ttr 260 (Elftes Blatt 180. Zahrgang Donnerstag, 6. November 1950 trldjr in। loglich,outze, Sonntag» und Jet erlog» Beilagen 'Dir DDultrierte vtetzenet JamtltenblLNei Heimat 'M Bild Dir Scholle UlonatsBe jugsorets. 2.20 Veid)6marh und 30 Rrtchspfenntg füi Träger lohn, auch bet Ntchler« Meinen emgelner'Jlummern Infolge höherer Gewalt. Hernfprechantchtüsfe unter Sammelnummer 2251 Anschrift lüi Drahtnachrichten Bnjetger ziehen. Postscheckkonto: xranflurtam Main 11686 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drud nnö Derlag: vrLhl'fche UntversitLir-vuch- nnö Stetnöruderet 8. Lange tn Gießen. Sd^riftlelhing und Gefchäftrftelle: Zchulitraße 7. Annahme von Jlnjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis tut i mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re» klamean,eigen von 70 m Breite 35 Reichspfennig, Playoorfchrist 20‘ , mehr. Chefredakteur Dr Friede Wilh Gange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Gange; für Feuilleton Dr h Thynot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Ma; Filter, fömtlich in Bietzen. Das Klugschiff DoX landet nach fünfstündigerFahri glatt in Amsterdam ©er Start in Altenrhein. Altenrhein, 5. Dov. (WTB.) Don Minute au Minute wächst die Spannung. Wird Do X starten oder nicht? Doch ist keine Entscheidung gefallen. Die Maschine ist bereits aufs Wasfer gebracht. Die letzten Wetter- n a ch r i ch t e n werden eingeholt. SS ist ziemlich kühl. Bei den Werken am schweizerischen Ufer liegt in der Dacht gefallener Deuschnee. Der Himmel ist leicht bedeckt. Es liegt leichter Debel über dem See. Die Sicht ist mittelmäßig; hier und da brechen Sonnenstrahlen durch. Um 10,20 Uhr besteigt auch der Kommandant Kapitän Ehrt- sti ans en das Flugschisf. Jetzt rechnet man bestimmt mit dem Start. Dem einsteigenden Kommandanten wird in einem kleinen Käfig ein Kanarienvogel nachgereicht. Möge er als Glücksvogel den Do X aus seinem Flug begleiten. Um 10,30 Uhr werden die Motoren ange- lassen. Bei der kühlen Witterung benötigen sie eine gewisse Zeit, um für einen schnellen Start warmzulaufen. An Bord befinden sich außer dem Kommandanten Kapitän Friedrich Christiansen als Piloten Flugkapitän Merz sowie Flugkapitän Schildhauer, der Davigationsoffizier Die mann, der Funkossizier Kiel, der Bordingenieur Eitel, der Curtih-Ingenieur Br e w- t o n, der Curtih-Ingenieur G o dy, der vorläufig nur bis Amsterdam mitsährt, sechs Dordmonteure sowie Dr. T i l g e n k a m p als Prefsechcs. Das Flugzeug hat für zirka 91/, Stunden Betriebsstoff an Bord, also 10 Tonnen. Es ist 11 Uhr vormittags. Doch immer hört man das Dröhnen der Motoren, die in kurzen Abständen der Reihe nach an- und ausgeschaltet werden. Für den 850 Kilometer langen Flug will man in jeder Hinsicht gut gerüstet sein. Jeden Augenblick glaubt man, das Flugschiff über der Wasserfläche fortgleilen zu sehen, doch immer noch liegt es still und ruhig da. Kurz vor 11.30 Uhr verstärkt sich das Dröhnen. Die Motoren laufen mit voller Kraft, um auf die für den Start erforderliche hohe Tourenzahl zu kommen. Um 11.30 Uhr gleitet das Flugschiff langsam an, die Geschwindigkeit nimmt rasend z u. Innerhalb fünf Sekunden ist, überraschend für alle, die am Ufer Zurückbleiben müssen, der Start erledigt. Kurs auf Friedrichshafen. Schnell hat das Flugschiff die Höhe von einigen hundert Meter erreicht. Heber der Stadt Friedrichshafen und den Dornier-Werken in Manzell fliegt es eine Ehrenrunde. Dann geht es unaufhaltsam weiter nach Konstanz zu. Leiser wird das Geräusch der Motoren, langsam verschwindet das Flugschisf aus dem Blickfeld der Zurückbleibenden Altenrhein-Amsterdam. ft o n fl a n 3, 5. Dov. (IBIB.) Das Flugschisf Do X hat um 11.58 Uhr die Stadl ft o n st a n z bei strahlendem Sonnenschein in geringer höhe überflogen. Ls verfolgt genau den Lauf de» Oberrheins. Do X hat die Stadt Walds Hut am Oberrhein um 12.28 Uhr in schnellem Fluge bei gutem Wetter passiert, ftursrichtung Lasel. 1** ° 6 erste Lord- telegramm vom Flugschiff lautet wie folgt: 11.50 Uhr Bodensee verlassen, Richtung Basel. Heber Basel erschien Do X um 12.45 Uhr, begleitet yon einigen schweizerischen Flugzeugen. Strahlender Sonnenschein liegt über dem Oberrheintal. 20 Minuten später überflog es die Stadt Breisach am Rhein und das ftaiserstuhlgebiel. Vas Schiff fliegt mit höchster Geschwindigkeit rheinabwärts, wenige Minuten später besand sich Do X schon vor ftchl. Um 13.53 Uhr überflog das Flugschiff Do X bei nebeligem Wetter Maxau rheinabwärts. Um 14.13 Uhr erreichte es Mannheim. Um 14.35 Uhr Main; in Richtung Bingen. Ls wurde von einem kleinen Flugzeug begleitet Das Flugschiff DoX passierte um 15 Uhr ft oblenz, um 15.28 Uhr Bonn, um 15-35 Uhr fiöln. Um 15.45 Uhr passierte Do X von Benrath kommend, Düsseldorf, von mehreren Flugzeugen begleitet Genau um 16 Uhr passierte das Flugschiff Duisburg bei sehr diesigem Wetter und flog in Richtung Hamborn in sehr mäßiger höhe den Rhein entlang. Do X hat um 16.15 Uhr die holländische Grenze passiert und ist um 16.30 Uhr glatt dicht In der Nähe des großen Flugschuppen» des Amsterdamer Marineflughafens Schellingwoude gelandet. In Amsterdam. Amsterdam. 5. Dov. (WTB.) Das deutsche Flugschiff „DoX^ wurde ngch seinem Dieder- gehnr im Marineflughafen Schellingwoude sofort von einer Flottille von Motorbooten umringt. Eine Motorbarkaise der holländischen Marine ergriff die ihm v»n „Do X" zugeworsene Leine und nahm das deutsch« Flugschiff ins Schlepptau. Während des Abschleppens wurde der Te atzung des „Do X“ von den Insassen der Motorboote eine lebhafte Huldigung dargebracht. Da eine Bergung des „DoX“ in und unmittelbar vor dem Flugzeughafen der holländischen Marine wegen seines großen Hmsanges nicht in Frage kommen konnte, mußte das Flugschiff mitten im Wasser in einer Entfernung von etwa 50 Meter vor dem Fluazeughafen verankert werden. Don allen Seiten näherten sich neue Motorboote, von denen aus Pressephvto- ............................... Kftl Links: ßängsgang durch das „fliegende S>oteV“. — Rechts: „Do X" im fähige über den Bodensee. graphen Blitzlichiaufnahmen machten. Die Insassen mehrerer Motorboote versuchten, auf „Do X“ überzusteigen, waS jedoch nur wenigen gelang. Da gleichzeitig auch Motorboote der Amsterdamer Hasenpolizei'und der Zollbehörde bei „Do X“ an« legten, entstand zeitweise ein gefährliches Gedränge. Mehrere drohende Zusainmensk he zwischen den Motorbooten und dem Flugschiff konnten nur mit Mühe vermieden werden. Der- tretcr der Amsterdamer Hafenbehörde begaben sich zur Begrüßung der Besatzung an Bord. Do X dürfte mehrere Tage in Amsterdam bleiben. Er wird zunächst einige Probe- und Dorführungsflüge über dem Zuider- see und der Dordsee vornehmen. Für morgen vormittag ist eine offizielle Besichtigung des Flugschiffes vorgesehen, zu der Einladungen an mehr als 600 Persönlichkeiten aus holländischen amtlichen und Wirischaftskrcisen sowie aus der Amsterdamer deutschen Kolonie ergangen sind. Auch die Mitglieder des holländischen Kabinetts wurden zu dieser Besichtigung geladen. Bezeichnend für das große Interesse, das das Amsterdamer Publikum für die Ankunft des deutschen Flugschiffes Zeigte, ist es, daß heute nachmittag und noch in den ersten Abendstunden alle Zugangs st raßen vom Marineflughaken Schellingwoude nach Amsterdam mit Automobilen, Fahrrädern und Fußgängern v e r st o p s t waren. Die Polizei muhte umfassende Dorkehrungen für die Regelung des Verkehrs treffen. „Aeußerst zufrieden." Das Flugschiff hat allen Erwartungen entsprochen. A m st e r d a m, 6. Dov. (TH.) Der Pressechef der Dornierwerke, Dr.Tilgenkamp, der den Flug des „Do X“ von Altenrhein nach Amsterdam mitgemochk hat, teilt über den Verlauf des Fluges u. a. folgendes mit „Hm 11,50 Hhr verließen wir den Dosensee bei Konstanz, um den Rhein entlang bis Basel zu fliegen. Dieser Teil der Fahrt war wegen der hier befindlichen zahlreichen Elektrizitätswerke der schwierig st e und gefährlichste während der ganzen Rbeinfahrt. Einige schweizerische Flugzeuge begleiteten uns bis zur Schweizer Grenze. Hier haben wir auch die sogenannte Rheinbucht abgeschnitten. Bei Mainz kam uns eine Maschine der Lufthansa entgegen, die uns bis Köln begleitete und unterwegs einen Tonfilm vom Fluge machte. Köln erreichten wir um 4 Hhr deutscher Zeit. Heber Holland trafen wir auf schlechtesWetter und die Sicht war so schlecht, daß wir fast bis auf 100 Meter hinunterfliegen muhten. Während des Fluges haben sich t e ch nif ch e Mängel nicht herausgestellt, die Motoren liefen glänzend, und wir sind äuherst zufrieden. Die Strecke Friedrichshafen—Amsterdam wurde in nur 5 Stunden 10 Minuten zurückgelegt. Die Durch- schnittsgeschwindigkeit betrug 164,80 Kilometer." Der Kommandant des „Do X“, Kapitän Ch ristiansen, äußerte, das Flugschifs habe sich vorzüglich benommen. Es habe allen Erwartungen entsprochen und in keiner Hinsicht enttäuscht. Auch verschiedene Mitglieder der Besatzung äußerten sich sehr lobend über die Eigenschaften des „Do X“. „D 2000* in Madrid gelandet. Das Großflugzeug „D 2000", das um 11 Hhr in Barcelona mit 23 Personen aufgestiegen war, ist um 16 Hhr in Madrid glatt gelandet. Während des Fluges hatte es auch diesmal m i t starken Gegenwinden zu kämpfen. Der spanische Infant, Don Alfonso, die Vertreter der spanischen Zivil- und Militärluftschiffahrt sowie die Spitzen der deutschen Kolonie hatten sich zum Empfang des Großflugzeuges eingefunden. i I | Führer und Mannschaft des „Do X' vor dem Rtesenflugdoot, das in seinem Heimathafen Altenrhein am Bodensee startbereit liegt, um bei günstigem Weller den Flua vom Bodensee über den Rhein, Southampton Le Havre nach Lissabon und von dort über die Azoren nach Reuyork anzutreten. ©er Sanierungsplan vor dem Reichsrat. Schnelles Fortschreiten der Beratungen. B e r l i n, 5. Dov. (HL) Amtlich. Die Beratungen des Reich » rats wurden heule unter dem vorfih des Reichskanzlers Dr. Brüning fortgesetzt Auf Vorschlag der Reichsregierung wurde einstimmig ein Arbeitsplan für die Lriedigung des wirt- fchaftv- und Finanzplans durch den Reichsrat beschlossen. Mit der sofortigen Linzelbera- t u n g der verschiedenen Vorlagen ist bereits heute begonnen worden. Am Mittwoch wurde in erster Lesung der Entwurf eines Gehaltskürzung s- gesehes verabschiedet. Die Gehaltskürzung soll, wie vorgesehen, am 1. April 19 3 1 eintreten. Eine Vorverlegung des Termins haben die Reichsratsausschüsse bishernicht beschlossen. Ferner wurde der Gesetzentwurf zur Einschränkung des Personalaufwands in der öffentlichen Verwaltung beraten. Die Arbeiten an diesem Entwurf werden am Donnerstag früh fortgesetzt. Für Freitag ist die Beratung des Realsteuer- gesehes (Entwurf über die Ausgabenbegrenzung in den haushalten des Reiches, der Länder und Gemeinden), für Samstag die Beratung der Novelle zur Tabaksteuer in Aussicht genommen. Der Reichshaushaltspiau 1931 wird i m £ a u f e der nächsten Woche beraten werden. Die Verabschiedung des gesamten Wirtschafts- und Fmanzplans ist für eine Vollsitzung des Reichsrats am 2 0. November vorgesehen. Knappe Alehrhetl für Raciwnald Ter Spaltpilz in der liberalen Partei. London, 5.Dov. (WTB.) Der konservative Abänderungsantrag zur Antworladresse auf die Thronrede wurde vom Hnterhaus mit 281 gegen 250 Stimmen abgelehnt. Bei der Abstimmung hat sich wieder einmal die unter der kleinen Schar der liberalen Hnterhausmitglie- der herrschende H n e i n i g k e i t gezeigt. Entgegen dem Beschluß dec Mehrheit dec Partei, sich der Stimmabgabe zu enthalten, erklärten sich vier Liberale für und fünf gegen die Regierung. Zu den Regierungsgegnern gehörte außer Sir John Simon auch der liberale Haupteinpeitscher Robert Hutchison, der, wie die Blätter berichten, voraus ichtlich feinen 2t ücf- tritt einreichen wird. Sir John Simon hat am 25. Oktober einen Bries an Lloyd George gerichtet, der erst heute verösfenllicht wird und besagt, daß die Politik der Arbeiterregierung einen völligen Mißerfolg darstelle. Simon kündigt in diesem Dries an, daß er gegen die Regt er u n g stimmen werde. Trotz des Beschlusses der liberalen Fraktion, Stimmenthaltung zu üben, hat denn auch Sir John Simon gestern mit vier weiteren Liberalen gegen die Regierung gestimmt. Hutchison erklärte heute, daß sich schon seit einiger Zeit Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Lloyd George angehäuft hätten. Er habe kein Dertrauen in die Fähigkeit der Regierung, der durch die Arbeitslosigkeit geschaffenen furchtbaren Lage Herr zu werden. Die Presse spricht von einer „e r n st e n Spaltung" in der Liberalen Partei und Evening Standard bezeichnet den Brief Simons als eine „Kriegserklärung". In polillschen Kreisen neigt man zu der Annahme, daß Deuwahlen früher kommen werden, als allgemein erwartet werde. Nie hessische Zigarrem'adustrie gegen die neuen Tabakzollpläne. Eine Eingabe an die hessische Regierung. - Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegen die neue Belastung des Gewerbes. Der Reichsverband Deutscher Zigarrenhersteller E. V., Bczlrksgruppe Hefsen-Ilntcrsranken in Gießen, hat an den Staatspräsidenten Dr. 21 d e i u n g und an den Minister für 2lrbeit und Wirtschaft, Korell, Darmstadt, ein Schreiben zu den Tabaksteuervorschlägen des Reichsfinanz- ministers gerichtet, in dem es u. a. heißt: Das Wolfsche Teiegraphenburcau verbreitet heute die Nachricht, der Herr Reichsfinanzminister beabsichtige, den Tabakzotl pro Doppelzentner von 8 0 a u f 4 0 0 Mark z u erhöhen bei einem Weiterbestehen der Banderole. Wie wir Ihnen schon telegraphisch mitteilten bedeutet eine solche Maßnahme den vollkommenen Ruin der Zigarrenindu- st r i e. Sie wäre gezwungen, jede Zigarrensorte um mindestens zwei Preisklassen zu erhöhen, um die Zollerhöhung tragen zu können. Eine solche Erhöhung der Preise ist aber bei der fortschreitenden Verarmung weiter Volkskreise besonders bei einem Genuhmittel, eben einfach nicht möglich. 3m Gegenteil hat sich die sinkende Preistendenz auch bei der Zigarre ganz allgemein durchgeseht. Der Kleinverkaufsdurchschnittspreis für die Zigarre betrug im" Jahre 1924 = 13,52 Pf., im Jahre 1929 = 13,6 Pfennig, im ersten Viertel des Jahres 1930 — 12,98 Pf. und im zweiten Viertel des Jahres 1930 = 13 Pf. Das heißt, daß es der Zigarre seit dem Jahre 1924 nicht gelungen ist, trotz steigender Generalkosten die Preise auch nur irgendwie zu erhöhen. In der Zwischenzeit ist der 2lnteil der billig.nZehnpfennig- Preislage an der Gelamtherstellung von rund 20 Prozent auf über 30 Prozent gestiegen, während die teueren Preislagen entsprechend zurückgegangen sind. In allen denjenigen Gebieten, in denen die hohen Preislagen hergestellt wurden, wie in Mitteldeutschland und Thüringen, sind die Fabriken schon seit fast zwei Jahren in größtem Ausmaß zum Feiern gezwungen. In einer solchen Situation kann kein verantwortlicher Fachmann eine wirtschaftliche Maßnahme befürworten, welche eine Erhöhung der Preise zur Folge hat. Der deutsche Konsument ist arm und wird infolge der langandauernden Wirtschaftskrise mit jedem Tage weniger befähigt, für seinen Rauchgenuh etwa mehr wie bisher ausgeben zu können. Die beabsichtigten Maßnahmen werden nun damit begründet, daß auch in England die Belastung an Tabakzöllen und Steuern pro Kopf der Bevölkerung mit über 20 Mk. größer fei als in Deutschland. Das ist gewiß zutreffend. In Deutschland betragt die Belastung pro Kops der Bevölkerung an Tabaksteuern und Zöllen rund 15 Mk. Man vergißt hierbei aber vollkommen, daß England noch immer ein sehr reiches Land ist. in welchem infolge des hohen Existenzminimums im Vergleich zu Deutschland praktisch 41.5 Millionen einkommensteuerfrei ist, während der deutsche Raucher arm ist und immer mehr auf den billigen Rauchgenuh der Zigarre oder des Pfeitentabaks angewiesen ist. Er kann sich den immerhin recht teueren Rauchgenuh in der Form der Zigarette oder der hochwertigen englischen Pfeifentabake nicht leisten. Bekanntlich spielt die Zigarrenherstellung in England überhaupt keine Rolle. — Wir bitten Sie, sich möglichst umgehend und ganz entschieden gegen die Pläne der Reichsregierung zu wenden und den hessischen Gesandten anzuweisen, in Berlin sich bei Regierung und Reichsrat hiergegen auszusprechen. Ein Telegramm an den Reichskanzler. 2ln den Reichskanzler Dr. Brüning und an den Reichsfinanzminister Dietrich ist folgendes Telegramm gesandt worden: Rachrichten aus Berlin über vorgesehene Erhöhung des Tabakszolls von 80 aus 400 Mk. haben hier starke Erregung in weiten Volkskreisen ausgelöst. Vorlage würde Vernichtung der Zigarrenherstellung in Deutschland bedeuten. Vertreter des Gewerbes sind leider nicht gehört worden. Die in der hessischen Zigarrenindustrie tätigen 20 000 Arbeitgeber und Arbeit- nehmer bitten dringend, jede Mahnahme zu vermeiden, die eine neue Erhöhung der schon jetzt überaus hohen und drückenden Tabaksteuern und sonstigen Belastungen bedeuten würde. Anser Volk ist nach verlorenem Krieg und nach Inflation arm und kann nicht gröhere Ausgaben für den Rauchgenuh finanzieren. Schon jetzt befindet sich die Zigarrenindustrie und viele Angehörige in schwerer wirtschaftlicher Rot. Wir bitten um die Hilfe der Reichsregierung und erwarten keinesfalls höhere Lasten. Dezirksgruppe Hessen-Unterfranken Deutscher Zigarrenhersteller. Schirmer. Gauleitung Frankfurt des Deutschen Tabakorbeiterverbandes. Wilhelm Müller. Gauleitung Offenbach des Zentralverbandes christlicher Tabakorbeiter. Dehel. VeneschaniwortetdemRelchsaußemin »er Befremdende Ausflüchte. — Oie Konkurrenzmache Prag, 5. Noo. (WTB.) Im Außenausschuß des Senats führte Außenminister Dr. Benesch zu der Kundgebung des Reichsaußenministers Dr Curtius u. a. aus: Aus der Rede von Dr Curtius fei ersichtlich, daß die Demonstrationen und ihre Trag, mute in Deutschland weit über das wirkliche Maß übertrieben worden feien, und daß nach der Ueberzeugung aller tschechoslowakischen verantwortlichen Faktoren und der ganzen tschechoslowakischen Oeffentlichkeit die in der Rede angeführten Tatsachen die Wirklichkeit nicht richtig erfaßten. Bei der gegenseitigen Konkurrenz der Filmproduzenten und Kinobesitzer sei es begreiflich, daß in einigen Zentren die Zabl der Sprechfilme eines bestimmten Ursprungs ein Uebergewicht erlangt hätte, das bedenklich erscheine Diese in der Oeffentlichkeit verbreitete Proteststimmung sei bei den Prager Demonstrationen und Ausschreitungen, die bekanntlich nur von einer kleinen politischen Gruppe extremen Charakters arrangiert worden seien, mißbraucht worden Er bedauere, daß er die Interpretation in der Rede des Reichsaußenministers ablehnen müsse, die das Beginnen einer extremen Gruppe mit der tschechoslowakischen öffentlichen Meinung und dem Volke identifiziere, und die an den Exzessen dieser Gruppe, der übrigens Demonstrationen gegen die deutschen Filme nur ein Vorwand zur Verfolgung anderer Ziele innen- wlitischen Charakters gewesen sei, das Verhältnis )er tschechischen öffentlichen Meinung, der tschechi- cken Presse und des tschechischen Volkes zur beut- chen Kültur und deutschen Kunst messen wolle. Prager Oeutschenhehe angeblich 6er Filmindustrie Der Prager deutschen Minderheit sei die Möglichkeit gegeben gewesen, deutsche Sprechfilme ungestört zu sehen und zu hören. Ununterbrochen und vollkommen ungestört würden auch alle stummen Filme deutschen Ursprungs in einer Reihe Prager Unternehmen aufgeführt. Don den 84 Prager Kinotheatern führen heute 38 im ganzen 30 verschiedene deutsche stumme Filme auf. WaS das Einschlagen einiger Fenster des Deutschen Theaters in Prag betrifft, so sei dies die Tat einiger Prager Gassenjungen gewesen, die allgemein verurteilt wurde. Innenminister Dr. Sklavik habe öffentlich konstatiert, daß wegen dieser Demonstrationen 149 Personen verhaftet und von diesen bisher 96 administrativ sofort verurteilt und 33 den Gerichten übergeben wurden. Die Kundgebung des Ministers Curtius erwecke den Eindruck, als ob man Einfluß auf rein tschechoslowakisch-innerpolitische Verhältnisse nehmen wolle. Wir find, sagt der Minister, in diesen Dingen mit vollem Recht sehr empfindlich, und wenn sich die Dinge so verhalten sollten, müßten wir uns dagegen auf das entschiedenste verwahren. Er vermute, daß die Angelegenheit im Interesse der guten Zusammenarbeit mit Deutschland beigelegt werden wird. Die Tschechoslowakei habe durchaus keinen Grund, die bisherige Linie ihrer Außenpolitik gegenüber Deutschland wegen eines solchen Zwischenfalles irgendwie zu ändern. Er glaube, daß diese Dinge in kürzester Zeit auf diplomatischem Wege geregelt werben. Minister Franzen klagt gegen den Braunschweiger „Volksfreund" Braunschweig, 5. Rov. (WTB.) Bor dem Landgericht in Braunschweig fand eine Verhandlung gegen die sozialdemokratische Zeitung „Volks- freund" statt. Der braunschweigisch Minister Dr Franzen hatte gegen das sozialdemokratische Blatt eine ein st wellige Verfügung erwirkt, durch die es diesem untersagt wurde, beleidigende Behauptungen gegen Dr. Franzen aufzustellen und weiterzuverbreiten, bis der Hauptprozeh eine endgültige Entscheidung brächte. Der „Volksfreund" Satte Auf Hebung der einstweiligen Verfügung beantragt. Fragens Vertreter gab eine ausführliche Darstellung der Vorgänge am Tage der Reichstagseröffnung in Derlin. Das ganze sei ein harmloser Vorgang gewesen, der zu einer wüsten Pressehetze geführt habe. Rechtsanwalt Dr. Jasper erwiderte, die Tatsachen, die zu den Beleidigungen geführt hätten, seien erweislich wahr. Der Minister gab zu, daß er nicht gleich den verhafteten Landwirt Guth identifiziert habe. Zeuge Polizeihauptmann Wehrmann sagte aus, daß dieser den Landwirt Guth unzweifelhaft als den Abgeordneten Lohse identifiziert habe. Eine ähnliche Aussage macht Iber Zeuge Kriminalassistent Graf. Auf die direkte Frage, ob der Verhaftete der Abgeordnete Lohse sei, habe Dr. Franzen gesagt: JJal Das ist der 2lbgeordnete Lohse. Gr ift ein Parteifreund von uns." Erst später habe Dr. Franzen ihm persönlich gesagt: „Ich wollte den Guth nicht bloß- stellen auf der Wache vor allen diesen Menschen. Es ist nicht Lohse." Polizeimajor Heinrichs vom Berliner Polizei- prädium erklärt auf energisches Vorhalten von Minister Dr. Franken, daß Minister Dr. Franzen ihn ausdrücklich auf dieImmunität des Verhafteten aufmerksam gemacht habe. Daraufhin habe Heinrichs erwidert, daß diese von Franzen behauptete Immunität nicht in diesem Fall in Frage komme, da der Verhaftete in f la - 6 ran t i ertappt worden sei. Darauf antwortete Minister Dr. Franzen: ,Zch legitimiere den Herrn, den Sie verhaftet haben Sie haben kein Recht, ihn zu verhaften und festzuhalten ." Trotzdem habe er ihn aber festhalten müssen, da er nach seiner Dienstanweisung so handeln mußte. Der Landwirt Guth, der den Fahrtausweis zu seiner Legitimation benutzt hatte, erklärte auf die Frage, was er mit dem Ausweis anfangen wollte, daß er bei der Eröffnung des Reichstages auf Grund dieses Abgeordnetenausweises der ersten Sitzung auf der Ab- georbnetentribüne habe beiwohnen wollen unb auch beigewohnt habe, ba er au andere Weise nicht mehr habe in den Reichstag hineinkommen können. Auf die Frage, weshalb er nach feiner Sistierung Minister Dr. Franzen aus einem Bierlokal habe holen lassen, erklärt Guth, er habe ihn rufen lassen in der Hoffnung, daß Dr. Franzen ihn als den Abgeordneten Lohse legitimieren und ihn aus der unangenehmen Situation befreien werbe. Auf Vorhaltung muß Guth zugeben, baß er in bem Protokoll seiner Vernehmung vor dem Berliner Polizeipräsi- btum erklärt unb biefe Erklärung unterschrieben habe, Franzen habe ihn als ben Abg. Lohse auf ber Polizeiwache ibentifiziert. Da seine heutigen Ansagen anders lauten, wirb er vom Gericht barauf aufmerksam gemacht. Er gibt zu, unter dem Druck ber Verhältnisse bie protokollarischen Aussagen unterschrieben zu haben, obwohl bie Polizei nicht das, was er gesagt habe, zu Protokoll genommen habe, sondern ganz anbere Tatsachen. Die Zeugen Thorrnahlen unb Meyer-Quabbe, zwei nationalsozialistische Reichstagsabgeorbnete, sollen barüber aussagen, was Dr Franzen nach ber Rückkehr von ber Polizeiwache ihnen übet bie Vorgänge erzählt habe Sie stimmen mit bem überein, was Dr Franzen aussagte, baß er nämlich Guth niemals als Lohse ibentifiziert habe, sondern immer nur betont habe: „Der Verhaftete ist mir persönlich bekannt", unb auf bie Frage, ob bie beiben Lichtbilbausweise personengleich seien, geantwortet habe: „Das können Sie doch am besten beurteilen". Der Rechtsvertreter Dr. Franzens, Dr. R u s ch e n- bad), wies barauf hin, es fei bie Absicht bes „Volksfreunbs" gewesen, Staatsminister Franzen in der Oeffentlichkeit h e r a b z u s e tz e n , um ihn in Braunschweig unmöglich zu machen. Der Vertreter des „Volksfreunbs", Dr I a f p e r erklärte, es könne ber Presse nicht verboten werben, die Wahrheit zu sagen. Dr. Franzen stehe mit seiner Darstellung ber Vorgänge auf ber Polizeiwache am Potsbamer Platz allein ba Die Wahrheit sei durch die Beweisaufnahme klargestellt. Das Gericht beschloß, den Termin zur Entscheidung a u f Montag, 17. November, festzusetzen Wer wird Sieger in Amerika? Noch kein endgültiges Wahlresultat. - Demokraten und Republikaner bart hintereinander. Das Wahlergebnis noch in der Schwebe. Bestenfalls äutzerst geringe republikanische Mehrheit im Kongreß Reuyork. 5. Rov (WIB.) Die von Associated Preß zusammengestellten Wahlergebnisse lassen erkennen, bah ber zwischen Demokraten unb Republikanern entbrannte Kampf um die Kontrolle des Bundeskongresses der scharf st e seit vielen Jahren ist 3m Bunde ssenat. wo die Demokraten zehn Mandatsgewinne zur Mehrheit benötigen, haben sie bereits fünf neue Sitze errungen 3n drei weiteren bisher republikanisch vertretenen Staaten sind die demokratischen Senat»- kandidaten in Führung. Im Repräsentantenhaus, wo bie Demokraten 53 Manbate gewinnen müssen, um sich bie Mehrheit zu sichern, scheinen sich Republikaner und Demokraten fast bie Waage zu hatten Gegen Mitternacht waren für das Repräsentantenhaus je 2 10 Demokraten und Republikaner gewählt Die Aussichten der Republikaner, eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu behaupten, besserten sich mit den nach Mitternacht bekanntgewordenen Ergebnissen, wonach die Republikaner 215, dazu einen Farmer- und Mrbelteroertreter und einen Unabhängigen, Insgesamt also 217 Sitze haben. Die Demokraten erhielten bis jetzt 210 Sitze. 8 Sitze stehen noch aus Die Demokraten liegen bei den Wahlen zum amerikanischen vundessenat noch In zwei Bezirken an der Spitze, aber es ist möglich, bah die Republikaner in einem weiteren noch ausstehenden Wahlbezirk den Sieg baoontragen werden, so dah sie dann 48 Sitze gegenüber 47 demokratischen Sitzen haben werden Roosevelts Sieg in Reuyork. Scharfe Kritik an Hoover in der Presse R e u y o r k, 5. Rov. (WTB.) der glänzende Wahlsieg des Reuhorker Gouverneurs Franklin Roosevelt, der mit nahezu 800 000 Stimmen wiedergewählt wurde, ist besonders dadurch bemerkenswert, daß der Gouverneur auch in den starkrepublikanischenBezirken außerhalb der Stadt Reuyort eine Mehrheit von etwa 170 000 Stimmen erzielte. Die Demokraten gewannen im Provinziallandtag des Staates Reu- hork sieben neue Sitze, die Mehrheit verbleibt jedoch den Republikanern. In der Stadt Reuyork wurde das republikanische Mitglied des Repräsentantenhauses, Frau P r a t t, mit nur 600 Stimmen Mehrheit wiedergewählt. Ihr demokratischer Gegenkandidat unterlag anscheinend nur deshalb, weil in diesem Bezirk auch der weit über Reuyork hinaus bekannte Journalist Heywood Brown auf der sozialistischen Lifte kandidierte, was zu einer Zersplitterung der demokratischen Stimmen führte. Im Staate Kansas unterlag der bisherige republikanische Senator Allen, einer der Wortführer Hoovers im Bundessenat, gegen den demokratischen Kandidaten. Im Staate Massachusetts siegte der demokratische Senatskandidat Marcus C o o 1 i d g e, ein ausgesprochener Gegner der Prohibi.ion, über den Republikaner Butler, den Freund und Vertrauten des früheren Präsidenten Calvin Coolidge. Bei der Volksabstimmung über die Pro- hibttionssrage stimmten im Staate Rhode Island 172546 für und 48 540 gegen die Auf- Roosevelt, der Kandidat der prohibitionsfeindlichen Demokraten, wurde mit großer Mehrheit wieder zum Gouverneur bes Staates Reuyork gewählt unb gilt nun als aussichtsreichster Anwärter auf den Präsidentschaftsposten für 1932. Hebung des Prohibitionsgesetzes. Im Staate Illinois. wo gleichfalls eine Volksabstimmung über die Alkoholfrage stattfand, sprachen sich 428 611 gegen und 157 455 für die Aufrechterhaltung des Prohibitionsgesetzes aus. Die amerikanische Presse, soweit sie nicht einseitig republikanisch festgelegt ist, spart nicht mit bitterer Kritik an der Regierung Hoovers, die. wie „Evening World" schreibt, eine ber he* mütigendstenRiederlagen erlitten a>e, die jemals eine Regierung ein,lecken müßte jä gebe auch keine Ausrede, denn die Parole Je-3 Wahlkampfes sei „für“ oder „gegen“ Hoover gewesen. Roch schärfer äußert sich „Reuydrk Telegramm": Das Volk habe sich gegen die schlechten Zeiten empört, aber auch gegen die Leisetreterei und die Starrköpfigkeit. Der Wah'ausgang sei ein Prozeß gegen die Dummheit jener angeblichen Staatsmänner, die das Wirtschaftsleben mit einem Zolltarif heilen wollten, der die Ausfuhr um 20 v. H. zurückgehen lieh. Die neugewählten Kongrehleute sollten begreifen, daß die Wirtschaftsdeprefsion mit den üblichen Routinemethoden nicht zu beheben fei. Die Lage erfordere energische und revolutionäre Maßnahmen. „Sun" spricht von einem verheerenden Schlage gegen das Prestige der Hoover- Regierung. Der Ausfall der Wahl sei die schlimmste Riederlage der Republikaner seit einem Menschenalter. Herve an die französischen Rationalisten. Paris, 4. Rov. (TTi.) Herve wendet sich in der „Victoire' am Dienstag an die französischen Rationalisten und fordert sie auf, einen gesunden nationalen Pazifismus zu befolgen, der in einer deutsch-französischen Annäherung bestehe. Ein solcher Pazifismus könne niemals als eine Furcht vor der deutschen Gefahr ausgelegt werden. Er müsse sich auf dem Abscheu vor dem Kriege, der Gewißheit einer bolschewistischen Explosion in ganz Europa im Falle eines neuen Krieges und auf die Rotwendigkeit stützen, Deutschland von seinem gefährlichen Bündnis mit dem Kreml abzubringen. Die französischen Chauvinisten von der Sorte Marins und Franklin Doullions, hätten leichtes Spiel, Deutschland gegenüber eine Gewaltpolitik zu verlangen. Gr fordere sie jedoch heraus, diese Politik in dieTatumzusetzen, damit sie endlich einmal davon überzeugt würden, daß zur Durchführung einer solchen Politik mehr nötig sei. ilm den Versailler Vertrag nach dem Wortlaut des Paragraphen anzuwenden, würde es nötig sein, dah die vier großen Sieger- staaten noch mindestens 50 Jahre einig blieben. In Wirklichkeit fei aber nur noch Frankreich a l s Vollstrecker und Gendarm übrig geblieben. Man müsse jedes psychologische Verständnis verloren haben, um zu glauben, dah Deutschland Frankreich aus Dankbarkeit um den Hals fallen würde, weil von einer Reparationsschuld, deren Summe ursprünglich auf unerschwingliche Milliarden f e st g e s e tz t wurde, einige Milliarden gestrichen worden seien. Ebenso könne man von Deutschland auch keine überschwengliche Dankbarkeit dafür oerlangen, dah das Rheinland fünf Jahre vor dem festgesetzten Zeitpunkt geräumt worden sei. In diesem Zusammenhang müsse man sich fragen, unter welchen Schmährufen die preußischen Truppen Frankreich wohl im Jahre 1872 verlassen hätten, wenn die Bevölkerung keine Angst vor Bismarck gehabt hätte, von dem man wußte, dah er sehr hart sei. Bismarck habe aber auch hart fein können, berat er habe den Krieg allein gewonnen und nicht der Hilfe der ganzen Welt bedurft, um sich den Sieg zu sichern. Die französischen Rationalisten, so betont Herve, hätten die Wahl zwischen der Gewaltpolitik, die nach feiner Auffassung undurchführbar lei, der Politik D r i a n d s. die in tropfenweisen Zugeständnissen bestehe und ebenso zum Kriege führe, wie die erste, und einer gesunden nationalen französisch-deutschen A n n ä h e r u n g s p o l i t i k, die die einzige Garantie für einen dauernden Frieden biete. Der stanzösisch-iialienische Flottenpakt. Noch kein Ergebnis der Bermittlungsaktion Gibfons. London, 4. Rov. (WTB. Funkspruch.) Der „Daily Telegraph" schreibt: In diplomatischen Kreisen wird es allgemein zugegeben, dah die Bemühungen G i b s o n s, im Auftrage des Präsidenten Hoover eine Einigung zwischen Frankreich und Italien in der Frage der Seeabrüstung zustandezubringen, bevor die Vorbereitende Abrüstungskornrnission zufarnrnentritt. fehlgeschlagen sind. Das Höchste, was Gib- son erreicht haben möge, wäre eine Wiederaufnahme des französisch-italienischen Meinungsaustausches auf der Tagung ber Vorbereitenden Ab- rüstungskommission. Gin Beitritt Frankreichs zum Londoner Vertrag würde als gefährlich und sogar für u n m o g l i ch betrachtet werden Amerika, England und Japan könnten wohl Frankreich gestatten, eine einfei tige Erklärung abzugeben ober eine einseitige Schutzklausel in den Vertrag einzufügen, in ber ber französischen Flotte ein gewisses Maß von ileber- legenheit gegenüber der italienischen Flotte Vorbehalten würde, aber sie konnte damit Italien nicht das Recht verweigern, seinerseits eine Erklärung abzugeben, in der die Parität mit Frankreich ausgesprochen werden würde. Das „Echo de Paris" schreibt, die französisch« ADtrdi Parts Koruna 9 Oslo 5^ »On in ent hat Eine interessante Erfindung. erlag Dreister Raubüberfall. Ein dreister Raububerfall wurde in Pankow bei Berlin aus die Frau eines Großhändlers verübt, die gegen 21 Uhr mit zwei Angestellten das Bureau verlassen wo'lte Dabei mußten sie über einen dunklen Hol gehen, wo sich hinter Kisten und Gerümpel ein maskierter Räuber versteckt gehalten hatte, der nun mit vorgehaltenem Revolver über die drei Personen herfiel. Er entriß der Frau ihre Aktentasche, in der sich 2500 Mk in barem Gelbe und mehrere Schecks und Wechsel.befanden Der Täter flüchtete dann mit seiner Beute aus die Straße, wobei er aus feine Berfolger mehrere scharfe Schüsse abgab Er entzog ange- durch ver- Line Setcyästlgung, die sich noch bezahlt macht. 3m Lause eines ^rozejies, den ein ehemaliger Veranstalter von Boxkämpfen, O'M a r a. gegen den vormaligen Weltmeister Tunney aus Zahlung von 400 000 Dollar alsEntschädigung f ü r Propogandaaufwendungen strengt hat, wurde sestgestellt, daß Tunney sein Boxen insgesamt 1 742 280 Dollar Regierung sei trotz allem entschlossen, noch einmal in Genf während der Sitzung des Vorbereitenden Abrüstungsausschusses Der Hand- (un gen mit Italien zu versuchen Da- ^er habe Außenminister B r i a n d dem englischen Botschafter Lord Tyrrell erklärt, daß er, um diele Verhandlungen mit Italien nicht unmöglich zu machen, für den Augenblick nicht über einen gesondertenDeilritlFrank- retchs zum Londoner Flottenabkom- men sprechen könne, denn dieser Beitritt würde möglicherweise den Verzicht auf jede Ausgleichsmöglichkeit mit Italien bedeuten. 3m übri- gen will die „Chicago Tribüne" aus Rom berichten können, daß Botschafter Gibfon einen italienischen Vorschlag zu einer fron- zösisch-italienischen Flottenbaupa u f e bis 1936 mits ringe Die französische und die italienische Regierung sollten sich durch gegenseitige Erklärungen verpflichten, etwaige in der zwischen- zeit auftauchende Flottenbaupläne einander mit» zuteilen puischgerüchte in Ungarn Stetnamanger, 4. Rov (XilJ Samstag» nachmittag fuhr vor dem Bischöflichen Palais in Steinamanger ein geschloffenes Auto vor. dem ein schlanker junget Mann und rine fchwarz gekleidete Dame entstiegen In der Stadt verbreiteten sich blitzschnell Gerüchte, daß Erzherzog Otto und Königin Zita im Pa- laiS abgestiegen seien, deren Ankunft man mit einem Putsch in Zusammenhang brachte Auf zahlreiche Anfragen gab das bifchöfliche Palais die Mitteilung heraus, daß der schwedische Kronprinz Gustav Adolph als Gast des Dischois Gras Johann von Rikes am Samstag In Steinamanger weilte Die Mitteilung sagt nicht« davon, welchen Zweck der Besuch hatte, noch wer in seiner Begleitung war. Die Putsch aerüchte erhielten neue Rührung durch das Be- kanntwerden der Tatsache, daß für dasMili - t ä t strenge Bereitschaft angeordnet war, sowie dadurch, daß nach der Abreise des schwedischen Kronprinzen der bayerische Kronprinz Rupprecht beim Bischos Rikes abstieg, bei dem er sich einen Tag lang aufhielt. Von den, legitirnistischen Kreifen werden keine Erklärungen über die Besuche in Steinamanger abgegeben. Aus aller Welt. Schwere Schlagwetterkatastrophe in Amerika Bei mm fiel b im Staate Ohio ereignete sich am Mittwoch eine schwere Sdjlagroetlerfataftroptje in der Grube 56 der Creek Coal Co., etwa 60 Meter unter Tage in einem Schacht, in dem 300 Bergleute beschäftigt waren 170 Bergleute konnten un- versehrt gerettet werden, während die übrigen verschütteten darunter der Präsident und drei höhere Beamte der Gesellschaft noch eingeschlossen sind Die Bergungsarbeiten werden durch einen Brand, der sofort nach der Explosion ausbrach, außerordentlich erschwert. Aus der Unglücksställe bei Millfield spielen sich vor der Grubeneinsahrt herzzerreißende Szenen ab. lausende von Angehörigen und Freunden oer- folgen die verzweifelten Bemühungen der Rettungskolonnen, die stündlich abgelöst werden müssen, da die hiße im brennenden Stollen unerträglich ist. Erst am späten Rachmittag gelang ev der Hettunge- koionne, mittels der eilends herbeigeschassten Gas- und Rauchmasken einzufahren Sie mußte jedoch nach kurzer Zeit wieder an die Oberfläche zurück kehren, kurz darauf erfolgte in der Grube eine neue Explosion, die aus dem Lustfchacht sich seiner Festnahme, indem er in die Diu-, Hochwasser stark angeschwollene P a n k e sprang und schwimmend das andere Ufer er- reichte. In der Dunkelheit entkam er dann in den angrenzenden Straßen Koksgasexplosion bei der Ruhr-Chemie AG. Die Bewohner von -Sterkraoe wucoen Montag- nacht durch eine heftige Detonation aus dem Schlafe geweckt Bei der Ruhr-Cyemie AG. im Holtener Bruch waren kurz hintereinander zwei Koksgasexplosionen erfolgt, durch die das Dach der Halle vollkommen abgedeckt, die Mauern zum Teil und alle Fensterscheiben der Halle sowie in der nächsten Umgebung zertrümmert wurden. Ein Arbeiter wurde dabei getötet, zwei weitere wurden leicht verletzt. Der Werksfeuerwehr gelang es, den Brand einzudämmen und durch Absperrung der Gaszuleitung vom Gasometer jede weitere Gefahr zu beseitigen. Da» Säuglingssterben in Lübeck. In einer nähere Einzelheiten über das Befinden der mit dem oMmetie-Präparat gefutterten und ertränkten Säuglinge gegeben, die, tote erklärt wurde, er- ireuiicheiweije eine allgemeine Besserung erkennen lassen Bemerkenswert ist, daß feil Mitte September neue Todesfälle nicht z u verzeichnen gewesen sind. Professor Potrow sprach aus dem Tubertuloseion- greß in Hamburg Die Ansicht aus, daß die Möglichkeit einer Spaltung des BCG - Bazil - l u s bestehe, cucch die das UngLd entstanden sein kann. Die umfangreiche Tierunterfuchung erstreckt sich jetzt besonders auch darauf, ob sich eine Grundlage für die Richtigkeit dieser Theorie ergeben wird Flammen emportrieb. Die Berginspektion teilte nach Besichtigung der von der Schlagwetterexplosion betroffenen Kohlengrube mit. daß 15 0 bi» 160 Bergleute um» Leben gekommen sind An der Haltung vieler Toten war zu erkennen, daß sie verzweifelte Anstrengungen gemacht hatten, den todbringenden Gasen zu entfliehen. 10 Tote wurden in der Rähe des Eingang» an der venti lation gefunden, wo sich offenbar das Explosion» Zentrum befindet Die der Explosion zum Opfer gefallenen Vorstandsmitglieder der Sunday Creek Kohlengesellschafl hatten gerade mit einigen Gästen eine Bes' chtigung de» Bergwerke» unternommen Hochwasser am Riederrhein. Infolge der starken Riederichtage der letzten Tage die ein starkes Anschwellen der Reben- flüsse des Rheins mit sich brachten, führt dieser wieder gewaltige Wassermengen mit sich Die erste Hochwasserwelle hat sich nunmehr vom Oberrhein zum Riederrhein verzogen.BonKoblenz abwärts zeigen die Pegclstände ein erheb- licheS Ansteigen des Wasserstandes an Es ist aber kaum damit zu rechnen, daß die Hochwasserlinie erreicht wird, da der Oberrhein nur eine durchschnittliche Steigerung von etwa 20 Zentimeter anzeigt. Die höchste Steigerung hat Duisburg mit 1.02 Meter zu verzeichnen doch dürste dies auf die starken Wasserzuflüsse aus dem Bergischen zuruckzuführen sein, die anscheinend ihr Hoch^maß berschritten haben » Kraftwagen fährt in eine Marschkolonne. In Der 'Rächt zum Mittwoch ereignete sich auf Der Weselerstraße in Duisburg ein schweres Kraft wagenungluck Etwa 60 Nationalsozialisten aus Hamborn waren aus Dem Heimwege von einer Dinslakener Versammlung begriffen Plötzlich kam cm Personenkraftwagen hinter ihnen her Aus Das Kommando: „Rechts heran'" marschierte Die Kolonne nun an Der rechten Straßenseite weiter Kurz | vor Dem Bürgermeisteramt holte Der Kraftwagen Die Gruppe ein unD fuhr von links hinten in Die Kolonne hinein Im Augenblick wälzte sich ein Knäuel von Menschen auf Der etrafje 13 Personen rourDen verletzt Polizei unD Aerzte waren sofort zur Stelle unD schafften Die Verletzten nach Anlegung von RotoerbänDen ins Krankenhaus Sechs rourDen schwer, Drei Davon lebensgefährlich verletzt Der übrigen Nationalsozialisten bemächtigte sich eine Derartige Erregung. Daß sie Die Glasschei ben Des Wagens einschlugen Die Schläuche zerschnitten unD Die Insassen mißhanDelten Die Polizei nahm Den Wagenführer feft. Godesberger Daul ste ck ihre Zahlungen ein. Die feit. 25 Jahren bestehende Godesberger Bank hak infolge des Zusammenbruches mehrerer befreundeter Firmen am Montag ihre Zahlungen einstellen müssen. In der Rächt zum Mittwoch brachte sich der Hauptinhaber der Bank. Stadlrat Bankier Luyken, eine schwere SchußVerletzung bei der er später im Krankenhause Der Amerikaner Birdseye hat em Schnellgesrier- oersahren erfunden Es beruht Darauf, Daß bei geringen Kältegraben unD langsamem Gefrieren sich oftmals große mehrere Zentimeter lange Einkristalle bilDen Je größer nun Die Kälte, um so kleiner Die Kristalle Große Kristalle zerreißen Die ZellwänDe eines Körpers viel leichter als kleine Will man z B Fleisch, Fische, Gemüse oDer Früchte so zum Gefrieren bringen. Daß von Den sich bil- DenDen Eiskristallen die Zellwände nicht gesprengt werden, so muß der Gefrierprozeh so schnell vor sich gehen, Daß sich nur ganz kleine Eiskristalle bilDen Die Gefahrenzone für Das Reißen Der ZellwänDe roirD nur Durch ganz hohe KältegraDe unD außerordentlich schnelles Gefrieren überwunden Diese Möglichkeit bietet BirDseyes Verfahren Die größte Nahrungsmittelgefellfchaft Der Welt — Die General FooDs Corporation — hat Die ErfinDung für 22 Millionen Dollar erworben Der bekannte Hamburger Großkaufmann Dr. R o f e l i u s (Kaffee frag) will bei einem Esten bei Dem nur nach Dem BirDseyefchen Verfahren behanDelte Speifen serviert werDen, führenDen Persönlichkeiten Der InDustrie und Des Handels zeigen. Daß Fleisch, Fische, Ge- rnüse unD Früchte, Die vor langer Zeit nach Dem neuen Schnellgefrierverfahren konserviert worDen waren, sich in keiner Weise von vollkommen frischen unterscheiDen unD alle Feinheiten Des Geschmackes bewahren Praktische mürbe sich damit die Möglichkeit bieten, ungeheure Probuktions. und Vermögenswerte vor dem Verderben zu schützen. Dem Dolksvermögen könnten große Summen, die bisher durch Verderben verloren gingen, erspart werden :Rote Hande oder brennend rotes Gesicht wirken unfein. Ein wirksames Mittel dagegen ist die kühlende, reiz- mildernde und schneelg-weitze Creme Leodor, auch als herrlich duftende Puderunterlage vorzüglich geeignet. Heber« raschender Erfolg. Tube 1 ML, wirksam unterstützt durch Leodor«Edelfeife, Stück 60 Pf. 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Aovem! diesmal ■ Beschluß hat, dann Lieder fn 3$ ihm bisherigen wegen, Wei nicht geiai sung b( laufen Spiel der staMch die auch heilen ih den. dan Entwurf geben toi erleichter DaM klar fein, rüstungsk sailler 3k die uns ■ftl; . Herr Samuel Rosenbaum im 69. Lebensjahre. ' Gießen (Westanlage 46), den 6. November 1930. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen israelitischen Friedhof statt — Blumenspenden dankend verbeten. 7573D Gestern abend verschied nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigst- geliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel In tiefer Trauer: Helene Rosenbaum, geb. Flörsheim Isi Rosenbaum und Frau, geb. Sternberg Willi Rosenbaum und Frau, geb, Gumpert. Herrn Samuel Rosenbaum Waldflora n v beten. Lichtspielhaus Gießen H^eine^esjährioe MAHA Herbst-Ausstellung Auf den Inseln der 1000 Wunder | Verkäufe H. 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Bilder von einer Film-Expedition durch Java und Bali Eine anßergewöhllche Fiimechöpfung von gans eigenartiger Schönheit, die Jedem Beencher unvergeßlich sein wird Ana dem Inhalt: Niederländisch- Indien — Batavia — Mit dem D Zug durch dieTropen — Von Göttern u.Tempelriesen—Javanisches Theater — Geheimnisse des Urwaldes — Jagd auf Krokodile - Segelregatta im Stillen Ozean — Stierrennen und Hahnenkampf — Die Türme der Toten Dor Volkan im Meer, die ersten sen sationellen Aufnahmen von dem berüchtigten Unterseevulkan Krakatau. Urteile der Presse: B. I. AM MITTA8, 7. 6. 1930. Wirklich einmal ein Kulturfilm reinster Südseeschönheit. Herrlich bunt, noch nie gesehene Szenen. Ein herrlicher Film, der einem Heimweh nach der Südsee in die Seele gibt. BERLINER MORGENPOST, 8. 6. 1930. Holländisch-indien scheint wirklich un- ereohöplffch an optiachen Wandern. Eine zauberhafte Kultur tut sich auf...... NEUE PREUSSISCHE KREUZ ZEIT OBS, 8. 6. 1930. .....Mafia bedeutet das Höchste und Edelste . dieser Film trägt den Titel nicht zu Unrecht. Man ist geradezu geblendet von der Größe und Schönheit der Natur, die uns hier vor Augen ge- Danksaguog. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem so schmerzlichen Verluste, für die trostreichen Woite des Herrn Plärrer Sattler, die liebevolle Pflege unserer Krankenpflegerin sowie den Vereinen und Altersgenossen sagen wir innigsten Dank. Fran Lina Lotz, Seb. Muhl, nebst Tochter. W ieseck, den 6. November 1930. kommen bestimmt zur Versteigerung. Ludwig Hartmetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Zum verkauf kommen: ein Schlafzimmer, Waschtische, Nacht- schränke, Stühle (neu). 7570V Mel 6 gut erhaltener, lelslungsiähiger Wagen, sehr preiswert au verkanten. O. Jaber ^abtACußc, Mühl- strane 22. 106858 AnfkUrungeschrift über Veldflora kostenlos In Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. Georg Rich. Pflug & Co., Gera (Thür.) 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November 1030 9er Streit der Toten: Äememea» segen ZoK im heraus lesen muh, daß die Mehrheit des deutschen Volkes für sich das Recht in Anspruch nimmt, ebenfalls für seine militärische Sicherheit zu sorgen, sofern es die anderen Mächte auch weiterhin ablehnen, die im Versailler Vertrag verankerte Gegenleistung zu erfüllen. Verhält sich Frankreich mit seinen Verbündeten nach wie vor jeder Rüstungsbeschränkung gegenüber feindlich, kommen vernünftige "Beschlüsse nicht zustande, dann sollten wir es ruhig einmal versuchen, durch einen Ausbau unserer militärischen Sicherheit die Fesseln des Versailler Vertrages zu lockern. Mit Reden, Protesten und Roten werden wir die Gegenseite nicht zur Erfüllung ihrer Abrüstungsverpflichtung bringen. Mir müssen schon energischer werden. zu fein. Jedenfalls erlebt man hier den pikanten Effekt, das) der ohnehin geistvolle Dialog des ersten Aktes von der durchdringenden Stimme eines allerdings sehr niedlichen Dackelhundes melodisch und ausdauernd begleitet wird. * Die beiden Autoren, Paul Frank und Ludwig Hirschfeld, find hier nicht mehr unbekannt: sie kamen bereits zu Worte: Hirschfeld mit der „grau, die jeder sucht", Frank mit dem „Grand- Hotel". r x , Sie haben sich jetzt zusammengetan, um das Geschäft mit Amerika" zu tätigen. Es ist ein mäßiges Geschäft geworden, und es ist festzustellen, daß jeder der beiden für sich allein etwas Besseres zustandegebracht hat. Hier handelt es sich wieder mal um eines dev zahlreichen Stücke, die mit beneidenswerter Kühnheit unter falscher Flagge laufen, die vom Ehrgeiz ihrer Erzeuger als Lustspiele bezeichnet wurden, während jedermann schon im ersten Akt unmih- verständlich darüber aufgeklärt wird, daß es sich nur um einen Schwank handeln kann. Die mehr als magere Komik bezieht dieses Stück aus seinen Situationen. Einem Mann, welcher im Begriff steht, mit einem einflußreichen Amerikaner das Gechäft seines Le.ens zu machen, läuft die Frau davon. Eines Hundes wegen.' Und knapp vor dem festlichen Abendessen, zu dem der große Mann aus Uebersee erwartet wird. Man kann sich denken, wie das ist ... und erinnert sich ähnlicher Situationen auf dem Theater. , „ _ . Was liegt näher, als daß die Sekretärin sich verkleidet für die gnädige Frau ausgibt. Diese kommt leider zu ungelegenster Feit zurück, und es bleibt ihr nichts übrig, als die Sekretärin zu spielen. ., _ . , _. Der Amerikaner verliebt sich erst ins Tippfräulein, dann in die Dame des Hauses — und ist bis zum dritten Akt glücklich so weit, sich, Gießener Gtavttheater. Paul Frank und Ludwig .Hirschfeld: „Geschäft mit Amerika'. Heereswescns auferlegten, damit auch die anderen Rationen mit einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung folgen können. Aus dem Grunde wird es notwendig sein, eine Taktik zu verfolgen, die die Rüstungsbeschränkung mit einer Beseitigung de r uns auferlegten Abrüstungsverpflichtungen verbindet. Graf Bernstorfs, in dessen Händen auch jetzt wieder die Derhandlungsleitung liegt, hat verschiedentlich in Genf energisch eine Aufhebung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages verlangt. Er kann diesmal wesentlich energischer auf treten, nachdem der Auswärtige Ausschuß des Reichstages seine bekannte Resolution gefaßt hat, aus der jeder, der Augen hat, Wie Nanebojo einen Büffet und e nen Bären erlegte. (Sine heitere 3nbianergefd)id)te von Hans Rudolf JRieOet. Ranebojo sah einen großen Düffelbullen auf der Prärie grasen. Er dachte bei sich: ..Der schöne Höcker! Wie der fett und faltig zu essen wäre. Auch das andere Fleisch wäre nicht übel. Man könnte sich Tag für Tag abschneiden, wozu man eben Lust hätte. Der Höcker schmeckt zwar am allerbesten, aber da wären noch die Rückenstücke, die unteren Rippen und die glanfen. Und die Zunge darf ich nicht vergessen! Manche anderen Teile wären ein wenig zäh. die könnte die Großmutter trocknen und dann nach und nach verzehren." So dachte er. während er im Grase lag und von weitem dem Tiere zusah. Er leckte sich die Lippen, dann wanderte er weiter. Er kam gar nicht wett, da sah er auf einem Hügel einen Bären. Der Bär faß in den Büschen und fraß Himbeeren, es war ein großer brauner Bär. Ranebojo dachte, während er ihn betrachtete: „Därenfleisch, wie lang hab' ich das Herr Shakespeare perlön ich. Inspektionsgang eines neuen Fabrikherrn in Cromwall durch seine Fabrik. Die Arbeiter stellen sich der Reihe nach vor. „Willram Shakespeare", nennt ein altergrauie; Vorarbeiter seinen Ramen. Der Di e-tor tteut sich, mit dem Alten g eich eine kleine gemütliche Unter* Haltung anknüpfen zu können: Oh. ein ziemlich oekannter Rarne! ..." — -Das will ich Sternen, Herr", unterbrach ihn Herr Shakespeare felbjt- Detoufit, „ich arbeite auch schon (eit öreiBiff Jahren in dieser Gegend!" Oie Abrüstung. Am 6.Rovember tritt die Vorbereitende Abrüstungskonferenz wieder zusammen. Diesmal aber zu ihrer letzten Sitzung, aus Der eigentlich der Entwurf einer in allen Punkten durchgearbeiteten und geklärten A brüst ungS» fonDtntion hervorgehen müßte, die aber |et)r wahrscheinlich ebenso fruchtlos verlaufen wird wie alle ooraufgegangenen Sitzungen . v"6' miüms. Anhaltspunkte dafür liegen bereits vor. Pertinax vom „Echo de Paris", derüber ausgezeichnete Beziehungen zum französischen Außenministerium verfügt und stets sehr gut über die Absichten der Pariser Regierung onenhert ift weiß mitzuteilen. daß einfach die 2ltten dieser Konferenz geschlossen und der noch offene Fragenkomplex der endgültigen Abrüstungskonferenz zur Erledigung üb erwiesen werden würde. Daß Frankreich dieses Ziel ansteuerr, erscheint uns durchaus glaubhaft. Es hat in all den Jahren der Genfer Abrüstungsverhandlungen immer wieder erreicht, daß Entscheidungen auch vollkommen nebensächlicher Bedeutung h in au s- geschoben wurden und die vorbereitende Konferenz mit ihren Arbeiten nicht vom Fleck kam. Leider liegt es nicht in unserer Hand, den Franzosen einen Strich durch ihre Rechnung zu machen. Wir stehen mit den Ungarn und Oester- reichern im Kampf um die Rüstungsbeschränkung ziemlich allein. Auf die Reutralen ist kein Verlaß, während die Eiegerstaaten und die Ruhnießer des Versailler Vertrages teils mit den Franzosen Hand in Hand arbeiten, teils aber auch aus Angst vor dem bis an die Zähne bewaffneten Frankreich es nicht wagen, auch nur ein Geschütz zu verschrotten. Hinzu kommt, daß niemand in Europa von der Dauerhaftigkeit dieses Friedens überzeugt ist und, wenn einmal die Gewehre losgehen, ood) gut bewaffnet sein möchte, um. Mindestens die eigenen Grenzen schützen zu können. Gerade das deutsche 'Beispiel ist es, das alle vor einer radikalen Abrüstung zurückschrecken laßt. Roer darüber können Zweifel doch auch nicht mehr bestehen, daß es heute nicht mehr darum geht, in allen Ländern den Rüstungsstand auf das deutsche Riveau zu senken. Es soll nichts anderes erreicht werden, als jede Bewaffnung zu beseitigen, die eine tatsächliche Bedrohung des europäischen <5rie- dens darstellt. Diese Bewaffnung ist aber bei Frankreich am ausgeprägtesten, das an Geschützen, Tanks und Flugzeugen mehr fein eigen nennt, als zur Verteidigung seiner Grenzen notwendig ist. . Aber Frankreich ich es, das feine überragende militärische Stellung nicht auf geben will und das sich auf der bevorstehenden Genfer Konferenz wieder hinter dem abgedroschenen Schlagwort „Erst Sicherheit und Schiedsgerichtsbarkeit, dann Abrüstung I" verschanzen und das jetzt auch noch den Nottenstreit mit Italien hervorholen will, um zu erreichen, daß die am 6. Rovember beginnenden Verhandlungen auch diesmal negativ bleiben. Liegt erst einmal ein Beschluß vor, wie ihn Pertinax schon kurz fixiert hat, dann haben die Franzosen für geraume 2 o f f I e r. — , . Ter freundliche Deifall durfte in erster Lime den Darstellern gelten. hth. Seit dem starken Erfolg des „Sturmes Wasserglas", den ein anderer Frank von München aus über Deutschland verbreitete, scheint oer Hund auf dem Theater, der den alten Goethe seinerzeit so sehr geärgert hat, wieder große Mod« photographieren im Herbst. praktische Winke für den Photo-Amateur. (Nachdruck verboten.) Wenn im Herbst graue Nebel die Welt leicht verschleiern oder gar in trübes Dämmerlicht tauchen, wandert bei vielen Liebhabern der Photographie die Kamera in den Schrank, wenigstens bis zum Winter, wo Sonne und weihe Schneefelder wieder günstigere Bedingungen für Aufnahmen zu schaffen scheinen. Der auf künstlerisches Sehen eingestellte Photograph aber begruht den Herbst, denn gerade die Eigenart der herbstlichen Atmosphäre gibt ihm Gelegenheit, Bilder von besonderem Neiz zu schaffen. Solche Aufnahmen ergeben sich, wenn beispielsweise in der Frühe die Täler von einem dichten Schleier überzogen sind und nur Türme und Bergluppen gespenstisch daraus aufragen. Oder wenn im Walde die Sonnenstrahlen in Bündeln und einzeln durch dienebelumwobenen Baumstämme und »krönen fallen. Weiter können im Nebel sacht verschwindende Strahenzuge oder Flüsse zu einem sehr wirkungsvollen künstlerischen Bilde verarbeitet werden. Aber auch wer Klarheit und Sonne liebt, wird im Herbst auf seine Rechnung kommen. Denn an schönen Tagen ist die Lust so rein wie selten im Sommer und ermöglicht vor allem prächtige Fern- aufnahmen. In erster Linie jedoch gilt es, das besondere Merkmal der Herbstlandschaft einzufangen und festzuholten: buntes, fallendes Laub. Wenig Freude wird allerdings der dabei erleben, der nicht orthochromatische Platten und eine Gelbicheibe verwendet, denn die ganze Schönheit der farbenprächtigen Palette wird in diesem Falle auf dem Bilde in eintöniges Grau und Schwarz verwandelt sein. Uni) auch von den schönen Wolken wird man kine Spur entdecken. OrthochromatischePlatte.r und Gelbscheibe sind also Doraussetznng für einwandfreie Ausnahmen. Dabei sei bemerkt,dah sämtlicheFilme, die natürlich ebenso wie Platten Verwendung finden können, orthochromatisch sind. Das ist besonders wichtig für die zahlreichen Besitzer der in den letzten Jahren so stark in Mode gekommenen kleineren und billigeren Apparate, die zumeist lediglich Aufnahmen mit Filmen ermöglichen. Sie brauchen also nur eine Gelbscheibe vor das Objektiv zu sehen. Aus prak- tisä.en Gründen empstehlt sich für denjenigen, der nicht allzu tief in d»e Geheimnisse der Photographie eindrinqen und unnötige Geldausgaben vermeiden will, die Anschaffung einer mittleren Gelbscheibe, denn sie bietet die weitestgehenden Verwendungsmöglichkeiten Bei Benutzung der Gelbscheibe, die übrigens nur bei orthochromatilchen Platten wirksam ist, mutz aber nun beachtet werden, dah sich die Belichlungszett um das Drei- bis Vierfache verlängert. Das tut ober dem Photographieren keinerlei Abbruch, denn die neuerdings von fast allen Firmen hergestellten hochempfindlichen Platten und Filme (21, 23 und 26 Grad Scheinet) ermöglichen auch dann noch Momentaufnahmen. Um bei der Belichtung nicht fehlzugehen, sei als praktisches Beispiel folgendes angeführt: Benötigt etwa die Aufnahme mit einer Platte von 17 Grad Scheiner Empfindlichkeit eine Belichtungszeit von */,ft Sekunde, so braucht man bet einer Platte von 19 Grad Scheiner nur die Hälfte, nämlich */is (nicht etwa ' 6!) Sekunde. Bei den folgenden Platten- und Filmsorten von 21,23 und 26 Grad Scheiner ist non der einen zur anderen Stufe wieder jeweils nur die Hälfte der Belichtungszeit erforderlich, also bei 21 Scheinet in unserem Fallebei 23 Scheiner '/„0 und bei 26 Scheiner V?OI) Sekunde. Setzen wir nun vor das Objektiv eine mittlere Gelbscheibe, die die vierfache Belichtungszeit notwendig macht,so kommen wir bei einerPlatle von 17Scheiner auf viermal Vl0 — 4/10 — S/s Sekunden Belichiungs- zeit. (Man würde in diesem Falle den Momentver- schluh auf Vi Sekunde einstellen.) Bet einer Gmp- sindlichkeitvon 19Scheiner ergibt sich dementsprechend eine Belichtung von 4/„ (praktisch */6) Sekunden, bei 21 Scheiner 4/50 Sekunden (Momentverlchluh auf '/><»), bei 23 Scheiner 4/100 — V,5 und bei 26 Scheiner 4/100 — */sn Sekunde. Mit diesen kleinen Berechnungen, in die man sich bei mehrfacher Übung schnell hineinfinden wird, muh sich ein jeder vertraut machen, der gute Resultate erzielen will. Die Belichtungszeit selbst ergibt sich ja für jede Aufnahme und für jede Blendeneinstellung aus einer Belichtungstabelle oder durch einen der modernen Belichtungszeitmeffer. Jedenfalls ist ersichtlich, dah die neuerdings erhältlichen hochempfindlichen Platten und Filme Vorteile bei der Belichtungszeit bieten, die man noch vor wenigen Jahren nicht für möglich geha'ten hatte. Das ist natürlich besonders angenehm, wenn Aufnahmen wegen einer etwa notwendigen starken Abblendung, oder weil sich das Objekt in Bewegung befindet, kurze Belichtungen erfordern. Auch für die im Herbst und Winter stärker in Frage kommenden Zimmeraufnahmen am Tage und bei künstlichem Licht bieten sich ganz überraschende Möglichkeiten, um so mehr, als man bei der Benutzung von elektrischen Dirnen als Lichtquellen auf den Borsah der Gelbscheibe verzichten kann. Man benötigt also bei einem Material von 26 Scheiner Gmpsindlichkeit bei einer solchen Zimmeraufnahme nur den 2O.Teil der bisher erforderlichen Belichtungszeit! Es empfiehlt sich aber, diese Möglichkeit niemals voll auszunutzen: denn die angegebene Gmpsindlichkeit wird nicht immer erreicht- Des weiteren ist zu berücksichtigen, dah die oben ausgeführten Berechnungen für die Praxis des Amateurs bestimmt sind. Sie weichen aber von den tatsächlichen wissen- schaftlichen Grgebniffen etwas ab, und oft reicht der jeder Platte eigene Belichtungsspielraum nicht aus, um die Differenz auszugleichen. Wie bisher, so muh allo auch lernet die Parole sein: lieber etwas reichlich als zu knapp belichten! Das rechte Mah wird bald herausgefunden sein, wenn man- was besonders dem Anfänger zu empfehlen ist- bei einer für gut befundenen Platten- oder Filmsorte bleibt. Wer seine Platten und Filme zum Entwickeln nicht zum Photographen oder Photohändler schafft, sondern an dieser Arbeit seine Freude hat, dem sei noch zum Schluß ein kleiner Tip gegeben: die Entwicklung muh zart erfolgen,d.h. mit stark verdünntem Entwickler. Das gilt sowohl für Rebel-und Laub-, als auch für Porträt-und Zimmerausnahmen. Wohl dauert die Entwicklung dann etwas länger, dafür aber erhält man Bilder von großer Plastik und mit feinsten Abstufungen. Es ist ferner darauf zu achten, daß die Temperatur des Entwicklers sich zwischen 18 und 20 Grad Celcius bewegt. Ist sie tiefer, so werden die Kontraste leicht zu kräftig, während bei höheren Temperaturen Schleierbildung ein- tritt. Auch Fixierbad und Waffer müffen die gleiche Temperatur haben, andernfalls löst sich die Schicht an den Rändern. A. L. suchen, der die notwendigen Maßnahmen ergreif en wird. Es dürfte wenig bekannt sein, daß gerade daS gesteigerte ReinlichteitSbedürfnis des Menschen eine Erkrankung der Ohren veranlassen kann. Bei unzweckmäßigen Säuberungsversuchen, wie z. B. mit dem Handtuchzipfel, wird ein mechanischer Reiz auf die Gehörgangswand ausgeübt, der sich den dort befindlichen Drüsen mitteilt und diese zu erhöhter Produktion ihres Sekretes, des Ohrenschmalzes, anregt. Allmählich bilden sich Ansammlungen von Ohrenschmalz, sogenannte Ohrenschmalzpfröpse, die im Gehörgang liegen bleiben, möglicherweise durch ungeschicktes Hantieren tiefer in den Gehörgang hincingeschoben werden, austrocknen und verhärten. Die durch die Ohrenschmalzpfröpse verursachte Schwerhörigkeit macht sich jedoch erst bemerkbar, wenn beim Waschen oder Baden Wasser in das Ohr bineingelangt und der eindringende Wassertropfen die letzte, noch vorhandene Oeffnung des Pfropfes, die für das Hörvermögen eben noch ausreichte, vollständig verschließt. Deshalb ist unbedingt davon abzuraten, eine unsachgemäße Säuberung der Ohren mit dem Handtuchzipfel vorzunehmen: es genügt völlig, die Ohrmuschel und den äußeren zugänglichen Teil des Ohres mit einem feuchten Seifenschwamm oder -lappen zu waschen, wobei darauf zu achten ist, daß kein Wasser in die Tiefe des Gehörganges gelangt. Eine Reinigung der inneren Partien ist überflüssig und schädlich! Die von dem Laien weitaus am meisten gefürchtete Ohrenasfektion ist die Mittelohrentzün- dung, die gewöhnlich im Anschluß an eine Erkältungskrankheit (Schnupfen, Mandelentzündung) aufzutreten pflegt. Die Hauptsymptome der Erkrankung dokumentieren sich in Schmerzen, Fieber, vermindertem Hörvermögen und bei der eitrigen Form auch in Ohrenlaufen. Um allen Verschlimmerungen zu begegnen, die sich aus einer Mittelohrentzündung entwickeln können, ist es wichtig, schon den allerersten Anzeichen der Entzündung die größte Beachtung zu schenken, da es nur so noch gelingen kann, die Erkrankung in ihrem Anfangsstadium aufzuhalten. Bei längerer Dauer und besonders dann, wenn man sie unbeachtet läßt, besteht die Gefahr, daß die Entzündung und eine nachfolgende (Siterung auf den benachbarten Knochen übergreift und sich eine sog. Warzenfortsahentzündung entwickelt. In bösartigen Fällen kann es zu einer Beteiligung der Hirnhäute, sowie zu einer Allgemeininfektion kommen Sin nicht zu seltenes Vorkommnis ist dos Uebergehen einer vernachlässigten akuten Mittelohrentzündung in das chronische Stadium. Man muß bedenken, daß bei vielen Menschen eine chronische Mittelohreiterung besteht, ohne dah sie sich infolge der geringen Beschwerden dessen bewußt find. Erst eine zufällig vorgenommene Ohrenuntersuchung gibt Aufschluß über deck wahren Sachverhalt, wobei es sich vielfach zeigt, daß der Beginn der Erkrankung bis in die Kindheit zurückreicht. llnb doch kann die chronische Mittelohrentzündung sehr ernste Folgen nach sich ziehen. Eine allmählich stärker werdende Beeinträchtigung des Gehörs bis zur völligen Taubheit stellt eine, wenigstens für das Leben, noch verhältnismäßig harmlose Folge dar. Viel gefährlicher sind die manchmal ganz plötzlich auftretenden Komplikationen von feiten des Gehirns und des inneren Ohres, die einen blutvergiftenden Charakter annehmen formen. Aus diesem Grunde sollte man zunächst dafür folgen, zur Verhütung einer Mittelohrentzündung allgemein die Erkältungsbereitschaft des Körpers durch geeignete Abhärtung zu mindern. Ferner muß darauf gesehen werden, daß jede Mittelohrentzündung schon im Anfang erkannt und behandelt wird, und daß auch das geringste Ohren- laufen nicht unbeobachtet bleibt. Bereits den Ohren des Säuglings und des Kindes ist die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden, da die Obreiterungen der Kinder der erfolgreichen Behandlung noch leichter zugänglich sind. Ist eine Mittelohrentzündung chronisch geworden, so ist eine regelmäßige fachärztliche Kontrolle unbedingt erforderlich, um sich vor gefährlichen Zufälligkeiten zu schützen. Das Mesen der Hygiene des Ohres liegt in dem vorbeugenden Wirken. In diesem Sinne zu handeln, sollte das Bestreben eines jeden sein! Oer neue Gießener Hochbehälter. Gestern nachmittag besichtigten die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrates in Gegenwart des städtischen Baudezernenten, Beigeordneten Dr. Hamm, den an der Landstraße Gießen—Reiskirchen in der Nähe der Ganseburg errichteten neuen Hochbehälter unserer Wasserleitung. Der Bau, der nach den Entwürfen des städtischen Tiefbauamtes unter der Leitung des Vorstehers des Tiefbauamtes, Stadtbaadirektor Braubach, errichtet wurde, hat ein Fassungsvermögen von 5000 Kubikmeter Wasser, wodurch so weitreichende Möglichkeiten zur Waffervorratshaltung geschaffen sind, daß unsere Stadt, bei normaler Entwicklung, für die nächsten zwei oder drei Jahrzehnte aller Sorgen um die Bereithaltung genügender Wasseroorräte ledig sein wird. Die neue Anlage wird in etwa zwei bis drei Wochen in Betrieb genommen werden. Zur Zeit ist man im Innern des in drei Teile gegliederten Behälterraumes noch mit dem Einbau von Schiebern an den Rohrleitungen unb mit anderen kleineren Arbeiten beschäftigt, während man außen an der Aufbringung der erforderlichen starken Erddecke auf den Behälter arbeitet. An der Fassade sind schließlich noch einige Steinmetzarbeiten zu erledigen, um auch dort das Werk planmäßig abzuschließen. Die Mitglieder des Bauausschusses, denen Stadtbaudirektor Braubach vor Beginn der Besichtigung an Hand der Zeichnungen einen Ueberblitf über die Anlage gab, nahmen das neue Werk in allen Teilen eingehend m Augenschein, wobei ihnen von Stadtbaudirektor Br a u b a ch, Gas- und Wasserwerksdirektor Sie- ding und einigen an dem Bau tätigen Baufach- leuten auf alle Fraaen erschöpfende Aufklärung gegeben wurde. Die Anlage fand in allen Teilen die volle Anerkennung der Besucher. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt- Butter 150 bis 160 Pfennig (Kochbutter von 130 Pfennig an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bis 10 (pro Zentner 4 Mk) Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 3 Mk)' Rotkraut 8 bis 10 (pro Zentner 5 Mk.) gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10* Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 5 bis 6 Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat 80 bis 100 Tomaten 50 bis 70, Zwiebeln 10 bis 12’ Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50 Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Ztr. 2,20 bis 2,50 Mk.), I Kürbis 8 bis 10, Aepfel 25 bis 50, Birnen 15 bi; 40, • Dörrobst 30 bis 35, Nüsse 40 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hch: e ICO b s 110, Suppenhühner 100 bis 110, Gänse 100 bis 110 pro Pfund; Tauben 50 bis 70, Eier 16, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 10 bis 15, Salatgurken 20 bis 30, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 6 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 pro Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund. Konflikte mit politischem Hintergrund. Eine Schlägerei entstand in der Nacht zum Mittwoch am Selterstor zwischen jungen Leuten, die zum Teil der Nationalsozialistischen Partei angeboren und teilweise zu den Linksparteien und zum Reichsbanner zählen. Kurz nach 23 Uhr tarnen die Nationalsozialisten von einer Mitgliederversammlung im Hotel Hopfeld die Frankfurter Straße herab, wahrend zur gleichen Zeit von der Westanlage und der Wolkengasse her ihre politischen Gegner dem Selterstor zuschritten. Dort kam es dann nach einem kurzen Wortwechsel rasch zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf auch ein S ch u ß abgegeben wurde. Wer den Anlaß zu dem Zusammenstoß gab, steht nach den bisherigen polizeilichen Ermittelungen einwandfrei noch nicht fest, ebensowenig konnte die Polizei bisher einwandfrei ermitteln, von welcher Seite der Schuß abgefeuert wurde. Dolizeibeamte waren zum Glück rasch zur Stelle und brachten die Kämpfenden auseinander. Eine Anzahl Personen beider Parteien wurden sistiert und nach dem 2. Polizeirevier verbracht, wo sie nach Waffen untersucht wurden. Dabei fand man bei einem jungen Manne einen Gummiknüppel, der ihm abgenommen wurde^ weitere Wasfen konnten nicht gefunden werden. Bei dem Handgemenge erlitt ein junger Nationalsozialist nach seinen Angaben bei der 'Abwehr eines Messerstiches eine leichte Stichverletzung an der linken Hand. Nach dem Abschluß der ersten polizeilichen Feststellungen wurden die Sistierten wieder auf freien Fuß gesetzt. Besonders bemerkenswert ist nach den polizeilichen Feststellungen die Tatsache, daß in der fraglichen Nacht kurz nach dem Zusammenstoß die Bewohner an der Margaretenhütte durch Signale alarmiert wurden und ein großer Trupp von Leuten aus der dortigen Gegend sich nach der Stadt begab, wobei zahlreiche sich mit Stocken bewaffnet hatten. Ehe sie aber am Selterstor ankamen, war der Zusammenstoß dank des energischen Eingreifens der Polizei bereits erledigt. 3n diesem Zusammenhänge sei allen Einwohnern dringend im eigensten Interesse angeraten, sich von derartigen Auseinandersetzungen oder Zusammenrottungen fernzuhalten, da hieraus unter Hm« ständen ein unangenehmes Nachspiel vor Gericht entstehen kann. Gestern mittag kam es, anscheinend als weitere Auswirkung der Ereignisse am Selterstor in der vorhergehenden Nacht, in der Lind ^ng a sse zu einer Rempelei zwischen mehreren jungen Leuten, wobei der eine angeblich zur (Abwehr seiner Gegner das Messer zog, glücklicherweise aber, da Polizeibeamte rasch zur Stelle waren, kein Unheil anrichten konnte. Die Polizei brachte auch hier die Streitenden rasch auseinander und beschlagnahmte das Messer, das als Beweismittel sichergestellt wurde. Vor und während der nationalsozialistischen Versammlung im Eafs Leib, die gestern abend statt- fand, und über die wir noch berichten werden, hatte sich in der Walltorstraße eine zahlreiche Menschenmenge eingcfunden, die bis zur Stunde des Versammlungsschlusses durch weiteren Zulauf ansehnlich verstärkt worden war. Auffälliaerweise war auch hier wieder zu sehen, daß ein großer Teil von Leuten Stöcke trug. Da die Polizeibehörde umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte unb Die Beamten zur Sicherstellung der Ordnung entschieden auftraten, konnten erfreulicherweise Konflikte vermieden werden. Die Menge verlief sich allmählich vom Walltor aus über den Kirchen, und Marktplatz nach dem Seltersweg, wo bis gegen 24 Uhr ein ansehnlicher Menschenauflauf festzustellen war. Aber auch hier wurde, dank des ausgezeichneten polizeilichen Sicherheitsdienstes, Unheil vermieden, jedoch mußte die Polizei, um endlich Ruhe zu schaffen, gegen 24 Uhr den Seltersweg von den herumstehenden Menschenmassen räumen. Es verdient heroorgehoben zu werden, daß die Leitung des polizeilichen Sicherheitsdienstes dank ihrer klugen Anordnungen die Wahrung der öffentlichen Ruhe jederzeit vollkommen sicherstellte und die Polizeibeamten in untadeliger Weise ihrer schweren Pflicht entsprachen. Geh. Klobenms in Gießen. Die Gesellschaft fürErd- undDölker- kunde hatte für ihren ersten Vortragsabend, der am Montag in der Neuen Aula der Universität stattfand, den bekannten Ethnologen Geheimrat Professor Dr. Frobenius, Frankfurt, gewonnen. Der Redner sprach in anderthalbstündigem, hochinteressanten Vortrag über prähistorische afrikanische Kulturen und schöpfte das Material hierzu aus der Fülle seiner wissenschaftlichen Arbeit, aus seinen Erfahrungen. Beobachtungen und Studien in Afrika. Er wies zu Beginn seiner Ausführungen darauf hin, daß es unmöglich sei, die Kulturformen Afrikas unter dem Gesichtswinkel unseres euro-. päischen historischen Denkens zu betrachten, und ging zugleich auf einige grundsätzliche Unterschiede zwischen der Kultur des Abendlandes und Afrikas ein. Er erinnerte an alte Berichte, die aus verschiedenen Quellen, von Seefahrern, Kaufleuten u. a. aus dem späten Mittelalter überliefert sind unb die Kunde geben von Heber- resten einer alten Kultur, vom Vorhandensein eigenartiger Ruinen, von einem ebenso eigenartigen Herrscherkult und seltsamen Gebräuchen. Der Redner zeigte dann an Hand von Karten die Gebiete bestimmter Kulturformen in Afrika und ihrer Verbreitung über die Grenzen ihres Ursprungs hinaus, wie sie sich aus dec wissenschaftlichen Forschung der letzten Jahrzehnte ergaben. 3m farbigen Lichtbild zeigte er Tempel- ruinen und Grabstätten, gab eingehende Aufklärungen über die sakrale, hierarchisch konstruierte Staatsform jener Volkerstämme (der uns als Buschmänner bekannten Vorfahren der Eingeborenen) und deren religiöse Vorstellungswelt. Mit besonderer Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer den Erklärungen über den Stand der Technik in fernen Jahrtausenden, wobei die Tatsache besonder- ausfallend erschien, bah jene Völker bereits Eisen, sowie eine Reihe anderer Metalle kannten, bevor man in unserem heutigen Europa nur überhaupt von einer Eisenzeit sprechen konnte. Mit nicht weniger Aufmerksamkeit verfolgten die Zuhörer die Ausführungen unb Lichtbilber des Vortragenden über dieFormendarstellenderKunst in Felsbildern, die neben der Tierdarstellung in äußerst realistischer Weise auch die Darstellung der Landschaft unb der Pflanzen kennt, eine Tatsache, die bei den Urvölkern Europas kaum zu finden ist. Darüber hinaus fesselten die Darstellungen des Menschen als handelnd Personen inmitten der Landschaft, die dem Vortragenden die Möglichkeit gaben, den ganzen mystischen Kult einer einzigartigen Epoche vor dem geistigen Auge der Zuhörer zu entwickeln. Anschaulich ging aus diesem Teil des Vortrages die Vorstellungswelt jener Volker über die Begriffe „Tod" unb „Geben“, bzw. ihr Glaube an einen Fortbestand des Lebens selbst bei leiblicher Vergänglichkeit hervor. Zum Schlüsse feiner Ausführungen ging der Vortragende noch kurz auf die Einflüsse ein. der die Kultur afrikanischer Volkssta«une von Norden her ausgesetzt war, unb auf die Veränderungen, die dadurch in besteheirden Sitten und Gebräuchen hervorgerusen wurden. Der Vortrag des bekannten Afrika-Forschers, der durch seine Arbeiten unb die in feinen Werken, geäußerten kühnen Gedanken die Aufmerksamkeit breiter Kreise der Wissenschaft auf sich lenkte, fand auch in Gießen ein Publikum, das mit außerordentlicher Anteilnahme den Darlegungen folgte. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Gießener Konzer(verein: Symphoniekonzert, 19.30 Uhr, im Stadttheater. — Akademische Kurse für Kaufleute unb Cewerbetre bende: Thema: „Grundfragen der deutschen Sozialpolitik; Vortragender: Univ.-Prosessor Dr. Günther, 20.15 Uhr, Horsaal 44. — DHV.: Milcrk, der Grönlandjäger, 20.30 Uhr. im Cafä Leib. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unter den Dächern von Paris“. — Astor ia°Lichtspiele: Lustspiel „Robert und Bertram" (mit Harry Liedtke). — Der Theaterspielplan für b t e näch sten Tage. Man schreibt uns: Am Montag, 10.November, gastiert Konrad Dreher mit seinem Ensemble. Zur AufAbrung gelangt bas Volksstück „Der wundertätige Antonius". Dreher, der Altmeister des Humors, hat in diesem Stück in der Rolle des behäbigen Einsiedlers Gelegenheit, seinen kräftigen Humor zur Auswirkung zu drin- aen. — Morgen, Freitag, 19.30 Uhr, Wolfgang Goetz: „Neidhardt von Gneisenau" unter der Spielleitung Walter Bäuerles. — Sonntag, 9. November, als Fremdenvorstellung auf vielseitigen Wunsch Carl Zuckmoyers Volksstück: „Schinderhannes" unter der Spielleitung von Intendant Dr. Prasch. — Mahraun, der Führer des Fungdeutschen Ordens, spricht am Sonntag, 16. November, in Gießen. Wir verweisen auf die Anzeige. — Ein Konzert unserer Militärkapelle findet am kommenden Sonntagabend im Cafe Leib unter der persönlichen Leitung des Obermusikmeisters L ö b e r statt. (Näheres siehe Anzeige.) ** Von der Kraftpostlinie Gießen — Hochelheim. Das Ertragsergebnis der Kraftpostlinie Gießen—Hochelheim hat sich in dem Vierteljahr Juli bis September derart gestaltet, daß die von den beteiligten Gemeinden geleisteten Garantiesummen nicht in Anspruch genommen wurden. ** Gendarmeriepersonalie. Der Gendarmeriewachtmeister August Roth zu Homberg wurde mit Wirkung vorn 1. Oktober ab zum Gen- darmeriemeister ernannt. Eine 75jährige. Fräulein Susanne Jung, Weidengasse 18 wohnhaft, feiert am 7. November in geistiger Frische ihren 75. Geburtstag. *• Drehbühne im Stadttheater. Man berichtet uns: Kunst und Wissenschaft sind, wie jedes andere Ding, auch dem Fortschritt der Technik unterworfen. Und gerade an das Theater stellt der moderne Bühnenbetrieb in technischer Hinsicht erhebliche Anforderungen, zumal auch die modernen Autoren hinsichtlich der szenischen Bearbeitung ihrer Stücke mit der Technik gleichen Schritt halten. Es ist daher eine Notwendigkeit geworden, um mit dem modernen Spielplan mitzukommen, technische Neuerungen der mittlerweile etwas veralteten Bühne vorzunehmen. Dank einer sehr geschickten und kunstsinnigen Ausarbeitung ist es den beiden technischen Bühnenvorständen Keim und Löffler gelungen, aus alten Beständen des Bühnenmaterials und unter Verwendung der bereits vorhandenen Bühnenwagen eine für unsere Zwecke völlig ausreichende Drehbühne zu konstruieren. Die Vorteile dieser in eigener Werkstatt und vom eigenen Personal hergestellten Bühnenneuerung dürsten sich in der kurzen Zeit der Saison für das Theaterpublikum sicherlich hinreichend gemacht haben. ** Operetten-Dorftellung imStadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau schreibt man uns: Um den vielen Anfragen des Theaterpublikums Rechnung zu tragen, hat die Intendanz sich entschlossen, die Operette „Das Land des Lächelns" zu wiederholen. Hunderte von Besuchern mutzten am letzten Sonntag abgewiesen werden. Diesen und allen, denen der Besuch dieser Operette Lehürs bisher nicht möglich war, soll nochmals Gelegenheit geboten werden, „Das Land des Lächelns", den größten Operettenerfolg des letzten Jahres, zu besuchen. Die Operette wird noch einmal im Dienstagabonnement und einmal an einem Sonntag als Fremdenvorstellung gegeben. ** Wiederaufnahme der Neubau- tätigkeitinderverlängertenGoethe- str aßö. Fn dem Baublock Goethe-, Gnauth- und Lessingstraße wurden bereits vor dem Jahre 1914 — verlängerte Goethestraße — zwei Wohngebäude erstellt. Nach 1920 wurde ein weiteres Wohnhaus @cfe Gnauth- und Lessingstraße errichtet, während an der Ecke Goethe- und Lessingstraße das Fi- nanzamtsgebäude vor gut Jahresfrist beendet wurde. Seit dieser Zeit wurde das Baugelände entlang der Gnauthstraße gärtnerisch benutzt, während das an der verlängerten Goethestraße liegende Stück bisher als Spielplatz diente. Die hie- fifje Wohnungsbaugesellschaft hat die.es Gelände kürzlich erworben und läßt nunmehr durch die Daufirmen Dirkenstock & Schneider, Decker und Weimer vorläufig ein Wohngebäude, bestehend aus drei Vierzimmerwohnungen mit Zubehör, errichten, dessen Rohbau noch vor Eintritt des Winters unter Dach gebracht werden soll. ** Autozusammenstoß. Auf der Landstraße zwischen Lollar unb Kirchberg, an der Link-- ttmöiFU^AUMOinti •« nMfl Hllllll WAItCt r - 2er- itär* zabmd ng M 8 liehe r (Ben« lomberg in @en- sänne crt am 15. Se- jen- Äraft* dem Met. Mim vrnmen tag. 19.30 t für tunb- md«: W* ontag, r mti t das Iretjtr, Ctück Mhiit, i brin« ’lfgang Spiel- lember, Dunsch 5* UN' W. tischm t, in eater. ft sm-, -tschritt n das ieb in in. »u* ich der t der er eine »dernen rungcn voizll« iunft* techni' ffUl mmate* ts vor* Zweite iruieren. int> vorn euerung ison für end 9C< Stabt* schreibt fratff* Jnten* I Land on2e- Mesen ) dieser ar, sott .Das rnersoig DperetK ent und rstellung ubau" >oeth^ NE .-Wd« AW» widÄ ä r« Die W Gelände nrch ck«r uZ itt d» r Land' «ö oiDie tbot W .Nicht )o^r lgrn- unft Jin lang Ta«: 'zu in- die Kult luge aus ,N Acinj) -chirit ging e ein, , Don erän- ' und S.Jl.-fpOTt Jahren 1928, 1929 und Plätze 1928 1929 1930 1930 II 27 53 1in I 18 31 115 III 19 81 95 von Zus. 64 165 320 dem Können Guineß und den dänischen Vertreterinnen Holgerson und Olsen zusammentrisst. Programm der 1. Radrennen in der Festhalte. LeichWleüsche Rückschau im BsV. Gießen. 9 Veranstaltungen auf eigenem platz; 20 besuchte auswärtige Veranstaltungen; 6mo( in der Bestenliste des WSV. Gesamt 80 28 36 16 179:185 Gerätewettlarnpf in Limburg. Zwischen dem Tv. Limburg, dem Tv. 1860 Hofheim und Zahn Mainz kam in Limburg ein Ge- WSD. eingetragen. Insgesamt ist der VfL. sechsmal in der Zwanzig- Bestenliste des WSV. vertreten. Jugend, Klasse A: Luh, Kugel 13,75 Meter, Diskus 38,23 Meter. Im Training überwarf der talentierte Luh sogar die 40-Meter- Grenze. — Jäger: 800 Meier 2,10 Min. — Kirchheimer: 100 Meter 11,9 Sek. — H. ®. Steuerwald: Weitsprung 6,26 Meter, Hochsprung 1,60 Meter. Iu g e nd, Klasse B: Walter Schäfer und S i m o n : 800 Meter 2,14 Min. - Willy Schäfer: Kugel 11,75 Meter. Die Leistungen verraten gute Veranlagung der noch jungen Leichtathleten und lassen für die Zukunft noch besseres erwarten. Der Leistungsdurch- Oeutschlarrds Fuhball-Länderspiele. Seine günstige Bilanz. Das am vergangenen Sonntag in Breslau aus- getragene Fußball-Länderspiel gegen Norwegen war das 80. Länderspiel des Deutschen Fuh- bali-Dundes. Don diesen seit Destchen des DFB. ausgetragenen 80 Spielen konnten di« deutschen Vertreter nur 28 Spiele siegreich gestalten, unterlagen dagegen 36mal und erreichten in 16 Kämpfen ein unentschiedenes Ergeonis. Das Gesamttorverhältnis lautet 179:185, ist also im Gegensatz zu der Gewinn- und Verlustrechnung des Spielprogramms nicht so schlecht. Eine Statistik der einzelnen Spiele hat fol^eickes AuS- Di« Oeichtathletikabteilung des Vereins für De- wegungSipiele sieht zurück auf eine Saison intensivster Velätigung, zugleich aber auch auf eine Reihe von Erfolgen, auf die sie mit Recht stolz sein darf. Dei der Bewertung und Würdigung dieser Erfolge must aber becückiich'.igt werden, daß der Leich! athletikbetrieb infolge des Fehlens einer Aschenbahn erst vor knapp 3Vs Iahren ausgenommen wurde. Wenn trotzdem in der vergangenen Saison nicht weniger als 3 2 0 Siege errungen wurden, so ist das für die Entwicklung kennzeichnend und sie tmrd deutlicher in der folgenden Gegenüberstellung der in den - erkämpften Erfolge: schnitt hat sich gegenüber den beiden Vorjahren bedeutend gehoben. In diesem Zusammenhang sei betont, daß die Abteilungsleitung in der richtigen Erkenntnis der sportlichen Bedeutung und nicht zuletzt des ethischen Wertes einer möglichst guten Breiienleistung besonderes Gewicht auf eine gleichmäßige und vielseitige Ausbildung legt. Dast auch in dieser Beziehung ein großer Fortschritt zu verzeichnen ist', zeigt die auf über 150 angewachsene Zahl der sich aktiv betätigenden Mitglieder. Ein Aufschwung seht regste Wettkampfbeteilr- gung voraus. Trotz der Rot der Zeit konnten nebm drei auf hiesigem Platz stattfindenden 17 auswärtige Veranstaltungen besucht werden. Mit berechtigtem Stolz kann der VfB. auf ferne eigenen Veranstaltungen zurückb icken, die dank gründlicher Vorbereitung eine Reihe von Erfolgen brachten. Es waren dies der Langstrecken- und Staffelklubkampf gegen VfL. und Spv. Wetzlar, die 1. Frauenwettkämpfe, die Jugendklub- kämpfe gegen Mtv. Gießen (Dorkampf) und DfL. Wetzlar, der Frauenklubkampf gegen VfL. Wetzlar, die 1. leichtathl. Iugendnationalen und der zweite Iugendklubkamps gegen Mtv. Außerdem waren der Frühjahrswaldlauf und der Gau- jugendspieltag zur Durchführung übertragen. — Richt unerwähnt soll auch die Aufnahme des Tischtennis bleiben, das sich als Llnterhaltungs- und Wcttkampfsport großer Beliebtheit erfreut und stets neue Anhänger gewinnt. Zusammenfassend darf man wohl mit Recht sagen, daß sich der Verein für Dewrgungsspiele dank der Entwicklung in der verflossenen Saison mit an die Spitze der Lelchkalhlekik des Bezirks hessen.hannover gesetzt Hal, eine Tatsache, die um so höher bewertet werden muh, als diese Stellung innerhalb 3l/j Iahren erkämpft wurde. In diesem Zusammenhang ist es Pflicht, den aktiven Mitgliedern sowie besonders aber auch den Leitern der Abteilung und des Vereins für ihr rastloses Streben und Arbeiten vollste Anerkennung auszusprechcn. Sie dürfen cs für sich in Anspruch nehmen, zu behaupten, an der Förderung der Leichtathletiksache des hessisch-hannoverschen Bezirks ein gutes Teil mitgewirkt zu haben. Wenn die Abteilung sich den ihr innewohnenden und von der Leitung sorgsam gepflegten vorzüglichen Geist auch weiterhin bewahrt, sollte sie auch in der nächsten Saison einen achtbaren Gegner in den Wettkämpfen darstellen. kurve vor Kirchberg, sttetz gestern gegen 16 Ufr tm fabrikneuer Adlerwagen, der in der Richtung Marburg fuhr, mit einem ihm entgegenkommenden neuen Essexwagen zusammen. Beide Wagen wurden an den Sortierteren stark beschädigt und mußten abgeschleppt werden. Ein ebenfalls von Frankfurt kommender Ueberführungswagen mußte, um einen weiteren Zusammenstoß zu vermeiden, rechts über Klopfsteine fahren und stieß dabei gegen einen Baurrn Auch dieser Wagen wurde stark beschädigt. Zum Gluck entstand nur Sachschaden Personen wurden nicht verletzt. •• Ein st eigdieb stahl. Gestern kurz nach 18 Ufr wurde in Vilbel ein Sinsteigdiebstahl verübt, bei dem der Täter einen dunkelgrünen Anzug und einen grünlich-braunen imprägnierten Gummimantel entwendete. Es wird vermutet, dast alS Täter der aus dem LandeszuchthauS Marien» fchlost auSgebrochene Gesängen« P o t h in Betracht kommt, der sich aus diese Weise Ersatz für seine Anstaltskleidung beschallen wollte. ,,S o n n e ü b e r P i S P o l ü". Das Amt für Leibesübungen an der Universität Gießen hatte in Verbindung mit dem Gießener Skiklub für gestern zu einem Filrnoortrag in die Reue Aula der Uni« oersität eingeladen. Die Veranstaltung hatte. einen überaus zahlreichen Besuch aufzuweisen, so daß der Raum tite vielen Menschen kaum zu fassen oer- mochte. Als Redner erschien der bekannte Skiläufer und Alpinist Willy D o b i a s ch « München, ein geborener Oesterreicher, und hielt in ungezwungener einfacher Form einen Vortrag im Plauderton. 9n seiner launigen Sprechweise, die, liebenswürdig österreichisch gefärbt, den Zuhörern gut gefiel, erzählte er vom Wintersport, von seinen vorteilhaften Auswirkungen, von der Notwendigkeit sportlicher Betätigung, besonders der Jugend, von dem hohen seelischen Gewinn einer Hochgebirgstour und der unbändigen Freude, die denjenigen erfassen muß, der gern dem Trubel des Tieflandes entrückt unan« Iietaftete Natur au erleben versteht. Der Filmstrei« en, den der Redner ebenfalls mit feinen von ge« undem Humor durchzogenen Worten ergänzte, zeigte in feinem ersten Teil ein« Wasserwande« r u n g auf der Isar, eine Fahrt im Paddelboot mit all ihren Annehmlichkeiten, Zwischenfällen und ihrer leidgemischten Freude. Schließlich erlebten die Zuschauer im Bild die Besteigung eines der pittoresken Felskegel der Dolomiten und oerfolgten die Kletterer auf ihrem gefährlichen Weg, um schließ« lich, zusammen mit den kühnen Bergsteigern, in das tief untenliegende Tal zu blicken. Der übrige Teil des Films war einer Skitour auf den Gipfel des Piz Palü vorbehalten. Das freie, ungezwungene Leben in der Hütte, der Anstieg auf Skiern über weite Schneefelder und Eisfchründe, der Aufstieg mit Bergschuh und Pickel, die Bezwingung des Gipfels und der grandiose Rundblick über das Gipfelmeer der Schweizer Alpen, schließlich der Abstieg mit seinem schönsten Teil, der Schußfahrt und dem „Schlemmen" im idealen Pulverschnee, das olles war im Filmbild festgehalten und fesselte die Zuschauer von Anfang bis Ende. Der Redner, der auch diesen Teil des Films humorvoll aus der Fülle seiner eigenen Erlebnisse bei der Aufnahme der Bilder zu vervollständigen vermochte, fand oft den herzlichen Beifall seiner dankbaren Zuhörer. Der Abend war für die Veranstalter ein großer Erfolg und bat wohl in manchem den Wunsch wach- gerufen, auch teilzuhaben an dieser Form der Freude, an dem gesteigerten Lebensgefühl, das dem Zuhörer und Zuschauer aus Wort und Bild entgegenströmte. Dem Skisport sind an diesem Abend bestimmt viele neue Freunde gewonnen worden. "DerKaninchenzuchtvereinGießen veranstaltete am Sonntag im „Thüringer Hof" eine lokale Kaninchenschau, die mit etwa 90 Tieren beschickt war. Unter den ausgestellten Tieren fielen besonders die Rexkaninchen, Weihe Riesen, Weihe Wiener und Hermelin« durch ihre ausgezeichnete Verfassung auf. Der Besuch der Ausstellung war besonders am Rachmittag sehr rege. Den Ausstellern wurden für ihre Leistungen eine Anzahl Preise zuteil. Es erhielten: auf Weiße Riesen Georg Schellhaas den Dundes- ehrenpreis sowie den 1., 2. und 3. Preis, auf Belgier Riesen: Hugo Rowack (1. und 2. Preis); Groß-Chinchilla: Hoffmann, Hof Gill (Ehrenpreis), Georg Schellhaas (zwei 2. und 3. Preise); Blaue Wiener: Heinrich Kipper (1. Preis), Gg. Schellhaas (1. Preis); Weihe Wiener: Karl Kirchner (Ehrenpreis, zwei 1. Preise und einen 2.Preis); Luxkaninchen: Gustav Herig (2.Preis); Havanna: Dr. Erb (1. und 3. Preis); Silberkaninchen: Otto Steih (Ehrenpreis, 2. Preis und zwei 3. Preise); Rexkaninchen: Dr. Erb (zwei 1. Preise, einen 2. Preis und zwei 3. Preise), Bernhard Amt (1., 2. und 3. Preis), Hossmann, Hof Gill (2. und 3. Preis); Hermeline: Otto Steih (Ehrenpreis, 1. Preis und zwei 2. Preise). Just. Volz, Heuchelheim (Ehrenpreis und 2. Pr.); Klein-Chinchilla: Hans Rinn, Launsbach (1. und 3. Preis), F. Törner (3. Preis). Darüber hinaus wurden an die Aussteller noch eine Anzahl 3. Preise vergeben und lobende Erwähnungen ausgesprochen. räte-Turnwettkaupf zum Austrag, den die Der- anstaller vor zahlreichen Zuschauern mit 394 Punkten gewannen. Zweiter wurde Main§ mit 390 Punkten vor Hofheim (384). Der beste Einzel- turncr war der Limburger Christmann mit 84 Punkten. Das Turn- und Sportabzeichen auch für Segelflieger. Rach Ablauf der fünfjährigen Sperrfrist für eine Aenderung der Bedingungen für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen und das Deutsch« 3u- gend-Sportabzeichen hatte sich der zuständig« Ausschuß in seiner Sitzung am Freitag in Berlin mit den zahlreichen Vorschlägen der Verbände, die ihre Sportarten ebenfalls in die Bedingungen ausgenommen sehen wollten, zu beschäftigen. Der Ausschuß beschloß unter Leitung von G. Hax auf die Anträge der maßgebenden Verbände hin die Einführung des Segelfliegens, des Kleinkaliber- fchießens und des Kegelns sowie des Gepäckmarsches au empfehlen. — Sämtliche am Sportabzeichen beteiligten Verbände werden in einer vom DRA. für den 19. Dezember anberaumten Sitzung diese Vorschläge In ihren Einzelheiten nochmals zu überprüfen und über die endgültige Fassung zu beschließen haben. Helene Mayer in London überlegen. Die deutsche Olympiasiegerin Helene Mayer beteiligt sich mit großem Erfolge am Fechtturnier um den Hutton-Cup in London und gab vor einer zahlreichen Zuschauermenge Proben ihres unerreich- ten Könnens. Sie brachte das Kunststück fertig, als einzige Teilnehmerin ungeschlagen in die Endkämpfe zu kommen, wo sie mit den Engländerinnen Buttler, Diese Zahlen legen Z ugniS ab der VsTer und VfDeru..^ , ha^en jedoch nur relativen Wert. Um die effektiven Leistungen unter Beweis zu stellen, seien folgende in der Saison 1930 ausgestellten Leistungen angeführt: Aktive: M v h l warf die Kugel 13,40 Meter, den DiSlus 35,21 und den Hammer 37,55 Meter und kam damit dreimal in die 20-Bestenliste des Westdeutschen Spielve bandes. — Iakob sprang 1,70 Meter hoch und 6,27 Meter weit. - Heise lief die 5000 Meter in 16,29 Min. und kam damit ebenfalls in die 20-Beste ttiste des WSD. Frauen: G. Luh Diskus 25,53 Meter. — Ehelmüller 800 Meter 2:54,2 Min (20-Desten- liste des WSD.). - H. Skühler Kugel 9,63 Meter. — Fr. Müller 800 Meter 2,56 Min. Fr. Fischer (Mädchenklasse) Hochsprung 1,20 Meter, Weitsprung 4,23 Meier. M. Müller (Mädchenklasse) 100 Meter 14.8 Sek. Eine 3x800- Meter-Staffel (Frauen) benötigte nur 9:4,2 Min. und wurde ebenfalls in die 20-Destenliste des Di« zur Winterfporthalle gewordene Frankfurter 'Hesthalle wird am 30. Rovember mit einem auserlesenen Programm vor die Oeffenllichkeit treten Die üblichen EinweihungSfeierlichretten fallen weg, dafür werden sofort Fahrer von Ruf gegeneinander die Klingen kreuzen Der Erosf- nungsrenntag bleibt den Berufsfahrern vffen^ die Spezialisten der Holzbahn sind. Zunächst durfte ein Omnium interessieren, an dem drei bis vier Fahrer kellnehmen Sie haben sich in Fiieger- tresfen, in einem Punktefahren und vor allem in einem Dersolgungsrennen zu messen. Das Remwn wird die Spannung der Sportleute auSlösen, da hier die besten Steher zeigen sollen, waS fit ohne Motorführung leisten können. 2llle schnellen Leute vereint ein internationales Fliegerhauptfahren, dann beteiligen sich fast 20 Fahrer an einem offenen 100-Runden-Punkto- fuhren, dem als Clou deS Tages ein Stunde n m a n n s ch a f t s r en n e n folgt. Der erfolgten Ausschreibung dürften auch bald die ersten Rennungen folgen. Spiele der »Deutschen Iugendkrast-. Bezirk Wetterau. Der vergangene Spielsonntag brachte in der Fortsetzung der Dorrunde in der A - Klasse folgende Begegnungen: Ilbenstadt empfing Wetzlar. Das Spiel endete unentschieden 0:0, so daß sich die Gegner die Punkte teilten. Im Kampfe Bilde! gegen Ober»Wöllstadt in Ober-Woll- stadt vermochte der Gastgeber bereits biS zur Halbzeit mit 3:0 zu führen und erhöhte in öet zweiten Spielhälfte auf 6 Tore, wahrend dem Gegner selbst das Ehrentor versagt blieb. Da» Spiel wurde, nachdem zwei Spieler der Gast« herausgestellt wurden, von Dilbel abgebrochen. — Heldenbergen war spielfrei. In der B-Älaffe trat in Rieder-Morlen der Gegner Heldenbergen nicht an, fo daß Rieder- Morlen kampflos zu Punkten kam. Das Spiel Ober-Wöllstadt gegen Ober-Mörlen wurde auf einen späteren Termin verlegt. Jahres-Hauptversammlung der Turner Arn Sonntag sand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Turnvereins Großen-Linden statt. Der erste Vorsitzende Dr. Ernst Römer erstattete nach kurzen Be« grüßungsworten den Geschäftsbericht. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 275. Das verstorbene Ehrenmitglied Johannes Junker wurde in üblicher Weise geehrt. Der erste Vorsitzende hob u.a. die Teilnahme des Vereines an den Kunstturnwett- kämpfen in Darmstadt und Koblenz durch den Turner Richard Seth hervor. Anschließend hieran gab der Rechner Ludwig Lang den Kassenbericht. Trotz der hohen geldlichen Anforderungen zeigte der Bestand ein günstiges Bild. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt, lieber die turnerische Tätigkeit berichteten der Oberturnwart Weiß und Frauen- turnroart Klingelhöfe r. Erfreulicherweise war eine stärkere Teilnahme an den Turnstunden gegenüber den Vorjahren festzustellen. Von 71 Teilnehmer an 7 Wetturnen konnten 68 Siege errungen werden. Die beste Leistung errang der Turner Richard Seth in der M e i st e r sch a s t am Reck beim ©airfeft in Kirchhain. Die Turnerinnen konnten bei der Teilnahme an zwei Wettkämpfen 17 Siege erringen, lieber die Handballabteilung berichtete der Spielleiter Fritz Stern. Auch hier war fortschrittliche Entwicklung zu verzeichnen. Für den langjährigen und bewährten Frauenturnwart Klingelhöfer, der aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit aufgeben muß, wurde der Turner Fritz Weitershaus gewählt. Als Ersatz für den von hier versetzten Schülerturnwart Lehrer Becker wurde der Turner Richard Seth bestimmt. Am 7. Dezember 1930 nimmt der Verein an einem Wettkampf der Turnvereine Heuchelheim. Krofdorf und Großen-Linden in Heuchelheim teil. Sprechstunden der mcoattüm. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Jeder flerr will sich rafd) und gründlich rasseren, «r setzt deshalb dem Rasierwasser eine Messerspitze „Extrapartiimieri Kaiser-Ber«xM zu, der das Rasierer ungemein erleichtert, die Schaumbildung förbert, lästiges Brennen während und nach dem'Rasieren verhindert und die Haut elastisch und glatt werden läßt. Die köstliche Parfümierung trägt dazu bei, das Präparat nie wieder zu missen. - Zu haben in allen einschlägige» Geschäften. Verlangen Sic Gratisprobe und Prospekt mittels dieser Anzeige. — Heinrich Mack Nachs., Al« «. D- gegen Spiele gew. verl. unentsch. Tore Schweiz 16 10 4 2 47:26 Holland 11 3 4 4 25:26 Ungarn 9 2 4 3 16:24 Schweden 8 2 5 1 13:17 Oesterreich 7 2 4 1 15:19 Dänemark 5 1 4 0 8:17 England 5 0 3 2 6:22 Norwegen 5 4 0 1 12:3 Finnland 4 2 1 1 12:8 Italien 4 1 3 0 3:7 Belgien 3 0* 3 0 3:11 Schottland 1 • 0 0 1 1:1 Rußland 1 1 0 0 16:0 Uruguay 1 0 1 0 1:4 Mit dieser neuen, wunderbaren Aufwasch- und Reinigungshilfe schaffen Sie es in der halben Zeit! Und Sie brauchen sich bei weitem nicht so anzustrengen. Ins heiße Wasser gegeben, entfaltet © von selbst eine außerordentliche Reinigungskraft. Fett,Öl,Schmutz,nichts widersteht. So arbeitet©! Ob Sie Geschirr spülen oder andere Reinigungsarbeiten besorgen, immer haben Sie in © eine unersetzliche Hilfe, die rasch und sicher strahlende Sauberkeit und schimmernden Glanz in Küche und Haus bringt. Überall, wo © erprobt ist, wird es gepriesen! © ist sparsam im Gebrauch und kostet nur 25 Pfennige. Lassen Sie es heute noch mitbringen! 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Ihr Vorwurf, so scherzhaft er gemeint war, traf ihn. 3a, es stimmte: Gestern hatte er sich den ganzen Tag reicht in der „Post" blicken lassen. „3ch war noch so müde von der „Hohen Oed" und bin nur für zwei Stunden in Fiegls Gasthaus gewesen..." gestand er kleinlaut. Ohne ein Wort über das Ziel ihrer Wanderung zu wechseln, gingen sie den Zickzackpfad zur Höhe weiter, langsam, Schritt um Schritt. Sie hatten das Glück, keine Weggenossen in unmittelbarer Vähe zu haben. Die Stille der 2500 Meter Höhenlage war wie ein köstlicher Mantel um sie. Diese große Einsamkeit glich einer Isolierschicht, einer luftleeren Hülle, die wie ein Filter alle Misere und Not be5 Erdendaseins aufsaugte und verschluckte. Der Mensch war ein Vichts aus der Adlerperspektive. Wohl hundert Meter über dem Falknerhaus sprang die Quelle, die der Miedl den Stoff zur kühlen Limonade für die Gäste spendete, aus dem Fels. Mute und Heinz bückten sich und schöpften das köstliche Vaft mit hohler Hand. Lind weil sie abseits vom Pfad waren, setzten sie sich auf einen *Lrümmerblock, der ihnen beiden Platz gab. Von hier aus bot sich ihnen ein schmales Blickfeld auf das Dörfchen tief unten im Tal. Wie durch einen ungeheuren in das Felsmassiv des Berges gesprengten Keil sahen sie die winzigen Häuschen von Sölden längs dem weiften Faden der Oetz- taler Ache. Das Kirchlein spießte sein schlankes Türmchen vorwitzig zum Firmament auf und war doch ein Vichts gegen die überwältigende Wucht und Steilheit der Berge rechts und links. Aus den Luftigen, sanft verschleierten Farben der Tiefe slotz das kräftiger entwickelte Braun und Violett der Hänge und Wände des Brunnen- und Söldner- kogels. Das schwere, saftige Grün der bis an die Ache drängenden Dergwälder ging bei zweitausend Meter Höhe in die helle, reich mit Gelb gemischte Tönung der Almen über. „Sehen wir den Himmel an!" bat die Malerin. „Diese seidige Mischung von Kobalt, Ultramarin und Pariser Blau, die mit Oelfarbe nie ganz rein zu erzielen ist und durch das zähe Zinkweiß immer den Duft der Ferne verliert.. Ganz im Vörden, vermutlich im Wetterstein- Gebirge, stand eine Wolkenmauer, kaum als schmaler, grauer Streifen sichtbar. „Vielleicht gibt es heute noch Gewitter..." sagte Gutenberg, ohne selbst an diese Möglichkeit zu glauben. Wer denkt an Vegen, so lange die Sonne scheint? Mute dehnte die Arme, als wollte sie die Herrlichkeit des jungen Tages einfangen und an die Brust drücken. „Mich hat es heute nicht mehr im Tal gelitten. Ich muftte herauf, muhte wieder Höhenluft atmen!" bekannte sie, mit zurückgeworfenem Kopf in den unwahrscheinlichen Glanz dieser Bergstunde hineinsprechend. Als ihre Hände herabsanken, griff sie ihr Gefährte auf. Sie lagen fest und kühl in den seinigen. „Du — Mute — wir müßten hier bleiben dürfen — ganz mit dieser wilden Erhabenheit verwachsen .. Llm ihren Mund zitterte ein schmerzliches Lächeln, als sie erwiderte: „Wünsche werden geboren, uni eingesargt zu werden..." Er wußte nicht, daß sie sich ihm. mit diesem Wort viel inniger verband, als er je zu hoffen wagte. Weit nach Mittag erreichten sie die Brunnen- kogelhütte auf dem Gipfel des Berges. Die Sonne hatte sie ausgedörrt und hungrig gemacht. 3n zweitausendsiebenhunderttmdeinundvierzig Meter Höhe mundete der Schmarren und der Tiroler „Veathel" noch einmal so gut wie drunten im Tal. Llnd hernach träumte es sich auf der Dank neben der Tür so weltvergessen. Cs war so schön, einmal ohne den leisesten Gedanken an Pflicht und Arbeit nur dem Glück eines durch sonnten Tages zu leben. Menschen kamen und gingen wie die Stunden, die auf eine geheimnisvolle Weise aus dem Glet- schermeer im Osten auftauchten und dann mit der Sonne jenseits der herüber grüßenden Pihtaler Gipfel verglühten. Llnd die Worte tropften wie die Vicselwässer der Felsen, so leicht und unbewußt. Seitdem sie dem Tod im „Hohen Oed" entgingen, waren sich die beiden Freunde nahe wie Geschwister. Gutenberg sagte nicht mehr „mein gnädiges Fräulein", sondern nur noch kurz „Mute", was aus seinem Munde sehr hübsch und gefällig klang. Sie hatten von materieller Vot gesprochen und vom Reichtum, wie sie ihn in Garmisch-Parten- kirchen sahen: Schwere Reisewagen, gepflegte Menschen, geschmückte Frauen, wohlgenährte Herren, die gefüllte Brieftaschen bei sich trugen. Mute, die selber nie Vot ums tägliche Brot gelitten hatte, lächelte auf eine begütigende und versöhnliche Art. „Du kannst überzeugt fein, Heinz, daß jeder dieser Menschen sein Kreuz trägt. Llnd jeder leidet auf irgendeine versteckte und verborgene Weise Vot. Die Sorge um Salz und Brot ist noch die geringste. Es gibt Vöte, die quälender sind: Ehrgeiz — Haß — Liebe —" 3hre Augen hingen mit einem starren Ausdruck am Pfaffenferner und waren doch nicht dort im ewigen Schnee und Eis, sondern sahen das väterliche Haus in Dresden. Dort wohnte die Vot um Liebe. Llnd sie alle trugen Schuld: 3rma und Peter Hansen und sie, Erdmute. Gutenberg hatte den Kopf gegen die Hütten-- mauer zurückgelehnt. Er verwob die Worte dieses Gesprächs mit den Gedanken seines künftigen Romans, sagte in die entstandene Stille hinein: „Der Querschnitt ergibt: Menschen im 3och — oder — treffender, tiefer aufgefaßt: Menschen ohne Gott." Llnd dann mit jäh exwachter Kraft: „Vein — so darf es nicht weitergehen! Wir müssen dem Himmelreich Gewalt antun, um es auf die Erde herabzureihen!" Es ergaben sich Berührungspunkte zwischen Heinz und Mute, die mehr garantiert hätten, als nur diese Freundschaft auf Zeit. 3hre Ziele und Sorgen flössen ineinander über, waren im Grunde ein- und dieselben. Llnd sie wußten nicht, daß dies die letzte gemeinsame Feierstunde war, die sie ihren gleichgestimmten Seelen widmen durften. 21. Als der Mietwagen schon ein tüchtiges Stück aus 3nnsbruck heraus war, fiel es Ludwig Schwaihofer ein, daß er vergessen hatte, für Erdmute Hansen Farben und Lltensilien zu besorgen. Verwünscht — er hatte es ihr fest zugesagt und nun kam er mit leeren Händen! Aber der junge Leichtfuß pflegte Vergeßlichkeiten nicht lange nachzutrauern. Das Fest in der 3agd- hütte war tausendmal wichtiger, als die Wünsche Erdmutes. Eigentlich war sie dazu ausersehen, die Rolle der Blonden zu spielen, doch so fügte es sich besser. Erdmute gab sich nicht so impulsiv, wie diese reife Frau. Einen alten Wein hatte er bisher stets einem jungen Iahrgang vorgezogen. ,,3ch werde meine Festgenossen morgen zurückbegleiten und dann die Farben besorgen", sagte er sich, diesen kleinen lästigen Gedanken als unwesentlich beiseite schiebend. „Schauen S' nur, tote uns die Sonne nach dem Gewitter von gestern entgegenlacht!“ Die Blondine nickte lachend mit dem Kopfe und fühlte mit seltsamem Prickeln im Blut die warme Vähe dieses lustigen Draufgängers. Der Schwaihofer, das war ein Lebens künstlerl Der verstand es, das ganze Dasein als Improvi- sation zu nehmen. Vor ihnen, auf den Votsitzen der Limousine, hatten Strobl und Trude Gutenberg Platz gefunden. Der Geiger kniff das linke Auge ein, wenn er, von dieser Fahrt ins Llngewisse merkwürdig erregt, seiner Partnerin billige Komplimente zuflüsterte. „Du — Trude — so möchte ich mit dir bis ans Ende der Welt rollen!" Sie schwieg auf eine verstockte,. aufreizende Art, mußte daran denken, daß sie dieser Mensch zerpflücken würde, wie er droben auf der Bergstation das Steinbrechblümchen gedankenlos zerriß und dem Winde überlieh. Aber vielleicht hatte dies alles nun keinen Zweck mehr, der Widerstand, der stete heimliche Kampf gegen die Zudringlichkeit dieses Mannes; denn nun kam sie auf eine ebenso schöne wie unvorhergesehene Weise in die Vähe von Heinz. Lind damit war alles gut. So groß war ihr Sehnen, dah sie nicht weiter hinaus dachte. Als ob dann, nach dem Wiedersehen, der Schlutzakkord hinter der Melodie der Vergangenheit verklungen wäre. Franz Strobl aber fuhr mit einer schwellenden Hoffnung in diesen Tag. Für ihn sollte er der Auftakt zu einem Furioso werden, zu einer Rhapsodie, gespielt von zwei Menschen auf dem volltönigen 3nftrument des Lebens. So fuhr jeder dieser auf eine andere Art Glücklichen feiner Zukunft entgegen. Lind alle waren sie wie Kinder, geladen mit freudigen Erwartungen und dicht vor der Erfüllung stehenden Wünschen. Vur Taver Weißkugl sah geduckt und demütig vorn neben dem Chauffeur. Auf seinem ängstlichen 3ungengesicht spiegelte sich unverhohlener Pessimismus. Lind das mit Recht; denn bei der Abfahrt in Innsbruck hatte ein schwarzer Kater die Strahe von links nach rechts überquert und war nur mit knapper Tlot* den unbarmherzigen flinken Pneus dieses Benzin-Vehikels entronnen. „Dös nimmt ka gutes End'!" hatte der brave Cellist, der heute die Obligatgeige spielen sollte, gesagt. Ein solches böses Omen bringt stets Llnglück. Darin hatte Weihkugl Erfahrung, und daran glaubte er so fest wie an feinen Herrgott. Fortsetzung folgt.) Sparsames und doch schmackhaftes Kochen ermöglicht MAGGI5 Würze Statt Karten! Verlobte halle. 7554D 7560D Mitglieder haben Zutritt Holzheim, Leihgestern, den 6. November 1930 Nur Um zahlreichen Besuch wird gebeten. 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Nr. 116 nm Fresnoy und Le Quesnoy im Santerre von Mitte September bis Anlang November 1914“ bin. Der Vorstand. Schwache Nerven Großes Militär-Konzert Sonntag, den 9. November, abends 8.15 Uhr im Caf6 Leib ausgeführt von der Kapelle des I. Bat. Inf.-Regts. Nr.15 ■ unter persönlicher Leitung des Herrn Ober- musikmeisters Wilhelm Löber. Mahraun spricht am Sonntag, 16. November, nachmittags 2.30 Uhr, in Gieften! Das große Aafa-Jubiläums- Lustspiel mit der prominenten Besetzung: Harry Liedtke Fritz Kämpers Dolly Grey Herrn. Pischa in: RoberL Bertram Die lustigen Vagabunden in 100 tollen Streichen WWMWMM Kaiscraliee 27 7564D Inhaber: Hans TbeiS Morgen Freitag, den 7. November WMA Ab 10 Ubr vormittags Wellfleisch Emmentaler ohne Rinde, vollfett Limburger Käse, 25% Fett....... Edamer Käse, 30% Fett......... Leberwurst in Dosen, 500 g .... Blutwurst in Dosen, 500 g...... Kokosfett in Tafeln..........................55 und Salatöl (ff Sesam)...........................% Liter Erbsen, grün, mit Schale....................1 Pfund Erbsen, gelb, mit Schale....................1 Pfund Bohnen, weiße..............................1 Pfund Linsen, große schöne Ware................ 1 Pfund 44 Reis...........................1 Pfund 44, 28 und 24 Sago . ....................................1 Pfund 40 Pf. T -I Win MI Bereinigung ehern. £onöro. 3.-1116. li 11 lUil lÜTU I Wir machen hiermit nochmals die Miliiürvereine, sowie die Kameraden un» jonnerstag, v. November (930 Nr. 260 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheyeu Wirtschaft. Jieue Zinssätze der Seehandlung. In dem gestern an die Danken und Dantier- kundschaft verfaßten üblichen 2Aonats.nndschrer- ben teilt die Preußische Staa 18bank (Seehandlung) ihre neuen, vom 5. d. Dl. ab geltenden 3in8fä(je mit. Der Sa) für täglich fällige Einlagen ist mit 3,25 Pcozmt unverändert geblieben- für den Fall, daß die tägltzchen Gelder über Ultimo bei der otaatSjanf steten bleiben, werden vorn 5. d. M. ab 5 Pro-, (bisher 4,75 Prozent) vergütet. Für Einlagen auj einen Monat fest toerden 5 (4,75) Prozent, auf zwei oder drei Monate fest 5,5 (5) Prozent geza-ll. Aus Eon- deckonto „3“ (Darlehen im Monatsverlauf) werden 5 (4,75) Prozent Sollzinsen, für Anlagen daraus 3,75 (3,75) Prozent Habenzinsen berechnet. Sämtliche Sätze gelten nur im Verkehr mit Danken und Bankiers. Mariinimarkt in Nidda. A Nidda, 5. Noo. Auf dem heute hier abgehaltenen M a r t i n i m a r 11 standen 300 Ferkel und Springer zum Verkauf. Die meisten Verläufer waren Schweinehändler. Die Ferkelzüchter aus der Wetterau waren verhältnismäßig wenia mit Ferkeln eigner Züchtung ungefähren. Kauflustige waren zahlreich gekommen. Der Handel ging zuerst langsam, wurde aber besser, als die Händler ihre Preise etwas senkten. Alle Tiere wurden abgesetzt. Durchschnittlich wurde für ein Ferkel bezahlt: 5 Wochen alt 16 Mark, 6 Wochen alt 18 Mark, 8 Wochen alt 22 Mark, 10 Wochen alt 28 bis 30 Mark. Einleger (Springer) wurden durchschnittlich für 46 Mark verkauft. * Der Wintersaaten st and im Deutschen Reich Anfang November. Anhaltende Niederschläge im ersten und letzten Oktober- drittcl haben die Feldarbeiten in allen Teilen des Reiches nicht unwesentlich erschwert. Soweit die Saaten frühzeitig in die Erde gebracht werden konnten, sind sie im allgemeinen gut aufgelaufen und zeigen einen befriedigenden Stand. Für die bereits aufgelaufenen Saaten ergibt sich im Reichsdurchschnitt unter Zugrundelegung der Zah'.ennoten 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering folgende Begutachtung: Winterweizen 2,6 (im Vorjahr 2,7), Winterspelz 2,7 (2,8), Winterroggen 2,7 (2,6), Wintergerste 2,6 (2,6). Bank-Insolvenz in Herborn. Das Bankhaus Kleinhenn & Co., Herborn, hat gestern die Zahlungen eingestellt. Ein Status liegt noch nicht vor. * Wintershall AG., Kassel. Die Gesellschaft, die wegen schlechten Absatzes auf dem Schacht der Gewerkschaft Alexandershall in Berka 300 Arbeitern und Angestellten kündigte, legt ab 3. November auf dem Schacht der Gewerkschaft Wintershall in Heringen je Woche drei Feierschichten ein. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 6. Aov. Tendenz: schwächer. — Unter dem Einfluß der schwächeren gestri- gen Aeuhorker Cffettenkurse, die im Zusammenhang standen mit den amerikanischen Wahlergebnissen, eröffnete auch die heutige Börse in schwächerer Haltung. Das Geschäft kam in Ermangelung von Aufträgen und Anregungen zeitweise säst vollkommen znm Stillstand. Man erwartete mit Spannung die Auslassungen in der heutigen Aussichtsratssihung der I.-G- Farben. Mit einem Bonus rechnet man nicht mehr, und dies war vor allem ausschlaggebend für die schwache Tendenzgestaltung. Gegenüber der gestrige,! Abendbörse traten auf Abgaben der Kulisse Abschläge bis zu 2 Prozent ein. Etwas stärker gedrückt eröffneten am Eleltromarkt Elektrische Lieferungen mit minus 3 Prozent, Siemens minus 2,5 Prozent und Gessürel minus 2,25 Prozent. AEG. lagen 1,5 Prozent schwächer. Am Chemiemarkt büßten Farben 2 Prozent ein. Deutsche Linoleum lagen 2 Prozent, AG. für Verkehrswesen 1 Prozent, Danken bis 1,5 Prozent. Aku 2 Prozent, Zellstoff Waldhof 1,75 Prozent und Rheinstahl 1,25 Prozent niedriger. Etwas Interesse bestand dagegen weiter für Zement Heidelberg, die um Bruchteile eines Prozentes gewannen. Am Rentenmarll war die Umsatztätigkeit ebenfalls nur bescheiden. Altbesih leicht gedrückt. Don Ausländem waren Mexikaner behauptet. Im Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche. Das inzwischen bekanntgewordene Farben- Kommunique befriedigte nicht, da erst Anfang des nächsten Jahres in dec Dilanz-Sit- zung der Farben-Industrie über die Hohe der Dividende entschieden werden soll. Die Auslassungen über den Geschäftsgang lauteten jedoch nicht ungünstig. Das Geschäft war im allgemeinen noch kleiner geworden. Die Kulisse gab erneut Material heraus. Gegen Anfang ergaben sich nochmals Abschläge bis zu 2Prozent. Auch der Pfandbriefmarkt hatte kaum Geschäft. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt war der französische Frank lebhafter gehandelt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, London gegen Kabel 4,8572, gegen Pfund 20,3813, gegen Paris 123,67, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 43,10, gegen Schweiz 25,0313, gegen Holland 12,0675. Berliner Börse. Derlin, 6.Rov. Hätte nicht die Hoffnung aus günstige Auslassungen in der heutigen Aufsichtsratssitzung der I. -G. - Farben der Tendenz der Dorse einen gewissen Halt gegeben, so wäre wahrscheinlich die Stimmung recht schwach geworden. Schon vormitta's hatte man aus das schwache Aeuyork und auf Grund der neuen Schwierigkeiten im sranzöfischen Tankgewerbe (als solche die Oustric-Krise) .schwächere Kurse genannt, doch übertrafen die ersten Dotierungen mit ihren 1- bis 4prozentigen Abschwächungen diese Erwartungen, lei der geringen Auinahmelust und dem fehlenden Kauf- intereffe der Tanken waren bei den schweren Werten schon bei kleinem Angebot Verluste bis 4 Prozent festzustellen. So verloren Sa zdetfucth 3,75. Farben 3, RWG. und Echuckert je 3, Ostwerke 3,5, Schultheis 4,5 Prozent usw. Im Zusammenhang mit den Kapitalerhohungsplänen und derKoholyt- Transaktion konnten Feldmühle 1,5 Prozent gewinnen. Thüringer Gas büßten 1,75 Prozent ein, Cisenbahnverkehrsrni.tel und Julius Te.ger gewannen je 1 Prozent. Schantung Handelsgesellschaft AG. setzten ihre Auswärts Bewegung um 2 Prozent fort. Deutsche Anleihen waren ziemlich behauptet. Don Ausländem waren Dosnier und Anatolier höher, Mexikaner neigten weiter zur Schwäche. Der Pfandbriesmarkt war still, aber ziemlich gut behauptet. Mittel eutsche Boden- Liquidationspsandbriese standen schon mit Plus- Plus-Zeichen an der Tafel: der Kurs wurde auf etwa 93 nach 90,5 am 3. d. M. taxiert. Am Geldmarkt war eine geringe Erleichterung festzustellen. Lagesgeld war mit 5,25 bis 7,75, teilweise noch mit 5,5 Proz. erhältlich. Die übrigen Sätze blieben unverändert. Aach kleinen Ansätzen zu einer Erhöhung gingen die Ku.se später weiter zurück. Das inzwischen bekanntgewo^oene F a r - ben-Communique befriedig e nicht, obwohl nichts Ungünstiges über den Geschäftsverlauf gesagt wird und auch die Finanzlage der Gesellschaft mit ihren zur Zeit 120 Millionen betragenden flüssigen Mitteln a s befriedigend angesehen werden muß. Eine Enttäuschung für die Börse war nämlich, daß in dem Kommunique zu der Höhe der Dividende noch keine Stellung genommen wird und daß auch von dem gestern noch gehörten Bonus nichts bekannt wurde. Der Farbenkurs gab bis auf 139,75 Prozent nach: bei den übrigen Papieren betrugen die Rückgänge gegen den Anfangskurs bis zu 1 Proz. etwa. Die Umsätze hielten sich wieder in allerengstem Rahmen. Chadcaktien verloren im Verlache 2 Mk. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Rov. Auftrieb: Rinder 71, Kälber 722, Schafe 357, Schweine 713 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79, mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75, geringe Kälber 62 bis 69. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 48, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 44, fleischiges Schafvieh 34 bis 39 Mark. Marktverkauf: Kälber ruhig, geräumt: Schafe rege, aus verkauft: Schweine mittelmäßig, geringer Ueberftanb. Berliner Prodnktenmarkt. Berlin, 5. Rov. Am Produktenmarkte machte die Aufwärtsbewegung heute weitere Fortschritte. Angesichts des wieder günstigeren Wetters bleibt das Inlandangebot von Brotgetreide insbesondere von Weizen zur prompten Verladung knapp, bei ziemlich guter Rachfrage wurden etwa 2 bis 3 Mark erhöhte Preise bewilligt. Die vorliegenden Auslandmeldungen lauteten zwar schwächer, blieben jedoch ohne Eindruck. Roggen wurde von der Befestigung mitgezogen und konnte seinen Preisstand im Promptgeschäft um etwa 2 Wk. des ern. Am LieferungZmarkte fetzte Weizen unter Deckungen 3 Mark, Roggen 1 bis 2 Mark fester ein, nach Feststellung der ersten Rotierungen waren iedoch bereits 1 Mark niedrigere Briefpreise zu hören. Das Mehlgeschäft hat sich nicht beleben können, Abschlüße erfolgen in Weizen- und Roggenmehl zu unveränderten Preisen nur für den notwendigen Bedarf. Das Hasergeschäst bleibt schleppend, bei ausreichendem Angebot waren die Preise für prompte Ware etwa gehalten. Am Lieferungsmarkte zeigte sich anfangs Deckungsbegehr. Gerste weiter ruhig. Große Strafkammer Gießen. • Gießen, 4. Rov. Ein auswärts wohnender Installateur, der zur Zell eine längere Freiheitsstrafe verbüßt, war vor kurzem durch das hiesige Schöffengericht wegen zahireicher Betrügereien und schweren Urkundenfälschungen zu insgesamt 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Durch Dorzeigen von ihm fälschlich angefertigter Kreditfähigtcitsbescheinigungen, die er mit einem gefälschten Begiaubigungsvermerk unter Deidruckung eines falschen Stempels versah, bzw. durch Vorlage gefälschter Dürgschasts- und Zessionsurkunden, oder in anderen Fällen durch die falsche Vorspiegelung, er fei Inhaber einer Spezialfaörik für Elektrotechnik, oder Besitzer einer großen Hühnerfarm, gelang es ihm in vielen Fällen, Geschäftsleute zu täuschen. Diese wurden zum Teil recht empfindlich geschädigt, da dcr Angeklagte weder gewillt noch fähig war, etwas zu bezahlen. Cs tarn ihm nur daraus an, möglichst schnell die erhaltenen Waren, die er selbst gar nicht gebrauchen konnte, wieder abzusehen, -um in den Besitz von Geld zu gelangen. Da dcr Angeklagte jetzt in der Berufungs- Verhandlung plötzlich behauptete, wegen der an- gctlagten Fälle inzwischen durch ein auswärtiges Gericht rechtskräftig abgeurteilt worden zu sein, mußte die Verhandlung zwecks Rachprüfung dieser Angaben ausgesetzt werden. Em wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafter Straßenhändler war durch das Bezirksschöffengericht wegen Rückfalldiebstahls zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt worden, wogegen er Berufung verfolgte. Zu dem heutigen Berufungstermin weigerte er sich unter dem Vorschützen, krank zu sein, sich vorführen zu lassen. Rachdem durch den Gerichtsarzt festgestellt war, daß der Angeklagte nicht Iran!, sondern verhandlungsfähig war, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Berufung des Angellagten wegen unentschuldigten Ausbleibens im Termin kostenfällig verworfen. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 5. Rov. Ein auswärtiger Fabrikarbeiter wurde wegen Blutschande im Sinne des Paragraphen 173 StGB, zu der gesetzlich geringsten Strafe von einem IahrZuchthaus verurteilt. Mlldernd wurde die Unbestraftheit, sein Geständnis und die gezeigte große Reue berücksichtigt. Deshalb wurde auch die ganze Untersuchungshaft auf die erkannte Strafe angerechnet. Ein junger Reisender hat sich durch mehrere gefälschte Bestellscheine Waren verschafft. Das Gericht nahm dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, Urkundenfälschung in einheitlichem Begehen mit Betrug an und verurteilte den Angeklagten zu einem Monat G e fängnis. Auch hier wurde das Geständnis und das jugendliche Alter mildernd berücksichtigt. Auf die Minimal- strafe konnte jedoch nicht erkannt werden, da der Angeklagte wegen Eigentumsdelikts bereits vorbestraft war. Ein wegen Rückfallsdiebstahls bereits mehrfach vorbestrafter kaufmännischer Angestellter hatte sich toieberum wegen des gleichen Verbrechens zu verantworten. Während er früher geleugnet hatte, legte er heute ein Geständnis ab, weshalb von der Vernehmung der geladenen Zeugen abgesehen werden konnte. Strafe: sechs Monate Gefängnis unb volle Anrechnung der Unter» suchungsyaft. Der Verurteilte nahm die Strafe sofort an. Kunst und Wissenschaft. Sinclair Lcwis literarischer 'Jiobciprciöträgcr. DTD. Stockholm, 5. Rov. Der amerikanische Autor Sinclair Lewis wurde heute von der schwedischen Akademie zum Träger des literarischen Robelpreises für 1930 bestimmt. Sinclair Lewis wurde am 9. Februar 1885 in Sank Centre, Minnesota, geboren. Sein Großvater, Vater und Onkel waren Acrzte: auch sein Bruder studierte Medizin, und so lag es für ihn sehr nahe, das Problem des Arztes schriftstellerisch zu behandeln, wie er es in mehreren seiner Romane getan hat. Lewis begann als Journalist. Mährend zehn Jahren war er als Zeitungsreporter in Connecticut, Iowa und Kalifornien tätig. Sein erstes Buch „Our Mr. Wrenn“ (1914) enthält noch viel Biographisches. Dann folgten „The Trail of the Hawk“ (1915), „The Job“ (1917), „The Innocents" (1917), „Free Air" (1919). Seine großen literarischen Erfolge waren die beiden Romane „Main Street“ (1920) und „Babbitt“ (1922), denen neuerdings ein weiterer Arztroman „Dr. Arrowsmith" gefolgt ist. Sinclair Lewis ist der Schilderer des amerikanischen Alltags, umentimenlal, voll trockenen Humors und nüchternster Sachlichkeit. In der mini- tiöscn Beobachtung von Cin^lheiten — in „Babbitt“ schildert er das Zubettgehen seines Helden auf Dutzenden von Seiten, in „Dr. Arrowsmith" beschreibt er eine mikroskopische Untersuchung mit der Ausführlichkeit eines Lehrbuches — erinnert er an Zola. Sinclair Lewis ist der erste Amerikaner, der den Literalurpreis erhalten hat. Insgesamt sind in den 28 Jahren, seitdem die Robelstiftung in Kraft trat, etwa 20 Millionen Mark verteilt toorben. Die meisten Preise hat Deutschland erhalten. Es folgen Frankreich und England. Die feierliche Uebcneicbung der vier diesjährigen Preise (Literatur, Medizin, Physik und Chemie) durch den schwedischen König erfolgt am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamiterfindcrs Alfred Rodel in Stockholm. Jeder Preis beträgt zur Zeit etwa 200 000 Mark. Die Entscheidung über den diesjährigen Chemie- und Physik-Preis ist noch nicht gefallen. Der Entdecker des Beri-Beri-Crregets f. Berlin, 6. Rov. (TU. Funlspruch.) Professor Dr. E y k m a n, der Entdecker des Erregers der berüchtigten Deci-Beri-Krankheit, ist, nach einer Meldung Berliner Blätter aus Amsterdam, am Mittwoch im Aller von 72 Jahren gestorben. Professor Cykman erhielt im vorigen Jahre den Robelpreis für Medizin. Auszeichnung Riddy Impekovens. Die berühmte Tmizerin Riddy Impekoven, die in Solo (Holländisch-Indien) ihre javanische Tanztournee beendete, wurde von dem dortigen obersten Fürsten Suhnan zu einem Fest geladen, bei dem die berühmtesten javanischen Tänzer und Tänzerinnen ihre kultischen Täiue vorführten. Selbst für indische Begriffe war dieses Fest ein Ereignis von seltener Pracht und Zeremonie. Riddy Impekoven war die einzige europäische Frau, die daran teilnahm. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 8 November. Freitag abend 4.25 llhr: Samstag vormittag 8; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.40.— Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 llhr. Letzte Nachrichten. Mißirauenöanträge gegen Severins abgelehnt. Berlin. 6. Rov. (WTB. Drahtmeldung.) 3m Preußischen Landtag wurden heute die deutschnationalen und kommunistischen M i h - trauensanträge gegen den Innenminister Severing mit 229 gegen 169 Stimmen abge- i lchnl. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H.. Lombardzinsfuß 6 v. H. Jranffurt a. 2)1 Berlin Gchniß»! furd 1 t»Uhr» fl n Schluß-1 tuns | Anfang» Kurs Datum 1" 6 11 d 11 6 11 6% Deuticke RcichLauleihe von 1927 .... ..... 87 87,1 _ '<% Deutsche ReichSanIeihe von 1029 ....... 98,75 — 98,6 _ Scutfdic Anl.-Ablöi.-Sckllkd mi! Lluslol. Rechten - - 54,3 54,2 54,3 54,3 Desgl. ohne Anölol.-Rechle . . 6,65 — 6,7 6,7 6% Helt. Solfiflaal von 1929 (tü&ablb. 102%) ...... 89 — 89,1 Oberheilen Provinz - Anleihe mit Kuetol-.Mivrfiien..... 50,5 — _ — Seutldie Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 .... 51,5 51,4 _ 8% Rrnnl|. Pnn.-Banl Soldpfe XIII unkündbar 6h 1931 . 98,25 _ _ _ 7% Rrantf. Hyp.-Bank Soldvfe unkündbar bi» 1932 ... 93,25 _ 4y,% Rheiniiche Hnv.-Bauk Stau. Soldpfe......... 85,4 S% Pr. Landesplandbrtesauüalt, Pfandbriefe R. > S 100 _ 100 6% Pr Sanbeerian:brtefanftaU, Äomm.-£bl. N. 20..... 7% Pr Landcc-n'anvbriesanktalt, Piandbrieie R 21 ..... 97 97 97 97 A.E.G. abg. Bor-riegd-Obligatio- neu. rüchciblbar 1932 .... 94,5 — — •1% Oesterreichilcke Goldrrn» ... _ 26,65 26,5 4,20% Leilerreichiiche Gilbenente 2,9 4% Oestcrreichiiche Einheitliche Rente 1,7 _ 1,8 ■1% Ungarische Qolbrente .... 23,5 — 23,5 _ 4% Ungarilche Staatereute v. 1910 — — — 4K% 6e£flLDon 1913 — — — 19,6 4% Ungarilche Kronenrente 1,75 1,25 — ,75 1,75 4% Türiiiche ZoUanleihe von 1911 — 1,25 4% Türiiiche Bagdadbabn-A.nl Serie 1 4,2 _ 1,4 _ 1% desgl. Serie ll .... 1,2 — — 5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 — — 8,8 8,6 Rumänische vereinh. Rente von 1913 ... .... 14,13 14,1 14,25 4% Rumänische vereinh. Rente . 6,85 — 6,85 6,95 Frankfurt a. Ui. Serkin iSchluß< Hirt । t »Uhr- Kur» Schluß» | kurs j Anfang» Kurs Dalum 6 11 5 ll. 6. 11 Vamdurg-Ämertka Pakei . . 75 —- 75 73,4 Pamburg-Südam. Dampfschiff . d — — 160 Hanta Dampfschiff - - - - 10 — — 123 — Norddeuticker Lloyd .... . 8 — — 75,25 73,9 Allgemeine DeutscheCreditanst. 10 — — 97,75 97,13 Barmer Bankverein . . . 10 102 101,75 102.13 101,75 Berliner Handelsgesellschaft . 12 132 — 132 130,75 Commerz und Privat-Bank. 11 H5 114,25 115 114.25 Darmstädter und Nationalbank 12 148,5 — 148,5 147,25 Deutsche Bank und Disconto-Gejellichast, . . . 10 112 — H2,5 111 Dresdner Bank...... 10 U2,5 111 112,5 111 Reichsbank......- . 12 _ — 230.13 230 .1.Ü.S......... . 6 H6,5 115 117,25 115,25 Bergmann........ . 9 — — 135.25 — vieler Lieferungbgesellschaft. 10 112,75 117 — Licht und Kraft...... 10 124.75 — 125 123,75 Fellen & Guilleaume 7>i 96 — 97 — Gefel-Ychati für Elektrische Unternehmungen .... 10 123 120,75 124 122,25 Hamburger ElekrrUitätS-Werke 10 — —- 115 113,25 Rheinische Elektrizität . . . . 9 —— —— — Schlctitche Elektrizitäl. . . . 10 — — 118 — 2ebuden & Co. . . . . 11 — — 135 132 Siemens & Halske ..... 16 180 177,5 181,25 178.5 Traneradw . ...... . t — — — — x'obm-ncr & Co....... 10 145 — 145 — Buderus......... . 5 55 — 54,5 54 Deutsche Erdöl ...... . 6 — — 68.13 67,4 . 8 — — — — Geilenkirchener ...... . 8 »6,5 — 87 86.5 Harpener . ...... . 0 87 —- 87 86,25 Hocick Eilen. ...... eyz — — 75 73,9 Iiie Bergbau ....... 10 Z22 — —— 221 Slödiirrwrrfe ...... — —— 70,5 71,25 Köln-Neuelien ...••• . 7 — — 78 77,5 Dkonnesmann-Röbren . • • • / — —- '3,25 72,25 Maneselder Bergbau . • • . 7 — — 39 — Lberlchlel Eijenbcvark . . . . b — —- 40,5 75 Cberfdilci. Kokswerke . . . . 7 —— — '0,25 75,25 Dbönir Bergbau ... 6V, 67,25 — 68 67 Rhciniicke Braunkohlen . . 1U 176,5 — 176,65 175 Rheinslatzi ...... . 6 — 79,5 80,65 30,25 V — ■— — Frankfurt a. 271. Serkin (Schluß»! kurS | l«Uhr» Run Schluß»! ,ur^ | Ansa. g» Kurs Datum 5 11 ! 6 11 5 11 6 11 Bereinigte Stahlwerke '16'/. -1 — 68,75 68,5 Ltavl Minen . . . . -1 — 33,13 32,75 Kaliwerke Aschersleben . 10 192 — 191,75 — Kaliwerke Westeregeln . 10 193,5 —- 194 — Kaliwerke Salzdetfurth • • . 15 265 — 265,5 261,75 0. (9. Narben-Inoustrte - - . 12 143,4 141,5 144,25 141,25 Dvnamil Nobel . . . e ■ . . 6 - Echeideanstalt.... • Q . . 9 — — — Goldickmidt .... e e . . 5 43 — 43 43 Rötgerswerie .... e e . . 6 50,25 — 50,25 49,75 Metallgeiellichaft. . . . . 8 87,5 — 87,5 Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg » » 7 77,5 _ 78,25 _ . . 10 88 88,5 - — Cementwerk Karlstadt. e . . 10 — - __ Wanst & Frevtag . . 8 53,75 — 54,5 — Sckuitbets Batzenhofen . 15 — _ 178,5 174 Lstwerke...... — — 142,5 139 Aku....... . 18 '1,25 69,25 71,75 69,75 Bemberg...... * e . 14 72 72,13 70 Zellftofs Waldbof . . • • 13'/. — 109,5 1-1,25 109,25 Zellstoff Aickafsenburg Charlottenburger Waffe e . 12 — — - 80,75 . — . . 8 — — 83,75 83,5 Teiiauer ®cS . . 9 — — H2 109,6 Daimler Mowren . . . . 0 25 — 25 24,75 Teutiche Linoleum . ■ e • e >28,5 126,5 129,25 126,5 Maickinenbau A.-G. . e e . . 0 — 35,75 — Rat. Automobil . . . . 0 — — — Lrenftetn & Koppel • . . 6 — 49 48,5 Leonhard Tieg . . . e e . 10 116 117 116,5 Evenrka • • . . . 284 — 285 283 frankfurter Malchtuen • - . . 4 16,5 17 (Ariener ..... • • . . 6 _ 28,5 Heoligenkiaedt . . . • • . . 0 — — — Iungdans . . . . . . 6 — _ 26,5 — Leckwerke...... . . 8 4,5 _ Malnkraftwerke Höchst a. M.. .8 73 — — Miag - . . IC — 70,25 — Gebt. Roeder - . . . . 10 93 — Botgl & Haeffner . . e • . . 9 14t,75 150 — Huddemiche Zucker . • • . 10 133 132,5 - Bantnofen. Äerlin, 5. Jkovember Geld »ries Slmerikani'che Roten..... 4,19 4,21 vclgifcke Noten ....... 58,25 58,49 Tauiiche Noten ....... 111,90 112,34 Eng-iicke Noten . ....... 20,347 20,427 »zränzöliicke Noten ....... 16,436 16,496 Hollanvifcke Noten ....... 168.56 169,24 Itolienifche Noten........ 21,88 21,96 Rorwegilche Noten....... Hl,88 112,32 Leutlck-Leslerreich, 6 100 Schilling 59,00 59,21 Siuuiänildic Noten....... 2,475 2,495 Sckwediiche Noren....... 112,28 H2,72 Schweizer Noten ........ 81,27 81,59 Spanifche Noten...... . 47.06 47.24 T'checkollomakiiche Noten..... 12,401 12,461 Ungarilche Noten .... 73,22 73,52 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU. 5 November 6 Novembet ttmin» Gelb "o ierung - vrrr umii ®i Gelb Xoummg »rit tämft.-Wott. 168,79 169,13 168,73 169,07 Bu n Aires 1,437 1,441 1,442 1,446 Brss. Antw- 38,455 58.575 58,435 58,555 Christiania- 112,15 112,37 112,13 112,35 Kop.'ndag.'U 112,15 112,37 112,10 112,32 Stockholm - 112,47 112,69 112,49 112,62 Heliingfors. (Italien. . . 10,553 21,945 10,573 21,985 10,551 21.94 10,571 21,98 London. . . 20,365 20,405 20,362 20,402 Neunork . . 1,1945 4,2025 4,1920 4,2000 Doris.... 16,457 16,497 16,462 16,502 Schweiz .. 81,37 81,53 81.325 81,485 Sva reu . 47,30 47,40 47.20 47,30 Sanem . . . •Kto de Ion 2,082 2,086 2.080 2,084 '.428 0,430 0,429 0,431 Dien in CtfL abgelt 39,085 59,205 59,04 59,16 Prag . • 12,436 12,456 12,432 12,452 Bel irad - . 7,42. 7,443 7,429 7,443 Dudav.-it. . Bul arten 73,385 /3,525 73,365 73,505 3,040 3,046 3,040 3,046 t/'siabon 18.80 18,84 18,80 18.84 Tanvg • . dl ,45 81,61 81,44 81.60 Konst ntm. i ,784 1,789 1,784 1,789 Atben. 5,435 5,445 5,435 5,445 Conada 4,198 4,206 4,197 4,205 Urn uay. 3,347 3,343 3,337 3,343 Cairo ». 20,89 20,93 20,885 20,925 WM ScWn en detail en gros Sens fßorbereü bundes i1 Anwesen! finb die- (eifern tritt zu d lich gespe^ werden oi setzung der nehmenden die gleiche holländische ÜttnV ftitttrSaj Anschrift E' P« jraflHni der in seiw Londoner : handiungci die Annah Hilfe siir c strich sern vcrsammli Abschil! arbeiten rat die Wellat möglichst i stellte hier Zeitpui sei nicht keit müsse en»1'! 5"*”j v" 6^ Di« 5-«"" »20 scheine" von hei 21 brüh riistuna st politischen bar fei. D einen 2l b der dein c solle. Eine mötzsich, so nalen ? &n* M eine Erring- dj Haltung h Irrung u 5? * Cf flßb bam flärung bereits c im Jahr für die v nommene herigen berucksicht ichen Ka cheidende! der Abrüs ^üsiungskl gierung dr schluh der -Rat die 1. Ävvcwl diese Dej! Kimen, of vorhan! M sich ( U-r Aeir "le geri Je ergebni Ausschüsse, mittelbar Mammeni Nauf legt Dort «ncingc ^"geg aller ßj Nereuzv ^ndlu, ?Musj e ob m, ? ui i Lnenz f, l heutige \ dir % DM» W lung des Segelfluges überhaupt, und gab schließe lich das Wesentlichste aus seinem eigenen Entwicklungsgang zum Weltrckordflieger bekannt. Die Zuhörer folgten dem Vortrag, der zusammen mit zahlreichen Lichtbildern einen Lleberblick über die ganze Materie gab, mit großer Aufmerksamkeit. Ein Film der Rossitten-Seget- fluggesellschaft ergänzte und vervollkommnete den Vortrag. Der Erlös der Dortragsver- anstaltung soll als Grundstock zum Bau eines Lauterbacher Segelflugzeugs Verwendung finden. Preußen. Kreis Wetzlar. ~ Lützellinden, 5. Nov. Einen schweren U n sta l l erlitt der in dem Betriebe deS Zimmermeisters 3 u n g beschäftigte 13 Jahre alte Zimmerlehrling Willi Spengler von hier. Der bedauernswerte junge Mann war mit Arbeiten an der Kreissäge beschäftigt und geriet dabei mit der linken Hand in die Säge, wobei ihm vier Finger abgeschnitten wurden. Der Daumen blieb unverletzt. Vach erster ärztlicher Hilfeleistung mußte der Schwerverletzte in die Chirurgische Klinik zu Gießen ütergeführt werden. Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ahne Verbindlichkeit der Schristleitung.) Drainage, w. Sch. in G. Der Eigentümer Ihres Nachbargrundstückcs kann nach § 907 Bürger!. Gesetzbuchs verlangen, daß auf dem anderen Grundstücke nicht Anlagen (also z. B. eine Drainage) hergestellt oder gehalten werden, von denen mit Sicherheit vorauszusehen ist, daß ihr Bestand oder ihre Benutzung eine unzulässige Einwirkung auf sein Grundstück zur Folge hat. Ob das im vorliegenden Falle zutrifft, können wir von hier aus nicht sagen. Das Beispiel Ihrer Nachbarn und Ihr Einverständnis mit deren Maßnahmen braucht für den vor.tagenden Fall nichts zu beweisen. Wir raten Ihnen, einen Beamten des zuständigen Kulturbauamts oder einen anderen Sachverständigen zur Lösung der Frage zuzuziehen. Oberheffen. Gemeinderaissihung in Grimberg. -H Grünberg, 5. Nov. Der Gemeinde- r a t war in seiner jüngsten Sitzung vollzählig versammelt. Der Beigeordnete gab vor Eintritt in die Tagesordnung bekannt, daß die Provinzialbau- verwaltung bezüglich des Ausbaues der Londvrser Straße vorschlägt, die beiderseitigen Fußsteige in ihrem jetzigen Zustande — Belag mit Splitt — bis zum Frühjahr zu belassen und die vorgesehene Asphaltbetondecke vorerst nicht auszuführen, da nach dem UrteM von Spezialfirmen dies im Winter nicht gut möglich sei. Aach kurzer Aussprache war man damit einverstanden. Hinsichtlich der Faselviehhaltung, bei der Ende des Jahres die Vergebung abläuft, schlug die Kommission für Faselvieh vor, die Haltung der Tiere an die seitherigen Unternehmer auf weitere drei Jahre zu den gleichen Bedingungen zu vergeben. In der Aussprache wurde von einer Seite Versteigerung an den Wenigstnehmenden verlangt, während die anderen Redner, darunter auch die beiden Landwirte, den Vorschlag der Kommission unterstützten, da die Faselhaltung seither in guten Händen gewesen sei und dies wohl auch eine Gewähr für die Zukunft biete. Der Gemeinderat beschloß sodann gemäß dem Kommissionsvorschlage. Eine lange Aussprache schloß sich an eine Eingabe des Verkehrsvereins über die Höfentränke an. Der Verkehrsverein bat den Gemeindcrat, ihm die Herrichtung des zugeschütteten Platzes, wie Beschüttung mit Klein» schlag, Anpflanzung von Bäumen, evtl. Anlage eines Springbrunnens, zu überlassen, da er die Kosten hierfür glaubt aufbringen zu können. Die Aussprache, die zum Teil In geheimer Sitzung geführt wurde, zeigte, daß von verschiedenen Seiten die Sache noch nicht für spruchreif gehalten wird, da die Auffüllung noch nicht beendet sei. Auch über die endgültig« Gestaltung des Platzes, ob als freier Platz oder Hergabe eines Teiles zu Baugelände, sind die Meinungen im Gemeinberat geteilt. Schließlich wurde das Gesuch genehmigt, jedoch soll dem Derkehrsderein anheimgegeben werden, die Arbeiten vor Frühjahr nicht zu beginnen. Landkreis (ließen. , 2 o 11 a t, 5. Rov. Welch großer Anteilnahme die Pflege des deutschen Liedes in allen Kreisen unserer Gemeinde begegnet, erwies das im Saal- bau .Zur Linde" veranstaltete Konzert der Sängervereinigung Lollar, das trotz der ernsten Zeit einen starken Zuspruch oufzu- weisen hatte. Wie in jedem Jahre, so auch diesmal, bewegten sich die gesanglichen Leistungen des Chores, wie nicht anders zu erwarten, auf sehr beachtenswerter Höhe. Denkbar beste Ergänzung des Abendprogramms bildeten die in gewohnt hervorragender Weise gespielten Konzert- stücke und Märsche der Gießener Militärkapelle unter ter persönlichen Leitung ihres Dirigenten, Obermusikmeisters Löber. Reicher Beifall der Zuhörer dankte den Sängern und ter Kapelle. gck. G r o ß e n - B u s e ck, 4. Rov. Der hiesige Geflügel- und Kaninchenzüchter- verein hat in seinem halbjährigen Bestehen eine erfreuliche Entwicklung genommen. Die Zahl ter Mitglieder ist so weit gestiegen, daß in der letzten Versammlung die Veranstaltung einer internen Geflügel- und Kaninchen- schau beschlossen werden konnte. Diese soll am kommenden Sonntag im Saale des Gastwirts Wagner stattfinten. Die etwa hundertfünfzig Rummern umfassende Schau wird mit einer am Samstag erfolgenden Prämiierung und einer Verlosung mit zahlreichen lebenden und anderen Gewinnen verbunden sein. Für Kaninchenzüchter werten u. a. die zur Ausstellung gelangenden Rex-Silberkaninchen von besonderem Interesse fein. Es kann festgestellt werden, daß in unserer Gemeinte — wohl eine Folge ter rührigen Tätigkeit des unter Leitung von Lehrer Jung stehenden Vereins — das Interesse für Leistungszucht in der letzten Zeit erheblich gewachsen ist. :—: Beuern, 4. Nov. Vor einigen Tagen wurde die neue Heizanlage in der Kirche in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine Esth- Original-Kirchenheizung (Grubenheizung). Das Ergebnis der ersten Heizung konnte als sehr befriedigend bezeichnet werderr denn die Anlage entwickelte im Kirchenschiff eine Wärme von 12 bis 13 Grad, während auf den Emporen 16 Grad gemessen wurden. -s- G r ü n b e r g, 4. Rov. Der hiesige S k i - k l u b hielt jetzt seine Hauptversammlung ab. Das wichtigste Ereignis des Jahres war die Ausnahme tes Klubs in den Verband Mitteldeutscher Skivereine, bei dem er mit anderen oberhesfischen Vereinen dem Gau Vogelsberg zugeteilt ist. Der Vorstand tes Klubs setzt sich folgendermaßen zusammen: Fabrikant Heinrich Schmidt jun., Vorsitzender: Fabrikant Otto Allmendinger, Rechner: Gerichls^sststent August Trink aus, Schriftführer: Kaufmann Heinrich Kappes, Laufwart. s. Hungen, 4. Rov. Hier fand im „Solmser Hof" eine Konferenz des Bezirks- lehrervereins Hungen statt. Lehrerin Frl. Sturm, Hungen, hielt einen Vortrag über „Werkunterricht in der Volksschule". Im ersten Teil ihrer Ausführungen wies sie die Berechtigung und Ziele dieses Unterrichtes nach, während sie im zweiten Teil die verschiedenen Techniken desselben, wie Formen in Ton und Plastilin, Falten, malendes Zeichnen und Dunt- papierarbeiten besprach. Eine sehr ausgedehnte Aussprache ergab, daß man den Werkunterricht als Selbstzweck ablehnt, aber als Prinzip zur Vervollkommnung und Vertiefung der unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit anerkennt. Dann wurden die verschiedenen Vorschläge für eine Kalenderreform erörtert, soweit diese schulische Belange berührt. Die Neuregelung der Beiträge zur Deamtenkrankenkassewurde insofern bemängelt, als sie nicht das System der Rückvergütung bei Nichtbeanspruchung sich zu eigen gemacht hat. Kreis Friedberg. WEN. Friedberg, 5. Nov. Das äleb erlaub w e r k Oberhessen läßt im Anschluß an das Verwaltungs- und Detriebsgebäute eine zweistöckige Großgarage errichten. Das Erdgeschoß dient der Aufnahme der großen Lastwagen und enthält noch sonstige Nutzräume. Im ersten Stockwerk, das eine besondere Auffahrtsbahn erhalten hat, finden die Personenwagen Unterkunft. Auch hier ist, wie im Erdgeschoß, ein Waschplah für die Wagen ein- gcr chtet. I Steinfurth, 4. Noü. Der Turnverein veranstaltete am Sonntag sein Abturnen, das eine besondere Note dadurch erhielt, daß erstmalig die Kinterturnabtcilung mit Darbietungen verschiedener Art an die Oeffentlichkeit trat. Die Durchführung der einzelnen Hebungen ließ erkennen, daß die Kinder unter der Leitung tes Kinderturnwartes Schölte mit viel Lust und Liebe bei der Sache sind. Kreis Büd innen. i. Dobenhausen I, 4. Nov. Am Reformationstage zeigte Lehrer Jakobi in einer öffentlichen Veranstaltung Lichtbilder, die über das Leben und Wirken Dr. Martin Luthers Aufschluß gaben und den Zuschauern die Bedeutung tes Reformationswerkes klar werten ließen. Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 4. Nov. Die Leitung der Volkshochschule hatte am Sonntagnachmittag zu einem Vortrag des Segelfliegers Kronfeld, ter durch seine Weltrekordleistungen sehr bekannt wurde, eingeladen. Der Redner schilderte die Bedeutung der Segelfliegerei, die Ursachen und den Gang der Entwick- Haupt-Darsteller: Albert Pr6jean u. Pola Jllery Dieser Film, der bei Presse und Publikum eine* begeisterte Aufnahme fand, läuft auch mit unerhörtem Erfolg in Frankfurt a. M. bereite die 5. Woche! M59C Ihre Geschäftsdrucksachen •teilen die Verbindung ner zu Ihren Cneugmoeen Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor wie man Briefbogen, tinefumechiage Postkarten. Rechnungen. 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