Nr. 26! Erstes Blatt 180. Jahrgang Aettag, Z. November 1950 6tld)« in । lOgtich.autzn Sonntags und Feiertag, Beilagen Ote Illustriert, Vtetzener Famtstenblütter Heimat im Bill» Die Scholle monats-Being$pret$: 2.20 Reichsmark and 30 •Retdisptenntg für Tröget» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern tnfolge höherer Gewalt. 5ernfvrechanfchlüste anterSammelnummer'2251 Anfchrift für Drahtnachrichten Snjeiger Sieben. Postscheckkonto: Stan Hurt am Dlaln 11688. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Universstätr-Vuch' und Steinöruderet H. Lange tn Gießen. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Hnnahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: füi Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Frtedr Wiih. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Sieben. Erster Zusammenstoß aus der Senser Abrüstungskonferenz. Scharfe Erklärung des Grafen Bernstorff gegen die Verschleppungstaktik des Ausschusses. — Deutschland fordert Einberufung der endgültigen Abrüstungskonferenz zum 1. November 1931. — Ein Maulkorberlaß gegen die Nüssen. Genf, 6. Nov. (TU.) Die sechste Tagung des Vorbereitenden Abrüstungsausschusses des Völkerbundes ist heute hier eröffnet worden. Infolge der Anwesenheit der sowjetrussischen Volkskommissare sind diesmal außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Der Zutritt zu den Sitzungen ist für das Publikum ganz- lich gesperrt worden; die Zugänge zu den Sälen werden aufs schärfste kontrolliert. Die Zusammensetzung der 32 an den Ausschußverhandlungen teilnehmenden Abordnungen ist im großen und ganzen die gleiche wie bisher. Den Vorsitz fuhrt der Pariser holländische Gesandte Loudon, der in seiner Eröffnungsrede auf die Ergebnisse der Londoner Flottenkonfcrenz und der bisherigen Verhandlungen des Sicherheitsausschusses hinwies und die Annahme des Abkommens über die finanzielle Hilfe für angegriffene Staaten heroorhob. Er unterstrich ferner den Beschluß der letzten Völkerbunds- versammlung, in der auf die Notwendigkeit des Abschlusses der vorbereitenden Abrüstungsarbeiten hingewiesen wird, um dem Völkerbunds- rat die Möglichkeit zur Einberufung der Weltabrüstungskonferenz zu „einem möglichst nahen Zeitpunkt" zu geben. Der Präsident stellte hierbei ausdrücklich fest, ein bestimmter Zeitpunkt für die Einberufung der Konferenz sei nicht verei nbart worden. Die Oesfcntlich- keit müsse sich endlich daran gewöhnen, nicht mehr von Abrüstung, sondern lediglich von Herabsetzung und Begrenzung der Abrüstungen zu reden. Die allgemeine Ab- rüsluna sei ein Ideal, das in der gegenwärtigen politischen und moralischen Weltlage nicht erreichbar sei. Der Ausschuß habe lediglich die Aufgabe, einen Abkommensentwurf auszuarbeiten, der dem allgemeinen Wettrüsten Einhalt gebieten solle. Eine Herabsetzung der Rüstungen sei nur möglich, soweit sie die Belange der nationalen Sicherheit zuließen. Gras Bernstorff gab dann für die deutsche Regierung eine Er- fiärung ab, in der er daraus hinwies, daß er bereits auf der letzten Tagung des Ausschusses im Jahre 1929 ausdrücklich die Verantwortung für die von der Mehrheit des Ausschusses eingenommene Haltung abgelehnt habe. Die bisherigen Ergebnisse der Ausschußverhandlungen berücksichtigen, so sagte Bernstorfs, die wefent- ichen Kategorien der Rüstungen nicht. Von ent- cheidender Vedeutung ist, daß die erste Etappe der Abrüstung eine wesentliche Herabsetzung aller Rüstungskategorien darstellt. Die deutsche Regierung dringe auf einen möglichst baldigen Abschluß der Ausschußverhandlungen, tximit der Rat die allgemeine Abrüstungskonferenz zum 1. Rovember 1931 einberufen kann. Rur auf diese Weise wird endgültig festg'stellt werden können, ob eine Absicht zu r Abrüstung vorhanden ist oder nicht. Der Ausschuß darf sich keiner Täuschung hingeben. Die ösfent- lichr Meinung der Welt hat bis heute nicht die geringsten Illusionen mehr über die ergebnis'osen fünfjährigen Verhandlungen des Ausschusses. Obwohl die Möglichkeit bestand, unmittelbar nach der Londoner Flottenkonferenz zusammenzutreten, so hat sich doch der Ausschuß aus 18 Monate vertagt. Deutschland legt Wert darauf, daß sein Vorschlag über die uneingeschränkte Veröffentlichung des gegenwärtigen Rüstungsstandes aller Länder als Grundlage der kommenden Konferenzverhandlungen außerhalb des j tzt zur Verhandlung stehenden Abkommen mttvurfs vom Ausschuß erörtert ^Deutschland fordert Klarheit, ob mai —. ^e Hkchlich zum Abschluß der Arbeiten uni^elte'*" "lerufung der Abrüstungskonferenz fdjrefX 11. Ein wesentlicher Teil der heutigen inti onalen Schwierigkeiten ist auf die Verschlcppu / der Abrüstungs rage zurückzuführen. Deutschland verlangt daher, daß man so schnell wie möglich zu einer entscheidende^ Herabsetzung sämtlicher Rüstungen schreitet. Rrra kam es zu einem Zwischenfall. Der Führer der russischen Delegation Litwinow verlas nach den Erklärungen des Grafen Bernstorfs eine umfangreiche schriftlich fest gelegte Erklärung, die eine Anklagerede gegen die bisherige Haltung des Abrüstungsausschusses dar stellte. Er wurde zwar von dem Präsidenten mit der Bemerkung unterbrochen, daß allgemeine Erllärun- gen nicht zulässig seien, setzte jedoch unbeirrt die Verlesung des Schriftstückes in englischer Sprach fort. Als der Präsident darauf die übliche Liebersetzung der Rede in die zweite amtliche Sprache verbot, verließ die gesamte internationale Presse zum Protest gegen die es willkürliche Vorgehen des Präsidenten den Saal. Erst nach einiger Zeit gelang es den Beamten des Dölkerbundssekretariats, die Presse zur Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu bewegen, nachdem inzwischen die Erklärung Litwinows in französischer Sprache verbreitet worden war. Litwinow protestierte dagegen, daß die Londoner Flottentonferenz als eine Lösung der Flottenfrage angesehen werden könne. Der Abrüstungsausschuß verkenne vollkommen die katastrophale Weltlage. Wer wolle nicht einsehen, daß heute d i e Möglichkeit eines Krieges näher liege als je. 3n zahlreichen Erklärungen der europäischen Staatsmänner sei immer wieder auf den fieberhaften Zustand der Menschheit und die sich daraus ergebenden Gefahren hingewiesen worden. Der Abrüstungsausschuß nehme jedoch in keiner Weise von diesen Gefahren Kenntnis. Auch innerhalb des Völkerbundes beständen tiefgehende Gegensätze. In Europa befänden sich Minderheiten in Stärke von 40 bis 50 Millionen Köpfen. Das bisher immer noch nicht gelöste Minderheitenproblem bedeute gleichfalls eine schwere Gefahr. Die Militär haushalte der europäischen Großmächte seien in den letzten fünf Jahren um eine Milliarde Dollar erhöht worden. Der Abrüstungsausschuß müsse endlich die These der Sicherheit als Voraussetzung der Abrüstung beiseite schieben. Die Moskauer Regierung habe bereits auf der letzten Tagung eine sofortige bOprozentige Herabsetzung aller Rüstungen beantragt. Sämtliche Vorschläge der Moskauer Regierung seien jedoch vom Ausschuß ab» gelehnt worden. Der Ausschuß habe bisher in keiner Weise eine wesentliche Herabsetzung der entscheidenden militärischen Rüstungskategorien Paris, 6. Rov. (TU.) In der Französischen Kanuner begründete Franklin-Bouillon seine außenpolitische Interpellation. Er wiederholte seine Angriffe gegen Deutschland, wobei von einer besonders scharfen Spitze gegen Briand eigentlich nicht die Rede sein konnte. Besondere Beachtung verdient nur die Tatsache, daß die gesamte Tardieukcalilion sowohl während der Ausführungen, wie an ihrem Schluß lebhaft Beifall klatschte. Franklin stützte seine Ausführungen auf Zitate aus deutschen Zeitungen. 3m_ Juni habe Frankreich das Rhein la nd geräumt, im September hatten die deutsche.! Wahlenstattgefunden und im Oktober seien 150 000 deutsche Stahlhelmer in Koblenz aufmarschiert. Die Reichstagswahlen hätten einen Sieg der Extremen gebracht Mehr als zwölf Millionen Menschen hätten die moralische Zerstörung Europas als ihr offenes Ziel proklamiert, während weitere zwölf Millionen Wähler ebenfalls entschlossen seien, den Status quo zu durchbrechen. Abgesehen von einer Handvoll friedlicher und einflußloser Leute gebe es zwei Lager, das kluge und das zynische Deutsch! an d. Beik^ Lager strebten jedoch die Revision des Voung- Planes, die Militarisierung des Rheinlandes, die Entwaffnung Frankreichs und schließlich die Abänderung des Friedensvertrages an. Das kluge Deutschland verlange heute schon ein Zahlungsmoratorium, während das extreme die Zahlungen überhaupt verweigern wolle. Franklin-Bouillon wies auf die angeblich ungeheuere Höhe des deutschen Heereshaushaltes hin und kam zum Schluß, daß Deutschland kein Moratorium gewährt werden könne, solange es seinen Haushalt, besonders aber die Heeres- München, 6. Rov. ($11.) 2lls Antwort auf die Anfragen Herv6s an Hitler in der „Victoire", in der Herve besonders den Gedanken eines deutsch-französischen Mllitärabkommens behandelte, veröss.—tlicht Hitler am Donnerstag im „Völkischen Beobachter" eine weitere Stellungnahme. Darin sagt er u. a., er sei entsetzt, gerade aus dem Munde Herves zu vernehmen, daß der Vertrag von Versailles nicht zu hart erscheine. Hiller bedauert es, daß Frankreich nach Herve unter feinen Umständen abrüften wolle und werde! Unter solchen Umständen bliebe dem übrigen Europa nichts übrig, als den französischen Rüstungen zu folgen. Es sei selbstverständlich, daß sich das deutsche Volk früher oder später ebenfalls die Mittel schaffen müsse, die es zur Garantierung seiner Sicherheit brauche. Für den Abschluß eines deutsch-französischen Militärbündnisses liege keine zwingende Veranlassung vor. Ein solches Abkommen würde nicht zu einer Befriedung, sondern sehr leicht zu einer Beunruhigung führen. Die Rettung Europas vor dem Bolschewismus sei keine Frage ^chnischer Rüstungen und überalterter Militärbündnisse, sondern eine Frage der Pazifisierung der europäischen Staaten. Als Führer der nallonalsozialistischen Bewegung glaube er nicht verantworten zu können, jemals vorgenommen. Die Sowjetabordnung beantrage daher, daß sofort zu einer Revision der bisher geschaffnen Bestimmungen des Abkommenentwurfes geschritten werde, und sie verlange, daß der Abrüstungsausschuß sich endlich auf den Boden der Erklärungen stellt, die die Staatsmänner Europas in der Abrüstungsfrage abgegeben hätten. Lord Robert (Lec l erklärte, die Ausführungen Bernstorffs und Litwinows hätten seinen Optimismus schwer erschüttert. Offenbar glaubten diese beiden Vertreter, daß nur ihre Staaten allein an der Abrüstung interessiert seien. Das sei eine durchaus falsche Einstellung. Sämtliche Mächte wünschten heute die Abrüstung. Jedoch sei die Abrüstung eine grundlegende Aenderung der Weltlage. die nur langfam durchgeführt werden könne. — Graf Bernstorff erklärte, ihm sei es gleichgültig, auf welchem Wege die Abrüstung erreicht werde, wenn nur eine wesentliche Herabsetzung aller entscheidenden Rüstungsgruppen erzielt werde. Rach längerer Aussprache beschloß der Ausschuß, daß bereits erledigte Anträge und Bestimmungen des Entwurfs neu behandelt werden könnten, wenn entsprechende neue Anträge eingereicht werden. a u s g a b e, nicht einschränke. Das deutsche Heer stehe nicht allein da. Es sei mit ber IRoten Armee verbunden. Beide Armeen seien durch tägliche Zusammenarbeit miteinander verknüpft. Was die Revision der Grenzen anlange, so habe er schon fc. Jahren behauptet, daß es nicht einen einzigen Deutschen gebe, der die Grenzziehung des Versailler Vertrages anerkennen wolle. Die Ereignisse in Deutschland hätten ihm jetzt Recht gegeben. Deutschland fordere ein Moratorium, doch wisse man, daß es seitzehn Jahren Verschwen - düng getrieben habe, um seiner Zah - lungspflicht zu entgehen. Ein Moratorium für einen Gläubiger, der schlechten Willens sei, komme nicht in Frage. Was das Rheinland anlange, so müsse man vom Völkerbund fordern, daß er in der entmilitarisierten Zone Ansammlungen militärischer Verbände, wie etwa des Stahlhelms, verbiete. Schließlich müsse die französtsche Regierung erklären, daß Frankreich niemals zulassen werde, an den durch den Versailler Vertrag gezogenen Grenzen zu rühren. Wie wolle Frankreich seinen Bundesgenossen, wie Polen und Belgien, in die Augen sehen, wenn eine derartige Diskussion überhaupt in Erwägung gezogen oder gar zugelassen werde? Frankreich müsse seinen Verbündeten die Sicherheit geben, daß sie ruhig in ihren Grenzen leben könnten. (Beifall bei der Rechten und dem Zentrum.) Franklin-Bouillon erklärte, die Grenze Frankreichs liege nicht am Rhein, sondern an der Weichsel. Die deutschen Wahlen hätten Frankreich die Augen geöffnet. Doch bestehe ein Revi- sionswille in Deutschland und in Belgien sowie eine zögernde Haltung bet den anderen. einem Militärbündnis, ganz gleich zu welchem Zwecke, auf so beengter Grundlage zuzustimmen. Eine Militärkonvention zur Aufrechterhaltung des zu bildenden europäischen Status quo sowohl als zur Abwendung der bolschewisti- schen Gefahr habe seiner Heberzeugung nach nur dann einen Sinn, wenn alle großen europäischen Rationen in diesem Bunde gleichberechtigt seien und USA. sowohl als Japan, wenigstens soweit es den Schutz der europäischen Kultur vor der bolschewistischen Gefahr betreffe, daran teil- nehmen. Eine Ausschaltung dieser Mächte mühte zum Gegenteil des Gewünschten führen. Er müsse daher diesen Punkt des Vorschlags Herves im Interesse einer wirklichen inneren lieber- brückung der europäischen unb außereuropäischen Differenzen für die nationalsozialistische Bewegung zu seinem tiefen Bedauern ablehnen. pariser Rüstungsmärchen. Lfnziöje Stimmungsmache für Genf. Paris, 6. Rov. (ERD.) Der offiziöse „P e - tit Parisien" beschäftigt sich in einem Artikel zum Beginn der Beratungen der Vorbereitenden Abrüstungskommission mit dem Stand der Rüstungen der verschiedenen Länder. Die Aufgabe des Artikel besteht darin, den namentlich in der englischen Presse in der letzten Zeit erhobenen Vorwurf des Militarismus in Frankreich zu entkräften. Das Blatt bringt Ziffern über Rüstungen Italiens, Englands, der Vereinigten Staaten, und da die Zahl der hunderttausend Mann Reichswehr seststeht, verfällt es in den Fehler der nationalistischen Hehpresse, indem es die verschiedenen Verbände, wie Stahlhelm, Iungdeutschen Orden und andere Organisationen dazu benutzt, um eine QI r t Reserve für d i e Reichswehr zu konstruieren. Das Blatt kommt dabei auf die Zisser von 470 000 sofort mobilisierbare Mannschaften. Ratürlich endet die Demonstration damit, dah Frankreich im Vergleich zum Jahre 1913 300 000 Mann Soldaten weniger besitzt. Besonders interessant ist es, dah der „Pellt Pa-^ risien" nur den Effektivbestand desHei - matheeres notiert und von den französischen Kolonialtruppen vollkommen schweigt. Hierdurch kommt das Blatt leicht zu der etwas inferioren Ziffer von 378 000 Mann. — Es ist bedauerlich, daß das offiziöse Blatt der französischen Regierung kurz vor Beginn der Verhandlungen in Genf mit derartigen Tendenzmanövern d e Allno- sphäre, die an und für sich nicht besonders güiw ftig ist, noch verschlechtert. Oer Reichsrat berät das Ganierungsprogramm. Berlin, 6.Rov. (VVZ.) Die vereinigten Reichsratsausschüsse beendeten am Donnerstag die erste Lesung des Gesetzentwurfes übet die Einschränkung des Personalauswan d s in der öffentlichen Verwaltung. Ebenso wie in dem am Mittwoch beratenen Gehalts- kürzungsgeseh wurden alle Abänderungsanträge und Anregungen bis zur zweiten Lesung Im Ausschuß zurückgestellt. Ein Antrag auf Vorverlegung des Gehaltskü r zungsler- mines auf den 1. Januar 1931 wird zur zweiten Lesung erwartet. 3n parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß eine Annahme dieses Antrages durchaus möglich sei. Der Standpunkt der Länder zu dieser Frage ist jedoch noch nicht einheitlich. Einige betonen im besonderen, daß man den Beamten eine gewisse Anlauffrist für die Gehaltskürzung geben müsse. Für Preußen würde eine Gehaltskürzung ab 1. Januar eine Ersparnis von 20 Millionen RM. erbringen. Man kam, wie das Rachrichtenbureau des VDZ. weiter hört, überein, alle Vorlagen zum Finanzplan in zwei Lesungen zu beraten. Am Freitag früh soll die erste Lesung des Gesetzentwurfes über die Angleichung der haushalte von Reich, Ländern und Gemeinden, das sogenannte Plasond-Geseh, vorgenommen werden. Darauf soll die Beratung über den Gesetzentwurf zur M e i - terertjebung der Zuschläge zur Einkommensteuer, der Ledigen st euer und der Aufsichtsrats st euer folgen. Schließlich soll auch noch die (Etatberatung am Freitag begonnen werden. Für Samstag ist die Erörterung der Rovelle zur labaffteuer in Aussicht genommen. Am Montag und Dienstag sollen interne Besprechungen über den Etat stattfinden. Am Mittwoch wollen die vereinigten Ausschüsse alle mit dem Wohnungsbau zusammenhängenden Fragen beraten, nämlich das Baufinanzierungsprogramm und die Aenderungen der wohnungs- gesehgebung, ferner auch die Realsteuersen- k u n g. Die Reichsratsausschüsse hoffen, am Mittwoch auch noch die zweite Lesung aller Vorlagen vornehmen zu können, die zum Finanz- plan der Reichsregierung bisher vorliegen. Oer Deutsche Beamtenbund zur Gehaltskürzung. Berlin, 6. Rov. (TU.) Die Zeitschrift des Deutschen Beamtenbundes „Der Deamtenbund" nimmt Stellung zu den Bestrebungen, die Gehaltskürzung bereits am 1. Januar 1931 eintreten zu lassen. Es wird mit* geteilt. dah die Vertreter des Deutschen Dcamten- bundes unmittelbar nach dem Dekanntwerden der Rachricht eine Unterredung mit dem Reichs- finanzminister Dietrich hatten, in der mit Dachdruck darauf hingewiesen wurde, daß von 21m beitergewerts(haften bereits seit längerer Zeit der 1. Januar befürwortet würde, dah neuerdings aus den Reihen der Metallarbeiterverbäno« wegen des bevorstehenden Schiedsspruchs eine Vorverlegung auf den 1. Januar gewünscht würde, und dah durch die Vorverlegung des Termins die 100 Millionen Mark, die die Länder aus der Gehaltskürzung an 6 a 8 Reich abgeben sollen und nicht abgeben wollen, aus der Beamtenschaft herausgeholt werden sollten. Die Beamtenschaft soll also zum Kompensationsobjekt in einem Konflikt zwischen Reich und Ländern benutzt werden. Die Zeitschrift führt weiter aus. dah es allerdings auch den Anschein habe, als ob mahgebende Persönlich- Iranklin-Lomllon hetzi gegen Deutschland Phantasien über deutsche Rüstungöausgaben. - Oer Stahlhe maufmarsch in Koblenz. - Kein Moratorium, ke ne Grenzrevision im Osten. Hitlers Antwort an Herve. Ab ehnung eines deutsch-französischen Militärbündnisses. fetten im Reichsrat doch keine Neigung hätten, die Verantwortung für diese Maßnahme zu übernehmen. Oer Zuschlag zur Einkommensteuer bleibi. Berlin. 6. Nov. (ERD.) Unter den 30 Gesetzesvorlagen zur Durchführung des Finanzprogramms der Reichsrcgierung, die demnächst den Reichstag beschäftigen werden, befindet sich ein Gesetz über die „Zuschläge zur Einkommensteuer im Rechnungsjahr 1931". Dieses Gesetz sieht u. a. die Weitererhebung des Zuschlags zur Einkommensteuer, der Ledigensteuer und der Aufsichtsrats st euer, die in der Notverordnung vom 26. Juni 1930 für das laufende Etatsjahr geschaffen waren, auch für 19 31 vor. Ein Unterschied ist insofern eingetreten, als die int öffentlichen Di enst befindlichen Personen in Zukunft von den Zuschlägen zur Einkommensteuer befreit sein werden, da ihre Bezüge durch das Gehalts- kürzungsgeseh neu geregelt werden. Kein Leistungsabbau in der Versorgung derKriegshmlerbliebenen B e r l i n , 6. Rov. (WTB.) Die in der Presse gelegentlich der Besprechung des Reichshaushaltsentwurfes 1931 über den Haushalt für Dersor- aungs- und Ruhegehälter gebrachten Zahlen haben anscheinend verschiedentlich in denKrei- sen der Kriegsopfer den Eindruck erweckt, als ob zur Durchführung der Einsparungen ein einschneidender Leistungsabbau auf dem Gebiet der Versorgung nötig und beabsichtigt sei. Diese Annahme ist, wie vom Reichsar^itsministerium mitgeteilt wird, durchaus irrig. Die Winderausgaben beim Haushalt für Derforgungs- und Ruhegehälter finden ihre Begründung in dem natürlichen Abgang versorgungs- und pensionsberechtigter Personen, in der Kürzung der Bezüge der Pensionen der Offiziere und Beamten der alten Wehrmacht und ihrer Hinterbliebenen um 6 v. H. in den bereits angeordneten Sparmaßnahmen sowie in den Abstrichen bei den für Zwecke der Kapitalabfindung vorgesehenen Mitteln. Weitere einschränkende Maßnahmen sind demnach für den Ausgleich des Haushaltes 1931 nicht erforderlich. Oie WirtschastSpariei hinter Drewitz. Berlin, 6.Rov. (Täl.) Bon der Wirtschafts- Partei wird mitgeteilt: 3n der heute im Reichstag stattgefundenen Sitzung, an der der Parteivor- stand, die Reichstagsfraktion und die Fraktionsführer der Länderparlamente teilnahmen, ist zu den Angriffen des Reichs tagsabge- ordnetenColosser gegen den ersten Partei- Vorsitzenden und Fraktionsführer Drewitz Stellung genommen worden. Parteivorstand, die Fraktionssührer der Länderparlamente und die Reichstagsfraktion stellen ein einmütiges Zusammengehen in allen politischen und Parteifragen fest. Sie sprechen dem Vorsitzenden voll st es Vertrauen aus. Dem Reichstagsabgeordneten Colosser soll Gelegenheit gegeben werden, seine Beschwerde vor der zuständigen Parteiinstanz vorzutragen. Meine politische Nachrichten. Die Abgeordneten W e s p und Späth (Ztr.) haben beim Hessischen Landtag beantragt, die Regierung möge in diesem Jahre vor Weihnachten nur zwei Verkaufssonntage — den sog. silbernen und goldenen Sonntag — freigeben. Dieselben Abgeordneten beantragen außerdem, die hessische Regierung möge bei der Reichsregierung dahin vorstellig werden, daß die Arbeitgeber verpflichtet werden, ihre Lehrlinge nach Beendigung der Lehrzeit mindestens noch drei Monate als Gesellen oder Angestellte zu behalten und die zuständigen Lohntarife zu zahlen. Der nationalsozialistische Abgeordnete Dr. Werner hat im Hessischen Landtag eine Reihe weiterer Anträge eingebracht, in denen u. a. verstärkter Schutz gegen die Verschandelung des Landschaftsbildes durch Plakate und Reklamen gefordert wird. Auf zoll-, finanz- und sozialpolitischem Gebiet soll alles getan werden um die Rentabilität der hessischen Landwirtschaft und Gesamtwirtschaft durch Reichsmaßnahmen wieder herzustellen. Erneut wird auch die Verlängerung der Verkaufszeit' in Ortschaften mit überwiegend landwirtschafttreibender Bevölkerung während der Bestell-, Ernte- und Sommerzeit gewünscht. Der Preußische Landtag lehttte in seiner Donnerstagsitzung mit 229 Stimmen der Regierungsparteien und der ausgeschlossenen Kommunisten gegen 196 Stimmen der Opposition den deutschnationalen und den kommunistischen Mift - trauensantrag gegen den Innenminister Severing ab. 3m Derfassungsausschuh des Preußischen Landtags fand Annahme ein Antrag, der das Staatsministerium ersucht, dafür zu sorgen, daß politische Mandatsträger nur insoweit in staatlichen und kommunalen Gesellschaften vertreten sein dürfen, als sie unbedingt die, Gewähr bieten für die materielle und persönliche Uninteressiertheit bei der Vergebung von Aufträgen aus öffentlichen Mitteln. Die Direktoren und höheren Angestellten der Erwerbsgesellfchaften, an denen der preußische Staat maßgeblich beteiligt ist, haben sich zum Verzicht auf einen Teil ihres Einkommens bereit erklärt. 3m Wege dieser Vereinbarung werden die Bezüge über 50 000 Mark jährlich um 20 Prozent, die über 25 000 Mark um 10 Prozent der Gesamtein- künfte herabgesetzt. Die Gehälter unter 2 5 000 Mark werden, soweit sie nicht tarifmäßig vereinbart sind, um 6 Prozent gekürzt. e Das englische Unterhaus nahm den Gesetzentwurf, der zwecks Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Schulpflicht bis zum 15 Lebensjahr he rau Netzt, mit 294 gegen 227 Stimmen in zweiter Lesung an. Die»GnineÄoni"fordertbeschleuWteA Cle$ ZggB 5 ..... 'd Hambfl. O -2> io 4 «h* 0wolkenlos Q neue) c» naiD Gedeckt. ® wolkig. • Gedeckt eRege*, * Sehnet a Graupeln e Nebel "K Orwii^r.^ Windstille. «O-. sehr leichte' Ost nassige» Südsüdwest b stürmische NordWesl (ne Piene fliege» mit dem wind»"/s, i Funn Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Qi .','te mit glelcheak auf Meeresniveau umoerechne CTlUCK Werte je. Unter starker Abfll^^Ib^ das französische Tief östlich weitergewä..,n«"»ämd lag mit seinem Kem heute morgen über Westdeutschland. Bereits im Laufe der gestrigen Abendstunden setztest in unserem Bezirk Riederschläge ein. Infolgedessen ist auch der Kälteherd bereits wesentlich zusammengeschrumpft, und nur im nördlichen und östlichen Deutschland lassen sich Heinere Gebiete mit Temperaturen unter Rull erkennen. Die Störung wird sich zwar weiter auffüllen, aber vorerst zu etwas wechselhaftem Wetter mit einzelnen Schauern führen. Der gleichzeitig von der Biscaha her vorstoftende hohe Druck dürfte sich mehr über das Festland erstrecken und dabei auch bei, uns späterhin zur Geltung kommen. Die Möglichkeit der Verschärfung der Temperatur- gegensähe zwischen Tag und Rächt ist dabei wahrscheinlich. Aussichten für Samstag: Uebergang des nebligen und trüben Wetters in wolkiges, kühl, noch vereinzelt leichte Schauer. Aussichten für Sonntag: Bewölkt mit Aufklaren, weitere Abkühlung mit Temperaturgegensätzen zwischen Tag und Nacht. Lufttemperaturen am 6. November: mittags 3 Grad Celsius, abends 2,5 Grad: am 7. November: morgens 3,2 Grad. Maximum 4 Grad, Minimum —1,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 6. November: abends 5,4 Grad: am 7. November: morgens 4,2 Grad Celsius. — Niederschlag 2,5 nun.—, Sonnenscheindauer eine Viertelstunde. Gelände kaum die Iahrespacht In Apoth.u Drog Do$eu.Tube60Pfo.t20 Ü-- W Sun licht Seife LUXseifenfiocken Die große Doppefpockung Die Normolpockvng Der große Würfel SUNUCHT GESELLSCHAFT A.G. MANNHEIM - BERLIN SP 2-41 Nicht um ein poar Pfennige, sondern bis zu */$ ihres bisherigen Preises sind die Sunlicht Erzeugnisse ermäßigt. Die Ersparnis macht im Monat eine stattliche Summe aus. Dar- mor an wob den platz Verwendung finden soll, Zweck völlig ungeeignet ist? 2. Ist es richtig, daß dieses benutzt wird? 3. Ist es ferner richtig, dah 7 ’fg., /etil 50 "9- .-40*Pfg.. jeui 30 Pfg. Eme rmßcle Snlbß gegen Hautjucken, Wundsein u. RissigeHaul- Penaten-Creme „1. Hat die Regierung tatsächlich in Friedberg ein Gelände gepachtet, das als Exerzier- " aber für diesen am Main, ein Vorkämpfer für die deutsche Turn fache. Don 1930 bis 1933 stand er als Vorsitzender der Sächsisch-Thüringischen Vorturner-Vereinigung vor. 1905 wählte ihn die Frankfurter Turnerschaft zum Gauvertreter. 3n dieser Eigenschaft hat Georg Dender mit größter Tatkraft das 11. Deutsche Turnfest in Frankfurt a. M. 1908 vorbereitet und durchgesührt. Das Wandern, das Singen, überhaupt die Pflege des turnerischen Geisteslebens lag dem hervorragenden Führer vor allem am Herzen. Er wurde im Mittelrheinkreis Kreiswart für das Geistesturnen und für die turnerische Jugendpflege. Die Turnerjugend-Bewegung in Deutschland hat in Prof. Dender einen ihrer bekanntesten Dorkämpfer. 3m 3ahre 1912 schon erhielt der 3ubilar die höchste Auszeichnung der Deutschen Turnerschaft, die Ehrenurkunde. An seinem Geburtstage gedenken Tausende, vor allem die 3ugend im DHC. und in der DT., dankbar des verdienten Führer- und DolkS- mannes. Eine Landtags-Anfrage über polrzei-Exerzierplähe. Der nationalsozialistische Abgeordnete Professor Dr. Werner, Butzbach, hat im Hessischen Landtag folgende Gröhe Anfrage eingebracht: kirchliche Tiachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 8. November. Kapelle des Alten Friedhofs. 18.15 Uhr: Abendandacht; Einführung des Studentenpfarrers Lic. Brunner durch Prälat D. Dr. Diehl. Aus der provinzialdouptstadi Gießen, den 7. Aovember 1930. Prof. Georg Bender. Am 9. Aovember vollendet Professor Georg Dender in Frankfurt a M., in den Kreisen der wandernden und turnenden 3ugend kurz „Tater Dender" genannt, sein 7 0. Lebensjahr. Georg Bender ist ein Sohn Oberhessens, und er ist seiner Heimat immer treu geblieben als ein begeisterter Künder ihrer herben Schönheiten. Am 9. Aovember 1860 in Hungen geboren und auf dem Gymnasium in Büdingen vorbereitet, studierte Dender in Gießen, Erlangen und Göttingen Mathematik und Physik und legte in Berlin die Turnlehrerprüfung ab. Reben seinen Hauptstudien z'gen ihn allezeit auch die beschreibenden Aaturwissenschaften in ihren Dann; besonders die Geologie und die Botanik der Heimat boten ihm immer wieder Anregung zur Beschäftigung, und in Vorträgen und auf Wanderfahrten gab er sein Wis'en in volkstümlicher Darstellung gern an seine Freunde und Gesinnungsgenossen weiter. Einem großen Teil unserer Leser ist Georg Bender vor allem durch seine Tätigkeit im V H C. bekannt geworden. Seit 1934 als Oberlehrer am Wöhler^Rea'gymnasium in Frankfurt a. M. tätig, gründete er dort den Zweigverein Frankfurt des V H C., dessen Vorsitzender er heute noch ist. Sein besonderes Werk ist die Iugendherberge „Vater - Bender ■ Heim" aus der Her- chenhainer Höhe. Als Obmann des Iung- VHC. nahm sich Georg Bender besonders der 3ugendbcwegung an, deren Bedeutung er früh erkannt hatte. Die Wandersache war dem Jubilar allezeit gleichbedeutend mit der Heimatsache, und es ist zum guten Teil mit sein Verdienst, wenn heute der VHC. zu den deutschen Wander- und Gebirgsvereinen gehört, die das Wandern nicht nur als Sport betreiben, sondern es als eins der vornehmlichsten Mittel zur Weckung und Pflege der Heimatliebe handhaben. Oberhessen mit> der Vogelsberg verdanken Professor Dender aber auch nicht geringe wirtschaftliche Erfolge; ist er es doch mit gewesen, der durch eifrige Werbung das Heimatgebirge dem Touristenverlehr »wschlie- ßen half, vor allem die Aufmerksamkeit der Wanderkreise der Großstadt Frankfurt a. !Ä auf den Vogelsberg hinlenkte. Seine angeborene Volkstümlichkeit und sein Proteststreik der Dresdner Gastwirte. Als Protest gegen die am 1. November in Dresden eingesuhrte Gemeindegetränke st euer hatte der Verband des Gaststättengewerbes von Dresden und Umgebung zu einer einmütigen Schließung sämtlicher Dresdener Gast- st ä t t e n aufgefordert. Infolgedessen halten fast alle Dresdener Gastwirtschaften und Cafös, Wein- und Koststuben sowie die Erfrischungsräume der Warenhäuser ihre Betriebe geschlossen. Hinter dem eintägigen Proteststreik stehen außer dem Verband des Gaststättengewerbes auch die Arbeitnehmerorganisationen. Lediglich die Bahnhofswirtschaften sind im Interesse des Reiseverkehrs geöffnet. In einer Protestoersammlung wurde eine Entschließung angenommen, in der es u a. heißt: Die Gastwirte sind fest entschlossen, alle Maßnah- men zu ergreifen, um dem beschlossenen Steuerprotest noch wirksamere Formen zu geben. Als erste Maßnahme wird beschlossen, sämtlichen Ange st eilten am Freitag zu kündi - gen und noch Ablauf der Kündigungsfrist alle Angestellten zu entlassen, um die Betriebe bis zur Aufhebung der Getränkeste'uer zu schließen. Die Arbeitgeber verpflichten sich, bei Wiedereröffnung das gesamte Personpl restlos wixder einzustellen. Generalversammlung der viehhandelsorgauisation. Am 27. und 28. Aovember d. 3. findet in Derlin die Generalversammlung (Bundestag) des Dun- des der Viehhändler Deutschlands e. V. statt, der auf sein 30jähriges Destehen zurückblickt. Er umfaßt heute 180 Vereine mit etwa 17 000 Viehhändlern. Die diesjährige Dundestagung gewinnt insofern besonderes 3nteresse, als Aeichsminister a. D. Dr. Reinhold, M. d. R., ein Referat über „Wirtschastssorgen und -nöte des freien Handels" halten wird. Der Referent der Reichsforschungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen, v. d. W a r t h, wird über das Ergebnis der Schweinezählungen und die sich für den Viehhandel hieraus ergebenden Folgen berichten. Weiter wird der Syndikus des Pommer» schen Viehhändler-Vereins. Rechtsanwalt von K o e n e n, Stolp, einen Vortrag über „Vieh- Handel und Genossenschaften" halten. Ministerialrat Dr. Hübschmann vom Reichsfinanzministerium hat umsahsteuerliche Ausführungen in Aussicht gestellt. schilderung gehalten werden. Der Vortragende, Herr W. D l a u. wird an Hand zahlreicher farbiger Aaturaufnahmen die Sch.rnhciten des sagenumwobenen Kettengebirges im Osten unseres Vaterlandes schildern. Zunächst wird in Breslau und Hirschberg Einkehr gehalten, dann in Agnetendorf und Hain, Schreiberhau und Krummhübel. Eine Wanderung schließt sich an, vorüber an den herrlichen Tauden wie Elbsallbaude, Prinz Heinrich- Daude und weiter an den vielen giganti ch.rn Fcls- bildern vorüber bis zum höchsten Berg des Riesengebirges. der 1605 Meter hohen Schneekoppe. Man beachte die heutige Anzeige. — „,Maha', aut den Inseln der 1000 Wunder" betitelt sich der Kulturfilm, der in der Frühvorstellung am nächsten Sonntag im Lichtspielhaus Bahnhofstraße zur Vorführung gelangt. Der Film stellt die Ausbeute eines holländischen Forschers während einer Reise durch Batavia und Bali dar und bringt eine Reihe von Bildern eigenartigsten Gepräges. Näheres im Anzeigenteil. — Einen heiterenEttlinger-Abend veranstaltet am nächsten Dienstag die hiesige Ortsgruppe des Gewerkschaftsbundes der Angestellten. Sie hat dafür den Schriftstekler Karl Ettling er, der auch unseren Lesern nicht \f.» bekannt ist, verpflichtet. Karl Etllinger hat sich nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Vortragskünstler einen Aamen gemacht. Die Veranstaltung sindet in der Aeuen Aula der ilnt- versität statt. (Siehe heutige Anzeige.) — Metallbildhauer H. Küchel veranstaltet am 8. und 9. Aovember im Hotel Prinz Earl eine Herbstausstellung seiner Arbeiten. Wir verweisen auf die Anzeige in unserer gestrigen Ausgabe. *♦ Abendandachten in der Kapelle aufdem Alten F r i e d h o f. In der Kapelle auf dem Alten Friedhof sollen in diesem Winter eine Reihe von Abendandachten stattfinden, die besonders für die Studenten bestimmt sind, die aber auch für evangelische Gemeindeglieder der Stadt offen- stehen. Die erste Abendandacht wird am Samstag, 8 November, um 18.15 Uhr gehalten werden. Der evangelische Studentenpfarrer ipird bei dieser Gelegenheit durch den Prälaten D. Dr. D i e h l in sein Amt eingeführt. •• „Sektion Rahnstetten" wieder im Stadttheater. Die 3ntendanz des Stadt- theoters teilt uns mit, daß auf Grund der zahlreichen Aachfragen, ob eine Wiederholung von Curt Corrinths „Sektion Rahnstetten" stattfinde, dieses politische Zeitstück einmalig am 30. Aovember nachmittags ausgeführt wird. •• Sprechstunden für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den La idgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittagvon 16 bis 17 Uhr statt. Lungenkranke und Krank- he'.tsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Aeberweisung ihres Arztes an die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. ** Die Ermäßigung der Beitragssätze zur Ortskrankenkasse Gießen- Stad t wird in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht. ** Viehzählung am 1. Dezember. Die nächste Viehzählung im Reich findet auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Statistischen Reichsamt und den statistischen Landesämtern am 1. Dezember 1930 statt. •• Die Auswahl der Holzfäller. Die Fraktion des Hessischen Landbundes hat im Hessischen Landtag folgenden Antrag eingebracht: „Wir beantragen, die Regierung zu ersuchen, sofort beim Landesarbeitsamt Frankfurt a. M. vorstellig zu werden, damit die Holzhauer für die Fällung des Holzes in Gemeinde- und Staatswaldungen nicht von den Arbeitsämtern oder dexen Nebenstellen vermittelt werden, wie das die Arbeitsämter beabsichtigen, sondern ihre Auswahl den Gemeindebehörden und Oberförstereien überlassen bleibt." ** Jugendherbergstag in Gießen. Der Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen hält am Sonntag, 9. No- ocmber, in unserer Stadt seine diesjährige Verwaltungsausschußsitzung ab. Von besonderem Interesse wird ein Bericht des ersten Vorsitzenden I a s p e r t über den diesjährigen Reichs-Jugendherbergstag sein. Robert Braun (Frankfurt a. M.) wird über „Wasserwandern und Jugendherbergen". Studienassessor Heß (Gießen) über „Bündische Jugend und Groß-Jugendherbergen" sprechen. ** Eine Tagung des Hessischen Landesverbandes für evangelische Kinderpflege findet am 9. und 10. Aovember in Gießen statt. Am Sonntag leitet ein Festgottes- dienst die Tagung ein, dann findet im Gemeindesaal der Iohanneskirche ein Gemeindeabend statt. Am Montag um 9,30 älbr vereinigt die Hauptversammlung die Teilnehmer. Oberkirchenrat D. Wagner (Gießen) wird vor Eintritt in die Tagesordnung die Andacht halten, Pastor von Wicht (Derlin) hält dann einen Vortrag über „Erziehungsziele her Gegenwart". für diesen Platz 3000 Mar! beträgt? 4. 3st es schließlich richtig, daß der betreffende Pachtvertrag bis 1 9 4 3 läuft, so daß der Staat noch 42 000 Mk. zu zghlen hätte? 5. Wie hoch ist die Summe der Gesamt- p a ch t, gerechnet von Anfang bis Ende des Vertrages? 6. Welche Gesamtsumme hat der hessische Staat seit Destehen der Schutzpolizei an Pacht für reichseigene Gebäude (Kasernen) in Friedberg aufgewendet? 7. Wit welcher Begründung hat sich der hessische Staat den Luxus zweier nahe beieinander liegender Standorte (Friedberg und Duhbach) gestattet, obgleich in letzterer Stadt ausreichende landeseigene Kasernen zur Verfügung stehen und standen?" Vo,-nötigen. — T.a geskalender für Freitag. Stadt- theater: „Aeidhardt v. Gneisenau". 19.30 bis 22.30 Uhr — Anterhaltungsstunde für jedermann: Lieder und Rezitationen, 16 Uhr, Singsaal des Realgymnasiums. — Wissenschaftlicher Experimentalvortrag des Psychologie-Praktikers Wedikato, 20.30 Uhr, im Cafe Leib. — Lichtspielhaus, Dahnhofstraße: „Unter den Dächern von Paris". — Astoria-Lichtspiele: „Robert und Bertram" (mit Harry Liedtke). — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 19.30 älhr erstmalige Wiederholung des Schauspiels: „Aeidhardt von Gneisenau" unter der Spielleitung von Walter Bäuerle Die Desehung ist dieselbe wie bei der Erstaufsührung. Die Erstausführung hat sich durch zwei Pausen, die aus technischen Gründen eingelegt werden mußten, ziemlich in die Länge gezogen Durch weitere technische Vervollkommnung wird bei der heutigen Aufführung nur eine Pause von 15 Minuten eingelegt zu werden brauchen. Ende der Aufführung programmähig. — Am Montag, 10. Aovember, findet im Mittwoch- Abonnement das Gastspiel Konrad Drehers mit seinem Ensemble statt. Zur Aufführung gelangt das Dolksstück: „Der wundertätige Antonius". Die Gießener werden dies Gastspiel sreudig begrüßen und mit Dreher samt seinen Künstlern ein paar Stunden ungetrübten Genusses verbringen. - Konzert der „Aeapolita". Man schreibt uns: Das am Sonntag, 9. Aovember, 16.30 Uhr, in der üniversi ätsaula stattfindende Man- dolinen-Orchester-Konzerl des Ma dolinen- und Gitarrenvereins „Aeapolita" unter der Leitung des Herrn Hans Sonntag gewinnt dadurch eine besondere Rote, daß zu diesem Konzert die Gitarre-Solistin Frl. Luise Walker aus Wien gewonnen wurde. (Siehe heutige Anzeige.) — Fam i lienabend der Lukasge- m e i n d e. Kommenden Sonntag wird die Lukas- gemeinde in ihrem Gemeindesaal wieder einen Familienabend veranstalten. Kirchenvorsteher, Reichsbahnamtmann Dörr, wird einen Vortrag halten über das Thema: „Das Reisen in der guten alten Zeit". Frau Herta Meyer gedenkt mit Mitgliedern ihrer Gesangschule Lieder von Gluck, Mozart, Hugo Wolf und Schubert zu Gehör zu bringen. Man beachte die heutige Anzeige. — Der Kaufmännische Verein und Ortsgewerbeverein veranstaltet am Montag, 10. Aovember, in der Aula einen Lichtbilder- Vortragsadend, der in das schrne Riesengebirge führen wird. Der Vortrag wird — so schreibt man uns — in Gestalt einer lebendigen Reise•• Deutsche Volkspartei. Man berichtet unS: Am Montag fand die erste Winterversammlung des Frauenausschusses der DDP. statt. Herr Oberreallehrer Appel berichtete eingehend über die Sitzung des Landesausschusses der DDP. am 12. Oktober in Darmstadt. 3m Mittelpunkt der Tagung stand die Rede des Reichstagsabgeordneten D i n g e l d e y. Anknüpfend an den Bericht über den Landesausschuß sprach Frau Abgeordnete Birnbaum über die Tagung der Eüdwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft der DDP. am 19. Oktober in Bensheim, auf der Abgeordneter D i n g e l d e y nach klarer Darlegung der letzten Vorgänge im Reichstag für die Unterstützung der Regierung Brüning cingctreten war bei scharfer Ablehnung aller sozialistischen Versuche, das Finanzprogramm zu verwässern. Aach- dem die Rednerin noch die wichtigsten polittschen Geschehnisse der letzten Zeit berührt hatte, betonte sie zum Schluß, daß das deutsche Volk um so mehr auf die auch im Ausland für nötig erachtete Revision des Versailler Diktats und des Voungplans hoffen dürfe, je einiger und geschloffener es feine berechttgten Forderungen vertrete I An die interessanten Ausführungen der beiden Redner schloß sich eine sehr angeregte Aussprache an, die von dem lebhaften Interesse der Zuhörer zeugte. •• Nationalsozialistische Versammlung. In einer sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung, die von der Aattonalsozialisttschen Deutschen Arbeiterpartei auf Mittwochabend in den Saal des Cas6 Leib einberufen war, sprach Oberstleutnant a. D. A h l e m a n n In gut zweistündiger Rede über die politischen Ziele deo Aaiionalsozialislen im heutigen Staat und für die deutsche Neugestaltung. Der Redner übte unter Heranziehung zahlreicher unliebsamer Erscheinungen im Verlaufe deS letzten Jahrzehntes eingehende Kritik an dem gegenwärtigen polittschen System. Er betonte dabei u. a„ die Aationalsozia- listen bekämpften nicht die Republik; toenn_ da- deutsche Volksleben sich gesund entwickeln könne, möge die Republik ruhig bestehen bleiben. Der Kampf der Aationalsozialisten gelte den 3er» setzungS- und Korruptionserscheinungen, die sich unter dem gegenwärtigen System auf vielen Gebieten des offenllichen Lebens beincrE.ar machten. In diesem Zusammenhänge beschästtgte sich der Redner scharf kritisierend mit der Besetzung von Deamtenstellen lediglich nach parteipolitischen Ge» sich.spunkten, mit den Fällen Barmat, Kuttsker, Eklarek. Böß usw., mit der vielfach zutage tretenden Vergeudung öfsenllicher Gelder durch völlig unnötigen, oder weit übertriebenen Aufwand, und er kam dabei zu dem Schluß, daß für alle diese Dinge das heutige politische System in vollem Ausmaß mit der Verantwortung belastet werden müsse. Dann polemisierte der Re. ner in längeren Aus übrungen geg n daS Bank- und B rjen.apital, wo ei er den bekannten nationalsozialistischen Standpunkt mit großer Entschiedenheck entwickelte, ferner besprach er die finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Dawes- und des Voungplanes, legte den Standpunkt seiner Partei gegenüber der deutschen Außenpolitik und der Gesamtpolittk deS Kabinetts Brüning dar und hob dabei hervor, daß du ch daS Erscheinen der 107 nationalsozialistischen Abgeordneten im Reichstage außenpolitisch die gesamte Lage völlig verändert worden sei. Weiter beschäftigte sich der Redner kurz mit dem Leipziger Reichswehrprozeß, wobei er den verurtellten Offizieren wärmste Sympathie darbrachte und spätere Wiederverwendung im Heere nach Erlangung der Macht durch oieAattonalsoziattsten zusagte. Sodann toanate er sich einer kurzen Betrachtung des Geisteskampfes im Leben der Völker zu, wobei er entschiedenste Willensbildung und stärksten Fanatismus bei der Vertretung der nationalsoziallsti- schen Meinung forderte und diejenigen als Männer der deutschen Freiheit feierte, die sich in der Gefolgschaft Adolf Hitlers befinden. Zum Schlüsse sprach er noch kurz über die nationalsozialistische Auffassung vom Staate und stellte dabei, mit einer Huldigung für Adolf Hitler, den Gedanken des Füyrertums scharf in den Vordergrund. Dem Redner wurde starker Beifall gezollt. Die Versammlung verlief ohne jede Störung. ■ MM ■ das schonende Seifenpulver U 'A Pfund Paket Pfg., jetzt 4CU h Pfund Doppelstück . . . « -40*Pfg. , je« 30 Pfg. .„^.Stunde in; von ins . dre Xl>eutld)c ®-’,Vgel '«uelol.Ä «X'wi«. «f* . Streben, sich in der Volksgemeinschaft tätig auS- toeit wirken, ließen ihn von früh an in der Führung ^eutschenTurnerschaft hrvortretei. Von früher Och an Turner — er turnte schon als Schüler Sangen —, war er überall, wohin ihn sein tn Siegen, Gera und Frankfurt Verlud tarn . . — um in jedem Hause Sunlicht Seife, ?°^v Lux Seifenflodeen und Sumo. vtom 1 (I • j .1 sHi ' Modehaus 750» A Aus unserer Spezialabteilung: Kinder-Strümpfe jgg Herren-Socken 5r 61 n 6 Wolle _____ reine Wolle >1 llllllll TP Vl6le Modelarben Oll UIIIUIU I. d. Älter V. 1-14 Jahren besonders günstige Angebote jedes Paar 2fl(i Mouenaus - Salomon Schulstr. 4 in groben Mengen LvCuLC noch nie so billig! Beachten Sie bitte das Reste-Schaufenster Tel. 2911. 1 2 aus der Schule Frau Or. 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Durch Beschluß des Kassenausschusses vom 24. Oktober 1930 und mit Genehmigung des Oberoersicherungsamts Darmstadt werden die Beiträge zu unserer Kasse von 7 auf 6,5 o. 5). des Grundlohnes ermäßigt. Die Berechnung erfolgt nach Kalendertagen. Für Lehrlinge aller Art, die ohne Entgelt beschäftigt werden, beträgt der Beitrag % oes Satzes der niedrigsten Stufe. Für die der Kasse freiwillig Beigetretenen, für welche die Kassenleistungen nach § 6a der Satzung beschränkt sind, beträgt der Beitragssatz 5 o. -. des Grundlohnes. Für Versicherte, die während der Fortzahlung von Arbeitsentgelt auf weniger als 26 Wochen kein Krankengeld erhalten, werden die Beiträge auf 5,5 v. $). des Grundlohnes ermäßigt. vorstehende Regelung tritt mit dem November 1930 in Kraft. Ab 1. Novem- Sonntag, 9. November, abends 8 Uhr, im Lukassaal KamMen-Abend lukasgemeinde Dortrag des Herrn Reichsbahnamtmanns Dörr: Das Reisen in der guten alte« Zeit Gesangliche Darbietungen der Damen Hertha Meyer, Ton! Otto, Gretel Wölke, Hilde Wohlfarth, Paula Zondervan, alle Grabenstr. 4 III (ßutefiflDitaiaoiage Etaaenbäuser. Ein- faintlieiiüäuier, wo ein Ueberfdiuh von 1 00—1500 M. bleibt. Näh. I. Baer, Oil» anlage 29. i06902 Radioapparat 2- Röhren - 'N« tzan- schlußgeräi mu eingebaut. vautfptecber für Gleichstrom, tebr guter Empfang und fast neu au verkaufen. l'tet» 90 RM. Lchr.Ang un> 7600 > an deu Gteh. AnAetg ber 1930 gültige Beitragstabellen werden den Arbeitgebern besonders zuaestellt, außerdem sind dieselben an den Kassenschaltern während der Geschäftsstunden erhältlich. 7584V Die Arbeitgeber werden hiermit auf- gesordert, der Kasse die für Ziffer 4 in Frage ko» «menden Personen namentlich bis zum 1. Dezember 1930 anzugeben, andernfalls die weitere Ermäßigung des Beitrags nicht eintreten kann. Bei Neu- amneldung solcher Personen müssen entsprechende Angaben auf der Meldung vermerkt sein. Der Vorstand. O. Ottilie, 1. Vorsitzender. Kirchenvorstand der Lukasgemeinde _______________Gem indeverein der Lukasgemeinde. Sonntag, den 9. Nov., nachm 3 Uhr und abends 8 Uhr: Lahresfest der Svang. Stadtmtssion, Löberstraße 14 Festansprache v.Prediger Peters, ÄidelheimFlensungerhof, Chor- und Gedichtvorträge, musikalische Darbietungen. Jedermann herzlich willkommen! p6899 Eintritt frei! Waschbüste 95 cm. eichen, auch für Nietzgerei geeig., billig abAimeb o®-?» Südaui aae 19 II Gehrockanzug febr gut erbaben, preiswert -u ver- .6=; dl »» *ss ?Ur,ti9enÄ[( waren L'breEa .».^glaube gefa hfl war te2“«1 d » Q(, «'tzrtc M, “ WH» ^ampva, bti tonnun1 ’^Nlong ,.2ei ver tocit tommtp norgen Qn Borö i • Sw Für Kleinwohnungen! 4IleBerzeugen Sie sich selßst und Beachten Sie Bitte mein Spezial-Schaufenster SamStag,den8.N. t930abdS.8' ,llbr Monatsversammlung lVercinölokat, „Hc sischer bof“) Den Kameraden nochmals Aurflennp nls daft in Zukunft nicht mehr be'onders emaelaaen wird a. ö. Aionatsverfamml.u finoen diese jeden Aroetten Samstag «m Monat itatt. 7587 u Der ivorttaud. Schuhhaus Herbert Marktplatz 2, neben der Engelapotheke Kombiniertes Wohnzimmer in kaukasisch Nußbaum, ersetzt Speise- und Herrenzimmer vollkommen. - Preiswert bei 75720 Louis Vetter, Kaiserallee 15 Schüler der Oberklasse siebt ©erinnern od Quintanern d.Real gnmnasi.imö ob des Gymnasiums täglich die Aufgaben nach. Mäßiges Honorar. Schrift!. Angeb. um 76060 g.d. Gieß. AnA Rentablere Hühnerhaltung 1 dollrnfrti» Anlegung ll.PrcisUstr -tU-l über guie Veijetailen unb ©träte. Geflllgclhos Groos, ‘DJirrgentheim F5 .1 Urin Statiopen stenenden Zalr^' ,L- .'’rte mit .gleiche* ■Br&uck ■ erhalten bte sict> Inf Unnf schön und voll bei llOO I täRl. Gebrauch des ■ Echten Brenn- neN#e*haarwaRserw nach Hofapo theker Schaefer. Haarausfall, Schuppen u Kopt jucken verseh winden. Fein parfümiert Flaschen mitbrinften. *'4 Liter 0.75 RM.. V.Lit, 1.25 RM. Nur torhflltl.Ennel-Apotahek. 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Zu erfr. 1. d. Geschit. d. Wtc . AnA 06897 Oie Landsmännschall Darmslaölia i. A. d. C.: Ernst Koch x Donnerstagnachmittag 5 Uhr entschlief nach schwerem Leiden unser tieusorgender Vater, Großvater und Urgroßvater Herr Ernst Ruppel im 71. Lebensjahr Frau Marie Ruppel und Kinder Enkel und Urenkel Gießen (Frankf Str 165), Frankfurt, Rodheim a. d. B., den 7 November 1930 Die Beerdigung findet am Montag, 10. November, nachm 2 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt. 06903 Karl Delp aktiv 1884-1866 Oberforstmeister L R. in Darmstadt Herrfchaftl. grofte 3-Zimmer-Wohoung 1. St. vordere Wil- helmstrafte. folort au verm ibf*rift., Licht- Silbe» u.bgl.) schnellsten« wrüthu(. Die Stettung- fuAenben finb banfbär Dafür, wenn man Ihre Bemühungen zur Sn- languna ein. geeigneten Zdngfeif aus diese Weise anterflflül und sind auf diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen <9te6enec Snuitet Vergleichsverfahren. I lieber das Vermögen des Schneidermeisters Meier Harth in Gießen, Bahnhofstraße 63. ist am 5. November 1930, 17 Uhr, dos Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Der Volkswirt R. D V. Dr. jur. Hudels- haufen in Gießen, Goetheftraße 30, ist zur Vcrtrauensperjon ernannt. Termin zur Verhandlung über den Der- gleichsvorjchlag ist auf Donnerstag, den 27. November 1930 vormittags 11 Uhr vor dem hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer 204, 2. Obergeschoß, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst feinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren Ermittlungen find auf der Geschäftsstelle zur Einsichl der [^fermietungen^ 4-ZlMMel VolMliv mit Bad. 2. St. Set- lersweg, monntltdie Miete 78 Mk.. ob 1. 12. 30 au vermiet. Schrift!. An ,eb. uui 06894 a. d. Gien- AnA In meinem Büro- baufe habe ich noch ein schönes |0687b Büro xu vermieten. Haus Schwärs. Groß- Garage am Aulweg Platz 1.100 Wagen, Geschlossene ,eo, Waschplätze, \ ag- und Nachtbetrieb. 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Die innerpolitischen Auseinandersetzungen Oesterreich, die mit Unterbrechungen und vxch' selnder Schärfe seit zehn Jahren währen, streben ihrem Gipfelpunkt zu. 3n wenigen Tagen wird daL Ergebnis der ö st erreich ischen Rationalwahlen bekannt sein und eure Beurteilung darüber erlauben, in welcher -.Achtung und in welcher Kräfteverteilung l>re neue politische Gruppierung arbeiten wird Man wird leicht dazu verleitet, die politische AuSem- andcrsetzung der jüngsten Gegenwart ständig vorn Gesichtspunkt größter Wichtrgkctt zu betrachten. So sehr diese grundsätzliche Ertennrnrs richtig sein mag so ist anderseits in kaum einem zweiten Jahr nach dem Weltkrieg der innerpolitischen Entwicklung eine solch überragende Bedeutung zugefallen wie dem Jahr 1930. Naturgemäß müssen die Auswirkungen des letzten Jahrzehntes in den einzelnen Staaten sich ganz verschieden äußern, je nachdem die Innenpolitik von den Ereignissen der Außenpolitik bestimmt wurde. Die Reichstagswahlen haben die besondere Abhängigkeit des deutschen politischen Willens von den außenpolitischen Din- dringen zu erkennen gegeben. In Oesterreich liegen trotz mancher Parallelen die Dinge nicht ganz so. Las außenpolitische Moment ist völlig in den Hintergrund gedrängt. Der vor kurzem erst wieder aus seiner längeren politischen Zurückgezogenheit herausgetretene Außenminister Dr. Ignatz Seibel hat das österreichische Außenministerium zwar wieder verselbständigt, das bisher in enger Anlehnung an das Bundeskanzleramt auf dem historischen Ballhausplatz wirkte. Aber Seipel als Außenminister hält sich im Wahllamps möglichst zurück, wie überhaupt im allgemeinen die jeweiligen Außenminister im innerpolitischen Kampf sich eine große Zurückhaltung auferlegen. Rur in der Politik des Schoöerblocls spielt die Außenpolitik eine bestimmte Rolle, soweit das Werk und die Persönlichkeit seines Führers werbend wirken. Aber itn Grunde genommen kümmert sich das österreichische Bolt — froh, von den Reparatlons- lasten befreit zu fein — herzlich wenig um die Außenpolitik. Die Rationalratswahlen in Oesterreich sind gänzlich auf die innenpolitischeAus- einanderfetzung abgestellt. Selbst die wirt- schafts- und sozialpolitischen Gesichtspunkte sind zurückgedrängt, am stärksten klingen die wirtschaftlichen Momente noch beim Schoberblock durch, die sozialpolitischen bei der Sozialdemokratischen Partei, die wie gelegentlich früherer Wahlen so auch diesmal in etwas bescheidenerem Maße gegen jede Beeinträchtigung des Mieterschutzes protestiert. / t Der reichsdeutsche Beobachter der österreichischen Wahlvorbereitungen konnte sich auch diesmal des Eindrucks nicht erwehren, daß tatsächlich mit allen Mitteln der Propaganda gearbeitet wird, um an die Stelle der jetzt vorhandenen schwachen und verschwommenen Mehrheiten starke Mehr hei ten treten zu lassen. Der Wahlkampf wird in der Hauptstadt Wien und in allen österreichischen Bundesländern mit der gleichen Hartnäckigkeit geführt. Und doch dreht sich in ihn. alles um Wien, diese Stadt, die in noch ganz anderem Sinne als etwa Berlin sür Deutschland die österreichische Metropole ist, in der fast ein Drittel der gesamten Bevolke- rung vereinigt ist. Dieses Wien, das in noch ganz anderem Maße in Kontrastwirkung steht zum Vorarlberger, Tiroler, Kärntner, Salzburger Bauernhof. Daher der Aufmarsch der Heimwehr in den Bundesländern als Rückgrat des christlich-nationalen Elements der Bundeshauptstadt. t t Die Sozialdemokratiscye Partei hat diesmal nicht in erwartetem Maße zum Gegenstoß ausgeholt. Sie hat ihre Kampffront in den Bundesländern scheinbar nicht erweitern wollen, in Wirklichkeit nicht mehr erweitern können. Eie hat alle Kraft der Propaganda und derMassen- toirfung a u f Wien konzentriert, ihr Bollwerk, um mit Aufgebot alles Fanatismus die Mehrheit in Wien für sich zu behalten, wenn möglich auszudehnen. Die Herrschaft über Wien bedeutet in Wirklichkeit für Oesterreich wesentlich mehr als für Deutschland die Herrschaft über Berlin. Man wird deshalb ohne ilcber- trelbung sagen können, dgtz der Wechsel in der Richtung der künftigen Innenpolitik im wesentlichen davon bestimmt wird, wer über die Mehrheit in Wien verfügt. Wie lagen die parteipolitischen Verhältnisse bisher? Im Vergleich zu den innerpolitischen Verhältnissen Deutschlands zeigten sie eine erheblich größere Stabilität. Cs ergeben sich mit veränderten Vorzeichen sogar gewisse Parallelen zum englischen parteipolitischen System. Als große Blockparteien wirkten, unterstützt von einem reichen Organisationsleben, die Christlich- soziale und Sozialdemokratische Par- t e t, von denen die erstere noch immer Über einige Mandate mehr verfügte. Die bisher getrennt marschierenden Großdeutschen und Landbündler haben sich unter Einbeziehung zahlreicher kleinerer Gruppen zur Wahlgemeinschaft des Schoberblocks zusammeng.schloffen, eine voraussichtlich nur für Die Zeit der Durchführung der Wahlen bestimmte Einrichtung. Die Heimwehrbewegung geht, unterschiedlich nach den einzelnen Richtungen und Bundesländern, teils geschlossen mit Der Christlich ozialen Partei, teils für sich, in den Wahlkampf. Das Ergebnis Der österreichischen Aationalratswahlen wird dafür bestimmend werden, ob die rechts der Sozialdemokratischen Partei stehenden wahl- werbenoen Gruppen in ihrer Gesamtheit es verstehen, eine stärkere parlamentarische Mehrheit zu erzielen, als es bisher der Fall war. Das würde bedeuten, daß der sozialdemokratische Vormarsch nicht nur zum Stehen gebracht, sondern auch mit einem politischen Kurs zu rechnen wäre, Der dem Lavieren zwischen links und rechts, Marxismus und Bürgertum, ein Ende bereitete. Seit einigen Iahren wird in den hessischen Schulen eine Ausstellung gezeigt, die durch ihre Aufklärungsarbeit im Dienste Der Gesundheitspflege und Der sozialen Fürsorge weit über Hessen hinaus bekannt ist. Sie hat den Zweck, in den Schulen planmäßig Die Äugend zu vorbeugender Gesundheitspflege anzuhalten. Ausstellung, Film, Vortrag wirken zusammen und verschaffen Den Kindern in vollem Umfange Aufklärung über drohende Gefahren für Körper und Geist. Man ging an zuständiger Stelle einen Schritt weiter und ließ die Kinder über das im Rahmen dieser Ausstellung Gesehene und Gehörte Aussätze schreiben, Die geprüft unD mit Anerkennungen in Form von Diplomen belohnt wurden. 3m Zusammenhang Damit tourDe schließlich noch ein Wettbewerb ausgeschrieben, Der Schüler unD Schülerinnen vor Die Ausgabe stellte, sich mit Dem Thema GesunDheitspflege auch zeichnerisch zu befassen, unD zwar galt es, ein Diplom zu entwerfen, das für besonders gute Aufsätze vergeben wurde und noch vergeben werden soll. Der Wettbewerb fiel auf fruchtbaren Boden und aus den Schulen Hessens wurden nicht weniger als 700 Entwürfe eingereicht. Vier Schulgruppen waren unter sich gegliedert, und zwar lieferten die Volls chulen. Die Gewerbe- schulen, Die höheren Schulen und die Fachschulen Entwürfe, die nunmehr auch in Gießen in der W 11 ........—iitii-—TFT-rrr 1 1 Finanznoi und Wissenschaft. Die Mitgliederversammlung der Rotge- meinschaft der Deutschen Wissenschaft nahm in einer Derfammlung folgend« Entschließung an: .Die Mitgliederversammlung der Rotgemeinschaft der Deutschen Wisien- schast, Die sämtliche deutsche Wi seuschaftsdiszi- plinen, sämtlich« Hochschulen unD Akademien und die deutschen Wif'enichaftsverbände umfaßt, hat zur Lage Der deutschen Wirtschist und Arbeits» oeschaffung, der DolksgesunDhei. und Technik Stellung genommen. Sie ist der Auffassung, daß die Einschränkung der deutschen Wis enschaitsproduk- tion neben der allgemeinen Gefahr für die Höh« unterer Kultur die stärkste Beeinträchtigung der deutschen Gütererzeugung besonders nach der qualitativen Seite herautsührt. Für den Binnenmarkt ist zur Stützung der Landwirtschaft Die kraftvolle We iterfüh - rung der landwirtschaftlichen Forschung ganz unentbehrlich Der Dorfprung, den Die ausländische Wis enschaft bereits für einzelne Gebiete anmeldet, droht noch zu wachsen Der deutsche Wettbewerb auf dem Weltmarkt würde dadurch empfindlich geschädigt. Die Weltstellung der deutschen Wissenschaft ist eine Grundlage der deutschen Auslandgeltung, sie ist eine unentbehrliche Voraussetzung für das Vertrauen in Die deutsche Wirtschaft und in den deutschen Kredit. Daß aber auch das deutsche Inland durch Die Einschränkung Der wis enschaftlichen Arbeit schwer betroffen wird, tritt an mehr als einer Stelle offen zu Tage. Die traurigen Bergwerks- katastrophen Der jüngsten Zeit (um unter vielen ein Beispiel zu nennen) weisen gebieteri ch in Die Richtung, Daß die bisher aufgenommenen Arbeiten Der Ge logen, Physiker, Chemiker, MeDiziner, Techniker und anderer wissenschaftlichen Berg" werkserperten durch Etatfenkungen nicht gekürzt, sondern mit aller Kraftweitergeführt werden müssen. Wir wenden uns dieserhalb mit den ernstesten Vorstellungen an Die Reichsregierung unD Die CänDcrregierungen, an den Reichstag unD an die Parlamente der Ginzelländer und an das gesamte arbeitende deutsche Volk." Turnhalle Der Pestalozzifchule zur Ausstellung gelangen. (Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 12 und von 14 bis. Io Uhr geöffnet.) Gestern vormittag wurde die Ausstellung offiziell Dem Besuch übergeben. An der Eröffnung nahmen in Der Hauptsache Herren aus Den Lehrkörpern Der Schulen teil. Stadtschulrat Fischer hieß Die Gäste willkommen, gab seiner FreuDe üoer das durch ihr Erscheinen betnie e.ie Interesse Ausdruck und sprach schl.eßlich Dank allen denen aus, Die es ermöglichten, Die Ausstellung auch in Gießen zu zeigen. Sodann sprach Herr Avemarie, Der Leiter der Ausstellung, und gab eine Reihe von Aufklärungen über das Wesen und das verfolgte Ziel der „Hessischen Hygiene-Ausstellung", wie man sie in übertragenem Sinne nennen könne. Die zum gegebenen Zeitpunkt auch in Meßen gezeigt werden wird. Er kam Dann auf die jetzige Ausstellung zu sprechen, in Der die Entwürfe Der Schülerinnen und Schüler vereinigt find. In Den Zeichnungen sind kindliche GeDanlen unD Vorstellungen über Die Bedeutung, Den Sinn und die Art Der Gesundheitspflege niedergekegt worden. Ra urgemäß waren auch Preise ausgesetzt, und zwar bestanden sie für Die besten Arbeiten in einer Geldprämie unD einem Diplom, für Die übrigen in entsprechender Anerkennung, in Trost- unD Bücherpreisen. Für Die Gießener Dürfte es befonDers interessant sein, daß auch aus den hiesigen Schulen eine Anzahl Entwürfe eingereicht unD ausgezeich- Nobelpreisträger Lewis. — Der amerikanische Schriftsteller Sinclair Lewis erhielt den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. net wurden. So erhielt Der Schüler Rabenau (Goetheschule) einen Dritten Preis (GelDprämie und Diplom) in Der Vewertungsklasse Der Volksschulen, außerdem wurden den Schülern F e l 1 e r und Ada in Belobigungen zuteil, und sie erhielten als äußeres Zeichen Der Anerkennung je ein Exemplar des Buches .Durch Odenwald und Frankenland". Ein Entwurf des Schülers Karl Menl von der Oberrealschule Gießen soll als Titelblatt eines „Gesundheitsrechenbuches", das sich in Vorbereitung befindet und demnächst Den Lehrern zur Bereicherung des Rechenunterrichts in die Hand gegeben werden soll, 'Verwendung, finden. Reben Den festgesetzten Preisen haben der Staatspräsident Dr. Adelung, der Minister des Innern Leuschner und Präsident Dr. h. c. Reumann von Der LanDesversicherungsanstalt Hessen Ehrenpreise gestiftet, Die als Auszeichnungen für hervorragenDe Leistungen vergeben würben. Lin Rundgang durch die Ausstellung ist außerorDentlich lohnend. Eine schier unendliche Fülle von Gedanken, die mit den Begriffen .,Gesundheitspflege", .vorbeugende Gesundheitspflege" und „soziale Fürsorge" In Verbindung zu bringen sind, hat ihren Ausdruck in den Zeichnungen gefunden. Von der Arbeit der Siebenjährigen bis zu den reproduktionsrellen, kultivierten Entwürfen Der älteren Schüler Der Kunstgewerbefchul« Offenbach ist alles vertreten, was Den schöpserisckien Händen Der KinDer und Der reiferen Iugend auf Dem Gebiete Des Darzustellenden entwachsen kann. In dieser Sammlung von Zeichnungen offenbart sich in überaus eindrucksvoller Weife Die 3nDi- vidualität, Die bereits im Kinde und vielleicht gerade im Kinde lebendig ist. Hier begegnet uns Die geometrische Form, Dort Die dekorativ behandelte Schrift, an anderer Stelle Der Versuch Der Darstellung des menschlichen Körpers, in Den Zeichnungen Der Mädchen Der Volksschule finden wir allenthalben das Blumenonrament, Die Blu- mengirlanDe, Dem an anderer Stelle eine sehr geschickte Photomontogearbeit eines Schülers als typischer Gegensatz gegenübersteht. Die Schüler und Schülerinnen reiferen Alker« Haden bereite bewußt das Urkundenhafte, das inan mit einem Diplom in Verbindung bringt, heransgearbeitet, tatsächlich oft mit viel Geschick. Gewerbeschüler, vermutlich Malerlehrlinge und Vuchdrucker, zeigen in dieser Hinsicht einige hervorragende Arbeiten Vorherrschend ist bei Den meisten Zeichnungen Die bunte Farbe, und gerade die Phantasie der 7- bis 10jährigen feiert mit dem Buntstift wahre Feste. Daß sich darunter Schöpferische Kinderhände... Schule und Volkügelundheil. - Zeichnen als Mittel zur Belehrung. - Eine Ausstellung in der pestalozzifchule. Chinesische Wäscherinnen und ein Taifun. Don Otto Gutzeit. Wir hatten Ordre, mit unterer Ladung nach Wampoa, Dem Vorhafen von Kanton, zu segeln, und tonnten bereits von weitem Das anglochinesi- sche Hongkong Durch das Fernrohr sehen. .Bei Der stauen Brise werden wir heute nicht weit kommen", meinte einer Der Matrosen. „Aber morgen'Mittag Haden wir Die Waschdeerns bereits an Bord.^ Waschdeerns?" fragte ich „Jawohl, hübs unge Wäscherinnen: aber Sie wer- Den ja fest . $vr Tcuridie« Ta« an Bord, und Der Anker, Dor „Do" ,9?? „-Stunde l», den Grund gerollt ** x 1 die Hohe glrojnDcn. Die ganze Deuttchc «■regfcllen wir DieBocca Tigris auf- am andern Morgen erhielt Die er- ÄAerbordwache Erlaubnis, zur Koje zu b JBlr mochten wohl einige StunDen geschlafen w öen, als wir durch einen schrecklichen Lärm erwachen. Müde und unwillig Drehte ich mich auf_ die andere Seite, doch Der Lärm wurde immer großer, unD als ich völlig munter war, sah ich eine Wenge chinesischer MäDchen Damit beschäftigt, Säcke, Kisten und Kojen nach zerrißenen oder des Waschens be» dürstigen Kleidungsstücken zu durchsuchen. Die Mädchen waren so genau davon unterrichtet, wo Seeleute ihre Sachen auszudewahren pflegten, Daß man hätte glauben können, sie seien selbst schon lange zur See gefahren. Ich war noch hundemüde und gebrauchte ein paar klüftige deutsche Verwünschungen gegen Die chinesischen MäDchen, Die im nächsten Augenblick zu meinem Erstaunen meine Worte, ohne Daß sie ahnten, was sie zu bedeuten hatten, mit auffallend korrekter Aussprache wiederholten. Ich mußte mächtig lachen; als aber ein niedliches, sauber gekleidetes Mädchen ansing, auch in meiner Koje herum- zustöbern, wurde mir Der Spaß zu arg. Barsch fragte ich sie auf Englisch, was sie wünsche? Sie lächelte mich mit ihren kleinen geschlitzten Augen anmutig an, hielt mir eine alte englische LeDerjacke entgegen unD Deutete auf Die Löcher. Ihr Englisch war tchauderhaft: „Looke here, what is that. “ (Sieh hier, was ist Das?) .Ein Loch!" knurrte ich nicht allzu sanftmütig. Das Mädchen zeigte auf andere Stellen Der Jacke und rief vergnügt; .Loch, Loch, Lochl" Die am schrecklichsten ausfehenden Klei- Der machten ihr das größte Vergnügen. „Washing, mending!“ (Waschen, flicken!) riet sie vergnügt. Ich wollte gerade meinem Störenfried begreiflich machen, daß Diefe Kleider überhaupt nicht mehr das Waschen lohnten, als in meiner Rebenkoie ein furch barer Krawall entstand. Mein Kamerad, müde wie ich. war weniger sanftmütig und wehrte sich mit einem Bambusrohr gegen Die aut ihn einDringenDen Mädchen. Diefe versuchten, ihm unter Lachen unD Scher- zen Das Rohr wegzunehmen. Mit unserem Schlaf war's vorbei. Die Ri?e, welche meine Wü'che zürn Gegenstand ihrer Grobe- rung ausersehen halte, steckte alles in einen Sack, notierte aber jedes Stück in chinesilcher Schrift au ein Blatt 'Papier und überreichte mir von Dem Der- zeichnis eine Kopie. Als ich ihr sagte, daß ich sie ja gar nicht kenne und gar nicht wußte, wo sie mit meinen Sachen hinginge, hotte sie eine alte Brref- lafche eurorätschen Ursprungs aus ihren Kleidern hervor und überreichte mir mehrere Zettel, Die in verschieDenen Sprachen abgefaht waren. Es waren Zeugnisie von Seeleuten aller Rationen, welche betagten, Daß das Mädchen ehrlich und tauber sei unD Die Sachen pünttlich zurückgebracht habe. Ser Inhalt vieler dieser .Dokumente" war urkomischer Ratur. Heber DaS eines deutschen Matrosen muhte ich herzlich lachen; meine Rixe stimmte srohlich mit ein. Der Zettel lautete: .Inhaberin Dieses Scheines Zai-Rü, auf Deutsch Trina, ilt eine verteufelt fixe Deem. Sie Hal währenD unseres Aufenthaltes in Wampoa meine Kleider und Wäsche vollständig in Ordnung gebracht, und ich bezahlte ihr am Tage unserer Abreise, statt Der geforDerten zwei. Drei Dollar. Sie belohnte meinen EDelmut mit einem Herz- hasten Kuh; möge Fo Dieses Mädchen in seinen besonderen Schuh nehmen und ihr einen recht lang- zopfigen Mann bescheren. Heinrich Voß, Matrose der Bremer Bark „3upiter". Die Mädchen beluden nun rasch ihr Boot mit unseren Sachen und segelten ab. Die Boote iSchampans) werden oft von sechs unD mehr Dieser Wälchernixen bewohnt unD lieben unter Dem KommanDo einer älteren Frau. Selten kommen Diese Mädchen ans Land. Ihr Schampan ist ihre Wohnung; Dschunken im kleinen. Die Mad- chen tragen weite blaue Ranking-Beinkleider. Ein toter Burnus von demselben Stoff mit weiienArmeln reicht ihnen bis an Die Knie. Andere Schampans ruderten heran, mit Früchten belaßen, Eiern, Fischen, mit Erzeugnissen chinesischer Industrie, wie Tusche, Reisbildem, Porzellan. Gelegenheit, seine Rubel rollen zu lasten, gab es wirklich reichlich. Da unter Schiff mitten im Strome vor Anker lag, so benutzten wir fast nur den Schampan unserer Waschmädchen,um an Land zu gelangen. Sines Tages fuhr auch ich mit meiner Rixe zur Siadt und schärfte ihr ein, mich pünktlich um neun Uhr abends wieder abzuholen. Die Sonne ging an diesem Abend blutrot unter; Der Himmel bewölkte sich auftallend schnell. Das war ein schlimmes Zeichen, die Chinesen schloffen plötzlich alle ihre Geschäfte. Ich eilte an Den Hafen, aber Die Mädchen waren nicht zu bewegen, mich an Bord zu bringen. .Taifun, Taifun!" riefen sic und zeigten nach Dem Himmel Meine Rixe. .Trina", sagte: „Me show you, where you sleepy“. (Ich zeige Euch, wo Ihr schlafen kö rnt.) Mir blieb nichts übrig, als ihr zu folgen. Es ging über einen Holzsteg nach einem auf Pfählen gebauten, mitten im Flutz stehenden Hause. Es war zwar kein Boardinghouse; aber eine alte Chinesin begrüßte mich freundlich und führte mich in ihren .Palaft". Er bestand aus drei nebeneinander gelegenen Räumen; Möbel waren keine zu sehen. Von Der Decke baumelten einige Papierlaternen, und durch die Ritzen zwischen den Dielen konnte man in Den Fluh hinabsehen. Auher einem Feuerherd mit wenigem Kochc eschtrr, einem Altar mit einem Hausgöhen enthielten Die Räume nichts als ein paar Schlafmatten. Ich machte es mir fo bequem wie möalich; aber, ich hatte Die Augen noch nicht geschloffen, da brach Der Taifun mit aller Macht los. Ich glaubte, Die ganze Bude würde in Den Fluh geschleudert, so wurde das Haus hin und hergerüttelt Die Lampen waren verlöscht, Denn statt Der Fenster gab es nur offene Luken; Dabei rauschte Der Fluh unter uns so gewaltig, als wollte et jeden Augenblick Die Bude mit sich nehmen. Die Waschmädchen in Den Rebenräumen sangen ober heulten mit Dem Sturm um Die Wette und schlugen ein eigenartiges Tam-Tam; jeDenfalls begingen sie eine religiöse Zeremonie, um Den Taifun zu bannen. Von Schlafen war keine ReDe; ich lief in meinem Zimmer auf unD ab, klitfchnah von Dem durch das defekte Dach hereinpraffelnden Regen. Um zwölf Uhr nachts fchien Der Orkan seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Ich war bereits bis auf Die Haut.gerade!",a>s plötzlich Der toDen unter mir toanhe; Die Dielen hoben sich - meine Füße verloren Den Halt unD ich siel Der Läncie nach auf die Olafe, eine Flut von Wasser ergoß sich über mich. Eine im Fußboden befindliche Falltür halte sich in Die Hohe gehoben. Ich kappte bis an Die Knie im Wasser watend zum anderen Zimmer, wo Die MäDchen noch immer beulten. Ich muhte wohl oder übel unter ihnen aus- halten, um vielleicht in Gemeinschaft mit ihnen Die Wasser Des Perlflusses zu kosten; denn lange konnte diele Bude dem Orkan nicht mehr trotzen. Ich beneidete meine Kameraden auf Den feiten Eichenplanken unteres Schiffes, während ich in diefem Biberbau keine Minute sicher war. Peinlich langsam verrannen die Stunden. Da endlich lieh der Orkan nach. Prächtig flieg am beinahe wolkenlosen Himmel Die Sonne auf. Der Fluh aber, bedeckt mit Planken und tzäuferresten, bot einen Anblick des Jammers Daß unsere Lude stehen geblieben war, wird mir ewig ein Wunder bleiben. Zai-Rü kam mit Dem Schampan, um mich ab- zuholen. S>e strahlte vor Freuoe, daß sie mich noch lebend Vorland. Dann schlief ich mich erst einmal gehörig an Lord aus. Vierzehn Tage später lichteten wir die Anker. Zai-Rü bekam ihre Dollars, ich meinen herzhaften Kuß In ihren kleinen Schlitzaugen perlten einige Tränchen. Die winkte Avschied. Ob sie wohl ihren .Langbezopften" bekommen hat? Mehr Elche in Ostpreußen. Schon vor Dem Kriege war man in Ostpreußen behördlicherseits bemüht, Den immer seltener vor- fommcnDcn Elch zu hegen. WährenD Des Krieges unD Der Rachkriegszeit nahm Der Bestand an Elchen Durch Wilddieberei und Abschuß so sehr ab, Daß 1921 Der Abschuß von Elchen für fünf Iahre völlig verboten tourDe. Seit 1923 ist nunmehr ein schnelles Anwachsen des Clchbestan- Des zu verzeichnen unD seit 1925 unter gewissen. Bedingungen Der Abschuß von Elchen wieder erlaubt. In Diesem Iahr hat Der ElchbestanD nach Den neuesten Feststellungen wieder annähernd seine Friedensstärke erreicht. Das größte Elchgebiet in Ostpreußen ist Die Ibenhorst. Außer in Ostpreußen sind sonst in Europa nur noch in Schweden unD Rorwegen Elche vorhanden, feit Der starke ElchbestanD Rußlands fast vernichtet ist. Kochschulnachrichten. — Professor Dr. Ludwig Rürnberger in Halle hat Den an ihn ergangenen Ruf auf Den Lehrstuhl Der Geburtshilfe und Gynäkologie an Der Universität Königsberg als Rachfolger von Prof. W. Zangemeister abgelehnt. eine Reihe von Arbeiten befinden, die eine Belobigung verdienen und in der vorbehaltlosen kindlichen Darstellung oft genug künstlerisch anmuten, ist erfreulich. Den CBogel schießen allerdings die Schüler der Kunstgewerbeschule Offenbach ab, die tatsächlich einzigartige, in Schriftbehandlung. figürlicher Darstellung, in Raumverteilung und Abstimmung der Farben äußerst sichere Entwürfe ausgestellt haben. Der Besuch der Ausstellung ist zu empfehlen, insbesondere deshalb, weil man Gelegenheit hat, hier das Kind in seiner elementarsten Form, in seinen Gedankengängen, feinem Auffassunasver- mögen und nicht zuletzt in seiner seelischen Eigenart kennenzulernen. Der Ausstellung ist eine kleine Serie von Plakatentwürfen Wiener Schulkinder angegliedert, die besondere Beachtung deshalb verdient, weil hier 13-, 14- und 15jährige Knaben und Mädchen mit überraschender innerer Sicherheit gezeichnet, gemalt und gestaltet haben. Verkehrswerbung in Friedberg. WER. Friedberg 6. Rov. Der hiesige Berkehrsverein beschloß in einer Beratung mit der hiesigen Geschäftswelt, auch in diesem Jahre während der Weihnachtszeit besondere Werbungen zu veranstalten. Bom Kupfernen bis zum Silbernen Sonntag werden in allen Geschäften 5 Prozent Rabatt gewährt. Durch die Preisfrage, wieviel Chrysanthemen besonderer Art sich in den Auslagen der Geschäfte befinden, erwartet man eine besonders intensive Inaugenscheinnahme der Schaufenster: wertvolle Preise gelangen gratis zur Verteilung. Das übrige Programm soll durch Inanspruchnahme der hiesigen Vereine vervollständigt werden. Auch denkt man, toie in früheren Jahren, an eine Anstrahlung der bemerkenswertesten Gebäude der Stadt. Die Versammelten waren einmütig der Auffassung, daß der Gedanke eines L i ch t f e st e s bereits überlebt sei. Gtadtvorstandssihung in Lauterbach. Lauterbach, 5. Nov. Der Stadtvor - stand beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung zunächst mit einem Gesuch der Kurlichtspiele Bad Salzschlirf um verbilligte Stromabgabe: es wurde, entsprechend dem Vorschlag der Finanzkommission, abgelehnt. Weiter wurde u. a. die Gemein de Hundesteuer festgelegt: sie soll für den ersten Hund 12 Mark, für jeden weiteren Hund eine entsprechend höhere Summe betragen. Die Anwohner der Straße „Am Wörth" führen seit langer Zeit Klage über schlechte Wege- und Wasserabflußverhältnisse. Der Stadt- Vorstand beschloß nunmehr, in den Etat für 1931 Mittel einzustellen, um die notwendigen Arbeiten zur Beseitigung des Uebelstandes durchführen zu können. Die ausgeschriebenen Arbeiten und Materiallieferungen für die Erweiterung des Ortsnetzes wurden der Firma Siemens-Schuckert-Werke zum Angebotspreis von 16 550 Ml. übertragen. Zur Erweiterung des Wasserwerkes sollen bei der Bezirkssparkasse 30 000 Mk. ausgenommen werden. Für die Beschaffung von zwei Heizkesseln, die das Krankenhaus Gichhof benötigt, wurden Mittel in Hohe von 2000 Mk. genehmigt. Verireieriag des Lautertal-Särigerbundes. Wallenrod, 4. Nov. Am Sonntag fand hier der Nertretertag des Lautertal- Sängerbundes statt. Fast alle Vereine des Bundes waren vertreten. Nach einem Willkommengruß durch den 1. Vorsitzenden brachte der Gesangverein „Froher Mut" Wallenrod zwei Chöre zum Vortrag. Nach der vom Rechner erstatteten Reck)- nungsablage verfügt der Bund zur Zeit über ein Baroermögen von 293,78 Mark. Das Bundesfest für 1931 wurde dem Gesangverein „Froher Mut" Wallenrod übertragen. Satzungsgemäß hat alle Jahre die Hälfte des Vorstandes auszuscheiden: die Ergänzungswahl ergab einstimmige Wiederwahl der Ausgeschiedenen. Für den seitherigen ersten Schriftführer wurde Hermann D a h m e r vom Gesangverein „Liederkranz" in Maar gewählt. Als Tagungsort für den im Herbst nächsten Jahres stati- findenden Bundestag wurde Lauterbach bestimmt. Der Bundesvorstand konnte an 77 Sänger, die 25 bzw. 50 Jahre aktiv in den Vereinen mitgewirkt haben, je ein vom Bund gestiftetes Ehrendiplom aushändigen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch des verdienstvollen Sangesbruders Selbmann vom „Liederkranz" Lauterbach in ehrenden Worten gedacht. Der Gesangverein Wallenrod fang zum Ab- schluß noch einen Chor. Handball im Gau Hessen (O.T.) 2Hfo. II — Io. Münchholzhausen. Während die erste Mannschaft am Sonntag spielfrei ist, muh die zweite Mannschaft des Män- nertumvereins nach Münchholzhausen zum fälligen Verbands! Piel gegen die erste des dortigen Turnvereins. Wohl konnten die Giehener das Vorspiel mit hohem Ergebnis auf eigenem Platze gewinnen, doch haben die letzten Resultate gezeigt, daß die Münchholz auser Mannschaft auf eigenem Platze ein gefährlicher Gegner ist. Die Mtver werden schon in bester Aufstellung antreten und aus sich herausgehen müssen, wenn sie einen Sieg mit nach Hause nehmen wollen. Die erste Jugend trägt in Heuchelheim ein .Pflichtfpiel aus und wird, toenn sie ein ähnliches Spiel wie an den vergangenen Sonntagen vorführt. voraus ichtlich das Spiel für sich entscheiden können. Tv. Heuchelheim — I. u. Spo. Butzbach. Am Sonntag hat die Handballmannschaft des Turnvereins ine zweite Mannschaft vom Tum- und Sport-Verein Butzbach zu Gast. Butzbach stellt eine spielstarke Mannschaft, die den Hiesigen auf dem Wege zur Meisterschaft ein schweres Hindernis sein kann. Heuchelheim wird sehr aus sich herausgeben müssen, wenn der Sieg sichergestellt werden soll. Vorher spielt die Jugend gegen die Jugend vom Mtv. Meßen. Die Gäste finb ziemlich sicher als Sieger vorauszusehen. To. Großen-Linden I — Tgde. Friedberg II. Die 1. Elf des Tv. Großen-Linden empfängt am Sonntag die ll. Mannschaft der Tgde. Friedberg zum Derbandsspiel. Die Gäste stellen eine flinke Mannschaft, die die Großen-Lindener nicht unterschätzen dürfen, wenn eine Ueberraschung ausgeschlossen sein soll. Handball im Lahn-Dünsberg-Gau Im ersten Bezirk treffen am Sonntag im Spiel Garbenheim — Rodheim zwei gleichwertige Gegner zusammen, während im Spiel Waldgirmes gegen Wißmar der Gastgeber sicher siegen sollte. Im zweiten Bezirk trifft Exmeister Londorf in Lollar auf die dortige erste Mannschaft und sollte einen sicheren Sieg landen. Im dritten Bezirk sind am letzten Sonntag sämtliche Spiele der Vorrunde erledigt worden. Die Jugend trägt in Gruppe I noch ein Spiel in Hausen gegen Wieseck aus, das Hausen gewinnen sollte. Tv. Allendors I — Tv. Staufenberg I 4:4. Das Spiel sah harte Gegner in einem gleichwertigen Spiel gegenüber. Die erste Hälfte konnte der Plahbesiher schon 4:1 führen, während nach der Pause der Gast immer mehr aufkain und den Ausgleich schuf. Tv. Allendorf II — To. Londorf II 1:1. Die Mannschaften waren sich ebenbürtig. Londorf konnte in der ersten Hälfte durch einen scharfen Schuß seines Linksinnen die Führung übernehmen, die der Plahverein nach dem Wechsel aufhob. To. Londorf I — Tvg. Ruttershausen I 7:1. Londorf spielte überlegen und stellte daS Resultat bis zur Pause auf 3:1. Rach der Pause erzielte der Platzverein vier Erfolge, denen die Gäste nur das Ehrentor der ersten Halbzeit entgegensetzen konnten. To. Allendorf Jugend — Tv. Lollar Jugend 4:1. Zwei gleichwertige Mannschaften standen sich im Spiele gegenüber, dessen Ergebnis nicht völlig dem Spielverlauf entsprach. Die Allendorfer vermochten erst in der zweiten SpielhLlfte den Sieg sicher zu stellen. Gerätemannschastskampf in Lollar. Am Samstag findet in Lollar im Vereinslokal des Turnvereins ein Mannschafts-Gerätekampf zwischen den Turnvereinen Gräfenhausen (Main- Rodgau), Waldgirmes und Lollar statt. Der Ausgang des Kampfes ist bei der Gleichwertigkeit der einzelnen Mannschaften im voraus kaum zu bestimmen. ZußbaUklub 1926 Großen-Duseck. Die Spielvereinigung 1900 läßt am Sonntag in Grotzen-Duseck gegen die Ligamannschaft des FC. 26 Großen-Buseä eine Mannschaft antreten, die sich auS Spielern zusammensetzt, die für Verbandsipiele noch keine Spielcrlaubnis Habern Man darf einen schönen Kampf erwarten. Sportverein 1928 Garbenteich Garbenleich II — Spielvereinlgung Gießen III. Die erste Mannschaft des Sportvereins Garbenteich wird voraussichtlich auf fremdem Platz ein Freundschaftsspiel zum Austrag bringen. Die zweite Mannschaft steht in Garbenteich der dritten Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen im Verbandsspiel gegenüber. Die Gießener stehen zur Zeit an erster Stelle der Tabelle und werden sich wohl kaum von Garbenteich die Punkte streitig machen lassen. Der Sport im Reiche. 2luch an diesem Sonntag läßt das sportliche Programm an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig. In allen Sparten der Leibesübungen kommen wichtige Veranstaltungen zum Aus trag. — 3m Fußball werden in allen Verbänden die Punktespiele fortgesetzt. In Mitteldeutschland steigt daneben die zweite Polalvorrunde, wahrend der südostdeutsche Meister Deuthen 09 mit den Berufs- fptelem des Teplitzer FC. seine Kräfte messen wird. Im H o ck e y überragt der Länderkampf Deutschland gegen Dänemark in Rostock alle weiteren Spiele des Tages. In den bisher ausgetragenen zwei Spielen blieben stets unsere Vertreter siegreich und auch im dritten Kampfe ist ein deutscher Sieg zu erwarten. - 2m Handball kommen auf dem SCC.-Plahe die traditionellen Städtespiele zwischen Berlin und Hamburg für Männer und Frauen zur Durchführung. Die Leichtathleten Berlins tragen in diesem Rahmen ihren Herbstwaldlauf aus. — Bei den T u r n e r n finden die Gerätewettkämpse wieder größere Beachtung. Die Spitzenklasse der Reichshauptstadt gibt sich bei der Veranstaltung des Turnverbandes Berlin ein Stelldichein. Konstanz ist der Schau« platz des Länderkampfes im Kunstturnen zwischen Baden-Württemberg und der Schweix. $ür v?n Kampf gegen Rheinland rüstet Westfalen mit seinem zweiten Auswahlturnen in Wenden. Im Schwimmen sind weiterhin die Veranstaltungen in Duisburg, München und Heidelberg zu nennen. Die Donner Wasserfreunde starten am Samstag in Paris und in Goslar tritt der Vorstand des Deutschen Schwimm-Verbandes zu einer Tagung zusammen. — Die Hallensaison imTen - nis wird mit dem ersten Kampf um den Hansa- pokal zwischen Bremen und Hamburg eingeleitet. In Amsterdam vertritt der Kölner Rourney die deutschen Farben. Hochbetrieb herrscht im Boxen. Für die Professionals hat die Dortmunder Westfalenhalle ein geschicktes Programm zusammengestellt, in dessen Mittelpunkt die Begegnung des deutschen Schwergewichtsmeisters Hans Schönrath (Krefeld) mit dem Kölner Hein Müller (Köln) steht. Lebhafte Tätigkeit entfalten auch die Amateure. Der Radsport steht im Zeichen des am Freitag gestarteten 2 4. Berliner Sechs tage- r e n n e n s. In der Breslauer Iahrhunderthalle liefern sich die Endteilnehmer an der Weltmeisterschaft ein weiteres Revanchetreffen. Der Kölner Dauerfahrer Dederichs trifft in Paris mit dem Italiener Manera und dem Franzosen Lacquehay zusammen. — Der Rennsport bringt Veranstaltungen in Strausberg, Krefeld, Paris und für die Traber in Leipzig, Altona-Bahrenfeld und Gelsenkirchen. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 278. Don C. E. Luckett. 5 8 6 3 2 4 Z 1 a a h 8 7 6 D 4 3 2 2 h b c d e Schwarz, b c d e t Weiß. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß 5 Steine: Ka5: Dfl; Lbl; Sc6; Be2. Schwarz 1 Stein: Ke6. Rachstehend geben wir zwei Partien vom Frankfurter internationalen Schachturnier. Partie Nr. 206. Indisch. Weih: Prcepiorka-Polen. Schwarz: Colle-Belg len. 1. d2-d4 2. Sgl-f3 3. e2-c3 4. Lfl-d3 5. Sbl —d2 6. 0-0 7. c2-c3 8. Tfl-el 9. Sd2 — fl 10. Lei -d2 1. Sg8-f6 2. e7-e6 3. b7-b6 4. Lc8-b7 5. c7-c5 6. Sb8-c6 7. Dd8-c7 8. Ta8-c8 9. d7-d5 10 Lf8-d6 11. 0-0 12. Ld6xc5 11. Tal —cl 12. d4xc5 13. c3-c4 (schwächt die Mitte, besser Sg3) 13. ... 13. d5-d4 14. a2-a3 15. e3-e4 16. Sfl — g3 17. Ddl-e2 18. Ld3-bl 19. Sf3xe5 20 Kgl-hl 21. De2-dl 22. Sg3-e2 23. Ld2-f4 24. Se2 —gl 25. Lf4-d2 14. a7 —a5 15. Lc5-d6 16. Sf6-d7 17. Tf8-dB 18. Sd7-e5 19 Sc6xe5 20. a5-a4 21 Dc7-c6 22. Ld6-b8 23. d4-d3 24. 8e5xe4 25 Dc6-d6 26 Sc4xb2 26. Sgl — f3 Aufgegeben, ein furchtbarer Zusammenbruch Partie Nr. 207. Indisch. Weiß: F. Sämisch-Deutschland. Schwarz: Colle-Belgien. 1. d2-d4 1. Sg8-f6 2. c2 —c4 2. e7-e6 3. Sbl —c3 3. Lf8-b4 4. a2 —a3 4. Lb4xc3 + 5. b2xc3 5. Sf6-e4 6. Sgl — h3 6. c7-c5 7. Ddl -c2 7. Dd8-a5 (Beide Spieler haben die Partie sonderbar angelegt, auf 8. Dxe4 soll natürlich DXc3-b folgen.) 8. Lei -b2 8. f7-f5 9. f2 — f3 9. Se4-d6 10. e2-e3 10. b7-bö (Schleunigste Entwicklung tut not.) 11 a3-a4 11. Lc8-a6 12. Dc2-b3 12. Sb8 — c6 13. Lb2 — a3 13. f5 — f4! 14. Sh3xf4 (Natürlich nicht exf wegen Sxd4) 14. ... 14. g7-g5 15. d4-d5 (Viel bester war hier Sh5) 15. ... 15. g5xf4 16. d5xc6 16. 0-0-0 17. e3xf4? (Schwach gespielt, weitaus starker war 0-0-0) 17... . 17. SdO-^fir- 18. c6xd7 ?(Auch dies entwickelt nur das schwarze Spiel, geboten war wiederum 0-0-0) 18 ... 18. Td8xd7 19. Kel — f2? (Bester noch Le2) 19. ... 19. Td7-d2 + 20. Kf2-el 20. Sf5 —d4! (Entscheidend) 21. c3xd4 21. Fd2-a2+ Weiß gab auf. Lösung des Problems Nr. 275. Don Prof. §. Somma. 1. Sc4—e3! (Drohung 2. Sd5 matt). 1.....Sd4 2. La5 matt 1. .... Sc6, K beliebig 2. De5 matt. 1. .... fXe + 2.Sf5 matt. 1. Tf5 (Le4, g8) 2. Sf5 matt 1. Sal beliebig 2. Tb3 matt. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionSttsch. Die kleine freche Rübe. Die Schüler sind in der Klasse versammelt — so wird in „Neclams Universum" erzählt — und sollen sich ruhig verhalten, bis die Lehrerin kommt. Man wartet. Schließlich aber dauert einem kleinen Steppke, dem Sohn einer Gemüsefrau, die Sache zu lange; er öffnet vorsichtig die Tür und sieht durch den Spalt, wie die Lehrerin draußen mit dem Direktor plaudert. Da ruft er ihr laut zu: „Fräulein, wir werden hier noch nicht bedient!" verpaßte Chance. Der Gast rief den Kellner heran und bestellte sich ein frisches, weichgekochtes Ei. Als es serviert worden war, bemerkte er ein zitteriges Bleistiftgekritzel auf der weihen Schale: „Ich bin einsam, schön und jung und sehne mich nach Bekanntschaft; meine Adresse ist —" Er schrieb sofort einen Rohrpostbrief, denn er war Junggeselle und abenteuerlustig. Postwendend kam die Antwort: „Sehr geehrter Herr — besten Dank für Ihre Nachfrage. Ich muß Ihnen Mitteilen, daß ich seit achtzehn Monaten verheiratet bin." Die billigste Ueberraschnng. Junge Frau, nachdem sie jjch im Konfektionsladen ganze Berge verschiedenster Gegenstände hat vorlegen lassen: ,Hch fürchte, ich werde doch nicht das Richtige bei Ihnen finden. Geben Sie mir doch einen Rat: Ich will für meinen Mann zum Geburtstag eine Ueber= rafchung ausdenken, aber sie darf nicht viel kosten." Verkäufer: „Eine Ueberraschung, die nicht viel kostet? Stellen Sie sich hinter die Tür, Gnädigste, und wenn der Herr Gemahl nach Hause kommt, dann machen Sie ,Buh!< ..." (Lust. Bl.) Arbeiter-Turn und (Sportbund. Am Sonntag muß die Ib-Mannschaft Gießen zum Serienspiel nach Daubringen. Obwohl die Mannschaft im Spiel am Sonntag eine achtbare Leistung zeigte, wird sie in Daubringen auf einen hartnäckigen Gegner treffen, der auf eigenem Platze wohl Sieger bleiben wird. Die Iugend- m annschaf t Gießens hat auf dem Trieb die Jugend von Leun zum Gegner und dürfte voraussichtlich Sieger bleiben. Wieseck Ib spielt gegen die erste Mannschaft von Kinzenbach im Serienspiel. Wenn die Einheimischen keine bessere Geltung wie am Vorsonn tag aufbringen, dürften wohl die Gäste die Punkte mit nach Hause nehmen. Vorher hat die erste Jugend Wiesecks die erste Mannschaft von Hausen im Freundschaftsspiel zu Gast. Die zweite Iugendmannschast wird am Vormittag mit der Irgend von Hausen ihre Kräfte messen. Raunheim I trägt sein letztes Serienspiel in Oppenrod aus. Wenn auch die Platzbesitzer einen gefährlichen Gegner darstellen, wird es doch nicht möglich sein, den Gästen den Sieg streitig zu machen. Heuchelheim II und Waldgirmes werden sich in Heuchelheim gegenüberstehen. Marburg I wird in Treis zu Gast sein und wohl einen sicheren Sieg mit nach Hause nehmen. Großen-Lindens Jugend und Wiesecks 3. Jugend treffen sich in Großen-Linden. Das Spiel dürfte die Einheimischen als hohen Sieger sehen. Beuerns Jugend und Hachborns Jugend sollten sich in Beuern ein gleichwertiges Spiet liefern. Handball. In Wieseck werden sich die dortige Handball- ePf und die Handballmannschaft der Freien Turner Gießen einen Freundschaftskampf liefern, dessen Ausgang kaum vorherzusagen ist. Herbst-Dertretertagung der Freien Turner. Am Sonntagvormittag finden sich die Vertreter der Dezirksvereine in Gießen zur Herbst- vertretertagung zusammen. Rach Mitteilungen des Bezirksvorstandes wird ein Referat des Kreiskassierers die Tagung beschäftigen. Zum Schluß werden die eingelaufenen Anträge behandel und die Festlegung des Bezirksfestes für 1931 beschlossen werden. Helene Mayer triumphiert weiter. Das internationale Florett-Fechtturnier um den Huttvn-Pokal in London steht vor dem Abschluß. Auch am Mittwoch war die deutsche Olympiasiegerin Helene Mayer wieder die Heldin des Tages. Sie konnte aus ihren sämtlichen fünf Gefechten ungeschlagen al» Siegerin hervorgehen und erhielt nur einen Treffer von der Engländerin Guineß, deren Landsmännin Äoligan ebenfalls ohne Riederlage durch ihre Kämpfe kam. Beachtliches Können zeigte wiederum die Dänin Holgerson, die aber schließlich Miß Roligan doch nicht gewachsen war. In den beiden anderen Abteilungen qualifizierten sich noch die dänischen Vertreterinnen Olsen und Munck für die engere Entscheidung. Das Opel-E>kitraining6heim auf dem Feldberg (Schwarzwald). Am Feldberg unweit des „Damenbads", 1300 Meter hoch, liegt das neue Tcainlngsheim der „Skizunft Feldberg". Es ist von Herrn Geh. Rat Dr. Wilhelm von Opel gestiftet, der bekanntlich selbst ein begeisterter Skisportz'ftr ist. Am 8. und 9. Rovember findet die feien en'.» Einweihung des Heims statt. Es soll Zx£\‘oru^v>n seines Stifters tragen und „Wilhclm,^^^.^-Haus" genannt werden. Bei. der Einr^ 5l6erb»f- 00 Mk 7504 A Salomon Schulstraßej* Kein Laden. Eingang Ecke Volksbad. Wegen Hrspumls hoher Ladenmiele 1 Tronpe doch MN er war nbcnb kam eftellic sich zrt worben ekritzel aus sehne mich für Ihre i ich leit onsektiana- istänbe hak Großer UmsatzI Kleiner Nutzen! 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Und dabei hatten gestern die Berge im Gewitter einen so unsagbar drohenden Charakter in ihrem AuS ehen angenommen, so finster umhüllt von der wuchtigen Ballung zu- saminengeschobener Wolkenmassen, wie diese Stimmung nur sehr selten auf einem Bilde eingefangen wurde. „Schwaihofer wird nun inzwischen aus Innsbruck mit meinen Farben zurück sein", rief Mute plötzlich aus, aufspringend als mühte sie stehenden Fuhes hinunter. „Scr Münchener steht Wohl wieder hoch in Ehren?" neckte Gutenberg. Mute vermied eS, dem Blick ihres Begleiters zu begegnen, als sie erwiderte: „®cr Wahrheit die Ehre! Er ist ein guter Mensch. Bielleicht haben wir ihn verkannt, jedenfalls bin ich ihm für seine Aufmerksamkeit dankbar." Schon halb im Weitersteigen pflichtete Gutenberg bei: „Wir haben alle unsere Fehler und Schwächen. Ich gönne dir, liebe Mute, da- größte Glück von ganzem Herzen." Die Malerin war bereits etwas voraus, als sie mit hochrotem Gesicht zurückrief: „Ach du — was heißt Glück?" Und besinnlicher: „Bielleicht liegt cs in einer selbstlosen Freundschaft eher begründet, als in der sogenannten Liebe..." Sn den nächsten Minuten war es still zwischen ihnen. Sie nahmen sich Zeit beim Kraxeln, kosteten den Reiz des Kletterns in einer ungefährlichen Art aus. Aicht mit jener fiebrigen Sorge ums nackte Leben, wie drüben im „Hohen Oed", am Grieskofel, nicht so, daß ihnen der Schweiß wie Eiskristalle aus den Poren drang, sondern genießerisch, sportlich vergnügt. Auf einem kleinen Plateau mit herrlicher Sicht ins Denier- und Gurgltal machten sie Mittagsrast und verzehrten die aus der Hütte mitgenommenen Vorräte. Gin Schluck aus der Feldslasche half die leichte Ermütung überwinden. Hier waren sie, ohne es zu wissen, schon ein beträchtliches Stück vom Pfad abgekommen. Kein Laut störte ihre Einsamkeit. Zwei Berghühner waren die einzigen Lebewesen, die ihnen zu Gesicht kamen. „Don meinem Dater habe ich immer noch keine Aachricht. Sch fange schon an, Sorge um ihn zu tragen..." gestand Mute. Gutenberg muhte sich erst mit seinen Gedanken umstellen. „Ach so--du hattest depeschiert...“ Ein Unterton des Bedauerns schwang tn seiner Stimme: „Hoffentlich läßt er sich den Auftrag bei Riml nicht entgehen." Mute Hansen schwieg. Ihre Phantasie machte einen Riesensprung, setzte sich über die trennende Entfernung hinweg, war daheim im Glternhause. Es gab kein frohes Gedenken. Dielleicht zürnte ihr der Dater doch, daß sie einfach durchbrannte? — E sh. V.b . > rr Wnft 200 Herren-Hemden wollgemlschtoder Mako, mit oder ohne Einsatz 125 Herren-Hosen und -Jacken gute, wollgemischte Qualitäten, alle Größen 200 Damen-Schlupfhosen, innen gerauht, oder Plüsch, mit B’woll- oder K'seid. Decke 200 Damen-Hemdhosen fein gestrickt, weiß und farbig............ 75 Damen-Untertaillen und -Jacken wollgemischt oder fein gestrickt......... zum ermäßigten Einheitspreis von Zum Aussuchen ausgelegt im 1. Stock, I. d. 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Sie war doch ganz besessen gewesen von dem Plan, Mute mit ins Seebad zu schleppen. DaS Mädchen wußte natürlich auch — ja, dieses bange Ahnen war Wissen — daß Frau Irma Heiraispläne spann. Dieser Dr. Krieger, der sie seit Wochen umwarb, war gewiß ein sympathischer Mensch ihre Zukunft wäre zweifellos auf eine fehr angenehme Weise sicher- gestellt gewesen, aber was nützte es alles, wenn sie nicht aus voller Ueterzeugung. aus innerem Drang und Zwang in eine Che trat? Bedingten nicht Liebe und Ehe ^inen Zu stand des Ausschaltens aller Hemmungen, des Vicht- anders-Könnens, wenn von vornherein einige Gewähr auf ein dauerhaftes Glück gegeben fein sollte? War dieses Vorsehung-Spielen der Blutter, die ihr immer wesensfremd sein würde, nicht schien ein Eingriff in die urpersönlichen Selbstbestimmungsrechte der Tochter? Mute Hansen hatte einen viel zu heiligen Begriff von der Ehe, als daß sie sich irgendwie dazu hätte zwingen lassen! 22. Gegen fünf -Ufor nachmittags war Peter Hansen in Sölden eingetroffen. Um sieben setzte er sich an die Abendtasel mit dem befriedigenden Bewußtsein, den Auftrag in der Tasche zu haben! Gegen genau formulierte, für den Besteller äußerst günstige Abmachungen war der 50-P8,.Dieselmotor der Hansen-Motorenfabrik zur Lieferung in Auftrag gegeben worden. Schwaihoser würde vielleicht künftig nicht mehr in der „Post" verkehren, ober das lieh sich nicht ändern. Die Zahlungserleichterungen, die Hansen gewährte, übertrafen bei weitem die eingeräumten Vergünstigungen der Münchner Motorenwerke. Außerdem stellte sich der Hansen-Motor im Betrieb noch etwas günstiger als die gleiche Maschine der M. M.-W. Mit einigen „Halben" besten Spezials aus Vimls Keller wurde das abgeschlossene Geschäft begossen. „Es wird Vacht, und meine Tochter ist immer noch nicht zurück 1 Bei dem Wetter kann sie doch unmöglich unterwegs sein." 3n Hansen regte sich die Sorge um Mute. Draußen rauschte der Regen, und weiter oben im Tal, in Zwic elstein, hakte sich eins der hartnäckigen Verggewitter festgesetzt. Ununterbrochen zuckten die Blitze, rollte der Donner, mit vielfacher Verstärkung von den Bergwänden zurückgewvrfen. Riml erhob sich, kam aber gleich mit einer beruhigenden Vachricht aus der Veranda zurück. „Ihr Fräulein Tochter ist droben in der Brun- nenkogelhütte gut aus gehoben. Sie wird dort übernachten und kann dann morgen früh den Rückweg antreten. Die letzten von dort gekommenen Touristen haben mir soeben Auskunft gegeben."________ WMWn-riMim Vornan von Hans Friedrich. Urheber-Rechiss-.uy durch Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa. 25 Fortsetzung Nachdruck verboten Ueberrasch^nd war da- Gewitter losgebrochen. Mute und Heinz hatten auf der Bank der Brunnenkogelhütte gesefsen, ganz eingesponnen in ben Lauf ihrer Gedanken. Lind dann hatte der schmale Wolkensaum, der am Morgen noch so harmlos und malerisch über das Wetterstein- gebirge hingelagert war, langsam und un- merklich die Höhen ringsum in Besitz genommen. Langsam kam das Gewitter naher. Mit dem ersten Windstoß fragte ter Donner alar- mierend und auf eine ungebärdige Art. Mute fchreckte zusammen. „Run können wir nicht mehr v'nab sagte Gutenberg nach einem ortentterenden Blick in die Runde. , . „ A , , , ^as Gewitter ist durch das Oetztal gekommen. Wir saßen hinter dem Hause und haben es nicht gesehen." , _ . o Die Hoffnung auf eine nur kurze Dauer des Welters trog. Die beiten verspäteten Dergwan- bercr mußten in ter Hütte übernachten. Der Sturm tobte bis weit in den Morgen hinein, rüttelte mit ungestümen Fäusten an Dach und Mauerwerk des festgefügten Hauses, ließ erst im Laufe des Vormittags nach und hatte sich dann ganz ausgegeben. Die Sonne schien wieder so warm und versöhnlich, als habe überhaupt keine Unterbrechung stattgefunden. „Dom Brunnenkogel habe ich nun genug! lachte Mute, zum Aufbruch rüstend. „Wir haben hier oben die Feuertaufe erhalten ..pflichtete ihr Begleiter bei. Und weil es gar so schön war, gingen sie nicht den markierten Touristenpfad abwärts, sondern nahmen ihren Weg über die Blöcke durch Zacken und Schrunden. »Man bekommt nie genug von ter Kletterei... Gutenberg nickte zustimmend. „Es ist wie mit dem Hunger: Kaum gestillt, stellt er sich nach wenigen Stunden wieder ein." Von besonders günstigen Plätzen aus tranken ste die Schönheit ter Ferne in sich hinein, zur bleibenden Erinnerung an diesen Tag. Dann verschnauften sie auf einem ter Steine, die ur- vorzeitliche Bergstürze über die Hänge des Brun- nenkogels schmetterten und zerstreuten. „Ich glaube, wir werden noch sehr lange von den erhabenen Freuten unserer Hochtouren zehren", sagte ter Dichter nachdenklich und hatte dabei wenso sehr Mute wie die Landschaft im Sinne. Hansen batte Aum Glase gegriffen, stellte cs nun wieder auf den Tische _ „Sie meinen also, daß kein Grund zur Besorgnis --" .Keinesfalls 1" erklärte der Wirt mit wohltuender Entschiedenheit. „Fräulein Erdmute kennt unsere Berge und ist außerdem in der Gesellschaft eines Sommergastes, des Schriftstellers Gutrn- berg." — — Trotzdem schlief Peter Hansen In dieser Rächt nicht besonders gut. Immer wieder mußte er an feine Tochter denken, die bei diesem Hundewetter droben auf dem Berge war. Er hatte sich den Empfang so schön gedacht: Wie er Mute in ter Gaststube oder in ihrem Zimmer überraschte, wie ihm ihre Augen entgegenlachten, wie sie die Arme breitete und sich an seine Brust schmiegte. Und nun die erste Enttäuschung! In dieser Rächt dachte er nicht an feinen geschäftlichen Erfolg. Rur an Mute. Frau Irma war nun schon eine ganze Reihe von Tagen fort. Wahrscheinlich amüsierte sie sich in einem Modebad. Sie lebte in einer freiwilligen Isolation, in einer Freiheit, die ihrem Charakter gewiß entsprach. Rur ganz flüchtig dachte Peter Hansen noch manchmal an seine Frau. Etwa so, wie man an einen kleinen, schönen Kunstgegen- stand denkt, den man auf einer Auktion erstehet, wollte und den ein anderer im Preise so hinauf- ffteigert, daß man entsagen mußte. Ober wie man an ein unverkäufliches Buch denkt, das einem beim Lesen viel Freude bereitete, das man aber dem Besitzer zurückgeben muhte. Mute — morgen nehme ich dich mit nach Haufe. 3d) Hab s den Kakteen, die du als Kind schon zeichnetest, versprochen, dich zurückzubrIngen. ." sprach er mit sich selbst, sich in eine grenzenlose Wiedersehensfrcude hineindrängend. Und dann wartete er am andern Tag noch bis gegen Mittag. Ohne Erfolg, Rur einmal wurde er jäh aus feinen forgenden, grauen Gedanken« gerissen. Das war, als vor der Veranda auf der Dorsstraße ein Auto hielt und eine Stimme unter dem hochgezogenen Verdeck hervorflatterte — — eine Stimme, fo hell und so leicht tremo- Iterenb, wie die Irmas! Rur drei Worte hatten sich zu Hansens Ohr gefunden. „Beeilen Sie sich!" Aber dieses sanfte Tremolo hatte alarmierend gewirkt. Mit drei Schritten war Hansen am Fenster. Zu sehen war nur der Chauffeur und neben tfym ein semmelblonder Mensch. Die Stimme mußte von einem der Rücksitze gekommen sein. Doch von den Passagieren war niemand sichtbar. Sie verbargen sich hinter den aufgesteckten Seitenteilen, deren Zelluloidfenster so schmutzig waren, wie das Segeltuch des Verdecks. Immerhin kehrte Hansen beruhigt wieder in die Veranda zurück. (Fortsetzung folgt.) Ab Samstag Vormittag bringen wir wieder ein Sonder-Angebot von außergewöhnlicher ■■■■■■■■■■■■■ Preiswürdigkeitl m Hemden — Schlupfhosen stuck Hosen — Hemdhosen Jacken — Unterjacken ZinnnereinriWen in Eiche oder Nußbaum poliert naturlasierte Küchen in nur bester Qualität liefert billigst, da infolge Ersparung hoher Ladenmiete nur geringeUnkosten Regen, Wind oder Schnee! wie das Wetter auch sei- Die kältere Jahreszeit verlangt ständige Hautpflege mit NIVEA* CHEME Reiben Sie Gesicht und Hände täglich damit ein, nicht nur allabendlich, sondern auch am Tage, bevor Sie ins Freie hinausgehen. Nivea-Creme schützt Ihre Haut vor den ungünstigen Einflüssen rauher Witterung u. erhält sie weich u. geschmeidig. 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November, nachmittags 4V, Uhr, in der Neuen Universitäts-Aula Solistin Fräulein LuiseWalker Gitarre-Virtuosin aus Wien Preise der Plätze: Mk. 1.20 und 0.80. Vorverkauf: Musikhaus E. Challier, Neuenweg beute 4 Ubr Wellfleisch mit Kraut. Seinviib Lung. 06887 Wir machest ®tnr„ z&. mals aut deznequen -vie mii.oicichc» L. L R. 116 im (5tk tag. dem 8. d. !w mit '-L Kaufmann. Verein / Ortsgewerbe-Verein 2. Vortrag Montag, 10. Nov., 8 Uhr, Neue Aula: Eine Wanderung durch ins Riesengebirge (mit Lichtbildern) Herr A. W. Blau, Berlin-Zehlendorf. Eintritt für unsere Mitglieder nebst zwei weiteren Angehörigen frei. Kontrollabschnitt 2 ist am Saaleingang abzugeben. 7577D 4. Stiftungsfest statt. Erscheinen in dunkl.Anzug od.Schühenrock erwünscht NurMttgliederu.eingelad.Gaste habenZutritt.Eintritt frei Düngekalk sämtliche Kunstdünger Torfmull empfiehlt billigst H. Trechsler SleiM. 73.lei.358L Wer erteilt einem taubstummen stein- bauergcbilfcn, der ettuüu spricht u. eine oute Auffassungsgabe besitzt theoretischen Fachunterricht? Schriill. Angeb. unt. 06883 a. d. Gies;. Anz. Stadttheater Gießen Freitag, den 7. November 1930, abends 7", Uhr 2. Auf Führung: Neidhardt von Gneisenau von Wolfgang Goetz Xur 15 Minuten Pause nach dem 10. Bild 15 Bilder auf der Drehbühne bei offener Verwandlung Pressestimmen der Premiere: Gießener Anzeiger: „. . eine sehr würdige und repräsentative Leistung.... eine überall interessante, stellenweise ausgezeichnete Darstellung .. Stück und Aufführung erzielten den entschiedenen Erfolg, den der „Gneiseuau“ bisher überall und mit großem Hecht gefunden hat." Oberhessische Volkszeitung: „Es ist ein Stück, das stofflich allein am Vergangenen hängt, das aber in seinen tieferen Beziehungen dem Heute, ja der Zukunft gehört -eine gewaltiue Arbeit der Beifall sehr gut die Aufnahme berechtigt zur Annahme, daß das Stück weiterhin besserbesetzte Häuser bringen wird.“ 7580D (Karl Ettlingen, München) steigt DIENSTAG 11.November NEUENAULA abends 8 Uhr, In der Einige Pressestimmen: Ein Abend, für den man nicht dankbar genug sein kann..... Wahre Lach sturme. • • • Unwiderstehlicher Humor- • -die Zuhörer begeistert.•. • der denkbar beste Interpret- - - man lacht sich die Sorgen vorn Herzen - ein Sonny boy der heiteren Literatur Karlchen ist außer Konkurrenz. - - Karl Ettlinger ist eben Karlchen. ■-ein Feuerwerk geistsprühenden Humors und beißender Satyre-.- sturmischer Beifall..... Karlchen! Komm bald wieder!...... 7191D Karten zu 1-70 RM‘ in der Musika,ienhandlung Ernst Challier, , für Mitglieder und Studenten 1 RM. beim GdA., Haus Schwarz. Sämtliche Plätze sind numeriert. Theaterzüge erreichbar. ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG DER ORTSGRUPPE GIESSEN DES GDA. IlichnNyimlaoe inbenieub-schule I MascftinenoauEtektro- tecnnH.Hoca-u. Tltfoau, Toninaustna. We, tme/c tar-A b Et < la» a i a Sfoionsverlag G. m. b H., Stuttgart und Basel 1930 (355). — Die Dcchch e behandelt den Lebensweg und die religiöse Weit Gandhis, fein religiös ethisches Prog a nm. sein Verhältnis zum Christentum und, a chliehend, „Das Wort vom Kreuz gegenüber dec Welt Gandhis". — Paul Steinmüller: Wenn wir müde werden. Kart. 1 Mk. Verlag Martin Warneck, Berlin W 9. (407) — Steinmüller steht jetzt an der Schwelle der Sechzig, von schwerem Leiden heimgesucht, und ist doch noch „ganz der Alte". Wie wir aus seinen früheren Schriften ihn kennen, so finden wir ihn auch hier: den Künder seelischer Wahrheiten, den Bürger zweier Welten, bell sittlichen Ernstes und doch voll Liebe und Lächeln. — D i e Roh tost küche. Gesundheit durch vitaminreiche Rahrung von Lisbeth Anken- brand. 308 Rezepte, erprobt und bewährt, mit Speisenfolge. Anweisung zur Herstellung von Rohkost. Reuzeitliche Gemüsezubereitung und vegetarische Bratspeisen. Mit Anhang: Rohkost als Hcilnahrung in Krankheitsfällen und eine n Vorwort von Dr. mcd. K. Fr. Keim. Mit zahlreichen Bildern auf Kunstdruckpapier. Süü- oevtsches Verlagshaus G. m. b. H., Stuttgart, Preis steif kartoniert 2,60 Mark. (271.) — (Sm ft Rorlind: Der Aquamarin. Roman. 3ns Deut'che übertragen von Emil ß ch e- ring. Deu ch s Verlagshaus Dong & Co., Berlin W 57. Ga. zleinen 5,5) (470). SOjahresbenchiderZ.-G.-IMmduskie Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichobankdiskont 5 o H., Lombardzinssuß 6 o H Sranffurt a. 3)1 Berlin ________________________________1 •ranffurt a. | Berlin Gch>uß-> fur< । 1-Ubr- R re Schluß»! hire Anfang- fiure Schluß- tur4 Kurs Eckluß«' lurd , !Mn|ana» flurd Datum 6 11 7 11 6 11 7 11 Datum 6 II 7 H 6 11. 7- 11 6% Deutsche ^eiManletije Hamburg.')!niertto Palet ...» 75,5 — 74.9 74.75 von 1927 ....... 7% Seurldie ReichSanleihe 87 - 87,1 - Hamburg-SüdamTampklchisf. 8 — 159 Hania Damplicktss . 10 — — — von 1929 ...... 98 — 98,6 Rorddeuncher L'loab .... 8 /5.5 —— 74,9 74,9 teutfdic Anl.-Ablöl.-Schuld mit Mlgemeine Deutsche Tredttansi. 10 97 — 97,13 97,25 Aucios. «Rechten 54,25 54,25 14,3 54,25 Barmer Bantverein . . 10 101 101 101 101 TeSgi. ohne AuSlos.-Rech« ■ 6,5 —— 6,65 6,6 Berliner Handeisgeiellschasi 12 131 — 131,25 131,75 8% Heil. Bollestaai von 1929 Eommen- und Privat-Bank . 11 115 115 114,9 115 (tflthablb 102%) - ... Cberbrflcn Provinz • Anleihe mit 89,65 — 89 — Darmstädter und Ranonalbank 12 Teutfche Bank und 150,25 — 149,5 151 Auelvi.-Rechten..... 50,75 — — — TtLronto-GefeUichafl, ... 10 111 — 111 111 Leutiche Komm. Sammelabl. Trervner Bank......10 111 111,25 111 111,25 Anleihe Serie 1 .... 8% Rranlf. Hyv.-Bank Goldpfe 51,2 — 51,6 — Reich-bank...... . 12 229 230 729,75 232,5 XIII uulünbbat bie 1934 98,25 — — — fl.li.®............c 116 116 115.5 115,75 7% firantf. Hyv -Bank Goldpse Bergmann.........9 — — 134 unkündbar bis 1932 . . . 93,25 —- — —— Elettr. Lteferungrgelellichaft. 10 — — — — *Yi% Rheiniicke Hnv.-Bank Licht und Kraft.....10 123 — 123 123 Lion. Goidpse........ 85,4 — — — Reiten & Guilleaume . . . 7Y, 94,5 — 95,65 8% Pr. 2anbeSplmttbrielanftalt, Gefeüickalt für Eleklrifche Piandbrieie R 19 100 — 100 — Unternehmungen .... 10 121,5 120,6 122,25 1-21,6 8% $r ^anbNrianDbdefanßali, Hamburger Elektrizität».Werfe 10 — — 112,9 111 Somm..C6L8l. 20. 7% Pr. Canbcvi',anDbtiefanftoIt, 97 — 97 Rbemiicke Elektrizität .... 9 124 — 124 Sckiciiiche Llektrizitäl. ... 10 — — 115.5 — Pfandbriefe ZI LI ..... 97 — 97 _ Sckucken L Eo. ...... 11 Siemens 8 Halste ..... 16 — — 133.4 133,75 A.E.G. abg. BortNegS-Obligatio- 179 179 179 180 nen. rückzahlbar 1932 .... 94,5 - — —— — — — — 144 54,5 ■ 144 53,9 _ 4% Oekerretckllcke Goldrente . . 26,3 26 _ 4,20% Oeslerreichiicke Silberrentr 2,9 _ — Teutfche Erdöl .•••••• 6 — 67,75 67,5 4% Ocslerreichiiche Einheitliche 1,725 Eflener Steinkohle •••••• 8 — — Rente ......... — 1,8 — Geilenkirchener ....... 8 46,5 87 87,25 87 4% Ungarische Goldrente .... 23,2 — 23.4 — 87 — 86.5 85,5 4% Ungarildje Etaatsrrnte v. 1910 — — 18.6 _ — 73.9 73,13 4 ys% dergl. von 1913 19.6 — 19,6 — Iiie Bergbau..... . 10 221 221 4% Unganicke Sronenrente . . - 1,75 — 1,7 1,65 Llöckncrwerte . ..•••«. 7 — - 71 70 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4,25 — 4,3 -öln-Ncuellen..... • . '• — 76,75 76,9 4% Türkische Bagdadbahn-Ani 4,25 Mannermann-Röhren . • • • 7 ZI ,9 _ 72,25 72,5 Serie I..... — — 4,35 — — 38 38,5 4% beflfll. Serie II....... 4.25 — 4,4 Lbevchlef. Eijenbedarf .... 5 — — — — 5% Rumäniicke vereinh. Rente Oberfchlej. ttokswerte . .... 7 — — 75,25 75,5 von 1903 ...... 8,5 W— 8,5 8,6 Bhönix Bergbau . . . . . 6Z4 Rheiniicke Braunkohlen . . 10 66,25 66,13 67 66.5 fe & fireotafl .....8 “ s Ä 1 77 1 77,25 — 6 Rovemdei 7 Rovembei 88 54 1 1 1 ttmiHdJ Seid | >'0 ierutoerer Unfall. Gin Kraftwagenführer wollte mit seinem Auto dem mit zwei Pferden bespannten Wagen eines Landwirtes ausweichen, geriet dabei aber ins Rutschen und fuhr mit v oller W u ch t gegen den vorderen Teil des Fuhrwerks. Der Fuhrmann wurde vom Dock geschleudert, zum Glück ohne verletzt zu werden. Dagegen kam das eine der beiden Pferde unter das Auto zu liegen und wurde so schwerverletzt, daß es getötet werden muhte. Das andere Pferd erlitt eine Wunde am Kopf. Der Kraftwagen, der nur unwesentlich beschädigt wurde, konnte feine Fahrt fortsehen. D Bettenhausen, 6. Rov. Als Nachfolger unseres langjährigen Lehrers Georg Schiefer- st e i n, der im Frühjahr nach Lollar übersiedelte, tourte der Lehrer Heinrich A r ch, der zuletzt im benachbarten Muschenheim wirkte, mit der hiesigen Schulstelle betraut. s. Ätphe, 6. Aov. Für die Gießener Studentenhilfe wurden von hiesigen Landwirten etwa 17 Zentner Speisekartosfeln gespendet, die durch die Schüler gesammelt und dieser Tage nach Gießen verbracht wurden. — Für das Elisabethen st ist in Darm st ad t hatte unser Dorf eine Wagenladung von etwa 35 Zentner Kartoffeln aufgebracht. — Eine Haus- sammlung für die Zwecke des Vereins für das Deutschtum im Ausland ergab den Betrag von 22 Mark. Kreis Büdingen. L Dobenhausen I, 6. Aov. Die Fortbildungsschule, die in den letzten Jahren in zwei getrennten Klassen, Knaben- und Mädchenklasse durchgeführt wurde, ist jetzt aus Sparsamteitsgründen zusammengelegt worden. Aunmehr erhalten Knaben und Mädchen gemeinsam zwei Stunden Unterricht, die übrigen zwei Stunden sind die Knaben für sich und die Mädchen werden, ebenfalls für sich, mit Handarbeiten beschäftigt. — Der Gemeinderat beschloß die Einführung der B ü r g e r st e u e r, um das durch die Krisenunterstühung und die Wohlfahrtshilfe entstandene Defizit decken zu können. Kreis Schotten. * Aus dem Vogelsberg, 6. Aov. Die Holzhauerei wird in diesem Winter durch Schaffung von Zweimann- und Viermannrotten eine besondere Prägung bekommen. Aach forsi - nischen Erfahrungen sollen die Zweimann e beim Reisighauen und die Viermannrotte in der Hartholzhauerei die leistungsfäh'gsten Arbeitsgruppen sein. Allerdings wird die beabsichtigte Eingliederung von Arbeitslosen in die Oberheffen. Landkreis Gicben. * Wieseck, 6. Aov. Gestern abend eröffnete die hiesige Volkshochschule unter Leitung von Rektor Petri .ihr 11. Wintersemester. Zunächst fanden Ergänzungswahlen zum Vorstand statt, wobei Dr. Michel zum 2. Vorsitzenden, Gustav Sommerladzum Schriftführer und K. V o g e l zum Rechner ernannt wurden. Man beschloß den Beitritt der hiesigen Volkshochschule zum hessischen Landesverband. Hierauf einigte man sich über das Winterprogramm, das sehr lehrreiche Vortrage aus den verschiedensten Wissensgebieten enthält. Dr. Michel gab dann einen Äeberblick über die Benutzung unserer Volks- und Schülerbücherei, die jeden Freitag von 17 bis 19 ülhr unentgeltlich Bücher ausgibt. 3m Anschluß daran wurde in einem Lichtbildervortrag der Werdegang eines Buches geze'gt. Leider ist die Derdunkelungseinrichtung des Schulsaals noch nicht so weit fertiggestellt, daß sie bei dem Lichtbildervortrag benutzt werden konnte. Die Oberklasse unserer Volks chule verlieh dem Abend einen würdigen Abschluß durch den Vortrag von Gedichten, Liedern und Sologesängen. 4 Rödgen, 6. Nov. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Festsetzung der Steuerausschlüge. Die vom Kreisamt vorgeschlagenen Sätze wurden unter dem Zwang der Verhältnisse genehmigt. Sie sind je 100 Mk. Wert für Gebäude im Rj. 1929 20 Pf., für 1930 38 Pf., land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz in 1929 55 Pf., für 1930 100 Pf., für Gewerbckapital im Rj. 1929 100 Pf., für 1930 169 Pf., Gewerbeertrag im Rj. 1929 400 Pf., für 1930 700 Pf. Mit diesen enorm gestiegenen Ausschlagssähen übertrifft die Gemeinde Rödgen alle ihre Aach bar gemeinden. Die Eonder- gebäudesteuer wird gleick-falls mit den Höchstsätzen erhoben. Ferner beschloß der Gemeinderat die sofortige Einführung derBiersteuer. Der Einspruch der Kirchcngemeinde wegen der Kürzung (200 Mk.) ihres Voranschlages wurde zurückgewiesen mit dem Hinweis auf die schlechte finanzielle Lage der Gemeinde, ferner verfiel der Einspruch verschiedener Bürger gegen die Kanalgebühren der Ablehnung. Aach Mitteilung des Bürgermeisters über die Vergebung der Dachrepa- raturderKircheist Dachdeckermeister Kröck (Gießen) Wenigstnehrnender. Der Gemeinderat beschloß, die Arbeit dem Wenigstnehmenden zu übertragen, unter der Bedingung, daß das Angebot auch eingehalten wird. < Reiskirchen, 6. Aov. Auf dem Gebiete des Wohnungsbaues mutz in unserem Orte das abgelaufene 3ahr als ein recht erfolgreiches [bezeichnet werden. Wurden doch sieben neue Wohnhäuser erstellt, die alle schon bezogen sind. Ein weiteres Wohnhaus wurde in Rohbau gebracht. Damit wurden etwa zehn bis zwölf neue Wohnungen geschaffen. Die Wohnungsnot ist in unserer Gemeinde behoben. 3m Gegenteil, es stehen mehrere Wohnungen leer, dazu solche in neuen Häusern, weil es an Mietern fehlt. 3n einer frei gewordenen Wohnung ist eine Zigarrenfabrik neu gegründet worden. Als neues Baugelände ist die Winneröder Straße erschlossen worden. Durch Vermittelung der Gemeinde wurden die Privatbesitzer herausgekauft, und aus dem Freiherrlich Rabenauschen Besitz Blutes. Dieses ist verunreinigt durck zurückgebliebene harnsaure Salze, und diese müssen heraus, sonst nutzt alles Einreiben und Warmhalten nichts. Zur Beseitigung der Harnsäure dient das Gichtosint. , t , r~. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben. Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit und adressieren Sie diese an: Generaldepot der Viktoria-Apotheke, Berlin A 235, Friedrichstraße 19 cs geht Ihnen dann vollständig kostenfrei eine Pru.e Gichtosint mit weiteren Ausklärungen und genauer Gebrauchsanweisung zu.____________ 'S 5 »■'3 2? "ST «X'C' ö c a&'-'c ■ C E- B c 0^0^ •5 ö Q-_- J C k 3 C Den Zuschlag erhielten die wenigstfordernden Handwerksmeister, und zwar für die Schreinerarbeiten Ludw. Fink in Gleiberg zu 382,02Mk., die Anstreicherarbeiten Wilhelm Acuhaus in Krofdorf zu 156,32 Mk. — Die sozialdemokratische Partei hat die Gewährung von Winterbeihilfen an die Arbeitslosen beantragt. Die Eingabe wurde der Finanzkommission überwiesen. — Die Löhne für die Holzfällungsarbeite n im kommenden Winter sollen im Benehmen mit dem Baugewerksbund, in dem die Holzhauer organisiert sind, festgesetzt werden. — Der Brückenbau über den Gleibach im Zuge der Strass Gießen— Launsbach soll ausgeschrieben und noch in diesem Herbst ausgeführt werden. — Für Geländeerwerb an der Stuhl zur Erweiterung des Sportplatzes will die Gemeinde 2 Mk. je Quadratmeter zahlen. Einem auswärts wohnenden Grundstücksbesitzer soll auf dieser Preislage ein Angebot übermittelt werden. cf Odenhausen, 5. Nov. Die hiesige G e - meinbenertretung befaßte sich in ihrer jüngsten Sitzung mit der Holzfällung im Gerneindewald im kommenden Winter und mit der Lohnfestfehung. Der Hauplan wur§e"noch- mals beraten. Als Holzhauerlöhne wurden, der Forderung des Holzhauermeisters entsprechend, die vorjährigen Sähe angenommen: für 1 Festmeter Stammholz 3 Mk.. 1 Raummeter Scheit- und Knüppelholz 3,50 Mk., 1 Raummeter Reisig 0,90 Mk., Fichtenstangen 1. Klasse 0,40 Mk., 2. Kl. 0,35 Mk., 3. Kl. 0,35 Mk. und 4. Kl. 0,20 Mk. das Stück. • Lützellinden, 6. Aov. Bei einer am Sonntag hier durchgeführten Sammlung für die Zwecke des Bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ergab sich ein Betrag von 104,60 Mk. Dieses Ergebnis stellt der Opferfreudigkeit der Gemeinde das beste Zeugnis aus. Berliner Börse. Berlin, 7. Nov. (WTB. Funkspruch.) Der heu. tige Frühoerkehr lag geschäfts'os und abwartend. Die Grundstimmung war jedoch nicht unfreundlich, und man taxierte etwa gestrige Abendkurse. Farben zirka 141 und Danatbank zirka 150. Arn Devisenmarkt (Schluß des redaktionellen Teils.) üraftnahrung, die den Kindern schmeckt. Das Essen muß schmecken, wenn es bekommen soll. Diese Ansicht hat sich allgemein durchgesetzt und gilt ganz besonders für die Ernährung des Kindes. Die denkende Mutter wird die Kost so zusammenstellen, daß sie den Sprößlingen mundet und trotzdem das Höchstmaß an Nährwert enthält. Ihr besonderes Augenmerk sollte sie dabei immer auf die Wahl eines leicht verdaulichen, wohlschmeckenden Fettes richten. 5522V Es ist ja nicht schwer, ein geeignetes Fett zu finden. Um nur ein sehr bekanntes zu erwähnen: die Mar. garine Rama im Blauband. Rama im Blauband besteht aus den nahrhaftesten, reinsten Zutaten und ist stets frisch zu haben. Der haushalt von heute stellt an die Hausfrau besonders hohe Anforderungen, denn es heißt mehr denn je „auskommen mit den vorhandenen Mitteln". Als wahre Freunde erweisen sich auch jetzt die bewährten Maggi-Erzeugnisse (Würze, Suppen und Fleischbrühwürfel). Die Hausfrau, die sie verwendet, spart Geld, Zeit und Arbeit.___________________407D Reihen der geübten Holzhauer, die zu den Facharbeitern zu rechnen sind, leistungshemmend wirken. cP Burkhards, 6. Aov. Dieser Tage begann hier der von einer Fachlehrerin aus Darmstadt geleitete hauswirtschaftliche Kursus. Zur Teilnahme am Unterricht haben sich so viele Mädchen gemeldet, daß nach Weihnachten ein zweiter derartiger Kursus zur Durchführung gelangen soll. Die Mädchen bringen zu den Kursen verschiedene Lebensrnittel selbst mit. Die Kosten des etwa sechswöchigen Kurses betragen pro Woche 3 Mark. Kreis Alsfeld. H- Alsfeld, 5. Aov. Arn Montag hielt der hiesige Geschichts- und Altertumsverein unter dem Vorsitz von Kommerzienrat R a m- speck seine diesjährige Mitgliederversammlung im Sitzungssaal des Rathauses ab. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht, in dem er besonders die im Frühjahr in Alsfeld stattgehabte Tagung der Hessischen Geschichtsvereine erwähnte, die ein Erfolg des Vereins gewesen sei. Aach Erledigung der Rechnung für 1929 wurde eine Satzungsänderung dahin beschlossen, daß der Eintrag des Vereins in das Dereinsregister bei dem Amtsgericht zwecks Kostenersparnis rückgängig gemacht werden soll, weil die Eintragung für den Verein keinen Zweck hat. Bei der Dor- standswahl wurde an Stelle des nach Gießen versetzten Prof.Decker neugewählt Oberstudiendirektor Dr. Hainer. Der Beirat wurde auf 15 Mitglieder ergänzt. Heber den Stand der wissenschaftlichen Qlrbeit des Vereins berichtete Oberreallehrer Dotter. Von besonderem Interesse erscheint darin die von Herrn Dotter vorbereitete Abhandlung über die Bewohner des Alsfelder Marktplatzes feit 1530. Auch über die Herausgabe eines neuen Führers durch Alsfeld wurde verhandelt. Auf Grund der Ausführungen von Bürgermeister Dr. V ö l f i n g über die im Derkehrsbund Oberhessen mit der Aeuausgabe von Führern gemachten Erfahrungen wurde von der Herausgabe eines neuen Führers abgesehen. Zum Schlüsse wurde vom Vorsitzenden der Stadt Alsfeld der Dank des Vereins ausgesprochen für die ileberlaffung und Herrichtung eines weiteren Stockes im Hvchzeitshaus zur Erweiterung des Museums, dessen Bedeutung in allen wissenschaftlichen Kreisen anerkannt werde. Der Alsfelder Geschichts- und Altertumsverein zählt gegenwärtig 306 Mitglieder, darunter etwa 100 auswärtige. Preußen. Todessturz in den Bergwerksschacht. WSA. Herborn, 6. Aov. Auf der Eisenstein g r u b e „03 e r e i n i g u n g“ bei Wissen im Kreis Siegen ereignete sich ein schwerer Unfall. Der 34 Jahre alte Grubenarbeiter Josef Buchen kam im Förderfchacht zu Fall und stürzte in die Tiefe. Er wurde so schwer verletzt, daß nach wenigen Stunden der Tod eintrat. Kreis Wetzlar. & Krofdorf, 5. Nov. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Krofoorf- ©leibcrg wurde u. a. beschlossen: Die für die innere Instandsetzung des Rathauses in Krofdorf vorgesehenen Arbeiten sind innerhalb der Gemeinde ausgeschrieben worden. Vorwärts kommen wollen Sie, darum mühen Sie sich Tag und Nacht ab und vergessen ganz, daß gerade Ihre äußere Erscheinung ein mächtiger i-aktor dabei Ist. — Kleider machen Leute - das gilt heute mehr denn je, und besonders die kleinen Attribute wie Krawatte. Caehenez Kragen, Hemd und Hut sind es, die den Grad Ihrer Eleganz bestimmen. Sie finden bei mir In jeder Preislage eine reiche Auswahl, so daß Sie bestimmt das Gewünschte erhalten. Richter Herrenmoden Neuen Bäue3 U Settersweg 46, Telephon 2627 Reinigung | Braubach&Fischerl . Wlf reinigen und färben Ihre Anzüge, ■ hi Kleider,Gardinen,Teppiche usw. und Sie sparen das Geld für Je Neuanschaffungen