General-Anzeiger für Oberhessen pokschecktonto: granffurt am main 11686. find und Verlag: vrühl'sche Untversttätt-Vuch- und Zteindruckeret K Lange tu Stetzen. Schrtftlettung und Seschästzstelle: Schulftratze 7. Erlcherni täglich, autzer Sonntage und Feiertag» Beilagen: Die JlluftrieNr Gießener FamilienblSttei Hetmal im Bild Die Scholle ÜlonalsiBeiugsptets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummem Infolge höherer Gewalt, üernfprechanschlüsse nnterSammeüiummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Unzeiger Sieben. Annahme von Anzeigen für die lagesnummtr bis zum Rachmittag vorher. Preis für V mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig.' für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorschrist 20', mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr.H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Ur. 156 Erster Blaff 180. Zahrgang Montag, 7. Juli 1930 Gietzener Anzeiger Das Mainzer Erinnerungsmal für Stresemann. Die Feier der Grundsteinlegung am befreiten Rhein. - Minister Scholz spricht über Stresemann und den Rhein. Mainz, 6. 3ult Die Stadt Mainz trägt festlichen Schmuck. Roch lebt der Geist der De- freiungSfeier im rheinischen Doll und bei den nach Tausenden zahlenden Gästen, die kamen, um die Grundsteinlegung des ©rinne« rungsmals für Gustav Stresemann durch eine einfache aber würdige Feier zu begehen. Umrahmt war der Festakt durch ein umfassendes Programm, dem vor allem die Huldigungsfahrt zum freien deutschen Rhein des ADAC sein Gepräge gab. Schon der SamStag wurde durch eine akademische DcsreiungSfeier festlich begangen, die ihren Höhepunkt in dem F e st s p i e l „Frei der Rhein" von dem Mainzer Dichter Linkenbach, fand. Gin freudiges Bild bot am Sonntagvormittag der in besonders niedrigem Flug langsam den Rhein entlang fliegende „Graf Zeppelin", der, von Köln kommend, seinen Dank durch Uebersliegen des künftigen Standortes des Strefemann-Denkmals bezeugte. Bei der Grundsteinlegung bemerkte man u. a. Botschafter Frciherrn Langwerth von Simmern, Landeskommissar Geheimerat Dr. U f i n g e r, Provinzialdirektor Dr. Wehner. Oberbürgermeister Dr. K ü l b, Handelskammer- Präsident Christian Scholz, Domdekan May und als Vertreter der Familie Wolfgang Stresemann. Pünktlich um 12 Uhr wurde die Feier mit dem Riederländischen Dankgebet eröffnet. Dann hielt der Vorsitzende der Deutschen Dolkspartei Reichsministef a. O. £>r. Scholz eine eindrucksvolle Gedächtnisrede, in der er den jahrhundertlangen Kampf um den Rhein schilderte und betonte, daß fein Strom so innig mit deutschem Wesen, deutschem Streben und deutscher Kunst verwachsen sei wie der Rhein. Der Redner erinnerte an die schweren Leiden, die die Bevölkerung des Rheinlandes seit 1919 zu erdulden gehabt. Mit der Erinnerung an bie erduldeten Leiden werde auch das Gedächtnis jenes Mannes lebendig bleiben, der die Erlösung brachte: Gustav Stresemann. dem ein tragisches Geschick es verwehrt hat. die Freiheit des Rheines selbst schauen zu können. Der Redner würdigte dann Stresemann als Staatsmann groszen Formats und als eine im höchsten Sinne künstlerische Persönlichkeit. Er gedachte der vaterländischen Begeisterung und der Fröhlichkeit seines fast rheinischen Temperaments und fand zu Herzen gehende Worte für den treuen Freund, den guten Kameraden und unermüdlichen Mitarbeiter. Dann weihte er den Grundstein der Freiheil der Rheinlande, der Gröhe des Vaterlandes, der Erinnerung an Gustav Stresemann. Während die Flaggen auf Halbmast sanken und die Fahnen sich neigten, erklang das Lied „2lm Brunnen vor dem Tore". Dann wurde die Urkunde verlesen. Während des Verlötens und Einmauerns der Kapsel trug Fräulein Ria G i n- ster auS Frankfurt a. M. einen der Erinnerung an Stresemann gewidmeten Weihegesang vor. Oberbürgermeister Dr. K ü l b erinnerte in seiner Ansprache daran, daß Mainz wohl am schwersten gelitten und daher einen Anspruch haben dürfte, as erste Denkmal des Befreiers in seinen Mauern zu bergen. Er gelobte, das Denkmal immer treu behüten und in Ehren halten au wollen. Sein Hoch galt dem heißgeliebten: deutschen Vaterland. Aus 'Tausenden von Kehlen erscholl begeistert das Deutschlandlied, während die Fahnen sich grüßend senkten und die Schläger der Studenten klirrten. Manch sinnvolles Wort begleitete die Hammerschläge auf den Grundstein, indes die Musikkapelle Stresemanns zweites Lieblingslied „Brüder reicht die Hand zum Bunde" spielte. Alnb bald war der Grund- stein unter einer Lieberfülle von Blumen und Kränzen begraben. Befreiungsfeier in Kehl. Wirth spricht über die geschichtliche Ans. gäbe der Alemannen. Kehl, 6. 3uli. (WTB.) Die Stadt Kehl und das Hanauer Land feierten beute den Tag ihrer Befreiung von französischer Besetzung. 3n geschlossenem Zug marschierten die Teilnehmer am Rachmittag zum ehemaligen Exerzierplatz hinaus, wo angesichts des Straßburger Münsters die eindrucksvolle Feier ftattfanb. gesamte b a di sche Staatsregierung war anwesend, ferner als Vertreter der Reichs» regterung Reichsinnenmitrister Dr. Wirth, die Oberbürgermeister der badischen Großstädte und Rektoren der vier badischen Hochschulen. Rach einer mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede des Staatspräsidenten überbrachte ireichsinnenminister Or. Wirth die Grüße der Reichsregierung. Dr. Wirth führte sodann u. a. aus: Es ist mir eine Freude als stammverwandter Alemanne in dieser geschichtlichen Stunde in diesem befreiten Ale- mannenge&iet zu weilen und an dieser Defrei- ungsseier teilzunehmen. Der Weg zu diesem Tag war ein schwieriger und steiniger. Wir denken heute an jene furchtbaren Qualen, die die Vorkämpfer der Defreiungspolitik erdulden mußten. Sie haben ihre Gesundheit und auch ihr Leben eingesetzt von Friedrich Ebert, dem ersten Reichspräsidenten, über Erzberger und Rath e n a u hin bis zu dem Manne, der 5 Fahre lang im Auswärtigen Amte diese Stunde vorbereitete, und der nicht müde wurde, alles daran au sehen, um mit Frankreich zu einer Verständigung zu gelangen: Dr. Gustav Streuern a n n. Wir haben unser Ziel klar erkannt, und wir haben es erreicht,.weil wir ein klares Ziel und weil wir die Masse des deutschen Volkes hinter uns hatten. Wir werden diesen Weg weiter gehen, weil wir uns klar sind, daß das deutsche Volk heute noch ein Volk minderen Rechtes ist. Gerade uns badischen Alemannen aber gibt das Schicksal eine Aufgabe. Sind wir n>cht Brüder eines Stammes mit den Alemannen des Elsaß, mit den Alemannen der Schweiz, mit den Alemannen des Vorarlbergs. Daraus erwächst uns badischen Alemannen eine geschichtliche Sen- dung. Wir müssen einmal für das Deutsche Reich einstehen, wir werden aber darüber hinaus das große Ziel verfolgen, die ftaatenDerbin- de n de Drücke in Europa zu werden. Das ist ein großes Ziel und uns als Lebensaufgabe gestellt. Wolle Gott das deutsche Volk segnen und führen zur Freiheit und wieder zu neuem Glück. Frankreich in Sorge um seine Schützlinge. Vorstellungen Briandö bei Botschafter von Hoesch. — Paris sorgt sich um die rheinischen Separatisten. Paris, 5. Juli. (IDIB.) Die Agentur havas teilt mit, Außenminister Briand habe gestern mit dem deutschen Botschafter von hoesch über die von der Presse berichteten Zwischenfälle und Störungen der Ordnung gesprochen, die nach dem Abzug der B e s a h u n g s t r u p- p e n in gewissen Städten des Rheinlandes vorgekommen feien. Sie stünden im Gegensatz zu den Vereinbarungen, die die alliierten und deutschen Behörden getroffen hätten, um allen Repressalien gegen die Personen vorzubeugen, die zum Befahungskorps in Beziehungen gestanden hätten. Briand habe anderseits die Konsularbehörden angewiesen, ihm sehr genau über die von der deutschen und französischen presse gemeldeten Tatsachen zu unterrichten. Wie der Pariser Berichterstatter des WTB. hierzu erfährt, ist in der Tal im Laufe der gestrigen Unterredung zwischen dem deutschen Botschafter und Außenminister Briand auch über die Uebergrisfe im geräumten Gebiet gesprochen worden, und zwar in der Weise, daß Außenminister Briand fein Bebauern darüber zum Ausdruck brachte, daß nach der reibungslosen und torretten Abwicklung der Räumung nunmehr unliebsame Zwischenfälle ftattgefun- den hätten, die geeignet feien, die öffentliche Meinung zu erregen. Frankreich vermißt die moralische Abrüstung. Paris, 7.3uli. (Tel.Un.) Der französische 3ustizminister hielt in Lencloitre in Westfrankreich eine Rede, in der er besonders unterstrich, daß die Unterzeichnung des Friedensvertrages noch nicht das Ende der durch den Krieg hervorgerusenen Umwälzungen bedeute. Frankreich hätte von feinem ehemaligen Feind, wenn auch keine besondere Anerkennung, so doch durch sein Benehmen eine Geste erwartet, die der sranzösischenLoy- alität entsprochen habe. 3m Gegensatz dazu habe .man Kundgebungen gegen Frankreich veranstaltet. Dies beweise, daß pie moralische Abrüstung noch nicht überall durch- geführt sei. Die Liquidierung der Vergangenheit sei zwölf 3ahre nach dem Kriege noch nicht beendet. Frankreich habe nichts zu versäumen, was für die Aufrechterhaltung seiner Sicherheit notwendig sei. Diese Sicherheit müsse durch ein genügend starkes Heer gewährleistet sein. Echo der presse. Unbegründete Cinmischnng in innerdeutsche Angelegenheiten. Berlin, 6.3uli. (TU.) Zu der Beschwerde Driands wegen der Separatistenverfolgungen nehmen eine Reihe Berliner Blätter ausführlich Stellung. Die „Germania" (Zentrum) sagt, es wäre im 3nteresse der mit der Rheinlandräumung stimmungsmäßig verbesserten deutsch-französischen Beziehung nur zu bedauern, wenn sich die französische Regierung ernstlich mit der Absicht trage, eine offizielle Demarche zu unternehmen. Der Sache selbst würde die Einmischung Frankreichs sicher mehr schaden als nützen. — Die „D. A Z." (volksparteil.) weist darauf hin, daß die französische Regierung selbstverständlich nach der Art der getroffenen Abmachungen keinerlei Recht habe, wegen der Mißhandlung der Separatisten Beschwerde zu führen. Die Regierung habe alles getan, um derartige Uebergriffe der empörten Bevölkerung zu verhindern. Herrn Briand scheine nicht recht zum Bewußtsein gekommen zu sein, daß er den Separatisten einen Bärendienst erliefen habe: er habe sie durch seinen diplomatischen Schritt noch einmal offiziell und amtlich vor dem deutschen Volk als Französlinge gebranbmartt — Die „Deutsche Tageszeitung" (Landbund) weist ebenfalls darauf hin, daß jede Rechtsgrundlage für den Schritt Frankreichs fehle. Die deutschen Lokalbehörden am Rhein hätten pflichtgemäß alles getan, um die Separatisten zu schützen. Frankreich solle sich lieber der Zeit erinnern, als es im Vollbesitz der militärischen Gewalt nicht nur nichts tat, um das wehrlose Rhein- volk gegen die Schandtaten der Abtrünnigen zu schützen, sondern darüber hinaus mit dem Gesindel einen Pakt schlo ß und seine angeblich politischen, aber nach Räuber- und Mordbubenart ausgeführten Aktionen unterstützte. — Die deutschnatl. „Kreuz-Zeitung" stellt fest, daß die Haltung Briands dem Geist der Versöhnung schroff widerspreche, und daß die deutsch-französischen Beziehungen von Paris aus erneut einer schweren Belastung ausgesetzt worden seien. — Die volkskonservative „Börsen Zeitung" betont, es müsse von deutscher Seite sehr energisch festgestellt werden, daß die Ausschreitungen gegen die Separatisten eine spontane Aeußerung eines sehr berechtigten Dolksunwillens gewesen seien, und daß es sich um Gefühlsregungen handle, die weder durch Paragraphen noch durch Proteste eingedämmt werden könnten. — Der sozialdemokratische „Vorwärts" bedauert, daß durch die Vorfälle in Kaiserslautern, Mainz und Wiesbaden Briand das Mittel an die Hand gegeben worden sei, Deutschland wieder einer Vertragsverletzung zu bezichtigen. — Die demokratische „D o s s i s ch e Zeitung" schreibt, die Masse der rheinischen Bevölkerung oder gar des deutschen Volkes dürfe für die Ausschreitungen nicht verantwortlich gemacht werden. Die große Mehrheit der Ration rücke entschieden von den Oeuten ab, die die lleberfälle und Plünderungen organisiert und durchgeführt hätten. 3hr Verhalten sei des deutschen Ramens unwürdig. Am Pranger. Italienische Kritik am rheinischen Separatismus. Rom, 5.3uli. ($U.) Unter der Überschrift -Die rheinischen Separatisten am Pranger", besaßt sich der „T e b e r e“ mit den Hcberbleibfeln der Separatisten im Rheinland, die nach dem bewunderungswürdigen Widerstand gegen den Poincarsschen Einbruch in das Ruhrgebiet in den Augen des italienischen Volkes nichts weiter waren als elende menschliche Ueberrefte ober lebende Leichen. Man hätte sie ohne Gefahr für die Zukunft schonen können, aber die spontane Gegenbewegung sei eben stärker gewesen als jedes menschliche Mitleid. Das Volk zitterte in feiner Ohnmacht gegenüber den Bedrückern, die, alle heiligen Gesetze vergessend, den Siegerbataillonen jede Gewalttat gegen eine Bevölkerung von alter Kultur gestatteten. Die Separatisten aber paktierten mit dem tausendjährigen Feind, nahmen von den Desatzungstruppen Unterstützungen an und kompromittierten die Einigkeit des deutschen Volkes. Sie vertraten keine 3dee und daher senkt sich auch kein Mitleid über ihre Gräber. 3n ihren unseligen Versuchen war nichts Edles. Das Werk Bismarcks erstrahlt auf weite Sicht nicht so sehr wegen des Sieges bei Sedan und wegen des Frankfurter Friedens als weil damals die unerschütterliche Grundlage eines einigen Deutschlands gelegt wurde. Versailles war zusammen mit der Rheinlandbesatzung die Feuerprobe. Pufferstaaten sind undenkbar und mit der Zeit wird sich die Auferlegung einer entmilitarisierten Zone durch die Friedensverträge als unwirksam und sinnlos erweisen. „Graf Zeppelin" begrüßt das befreite Rheinland Friedrichshafen, 6.3idL (WTD.) Das Luftschiff „®raf Zeppelin" ist am SamStag um 22.30 Alfjr, nachdem der Start infolge Gewitters um etwa eineinhalb Stunden verschoben worden war, zu seiner Fahrt nach Köln unter Führung von Dr. Eckener aufgeftiegen. Dir Fahrt ging über Freiburg am Rheinstrom entlang über Mannheim nach Köln, wo eS 6 Nie Antworten auf Briands Paneuropa-Memorandum. Der Deutsche Beamtenbund gegen den preußischen Beamtenerlaß. Berlin, 5. Juli. (Tel.-Un.) Die Zeitschrift des Deutschen Becvntenbundes „Der Beamten- bund" schreibt zu be,m Erlaß des preußischen StaatLministeriums über die Beteiligung an der Nationalsozialistischen und der Kommunistischen Partei u. a. folgendes: Der Deutsche Beamtenbund beobachtet seit langem mit wachsender Besorgnis die zunehmende Verrohung der politischen Sitten. Besonders muß er verurteilen, daß auch Beamte sich an der Austragung politischer Gegensätze in einer Form beteiligt haben, die sich mit der Beamten stellung nicht verträgt. Deniloch kann er den Erlaß der preußischen StaatSregierung nicht b i l l i - 5.G.F.: lp-elhauk dolores i l"s: Jet Sporen s!" 6« x killen i «rr & »•V 5ur h Än; fe AL gen. Die Reichsverfassung gewährleistet allen Beamten die Freiheit ihrer politischen Gesinnung. Dieses verfassungsmäßige Grundrecht gibt nicht nur die Freiheit, eine bestimmte politische Auffassung zu haben, sondern berechtigt auch, sich zu dieser politischen Auffassung zu bekennen. Jede Beeinträchtigung dieses Rechts ist mit der Reichsverfassung nicht vereinbar. Reichsgcmelnschaft junger volksparleiler. Die Reichsgemeinschaft junger Dolksparteiler hielt in Frankfurt a. M. eine Tagung ihrer rhein-mainischen Gruppen ab. Zu dem Scheitern der zwischen den Reichstagsfraktionen geführten DammlungSverhandlungen erklärte die Versammlung, daß eine Sammlung der Parteien auf nur organisatorischer Grund- DieUntersuchung des Gäuglingssterbens in Lübeck. Aoch keine abschließenden Ergebnisse der Untersuchung durch das ReichSgesundheitsamt. In < W 0om„ ohne ttger Sachte an Ginter g' Grad N (»ft, dav drüben Pfädchen zenden inderS mei M schläferte Sefchtt' ging &cn bolö an ' in behagl Hier war Stadt ha Lust- uni «einen J Sie halt' Moorbad hatten li schwarzer melt. Dt Höschen drrs for trugen 1 rrn so, Schw' war de luftigen ein 6ch daß ich schauen, schäfligk geradez> den nah Die Srö und Erd slaMde Wasser l dann lou und Heu stieg. Daß bi ging, ver Haupt tai Arbeit, diesem H noch mai Das f. der Sta Kleinster versuchte Hunde, das trü schreien! durch d und 6ai der Wo aus mut Sie 6d)c len, Wz und vertr die Kind Schuh zu ter eing< brach, u schlissige Aach Leider ö die viele ouswirbe^ Schwimm treten, dc strömen k unverdro! ©lüdlv es noch Als id Ken zuri Lachen v Schulaufe trotz der sie nicht wünscht h Auge zud, gesundheit r „Sonnena Uhr. - D U6 sshr. 1621: di uhaieau-T Fee geboren- ~ Wir Scharben. läge und durch Vereinbarungen der Parteimaschinerie von vornherein keine Aussichten auf Erfolg bieten konnte und zudem als „Parteienaddition" in keiner Weise den Forderungen der jungen Generation entsprochen hätte. Die junge Generation hält fest an dem Gedanken der Deutschen Staatspartei als dem Sammelbecken aller staatsbejähen- den Kräfte. Diese Sammlung läßt sich nicht herbeiführen durch Führerbeschluh, Jo-n dern nur durch eine Bewegung vonunten her, eine Bewegung, die sich geistig unter bestimmten Parolen zusammenfindet, ehe sie sich organisatorisch bindet. Die Hoffnung, daß der Jungdeutsche Orden mit den in den Parteien lebendig werdenden Kräften zuscrmmen- arbeiten würde, müsse als erledigt gelten. Die Dolksnationale Reichsvereinigung habe als Partei ihr Schicksal festgelegt. Der Reichsvereinigung junger Bolksparteiler sei unter Ablehnung der Methoden moderner Massenbewegungen an der Bildung eines Führerkreises gelegen. Aus aller Welt. ' Amerikanischer Flollenbesuch in kiel. Berlin, 5.Juli. (TU.) Direktor Prof. Haendel vom Reichsgesundheitsamt, Ar sich gemeinsam mit Prof. Dr. Lange vom Rolnrt- Koch-Institut im Auftrage der Lübecker Behörden längere Zeit in Lübeck aufgehalten hat, um Ermittlungen über das Lübecker Säuglingssterben anzustellen, erklärte vor Vertretern der Presse unter anderem: r , r ,. . Es längen noch keine abschließenden Ergebnisse über den Grund des Säuglingssterbens vor. In Lübeck seien von den in Frage kommenden Aerzten noch von den sonstigen Stellen Vertuschunasversuche gemacht worden. Richtig sei, daß Professor Deycke sogenannte Aufschwemmungen (gebrauchsfertige Impfstoffe) vernichtet habe: Kulturen seien jedoch von ihm nicht beiseite geschafft worden. Am 26. April sei in Lübeck der er ste Säugling g e st o r b e n, bei dem Prof. Deycke Verdacht gehabt habe, daß der Tod im Zusammenhang nut der Calmette-Fütterung stehen könnte. Er habe aber angenommen, daß es sich um einen ein« zelnenUnglücksfall handele und daß eine Bedrohung sämtlicher mit dem Calmette-Präparat gefütterten Säuglinge nicht in Frage komme. Damit weiter kein Schaden entstehe, habe er die bereits im Laboratorium sertiggemachten Jmps- stvfsmengen vernichten lassen, habe aber vergessen, die in P r i v a t h a n d (Privatärzte und Hebammen) befindlichen Jmpfmengen einzuziehen. Die Untersuchung der beiden Berliner Herren sei nach drei Richtungen Yin gegangen: 1. ob die Calmettekulturen, die in Lübeck schon seit einem Dreivierteljcchr weitergezüchtet worden seien, eine Steigerung der Virulenz erfahren hätten. Die Gesundheitsbehörde halte eine solche Steigerung immer noch für möglich. Die Untersuchung darüber sei aber noch nicht abgeschlossen: 2. ob Verwechslungen der Kulturen vorgekommen seien. Auch diese Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Es sei zu hoffen, daß dies dann auch die Aufklärung über die bedauerlichen Todesfälle ergeben werde: 3. ob eine eventuelle Verunreinigung der Calmette-Kultur bzw. eine Vermengung der Calmette-Kultur mit virulenten Tuberkel- oder werde. Vorsitzender Berzeviczy würdigte die großen Verdienste Briands um die Konsolidierung der europäischen Verhältnisse, betonte jedoch, daß es geradezu eine Ehrenpflicht der Großmächte sei, die allgemeine Abrüstung gerecht durchzufüh« ren. Statt dessen werde auf allen Setten im größten Maße g e r ü st e t. Es sei unumgängliche Pflicht Ungarns, auf der kommenden Vollver« sammlung des Völkerbundes den Abrüftungsgedan- ken in den Vordergrund zu rücken. Die Möglichkeiten deutsch- französischer Zusammenarbeit Die Grundlage für Briands Paneuropa. Paris, 7. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Außen- Politiker des „Matin", Sauerwein, den seine Enquete über die Aufnahme des B r i a n d s ch e n Memorandums über die föderative Gestal- tung Europas nach Mitteleuropa und nach Skan- dinavien geführt hatte, kommt heute zu dem Ergebnis daß nur durch eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland dieser Plan realisierbar sei und daß er realisiert werden müsse, welche Hindernisse sich ihm auch jetzt noch entgegenstellen mögen. Er habe wahrend seines Aufenthaltes in Deutschland festgestellt, daß nirgendwo ein kriegerischer Gedanke gehegt werde, freilich hofften gewisse Leute aus Rußland oder Italien. Auch das könne sich nicht erfüllen, im Gegenteil, die Fortsetzung der Politik Stresemanns bedeute die Zusammen- arbeit Deutschlands mit Frankreich, d. h. mit dem Staat, der gegenwärtig der einzige sei, der Deutschland finanziell helfen könne, wie das auch die deutsche Industrie und die deutschen Landwirte ganz genau wüßten, der einzige Staat, der Deutschland helfen könne, eine bessere Re- gelung der Reparationen durch ein freund- schaftliches Abkommen mit Amerika zu erlangen, der einzige Staat auch, der die Rückkehr zu einem vernünftig aufgefaßten und eines großen Landes würdigen Militär st atus ermöglichen könne, der einzige, der ihm in den Grenzen des Möglichen die Kontinuität seiner Verbindunas- wege mit Ostpreußen wieder verschaffen könne. Deshalb glaube er, Sauerwein, daß Deutschland trotz aller Zwischenfälle und Aufreizungen an Frankreichs Seite stehen werde, um Europa neu zu schaffen. Augenblicklich gebe es in Deutschland 2 600 000 Arbeitslose. Das seien keine chronisch deprimierten Arbeitslosen, rose etwa in England, sondern arbeitswillige Menschen, die wirk- (id) unter ihrer Untätigkeit und ihrer Notlage litten. Wenn die Absatzmärkte und die Aussichten für die Zukunft sich bessern würden, werde seiner Ansicht nach der aesunde Menschenverstand in Deutschland den Sieg daoontragen. Finnlands Kampf gegen -en Kommunismus. Ter Aufmarsch der Lappo in Helsingfors. Heising fors, 6. Juli. (TU.) Die Lage in Finnland spitzt sich mehr und mehr zu. Die Lappo-Bewegung hält ihre Forderungen auf völlige Unterdrückung des Kommunismus gegenüber der neuen Regierung voll aufrecht. Die Lage der Regierung ist außerordentlich unsicher. da hinter der Lappo-Bewegung das Schuhkorps und wahrscheinlich auch das finnländische Heer stehen. Am Sonntag hat der Aufmarsch zu der großen Lappo-Demon» stration begonnen. Im Hauptquartier der Lappo- Bewegung herrschte fieberhafte Tätigkeit. Die Unterbringung und Verpflegung der 10 000 bis 15 000 Mann war militärisch organisiert. Die russische Gesandtschaft hat einen besonders starken Polizeischuh erhalten, um Ausschreitungen zu verhindern. Trotzdem sind Zwischenfälle nicht ausgeschlossen, da, wenn auch die Lappo-Leute unbewaffnet nach Helsing- fors kommen, doch ein langer „Finnendolch" zur Bekleidung jedes patriotischen Finnen gehört. In den Abendstunden des Sonntags zogen von allen Seiten nicht endenwollende Automobilkolonnen der Lappo-Leute in Helsing- sors ein. Mit finnischen Fahnen und Tannen- reisern geschmückt, fuhren die Kraftwagenkolonnen, von Motorradfahrern geführt, in die Stadt. In Kompanien und Bataillonen stellten sich die Lappo-Leute auf. Den Zug machen in der Hauptsache nur ältere Leute mit. Unter 24 Jahren ist kein Teilnehmer, um Zusammenstöße aus jugendlichem Leichtsinn zu vermeiden. Dauern im Sonntagsrock, zum Teil in hohen Stiefeln, viele mit deutschen Tornistern, als einziges Zeichen die blau-schwarze Lavpobinde um, durchzogen die großen Kolonnen uno kleinen Gruppen die Straßen. Sonderpatrouillen sorgten für Ordnung. Seit Sonnntagabend hat man das Empfinden, daß neben der offiziellen Regierung eine LapPo-Regierung besteht, in deren Händen die tatsächliche Macht liegt. Irgendwelche Zwischenfälle haben sich nicht ereignet, doch ist die Erregung zweifellos sehr groß. Don mancher Seite werden Zweifel ausgedrückt, ob die Lappo- leute nicht auch nach Beendigung der vorgesehenen Feiern in Helsingfors fleiben. Die Regierung hat ein Kommunique heraus- gegeben, in dem sie zu dem Marsch der Lappo auf Helsingfors erklärt, diese Demonstration beweise, daß außerordentliche Maßnah. men notwendig seien. Die Regierung arbeite auf das gleiche Ziel hin wie die Lappo- leute, nämlich den Kommunismus in Finnland zu erdrosseln und verlange deshalb, daß jedes eigenmächtige Vorgehen unterbleibe. Die Regierung hat Änige kommunistische Gewerkschaftshäuser schließen lassen. getrennt vom Mutterlande sich entwickeln: wenn es auch vielleicht vorübergehend einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebe, leben könne es nur im Zusammenhang mit dem deutschen Mutterlande. Darum zurück zum Rheinland und zum Reich! Falsche Zahlen und falsche Schlüsse. Deutschlands und Frankreichs Wirtschaftsbeziehungen znm Laargebiet. Berlin, 5. Juli. (ERD.) Im französischen Denatsausschuß für Auswärtige Angelegenheiten hat Senator Eccard darauf hingewiefen, daß cs notwendig sein werde, den status quo im Saargebiet aufrechtzuerhalten. Er erklärte, jede Veränderung des status quo sei gicfährlich, nicht nur für die französische Handelsbilanz, sondern auch für das Sgar- gebiet selbst, das unbedingt zusamnien- b rech en müsse, wenn es aus dem fran- zösischen Zollsystem herausgenommen werde. Aach seiner Darstellung betrug die französische Ausfuhr nach dem Saargebiet zuletzt zwei Milliarden Franken. Diese Zahl ist, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, u n r i ch t i g. Die französische Ausfuhr nach dem Saargebiet betrug im Jahre 1928 1,3 Milliarden Franken. Es ist anzunehmcn, daß sie inzwischen noch weiter zurückgegangen ist: denn die deutsche Ausfuhr nach dem Saargebiet hat sich in der Zwischenzeit erheblich verstärkt.Jn Franken umgcrechnet betrug die deutsche Ausfuhr im Jahre 1926 325 Millionen, 1927 480 Millionen, 1928 690 Millionen und im Jahre 1929 852 Millionen Franken. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reich und dem Saargebiet haben sich in den letzten Jahren also erheblich verstärkt. Eupen-Malme-y fordert Revision. Eine Kundgebung im Provinzialrat von Lüttich. Lüttich, 5.Juli. (ERB.) Auf der Tagesord- nung der letzten Sitzung des Prooinzialrates stand u. a. ein Antrag Wigny (Katholik) und Genossen auf Gewährung einer Beihilfe an die Waisenhäuser der Provinz, die ihre Pflegebefohlenen zur Lüt- ticher Weltausstellung führen. Die drei Vertreter der Christlichen Dolkspartei Eupen- Malmedys —St. Vieth, Liberi Fatzaun und Dr. Meuderfcheidt, stimmten dem Anträge zu. Zur Begründung führte Abgeordneter Sibert in deut- scher und französischer Sprache aus: „Bei unserer Zustimmung leitet uns der Gedanke zu beweisen, daß wir gegen die beiden Völker, die vor hundert Jahren zum belgischen Staat vereinigt wurden, keine feindseligen Gefühle hegen, ihnen vielmehr auch für das zweite Jahrhundert der nationalen Unabhängigkeit Belgiens Glück und Wohlfahrt wünschen. Wir wollen indessen keinen Zweifel darüber lassen, daß unsere Zustimmung keineswegs die Anerkennung des gegenwärtigen Zustandes unserer Gebiete bedeutet. Wir werden im Gegenteil, getreu dem Programm der Christlichen Volkspartei, in Uebereinftimmung mit unseren Wählern und der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung nicht 'aufhören, für Eupen, Malrnedy und St. Vieth, eine neue, regelrechte Volksbefragung zu verlangen. Ein amerikanisches Geschwader, bestehend aus _ den Linienschiffen „Arkansas, „Florida? und „Utah", lief zu einem mehrtägigen Besuch in den Kieler Hafen ein. An den Fördeufern und auf zahlreichen Booten hatten sich viele Schaulustige eingefunden, die den amerikanischen Gästen einen freundlichen Empfang bereiteten. Die Mannschaft der Linienschiffe „Schleswig- Holstein", „Hessen",, „Königsberg und „Köln" hatten Aufstellung an Bord genommen. Rächdem beim Passieren von Friedrichsort nut der dortigen Salutbatterie der Landes- salut ausgetauscht worden war und die Schiffe an den Bojen festgemacht hatten, begab sich der amerikanische Generalkonsul in Hamburg an Bord der „Arkansas", um dem Geschwaderchef Admiral Cluverius seinen Besuch zu machen, der im Laufe des Vormittags erwidert wurdL Später besuchte Admiral Cluverius auch den Ches der Marinestation der Ostsee Admiral H a n s e n, und den Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein Kürbis. Für den Besuch, den ersten einer größeren Einheit der amerikanischen Flotte in unseren Gewässern, ist ein umfangreiches Programm aufgestellt, das u. a. auch offizielle Empfänge seitens der Städte Hamburg und Bremen Vorsicht. Schweres ITloforboofunglütf bei Potsdam. Auf der Havel, unweit Sakrow, geriet der Vergaser eines Motorbootes in Brand und verursachte eine Explosion des Denzin- behälters. Die beiden Insassen, ein Kaufmann Jahn aus Charlottenburg und dessen Schwager, erlitten schwere Verletzungen. Da Jichns Kleider zu brennen anfingen, sprang er in der Verzweiflung ins Wasser und ertrank, da er des Schwimmens unkundig war. Schwerer Schiffszusammensloß in der Adria. Das italienische Motorschiff „Francesco Morosini", das sich auf der Fahrt von Zara nach Spalato befand, stieß in der vergangenen Rächt in der Meerenge von Pas- man mit dem südslawischen Dampfer „Karage orgewitsch" zusammen. Die „aKrageorge- witsch" wurde schwer beschädigt. Ihre 400 Passagiere wurden von dem italienischen Schiff übernommen und nach Zara gebracht. Vier von ihnen wurden beim Zusammenstoß getötet, 17 waren so schwer verletzt, daß sie nach der Landung ins Krankenhaus ge eracht werden mußten. Oie Wetterlage. anderen Kulturen vorgekommen sei. Auch dies werde noch weiter nachgeprüft werden. Es sei anzunehmen, daß innerhalb von vier Wochen sämtliche Punkte geklärt werden se^n. Der Reichsgesundheitsrat sowie das Reichsgesundheitsamt hätten im Jahre 1927 zu der Calmette-Fütterung eine warnende Stellung eingenommen, weil zu befürchten gewesen sei, daß die Kulturen wieder virulent werden könnten. In Deutschland sei, außer in Lübeck, in Berlin, Breslau, in der Eifel und tn Ostpreußen Calmette-Präparat ohne schädigende Wirkung verfüttert worden, aber nur bei ausgesuchtem Kindermaterial. Auch jetzt nehme das Reichsgesundheitsamt noch einen vorsichtigen Standpunkt bezüglich des Calmette-Prapa- rats ein, bis es sich über das Ergebnis der Lübecker Untersuchung klar sei. Was das Präparat des Berliner Arztes Professor Genter, „Antiphti si n", anbetreffe, so sei es vor einigen Jahren im Reichsgesundheits- omt auf Antrag Genters untersucht worden. Genter habe sich jedoch verpflichten müssen, keine Reklame damit zu machen; diese Verpflichtung sei nicht eingehalten worden. Die Untersuchung habe ergeben, daß es sich bei dem „Antiphtisin" um kein wirksames Mittel gegen dieTuberkulose handele. Es fei allerdings völlig unschädlich und bewirke eine gewisse Lebensverlängerung. Runmehr sei Professor Genter plötzlich, ohne gerufen zu sein, in Lübeck aufgetaucht und habe einige Kinder mit seinem Präparat behandelt. Bei einzelnen von ihm behandelten Kindern sei eine Besserung festzustellen gewesen; dies sei ober auch bei solchen erkrankten Säuglingen zu beobachten, die nicht mit Genters Präparat behandelt worden seien. Drei weitere Todesopfer. Lübeck, 7. Juli. (wTv. Aunkjpruch.) Die Zahl der Todesopfer bei den mil dem Tuberkulofepräparat gefütterten Säuglingen hol fich, wie das Lübecker Gefundheilsaml befanntgibt, vom Samstag bi» Montag um drei weitere To desf alle auf 5 3 erhöht, krank find 66, gebeffert 73, gesund 59 | Kinder! Italien und Paneuropa. Sehr skeptisch. — Tie FriedcnSverträge das größte Hindernis Genf, 5. Juli. (TU.) Wie die Telegraphen- Union hört, wird die Antwort der italienischen Regierung aus die Briand-Denkschrift im wesentlichen einen ablehnenden Charakter tragen. Die italienische Regierung soll, entgegen dem Vorschlag Briands die Unabhängigkeit der wirtschaftlichen Fragen von jeder politischen Einflußnahme fordern und ferner hervorheben, daß eine europäische Staateneinigung kein wirtschaftlich sich selbst genügendes Gebilde dar- stellen könne. Dos außerordentliche Anwachsen der europäischen Industrie in der Nachkriegszeit mache vielmehr einen starken Ausbau und eine engere Verknüpfung der wirtschaftlichen Beziehungen Europas zu den außereuropäischen Absatzgebieten notweiidig. Die Bildung einer europäischen Staatenvereinigung berge die Gefahr eines Gegensatzes und der Absonderung Europas von den außereuropäischen Staaten m sich. Die italienische Regierung scheine in gleicher Weise wie die holländische Regierung die Auffassung zu vertreten, daß zur Zeit einem europäischen Staatenbund noch unübersehbare Hindernisse entgegenstehen, die im wesentlichen auf europäische Grenzziehungen der Rachkriegszeit zurückzufuhren sind Die italienische Regierung bezieht sich dabei auf die Erklärungen Mussolinis in seinem letzten Leitartikel, in dem zum erstenmal öffentlich die Forderung auf Revision der Friedensverträge erhoben worden ist. Auch Ungarn macht Vorbehalte. Budapest, 5. Juli. (WTB.) Im Ausw. Ausschuß des ungarischen Oberhauses berichtet Außenminister W a I k o über Ziele und Aufgaben des Briandschen Memorandums und über die -Gesichtspunkte, die bei dem Eintritt Ungarns in den geplanten Staatenbund zu beachten wären. In der Aussprache machte Baron Szterenyi darauf aufmerksam, daß Die geplante Staatenorganisation eigentlich eine e nb- gültige Festlegung der heutigen Gebietsverteilung, al so der Trianon er Grenzen, bedeute. Die Regierung müsse ledoch auch in Zukunft mit friedlichen Mitteln die W i e - dergutmachung der Ungerechtigkeiten des Friedensvertrages anftreben. Auch andere Redner machten Vorbehalte geltend. Ministerpräsident Graf B e t h l e n gab die Versicherung ab, daß die Regierung bei der Abfassung ihrer Antwort die politischen und wirtschaftlichen Inter- essen der ungarischen Ration sich vor Augen halten © worxentos. ö nener. ' (elchter Osi massiger "Südsüdwest Q stürmischer «ordwesl Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeiaen Stationen stellenden Zahlen geben die Temperatur an. Oie Limen verbindet) Orte mit gleicher» tut netresnweau umgerechneten lulldruci Wettervoraussage. Begünstigt durch den Zustrom kühler Luft bat über Deutschland erneuter Barometeranstieg eingesetzt, der das von den Azoren kommende Hoch nach dem Festlande ausbreitet. Somit gelangen wir in den Be- reich hohen Druckes, der eine abermalige sommer- Uche Schönwetterlage in Aussicht stellt. Anfänglich wirkt die mit dem Lause der Isobaren zufließende kühle Luft etwas auf die Temperaturen ein, so daß leichte Auffrischung eintritt. Die Erwärmung wird aber alsbald wieder zur Vorherrschaft gelangen, zumal der stärkere Strahlungseinfluß zur Geltung kommt. Wettervoraussage für Dienstag! Meist heiter, trocken, anfangs etwas kühler, dann wieder wärmer. Lufttemperaturen am 6. Juli: mittags 26 Grad Celsius, abends 22 Grad; am 7. Juli: morgens 20,1 Grad Maximum 26,7 Grad, Minimum 18,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juli: morgens 27,4 Grad; am 7. Juli: abends 22,4 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. 20 IlSfjord' Tnorsna' 48 Klaaent (oruna 2* *lcn - Val Paris _ >r r.. in kiel, behend aus „.Florida" ' öfligcn Besuch vroeufern und > viele Schau- pichen Gälten Die gsber^-VL °?rd genommm. nedrichsvrt mit er Lander. n Var und dir li Rotten, begab M in Hamburg em Geschwader» esuch zu machen, erwidert wurde, s auch den Ches mal Hansen, »leswig.Holstein m ersten einer lchrn Flotte in mgreiches Pro», > vfsizielle Sm-« trg und Bremen KL Mu«' *f *Ä Äftt vlnden> L°'K te"* bei Potsdam. troto, geriet der n Brand und des Dennn» issen, ein xauf« rg und dessen erlehungen. ansingen, sprang Lasser und er» L unkundig Var. z in der Adria. : .Francesco er Fahrt von nd, stieß in der mmgc von Pos» anpfer .Karate .aKrageorM- chad'rg^. fern italienischen i Zara gebracht, im Zusanmenstvy r verlcht, daß sie rkenhaus ss^^rcht ge. a <8 0 12/7 o24( »0,6Wtsl -tt7 5^7 T ^±3/10 A §K Isobaren 5 <0 tafo KS«i iS.,#5 ’ 26 ®fa! »ÖS c°> ^.sidS gli! flt,f Aus der provlnzialhauptstadi. Gießen, den 7. Juli 1930. Oorsbuben am Bach. 3n einem Dorf der Wetterau war es. Ich kam vom Bahnhof, der mitten im Felde liegt, ohne irgendwelchen schattengebenden Baum, und dachte an das bekannte Wort: Ein schlechter Winter gibt einen schlechten Sommer. Bei 32 Grad Hitze im Schatten stellte ich stillschweigend fest, daß nicht alle Wetterregeln stimmen und suchte seufzend nach einem kühlen Plätzchen. Da drüben lockten Erlen und Weiden zu kurzer Bast. An einem steilen Abhang, an dem ein Pfädchen vorüberführte, fand ich auch einen reizenden Buheort. Linier mir plätscherte der Bach, in der Ferne klingelte die Kleinbahn, am Himmel zogen weihe Wölkchen, der Duft des Heues schläferte ein... Geschrei und Kinderlachen weckten mich. Ich ging den Stimmen nach, dem Dorf zu, und kam bald an eine Stelle, wo eine Furt das Wasser in behaglicher Breite langsam dahinfliehen lieh. Hier war das Paradies der Dorfbuben. Iy der Stadt haben wir Badeanstalten, Gelegenheit für Lust- und Sonnenbäder. Das alles hatten die kleinen Kerlchen hier in wunderbarer Mischung. Sie hatten aber auch zugleich Schlamm- und Moorbäder; denn auf beiden Seiten des Daches hatten sich im Lause der Wochen Sand und schwarzer Schlamm in großer Menge angesam- melt. Die Buben hatten säst alle nur noch ihre Höschen an, schon kurz genug, aber noch besonders sorgfältig in die Höhe gekrempelt. Einige trugen stolz eine Badehose. Die Kleinsten waren so, wie sie auf die Welt gekommen waren. Schwimmen konnten sie hier nicht gut, dazu war der Dach zu seicht. Aber als ich zu der lustigen Schar trat, waren sie gerade dabei, ein Schwimmbecken einzurichten. Ich war froh, daß ich Zeit hatte; denn hier zu stehen und zu schauen, mit welchem Eifer und mit welcher Geschäftigkeit unsere Dorfjugend schaffte, das war geradezu ein Genuß. Die Kleinen muhten auf den nahen Wiesen Heu holen, es gab ja genug! Die Gröheren vermischten es dann mit Schlamm und Erde und schufen so eine feste, das Wasser stauende Wand. Manchmal drückte sich das Wasser doch wieder an irgendeiner Stelle durch, dann wurde von neuem gebaut und Schlamm und Heu gemischt, bis das Wasser zusehends stieg. Daß das alles nicht stillschweigend vor sich ging, versteht sich. Don mir nahmen sie überhaupt kaum Botiz, so vertieft waren sie in ihre Arbeit. (Ob sie ihre Rechenaufgaben auch mit diesem Hiser gemacht hatten, bzw. am Abend noch machten?) Das Wasser stieg. Aber unermüdlich wurde der Staudamm erhöht, und schon reichte den Kleinsten das Wasser bis an die Drust. Sie versuchten zu schwimmen, platschten wie junge Hunde, fauchten wie böse Katzen und spuckten das trübe Wasser, das m ihre Mäulchen kam, schreiend und lachend aus. Das Wasser war durch die Tätigkeit der Jugend mit Schlamm und Sand nicht gerade einladend. Das sah auch der Wortführer und befahl, daß alle nun heraus muhten, damit sich „der Dreck setzen könne". Die Schar gehorchte, sah auf dem grünen Rasen, schlug Purzelbäume, spritzte sich mit Wasser und vertrieb sich so die Zeit. Für den Damm, die Kinder nannten ihn „Schotz" (wohl mit Schuh zu übersetzen) wurde ein besonderer Wächter eingesetzt, der achtgeben muhte, dah er nicht brach, und daß auf der linken Seite das überschüssige Wasser abflichen konnte. Rach kurzer Zeit wurde das Daden erlaubt. Leider dauerte die Herrlichkeit nicht lange, da die vielen Fühchen wieder von neuem Schlamm auswirbelten. Auch hatte einer bei seinen Schwimmübungen zu heftig an den „Schotz" getreten, dah dieser brach und das Wasser durchströmen konnte. Reuer Lärm, neue Arbeit! Aber unverdrossen taten alle ihre Pflicht... Glückliche Jugend, du weiht nicht, wie gut du es noch hast! Als ich am späten Rachmittag mit dem Dähn- chen zurückfuhr, hörte ich noch das Schreien und Lachen vom Wasser her. Offenbar wurden die Schulaufgaben doch erst beim Lampenlicht — trotz der langen Tage! — gemacht. Lind wenn sie nicht so ausfielen, wie von der Schule gewünscht wird, so werden die Lehrer wohl ein Auge zudrückcn; denn sie wissen auch, daß Dolks- gesundheit vorgeht W. Daten für Dienstag, 8. Juli. Sonnenaufgang 3.52 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Mondaufgang 19.06 Uhr, Monduntergang 1.16 Uhr. 1621: der Fabeldichter Jean de Lafontaine in Chateau-Thierry geboren; 1836: der Staatsmann Joseph Chamberlain in Camberwell geboren; — 1838: Ferdinand Graf von Zeppelin in Konstanz geboren; — 1839: der amerikanische Großindustrielle John Davison Rockefeller geboren; — 1855: der Polarforscher Sir William Edward Parry in Ems gestorben. Bornotizerr. — Tageskalender für Montag: F. G. F.: 4. Hauptübung, 20.15 Llhr. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: »Zigeunerrache" mit Dolores del Rio und »Tempi". — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: „Der Herr mit dem Fragezeichen" von Möller und Lorenz wird am Dienstag in Gießen erstmalig als südwestdeutsche Erstaufführung gegeben. Die Regie hat Peter Fassott. Den Herrn mit dem Fragezeichen gibt Hanns Tannert, der uns damit einer, vergnügten Abend bereiten wird. Beginn der Vorstellung um 20 Uhr. LU. Von der Landesuniversität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Der ordentliche Professor für Alte Geschichte nn unserer Universität Dr. Richard L a q u e u r hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Tübingen zum 1. Oktober 1930 angenommen. "Bonder Dolksnationalen Reichs- vereinigung. Wie uns mitgeteilt wurde, ist auf der Sitzung der Kreisvertreter des Wahlkreises 33 in Frankfurt a M Studienrat Wilhelm Schmidt, Giehen, einstimmig zum Vorsitzenden des Wahlkreises 33 gewählt worden. Ruf der Sitzung der Kreisvertreter des Wa^° kreises 19 in Gießen wurde von den Kreisvertretern Lehrer Emil Trebing, Kassel, zum Vorsitzenden gewählt. Anschließend an die Wahl der Wahlkreisvorsitzenden fand die Wahl des Wahlkreisverbandsvorsitzenden statt, die eben- Schiffenberg -Jubiläumsfeier. Erster Tag. Das Schiffenberg-Fest nahm am Samstagabend feinen Anfang mit der Enthüllung der Gedenktafel für Wilhelm Heinrich Riehl, die folgenden Wortlaut hat: „Wilhelm Heinrich Riehl, der unseres Volkes Art aus ihrem Werden gedeutet und beschrieben hat, wohnte hier als Gießener Student im Sommer 1843 und 1844.“ Diese Feier wurde durch einen Choral der Kapelle Weller eingeleitet. Anschließend daran hielt Dr. W a l b r a ch den Festvortraa. Gr gab zunächst einen kurzen Abriß von Riehls Lebensgang, um dann an Hand seines Gesamtwerkes auf Art und Wesen Riehls einzugehen. Ein knapper Abschnitt aus seiner „Deutschen Arbeit" führte in die Arbeits- und liebenswürdige Schreibweise des als Denker, Schriftsteller und Dichter in gleicher Weise originellen Mannes ein. Seinen eigentlichen Lebensberuf sah er darin, »die ganze deutsche Ration zu erforschen und nach dem Leben zu malen". Seine Gedanken über die Entwicklung unseres Volkes, das er mit tiefer Liebe uirnfahte, legte Riehl in sozialpolitischen und kulturgeschichtlichen Schriften, aber auch in seinen vielen kulturhistorischen Rovellen nieder. Seine Bedeutung für die Gegenwart beruht heute vornehmlich darauf, dah man ihn neben seiner kulturgeschichtlichen Tätigkeit.oder besser: im Zusammenhang damit den Begründer der Deutschen Volkskunde im Sinne von Dolksseelen-Kunde nennen darf. Aber auch als Persönlichkeit ist Riehl fortlebend: als akademischer Lehrer, als der Mann, der den wissenschaftlichen Wandervortrag in Deutschland eingeführt hat, als Gelehrter, der in jedem von ihm gepflegten Fach selbständige und bedeutende Gedanken gehabt hat, und nicht zuletzt als Erzähler, dessen Rovellen auch heute noch über dem Durchschnitt der literarischen Tagesproduktion stehen. Er war als Mensch für alles Große, Gute und Schöne empfänglich und hat in wahrhaft vorbildlicher Weise unser Volk geliebt; diese Liebe drückt nichts besser und eindeutiger aus als sein Losungswort für alle volkstümliche Wirksamkeit: „ Für das Volk ist nur das Beste gut genug“. Rach dem Vortrag begrüßte der Vorsitzende der Heimatvereinigung Schiffenberg, Forstrat Ricolaus, die Anwesenden und gab einen kurzen lleberblick über die Entstehungsgeschichte der Riehl-Tafel. Die Anregung dazu ging aus der Heimatvereinigung hervor, die Durchführung deS Planes wurde durch die Llnterstützung desOberhessischenGeschichtsvereins und der Hessischen Vereinigung für Volkskunde ermöglicht. Beide Vereine haben aus geschichtlichen und volkskundlichen Gründen ein selbstverständliches Interesse an dieser Ehrung Riehls. Forstrat ÄicvlauS lieh nun die Tafel enthüllen und übergab sie dem Schuh des Staates. Oberbaurat Bert übernahm die Tafel als zuständiger Beamter. Dann ergriff Prof. Rauch im Ramen des Rektors und der Universität das Wort und führte aus, die Universität habe sich gern bereit gefunden, bei dieser Enthüllung vertreten zu sein. Riehl, aus dem stammverwandten Rassau stammend, habe doch bei seinem zweiten Gießener Aufenthalt sich auf seinen künftigen Beruf als Sozialpolitiker und Kulturhistoriker vorbereitet. Die Llniversität ehre sich selber, wenn sie diesen später so bedeutsamen Angehörigen ehre. Den Schluß des Festaktes bildete die erste Strophe des schonen Volksliedes „Ich hab' mich ergeben", dessen Inhalt so ganz zu dein Wesen des Gefeierten paßt. Bei dem sich anschließenden Kommers, der besonders von der Bevölkerung der umliegenden Dörfer gut besucht war, wetteiferten eine Anzahl Vereine, ihn durch Darbietungen verschiedener Art auszuschmücken; so z. D. der Gicche- ner Orchester-Verein, die Gesangvereine Hausen und Watzenborn, der Turnverein Hausen 1864, der Sportverein Garbenteich 1928 u. a. Forstrat Ricolaus begrüßte die Erschienenen und dankte ihnen allen. Heimatliebe, nicht allein die geschichtlichen Tatsachen, hätten zur Veranstaltung des Festes geführt. Heimatliebe aber sei der Boden, auf dem die Vaterlandsliebe erwachse. Eine Darbietung folgte der anderen und das bis in die mitternächtliche Stunde dauernde fröhliche Treiben gab einen Vorgeschmack des heimatlichen Volksfestes, als das die 800-Iahrfeier am Sonntag beschlossen wurde. Zweiter Tag. Zur Hauptfeier am Sonntagnachmittag hatte sich eine riesige Menschenmenge, die von allen Seiten, aus Gießen und aus der Llmgegend — teils zu Fuß, teils mit Autos, Wagen und Rädern — herbeigeströmt war, im geräumigen Hofe des Schiffenbergs versammelt. Pünktlich um 15 Llhr wurde die H a u p t f e ie r mit einem wuchtigen Massenchor — „Wo gen Himmel Eichen ragen“ — der vereinigten Gießener Gesangvereine unter Leitung des Ehrenchormeisters Otto G 0 r l a ch eröffnet. Anschließend hieß Forstrat Ricolaus die zahlreichen Gäste, insbesondere die Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden willkommen; er dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, er pries das Heimatgefühl, in dem man sich hier vereinigt habe, und gedachte auch der in diesen Tagen befreiten Rheinlande. Rarnens der hessischen Regierung entbot Landesforstmeister Hesse der Heimatvereinigung Schiffenberg Dank und Gruß und gedachte in seiner Ansprache mit rühmenden Worten der vielen Schönheiten der engeren Heimat, insbesondere des Lahntales und des Schiffenbergs, dem diese Feier vor allem gelte. Im Ramen der Stadt Gießen überbrachte Beigeordneter Dr. Hamm festliche Grüße; er schilderte, ohne auf die bewegte Vergangenheit des historischen Ortes näher einzugehen, den Gegenwartswert des Schifsknberges als einer Derbindungsstätte zwischen Stadt und Land und schloß mit einem Treuegelöbnis der Gießener zum alten Schiffenberg. Hieraus folgte wieder ein Massenchor der vereinigten Giehener Gesang- vereine, die unter Leitung von Ehrenchormeister G ö r l a ch das Lied „Wer hat dich du schöner Wald" klangschön und von reichem Beifall belohnt zum Vortrag brachten. Danach kündeten Fanfarenstöhe den Beginn des Schiff enbergf estspieles an; das Spiel gliedert sich in zwei Teile; der erste, die alte Zeit behandelnd, ist von Oberspielleiter Hans Tannert vom Stadttheater, der zweite, die neue Zeit schildernd, von Georg Heß, Leihgestern, verfaßt und in Szene gesetzt. Die Chöre sang der Bauersche Gesangverein, die musikalische Leitung hatte Hermann Weller inne. In den solistischen Sprechrollen wirkten vom Ensemble des Gießener Stadttheaters Hans Ha es er (Heerrufer), Friedrich Zingel („Die alte Zeit“) und Ingeborg Scherer („Die neue Zeit") mit. Hm es vorwegzunehmen: das Spiel ist in allen Teilen überaus geschickt und stimmungsvoll zusammengestellt; es brachte in schnellem Wechsel und malerisch bewegten, bunten Bildern, von Musik und erläuternden Begleitversen umrahmt und durchbrochen, eine wahrhaft volkstümliche, abwechslungsreiche, belehrende und unterhaltende Freilichtchronik, ein kleines revueartig vorüberziehendes Welttheater in heimatlichem Rahmen auf die ganz einfache, von hohen Bäumen begrenzte Dergbühne. Eine mächtige Zuschauermenge folgte mit reger Aufmerksamkeit den Szenen und lebenden Bildern und spendete herzlichen Beifall, den sich die beiden Verfasser und sämtliche Mitwirkende in reichem Maße verdient haben. Die Bildgruppen des ersten Teiles wurden gestellt von Mitgliedern Gießener Turn- und Sportvereine und schilderten in großen Zügen, chronologisch aneinandergereiht, die Entwicklung der Kultur rings um den Schiffenberg. Die einzelnen Bilder wurden von den Worten des Heerrufers (Haeser) und der „Alten Zeit" (Zingel), in hübsche, fliehende Verse gefaßt, erläutert und von Kapelle und Chören auf und hinter der Szene untermalt. Die Dilderfolge begann in germanischer Zeit, mit einem Opferfest unserer Altvordern, schilderte den Römereinfall (sehr lustig nach der Melodie eines berühmten Kommersbuchliedes mit dem sinnigen Refrain „Hammhamm, hammhamm, hammhamm- erdichemol an beim verrissene Karnmikammisol") bann die Völkerwanderung, die Verkündung des Christentums durch Bonifatius, den Aufzug der Heerschilde, die Stiftung des Klosters 1129 durch die Gräfin Clementia von Gleiberg, seine Aufhebung 1323 durch Balduin von Trier, den Einzug der Deutschordensritter und endete mit einem Emtezug, als Symbol der blühenden Ordenskommende, dargestellt von einer Garbenteicher Trachtengruppe, die mit ihren anmutigen, exakt vorgeführten Tänzen starken Beifall fand. Die Gruppen des zweiten Teils von Georg Heß, Leihgestern, mit echtem Heimat sinn, mit Freude an hessischer Tracht und hessischem Volksleben ausgestaltet, schildern in Wort und Bild beweglich die neue Zeit, wie sie sich heute um den Schisfenberg herum darstellt. Hier sprach die verbindenden Worte Ingeborg Scherer, die hoch zu Roh auf der Bühne erschien und den Reigen der Darsteller antünbigte. Nachdem die Vertreter der neuen Zeit, des technischen Jahrhunderts, vorübergezogen waren, fanden vor allem die Trachtengruppen aus Annerod, Grü- ningen, Klein-Linden, Leihgestern und Wahen- bom-Steinberg, die in ihren farbenfreudigen Kostümen ein prächtiges Bild boten, mit Hüttenberger Volkstänzen und Volksliedern viel freundlichen Beifall. Sehr hübsch war auch der Wanderreigen von Schulklassen aus Leihgestern und Watzenborn-Steinberg und der Volkstanz einer Gießener Iugendwandergruppe. Den Beschluß machten der Turnverein 1864 Hausen und der Gesangverein Germania Watzenborn, die mit ihren turnerischen und musikalischen Darbietungen das Publikum erfreuten. Auch im zweiten Teil des Spieles ernteten alle Mitwirkenden verdientermaßen reichen Beifall; zuletzt wurden die Verfasser, Tannert und Heß, lebhaft gerufen und durften den Dank der großen Zuschauermenge entgegennehmen. Damit war das Festspiel beendet, der Himmel hatte ein Einsehen gehabt, drohende Wolken verzogen sich, und bald strahlte wieder ein heller Sommerhimmel über dem bunten Bilde des Volksfestes, das sich nun zwanglos entwickelte, mit Tanz im Freien und einem Preisschiehen unter Leitung der Giehener Schühengesellschaft 1926, und das mit einem Zapfenstreich um 22.30 Llhr fein offizielles Ende fand. So wurde das Schisfenberg-Iubiläum mit einem echten und rechten Volks- und Heimatfest begangen, mit dessen Verlauf die Veranstalter und alle an der Aufführung Beteiligten wohl zufrieden sein können, bei dem die Besucher auf ihre Kosten gekommen sind, und das männiglich noch lange eine freundliche Erinnerung bleiben wird. falls durch die Kreisvertreter vorgenommen wurde. Als Vorsitzender des Wahlkreisverbandes 10 wurde Hauptmann a. D. Stoehner, Arolsen, gewählt. " Personalie. Ernannt wurde am 16.Juni der Gendarmeriehauptwachtmeister auf Probe Oltbert Bauer zu Butzbach zum Genbarmerie- hauptwachtmeister mit Wirkung vom 1. Juni ab. ** Diebstähle. Das hessische Polizeiamt teilt mit: Gestohlen würben: Anfang Juni von einem Rcker auf bem Gelände der »Schönen Aussicht“, Grundstück »Hinter dem Weiher", ein Einspän- nerwendepflug Modell Mayfarth Frank'urt a.M., am 19. Juni aus einem Auto drei Landkarten, eine kleine braune Lebertasche mit Seife, Handbürste und Handtuch, am 21. Juni aus der Müllerschen Badeanstalt an der Lahn 15,80 Mark Bargeld und eine goldene Damenarmbanduhr mit Ripsband im Werte von 70 Mark, in bet Rächt zum 22. Juni in Klein-Linden»von einem Vereinsschießsland ein Telephonapparat, 70 Meter Kupferdraht und zwei Ringscheiben, am 24. 3uni von einem in der Iohannesstrahe auf- gestellten Adler-Personenkraftwagen die Kühlerschraube, ein grüngestrichener zweirädiger Handkarren und ein Mülleimer mit der Rümmer 5501. Ferner folgende beschriebene Fahrräder: Damenrad Marke »Presto", schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, gewöhnliche Lenkstange, neue Bereifung und neue schwarze Schutzbleche. Herrenrad Marke »Kuxmann“, Fabriknummer B 1798, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen, deutscher Lenker, gelber Sattel, gelbe Satteltasche. Der Rahmen ist an einer Seite etwas abgescheuert. Herrenrad, Marke »Triumph", Fabriknummer 378 908, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen und gewöhnliche Lenkstange. Herrenrad, Marke „Göricke", Fabriknummer unbekannt, schwarze Rahmen, schwarze Felgen mit grünen Streifen, neue graue Bereifung, gewöhnliche Lenkstange und Freuauf. Herrenrad Marke .Viktoria-Ideal", Sabril mim* mer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen mit verwischten roten Streifen, gewöhnliche Lenkstange, die Gummigriffe sind mit Draht umwickelt, beschädigte Bereifung. Herrenrad, Marke »R. S. LI. Pfeil", Fabriknummer unbe- kannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, gewöhnliche Lentstange, auf dem Rahmen goldener Eichenkran- mit der Zahl 25, an der Hintergabel Steckschloß, die Handbremse ist verrostet, Gummipedale. " Fundsachen. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat Juni gefundenen bzw. ab gelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizei- amtS Landgraf-PhilippS-Plah 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden ausgesor- dert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienst- stunden geltend zu machen. ** Schü tz t eure Tiere vor den Stechfliegen und Bremsen! Infolge der hochsommerlichen Witterung haben sich Fliegen und Bremsen in einer Weise vermehrt, daß besonders in den Diebställen oft ganze Schwärme die HauSttere belästigen. Das Vieh findet keine Ruhe -------1 Roggenbrot ist gesünder als Weizenbrot! vor den Plagegeistern. Hier ist eS Pflicht der Besitzer Dekämpfungsmittel anzuwenden. Während die eingespannten HauSttere durch die Zugluft im Freien, auch durch Bedecken durch sog. Fliegenschützer wenigstens einigen Schutz vor diesen üblen Verfolgern haben, sind die Stalltiere den Belästigungen meist wehrlos preisgegeben. Deshalb sorgt man für Zuglust, hängt genügend Fliegenfänger auf, bestreicht öfters die Fesseln. Unterleib, Kopf teile der Tiere mit starkriechenden Oelen, die von den Stechmücken verschmäht werden. Sehr bewährt hat sich das sog. »Franzosenöl“, das die Plagegeister schon von weitem meiden. Wer Decken und Wände der Ställe übertünchen will, setze grüne Farbe und Alaun au, das man in jeder Apotheke erhalten kann; beide vertreiben die Fliegen. Erfahrungsgemäß sind es gerade die Schweine, die sich infolge ihres kurzen Schwanzes kaum wehren können. Bei ihnen genügt es schon, die Borsten mit gewöhnlichem Schuhfett leicht einzureiben. Die besprochenen Bttämpfungsarbeiten verursachen kaum nennenswerte Mühe, den Tieren wird aber eine große Wohltat damit erwiesen. Paratyphus in Darmstadt. Bisher drei Tote. WSN. Darmstadt, 6.Juli. Im Elisabethen- stift find nach dem Genuß von Grießpudding £0 Patienten, Schwestern und Angestellte, an P a r a« typhus erkrankt. Bisher find drei Todesfälle zu beklagen. Zwei der Verstorbenen find allerdings alte, widerstandsunfähige Personen gewesen. Der weitaus größte Teil der Erkrankten befindet sich jetzt auf dem Wege der Besserung. Die Ursache der Epidemie ist noch nicht restlos aufgeklärt. Alle Vorsichtsmaßnahmen sind getroffen. Ltmvetter über Rheinhessen. WSR. Mainz, 6. Juli. Lieber Rheinhessen, besonders über Mainz und Llmgegend ging am Samstagnachmittag einschweres iln- Wetter nieder. Der niedergehende Hagel hatte an vielen Stellen die Größe von Hühnereiern. Der Schaden in den Weinbergen, in den Obstund Gemüsekulturen ist außerordentlich groß. An vielen Stellen ist die Ernte vollständig vernichtet. Auch an den Dächern der Häuser hat der Hagelschlag empfindlichen Schaden an- gerid>tet. In einigen Gärtnereien in Mainz- Kastel wurden die Glashäuser vollständig vernichtet. Turnen, Spott und Spiel. Deutscher Echwimmersieg über Frankreich. Halle, 6. Juli. (TU. Funkspruch.) Der vierte Länderkampf im Schwimmen zwischen Deutschland und Frankreich in Zeitz wurde von Deutschland mit 2:0 gewonnen, nachdem die drei oorhergegangenen Kämpfe jedes- mal 1:1 unentschieden geendet hatten. Deutschland gewann das Wasserballspiel hoch mit 5:2 Toren und die 4X200-Meter-Freisti!staffel überraschend in neuer Europa-Rekordzeit von 9:46 Minuten. Der deutsche Freistilmerster Schubert (Breslau) zeichnete sich über 100 Meter Freistil mit der Zeit von 1:01 Min. besonders aus. Berliner Börse. Berlin,?. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Esfek- tenfrühoerkehr zu Beginn der neuen Woche lag zu- nächst noch vollständig unentwickell. Die Börse beeinflussende Nachrichten lagen weder aus wirtschaftlichen noch aus politischen Kreisen vor, so daß jegliche Anregung für einen Geschäftsverkehr fehlte. Kurse waren infolgedessen noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,67, London gegen Mailand 92,87, London gegen Spanien 41,25, London gegen Berlin 20,40, London gegen Kabel 4,8640, Kabel gegen Berlin 4,1940. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Verantwortlich für Lokales: I. D.: Dr. Thyri 0 t. • Das ideale arm Abfuhr-Konfekt Gießen, den 5. Iuli 1930 04164 Bersrod, Rödelmaier (Bayern), Heuchelheim, den 7. Juli 1930. SAISONAUSVERKAUF Lieh, den 6. Juli 1930. 102D Saifon - Ausverkauf IO Prozent Rabatt (neben Brinkmann) 4906D heraus und gewähren auf Damenmäntel auf Herrenmäntel Serie III. .30% Rabatt auf Knaben- u. Mädchenmäntel auf Herrenanzüge (Kammgarn - Qualitäten) Serie III..25% Rabatt auf Knabenanzüge Serie III. .20% Rabatt K. Xaeß Jladifoleer 4865 A auf alle Waren, außer un Preis besonders herabgesetzte und einige Marken-Artikel! Serie I Serie II Serie I Serie II Serie I Serie II Serie I Serie II Serie I Serie II 20% Rabatt 30% Rabatt 15% Rabatt 25% Rabatt Serie I Serie II 15% Rabatt 25% Rabatt 10% Rabatt 15% Rabatt Am Dienstag, dem 8. 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Professor des öffentlichen Rechts an der Universität Gießen. r ii '). 21 och bedenklicher könnten sich die Wirkungen der Reichsregierung für das Verhältnis zu den füddeutschen Ländern gestalten. Ich sage: die süddeutschen Länder, denn bei Sachsen ist eine besondere Lage gegeben, weil ein großer Teil seiner Bürger, abgestohen durch die trostlosen Parteiverhältnisse, die eine Regierungsbildung außerordentlich erschweren, den Einheitsstaat herbeisehnt. Anders liegen die Dinge in den drei süddeutschen Staaten: sie führen ein ausgesprochenes Eigenleben, das sich auch vom geopolitischen Gesichtspunkt aus rechtfertigen läßt. Dieses Eigenleben wird durch die Reichsreform eine Steigerung erfahren, weil den süddeutschen Staaten eine rechtliche Sonder st ellung im Vergleich zu den im Reichslpnd ausgehenden Ländern gewährt wird. Der Graben der Mainlinie, der in den letzten Jahrzehnten durch gemeinsames Erleben, durch ein dichtes Retz wirtschaftlicher, kultureller und persönlicher Beziehungen immer mehr überbrückt wurde, wird unnötigerweise wieder a u s g e r i s s e n. Die Urheber der Reform find sich dieser Gefahr bewußt. Gerade aus diesem Grunde wollen sie einerseits das norddeutsche Reichsland in Länder einteilen, anderseits die verbleibenden alten Länder durch Einführung der sog. Austragsverwaltung fester mit dem Reiche verknüpfen. Aber die vorgesehene Organisation wird diesem Zweck nicht gerecht, weil einerseits die neuen Länder mit zu dürftiger Selb st Verwaltung ausgestattet werden und anderseits die verbleibenden alten Länder durch die Einrichtung der Auftragsverwaltung eher eine Kompetenzerweiterung erfahren. Denn die Besorgung der im Auftrag des Reiches geführten BerwaltungSzweige wird sich von der eigenen Landesverwaltung nicht wesentlich unterscheiden, wenn nicht die Reichs- aufsicht in sehr fühlbarer Weise ausgeübt wird. Darum wird zwischen den neuen Ländern im norddeutschen Reichsland und den süddeutschen Ländern eben doch eine allzu große Spanne bestehen. Aus dieser Llngleichheit werden schon in normalen Zeiten Schwierigkeiten erwachsen, bei ernsteren Konflikten können sich ganz kritische Situationen ergeben. Man braucht nicht gerade an doch recht unwahrscheinliche Katastrophen zu denken, etwa daß sich Süddeutschland Oesterreich anschließen und Deutschland in ein überwiegend protestantisches sozialistisches Rord- deutschland und ein überwiegend katholisches, faschistisches, mit Oesterreich verschmolzenes Süddeutschland zerfallen könnte. Gleichwohl ist die überflüssige Betonung der Mainlinie außenpolitisch nicht ganz harmlos. Innenpolitisch bedeutet die Reichsreform nicht nur, daß die von vielen ongestrebte älmstellung zum Einheitsstaat auf unabsehbare Zeit unmöglich gemacht ist, sondern daß auch die seit den 70er Jahren eigentlich ununterbrochen währende, allmähliche Aufsaugung der Landesstaatsgewalt erschwert und gehemmt wird. Unwillkürlich erinnert man sich eines Dismarckschen Wortes: als Baden im Februar 1870 seine Aufnahme in den Rorddeutschen Bund beantragte, lehnte sie Bismarck ab, um nicht „gewissermaßen den Milchtopf abzusahnen und das übrige sauer werden zu lassen" (Rede Bismarcks vom 24. Febr. 1870). Denn durch die Aufnahme Badens wäre der Eintritt Bayerns und Württembergs erschwert worden. Ebenso kann man sagen: Wer den deutschen Einheitsstaat jehl oder später will, der muß ihn bei Bayern vorbereiten und nicht etwa bei Schaumburg-Lippe, denn die größten * Schluß aus Nr. 155 vom 5. Juli 1930. Widerstände gilt es eben bei Bayern zu überwinden. Aber was tut statt dessen die Reichsreform? Sie sammelt die norddeutschen Staaten, die ihr Eigenleben kaum mehr fristen können, in den Einheitsstaat ein und gewährt den süddeutschen Ländern und Sachsen eine gesicherte Sonderexistenz. Ohne Liebergang werden Reichsland und süddeutsche Mittelstaaten einander gegenübergestellt. Lind aus Liebergänge kommt es so sehr an in der Politik. Immerhin bietet die Reichsreform die Möglichkeit zu Liebergängen. In dem Bericht des Ausschusses sind nämlich für größere norddeutsche Länder wie Hessen und Thüringen, die ebenfalls im Reichsland ausgehn sollen, gewiße Abweichungen von der Organisation des Reichslandes wenigstens ongedeutet. Rur eben angedeutet: auch wegen dieser Verschwommenheit hat der hessische Staatspräsident Stimmenthaltung geübt. In der Tat müßte Klarheit geschaffen werden über die Auswirkungen der Reichsreform für Hessen. Zwei Möglich- keiten bieten sich: entweder Hessen bliebe in der Form des alten Landes bestehen, aber durch verstärkte Auftragsverwaltung in engere Verbindung zum Reiche gebracht als die süddeutschen Länder, oder aber: Hessen ginge im norddeutschen Cinheits- st a a t auf, würde indes, im Llnterfchied von ben bisherigen preußischen Provinzen und norddeutschen Kleinstaaten, mit weitgehender Selbstverwaltung und Selbstgesetzgebung ausgestattet. 3m einen wie im andern Falle kann die Frage der Gebietsbereinigung aufgeworfen werden. Lieber ihre Lösung werden allerdings die Meinungen sehr stark auseinandergehen. Dem hessischen Staatspräsidenten schwebt die staatliche Zusammenfassung des sogen. Rhein-Maingebietes vor, das außer dem Lande Hessen das Maintal mit Hanau und Frankfurt und vielleicht noch Rassau umfassen sollte. Allein, es ist zum. mindesten zweifelhaft, ob eine derartige Grenzziehung die Zustimmung der Bewohnerschaft fände. Denn ein guter Teil der hessischen Bevölkerung wird der aus dieser Lösung sich ergebenden Folge, daß Hessen zu einem bloßen Llmland von Grohfrankfurt degradiert wird, keinen Geschmack abgewinnen können. Anderseits wünscht sich auch Frankfurt eine selbständigere Stellung. Vielleicht wäre es zweckentsprechender, die Lösung in der von dem Oberbürgermeister von Frankfurt kürzlich angedeuteten Richtung zu suchen, nämlich aus Frankfurt wie aus andern Halbmillionenstädten u n m ittelbare Reichsstädte zu bilden, im Zusammenhang mit der Reichsreform also „Länder neuer Art" innerhalb des Reichslandcs. Das „Land" Frankfurt wäre aus hessischen und preußischen Gebietsteilen, die wirtschaftlich zum Bereich der Großstadt gehören, also z. B. Vilbel, Offenbach, Hanau zu bilden. Das Land Hessen könnte durch Angliederung etwa von R a s - s a u eine vernunftgemäßere Gestalt erhalten. Aber es kommt viel weniger auf die künftige Gestalt des Landes Hessen an, als vielmehr auf die ihm einzuräumende Rechtsstellung. Denn nur, wenn ihm eine weitreichende Selbstverwaltung belassen wird, wird es imstande sein, zwischen dem Block des Reichslandes und den süddeutschen Staaten zu vermitteln. Auch hier sei an ein Wort Bismarcks erinnert: „Die Kleinstaaten bilden den Mörtel zwischen den Quadern"; m. a. W. sie dienen als Bindemittel und können Reibungen zwischen den größeren Staaten mildern. Eine solche Aufgabe des Ausgleiches könnte in dem neugestalteten Reich auch Hessen erfüllen. Es wird sie umso Gustav Mahler. 3u seinem 70. Geburtstage. Don (Sophie Lederer-Sben. Betrachtet man das Riesenwerk Gustav Mahlers, wie es seit seinem Tode (1911) abgeschlossen vorliegt, so ist kaum zu fassen, daß in diesem immerhin kurzen Leben eines Llnermüd- lichen ungezählte arbeitshemmende Elemente eine Rolle spielten, in so hohem Maße gewiß, wie in Goethes Geben, vor dessen Riesenwerk man immer wieder unverstehend staunt, erinnert man sich der ebenso ungezählten Hemmungen, die in Gestalt von Krankheiten, von Staatsgeschäften, ihm den Weg vertraten. ES scheint für wahrhaft Schöpferische der Begriff „Zeit" nicht zu bestehen, — so wenig er besteht in jener Welt, darin sie leben. Für Gustav Mahler war das Leben der Wirklichkeit nur ein Traum, so „real" auch seine Briese an Freunde scheinen, in denen er: ängstlich sparend und herrisch mit Zeit und Raum wie mit Schachfiguren umherschiebt, um die umfangreiche Diri- acntentätigkeit am Konzert- und Opernpult in Prag, Wien mit seinem schöpferischen Werk zu vereinigen. — Weil er niemals „unerschöpfe- risch" sein konnte, so wirkte er auch in seinem zweiten Dasein, der Tätigkeit als Kapellmeister, aufbauend und stilbildend, aber auf die schmerzliche Frage, was der Rachwelt durch diese zweite, unendlich beanspruchende Wirksamkeit verloren ging, gibt cs keine Antwort. Auch ist ihm das „Rachschaffen" der Werke anderer vielfach zum Verhängnis geworden, wenn cs ihn, den Schöpfer von Gottes Gnaden, auch nicht entwurzeln konnte, wie es schwächer begabte entwurzelt hat. Man denke an Hans von Bülow, der soviel Schöpferehrgeiz besaß, daß er seine eigentliche geniale Begabung, die Werke Größerer (Beethovens, Wagners, Liszts) auszudeuten, in jeder Wertung zurücksetzte, und als herzlich verbitterter Mensch resignieren mußte. Mahler warf so oft, wenn er eine eigene Sinfonie dirigiert hatte, noch glühend von der seelischen Hingabe, die zweifelskalte Frage auf: „Wem gilt nun eigentlich der Jubel, — dem Schöpfer oder dem Dirigenten meines Werks?" Immer traf der Dolch des Zweifels die seltene Freude über einen Erfolg, machte sie fragwürdig oder mordete sie völlig. Ein Zwiespalt, der tiefe Spuren im Menschen Mahler zurücklassen muhte, der ihm den Glauben an sich selbst zu nehmen geeignet war, und nur durch das Wunder eines wahrhaft kindlichen Herzens immer wieder wettgemacht wurde. Erfolge, aber auch Mißerfolge, haben den Riß, den Zwiespalt in seinem Wesen, das die gegensätzlichsten Clemente barg, erweitert und vertieft. Ist es nicht erschütternd, wenn Mahler, angesichts des Jubels der Tausende, nach Aufführung seiner 8. Sinfonie, zu seinen Freunden vom Pult wegtritt, sie fragt: „Sagt, habe ich denn vielleicht ein minderwertiges Werk geschaffen?" In Berlin hatte man ihn ausgepfiffen, in Weimar, wo sein Wesen verhaßt war, in Wien, wo man ihn nur als Dirigenten galten lassen wollte: nun steht das große Kind mit angegrauten Schläfen kopfschüttelnd vor tausend- köpfiger Menge, begreift nicht, daß hier einmal „der Widerstand der stumpfen Welt" besiegt ist, bezweifelt eher fein Werk, als daß er dieser Menge, die ihn durch ihr „Kreuzige" so oft niedergeschmettcrt hat, Llrteilskraft zutrauel Aber die feindlichen Mächte, die ihn von außen au bedrohen pflegten, vermochten es ebensowenig, die „schöne Welt", die blühenden Reiche, die in seinem Gemüt, in seiner künstlerischen Phantasie verankert lagen, zu zerstören, als die aus dem eigenen Wesen em Porst ampf enden herrischen Impulse, die so oft seine Umgebung, aber ihn selber am meisten, verletzten. Seine Kindlichkeit blieb schließlich immer siegreich, und seine Kämpfernatur ließ nicht ab, trotz aller Widerstände, das durch unersättliche Arbeitsleistung zu sichern, was, seinem bewußten Willen völlig enthoben, aus diesen blühenden Reichen emporquoll. Das Verantwortlichkeitsgefühl der Rachwelt gegenüber ließ ihn im Schatten nicht ruhen, wenn er auch gegen Schluß seines Gebend recht müde geworden war. Leidenschaftlich suchte er sich in seinen Werken sein Weltbild zu formen, es sich zurecht- Aurüden, und in titanenhaftem Widerstand gegen feindliche Mächte tarn er, wie der letzte Beethoven, dahin, das Metaphysische hinter dem Weltbild zu suchen. Dieses „Metaphysische" in seinem Werk ist es hauptsächlich, was, trotz der orchestralen und chorischen „Mafsenwirkung", gegen eine Wirkung auf die Masse spricht. Das Liebersinnliche des Ideen- und Empfindungsgehaltes. Bei aller Klangpracht und Fülle, bei der äußersten Au» nutzung der vorhandenen Orchestertechnik, wie sie von Beethoven her bis Wagner über Weber überkommen ist, bei völlig neuen Klangmischungen und ins Riesenhafte gesteigerten Klangdimen- sionen (mehrere Doppelchöre, Fernorchester usw.) spukt, unirdisch gläfem, die fphärenhafte Celesta, werden fahl, wesenlos, zu den häusigen Tvten- besser erfüllen können, je geringer der Abstand zwischen den Ländern alter und neuer Art fern wird. Leicht ist die Ausgabe der Länderkonferenz sicherlich nicht: sie muß die Dewegungsfreiheit der sog. neuen Länder über das vorgesehene Maß hinaus erweitern, ohne doch in den Fehler einer . Zerschlagung Preußens"" d. h. allzu- flartet Lockerung des staatlichen Gesamtgefüges im norddeutschen Reichsland zu verfallen. Rur wenn die Rcichsrcsorm diesen Anforderungen entspricht, kann sie für das deutsche Volk gute Früchte tragen. Ein Ehrenmal für die Gefallenen der Großh. Hess. Train-Abteilung Jlr. 18 in Darmstadt. In Darmstadt sind drei Gefallenendenkmäler entstanden, die die ehemaligen Zugehörigen des Leibgarde-Infanterie-Regiments, der beiden Dragoner- und der beiden Feldarttllerie-Rcgi- menter ihren Gefallenen errichtet haben. Bei der vierten Waffengattung, dem Train, konnte diese Ehrenpflicht bisher nicht erfüllt werden, da daS Aufbringen der erforderlichen Mittel sich schwierig gestaltete. Die Kopfstärke der Trainabteilung 18 nebst Feldformationen war geringer als die der anderen Waffen, und gerade die Mannschaften der Feldformationen waren zu einem erheblichen Teil außerhalb des Staates Hessen beheimatet und sind nunmehr für die Werbetätigkeit sehr schwer zu erreichen. Aber nun ist das Ehrenmal in Auftrag gegeben und wird am 16. Rovember eingeweiht werden. Es erhält einen besonders schönen Platz im Bessungcner Orangeriegarten. Die Ausführung hält sich an den Entwurf, der auf dem ersten Traintag im Rovember 1926 einstimmig angenommen wurde. Don den Baukosten ist zwar ein ansehnlicher Rest noch auszubringen, doch ist zu hoffen, daß bei den Trainkameraden die Erkenntnis wach wird, daß der Ehrung der Gefallenen nur bann voll und ganz Genüge geschieht, wenn am Einweihungstage keine ungedeckte Schuld mehr auf dem Denkmal lastet. Vorsitzender des Denkmalsausschusses ist General a. D. v. Oheimb, Darmstadt. Gießener Hochschnlgesellschast. Am Samstagnachmittag hielt die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Llniversität Gießen (Gießener Hochschulgesellschaft) unter der Leitung ihres Vorsitzenden Provinzialdirektor Graes ihre diesjährige Hauptversammlung und Festsitzung ab. Die Hauptversammlung sand in der Kleinen Aula statt. Se. Magnifizenz der Rektor, Prof. Dr. Brüggemann, hieß die Anwesenden Willkommen. Hierauf erstattete der Vorsitzende, Provinzialdirektor Graef, den Jahresbericht des Vorstandes, dem folgendes zu entnehmen ist: Die Hochschul- gesellfchast hatte im vergangenen Jahr den Tod folgender Mitglieder zu beklagen: Kammerdirektor Bräun ig, Birstein, C. Cmmelius, Zürich, Studienrat Gräber, Alsfeld, Heinrich H e 111 e r, Gießen, Oberkonsistorialpräsident I). Rebel, Darmstadt, Landgerichtsdirektor P r ä t v r i u s , Gießen, Generaldirektor Stephan, Wetzlar, und Pfarrer Weber, Holzheim. Die Gesellschaft zählte am 1. Januar 1927 757 Mitglieder, durch Tod und Austritt verlor sie, im Jahre 1928: 53 Mitglieder, neu eingetreten sind 31 Mitglieder, so daß zu Beginn des Jahres 1929 bei 735 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahre ein Verlust von 22 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Auch für 1930 haben bereits 31 Mitglieder ihren Austritt erklärt, eine weitere Anzahl Mitglieder hat ihren Austtitt zum Ablauf des Jahres 1930 angemeldet. Die am Schluß des vorigen Geschäftsberichts ausgesprochene Hoffnung, daß das Jahr 1929 eine weitere Stärkung der Gesellschaft bringen werde, hat sich leider nicht erfüllt. Schwerer als je zuvor hat sich 1929 30 die wirtschaftliche Rot auf den Mitgliederstand ausgewirkt. Diesen zu erhöhen oder den Verlust durch Werbung neuer Mitglieder auszugleichen, hat sich leider nicht ermöglichen lassen. Die aussichtsreichste Möglichkeit scheint in vermehrter Werbetätigkeit der einzelnen Mitglieder und Ort^ruppen zu liegen. Große Hoffnung seht der Vorstand in dieser Hinsicht auf die Freunde der Gesellschaft in Mainz und Darmstadt und erhofft auch von Alsfeld die lange in Aussicht gestellte Gründung einer Ortsgruppe. Eine wesentliche Stärkung wäre schon durch den Beitritt sämtlicher Dozenten der' Landesuniversität gewährleistet. Jedes einzelne Mitglied muh es sich angelegen sein lassen, der Gesellschaft neue Mitglieder zuzuführen. Die Mitgliederbeiträge erbrachten 1928: 11 520,50 Mk„ 1929: 10 421 Mk.: somit ergibt sich ein Rückgang von 1099,50 Mk. Die wirtschaftliche Rot übt leider auch auf unsere Llniversität einen großen Einfluß aus. Zur Milderung der seelischen und wirtschaftlichen Rot des akademischen Rachwuchses greift die Gießener Studentenhilfe ein, die ein stattliches neues Heim erstellt hat, das im Herbst d. 3. feiner Bestimmung übergeben werden soll. Die Hochschulgesellschaft hat hierzu einen einmaligen Beitrag von 5000 Mark bewilligt. — 3m Jahre 1929 wurden durch die Hochschulgesellschaft indgefamt elf Vorträge veranstaltet, und zwar fünf in Alsfeld, drei in Worms, zwei in Offenbach und einer in Gießen. — Pros. Dr. Schlesinger schied infolge feiner Versetzung in den Ruhestand aus dem Vorstand aus: an seine Stelle trat Prof. Dr. Goetze. Der Gesamtsenat hat das Vorstandsmitglied Fabrikanten Ludwig Rinn in Gießen in Anbetracht seiner großen Verdienste um die Landesuniversität zum Ehrensenator ernannt. Zu der vom Vorsitzenden erstatteten IahreS- rechnung ist u. a. folgendes zur Erläuterung zu bemerken: an Jahresbeiträgen gingen ein: in 1927 -- 9 790,40 Mk.: 1928 = 11 520,50 Mk., 1929 ----- 10 421 Mk. Die einmaligen Beiträge im Jahre 1929 betrugen insgesamt 9800 Mk. (1928: 15100 Mk.), und zwar gingen ein von Ungenannt 5000 Mk.. von Prof. Dr. Junkers (Dessau) 3000 Mk.: vom Verband der Hess, landwirtschaftlichen Genossenschaften 1500 Mk.: vom Mittelrheinischen Fabrikantenverein 300 Mk. Die Beträge wurden dem Wunsche der «Stifter entsprechend folgendermaßen verwendet: 5000 Mk. der Gießener Studentenhilfe, Bauzuschuh für das Studentenheim: 3000 Mk. der Philosophischen Fakultät für Besichtigungsreisen von Studenten und zum Ausbau der Meteorologie an der Universität Gießen: 1500 Mk. dem Landwirtschaftlichen Instttut: 200 Mk. an Pros. Dr. Günther für eine wissenschaftliche Exkursion: 100 Mk. an das Instttut für Wirtschaftswissenschaft. Außerdem wurden 1929 aus eigenen Mitteln der Gesellschaft 7959,50 Mark (1928 : 9875,25 Mk.) verteilt. Das Gesamtvermögen am 31. Dez. 1929 betrug 32 824,55 gegen 34 020,90 Mk., der Rückgang von 1196,35 Mk. ist im Kursrückgang des Wertpapierbestandes begründet. — Der Iahresbcritch wurde genehmigt, dem Vorstände und dem Verwaltungsrat Entlastung erteilt. Die in der Hauptversammlung Dor genommenen Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Zum Vorstand wurden wiedergewählt: Provinzialdirektor G r a e f, Dankdivektor Grießbauer, Dr. h. c. Hum - perdinck (Wetzlar), Dr. h. c. Leitz (Wetzlar), Landgerichtspräsident Reuenhagen, Justiztanzen die Geigen mit dem Holz des Bogens gestrichen. Das Holzschnittrnähige des Volksliedes, das er immer und immer wieder zu tiefster Wirkung verwendet, konnte ihn daher so faszinieren, — als der Ausdruck eines ihm nicht gemäßen, aber von ihm sehnsüchtig erstrebten allerschlichtesten Empfindens. Rur eine tief von Gegensätzen zerklüftete Persönlichkeit konnte darum das schlichte Lied, das er so vielfach zu den „Wunderhorn"-Texten fand, zum breiten Symphonischen erweitern und es mit so schwer prunkendem Klanggewande beladen. Das schlichte Lied war ihm Offenbarung, darum, weil er selbst ein Lyriker war. Erstlingsarbeiten sind unfehlbar zugreifende Impulse und ganz sichere Ctoeg- weiser: das erste Werk, was ihn bekannter machte, waren die „Lieder eines fahrenden Geselle n", deren prägnante Liedformen er so vielfach später in die Sinfonien übernahm. Rur von diesem Punkt aus ist Mahler recht zu verstehen und voll zu würdigen: wer in seinen Sinfonien abgewandelte musikalische „Themen" sucht, wie sie, den Inhalt der Werke Beethovens, Brahms' und Bruckners ausmachen, wird dem Verständnis dieses Meisters immer fern bleiben. Er ist so sehr Ghrifcr, daß er vielfach die „Wunderhorn'-Texte weitergedichtet hat, auch die herrlichen Verse Klopft ocks: „Auferstehn, ja ouferstehn wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh" in seinem Sinne selbst zu Ende fang. Die Verse lauten: „Glaube, mein Herz, Es geht dir nichts verloren! Hast nicht umsonst gelebt, gelitten! Dein ist, was du gesehnt. Dein, was du geliebt, erstatten! Mit Flügeln, die ich mir errungen In heißem Liebesstreben, Werd ich entschweben Zum Licht, zu dem kein Aug gedrungen. Sterben werd' ich, um zu leben!“ Ein ganz unirdisch klingender a-cappella-Chor- einsah bereitet dieses selige Hoffnungsbekenntnis der Altstimmen so gnadenvoll in Mahlers Zweiter Sinfonie, die man um ihres letzten Satzes willen, die „Au f e r ste hu n g s s i n f o n ie" genannt hat. War die erste erfüllt von allen, den jungen Menschen bedrängenden Problemen des wachen Lebens, so ist jetzt das Problem deS Todes und die Frage nach dem Jenseits an den „Helden" (im Deethovenschen Sinne) herange- treten. Diese Sinfonie malt ganz in großen Zügen, ganz ai fresco, zuerst in schweren Klängen einen Trauerzug, die Angst der Kreatur vor der Vernichtung. Hohl und gellend tönt die Fiedel des Todes: aber im Laufe des Werkes dämpft sie sich zu einer Mahnung, das Leben, den Augenblick zur Tat zu nutzen, weil alles so schnell vergeht. Den Inhalt des letzten SaheS konnte Mahler lange nicht finden. Erst Erst der Tod Hans von Bülows, der ihn tief erschütterte, gab das blutwarme Erleben her für die gewaltige Vision des jüngsten Gerichtes, die dieser Sah offenbart. Mahler selbst schildert das Bild: „Sie kommen alle aufmarschiert, in gewaltigem Zug, Bettler und Könige, die ecclesia militans, die Päpste. Bei allen die gleiche Angst, und Schreien und Beben. Deim vor Gott ist keiner gerecht." Man geht fehl, wenn man seiner bildhaften Dr- chestersprache wegen Mahler einen „Programmmusiker" nennt. Keine festen Vorstellungen wiesen der Musik den Weg, wie bei Liszt oder Richard Strauß. Es ist in erster Linie der Musiker, der in Mahlers Werk fein Weltbild enthüllt. Daß dies nicht ohne „Anhaltspunkte" bei den benachbarten Künsten der Dichtung und Malerei möglich war, ist klar. Brahms nannte, nach dem Anhören der Zweiten Sinfonie in C-Moll Mahler den „König der Umstürzler", und übersah dabei die festgefügte, geradezu „klassische" innere Ordnung des Riesen- Werkes. Die Dritte Sinfonie in O-Moll wendet sich nach der ungeheuren Schwere der verflossenen Probleme zurück zur Natur, zum Leben mit Wolke, Blume, Vogel. Es ist das Lied vom großen Pan, was hier verführerisch aufklingt und seine Fortsetzung und sein Gegenstück in der Vierten, dem „Lied vom himmlischen Leben" findet, dessen Schilderung in rührender Kindlichkeit, an Wunderhornverse sich anlehnend, den Himmel als ein Schlaraffenland sich auftun läßt, wo lustig gegessen, getrunken, getanzt und gesungen wird. Die Fünfte, Sechste und Siebente Sinfonie verkünden in ihrer polyphonen Stimmführung ein großes neues Erlebnis ihres Schöpfers: es heißt Johann Sebastian Bach. Das nun folgende „Lied von der Erde" (nach Hans B e t h g e s „Chine- fifcher Flöte") aber ist, wie die „Neunte", bereits der West abgekehrt und von ganz transzendentalem Inhalt und Klang. Die „Neunte", vor deren Bezifferung sich Mahler ahnungsvoll fürchtete, „weil die Zahl Neun in ihren sinfonischen Werken auch Beethoven, Schubert und Bruckner verhängnisvoll wurde, die danach starben", wurde in der Tat fein Schwanengesang, — der Sehnsuchtsruf eines nur noch Müden nach Ruhe. unendlich Neid. Er fragte bekommen gegangen. 5lun erst reichte sie ihm ihre Hand, nach dem letzten Abend, wie er ihr ei und wie sie sich befinde. Olun stand er auf. Als er auf die Schwelle trat, erkannte er Frau Mercandin. Sie drehte ihm den Rücken zu. Sie klopfte an die Tür zum Sprechraum ihres Mannes. Da trat Griebenow an sie heran. Run drehte sie sich um. Sie erkannte ihn. , „Guten Abend", sagte sie. .Ich suche meinen Mann." _ „Er ist bereits vor einer halben Stunde weg- Sie bemühte sich zu lächeln. Ein weher, müder Zug umzuckte ihren Mund. „Es ist höchste Zeit für mich, daß ich Berlin verlasse." „ilnt> wann reisen Sie denn, gnädige Fraur Die 0 bet Ae Mvng Statuä i wiebele bank zun und nur Die Lau den Cßo' die Di ultimo Ultimo Iuni'U blieben. Jcchie ’ Zahlun wohl [ dem 3: sind. D mittelui ersten gesamt baß [idf meinen IHonaten hier uni lebunz 1 spricht Kapitol die 3ui Folge l Die t Ultim Togesge sedoch h ein, die sehr flü| befindet, hat sehr günstige Markte unverän die vork für Dor sähe wer mit 3an t Am J haltende - merkrnsw 2? toei wra ang< s® ßS&l ’ V1 LZ L? t)O* anzuerkei Dauer o gerechtfer Ä auss-ham dürsnis werden. Lei 2 neu zu e> Aast» o! Vahstab laubnis trieben -öS 2e! heriaen werben, stände } ertdlur grundsi nis fu CBebür' tränkec Als 6% ttirit) 1929 8c I 4» ,e,A äffe» 'b ä)aft kaum 150 Jahve alt, hat aber bereits eine solche Ausdehnung gewannen, daß der Vortragende statt einer lieber- sich! über bas gange Gebiet lieber ein Stück lebenbi- ger Anschauung geben wollte. Dies geschah einmal durch Vorführung unb Erläuterung von Lichtbil- dem, bie bie wichtigsten Fundstätten in Aegypten, die Papyruspslanze bas Schreibgerät unb Diele Proben von literarischen unb anderen Papyri (Ur- funben unb Briesen) zeigte, bann aber burch eine Ausstellung von lehrreichen Stücken aus den Gießener Sammlungen, bie bem Oberhessischen Museum, bem Klassisch-phllologischen Seminar unb der Universitätsbibliothek gehören. Diefe Sammlungen enthalten jetzt über 1300 unter ©las gebraute Nummern und viele unoerglafte Bruchslucke. Rechnet man auch nur mit etwa 800 guten ober doch brauchbaren Stücken, so will das etwas heißen, wenn man bedenkt, daß manche viel größere deutsche Universität keinen einzigen griechischen oder lateinischen Papyrus besitzt. Gießen verdankt diesen Vorzug hochherzigen Stiftungen der Herren Wilhelm Gail f, Richard Lange und Ludwig Rinn in Gießen, Hermann und Paul C n y r i m in Worms: diese Stiftungen sind meist durch die Hochschulgesellschaft übermittelt worden, die auch die Konservierung der erworbenen Stücke durch ansehnliche Summen unterstützt hat, ebenso wie das Hessische Kultusministerium. Diese Konservierung ist durch Herrn Hugo I d s ch e r von den Staallichen Museen in Berlin erfolgt, der sich vom Buchbinder- lehrling zum ersten Techniker dieses Gebietes auf- geschwungen unb sich so große Verdienste um bie Wissenschaft erworven hat, baß ihn die Universität Hamburg zum Ehrendoktor ernannte. — Die (Ent» • deckung einer antiken Bibliothek in dem im Jahre 79 nach Ehr. vom Vesuv verschütteten Herculaneum (1752) brachte gewissermaßen eine Enttäuschung, da es sich hauptsächlich um Schriften eines Philosophen dritten Ranges handelte. Dagegen haben die 1778 beginnenden - Funde in Aegypten eine Fülle verlorener Schriften der Griechen zutage gebracht: Gedichte von Sappho, Alcäus, Bakchylides, Timotheos unb Herondas, ein Satyrspiel des Sophokles, Komödien bes Menander, eine Schrift des Aristoteles unb viele andere, dazu viele Taufende von Urkun» wehte. Ä Griebenow ließ seinen Federhalter sinken. Er starrte auf den Tanz der Stäubchen vor dem Fenster. Gestalten standen auf. Erste Schatten krochen aus den Ecken. Eine starre Stille lauerte um ihn, er wollte sich erhebchr und dem Traum, der chn umfing, entreißen. Da erschrak er jäh. Hinter seinem Rücken klang ein leiser Schritt, ein Rascheln. Jemand ging an der zum Flure offenen Tür vorbei. Ein ftcHer Schimmer kam von dort r ssf ff K i Es wurde Tag ... jener Tag, an dem, bevor er sich zum Abend neigte, Griebenow die Seele «Vie -er Renate Mercandin. Vornan von Sreö MM. war bt d-. Mnil 13 Forttetzung Hochdruck verboten Morden, und er kam zu spät. Man reichte schon Es klopfte. Der Diener meldete den Wagen. Dupp« als er eintrat. Zwölf Personen saßen Mercandin wandte sich zu Griebenow: »Ber- um runden Eßtisch. Äeifnmg! möchte meine Aau nicht warten Griebenow trat zu der Hausfrau, um sich zu lassen. Uebrigens, da fallt mir ein ... Meine I cntfch wte grußend nickte ^.^m^ dann wandte stand qualvoller Zerrissenheit. Er war zerfallen st« den Kopf und unterhielt sich mit dem Herrn mit sich selbst und sah kein Mittel, um das öu ihrer Ltnken. , , innere Gleichgewicht zu finden. Ihm war zumut, 2iach dem Essen sahen beide sich W als lebe er entgegen Wunsch und Willen tote Drtebenoto war lange Zeit tm tn einer Schemenwelt, und alles um ihn her sei aufgehalten worden, erst von Landge^chtsrat unwahr, trügerisch und schattenhaft. £>n Piloty, spater nahm ihu Mercandtn zur Er verstand nicht. Die Welt stand köpf. I Sette. Als er wieder den Salon^ betreten hatte, Wie war es möglich, daß er einem Menschen, den er noch vor kurzem ebenso wie einen tollen Hund zu Boden schießen wollte, hörig wurde? Ick, wie? Man hatte Hunger, und man wurde satt. Man lebte, und man lebte gut. Man war ein Tier. Der verfluchte Mammon schritt durch Unmenge bon Glückwünschen und Geschenken eintrat U. a. wurde ein prachtvoller Blumenkorb von seifen des Fürstlichen Hauses überreicht, auch der Gesangverein in Altena hatte deS Tages gedacht. Am Abend brachte der Posaunenchor und der Gesangverein Cacilia je ein Ständchen. Der Sprecher des letzteren, Bäckermeister Lotz, hob di« besonderen Verdienste des Jubilars um di« Sangessache hervor. Seit über 50 Jahren ist der Jubilar aktiver Sänger des Vereins und als solcher bereits mehrfach ausgezeichnet. Preußen. Das Schloßfest in Marburg. ][ Marburg, 6.Juli. Den Ausllang der Marburger Festspiel«, die sich bis zum Ende deS besten Zuspruchs erfreuten, bildete das seit dem Universitätsjubiläum vor drei Jahren eingeführte Schl oft fest, mit dem zugleich eine Trachtenschau verbunden war. Trotz der sengenden Sonnenglut hatten sich!?Msende, darunter viele fremde Gäste, eingefundkck und ergingen sich in den mit Wirbchaftshallen und Tanzplähen ausgestatteten Anlagen des Stadt- Parks und des Schlosses sowie den Lokalitäten des Schloßcafös und dem althistorischen DückingS Garten. Die beiden Vorstellungen im Schloßparktheater bei dem ein Brautzug aus dem Schwalmtal sowie Schwälmer Tänze und Gesänge, begleitet von einer Schwälmer Kapelle, ferner Volkstänze und Spiele einer Grupp« auS Erksdorf im Kreise Kirchhain, unter Leitung deS Trachtenforschers Emil Wessel aus Marburg und des Lehrers Grünewald aus Erksdorf vorgeführt wurden, fanden ebenso freudigen Anklang wie die komische Aufführung des hessischen Volksstückes „Die uleidlich ©Ilemutter“ von Martha Frohwein-Büchner aus Ebsdorf. Puppentheater, Konzert und Tanz gaben dem Volksfest das Gepräge und spät abends erstrahlte das Landgi^fenschlvh in prächtigster Beleuchtung. Die Stadt, die großen Verkehr zeigte trägt Fahnenschmuck. Kreis Wetzlar. c? Launsbach, 6. Juli. Gesiern ging über den hiesigen Ort ein starkes Gewitter nieder. Der Blitz schlug mehreremal in die elektrische Ortsleitung, wodurch ein Motor in Brand geriet. Der Brand konnte sofort gelöscht werden. Der niedergehende Regen war so stark, daß die neue Kanalisation die Wassermassen nicht alle fassen konnte. Das Wasser drang in verschiedene Gehöfte und Stallungen ein, in einem tiefliegenden Hause sogar in die Wohnung; die Bewohner mußten im zweiten Stock Schutz suchen. Nennenswerter Schaden ist erfreulicherweife nicht entstanden. i-Sg As tz-L Ü6er arburg. ^usklang fe Ss gWlenS des StM. öotaFitäJn 1f(^en Dücktnaz Schloß, tzug aus fern W und G-, wner KllM- ^uchde aus des ^Dacküra ?Ä«M so frcubtgen N des MiHjtt Sumutttt“ von " aus Ebsdorf, gaben dem Ipat abends er. [ prächtigster 2e- n Derlchr^igt, e. ern ging über den Her nieder. Der 'irische Ortsleitung, geriet. Der Brand Der niedergehende ie Kanalisation die Mte. Das Wasser ad Stallungen ein, ir in die Wohnung, eilen Stock Schutz ist erfteulichermeiji imungen M Ausführung s ist im Reichs« ni 1930 erschienen, r die Prüfung des Abgrenzung des : Wein und mit ur die JedürfniS- beftünmt, daß bei laubnis zum 2us» tänlt, \tM\W L m l>n "Regel zu meinen, wenn sich rgibt. dah ein De- Lei Anträgen aus Ausschankgei' z Dedürfnis nach n zu prüfen. Dir Gesuchstellers sind Vas Bedürfnis muh r Erlaubnis gegen« Mbergchei^em. Schmer; und Freude F»n Herzstrv ln. diese i »inen t«* *”1*? Oofc Weg 14g sÄSsff n die Lebensstrave. -»ifläg M-EL - N.SrS”^6,' if. Sein 2 Deiie iM Sann 1 » ’ % -kA ui» 6ti» »,,U t Scnu^ <£ r1^ 'm» M itf’ w m) K S Dee Prüfung ist insbesondere zu richten auf Art und Lage des Betriebes, Zahl, örtliche Lage und Entfernung der schon vorhandenen Gast- und SchanVvirtschaften, soziale Schichtung, Lebensund Dichtigkeit der Bevölkerung, Erfordernisse des Ortsverkehrs und des Fremdenverkehr-. Sine Bestimmung des Bedürfnisses nur nach der Maßgabe des Verhältnisses der Zahl der vorhandenen Betriebe zur Einwohnerzahl ist ausgeschlossen. Bei Anträgen auf Erteilung der Erlaubnis zum Ausschank in Unternehmen, die in erster Linie die Darbietung künstlerischer oder wissenschaftlicher Vorführungen zum Gegenstände haben, insbesondere Theater-, Konzert- und Kino- vorführungen, Vorträge, ist das Bedürfnis nur anzuerkennen, soweit es durch die regelmäßige Dauer der Veranstaltungen und die Zahl der Besucher, welche die Bäume zu fassen vermögen, gerechtfertigt wird. Bei Anträgen auf Konzession zum Betrieb einer Schankwirtfchaft mit ausschließlichem oder vorwiegendem Branntwein« auSschank, z. B. Bars, Likörstuben, darf das Bedürfnis nur in Ausnahmefällen anerkannt werden. Bei Anträgen auf Wirtschaftserlaubnis von neu zu errichtenden oder räumlich zu erweiternden Gast- oder Schankwirtschaften ist ein strengerer Maßstab anzulegen alS bei Anträgen zur Erlaubnis^ schon vorhandener Gaststätten. Bei Betrieben mit einem häufigen Besihwechsel darf da- Bedürfnis nicht allein schon aus dem bisherigen Vorhandensein deS Betriebes gefolgert werben, auch hier sind alle maßgebenden Umstände zu prüfen. Bei Anträgen auf Erlaubniserteilung zum Betrieb einer Gastwirtschaft ist grundsätzlich die Prüfung sowohl auf das Bedürfnis für die Fremdenbeherbergung wie auf das Bedürfnis für den Ausschank der einzelnen Getränkearten zu richten. AlS Kleinhandel mit Branntwein gilt jede gewerbsmäßige und in den Fällen ve« § 23 Ws. l des Gaststattengeseyes auch die nicht- gewerbsmäßige Abgabe einer Menge von nicht mehr als 3 Liter Branntwein an Verbraucher, d. h. wer den Branntwein zum persönlichen Genuß oder zur Verwendung im eigenen HauShalt bezieht. Bei Anträgen auf Erteilung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein ist die Zahl der bereits vorhandenen Kleinhandelsbetriebe, einschließlich der Filialbetriebe, in Betracht zu ziehen. Bei Anträgen auf Erteilung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein in fest verschlossenen, mit der Firma des Her- stellers oder Händlers versehenen Flaschen, ist das Bedürfnis ohne Rücksicht auf die Zahl der vorhandenen Kleinhandelsbetriebe anzucrkennen, wenn der Kleinhandel mit Branntwein einen der herrschenden Hebung entsprechenden und notwendigen Bestandteil der Art des in Betracht kommenden Handelsbetriebes darstellt. Wo dies nicht der Fall ist, ist das Bedürfnis in der Regel zu verneinen, es sei denn, daß die Zahl dev bereits vorhandenen Dranntwein-Kleinhandlun- gen nicht ausreicht. Als Kleinhandel mit Bier oder Wein gilt jede gewerbsmäßige und in den Fällen des § 23 Abs. 1 des Gaststättengesehes auch die nichtgewerbsmähige Mgabe von Bier oder Wein unmittelbar an Verbraucher. Die neue Ausführungsverordnung ist in Hebereinstimmung mit dem neuen Gaststättengeseh am 1.3uli 1930 in Kraft getreten. Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) in G. Wir empfehlen Ihnen, sich in dieser Angelegenheit an Herrn Professor Helmke, Direktor des Oberhessischen Museums, Brandplatz 2, zu wenden. Wirtschaft. Geldmarkt ruhig und leicht. Die Ermäßigung deS Diskontsatzes der Reichsbank auf. 4 Proz. hat ihr die Fühlung mit dem Geldmarkt, wie aus dem Status zum Halbjahresschluh hervorgeht, nicht wiedei^egeben. Die Beanspruchung der Reichsbank zum Halbjahrsultimo ist nur gering gewesen und nur sehr kurzfristig vorgenommen worden. Die Laufzeit der eingereichten Wechsel gegenüber den Vormonaten hat sich weiter verkürzt und die Wechselbestände sind zum Halbjahrsultimo um 100 Mill. Mark unter dem Mai- Hltimo und um fast 800 Mill. Mark unter dem Iuni-Hltimo der vorangegangenen Jahre geblieben. Der Halbjahrstermin war aber in diesem Jahre besonders dadurch gekennzeichnet, daß die ZahlungSmittclansprüche an die Reichsbank sowohl hinter dem Mai-Hltimo als auch hinter dem Juni-Hltimo deS Vorjahres zurückgeblieben sind. Die Tendenz de« Rückganges des Zahlungsmittelumlaufs hat sich verstärkt, es ergibt sich im ersten Halbjahr 1930 ein Rückgang von insgesamt 340 Mill. Mark. Daraus geht hervor, daß sich der Geldumlauf allmählich der allgemeinen Wirtschaftskonjunktur, die nun schon seit Monaten im Zustande der Depression trotz der hier und da aufgetretenen saisonmäßigen Belebung befindet, anpaht. Diese Entwicklung entspricht auch der am Geldmarkt selbst und am Kapitalmarkt, der, was oft übersehen wird, durch die Zurückhaltung in der Kapitalnachfrage, eine Folge der Wirtschaftsdepression, beherrscht wird. Die kurzfristige Finanzierung deS H l t i m o S hat natürlich zu einem Anziehen der TageSgeldfähc am offenen Geldmarkt geführt, jedoch trat Nur eine vorübergehende Versteifung ein, die sich gegenwärtig bereits wieder bei der sehr flüssigen Grundtendenz in der Rückbildung befindet. Die Entlastung des Reichsbankstatus hat sehr schnelle Fortschritte gemacht, was bei der günstigen Geldmarktlage vorauSzusehen war. Am Markte für P r i v a t d i s k o n t e n ist die Lage unverändert; das Angebot kann bei weitem nicht die vorhandene Rachfrage befriedigen. Die Sätze für Monatsgeld sind unverändert geblieben. Hm- sähe werden kaum getätigt. Auch Warenwechsel mit Bankgiro notierten unverändert. Am Devisenmarkt, an dem nur die anhaltende Schwäche deS englischen PfundkurseS bemerkenswert ist, sind irgendwelche nennenswerte Bewegungen nicht zu verzeichnen. Die Frage einer weiteren Diskontermähigung bleibt besonders angesichts des Wechselschwundes der Reichsbank nach wie vor akut, da das gesamte erstklassige Wechselmaterial an die Privatbanken geht. Bon den internationalen Geldmärkten ist nichts Reues zu berichten. Die Bank von Frankreich, bei der der Schlüssel zu einem neuen Diskontoabbau liegt, hat diesen Schritt noch nicht getan, obgleich er bei den starken Goldzuflüssen aus England am Platze wäre. » * Großhandelsindex. Die auf b?n Stichtag des 2. Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 124 gegenüber der Vorwoche (124,2) um 0,2 v. H. zurückgegangen. Don den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,3 o. H. auf 110,1 (110,4) nach- gegeben. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbrvaren ist auf 120,6 (120,9) um 0,2 o. H. und diejenige für industrielle Fertigwaren auf 150,9 (151,1) gesunken. Im Monatsdurchschnitt Juni ist die Gesamtindexziffer mit 124,5 gegen den Vormonat (125,7) um 1 v. H. zurückgegangen. Die Indexziffern für die Hauptgruppen stellten sich für Agrarstoffe auf 109,7 (110,7), für Kolonialwaren auf 115 (117,2), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren auf 122 (123,8) und für industrielle Fertigwaren auf 151,2 (151,5). * Ka 1 iabsatz im Juni. Die Abladungen der zum Deutschen Kalisyndikat gehörenden Kaliwerke im Juni 1930 betrugen 959 676 dz Reinkali gegen 977 678 dz im gleichen Monat des Vorjahres. Die Abladungen in den ersten zwei Monaten (Mai, Juni) des laufenden Düngejahres betragen 1 731 451 dz Reinkali gegen 1750 610 dz in den ersten zwei Monaten des Düngejahres 1929/30. In den ersten 6 Monaten des laufenden Kalenderjahres wurden von den Kaliwerken insgesamt 8 292 509 dz Rein- kali gegen 8 299 061 dz in der gleichen Zeit des Vorjahres versandt. In diesen Zahlen sind die Abladungen der Kaliwerke für die Exportläger des Syndikats mitenthalten. * Der e r ft e Ausweis der BIZ. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich veröffentlicht einen Ausweis, wonach die angelegten Gelder am 30. Juni d. I. 494 068 232 Franks betrugen, die Anlagen 584 919 695 Franks, die sonstigen Aktiven 1 612 446 Franks. Das Kapital und die Passiven betragen zusammen 1085 720 801 Franks. • Superphosphatsyndikat erneuert. Der Verband der Deutschen Superphosphat-Jndu- strie ist am 4. Juli wieder unter den bisherigen Mit- gliedern unter der Bedingung geschlossen word-n, daß andere, noch schwebende Verhandlungen zu einem Ergebnis fuhren. Ludwig Ganz AG., Mainz. Die GV. genehmigte die bereits überholte Bilanz für 1929, die einen Verlust von rund 600 000 Mk ausweist, und nahm die Mitteilung gemäß § 240 HGD. entgegen. Wie von der Verwaltung ausgeführt wurde, mußte die Gesellschaft infolge der katastrophalen Verschlechterung der Lage ihre Zahlungen einftellcn. Nach dem Status vom 5. Juli beträgt das Aktiv- vermögen der Gesellschaft noch rund 100 000 Mark. Als Hauptgrund für den Zusammenbruch wurde der Mangel an eigenem Kapital angeführt, der die Asellschaft gezwungen habe, in ausgedehntem Maße Kredite in Anspruch zu nehmen, so daß im letzten Geschäftsjahre allein rund 400 000 Mark für Zinsen aufgewendet werden mußten. Außerdem wurden auf Auhenbeftände 100 000 Mark ab- geschrieben. Die eingekiteten Verhandlungen mit den Hauptgläubigern seien vor allem darauf gerichtet, durch Stundung der Zinszahlungen und evtl. Abfindung der nicht bevorrechtigten Gläubiger mit Aktien die Fortführung des Betriebes zu ermöglichen, da bei einer Liquidation sich die IBeriufte stark erhöhen würden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 7. Juli. Tendenz: schwächer — Zu Beginn der neuen Woche fehlte der Börse jede Anregung. Aufträge waren auch wieder kaum eingetroffen, so dah auch heute das Geschäft nur kleinsten Umfang annahm. Die Reuyorker Börse war am Samstag geschlossen. Verstimmend wurde der ,weitere Rückgang der Mi ag- Aktie aus den bekannten Gründen, die gegenüber dem Kurse der Abendbörse vom Freitag erneut 7,5 Proz. einbüßten, empfunden. Material kam sonst in größerem Umfange nicht an den Markt, doch ergaben sich bei der herrschenden Ausnahmeunlust und der schwächeren Tendenz aeittoeife Kursrückgänge bis zu 2 Proz. Von Chemieaktien waren I.-G. - Farben 1 Proz. schwächer, Holzverkohlung waren dagegen behauptet. Am Elektromarkt hatten S lernend stärker unter Kursdruck zu leiben. Bei größerem Angebot verlor dieses Paipier 3Prozent. AEG. lagen gehalten. Schuckert waren nur geringfügig niedriger. Am Kunst- seidemarkt konnten sich Aku erneut um 1,5 Prozent erholen. Es sollen hier wieder Käufe von holländischer Seite vorgenommen worden sein. Der Dauunternehmungsmarkt lag unentwickelt. Hoch- und Tiefbau gewannen 1 Proz., während Wahh & Freytag 1 Proz. nachgaben. Schiffahrtswerte waren erneut gedrückt und bis je 2 Proz. abgeschwächt. Auch der Montanmarkt hatte kaum Umsätze zu verzeichnen Die Verluste betrugen bis zu 1,5 Prozent. Phönix eröffneten gut behauptet. Am Kalimarkt konnten Aschersleben leicht anziehen Banken ebenfalls abgeschwächt. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen nachgebend. Im Verlaufe kam weiter Material in größerem Umfange an den Markt, und es ergaben sich bei kleinstem Geschäft nochmals Abschläge um bis zu 1 Prozent. Am Geld- mark-t war Tagesgeld mit 3 Proz. weiter leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1930; gegen Pfund 20,40; gegen Paris 123,7150; London gegen Kabel 4,8650; gegen Mailand 92,88; gegen Madrid 12 0925 9 mit auilol.-Se^ten....... Trflgl. ohne Auilof.-Rechte . . 8% pes!. volttstaat von 1929 (rüdjablb 102%)...... c»erhellen Provinz - Anleihe mit Auilol-Rechien....... Deutsche Komm. Sammeladl. Anleihe Gerte 1...... 8% Franks. Hyp.-Bank «oldpfe XIII unkündbar Mi 1934 . . 7% Franks. Hyv -Vank Soldpfe unkündbar Mi 1932 ..... 4K% Rheinische Hvp.-Vank Aau. Aoldpfe........ 8% Br. Landeipsandbriefanstalt, Blandbrlele «.17...... 8% Br. Landeiplan dbriesanstall »omm^Cbl.«. *0...... 7% Br. Landeipsandbriefanstalt, $fanbbrtefe R. 10...... «-«.». abfl. vorkriegi. Obligatio, nen. rückzahlbar 1932 ..... 4% LeNerretchtsche ®ol6tente . . 4,80% Oesterretchlsche Silberrente 4% Oesterretchlsche Einheitliche Rente........... «% Ungarische Eokdrente .... 4% Ungarische Etaatirente v. 1910 4l4% deigl. von 1913..... 4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Sagdadbahn-Anl. Gerte 1........... 4% deigl. Gerts 11....... 6% Rumänische veretnh. Rente 87,5 103,25 59.65 8,95 96,25 101,5 96 91 101 97,5 96 94 26,75 2,75 2 23.65 1,95 5,13 5,2 1 1 1 1 1 88 103,75 59,4 8,9 96,75 57,9 101 97,5 95,5 1,9 23,5 20,25 1.95 5 3,1 5,05 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 "SS 1 I 1 188 1 *" <7> CD * % vamvurg.Lmerrla Batei .... Hamburg.Lüdam. Dampfschiss. 8 Hansa Dampsschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Allgemeine DeutscheTredllanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Sommer,- und Privat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und DUconto-Gesellschaft, ... 10 Dresdner Bank......10 Reichsbank....... . 12 a.6.®............8 Bergmann.........9 Dektr. Lieserungigesellschast. 10 Licht und Srafi......10 Reiten & Bullleaume ... 744 »esellschast füt Dektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger Eletirr;ULt4-Werte 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Lchiesische Elektrizität. ... 10 Lchllckert & Co. n Sternen! & Halike . . . . . 16 Draniradio . . ....... 8 Lahmeyer L So.. ..... io Buderus....... ... 6 Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8 Harpener..... 0 Hoclck Glien. ....... 6V, Ilse Bergbau ....... 10 Klöcknerwerke ........ 7 Söln-Neuessen........7 Mannesmann,Röhren .... 7 ManSfelder Bergbau.....7 Lberschles. Eilenbedarf . . . . 5 Lberschlel. Sokswerke.....7 Phönix Bergbau......6Vi Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheinstahl.........6 Rtrbeck Montan......7,? 99,5 99,5 111,75 122,25 141 204,5 132,25 133,5 255 150 144 108 145,5 165,5 212 160 75 126 121 96,5 93,4 97,75 97,5 122 139 149,5 164,25 207,5 124,5 99,75 160,5 132 100 112,5 122 158,5 141 203,65 132,25 133 256,5 150,4 178 139,25 144 108 144,5 142 146 163,25 212,5 160 75 85.5 127 121,5 96 238,5 96,13 93.25 94,4 65,75 61 93,75 98,13 97,75 112,25 122 156,5 139 203 131 255,75 150,25 139 143 105,5 146 — 144,75 164 208,6 160 73 85,25 - 125 120,5 95,25 239 86,13 92,75 93 56,25 57 92,75 Bereinigte Stahlwerke..... Liavi Minen......16•/» Kaliwerke Sscherileben . . . io Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 I. ®. Farben-Industri« ... 12 Dynamit Nobel.......6 Scheideanftalt........9 Goldschmidt ........5 Rütgeriwerke . . ...... 6 Metallgelellschafl.......8 DMlWv Holzmann......7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Ermentwerk Karlstadt. ... 10 Waob & Freytag......8 Schultheli Patzenhofer ... 15 Cftmede.........12 Bfu...........18 Bemberg.........14 Zellstoss Daldbos .... 13’/. Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Kai........9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau 2L»@. ..... 0 Rat. Automobil.......0 Orenstcin & Koppel.....6 Leonhard Tietz ...... 10 Svenika........... Frankfurter Maschinen .... 4 Gritzner...... 6 Heyliaenstaedt ....... 0 Funghani..........6 Lechwerke..........g Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8 86,5 203 207 362 159,4 144 58 58 113 89 111 135 75 93 143 108,5 32,5 201 148 24 31 37,5 96 80 • 1811 SIMM Mr M K M M M II M M II II 1 _8 " 5 87 42,4 202,5 207 363 158,5 ?- 57,75 113,5 89 76 286 233 88 91,5 142,5 106,5 101 148,9 32,75 200 46 68 149 309,5 23,5 31,65 38 84.8 42,75 200,25 204 359 157,75 74,75 58,5 57,75 113,5 283,5 231 95 95 139 103 100,5 147,25 31,25 198,75 66,5 147 309,5 z — 4. 3uii 7.3uli Amtliche Jtotierutu Geld | Arie Amtliche Geld Notierung 1 Brief 23,25 Ämft.-RoN. Burn.-AtreS Brss.-Antw- Christtania. Äopeahagen Ciockholm . HelsingsorS. Italien. . . London. .. Ncuvork . . DariS. . . . Schweiz .. Spanien. . Japan . . . «io de Ian. Dien in T-- £eft abgest Prag .... Bclzrad . . Dndapest. . Bulgarien. Lissabon . . Tanstg -- - 168,48 1,517 58,50 112,20 112,19 112,56 10,544 21,95 20,376 4,1885 16,46 81,30 47.50 2,072 0,471 59,15 12,431 7,415 73,29 3,037 18,80 81,50 168,82 1,521 58,62 112,42 112,41 112,78 10,564 21,99 20,416 4,1965 16,50 81,46 47,60 2,076 0,473 59,27 12,451 7,429 73,43 3,043 18,84 81,66 168,46 1,458 58,51 112,18 112,24 112,55 10,547 21,94 20,378 4,189 16,465 81,31 49,20 2,073 0,464 59,18 12,43 7,423 73,31 3,037 18,80 81,47 168.80 1,OT2 58,63 112,40 112,46 112,77 10,567 21,98 20,418 4.197 16,505 81,47 49,30 2,077 0,466 59,30 12,45 7,437 73,45 3,043 18,84 81,63 von 1903 .......... 4H% Rumänische eeretnh. Rente von 1913 .......... 9.65 9,6 16,4 7.7*i 87 219 103 16,13 7,7 86 101 87 219 103 85,4 219,5 101 Miag...........io Gebt. Roeder ...... io 110 105 96,5 110 — Ätben. . . Canada . . 5,43 4,186 5,44 4,194 5,43 4,186 5,44 4,194 <% Rumänische veretnh Rente '.6- — Loigt & Haeffner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10 156 155,5 150 154,75 — Urnznay. . 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'LZ-AZiIß :-Z = '£*i päu>7 ^55 5^0 -2B ?t£‘ - iÄ = » Q -5 2.4 sw-b 2 r® 8 = .Eto^ Q c c u w §£a4 ZI; . °_ ■8-3 = 2 2.Z7to *11;« I1 gn E s4© 6 ftSalu’S p 8y4§6 ti" °-ks Ist ^o5-2E^2 Ml ztintir ■achkrankW® tiltD 3 G. 2 3£Z a giS otoö s-(j) 3 — — c:jOv 3 „ hi C ■=, 3 C *• o rrKH: sS®f« *>•5 °Ä 'S *215's Z.E i M ■ Li Z _ JO iss»5 n-CTC J = uto ®"A° •isflög E E .2 _c? ‘S'S’H 5 5© es«« H3.8 Z^Z^- ^3 L -b>L £ — Ke^f e- «p ö E t:; ►erlauf» Raufen beabsichtigt, feilen Vogelsberger nislionswege zu oer- ni verschlossen pro 1 bis zum Mittlvoch. llags l'A W, be. inzureichen. Nähere lönnen dchVA Juli 1930. ijterei Geilshausen, ncr. ____ . ^*3" 3 -DZSö emXsI C CT 2 ßs'aÄ»5ħ3 C5® ‘S’S 5> d 3 L u‘3'“'’d"=5^ £ - °® y:' 1 845. 5 ©c?CT 3 Z ZtoE ZLLLsLsS. * V ZT i-= = 0(9 X - M -HZ 2fi J’eS aK.r 2?-731f 3 ®34~ * -S--S-Z C - 5 5 3=-B £-9«ZZ 3(9 3~ t. o 3 — tei~J=E 10 0(9 U u 0 • m(9 .5 ^gSggE rr\* r-s _ .2i ■«-€0 3 p , a _, p 3 m a E 3^^-SpS^ sF5ffciygik-i 2-05-3 ^5x5 §LD^D Q^® w »-*8 a "” | I £(9 c « 3 X ~— - 1 *r~ -£J, c 3 g^CT^E 3 Gi * ES ^.Ls; - —, _ JD. 5 AV 2— w tiili 1930, nachmittag, 1 ..lmm", Veueu- $roeile gegen |o|ot- ollständige Schlas- Teppiche, zwei n Äleiderschrank, eei Friseurtoiletten, selts, elf Kredenzen, neun Schreibtische, zwei Nachischränk- drei Ausziehtische, lurgarderoben, eine lobelmaschine, einen il, zwei Eisschränte, Bertito, einen Spie- tastenwagen, zwölf ihren, drei Diwans, len, eine Kaffee- iskonseroator, ein ' ten Kassenschrank, rpeifezimmei, zwei Lchristenregale mit i Fahrräder, eine ic, eine Ladentheke, Kinderkarussell, drei irenschrank und ein 490® 1930. itf, : in Gießen — TMvn 4039 3 3 §,== °§-2« u'=■ ER < h^|ieg=^ 5f|i3®|sN^ Öc?^> 8 Gl ■ -y ci — u ■- 45- G. 3 •ts Gl X> 3 *it= a E 3 eg (9 X,— o L ® S = >— a L..2 Qs 3~-2 3 CT Q 3 ~ ,ZLZ^5sZ4^ £•%> e RS. a£. — i-*/? ® A*f° ° _U S -r M 3 iE® 3Z3 n2- ©iQ £ g; 4-38 n®-10 S s üx x l.'X’« '« Sc», ZTLiÄ-b 3 -3 [J £srN=i^i8^^i^l U A c7 u ä tl n M J2- ß « E®gMlsRl%5,ih4MgsS^g 02ß^£R£ L8ß4 L -- S.E ^4=^ = Q ~ G. a SR 3 « <3 :z £ °o2 ÄÄjSSgCg e _-io 3 3 =* ®± n Z 5 XTT £. . a ie zll 3 3 o - a 2 p) LZ^Z.^ . = 5äi=|f| 2 E Ü s 4 E p 2c?-g 2 3ZL:3 E Z '«IR§-gE«c O c pso §--3'S £ 32«© 3-2. —* — — o G» ZU) g S'§ M Sf = 5^5-"=^^ ■JI i_, 3 Gi — ■— tz ,0:0 = 3 v L a—-X *° rb °ct ßAjj.p‘5 u X **6'® —X = Te=S3*-ö Z-S - gl^H-2.4 X C — »— Gl *. 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