rKK -OW onf Mer Or b& Qnia^teu .*wt io? «mL*» plus?; f?fea5 K:iKK * sa*\t ÄÄfA L»L°L 9 bti iu 15?^ das rt® mit 5?^ m *cb'knmnrf?' er* r 4,1934^2* aamite i'Äte ''^-LLr ' Börse. heute baren DZ» r®S *®ä 'S >*S? F# verstimmt, günstigen Derössent! s* * * der Äutk bis l-Ae* 2r°un. simgersloerke schwächten » letzteren wies man auf in>, oie von einer 6bro» N der andern !.M. Deutsche TeWvn, L Laixer M "^ach Dvrdtovile lagen mr gefragt Körting er. wenhofsnungen mit Plus, 'den bis zum Kaisakurs, hoher schätzte, ausgesetzt rundlich. Ausländer gc- norft unentwickelt Der Tagesgeld 5,25 bis 7,25. 3 bis 7,50 Proz.',Daren- Als kurz nach den eisten att meldete, die Deutlch. bei der Abstimmung über : Mißtrauensvotum der de es allgemein leb. ihrenö waren Spritwerle, ö Ostverke bis zu ö Proz. ni und 21.«®. für Der- Mastem DeMt ckeu« eifert. HatMsurtch.Drm« gewannen je 2,5 Proz. . und Bankaktien waren >oz. erhöht Später wurde ichstkursc konnten sich nicht )hon zogen weiter um 2,5 g an. Man erwartet mit iic Entscheidung im Deichs lchlachtviehmartt. z April. Auftrieb: 106 Rin- base, 671 Schweine. & ®ur. - Must- und SaugWber'3 64 bis 72. - Schn!'. e Vaithämmel (ffieibemo(t) lämmer, altere MastlMM 42 bis 44 Mark. - Mar«. Schafe ruhig, «wwgj ,er M Schwe-ne * nknalen. n gnilliKJ 58,28 111-78 20.327 16,39 161,66 22 06 111,7 58,8 2.47 112,18 80.« 52,89 12,367 72,85 1.616 58.« 1'2,25 112.30 112J, 10$ 21,935 20.$ 4,193 16415 81-16 52,60 2,072 0,4» 52,095 Ä Ä 18 82 81.$ 1.788 ,43 4.193 3,716 IO.«« 58,52 112.Ö 20.407 16,45 168.« 22.1 112.1 59,12 2,49 H2.6 81.24 53,11 12.4 73.15 3 3^__ 1,642 58.37 11203 ” 'S! 112,4? 10.525 21.9” 20,359 4.1 5, 16,375 81,00 52,50 2*068 0,490 58,97? 12,394 7,$ 73L »S '! 5.42 4,11 3,77» 20,875 jeritnm^ Jrlr tlin" il ifltfWl 1683 1 6? 58'$ 112- 112 2» 112$ 10.545 21,97 2,398 192 16.4' 81.8 52.38 2,072 0,494 59,10 12,413 7,413 73'8 ,043 18,82 fl1,555 178? 5,43 4,19' 3,784 »SIS Nr. 80 Erster Blatt 180. Jahrgang Zreitag, 4. April 1950 Eriche rni täglich, außer Sonntags und Feierlag* Beilagen; Die 3Bu|trierte Gießener Fam'lienblüUei Heimat >m Bild Die Scholle ffionaU Bezugspreis; 2.20 Reichsmark und 30 tReid)sptennig für Tröger- lohn, auch bei Richter- Ichemen emzelnerRummern infolge höherer (BeroaÜ. zernfprechanfchlüste anter5ammelnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehen. poßscheckkonlo: KranNnN am Main 11686. Siebener 2ln$eiger General-Anzeiger für Oberhessen VniS vnb Verlag: vrühl'sche Univerfitülr-Vuch- nnö Steinöruderei R. Lange in Giehen. Schnftleitvng und Geschaflzstelle: 5chulitraße 7. Annahme oen Anzelae« für die lagetnummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis für I mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärt« 10 Reichspfennig, für Ne- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Retchspsennig, Platzvorfchrift 20’ , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr TBilt) Lange. Berantwortlich für Politik Di Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter^ sämtlich 'n Gießen Die Mißirauensaniräge im Reichstag abgelehni. Eine Erklärung Hugenbergs. - Die Deutschnaiionalen stimmen gegen die Mißtrauensantrage der Onken und geben dem - Kabinett Brüning die Möglichkeit, die Finanzsanierung und das Agrar- und Ostprogramm durchzuführen. Berlin. 3. April. (D.D.Z.) Bei Eröffnung der Sitzung teilt Präsident Lobe mit, daß Abg. Keinath (D.Dp.) in den Reichstag neu einge- treten sei. ('Ruse; Das lohnte nicht mehr! Hqiter- feit.) 2n der Aussprache über die Regierungserklärung wendet sich Abg. Gias zu Revenllow (AS.) besonders gegen diejenigen Sätze der Regie- rungserllärung, in denen die organische Weiter- entwicflung der bisherigen Außen- Politik angekündigt wird. DaS bedeute die weitere Versklavung des deutschen Volkes. Die Rationalsozialifteu würden immer wieder das volksverräterische Treiben derjenigen Parteien, die dem Boungplan zugestimmt haben, an den Pranger stellen. Die bürgerliche Regierung Drü- ning sei geschaffen worden, um die Widerstände gegen die Durchführung des Bvungplans zu brechen. Die Nationalsozialisten würden die jetzt irregeführten Massen des werktätigen Volkes sammeln zum nationalen sozialistischen Kampf gegen den internationalen Kapitalismus. Aba, Rädel (Komm.): Roch den neuesten Rachrnhten steht nun fest, daß die Firma Hugenberg für die Brüning-Regierung, also für die Voungplanregierung, stimmen wird. (Hört! Hört!) Wan hat ja schon früher erlebt, wie schnell die Hugenberg-Fraktion ihre Haltung der jeweiligen Konjunktur anpaßt. Das Rationalgesuhl dieser Leute wurzelt im Geldschrank. Die angedrohte Anwendung des Artikels 48 wäre ein Dersassungsbruch, aber das Beispiel dazu ist früher von den Sozialdemokraten unter Ebert gegeben worden. Auch jetzt hätten die Sozialdemokraten eine Hundeangst vor den Kommunisten und vor Reuwohlen. Reichskanzler Or. Brüning geantwortete bann Die m der Aussprache gestellten Fragen. An die Beratung der agrar- poli tischen Hilfsmaßnahmen sei die Reichsregierung sofort aus eigener Initiative und aus besonderen Antrag des Reichspräsidenten herangegangen. Sie habe dabei das Programm des Ministers Schiele in den Kreis ihrer Beratungen hineingezogen Die Reichs- regierung werde noch im Lause der nächsten Woche ihre gesetzgeberischen Vorschläge dem Reichstag unterbreiten. (Beifall bei den Regierungsparteien.) Das Programm der auster- ordentlichen Hilfe für die östlichen bleie werde gleichfalls in kürzester Frist dem Reichstag unterbreitet werden. Die notwendige Kontinuität der Handelsver- tragspolitik werde auch von der neuen Regierung durchgcsührt werden. Der Abg. Dr. Dreitscheid habe Besorgnisse wegen der A n - Wendung des Ar t. 48 ausgesprochen. Die Reichsregierung werde nach sorg ältigfter Prüfung, wenn es überhaupt notwendig sein sollte, in jedem einzelnen Fall entscheiden, ob die verfassungsmäßigen und rechtlichen Voraus- letzungen des Artikels 48 gegeben sind. Von dem letzten Mittel der Verfassung, dem Artikel 48, soll nut dann Gebrauch gemacht werden, wenn keine Hoffnung mehr besteht, dast das Parlament und die Parteien Ihre M.ssion selbst erfüllen. Ob überhaupt die Anwendung des Artikels 48 notwendig ist, ist eine Entscheidung, die dieses Hohe Haus in kurzer Zeit selbst zu 'allen hat. (Beifall bei den Regierungsparteien.) Aba. Hugenberg (Onl.) erinnerte daran, daß innerhalb der Deutschnatiouw len Fraktion über die Stellungnahme zu den Mist- lrauensanträgen Meinungsverfchiedenheilen oorhan. den gewesen seien. Gestern nachmittag habe die Fraktion mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, im Falle der Ablehnung eines Vertagungsantrages, dessen Zweck auf schleunigste Vorlage der Aarargesege gerichtet war dem Kabinett das Mißtrauen auszuspreä)en Aus meine, so fährt der Redner fort, im Einvernehmen mit dem Fraktionsoorsitzenden Dr Obersohrcn aegebene Anregung hat die Fraktion heute einmütig d i e Abgabe folgender Erklärung beschlossen Die Deutschnationale Volkspartei lehnt heute den l o a i a I • demokratischen und kommunistischen Misttrauensantrag ab Dies geschieht im Hinblick aus die von der neuen Regierung mit starten Worten angekündigten Mastnahmen zum 5d)u n€ der schwer notleibWnben Land wirtschaft und der gefährdeten O st - Provinzen. Wir sind völlig darüber einig, dast : wir für diese Regierung und ihr Handeln nicht die mindeste Verantwortung tragen. Wir sehen aber | keine Veranlassung, dem Reichslandbund in den Arm zu fallen, wenn er die Verantwortung übernehmen will. Wir sind der Meinung, dast G e - ' a h r i in Verzüge ist und daß bei allseitigem guten Willen die Retiungsmaßnahmen für die Land wirtschaft und des Ostens noch vor der Osterpause ausgearbeitet werden können. Wir fürchten, daß die । Zusammensetzung der preußischen Re- . gierung und der heutige Aufbau der Preußen- lasse ein e r n st e s Hindernis für die erforderlichen Maßnahmen bilden werden An dem von 3)crm Schiele und der deutschnationalen Fraktion Hugenberg, der Führer der Deutschnationalen, spricht. U Ve„ verlangten Zahlungsaufschub für die not- seidend-m Gebiete wird mcht vorbeizt'knnrmen sein. Den polnischenHandelsvertrag werden wir entsprechend unserer bisherigen Haltung auch jetzt a b l e h n e n. Die Regierungserklärung ist in keiner Weise geeignet, das Mißtrauen zu zerstreuen, das wir angesichts der Zusammensetzung der Regierung Brüning hegen. Der Wille zur Weiterführung des bisherigen Erfüll ungskurses in der Außenpolitik wird durch die Beibehaltung des Außenministers C u r t i u s zum Ausdruck gebracht Auch die Beibehaltung bc& Ministers Wirth bestätigt diesen Willen. Die Regierungserklärung lagt auch nitzts über die Ausnutzung aller Wehrmöglichkeiten durch die Einsetzung der Baurate für den Panzerkreuzer 14 in den Haushalt. Wir vermissen auch die Ankündigung der Aufhebung der Maßregelung Thüringens Wir haben seit Monaten betont, daß wir zu einer Zusammenarbeit mit den nichtmarristischen Parteien bereit sind, wenn sie sich auf die Rettung von Staat und Wirtschaft vor dem Marrismus und auf die Freiheit Deutschlands richtet und Reich und Preußen gleichmäßig umfaßt. Dos mit der Absicht der Sprengung der Deutschnationalen Partei, zugleich unter Mißbrauch des Rainens uiib Ansehens des Reichspräsidenten gebildete neue PartcUablnett der Mitte ist ein nicht überycugcnbcr Versuch, diese Tatsache zu verschleiern. Das finanzielle Programm der Regierung findet, da es in erster Linie neue Steuerbelastungen mit sich bringt, nicht unsere Zustimmung. Aach dem Gesagten haben wir gegenüber den Absichten und der Zusammensetzung des neuen Kabinetts ein weitgehendes Mißtrauen. 3n erster Linie gründet sich dieses Mißtrauen aus die Aufrechterhaltung der Koalition mit dem Marxismus in Preußen Md auf der der not onalcn Rechten gegenüber bekundete Haltung. Wir werden zu dem uns richtig erscheinenden Zeitpunkt die Folgerungen aus diesem Mißtrauen ziehen. Als Abg. Hugenberg s eine Erklärung beendet hat, kommen von den Nationalsozialisten laute Pfui- Rufe. Es folgt nun die namentliche Abstimmung über die gleichlautenden Mißtrauensanträge der Sozialdemokraten und Kommunisten. Mit 253 gegen 187 Stimmen werden die Mißtrauensanträge a b • gelehnt. Von den Kommunisten kommen Ruse: „Hugenberg erspart euch den Wahlkampf!" — Abgesehen von den wegen Krankheit und aus sonst.gen Das Kabineti geht an die Arbeit. Agrar- und Osthilfe mit dem Etat unlösbar verbunden. Berlin, 3. April. (LAB.) Aach der kabinelts- fihung begann heule abend um 5.30 Uhr eine B e - fpredjung des Kanzlers und einiget Ressortminister mit den Parteiführern. Mit diesen beiden Sitzungen ist das Kabinett in die sachliche Arbeit eingetreten. Zweifellos ist in der heutigen Kabinettssihung auch über die Frage gesprochen worden, ob dos Kabinett aus der Form der Rede des d e u t s ch n a t i o n a I e n Partei- oorsihenden noch Konsequenzen ziehen solle. Ls ist aber darauf verzichtet worden, weil das Kabinett es für richtiger hielt, sobald wie möglich an diewichtigen gesetzgeberischen Ausgaben heranzugehen Für diese Haltung war mitbestimmend, dah die Drohung Dr. hugenbergs, die Deutschnationale Bolkspartei werde bei der Erledigung der Sfeueroorlagen eine andere Haltung einnehmen, in Regierungskreisen sehr ruhig ausgenommen wird Für die Reichsregierung find Agrar - und O st Hilfe unlösbar mit der Deckungsfrage verbunden, und sie wird zweisetlos eine Form wählen, die es unmöglich macht, die Agrar- und Ostvorlagen anzu- nchmen und die Deckungsptäne abzulehnen. Die Steuerentwürfe liegen dem Reichstag bekanntlich bereits vor. Die beiden anderen Vorlagen werden ihm bis Mittwoch nächster Woche zugehen. In Kreisen des Kabinetts rechnet man damit, dah die Steuer- und Agrarfragen noch bis Ostern erledigt werden und dah dann gleich nach den Feiertagen auch das Ost Programm verwirklicht werden kann. Diese taktische Behandlung wird als ein Zug-um-Zug-Geschäft bezeichnet, das nach der Ansicht, die man in den Regierungskreisen hört, auch die Verabschiedung der Finanzgesehe sichert, wenn die deutschnationale Fraktion sich nicht in Gegensatz zu ihrer heutigen Haltung und zu den Forderungen des Reichslandbundes stellen will. Die heutige Besprechung mit den Parteiführern galt den Ltatssragen. Sie wurden so weit gefördert, dah der Steuerausschuh morgen vormittag mit der Beratung der Deckungsoorlagen beginnen kann. Am Anfang der Verhandlungen werden die Erhöhungen für Benzin und Benzol stehen. Ls hat sich allerdings als notwendig erwiesen, dah die neu zur Regierung hinzugetretenen Gruppen genauer informiert werden. Deshalb ist verabredet worden, dah der Reichsfinanzminister mit ihnen eine besondere Besprechung abhött. Irgendwelche Schwierigkeiten haben sich in der partei- sührerbesprechung nicht ergeben. Vielmehr wird uns von unterrichteter Seite versichert, dah der verlaus durchaus auf erfolgreiches Arbeiten hoffen lasse. Die Frage der Arbeitslosenversicherung ist heute noch nicht berührt worden. Sie wird auch zunächst noch keine Rolle spielen. Ls handelt sich für die Regierung darum, d i e Deckung für noch etwa 7 0 Millionen Mark zu beschaffen. Die Reichsregierung wird übrigens von der Versicherungsanstalt auch ein Gutachten über die Möglichkeit von Einsparungen einforbern. Es steht schon jetzt fest, dah eine Verminderung der Leistungen nicht eintreten wird. Man glaubt vielmehr, durch Reformen I n der Verwaltung und durch größere Freiheit für bie Arbeitsämter die Deckungsschwierigkeiten zu oerminbern. (volksp.) erklärt: Wenn Geheim^ reu n den Hugenber n Hugenbergs ist helle Em. Es wird ohne Zweifel zu erheblichen p ö r u n fl. g völlig unverändert aufrecht- halten. Sie hat nur gesichert, daß unbe- lun diesem Mißtrauen zu ziehen.' Die um te Schwierigkeiten. Zunächst ent» das Kabinett Brüning jetzt die hat, parlamentarisch zu Auf stehen einige scheidend ist, daß Möglichkeit regieren. Die „D.A.Z." Auseinandersetzungen kommen. So oder so, für Hugenberg werden bie Folgen peinlich fein. Der ..Lokal- An zeiger" (Hugenberg) unterstreicht die Erklärung Hugenbergs, daß dos Kabinett Brüning das Vertrauen der Deutsch- nationafen in keiner Weise besitzt. „Die Kern- truppe der nationalen Opposition hat ihre Dtel- dingt erforderliche praktische Maßnahmen nicht auf dem Papier stehen bleiben, sondern unverzüglich in dem ^lmsang^ wenigstens durchgeführt werden, der im.Augenbuck erreichbar ist. Ist dies geschehen, so hat es die deutschnationale Reichstags! raktion in der Hand, im ihr richtig erscheinenden Augenblick die Konsequenz au« u. a.: Ein großes, seit langem eingesetztes politisches Spiel hätte mit der Abstimmung Aur- Abschluß gebracht werden sollen, nämlich die Deutschnationalen zu trennen. Des • Führer der Deutschnationalen habe nun bei bet rot Hugenberg zu der jetzigen Schwenkung sich entschlossen hat, so geschah das offensichtlich, um die im äußersten Maße bedrohte Einheit der Deutsch- nationalen Partei noch einmal zu retten. Praktisch bedeutet der Entschluß der deutschnatio- nalen Fraktion einen großartigen Erfolg der Politik des Ministers Schiele und seiner Berater. -- Die „B ö r s e n - Z e i t u n g" (volkskons.) erblickt in der Rede Hugenbergs mehr den persön- lieben Versuch, die nach den letzten Ereignissen überraschende Stellungnahme des deutschnat.onalen Par- teivorsitzenden vor den Wählern verständlich zu machen, als ein wahrheitsgetreues Spiegelbild der Auf- fasfung der beutschnotionalen Reichstagssraktion. 9m „B ö r s e n - C o u r i e r" (dem.) wird ausgeführt: Der Alles- ober Nichts Politiker Hugenberg, der unter jeher Bedingung das Kabinett zu Fall bringen wollte, ist unterlegen. Aber der Parteioor-' sitzende Hugenberg ist gerettet. Seine Partei ist nicht zerschlagen. — Das christliche Gewerkschaftsblatt „Der Deutsche" äußert sich, das Ganze ist ein Uinsall, wie man ihn nicht für möglich gehalten hat. Einige der Radikalen im Hugenberglager sind es. Sie machen auch kein Hehl aus ihren Mißvergnügen. Bei den nationalsozialistischen Echo der presse. Berlin, 3. April. (ERD.) Die überraschende Wendung in der Haltung der Deutschnationalen gegenüber dem Kabinett Brüning wird in den Berliner Blättern eingehend kommentiert. 3n der .Germania" (Zentr.) heißt es: Wenn Hu- a e n b e r g etwa noch ein politisches Ansehen als Führer einer großen Partei zu verspielen hatte, dann dürste dies heute geschehen sein. Diese Rede Hugenbergs hat jedenfalls das eine bewirkt: Zwischen ihm und seiner engeren Gesolgschafi einerseits und dem Kabinett und den hinter ihm stehenden Parteien andererseits ist eine klare weithin sichtbare Scheidung erfolgt. Wenn Hugenberg dem Kabinett taktisch zu einem wirklichen Erfolg verhalfen hat, dann ist das alles, was ihn mit dem Kabinett heute und in Zukunft verbindet. Das „B. T." (dem ) schreibt: Das Ergebnis der heutigen Sitzung läßt sich in die zwei kurzen Sätze zusammeirfasscn: Die Entscheidung über dos Kabinett Brüning ist vertagt, Huaeirberg hat eine schwere Riederlage erlitten. Die .Voss. Zeitung" (dem.) sagt: Dr. Brüning macht sich über Hugenbergs Drohungen zunächst kaum Sorgen. Wenn man so tief umgesallen ist, wie heute der deutschnationale Parteiführer, dann macht das „Deut.sche Zeitung" (alldeutsch) ist überzeugt, daß die deutschnationale Fraktion, di« nur ein Zuwarten b i s Ostern zugestan- den hat, den Kampf aufnehmen wird, wenn die Frist bis dahin nicht wirklich für entscheidend« Rettungsmaßnahmen zugunsten der deutschen Landwirtschaft ausgenuht wird. ..Do betrachtet, könnte das heutige Verhalten der deutschnationalen Fraktion als Ergebnis des Willens zur sachlichen Arbeit angesehen werden. Es wird sich spätestens bis Ostern zeigen, ob diese Auffassung gerechtfertigt ist." Der ,T a g" (Hugenberg) schreibt in einem „Das entlarvte Spiel" überschriebenen Artikel Gründen beurlaubten Abgeordneten haben an der A b st i m m u n g nicht t c i I g c n o m m e n ; bei den S o z i a l d e m o k r a ten die Abgeordneten Beimß, Dr. Braun, Frölich Thüringen, Gras, 5)er- mann, Großmann, Dr. Hilserding, Zocker, Lübbring, Müllxr-Fronken, Frau Pfülf, Dr. Remmele-Baden, Schlicke, Schmidt-Berlin, Schreck-Bielefeld: bei den Deutschnationalen die Abgeordneten Dr. Bong, Haag, Soth: bei den Demokraten der Abgeordnete Lemmers. Bei den K o m m u n i ft e n fehlten sieben Abgeordnete. — Als beurlaubt fehlten bei den Sozialdemokraten neun Abgeordnete, bei den Deutschnationalen 2, bei den Demokraten ebenfalls zwei Mitglieder. Abstimmung einen Schachzug getan, der das ganze, seit vielen Monaten aufgebaute Spiel über den Haufen geworfen habe. Indem er die Negierung gezwungen habe, die Erklärung abzugeben, noch vor der Oster- pause die von ihr versprochenen Agrarmaßnah- men dem Reichstag vorzulegen, zugleich aber in rücksichtsloser Weise Charakter und Ziele des Kabinetts Brüning vor der Oeffentlichkeit klarstellte, habe er verhindert, daß, wie bei der Dawesabstimmung, die Deutschnationale Partei zersplitterte. Er habe sich nicht beiseiteschieben lassen, sondern das Kabinett sozusagen unter Aufsicht genommen. Der Minister Schiele bekomme eine Rückendeckung, die es ihm gestatte, ganz anders als bisher auf Klärung zu dringen. Als die deutschnationale Reichstagsfraktion unter der Führung Hugen- bergs durch die geschlossene Ablehnung des sozialdemokratischen Scheinmist trauensantrages dem Kabinett Brüning die befristete Möglichkeit gegeben habe, seine landwirtschaftlichen Derspre- chungen in Laten umzusetzen, sei das große politische Spiel zerschlagen gewesen' den deutschen Bauern aus der nationalen Front heraus- zuködern. (Stimmen des Auslands Die Pariser Presse zur Abstimmung im Reichstag. Paris, 4. April. (WTB. Funkspruch.) Die gestrige Abstimmung über die Misttrauensan- träge im Reichstag wird fast von der gesamten bürgerlichen Presse als ein eindrucksvoller Sieg des Kabinetts Brüning bezeichnet. So schreibt «Matin", der deutsche Bürgerblock Hobe einen großen Erfolg davongetrogen dadurch, dah er die letzten, Hugenberg kreuze- bliebenen Reserven gezwungen habe, ihre Opposition aufzugeben und produktive Archeit zu leisten. — „3ournal“ meint, die Regierungsmehrheit, die alle Erwartungen übertroffen habe, sei auf die energische Haltung des Reichskanzlers zurückzuführen, der es abgelehnt habe, sich in eine Diskussion mit den Rationalisten einzulassen. Die Börse sei gestern sehr fest gewesen. Alle wirtschaftlichen und industriellen Organisationen Deutschlands sprächen sich eine nach der andern zugunsten des Reichskanzlers aus. — Das «Echo de Paris" erklärt, Reichskanzler Brüning habe jetzt die Möglichkeit, mit parlamentarischen Mitteln zu regieren; nichtsdestoweniger bleibe die Drohung der Rcichs- tagsauflvsung bestehen. — «Bolonts"" sagt, man habe seit langem nicht mehr in einem Parlament eine so energische und freimütige Sprache gehört. Der neue Reichskanzler schöpfe diese Energie wohl erstens aus dem Bewußtsein, dah er eine gute Sache vertrete und ferner aus dem B er trauen, das ihm der Reichspräsident bewiesen habe. — «Oeuvre" fürchtet, dah der Erfolg des Kabinetts Brüning von kurzer Dauer sein werde, da das Kabinett nur dank der Llnterstühung der Deutschnationalen oder vermöge des Wohlwollens der Sozialdemokraten leben könne. — Die sozialistische Presse, namentlich der «Popu- laire", vertritt den Standpunkt, daß man in Deutschland nicht gegen die Sozialdemokraten regieren könne. Zia'ieni/cher Glückwunsch für Brüning Rom, 4. April. (WTB. Funkspruch.) P o - Polo di Roma veröffentlicht unter der Heber- schrift «Glückwunsch" einen längeren Artikel zu der Ablehnung der Mißlrauensanträge ge en das Kabinett Brüning, in dem das Blatt in erster Linie darauf hinweist, dah Brüning die deutsche Landwirtschaft wieder zu Ehren bringen wolle. Es spricht schließlich den Wunsch aus, idah in Deutschland durch diese Maßnahmen wieder bessere wirtschaftliche Verhältnisse ein treten werden. Ein letzter Versuch Rückzug der kommunistischen Agrarpolitik in Nutzland. Moskau, 3. April. (WTB.) Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei veröffentlicht einen Beschluß, wonach das Zentralexekutivkomitee und der Rat der Volks.ommissare den Kolleklivwirts^aften eine Reihe von Ver -> günftigungen gewähren, die die Lage dieser Wirtschaften und ihrer Mitglieder verbessern sollen. Den Kollektivwirtschaften werden im laufenden Fahre Kredite in Höhe von 500 Millionen Rubel gesichert. Lseberfällige Schulden für Kredite, die auf die Kollektivwirtschaften entfallen, sowie überfällige Schulden, die die Kollektivwirtschaften von den ihnen beigetretenen Bauern übernahmen, werden bis zum Schluß des Wirtschafts ahres gestundet, wobei diese Schulden in Raten entsprechend dem Eingang der Einnahmen aus Ackerbau und Viehzucht zu tilgen sind. Sämtliche Geldstrafen, auch gerichtliche Geldbußen, die wegen Rlchtentrichtung landwi.tschaftlicher 2lbgaben usw. den den Kollektivwirtschaften beigetretenen Bauern bis 1. April 1930 auferlegt wurden, wer- ben erlassen. Sämtliche Beiträge an Kreditgenossenschaften und Kon'um- genosjenschaften sind lediglich freiwillig zu entrichten. Tie Abzahlung der Schulden für das in den Besitz der Kollektivwirtschaften ubergegangene eingezogene Kulakeneigentum wird den Kollektivwirtschaften überlassen. Das private Eigentum der Kollektivwirtschaftsmitglieder an Arbeits- und Schlachtvieh sowie das Einkommen aus individueller Arbeit werden durch *die neuen Maßnahmen 1d e ! t g e ö_e n b g e sch ü tz t und gefördert. Die Moskauer Regierung befindet sich in großer Sorge, weil sich einwandfrei herausgestellt hat, dan die E r n t e e r t r ä g n i ss e im kommenden Herbst so weit hinter den Voranschlägen Zurückbleiben werden daß mit einer Er - n a b r u n g g f a t a ft r d $ e gerechnet werden muß. Im letzten Augenblick wird nun versucht mit der Landwirtschaft Frieden zu schließen und sie zu bewegen, noch nachträglich die Aussaatflächen zu vergrößern. Am schlimmsten scheint es in dieser Beziehung in den sogenannten Kolek- tivwirtschaftenzu stehen, in die die Bauern hineingepreßt worden sind. Die meisten dieser Wirtschaften befinden sich in einer äußerst schlechten Lage. Es fehlt an Maschinen, es fehlt an Bi eh, außerdem darf nicht übersehen werden, daß in diesen Sowjetbetrieben sich niemand überanstrengt, so daß schon hier sich so ziemlich keine Hoffnung der'Moskauer Regierung erfüllen wird. Man will den Kollektivwirtschaften jetzt einen Anreiz durch Steuerbefreiung geben. Darüber Der Äat des MrWastsniiniflenMS verabschiedet Aufhebung des Gewerbemuseums in Darmstadt beschlossen. WHP. Darmstadt, 3. April. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages beriet die restlichen Kapitel des Haushalts des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft zu Ende. Ohne wesentliche Aussprache wurden die gewerblichen Kapitel 86, Reichsversicherung (103 050 Mark Einnahmen, 370 492 Mark Ausgaben), und 87, Schlichtungswesen (34 100 Mark Ausgaben), angenommen. Kapitel 88: Arbeitsnachweis, Wohlfahrtspflege mit 3 574 500 Mark ergab eine längere Aussprache. Die zahlreichen kommunistischen Anträge wurden sämtlich abgelehnt. Annahme fand ein Zentrumsantrag für verstärkten Schutz älterer Arbeitnehmer bei der Reichsregierung vorstellig zu werden. Der Ablehnung verfiel der volksparteiliche Antrag, die Zuschüsse des Staates zu den Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände für Fürsorgezwecke nach einem einheitlichen Prozentsatz zu gewähren. 'Bei Stimmenthaltung des Zentrums wird mit den sozialdemokratischen Stimmen deren Antrag angenommen, bei der Reichsregierung dahin tior# stellig zu werden, daß alle Personen und Körperschaften mit laufendem Einkommen oder Vermögen die zur Einkommens-, Körperschafts- und Vermögenssteuer veranlagt sind, aber keine Arbeitslosenversicherung bezahlen (freie Berufe, Reichs-, Staats- und Kommunalbeamte) z u d e - ren Leistung herangezogen werden sollen. Mit 8 zu 4 Stimmen angenommen wird der sozialdemokratische Antrag, alle über 60 Fahre alten, erwerbsunfähig gewordenen Personen, die trotz wirtschaftlicher Lebensführung auf die öffentliche Fürsorge angewiesen sind, den Kleinrentnern gleichzustellen. — Auf eine volksparteiliche Anfrage wird von Regierungs- se'ite erklärt, daß die Verteilung der Mittel für die gemeinnützigen Rechtsauskunftsstellen durch eine Kommission des Landtags' erfolgt sei. Allerdings sei diese Kommission nicht vom Landtage gewählt worden. Ein volksparteilicher Antrag, in diese Kommission auch Dartreter der Rlchtregierungsparteien hinzuzu- ziehen, wird abgelehnt. Kapitel 89, L a n d e s k r e d i t k a s s e, mit 18 000 Mk. Einnahmen und Ausgaben wird nach kurzer Aussprache genehmigt. Bei Kapitel 90, Bergbau, mit 2010 Mk. Einnahmen und 30 292 Mk. Ausgaben wird angeregt, dieses Kapitel mit der Geologischen Landesan- stakt zusammenzulegen, da der Oberbergrat ja gleichzeitig Direktor des Landeseichamtes fei. Von Der Regierung wird eine entsprechende Prü- fiuig zugesagt. Bei Kapitel 93, Gewerbeaufsicht, mit 169130 Mk. Ausgaben teilt die Regierung mit, daß das Wormser (Seteetbe- aufsichtsamt aufgegeben und Mainz angegliedert werden soll. Das Kapitel wird ebenso wie Kapitel 94, Dampskefselprüfung, mit 217 000 Mk. Einnahmen und 126 787 Mk. Ausgaben und Kapitel 95, Eichwesen, mit 365 800 Mk. Einnahmen und 235 607 Mk. Ausgaben genehmigt unter Llblehnung kommunistischer Anträge. Kapitel 96: Gewerbemuseum und Bibliothek veranlaßt eine längere Aussprache über die Frage der Aufhebung dieses Fnstituts, für die sich der Minister einsetzt. Der volksparteiliche Vertreter seht sich energisch für die Erhaltung ein. Man besitze hier ein vorbildliches Gewerbemuseum, um das sich andere Städte reihen würden, während man hier eine ausgezeichnete Einrichtung aufgeben wolle, um rund 24 000 Mk. zu sparen. Auch der Vertreter der Volksrechtpartei tritt für die Erhaltung ein. Das Kapitel wird gegen die Stimmen der Volkspartei und der Volksrechtpartei genehmigt und damit die Ein- gaben für Erhaltung des Fnstituts für erledigt erklärt. — Schließlich werden noch Kapitel 97, Chemische Prüfungsstation für die Gewerbe, 69 410 Mk. Einnahmen und Ausgaben, sowie Kapitel 99, Kunstgewerbliche und Gewerbliche Zwecke usw., 32 550 Mk. Ausgaben, verabschiedet. hinaus soll es aber den Dauern wieder frei» stehen, die Sammelgüter zu verlassen und ihre eigenen Aecker zu bewirtschaften. Damit hat die Moskauer Regierung vox den Dauern den Rückzug auf breitester Front angetreten, das Chaos in der russischen Landwirtschaft wird sich aber dadurch nicht mehr beseitigen lassen, weil die Zerstörungen schon zu to ei t um sich gegriffen haben. Oie Religionsverfolßung?« in Rußland. Englands diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion. London, 2. April. (TU.) Der Erzbischof von Canterbury hielt im Oherhaus eine Rede, in der er sich eingehend gegen die religiösen Verfolgungen in Rußland wandte. Er erflü.te, daß die Sowjets sich gegen jede Gotteslehre wenden. Alle Kirchen würden als Feinde des normalen Aufbaus bezeichnet. Ihm lagen Berichte vor, wonach 1929 395 Kirchen und 78 Klöster, 50 Synagogen und 38 Moscheen geschlossen worden seien. Nach weiteren Angaben sei damit zu rechnen, daß außerdem noch mehrere hundert Kirchen geschlossen worden seien. Aus religiösen Gründen seien 71 Per- fönen erschossen und 112 Personen z u Gefängnis st rasen verurteilt worden. Es sei kein Zweifel darüber, daß eine britische Vertretung in Moskau von Vorteil sei und daß man auch einen Vertreter der Sowjets in London sehen müsse. Aber diese Vorteile entbänden die britische Regierung nicht ihrer Verantwortung. Früher oder später würde die britische Regierung gezwungen sein, der Sowjetregierung mitzuteilen, daß diese auf die Stimmung in Großbritannien Rücksicht nehmen müße, "falls die diplomatischen Beziehungen zufriedenstellend bleiben sollten. Sn der Religionsfrage sei man in England wohl einer Ansicht. Lord Parmoor erklärte für die Regierung, daß die Regierung nicht die Absicht habe, wegen der Kirchenfrage die Beziehungen zu Rußland zu verschlechtern. Es sei überaus schwer, abzu- sthen, welche Wirkungen eine Einmischung der britischen Regierung in die Religionsfrage mit sich bringen würde. Er sei im übrigen der Ansicht, daß der in Rußland geübte Terror in den letzten Jahren nicht sch'immer sei als in den letzten zehn Jahren überhaupt. — Discount Brentford betonte für die Konservativen, daß die Regierung doch wohl in der Lage sein würde, freund schaftliche Vorstellungen bei der russischen Regierung im Sinne des Erzb.schoss von Canterbury zu erheben. Der liberale Führer Lord Buckmaster, führte aus, daß er mit dem Erzbischof übereirftimme; er bezeichnete es als wünschenswert, daß E: g'and erklärte, daß es die Vorgänge in Rußland verabscheue. Der Erzbischof von Canterbury betonte, er hoffe, daß freundschaftliche Vorstellungen zum mindesten eine gewisse Wirkung auf Sowjet- rußland ausüben würden. D e überalterte Flotlentonfe enz Keine Aussicht ans ein Ergebnis. London, 4. April. (CAB. FunJpruch.) Die Flottcnkonserenz gerät immer mehr in eine Atmosphäre der Gereiztheit und brr Verstimmung. Man hat den Eindruck, dah jeder der Teilnehmer nur darauf wartet, daß der andere den Vorwand zum Abbruch der längst geschei- ' terten Konferenz liefert, daß aber keiner dieses Odium auf sich nehmen möche, und so die Konferenz nicht leben und nicht sterben kann. Englands Entgegenkommen gegenüber den französischen Paktwünschen sollte die Konferenz, auf die Macdonald so große Hoffnungen gesetzt hatte, retten. Aber eine ehrliche Formel, die den Franzosen militärische ünterftü*)ung gesichert und den Engländern keine neuen Verpflichtungen auferlegt hätten, ließ sich natürlich auch auf dem Wege der „Fnterpretierung" des Art. 16 der Dölkerbundssahung nicht finden und überdies stellte sich heraus, dah die französische Delegation jetzt, wo man auf die Sicherheits- frage eingeht, plötzlich keinen Zusammen- h a n g zwischen ihr und der Flottenabrüstung anerkennen wollte. Damit ist auch für England jedes Fnteresse cm weiteren Verhandlungen mit Frankreich geschwunden, und es ist wohl kein Zufall, dah Driand, der im Laufe des gestrigen Tages mit Henderson zusammenzukominen hoffte, zu seiner Enttäuschung hören mußte, daß der britische Außenminister durch ägyptische Verhandlungen z u sehr in Anspruch genommen sei und nicht eine halbe Stunde erübrigen könne. Daraufhin wurde auch bei der französischen Delegation der Pessimismus zur offiziellen Stimmung, und man ließ durch Per- tinax im «Daily Telegraph" erklären, daß Driand es für das Beste halten würde, wenn die Konferenz unbedingt vor Ostern abgeschlossen würde, da eine allzu lancse Fortsetzung unerwünschte Folgen zeitigen würde. Einige dieser Folgen seien bereits in einev sehr beklagenswerten Verschärfung der französisch-italienischen Beziehungen sichtbar. Diese Verschärfung ist tatsächlich fast das einzige, was mit Sicherheit als Ergebnis der Konferenz feststeht, denn das Streben nach einem Mittelmeerpakt auf französischer, und die Forderung nach Parität auf italienischer Seite fjaben das ganze Mißtrauen. das die «lateinischen Schwestern" gegeneinander hegen, vor aller Oeffentlichkeit enthüllt. Fedenfalls ist es ein Erfolg der Abgesandten Mussolinis, die gleichfalls schon zum Aufbruch rüsten, eine moralische Fso- lierung Ftaliens in London verhindert zu haben. Aufgeklärter politischer Mord in Aauen. Rauen, 3. April. Am 12. August 1928 wurde der landwirtschaftliche Verwalter Hans Mal- cher, Angehöriger des Stahlhelms, auf öcr Chaussee Rauen—Wustermark mit vielen Stichwunden aufgesunden, denen er am Tage vorauf im Rau euer Krankenhaus erlag. Die damals angeslellten Ermittlungen verliefen zunächst ergebnislos. Fetzt ist es gelungen, die Arbeiter Karl Scharf- Dyrotz, Voigt und Otto Harnack, beide aus Wustermark, und Har- w a n s k i aus Staaken, die sämtlich dem Roten Frontkämpferbund angehörten, als Täter zu ermitteln. Sie haben nach eingehenden Vernehmungen gestanden, aus politischer Rache einem Angehörigen des Stahlhelms auf- gelauert und dabei Hans Malcher erstochen zu haben. Sie sind ins Polizeigesängnis Rauen eingeliesert worden. Der Schweriner Fememord vor dem chö ericht. , Leipzig, 3. April. (WTB.) Das Reichsgericht hat das freisprechende Urteil des Schwurgerichts Schwerin, vor dem sich der Leutnant zur See a. D. Richard Eckermann wegen Anstiftung zum Mord an dem vermeintlichen Spion der Schwarzen Reichswehr, Beyer, zu verantworten halte, aufgehoben und die Sache an das Schwurgericht R o st o ck z u r ü ck v e r w i e s e n. In der Urteilsbegründung wird ausgcfährt, von einem rechtswidrigen Angriff Beyers am Tatort zur Zeit der Tat könne nicht die Rede fein. Es fei nicht erwiesen, daß Beyer am Tatort selbst im Besitz militärischer Geheimnisse gewesen sei, ebensowenig, daß er unter den damaligen Verhältnissen Geheimnisse an andere zu verraten im Begriffe war. Der Angeklagte könne sich auch nicht darauf berufen, daß die Tötung des B. wegen einer künftig drohenden Gefahr gerechtfertigt gewesen fei. Der Freispruch sei somit nicht zu halten. Aus alter Wett. Cosima Wagners letzte Fahrt. Bayreuth, 3. April. (WTB.) Aus nah und fern waren heute die Freunde des Hauses Wagner herbeigekommen, um Cosima Wagner das letzte Geleit zu geben. Die Mitglieder der Familie Wagner, die nächsten Freunde des Hauses und die geladenen Gäste versammelten sich gegen 10 Ahr in der Musikhalle der V i l l a W a h n s r i e d, wo die Leichenfeier stattfand. Sodann wurde der Sarg von Polizeibeamten nach dem bereitstehenden Leichenwagen getragen. Die Straßen, die der Zug passierte, waren von Tausenden von Menschen umsäumt. Der Sarg wurde dann von einem Auto des Coburger Krematoriums übernommen. Die Men» schenmenge entblößte ihr Haupt und nahm so stummen Abschied von der Ehrenbürgerin der Stadt. Fm Coburger Krematorium fanfr dann die Einäscherung statt. Als nächste Familienangehörige waren SiegfriedWag- ner mit Gattin und seinem Sohn Wieland zugegen. Erschienen waren ferner u. a.: der Fürst zu Hohenlohe-Langenburg mit Familie, Vertretungen des Königs Ferdinand von Bulgarien, der herzoglichen Familie von Sachsen Koburg-Gotha. der Regierungspräsident von Oberfranken Dr. v. Strößenreuther, Oberbürgermeister Preu, Bayreuth, und Rechtsrat Dehler für die Stadt Coburg. Dem Wunsche der Verstorbenen entsprechend wurde die Feier mit dem vom Chor des Landes- theaters Koburg gelungenen Pilgerchor aus Tannhäuser eingeleitet, worauf Stadtrat P i- st o r i u s. Coburg, die Gedächtnisrede hielt. Professor du Moulin»Eckard t, München, feierte die Verstorbene als Trägerin der deutschen Kultur und des deutschen nationalen Empfindens. Regierungspräsident v. Strößenreuther legte im Auftrage des bayerischen Kultusministers, Oberbürgermeister Preu im Ramen der Stadt Bayreuth. deren Ehrenbürgerin die Verstorbene war, Kränze nieder. Mit dem vom Bochröder-Qr^ - tett des Landestheaters gespickte»-Karfreitags-Zauber aus Parsival endete die Feier. Die Kaiserin von Abessinien gestorben. Addis Abeba, 4.April. (WTB. Funkspruch.) Am Mittwoch ist die Kaiserin Judith von Abessinien im Alter von 54 Jahren gestorben. (Seit einigen Jahren hat der Ras Tafari, ein entfernter Vetter der Verstorbenen, die Regierung geführt. Er ist im Jahre 1891 geboren und wurde 1928 zum Regenten und Negus erklärt. Der neue Kaiser hat feinen Wohnsitz nach Guebbi verlegt, wo die unter seinem Befehl stehenden Truppen zusammengezogen sind. Bisher herrscht im Lande Ruhe. Explosionen in aller wett. Fn dem 25 Kilometer von Philadelphia entfernten Orte Devon ereignete sich in den Anlagen der Pennsylvania Fireworks Company eine Reihe von Explosionen, durch die zehn Personen getötet und fünfzig Personen verletzt wurden. Die Explosion, die auf viele Meilen verspürt wurde, hat großen Schaden verursacht. Der Luftdruck war so stark, daß in der unmittelbaren Umgegenb des Änglücksortes Automobile einfach weggeschleudert wurden. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine gewaltige Aufregung. Die Einwohner eilten aus ihren Häusern auf die Straße hinaus, wo sie die Luft voll Rauchwolken und Trümmern fanden. * In Neuyork, auf dem unteren Broadway zwischen der 28. und 30. Straße, erfolgte i n b e n unterirdischen Kabelleitungen eine schwere Explosion, durch die das Straßenpflaster weithin aufgerissen und die anliegenden Gebäude stark erschüttert wurden. Mehrere Passanten wurden verletzt. Von der Polizei wurde sofort die Räumung aller Häuser in b^r Gegend der Explosion, in der auch mehrere Theater liegen, angeordnet. Die Räumung der Gefahrzone geschah, da befürchtet wurde, daß entweichende Gase in die Untergeschosse der Häuser eindringen und weitere Explosionen verursachen würden. Im Finanzdistrikt zeitigte es Verwirrung, da infolge der Explosion etwa 4000 Telephonleitungen, darunter auch die Privatlinien der 2/caflerftuben zur Fondsbörse lahm- - gelegt waren. Die Wetterlage. (If I 6*5 mit« ' ertiit** JA Staat du’w ff£ll 6ri daü. S haben N«* üb« ÄÄ l“ «Mi« ** Ä: *«S ää jMsrecht tonnen erhalten, wenn die ü Betracht kommen 1 beschleunigt 3m ZusammeF ’latiftifen der Ai tzisenbahnverle Keschnellstet in England ge Frankreich ei Stelle Deut! hingettiesen, dah Reichsbahn die wieder die TprkriegSze Geschwindigteit 1 Hannover m Auf der Streck ben 88,8, Der lin-Breslo tn werden. tsSauernkongres 9er Schnellric Titte verurteil Europäischen 2c ifchechvstowalen, Hatten) wegen drei Mitglieder Geldstrafe von jt geklagten gu brci rechniW der Mi den [it fäulbig Teichsgrenze mö ohne Paß » sein. Der 3erl imMnistische Derc ’+ftr ra Clcrml 7 Oerlii \ Wien O _ c Donnerstad, d.3. April. 1930,7b abds_. rX wJan Nsven' 74 ?/ 5 / © H- © ( 6 jq Paris Tujrr/S Irs -Wl-C K G wolkenlos 0 neuer. 0 halb bedeckt. ® wolkig, • Gedeckt • Regei^ * Schnee »Graupeln e Nebel R6rwit*rr.(§)Wlndstllle «O-» sehr •eichte o$i massige» Südsuowesi <5 stürmische- Nordwest Die Ptene fliegen mit dem winde Oie oei den Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an Pie Linien verbinden Orte rn-t gleichet* tu< neeresmveau umaerechneten Luftdruck ^Zetteroo raussage. Die Einwirkung von kontinentaler Kallluft des nördlichen Hochdruckcgebietes und Warmluft des westlichen Tiefs verursachen über Deutschland wolkiges, im südlichen Teile des Reiches mildes und sonst kühles Wetter mit vielfachen Niederschlägen, welche teils als Schnee auftreten. Die Luftdruck- ge^ensätze haben sich seit gestern wesentlich verschärft, namentlich die westliche Störung hat sich weiter vertieft und sich zu einem Sturmwirbel mit Barometerständen von 735 mm entwickelt. Die Wetterlage, welche von dem weiteren Zusammentreffen von Kalt- und Warmluft bei stärkerer Einwirkung des neuen Wirbels abhängt, wird sich veränderlich gestalten. Bewölkung und zeitweise Niederschläge treten auf und die Temperaturen steigen dabei spater an. Voraussage für Samstag: Kühles, wolkiges Wetter, später mild, teiltoeife Niederschläge, lebhaft wechselnde Luftbewegung. Lufttemperaturen am 3. April: mittags 7,7 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 4. April: morgens 2,2 Grad. Maximum 13,1 Grad, Minimum 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. April: abends 9,1 Grad: am 4. April: morgens 6,4 Grad Celsius. — Niederschlag 1,6 mm. — Sonnenscheindauer stunden. te >:r pri Gi • Jjj« ein unbefi S b|5 mich mci ■Mtnen Wor ytiung meiner J5 Einnspr Unheil. Mein Me s'ch nach Mrepraklisch^c 9ir ernten. id) denn auch ^r Montac Du r a j frei buk -te; iS» >urbe. jUr<“)tg Am 8-Z Mrlage. Das wäre meine einzige Hilfe. M. QI. Einsenden! Name: Adresse: Dieses Angebot gilt bis zum 30. Juni. Bitte senden Sie mir kostenlos Ihre neue Broschüre „Quäker Gesundheits=Ratschläge“. ■stad, 0,7* aMs. Wien .5 G f dem unteren Srontown »■Strnk erfolgte in den Kabelleitungen eine ch die das Straßenpslafler d die anliegenden (Betäube Mehrere Passanlen wurden ei wurde fofort die Räu- ■ r in be.r (Begenb der Lx- ehrere Theater liegen, mg der Gefahrzone geschah, h entweichende Gase in b:c [er einbringen und ©eitere würden. 3m Finonzdislrikt da infolge der Explosion hingen, darunter auch d e luden zur FvadrvSls« lahm- "J Donnerstags las ich: Nur Schafsköpfe und im Geist« Gebrochene zahlen mit ter Zukunft für die Vergangenheit. Stewart. Zch machte es daher umgekehrt. Ich zahlte mit einem Scheck aus glücklicher Vergangenheit, in der ich noch über ein Konto verfügte, und datierte das Papier eine Woche voraus. Ein Verfahren wegen Betrugsversuches schwebt gegen mich. Die umfangreiche Sonntagsnummer, die immer einen Tag früher erscheint, brachte ein ..Goldenes Wort", das schlimme Folgen haben sollte. 3ch las, lernte und hämmerte eS mir in mein Gehirn ein: Wenn die Menge dich umtobt, wenn eS stürmt aus Nord und West, stehe kalt und kampferprobt wie Granit und Felsen fest. Herwegh. ' Es war Geschäftsschluß und ziemlicher Andrang in der Straßenbahn. 3d) hatte auf der Hinteren Plattform einen Platz vor der Türe erkämpft. Der Schaffner wies mich fort. 3ch stand wie eine Eiche. Menschen mischten sich In unfern Streit. 3ch reckte, als Eiche, meine Aeste noch starrer. Ein Gewühl entstand. 3ch blieb. Wie Granit. Aber nicht lange. 3d) wurde verprügelt und zur Dahn hinausgeworfen, wobei ich mir doch immerhin derartige Verletzungen zuzog, daß meine Heber- führung in eine Klinik notwendig wurde. Mein Anwalt glaubt nicht, baß ich jene Zeitung haftpflichtig machen kann. Das einzige, was zu erreichen wäre, ist vielleicht, daß die Zeitung in Zukunft die „Goldenen Worte" mit dem kleinen Rach'ah versieht: ..Ohne Verantwortung der Schrift- le i t u n g." Vielleicht wäre aber auch die Frage juristisch noch zu prüfen, ob man die Erben bzw. Rechtsnachfolger der Herren Goethe und Horaz fassen kann. Quäker Nährmittel Gesellschaft m.b. H. d NhujAh ■jwEgsS ■‘tanen uW- Ober. !r,n die m B.om SoArfctot, 3n ter F r e i t a g - N u m m e r fand ich folgende Perle: Wer Früchte will nach Hause tragen, ter muß sie von den Bäumen schlagen. G e i b e l. Im Hinblick auf den mangelnden Herbst faßte ich das bildlich auf und schlug mir lediglich vor einem Delikatessengeschäft ein paar Bananen von einem Bündel herab, was nicht nur Hnen großen Aufkauf verursachte, sondern auch zu einer Anzeige wegen Mundraubs führte. Oder Diebstahl. Das wird sich noch entscheiden. Torbenen die W' nn e IUi J'a, Nierunn b Ns tos»- *a aller BJelL ” .bDn MadrIM ereignete sich lF'reworksCvmtänh^ die K Klonen dnleht Wien ücru,NL Der baß in der unmittelbaren ^rtes Automobil rudert wurden. Der De« ich eine gewaltige 2luf» Leuten aus ihren W. )MuS, tot) sie dir Lust n unb Trümmern Goethe irrte hinsichllich des Glücklichwertens. Don den Narren, die ich grüßte, will ich schweigen Aber bei der teilten Maid, die ich küßte, wurde ich der Polizei übergeben. Vermutlich wird das eine staatsanwaltschaftliche Angelegenheit, denn ich habe eine Vorladung .^Zwecks Untersuchung durch den Gerichtsarzt" erhalten. e Die Mittwoch.Nummer enthielt folgendes „Goldene Wort": Ein Scherz, ein lachend Wort entscheidet ost die größten Sachen treffender und bester, als Ernst und Schärfe. Horaz. 3ch hatte auf dem Finanzamt zu tun. Es war eine peinliche Auseinandersetzung mit einem höheren Bc- amten. Ich erinnerte mich an den alten, ehrlichen Horaz und brachte ganz unvermittelt einen älteren, aber derben Witz vor, worauf ich unter Klage- androhung wegen Beamtenbeleidigung hinausgeworfen wurde. Stunde gesonnt. Auch trifft das „hinterrücks ansahrcn'" nicht zu. sondern das Madel, daS nicht einmal bremsen konnte, fuhr, ohne Zeichen zu geben, verkehr-regelwidrig nach links und berührte dadurch das Hintere Ende meine- Wagens, allo fuhr mich an. 3ch habe von dem bedauerlichen Unfall erst durch den Artikel Kenntnis bekommen, sonst hätte ich mich selbstverständlich um das Mädel gekümmert. Bei der Kriminalpolizei habe ich obige Ausführungen zu Protokoll gegeben." Ein eigenartiges Kun ft werk wurde gestern in den Straßen unserer Stadt zur Schau ausgestellt: eine Standuhr aus Streichhölzern. Die Uhr hatte eine Hohe von 2,20 Meter, die Breite am Sockel betrug 70 Zentimeter und am oberen Teil 56 Zentimeter. Zu diesem Werk waren 1025 000 Streichhölzer — das Gewicht der ab» geschnittenen Köpfe betrug etwa 50 Pfund —, die alle aufeinander geleimt wurden, erforderlich: als Bauzeit wurden 3% Jahre angegeben. Das Ziffern, blatt und die Pendelfcheibe waren aus Streichholz. • köpfen hergestellt. Das Werk bestand aus Buchen« Holz und Knochen und läuft acht Tage lang Der Sockel wies als besonderen edjmurf die Ansichten: vorn das „Deutsche Eck in Koblenz", hinten Schloß Stolzenfels, links die Festung Ehrenbreitstein und rechts die alte Burg mit der Moselbrücke auf. Der Erbauer des eigenartigen Kunstwerks stammt aus Koblenz. Zum Transport bediente man sich zeit« gemäß eines Kleinautos. Große Strafkammer Gießen. * Gießen. 1. April. Ein Kassenbote, der seit 3ahren für mehrere Vereine die Beiträge einkasfierte, hatte das in ihn gesetzte Vertrauen schwer mißbraucht. Eine für ihn überraschend vorgenommene Revision ergab, daß insgesamt ein Betrag von 1850 Mk. fehlte. Während er früher über den Verbleib des Geldes nichts wissen wollte, gab er jetzt zu, das Geld zwar eingenommen, aber an bte einzelnen Vereine nicht abgeliefert zu haben. Da er für diese Unter« schlagungen feinen Grund angeben konnte, hielt daS Gericht die ihm von dem Schöffengericht auferlegte Strafe von 4 Monat Gefängnis für durchaus angebracht und verwarf kostenfällig die Berufung deS Angeklagten. Ein wegen Diebstahls wiederholt vorbestrafter Mann war in Bad-Rauheim nachts von einer Polizeipatrouille dabei erwischt worden, als er sich mit anderen an einem an einem Geschäftshaus angebrachten, mit Lederwaren ausgestellten Schaukasten zu schaffen machte. Bei feiner Festnahme ließ er einen Walzenrevolver zur Erde fallen. Die Munition hierzu wurde auf der Polizeiwache in seiner Westentasche gesunden, und außerdem in einer inneren Rocktasche noch ein Brecheisen, das genau in die Einbruchsspuren des Schaukastens paßte. Wegen versuchten schweren Diebstahls — er führte bei Begehung des Diebstahls eine Schußwaffe bei sich —, in strafschärfendem Rückfall und wegen verbotenen Waffentragens war er in erster 3nstanz ztu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 2 Monaten Zuchthaus verurteilt worden, außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 3ahren aberkannt und die Einziehung des bei der Tat benutzten Meißels, Revolvers und der Munition angeordnet. Die dagegen verfolgte Berufung hatte nur insofern Erfolg, als das Gericht das Vergehen gegen das Waffengesetz nicht al- eine selbständige Straftat ansah, so daß die Strafe jetzt auf 1 3ahr Zuchthaus lautet, während es bei den übrigen Maßnahmen sein Bewenden behielt. Ein mehrfach vorbestrafter kaufmännischer Angestellter war wegen 3 Betrugsfällen zu 1 3 ahr Gefängnis verurteilt und in einem anderen Fall mangels ausreichenden Beweises freigesprochen worden. Bezüglich der Freisprechung verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Der Angeklagte hatte einen verrufenen 50 Markschein aus 1919, dem durch Veränderungen das Ansehen eines noch geltenden gegeben war, einem Friseur in Zahlung gegeben. Der Angeklagte bestreitet dies, er wurde aber durch den Zeugen bestimmt als Täter wiedererkannt. Da die Fälschung des Scheines selbst ihm nicht einwandfrei nachzuweisen war, wurde er lediglich wegen Betrugs unter Einbeziehung der früher erkannten Strafe zu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 4 Monat Gefängnis verurteilt. Ein über 60 3ahre alter Händler hatte gelegentlich des Besuchs eines auswärtigen Marktes ein 15iähriges Mädchen mitgenommen und dieses mißbraucht. Wegen Verführung eines unbescholtenen Mädchens war er in erster 3nstanz zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die jetzige Berufungsverhandlung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt. Wie aus der öffentlich verkündeten Urteilsbegründung her- * vorging, nahm das Gericht jetzt tätliche Bele digung an und setzte die Strafe auf vier Monate Gefängnis herab. . iimtn »«■" euMutl, >o raussage. fi'it O 7 W’nnl sW ,E i n Fünfundsiebzigjähriger. Am morgigen 5. April feiert unser den älteren Gießenern wohlbekannter Mitbürger Herr Wilhelm Zurbuch feinen 75. Geburtstag. Herr Zurbuch war von 1885 bis 1910 zulammen mit feinem 'Brüter Adolf und bann nach besten Tod bis 1919 alleiniger Inhaber der weitbekannten Lackfobrik Wilhelm Zurbuch. Diese Fabrik war als eine ter ersten Lackfabriken in Deutschland im Jahre 1849 von sei- nem Vater W.lhelm Zurbuch in Gießen gegründet worden. Zuerst wurde das Geschäft in kleinem Maßstabe auf dem Seltersweg betrieben. Bald aber erwiesen sich hier die Räumlichkeiten für die Herstellung von Lack als zu klein, so daß 18-58 eine größere Fabrik in den Eichgärten erbaut wurde. Nach dem Tote des Vaters (1865) führte die Mutter das Geschäft mit Unterstützung ihres tüchtigen Ge- Ichäftssührers, des späteren Stadtverordneten A n • breas Keller, bis zur Volljährigkeit ihrer beiten Sohne i. 3. 1885 weiter Der Tüchtigkeit und ten großen Fähigkeiten ter beiten Brüter Wil- beim und Adolf Zurbuch gelang es, das Ge- schäft zu hoher Blüte zu bringen und ter Firma weit und breit eine führende Stellung unter ten Lackfabriken zu verschaffen. 1919 ging das Geschäft in fremde Hände über. Durch das Vertrauen der Gießener Kaufmannschaft wurde Herr Wilhelm Zurbuch 1901 in die Handelskammer Gießen gewählt, ter er über 20 Jahre lang bis 1922 als Mitglied angehörte. Hier erfreute er sich wegen seiner Erfahrungen in ter kaufmännischen Praxis und wegen seines ruhigen, besonnenen Urteils allgemeiner Wertschätzung. Leiter ist der Jubilar schon längere Zeit durch Krankheit ans Zimmer gefesselt. " Dien ft jubiläum bei der Reichsbahn. Zugführer 3ohannes Weitzel, der beim Bahnhof Gießen beschäftigt ist, kann heute auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. *" Reichsbahnperfonalien. Ernannt: Reichsbahn-Assistent Wilhelm Rachtig all in Gießen zum Reichsbahn-Sekretär. — Reichsbahn- Reservezugsührer Philipp Lenz in Gießen und Hofmeier in Stockheim zu Reichsbahn-Zugführern. ’• Sitzung des Provinzialausschuss e S. Am kommenden Samstag, 5. April, 8'/r.Ahr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des H. W. Rinn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den städtischen Straßenreini- gungs- und Müllabsuhrgebuhren für das Haus ..An der 3ohanneSkirche 3"; 2. Gesuch des Karl Dachmann in Hriedberg um Erteilung eines Wandergewerbescheins: 3. Klage des Bezirks- fürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstattung der Aufwendungen für Luise Kirch aus Ringels- Hausen; 4. Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgever- band des Kreises Friedberg auf Erstattung von Fürsorgekosten für die Witwe Stephan, geb. Huth; 5. Klage des Bezirkssürsorgeverbandes Hi'desheim-Stadt g gen den Bezir's ürsorgcvcr- band Gießen-Stadt to*gcn Erstattung von Pflegekosten für daS Kind Ruth Hollenbach. ' Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Am Sonntag, 6. April, 18.30 Uhr, wird als Fremdenvorstellung das komische Chestück „D i e Sache, d i e sich Liebe nennt" gegeben. Für alte und junge Ehepärchen gibt -es in diesem Lustspiel viel zu lachen. Die Uraufführung war ein großer Erfolg, und auch die Gießener Vorstellung gehört zu den heitersten der Spielzeit. Spielleitung: Karl V o l ck. Ermäßigte Preise. " Erfolgreiche Gießener Segel- f k ü g e. Vom Verein für Luftfahrt wird uns ge- schrieben: Am vorigen Sonntag führte die Aka- dem'sche Fliegergruppe Gießen auf der Hohen Warte bei Aßlar (Kreis Wetzlar) 24 wohlgelungene Gleitflüge aus, die von der Aßlarer Einwohnerschaft mit lebhaftem Interesse verfolgt wurden. Die sonntäglichen llebungsflüge werden bei gutem Wetter und Wind fortgesetzt werden. " Der Verkehrsunfall am Reust ä d t e r Tor. Zu dem am Dienstag berichteten Verkehrsunfall am Reustüdter Tor, bei dem die 14 3ahre alte Elfe Hillgürtner verunglückte, teilt uns Herr v. G r o l m a n hier- selbst mit, daß er der Lenker jenes Autos gewesen sei, von dem Unfall selbst aber nichts wahrgenommen habe. 3n seiner Zuschrift erklärt er u. a.: „Das Mädchen, das auf einem Fahrrad in Richtung Lahnbrücke vor mir her fuhr, wurde von einigen Mädchen, die an der Dootshausstraße standen, ang?rufen und drehte, ohne Zeichen zu geben, auf der rechten Fahrbahn um. Für mich wurde die Fahrbahn frei, das Mädchen drehte aber zu kurz und fuhr von links auf die Mitte meines Wagens los. Hm einen Zusammenstoß zu vermeiden, gab ich schnell Vollgas und sah bei kurzem Hmsehen, daß das Vorderrad des Fahrrades das letzte Ende meines Kotflügels streifte und das Mädchen absprang. Da ich zur Müllerschen Badeanstalt einbiegen wollte, mußte ich auf den Verkehr achten und habe nicht bemerkt, daß das Mädchen zu Fall gekommen war, auch habe ich nicht im entferntesten angenommen, daß etwas passiert sei. Von einem „OCEANA< VOM 16. JUNI BIS 26. JUNI, FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS, VOM 29. JUNI BIS 10. JULI. FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS, VOM 12. JULI BIS 23. JULI, FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS, VOM 26. JULI BIS 11. AUGUST, FAHRPREIS RM. 600.- UND AUFWÄRTS, VOM 16. AUGUST BIS 7. SEPTEMBER, FAHRPREIS RM. 670.- UND AUFWÄRTS; MIT DEM DREI SCHRAUBEN-LUXUSDAMPFER »R E LIANCE« VOM 28. JUNI BISS. AUGUST, FAHRPREIS RM. 3360.- UND AUFWÄRTS; MIT DEM D REISCH RAU BEN-LUXUSDAMPFER .RESOLUTE. VOM 19. JULI BIS 12. AUGUST, FAHRPREIS RM. 900.- UND AUFWÄRTS. |Wohnunistaufch| Her schaiti. 7-Zim.- Wohng., Lüdvieiiei, gen 3-4-Zim -Wo -ng. mit Badez. A. tausch, ges Schr. Ang uni. 02 K> n. d. Gn. Anv Gießen, Neuyork, Frankfurt a. M., Dresden, den 4. April 1930. Die Einäscherung findet in aller Stille statt — Kondolenzbesuche dankend verbeten. Ers'«e Beichekuri. schr !t - Oese Ischait „Gabelsherger" nnfl Damenabteilung e. V. Gießen Samslag, ö 5. Avril, abends 8* 2 Uhr in der [F4sD „Stadt t'idi" vereinrabend. Forsigarien, den 3. April 1930 sz.Z. Kath. Schwesternhaus) Ottilie zu sich in eine bessere Heimat. Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Viehmann. Am 3. April verschied nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwiegermutter und Großmutter Frau Marie Schepp geb. Mohr im 54. Leben-jahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Peter Schepp und Angehörige. Saasen. Grün berg, den 4. April 1930 Die Beerdigung Endet Sonntag, den 6. April nachmittags 23'« Uhr in Saasen statt. 2702D llllllllllllllllllllllllllllllllllll Ehrliches gesundes, iui HanSvalt erfahr., kinderliebes Milde hen nicht nnier 20 Q., a. 1.5. ne:. Zeugnisse erforderlich. [01317 Petri. Bieichstr. 30. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiimiiii Samslag. ö. 5. Avni, abends 8'/, Uhr Monaisversammlung im Vercinslokal. 27.^1) Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die trostreichen Worte des Henn Pfarrer Frank bei dem Heimgang unseres heben Entschlafenen sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Henriette Keil geb. Fatum. Lindenstruth, den 4. April 1930. Aul lü L.ose (.oit . 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Es gehört schon ein gutes Mah politischer Kurz- sichtigkeit dazu, um die Dinge so zu sehen. Wer die deutsche Politik der letzten Jahre auch nur halbwegö unparteiisch verfolgt hat, muß heraus- aesühlt haben, wie ängstlich wir bemüht gewesen sind, jede einseitige Bindung zu vermeiden. Wir haben eine Politik des Gleichgewichts verfolgen wollen, die uns Verbindung nach beiden Seiten fchus. Dazu wurde der Rapallo-Vertrag mit Rußland geschlossen, dazu wurde als Ausgleich für den Locarno- Vertrag der Berliner Vertrag wieder mit Rußland unterzeichnet. Allerdings auch das muß einmal offen ausgesprochen werden. Die Hoffnungen, die aus deutscher Seite in den Rapallo-Vertrag gesetzt wurden, haben- sich nicht erfüllt, allein aus der Schuld Rußlands heraus, das wohl außenpolitisch mit uns kokettieren, aber uns doch nur als Lockspeise für die wohlhabenden Amerikaner mißbrauchen wollte Wir hatten gehofft, daß die Ankurbelung der Beziehungen zu Rußland auch wirtschaftlich sich auswirken würde Die Russen haben das bewußt zu verhindern gesucht. Sie haben zwar unsere Kredite in Anspruch genommen, sie haben deutsche Unternehmungen dazu verleitet, große Kapitalien zu investieren Aber einen Vorteil davon hoben wir nicht gehabt Das Geld, das Durd) die deutschen Kredite frei wurde, haben die Russen zu Einkäufen in England und Amerika benutzt. Die deutschen Riederlassungen haben sie schikaniert und steuerlich abzudrolseln versucht in demselben Augenblick, wo sie glaubten, sich in das warme Bett legen zu können. Politik ist nun einmal keine Sache des Prinzips. sondern eine Sache des Erfolgs. Deutschland kann es sich nicht leisten, hinter Rußland herzulaUfen, wenn bei dem Geschäft brutal gesprochen nichts herausspringt, wenn vor allem der einzige Dank der ist, daß die kommunistische Internationale Unsummen nach Deutschland wirst, um damit den Bürgerkrieg zu entfachen Reichsaußenminister Dr. E u r t i u s hat kürzlich mit dem russischen Botschafter eine längere Unterredung gehabt und ihm keinen Zweifel darüber gelassen, an welch kritischem Wendepunkt die deutsch-russischen Beziehungen heute angelangt sind. Rur durch russische Schuld, und nur Rußland hat es in der Hand, eine Aenderung herbeizuführen. Das Spiel mit verteilten Rollen zwischen der russischen Außenpolitik und der dritten Internationale muß aufhören. Wenn Rußland Wert darauf legt, weiterhin mit uns politisch zu arbeiten, dann muß es feine Hehapostel aus Deutschland zurückziehen. Dann muß es aber auch dafür Borge tragen, daß die deutschen Kaufleute die crforberlidje Bewegungsfreiheit auf russischem Boden haben. Denn ein Rußland, das uns die Freiheit nach dem Osten versperrt und dafür nur unseren inneren Frieden unterwühlt, ist für uns wertlos, dann zwingt Rußland uns eben, den Anschluß nach Westen zu suchen, und darf sich nachher nicht beklagen, wenn es durch seine eigene Politik dieses auch uns an sich durchaus unwillkommene Ergebnis schließlich erreicht. Derlehrswerbung an her Lahn. WSR. Bad Ems, 3. April. Unter dem Dorsch von Landrat Scheuern, Diez, hielt gestern nachmittag der Derkehrsverband der Lahn hier feine Jahreshauptversammlung ab. Aus dem vom Geschäftsführer Rausch, Limburg, erstatteten Jahresbericht ging hervor, daß der Verkehr an der Lahn in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Die Bestrebungen der oberen Lahnstädte Gießen, Marburg und Biedenkopf, in einem Jnteressenverband die Bestrebungen des Verkehrsverbandes der Lahn sich zunutze zu machen, seien zu begrüßen. Wenn auch diese Interessengemeinschaft nicht in 1 allen Fragen mit dem Verband zusammengehen I würde, so sei doch ein Schritt zur weiteren Förderung der Derbandsbestrebungen erreicht worden. Rach dem Kassenbericht hatte der Verband im letzten - Jahre 13101 Mark Einnahmen und 12 566 Mark Ausgaben. Der Voranschlag für 1930 wurde in Einnahme und Ausgabe gleichlautend auf 13 000 Mark festgesetzt. Als Werbe- mahnahmen für 1 9 3 0 wurden festgelegt: Werbeanzeigen in allen maßgebenden Tageszeitungen. die für den Zuzug der Fremden in das Lahngebiet bürgen, Stärkung des Wochenendverkehrs, Vertrieb des Gaststättenverzeichnisses, der Werbeplakate und der Lahnsührer, sowie Vertrieb des Films ..Das schöne Lahn- lal" in 2000 deutschen Lichtspielhäusern, Ausbau des Eisenbahn- und Schiffahrtsverkehrs, Ausstellung einer Derkehrsstatistik durch die einzelnen Mitglieder des Verbandes und restlose Zusammenarbeit aller interessierten Kreise mit dem Verband. Haupt-Versammlung der Hessischen Landwirischastskammer. WSR. Darmstadt, 3. April. Im großen Sitzungssaal des Landeslirchentages trat heute die Hessische Landwirtschaftskammer zu i hrer zweiten Hauptversammlung zusammen, zu der die Referenten der Land- Wirtschaftsabteilung des Wirllchaftsministeriums erschienen waren Präsident Hensel begrüßte die Erfchienenen und gedachte des verstorbenen Ministerialdirektors Hebel, der sich um die Landwirtschaft unvergängliche Verdienstc erworben habe, uud des Kammermitgliedes Geyer. Hof - Sassen tKreis Lauterbach» und führte dann in einem Rückbltcl auf d i c landwirtschaftliche Lage u. a. aus Als ich vor drei Monaten den Vortragskursus anläßlich der landwirtsd)astlichen Woche eröffnete, mußte ich zu meinem Bedauern feststellen, daß die Lage unserer hessischen Landwirtschaft nicht besser geworden ist, sondern sich noch weiter verschlechtert hat. Leider sind die Verhältnisse auf vielen Gebieten der landwirtschaftlichen Produktion inzwischen noch schlechter geworden (Eine große Anzahl landwirtschaftlicher Erzeug, nisse hat z. I sehr erhebliche Preisrückgänge erfahren. Ganz besonders gilt dies von der Milch, deren Erzeugungskosten ganz erheblich gestiegen find, während die Anforderungen der Verbraucher an die Milch in hygienischer Hinsicht gestiegen sind Kostet doch die Milch ab Stall in großen Erzeugergebieten heute kaum den Dorkriegspreis. und sortgesetzt sind Bestrebungen seitens des Handels, besonders in Frankfurt a. M.. im Gange, den Erzeugerpreis noch weiter zu senken. Hm die Umstellung zur Qualitätslieferung von Milch, Butter und Käse zu erleichtern, sind entsprechende Zölle unbedingt erforderlich, besonders aber für Mild), denn was hilft der Butterzoll, wenn die Auslandmild) zollfrei euigcführt und in Grenzmolke- reicn auf deutscher Seite zu Butter verarbeitet wird. Die Schwierigkeiten bei Gemüse und Obst sind neben dein Organisationsmangel hauptsächlich in der Masfeneinfuhr von ausländischem Gemüse und Obst begründet. Alle Standardisie- rungSbestrebungen und Aufwendungen für Glas- hauslulkuren sind zwecklos, wenn die Schleuderkonkurrenz des Auslandes nicht öurd) entsprechende Zölle auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt wird. Wenn hier nicht rasch geholfen wird, sind unsere Gemüsebauern erledigt Ein ebenso trauriges Kapitel ist die Rotlage unseres Winzerstandes, der nicht nur schlechte Preise erhält, sondern vielfach überhaupt keinen Absatz hat. Daß wir auf den sonstigen Gebieten wie Getreidebau, Vichwirtschaft. Geflügelzucht, Tabakbau usw. die Hände nicht in den Schoß legen, ist selbstverständlich. wie katastrophal die Lage der hessischen Ctmb- roirte ist, ergibt sich u. a. daraus, daß der Rind viehbesiand In Hessen um nicht weniger ab 22 000 Stück abgenommen hat. Sachliche Erörterungen linden vielfach kein Gehör. weil der Klassenhah solche Fortschritte macht, daß zeitgemäße Forderungen der Landwirtschaft oder einer anderen Wirtschaftsgruppe keine Berücksichtigung sinden. Wir wollen die Auswirkungen der inzwischen angenommenen Zollvorlagen abwarten und werden uns freuen, wenn unsere Befürchtungen bezüglich der Unzulänglichkeit der getroffenen Zolländerungen nicht zu- träfen. Inzwischen ist die Regierung, welche insbesondere in der Frage der Finanzierung der Arbeitslosenversicherung nicht mehr ein noch aus wußte, aufgeflogen. Dank der Initiative des Herrn Reichspräsidenten ist innerhalb von zwei Tagen eine neue Regierung gebildet worden Vielleicht darf die deutsche Landwirtschaft hoffen, daß es endlich besser wird. Unter den Sine fipburgerifiartinäntfier-Senlmünje zur 400-Zahrseier der Augsdursischen Konfession. Während der Dauer des Augsburger Reichstag» weilte Luther auf der Feste Koburg. neuen Männern, welche die Forderung der ^Grünen Front' unentwegt durchfechten. ist Schiele durch erneute Hebern ahme bet Rcichscrnährungs- ministeriums in den Vordergrund getreten. Bedingung feines Eintritts in die Regierung war, daß die Regierung der deutschen Landwirtschaft endlich eine durchgreifende Hilfe angedeihen läßt, insbesondere für die Landwirtschaft im deutschen Osten entscheidende Schritte tut, damit sie nicht von der polnischen Machtgier autgesogen wird. lieber Sein und Richtfein der deutschen Land- roirtfd)aft, ja der gesamten deutschen wirtschaft wird in der nächsten Zeit entfd)ieben werben. Möge es den Männern der .Grünen Front" und dem neuen Reich Zernährungsminister Schiele, welcher von unserem hochverehrten Herrn Reichspräsidenten gestützt wird, gelingen, die Landwirtschaft und die deutsche Wirtschaft lebensfähig zu erhalten. Xnlflerialbitettor Professor Wer entschuldigte den durch die Beratungen deS Finanzausschusses verhinderten Minister K 0 r c 11, dessen Grüße und Wünsche er überbrachte. Das Ministerium werde wie seither zur Pflege und zur Linderung der Rot der Landwirtschaft in engster Verbindung mit der Kammer zusammenarbeiten Gewerbe, Handel und Handwerk würden vom Ministerium ebenso betreut, da das „Oie Gudporexpedttivn des Kapitän (Scott." Hessisches 'jani>ceil)cntcr Darmstadt Man erinnert sich, im Rovember des Jahres 1911 brach der englifcNe Kapitan Robert F. Scott, der schon an der früheren Expedition Shackle- tons hervorragenden Anteil gehabt hatte, mit 30 Männern, mit Ponys, Hunden und Schlitten zum Südpol auf, den Shackleton nicht mehr erreicht hatte. Um die gleiche Zeit war Roald Amundsen mit einer anderen Expedition nach dernfelben Ziel unterwegs. Amundsen hatte Glück. Scott hatte Unglück. Amundsen hatte über 100 Kilometer Vorsprung. Cs gab ein phantastisches Wettrennen zum Pol. Scott war infolge von Rebel, Sturm und Verlust seiner Ponys schon auf dem Hinmarsch nahe daran, zu scheitern. Ende Dezember läßt er die Hunde zurück und alle Begleiter bis auf vier. Mit diesen, Bo- wers. Evans, Oates und Dr. Wilson, bewältigt Scott in wilden Märschen die letzte Etappe, erreicht am 18. Januar 1912 den Südpol - und findet da die norwegische Flagge AmundsenS aufaepflanH. der schon vier Wochen zuvor am Ziel gewesen war. Amundseii hatte auch auf dem Heimweg Glück. Vierzehn Tage nach Scotts Ankunft am Pol war die „ 5ram" schon unterwegs nach Rorden. Scotts Expedition geht auf einem fürchterlichen Rückmarsch zugrunde. Evans wird wahnsinnig und stirbt. Oates verläßt wenig später todkrank das Zelt, um die Kameraden zu retten. Scott mit den beiden letzten stirbt Ende März . 18 Kilometer vor dem rettenden Depot. Im Rovember des Jahres wurden sie dann gefunden, mit ihnen die Briefe und Tagebücher Scotts der bis ganz zuletzt feine Aufzeichnungen gemacht hatte. Das ist die geschichtliche Grundlage des vor kurzem in Berlin uraufgeführten „Spiels in drei Teilen" von Reinhard Goering. Goering der übrigens Mediziner ist, wurde, als der Ex- presfionismus noch das Feld beherrschte, vor allem mit den Schauspielen „Seeschlacht" und „Scapa Flow" sehr bekannt. Dann hat man lange nichts mehr von ihm gehört, bis zur Aufführung des neuen Stuckes vom Kapitän Scott. * Genau der gleiche Stoff ist von Dem Dichter Stefan Zweig in einem Bändchen historischer Miniaturen behandelt worden, die unter der gemeinsamen Hcberschrift .Sternstunden der Menschheit" erschienen. Zweig schlldert auf Grund der feststehenden Tatsachen knapp, llar, aber mit einer überall spürbaren Leidenschaftlichkeit, in vorbildlichem Stll und dichterischer Sprache den erschütternden Hergang... in Form eines ganz sachlichen, mit genauen Daten belegten Berichtes von Scotts Auszug, Sieg und Riederlage, von seinem heldenhaften Kämpfen und Sterben. Daß hier der Sieg (die Erreichung des Pols) mit der Riederlage (weil dem Rorweger die bitter erkämpfte Entdeckung zuvor schon geglückt war) schrecklich in eins zusaminenfällt: das gibt der Schilderung den tragischen Akzent. Daß es ferner nicht um einen sportlichen Rekord, sondern - für Scott um eine große Idee und um die Ehre eines mächtigen Volkes ging das stellt fein Schicksal ins Außerordentliche, gibt ihm die menschliche Größe, .. das macht die entscheidende Stunde am 16. Januar (als sie zuerst in niederschmetternder Enttäuschung erkannten, daß Amundsen ihnen zuvorgekommen war) - zu einer Sternstunde der Menschheit, zu einem weltgeschichtlichen Datum. Man muß die Knappe, klare und volllommen dichterisch empfundene Gestaltung Zweigs gelesen haben, um die ganze Hilflosigkeit Goerings vor dem gleichen Stofs zu erkennen. Gewiß spürte auch er die tragische Gröhe und die schick- falhafte Gültigkeit dieser Fabel, welche eine der erschütterndsten ist in der jahrhundertalten, heroischen Chronik des Kampfes um die äußersten Pole der Welt. Aber er hat die Fabel nicht zu gestalten vermocht. er hat versagt, er hat nicht gesehen, daß hier vielleicht überhaupt nur eine (die von Zweig gewählte. Form künstlerisch möglich war, daß aber jedenfalls eine dramatische Fassung, wie sie jetzt versucht wurde, aus inneren Gründen von vornherein ausscheiden mußte. Dieses Drama in der Eiswüste war nie bühnenmäßig zu formulieren, selbst eine stärkere dichterische Energie, als Goering sie einzusehen hatte, würde daran gescheitert sein. Was er gibt, ist primitiv bis zu einer fast kindlich anmutenden Hnbeholsenheit. Ein einziges Mal wittert man so etwas wie dramatische Spannung im eigentlichen und von jeher gültigem Sinne wenn der todkranke Oates gegen den Willen seiner drei Kameraden, schon im Angel icht des nahen Todes, das Zelt verläßt und sich bann still davonschleppt ins Grenzenlose, um einsam zu ft erben und die vielleicht doch noch mögliche Rettung der halbwegs gefunden Begleiter nicht zu gefährden. Im übrigen ist, was Goering bringt, im besten Falle ein Schaustück, ein Wandelpanorama gestellter Bilder ... in einem dauernden hoffnungslosen Kampf mit den Grundelementen der Zeit, des Raumes und der Bewegung im Raum. Er erzählt, sich in den Mitteln vergreifend, auf der Bühne wie Stefan Zweig im Buche. Er erzählt weitschweifig, pathetisch — man spürt den späten Rachklang expressionistischer Ekstase — mit ermüdenden Wiederholungen, mit Erinnerungen, Dergleichen und Prophezeiungen ... in einem illusionistischen Stll (der dennoch kaum je dichterisch gesteigert wird, sondern fast überall im Literarischen steckenbleibt), in einem Stll, fern von der kristallenen, durchsichtigen Gegen- ständlichkeit in Zweigs Schilderung, dem die in ihrer Einfachheit und menschlichen Gröhe überwältigenden Aufzeichnungen Scotts vor Augen skanden. (Scotts Bericht schließt mit den Worten ..Schickt dies Tagebuch meiner Frau!" Die beiden letzten Worte waren ausgestrichen. Darüber geschriebene „meiner Witwe". —) Bei Goering reden die fünf Männer der Expedition lang und breit, ausführlich und unwahrscheinlich, und ein Sprechchor tritt aus (zusammengesetzt aus Reportern oder Chronisten), dem wohl die auherordentliche Aufgabe des Chors in der antiken Tragödie zugedacht war: aber er wirkt wie eine verspätete Reminiszenz an die Herolde und „Cinschreier" des mittelalterlichen, primitiven Schauspiels oder an die Bänkelsänger neuerer Zeit Was die handelnden Personen nicht sagen, sagt der Chor: er begleitet und wiederholt mit dürren Worten die mühsam ins Bild übertragenen Dorgänge. Wieviel einfacher. einheitlicher und kürzer wäre alles in einem ruhig nacheinander erzählenden Aufsatz, einem Bericht, einer Chronik vorzubringen gewesen. (Oder — eine andere Möglichkeit — im Film.) Spätestens nach dem zweiten Teil ist das „Spiel" zu Ende. Ein dritter Teil ist angefügt ohne erkennbare Rotwendigkeit — um der unfehlbaren Wirkung willen, die von diesem Bild aus das Publikum übergehen muhte. Die Heimkehr ... Amundsens. An der Landungsbrücke steht Lady Scott, die Witwe, mit ihrem jungen Sohn Sie zittert und jubelt dem einlaufenden Schiff entgegen. Aber das Schiff setzt nicht die englische, sondern die norwegische Flagge, es ist nicht die „Terra Nova", sondern die „ Fram", es bringt nicht Scott, sondern Amundsen. Amundsen, der Sieger, kehrt heim, stürmisch begrüht und gefeiert. Scott liegt mit seinen Kameraden im gläsernen Sarg der weihen Hnendlichkeit. Roch einmal erscheint das Zelt, noch einmal intoniert der Chor, — dann fällt der Dorhang. Wenn dennoch Erschütterung ausging von diesem Abend und ein nachhallender Eindruck haften blieb, so war das in der Wucht und der Hnerbitt- lichkeit der überlieferten Dorgänge begründet, welcher sich niemand entziehen kann, und die auch eine in allen Stücken unzulängliche Rach- geftaltimg nicht zu ersticken vermochte. — • Was der Dichter verfehlt hatte, suchte die als technische Leistung erstaunliche Aufführung des Hessischen Landestheaters — in Szene gesetzt von Günter H a enel und Wilhelm Beinling — zu erzwingen. Da auch die geschickteste und mit den raffiniertesten Mitteln arbeitende Regie etwas nur Erzähltes und Geredetes nicht ins Drama verwandeln kann, muhte man sich darauf beschränken, das Schaubild Goerings so eindringlich, lebendig und wirksam wie möglich vorzustellen. Das ist auf der Linie des zur Zeit Erreichbaren gelungen. Die Regie machte aus dem Rede- und Lese- Stück wenigstens stellenweise so etwas wie einen Film oder ein Wandelpanorama und bemühte sich mit Drehbühne, verteiltem Sprechchor, einfachen und doppelten Projektionen auf den Hintergrund (im neuen Berliner Stil) die fast unüberwindlichen Probleme von Zeit, Raum und Bewegung zu einer annäherungsweisen Lösung zu bringen. Der Verfasser hat jedenfalls Grund genug, sich bei der Spielführung für das zu bedanken, was sie aus dem ungeformten und mit feinen Mitteln ungestaltbaren Stoff hervor- zauberte. Abgesehen von diesem technischen Bravourstück blieb die Aufführung matt, ohne innere Wärme, verfangen im spröden Text, auch darstellerisch nicht recht einheitlich und ohne Höhepunkte. Von den fünf Polwanderern erschien am klarsten die tragische Erscheinung des Rittmeisters Oates in der einfachen und vornehmen Gestaltung von Bernhard Minetti. Merkwürdig bläh und ohne Profil der von Nürnberger 'gegebene Scott. Dann ® a 11 i n g e r (Wilson). Hinz iBowers), Wemper (Evans): den Amundsen sprach W e ft e rin a n n energisch und knapp. Inge Conradi bemühte sich um die Rolle der Lady Scott. — Starker Beifall schien in erster Linie der Aufführung zu gelten. hth. „Oer blaue Enqel" — ein Tonfilm. Der Hfa-Tonfllm „Der blaue Engel", nach Heinrich Manns bekanntem Roman von Carl Zuckmayer und Karl D 0 11 m 0 e 11 e r bearbeitet — Musik von Friedr.Holländer —, hat in Berlin seine Erstaufführung erlebt und vor einem ausgesuchten Premierenpublikum starken Anklang gefunden. 3m Mittelpunkt der Handlung steht ein Ghmnasialprofesfor, welcher bei dem Versuch, die ihm anvertrauten Schüler vor gefährlichen Abwegen zu bewahren, selber der Verführung einer Brettldiva erliegt, fie heiratet, seinen Beruf aufgibt, von Stufe zu Stufe sinkt, in geistige Umnachtung fällt und schließlich vom Tode erlöst wird. Die Rolle wurde von Emil Jannings in höchster Vollendung gespielt. Auch seine Partnerin Marlene D i e t - r i ch (Lola Lola) zeigte eine bedeutende darstellerische Leistung. Die Regie führte der mit dem „Hnterwelf'-Fllm schnell bekannt gewordene Josef von Sternberg. Die Schauspieler muhten sich nach Beendigung der Aufführung immer wieder dem beifallspendenden Publikum zeigen. Anerkennenswert war in technischer Hinsicht die Begleitung des Blldes durch den Ton (Gespräch, Gesang, Rebengeräusche). Zwar haftete der Wiedergabe stellenweise noch eine gewisse Hn- Natürlichkeit, metallische Härte und der typische Klangfilm-Charakter an. Immerhin beruhte der starke Erfolg nicht zuletzt gerade auf der technischen Leistung des Wertes. 18. sehr -Aus der 4. Runde des internationalen Turniers 53. 5. Lb4xc3-H Sf6-e4 6. Problems Nr. 255. Capa» 6 .... dxc, was als Karlsbader Turnier 1929 richtige Lösung zum Problem Rr. 255: Eine 14. c7-c5! IZ Groß-Rechtenbach, 2. April. In der ne 3. 4. Lf8-b4 67-65 27. 28. 29. 30. 31. To 5x63 Thl-dl T61X63 T63-b3 Tb3xb7 Te6Xe3-f- DC6X65 Te3-63 C4X63 S66 —c4 vor. wetz. Se4 - f6 10. 1)68x65 11. D65-66 12. Sc6xe5 13. 0-0 ' Schwarz. 6 e 17. Se5xc4 18. Tf8-e8 Ta—D8! mit überzeu- 19. Te8-e6 20. Sf6-e4H-! 29. Sc4xb2 30. Sb2-c4 31. Sc4xa3 32. a7-a5 - 33. a5 —a4 34. Sa3-c2 35. a4-a3 36. a3-a2 37. Ta8xa24- 38. Kf8-g8 39. Kf8-e7 40. h7-h6 41. Ke7 —e6 42. Ke6-f5 43. Ta2-a4 44. Ta4-c4 45. Tc4 —c6 46. Kf5-e5 47. Tc6-c2 48. Tc2 —62 49. Ke5—64 50. K64-e3 51. T62-65 52. Td5 —f5! 21. . .. 22. Df5-d3 23. Lclxe3 24. D63-65 25. Kel-f2 26. T61x65 17. . .. 18. L62-C1 Stärker war hier gendem Stellungsvorteil. 19. Kel —f2 20. Sgl-h3 : 21. Kf2-el Sxg7 so Txf4. 54. Se6, 53. Tf5-f6 54. Tf6 — f7 55. Ke3-e4 56. Ke4-64 57. K64-e5 21. Se4-66 22. Sc4xe3 23. c5-c4 Weih: 3 Steine. K64; Dc3; Tg7. Schwarz: 3 Steine. Kh3; T61; L63. Eine prachtvolle Miniaturausgabe mit hübschen Mattbildern. Partie Nr. 184. Sg5xe4 2. Sg4 - e3 matt. K65xe4 2. Sg4 - f6 matt, beliebig 2. Sg4 - f6 matt. 53. Kg3-g4. Wenn Tf6. 55. Sc5, Tf5 usw. 53. Kg3-g4 54. f4-f5 55. g2-g3 56. Se6-c5+ 57. Sc5-b3+ Weih gab auf. Lösung des Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 259. Don G. Thoren. (1. Preis im Turnier d. Svenska Dagbl. 1929.) lehrcrin an der Anstalt. Der Religionsunterricht wird von den beiden evangelischen und dem katholischem Geistlichen von hier erteilt. Bei sehr reichlicher Folge von musikalischen, gesanglichen und deklamatorischen Dorträgen der Schü- ler, sowie bei der Ausführung von ergötzlichen Theaterstückchen ernteten die jungen Künstler und Künstlerinnen außerordentlichen Beifall. Für alle diese Darbietungen sprach Bürgermeister Rull- mann im Ramen der Gäste den Lehrern und Schülern herzlichen Dank mit dem Wunsche aus. daß die Realschule Ridda in ihrem prächtigen neuen Heim immer mehr wachsen, blühen und gedeihen möge. Kreis Schotten. 1. 62-64 2. c2-c4 3. Sbl —c3 4. Dd 1 - c2 5. a2 —a3 6. Dc2xc3 Weitaus besser. winn. 9..... 10. c4xd5 11. Lfl -c4 12. 64xe5 13. Lei-62 14. L62-b4? Besser Lc2 14. . . . Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Rach dem Qualitätsgewinn erledigt der Weltmeister das Endspiel in seiner gewohnten exakten Weise. 38. Kf2-g3 39. h2 — h4 40. S66-e4 41. Se4 - f2 42. 812-63 43. S63-f4 44. Sf4 —63 45. S63 —f2 46. Sf2-h3 47. h4-h5 48. Sh3-f4 49. Sf4-h3 50. Sh3-f4 51. Sf4-e6 52. f3 —f4 Der Gewinnzugl Oderheffen. Landkreis Gießen. L oltar, 2. April. Eine Gemeinde ratssitzung fand gestern nachmittag statt. Sämtliche Gemeindevertreter waren erschienen: ferner waren anwesend Regierungsbaurat Steinbach und Kulturbauinspektor Friedel vom Kulturvauamt Gießen. Auf der Tagesordnung stand die Vergebung der Kanalisationsarbeiten. Reg.-Baurat Steinbach legte an Hand von Plänen die geplante Entwässerungsanlage dar und gab anschließend die eingegangenen Angebote bekannt. Bei Los 1: Rohrlieferung, war Bauunternehmer Heinrich Deibel (Lollar) mit 46 670,39 Mark Wenigst- sordernder. Bei Los 2: Erdarbeiter!, zeigten die Angebote der beiden ortsansässigen Firmen Hch. Deibel und 3ost L e m m e r nur geringe Abweichung (54—55 000 Mark). Rach längerer Aus- svrache und nachdem noch die Einbeziehung der Steinstrahe und der unteren Hauptstraße, von der Lumdabrücke bis zum Dorfausgang in Richtung Gießen, beschlossen war (damit ist die Kanalisation für das gesamte Dorf gesichert), kam folgender Beschluß zustande: „Vergeben wird: an die Firma Heinrich Deibel die Rohr- lieferung zum Angebotspreis für Los 1 und von Los 2, sämtliche Hausanschlüsse, sowie die Rohrleitung in der Daubringer Straße, dazu die nachträglich beschlossenen Anlagen in der Steinstraße und der unteren Hauptstraße zu den gleichen Einheitspreisen, an die Firma 3 o ft Lemmer die Arbeiten von Los 2 nach Abtren- Don 3. Kotre. 1. Dh6-h2!, Sf3xh2 2. Te4-64 matt. y. Schotten, 1. April. Die Anlagen am Bahnhof, am Eingang zur Stadt, sind wesentlich verschönert worden und werden noch I weiter verbessert. Ein Ausschuß von mehreren Bürgern hatte sich gebildet und durch freiwillige Sammlung eine Geldspende von etwa 1000 Mark zujammengebracht. Aus diesen Mitteln wurde ein schöner Raturbrunnen mit emporspringendem Wasser in den Anlagen errichtet. Verschiedene Felsgrotten und Waldbäume verschönen die Anlage. Am Samstagabend wurden die Anlagen und der Brunnen durch den Vorsitzenden des Ausschusses, Karl Weih, der trotz seines hohen Alters von 80 Jahren noch sehr rührig für seine Heimatstadt sorgt, dem Bürgermeister übergeben, der die Anlagen und den Brunnen mit einer trefflichen Ansprache in den Schutz der Stadt ! nahm. Die Anlagen waren elektrisch bunt beleuchtet. der Musikverein wirkte mit. Auch unser! oberhessischer Heimatdichter GeorgHeß, Leihgestern, war erschienen und trug ein besonders dafür verfaßtes, sehr humorvolles Gedicht ' Der Stadteingang ist durch diese Neuerung Weiß. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. sentlich schöner geworden. Preußen. Kreis Wetzlar. 24. 25. 26. 27. 28. 16. Lxc5 an Sxc4! usw. 16. Lb4-d2 16. Lc8-f5! 17. Dc2Xf5 „ ,, 4 , Aus 17. LXf?+ folgt Txf7 18. Dxf5, 8fg4! usw. Ministerium glaube, daß es der Landwirtschaft am besten gehe, wenn es auch den anderen Volksschichten gut geht. Generaldirektor Dr. Hammann erstattete den umfangreichen Tätigkeiisb^icht der Kammer. Er dankte dem hessisch en Backer- aetoerbe und den anderen mttarbcüenden Stellen für den vermehrten Äon f um an Roggenbrot. Notwendig fet aber noch eine weitere Angleichung an den Roggei^reis, der um 25 Prozent gesunken sei, wahrend sich der Brotpreis nur um 5 Prozent gesenkt habe. Bei den 95 von der Kammer untersuchten Betrieben hätten vier Fünftel aller Betriebe aus dem landwirtschaftlichen Einkommen die Wrrckchastsun- kosten und den aufs äußerste eingeschränkten Pri- vatverbrauch nicht decken können. 3m Durchschnitt der 95 Betriebe habe eine V e rmo ° qensabnahme von 129 M k. 1 e H ektar stattgefunden: die Schuldzinsen je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche betragen zwischen 20 und 70 Mk. Die vorbildlichen landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen seien .lnAesondere auch für Töchter des nichtlandwirtschaftlichen Bürgerstandes äußerst nutzbringend. Die Aussprache zum Voranschlag. In der Aussprache wurde verlangt, daß die Landwirtschaft im besetzten Gebiet bei dem geplanten Westprogramm unter allen Umständen berücksichtigt und ihr das von der Besatzung beschlagnahmte Gelände wieder zurückgegeben wird Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes wurden debattelos genehmigt. Eine Aenderung der Jungviehweideii- Satzung wurde gebilligt, ebenso der Ankauf eines Rebzuchtgeländes bei Bensheim. In den Deutschen Landwirtschaftsrat wurde Landtagsabgeordneter Glaser, in den Landeseisenbahnrat G r u n e = wald (Harreshausen) gewählt. In der Nachmittagssitzung wurden verschiedene Ersatzwahlen oorgenommen. Der 23oran = schlag für 1930 hält sich etwa im Nahmen des Vorjahres, die ammerbeiträge sind nicht erhöht worden. Die T a g e g e ld e r der Karnmer- mitglieder und Sachverständigen wurden herabgesetzt. In einer Entjchlietzung wurde die von anderer Seite angeregte Streichung der Staatszuschüsse an die Landwirtschaftskammer als eine ungerechtfertigte und schwere Schädigung bezeichnet und an Regierung und Landtag das dringende Ersuchen gerichtet, keine Herabsetzung der Zuschüsse Amtssatzung, nach welcher der B ü r g c r m e i ft e r bei der Ausstellung der Haushalts» zu San Remo, älnregelmähig. Weih: Dr. Didmar. Schwarz: Dr. Aljechin. 1. Sg8-F6 2. c7-e6 32. Sh3-g5 33. Sg5xf7 34. Sf7-d6 35 Tb7-b2 36. Tb2xc2 37. Tc2>-a2 6ine GntWießung an die Regierung. In einer ausführlichen Entschließung wird zur Behebung der landwirtschaftlichen Notlage von der Reichs- und Landesregierung u. a. gefordert: Es muß ein ausreichender Schutz der einheimischen landwirtschaftlichen Erzeugung Gegenüber dem Ausland durch einen lückenlosen Zollschuh ffesä)asfen werden, und es sind Maßnahmen zu treffen. die eine Beeinträchtigung der Auswirkung der Vereinbarten Zollsätze verhindern. Dieser Zolls6)utz hätte sich insbesondere zu erstrecken auf Getreide, Bich, Mild), milchwirtschaftliche und sonstige tierische Erzeugnisse, Gemüse, Obst und Wein. Bei den Verhandlungen über Handelsverträge darf keinerlei Bindung eingegangen werden, die es unmöglich macht, jederzeit geeignete Maßnahmen zum Schutze der-einheimischen Erzeugung zu treffen. Die Reichsregierung ist zu ermächtigen, jeder- zeit zollpolitische und damit in Verbindung stehende wirksame wirtschaftliche Maßnahmen zu treffen, wenn die Entwicklung der Marktlage dies erfordert. Die Finanzwirtschaft des Reiches ist durch geeignete Steuergesetze zu sichern, aber bei der notwendigen Steuerreform sind die Steuerlasten der Landwirt- fd)aft, namentlich die Realsteuern, auf ein tragbares Maß herabzusetzen. Bei aller Anerkennung der Notwendigkeit sozialer Einrichtungen dürfen die sozialen Lasten nicht durch ständige Erweiterung der Leistungen eine Erhöhung erfahren, sondern müssen der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft angepaßt werden. Es müssen Maßnahmen zur Steigerung des Verbrauchs inländischer Erzeug- n ine der Industrie und Landwirtschaft getroffen werden. Mit Dankesworten an die Erschienenen schloß Präsident Hensel dann die Versammlung. 8. e2-e3 8. Sf3 hätte 8. .. c5l, 9. d-.c5, Lfö zur tfolgc, mit sehr gutem Spiele. 8 . 8. e6-e5 9. f2-f3? Dies schwächt die weiße Königsstellung arg. Weiß sollte jetzt wohl oder übel 9. Sf3 spielen. Nicht ersprießlich war jetzt auch 9. cXd wegen Dxd5 10. Lc4, Da5-L 11. b4, S/b4 12. D; e4, Sc2 t—f- 13. Ke2 (13. Kdl?, Sxal, drohend Da4-f- usw.) 13... Del+! 14. Kf3 (Kd3), Sxal 15. Dxe5+, Le6! 16. Lxe6, 0—0 und Schwarz steht auf Ge- Gemeinsinnes hat die Schule eine hohe und dankbare Aufgabe. Zwischendurch wurden gemein» sam Volkslieder gesungen und Gedichte unseres heimischen Dialektdichters H. Bastian vorgetragen. Gemeinsames Kaffeetrinken, das fick) anschloß, brachte den rechten Plauderton. Eltern und Kindern wird eine solche Schulaufnahmc- und -entlassung, die doch Marksteine auf dem Lebensweg des Kindes find, in dauernder Erinnerung bleiben. * Launsbach, 3. April. Dieser Tage fand hier unter Leitung unserer Handarbeitslehrerin, Frau Schmidt, eine wohlgelungene Hand- arbeitsausstellung hiesiger Volks - s ch ü l e r i n n e n statt, die den Eltern einen wertvollen Einblick in das Schaffen der Kinder in diesem Llnterrichtsfache bot. Kreis Biedenkopf. * Gladenbach, 30. März. Hier fand eine aut besuchte öffentliche Versammlung der Volksnational. Reichsvereinigung statt. Studienrat Dr. Gebhardt und Turnlehrer Paul aus Gießen sprachen über die Ziele dieser Bewegung, die bereits in vielen Orten des Kreises festen Fuß gefaßt hat. Die Ausführungen der Redner fanden allgemeine Zustimmung. Es ist daher schon für die nächst« Zeit mit der Gründung einer Ortsgruppe zu rechnen. _______________ blanca gegen Euwe im spielte und in Verluststellung geriet. 7. Dc3-c2 7. Sb8-c6 Leiden Sie an Sluhlverstopsung? Dann schaffen Sie rechtzeitig Abhilfe und unterschätzen Sie die Folgen ungenügenden Stuhlganges nicht! Häufig ruft die Verstopfung nur Beschwerden allgemeiner Natur wie Unbehagen, Verstimmung. Mattigkeit, Gereiztheit und Kopfschmerzen hervor, doch kann sie auch weit unangenehmere Erscheinungen und sogar ernsthafte Erkrankungen verursachen. Deshalb gebrauten Sie am zweckmäßigsten nach dem Urteil zahlreicher Aerzte und erster medizinischer Autoritäten zur Beseitigung der Stuhlträgheit ein unschädliches pflanzliches Abführmittel, wie es die weltbekannten Apotheker Richard Brandts Schweizerpillen sind. Diese bestehen ausschließlich aus pflanzlichen Auszügen und Stoffen und enthalten keine scharfen chemischen Bestandteile. Sie regen die trage gewordenen DerdauungL- organe zu erhöhter Tätigkeit an, beseitigen die Verstopfung und regeln den Stuhlgang zuver- Mig mrd schmerzlos. nung der Hausanschlusse und der Hauptrohr- • leitung in der Daubringer Straße." Die Firme» I erklärten sich mit dem Beschluß einverstanden Die weiteren Vorarbeiten sollen so gefordert j werden, daß mit den Aufbrucharbeiten alsbald I nach Ostern begonnen werden kann. Die Kosten für die Hausanschlüsse, von der Rohrleitung bis zur Hausmauer, die mit zur Vergebung gelangten, haben die Grundstücksbesitzer zu tragen bzw. an die Gemeinde zu erstatten. Wegen der I Verschiedenartigkeit der Verhältnisse soll hierfür [ ein Durchschnittsbetrag errechnet werden. L Hausen, 2. April. Eine erhebende Feierstunde konnten die beiden Gemeinden Hausen und Garbenteich am vergangenen Sonntag erleben. 3n der Kirche zu Hausen fand am Nachmittag und in der Kirche zu Garbenteich am Abend eine kirchenmusikalifchePassi- o n s f e i e r statt, veranstaltet von dem Verein für christliche Musik in Gießen. Der Feier lag ein mit gutem Geschmack ausgewahltes Programm zu Grunde. Frl. von der Heydt erfreute in ihren Liedern durch den Wohllaut ihrer feingeschulten Stimme. Herr Nebeling | erwies sich als echter Künstler auf der Orgel, I und Herr Nieder gall führte fidjer und verständnisvoll die stattliche Schar seiner Blaser, | deren Können anerkannt werden muß. Selten wird auf so uneigennützige Weise gute Kirchenmusik von der Stadt auf das Dorf getragen; um so dankbarer ist es zu begrüßen, daß der Verein für christliche Musik sich so selbstlos in den Dienst der guten Sache stellt. 3n Anbetracht seiner künstlerischen Leistilngen und der Llneigennützig- keit, mit der er seine hohen Ziele verfolgt, ist dem Verein zu wünschen, daß er allseits recht viele und tatkräftige älnterstützung findet, damit er sich noch weiter ausbauen und noch viel im Segen wirken kann. Denn was der Verein bisher geleistet, läßt noch recht viel von ihm erhoffen. * Neuhof bei Leihgestern, 3. April. Am nächsten Sonntag, 6. April, feiert Frau Marie Gremm Wwe. ihren achtzigsten Geburtstag im Kreise ihrer Verwandten. Sie erfreut sich noch einer außergewöhnlichen geistigen und körperlichen Frische und nimmt noch lebhaften Anteil an den Tagesgesprächen. 3hr Mann starb schon früh und hinterließ sie mit sieben Kindern. Mit ihren Kindern beglückwünschen sie am nächsten Sonntag 33 Enkel und zwei .Urcnfel. M „ ? © r ü n i n g c n , 3. April. Die beiden Klassen der hiesigen Volksschule unternahmen am Montag Ausslüge, die durch herrliches Wetter begünstigt wurdeii. Die Oberklasse stattete Ra u- 6 c im einen Besuch ab, während die Anterklasse M u n z e n b e r g aufsuchte. Marie Kretschmar, Gießen. Lösung des Endspiels Nr. 83. Don 5. Kötter. 1. »5 — g6!, H7xg6 2. Sf8—d7l, a4-a3 3. 867 -bS'!, a3-a2 4. Sb8-c6, g6-g5 (4......alD 5. 864 matt) 5. H4-h5, g5xf4 6. h3-h4, Kf5-e6 7 Sc6 - d4+, Ke6 - f7 8. 864 - e2 und gewinnt. Sehr fein. Darmstadt siegt in den Bezirkswettkämpfen. Die Bezirkswettkänrpfe um den bronzenen Wanderpreis „Hessenpferd" sind nach Entscheidung der letzten Hängepartien beendet. Das Ergebnis ist folgendes: Schachklub Darnistadt gegen Mainzer Schachverein 51/2:2’/2; Schachklub Darmstadt gegen Schachklub Gießen 4Vr:3Vr! Schach- klub Darmstadt gegen Offenbacher Schachgesellschaft 5:3; Schachklub Gießen gegen Offenbacher Schachgesellschaft Offenbacher Schach- gesellschaft gegen Mainzer Schachverein 5V-:2Vs: Schachrlub Gießen gegen Mainzer Schachverem 4-4 Somit hat Darmstadt zum zweiten Male den 'Wanderpreis mit 15 Punkten errungen; es folgen Gießen und Offenbach mit je 12 Punkten, Mainz mit 9 Punkten. pläne, sowie bei dem Kassen- und Rechnungswesen der einzelnen Gemeinden mitwirkt, wurde mit Stimmenmehrheit für das Rechnungsjahr 1930 verlängert. — Als Leiter der Wanderbucherei des Amtes Rechtenbad) wurde Hauptlehrer Kult (Münchholzhausen) und als Mitglied der Bucher- auswahlkommission Lehrer Gerhards (Groß- Rechtenbach) gewählt. In beiden Fällen handelt es fid) um Ersatzwahlen für den ausgeschiedenen Lehrer Drescher in Hochelheim (jetzt Konrektor in Krofdorf). — Von einem Rundschreiben der Provinzial- Feuerversicherungsanstalt der Rheinprovinz, betr. Versicherung der Gemeindewaldungen, wurde der Amtsversammlung Kenntnis gegeben. Die Versammlung beschloß, von der Anstalt ein unverbindliches Angebot einzuholen. — Der Antrag der Freiwillig en Sanitälskolonnc des Amtes Rechtenbach auf Bewilligung einer Bei- Hilfe zur Beschaffung von Dienstmützen wurde bis zur Beratung des Amtshaushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1930 zurückgestellt. r. p. Odenhausen (Lahn), 2. April. Die hiesige Volksschule veranstaltete einen Elternabend in Form einer Schulentl ass ungs ° und aufnah mefeier. Nahezu alle Eltern der Schulkinder waren erschienen, um sich an den Darbietungen ihrer Kinder zu erfreuen. Abichicdslieder, dramatische Szenen und Gedichte, abwechselnd vor- getragen von den Scheidenden und den Bleibenden lösten eine weihevolle Abschiedvstimmung aus, die ihren Höhepunkt erreichte, als der Lehrer herzliche Abschieds, und Geleitsworte an die Scheidern den richtete. Der zweite Teil des Abends widmete sich den Schulneulingen. In einer Ansprache des aufnehmenden Lehrers wurden die Eltern der Schulneulinge in der Schulgemeinde herzlich begrüßt. Er legte dar, wie Eltern und Lehrer an einer gemeinsamen großen Erziehungsaufgabe wirken; deshalb sei es erforberlid), daß sie zusammen- stehen, um durch gegenseitige Unterstützung und Ergänzung dem Wohle des Kindes zu dienen. Diesem Zusammenschluß solle auch dieser Abend dienen. In unfern Dörfern klaffen heute tiefe Abgründe, her- Dorgerufen durch politische Gegensätze. Solche Elternaoende helfen Brücken schlagen über diese Ab- gründe. Bei feiner anderen Gelegenheit finden sich heute noch in unseren Dörfern die Bewohner zu gemeinsamen Feiern ein. Es muß daher jeden Freund dörflichen Friedens freuen, wenn er einmal zu solchen Schulfeiern alle zusammen sieht. Gerade hierin, in der Pslege dieses dörfliches Am besten, denn auf Kfl oder gl folgt T66 mit Stellungsvorteil. zuzugestehen. gn der sehr ausgedehnten Aussprache wurden erhebliche B e'd e n k e n gegen die Aufhebung des Landesgestüts geäußert. Gefordert wurde, daß die G r o ß k r a f t l a st w a g e n . verstärkt zu den Straßenunterhaltungs- &TCIO BttdlNgett. kosten herangezogen werden sollen. Von Regie- Ridda, 3. April. Die hiesige Real- rungsseite wurde dargelegt, daß die Regierung nicht schule veranstaltete am Sonntagnachmittag in die Absicht habe, das Landesgestüt vollkommen auf- öcr Turnhalle eine Schlußfeier des Schul» zulösen. Sie wolle nur durch die vorgesehene Umge- jahres, uie von Eltern und Angehörigen der ftaltung eine wirtschaftlichere Ausnutzung des Schüler und vielen Freunden der Anstalt außer- Hengstmaterials durch die Verlegung auf das Land ordentlich stark besucht war. Studiendirektor erreichen, wodurch auch den Pferdezuchtenden Land I Lauckhard begrüßte die Gäste und gab einen wirten viele Vorteile gebracht würden. Rückblick auf das nun zu Ende gehende Schul- Schließlich wurde der Voranschlag der Land- fahr. Die Schule wurde von 107 Schülern be- wirtschaftskammer en bloc angenommen. sucht, 63 Knaben und 44 Mädchen. Aus Ridda waren 42, aus anderen oberhessischen Orten 65 Schüler. 19 Unterfefunbaner werden die Anstalt verlassen. Für die Sexta sind 43 Schüler angemeldet worden. Außer dem Direktor wirken noch drei Akademiker, ein Reallehrer, eine Schulverwalterin und Hilfsweise eine Handarbeits- Denn es würde jetzt folgen auf 15. Lxc5, Dxc5 16. Lxf7+, Txf7 17. Dxc5, 863+ usw. 15 .'al —dl 15. Dd6-c6 wurde von Weih übersehen, denn es scheitert nun jüngsten Sitzung der Amtsversammlung, die unter dem Vorsitze des Beigeordneten Krill statt- fand, führte zunächst Landrat M i ß (Wetzlar) die neugewählten Beigeordneten Krill (Groß-Rechten- bach) und E i s e n h a r d t (Niederkleen) in ihr Amt ein. Sodann wählte die Amtsversammlung einstimmig den Amtsobersekretär Sänger als Protokollführer. lieber den Erlaß einer neuen Bau - Polizeigebührenordnung mit höheren Gebührensätzen sprach Landrat Miß, der den Standpunkt der Kreisverwaltung in dieser Sache darlegte. Nach einer längeren Aussprache, an der sich mehrere Amtsverordnete beteiligten, wurde die neue Baupolizeigebührenordnung mit Stimmenmehrheit angenommen. — Als Gemeinde- förftcr für die Gemeindeförsterstelle Niederkleen wurde der bisherige Verwalter dieser Stelle, Forstgehilfe Schweitzer zu Niederkleen, mit allen gegen eine Stimme gewählt. — Die Beitreibung der rückständigen Gemeindegefälle, soweit sie nicht unter das Verwaltungs- Zwangsverfahren fallen, soll, wie bisher, durch b:' Rechtsanwälte erfolgen. — Die bereits bestehende Preis 70 Pf( $r z°g £ -uviel kam. VwA ,3ch lauf Dew'm. warten- Er tat ' außer horchte 7 Wdanie Laune", A Sie alten In ihrer mal wissen, mung rftt war sw w' die erste e schen ja nm .Hat sie ■ fall in K „Sie ha» ffleiDÖ&nlw Sweeties' f6-e44j CgI|01»Tlei|l ?Xe3 5-c4 te- T?-d3 ?Xd3 Sd6-c4 >2 ub2~c4 Sc4xa3 a7-a5 * a5-a4 Sa3-c2 14-a3 i3-a2 I"a8xa24- ' “W i« m 1 Mahnten eM« A-xz hi-hb ■ Ke7-e6 ■ Kt6-(5 ■ Ta2-a4 ■ Ta4-c4 ■ Tc4-e6 • Kf5-e5 - Tc6-c2 ■ Tc2-d2 ' Ke5-d4 i. Kd4-e3 - Td2-d5 ■ Td5-f5! x£l so Txf4,54. 5eü, Tf5-f6 IkS-fl ■ Ke3-e4 KeMi L Kd4-ö lms 21t. 255. Rotte. 2. Te4-d4 mall. l-e3 matt. 4 - fo matt. l-fö matt. im Problem Ar. 255: spiels Ar. 83. rottet MU, a4-a3 3. Sd7 g6-g5 (4..... alD d4 Sd4-e2unb fittomnl DeziriSwetüämPse°. um den bronzenen d" sind nach 6*- ittien beendet. Lae er- ijiHub Darmstadt gegen ■9! v Schachklub Turm- SM u -um zveuen 5 Punkten errungen, y mit je 12^' n. __— t, ®Ä<6 vorsichtig auf den Gang zurück. Dahinter steckte noch manches. Sie hatte schon zuviel verraten und war jetzt auf ihrer Hut AlL sie für den zweiten Akt angekleidet heraus- kam, winkte sie ihm ab. „Ich kann Sie heute abend nicht mehr sprechen, Dewin. Es hat keinen Zweck für Sie, noch zu warten." Er tat so, al» ob er ginge, aber als sie außer Eicht war, kehrte er wieder um und horchte ihre müden Zofen aus. »Madame ist heute abend nichts in bester Laune", begann er kühn das Gespräch Die ältere von ihnen lächelte verächtlich. »In ihrer besten Laune? Ich möchte nur einmal wissen, wann sie überhaupt in guter Stimmung ist!" Die andere pflichtete ihr bei. .Heut« war sie wieder so wild wie der Teufel", fuhr die erste eifrig fort, denn Kammerzofen klatschen ja nur au gern über eine unbeliebte Herrin. ..Hat sie Ihnen irgend etwas von dem Lieber- fall in ihrer Wohnung erzählt?" »Sie haben ihr nur einen Ring gestohlen. Gewöhnlich hatte sie ihn hier, wenn sie in .Sweeties' auftrat Ich hätte kein Pfund dafür gegeben." »Wie sah er denn ungefähr aus?" Die eine Zofe konnte nur eine ungenaue Beschreibung geben, aber die andere erinnerte sich genau an das Aussehen des Rings. »Es war eine Art Wappen daraus, drei Weizengarben und ein Adler in der Mitte — sie verwahrte ihn immer in ihrem Schmuckkasten. Ich habe ihn hundertmal gesehen. Mr. Crewe sagte ihr immer, sie solle ihn doch ins Feuer werfen, aber sie hätte einen Herzschlag bekommen, wenn sie gutes Geld hätte wegwerfen sollen!" Ella stand allgemein in dem Ruf, geizig zu fein. »Sind Sie schon lange in ihren Diensten?" fragte Peter teilnahmsvoll. »Schon viel zu lange", brummte die erste. „Es ist mir ganz gleich, wenn ich meinen Dienst bald verlassen muß. Schon seit zwanzig Jahren b n ich Garderobiere, aber ich habe noch niemals eine solche Herrin gehabt wie sie. Ich kann mich noch aus sie besinnen, wie sie ein Chor- mädchen war, bevor sie zu Geld kam und da- Orpheum pachtete. Ich muß sagen, daß sie von Anfang an Glück hatte." Die Zofe neigte ihren Kopf und horchte auf Mo fernen Klänge des Orchester-, die durch die Dcrdindungstür herübertönten. .Es ist besser, wenn Sie jetzt gehen, mein Herr", sagte sie bann. »Sie wirb in einer Minute hier sein, um sich umzukleiden." Peter war klug genug, zu gehen und hatte das Theater schon längst verlassen, als Ella atemlos zu ihrem Ankleideraum zurückkehrte. »Bringen Eie mir sofort Briefbogen und Kuvert", befahl sie. »Läuten Sie Mr. Crewe an und fragen Sie ihn nach der Adresse von Miß Daphne Olrohd, aber schnell!" 11. Daphne Olroyd wohnte in einem großen Hause mit kleinen Einzelwohnungen, wo Bedienung und Unterhaltung im Mietpreis einbegriffen war. Im Erdgeschoß war eine Küche eingebaut, die kleinere Mahlzeiten für die Mieter lieferte. Sie hatte sich eben ein einfache- Frühstück bestellt und e- verzehrt, als ihre Klingel läutete. Sie öffnete die Tür und sah draußen Peter stehen. »Ost da- ein Gegenbesuch?" fragte sie und bat ihn, einzutreten. »Da- kann sein ober auch nicht. Mir ist etwa- eingefallen, was ich Sie unbedingt noch fragen muß." Es war aber so etwas Nebensächliche-, als er damit herau-kam, daß sie gleich wußte, daß dies nicht der eigentlich« Grund seines Morgenbesuches sein könnte. Er hatte eine ruhelose Rächt verbracht, und um vier Uhr morgens war seine Unruhe so start geworden, daß es der Anspannung seiner ganzen Willenskraft bedurfte, sich nicht sofort anzuzichen und au ihrer Wohnung zu gehen, um nachrusehen, ob seine schlimmen Befürchtungen sich erfüllt hätten. Er konnte ihr doch nicht sagen, daß er ihr nur einen Besuch machte, weil er ihretwegen beunruhigt war, oder daß er in der vergangenen Rächt nicht schlafen konnte und sich dauernd «inbildete, daß ihr irgendwelche Gefahren drohten. Warum er überhaupt auf so dumme Gedanken kam, war ihm unbegreiflich. Vr fühlte sich plötzlich für die Sicherheit und das Glück einer anderen Persönlichkeit verantwortlich, und das bedrückte ihn. Er war nicht einmal imstande, seinen Gemütszustand richtig zu beurteilen. »Ich habe eine Einladung zum Abendessen von — aber Eie werden nicht erraten, wer meine Gastgeberin ist." „Doch nicht Ella?" sagte ar auf8 Geratewohl und war verblüfft, als sie bejahte. »DaS ist doch sehr sonderbar, nicht wahr?" Sie ging in ihr Schlafzimmer und holte das Schreiben: eS war ein Briefbogen des Orpheum» theaters, auf dem er die ungelenke Handschrift Ella- sah. .Meine Hebe Miß Olroyd — es gibt so viele Dinge, über die ich mich gern einmal mit Ihnen unterhalten möchte, daß ich mich freuen würde, wenn Eie heute abend zum Theater kämen und mich abholten. Wir können dann ausgehen und zusammen soupieren. Wir sind einander öfter begegnet, nicht wahr? Ich bin so beunruhigt durch den Tod des armen Mr. Farmer, i-er mir ein wirklich guter Freund war, und ich möchte gern mit Ihnen darüber sprechen. Dielleicht wird es Sie interessieren, einmal einen Blick hinter di« Kulissen zu werfen? Wollen Sie mir, bitte, telephonisch Antwort in meine Wohnung in Et. John s Wood geben? Sie finden meine Rümmer im Buch Ihre aufrichtig ergebene Ella Creed/ Er faltete den Brief wieder und gab ihn Daphne zurück. „Werden Sie der Einladung Folge leisten?" Sie sah ihn nachdenklich an. »Ich weiß noch nicht. Meinen Eie, daß ich bingeben sollte? Es würde doch sehr unhöflich sein, wenn ich ablehnte. Aber ich kenne sie ja kaum. Was würden Sie denn an meiner Stelle tun ?" »Ich wüßte nicht, warum Sie nicht hingehen sollten," sagte Pcter. Trotzdem hatte er ein unangenehmes Gefühl, daß es besser fei, wenn sie diese unerwartete Einladung nicht annehme. „Ich will es mir noch überlegen," sagte Daphne, als sie den Brief wieder in ihre Handtasche steckte. „Ich habe heule abend nicht- vor und möchte ganz gern hingehen. Ich war noch niemals hinter der Mihne, das würde ich zu gern einmal kennenlernen." An diesem Morgen hatten sie genügend Zeit, um zu Fuß zu Gregory Deales Haus zu gehen, und so schlenderten sie beide zusammen durch den Park. Sie waren zwei junge Leute, die das 2eben wundervoll fanden, obwohl Peter Dewin seinerseits nicht recht einsehen konnte, weshalb dieser Tag mehr Beachtung verdiente als irgendein anderer. „Eie könnten heute abend auch mit mir speisen," sagte er, als sie sich dem Haufe näherten. „Sie haben aber doch so viel zu tun," erwiderte sie schnell. „Ich möchte auch nicht, daß das eine Gewohnheit wird." „Der Umgang mit Ihnen ist die erste gute Gewohnheit, die ich angenommen habe." Sie lachte nicht, wie er erwartet hatte, und ihr Ton war etwas kühler, al- er erwartete. „Sie haben meine Freundschaft noch nicht ganz errungen, Mr. Dewin — noch nicht." Er glaubte, daß er sie durch irgendeine leichtsinnige Bemerkung beleidigt hätte, aber er wußte nicht, was es fein konnte. Sie war auch überrascht, daß sie sich über ihn ärgerte, berat sie war sonst sehr natürlich und ließ ihre schlechten Stimmungen nicht anderen Menschen entgelten. Sie trennten sich nicht ht bestem Einvernehmen, und während Peter Dewin seinen Weg sortsehte, quälten ihn unangenehme Gedanken. Schließlich legte er sich die Frag« vor, ob er sich nicht bereit- verliebt habe, und plötzlich war er ganz außer sich, daß er überhaupt an so etwa- dachte. Er ging nach Scotland Zard unb schickte seine Karte zu Oberinspektor Clarke hinein. Er wurde sosorl zu einer kleinen Konferenz zugezogen, die eine Stunde vor seiner Ankunft begonnen hatte. »Treten Sie nur näher, Peter," sagte Clarke. Der große, starke Mann mit dem grauen Schnurrbart war vielleicht der klügste Kopf in der ganzen Polizeitruppe. „Wir befassen un- eben mit der gefieberten Schlange. Dielleicht können Sie un- cinen neuen Weg zeigen." »Ich kann Ihnen die Zusammenhänge nicht kurzerhand erklären," erwiderte Peter prompt. »Ich habe bi« Sache auch noch nicht erfaßt. Ich kam gerade her, um mir selbst Informationen zu holen, und nicht, um welche zu geben." „Hier können Eie sich nur sehr wenig neue Informationen holen," brummte bet gestrenge Lweeney, der nach Clarke der höchst« im Rang war. »Wir sind auf einem toten Punkt angekommen." »Wa- wollen Eie beim in Erfahrung bringen, Peter?" fragte Clarke. „Wissen Ei« etwas über einen gewissen Hugg?" Clarke nickte sofort. »Ich habe ihn da- letztemal abgefaßt," sagte er. „Er ist ein Einbrecher, bet vor ein paar Monaten auf Bewährungsfrist entlassen wurde und sich regelmäßig auf der Polizeistation von King- Croß melden muß. Ich weiß daS, weil ich ihn vor einigen Tagen auf der Straße traf unb mir die Mühe nahm, ihn anzusvrechen. WaS hat er berat jetzt wieder ausgefressen?" „Er wollte mir eine Geschichte verkaufen," sagte Peter, „daS ist ja schließlich kein Dergehen. Das war meine erste Frage. Zweiten- möchte ich gern wissen, ob Sie mir Aufschluß über die Ricks-Bande geben können." Sweeney, der gerade zu einem anderen Beamten sprach, schaute plötzlich auf. „Meinen Sie die Falschmünzerbande? Ich habe sie alle dingfest gemacht — mit Ausnahme des Mädchens - - die war damals noch ein Kind. Ist sie jetzt wieder in London?" „Sie hat doch eigentlich die Fälschungen begangen, nicht wahr?" fragte Peter, der die Frage ocS andern überhörte. „War sie denn so klug?" „Ja, das war sie." Clarke antwortete ihm. „Sie erhielt eine goldene Medaille für ihre Zeichnungen von der Chelsea-Gesellschaft, als fic zwölf Jahre alt war. Der alte Oberkommissar, der etwas von Kunst verstand, sagte damals, daß sie ihr Glück als Schwarzweißzeichnerin machen könnte." (Fortsetzung folgt.) In den ersten 10 Jahren nur die milde, reine, nach Seitlicher Vorschrift für die zarte Haut der Kleinen besondershergestellte NIVEA KINDERSEIFE Schonend dringt ihr seidenweicher Schaum in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde, kräftige Hautatmung. Und was das bedeutet, merken wir Erwachsenen an uns selbst: Wohlbefinden und Gesundheit hängen von ihr ab.^ W29/30 Preis: 70 Pfg, Angenehmes Rasieren, Ersparnis an Klingen durch NIVEA-CREME Reiben Sie immer ein oder zwei Minuten vor dem Einseifen ein wenig Itivea-Creme gut in die Haut ein. Sie werden erstaunt sein, wie leicht das Messer schneidet und wie schnell und mühelos Sie sich ohne die geringste Schmerzempfindung und Hautreizung rasieren können. Machen Sie den Versuch gleich morgen früh, aber nur mit Nivea-Creme; denn nur sie enthält das dem Hautfett verwandte Eucerit, und darauf beruht ihre Wirkung. Nivea Creme dringt in die Haut ein und hinterl&ßt keinen Giene. Dosen n RH. 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Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schusses und eintretendenfalls über die im § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, ferner zur Prüfung der an* gemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 1. Mai 1930, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Saal 201, 2. Obergeschoß, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein* schuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auserlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forde* rungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. April 1930 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht in Gießen. von Spezialhaus für Damenbekleidung J. 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März weiteres 10 Prozc 79 StiM genommen unb lluffi Stimmen I Stimme ent ' Emag surt a. 3i Druttogetoii wovon Unk 760263 (794 (1087181 7 2505 (2762) den bringe 9 (8) Proz. vorgcschlagc aktien nehn teil. Die o, vargclragen ^efchäftigun J929 glcichn hatten sich Zur Zeit vc ungefähr de Vorbehalt ( o» 19-7 % teufe „ ion «SA »TT1* cfrtr ÄS” Lätzchen Jäckchen Ueberziehjäckchen Salomon Schulstr. 4 Braun echt Boxkali Herren-HalSschuhe modische Form. Rand weih gedoppelt,auhergew.blTHg Braun Boxkalf-Halbschuhe |n50 Rahmenarbeit elegant und billig 1L Steppdecken und Umschläge mit passenden Kissen Technikum Jimenau T(.Är. Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik Wissenschaftliche Betrl bsfühtg. Werkmeisterabtcllunv 110-, 125.-, 148 gute 85 cm breit, Mk. Qualität 100 cm breit, Mk. 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Paul Jährling, Apparatebau Jena a. d.Saale, Scdützenstrake > 8. tAf C E9 ES ED RUCKSACHEN vw Em 11 ö KmBrUhl'sche Druckerei M SB MW WW Nr. 83 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Freitag, 4. April 1950 Wirtschast. Konkurs der ftirmo Heyligenstaedt. Wie wir von zuständiger Seite hören, ist der Jitma heyligenstaedt L L o m p., Werf- zeugmaschineo.Fabrik und Uifengie- h e r e i, A. G^ In Gießen ein gröfjetet Kredit gekündigt worden. Mehrfache Verhandlungen wegen anderweitiger Unterbringung dieses Kredits hatten nicht den erhofften Erfolg, so daß die Firma ihre Zahlungen ein st eilen muhte und gestern da? Konkursverfahren angemeldet hat. das eröffnet wurde. Der vetr'eb de» Unternehmens soll vorläufig nahezu unverändert fori- geführt werden, da die Firma zur Zeit noch mit erheblichen Aufträgen versehen ist. Ls ist beabsichtigt. da» Unternehmen auch weiterhin zu erhallen. Gegenwärtig werden von der Firma noch etwa 300 Arbeiter beschäftigt lieber den Fortgang der Angelegenheit, die auch für unsere Stabt von großer Bedeutung ist. werden wir zur gegebenen Zeit weiter berichten. * Ermäßigung des Privatdiskonts. Der Privatdiskont wurde gestern um Vs Prozent auf y/8 Prozent für beide Sichten ermäßigt. • Diskontsenkung in der Schweiz. Die Schweizerische Vaiionalbank hat den Diskont von 3,5 aus 3 Prozent und den Lombardzinssuß von 4,5 auf 4 Prozent herabgesetzt. * Die Konjunktur im Frankfurter Wirtschaftsbezirk im März hat sich nach, den Mitteilungen der Frankfurter Handelskammer in der Automobil, und Gummiindustrie etwas belebt, in allen anderen Industriezweigen ist das Geschäft jedoch eher ßoch weiter zurückgegangen. e Ilse Bergbau A.-G., Berlin. 3r. der Generalversammlung krit.fierte Rechtsanwalt vom Berg, wie schon in den Vorjahren, den angeblich unberechtigten Handelsnuhen des Großhandels. Von der Verwaltung und von anderen Aktionären wurde hierzu bemerkt, daß die Frage der Preispolitik und der gleichfalls zur Sprache gebrachten Kontingentspolitik nicht vor dem Forum der Generalversammlung behandelt werben könne. Die Zunahme der Schuldner und Gläubiger hängt nach Mitteilung der Verwaltung mit der Vergrößerung des Geschäfts zusammen. 3m neuen Jahre mußten bis Ende März rund 192 000 Tonnen auf Stapel gelegt werden. Dis Ende März waren insgesamt 17 volle Feierschichten eingelegt worden. Der dadurch entstandene Produktionsaussall betrage etwa 172 000 Tonnen. Aus betriebstechnischen und sozialen Gründen habe die Verwaltung beschlossen, ab 24. März die Hälfte sämtlicher Anlagen bis auf weiteres stillzulegen. Der Abschluß (wieder 10 Prozent Dividende) wurde mit allen gegen 79 Stimmen des Aktionärs Dr. vom Derg angenommen, ebenso die Entlastung des Vorstandes und Aussichtsrats, wobei sich allerdings 29 073 Stimmen iBubiag, Schaffgott, Friedländer) der Stimme enthielten. • Emag Clektrizitäts 21®., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte 1929 einen Bruttogewinn von 2.527 (2.618) Mill. Mark, wovon Unkosten 1.515 (1.621) Mill. Mk., Löhne 760 263 (794 278) Mk. und Abschrnbungcn 121 576 (108 718) Mk. beanspruchten. Aus dem einschl. 2505 (2762) Mk. Vorjahresvortrag sich ergebenden Reingewinn von 102 477 (97 239) Mk. werden 9 (8) Proz. Dividende auf 1 018 00? Mk. Aktien vorgcschlagen. Die nom. 281000 Mk. Vorratsaktien nehmen an der Gewinnverteilung nicht teil. Die verbleibenden 2657 (2505) Mk. sollen vorgetragen werden. Vach dem Bericht habe die Beschäftigung .der Fabrik in der ersten Hälfte 1929 gleichmäßig angehalten, erst gegen Schluß hätten sich Rückgänge bemerkbar gemacht. Der zur Zeit vorliegende Auftragsbestand entspreche ungefähr dem des Vorjahres. Unter dem üblichen Vorbehalt erwartet die Verwaltung wieder ein befriedigendes Ergebnis * Preußische Bergwerks, und Hüt - t e n Ä.-G., Berlin. In der Generalversammlung der Preußischen Bergwerks- und Hiitten-A G., Berlin wurde der Abschluß für 1929 genehmigt Mi- msterialrat Böhm, Ministerpräsident Deist und Staatssekretär Dr. Staudinger wurden dem Aufsichtsrat zugewählt. Der Gesamtumsatz der Werke ausschließlich des Absatzes an eigene Werke erhöhte sich auf 137,66 (i. D 125,18) Millionen Mark. Der Detriebsgewinn erhöhte sich auf 22,06 (17/25) Millionen Mark und der Beleiligungsgewinn auf 2,76 (2,48) Millionen Mark. Nach Absetzung der Unkosten von insgesamt 7,50 (6,33) Millionen Mark und der Abschreibungen von 10,19 (8,46) Millionen Mark verbleibt ein Reingewinn von 8 901 943 (6 689 451) Mark, der nach Vornahme der üblichen Rückstellungen von 1,76 (0,93) Millionen Mark zur Ausschüttung einer Dividende von 5 (4) v H. auf das eingezahlte dividendenberechtigte Aktienkapital von 110 (100) Millionen Mark verbleibt. Die Kapi- talerhöhuna um 40 auf 140 Millionen Mark ist bis auf 19 Millionen Mark inzwischen durchgeführt worden. Krankfurtcr Börse. Frankfurt a. M., 4. April. Tendenz fest. Auch heute eröffnete die Börse in fester Haltung. Die Entspannung der innerpolitischen Lage, das Eintreffen von Aufträgen und die weiter anhaltende Geldmarktcntspannung wurden als anregende Momente gewertet. 2luch die feste gestrige Veuyorker Börse blieb nicht ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung. Das Geschäft war vor allem am Montanmarkt lebhafter, bei zunehmendem Interesse für die in letzter Zeit stark vernachlässigten Aklien. Besonders von Rheinlandseite konnten die sonst favorisierten Werte ebenfalls mehr in Erschei- nung treten. Die Kursbesserungen gegenüber der gestrigen Abendbörse waren nicht sehr erheblich und überschritten nur in Ausnahmefällen 2 Proz. Am Montanmarkt waren Rheinische Braunkohlen mit erneut 4 Proz. führend. Klöckner, Mannesmann und Rheinstahl zogen bis zu 1.5 Proz. an. Stahlverein 3 Proz. über Parität. Lebhaftere Vachfrage, besondors von holländi- schcr Seite, machte sich noch für Aku geltend, die 1,5 Prozent gewannen. Am Elektromarkt war das Geschäft nicht ganz so stark ausgeprägt. Siemens konnten mit plus 2 Prozent im Vordergründe bleiben. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen bis zu 1,5 Prozent fester. Schuckert waren kaum verändert. In Lahmcyer machte sich einiges Angebot geltend, bei leicht gedrückten Kursen. Am Chemiemarkt war die Umsahtätigkeit ebenfalls etwas bescheidener. I- G.-Farben eröffneten leicht erhöht, während Rüt- gerswerte etwas nachgeben mußten. Regere Vach- frage bestand am Automarkt für Daimler, die sich wieder um 2 Prozent bessern konnten. Bauunternehmungen waren weiter etwas höher. Don Zellstoffaktien gaben Waldhof 1,5 Prozent nach. Schiffahrtswerte gut behauptet. Danken bis zu 1 Prozent fester. Conti-Gummi in Reaktion der letzttägigen starken Steigerungen auf Gewinnmitnahmen etwas abgcschwächt. Renten freundlich Deutsche Anleihen etwas höher. Im Verlaufe war das Geschäft stiller. Die Spekulation schritt zu Gewinnmitnahmen und es ergaben sich daraufhin kleine Abschläge. Die Grundstimmung blieb freundlich. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1897, gegen Pfund 20.383, London gegen Kabel 4,8613. gegen Paris 124,3050, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 38,60, gegen Schweiz 25,1290, gegen Holland 12,1175. Berliner Börse. Berlin, 4. April. Schon vormittags und an der Vorbörse erkannte man, daß sich die Aufwärtsbewegung des gestrigen Vachmittags unter Führung von Montanaktien heute fortsehen werde. Es waren weniger wirtschaftliche Momente. als vielmehr die große Defriedi- t] u n g über d i e Klärung der politischen Lage, die ausschlaggebend für die feste Stimmung war. Offensichtlich beteiligte sich das Publikum heute etwas stärker, als in der letzten Zeit. Beachtung fand eine Rede Geheimrat K a st I s auf einer Tagung der sächsischen Industrie. Meldungen aus Mailand, wonach ein Kunstseidepatt vorbereitet werde, lösten an diesem Markte stärkere Käufe, angeNich auch für holländische Rechnung aus. Aku-Ai.ien erschienen mit Plus-Plus-Zeichen und wurden 6 Prozent höher zur Votiz gebracht. Demberg gewannen zunächst 4 Prvz., kurz darauf weitere 2 Proz. Das Hauptinteresse richtete sich jedoch auf den Montan- markt, an dem die Besserungen durchweg 2 bis 3 Proz. betrugen. Köln-Veuesten. Hoefch, Vereinigte Stahlwerke, Rheinische Braunkohlen. Mannesmann-Röhren waren darüber hinans bis zu 5,5 Proz gebessert. Gerüchte von einem A u t o - trust im Zusammenhang mit dem Stahlverein bewirkten, daß Daimler mit Plus-Plus-Zeichen erschienen und 2.90 Proz. höher eröffneten, und das 2>MW. 4.5 Proz. gebessert lagen. Don Mafchinensabriken waren Gebrüder Koerling mit plus 4,5 Proz. nach anfänglicher Plus-Plus-Votiz sehr fest veranlagt. Am Dankenmarkt fielen Da- natbank mit plus 3 Proz. auf. Auch Reichsbank lagen fest. Otavi-Minen mit plus 1,75 Proz. hatten sehr feste Tendenz. Auch der Schifsahrts- markt erfreute sich stärkeren Interesses. An den übrigen Märkten erfolgten keine Sonderbewegun- gen. doch war die Tendenz überall freundlich. Deutsche Anleihen waren einheitlich. Veubesitz mit 10,4 Proz. gesucht. Ausländer ruhig und wenig verändert. Der Pfandbriefmarkt war unentwickelt. Der Geldmarkt war leichter. Tagesgeld 5 bis 7 Proz. Die übrigen Sätze unverändert. Vach den ersten Kursen kam eS zu Realisationen, die ein Vachgeben her Kurte bis zu 1,5 Proz. zur Folge hatten. Tie Grundstimmung blieb jedoch widerstandsfähig. Letzte Nachrichten. Notlandung eines Beilehrsflugzeuges. Frankfurt a. 711., 4. April. (WIB. Funf- fpruch.) heute vormittag gegen 9 Uhr muhte da» um 8.25 Uhr in Frankfurt a. TU. zum Fluge nach Köln gestartete Flugzeug D. 4 2 2 wegen schlechten und nebeligen Wetters In der Vöhe von Idstein eine Walblanbung im Taunus vornehmen. ftiertiei wurde bk Maschine schwer beschöbigt. Der Führer D eg ner erlitt eine Gehirnerschütterung, eine mltfliegenbr Krankenschwester einen Unterschenkelbruch. Turnen, Sport und Spiel. 34. Mtelrhein. KreiSturnsest in Hanau. Vach den großen Tagen des Deutschen Turnfestes 1928 in Köln war im Mittelrheinkreis dos Iahr 1929 ein Iahr inneren Schassens und stillen Aufbaues. Der Sommer d. I. bringt mit dem 3 4. Mittelrheinischen Kreis- t u r n f e st einen turnerischen Höhepunkt, wobei sich wieder die ungeheure Arbeit der DT. in der großen Masse der 200 000 Mitglieder des Mittclrheinkreises ossenbaren wird. Diesmal ist das an turnerischer Tradition reiche Hanau die Feststadt, deren Oberbürgermeister Dr. D l a u m ha_, Proteltorat übernommen hat. Mit der Wahl des Festgeländes hat man einen glücklichen Griss gemacht, bietet doch der bei dem Kurort Wilhelm bad herrlich gelegene Wiesenplan einen idealen Platz für daZ Fest. Das Gelände besitzt einen Flächeninhalt von 170 000 Quadratmeter, hinzulomn.en noch die städtischen Sport- und Spielplätze in Wilhelm.bad, sowie der Hanauer Mainhasen als Schwimmbad. An den Vorbereitungen arbeiten zwölf lokale Hanauer Ausschüsse von insgesamt 400 Bürgern. Man rechnet mit einer Wettkämpferzahl von 5000 Turnerinnen und Turnern, für die Freiübungen etwa 7000. Die Wettkämpfe werden sehr vielseitig sein: es wird am Gerät und volkstümlich geturnt, gesochlen, gespielt und geschwommen, wobei trotz der Maste der Turner nur die Befähigten der 26 Gaue des Kreises die Kämpse bestreit.n. Die Durch.ührung des Festes ist auf den 31. Iuli bis 4. August fest- gelegt. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Die 1.Cif der Spielvereinigung 1900 unternimmt am kommenden Sonntag eine Fahrt nach Süddeutschland. Gastgeber ist der 1. F u ß d a l l - klub Langen bei Darmstadt, der zur süddeut schen Oberliga gehört und sich dort in der Gruppe Hessen betätigt. Langens Klassen- und Gruppen- geführten sind Wormatia und Alemannia Worms, Sportverein Wiesbaden, V. f. L. Neu-Isenburg, Mainz 05 u. a., also eine auserwählte, sehr spielstarke Gesellschaft, in der sich Langen nur durch wirklich ansprechende Leistungen halten kann. Das gibt zu bedenken, daß 1900, trotz wahrscheinlich bester Ausstellung, nicht ungerupft von Langen wegkommen wird. Auch in Gießen bekannte, recht spielstarke 'Vereine erlitten in den letzten Wochen in Langen ohne Ausnahme Niederlagen-, so V. f. B. Kurhessen Marburg 5:0, Borussia Fulda 2:0, Hanau 60/94 4:2. Dabei gehören die vorstehenden Vereine zur 1. Klasse, 1900 jedoch zur 2. Klasse, so daß die Aussichten für die Gießener eigentlich nicht groß sind. 1900 hat aber in den letzten Spielen, mit einer Ausnahme, bewiesen, daß es gegen recht spielstarke Gegner in Ehren bestehen kann, da die eigene Spielstärke zur Zeit respektabel ist. Aus diesem Grunde hosst man auch, daß die Blauweißen aus Langen wenn schon mit einer Niederlage, jedoch nicht mit einem allzu schweren Ergebnis nach Hause zurückkehren. Die Ligareserve empfängt die 1. Mannschaft vorn Fußballverein Weilburg auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe. Das Vorspiel in Weilburg endete seinerzeit unentschieden. Man sollte annehmen, daß 1900 zu einem knappen Siege kommen würde, da es den Vorteil des eigenen Platzes hat, und außerdem über eine recht spielstarke Mannschaft verfügt, wenn diese komplett zur Stelle ist. Die eifrige, überaus schnelle Mannschaft der Gäste ist jedoch keinesfalls zu unterschätzen. Die 3. Mannschaft wird in der Rückspiel- bcgegnung gegen Biebers l. Elf Revanche suchen für die im Vorspiel unverhofft erlittene 2:0-Niedcr- läge. Auch dieses Tressen findet aus dem 1900 Sport platz statt. Die Ausstellung der Gießener Vertretung müßte eigentlich Gewähr für einen eindrucksvollen Sieg der Blauweißen geben. Die 4. Gif 1900s wird wohl ebenfalls ,311 Hause tätig sein. Vereinbarungsgemäß mußte Steinbachs 2. Mannschaft zum Rückspiel antreten, wobei ein knapper Sieg der Gießener, im Gegensatz zur knappen Borspielniderlage (4:3), im Bereich der Möglichkeit liegen würde. Alle Fugen dm annschastest sind in Gießen tätig. 1900s 1. erwartet Lollars 1>. ein Sieg der Hiesigen steht wohl außer Frage (Vorspiel 5:1 für 1900). — 1900 II gegen Aßlar I ist eine offene Sache, da beide Mannschaften sehr spielstark sind. Beim Spiel V.f.B. Gießen III gegen 1900 III auf dem Waldsportplatz dürfte 1900 Sieger bleiben. Als letztes Spiel steigt 1900 1. Schüler gegen Nieder girmes 1. Schüler. Eine Begegnung, die beiderseits schöne Leistungen verspricht. B. f. B. Am kommenden i^'nntag findet auf dem Wald- sportplah ein Spiel statt, das man als ein sportliches Ereignis vez..a)nen darf. Dem SpielauS- schuh ist es gelungen, die Ligamannschaft des 1". Hanauer Fußball-Clubs 1893 als Gegner der V.f.B.-Liga nach hier zu verpflichten. Hanau 93 gehört zu den ältesten Fußballvereinen Deutschlands und ist u. a. Mitbegründer und toegöereitenber Pionier des Süddeutschen Fußballverbandes. Seine Geschichte ist ebenso erfolgreich wie wechselvoll: in ihrer Glanzzeit zählten die 93er zu den besten Mannschaften in Süddeutschland. Vach einer Periode der Stagnation und der Mißerfolge haben sie sich durch systematischen Aufbau wieder zu einer Klassen- mannschast mit achtunggebietender Spiel stärke emporgearbeitet. Das beweisen ihre letzthin gegen bekannte Bezirlsligavereine erzielten Resultate. So mußte sich Fuhballsportverein 05 Mainz auf eigenem Platz mit 4:5, in Hanau sogar mit 1:4 geschlagen bekennen. Ebenfalls mit 4:5 verlor Langen auf seinem gefürchteten Platz. In Mannheim verlor Hanau gegen V. f. R. nach gleichwertigem Kamps mit 5:6, in Hanau gegen F. D. 04 Würzburg mit 2:3. „Kurhessen" Kassel konnte froh sein, nach durchweg unterlegenem Spiel mit einem 1:1 davonzukommen, das er jedoch lediglich seiner vorzüglichen Verteidigung verdankte. Das sensationelle 2:6-Resultat gegen den Westmain-Kreismeister, „Sportfreunde" Frankfurt ist mit Recht als irregulär bezeichnet worden, da der Torhüter Hanaus schon zu Anfang des Spiels verletzt wurde und normalerweise die Mehrzahl der Tove gehalten hätte. Die Gästeelf pflegt das ausgesprochene engmaschige Kombinationssystem, ja sie kann sogar Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinssuß 6 v. H. Vantturt a. JJ1. | 3er1m Hranttun a Dl Berlin -ranktun a. " . Berlin Banknoten. t-'djiuB’ l'Ubr» turt , Kur Gchluh- !tin|a g- iur flure ub» t-Uhr, 0"« fl re Schluß-, ihntong- fure Rure 01d)iu9«| • ur» ’ t-Ubr- Kurs Schluß- tflnian.i» lurd ' Kur« Berlin, 3- April veio grtef ziuimianuoe Noten..... Belgische Roten ....... Täiiiiche Noten ....... Englische Noten........ französische Noten ...... Holländische Noten ..... .it Itemsche Noten...... Norwegische Noten..... Deutsch Ccfterr .ilOOÄronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten ...... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . Dcoifcnm-rl Berlin 4.172 58,23 111,80 20,33 4,192 58 47 112.24 20,41 16.46 168.39 22,14 112.22 59,12 2.48 112.62 81.28 53.26 12,415 73,15 a. 2H. T>ahtm 3 4 4 4 3 4 4 4 Datum 3 4 4 4 3 4 4 4 Datum 3 4 4 4 3 4 4 4 6% Deunche tHeidjaanlribf Dem 1927 7% $eut|dir iReldieanlefbe non 1929 ScurfdK ilnl.-tilbtol.-Gdiulb mit stuetoi.'Rechten Deegl. ebne Äueloi.-Rechte b% Heg. Bolkeltaat von 1929 in'Khablb 102%) Cberbciirn Provinz • Anleibe mti Auelot.-Retinen Teutjche Slomm Gammclab! Anleibe Lerie 1 8% .Iranfl s>nv.-Banl Moldvie XIII unkündbar die 103» 7% Frankl Vvv -Bank Salböle unkünbbat bk 1932 Rbeiniiche Hnv.-Bank Siau. Soldvke 8% Pr 12ünbNDfanbbrtefan(talt, Pianvbrirle R 17 Pr Laiiveevianbbrtelünstalt. Romm..£bl R. 16 «% Pr LanveevsanvbNetanklall. BsanbbNese R 10 l.lf.® abg. Boririegs-LbligaNo- nen. rückzahlbar 1932 o OeiterceMmchr Golvrenkr i,% Rumänilche oereinb Rente von 1903 1&% Rumänische oeretnb Rente von 1913 1% Jätmürrtf-Se oereinb. Rente «7 98.75 34.9 •0.175 50.75 53 97,5 <9,5 <4,9 97 44,5 89 92,5 29 ..25 2,5 z5,75 ’2,’.3 2,55 7.13 1 7 • 0,25 '6,75 8.45 | 1 | | | 6 | 1 I I i || 1 1 | I 1 1 ■ 1 1 1 S 1 1 1 87,1 99 54.75 10.13 53.25 97 94,5 89 28,9 4.4 2.6 25.9 23,5 2,6 7.25 7,4 7.3 '0.35 16,65 8,35 1 I «•* 1 i | i i ' | | | । g»| lÄ*'““ II 1 || 32 yN »amburfl-Vimenlo Batet s>amburg-Lübam Tampfschtst 8 t-ania Tamulidiifl 1° Rorbdeuticher Llood 8 Allgemeine Deutsche Crebitank 10 Barmer Bankverein 10 Berliner Hanbeleqeiellschas! 12 Sommer, unv Privat-Bank 11 Tarmktädier unv 91arü>naU>anf 12 Deutsche Bank unv Tierontv SeleUichast, . . 10 Treebnet Bant......10 Retchsdank ..•••■ 12 O.6.®. 8 Bergmann....... 8 Lein. Ltesening-geletllchafl 10 Licht unv ft-raft 10 .zelten S Guilleaume 7y. Helellschast für Elektrische Unternehmungen 10 Hamburger Clelrriutäta-tSerfe io Rbeiniiche Glrtrruuäl . . 9 Stblenidie Elektrizität. ... 10 Stfiudrrt & Eo. . • • . 11 Siemens & datrle . • • • . 16 Tranaravio . ..••••- 8 Labmeoer & Co...... . V Buseru- ...... 0 Teun'che Ervöl ...... 6 (niener Stetnlobte ...... 8 Gelsenkirchener ...... 8 l-ve-ch Eisen ....... 6', 3i'f Bergbau.......10 tilodnerroerfc ........ Köln-Neuessen .......' Mannesmann-Räbren • • • • 7 Sianefelbfi Bergbau .... 7 Cberichlel Eiienbevarl .... 6 cberichlei Sokswerke ... . 7 Pbvntr Bergbau - . . Ks-, Rbeiniiche Braunkohlen . . 10 Rbeingob! . ..... 6 Riebeck Montan ...... 112 107,25 118 135 162,5 241.75 152 154 5 290,5 173,5 173 178,75 132,5 186 « 197,5 264,5 •72,5 82 107.65 145 132 • 07,5 112 •08,25 106,5 ■40.5 122 112,25 107,25 135,5 163,5 155,5 174,25 174.25 179.5 186,5 197,5 266,5 171,5 108 145 109 113,5 107 244 122,5 111.65 165 106 118.25 134.9 178 162 5 240.25 151.75 154.5 290.5 172,5 208 172.5 178.5 132 184,5 i37,25 149 173 -95,75 263,5 133 172.75 81,5 • 44.5 143 131 H3.5 249 107 111 109.5 107.65 74.5 108.9 • 04.25 238.5 120.13 113 155.5 107.5 118.25 135.5 179 163.4 143.25 152,25 155,4 291,75 175 207 173,9 179.5 133,75 186,5 138.75 151.5 174 197.5 265.75 - 83 107.9 145,25 145 133,25 118,5 109,75 114,75 113,4 108,5 74,5 109.5 107,13 244 123 Bereinigte Stahlwerke c tavi Minen . 16'/» Saliwerke Bschersleben ... l< Kaliwerke Westeregeln . . . 1> Kaliwerke Sfllxbrthirtb ... 15 3. ®. 3arben-3nbuftrte . . . 1? 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Automobil ' ..... 0 Cren Subdeuriche 3udei , . . . io 101.13 222 226 380 179,5 154,5 72.25 82 111,5 108 25 132,75 143 93,5 i8,5 148 217 41,5 57,5 35,5 39,5 17,25 107 106 32 102 218 160 102.75 180 72,5 81,5 112 109.5 133,25 98,5 103 215,5 43,5 260 132,5 - 99.4 60.25 220 225 379 75 | 178,5 ' — 71,25 80 9 108 - 92,5 298 246 5 97,5 146 213,5 •56.25 108 176,25 41,13 257 50,9 20.4 78.75 158.75 355 36 39,75 38,5 131.75 218 161,5 102.5 62 222.75 226.75 381 180,5 72,75 81.6 112.75 109,25 298,75 246.5 103.5 150 215.5 158 109 177,75 44 51,9 21,75 80,5 159.75 355 132,75 - 3 16,40 67 71 22 06 11,78 58,88 2.46 12.18 80.96 53 04 2,355 7". 85 rantfurl 3 April 4 «pril iümtlich. Notierung Geld 3riri Amtliche Dotierung Äelb 2)rlei Limit-- 'Hott. Bu n -ÄireS yri. Antiu- Christiania. Hop.'ndag.'N Stockrolm . HelnngtorS. Italien. . . Loudon. . . •-•Zeunorf . • PartS.... Schwei; .. Soa t:n. Javan . . . Hto de San- Sten in Ceft. abgeft Lrag . . . Bel trab . . Budavesl. . Bul arten Lissabon . Ian;tfl. . . flonft ntm. Stden. . Tanaba Uni uay - . Cairo • • • 168.07 1.642 58.37 112.03 112,08 112,49 10.525 20,359 4 1855 16,375 81,00 52.50 2,068 0,490 58,975 12,394 7,399 3,037 18.78 81 395 1,784 5.425 4,185 3.776 20,875 168,41 1 646 58.49 112,25 112,30 112,71 10 545 21,985 4,1935 16.415 81.16 52,60 2,072 0,492 59,095 12.414 7.413 73.21 3,043 18 82 81,555 1 788 5,435 4.193 3.784 20,915 168.00 1 68.34 1.637 1,641 58,39 58,51 112.04 112 24 112.08 112.30 112.49 112.71 10.527 10 547 21.95 21.99 20.362 20,402 4,186 4,194 16,37 16,41 81.045 81.205 52.55 52 65 2 068 2,072 0.490 0 492 58.995 59,115 12.398 12,418 7.340 7.414 73,08 73 22 3,037 3,043 18,78 18.82 81.40 81.56 1.785 1.789 5.435 5.445 4,181 4,191 3.866 3.874 20,865 20,905 Eßt mehr Roggenbrot! Ihr neuerFrühjahrsmantel hängt bei uns! gandaspiel zwischen Lollar I und W i e- s e ck l statt. Da hier zwei gleichwertige Gegner gegenüberstehen, dürfte der Glücklichere Sieger sein. Sn Frankfurt a. W. findet am kommenden Sonntag der Kreistag des 9. Kreises statt. Die Tagung wird sich nach Entgegennahme der Geschäftsberichte mit tief einschneidenden organisatorischen Fragen beschäftigen. Sn Watzenborn findet der diesjährige F r ü h - lahrswalblauf sür alle Klassen und Sparten statt. Die Dormeldungen lassen auf eine starke Beteiligung schließen. Ms Austragungs- gelände sind die Wälder am Schiffenberg vorgesehen. Ms Abschluß des Waldlaufes findet auf dem Sportplatz in Watzenborn ein Fuhballpropa- der in dieser Straße besonders stark auftretenden Staubplage und den damit verbundenen un* gesunden Folgen. Als im vorigen Sahr die obere Klinikstrahe hergerichtet wurde, nahm man selbstverständlich ohne weiteres an, die untere K i n i l st r a h e mit dem besonders großen Last-, Kraft- und Tankwagenverkehr sei damit einbegriffen. Aber wie groß war die Enttäuschung der Anwohner, als nach Fertigstellung des oberen Tells die Arbeit beendet war. Bei dem in dieser Straße stattfindenden großen Kraftwagenverkehr, wie er bestimmt in keiner anderen ungepflasterten Straße in Gießen sich abwickelt, hat die bisherige Schnellbewässerung keinen, Zweck. Eine Besichtigung dieser Straße bei trockenem Wetter durch die verantwortlichen Mitglieder der Stadtverwaltung dürfte diese sehr bald davon überzeugen, wie berechtigt die Kla-^ gen der Anwohner sind. Die Anwohner der unteren Klinikstraße richten deshalb die dringende Ditte an die Stadtverwaltung, sich dieser Straße und ihrer Anwohner vom hygienischen Standpunkt aus besonders anzunehmen und für schnelle Abhilfe zu sorgen, wofür die Anwohner der unteren Klinikstrahe jehr dankbar wären. N. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Notruf der unteren Klinikstraße. Mit Grauen und Schrecken müssen die Anwohner der Klinikstrahe leider schon jetzt wieder an den kommenden Sommer denken mit die Zweite Steinbachs aus. Sie muß in stärkster Besetzung antreten, wenn sie sich die beiden Punkte erringen will. Nach langer Wintcrpause tritt auch die Alte- Herrenmannschaft wieder auf den Plan. Sie ist bei der gleichen des Sportvereins Heuchelheim zu Gast. Die erste Sugend- und die e r st e Schülermannschaft werden aller Voraussicht nach aus hiesigem Platz Gesellschaftsspiele austrogen. Shre Gegner standen bei der Niederschrift dieser Zeilen noch nicht fest. Die zweite und dritte Sugendmann- schaft tragen in Niederweisel bzw. Hermannstein Pflichtspiele aus. D. f. R. Lich. Auf eigenem Platze spielt am Sonntag die Erste gegen die gleiche von Steinbach. Die beiden letzten Spiele, die die Nasenspieler gegen A-Klassegegner austrugen, gingen hoch verloren. Ob es den Sichern am Sonntag gelingt, gegen die Gäste ein günstiges Resultat herauszuholen, muh offengelassen werden. Arbeiier-Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag findet in'Wehlar in der Spilburg ein Städtewettspiel zwischen Wetzlar und E?i e h en statt. Die Mannschaften beider Städte wurden durch einige Spieler von den umliegenden Ortsvereinen verstärkt und dürften so eine ganz beachtliche Stärkung erfahren haben. Den Ausgang des Treffens muß man offen lassen. als ein typischer Vertreter desselben bezeichnet werden. Shr Spiel ist kultiviert in icdcr Beziehung. Wie die Spielleitung der Hanauer nut- teilt, werden sie mit ihrer zur Zeit stärksten Mannschaft antreten, und zwar in der Ausstellung. Sonnrein, Schramm, Gimplinger, Laber, Klingler, Hillenbrand, Krause, Philippe, Karl, Schnorr, Dörn. Philippi ist seit zwei Sahren der zweitbeste Torschütze des Mainbezirles. Wahrend Karl und Krause schon repräsentativ ge- spielt haben, ist Schnorr Snternationaler und zwar-Halblinker der deutschen Studentenmann- schäft. Schramm und Klingler stammen aus der ersten Sugend des I. F. C. Nürnberg. Mit dieser Besetzung ist Gewähr gegeben für erstklassige Leistungen. V. s B. iri-^ ebenfalls in stärkst- mög ichcr Aufstellung antreten und alles daransetzen. die umxrmcibliuA Niederlage nicht allzuhoch werden zu lassen. Es ist bisher stets so gewesen, daß die Platzelf gegen stärkere Gegner immer die besten Spiele geliefert hat. Man kann auch diesmal wieder erwarten, daß ihr Können mit dem des Gegners wächst und sie im übrigen das Fehlende durch vermehrten Eifer und Energie auszugleichen versucht. Man darf gespannt sein, wie sie sich der ihr gestellten Aufgabe entledigt. Die zweite Mannschaft fährt zum Sportverein „Viktoria" Nidda, um dessen Ers.en das fällige Rückspiel zu liefern. Das Vorspiel auf hiesigem Platz endete nut einem 1:0-Sieg Gießens. Weirn V. f. B. diesmal nicht wesentlich bessere Leistungen zeigt, wird er um eine Niederlage nicht herumkommen. Während die dritte Mannschaft spielfrei ist, trägt die viert e ihr letztes Derbandsspiel gegen Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 5. April. Sladlkirche. 14 Uhr: Beichte für die Konfirmanden der Matthäusgemeinde und deren Angehörige. — Iohanneskirche. 14 Uhr: Beichte für die Konfirmanden der Petrusgemeinde und deren Angehörige. Englisch gemustert in klein., neuen Dessins, fesche Formen, beste Qua- lität, teils gefüttert..........27.-, 25.-, O ■” Herrenstoff- Mäntel m modischer Tweed-Musterung, jugendlich verar- a —i beitet, ganz auf Futter......36.-, 32.-, / ■ "" Herrenstoff- Mäntel, elegant verarbeitet, gürtellose Schneiderform, OQ feine Kammgarn-Qualitäten, 55.-,45.-, O Beachten Sie unsere Schaufenster! Gebr. 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