"schäft. ir Malet. Wettbewerb um Preußische heute entfdjieben urde dem Maler )le Wettbewerbs. Künste vfientlich M». , lPlU8 m Auch Ä) •a a* °Sent. afi“* 'erstens f“ 650 W W®Ä’. 6. Mt oatinietoJnn«n ;$F& ielmarkt. U5 ift. . 6>'^. und tinun- .E. Schafe- ältere ’W 40 bfz 4ß E.-$^to®w von Mt 82 bis 84 j«y*»a von 120 bis im Aarltver- luft. Kälber und Desterm ann, •atcelona Hot Georg De ster- iestermanns Morn Equadvr und den eigenen tech- urben, den „gran chten. ttAussührung en? 'WTB.-Drafjtnaä)- die ein von einer fmt ^inge. «mwÄMfi, nach m Linvernehmen i der Oberposldircl- cingeleitet, zwAkr tmohfgkrUkn, Anzeigers bei der rung von Lau- chsposlocrrval- oorgetommen fein m frühen IRorgen- ingen bei der Jranl- irten auch mehrere lehmong herangezo- m ergriffen werden, ch im Sange befind- Redaktion^ , 17 Uhr. Samstag ,d lediglich bit Mvkfurl^L M 168,47 1 618 ill5 'S L 1,1 51-2 «,82 12% /3J Z,<» 18,8 ai,45 ,97« l-tz ä S'-jj ttf L__ ■ - 7B »'S 11,63 20,85 6,445 68,44 21,86 11,63 58,73 2,47 111-98 81,15 52,97 12,33 73,05 W— 4,188 58,53 112,07 20,43 16,505 169,12 21,94 112,07 58,91 2,49 112,42 81,47 53,1 12,39 73.35 ÄwlU^^A'i *s—I8f 1,682 58,435 H-* 112,4 112.4 10.5 21. 20-41 1,189 16.4« 81.2, 51-33 2,060 0,453 Ur. 8 Erstes Blatt ISO. Jahrgang Zreltag, 10. Januar 1930 Cr |d) e int taglich.auher ioimiags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte _ kiehener Familien blätter Heimat im Bild Die öcholle Moriatr--Ve;ugsprei5: L2O Reichsmark und 30 ie ichspfennig für Träger. )l>n, auch bei Richter- l e.nen einzelnerRummern neige höherer Gewalt. Lernsprechanschlüste |iterSammeInummer2251. lnfchrift für Drahtnach- |d)ten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: stanlsurtamMain 11686. GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen Druck vnd Verlag: vriihl'fche Univerfi1St§-vuch- und Zteindruckere! R. Lange in Stehen. Zchrlftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr Wilh. Gange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Giehen. Zehn Jahre Kampf dem Versailler Diktat. on Dr. Phil. h. c. Hans Draeger, Geschäfts- ih renbem Vorstandsmitglied des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände. 22m 10. Januar find es 10 Jahre, daß das u ische Tolk einen schweren Leidensweg geht, uf alle Deutschen, auf das Leben des ein- . .Iitcn, auf die Entwicklung der deutschen Wirt- • öd ft, auf die Führung der deutschen Außen- . >li.til wirkt das Versailler Diktat bestimmend ib entscheidend ein. Ein Jahrzehnt schon lastet - .i uns der Druck dieses furchtbaren Diktat- r.cÄcnd, drücken bei jedem Schritt und Tritt, m wir als einzelne, als Volt und Nation in. die Fesseln, die man in Versailles um ms gelegt hat. Die Stürme, die in den ver- ii genen zehn Jahren über das deutsche Volk KLscggegangen sind, haben mehr denn einet seinen Bestand als Staat und Nation ernst- if> bedroht. Bei der Vielgestaltigkeit und dem cckDährendcn jähen Wechsel der Ereignisse ist hi vielfach die Erkenntnis verwischt und ge» ribt worden, daß alle die politischen Irrungen fci) Wirrungen, die materiellen Sorgen und Kiltehrungen, die seelischen Nöte und Dedräng- 1'1 ie, deren Opfer es in diesem Zeitraum ge- tr'en ist, von jenem 10. Januar 1920 ihren Üuägang nahmen, an dem das ein halbes Jahr d lser, am 28. Juni 1919, unter Drohung und 6;tüaU aufgczwungene Friedensd'.ktat in Kraft hat. öienfolange wird auch, freilich in den durch kb Diktat beengten Grenzen, der Kampf um d i e Befreiung von diesen Fesseln ge- sthri, versucht das deutsche Volk Mittel und lege ausfindig zu machen, die es wieder zur freificit führen künnten. Hierbei geht es viel- fei) um internationale Probleme, um das Selbst- b,sii.inmungsrecht der Völker, um Mindarheiten- ttdjl und Minderheitenschutz, Mandat.hr. schäft, Acüstung, Kriegsächtung und Kriegöverhinde- rn.g, Förderung der Weltwirtschaft und des T.llhandels. Mit ihrer Lösung sind aber auch Nitionale Ziele eng verbunden, die Bc- fniung von harten Fesseln, in die Versailles ic? deutsche Voll, seine Brüder und Schwestern jn’eitä der Grenzpfähle geschlagen hat. Und wie du diesem internationalen Gablet müssen die Dissen des Rechts und der Moral, die uns die hrd) Versailles in ihr Gegenteil verkehrten -mndlagen des Wilson-Programms und des llaoscicdensvertrages in die Hand gegeben geben, ebenso im Kampf um unsere rein natio* Helen Interessen geführt werden. Sie sind auf ViÜlischem, wirtschaftlichem, kulturellem und sozialem Gebiet durch die fremden B:sahungs- trapben und Kontrolleinrichtungen, durch die Ucikrechten Grenzziehungen, durch die Reparativen, durch die Internationalisierung der hübschen Ströme und anderes schwer breinträch- tijt worden. Schließlich aber gilt es dem deutle:, rn Ansehen und der deutschen Ehre durch Be- Itlisung der Kriegs- und Kolonialschuldlügen Leder die Geltung in der Welt zu verschaffen, Bi: sie ehemals besaßen. Oie Bewegung gegen Versailles, deren Gc- Kuisstunde die der Unterzeichnung des Diktats fitlR ist, stellt sich als eine ohne jede propa- SEstische Wirkung spontan aus dem deut- fleem Volk herausgcwachsene Strömung dar. Don llirmhcrcin laufen innerhalb dieser Strömung «iie große Fülle verschiedenartiger Meinungen «ii&'-ir. In einem aber sind sich diese in ihrem firc.ren Wesen virschiebenen Abfassungen v l ig • «iüg, in dem nämlich, daß der in Versailles Wierc der Androhung der Waffengewalt und Bi Fortsetzung der Hungerblockade geschaffene MiHlszustand ein befriedigendesRecht Hir Europa nicht geschaffen hat. In dem 'Sure, daß der zwangsweise geschaffene Ver- 1 ffall ec Zustand nicht dauernd bestehen kann, sind 'fern Anfang an alle Deutschen, ohne Unterschied •ityen Schicht und ihrer Partei, „Revisio- ‘ m säe n" gewesen. „ L ielfach spielen am Anfang und spielen auch '■Seite noch innenpolitische Zielsetzungen in die • ZBtogung hinein; doch ist immer wieder in .lllcr. Kreisen das Bestreben vorhanden gewesen, idv liefern Gebiet überparteilich zusammen- jgLD'icIen. ilnö so hat man sich schon 1921 im :2r beits aus schuß Deutscher Ve r- Ibinde eine überparteiliche Spitzen- und Ar- IßttSftelle geschaffen, die die Fülle von Einzel- zusammensaßt, gemeinsame Ziele heraus- iDtieitet und herausstellt, einen gemeinsamen iLscrparteilichen Willen heranbildet und von iloi'icr überparteilichen Plattform aus dem so ziciiDeten Willen Geltung verschaffen will. Cäeitbem in der derckwürdigen Kundgebung vom 1_L Dezember 1922 die sämtlichen deutschen LL e.mgcwerkschaften sich aus den Boden dieser "Hsirebungen gestellt haben, ist die breite Platt- fiotnt des gesamten deutschen Volkes für sie ge- II-ticT. Zwei Drittel der deutschen Vevölkerung Lnb durch die im Arbeitsausschuß Deutscher -verbände vereinigten Organisationen zu einem fielen Block zusammengeschlossen, der die R e - tu !| t o n von Versailles mit allen Mitteln 61* Rechts und der Moral erkämpfen will. Gegenüber den ersten Jahren nach Versailles 0hfl: die deutsche Politik auf manchen Gebieten DDi-.bcc ein gewisses Maß von Bewegungsfrei- 5Hi! erlangt. Dis zur restlosen Anerkennung «vkatschlands als gleichberechtigter, in allen ihren Wndlunaen und Hinterlassungen souveränen Tkraßmacht ist aber doch noch ein weiter 23eg zurückzulegen. Ihrer Wiedererlangung liinci stets noch der schwere Block von Dersailles Lebhafte Auseinandersetzungen im Haag. Oie Oebaite über den Zahlungstermin der ^oungannuitäten wird vertagt. - Ein erster deutscher Erfolg in der Frage des Moratoriums. Haag, 9. Ian. (TU. Funtfpruch.) Die Aussprache in der heutigen Nachmittagssihung der fünf Gläubigermächte mit Deutschland hat sich teilweise recht lebhaft gestaltet, führte jedoch in einem Punkte zu einer Klärung, die auf deutscher Seite als befriedigend angesehen wird. In der Frage der Festsetzung des Zahlungstermins für die monatlichen Raten der Zoung- a n n u i t ä t e n wurde von der Gegenseite der Vorschlag gemacht, daß Deulsckstand jeden 15. des Monats zahlen solle, die Beträge jedoch erst am 3 0. den Gläubigern transferiert und in der Zwischenzeit vom 15. bis 30. bei der Inler- nationalen Bank deponiert werden sollen. Die Zinsen dieser 15 Tage sollen zur Regelung der Unkosten der B. I. Z. verwendet werden. Schahkanzler Snowden betonte, daß die alliierten Sachverständigen sich einstimmig für einen Zahlungstermin zum 15. jeden Monats erklärt hätten. Dieser Vorschlag wurde von der deutschen Seile jedoch abgelehnt. Reichssinanzminister Moldenhauer' erklärte, daß die deutschen Sachverständigen sich für den Zahlungstermin zum 30. jeden Monats eingesetzt hätten. Die Unkosten der Bank hätten die Gläubigermächte zu zahlen, von Moldenhauer, der den deutschen Standpunkt mit außerordentlicher Schärfe und Klarheit vertrat und fortgesetzt in die Aussprache eingriff, wurde hiergegen der Vorschlag gemacht, den Präsidenten der Pariser Reparationskonferenz, Owen Poung, als Unparteiischen in dieser Frage anzuhören. Die Gegenseite lehnte diesen Vorschlag ab mit der Begründung, es sei nicht angängig, einen Außenstehenden als Schiedsrichter anzurufen. Es bestünden soviele Streitfragen, daß hierdurch ein unliebsamer Präzedenzfall geschaffen würde. Englischerseits wurde in den Verhandlungen der Standpunkt vertreten, daß ein Uebergang zum nächsten Punkt er st nach Entscheidung dieser Frage möglich sei. Da die deutsche Delegation ihren Vorschlag aufrecht erhielt, schien eine Weiterführung der Verhandlungen in dieser Frage nicht möglich. Die Sitzung wurde daher unterbrochen, da man offensichtlich sich in einer schwierigen Lage befand. In privaten Unterredungen zwischen Eurtius und Tardieu sowie Moldc-nhauer und Snowden wurde bann die Schwierigkeit in der Weise beigelegl, daß die Frage des Zahlungstermins auf den Schluß der Konferenz vertagt wurde und man, entgegen den ursprünglichen Absichten der Gegenseite, einer Erörterung des nächstenPunk- t e s der Tagesordnung zuftimmte. Zur Erörterung gelangte sodann die von der Gegenseite gestellte Forderung, daß Deutschland bas im. Poungplan vorgesehene Zahlungsmoratorium nur unter bestimmten Voraussetzungen in einer gewissen Lage, z. B. einer wirtschaftlichen Depression usw. fordern dürfe und daß Deutschland eine dahingehende Erklärung abzugeben habe. Dieses Ansinnen wurde von der deutschen Abordnung auf bas schärfste zurückgewiesen mit dem Hinweis, daß es kaum eine Instanz gebe, die in bet Lage wäre, unparteiisch fesizustelleu, ob die wirtschaftliche Notlage Deutschlands ein Zahlungsmoratorium erforderlich mache. Ein derartiges Schiedsgericht würde aller Wahrscheinlichkeit nach lange Zeit arbeiten, wodurch der Sinn des Zahlungsmoratoriums Deutschland sofortige Erleichterung zu verschaffen, hinfällig würde. Auf Grund einer juristischen Erklärung wurde fobapn Deutschland das Recht zugesprochen, allein und ohne jede Einschränkung also ohne jedes Dazwischenreden Dritter zu entscheiden, ob es von dem Recht, ein Moratorium zu beantragen, Gebrauch machen wolle ober nicht. Die Formulierung dieser Erklärung wird auf deutscher Seile als völlig eindeutig dargestellt. Deutschland ist somit das Recht zuerkannt worden, ohne jede Einmischung s e l b st ä n - dig über die Notwendigkeit eines Moratoriumsantrages zu entscheiden. Es ist hierbei von deutscher Seite darauf hingewiesen worden, daß Deutschland selbstverständlich ein Zah- lungsmoratorium nur in Anspruch nehmen würde, wenn eine Bedrohung der Wirtschaftslage oder eine Gefährdung der Währung vorliege. Deutschland würde zu einem Zahlungs- Moratorium, das schwerwiegende Rückwirkungen auf den Staat- und Privatkred'.t hätte, nur dann greifen, wenn dieses unbedingt erforder- l i ch sei. Der Ausschuß behandelte sodann weiter den zwischen den Gläubigermächten und der BIZ. abzu- schließenden Treuhändervertrag. Auf der Gegenseite wurden hierbei an Deutschland die Forderung gestellt, Deutschland möge dieses Abkommen loyal unterstützen. Dieses Ersuchen wurde von Deutschland a b g e l e h n t, da dieses Abkommen Deutschland nichts angehe. Die Frage der Regelung der deutschen Zahlungen nach Ablauf eines Moratoriums wurde auf Freitag vertagt. Königin Wilhelmine empfängt die Konferenz. Haag, 9. Jan. (WB.) Die Königin veranstaltete heute abend zu Ehren der Delegierten einen Empfang, bei dem auch der Pr i n z g e m a h l, die Thronfolgerin, die Königinmutter, alle Mitglieder des holländischen Kabinetts sowie fast alle namhaften Delegierten zugegen waren. Oie „knickerigen" Deutschen. Snowden ist überrascht über die Hartnäckigkeit der deutschen Delegierten. London, 10. Jan. (WTB. Funkspruch.) „Daily Herald" berichtet aus dem Haag: In der gestrigen Geheimsitzung der Kommission für deutsche Reparationen wurden einige deutliche Worte gesprochen. Sowohl Snowden als auch Tardieu drückten Llcberraschung über den s o r t g e f e h t e ir deutscheir Wider st and aus, der zu so später Stunde und in Punkten einseht, die für das glatte Arbeiten des Planes wesentlich sind und forderten, daß eine endgültige Antwort ohne weitere Verzögerung erteilt werde. — Auch „Morning Post" berichtet über scharfe Erörterungen; die Deutschen hätten gestern ihre Anerkennung des guten Willens ausgedrückt, der dem französischen Sanktionsmemorandum zugrunde liege, es jedoch - für überflüssig erachteten, Zwangsmaßnahmen für einen Fall in Aussicht zu nehmen, der so weit über den Charakter des Voung-Planes hinausgche, daß er ein Zerreißen des Planes bedeute. Die Deutschen nahmen Snowdens Erinnerung daran, daß die Zeit für eine eingehende Erörterung über technische Fragen zu kurz sei, wohlwollend hin. Die deutsche Delegation bereitete in der Sanktionssrage Gegenvorschläge zu den französischen Anregungen vor. Es bestand aller Grund zu der Annahme, daß sehr bald ein Kompromiß erzielt werde. Man glaube zuversichtlich, daß innerhalb einer Woche die Aufgabe der Konferenz erfolgreich beendet sein werde. „Central News" meldet, Snowden sei während der ganzen jetzigen Konferearz sehr fest in seiner Haltung gegenüber den Deutschen gewesen, und das fast vollkommene Einvernehmen zwischen ihm und Tardieu stehe in bemerkenswertem Gegensatz zu der Lage auf der August-Konferenz. Gegen die vere inte Front der britischen und französischen Delegation hätien die Deutschen es schwierig gefunden, Vorteile zu erlangen. Verschiedene Pariser Blätter messen den Ausführungen des Schahkanzlers Snowden eine besondere Bedeutung bei, die dieser am Donnrrs- tagvorinittag zum Schluß der Debatte über die Termine der deutschen Zahlungen machte. Nach dem „Petit Parisien" hat Snowden sich nicht gescheut, der deutschen Abordnung rund heraus zu sagen, daß sie viel zu häufig Einwendung e n mache und anscheinend kein anderes Ziel verfolge, als eine Herabsetzung der deutschen Annuitäten zu erreichen, der er nicht zustimmen könne. Es wäre wünscheTis- toert, die Arbeiten der Konferenz zu beschleunigen. Das „Journal" vergleicht diese Ausführungen Snowdens mit den Bemerkungen des französischen Ministerpräsidenten am letzten Dienstag über die „knickrig e" Art, in der die deutsche Abordnung die Arbeiten der Konferenz störe. Wir sind in diesem Punkte natürlich anderer Meinung als die französische und englische Presse, die von der zweiten Haager Konferenz offenbar lediglich eine formale Bestätigung der Beschlüsse der ersten erwartete. Das deutiche Volk wird im Gegenteil seinen Delegierten für diese „knickerige Art" dankbar sein, mit der sie zu verhüten versuchen, daß einem ausgepowerten Volk noch über den Poungplan hinaus weitere schwere Belastungen abgepreht werden. im Wege. Ihn zu beseitigen und das Diktat von Versailles nicht durch Gewalt, sondern mit friedlichen Mitteln seiner gröbsten Mißgriffe zu entkleiden, sind Möglichkeiten vorhanden. Schon ist im ersten Jahrzehnt die Starrheit des namentlich von französischer Seite verkündeten Grundsatzes von der ewigen Llnantastbaickeit desVer- tragswerkes in vielen Stellen durchbrochen worden. Diese Dresche gilt es zu erweitern, nicht nur zu unserer eigenen Befreiung, sondern auch um die in der Präambel des Vertrages enthaltenen, von Idealismus getragenen Verheißungen für ein neues Leben unter den Völkern zu verwirklichen. Oes Reichskanzlers Antwort an den Hugenberg-Ansschuß. Keine Verkündung des Freiheitsgefetzes. Berlin, 9. Jan. (WTB.) Das an den Reichskanzler gerichtete Schreiben des Reichsausschusses für daö deutsche Volksbegehren hat der Reichskanzler, wie folgt, beantwortet: Dem im Schreiben vom 7. Januar d. I. gestellten Antrag, das sogenannte Frei- Heitsgeseh zu v er künden, kann nach dem Verlaus des Volksentscheides nicht entsprochen werden. Die Reichsregierung hat bei Zuleitung des Entwurfes eines „Gesetzes gegen die Verskavung des deutschen Volkes" an den Reichstag bereits dargelegt, daß zur Annahme des Gesetzes durch Volksentscheid gemäß Art. 76 Abs. I Satz 4 der Rcichsver^asfung die Zustimmung der Mehrheit der Stimmberechtigten erforderlich ist. Im übrigen hat sich an. der Abstimmung nicht einmal die durch den Art. 75 der Reichsversassung vorgeschriebene Mehrheit der Stimmberechtigten beteiligt. Die in dem Schreiben zum Ausdruck gebrachte Rechtsauffassung muß demnach als irrtümlich bezeichnet werden. Was die im Zusammenhang mit dem TZoungpkan in Ihrem Schreiben aufgeworfenen politischen Fragen anlangt, so wird nach Beendigung der Haager Konferearz im Reichstag Gelegenheit sein, Stellung zu nehmen. (gez.) Müller. Oas Jündholzmonopol. Zustimmung des Mcichsrals. B e r 1 i n, 9. Jan. (BDZ.) Der R e i ch s r a t nahm bas Zünbwarenmonopolgesetz an. Hier hatten die Ausschüsse zwei wesentliche Aenberungen an der Regierungsvorlage oorgenommen. Sie hatten bie Ausnahme st ellung der Konsumgesellschaften beseitigt und zweitens beschlossen, baß der in dem Gesetz festgesetzte K 1 c i n v e r - kaufspreis von 30 Pf. für bas Paket nicht ein Höchstpreis, sondern ein Festpreis sein sollte. Di« preußische Regierung beantragte, beide Bestimmungen der Regierungsvorlage wiederherzu- [teilen. Rach längerer Debatte wurde der preußische Antrag auf Wiederherstellung der Sonderstellung der Konsumgesellschaften, mit 49 gegen 17 Stimmen angenommen, allerdings mit zwei Aenberungen, die von Bayern und wachsen vorgeschlagen wurden. Der bayerische Antrag ging darauf hinaus, jede Erhöhung des den Konsumgesellschaften zugestandenen Kontingents h i n t a n 3 u = halten. Rach dem sächsischen Amendement wurden den Konsumgesellschaften nur ein Kontingent von 19 OOOKisten zugebilligt. — Mit 37 gegen 29 Stimmen wurde auch der preußische Antrag angenommen, wonach an Stelle des von den Ausschüssen beschlossenea, Festpreises von 30 Pf. wieder der Höchstpreis der Regierungsvorlage trat. Die Vorlage im ganzen wurde in einfacher Abstimmung'angenommen; dagegen stimmten Sachsen und der Vertreter der preußischen Provinz Niederschlesien. Württemberg und Thüringen enthielten sich der Stimme. Erneuter Tumult imRoten Hause. Auch die zweite Berliner Ltadtverordnctcnfitzung gesprengt. Berlin, 9. Jan. (WB.) Nachdem die erste Sitzung der Berliner Stadtverordneteir im Jahre 1930 bald nach Beginn der Vorstandswahlen wegen Tumulte in der Versammlung aufgeflogen war. gelang es heute wenigstens, die erste arbeitsfähige Sitzung zustandezubringen. Zwar gab es in dieser auch Lärm bei den Kommunisten und Zusammenstöße zwischen diesen und den Nationalsozialisten, aber eine Anzahl wichtiger Fragen konnte erledigt werden. Bei einer Aussprache über Arbeiterentlassungen bei der Berliner Verkehrsgesellschaft erhob sich jedoch wieder ein derartiger Tumult, daß der Stadtverordnetenvorsteher Hatz sich gezwungen sah, die Sitzung zu unterbrechen. Die Hoffnung, das; die Ruhe wiederhergestellt werden könnte, erwies sich als trügerisch, so daß von weiteren Verhandlungen am heutigen Tage abges ehen werden muhte. preußische preffepolitik. Berlin, 9. Jan. (Tel.-Un.) Die „Berliner Börsenzeitung" schreibt: „Wie wir erfahren, hat der PreußUche Staat die Korrespondenzen des Dr. Rudolf Dammert-Verlages sowie den Reichsdienst der Deutschen Presse und die Konjunkturkorrespondenz erworben. Die Korrespondenz Dämmert ist in eine neugegründete G.m.b.H. eingebracht worden. Das Stammkapital beträgt 100000 Mark. Die Aufwendungen des Preußischen Staates gehen aber weit über diese Summen hinaus. Der Reichsdienst der Deutschen Presse war bekanntlich von großen demokratischen Zeitungsverlagen gegründet worden. Die Leitung hatte der frühere Ministerialdirektor Dr. Spieker. Was der Preußische Staat mit dem Ankauf dieser Korrespondenzen bezweckt, ist klar. Er will diese Nachrichtenbureaus dazu benutzen, um für seine Sozialisierungsideen eine nachhaltigere Propaganda zu machen und um auch innenpolitisch im Sinne der So- zialdemokratie die öffentliche Meinung noch stärker zu beeinflussen. Nachdem allerdings bekannt gewor- oen ist, daß der Preußische Staat an diesen Nachrichtenbureaus beteiligt ist, wird der beabsichtigte Zweck wohl kaum in der gedachten Weise erreicht werden können." Schachlund dieSozialdemolraten Der Rcichsbankpräsidcnt als Sündcnbock. Berlin, 9. San. (Tel.°An.) Der demokratische .Börsenkurier" setzt sich mit den ununterbrochenen 2lngrifsen des „Vorwärts" aus den Aeichsbankpräsrden- ten und des Reichsbankstatuts während der Dauer der Haager Konferenz auseinander. Das Blatt schreibt u. a.: Die Sozialdemokratie verliert mehr und mehr den Maßstab für das, was der Volksgesamtheit und ihren eigenen Anhängern nützlich und wertvoll ist. Ihre seltsame Logik hat rücksichtslos auf jede Besserung der Konjunkturlage gepocht und sie zum selbstverständlichen Anlaß für fortdauernde Lohnerhöhungen durch das staatliche Zwangstarifsystem gemacht; als aber im Sahre 1928 und 1929 die Wirtschaft zurückging, war von entsprechender umgekehrter Lohnangleichung nicht die Rede. Die ungeheure Arbeitslosigkeit bildet das Fazit. — Daneben fordert diese Partei einen Ausbau der Sozialversicherung, ohne daß die realen wirtschaftlichen Voraussetzungen im Augenblick vorhanden wären; nicht nur die Arbeitslosenversicherung geriet dadurch in ein heil- loses Defizit. Die unglückselige Lage der Reichskasse ist dafür dokumentarischer Beleg. Was tut der kluge Volkstribun, wenn er die Sache soweit verfahren hat? Er vermengt Llrsache und Wirkung und macht, ftatt_sich selbst an die Brust zu klopfen, den zum Sun« , denbock, der in der äußersten Rot an dem kranken Körper den operativen Eingriff vornimmt. Der Mann heißt in unserem Falle Schacht. Mag nun die Sozialdemokratie das schmerzende Licht der Wahrheit scheuen und deshalb lieber weiter ihr? Parteibrille tragen, oder mag sie überhaupt nicht mehr erkennen, wenn sie die Brille absetzt: Sedenfalls sieht der „Vorwärts" im Reichsbankpräsidenten nichts anderes als den politischen Verbrecher, der es gewagt hat, einen rühmlosen Finanzminister Hi l - feröing daran zu hindern, daß er Kabinett, Parlament und Volk durch Tatenlosigkeit noch weiter in Schwierigkeiten brachte. Oie Gewerkschaften gegen die Anleihe prrre. Berlin, 10.Jan. (TU.) Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund und der Allgemeine Freie Angestelltenbund wenden sich in einem Aufruf gegen dieKreditdrosselung, die in Deutschland durch den Reichbankpräsidenten und die Beratungsstelle für Auslandanleihen ausgeübt werde. Die hohe Arbeitslosigkeit könne nur durch Kapckalzufubr aus dem Auslande bekämpft werden. Die wirpchafts- feindliche Politik, Deutschland von den internationalen Kapitalmärkten abzusperren, sei gefahrvoll und sozialpolitisch unverantwortlich. Zum Schluß wird die Regierung aufgefordert, mit Entschlossenheit für die Zulassung von Auslandanleihen einzutreten. Keine Erweiterung der Arbeitslosenversicherung. Gewerkschaftliche Vorschläge auf Einbeziehung der Beamten. Berlin, 10.Jan. (Prio.-Tel.) Aus Kreisen der Gewerkschaften ist schon vor einiger Zeit der Vorschlag gemacht worden, die Beamten als beitragspflichtig zur Arbeitslosenversicherung anzuerkennen. Wie wir von gut informierter Seite hören, liegen aber bisher bei den zuständigen Stellen konkreter formulierte Forderungen dieser Art nicht vor und das Reichsarbeitsministerium als Aufsichtsbehörde hat sich mit diesem Gedanken noch nicht ernsthaft befaßt. Von gewerkschaftlicher Seite wird der Vorschlag mit dem Argument begründet, daß die Beamten das Risiko der Arbeitslosigkeit nicht mit zu tragen hätten, und dafür eine 21 r t Abgeltung in Form von Beiträgen an die Versicherung leisten sollten. Natürlich spielt aber die Hoffnung, wesent- licbe Mittel für die Sanierung der An- stalt zu gewinnen, wohl die entscheidende Rolle.Demgegenüber wird geltend gemacht, daß vom Prinzip der Versicherung aus eine Beitragsleistung ohne eine entsprechende Leistung der An st alt sinnwidrig sei, vor allem aber wird darauf hingewiesen, daß ein solcher Plan politisch außerordentliche Schwierigkeiten bereiten würde, da der ohnedies schon erbitterte Kampf um die Arbeitslosenversicherung neu entflammen würde. Der Versuch wird wahrscheinlich in der nächsten Zeit von den Gewerkschaften nicht aufgegeben werden, da ja die Frage der Sanierung der Anstalt noch immer nicht endgültig gelöst ist. Für eine Verwirklichung dieses Vorschlages, die Beamten beitraaspflichtig zu machen, scheinen aber die Aussichten sowohl bei der Regierung wie auch beim Parlament recht gering zu fein. Me England die Arbeitslosigkeit bekämpft. London, 9. San. (WTB.) Rach einer Meldung des Organs der Arbeiterpartei, des Daily Herold, hat der Minister zur Bekämpsung der Arbeitslosigkeit, Thomas, in Besprechun- ?en mit Bankkreisen erreicht, daß die fünf eitenöen Banken Englands sowie die Dank von England Verpflichtungen eingegangen sind, deren Auswirkungen, wie man erwartet, einen belebenden Einfluß auf die Neuorganisation der Schlüsselindustrien haben werden, wodurch sich gleichzeitig eine Besserung -der Arbeitslosigkeit ergeben wird. Die sechs Banken werden in gemeinsamer Arbeit große Kredite nicht nur für den Wiederaufbau oer Wirtschaft, sondern auch für die Modernisierung der Maschi- uen und der Arbeitsmethoden bereitstellen. VewaliiingsresormiindSparpwgrMMmSeffen. Darmstadt, 9.San. Wie erinnerlich, wollte der Hessische Landtag zunächst seine Beratungen am 22. Sanuar fortsetzen. Rach Lage der Dinge wird es aber kaum möglich sein, das Plenum zu diesem Termin schon einzuberufen. Die Fertigstellung des Ctats hat sich hinausgezögert, und zwar zu einem Teil bedingt durch die Krise im Reichi-finanzministerium und den folgenden Rücktritt Dr. H i l f e r d i n g s, zum andern bedingt auch durch die Tlngewißheit über die Gestaltung des Reichsetats vor Beendigung der Haager Konferenz. Daneben spielten aber auch wohl rein hessische Gründe mit, weswegen der Etat dem Landtag noch nicht unterbreitet wurde. Die Finanzlage Hessens ist — wie sich auch aus den Veröffentlichungen der Einnahmen und Ausgaben erweist, wirklich alles andere als rosig. Seit Safjren spricht man von dem Wirken des Reichssparkommis- s a r s und seiner Beamten hinter den hessischen Kulissen. Das Ergebnis liegt in einem umfangreichen Werk vor. Die Regierung hak nun schon seit einer Reihe von Wochen die Fühlung mit den Parteien aufgenommen und ihnen ein Sparprogramm unterbreitet. Es wird richtig sein, daß dieses Programm noch feiner endgültigen Gestaltung bedarf. Aber einige seiner Gedanken haben in den betroffenen Kreisen und Gegenden doch bereits eine lebhafte Reaktion ausgelöst. Es ist manches — vielleicht nicht ohne Absicht — durchgesickert und in gewissen Kreisen hat man auch ziemlich offen von den kommenden Dingen gesprochen. Es kann unbestritten bleiben, ob der Reich°- sparkommilsar vorgeschlagen hat, von den jetzigen 18 Kreisen 7 aufzuteilen. Da doch manches geschichtlich Gewordene im Hessenland sich stärker auswirken wird, als die gut gemeinten Ratschläge des Sparkommifsars, so darf man annehmen, daß die Regierung an eine so weitgehende Veränderung in der Landesverwaltung nicht gehen wird. Immerhin sprach man von fünf Kreisen, die durch die benachbarten Kreisbehörden rnilver- waltek werden könnten: zwei Kreisen in Rhein- Hessen, zwei in Starkenburg, einem in Ooer- hessen. Sn einer Zuschrift an den dem Snnenminifter nahestehenden „Volks,remrd' heißt e; he-te: „Für Rheinhessen wird das günstigste Ergebnis in der Austeilung der Kreise Oppenheim und Bingen erwartet." Rach unserer Kenntnis der Dinge scheint es auch zuzutressen, daß das Schicksal der eigenen Verwaltung für den Kreis Oppenheim fest,.eht. Ob das für Bingen auch gilt, möchten wir doch noch offen lassen. Sn Starkenburg sind zwei Kreisämter an der Bergstraße keine halbe Stunde Bahnfahrt auseinander. Auch um Darmstadt liegen die Kreisämter sehr reichlich, so daß also Gelegenheit besteht, auch hier Einsparungen vorzunehmen. Eine Kreisverwaltung wird Oberhessen bestimmt opfern müssen. Der Kreistag Schotten hat sich ja dieser Tage bereits in einem lebhaften Protest gegen die Auflassung ausgesprochen. Weniger lebhaft wurde bisher über andere Sparmaßnahmen in der Öffentlichkeit gesprochen. An zahlreichen Kapiteln des Haushaltsplanes sind aber zum Teil beträchtliche Abstriche vorgenommen worden. Es ist ja schon bekannt geworden, daß die hessische Lehrerschaft gegen Einsparungen auf dem Gebiet des gesamten Schulwesens Vorstellungen erhoben hat. Auch die Hochschulen werden sich gewisse Rationalisierungs- Maßnahmen gefallen lassen müssen, selbst wenn sich diese in sofort fühlbar werdenden finanziellen Beträge nicht auswirken sollten. Die Sustiz wird nicht ungeschoren bleiben, wenn auch hier entgegen den weitgehenden Vorschlägen des Spar- kommisfars gewisse Rücksichten auf die Verkehrs- Verhältnis! e in einzelnen Gebietsteilen nach dem „liebgewordenen" Amtsgericht genommen worden sind. Allerdings werden häufig die Ersparungen, die durch die Aufhebung eines Amtes sich ermöglichen lassen, in der Öffentlichkeit zu hoch eingeschäht. Aber viele Wenige ergeben ein Viel. Dann aber wird auch erwogen, wie sich die Ertrage an die Staatskasse aus den Gütern, Domänen, Forsten und Unternehmungen steigern lassen. Man wird dabei wohl nicht an gewissen Liquidationen einer nicht sehr fernen Vergangenheit vorüberlommen, schmerzliche Vorgänge, ähnlich wie sie im vergangenen Sahr die Stadt Frankfurt a. M. erlebte. Gerade diese Debatten dürften im Landtag noch sehr interessant werden. Gewiß laufen daneben noch manche anderen Projekte, wie man das Loch im Staatssäckel stopfen und vor allem der durch Steuern und Abgaben schwer belüfteten Wirtschaft, deren Konjunkturrückgang zwar langsam, aber unverkennbar ist, einige Erleichterung verschaffen könnte. Gewiß wird der Landtag diesmal nicht darum herum- tonunen, gewisse Reformen und Ersparungen zu beschließen, mag es auch noch so hart angehen, aber die Situation zwingt zu Entscheidungen. Sn zwei bis drei Wochen wird das Sparbukett der Regierung überreicht werden. Wenn aber ein vernünftiger Ausgleich der Opfer zwischen Stadt und Land und innerhalb der einzelnen 'Berufsstände tatsächlich zustande gekommen sein sollte, wie das in Aussicht gestellt wurde, dann sollte man von einem Feilschen um einzelne Forderungen absehen. Sm Herbst stehen ja die Wahlen zum Landtag bevor und die werden dann eine aufschlußreiche Antwort über die Stimmung der Bevölkerung geben. Werden aber nicht gerade mit Rücksicht auf diese Antwort wieder gewisse Reformvorschläge in der Versenkung verschwinden? Wann kommt das Konkordat mit drr Evangelischen Kirche? Berlin, 10. San. (Vriv.-Tel.) Nachdem es seit Wochen um die Verhandlungen zwisch.n dem preußischen Staat und den evangelischen Landeskirchen völlig still geworden ist, hat jetzt der Zentralvorstand des Evangelischen Bundes eine Kundgebung erfassen, in der gegen öie Verzögerung des Vertragsabschlusses Einspruch erhoben wird. Bekannt.ich hat die Staatsreg'.erung während der Verhandlungen über das Konkordat mit der katholi.chen Kirche im Suli vorigen Sah- res die feierliche Zusicherung gegeben, einen entsprechenden Vertragsabschluß mit den evangelischen Kirchen a l s b'a l d in die Wege zu leiten. Snzwischen ist von verschiedenen Seiten immer wieder an die Einlösung dieses Versprechens erinnert worden. Wie wir erfahren, sind die Verhandlungen in langsamem Tempo fortgesetzt worden, ohne daß sich indessen bisher erkennen ließe, wann es zu einem Abschluß kommen wird. Die Kundgebung des Evangelischen Bundes betont mit Recht, daß eine weitere Hinauszögerung des Vertragsabschlusses eine Gefährdung des inneren Friedens im preußischen Staate bedeuten würde. Man darf von der preußischen Staatsregierung erwarten, daß sie zur Beruhigung der öffentlichen Meinung alsbald eine Aufklärung über denStand der Verhandlungen gibt. Oie Hochzeitsfeier in Rom. Illumination und Larade Rom, 9. San. (WB.) Aus Anlaß der Hochzeit des Kronprinzen fand heute abend ein großer Empfang in den drei Palästen des Kapitols, d:m Senatorenpalast, dem Museums- Palast und d.m Konservatorenpalast statt, die zu diesem Zwicke miteinander in Verbindung gebracht und s.stlich geschmückt waren. Vom Turm des Kapitols wehte die italienische Flagge, vom Balkon des Senatorenpalastes d e bdg.sche Fahne, und von d:m Mittelbalkön des Museumspalastes und des Konservatorenpalastes wehten römische Fahnen. Die anderen Balkons und die Fenster der Kapitvlspaläste waren mit Gobelins geschmückt und illuminiert. Außerdem waren das Forum Romanum, der Platz des Kapitols mit der Kirche Santa Maria in Aera Coeli, die inneren Höfe der Kapitolspaläste und der tar» Pejische Fels durch eine künstlerische Silumin a t i o n besonders beleuchtet. Der Zug mit den königlichen Herrschaften defilierte zunächst durch die Säle der drei Kapitolspaläste und wurde im Roten Salon des Senatorenpalastes empfangen von den Snhabern der Ordenskette des Annunziaten-Ordens, den Präsidenten von Senat und Kammer, dem Diplomatischen Korps, den Ministern und dem Generalsekretär der fa» szistischen Partei. Sm Anschluß daran wohnten die Teilnehmer von den Fenstern aus einem malerischen Schauspiel in den Ruinen des Forums Romanum bei, das c:-~n Hochzeitszug im alten Rom darstellte. Danach bi bete sich der Zug aufs neue unu ve, liierte du.ch die Säle der Paläste, womit der Empfang seinen Abschluß fand. Am Nachmittag hatte König Viktor Emanuel eine große Parade der italienischen Streitkräfte abgenommen, an der etwa 20 000 Mann teilnahmen. Die Truppen marschierten mit klingendem Spiel an den Tribünen vorüber, auf denen die italienische Königsfamilie mit ihren Gästen Platz genommen halte. Außer der Garnison der Hauptstadt waren fünf Snfanterie- regimenter aufmarschie.'t, daranier das 92. Regiment von Turin, das der Kronprinz persönlich kommandierte. Auch faszistische Miliz- und S i ch e r h e i t s p o l i ze i nahm an der Parade teil. Besondere Aufmerksamkeit erregten Kolonialtruppe n, darutrr Kameire'.ler in ihren malerischen Uniformen. Die Fliegertruppe vollführte ein „Karussell" über dem Paradefelde. 300 Flugzeuge näherten sich in dreieckiger Flugordnung den Tribünen, um sich dann zu fünf übereinanderfliegenden Kreisen zu ordnen. Der unterste Kreis wurde von schweren Bombenflugzeugen ge, logen, darüber staffelten sich leichte Bombenflugzeuge, Erkundungsflug- zeuge und Sagdflugzeuge. Die Kreise erweiterten sich nach oben, so daß das Karussell einem wirbelnden Trichter glich. Die indische Krisis. Ghandi über die Möglichkeiten eines Ausgleichs mit England. London, 9. Jan. (Tel.-Un.) In der letzten Ausgabe von „Doung-Jndta" legt Ghandi die Bedingungen dar, unter denen ein Ausgleich zwischen der von ihm geführten Mehrheit, der allindischen Bewegung und der britischen Verwaltung möglich wäre und stellt gleichzeitig die Grundlinien der Politik auf, die im Falle der Nichteinigung eingeschlagen werden sollen. Ghandi führt u. a. aus: „Wenn die britische Regierung den ind.schen National.ongreß zu einer gemeinsamen Konferenz einladen sollte, um den Entwurf eines Planes für eine wirklich unabhängige Regierung zu erörtern, und wenn sie die anderen für eine solche Konferenz maßgebende Bedingungen erfüllt, dann würden die Führer des indischen Kongresses, wie ich glaube, zustimmend antworten. Ob ein solcher Schritt noch in weiter Ferne liegt oder nicht, hängt davon ab, ob wir dieses Jahr für uns benutzen oder die Zeit unnütz verschwenden. Ich muß zugeben, daß ich vorläufig keine geeignete Atmosphäre für eine solche Maßnahme sehe. Bei der gegenwärtigen Stimmung bei zahlreichen Mitgliedern des Kongresses, der inneren Auseinandersetzung und der Spannung zwischen Indiern und Moslem ist es schwierig, einen wirksamen und durchführbaren Plan des passiven Wider st andes zu finden. Es mag in diesem Augenblick unmöglich fein, eine solche Forderung im Namen des Kongresses zu erlassen oder zweckmäßig erscheinen, sich hierbei nicht auf den Kongreß zu beziehen. Ich kann dem ungeduldigen indischen Patrioten nur die Versicherung geben, daß ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften daran arbeite, einen durchführbaren Plan zu finden." Aman Ma* 6 jRücff.br nach Afghan stau unerwünscht. Peschawar, 9.Jan. (Reuter.) Der König von Afghanistan Nadir Schah teilte in einer Staatsaudienz, an der Vertreter verschiedener Stämme teil» nahmen, mit, daß Vertreter Deutschlands, der Sowjetunion und Frankreichs bereits in Kabul eingetroffen feien. Der I König fügte hinzu, daß Vorstellungen erhoben worden feien, um den früheren König Aman UUahdteRückkehrnachAfghanistanzu ermöglichen. Die Vertreter der Stämme legten Mm gegen heftigen Protest ein, und die Teil» nehmen der Staatsaudienz faßten einen Beschluß, wonach König Aman Ullah eine Rückkehr nach Af° gbaniftan unter keinen Umständen g«. stattet werden solle. Kleine politische Nachrichten. Der Reichspräsident hat die bisherigen Mitglieder der „Historischen Kommission für das Deichsarchiv" den General der Snfanterie a. D. v. Kuhl in B.rlin und den ordent.ichen Professor an der älniver,ckät Leipzig Dr. Brandenburg, deren Mitgliedschaft am 20. Dezember 1929 abgelaufen war, erneut zu Mitgliedern der genannten Kommission für eine weitere Dauer von fünf Sahren berufen. Zu den Zeitungsveröfsentlichungen über die Gestaltung des Marineetats erfahren wir aus Reichswehrkreisen, daß noch keine Verhandlungen hierüber geführt worden find. * Die Meldung über das Ausscheiden des Geh. Rats Dr. K a st l aus der Mandatskommission in Genf infolge Arbeitsüberlastung wird von zuständiger Stelle bestätigt. Dr. Kastl hat schon feit einiger Zeit den Wunsch geäußert, diesen Posten niederzulegen. lieber seine Rach- folgcschast befindet der Dölkrrbundsrat. * Sm Rahmen der Arbeiten zur ReichSver- waltungsreform schweben zwischen den Reichsrefsorts Erwägungen, den Beamten des mittleren Dienstes eine größere Zuständigkeit zu geben. Diele Bestrebungen knüpfen an Maßnahmen an, die bereits in Preußen seit längerer Zeit im mittleren Sustizdienst getroffen sind und die sich sehr gut bewährt haben. Der frühere Daherifche Generalstabsmajor Mayr vom Bundesvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold teilt mit, daß unter Voraussetzung der Zustimmung der deutschen und der französischen Regierung im Spätsommer 1930 ein Mass entlassen des Reichsbanners mit französischen Kriegsteilneh- mern auf den Schiachtfeldern des Weltkrieges, am Ehemin des Dames oder bei Verdun, statt- - finden soll. Aus aller Welt. Die Papageienkrankheit. Der Deichsminister des Snnern hat wegen der in den letzten Wochen in verschiedenen Orten des Reiches seftgeste.lten Crlrankungen von Menschen an der sogenannten Papageienkrankheit den Landesregierungen empfoh.en, ein zeitlich begrenztes Einfuhrverbotvon Papageien und Sittichen zu erlassen. Es wird festgestellt, daß die Erkrankungen durch Papageien verursacht sind, die aus Südamerika eingeführt wurden, und daß in Argentinien feit August 1929 eine heftige Papageienepidemie herrschte, die auch unter der dortigen Bevölkerung viele Erkrankungen hervvrrief. Die älr- SL ZSdll Seydlsfjord- 6*1 len Tdetn- Nordöi ßösl lagenl namDg.vOT4 / - ' Donnerstag 9. Januar. 1930,7" abds. Berlin _ Wen L-J1 r/36- SflfO j — x PariS^S Frank!. -0 © w z xrfit Genf T-7 S la Cortina ©woixenios onntet Qnato oedt<*t. 0 -oikiq. ootdfcr.t «Reflex v Sehnte » Oraoprm s Mtoel K Grw ’ bärtigen 2evö^ morricf. Die L Das GeianiltieitsHaller Zchmeres krastwagenunglück bei Amsterdam. .Z, dem Dorfe Sloten bei Amsterdam wollte ein is'jehNiger Landwirt, der mit seinem Vater und ijir Mutter aus der Stadt vom Markt zurück- riax Preis, Winnen: 2lug. Felsing, Gießen; Ldw. 2iau, Wittelsberg: Joh Muth, Wchrshausen; Otto Nuhn, Lollar (3 Ehrenpreise): Hans Krämer, Ruttershausen: Konr. Scheid, Fronhausen: Aug. Deckel, Londorf. Sehr gut I: Er'ch Dietrich. Wetzlar: JohS. Wallon, Hachborn: Karl Hch IV., Großen-Lin- den: Aug. Scherer. Rorbeck: Ldw. Klinkel, Lollar: Erich Moos, Lollar: Otto Ruhn, Lollar. Sehr gut II: Th. Deckel, Lollar: Phil. Drn- sius, Lollar: Ldw. Klinkel, Lollar, derselbe: 2llfr. Jung, Großcn-Linden; Ehr. Hüchel, Frohnhausen: Wilh. Hofmann, Lollar, derselbe: Ldw. Wagner, Alten-Duseck: Gust. Lehr, Lollar: Karl Hch. Grohen-Linben, derselbe: Ldw. Wagner II., Alten-Duseck; Johs. Dörr, Rordeck: Gg. Eberhard Wihner, Winnen: Ldw. Frank, Lollar: Hch. Dremer, Lollar: Ldw. Klinkel, Lollar: Etz- riar Preis. Winnen: Ldw. Rau, Wittelsberg: Johs. Muth, Wchrshausen; Otto Ruhn, Lollar: Wilh. Eckart, Wieseck. Sehr gut III: Konr. Heinze, Lollar: Herrn. Dietz, Lollar: Gg. Eberh. Wißner, Winnen: Herrn. Mühlig, Lollar: Hch. Meyer, Wieseck; Ldw. Rau, Wittelsberg: Otto Ruhn, Lollar. Sehr gut: Th. Deckel, Lollar: Ldw. Klinkel. Lollar: Karl Hch IV., Grohen-Linben. Eine freudige Überraschung für Sie! Die. guten» reinen Lux Seifenflocken sind erheblich billiger geworden. Waschen Sie Ihre Strümpfe» Ihre Wollkleidung und alle feinen Sachen» deren Erhaltung Ihnen am Herzen liegt» nur mit den milden Lux Seifenflocken. So waschen Sie schonend» zuverlässig und wirklich billig. Achten Sie beim Einkauf immer auf die bekannten blauen Packungen, die jetzt nur noch 40 und 75 Pfennige kosten. gurt. FränkelSeltersweg 52 Unser Inventur- Ausverkauf verwenden zur Pflege ihrerKinder TPenaten- Cremeund Puder uoer j «fcc Regierungspräsident Hatte die Vertreter . erfahr^ tt. 5^. Presse zu einer Besprechung rwer die Fi- ,n‘n' |[1 in der die einzelnen Etats klargestellt sein „Jten, doch noch ein Weg gefunden werde, ujgben’ Staat zu veranlassen, Dreslau zu helfen. lr Deichsv„. u D» \‘ W gut bewährt c) die Zeit gekommen sein, ein neues Studentcnrecht aufzurichten. Schweres Bo6ung(ü. i ZW nih? n Und £ 611 Geflügelschau in Lollar. [tj L 0 llar, 8. 3an. Am Samstag und Sonntag veranstaltete der hiesige Geslügel- und Drieftaubenzuchtverein im Saale „Zur Linde" eine Ausstellung, die aus Anlaß des 25jährigen Destehens des Vereins als I u b i- l ä u m s s ch a u ausgestaltet und gut be'ch.ckt war. Die Schau war an beiden Ausstellungstagen, besonders am Sonntag, sehr gut besucht. Gezeigt wurden Hühner, Enten und Tauben. Das ausgestellte Tiermaterial war durchweg erstklassig. Als Preisrichter wirkten die Herren Landgrebe, Gensungen, und Frick, Diebrich. Rach dem Abschluß der Prämiierung wurde die Ausstellung in Anwesenheit der Ehrengäste und der Vereinsmitglieder am Samstagvormittag eröffnet. Rach Begrüßung ber Erschienenen durch den Vorsitzenden Fr. Riehm und einer Ansprache des Bürgermeisters Schmidt, in der dem Verein Dank und Anerkennung für seine langjährigen Arbeiten ausgesprochen wurde, gab der Ehrenvorsitzende und Gründer des Vereins, Lehrer F. Iakoby, einen Rückblick aus die Vereinsgeschichte und Vereinstätigkeit von der Gründung vor 25 Jahren bis zum heutigen Tage. Am Samstagabend versammelten sich die Mitglieder und Ehrengäste zu einem Festkommers im Saale „Zur Traube". Die seit der Gründung dem Verein angehörenden Mitglieder Ferd. Jako b Y , Ldw. G e i h l e r V., Hch. Fuchs, Ernst Kutscher, Hch. Kalatsch. Justus Frank, Hch. Sch ad eck VII., Hch. Schwarz, Gustav Lehr, Ldw. Frank. Gerh. Schmidt, Ldw. Dietz, Staufenberg, Hch. Schneider, Wieseck. Otto Ruhn. Ldw. Hofmann V. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und durch Lleberreichung einer geschmackvollen Plakette geehrt. Dr. Lang vom Tierzuchtinstitut in Gießen hielt dann einen etwa zweistündigen, sehr fesselnden Vortrag, in dem der Redner besonders über Ruh- und Rassegeflügelzucht, Fütterung, Aufzucht der Küken, Wintereiererzeugung ufw. referierte. Rachstehend folgt ein Auszug aus der Prämiierungslifte. Den Leistungspreis auf Gesamtleistung einer Rasse erhielt Ldw. Klinkel, Lollar, auf schwarze Wyandottes. Die Dundespreise erhielten: Wilh. Hofmann, Lollar, für Rhodelänber; Hch. Meyer, Wieseck, für schwarze Hamburger; Th. Deckel, Lollar, für gestreifte Plymouths. Ehrenpreise erhielten: K. Schäfer, Lollar: Karl Frank. Lollar: Phil. Drusius, Lollar; Ldw. Klinkel Lollar; Alsr. Jung, Grohen-Linden; Ldw. > Klinkel, Lollar; Joh. Wallon, Hachborn; Jak. Schlier, Dorlar; W. Melior, Grohen-Duseck: Fr. • Riehm, Lollar; Wilh. Klee, Wißmar; Karl EsPich, ‘ Lollar: Gust. Lehr, Lollar; Karl Heß IV., Gr.- 1 Linden; Herrn. Dietz, Lollar; Gg. Jost, Dorlar: Joh. Dörr. Rordeck: Gg. Eberh. Wißner, Win- - neu: Hch. Schwarz, Lollar: Hch. Müller, Gießen; > Ldw. Frank, Lollar; Gotth. Hermann, Hachborn; Hch. Dremer, Lollar; Ldw. Klinkel, Lollar; Cy- x^rmluft Druck v°n 0 5 öO*hn0Iemperllb wfiz Stunde". Schn«, Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) V. Schw. W. Invaliden- und Altersrente unterliegen der Einkommensteuer, denn nach § 40, Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes sind Leibrenten, Leibgedinge, Zeitrenten und andere unvererbliche Renten steuerpflichtig. Unter den Begriff „Zeitrenten" ist die Invaliden- und Altersrente einzuordnen. Die in Nr. 300 des „Gieß. Anz." vom 23. Dezember 1929 erteilte Antwort beruhte auf einer unzutreffenden Information seitens unseres Gewährsmannes und ist nach der vorstehenden Erklärung von zuständiger Seite richtigzustellen. mit einem Auto die Brücke bei Sloten über- n, ohne zu bemerken, daß sie für den Schiffsverkehr geöffnet war. Das Auto OenomTft . zMummerte die Schranke und stürzte ins Ad-jfe r, wobei der Besitzer und seine Mutter er- tiren ten, während der Vater gerettet werden Rutschen kcuime. äk/onnner 1930 th Deiimer Tagung des Deutschen Sludentenverbandes. etchsbanncij AS Auftakt zu bet Tagung be3 Deutschen riegsteilneh. SMcrtcnvcrbanbcs, bie mit einer Erösfnungs- des Weltkriege; toi fr des Reich5innenministers © e b e r i n g ihre )ci ’Berbun, ftaib ffiiftmgen begann, fanb in ben Räumen des pMMchen Kultusministeriums ein Empfang Puch den Kultusminister Professor Dr. Decker ft-ar der dabei u. a. erklärte: Ich bin über- MU5l, daß auf dem Doden der Demokratie bas a-kSeinische Führertuin am fruch.barsten gedeiht ucni daß bie Begeisterung an b:r Republik es Innern s cllWs wahrhaft Jugenbliches ist. Eine sich selbst M in verschiede ivemttenbe Stuben tenschat ist immer mein Ideal 1 Erkrankungen to gtetr.ien; aber wir müssen mit ber Verwirk- :n Papageienkranl. löchng warten, bis bie Stubentenschaft für bie empfoh.cn, ein M Äqicrung toieber verhanblungsr^if to.rb; reif rbotvonPada. d«rn, baß sie sich ber Staatsnotw^bigkeit be- . «Kd W ift; dast fi= Me OtepubW «tt Zatsch- an. zcn durch Dapaam «rimnt; baß ber Stubent sich als Deutscher ibamerila ein- ständig zu bieser Tatsache bekannt. 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Herrenhm gesunden.Abzuiiolen Wlaubrcdnitrahc l Loseä1Mk.3PortP0f.mehLri5te versendet auch unter Nachnahme Breie Belchakttra* sehr ff - Gese Ischaft ..Gabelsberger“ uni Damenabteilug G eßen e. V. Samstag, ö. 11.3aii, abends S1/, llbt oröentliire (Bemoioerfomnilii, tn d. „Stadt Ifidi*. Tagesordnung nach § 8 der § atzung. Ankchlietz. gemütlich. Zusammensein. 511Ö Unterfertigter CC betrauert tief das Ableben seines lieben AH Oberforstmeister Ludwig Block rez. 1881 gestorben am 4. Januar 1930 zu Darmstadt. vAl afijlweiß, daß es zur . | (y« Stärkung des Kör« pers nichts besse- res gibt als DOP« Pt LH ERZ. Doppelherz ist als Kräftigungsmittel bewährt bei Blutarmut, Appetitlosigkeit, Schwächezuständen oller Art, Neurasthenie, Nervenleiden u. nervösen Kopfschmerzen. Hole« Sie heute noen eine Probetlasche zu M 2.50; große Flasche M 4.50 und 5.50. — Doppelherz- Dragees M 1.50. Niederlage: 7ans Elndenbnri, Med.-Drog. H. Eigen, Seltersweg 63a; Löwen-Drog. W. 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Die Journalisten, die bei der ersten Konferenz hier ihr Standquartier oufgeschlagen hatten, haben sich in den warmen Rittersaal zurückgezogen. Rur einige Horchposten, dick vermummt, stehen vor den Zugängen zu dem Verhandlungssaal. Auch diese „Hnenttoegten“ müssen alle halbe Stunde ihre eingefrorenen Lebensgeister mit einem guten, starken holländischen Kaffee, einem Kopje Coffie, aufwärmen. * Die Delegierten sind immer nur auf dem kurzen Sprung vom Auto bis zur Türe der Zweiten Kammer zu sehen. Cheron, der französische . Finanzminister, allerdings findet immer Zeit, ; sich wieder und wieder den Photographen zu I stellen. Er liebt es, photographiert zu werden. Eines Tagrs kam er mit Tardieu. „Ach bitte, Herr Minister, einen Augenblick für die Photographen!" Da springt Tardieu hinzu: „Adar- len Sie mal einen Moment" und zieht Cheron den verrutschten Mantel zurecht und rückt die altväterliche Kravatte Cherons ins rechte Licht. Doch einer der Photographen hat v o r g e k n i p st rind die hübsche Szene, wie der Ministerpräsident seinen Finanzminister zurechtstuht, festgehalten. * Brrand steht im Hintergrund — nicht nur vor den Photographen, auch auf der ganzen Konferenz. Die englischen Journalisten wollen Tardieu einladen. Der französische Pressechef erklärt ihnen, ohne Briands Teilnahme gehe das nicht. Aber das lehnen die Engländer ab. Man hält ihnen vor, das müsse für Driand eine Beleidigung sein, bis sie schließlich damit herausrücken, daß die Anregung zu der Einladung Tardieus — von Tardieu selb st inspiriert ist. * Wan erzählt sich — natürlich nur unter vier Augen und im tiefsten Vertrauen — alle möglichen Szenen, die nicht gerade von einem sehr herzlichen Verhältnis zwischen Briaird und seinem Ministerchef zeugen. Bei einer französischen Pressekonferenz schneidet Tardieu wiederholt kurz hintereinander Driand einfach das Wort ab. Ari- füde kaut wütend an seiner Zigarette. Aach der Besprechung murmelt er einem Sournalisten, der sich über mangelnde Sensationen beklagt, als Antwort: „Was wollen Sie? Die zweite Haager Konferenz ist im Vergleich zur ersten ein irdisches Paradies. Denken Sie, wie wir auf der ersten Haager Konferenz wie die Aeger gearbeitet haben, um die großen Fragen ins Lot zu bringen! llnö jetzt? Seht kann man spazieren gehen, alte Freundschaftenauffrischen und sich gemütlich miteinander unterhalten, während die Sachverständigen die Feinarbeit machen." * Mit dem „Alte-Freundschaften-auffrischen" meint Driand T a r'd i e u. Bei dem ersten Frühstück zwischen der deutschen und französischen Delegation hat sich herausgestellt, daß Tardieu, Dr. C u r t i u s und Dr. Moldenhauer gleichzeitig in Sahre 1896 in Bonn Kollegs gehört haben. Tardieu freilich behauptet, aus dieser Zeit fast alles vergessen zu haben, auch sein Deutsch, das er in Bonn lernte. Das einzige, was er behalten hat, sind die Sähe: „Sch fahre nach Köln!" und „Sch ziehe nach!" (Er hat, wie er erzählt, aber noch im Suni vorigen Sahres von Dr. Stresemann in Paris erfahren, daß es korrekt heißt: „Sch komme nach!") * Bei dem Mahl zwischen den Deutschen und Franzosen hat Briand seiner satirischen Ader mieder einmal die Zügel schießen lassen. Er erzählt sehr gut Anekdoten, die meist einen Stachel für irgendeinen seiner Ministerkollegen haben. Bei Tisch hat er, wie die Franzosen erzählen. zum Besten gegeben: „Painleve weilte eines Tages gelegentlich einer Dortragsreise in München. Um einen Freund zu benachrichtigen, den er erwartete, bringt er, als er abends zu dem Vortrag geht, an seinem Hotelzimmer ein Schild an: „ P a i n I c v e absent!" (Painleve abwesend.) Schließlich, spät nachts, kehrt PainlevL nach Hause zurück, sieht das Schild, streicht sich den Schnurrbart, denkt eine Weile nach, sagt: „Painlev6 absent? 11 faut attendre!“ (Dann muß man warten) und seht sich auf die Treppe, um zu warten — bis ihn der Hausdiener spät in der Aacht findet und darauf aufmerksam macht, daß Painlevs jetzt zu Hause sei." * Auf dem Binnenhof kursiert das Gerücht: Heute nachmittag ist am Hotel Oranje in Sche- veningen, wo die deutsche Dcl?gat.on im August wohnte, folgende Plakette angebracht worden: „Wanderer, der du aus Deutschland kommst, hemme den Schritt, Hier ist der Ort, wo dein Hilf er ding lebte und litt!" ♦ Auf dem Felde der Ostreparationen wachsen die Anekdoten und Witze üppig. Der oster- reichische Bundeskanzler Schober, der unter der Marke „österreichischer Diktator" bei den Ausländern große Popularität genießt, hat sich eine wahre Berühmtheit durch die ständige Wiederholung der österreichischen Formel zu den Ostreparationen geschaffen. Sm Hotel Bellevue, wo die Oesterreicher sehr, sehr bescheiden wohnen, hat ihn ein holländischer Sournalist aufgesucht und ihm nachher die Aeußerung in den Mund gelegt: „Wenn wir auch bezahlen wollen, so können wir doch nicht bezahlen und selbst wenn wir bezahlen könnten, dürften wir anderer Verpflichtungen wegen nicht bezahlen. Wenn ich noch eine Woche dabei bleibe, das zu versichern, wird man mir es schließlich glauben!" Sn Holländisch hört sich das noch etwas gemütlicher, folgendermaßen an: „Wenn toi sudden willen betalen, sudden toi nit hinnen, wenn toi sudden kunnen betalen, sudden toi nit moken!" * Von der Berufung Dr. K a st l s nach dem Haag, too er Ende der Woche mit Dr. Schacht zusammentreffen wird, weih eine holländische Zeitung zu melden, die beiden sollten im Haag zusammenkommen, „um dat die ttoee kunnen eut- maken, hat se nu eijentlig op te punt van de betalingsterminen in Pareis besloten hebben!" * Die Feindschaft zwischen Ungarn und Rumänien wird durch folgenden Witz charakterisiert: Sm Zimmer neben Titulescu wohnt eine Aurse (Amme) mit dem acht Monate alten Kind einer holländisch-ostindischen Familie, die augenblicklich in Sava weilt. Das Kind schreit die ganze Aacht und bringt den sensitiven Titu- lescu fast zur Verzweiflung. Er bietet der Aurse 200 Gulden, wenn sie auszieht. Die Aurse nimmt an. Dethlen, der ungarische Delegationsführer, hört das, geht zu der Aurse und bietet ihr 300 Gulden, wenn sie wohnen bleibt — was auch geschieht. Titulescu, der bis jetzt noch keinen fingerbreit den Ungarn gegenüber nachgegeben hat, wird folgende Mutation des Heineschen Gedichtes „Die beiden Grenadiere" in den Mund gelegt: „Lass' sie Dethlen gehen, wenn sie h-ungria sind", als Antwort auf eine Frage nach dem Schicksal der ungarischen Optanten. Der Mann, der auf der ersten Konferenz soviel von sich reden gemacht hat, Snowden, ist diesmal ganz gegen seine Gewohnheit echt englisch schweigsam. Aur neulich, als man sich darüber stritt, ob in die Präambel zum Voung- plan der Ausdruck „endgültige und vollständige Regelung des Reparationsproblems" ausgenommen werden, oder ob man das lieber in die Schluhparagraphen aufnehmen sollte, quetschte er durch die Zähne: „Put it first or second, but put it!“ (Seht es vorn oder hinten ein, aber seht es ein!) Oer Retter Polens. General Weyqands Ernennung zum französischen Gencralstabschcf. Die französische Armee hat mit dem neuen Jahre in der Person des Generals Weygand einen neuen Generalstabschef erhalten. Die Nachricht von feiner Ernennung war weniger eine Sensation für Frankreich als für Polen. Und das mit gutem Grund. General Weygand ist der eigentliche Retter Polens vor dem Bolschewismus. Er eilte 1920 mit auserlesenen französischen Artillerieregimentern den geschlagenen, demoralisierten, ermüdeten und bis nad) Warschau hin geflüchteten polnischen Divisionen zu Hilfe, an deren Fersen sich die ungestüm vorwärts drängenden bolschewistischen Bataillone geheftet hatten, die mit Windeseile nach dem Westen vordrangen und sogar bis in den Korridor hinein vorstießen. An Weygands überlegener Kriegskunst und unter dem Trommelfeuer der französischen Geschütze zerschellte die russische Offensive, die Bolschewisten mußten Polen räumen, das sie niemals wieder herausgegeben hätten, wenn nicht Weygand der geschlagenen polnischen Armee im letzten Augenblick als Retter zu Hilfe gekommen wäre. Man kann es den Polen nicht verargen, wenn sie Weyaands Ernennung zum Generalstabschef stürmisch begrüßen. Er ist ihr Freund und gleichzeitig ein ausgesprochener Gegner Deutschlands. Zwar gelten die Entwaffnungsbestimmungen des Versailler Vertrages als das Werk des Generals Fach, aber Weygand, fein intimster Berater, war es, der das System der Abrüstung Deutschlands und der Ueberwachung durch die Militärkontrollkommiffionen ausgetfügelt hatte. Noch heute bedauert er, bafj die Kommissionen nicht mehr auf deutschem Boden sitzen. Um so heftiger vertritt er die Ausführung gewaltiger Derlei- bigungsanlagen an der französischen Ost grenze, deren Bau bereits in Angriff genommen worden ist und die in technischer Beziehung erstklassig werden sollen, zumal es gelungen ist. Unterstände aus einer Betonmischung herzustellen, die härtesten Granaten Stand zu halten vermögen. Das Kabinett Tardieu hat sich für Weygand entschieden. Er besitzt bei der Rechten die stärksten Sympathien, was von dem Oberkommandierenden der Rheinarmee, General G u i l l e m a u t, nicht behauptet werden kann, der ursprünglich für den Posten des Generalstabschefs in Aussicht genommen war. Vielleicht hätte Tardieu mit Rücksicht auf Deutschland von der Ernennung Weygands Abstand genommen, wenn nicht Poincars alle Minen hätte springen lassen. Guilleaumats Tage sind übrigens auch gezählt. Die aus dem Rheinland zurückziehenden Truppen werden bekanntlich an der Ost- grenze stehen bleiben. Sie sollen dem Oberbefehl des Generals Jacquemot unterstellt werden, der genau wie Weygand ein Schüler Fachs ist und zum Freundeskreis Weygands gehört. Außerdem find mit dem Jahreswechsel noch einige andere wichtige Posten mit Angehörigen des früheren Stabes Fachs besetzt worden, so daß tatsächlich die gesamte Heeresleitung in den Händen von Männern liegt, die geschworene Deutschenfeinde sind und gleichzeitig über einen erheblichen politischen Einfluß verfügen, was wir über kurz ober lang schon zu spüren bekommen werben. General Wey- ganb ist übrigens einer der tüchtigsten Offiziere Frankreichs. Zwar steht er schon im 64. Lebensjahr, hat aber von seiner Elastizität noch nichts eingebüßt: außerbem besitzt er ausgezeichnete Kriegserfahrungen, da er ständig an leitender Stelle stand. HefsischeLandwirffchastlicheWoche. Das Rentabilitätsprogramm für die Landwirtschaft. — Oie Agrarlrisis im kleinbäuerlichen Betlieb. WSA. D a r m st a d t, 9. San. Den Höhepunkt der Hessischen Landwirtschaftlichen Woche bildete der heutige Donnerstag. Der große Saal des Städtischen Saalbaues war im Parterre und auf den Emporen sehr stark besucht. Die landwirtschaftlichen Vertreter des Bauernbundes, des Zentrums und der Deutschen Volkspartei waren neben den Beamten der Landwirtschaftlichen QEbteilung des Wirtschaftsministeriums vollzählig erschienen. Präsident Hensel begrüßte unter Beifall der Versammlung den Präsidenten des Deutschen Landwirtschastsrates Dr. Brandes und Bürgermeister B u f 6 a u m als Vertreter der Stadt Darmstadt. Or. Brandes referierte bann über „Das Rentabilitätsprogramm für die deutsche Landwirt s ch a f t". Wer heute noch nicht von der Aotlage der Landwirtschaft überzeugt sei, werde nie dazu zu bewegen sein. Zur Wiederherstellung der Rentabilität gebe es zwei Wege: Ausgabendrosselung oder Einnahmenerhöhung. Beide Möglichkeiten könnten kombiniert und mit gewissen ^Imstellungsmaßnahmen verbunden werden. Bei den Arbeiten des Enqueteausschusses über 3000 landwirtschaftliche Betriebe wurde festgestellt, daß ein großes Defizit vorhanden ist. Bei einer 10--V. H.-Steuersenkung würde sich dieses Defizit um 4 v. H., bei einer gleichen Ermäßigung der Soziallasten um 22 v. H., der Zinsen um 1 v. H. und der Löhne um 21 v. H. senken. Die übermäßigen Ausgaben von Reich, Ländern und Gemeinden seien nicht in dem wünschenswerten 2Naß gesenkt worden, was zu einem Vertrauensschwund im Ausland und zu den heutigen hohen Zinslasten geführt habe. Ein sehr schlimmes Zeichen sei das notwendige Eingreifen des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht in die Finanzwirtschaft des Reichs gewesen. Die staatliche Aufsicht über die Stadt Berlin, die Vorgänge bei den Barmat- und Sklarek-Shindalen wirkten sich auf das ganze Reich aus. Bei einer Ausgabensenkung müsse beachtet werden, daß nach einem verlorenen Kriege mit erhöhten Soziallasten gerechnet werden müsse. Viele Bestimmungen der Arbeits- losengesehgebung wirkten heute aber zerstörend auf den Arbeitswillen und untergraben auch das Selbstverantwortungsgefühl. Durch rechtzeitiges Eingreifen hätte die Verschuldung der Landwirtschaft von heute 12 bis 13 Milliarden um mehr als die Hälfte vermieden werden und dadurch über ein Drittel des landwirtschaftlichen Defizits erspart werden können. Mit einer Lohnsenkung könne man nicht arbeiten, da die landwirtschaftlichen Löhne heute bereits nicht höher als die Sndustrielöhne lägen, eher darunter, und sonst eine weitere Abwanderung in die Sndustrie erfolgen würde. Bei einer lOprozentigen Preiserhöhung aus Getreide würde sich das Defizit um 16 Proz., bei der gleichen Preiserhöhung für Vieh um 17 Proz., bet Milch und Molkereierzeugnissen um 12 Proz. vermindern. Bei einer solchen gleichzeitigen Erhöhung würde sich das Defizit also um 45 Proz. ermäßigen. Dem heutigen international mit bedingten Geldentwertungsfaktor von 150 v. h. gegenüber mühte der Landwirt feine Produkte zu etwa 125 v. h. abgeben. Der Kampf um die Beseitigung dieser Preisschere müsse bis zum vollen Erfolg weitergehen. Zu den vielen Hilfsmaßnahmen gehörten auch zollpolitische Maßnahmen. Gegen gleitende Zölle bestünden von vornherein schwere Bedenken. Aehnlich der Reichsbank für die Währung sei eine unpolitische Stelle zur Angleichung der der Inspektor hat gerade Zeit. Er holt auf alle I Fülle einen herzhaften Stock, die Gittertüre'knarrt. Artistik behaupten, obwohl sich diese in den letzten Sahren immer mehr vervollkommnet hat. photographieren mit Wdemifsen Von Paul Eipper. Da stand an einem schönen Tag im Berliner Zoo ein Brautpaar vor der großen Voliere, in der Pfauen, Perlhühner, Schmucktauben und Fasanen schalten werben. Plötzlich zieht die junge Dame aus ilrem Leberköfferchen einen Kodak, beschäftigt sich mit feiner Oefsnung und deutet auf den weißen Pfau: „Schnell, schnell," sagt sie zu ihrem Begleiter, „zieh bas Stativ auseinander, ich will knipsen: wie schön, er schlägt gerade ein Rad." Das tat der Pfau wirklid), und darüber hinaus muß ick) zu seiner Ehre sagen, daß er es mit großer Ausdauer tot. Eine Minute verging, zwei Minuten, das Stativ stand endlich fest auf feinen drei Beinen, die Kamera war kunstvoll aufgeschraubt, das Brautpaar erreichte durch einen längeren Dialog Uebereir.ftimmung wegen der Distanz — und immer noch stolzierte der weiße Pfau mit feinem groß entfalteten Rad. Aber die junge Dame knipste noch lange nicht. Sie suchte in ihrem Koffer, fand ein sauber zusammengelegtes schwarzes Tuch, legte es über den Photokasten, bückte sich in einem rechten Winkel, und der '-Bräutigam breitete die schwarze Stoffhülle zärtlid) über den Kopf der aufgeregten Künstlerin. „Aus. gezeichnet, wunderbar," zirpte es unter dem Tuck), „ichnell die Kassette Nummer 4." Noch immer stolzierte der Pfau. Als aber die Mattscheibe glücklich mit der Kassette vertauscht und die wahrhaft astronomische Berechnung mit zwei Belichtungstabellen irgendein un- wahrscheinliches Resultat ergeben hatte, kam der große Moment des Knipsens. Das heißt, er sollte kommen: einen Augenblick vorher faltete der Pfau seine Schmuckfebern zusammen und ging langsam in die hinterste Ecke des Käfigs. Das Brautpaar hat dann die gleichen Versuche am Nachbarkäfig unternommen, beim bunten Pfau, unb als es dort den selben Schiffbruch erlitt, kehrten die beiden Menschen zum weißen Radschläger zurück. Fast dreioiertel Stunden vergingen: es war für den stillen Beobachter sehr erheiternd, aber eine Belichtung kam nicht zustande. Manchmal ist das Photographieren der Zoo-Tiere weniger komisch als beängstigend. Im schönen Bergzoo zu Halle, eine große Löwenschlucht. „Sie können ruhig hineingehen", fügte der Wärter und öffnete die Tür, die vom Käscghaus ins Freie führt. Aber wir taten das schon lieber nickst: denn im gleichen Augenblick trollten sechs ausgewachsene Löwen herbei, und wir baten darum, daß der mutige Wärter wenigstens ein Gitter zwischen uns und die Katzen stellte. Wir hatten nämlich noch nicht den Schrecken der letzten Viertelstunde verwunden: Da knipsten wir einen zehn Monate alten, also noch kleinen Löwen, den der Wärter auf den Rasen herausgenommen hatte. Weil das Tier, festgehalten durch den neben ihm kauernden Pfleger, ziemlich verschlafen aussah, fuhr ich ganz langsam mit der Hand dicht vor seiner Schnauze vorbei. Plötzlich faucht der Bursche los, entblößt ein tüchtiges Gebiß: ich springe zurück, und der Löwe wäre auch schon ausgerückt, hätte ihn der Wärter nicht eben noch am Schwanz gepackt. So aneinander verankert, sausten die beiden mehrere Meter über den Kies, bis der kleine Ausreißer wieder dingfest war. Das Raubtierhaus in Halle ist mir noch aus einem andern Grund in Erinnerung. Die Taschenlampe mit der roten Birne war ausgebrannt, wir konnten nirgends einen völlig dunklen Raum zum Plattenwechseln bekommen, bis auf den Heizungskeller im Raubtierhaus. Auf eisernen Leitern krochen wir tief unter die Erde, der Wärter wand an einer Kurbel eine eiserne Falltür hoch, hinein in den Keller, der einen schrägen Boden und natürlich nirgends etwas Tischähnliches hatte. Die Falltür rollte herab, über uns hörten wir die Schritte der wilden Tiere, und wie Blinde mußten wir tastend unsere Arbeit tun, gleichzeitig balancierend, um unser Gleichgewicht bemüht sein. Ohne fachmännische Hilfe der Tierwärter käme wohl selten ein gutes Zoobild zustande. Gärten, die unwirsches Wärterpersonal haben, kann der Berufsphotograph ruhig als Arbeitsgebiet streichen. Aber es gibt glücklicherweise wenig unliebenswürdige Charaktere unter diesen Menschen. Wer sich mit Tieren beschäftigt, redet zwar nicht viel, ist aber hilfsbereit und gut. Die Tücke des Objektes kennt der Tierphotograph wie kein anderer. Hedda Walther will einen Tukan aufnehmen, den großen Pfefferfresser-Vogel. Und was wird daraus? Ein fauchender Tiger. Der Tukan mag nämlich nicht aus feiner Schattenecke heraus, aber am Raubtierfelfen ist gutes Licht, und wir find im Verbindungsgang und schieben uns gebückt vor bis zum eigentlichen Tiergehege. Wieder schließt ein Schlüssel, der Inspektor tut, als sei ein ausgewachsener Mandschutiger harmlos wie ein Kanarienvogel. „Komm mal her, Sascha, brav, setz dich auf die Kiste!" Wirklich, er tut’s, knurrt nur ein bißchen. „Bekommst extra Fleischration!" Dann stellt der Mann in anderthalb Meter Entfernung eine transportable Gitterwand auf, winkt uns, daß wir nähertreten sollen, und kehrt wieder zum fibi rischen Sascha zurück. „Nu fauch mal, los!" Aus feiner Hand fliegt ein Fleischstück, der Tiger reißt den Rachen auf, die Photographin drückt den Verschluß, das Bild steht — und wir machen, daß wir wieder in den sicheren Laufgang kommen. Auf alle Fälle. Komik und Gefahr stehen dicht beieinander, wenn man Tiere photographiert. Es gibt Kraniche, die sich ausgerechnet Lederjacken zum Ziel ihrer Schnabelstöße wählen, das ist nicht angenehm: aber weit aufregender war die Situation, als Hedda Walther den kleinen Drang Vufchl zum erstenmal photographieren wollte. Da hatte der Wärter aus Kisten ein Podium von vielleicht zwei Meter Hohe aufgc= baut; die Photographin stand auf der schmalen Plattform und visierte, versunken in der Beobachtung des kleinen Drangs, durch die Mattscheibe, als lautlos und jäh vor seinem Kind der gewaltige Menschenaffe an die Gitterstäbe kam. Im ersten Schreck trat die Photographin einen Schritt zurück, — ins Leere. Was wäre geschehen, hätte sie der Wärter nid)t aufgefangen? Da unten gab es nämlich keinen festen Fußboden, sondern ein ziemlich großes Badebecken, in dem zwei ausgewachsene Nilpferde einladend ihre Kiefer auseinanderbogen. Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Sm Lichtspielhaus hat gestern der weitbekannte Artist Sylvester Schäffer ein auf mehrere Tage berechnetes Gastspiel begonnen. Die bedeutende Anziehungskraft seines Ramens hatte sich bewährt und ein volles Haus gemacht. Sylvester Schaeffer steht, wie man sich überzeugen konnte, noch immer auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Er dürfte auch heute noch seine Sonderstellung im Kreise der internationalen Variete Schäffers Stärke beruht in der verblüffenden Vielseitigkeit seines artistischen Könnens. Er bestreitet ein geschickt und esfektvoll ausgemachtes, abwechstungsreiches und flink abgewickeltes Va- rieteprogramm von fast einem Dutzend „Hummern" ganz allein, während man gemeinhiir^für jede dieser Rummern einen besonderen Spezialisten zu bemühen pflegt. Er beginnt mit einem routinierten Zauberakt, bemüht sich gleich darauf in einer vielfach kombinierten Songleur-Rummer Herrn Rastelli Konkurrenz zu machen, pinselt anschließend al- Schnellmaler in kürzester Zeic eine Landschaft !n Oel auf die Leinwand, treibt muntere Scherze in einer Harlekinade, erscheint alsbald in einer Sagdszene mit Reh und HaS und Hirsch und Bär und tritt als Kunstschühe auf, verwandelt sich und gibt eine anmutige Probe seiner Musikbegabung als Violinvirtuose, — die Rümmer wird gleich darauf in einer Grotesk-Szene (Musikclown) parodiert, — worauf er sich mit einem wuchtigen Kraftakt („römische Spiele") verabschiedet und reichen' Beifall entgegennehmen darf. Man sollte sich dieses Gastspiel nicht entgehen lassen. * Sn Ergänzung des Programms auf der Bühne sieht man (außer der reichhaltigen Wochenschau) den ersten Teil eines neuen großen Spielfilms „Ser Graf von Monte Crist o". Das Werk ist nad) dem berühmten Roman von Dumas gearbeitet, hält sich sehr genau an den Text und schneidet den riesigen Stoff mit gutem Blick für filmische Möglichkeiten zusammen. Das Ganze ist in großem Rahmen gemacht, phantastisch, lebendig, im Anfang etwas zu schnell gedreht, später ruhiger, aber stets von großer Spannung und mit vielen malerischen Szenenbildern. Sn den Hauptrollen sieht man Lil D a g o v e r, Scan Angelo und Bernhard G o e h k e. Da uns kein Programm vorlag, vermögen wir den Manuskriptbearbeiter und den Regisseur nicht zu nennen. Auch die übrige Besetzung zeigt tüchtige Einzelleistungen. — Wer den ersten Teil gesehen hat, wird den zweiten nicht versäumen wollen, zumal wenn er den Roman gelesen hat und weih, was ihm noch bevorsteht. — r — Zölle an die Schwankungen des Weltmarktes zu empfehlen. Der Redner behandelte dann die Rückwirkungen der GeireidepreZe auf die Schweine- und Kartoftelprei.e. Erhöhte Roggenzölle bei gleichzeitigen niedrigen Futtergerst»-. Mais- und Futtermittelzöllen bl'.eben wirkungslos. Bei Schweinen seien heute etwa angepaßte Preise erreicht. Bei den Rindv'.ehpre. en wirkten sich die Sätze des schwedischen Handelsvertrages schwerwiegend aus. 3n der gleichen Richtung drückten die jetzigen billigen russischen Gerste- und Futterangebote. Zum Schluß erklärte er. die Zeit der Besprechungen und Sympathieerklärungen sei vorbei. Die Vertreter der Landwirtschaft forderten alle Einsichtigen auf, tatkräftig an der Beseitigung der schweren Rot mitzuarbeiten. Dabei sei die Parteizugehörigkeit ganz einerlei. (Beifall.) Prof. Or. Münzinger von der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim behandelte hierauf „Die Auswirkung der Agrarkrise auf den kleinbäuerlichen Betrieb". Er erklärte, es sei ein großer Irrtum, anzunehmen, daß den kleinbäuerlichen Betrieb die Agrarkrise weniger hart treffe, als den etwa auf „kapitalistisch-industrieller" Grundlage basierenden Großbetrieb. Die Charaktereigenschaften des Dauern: Sparsamkeit, Genügsamkeit, Arbeitswille, Stolz und Mißtrauen ließen allerdings diese Rot häufig nicht so in Erscheinung treten. Schulden seien lediglich zur Erhaltung des Besitzes und zu seiner Intensivierung, nicht aber zu verbesserter Lebensführung gemacht worden. Dazu komme seine im Blut bedingte Liebe zur Scholle. Leider ernähre der Betrieb heute die zweiten Söhne und Töchter nicht mehr, und um die Vareinnahmen zu erhöhen, gingen diese zur Lohnarbeit meist in die Industrie. Dadurch veränderte sich auch die gesamte Lebensauffassung, die Proletarisierung des Bauerntums trete immer mehr in die Erscheinung. Daraus entspringe auch bei vielen „Alten" die gewisse Verdrossenheit. Der Redner behandelte dann an Hand zahlreicher Lichtbilder den Arbeitsertrag der bäuerlichen Familienwirtschaft. Die durchschnittliche Arbeitsleistung des Bauern betrage 13 Stunden täglich. Dagegen habe sich in der angeblich sozialen Gegenwart noch niemand gewandt. Das „ölniversalwerkzeug" in der bäuerlichen Wirtschaft sei die Bauersfrau, die neben ihren Mutterpflichten auch noch die Versorgung von Haus und Hof und meistens auch Feldarbeiten übernehmen müsse. Das Problem der Bäuerin beginne nicht nur im Hinblick auf die Landflucht schwierig zu werden. Die Bauerntöchter bevorzugten heute Handwerker, Angestellte und Beamte, ja sogar Erwerbslose vor den Bauernsöhnen. Der Zug nach der Stadt mit deren scheinbar blendenden Einrichtungen und Verhältnissen wirke gerade auch auf die weibliche bäuerliche Jugend. Der Gesindelohn sei häufig größer als der Ertrag für die Bäuerin. Unter Zugrundelegung einer nur 5-v. h.-Verzinsung' für das Kapital des Eigenbesihes ergebe sich ein Ertrag von 12 bis 24 Pf. für die Arbeitsstunde des Bauern. Selbst ohne eine Grundrente komme er noch nicht an die höhe der Gesindelöhne heran, die in vielen Betrieben bis zu 83 o. h. der Produktionskosten ausmachten, im Durchschnitt 68 v. h. Der Reinertrag ergebe eine Verzinsung des .gesamten Cigenkapitals für Boden, Ceoäude und Betrieb von 1,2 bis 6 Prozent, bei Heranziehung aller Produktionsmittel allerdings. Davon gehen dann die Steuern und Abgaben und sozialen Beiträge ab. Die bäuerliche Arbeit werde durch die meist unsinnig kleine Parzellierung und große Entfernung der Betriebsstätten voneinander manchmal bis zu einem Drittel mit Leerlauf belastet. Rur bei größter Enthaltsamkeit, Sparsamkeit und Rücksichtslosigkeit gegen sich und seine Familie sei vielen Landwirten der Sih auf der Scholle noch möglich. Wenn das Bauerntum, der Jungbrunnen des Volkes, überhaupt erhalten werden solle, dann müsse, wie das der neue amerikanische Präsident Hoover versprochen und auch durchgeführt habe, dem Landwirt ein angemessenes Einkommen gesichert werden, ebenso wie den anderen Volksschichten. (Lebhafter Beifall.) Landlagsabgeordneter Dr. Mütter vom Bauernbund fragt, wenn der sozialdemokratische „Vorwärts" den Anspruch des Bauern auf Grundrente verneine, warum dann der Staat eine Grundrente erhebe, deren sittliche Berechtigung doch dann ebenfalls entfalle. Sine Reihe von Anfragen beschließt die Sitzung, in der Dr. Brandes noch einmal ausdrücklich betont, daß alle zollpolitischen Verbesserungen wirkungslos verpufften, wenn nicht dazu die energische Selbsthilfe und genossenschaftlicher Geist treten. Landesverband der Obst- und Garienbauvereine. 3m „Rummelbräu" fand am Rachmittag die außerordentliche Hauptversammlung des Landesverbandes der Ob st - und Garten- bauvereine statt, die ebenfalls einen sehr guten Besuch zu verzeichnen hatte. 3m Mittelpunkt der Versammlung stand ein Referat von Generalsekretär Dr. Strub, Darmstadt, über „Aufgaben und Erfahrungen der ge - nossenschaftlichenObsterfassungund -Verwertung". 3m vergangenen Jahr hat sich die Erfassung des Obstes durch die Genossenschaften vergrößert, und auch die Verwertung konnte meist erfolgreicher gestaltet werden. Der Redner legte den Erzeugern erneut ans Herz, in Sortierung. Typisierung und Aufmachung alles nur Mögliche zu leisten, damit einmal die Konkurrenz mit den ausländischen Erzeugnissen aussichtsreich ausgenommen, zum anderen aber auch angemessene Preise erzielt werden können. Die Marktgenossenschaften hätten gute Resultate erzielt. Berliner Börse. Berlin, 10.3an. (WTB. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr war die Tendenz bei ruhi- gern Geschäft freundlich. Man hörte Farben mit 173,5 Geld und Siemens mit 280,5 Geld. Besondere Momente liegen nicht vor. Am Devisenmarkt nannte man: London gegen Paris 123,90 zu 123,91, London gegen Mailand 93,07 zu 93,09. Aus der Provinzialhauptstadt Gießen, den 10.3anuar 1930. plötzliche Sehsiörunqen. Von Or. med. Georg Kaufmann. Eine plötzlich auftretende, wesentliche Beeinträchtigung des Sehvermögens ist immer eine höchst beunruhigende Feststellung. Brennen der Augen, Verschwimmen der Buchstaben beim Le, en können bei starker Ermüdung oder seeliichcr Verstimmung auftreten, auch das Vorbeihuschen dunkler Punkte durchs Sesichtfeld (fliegeirde Mücken) beruht auf harmlosen nervösen oder Ermüdungs- Erscheinungen. Anders ist es, wenn die Sehkraft ganz plötzlich nachläßt, oder wenn gar auf einmal nichts mehr gesehen wird. Eine solche Veränderung wirkt wie eine Katastrophe auf den Betroffenen, vor allem dann, wenn die Augen bis dahin völlig gesund schienen. Die Ursachen solcher plötzlich auftretenden Seh- bee.nträchtigungen und Erblindungen können überaus verschieden sein und in jedem Abschnitt des Sehorgans, sowie der Sehbahnen und Sehzentren im Gehirn auftreten. Auch durch Vergiftungen und Allgemeinkrankheiten kann plötzliche Sehschwache und Erblindung hervorgerufen werden, und schließlich gibt es auch plötzliche Erblindungen, die gar nicht auf körperlichen Störungen beruhen, sondern die rein seelisch bedingt sind. 3n letzterem Falle funktionieren alle Teile des Sehapparatrs, aber die Fähigkeit, die aufgenommenen Gesichtseindrücke bewußt zu machen, ist plötzlich ausgefallen. Plötzliche Erblindungen durch Veränderungen im Auge selbst treten einmal auf bei Ll n g I n ck s- fällen durch Verletzung der Augen. Hier ist der Zusammenhang meist ohne weiteres klar Auch indirekte Verletzungen der Augen, Schädelbruch, Bruch des Daches der Augenhöhle können zu Blutungen und Sehnervenverlehungen führen, ohne daß zunächst Veränderungen am Augapfel wahrnehmbar sind. Verstopfungen der Blutadern des Sehnervs durch Dlut- g e r in f ei sind zwar seltene, aber mehrfach be- obachtete Llrsachen plötzlicher Erblindungen. Blutungen ins Augeninnere, z. D. in den Glaskörper, bei Verletzungen oder Erkrankungen im Augeninneren betreffen zunächst zumeist ein Auge, können aber wenigstens teilweise wieder auf- gesogen werden, so daß sich das Sehvermögen wieder bessert. Erfahrungsgemäß springt eine schwere Entzündung des gesamten Augapfels häufig von dem kranken Auge auf das gesunde Auge über und kann dann zu einer plötzlichen, unheilbaren Erblindung führen. Deshalb dringt der Augenarzt bei solchen schweren allgemeinen Erkrankungen eines Auges auf sofortige Entfernung züm Schuh des noch gesunden Auges. Die gefürchtete Retzhautablösung kündigt sich meist durch allmählich auftretende Sehstörungen an, die den Kranken meist bald zum Arzt führen. Tückischer ist der grüne Star. Diese Augenkrankheit besteht in einer starken, manchmal plötzlich auftretenden Drucksteigerung im Augapfel. Oft, aber nicht immer, bestehen dabei heftige Schmerzen, die Sehstörungen sind durch zunehmende Herabsetzung des Sehvermögens gekennzeichnet, die manchmal in kürzester Zeit zur Erblindung führen. Bei dem ersten Auftreten solcher Symptome ist aller- schnellste augenärztliche Hilfe nötig. Der Arzt vermag oft noch durch Tropfen oder Operation das schwergefährdete Sehvermögen in letzter Stunde zu retten. Gehirnerkrankungen rufen häufig Sehstörungen hervor, viele lassen sich erst durch älntersuchung des Auges mit dem Augenspiegel erkennen. Plötzliche Erblindungen kommen nach Hirnblutungen, sowie durch den Druck von Hirngeschwülsten vor. Plötzliche Erblindungen durch Krankheitsgifte werden bei schweren Rierenkrankheiten und Krämpfen bei der Geburt beobachtet. Glücklicherweise tritt nach Stunden oder wenigen Tagen wieder volle Sehkraft ein, wenn es gelingt, die Krankheitsursache zu beseitigen. Schlechter sind die Aussichten bei Vergiftung durch gewisse chemische Stoffe. Hier spielt der Methylalkohol eine große Rolle. 3n Amerika ist leider die Zahl der Erblindungen durch Methylalkohol feit Einführung des Alkoholverbotes erh.b if) gestiegen. Von c€toer6'i^e t Eisten führt vor allem das Blei zu Augenschädigungen, sowohl in Form allmählicher Erblindung, wie auch durch plötzlichen Verlust der Sehkraft. Medikamente, die unter älmständen zu einer Vernichtung der Sehkraft führen können, werden heute überhaupt nicht mehr verwandt. Sie sind alle durch unschädliche Mittel ersetzt. Ein schweres Augengift ist das R i k o t i n. Es muh daher besonders darauf hingewiefen werden, daß starke Raucher, vor allem die sog. Kettenraucher, jede Sehftörung genau beachten und ärztlichen Rat einholen sollten. Durch gänzliches Aussehen des Rauchens ist eine völlige Heilung zu erwarten. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß eine Beseitigung plötzlich auftretender Sehstörungen nur dann möglich ist, wenn die Schädigung sich rasch beheben läßt. Die Organe des Auges gehören zu den differenzier- testen und empfindlichsten Teilen des Körpers. Was da einmal zerstört ist, läßt sich kaum ersetzen. Daher ist immer schnell Hilfe erforderlich, um noch zu retten, was zu retten ist. Eine Ausnahme machen nur die Sehstörungen und Erblindungen, die seelisch bedingt sind. Bei schwerer Hysterie kommen plötzliche Erblindungen gar nicht so selten vor und lassen sich vom kundigen Arzt auch meist als solche erkennen. Eine hypnotische oder kräftige Suggestionsbe- handlung genügt oft, um dem Kranken das volle Sehvermögen wiederzugeben, auch wenn die Sehstörungen längere Zeit bestanden. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Der Gsisterzug", 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Graf von Monte Cristo": auf der Bühne: Gastspiel des Variets- kunstlers Sylvester Schäffer. — Astoria-Lichtsoiele: „Das Panzerauto" und „Die Jagd nach der Kassette" — Die Intendanz des Stadttheaters bittet uns um Ausnahme folgender Zeilen zur heutigen Erstaufführung: „Der Geisterzug", ein Kriminalstück in drei Akten, erlebte in Lon- atlein rund 2000 Ausführungen. Die raffiniert aufgebaute Handlung ist bis zur letzten Szene mit spannendsten Lleberraschungen geladen. In der unheimlichen Atmosphäre einer nächtlichen kleinen Bahnstation jagt eine nervenpeitschende Situation die andere: Spuk, Gespenster, am Fenster vorbeirasender Geisterz im, Revolverschüsse krachen in die Rachtl Drei "Akte vibriert jeder Rerv — kaum entspannt durch Witz und drolligsten Humor — neues Schaudern und Gruseln — bis zum letzten Augenblick, der Schluß, — aber den darf man niemand verraten, auf keinen Fall!!! — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abend Erstaufführung „Der Geisterzug", 20. Llhr. — Sonntag, 12. Ian., zum letzten (9.) Male das Märchen „Das tapfere Schneiderlein", Beginn 15 älhr. Besetzung, Musik, Ballet wie be. der Crsta.:f,ührung. 18.30: Operettenpremiere „Gräfin Mariza". — Dienstag, 14.3an.. „Tobias Wunderlich", Dramatische Legende in drei Aktern — Mittwoch, 15. Ian., „Der Geisterzug" von Ridley. — Freitag, 17.3art, „Kyritz-Pyrih". — 3n Vorbereitung: „Die andere Seite", von Sheriff. Gegen AI Wnde ImAdreßbuchVesen. Vereinbarungen zwischen Industrie und Q3er* lagägewerbe über die Behandlung von Adreßbuchfragen. ilm die feit langen Jahren immer wieder laut werdenden Klagen über Mißstände im Adreßbuch wesen nach Möglichkeit abzu- stellen, und in gemeinsamer Arbeit gesunde Ver- häitnisse in diesem Verlagszweige zu schaffen, find an mehreren Stellen Verhandlungen zwischen Spitzenverbänden der Wirtschaft und dem Reichsverband der Adreßbuchverleger eingeleitet worden. Als erste Spitzenorganisation der Wirtschaft ist der Reichsverband der Deutschen Industrie zu Llbmachungen mit den Adrehbuchverlegern gelangt, die unter dem Rainen „Richtlinien für die Behandlung von Adreßbuchfragen" zufammengefaßt worden sind. Damit haben die voraufgegangenen langjährigen Bemühungen des Deichsverbandes der Adreßbuchverleger, in feinen Reihen Ordnung zu schaffen und den Boden für qualitativ hochstehende Leistungen seiner Mitglieder zu bereiten, eine beachtliche Bestätigung und Ergänzung erfahren. Der wichtigste Bestandteil der geschaffenen Richtlinien sind die unter der Lleberschrift „Gute Sitten im Adreßbuchgewerbe" getroffenen Klarstellungen. Hier wird der Cha- tralter eines Adreßbuches definiert, die Frage der Häufigkeit des Erscheinens und der deutlichen Scheidung zwischen kostenpflichtigen und kostenfreien Eintragungen behandelt und die Durchführung der Werbung im Wege der als Angebot klar kenntlich gemachten Vertragsofferte, sowie die Innehaltung unbedingter Tariftreue gefordert. Das sofortige Inkasso durch Reisende wird abgelehnt. Die gegenseitige Llebereinstim- mung, daß die auf dem Adreßbuchgebiete herrschende Lieberproduktion eingeschränkt werden müsse, wird ausdrücklich festgestellt. Unter allen Umständen soll bei Reuerscheinungen die De- dürfnisfrage von den interessierten Kreisen bejaht werden Außerdem soll aber auch die wirtschaftliche und sachliche Leistungsfähigkeit des Verlages die Grundlage für die Anerkennung oder Förderung einer Reugründung bilden. Die systematische Bekämpfung unzulänglicher und zweifelhafter Unternehmungen soll erstrebt und zu diesem Behufe der bereits durchgeführte Auf- klärungs- und Warnungsdienst auf eine breitere Grundlage gestellt werden. G:gen die Verquickung privater Verlagsgeschäfte mit der Autorität staatlicher, kommunaler oder öffentlich-rechtlicher Körperschaften wird Stellung genommen und eine solche als unerwünschte privatwirtschastliche Betätigung der öffentlichen Hand angesehen. Für die Erfüllung dieser Ausgaben soll ein gegenseitiger Informationsdienst durchgeführt und nötigenfalls der Weg in die Oeffentlichkcit eingefchla- gen werden. « ** Die Feueralarmsirenen werden am morgigen Samstag um 15 Uhr probeweise in Tätigkeit gesetzt. Ein Grund zur Beunruhigung ist also beim Ertönen der Sirenen nicht vorhanden. *♦ Abbruch städtischer Gebäude. Seit Rovember vorigen Jahres läßt die Stadtverwaltung baufällige Gebäude niederlegen. Rach- dem zunächst Wohnhaus und Scheune Weidengasse 12, dem früheren Polizeiamt gegenüber, niedergelegt wurden, wird zur Zeit ein baufälliges Haus in der Reustadt beseitigt. Durch die Riederlegung der Gebäude in der Weiden- gasse ist ein weiterer Schritt zur endgültigen Bereinigung der Weidengasse getan, und es steht dort jetzt nur noch ein Gebäude über die Straßen- flucht vor, das hoffentlich auch bald der Durchführung der neuen, in der Verbreiterung der Weidengasse vorgesehenen Straße Platz machen wird. Wenn auch beim Abbruch des Gebäudes in der Reustadt wesentliche Verbesserungen hinsichtlich der Straßenerweiterung nicht zu erwarten sind, so wird diese Beseitigung doch zur weiteren Bereinigung der Reustadt Anlaß bieten. Weit wichtiger ist aber der seit einigen Tagen begonnene Abbruch der Gebäude in der D a m m- st r a ß e. Damit wird die Ausführung eines Projekts begonnen, das länger als ein Viertel- jahrhundert auf seine Ausführung harrte und das für das nordöstliche Stadtviertel von weit- tragender Bedeutung ist. Zunächst wird bei dem Pröscholdschen Anwesen mit dem Beseitigen der Gebäude begonnen, und von hier aus soll, je nach dem Freiwerden der Wohnungen, in gewissen Etappen die Beseitigung der Gebäude bis zur Walltorstrahe durchgeführt werden. Hoffentlich gelingt es der Stadtverwaltung, die jetzt noch bestehenden Hindernisse $ur alsbaldigen Bereinigung der Dammstraße zu überwinden und dann anstelle der alten Gebäude ein neues, den zeitgemäßen Verkehrsverhältni.fen entsprechendes Straßenbild zu schassen, das dem Rordostviertel eine weitere Verbesserung bringen wird. *• Lehrgang über „Auslandsdeutschtum und Schule". Zu der gestrigen Mitteilung über diesen Lehrgang in der Aula der Landesuniversität am 15. und 16. Januar wird uns berichtigend mitgeteilt, daß den einleitenden Vortrag dieses Lehrganges nicht Professor Dr. König (Gießen), sondern Staatsminister a. D. Dr. Boelih halten wird. Er wird über „Die deutsche Schule im Ausland, ihr Wesen und ihre Bedeutung" sprechen •* Grimm- Feier im Hessischen Geschichtsverein Hamburg. Zur Grimm- Feier des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde zu Hamburg, die alljährlich Anfang Januar stattsindet, hatte sich — wie uns aus Hamburg berichtet wird — diesmal ein besonders zahlreicher Teilnehmerkceis eingefunden. Angehörige der geschichtlichen Vereinigungen von Hamburg, Altona, Wandsbek und Umgegend, sowie Mitglieder des Marburger Llniversitäts- bundes füllten den Saal bis zum letzten Platz, um dem Iahrhundertgedenken an die Bruder Grimm beizuwohnen. Der Vereinsvorsitzende Dr. Hans Braun, eröffnete bte Feierstunde mit einem Hinweis auf die Entstehung der Heimat- liebe an Hand der Grimmschen Genealogie und wies auf die Bodenständigkeit vieler hessischer Familien hin. Darauf skizzierte er in großen Zügen ein Bild von dem Lebensgang der Brüder Grimm. Die Hauptansprache hielt hieraus der bekannte Grimmforscher und verdienstvolle Vorsitzende des Hersfelder Geschichtsvereins, Stu- diendi'-ektor Dr. S ch o o f, Hersfeld, über das Thewa «Hessen und die Brüder Grimm". Der Reuncc verstand es, das Thema seiner Festansprache in eindrucksvoller Weise zu behandeln und durch seine begeisternden Ausführungen die Liebe zu den Brüdern Grimm bei allen anwesenden Hessen und den übrigen Zuhörern nur noch mehr zu befestigen. Mit einer herzlichen Dankes- kundgebung des Vorsitzenden an den Hauptredner des Abends und mit inniger Bekundung gegenseitiger Hessentreue fand der Abend feinen Abschluß. Oberheffen. Landkreis (Sicken. t Treis a. d. Ld a., 9. Ian. Dieser Tage ist ein altes Wahrzeichen uns eres Dor - f e s infolge Abgängigkeit beseitigt worden: die alte Kastanie auf dem Rondel vor der alten Schule unterhalb der Kirche. Sie war vor etwa 80 Jahren an Stelle der eingegangenen Dorflinbe gepflanzt worden, nach Aussage eines Zeitgenossen, weil gerade kein junges Lindenläumchen auszutreiben war, und hieß im Volksmund deshalb auch das „Linnebäumchen". Her wurde seinerzeit, als Treis noch kurhessisch war, der sog. „Ferkeltanz" am Kirchweihtag abgehalten. Das hatte folgende Bewandtnis: D.e Kirchweihmusikanten, die aus der Marburger Gegend kamen, wurden von den Kirmesburschen und den Mädchen am Buchwaldweg, , beim Weinberg, in Begleitung natürlich der gesamten Schuljugend, abgeholt; der Zug setzte sich unter Musik durchs Dorf in Bewegung bis zur Dor.l'.nde. Hser tourte Halt gemacht und nun „der erste" geolasen, der für die Kinder war. Lustig wirbelten diese dann um die Linde. Das war der Ferkeltanz. Rachher durften sie sich nicht mehr bei dem Tanzboden sehen lassen. O Holzheim, 9. Ian. Viel früher als sonst beendeten die hiesigen Holzfäller dieses Jahr ihre Arbeit. Das liegt einmal daran, daß nur 420 Festmeter Holz (namentlich Buchen! geschlagen wurden, gegen 520 Meter im Vorjahr. Dazu waren es heuer bald doppelt so viel Arbeitskräfte. Leider erhöht sich dadurch jetzt die Zahl der Erwerbslosen beträchtlich. — Die große, erst 1925 erbaute,Hofreite der nach Büdesheim, Kreis Friedberg, verzogenen Frau Pauline Fauerbach, geborene Weh, ging in den Besitz des Landwirtes Wilhelm Grieb Hl. über; dessen Wohnhaus mit Rebengebäuden übernimmt sein Rachbar Karl Jakob Jung. Kreis Friedberg. 2$. Bad-Rauheim, 9. Jan. In der rührigen Abteilung der Kolonialgesellschaft, die alljährlich durch mehrere Vorträge berufener kolonialer Sachkenner den kolonialen Gedanken in weiten Bevölkerungskreisen wachhält, sprach am Dienstagabend der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Freiherr v. Rechenberg, über „Die wirtschaftliche Bedeutung einer Kolonialpolitik". Der Redner zeigte anschaulich und überzeugend die wirtschaftlichen Vorteile der kolonialen Betätigung und wies an Hand der neuesten Statistik nach, daß unsere ehemaligen Kolonien den heutigen Mandatsmächten wertvolle Erzeugungs» und Absatzgebiete sind. Sollte sich uns in Zukunft wieder die Möglichkeit zu kolonialpolitischer Arbeit bieten, dann dürften wir nicht abseits stehen, sondern müßten im Interesse der deutschen Weltmarktgeltung etwaige Angebote annehmen. Dem Vortrag wohnte auch ein deutscher Kaffeeplantagenbesitzer aus dem Kilimandscharogebiet bei, der zur Zeit zur Kur hier weilt. • Kreis Büdingen. ch Leidhecken. 8. Ian. Gestern feierte Frau Margarete ällrich ihr 30. Jubiläum als Hebamme unserer Gemeinde. Der Ortsgeist- liche, Psarrer R h e i n f u r t h , beglückwünschte sie aus diesem Anlaß. Am Abend brachte chr der hiesige Musikverein ein Ständchen, wobei Bürgermeister S e l z a m eine Ansprache hielt, in der er hervorhob. daß die Jubilarin ihr verantwortungsvolles Amt zur größten Zufriedenheit gewissenhaft versehen habe. In Anerken- nung ihrer treuen Dienste überreichte er ihr im Auftrag des Gemeinderats einen Sessel. In bewegten Worten dankte die Jubilarin. KreiS Alsfeld. te* Alsfeld, 9.Ian. Am vorigen Dienstag trat der neugewählte Stadtvorstand äu seiner ersten Sitzung zusammen. In seiner Cinführungsrede wies Bürgermeister Dr. Völ- s i n g darauf hin, daß die außerordentlich trübe Lage des Wirtschaftslebens auch auf die Gemeinden ihre Rückwirkung äußere und zu großen Einschränkungen im Gemeindehaushalt führen werde. Infolge der sinkenden Konjunktur sei im neuen Rechnungsjahr mit einem erheblichen Einnahmeaus f all an Steuern, insbesondere Gewerbesteuern, zu rechnen. Es werde angestrengter Arbeit bedürfen, um auch die kleinen Kommunen über diese schwierige Lage hinweg-ubringen. Unter d esen ilmftänben sei ein v.rständiges, gedeihliches Zusammen arbeiten mehr als je notwendig. Dann erfolgte die Verpflichtung der einzelnen Mitglieder durch den Dor- sitzenden mittels Handschlags. Auf Grund der mit den Fraktionsführern gepflogenen Vorbesprechung vollzog sich die darauf vorgenommen« Reuwahl der Kommissionen, Deputationen und Ausschüsse ohne Widerspruch, ebenso die Reuwahl des Schulvorstandes, sowie des Kuratoriums der Gewerbeschule. — Eine Kreditübersch-e' tung für die Wiederherstellung der Deleuchtungsanlags in der Walpurgiskirche, die ge .enübet dem Voranschlag von 2040 Mark etwa 500 Mk. betrug, wurde genehmigt. — Zu der Angelegenheit der Bewilligung eines weiteren Kredits für Rötst andsarbeiten erläuterte der Vorsitzende die Sachlage und führte aus, daß der bis jetzt bewilligte Betrag von 3000 Mark nahezu verbraucht sei und weitere Mittel zur Beschäftigung ausgesteuerter Erwerbsloser und sonstiger Wohlfahrt'empfänger notwendig würden. Es wurde daher ein weiterer Kredit in Höhe von 2000 Mark für RotstandS- arbeiten bewilligt. Der Vorsitzende teilte dazu mit, daß die Arbeitslosigkeit in letzter Zeit stark zugenommen habe, und daß auf die Dauer die stets steigenden Fürsorgelasten für die Gemeinden bedenklich werden müßten. da staunst Du doch Rest- und Einzelpaare zum Bruchteil des wahren Wertesl Inventur- Ausverkauf 11.-24. Januar ok Spangenscnune । * bellfarb. Leder kombiniert, mit Louie and Trotteur. 685 Echt Chevreaux Spangenschuhe, beilbeige mit echt Louis-XV.-Abs, ansortiert 85 Echt Tret eurs-huhe, hellbeige m.dkl.,we>ßgedopp.Ra n-> 85 Lackspangenschuhe > . in verseh, reisvollen Ausführungen m- echt Louie-XV.-Abs. 835 Echt Chevreaux I ^^85 Nubuk Spangen- Spa ig n;.hübe, ein- and zwei- I sebube m. echt Kalblcder garn, farbig, Leder bezog Absatz | iW verschJarb. m .Louis u.Trottenr os Orig.-Goodyearwelt । echt Ch vrea x-Trotteurschuha, Leder üb rzo en 1Ä5 u.ig.-Goodyearwelt Trotteurschuhe, echt Box- CAlf^chw.u.braun.unaort. -e ’C eebw. 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Er zeigt den Lebenskampf der wilden Tiere unter sich. Gönnen Sie auch Ihren Kindern den Besuch dieses Films, denn hier werden Jugendträume Erfüllung. Jugendliche haben Zutritt. Kleine Preise —.60, 1. — , 1.30, 2. — . Kinder die Hälfte Pressestimmen: Deutsche Tageszeitung: ... die prachtvollen Bilder . . . Keine Beschreibung reicht hier an das Bild heran, man muß den Film gesehen haben. Nachtausgabe: Der Film ist das interesannteste und spannendste Bilderbuch der großartigi des ostafrikanischen Buschlandes . . . Wunder über Wunder . . . herrliche, ja phantastische Proben filmischer Silhouettenkunst . . . prächtig . . . bisher wohl nie erreichte Höhepunkte . . . glänzende Aufnahmen schwarzer Angriffstechnik mit einem fabel- en Tierwelt VORZÜGE ÜBERRASCHEND SCHNELLE WIRKUNG OHNEMERZKLOPEE cm® czgenB MIGRÄNE NEURALGIE [i-OHNE MAGENBESCHWERMN JAHRZEHNTE BEWÄHRT KOPFSCHMERZ VANILLE Lahnstraße 37 Marktstraße 17 Landingstraße GleOen Bahnhofstraße 38 im Preise zurückgesetztl Größere Mengen Restposten u.Einzelpaare teilweise Rücksichtslos herabgesetzte Preise bei vielen Artikeln. Besichtigen Sie bitte unsere Fenster und fnnenausstellung! Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Ür. 8 Drittes Blatt greitag, 10. Zanuar 1950 Turnen, Sport und Spiel. Spielvereimgung 4900 Gießen. ö. Am kommenden (Sonntag wird der 1900» Sportplatz nur im Zeichen des Fuhballes stehen. Zünf Senioren-Mannschaften der Spielveremr- gung empfangen hier ihre Gegner, feite in Ge- sellschafts-, tells in Derbandsspielen. Cs treten sich gegenüber: 1900 Liga - Ballspiel-Club Siegen, Liga. 1900 Alte Herren — Ballspiel-Club Siegen, Alte Herren. , 1900 Ligares. — Wetzlar-Niedergirmes, Ligareserve. 1900 3. Mannschaft — Steinbach, 1. Mannschaft. 1900 4. Mannschaft — Groh en-Buseck, 2. Mann- schäft. Dec Gegner der L i g a e l f, der Siegener Ball- sviel-Club, sollte in der Lage sein, ein Spiel zu liefern ähnlich wie am goldenen Sonntag in Siegen, bei dem der Gastgeber überraschend mit _:0 Treffern Sieger, blieb, obwohl damals die iSiehener Gäste durchweg mehr vom Spiel hatten. Die Südwestsalen spielen das dort typische Spiel, weite Schläge, grobe Schnelligkeit, besonders der Flügelstürmer, und steiles Durchspiel Ser Innenstürmer, wobei durch entschlossenes Nachsehen Tore jederzeit erzielt werden. In der Svielstärke kann man die Mannschaft mit der des Wetzlarer Sportvereins gleichstellen, der sie auch am meisten im System ähnelt. Der Plahverein läßt mehrere Spieler pausieren. Die Ersatzleute aus der Ligareserve zu nehmen verbietet sich, da diese Elf ein wichtiges Punktespiel austrägt. Do wird 1900 s Elf einige neue Leute aufweisen, tvon denen man sich recht viel verspricht und deren Platz vielleicht in Kürze für immer in der Xiga sein wird. Eingeweihte halten diese Komb.- nation mindestens für gleichstark, wenn nicht rod) besser, als die seitherige Vertretung. Man erwartet einen Sieg der Gießener. Das vorausgehende Alte Herren-Spiel ist insofern von Bedeutung, als auf Seiten der Gäste, deren Mannschaft über sehr gutes Können verfügt, ein ehemaliger Gießener, bekannt als eifriger Förderer des Fußballspiels und selbst erfolgreicher Spieler, mitwirkt. Bei der anerkannten Güte (aber nur bei komplettem Antreten) der Hiesigen ist der Ausgang vollständig offen, denn beide Mannschaften konnten erst kürzlich über Ligareserven Siege erringen, wobei man recht gute Leistungen zu sehen bekam. Die Spiele der unteren Mannschaften sind sämtlich Punktspiele, sind aber höchstens von Be- Leutung, um die Placierung der Beteiligten in Der Wertungstabelle. Aussicht auf die Erringung i iner Meisterschaft hat höchstens noch 19 00s vierte Elf, während zweite und dritte wegen ihren anfänglichen Mißerfolgen dieses Iahr über gute Mittelplähe nicht hinauskommen. Die Wintersperre für die I u g e n d ist beendet, jedoch ist am kommenden Sonntag noch recht schwacher Spielbatrieb. 1900'8 erste Iugend hat sich der ersten Jugend Lollars verschrieben. Das Spiel findet in Lollar statt. Man rechnet mit einem Sieg der ausgezeichneten Gießener, wenn mich der Lollarer Platz seine Tücken hat. Auch 19008 zweite Iugend trägt ein Spiel au8. Der Gegner war aber bei Niederschrift dieser Zeilen noch nicht endgültig bekannt. p. f. D. Ain kommenden Sonntag greift die D. f. B. - £i i g a wieder in die Verbandsspiele ein. Sie steht dem F. V. Ockers Hausen auf dortigem Platz । gegenüber. Ockershausen steht an der Spitze der Tabelle; von 12 Spielen hat es 8 gewonnen, 2 verloren und 2 unentschieden beendet, dabei ein Torverhältnis von 26:14 und ein Punktverhältnis von 18:6 erzielt. V.f.B. folgt an zweiter Stelle, hat allerdings nur 10 Spiele ausgetragen, davon 7 gewonnen, 2 verloren und 1 unentschieden beendet. Sein Torverhältnis lautet 22:12, sein Punktverhältnis 15:5. Die beiden nächsten Vereine, Spieloereinigung Gießen und „Germania" Marburg, folgen mit 15:7 bzw. 15:9 Punkte. Die nächsten vier Treffen haben zu entscheiden, wer von dieser Spitzengruppe ür den ersten und zweiten Platz und damit für den Aufstieg zur nächst höheren Spielklasse in Frage kommt. Ockershausen hat am nächsten Sonntag den Vorteil des eigenen kleinen Platzes, auf dem fremde Mannschaften sich nur schwer zurechtsinden können. V.s.B. hat durch seine wenig rühmliche Niederlage gegen Breidenbach zwei wertvolle Punkte eingebüht und muß nun ernsten Willens bemüht sein, das verlorene Terrain wieder aufzuholen, wenn er den Kampf um den Aufstieg zu seinen Gunsten entscheiden will. Ob es ihm gelingt, in Ockershausen sich durchzusetzen, kann nicht vorausgesagt werden. Rein spielerisch sollte Gießen dem Gegner überlegen fein, der aber durch die Energie und Schnelligkeit seiner Mannschaft ein Plus hat. Der Ausgang des Treffens ist nicht vorauszusagen. Das Vorspiel auf hiesigem Platz endete 2:0 für V.f.B. Während die zweite und dritte Mannschaft spielfrei sind, muß die vierte nach Dau bringen, um gegen die dortige zweite im Verbandsspiel anzutreten. l.Glf „6effen" - l.Glf I./15 1:5. Don der 1. Fußballmannschaft des Linienschiffs „Hessen" ist noch zu berichten, daß sie Gelegenheit nahm, am Montagnachmittag noch ein Spiel gegen die l.Elf des hiesigen Bataillons auf dem Waldsportplah des D. f. B. auszutragen. Während sie infolge Ausscheidens eines Spielers, der sich am Tage vorher verletzt hatte, gezwungen war, in veränderter Aufstellung anzutreten, konnte das Bataillon wohl seine stärkste Besetzung auf den Plan stellen. Spielverlauf: Genau wie am Tage vorher hat die Marine schon wenige Minuten nach Beginn eine ganz sichere Chance, die aber vergeben wird. Bei flottem Tempo wird auf beiden Seiten forsch gekämpft und Vorteile herausgespielt, die jedoch nicht verwertet werden. Die Gegner sind sich im Feldspiel gleichwertig; wohl zeigt Gießen das exaktere Zusammenspiel, das den Gästen bis zu einem gewissen Grade erklärlicherweise fehlt, was sie aber durch Eifer und Schnelligkeit auszugleichen verstehen. Die Angriffe wechseln in rascher Folge; das Bataillon ist in der Ausnutzung seiner Erfolgsmöglichkeiten glücklicher und kann bis zur Pause zweimal einsenden, wogegen die „Hessen" trotz mancher Gelegenheit infolge der Schußunsicherheit des Innensturmes nichts erreichen können. Die zweite Halbzeit beginnen die „Hessen"-Leute mit schnellen Angriffen, die aber von der sicheren einheimischen Verteidigung abgestoppt werden. Trotz Auf bietens aller Kraft bleiben sie erfolglos. Nun läuft die Dataillonsmannschaft, deren einzelne Mannschaftsteile sich sehr gut untereinander verstehen, zu einer ganz glanzenden Form auf und bedrängt die Marine zeitweise hart. Diese wehrt sich tapfer, kann aber nicht verhindern, daß die Dataillonsmannschaft bis zum Schlußpfiff noch drei weitere Tore erzielt, denen sie durch den auf rechtsautzen spielenden Leutnant Wittich, der die treibende Kraft im Sturm ist und diesen immer wieder nach vorne reißt, wenigstens das längstverdiente Ehrentor entgegensetzen kann. Er und der talentierte Mittelläufer versuchen immer wieder die Mannschaft zum Erfolg zu führen, jedoch vergeblich. Es bleibt beim 5:1 für das Bataillon. Das 5:1 entspricht nicht ganz dem Stärkeverhältnis beider Mannschaften. Gießen war in der Gesamtleistung besser als die Gäste, denen aber die Ermüdung von dem scharfen Spiel des Vortags und ihr mehrmaliges Pech zugute gehalten werden muh. Schiedsrichter Dittmar (Gießen) leitete das beiderseits fair durchgeführte Treffen in großzügiger Weise. Sportverein 1920 Heuchelheim. Kommenden Sonntag fährt die erste Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim nach Dillenburg, um mit dem dortigen S. S. C. das fällige Verbandsspiel auszutragen. Das Vorspiel konnten die Dillenbürger nach sehr hartem Spiel mit Glück für sich knapp 2:1 entscheiden. Die Heuchelheimer spielen zum erstenmal in Dillenburg, treffen also dort auf vollkommen unbekannte Plahverhältnisse. Obwohl die Mannschaft in der letzten Zeit wieder besseres Können zeigt, ist doch mit einem Sieg kaum zu rechnen. Fußballklub 1926 Großeu-Buseck. Nächsten Sonntag fährt die erste Mannschaft Großen-Busecks nach Niedec-Weisel zum fälligen Verbandsspiel. Von der Nieder-Weiseler Mannschaft kann man behaupten, daß sie eine der besten der Gauklasse I ist. Sie steht an dritter Stelle der Tabelle hinter Großen-Buseck. Großen-Busccks Mannschaft ist durch die Niederlage gegen Homberg etwas aus der Ruhe gekommen, aber wenn sie sich zusammennimmt, wird sie einen Gegner abgeben, gegen den Nieder-Weisel schwer zu kämpfen hat, wenn es gewinnen will. Der Ausgang des Spiels muß offen bleiben, da beide Mannschaften gleich stark sind. $. C Teutonia Steinberg. Am kommenden Sonntag fährt die 1. Elf zum fälligen Derbandsspiel nach Lich. Die Einheimischen werden in stärkster Aufstellung dem Ta° ballenersten entgegentreten und versuchen, eine ebenbürtige Partie zu liefern. Eine bestimmte Voraussage über den Ausgang des Treffens wäre verfrüht; sollte Steinberg jedoch mit der Spielstärke des vergangenen Sonntags aufwarten, dann darf seine Mannschaft ein sicheres Plus für sich buchen. Arbeiter Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag hat Großen-Lin- d e n die erste Mannschaft W i e s e ck s im Freundschaftsspiel zu Gast. Die Gäste dürften infolge ihres spielreiferen Könnens wohl als Sieger anzusehen sein. W i e s e ck I b hat sich die erste Mannschaft von Treis verpflichtet. Di» Gäste sind als flinke Mannschaft bekannt, ob es ihnen aber gelingt, die Einheimischen zu schlagen, hängt von dem Antreten dieser Elf ab. Vorher treffen sich die Jugendmannschaften beider Vereine. Hier werden die Einheimischen Sieger bleiben. In Launsbach treffen sich die Oberstufen-Turner des Bezirkes, um in einer llebungsftunbe eine Bezirksmannschaft zu ermitteln, die am 18. Januar einen Bezirksgerätewettkampf gegen den 4. Bezirk austragen soll. Handball der Sp.-Dg. 1900. ö. Nachdem die Spielvereinigung 1900 infolge Terminschwierigkeiten und schlechter Abkömmlichleit einzelner Spieler ihre erste Handballmann- schast von den Spielen um die Dezirksmeister- schaft zurückgezogen hat, kann die Elf wieder in Gesellschaftsspielen beschäftigt werden. Als erstes findet am kommenden Sonntag das Rückspiel gegen den Tv. 1862 Wieseck (A.D.T.) auf dessen Platz statt. Das Vorspiel sah die 1900er mit kombinierter Mannschaft nur als knappen 3:2°Sieger. Auch nächsten Sonntag werden sich aller Voraussicht nach die Gegner mit geringer Tordifferenz trennen. Wieseck verfügt über eine gut eingespielte Mannschaft, die in dec Verbandsspieltabelle hinter Garbenteich den zweiten Platz einnimmt. Die Spielvereinigungsmannschaft wird in etwas veränderter Aufstellung, eventuell mit neuen Kräften, antreten. Entscheidend wird sein, daß sich die Mannschaft, insbesondere der Sturm, bald findet. Handball im Männerturnverein (O.T). Nach mehrwöchiger Pause tritt, nachdem am vergangenen Sonntag die zweite Mannschaft im neuen Iah re einen guten Ansang gemacht hat, auch ein Teil der ersten Mannschaft wieder auf den Plan. Eine kombinierte erste und zweite Mannschaft des M nnerturnre eins wird in Butzbach gegen die erste Mannschaft des dortigen Turn- und Sportvereins ein Handball-Freundschaftsspiel austragen, äleber den Ausgang dieses Spieles kann kaum etwas vorausgesagt werden. Da Butzbach in der vergangenen Verbandsrunde ohne Verlustpunkt Meister der -^-Klasse 1929 30 wurde und nun in die Meisterklasse des Gaues Hessen aufsteigt, kann man sagen, daß Butzbach über eine gut eingespielte, durchschlagskräftige Mannschaft verfügt. Es kommt also nur Darauf an, wie sich die beiden Gießener Mannschasts- teile zusammenfinden. Handball in Garbenteich. Die Handballmannschaft der 1. Kompanie des Inf.-Regts. 15 hat sich für kommenden Sonntag zu einem Freundschaftsspiel nach Garbenteich verpflichtet. Garbenteich, das mit Ersatz für seinen bewährten Mittelstürmer und seinen rechten Verteidiger antreten muß, wird sich sehr anftrengen müssen, um einigermaßen ehrenvoll bestehen zu können. Handball im T. V. Kronhausen (£>. T ) Am kommenden Sonntag muh die erste Mannschaft des Turnvereins Fronhausen zum fälligen Verbapdsspiel nach Niederweimar. Zeigt Die Mannschaft ein Spiel wie am vergangenen Sonntag gegen Cappel (3:9), so wird ihr der im Vorspiel errungene 7:1 Sieg nicht wieder zuteil. Welt-Winterspiele in Davos. Die II. Akademischen Welt - Winter- spieleinDavos brachten am gestrigen Donnerstag den S k i - A d f a h r t s l a u f. Da sich auf Der ursprünglich vorgesehenen Strecke einige Mängel in der Schaeebeschafsenheit herausstellten, wurde von der Wasserscheide über Parsenn nach Konters gelaufen. Aus der 9 Kilometer langen Strecke hatten die von 116 gemeldeten 126 gestarteten Teilnehmer Höhendifferenzen bis zu rund 1500 Meter zu überwinden. Das Gelände ließ genug freie Stellen offen, so daß die Läufer aus sich herausgehen konnten, während auch einige Waldstrecken zur Vorsicht mahnten. Nur wenige hatten auf das Wachsen der Schnee- 9er Traum »um Glück. Vornan von E Lovett und M. v. Weißenthurn. Copyright by Marie Brügmann, München. 7. Fortsetzung. Raddruck verboten. „Es scheint, als ob man Dir einmal glauben könnte", ließ sich Der Fremde jetzt in nachdenklichem Ton vernehmen. „Komm mit mir zurück Lis zu Der kleinen Pforte, an Der ich Dich vorhin Icaf. Dann will ich aus diesem Park und aus Deiner Nähe verschwinden, wie du es wünschest." Beide erhoben sich von der Bank und gingen sschnell Den schmalen Fußweg zurück, Den sie gekommen waren. Erst als sie hinter Den dichten Aesten Der niedrigen Tannen verschwunden waren, schlüpfte Doris, zitternd und betäubt Don Dem, was sie gesehen und gehört hatte, «aus ihrem unfreiwilligen Versteck hervor. _ Einige Augenblicke stand das Mädchen regungslos vor Dem kleinen Sommerhause, das ihr Schuh gewährt hatte. Sie kam sich vor wie in einem wüsten Traum befangen und hatte den Auftrag, Der sie eigentlich hierhergeführt, vollständig vergessen. Alles war in ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht durch Die eben gemachte schreckliche Entdeckung. Langsam begann sie jetzt ten zum Schlosse führenden Fußweg zurückzu- qehen — in entgegengesetzter Richtung von Frau don Rechten mit ihrem geheimnisvollen Begleiter, die beide nirgends mehr zu sehen waren. „Was soll ich tun? Was muh ich tun?“ rang cs sich endlich von ihren Lippen. „Ist es meine Pflicht, alles zu sagen, oder ist es besser, zu schweigen und alles in der Tiefe meines Herzens begraben?“ Dons wußte nichts von den Schattenseiten des menschlichen Daseins; doch ihr scharfer Verstand kam ihr zu Hilfe, als fi$ begann, sich jetzt das Vernommene zusammenzureimen. Vor allem wußte sie nun, daß Der Name, unter lern Die beiden Damen lebten, falsch war. Ferner Luhte sie, daß es in Deren Dasein einen dunklen Punkt gab, Den sie durch diese Täuschung zu verdecken suchten. Das alles stand im Zusammenhang mit jenem herabgekommen aussehenden Menschen, der Sabines Muttcr bedroht und mit Crpressungsversuchen behelligt hatte. Wer war jener Mann und worin bestand Die unselige Macht, Die er über Die schone und elegante Frau auszuüben schien? Er war offenbar nicht alt genug, um ihr Vater zu fein; Denn er schien noch nicht fünfzig Jahre zu zählen. Es lieh sich auch nicht annehmen, daß er ihr Bruder war; denn es war nicht die geringste Äehnlichkeit vorhanden. Er konnte ihr Gatte sein. Somit war sie nicht Witwe, sondern eine verheiratete Frau, mit einem Ehemann, Dessen sie sich zu schämen hatte. Diese Schlußfolgerung, Die ihr Die wahrscheinlichste erschien, erfüllte Doris mit Entsetzen. Waren jene beiden Damen wirklich nichts anderes als Abenteuerinnen, und Die Stellung, die sie in Der Welt einnahmen, nur eine erschwindelte? Auch Onkel und Tante wurden Dann von ihnen getäuscht, Vetter Kurt sollte von diesen mehr als fragwürdigen Frauen aus den eigennützigsten Gründen eingefangen werden. Bei dieser Vorstellung schlug ihr Herz in zorniger Aufwallung, und als sie sich jetzt Dem Schlosse näherte, war sie entschlossen. geraDeswegs zu ihrer Tante zu eilen und dieser das Tun und Treiben jener beiden aufzudecken. Vetter Kurt sollte nicht Das Opfer so nichtiger Spekulantinnen werden. Gerade als Doris zu diesem Entschluß gekommen war, sah sie sich zufällig um. Kurt von Wildhofen und Sabine kamen langsam die Heine Anhöhe herauf, die zwischen -dem See und dem Schlosse lag. Ihr ganzes Gebaren — ihre zögernden Schritte, Der AusDruck ihrer einander zugewandten Gesichter — rief in Doris die widerstreitendsten Empfindungen hervor. Kurt redete eindringlich mit seiner Begleiterin; seine Vorstellungen schienen immer eifriger zu werden. In diesem Augenblick strauchelte Sabine über eine Daumwurzel, und Kurt streckte schnell seinen Arm aus, um sie zu stützen, wobei sich beider Hände berührten. Jetzt wußte, Doris genug, und schnell wandte sie sich Dem Schlosse zu. Er liebt sie! erklang es in ihrem Innern. Erst jetzt weiß ich, daß er sie liebt! UnD ich soll ihn nun in so grausamer Weise enttäuschen... Nein, ich kann und will sein Glück nicht zerstören... Ich kann nicht... ich kann es nicht tun! Sie wollte sich eiligst in ihr Zimmer begeben, als sie im Treppenhause fast mit Tante Hanna zusammenprallte. „Nun, was hat Kurt gesagt?" fragte Diese eifrig. Doris blieb wie angewurzelt stehen. „Ach, ach, Tante Hanna!" stammelte sie, nach Atem ringend, „ich weiß nicht, was du denken wirst, aber ich... ich habe ganz vergessen!" „Du hast vergessen? Was meinst du damit, mein Kind?" „Ich vergaß, Detter Kurt zu fragen! Ich vergaß deinen Auftrag!" „Was soll das heißen? Wo in aller Welt hast du dich denn solange verweilt? Du mußt fast zwanzig Minuten unterwegs gewesen fein, und ... aber, jetzt bemerke ich erst, daß Du ganz verstört aussiehst. Ist Dir irgend etwas geschehen?" „Nein, nichts, gar nichts, Tante Hanna!“ stotterte sie, Die Farbe wechselnd. „Ich habe nur das, was ich tun sollte, total vergessen und kann Dir gar nicht sagen, wie unglücklich ich Darüber bin." Frau von Wildhofen hatte allen Grund, ernstlich unzufrieden mit ihrer Gesellschafterin zu fein; aber noch bevor sie Zeit fand, das zu zeigen, trat ihr Sohn mit Sabine ein. Letztere fragte sofort nach ihrer Mutter — etwas beunruhigt, wie es Doris schien. „Mama sagte, sie fühle sich sehr ermüdet und wolle ein wenig ruhen. Haben Sie sie vielleicht gesehen, Fräulein Horter?" Doris vermied eine direkte Antwort und murmelte undeutlich, daß Frau von Rechten vermutlich in ihrem Zimmer sei. Inzwischen hatte Frau von Wildhofen ihren Sohn ein wenig beiseite gezogen und mit ihm wegen der Veränderung betreffs der abendlichen Tischordnung verhandelt. Tante Hanna hatte sehr leise gesprochen; Kurt aber erwiderte jetzt in vernehmbarem Ton: „Aber Mütterchen, quäle dich nicht mit dem Gedanken,noch irgend jemand aus.ir.dig zu machen! Laß Doris Den Platz von Frau von Sydow einnehmen. Das ist Der aller einfachste Ausweg.“ „Aber, mein Sohn, du hast mir doch gesagt, daß dieser Rechtsanwalt Hagenau ein ganz absonderlicher Herr ist." „3a, gewiß! Ihm wird deshalb Die Gesellschaft Der kleinen Doris ebenso recht sein als die jeder anderen Same, das heißt, er wird sich wahrscheinlich kaum um sie bekümmern. Konrad Hagenau ist ein erklärter Weiberfeind, und von hundert Frauen interessiert ihn kaum eine. Er ist eben ein Mann, der sich nur unter Männern wohlfühlt, und er kommt hierher einfach der Iagd wegen. Das ist noch das einzige, was ihn herauslocken kann." So kam es also, daß Doris Den freigewordenen Platz bei Tisch erhalten sollte, was ihr nach Den QlnDeutungen ihres Vetters über seinen Freund Hagenau keineswegs als etwas Verlockendes erschien. Im weiteren Verlauf des Tages, der ihr viel Deschäftigung brachte, fand sie kaum Zeit, an die Erlebnisse des Morgens zu denken. Sie hatte Dlumen und Dessert für die Tafel zu arrangieren und später unzählige Botschaften ihrer Tante zwischen Deren Wohnzimmer und Den Wirtschaftsräumen zu übermitteln. Dann war es Zeit, Toilette zu machen, und sie hatte wegen der am Morgen gemachten Entdeckung noch immer keinen Entschluß saften können. So viel wußte sie indessen, daß sie um keinen Preis das Werkzeug sein wollte, um das Glück ihres Detters zu zerstören. Wenn sie Den Beweis erbringen formte, daß Sabine von Rechten auch ihn wahrhaft liebte, sollte kein Wort über ihre Lippen kommen, das Kurt veranlassen konnte, die Geliebte aufzugeben. Erkannte sie aber, daß es Sabine nur nach Dem Reichtum und Der Stellung ihres Vetters gelüstete, Dann wollte Doris keinen Augenblick zögern, ihrem Onkel zu sagen, was sie gehört hatte. Zu diesem Entschluß war sie gekommen, als sie sich hinunter in die Gesellschaftsräume begab. Es waren zahlreiche Gäste geladen, und Doris fühlte sich ein wenig bedrückt, als sie zwischen einem bejahrten Herrn zur Rechten und Dem gefürchteten Rechtsanwalt Hagenau zu ihrer Linken an Der langen Tafel saß. Zaghaft hatte sie Den Arm des als Weiberfeind geschilderten Herrn ergriffen, nachdem er ihr im Salon als ihr Tischnachbar vorgestellt worden war. Sie bot in ihrem weißen Kleide einen äußerst lieblichen Anblick, noch gehoben durch den einfachen Schmuck einiger halb erblühter Marschall- Niel-Rosen, die aus den Treibhäusern ihres Onkels stammten. Ihr Wuchs war tadellos und ihre Haltung von vollendeter Grazie. Sie besah außerdem einen ausgeprägten Sinn für geschmackvolle Kleidung, und Frau von Wild- hofen erwies sich stets als sehr freigebig in dieser Hinsicht. Die Schloßherrin hatte es vor Beginn der Tafel für nötig gehalten, dem Rechtsanwalt Hagenau den fatalen Umstand zu erttären, Dem er Die für ihn gewählte Tischdame zu verdanken hatte. Hagenau verbeugte sich höflich: „Bitte recht sehr, gnädige Frau; das macht für mich nicht Den geringsten Unterschied." llnö Dann folgte er ihr zu Der zierlichen Mädchengestalt, vor Der er sich artig verbeugte. Nun, das ist ja keine unangenehme Erscheinung, dachte er bei sich, als ex Doris etwas steif den Arm bot. Kaum hätte er diese Beobachtung gemacht, wären nicht die eifrigen Entschuldigungen der Schloßherrin borangegangen, Denn für gewöhnlich sah er ein weibliches Wesen nicht mit kritischen Blicken an, sondern schaute gleichgültig über sie hinweg. Nur bei der Ausübung feine« Berufs, im Zeugenverhör, bei Gerichtsverhandlungen oder dergleichen, vermochte er Den Frauen ein gewisses Interesse abzugewinnen. Konrad Hagenau war ein tüchtiger Jurist und ein hoch geachteter Mann, dessen Name den besten Klang besaß. Talent und Glück hatten ihn schon in jungen Jahren vorwärts gebracht und ihm eine glänzende Laufbahn eröffnet. Die Ausübung seines Berufs war seine höchste Lebens- freube; die nächste war die Iagd, und selten schlug er eine Einladung zu einem solchen Vergnügen aus, falls es sich mit seinen Amtsgeschäften nur irgendwie vereinbaren lieh. Seine Bekanntschaft mit Kurt von Wildhofen datierte aus ihrer gemeinsamen Gymnasialzeit und hatte sich im Laufe der Iahre zu einem festen Freundschaftsbündnis entwickelt. Durch besondere Zufälligkeiten hatte Kurt bis dahin ihn seinen Eltern noch nicht als Gast zuführen können, obwohl er dies lange gewünscht hatte. (Fortsetzung folgt) schuhe den nötigen Wert gelegt, am besten waren die drei Gebrüder Lanschner aus Innsbruck und der Oesterreicher R e i n e l gerüstet, die auch die ersten vier Plätze belegten. Im Kunstlaufen wurden die Pflichtübungen abgewickelt. Bei den Herren beteiligten sich auch die Leipziger Jacob und Fromm, sowie der Königsberger Bertram, die jedoch für das Ende nicht in Betracht kommen. Die beste Figur machte der Wiener Dr. D i st I e r. Bei den Damen ist die Situation noch ungeklärt, doch wußte Frl. Hornung (Wien) zu gefallen. Das nur von Italien und der Schweiz besetzte Eishockeyturnier wurde festgesetzt, die Italiener konnten ihrem ersten Siege einen weiteren mit 7:0 (2:0, 2:0, 3:0) anreihen. Ergebnis des S k i - A b f a h r t s l a u f e s: 1. G. Lanschner (Oesterreich) 17:00; 2. Lanschner (Oesterreich) 17:05,6; 3. Reinel (Oesterreich) 17:06,2; 4. H. Lanschner (Oesterreich) 17:34,4; 5. Beutner (Deutschland) 17:45,2; 6. Holzrichter (Deutschland) 17:53,6; 7. K. Leutner (Oesterreich) 18:09; 8. Krebs (Deutschland) 18:12; 9. Lattl (Oesterreich) 18:15; 10. Sterz (Oesterreich) 18:35; 11. B. Leutner (Oesterreich) 18:45; 12. Weber (Schweiz) 18:58,6; 13. Ridell (England) 19:08,2; 14. Wenzel (Deutschland) 19:08,4; 15. Delago (Italien) 19:11,2. Bon den übrigen Deutschen placierten sich Werneck mit 19:27,2 als 17., Ostermaier als 21. und Buck belegte den 22. Platz. Winiersternfahrt nach Winterberg. Anläßlich der Deutschen Bob-Mei st er - schaften, die in diesem 2ahre in Winterberg ausgetragen werden — und zwar wird am Donnerstag, 30. Januar, die Deutsche Zweier- Bob- und am Sonntag, 2. Februar, die Deutsche Fünfer-Bob°Meisterschaft ausgefahren —, schreibt der Bergisch - Sauerländische Automobil - Club (Bob-Club Sauerland, e. B.. A. v. D.) eine Win- tcrsternfahrt für Kraftwagen aus. Als Höchstleistung werden 500 Kilometer gewertet, die an einem Tc"e zurückgelegt werden müssen. Der Startort steht in dem Dclieben des einzelnen Fahrers. Ebenfalls kann die Fahrstrecke beliebig gewählt werden, nur müssen Scheitelpunkte amtlich bestätigt sein. Das Kreuzen der Fahrstrecke ist gestattet. Für diejenigen Teilnehmer, die an der Sternfahrt mit Spitzenwertung nicht teilnehmen wollen, besteht die Möglichkeit, sich an der.Sternfahrt ohne Spitzenwertung zu beteiligen. Für alle Sternfahrt-Teilnehmer kommt die künstlerisch geschmackvolle Plakette zur Berteilung. Den Fahrern, die an der Sternfahrt mit Spihenwertung teilnehmen, stehen außerdem wertvolle Ehrenpreise in Aussicht. Da in Mittel- und Westdeutschland Wintersternfahrten eine große Seltenheit waren, steht zu hoffen, daß die erste Wintersternfahrt nach Winterberq großen Anklang finden wird. Als Fahrtage sind freigegeben die Tage von Donnerstag, 30. Januar, bis Sonntag, 2. Februar. Sollte wegen ungünstiger Witterung eine Verlegung der Deutschen Bob-Meisterschaften stattfinden müssen, wird automatisch die Wintersternfahrt verschoben. Wirtschaft. Starke Entlastung der Reichsbank. Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. 3 a n u a r hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der ersten Januarwoche um 653,9 Mill, auf 2537,6 Mill. Mk. verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Reichsschatzwechseln um 216,8 Mill, auf 23,9 M ll. Mk., die Bestände an sonstigen Wechseln und Schecks um 237,8 Mill, auf 2 369.9 Mill. Mark, und die Lombardbestände um 199,4 Mill, auf 51,2 Mill. Mark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 473,4 Mill. Mk. in die Kassen der Bank zurückgeflossen. Der Umlauf an Rcichsbanknoten hat sich um 439,0 Mill, auf 4 604,7 Mill. Mark, derjenige an Ren- tenbankschemen um 34,4 Mill, auf 362,3 Mill. Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 48,0 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 584,5 Mill. Mark eine Abnahme um 170,7 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungs- fähigcn Devisen haben sich um 0,9 Mill, auf 2 607,6 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 0.7 Millionen auf 2283,8 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 0,2 Mill, auf 403,8 Mill. Mk. zugenommen. Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 45,3 Prozent in der Vorwoche auf 49,6 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53,3 Prozent auf 58,4 Prozent. Wie im Vorjahr, ist in der ersten 3anuar- woche eine starke Entlastung der Reichsbank eingetreten, die man schon angesichts der raschen und erheblichen Erleichterung des Geldmarktes erwarten konnte. Ein Vergleich des Ent- lastungsgrades in diesem 3ahre mit dem des 3ahres 1929 zeigt, daß er ungefähr der gleiche ist, wenn auch die Ult'mocntspannung vom Dezember 1929 nicht ganz so groß gewesen ist wie zum 3ahresultimo 1923. Bemerkenswert ist dir Tatsache, daß sich die sinkende Bewegung des gesamten -Zahlungsmittelumlaufs fortgesetzt hat; er ist um 473 Mill. Mark (i. V. 481) zurückgegangen, und liegt mit insgesamt 6126 Mill. QUart nur noch um 11 Mill. Mark über dem Stand des Vorjahres. Der Umlauf an Roten und Rentenbankscheinen war Ende der ersten Dezemberwoche 1929 noch um 21 Mill. Mark und am Ende der ersten Ro° vemberwoche noch um 46 Mill. Mark höher als zu den gleichen Trrminen des Jahres 1928. Cs zeigt sich also im ganzen eine gleiche Entwicklung in beiden 3ahren; bekanntlich hatte die Reichsbank im 3ahre 1929 bereits am 12. 3an. auf Grund des ersten Status für das 3ahr 1928 eine Ermäßigung des Diskontsatzes um 1/2 Proz. auf 6V2 vorgenommen. Demzufolge müßte die R"ich5bank eine Diskont- scnkung auch jetzt vornehmen, und es ist zu erwarten, daß sie dies auch tun wird, sobald durch den Abschluß der Haager Konferenz die politische Lage und die Frage der endgültigen Annahme des Voungplans geklärt sind. * «Zusammenschluß in der we st deutschen Zigarettenindustrie. Die beiden Duisburger Tabak und Zigarettenfabriken A. F. Carstanjen-Söhne K.-G. und Carl & Wilhelm Carstanjen K.-G. haben mit Wirkung vom 1.3a- nuar 1930 sich vereinigt in der Weise, daß der Hauptsitz der beiden Firmen unter Leitung der bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter in Duisburg bleibt und die Zigarettenfabrikation gemeinsam in den hessischen Filialen betrieben wird. Gleichzeitig ist mit der Duisburger Tabakfabrik Arnold Böninger in der Rauchtabak- fabrikation eine 3nteressengemeinschaft eingegangen worden. * Schweizerische Lebensversich e- rungs- und Rentenanstalt a. G. in Zürich. Die Anstalt hat im 3ahre 1929 die bisher erreichten Ergebnisse überschritten. Als vorläufige Daten über den Geschäftsgang werden bekannt: Reuzugang an Kapitalversicherungen 163 Millionen Francs (Vorjahr 155), Kapitaleinlage für neue Rentenversicherungen 9 Millionen Francs (Vorjahr 9,9), Dersicherungs- bestand am Ende des 3ahres: an Kapitalversicherungen 1225 Mill. Fr. (Vorjahr 1125), an versicherten 3ahresrenten 18,5 Mill. Fr. (Vorjahr 15). Für Versicherungsleistungen wurde im abgelaufenen 3ahre ausbezahlt 24.8 Mill. Fr. (Vorjahr 21,9). An Ueberschußanteilen zur Verbilligung des Versicherungsschutzes im Einzelgeschäft und an Rückvergütungen für Gruppenversicherungen zahlte die Anstalt aus: 9,5 Mill. Fr. (Vorjahr 8,6). Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 10. 3an. Tendenz: fest. — Der Stillstand, der bei den Haager Verhandlungen eingetreten ist, und die Nichterhöhung der Diskontrate in London konnten die Börse heute nicht enttäuschen, da, mag der Stand im Augenblick fein wie er will, in Börsenkreisen mit einem günstigen Endergebnis gerechnet wird. Die Tendenz der Börse war fest. Die weitere Gesundung des deutschen Geldmarktes regte an, außerdem sollen wieder A u s l a n d a u f t r ä g e in größerem Umfan g e an den Markt gekommen sein. Der feste Schluß der gestrigen Neuhorker Börse trug ebenfalls zur Besserung der Lage bei. Einige ungünstige Momente konnten kaum nachteilig wirken und nicht den Optimismus verhindern. Das Geschäft war gleich zu Beginn der Börse unter Führung einiger Spezialwerte recht lebhaft. 2lber auch die sonst im Hintergrund bleibenden Papiere schlossen sich der Aufwärtsbewegüng an. Besonders lebhaft lag der Elektromarkt un*er Führung von Siemens, die 7,5 Prozent gewinn n konnten. Neben Auslandaufträgen fehlte auch uad Publikum nicht, und hierdurch angeregt, schritt auch die Kulisse verschiedentlich zu Deckungen. AEG. eröffneten 4 Proz., Chadeaktien 7 Mk., Ges- fütel 3, Licht L Kra,t 3,5 und Schuckert 5 Prozent fester. Auch Chemiewerte traten stärker in den Vordergrund. Farben lagen zur Erstnotiz 3,5, Deutsche Erdöl 3,75 Proz. fester, während Goldschmidt und Scheideanstalt nur geringfügig gebessert waren. Am Montanmarkt war das 3nler» esse nicht allzu groß, doch hatten Klöckner, Mannesmann und Rheinstahl immerhin nicht zu verachtende Umsätze aufzuweifen, bei Dej.erungen bis zu 2 Prozent. Kaliwerte bis 3 Prozent höher. Zellstossaktien und so weiter bis 4,5 Prozent hoher. Am Verkehrsmarkt lagen A.-G. für Verkehr gesucht und bis 4,75 Prozent gebessert. Schiffahrtswerte bis 1,5 Proz. erholt. Danken lagen bis 2 Proz. fester. Renten lustlos. 3m Verlaufe schritt die Spekulation bei den anfangs bevorzugten Werten zu Eewinnrnitnah- men, so daß vereinzelt kleine Abschläge eintreten mußten. An der günstigen Stimmung änderte sich aber nichts, da aijf der anderen Seite weitere Aufträge Vorlagen; verschiedene Papiere konnten erneut gegen Anfang etwas avziehen. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 6 Proz. trotz der Flüssigkeit etwas Hoyer. Arn Devisenmarkt war Madrid erholt. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1867, gegen Pfund 23.393, London gegen Kabel 4.8705, gegen Paris 123.90, gegen Mailand 93.08, gegen Madrid etwa 33.50, gegen Schweiz 25.1250, gegen Holland 12.0875. Berliner Börse. Berlin, 10.3an. Schon gestern sagte man nach der Nichtermäßigung der Londoner Diskontrate, man habe für die nächste Woche bis zum Donnerstag wieder ein stimulierendes Moment. 3n der Tat war auch die Stimmung im heutigen Vormittagsvcrkehr eher freundlicher, ohne das neue anregende Momente Vorlagen. Die Leichtigkeit des internationalen Geldmarktes bot der Börse eine Stütze. Einige ungünstige Pressenachrichten, wie Geld- kalamiti'ten dcr Stadt Berlin, das 930-Millicnen- Defizit des Reiche; im Monat November, der 35-v. H.-Auftragsrückgang bei den Vereinigten Stahlwerken, die zunehmenden Feierschichten im Ruhrkohlenbergbau, fielen unter den Tisch, da das Kaufinteresse seitens des Auslandes im Zunehmen begriffen ist, wodurch die Spekulation zu Deckungen an den verschiedenen Märkten veranlaßt wurde. So ergaben sich zu den ersten Notierungen teilweise recht erhebliche Kursgewinne. Die Stimmung war recht hoffnungsvoll, zumal man über das Verhalten der deutschen Delegation im Haag sehr befriedigt war. Man sprach von Käufen der Hamburger Arbitrage, wobei es sich angeblich um Käufe für amerikanische Rechnung handeln soll, und man konnte außerdem süddeutsche Aufträge bemerken, die für französische Rechnung fein sollen. Mit Ausnahme des Montanmarktes, der etwas unter dem Stahlwerkbericht litt, bestand an allen Märkten reges 3nteresse. Papiere wie Allgemeine Lokal- und Krqft, Danatbank, Reichsbank, Farben, RWE., Schuckert, Siemens, Deutsche Erdöl, Zellstoffwerte, Polyphon, Berger und Bergmann zeichneten sich mit Gewinnen bis zu 6 v. H. aus. Aku eröffneten mit Plus-Plus-Zeichen und notierten 8,5 v. H. hoher. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Pfandbriefmarkt ebenfalls ruhig. Der Geldmarkt lag ziemlich unverändert. Tagesgeld 5,25 bis 7,5 v. H , Monatsgeld 8,25 bis 9,5 v. H. Nach den ersten Kursen wurde die Tendenz bei lebhaftem Geschäft ausgesprochen fest. Deckungen und Meinungskäufe führten bei der guten Marktlage zu 1- bis 3-v. H.-Steigerungen. Später ließ die Umsatztätigkeit wieder merklich nach, und die Borrse schritt zu Gewinnmitnahmen, ohne daß die freundliche Stimmung hierdurch beeinträchtigt wurde. Ms besonders fest sind im Verlaufe Bemberg (149 V.H.), Schubert L Salzer (201 v. H), Gesfürel (159 v. H.) und Berliner Handelsgesellschaft (185 v. H.) zu nennen. Büchertisch. — Unter dem Titel „Geständnisse" ist ein Almanach des Verlages Georg Westermann in Braunschweig erschienen: Er umfaßt 96 Seiten mit 15 Bildern auf Tafeln und enthält Abschnitte und Beiträge von Werner 3 a n s e n, Knud Andersen, Wilhelm Engelke, Ernst Did- r i n g, Prof. Dr. Hans M u ch, Maila T a l v i 0, Felix Graf von L u ck n e r, Prof. Willy S 10 w e r u. a. Literarisch interessierte Leser und Freunde des Verlags werden den 2llmanach, dem auch ein Verlagskatalog angehängt ist, mit Befriedigung aufnehmen. (753.) . — Im neuesten Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte, München, „Der Kampf um die Schule", werden die gegenwärtig brennende Schulprobleme von verschiedensten Standpunkten aus von berufenen Vertretern dargestellt. Zum Thema „Politik und Schule" gibt Walther Eckart (München) einen writausholenden und kritischen Beitrag, während Professor Aloys Fischer (München) über „die geistige Krisis in der Schule" spricht. Die „Neugestaltung der Lehrerbildung" behandelt Bezirks- schulrat Dr. Reinlcin (München), und das „Problem der Mittelschule" Geheimrat Dr. Eiber (München). Die „deutschen Landerziehungsheime" haben sich als Vertreter einer besonderen Erziehungsweise bewährt. Dr. Däumling (Schondorf) zeigt Wege, wie ihre Idee weiter ausgebaut und praktisch verwirklicht werden kann. Stadtschulrat Dr. Hartnacke (Dresden) zeigt in seiner Abhandlung „Standesschule — Lei- stungsschule" die ungleiche Verteilung der Begabten über das Volksganze und daß das Zurütreten von Arbeiterkindern in höheren Schulen auch andere als nur wirtschaftliche Ursachen hat. Professor Paul Oestreich (Berlin) legt den Standpunkt der „entschiedenen Schulrcformer" zum heutigen Schulkampf dar. Professor Kerschensteiner spricht schließlich über „Die zweifache Aufgabe der Volks- und Berufsschule", in der er eine Reihe von Forderungen aufstellt, die namentlich angesichts des infolge der Kriegsjahre in den nächsten vier bis fünf Jahren kommenden Ausfalls von Lehrlingen von besonderer Bedeutung sind. nGU® (6-) Jahrgang der von Professor Messer, Gießen, herausgegebenen Zeitschrift „Philosophie und Leben" (Hefti, 3a- nuar 1930; Verlag Felix Meiner, Leipzig) wird nut einer programmatischen Einleitung eröffnet: Die »rage nach dem Sinn des Lebens soll im neuen 3ahrgang das zentrale Arbeitsproblem sein. 3n einem Aussatz über Albert Schweitzer bezeichnet der Herausgeber den Träger des Frankfurter Goethepreises als einen idealen Vertreter der gegenwärtigen Philosophie und als Führer zu einem sinnvollen Leben. Aus dem übrigen 3nhalt scheint uns besonders bemerkenswert der Aufsatz über Haeckel von Dennert und eine Einführung Messers in das Werk des Freiburger Philosophen Martin Heidegger, der als Nachfolger Husserls ein von der 'Fachkritik sehr gerühmtes Werk über „Sein und Zeit" veröffentlichte. Daten für Samstag, 11. Januar. 1494: der italienische Maler Domenico Ghirlan- dajo in Florenz gestorben; — 1841: Rose entdeckt festes Land im Südpolargebiet; — 1859: der eng- Ache Staatsmann George Nathaniel Curzon in Kedleston geboren. Letzte Nachrichten. Blutrache in einem Dorfe bei Kassel. Kassel, 10. Jan. (TU. Eigner Drahtbericht.) Man erinnert sich noch der furchtbaren Tragödie, die sich am 2. September 1927 in dem Dorfe Nicder-Möllrich bei Wabern abgespielt hat. Dort wurde der Landjäger Mille von dem 26;ährigen früheren Schuhpolizeibeamten Heinrich Klaus durch einen Karabinerschuß in die Stirn erschossen. Der Mörder verbarrikadierte sich in seinem Llternhause und wurde von der Kasseler Polizei und Landjägern belagert, bis er schließlich mit Handgranaten nach hartnäckigem Kampfe im Keller getötet wurde. Der damals 18jährige Sohn M i l h e l m des Landjägers Mille war Augenzeuge des Todes seines Vaters und wollte schon seit jener Zeit Lynchjustiz an der Jamil le Klaus üben. Inzwischen war er bei der Schutzpolizei in jranksurt a. M. eingetreten, wo Mille seinen Dienst zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausübtc. Arn Donnerstag tarn Wilhelm Mille, der sich auf Urlaub befand, von Hassel nach Nieder-Möllrich und verlangte den Vater des Heinrich Klaus zu sprechen. Als dieser vor die Tür feines Hauses trat, streckte ihn Wille mit Zwei Schüssen aus seinem Dienstrevol- ocr ohne weitere Auseinandersetzungen sofort nieder. Die eine Kugel hatte die Brust, die andere das Herz getroffen. Gegen 11 Uhr rief er den Bürgermeister von Nieder-Möllrich telefonisch an, daß er sich dem tandjägereibeamten in Gensungen freiwillig gestellt und den Revolver abgegeben habe. Der schwerverletzte Johannes Klaus erlag noch in der selben Nacht seinen Verletzungen. Darum Leu sche -> .d,»anieii#r ron IT'2? ....... 7% Deutsche Reichkonleihe von 1929 ......... Dl. anl.-Mlöi.-Sdjulo mit Au. los.-Rechlen..... Te m ohne Wiiüo». Rechte 8% Hess. BolttNaat von 1929 (rück;ahlb. 102%) . Ober'.iesscn Proviuj - Anleihe mi> Au los.-Rechien . ... Teuhche flunim. Sammelabl. Anleihe Serie 1..... 8% Zranks. Hnp.-Bank Goldpsc XIII uiifüuöbar bis 1934 . 7% Franks. Hnp.-Bank Goldpsc untuuDb.ir bis 1932 ..... 4%% Rheinische Hpv.-Bank Liga. ©elDiifc........ 8% Pr. Landedpsandbriesansiali Psaudbriese R. 17..... 8% Pr. Lande, psandbriesaustalt ftomm.-Cbl. R 16..... 7% Pr. Landcepsandbricsanstalt, Psaudbriese R. 10 B.C GJ. obg. L- orkrlegS»Obligation nidiablbar 1982 4% Oesterreichische Goldrte.. 4,20% Cchcn. Silbern- 4% Oestcrrelchilche Einheitliche Rente....... . . 4% Ungarische Öolbrte.. . . 4% Ungarische Siaaier. o. 1910 4*/s% tctfll. non 1913 . . . 4% Ungariich'- fironenrte.. . 4% Xürl. Zollanleihe v. 1911 4% Türkische Bagvadbahn-An Serie 1. . 4% de,gl S-rte II 6% Rumänische veretrch. Renn von 1903 . . . . 4%% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ....... 4% Rumänische vereinh. cn e . Die hii .'ranlfu ; tijiub» «kure । 9 I 87,4 6,7 50 7,8 87,5 46,25 47,1 96,5 82 83 97 4,5 88,5 18,25 24,5 2,75 2 22,25 19,75 2,05 7,55 7,65 7,65 9,1 7,55 iter de i a ')’■? Ui' ftur 10 1 8 7,75 n Pap Ber chiuv Kur. 87.5 96,7 50.1 7,85 86,75 47,25 37 4,5 86,75 24,75 2.05 22 5 19,75 21,25 /.65 7,7 7.65 9,2 14.5 7,5 eren ar llr An lang. Kur 10 1 50 1 7.9 22,4 19.4 2.05 7.55 7,7 7.6 Kurszettel geführten Ziffern geben d Daium Hamburg.Amerila Palci . Hamb Südam. Dampssch . Hama Damt ss hiss.....1< Norddeutscher Lloyd.....► Allg. Deutsche Ereditanü- • • 1< Barmer Bankverein .... 1< Berliner Handclogeicllsch. . . li Eommerz- und Privat-Bank i' Dacmst. u. Nattonalbank . 1 Deuiiche Bant ...... 1 Tieconio-Geseklschast, Aal. . 1' Dresdner Bank......1 Reichsbam ......1 A.E.G......... Bergmann . . Elcktr. Lieierung »gelelllchast 1 Licht und Kraft i stellen L Guilleaume. ... 7^ Gei. s Eiektr. Untern.. ... 10 Hamb Cleltr -Werke .... 1 Rhein Gicht ....... Schlei El-'' li Schuckert & do. ..... 11 Siemen» * vaWte.....16 Transradto..... 8 Lahmeyer 4 Go.......10 Buderur...... 6 Deutsche Erdöl...... . 6 Stiener Steinkohle......1 Gelsenkirchener ....... 8 Harpcner....... . . 0 Voesch Eisen........6V, tzlie Bergbau.......10 «löcknerwerke ...... . ftöinNepeilen .... 7 Mannesman- .Röhre» .... 7 Man»seU>e> Bergbau..... Oberich'ei Ei.eu.eoao .... Oderichlei Koküwerle.....7 Pdönir Bergbau......BH Rhe'nhche Braunkohle«. . . io aüwinftahi.........r •RLebed Montau......7,i ter ie Höh 'ranlfu -- dhuB- «k'ire ) 1 98,5 98.25 117.75 H9 181 151 230 145,5 146.25 279 159,5 153 118 154 180 280 163,5 67.5 99 134.25 143,5 225 9 1 0.75 109 1 4.5 254 110,75 B e der rt a M u. Rur 10 1 19,25 183 152 147 147 163,13 156.25 157 185 287,25 68.75 102.5 135 143,5 io] 102,25 112 erli zuletzt Be ^ch.ug ftur 1 98.13 177,5 148 8.13 117,5 119.13 181.5 151 230,25 145,25 146,4 279 159.75 208 4 161 154 118 154 130.25 141 152.5 180 280.75 163,5 67,5 99 134.75 134.75 143.5 '14,5 225 100 112 lul 108.5 71.25 95.13 104.65 253 110,5 ner beschloss lir An lang. Mut 10 1 99 98.9 117.25 119.5 183 25 152 232,5 146. 147 282 und Krankfi enen Dividende an. — Re Darum Bereinigte Stahlw Ctao Minen . . 16*/i fta werke Aicherslebeu ... i Ka werke lüestetegetn ... 16 Kai we, e Sakidenurth . . . 16 J. G starben-Invustrie ... li Dynamik Nobel.......6 ScheivcamtaU ....... Goldichmidt ........ 6 Rüigerswerte..... 6 Meiaugeielkichaft ...... 8 Philipp fionmaim . ... 1 Lernen werk Heidelberg ... 10 Eemeniwerk ftarlflooi ... 10 Waus ,vi ti afl .... 8 SchuitbelS Payenbvser ... 15 Ostwerte ........12 Set. Giarn stoss......18 Bemberg........ " Mfllfloji Waldhos .... 13y, Zellsioii Aichass.nbura ... .z Charlottenburger Wasser ... 8 Deuauer Ga» v Daimler Motoren ..... । Deutsche Linoleum..... Maschinenbau A.-G. ..... 0 A nt> r> itl o i .... v L'UOIU X-'OCID .... IV Rat Automobil . . .....<' Crenflcm & Koppel ..... 6 V onhnro Dietz ...... 10 SvenSko «••••.. stranki Maichmea ...... 4 Griyner 6 Heyligenftaedl .......u aunflbmte. . . 6 Lechweüe. 8 Maintraitwen Hüchg a 8R. 8 Miag. 10 Gedr. Roeder..... io Boigi » Haesfa«..... 0 Südb Lucker..... . 10 urtt chsban 'ranlfu c d)iu6* Kure 9 1 105.5 189 323 172,75 148,75 65,5 72.25 118 91 114 143 76,5 141 239,25 335 43 57 47 103 129 105,5 222.25 152,25 ?r: kdiskor rt a W Ul' Nur 10. 1 202 176 149 66 - 114.75 76 193 144 242.5 5,25 47 103,5 129 105 222-25 163,75 Söl lt 7 D. Be Sch-uv ftur 9 105.4 56,75 190 189 5 323,5 173 81.5 66,5 71-65 117,9 90,75 76 272 206.5 140 189.5 140.25 o7.5 153.5 36 240 44 17,75 70,5 159.5 333 42,75 154 rfe. H., Cor Hi* Aniang- ftnr. 106 57.4 191.75 201.25 326,25 175 83 66.5 73,5 91 274-75 207.5 145 193.5 145 99.25 155 5 36.4 242.2b 44,75 71,75 163 333 129 nbardzinsfuß 8 o. H. _______________Bankn Berlin, g. Januar Amerikanische Noten . . . Belgische Noten ...... Dänische Noten ........ Englische Noten ...... französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten. ....... Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten ...... Schwedische Noten....... Schweizer Noten . ...... Spanische «Boten ....... Dichechoilomapsche Noten..... Ungarische Noten ..... Devisenmarkt Berlin )fen.__________ Geld 4,165 58,20 111,63 20,345 16,445 163,13 21,82 111.55 58,73 2,472 111,93 81,15 50.70 12.335 73.05 — Frcmkfur Bries 4.185 58,44 112,07 20,425 16.505 168,81 21,90 111,99 58.97 2.492 112,37 81.47 50.90 12.395 73.35 a. M. 162,25 211 161.5 156 119.5 156.25 131 142 154.5 184.3 285,73 165 68 101,5 135 135 142.5 114.7* 225 101 112 102.75 109 70,5 96 95.13 253.25 11t,5 103 9. Januar 10. Ianuat Amtllchc- Geir Noriorun, Bnei Amtlich' Gelt Notierung Bri AiMl.-Noti Buen-.Aires Brss-.Antw Christiania. Kopenhagen Stockholm . Heliingfors. Italien. . London. . . Neunork . . Baris... Schweiz . . Sva den - Japan . . . Hio de Ian Wien in D-- Lest, abfleft Prag Belirad Budapest. Bul arten vifiabon Danzig ftonn utfn. Athen Kanada Um uan Latro ■ - Ib8,47 1 678 58,315 111.84/ 111.92 112,22 10,501 21.87 20,37 1,181 16.44 81,0. 51,23 ',056 .451 58,82 12,372 7,403 73,17 3.024 18.81 81.45 1.978 5.435 4,138 3,336 20.89 168,81 1.682 58,435 112,06 112.14 112.44 10,521 21.91 20,41 4,189 16,48 81.21 51,33 2,060 0,453 59.94 12,392 7.417 73 31 3,030 18.85 1.61 1,982 5,445 4.146 3,844 20,93 168.49 1,676 53,295 111.84 111,92 112,19 10 50 21.885 20.37 4.1815 16.435 81.01 53.90 2,058 0.468 58,80 12.37 7.403 73.15 3,024 18.81 81.41 1 978 5,43 4,136 3.336 20.89 168.83 1 680 58.415 112.06 11214 112.41 10.52 21.925 20 41 4.1895 16.475 81.21 54.00 2.062 0.470 58.92 12.39 7.417 73.29 3,030 18 85 81.57 1.982 5.44 4.144 3.844 20,93 b kUnften oih1, hin Tk;maus doh Eta«»* en BügS) yt ä '?' -handelt nb das flrls- SÄ le habea L5K 4 a lNn^r."cni: ^‘Ä’w M .--TL I bon Mita WS! Srs fe jod int ÄS^ W*EÄ SW* unb^ L Kuders beim M dvn Sennen In Derk dej 1 Heidegger, der Fachkriü, 5e|n und Zei,' Januar. menico 6t)irkm. 41: Rose entdeckt - 1859: der eng. aniel Curzon in bien. se bei Kassel zner VlohlbeM chlbaren Ita- iber 1927 in dem Mabern abgespielt Dille von dem ’ibeamten Heinrich H *n die Stirn rrifabierte sich in Ion der fiaffcf« bis er WMch igtm Kampfe im » Mhrige Sohn iile war Augen- inb wollte schon feit der Jamil le er bei der 5chuh- getreten, wo Dille edmheit seiner Bot- stag kam Dithelm nb, von Kassel noch en Vater der Heiner vor die Dir sei- hn Dille mil n Vienstrevol- landersehui'- ie Kugel hatte * sen. Gegen 11 S[ ieder-VIöllrich Mt' bjägereibeamto i° [|t und den Be- rvertehle JohanM Acht seinen Dass.« 112.07 20,425 16.505 168.8 21-90 111.99 58.97 2.4M 112.37 81.4? (0.90 12,895 73.35 165 ,20 ,63 345 445 ,13 ,82 ,55 1,73 ,472 1.93 1,15 0.70 ,335 3.05 ran!h«L5Jl ---- ü.« “'S 'S Ä »■* 163 49 1,67» 53,295 11'" 111.92 112-19 ,0 50 21,885 20.37 4.181 16.43» 81-22 53-90 2,0-8 0,468 58,80 12-37 7.403 13.V- 3,024 Illi.41 's & 20,18 1 680 58.415 112-06 112- 112-41 10- 2 21.9 20« 4,189 16.47 81-21 2 062 0.470 Preußen. Heimvottshochschule Hohensolms. Am 27. Januar beginnt in Schloß Hohen- lolms wieder ein dreimonatiger Mäd - Henlehrgang, der mit Hauswirtschasts- und Handarbeitsunterricht verbunden sein wird. Der Lehrgang soll bis zum 14. April laufen. Die Heimvolkshochschule will vor allem durch geistige und praktische Weiterbildung jungen Mädchen aller Stande, diesmal aber besonders auch denen vom Lande (im Alter von 17 dis 25 Jahren), helfen, ihren späteren ‘Beruf als Frau und Mutter recht aufzufassen und erfüllen zu lernen. Der Hauswirtschaftsunterricht umfaßt Anleitung in allen häuslichen Arbeiten und im ärgerlichen Kochen. Im Handarbeitsunterricht )andelt es sich um Kleidernähen, Sticken, Weiß- iähen und kunstgewerbliche Arbeiten. Erziehungs- und Gesundheitslehre wollen für die Aufgaben des Familienlebens vorbereiten. Dazu wird sich end) ein von einer Schwester geleiteter besonderer Kursus in Kranken- und Säuglingspflege in den Ycsamtlehrgang einstigen. Die geistige Arbeit chließt ein: Geschichte und Deutschkunde, Volks- Dirtschaftslehre und Bürgerkunde, sowie Kunstbetrachtung. Die lebenskundlichen Stunden werden von dem Leiter der Volkshochschule (Pfarrer Petri, Hohensolms) persönlich geleitet. Die Teilnahme am Volkshochschullehrgang soll nicht nur eine Wissensbereicherung bringen, sondern sie soll auch dem Aeiferwerden des ganzen Mnschen dienen. Die Teilnehmerinnenzahl ist im Interesse eines gedeihlichen Arbeitens beschränkt. Kreis Wetzlar O Hochelheim, 9. 3an. Der hiesige Spar- und Darlehnslassenvere i n „tR a i f f e i f e n“ hielt in der Gastwirtschaft Phil.. Jung seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Versammlung wurde von dem Dereinsvorsitzenden Friedrich Reitz eröffnet, der den Bericht über den Umsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres erstattete. Der Verein unterhält zwei Verkaufsstellen, davon eine für Futter- und Düngemittel, die andere für Kolonialwaren. Die Generalversammlung diente dem rein wirt- Ichaftlichen Teil; die Vilanzstellung und die Berichterstattung über den Geldverkehr erfolgen, wie alljährlich, in einer besonderen Versammlung int Frühjahr. Die ^lmsatzziffern betrugen beim Sutter- und Düngemittelverkauf rund 36 000 Mk., beim Kolonialwarenverkauf rund 25 000 Mk. Von letzterer Summe wurde eine Rückvergütung von 18 Prozent gewährt. Durch die schwierige Lage in. der Landwirtschaft, sowie die Arbeitslosigkeit waren beträchtliche Außenstände vorhanden. Der Bericht über die im vergangenen Jahre durch den Verbandsrevisor I o l k, Gießen, stattgehabte Revision wurde von dem Vereinsvorsihenden den . Mitgliedern zur Kenntnis gebracht. Im Anschluß hieran gedachte der Vorsitzende des Vereinsrechners B i r k e n st o ck, der nun schon zehn Jahre das Rechneramt bekleidet, und sprach ihm für die geleistete genossenschaftliche Arbeit den Dank des Vereins aus. Ferner gedachte er der durch das Mitglied Johannes Weber IV. geleisteten Arbeit, der seit dem 1. Februar 1928 den Sparmarkenverkauf wieder übernommen hat, durch den in elf Monaten eine Spareinlage von 7500 Mark zustande kam. Ferner wurde verhandelt über einen Beschluß des Vorstandes, nach welchem nach Ablauf des angefan^enen Geschäftsjahres für bezogene Futter- und Düngemittel eine Rückvergütung gewährt werden soll. Hierbei wurde aus die schwierige Lage hingewiesen und gleich-, »zeitig betont, daß die Waren auch wirklich bezahlt sein mühten, wenn eine Rückvergütung beansprucht werde. Der Beschluß könne nur dann jur Durchführung gelangen, wenn der Verein dnrch Zinsverluste keinen Schaden erleide. Heber die aufgenommenen Kredite und die festgesetzten Zinsen wurde eingehend Auskunft gegeben. Die Zinsen betragen für Spareinlagen 8 Prozent, für Darlehen 10 Prozent. Für ein der Gemeinde Hochelheim für den Wasserleitungsbau gewährtes größeres Darlehen wurden 11,5 Prozent Zinsen berechnet. Hieraus fanden die Vorstands- und Aufsichtsratswahlen statt. In den Vorstand wurde der bisherige Vereinsvorsihende Friedrich Reitz einstimmig wiedergewählt. 2n den Aufsichtsrat wurden die ausscheidenden Mitglieder Friedrich Faber I. und Johannes Mehl ebenfalls wiedergewählt. Als Ersatzmann für das nach auswärts verzogene Aufsichtsratsmitglied Johannes V i e h m a n n wurde der Schneidermeister Friedrich Jung gewählt. Dann gab dep Vereinsvorsihende in längeren Ausführungen einen Bericht über die im Gange befindliche Rationalisierung des Genossenschaftswesens bis zum heutigen Tage. Ferner gab er Auskunft über die in Gießen, Wetzlar, Marburg und Frankfurt a. M. stattgehabten Versammlungen, sowie über die Ursachen, die zur Gründung des Bezirksverbandes „Oberhessen-Wetzlar und angrenzende Gebiete" geführt haben. Außerdem wurde über die Verhandlungen mit der Preuhen- kasse in Berlin berichtet. Kreis Marburg. O Fronhausen (Lahn), 8. Jan. Die neue Gemeindevertretung hielt jetzt ihre erste Sitzung ab, in der man sich zunächst mit der Vergebung eines Teiles der Schreinerarbeiten für den Schulhausneubau beschäftigte. Zur Ausführung dieser Arbeit hatten sich im Submissionswege sechs Bewerber gemeldet. Los i erhielt der Schreinermeister Joh. Gies von hier zum Preise von 1200 Mark; Los II erhielt der Schreinenneister Jost Bruder von Oberweimar für den Preis von 1178 Mark. Die Arbeiten bestehen hauptsächlich in der Fertigstellung der Fenster zu den vier Schulsälen. Die übrigen Schreinerarbeiten sollen später vergeben werden. Die Jnstallationsarbeiten für die Heizanlage im Schulhausneubau erhielt auf Grund des Submissionsergebnisses die Firma Post (Kassel) zum Preise von 5464 Mark unter der Bedingung, daß sie den Sohn des hiesigen Schlossermeisters Becker zu der Arbeit als Hilfsmonteur hinzuzieht, damit später, trenn eine Reparatur erforderlich ist, diese von Becker ausgeführt werden kann, und die Gemeinde hierdurch Geld erspart. Die Einstellung eines Wegearbeiters, dem die Instandhaltung des Wege- und Gräbennetzes obliegt, lehnte die Gemeindevertretung ab mit der Begründung, daß diese Ausgabe vorerst noch der Aussührungs- kommission zur Entscheidung zustehe. Auf Antrag der Ausführungskommission wurde schließlich beschlossen, einen Flurhüter anzustellen, dem auch die Ausbesserung der Wege und Gräben übertragen werden soll. Für diese Stelle haben sich 14 Leute gemeldet. Die Anstellung soll in den nächsten Tagen erfolgen. — Der Schulvorstand hielt dieser Tage eine Sitzung ab, in der die Anschaffung eines Lichtbild- apparates von der Firma Leih in Wetzlar beschlossen wurde. Für den Apparat, der 800 Mark kosten soll, sind als Ertrag von Lichtbildervorträgen bereits 320 Mark vorhanden. Die Restsumme von 480 Mark soll vorerst aus der Gemeindekasse bezahlt werden. Die Kosten der Gardinen zur Verdunkelung der Schulsäle in Hohe von 98 Mark soll die Gemeinde tragen. Aus Antrag des Bürgermeisters Schnabel wurde beschlossen, den Lichtbildapparat gegen ein gewisses Entgelt auch an die örtlichen Vereine zu verleihen, wenn diese damit einverstanden sind, daß einer von den Lehrern bei den Vorführungen die Aufsicht über den Apparat übernimmt. Von der geplanten Instandsetzung der Schule und Lehrerwohnungen in der Schulstraßesollzunächst Abstand genommen werden, da nach der Fertigstellung der neuen Schule in diesem Frühjahr die alte Schule mit den Lehrerwohnungen umgebaut werden soll. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 246. Don 21. Eedlacek. 8 6 7 5 4 3 2 -?//- L h 8 7 6 5 4 3 2 Schwarz, b c d e f l B ZZ/ ! Weitz. Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Weitz: 4 Steine. Ke8; Dd5; 318; Bf6. Schwarz: 4 Steine. Kh8; Lh6; Sd2; Bg7. Endspiel Nr. 82. Lehrreiche Partiestellung. Schwarz: Dvgoljubow. 8 6 7 5 4 3 2 1 a h 8 7 6 5 4 3 2 f2. B UM Weitz: Aljechin. Weih: 8 Steine. Kgl; Ta7, d5; Lb2; Bd6, g h a b b c d e f g MM ........ V7/Z7Z///Z. g3, h2. Schwarz: 8 Steine. Kh7; Td3, g6; Sd7; Bb6, e4, g7, h6. Die vorstehende interessante und schwierige Stellung ereignete sich in der letzten Partie des Weltmeisterkampfes zu Wiesbaden. Aljechin am Zuge beging einen Fehler, der leicht für ihn hätte verhängnisvoll werden können. 44. Lb2—d4 (übereilt, einfach 44. Tf5 usw. mit sicherem Remis- schluß) 44..... Sd7—f6 45. Ld4xf6 (erzwungen, denn nach 45. d7?, würde Weiß nach 45. .., Sxd5! 46. d8D, Tdl 4- 47. Kg2 durch 47.....Sf4 matt- gefeit werden); 45. .... Td3xd5 46. Lf6—e7, Tg6Xd6 (hier gab Vogoljubow an, daß er durch 46. .... e3 gewinnen konnte: z.B. 1. 46.....e3 47. Ta4, Kg8 und goto; oder 2. 46..... e3 47. fxe, Td2 48. Kfl (wenn 48. cl77, so Tc6l) Te6 49. Kel, Txh2 und Schwarz gewinnt. Maroczy erklärt jedoch diese Ausführungen als nicht stichhaltig und gibt den 49. Zug Kel als eigentlichen Fehler an, wohingegen sich Weiß jetzt durch 49. d7! sicher stellt, da nun 49..... Tc6 nicht mehr ausreicht, wegen 50. Kel, Txh2. 51. Kd 11 und Weitz steht überlegen.) 47. Le7xd6, Td5xd6.‘ 48. Ta7-e7, Tdö-d4. 49. Kgl-fl, Td4-b4. 50 Te7-e6, Kh7-g8. 51.Kfl-e2, Kg8-f7. 52. leb-cd, 116 —h5. 53. 112-114, Kf7-e7. 54. Ke2-e3, b6-b5- 55. Tc6-b6, Ke7-f7. Die Partie wurde hier Remis gegeben. Lösung des Problems Nr. 242. Don T. Taverner. 1.TH2-H1! usw. Aus der Schachwelt. Das Meisterturnier des „Berliner Schach- Heim e.B“, das diesen Monat im Mokka Efti zur Austragung gelangte, ergab folgenden Schlußstand: Den 1. Preis von 500 Mk. gewann mit 6V2 Punkten B. Koch, den 2. Preis von 300 Mark mit 6 Punkten Shories, den 3. bis 5. Preis teilen mit je 5 Punkten Johner, Mieses und Schlage. Es folgen: Helling und Schweinburg je 4V2, Rotenstein 3'/». Elstner 3 und Enoch 2 Punkte. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Entgleisung. Wendedich mutz im Verein „ilnenttoegt“ die Festrede auf den Ehrenvorsitzenden, Kommerzienrat Kimmending, halten. „Meine Damen und Herren," beginnt er, „ein treues ehrliches Herz kann ebensogut in ein Paar groben Arbeitshosen schlagen, wie unter einem glattgestrichenen Zylinderhut." Die Zuhörer applaudierten heftig. (Lust. Bl.) Die rachsüchtige Mary. Marh ist bei Mrs. Ward in Stellung und wird gegen ihren Wunsch entlassen. Rachegeladen geht sie zu Mrs. Wards Busenfreundin, Mrs. Pitman, und bietet sich als Kammerjungfer an. Mrs. Pitman ist neugierig und fragt: „Sie haben Mrs. Ward als Kammerjungfer von Kopf bis Fuß bedient; weshalb mußten Sie gehen?" Die rachsüchtige Mary sagt: „Ich kann nicht rasieren 1" (Schluß des redaktionellen Teils.) Die pharm. Fabrik „Penaten" Dr. Max Riese & Co., Rhöndors a. Rh. begeht in diesem Monat das Fest ihres 25jährigen Destehens. Die von genannter Firma hergestellten Spezial-Präparate penaten-Creme und penaten-puber erfreuen sich als hochwertige Hautpflegemittel einer allgemeinen Beliebtheit, so daß sich der Betrieb der Firma „Penaten" im Lause der Jahre ständig weiter ausdehnen konnte. 320L Von mehr als IdJJOO Ärzten begutachtet und empfohlen. Glas mit SO Tabletten Mk. 1.75 / Zum Schutz vor Zlnstechung und bei Erkältungsgefahr* Im ersten Jahrzehnt nur W 29/30 NIVEA KINDERSEIFE Sie ist nach ärztlicher Vorschrift besonders für die empfindliche Haut des Kindes hergestellt. Ihr seidenweichei Schaum dringt schonend in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde Hautatmung. Preis 20 Pfa■ mW Gegen spröde Haut schützt Sie beim Wintersport, überhaupt Immer, wenn Sie sich bei Kälte Wind und Wetter im Freien aufhalten NIVEA* CREME Nivea-Creme enthält als einzige Hautcreme das dem Hautfett verwandte Eucerit, und darauf beruht ihre Wirkung. Sie dringt, ohne einen Glanz zu hinterlassen, vollständig in die Haut ein und macht die Gewebe der Haut geschmeidig und widerstandsfähig, sie nährt und kräftigt die Habt Dosen tu RM. 0.20 - 1.20 / Tuben zu RH. 0.60 u. 1.00 Vergebung von Sauarbeiten. 2luf Grund der Reichsverdingungsord- nung sollen die äußeren Verputzarbeiten [iLr den Erweiterungsbau der üochküche her Medizinischen Klinik in Gießen im öffentlichen Wettbewerb vergehen werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf nniserem Zweigbureau in der Hautklinik, 3 ockelgeschoß, Zimmer 38, zur Einsicht os'Ien. Angebotsvordrucke werden, solange her Vorrat reicht, dort abgegeben. Ungebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei, di s 3um Eröffnungstermin, Samstag, dem IS. Januar 1930, vormittags 11 Uhr, bei oorbeschriebener Zweigstelle einzureichen. Zuschlagsfrist vier Wochen. 326D Äießen den 9. Januar 1930. Hessisches Hochbauamt Gießen. ______I. V.: Kuhlmann._______ Nutzholzversteigerung. Die Gemeinde Frankenbach verkauft am Niltwoch, dem 15. Januar, folgende Mengen Holz im Distrikt Steinen: 294D 1. 543 Fichtenstämme Klasse la bis 2b mit 125,44 fm. 2. 625 Stangen 1. Kl. 3. 547 Stangen 2. Kl. 4. 277 Stangen 3. Kl. 5. 14 rm Kiefern-Nutzscheit, 2 m lang. Beginn der Versteigerung 10 Uhr vor- millags. Bei günstigem Wetter findet die Versteigerung im Walde statt, und findet tie Zusammenkunft der Kaufliebhaber morgens 9 Uhr beim Gemeindehaus tzronkenbach statt. Der Bürgermeister: Wock. 295D 313V Holzversteigerung. sMWWlWW e Fürst Solms-Lich'sche Dberförfterei | 44UIV IIIU UVUVUHUl Buche 359 rm, Eiche 47 rm Die per per per 172 403 83 35 138 49 5,08 3,02 5,80 Stückrath & Beider €>. m. b. H.. ÄlbellraÄipert, Wellt oritr. 4H, TeL 851k Nutzscheit: Buche gespalten: 7 rm. 2. Brennholz. zur Mitnahme von Gütern 13. d. M. von Gießen nach Nrank- furt a. M.-Offenbach a. M. 16. d. M. von Mainz-Frankfurt a. M. nach Gienen 3211) 22. d. M. von Gießen nach Frankfurt a M.—Darmstadt bietet an Scheit: Knüppel Reisig: Stöcke: rnenkunft 11 Uhr am pflanjgarten, Distrikt Windelbach. 325D Die Zusammenkunft ist vormittags 9.30 Uhr im Forstort Hainstrauch. Eichenstämme können bei Bedarf nach mehr aus- geboten werden. Treis a. d. Lumda, den 7. Januar 1930. Hess. Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda. Michel. Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung sti'rein and xdswert ute Erihl'sche Uaiv.-Dreekmi. 8, Laxei Versteigerung: 1. Nutzholz. {Sie Hub- und frenMoetflelstmno ' vom 7. Januar in Langd ist genehmigt, mit Ausnahme des Eichenstammholzes sämtlicher Klassen und Fichte der Klassen la und 2b. Ueberweisungs- und erster Abfuhrtag ist Donnerstag, der 16. 3a- nuar. 324D Hessisches Forstamt Eichelsdorf. Hohensolms versteigert am Dienstag, dem 14. Januar, an Ort und Stelle aus dem Distrikt UNndelbach Rollen (2 m lang): Eichen 11 rm, Hainbuchen 1 rm; Reisslängen 6. Kl.: Fichten 400 St.; Scheit» und Prügelholz rm: Buchen 237, Eichen- und Weichholz 36, Nadelholz 3; Reisholz Wei- len: Buchen und Eichen 11600. Zusam- Stämme: Eiche 4. Kl., A, 2 Stück, 1,88 hn „ 4. „ N, 6 Buche 3. „ N. 4 „ 4. „ N, 6 Jhidt in Jletateftreisen ist es bekannt, daß es sich bei der Wirkung des Kaffees um eine Komplexwirkung seiner Bestandteile handelt, diebei Kaffee-Empfindlichen evtl. Begleiterscheinungen hervorruft. Durch Abbau der Kaffeegerbsäure ist in meinem Idee- Kaffee diese Komplexwirkung aufgehoben. Er ist veredelt und daher leichtbekömmlich. Das große Paket von 200 g kostet nur Mk. 1.50 J. J. dar hören, KamfrurS 15 Ueberall käuflich Holzversteigerung. Aus den Waldungen der Gemeinde Treis a. d. Lumda kommt am Montag, dem 13. Januar I.3., nachstehendes Holz aus den Forstorten Hainstrauch, Aspenstrauch, Abteilung 1, 2 und 3, an Ort und Stelle zur Suche für meinen Sohn mit Obersekundareife, forlbtidungsschulfrel, zum 1. April eine Mrcfiellt in grünerem Geschäfts- ob. Fabrik- Kontor «Bankgeschäft nicht ausgeschlossen'. Schrift!. Angebote unter 0208 an den Gienener Anz. erdeien. Die Verlegung meines Geschäfts* lokales nach Liebigstrafce 66, Ecke Ebelstrabe, ist beendet Die Eröflnung meines neuen Ladens der allen Erfordernissen der Zeit entspricht erfolgt Samstag, 11. Januar 1930 Mehr noch wie bisher werde ich in der Lage sein, jeden Bedarf in Kolonial waren. Delikatessen, Weinen und Spirituosen auf das Vollkommenste zu befriedigen und meiner Kundschaft durch persönliche Beratung beim Einkauf Vorteile zu bieten. Besonders mache ich auf meine neue Abteilung für Zigarren, Zigaretten und Tabake aufmerksam 315D HeinrithKalbfleiscli.Lielitgstr.66 Elegante Abendschuhe? SCHUHHAUS 332A Nur im . Autotransporte Stadt- u. 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