Montag, 5. März 1930 180. Jahrgang Nr. 52 Erstes Blatt ton, Aeußerste Spannung in der politischen Lage 5,10 •= 4,40 - 3,84 Bieieck. 1803 D Reichs-, Länder- und Gemeindefinanzen, die 4. Die geheuren Betriebe opfer der Feslbesoldeten. Fraktion würdigt jedoch den un- Ernst der Lage, den die Existenz der = 0,M -- 3,60 3. 4. 4. 5. 2. 2. i Sic stellt, um }u einer solchen beizutragen. die ' Frage zur Erörterung, ob nicht ohne Rachteil für die Kapitalbildung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch einen einmaligen und provisorischen Rolbeltrag zur Linderung der gegenwärtigen Finanznot beitragen und zugleich einer günstigen wirklichen Finonzreform den weg bereiten könne. Dabei müsse gewährleistet werden, bah die Mehr- zahlung im Jahre 1931 zurücker stattet wird, etwa in der weise, bah dafür eine Reichsanleihe ausgehändigt wird, die bei der Steuererrichtung im Jahre 1931 in Zahlung genommen werden must. Dabei wäre gleichzeitig feflzuflellen, dast die Erleichterung des Haushalts im Jahre 1931 (durch Wegfall der 450 Millionen Ausgaben zu einer Senkung der direkten Steuern benutzt wird. = 8,28 - 8,55 = 50,96 = 41,80 , °- 35,81 = 55,48 = 11,08 = 44,54 = 22,91 = 33,17 = 17,53 = 21,78 - 9,91 = 8,59 - 4,66 Die Dvlksparlei lehnt einmütig das Aotopser ad. SiesordertAusgabensenkungundinnereSanierungderArbeitölosenversicherung wachsenden radikalen Strömungen, eine Regierungskrisis in diesem Augenblick droht eine Katastrophe heraufzubeschwören. Die Fraktion billigt deshalb die vermittelnde Haltung des Ministers Dietrich und bittet ihn, auch weiterhin auf eine die Krisis vermeidendie Der-, ständigung hinzuwirken. (Er|d)eim iü glich, außer Sonntags und 3 et erlag* Beilagen: Die DDuitrierte (Siebener Jamilienblättei Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Bezugrpretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. 8ernsvrechanschlüsse anterSammebiummer2251 21n|d)tif1 für Drahtnachrichten^ Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig, für Reklameanzeigen von 70 n ru Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“ , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wilh Gange. Derantwortiich für Politik Dr Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filier, sämtlich m (Biegen Berlin, 2. März. Parteivorstand, Reichsausschuh und Reichstagssraktion der Deutschen Volks- partei traten heute nachmittag 5 Ahr im Reichstag zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, nach der die solgcnde offizielle Erklärung ausgegeben wurde: Die Deutsche Dolkspartei ist der Auffassung, dah das Kernstück jeder Finanzreform eine Entlastung der Wirtschaft, die Wiederherstellung der Rentabilität in Landwirtschaft, handel, Handwerk und Industrie sowie Förderung der Kapitalbildung sein muh. Rur auf diesem Wege ist es möglich, das größte der sozialen Uebel, die Arbeitslosigkeit. wirksam zu bekämpfen und aus dem 3 2HU- lionenheer der Erwerbslosen einen möglichst großen Teil wieder in die Wirtschaft e i n j u - gliedern. Rachdem die Entwickelung der Finanz- und Kassenlage des Reiches die als notwendig erkannte Senkung der direkten Steuern für das Jahr 1930 unmöglich gemacht hat, muh d i e gesetzliche Festlegung einer solchen Senkung für das Jahr 19 31 gefordert werden. Anvereinbar hiermit wäre eine neue Erhöhung der direkten Steuern, gleichviel unter welcher Bezeichnung sie erfolgt. Das fogenannte Rotopfer würde auherdem den willen zur Reform auf der Ausgabenfe i t e des Reichshaushalts im Keime ersticken. Im Zufamenhang mit dem Reichshaushalt für 1930 müssen daher folgende Maßnahmen getroffen werden: Gesetzliche Sicherung der Ausgabensenkung im Reich, Ländern und Gemein- den, insbesondere auch durch Sanierung der Arbeitslosenversicherung: unter Vermeidung jeder weiteren Erhöhung von direkten Steuern gesetzliche Festlegung einer Senkung dieser Steuern vom Beginn des nächsten Haushaltsjahres ab. Die entsprechenden Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt. Das Referat über die politische Lage erstattete der Parteivorsihende Reichsminister a. D. Dr. Scholz. Er hob den graften Ernst der politischen Lage hervor und bezeichnete unter der stürmischen und einstimmigen Zustimmung des Reichsausschusses die Inangriffnahme einer Finanzreform mit dem Ziele, die deutsche Produktion zu entlasten, die Kapitalbildung zu fördern und den Acbeitsmarkt zu beleben als das politische Kernproblem. Im Anfang dieser Reform dürfe logifcherweise keine Erhöhung der direkten Steuern stehen, auch nicht in der verschleierten Form eines fogenannten Rotopfers der Festbcsoldeten, dessen verfassungsrechtliche Zulässigkeit höchst Zweifel- haft sei, dessen Wirkung aber in einer Hinausschiebung der dringend notwendigen inneren Sanierung der Arbeitslosenversicherung bestehen würde. Die überaus beifällig aufgenommenen Darlegungen des Reichsfinanzministers Dr. Moldenhauer bewegten t,, La- 4b- 3a. 3d. 4b> 3a. 2b. 3a. 3b. la. la. a- b. d'; b- , a« la« la- ib. 2b. 2b. 2b- 3a. 3a« 3b. Ib. 2b. la. Id- 2a. bedrohenden und die Arbeitslosigkeit immer weiter vermehrenden Konjunkturrückgang, die unübersichtliche Lage der le ffinbe gemeßen Tic [ t flürgetmeifierei rnr I ib ytxeniu nach Vota, | hn\l hvMmWi' .mittag 16 Ubt um > in Gegenwart etwaiger Töte die Telegraphen-Tlnion aus parlamentarischen Kreisen erfährt, dürfte die Deutsche Dolkspartei nicht geneigt sein, den demokratischen Vorschlag anzunehmen, da sie auch hierin eine Erhöhung der Einkommensteuer erblicken müßte. Vor der Kabinettskrisis. Wasdann? — GeschäftsfiihrcndesKabinett oder Weimarer Koalition. Berlin, 2. März. (ERD.) Rach den Frak- tionssihungen der Deutschen Dolkspartei und der Demokraten wird die Lage im Reichstag am Sonntagabend folgendermaßen beurteilt: Die Demokraten sehen ihre Ausgabe darin, noch einmal einen letzten Versuch z u einer Vermittlung zu machen. Die Aussichten ihres Vorschlages werden allerdings recht skeptisch angesehen, denn die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat in dem entscheidenden Sah ihrer Erklärung strikt jede Erhöhung der direkten Steuern abgelehnt, gleichviel unter welcher Bezeichnung sie erfolgt. Hält sie ihre Auffassung aufrecht, so ist die Krise unvermeidlich. Man hält es in politischen Kreisen allerdings für möglich, dah sie noch einmal hinausgeschoben wird, wenn etwa das Kabinett morgen noch keine Entscheidung trifft, sondern sich vertagt, um Zeit zu gewinnen. Es wird wohl auch noch einmal der Versuch gemacht werden, das Zentrum dazu zu bewegen, daß es von seiner Forderung der Verbindung zwischen Finanzverständigung und Toungplan abläht. Die Anzeichen sprechen nicht dafür, v aß das Zentrum nachgibt. Unter diesen Umständen beschädigt man sich in parlamentarischen Kreisen naturgemäß stark mit der Frage, was bei einem Scheitern der Verständigungsbemühungen werden soll. Es steht fest, daß beide volksparteilichen Mini st r r zurücktreten würden, wenn das Kabinett gegen ihre Stimmen das Rotopfer oder etwas Aehnliches beschließen sollte. Ohr Rücktritt würde wahrscheinlich die Gesamtdemission des Kabinetts zur Folge haben. 3n parlamentarischen Kreisen hält man für die Reubildung des Kabinetts zwei Lösungen für mögliche Einmal' die Bildung eines ge- schäf tssührenden Kabinetts zur Verabschiedung der TZounggesehe, zum andern ein Kab.inett der Weimarer Koalition mit Einschluß der Bayerischen Dolkspartei. Diese letzte Kombination würde eine Mehrheit von nur einigen Stimmen haben und deshalb auch nicht von langer Dauer sein. Es wird behauptet, daß aber d ie Demokraten bereit wären, die Weimarer Koalition mitzumachen. Die Entscheidung darüber, welcher Weg gegangen würde, würde aber sehr stark vom Reichspräsidenten abhängen. : U7 m = 6,44 = 4H ’ = 4,46 " = « 4,89 * = 1,26 " = 5,37 * = 1,56 == 2,92 * == 2,01 ’ == 2 ' = 13,64 ' = H,6l ' = 12,03 ’ = 17,54 " = 6,61 " = 10,14 " = 1,19 " = 8,49 " = . = 9,15 = 12,5s; = 10,15 . r 4(31. = 2,29 = 5,80 , -- 3,73 , — 1,45 , = 3,19 „ = 1.56 , sich in gleicher Richtung. In der Aussprache, an der sich Vertreter aus allen Teilen des Reiches beteilgten, unterstrichen sämtliche Redner ohne Ausnahme die Richtigkeit dieser Ausfassung. In seinem Schlußwort konnte Minster a. D. Dr. Schot; unter dem sich erneuernden lebhaften Beifall der Versammlung die absolute E i n m ü ti g k e 1 f des ganzen Reichsausschusses in diesen Fragen feffftellen. Ein Kompromißvorschlag der Demokraten. Einmaliger Notbeiirag der 1931 zurück« zucrslatten ist. Berlin, 2. März. (TU.) Die demokratische Reichstagsfraktion faßte am Sonntag nach vierstündiger Beratung folgenden Beschluß: 1. Die Deutsche demokratische Reichstagsfraktion erachtet aus außen» und finanzpolitischen Gründen die baldige Derabschiedung des Doungplanes für unbedingt geboten, weil ohne diese — von anderen schwersten Rachteilen ganz abgesehen — die Ausstellung eines Haushalts mit tragbaren Belastungen in Reich, Ländern und Gemeinden überhaupt ustmöglich gemacht wären. 2. Die Fraktion hält daran fest, daß der entschiedene Versuch gemacht werden muß, den Fehlbetrag des Haushalts durch Ersparnisse wesentlich zu verringern. Sie wird insbesondere die Reform der Arbeitslosenversicherung verlangen, wobei sie die Pflicht, die Arbeitslosen vor dringender Rot zu schützen und die Reichsanstalt lebensfähig zu erhalten, nach tote vor anerkennt. 3. Die Fraktion verschließt sich nicht der Ansicht, daß namentlich durch die sogenannte Lex Schacht zur Deckung des Reichsdefizits eine Erhöhung der Lasten für das Jahr 1930 unabweisbar ist. Sie erhebt gegen das Finanzprogramm des Reichsfinanzminisiers keine grundsätzlichen Einwendungen: dagegen lehnt s i e es ab, eine Erhöhung der direkten Steuern zu billigen, nach dem noch vor kurzem die weitestgehende Uebereinftimmung über die Notwendigkeit der verstärkten Kapitalbildung konstatiert und demgemäß die Senkung dieser kommenden Steuern von dec jetzigen Regierung und insbesondere von dem bisherigen sozialdemokratischen Reichs- finanzminister angekündigt worden ist. Sie teilt auch die ernsten Bedenken gegen das sog. Nothaben kann, dah ein wirklicher Reformwille die kommende innerpolitische Arbeit leitet. Brüning und Scholz beim Reichspräsidenten. Tie Zolkspariei gibt ihren abletzncndcn Ltandpuntt nicht preis. Berlin, 1. März. (WTB.) Der Herr Reichspräsident empfing heute den Vorsitzenden der Zentrumsfraklion des Reichstags, Dr. Brüning, sowie später den Vorsitzenden der Reichstagssraktion der Deutschen Volkspartei, Reichsminister a. D. Dr. Scholz, zu Besprechungen, die sich, wie wir von zuständiger Stelle erfahren, um den ganzen Fragenkomplex des Finanzprogramms gedreht haben. Der Herr Reichspräsident dürfte dabei seine Meinung über das Rotopfer dahin geäußert haben, daß derjenige Teil der Bevölkerung, der keine Rot leide, dem anderen Teil beispringen müsse. Es handelt sich hier um eine rein persönliche Meinung des Reichspräsidenten. Seiner überpartellichen und neutralen Stellung entsprechend lehnt der Reichspräsident es nach wie vor ab, sich in den Streit der Parteien einzumischen oder die Parteien in seinem Sinne zu beeinflussen. Wie wir erfahren, hat Dr. Scholz dem Reichspräsidenten in der heutigen Unterredung bereits keinen Zweifel darüber gelassen, dah die Deutsche Dolkspartei nicht in der Lage sei, ihre ablehnende Haltung gegen das Rotopfer aufzugeben. 3m Anschluß an den Empfang hielt der Fraktionsvorstand der Deutschen Volkspartei eine Sitzung ab, in der Dr. Scholz über seinen Besuch Bericht erstattete. Als Ergebnis dieser Besprechung wird mitgeteilt, daß sich an der Haltung der Deutschen Volkspartei zum Rotopfer nichts geändert habe. olzverkaus Hläti.oormiliags IJg Den aus bem (Bemein*- auf bem ^a^u®bal5 rtimente Oi|cntld,179gv Imme niijUA SSÄ* Stämme, 102^fnL -lange" -lange" 2. KL Stengen imenie werben " rfflUV«o Atmetet gss- vorhanden war? Die Erörterungen der letzten Tage, die Vorgänge im Kabinett stimmen uns nicht hoff- nungsvoll. Vom Willen des Zentrums, mit uns zusammen die kommende Steuersenkung zur bindenden Voraussetzung für die Bewilligung augenblicklicher indirekter Lasten zu machen, hat man nichts gehört. Umgekehrt muß aber die Tatsache, daß das Zentrum schneller geneigt ist, den Forderungen der Sozialdemokratie auf Erhöhung der direkten Steuern auf Einkommen oder Vermögen, und zwar gerade bei den mittleren Schichten Unterstützung zu gewähren, sehr zu denken gel en. Wer wirklich und ernstlich die gerade die mittleren Schichten der Wirtschaft am schärfsten drückenden Steuern zu senken beabsichtigt, kann unmöglich diese Absicht dadurch ausdrücken, daß er diese zunächst einmal erhöht. Hier scheiden sich die Geister, und weil dem so ist, hat sich die Deutsche Dolkspartei auch absichtlich nicht beteiligt an dem taktischen Spiel, die Derabschiedung der außenpolitischen Gesetze mit Koalilionsbcsprechungen über die Finanzrcform zu verbinden. W:nn das Zentrum glaubt, durch solche taktischen Bindungen die Fraktion der Deutschen Volkspartei von dem geschilderten Standpunkt abbringen zu können, so wird es sich täuschen. Es wird sich zeigen, ob das Zentrum vor dem deutschen Volke die Verantwortung dafür tragen will, daß die in der kommenden Woche fallenden großen außenpolitischen Entscheidungen zum Gegenstand eines kleinen innerpolitischen Fraktionshandels erniedrigt werden. Dann wird sich aber auch endgültig zeigen, ob hinter der Taktik des Zentrums mehr steht als eine bloß parteitaktische Absicht, ob dahinter steht ein ernstlicher Wille zu einer wirklichen Steuerreform mit einer wirksamen Entlastung der Wirtschaft. So wird die zweite Hälfte der kommenden Woche die Entscheidung bringen über die gesamte innerpolitische Entwicklung der nächsten Zeit. Die Deutsche Dolkspartei ist bereit, die Verantwortung nach wie vor zu tragen, wenn sie die Gewißheit GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vn'ck und Verlag: VrLHI'fche Unlversiiais-Vuch- nnö Steinörucferei R. Lange In Gießen. Zchriftleltung und Geschäftsstelle: Zchultttaße 7. IUn9en d°. . Klasse "• tt«n -15,66$ An:»*16! , gj I» । so m 2-^ W. A. 62 6lU0, t 1930-. Prof. Dr. Hellpach legi sein CReid)^ iagömandat nieder. Heidelberg, 3. März. (WTB. Funkspruch.) Professor Dr. Hellpach, der frühere badische Unterrichtsminister und Staatspräsident hat in einem Schreiben an den geschäftsführenden Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Staatssekretär a. D. Oskar Meyer, M. d. R., mitgeteilt, daß er sein Reichstagsmandat niederlegt und gleichzeitig aus derLeitung der Deutschen Demokratischen Partei aus scheidet. Das Schreiben erklärt, daß Pros. Hellpach zu diesem reiflich überlegten Schritt nicht durch persönliche Verstimmungen, sondern durch den Wunsch veranlaßt worden sei, Bindungen abzustrei- f e n, welche seine Meinungsäußerung oder Enl- schlußfassung zu den großen innerpolitischen Problemen der Zeit beschranken müßten. Am die zinanzsamerimg. DonMchtsanwalt Eduard Oingeldey M. d. 5t In einem Aussatz „W a s will das Zentrum?" schildert der bekannte hessische Abgeordnete in der „Rationalliberalen Eorrespondenz" die augenblickliche parlamentarische Lage. Wir entnehmen ihm folgende Ausführungen, die sich in wesentlichen Punkten mit unserer eigenen Auffassung decken. Bekanntlich hat das Zentrum schon vor Beginn der Plenarverhandlungen über den neuen Plan, und erst recht in diesen Verhandlungen durch den Mund seines Fraktionsfuhrers Dr. Brüning erklärt, daß es seine endgültige Zustimmung ;um neuen Plan von einer Klärung über bie Sanierung der Reichsfinanzen unter den Regierungsparteien abhängig mache. Diese Voraussetzung, die zunächst großes Aufsehen in der Oeffentlichkeit und bei einem großen Teil der Bevölkerung Zustimmung fand, war in ihrer Formulierung aber absichtlich und von vornherein unklar und zweideutig gefaßt. Was heißt „Klärung"? Darunter kann alles, von rein akademischen und grundsätzlichen Versicherungen bis zu gesetzgeberischen Beschlüssen verstanden werden. Klärung ist selbstverständlich besser als Unklarheit, aber ebenso selbstverständlich weniger als eine ge - setzgeberische Verabschiedung der in Frage kommenden st eu erlichen Maßnahmen. Wenn man also Klärung gesaat hat, so hat man mit Absicht etwas Unklares gesagt, und was heißt ferner „Sanierung der Reichsfinanzen"? Auch hier kann alles, von den Maßnahmen zur Ueberbrütfung augenblicklicher Notlagen in der Kaffe ober von den Maßnahmen zur Deckung des Defizits für 1930 bis zu einem wirklich großzügigen Steuersenkungspro- iramm verstanden werden. Wenn auch hier das Zentrum von vornherein unklare Begriffe gewählt (>üt, so ist auch dies absichtlich geschehen. Im (9e= 'nmtergebnis also kann man sagen, baß bie taktische Sortierung bes Zentrums, ab gestellt auf eine populäre Außenwirkung, in ihrer tatsächlichen Bebeu- tnng ziemlich fragwürbig war. Um so wichtiger war ihre taktische Absicht. Das Zentrum wollte bie an der Regierung beteiligten Parteien von vornherein unter einen taktischen Druck setzen, um sich selbst bie Führung bei ber Willensbildung über die künftige Politik im Innern Deutschlands zu sichern. Auch die Deutsche Volkspartei und gerade sie hat stets und mit aller Schärfe hervor- gehoben, daß für sie die außenpolitische Entwicklung der letzten Jahre bis zum neuen Plan nur tragbar ist, wenn dahinter die feste Entschlossenheit steht, aus der außenpolitischen Lö- famg nun auch mit voller Klarheit die inner- politischen, d. h. die Wirtschafts- und finanzpolitischen Konsequenzen zu ziehen. Die Deutsche Dolkspartei will keine Ver- urtttoortung mehr tragen für eine Politik, die im Innern Deutschlands sich um die Rotwendigkeiten herumdrückt, die sich aus der Heber- mahme der außenpolitischen Lasten ergibt. Deshalb kann die Deutsche Dolkspartei in einer „Klärung" und in einer „Sanierung der Reichs» s inanzen" nur ein Tellstück des wirklichen Re- s ormwillens für die kommende politische Entwicklung sehen. Ihre Forderung geht eben deshalb weiter als diejenige des Zentrums: nicht mir eine Klärung, sondern eine gesetzliche Festlegung, nicht nur der Sanierung der Reichsfinanzen, sondern der für die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Dolles unentbehrlichen und so oft versprochenen Steuersen- Lungen nach Ausmaß und Zeitpunkt. Das ist das politische und nicht nur das taktische Ziel, dem die Reichstagssraktion der Deutschen Volkspartei zu dienen entschlossen ist. Die Deutsche Volkspartei ist gern bereit und hofft, auf diesem Wege mit dem Zentrum gemeinschast- Eid) zu arbeiten, aber mit akademischen Erörterungen kann es jetzt nicht mehr getan sein. Wir brauchen feste gesetzliche Bindungen, unb gerade deshalb hat der Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer, im vollsten Einvernehmen mit dem einstimmigen Willen der Fraktion, cl8 wichtigstes Glied des von ihm vorgelegten Steuerprogramms eine gesetzliche Fe st - Eegung der für 1931 in Frage kommenden Steuersenkungen nachZeit- punkt und Ausmaß gefordert, und hier liegt der entscheidende Punkt, um den sich die Kräfte in den nächsten Tagen gruppieren müssen. Dis jetzt aber sehen wir, daß die So- ?ialdemokratie sich gerade diesem Ziele is heute völlig versagt hat. Rach allen Er- fchrungen der Dezembertage kann die Deutsche dolkspartei und wird sie unter keinen Um- sländen mehr mit einer „Konkordienformel" und theoretischen Erklärungen über den guten Willen zur Steuerreform sich begnügen. Ohne eine gesetzliche Bindung der beteiligten Parteien über Zeitpunkt und Maß der Steuersenkung, und zwar im Sinne des Entlastungsprogramms vom Dezember 1929, kann man der Deutschen Volkspartei die Bewilligung neuer Steuern zur Deckung des augenblicklichen Defizits nicht zumuten. Unb nun erhebt sich die Frage: Kann man bie ; Taktik des Zentrums so werten, baß bei ihm der Wille zur Durchsetzung eines solchen Programms d, «Schwere Ausschreitungen in Berlin. Kommunisten stören die rrauerseier für den Nationalsozialisten «Sessel. TNB. Berlin. 2. März. Samstag nachmittag fand im Elternhause des ermordeten Nationalsozialisten Wessel eine kurze T r a u erfrier statt, an der neben den nächsten Familienangehörigen Adolf Hitler sowie- Chargierte des Kösener S. C. und Angehörige des Berliner und des Wiener Korps teilnahmen, denen der Berstorbene angehört hatte. Hm 4.45 Hhr setzte sich der Zug vom Trauer- auS aus zum Nikolai-Friedhos in der Prenzlauer Allee in Bewegung. Zu beiden Seiten des Leichenwagens schritten Polizeibeamte. In der Kaiser-Wilhelm-Straße begann die Polizei die Mitläufer in die Nebenstraßen abzudrängen, konnte jedoch nicht verhindern, daß sich schon am Dülow-Platz Tausende von Menschen ansammelten. Hier kam es dann auch zum ersten Male zu Zusammen st ö - h e n zwischen Nationalsozialisten und politisch Andersdenkenden, die den Zug anpöbelten. Die Polizei muhte verschiedentlich eingreifen und die Menge unter Anwendung des Gummiknüppels auseinandertreiben. Bor dem Friedhof in der Prenzlauer Allee hatten sich ebenfalls mehrere tausend Menschen.zusammengeballt. Auch hier kam es zu Zusammenstößen. In der Lothringer- Ecke Koblanckstrahe stürzte sich eine Gruppe von etwa 30 jungen Kommunisten a u f einen Trauer- Wagen und versuchte, das Gefährt umzuwerfen. In diesem Augenblick kam ein Heber- fallauto der Schutzpolizei heran und suchte mit dem Gummiknüppel die jungen Burschen abzudrängen. Im nächsten Augenblick wurden die Beamten von einem Steinhagel empfangen, und aus der Menge wurden drei Schüsse auf die Polizeibeamten abgefeuert, die aber glücklicherweise ihr Ziel verfehlten. Einer der Beamten wurde von vier Kommunisten überfallen und zu Boden geschlagen, wobei ihm Gummiknüppel und Revolver entrissen wurden. Hm den am Boden Liegenden zu befreien, feuerte ein anderer Schupowachtmeister zwei Schreckschüsse ab und erreichte dadurch, dah die Angreifer flüchteten. Da die Menge eine drohende Haltung annahm, konnte lediglich einer der Haupträdelsführer festgenommen und in dem Heberfallauto ins Polizeipräsidium gebracht werden. Selbst während der Feier auf dem Friedhof spielten sich in den angrenzenden Straßen die skandalösesten Szenen ab. Kommunisten versuchten durch Randalieren und Singen die Feier zu stören. Die Geschäfte hatten vorsichtshalber geschlossen. Es kam vielfach zu Tumulten, bei denen die Polizei gezwungen war. vom Gummiknüppel Gebrauch zu machen. Oie Verwendung der Hauszinssteuer. Reichsrai gegen Reichstag. Berlin, 2. März. (VDZ.) Im Wohnungsaus- fchuß des Reichstags wurde der Einspruch des R e i ch s r o t s gegen den Beschluß des Reichstags, der dahin ging, daß bie Rückflüsse der Haus- Jinssteuerdarlehen in vollem Um- ange und lediglich nur für bie Förde- rung bes Wohnungsbaues verwenbet werben bürfen, beraten. Der Reichsrat begrünbete feinen Einspruch bamit, baß bieser Reichstagsbe- schluß in bie Derwenbung von Mitteln einer Steuer eingreife, bie ben ß ä n b e r n zustehe unb über bie das Reich nur bie Rabmengesetzgebung habe. Sie müsse — zumal angesicyts ber bebrängten Finanzlage ber ßänber — im Zusammenhang mit ber be- vorstehenben Reform ber Reichssteuergesetze unb bes Finanzausgleichs behanbelt werben. Ministerialrat W o e l z (Reichsarbeitsministerium) erklärte es auf bie Dauer für unmöglich, baß die Entwicklung bes Wohnungsbaues dadurch beunruhigt wirb, baß bie für ben Wohnungsbau ge- fetzlicy oorbeftlmmten Mittel auch noch in Gefahr gebracht werben, ihrer Bestimmung entzogen zu werben. Die auf Grund ber brüten Steuernotverordnung aufkommenben Beträge sollten burch bieses Gesetz für ben Wohnungsbau sichergestellt werben. Gerabe bie schwierigen Verhältnisse ber sonstigen Baufinanzierung im Jahre 1930 machten es notwenbig, auch im Interesse bes Baumarktes eine Gewähr bafür zu schaffen, baß die Hauszins ft euerbeträge wenigstens noch bauernb für ben Wohnungsbau verwenbet werben Eine Milliarde Mark weniger an Wohnungsbaumitteln bebeuten einen Ausfall von 400 bis 600 Millionen Mark an Löhnen allein an ber Baustelle ohne bie Bau- ftoffinbuftrie unb eine saisonmäßige A r - beitslosigkeit von 300 000 bis 400 000 Arbeitern. Preußischer Finanzminister Dr. Höpker- Aschoff führte aus, Preußen wolle bie Rückflüsse in biefem Notjahr zur Verzinsung unb Tilgung von Anleihen verwenben, bie für ßanbarbeiter- Wohnungen unb Siedlungszwecke, zur Zeit auch für Beamtenwohnungsbau, ausgenommen seien. Diese Teilfrage sollte im Zusam- menhana mit ben großen Fragen bes Finanzausgleichs behanbelt werben. In ber sehr lebhaften Aussprache, an ber sich bie Vertreter aller Parteien beteiligten, würbe ber Stanbpunkt ber ßänberregierungen in ber Haupt- fache nur burch ben Vertreter ber Bayerischen Dolkspartei befürwortet. Angenommen würbe bagegen ein sozialdemokrati- scher Antrag, ber trotz bes Einspruchs bes Reichs- rats an dem Gesetzentwurf festhält. — Das Plenum bes Reichstags wirb nun zu entscheiden haben, ob dieser Gesetzentwurf mit Zwei- drittel Mehrheit, bie nach bem Einspruch bes Reichsrats notwenbig ist, angenommen wirb. Eine Anfrage Severings in Weimar im Kall Sieferi. Berlin, 2. März. (END.) Reichsinnemnini- stsr Severing hat sich wegen der Amtsenthebung des volksparteilichen Gymnasial- direktors Dr. E i e f e r t in Weimar durch den nationalsozialistischen Dolksbildungsminister Dr. F r i ck an das thüringische Staatsministerium gewandt. Der Reich Innenminister fragte schriftlich an. ob die Zeitungsmeldungen zutreffen, daß Siefert sich auf Paragraph 26 der staatlichen Schulordnung berufen habe, der den nicht wahlmündigen Schülern die Mit- Tardieus neues Kabinett. pari», 2.März. (2DIB.) Das endgültige Sabine» larbieu seht sich wie folgt zusammen: Ministerpräsident und Inneres: larbieu (Mbg. Linksrepublikaner), Justiz: Raoul pLret (Mbg. Linksrepublikaner), Auswärtiges: Brianb (Mbg. Sozialrepublikaner). Krieg: TRaginot (Abg. bemokr.-soziale Aktion), Marine: Dumesnil (Abg. Radikal), Finanzen: paul Reynaud (Abg. Führer der Ma- ginot-Gruppe), Budget: Germain Martin (Abg. Radikale Linke), OcffentL Unterricht: Marraud (Senator, Radikal), Kolonien: piLtri (Abg. Linksrepublikaner), poft: Mallarms (Abg. Radikale Linke), Volksgesundheit: Dssirs Ferry (Abg. Gruppe Marin). handel: FI and in (Abg. Linksrepublikaner), Landwirtschaft: Fernand David (Senator. Radikal). Handelsmarine: R o l l i n (Abg. Linksrepublikaner), Arbeit: pierce Laval, Oeffentl. Arbeiten: per not (Abg. Republik, de- mokrat. Vgg., Gruppe Marin), Luftfchiffahrt: Laurent-Eynac (Radik. Linke), Pensionen: Lhampetier de Ribes (Abg. kath. Demokraten. Das neugebildete Kabinett Tardieu fetzt sich zusammen aus 34 Ministern und Hnterstaats- sekretären. Bon den fünf Senatoren gehören drei der Fraktton der demokratischen Linken, also der Radikalen Senatsfraktion an, einer der demokratischen und radikalen Bereinigung. Die dem neuen Kabinett angehörenden Abgeordneten verteilen sich auf die einzelnen Fraktionen wie folgt: Acht Linksrepublikaner (darunter Tardieu), sechs Abgeordnete der Radikalen Linken, zwei der sozialen und radikalen Linken (Fraktion Franklin-Bouillon), drei der demokratischen und sozialen Aktion, ein Sozialrepublikaner (Driand), zwei der unabhängigen Linken, zwei Radikale, ein katholischer Demokrat, vier der d e - mokratischen Bereinigung (Fraktion Marin), einer ist bei keiner Gruppe eingeschrieben (Pierre Laval). Tardieu hat Sonntagvormittag dem Präsidenten der Republik die Dekrete für die Ernennung der neuen Minister zur Hnter- fchrift vorgelegt. Im Anschluß daran fand ein erster M i n i st e r r a t statt, nach dessen Beendigung Tardieu mitteilte, daß die Regierung am Mittwoch vor das Parlament treten werde. Für Dienstagvormittag ist ein Kabinettsrat und für Mittwochvormittag ein neuer Ministerrat anberaumt worden. Die französische Delegation für die Londoner See- abrüstungskonferenz wird mit Ausnahme von Tardieu wahrscheinlich am Donnerstag nach London abreisen. Erste preffestimmeu. Paris 2. März. (WTD.) Die Stellungnahme'der Presse zum neuen Ministerium Tardieu entspricht im umgekehrten Sinne der Stellungnahme der Presse zum gestürzten Kabinett Chautemps: 5>ie -na^ri^Lnpre.fe un) die Rechtspresse billigt das Verhalten Tardieus, die Linksstehenden lehnen seine Kombination ab. — Petit Parisien ist der Ansicht, daß das ßani> das Verhalten der Radikalen Partei, die die Vildung eines Burgsriedensministeriums verhindert habe, lebhaft bedauern werde. — Das nationalistische Blatt L 'Ordre ist zufrieden damit, daß Tardieu die Partie gewonnen habe. Tardieu habe um seine Person eine Konzentration geschaffen und gerade die flöße den Radikalen Abscheu ein. — E ch o de Paris wirft den Radikalen vor, daß sie auf das Argument vom nationalen Interesse nicht hören wollten. Sie hätten auf das Angebot Tardieus mit einer Ablehnung geantwortet, die verlegen, ungeschickt und brual zugleich sei. und die Empörung des Landes Hervorrufen werde. — Petit Iournal bezeichnet als Stühe der neuen Kombination die Tatsache, daß 'Brianb für das neue Kabinett endgültig gewonnen sei, was Frankreich hinsichtlich der Außenpolitik eine Beruhigung gebe. — Die Re- pub l i q u e. das Organ Daladiers, sagt, dah die Radikalen wohl für einen Waffenstillstand seien, aber nicht für eine Abdankung. Tardieu werde der Gefangene der klerikalen und reaktionären Richtung werden. Sämtliche Radikalen könnten ihr Bekenntnis, daß sie kampfbereit seien, nur wiederholen. — Oeuvre nennt Tardieu nicht qualifiziert, ein Kabinett der republikanischen Versöhnung zu bilden. — Ere Rouvelle macht Tardieu zum Vorwurf, daß er seine Person habe durchsetzen wollen, anstatt dem großen Staatsmann den Platz zu überlassen. gliedschaft in politischen Vereinigungen unte rsagt. Es wird weiter um Mitteilung gebeten, ob der Bund „Adler und Falken" der Reichsverfassung zuwider- laufente Ziele verfolge und ob und welche Schritte das thüringische Staatsministerium in dieser Angelegenheit zu unternehmen gedenke. Ium Rücktritt Grzesinskis. Grützners Brief an den preußischen Ministerpräsidenten. Berlin, 1. März. (TH.) Wie bereits gemeldet, hat zum Rücktritt des preußischen Innenministers G r z e s i n s k i ein Dries des sozialdemokratischen Senatspräsidenten am Obersten Derwaltungsgerichts, Grützner, an den Ministerpräsidenten Dr. Braun beigetragen. Heber den Inhalt dieses Briefes weih die „B. Z. am Wittag" u. a. noch zu berichten: „Er — Grütz- «er — fühle sich verpflichtet, den Ministerpräsidenten auf das unerhörte E h e l e b e n des Innenministers hinzuweisen. Es habe bei Beamten und Politikern Anstoß erregt, dah der Minister sich bei offiziellen Gelegenheiten mit seiner gegenwärtigenLebensgefährtinge- zeigt haoe. Er führt dann mehrere einzelne Ereignisse an, u. a. ein Polizeifest, dort hab« der Minister erst in der amtlichen Ehrenloge gesessen, sei aber dann nach einer Weile in eine andere Loge zu seiner jetzigen Lebensgefährtin gegangen. Grützner stellt die Behauptung auf, dah dieses Verhalten des Ministers gegen bie preuhis «he und deutsche Deamtenzucht verstoße und durch das Verhalten des Ministers des Institut der „Mai- tresse du Titre“ (das war der Name der offiziellen Königsfreundin im Hofzeremoniell) in der Republik „fröhliche Hrständ" feiere. Schließlich forderte Grützner den Ministerpräsidenten auf, er solle gegen Grzesinski e in g r e i f en und erbittet eine Antwort auf sein Schreiben. Dieses Schreiben hat Grützner nicht nur dem preußischen Ministerpräsidenten zugesandt, er hat es auch anderen Personen bekanntgegeben und den Fraktionen des Landtags abschriftlich mitgeteilt." Die scharfe Attacke, die die sozialdemokrattsche Fraktion des Landtages und das sozialdemokratische Zentralorgan, der „Vorwärts", gegen Grützner reitet, findet Verständnis bei der „Vos- fischen Zeitung". Anderer Meinung ist schon die „Germania", die schreibt: Soweit die Person Grützners in Frage kommt, mögen die Sozialdemokraten diese interne Angelegenheit austragen, wie sie wollen. Das Verhalten eines Ministers ist Angelegenheit öffentlichen Interesses. Wir halten es für unfruchtbar, mit der Sozial-? demokratie über moralische Begriffe zu rechten. Der Rücktritt Grzesinskis konnte nur die einzige Antwort auf die gegen ihn erhobenen Angriffe fein, sofern er sie nicht entkräften konnte. Mssenflucht russischer Bauern. Die Folgen bolschewistischer Agrarpolitik. Warschau, l.März. (ERD.) Ein Teil der polnischen Presse bringt Alarmnachrichten über massenhafte Grenzüberschreitungen von weißrussischen Bauern aus Sowjet- ruhland nach Polen. Die Bauern flüch- teten aus ihrer Heimat wegen der von den Sowjetbehörden durchgeführten Kollektivierung landwirtschaftlicher Betriebe. Die Sowjetgrenzwachen seien auf das dreifache verstärkt worden, um Grenzüberschreitungen zu verhindern. Wer bei einem solchen Versuch ergriffen werde, würde von den Sowjetwachen unbarmherzig nieberge- schossen. In Polen rechnet man damit, daß die Zahl ber Flüchtlinge weiter ansteigen werbe. In polnischen Regierungskreisen wirb angesichts I ber schweren Wirtschaftslage ber Plan erwogen, | ein Konzentrationslager für bie Flüchtlinge zu schaffen. Heberbies foll auch bit Nansen- Kommission für biese Flüchtlinge interessiert werben. Die Wojwoben für biese Grenzbezirke sinb übrigens von ber Regierung angewiesen worben, Delegierte an bie Grenze zu entsenden, um genauere Informationen einzuhvlen. Die polnischen Grenzbehörden wüßten nicht, was sie mit den russischen Flüchtlingen anfangen sollten. Der Wache werde es sehr schwer, die Flüchtlinge zurückzuweisen, da diese vollkommen ausgehungert seien und lieber sterben als nach Rußland zurückkehren wollten. Die Dauern bäten darum, ihnen entweder Schuh zu gewähren oder sie zu erschießen. Einzelne Dauernsamilien berichteten, daß ihre Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden feien. Nur wenige Einwohner hätten sich retten können, während die Mehrzahl den Tod gefunden habe. Im Lande herrsche eine immer mehr um sich greifende Garung, bie durch den Hunger wesentlich verstärkt werde. Grenzübertritt einer Abteilung der CRofen Armee. Warschau, 1. März. (WTB.) Wie „Expreß Poranny" meldet, hat gestern Nacht bei ßuniniec eine aus zwanzig Soldaten bestehende Abteilung der Sowjetgrenzwache unter Führung ihres Kommandanten die Grenze überschritten unb sich beim polnischen Polizeikommando in ßuniniec gemeldet. Die russischen Soldaten erklärten dort, daß sie sich schon seit längerer Zeit mit der Absicht getragen hätten, die Reihen der Roten Armee zu verlassen. Die Soldaten würden in Sowjetrußland völlig ungenügend ernährt. Ueberdies hotte man sie neuer- dings gegen bie Bauern geführt, die sich gegen die Enteignungen verteidigen wollten. Da die Soldaten daraufhin zum Teil Den Gehorsam oerroelger te n und nicht gegen die Bauern kämpfen wollten, habe man die Disziplin derart verschärft, daß sie zu Sklaven herabgewürdigt würden. Ultimatum Ghandis an -en Vizekönig. Ahmedabad, 2. März. (Reuter. Funkspruch.) Ghandi übergab heute abend nach dem Gebet den Brief mit seinem HItlmatum einem Engländer namens Reginald Reynolds mit dem Ersuchen, ihn dem B i z e k ö n i g zu übergeben. Reynolds, bet feit einiger Zeit in Ghandis Umgebung lebt, wirb unverzüglich nach Delhi abreifen. Man glaubt, baß bas Ultimatum eine achttägige Frist gibt. Einzelheiten über ben Feldzugsplan soll der Brief nicht enthalten. Es wird erwartet, dah es Ghandi selbst entscheiden wird, wo die „Verweigerung des bürgerlichen Gehorsams" beginnen foll. Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident von Hindenburg hat anläßlich des zehnjährigen Regierungsjubi- läums des ungarischen Reichsverwesers Admiral Hort Hy folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Anläßlich der zehnjährigen Wiederkehr des Tages, an dem Euer Durchlaucht Ihr Amt als Reichsverweser des Königreichs Ungarn angetreten haben, bitte ich, meine herzlichsten Glückwünsche entgegenzunehmen. Möge Ungarn unter Euer Durchlaucht Führung Gedeihen und Wohlfahrt beschieden fein." * Nachdem Dberregterungsrat Tapolfki bereits vor etwa zwei Wochen die Voruntersuchung im Difzi- plinaro er fahren gegen Oberbürgermeister Böß abgeschlosien und die Akten dem Oberpräsidenten unterbreitet hatte, hat dieser einen Beamten des Oberpräsidiums beauftragt, als Staatsanwalt die Anklageschrift gegen Böß anzufertigen. Die Verhandlung wird in erster Instanz vom Bezirksausschuß durchgeführt. • Der Prinz von Wales ist vorzellig von einet Iagdexpedltion in Drllisch-Ostafrrka zurückgekehrt, da er an einem Anfall von Malaria leidet. Das Fieber nimmt einen normalen Verlauf, und man erwartet, daß der Prinz in wenigen Tagen wieder hergestellt fein wird. Die Präsldents chaftswahl in Brasilien ist ruhig verlaufen. Nach den ersten Ergebnissen haben der konservative Kandidat Julio Pre- st es als Präsident der Republik und Vital Son- res als Vizepräsident die Mehrheit erhalten. Aus aller Welt. Der Kanal-Tunnel. ßaut „Daily Mail" befindet sich setzt der Bericht des Kanal-Tunnel-Ausschusses in Händen des Premierministers. Darin wird die wirtschaftliche Seite der Frage behandelt. Der R e i ch s v e r ° leidig ungsausschuß muß sich jetzt mit der militärischen Seite des Problems beschäftigen. Für den Tunnel sei Macdonold, desgleichen Thomas unb feine Kollegen, namentlich im Hinblick auf die jetzige Arbeitslosigkeit. Es wird nämlich geschätzt, daß der Bau des Tunnels etwa vier Jahre beanspruchen wird, und daß abgesehen von einer großen Zahl erwerbsloser Bergarbeiter 2 4 000 Arbeit c r dadurch Erwerb erhalten werden. Im Unterhaus sei eine Mehrheit für den Bau. Frankreich begünstige ebenfalls diesen Plan. Das große Los gezogen. Das große Los der Staatlichen Lotterie fiel auf die Nummer 217 188. Das Los wird in der Abteilung i in 3ena gespielt, während die Abteilung II eine Lotteriekollekte in Bremen vergeben hat. 36 Personen ertrunken. In Swiencianh im Wilnaer Gebiet ereignete sich ein furchtbares Hnglück. Eine Hochzeitsgesellschaft, die aus 36 Personen bestand, befand sich in stark angeheitertem Zustand a u s dem Heimweg. Um den Weg abzukürzen, nahm die Gesellschaft, die in zwei Dauernfuhrwerken Platz genommen hatte, den Weg über einen zugefrore ne nSee. Als die Wagen sich gerade in der Mitte des Sees befanden, brach die Eisdecke und die vollbesetzten Fahrzeuge stürzten ins Wasser. Alle 36 Personen tarnen ums Leben. Schweres Schadenfeuer auf einem Gulshof. Auf der mecklenburgischen Domäne Klein- M e m e r o w entstand in dem strohgedeckten Viehhause des Gutes ein Brand, der sich mit rasender Schnelligkeit über das ganze Gebäude ausbreitete. Trotz der sofort von allein Setten herbeieilenden Hilfsmannschaften war es nicht möglich, alles in den Ställen stehende Vieh zu retten; es gelang nur, 42 Stück Iungvieh und Kälber zu bergen. 82 Stück Rindvieh, wertvolle Milchkühe und einige Dullen, fielen den Flammen zum Op- f e r. Außerdem sind erhebliche Futtervorräte und auch landwirtschaftliche Mafchinen verbrannt. Als Entstehungsursache des Feuers wird (Branb ft iftung vermutet. Oie Wetterlage. t.onl Ltli p Sonntag, 2. Marz, 1930,8"mgs. nami . O< (lern) @>-nait> otdecn® wontig. • ordftKi • • Sehnet a Gnoptln ■ HtDtl K &rwi»er.(§)Uio<)$iinn« »u 1000 M 6469 65850 106200 II2730 124014 145453 156722 167113 173366 197491 200655 204610 231658 254787 295098 319688 » 300 -BL 86 1 487 826» 1632» 19547 22901 24531 39116 42967 44803 49688 51002 52566 52678 56748 67314 72672 73664 8'337 35945 96574 10’755 '03498 104353 106366 107001 —.. .RAAM ...Aon . «- ->r>a | gl 596 •• Reifeprüfung am Realgymnasium. Am Samstag sand im hiesigen Realgymnasium die mündliche Reifeprüfung unter dem Vorsitz des Direktors der Anstalt, Oberstudiendirektor Angelberger, statt. Sämtliche 25 Prüflinge vestanden die Prüfung. ** Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung des Arbeitnehmers und Steuerabzug vom Arbeitslohn. In dem Rundschreiben Rr. 5 der von dem Steuersyndikus Hermann Will (Gießen) herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" lesen wir: Zahlt der Arbeitgeber für die nicht mehr versicherungs- vflichtigen Arbeitnehmer Beiträge zur Erhallung der Anwartschaft auf Versicherungsleistungen, so gehören diese Zahlungen zum Arbeitslohn und unterliegen dem Steuerabzug (Reichsfinanzhof 27. Rov. 1929 — VIA 1877/29). * Der Butzbacher Fasel- und Pferdemarkt am 13. März verspricht, wie man uns mit teilt, nach den bisherigen Anmeldungen gute Beschickung. Es wird mit größerem Auftrieb an Rindern, sowohl der Simmentaler wie der Vogelsberger Rasse, zu rechnen sein. Für die Prämiierung stehen als Bar- und Ehrenpreise rund 3000 Mk. zur Verfügung. Für die Faselmarkt-Derlosung hat die Gesellschaft in diesem Jahre die Gewinnchancen wesentlich verbessert. Zur Auslosung kommen Rinder, Schweine, Hühner, schöne Haushaltungsgegenstände und praktische landwirtschaftliche Geräte. Aus der Provinzialhauptstadl. Gießen, den 3. März 1930. Fastnacht. Roch einmal begehren Fröhlichkeit und Lebenslust In einem Furioso auf: morgen ist 5a- chingsdienstag. Das deutsche Volk feiert diesen Tag nicht gleich- uäßig: auch die Stämme unseres Volkes haben chre Temperamente, und sie sind recht verschieden «artet. Der Westen und der Süden des Reiches lieben es. in großer Gesellschaft den F a s ch i n g , den Karneval, zu beenden, man lockt durch foftxüae und Veranstaltungen auf die Straße. And abends gibt es wohl keine Stätte. ; her Geselligkeit, keine Gastwirtschaft, keinen Saal, wo nicht ausgelassen und fröhlich ge'eiert. getanzt wird. Rorden und Osten unsere; Vaterlandes sind etwas zurückhaltender. Der Strahenlärrn _ liegt Öen Menschen dort nicht, sie ziehen sich zurück m daS Haus, in die Familie. Wohl w rd auch ein Faft- nachtsball stattsinden, der die tanzlustige - oder tanzwütige? — Jugend vereint. Aber im allgemeinen sieht man die Familie beieinander, um das Fastnachtsmahl zu halten, um gemeinsam s röhlich zu sein. . Dur die Kinder haben In Ost und West, in Rord und Süd etwas Gemeinsames. Fastnacht ist immer ein schöner Anlaß gewesen, um auf dem Lande, in den kleineren Gemeinden, den Rachbarn einen Besuch abzustatten, der möglichst lohnend sein soll. Die Sitte des Fastnacht- Singens, das „Zempern", hat sich vielfach erhalten. Von Haus zu Haus geht es dort mit einem Lied auf den Lippen, das den Zweck des Kommens recht unverhohlen zum Ausdruck bringt. Die Fastenzeit beginnt, da ist es nur gut, wenn man den Leuten dazu verhilft, ihre Vorräte in Keller und Speisekammer zu mindern, Damit niemand in Versuchung gerate. Also wird fröhlich darauf losgösungen. Uni) das lohnt sich. Es gibt wohl kaum einen Besitzer, der der Jugend ihren Tribut versagen würde: in bester Stimmung wird gegeben und genommen, aus bah die Jugend zu ihrem durch Jahrhunderte lange Hebung geheiligten Recht kommt. Zu Hause aber sitzt man gern bei dampfenden Schüsseln. Cs sieht fast so aus, als wolle man mit allem Dachdruck noch einmal Abschied nehmen von den guten Tagen. Wenn auch der Brauch des Fastens während der folgenden Wochen durchaus nicht Immer so streng einge- halten wird, so will man sich doch noch etwas Besonderes antun. Daher kommt oft auch der Dampfende Punsch zu seinem Rechte, daher das iLße, fettige Gebäck, das knusprig zwischen den Zähnen kracht. Ach ja. Dom Fasching nimmt jeder schwer Abschied. Mag es in diesem Jahre auch nicht so teil getrieben worden fein, wie das in guten Jahren der Fall gewesen war, etwas Fröhlichkeit und etwas Freude will sich jeder doch gönnen. Alnt) die soll gerade zu Fastnacht nicht geraubt werden. We. Statistisches aus der evang. Gemeinde. Die statistischen Erhebungen, welche I Die evangelischen Pfarrämter zu Dietzen für das Jahr 1929 anstellten, haben folgendes ergeben: • _ Dach der Volkszählung von 1925 betragt die Zahl der Evangelischen in Gießen 28527. Die evangelische Kirchengemeinde hat nunmehr Dier Gottesdienststätten: die Stadtkirche, die Iohanneskirche, die Kapelle des Alten Friedhoss und die Clisabeth-Kleinkinderschule. An diesen vier Gottesdienststätten wurden im ganzen 23 4 Gottesdienste veranstaltet: diese waren ins- gesamt am 1. Öfter tag von 2679. am 12. nach Trinitatis von 1519. und am 3. Adventssonntag von 1787 Personen besucht. Daneben wurden 136 Kindergottesdienste abgebalten. In den beiden Kirchen ist das Gruppensystem feit vielen Jahren eingesührt. Die Kinder sind in (Truppen eingeteilt, die von freiwilligen Helfern und Helferinnen unterrichtet werden. Wegen der Beengtheit des Raumes konnte das Gruppen- Aftern in der Kapelle des Alten Friedhofs und tu der Elisabeth-Kleinkinderschule nicht eingeführt werden. In den verschiedenen Krankenan- fi a 11 c n wurden 3 6 7 Gottesdienste ab- gehalten, so daß sich die Zahl aller Gottes- kienfte auf 739 stellt. _ An der Feier des heiligen Abend- vi a h l s nahmen im ganzen 4772 Gemeindeglieder teil. Die Zahl der Getrauten beläuft sich auf 188, die Zahl der Getauftsn auf 690, 36480 ®»to?n8n»6Mu9600 M. 688 6535 11103 18538 24868 27099 47135 50919 58090 63850 73543 77586 95307 99004 101083 104217 111881 1117627 118987 177416 196329 200558 203964 204710 226941 227434 246692 253743 273692 280338 280533 294996 316520 329076 334618 347167 359432 384174 386772 389188 230 ®tou n« »u 300 M. 7992 20888 25320 28638 32652 33539 36651 42943 47230 63464 54875 56140 66206 62430 64017 6661.2 68501 719'2 80609 81883 82102 89915 9'656 93884 ------ 109267 111757 112023 113993 ------ 122464 122566 122928 konfirmiert wurden im ganzen 399 Kinder: diese Zahl ist gegen die Vorjahre jurüdge gangen, weil sich jetzt die Kriegsjahre, in denen weniger Kinder geboren wurden, ausw.rken. Im ganzen fanden 362 Beerdigungen und Einäscherungen unter Mitwirkung der Geistlichen statt. Für kirchliche Zwecke wurden im ganzen 41 547 M k. freiwillig gespendet: hierunter sind Gaben für die Heidenmission mit 1809 Mk., für die Innere Mission mit 17 305, für den Gustav-Adolf-Derein mit 1272 Mk., für den Evangelischen Bund mit 892. In den Gottesdiensten wurden für besondere Zwecke Kollekten erhoben, die insgesamt 2351 Mk. ergaben. Für die Ortsarmen wurden 8038 Mk. gespendet, darunter waren die bei Taufen und Trauungen freiwillig gespendeten Büchsengclder mit 1447 Mark', die DeujahrskolleLte betrug 124 Mk.. die in den Kirchen erhobenen Opfer 3009 Mk.. an freiwilligen Gaben gingen ein 3138 Mk.. darunter, noch zwei besondere Kollekten, die 358 Mk. betrugen. Die Gaben und ©tii Ingen für kirchliche Zwecke ergaben außerdem 2513 Mk. Die Spenden der verschiedenen Vereine und Einrichtungen zur Förderung des Gemeindelebens betrugen 12 979 Mk. Eine Notlundgebung teet Handwerks im Kreise Gießen. Am Samstagnachmittag fand im Saale des Aquariums eineVersammlungvonHand- toer lern und Gewerbetreibenden im Kreise Gießen statt, zu der der Bezirks- verband Gießen im Verbände Hess. Handwerk und Gewerbe aufgefordert hatte. Die Versammlung war so stark besucht, daß Der Saal und die Debenräume dicht gefüllt warnen. Dach einem Vortrag des Dteuersyndikus Dr. Lindemann von der Handwerkskammer Darmstadt wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: „Mit Enttäuschung und Ditteukeit entnahmen Handwerk und Gewerbe den letzten Veröffentlichungen in der Presse, daß die baldige In- krastsehung der von der Regierung versprochenen Steuersenkung in Frage gestellt ist. Indessen läßt die verzweifelte wirtschaftliche Situation in Handwerk und Gewerbe keinen weiteren Aufschub zu. Der Bezirksverband Dießen im Verbände des Hess. Handwerk und Gewerbe fordert daher mit allem Nachdruck die Verabschiedung der öffentlichen Haushalte in einer Form, die die umgehende Senkung der am meisten drückenden Gewerbe-, Einkommen - unb 1 Sond ersteuer zuläht." Heber den Verkauf der Versammlung, die nach dem Vortrage eine rege Aussprache brachte, werden wir wegen Raummangels erst morgen näher berichten. Daten für Dienstag 4 Marz Sonnenaufgang 6.40 Uhr, Sonnenuntergang 17.45 Uhr. — Mondaufgang 8.06 Uhr. Monduntergang 22.23 Uhr. 1852: der russische Schriftsteller Dikolaj Wassiljewitsch Gogol in Moskau gestorben (geboren 1809); — 1879: der Romanschriftsteller Bernhard Kellermann in Fürth geboren. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Gießener Freiwillige Feuerwehr: Monatsversammlung, 20 Uhr, bei Kamerad Dech?rt. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lux, der König der Abenteurer und „Der Mann im Dunkel". — Astoria-Lichtspiele: „Der Schrecken der Posträuber", ferner „Dolores — die Pantherkatze". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Das erste Gastspiel von Auguste Prasch-Grevenberg, Ehren- Mitglied des Meininger Landestheaters, findet am Mittwoch, 5. März, statt. Frau Prasch-Grevenberg gastiert als Mutter in Maughams Schauspiel .Die heilige Flamme". Die Rolle der Mutter liegt der Berliner Künstlerin besonders gut, da sie gerade in ihr viel Persönliches geben kann. Spielleitung hat Peter 5af f oll — Morgen, Dienstag, 4. März, findet die erste Wiederholung des Schwankes .Weekend im Paradies" statt. — Vom Konzertverein wird uns geschrieben: Dem nächsten Konzert am Sonntag, 9. März, in der Universitätsaula, um 17 Uhr, darf man mit Recht erwartungsvoll entgegensehen: Das Münchener Döbereiner Trio wird alte Kammermusik auf alten Instrumenten bringen, Werke aus dem Hochbarock, bargeftellt und **■» «X6og- Sell. nnet letzt der ,n Nben besiS HM Kuorr ir benYn»3m Un' Clan $ ' Gleich ■ 1 gezogen. Achen Lotterie sÄ rm, I !ll ?Hend die Ab«; rn Bremen bet. trunken. «t Gebiet ewMie J Personen besimd wtan ZustanS auf Dey abzukürM, m M 'Lauernsicht, tte, denDegüber be e. M die Dagen - des SeeS befanden, und die bollbesehten ns Wasser. M Leben. ans einem Snlihos. en Domäne Klein- i dem ftrofoebedfen ein Brand, btt sich über daS gandr iroh der sofort bc; »en WSmannschafin lleS in den Stall» > gelang nut, 42 Stück i bergen. 82 Stück Milchkühe und einige lammen zum Ob« :heb!iche Futtewonäte >e Maschinen betbrannL des Feuers wird nteL Ein Aushilssmadchen entwendete der Tochter ihrer Arbellgeberin einen Ring, den sie an einen Chauffeur verschenkte, und suchte nach ihrer Entlassung durch ihre Arbeitgeberin auf deren Damen bei der Frau eines Bäckermeisters- einen Geldbetrag zu leihen. Da letztere aber bereits um die erstere Qlrg degenbeit wußte, mißlang der Betrug. Das Mädchen ist zwar für fein Tun verantwortlich. Die erste Tat war ein Ausfluß der Eitelkeit und des Leichtsinns, die zweite geschah in einer gewissen Zwangslage. Das Gericht erblickte in beiden Handlungen besonders leichte Fälle und sah deshalb, wie es das 3u- gendger.chtsgeseh zuläht. auch mit Rücksicht auf die bisherige Führung und die Reue des Mädchens von Strafe ab. Auch in diesem Falle wurden Erziehungsmahregeln ungeordnet ' Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen 24^ oyo ^3* & a Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hobt Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer m Abteilungen I und II den beiden tdefta-Xonseiren sind führend, Qualitäten erstklassig, stramme Füllung in Normaldosen und genaue gleichmäßige Sortierung Achten Sie nicht nur auf Preis, sondern merken Sie sich vorstehendes und fällen Sie das Urteil! 1826A 5% Rabatt! Sparen Sie mit Edeka-Rabattsparmarken! 5°/0 Rabatt! |Stellenangeaote| Fran Winni»« Laiinspach gelMer Im 76. Lebensjahre. 7 IA Reiskirchen, den 2. Märe 1930. Cafe Cftmend [1828D Ter Vorstand. Auguste Römheld geb. Thum im 80. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen Slimmunß! Stimmung! Friedrich shütte bei Laubach, den 1. März 1930. Restaurant BestempsohleneS Mädchen Zur Stadl Lieh Cafe Krämer selbständig in guter I842HI Fastnacht-Dienstag: Billiger Karnevalistisches Konzert kamalisL Mettappe fofort au nen unter Mitwirkung des Bem Hub vom Mite* Beta Dienstagabend ab 8 Uhr Anfang 8 Uhr Anfang 8 Uhr Karneval I834i Dienstag, den 4. März 1930 Für Unterhaltung ist bestens gesorgt! MWM üttoraiion 9. Dippel 01475 rooAU etnladet Empfehlungen | Postkeller EuW Möller, BflUnfioniroBe 34. Der Mann im Dunkel Alle roärrs. [01471 Die Peitsche des Gesetzes die an Fußbeschwerden leiden müssen es wissen! Vom 3.-6. März wird eine ärztlich geprüfte Orthopädin Astoria-Lichtspiele Der Schrecken derPosträuber die Pantherkatze Dolores Schuhhaus Bernhardt i847L> Schulstraße 10 Ein abgeschlossener Untersuchungsraum steht zur Verfügung! 1835C zu vermieten 01465 Kaiierallee 19 HL 2. Schlaffer: Dolores del Rio« die leidenschaftliche, schöne Darstellerin, in Nur heute nnd morgen: Das große Doppel-Programm. 1 Schlager: LUX« der König der Abenteurer in seinem allerneuesten Krim nalfilm in 10 Akten l Am SamstaL'. dem L März, mittags gegen 12 Uhr. verschied sanft nach langem Leiden unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwägerin und Tante (Suterü. moo. werner MHeiWgkn lBrennaborizu verk. Au erfr. in der Ge> schäsiS i.d.G A.01467 Ein Film aus dem südamerikanischen Urwald mit seinen wilden Menschen, seinem geheimnisvollen Dunkel, seinen reißenden Tieren. 8 Akte. Müdje und jeglicher Hausarbeit, f. 15. 3. oder 1. 4. zu allerem (Lheoaar nach auswärts gesucht. Vorzustellen norm, bis 11 Uhr u. nachm. von 1 bis 3 Uhr bet Siesel. Ludwig- stiahe 39 p. [1M9D Nur noch bis Samstag, 8. März, vormittags von 9-12 Uhr. Kochäpfel äußerst billig Flird.Svargelsaifon mööliertes Simmet nut2Beu. u. kleinem Magazin i. fofort zu mieten gefudjt. Auch suche ich einen kleinen 2aden mit Vabenuinmer. Vage egal. Schrtstl. Vlnneb. mit Preis u. 01476 a. d. Gien. Anz. Ein Drama nus den kanadischen Wäldern mit dem berühmten Polizeihund Wolf in der Hauptrolle. 8 spannende Akte. Ferner: Die neuesten Tagesberichte aus aller h eit. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4 März, nachmittags um 230 Uhr, von der Friedrichshütte aus statt Gin SHrool der sich als Sitten- schrank eignet, zu kaus.n ges. Schrift!. Angebote unt 1846D an den Gieh. Anz DohnungskoM Schöne Ä-Zltnmer- Wobng.. 1. St^ mit ManL Garten und Zubehör, gegen grösrcre alöbald zu tauschen gefucht.Gol. Abstand. Sdirifil Angeb. unt. 01477 an d n Gieh. Anz. erb. in unserem Schuhgeschäft anwesend sein, um unserer Kundschaft beim Kauf von Schuhen Marke II Vermietungen! iS Ammer AI g | W 1 1 t. gut. Hause z.vm.u^ | ■ hf||l|A||/ O 11V । Befchlagnabmeireie Br. Steinweg 23IL uDSIVCiKaul tseygg. zimmer Ab heute bis auf weiteres das große Doppel-Programm. L Schlager: Tom 31 ix in seinem allerneuesten und besten Sensationstilm in Sspannend.Akten lKrokcS Unternehmen (A.-G.' liefert an Beamte. An- aeitellie le Anxag- •tolle, KletderetoHe in Wolle, Seide uiw. Wische. Teppiche auf Teilzahlung, ohne Anzahlung: erste Zahlung Mai. Billige Preise. Verlangen Sie Vorlage d. groben Kollektion. Sdjriftl. Anaeb. unt. 01481a. d. Gb. Anz. Garten 210 biS 400 qm gron, möglichst m. Wasserleitung. zu vachien gesucht Schriftliche Angebote uni. 01479 an den Giene ne r Anzeiger erbeien. Dlensiag. ö. 4. Dilin. abends 8 Uhr: ZusamokuollniM in der „stabt ülcb*. Samstag, ö. 8. man, abends 8.30 Uhr: Monatsverfamml. iiub Vortrag des Kameraden Herrn Hans Seibel iStehe Bdszig. Nr. 5). Um recht zahlreiches Er> scheinen iu. gebe.en. Lichtspielhaus Ä Stadttheater Tienstag.L.März. von 20 bis 22'/« Uhr 22. DienstagHü.'Drft Weekend im Paradies Schwank in 3 «kte° von Arnold u. Bar» üilino9afetilroo zirka 15 Zentner, zu verkaufen. 01473 Wiefeck, Giencner Strafre 14. meine Betloöung mit Herrn Schuhmacher meister H.Schneider.Giehen, Dammstr.23, erkläre ich hiermii für aufgehoben. Lina Schmitt Schlonaaüe 1 .un Eintritt und Tanz frei! Freundl. ladet ein August Gissei. i*33L> Haus der anriarheit Seltersweg 81 (Das Geheimnis der Kriminalistik) In der Hauptrolle Karl Auen. Lux vollbringt wieder unerhörte, mit Spannung geladene Abenteuer. Ijux ist ein Gespenst, ein Unsichtbarer, ein Unei reich barer, und dennoch wird immer wieder eine neue Tat von ihm bekannt. Lux ist der Gentleman-Verbrecher des Tages, dem selbst die berühmtesten Kriminalisten nicht auf die Spur kommen können. 2. Schlager: | Mietgesuche j 5(11008 5- ÜI5 6-3immer-®oöog. zum 1. Avril oder fvater gef. Umzugs- kosten und Instandsetzung werd. oerg. Schr. Angeb. n.1818D an d. Gies;- Anz. erb. Nach neuesten Entwürfen Nach eigenen Angaben Gardinen^ Fastnacht-Dienstag Grobe Nordanlage 7, Hinterhaus ou74 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 4. März, mittags 2 Uhr statt 0i47‘i Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Lannspach DI. GieaenerPlerdemaFkt- Lotterie. NM« Gewinne i.W. v.zuf 7500 o Höchstgew. t. W. von 2000 ää 1000 o ufm. Vofe ä 1 dlM, 11 Siück tu JLH sind in all. Vofegeschasien zu oaben u bei Buch- acker-AeuenBauell fllllllllillllllllllllllllllllllllli Jflngere Miillin mit guten vraktischen Steniiinifien, die flott stenogravhiert und auf der Maschine schreibt, für das Bureau einer hiesigen Zigarrenfabrik gesucht. . Eintritt möglichst fo« iori. föäteit. 1. 4.30. Handichriflliche Bewerbungen u. 1825D an d. Gien. Anz. erb. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIB VORANZEIGE! Hotel Prinz Carl Am Faschings Dienstag, dem 4. März 1930, 19 Uhr. 59 Minuten Prinz-Carl- Redoute 2 Tanzorcifester. Sektbüfett, Bar Eintritt nurgegen Karten.weiche unentgeltlich im Hotel- Bureau abffegeben werden[1848D ■ L-- || erhalten Sie sich Illi* UQQr schön und voll bei nflnl tägl. Gebrauch des • ••■ llllill Kehlen Brenn- nepseihaarwaR*er* nach Hofapo- theker Schaefer. HaarauslaU, Schuppen u. Kopf juckenversch winden.Fein parbjmiert Flaschen mlthringen. l/4 Liter 0.75 R\l„ >/?Lit. 1.2.5 R\L Nur erhältLEmel-Apolhehe. Tüchtiger flotter Zeichner Bauiechnifer.z.AuS' Hilfe für fofort ges. 'Jlur auSfübrl. 8»= ! schriften erb. 1793D Baumeister tHOUer Endbach Kreis Biedeukopl. ' Für GefchäfiShauSh. | ältere selbst. Kratt mit Kochkeniiinissen nach außerhalb gef. I Schrift! Angebote u. 18171) a. d Gienener Anzeiger erbeten. | Kaufgesuche Der oettaoft Wohn- ob. Geschäftshaus, Ltlla, Vanö* wtrtfcha't, Gasthof, Fabrik od. sonst Betrieb, auch Bauter- rain. Sos. Angeb. an C.Lahmeyer,Bremen, Reuierstr. 22. 1841V Der ortnop8dIsche Schuh mH eingearbeileler Fuß-Slüize KOSTENLOS zu beraten! Maskenkostüme für Herren ».Damen in jeder Preislage zu verleiben. J,< * F. Gerstenbauer Wtlbeluittrabe 8 p | Verkäufe | 3u ueilaafeo: Klat.2-Litzer, offen, in beitem Zustande. Besichtigung: 18—19 Uhr bet I. Hans, Annerod. 1843D ilechmkBm aae Inben/eur-Schule |CMW^myyC Mfjcfiinenotu Eleetre- fecnnit.Hocit-v. netteo. Tonmoustrie. «»»•••«i U/., SI. 4.K,,l,».ltnrpi»nafrtL\ SKeute aßend Tanz Sasdjings - Dienstag SYacfjmittags Ständer- Stästümfest Slßends cFasdjings - Stummel ßintrittsSierßeHarten ä 2.— SM.fi. am Sßüfett ju fjaßen [ISU-Betten (Stahl a. Holz) Pulsier. Sriilafziuim..btahlmair. Kinderb.Chaisel. a-Pri vale. Ratenzl. Kalal.fr. Eisenmöbeltabnk suhl |Verschiedenes| Gefluaeliarm m. beit. Abs. sucht zur Ber» grö rernng 1000 bis 1500 9)1 f. 10°/» Beiz, garant. Teilhaber Oletuinnbeteiligunn. Schr. Angeb. u.17^91) an d. Olten. 91 nz. erb Wer leibt Bearnien in sicherer Stellung 400 Mark Schr. Angeb. u."t480 an d.Gicn. Anzeiger. SiefjtnetCeMilleBwiii Mittwoch, den 5. Marz 1930, abends 6'« Uhr Tee gegen Arterienverkalkung . Aftbma. Hutten. Wirbt, Rheuma, Hämorr- boidcu iifiv. kaufen Sie nut und wirksam bet fachmännischer Bera- Hing im Kräuterhaus Jung Schulstrave 6. Versand nach auS- Zu erfr. i. d.Geschu. d. Gien. Anz. 01466 «mÄSltötner an ruhig. foL Herrn zu vermieten 01478 Ludwigstrafre 8, Gartenbaus v. Am Zastnachi-DlenStag ad 8 Uhr Faschings- iveibe«!.... Statt jeder besonderen Anzeige. Heute vormittag um 1030 Uhr entschlief sanft in ihrem Gott nach langem, schwerem Leiden unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante OrtallMgliAwDDiliiog in der Universitäts-Bibliothek. s '825a 2 2 feweg81 2 2 E 2 2 2 2 E Anfang 8 Uhr 2 E Z 18341 s s7 E to 2 n 2 a ► von pn ui 35 3 - «4 C o ö> c. es ZD . :C 3 35 en O to c c a — c -C. eo Ifl oc o:2. c Q.^,- C o 3 s >3 «ft o 09 3 ZS c E V •ft o 35 to SS -o sr c zQ 8 E E cz a c o es •u 3 ntwürfen iben 2 5 u c e = s 3 «O> 3 e c e-o 2 3 E o «ft x> o — Z tl* » «ft S- Q O rs S- = •o ÖC S u, £> x> W RR 3 Ö O c E c imel -M E E =5 3 rS c -ZD o c ZD 3 a 2 3 2 o = ID E 2 e> er. 3 o § 3 3 o± ÄS? C o E V 3 3 O s 3 ZD ZD R ZD 3 3 2 tä — * 2 xd C~ 3 O A <0 ZD 3 3 £ 3 R 3 3 E E ■“ o 3 o o — 35 3 C c e€ 3 — = 2 C L ZD o _ — E ■E "cS 3^ 3 U> 3 3 Sortieruns teil] 8 ”6 3 , E L £ =2 5ä = □ ZS U 3 3 2-2 cv*e' zSE Q dD 3 = 3 3 3> 35*3 3 ZD 3 k- U. O 2? = öv 3 E 2 3 20 — <39 "2 8. c5e 35 —. ■e E> 3z"3 3 •®‘ ^%6 _E g £ 2.(9 £* 3-0 3 „ 3 3 G -3 Er 3 35g_ H 2 ■Z 2 3' 35 o£. 3 E. 3 O »b 3 ~ 1- CC3 3-e ID UP . 3 -ft jq »E^ 2 = g 3» ®e >- 35 «r> . Sa g©8 to.2S? A i- U3- . - 35 . • O b — 3 3 .2 5.« -L.S 3 •£> p «ft 3 o to3 3 '- ■c = 2 5 O>3 3— 3 c£ = 2.(9 o -2- O 2 —- = x> =. o . -O'-c-E 3 xs x> 3 ■E" o =s — o §52 «ft ■“ . O za-e"- 3 = -3-- C_ 3 S 3 53 . S53 L L .Ä s ;■ o u s“ O s ° .-«3 3 -— "=ä S£ 3 i.« S>E 3 <35 JE o “*.G = 2.? = O — -3 ».2 o E Z 3 :3 o ’S o. ö=5' 3 :C ■ec s: E-'E' - 2 ?3^~ ®Eh-z 35 •— — :3 ’C' E □ eE 3 o o 3® ® m O 3 OGQ- H A ä = . ©ff ««gs psir Lgffi O 35.2 s=-£'’-=F: 2 -G e E5- o 2 35 «ft v C - Z S.3 -2 E 2 'o‘„- 3 -E 35 G 3 a = 2.3-3' O-S -O 3 g| 3 3 255 «ft u 3 C 3 o o E WK •O O o 3 "C *O -3 e*’-“ D •G -3-ZD ■ O E I“ 5®' S-E • "§".2 dB E "3 = Ä 5 •c :o jO o 2 .2? 23. gQ O Ege o ZD g 2? -E 2 E «ft = §3 = S'-eE 3§.s C-—2 E 3 m 3X5 35 3 3 3 „toS n 4.9)lätil930 W , ’ 01475 WM erhalte« Sie »H I tön nnd vol M UK1. Gebrauch k°"L «S> *SS5 = e e M 'c’-~/E "o D --55 — EX-3 ~ CZ3 A o O 35 LLLZZ •S'i'E’ g 35 — L3- <3 = 3 „ — 3 a Ss .2 Sc O£ = LZ 5 3Ztv ZD o «ft EDS 3-Z ‘oÖ=i .—* .03 o o — <3. e e '-HZ 3 w 3 :O ZA 3 3 3 3 XD “ o--e -=2 § X'C' = 533^^^ *' c2 3 o E ^S§Azg 32 c-e 3 *®XD 3 2 .2 i_9- -9 35"— 0 o -3e-° o O-E 3 t- '—2 gE E-K EÄCQg — k. t3 -T O 3 ZD ^2Z 3.2 „ 3 "3 ■— «ft = . *3 — - 3 3 e ~ Z.2 3Z. ■3 ^<35— “ ,L A.-g E Z 2 O = E 3 XD SB >^äs 3- o c g'5 =5 _2 e 3*^° c 2 E E 3 3 §7 o Ä O o ® 3Ö -d"° • CS g r °e CÄc|k“ 3 gS L 50.2 ö 3 Q 3 2-3 3 E ~ ^3 ^.E-S- *3 o ä-E ® 2 3 g E^-2 2- 3 2 i^-e, = e G5ö E -2 E 3 ö 2 = 3 3 e _ O. — 3 E T-&H ~ S-E-5S u= =§=ie <■^5 _--G> O .X E rt ,. es o ' a» ■ 3.2 .E uxd 5ciDSo9ö?i O C O.2.*0 ■E" O g e-. 2 ro 3 O 35 — ZD p 3 c p 2? _ C X5 2 0^5.5- :3 M 35 | A S g o e ° ** = =; j|A£ S ■M—* *—♦ « 3 g § = 3)2 XD E Xe-« C *35 £ ® 2 2 35 p 5 £ g19?^ J^C© - x> 2 o . — - G.Ä -2 3 O « ^SÄ, 3*^o 3 w G O p ZD 73 «5^2 k- U jg E 70 O iE.-— "c g.C o-= o 2C3 g g.-^ u o •* XZi o L-T C2“ •— O o O ZD E C "ift _G r-» ö ♦et o — .— 2 °3i = -eL, XD «ft 2 3 E . **“ 35' O . 3 - dB 3 u Og *S1 2 . G-. G jQ o 2 e3-- 4~ G E 2 G_ . ^-3E*e „ D - c O . 3 3 o o OB 2 _ 5 35 p *Ä3 = Z5S *g >” ,r^»"* o G> o C , ffSf^gr -ZD-« -Z - Ä e iA c 2 E — = "5 _= «^(9 — 3 L —2 £ E E- — g5-C5C „ö> •Ä-Ä“ ffS u «ft gv? •Es 3 G -■ g-°a .<0 d Z 3 E Q a ■=- := o 3,. -c 2.—5 s 3 2 -2 3 35 ° 2. E"(9 5 3 p 3 ._o _o «b E LZ giZ^K c = ^2 So §^2 3= = = -1-ES) ^ZZ 3 ass« e? «« >0 e 5£ ' S ^S-' 0 o 2 •= S 3 o E x>2> Du 3 3 3 "3 05— .> tt>E 3 o 322 tE.= « o ttx?--3^ O xd ■C ■" 3 S W ■ 8 ü«ocSo£! ■eS: _ o ot « 3 2*0"-9"o 3*” „ S?(9 A .2 o 2 S(9“^ ■° . «ft*... !.äl "2^ ff) 63^ id 3 2. K o_-_S F« ?T3 ~3 er» = ö 5 3-5 8- < = -Lff) 2 s*? = =■» 2: o g es = a- A3s^r-£ ff a ■*r 5 仫? 3^ H 3 S a,3?3 8^ 3-3*3 5 3a m i. ASLZ-W? ©3 ^^3 ff m3” ff 3 n O-s ff 2 ffB 3 Z 5 23 5 sSff?8* 3 5 1» ,$P o 9* • g 5 3 = LZ- öd* Z I, ff 3'8° id (5)5 tff u> § 2- 5 ” 2 « §f§ *13 e-s - ffä’s. •§* o’c 5 •s@ .«•ff** ID s^>= c» ff8-3B 3 S 8 =-§•§ 3,0,2 3 Z O A ff) <-* r* *w D 3 g - 2. °* =T3 8 2. 5#8es? 2. 2 3-*» ffEs ffS x5*'S 5 5- ffa°i ©5, ff8 b® 3 = §^ ff)Z S ff »5 u> 2 t2o c u* o* §= » 3 Ob 5 5 E*Z* 2 3 = ID , ID 2.^2 B 53 o 5 o CO S D 3 3*5 ~ffo- 3 = ff), dl ff" ©Aff 0*0 -1 O 3 (ft 8 O, » C: E ■ — B 3 — ID -t — 3.3 . M — B D o □r— „.3- Z* 3 o* <50 H Isril Ifä* 3 8 ff-E off’ 3* = ® -BW 2 B B 5f" 2 = . W S* Ö ©~3>° 3. 3 B Lsrs'8 = A " 8 ST _ B O -o ©=*=: ff «3 O c, 3 9"—, = * If D'O 3 '23-Z-S 8"g 3Z 8 3 ©^ 5 b3 9 y 0 3 (2 2 G M-Ä-2 §3t|r5?T 2,0 3 3 y.-» 3 ZMJZ-ssff Ecfl| n 3 5 A^- x= 0 o %• 3 2 b ID 3 B ?aa 5fr 8 05 o 3 t33*"> °2.« 5 ZFs.3 S.B -O-- 2* 2 _5 I9“§ " a-3 o a 2 * ** m* -ft! O, 3 2 5 ~ -.«y 3.0 -5*° eil - "ET ="- = 0 M-L- ",s 2.^® ri3 2.^-0 ES*? S 03 2 c ID -7- 3 -SSZ-2.Z 5 5 2 o *ti 3 - 2. = 22^- e 2- c* H o» . — 3 3 ~*2. = ^b5si:"L.3 § -3. Q. 3: 3 = 8r° L-ZZ = A§ s |sgL3oi l«2s 9'3' —: Z^EÄI3 3 a 5 0-0*3 0,2^5 «• y 2 m 5?.9- 1 3* o 8'5" 5 * "V 2.2.3 #4 s gs’S 3 ® 2 0-3 S *“ 59" 7^w 3.^g5^ 01 -o .- 5 -:®5 0*3- 3 3 «* " — E » C/ —' D 3 97 2 3-8- s*Z- ff)3 -., gofSS oE^egg 3^Z 8 = 8 = Wo*W_ b o* o B 22 "-x iö „ff) -3-77 8 E= o- 2 2 2. ” b"5* 3n a - m 3 ® 5 S 3 <7» -3 O 2. 8 Z öwa-y 5? x 2 2 °* — b * til 8?^ O: o t» E^n = « §-a*5 ff)§ ks'3 2 0 2. A3L.^3E- I« Um 2. = ro = 0 ®S3=^ 8:Z2 S' 3 qtJS'® 9 r- 3. 3 3 «3 -- _5 = o 3 5^5 (O •*> »-1 CO -3 »t ts ?ZA-ssZW 305— ~ J3. o B 3 3 n _SLrs 8f5 2.1 3 fffZff 3-3.2 8 >"'b _, 2'0, n> 3 L^-LZ 2Zff)^S-- l-3iEüTS3?-, = "n|!g>.= .= „_ _ rs15 ?C.: :3':^" S'Sitif -.-„Z ZÄH Z H- 9- Zss- Z2°ÄZ. Ev 0 25)or •*Gmovrou>3-2- t= S kü«-s^Z s 3 «■£§.”'S = -—I (n»2S:' ESx-FZ" ° =.-=61 =a^ 5’5 äs? 3 3-b 3 . 3* ID b" 5 | 8® 3- k-1 b o «e 3 'C o'5-='—0 9 3=sa^Srf§»53äg| 3»”S?S o =* - = 68 Cf) ~ 2 3 8 g 3 3 y SZL-G3- ti3” c 3 62 c = 22 ~ 3 3 5 = 33® =^_-< 5. 3 <3= o I B ~ — äe"o §3 S'Eg-i S-b ££% 5 3 2 2'EZS3 3 E^sSc 3° 2 ZIL2Z§Z.-Z-°^xZ»s -E' cdS"5* =" b E- gS5.§335- »2?5- = ?g-9 M°Zs--Z -”-■■$■: g'g 3 B ID — ^3 1 — 9T-B- o o ° 2.O'6)j 9."53? 3LoLs*LZ-» iri*| --^-9*ff)l o- ® 5 2 -o ^Z3 O _ - E“^3 -3-5 »Sä 3 — ■ •?§.““ r 3 ?-S*^ sg3^ x 0- 3 3 3 :- 3 gi > E*" cy '* ^E-'b' o b 5 ,® y 2 q-° 2 =-s? r » #5**g‘3s:s 3e: 2 E2 2 c?2.3 2. fr?» IJ^E O,—» = S E S,'"5* -o -• e WS ro B C< O' ~ •% b Ls2.Z-"ZZZ^"§ S’si®3^ I-si'i- Ao* 8 o, 3 3- y.^:3 n 3 3-0. L g-B 5 3 B B AS B n 8 '-.»3 o f S 3 2 3*62b Z 2.0*2 2 S" 5 = - - ^2," B o 9.3. B : 5-9 SA='L^1^ZLZ§^'' <»§**= ygSya^a^-; 2-^3 Z 8 9^ B o 0 B 3. "^=I=3i«5it§2§ tyOgs"" b-»2o- -als3«3°2- -3- ^3 3Evo _. ^.= £casf^S£sö- j^rSfjrl C—B B n „ID B- E°-s= B 2 3 2 .*» ,E. EX—■ 9 qj <3- 2 C9-=. s ZZZLss-ZM Zrs^. •glersM3 3 ^oae-b- csL3 3 7o ~2.ctb ^S^^3-3o 5 8 •S'ök’- 6) £m 5 2 8 ■b 5 62 ca=> 2 8-K = 0 = 5 Cr> B 5 L ® Cf Q O -3 2Cflo 3 3 = 5 59 8 8 " GS ID L»3 " 5 ^= o,_. e 1 L CpO?OT E 5 ™ <6 Q o =• nO 39c o -E” g = ID 5 FE^"' B ©3 § 3 SS ^5-re 2 ls 2 o 3 5 S3 w Ö3 g.g re 3*8^» o Öl poco 53®' 8 S 3 5* o — 3. B B 3 ff)o L LL?3 -L S-^dfl ?3 —• r» £b 68- :-t3 5 S.185* 3 J9 ?®c 32 fflo SL23, D 3 5 3 0 = g?3 ! «3 g 2.3 1 S IM» 5*3- 5? GCS 2 *■* -I 2 -, A '2S3 © Ä-E-E. ■ D: ” KS = y ex .0,60 3 3 3 n C. * o " ©3 O x ös rs.' 8 z® 3Z 3 8 OD:^ ID A ZMZssZ 66 3?O Z^3 cSEffA SZ3 B — =. 3 3 K o = §r 2 B c S?" 3 01 SIE 3 ■ O = ■ ß«o A-Z 8 ZZ-ZE 8*5 Sg o-Cfl 5 2.' «8 3 SbO3 Ry ff) *9- s* B = Q. 5 »f ID 3 3 L* AE 3 ,. ID 8 8T*§ 01 s® 3 66 (fr < rt (v Ö8 ZK 3 A 0 -ZA3 _tS3 3* E c o 2 o* -M- s-a* »3 ,.A 3 =' (6 B . Z? = 5 Sc » 8X0-0 Z3ZG? 5 s HZ co ^® Z-Z-8 2 B B It 3 — eg1! 53 3 *D S V- 3 CO o ■ B o $!s Zs'^g-Z? 2 ID -^ - ÖSC B Do*' c: IDO» <-.0- B.O* B 8.Z2 B- 8-5=22- e=äi? O'W'gS-O 2. 3 c S." b " - Hf 3 m @CO — H «3Z§Z 6) k» Kff)? T-na* T Dl __ID B 5 3'B A -3*5.5 s »5.-- ■ O_ O CO —,_JD ^Eff) = a-a- Z-Z Z* LR . =§=-g®S ” 8 ®gs ". B 9r =2 = Cß) = B- C ^‘-51 fois n E- 9 O ex B -S =*< a? » 3 3 §= 3 6Sg-o 135 EZ2 5 g:3 3 EmZ - El B Dl 2 «* E’E.ä*« S 3 Eff>32* * **1 5 Vq © d cn = =•©" 3,5:2,? 3 8 ?^3 68 i:te Z 2-tS3 ImPc V-A 3-asl™3?nut c 59 2 3 A ^-E (Seo. g'g H©59o!5SS)2. 3 5 =:2 = ■=■ ö'E.2. " _ B O: V- ” b" •—. CT 3 — B o -, ETCO = O ä^F= 3/ b A o ^-AKLZ =3 O: 2, o - (562 3 2:a„ 3S-‘ C J* B ' ” _ 3"Fo« -!*Sä* LZZJGB Zx - L — LS Ab- = B l-l B a B 2 ?= = ® 2' = = a gzSfäg U?S,T»S bE2.'1 3 » 3I|^ 't^3 3 90 «e e =*= g-off)3 t. Ef? 7)0 2. B 0-333. c =T -CO b ^; 3 -=->0b. c=:@5""^ -~f a g"S % -SssS* sss-iä”. Mo." i.^- = a 2-C 3 3 g 3 3 n D 2. Jr,5-'S . __ •sg^eS^S d°oZ?Z"°Z 0*0 o 5 Jo“» ZS?*!-'^^ =: ” 3 B B aa= E^O-lrSlq " B E E Q 3 C G» G'2 M-^1 B B re »C o- )J) O- = •m^3§7b = =' 3 §B = V -8-5 3*§>3 Z3 ?§-.cy^5-R-a-2*s*a-s?' 0 3 * G*s -c 2.G § o-.aB o a2 >5 0 7 ----3"§3jt 3 "t D -o 8 = Z a. * — **5i!rlä^s' 8 s?ts ZL 3?S*< = =-ää = *7P 5r* X « S 2 B 2. X D 5 b3 33b : iD 3 3 » u a a E a- o B OB ffl-BQ A = ^B-3-qr 0 3 2 = 3 3 L b So gr 8-5 °"o B FZ«Z8 - ÄZL- ff) * g § 5i S-l^^3 5vs 3'3 ^ESS-53 o: • A 2 V ?3 60ff)33 b 2 9 8 ID - B — 8 — 2 Q* o 2.5 3co" B 3 or *• b Q'" E f 5 z"3 «ffls^ffisgs 5 •§* G 3 a *■*■' — ’§a5 2-2 ^§-3*5 = '^5Gb»AO y B b* =oco>»2v3 = =)O 2ar nicht "^anderL ^anf bon S Diskont. «nan all. A °ul die Mldmarkie- n' dah r Gründer M utschen Laich. on 82 Jahrw n) gestorben. in nicht üLek hinausgehea irz mit einer tlahes. yimd i dalntariich« von deutichrr gekichert tu chmen braucht, 'is der Dank tand der Leidem Dotenum« nd brauchte in «ständen nich.s Wert darauf, end« Gold zu met Geld» intsenkung. [en Schritt tun, eine Alskont« ien Haben, da Europa rxv ändlich würde von England r drücken La st die Lenius 5.5 v. h. endige Erleich« nie, da zudem in Geldsituation t verwunderlich, ir verstärkt ein» allem aus den bet Leich!bank MiH"et i, Ihren Kredit eil zugrunde zu les Sesicht. Unsere Firma ir, also kann et ml! die- [chender Faktor zchaitlichen Dtt- nterrichtet M das andere, tN Einfluß aus » gte er Stfts ;,rS L in E !-n«-- M, führe, dah er gelten Dinges itilrTi*"6’ mll ei< l«fi ackerns clege" ^xrn die AAemä' |tt er statt -t- 0 Sie ; tziese tzfet-as D hmgewiesen. und aus dem Aufkommen der Wcch- selstempelsteuer läßt sich schließen, dah der 3a- nuar 1930 Wechselziehungen im ‘Betrage von nur 3.8 Milliarden (das sind rund 800 Mrllionen weniger als im Januar 1929) gebracht hat: die Wechselziehungen sind also inzwischen weiter stark zurückgegangen. Der Kreditspielraum der Reichsbank ist sehr grob, und selbst wenn das Frühjahrsgeschäft zu einer stärkeren ‘Beanspruchung führen sollte, genügt er, um trotzdem eine D i s k on t se n k u n g vorzunehmen, die allerdingl erst für den Monat März zu erwarten wäre, sobald sich die Abwicklung des Februar-Llltirnos von der Reichsbank überblicken läßt Verschlechterung der Wir schastslage im Z bruar. Aach ‘Berichten der preußischen Industrie- und Handelskammern hat sich die Lage in der Industrie, Handel und Handwerk im Februar verschlechtert. 3m Bergbau weist nur die Kali- industrie einen vermehrten Absatz auf. Der Stein- kohlenabsatz ging besonders in Oberschlesien ganz erheblich zurück. Die Gründe hierfür lagen nicht nur in der Verschlechterung der allgemeinen Konjunktur, sondern vor allem auch darin, dah sich die Händler nach den Erfahrungen des letzten Winters im Laufe des 3ahres stark ein- gedeckt haben. Die Geschäftslosigkeit an der Börse nahm trotz größerer Flüssigkeit des Geldmarktes au. Die älrsachen dürften ebensosehr in der immer noch ungeklärten Lage der Reichs-, Ländern und Kommunalfinanzen, wie in der Konjunkturdepression zu suchen sein. Der Daumarlt lag darnieder. Die hohe Arbeitslosenziffer zeigt, daß Deutschland sich in einer Wirtschaftslage befindet. die trotz der Zusammenhänge mit der verschlechterten Lage auf dem Weltmärkte doch ihre ganz besondere Rote hat. Rach Mitteilungen des Statistischen Reichsamts wurden im Februar durch den „Reichsanzeiger" 1103 (im Januar 1106) neue Konkurse — ohne die wegen WassemangelS abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 576 (521) eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. • Eh rungen für Komme rzienrat Kleher. Der Magistrat der Stadt Frankfurt a. W. hat Kommerzienrat Dr.-Ing. e. h. Heinrich Kleyer aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens der Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.G. die silberne Plakette der Stadt Frankfurt verliehen. Oberbürgermeister Dr. Landmann sprach am Samstagvormittag persönlich im Ramen des Magistrats der Stadt Frankfurt den Adlerwerken die herzlichsten Glückwünsche der Stadt zu dem 50jährigen Bestehen der Adlerwerke, dieses mit Frankfurts Entwicklung zur Industriestadt so eng verbundenen Weltunternehmens, aus. • Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 26. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber der Vorwoche von 129,1 auf 128,1 oder um OB v. H gesunken. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 15 v. H. auf 113.8 (116,0) und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,3 v. H. auf 126,0 (126,4) zurückgrgangen. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat um 0,3 v. H- auf 153,8 (1545) nachgegeben. * Verurteilung oerDe utschen Dank. In dem gestrigen Verkündungstermin vor dem Landgericht Berlin in der Anfechtungsklage gegen die D. D.-Dank wurde, wie die „B.-Z." meldet, verkündet, daß das Institut seinen bei der Fusion angenommenen Ramen „Deutsche Dank und Dis- conto-Cesellschaft" aus formellen und materiellen Gründen ändern muh. Das Gericht hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Addition der beiden Danknamen in Verbindung mit dem Wörtchen „und" der Gründung einer neuen Firma gleichkommt. Infolgedessen sriht die Bank- Icltung nun vor der Frage, entweder ihren Ramen noch weiter durch den Zusatz „A. G." zu vergrößern, oder zu einem der alten Ramen aus der Zeit vor der Fusion zurückzukehren. Dies würde bedeuten, dah der Rame „Disconto- Gesellschaft" aus dem Firmenschild verschwindet. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 3. März. Tendenz: widerstandsfähig. — Im Dormittagsverkehr der neuen Woche war die Stimmung lustlos im Zusammenhang mit der Zuspitzung der inner- politischen Lage. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs machte sich jedoch eine nicht z u verkennende Widerstandskraft bemerkbar, Oie Leipziger Messe. Betrachtungen am Vorabend. Leipzig, 1. März. (WTB.) Am Dortage der Leipziger Messe bietet Leipzig ba8_gewohnte belebte Bild. Der große Auslände r b e s u ch macht sich stark bemerkbar. Rach der letzten Zählung, die bis aus wenige Tage zurück- reicht, ist die Zahl der Aussteller mit 95iO fast dieselbe, wie die endgültige Ziffer des Dorjahres, die 10 170 betrug, die von ihnen in Anspruch genommene Ausstellungslläche entspricht aber mit 192 000 Quadratmetern schon jetzt der endgültigen der Frühjahrsmesse 1929. Das ergibt ein entschiedenes Hervortreten der Grobaussteller und eine Verringerung der Zahl kleiner Firmen, was auch besonders die Textilmesse betrifft, wo 87 Prozent der Aussteller Fabrikanten find, Der Handel also mehr und mehr verschwindet. Von den Ausstellern entfallen 7300 auf die Mustermesse, 2270 auf die große Technische und Daumesse. Das Ausland ist mit 1250 Ausstellern vertreten. Von den reichsdeutschrn Ausstellern kommen aus Mitteldeutschland annähernd 3000, aus Berlin 1420, aus dem süddeutschen Wirtschaftsgebiet 1730 und aus dem industrie- reichen Westen 1220 Firmen. Die Textilmesse hat mit der Kun st - industrieabteilung einen wertvollen Zuwachs von großer internationaler Bedeutung und Zugkraft erhalten. Außerordentliches bietet auch die Große Technische Messe, die imponierende Ausstellung der Werkzeugmaschinen mit sehr vielen technischen Reuheiten und überraschenden Fortschritten in der Vereinfachung des Arbeitsprozesses. Die Rationalisierungsmöglichkeiten scheinen also noch keineswegs erschöpft zu sein. Auf der Ausstellung der Textilmaschinen lassen sich vor allem die Leistungen des zum ersten Male in Betrieb vorgeführten japanischen Tojodo-Webstuhles mit denen der automatischen Webstühle deutscher und schweizerischer Fabriken vergleichen. Angesichts der eindrucksvollen Gesamtschau der Leistungen der deutschen Qualitätsarbeit sieht man trotz Der gedrückten wirtschaftlichen Lage dem Messegeschäft mit einer gewissen Zuversicht entgegen. Jedenfalls finden die ausländischer Einkäufer eine Auswahl deutscher Fabrikate und Maschinen, wie bisher auf keiner Frühjahrsmesse- Der Messe Sonntag. Leipzig, 2. März. (WTB.) Da am Messe- Sonntag das Schaupublikum und die Besucher aus der weiteren Umgebung Leipzigs, die wozu Rückdeckungen der Spekulation und die vorteilhaften Geldmarktverhältnisse beitrugen. Der Auftragseingang war aber auch heute nur minimal, so dah das Geschäft nicht groß war. Rur Spezialwerte konnten etwas hervorrieten. Ungünstig bee.nflu.s.nd wi.kte die Verschlechte ung der Wirtschaftslage und die schwankende Reuhor- ker Börse vom Samstag. Gegenüber den letzten Schlußkursen ergaben sich zumeist kleine Gewinne. Im Vordergrund des Interesses standen weiter Schiffahrtsaktien, aus den betamxten Gründen. Hapag gewannen 1,75 v. H. und Rorddeutscher Lloyd 1 v. H. Montanwerte lagen vorläufig fast vollkommen umsatzlos. Banken leicht anziehend. Am Elektromarkt tarn eher etwas Material an den Markt-, AEG. verloören 1 v. H., Schuckert 1,5 v. H. Siemens blieben gut behauptet. Am Chemiemarkt waren Farben 1 v. H. schwächer. Scheideanstalt knapp behauptet. Danken vernachlässigt. Einige Rachfrage machte sich noch vereinzelt für Dauunternehmungen geltend. Holz- mann lagen 1 v. H. fester. Wayß & Frehtag waren gut behauptet. Interesse bestand auch für Zellstoffwerte, die bis 2 v. H. gewannen. Von internationalen Werten eröffneten Chadeaktien minus 3,50 Mark stärker gedrückt. Renten still. Deutsche Anleihen uneinhrillich. Im Verlaufe war das Geschäft unter Bevorzugung einiger Spezialwerte etwas lebhafter. Die Spekulation schritt zu Rückdeckungen. Die politische Lage wurde ruhiger beurteilt. AEG. gewannen 1,5 v. H., Farben 2 v. H. und Siemens 1 v. H. Die anfangs gedrückten Werte traten etwas mehr hervor. Zellstoffwerte weiter gebessert. Am Wontanmarkt war die Llmsah- tätigkeit weiter bescheiden, da Aufträge auch später kaum eingetroffen waren. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar sich nur auf einen Tag freimachen können, vielfach überwiegt, ist ein Urteil darüber, wie sich der geschäftliche Verkehr entwickelt, noch nicht möglich. Bei der T e x t i l m e s s e, die am leisesten auf jede Schwankung der Konjunktur reagiert, setzte der Verkehr anfangs nur schwach ein, um dann gegen Mittag kräftig aufzuholen. Damit begannen auch die geschäftlichen Verhandlungen an den Messeständen. Ansprechende Reuheiten fesselten vielfach das Interesse, das sich vornehmlich auf eine ganz neue 21 r t von Kunstseide konzentrierte, die sogar die Kochtempera- tur aushält und der damit die bekannten Rachtelle der Kunstseide nicht mehr anhaften. 2lparte Reuheiten an Gebrauchsporzellan und an Spielwaren mittlerer Preislage und eben- olcher Kunst gläser führten in den Messe- jäusern der Altstadt schon zu allerhand Ab- chlüssen. Das Ausland tritt erfahrungsgemäß noch wenig in die Erscheinung und pflegt sich erst am Montag oder Dienstag ernsthaft zu orientieren. Gut besucht waren die beträchtlich erweiterte M ö b e l m e s s e und auch die B u g r a - Maschinen messe. Mit einer Bücher- messe in beschränktem Unfang hat man wieder einen Versuch gemacht. Sehr gut und mindestens ebenso zahlreich wie im Vorjahr war der Besuch der Technischen Messe. In der großen Halle für Werkzeugmaschinen herrschte zeitweise, ebenso wie auf der Daumesse und im Haus der Elektrotechnik, ein gewaltiger Andrang, wobei geschäflliche Verhandlungen natürlich kaum möglich waren. Anderseits läßt er erkennen, wie lebhaft die fachlich an Maschinen und Motoren interessierten Besucher alle technischen Fortschritte verfolgen. In dieser Beziehung erweist sich gerade der Messe-Sonntag als ein sehr wichtiger Faktor. Das bunt bewegte Bild der Technischen Messe mit ihren zahllosen Maschinen in den Hallen und auf dem freien Gelände hat bei jedem Beschauer einen unvergeßlichen Eindruck hinterlassen. Am Montag wird das Kauf- publikum zu seinem Recht kommen. Dieser Tag wird vorwiegend dem ernsthaften Geschäft gewidmet sein, dessen Anhänger bereits zu aller- fjanb Hoffnung berechtigen. Zu erwähnen ist, dah von feiten der Türkei, die mit großen Plänen für den Ausbau ihrer Landstraßen umgeht, schon zahlreiche Straßenbaumaschinen bestellt worden sind. Die völkerverbindende Macht der Messe kommt in dem Besuch von mehr als 300 ausländischen und inländischen Vertretern Der Tages- und Fachpresse markant zum Ausdruck. 4,1913, gegen Pfund 20,361, London gegen Kabel 4,859 750, gegen Paris 124,25, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 40,00, gegen Schweiz 25,19, gegen Holland 12,1225. Berliner Börse. Berlin, 3. März. Der Beginn des neuen Derichtsabschnittes brachte eine Verstärkung der politischen Unsicherheit, und es ließ sich un Dormittagsverkehr noch nicht erkennen, inwieweit sich die Zuspitzung der Situation auf die Börse auswirken werde. An Der Vorbörse erkannte man jedoch schon, daß keineswegs größeres Angebot zum offiziellen Beginn vorliegen werde: auch rein stimmungsmähig bemerkte man eine beachtliche Widerstandsfähigkeit. Ungünstigen Nachrichten aus Der Kunstseide- industrie und einem ziemlich pessimistisch gehaltenen Bericht Der HanDelskammem für Februar standen Rachrichten w e die eventuelle Dividendenerhöhung bei Mannesmann, günstige Kaliabschähungen und vor allem Meldungen über die bevorstehende Freigabe in Reuyork gegenüber. So konnten nur Schiffahrtsaktien werter recht erheblich gewinnen. Hapag gewannen 1,75 Prozent, Rorddeutscher Lloyd 0,5 Prozent. Von Auslandwerten waren Otavi mit 1 Mk. etwas höher. 2luch Harpener, Draubank, Akkumulatoren waren bis etwa 1 Prozent höher. An Den übrigen Märkten überwogen kleine Rückgänge, Die aber nur vereinzelt über 1 bis 3 Prozent hinausgingen. Als schwächer sind zu nennen Augsburg-Rürnberg minus 3,75 Prozent, RWE. minus 3 Prozent, Reichsbank minus 2,5 Prozent, Svenska minus 3 Mk. Vereinigte Stahlwerke würben heute exklusive 6 Prozent Divi- DenDe zur Crstnotiz gebracht. Deutsche Anleihen unverändert. 2lusländer ruhig. Der Pfandbrief- markt war behauptet. Gegenüber Samstag war Der Geldmarkt weiter leichter. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent, Wonatsgeld 6,75 bis 8.5 Prozent. Warenwechsel ohne Umsatz. Der Rcichsbank- ausweis per Ultimo Februar zeigt eine relativ geringe Entspannung an. Rach den ersten Kursen war für Farben und Elektroaktien etwas Interesse vorhanden, so daß das Kursniveau etwa 1 Prozent gebessert war. Siemens plus etwa 2 Prozent. Für Schiffährtswerte, RWE., Oberkoks, 21.-©. für Verkehrswesen usw. blieb die Tendenz ebenfalls freundlich. Die Vertagung der Kabinettssitzung auf morgen wurde dahingehend Interpretiert, daß man ui Den Ausschüssen versuchen wolle, eine Einigung zu erzielen. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. W., 3. Febr. Auch zu Beginn der neuen Woche war Die Stimmung am Frankfurter Produktenmarkt lustlos. Anregungen fehlten, so dah Die Händler äußerste Zurückhaltung bekundeten. Das Angebot von Auslandseite blieb gering. 3m Verlaufe stellte sich einige Rachfrage ein und einige Getreidesorten lagen anziehend. Schwächer lagen Sommergerste. Weizenmehl konnte 0,25 Mk. anziehen. Am Futtermittelmarkt konnte Weizenkleie etwas &erberrieten. Es wurden notiert: Weizen 25,75—23,85, Roggen 17,00, Sommergerste für Brauzwecke 17,50, Hafer, inländischer, 15,50—15,75, Mais (gelb) für andere Zwecke. 15,25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 38,25-39,00, Roggenmehl 24,75-26,00, Weizenkleie 8,25, Roggenktcie 8,25. Erbsen, je nach Qualität für Spe sezwecke, 22—23, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 35—80, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken. tz75, Weizen» und Roggenstroh, drahtgepreht, 4,80, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5,00, Treber, getrocknet, 12,00. Tendenz: lustlos. Frankfurter Cicrmarkt. Frankfurt a.M., l.März. Tendenz: flau. (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, 3n- lanöeier ab Station.) Preise in Pfennigen vev Stück Italiener 8 bis 8,5, bulgarische ( 75 bis 7, jugoslawische 6,75 bis 7. rumänische 6,5 bis 6,75, polnische 5,25 bis 5,5, holländische 7,75 bis 10, dänische 7,75 bis 10, belgisch-flandrische 7,75 bis 8,5, schlesische 9 bis 9,75, bayerische 7,5 bis 8,5, norddeutsche 9 bis 9,5. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 3.März. Auftrieb: 1259 Rinder (Darunter 342 Ochsen, 64 Dullen, 501 Kühe, 318 Färsen), 453 Kälber, 55 Schafe. 5423 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 54 bis 57 Mk., (ältere) 50 bis 53, sonstige vollfleischige (jüngere) 46 bis 49; (Dullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 48, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 41 bis 44, fleischige 34 bis 40, gering genährte 28 bis 33; (Färsen — Kalbinnen, Iungrinder —): voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 56 bis 59, vollflerschige 52 bis 55, fleischige 48 bis 51. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 73 bis 76, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 72, geringe Kälber 60 bis 67. — Schweine: Fett- schweme über 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76. vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 74 bis 76, von etwa 160 bis 240 Pfund 74 bis 77, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 72 bis 75 Mk. — Marktverkauf: Rinder ruhig, ausverkauft; Schweine schleppend, Ueberstand; Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber 'einerlei Verantwortung.) Mehr Ruh« in Der Nacht! In der letzten Zeit häufen sich Die Fälle, in Denen Die Rachtruhe der Bewohner des mittleren Neuenwegs durch Schlägereien und andere Lärmszenen gestört wird. In der Nacht vom Freitag auf Samstag (28. Februar zum 1. März- wurden die Bewohner morgens um 3.30 Llhr durch laute Hilfe- und Schmerzensschreie eines Mannes aus dem Schlafe geschreckt, der von einem anderen schwer mißhandelt wurde. Stundenlang geht Der 2ärm, und man fragt sich, ob es in Gießen keine Polizei gibt, die diesem Unfug steuert und einmal mit Dem Gummiknüppel Dazwischenfährt. In Der betreffenden Nacht war das die dritte Lärmszene. Die Anwohner erheben Die Forderung auf mehr Ruhe in Der Nacht, Die um so mehr berechtigt ist, als es sich um Menschen handelt, die tagsüber beruflich tätig sind. Ein Anwohner. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinsfuß 7 v. H. Frankfun a. M. Berlin Frankfurt a. Dl Berlin (Sm.uS»! hire I 1-Ubr* fi r# Schluß« । lurt 1 Anfang« «ur4 Schluß» Iure Kur' Schluß«, für > 1 Stn|a y «urd Datum I. 3 3. 3 1. 3 3. 3. Datum I. 3. 3. 3. 1.3. 3. 3 6% fceutW Äri»8anicü)e ■vaniburfl-Vlmenla Patet . . / 103.5 105.25 103 104.75 von 1927 ......... 87,5 87.4 — Pamburg-Südam. Dampffchisf 8 — — — — 7% Teuifche tRetdrtanlefi« Han,a Tampffdiilf..... 10 — — — — DDtt 1920 .......... 97 — 97,2 — Norddeutscher Lloyd .... 8 106 106.75 106 106.5 Scutftic 21nl..9Iblöl.'Sd)iüb mit Allgemeine TcutfckcCreditanst. 10 121 121.13 121.n 50 9 51,1 51 yormCT 9(rnfürrpin- 10 1'29 5 129 5 129 5 Desgl. ohne Auetof.-Rechte . . . 8$ 8,6 8,5 8.5 Berliner tzandel?aclcllfckast . 12 185 5 186,25 186.25 8% Hcl>. iSolfeftaai von 1929 Commerz- und Prioat-Bank . 11 155.75 156 156 156 (rnduiblb 102%) ..... 86 - 86,5 — 'Tflrmftäbtrr und Nationalbanf 19 236 —— 237 236 Cbfrbeifen Provinz - Anleihe mit Teutfcke Bank und Ausios.-Neckten...... 49,25 — • — Tisconto-GeleUfchafl, . . . 10 149 — 149.25 148.75 Teutlcke Komm. Sammehihl Treeoner Bank...... 10 '49.75 150 150.5 150 48,6 _ 48.65 — 12 290.25 291 288,75 8% Rranfl. Hrw^Bank Goldpfe. XIII unfünBbar ins 193-1 . . . 96,5 — — ,T| . b 166 165 166 165 7% Fran«. Hup^Bank Goldpfe Bergmann ........ . v 203 unfünbbar pU 1933 84.5 — — — Clektr. LieferungegeseMckaft. 10 162 — 163,5 — dy,°o Rheinische Hov.-Bank Lickt und Kraft...... 10 168.5 168,75 168 —- £iqu. ffiolöpfc.. - ■ • • 81,9 — — * ircltcn Ä Guilleaume . . . 1V1 128 — 123,5 127,25 8% Pr. e. - 8 Miag IC Gebr. Roeder . ...... 10 Boigt & Haessner......9 Süddeutsch« Zucker • • • • 10 102 57 210,75 213,25 360 165,25 69 77,25 109,5 96 125,5 84,9 108,5 208,5 150,75 244 159 340 40 40 106 107 130 118,5 220 158,75 164.13 146.75 97 84.5 209.5 152.75 38,25 158.5 41 E 102,13 57.4 211 214 359.5 165,25 70,25 77,5 109.5 83,75 272 210 109 158 M.25 106,25 172.75 38,5 245 15,25 158.75 340 36.5 41 40,5 130 218 157,25 96.5 58 9 214 358.9 163.75 69.5 76,5 96 272 210 108,25 208,25 105,5 172 38,5 45,25 158.5 338 130 ; - Banknoten. Leolfenmartt Berlin — Frankfurt a. M. Berltn. 1. März Geld SHef Amerttanucke Noten..... Belgische Noten........ Tänilcke Noten........ Englische Noten ...... Französische Noten...... Holländische Noten...... Ht, licniscke Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Lcsterr,5100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ...... 4.165 58,23 111.80 20.31 16.375 167,56 22,01 111,68 58,80 2.455 112,13 80,62 51,40 12,345 72.94 4.185 58,47 112,24 20.39 16 435 168,24 22.09 112,12 59,04 2.475 112.57 80,94 51,60 12,405 73.24 l.März 3-Mörz Amtlich.- Notierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld 3 rief Am't.-Rotr. 167,83 168.17 167.83 168.17 Bu.n-.AtreS 1,578 1.582 1.576 1.580 Brss.-Äntw. 58,31 58.43 58.30 58.42 Cbriftiania. 111.96 112,18 111.95 112.17 .üoprnbagrn 112,02 112.24 112.03 112.25 Stoekdolm . 12,37 112,59 112.39 112.61 Hclüngsors. 10.526 10.546 10 527 10.547 Italien. . . 21,945 21,985 21.935 21.975 London. . . 20,346 20,386 20 346 20 386 Neuvork . . 4,187 4,195 4.1875 4.1955 Paris.... 16,37 16,41 16.37 16.41 Schweiz . . 30,76 10.92 80.80 80.96 Spa ien. 50.95 51.05 50.60 50.70 Japan . . . 2.059 2,063 2.060 2.064 Rio de Jan. 1.467 0,469 0.467 0 469 Wien in T-- Ceft. abgcst 38,96 59,08 58.96 59.08 Prag . . . i2.40 12,42 12.401 12.421 Bel irad . . 7.363 7,377 7.373 7.387 Budapest. . 73.135 73,.75 73.15 73.29 Bul -arten 3,037 3,043 3.02 3 03 Lissabon . 18,83 18,87 18 85 18.89 Tan;'g. . . 81,37 81,53 81.36 81.52 Konst ntin. 1,77. 1,782 1.778 1.782 Athen. . . 5.425 5,435 5.415 5 425 Canada 4.163 4,171 4.165 4.173 Uru uat). . 3.666 3,674 3.666 3 674 Cairo • . . 20.857 20.897 20-857 20.897 Oer Ocher Amtsgerichtsprotest. Oie Begründung. D L i ch. 1. März. 3n der Begründung des Licher Gemeinderats-Protests gegen die Aufhebung des Licher Amtsgerichts wird ertlärt, dost die Stadt Lich eine der ältesten Gemeinden der Umgegend sei. Sie besitze bereits seit dem Jahre 1300 Stadtrcchte und eigene Gerichtsbarkeit. Heute noch seien die Gerichtsbüchrr des Gerichts Lich zurückgehend bis zum Jahre 1455 vorhanden. Lich habe sogar in dem Solmser Landrecht ein eigenes Recht, das bis Ende des vorigen Jahrhunderts in Geltung war und vielen anderen Geseheswcrken als Vorbild diente, besessen. Jahrhundertelang sei die Stadt Lich wirtschaftlicher Mittelpunkt der ganzen Umgegend g:to;fcn. Erst mit dem modernen Verkehr, den Eisenbahnen und den Automobilen sei dies anders geworden. Es zeige sich die Erscheinung, die überall eintritt, wo kleinere Städte im Wirtschasts- bereich größerer Städte lägen. - Die wirtschaftliche Hebermacht der großen Universitätsstadt Gießen habe die kleinere, schwächere Stadt immer mehr zurückgedrängt, und diese habe immer mehr an Bedeutung verloren. Trotzdem fei es dem Fleiß und der Rührigkeit der Einwohner gelungen, eine gewisse Stellung zu behaupten und die Entwicklung der Stadt stetig zu fördern. Mit dazu beigetragen habe der Umstand, daß L i ch in gewissem Sinn immer noch Zentrum der umliegenden Gemeinden gewesen sei. Das Amtsgericht, das Forstamt, die Landwirtschaftsschule, das Vorseminar, hie Dezirlskasse und nicht zuletzt der Umstand, daß Lich vor dem Kriege Musterungsort für die gesamte Umgegend gewesen sei. habe die umliegenden Ortschaften in vielfachen Beziehungen mit der Stadt Lich verbunden, und dieses Verbundensein habe sich naturgemäß auch auf wirtschaftlichem Gebiete ausgewirkt. An diesen Verhältnissen habe sich in der Rachkriegszeit vieles geändert. Richt allein, daß Lich trotz aller Bemühungen das Finanzamt n cht habe erhalten können, sondern dieses in eine viel kleinere Rachbarstadt gefegt wurde, habe es nach und nach die Finanzkaste und das Dorsemi- nar und seine Bedeutung als Musterungsort verloren. Verliere jetzt die Stadt von den drei behördlichen Einrichtungen, die ihr noch verblieben sind, noch eine oder die andere, und vor allem die bei weitem wichtigste, das Amtsgericht, so sei sie zu i m m e r g r ö st e r e r B e - deutungslosigkeit verurteilt Sie werde in ihrer Entwicklung vollständig zurückg wor'en Werden und werde dem übermächtigen Einflust der großen Rachbarstadt Gießen erlieg.n Daß sich das in schlimmster Meise auf die Wirtschaft der Stadt auswirken müsse, bedürfe keiner weiteren Darlegung, und letzten Endes werde auch der Staat bei dem unvermeidlichen Rückgang der Steuerlcistungen mit der Leidtragende sein. Rach Ansicht der Stadtverwaltung stehe die Auswirkung einer Aufhebung des Amtsgerichts Lich in gar keinem Verhältnis zu dem, was eventuell an Vorteil für den Staat dagegen erreicht werden könne, wenn überhaupt solche zu erwarten sei, was vorläufig noch bestritten werden müsse. Es müsse festgestellt werden, daß das Amtsgericht Lich kein Zuschußbetrieb sei. Die Aufwendungen für dasselbe würden überholt durch die Einnahmen an Stempel-, Gerichtsgebühren und Gerichtskosten. Es möge zugegeben sein, dost der Gerichtsbezirk nicht übermästig grotz sei, und dah vielleicht noch m i t demselben Personal einige wenige Gemeinden mitverwaltet werden könnten. Menn das ermöglicht werden könnte, würde das selbstverständlich auf das wärmste begrüstt werden, zumal eine ganze Anzahl anderen Gerichtsbezirken zugeteilter Gemeinden in nächster Rähe der Stadt lägen. Was aber seien die s i n a n z i e l l e n Ergebnisse einer Aufhebung des Amtsgerichts? Der Bezirk Lich würde dann voraussichtlich dem Amtsgerichtsbezirk Gießen zugeteilt werden, eine Maßnahme, die von den allerschwersten wirtschaftlichen Rachteilen für die Stadt und die örtlichen Steuerzahler sein müßte. Das gesamte Personal müßte anderwärts übernommen werden. Selbst wenn, was bestritten wird, vorläufig unter dem Druck der Verhältnisse die Geschäfte bei dem Amtsgericht Gießen ohne sonderliche Personalvermehrung mitgeführt werden konnten, würden für später am Amtsgericht Gießen entsprechende Personalvermehrung und wahrscheinlich auch bauliche Erweiterungen vorgenommen werden müssen, die den augenblicklichen zahlenmäßigen Erfolg bei weitem wieder wettmachen und voraussichtlich sogar in dos Gegenteil verkehren würden. Für die Bevölkerung von Lich und Umgebung würden Beurkundungen, Auflassungen und alle beim Amtsgericht vorzunehmendcn Geschäfte außerordentlich erschwert werden und mit größeren Reisekosten verknüpft sein. Die Ausgaben für Zeugengebühren würden sich bedeutend erhöhen. Die unmittelbare Folge davon wäre einmal ein Rückgang der amtsgerichtlich zu protokollierenden Rechtsgeschäfte überhaupt, und vor allem für solche Geschäfte, die nicht vermieden werden können, eine überaus große Abwanderung zum Rotariat. Ein gr oster Teil der heute dem Staat zufliestenden Gebührenwürde in Zukunft dem Staat entgehen und von dem Rotar eingenommen werden. Den vielleicht um einen verhältnismäßig geringen Teil verkleinerten Ausgaben würdet auch bedeutend geringere Einnahmen gegenüberstehen. Was die sachlichen Unkosten anbelange, so würden diese im wesentlichen auch bei einer Verlegung des Amtsgerichts dieselben bleiben. Der Staat würde voraussichtlich nicht einmal eine sonderliche Ersparnis an Miete machen, denn er würde hierfür nach der Ansicht der Stadtverwaltung die Stadt Lich anderweitig entschädigen müssen. Die Stadt Lich habe das Amtsgerichtsgebäude inLich seinerzeit unter einem Druck der Justizbehörden mit einem Kostenaufwand von fast 45 000 Mk. bauen müssen. Die urkundlichen Rach- weise darüber seien vorhanden. Bei der verhältnismäßig geringen Miete, die der Staat für das Gebäude bezahle, könne keine Rede davon sein, daß dasselbe bis jcht irgendwie amortisiert worden sei. Menn ta.sächlich tic Aufhebung des Amtsgerichts erfolgen würde, hätte die Stadt für das Gebäude bei der besonderen, nur auf den Dienstbetrieb zugeschnittenen Bauart desselben keinerlei Verwendung. Das würde für die Stadt allein einen jährlichen Schaden von 2800 Mk. bedeuten. Es bedürfe keiner besonderen Darlegung, daß der Staat schon allein aus Billigkeitsgründen nach Treu und Glauben verpflichtet sei. die Stadt Lich hierfür schadlos zu halten, ganz abgesehen von der Rechtslage, die unter Umständen geklärt werden müsse. Bei den heutigen schwierigen finan- zielten Verhältnissen könne die Stadt unter keinen Umständen zu den großen wirtschaftlichen Schäden, die eine Aufhebung des Amtsgerichts indirekt bringen würde, auch noch diesen direkten Ausfall tragen. . Es sei doch nicht so, daß Staat und Stadt sich als Gegner gegenüber ständen und daß der Rachteil des einen der Vorteil des anderen sei. Sie würden sich vielmehr heute mehr denn je in einer R o t g e m e i n s ch a f t miteinander befinden. und wenn der Staat aus besonderen Gründen sich zu irgendwelchen Maßnahmen veranlaßt sähe, habe er unter allen Umständen die Verpflichtung, darauf zu sehen, daß diese Maßnahme für eine Stadt auch tragbar sei und nicht wie hier, mit den schwersten Folgen für sie verbunden wäre. preuhen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar, 2. März. In den Du- derusschen Eisenwerken schleuderte ein Junge die Mühe eines jugendlichen Arbeiters auf ein Dach. Der Arbeiter wollte die Mühe herunterholen und liest sich an den Deinen von zwei Kameraden hochheben. Dabei schlug er hintenüber und stürzte mit dem Kopf auf ein Schienengleis, so daß er mit einer schweren Gehirnerschütterung in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht werden mußte. 00 Lützellinden, 27. Febr. Gestern ging der in der hiesigen Gemeinde abgehattene zweite Kreiswanderhaushaltskursus, an dem 19 Mädchen teilncchmen, zu Ende. Aus diesem Anlast fand nachmittags im neuen Schul- Hause eine Schlustfeier statt. Rach einer Besichtigung der in dem Kursus hergestellten und ausgelegten Handarbeiten fand die Prüfung der Teilnehmerinnen durch die Kursusleiterin Frl. Müller (Wetzlar) statt. Die Prüfung ergab, dast die Teilnehmerinnen in der kurzen Zeit der Kursusdauer nicht nur viel Nützliches für, die Hauswirtschaft gelernt, sondern sich auch manche Kenntnisse auf dem Gebiete der Gesundheitspflege angeeignet haben. Im Anschluß an die Prüfung richtete Gemeindevorsteher R o r s ch eine herzliche Begrüßungsansprache an die Erschienenen, darunter auch Landrat Miß; er dankte der Kreisverwaltung für die Zuteilung des Kurses, ebenso der Lehrerin für die treffliche Unterrichtung der Mädchen auf den verschiedenen Gebieten. Sein aufrichtiger Wunsch sei, dast die Mädchen zu tüchtigen Hausfrauen heranwachsen möchten. Landrat M i ß gab den der Kreisverwaltung gezollten Dank an die Kursusleiterin weiter. Er wünschte, daß die Mädchen nicht bet dem in dem Kursus Gelernten stehenbleiben, sondern sich auf ben gegebenen Grundlagen weiter fortbilden möchten. Er bemerkte, dast dem Kursus eine besondere Bedeutung dadurch bcikomme, dah es der letzte fei, den Frl. Müller abhalte. Frl. Müller scheide am 1. April aus dem Amte, um in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. 78 Kurse ßabe sie seit ihrem Amtsantritt im Jahre 1904 im Kreise Wetzlar abgehalten, davon ihren ersten Kursus ebenfalls in Lützellinden. Als äußeres Zeichen des Dankes liest ihr Landrat M i st im Ramen der Kreisverwaltung Wetzlar einen Blumenkorb überreichen, wofür Frl. Müller sicht- lich bewegt dankte. Bürgermeister Dr. Reumann (Groß-Rechtenbach) wies in seiner Ansprache darauf hin, welche große Aufgabe die Hausfrau in der Familie zu erfüllen habe, und wünschte den Teilnehmerinnen, daß sie das in dem Kursus Gelernte zum Wohle der Familie praktisch verwerten möchten. Die Schülerin Lui le Schmidt trug ein der Lehrerin gewidmetes Abschiedsgedicht vor und überreichte ißc. einen von den Schülerinnen gestifteten Auhesessel. <0> Hochelheim, 27. Febr. Heute hat hier ein Kursus der Wanderhaushaltsschule des Kreises Wetzlar begonnen, der von 24 Mädchen aus der hiesigen Gemeinde besucht wird. Der Kursus wird von der Haushaltslehrerin Fräulein Schröder (Astlar) geleitet; er wird etwa sechs Wochen dauern. > Wistmar, 27. Febr. Dieser Tage wurden bei Ausschachtungsarbeiten in einem hiesigen Gehöft wieder Kugeltöpfe aus der fränkischen Zeit^ gefunden, die die Vermutung immer mehr bestätigen, dast sich hier zu dieser Zeit eine Töpferei befanb. 3000 Liter Wein ausgelaufen. WSR. Wörrstadt (Rheinhessen), 28. Febr. Auf der Strahe Wörrstadt—Sulzheim geriet ein schwerer Lastkraftwagen der Firma A. Racke in Dingen, der mit sechs Halbstück We i n belaßen war, in einer gefährlichen Linkskurve infolge Versagens der Steuerung ins Schleudern und stürzte um. Die gesamte Ladung fiel auf die Straße, und zwar mit solcher Wucht, dast die Fässer zerbrachen und sich der größte Teil des edlen Inhalts, rund 3000 Liter Wein, auf die Straße ergoß. Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Kunst und Wissenschaft. Professor Dr. Richard Wilhelm t- Frankfurt a. HR., 2. März. (WSN.) Der Gründer und Leiter des Frankfurter China-Instituts, Universitätsprofessor Dr. Richard Wilhelm, ist nach längerer Krankheit in Tübingen im Alter von 56 Jahren g e ft o r b e n. Professor Wilhelm galt als einer der besten Kenner der chinesischen Sprache, Kultur und Geschichte. Frühjahrskur für HHHI Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. SpezlalkaranstallHofbeim Im Taunus bei Frankf.a.M. — Prospekte durch WW San.-Rat IT. M. SchulzeKaNeyss, Neienarzl M] KOPENHAGEN' BUDAPESTS; WARSCHAUS. KÖNIG« WIISEN 9hre Erwartungen werden restlos erfüllt durch den klangschönen Europa-Empfänger M ENDE 3 8 GLEICHSTROM • WECHSELSTROM • MK- 745.-o.RÖHREN Wende Hochleistunqsqepäte führen alle Fachgeschäfte. STUTTGART MÜNCHEN MAILAND LONDON LEIPZIG ROM KÖLN OSLO WIEN BERLIN Bekanntmachung. In der Zeit vom 10. Mär, bis 5. April d 3. werden sämtliche städtischen Straßenkanäle gespült. 18390 Während dieser Zeit sind die Rückstauverschlüsse an Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. Gießen, den 28. Februar 1930 Städtisches Tiefbauamt: Braubach, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für 1930 liegt vom 4. Mär; bis einschließlich 10. Mär; auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen hiergegen können inner haio dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll bei der unterzeichneten Bürgermeisterei vorgebracht werden. 18360 Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Weickartshain, 28. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. , Hock. _____________ Lagt»-Verpachtung. Donnerstag, den 13. Mär; 1.3., vormittags 11 Uhr, wird auf dem Rathaus ;u Alsfeld der 3agdbe;irk Nr. IV „gemeinschaftlicher Wald Homberg" von 456 ha Größe, darunter zirka 35 ha Wiesen, auf acht Jahre öffentlich meistbietend ' verpachtet. Die Bestandszeit beginnt am 1. tfebruar 1930. Die Pachtliebhaber, deren Befähigung zur Pachtung nicht bekannt ist, wollen sich rechtzeitig vor der Verpachtung bei uns ausweisen. 1837D Alsfeld, den 1. März 1930. ________Hessisches Forstarnt Eudorf.________ Rutzholzversteigerung. Die Gemeinde Frankenbach verkauft Samstag, den 8. Mär;, nachstehendes Nutzholz auf dem Gemeindehaus Fran- kenbach. Beginn der Versteigerung vormit- kugs 10 Uhr. 18:380 158 lm Fichlenskämme kl. la bis 3a. Frankenbach, den 1. Marz 1930. Wack, Bürgermeister. Bekanntmachung, i Am Mittwoch, dem 5. März 1930, vor-1 mittags 10 Uhr, werden im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 14. 183901 verschiedene Tabakwaren öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Gießen, den 3. März 1930. Der Oberbürgermeister. (Vollstreckungsstelle.) Dienstag, den 4. März 1930, nachm. 2 Lthr, versteigere ich im Löwen,Neuenweg 28,dahier, zwangsweise gegen sofortige Barzahlung: zwei Maercklin-Baukasten, vier Nähmaschinen, vier Divans, ein Glasschränkchen, eine Dublee-Taschenuhr, fieben Kleiderschränke, einen Warenscyrank, eine Sprechmaschine, vier Ladentheken, einen Ladenschrank, eine Schreib Ladenkasse, ein Warenregal, fünf Schreibmaschinen, eine Schärfmaschine, drei Vertikos, ein Motorrad, ein komplettes Speisezimmer, s chs Bücherschränke, sieben Schreibtische, einen Tisch, zwei Sessel, acht Stühle, sieben Büfetts, zwei Kredenzen, drei Chaiselongues, ein komplettes Schlafzimmer, ein Schränkchen, Mei Standuhren, einen Stuhl mit Kunstledersitz, einen Rohrplattenkoffer, einen Küchenschrank, drei Sofas, fünf Ausziehtische, ein Harmonium, drei Steppdecken, zwei Bettücher, zwei Bettbezüge, vier Kopfkissenbezüge, zwei Klaviere, eine Chaiselonguedecke, ein Grammophon, vier vollständige Betten, drei Nachttischchen, zwei Waschkommoden, eiicen Läufer, ein KinderkaruffeU, eine Registrierkasse, ein Entbindungsbett. Mei Tevpiche, drei alte Fahrräder, eine Flurgarderobe, drei Waschtische, ein Sekretär (Pult) einen Spiegel. (18290 Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 — Telephon Nr. 4039. Zum weiteren Ausbau der Organisation iurbt bcdcu- tcudeLebensvcrsicherungs» aeiellichlNt tüi den hiesigen Bezirk an allen grüneren Matzen prominente (184qv WWWM alS Vertrauensleute. Borgest hen ist teste Anstellung und ProvliionSbe- teiltguiig. Angebote unter K. L. 63 A an Ala, Hansen stetn & Vogler, Kassel. Bekanntmachung. Auf Grund des Artikels 129b, Absatz II, Ziffer 1 des Gesetzes, die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911 in der Fassung des Gesetzes vom 15. April 1919, Öe: Gesetzes, die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900, der Artikel 7—10 des Gesetzes, die Ausführung des Reichsgesetzes über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betreffend, vom 4. April 1903, des 8 24 der hessischen Fleischbeschauordnung vom 9. April 1903 sowie der Verordnung über die Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924, ist noch Anhörung des Stadtrats und mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern vom 29. Januar 1930 zu Nr. M. d. I. II 592 eine Polizeiverordnung über die Schlachtungen und Rotschlachtungen in der Gemarkung Gießen erlassen worden. Die Polizeioerordnung tritt mit dem Tage der Veröffentlichung im Amtsver- fünbigungsblott, das ist der 25. Februar 1930 (f. Amtsverkündigungsblatt 1930, Rr. 14), in Kraft; die Polizeiverordnung Hegt außerdem von heute ab acht Tage lang im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12, zur Einsichtnahme offen. Gießen, den 28. Februar 1930. (1839C Der Oberbürgermeister. 3- 23.: Dr. Rosenberg. Kalkhofs Kaffee ist hochfein, holen Sie ihn vor der Zollerhöhung heim. • »271 Nutzholzverkauf Freitag, den 7. März, vormittags 10 Uhr anfangend, werden aus dem Gemeindewald Cleeberg, auf dem Rathaus daselbst folgende Holzsortimente öffentlich versteigert: 1799v 2s Eichen-Stämme mit 9,52 km. 3 Buchen-Stämme mit 1,34 km. 5 rm Eichen-Nutzknüppel (Deichseln), 4 m lang 317 Nadelholz-Stämme, 102,88 km. 135 Nadelholz-Stangen 1. Kl. 70 Nadelholz-Stangen 2. Kl. 70 Nadelholz Stengen 3. Kl. Folgende Sortimente werden im Submissionswege Deriauft Schriftliche Angebote mit Preisangabe pro Festmeter bzw Raummeter und Bezeichnung des Loses werden an demselben Tage bis 2 Uhr entgegengenommen. Los 1. Distrikt Gaulskopf 25a: 200 Stück Nadelholz-Stämme, 108,61 km Nr 1-200. Los 2. Distrikt Gaulskopf 25a: 155 Stück Nadclholz-Stämme 100,42 km Nr 201—355 Los 3. Markwald, Distrikt 5—13: 120 Stück Nadelholz-Stämme, 58,47 km Los 4 Kiefern-Schichtnutzholz (Grubenholz): 127 rm Rundscheit, 2,50 m lang. 132 rm Knüppel. 1,55 m lang. Nähere Auskunft erteilt Förster Müller Weiperfelden, sowie der Unterzeichnete. Cleeberg, den 27 Februar 1930. Der Bürgermeister: Höhn, Vorsicht Geflügelhalter beim Einkauf von Hühner- und Kükenfutter! Körbe voll Eier und gesunde, muntere Küken erzielt man erst durch Kraftfutter Muskator 500000k gTaces versand beweisen Wirkungund Preiswürdigkeit. Achtet auf zugenähte Säcke. ,onV Muster und Merkbuch v für rationelle tietiügel f rfvv'^\ zücht kostenlos. \7$xi Bergiges Krafllutlerwerk \i JfwL./ G. m. b. H. Düsseldorf- Hafen Fracht günstigste und billigste Bezugsquelle für Muskator: Fabrikniederlage für Oberhessen und Hessen-Nassau: Geflügelfarm Dittmar Telephon 1156 I Arbeitsvergebung. Für den Neubau eines Schalt- und Transformatorenhauses der Städtischen Elektrizitätswerke Gießen sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung 1. ök inneren vcrpuhörbeilen 2. Mc Glaserarbeiten vergeben werden. 1839C Angebote auf Vordruck sind bis zum Verdingungstermin am Samstag, dem 8. März 1930, 11 Uhr. verschlossen und versiegelt bei dem Städtischen Hochbauamt, Asterweg 9, einzureichen, woselbst die Vordrucke zu haben sind. Die Zeichnungen liegen auf dem Baubureau im Verwaltungsgebäude der Elektrizitätswerke während der Dienststunden zur Einsichtnahme offen. Städtisches Hochbauamt: Oraoert