bk heftige kleine Schau' einen, eingelegten Lisch Zeichenkarton vor sich. bedtc. alscr e.n- Eichende Erscheinung. ZS- em sonderb rohe Ehre. M.Z gekommen, um iTJW**5 »SS-»** iRgtag < a Kie mir Sie I--»7 «[<•*** ich- B Ä Ä fet* ÄS* n ofuflcn ob * C fiet er ® '“•ÄS’ au- «Sfefc tf S^fefgÄ' KrS SW M ^n" S'V5 fffr Aber qU- [?ecjÖE beginnt, J^ann u^.ihm ev. Dip yinu, ^on ® ,het fcutig S*-!' den M •« «säm! LLKL krKL d'e wX"“n bei gen ftaakÄ1; be. er E°chla/N°i»'che '»te » baVÄ? N-rL ÄXÄ H Eichen. UMS! Muss ' Es °>°- bei Um.” 'en eingcbrochen worben unöcn worden. Das $tr. Incr ^strafen recht wohl e ganze Reihe von Jer- D.0M° die Tatsachen, daß das gleiche war, daß cs handelte, der Angeklagte' "t «Einer Säge gar nicht rZustcllen, u. bgLm. Doch weil immerhin eine ent. dah ein anderer, etwa, ätzten, ohne dehen > M Hot. ingen bezogen sich auf ge. ift Derkehrsübertretungcn. lkelheit auf der Westanlage ■ ndcr Radfahrer eine M a r k. Er behauptete, er m Polizeiwachtmcisler An. Betroffene habe einen sal- . Der Polizeiwachtmeifter >er Berhandlung bestimmt Dieser war, kurz nachdem ir, ohne aus dessen War- ht weitergesahren. Deshalb nens wurde die ihm im egangene Strafe erhöht ehneifter muffte erfahren, ein Gewerbe befteljenben c ihrer llebertretung nicht . Ein guter Kunde von .di, dem er schon Msach s, keiner dpriigen Raches Fleisch zugeschilkt Halle, men , wo tue Rachunter. aber war der Angeklagte in Saigon Bestimmungen selen c gleichen, bei einer Fleilch' men. §r erhielt die Mi° Nr. 82 Erster Blatt 180. Jahrgang Montag, 7. April 1030 Eriche»", tüglich.ovtzu Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3Uu|tnerte Gießener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle monati^Beiugspref«: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsenniy für Tröger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelner Nummern infolge höherer (Bemalt Zernsprechanschlüfse anterSammelnummer2251. 2lnschrif1 für Drahtnach« richten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: $ranffurl am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid unt Oerlag: Vrühl'sche Univerfiläts-Vuch- und Steinörnderei 8. Lange in Sieben. Schriflieitung und Geschäftsstelle: Zchulsttatze 7. Annahme oan Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 'Reichspfennig, Platzvorschrisl 20u/4 mehr. Ehefredakteur: Dr Fnedr Wilh Lange. Berantwortlich für Dolitih Dr Fr Wilh Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für bett Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in (Bieben. Derl^eichskanzler über die politischen Aufgaben derzeit Berlin, 6. April. (WTD.) 3m Reichspartei- ausschuß der Zentrumspariei behandelte Reichskanzler Dr. Brüning die akuten innerpolitischen Probleme, wobei er noch einmal einen jJcbcrblid über die vorangegangene Entwicklung gab. älnS kam es nur darauf an, daß die damalige Koalition gerettet wurde und bah der Parlamentarismus seine Pflicht gegenüber dem ganzen Volke erfüllte. Es ist deshalb verwunderlich, daß nunmehr, nachdem diese Regierung gescheitert ist, deren Rettung die Zentrumsfraktion bis zum letzten Augenblick wollte, gerade von der Sozialdemokratischen Partei nur Vorwürfe gegen die Zentrumspartei erhoben werden. Die Minister dieses Kabinetts hatten den ehrlichen Willen und haben sich unermüdlich bemüht, die Dinge zu meistern, aber von Monat zu Monat ging vondem KabinettdieDer- antwortung an das Gremium der Parteiführer über. Das ist eine ganz ungesunde Entwicklung innerhalb des Parlamentarismus. Mein ganzes Bestreben war, diese Koalition bis an das normale Ende des Reichstages zu halten. Wenn die Sozialdemokratie ein Interesse daran hat, die Drücken zur Zen- trumspartci nicht abzubrechen, würde sie gut daran tun, in ihrem Auftreten gegenüber der Zentrumspartei andere Methoden als in den letzten Tagen anzuwenden. 3e unfruchtbarer das Parlament wird, je uneiniger die Parteien werden, desto starker wird automatisch die Stellung des Reichspräsidenten. Der Reichspräsident halte sich streng an die Verfassung, aber die gebe ihm Mittel, die angewendet werden könnten, wenn das Parlament versagt. Die Krise iss gekommen durch eine gewisse Koalitlonsmüdigkeil: sie ist gekommen, weil bei den innerpolitischen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre immer und immer wieder nur die autzenpolitische Situation mühselig die Klammern schuf. Seit dem 3ahrc 1925 konnten wir voraussehen, das) 1929 oder 1930 der Kulminationspunkt unserer finanzpolitischen Schwierigkeiten kommen würde. Immer und immer wieder war von der Zentrumspartei daraus verwiesen worden. Don Monat zu Monat haben wir in der schweren Besorgnis gelebt, ob wir am Ende des Monats in der Lage sein würden, die Gehälter und So- ziallcistungcn aus der Reichskasse zu zahlen. Wenn das sich wiederholt, dann kommt aber ein Zweifel an der Sicherheit der gesamten Politik aus, der einen Pessimismus im Lande verbreitet, der die Lust zur Arbeit in allen Kreisen der Bevölkerung ertöten must. Soll das so weitergehen? Wenn der Poungplan von allen in Frage kommenden Mächten, wie wir hoffen, angenommen und in kurzer Zeit ratifiziert sein wird, dann kommt doch zuerst das groste Problem der internationalen Anleihe. Glaubt man denn, in den Vereinigten Staaten, in der Schweiz oder in Holland diese Summe von 1,2 Milliarden unterbringen zu können, wenn inDeutschland Finanz und Wirtschaft nicht in Ordnung sind? älnd von dieser Anleihe ist doch wiederum die weitere Entwicklung des Geldmarktes und der Wirtschaftslage unbedingt und entscheidend abhängig. Davon ist abhängig, ob wir in diesem Jahre ein Steigen der Erwcrbslosenziffer oder ein Absinken zu verzeichnen haben werden. Wir wollen daran fcsthalten, und wir haben unsere Politik darauf gerichtet, das Parlament nicht in eine hoffnungslose Stellung gegenüber der Wählerschaft sinken und es arbeitsunfähig werden zu lassen, sondern das Parlament zu zwingen, sich aufzuraffen und mutig die Verantwortung zu übernehmen. Wenn es eine Aufgabe für das deutsche Volk gibt, die gerade dahin geht: Entweder versumpft die ganze Wirtschaft oder der Parlamentarismus, oder es müssen Männer sein, die den Mut haben, dagegen zu kämpfen, dann bin ich allerdings der festen Acberzeugung, dah man, wenn es auch schwer sein sollte, den Mut haben müsse, in die Bresche zu treten und den Kampf für die Rettung der Demokrali-.' und des deutschen Volkes zu wagen. Hinter diesem Kabinett stehe die ganze Autorität des Reichspräsidenten, und er sei überzeugt, dah hinter diesem Kabinett auchdieWehrheitdesdeutschenDol- kes geschlossen stehe. Die Kassensanie- rung sei die Voraussetzung für die Sicherung des Kapitalmarktes, für das Ein- . strömen neuen ausländischen Kapitals und deutschen Kapitals, das in ungeheurem älmsange aus Verzweiflung über die deutsche Politik ins Ausland flüchtete. Das zweite sei, der Landwirtschaft für alle ihre Produkte stabile Preise zu sichern. Die Landwirtschaft müsse aus der Verzweiflung heraus. Wir müssen für die besonders bedrohten Gebiete des Ostens etwas Auhergewöhnliches tun, damit alles dort bleibt und nicht die Massenwanderung der um ihre Existenz bedrohten Landarbeiter und Bauernsöhne schließlich in die Groststädte erfolgt und das Problem der Arbeitslosigkeit zu einem unlösbaren macht. Was wir im Zusammenhang damit brauchen, ist eine stabile Wirtschaftspolitik. Unter Ausfuhrüberschuh mutz wachsen, damit wir in der Lage sind, die Reparationssumme zu bezahlen. Bislang hatten wir die Kontrolle des Reparationsagenten. Mit dem Augenblick der Annahme des Boung-Plans liegt die ganze Verantwortung ausschliestlich auf dem deutschen Volke, dem Reichstag und der Reichsregierung. Das ist die schwerste Ausgabe, die wir übernommen haben, und ich wünschte, dah eine Reihe von Parteien etwas sorgfältiger ihre Stellungnahme und Bedenken über den Voung-Plan nachgeprüft hätten. Die Freiheit auch auf diesem Gebiet erfordert eine Bezwingung gewisser Auswüchse im politischen Leben, sie fordert die Erziehung zur Verantwortlichkeit in einem Ausmaste im ganzen Das Reichskabinett vor Oer Kamp? um du Berlin, 6. April. (v.D.Z.) Rach dcrn schleppenden (Bang der Verhandlungen im Steuer- ausschuh des Reichstags werden in parlamentarischen Kreisen die Aussichten, das Finanzprogramm in dieser Woche im Reichstag sertigzustellen, skeptisch beurteilt. Die Hoffnung, dah der Steuerausfchuh sofort in die Linzeiberatung der Vorlagen eintreten werde, hat sich als trügerisch erwiesen; im Gegenteil hat der Ausschuh zwei Tage lang eine ergiebige Generaldebatte geführt mit dem Resultat, dah mit Ausnahme des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der Demokraten alle übrigen hinter der Regierung stehenden Parteien d i e Biersteuererhöhung, die in bezug auf den Steuerertrag das Kernstück des Steuerprogramms darstellt, ablehnten. Auch die Sozialdemokraten, die in der vorigen Regierung für die 75pro;entige B iersteuererhöhung zu haben waren, haben jetzt erklärt, dah sie an der Biersteuererhöhung kein Interesse mehr hätten, da die sozialpolitischen Voraussetzungen inzwischen gefallen seien, d. h. mll anderen Worten, dah die Sozialdemokraten ursprünglich einen Teil der Bierff euer für die Sanierung der A r - beitslosen Versicherung benutzen wollten, was jetzt nach dem Kompromihprogramm entfallen würde. Zur Zeit sieht man also keine Möglichkeit. die Biersteuererhöhung im Reichstag durchzubringen, und es werden schon Gerüchte laut, dah man auf eine Heraufsetzung der Umsatz- st e u e r zurückgreifen werde, wobei jedoch noch nicht zu übersehen ist, mit welcher Mehrheit eine solche Amsahsteuererhohung beschlossen werden konnte, da ja insbesondere die W i r t s ch a s t s p a r t e i eine „veredelte" Umsatzsteuer (Warenhaussteuer) verlangt, was bei den Demokraten und der Deutschen Volkspartei wiederum auf widerstand flöht. Das am Freitag zustande gekommene K o m p r o - mih über d i e Tabaks ft euer ist gleichfalls wieder unsicher geworden, da diese Kompromihfor- mel erhebliche Ausfälle an dem veranschlagten (Ertrage der Tabaksteuer bringen wird. Wenn auch die Regierung dankt einverstanden wäre, dah an ihrem Mldeichaners Appell Magdeburg, 6. April. lCigene• Meldung.) In Magdeburg sprach Reichsfinanzminister Professor Dr. Moldenhauer über das Thema: „Aufstieg oder Riedergang". Er betonte die enge Verbundenheit der Finanzreform mit den zwei großen Aufgaben der Gegenwart, der Hilfe für die Landwirtschaft und dem großen Hilfswerk für den O st en. Es fei unmöglich. mit ungeordneten Finanzen eine gute Außenpolitik zu führen und auf die Dauer auch nicht möglich, eine unabhängige Innenpolitik zu führen, wenn der Finanzminister an den illtimo- tagen das Geld sich von den Banken borgen müsse. Mit den Vorbereitungen für ein Aus- gabensenkungsgesetz fei er im Rohen fertig geworden. Der Entwurf werde dem Kabinett noch vor Ostern vorgelegt werden. In diesem Entwurf werde man nicht an den Gemeinden vor- übergehen können. Zwei Dinge schienen wichtig: einmal müsse der Gemeindebürger für die Geld- wirtschaft feiner Stadt mehr interessiert werden. Das Kabinett wolle jenen in anderen Ländern schon verwirklichten Gedanken einer Bürgerabgabe vorschlagen. Weiter sei es eine berechtigte Forderung, von den Gemeinden, besonders von den größeren Städten, die oft Etats hätten, die größer seien als die mancher Länder, zu »erlangen, dah sie ihre Ausgobenwirtschaft ebenso wie Reich und Länder durch eine unabhängige Stelle nachprüfcn lassen, etwa durch den Obersten Rechnungshof. Es falle ihm nicht ein, an der Selbstverwaltung der Gemeinden zu rühren: er wolle sie nur weiter entwickeln zu einer wirklichen Selbstverantwortlichkeit. (Bravo.) Wenn ein Finanzminister vor der großen Aufgabe stehe, die Finanzen in Ordnung zu bringen, müffc er zunächst dafür sorgen, dah die Arbeitslosenversicherung nicht wie früher alle Berechnungen über den Haufen werfe. Mit deutschen Volke, von der die meisten Wähler vielleicht noch keine Vorstellung haben. Das Kabinett hat den Zweck, dem Volke klar zu machen, daß wir vor neuen Einschnitten in unserer Geschichte stehen und dah wir aufrufen wollen zur Sparsamkeit auf allen Gebieten. Wenn es nicht gelingt, im Parlament die notwendigen Aufgaben zu erfüllen, muß das deutsche Volk selbst die Entscheidung in die Hand nehmen. Ich bin überzeugt, daß es dann in feiner Mehrheit wissen wird, was es in Zukunft in der innerpolitischen Entwicklung will. neuen Schwierigkeilen. Oeckungsvorlage. Steuerprogramm kleine Aenderungen vorgenommen werden, so ist es doch fraglich, ob sie mit einer wesentlichen Durchlöcherung ihres Programms sich abfinden könnte. Jedenfalls wird die Woche noch heftige Kämpfe über das Steuerprogramm bringen. Die „vofsifche Zeitung" erklärt: Die Regierung verteidigt ihre Vorlagen, will aber in der zweiten Lesung noch nicht eingreifen, sondern abroatfen, wie sich das Schicksal der Gesetzentwürfe in der zweiten Beratung gestaltet. Lrst nach der zweiten Lesung will die Regierung Stellung nehmen. Einige Korrekturen wird das Kabinett sicherlich hinnehmen, vor allem die Streichung jener 60 Millionen, die der Reichskasse zufliehen sollen aus zu viel gezahlten Lohnsteuern, die bisher zurückgezahlt werden muhten. Es handelt sich hier um Guthaben von Lohn- und Gehaltsempfängern, die inzwischen ihre Stellung verloren haben oder arbeitslos geworden sind. Auch über andere Einzelheiten wird die Regierung sicherlich mit sich reden lassen. Aber im großen und ganzen hat man den Eindruck, daß das Kabinett Brüning nicht allzu viel mit sich handeln lassen will, um nicht das Fundament zerstören zu lassen, auf dem der Gesamtplan der Jinan}- und Agrarreform beruht. Zwischen zweiter und dritter Lesung wird sich daher das Schicksal der Steuervorlagen entscheiden. 3n der „Germania" heiht es: Der Höhepunkt des politischen Betriebes wird Ende der Woche erreicht werden, wo vor der dritten Lesung die endgültige Entscheidung über die Finanzvor- lagen der Regierung und über das Schicksal des Reichstags fallen wird. Rach dem Besprechungen, die der Reichskanzler mit den Parteiführern geführt hat, dürfte kein Zweifel mehr darüber bestehen, dah die Spekulation gewisser Kreise, die das Agrar- unb Ostprogramm zwar bewilligen, aber die Steuervorlagen ablehnen mochten, verfehlt sind. Es versteht sich von selbst, dah die Regierung dieses Agrarprogramm nur in Angriff nehmen kann, wenn vorher die notwendige finanzielle Grundlage gesichert ist. m Parlament und Soll Rachdruck verwies der Minister darauf, wie jetzt schon Ruhe eingetreten sei, wie der Ultimo vorübergegangen sei, ohne daß die Oesfentlich- keit beunruhigt wurde und daß eben deshalb die Arbeitslosenversicherung nicht wieder das mühsam Aufgebaute zerstören dürfe. Rach feiner Ansicht, der auch der Reichsarbeitsminister Stegerroalb beistimme, habe die Arbeitslosenversicherung viele Konstruktionsfehler. Lr glaube, dah vieles sich zweckmähiger gestalten liehe, wenn man das Ganze einmal unter die Lupe nehme: nicht, um die Arbeitslosenversicherung abzubauen, sondern sie einmal zu rationalisieren. ihren wcrkungsgrad zu heben und gleichzeitig die Kosten zu senken. Ich bin mit dem Reichsminister Stegerwald darüber einig, dah wir noch in den Sommertagen an diese Frage ernstlich Herangehen müssen. Dann kam der Minister auf den Fehlbetrag von 300 Millionen zu sprechen, wozu er bemerkte, er habe sich entschlossen, so vorzugehen, daß die vorgeschlagenen Steuern keine unentbehrlichenLebensbedürf- nisse treffen. Das Bier werde zwar in Bayern zu den unentbehrlichen Lebensmitteln gerechnet, ich glaube aber, so sagte der Minister, dah eine Erhöhung der Bierstcuer um 75 Prozent keine ilebetfpannung darstellt. Das möchte ich mit aller Deutlichkeit sagen: eine Deckung des Fehlbetrages ohne eine Erhöhung der Biersteuer ist nicht denkbar, wenn man nicht den ganz gefährlichen Weg gehen will, die Umsatzsteuer ganz exorbitant zu erhöhen. Auch die Erhöhung der Einkommensteuer lehnt der Minister ab. Steuern sowohl wie Löhne könnten nicht für eine Schicht allein überspannt werden. Das räche sich immer für andere Schichten. Die grohe Arbeitslosigkeit habe doch nicht allein in der Weltkrise, in den schlechten Absatzverhältnissen ihre Ursache, sondern in der falschen Auffassung, daß es möglich sei, ein willkürliches Lohnniveau zu schaffen. Weiter sagt der Minister wörtlich: Wenn mir die neuen Steuern von rund 300 Millionen Mark bewilligt werden, und zwar bis vor Ostem, dann kann ich die Garantie dafür übernehmen, dah wir die nächsten Monate über die Kassenschwierigkeiten Hinwegkommen, dah wir nach dieser Richtung keine Besorgnisse mehr zu hegen brauchen. Es ist nicht nur für die Stärkung unseres Kredites, es ist auch für die Wirtschaft unbedingt wichtig, dah sie weih, dah von dieser Seite keine Ansprüche mehr an sie kommen. 3d) kann nur das eine sagen: 3d) stehe in meinem Amte keine Minute länger, wenn man mir das werk der Sanierung und der Laslen- senkung unmöglich macht, wir werden an den Reichstag appellieren, ob er die Finanzen sanieren und der Wirtschaft helfen will, wir sind entschlossen, alle verfassungsmäßig e n Mittel anzuwenden, um unseren willen durchzuführen. (Stürmischer Beifall.) Es wird in dieser Woche der Augenblick kommen, wo wir den Reichstag und das deutsche Volk vor eine ganz klare Frage stellen werden, und wo wir nicht erlauben werden, die eine oder andere Rosine aus dem Kuchen herauszusuchcn. Wer werden verlangen, daß man sich zu der einfachen Frage ganz offen erklärt: willst du dem deutschen Volke helfen? willst du, daß wir zum Ausstieg gelangen ober dah wir niedergehen? — Die 300 Millionen m u h ich haben, und ich werde keine Erhöhung einer direk- ten Steuer zulassen. 3d) glaube, dah der Reichstag einer solchen Frage gegenüber sich nicht versagen wird. And sollte enge parteipolitische Voreingenommenheit dazu führen, dah man nicht zur Einigung gelangt, dann bitte ich überzeugt zu sein, daß die Reichsregierung dann auch die letzten Konsequenzen nicht scheuen wird, um ihr Programm durchzuführen. Nie Volksnaiivnale Re chsvereinigung. Eine große Berliner Kundgebung. Berlin, 6. April. (Tel.-IIn.) Im Grohen Saal der Philharmonie fand heute die erste Kundgebung der gestern gegründeten Volksnationalen Reichsvereinigung statt. Die überfüllte Versammlung war von Tausenden von Ortsgruppenvertretern besucht. Rach einleitenden Begrühungsworten stellte der Versammlungsleiter Dr. Scholz, Remscheid, das vorläufige Präsidium der Reichsvereinigung vor, dem durch die von rund 800 Landesdelegierten besuchte Gründungsversamm- lung am Samstag einstimmig das Vertrauen ausgesprochen war. Rach der Vorstellung der Vorstandsmitglieder sprach der in der gestrigen Landesdelegiertentagung einstimmig gewählte Reichsvorsihende Arthur Mahraun über „Werden und Ziel der neuen Bewegung". Die Veranstaltung schloß mit einem Gelöbnis im Sinne der Mahnung des Reichspräsidenten von Hindenburg, den Kampf um die Gesundung des deutschen Volkes aufzunehmen und durchzuführen. Das Präsidium seht sich folgendermaßen zusammen: 1. Journalist August Abel, Berlin; 2. Verbandssekretäb Arthur Adolph, Berlin (vorn Deutschen Beamtenbund»; 3. Verbandsgeschäftsführer Fritz Ba l t rusch. Berlin (Mitglied des Reichswirtschaftsratcs, Geschäftsführer des Gesaintverbandes der Christlichen Gewerkschaften); 4. Arzt Dr. Berthe au, Lütjenburg; 5. Ordenskanzler Otto Dornemann, Berlin; 6. Vcrbandsselretär Edmund Bucharz, Berlin (vorn Deutschen Beamtcnbund); 7. Verbandssekretär Willi Dietrich. Berlin «vorn Iungdeutschen Orden); 8. Gewerlfchaftssekretär Erich Glimm, Berlin (Christliche Gewerkschaften); 9. Verbandsdirektor Paul Hilgcr. Dresden (Verband sächsischer Industrieller«; 10. Verbandsgeschäftsführer Max John. Berlin (G. D. A ); 11. Fabrikant Paul Kempermann. Bestwig; 12. Hofmeiste- rin Hanna Klostermüller. Berlin; 13. Finanzobersekretär Franz Lasse, Dresden; 14. Fabrikant Hermann Menzel, Groß-Röhrsdorf; 15. Rechtsanwalt Dr. Ferdinand R ü b e l l. Berlin; 16. Rittergutspächter Georg Obendörfer, Limbach; 17. Landwirt Gustav Paulsen, Huh- feld bei Eutin; 18. Gauleiter Hans Rausch (G. D. A.); 19. Gewerkschaftssekretärin Klara Sahlberg, Berlin (Christliche Fabrikarbeiterinnen-; 20. Oberstleutn. a. D. Walt. Schmidt, Berlin; 21. Zahnarzt Dr. August Scholz, Remscheid; 22. Bürgermeister Dr. August Wiet- f e l d, Peine. Die Volksnationale Reichsvereinigung hat an den Reichspräsidenten von Hindenburg folgenden Brief gerichtet: Mehrere tausend in Berlin versammelte Vertreter der Ortsgruppen der Volksnationalen Reichsvereinigung aus allen Teilen des Reiches entbieten dem verehrten Herrn Reichspräsidenten ihre Grütze. Die bereits heute in der Volksnationalen Reichsvereinigung vereinigten über 100 000 deutschen Männer und Frauen sind gewillt, über Partei- und Konfessionsschranken hinweg chre Kraft zur Gesundung Deutschlands zu vereinigen. Als junge politische Bewegung mit dem ausgesprochenen Willen, durchgreifende und grundlegende Reformen im Leben von Volk und Staat zu erkämpfen, erklärt die Volksnationale Reichsvereinigung ihre Bereitwilligkeit, unter ilcbcrtoinbung des Trennenden und Gegensätzlichen im Sinne Ihres Aufrufes. Herr Reichspräsident, für die Volksgemeinschaft wirken zu wollen. Durchdrungen von der Verantwortung gegenüber Volk und Staat beginnt die Volksnationale Reichsvereinigung ihre staatsbürgerliche Arbeit in Ihrem Bekenntnis, Herr Reichspräsident: „Wir müssen uns trotz und wegen der Not der Zeit a u f uns selbst besinnen und wieder eins werden in dem Gedanken: Deutschland über alles!" Im Auftrage des Reichsvertreter- toges: Arthur Mahraun,Reichsvorsitzender. 3um Tode der Königin von Schweden. Tic Ueberführunq über Swinemünde nach Stockholm Rom, 5. April. Alle Blätter veröffentlichen sehr herzliche Nachrufe für die hier verstorbene Königin von Schweden. Sie erinnern an ihren langen Aufenthalt in Italien, das sie immer sehr geliebt habe. Alle öffentlichen Gebäude haben Halbmast geflaggt. Ministerpräsident Mussolini. der heute nachmittag in der Villa Svezia r L b ■ M vorsprach, um seiner Anteilnahme Ausdruck zu gebem widmete der Königin Viktoria vor Beginn der Kammersitzung einen kurzen Nachruf, währenddessen sich alle Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Es erfülle ihn mit Trauer, so erklärte Mussolini, der Kammer Mitteilung von dem Ableben der Königin von Schweden machen zu müssen. Die Königin sei eine aufrichtige Freundin Italiens gewesen, wo sie sich viele Iahre aufgehalten habe, um eine Linde- Äing ihres Leidens zu finden. König Gustaf, die Dingliche Familie und die befreundete schwedische Ration mögen in diesem Augenblick des tiefsten Beileids Italiens gewiß sein. Am 9. April wird in der protestantischen Kirche ein Trauergottesdienst für die verstorbene Königin von Schweden abgehalten werden. Am gleichen Tage wird die Leiche der Königin in einem Sonderzuge aufgebahrt. Zwischen König Gustaf in Rom und dem Kronprinz- Regenten wurde telephonisch vereinbart, daß die sterblichen Aeberreste nach Swinemünde übergeführt werden sollen, wo ein schwedischer Panzerkreuzer den Sarg übernimmt und nach Stockholm weiterleitet. Die Bestattung wird nächsten Samstag in Stockholm stattfinden. Man erwartet, bah der Kronprinz- Regent mit dem Panzerkreuzer nach Swinemünde fährt, um die Königin auf ihrer letzten Fahrt. zu begleiten. Stockholm steht ganz im Zeichen der Trauer. Bon allen öffentlichen und vielen privaten Gebäuden weht die Flagge auf Halbmast. Viele Geschäfte haben in den Schaufenstern das Bild der verstorbenen Königin mit Trauerflor und Blumenschmuck ausgestellt. Oft werden neben den schwedischen Farben auch die deutschen gezeigt, um die Achping vor dem Geburtslande der Königin Vik-- torin zum Ausdruck zu bringen. Im Stockholmer Schloß sind Listen ausgelegat, in die sich bereits j)unberte eingetragen haben, um dem König und der königlichen Familie das Beileid zu bekunden Bei der TrauerfeierinderSchloßkapelle waren neben der königlichen Familie auch das Diplomatische Korps und die Vertreter der Regierung und des Parlaments zugegen. Aus allen Teilen Schwedens und der ganzen Welt treffen fortwährend Bei- leidskundgebunaen ein. Die deutsche Sankt- Gertruds-Gemeinde in Stockholm veranstaltet am Donnerstag einen Gedächtnisgottesdienst, bei bim Hauptpastor Ohly die Gedenkrede hält. Königin Viktoria stand der deutschen Gemeinde sehr nahe, sie war Ehrenvorsitzende des deutschen Frauenvereins in Stockholm. Oie Teilnahme in Deutschland. Berlin, 5. April. (WTB.) Reichspräsident von Hindenburg hat dem König von Schweden anläßlich des Ablebens der Königin in herzlichen Worten telegraphisch seine Teilnahme ausgedrückt. Ferner hat Staatssekretär Dr. Meißner auf der schwedischen Gesandtschaft vorgesprochen, um dem Gesandten das Beileid des Herrn Reichspräsidenten zu übermitteln. Der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Curtius hat in Begleitung des Chefs des Protokolls Graf Takten- bach den schwedischen Gesandten Gras a f Wirsön aufgesucht, um ihm die Anteilnahme der Reichsregierung auszu- fprcchen. Der Reichsminister des Auswärtigen hat ferner auch dem schwedischen Außenminister telegraphisch das Beileid der Reichsregierung übermittelt. Namens der badischen Regierung hat Staatspräsident Dr. Schmitt an König Gustaf von Schweden nach Rom folgendes Telegramm abgesandt: Zum Ableben Ihrer Majestät der Königin spreche ich zugleich namens der Staatsregierung aufrichtige Teilnahme aus. Sie ba*. Der transatlantische Lustverkehr. ...------JW. Dr. Eckener (links) bespricht mit dem Chef der amerikanischen Luftflotte Ernest Jahnke die Einzelheiten der Lustschifflinie Deutschland—Sevilla—0.8. deren Zustandekommen durch Vertrau zwischen Luftschiffbau Friedrichshafen und der amerikanischen Good Year Zeppeline Co. jetzt endgültig gesichert wurde. Siehessischen Demokraten und derAnschluß Das Ergebnis des außerordentlichen Parteitags. Frankfurt a.M., 6. April. (WSN.) Die Deutsche Demokratische Partei Hessens hielt am Sonntag in Frankfurt a. M. einen außerordentlichen Parteitag ab. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung ein Antrag des demokratischen Kreisvereins Friedberg „Anschluß Hessens an Preußen". Parteivorsitzender Schreiber, Vilbel (M. d. L.), betonte: Der Erweiterte Vorstand habe vor einiger Zeit einen Beschluß gefaßt, daß der Zeitpunkt des Anschlusses Hessens an Preußen zu früh sei und daß zunächst alle Mittel zur Sanierung der hessischen Finanzen erschöpft sein müßten: aber es wäre der feste Wille aller Demokraten, daß die Reichs- reform vorwärts getrieben werden und ihre Vollendung finden müsse. Amtsgerichtsrat Thurn-Jriedberg begründete den Antrag des Kreisvereins Friedberg. Die heutige Staatsform unterbänden die freie und gesunde Entwicklung von Handel und Wirtschaft, Eisenbahn und Verkehr: neben einer Zentralregierung regierten noch 17 Länderregierungen und 17 Parlamente seien neben dem Reichstag befugt, Gesetze zu erlassen. Auch die Länderkonferenz, die zur Lösung des Problems zusammenberufen worden sei, habe versagt und werde auch in Zukunft zu keinem einigermaßen brauchbaren Vorschlag kommen können. Nachdem jetzt der letzte Weg, zum deutschen Einheitsstaat zu kommen, versperrt sei, gebe es für Hessen nur noch eine L ö - sung: den Anschluß an Preußen, zu dem auch das geographisch zerrissene Hessen wirtschaftlich gehöre. Der Anschluß an Preußen sei so gedacht, daß Hessen mit Hessen-Nassau zu ein er Rhein- Main-Prooinz vereinigt würde. Die kulturelle Eigenart Hessens könnte nach einem Anschluß trotzdem gewahrt werden: die befürchteten Nachteile für die Städte Darmstadt und Gießen könnten vermieden werden. Darmstadt mit seiner Technischen Hochschule könnte durch den Anschluß nur gewinnen, und auch die Gießener Universität könnte durch Spezialisierung auf zwei Fakultäten Vorteile haben. Die Simultanschule müßte Hessen erhalten bleiben; den Beamten müßten ihre bisherigen Bezüge weiterhin garantiert werden. Abg. Leiber, Vorsitzender der Landtagssraktion wandte sich in energischen Worten gegen den Antrag des Kreisvereins Friedberg und die Methode seiner Einbringung. Nachdem die Landtagsfraktion durch einen früheren Beschluß der Fraktion in der Frage des Einheitsstaates die Marschroute vorgeschrieben habe, sehe er heute in dem Antrag einen Mißtrauensantrag gegen die Fraktion. Ec werde, falls dieser Antrag Beschluß werden würde, die Konsequenzen ziehen müssen. Der Anschluß Hessens sei zwar ein Fortschritt auf dem Wege zum Einheitsstaat, habe aber die Folge, daß Hessen dann die Möglichkeit verliere, selbst noch etwas für den Einheitsstaat zu tun. Außerdem liege die Gefahr darin, daß der Antrag automatisch die hessische Koalition auflöse, da die Sozialdemokratie auf dem Standpunkt stehe, erst das Ergebnis der Länderkonferenz abwarten zu müssen. Außerdem werde der Antrag, der zu einer denkbar ungünstigen Zeit eingebracht sei, im Landtag niemals eine Mehrheit finden. _ . «.r Christ, Mainz, der den Antrag Friedberg unterstützte, vertrat den Standpunkt, daß Hessen trotz feines „Sparprogramms" nicht weiterexistieren könne. Der Weg, über den Anschluß an Preußen zum Einheitsstaat zu kommen, sei der richtigere. Dr. A n d r a e , Büdingen, unterstützte ebenfalls den Anschlußantrasi Hessen dürfe nicht warten, bis es Verhandlungsobjekt geworden sei, sondern müsse jetzt, als gleichwertiger Partner, die An- schluhverhandlungen beginnen. Minister Korell erklärte: Er für seine Person habe schon längst gewünscht, daß die ineinandergewachsenen Gebiete Hessen und Hessen-Nassau ein einheitliches Wirtschaftsgebiet wären. Wenn die Versammlung glaube, daß der Anschluß heute möglich wäre, solle sie einen solchen Beschluß fassen. Er glaube nicht, daß man über diesen Weg zum dezentralisierten Einheitsstaat komme: es ginge über seine Kraft hinaus, das große Ideal zu erfüllen und dabei die hessische Koalition zu sprengen. Er warne den Parteitag, die Fraktion zu binden. Oberstaatsanwalt Mah, Darmstadt, sprach sich für den Anschluß an Preußen aus. Der Weg zum Einheitsstaat sei abgeschnitten, und der Anschluß an Preußen das Richtige. Eine Bindung dürfe für die Landtagsfraktion aber nicht eintreten. Nach einer Pause ließ der Kreisverein Friedberg schließlich seinen Antrag fallen und erklärte sich mit einem Kompromißvorschtag auf einer gemäßigteren Grundlage einverstanden, den die Versammlung mit großer Mehrheit annahm. Er lautet: „Die Demokratische Partei Hessens bekennt sich nach wie vor zur Idee des dezentralisierten Einheitsstaates und wird auch weiterhin jeden Schritt fördern, der geeignet ist, dieses Ziel zu verwirklichen. Sie muß jedoch mit Bedauern fest- stellen, daß die L a n d e r k o n f e r e n z zu einem brauchbarem Ergebnis nicht gelangt ist und der Weg der Ländervereinbarungen sich zur Schaffung des dezentralisierten Einheitsstaates als untaug- l i ch erwiesen hat. Jetzt wäre es in erster Linie Sache der Reichsregierung, die Arbeit für den Einheitsstaat, sei es auf parlamentarischem Wege, sei es auf dem Wege der volksgesehgebung, in die Hand zu nehmen. Bietet auch dieser weg keine Aussicht auf Erfolg in absehbarer Zeit, so würde dann Hessen zur Verwirklichung der Einheitsidee die Staatsgemeinschaft mit Preußen erstreben müssen, zumal die Verhältnisse im Rhein- Main-Gebiet diesen Weg aus wirtschaftlichen Gründen vorzeichnen. Die Partei erwartet dann von der demokratischen Landtagsfraktion des hessischen Landtages, daß sie zu gegebener Zeit im Landtag den Antrag einbringt, der die Regierung ersucht, zwecks herstellungeiuerStaatsgemeinfchaft mit Preußen Verhandlungen mit der preußischen Regierung aufzunehmen. Sie seht dabei voraus, daß ebenso aus grundsäh- lichen Erwägungen wie zum Schuhe unserer rhein- mainifchen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Belange bei einem Zusammenlegen Hessens mit dec Provinz Hessen-Nassau unter allen Umständen das erweiterte Selb st verwaltungsrecht gewährte! ft et wird." dische Regierung und das ganze badische Volk betrauern den Heimgang Ihrer Majestät. Das Andenken an Königin Viktoria, Prinzessin von Baden, wird im Lande Baden allezeit ein gesegnetes bleiben, gez.: Dr. Schmitt, Staatspräsident. Ein weiteres Beileidstelegramm hat der badische Staatspräsident an die ehemalige Großherzogin Hilda in Freiburg gerichtet. Oie hessische Kirche zu den ReligionS- versolgungen in Rußland. WSN. Darmstadt, 6. April. Das Hessische Landeskirchenamt hat in einem Runderlaß angeordnet, daß in den Gottes- diensten der Hessischen Landeskirche der deutschen und der gesamten christlichen Glaubensbrüder in Rußland fürbittend gedacht wird. Cs joll dies in Form eures Gebets geschehen, das folgendermaßen lautet: „Mit der ganzen Christenheit auf Erden erheben wir unsere Hände in Fürbitte und Gebet für unsere deutschen und christlichen Brüder in Rußland, die um ihres Christenglaubens willen verfolgt werden und schwere Drangsal und bitteres Leid tragen müssen." Commodore Ruser f. In Hamburg starb im Alter von 68 Jahren Commodore H a n s R u s e r. Er hat durch die weltbekannte S ü d p o l a r e x p e d i t i o n, die er als Kapitän des Expeditionsschiffes „Gaus" im Auftrage der Reichsregierung drei Iahre hindurch bis 1903 leitete, Weltruf erlangt. Im Dienste der Hapag führte Rufer u. a. die Schiffe „Imperator" und „V a t e r l an d". Mit dcc „Vaterland" wurde er bei Kriegsausbruch in den Vereinigten Staaten interniert. Gandhi bricht das Salz« Monopolgesetz. 3atatpur, 6. April. (WTB. Funkfpruch.) Gandhi hat sich der Vertehung des Salz- monopolgefehes schuldig gemacht. Gemessenen Schrittes begab er sich nach Verrichtung feierlicher Gebete mit 48 Anhängern am Strande von Dan di zu einem Bade in die See. Eine große Menschenmenge gab ihm mit dem begeisterten Rufe „Mahatma Gandhikijai" das Geleit. Nach dem Bade schickten sich Gandhi und seine Genossen an, unter Zuwiderhandlung gegen das Gesetz das am Strandeliegende Salzzusammeln. 29 Freiwillige, die von Auresh Banerji geführt wurden, verletzten in dem Dorfe pichabani das Salzmonopol. Das hergestellte Salz wurde von Beamten und Polizisten beschlagnahmt und verdorben. Als die Freiwilligen die Herstellung von Salz wieder aufnahm^, schlugen die Beamten die Tongefäße, in denen das Seewasser gekocht wurde, in Stücke. Verhaftungen würben nicht vorgenommen. Geringe Mengen gesetzwidrig hergestellten reinen Salzes sind gestern in Kalkutta eingetroffen. Mengen, die für gewöhnlich eine Rupie kosten, wurden mit Phantasiepreisen bezahlt, die zwischen 5 und 25 Rupien schwankten. Der Lustizetat vom Finanzausschuß verabschiedet. Darmstadt, 5. April. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages beriet den Haushalt des Iustizministeriums. Die Gesamtausgaben betragen 11 382 954 Mark, die Einnahmen 5 026 242 Mark. Einleitend gab Iustizminister Kirnber - g e r einen kurzen Lieberblick über sein Ressort. Don einigen Ausschuhmitgliedern wurde die langsame Erledigung vieler Konkurs- und Vergleichsverfahren bemängelt. Don Regierungsseite wurde jedoch mitgeteilt, daß bisher Klagen ^nicht bekannt geworden seien; allerdings sei bei großen Konkursverfahren, wie beispielsweise bei Genossenschaften, eine rasche Beendigung wegen der vielfachen Prozesse und Prüfungen nicht möglich. — Die Dolkspartei beantragte, aus Sparrücksichten das Ministerium dem Finanzministerium a n z u g l i e d e r n. Zur Zeit werden ja bereits die beiden Ministerien in Personalunion verwaltet. Der Antrag wurde gegen die Antragsteller und die Dolksrechtpartei ab gelehnt. Kapitel 100 (Justiz-Ministerium) mit 243 924 Mark Ausgaben und 1242 Mark Einnahmen wird genehmigt. A b g e l e h n t werden Anträge der Dolkspartei, Dolksrechtpartei und des Landbundes, verschiedene Stellen auf den Inhaber zu setzen. Eine Anregung der Dolksrechtpartei, die Regierung möge die Gewährung des bedingten Strafaufschubs den Gerichten übertragen, wird der Regierung als Material überwiesen. Das gleiche geschieht mit einem deutschnationalen Antrag, die Erledigung vonGnadengesuchenbei Geldstrafen bis zu 100 Mark oder Haftstrafen auf die Nachgeordneten Iustizbehörden zu übertragen. Kapitel 101 (Gerichte) weist an Einnahmen 4,3 Millionen (475 000 Mark mehr als im Vorjahre), an Ausgaben 7,6 Millionen (769 239 Mark mehr als im Vorjahre) auf. Bei den Einnahmen erscheinen die Ablieferung der Gerichtsvollzieher mit 70000 Mark, der Staatsanteil bei den Nota- r i a t s g e b ü l) r e n mit 600 000 Mark, während aus den erhöhten Gerichtsgebühren und S t e m p e l f o ft e n 2,5 Millionen veranschlagt sind. Ein Antrag der Volksrechtpartei, den Nota- r i a 15 n n t e i l des Staates auf 800 000 Mark zu erhöhen, wird der Regierung als Material überwiesen. A b g e l e h n t wird ein Antrag der gleichen Partei, die Rechtsanwaltsnotare zu verpflichten, in jedem Jahre gleichzeitig mit der Abgabe ihrer Einkommensteuererklärung dem Justizministerium einen Betrag anzugeben, den sie als Einkommen aus jhrerRechtsanwaltschaft der Steuererklärung zugrundegelegt haben. Der Bauernbund beantragt, statt der vorgesehenen 10 Stellen 2 0 Stellen für Amtsgerichtsdirektoren, Oberamtsrichter und Amtsrichter bzw. Richter a u f d e n I n ° Haber zu setzen Dieser Antrag wird mit 9 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Als Material wird ein deutschnationaler Antrag der Regierung überwiesen, wonach an Stelle der amtsrichterlichen Strafbefehle bei Uebertretungen in Zukunft polizeiliche Strafverfügungen einzuführen seien. Die Sozialdemokraten verlangten, sämtliche bet den Staatsanwaltschaften bestehenden Stellen für Kriminalbeamte auf den Inhaber zu setzen. Dieser Antrag wurde mit 7 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Aus aller Welt. Minister Becker Professor an der Universität Berlin. Wie der Amtliche Pceuh. Pressedienst mitteilt, hat der preuß. Kultusminister Grimme dem Dorschlage der philosophischen Fakultät entsprechend dem früheren Kultusminister Prof. Dr. Decker die ordentliche Professur für Islam- Wissenschaft an der Universität Berlin angeboten. Geheimrat Stimming vorn Norddeutschen Lloyd Ehrendoktor von Erlangen. Geheimrat I. C. Stimming, dem Vorsitzenden des Vorstandes des Norddeutschen Lloyds ist von der Universität Erlangen die Würde eines Dr. jur. h. c. verliehen worden. In der Begründung heißt es, daß dieser Titel einem Manne verliehen wude, der „unter die Klugen, Starken und Tüchtigen zu zählen ist, denen es durch die Tat gelang, an Stelle der uns durch den schändlichsten Frieden entrissenen Handelsflotte unter ilebertoin- bung vieler Schwierigkeiten und unter höchster Bewunderung des Auslandes eine neue zu schaffen, die der alten nicht nur gleich, sondern wesentlich überlegen ist und die durch die Wiederaufnahme der transatlantischen Linie mit Schiffen, die durch Größe und Schnelligkeit sich auszeichnen, das Ansehen des deutschen Volkes bei den anderen Nationen wiederherstellte." postflugzeug Exoydon—Berlin abgestürzt. Das Postflugzeug nach Deutschland, das Sonntag nacht 3.50 Uhr Croydon verlassen hotte, ist um 4.15 Uhr bei Broomlands Farm (Gemeinde Limps- fielb, Grafschaft Surrei)) abgestürzt. Der Flugzeugführer und der Mechaniker, die einzigen In, faßen der Maschine, such tot» Seydisflor ’* dos ®5*> S tUk *• Finanz, labschitdei. z ^.^aussckuß bttwt ben SjausSaff bkS:t*k-f ,7 5 026 242 rßSl-ljlerSitnb(r* »W über fein Nort "'gliedern wurde bi vieler Äon» lchsverfahrcn be- "Zvurde jedoch mit- en_nrct>t bekamt geloor» bei großen Konkursver- le bei Genossenschaften, ivegen der vielfachen nicht möglich. - Die ius Sparruchichien ba8 inaniminiftetium M werben ia bereits in Personalunion der» arde ge^m die Antrag» chtpartei aboelehnt i-QHiniflcrium) mit n und 1242 Marl Sin» t. Abgelehnt werden ei, Aolksrechtpartei und iedene Stellen auf den n. Eine Anregung der Regierung möge bie Teen Strafauffchubs m, wird der Regierung 'n. Das gleiche geschieht raten Anttag, die Er» bengelud)cnbci®e!b‘ ■f oder fiaflftrafcn auf Wörben zu übertragen, e) weift an Einnahmen rt mehr als im DvrWeh, un MM Mit W den Einnahmen erscheinen lichtsvotlzieher mit santeif bei den Nota- ' 600000 Mark, wahrend ridjtsgebüßrcn un0 Millionen veronfchlagl fmo. srechtpartei, den Nota- ate» auf 800000 !Dlart )U nierunq als Menn über- rö ein Antrag der gleichen molare zu oerpslichten, m iii der Abgabe ihrer Em in JuftizminiSteriM einen ie als Einkommen wattfchastder Steuer- ÄS«L fenfeÄÄrt SÄ-531”' httfsoereln bet beutfdjen Juden. In Berlin fand unter Vorsitz von Dr. James Simon die 28. Jahresversammlung des Hilfsoer- eins der Deutfchen Juden statt, zu der sich zahlreiche Mitglieder eingefunden hatten. Dr. James Simon sprach über die wirtschaftliche und rechtliche Lage der Juden in Litauen, Polen und Rumänien und charakterisierte die Haltung der Regierungen dieser Länder gegenüber den Juden. — Der Generalsekre» tär des Hilfsvereins, Dr. Mark W i f ch n i tz e r schilderte die umfassende Auswandererfürsorge, das Hilfswerk für Studenten und für Waisen aus der Ukraine innerhalb Deutschlands, das Hilfs- und Kulturwerk für Rußland, Rumänien, Bessarabien, Litauen Die Ausgaben für Auswandererfürsorge betrugen 107 000 Mark. Der Redner wies auf die Reftriktionspolitik großer überseeischer Staaten gegenüber der Einwanderung aus den Ländern des Oskens hin, denen sich jetzt noch Südafrika hinzuge» feilt. Er stellt die schwerwiegenden Folgen dieser Einschränkung der Einwanderung dar und hebt im Hinblick darauf die Notwendigkeit und die Bedeu- lung des Hilfswerks für die tiefster Not preisge- gebenen Juden des Ostens in ihren Heimatländer., hervor. Darauf hielt Herr Dr. Ernst F e d e t einen Vortrag über „Politik und Humanität", in dem er u. a. die Frage erhebt, ob es nicht möglich sei, daß die Humanität nicht in Fehde mit der Politik als ihrer Widersacherin liegt, sondern ihr die Hand reicht zum gemeinsamen Werke, daß die beste Humanität sich zugleich als die beste Politik erweise. Es ist das Wesen, das auszeichnende Merkmal des Hilfsvereins, daß er die Spannung zwischen Politik und Humanität ausgeglichen hat. Der Verein, der in den Jahren vor dem Kriege hunderttausende von Aus» Wanderern durch Deutschland geführt, der in Palästina den riesengroßen, vom Kindergarten bis zum Technikum reichenden pädagogiscl>en Organismus gesoffen hat, hat damit nicht nur ein großes humanitäres Werk geleistet. So ist auch die Hilfsarbeit, die jetzt in den Ländern des Ostens vom Hilfsverein ausgeführt wird, wenn sie auch nicht politischen Motiven entspringt, sondern den Motiven der Men- schenhilfe und der Menschenliebe, auch ein politisch eminent wichtiges und ein ebenso deutsches wie jüdisches Werk. Aus der provinzialhauptsiadt. Gießen, den 7. April 1930. SurnlOO. Todestage des (Sroßherzogs Ludewigs I. Am gestrigen 6. April 1930 waren hundert Jahre feit dem Tode des Großherzogs Ludewig 1. verflossen, der an dem nämltdxm Tage wie vierzig Jahre früher sein Vater, der zu Pirmasens residierende Landgraf Ludwig IX., starb und auf den Tag vierzig Jahre an der Spitze des Landes gestanden hatte, das unter seiner Regierung im Jahre 1806, erheblich vergrößert, von einer Landgrasschaft zu einem Groß- Herzogtum erhoben worden war. Durch schwere Zeiten hatte er das StaatSschiff zu steuern. In den ersten Jahren seiner Regierung verlor er seine linksrheinischen Vesihungen, die aus der Erbschaft seines Argroßvaters, des Grafen Reinhard III. von Hanau-Lichtenberg, stammten. Die sich auf diesen Verlust gründenden Entschädigungsansprüche führten zu dem Erwerb des Herzogtums Westfalen, das im Jahre 1817 das Tauschobjekt für die heutige Provinz Rheinhessen abgab. Rur widerstrebend und nur infolge des Ausbleibens der preußischen Hilfe, auf die er gebaut hatte, trat er in letzter Stunde im Jahre 1806 dem Rheinbund bei, von dem er sich als letzter unter den deutschen Fürsten nach der Schlacht bei Leipzig lossagte. Unter seiner Regierung erhielt der hessische Staat, von dem Gebietsverlust im Jahre 1866 abgesehen, seine heutigen Grenzen. Ludewig 1. ist der Schöpfer des neuzeitlichen hessen-darmstädtischen Staatswesens. &r gab ihm am 17. Dezember 1820 eine Verfassungsurlunde, die es in die Reihe der konstitutionellen Staaten erhob. Vesonders viel verdankt ihm die Landeshauptstadt Darmstadt: er ist der Schöpfer der Reustadt im Westen, er ist der Gründer des jetzigen Landestheaters, des Landesmuseunis, der Gemäldegalerie sowie der Landesbibliothek. Er war es auch, der. beraten von seinem Kabinettssekretär Schleiermacher, dem jungen Justus Liebig die Möglichkeit einer Ausbildung in Paris gewährte und ihn bann mit einundzwanzig Jahren an die Universität Gießen berief. Das ihm im Jahre 1844 in Darmstadt errichtete Landesdenkmal auf dem Luifenplatz, . der lange Ludewig", ein Wahrzeichen der Stadt, ist ein sichtbares Zeichen der Verehrung, die er im Volke genoß, das während seiner Regierung von DernagogenverfolIungen verschont blieb. Er ist einer der bedeutendsten Fürsten, die sein Haus hervorgebracht hat. In einer der nächsten Rurnmern von „Heimat im Bild" werden wir sein Leben, und Wirken im Zusammeirhang schildern. Provinzialausschuh-Sihung. Arn vergangenen Samstag verhandelte der Pr 0 - vinzialausschutz der Provinz Ober- Hessen in öffentlicher Sitzung die Klage des H. W. Rinn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den städtischen Straßenreinigungsund Müllabfuhrgebühren für das Haus „An der Johanneslirche 3“. Der Vertreter des Klägers nahm nach Bekanntgabe des Tatbestandes bzgl. der Müllabfuhrgebühren die Klage zurück. Bezüglich der Straßenreinigungskosten hielt er diese jedoch aufrecht und beantragte festzustellen, daß die Stadt Gießen nicht berechtigt ist, den Kläger zur den Straßenreinigungskosten heranzuziehen, da dessen Grundstück (Wohnhaus) durch der Stadt ^gehöriges Anlagengelände von der Südanlage (Fahrstraße) getrennt sei, für die ctabt Gießen mithin die Verpflichtung bestehe, diese Kosten selbst zu tragen. Er stellte ferner auf Grund der Zeugenaussagen und eines bestandenen Vertrages nochmals ausdrücklich fest, daß das Grundstück des Klagers, welches an den Schoorgraben grenzt, wirtschaftlich zum Seltersweg gehöre und auch die Ausfahrt nach dem Seltersweg habe. Nach der Seite der Südanlage sei lediglich eine Gartentür von etwa 1,50 Meter Breite vorhanden, die als Ein- und Ausgang diene und durch die nicht einmal mit einem Handwagen hindurchgefahren werden durfte. Der Vertreter der Stadt Gießen beantragte Klage- abweisung mit der Begründung, daß trotz des zwi° ' schen dem Anwesen des Klägers und der Südanlage liegenden städtischen Anlagengebäudes auf Grund der einschlägigen Bestimmungen der Polizeiverord- nung und der Ortssatzung für die Stadt Gießen, der Kläger verpflichtet sei, zumal er auch für den Seltersweg zu Straßenreinigungskosten nicht heran- gezogen fei, die angeforderten Kosten zu zahlen. Der Hauptein- und Ausgang für den Kläger fei nach der Turnen, Sport und Spiel . V. endete mit einem 0:3- F. V. Eine riesige lieber- ger als 45 000 Zuschauern zum Austra mit einem glatten 5:2 (2:0)-Sieg f Ausscheidungskampfe der Turnerfechter. Für das Turnfest des Mittclrhcinkrcises. Am 13. April werden in Bürgel die Altman- nenkämpfe in Florett und Degen der Gruppe II des Kreises IX (Mittelrhein) ausgetragen, die gleich- zeitig als Ausscheidungsspiele für die Kreismeister, schäften im Juni in Hanau gewertet werden. Zu dieser Veranstaltung, mit der gleichzeitig das 30jäh- rige Jubiläum der Fechtabteilung der T.G. Bürgel verbunden ist, haben bereits die Turnerfechter aus Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Hanau ihre Teilnahme zugesagt, so daß spannende Kämpfe zu erwarten sind. Oie westdeutschen Endspiele. Schalke schlägt Lutz 5 : 2. Der we st deutsche Fußballmeister dürfte aller Voraussicht nach auch in diesem Jahre wieder Schalke 04 heißen. Die schwerste Klippe, das Spiel gegen den Rheinbezirksmeister Köln-Sülz 07 hat der Titelverteidiger bereits hinter sich gebracht. Das Spiel zwischen Schalke 04 und Köln-Sülz 07 kam im Duiburger Stadion vor nicht weni- istrag. Es endete des Ruhrbezitks- SV. Darmstadt 98 süddeutscher HcmdbaUmetster. Sp.-Vq. Türlh — Sportverein Darmstadt 98 4:10 (3:6). In Nürnberg standen sich am Sonntag im Endspiel um die süddeutsche Hand- ballmeister schäft der Herren der vorjährige Meister, Spielvereinigung Fürth, und der Altmeister Sportv'erein 1 898 Darmstadt gegenüber. 3m Gegensatz zu den Erwartungen, die auf einen knappen Ausgang schließen liefjen, kamen die Darmstädter mit 10:4 zu einem ganz überlegenen Siege. Fürth hatte einen sehr schlechten Tag und reichte nicht entfernt an die bisherigen Leistungen heran. Dagegen war Darmstadt in einer ausfallend guten Schießlaune und beherrschte das Feld mit geringen Ausnahmen souverän. Bereits bald nach Beginn ging Darmstadt durch Feigk und Fuchs 2:0 in Fühung, bts Fürth durch Träg zu seinem ersten Gegentreffer kam. Freund stellte dann das Ergebnis auf 3:1, aber Fürth zog bald durch Gebhardt gleich. Bis zur Pause sicherte sich aber dann Darmstadt durch Feigk, Fuchs und Henne- mann drei weitere Tore und erhöhte auch nach der Pause durch Fuchs auf 7:3. G 0 ldstein verbesserte auf 7:4. Dann mußte aber Fürth dem Endspurt der Darmstädter völlig freien Lauf lassen und durch Fuchs, Delp und Hennern an n fielen bis »um Schluß noch drei Tore, die den Schlußstand von 10:4 ergaben. Sportverein Darmstadt hat damit zum fünften Male die süddeutsche Meisterschaft errungen und vertritt zusammen mit dem heute Besiegten den Süden in den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft. auch noch recht glücklich. Aber ihr Sieg bedeutet für sie die enbgültige Spitzenstellung in chrer Gruppe und die Teilnahmeberechtigung an dem demnächsti- gen Entscheidungsspiel mit dem Besten der Gruppe Nordwest. Das Karlsruher Ortstreffen zwischen Phönix und dem K. F.“ A‘° Sieg des gastierenden K. , raschung gab es in Böckingen, wo Union mit dem Aufsehen erregenden 7:1 gegen Jahn R e - gensburg ihre ersten Punkte erzielen konnte. Bemerkenswert, daß im Tore der Regensburger der für internationale Verwendung in Aussicht genommene Torwächter Jakob stark versagte. Meisters. Schalke hatte sich taktisch vollkommen umgestellt. Statt des gewohnten engmaschigen Kombi- nations- und übertriebenen Jnnenspiels sah man weitmaschige Kombination und ein ausgeprägtes Flügelspiel. Bei Sülz fiel der Mittelläufer G a u - sep 0 hl aus und auch Swotosch, der nach seiner Verletzung erstmalig wieder spielte, kam nicht reckst zur Geltung, da sich der Wiener noch stark schonte. Süddeutsche Fußballmeisterschaft Der weitere Fortgang der Derbandsspiele im süddeutschen Fußballverband hat in der Runde der Meister immer noch keine Klärung der Frage gebracht, wer nun eigentlich der zweite Vertreter des Verbandes in den bevorstehenden DFB.-Spielen sein wird. Bis jetzt ist bekanntlich nur die Frankfurter Ein- t r a o) t als erster Vertreter ermittelt, und der neue Süddeutsche Meister zeigte sich seiner Würde und Bürde gewachsen. Er erfocht in Worms, wo München und Fürth glatt geschlagen wurden, einen knappen aber überzeugenden Sieg von 2:1 Toren über W 0 rmatia. Dagegen büßten die Spieler der Sp. Vgg. Fürth erheblich an Aussichten ein, da sie sich in München von Bayern, ihrem schärfsten Konkurrenten, mit 2:4 Toren schlagen ließen. Andererseits erwies sich der F.C. Pirmasens wieder einmal als unschlagbar auf eigenem Platze und sandte den F. C. Freiburg mit 5:1 Toren nach Hause. Dadurch bleibt Pirmasens nach wie vor aussichtsreicher Anwärter auf den 2. Tabellenplatz. Das an sich für den Tabellenftand bedeutungslose Treffen zwischen dem S.V. Waldhof und dem V. f. B. Stuttgart endete nicht ganz nach den Erwartungen mit einer 2:4-Niederlage der Waldhofer auf eigenem Platze. In der Runde der Zweiten und Dritten hatte auch die Gruppe N 0 r d w e st ihre lieber- rafchungen und bleibt weiterhin auf der Suche nach ihrem endgültigen Gruppensieger. R 0 t w e i ß Frankfurt, der Tabellenletzte, siegte knapp und mit Glück über den seitherigen ersten Anwärter der Spitze^ Phönix Ludwigshafen. 1:0 endete das Treffen in Frankfurt. Gleichzeitig siegte der F. Sp. D. Frankfurt mit 3:0 Toren über den V. f. L. Neu-Isenburg. Somit find F. Sp. V. Frankfurt und Phönix Ludwigshafen wieder punktgleich. Vor ihnen liegt jedoch mit zwei Punkten, allerdings auch mit einem Spiel mehr, der S.V. Wiesbaden, der auf eigenem Platze den F. V. Saarbrücken 2:0 besiegen konnte. Sportfreunde Saarbrücken und V. f. L. Neckarau trennten sich mit 3:1 für Saarbrücken. In der Gruppe S ü d 0 st fiel in Nürnberg die Entscheidung zwischen dem l.F.C. Nürnberg und dem S. V. 1860 München. Die Nürnberger siegten nur ganz knapp mit 2:1 Toren, obendrein Südanlage hin: das Anwesen gehöre somit wirtschaftlich zur Südanlage. Der Provinzialausschuß erkannte zu Recht, der Klage stattzugeben und den Bescheid des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen vom 17. Juli 1929, soweit er sich auf die Straßenreinigungskosten bezieht, aufzuheben. Insoweit es sich um die Müllabfuhrgebühren handelt, war die Klage durch Zurücknahme erledigt. Die Kosten des Verfahrens einscyl. der Kosten der anwaltlichen Vertretung des Klägers wurden zu vier Fünfteln dem Beklagten und zu einem Fünftel d Saubringen, 5. April. Da man bei den Bohrungen nach neuen Quellen an der Hainbach bei einer Tiefe von 19 Meter keine wasserführende Schicht angetroffen hat, ist das Bohren z. Zt. eingestellt worden. Man versucht nun durch Probcbohrungen mit einem kleinen Handbohrer eine geeignete Stelle Au finden. - - Seit 1. d. M. ist das Schul reinigen neu vergeben worden. Seither wurden 750 Mk. bezahlt, da aber die Reinigungsarbeiten durch Anlegen der Dampfheizung im Schulhaus sich erheblich vermindert Haden, wurde dem billigsten Angebot des Herrn Fr. Rudolf von 450 Mk. der Zuschlag erteilt. Oie Wetierlaqe. Oworteniov O nenez. Q naro oedetKL ® wolkig. • Bedeckt. • Reger^ * Schnee oGraupeln, e Nebel K Gewit'er.^WindstilleO-> Mht leichte- Osi massige- sodsedwest q stürmische- nordWest feie Piene fliegen mit dem winde. Die bei den Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Pie Limen verbinden Orte ron gleiche» n,t MteresniveAu umaereebneten Luftdruck Wettervoraussage. Die über dem Nordseeküstengebiet lagernde Störung füllt sich auf, so daß sie keine wesentlichen Angriffe mehr auf die Wetterlage Hervorrufen dürfte: vielmehr wird der ansteigende Luftdruck zunächst .zu aufheiterndem und vorwiegend trockenem Wetter führen. Die Besserung scheint aber nur für kurze Zeit zu sein, denn im Nordwesten rückt eine neue Störung vom atlantischen Ozean heran. Wettervorhersage für Dientsag: Wolkiges, auch dunstiges Wetter mit Aus^ite- rung. Temperaturen wenig verändert, meist trocken. Wettervorhersage für Mittwoch: Ausheiternd, bewölkt, wärmer. 5onntaa, d.6. flpril. 1930,8" mas __lüJan Mayen. AMAI hilft K * ■ schuß, Nerven» und Erkal« Tmriiiftungsschmerzen. In Apo- TiAritcl, Spirit., v» Baff. — thekm u. Drogerien erhält!. Wflrmrth iHS rag 1878 r iml Heinrich Hochstätter Brandplatz 1 GIESSEN Ecke Schloßgasse --- ----------------2844A Hofgui Winnerod Telephon Großen-Buseck 7!r. 57 Telephon in Gießen Nr. 3862 295 Hk. 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Unbehandelte Marktmilch, auch wenn sie primitiv in Flaschen gefüllt und mit einer neutralen Pappscheibe verschlossen ist, darf nicht mit der vorbeschriebenen hochwertigen, wirklichen Flaschenmilch verwechselt werden und keinesfalls ungekocht genossen werden. Wer mit größtmöglichster Sicherheit wirklich hygienische, einwandftei behandelte Milch verwenden will, scheue nicht die durch eine solche Behandlung entstehenden geringen Mehrkosten und lasse andere unbehandelte „Auch Flaschenmilch" sich nicht als ebensogut aufreden, sondern bestelle bei uns nur die hochwertige Flaschenmilch, die allen Anforderungen der Hygiene entspricht. 2B3gd Krank leidend? Nachruf. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Aoleben des lieben Kollegen Herrn Ludwig Neuraib, Lokomotivführer geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigun 2 findet Montag, den 7. April, 3l/3 Uhr nachmittags in Klein-Linden statt. 02405 Ludwig Klein, Regiernngsral, Beerfelden I. Odw. Gießen, den 7. April 1930. Auf besonderen Wunsch der Entschlafenen fand die Beisetzung heute auf dem Alten Friedhof in aller Stille statt. 2842i oder Dann hören Sie unseren JEicfitbildervortrag am Dienstag, dem 8. April, abends 8 Uhr, im Katholischen Vereinshaus zu Gießen. 2852D Wir suchen zum sofortigen Eintritt einen gewandten und tüchtigen 28460 Für die uns bei dem schweren Verluste unseres lieben Entschlafenen in so reichem Mähe erwiesene Teilnahme spreche ich allen, auch im Namen meiner Kinder, meinen innigsten Dank aus. In tiefer Trauer Tilly Eisenacher Gießen, den 7. April 1930. Angestellten im Alter von etwa 26—30 Jahren. Bedingung ist eine gute berufliche Vorbildung sowie Allgemeinbildung. Angebote von Ourchschnittskrästen zwecklos. Schriftl. Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnisabschr. und Bild erb. an Barmer Ersatzkaffe, Bezirksverwaltung Gießen. 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Ein würdiger Festtag für die neue große Tat des Hessischen Heilstättenvereins. 3n Gegenwart einer zahlreichen Festgemeinde sand am Samstagmittag zu Gießen die feierliche Einweihung der 5) eil statte Seite rs- berg für Tuberkulose der oberen Luftwege statt. Die große Eingangshalle, in der die Feier vor sich ging, war fast zu klein für dle vielen Gäste, unter denen man neben dem Staatspräsidenten Dr. Adelung noch eine große Reihe Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zahlreiche Mit- glieber des Lehrkörpers der Landes-Unioersität, Spitzen der verschiedensten Behörden usw. bemerkte. Rach einer musikalischen Darbietung, die stimmungsvoll in die Feierstunde einführte, sprach zunächst der Schöpfer des Bauplans unff Erbauer der Heilstätte, Baurat Hans Meyer, Senator h c., Gießen. Er betonte einleitend, daß das große Werk dieses Heilställcnbaues in nicht ganz zweijähriger Tätigkeit zu Ende geführt worden sei, dank der Mithilfe so vieler Strafte, die ihr bestes Können in den Dienst der Sache gestellt haben. 3u dem Vorsitzenden des Hessischen Landesverbandes zur Bekämpfung der Tuberkulose, Präsident Dr Reumann (Darmstadt), als dem Bauherrn gewandt sagte der Redner: „Es gereicht mir zur ganz besonderen Ehre, Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident, als dem Gründer dieser Heilstätte, nun- mehr den Schlüssel dieses Hauses übergeben zu können. Dankerfüllt übergebe ich Ihnen diesen stolzen Bau, dankerfüllt für das große Vertrauen, das Sie und der Vorstand des Hessischen Landesver- bandes zur Bekämpfung der Tuberkulose mir in so reichem Maße geschenkt haben. Sollte es mir fle langen sein, bas Werk den vielseitigen Wünschen entsprechend zu errichten, so wäre dies für mich die größte Anerkennung, die mir zuteil werden konnte." Zu der Festoersammlung gewandt, sagte sodann der Redner: In neuem Geiste geboren, in neuer Schasfungs- art, im modernen Sinne, so steht die Heilstätte vor uns als ein Werk, das in einsachen Formen das Veste zeigen soll, was auf diesem Gebiete der neuzeitliche Krankenhausbau. der hier auch Forschungsinstitut zugleich ist. darzu- stellen vermag. Richt im Glanz der Arbeit lag unser Schaffen, auch nicht im Haschen nach Effekt. Was wir wollten, sollte rein sein und echt: so wie es unsere Zeit gebietet. In diesem Sinne soll das hier geschaffene Werk der wirkliche Ausdruck des Sachlichen, des Neuzeitlichen fein, lieben Sie alle eine wohlwollende Kritik, ein« gedenk des alten Sinnspruches: „Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann." Es gereicht mir ferner zur besonderen Ehre, hier an dieser Stelle allen Mitarbeitern, die segensreich ihre Hü7> an dieses Werk legten, meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Besonders aber möchte ich danken den geistigen Beratern, die mit Ihnen, sehr verehrter Herr Präsident, so regen Anteil an der Fertigstellung dieser Stätte genommen haben. Innigen Dank Sr. Magnifizenz Herrn Prof. Dr. B r ü g g c m a n n , der als Direktor dieser Heil- statte mir mit Rat und Tat immer hilfreich zur Seite gestanden hat: Herrn Ministerialrat Klin- g e l h ö f f e r , der als altgeschulter Fachmann stets mithalf das Richtige zu finden: Herrn Rechnungsrat Döll, Herrn Oberinspektor Freundlieb, Herrn Bauführer Seibert, ihnen allen herzlichen Dank für die mühevollen Unterstützungen, die sie mir zuteil werden ließen. Und so wäre noch so vieler Mitarbeiter, der Unternehmer und Lieferanten, der Meister, Gesellen und Arbeiter zu gebenden, bic aufzuführen im einzelnen leiber nicht möglich ist. Ihnen allen vielen, vielen Dank. Mit meinem Dank verbinde ich aber auch meine herzlichsten Glückwünsche zum Einzug in dieses Haus. Möge diese Heilstätte für alle, die hier Rat und Heilung suchen, eine Quelle der Erholung und Gesundung werden, dann wird der Segen für dieses große soziale Werk dem Ganzen nicht versagt bleiben. Gott schütze und schirme die neue Heilstätte Seltersberg'. präsioent Dr. h. c. Reumann, Darmstadt, als Vertreter des Bauherrn, des Hessischen Landesverbandes zur Bekämpfung der Tuberkulose, wandle sich in feiner Ansprache zunächst an den (Erbauer, Baurat Meyer, mit folgenden Worten: „Mit freudigem Herzen nehme ich den Schlüssel zu bic- fer febenen Heilstätte aus Ihrer Hand. Ich gratuliere Ihnen zu dieser Ihrer neuesten Schövsung. In bem Augenblick aber, da ich von diesem Hause Be. fig ergreife, ist es mir eine Pflicht, Ihnen, sehr geehrter Herr Baurat, Dank zu sagen, für Ihre Mühe und Arbeit. Dieses Haus legt von Ihrem reifen Können Zeugnis ab. Mit unermüdlichem Fleiß und großer Hingabe haben Sie dle schwierige Aufgabe, die Ihnen mit dem Bau übertragen wurde, zu unserer größten Zufriedenheit erledigt. Bei Erstattung meines Dankes stelle ich auch fest, daß unsere gemeinsame Arbeit stets eine friedliche und harmonische gewesen ist. Sie waren jederzeit bereit, auf meine Wünsche und Anregungen über die Ausgestaltung dieser Heilstätte einzugehen. Nie haben sich Differenzen aus unserer Zusammenarbeit ergeben. Durch dieses gegenseitige Hand-in-Hand-Arbeiten ist etwas Schönes erstanden, dessen wir uns alle freuen. Ohne jeglichen Unfall ist die Heilstätte fertiggestellt worden. Ich danke den zahlreichen Unternehmern, Handwerkern und Arbeitern, die in diesem Hause beschäftigt waren. Alle waren bestrebt, etwas Gutes zu schaffen und die Heilstätte schnellstens fertigzustellen." Hierauf führte der Redner u. a. weiter aus: Sehr geehrter Herr Staatspräsibent, Magnifizenz, meine sehr geehrten Damen und Herren! Vollendet sieht das chaus. Ein jahrelanges Schnen ist erfüllt. Kein Haus im gewöhnlichen Sinne ist es, das mir heute seinem Zweck übergeben. Es ist eine Heilstätte besonderer Art, um deren Zustandekommen lange gekämpft wurde. Diese Heilstätte dient der Bekämp- fung der Tuberkulose. Es sollen in ihr vorwiegend Kranke behandelt werden, die neben der Tuberkulose der Lungen eine Tuberkulose der oberen Luftwege besitzen. Diese Kranken sind die ansteckendsten aller Kranken. Sie aus ihrer Familie und aus dem Volke herauszubringen, ist mehr wie je unsere Pflicht. Die Quelle der Ansteckung zu verstopfen, be- beutet, baß Tausenbc und Abertausende, die mit diesen Kranken zusammen kommen, in ihrer Gesund beit geschont und vor Ansteckung bewahrt bleiben. Eine Heilstätte für diese kranken besteht in Deutschland und Europa zur Zeit noch nicht. Es ist das Verdienst des Herrn Prof. Dr. v. E i ck e n (Berlin), früher hier in Gießen tätig, der heute zur Einweihung in unserer Mitte weilt, die Anregung zur Schaffung dieser Heilstätte gegeben zu haben. Ungunst der Zeit und wirtschaftliche Not verhinderten die Durchführung der Pläne des Herrn Prof. Dr. n. Eicken. Als das Bedürfnis für Unter bringung dieser Kranken immer größer wurde und bas Verlangen nach Errichtung einer geeigneten Heilstätte immer bringender heroortrat, haben wir den Plan erneut aufgegriffen. Widerstände mancherlei Art waren zu beseitigen. Jahrlarge Verhandlungen und Besprechungen waren erforderlich, bis zur Verwirklichung des Planes geschritten werden konnte. Als wir am 27. Februar 1926 den Erweiterung- bau der Lupusheilstätte eröffneten, wies ich darauf hin, daß noch große Aufgaben vor uns liegen. Unser nächstes Ziel sei die Schaffung einer Heilstätte für tuberkulöse Kinder und dann die Schaffung einer Heilstätte für Tuberkulose der oberen Luftwege. Beide Pläne sind in den hinter uns liegenden vier Jahren verwirklicht worden. Die Kinderhcil- ftätte Almfrieden wurde am 12. Juli 1928 eröffnet und übt feit diesem Tage ihre segensreiche Tätigkeit aus. Heute wirb auch biefc Heilstätte ihrem Zweck übergeben. In wenigen Tagen werben Kranke auch hier ihren Einzug halten. Viele Sorgen hat uns biefer Bau bereitet. Manchmal wollten wir verzagen. Es war schwer, in einer Zeil großer wirtschaftlicher 7lol ble nicht unbedeutenden Wittel für diesen Bau herbeizuschaffen. Dank eines verdienstvollen Entgegenkommens der maßgebenden Behörden ist bas schwierige Werk gelungen. So habe ich heute bic Pflicht, in erster Linie allen denen zu danken, die uns Mittel bereitgestellt haben, unsere Pläne zu verwirklichen. Ich danke dem Herrn Reichsarbeitsminister, der hessischen Regierung, dem Hessischen Landtag, der Landesversicherungsanstalt Hessen, dem Reich^minister des Innern, dem Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuber- kulose, dem Hauptversorgungsamt Kassel und den vielen anderen Geldgebern, die aufzuzählen zu weit führen würde. Ich danke der Stadt Gießen, die uns den Grund und Boden, auf dem diese Heilstätte steht, zur Verfügung gestellt hat und auch in anderer Art uns in nennenswerter Weise Unterstützung zuteil werden ließ. Ich danke bem Vorstand des Hessischen Landesverbandes zur Bekämpfung der Tuberkulose, der meinen Anregungen, diesen Bau zu errichten, zugestimmt hat. Ich danke meinen Mitarbeitern in diesem Verband, Herrn Rechnungs- rat Doll und Herrn Hauptkassierer Brückner, die mit mir die Arbeit teilten. Ich danke Herrn Ministerialrat K l i n g e ( b ö f f c r für feine fach männlichen Ratschlage für die Ausgestaltung der Heilstätte. Nicht zuletzt aber danke ich Sr. Magni- izenz Herrn Pros. Dr. Brügge mann, Herrn Oberarzt Dr. Aiold und Herrn Oberinspektor Freundlieb fiir ihre tüchtige und ersprießliche Mitarbeit. Ein solch' großes Werk, wie die Errichtung dieser Heilstätte, kann nur dann schön gedeihen, wenn tüchtige Mitarbeiter an der Seite des Schöpfers stehen. Ich hatte das Glück, diese Mitarbeiter zu besitzen. Sollte ich bei der Auszählung des Dankes den einen oder anderen vergessen haben, so bitte ich. überzeugt zu fein, daß eS nicht Absicht war, die große Zahl de» □tarnen macht cs mir aber unmöglich, jeden einzelnen zu nennen. Mit der Fertigstellung dieses ‘Baue# hat der Hessische Landesverband zur Bekämpfung der Tuberkulose eine weitere schöne Einrichtung geschaffen. Roch ist unser Werk nicht abgeschlossen. Große Aufgaben liegen noch vor uns, die ;u erfüllen für die nächste Zeit unsere Kräfte in vollem Umfange in Anspruch nehmen. Schwer drückt die Rot der Zeit auf unser Bolf. In dieser schweren Zeit, wo die Anforderungen an uns täglich großer werden, ist es nicht leicht, die Mittel, die wir zur Erfüllung unserer Ausgaben benötigen, heröeizuschaffen Wir haben aber die HoFnung. daß uns auch künftig das. was wir an Unterstützung brauchen, zuteil wird, um für unsere Volksgesundheit daS tun zu können, was die Zeit erfordert. Magnifizenz, sehr geehrter Herr Professor! Den Schlüssel dieses Hauses, den ich vor wenigen Minuten von Herrn Baurat Meyer empfangen habe, übergebe ich Ihnen hiermit zu treuen Händen und damit auch die Leitung dieser neuen Heilstätte. Ich wünsche, daß Sie mit Ihren Mitarbeitern in diesen ‘Räumen für unsere Kranken Gutes tun können. Allen, die siech und elend voller Hoffnung nach hier kommen, Heilung und Besserung von ihren Leiden erwarten, sollen Sie helsend zur Seite stehen. Eine hohe, aber auch schone Aufgabe liegt in Ihren Händen. In den Jahren unseres gemeinsamen Zusammenarbeitens habe ich Sie schätzen gelernt und weiß, daß Sie für die Leitung dieser Heilstätte der rechte Mann sind. Als tüchtiger Arzt und ernst- haster Wissenschaftler sind Sie bekannt. Seien Sie unseren Kranken jederzeit ein liebevoller Freund und Berater. Mein Glückwunsch bei der ilcbergabc der Heilstätte an Sie ist der, daß Ihren Bestrebungen und Arbeiten Erfolg be- schieden werde und daß Sie selbst Befriedigung in Ihrer Tätigkeit finden. Diese hellskälke soll aber nicht nur ein haus fein, in dem kranke behandelt werden, sie soll auch ein wissenschaftliches Forschungsinstitut sein, eine Einrichtung, in der den jungen Aerzlen unserer Landesuniversität Gelegenheit zum Studium geboten wird. Sie soll für ihren Teil mit dazu beitragen, daß tüchtige Aerzte heranwachsen, und so beglückwünsche ich Sie denn auch als Rektor dieser 4 Tag im Kammerspikl-Zyklus. Hofmannsthal-Gedenkfeier. Dem Gedächtnis des im vorigen Jahre unerwartet und auf erschütternde Weise aus dem Leben geschiedenen Dichters Hugo von Hof - m a n n s t h a l war gestern die sonntägliche Morgenfeier gewidmet. Man spielte sein (einst) berühmtes Iugendwerk „Der Tor und der Tod", die wundervoll gereiste Schöpfung des Reunzehnjährigen aus dem Jahre 1894. Der tiefste Eindruck dieser schmerzlich-schönen Wiederbegegnung: welcher von den Reunzehn- jährigen unserer Generation vermöchte, was dieser junge Mensch gestaltet hat, von dem uns Heutige mehr trennt als eine kurze Spanne von Jahren. Kaum irgendwann kann man den Krieg so sehr als geistige Wegscheide und inneren Wendepunkt bcgrc.'cn wie im Erlebnis einer Dichtung aus diesem, uns schon so fern gerückten, ganz in sich geschossenen Kreise. Alnb bann: wo gibt es überhaupt heute unter uns so dichterisch Schaffende, in denen der Begriff des Künstlerwesens so absolut, so rein, so unbedingt, so meilenfern von allem Zweck, aller Po i'.ik, aller Sensation und Tagtäglichkeit sich ncti jvpcrtc. Mit Hofmannsthal ist uns einer der wenigen, letzten, großen Dichter in einem strengen, feierlichen und überzeitlichen Sinne verloren gegangen: das sollte diese Morgenfeier den Hörern ins Bewußtsein bringen. Unendliche Vornehmheit, strömende Wort- me'odie und — mehr als nur eben schöner Klang und schönes Bild — ein so leidenschaftliches wie vergeistigtes und gereiftes Lebensgefühl bewegt diese Dichtung, die nie das Letzte hergeben kann (auch in der behutsamsten und zartesten Aufführung nicht), wenn sie ins strenge Licht und die harte Räumlichkeit der Bühne gebracht wird. Denn hier ist alles auf lyrische Stimmung und empfindlichstes Gefühl gestellt: man muh es langsam lesen, kosten und nachschwingen lassen, und man wird immer aufs neue betroffen fein von der ruhigen Gelassenheit, mit der ein Mensch an der Schwelle zum Mannesalter, auf halbem Wege erst zur Mittagshöhe des Lebens, sich in hellsichtig-melancholischer Bewußtheit den letzten Dingen vertraut und dem Tode verschrieben weih. Betroffen auch davon: wie hier einer spiele- risch und dennoch tief ernst auf der fast verwischten. messerscharfen Schneide zwischen hüben und drüben steht, wie ihm und feinem Gefühl Leben und Tod sich geschwisterlich und unauflösbar berühren, wie die Stunde des Todes erst die Jahre des Lebens erschlieht, dem gelebten und dennoch unauSgelebten Leben und seinen un- begriffenen Rätseln erst Sinn und Deutung ber- leiht. Die Magie der letzten Stunde scheint hier schon hellsichtig aus dem spateren Spiel vom „Jedermann" vorweggenonunen, mittelalterlich fast und erregend in der Vorstellung, daß der Tod noch einmal das Leben zurückruft und sogleich wieder verschaltet, ... dah die dahingeschie- denen, verlorenen, vergessenen Seelen noch einmal ins Licht treten, ihre schon abgelegte Körperlichkeit wiedergewinnen und dem Stervenden Begleiter ins große Dunkel sind, wie sie in vorgelebten Zeiten ihn an der Hand gehalten haben und ihm nahe waren: Mutter, Geliebte und Freund. Roch ist hier die mittelalterliche Unerbittlichkeit in den greifbaren Borstellungen von gotischem Totentanz und Weltgericht gemildert in eine sanfte, mit leiser Musik verschwebende Melancholie des Unwiederbringlichen, im Gefühl alles dessen, was ungelebt, ungefühlt, ungeliebt und unerfüllt blieb von dem, was eine primitivere Weltanschauung schlicht „die guten Werke" nannte. — Zu Beginn der Feier sprach der Dramaturg des Stadttheaters, Dr. Karl Ritter, Worte des Gedenkens an den toten Dichter ... in sehr anzuerkennendem, ehrlichen Bemühen um einen ihm wohl kaum eigentlich naheliegenden Stoss: er erinnerte an den unvermuteten Hingang Hof- mannsthals, der den meisten in unserer Zeit schon wesensfremd wurde, deutete den Kreis seiner Gestaltungen an und behandelte, überleitend zur Aufführung, sein (weltanschauliches) Berhältnis zum Tode und seine Stellung auf dem Theater. Der Aufführung selbst gerecht zu werden erscheint schwierig insofern, als unseres Erachtens überhaupt keine Bühnengestaltung das Letzte aus der Dichtung hervorzuzaubern und nachzubilden vermag: gerade dieses, mit Gedanken befrachtete, lyrisch beschwingte, ganz von Stimmungen getragene Iugendwerk wird nie völlig vom Buch zu lösen und auf dem Theater zu erschließen sein. Die Regie (Dr. Ritter), bediente sich einer Stilisierung, die zwar — für unser Gefühl — nicht allenthalben der Haltung des Werkes entsprach, arbeitete aber andrerseits die beherrschenden musikalischen Elemente der Phantasie mit Rachdruck heraus und suchte dem Ganzen einen gewissen theatralischen Akzent zu geben. Hier ge'chah vielleicht schon ein wenig zu viel: »-.auches hätte noch leiser, gedämpfter und verhaltener gegeben werden dürfen, dies gilt in erster Linie für den an sich sehr nobel empfundenen und gesprochenen Claudio Arzdorfs. Gut war Hais in der unpathetischen Strenge des Todes, gut vor allem auch die Gestalten der toten Frauen: Auguste Prasch-Greven- berg (Mutter) und 3ngeborg Scherer (Geliebte). Zingel sprach den Freund. Link» mann den Diener. • Die feinsinnig zusammengestellte, schmiegsmn begleitende Bühnenmusik wurde von Fritz E u j € betreut. — Auf die zahlreiche Hörerschaft schien die Morgenfeier einen tiefen Eindruck zu machen. Hans Thyriot Bi'l Bjelozerkowsky: „Monv von links." Uraufführung am Frankfurter Lchaufpielhaus. Offenbar in Ermangelung guter deutscher Stücke ...eine russische Komödie: o^er sagen wir, etwas anspruchsloser: Bolksstück mit Gesang und Tanz aus dem gegenwärtigen Rußland, wo die Sowjets die Well verbessern, wo die Tscheka mißliebige Leute an die Wand stellt. Dies könnte, wenn man daS Milieu in Betracht zieht, einen recht unerfreulichen Raturalisrnus ergeben; tut es aber nicht: Bjelozerkowsky ist Romantiker und Ironiker von Geblüt und schrieb — wer konnte das voraussehen — ein kleines Räubermärchen mit viel Liebe und Klavierbegleitung. Bill Bjelozerkowsky, bei uns bisher unbekannt, ist, wie das Programmheft mitteilt, 1885 in der russischen Kreisstadt Alexandrija (Gouvernement Cherson) geboren, wurde mit 16 Jahren Schiffsjunge, später Matrose und fuhr auf vielen Schiffen über manches Meer: vieler Menschen Städte sah er wie weiland der listenreiche Odysseus, war in Amerika Fensterputzer, Fabrikarbeiter, He'zer und sonst allerlei wie der deutsche Lausbub im wilden Westen. 1917 ging er nach Rußland zurück: da kam er anscheinend gerade recht, um interessante Eindrücke für sein Stück zu sammeln, das einen großen Erfolg hatte und beispielsweise allein in Moskau über dreihundertmal gespielt wurde, was wiederum der Borurteilslosigkeit der Moskauer ein schönes Zeugnis ausstellt. ('Wenn wir sagen, worum es sich in diesem Stück handelt, wird man das zugeben.) — Soviel von Bjelozerkowsky, der übrigens noch andere erfolgreiche Theaterstücke und auch Erzählungen geschrieben hat. Was es mit dem Mond von links (der orangenfarbig aus der Kulisse leuchtet) im tieferen Sinne für eine Bewandtnis hat, wird nicht ganz klar, weil man den mit Klavierbegleitung gesungenen Prolog und Epilog des Stückes (wie in den meisten Opern) nur stellenweise versteht. Die Hauptsache ist die Liebe. Die Liebe hindert die Männer an der Politik. Die Liebe gefährdet die Revolution. Die weibliche Mitarbeiterschaft stört die moderne Sachlichkeit. Die Gleichberechtigung der Genossinnen scheint eine zweifelhafte Errungenschaft zu sein. Da man nicht alle Männer, die an der Liebe scheitern, an die Wand stellen, auch nicht alle weiblichen Kommissare und Sekretäre ohne zureichenden Grund abbauen kann, mutz man männlich den Kamps mit dem anderen Geschlecht aufnehmen. Auch Sowjets sind Menschen: ist dies die große Lehre der Komödie? Oder: die Frau taugt nicht für die Politik? Wie man will. Jedenfalls ist es ein amüsantes Schauspiel (und uraltes Lustspielmotiv). wenn der Mann, und noch dazu einer wie der Bor sitzende der Tscheka, von seiner Sekretärin und deren geriebener Freundin rumgekriegt wird. Man scheint in Moskau nicht ohne Humor und Selbsterkenntnis zu leben. Zuletzt wird es ernst: scheinbar. Die Roten kämpfen hier nicht gegen die 'Weißen, sondern gegen einen grünen Räuberhauptmann in des Waldes finstern Gründen, der ihnen mit feiner Bande elend zu schassen macht. Bon den Weißen sieht man nicht viel. Und das Ganze dient auch nur dazu, ein komödienhaftes Spiel in Szene zu setzen: man will den Tschekahäuptling, der den starken Mann markierte und Enthaltsamkeit predigte, auf die Probe stellen.... ob er seinen nunmehr teuersten Besitz -- die geliebte Sekretärin — „öer Sache" zu opfern bereit ist. Siehe da und wider Erwarten: er ist dazu bereit. Glücklicherweise braucht er eS nicht, ba ihm die Falle nicht vom Räuberhauptmann, sondern von den eigenen Genossen gestellt wurde. Happy end. Ober nicht? Aus dem Stück die Moral zu ziehen, muß jedermann überlassen bleiben. Die politischen Konsequenzen interessieren uns nicht. • Die Fabel ist ein wenig dürftig für immerhin zwölf Bilder. Lustig ist aber die keck und geflissentlich improvisierte Ausmachung, der leichte, spielerisch-ironische Ton des Ganzen: in manchen Augenblicken ganz stark und unmittelbar die irgendwie „russische" Stimmung der lockeren Szenerie, ein Abglanz vom „Blauen Bogel"; man kann es nicht beschreiben, man muh es gesehen haben. Fritz Peter Buch besorgte die Inszenierung. Mit Tempo, Witz und Laune. Mit naiv bepinselten Interieurs i Dekorationen: Rudolf He i- n i s ch). Und ohne individuelle Rollenbesetzung. Aha: Kollektivspiel im Kollektivstil von Sow'et- rußland. Allgemeiner Mummenschanz. Doppel- darstellung mit sichtlicher Freude an Kostüm und Bemalung. Glücklicherweise ist das Frankfurter Ensemble differenziert und temperamentvoll genug, sich die persönlichen Profile und Charakterfarben nicht verwischen zu lassen. Biberti (Tschekakommissar) zum Beispiel wirkte sehr drollig als gezähmter Bär, männlichster Mann im erbitterten Kampf zwischen Pflicht und Reigung: manchmal hart an der Schwankgrenze .bisweilen knapp am politischen Manifest vorbei. Eine Freude: Constanze Menz wieder zu sehen; Bollblutschauspielerin von bedeutenden Fähigkeiten, ganz überlegen eingefühlt in das Milieu bet russischen Szenerie. Außerdem Claire Winter, Katsch, Ko - ninski, Berboeven, Kitz: allesamt richtig an ihrem Platz und ergötzlich zurechtgemacht. • Bruno Hartl am Klavier besorgte di- schmissige und melodiöse Begleitung. Biel Beifall: zuletzt erschienen mit den Spielern auch der Dichter und der Regisseur. hth. Universität zur Llebergabe dieser Heilstätte an Sie, sehr geehrter Herr Professor. Ein gütiges Geschick möge dieses Haus schützen und beschirmen. Allen Stürmen und Drangsalen und allem, was die unerbittliche -Zeit mit sich bringt, soll es Stand halten und Trotz bieten. Liebevolle Menschen mögen in ihm tätig sein und die Kranken mit Sorgfalt pflegen. Reicher Segen soll ausströmen zum besten unseres Volkes! E>e. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. Brüggemann als nächster Redner,- sagte in seiner Ansprache unter anderem: Mit großem Dank und, ich darf sagen, mit freudiger innerer Bewegung nehme ich den Schlüssel aus Ihrer Hand, Herr Präsident, als äußeres -Zeichen dafür, daß nun die Heilstätte soweit fertiggestellt ist, daß sie Patienten aufnehmen kann. Ein lang gehegter Wunsch ist damit in Erfüllung gegangen. Da ich bei dieser Feier auch die Landesuniversität als Rektor vertrete, sei es mir gestattet, dem Hessischen Landesverband zur Bekämpfung der Tuberkulose zunächst den Glückwunsch unserer Alma mater Ludoviciana zum Ausdruck zu bringen. Die Heilstätte ist zwar kein Institut der -Universität, aber sie steht doch in engster Beziehung zu ihr. Aeußerlich kommt die enge Verbindung schon durch die Personalunion zum Ausdruck, die zwischen der Direktion der Universitätsklinik für Ohren-, Rasen- und Halskranke und der Direktion der Heilstätte besteht. Die Heilstätte soll aber auch neben der Krankenbehandlung der Forschung, und dem Unterricht dienen. Insofern ist sie also ein Institut, wie jedes andere Institut der Universität. Die Landesuniversitäl ist dem hessischen Landesverband für diese pflege und Unterstützung der Wissenschaft und des Unterrichts besonderen Dank schuldig. Sie weiß es hoch einzuschähen, daß der hessische Landesverband trotz der Rot der Zeit, in der wir heute leben, eine so mustergültig ausgestatlcte Forschungsanslalt errichtet hat, die auch der Lsindesunlversität zur Zierde gereicht. Möge die enge Verbindung zwischen Heilstätte und Universität der deutschen Wissenschaft zum Ruhme und den Kranken zum Segen gereichen. Und nun möchte ich auch als Direktor und ärztlicher Leiter dieser Heilstätte dem Hessischen Landesverband und seinem Präsidenten Herrn Dr. Reumann herzlichen Dank sagen für alles dos, was hier geleistet worden ist. Der Gedanke, eine solche Heilstätte für Tuberkulose der oberen Luftwege zu errichten, geht, wie Sie hörten, zurück auf meinen hochverehrten Lehrer und Vorgänger Herrn Professor Dr. v. Eicke n, . den wir heute hier zu unserer großen Freude begrüßen können. Die Zeiten, in denen damals darüber beraten wurde, waren aber zu schlecht, um die Pläne verwirklichen zu können. Das Pro- jekr mußte deshalb zunächst fallen gelassen werden. Aber der bewunderungswürdigen Tatkraft und nicht erlahmenden Energie des Herrn Präsidenten Dr. Reumann ist es dann schließlich nach Iahren doch gelungen, die notwendigen Gelder zusammenzubelommen. Rachdem dann noch die Stadt Gießen das Gelände dem Heilstättenverein geschenkt hatte, war der Weg frei für' die Errichtung des Baues. Reben dem Heil- swttenvcrein und seinem Präsidenten bin auch ich großen Dank schuldig dem Erbauer dieses Hau'es, Herrn Bourat Meyer. Ich darf wohl sogen, daß das Zusammenarbeiten mit ihm mir viel Freude gemacht hat. Auf alle die kleinen und großen Wünsche, die ich hatte, ist Herr Daurat Meyer immer mit Verständnis eingegangen und hat sie stets zu erfüllen versucht. Dank sagen möchte ich an dieser Stelle auch dem Oberarzt Herrn Dr. A r o l d und Herrn Oberinspektor F r e u n d l i e b, die sich bei der Einrichtung der Heilstätte besondere Verdienste Die gesiederie Schlange. Vornan von Edgar Wallace. 19 Fortsetzung ’Jtad)örud verboten .,-ilnö jetzt, Mr. Dewin" — bei diesen Worten legte sie ihre wundervoll geformten Hände auf den Tisch und zog die Augenlider zusammen — „sagen Sie mir, bitte, was der wirkliche Grund Ihres Besuches ist?" Eine solche Herausforderung konnte nur ebenso beantwortet werden. „Ich will ganz offen zu Ihnen fein — ich brauche Ausschluß über die gefiederte Schlange." Sie machte eine abweisende Bewegung. „Sie mögen ja selbst denken, daß Sie nichts wissen, aber ich vermute doch, daß Sie etwas wissen. Vor vielen Iahren wurde ein großer Betrug begangen —" „Ich war nicht daran beteiligt," sagte sie ruhig. „Ich nehme zwar nicht an, daß Sie mir glauben, aber cs ftimnrt doch. Ich will nicht behaupten, daß ich nicht meinen Vorteil dabei gehabt hätte, aber bis zur letzten Minute, in der man mich cinweihen mußte, wurde ich über die Zusammenhänge im Dunkeln gelassen. Aber ich werde Ihnen über diese Sache weiter nichts erzählen." „Warum haben Sie mir denn schon soviel erzählt?" Sie überdachte die Frage, bevor sie antwortete. .-Weil ich mir denke, daß Sie irgend etwas ^'^ldeckt haben, das mich angeht. Ich wußte es nicht, b'.s Sie in diesen Raum eintraten — aber als ich Ihren Gesichtsausdruck sah, erkannte ich es. Er nickte. „3a — Sie sind Paula Ricks." Sie erwiderte nichts, und er wiederholte die Worte. Wieder spielte ein spöttisches Lächeln um ihren Mund. „Ich bin Paula Ricks — aber was kann Ihnen diese Tatsache helfen?" J --Sic kennen William Lane," sagte er ruhig ^ber zu seiner größten Verwunderung schüttelte sie den Kopf. „Ich habe ihn niemals gesehen — ich wußte überhaupt nichts von seiner Existenz, bis er festgenommen wurde. Später habe ich natürlich alles erfahren, was es überhaupt über ihn tojJJen gab." Sie lehnte sich etwas über den Tisch m denn irgendwie ein Vergehen, daß ich $aula bin? können mir doch nicht das Land verbieten — ich bin eine Engländerin-- erworben haben. Es sei mir nun gestattet, noch etwas über bie Aufgabe und Ziele dieser Heilstätte zu sagen. Es ist noch nicht lange her, da nahmen die meisten Aerzte bezüglich der Hellbarkeit der Kehlkopftuberkulose einen absolut pessimistischen Standpunkt ein. Als in den achtziger Iahren Moritz Schmidt in Frankfurt über die ersten geheilten Fälle von Kehlkopftuberkulose berichten konnte, da erregte er großes Aufsehen. Der so lange herrschende Pessimismus in bezug auf die Heilbarkeit der Kehlkovftuberkulose, der zu einem Nihilismus in der Therapie geführt hatte, wurde damit glücklicherweise verlassen und dafür mit großem Eifer an dem Ausbau der Behandlung der Kehlkopftuberkulose gearbeitet. Ra- türlich darf man bei einer solchen Erkrankung auch nicht zu hohe Erwartungen in therapeutischer Beziehung hegen, wie es zeitweise geschehen ist. Bei aller Kritik besteht aber heute kein Zweifel darüber, daß unsere moderne Behandlung der Kchlkopftuberkulose selbst in vorgeschrittenen Fällen recht beachtenswerte Erfolge aufzuweisen hat. Völlige Ausheilung der Kehlkopftuberkulose, also Heilerfolge von Dauer sind heute nicht so selten, wie manche glauben. Gewiß, wir müssen uns häufig mit Teilerfolgen begnügen, aber auch diese sollten nicht unterschätzt wirden. Oft vermögen wir bei richtiger, gut ausgeführter Behandlung eine vorhandene Heilungstendenz so zu fördern, daß wenigstens klinisch ein Erfolg erzielt wird, der an Heilung heranreicht. Bei anderen Patienten wird durch die Behandlung eine so wesentliche Besserung erzielt, daß man mit diesem Erfolg zufrieden sein kann. In weniger günstig gelegenen Fällen wird durch die Behandlung der Verlauf des Kehlkopfleidens verzögert, Komplikationen werden verhütet und dadurch wieder wird rückwirkend ein günstiger Einfluß auf das Lungenleiden ausgeübt. Endlich ist zu bedenken, daß wir bei den hoffnungslos Kranken, die unter ihren Kehlkopfbeschwerden in den letzten Stadien ihrer Krankheit oft unsagbar leiden, noch dadurch helfen können, daß wir durch unsere Be- Handlung ihre furchtbaren Qualen lindern und ihnen die letzten Monate oder Wochen ihres Lebens einigermaßen erträglich machen. Wir müssen uns klar darüber fein, daß in jedem Stadium der Lungentuberkulose auch der Kehlkopf an Tuberkulose erkranken kann. Eine tuberkulöse Erkrankung der oberen Luftwege bedeutet aber für den Patienten immer eine ernste Komplikation; um so wichtiger ist es, daß alles versucht wird, diese Komplikationen therapeutisch zu beeinflussen und die durch sie bedingten Gefahren zu beseitigen. Eine Heilstätte für Tuberkulose der oberen Luftwege gibt es bisher noch nicht. Ls ist die erste dieser Art in Deutschland, ja auf der ganzen Erde. Die erkrankten oberen Luftwege sollen in dieser Heilstätte eine besondere Beachtung finden. Diese Sonderausgabe kommt natürlich auch in der Einrichtung der Heilstätte zum Ausdruck. Es gibt keine Heilstätte mit solchen Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsräumen speziell für die oberen Luftwege wie hier. Selbstverständlich soll auch die Lungenbehandlung nicht vernachlässigt werden, darum ist ein tüchtiger erfahrener Lungenfacharzt, Herr Dr. Ar old, als Oberarzt angestellt worden. Der Kehlkopfschwindsüchtige ist für gewöhnlich auch ein Lungenschwindsüchtiger, und das Lungenleiden beeinflußt direkt und indirekt den Zustand des Kchliopfcs ganz wesentlich. Neben der Behandlung der tuberkulösen Kranken dient die Heilstätte der Forschung und dem Unterricht. Eine Reihe schöner Laboratorien sind hierfür im Kellergeschoß eingerichtet. Kurse für Aerzte und Studierende sollen hier abgehalten werden, in denen zum Segen der Kranken die Aerzte in der Erkennung und Diagnose der oberen Lufwege unterwiesen werden, Fachärzte sollen auch praktisch die Behandlung dieser Erkrankung hier lernen. die Polizei kann mir nichts anhabenl" Sie sah ihn forschend an. „Ich will Ihnen einmal erzählen, was die Polizei vermutet, was aber bisher niemand weiß. Mit Ihnen kann ich ja offen darüber sprechen. Ich habe alle Platten selbst gestochen, die mein Vater brauchte, um die falschen französischen Banknoten zu drucken. Ich dachte damals, daß es nur ein Scherz sei ... ja, sogar als ich den Ernst der Lage übersah, war es für mich nur ein großer Spaß, und ich hatte eine gewisse Genugtuung dabei, als ich es tat. Aber nachher habe ich nie wieder eine solche Platte gestochen." Er schaute sich in dem luxuriös eingerichteten Zimmer um. ...Aber all dieses hat doch etwas gekostet, Miß Ricks — ich nehme an, daß Sie nicht verheiratet sind? Sie hätten schwerlich diese Wohnung möblieren und von Ihren Einnahmen als Künstlerin in Ihrem Stil leben können!" Peter war von dem Charakter und Wesen dieser Frau überrascht, aber das größte Rätsel gab sie ihm erst auf. -Das Geld, das ich besitze, diese Wohnung und alles, was Sie hier sehen, habe ich erhalten, weil ich ehrlich war! Ich würde genau dasselbe haben, wenn ich nicht ehrlich gewesen wäre. Aber mein Besitz ist der Preis für meine Ehrlichkeit und meine energische Weigerung, das alte Leben weiterzuführen." Er war davon überzeugt, daß sie die Wahrheit sagte. „Man sagt, daß Sie so groß im Auflösen von Rätseln sind, Mr. Dewin — nun lösen Sie dieses Rätsel!" Sie stand plötzlich auf und drückte auf eine Klingel in der Rähe ihres Schreibtisches. „Ich werde jetzt Tee trinken und Sie können mir dabei Gesellschaft leisten. Ich war wirklich im Anrecht, wenn ich mich vor Ihnen fürchtete, aber Sie haben mich doch ein wenig erschreckt." Sie sprach nicht weiter, als das Mädchen kam und ihren Auftrag entgegennahm. „Wieso habe ich Sie erschreckt?" „Ich weiß nicht recht — ich fürchtete, Sie würden herausbekommen, wer ich in Wirklichkeit bin —- das haben Die ja in der Tat auch getan, und jetzt ist es gar nicht mehr so schlimm, wie ich mir eingebildet habe. Wenn ich mir die Sache letzt überlege, war es eigentlich töricht, daß ich mich überhaupt durch Sie erschrecken ließ. Sie smd heute morgen nach Scotland Mrd gegen- geteilt?" 6te ÖDrt ^re Entdeckung mit- Er war über ihre Worte sehr erstaunt. „Woher wissen Die das?" ..Aus einem ganz einfachen Grunde," erwiderte (Eine Stätte ernster wissenschaftlicher Forschung und Arbeit soll entstehen, wo mitgearbeitet wird an dem großen Tuberkulofeproblem, an dem die gesamte medizinische Wissenschaft in so hohem Maße interessiert ist. Eine Heilstätte ist hier erbaut, in der für Forschung und Unterricht, für Pflege und Behandlung der Kranken in bester Weise gesorgt ist. Mögen alle unsere Hoffnungen in wissenschaftlicher und therapeutischer Beziehung erfüllt werden, zum Wohle unserer Kranken mit Tuberkulose der oberen Luftwege! Siaaisprasiveni Dr. Adelung überbrachte hierauf die herzlichen Glückwünsche der hessischen Staatsregierung.-Er sprach dem Hessischen Landesverband zur Bekämpfung der Tuberkulose die beste Anerkennung der Staatsregierung für diese neue Schöpfung aus, wies auf die große Wichtigkeit dieser Heilstätte im Kampfe gegen die Tuber- kulose hin und würdigte mit eindrucksvollen Worten die erfreuliche Schaffenskraft unseres Volkes an den Werken der Kultur, für die es trotz der Not der Zeit immer große Opfer zu bringen bereit fei. Mit dem Wunsche, daß von dieser Heilstätte ein breiter Strom des Segens zum Besten der leidenden Menschheit ausgehen möchte, schloß der Staatspräsident seine warmherzigen Worte für diese große Tat des Hessischen Landesverbandes. Llniversitätsprofessor Dr. HÜdebrand-G eßen sprach als Dekan der Medizinischen Fakultät der Hessischen Landes-Universität deren herzliche Glückwünsche aus und sagte dann u. a. weiter: Nur wenige Jahre sind verflossen, seitdem der Heil- stättenverein in Gestalt der Lupusheilstätte ein stolzes Denkmal seiner werktätigen Hilfe erstellt hat, und schon erhebt sich wieder ein neuer prachtvoller Bau zum Segen der Kranken und Hilfsbedürftigen. Wahrlich eine erstaunliche und bewunderungswürdige Leistung in einer Zeit schwerster wirtschaftlicher Depression. Durch keine äußeren Hemmungen hat sich der Heilstättenverein mit seinem rastlos tätigen Vorstand, Präsidenten Dr. Neumann, in seiner Tätigkeit hindern lassen. Durch die Personalunion unseres Fachmitglieds Prof. Dr. B r ü g g e m a n n, des Direktors unserer Universitätsklinik für Hals-, Nasen- undOhrenkranke, ist auch hierwieder dieBrücke geschlagen zwischen Heilstättenoerein und unserer Universität. Die Medizinische Fakultät freut sich über das Vertrauen, das ihr von feiten des Heilstättenvereins und ihres Vorstandes entgegengebracht wird. Sie wird alles, was in ihren Kräften steht, tun, um zum Gedeihen der Heilstätte beizutragen. Oberregieruwaf Rihel-Gießen brachte im Auftrage des Provinzialdirektors, der am Erscheinen verhindert war, herzliche Glückwünsche der Provinzialdirektion und des Kreises Gießen zum Ausdruck, die stolz darauf seien, daß mit dieser Heilstätte in Oberhessen ein neues großes Werk zum Besten der leidenden Menschheit enstanden ist. Bürgermeister Dr. Seid-Gießen beglückwünschte im Ramen der Stadt Gießen den Hessischen Landverband zu dieser schönen Heilstätte und rühmte mit besonderer Anerkennung, daß der Landesverband trotz der Schwere der Zeit dieses bedeutsame Werk geschaffen habe, für das auch die Stadt Gießen tem Landesverband und allen seinen Mitarbeitern herzlichen Dank ausspreche. Generalsekretär Dr. Helm-Berlin vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose begrüßte diese neue Schöpfung im Kampfe gegen die Tuberkulose mit besonderer Freude, sprach die herzlichen Glückwünsche des Zentralkomitees aus und würdigte dann die besonderen Aufgaben, denen dieses Institut zu dienen bestimmt ist. sie ruhig. „Ich habe Sie während der letzten sechsunddreißig Stunden überwachen lassen und habe eine ganze Menge über Sie erfahren. Miß Olroyd ist sicherlich ein sehr hübsches Mädchen. Mr. Dewin." Er sah das heitere Lachen in ihren Augen und wurde rot. „Sie haben doch nicht etwa Mr. Stebbings engagiert, um mich beobachten zu lassen?" „Gewiß — Mr. Stebbings selbst," sagte sie mit der größten Selbstverständlichkeit. „Sie haben ihn also gesehen? Es ist auch nicht angebracht von Privatdetektiven, sich Bärte anzuklek^n, das fällt auf und macht die Leute nur verdächtig. Das habe ich ihm sofort gesagt." Die Unterhaltung wurde unterbrochen, als das Mädchen den Dervierwagen hereinschob. „Der Fall von Mr. Farmer ist entsetzlich," sagte sie, als das Mädchen wieder gegangen war und sie ihrem Besuch Tee eingvß. „Ich konnte ihn nicht gerade besonders leiden — ich könnte Ihnen viel von ihm erzählen, aber es ist besser, daß ich es nicht tue. Sie sind ja so klug, daß Sie alle diese Dinge selbst herausbringen werden." „Soll das eine Beleidigung oder ein Kompliment sein?" „Das weiß ich nicht — ich denke, daß ein bloßes Kompliment ebenso auf Sie wirkt wie eine direkte Beleidigung." Er starrte in seine Tasse, dann trank er den Tee und schaute ihr klar in die Augen. „Ich will einen Trinkspruch auf Sie ausbringen," sagte er. „Ich brauche Ihnen nur das schöne, alte Wort Gucumatz zu sagen!" Die Tasse fiel mit einem Krachen aus ihrer nervösen Hand, und ihr Gesicht wurde plötzlich bleich. „Gucumatz!" stieß sie hervor und starrte ihn mit weitaufgerissenen Augen an. „Gucumatz .. Ihr Busen hob und senkte sich schnell. Er hatte sie an dem empfindlichsten Punkt getroffen. In der nächsten Sekunde muhte sie ihm das Geheimnis enthüllen ... Aber in diesem Augenblick öffnete sich die Tür, und das Mädchen kam herein. Paula wurde am Telephon verlangt. Und so gewann sie Zeit. Sie verlieh das Zimmer schnell und war einige Minuten abwesend. Als sie wieder ein trat, hatte sie ihre alte, sichere Haltung wiedergewonnen. Rur ihre äußere Erscheinung war verändert, denn sie hatte ihr früheres Kleid, das mit Tee beschüttet war, mit einem anderen vertauscht. Das Dienstmädchen hatte inzwischen die Scherben der Tasse entfernt. „Run wollen wir sehr vernünftig fein, fügte Paula, und ihre Stimme klang fröhlich. Ltm'versitäisprofeffor Dr. von Eicken-Berlin berichtete im Anschluß an seine Glückwunschwvrte mit feinem Humor über einige Erlebnisse aus der Zeit seiner Gießener Gelehrtentätigkeit (Professor Dr. von Eicken war 1910 nach Gießen berufen worden), aus denen hervorging, unter welchen Schwierigkeiten damals die Wissenschaft zu kämpfen hatte, die sich heute, repräsentiert durch Prof. Dr. Drüggemann, so guter Arbeitsstätten erfreuen darf. Mit Worten des persönlichen Glückwunsches an Prof. Dr. Brügge- mann zu dieser Heilstätte und mit starker Bekundung des Vertrauens für diesen ärztlichen Leiter der Anstalt schloß der Redner seine Ausführungen. Besichtigungs-Rundgang. Rachdem der Erbauer Baurat Meyer noch in kurzen Worten auf die baulich?- Gestaltung der Heilstätte hingewiesen hatte, folgte in mehreren Gruppen ein Besichtigungs-Rund- g a n g durch den imponierenden Bau, bei dem sich die Gäste davon überzeugen konnten, daß mit dieser Heilstätte ein Werk geschaffen wurde, das des höchsten Lobes und der uneingeschränkten Dankbarkeit der Allgemeinheit wert ist. Kirche und Schule. Oorfkircheniagung in Hochelheim. O Hochelheim, 2. April. Gestern fand in tunferer Gemeinde die erste Dorfkirchen- tagungimHüttenberg statt, die sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. Auch die Gemeinde selbst nahm an den einzelnen Veranstaltungen fast ausnahmslos teil. Die Tagung begann am Vormittag mit einem Gottesdienst, in dem der hessische Landespfarrer für Innere Mission, Direktor Röhricht, Darmstadt, über das Gotteswort Luk. 18, 40 „3esus aber stand stille" predigte. Der Redner rief auf zu den großen Ausgaben und den heiligen Pflichten, die der Gemeinde warten. Der hiesige Kirchenchor fang voc der Predigt den 121. Psalm und nach derselben den 103. Psalm. Der zweite Teil wurde durch den Führer der Dorfkirchenbewegung im Kreise Wetzlar, Pfarrer B i e r m a n n, Ebersgöns, eröffnet, der herzliche Degrüßungsworte an alle Erschienenen, insbesondere an die Direktoren der Inneren Mission, sowie an den Superintendenten der Rachbar- synode Braunfels, Pfarrer Lic. Heep, Wehlar- Riedergirmes, richtete. Ueber das Hauptthema Her Tagung „Evangelische Gemeinde und Wohlfahrtspflege" sprach der Provinzialdirektor der Inneren Mission, Pfarrer I-ie. Ohl, Langenberg. Der Redner entwickelte in einem längeren Vortrage ein ausführliches Bild über die Zunahme der Rotlage weiter Volkskreise in unserem Vaterlande. Aufgabe der evangelischen Wohlfahrtspflege sei es, dieser Rotla^ entgegenzusteucrn. Er führte an, daß in Deutschland heute über 40 000 Blinde, 40 000 Taubstumme, 60 000 Geistes- und Gemütskranke, 63 000 Fallsüchtige und 250 030 Krüppel vorhanden feien. Diesen Armen werde in den Anstalten der Inneren Mi.sion nicht nur äußerlich, so..dem auch innerlich Hilfe gewährt. Hauptaufgabe der Evangelischen Wohlfahrtspflege fei es, daß der immer mehr zunehmenden Entseelung weiter Volkskreife Einhalt geboten werde. In der anschließenden Mittagspause fanden die zahlreichen auswärtigen Teilnehmer gastliche Aufnahme in den Häusern der Gemeinde. Die Rachmittagsversammlung im Saale der Gastwirtschaft Philipp Iung wurde von dem Ortsgeistlichen, Pfarrer Schneider, mit kurzen Begrüßungsworten eröffnet. Dann hielt Direktor Pfarrer Horning, Reuwied, einen Vortrag über das Thema „Unsere Gemeinden und unsere Ingend". Hierbei redete er insbesondere der Schaffung von Kleinkinderschulen, sowie der Gründung von Iugenö- „Und aufrichtig!" sagte Peter. „Auch aufrichtig!" wiederholte sie. „Und zwar gegenseitig. Ich gestehe, daß Sie mich erschreckt haben, bis es mir klar wurde, daß Sie das böse Wort gefunden haben, das Farmer stets mit sich herumtrug. Sie haben mich furchtbar erschreckt," sagte sie noch einmal. „Sie scheinen solche Sensationen zu lieben!" „Ia, ich liebe es — und wenn ich von Gucumatz sprach —" „Das ist ein verrücktes Wort — ich schwöre Ihnen, daß ich es nicht gehört habe bis ein Iahr nach —" sie zögerte und suchte nach einem Ausdruck. „Bis ein Iahr nach?" wiederholte Peter. „Bis nach einem gewissen Ereignis," vollendete sie den Sah. „Aber was wollen Sie eigentlich mit diesem Wort?" Wußte sie es, oder wollte sie ihn nur verblüffen? Er neigte zu der Ansicht, daß sie die Bedeutung des Wortes nicht kannte, und die Vermutung wurde bestärkt, als er den nächsten Satz ausgesprochen hatte. „Das ist ein anderer Rame für gefiederte Schlange," sagte er langsam. Sie schaute ihn lange an, dann fiel sie plötzlich in einen Stuhl und bedeckte das Gesicht mit den Händen. Als sie wieder aufschaute, sah sie bleich und verzerrt aus. „Würden Sie mich morgen besuchen?" sagte sie und reichte ihm ihre schlaffe Hand. „Rein, nein, ich will heute nicht mehr darüber sprechen ... morgen.“ Sie folgte ihm in die Halle und sah, wie er fortging. Dann rief sie ihr Mädchen. „Gehen Sie sofort zu Cooks Reifebureau und belegen Sie zwei Schlafplätze im Orientexpreß." Das Mädchen war scheinbar an solche plötzlichen Entschlüsse gewöhnt und antwortete nur mit einem zufriedenen Lächeln. „Rita, niemand darf erfahren, daß wir morgen früh reifen. Es wäre gut, wenn Sie packen würden und meine Koffer in der Rächt zur Station brächten. Sagen Sie auch dem Portier, daß ich für mindestens ein Iahr verreise — aber erst im letzten Moment." Paula Staines ging zu ihrem Tisch zurück und verbrachte den ganzen Rachmittag damit, Briefe zu zerreißen, Schecks zu schreiben und Rechnungen zu bezahlen. Es war ein Grundsatz, den ihr Vater ihr eingeprägt hatte, und den sie niemals vergaß: .Gehe immer Verwicklungen aus dsm Wege!' Es waren böse Verwicklungen im Anzug, die schnell über die hereinbrechen würden, die dablieben. (Forljetzung folßL) -flegevereinen das Wort. Die schulentlassene Jugend könne sich nicht selbst überlassen werden. Don besonderer Bedeutung waren die Ausführungen des Redner- über die beabsichtigte Schaffung eines evangelischen Jugend- und Wohl- fabrtsamtes für jeden Kreis. An die beiden Vorträge schloß sich eine lebhafte Aussprache an. in der auch die Frage der Errichtung einer Kleinkinderschule für die Gemeinde Hochelheim in sachlicher Weise erörtert wurde. An der Aussprache beteiligten sich Superintendent Heep, Wetzlar-ViedergirmeS. Pfarrer Koch, Lützel- linden, Johannes Wagner, Ebersgöns, Fried- rich Reih, Hochelheim. Johannes Reih,Hochelheim. Anton Loh, Dutenhofen. Herr Lang. Hochelheim, Pfarrer Bi ermann, Ebersgons. Pfr. Schneider, Hochelheim, Pfr. Wahl, Lang-Göns und Lic. Ohl. Langcnbcrg. Es wurden dabei die verschiedenen Fragen der Ber- einstätigkcit, Fragen der Kostenaufbringung usw. eingehend berührt. Pfarrer W a h l. Lang-Göns, bemerkte, daß. wer einmal, wie die Gemeinde Lang-Göns, die Segnungen einer Kleinkinder- schule, sowie einer Krankenpflegestation einige Jahre lang erfahren habe, diese Einrichtungen ebensowenig missen wolle, wie eine Wasserleitung. Ein zusammenfassendes Schlußwort sprach Direktor Horning, Reuwied. Mit Dankeswor- ten an die Gemeinde Hochelheim, sowie an alle Mitwirkenden schloß Direktor Röhricht. Darmstadt. den Dorskirchentag, der viele Anregungen gegeben hat. Wirtschaft. Geringe Wirkuna des Quarialsultimoö am Geldmarkt. Der Bierteljahrsultimo pslegt im allgemeinen ein Termin zu sein, der eine besondere Anspannung auszuweisen hat und aus den Geldmarkt riicht ohne Einfluß bleibt. Die Besonderheit des Quartalsultimos März liegt darin, daß von einem Einfluß auf den offenen Geldmarkt fast nichts zu bemerken war, und daß er vollkommen über die Reichsbank finanziert worden ist. Diese hat nach -ihrem soeben veröffentlichten Ausweis auf allen Konten starke Zugänge aufzuweisen, ohne daß aber von einer über das normale Maß hinausgehenden 'Belattung zum Quartalsultimo gesprochen werden kann. Ihre Kapitalanlage hat. verglichen mit der Ausweitung zum Februar-Ultimo, nur eine über diese herausgehende Erhöhung um 100 Millionen Mark ersahren. Die Banken haben es auch zum Quartalsultimo vorgezogen, bei der Reichsbank in Lombard zu gehen. Man hätte angesichts der erheblichen Lombardkredite der Reichsbank damit rechnen können, daß wenigstens die ersten Tage der ersten Woche des neuen Monats eine gewisse Versteifung am Tagesgeld- marft gebracht hätten. Dies ist jedoch nicht der Fall, sondern im Gegenteil, bereits die ersten Apriltage haben einen Rückgang nicht nur der Sähe am Tagesgeldmarkt, sondern auch am Wechselmarkt gebracht, ein Zeichen dafür, daß die Geldverflüsfigung durch den Quartalsultimo keine Unterbrechung erfahren hat. Schon am Zahltag selbst ist am Tagesgeldmarkt eine Erleichterung zu spüren gewesen; übrigens sind die Rotierungen für Tagesgeld über 8 Prozent nicht hinausgegangen, während fie zum Februar-Ultimo bis auf 9,5 Prozent sich erhöht haben. Angesichts dieser sehr schnellen Ueberwindung des Quartalsultimos ist es kein Wunder, »daß am Privatdiskontmarkt, an dem selbst an dem Quartalszahltag eine Erhöhung des Satzes vorgenommen wurde, so daß er sich jetzt aus 4,63 Prozent stellt. Auch die Votierungen für bankgirierte Warenwechsel gehen ständig zurück. Längerfristiges Geld hatte trotz des Quar- talsultimos keine Aenderung der Sätze aufzuweisen. Damit sind die Aussichten des Geldmarktes für den Monat April als durchaus günstig zu bezeichnen; mit eines ins Gewicht fallenden Steigerung des Geldbedarfs ist wohl nicht zu rechnen, wenn auch die Saisonbewegung sich allmählich endlich bis zu einem gewissen Grade durchzusehen scheint. Der Kapitalmarkt wird sich nun nicht mehr dem Einfluß der Entwicklung auf dem Geldmarkt, deren Beendigung jedenfalls vorläufig nicht abzusehen ist. entziehen können. Die Belebungszeichen am Kapitalmarkt mehren sich in letzter Zeit, und es erscheint nicht ausgeschlossen, daß bei rationeller Inanspruchnahme des Kapitalmarktes bei Veuemissionen nun auch in der Verzinsung heruntergegangen werden, kann. Die erheblichen Goldzuflüsse der Reichsbank (in den letzten Tagen aus Paris und London 30 Millionen Mark), die anhaltende Verflüssigung des Geldmarktes und die gestärkte Hoffnung einer Auflockerung des Kapitalmarktes lassen natürlich die Frage einer weiteren Diskontsenkung auf 4,5 Prozent akut werden. Es hat sich gezeigt, daß die letzte Diskontsenkung irgendwelche Wirkung auf den Zustrom von Auslandgeldern und auf die Devisenlage nicht gehabt hat. Die Reichsbank könnte durch eine neue Diskontsenkung die ihr nicht genehmen weiteren Gold?uflüsse abstoppen. Dagegen spricht aber die Tatsache, daß die Diskontbaisse auf den internationalen Geldmärkten sich nicht fortgesetzt hat. Schuld daran ist die Haltung der Veuhorker Bundes-Rcserve-Bank, die vor einer an sich möglichen weiteren Diskontherabsetzung aus Furcht vor einem Wiederaufleben der Börsenspekulation zurückschreckt. Die erwartete Diskontsenkung in Veuyork ist bis jetzt ausgeblieben, und infolgedessen zögern auch Paris und London mit weiteren Ermäßigungen. * Di« Indexziffer der Großhandelspreise. Die auf den Stichtag des 2. April berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 126.6 gegenüber der Vorwoche (126,1) um 0,4 vH. erhöht. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1.8 v. H. auf 111,1 (109,1) gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist mit 125,6 (125,7) und diejenige für industrielle Fertigwaren mit 152,1 (152,4) leicht zurückgegangen. Im Monatsdurchschnitt März ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Vormonat (129,3) um 2,2 v. H. auf 126,4 gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten für Agrarstoffe 110 (minus 5,2 v. H ), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren 125,5 (minus 0,9 v. H.) und für industrielle Fertigwaren 152,9 (minus l,l v. H.). • Duderussche Eisenwerke in Weh - lat. Die G.-D. genehmigte nach einer Meldung des Wolssbureaus den Abschluß mit 6 (i. V. 5) Prozent Dividende auf die Stammaktien. Auf die Frage eines Aktionärs, ob die Selbstfinanzierung der Gesellschaft mit der Rückstellung von 800 000 Mk. für Hochofenerneuerung beendet sei, wurde von der Verwaltung erklärt, daß es unmöglich fei, anzugeben, in welcher Form die Weiterfinanzierung der Hochofenerneuerung vorgenommen werde. Wie Kommerzienrat Dr. Köhler über die Aussichten des laufenden Jahres ausführte, hielten sich die Abrufe im 1. Vierteljahr 1930 nur etwa auf Dorjahreshöhe. also der Zeit strengsten Winters. Dies sei eine Folge der weiter schlechten Wirtschaftslage, der den Kommunen aufgezwungenen Aus- gobenbefchränkung und der Zürckhaltung der Privatwirtschaft hinsichtlich der Inangriffnahme größerer Bauten. Dr. Köhler sprach sich dann für den Wegfall der Wohnungs-Zwangswirtschaft, die baldige Veuordnung der Reichssinan- zen und eine Reform der Arbeitslosenversicherung aus. Die Wiederherstellung der Kapitalkraft des Hausbefihes werde dem Wohnungsbau erhebliche Mittel zuführen und die Erstellung von zusätzlichen Wohnräumen billiger und zweckmäßiger bewirken, als dies die Behörden als Dauaustragsgeberin tun könnten. Hoffnungen auf eine Besserung der Konjunktur könne man an die andauernde Flüssigkeit _ der Geldmärkte in Verbindung mit der Aufwärtsbewegung auf dem Rentenmarkt knüpfen. Einstweilen habe die Gesellschaft ihre Betriebe jedoch auf einen verminderten Gefchäftsumfang einstellen müssen. * Ha usrat G. m b. H., Frankfurt a. M. Im Vergleichstermin wurde der Derglcichsvor- schlag mit großer Mehrheit der Gläubiger, sowohl nach der Kopfzahl als auch nach der Summe der Forderungen, angenommen. Forderungen unter 300 Mark werden binnen zehn Tagen voll befriedigt. Die übrigen Gläubiger erhalten 60 v. H. ihrer Forderung in bestimmten kurzen Zeitabschnitten. Diese Auszahlungen erfolgen unter selbstschuldnerischer Bürgschaft der Stadtgemeinde und des Kommunalverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden. Die Liquidation der Gesellschaft wird weiter durchgeführt. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 7. April. Tendenz abge- fchwächt. — Zu Beginn der neuen Woche machte sich eine Verstimmung bemerkbar, die von der Ungewißheit der Lebensfähigkeit hinsichtlich der Finanzreform und der Lebensfähigkeit des Kabinetts Brüning auSging. Aber auch der Kurseinbruch in Zellstoff- a k t i e n blieb nicht ohne Einfluß auf die Ten» denzgestaltung. Auf der anderen Seite erhielt die Börse jedoch von der günstigen Veranlagung der Geldmärkte eine gewisse Stütze, so daß an den meisten Märkten die Kursverluste klein blieben. Die Kulisse zeigte Zurückhaltung und schritt zu Abgaben, da der verringerte Ordereingang nicht gerade Kauflust auslöste Doch machte sich auf dem ermäßigten Viveau später einige Dek- kungsneigung geltend. Zell st off Waldhof waren weiter stark angeboten und verloren gegenüber dem Echlußkurs vom Samstag auf Gerüchte, die von einer Dividendenreduktion sprachen. 15.5 v. H. Selbstverständlich blieben Zellstoff Aschaffenb urg hiervon nicht unbeeinflußt, doch war der Rückgang hier mit minus 5 Prozent geringer. Am Elektro- markt erhielt sich außer den schon bekannten Gründen für AEG. Interesse, und dies Papier lag mit plus 2 Prozent weiter freundlich. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen im Angebot und schwächer. Chadeaktien verloren 3 Mk. Elektrische Lieferungen. Rheinische Elektrizität. Schuäert und Siemens büßten von 1 bis 2,5 Prozent ein. Auch am Chemie markt kam die Bor- sichtigkeit der Kulisse in Anbetracht der etwas ungünstigeren Beurteilung der Lage zum Ausdruck. Farben verloren 3 Prozent, Deutsche Erdöl 2.25 Prozent. Goldschmidt konnten dagegen leicht anziehen. Für Kunstseidenaktien erhielt sich die Vachsrage. A k u gewannen 2 Prozent. Am Montan- markt war das Geschäft still. Die Dividendenerhöhung bei Buderus blieb ohne Einfluß. Die Verluste gingen hier bis zu 2,25 Prozent. Infolge des Rückganges des Kaliabfahes im Monat März lagen Kaliwerte stärker angeboten, und Aschersleben büßten erneut 5 Prozent ein. Bauunternehmungen waren knapp gehalten. Schifsahrtswerte eröffneten gut behauptet. 21.-®. für Verkehrswesen leicht gedrückt. Von Bankaktien gewannen Reichsbankanteile auf regere Vachsrage 3 Prozent. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen überwiegend etwas schwächer. Lebhaster war schon zu Beginn der Börse das Geschäft am Renten markt. Besonders hervortreten konnten Alt- u n d V e u b e s i tz , die je 1,20 Proz. gewannen. Von Ausländern konnten Türken mehr hervortreten. Im ‘Verläufe ergaben sich unter dem Druck des stilleren Geschäftes und weiterer kleiner Abgaben gegen Anfang erneut Rückgänge bis zu 1,5 Prozent. Eine Ausnahme machten Conti Gummi, die lebhaft gefragt waren und insgesamt 5 Proz. gewannen. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld auf 4,5 Proz. festgesetzt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1898, gegen Pfund 20.382, London gegen Kabel 4.8657, gegen Paris 124,27, gegen Mailand 92.78, gegen Madrid 39.10, gegen Holland 12.1150, gegen Schweiz 25.1025. Berliner Börse. Berlin, 7. April. Vach einem undurchsichtigen Dormittagsverkehr schien es vorbörslich, angeregt durch die Festigkeit einiger Spezialgebiete (Dpritaktien, Veubesitzanleihe usw.), eher freundlicher werden zu wollen. Es lagen außerdem verschiedene retardierende Momente vor, die auf die Stimmung drückten. So diskutierte man über die Vote Tardieus und die Aussichten einer baldigen Rheinlandräumung, verwies auf das F i n a n z p r o g r a m m Moldenhauers, der die Regierung wegen der Finanzverhandlungen drängt, bedauerte den plötzlichen Tod des Berliner Bankiers Martin Sch es f, der sich besonders am Polyphon- Markt auswirkte, und war überrascht von der gemeldeten Höhe der Hakdenbestände von 4,2 Millionen Tonnen; auch der Bergmann- Abschluß enttäuschte trotz des gesteigerten Exportes. Diesen Momenten gegenüber machte der leichte Geldmarkt und der durchaus befriedigende Saaten st andsbericht Preußens für Anfang April wenig Eindruck. Die ersten Votierungen Wielen überwiegend Derluste von 1—2 Prozent auf; darüber hinaus verloren Rheinische Braunkohlen, Kaliwerke, I.-G.-Farben, Goldschmidt, Bergmann. Siemen-, Zellstoffwerte usw. bi- zu 5 Prozent. Ha Pag wurden heute erklusive Dividende notiert. Ausgesprochen seste Tendenz zeigten S p r i t a 11 i c n und Conti- Gummi. Auch deutsche Anleihen waren freundlich. Veubesitzanleihe etwa 0,5 Prozent fester. Don Ausländern büßten Bosnier 0,5 Prozent ein, während Mexikaner und Anatolier dis 0,5 Prozent gewannen. Am Pfandbriesmarkt war das Geschäst ruhig, eS bestand für Anlagen weiter etwa- Vachfrage. Der Geldmarkt war leicht. TageS- geld notierte 3,75 bis 5,75 Prozent, Monats-> gelb 6 bis 7 Prozent. Vach den ersten Kursen setzten sich vorübergehend leichte Erholungen durch; Spritaktien und Conti-Gummi waren weiter bevorzugt. Später wurde es aber allgemein schwächer Die Kurse gaben bis zu 1 Prozent unter Ansang nach. Waldhos verloren aus die erneut 12proz. Bruttodividende weitere 4 Prozent. Polvphon, Reichs- b an l und AEG.. sowie Siemens, "Bereinigte Stahlwerke usw. waren stärker angeboten und bis zu 2 Prozent niedriger. Oesterreichische Siemens-Schuckert notierten mit 119,13 Prozent nach 115 Prozent ausfallend höher. Frankfurter Eiermarkt. Tendenz: Etwas fester. (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station.) Preise in Pfennig per Stück: Italiener 8,5 bis 9, bulgarische 6,75 bis 7, jugoslawische 6,75 bis 7, rumänische 6,5 bis 6,75. russische 6.5 bis 7. polnische 6 bis 6,25. chinesisch) 5 bis 6. holländische 8 25 bis 10,5, dänische 8,25 bis 10,5, belgisch- slandrische 8.5 bis 8.75. schlesische 7 bis 7.5, bayrische 7,5 bis 7,75, norddeutsche 8 biS 8,5. Fra.:" rter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. April. Tendenz: Fest. Am Produktenmarkt konnte sich heute infolge der höheren Auslandnotierungen lebhafteres Geschäft entwickeln. Die Händler schritten zu 'Deckungen, unter Bevorzugung von. Roggen, der bis zu 1 Mark anzog. Auch Sommergerste für Drau- zwecke war lebhafter gefragt und bis zu etwa 15 Mark hoher. Inländischer Hafer konnte in gleichem Ausmaße anziehen. Im Zusammenhang mit der festen "Veranlagung der Getreidemärkte waren auch Mehle lebhafter. Die Mehlpreise zogen unter Bevorzugung von Roggenmehl bis zu 1,25 Mk. an. Don Futtermitteln trat be- fanders Roggenkleie hervor, die bis zu 1 Mark gewann. Das Geschäft war lebhaft, bte Tendenz fest und zuversichtlich. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Vassau. Hektolitergewicht von 78 Kilo) gut, gesund und trocken 287.50 bis 290; Roggen (Hessen, Provinz Hessen- Vassau und Unterfranken. Durchschnittsqualität, Hektolitergewicht 70 Kilo) gut, gesund, trocken 195; Sommergerste für Drauzwecke 200 bis 205; Hafer, inländischer, 185 bis 190; Weizenmehl, süddeutsches, Spez. 0 41,75 bis 42.75; Roggenmehl 27,75 bis 28.75; Weizenkleie 9.15 bis 9.35; Rog- genfleie 10.25 bis 10.50; Erbsen 22 bis 33; Linsen 35 bis 80; Heu, süddeutsches. 8.75; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt 5 bis 5.25; Treber, getrocknet 13.25 biS 13.75 Mark. Frankfurter Lchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. April. Auftrieb: Rinder 1572 Stück; Darunter Ochsen 398, Bullen 90, Kühe 596, Färsen 424, Kälber 559, Schafe 69; Schweine 5157. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwert: jüngere 55 bis 59, ältere 50 54, sonstige vollfleischige: jüngere 46—49. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 53- 56, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 48—52. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46—50, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 42 - 45, fleischige 35-41, gering genährte 28- 34. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder-: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 57—60. vollsleischige 54 bis 60, fleischige 50—53. Kälber: Doppellender bester Mast 80—83, beste Mast- und Saugkäl- ber 75—79, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 74. Schweine. Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 69- 70, vollsleischige Schweine von zirka 240 -300 Pfd. Lebendgewicht 69—70, desgleichen von zirka 200—240 Pfd. Lebendgewicht 70-71, desgl. von zirka 160-200 Pfd. Lebendgewicht 70-71, fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Psd. Lebendgewicht 67-69. Marktverlauf: Rinder mäßig rege, nahezu ausverkauft. Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Kälber und Schafe lebhaft geräumt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt deschlofsenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H-, Lombardzinsfuß 6 o. $). ftranffurt a. M. Berlin Frankfurt a. M Berlin «Schluß«! iure 1 l'Uhr« flure Schluß« fun< । Anfang« Nur« Sch-uß«, kur« I i«Uvr« fl r« Schluß«, kur« | Anfang« flure Datum 5. 4 7. 4 7. 4 Datum 54 | 7. 4 5.4 7. 4 6% Seutldie Ncid>4aniclbe Vamdurg-Amerika-Paket . . 7 114,5 —— 114 107,6 opn 192? 87.13 — 87,1 — Hamburg-Südam. DampffchiN 8 — — 168 — 7% SkutW Reick-anleibe Hanla Tamvllckifl 10 — — 160 — von 1929 - • 99,3 — 99,8 — Rorddeutlcker Lloyd .... 8 108.25 —— 107.75 107,6 tcuridie Änl..AdIö>..Lanbcl55,4 155.4 Anleide Gerte 1 — — 53,5 — Reicktbank . ...... 12 295,5 295,75 294.13 295,13 8% krankt dvV.-Bant Koldpse XIII unkündbar bi» 1931 —- — — — AEG........... . 8 176 175,5 175,75 175.4 7% Frankl dYV -Bank ÖPlbpfe Bergmann........ . 9 — —» 207 202,25 unkündbar bi« 1932 89,6 — — - Eie kn. LieferungLgelelllckaft. 10 174,5 173,25 174.25 173,75 4*i% R dein ticke Hnv.-Banl Lickt und kralt 10 180 — 178,75 179.5 Viqu. (Boltpfe. 85,15 — ,"reiten & Guilleaume 7 Yt 133 — 133 133,25 6% Pr. eanbe*ptanbbrtefanftalt. Selelllckalt für Elektrilcke 'Bfanöbtiefe R 17 97 97 — Unternehmungen 10 135,25 — 186.25 184,5 S% Pr Can&Mpfanöbnefar.flalt, Hamburger ElektriritülS-Werke 10 — — 140.25 140 Äomm^Cbl. R. 16 94.5 94,5 Rdewilcke öletrrtutät . . . 9 150,5 150 150 150 7% Pr ßanbeeplanbbrtefanftaU, Schlesische Elektrizität. . . . 10 • 194 150 174,6 Planvbrtele R 10 89 — 89 — Lckuckert & (So. ..... 11 197.5 — 196.5 194 A.E.Ä abg. yertriege-Cbllgatto» Siemen« & Halske . • • • • 16 267 262,5 266.5 263,13 nen. rückzahlbar 1932 92.5 - - Transradio ....•••• . 8 — — — Vabmeaer & (So...... . 10 174,5 - 174,75 173,13 4% Lesterretcktsche tSolvrenie . . — 28,5 Buderus ..•••• . 6 83,25 81,5 83 82 4,20% Cefterrctoitoe Silberrente 4.2 4,3 4,5 Deutsche Erdöl . . • • • • . 6 106.75 105,5 106.75 105,75 4% Cefiencidjtfcbe Einheitliche Eilener Steinkohle . • • • • . 8 — - 145.75 — Rente — — 2,6 — . 6 114,25 143,5 144,5 144,25 4% Ungarische Goldrente 25.3 — 25,2 2,6 . 0 132 — 132 132.13 4% Ungariidie gtaaurcnie v. 1910 '1.75 — 21,7 jioeld) (Eilen. . .••••• 6Vt — 116,9 116 4Vi% dekgl. von 1913 — — 22,75 22,6 10 231 — 231,5 231 l% Ungariidie Äronenrcnte z,65 — 2.6 iilddnenverfe ...... . 7 110 — 108,75 — i% Türkilcke ßollanletbe von 1911 '-65 —» '.75 7,8 ftfiln-Meuellen ...... . 1 — d- 114,25 113,25 1% Türkilcke Sagdadbabn-Anl Mannesmann-Rbbren . • • . 7 113 >11 >12,9 111,5 Serie I — /,75 ',75 7,8 iRanefelber Bergbau . • . . 7 109 — 110 109,5 4% de-gi Serie II .65 7.75 7.75 7,8 Cberiälei (Kienlebart . . . . 6 79 - 77,25 • 5% Rumänisch, oeretnb Rente Qderickles ftotimerfe . . . . 7 - 111.65 119,25 von 1903 >0,25 — 10,2 — BbönN Bergbau ... 6K 106,75 •* 106,65 105,4 4i'i% Rumünifche vereind Rente SHeinNche Braunkohle» . . 10 241 — 241 237,5 von 1913 . . —- 16,5 — «Leinstahl ....... . 6 122,25 — 121,25 120,5 i% Rumänische vereint). Renr, . 8.55 — 8,5 7,2 — —* Frankfurt a. Ist. 1 3er1ln Schluß» für« 1-Uhr« 1 flut« Gchluß» 1 Anfang- für« 1 Rur« Datum 5 4 7 4 5- 4 1 7. 4 Meterntgre Stahlwerke 102,5 102 101,75 , 101,25 Llavl Minen . 16'/. 61,9 61,25 61.5 ! 61 flalücerfe Aschereieben . . 10 221,5 218 220,75 218 Kaliwerke Westeregeln . . 10 224.5 — 223.5 । 220.75 Äaltroerte SaUbctfurtb . . 15 376 — 376,9 I 372,5 $. G. garben.^nDuItrtt . . 12 178,5 176,4 178.65 176,25 Tnnamit Nobel . . . ■ . . . 6 — — 85,65 84 Schetdemistalt...» e . . . 9 155,75 — — Gololckwidt . . , 76 74 75,5 73 Rütgettwerke .... • . . 6 81.25 80,5 80.75 ' 80,25 Metallgelellfckast. . . . . . 8 112,5 — 111 I 110 Dhtltvv pol,mann . . . . . 7 110 109 109,5 108,75 Zementwerk Heidelberg . . 10 132,5 132,25 — — (Sementweri Sarlstadt. . . 10 — — — — Davh & Rreutag . . - . . . 8 94 93 90 — SLulidet» Payenhofer . . 15 297,5 299 Cflroerle ..... . . 12 248,5 251 iltu ....... . . u H0,5 111 110 110,5 Bem berg...... . . 11 154 — 150.5 151,5 Zellstoss DaldKos . 13V. 205 i99.9 204 200 Zellstoss Aschaffenburg . . 12 157 154 157,25 153 Charlottenburger Saffet ... 8 — — 108 106 Teffauer öai . . • ... 9 — - 176,5 174,75 Daimler Motoren . . . v 43 42,9 43 43,4 Deutsche Linoleum . '58,5 — 258 255,5 Maickinenbau 3.«®. . e , . . 0 — 51,65 50,6 . . . c> — — 21,13 — Ctenftein & Koppel . • ... 6 ■ — 81,65 81,9 Leonhard Tie? . . • • . 10 160 160 158,5 Sven-ko . . . • • • • • 355 - 355 356 »vranlturter Maichme» ... 4 36 - 36,75 — Griyner . - . ... 6 40 — 40 — flungoans - - • . . . 0 ... 6 38 — 38,75 — Leckwerke . . . ... 8 106 — — — Mainkraktwerke pichst a. M- - - 8 — — Mtag . - . . 10 132,5 — 132,5 132 Sehr. Roeder ... . . 10 102 — — Boigt & Haesinet . . ... 9 213 — 218 — Lüd de ursche Zucker , e . « 10 160 — 160 Banknoten. Berlin, 5. April ri'elb Arles nmerilairttrhe 'Jioten..... Belgische Noten ...... Dänische Noten ........ Ätglische Noten........ ^rancöstsche Noten ...... Holländische Noten...... (italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Ceftcrr ,1100 fironen Numänifcke Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Svanische Noten..... . Tschechoslowakische Noten . . Unaartsche Noten 57772 58,33 111,78 20,323 16,40 167,71 22,08 111,78 58,83 2,47 112,18 80,98 52.99 12.355 72,85 4,192 58,57 112 22 20,403 16,46 168,39 22,16 112,22 59,07 2,49 11262 81.30 53,21 12.415 73,15 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. TU. 5. April 7. April Amtliche Notierung Geld »ries Amtliche Dotierung Geld Brief Lmst--Nott. Bu-n.-Atre- Brss.-Antw- Ldristiania. «ovenllagen Stockholm . HclsinatorS. Italien . . . London. .« ‘Jieunort . • PoriS.... Schweiz •. Spanien . - (Japan • . • -Mio de (Tan. Wien in D-- Ceft. abaeft. Prag .... Bel irad . . Budapest. . Bulo arten. Lissabon . lamia. . . flonfianti» Sthen. . . Ccmada 11 ru uay. . Eairo . . . 167,98 1,609 58,395 112,03 112,08 112,48 10,525 21,935 20,357 4,185 16,375 81,085 52,37 2,068 0,491 58,995 12,395 7,400 73,08 3,034 18,78 81,38 1,734 5,43 4.183 3,866 20,865 168,32 1,612 58,515 112,25 112,30 112,70 10,545 21,975 20,397 4,193 16,415 81 245 52,42 2,072 0,493 59,115 12,415 7,414 73,22 3,040 18,82 81,54 1,788 5,44 4,191 3,874 20,905 168,00 1,650 58,395 112,03 112,08 112,48 10,525 21,945 20,355 4,185 16,375 81,105 52,45 2,068 0,941 58,975 12,349 7.400 73.08 3,034 18,78 81,39 1,785 5,43 4,182 3,866 20,84 168.34 1,654 58.515 112,25 112,30 112,70 10,545 21,985 20,395 4,193 16,415 81,265 52,55 2,072 0,493 59,095 12,4)4 7,414 73.22 3,040 18,82 81.55 1,789 5,44 4,190 3.874 20,91 Lichtspielhaus Nur heute Montag: Lux, der König der Abenteurer, in: Pariser Unterwelt ein Kriminalfilm mit unerhörter Spannung 2. Schlager: Wenn Ou noch eine Heimat hast ein Spiel von Liebe und Heimat. Hauptdarsteller: Leo Peukert — Grltta Ley — Herrmann Pischa — Fritz Kämpers 26891. wird Immer größer. wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Durch solche Bänder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache werden. (Es entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur Folge haben kann.) Fragen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage verordnet dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine äußerst bequeme, unverwüstliche Spezial-Bandage anfertigen zu lassen. Durch Tag- und Nacht- tragen meiner Bandagen haben sich nachweislich Bruchleidende selbst gehellt Werkmstr. A. B. schreibt u. a.: .Mein schwerer Leistenbruch Ist geheilt Ich bin «dotier in meinem 66. Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch I" Land- wirt Fr. St schreibt u. a.: .Ich sehe mich genötigt. Ihnen nach 2 Jahren meinen innigen Dank auszusprechen . . wurde ich ganz befreit von meinem Leiden." Bandagen von RM. 15.- an. 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April ab eine Woche auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten und evtl. Erhebung von Einwendungen offen. Es ist bei dem Semeinde- ooranschlag die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker bei- zutragcn haben. 2845V Röthges, den 7. April 1930. Bürgermeisterei Röthges. Metzger. Nutzholzversteigerung. Einzeln Buche: Eiche: Lärche: 5. 6. 2 1 3,24 fm 2,94 „ 1,52 „ 33 9 1 1 1 1 1 15 29 17 36 1 1 Stämme (Güteklasse A) 4. Klasse 5 Stück . . Erle: Fichte: Stämme (Güteklasse N) 1. Klasse 2 Stück . . Nutzscheit: Eiche = 3 rm Kiefer == 6,5 rm 0,36 fm 13,20 „ 7,75 „ 2,03 „ 0,20 „ 0,61 „ 0,96 „ 0,46 „ 4,76 „ 21,45 „ 29,72 „ 50,09 „ 1,88 „ 5,42 „ Am Freitag, dem 11. April 1930, kommen aus den Waldungen bet Stadt Allcndorf an der Lumda, nachstehende Holzsortimente aus den Forstorten: Fichtcwicse, Obig den Rödern, Ncucwald, Horknelseck, Runde- heg, Kringelsbach, Zimmerplah, Lange- seif, Schuchardsgrab und verschiedene, an Ort und Stelle zur Versteigerung. 2841D 2. 3. 5. lb- 2a- 2b- 2b- lb- 2a- 3a- 3b- 4. 5. Die Genehmigung bleibt im wie im Ganzen vorbehalten. Nutzknüppel: Fichten - 20,75 rm Derbstangen: Fichte = 845 Stück Reisstangen: Fichte = 47 Stück. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr im Forstort Fichtewiese. Allendorf an der Lumda, 5. April 1930. Hessische Bürgermeisterei: Aein, Bürgermeister. itmachung. Ji WO »sc Rufschlag. :hst nach -er Semeinde Mhgtt 1930 liegt vom 8. 2pru f -em Geschäftszimmer i zur Einsicht der Inter- Erhebung von Lmmen- ist bei dem Gemeinde, tbcbung «>n*.¥Ä 2 n ^tzütetlasit N) (m n 55 9 1 1 1 15 29 17 56 1 1 7. April 1950. eisterei Röthgtt- kehgcr. 0,20 0,61 0,96 0,46 4,76 21£ 29,12 50,09 1,8S 5,42 . 2 Stü-k • ■ J3’2o ■' 7,75 2,03 -Arm ^’52> ?tcn-45^ WZ47rt1lbt hte - jtjags 9 Ith -anelc- gpril 1930' Sürg^'. W»* »ersieigeruns- Äcls-ä^undc- ,orb-h°lt-n. Wcklasi-^ ,24fm 5 Stück . • A , 1,5'2 , »♦* o cn o W-* »w <3 <3> E 8 Q. Ä ei o c o s (j) 05 =J *583 8 = s 5 = 3 *° S8*3 u§"d^5 « 3 JL = ® ft 5 = - » 12 H«7® §"cv '3»C = E ’<£--2 5 L 3§?c *<*? 6 -LEl-ssr^N = ES = _A E A = 1 2-C*= c.3 c ° »S^s-eS* E O ■—• O O O «- si- <3C A-37 j’n’t I e=. 7=BZI^ cx ft = -St-Zs- 3 -ts p CB-r.o T. e F F o J8 E A 5 2 = x X> - ,5 6E^ t=-eÄ s-'s- ff ek „ w e*E m kS rnxzö . ■E o’ c# * C — w— A. M £ U 3 3-s 4» 3 j$> 3 E&e«o°c 1- p O ~-ete ° 1 2 E c ■ES Si ~ -a £5 '-' ■=» L.,Y E E C eÄ y- 3 C e = ■s« E e 05 .ISftf " -e § L £="§§ =__ rLtEüi « 5 *— ro'°C=" E L egEc IJe 5 2 E~ *= _ E 3 1-!S^ 3-tb . C*J 4/ «C. 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