ®a 8 o re t3 u> ■3 8 co 3 re m H- o ca. 2.3 a ft 8 3 o =- = ; $CT —-e re, er ft re O Q 3 T 6 c o 3 es o 3 6) o 8 Q a a- re .3 3" 3 er §LD?5§s ffA |.g s- e ZZiffftL' 2 re 2.-L 2 re E ' 3 er TI' 3 er 2 = 3 °"D ff 3ezSft ®DC- re er re er o 3 — „-2, - 2 S 5ft3ftftftE23ft 3 2.= 3 ^a-gco 5„=;ftöCrre- 5 2 o ~3 'S 6)0 ° 2. 2 =2."^ e?ft a 2?ÖD O'.ft O* D —ff ^ft32.32E3e3§aä^,2.0 = w?s- ^ssriio s^i re o D re 2. 2. » ft,ÖB3' 3 re 0-2.2 or 3 aa^^s 3_q CS0" re = re = 3« Z-ff» 3Ö5. 2. (jyCO — L Lft 3 q o 5 5,-59 3 5“ 3 O> KO 85 3 %O. ft 3 » 2 E 8etr. 9n Ed den, lers Holc hör^ werl Geir beln (ar, ges, ling trift Fein kitei und r Anei Y ’-Bel im Wie 8Une tefft Mief, Trspc der 5 tung (raut auffii fertig weis! 1922 I Seich oder ninc