Nr. 207 Erstes Blatt 180. Jahrgang Freitag, 5. September 1030 Giessener Anzeiger I General-Anzeiger für Oberheffen Pntrf und Verlag: vrühl'fche Untversilütr-Buch' ürö Steinönideret H. Lange In Stehen. Sdjriftlettnng und Sefchäftrftelle: Schulttrahe T. Snndbmc von Injtige» für die lagtsnummer bis jum 91ad)mittag vorder. preis lur I mm hötj» für Anzeigen von 27 mm Srette dnlich 8, austrSrle 10 Rcid)spknnig; für die» hlameametgcn von 70 nm Breite 35 Relchspfenmg, VlagDortortft 20' mehr. Cbefrebüirteur Dr. Fnedr WUH- Gange. Verantwortlich für Toltiih Dr Jr. Wild Gange; für Feuilleton Dr H.Idynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für ben Anzeigenteil Mar Jtltet, lämtltd) in Sieben. Eriche int loglich,außer Sonntags nnb Feiertags Beilagen. The Illustrierte Siebener FamllienbläNei Heimat 'm Bild Die Scholle Monats Bezugspreis; 2.20 Beid)smarh und 30 Beichspfenntg für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen et nj einer Hummern infolge höherer (Betoalt 5ern|orechanfchluße iinterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzetger Oietze». Polldfetnonlo: Frankfurt am Main 11686. DerMchSfinanzmlnisterüberdieArbeiiszieledesReichskabinelis Mannheim. 4. Sept. (tolB ) In einer ÄaHl- Versammlung her Staatspartei und der Deutschen Volkspartei führte Reichsfinanzmirnster Dr. Dietrich u.o. aus: Der Stampf geht zunächst um die Aufrechterhaltung der Notverordnung. Der kommende Reichstag wird schwerlich in der Gage sein, die Notverordnung auszuheden oder auch nur erheblich zu andern Es ist auch von sozialdemokratischer Seite nur noch gesagt worden, man werde der Notverordnung die Gistzähne aus- ziehen, ein Wort, das man je nach Bedarf auslegen kann. Eine Aufhebung der Notverordnung wurde Unordnung in der Kaffe des Reiches und Störung der Finanzen der Gemeinden bedeuten. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit belastet den Etat ooranfchlagsrnäßig mit 740 Millionen RM., und es ist mit Sicherheit anzunehmen, das, diese Summe nicht reichen wird. Auch die jetzige Summe von l.G Millionen hauplunterstützungs- empsängern. einigen hunderttausend Krisenunterstutz, ten und etwa ebensoviel Wohlfahrtsunterstützlen ist gewiß beängstigend, aber eine Aufgliederung ergibt, daß sich unter den Unterstützten eine große Menge beruf südlicher Arbeitsloser befindet, die dieses Jahr auch im Sommer, also wäh- rend der oaijon, beschäftigungslos geblieben sind. Die Arbeitslosigkeit leidet an dem Fehler, daß man diejenigen Berufe, die berussüblich im Winter arbeitslos sind, zusammengeworfen hat mit allen den Gruppen in Industrie, Handwerk und Handel, die unter normalen Verhältnissen das ganze Jahr in Lohn und Brot stehen. In der Notverordnung ist vorgesehen, daß eine anderweitige Beitragssestsetzung für diejenigen Erwerbs- zweige ftattfinbet, die eine saisonmäßige Arbeitslosigkeit haben. Daß wir im vorigen Winter nahezu 120 000 Arbeitslose in der Landwirtschaft hatten, ist ein ebenso unhaltbarer Zustand wie der. bafo über 600 000 Unterstützte im Baugewerbe den übrigen Arbeitslosen in d?r Beitragszahlung und Unterstützung voUkoinmen gleichgestellt werden. Es wird Sache der zuständigen Vollzugsorgane sein, hier im Interesse der wirklichen Arbeitslosigkeit durchzugreifen. Die endgültige Beseitigung der Arbeitslosigkeit kann nur kommen aus einer Belebung ber Wirtschaft. Der nächste Schritt besteht In dem Versuch, die Wirtschaft an dem gefährlichsten Punkt zu entlasten. Die Realsteuern haben in manchen Teilen Deutschlands eine Höhe erreicht, daß sie lebensfähige Betriebe »um Erliegen brachten und so _öic Arbeitslosigkeit vermehrten Da keine Möglichkeit bestehl, eine Entlastung der Realsteuern im Etat selbst vorzunehmen. obwohl im nächsten Jahre große Ausgaben in diesem wegsallen, welche jedoch durch noch größeren Wegfall von Einnahmen ausaezehrt werden, so bleibt nur ein Weg übrig, nämlich zu versuchen, an den Realsteuern selbst zu ändern. Der Plan der Regierung geht daraus hinaus, den Wohnungsbau auf die Erbauung von Zweizimmerwohnun- tgen mit Küche und auf ganz kleine Wohnungen au beschränken, um dadurch einen Teil der 800 Millionen, die hierfür Verwendung finden, frei- zumachen. und gerade die Erbauung von kleinen Wohnungen kommt dem Bedürfnis entgegen. Aber man wird sagen können, es wird nicht mehr so viel Geld verbaut, infolgedessen werden nicht mehr so viel Bauhandwerker beschäftigt. Dieser Einwand trifft zu, aber ich glaube, der hierdurch entstehende Schaden wird bei weitem dadurch aufgehoben, daß, wenn die Wirtscha t Luft verspüren wird sie weit mehr Arbeitslose auf- saugen wird, als ihr durch das Bauhandwerk Anfällen. Reue Steuern auszufchre ben, wie Da und dort vorgeschlagen wird, halte ich für völlig aussichtslos. Dielleicht könnte man beim Tabak noch einige hundert Millionen her- ausholen; ich wende mich aber ausdrücklich dagegen, ein Tabakmonopol za machen. Die Reichsregicrung geht aufsganze, und der neue Reichstag wirb einige Monate Zeit brau chen, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Er wird aber n i ch4 die Möglichkeit haben, diese großen Probleme ^Merledigt liegen zu las- s e n. Wir haben Luft auf einige Monate, aber auf lange Sicht gesehen, ist die Lage schwierig. Kein Glückszufall wird uns diesmal helfen. Es steht nicht das Interesse der einen oder anderen Gruppe auf dem Spiel, sondern das Interesse des ganzen Volkes. Oer Ginn des Wahlkampfes geht darum, wieweit die bürgerlichen Elemente imstande sind, dem heutigen Staat harte und staatswillige Parteien zur Verfügung zu stellen, ohne die das parlamentarische System nicht bestehen kann. Während die klassenbewußte Arbeiterschaft in der Sozialdemokratie, gestützt auf die Macht der Gewerkschaften, ein gewaltiges politisches Instrument besitzt und das Zentrum über alle sozialen Gegensätze hinweg durch den konfessionellen Kitt rufammengehalten wird, sind die Bürgerlichen mit allem, was sich dazu rechnet, parteipolitisch trostlos in Splitteraufgelöst, sowohl die, die aus dem konservativen Gedanken erwachsen sind, als auch diejenigen, die aus dem fortschrittlich-liberalen Gedankengut oer vergangenen hundert Jahre herkamen. (Es gebt darum, Parteien zu bilden, die den heutigen Staat als die Grund- läge ihrer Arbeit und seinen vernünftigen Ausbau als den Gegenstand ihrer Politik betrachten. Einen verheißungsvollen Anfang der Verständigung haben wir in Baden gemacht Wir halten über alle sozialen und wirtschaftlichen Gegensätze hinaus jeden Deutschen für berufen, mitzuarbeiten an einer neuen Zukunst unseres Volkes, und wir sehen deswegen in ihm in erster Linie nicht den politischen Gegner, sondern den Mitbürger, und wir rufen gerade diejenigen, die, verärgert über bas Partei- und Jntereffengejänf, sich zurückgezogen haben aus dem öffentlichen Leben, die aber die notwendigsten Elemente des Aufbaus find, auf, elnzutrclcn in die Linie derer, die bereit sind, unteren Staat, unser Reich über alle Interessengegensätze hinaus zu verteidigen und zu festigen als die Grundlage unserer eigenen Existenz und die Voraussetzung der Zukunft unserer Jugend. Staatsbürgerlicher Zusammenschluß in M tteldeatschfand. Berlin, 4. Sept. 3m Wahlkreis Halle- werfeburg ist nach langen Verhandlungen zwi- schen den hinter ber Regierung stehenden Parteien 7keuyork, 4. Sept. (XU.) Die Schreckensnachrichten über die grauenvolle Orkankalastrophe in Santo Domingo häufen sich. 3n der Stabt Domingo sind zahlreiche Gebäude und Brücken eingestürzl. Die Junflürme und sämtliche Radiostationen sind völlig zerstört, fo daß bie Stabt von ber Außenwelt abgefchnitfen ist. Die letzten Meldungen sprechen von 300 loten unb 900 Der- ATlhNT\$CVÄ 01EAN -------------Pr/ncev^/v5D%^ ■......- --g?3~REPÜBLII<—Bp JAMAIKA —SAN DOMINGO-^' ------,-----—— . . o letzten. Die Hälfte ber Stabt sei völlig zerstört Die Lage fei kritisch, TRebifamente unb Wasser feien bringenb nölig. Unter ber Bevölkerung spielten sich währenb des Wirbelsturmes, ber vier Stunden anhielt, furchtbare Schreckensszenen ab. Die gesamte Armee würbe für bie Rettungsarbeiten aufgeboten. Die Derbinbungen ber Stabt mit ben übrigen Teilen des Landes finb unterbrochen. Strecken finb zerstört unb bie Straßen unpassierbar. Die Bezirke Djevavilla, Duarte unb San Larios bilben gleichfalls einen Trümmerhaufen, Das ftäb- tische Irrenhaus würbe dem Lrbboben gleichgemacht, unb eine Anzahl Geisteskranker, bie unverletzt baoongefommen waren, rannte in ber Stabt roilb umher, bis sie schließlich von Militär wieder eingefangen wurden Auch bie Gebäube ber Zeitung „La Opinlon" würben zerstört. Regierungsbeamte unb bie Zeitungen appellieren an bie Hilfe Amerikas, ba sich bereits Hungersnot bemerkbar macht Das amerikanische Staatsdepartement hat darauf dem Roten kreuz ein Gesuch de» amerikanischen Gesandten Lurtls in Santo Domingo um bie (Einleitung einer sofortigen Hilfsaktion unb Uebermittlung von Nahrungsmitteln, Kleidung unb Medikamenten übermittelt Die Regierungen von Haiti unb Porto Rico haben Vertreter de» Roten Kreuzes mit Lebensrnitteln entsandt, bas amerikanische Rote Kreuz hat 15 000 Dollar nach Santo Domingo überwiesen. Ernste Notlage. (re fehlt an allem. Reuyort,5. Sept (WTB. Junkfpruch.) Rach den immer noch spärlich einlaufcnbcn Nachrichten aus Santo Domingo verschlimmern sich trotz aller Hilfeleistungen aus der unmittelbaren Rachbarschaft und der umfassenden Hilfsaktion des amerikanischen Roten Kreuzes die Zustände von Stunde zu Stunde. Es fehlt bereits an Wasser und Licht das Hilfswcrk muh daher in der Dunkelheit fortgesetzt werden. Auch zu Plünderungen ist eS schon gekommen und erste Anzeichen ausbrechender Epidemien rin Wahlbündnis zustande gekommen. Die Parteien verpflichten sich, den Wahlkampf nut In sachlicher Form zu führen unb auch von auswärtigen Stellen keine Druckschriften verletzenden Inhaltes zu beziehen. Unterzeichnet haben den Ausruf die Ehristlichnationale Landvolks- unb Bauernpartei, bie Konservative Volkspartei, bie Deutsche Volkspartei, bie wlrtschasts- partel, bas Zentrum unb die Deutsche Staatspartri. 3n dem Ausruf heißt es, daß ein mächtiger Schuhwall gegen den Radikalismus von rechts und links aufgerichtet werden soll, der die Notlage der wirtfchast und die Verzweiflung weiter Volksschichten benutzt, um unser Volk durch unerfüllbare Versprechungen und revolutionäre Phrasen irre zu führen. Die deutsche Wirtschaft und bie Grundlagen ber sozialen Gesetzgebung könnten nur gerettet werben, bie Arbeitslosen in ben Arbeitsprozeß eingegllebert unb bie Autorität bes Staates gefestigt werden, wenn die hinter dem Ausruf stehenden Parteien ihr Ziel erreichten. machen sich bemerkbar. In den Gefängnisses und Irrenhäusern gelang es den meisten Insassen, aus den Zellen zu entkommen. Der Vertreter deS Gouverneurs von Porioriko hat die vom Orkan verwüsteten Gebiete überflogen. Rach feinen telegraphischen Mitteilungen hat eS in Santo Domingo 8 0 0 Tote und zahlreiche Verletzte als Opfer der Sturmkatastrophe gegeben. Vom Innern der Insel sind keine Meldungen et nge troffen. Auch Cuba gefährdet? Havanna, 4. Sept. (WTB.) Entgegen den anfangs gehegten Hoffnungen, daß Cuba von dem Wirbelsturm nicht berührt werden würde, äußerte spät nachts das Observatorium von Beten die Befürchtung, daß sowohl die Bahama-Inseln als auch Euba bedroht sind. Der Sturm bewegt sich zwar nur mit einer Geschwindigkeit von 16 Stundenrncilen weiter, aber das Zentrum dreht sich mit einer Geschwindigkeit von über 100 Meilen, so daß man mit schweren Schäden und auch dein Verlust von Men schenleben namentlich im Nordteil von Oriente unb im Sübteil von Guantanamo unb Santiago rechnen müsse Bei der gegenwärtigen Geschwindigkeit unb Richtung dürste ber Zyklon zunächst innerhalb von 74 Stunden die Bahama-Inseln erreichen. Aeußerst gespannte Lage in Buenos Aires. Neu yo r k, 5. Sept. (WTB. Funkspruch.) Associated preß meldet aus Buenos Aires, daß eine gestern spät abends gegen die Regierung gerichtete Demonstration von Studenten in der Hauptstraße 3 de Mayo wiederholt Ruhestörungen verursachte. Etwa 30 Studenten und Polizisten wurden dabei verwundet und zwei Personen getötet. Auch in anderen Stadtteilen kam es zu Tumulten, bei denen geschossen wurde. Während der Kablnesissihung versuchten etwa 2000 Studenten den Regierungspalast zu erreichen, wurden jedoch nach mehrfachen Zusammenstößen mit Parteigängern Jrigogens von der p o - II3 e i zerstreut. „La Radon“ erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß das Kabine« ben Gesamt- r ü gcn Kracht wegen Befangenheit ab, weil er einer Loge n n g e h ö r t, bie von ben Angeklagten aufs schärfste bekämpft werbe. Rechtsanwalt j)üttmann fügte noch befonbere Erläuterungen hinzu über die bei Ausnahme in einer Freimaurerloge abzulegenben Gelübde, von benen eines ben Freimaurer verpflichtet, selbst vor Gericht als Zeuge unter Eib gegcbcnenfaUs keine Aussage ZU machen, wenn es den tiogenintereffen zuwider- laufe. Sachverständiger Dr. >t r a ch t gab zu, ber großen Landesloge für Deutschland anzugehoren, die besonders vom Tannenbergbund scharf bekämpft wird, bezeichnete es aber als unwahr, daß bei der Freimaurerei fachlich geheim verhandelt werde. Das is beziehe sich vielmehr auf das t u a 1. Weiter bestritt er entschieden, gegen die Landvoltbewegung wie gegen das Landvolk überhaupt irgendwie feindselig eingestellt zu sein oder einer bestimmten politischen Richtung anzuge- Horen. Das Gericht hat das AblehnungsgesuM als unbegründet abgewiesen, ba die Zugehörigkeit Au einer Freimaurerloge nicht oorauskße, daß man ber Landoolkbewegung und somit den Angeklagten feindlich gegenüberftehe. Es wurden nun Zeugen der Anschläge vernommen Einen Zeugen fragte dabei Rechtsanwalt j)üttmann, ob es den Landwirten möglich sei, die Steuern aus ihrem Einkommen aufzubrin- gen, worauf der Zeuge erwiderte, die meisten Bauern hatten gar kein Einkommen. - Der Amtsoorsteher M a h i st e d t sagte aus, er fei seit 24 Jahren Amts, und Gemeindevorsteher in Beidenfleth. Er wußte nicht, daß er Feinde oder Gegner hatte, die danach trachteten, ihm Schaden zuzufügen. Die (Ejrplofion hat er kaum vernommen, da er schwerhörig ist. Um so großer Ist der Schreck seiner Frau gewesen. Frau Mahlstedt ist seit j_c n e r Nacht schwer leidend Eine starke Schreckhaftigkeit macht sie fast arbeitsunfähig. Aerzie unb Krankenversicherung. Berlin, 4. Sept. (211.) Der GesamtvorstanV des DerbandeS der Aerzte Deutsch- lands (Hartmannbund-, die wirtschaftliche Spitzenorganisation der deutlchen Aerz.eschast, hat folgende Entschließung gefaßt; Der Verband sieht mit großer Sorge der Entwicklung ber Krankenversicherung entgegen, wie sie durch die Rotverordnuna gefordert wird. Eine weitere Entwicklung der Krankenversicherung in der jetzigen Richtung müßte dahin führen, daß dem Arzt nicht nur bie DerusSfreudigkeit geraubt, sondern ihm auch dieweitereMit- arbeit innerhalb der Krankenversicherung unmöglich gemacht wird. ES erscheint nötig, nochmals auf folgende Punkte hinzuweifen: 1 Der Arzt muß für die Tätigkeit am Kranken- bett d i e volle Freiheit und alleinige Verantwortung haben. Die Aerztefchast befürchtet, daß durch die weitere Entwicklung des Vertrau enSarztsystemS diese notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche ärztliche Tätigkeit in der Krankenversicherung mehr und mehr beeinträchtigt werden und dadurch dem Arzt die Möglichkeit genommen wird, die Verantwortung toeüer zu tragen. 2. Die DefugniS der Verwaltungsbehörden zur Aufhebung laufender kassenärztlicher Vertrage schafft für bie Aerzte eine beunruhigende Rechts unI iche rheit. Der Zweck der Rot- verordnung. Eriparnisie zu erreichen, macht eS mcht notwendig, den deutschen Kafsenärzlen den Schutz des Vertrags- und des ArbeitsrechtS emfettig zu nehmen. Die Befugniffe der Kassen, ben kassenärztlichen Vertrag zu beenden, wäh- rend der Kassenarzt sogar im Falle der eigenen Kündigung des Vertrages aus einem wichtigen Grunde, durch das Gesetz gezwungen wird, zu den len Bedingungen w e i t e r z u a r be i te n, stellt bie Aerztefchast ohne hinreichenden Grund unter ein Erbitterung erweckendes AuSnahm e- recht. _ 3 ist für die Aerztefchast unerträglich, den ärztlichen RachwuchS auf Jahre hinaus von der ärztlichen Betätigung in der Krankenversicherung ausgefchaltet zu wissen. Die Aerztefchast befriedet die Berechtigung solcher Bedrückungen und wird sie mit allen ge- eigneten Mitteln bekämpfen. Nicht die weitere Dureaukratisierung des ärztlichen Standes und seiner Arbeit, sondern die Wiederher st ellung der ärztlichen Selb st Verwaltung schafft die nötigen Voraussetzungen für wirksame Sparmaßnahmen. Eine Unterredung mit dem ehemaligen Kronprinzen. Wien, 4. Sept. (TU.) Das „Neue Wiener Tagblatt" veröffentlicht eine Unterredung eines seiner Mitarbeiter mit dem ehemaligen deutschen Kronprinzen, der am Dienstag in Wien eingetroffen ist. Der Kronprinz sprach über die deutschen Wahlen und drückte die Hoffnung aus, daß ihr Ergebnis einen starken Zusammenschluß aller burgerli.chen und staatserhaltenden Parteien bringen werde, die dann gemeinsam in der Lage wären, die unbedingt notwendige R e - form auf finanziellem und wirtschaftlichem Gebiet durchzufuhren. Der Kronprinz schilderte weiter die Weltwirtschaftskrise und ihre besondere Schärfe in Deutschland und Oesterreick). Die Verfasser des Vertrages von Versailles hätten seinerzeit wohl selbst nicht die wirtschaftliche Auswirkung der Friedensbedingungen überblicken können. Die deutsche Wirtschaft werde durch die steigenden Zollmauern, die Reparationszahlungen und die sozialen Lasten gehemmt. Die notwendige Reform müsse von innen beginnen. Notwendig sei eine Reform der Arbeitslosenfürsorge, die vielfach den Charakter einer Rente angenommen habe und die es verursacht habe, daß die Arbeiter nur durch verhältnismäßig hohe Löhne einen Anreiz bekommen könnten. Der Kronprinz empfahl als Hilfsmittel die Einführung des Arbeitsdienst j a h r e s auf Grund einer allgemeinen Arbeitspflicht. Die zweite Notwendigkeit fei die Herabsetzung der Verwaltungskosten. Der ganze heutige Regierungs- und Verwaltungsapparat in Deutschland sie zu k o st s p i e l i g. In diesen Ansichten fühle sich der Kronprinz einig mit weiten Kreisen des deutschen Volkes. Denn jedem Deutschen sei es gleich ihm darum zu tun, dem Lande wieder jenen Platz an der Sonne zurückzuerobern, der ihm auf Grund seiner stolzen Geschichte gebühre. Hugenberg spricht in Stuttgart. Stuttgart, 4. Sept. (WTB.) In einer Wahlversammlung der Deutschnationalen Volkspartei führte Geheimrat Dr. Hugenberg u. a. aus: Wir Deutschnationale erstreben eine ehrliche und aufrichtige Abkehr von der bisherigen inneren und äußeren Politik. Der Marxismus muh nicht nur aus den Köpfen der Marxisten, sondern auch des deutschen Bürgertums herausgeholt werden. Wir übernehmen gern die Verantwortung für die Auflösung dieses Reichstages, dagegen nicht für die Fortsetzung der elfiährigen Unglückspolitik in Deutschland. An die Reichsregierung richte ich die Frage, ob es wahr ist, daß Die deutsche Regierung in Frankreich eine Anleihe von zweieinhalb Milliarden zu niedrigem Zinsfuh gegen günstige Zugeständnisse aufnehmen will, um zu verwirklichen, was der Reichsfinanzminister neulich im Gegensatz zu seinen letzten Ausführungen im Reichstage verkündete, nämlich dah die deutsche Kassenlage gesund sei. Vom Ausgang der Wahlen wissen wir nur eins sicher: daß die Deutschnationalen gemeinsam mit den Rationalsozialisten dafür sorgen werden, dah das Zentrum nicht mehr die Schaukelpolitik zwischen rechts und links im Reichstag unter Aufrechterhaltung seines Bündnisses mit der Sozialdemokratie in Preuhen betreiben kann. Wenn dann das Zentrum von der Wahl steht, entweder mit- der Sozialdemokratie Deutschland zugrunde zu richten oder es mit uns zu retten, so wird es nicht den ersten Weg wählen. Ich habe stets das Zutrauen zur Vernunft und Vaterlandsliebe eines nichtmarxistischen Gegners, daß er in entscheidenden Augenblicken sein Volk nicht verrät. Wenn aber nach den Wahlen das Zentrum noch einmal mit der Sozialdemokratie zusammen regieren sollte, dann durfte das ein kurzes Vergnügen für diese Herrschaften sein. Ein zweiter Wahlkampf wird dann die Lage endgültig klären. Der Deutsche Katholikentag 1930 Münster hat alle Kraft daran gesetzt, dem Deutschen Kacholikenlag einen in jeder Hinsicht festlichen Rahmen zu geben Nach einer Generalversammlung der katholischen Priester Deutschlands sprach zu den etwa 4000 münsterischen Kindern im Dom der chinesische Missionarbischof Buddebrok über die schwere Arbeit in den ausländischen Missionen. Während im Theater der Stadt Münster das „Größte Welttheater" von Calderon in Szene ging, nahmen in beiden Festhallen die Eröffnungs- versammlungen ihren Anfang. Nach einleitenden Chorliedern entbot der Bischof von Münster D. Johannes Poggenburg der Versammlung Gruß und Willkommen. Die Generalversammlung in Münster solle bekunden, daß die deutschen Katholiken bei aller Treue zum deutschen Wesen und deutscher Einheit hinter keiner Nation zurückstehen wollen in Der Bezeugung und Bewährung katholischen Glaubens und katholischen Sinnes. Die päpstliche Enzyklika über die christliche Erziehung habe in dem großen Wirrwarr der pädagogischen Meinungen Klarheit und Wegweisung gebracht. Die religiöse und sittliche Not der Zeit zeige, daß die Religion in das Volk und in die schule hineingehöre. Deshalb würden die Katholiken nicht auf das Recht verzichten, in den Schulen die ewige Wahrheit zu lehren. Graf Reipperg wurde dann zum ersten Präsidenten gewählt. Er erklärte: Wenn er unsere Zeit betrachte, fühle er sich 1500 Jahre zurückversetzt in die Tage des großen Heiligen Augustinus, in denen das große römische Reich in seinen Grundfesten wankte. G ott- fremd war die Augustinuszeit: gottsrcmd sei die unsere. Wie wir, so erlebte Augustinus die Zer- setzung alles Vergänglichen. Zum Gott erhoben war damals wie jetzt das eigene Ich. Der Zersetzung und dem Unglauben sei die Wahrheit entgegenzusehen, daß der Mensch und seine Umwelt nur zu verstehen seien als Geschöpfe Gottes und nicht an Gottes Stelle gesetzt werden können. Wahrheit, die vereinigt sein müsse mit der Liebe, der liebenden Hingabe an die persönliche Wahrheit. Sie nationalen Mndei heilen und Paneuropa. Scharfe Absage an Briand. — Oie wahren Europäer. Genf, 4. Sept. (TU.) Auf dem Europäischen Minderheitenkongreh wurde die große Aussprache über den PaneuropaplanBriands durch eine programmatische Erklärung des früheren deutschen Sejmabgeordneten in Ostoberschlesien, Ulitz, eröffnet. Er betonte, daß die Minderheiten als ein wesentlicher Bestandteil der «uro- väischen Menschheit vollen Anspruch an Der Mitwirkung der Reuordnung Europas hätten. Es fei die Frage, ob der Zeitpunkt für eine europäische Staatenvereinigung bereits gekommen sei. Der Plan Briands beruhe auf der Anerkennung der Souveränität der Staaten und der Solidarität der europäischen Volker. Wenn jedoch eine Wahlrede, die die Revision der europäischen Grenzen berühre, in einem anderen Lande Proteste auslöfe, so fei das keine Anerkennung Des Louveränitätsgedankens. Wenn jede Erörterung der ungarischen Frage in den Rachbarländern zu einer Beunruhigung führe, so könne darin ebenfalls keine Anerkennung der Souveränität gesehen werden. Wenn man ferner sehe, wie Staaten gegen ihren Willen in Wirtschaftsabkommen hineingezogen würden, so sei das kein Beweis für die Achtung der Souveränität und der Solidarität der europäischen Staaten. Es sei unmöglich, eine Reuordnung Europas a u f der Grundlage der heutigen Staatenordnung zu schaffen. Die Einigung Europas sei nur möglich aufderGrundlageder Völker. Die Vorgänge im Osten Europas müßten die Staatsmänner nachdenklich stimmen. Die kommunistische Weltanschauung greife immer stärker auf den Westen Europas über. Poincarä habe versucht, dem Volkstum der Minderheiten das Todesurteil zu sprechen. Die Minderheiten feien aber die eigentlich en Träg e r des europäischen Gedankens, weil sie durch ihr Schicksal zu europäischem Fühlen und Denken erzogen seien. Die Reuordnung Europas wurde nur auf der Grundlage der europäischen Völkergemeinschaft erreicht werden können. Solange es Staatengruppierungen gebe, die ihre deutliche Spitze gegen andere europäische Staaten richten, könne man wohl sagen, dah die Staatsmänner Europas vom Flügelschlag der neuen Zeit noch nicht berührt feien. Der Assimilationstheorie, die P o i n c a r e vertrat, würden die Minderheiten ihren unbeugsamen Lebenswillen gegenüberstellen. Herrn Driand müsse man zurufen, nicht nur französisch zu denken, indem er Staat und Volk gleichsetzte, sondern europäisch. Der jetzt eingeschlagene Weg führe noch nicht zum Ziele. Das Ziel müsse fein: Der Friede Europas auf der Grundlage des Friedens ufiter den europäischen Volkern. Die Aussprache ergab ilebereinftinrmung dahin, daß die Minderheiten sich gezwungen sehen, gegenüber dem Paneuropaplan Briands unter grundsätzlicher Bejahung des Gedankens einer paneuropäischen Union dennoch einen entgegengesetzten Standpunkt einzunehmen. Die Auffassung geht dahin, dah der Grundsatz der nationalen Souoßänität in der gegenwärtigen Entwicklung nicht mehr absolut aufrechterhallen werden könne, ferner, dah die gegenwärtige Lage Europas nicht als etwas Endgültiges anzusehen fei. Eine Aenderung der heutigen europäischen Lage müsse vielmehr ohne Gefahr für den Frieden vorgenommen werden. Für eine europäische Union im Sinne des französischen Außenministers sei heute die unerläßliche moralische und psychologische Grundlage noch nicht gegeben. Die geistige Vorbereitung hierfür fei unzulänglich. Die Minderheitenfrage werde in dem Vorschlag Briands völlig beiseite gestoßen. Deshalb konnten die Minderheiten dem Vorschlag ihre Zustimmung nicht erteilen. Die Minderheiten verlangen eine europäische Union der Europäer, nicht aber der Regierungen. Die europäische Union Briands sei eine Union der Pannationalisten, nicht eine wahrhaft europäische Union. Ein Vorschlag auf Aufteilung Belgiens. Gemeinsames Borgehen von Wallonen und Flamen. Genf, 4. Sept. (Tel.-Un.) Auf dem Minderheitenkongreß forderte der bekannte flämische Abgeordnete Ward Hermans gemeinsam mit dem Vertreter der Wallonen R u s k a di« Zulassung zum Minderheitenkongreß als Vertreter der Wallonen und Flamen in Belgien. Vor der Sitzung hatten die beiden Vertreter mitgeteilt, daß sie die Absicht hätten, im Minderheitenkongreß die Forderungen wallonischer und flämischer Gruppen zu vertreten, wonach der wallonische Teil Belgiens an Frankreich, der flämische Teil an Holland und Eupen-Malmedy an Deutschland gegeben werden solle. Diese von den flämischen und wallonischen Vertretern dargelegte Auffassung würde nichts anderes als eine Aufteiluntz Belgiens bedeuten. Die Zulassung der beiden Vertreter zum Minderheitenkob- greß war jedoch in diesem Jahre nicht möglich, da die satzungsmäßige Anmeldung der flämischen und wallonischen Gruppe nicht erfolgt war. Folgende Telegramme tourten abgesandt: „Seiner Heiligkeit Papst Pius XI. Rom, Vatikanstadt. Zur 69. Generalversammlung sind die Katholiken In Münster i. W. versammelt zur Beratung über die Abwehr der christenfeind- lichen Bestrebungen der Gegenwart und insbesondere über die Enzyklika vom 23. Dezember 1929 über die christliche Erziehung ter Jugend. Sie entbieten Ew. Heiligkeit ihre ehrfürchtige Gesinnung, die Versicherung des Gehorsams und die Treue gegen den apostolischen Stuhl und erbitten ehrfürchtig den apostolischen Segen." „An den Reichspräsidenten von Hindenburg. Die 69. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands versichert dem hochverehrten Herrn Reichspräsidenten treuste Ergebenheit und eifrigste Mitarbeit bei ter Ueber- Windung ter schwierigen Zeitlage zum Wohle des deutschen Volkes." Oer Oekumenische jRaf für praktisches Christentum. Der Oekumenische Rat für praktisches Christentum nahm eine Verfassung an, die die Gesamtleitung und Geschäftsführung der internationalen Kirchenbewegung vereinheitlichen und der Zu- sammenarbeit der Kirchen ein« erhöhte Wirkungsmöglichkeit sichern soll. Als Ziel der Bewegung gibt die Verfassung an, das Bewußtsein der Gemeinschaft der Kirchen in der Betätigung christlicher Grundsätze bei den sozialen Problemen des modernen Lebens zu pflegen und zu fördern. Die Präsidenten der orthodoxen und der britischen Grupp« sind der oekumenische Patriarch von Konstantinopel und der Erzbischof von Canterbury. Di« europäisch-kontinentale Gruppe, deren Vorsitzender der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses D. Dr. Kapier- Berlin ist, zählt nach der neuen 23er« faffung 30 Mitglieder, die amerikanisch« Gruppe 19. Der Rat wird in Zukunft nur alle zwei Jahre zusammentreten. Der Vollzugsausschuß wird im August 1931 in Cambridge seine nächste Sitzung abhalten Die nächste Weltkirchenkonferenz soll 1935 in London nach dem Vorbild der Stockholmer Weltkonferenz stattfinden Lohnschiedsspruch im Ruhrbergbau. Essen, 4. Sept. (TU.) Unter dem Vorsitz von Professor Brahn fällte die am Mittwoch gebildete Schlichterkammer folgenden Schiedsspruch für den Ruhrbergbau: 1. Die bestehende Lohnordnung wird bis zum 31. Dezember d. I. verlängert. 2. Die Kündigung dieser Lohnordnung kann erstmalig am 30. November 1930 zum 31. Dezember 1 9 3 0 erfolgen. Wird zu diesem Termin nicht gekündigt, so läuft die Lohnordnung stets ein Vierteljahr mit monatlicher Kündigungsfrist weiter. ^3^6rf(ärunfl5frift bis 8. September, vormittags Der Z e ch e n v e r b a n d hat den Schiedsspruch bereits in den Verhandlungen a b g e l e h n t. Die dringend notwendige E r m a ß i g u n g der S e l b st- kostenlage, von der ein Preisabbau abhänge, werde, so wird erklärt, durch den Spruch in verhängnisvoller Weise hinausgezögert. Die Aufschiebung des Lohnabbaues könne auf dem Gebiete der Feierschichten und Entlassungen von weitreichenden Folgen sein, weil die durch den Preisabbau erwartete Steigerung des Absatzes unmöglich gemacht werde. Aus aller Welt. Die Untersuchung des Andreeschen Segeltuchbooles. Der Andräe-Ausschuß in Tromso beschäftigte sich mit der Untersuchung des aufgefundenen Segelluchbootes, in dem man außer Karten, Zeitschriften und wissenschaftlichem Material einen präparierten Vogel fand. Zwei Gewehre wurden in dem Doot gefunden, ein drittes neben Andrte. Im übrigen hat diese Untersuchung eine Bestätigung der Meldung gebracht, wonach Strindberg von Andree begraben worden sein muh, da man in Andrees Taschen mehrere Gegenstände auffand, die Strindberg gehören können. Auch die übrigen Einzelheiten dieses Berichtes über das Ente von Andree und seiner Begleiter scheinen richtig zu sein. Weitere wichtige Untersuchungsergebnisse aus Tromso sind kaum mehr zu erwarten, ehe der Inhalt der Tagebücher bekanntgegeben wird. Der schwedische Ministerpräsident teilte mit, daß die Regierung beschlossen habe, einen besonderen Ausschuß zu dem Empfang der Ueberreste der Andree-Expedition i« Schweden zu bilden. Der schwedische Kreuzer „Svensk- s u n d" hat am Donnerstagmittag Aalesund passiert und befindet sich jetzt auf direktem Wege nach Tromso. Losles gewinnt den Easterwood-preis. Das Flugzeug „Fragezeichen" ist nach Dal- l a s (Texas) abgeflogen, um zu versuchen, ten von Oberst Easterwood gestifteten Preis von 5000 Pfund Sterling zu gewinnen. Die,1900 Kilometer lange Strecke muh ohne Zwischenlandung zurückgelegt werden. Das Flugzeug ist am gleichen Tage um 17.29 Uhr in Dallas gelandet. Die beiden französischen Flieger haben damit den Preis gewonnen. Ein polnisches Militärflugzeug in ein Haus geflogen und verbrannt. Die polnischen Militärflugzeuge pflegen überaus knapp über die Häuserdächer zu fliegen. Vun ist ein solches Flugzeug in einer Warschauer Vorstadt in Die SeitcntoanD eines Hau- s e s hineingeflogen und dort steckengeblieben. Einen Augenblick später stand das ganze Flugzeug in Flammen. Die beiten Flieger konnten nur als Leichen geborgen werden. Ucberdies wurden durch herabtropfendes brennendes Benzin noch sechs Zivilpersonen verletzt. Auch ein kleines Wohnhaus, das sich unter dem brennenden Flugzeug befand, geriet in Brand. Die Feuerwehr konnte tem Umsichgreifen des Feuers Einhalt tun. Das Katapultflugzeug 15 Stunden vor der „Bremen“ in Reuyork. Das Äatapultflugzeug Neuyork startete am 3. September mittags etwa 1100 Kilometer von Neuyork vom Schnelldampfer „Bremen" des Norddeutschen Lloyd und traf bereits um 20 Uhr in Neuyork ein. Da der Schnelldampfer selbst erst am 4. morgens gegen 10 Uhr in Neuyork erwartet wurde, konnte somit ein Zeitgewinn von annähernd 15 Stunden erreicht werden. Schwerer Transportunfall bei Basel. Don einer Transportkolonne, die sich auf tem Wege von Zürich nach Basel befand, geriet bei Effingen ein mit schwerem Zeltmaterial beladener Lastwagen mit Anhänger infolge Versagens der Bremsen in rasche Fahrt, rannte gegen die Mauer eines Gasthofes und durchschlug diese. Der Anhänger wurde durch den furchtbaren Anprall in ten Lastwagen hineingeschoben. Der Chauffeur und sein Begleiter wurden sofort getötet. Gräber der Herzöge vön Brabant wiedergefunden. In der Trappistenabtei Afflighern (Provinz Brabant) wurden nach langen Forschungen Gräber mit Ueberreften von Herzögen von Brabant aufgefunden, insbesondere von Herzog Gottfried I., den Bärtigen, sowie von seinem Sohne Heinrich und seiner Tochter Aleyda, der Gattin König Heinrichs I. von England, die im 12. Jahrhundert lebte. Die Uedcrholung des Fernsprechwesens. Die bereits angedeuteten Pläne der Deutschen Reichspost, die darauf hinzielen, das gesamte Fernsprechwesen umzuorgancsieren, und die in ter letzten. Zeit toieterbolt im Zusammenhang mit tem Arbeitsbeschaffungsprogramm genannt worden sind, haben, wie wir Horen, weiterhin Fortschritte gemacht. Der angestrebte Heber- gang vom Handbe trieb zum Selb st- anschluhbetrieb, ter einen Wegfall von mehr als 90 Prozent des beim Handbetrieb nötigen Personals bedingt, und ter rwch ein Kapital von mehr als 500 Mill. Mk. benötigt, soll nach ten neuesten Plänen"-bis zum Jahre 19 32 beendet werden. Gegenwärtig sind rund 46 Prozent aller Fernsprechanschlüsse in Deutschland zum Selbstanschlußbetrieb urnge- ftellt. Die restlichen 54 Prozent sollen in ten nächsten Jahren modernisiert werten. Gleichzeitig denkt man daran, das un terirdis che Fern- kabel netz, von dem augenblicklich 9100 Kilometer im Betrieb sind, weiter auszubauen. Für die Durchführung dieser Pläne sind weitere 150 Millionen erforderlich. Die Reichspost steht auf dem Standpunkt, dah die Aufbringung dieser 150 Millionen Mark am notwendigsten ist, da die Ersetzung von Oberleitungen durch ein unterirdisches Fernkabelnetz für die reibungslose technische Durchführung am dringlichsten ist. Datei wird die wirtschaftliche Bedeutung der Umwandlung des alten oberirdischen Leitungsnetzes in ein Kabelnetz sehr hoch veranschlagt. Die Kabel ermöglichen nicht nur einen leistungsfähigen Fernsprechweitverkehr auf fast unbegrenzte Entfernungen, sie erhöhen auch die Sicherheit des Betriebes und verbilligen durch den erheblichen Minterver- brauch von Material die Anlagen und Betriebskosten auf nahezu 40 Prozent. Frau oder Fräulein? Jrn Rahmen der Vorschläge, die der deutsche Erziehungsbeirat für verwaiste Jugend in diesen Tagen dem Reichstage hat zugehen lassen und die sich in der Hauptsache mit Abänderungsanträgen zu dem neuen Gesetzentwurf über das Unehelichen-Recht beschäftigen, wird auch eine Forderung erhoben, die darauf hinaus- läuft, daß einer Mutter, der d i e elterliche Gewalt über ihr uneheliches Kind zusteht, das Vormundschaftsgericht auf Antrag das Recht erteilen Fann, f i ch Frau zu nennen. Der Erziehungsbeirat geht dabei von der Dorausfetzung aus, daß es ganz allgemein im Interesse Des Kindes liegt, daß seine Mutter sich nicht Fräulein, sondern Frau nennt. Der beachtliche Vorschlag unterstützt die Anregungen, die von zahlreichen Frauenverbänden und Frauenorganisationen schon seit Jahr und Tag erhoben worden sind. Bei Dem allgemeinen Interesse, das Die Vorschläge Des Erziehungsbeirates in Der Oeffentlichkeit gefunDen haben, steht es zu erwarten, Daß sich Der Reichstag bei nächster Gelegenheit auch eingehend mit Der angeführten Frage beschäftigen wirD. Oie Wetterlage. Seydtsfjord' 18 15- 15 o L«nt° jberdeerw-i 5 S V .j^an nnyen-.. 8 GWolkenlos oneuer. ® nait> bedeckt. 0 wolkig. • bedeckt. errege^ * Schnee »Graupeln. «Nebel KGew>t«W lelcnte- Osi nissige/ Südsüdwest pWmiscne- dordwesl Ole Piene fliegen mn dem Winde. Oie beiden Slatidnen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Oie Linien verbinden Orte mit.gleiche® tut Meeresniveau umoereenneten Luftdruck 111 v v v vu u v i a ß €• Durch den allgemeinen Luftdruckfall baut sich der hohe Druck langsam ab und die Atlantik- störung gewinnt immer mehr an Raum. Ihr Kern liegt bereits nördlich der britischen Inseln. Wenn auch an der Vorderseite durch die aus dem Hochdruckrücken ausflicßenden kontinentalen Luftmassen zunächst noch heiteres Wetter herrscht, so wird doch mit der Zeit durch das Vordringen feuchter Ozeanlust Bewölkung aufkommen. Die Temperaturen steigen zunächst noch etwas an, gehen aber später wieder zurück. Aussichten für Samstag: Auftom- mende Bewölkung, Temperaturen zwischen Tag und Rächt sich mehr ausgleichend, stellenweise auch Reigung zu Riederschlägen. Aussichten für Sonntag: Etwas wechselhaftes, teils wolkiges, teils heiteres Wetter. Lufttemperaturen am 4. September: mittags 18 Grad Celsius, abends 12 Grad: am 5. September: morgens 9,1 Grad. Maximum 18,1 Grad, Minimum 5,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. September: abends 22,5 Grad; am 5. September: morgens 14,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 10>4 Stunden. 156 ocv 75 Zahre Gießener Don Hermann ©le. euer* re 1845 Stadttbeater Dieben. Man schreibt unS: Ä u r t Dommisch, der dem Ensemble des Giefeener Stadttheaters über ein Jahr angehörte, wurde vom 16. September ab an daS KomödienhauS Leipzig verpflichtet. Mit der Errichtung freiwilliger F wehren In Heften machte im 3a gi Offenbach den Anfang. 3n Oberheffen folgte dem Offenbacher Beispiel Alsfeld im 3ahre 1854 und im Jahre 1855 Lauterbach und Dietzen. Die biS dahin In Kraft befindlichen staatlichen Verordnungen verpflichteten die Bürger, in erster Linie die Bauhandwerker, zum Löfchdienst, aber die Verpflichteten waren meist nicht »ur Stelle, und das entstandene Durcheinander begünstigte nur daS AuSdreiten deS an den alten Gebäuden reiche Vahrung findenden FeuerS. 3m 3ahr« 1850 wollte sich der Siebener Turnverein in den Dienst der guten Sache stellen, wenn ihm die Stadt eine neue Spritze mit Geräten zur Verfügung überliefe. Dieses Anerbieten wurde ebenso wie das 1852 wiederholte vom Gemeinderat ab- gelehnt, da kein Geld In 6er Sladlkasse sei Aut Einladung de- Tabakfabrikanten Georg Philipp Gail versammelten sich am 6. Oktober 1855 sechsunddreifeig Giefecner Bürger und bildeten die Freiwillige Gailsche Feuerwehr. Da- Hau- Gail schasste auf eigene Kosten eine Spritze und einen Gerätewagen an. Der Spritzensabrikant Karl Metz au- Heidelberg gab der jungen Wehr die erste Anleitung zur Bedienung der Löschgeräte. Die Wehr wurde in ihrem Verhältnis zur Stadt als Privat- seuerwehr betrachtet, so dafe ihr Gemeinde- zuschüsse nicht bewilligt werden konnten. Da auch von den Mitgliedern nur geringe Beiträge zu erwarten waren, deckte Kommerzienrat Gail daS in manchen 3ahren infolge der Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen nalurgcmäfe entstandene Defizit. Dank dieser auf den heutigen Tag dem Korvs gewordenen Zuwendungen deS Hauses Gail war es möglich, die Wehr weiter auSzubauen und ihren Gerätebestand zu vervollkommnen. am Oswald-garten zu einer Hebung mit an- ichliefeenüem Brandangriff aufstellen. Hm 15Hhr wird sich der Ze st zug von OSwaldSgarten aus durch die Stadt in Bewegung fetzen und dabet folgende Ctrafeen passieren: Reuftadt. Bahnhofstrafe e, KaplanSgasse, Seltersweg. Alicenftrafee, Ludwigftrafec, Goethestrafee, Südanlage, Garten- strafee, Kaiserallee nach der Volk-Halle. Hier werden nach den Ansprachen deS Tages Konzert, GesangSvorträge der vereinigten Gietzener Gesangvereine. Vorführungen der Giefeener Turnerschaft und der Vadfahrervereine usw., sowie am Abend Tanz den Besuchern angenehme Stunden bereiten. Man beachte die heutige Anzeige, in der auch die DorverkaufSstellen für die Fest- abzcichen angegeben sind. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. DHT.: Monatsoersammlung, 20.30 Uhr, bei Hopfeld. — Lichtspielhaus^ Bahnhosstrafee: „Skandal um Toa" und „MickyMaus". — 21 u 6 dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die letzte Vorstellung der Sommerspielzeit findet am nächsten Dienstag statt. Es wird das Lustspiel „Seine Majestät das Publikum" gegeben. Die Schrecken, die der AuSbruch eines Brandes in früherer Zeit hervorrics. hat Schiller treffend gezeichnet, indem er in feiner ..Glocke" schrieb Kochend, wie au- Okn8 Aachen Elüh n die Lüfte, Balken krachen, Pfosten stürzen, Fenster Ihnen, Amber jammern, Mütter irren, Tiere wimmern unter Trümmern. AngeNchts der damaligen mangelhaften Sicher- heitSeinrichtunaen bedeutete der Aus .Feuer" Tod und Verderben. in wenig milderer Form Verlust von Hab und Gut, der Frucht mühevoller Arbeit. Ein regelrechter AettungSdienst bestand damals nicht, denn die behördliche An- Dehnungen wurden entweder gar nicht, oder nur mangelhast befolgt, und so sank wertvolle- bewegliche- und unbewegliche- Eigentum In Asche und Schutt Trübe Erfahrungen veranlatzten noch und nach die Gemeinden zur Äillchafsung von Löschgeräten, die natürlich im Vergleich zu den, durch die fortschreitende Technik in verbesserten Geräten sich al- unzureichend erwiesen Dabei fehlte eS an Organisationen, die die Löschgeräte sachgemätz zu handhaben wufeten — an den Feuerwehren. Die erste freiwillige Feuerwehr bildete sich im 3ahre 1842 In der sächsischen Porzellanstadt Meisten. Seit Karl Metz, der Gründer der bekannten Feuerlöschgerätefabrik In Heidelberg, sich die Gründung von sreiwilligen Feuerwehren angelegen sein liefe, machte die Feuerwehrsache segensreiche Fortschritte. 1854 fand in Ulm der erste deutsche Feuerwehrtag stau. 12. September, 18 Uhr, au-gesteilt. Aach diesem Zeitpunkt können Anträge auf Ausstellung von Stimmscheinen nicht mehr berücksichtigt werden. Gießener Feuenvehrjubiläum. 3n Anerkennung deS verdienstvollen Wirkens der beiden Giefeener Freiwilligen Feuerwehren durch uneigennützigen Dienst für das Gemeinwohl hat der Oberbürgermeister angeordnet, dafe au- Anlafe des 75. 3ubiläumS der Freiwilligen Gailschen Feuerwehr und der Giefeener Freiwilligen Feuerwehr am SamStag und Sonntag die städtischen Dienstgebäude zu beflaggen sind. Es wäre zu begrüfeen, wenn auch die Bürgerschaft ihren Dank an die beiden Wehren durch Beflaggen der Häuser an den beiden 3ubiläumstagen zgm Ausdruck bringen würde. Am morgigen SamStag werden bereits zahlreiche auswärtige Jeuerwehrgäste hier ein- treffen. Am Vormittag und nachmittag- werden geschäftliche Sitzungen stattfinden. Um 20 Hhr wird sich vom Landgraf-Philipp-Plah auS ein Fackelzug der beiden Wehren in Bewegung setzen, der auf der LiebigShöhe enden und dort mit einem Kommers auSllingen wrd. Sonntag Docmihag werden weitere auswärtige Wehren empfangen. Don 9.30 Uhr ab findet ein Kreisfeuerwehrlag der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Giefeen im EafL Selb statt. Um 11.30 Uhr werden sich die Wehren Di« Giefeener Freiwillige Feuerwehr. zum Unterlchied von der Gail schen die .Städtische" genannt organisierte sich, nachdem am 10 Aovember 1855 eine Versammlung opferfreudiger Männer die Gründung beschlossen am 15. Dezember desselben 3ahres. Der im 3ahre 1860 unter Führung von Edr Aübsamen unternommene Versuch, die Wehr in eine Turner- seuerwchr umzuwandeln, mifelang. Die obsiegende Panei unter Fahrung deS Buchdruckervldesitzers Fr. Shr. Pietsch veranlastte die Stad«, da- Feuerlöschwesen neu zu regeln Differenzen mit der Stadt führten un 3ahre 1882 zur Auslösung der Wehr, doch wurde sofort unter dem Vorsitz de- Redakteurs S ch c y d a eine neue Wehr er- let, der 30 Mann der aufgelösten bei traten. Seit dieser Zeit führt da- Korps die Bezeichnung „Giefeener Freiwillige Feuerwehr". Beim 3n- frafttreten deS Hessischen .Feuerwehrgefetzes wurde in Stärke von 300 Mann eine Pslichtfeuerwehr errichtet. Sie bildete eine An Reserve, die Pflichtigen waren nicht uniformiert, sondern nur durch eine rote Armbinde kenntlich Die drei Wehren standen unter dem Oberbefehl eine- Branddirektor-. Zu hervorragender Betätigung halte die Pf licht feuerwehr indes keine Gelegenheit, fte ist inzwischen von der Bildfläche verschwunden, und mit ihr manche- andere, z. B. die Zcuereimer, da- Läuten der Sturmglocke und der ohrenbetäubende Hörner- und Trommelweckruf. Die älteren Einwohner werden sich noch der Zeit erinnern, in der Giefeen keine Wasserleitung hatte, und da- Wasser von der Nächsten Pumpe au- in Eimern bi- an die Spritze gebracht werden muhte. Heute kann sich jeder in Sicherheit wiegen ob der neuen Einrichtungen. Sin Retz von über 40 Feuermeldestellen. eine ergiebige Wasserleitung, zwei im Depot am OSwaldSgarten in jeder Sekunde zur Abfahrt bereite Motorspritzen und schließlich eine auSgebildete. rund 200 Mann starke, mit modernen Geräten und etwa 600 Meter Schläuchen ausgerüstete Mannschaft beider Wehren sind ein hochschätzbarer Schutz der Bürger- schast und zugleich auch Zeugen steter Hilfsbereitschaft und Opferwilligkeit der Stadtverwaltung, tote deS Hause- Gail. Auster den Motorspritzen bilden drei Handspritzen, drei mechanische Leitern biS zu 22 Meter Auszug, drei Geräte- und vier Schlauchwagen den beweglichen Park der Wehren. Die 75jährige Tätigkeit unserer freiwilligen Feuerwehren yat gezeigt, dafe sie ihren Zweck, Hab und Gut der Burger vor dem Untergang zu schützen, bestens erfüllt hat. Bei zahlreichen, oft großen Bränden (e- fei nur an drei grobe Brände in Heuchelheim, den ^ant> in der Kapla- neigaffe in den 80er 3ahren und an den letzten großen Brand der Gailschen Ziegelei erinnert) haben die Wehren ihre Schlagfertigkeit in glänzender Weise bewiesen. Und wenn eS heute möglich ist. mit jederzeit zum Eingreifen bereiten Motorspritzen und einem gut funktionierenden Meldewesen auSbiAchende Brände schon tm Keime zu ersticken, so daN nicht vergessen werden, waS unsere freiwilligen Feuerwehren seit ihrer Gründung im Dienste der Stadt wie der Rachbar- gemeinden in anerkennenswerter Weife getan haben. Möge die 75. 3ubclfcier unserer Feuerwehren am Samstaa und Sonntag den Sin- toohnern Gießens Gelegenheit geben, durch zahlreiche Beteiligung an der Feier der verdienten Anerkennung und Dankbarkeit gegenüber den Wehren Ausdruck zu geben. Am war SS 11/77 ScbßUinend erbemartt In Gießen, findet auf den städtischen abfolgte ihm sofort eine Tracht Prügel, zwa ganz mit Recht, aber am unrechten Ort. den: Die Züchtigung ging ohne Lärm nicht vor sich, und der Lärm veranlaßte einen Menschenaullauf. Mark:anlagen an der Rodheimer Straße Pferde- und Fohtenv-arkt statt, mit dem eine Prämiierung verbunden fein wird. Für PrämilerungSzwe« flcben 2en Mindnvrr- i und Ätnebk Sm* iönfe? und rebte S??1’ ‘Naii vtz. ’jjprt umi„ lolltzi in kn Sern, ?100 Kilo. 9 612 Mark 16 388 Mark versteigert. dankend absehen zu wollen. 6114D erstaunt sein über die niedrigen Preise 6110A Verkäufe Oöisdi-Krahörot Reichert. 6118D 1.00 ist zu beziehen durch 20'/, Uhr 5990 D Los-Nr. Gewinn-Nr. und vom Hersteller InligsüllisdiGießenNeuen Baue 9 6087 D Gas-Bereinigung Gießen. Etwas ganz außergewöhnlich billiges! Fabelhaft billig Sonder-Angebot und zwar: Mädchen-Schlupfhosen 0.50 1.25 ö> Damen-Schlupfhosen 2 0.95 o 0.95 1.50 1.75. 2.25 2.75, Eingang Ecke Volksbad. 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X Winterhoff / *0 2 c £ CG o 480 g d. Gien. An*. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteiluirg A, wurde heute eingetragen die Firma Gebr. Nicolaus, Gießen. Inhaber sind: 1. Ludwig Nicolaus. Kaufmann, Gießen;. 2. Karl Nicolaus jr., Weißbinder, Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1922 begonnen. 6130V Gießen, den 3. September 1930. __________Hessisches Amtsgericht.__________ Bullenverkauf. Die Gemeinde Weitershain verkauft einen abgängigen Bullen. Angebote sind verschlossen pro Zentner Lebendgewicht bis zum Dienstag, dem 9. September L 3., nachmittags 1 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Verkaufsbedingungen bekanntgegeben werden. Weitershain, den 3. September 1930. Bürgermeisterei Weitershain. Wesen Umzug zu verkaufen: 05491 Nußbaum poliertes Schlafzimmer 2 Betten, WaachtiaciJ, Spiegelschrauk, Chaiselongue u. a. Bonn, von 10—1 Uhr Bismarckttr. 6II. GuterhaU. weißer Kinderwagen billig au verk Wilionttr. 5 I. 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Gewinn-Nr. 11 39 423 12 1670 26 61 27 433 48 1786 24 112 36 444 14 2181 28 119 19 471 35 2618 47 136 4 493 3 2645 23 199 20 610 9 2649 21 211 37 807 1 2672 17 234 44 992 6 2675 34 259 5 1086 41 2695 45 278 11 1087 8 2760 38 290 2 1095 16 2712 32 295 * 49 1097 31 2838 50 310 33 1157 30 2846 40 365 22 1392 25 2849 15 389 42 1403 18 2855 10 410 29 1463 7 2957 46 418 13 1489 43 Nr. 207 Zweite Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berljcffen) Freitag, 5. September 1950 Zeitungskönig Hearst. Don Hred (£. Ütllinger. .Don her Parteien ®unft unb Haft verwirrt . “ Diese» QSSort könnte auch auf Wil» liam Ranholph Hearst bezogen sein Denn ber ZeitungSkönig, bcm die gröftten amerikanischen Blätter, vor allen Dingen ber ./New Bork American", bat .Rew Dort Evenlng Journal", ber .Boston American", ber .Can Francisco Traminer", ber „Chicago Herolb anb 6fom ner" unb viele andere Blätter, insgesamt 80 an ber Zahl, gehören, ist keineswegs eine allseits beliebte Persönlichkeit seine» Lande» In ber Politik, wo er einen entscheibenben Ein- fluh auf bie demokratische Partei besitzt, ist er gefürchtet, bei ben Derlegern, bie er rüdfidjteio» bekämpft unb denen er die Preise verdorben hat, mag man ihn nicht wegen seiner geschäftlichen Politik, unh weil er bie Autoren unb jungen Talente an sich zu fesseln weih, nicht zuletzt auch de»halb. weil er Immer mit Buchdrucker-. und Setzgetoerkschalten zulornmengegangen ist Sr, der lang. icn den Amerikas in den Weltkrieg kämpfte unb sich in bcm £>afttaumel ber KriegSpfyche soweit bie Unabhängigkeit leb nc»'Urteil» bewahrt hatte, bah er die Lügenpropaganda der Sntcnte schonungslos an den Pranger stellte, war den Kriegstreibern ber Deutschenfreund, der mit allen Mitteln bekämpsl werden muhte Andere wiederum erblicken in ihm selbst einen Kriegstreiber, ber den Krieg mit Spanien gemacht habe, schimpfen ihn einen Schurken, weil er seinerzeit den republikanischen Präsidenten Mac Kin- I e h erbittert belampst halte. Deshalb wurde er nach der Ermordung des Präsidenten al» her intellektuelle Urheber de» ruchlosen Attentat» diffamiert. 3n vielen Städten hängte man da- mal» auSgestopfte Puppen, die Hearst darstellen sollten, öffentlich auf unb verbrannte sie. Ein Mann, ber so vielen ein Stein de» An- stofte» ist, muh von besonderer Art sein William Aandolph Hearst ist sicherlich kein reiner Idealist! die öffentliche, kulturelle Mission der Presse liegt ihm weniger am Herzen al» da» geschäftliche Interesfe da» ihn bei allen seinen vielseitigen Unternehmungen erfüllt. Sr weift auch die publizistische Waffe, Die ihm in die Hand gegeben ist. gelegentlich zu persönlichen, nicht dem Allgemeinwohl dienenden Zwecken zu gebrauchen. Bor drei Jahren war sein Harne mit einer sragwürdigen politischen Assäre verknüpft, al» er sich wegen seiner Agitation für eine Intervention in Meriko vor einem Untersuchungsausschuss d?» amerikanischen Kongresse» rechlsertigen muhte DieMe- fifaner hatten den ZeitungSkönig ourch allerlei unglückliche wirtschaftliche Masmahmen gereizt. unb Hearst wollte sich revanchieren, indem er bie Beziehungen zwischen der Union unb Meriko verschlechterte Er beschuldigte die men- kanische Regierung, amerikanische Senatoren bestochen zu haben, verössentlichte Dokumente, bie sich jedoch als gefälscht herausstellten. Bor dem UntersuchungSauSschuh wurde er nun gefragt, wieviel Geld er in Mexiko investiert habe, unb er erklärte, dort seien nur drei bi»» vier Millionen Dollars angelegt. Gutunterrichtete Leute wollten jedoch wissen, daft er in Wirklichkeit nünbeflen» mit dem vierfachen Betrag an Mexiko interessiert sei. Die Agitation ber Hearst-Presse ist damals ohne den gewünschten Ersolg verlausen! es war freilich nicht daS erstemal, bah Hearst erkennen muhte, bah auch feiner Macht über baS amerikanische Publikum Grenzen gezogen sind. Schon damals, al» er bie Bereinigten Staaten bavon abhalten wollte, aktiv in den Weltkrieg einzugreifen, als seine Zeitungen auch DeutlchlcuD Gerechtigkeit widerfahren liehen und sich jeder Kriegshetze mutig widersetzten, versagte ihm da» Bolk die Gefolgschaft Hearst ist. trotz seiner deutschfreundlichen Stellungnahme während deS Krieges, ein reiner Angelsachse. Er wurde in San FranztSko geboren, fein Dater war ein schwerreicher Minenbesitzer. der zu jener Schar von Goldgräbern gehört hatte, bie um bie Mitte de» vorigen Jahrhundert» Kalifornien überfluteten. Der junge William Randolph fühlte 'ich schon zum Journalismus hingezogen. Auf der Harvard-Universität redigierte er bereit» ein Studentenblatt Auf dieser Hochschule trieb er c» so bunt, dah man ihn relegierte Bezeichnend für ihn ist die Antwort, die er feinem Bater, dem Herrn über Bergwerke und Ländereien von Mexiko bi» Alaska, auf die Frage gab. wa» er denn nun anzufangen gedenke Der junge Hearst wählte sich au» der Derrn ögensmasie seine» Bater» auSgerechn. ein völlig heruntergewirt- schäftete», in San F.anziSko erscheinendes Blatt, den .Exominec der unter Auslchlust der Oessentlichkeit erschien unb in den letzten Zügen lag Das Geheimnt» aller Erfolge d.efeS Presie- magnaten ist feine geniale Begabung die ihn instondfeyt. die Bedürfnisse des Publikums vorau-zuahnen In unermüdlicher Arbeit brachte Hearst den .San Francisco Traminer“ innerhalb weniger Jahre auf eine gewaltige Auflage. Er zog die besten Journalisten und Schriftsteller heran, er organisierte ausfehen- erregende Pressekampagnen, er bekämpfte Uebel- stände aller Art er holte das langst beiseitegelegte Projekt des Pananiakanal» wieder hervor, er entwickelte bie Berichterstattung zur höchsten Blüte Eine» Tages traf in San Franzisko die Rachricht ein. irgendwo in einem Badeort an der Küste stehe ein Hotel in Flammen. Während andere Zeitungen auf weitere Meldungen warteten, bestellte sich Hearst einen Extra- zug. besetzte ihn mit Reportern und Zeichnern und konnte so am nächsten Tag eine Ertranummer erscheinen lassen, die eine ganz ausführliche Schilderung Der Katastrophe enthielt Dann wieder l'.eh er einen Mitarbeiter von der Oakland-Fähre ins Wa fer Ibringen, um sestzustelle , wie schnell der Retiungodienfl funkiwnierte. Aus diesen hatte er es überhaupt abge <.>eiu So muhte einmal ein Reporter mitten auf der Strafte in Ohnmacht fallen, um zu beweisen, bah der Rettungsdienst miserabel organisiert sei. Eine Mitarbeiterin begab sich als Kranke in ein städtisches Hospital, unb nach kurze. Zeit erschienen Icnfü.ionellc Artikel ufer d e skandalösen Zustände im Kranke nhauswesen ber Stadt. Die Glanzleistungen der Hearstschen Reporter lind ohne Zah. Sie brachten ihrem Herrn und Weister ben Titel Monarch der Tagespresfe" ein. San Franzisko wurde ihm bald zu eng, er wollte Reuyork erobern. Krirz vorher, im Jahre 1892. war der alle Hearst gestorben unb hatte ihm 1 werde so rasch als möglich wieder zurück sein, Mama." Was sie ihm noch nachrief, hörte er nicht mehr. Wenige Minuten später saß er schon in einem Mietwagen und gab dem Chauffeur Bescheid. „Soll ich leer zurückfahren, oder kommen Sie wieder mit, mein Herr?" ..Ich komme wieder mit.“ Dann setzten sich die Räder in Bewegung. Die Julinacht war lau und schnieichelnd. Als man die letzten Hauser der Stadt ijn Rücken hatte, lieh Franke sich tief in die Polsterung fallen. Aus den Vororten kam Lichtgeflimmer, ein Hund schlug an, unwirklich nah standen die Gärten, hinter denen verschwiegene Villen träumten. 2lb und zu tauchte das gütige Gesicht des Vaters vor ihm auf, eine Hand legte sich fest, und doch ohne Bürde zu sein, aus seine Schulter. „Ja, mein Just! So ist es nunl Man soll nichts schwerer nehmen, aber auch nichts leichter, als es genommen zu werden verdient." Dann verschwamrnen die Züge, es wurden die von Helene Chlodwig daraus: „Du hast mich krank gemacht, vielleicht muh ich sterben daran." Er lehnte den Kopf in das kühlgraue Leder. „Ob sie sich mit der Mutter vertragen würde?" Helene war modern, grohzügig. Die Mutter kleinlich und voll ewiger Sorge um das Morgen, so dah die Freude am Heute darunter verdorren muhte. Der Vater hatte erwartet, daß er die Blutter zu sich nahm und diese selbst setzte es als bestimmt voraus. Ob sich das verwirklichen lieft? — Schon der blotze Gedanke an Unfrieden tieften ihm einen bitteren Geschmack auf die Zunge treten. Merkwürdig, wie viele Städter letzt schon auf das Land flüchteten! Es war eine ganze Reihe pon Wagen, die von Westen hereinkommend, an ihm vorüberglitten. Man fuho zum Feierabend hinaus und tarn bei sinkender Vacht wiederum in die Stadt zurück. Die zwei Stunden Fahrt, die ihm bei Beginn wie eine Ewigkeit vor Augen gestanden, hetzten vorüber, ohne dah es ihm eigentlich zum Dewuht- sein kam. Erst als der Wagen die Steigung nach Rottach-Derghof hinaus nahm, wurden seine Augen wach Das Gehöft lag dunkel wie ein langgestrecktes Tier, das mit erloschenen Augen ins Tal hernüdersah. Ein paar Glühwürmchen tanzten den Hang hinab. Eins setzte sich vorwitzig, ohne daft er die Hand danach streckte, auf seinen Aermet. Ein Lampion schaukelte zwischen den Aesten der Bäume. Aus einem offenen Giebelfenster kam der Klang einer Zither, die von einer Gitarre begleitet wurde. Als das Auto hielt, erhob sich von der Bank, die sich am Hause hinzog, eine Gestalt und kam aus ihn zu. Einen Moment schien es, als habe sich ein Glühwürmchen mitten in den Mund des Mamert Bödlinger gesetzt. Aber das Wölkchen, das daraus hervorkam, lieft die kurze Pfeife erkennen, aus der er in die Abendluft paffte. „Jesses, der Herr Doktor! Js Ihnen wohl zu dämpfig worden in der Stadt drinnen, gell?" Sranfe hielt die dargebotene Hand mit festem Druck zwischen die seinen. „Die gnädige Frau ist wohl?" ".Ich kent schon", sagte Mamert Bödlinger gleichmütig, „sie ist heut' früh nach München neigfaftr’n und noch nicht zurückkommen." Franke verspürte einen jähen Schlag über den Körper hin. „Ich kann sie wohl gar nicht mehr erwarten, Mamert?" „Kaum", machte Bödlinger und spuckte in einem großen Bogen auf den Rasen vor der Bank. Daß S' nicht antelephoniert hab'n? Dann hält' man's Ihnen zu wissen tun können, daß Sie's nicht antreffen. Ist ein schöner Weg raus und wieder z'rück." Das mußte Franke zugeben. „Sie können mir auch nicht sagen, ob ich die gnädige Frau nicht doch erwarten kann?" Der Verwalter schüttelte den Kops. „Ich weiß gar nichts, Herr Doktor. Dieweilen ist die Gnädige schon mitten in der Vacht kommen — oder auch eine ganze Woche gar net und nachher kommt s wieder jeden Tag, wie ein Uhkwerk, wann s einmal aufzog n is. Wie's halt grad auf- g’Iegt is, die Frau Kammersängerin. — Soll ich was ausrichten?" Franke zögerte. „Kann ich hier ein paar Zeilen schreiben?" Bödlinger ging ihm nach dem Haus voran, schloß die Türe, welche in ein ebenerdiges Zimmer führte, auf und dann eine zweite, die in Helenes Arbeitsraum mündete. Der Flügel glänzte aus dem Dämmer zwischen beiden Fenstern. Als Bödlinger das Licht aufflammen lieft, deckte Franke für ein paar Sekunden die Hand Über die Augen, so schmerzte ihn das Strahlenbündel. Er suchte nach einem Cßlatt Papier und da er nicht an den Schreibtisch treten wollte, rift er ein solches aus seinem Votizbuch und lehnte sich über den Flügel, ein Votenheft als Unterlage benützend. Es waren nur ein paar Worte, die er hinwarf. Er steckte den Zettel in ein Kuvert, das er nun doch vom Schreibtisch nehmen muftte, und legte es in die Mitte der großen Ledermappe, die ihren Vmnenszug trug. „Sagen Sie dec gnädigen Frau, daß ich hier gewesen bin, ihr meine Aufwartung zu machen. — Und bestellen Sie meine ergebensten Grüße." „Fehlt sich nix, Herr Doktor. Ich werd's schon ausrichten." Der Motor surrte. Der Chauffeur schien müde zu sein, denn er döste-auf dem Führersitz vor sich hin, und erwachte, als er Öle Stimme seines Fahrgastes vor sich aufklingen horte. „Ich lasse öie gnäöige Frau bitten, mir Descheiö zu geben, wenn sie zurück ist." „Woll'ns Sie's nicht lieber gleich in öer Stadt aufsuchen?" fragte Bödlinger. „Alt-Harlaching Vr. 56.“ „Das wird vielleicht das Richtigste sein. Franks reichte ihm öie Hand unö stieg in den Wagen. Zufällig glitt fein Auge über das obere Stockwerk hin. Er glaubte eine weiße Hand zu feften, welche öie ©aröinen übereinanöerfchob. Er zog den Fuß zurück unö sah Böölinger fragend an. Der sah jetzt ebenfalls nach den Fenstern des ersten Stockes hinauf. Aber öie weißen Vorhänge lagen ohne jeöe Bewegung. Der Doktor hatte eine Frage auf öer Zunge, unterörüdte sie aber, sah nach der Uhr, unö lieft sich im Fond nieder. „Ich werde also in Harlaching vorsprechen. Guts Vacht, Bödlinger!" Die Scheinwerfer des Wagens teilten die Dunkelheit nach beiden Seiten, wie öie Schaufeln eines Schneepfluges. Von einem der Fenster, die ins Tal spähten, sahen ihm zwei öunfelgeränöerte Augen nach, bis die Biegung ihn verschlang. Zwei Minuten später lief Helene die Treppe hinab unö hastete über öie Schwelle des Arbeitszimmers. Ihre Finger rissen öie Hülle auf, die in gelblicher Tonung auf der Schreibmappe flimmerte. „Er — oder ich. — Just." Sie griff nach der Lehne des Stuhles und hielt sich daran fest. „Er — ober ich." — Von dem Dritten, der allein über sie zu entscheiden hatte, wußte keiner. Sie fiel auf den Sessel vor dem Flügel unö warf öie Arme über öas glänzende Holz. Keine mußte so wie sie für den Irrtum ihrer Jugend- jahre büßen. * * * Helenes Zofe sprang an den Apparat. „Lisbeth, bist du es?" klang es ihr aus dem schwarzen Hörrohr entgegen. „Gewiß, gnädige Frau!" „Höre, Lisbeth. Wenn Herr Dr. Franke nach mir fragen sollte, sag, daß ich schon zu Bett gegangen wäre! - Jawohl, zu Bett gegangen, Lisbeth. Morgen früh ab zehn Uhr bin ich für ihn zu sprachen. Vicht früher. — Hast du verstanden, Lisbeth? Ja? — Sonst etwas Veues?" „Ein Herr Petratini ist schon zweimal hier gewesen." (Fortsetzung folgt.) W1 auf al'lh hcati rte« L Leuts in 8 ’S"'* Man h°l l-h SS SS® M-ht. Allen hie Leute da, lag auf fchn saufen, immei liebenswütdig hört doch alle^ Deshalb liefc1 Den Notar c Siegel und Ur es, Daß er fei war nämlich n Mann wieder Autobus. Da es besonders e klingelte der e noch ousfpringi Schaffner den flehentlichen B ten zu lassen, stehen. So et® noch dazu mit nur ein schwär wiedergutmache Denn et wollte verlieren. 2m' belanglose Frc zunächst übet Prinzipiensach rein sachlich. Worten die P aber dreimal ser, er hätte zu antworten Gedanke war erst recht an. wiesen, beino Entschluß abe wieder Den 9 ment um. Wer turrenj Der On bahnet. Bis«. -LrK 6 ' Alsfel Kreises 2 auherordentli nähme b Alsfeld fr die Errichtunc anstalt m Kadaverdm» reitS in Best Ptidatunlern von restlicher wetkersotden auch in Den 6a in einigen Tag °a.S echte un lchii »»"el,Venus' S?«=ti=c.m 8SS3SS -■»Mei w im eii die Phm. ni‘*Vog« feinen Fähigkeiten, sondern lediglich von den äußeren Umständen ab. Eine Tageszeitung hat Gordon ousgcfordert, seine Behauptung auch zu beweisen. Der allgemein bekannte Geiger oerklr bete sich daraus als Bettler, nahm seine Meifteraeige unter den Arm und begann an einer verkehrsstarken Ecke der Michigan Avenue zu spielen. Dos sonderbare Konzert dauerte über zwei Stunden, in dieser Zeit warfen die vorübergehenden insgesamt vier Dollar und 65 Lents in den Hut des verwahrlosten und ge- brechlichen Spielmanne». (Borbon spielte dieselben Stücke, mit denen er auf seinem letzten Solokonzert einen Bombenerfolg erzielte Damals erhielt er vierhundert Dollar für seine Mühe und darüber hinaus siebzehn Lorbeerkrän;^ für den famosen Kunstgenuß. den fein Spiel den „musikalischen" Zuhörern vermittelte. Diesmal horchte kein einziger Straßen- passant auf. Selbst der berühmte Musikhistoriker, unter dessen Fenster der alte Bettler absichtlich Aufstellung nahm, schickte sich nicht an, den Maestro b;w seine „Bogensuhrung" au erkennen und beschrankte sich daraus, ihn mit einem eigenhändig „ge- roorfenen1 Fünf Lenkstück zu entlohnen. (Borbon behielt also recht — mögen sich damit die vielen un- entdeckten Musiker aller Länder trösten! ... Aluch brr Unhöflichkeit — Paris. Man hat schon von den seltsamsten Testamenten gehört. E» wird also gewiß kein Aussehen erregen, wenn ein Monn, bevor er sich zum Sterben hinlegt, fein immerhin mehrere Millionen Franken aus- machendes vermögen den — Autobusschoffnern vermacht. Allen Aulodusschassnern von Pari».. Denn die Leute dauerten ihn gar zu sehr. Den ganzen lag auf schwankendem Boden durch die Straßen sausen, immer treppauf, treppab rennen und stets liebenswürdig und böslich sein müssen, — dazu^ gehört doch allerhand Ueberwindung des eigenen Zchs. Deshalb ließ er. al» er seine Stunde kommen suhlte, den Notar holen und machte sein Testament. Mit Siegel und Unterschrift. — Aber das Schicksal wollte e», daß er seine Stunde falsch erkannt hatte. Sie war nämlich noch gar nicht da. vielmehr wurde der Mann wieder gesund — und fuhr nach wie vor Autobus. Da geschah es ihm eine» Tage», daß er es besonder» eilig halte. Als er zur Haltestelle kam, klingelte der Schasfner gerade ab. Schnell wollte er noch ausspringen. Breitbeinig verstellte ihm aber der Schassner den Weg. Und ließ sich durch einen flehentlichen Blick nicht erweichen, noch einmal halten zu lassen. Wie angewurzelt blieb unser Mann stehen. So etwas war ihm noch nicht passiert. Und noch dazu mit seinem (Erben! Aber gewiß war das nur ein schwarzes Schaf. Und der nächste würde es wiedergutmachen. Ja, er wollte, daß die» geschehe. Denn er wollte nicht den Glauben an seine Schaffner verlieren. Im nächsten Wagen stellte er deshalb eine belanglose Frage an den Schaffner. Und erhielt — zunächst überhaupt keine Antwort. Nun war es Prinzipiensache. Er fragte also noch einmal, diesmal rein sachlich (Er stellte eine Frage, die zu beantworten die Pflicht des Schaffners war. (Er mußte sie aber dreimal wiederholen. Und dann brummte dieser, er hätte keine Zeit, auf alle dummen Fragen zu antworten. Nun war es aber aus! Sein erster Gedanke war: ich beschwere mich. Du kam er aber erst recht an. In brüskem Tone wurde er zurückge- wiesen, beinahe hinausgeworsen. Nun stand sein Entschluß aber doch fest. Er ging nach Hause ließ wieder den Notar kommen und stieß sein Testament um. Wer das Geld jetzt bekam ? Nun, die Kon- kurrenz der Omnibusschaffner, nämlich die Straßen- dahner. ______________ Dberbeffen. Kreistag in Alsfeld. • Alsfeld, 4. Sept. Der Kreistag deS Kreises Alsfeld beschäftigte sich in einer außerordentlichen Sitzung mit der Heber- nahme de r Garantie des Kreises Alsfeld für ein Kapital von 40 000 Alk. für die Errichtung der Kadaververwertung «- a n ft a [ t in der Gemarkung Hopfaarten. Die Kadaververwertungsanstalt, die mittlerweile bereits in Betrieb genommen ist, wurde von einem Privatunternehmer erbaut, der zur Bestreitung von restlichen Kosten, in der Hauptsache Handwerkerforderungen, und zur Bereitstellung eines Die Jagd im September. Denn der Laubwald sich zu verfärben beginnt. Wenn lausende kleiner, silberglänzender Spinnefäden über Feld und Flur segeln, wenn die Sonne vom wolkenlosen Himmel hemiedertcheint, dann ist der ..Altweibersommer" da. eine Zeit höchsten weidmännischen Genufses. „Zu Aegidi tritt der Hirsch m die Brunft", sagt alte Weidmannsregel. Nicht als ob damit des edlen HirfcheS Rohren schon zu Beginn deS Monats zur Musik für- WeidmannSohr würde. Aber die Feiftzeit ist zu Ende, das Wild verändert seinen Stand. daS Kahlwild wandert den altgewohnten Brunftplätzen zu. und bald wird sich auch der eine ober andere Geweihte -um Brunftrudel gesellen, biS schließlich der Platz» h r ch an kal em Septembermorgen g-gen QUoneti- enbe -um erstenmal verkünbet. daß er gewillt ist, leine Rechte gegen jeden Nebenbuhler zu schützen. Die höchste Zeit deS Jahres beginnt für denjenigen. dem eS vergönnt ist. den König unserer Wälder auf dem Höhepunkt seines Leben- zu strecken. Das Damwild steht noch in der Feiste, aber auch es rubelt sich schon allmählich in der Nähe bet Brunftplähe zusammen. Da- Schwarzwild hat reich gedeckten Tisch. Nicht nur die Kartoffel- und Nübenschläge ziehen eS an, sondern im Forst beginnen Eicheln und Bucheckern xu fallen, so daß da- Wild bald seist werben wird. Das N e h w i l d steht noch gern in Dorhölzem in Feldnähe oder gar noch in Kartoffel- oder Maisfeldern und in Feldhecken, wo ihm Klee und Wiesen Aesung in Fülle bieten. Der nach der Brunft meist recht heimliche Bock hält im September seinen Wechsel häufig wieder wie im Mai. Der FuchS ist noch schlecht im Haar. Will man ihn mit Rücksicht auf das Niederwild kurzhalten, lohnt sich fein Abschuß nicht. Dagegen wird dar Dachs immer felfter und kann schon gegen Monat-ende gegraben werden. Die Obstgärten und Baumstücke sind ein bevor- zuteS Ziel feiner nächtlichen Wanderungen. Da er als Bertilger zahlreicher Schädlinge und ihrer Larven in Frage kommt, empfiehlt eS sich, ihn nur schonend zu bciagcn und vor allem von der Berwendung von Eisen abzusehen. SS ist kein Kunststück, den einen ober anderen Grimbart morgen- trüb ober im Abendbärnmern vor die Flinte xu bekommen. Der Hase hat noch Schonzeit. Wenn die Kartoffelernte beginnt, wird die Deckung Immer knapper 3n altem GraS, Hecken. Fcldhölzern u. ä. finbet er bann Lager und Wochenstube Die Hühner'agb bat begonnen. 3br Ergebnis scheint wieder einmal etwa- belfer zu fein al- in den Borjahren, wenn eS auch nicht an unentwickelten noch nicht fchußreifen Hühnchen fehlt, die Folge der zahlreichen Dermähun- gen während der frühen Steuerntc. Der Fatan. dessen Bestände bei un- allmählich wieder heranwach'en, hat noch Schonzeit, so bah erfreulicherweife die 3ungfa,ancn nicht wahllos mit den Hühnern zusammen heruntergeknallt werden können. Die Entenjagd wirb an Flüssen und Teichen weiterhin Erfolg versprechen. Die Ringeltaube fällt an Bachufern und Tümpeln gern ein, meist an den gleichen Stellen, die insolgedeffen einen Ansitz lohnend machen können. Ober man schießt sie gelegentlich der Hühnerjagb auf ben Stoppeln. Im September beginnt ber Dogelzug und damit auch der Rückzug der Waldschnepfen. In manchen Revieren lohnt sich die Suchjagd auf Schnepfen mit kurzfuchenbem Hund. Wenn jetzt bie Dreschmaschine überall brummt, empfiehlt es sich, mit dem Kaff, bas meist doch als wertlos verbrannt wirb, bie Fasanen- und Hühnerfütterungen zu beschicken. Die Deckungen draußen werden bald knapp werben und dann beginnt bas Wandern ber Fasanen. Wer sie daran hindern will, mache ihnen sein Revier möglichst wohnlich. Der rechte Weidmann freut sich nicht nur ber Erntezeit, er fchaut auch schon weiter auf bie Notzeiten, die kommen können, und beugt vor. HubertuS. gewissen Betriebskapitals den Betrag von 40 000 Mark benötigt. Das Kapital, für dessen Sicherheit Eintragung an erster Hypothekenstelle und die Garantie deS KreifeS Alsfeld gefordert wurde, stellt die Dezirksfparkaffe Al-feld zur Verfügung. Im Hinblick auf da- starke All- gemetnintereffe weitester Bevölkerungsschichten des KreifeS Alsfeld an dieser Einrichtung stimmte ber Kreistag ber beantragten Bürgschaftsüber- nähme biS zur Hohe von 40 000 Mark zu. Landkreis Gießen. • Leihgestern, 4. Sept. Auf dem benachbarten Hofgut Neuhof wurde am Dienstag das 6 0. Arbeitsjubiläum deS FuttermeisterS und Kutschers Heinrich Winter in festlicher Weise begangen. Die Arbeit war au8 Anlaß dieses seltenen Jubiläums eingestellt, Festtagsstimmung erfüllte die große Zahl ber Teilnehmer an dieser seltenen Feier der Arbeit. Der Pächter des NeuhofS, Herr Brückmann, würdigte in seiner Ansprache mit warmen Worten den Lebenslauf, die Eharaktercigenschasten und die Verdienste des Jubilar-. Dann zollte Oekonomierat Müller, der feit 52 Jahren Besitzer des Hofguts Neuhof ist, dem langjährigen Mitarbeiter Worte hoher Anerkennung. Als Vertreter der Landwirtschaftskammer überreichte Herr C e l l a r i u s , Schotten, dem Jubilar mit anerkennenden Worten ein Diplom mit der goldenen Medaille für treue Dienste. Bei Kaffee und Kuchen wurde sodann das festliche Ereignis noch gebührend gefeiert und dabei durch froh- geftimmte Unterhaltung allen Teilnehmern einige angenehme Stunden bereitet. Zusammen mit dieser Jubiläumsfeier wurde auch al» zweiter Jubilar des Neuhofs Herr ® remm, der fett 30 Jahren dort tätig ist, gebührend geehrt und ihm mit anerkennenden Worten eine Bronzemedaille mit Diplom von dem Vertreter der Hessischen Landwirtschaftskammer überreicht. Der Gesangverein .Eintracht -Leihgestern ehrte die Iubilare am Abend durch ein Ständchen, anschließend vereinigte man sich noch für einige Stunden auf dem Neuhof zu froher Feier bei der die herzlichen Bande zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer In schönster Welse in Erscheinung traten. X 2111 e n b o r f (L o h n), 4. Sept Der Verbindungsweg von hier nach Dutenhofen, den täglich viele Einwohner benutzen, wird gegenwärtig mit festem Unterbau versehen und mit Steinsplitt abgebeeft. Das Material wirb in dem der Gemeinde gehörigen Steinbruch.Hopfenstein" gewonnen, so daß für bie Verbesserung nur die Kosten bes Arbeitslohnes entstehen. Die Ausgabe wird aus den Mitteln ber produktiven Erwerbs- losenfürsorge bestritten. ' Rüdbingshausen, 4. Sept. Heute feierte ber Gemeinderechner Ludwig Sohl II. fein 2 5. Jubiläum al» Rechner der hiesigen Gemeinde. Dem Jubilar, der sich stets durch Plichttreue und Unparteilichkeit auszeichnete, wurde durch den Bürgermeister im Beisein ber Gemeindevertretung eine prachtvolle Uhr mit entsprechender Wid- mung überreicht. Die Einwohnerschaft wünscht ihm, daß er noch lange Jahre der Kommunalverwaltung erhalten bleiben möge zum Wohle der Gemeinde. Kreis Friedberg. Pb. D u tz b a ch, 5. Sept. Der Direktor der hiesigen Bezirkssparkasse Mathilden - stift, Aktuar i. R. Heinrich Rühl, begeht heute seinen 7 0.Geburtstag. In Alsfeld geboren, widmete er sich nach Absolvierung der dortigen Realschule dem mittleren Iustizdienst, in den er am 1. Oktober 1879 eintrat Nachdem er verschiedentlich seinen Dienstort gewechselt wurde er am 2 Januar 1901 von Friedberg nach hier versetzt. 3m Jahre 1910 wurde er zum Aufsichtsratsmitglied gewählt, und im Jahre 1915 an Stelle des aus geschiedenen Direktors Gg. Müller zum Direktor bestimmt. Der Jubilar, der sich durch große Begabung und reiche juristische Kenntnlsi« auszeichnct, erwarb heb durch fein entgegenkommendes und treunbliches Delen bei allen, die mit ihm zu tun batten. Hochachtung und Vertrauen Er übernahm bie Verwaltung des Ma- thilbenstiftes während ber Kriegszelt, die Auf- 8aben wuchsen, es kam die Inflationszeit, bie mfübrung der stabilen Währung, die Aufwertung und aus Beschluß ber Sparkaffenverbände ber bankmäßige Ausball. Allen diesen Aufgaben zeigte sich ber Jubilar in vollem Maße gewachsen. Der Ausslchlsrat bes MathilbenstiftS veranstaltete dieser Tage eine kleine interne Feier, bei welcher bie Verdienste beS Jubilars gewürdigt und ihm als Geburtstagsgabe ein Ruhesesfel überreicht wurde Kreis Schotten. ♦ Caubacb, 4. Sept. Ende dieser Woche werden die Straß enbauarbetten durch Laub ach fertig Nachdem die Anfang Juni begonnene KleinpNastcrung ber unteren Lang- gaflc fcrhggcftellt war, würbe die Neubefchot» tening und Teerung der an der Peripherie von Laubach berfübrenben Provinzstraße am Ausgang nach Detterseld begonnen. Die Umleitung durch die bei dem Regenwetter stark schmutzige Vombach war eine böse Erschwerung deS Durchgangsverkehr- Lich Schotten sowohl, alS des Verkehr- nach Laudach Hinein. Nach- bem ber Durchgangsverkehr Grünberg - Laubach— Hungen hergestellt war, wurde ber Ausgang von ber oberen Langgasse nach Schotten bcrgcftellt, so bah der Durchgangsverkehr Lich— Laubach Schotten ohne bie l'enunung des Vom- bachweges mitten durch die Altstadt ermöglicht war. Mit diesen ein Vierteljahr dauernden Bauarbeiten bat das Straßenbild von Laubach ein neue-, zeitgemäßes Aussehen bekommen. Wenn auch der Verkehr und besonders ber Ernteverkehr längere Zeit sehr erschwert war, so freuen! sich mit den Autofahrern die Anlieger ber Straße, die nun nicht mehr ben ganzen Tag bie Fenster geschloffen zu halten brauchen. ch. Aus dem Vogelsberg, 4 Sept. Die diesjährige Haselnußernte verspricht einen reichen Ertrag. Bis hoch hinaus in den Oberwald haben die Hecken einen starken Behang. Die Vollreife dürste in einigen Tagen erfolgen. lSchluh de» redaktionellen Teil».) Die Mode ist bei aller Unbeständigkeit nicht so willkürlich, wie eS den Anschein bat; eS bestehen — a. B. zwischen Frisur und Kleid — Wechselwirkungen, die eintreten müssen, wenn bie Harmonie der Erscheinung gewahrt bleiben soll. Als mit dem Tobe Ludwig XIV. die hohe schmale Fontange von der breiteren Codcnfrijur abgelöft wurde, erschien sofort ber ausladende Reifrock. Str kurze Rock von 1928 bedingte knappgeschnit- tene- Haar; sobald daS Haar länger würbe, mußte auch das Kleid wieder lang werden. Diese Harmonie ist au allen Zeiten angestrebt worden. Neu dagegen ist die Uebereinftimmxmg Awischen Haar und Kleidung in bezug auf Sauberkeit. 3m Zeitalter des Piravon ist die Pflege deS Haare» genau fo selbstverständlich wie die Reinlichkeit der Kleidung. 2228V Eme mißdß Salbe gegen Hautjucken, Wundsein u. Sonnenbrand Penaten-Creme Jean Weisel, Gl eben, Sonnen »trabe 6, Telephon Nr. SMS Netttldies Zur Gesundhalhiiifi Sommerprossen auch in ben barinackigsten Fallen, werben in einigen Tagen unter (Garantie durch bas echte unlchadticheTetnioerschönerungs- mutet „Venu*" Starke B beteiligt «eine ^djältur. 'Br. .* 2,75. li«*V Gegen Pickt I, Mitesser Starke A. Troflcrte C. IVintcrbon, Kreuzvlatz 9 10 Löwen-Drogerie, Selierswcg 79a chindeuburg Drogerie, Seltervweg 68a -onööleBoroett fpridjt: „D feil roie im ®Iudi öer Boden fleht“. 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Der Voranschlag ber Stabt Lich für das Rechnungsjahr 1930 liegt vom Samstag, dem 6. September d. I., ab eine Woche lang auf dem Bürgermeistereibureau wäh- rend der Dienststunden zur Einsicht der Beteiligten offen. 6131D In dieser Zeil können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll oorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Lich, den 5. September 1930. Hess. Bürgermeisterei Lich. Geil. Warum beten die Männer sie an? Sie ist mehrere Jahre älter al» ihre Freundinnen, aber eie bat einen unwiderstehlichen Reiz und ein friechee Aussehen, dae eie jünger erscheinen läßt, ala eie den Jahren nach ist. Ihr Geheimnie ist der regelmäßige Gebrauch von Pixavon-Shampoon. Pixa- von-Shampoon gibt dem Haareeidigen Glanz und jene „lockende Linie“, die dae liebliche Jugendliche, krieche Aua- eehen hervorruft. 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September 1930, abends 8 Uhr, im »Caf£ Leib« Reichstagskandidat Professor Dr. Horneffer spricht über: »Oer Endkampf« Privatwirtschaft oder Sozialismus? Wahl-Versammlung in Lieh Sonntag, abends 8 Uhr: »Steins Saalbau«. Die Qualität entscheidetdie Preiswürdigkeit unserer Schuhwaren. Wir führen grundsätzlich nur beste Qualitäten zu den denkbar günstigsten Preisen. Deshalb : Wollen Sie gut kaufen, dann kaufen Sie bei Schuhhaus Herbert 6124 A Alle Angehörigen der mittelständischen Berufe sind besonders eingeladen. 6129D Krofdorf Der grobe Erfolg 6034 C 6123V Tie Kommandos. Täglich Postautobus-Pendelverkehr bis Mitternacht 6126D Lichtspielhaus Gieben Nur noch bis einschließlich Sonntag: Henny Porten Im Beiprogramm: Das Tonlilmwnnder Micky-MaUS in ihrem ersten Tonfilm Skandal um Eva Es laden freundlichst ein: Ed. Moos Fr. Freund W. Fries Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Sonntag, den 7., und Montag, den 8. Sept. Kirmes Tanz im Freien und im Saal F» O F und fl. F. F Samstag, den 6. Sept., abeabs pQnrtW/, Uhr MMWMIW auf dem Brandvlatr. Uniform: 1. Nock, Helm. Reichskurzschrift und Maschinenschreiben Unterridjtfgelb 0.50 Jtm. pro Stunde Eintritt jederzeit Vogtsche Handelsschulen Gießen, Goethestroße 32 6002 A Charlotte Stückrath Dr. med. Ernst Hens Verlobte Gießen, Asterweg 47 Lüneburg, Am Derber 17 August 1930 - .............................................. 61080 Fritz Esklony Elisabeth Esklony, geb. Mankel Vermählte Wiesbaden, Dambachtal 36 Gießen, Bahnhofstr. 64 im September 1930 61060 50-Jaluleier der evang. Kirche zu Innerod am Sonntag, dem 7. September 1930. Vormittags 10 Uhr Festgottesdienst. Nachmittags VI, Uhr Nachfeier unter gütiger Mitwirkung von: Konzert- und Oratoriensängerin Käthe Gärtner (Alt) studt. theol. W. Volz (Violine) — Lehrer A. Hotz (Orgel) Musiker Groß (Violine) — Oberreaftchüler Lotz (Violine) Lehrer Schneider (Cello) — Mannergesangverein Annerod (Dir. Ph. Groß) — Die erste Schulklasse von Annerod (Dir. Lehrer Müller) — Posaunenchor Großen-Buseck. Fahrgelegenheit mit Sonder-Auto-Omnibus ab Gießen. Ludwigsplatz, vormittags 9 Uhr. Hierzu laden herzlichst ein: 61,7D Der Kirchenvorsiand und der fiemeinderorsland Annerod. fScheuertücherX la Qual. 60 80 67*/,^ Bohnertücher la Qual. 62'/, <) Bauer Seltersweg 91 I. i X Tel. 3669 ✓ EISU-Betten (Stahl u.Holz) Holet, Stahl- mntr^Kin5497 Gummi-Gantenberg Frankfurter Straß© 86, Tel. 2138 Damen-Wochenendstrümpfe 2.95 2.45 1.85 1.15 0.65 1.25 0.85 0.95 1.15 1.25 0.95 1.45 3 Gießen Bahnhofstraße 14 JO Hermanus frothhetni kräftige Qualität mit Laufmasche und elegante Modefarben Damenstrümpfe, feinste künstl. Seide, plattiert besonders haltbar Serie III Serie II Serie I Damenstrümpfe, unsere Spezialmarke „Florseta“, erprobte besonders kräftige Qualität, 4fache Sohle, schwarz und alle Modefarben..... Herrensocken reine Wolle, gestrickt kamelhaarfarbig.... 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Man darf nicht vergessen. das, von den vier Spielen, die wir bisher mit den Dänen au-getragen haben, erst da- letzte mit einem deutschen Siege von 2. 1 endete Wenn sich inzwischen da- deutsche Spiclniveau beträchtlich gehoben hat. so werden unsere Spieler am nächsten Sonntag doch zu kämpfen haben, um zu siegen. Dom DFB wurden für diese- Tressen Spieler berücksichtigt, die Deutschland noch nicht international vertreten haben. Der DFD. hat aber seme Auswahl unter dem Gesichtspunkt getroffen, dah die Mehrzahl der Spieler nicht auch das ungleich schwerere Spiel am 28. Sept, in Dresden gegen Ungarn bestreiten soll. Die deutsche Ausstellung lautet wie folgt: Tor: Wentz (Dürnberg), Dcrt: Drunke (Berlin), Burkhard (Brötzingen): Läufer: Hergert (Pirmasens), Münzenberg «Aachen), Mantel (Frankfurt); Stürmer Straßburger (Duisburg), Sobek (Berlin), Hohmann l Benrath), D. Hofmann (Dresden), Kuhnt (Dürnberg). Dolksiurnmeisterschafien des Gaues Hessen (O.T.) Die DolkSturnmeisterfchaften de- GaueS Hessen kommen am nächsten Sonntag auf dem PvUzeifpvrtplatz in Friedberg zum AuStrag. Wie stark das 3nteresse an der Veranstaltung ist, geht auS den Meldungen hervor, die in überraschend grober Zahl eingelaufen find. Ueber 450 der besten Dolksturncr werden an den Start gehen. Sehr stark find die Dreikämpfe (Lauf. Kugelstoßen, Wcitfprung) für Turner. Jugend- turner, ÄlterSturner und Turnerinnen besetzt. 3n den Turner- und Iugcndturnerstufen nehmen in jeder Stufe rund 100 Wctturner teil. Auch der EechSkampf, die zahlreichen Einzelkonkurrenzen und die Staffeln weisen eine vorzügliche Deterli- gung auf. Sehr zahlreich werden vor allem auch Die (Siebener Vereine am Start fein. Leichiathleiik-Weiikampf: Gymnasium Gießen — Oberrealschule Butzbach. Arn Mittwoch fand in Butzbach ein Schul- Wettkampf zwischen der dortigen Oberreal- sch u l e und dein Gymnasium Gießen statt. Butzbach stellte eine Mannschaft, deren Teilnehmer sich auS älteren Jahrgängen, x. T. au- aktiven Sportsleuten, -usammensetzte. während bei Gießen der älteste Beteiligte 16 Jahre alt war. Butzbach siegte mit dem Gesamtergebnis von 63. 44 Punkten. Die Einzelergebnisse (D — Butzbach. G = Gießen): 1 00 Meter 1. Eldracher (B) 12.2 Sek.: 2. Selling (B) 12,3 Sek.: 3. Gräf (G) 12,4 Sek.: 4. Koller (G) 12,5 Sek. 2 0 0 Meter: 1. Rodriauez (G) 25,7 Sek: 2. Binfel (B) 26.8 Sek.: 3. Holziegel . Die erste Mannschaft des Turnverein- empfängt am nächsten Sonntag die erste Mannschast de- Turnvereins Aliendorf a d L Da Lich einige neue Spieler au-probieren wird, werden sie wohl um eine Diedeclage kaum berumfommen. da Aliendorf ein nicht zu unterschätzender Gegner ist. Der Au-gang des Spiele- ist- offen. Handball im Lahn«Dünsberg - Gau. Mit nächstebenden Spielen werden am kommenden Sonntag die DerbandSlpiele fortgesetzt: 1. Bezirk: Laun-bach — Rodheim, Wißmar — Erda und Atzbach — Garbenheim. Sämtliche Spiele find dent Ausgang nach als offen zu bezeichnen. 2. Bezirk: Ruttershausen - Al len dort I, Dau- bringen — Londors II und Londorf 1 — Staufenberg. Allendorf. 'Saubringen und Londorf t sollten hier Sieger bleiben. 3. Bezirk: Garbenteich — Beuern, Steinbach — Hausen und Albach — Burkhardsfelden. Während Garbenteich und Albach ihre Spiele für sich entscheiden sollten, ist daS Spiel Steinbach — Hausen als offen zu. bezeichnen. Während bei der 3ugenb in Gruppe i kein Spiel stattfindet. treffen in Gruppe lt Londorf — Lollar und Allendorf — Kesselbach aufeinander, wo jeweils die Gäste den Kürzeren ziehen tollten. Handball im T. V. Aordeck. Tv. Dordeck I — Tv. TreiS komb. 6: 5 (3: 2). Tv. Dordeck 3gd. — Tv. Tret« 3gd. 2:2 (0:2). Bei dem Spiel von Dordeck I gegen TreiS komb. ging TreiS zunächst in Führung, doch konnte Dordeck bald äuSgleichen und bis Halbzeit 3:2 in» Führung liegen. Dach Halbtz.it wieder ausgeglichenes Spiel, daS schließlich 6:5 für Dordeck beendet wurde. Die 3ugendmannschaften trennten fich nach schönem Spiel 2: 2. Arbeiier-Turn- und Gporibund. Am kommenden Sonntag stehen sich in der ersten BezirkSklasse folgende Marmschaf- ten gegenüber: Auf dem Trieb hat die Ib-Mannfchckft GießenS die erste Burkhardsfelden» zum Gegner. Zwei gleichwertige Mannschaften werden hier ihre Kräfte messen, von denen die glücklichere Sieger bleiben wird Die erste Mannschaft Gießen- muß nach R o d h e i m und wird von dort wohl einen sicheren Sieg mitbringen. Wieseck 1 muß gegen Daunheim l in Wieseck antreten. Die mit Ersatz antretenden Einheimischen werden alle- bergeben müssen, wenn sie nicht unterliegen und verhindern wollen, daß Raunheim durch einen Sieg sich die Druppen- meisterschast der Gruppe .Oft“ einwandfrei sicher stellt. Dor diesem Spiel stehen fich die e r ft e n 3 u - gendmannschasten beider Vereine gegenüber. 3n Lollar treten sich die ersten Mannschaften L o l l a r S und Oppenrods gegenüber. 3n diesem Spiel dürften die Einheimischen wohl sicherer Sieger bleiben. Wieseck Ib-Mannschast fährt nach 21 a anbei m, um gegen die dortige Id-Mannschaft anzutreten. Ob eS den Gästen gelingen wird, wie im Vorspiel auch dieses Spiel für sich zu entscheiden, hängt von ihrem Siege-witten ab. Heuchelheim I und Wetzlar I werden sich in Wetzlar gegenüberstehen. Zwei gleichwertige Gegner werden hier ihre Kräfte messen, der AuSgang des SpieleS ist offenzulallen. Die Spiele der zweiten Bezirk-klasse sind: Gruppe 1: Klein-Linden i — Heuchelheim II, Rödgen I — Wetzlar II. Gruppe fl: Lich 1 — Hungen I, Birklar I — Watzenborn I, Grünberg I — Beuern I. Gruppe III: Fronhausen i — Gießen II. Marburg I — Hachborn I, Odenhaufen I — Tret- 1, Annerod I — Londors I. Gruppe IV: RüddingShaufen 1 — Sichertshausen I, Marburg II — Hausen I. Die Spiele der 3ugendklasse: Wetzlar — Rodheim. Gießen — Grohen-Linden. Staufenberg — TreiS. Wieseck II — Beuern, Rödgen — Hachborn. Lollar - Watzenborn. Alle Spiele finden auf den Plätzen deS erst« genannten Vereins statt. Taten für Samstag, 6. September. Sennenaufgang 5.19 Hhr, Sonnenuntergang 18.37 Hhr. — Mondaufgang 18,32 Hhr, Mond- untergang 3.01 Hhr. 1729: der Philosoph MofeS Mendelssohn in Dessau geboren. — 1903: der Maler Friedrich von Kaulbach in Hannover gestorben. sträfliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in bee Synagoge (Südanlage). Samstag, ben 6. September. Vorabend: 6.45 Uhr; morgens: 8.30 IHr; abends: 7.05 und 7.45 Uhr. Sprechstunden der Redaktion. 11 .30 bi, 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Sam,tag nachmittag geschlossen. Wirischast. Ein stilles Herbstmessegeschäst. Der allgemeine Eindruck, den man von der diesjährigen Leipziger Herbstmesse gewinnen mußte, war schlecht. Etwas anderes hat man aber eigentlich auch nicht erwartet. Die Leipziger Messe kann eben auch keine Konjunktur machen, sondern sie muß sich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage anpassen. Es scheint darum auch durchaus falsch zu sein, wenn man von dem diesmaligen Geschäft ausgehend auf die Ueberflüssigkeit der Leipziger Herbstmesse schließen möchte. Es wird natürlich nicht ausbleiben, daß der eine oder andere Aussteller, der das Fazit zieht und dabei errechnet, daß er die Spesen nicht verdient hat, sich wohl überlegt, ob es sich lohnt, noch ein weiteres Mal auf der Herbstmesse vertreten zu sein. Die Tatsache, daß auf der diesjährigen Herbstmesse nur etwa 200 Aussteller weniger waren als im vorigen Jahr, war angesichts der desolaten Wirtschaftslage schon überraschend. Rein äußerlich wirkte auf den langjährigen Messebesucher die verhältnismäßige Ruhe auf den Straßen, in den Messehäusern und in den Lokalen, leicht deprimierend. Man muß daraus schließen, daß die Zahl der Messebesucher ganz erheblich zurück- aegangen ist. Das gilt auch für die ausländischen Messebesucher, die aber stets auf der Herbstmesse in wesentlich kleinerer Zahl vertreten waren, als auf der Frühjahrsmesse. Rach allem, was man hört, darf man aber nicht von der geringeren Zahl der Messebesucher auf eine entsprechend geringere Zahl der Käufer schließen. In erster Linie scheinen vielmehr diesmal diejenigen Messebesucher fortgeblieben zu sein, die die Messe mehr zu allgemeinen Orientierungszwecken, als zu Kaufzwecken besuchen. Es wäre auch falsch, ungünstige Urteile über die diesjährige Herbstmesse auf alle Branchen auszudehnen. Jedenfalls gibt es in einer Reihe von Branchen Firmen, die auch mit dem diesjährigen Messegeschäft durchaus zufrieden sind. Einerseits ergab sich aus der Zurückhaltung der Käufer in den letzten Monaten eine gewisse Entleerung der Läger und damit auch eine notwendige Bedarfsdeckung, auf der anderen Seite verfehlte eine Ueberfülle an Neuheiten ihre Anziehungskraft nicht, und da, wo man wirklich Neues bot, trat auch das Ausland als Käufer auf. Es gilt dies besonders für die sog. alten Messebronchen, also die Branchen, die schon in der Vorkriegszeit das Schwergewicht ihres Geschäftes auf die Leipziger Messe gelegt hatten. Diese Branchen sind es auch, die nie auf di« Leipziger Herbstmesse verzichten wollen. Die zweimalige Eröffnung der Leipziger Messepforten ist für sie einmal saisonmäßig, dann aber auch wegen des Weihnachtsgeschäftes im Herbst bedingt. Andere Branchen ba> gegen glauben auf den Herbst verzichten zu können. Ziemlich allgemein durchgeführt ist dies bereits in der Bürobedarfsbranche: ein absterbender Teil der Herbstmesse scheint auch die Bugra zu sein. Recht fest behauptet sich im Gegensatz zu den Erwartungen die Technische Herbstmesse, der man mit Recht die Bezeichnung „Messe der Kleintechnik" gegeben hat. Im Gegensatz zur Technischen Frühjahrsmesse beherrschen hier die kleineren Firmen das Feld, sowie die Kleintypen von Werkzeugmaschinen und Maschinenwerkzeugen. Die Aussteller der Technischen Messe scheinen im ganzen genommen nicht unzufrieden, auch die Baumesse, die eine gute lieber« sicht kostenersparender Baumethoden brachte, dürfte zufriedenstellend abschneiden. • Neue Mehlpreissenkung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezickl 0 ab 4. August erneut um 25 Pf. auf 41,50 Mk. ab Mühlenstation ermäßigt. Frankfurter Gasgesellschaft und Stadt Offenbach. Der Betriebs- und Finanzausschuß des Stadtrats von Offenbach hat tu gemeinschaftlicher Sitzung dem Stadtrat ein* stimmig unter Zustimmung der Verwaltung empfohlen, von dem im Vertrag zwischen der Stadt Offenbach und der Frankfurter Gasgesellschaft vom 24. März 1927 vorbehaltenen Recht, das Elektrizitätswerk aus dem Vertrogsverhältnis wieder herauszunehmen, also vom Rücktrittsrecht zum 31. März 1931 fristgemäß Gebrauch zu machen. Der Frankfurter Gasgesellschaft wird anheimgestellt, der Stadt zu gegebener Zeit ein Angebot auf Lieferung von elektrischer Arbeit aus dem geplanten Abhitztraftwerk im Anschluß an das Gaswerk-Ost zu machen. * D i e Gläubiger der Hausrat- G. m. b. H. sollen voll befriedigt werden. Seinerzeit wurde im Vergleichsverfahren der Hausrat-G. m. b. H.. Frankfurt a. M.. eine 60prozentige Befriedigung der Gläubiger vorgesehen. 3n drei Raten ist diese Quote inzwischen bereits ausgezahlt "worden. Wie wir erfahren, beabsichtigen der Landeshauptmann in Wiesbaden und der Stadtkämmerer von Frankfurt eine volle Befriedigung der Gläubiger vorzunehmen, so daß also noch eine Rate von 40 Prozent zur Auszahlung kommen würde. Diese Rate macht einen Betrag von rd. 200 000 Mk. aus. Lieber den Zeitpunkt'der Auszahlung und die sonstigen Einzelheiten sind Beschlüsse noch nicht gefaßt worden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 5. Sept. Tendenz: gedrückt. — Die heutige Börse stand wieder unter Druck, der durch die schwächeren Auslandbörsen und den nicht gerade vorteilhaften Wirlschafts- bericht des Instituts für Konjunkturforschung verstärkt wurde. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren jedoch infolge der Orderlosigkeit m e i st Kursrückgänge zu verzeichnen, die aber kaum 1 Prozent überschritten. Eine Ausnahme machte der Kalimarkt, an dem sich Besserungen bis zu 1 Proz. auf den gesteigerten Kaliabsatz durchsetzen konnten. Am Chemiemarkt lagen Farben und Metallgesellschaft knapp gehalten, während Holzverkohlung unverändert eröffneten. Rütgerswerke lagen mit minus 1,25 Prozent stärker abgeschwächt. Auch am Elektromarkt waren die Kursgewinne bescheiden. Lechwerke lagen gehalten. Am Montanmarkt war das Geschäft auch heute sehr gering. Die Kurse lagen ebenfalls teils niedriger, teils behauptet. Ebeikso Daimler, Danken und Schiffahrtsaktien leicht gedrückt. Bayerische Hypothekenbank besserten sich etwas. Stärker angeboten waren Deutsche Linoleum, die 4 Proz. einbüßten. Am Rentenmarkt waren Altbesih und Mexikaner leicht gedrückt. 3m Verlaufe hatte das Geschäft unter der Orderlosigkeit zu leiden, die Kurse blieben jedoch nach einer vorübergehend geringfügigen Besserung gegen Anfang meist gut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt lag der Dollar weiterhin international fest. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,194750, gegen Pfund 20,4013, London gegen Kabel 4,8603, gegen Paris 123,7850, gegen Mailand 92,86, gegen Madrid 46,05 gegen Schweiz 25,05 und gegen Holland 12,0775. Berliner Börse. Berlin, 5. Sept. Die Börse, die schon am Schlüsse des gestrigen Verkehrs in Erwartung eines ungünstigen Berichtes des 3nstituts für Konjunkturforschung zu Glattstellungen geneigt hatte, setzte auch heute in überwiegend schwacher Haltung ein. Der weitere Rückgang in Reuyork verstärkte int heutigen Vormittagsverkehr die Zurückhaltung, doch war der offizielle Beginn relativ widerstandsfähig. Man beurteilte die Auslassungen des Konjunkturinstituts etwas ruhiger, man wies darauf hin, daß es sich um einen Bericht über das vergangene Vierteljahr handele und vor allem, daß in ihm auch Anzeichen für eine Besserung zu erkennen seien. Das herauskommende Material war nicht umfangreich, so daß sich die Kursrückgänge in bescheidenem Rahmen hielten. Rur die in letzter Zeit stärker favorisierten Papiere büßten 1 Vis 2 Prozent ein. Deutsche Linoleum minus 3 Prozent und Stöhr minus 2,4 Prozent fielen stärker auf. Chadeaktien setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 300,50 Mk fort, Deutsche Atlanten zogen um/ 2 Prozent auf 98 Prozent an. 3nteresse machte sich außerdem für MansfeWer geltend, für die zwar vorläufig noch kein Kurs zustande kommen konnte, die aber etwa 3 Prozent höher auf 57,5 bis 58,5 taxiert werden. Am Anleihemarkt machte sich für Altbesih 3ntereffe geltend, die etwa 0,5 Prozent an» zogen. Von Ausländern neigten Bosnier und Mexikaner zur Schwäche. Letztere verloren bis zu 1 Prozent. Pfandbriefe waren ziemlich behauptet. Es überwog aber auch hier das Angebot. Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter auf 3 bis 5 Prozent ermäßigt; die übrigen Sähe blieben unverändert. Rach den ersten Kursen konnte man verschiedentlich weiter kleine Rückgänge feststellen, später aber, als von den Aus- landbörsen festere Meldungen eintiefen, sah sich die Spekulation, die anfangs Glattstellungen vorgenommen haben dürfte, zu Deckungen veranlaßt, und gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich Erholungen von 1 bis 1,5 Prozent, lieber eine Insolvenz in der Berliner Dankwelt, über die Gerüchte heute in der Provinz umliefen, I war hier am Platze nichts bekannt. Verspätet festgesetzt wurden 3ulius Berger mit minus 3,75 Prozent und Schubert & Salzer mit minus 2 Prozent. Der Kurstaxe entsprechend stellten sich Mansfeld zur ersten Rotiz auf 57,50. Schweine- und Schafmarkt in Marburg. ][ Marburg, 4. Sept. Heute wurde hier ein Schweine- und Schafmarkt abgehalten. Zu dem Schweinemarkt waren 1055Tiere, darunter 12 Läufer, zugefahren, während der S ch a f m a r k t mit 330 Tieren beschickt war. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 20 Mk., Bezirkssparkasse Maihildenstiff in Friedberg. WSR. Friedberg, 3. Sept. Die Bezirkssparkasse Mathilden stift in Friedberg führt in ihrem Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr u. a. aus, daß der im März 1929 einsetzende wirtschaftliche Rückschlag wohl die Kapitalzuflüsse verringert habe, doch weise die Bilanzsumme gegen das Vorjahr eine erhebliche Steigerung auf, und zwar von 6 571 269 Mk. im 3ahre 1928 auf 8 088 211 Mk. im 3ahre 1929. Die Spareinlagen haben sich im 3ahre 1929 um 1 350 451,73 Mk. auf den Betrag von 6 442 592,12 Mk. erhöht. Sie erreichten Ende des 3ahres 50,15 Prozent, die ausgestellten Sparbücher 100 Prozent des Vorkriegsstandes. 3n zehn Schulen sind Schulsparkassen eingerichtet, die ein Guthaben von 28 232,22 Mk. besitzen. Am Ende des Jahres betrug die Zahl der Giro-, Scheck- und Kontokorrentkonten 935 mit 1 518 297 Mk. Die Umsätze in diesem Geschäftszweig betrugen auf einer Seite des Hauptbuches 34 855 097 Mk.; sie blieben gegen das 3ahr 1928 um etwa 2 Millionen Mk. zurück. Kurzfristige Kredite an Private wurden in Höhe von 1 449 279 Mark gegeben. Darlehen an Haftungsgemeinden und andere öffentlich-rechtliche Körperschaften erscheinen mit einem Betrag von 1 470 167 Mk. Langfristige Hypothekendarlehen waren Ende 1929 für landwirtschaftliche und städtische Grundstücke im Betrage von 4 372 684 Mk. vorhanden. Für Wohnungsneubauten gelten als in diesem Betrag einbegriffen 1 677 590 Mk. Der Reingewinn der Kasse beträgt 32 948,83 Mk. Es wird vor- geschlagen, ihn der Sicherungsrücklage zuzuführen. Damit erreicht die letztere eine Höhe von 127 221,63 Mark. Aus der Aufwertungsbilanz geht hervor, daß von der Kasse dem Ministerium vorgeschlagen wurde, die Spareinlagen anstatt mit dem seitherigen Satz von 15 Prozent mit 20 Prozent aufzuwerten. Die Summe der aufzuwertenden Spareinlagen beträgt hiernach 2 209 905,28 Mk. Auf diesen Betrag wurden seither vorschußweise 249 105,76 Mk. ausgezahlt. Die Bilanz weist in Aktiva und Passiva die Summe von 2 790 340,14 Mk. aus. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Beamte 2. Klasse? Durch die Verordnung vom 26.3uli 1930 ist die „Reichshilfe" (Deckungsmaßnahme für den Reichshaushalt 1930) in Kraft getreten. 3hr unterliegen dke Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes mit 2,5 Proz. ihrer Drutto- dienstbezüge. Die Beamtenschaft, die bereit war. sich an einem allgemeinen Opfer zu beteiligen, empfindet diese Sonderbesteuerung als Härte. Besonders hart aber empfinden sie etwa 6 0 mittlere Vermessungsbeamten in Hessen. Sie wurden (was sonst nirgends geschah) beim De- amtenabbau von 1924 aus ihrer Besoldungsgruppe, für welche sie die Prüfung schon vor dem Kriege abgelegt hatten und nach welcher Gruppe sie bis Ende 1924 ihre Dienstbezüge erhielten, in eine niedere Besoldungsgruppe versetzt. Diese Gehaltsreduzierung wirkt sich bei ihnen derart aus, daß sie schon seit 3ahren 15 Prozent ihrer Druttodienstbezüge entbehren müssen. Es handelt sich hierbei nicht um junge Leute, sondern fast durchweg um Familienväter im Alter von 36 bis 50 3ahren, welche größtenteils 12 bis 15 Jahre und länger im hessischen Staatsdienste stehen. Die bei ihnen angewandten Sparmaßnahmen haben den Charakter einer Maßregelung und sind deshalb geeignet, den Betroffenen die Schaffensfreude zu rauben, sie seelisch zu zermürben. Man denke sich in ihre Lage: seit 1924 sind sie aus der bis dahin innegehabten Besoldungsgruppe geworfen, trotzdem versehen sie weiter den Dienst mittlerer Beamten, sie erleben Beförderungen bei Kollegen und anderen Beamten und wissen, daß die einige tausend Beamten und Angestellten des Holksstaates Hessen ihre Bezüge ungekürzt erhalten. Zu ihrer Einbuße von 15 Prozent kommen nun weitere 2,5 Prozent. Letztere sind unabwendbar, aber die Aufhebung der 15proz. Kürzung müßte nun doch aus Rechts- und Billigkeitsgründen erfolgen. Trotz aller Sparsamkeit, die heute im Staatshaushalte zu beachten ist, mühte dies geschehen, um von diesen 60 Beamten das deprimierende Gefühl zu nehmen, Beamte minderen Rechts zu sein. Sollen schon die Beamtengehälter gekürzt werden, dann müssen, wie bei der Reichshilfe, alle Beamten ihre Opfer bringen. Eine einseitige Belastung weniger Beamten, wie sie hier feit 1924 geübt wird, ist unsozial und durch die enorme Höhe derselben (15 Proz. der Drutto- bezüge) untragbar. H. S. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. An; eigenaufträge find lediglich an die Geschäftsstelle ;u richten. ~ Gewinnauszug 5. Klaffe 35. Preußisch-Süddeutsche (261. Preuß.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 22. Ziehungstag 3. September 1930 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 28674 139423 4 O-etoinne ju 6000 M. 166341 237728 6 Gewinne zu 3000 M. 78396 91779 242777 12 Gewinn« ju 2000 M. 70897 99160 144081 200945 211235 303478 34 Gewinn« ja 1000 M. 8216 23660 29101 91150 93571 104163 125538 134785 173778 188143 195793 210515 216439 251201 274607 333792 344898 104 Gewinne,u 500 M. 27641 29871 51373 62724 63115 63523 77827 100666 110474 115662 118635 120930 122651 139484 140149 141482 147752 148495 149169 158102 159449 183356 186117 189238 195320 199743 199986 221738 226305 248501 262342 267101 267584 288330 294163 301638 302199 307670 325697 325908 328060 344466 346263 349471 354162 362882 363239 378618 382661 384346 391063 391362 214 Oetoinne ju 300 QU. 4133 5491 7975 12625 16551 16704 21106 21736 22615 26793 29630 34616 36561 37333 39631 44455 46469 61683 59274 67698 68146 70909 71676 79732 79746 92870 97217 99380 100169 101380 107554 113293 113587 114536 114864 121366 122423 122885 124820 124839 131889 135983 136192 139270 140747 142457 142471 143298 149582 151319 162555 169611 170017 170174 170767 174299 180083 181223 186110 188745 193511 195758 203772 206634 218719 223712 225927 231550 239131 245487 245782 249044 251500 253045 254367 257417 269058 271000 274030 277964 278665 279632 284613 286534 299981 301474 304469 312266 314430 316401 319376 320325 321000 328229 336931 337927 338080 342627 345760 372769 372813 375394 378084 378550 388845 390143 399755 3n der heutigen Nachmlttagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 ©etolnne ,a 50000 M. 277144 4 Gewinn« tu 10000 M. 126214 245893 4 Gewinn« iu 3000 M. 112914 300701 14 Gewinn« ju 2000 M. 38772 84134 96873 161807 278852 369190 387562 26 Gewinn- ju 1000 M. 23736 62800 66978 94285 112853 144000 165773 184266 207239 257319 316833 339455 381162 82 Gewinn, jn 600 M. 20238 45266 63768 73653 80388 97244 106029 115641 121203 134427 138472 141275 153026 153244 166870 172987 175914 202576 213765 223052 247498 257573 269888 275516 280103 285938 298750 314416 332989 337865 349767 352703 357932 358833 374365 375161 383247 383816 385976 391568 397712 184 Gewinn« ju 300 M. 16177 17528 18388 21137 22062 54082 67753 74742 76689 78912 81465 81801 86100 91487 92388 92679 98446 103423 106545 118927 124147 126346 127425 128777 131031 133021 137243 137319 138893 139631 139749 146526 169886 160877 165473 169807 174069 17446? 174833 177665 179491 181517 185347 187247 192161 198792 203827 210559 212597 223264 223922 225155 232227 232658 233231 233329 240956 241771 260805 263024 258065 259552 272035 277148 278069 281660 284906 287479 289033 292768 294185 300605 301033 303716 313320 316085 317718 317865 319823 326091 346889 356394 355882 363654 369350 371696 371920 384721 386212 392941 398207 398693 Im Gewtnnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 6 Gewinne zu je 25000, 18 zu je 10000, 38 zu je 5000, 92 zu je 3000, 194 zu je 2000, 436 zu je 1000, 1100 zu je 500, 2844 zu je 300. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. Ul. Berlin Schluß-1 für« | 1-Uhr- Ku rs Schluß- lurd Anfang- Kurs Datum 4. 9. 5. 9- 4. 9. 5. S. 6% Keuiiax üteidjuarueujt: von 1927 ......... 7% Deutsche ReichSanIcihe 87,75 —- 88 — von 1929 ...... 102,1 102 Deutlche Aul.-Ablbs.-Schuld mii 9Inelo( 62 61,7 62 61,6 DeSgl. ohne Ausws.-Rechte . . . 8% Heg. DolkSstaat von 1929 8,05 8,13 8 (rüifjablf). 102%)...... 94,5 93,8 Oberhegen Provinz - Anleihe mii KuÄloi.^fRecfitcn....... 59 _ Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1...... 61 61 8% ftianff. Hyp.-Bank Soldpfe XIII unkündbar bi« 1934 . . . 101 — _ 7% Franks. Hqp.-Bank Goldpfe unkündbar bi« 1932 ...... 96 «y,% Rheinische Hyp^Bank ßiflu. Goldpse........ '-8,55 8% Pr. Landeilpfandbrtefanstalt, Psandbriefe R. 17...... 8% Pr. Landespsandbriesanstalt, 101 — 101 — Komm>Lbl. N. 20..... 7% Pr. LandeSpsandbrlesansiali, 98 Psandbriefe R. 10...... S-E.G- abg. Borkriegr-Obligatio- 97 — 97 — uen, rückzahlbar 1932 ..... — — _ 4% Oesterrelchtsche Golbrense . . 4,20% Oesterrelchlsche Stlberrenic 4% Oesterrelchlsche Einheitliche 27 3,4 — 27,13 3,5 27,25 3,75 «% Ungarische Goldrente .... 2,1 25 — 2,1 2,15 25,25 4% Ungarische Staatirente v. 1910 _ 20 4%% brtfll. von 1918..... 4% Ungarische -ronenrente . . 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl — _ 2,15 — 2,1 2,15 5,3 — 5,25 5,25 Serie I........... 5,2 — 5,5 5,35 4% de«gl. Serie II....... 5% Rumänische vereinh. Rente 5,2 — 5,25 von 1903 ......... Rumänische veretuh. Rente 9,35 — — — von 1913 .......... 15,65 15,75 _ t% Rumänische Verein-. Rente - 7,4 7,4 7,3 — Jranffurt a. DI. Berlin Schluß» kurs t-ilhr- flurd Echluß- kuro Anfang- flurd Datum 4- 9 5 9. 4. 9 5- 9. Hamburg-Amerika Patci . . . 4 92,5 —— 91,75 91,13 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 — 160 Hansa Dampsschiss . . . . . 10 — — — Norddeutscher Lloyd . . ... 8 —- - 91,25 92,25 91,4 Allgemeine DeutscheGredltanst. 10 i07,75 108 107,9 Barmer Bankverein . . . . 10 116 116 116 116,13 Berliner Handelsgesellschaft . 12 145 145 143,75 Commerz- und Privat-Bank. 11 128,25 127,5 128,25 127,5 Darmstädter und Nationalbank 12 181,25 — 181,5 180,5 Deutsche Bank und Dtsconto-Gesellfchaft, . . . 10 124 — 124 123,5 Dresdner Bank .... . . 10 124,25 124 124,25 123,5 ReichSbank...... . . 12 — 252 251 A.E.G.. ....... . . . 8 138,5 138 138 139,25 Bergmann...... . . . 9 — 167 (Seift. LieserungSgesellschaft. 10 129,5 —- 180,25 — Licht und Straft .... . . 10 141 140 140,75 140,5 falten & Guilleaume . . . ly* HO — 110 109,6 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen . . . . 10 143,5 — 142,5 142 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 — 134,1 * * 4 * 6 * * * * * * * 14 Rheinische Elektrizität . . . . 9 — — 133,5 134 Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — 141,5 schuckerl & Go. . ... . . 11 — — 154,4 154,25 Siemens & Halüke ... . . 16 — 195,5 196/ 194,25 TranSradto . . . . . . , . . 8 — -- —- 116,5 Lahmer,er & Go..... . . 10 159,5 — 159,25 Buderus....... ... t> '1.25 — 60,25 60,13 Deutsche Erdöl .... 74 — 73,65 73 Essener Steinkohle . • • . . . 8 — —- Gelsenkirchener . . • . . . . 8 HO 109,5 110,2b HO • . . 0 100 — 100,5 Hoesch Eisen. . ... • . . 6V, — — 87,9 Ilse Bergbau ..... . . 10 — — — 221,5 klöcknerwerie . . . . . — — 79,75 79 Köln-Neuessen..... Mannesmann.Röhren . . . . 7 — — 86,25 86 . . . 7 •54,75 — 84,4 84,75 Mansselder Bergbau . . Oberschles. Eilenbedarf . e • • • — — 54,5 . . . 6 — — 53 _ Oberschles. KokSwerke. . 7 — — 16 85,25 Phönix Bergbau.... . . 6V, 77,75 — 77,5 77,75 Rheinische Braunkohlen Rhetnstahl ...... . . 10 203,5 — 203,5 201,75 . . . 6 87,5 87,5 88,25 88,25 Riebeck Montan . . . . . . 7.2 — Frankfurt a. M. Berlin Echluß- furd 1-Uhr- Kurs Schluß- furd Anfang- flurd Dalum 4 9. 5- 9. 4 9. 5 9 iKetcimgie Stahlwerke ... 78 — 78 78 Otavi Minen......16'/, — 36,65 36,6 Kaliwerke Aschersleben . . . 10 201,5 201,9 203 201,5 Kaliwerke Westeregeln ... 10 207,5 208,13 Kaliwerke Salzdetfurth ... 16 328 329 331 328,75 3. ®. FarbemInbustrte ... 12 152,5 152,13 152,9 152,13 Dynamit Nobel.......6 — 71,75 Scheideanstalt........9 142 — — Goldschmidt ........ 6 o6,5 — 56,5 56 Rütgerswerke...... . 6 57,75 56,5 58 57 Metallgesellschaft.......8 105,5 105 107 Philipp Holzmann......7 82,25 — 82,25 82,25 Zementwerk Heidelberg . . 10 104 — Eementwerk Karlstadt. ... 10 — — _ Waytz & Freytag......8 60,5 60,5 60,5 — Schultheis Patzenhofer ... 15 _ 254,13 252,25 Lltwerke.........12 —— — 202 201 Mu...........18 83,5 83 83,25 83,75 Bemberg...... 14 90 — 89,5 88,5 Zellstoff Waldhof .... 13'/. — — 133,75 132,75 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 95 — Ebarlotienburger Wasser ... 8 — — 95,75 95,25 Dessauer Ka«........9 — — 137 137,9 Daimler Motoren ...... 0 29 29 29,25 Deutsche Linoleum ...... i78,5 174 177 174 Rat. Automobil.......0 *2- — 9,65 Orenstetn & Koppel.....6 — — 59,5 — Leonhard Tietz ...... 10 136 — 136,5 136,5 Svenska .......... 302 — 303,5 001,5 »frankfurter Maschinen .... 4 21,5 _ 22 — Gritzner........... 30,25 — 30 — Heyliaenstaedt.......0 — — — Iunghans..........6 12,75 — 33,5 — Lechwerke..........8 96 96 — — Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8 80 — — Mtog..........» 10 85 — — — Gebr. Roeder ....... 10 97 — — — Botgt & Haeffner ...... 9 151 — 151,75 — Süddeutsche Zucker .... 10 '47,75 —- 146,5 — Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M Berlin, 4- September Gelb Brief Amerikanitche Rolea ...... 4,172 4,192 Belgische Noten. ....... 58,28 58,52 Dänische Noten ........ 111,90 112,24 Englische Noten . ....... 20,332 20,412 16,437 16,497 Holländische Noten ....... 168,33 169,01 Italienische Noten........ 21,98 22,06 Norwegische Noten....... 111,83 112,37 Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling 59,10 59,34 Rumänische Noten....... 2,468 2,488 Schwedische Noten ....... 112,28 112,72 Schweizer Noten ........ 81,255 81,585 Spanische Noten........ 43,96 44,14 Tschechoslowakische Note«..... 12,397 12,457 Ungarische Noten...... . 73,25 73,55 4 September 5. September Amtliche Geld Notierung »rief Amtliche Notierung Geld | Brief Ämst.-Nott- 168,65 168,99 168,74 169,09 Bucn.-Aire 1,477 1,479 1,490 1,492 Brss.-Antw- 58,45 58,57 58,585 58,625 Ebristiania. 112,12 112,34 112,19 112,41 Kovenbagrn 112,15 112,37 112,22 112,44 112.86 Stockholm - 112,53 112,75 112,64 HeislngforS- 10,538 10,558 10,548 10,568 Italien. . . London. . . Ncupork . . 21,92 21,96 21,955 21,995 20,37 20,41 20,384 20,424 4,187 4,195 4,1915 4,1995 Paris.... 16,455 16,495 16,465 16,505 Schwei; . . 81,335 44,26 81,495 81,39 81,55 Spanten . . 44,34 44,36 44,44 Hövan - - - 2,068 2,070 2,068 2,072 $iio de Ian Wien hi D-» 0.412 0,414 0,403 0,405 C*cft. abgest 39,19 59,3i 59,22 59,34 Prag . . . . Belgrad . . 12,427 7,428 12,447 7,442 12,441 7,428 12,461 7,442 Budapest. . 73,40 73,64 73,465 73,605 Bulgarien 3,032 3,037 3,037 3.043 Lissabon . 18,85 18,89 18,84 18,89 Danzig. . . Ronttantta. 81,48 1,784 81,64 1.789 81,52 1,784 81,68 1,789 Athen. . 5,425 5,445 5,435 5,445 Canada - 4,190 4,198 4,194 4,202 llrnquäl? • 3,387 '0.885 3,393 3,407 3,413 Cairo - > 20,925 20,90 20,94