Nr. 209 Erster Blatt 180. Jahrgang Montag, 8. September 1950 Erscheint tüglich.avtzer Sonntag» und Feiertag». Bettelei: Die Illustriert, ®leben« Jamilienblitt« Heimat im Dill» Die Scholle tnenels-Beingiprets: 2.20 Neichsmar» und 30 Reichs Pfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge Oberer Gewalt. Zernsprechanschlüffe an t er 5a mm e lnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Hnjetger Kietzen. Postscheckkonti: ZranttuNam Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ürud und Verlag: vrühl'sche UntverftlütL-vach. oö Stetiörnderei L. Lange tn Gieße«. Sdfriftlettiing unö Gefchäftrßelle: Zchulttraße 7. Nnnahme m« lnjeite« für die Tageinummer bis zu in Nachmittag vorher. Preu für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Netchspfennig: für Ne» tilameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig, Ptetzvorschrift 20*. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Berantwonlich für Tohtifc Dr ftr. WUh. Lange; für Feuilleton Dr H Thynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für de, Anzeigenteil Max sämtlich in (Sieben. Wie wähle ich? Sine unpolitische Wahlbetrachtung. Don Siegfried von Vegesack Der Wahlkampf ist in vollem Vang. (Sin Trommelfeuer von Ausrufen und Programmen Hages! auf uns nieder, das Giftgas gegenseitiger Verleumdungen liegt in grauen Schwaden über dem Schlachtfeld, im erbitterten Rahlarnps schlägt man sich munter die Schädel ein. Und wie im wirklichen Kriege wird auch hier das Hinterland immer mehr in Mitleidenschaft gezogen: auch der, dem alle Politik von Herzen zuwider ist, kann heute nicht abseits stehen und in bequemer Selbstverleugnung das Feld dem Deruss- politiker überlassen. Denn es gebt ja um dein, um mein, um unser aller TDobi, — und was auch dos Resultat dieser Schlacht sein wird: die Krieaskosten werden wir alle befahlen müssen. Auch der Drückeberger im Wahlkamps, der Richtwähler, entrinnt nicht der gemeinsamen Der- onlworlung Rein, wen und was du wählen sollst, das kann ich dir nicht sagen. Das muh ich berufeneren Leuten überlassen. Denn ich bin kein Politiker, lese keine politischen Artikel und begreife von diesen Dingen herzlich wenig. Aber mir scheint heute eine andere Frag« fast ebenso wichtig: wie soll ich wählen? Und diese Frage wird in den Aufrufen und Programmen der Parteien leider nie beantwortet. Ich meine folgendes: Sagen wir, Herr A stimmt für Lifte 1, Herr B für Liste 2, Herr C für Liste 3. Schön und gut. (Es gibt eben verschiedene Parteien, verschiedene Interessen, verschiedene Menschen. Aber nun entsteht fol- flcnbfy weil A für Liste 1 stimmt, holt er B, der Liste 2 wählt, für einen Esel, und beide holten Herrn C, der für Liste 3 stimmt, für einen Lumpen. Seinerseits hält Herr C sowohl Herrn A, wie Herrn B für ausgemachte Trottel oder Idioten. Der sachliche Gegensatz wird also sofort in persönliche Feindschaft umgeschaltet. Weil Herr A einer anderen Partei angehört, anders denkt und anders wählt als du, ist er eben ein Schweinehund. Und weil du anders denkst und an- bers wählst als Herr A, bist du in den Augen von Herrn A natürlich auch ein Schweinehund Nirgends in der ganzen Welt herrscht diese Unsitte so stark wie bei uns: den politischen Gegner durch Der- dochtigungen zu diskreditieren, Ihn nicht sachlich, sondern persönlich zu bekämpfen. Wenn z. B in England ober in Frankreich zwei Politiker im Parlament erbittert miteinanber gerungen hoben, kann man sie gleich darauf in der Pause freundschostlich Arm in Arm zum gemeinsamen Fyihstiikk gehen sehen. Und bei uns? Am liebsten würden sie auf der Strafte den Hamps mit der Sauft sortsetzen! In Paris erlebte ich folgendes: Ich war vom Vertreter eines deutschen Zeitungsverlags zum Mittagessen geladen. Dort traf ich den Korrespondenten eines anderen deutschen Zeitungsoerlages, — beide Derlagshäuser sind die gröftten politischen Gegner, die man sich denken kann Aber ihre Vertreter verkehren freundschaftlich miteinander, weil dies drüben eben so üblich ist! Nun das Gegenbeispiel. In München habe ich zwei sehr liebe, sehr gute Freunde Der eine ist Redakteur eines Münchener Blattes, der andere Vertreter einer Berliner Zeitung. Der eine steht rechts, der andere links. Glaubt ihr, daft es mir möglich wäre, diese beiden lieben Freunde zusammen einzulaben, sie an einen Tisch zu setzen? Ausgeschlossen! Dabei sinb beide sehr kluge, verständige, durchaus nicht verrannte Menschen. Aber Opfer ihres Berufes, ihrer Stellung, die sie eben zu dieser „Feindschaft" verpflichtet' Ich begreife das nicht Ich habe gute Freunde, die ganz rechts stehen, überzeugte Monarchisten sind, und ebenso gute Freunde, die ganz links stehen, sogar noch weiter links, als die Kommunisten. Aber mein Gott, — was kümmert das mich') Was hat die politische Ueberzeugung mit der Anständigkeit der Gesinnung zu tun? (Es gibt eben Lumpen und Schweinehunde überall: sowohl rechts wie links. Aber Gottlob: sowohl rechts wie links gibt cs auch anständige Kerle Und darauf kommt es an: aufbas W i e der Gesinnung, — nicht auf das Was der Ueberzeugung. Deshalb scheint es mir wichtiger zu fein, wie man wählt, als was man zählt Daft jder ehrlich feiner lieber- zeugung, feinem Interesse folgt, unbbiefesaudj vom andern voraussetzt. Daft man ben politischen Gegner achtet, daft man sachliche Gegen- sätze fachlich, und nicht persönlich austrägt Ein Wahlkampf muft fein, aber er muft auch ohne das Giftgas der Verleumdungen geführt werden können. Und cs ist nicht nötig, daft man sich in diesen Kampf die Köpfe gegenseitig einfchlägt. Besonders, wenn man schon so wenig Köpfe hat. Früher war es die religiöse Ueberzeugung, beret- wegen einer den andern tvtschlug, oder auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Wem wird es heute ein- fallen, Herrn A für einen Verbrecher zu halten, weil er Katholik oder Protestant ist? Hat er aber eine andere politische Ueberzeugung, bann ist er noch heute ein Schuft. Einmal wird auch diese mittelalterliche Unduldsamkeit und Engherzigkeit einer freieren und tieferen Lebenseinsicht Platz machen. Nicht auf die Stimmenzahl der Parteien, nicht auf diese oder jene Mehrheit kommt es an. Diel wichtiger ist, daß die politische Atmosphäre bei uns endlich entgiftet, daft diese Partei-Kleinstaaterei aufhört, daft wir uns endlich darauf besinnen, daft in diesem Wahlkampf mehr auf dem Spiel steht, als Manditssitze und Ministersessel Ich meine unser aller Schicksal. Ich meine Deutschland. Der Ansturm auf den Wähler. Parteiführer und Minister am Rednerpult. — Wahlversammlungen im ganzen Reich. Oben von links nach rechts: Reichskanzler a. D. Dr. Marx, Reichskanzler Dr. Brüning, Reichsminister a. D. 6 e d e r i n g , Reichstagspräsident ßöbc, Ministerpräsident Otto Braun. Unten von links nach rechts: Reichsminister Dr. Dietrich, Reichsminister Dr. öurtius, Georg Straffer, Geheimrat Hugenberg. Die Nationalsozialisten. Hitler spricht in Hamburg. Auf einer Versammluna der RSDAP. tn Hamburg sprach Adolf Hitler. Gr erklärte, daft, wenn das deutsche Volk jemals wieder eine Rolle in der Welt spielen wolle, dies nur geschehen könne, wenn ein Wille und eine Ansicht das deutsche Volk beherrsche. Was Deutschland vernichtet habe, sei nicht die mangelhafte Leistung des deutschen Volkes, sondern einzig und allein seine fehlerhafte Haltung. 3n Deutschland erhebe sich heute eine Reformation des deutschen Geistes, die Millionen erfasse und sie herausreifte aus dumpfer CBcrxtreillung. 3n Deutlchland stehe heute das Volk auf. allem Terror und aller Lüge zum Trotz. Der RakonalsozialisrnuS fei der granitene Block der Ration, der allein die Grundlage schaffen könne für den Wiederaufbau und den bevorstehenden Schicksolskamps. Der Geist der Demokratie habe den Geist der Leistungen in Deutschland getötet. Rur ein Volk, das allein auf sich selbst baue und wisse, daft der Weg zur Freiheit nur mit dem Schlüssel aufgeschlossen werden könne, den es s i ch s e l b st schmiede, werde auch den Weg finden, um sich dieses Tor zur Freiheit zu öffnen. Die Rationalsozialisten gingen nstht in die Wahl hinein, um sich nach der Wahl zur Ruhe zu sehen, vielmehr sei der Wahltag d i e Ausgangsstellung zum neuen Kampf der braunen Armee Deutschlands. Die Ruhe in Deutschland trete erst ein. wenn Deutschland wieder frei sei. Die Deutschnationalen. Hugenberg spricht in Breslau 3n Breslau sprach der deutschnationale Partei- führer Dr. Hugenberg. Der Vorsitzende des Landesverbandes Schlesien der Deutschnationalen Volkspartei, Landrat v. G oft ter. begrüftte den Parteilührer als den Führer, der verkannt und verlästert durch viele andere in uneigennütziger und selbstloser Weise stets der Sache deS Vaterlandes über seine eigene Perlon gestellt habe. Dr. Hugenberg beschäftigte sich bann mit über ihn verbreiteten falschen Behauptungen Gs sei ganz unverständlich, wie man die Unwahrheit verbreiten könne, daft Dr. Hugenberg in der Unterredung mit Dr. Brüning am Tage vor der Rcichstagsauslösung die Lösung des Zentrums von der Sozialdemokratie nicht gefordert habe. Kreise, die mit besonderer Vorliebe so täten, als ob sie die christ- liche Gesinnung für sich gepachtet hätten, streuten geflissentlich bte lügenhafte Vorstellung aus. als ob Dr. Hugenberg die Herstellung oder den Vertrieb pornographischer ErzeugniNe fördere oder dulde. Besonders perfide fei der Versuch, ihn persönlich dadurch herabzufetzen. daft man ihm einen Unterschied in seinen politischen Kundgebungen und feiner wirtschaftlichen Betätigung nachsage So verbreite jetzt eine Zeitschrift einen Geschäftsbericht deS Deutschen Kreduvereins aus dem 3uni 1929. der die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Gefolge des Boungplanes vertrauensvoll anfah. Die Zeitschrift behaupte, daft der .stellvertretende AufsichtsratSvorsiyende Dr. Hugenberg" diesen Geschäftsbericht unterzeichnet habe. Diese Behauptung sei erlogen. Es handele sich um einen der üblichen Geschäftsberichte der Geschäfts- leitung. von dem er selbst erst sehr viel später Kenntnis erhalten habe. Die Konservative Volkspartei Trcviranus spricht in Köln. In einer Versammlung der Konservativen Volks- Partei in Köln führte Reichsminister Treviranus u. a. aus: Schließe ns Vorsorge für einen Betriebsfonds der Reichsregierung und eine Aus- gleichsreferoe, die bis 1930 eine günstigere Gestaltung der Reoisionsoerhandlunaen für den Dawes- fiten möglich machen sollte, ist von seinen Nach- olgern in das Gegenteil verkehrt worden. Die Folgen Hai die jetzige Reichsregierung mit einer unendlich mühsamen, zeitkostcnden Aufröumungs- arbeit zu tragen. Die Kritik von links geht an der Tatsache vorbei, daft die Sozialdemokratie aus eigenem Antrieb im März auf die Verantwortung in der Regierung verzichtet hat, und daft die vergangenen iwci Jahre ein neues und besonderes Zutrauen in sozialistische Regierungskunst nicht be- gründen. Zwar wird eine grofte Zahl von Führern der Linken einfehen, daft eine Reform in der Finanz- gebarung und Sozialversicherung unabweisbar ist, aber gerade der Wahlkampf zeigt, wie wenig man es wagt, den alten Wählern d i e Wahrheit • zu sagen. Die Kritik von rechts machen sich die Nationalsozialisten besonders leicht, indem sie nur mit den Begriffen „Systemänderung, Kamps für die Idee, Nieder mit den bisherigen Zuständen!" operieren, ohne daft urteilsfähige Mitmenschen bisher ergründen konnten, welche konkreten Absichten oorliegen. Neigung zum politischen Radikalismus ist in wirtschaftlichen Notzeiten begründet. Aufstieg und Verfall der völkischen Freiheitsbewegung um 1924 zeigen, wie wenig auf Stetigkeit solcher Bewegungen ju geben ist. Sachlich wird von deutschnationaler Seite ebenso wenig Stichhaltiges oorgebracht. Wir führen den Wahlkampf um die Sicherung der Durchführung des begonnenen Rcformwerkcs Den Streit um die Stärke des nationalen Wollens lehnen wir ao Die Rcichsrcgierung habe ihr Ziel klar erkannt und entschlossen die notwendigen Maftnahmen an- geordnet, die zwar hart und druckend leien, aber notwendig, um Ordnung zu schaffen. Rur die Mitarbeit des gesamten Volkes und aller Parteien könne eine wirtschaftliche Gelundung und eine organische Fortentwicklung ermöglichen. Entscheidend bei der Wahl müsse die Verpflichtung der Uebemahme der Verantwortlichkeit für die Allgemeinheit fein. ..Staatsvolk, nicht 3n- teressentenhaufen" — deshalb werben wir für eine Mehrheit für die Fortführung des von unserer Regierung begonnenen Reformwerks und für die Sammlung aller Kräfte für die Wieder - aufbauarbeit. Die Wirtschaftspartei. Brcdt iprjcht in Düsseldorf. Reichsjustizminister Dr. D r e d t sprach in Düsseldorf in einer Wählervcrfammlung der Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei). Der Minister führte u. a. auS: Wir müssen dahin kommen, daft wir in erster Linie die Sondersteuern für gewisse De- völkerungsteile, die Gewerbesteuer und insbesondere die Hauszinssteuer auf e i ne tragbare Basis zurück schrauben. Der Arbeitslosigkeit muft in erster Linie dadurch begegnet werden, daft d i e private Bautätigkeit wieder in Gang gebracht wird. DaS ist aber nicht möglich ohnen einen tunlichst schnellen Abbau der Wohnungszwangswirt< schäft und der Steuern. 3n kultureller Hinsicht hat unsere Partei iftre alte Dahn noch nie verlassen. Wir sind eine christliche Partei, aber eine paritätische Partei, die beide Konfessionen gleichmäftig wertet. Wir vertreten nach wie vor den Gedanken der fon- feffionellcn Sch u l e auf dem Boden des EllembestimmungSrechts. Eine gute Zukunft des deutschen Dolles können wir unS aber nicht vorstellen ohne einen leistungsfähigen, selbständig schaffenden, christlich-nationa» denkenden deutschen Mittelstand. Dessen Erhaltung ist unsere Wahlparole, um dessen Erhaltung geht eS am 14. September. Die Deutsche Volkspartei. Lcholz und Steckt sprechen in Berlin. Auf einer Dahlkundgebung der Deutschen Volks- Partei in Berlin forderte Reichsminister a. D. Dr. Seb olr, daft jeder seiner Wahlpflicht genügen müsse, sei doch der 14. September ein Schicksalslag für die ganze deutsche Nation. Der Kampf gelte jetzt in erster Linie den extremen Parteien links und rechts dann aber auch den sozialistischen Theorien und Idealen, die uns in die heutigen unhaltbaren Zustände hineingebracht hätten, damit eine Mehrheit des 3 u in Staat aftioeinge ft eilten und aufbaubereiten Bürgertums geschaffen werde. Die Wirtschaft habe ein Recht darauf zu verlangen, daft auch der Staat rationell verwaltet werde. Es müsse zur Derfassungs- unb Verwaltungsreform kommen mit dem Ziel des deutschen Einheitsstaates, den Bismarck bereit» erstrebt habe. Eine Gesundung unserer Finanzen sei nur zu erzielen, wenn Reich, Länder und Gemeinden nicht nur für ihre Ausgaben, sondern auch für deren Deckung verantwortlich gemacht würden. Zur Wayloefonn verlange die Deutsche Volkspartei in erster Linie eine Heraufsepung des Wahtelters. Die Sicherung unterer sozialen Errungenschaften fei zu wünschen, sie müsse sich aber im Rahmen der Tragfähigkeit der deutschen Wirtschaft halten. Generaloberst v. Geeckt betonte, daft der Feind nicht rechts ober links stehe; sondern daft für einen wahren Deutschen der Feind nur jenseits der Grenzen stehe könne. Die Wiedergewinnung und Wiederherstellung der Geltung Deutschlands im Bereiche her anderen Völker, entsprechend seiner Gröfte, seiner Geschichte und seinem Können fei untrennbar verknüpft mit einem Kampf gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrags. In erster Linie richte sich der Kampf gegen einen untragbaren Tribut. Weiter muffe der Kampf gehen um die Lebensnotwen- dlgkeiten im Osten. Deutschland wolle kein Staat zweiter Klaffe sein Ein weitere» Ziel der Auftenpolitik müsse der Schutz der deutschen Minderheiten sein. Nur auf einer gesicher- ten Innenpolitik könne eine feste Auftenpolitik geführt werden. Heute werde viel von F r o n t g c i ft gesprochen. Was sei aber unter Frontgeist zu verstehen? Die Forderung der Disziplin, der Selbstaufopferung und der Kameradschaft. Auch in der Wirtschaft bedürften wir der Kameradschaft, des Frontgeistes und der Disziplin. Wo in der Beschränkung der Ausgaben keine Selbstdisziplin eintrete, müsse der Zwang eintreten. Ls müsse ein Willen und eine Stelle im Staate geben, die eine Entscheidung herbeiführen könne. Damit aber verschwinde vollkommen da» Gespenst der Diktatur. Dft Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft sei eine Frage, die die Stadt ebenso angehe, wie bas Land. Deshalb müsse es auch zu einer Verständigung in der Frage der Zolle lammen. Zu den sozialen Fragen betonte General von Sreckt, daft wir uns immer ben Unterschied klar machen müftten zwischen dem Wünschenswerten und dem Erreichbaren. Die Hoffnung daft es gelingen möge, unsere Arbeiter in Deutschland hinüberzu- Ziehen zu nationalem Denken und zu wirtschaftlicher Vernunft dürfe nicht aufgegeben werden. General- Oberst v. Seeckt faftte ichlieftlich seine Grundsätze dahin zulammen Erhaltung und Stärkung der Staatsmacht nach innen und auften, Freiheit und Raum für Arbeit und Persönlichkeit, ober überall der Glaube an bas Reich. Die Deutsche Gtaatspartei. Höpker-Aschoff und Mahraun sprechen ttt Berlin und Köln. Auf einer Kundgebung der Deutschen Staats- Partei in Berlin führte Minister Dr. Höp- ker-Asch off auS: Die Finanzkrise ist der Boden, auf dem der Weizen der radikalen Parteien blüht. Man schiebt diese Kalamität auf die Regierung, bedenkt aber nicht, daft ein» schlechte wirtschaftliche Lage in der ganzen Welt herrscht. Freilich wird diese Rot bei unS noch durch die ReparationSlaften verschärft. Diese aber nach dem Willen Hugcnbergs durch ungeheure Erhöhung der Einfuhrzölle auf daS Ausland abzuwälzen, ist eine Utopie. Tlnsere Hauptaufgaben nach den Wahlen werden sein: Senkung der Ausgaben Umlagctung deS D t e u e r pr o ze s- f e S und allgemeine Preissenkung. Auch daS Wahlregelement muft eine Reuordmmg erfahren. Die norddeutschen Kleinstaaten müssen in den preuftischen Provinzen und die prrufti- sche Regierung muft in der Reichsregierung auf* gehen. Bei aller Achtung der süddeutschen »iflaN ort muh auch eine stärkere Heranziehung der süddeutschen Länder in die Reichsregierung in die Wege geleitet werden. Wir wollen heraus auS der Zersplitterung der Parteien,- wir wollen ein freiheitsliebendes Bürgertum, das Ansehen genießt. 3n Köln sprach der Führer des Iungdeut- schen Ordens, M a h r a u n. Die Deutsche Staatspartei wolle die alte politische Schablone durchbrechen und eine Bewegung ohne Grenzen sein, die aus allen Lagern Zustrom aufnehme und einige. Man bedürfe einer neuen geistigen Einstellung zum Staat, einer Fortentwicklung der deutschen Republik zum wahren Dolksstaat. Dabei müsse das Erlebnis des Frontsoldatentums mithelfen an der lebendigen, wirklichen Staatsbürgerbewegung. Man streite viel über Pazifismus in seinen verschiedensten Auffassungen. Aber die Staatspartei sei wohl darin einig, dah nur starker nationalen Wille Rettung bringen könne und daß es auf diesen Willen mehr ankomme als auf die Tanks, Geschütze und Flugzeuge. Das Zentrum. Brüning spricht in Bochum. In einer Zentrumswählerversammlung in Bochum sprach Reichskanzler Dr. Brüning über den Sinn der Reichstagswahlen. Die schwere Lage der Industrie und der Arbeiterschaft, erklärte er, wird durch Kritik- und Agitationsphrasen nicht behoben, sondern nur durch positive Arbeit und Aufbau. Das Reichskabinett treibt Aufbaupolitik. Das Reichskabinett will nicht, dah man über die neuere deutsche Politik das Wort „zu spät" setzt. Es handelt sich am 14. September darum, ob wir einen arbeitsfähigen Reichstag bekommen. Drohe und schwere Aufgaben harren mxh der Lösung, die das Reichskabinett in bereitliegenden Vorlagen unterbreiten werde. Wir brauchen Solidität in Finanz- und Wirtschaftspolitik. Dann werde es möglich sein, Sozialversicherungs- und Sozialpolitik zu treiben und zur Gesundung zu bringen. Aber Schluß mit der Pumpwirtschaft bei den Großbanken, daher Sanierung der Finanzen, Ersparnisse überall. Dann wird man die Senkung der Lasten der Rotverordnungen nach einer gewissen Zeitspanne ermöglichen können. Solide Finanzen im Reich verschaffen der deutschen Wirtschaft das Vertrauen im In- und Auslande. Dieses erzielt man nicht durch das Geschrei der Rationalisten, die Chaospolitik derer um Hugenberg und die Wahldersprechungen der Sozialdemokraten. Oie Sozialdemokraten. Braun antwortet dem Reichskanzler. Ministerpräsisident Dr. Braun sprach in Tilsit über seine Kontroverse mit dem Reichskanzler Brüning: ,Zch habe dem Herrn Reichskanzler Brüning", erklärte er, „klipp und klar die Frage vorgelegt, ob sich der Herr Reichskanzler die Erklärung des Reichsministers Treviranus zu eigen macht, wonach die Regierung es a b l e h n t, bei der Lösung der schwierigen Gegenwartsprobleme die Hilfe der Sozialdemokratie in Anspruch zu nehmen. Der Herr Reichskanzler hat meine Frage durch eine Gegenfrage beantwortet: Am 4. September fragte er in einer Versammlung in Breslau, ob die Sozialdemokratie die Möglichkeit wünsche, mit einem Mann zusammenzuarbeiten, von dem es in einem sozialdemokratischen Flugblatt heißt: Doch mit den Aermsten unserer Armen, da kennt Herr Brüning kein Erbarmen. Die Frage des Herrn Kanzlers beantworte ich mit einem glatten I a, denn es geht -nicht an, daß ich meine Stellungnahme zum Zentrum und die Zusammenarbeit mit ihm abhängig mache von einer gereimten Flugblattfloskel." Oie Wahlvorschläge der Konservativen Volkspartei. WSR. Mainz, 7. Sept. Die Konservative Volks- Partei, Landesverband Hessen, teilt mit: Die amtliche Veröffentlichung der Reichswahlliste erweckt den Eindruck, die Konservative Volkspartei erscheine überhaupt nicht mit einer eigenen Liste. Die amtliche Veröffentlichung ist dahin zu ergänzen, daß die Konservative Volkspartei in sämtlichenKreis- wahloorschlägen unter der Liste Rr. 16 läuft. Darüber hinaus hat die Konservative Volkspartei eine gemeinsame Reichswahlliste mit dem Landbund vereinbart. Diese Reichswahlliste ist für die Wähler ohne Bedeutung, da sie nur der Verrechnung der Reststimmen dient. Der amtliche Stimmzettel für die Kreiswahl. Vorschläge trägt für die Konservative Volkspartei die Liste Rr. 16. Diese Liste ist dem Reichswahlleiter ordnungsgemäß eingereicht und von ihm anerkannt worden. Oie hessische Kandidatenliste der Wirtschastspartei. WSR. D a r m st a d t, 6. Sept. Die Kandidatenliste der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) für den Wahlkreis Hessen-Darmstadt weist folgende Namen auf: Professor Dr. Ernst Horneffer, Gießen; Johann Weiser, Kaufmann, Offenbach; P. Jos. Gilles, Schneiderobermeister, Bingen; Christian Steuernagel, Bauunternehmer, Bad- Nauheim; Kaspar Greve, Papierhändler, Auerbach; Johs. Höfling, Weißbindermeister, Seligenstadt; Sanitätsrat Dr. Felix Walzer, Arzt, Bad-Nauheim. Oie Thüringer Koalition. Folgen des Wahltampfes. Weimar, 6. Sept. (Tel.-Un.) Der Vorsitzende des thüringischen Kabinetts, Staatsminister Dr. Baum, sprach in einer Dertrauensmännerver- lammlung des Weimarer Bauernbundes über den Polizeikonflikt zwischen dem Reich und Thüringen. Die Behandlung, die Thüringen von Seiten des Reiches erfahren habe, zeige, daß Thüringen keine Veranlassung habe, der jetzigen Reichsregierung allzuviel Vertrauen entgegenzubringen. Wenn das Vorgehen des Reichs gegen Thüringen damit begründet werde, daß Nationalsozialisten in der Landesregierung säßen, so müsse dem Reichsinnenminister doch bekannt sein, daß die Nationalsozialisten nur einen Teil der Staatsregierung ausmachten und ihr Einfluß dementsprechend auch begrenzt sei. Das, was der Reichsinnenminister den Nationalsozialisten zum Vorwurf glaube machen zu können, könne niemals auf die gesamte Regierung Übertragen werden. Thüringens Finanzen hätten sich aber bereits s o gefestigt, daß der Abzug der vom Reich zuviel gewährten Polizeizuschüsse von den Ueberweisungssteuern keine Schwierigkeiten für Thüringen bedeuten würde. Der Minister befaßte sich auch mit dem Wahlkampf Deutschland unter dem Versailler Mal. Senator ftceö über die Eindrücke einer Oeutschlandreise. Paris, 6. Sept. (TU.) Der frühere amerikanische Senator von Missouri, Iames A. R e e d. der von einer Autotour durch Deutschland nach Paris zurückgekehrt ist, hat einem Vertreter der „Chicago Tribüne" eine Erklärung über die erschütternde Lage in Deutschland gegeben. Senator Reed habe mit uneingeschränkter Ueberzeugung über die Ungerechtigkeit gesprochen, die Deutschland durch seine früheren Feindd erlitten habe. Er habe ein tragisches Bild von einem verarmten und von den Forderungen der Gläubigerstaaten erdrückten Land gezeichnet, das einen harten Kampf führe, um sich der niederschmetternden Verpflichtungen, die ihm durch die Reparationslieferungen auferlegt wurden, zu erledigen. Deutschland sei gegenwärtig mit einem Menschen zu vergleichen, dessen Körper aus 30 Wunden blute, während seine Aerzte — die alliierten Staaten — ihn zu heilen versuchen, indem sie cklle Wunden öffnen. Gr sei ehrlich davon überzeugt, dah kein Staat, nicht einmal ein kräftiges und abgehärtetes Volk wie die Deutschen in der Lage sei, sich wieder aufzurichten, wenn ihm nicht eine Zeit gewährt werde, sich von seiner Riederlage zu erholen. Er sei der Ansicht, wenn ein Krieg vorbei sei, er wirklich Buenos Aires, 6. Sept. (WTB.) General llriburu richtete an den Präsidenten Jrigoyen telegraphisch ein Ultimatum des Inhalts, dah er, falls der Präsident nicht sofort endgültig zurücklrete, den Regierungspalast beschie. h e n lassen werde. Die Truppen Uriburus sollen sich bereits in der Rähe der Hauptstadt befinden, während ein großes Truppenkontingent im Militärlager Campo de Mayo marschbereit die Befehle Uriburus abwarte. Die Unzufriedenheit der Armee mit dem Regime Jrigoyen ist allgemein. Die 13 im Hasen liegenden Kriegsschiffe und ihre aus 7000 Mann bestehende Besatzung schlossen sich der Bewegung gegen den Präsidenten Jrigoyen unter der Führung des Admirals Storni an. Dieser teilte der Regierung in einem von sämtlichen Offizieren unterzeichneten Schriftstück mit, dah die Marine nicht auf die Armee feuern wird. Die Stimmung in Buenos Aires ist aufs höchste gespannt. Oberstleutnant Torres wurde im Lager von Campo de Mayo von seinen Offizieren erschossen, da er sich weigerte, sich der Bewegung anzuschließen, heute abend wurde aus dem Regierungsgebäude die weihe Flagge g e h i h t. Als die Fahne gehiht wurde, befanden sich die angreifenden Truppenabteilungen bereits im Anmarsch, vor dem Gebäude der Jrigoyen ergebenen Zeitung „La Epoca" kam es zu einer Schieherei zwischen regierungstreuer berittener Polizei und den angreifenden Truppen, die das Feuer der Polizei mit Maschinengewehrsalven erwiderten. Nachdem sich auch die Polizei den Aufständischen ergeben hatte, stürmte die Menge den Regierungspalast, rih die Bilder Jrigoyens von den Wänden und verbrannte sie. Auch die Büroräume des Innenministeriums wurden von der Menge gestürmt. Das Haus der „Cpoca" wurde in Brand gesteckt. Die Feuerwehr weigerte sich zu löschen. Vizepräsident Martinez hat die Regierungsgeschäfte dem General llriburu und dem Admiral Storni übergeben. llriburu hat ein provisorisches Kabinett gebildet, dessen Leitung er selbst übernommen hat und zu dessen Vizepräsidenten der konservative Abgeordnete Enrique Santa der Thüringer Regierungsparteien, um fcstzustellen, daß die Nationalsozialisten und die übrigen Regierungsparteien sich ro i e „Hund und Katze" gegenüberständen. Dieser Kampf werde in einer Weise geführt, daß eine weitere Zusammenarbeit der thüringischen Koalitionsparteien nach den Reichstagswahlen auf das äußerste erschwert und gefährdet sei. Furchtbares Elend in Santo Oomingo. Die Folgen der Taifunkatastrophe. Paris, 8.Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Pariser Gesandtschaft der Dominikanischen Republik hat ein offizielles Telegramm erhalten, in dem es heißt: Die Stadt Santo Domingo ist so gut wie vernichtet. Man schätzt die Verluste auf snehr als 30 Millionen Dollar. Bisher sind über 100 0 Leichen geborgen worden, die zum größten Teil wegen Mangels an Zeit zur Beerdigung eingeäschert worden sind. Heber 5000 Personen sind insgesamt ums Leben gekommen. Es fehlt an Raum in den Krankenhäusern und an Aerzten. Man birgt weitere Leichen und Verletzte aus den Trümmern. Viele Familien sind in den Kirchen und öffentlichen Gebäuden, soweit sie vom Sturm verschont blieben, untergebracht. 1000 Soldaten haben Befehl erhalten, Leben und Eigentum der Geschädigten zu schützen und ihnen Hilfe zu leisten. Heute trafen mit einem Flugzeug große Mengen von Antitoxinen ein. Die Hilfsaktion ist jedoch infolge des Fehlens von trinkbarem Wasser gefährdet, so daß der Ausbruch von Epidemien befürchtet wird. Man hat sofort mit der Errichtung eines großen behelfsmäßigen Krankenhauses begonnen. Die Rettungsmannschaften, die die Umgebung der Stadt Santo Domingo im Umkreis von etwa 15 Meilen untersucht haben, fanden die Orte San Luis und Isidoro vollständig zerstört. In Villaduarte sind 300, in Villa Francisca 167 Personen getötet worden. Im Geburtshospital in Santo Domingo wurden 50 Tote gefunden. Als das Gebäude einstürzte, wurden die meisten Mütter und neugeborenen Kinder durch die herabstürzenden Zinkplattenwände getötet. Zahlreiche Personen sterben noch infolge der entsetzlichen gesundheitlichen Verhältnisse. Die Friedhöfe find durch die Ueberschwemmungen aufgewühlt worden, teils verfallene Särge wurden bloßgelegt und die Leichen treiben im Wasser. vorüber sein sollte. Der ehemalige Feind sollte wieder als Freund gelten und der Sieger sollte dem Besiegten eine hilfreiche Hand entgegenhalten. Der Senator gab dann eine ausführliche Schilderung über die Eindrücke in Deutschland, über die hoffnungslosen Lebensbedingungen der Arbeiter, über verödete Bauernwirtschaften und Güter und über Dauern, die mit veralteten Geräten unter entmutigenden Bedingungen arbeiten müßten. Deutschland habe einen prachtvollen Geist und es werde sich niemals aufgeben. Man sollte ein Programm entwerfen, um seine Industrie zu beleben, damit bessere Löhne an die Arbeiter gezahlt werden könnten. Es würde dies eine wahre Geste der modernen Humanität fein. Gegenwärtig werde aber Deutschland a u s gesaugt. Dagegen seien die französischen Kriegsschulden an Amerika seinerzeit aus Sympathie mit einem zusammengebrochenen Staat so gut wie annulliert worden. Die gegenwärtige Zahlung betrage nur Vs des seinerzeit geliehenen Betrages, desgleichen habe auch Amerika große Zugeständnisse an England gemacht. Marina berufen wurde, konieradmiral Carlo Sher- melo wurde zum Polizeichef von Buenos Aires ernannt. Das Kabinett hat den Belagerungs- ; u st a n d im ganzen Lande erklärt. Rach der Entwaffnung der Polizei übernahmen Truppenabteilungen den Ordnungsdienst. Irlgoyen soll sich an Bord des Kreuzers „Garibaldi" begeben haben. Von anderer Seite wird berichtet, er habe sich in eine ausländische Gesandtschaft geflüchtet. General llriburu hat eine Botschaft an das Volk veröffentlicht, in der er erklärt, daß er den Wünschen des Volkes gemäß mit Unterstützung von Heer und Marine die Regierung übernommen habe, um den endgültigen Zusammenbruch im Lande zu verhindern. Die provisorische Regierung hat den Kongreß aufgelöst. England und der Umsturz in Buenos Aires. London, 8. Sept. (TTl.) In britischen Geschäftskreisen, die in Argentinien interessiert sind, neigt man dazu, die Ursachen der Revolution in Buenos Aires auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage während der letzten zwei Iahre zurückzuführen, für die nunmehr Irigohen verantwortlich gemacht werde. Der Generaldirektor der Buenos Aires-Westeisenbahn, die in englischem Besitz ist, hat ein Telegramm erhalten, demzufolge der Eisenbahnbetrieb unter der Revolution bisher nicht gelitten hat. Für England interessiert natürlich die Frage, inwieweit die politische Entwicklung in Argentinien auf den beabsichtigten Besuch des Prinzen von Wales zur Eröffnung der britischen Industrieausstellung in Buenos Aires rückwirken kann. Man hofft zur Zeit noch auf eine Besserung der Verhältnisse bis zum nächsten Frühjahr, damit ein Programmwechsel vermieden, werden kann. Wie weit Behauptungen gewisser' englischer Zeitungen von dem Einfluß amerikafeindlicher Elemente bei der Revolution zutreffend sind, läßt sich zur Zeit schwer nachprüfen. Grubpen verstörter Personen irren planlos im Lande herum. Ein internationales Heer. Paul-Boncour schlägt die Schaffung einer Bölkerbundsstreitmacht vor. Paris, 6. Sept. Auf dem Kongreß der ehemaligen Kriegsteilnehmer und Kriegsverletzten in Versailles hielt der sozialistische Abgeordnete Paul-Doncour eine Rede, in der er die Schaffung eines internationalen Heeres oder einer internationalen Polizei als wünschenswerte Präzisierung des Dölkerbundsge- dankens bezeichnete. Das Bestehen einer internationalen bewaffneten Streitmacht habe jedoch die völlige Abrüstung aller Rationen zur Voraussetzung, denn sonst könnte irgendeine Ration versuchen, die internationale bewaffnete Streitmacht in Schach zu halten; oder man müßte dieser eine derartige Ausdehnung und Stärke geben, daß es keine Erleichterung der Militärlasten fein würde. Beim gegenwärtigen Stande wäre es eine Chimäre, wenn man diesen Gedanken auf die ganze Welt ausdehnen wollte. Schon das kleine Europa werde Mühe genug haben, dazu zu gelangen. Aber immerhin sei das ein Weg, der befolgt werden müsse. Rach der Rede Paul-Boncours nahm der Kongreß eine Entschließung an, die die Hoffnung ausspricht, dah die französischen Völkerbundsdelegierten die Annahme eines allgemeinen Sicherheits-, Schiedsgerichts- und Abrüstungspaktes beschleunigen werden. Die bewaffnete internationale Streitkraft soll aus nationalen Kontingenten aller dem Völkerbünde angehörenden Länder bestehen, wobei jedes Kontingent außerhalb der Grenzen seines eigenen Landes einzusetzen wäre. Paneuropa und der Völkerbund. Die Besprechung in Genf beginnt. Genf, 7.Sept. (TH.) Außenminister Dr. Cur- ti us ist in Begleitung dec Ministerialdirektoren Dr. Gaus, Dr. Ritter und Dr. Zechlin heute in Genf eingetroffen. Er hat von der französischen Regierung eine Einladung zu einer ersten Besprechung über das Memorandum Bria nds erhalten. Aus der Einladung geht hervor, daß es sich im wesentlichen nur um die Erörterung des weiteren Verfahrens handeln soll. Insbesondere geht es darum, ob die Frage der europäischen Union in einer Sonderkonferenz der europäischen Staaten erfolgt, ober was für wahrscheinlich gehalten wird, ob sie der Völkerbunds- sammlung zur weiteren Behandlung überwiesen wird. Damit würde die Entscheidung aus den Händen Frankreichs in die an der Völkerbundsoer- fammlung teilnehmenden europäischen und außereuropäischen Mächte verlegt. Die englische A u f- f a s s u n g, die in wachsendem Maße auch unter den übrigen europäischen Regierungen Anhänger findet, kann dahin zusammengefaßt werden, daß j m Rahmen des Völkerbundes eine Art europäische Abteilung geschaffen werden soll, in der die paneuropäischen Fragen gemeinsam mit den außereuropäischen Staaten zu prüfen sind. Die letzte Verantwortung soll jedoch nicht die europäische Konferenz, sondern der Völkerbundsrat und die Vollversammlung des Völkerbundes tragen. Im Rahmen eines vom Völkerbund einzusetzenden Ausschusses sollen sodann sämtliche europäischen wirtschaftlichen Fragen, insbesondere die Frage der Abrüstung, der Minderheiten sowie einzelne regionale europäische Fragen, wie die Balkanfrage, die baltische Frage und die die Donaustaaten berührende Frage, zur Erörterung gelangen. — Aus aller Welt. Neue Reste der Andr6e-Expediiion gefunden. Stockholm, 7. Sept. (WTB.) Die Vermutung Dr. Horns, daß sich noch weitere Reste bet Andree-Expedition auf der Weihen Insel befinden, Hal sich „Sagens Ryheter" zufolge bestätigt. Die von der Zeitung ausgefanbfe Expedition fand bei der Durchsuchung der Insel das Lager der Andrse-Expedition unter einem Gletscher, dessen Lis soweit geschmolzen ist, daß sich bas Lager jetzt über dem Eise befindet. Anter den Trümmern eines primitiven Hauses sand man dar auseinandergefallene Skelett eines Menschen, außerdem viele Ausrüstungsgegenstände, Jnstrumentenkasten, Waffen, verschiedene Werkzeuge, Konservenbüchsen, Teile der Ballon- gonbel, Kleider, einen Brief an Strinbberg und b i e Aufzeichnungen Fränkels. Alles deutel darauf hin, dah die Andree-Expedition von einer plötzlichen Katastrophe, vielleicht einem Schnee st urm, heimgesuchk worden ist. Die Expedition wird frühestens in sieben bis acht Tagen in Tromsö zurückerwarlet. Diamond nach Philadelphia abgeschoben. Der im Kraftwagen von Bremen nach Hamburg beförderte Iack Diamond ist an Bord des im Edinburger Hafen zur Ausreise nach Philadelphia bereitliegenden Dampfers „Hannover" gebracht worden. Die Ueberführung nach Hamburg war schnell im Hafen bekannt geworden, so dah am Kai eine größere Menschenmenge und zahlreiche Pressephotographen die Ankunft erwarteten. Diamond, elegant gekleidet, unterhielt sich lachend mit den ihn begleitenden Polizeibeamten und ging dann an Bord. Er hat durch einen Berliner Rechtsanwalt eine hohe Schadenersatzforderung gegen den preußischen Polizeifiskus geltend gemacht. Diamond verlangt Ersatz der Kosten für seine Hin- und Rückreise von den Vereinigten Staaten nach Deutschland, Schmerzensgeld für die Zeit der Polizeihaft und Schadenersatz für die schwere Kreditschädi- gung, die durch seine Festnahme erfolgt sei. Von einem Auslieferungsersuchen sei keine Rede gewesen. Wenn die deutschen Behörden ihn in Deutschland nicht hätten haben wollen, so hätten sie sich das bei der Erteilung des Visums überlegen müssen, nicht aber, nachdem er im Vertrauen auf die ihm gewährte Einreiseerlaubnis die deutsche Grenze überschritten habe. Todesurteile wegen Lebensmiltelschiebungen in Rußland. Die staatliche politische Verwaltung hat eine Grupve von Schiebern ermittelt, die aus den Genossenschaftsläden mit Hilfe von Tausenden g e - fcilschter Lebensmittelkarten Lebensmittel, die sonst nur in beschränkten Mengen abgegeben werden, erstanden, und zu Wucher- preisen absetzten. Drei Händler und drei Angestellte der Genossenschaftsläden wurden zum Tode, die übrigen Beteiligten zur Internierung in einem Konzentrationslager verurteilt. Ein belgischer Thronfolger geboren. Auf Schloß Stuyvenberg wurde die belgische Kronprinzessin A st r i d Sonntagnachmittag 16.30 Tlhr von einem gesunden Knaben entbunden. Der Eintritt des Thronfolgers ins Leben wurde durch 101 Kanonenschüsse bekanntgegeben. Kronprinzessin Astrid ist eine Tochter des schwedischen Prinzen Karl und seit 1926 mit dem Kronprinzen Leopold, Herzog von Brabant, vermählt. (Eine Kundgebung der Stenographen. Im Rahmen der in diesen Tagen in Berlin stattfindenden Stolze - Schreh - Woche wurde eine öffentliche Festversammlung im ehemaligen Herrenhause veranstaltet, auf der auch der greife Mitbegründer des Systems, Ferdinand Schreh, anwesend war. Das Festprogramm war ausgefüllt mit Vorträgen von Dankdirektor Thielecke über „Kurzschrift und Wirtschaft", von Regierungsrat Maßmann über „Kurzschrift und Verwaltung", und von Ober* studiendirektor Dewischeit über „Kurzschrift und Schule". Die Redner betonten übereinstimmend den großen Bildungswert der Kurzschrift und traten für ihre weiteste Verbreitung ein. Bei dem allgemeinen, öffentlichen Kurzschrift* w ettbewerb wurden insgesamt abgegeben: im Deutsch-Schnellschreiben von 120 bis 240 Silben je Minute 6286 Arbeiten, im Fremd* sprachen-Schnellschreiben von 60 bis 240 Silben je Minute 300 Arbeiten. Insgesamt waren 5924 Arbeiten, also etwa 90 v. H. preiswürdig. Schweres Autounglück am Plattensee. Bei einem Bahnübergang in der Rahe des ungarischen Plattensees wurde ein mit fünf Personen besetztes Automobil von einem Per* fonenzug erfaßt und zertrümmert. In dem Auto befanden sich Iagdpatronen, die explodierten und die Wagentrümmer in Brand setzten. Von den Insassen wurde der Hauptmann Dudahazh, seine Frau und die frühere Abgeordnete Dela Danes auf der Stelle getötet. Ihre Leichen sind völlig verkohlt. Der Wagenlenker und die Mutter des Hauptmanns wurden schwer verletzt ins Spital gebracht wo der Chauffeur seinen Verletzungen bald erlag. Revolution in Argentinien. Irigoyen gestürzt. - Heer und Marine bilden eine neue Negierung. zur Beschaffung 6. Itorcmb« 1923 "Brann twein- ühlhausen geboren. der Komponist A. Dvorak Lichtspielhaus Gießen Premiere! Heute Montag Anruf 3291 Labere trabe 19 6I90D Sanitätsrat 6034 C weise gegen Barzahlung: 6186D 61I7D Prima-Ballerina Marianne Winkelstern Im Beiprogramm: MICKY-MAUS Du Tonfilmwender! 6173C tetd>en. Anfangszeiten: 4.6,8.30 Uhr - Telephonische Kartenbestellung unter 4077 [ Mietgesuche Stadlplan I E6t Ulliscb-Kraftbrot und Einwohner- und Seschästsverzeichnissen von 7 Städten und 74 61S6D it ändern wollen, weil lachteile herausstellten. Dienstag, den 9. September 1930, nach, mittags 2 Uhr, versteigere Ich Im Gasthaus »Zum Löwen", Tleuenroeg 2d, zwang». Ein tönender Ufa-GroBfllm mit Gesangseinlagen nach der Novelle „Hadschi Murat" von Leo Tolstoi wiruameWerbe-DrucKsachen liefert di« Brühl'sche Druckerei sachtes GnteignungSversahren von Arbeitsgelegenheiten vom eugclaffen. •• 3m Wahltag kein aus reinem Roggenschrot. Es ist schmackhaft und bekömmlich. AerxtLempf. 601 ID lerverfammlung Redner: Reichstagsabgeordneter Dr Sotfiu» (TRaini). (Siede Anzeige) — Rationalfozialiftiiche Deutsche Arbeiterpartei Nächsten Mittwoch Wähler- Versammlung in der Turndalle Redner Pastor a. D. Mu nchmeyer. 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Seltne (toftrnifleiegeaöeU ohne iedes Ristko Kem tSarentaul kein Abschluß keine L'izenSge- Adreßbuch Lr.r^ Bornotizen — Tageskalender für Montag. Reichs- Partei des deutschen Mittelstandes Wahlversammlung, 20 Uhr, CasS Leib. — Lichtspielhaus, Bahn- hofstraße: Tonfilm „Der weiße Teufel". — Stadttheater Diesten. Man schreibt unS Arn morgigen Dienstag wird die €ommer- spielzeit deS Diestener Stadttheaters mit der einmaligen Ausführung deS Lustspiels .Deine Majestät daS Publikum" beschlossen werden. Sine besondere Lleberraschung bereitet die Intendanz den Besuchern an diesem Abend dadurch. dast ein Freislug auSgelost wird. In dem Lustspiel wirken unter der Regie Walter DäuerleS mit die Damen: Doering, Koch, MeweS und die Herren: Druck, Hauer, Wese- ncr, Linkmann, Zingel. Marianne MeweS, die auS dem Ensemble auSscheidet, um ihr Engagement in Aachen anzutreten, wird in dieser Dorstellung daS letztemal in Diesten spielen. — Zentrumspartei Gießen. Kommenden Mittwoch abend im Katholischen Dereinshaus- Wäh- gehen, die sie nicht ändern können und die sie schließ- sich im Ernstfall auch gar nicht sich dann gleich wieder neue 9< UW«» «’MiC» Oft» Wt 6l«‘volHfen Herren voll und gen4 befriedig' werden. Sie sind lieber OoerrewM von dem Amtell. idvnutlioen Kleidungisludien einen Luch meoten. fedenlelli werden dunti un- .....T nophem n n ■3 LO1 rytn 3t 'tu It /4 Pfund Zentren der Wirtschaft vor tausenden von Zuhörern gehalten. 61950 Zentrumspartei Gießen ZUM 61841) Gießen / Filialen in allen Stadtteilen Parteifreunde willkommen! Der Vorstand. 619ZO i Ihr Haar Vereine 15. Oki. Vogtsche) HubertUS Handelsschule Gießen uoetheitraße 32 6192 C Mitgründerin und ehemalige Frau Senior-Chef unserer Firma. Die Verblichene war uns stets ein leuchtendes Vorbild der Güte. Durch ihr reges Interesse und liebevolle Teilnahme an Freud und Leid der Angestellten ist sie uns allen unvergeßlich geworden. 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September fällt auS. eitaD Bestellungen auf SliDtenöeüreifet werden entgegengenommen bet etajD Yermonil sauer L Co., Kohlen- undLandes- produklen - Grob- Handlung Giestcu a. d. L. Fernspr. 2274. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 9. Sept, nachm. 21/, Uhr statt Von Blumenspenden bittet man Abstand nehmen zu wollen. Das Personal der Hessischen Lack u.Farbenfabrik S.H. Sondheim,Gießen Lehrling aus achtb. Familie mit guter Schulbildung auf das Kontor einer dies, gröh. Zigarren- sabrikpr. 1. Okt. gesucht Selbstgeschriebene Bewerb, u. 05549 a. d. Gieh. Anz. nessei Haarwassers nach Hofapo- theker Schaefer. HaaraneliU, Schoppen n. Koplluekenverschwinden.Fein parfümiert Flaschen mitbringen. % Liter 0.75 R1VL, % Lit. 1.25 RM. N ur erhäl tl. Engel-Apotehek. Mittwoch, den 10. September, 20 Uhr, spricht im Kath. Vereinshaus unser Reichstagsabg. Dr. Bockius-Mainz geb. Harbadi im Alter von 73 Jahren. 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Sept., abds.8y4LJhr,in der Volkshalle zu Giefoen Haben Sie offene Füße? Sehmerxen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Ünlversal-Hellialbe „Gentarin**. Wirkung überraschend. Preis 1.50 u. 2.75. Depot in Gießen in allen Apoth. Haupt niederläge: Engelapoth. Gießen. 230V _ __ ▲ gehen Sie immer, wenn Sie Ihre Kleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auf frischen lassen Warum wird Hiller am 14. September siegen? Hierzu laden wir ein. Eintritt 50 Pfennig zur Deckung Es spricht Reichstagsabgeordneter Dingeldey Spitzenkandidat der D. V. P. in Hessen Nachruf Am Samstag, dem 6. September 1930, verschied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden Fran Therese Sondheim Wwe. Marinaden au9 fischen grün. Heringen I IfldrilldUBII Rollmops und Bis- A hfl | marck-Herlnge...........1-Llter-Dose I Neue Vollheringe 3 Stück 0.35 Außerdem | 5% Rückvergütung! 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ZA sr - 42 2 -e ^4 e£ M:E w mg tschaftspartei) ^-72 AZ? 4 2 = 10 . 2 .plTSeie Z c 0 = ct —. e. _ *r* l-. — -~ — = e5« . ctld-gz > L^sAs £6 <ö § t E |l Ec . S ZS «Kt: 2-x c £=§ . ~ c 2 55 = - 4® sZ5 ZZ Zx t2 2 X E >2 ct 2 c Sf e -DZ°zZ c • 4 51 •P 2 2 :Q CT ili CT 2 §55- tu^ben »±B i-z 2 °H °± 3 jh Cx 0 2h m -—ct 2 2 <®.E «Os 8% Uhr, in 2*' •xHx3 2 3 5 3 3 W üsi |I=s 25 2 1- z-e « gi ■€ o *» B — * ■= — » 1-^2 Z •» 5x& w E?L2 4t =e "$ *>= 2 _ 5 *£ i> „ äio-e 5 2«23. = = H - ,___c -.- 2° kius-Mai^ perVof^ y X C 41 = -eE-e --2 !?t ä>?3. i:=2 * c. & ? aSE 2^.5 tvL-. cA ?2 i§h 7^22 eißÄ ^b=6 E@ e_ 2'L 11 Z2 İ CT E sl = H °2-s S O 2 3 w E c i.^f FtzsZ CT,_ X ü. t^4 = . E ctB* ■! 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Äart 9 9 6. 9 8 9 TT — 78 78.25 36-5 —— 36.75 37.13 203 — 203.5 204 707,5 — 201 — 327 333 326.25 330,75 152,5 153,75 152.75 153,75 — — 142 — — 56 — 56.5 56,75 57,25 — 56.5 57.25 105.5 — 105.5 104,5 92 92,5 85.75 IM — — —- 64,75 63,75 64,5 — — 252,5 252.5 — 201 201 «4,5 84.75 83,75 14.5 90 89.5 92 M.5 132.75 133.25 99 98 — — 95 95 *• * 137 137.6 29 29,5 78.9 29.9 177.5 — '75.5 176 —• — 41 41,6 — ■■ ■■ — — — 59 — 137 304 305 005,5 _ _ 22 — 30,25 — 30.25 - — 33,5 — 32,75 — 97 97 - 79,25 — — — 85 — — 96 — —— — 151 — 150 — 145,25 - 145,75 — Sanknoten. Berlin, 6 September ' "(Atlb »rief " emenlmiitiw Äste« ...... Brlfltldx Solen ....... 4,id 58,33 111,98 20,34 11,437 168,46 22,01 112.05 59,05 2,475 112,43 81.38 44,11 12.395 73,28 4,203 58,57 112,42 20.42 16,497 169,14 22,09 112,49 59,29 2,495 112,87 H ,70 44.29 12,455 73,51 Noten ........ (tng'tidx WOfen .••••••• fiünuulUdH Solee....... ÄcUänctidie Sötte ....... ntalltntitee Solen ....... Sorwegtfdx Solen....... Drurl-d-ceslrnelL, 8 100 Gd)Illing Rumäntltbr Solen ....... €*n>etnl(t>e Noten ....... L»wei,ee Seren ........ Cpantlä>e Soren ........ tlfted’olloaxittldw Rotte..... Ungonfd>e Roten........ Drolfcnmarfl Berlin — Frankfurt a M. 6 (September 8 (September eimtudw «elf Kodierung Vrter * ehern m ®db »riet 169.77 169,11 168,77 169,11 rnrn.'ltrti 1.464 1,478 1,508 1,512 Brfl^Änm) 58,50 58.62 58.47 59.00 dirrrthama - 112,21 112,43 112,21 112.43 Aopenbcsta 122,23 112,45 112,23 112,45 Cttxfboltn • 112.62 112,84 112.63 112.85 belftngfori. 10,55 10,57 10,548 10.568 Jtotien . . . 21,95 21,99 21,965 22.005 conpon. ■ . 20,384 20,424 20,383 20,423 ft an ort . . «.1935 4,2015 4,1925 16.46 4,2005 Van«.... 16,46 16,50 16.50 e 200-m-Lauf und zur 4xl00-m-Stof- fel hielten sich die deutschen Vertreterinnen ausgezeichnet. Sm Handballspiel zwischen Deutschland und Oe st erreich lagen die Deutschen bei der Pause 4:1 in Führung, um dann jedoch 4:5 zu verlieren. Ergebnisse: 60-Meter-Laufen: 1. Walasiewicz,Polen, 7,7 Sek.: 2. Gelius, Deutschland, 7,8; 3. Hi- tomi, Sapan, 7,8; 4. Walker, England; 5. Radi» deau, Frankreich; 6. Kellner, Deutschland. Diskuswerfen: 1. Konopacke, Polen. 36,80 Meter; 2. Fleischer, Deutschland, 35,82 Meter; 3. Vivenza, Stalien, 35,23 Meter. Hochsprung: 1. Braumüller, Deutschland, 1,57 Meter; 2. Frl. Misols, Holland, (Weltrekordinhaberin) 1,57 Meter (durch Stechen entschieden); 3. Frl. Tlotte, Deutschland, 1,53 Meter. Frankfurter Herbst-Regatta. Die gestrige Frankfurter Herbstregatta brachte ausgezeichnet besetzte Kämpfe. Die wertvollste Konkurrenz des Tages um den Main-Pokal gewann überlegen H a r t r a t h, Kafteler RG. vor Steup, Universität Frankfurt und Sauer, Frankfurter RV. Viel Beifall fand ein Darnen- Vierer-Rennen und das Stilrudern für Damen. Die Ergebnisse: Jugend- und Schüler-Regatta. Normalgewichts - Vierer: 1. Mainzer RV. 6,06; 2. RV. Rüsselsheim 6:20,2; 3. Undine Offenbach; 4. Frankfurter RE.; 5. Mannheimer RE. (fr(ter Jugend - Vierer: 1. Alemannia Hamburg 5:44,2; 2. Frankfurter RV. 5:45,8; 3. Hanauer RG.; 4. Undine Offenbach. Anfänger-Vierer: 1. Abteilung: 1. Undine Offenbach 6,14; 2. Frankfurter RG. Sachsenhausen 6,17; 3. Germania Frankfurt', 4. Frankfurter RG. Oberrad. 2. Abteilung: 1. RV. Rüsselsheim 6,08; 2. Hellas Offenbach 6:09,6; 3. Mannheimer RE.; 4. Frankfurter RV. 3. Abteilung: 1. Offenbacher RV. 5,56; 2. Frankfurter RV. 6:03,2; 3. Frankfurter RE.; 4. Teutonia Frankfurt. Schüler-Achter: 1. Mainzer RV. 5:09,4; 2. Frankfurter RV. 5:10,8; 3. Germania Frankfurt; 4. Undine Offenbach. (frfeer Jugend-Achter: Frankfurter RV. 5:16,2; 2. Alemannia Hamburg 5:20,2; 3. Hanauer RG.; 4. Offenbacher Undine. Damen-wettbewerbe. Gigvierer: 1. Offenbacher RV. 6:49,8; 2. Offenbacher Hellas 6:59,8. Sti.lrudern: 1. Offenbacher RV. 10,5 Punkte, 2. Hellas Offenbach 9,5 P.; 3. Hellas Offenbach II. 9 P.; 4. Offenbacher RV. 8,5 P. herbft-Regatta. 1. H e r b st - V i e r e r: 1. Frankfurter RG. Sachsenhausen 9:06,2; 2. RV. Rüsselsheim 9,24 Min. Herb st einer für Jungmannen: 1. Hoff- Saar, Saarbrücken 9:34,8; 2. Sauer-Frankfurter RV. 9:41; 3. Daube-Hassia Hanau. 2. Herb st-Vierer: 1. Limburger RE. 8:51; 2. Frankfurter RG. Oberrad 9:14,4; 3. Kreuznacher RV. Main-Pokal-Einer: 1. Hartrath-Kasteler RG. 9:15,4; 2. Steup-Universität Frankfurt 9:24,8; 3. Sauer-Frankfurter RV. Herbst-Achter: 1. Frankfurter RG. Sachsenhausen 8:10,2; 2. RV. Rüsselsheim 8:31,4; 3. Gießener RG. wegen Kollision ausgeschlossen. Gtädteachter Gießen-Wetzlar. Oie Gießener Rudergesellschast 1877 gewinnt den Städteachter Gießen- Wetzlar und erringt damit den 200. Sieg. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung kam am gestrigen Sonntag um 17 Uhr auf der Lahn bei Gießen das Städte-Achterreimen Gießen-Wetzlar zum Austrag. Dem Starter stellten sich nur die Gießener Rudergesellschaft 1 8 7 7 und der Verein Rudersport 1913 Gießen. Der Wetzlarer Ruderklub muhte aus Mangel an einer geeigneten Mannschaft auf seine Teilnahme an dem Rennen verzichten. Vom Start weg führte die Gießener Ru - dergesellschaft 1 8 7 7 mit einer knappen halben Länge. Bis zur 500-Meter-Marke hatte die Mannschaft ihren Vorsprung auf eine Länge vergrößert. Auf der ganzen Strecke führend, ging die Mannschaft der GRG. mit 2,5 Längen Vorsprung als Sieger durch das Ziel. Mit diesem Sieg hat die GRG. den 200. Sieg seit ihrem Bestehen errungen. Bedeutsamer Gießener Schwimmersieg. Gießener Schwimmverein Meister im Gau-Zugend-Wafferball. Die Entscheidungskämpfe, die am gestrigen Sonntag um die Jugendmei st erschuft im Wasserball für den Gau I, Kreis V, des Deutschen Schwimmverbundes in dem Vereinsbad des Offenbacher SV. 1896 in Offenbach ausgetragen wurden, brachten für die Jugendmunnschafe des Gießener Schwimmvereins einen überraschenden Erfolg. Die Gießener standen in drei Endspielen den Jugendmannschaften des Offenbacher SV. 1896, des Frankfurter SV. und des Schwimmklubs „Jungdeutschlund", Darmstadt, gegenüber. Erwartungsgemäß zeigte die Gießener SV.-Jugend im Kampf mit den beiden erstgenannten Munnfchaften sich überlegen, während der Sieg über die Darmstädter allen Voraussagen zuwider eine erfreuliche Ueberraschung darstellt. Der Erfolg ist um so bedeutsamer, als der Gau I im Jugendwasserball eine ganze Reihe spielstarker Mannschaften aus verschiedenen großen Vereinen zu stellen hat, und der Gießener SV. allein schon auf Grund der durch die geographischen Verhältnisse bedingten Benachteiligung hinsichtlich des Austrags von Trainingsspielen mit gleichwertigen Mannschaften von vornherein mit besonderen Widrigkeiten zu rechnen hat. Die Teilnehmer und der Verlauf der Entscheidungsspiele sind aus der folgenden Aufstellung zu ersehen: Offenbach 1896 — Jungdeutschlund, Darmstadt 0:5. Gießener S V. — Frankfurter SV. 7:0. Jungdeutschland, Darmstadt — Frankfurter SD. 7:0. Gießener SV. — Offenbach 1896 5:2. Offenbach 1896 — Frankfurter SV. (F. SV. verzichtet.) Gießener SV. — Jungdeutschland, Darmstadt 2:1 (Halbzeit 1:0). Gießen spielte in folgender Aufstellung: Tor: Schüler; Verteidigung: Aua. Habrich, Fritz Moßner; Verbindung: Ernst Schomber; Sturm: Georg Herbert, Bullt Zimmer, Rudolf Hechler. Hervorzuheben ist besonders der Verlauf des Spiels gegen Darmstadt, das den Gießenern den Meistertitel brachte, und hier vor allem die guten Leistungen der Verteidigung und des Torwarts. Eine blamable Fußball-Niederlage. Deutschland von Dänemark mit 6:3 (3:2) geschlagen. Cs war eine offenkundige Tatsache, daß man der deutschen Fußball-Elf, die man für den Länderkampf in Kopenhagen gegenDänemark nominiert hatte, nur wenig Vertrauen entgegenbrachte. Cs war ein zu buntes Spielergemisch, als daß man einheitliche Aktionen und damit einen Erfolg gegen die Dänen erwartete. An dieser Ansicht konnten auch die wochenlangen Trainingskurfe des DFB. nichts ändern. Sm Gegenteil, man fragt sich heute nach dem verlorenen Länderspiel, was mit diesen Trainingskursen, abgesehen davon, daß sie die Kasse des DFB. mit den gutbesuchten Spielen auffüllten, überhaupt erreicht wurde.Daß Deutschland gegen die Dänen verlor, war wirklich zu vermeiden. Die Mannschasten. Dänemark: Svend Senfen-Doldklubben 93; Fritz Tarp-Kopenhagen 93, Knud Christophern- Fram Kopenhagen; Zolck-Kopenhagen 93; Paul Sensen-Kopenhagen 93, S. Sohannsen-Fram; E. Hansen-K. 93, E. Kleven-Fram. P. Sörgensen- Fram, Kai Aldall-K. 93, E. Nilson-K. 93. Deutschland: Wenz - ASV. Nürnberg; Brunke-TD. Berlin, Stubb-Eintracht Frankfurt; Hergert - FK. Pirmasens, Münzenberg - Titern. Aachen, Mantel-Eintracht Frankfurt; Straßburger-Duisburg, Sobeck-Hertha-DSC., Hohmann- DfL. Denrath, R. Hofmann-Dresden, Kundt- 1. FC. Nürnberg. Wie Deutschland verlor. Sn der ersten Halbzeit spielten die Dänen mit starkem Wind im Rücken und kamen bereits in der ersten Minute durch einen Kopfball des Halbrechten Kleven in Führung. Bereits in der 14. Minute kamen die Dänen, wiederum durch einen Kopfball, und zwar vom Mittelstürmer Sörgen- sen, zu ihrem zweiten Treffer. Erst in der 30. Minute fiel dann durch Richard Hofmann der erste deutsche Gegentreffer. Aber bereits in der nächsten Minute hatten die Dänen die alte Differenz wiederhergestellt. Wenz im deutschen Tor mußte einen Schuß von Nilsen passieren küssen. Setzt aber hatten sich die Deutschen mit dem nassen, schlüpfrigen Boden besser abgefunden, doch scheiterten ihre Angriffe an der aufmerksamen dänischen Verteidigung. Dazu kam noch das Pech, daß ein Schuß des Nürnberger Kundt an der Latte abprallte. Während der Pause wurden die beiden Mannschaften dem dänischen König vorgestellt. Lind dann kam das Verhängnis. Ein Händeelfmeter, von Brunke im Liebereifer verschuldet, ließ die Dänen auf 4:2 erhöhen, dem bald Nummer fünf, durch Sör- gensen erzielt, folgte. Die Dänen, durch diese Erfolge angefeuert, waren stark überlegen. Deutschland mußte sich auf gelegentliche Durchbrüche beschränken, wobei auch Hohmann in der 24. Mi- nute ein 3. Tor schoß. Aber auch die Dänen kamen durch Sörgensen noch zu einem weiteren Erfolg. Die Kritik. Der dänische Sieg wär vollauf verdient. Die deutsche Deckungsreihe war dem flachen Pahspiel und den schnellen Steilvorlagen der Dänen nicht gewachsen. Dazu war der Sturm der Nordländer sehr schußfreudig und hatte in Sörgensen einen erfahrenen und erfolgreichen Sturmführer. Anders bei den Deutschen. Hier entsprachen Hohmann und Straßburger keineswegs den Erwartungen, damit war auch Sobeck lahmgelegt. Auch Hofmann war nicht in gewohnter Fahrt, seinen Torschüssen fehlte die Wucht. Dagegen hielt sich auf dem linken Flügel Kundt ganz zufriedenstellend. Sehr schlecht war es auch mit der deutschen Läuferreihe bestellt. Münzenberg ist kein Mittelläufer von internationalem Format, wie auch Hergert viele Wünsche offen lieh. Nur Mantel konnte einigermaßen gefallen. Mit dem Derteidigungstrio Stubb-Brunke und Wenz konnte man im allgemeinen zufrieden sein. Das Spiel wurde im Stadion von Kopenhagen ausgetragen und hatte über 18 000 Zuschauer aufzuweisen. Begeistert wurden die beiden Nationalmannschaften empfangen, die Begeisterung wuchs, als nach der Pause der dänische Sieg zu erwarten war. Oberheffen. Landkreis (Siesten. 00 Klein-Linden, 6. Sept. Aus der jüngsten Gemeinderatssitzung ist als bemerkenswert zu berichten: Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende, Bürgermeister Ju n g, mit, daß die Verhandlungen mit Staat und Reich wegen Gewährung von Zuschüssen für den Wasser- leitungsbauzu einem vorläufigen günstigen Er. gebnis geführt haben. Der hessische Staat hat für das laufende Rechnungsjahr die Summe von 30 000 Mark für 10 000 Tagewerke mit je 3 Mark bewilligt. Ferner hat das Reich die verstärkte Förderung genötigt und hierfür einen Zuschuß von 100000 Mark für 10 000 Tagewerke mit je 10 Mark zugesagt. Letzterer Betrag gilt als Darlehn, ist mit 5 v. H. zu verzinsen und muß in 15 Jahresraten, beginnend im Jahre 1933, zurückbezahlt werden. Die Gemeinde muß innerhalb vier Wochen sich für Annahme der Gelder entschieden haben. Um die Angelegenheit zu beschleunigen, soll in den nächsten Tagen Finanzausschuß und alsdann Gemeinderatssitzung mit der Tagesordnung „Wafferleitungsbau" stattfinden. Kreis Friedberg. 4- Bad-Nauheim, 7. Sept. Das städtische Konitzkh stift wird durch einen Erweiterungsbau wesentlich vergrößert werden. Mit den Bauarbeiten wurde jetzt begonnen. Kreis Büdingen. i Babenhausen I, 6. Sept. Gestern nachmittag ereignete sich im benachbarten Dorfe Bellmuth ein (efemerer Ung lüdsfall. Ein bei seinem Sohn auf Besuch weilender alter Mann bekam beim Einspannen der Pferde von einem der beiden Tiere einen Schlag gegen den Leib. Der sofort feerbeigerufene Arzt konnte nichts Bestimmtes feft- feellen und ordnete die Ueberfüferung in die Klinik nach Gießen an, die am selben Abend noch erfolgte. Wie heute morgen hier verlautet, mußte sich der bedauernswerte Greis noch in derselben Nacht einer Operation unterziehen._____________________ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Eewinnauszug 5. Klasse 35. Preußisch-Süddeutsche (261. Preuß.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 24. Ziehungstag 5. September 1930 ön drr heutigen Vormiltagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne ju 5000 M. 1 ^8208 12 Gewinn« ju 3000 M. 44268 66684 70904 230380 296978 392380 10 Gewinn« ju 2000 M. 35389 60711 81005 240048 396637 34 Gewinne zu 1000 M. 8099 17285 20323 36452 39142 79234 86478 97068 105686 132491 157237 200128 202589 214501 239107 287030 364476 114 Gewinne ju 500 M. 6055 5737 8468 20665 24275 37731 39881 45418 69563 70231 75513 78258 83472 116449 120263 127570 133018 143944 146632 148278 173484 196555 220504 229447 230388 230627 230905 240168 242488 260557 262949 281677 297517 301694 303476 309555 309960 311953 314617 314983 315086 320790 332162 337947 339627 341335 342807 348964 369732 362120 365059 369029 372581 372845 377314 388370 391584 236 Gewinne zu 300 M. 4270 5414 7230 13518 14676 16784 19141 22063 30682 31963 34621 39473 41295 41979 42178 42707 53497 64770 67954 69055 73718 74447 77781 81594 82257 83857 85853 92437 93072 93735 94965 96443 95988 97451 104745 106758 107494 115659 123875 124485 124951 127605 132316 133471 135186 144120 144806 147228 152723 153735 159351 159518 167111 173523 174828 180290 187223 187621 193467 199487 199703 202117 203012 206400 214406 218188 220137 222535 223907 224646 226526 227343 235598 235791 241237 242077 242518 248784 248797 260262 251353 252077 262943 260284 261737 267248 267812 268621 277952 278084 283302 283510 284692 286460 290783 290825 298934 300621 301152 303069 303290 303766 308292 308641 309735 314808 316050 318884 325038 329282 330601 333409 342250 344018 344209 354849 382771 394047 Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinn, ju 5000 M. 124336 354160 8 Gewinn» ju 3000 M. 146921 267548 374480 375253 8 Gewinn, zu 2000 W. 86204 94373 194170 366166 34 Gewinne zu 1000 M. 3640 32556 54921 55570 83639 135331 156313 161976 214456 214951 230731 241146 273849 317327 349888 350975 383373 92 Gewinn« zu 500 M. 12839 15456 19087 37810 41532 72091 81086 87992 88912 95304 97093 99404 106366 112985 113232 114712 115463 116700 116809 120224 126562 133705 136188 145245 155419 177988 182434 187711 193040 193872 199181 225284 240431 241419 267639 296563 298844 308795 318616 336836 338187 351572 360384 368497 372884 382585 208 Gewinne ju 300 M. 1518 2070 4870 9663 11208 12792 18712 19079 19133 19393 21625 21828 24540 30362 32393 36948 41952 44107 44914 47237 48441 51021 66885 60016 63459 69670 70235 73892 78635 79661 80179 85520 89337 90255 95085 102135 106062 108161 110656 127075 131439 133123 135437 136043 141648 143918 147621 149406 149875 153354 166601 166860 158865 161830 163652 165582 178248 178485 180093 187323 198962 200168 205469 213395 214042 218483 227251 235270 244739 245879 251066 261145 259160 260570 273900 284918 298763 301711 303624 307811 310402 314011 314086 325351 326283 327105 327483 334797 334822 337071 337410 338511 343327 346403 347134 356670 369805 366295 369417 373631 374070 386165 389207 397612 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 6 Gewinne zu je 25000, 18 zu je 10000, 26 zu je 6000, 62 zu fe 8000, 148 zu je 2000, 820 zu je 1000, 740 zu je 600, 1970 zu je 300. Für die tägliche Pflege der Haut ist die Qualität Ihrer Wasch- tischseife immer entscheidend. Deshalb verwenden Sie ein Produkt, dessen auserlesene B e s ch aff e n h e it in allen Ver- 4007V braucherkreisen gerühmt wird: Dr. DRALLE’s Lavendelseife Große Runde Form, RM. 0.75