Nr. 255 Erstes Blati 180. Jahrgang Mittwoch, 8. Oktober 1950 Lrlchein« löglich,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen vte Illustrtertr Etetzener FamilienblLtter Heimat >m Bild Die Scholle Monats Bezugspreis. 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn. auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanfchlüste snter5ammelnummer2251 Anschrift für Drahtnach» richten »njelger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzemrAn;eiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Universilälr-Vuch- und Stetnörudcrd K Lange in Gießen. Zchriftlettung und Geschästzstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mtn Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Retchspfennig, Platzvorschrift 20" . mehr. Thefredakteur. Dr. Friede. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Bruch in derGlaalsparlei - Austritt derLungdeutschen Das Ende. Don unterer Berliner Redaktion. Es ist wohl in der parlamentarischen Geschichte kaum vorgekommen, daß eine Partei wenige Wochen nach ihrer Gründung bereits wieder auSeinandergesprengt wurde. Die Staatspartei war eine Ehe zwischen den Jungdeutschen und den Demokraten, vielleicht eine Vernunft- e h e, in die sich die Demokratische Partei hin- erndrängte, weil sie bei den Reuwahlen zu verschwinden drohte, von der aus der anderen Seite die Jungdeutschen einen starken Auftrieb ihrer politischen Aktion erwarteten Beide Teile Arthur Mahraun. haben sich bitter getäuscht, so haben die Flitterwochen nicht allzu lange gedauert. Lin- mittelbar nach den Wahlen, als sich herausstellte, daß die neue Partei nicht den Mandatsbestand der Demokraten zu retten vermocht hatte, kamen aus der allgemeinen Enttäuschung heraus die gegenseitigen Dorwürfe, die von Tag zu Tag an Schärfe zunahmen und ihren ersten sichtbaren Ausdruck darin sanden, daß die Demokratische Fraktion des Preußischen Landtags es ablehnte, sich als Fraktion der Staatsportei umzuorganisieren. Hinter den Kulissen ist dann fleißig weiter verhandelt worden, um noch einen Bruch zu verhindern. Aber die Gegensätze waren schon zu groß geworden. 3n der letzten Sitzung des „Haupfakfionsaus- fchusses" am Dienstag ist der offizielle Bruch erfolgt. And zwar von feiten des Jungdeutschen Ordens, der nur bleiben wollte, wenn aus der Parteileitung der preußische Finanz- Minister Höpker-Aschoss und der bisherige Vor- sihende der demokratischen Reichstagsfraktion Dr. Meyer zurückträten, weil beide eine ausgesprochene Linkspolitik verfochten, während die Jungdeutschen eine Partei der „aktiven sozialen amb nationalen Mitte" sein wollten. Als dieser Antrag abgelehnt war, trat Herr Mahraun offiziell aus der Staatspartei aus, mit ihm die übrigen Mitglieder des Aktionsausschusses und auch die sechs Abgeordneten, die der Jungdeutsche Orden unter dem Firmenschild der Staatspartei durchzubringen vermochte. Es werden noch Bemühungen unternommen, um wenigstens die Fraktionsgemeinschaft zu halten, aber zu retten ist wohl nichts mehr. Eine bittere Erkenntnis für alle die, die um dieser Staatspartei willen andere Pläne zum Zusammenschluß der bürgerlichen Mitte zerschlagen halfen. Durch die übereilte Gründung der Staatspartei wurde vor den Wahlen der Versuch der Sammlung auf breiter Grundlage sabotiert. Jetzt zeigt sich, w i e übereilt die Gründung vorgenommen ist. Die Gr Inder müssen jetzt öffentlich zugeben, daß sie über die einfachsten Punkte des Parteiprogramms verschiedener Meinung gewesen sind. Rur eine weitere Schwächung der bürgerlichen Mitte, die gerade in diesem Augenblick stärkster Kraftanspannung politisch von häßlichen Folgen sein kann. Im Haupiakiionsausschuß. Keine Verständigung zwischen Volksnationalen und Demokraten. Berlin, 7.Okt. (TU.) Der Hauptaktions- ausschuß der Deutschen Staaispartei trat am Dienstags,m Haus der Presse zusammen, um über die zukünftige Organisation der Staatspartei zu beraten und die Meinungsverschiedenheiten zu klären, die sich über einige Fragen in der Partei ergeben haben lieber die Sitzung, die U Stunden dauerte, wurde folgendes gemeinsame Communiqus ausgegeben: „3n der Sitzung des hauptaktivnsausschuffes bet Deutschen Staaispartei am Dienstag wurde der Antrag, angesichts der hervvrgetretenen Schwierigkeiten bet Zusammenarbeit die verschiedenen politischen Gruppen in ihrer organisatorischen Selb st an- b i g f e i t zunächst innerhalb der Deutschen Staatspartei unberührt zu lassen, a b gelehnt. Des weiteren wurde der Antrag, d i e Führung der Partei durch Ausschaltung bestimmter Personen zu ändern, abgelehnt. hiernach erklärten Arthur Mahraun und die Mitglieder der volksnationalen Reichsvereinigung im Hauptaktionsausschuß ihren Austritt aus der Deutschen Staaispartei, mit der Begründung, daß weltanschauliche Gegensätze ihnen das weitere verbleiben in der Deutschen Staatspartei unmöglich machten." Der Antrag auf Aenderung der Führung der Partei, von dem in dem CommuniquL gesprochen wird, war von dem jungdeutschen Ordenskanzler Bornemann gestellt worden. Er lautete: „von feiten des Herrn Ministers höpker- Aschoff ist mehrfach erklärt worden, daß et an der Staatspartei niemals mitgearbeitet hätte, wenn er gewußt hätte, daß Christ lich-Sa- z i a l e daran beteiligt seien. Herr Staatssekretär Meyer hat erst heute noch erklärt, daß auch er sich nur unter der Bedingung an der Deutschen Staatspartei beteiligte, daß sie eine Linkspartei, d. h. eine Partei der linken Mille sein solle. Damit ist ein weltanschaulicher Gegensatz gegeben, denn die Gründer haben die Deutsche Staatspartei als eine Partei der aktiven sozialen und nationalen Mitte gewollt. Line Möglichkeit weiterer vertrauensvoller Zusammenarbeit sehen wir nur in dem Rücktritt der Exponenten dieser Ansicht von der Führung der Fraktion." Bon den Antragstellern wurde betont, daß sie mit den Worten „christlich-sozial" in ihrem Anträge nicht die Reichstagsgruppe des Christlich- Sozialen Volksdienstes meinten, sondern die Kräfte, die um die Abgeordneten Baltrusch und Adolph aus den früheren deutschnationalen Kreisen zur Staatsprotei gekommen sind Baltrusch ist in der Leitung der christlich-nationalen Gewerkschaften, Adolph in der Leitung des Deutschen Beamtenbundes. Oie Fungdentschen über die Grunde ihres Austritts. Mahraun und Bornemann geben der Presse Erklärungen B e r 11 n, 7. Oft. (251.) Die Führer der Dolks- natlonalen Reichsvereinigung entwickelten am Dienstagnachmittag in einer Pressebesprechung d 1 e Gründe, die zum Ausscheiden der Dolks- nationalen Reichsvereinigung aus der Deutschen Staatspartei geführt haben. Mahraun erklärte, er und seine Freunde hätten bei der Gründung der Staatspartei das Ziel verfolgt, dem negativen Radikalismus der Rationalsozia- listen eine Front der staatsbejahenden positiven Kräfte entgegenzuschen und in dieser Front alle zu sammeln, die zwischen Marxismus und negativem Rechts- radikalismus stünden. Die bisherigen Erfahrungen mit der Staatspartei hätten gezeigt, daß mit ihr in ihrer jetzigen Zusammensetzung dieses Ziel nicht zu erreichen fei. Die Trennung habe wegen weltanschaulicher und organisatorischer Gegensätze erfolgen müssen. Dabei hätten aber keineswegs so kindliche Begriffe wie Antisemitismus oder Antikapitalismus eine Rolle gespielt. — Der Abgeordnete Borncmann ergänzte diese Ausfüh- rungen und erklärte, daß in der nächsten Zeit etwa 10 000 Versammlungen in Deutschland stattfinden würden, um den Gedanken der Dolksnationalen zu verbreiten. Bornemann teilte noch mit, daß die R e i ch s t a g s s r o k t i o n der Deutschen Staatspartei am Montag eine Sitzung abhalten wolle, in der die Frage ihrer zukünftigen Zusammensetzung geklärt werden soll. Don der Reichstagsfraktion der Staatspartei gehören der Dolksnationalen Reichsvercinigung die Abgeordneten Abel, Adolph, Dornemann. Baltrusch. Hesse und Dr. Prütz an. Was sagen die Demokraten? vine Erklärung Höpker-Aschoifs. Berlin, 7. Ott. (TU.) Auch die Demokratische Partei veranstaltete am Dienstagnachmittag eine Pressebesprechung, in der Minister Dr. Höpker-Aschoff u. a. erklärte, es habe sich bei den Dolksnationalen von vornherein das Bestreben gezeigt, diedemokra tisch e R i ch - t u n g innerhalb der Staatspartei zurückzu- d rängen. 51m die entstandenen Unstimmig- leiten zu beseitigen, habe er den Dolksnationalen in der letzten Woche einige Richtlinien vor- geleget. Rach diesen Richtlinien sollte zur Führung der Staatspartei der vom Parteitag zu wählende D o r st a n d berufen sein. Ferner sollten die Angriffe auf die demokratische Gruppe aufhören uni) es sollte die Organisation im Lande geregelt werden. Den weiteren Dorschlag. im Interesse einer ersprießlichen Zusammenarbeit bis zur Sitzung des Haupt- akllionscrusschusses den Streit ruhen zu lassen, habe Herr Mahraun ab gelehnt. Er habe vielmehr bereits am 3. Oktober ein Rundschreiben an seine Organisationen hinausgehen lassen, in dem die Staatspartei als ein Zweckverband bezeichnet und feftgeftellt werde, daß die Volksnationale Reichs- Vereinigung als selbständige Organisation aufrecht erhalten werden solle. Die Dolksnationale Reichsvereinigung werde künftig nur Mitglieder für sich selbst werben, nicht aber für die Staatspartei. Höpker-Aschoff betonte, daß mit diesem Schreiben Mahrauns eigentlich schon der Bruch und der Austritt der Dolksnationalen aus der Staatspartei gegeben gewesen seien. Der endgültige Bruch sei dann am Dienstagvormittag erfolgt, als nach einer Beratungspause die Dolksnationalen mit der ultimativen Forderung des Ausscheidens von Dr. Höpker- Aschoff und Meyer aus dem Dor- stand der Staatspartei gekommen seien. Tatsächlich seien es persönliche Meinungsverschiedenheiten und das Ringen der Dolksnatio- nakn um die Macht gewesen. Heber die zukünftige Entwicklung wurde erklärt, daß man heute noch keine Entscheidung darüber treffen könne, ob die Deutsche Staatspartei aufrechterhalten werde oder ob man sich auf die Demokratische Partei zurückziehen wolle. Koch-Weser legi den Vorsitz der Demokratischen Partei nieder. Berlin, 7. Ott. (TU.) Reichsrninister a. D. Koch-Weser hat den Dorsitz der Deutschen Demokratischen Partei nieberge l e g t unb veröffentlicht folgcnbe Erklärung: „Rachdem bie Dolksnationalen zu meiner tiefen Enttäuschung den Austritt aus der Staatspartei vollzogen haben, lege ich mein Amt als Vorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei nieder. An dem Ziel einer Sammlung der Kräfte der Mitte, die auf dem Boden des heutigen Staates und der heutigen Wirtschaftsordnung stehen, und die bereit sind, sie | nach rechts ebenso wie nach links zu verteidigen, halte ich fest. Die Zeit für eine solche Entwicklung ist reif, ja überreif. Möchten die Menschen dazu I reif werden, ehe es zu spät ist." Die Meinung der presse. Berlin, 7. Ott. (TU.) Zur Spaltung der Staatspartei bemerkt das „Berliner Tageblatt": Die Scheidung zwischen den Romantikern und den Liberalen wird niemand überraschen, der die immer erstaunlicher werdenden Dorgänge in dieser Partei verfolgt hat. Roch mehr' Sie mußte von denen schon seit längerer Zeit, eigentlich schon seit der Geburtsstunde der Staatspartei, erwartet werden, die gleich uns die Gegensätze nicht nur der Forderungen, sondern schon der Formulierungen und der ganzen Vorstellungswelt durchschaut hatten, die hier zu einer rein äußerlichen Verbindung gelangt waren. Man wird nur der Hoffnung Ausdruck geben können, daß die Staatspartei nach diesen äußerst trüben Erfahrungen wenigstens jetzt den Beruf erkennen möge, eine Vertretung des fortschrittlichen Bürgertums zu sein, an der es ohnehin nachgerade mangelt. — Die „Vossische Zeitung" schreibt unter der Ueberschrift „Und doch Zusammenschluß": Es liegt kein Grund vor, an dem guten Willen der Ordensmänner zu zweifeln, der Idee der Zusammenfassung zu dienen. Sie haben aber offenbar bie Widerstände im eigenen Lager unterschätzt. Der Auszug aus der Staatspartei bedeutet einen Rückzug der Führer vor der Gefolgschaft. Der Jungdeutsche Orden, dessen Einsatz Mahraun mit der Rot des Vaterlandes begründet hatte, hat die Probe dieses Einsatzes nicht bestanden. Die Deutsche Staatspartei hat zwanzig Mandate erzielt. Wäre der Erfolg größer gewesen, vielleicht hätten sich die Gegensätze, die im Feuer des Wahlkampfes zu schmelzen schienen, allmählich überbrüden lassen. — Der „Börsen- Courier“ (dem.) bezeichnet die Grundlagen der Staatspartei als zerstört. Die Sammlung müsse aber jetzt erst recht auf anderer Grundlage mit ganz anderer Beherztheit begonnen werden. Das fortschrittliche Bürgertum werde aus seinen Fehlern lernen. Die „Germania" (Z.) sieht in dem Zerbrechen dieser politischen Bewegung, die eine Sammlung des Bürgertums fein sollte, zwar innere zwingende Gründe, jedoch fei es nicht ohne eigene Schuld der Beteiligten geschehen. — Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" (Dolksp.) hält es für notwendig, daß man versuchen solle, eine noch we i t e r a e he n de Schwächung der Mitte zu verhindern. — Die „B ö r s e n - Z e i t u n g" (Kons.) nennt das Ausscheiden der Jungdeutschen einen Fehlschlag Mahraunscher Politik, der nicht der erste ist, aber der handgreiflichste. Die hündische Bewegung solle die deutsche Jugend erziehen, ihre Führer sollten die Finger von der Parteipolitik lassen. Auch die „Deutsche Tageszeitung" unterstreicht das Interesse der nationalen Erziehung der Jugend und begrüßt die Befreiung des I u n g d o von der Umklammerung der Glcmente, die für ihn auf die Dauer nach der weltanschaulichen wie nach der nationalen Seite hin den Ruin hätte bedeuten müssen. Die Opfer der Lufischiffkaiastrophe werden nach England übergeführt. Die Trauerseier in Beauvais. Paris, 7. Okt. (TU.) In Beauvais fand am Dienstag bie feierliche Ueberführung der 47 Todesopfer der Luftschiffkatastrophe nach. Boulogne für Mer statt. Schon in den frühen Morgenstunden hatten die Bewohner der Stadt vor dem Rathaus Aufstellung genommen, wo die 47 Särge seit Montag abend im großen Saal aufgebahrt waren. Kurz nach 11 Uhr erschien Ministerpräsident T a r - d i e u in Begleitung des französischen Luftfahrtministers unb je eines Vertreters des französischen Kriegs- unb Marineministeriums. Sämtliche Gebäude der Stadt hatten halbmast geflaggt. Zwei französische Flugzeuggeschwader aus Le Bour-' get zogen ihre Kreise über der Stadt, um den Toten die letzte Ehrung zu erweisen Truppen bildeten bis zum Bahnhof Spalier, als kurz nach zwölf Uhr der lange Trauerzug das Rathaus verließ. Militärmusikkapellen spielten den Trauermarsch von Chopin. Hinter den Särgen schritten die drei weniger verletzten Mitglieder der Besatzung, die die sterblichen Ueberrefte ihrer Kameraden nach England begleiten. Dann folgten die französischen und englischen Behörden und schließlich der unübersehbare Zug der Bevölkerung, lieber eine Stunde zog sich der Trauerzug durch die Stadt, gegen 14 Uhr fand die Ueberführung der Särge in den Sonderzug am Bahnhof stall. Oie Ueberführung nach London. Im Sturm über den Kanal London, 8. Oft. (WTB. Funkspruch.) Die Ueberführung der 47 Opfer von „R. 101" vollzog sich nicht ohne Hindernis. Einer der beiden ausgesandten Zerstörer beschädigte im Husen von Boulogne eine seiner Schrauben und mußte die Särge aus sein Schwesterschiff „Tem- p e st" überführen, das dann den Hafen ohne Begleitung verlieh und durch Rächt unb Sturm nach Dover dampfte. Die Trauerzeremonie im Hafen von Dover war einfach und würdig. Der Bürgermeister, der Sohn des Premierministers Macdonald als Dertreter seines Vaters, Soldaten, Seeleute und Flieger huldigten den Toten, während die blumengeschmückten Särge vermittels eines Kranes geländet und durch Fliegersoldaten in den bereifstehenden Sonderzug getragen wurden. Dann ertönte ein Trompetcnsignal. Die Ehrenwache präsentierte das Gewehr, und der Zug rollte langsam davon. Auf der Endstation " in London hatten sich schon zwei Stunden vor Eintreffen des Zuges eine nach Tausenden zählende Menschenmenge angesammelt, die trotz des einsetzenden Regens immer mehr anschwoll. Auf dem Bahnsteig stand eine Ehrenwache der Fliegertrup- p e n. Unter den zahlreichen offiziellen Persönlichkeiten waren viele Offiziere und Beamte, auch der Premiermini st er war mit seiner Tochter erschienen. Um 1.25 Uhr fuhr der Zug langsam in die große Halle ein. Rur der erste Wagen, in dem sich drei Ueberlebende der Katastrophe befanden, war erleuchtet. Während die Wache ihre Ehrenbezeugung leistete, wurden die 47 mit der Rationalflagge bedeckten Särge auf 25 Motortendern niedergeseht. Dann bewegte sich der lange Zug zum Bahnhof hinaus, durch die spalierbildende Menschenmenge nach der in eine Leichenhalle verwandelten Kapelle, wo sie vorläufig aufgebahrt wurden, um bann später in die vom König zur Verfügung gestellte Westminster h a 11 c übergeführt zu werben. Oie Lintersuchung. Noch keine einheitliche Auffassung über die Ursachen der Katastrophe Paris, 7.Okt. (TU.) Die Untersuchungen des Gemischten englisch-französischen Ausschusses am Montag haben wesentlich zur Klärung der furchtbaren Katastrophe des englischen 2uft» schiffes „R. 101“ beigetragen. Ingenieur Leech hat zunächst seine früheren Erklärungen toieberholt unb besonders unterstrichen, daß nach seiner Auffassung bereits ein Teil der Steuerung Schaden erlitten habe, bevor das Schiff gegen die Böschung gestoßen sei. Er betonte, daß vielleicht ein Teil dieser Steuerung bie Hülle durchschlagen habe unb daß bann die ausströmenden Gase durch die durch die ektrische Uebertragung der Steuerung ent*" Staaten Rio Grande do Sul und Ulinas die hauptlebensmittellieferanten von Rio n^iro, von den Aufständischen kontrolliert R e v o - Da die Geraes, de Ja- Einzelhandel und Regierungsprogramm Geras warfen Regierungsflugzeuge Bomben auf die Aufständischen. Die Aufständischen glauben zuversichtlich an einen Sieg. 80 000 Mann In- fanlerie. Kavallerie und Artillerie aus den Staaten Rio Grande do Sul, Santa Caterina und Parana sollen sich aus dem Marsche nach Rio de Janeiro befinden. Da die Lebensmittelknappheit in Rio de Janeiro sich bereits empfindlich bemerkbar macht, hat sich die Regierung veranlaßt gesehen, die gesamten Vorräte zu beschlagnahmen und den verkauf selbst in die Hand zu nehmen. Diese Maßnahme erwies sich als um so notwendiger, als die Spekulanten die Lage aus- zunuhen drohten. Die Regierung hat eigene Verkaufs st eilen bereits eingerichtet. 1500 Millionen Dollars zu steigern. In derselben Zeit haben die amerikanischen Kapitalisten ihre brasilianischen Anlagen von 50 Millionen Dollars auf eine halbe Milliarde Dollars erhöht. Das Vordringen des amerikanischen Kapitalisten ist also gewaltig, aber vorläufig haben die lgankees doch er st ein Drittel der Werte in der Hand, über die die Engländer noch immer verfügen. Die Amerikaner kontrollieren den Bergbau: aber in die Herrschaft über die chemische Industrie müssen sie sich schon Links oben: Blick auf die „Kaffeestadt" Sao Paulo. — Links unten: Das Bundesparlamentsgebäude in wo bt Janeiro. — Rechts: Dr. P r e st e s, der neugewählte Präsident Brasiliens, gegen den sich der Aufstand richtet. zur Regierung hielten. Dieser Optimismus der amtlichen kreise in Rio de Janeiro steht aber im Gegensatz zu anderen Berichten. Insbesondere soll der Staat pernambuco zu den lutionären übergegangen sein. . werden, verspricht die Lage für die Hauptstadt bedrohlich zu werden. 3m Staate Bahia sollen verlustreiche kämpfe zwischen den Aufständischen und Regie- rungstruppen stattgefunden haben. Die Zahl der Toten und Verwundeten soll hoch sein. In Arenias langte. Die Hoffnung des (5>eneral8, daß ihn die Kommunisten daraufhin unterstützen würden, erfüllten sich nicht, und er wurde nun sowohl von Kommunisten wie von Liberalen angegriffen. Darauf folgte ein zweites Manifest, das den General noch stärker als vorher an die Seite der Kommunisten führte, und es wurde eine Liga revolutionärer Aktivisten gegründet. Die Parteikämpfe in Brasilien hätten nicht unbedingt zum Bürgerkrieg führen müssen, wenn die wirtschaftliche Lage besser geblieben wäre. Aber der Arbeiter verdient heute kaum vier Mark täglich, und es ist in Rio de Ianeiro nicht möglich, ein Zimmer für weniger als 50 Mark im Monat zu mieten. Dabei werden die Arbeiter, die wenigstens diese vier Mark verdienen, beneidet von dem Heer der Erwerbslosen, das es auch in Brasilien gibt. Der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes ist . -5r5 assee-Erzeugung, und man weih, wir rrrtisch es seit langer Zeit auf dem Kaffeemarkt ausfieht In einer solchen Lage ein Zusam- menschluh weiter kleinbürgerlicher und proletarischer Kreise unter einem halbtommunistischen Ge- netal — das konnten weder die ausländischen Kapitalisten noch die einheimischen Bürger ruhig mit ansehen I Unb in diesen Vorgängen muh man die Wurzel der brasilianischen Revolution sehen, die durch die erregte ötftrrmung in ganz Südamerika genährt worden ist. Rationale ur> ökonomische Ursachen vermischen sich. Aber d e Kräfte sind so zersplittert und die Lösung d t Probleme ist so schwierig, dah man wohl den Ausgangspunkt der Ereignisse finden, ihren Abschluß jedoch nicht Vorhersagen kann. Ungeklärte Lage. Widersprechende Kampfberichte. Reuyork. 7. Oft (1DIB.) wie „Associated Preß" aus Montevideo meldet, planen die Führer der Aufständischen in Brasilien, die Armeen des Staates Rio Grande do Sul zu teilen. Ein Teil soll gegen Sao Paulo entsandt wer- den, ein zweiter gegen Rio de Janeiro, während der erste Teil Sao Paulo angreift, soll der andere, falls dies notwendig ist, Verstärkungen aus anderen Staaten abwarlen, ehe er zum Angriff auf Rio de Janeiro schreitet. Radiotelegramme von der Front kündigen die Ankunft der Auf. ständischen an der Grenze des Staates Sao Paulo an. Aus Rivera eingetroffene Meldungen behaupten, daß,ein Bataillon des 16. Infanterieregiments in Sao Paulo rebelliert habe. Aus Rio Branco wird gemeldet, dah sich die ganze Garnison der Stadt Jaguaro den Aufslän- dischen angeschloffen habe. Die brasilianische Regierung teilte mit, dah die Revolution in den Staaten para und Parana ohne Blulvergiehen unterdrückt werde. Lin Teil der Marine sei nach den Südhäfen, ein anderer nach pernambuco in Sec gegangen. Ls fei gewih, dah bie ganze Flotte die Regierung unter ft u (je und dah Zehntausende der im Gebiet von Rio de Janeiro befindlichen Truppen treu mit den Engländern teilen, und in der Eisen- und Stahlproduktion sowie in den Textilkonzer- nen arbeitet ausschließlich englisches Kapital. Diese Wirtschaltsmacht der Engländer ist die Basis, auf der sich die politische Macht des Präsidenten Prestes erhebt. Der Partei des Iulio Prestes steht die Liberale Allianz gegenüber, der man nach- sagt, daß sie die Interessen der Rord- amerikaner vertritt. Ihr Führer ist Antonio Carlos, der bei den Wahlen mit Prestes in einen aussichtslosen Wettbewerb trat. Wie weit der Kampf zwischen den Parteigängern des englischen und des amerikanischen Kapitals gediehen ist, geht daraus hervor, daß man den Anhängern des Präsidenten Prestes sogar politische Morde vorwirft. Aber noch eine dritte Mach: kämpft um die Herrschaft in Brasilien. Die revolutionären Bewegungen in diesem Land haben ja niemals aufgehörl. Es gab Aufstände in den Iahren 1922 und 1923, und im Iahre 1924 mußten eine Anzahl Revolutionäre nach Argentinien flüchten. Das Oberhaupt dieser Aufrührer Oer neue Kurs in Braunschweig. . Braunschweig, 6. OH. (TU.) Die Land- lvgSsraktion der bürgerlichen Einheitsliste beabsichtigt die Einbringung eines Initiativgeseh- entwurses, der die Aufhebung des braun- fchweigifchen Ministerpensionsge- vorsieht. Die Minister in Braunschweig sollen in Zukunft keine Pension mej) t bekommen, sondern lediglich ein auf die Höchstdauer eines Iahres beschränktes Ueber- gangsaeld das ihnen die Rückkehr in ihren bürgerlichen Beruf erleichtern soll. Ser Sank des Reichspräsidenten. Berlin, 7.Oki. (1BIB.) Der Herr Heid^räH- ben« gibt bekannt: Auch in diesem Jahre sind mir ans allen Teilen des Reiches sowie von Deutschen aus dem Auslande zahllose Glückwünsche zu meinem Geburtslage zugegangen, die meinem alten Herzen aufrichtig wohlgelan haben. Da mir eine Linzelbeantwortung unmöglich ist, bitte ich alle, die meiner freundlich «edacht haben, auf diesem Wege meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen. Revolution im Kaffeeland. Der Bürgerkrieg in Brasilien. — England und die USA. im Kampf um die wirtschaftliche Macht. Julio P r e st e s, das neue Staasoberhaupt, hat fdinell Karriere gemacht. Er ist ein großgewachsener Mann, energisch, freundlich, ein Volksredner, der mit einem weichen Organ sein Portugiesisch scharf akzentuiert, eine Persönlichkeit, die Eindruck machen kann. Er gehört zur konservativen Partei und hat es mit erstaunlicher Geschicklichkeit in verhältnis- mäßig kurzer Zeit zuwege gebracht, Präsident des Bundes st aates Sao Paulo zu wer- J*n- D?rt schlug er im vergangenen Jahre Wirt- chaftskampfe der Arbeiter unbarmherzig nieder und perrte streikende Drucker in die Zuchthäuser Seine Wahl zum Präsidenten war darauf zurückzuführen, daß d i e e n g l i s ch e n Unternehmer in Bra- 1 diesen Mann verlassen konnten Das englische Kapital hatte vor dem Krieg in Brasilien fnapp 1200 Millionen Dollars angelegt, und es ist bts jetzt nicht gelungen, diese Summe bis auf Katholische Kirche und Nationalsozialismus. Eine Erklärung des Bischofs von Mainz. Berlin, 7. Ott. (TU.) Auf Anfrage eines hessischen nationalsozialistischen Blattes wurde vom Bischöflichen Ordinariat in Mainz bestätigt, daß der Bischof von Mainz über die Haltung der Katholiken gegenüber der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei folgende Anweisung an die Geistlichen seiner Diözese gegeben hat: 1. Jedem Katholiken ist es verboten, eingeschriebenes Mitglied der Hitlerpartei zu sein. 2. Jedem Mitglied der Hitlerpartei sei nicht gestattet, in korporativer Zusammensetzung an Beerdigungen oder sonstigen Veranstaltungen teilzunehmen. 3. Solange ein Katholik eingeschriebenes Mitglied der Hitler-Partei sei, solle er nicht zu den Sakramenten zugelassen werden. Es helßt weiter, daß es insbesondere der $ 24 des nationalsozialistischen Programms sei, den keiil Äa n Klauben in wichtigen Punkten zu verleugnen. Der tz 24 des nationalsozialistischen Programms besagt in seinem ersten Teil, dah die Rationalsozialisten die Freiheit aller reli- giosen Bekenntnisse im Staat fordern, soweit sie nicht dessen Bestand ge- Jap r den. Der Bischof fragt, welche religiösen -oekenntnisse den Staat gefährden könnten und verweist im Zusammenhang mit einer Erklärung des nationalsozialistischen Abgeordneten Feder darauf hin, daß hierbei auchdiekatholische Religion verstanden würde. Zu dem zweiten Leil des § 24 des nationalsozialistischen Programms, der die Freiheit aller religiösen Be- veiintnisse im Staat fordert, soweit sie nicht gegen das S i 11 l ichke i t s - und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen würden, entgegnet der Mainzer Bischof. Ls ist bezeichnend, daß weder die Umwälzungen in Bolivien, Peru, Chile und Ecuador noch sogar der Umschwung in Argentinien die Weltbörsen'in Aufregung versetzt hobem während diesmal b e i derRevolution in Brasilien auf der Londoner Börse alle südamerikanischen Wertpapiere beträchtlich gesunken, die Kaffeebörsen in der ganzen Welt in Schrecken geraten und die südamerikanischen Währungen beträchtlich entwertet worden sind. Man muß damit rechnen, daß der Bürgerkrieg in Brasi- Hen lange dauern wird — dieses Land bedeckt stehenden Funken zur Explosion gebracht worden seien. In Londoner Fachkreisen neigt man zu der Auffassung, daß durch den Umbau und die Verlängerung des Luftschiffes um 24 Fuß die gesamte Konstruktton des Schiffes geschwächt worden ist. Diese Ansicht war schon während des Baues von Kapitän Burney schriftlich und mündlich vertreten worden . In einem Buch ..Die Welt, die Luft und die Zukunft" hat er das Einknicken des „R. 38“ über dem Humber- fluh im Jahre 1921 und das Unglück dev „Shenandoah" näher untersucht und eingehend bei dem Bau des „R. 100“ auf einer hinreichenden Stabilität des Luftschiffes bestanden. Dieses Luftschiff hat sich bei dem Sturm in Kanada bewährt. Durch den Umbau war der „R101" in seiner Stabilität, Steuerfähigkeit und seiner Geschwindigkeit beeinträchttgt. Weiterhin wird die Möglichkeit erörtert, daß durch die Formveränderung des „R101" die Widerstandsfähigkeit gegen Ansammlung von Wasser und Feuchtigkeit an der Hülle gelitten hat. Die ursprüngliche Form gestattete leichten Abfluß des Reaenwassers. Man hatte auch beim Start beobachtet, daß das Schiff nur pr« n i g Auftrieb hatte. Während gewöhnlich ein Luft- schiff beim Loswersi-n vom Landungsmast etwa 60 Meter in die Hdl)e geht, erreichte der „R 101* knapp eine Höhe von 20 Meter. Die Belastung war anscheinend hoch und übertraf vielleicht die Leistungsfähigkeit des Schiffes. Sollte nach einem plötzlichen verttkalen Windwirbel der „R 101" nach unten gezoaen worden fein, so würden die genannten Umstände schon allein erklären, warum er nicht rechtzeitig genug wieder hoch kam und warum riiöglicherweise in diesen kritischen Augenblicken ein» oder mehrere Spanten durch stark« Beanspruchung Schaden erlitten haben könnten. Eine Störung am Hohen st euer konnte die Lage verschärft haben. Angesichts dieser Umstände findet die Theo- rie von der Erzeugung eines Brandes durch Kurz- | schloß hier wenig Glauben. Auch der Gedanke, daß Zigarrenreste das Schiff in Brand gefetzt haben könnten, wird als äußerst unwahrscheinlich eb- gelehnt. Ein Beileidstelegramm der NGOAp. München 7. OH. (Sil.) An da« englische Luftfahrtministerium ist von der RSDAP. daS folgende Telegramm abgegangen: Im Ramen der RSDAP. und ihre« Führers Adolf Hitler sowie des Rationalsv- zialistischen Luftfahrtverein« übermittele ich zu dem schweren Verluste unsere aufrichtige Anteilnahme. Gez. Hermann Göring, M. d. R., letzter Kommandeur de« IagdgeschwaderS Richthofen. Karte Brasiliens mit der Provinz Rio Grande do Sul, von der aus die revolutionären Umtriebe ihren Anfang nahmen. war der General Luis Carlos Prestes, der nicht mit dem Präsidenten Julio Prestes verwechselt werden darf. Dieser General ist aus der lieberalen Partei hervorgegangen und hat sich als Führer der bürgerlichen Revolution im Kleinbürgertum, in der kleinen Tauernschaft und bei großen Teilen des Prole- tariats viele Sympathien errungen. Seine Persönlichkeit ist geeignet, auf große Teile des brasilianischen Volkes Eindruck zu machen. Rachdem er im Iahre 1924 aus Brasilien geflohen war, leitete er von Argentinien aus die revolutionäre Bewegung und schuf sich eine illegale Organi- sation, die das ganze Land durchzieht. Im letzten Jahr hat nun der Ramensvetter des neuen Präsidenten eine heftige Schwenkung nach links vollzogen und versucht, sich mit den brasilianischen Kommunisten anzufreunden. Im Mai erschien ein Manifest des Generals, mit bem er für die Ziele der Weltliga gegen Imperialismus eintrat, sich gleichmäßig gegen das englische und amerikanische Kapital wandte, eine Regierung der Arbeiter und Bauern forderte und die Sozialisierung desTodens sowie t erllnter- nehmen im Besitz ausländischer Kapitalisten ver- Berlin, 7. Ott. (TU.) Der Sßerroaltungsaus- __ .. ausschuß der Hauvtgemeinschaft des Deutschen Ein- einc »lache, die nur um ein Viertel kleiner als zelhandels hat sich mit dem Regierungsprogramm Europa ist! Und man muß ferner im Auge behal- befaßt und einstimmig folgende Entschließung an- len, daß :i m H i n t e r g r u n d der streitenden bra- genommen: Die Hauptgemeinschaft des Deutschen stlianischen Parteien zwei Großmächte stehen, Einzelhandels verkennt nicht, daß das von der Oie heute überall in der Welt mißtrauisch darüber Reichsregierung vorgelegte Finanzprogramm nur machen, dah ihren Volkswirtschaften Absatzmärkte teilweise den aus der Wirtschaftskrise sich er- erhalten oder neue Gebiete erobert werden. In gebenden dringenden Forderungen der Wirtschaft $b>na, in den britischen Dominions und ganz be- entspricht. Trotzdem begrüßt sie die Vorlage sonders kampfbereit in Südamerika streiten e n g = dieses Programms, da sie hofft und erwartet, daß lische und amerikanische Unterneh- dadurch die Grundlage für eine Sonic- mcr um die Vorherrschaft, und am Horizont, vor- rung der Kassen läge nicht nur im Reich son- läufig zum Glück noch in weiter Ferne und in ver- dem auch in den Ländern und Gemeinden ermög- schwommenen Umrissen, zeichnet sich das Gespenst licht, zugleich die Grundlage für eine durchgrei- eines neuen Weltkonfliktes ab. L ( Zeitpunkt des 33 Sekunden. In Rave"« Irrungen die Ge Soweit die b lrnnen iasstn. \ sien im Alp Lhrwatd in UJanb abgerülkt glelcherVar uns der Straße t schein beobachtet gib ob ein Ml Garinlsch • starke Lrdstvge dürste im Alpen wurde nirgends btn Gebäuden M tr Dien, Z.Ot fen verlautet, ötarhembe unb den Aal langen wegen < Heimatblv' scher Leite toi dangen mit < ständige Liste i vorläufig aufr hinsichtlich bei AlpeniLndern, den, sind noch gen gehen da! misverband, i und 'Botarlbe Vorgehen begriffenen 1 prvgrammatis aber nach QH: zu überwinde zeit verfügte deutschen gängig ge nächsten Tage aller Wchrsch Amt bei den Lrtzern.u SittliE'is- an MNNl - « 21 M n dl elMs zu bnnr ( r. hto lüt de föstHiei QStandseUu Te i S hit W !" m%" A , v-rdien» ^e- * ist in »H °>tt füt Kt ft D°b^x> ’ t>Xfe h; ^ri» ratejä ■'»‘St i*4ij“,it' Ä l?Ä | »man toohi L age. Berichte. , Die .Aflodatä '^bl, Jfiu • ^rchien, di« •?° SQhnWlen. "i°euts°chwn. 0 b« 3an«|t8. y «w los •ft Märfungn 7 " jnm Angriff 'iotelegramm« oog Ml btt Huf. e bti Staates eingetroffene 2M aiiion bej 16. 0 rebellier, Hobe b°6 sich bie ganjt den Mufflfln. e. eilte mit, daß ölt unb porana ohne $ erbe. (Ein Teil bei ein anberet nach J ls sei gewiß, daß egterung utf>| be bet im Gebicl n Truppen tret Met Optimismus Janeiro stehl aber rfffi, Jnsbefonbete ]U bin Seno- 'n (ein- Da bie b Mnas Geräts, von Rio be Ja- ontroUlert werden, Iftabf bedrohlich ju sollen verluflreidjt ischen und Reglern. Die Zahl der h sein. Jn Mreniai ze Bomben auf 1 uMndischen glau- 80 000 TRann Jn- aus den Staaten Tina und Parana j Rio be Janeiro leUnappheil it6 empfindlich be- igletung veranlahl zu beschlagnahmen Hand zu nehmen, [s um fo notroen- >n bie Lage au»- ng Hal eigene -gerichtet. irche alismus. ztz von Mninz. ,( Anfrage einrf Blattes wurde । Mainz bestätigt' DationalAaA, 'S* Progranuus i«. •/ÄS5 ?ie Olattp* Kle reli- ; rt* und den tpng fiärung t einer ®^&4t iekalv ^lten s so^ gl, ' und 7,e per' en Ä rischol' IlaE BoscHiensl - Aliku-Dienst Instandsetzung sämtlicher Elektroanlagen an Kratttahrzeugen Ruhl * Fetzer Giefoen, Schanzen! tr. 3 Telephon 2534 591 ID Kurzgeschrnnenes iMidiolz liefen 149OD Oampisägeweft, Lollar B. Nuhn, *21. (9. die Oie Wetterlage. an trauer HamM Iplepnon 2213 lelepoon 2213 Marinade« 6b59D Belle Wiifiem Telephon 3866. Bahnhofstraße 59 Haben Sie offene Füße? Sekmeriei? Jacken? Stechen? Brennen? S O "■ (Schellfische o. K , Kabeljau o. K. Rotzunge.i, Zischfilets, Zi chtotelettS lebende Karpfen und leb. (Schleien erhielt Gretel durch SCOTT and nimmt es gern im Gegensatz zu reinem Lebertran, fühlt sich wohl und gedeiht zur Fronde ihrer Eltern. Seit Jahrzehnten hat man in ollen Ländern den grossen Wert von SCOTT's EMULSION erkannt. Man verlange in Apotheken oder Drogerien nur ORIGINAL SCOTT. Depota: Germania-Drogerie Seibel, Frankierter StraBe Drogerie WlnterhoM, Kremplet* 9/11. «I? Zleifch Olaf, Mayonnaise Oelsardinen, Bückinge usw. S. G. Kleinheu« ©armif d) - Marienkirchen werden drei starke Erbslöße gemeldet. Der Herd des Bebens dürfte im Alpengeblet liegen. Bedeutender Schaden wurde nirgends angerichtet. Vielfach entstanden den Gebäuden kleine Riffe im Mauerwerk. SIMM W itiot neue Solteen Wahlerfolg hak auch die Konservative Sammlungspartei aufzuweifen. Das endgültige Ergebnis kann allerdings noch erhebliche Abweichungen von dieser Schätzung zeigen. Immerhin scheint es fraglich, ob die Regierung Svinhufvud eine Mehrheit für die verfassungsändernden Gesetze gegen Kommunisten erzielen wird. Berfano natu ausroörts 06215 sich trug. Darunter befanden sich ein Ring tm Werte von 10 000 Dollars und andere Schmuckstücke. 3m Steinbruch verschüttet. Ein Schlossermeister und ein Kraftwagenführer aus Scharfenstein bei Chemnitz sind in der im Stcinbruch des Grafen von Einsiedel gelegenen Feldschaniede tödlich verunglückt. Die Schmiede war dicht an die Felswände angebaut und stand bereits seit 20 Jahren an dieser Stelle. Plötzlich löste sich eine ungefähr 90 Zentner schwere Felswand und stürzte auf die Schmiede, alles unter sich begrabend. Trotz stundenlanger Aufräumungsarbeiten war es nicht möglich, die Verunglückten zu bergen, da weitere Rachstürze von Felsmassen im Gewicht von ungefähr 2000 Zentner zu befürchten waren. Der Felssturz dürfte durch Witterungseinflüsse verursacht worden sein. Streik beim Wohlfahrtsamt Wuppertal. Etwa 2000 Wohlfahrts, und Pflicht, a r b e i t e r des Wohlfahrtsamtes haben die Arbeit niedergelegt. Es handelt sich um 1000 Arbeiter, die hauptsächlich mit Wegebau- arbeiten beschäftigt waren und lediglich Pstichtarbeit entsprechend der höhe ihrer Unterstützung leisteten, während die übrigen 1000 Wohlfahrtsarbeitcr gegen den üblichen Stundenlohn beschäftigt wurden und Unter- stützung bei erneuter Uebernahme in die Arbeitslosenversicherung erhielten. Der Streik soll im Zusammenhang mit kommuni ft ischen Anträge n in der Stadtverordnetenversammlung stehen, die dahin gehen, die Löhne für die Wohlfahrts- und P>>u»-tarbeiter heraufzusetzen. Tagung des Hessischen Chordingentenverbandes. K MM r das vorzügliche Bleich- j u.Fleckenentfernungs: -Mittel. z»aß sich die christliche Sittlichkeit auf Nächsten- liebe gründe und dah das christliche Sitten- «seh für alle Zeiten und für alle Rassen gelte. Es sei deshalb ein großer Irrtum, zu fordern, dah das christliche Bekenntnis dem Sittlichkeits- und Moralgefühl der germant- schen Rasse angepaht werde. Und schltehluv einuut der Bischof von Mainz zu dem dritten Teil des § 24 des Programms der RSDAp. Stellung, in dem es heißt, daß die Parier -en Standpunkt eines posttlven Christentums vertrete, ohne fi$ konfessionell an ein bestimmt es Bekenntnis zu binden. Der Bischof erklärt hierzu, daß diese Forderung nichts anderes bedeute als eine deutsche Rationalkirche, womit die Rationalsoziallsten, deren Kamps, wie sie behaupten, sowohl Iuda als auch Rom gelte, in eine feindliche Stellung zur katholischen Kirche geraten würden. Erdbeben in Güddeutschland. tzrschiittetungcn in ünchen. — Schlafende fallen aus den Betten München, 8. Oft (MTV. Funkspruch.) Lin Erdbeben wurde in der vergangenen Jjacht in ganz Süddeutschland wahrgenommcn. Ls war das stärkste bisher bei uns beobachtete. 3n München fielen In manchen tztadlcilen Schlafende aus de.n Vellen. Rach einer Milteilung der Münchener Sternwarte drangen die Radeln der beiden dort aufgestellten Seismograplien sofort beim Einsehen des Erdstoßes aus, so daß wettere Aufzeichnungen nicht mehr zustande kamen. Die Erdbebenwarte In Hohenheim bei Stuttgart verzeichnete als genauen Zeitpunkt des Einsehens des Bebens 0.27 Uhr 38 Sekunden. Auch dort und bei der Erdbebenwarte in Ravensburg wurden durch die heftigen Erschütterungen die Geräte ausgeschaltet. Soweit die bisher vorliegenden Rachrichten erkennen lassen, scheinen die Erdstöße am heftig- sten im Alpengebiet aufgetreten zu fein. 3n Lhrwald in Tirol wurden die Vellen von der wand abgerückt. Dort wurden drei Stöße von gleicher Dauer wahrgenommen. Leute, die sich aus der Straße befanden, wollen einen starken Lichtschein beobachtet haben, der den Eindruck machte, als ob ein Meteor vom Himmel falle. Auch aus Das Wahlergebnis in Finnland. Der Erfolg der Lappobewegung noch zweifelhaft. Helsingf o rs, 7. Okt. (TU.) Rach den vorläufigen Schätzungen der Zeitung „ilufi Suornr' (Reucs Finnland) wird das neugewählte firm- tändische Parlament folgenden Bestand aufweisen: Sozialdemokraten 71 Abgeordnete (bisher 60), Agrarpartei 57 (59), Konservative Sammlungs- Partei 40 (28), Schwedische Volkspartei und Schwedische Linke 22 (24), Fortschrittspartei 9 (7). Aus den vorläufigen Schätzungen ergibt sich, dah trotz der Lappo-Bewegung die Sozialdemokratie einen beträchtlichen Zuwachs erhalten hat, der wohl im wesentlichen durch den Fortfall der kommunistischen Liste zu erklären ist. Einen großen Brieftasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. A. Eine von einem Schuldner unterschriebene Urkunde über eine Forderung bedarf nicht der aus- drücklichen Bezeichnung oder der Uederschrift „Schuldschein". Nach geleisteter Zahlung kann der Schuldner neben einer Quittung vom bisherigen Gläubiger die Rückgabe des Schuldscheins ver- langen. fi. S. Da Ihre Wohnung vermutlich der Zwangs- bewirtschaftung unterliegt, steht Ihnen ein freies Kündigungsrecht nicht zu. Dem Mieter muß eine gleichwertige andere Wohnung zur Verfügung gestellt werden. Wenden Sie sich an das Städtische Wohnungsamt, Lonystraße 2. ID. K in (B. Wir empfehlen Ihnen, sich wegen Ihrer Aufwertungsansprüche an das „Reichsaufsichtsamt für Privatoersicherungen" in Berlin zu wenden, das Ihnen über die betr. Lebensversicherungsanftalt genauen Bescheid erteilen wird. WSR. D a r m st a d t, 6. Okt. Der im Iahre 1927 gegründete Hessische Chordirigentenverband, der die musikalische Fortbildung der meist nebenberuflichen Dirigenten zahlreicher Gesangvereine Hessens fördert, hielt hier seine Tagung ab. Der Verband zählt etwa 200 Mitglieder, von denen etwa 70 zu der Hauptversammlung im Saale des Musikvereins erschienen waren. Der Vorsitzende des Bundes, Zimmerer (Offenbach), erstattete den Jahresbericht. Gr hob vor allem die guten Beziehungen hervor, die den Verein mit dem Hessischen Kultusministerium, dem^Hessischen Sängerbund und dem Deutschen Arbeiter- Sängerbund verbinden. Die Arbeiten der Ortsgruppen Mainz, Worms und Darmstadt sanden besondere Anerkennung. Aus den geschäftlichen Verhandlungen ist von Interesse, daß die Gründung einer eigenen Sterbekasse abgelebnt und der Anschluß an eine bestehende Versicherungsgesellschaft in Aussicht genommen wurde. Als Tagungsort des nächsten Verbandstages wurde Worms gewählt. Die Wahl des Vorsitzenden und des Schriftführers ergab die einstimmige Wiederwahl der bisherigen Herren. 3m Anschluß an hie Hauptversammlung sprach Stauffer (Mainz) über das Thema: „3st es möglich, mit Bestimmtheit einen Chor auf der natürlichen Tonhöhe zu erhalten?', wobei der Redner seine Erfahrungen auf diesem Gebiet darlegte. Tagung der hessischen Obst- und (Sartenbauvereine. WSR. Zwingenberg a. d. D., 6. Okt. Zu der diesjährigen Hauptversammlung des Landesverbandes hessischer Obst- und Gartenbauvereins waren aus allen Teilen Hessens und der benachbarten Länder bie Mitglieder erschienen. Rach Besichtigung der Markthalle und der Obst- anpflanzungen in der Gemarkung von Zwingenberg fand nachmittags unter Leitung von Geheimrat de Haan die Tagung statt. Aus dem Geschäftsbericht für 1929/30 war ersichtlich, daß die Auswirkungen des strengen Winters 1928/29 an den Baumbeständen immer noch Opfer fordern. Die schlechte Wirtschaftslage und die Konkurrenz des Auslandes haben schwer auf die Preise und die Rentabilität der Obst- und Gartenbauzüchter eingewirkt. Für Schädlingsbekämpfung und planmäßiges älmpfropfen tour- den 192 000 Mark ausgegeben. 3n Starkenburg wurden allein 14 700 Bäume umgepfropft. Die Reuwahl des Vorstandes wurde entsprechend den Vorschlägen des Vorsitzenden einstimmig vor- genommen. Anschließend sprach Geschäftsführer Schaal (Stuttgart) über „Absatz im Obst- und Gemüsebau", wobei im Mittelpunkt die Forderung stand, erstklassiges Obst in großen Mengen zu erzeugen, um die modernen Absatzbestrebungen nutzbringend zu machen und der Konkurrenz des Auslandes zu begegnen. Wirtshaus-Einbrecher vor Gericht. 1[ Marburg, 7. Ott. 3n der Rächt zum 16. August statteten Einbrecher dem Restaurant „Schühenpfuhl", dem bekannten Wirtshaus an der Lahn, einen Besuch ab. Sie entwendeten Zigarren. Zigaretten, Kognak und ein Schränkchen mit Schokolade. Als Täter wurden bald nach dem Vorfall der kaum aus dem Zuchthause entlassene Arbeiter Hermann Gräfe auS Posen und der gleichfalls vorbestrafte Arbeiter Otto Hayer aus Roßheim in Baden verhaftet. Das Schöffengericht verurteilte den ersteren zu drei Jahren Zuchthaus, sechs 3ahren Ehrverlust Aus aller Welt. Die Katastrophe der D 1930. An der Untersuchung des Absturzes des Flugzeuges D 1930 an der älnglücksstelle in der Dresdener Heide waren Vertreter der Lufthansa, der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und der Luftpolizei beteiligt. Sie sind übereinstimmend zu folgendem Ergebnis gekommen: Der Absturz des Flugzeuges ist keinesfalls auf technische Fehler hinsichtlich der Konstruktion, . des Materials, der Werkstofsausfüh- rung usw. zurückzuführen. Rach den Zeugenaussagen und dem Druchbesund muß man annehmen, daß der Pilot Pust mit Rücksicht auf die Platzverhältnisse in Dresden und das große Schwebevermögen möglichst mit geringer G e - schwindigkeitlanden wollte. Während der Beschreibung der Kurve in der Luft, die an der Grenze der zulässigen Mindestgeschwindigkeit gelegen haben dürfte, uiid begünstigt durch die ungewöhnlich starken vertikalen und horizontalen Böen ist das Flugzeug wohl in eine ungewollte seitliche Drehbewegung geraten. Kenner der Geländebeschaffenheit des Dresdener Flugplatzes wissen, dah die Luftwirbelbewegungen durch die Anlagen noch verstärkt werden. Da das Flugzeug im Augenblick der Katastrophe nur in einer Höhe von etwa 400 Meter flog, ist es dem Führer offenbar nicht mehr gelungen, das abrutschende Flugzeug wieder auf juf an» gen und den Gleitflug normal zu beenden. Fernsehen Amerika—Deutschland. Auf dem ersten Aussprache-Abend des Allgemeinen deutschen Fernsehvereins machte Ministerialdirektor Dr. Kruckow die interessante Mitteilung, daß es zum ersten Male gelungen sei, Fernsehen von Amerika nach Deutschland durchzusüh- ren. Er teilte mit, daß sich der bekannte Wissenschaftler Professor Carolus zur Zeit in Amerika aufhalte, um dort insbesondere auch das Problem des Fernsehens zu studieren. Zu einer bestimmten Derabrcbeteu Zeit habe sich Professor Carolus vor den Fernsehsender in Amerika gesetzt. Seine Gesichtszüge seien in Berlin m i t ziemlicher Deutlichkeit z u erkennen gewesen. Rach einiger Zeit seien jedoch verschiedene Störungen ausgetreten, so daß das Bild allmählich undeutlich geworden sei. Reichswehrosfiziere in Washington. General von Blomberg und Oberst Kühle n t h a 1, die zum Besuche der amerikanischen Armee in Washington eingetroffen sind, wurden von den militärischen Stellen herzlich auf genommen. Der Chef des Generalstabs, General Summe r a 11, gab ein Frühstück, zu dem der gesamte Generalstab erschienen war. Der Chef der Kriegsakademie, General C o n n o r , und der deutsche Geschäftsträger Kiep gaben Empfänge zu Ehren der deutschen Besucher. Die deutschen Offiziere traten ihre Rundreise zur Besichtigung der militärischen Einrichtungen des Landes an. Sensationeller Mordprozeh in Wien. Wahlvorbereitungen in Oesterreich. Wien, 7. Okt. (TU.) Wie in politischen Kreisen verlautet, werden zwischen dem Fürsten Starhemberg, dem Führer der Heimwehren, und den R a t i o n a l s o z i a l i st e n Verhandlungen wegen eines Zusammengehens im Heimatblock geführt. Von nationalsozialistischer Seite wird offen zugegeben, dah Verbindungen mit Starhemberg bestünden. Die selbständige Liste der Rationalsozialisten bleibe aber vorläufig aufrechterhallen. Die Verhandlungen hinsichtlich des Vorgehens in den westlichen Alpenländern, die einen Wahlkreisverband bilden, sind noch nicht abgeschlossen. Die Bemühungen geben dahin, im ganzen westlichen Wahlkreisverband, der Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg umfaßt, ein einheitliches Vorgehen zu erzielen. 3n dem in Bildung begriffenen Mrttelblock (Schober-Block) bestehen programmatische Schwierigkeiten. Man hofft aber nach Mitteilung der beteiligten Kreise, diese zu überwinden. Fürst Starhemberg hat die seinerzeit verfügte Ausweisung des reichsdeutschen Majors a. D. Pabst rückgängig gemacht. Major Pabst wird in den nächsten Tagen nach Oesterreich zurückkehren und aller Wahrscheinlichkeit nach auch sein früheres Amt bei den Heimwehren einnehmen. Unter großer Anteilnahme des Publikums begann in Wien der Prozeß gegen den Kaufmann Gustav Bauer wegen Mordes an feiner Geliebten. Im Juli 1928 fand man imLainzerTiergarten die Leiche einer Frau. Die Polizei stellte fest, daß die Frau einen tödlichen Schuß erhalten und der Mörder den Versuch gemacht hatte, sein Opfer durch Verbrennung unkenntlich zu machen. Ferner deutete der Umstand, daß bei der Toten nur ein Armband gefunden wurde, auf Raubmord hin. E r st nach einem Jahre wurde die Leiche als eine Frau Fellner, geborene Schäftner festgestellt. Daraufhin wurde im Juli 1929 ihr geschiedener Gatte in Abazzia verhaftet. Er konnte aber nachweisen, daß er am Tage des Mordes von einem Arzt in Oderzo behandelt worden war. Die weitere Untersuchung ergab, daß sich die Ermordete mit einem Füllfederagenten Bauer getroffen habe. Bauer wurde in B e r 11 no erraffet und gab nach längerem Leugnen die Zusammenkunft mit Katharina Fellner am Mordtage zu, bemühte sich jedoch für den Zeitpunkt der Tat ein Alibi zu bringen. Aus dem Berliner Polizeiae- fängnis versuchte er Kassiber an seine Wiener Angehörigen hinauszuschmuggeln, in denen er um die Konstruktion eines solchen Alibis bat. Bauer hatte ferner nach dem Morde verschiedentlich Gold verkauft und auch Schmuck st ückeoerschenkt, die einwandfrei als Eigentum der Ermorde- t e n erkannt wurden. Auch einen der Ermordeten gehörigen Nerzmantel hat er durch seine neue Geliebte verkaufen lassen. Raubüberfall auf die Gattin des Bürgermeisters von Ehikago. Als Frau Thompson, die Gattin des Bürgermeisters von Chicago, von einer Automobilfahrt nach Hause zurück kehrte, wurde sie von drei Männern, die den sie begleitenden Polizeichauffeur niederschlugen, aller Wertgegenstände beraubt, die sie bei und Polizeiaufsicht, sein Genosse kam unter Einbeziehung mit anderen noch zu verbüßenden Strafen mit sechs Monaten und einer Woche Gefängnis davon. Serliner Börse. Berlin,«. Okt. (WTB. Funkspruch.) Obwohl bie Berliner Börse heute offiziell geschlossen bleibt ist doch damit zu rechnen, daß sich von Bank zu Bank ein Bureauverkehr entwickeln wird, sobald die auswärtigen Börsen zu handeln anfangen. Vorläufig war das Geschäft hier inJBerlin noch minimal, bie Tenbenz neigte aber ;ur Schwäche, ba einerseits bie Kurse gestern abend in Frankfurt bereits teilweise stärkere Verluste erfahren hatten, andererseits die neu gemeldeten Goldabgaben an Frankreich in Höhe von 35 Millionen etwas verstimmten. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,84 zu 123,86, London gegen Mailand 92,78, London gegen Spanien 47,80, London gegen Amsterdam 12,0450 zu 12,0460, London gegen Schweiz 25,0075, London gegen Buenos 39,40, London gegen Kabel 4,8582 zu 4,8585, London gegen Berlin 20,4275, Kabel gegen Berlin 4,2045 zu 4,2050. I o wolkenlos. O heiter a naiD oeoecKL ® woikia® oeoem »Kegen # Schnee Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. Oktober, nachmittags 2/4 Uhr, vom Trauerhause aus statt Gestern mittag entschlief unser Eismeister Herr Karl Löwer. 31 Jahre lang wirkte er für den Eislauf in Treue Umsicht und Zuverlässigkeit. Wir werden seiner über das Grab hinaus gedenken. Der Vorstand des Giefeener Eisvereins Heute nacht 11 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden mein herzensguter, lieber Mann, unser Schwager, Vetter, Pate und Onkel Wir suchen für unsere Abteilung Herren- u. Knaben-Kontektion mehrere tüchtige Verkäufer im Alter von 20—25 Jahren. Betreffende Herren müssen in der Branche gelernt haben, erstklassige Zeugnisse aufweisen können und ein gewandtes Auftreten besitzen — Offenen erbitten wir mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen sowie Lichtblldbeilage an •HHHItM« einen Kmder- Tanzkursus im Alfer von 8 bi» 12 Jahren, werden noch einige Teilnehmer gesucht. 6845V lonjjnninOfliille Licher Sfr., Tel. 3835 Zwei geräumige leereZ mmet evtl noch ein weiterer Raum, für Bureau od. Praxis geeign., z. vrm. Seitersweg 75. Lao en i. d.Llebigsfr. eütl. mit 3»3immer• Wohng. als,‘uliale für Lebensmittel-, Zigarren- od. Arif.« Geschäft geeignet, zu oerm. Schr. Ang. u. 03431) a. d. Gft. Anz. Mittwoch,Donnerstag Freitag elntrellend: im Ausschnitt «Räblfatt 68580 im Ausschnitt Seelachs im Ausschnitt RoLzurrgetr «StvoUen ^iletS v.Schellfisch innurallerb.Quallt. 1. teil 1MI. Tel.3612,BIänabnrg 18 la IWbli stets vorrätig 6533V C. Rübiamcu. Jernivr. 3059. Neuzelliiche [' ß-ZiinmerWohng. m. Badezimmer zuin 1. 11. 30 zu vermiet. Pro Monat 0> RM. Lich, Butzbacher Strafte 23, b. Weber. Ecke Ira «ksurter- S bubertürabe grofte moderne 4-310101. IDoön. zu oermieien. 55291) HaaS,Schubertstr.2 Beschlagnabmelreie 3-2.ww. Wohn,Mietpreis i-O R2)l., oder 4-Lim.-V.,MtelvrelS 60 R'M., m. Garten- anteil, ca. 15Mtn. o. d.Stadt geb f. fofort z. verni.Schr. Ang.u. 6^331) a. d. Gft. Anz. Räbe Babnbos auf eingertchleleS Schlafzimmer NI. anschl. elegantem Herrenzimmer Zentralheiza.,elekfr. Licht, feoar. Eingang,- ebenso Einzelzimmer mit Zeniralheizung und et L. zu oerm. Schr. Ansr. u. 062'4 an den trieft. Anz. 2 kl. l.cre Zimmer in. Kochgelegenh. u. fev Eing. foi z. vrm. Schr.Ang. u.06222 ntt den Gteft. Anzeiger. geb. Schnittspahn im Alter von 60 Jahren. n n n Mittwoch, 8. Oktober 1950 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 235 Zweites Blatt Aus öer provinzialdauptstaSt. Drehen, den 8. Oktober 1930. Llnser neuer Vornan. 3n der heutigen Ausgabe des „Gießener An- zeigers" geht der mit so lebhafter 2l"Knbmhme rn unserem Leserkreise aufgenommene Roman „Helene Chlodwigs Schuld und Sühne -von 3. Schneider- Foerstl zu Ende. 3n der morgen erscheinenden Hummer unseres Blattes werden wir mit der Veröffentlichung eines neuen Romanwerkes beginnen und das Vergnügen haben, einen jungen und sehr talentierten Schrrststeiler, der bisher im „Gießener Anzeiger" noch nrcht zu Wort gekommen ist. unserer Leserschaft vorzustellen. Seine Romane erfreuen sich zunehmender Beliebtheit beim Publikum und sind ausdrücklich auf die ganz besonderen Erfordernisse der Zeitungsveröffentlichung zugeschnitten. Wir glauben daher im Sinne unserer Romanleserschaft zu handeln, wenn wir sie mit dem neuesten, erst vor wenigen Monaten erschienenen Werk dieses Autors bekannt machen. „Drei Menschen - ein Roman" von Hans Friedrich ist eine höchst reizvolle und unterhaltsame Erzählung, deren Schöpfer eine originelle Fabel mit gesundem Humor auszuschmücken, mit lebendiger Spannung zu entwickeln und in dramatt- schen Konflikten zu steigern weih: es ist ein moderner Roman, eine Geschichte von Menschen aus unserer Zeit, ganz unkonventionell geschrieben und anders, als man sie immer wieder zu lesen bekommt. Dabei versteht es sich aber auch in unserem Falle von selbst, daß die Liebe für die drei Hauptpersonen, welche die Handlung des Romans entscheidend bestimmen, eine grohe und wichtige Rolle spielt. Wenn wir uns also der bewährten schriftstellerischen Eigenschaften unseres neuen Autors und feiner sehr bemerkenswerten Erfolge in breiten Publikumsschichten erinnern, sind wir gewiß, daß jedermann den Ereignissen des morgen beginnenden Romans und den herzbewegenden Schicksalen seiner Hauptfiguren mit wirklicher Befriedigung und zunehmender Spannung bis ans Ende folgen wird. Bürgerverein und Kommunalarbeit. Zu dem Artikel unter dieser Ueberschrift in unserer vorigen Samstag-Ausgabe erhalten wir folgende Zuschrift: Die meisten Bürger sind heute parteimüde, also politisch erschöpft. Sie sehnen sich geradezu nach einer Stelle, die die Politik im Stadtparlament ausschaltet und an deren Stelle eine Lifte umfaßt, die, wie man zu sagen pflegt, jedem Geschmack Rechnung trägt. Lieber die Statuten des zu gründenden neuen B ü r g e r v e re i n s wird zu reden sein. Wir müssen unter allen ilm- ständen vermeiden, daß der Dürgerverein zu einer neuen Partei wird. Parteien haben wir genug. Der Bürgerverein hat auch nicht dir Verpflichtung, sich um Reichs- und Landtagswahlen zu bekümmern. Sein klar vorgeschriebenes Programm muß einzig lauten: das Wohl der Stadt. Verfährt der Bürgerverein nach diesem Grundsatz, so wird er in allen Kreisen der Bürger, die ihre Vater- oder Heimatstadt lieben, Beifall finden. Dem Artikelschreiber ist es eine Freude, daß man der Verdienste des Herrn Rektor Müller gedacht hat. Da wir aber nicht dazu da sind, uns in den Tageszeitungen zu unterhalten, sondern vor allen Dingen praktische Arbeit leisten wollen und müssen, so ergeht meine Anregung dahin, daß Herr Rektor Müller in aller Kürze einen Teil jener Männer zu einer Vorbesprechung einlädt, die sich darüber schlüssig werden, wann, wo und wie die gründende Generalversammlung abgehalten werden soll. Dies hat ja auch der Artikelschreiber in der Samstagsnummer am Schlüsse sehr richtig aus- Der Goche-Vund im Jahre 1930/31. Don Dr. Otto Henning, Äerlin. 3n wenigen Tagen eröffnet der Goethe-Bund seine Vortragstätigkeit 1930 31. Ein künstlerisch und kulturell beachtenswertes Vortragsprogramm ist auch für den kommenden Winter aufgestellt worden. Den Auftakt bildet ein Volksbildungs- ta g, den der Goethe-Bund zusammen mit der Gesellschaft für Volksbildung Berlin am kommenden Sonntag veranstaltet. Dadurch sollen vor allem der Ausbau einer Volkstumhaften Bildungspflege, Wirtschaftlichkeit und Planmäßigkeit im Dortragswesen, Aufbau eines leistungsfähigen Vortragswesens auch in kleinen, für unser Dildungsleben ebenfalls bedeutsamen Orten, gegenseitige Förderung und Unterstützung der Dildungsarbett in Angriff genommen werden. 3m Mittelpunkt der Dormittagstagung wird ein Vortrag des Dolksbildners Dr. h. c. 3ohannes Tews über das Thema „Gegenwartsfragen der freien Volksbildungsarbeit" stehen. Rachmittags hält der bekannte Dierpsychologe Professor Dr. Bastian Schmid aus München einen Lichtbildervortrag über das Thema „Sprache und Spiele der Tiere". 3n Weiterführung der Vortragsreihe „Dichter am D o r tr a g s tisch" bringt der Goethe-Bund auch in diesem Winter einige hervorragende Vertreter unserer zeitgenössischen Dichtung. Der erste Abend führt den Dichter 3osef Ponten zu uns. Sodann war es möglich, Hermann Stehr, Schlesiens bedeutendsten Epiker, nach hier zu verpflichten. Beim dritten Dichterabend wird der elsässische Dichter Rene S ch i ck e l e Gast des Goethe-Bundes sein. Richt minderes 3nteresse dürste der vierte Dichterabend finden. Dazu ist für einen „Abend junger Dichter" Ernst P e n z o l d t zur Vorlesung aus eigenen Werken eingeladen worden. Die Morgenfeiern im Stadttheater, die seit einigen 3ähren von der 3ntendanz des Stadttheaters und dem Goethe-Bund veranstaltet werden und bei ständig wachsender Besucherschaft viel Anerkennung gefunden haben, I werden auch in diesem Winter ein abwechslungsreiches Programm bringen. Es ist gelungen, I das Orchester der „Weintraubs Shnco - pators" zu einer Musikalischen Bühnenschau zu gewinnen. Weiter hat Dr. LeopoldStahl aus München zu einem Lichtbildervortrag über „Die deutsche Bühnenkunst von den Meiningern bis zu Reinhardt und Piscator zugesagt. Ferner sind für die Morgenfeiern vorgesehen die Aufführung des Bühnenwerkes .Der Brückengeist" von dem fränkischen Dichter 3uliuS Maria Decker und die Aufführung eines Schwankes von Hans Sachs. Zur Einführung in das Bühnenwerk „Der verlorene Sohn" von Kamniher, der im Lause der Winterspielzeit im Stadttheater gebracht werden wird, wird Professor Dr. D i e t o r einen Dortrag halten. Auf dem Gebiete des allgemeinen W i s - s e n s sind vier Dorträge vorgesehen, die Einblick in die wissenschaftlichen und kulturellen Bestrebungen und Errungenschaften unserer Zeit geben sollen. Außer den Dorträgen von Dr. Tews und Professor Schmid werden noch folgende Dorträge stattfinden: Professor Roy aus Lahore in 3ndien, zur Zeit Lektor an der Universität Berlin, wird einen Lichtbildervortrag über .Das Wunderland 3ndien" halten. Ein besonderes Erlebnis dürfte der Lichtbildervortrag des bekannten Astronomen Bruno H. Bürgel über „Das Werden und Dergehen der Welten" fein. Ein höchst beachtsames literarisches Ereignis wird der Vortragsabend der großen dänischen Dichterin Karin Michaelis werden, die eine Einladung des Goethe-Bundes zu einem Dortrag über »Eltern, Kinder und Moral" angenommen hat. Diese kurze Skizzierung des neuen Vortrags- programmes des Goethe-Bundes zeigt, daß er unserem Gießener Geistesleben wiederum wertvolle geistige Anregungen bringen teilt Aber nicht nur ein hervorragendes Vortragsprogramm teilt der Bund bieten, sondern er will auch seine Darbietungen zu einem Eintrittspreise vermitteln, die jeder, trotz der wirtschaftlichen Ungunst der Zeit auf bringen kann. geführt. Wohlan denn, ans Werk! 3ch bin überzeugt, dah sich |bie früheren Dorstandsmitglieder des alten Bürgervereins der Sache nicht ablehnend gegenüberstellen. Privatinteressen wirtschaftlicher Art müssen wegbleiben. Auch danken wir für die Männer, die in den Parteien unter allen Umständen das Männchen glauben machen zu müssen. Wir brauchen nichts als freie Bürger, die sich auch nicht genieren, einmal den Mund auszutun und den Finger auf kommunale Wunden zu legen, die aber keine Angst davor haben müssen: ich verliere so und so viel Stimmen. Wird der Bürgerverein auf dieser Basis gegründet, dann kann er nur zum Wohle der Stadt und damit zum Wohle der Bürger wirken. Das wird er, das ist meine felsenfeste Ueberzeugung. Drum ans Werk! F. Krastpostlinie Gießen—Hochelheim. Seit dem 5. Oktober verkehrt die Kraft- postlinie Gießen — Hochelheim wie folgt: Dienstags, Freitags und Samstags: ab Hochelheim 3.25, an Großen-Linden Bahnhof 3.46, ab Großen-Linden Bahnhof 3.56, an Hochelheim 4.13 Uhr. Dienstags: ab Hochelheim 4.20 (über Großen-Linden), an Gießen Bahnhof 5.00 Uhr. Ab Gießen Bahnhof 5.10 (über Großen-Linden), an Hochelheim 5.45 Uhr. Werktags: ab Hochelheim 6.35 (über Abzweigung Groß-Rechtenbach), an Gießen Markt 7.35 Uhr: ab Gießen Bahnhof 10.50 (über Abzweigung Groh-Rechten- bach), an Hochelheim 11.27 Uhr. Werktags und Sonntags: ab Hochelheim 11.39, an Großen- Linden Bahnhof 11.56; ab Großen-Linden Bahnhof 12.47, an Hochelheim 13.04; ab Hochelheim 13.06 (über Klein- und Groß- Rechtenbach), an Gießen Bahnhof 13.52 Uhr; ab Gießen Bahnhof 17.10 (überGroß- und Klein-Rechtcnba ch), an Hochelheim 19.50; ab Hochelheim 19.51, an Hörnsheim 19.54; ab Hörnsheim 19.55, an Hochelheim 20.00 Uhr. Daten für Donnerstag, 9. Oktober. Sonnenaufgang 6.12 Uhr; Sonnenuntergang 17.22 Uhr. — Mondaufgang 17.50 Uhr, Monduntergang 8.01 Uhr. 1477: Gründung der Universität Tübingen; — 1813: der Komponist Giuseppe Derdi in Ron- cole geboren; — 1841: der Architekt Friedrich Schinkel in Berlin gestorben; — 1906; Zeppelins Luftschiff steigt zu seiner ersten größeren Fahrt auf. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Die Prinzessin und der Eintänzer", 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Greifer". — Astoria-Lichtspiele: „Rin-Tin- Tin" und „Bräutigam mit 100 PS". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Das erfolgreiche Lustspiel „Die Prinzessin und der Eintänzer" von Engel und Grünwald findet heute seine erste Aufführung in Gießen. Die Handlung spielt in den Luxushotels von London, Paris und Biarritz, ferner in der Gondel eines modernen Verkehrsflugzeuges. Die Hauptrollen spielen Maria Koch, Lony Leuthols. Walter Bäuerle und Eduard W e se n e r. Die Spielleitung liegt in den Händen von Peter F a s - sott. Die Bühnenbilder stammen aus der Werkstatt Karl L ö s s l c r. — Die Intendanz hat sich entschlossen, das Deutsche Künstlertheater Berlin mit Leo- p o l d i n c Konstantin als Gast zu verpflichten. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel „Wasserscheu" von Maugham. — Ein deutsch-österreichischer Alpen-Kulturfilm über Tirol wird am nächsten Sonntagvormittag und am kommenden Montagnachmittag im Lichtspielhaus Bahnhofstraße vorgeführt werden. Der Film „Tirol" hat nach Den uns vorliegenden Pressestimmen in allen bisherigen Vorführungsorten starken Anklang gefunden. Aus die Deranstaltung sei besonders hingewiesen. (Siehe heutige Anzeige.) •• Städtische Grundstücksverpachtung. Bei der gestrigen Derpachtung von städtt- schen Grundstücken in der Rähe des Rahrungs- bergs, des Philosophenwaldes und im Schwa rz- lachgebiet herrschte nach cingefricbigten Gärten mit Obstbäumen eine größere Rachfrage, als bei der vorhergehenden Derpachtung im 3ahre 1927. Die verstärkte Rachfrage wirkte sich auch in den Pachtpreisen aus, die im Durchschnitt auf 7 bis 9 Pf. pro Quadratmeter,' gegen 4 bi» 6 Pf. im 3ahre 1927 kamen. Für offene Gräbst ücke in der Gröhe von 200 bis 265 Quadratmeter wurde ein geringerer Pachtpreis als im 3ahre 1927 geboten, nämlich nur 1 bis 2 Pf., gegen 2 bis 3 Pf. pro Quadratmeter im 3ahr« 1927. Das 3nteresse für Ackergelände zu landwirtschaftlichen Zwecken war diesmal stärker, dagegen blieben die Pachtpreise ungesähr auf der Höhe von 1927; man bot jetzt 20 bis 30 Mk. pro Morgen, gegen 25 bis 30 Mark im 3ahrs 1927. * Die Personen st ands- und B e - triebsaufnahmc wird, wie aus einer amtlichen Bekanntmachung in unserer heutigen Ausgabe ersichtlich ist, am 10. Oktober durchgeführt. * * Neue Ortsbausatzung. Die Stadtverwaltung veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über neue Bestimmungen zu dem Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Freiligrath-, llhland-, Friedrich- und Frankfurter Straße. Inter- esscnten seien auf die Bekanntmachung besonder» hingewiesen. * * Die erhöhten Beitragssätze zur Arbeitslosenversicherung gibt die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Stadt im heutigen Anzeigenteil bekannt. ** Grünanlage im Entstehen. Seit ungefähr acht Tagen sind Erwerbslose damit be- schästigt, ein bisher in wenig schönem Zustande befindliches Grundstück am Schiffenberger Weg unmittelbar vor dem Eingang zum Platze des Männer-Tumvereins umzugraben und zu planieren. Es soll dort eine neue Grünanlage geschaffen werden. " Dolksbildung in der Provinz Oberhessen. Die diesjährige Dorschlagsliste der Doltshochschule Oberhessen enthält, wie uns mitgeteilt wird, eine Auswahl von 41 Kursen und außerdem von Einzelveranstaltungen aus folgenden Gebieten: 1. Natur und Mensch; 2. Lebensgestaltung und Weltanschauung; 3. Staat, Recht und Wirtschaft; 4. Geschichte; 5. Literatur, Kunst, Musik. Die Ginzelveranstal- tungen sind nicht zwecks Aufbaues eines „Dor- tragswesens", sondern lediglich zu gelegentlicher Ergänzung von Kursen vorgesehen. Berücksichtigt wurden in erster Linie die Bildungsbedürs- nisse des Landes, namentlich in den Abteilungen „Natur und Mensch" und „Staat, Recht und Wirtschaft". ** Der Bund ehemaliger hessischer Leibgardisten hält am kommenden Sonntag in Mainz seinen diesjährigen Bundestag unter dem Vorsitz des Generalmajors a. D. Freiherr von Preuschen ab. Aus den etwa 50 Orts- Gonderkonzert des Gießener Konzertvereins. Es ist nicht gerade angenehm, aber es bleibt nichts übrig, als mit einer negativen Feststellung beginnen zu müssen: Das Konzert war scylecht besucht. Unverdientermaßen. Denn, abgesehen von dem guten Programm, ist es auch im Hinblick auf die Bestrebungen des Konzertoereins, der sich, trotz der in iebem Jahr schwieriger werdenden allgemeinen wirt- chastlichen Verhältnisse, stets bemüht, ein auf hohem Niveau stehendes Winterprogramm durchzuführen, höchst bedauerlich, wenn zu einer Sonderveranstaltung sich nur eine so geringe Zuhörermenge einfindet. Gerade in diesem speziellen Fall hätte die Veranstaltung, bei der man in anertennensmerter Weise einer jungen Gießener Pianistin die Möglichkeit gab, sich, unseres Wissens zum ersten Male, in größerem Nahmen öffentlich hören zu lassen, einen besonderen Zuspruch verdient. Daß dieser ausblieb, ist allein schon im Hinblick auf die niedrigen Eintrittspreise unbegreiflich. — Edeltraut Raab, Gießen (Klavier), stellte sich mit Bachs Chromatischer Fantasie und Fuge, den O-Moll-Variationen von Beethoven und zwei Scherzi von Chopin vor. An ihrem Spiel besticht zunächst eine außerordentliche technische Bravour und Sicherheit und ein biegsamer und differenzierter Anschlag. So steht sie manuell-technisch über dem Werk und kann ihrem Formungswillen entsprechenden Ausdruck geben. Bei Beethoven, Chopin und Liszt (Zugabe) trat das besonders hervor. Bachs Fantasie und Fuge bekamen davon weniger ab, aber hier stand vielleicht ein noch zu pflegender Pedalbebrauch der völligen Ausschöpfung technischen Vermögens zugunsten musikalischer Gestaltung hindernd im Wege. Bei Beethoven war das nicht mehr der Fall und vollends gar nicht bei den beiden Chopinschen Scherzi, die unter ihren Händen sprühenden Glanz bekamen. Ohne Zweifel eine starke Begabung. Lic. I. F. ßaun sang einen Zyklus von sechs englischen Liedern verschiedener Jahrhunderte, von denen uns die drei ersten am besten schienen. Die Stimme hat große Weichheit, der Ansatz ist klar und die Modulationsfähigkeit ist besonders in der Mittellage ausgeprägt. In der Höhe büßt die Tongebung hie und da von ihrer Weichheit ein und in dem tiefen Register darf sie noch an Kraft zunehmen (Schluß „Heimweh"). Die rein musikalische Wiedergabe ließ keinen Wunsch offen, jedoch seien als besonders eindrucksvoll gestaltet Wolfs „Fußreise" und Schuberts „Litanei", „Atlas" und „Musensohn" (Zugabe) hervorgehoben. — Am Flügel begleitete Uni- oersitätsmusikdirektor Dr. Temesvary den Sänger mit feinfühliger Anpassung. Es gab sehr viel aufrichtigen Beifall. * Eine alte Musikerregel saat: „Wenn die General- probe schlecht ist, wird die Aufführung gut." Bitte, man verstehe mich nicht falsch! Nehmen mir dieses Konzert, was den Besuch betrifft, als Generalprobe und hoffen wir, daß sich bei den bald beginnenden Abonnementskonzerten diese alte Mu- fiterregel bewahrheitet. F. B. Lektüre vor dem Einschlafen. Don Harry Schreck. Obschon es kaum vernünftig ist — meist kommt es doch so: während der Halbschlaf schon rüstig auf dem Marsche ist, um uns auf sieben oder acht Stunden vergessen zu laffen, dah wir in dieser Welt hausen, die nach einer nützlichen philosophischen Einsicht immerhin wohl die beste unter allen möglichen Welten ist, während der Lichtschalter schon mürrisch darauf wartet, daß ihn jetzt eine entschlossene Faust ohne weiteres nach rechts drehe — währenddes zögert der Mensch im Pyjama ein bißchen. Er gähnt, aber er will noch nicht so recht ans Einschlafen denken. Richt etwa deshalb, weil er nicht rechtschaffen müde wäre. Sondern deshalb, weil ihm, all seiner Müdigkeit ungeachtet, irgend etwas zum Einschlafen fehlt: er braucht seine abendlichen fünf oder zehn Druckseiten — und die holt er sich dann auch. Obgleich er weih, daß er sie eigentlich lieber nicht holen sollte. Weil es nur selten bei den fünf oder zehn Seiten bleibt. • Der Mensch im Pyjama bedauert es, daß es meist so weit kommt. Gleichwohl tut er wenig dagegen. Denn wenn er sein abendliches Buch herbeiholt, nimmt er fast stets einen Band, den er schon am Tag in der Hand gehabt und bis zur Hälfte gelesen hat: er will darin noch flink ein wenig weiterkommen, damit er das Bewußtsein hat, ein braver Leser zu fein, der fein Buch nicht mitten auf dem Wege stehen läßt, wenn er es noch halbwegs begleiten kann. Daß das sicher nicht richtig ist, ahnt er zwar zuweilen. -Nichtsdestoweniger aber beharrt er in seinem Trott und vertteft sich beherzt in den massivsten Dorrat, weil der nun einmal in der Nähe ist: er kämpft sich unverdrossen in den gründlichen Umfang eines Sechshundertseiters hinein, schlägt sich stramm mit dicken Romankapiteln herum und scheut unter Umständen sogar den schwersten Abschnitt ans der „Kritik der reinen Vernunft" nicht. Aerzte halten ihn dann mit gutem Grund für unverständig. * Trotzdem wird der Mensch im Pyjama gelassen weiterlesen. Denn er darf sich mit Recht sagen, daß man im Leben weit schlimmeren Gefahren ausgesetzt ist als denen, die das allzuviele späte Lesen mit sich bringen kann. Und in der Tat, wer den Lärm, den Aerger und die Geschäftigkeit eines geschlagenen Tages hinter sich hat — nun, der ist zu glauben geneigt, daß seine nächtliche Lektüre eher ein Gegengewicht als eine Mehrbelastung ergibt. (Wahrscheinlich hat er mit dieser Vermutung sogar recht.) Aber wenn er auch zehnmal recht hätte, vor den Büchern selbst bliebe das schon deshalb gleichgültig, weil es denen wenig ausmacht, ob und wann man sie mit Recht oder Unrecht liest: ihnen würde es vollauf genügen, wenn man sie ein wenig weltmännisch zu behandeln wüßte und als Weltmann ein natürliches Empfinden dafür hätte, was jeder Tagesstunde ansteht und ihrem Stil gerecht wird. Auch die Lektüre vor dem Einschlafen braucht einen Stil. • Weltleute lesen darum am Abend anders als am Nachmittag. Statt ein Buch nur darum weiterzulesen, weil es eben an der Reihe ist, bemühen sie fich, eine kleine Sonderbibliothek zusammenzustellen, die ihren tiefsten Reiz darin findet, daß sie nur ganz erlesene, winzige Leckerbissen vorzusetzen hat: eine Sonderbibliothek mit literarischem Teegebäck; eine Sonderbibliolhek der dichterischen, essayistischen und philosophischen petits fours. Leserische Kultur wird sich erst hier wirklich erweisen: denn nur das, was zuchtvoll schlaick in der Form, straff im 3nhaltlichen, geschmeidig und erregend in feiner bis ins Letzte gefeilten Kürze ist, dürfte hier Raum haben: der elegante, Harle Aphorismus Schopenhauers etwa wird sich zwanglos zu der Hellen lebhaften Fabel Lessings reihen; und eine kräftige Kurzgeschichte 3ack Londons soll ruhig neben einem Kiabund- Gedicht stehen. 3eder wird da schon wissen, waS und wen er wählen könnte. • Falls es einer unter uns aber doch nicht wissen sollte — nun, für den sei nach dem Vorbild des alten Drillat-Savarin ein Wochenzettel geschrieben: Montag: ein philosophisches Fragment Friedrich Schlegels. Dienstag, ein Einakter von Shaw; ein paar Verse von Rilke. Mittwoch: eine Novelle von Arnold Ulih; ein wenig Balzac. Donnerstag: ein Essay aus dem 3apanbuch Lafcadio Hearns. Freitag: ein Dialog von Oskar Wilde; eine Skizze von E. A. Poe. Samstag: ein bißchen Maupassant und eine Seite Auburtin. Sonntag: drei Anekdoten von Kleist; Nietzsches Aphorismen. (An den Rand schreibe man: Wochenzettel genügen ihrem Sinn am besten immer dann, wenn man sie zwar lieft, sie im übrigen aber nicht sehr beachtet.) Hochschulnachnchien. Der Ordinarius der fystematifchen Theologie an der Universität Halle Prof. D. Dr. Georg Wehrung hat einen Rus an die Universität Tübingen erhalten. Pros. Wehrung wurde 1916 als Extraordinarius für systematische Theologie an der Universität Straßburg als Nachfolger Lobsteins berufen; 1920 wurde er Ordinarius in Münster als Nachfolger Heims und sieben 3ahre später Nachfolger Stephans in Halle. Eine Berufung nach Gießen hat der Gelehrte abgelehnt. — Ernannt wurde der Berliner Privatdozent, Gerichtsassessor Dr. jur. Walter Hallstein zum außerordentlichen Professor für deutsches Recht an der Universität Rostock; zugleich wurden, ihm für die Dauer feiner Zugehörigkeit zum Lehrkörper der Universität Rostock die Amtsbezeichnung und die akademischen Rechte eines ordentlichen Professor- verliehen. Prof. Hallstein ist in Rostock Nachfolger von Prof. Ulmer. grubbert be« rÖunbc« tnhh rliw flnlllkb* 2ln- " M >■ *11■ 11 ।< glmlrnd)e, das nltefl gab in 'Ber- blnbung mit dem achtbaren Dtimmaterial, ü(>er bn« brr U-bnr all G, unblagc berfügt, den Dar- bietungen von inneren Wert. Daneben gelangten einige teil« ernste, leil« buninrbotte Szenen zur Ausführung, ble stürmlfchen Beifall ernteten. Eine fl'ine Operette, mit biel Liebe und Vtbunen bon HtUglieber 11 be« Verein« aufgeführt, hob blc Stimmung wesentlich. 3m Lnnse be« Atzend« bieli her Bnrslln nde be« Veretnö, Herr 5t o cb, eine kurze -lnfvrmtzc und wie« aus bas Uhilgcnbc bin, aus bci« benlsche VIcb, da« für den 'Bereln Grundlage und Eristenzberechllgnng bedeute. Für fiOHlbrlgc 'Ntltgliebschnst wurde Herrn Philtf-p Eise her Ehrenbries, die htzchste Auszeichnung hefl Deutschen SängertzunheS, zuiell, Herr Joseph Berber erbleII Ihr 40|äbrlm- aktlbe vlugebörlg- fcll eine Ehrennadel überreicht. Der Qlbnio ber- lies auf ba« beste. ®ln Ball beschloß ble wohlge- lungene 'Beranslalinng. SJ.Jport Krisen in (-ichi? HauptauSschustsltzung der DD. in München. @« bat bim Anschein, al« Indre der Im Qlprll an «gearbeitete und mll Wirkung hont l. Anaiisl In Krast getretene Elnlgnnglwrtrag zwischen f>er '5y5 . dein DFB. unb her DGB. nicht von langer Dauer Auf der Hauvtaiisschiist-L/itzung her 'SX-uIpben Dnrnerschast In 'Bliinchen staub her Dresdener Bundestag des DFB zur 'SkbnHc und In nlchtdfsenllicher Sitzung murhe eine ®nl- Ichliesning gefasst, ble al« hauptsächlichstes ,'stel da« Verlangen nach einer baldigst einzulrerusen- heii Slbung her ArtzeltSgeMEinschalt her drei Verbünde enthält. Die in Dresden, gesagten A m a t e u r b e st I m m unge n des ff B. sind für blc DD. 11 n I r <1 g b n r, und da die DD -Fusttzallmannschasten beim DFB. spielen, l»c- fürchtei man In Kreisen der D-' ein Uebergreisen der DAB.-Bestimmnnaeu und eine 'Berwässe- rung der In her DD Ivstchenhcn Grundsätze. Der Haiiptansschiist l»eschlosi, dass bei Belsen seiner 'Mitglieder keinerlei 'Barbergllliing ge- teäbrl tuerden darf, säubern bass den Kämpfern und Bkannschasten nur ..Fahrkarte, Unlerkunst und rBcrMlegung" geboten werden sali. Da der DffB. seine Dresdener 'iteschlüsse kaum ändern unb ble DD. non ihre in in München genau präzitlei ten Staubpunkt f 0 u m n b g e b c n w t r d, muss man mH ber Vlaglichkcit rechnen, dass ber Einigungsvertrag „platzt". ftufibdtt der Oeuischen JiwnMraft Bezirk Wellerau. Der Sonntag brachte in der A-5VIa|te nur eine B egegnung, und zwar in '.Xlbenstadt, wo $>clben- bergen AU Gast war Das Spiel wurde nach kurzer (RH abgepslssen und stand bei «Spiel- abbiuch 2 I für .»benstadt 3n der li-KIaffe dagegen fliegen hrel Treffen, Hllh Ah-ur Clllbillig ,'>i u Obi i u hh 11 Mannlü ist nmt Heldenbergen Die ncrflärfle ffrlebbcrger Bkannschast war Helbentzergen spielerisch iwll Überlegen. He Ide über gen muss le sich mH 12:0 geschlagen bekennen. ü'kfien halle Bleder-Bldr- len als Gast »k Vledrr-Mdrler, die In diesem Hab re zum ersten 'Blair In her BerbandSrnnde Mittel» ii' 11 i' ui den > 0 gi d lam 11 5) < bt Hk Begegnung war In Ober- Mörlen gegen Bockenberg Hier vermochte Ober-'THörlen mit 5:3 siegreich zu bleiben. C5pie(t>erdiiifliuifl 1926 Leihgestern. Garbenteich« 2. Blannschast weilte in Leltz- gestern und musste sich im Berbandssplel mit 11:0 schlagen lassen. Die GMfte zeigten nicht« Ucberraoenbe« unb mussten bis zur Pause schon 5 Tore bhinebmcn. ^ustballklub 1926 (^rohenBuseck. Insolae ber schlechten 'Bobenberhällnllfc muszte der Bs'B Astlar am berganaenen Sonntag bte sestgesetzlen «Spiele gegen die Grosten-Busecker Liga und Beserhemonuschast absagen Handball im Miltelrheinlreicl der DL. Die Spiele der K re I s k I a s f . Wetzl r. mit seiner ersten Vkannschast kümpst. nnbmcit am Sonntag Ihren ffortaana. 3m I. Be- zlrk gab es lolgenbe 'Kejullale: Tb. Blederrad Tgm. Böbelbeim 0:0, Tam.'Bockenbeim Lgs. Bürgel 0.2 (0:2), Tb. Seckbach ffechenbelm ausgesallen. Im 2. 'Bezirk: L. u. ffecbtklub ffronf» flirt Tb. Bied 3.2 (2:2), Tb. Wetzl ar '5gf. Offenbach o 'M. I I (1:1), Tb. KesseIflabt Polizei ffranksurl ausgefallen. Handball im T. V. Grosten Dnseck. (nrofien-ötifcif I - lu. 1840 Gtefzcn I 4:3. Die erste Mannfchast de« Tb. 40 trat am Sonntag mit einer erneuerten 'Mannschaft an. Das Spiel wurde reichlich hart geführt. Ol>- tvnbl 0>rofsen-'Busecwirs, blieb sichtbarer Orfolg aus. Die zweite Halbzeit staub Im <|ckb*m einer ausgegllcheueu Splelbaudlung. Das ör- gebnlfl entspricht bem 5trüflci>erbäniil«. Handball in T. A. Treis. (tzratzeu-Buselk II — In. Irele I 3:4. Arn bergaugeneu Sonntag batte. Trcl« Mrossen- Buseilsll, zu Gast. Der Platzberein. her mit drei 'Mann Grsab spielte, schus ein Hall>zeit- cracbnlfl von 3:0. In her zweiten Halbzeit gelang es jedoch bell Güsten, mit Hilfe des WiubeS das «Spiel auf 3:4 zu stellen. Handball im Turnverein 1860 Lich. In. Cid) I — In. flrofborf I 2:1. Die Licher l Vlauufchaft benuochie nur mit 0 'Tlldiiii (inlrclen. Trotzdem konnten sie gegen dir Krosborser einen kuapbeu 2:l-«Sleg erringen. Die Krosdorser waren sepr eifrig und fpkllcn falt unb konnten berdient einmal crfolgreld) fein. In Cid; Zugend In. fjendjelhelm Jugend 0:3 (0:2). Die Licher Iugendmanufchaft spielte gegen Heucheltzeim teilweise überlegen, konnte jedoch zu keinem 'Treffer kommen, du ber Heud>elHeimer Torwdchter aldnzenbe Paraben zeigte. Durch Versagen der Licher Hintermaniischast konnten blc .Heuchelheimer ihren «Sieg slcherstelien. Handball im Tv. (Crösten-Linden. Iu. (Orof)cii-Clnbeii I In. f)eud)ell)clm I 4:2 (2:0). Orofsen-Linden halte Anstoss und sofort setzte ein flotte« «Spiel ein. In der 17. '7111 nute erzielt Grossen-Linden ben fführunaSlreffer unb konnte auch kurz bor ber Pause ein zwetleSmal erfolgreich sein. Bach ber Halbzeit konnten die Grofkeu-Linbener zundchft da« Ärgebniü aus 4:0 erhöhen. Die Güsle konnten biS zum Schtusl- psiss nur zweimal (Lrsolge erzielen. Handball im Lahn - Vündbera - (Han. In. Wlfinrnr Tn. Cauusbad) 14 (1:2). DH- 'Mannschasteir sührlcu ein sehr lebhafte« Dpi et bor. Bald nach Beginn ginn VaunSbach In ffilhrung, WIsimar glich zwei Minuten später aus. Vie Gäste konnten bis zrun Wechsel noch -einmal erfolgreich fein unb stellen nach her Pause durch zwei weitere Tore den Sieg sicher. Tv. (darbenheim — Tu. Dorlar 3:7 (2:4). Din llusiersl harter, aber fairer Kamps, wurdr In Garbenheim gezeigt. Die erster 15 'Minuten gehör leit bollstdndlg ben (Säften, ble In blcfer 'ielt schon zu brel örfnlgcn kamen. Im weiteren Verlauf wurde da« Svicl auSgcallchcirer, die Platzbefitzer konnten zwei Tore aufhoicir, denen kurz bor Halbzeit Dorlar ein blertes Tor entgegensetzte Bach der Pause erhöhte die Güste- mannschasl In kurzen Abständen bas Gracbniö auf 7:2, bas Garbenhelm kurz bor Schluss auf 7:3 z>r berbeffem vermocht.'. Iu. Durklmrdvscldcu Iu. Sklnbod) 5:1 (3:0). Der Gastgeber legt von ‘Beginn an ein sehr fcharses Drmpo vor unb schuf sich bis Halbzeit drei Tore Borsprung. Bach dem Wechsel erzielte Steinbach ein M'rbicntes (Lhreirtor, dem Burk- harbsselden allcrblngfl noch zwei weitere Erfolge entgegensetzte. Tv. Waldgirmes Tv. Bobheim 7:4: Tv. Warbenlelch Tv. Albach 4:2 (abgebrochen): Tv. Lollar Tv. Siausentwrg 3:3: Tv. Lollar Jugend Tv. Stausenbcrg Jugend 7:4. Arbeiter-Turn« und Gportbund. <0lcf|cii I — Kinzenbach I 6:1. Ans dem Trieb standen sich diese beiden Blann- schailen utn vergangenen Sonntag im fälligen Serienspiel gegenüber Bon (Spielbeginn ab setzte ein flottes arisgeglichenes Spiel ein. 'Beide Hin- termmmfchaften bekamen »-eichllch Arbeit. Gieften war jedoeh in feiner Stürmerreihe entschlossener unb sührlc bei Halbzeit bereit« 2:0. 3n der zweiten Hälfte lieh Kinzenbach nach und (Bleften geflalete das Spiel überlegener. Der flinke Sturm nutzte die O^elegenhelten aus. Biermai noch mutzte her Qläflepüler daS Vcber aus dem Betz hoti'n. Kinzenbach erzielte nur bas i>erdiente ®l)ix*ntor. (111c,p’ti Ib Banuhcim I 1:0. DaS Spiel sand eben,all« auf dem Trieb statt. Die Gäste zeigten eine recht anfptvd)grt um die Puuktc gekämpst. Die Gäste verschafften sich bi« zur Halbzeit mit 4:0 bas Uebergewichl, Auch nach Seitenwechsel mutzten sich die Einheimischen mächtig wehre,,. Da« Ehrentor war wohl t>cr- dient. Saasen I — jungen I 1:6. 2n Saasen unter schleckten Platzverhältnissen lieferte man fiel) ein mästige« Spiel. Die Gäste erwiefen fich wähvenb hc« ganzen Spieles al« überlegen. Ironhaufcn I — Marburg I 1:3. In diesem Kampf wurde hart an der Grenze ’bc« Erlaubten gerungen. Marburg konnte bt« zur Halbzeit mit 2:0 sichren. Bach «Seitenwechsel Ä^'lgie bas Spiel glelchvertellte Kräfte. Jede Partei konnte noch einmal erfolgreich fein. Metzlar II — Waldgirmes II 2:3. Auch bl er ionrde l>el völlig unzulänglichen Platzverl>äHnMen ein Spiel geboten, ba« viel 5" wünschen übrig Hetz. Da« Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. wicseck 1. Jugend — (vrotzen-Linden Jugend 1:1. Groszen-LInkX'n, das ble erste Mannschaft löst« und die Jugend damit wesentlich verstärkt hatte. Ileferlc den Wieseckern chf schöire« Spiel. Die 3. rVugeiib Wlcsetk« verlor gegen die 3u- liend Wetzlar« 6:0 bei einem Halbzeitergebnis von 0:0. Lollars Jugend kannte die Jugend Staufenberg« nur knapp mit einer 2:1-Biederlage nach Hause senden. Eine bobe Bicderlagc erlitt die Ittgend Beuern- auf eigenem Platze, indem blc Gäste au« Watzenborn elfmal erfolgreich fein konnten. Handball. wiefeck l — Heud)elheim I 3:0. Boni Anwurf zeigen beide Mannichaflen ein flöt# lcc Doppel- 1 nftrömt» Pepvv sah sie plötzlich nach vorn stürzen, bürte sie etwas rasen und sprang ihr zn Hilse. 'Beinahe seindselig sah er auf den MaNN, der die schöne ff rau umfangen hatte unb Ihr Gefickt an seine Brust gedrückt hielt „In Qtom sagte man mir, das, ich dich hier finde,, werde. Helene." Mi,fähig, ihre Junge zu gebrauchen, stammelte [U 11111 feinen Hainen -Ich bin gekommen, dich heimzuholen." ffran- fe« Hände umschlossen ihre kalten, zltteriidl'U and gaben sie langsam frei. 'Dafür schal' sich jetzt sein Arm unter den Ihren. Sorglich führte er fle „ach der Bank, blc unter der groficn «Sl-cln- ckbc fühle und Deren Stamm Ihr als Lehne diente. „Du fällst jetzt nichts, ulfl einige Minuten Aast halten", bat er. „Dann gehen wir zusammen hinunter nach > ravestare Du fällst nicht sprechen", bat er ernst. „Es hat alles Kell, Helene." Ihr farbloses Gesicht glitt gegen die braune Binde und blieb dort ruhen, ff ranke sprach kein Wort, satz nur neben Ihr und balle ihre Finger mit den seinen umschlossen. lieber ihnen Im Ast werk piepste ein Bogel, trillerte auf unb hob sich der Sonne entgegen. Die Glrnke auf dem kleinen Spitzln,», hob au fingen an und warf ble Inbrunst Ihrer 5tz»e \\\ das Dumpfe Gurgeln dcS Arno, her mit un- gcbäuMglcr Wildheit durch die Schluchlen brach „Ich bitte dich. Just " „Du sollst nicht sprechen. HeleneI" „Fahre „ach Hanse zu den Kindern, ffür mich gibt es kein Inrtzrk mehr." ..'7luch dann nicht, wenn 'Berts Arme sich alS Brücke über den Abgrund strecken, ber unfl beide trennt?" Ihr Gesicht leuchlele so weist, wie die Dchetlel her ‘Berge, ble der Bach! entgegenträumten. „Ich habe nicht begrisfen.Iust " „Bichl, HeleneV" Sie schüttelte ben Kopf und hielt ble Hände gegen die hämmernden Schläfen. „Professor Klahn hat Bert einer neuerlichen Untersuchung unterzogen. Er hat eine 'Blutprobe benötigt und auch von mir eine solche genommen und gesunden „JustI" Ihr Gesicht verfiel gänzlich ..Sei barmherzigI" Sie bohrte Ihm die "Bügel Ihrer Hände in die Innenfläche der seinen, teähreub ihr Blick ihn anichrie. „Wa« ängstigst du dich so", sagte er ruhig. ..Also, Klahn hat gesunden, hast Bert nicht mein Sohn ist " Ein«' unsichtbare Hand schmiedete Helene an den Stamm In ihrem Bücken. Die Liber fielen ihr über die Angen. Langsam verebvte daS Singen im Turm. Weltferner ffrlche lag über ben dämmernden Bergen. „Iustl" - „Wollen wir nicht gehen, Helene? 'Du frierst." Sie sah mit leeren Augen nach ben grauen Steinmauern, ble wellflüchtlgen Menschen Frieden und Obbach gewährten. Und tat blc Lippen zu dem furchtbaren Geständnis Ihrer Schuld aus. Blii heiserer Stimme bekannte sie. Franke horchte erschüttert. „Es Ist genug", bat er ein über da« andere Mal. »Helene, es ist genug I" Aber sie schlost den Bknnd nicht, bis auch bas letzte ihres 'Bergeben« gebeichtet war. -E»' ruht im Frieden! Sagtest hu nicht so?" Frankes Glimme zitterte etwas. ..Ja!" „So last ihn ruhen. GeliebteI Du aber komm Del,,, au mir unb den Kindernl" ...Und Bert?" „Ich versiebe dich nicht." „Berti" schrie sie auf und klammerte sich ver- zwelleH an feinen Ann. -WuS soll es mH meinen, lieben, alten Iun- öcn?" Er ft reiste den Käfer ab. ber langsam ‘eine Hand hinaufkroch und sah Ihm „ach. wie er niH gespreizten Flügeln der Sonne entgegen* torkelte. ,.,Hul1 hu ihm davon gesagt? — Iustl Um aller Barmherzigkeit willen!" „Wofür hältst hu mich?- fragte er schmerzlich berührt. ..Was alaubsl hu von mir. hast Ich um solcher Dinge willen meinem Kinde den ffrk-bcn stdre?" «Deinem Kindel" stammelte sie kaum bftrbar. «Du sagst es! Obee ist es nichl mein Kind? Sag, Helene? Ihr Gesicht fiel herab, bl« es aus seine Hände zu ruhen kam: ..B-rhänge über mich, was du willst! Du wirst mich zu allem bereltsinben, Iwll du Ibn nicht von dH ,v»stosten hast " .Wte seltsam du sprichst." Zlm Franke« "Mund ging ein stille« Lächeln. ..Lischt man sechzehn Iah,'s der Ulclie in einer einzigen Minute au«? Ich müstt« mein eigenes Herz herauSreitzen, wenn ich das seine zerlrvlen wollte. Es ist zu tief mit dem meinen verankert, tiefer als mit ben anderen Kindern, blc du mir „och geboren hast." »Iustl" „Grüble diesen Worten nicht nach, geliebte ff rau. Perl Ist mein Sohn! Mein Erstgeborener! Das Kind, von dem Ich dir sagte, das, es wie ein Wunder neben mir her und über mich bl „ausgewachsen Ist. Du bist seine Blutter, von ber ich jetzt vielleicht.UnintzglicheS verlangen must." „Verlange alle«!" Die Qllnbc ber Steineiche schnitt Ihr in das „>eiche Fleisch, so sost prestte sie den 'liilcken ihrer Hände dagegen. „Tu hast mir geschrieben: Es gibt kein Zusammenleben mehr zwischen un« bei beul Versuche eS noch einmal mit mir um VerlS! willen I" Ihl-e Augen hingen in ungläubiger Frage an Ihm: „Ich wollt' Hüsten und du dssnest mir blc Tore des Paradieses." „Werden sie nichl jedem, ber ehrlich bekennt, «und au sühnen bereit Ist, ausgelan. geliebte ffrau Uetzer ihnen fang ein Bogel fein Atzen dl leb, «Sehnsüchtig hoben sich die Häupter der ‘Berge der Sonne entgegen, die ihre letzte Helligkeit über sie auöfträmte. Müde lastete ein Pilger ben Bteg vom Tale heraus, sah ble Mauern de« Klosters vor sich aufwuchten und lehnte mit hoffendem Lächeln den ermatteten Leib gegen den kalten Fels. „Kommi" Fronte fastle ble geliebte ffrau unter unb wartete, bis ihre steif gewordenen ffüste Halt gesunden halten. „Hast du noch etwas zu erledigen hier?" Sie sah über ihn hinweg nach dem bcrgolbeten Kreuze des Turmes, das In der Sonne spiegelte. Ihre Hände griffen nach den seinen und führten ihn durch die niedere Pforte nach dem Heitig- tumc, durch desfen Dämmer sich hundertfältiger Kerze,ischimmer brach. Er wartete geduldig, bis sie sich ans ben Knien hob. «Was hast bu der Madonna von bella Trauest a re zu bauten?" fragte er mit i>erzelhenbem Lächeln. „Dost Ich ben rechten Weg fand." „'Welchen 'weg, Helene?" .,'D<»n IBeg zu blr, mein Just I" Frankes 'Blick war schwelgende Liebe. Drauston wartete Peppo und wollte sich scheu davon- schleichen Aber Helene winkte ihn ermutigend herbei. Er besah die Hundertiirenole, die sie ihm in ble Hand legte unb begriff: „Sie hat geholfen, Signora?" „Ja, mein Kind!" ..Ist sie nicht mächtig, unsere Bkadonna von bella Trave klare?" sagte er stolz. Sie „litte ihn mit strahlenden Augen an und sah aii Franke aus, ber da« zerrissene Gewand des Jungen betrachtete. „Seine Mutter Ist tot unb seinen Bater kennt er nicht" Helene verstummte erschroiken und wandte daS erglühende Gesicht von ihm ab „Amte« Kind!" Gr strich mit leichten Fingern über das Haar des Knaben und sah ihm „ach, wie er raschsüstig, gleich einem Beh den schmalen Weg voranschrltl. „Wirst du später ben Kindern - sagen, hast Bert " Helene kam nicht tveltcr. Franke« Hand drückte die ihre, die durch seinen Arm geschol^n war, als läge sie In einer Folter. «Warum beleidigst du mich, Helene?" „Ich beleidige dich?" bat Ile verzweifelt. „Ja! Ich halte dir gesagt: Gr ist mein Sohn! Bersuche sein Herz von dem meinen zu reisten und du wirst un« zu gleicher Stunde verbluten sehen." Der Atzend verschwendele seine letzten Lichter. «Ströme von Silber umrlcfellen den Grat der ‘Berge. Tiesschwarze Binnen liefen als Schallen Ins Tal und klammerten sich In den Gründen sest. „Wollen wir nicht etwa« ruhen geliebte ffrau?" Helene fühlte sich von einem Arm gestützt, bed sie zugleich eng an sich zog. Sie bog den Kopf zurück und bot In demütiger Hingabe bre blassen Lippen denen deS Manne« dar, die Ich ihnen ciUgegenbräitgten. Einer der Mbuche, der von Travestare heraufkam, senkte bei blc|cni Anblick das Auge, schritt hastig an ihnen vorüber und sah nicht nicht auf, bis die Pforte des Kloster« hinter ihm in blc Riegel schlug. Helene lächelte unb hielt ben schlanken Leit» eng an ben de« Galten gedrückt. WaS nützte alte Flucht ans bem Leben? Immer streckte eS wieder seine Arme nach leben, einzelnen und zog und lockte unb liest nimmer und nimmer zur Butze kommen, bis der groste Friede beö Erlöstsein« heratzgeschwetzt kam. Dann erst schwiegen die Stürme, schwieg alle Schuld, erstarrte jeder Schrei der Sehnsucht und verzitlerte tonlos Im letzten Atemzuge. „Bist du nun wieder genügend gestärkt, Helene?" Franke sah besorgt in ihr bleiches Gesicht. Sie ix'rhleit noch für eine. Minute den «Schritt und hatte ein wunderfeliges Lächeln um den blaffen Bknnd. „Ich weist jetzt auch, warum Bert deinem Herzen so naheslebl." Gr sah sie an und trug seine, graste, übergrafte Licbe für fie In seinen Qlugen zur Schau. ..Weil In mir als ich ihn unter bem Herzen trug keine andere Liebe gewohnt bat, al« die? zu dir, mein Just. Jeder Trapsen Blutes, her von meinem zu seinem JJelbe ftrftmte. war din>tz- Iläuft von Hingabe an dich. Wundert es dich da, dast er fo innig mit dir verbunden ist?" „Es hat mich nie geivunberi", sagte er und sch!ost Ihr den Bkund mit dem seinen. lieber ihnen verglühte das letzte Licht und stürzte als Feuersänte hinter den '-Bergen in bl® Arme der Bachl. Eng aneluanbergedrückl gingen die leiden Blen- schen zu Tal. Peppo. das Kind, sah ab und zu „ach Ihnen zurück unb lächelte lächelte al« ein Wil lenkte r lächelte wie blc Bladonna von bella Trave st a re über alle Erdennol und Erdentränen. Heute oder morgen kam alles zum Frieden, ging alle« zur Bube unb sand ein licbcnbc« Berzeitzen, tüte Helene Ehlobwi,f« Schuld es gesunden hatte. Für Herbst und Winter Damenmäntel 6681 A modern geschmackvoll preiswert in den Hauptpreislagen: RM. 22.00, 32.50, 38.50, 42.50, 50.00 und höher 5 Prozent Barrabatt 6/83 A Erteile gründl konserv. geb. loene erben Sie w Feinste Räucherfische der Zeltunge.nzeloe und In geeigneten gj|__■ Kl avi e r-Unterricht mlttelet Füllen euch itung, wlrkeeme Entwürfe, bi Fachliche Bei Zwangsversteigerung 9/29 zu den unteren Stockwerken gehören, aus- Photo Radio Telefunkendienst ßrafensoße Kapokmatratzen In Baumwolldrell zu mäßig. Preis. Anmeldungen erbeten. Fr!. Herrmann. GieBen, Credneretr.HL Vie Cebirye und Täler eolslehee (Oeolog. Film v. Prof. F. Solger) Pltztal Wenn», DieTschir- gantspitze 3472 m Mittelberg- glelecher Berchtesgaden Wimbachklamm, Hochkalter, Reiter, Alp, Hintersee, Almbachklamm, Watzmanq, Hoher Göll, Königssee, St. Bartholomä. Patsch, Matrei, Gossensaß, Innsbruck, Brenner, Klausen, Runkelstein, Sterzing, Bozen, Meran, Riva und Torbole am Gardasee Kein Braten und doch Bratensoße Welche Erleichterung, wenn Sie bei der Aufstellung Ihres Küchenzettels nicht nötig haben, nur solche Fleischgerichte zu berücksichtigen, die genügend Soße abgeben! Mit „Knorr- Bratensoße“ können Sie jederzeit - auch wenn Sie gar kein Fleisch haben - eine pikante Soße zubereiten. Ein Würfel zu 15 Pfg. gibt soviel Soße wie 2 Pfund Braten. von Mk. 48 an täglich frisch im Fischhaus Cuxhaven Marktstr. 23 6685a Telephon 2417 Gebr. Seelbach S Spozlal - Werkstätten für Matratzen und Polstermöbel 6838 D Garmisch - Parlenkirchen und Mittenwald Die Partnachklamm im Winter Zugspitze Höchster Berg Deutschlands 2964 m über dem Meere Pustertal Möhlbach, Kloster Sonnenburg, Brunneck, Weisberg, Toblach. Ruhl, Plockstraße 12 Telephon 8170 5494 D Fehlt Ihnen die kaulmannische Ausbildung? Denn verlangen Sie sofort kostenlos unsere aufkllrende Druck sehr in Neue Kurse■ IS. Oktober 1930 Vogte<*e Handelsschulen (Heben und Herborn Direktion Oiefcen. Goelhestrlbc 32 In dem über den vorgesehenen Stockwerken liegenden Dachgeschoß der Baublöcke 6 bis 11 dürfen nur Räume, die Arbeitsvergebung. Für die Gemeinde Garbenteich bei Gießen sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Wasser- versorgungs- und Kanalanlage auf Grund der Reichsoerdingungsordnung (BOB.) vergeben werden. 6836D Los 1. Hochbehälter in Eisenbeton, 250 Kubikmeter Inhalt. Los 2. Wasserleitungsarbeiten einschließlich Materiallieferungen. Los 3. Brunnenanlage,Saugbehälter und Maschinenhaus. Los 4. Kanalisationsarbeiten. Los 5. Lieferungen für die Kanalisation. Pläne und Bedingungen liegen auf unserem Amt offen. Leistungsoerzeichnisse können, solange der Borrat reicht, zum Preise von 1 RM. für jedes Los bezogen werden. Eröffnung der Angebote am Samstag, dem 18. Oktober 1930, vormittags 1014 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde. Zuschlagsfrist vier Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Gießen, den 3. Oktober 1930. Hessisches Kulturbauamt. H. Steinbach, Regierungsbaurat. Ortsbausahung. Auf Grund der Bestimmungen in Ar- tikel 2, 29, 37, 44 und 59 des Gesetzes von 30. April 1881, die Allgemeine Bauordnung betreffend, der Paragraphen 3 bis 5, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der Allgemeinen Bauordnung betreffend sowie des Art. 15 des Gesetzes die Städte- ordnuna betreffend vom 8. Juli 1911 in der Fassung des Gesetzes vom 15. April 1919 wird auf Beschluß der Stadtver- HKaeß Nachfolger Wilhelm Horn & Sohn Kreuzplatz 15 Telephon 2773 Kreuzplatz 15 Karwendelgebirge Das Oberlnntal Neuders. Pfunds, Landeclc, Ried, lösens, Stuben, Hochfinstermünz, Am Rechenpaß. gebaut werden. Die Errichtung selbständiger Wohnungen im Dachgeschoß in den übrigen Baublöcken bedürfen der besonderen Genehmigung der Oberbürger. Weltersteingebirge Das Lcutaschtal Leutaschklamm, Dreitorspitze, Hochmunde2661 m Oberleutasch,öfel- kopt, Wctterstcln- wand, Lautersee. rUhrung. gUnetlge PrelevoreohlMge bietet Ihnen die BrOhl'sche Druckerei, Gießen, Schulstr. 7, Anruf 2251 Kapokmatratzen Infolge direkten Importes und niedrigsten Börsenstandes: 3teilige Kapokmatratze In bestem Leinendrell, Jacquard oder uni, mit 25 Pfund reiner Java-Kapok- ■ ä 50 Füllung, das Beste, was es gibt, für Bett- ■ größe 100 x 200 cm ...................... ■ ■■ Mk- 3feilige Kapokmatratze in Leinendrell II, bei gleicher Füllung, für Bettgr. 100 x 200 cm «HlI (kleinere Betten entsprechend billiger) ““l"k. Salzkammergut DerAussce.Omun- dcn.Traunldrchcn, St.Wolfgang Erla- kogel 1750 m Ob d. M., Ebenste, Salzburg, Hofgastein, Bad Oastein Lichtspielhaus Gießen Sonntag,12.0kt. Montag, 13.0kt. vorm. II1/4 Uhr nachm. 4 Uhr Eint. 10.45, Ende 1 Elnl.3 30,Ende 5.45 Nur zwei Vorführungen des bedeutendsten Deutsch-Oesterreich. Alpen-Kulturfilms TIROL und die Bäuerischen Aloen bei BenÄiesöaden. Earmlsch- Parienkircben und Miltenwald Ein Alpen-Kulturfilm in 5 Teilen mit besonder. Musikbearbeitung für den Film. ordneten.Versammlung vom 22. März 1929 nach Begutachtung durch den Oberbür. germeisters und den Kreisausschuh mit Genehmigung des Hessischen Ministeriums des Innern vom 1. Februar 1930 zu Rr. M. d. I. 48 917/29 zu dem Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Freiligrath-, Uhland-, Friedrich, u. Frankfurter Straße, Am Riegelpfad und Aulweg folgende Orts- bausatzung erlassen: 8 1. Zu Artikel 29 Allgemeine Bauordnung. I Gewerbebetriebe, die unter § 16 der RGO. fallen oder die durch schädliche Dünste, starken Rauch oder lästiges Ge. rausch Nachteile, Gefahren oder Belast!- aungen für die Anwohner herbeiführen, sind grundsätzlich verboten. Ausgenommen ist der Baublock 15, soweit er als Erweiterung für die vorhandene Gummifabrik in Frage kommt. § 2. Zu Artikel 13, 37, 59 Allgemeine Bauordnung und § 78 Ausführungsverordnung zur Allgemeinen Bauordnung. Grundstücke von weniger als 700 qm der Baublöcke 2 bis 11 und 300 qm der Baublöcke 12 bis 14 dürfen nicht bebaut werden. Die Grundstücksbreite in der Straßenflucht bei Einzelhäusern der Bau- blöcke 5 bis 11 muß mindestens 20 m und bei den übrigen Baublöcken 15 m betragen. Bei eingebauten Häusern muß, diese Grundstücksbreite mindestens 8 m BekaNNtMüchUNg. und bei Doppelhäusern und Eckhäusern ö von Gebäudegruppen mindestens 12 m be- Betr.: Personenstands- und Betriebsaus- tragen 6708C nähme am 10. Oktober 1930. Die Erbauung °°a Seiten, ober Hinter. Durch Beamte des P°N,->°mt° Sleßen gebäuden bebarf ber befonberen Genebmi. werben an alle Wohnung.- unb Betrieb., gung. Stallungen ober Strof|ma0enfd)up. LP-" ,°u-Segeben, dt- °°" l-d-w n?n fnfem sie dem eianen Bedarf der 3^°ber einer selbständigen Wohnung oder §ßot)nlng.inbober bienen burftn errichtet B-tri-be- na« bem .Stante »om werben; beren Au.tuhrung muh ,-bach in >»° °u-zu allenunb at-ba b bäud^Aolae^^"'" mie bQß ^aUpt9C‘ku über^ben^s?nd.°Me Nicherfüllung 2)i»m®rUn^tÜftfe CntlQhn|9 bc5f ?ciWcrf‘ p'Ä roebeinäberBestimmungen ner Weges dürfen nur bis auf drei Fünf, bezüglich der Eintragungen sind aus den tel und die Grundstücke der übrigen Ge. Bordrucken ersichtlich. Es wird ferner noch biete bis auf zwei Fünftel ihrer Gesamt- ^^uf hingewiesen, daß die Personen- fläche bebaut werden. standsaufnahme u. a. die Unterlage für die § 3 Steuerkartenausstellung bildet. Auf genaue Zu Artikel 59 Allgemeine Dauarbnung d-- »erus, be -JamMen. unb Paragraphen 66 unb 78 Ausführung», (tonbe. unb ob berutstdtifl ober nicht, oerorbnung ber Allgemeinen Bouorbnung. 65 d°-h°'b befonbers an. 6708C Für ble Baubtöcke 2 bi- 11 wirb bie Wehen ben s. Oktober 1930. landhausmähige Bebauung vorgeschrieben, f Der Oberbürgermeister. J.D.: Dr. Selb. In den übrigen Baublöcken können Dop. pelhäuser und Baugruppen mit Front- längen bis zu 40 m errichtet werden. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zelt der Eintragung des Versteige- rungsvermerks auf den Namen des tDebe- mann, Hermann Albert Karl, im Grund- buch eingetragen waren, sollen 6851D Freitag, den 5. Dezember 1930 nachmittags 2 Uhr durch das unterzeichnete Gericht in dem ... .Gemeindesaal In Lberstadl versteigert wer- Meisters. ben. Die Versteigerung erfolgt im Wege Die Entfernung ber Gebäubc von ber der Zwangsvollstreckung. Nachbargrenze muß in ben Baublöcken 6 Der Versteigerungsvermerk ist am bis 11 minbestens 4 m unb in ben übrigen io. August 1929 in bas Grunbbuch einge- Baublöcken minbestens 3 m betragen. Die- tragen worben ter Zwischenraum barf burch Balkone, Insoweit Rechte zur Zeit ber Eintra- Treppen, Erker unb bergleichen nicht oer- nung des Versteigerungsvermerks aus dem mindert werden. Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie § 4. spätestens im Dersteigerungstermin vor Zu Artikel 59 Allgemeine Bauordnung der Aufforderung zur Abgabe von Geboten und Paragraphen 66 und 78 Ausführungs- bei dem unterzeichneten Gericht on^umel- Verordnung. den und, wenn der ©laubiger widerspricht, Für bie Baublötke 2 bis 14 wirb di- »l-mbhast zu -ibrigeniall-sie bei Aroeiaeftfwffiae für bie Andauung ber der Feststellung des geringsten Gebots nicht ißilhdmftraSe' baaeaen bie breiaeschossige berücksichtigt unb bei ber Verteilung bes SfeS ?' zahl ber Geschosse ht hierbei zwischen Gläubigerei unb ben übrigen Rechten nach- kt9an3u'r^n^9e,4D6 bm ^1^'ÄÄen, welche ein der Versteigerung Bei Gebäuben mit flachem Dach können fernstehendes ^echt^haben, ^werden Dachaufbauten zur Unterbringung oon ,. ( bje Aushebung oder einstweilige Bodenkammern gestattet werden l-boch kinfteUung des Verfahrens herbeizuführen, müssen bleie ebenfalls flach abgebeckt fein roibrigenfQ[l9 für das Recht ber Versteige, unb beren Äorberkante muß soweitzuruck-1^ »rlös an bie Stelle bes versteigerten liegen, baß sie einen vom Hauptaestms zur @eflMcnrtanbcfl tritt. Horizontale angenommenen Steigungs- ”' n , 1Q,n winkel von 60 Grab nicht überschreitet. Lich, ben 2. Oktober 1930. Aufbauten in anberer Form, bie sich in bie Hessisches Amtsgericht. Architektur bes ^Baues unb in bie Um-1 ■■ - gebung gut einfugen, können auf Antrag Bezeichnung der Grundstücke, genehmigt werben. Grunbbuch für Eberstabt Banb IV, Die Geböube müssen allseitig gut burch- Blatt 323: gebildet sein unb architektonisch ein gefäl- xzrbn.-Nr. 2, Flur IV, Nr. 45, Kulturart liges Aeußere erhalten. Acker, Gewann Am Vogelgesana, 1361 qm, § 5. Betrag ber Schätzung 816 RM. Vorstehende Ortsbausatzung tritt mit Ordn.-Nr. 4, Flur VIII, Nr. 33, Kulturart dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Acker, Gewann Im AmeisentaL 2590 qm, Di. Drtsbaufaöung üb« da- Gebiet B-'-AS -xr Schatzung "25 RÄ Muta^ Ä'U“ 9M55 t'm- 6er Gießen, ben 8. Oktober 1930. Orbn.-Nr. 6, Flur IV, Nr. 46, Kulturart Der Oberbürgermeister. Acker, Gewann ArnDogelgesana, 1361qm, I I. V.: gez. vr. H a m m, Beigeordneter. I Betrag der Schatzung 816 RM. Garder- und Enneberger-Tal Pflaurenz Ruine Michelsburg, Zwischenwasser Piccolein, Pederoa, St. Leonhard In den Dolomiten Im Tierser Tal, St. Cypran, Grasleitenhütte 2116 m üb. d. M.,Grasleitenspilz. u. -Paß2597 m ü.d. M., Mogonispitzen,Winklertürme und Rosengartenspitze, im Tschocher- joch 2644 m ü. d. M., Marmalata 3314 m ü. d. M., höchster Gipfel für Dolomiten, Fensterltürme,Ver- nel 3.05 m, Die Pala. Große Zinnen. Paternkofel. Der Monte Chri- stallo3199m. DerLangkofel 3187 m ü. d. M. Der Monte Pelmo 3169 m. Tscheinerspitze. Orödner Tal. Die Tschierspitzen. Pischau-See. Bamberger Sattel. Berner Turm. Sella- Plateau. Sella-Gruppe mit Böspitze 3152 m ü. d. M. 6840 c Besteigung des Dachstein Am Gosausee. Die Simonyhütte Dirndlgruppe Hallstadt ______Der Donnerkogel______ Preise der Platze: Mittelloge 2.50, Saalloge 2. — , Seitenbalkon 1.50, Rang 1.50,1. Platz 1.50 2. Platz 1.20, 3. Platz 0.80. Vor- I verkauf ab 6. Okt- Reisebüro Loeb, Seltersweg, Theaterkasse. Schüler nur Montagnachmittag halbe Preise. ©i ihrem S"N, m itt aus alterlichen erklärte ih lmen, Gra! Besonderen unterirdisch den Röhre^ an der P« Do Jon y Sami Dorf, dan uud findet erreicht is, lchen Dal Schule, auf den und ' *n_ vertrau Lusern b, ^Sehen » li- in Dött UN L Nren Dl 5 * bn 8 NZ tn. ©ruht Jtoifdjßn,f e?6.mi »--»chalk »Sink Achmitto^ oft lQtten sch^ KrJ villr ©elehr don t Klien S*^ & 5 zlcki Li li»A$ » gyMaflwo 9S ÄÄ und M Jauhell" vo ^Vresl trafen sich- Schulerder Tage W rinnen &J ‘ numer.die Familien U1 Pflichten, - verzichtens. Austausch 1 unter W und eine und taktvv! Nisse. Mn« bequemen Mutter dal vird ihr lohnen, La hatten auch cmsgclauscht Jom siche den Jugend Unruhe dre Heimstätte ' Heimer M Dresdens,! Europas" dann in de der Si/tini und die a Sammlung die SächM der Intern len, daß die Rmcheimsch Inztoische inDad-Rar eines Hhgiei im Grünen denen das aber dafür lein lenken der Zaube Mlöer un mit ihrer ll Direktor i nasiums tat und Erhol schlage für und Bogel tixmbetunc Landstadt! klopften t Ruine M scheu Eil heißt. Sie ME Gut zieht an ist meine Parole! Um meine anerkannt guten Qualitäten immer weiteren Kreisen bekannt zu machen, habe ich mich entschlossen, auf meine zeitgemäß niedrigen Preise einen Werberabatt von 10% vom 8.-15. Oktober zu geben. — Markenartikel sind ausgenommen. — Es lohnt sich, davon weitgehendsten Gebrauch zu machen. C,,OA b/3o A Julius Schulze ■ Kreuzplatz ■ Gegründet 1859 Höchste Leistungsfähigkeit durch Zugehörigkeit zu einem der größten Einkaufskonzerne Statt Karten! Ist das Zuhause September 1930 06'13 6814 A nach in der Lohnstufe Woche, 0,07 Mk. täglich 6835V Vorstand. Äuneben. 06219 Hofmaunstrake 9. 0,92 1,36 1,82 2,28 2,74 3,18 3,64 4,10 4,56 III IV V VI VII VIII IX X Gießen (Lahn) Marburger Straße 15 Geflügelfarm Wildhof bei Offenbach (Main) 0,13 0,20 0,26 0,33 0,39 0,46 0,52 0,59 0,65 Der aller Fabrikate werden fachgemäß geladen und repariert. Auf Wunsch Ersatzbatterien. Schla.decken bunt gemustert, 140 190 cm.......... Scfalaidecken bunt gemustert, 150 200 cm.......... Schlafdecken bunt gemustert, 150/200 cm.......... Schlafdecken bes. schwere Qualität, 150/200 cm.... Schlafdecken kamelhaarlarbig, 150/200 cm......... Schlafdecken Calmuc, mit griech. Kante, 150/200 cm Kinder-Schlafdecken mit Bildern, Gr. 100/150 cm......... Bettuchbiber schwere Qualität, 150 cm, Meter...... Für die f ehern. Reinigung > Waschbenzin iSonderqualität) reinigt alle Stoffe i Drogerie i X Winterhoff / Auto- und Radio Batterien 4>53imaierOoo5 Badezimmer ertrn, mtigr.Gaiten. giinft. bet Mk. 10000 Anzahl, zu verkauf. 1 Wob nuig beziehbar. Schanmberger&Sohn Lndwlgatraße 30. EISU Betten (Stahl u.Holz) Polst., Stahl- matr.lKlndcrb.,Chaieol., an Jeden, Teilzahlg. Katal.tr. Ktoenmöbelfabrik Sahl.Th. Ole Rheinisch-Westfälische Spar. u. Sau« genossenschast erbaut Ihnen für den Betrag, den Sie als monat- llche Miete verausgaben ein Eigenheim. Lei einer monatlichen Miete von NM. 60.- zahlen Sie Gertrud F. Schirmer Ludwig Heußel Verlobte 30 Fahren genau RM. 21600.— die unwiderruf- lich verloren sind Jemals! Auch dann noch nicht, wenn Sie nur Ihre materiellen und baren Unkosten zusammenrechnen. Dabei haben Sie aber übersehen, daß körperliche Ueberanstrengung, Aerger und Unruhe im Hause oft sehr teuer werden können. Urteilen Sie bitte selbst: Naßwäsche per Pfd. 20 Pf. (Mindestgewicht 20 Pfd weiß, trocken gewogen) Mangelwäsche p. Pfd. 30 Pf. (Mindestgewicht 20 Pfd. weiß, trocken gewogen) Letztere fast schrankfertig, saubere Ausführung, schnelle Lieferung. Großwäscherei Edelweiß / Gießen Telephon 3487 / Annahmestellen in allen Stadtteilen und benachbarten Orten. M-Spel- Sierfiier mit allen Schikanen billigst zu verkaufen. Ing.Hich.GüDgericbfiCo. ytebigsiraire 58. Hans Kögel Seltersweg 73, Hinterhaus. Tel. 2980 .....5.90 .....6.25 .7.50, 7.00 .».Co, 8.50 .....7.50 .....9.50 .....4.25 .....2.30 M WIM-WWW Spor- nim WgeMnWsk e. &. m. b. H., Köln am Rhein W Mei M! Gießener Theater-Vereinigung /gegr. 1926 Samstaff, den 11. Oktober, abends ptlnktl. 8.30 Uhr 4. Stiftungsfest im Kalb. Vereinshaus Zur Aufführung gelangt: „Der sanfte Heinrich” Schwank in 3 Akten. Eintritt: Vorverkauf 0.50 M„ Abendkasse 0.80 M. Karten zu haben bei den Mitgliedern, im Kath. Vereinshaus, Schuhhaus H. Pfeiffer, Wolkengasse 16, Kaufhaus Ehofter. Zigarreu- haus Kich. Andreae. Walltorstraße, und im Wasserhäuschen Frankfurter Straße bei der Waage. 06188 Mm. MlkMlenW SWM-S1M Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sind mit Wirkung vom 6. Oktober 1930 ob nach den Beschlüssen der Reichsregierung von 4Va auf 6% d. S). des Grundlohnes erhöht worden. Von diesem Tage ab betragen die Beiträge Minna Körners Schule für höheres Klavierspiel u. Vorschule Westanlage 48 Lehrfächer: Gehörbildung, Musikdiktat, Analyse^ Primavista-Singen. Theorie, Harmonielehre, Geschichte der Musik, Eh mentar- und höheres Klavierspiel (Solo), Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten). Beginn des Unterrichts Montag, den 13. Oktober 06172 G/ESSEN*MÄUäßUR. GIG Beachten Sie bitte meine Deeken-Fenster 672^ A zur Äeschaffunq gesunder u. preiswert. Woh. nunqen, Errichtung v. Eigenheimen undGe- schäftshäusern. Ablö- sunq von hochverzins. lichen Sanfbhpofhefen - Seraabe neuer Hy. poiheken - Äeleihunq v. Grundstücken - Er. richtung von landwirt» schastl'chen Gebäuden - Finanzierung v. Um- bauten durch Hergabe Weier, 68,3d untlinöönrei llgungsönrleljen I 0,46 Mk. pro II Besuchen Sie uns, lasten Sie sich aufklären, verlangen Sie kostenlos und unverbinlich Der« treterbesuch oder Prospekt durch die Bezirks- direttion „Mainz", Fosefstr. 60p - Tel. 4201. 3n Gießen: W. Hieronimus, Kaiserallee 14aII. Wissenscnaftliche Werke tionaergeolet uer Brühl'scnen Druckerei Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsan zeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, SchulstraOe 1 Verkäufe öehr nut erhaltener anwiolemolel (mittlere bis kleine 8-hiut)preiswert ab- Für die kalte Jahreszeit Schmecken in erprobten, guten Qualitäten und größter Auswahl Vettiebssertige Beritnium nnerei- E nrnutung Umsrünoe halber sehr preiswert zu verkaufen. [68371) Kurzentschlossene Käufer wollen sich melden bet Franz Panther, Braunfels. 2—Z'/t Zentner 6onigjlroen vretsw. zu verkauf. Altcn-Bnfeck, Dau- brtnger Str. 16. W und Fuller-KartoilelD wie sie der Acker bringt, zum Selbstauslesen, gibt lausend ab [6864 D Unterer Hardthof, 'An der Hardt l. Kuhmist zu verkaufen. 06130 Zn den Mühlen 2. wird Immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen Durch solche Bänder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache werden. (Ls entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur folge haben kann.) Fragen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage verordnet, dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine äußerst bequeme, unverwüstliche Spezial-Bandage anfertigen zu lassen. Durch Tag- und Nacht- tragen meiner Bandagen haben sich nachweislich Bruchleidende selbst gebellt Werkmstr A. B. schreibt u. a.: .Mein schwerer Leistenbruch Ist geheilt Ich “*?. pe111 Pe,"em 66 Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch V Land- E rr. St. schreibt u. a. : .Ich sehe mich genötigt. Ihnen nach 2 fahren meinen innigen Dank auszusprechen . wurde ich ganz befreit von meinem Leiden “ RM. 15.- an. Für Bruch- und Vorfall-Leidende kostenlos zu Saa. iAn^S*t6en' ^-Oktober, von 2-6 Uhr. Im Bahnhofshotel „Lenz"; 11 n^0, O^ober von S il Uhr Im Hotel zur Traube: Friedberg/Oberh. H. Oktober von 8-12 Uhr. Im Hote Deutsches Haus, Marburg, 13. Oktober, h?, 78ÜhrUthr' Wa!dedll5r H°f ■ Alafeld/Oberh. 15. Oktober, von 2'1, bis 7 Uhr, Im Hotel Deutsches Haus. 991 y Außerdem I Rihh@llflPn nach Maß in garantiert UUIWUIIIUUII unübertroff. Ausführung L Ruffing, Spez albandagist. Köln, Rlchard-Wafiner-Str. 16. Kaufgesuclie .ßhßnsgiillelgeiichäl bzw. Gemischt- warengescliäll zu kaufen oder zu dachten geiucht. Ausführliche schrill« liche Angeboie über Umsatz, Stauf oder Pachtpreis sind zu richten unter 6855D an den Gieß. Anz. Erklärung! Bei der Kanalisierung Heuchelheim ist Rohrbruch vorgekommen. — Um falschen Gerüchten entgegenzutreten, erkläre ich hiermit folgendes: In meiner Fabrik wurde 8 Tage vor Anlieferung der Rohre einl000-mm-l. W.- Rohr von der Behörde unter Druck gestellt. Das Ergebnis war, daß sich bei 3300 kg 5 Minuten langer Belastung nicht die geringste Neigung zu einem Bruch zeigte. Die Rohre wurden ein wand irei zur Baustelle angeliefert. Nun wurden von der ausführenden Behörde mehrere Stücke herausgehauen und von der Technischen Hochschule in Darmstadt unter Prüfung gestellt. Auch hier war das Ergebnis so.daßdas Material dem deutschen Normenausschuß mit 200 kg pro qcm vollständig entsprach. Die Unterlagen können bei mir zu jeder Zeit eingesehen werden. 6844D Wilh. Rinn 8, Heuchelheim Baugeschäft, Zementwarentabrik und Baumaterialhandlung Büro 2730 Telephon Fabrik 2182. Donnerstag, den 9. Oktober 1930, achmittagS 2 Llhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg dahier,zwangsweise gegen Barzahlung: eine Flurgarderobe, drei Schreibtische, einen Rauchtisch, drei Spiegel, vier Diwans, sechs Sessel, zwei Schreibmaschinen, einen Wäscheschrank, zwei Teppiche', einen Spiegelschrank, zwei Klaviere, eine Kredenz, ein Büfett, fünf Chaiselongues, drei Sofas, drei Regulatoren, zwei Vertikos, einen Eisfchrank, einen Gasherd, ein Wirtschaftsbüfett, einen Kassenschrank, vier Nähmaschinen, einen Dauerwellenapparat, einen Warenschrank, eine Ladeneinrichtung, ein Motorrad, ein Akkordeon mit Koffer, einen Sprechapparat, ein Fahrrad, einen Roadster-Wagen, einen Kleiderschrank, einen Waschtisch, eine Vitrine, vier Tische, 15 Stühle, 15 Kartons Schokolade, Kokosbesen, Roßhaarbesen, Klappstühle, Holländer, Puppenwagen, Pferdchen, Kinderspiele, Feldstühle, Fahrleinen, Waschleinen, Fruchtsäcke. 6856D Devn Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Telephon 4101 Klavier gebraucht, geg. bar zu kaus.gesucht.Schr. Ana. m. Preis un:er 6847D an den Gieg. Anzeiger erbeten. Ein gebrauchtes Klüver zu kaufen gesucht. Schrillt. Angeb. uni. 06207 a. o. Gien. Anz. Öaw-Pelznianlel gegen bar zu laufen gesucht. Genaue Angaben nb.Farbe.Art n.Preiö mit. Nr. 1858 an Annoncen-Expefl. ttermer & Wagner, NenanwegBO. [6845- Gcbrauchtc Memm mit oder ohne Cf en zu kaufen ges. Schr. Angebote um. 06221 an den Gieß. Anz. Gebr.Herd zu kauf, gesucht. Schr. Ang. m.Preisang. u. 06223 a. d. Gieß. Anz. Gut erhaltene ßtioifelongne zu kaufen ges. 6S39D lieunoöt 50. DieböchftcnPreue zahle ich für getragene [6386A Serrenkleider. L. ttosenzweigr Gießen, Seltersw. 68. Karte genügt. Mittwoch, 8. Oktober 1950 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 255 Drittes Blatt Lugend und Hochschule Nach den vorliegenden Zahlen ist bis Ottern 1934 mit einem Neu zugang von etwa 12700 etuöien- relerendarcn, etwa 5300 Studienreferendarinnen zu rechnen, und die durch Niinisterialcrlah ergangene Warnung vor dem Philologie-Studium erscheint mehr als berechtigt. Bedenklicher noch als die ge- nannten Zahlen, als die .mit Sicherheit voraus- zusagende Derulsnot" und .Arbeitslosigkeit (Erlaß vom 30.7.30) ober macht den Hinweis, es tei zweifelhaft. .ob eine solche Zahl von Anwärtern überhaupt zu praktischer Ausbildung wird zugclasien werden können", lind was werden die ansangen, die trotz aller Warnungen sich auch jetzt noch für das höhere Lehramt vorzuberciten beginnen und sich nach etwa fünfjährigem Studium der Ausbildungssperre gegen- übersehen?-Da in den einzelnen deutschen Ländern die Beliebtheit des philologiicher. Studium- einerseits. das Verhältnis von Angebot und Nachfrage andererseits verschieden ist, ist die grohe, auf Grund einer Umfrage an sämtliche deutsche Unterricht-Verwaltungen zusammengestellte Ubcrsichtstabelle äu- herst lehrreich. In Preußen aber wie in den übrigen deutschen Ländern werben nach 1934 die Frauen an dem Uberschuß von etwa 14 000 Studienassessoren und Referendaren in besonders großer Zahl beteiligt sein Schon jetzt zu Nkichaelis ist die Nachfrage nach akademisch gebildeten Hilfskräften für den höheren Schuldienst, die Jahre hindurch lebhaft war. so gut wie verstummt. Nlüsien die Aussichten der künftigen Studienräke und Studlenrälinnen alß fast hoffnungslos bezeichnet werden, so sind nach den im wesentlichen referierenden Ausführungen von Professor Meerwarth, Leipzig, die der Arzte und Zahnärzte in Deutschland nicht viel belfer. Der Bedarf — 1927 kamen bei uns auf je 10000 Einwohner etwa 7 Ärzte und 1,34 Zahnärzte — wird nach der Zahl der z. Z. Studierenden mehr als gedeckt. Nur an Assistenzärzten besteht augenblicklich ein Mangel, da seit 1927 die Zahl der Approbationen noch einer Hochflut gesunken ist, die jungen Ärzte aber zumeist nach dreijähriger Assistententätigkeit in den freien Beruf übergehen, um sich die Möglichkeit, zur Kaffenpraxis zugelasien zu werden, zu sichern. Gerade aber die Gestaltung der Krankenkassen, die heute im Fluß ist, wird entscheidend für die Entwicklung des ärztlichen und zahnärztlichen Berufes werden. Eine aussichtsreichere Zukunft eröffnet sich tüchtigen deutschen Ärzten vielleicht im Ausland, etwa in deutschen Siedlungen oder den aufstrebenden südamerikanischen Republiken. In Deutschland sind 14% aller Studieren- den Mediziner, an den fünf argentinischen Universitäten aber infolge des Ärztemangels 58 %, in Thur 45 70. in Paraguay 34 %. Dort auf den riesigen dünnbesiedelten Gebieten liegt ein großer Bedarf an Ärzten vor: mindestens doppelt soviel Ärzte wie bei uns mühten dort auf die gleiche Anzahl Einwohner entfallen, soll rechtzeitig ärztliche Hilfe gewährleistet sein. Besonders schwierig und fragwürdig werden Schlüße von der Vergangenheit auf die Zukunft. woZusammenlegungvonBetrieben.Verschlechterung der Konjunktur und andere wirtschaftliche Faktoren die Berufsaussichten entscheidend beeinsiusien. Unter diesem Gesichtspunkt ist, wie Oberregierungsrat Dr. Keller vom Preußischen Statistischen LandeSamt nachweist, für die Chemiker und die akademisch gebildeten Landwirte und Forstbeamten kaum eine Prognose zu stellen. Selbst wenn die Zahlen der Studierenden vorübergehend einmal zurückgegangen sind, so beeinflußt der aus früheren Jahren stammende Uberschuß an Stellenanwärtern den Arbeitsmarkt noch ungünstig. Rach Ansicht von Keller sind auch im Ausland die Aussichten sü- deutsche Chemiker schlecht. Demgegenüber bleibt aber in Betracht zu ziehen, daß Chemie nach wie vor eines der Lieblingsfächer unserer ausländischen Gaststudenten ist. Gerade in entwicklungsfähigen und an Rohstoffen reichen Ländern wie etwa den südamerikanischen, die ihre Söhne zum Chemiestudium zu uns entsenden, liegt vielleicht auch für deutsche Chemiker ein Betatigungs- 'C1Ö3n dem düsteren Bild, das die „Statistischen Untersuchungen" von den Berufsaussichten der an Uni» versitäten Studierenden entwerfen, gibt es aber immerhin einige kleine Lichtblicke. Zweifellos wer- Gibt es noch ansstchtsreiche akademische Berufe? Don Or. Margot Melchior. Kuranlagen führen, wo die drei heilkräftigen Sprudel dem Herzen der Erde entströmen. Don den Quellen wiederum folgten sie den Röhren bis unter die Badewannen, um dann endlich auß der Unterwelt an- Licht au steigen und die Pracht der Badehöfe zu bewundern. Die Dresdener durchstreiften den Taunus bis zur Saalburg und zum Feldberg, lernten Geschichte und Literatur im „Römer" und im Goethe- Ixmß zu Frankfurt, sahen staunend vorn Dach der „Goldenen Waage" in das gotische Geäst des Domturms und schwammen im Main. Zu den Heilquellen von Wiesbaden und Bad Homburg führten ihre Streifzüge. Sie lernten die Burgen des Lahntales und die Herrlichkeiten des befreiten Rheines von der alten Willigis- unö Gutenbergstadt Mainz bis zum Deutschen Ece aus bestimmt werden. Der DeNvalter dieser Idee ist Geheeb. Er leitet die Schule wirklich And toenn er trotzdem unauffällig bleibt und Selbsttätigkeit des Schülers im Unterricht („Arbeitsschule" Kerschensteiners), die Intensivierung des Stundenplanes, und die Mitbestimmung de- Kindes über seinen Arbeitsplan, die „Wahlfrei- heit"; Freiheit aber iin Sinne Lagardes: „Frei ist nicht, wer tun kann was . er will, fonöem wer werden darf, was er soll." 3m Einklang damit die Koedukation, als die Kunst, das in der Verschiedenheit der Geschlechter beruhende Kraftfeld erzieherisch zu nutzen, überhaupt die Bemühung, auS der Schule einen Raum des Lebens zu machen, und die Fülle der Kultur in derselben unaufdringlichen Bereitschaft zu halten, mit der der Wald die Schule umgibt. Es gibt toenige Schulen in der Welt, die darin der Odenwaldschule nahekommen. Nur wer die individualistische Haltung mit der egoistischen verwechselt, kann befürchten, dah darunter die religiöse und sittliche Erziehung Schaden leiden könnte. Vielmehr wird erst durch die individuelle Einordnung in die Gemeinschaft der einzelne dazu gebracht, nach feinen Kräften dem Ganzen zu dienen, durch einen überkonfessionellen Religionsunterricht dahin geführt, in der ihm überkommenen und geachteten konfessionellen Bindung das eigentlich Religiöse lebendig werden zu lassen. Die Grundüberzeugung Geheebs, zu der vielleicht die vielgestaltige Mooswelt der Rhön den ersten Grund gelegt hat, daß die zu ihrer Vollkommenheit gebrachten individuellen Gestalten gleichberechtigte Formen sind derselben übergeordneten Idee, bestimmt auch die Haltung der Schule zu den Fragen der Nation und Nasse. Wenn diese nach Gesinnung und Herkunft so besonders deutsche Schule immer einige Ausländer unter ihren Kameraden hat, so führt sie dadurch über das Verständnis für die Eigenart der Nationen einen Weg zu ihrer Verständigung. Die Odenwaldschule selbst ist ein Individuum, einmalig, niemals nachzuahmen, und gerade dadurch wirksam. Sie selbst durchläuft als lebendiges geistiges Wesen einen Bildungsprozeh, und wenn sie sich in diesen Tagen in einem Fest, das Leben und Arbeit der ganzen Schule vereinigt, ihrer 20jährigen Dauer erinnert, so kann dies im Sinne Geheebs nur bedeuten, daß sie erneut ihrer ewigen Ausgabe inne wird. Wirtschaft Sranffurt a. M. Serlin Dalum 134,25 136,4 137,75 97 DeoiKnmarfl Berlin — Arankfurl a. m. 42,25 50 97,5 195 273 43,5 50,75 98,5 Bereinigte Stahlwerke . Olavi Minen..... Kaliwerke Ascher«Icben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth . 135,5 135 43 50 97,5 16'/. 10 io 15 12 . 6 . 8 . 6 . 6 . 8 den von der gegenwärtigen Not der deutschen Landwirte die Aussichten der Tierärzte ungünstig beeinflußt: an ihnen lucht man ebenso zu sparen wie an den Ärzten für Menschen. Dennoch ist Tierheilkunde eines der wenigen nicht überfüllten Studienfächer, und selbst wenn die Tierärzte nur eine geringe Zahl von Klienten haben: bietet die Ausübung der Fleischbeschau in den amtlich abgegrcnzten Bezirken ihnen eine sichere und oft erhebliche Einnahme. Professor Schneider, der ehemalige Leiter des evangelischen Kirchenstatistilchcn Amtes, Berlin, und Direktor Sauren von der katholischen Zentralstelle für kirchliche Statistik Deutschlands untersuchen den Bedarf und den Aachwuchs an evangelischen und katholischen Theologen. Sie stellen fest, dafe die beiden christlichen Konfessionen in Deutschland, obwohl die Zahl der Theologiestudierenden seit 1925 anstetgt, 8- Z. noch immer an einem fühlbaren Mangel an Pfarrern bzw. Priestern leiden. Ein Grund hierfür berührt die katholische Kirche allein: wenn auch die Zahl der deutschen Katholiken nur halb so groß ist wie die der Protestanten, so erachtet ihre Kirche doch etwa ebenso viel Seelsorger für notwendig wie die evangelische für die doppelte Anzahl der Protestanten. Beiden Kirchen gemeinfam ober ist ein Besonderes, das den Beruf des Seelsorgers vor allen andern auszeichnct: das persönlichkeitsbetonte Bekennen vor der Öffentlichkeit. Dieses Charakteristikum hält Unberufene zurück und verhindert die rafche Auffüllung der Lücken. I. G. Farben-Industrte Dynamit Nobel . . . Eckcideanstalt.... Goldschmidt .... Rütgerdwerke .... Metallgeiellschast. . . Philipp Holzmann . . . . Zementwerk Heidelberg . Cemcntwerk Karlstadt. . . Ways, & Frey tag . . . Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. $)., Lombardzinsfuß 5 o. H. Schultheis Patzenhoser . . Ostwerke........ Slku.......... Steinberg...... . Zellstoff Waldhos .... Zellstoss Aschaffenburg . . vharlotlcnburger Wasser . Dessauer (Maä...... Daimler Motoren . . Deutsche Linoleum . . . Maschinenbau A.-B. . . . Rat. Automobil ..... Orcnklcin & Koppel ... Leonhard Dietz..... Svenska........ Frankfurter Maschinen . . Grtyner...... . • Hcyligenstaedt . . . . . Iunghan«....... Lcchwerke........ Mainkraftwerke Höchst a. M. Miag.......... Gebr. Roeder...... Boigl S Haesfner . . . . Süddeutsche Zucker . . . Lteberfüllie Läger der Erzindustrie. Auf dem Erzmarkt hat sich im September nichts geändert. Die Fördereinschränkungen haben sich fortgesetzt, und die Grzvorräte bei den Werken sind weiter gestiegen. Die Unterbringung g- möglichkeiten sind nunmehr erschöpft, und es besteht keine Aussicht, die gekauften Erze selbst auf den zur Verfügung stehenden auswärtigen Lagerplätzen völlig unterzubringen. Mit den Gruben müssen deshalb weitere Verschiebungsabkommen getroffen werden. Auch können die für 1931 gekauften Erze nur zum Teil angenommen werden, Jo daß Verhandlungen über Verschiebung entsprechender Mengen in die Jahre nach 1933 im Gange sind. Neukäufe für 1931 kommen daher nicht in Frage. Zn den Gruben des Siegerlandes, des Lahn-Dill- gebietes und Oberhessen erfuhr der Absatz eine weitere Verringerung. Die Förderung muhte infolgedessen noch mehr eingeschränkt werden. Eine größere Grube mußte Stillte gun g s a n t r a g stellen. Einige notleidende Ladungen spanischer Erze wurden zu sehr gedrückten Preisen angeboten. Die schwedischen Erzverschiffungen nach Deutschland betrugen im August ab Aarvik 340 366 Tonnen, ab Luela 154 936 Tonnen. 3m August wurden von der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie 887 815 Tonnen Erz über Rotterdam und 169 267 Tonnen über Emden eingeführt. Ueber Hannover-Hildesheim wurden im gleichen Zeitraum nach Dortmund 692 Tonnen verfrachtet. Verringerter Absatz an Ruhrkohle. Der Absatz an Ruhrkohle hat sich im vergangenen Monat wieder verschlechtert, nachdem im August eine ganz geringe Steigerung eingetreten war. Der für Rechnung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats erfolgte Versand stellte sich im September nach den vorläufigen Ergebnissen auf arbeitstäglich 210 000 Tonnen gegen 216 000 Tonnen im August. Auf das unbestrittene Gebiet entfielen hiervon 102 000 (107 000) Tonnen, auf das bestrittene Gebiet 108 000 (109 000) Tonnen. Die Halden bestände auf den Zechen (einschließlich Koks und Briketts, auf Kohle umgerechnet) haben weiter zugenommen. Sie sind von 7 100 000 Tonnen Ende August auf 7 500 000 Tonnen Ende September gestiegen. Die Zunahme entfällt ganz auf Koks, während die Bestände an Kohle und Briketts fast unverändert geblieben find. * D i e Kartoffelernte. Die diesjährige Ernte an Spätkartoffeln wird nach den vorläufigen Schätzungen des Statistischen Reichsamts auf rund 42 Million Tonnen, das ist 13 Prozent wehr als im Vorjahr, veranschlagt. Die neue Kartoffelernte ist die größte der Rachkriegszeit und steht ungefähr aus der gleichen Höhe wie die außergewöhnlich große Kartoffelernte des 3ahres 1913. * Der Aktienindex. Der vom Statistifchen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/28 = 100) stellt sich für die Woche vom 29. September bis 4. Oktober auf 97,7 gegenüber 98,6 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 94,3 (94,7), in der Gruppe verarbeitende Industrie auf 86,0 (87,2) und in der Gruppe Handel und Verkehr auf 121,0 (121,3). Für den Durchschnitt des Monats September ist der Index mit 102,3 gegenüber 103,3 im Monatsdurchschnitt August ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie mit 98,7 (99,4), in der Gruppe verarbeitende Industrie mit 90,8 (92,2) und in der Gruppe Handel und Verkehr mit 125,3 (126,0). • Betriebseinschränkung im Hochofenwerk Oberscheld. Das Hochofenwerk Oberscheld des Konzerns Hessen-Rassauischer Hüttenverein wird wegen vorübergehender Absatzschwierigkeiten den Betrieb für etwa sieben Wochen einschränken. Der Hochofen wird eingedämpft, also Roheisen nicht ausgcgosfen. Eine vollständige Stillegung des Betriebes der einzigen Hochofenanlage im naffauifchen Industriegebiet kommt nicht in Frage. Belegschastsverminderung bei Krupp. Die Firma Krupp hat dem Regierungspräsidenten die Notwendigkeit der Entlassung von etwa 2500 Arbeitern und Angestellten ihrer Essener Betriebe angezeigt. Sie erklärt, die Ab- sahkrife habe sich in letzter Zeit derart verschärft daß nunmehr auch in der Guhstahlfabrik weitere Entlassungen unvermeidbar geworden seien. Die Oberhessen. Siadirai in Buhbach. • Butzbach, 8. Oft. In einer nichtöffentlichen Sitzung des hiesigen Stadtrates, die gestern abend abgehalten wurde, berichtete Bürgermeister Dr. Jansen über das Verfahren gegen den Stadtbaumeister Scherrer, der — wie vor einigen Tagen mitgeteilt — wegen Vergehens im Amt von dem Erweiterten Schöffengericht in Gießen zu einem Jahre Zuchthaus und zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Der Stadtrat nahm von der vorläufigen Amtsenthebung Scherrers Kenntnis und beschloß, entsprechend dem Antrag der Stadtverwaltung, den Gehaltsbezug Scherrers nach den gesetzlichen Bestimmungen zu regeln, d. h. das Gehalt wird an Scherrer unter Abzug der Unkosten durch eine anderweitige besondere Verwaltung der Stelle weitergezahlt, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, wonach die Die n st - entlaffung Scherrers veranlaßt werden kann. 70 Jahre Lahnialsängerbunb. Butzbach 7 Oft. In einfacher, aber würdiger Form feierte der Lah ntalsänger- bund am Sonntag hier sein 70jähriges Bestehen. Die Bundesvereine hatten zu dieser Feier Abordnungen mit Fahnen entsandt. Eine Gedächtnisfeier für die verstorbenen und gefallenen Sänger, die am Grabe des verdienstvollen Bundesvorsitzenden Rektor Storch abgehalten wurde, leitete die Veranstaltung ein. Der erste Bundesvorsitzende Fortbildungsschul- lehrer Gengnagel (Grünberg) hielt die Ansprache. die von einigen gesanglichen Vorträgen umrahmt wurde. Um 11 Uhr begann bann im »Hessischen Hof" das Stiftungsfest. Beethovens „*$>ie Himmel rühmen", war hierzu ein würdiger Anstalt. Der Bundesvorsitzende Gengnagel hielt den Fe st vortrag über „Gründung, Entwicklung und Bedeutung des Lahntalsängerbundes". Für 25jährige Zugehörigkeit zum Lahntalsängerbund -konnte zwölf Mitgliedern die Ehrennadel überreicht werden. Der Nachmittag war ausgefüllt durch den ordentlichen Bundesfängertag. Die Versammlung beschloß u. a., den Beitrag einschlicß- lich des Beitrages zu den Tonsehergesellschaften auf 1 Mark herabzusetzcn. Die Wahl des Vor- Itandes brachte — mit zwei Ausnahmen — die Wiederwahl der bisherigen Herren. Für den durch Wegzug ausscheidenden Schriftführer Lieb au wurde Herr R. Iöckel (Grünberg) bestellt, für den Dundcsrechner Eise, der sein Amt nach dem Ausscheiden des Männergesangvereins „Heiterkeit"-Gießen zur Verfügung stellte, : wurde Herr B. B e ck e r (Londorf) gewählt. Im Anschluß daran wurde über die Anfeindungen, denen der Lahntal-Sängerbund von feiten anderer hessischer Gaue wegen seiner eigenartigen Zusammensetzung ausgesetzt ist, gesprochen. Der Vorstand wurde beauftragt, beim Hessischen Sängerbund vorstellig zu werden und darauf hinzuweifen, daß dem Lahntal-Sängerbund bei seinem Eintritt versichert worden sei, daß „seine Anfang- 7 10 7ÖT 30,5 197,5 199 279,5 Freiheit und seine traditionellen Neunte in keiner Weise beeinträchtigt werden sollen". Den Abschluß der Tagung bildete ein gemütliches Beisammensein, das durch Chordarbietun- gen verschönt wurde. Landkreis Gieren. = Langg-Göns, 7. Ott. Am 1. Oktober trat der hiesige Lehrer Hermann Roth in den wohlverdienten Ruhcstand. Er mar über 40 Jahre in unserem Dorfe als Volksbildner tätig und genoß durch fein entgegenkommendes Wesen allerseits Hoch, achtung und Verehrung. In der langen Zeit seiner Schularbeit hat wohl über die Hälfte unserer Einwohner zu seinen Füßen gesessen. Viele Jahre hindurch hat er in überfüllten Klassen von mehr als 100 Schülern unterrichtet. Lehrer Roth siedelt in diesen Tagen nach Gießen über, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes wünschte er, daß von allen Abschiedsfeierlichkeiten abgesehen wurde. Die besten Wünsche der Einwohnerschaft von Lang-Göns begleiten ihn. — Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß in unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten fast gar kein Lehrerwechsel stattfand. Auch die derzeitigen Lehrer sind schon viele Jahre hier tätig. Das mag einmal daran liegen, daß Lang-Göns so dicht bei der Stadt liegt, anderseits zeigt es auch, daß das Verhältnis zwischen Gemeinde und Lehrerschaft ein gutes war und noch ist. od Burkhardsfelden, 7. Oft. Am Sonntag fand in der hiesigen Kirche eine Visitation durch Dekan G u ß m a n n aus Kirchberg statt. Im Gottesdienst, gehalten durch unseren Ortsgeistlichen Pfarrer F r a n k aus Reiskirchen, hielt Dekan G u fern a n n eine ermahnende Ansprache, an die sich die Prüfung der Christenlehrpflichtigen und älteren Schulkinder anschlofe. Den Schlufe bildete eine Besprechung mit dem Kirchenoorstand über verschiedene Punkte. Es darf wohl gesagt werden, daß der kirch- liche Sinn und die Teilnahme an Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen hier gut sind. Kreis Büdingen. △ Nidda, 7. Oft. Der Cisenbahner- herein feierte am Samstagabend in der Turnhalle fein 3 0. S t i f 1 u n g s f e st. Im Rahmen der Veranstaltung wies der Vorsitzende auf die Zwecke und Ziele der Vereinigung hin und schilderte kurz die Geschichte des Vereins, der sich innerhalb dieses Zeitraumes zu einem der größten Vereine der Stadt entwickelt hat. Ein reichhaltiges. unterhaltendes Programm, in dessen Verlauf Theateraufführungen und Konzert der Feuerwehrkapelle geboten wurden, füllte den schön verlaufenen Abend. Am Sonntag wurde in der Turnhalle noch ein kleines Kinderfest veranstaltet, bei dem ein Märchenspiel aufgeführt und die Kinder durch Geschenke erfreut wurden. — Frau E. I o st, Witwe des Kaufmanns Jost, feierte in großer geistiger und körperlicher Frische ihren 8 0. Geburtstag. Der Jubilarin wurden sehr viele Glückwünsche zuteil. Sie hat sich stets als eine rege Förderin der Wohl- tätigfeitSberanftaltunq erwiesen und auch im Vorstand der Kleinkinderschule, sowie im Evangelischen Frauenvercin viel Gutes gewirkt. Kreis Schotten. s Schotten, 7. Oft. Drei Verbände mit gleichen Zielen — Freiwillige Sanitätskolonne Schotten, Zweigverein vom Roten Kreuz und Alicefrauenver- ein — hielten am Samstagabend in der Turnhalle einen wohlgelungenen Werbeabend ab. Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Dr. S e u 11 n g trug eine Reihe schöner Konzertstücke vor. Pfarrer Römer sprach über die Ziele der Vereine. Der Chefarzt des Städtischen Krankenhauses hielt einen interessanten Lichtbilderoortrag „Schnell helfen und retten". Frl. Vogt trug an- prechende Lieder vor, auch die moderne Kapelle des hiesigen „Blau-Weiß-Klubs" half den Abend ver- chönen. Durch eine Verlosung wurde ein schöner Reingewinn für die Vereine erzielt. — Die Fünfzigjährigen des Kirchspiels hielten am Sonntag eine Wiedersehensfeier hier ab. Im Gottesdienst, der zugleich mit der Feier des Erntedankfestes verbunden war, und bei der der hiesige Männerchor mitwirkte, gedachte der Pfarrer der schönen Sitte dieser Feier. Im „Hessischen Haus" and die Nachfeier statt. Preußen. Kreis Wetzlar (P Wißmar, 7. Oft. In her letzten Zeit wurde im Gemeindewald ein stärkeres Auftreten des Buchenrotschwanzes in den Buchenallholzbeständen festgestellt. Die Raupen des Schädlings fallen durch ihre grünlichgelbe lange Behaarung und den roten Haarbüschel am Schwänze auf. Schluß- furd 7 10 68,75 30 194,9 195,5 275,5 1-Uhr- flurrf 8 10. Entlassungen sollen in vier Wochen zur Ausführung kommen, falls bis dahin keine Besserung im Auftragseingang eingetreten ist. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 8. Oft. Tendenz: schwächer. Zu Beginn der heutigen Börse konnte sich die Stimmung nicht bessern. Die Kursrückgänge setzten sich auf den meisten Marktgebieten fort. Die anhaltende Unsicherheit über die innerpolitische Entwickelung, die sich infolge per Spaltung der Staatspartei noch verstärkt hat. lastete weiter auf der Stimmung. Dazu tarnen pte neuen Goldabgaben der Reichsbank, die die Gefahr einer Diskonterhöhung näher heranrücken. Von Berlin lagen infolge des Ausfalls der heutigen Börse V e r - kgufsorders in etwas größerem v m L£n 9c vor, doch die Aufnahmefähigkeit des Marktes blieb gering. Es ergaben sich zu den ersten Notierungen neue Rückschläge üön 1 bis 2 Prozent. Darüber hinaus gaben Aku 2,5 und Zement Heidelberg 3 Prozent nach, letztere auf die Stillegung eines Mittelbetriebes. I.-G.-Farben eröffneten 1,25 Prozent gedrückt. Metallgesellschaft waren knapp behauptet. Am Elektromarkt gaben AEG., Berger, Ächt L Kraft, Schuckert und Siemens 1 bis 1,5 Proz. nach, während Chadeaktien etwa 3 Mark niedriger lagen. Am Montanmarit verloren Rheinstahl und Rheinische Braunkohlen je 1,25 Proz. Reichs- banf waren überwiegend angeboten und gaben 1,75 Proz. nach, ebenso Danatbank, die 1,75 Proz. verloren. Schlffahrtswerte und Kaliaktien blieben dagegen gehalten. Deutsche Anleihen lagen etwas schwächer. Von Ausländern gaben Mexikaner bis 1 Prozent nach. Türken gut behauptet. Im Verlause kam nach vorübergehender weiterer Abschwächung die Abwärtsbewegung der Kurse zum Still st and. Das Geschäft war jedoch im allgemeinen sehr still. Nur für I.-G.- Farben und Siemens bestand einiges Interesse, bei leicht anziehenden Kursen. Am Geldmarkt trat stärkere Nachfrage nach Taft e s g e l d hervor, und der Satz wurde auf 4 Prozent (gestern 3,25 Proz.) erhöht. Am Devisenmarkt ging der Dollarkurs auf 4,2040, nach <2050 zurück. Sonst nannte man Mark gegen Pfund 20,4250, gegen Paris 123,85, London gegen Kabel 4,8585. gegen Mailand 92,79, gegen Madrid (weiter schwach) 48,25, gegen Schweiz 25,01. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 8.Oft. Am Produttenmarkt herrschte große Geschäftsstille, Wohl auch infolge des jüdischen Feiertages. Die Stimmung war im Einklang mit den sehr flauen Ausland- börfen eher schwächer. Umsätze kamen kaum zustande. Nur der Preis für Weizenmehl (Spe- »ial 0) wurde um 0,25 Mk. auf 40,25 Mk. ermäßigt. Roggenmehl gleichfalls etwas entgegenkommend. Futtermittel still: die Preise lauteten zirka bis 5 Mk. niedriger. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Nassau). - Hektolltergewicht von 75 Kilogramm, 250 bis 248,50; Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau und Unterfranken) 165; Hafer, inländischer, 157,50 bis 162,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 39,75 bis 40,50; Roggenmehl 26 bis 27; Weizenkleie 6,50; Roggenkleie 6,75 bis 7,00. Gngefandk. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die richtige Nummer wählen! Obwohl das Selbstanschlußamt in Gießen schon mehrere Monate dem Betrieb übergeben worden ist, scheint die Handhabung der Nummernscheibe vielen Teilnehmern noch vollkommen schleierhaft zu sein. Man sollte meinen, daß mit der Zeit so häufige Fehlanschlüsse gar nicht mehr Vorkommen könnten. Aber gerade in den letzten Tagen mehren sich die Falfchver- bindungen. Man sollte annehmen, daß die Teilnehmer, die eine solche verkehrte Nummer gedreht haben, sich bei dem anderen, unnötigerweise belästigten Teilnehmer entschuldigen. Das ist aber keineswegs der Fall. Im Gegenteil, man kann noch sehr wenig freundliche Reden hören, ein stärkerer Ausdruck wäre vielleicht eher am Platz. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, daß die Teilnehmer beim Nummerwählen künftig etwas mehr Sorgfalt walten lassen, wodurch manche höchst unliebsame Belästigung vermieden werden kann zum Nutzen beider Teile. Schluß, furd 7 10 68,5 193,5 195 273 firanffurt a. 271. Berlin Frankfurt a. M Se lln enhiup« lurd 1-llhr. Äurd Schluß, für« tUnfang» Kurs (Schluß, für« vllhr, Kurs Schluß« Anfang« ■Datum 7 10 8 10 7 10 7 10 Calum 7 10 8 10 7 10. 7. 10. 6% Deutsche Reichdanieihe von 1927 ......... . 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......... Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit AuLlol..Rechten....... Desgl. ohne AulNos.-Rechte . . 6% Heil, yolteftaat von 1929 trilckzahlb 102%)...... Oberhessen Provinz. Anleihe mit Auelos.-Rechten...... Deuische fiomm. Sammeladl. Anleihe Serie 1....... 8% firanlf. Hnp.-Bank lyoldpse XIII untünbbar OU 1984 . . . 7% Rranff. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bl« 1982 ..... 4W% Rheinische Hvp.-Bank Ltqu. Goldpse......... 8% Pr. LandeSP'nndbrtesanNaN, Psandbriese R. 19 ..... 8% Pr Landeepian chriesansialt, Komm.-Lbl.8I. 20...... 7% Pr. Länderen,tdbrielansialt, Psandbriese R 21 ..... A.E.G abg. iMoui^gd.Obligationen, rückzahlbar 1982 ..... 4% Oesterreichliche Goldrente . . 4,20% Oeiterreichische Silberrenie 4% Oesierreichilche Einheitliche Rente........... 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staaterente V. 1910 iVi% desgi. von 1918 . . . . . 4% Ungarische Kronenrente . . 4% Türkische Zollanleih, von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Aui Serie 1........... 4% deegl. Serie II....... 6% Rumänische vereinh. Rente von 1908 .......... 4Vi% Rumänische vereinh. Rente von 1018 .......... 4% Rumänische vereinh. Rente . 87,5 98,75 6,6 89,5 56,75 99,75 94,5 85,75 101 97 98 94,5 27,4 24,25 1,95 5 5,05 5,05 7,1 1 1 SS 1 1 1 1 1 1 1 i 1 1 II 1^1 1 1*° 1" 1 ‘s 88 99 55,9 6,575 89,25 56,5 101 97 98 27,65 1,95 24,3 19,5 20,4 2 5,1 5,05 9,25 14,75 7.1 87,25 99,25 57 6,7 89,5 56,5 101 98 97 27,6 24,4 19,4 2 5,1 5,05 9,4 14,9 7.25 Hamdurg-Amertta Palet . . . 7 Hamburg-Eüdam. Dampfschiss. 8 Hanta Dampsschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Allgemeine DeuticheLreditanst. 10 Barmer Banlverein .... 10 Berliner Handelrgesellschaft . 12 Commerz- und Privat-Bank. 11 Darmstädler und Rationaibanl 12 Deutsche Bank und DiUconto-GescUschast, ... 10 Dresdner Bant......10 Reichsbant..... 12 A.lk.G....... .... b Bergmann.........y ‘fleltr. LieserungSgesellschast. 10 Licht und Kraft......io Felten & Guilleaume . . . iy. Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... io Hamburger Elektrizitäts-Werte 10 Rheinische Elektrizität .... 0 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert Ä $o. ..... . 11 Siemen« L Halste ..... 16 Tranvravio . ........ 8 i'ahmeyer & ®o. ..... . io Buderus....... . . • 6 Deutsche Erdöl ...... s Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8 Harpcner. ......... 0 Hoesch Eisen. ....... 6% I'se Bergbau ....... 10 Klöcknerwerke ........ 7 Köln-Ncucssen........ 7 Mannesmann-Röhren .... 7 Manoselder Bergbau ..... 7 Oberschiei. Eisenbedarf .... 6 Oderschlcs. Kolowerke.....7 Bbönir Bergbau......6% Rheinische Braunkohle« . . 10 Nhemst ahl.........6 Siiebcck Montan...... 7,2 77,5 77,5 101,75 106.5 131 117,5 157,25 115,5 115,25 217 119,75 120,5 95,5 121,5 134 175,5 145 52 98,5 202 72 67,5 77 77,5 106 117,5 155,5 115,5 215,25 119 144 119,25 119,5 133 175 98 86 176,5 72 77 77,5 102,13 106,5 131 117,5 157,25 115,5 115 216 120,13 145 115,5 120,25 95,25 121,13 118 118,5 134 177 147 51,75 64,25 97,4 "6,5 75,9 69,25 76,75 1 43,65 46 72,4 67,75 177,75 73,25 77,65 164 78,4 102 107,75 133,5 118,9 161,5 117,25 116,5 220 121,5 148 117,5 123,25 97 123,5 119,75 121 137 179,75 145 52 66 98,75 87,5 78,25 203,5 70,5 80 '2,5 45 74,25 68,5 180,75 75,4 Banknoten. Bern«, 7. Oktober Gelb M— Amerikanische Noten..... 4,208 4,228 Belgische Noten. ....... 58,33 58,57 Dänische Noten ........ 112,10 112,54 Englische Noten ........ 20.395 20,475 Französische Noten....... 16.442 16,502 Holländische Noten....... 169,28 169,96 Italienische Noten........ 21,96 22,04 Norwegische Noten....... 112,08 112^52 Deutsch-Oesterreich, » 100 Schilling 59,08 59,32 Rumänische Noten....... 2,477 2,497 Schwedische Noten ....... 112,65 113,09 Schweizer Noten ........ 81,64 81,96 Spanische Noten........ 42,71 42,89 Tschechoslowakische Noten..... 12,41 12,47 Ungarische Noten ....... 73,32 73,62 75 - 1 74,25 - .10 95 92 - — .10 - - - - • • 8 51 49,5 1 50,75 52,5 . 16 - - 185,13 189,5 • ” — - 148 150,5 • 18 59,5 57 59,5 63 ' " 65,5 64,5 69 72,5 18/• ~ 119 120 121,75 • ” - - 85,25 89,5 • • 8 - ~ 83,75 84 • • ® ~ ~ 112,13 117,4 • • 0 75,5 25 25,5 25,75 • • • 153 - 153 156 . . 0 - - 34 - • • 0 — — 11,9 12,13 . . 6 - — 48 48 • 1° 117 — 119 120 • • < 20 — 20 20 • • 6 31 — 30 29 . . 0 - — — - . . 6 Hott. Buen-AireS Brss.Nntw. Lhristiania - Kopenhagen Stockholm . HclsingforS. Italien. . . London. . . Ncuyork .. Parts. . . . Schweiz . . Spanien. Japan .. . 'N io de Jan Wien in D-- Ccft. adgest Prag . . . . Belirad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon . . Danzig. . . Konst utlu. Athen. . . Canada . llru »atz. . Cairo ... 169,34 1,474 58,55 112,33 112,34 112,76 10,565 21,985 20,40 4,1980 16,465 81,545 42,96 2,080 59,21 12,456 7,443 73,49 3,043 18,825 81,53 1,784 5,438 4,201 3.377 20,91 169,68 1,476 58,67 112,55 112,56 112,98 10,585 22,025 20,44 4,2050 16,505 81,705 43,04 2,084 59,33 12,476 7,457 73,63 3,049 18,865 81,69 1,789 5,448 4,209 3,383 20,95 169,27 1,480 58,545 112,31 112,34 112,74 10,561 21,975 20,397 4,197 16,465 81,48 43,21 2,076 59,2) 12,459 7,439 73,425 3,043 18,83 81,52 1,784 5,435 4,200 3,357 20.91 169,61 1,482 58,665 112,53 112,56 112,96 10,581 22,015 20,437 4,205 16,505 81,64 43,29 2,080 59,33 12,479 7,453 73,565 3,049 18,87 81,68 1,789 5,445 4,208 3,363 20,85