Jng !be" welche ilch diesjährigen 6es. in Köln ise Lollar 48 “ Gießen •eiswert .11” HMD jnehm ze ist die 3M5A ren- 56 Heindhose sichen r&Co \ pfui -ajiSfi :jS-lSch,nH nur" 3682V kl to>|en,' ^AifolSb^ HrrLiK a; l*'"|a.Drog-gId- 5en”an'a KreuzP1®*^ Nr. 127 Erstes Blatt ISO. Jahrgang Nontag, 2. Juni 1950 Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: $r«itfiin=mm«tn 11686. Crud unö Verlag: vrLHI'Ich« UntverfitStr-Lllch. Md Llkindrvckerel H. lange in Sieten. Sdfrtftlettnng und StschLftrfttllt: Sdjulftrate 7. Annahme von Anzeige« für die lagesnummtr bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausmärt» 10 Reichspfennig; für Restlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20’ „ mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Erschein, täglich,autzer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Vie Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle OlonatsiBeiugsprels: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummem infolge höherer Gewalt. zentfprechanfchlllsse antcrSammeInummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. 9er deutsch-polnische GrenMischensall wird untersucht. Schwerer Llebergnff an der Danziger Grenze. Danziger Staatsangehörige in ein polnisches Gefängnis verschleppt. Berlin, 1.3uni. (OB.) Die polnische Grenz. Polizei Hal, wie die D.A.Z. berichtet, nach Befannl- roerben des deutsch-polnischen Grenzzwischenfalls bei Neuhöfen-Marienwerder d i e Handhabung der Grenzbeslimmungen an der Danzig- polnischen Grenze aufs äufjerfle verschärft und sich am Himmelfahrtstag einen schweren liebergriff gegen zwei Danziger Staatsangehörige an der Danzig-polnischen Grenze bei GoldkrugOliva zuschulden kommen lassen. Der Kaufmann Schneider in Danzig unternahm am Nachmittag des Himmelfahrtstages mit feiner Frau einen Spaziergang in die Danziger Wälder und kam bei Goldktug-Olioa infolge der dort sehr unübersichtlichen Grenzverhältnisse auf einen weg, der von der polnifchen Grenzpolizei als polnisches Gebiet bezeichnet wurde. Obwohl das Danziger Ehepaar sich durch ihre Danziger Personalpässe al» Danziger Staatsangehörige ausweisen konnten und erklärten, dah sie nur aus versehen wenige Schritte über die Danziger Grenze gemacht hätten, wurde ihr Einwand von der polni- scheu Polizei nicht beachtet. Kurzerhand erklärten die polnischen Grenzpolizisten das Ehepaar für verhaftet und führten es zunächst aus die polnische Grenzwache Maltern. Am folgenden Tage wurden beide in das Gerichtsgefängnis der mehrere Stunden entfernt liegenden Stadt Karthaus verschleppt. Bis heute Hal es die polnische Polizei nicht für notwendig gehalten, die aus so nichtigem Grund verhafteten Danziger Staatsangehörigen sreizulassen. wie verlautet, hat die Danziger Regierung bereits die notwendigen diplomatischen Schritte bei der polnischen Regierung zur Aufklärung blefe» Falles unternommen. Zaleski spricht mit Briand. Ter Völkerbund soll bemüh, werden. Paris, 31. Mai. (WTB.) Der polnische Außenminister Zaleski hatte gestern mit Außenminister Briand eine Unterredung, in der auch der deutsch-polnische Grenzzwischenfall erörtert worden sei. Journal" schreibt dazu, die eingeleitete Untersuchung tonne ziemlich heikel werden, wenn, wie die deutschen Zeitungen behaupteten, es sich um eine Spionageangelegenheit handele. Aber Deutschland wie Polen hätten kein Interesse daran, die Atmosphäre zu vergiften. Nötigenfalls könnten alle Dergleichsmittel des Völkerbundes in Anwendung gebracht werden. — Auch „Petit Parisien" glaubt, dah Briand mit Zaleski über den Grenzzwischenfall gesprochen habe. Oie Untersuchung der gemischten Kommimon. Marienwerder, 31.Mai. (WTB.)Die gemischte deutsch-polnische Kommission gibt folgendes bekannt: Nachdem die zur Untersuchung des Grenzzwischenfalls in Neuhofen eingesetzte gemischte deutsch-polnische .Kommission heute eine Reihe von Zeugen in Mewe vernommen hat, ist die Anhörung von Schiehsachverstän- d i g e n, die aus Berlin und Warschau herangezogen werden müssen, beschlossen worden. Dies ergab die Notwendigkeit, die Verhandlungen der Kommission auf Dienstag, 3.3uni, 12 Uhr zu vertagen. Oer ».Held" von Neuhofen. D i r s ch a u, 31. Mai. (XU.) Am Samstag sand auf dem Dirschauer Kirchhof unter größtem Gefolge die Beerdigung des an der Grenze bei Münsterwalde erschossenen Unter- grenzkommissars Stanislaus Lies- k i e w i e z statt. An der Beerdigung nahm eine Abteilung der Grenzwache, eine Abteilung des hier stationierten 2. Schützen-Bataillons, Abordnungen der Eisenbahner, der Postbeamten, dec Behörden, ja, selbst Schulkinder teil. 3n der polnischen Zeitung erschien ein Nachruf, in dem man ..den Heldentod des an der polnisch- preußischen Grenze bei Ausübung seiner dienstlichen Tätigkeit durch eine hinterlistige preußische Kugel Dahingerafften" verherrlichte. polens Spionage -Organisation. Aufdeckungen aus verAffäre vonNeuhöfen. Berlin, 31. Mai. Der Grenzzwischenfall bei Neuhofen hat insofern eine interessante Wendung genommen, als man auf diese Weise dem polnischen Spionagedienst, der nach französischem Vorbild in großzügiger Weise organisiert ist, auf die Spur kam. Die Zentralstelle des Spionagedienstes liegt in Danzig, wo man ihm deutscherseits nicht beikommen tonn, da sich die Polen hier als im Auslande in Sicherheit fühlen. Geleitet wird der Spionagedienst von dem außerordentlich vermögenden und weithin bekannten Kapitän Zcycbon. Neben der Zentrale gibt es noch fo genannte Unterkommandos, die sich in Posen, Thom, Lodz und Krakau beftnden. Das Paßkontrollhaus Neuhöfen an der deutsch.polnischen Grenze, in dem zwei polnische Grenzoffiziere, die die Grenze zu Spionagezwecken überschritten hatten, verhaftet wurden. Auch hier liegt die Leitung in den Händen von aktiven Offizieren, die nun wieder einen großen Stab von 3nformations- posten zur Verfügung haben. Diese 3nforma- tionsposten sind an der ganzen Grenze a u f g e st e l l t und stehen in engen Beziehungen zu der polnischen Grenzpolizei und Zollbehörde. 3hre Methode ist dabei die gleiche wie in Frankreich, nur dah man polnischerseits auch vor Gewaltmitteln nicht zurückschreckt. Die Spione werden in einer Agentenschule besonders ausgebildet, ehe sie nach Deutschland entsandt toerben. Man schätzt ihre Anzahl auf ungefähr 2000 Personen. Allerdings scheint man in Polen kein besonderes Derständ- nis für den Unterschied von echten und erdichteten Nachrichten zu haben, weshalb es oft vorkommt, dah der polnische Spionagedienst mit seinem Material, wie der Schreck-Prozeß bewies, hereinfällt. Neben dieser Spionage betreibt die polnische Regierung noch eine umfangreiche Luft- spionage, die gerade in der letzten Zeit außerordentlich überhand nahm. Man darf nur hoffen, dah deutscherseits jetzt ein Erempel statuiert wird, um auf diese Weise der Polenspionage zu Leibe zu rüden. Moldenhauers Vorschläge zum Aus- gabensenkungsgesetz. Berlin, 1. Juni. (ERB.) Das sog. Aurgaben- fenkungsgefetz soll nach den dem Demokratischen Zcitungsbiensl zugegangenen besonderen Mitteilungen neben Kürzung der Bezüge, des Urlaubs und der Pension Personalabbau, Linstellungssperre, Aushebung der Gleichstellung der verheirateten weiblichen Beamten, Heraufsetzung der Dienstaltersgrenze und Wiedereinbringung eines neuen Befolbungssperrgefehes für Länder und Gemeinden, Zufammen- legung und Auflösung von Behörden ufro. oorsehen. Die Kürzung der Bezüge solle, wie der Informator des Demokratischen Zeitungs- dienstes wissen will, durch eine allmähliche Beseitigung der örtlichen Sonderzu- schlüge herbeigeführt werden. Angestrebl werde eine Verringerung der Kopfzahl des gesamten Personals der Rcichsmlnist e r i e n um 10 Prozent, wobei gleichzeitig für die nächsten fünf Jahre Mehraufwendungen in den Personalbezügen der Beamten und Angestellten durch Verringerung der Kopfzahl ausgeglichen werden sollen. Die Dienstaltersgrenze soll von 65 auf 68 Jahre herausgeseht werden. An Pensionskürzung wird für den JaU einer nebenberuflichen Tätigkeit gedacht. Die Möglichkeit der geplanten Kürzung für verheiratete weibliche Beamte fetze eine ver- safsungsänderung voraus. In Ergänzung dieser Mitteilungen des Demokratischen Zeitungsdiensle» will der „Montag Morgen" aus authentischer Quelle noch erfahren, datz es sich im ganzen um sechs einzelne Gesetzentwürfe handele, die dem Reichstage innerhalb der nächsten 14 Tage zugehen sollen. Das Sparprogramm sehe zunächst die A b - schaffuug mehrerer Aemter vor. 21. a. sollen das Amt des R e l ch s k u n ft w a r t s, die Reichszentrale für Heimatbien st unb eine Reihe von Finanzämtern zu existieren aufhören. Oer Schnellzug Paris-Marseiile entgleist. — T Tote. - Kommunistisches Attentat auf den Ministerpräsidenten Tardieu wird vermutet. Paris, 2. Juni. (WTB.) Der Schnellzug Paris—Marseille ist gestern nacht kur; vor b e r Einfahrt in den Bahnhof Mon tereau an der Seine, südlich von Paris, e n t g l e i st. Bisher wurden 7 lote geborgen. Ungefähr 30 Personen wurden verletzt. Das „Echo de Paris" erinnert daran, dah Ministerpräsident Tardieu gestern gegen Abend d i e gleiche Strecke benutzte, um nach Dijon za reifen. Das Blatt spricht in diesem Zusammenhang die Vermutung aus, dah es sich hier um ein Attentat handele. Es sei ja bekannt, dah Montereau eines der aktiv st en Kommunistenzentren sei. Unter den Toten befindet sich eine ganze Familie, bestehend aus Vater, Mutter und zwei Söhnen. Acht Personen sind verletzt. Der Minister für öffentliche Arbeiten, Pernot, begab sich sofort zur Unfallstelle. Lr erklärte, zweierlei stehe fest: 1. habe sich unvorschriftsmähigerweise ein kleiner Materialwagen aus den Schienen befunden; 2. sei an diesem Teil der Strecke während des ganzen gestrigen Tages überhaupt nicht gearbeitet worden. Diese Tatsachen legten bestimmter als die ersten Vermutungen bi e A nn a h m e einer böswillig verursachten Zugentgleisung nahe. Die Untersuchung hat mit einiger Bestimmtheit ergeben, dah es sich um einen Anschlag handelt. Die Dräsine, auf die der Zug auf lief, Hal nämlich 20 Minuten vor Passieren des Schnellzuges nicht auf dem Gleis gestanden, da um diese Zeit ein anderer Schnellzug die Stelle passiert hatte. Um 22.30 Uhr fuhr dann der Marseiller Schnellzug auf das Hindernis auf. Innerhalb dieser 20 Minuten muh die Dräsine aufbie Schienen gestellt worden sein. Die Polizei will bereits gewisse Spuren von den Attentätern gefunden haben. Sie hofft, binnen kurzem die Täler verhaften zu können. Die Ermittlungen sollen ergeben haben, dah nicht nur an den Gleisen eine Vorrichtung angebracht worden war, um den Zug zum Entgleisen zu bringen, sondern dah auch e i n schwer beladener Seinekohn losgemacht worden war, der von der Strömung a n einen Brückenpfeiler getrieben werden sollte, um diesen zu rammen und die Brücke dadurch ein stürzen zu lasten. Ministerpräsident Tardieu, der am Sonntagabend wieder in Paris eingetroffen ist, hatte den Rückweg aus Dijon dazu benutzt, an der Unglücks st eile vor Montereau halt zu machen und diese zu besichtigen. Bei seiner Ankunft hatte er eine Besprechung mit dem I u st i; m in lst e r und dem Minister für öffentliche Arbeiten, pernot, über die bereits eingeleitete Untersuchung. Minister Pernol lehnte es ab, den ihn befragenden Journalisten das Ergebnis seiner Feststellungen mitzuteilen. Lr bezeichnete es als ein Wunder, dah die Katastrophe nicht mehr Opfer gefordert habe, seien doch mehr ul» 700 Personen im Zuge gewesen. Die Entlastung des Arbeitsmarktes. Tie neue Aktion der Rcichsregicrung. Berlin, 31.Mai. Neben der bereits gemeldeten Belebung deS Daumarktes schweben weitere Pläne, die vor allem auf eine Ford erung der Auftragserteilung bei der Reichspost und - der Reichsbahn hinauslaufen. Bor allem will man auf diese Weise schon jetzt die volle Auftragserteilung des laufenden Etatsjahres herbeiführen, in der Hoffnung, dah diese Wiederankurbe- lung der Wirtschaft genügt, um auch für den Winter genügend Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das Hauptproblem ist die Finanzierung dieser Aktion, da daS Reich von sich ouS keine Mittel bereitstellen kann, und auch keine Anleihemöglichkeiten hat, sollen nun die Großbanken und zum Teil auch die 3n- d u ft r i e die Bahn- und Postaufträge kreditieren und finanzieren, wofür das Reich Bürgschaft übernehmen würde. Der Reichsfinanzminister hofft in seinen Besprechungen mit dem Reichsarbeitsminister noch bis zur Kabinetts- sihung am Dienstag zum Ziele zu kommen, damit diese grohzügige Aktion sofort in die Wege geleitet werden kann. Die zunächst erwartete Herabsetzung der A r b e i ts lv s c n z i f- fer um 150000 würde für die Arbeitslosenversicherung eine EntlastungvvnlbOMil- Honen bedeuten. Rechnet man hinzu, dah die geplante einprozentige Beitragserhöhung rund 280 Millionen bringen wird und durch innere Reformen 80 Millionen eingespart werden können, so dürste auf diese Weise eine endgültige Abdeckung des 450-Millionen-DefizitS der Versicherung herbeizuführen fein. Mineralwaffersteuer und Volksgesundheit. Eine Eingabe der Hausfrauen. Berlin, 2. 3unl Eine Reihe führender Frauenorganisationen, an der Spitze die Zentrale der Hausfrauenvereine Groß- BerlinS, hat an den Reichstag eine Eingabe gerichtet und darin eine nochmalige Prüfung der veröffentlichten Durchführungsbestimmungen zur Mineralwassersteuer gefordert. Nach Ansicht der HauSfrouenorganisationen erscheint eine Abänderung der Bestlmmungen im 3ntcr- esse der Volksgesundheit dringend notwendig, da bei Destehenbleibon der Durchführungsbestimmungen der Verbrauch an natürlichen F r u ch t s ä f t e n völlig zum Erliegen kommen muh. Die genannten Organisationen sind der Ansicht, dah durch die in Aussicht genommene vermehrte Steuerbelastung eintretende Steigerung der Kleinhandelspreise der Verbrauch von alkoholfreien Obstsäften zugunsten alkoholischer Getränke so stark zurückaehen wird, dah mit einer Schließung zahlreicher Betriebe zu rechnen ist. 3nsbesondere würde auch durch die steuerliche Belastung der F r i schob st a b s a tz Deutschlands auherordent- lich benachteiligt werden. Auherdem wird auf die Schädigung, die der deutschen Zuckerindustrie zugefügt wird, hingewiesen. Um welche Mengen es sich bei der neuen steuerlichen Erfassung handelt, geht daraus hervor, dah jährlich für die 5 Millionen Liter Orangeade 630 Gramm Zucker pro Liter, also 5Vi Millionen Pfund, benötigt werden. Die Demokraten und die Arbeitsgemeinschaft der Mitte Berlin, 30. Mai. (TU.) Der Demokratische Zeitungsdienst teilt zu den Verhandlungen über die Arbeitsgemeinschaft der Mitte folgendes mit: Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzenden der Deutschen Volkspartei geführt, die in der Regierung vertretenen Fraktionen m i t Ausnahme des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei zu einer Arbeitsgemeinschaft zu vereinigen. Die demokratische Reichstagsfraktion ist der Ansicht, dah. wenn eine bessere parlamentarische Zusammenarbeit der in der Regierung vertretener, Fraktionen bezweckt wird, hierzu die Bildung eines Ausschusses auS diesen Fraktionen sehr wohl geeignet fein konnte, dabei jedoch der Ausschuß auf alle in Betracht kommenden Fraktionen ausgedehnt werden mühte. Andernfalls würden, insbesondere durch den Ausschluh der größten und am stärksten in der Regierung vertretenen Zentrumsfraktion, die bestehenden Schwierigteiten kaum vermindert, wahrscheinlich sogar neue Schwierigkeiten her- vorgerusen werden. Irgendeine Grundlage für die N e u g e st a l t u n g des deutschen P a r t e i we s e n s, konnten diese Verhandlungen nach ihrem Inhalt und nach der Zusammensetzung ihrer Teilnehmer überhaupt nicht bieten. Die Reichstagsfraktion ist in voller Uebereinftimmung mit den Beschlüssen des Partei- ausschusses in Halle zur Mitwirkung an einer Zusammenfassung gesinnungs- verwandter Kräfte durchaus bereit Der Weg hierfür kann aber nicht über eine bloß« Addition bestehender Parteien oder Fraktionen süh- ren. Die erste Vorbedingung wäre vielmehr ein» sorgfältige Klärung der Stellungnahme zu den wichtigsten und dringendsten Aufgaben, deren Lösung die Not der Zeit heute gebieterisch fordert. Als solche Aufgaben hat der Parteivorsitzende in der letzten Parteiausschußsitzung die Reichsreform, die Wahlreform, die Parlamentsreform, Etappe pernambuco - Lakehurst. Schwere Siurmfahrt des „Graf Zeppelin" von Süd- nach Nordamerika. Am Montag Start zum Rüüflug nach Sevilla. N e u y o r k, 31. Mai. (WTB.) Wie am Samstag schon kurz gemeldet ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" kurz vor Uhr (12.30 Uhr MEZ.) a u f dem Flugplatz Lake hur st glatt gelandet. Der „Graf Zeppelin" war von dem Marineluftschiff „Los Angeles" sowie einem Handelsluftschiff und sechs Flugzeugen eingeholt und hierher- gelettet worden. Die drei Luftschiffe erschienen fast gleichzeitig am Horizont. Nachdem der „Graf Zeppelin" am Ankermast festgemacht hatte, verließ Dr. Eckener als erster die Gondel und wurde von seinem Sohn begrüßt. Er war offensichtlich sehr müde und machte einen weit abgespannteren Eindruck als nach den früheren Fahrten. Er teilte, meist durch Vermittlung des Dolmetschers, über den V e r - lauf der Fahrt folgendes mit: Gestern abend etwa um 20.30 Uhr geriet das Luftschiff in die schwerste Siurmböe, die es je erlebt hat. Sie war sogar schlimmer als der Sturm, der bei der ersten Transozeanfahrt im vergangenen Jahr den Flossenbezug aufrih. Es herrschte zunächst ein 45-fiilometer-lDinb, plötzlich setzte ein Nordwind von 65 Stundenkilometern ein. Das Luftschiff stampfte wie ein Schiff in schwerster See; jedoch ist kein einziger Passagier erkrankt, und es wurde kein Schaden angerichtet. Zehn Minuten, nachdem wir in den Sturm geraten waren, erhielten wir durch Funkspruch die Warnung der Wetterbureaus in Washington, daß ein solcher Sturm zu erwarten sei. Wir nahmen von Pernambuco direkten Kurs auf Lakehurst statt auf Havanna, weil wir überKuba starke Gegenwinde angetroffen hätten. Wir befürchteten, daß wir unter diesen Umständen nicht mit unserem Brennstoff bis Lakehurst kommen würden. Das Luftschiff hatte bei der heutigen Ankunft in Lakehurst noch Brennstoff für 30 Stunden. Infolge des Regens in Pernambuco war das G e - wicht des Luftschiffes so stark erhöht worden, daß wir vier Tonnen Brennstoff weniger als ursprünglich beabsichtigt mitnahmen. Der „Graf Zeppelin" wird am Montag um 9 Uhr die Rückfahrt nach Sevilla antreten. Aus dem Logbuch Dr. Eckeners ergibt sich, daß der „Graf Zeppelin" auf dieser Fahrt bisher 13 400 Seemeilen in 204)4 Flugstunden zurückgelegt hat. Dr. Eckener erklärte weiter, er habe über die Einrichtung eines regelmäßigen Zeppelin d i e n st e s zwischen Europa und Brasilien noch keine bestimmten Pläne. Seiner Ansicht nach sei es ratsam, den Dienst nur bis Pernam- b u c durchzuführen und von dort ausFlug- zeuge zu verwenden. Die Bedingungen für die Einrichtung eines Passagier- und postdienstes von Südamerika nach Neuyork seien ideal. Er werde bei der American Zeppelin Eo. einen solchen Dienst befürworten. Die Fahrgäste des „Graf Zeppelin" äußerten sich begeistert über die Fahrt. Infant Alfonso sagte Pressevertretern, über haarsträubende Eindrücke könne er keine Mitteilungen machen, da er Haarsträubendes nicht erlebt habe. Frau Durston erklärte, die Fahrt sei zwar sehr rauh gewesen, habe aber doch keinen Grund zur Angst geboten. Der Fahrgast Grause bemerkte: Das Luftschiff benahm sich im Sturm wie ein bockendes Pferd. Wir waren aber nicht beunruhigt. Das Bewußtsein der Größe und die Stabilität des Luftschiffes sowie das Bertrauen, das Dr. Eckener an den Tag legte, ließen A n g st nicht aufkommen. Wir waren gestern nacht alle auf den Beinen und warteten im Salon das Ende des Unwetters ab. Als es dann vorüber war, gingen wir friedlich schlafen. Ich schlief fest wie ein Kind. Infant Alfonso sagte über die Fahrt: Eine Reise im Zeppelin ist kaum eine Reise zu nennen. Alles ist Komfort, es gibt keinen Lärm, und die Landschaft in der Tiefe eilt schneller vorüber als bei einer Cisenbahn- fahrt, ohne daß irgendwelche Erschütterungen zu spüren seien. Der Leiter der Aeronautischen Abteilung der amerikanischen Marine Konteradmiral M o f - f e t erklärte: Diese Zeppelinfahrt nördlich und südlich vom Aequator unter den unerprobten schwierigen Verhältnissen, wie sie in den Tropen bestehen, ist wieder ein Beweis für die Verwendbarkeit der Lenkluftschiffe. Wir wollen hoffen, daß nunmehr allen Zweiflern ein Licht aufgeht und daß der Hilfsmarine der Vereinigten Staaten die Fertigstellung ihrer beiden großen Luftschiffe und der geplanten Luftschiffbasis an der Küste des Stillen Ozeans ermöglicht werden wird, damit unser Land den ihm gebührenden Platz auf dem Gebiet dieses neuen Beförderungsmittels einnehmen kann. bk Finanzreform und die Bildungsreform bezeichnet. Daß gar der Versuch einer Vereinigung mit politisch, wirtschaftlich und kulturell völlig anders gearteten Parteien scheitern muß, bedarf keiner Ausführung. Das mnerpolitische Programm der Deutschnatlvnalen. Der Fraktionsvorsitzende Oberfohren spricht über die Finanzreform. Dortmund, 1.Juni. (CNB.) Dor der Deutschnationalen Volkspartei in Dortmund sprach der Vorsitzende der Reichstagsfraktion Dr. Oberfohren. Die Uneinigkeit im eigenen Lager sei dadurch entstanden, daß ein Teil der deutschnationalen Fraktion das Steuerprogramm annehmen zu müssen glaubte. Der Redner forderte Aenderung der Methode im Etatgebahren in Reich, Ländern und Gemeinden. Wenn keine Ausgabensenkung stattfinde, nütze kein Auffüllen durch Steuern. Seine Partei erstrebe bewußt verantwortliche Teilnah rne an der Regierungsführung, dann aber könne den Parteien, die den Poungplan angenommen hätten, keine überragende Stellung in der Regierung eingeräumt werden. Jedes Mitglied der Gemeinde müsse mit einem kleinen V e r w a l - tungskostenbeitraa belastet werden, der mit dem Anziehen der Steuerschraube automatisch steigen solle. Dies würde miteinem übermäßigen Anziehen der Steuerschraube aufräumen. Der Redner forderte weiter Herausnahme der Arbeitslosenversicherung aus dem Reichsetat und Aenderung des Systems der Handelspolitik zugunsten der Landwirtschaft in diesem Zusammenhang prophezeite er in diesem Jahre eine Ernte, wie wir sie seit 30 Jahren nicht mehr gehabt hätten, und eine zwangsläufige Senkung der Roggenpreise. Schließlich lehnte Oberfohren das Notopfer der Fe st besoldeten ab. Oer Konflikt Thüringens mit dem Reich. Weimars Standpunkt in der Polizeifrage. Weimar, 31. Mai. (WTB.) Staatsminister Baum veröffentlicht eine Stellungnahme zum Ergebnis der Länderkonferenz, die sich mit den Thüringer Fragen befaßte. Rach Ansicht des thüringischen Staatsministeriums läßt die Rechtslage eine Sperrung der Reichszuschüsse aus den bekannten Gründen nicht zu. Aach Artikel 128,1 der Reichsverfassung würden alle Staatsbürger ohne Unterschied nach Maßgabe der Gesetze und entsprechend ihrer Befähigung und ihren Lristun- gen zu den öffentlichen Aemtern zugelassen. Der Anlaß, aus dem das Recht zur Sperrung der Zuschüsse hergeleitet werde, sei überdies viel zu unbedeutend, als daß man in ihm eine Gefahr für die Sicherheit des Landes oder Reiches erblicken kann. Von den vorgeschlagenen Polizeidirektoren ser mir ein einziger eingetragenes Mitglied der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, und wenn zum Vertreter eines dieser Polizeidirektoren (Weimar) ein Gerichtsassessor bestellt werden soll, der Mitglied der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ist, so könne auch darin niemals eine Gefahr für das Reich oder das Land erblickt werden. Gegenüber den Mitteilungen des Herrn Reichsinnenministers über die Länderkonferenz sei festzustellen, daß eine Reihe der anwesenden Innenminister erklärt habe, sie könnten zum Streitfall Reich gegen Thüringen überhaupt nicht Stellung nehmen. Von der in der Mitteilung des Herrn Reichsinnenministers erwähnten Bestätigung seiner grundsätzlichen Auffassung durch den Verlauf der Aussprache könne daher keine Rede sein. Sollte die Sperrung der Polizeizuschüsse durch das Reichsinnenministerium wider Erwarten dennoch erfolgen, würde das Staatsministerium die Entscheidung des Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich anrufen. t Von der Seele der deutschen Stadt. Von Anton Schnack. ' Lebt sie noch? Ia, sie lebt noch; denn das Seelische ist dauernder als der Körper. Franzosen, Schweden, eigener Tlnverstand, grausame Schnüre von Bränden haben an den deutschen Städten zerstört, was niemals zu sein brauchte. Man hot in ihre schönen und edlen Gesichter Rarben gehauen, Lücken gesengt, sie verunziert und vergewaltigt, wie es kaum ein Volk der Erde mit seinen Städten getan hat. Trotzdem ist erstaunlich, was noch geblieben ist. Sinnbild für die Städte der Vergangenheit ist der Zusammenwuchs von Gottdienen und Menschentreiben. In die großartige, himmelanstürmende Radel des Doms und der Kirchen stürzen sich in vielen Städten die gezackten Giebel, die fletschenden Wasserspeier, die hutartigen Dächer und die stolzen Türmchen der Patrizierhäuser. Die seelische Haltung des damaligen Menschen ist vollkommen darin ausgeprägt. In Gott mündete sein ganzes menschliches Sein. Schöpferische Kraft war die Gottliebe. Sie stieg empor von einer heute nicht mehr begreifbaren Hingabe hinaufgetrieben, als wollte sie durch Luft und Wolke in das Herz des Göttlichen stoßen und sich einen steinernen Weg in das Tleberirdische bauen. .•Unter ihrem Schatten konnte alles Irdische bis zum Teuflischen hinunter geschehen und noch den Glanz von etwas Heiligem bekommen. He?en- wahn, Inquisition, Folter, abgründige Verliese, schreckliche Vierteilungen, der Jahrmarkt der öffentlichen Hinrichtungen, Grausamkeit in der Kriegführung und im persönlichen Haß waren nichts anderes als die ungeheuere Erlebnisweite, die die Seele des Menschen erfüllte, der diese Städte baute und bewohnte. Dabei war diese ungehemmte und grüblerische Seele von einer seltsamen Geschlossenheit. Ein Haus schob sich in das andere, eng, gemeinschaftlich, verwandt, auf gleiches Schicksal gestellt und nahe bis zum Herzschlag, nur einzelne, in denen sich Macht und Hoheit des Herrschens verkörperten und sammelten, hoben sich durch Pracht und unbeugsamen Stolz heraus. Die Seele der Vergangenheit war in ihren Spannungen sicherlich vielfach größer als die heutige. Denn sie hatte die Fähigkeit und die Bereitschaft, die Gegensätze des Lebens — Gut und Döse — in einer einfältigen und seltsamen Eintracht zu vereinigen. Das lebt noch in der deutschen Stadt: Phantastik imb Großartigkeit neben Eingeschränktheit und.Demut, Wildheit und 800M. Geldstrafe für Goebbels Die Beleidigungsklage des Reichspräsi- dcnten gegen den nationalsozialistischen Abgcordneren. Berlin, 31. Mai. (ERB.) Dor dem Schöffengericht Berlin-Charlottenburg begann der Prozeß gegen den nationalsozialistischen Schriftsteller und Reichstagsabgeordneten Dr. Iulius Goebbels wegen Beleidigung des Reichspräsidenten von Hindenburg. Es handelt sich um den in dem nationalsozialistischen „QI n - griff" erschienenen Artikel mit der Lleberschrift „Lebt Hindenburg noch?", der schwere Angriffe gegen Hindenburg wegen seiner Haltung zum Voung-Plan enthielt. Rach Eröffnung der Sitzung verlangte der Verteidiger Dr. Goebbels, Rechtsanwalt Graf von der G o l h (Stettin), den beisihenden Derufsrichter Landgerichtsrat Karow und den Schöffen Rietz abzulehnen, weil sie jüdischer Rasse seien. Darauf zog sich das Gericht zur Beratung über den Ablehnungsantrag des Verteidigers zurück. Während der Beratungspause versuchten die Parteigänger des Angeklagten Goebbels immer wieder, in den Verhandlungssaal zu gelangen, und die Iustizwacht- grausamer Sinn neben kindlich lächelndem Sich- begnügen und Versunkensein, unmittelbares Gefühl von Treue und Gemeinschaft neben leidenschaftlicher Parteinahme und Zerfleischung. Die Stirnen dieser Städte waren ebensosehr von Blut umraucht wie von Rosenhauch umduftet: demütig, gelassen, stolz und begierig haben sie beides aus dem grellen und bunten Leben, das um sie trieb, ausgenommen. Wir finden die Seele der alten Städte immer mehr. Wir entschließen uns immer mehr, sie zu entdecken, sie zu lieben und zu bewahren. Es gibt glänzende Stadtbilder in Deutschland, wie aus Metall und Stein gestochen, Traumbildern vergleichbar, ausgeprägt, kühn, bildhaft und ebenbürtig glänzenden Stadtbildern von Italien und Frankreich. Der deutsche Mensch hat mit tiefer Liebe, hoher Kunst und leidenschaftlicher Inbrunst an ihren Tlmrissen und Dingen gebaut als ginge sein Leben in die Ewigkeit und der Mensch immer darin umher. . * Unser Abend wird ihnen gehören. Da tritt die Seele der Städte aus ihrer Verzauberung und Versunkenheit heraus, behängt mit der süßen und schmerzlichen Traurigkeit des Gelebten, mit ein wenig Spuk und Zauberduft umweht und von Blutgeruch und alten Gewürzen geschwelt. Giebel, Steine, Treppen und Tore, Inschriften und Gebälke werden lebendig und bekommen Gesichter. Es sind die Gesichter von Königen, von Heiligen und Helden, von Magiern und Alchimisten, von Gehängten und weißen Frauen, von rätselhaften Kinderaugen, von Wandermönchen, visionären Asketen und grausamen Meuchelmördern. Da stehen noch Mauern, gegen die dunkler Eisensturm rasselte und brüllte; Tore öffnen sich und zeigen das magisch glühende Bild eines flüchtenden Kaisers; Fenster tuen sich auf, von einer Haube und einem Gesicht ausgefüllt, das sich hinunterbeugt zu einem fahrenden und verlorenen Sänger. Treppen wirst du finden, wo einstmals etwas Grausames ging, ein Schritt, der schwer ist wie Verdammnis, ein Eisen klirrt, das grell ist von Blut, aus der Finsternis eines Gewölbes wird dich etwas anschreien, das aus ruhelosen Kehlen zu röcheln scheint. Das Leben ist nicht so, daß es da ist und wieder vergeht, es geht weiter, es verwandelt, es prägt ein. So auch lebt ein Stück in den Städten, die sich aus den Iahrhunderten heraus zu _ ihrer jetzigen Form gestaltet haben. Von Krönungen und Geschrei, von Turnieren und Gebeten, von Thesen und Domglocken, von Schwarzkünstlern und Scharlatanen, von Hochmeister hatten die größte Mühe, den Ansturm zurückzuhalten. Schließlich wurde die Ablehnung des Antrages verkündet. Nach mehrstündiger Verhandlung beantragte der Staatsanwalt neun Monate Gefängnis. Keine parteipolitischen Erwägungen hätten, wie die Verteidigung es behaupte, den Herrn Reichspräsidenten zur Klagestellung in diesem Falle veranlaßt, sondern der Umstand, daß er sich als Mensch, als Persönlichkeit, als Staatsbürger auf das Schwerste gekränkt und beleidigt fühle. Es schweben 24 Strafanträge wegen Deleidigung des Reichspräsidenten. Dieser Fall aber liegt ganz besonders schroff. Es sei eine Pers önliche, perfide Deleidigung, einen Menschen wie Hindenburg als völlig apathisch und stumpf zu bezeichnen. Das sei eine persönliche Herabsetzung, noch mehr trete dieser perfide Charakter der Deleidigung zum Vorschein in der Zeichnung, die den Reichspräsidenten als einen Menschen darstelle, der gleichgültig und gefühllos ein Volk unter das Ioch schreiten lasse. Ein Mann, der mit seinem ganzen Herzen, nach seinen besten Kräften immer dem Vaterlande gedient habe, könne nicht schwerer getroffen werden als durch solche Unterstellungen und Deleidigungen. Von einer W a h- zeiten und Hinrichtungen, von Iahrmärkten und Plünderungen, von Kriegshaufen, Riederlagen und Bränden hat sich, wie Metall, glühend und heiß gemacht, etwas in die Seele der Städte geprägt. Und die Medaille der deutschen Städte ist solcher Art: schmerzensreich und freudenvoll. O hohes, heiliges Bamberg, o festliches Würzburg, o reiches, nach den Gewürzen der Welt duftendes Augsburg, o unverwandeltes Rothenburg, o verschwärztes Ochsenfurt, o spukhaftes Hameln, o glänzendes Passau, o reiches Frankfurt am Main, o zugesponnenes Märchenstück Dinkelsbühl und noch viele mit euch im Süden und Rorden, Osten und Westen, seid ihr nicht Träume, zu Stein geworden, hochgezackt, grün- und silbergetürmt, unter dem Mondlicht glänzend und in der Sonne aus tausend Fenstern glühend, aufgestellt gegen die Wipfel sausender Bäume und gespiegelt von den Wellen weißer und blauer Flüsse. * Ich durchstreife Dinkelsbühl und erscheine mir wie ein Landsknecht, hergeritten über den Staub der fränkischen Landstraße, Schuhsoldat eines Rürnberger Kaufherrn, der mit Tand und Waren durch das Wörnitzer Tor geritten kommt. Ich finde Holz und Fässer vor den Toren, Wagen mit Mist und Garben, eine Stadt, die sich in Giebeln überbaut, mit dem Schatten und Dunst von vielen Winkeln, in den Traum der Vergangenheit verloren, deren Türme wie Türme einer Märchenstadt in die glasige Luft steigen. So stolpere ich umher, berückt von dem Unveränderlichen, das den Glanz und die Stärke der Vergangenheit in sich gesogen und bewahrt hat. O Zauber, sich in das alte Hameln zu versetzen und sich zu fragen: werde ich ihn hören, den magischen und silbernen Pfiff des Rattenfängers, an den ich zusammen mit anderem Spuk seit Kindheit dachte? Vielleicht sehe ich ihn unter einem alten Tor stehen? Vielleicht träfe ich ihn, über den nachtsilbernen Spiegel der Weser gebeugt und sich an den flehenden und ängstlichen Kinder äugen in grausamer Wollust weidend, die er in den Strudel getrieben hat. Vielleicht träfe ich ihn im „Krug zum Rattenfänger'' hinter einem Glase dunklen Bieres... Oh, welches Tor öffnet sich, um ihn noch einmal heraustreten zu lassen, schimmernd von grünen, blauen, roten, gelben und braunen Tuchfehen, mit der Pfeife am Lippenwulst und schrillend umherziehend mit einer quiekenden, funkelnden und wispernden Mäuseschar im Rücken. Und welches zweite Tor stünde offen, aus dem er zöge als ein Iäger mit dem Weidmesser angetan und die Armbrust über der Schulter, den roten Hut r un g berechtigter Inte ressen Eonne bei dem Angeklagten absolut nicht die Rede sein. Es läge als einziger Entschuldigungsgrund vor. daß der Angeklagte aus politischer Ue- berzeugung gehandelt habe. Belastend aber sei die schwere Verletzung des. nationalen Anstandes, die darin liege, datz der Angeklagte den in der ganzen Welt hochgeachteten Repräsentanten des deutschen Volkes in dieser Weise beleidigt habe. Eine Geldstrafe könne bei der Schwere der Tat nicht in Frage! kommen. Er beantrage gegen den Angeklagten! neun Monate Gefängnis. Der Verteidiger beantragte Freisprechung. — In seinem Schlußwort sagte der Angeklagte, datz er mit einem republikanischen Staatsanwalt über den Begriff des nationalen Anstandes nicht rechte.- Inzwischen hatten sich in dem Korridor vor £em Gerichtssaal etwa hundert Menschen angesamnMt, die Goebbels, mit lauten Rufen begrüßten. In der Halle setzte sich der Lärm fort, auch auf der Straße zeigten sich Ansammlungen. Das Urteil lautete auf Geldstrafe von 800 Mark. In der Begründung führte Landgerichtsdirektor Schmidt aus, daß jeder Beamte, also auch der Reichspräsident, der öffentlichen Kritik ausgesetzt sei. Solange eine derartige Kritik sich in sachlichen Grenzen bewege, und keine beleidigende Absicht habe, müsse sie straffrei blei- \ 6en. Was den inkriminierten Artikel im „Angriff" „Lebt Hindenburg noch?" angehe, so habe das Gericht in ihm weder eine beleidigende Ge- samttendenz noch einzelne beleidigende Sähe nachweisen können. Die in ihm enthaltenen Ausdrücke seien zwar scharf, aber noch sachlich. Auch im Text und der Karikatur „Und der Retter sieht zu!" habe das Gericht keine Beleidigung erblicken können, auch nicht in der Darstellung Hindenburgs als germanischer Gott, der auf en Zug der versklavten Generation blicke, ebenso nicht in der Unterschrift „Herr Hindenburg hat nicht gegen die 60 Iahre Versklavung gestimmt." Das Gericht habe aber in einem Teil der Karikatur eine beabsichtigte Beleidigung des Reichspräsidenten feststellen müssen. Diese beleidigende Wirkung der Zeichnung hätte der Angeklagte zweifelsohne erkannt. Das Gericht sei aus diesem Grunde nicht zu einer Schuldfeststellung im ganzen Sinne der Anklage gelangt, sondern habe nur einen Seil ber Zeichnung als absichtlich beleidigend festgestellt. Da der Angeklagte Ueberzeugungstäter fei, komme eine Freiheitsstrafe nicht in Frage, und deshalb sei eine Geldstrafe verhängt worden, die mit Rücksicht auf die ehrwürdige Person des Reichspräsidenten hoch sein müsse. Da der Angeklagte nicht aus ehrlosem Motiv gehandelt habe, sei als Ersatzstrafe nicht, wie gewöhnlich, Gefängnis, sondern nur Haft fest- gesetzt worden. — Als der Angeklagte Dr. Goebbels das Gerichtsgebäude verließ, wurden ihm von d er dort harrenden Menge seiner Anhänger stürmischeOvationen zuteil. 3er ÖOlW' Sond-rVÄ Si!Nl-.^ nis Sieges brud A des lehnt alU? tigt seidn, an l Widerst" mit den -nö- Mwegung " drü-lt'st vielleicht wachsende päer. Me fotts brti 1 ®i als les Zalzdepvl Ausmaße an. Ml Fuß oder wcgte, betrug lichen W waffneter Po den Absp einer Warnur vor und vcrt Teilnehmer ar jenen, darunte tet. Einigen i| feit bet Pol zudringen un. sie unter den setze gebrochen Sparsoröe Berlin, tagssraktivn t ratung des einen Antrag rung ersucht einen Gesetze der Reil 350 Derrn 24 Jahre fe| toanböent die durch QIu schriftlichen D gekürzt tvei A Oie Niederlegung der Trierer Zeppelirchalie. Trier, 31. Mai. (CNB.) Die Niederlegung der Zeppelinhalle durch eine von französischen Pionieren vorbereitete Sprengung ist nun doch aufgegeben worden, weil es dem Ansteigerer Marx aus Mülhausen (Elsaß) im letzten Augenblick gelungen ist, einen deutschen I n- genieur und mehrere Schweißer zu finden, die sich zum A b br u ch der Halle bereit erklärt haben. Die hier eingetroffenen französischen Pioniere werden nur das zum Abbruch notwendige Gerüst in der Halle errichten. Marx hatte dem französischen Generalkommando mitgeteilt, daß die angefragten deutschen Firmen sich geweigert hätten, den Abbruch auszuführen, und fragte daher, ob er französische Soldaten erhalten könne. Daraufhin wurde das französische Pionierkommando nach Trier entsandt. Voraussichtlich wird am Montag mit dem Abbruch begonnen werden. über die glühenden Augen eingedrückt, pfeifend und lockend, aber diesmal im Stimmen trudel eines Kinderschwarms. Und auch ich würde ihm fol- igen und nicht wie jenes Kindermädchen es machen und umkehren. * Ich trete heraus aus diesen leise zerfallenden! und edlen Traumstädten und suche den Gegensatz, der der seelischen Haltung des Deutschen! entspricht. Denn im Gegensatz und in der Spannung zwischen Gemüt und Geist liegt unser Kummer und liegt unsere Lust. Die Deutschen haben klare gotische Städte, heiße Barockstädte, lächelnd verschnörkelte Rokokostädte, Gartenstädte, wo jedes Haus aus dem Boden gewachsen zu sein scheint, wir haben unsagbar seine Biedermeierstädte und glänzende stolze Renaissance- und Kausmannsstädte. Rur das letzte zurückliegende Iahrhundert hat uns unentschiedene Städte gebaut. ♦ Wo einst ein abgründiges und verzweigtes Gemüt baute und formte, türmt aber jetzt der aus allen Fugen stürmende Verstand des Deutschen babylonische Städte aus Eisen und Beton in die Landschaft. Das weiche elastische Holz und der fügsame Stein haben dem harten klaren Eisen Platz gemacht. Was hinter uns liegt, sind verwunschene und lächelnde Märchen, Städte, in denen man nur Gedichte lesen soll und hübsche bezopfte Musik spielen, Städte, zu denen Liebesgeflüster und der Schlag der Rachtigall gehören und der Mond wie eine japanische Feuerkugel darüberhängt. Wir haben eine andere seelische Haltung und bauen uns darum andere Wohnungen. Eine neue Dynamik marschiert. Stahl und Eisen stechen in den Himmel, Städte ohne Romantik, dumpf und wild wie Balladen, großartige Symphonien aus Straßenlärm, Hämmern, Ventilen, Flugzeugen, Gas und Funken, Autos und Eisenbahnen, babylonische Burgen, über denen der Himmel schwarz ist und feurig und die in den Rächten zu einer höllischen, funkelnden Geisterhaftigkeit werden, deren fahle und grausame Romantik nicht mehr lösend wirkt, sondern fast dramatisch spannt. Die Seele hat dem Willen Platz gemacht. Dieser Wille hat sich am entschlossensten in den beispiellosen Giganten an der Ruhr gezeigt. Kein Volk bet Erde hat solches auf seiner seelischen Tafel stehen: Städte wie Märchen und Städte wie apokalyptische Reiter, Städte von einer malerischen Abgrenzung nach außen und Städte, die mit ungestümer Kraft ihre Grenzen immer weiter in und über den Leib der Erde furchen. So gleichen unsere Städte unseren Seelen: Träumet Lind sie und Giganten des WUjenä. Gedenkfeier de Aus Anlaß am Skagerrak Hof der M Gedenkfeier | testanti/chen u legte bet G Konter abn der Marinevei ten Ehrenmal Parade fta eine Anspraä gedachte. hl Die Rennt» tag im Zeich« Der Besuch einen Mchnk baf der Reich Don @raf Dcm Anwesend wa Iports; oußerde [Inb den c l°®ie den dä ^burg-Renne Vito Cchmjtz ^>ege steuerte. Der 6en "»»hl Ct ral 3U ?" Solg ft*’ Mich! 6in Nilin, ft' MWti 3ntetii KL" tzK Ach ‘Ä Usisch^r D?r>rntij vtzL er Trierer t Niederlegung brr franjö|i|d)tn igung ift nun doch ! bem Ülnfteigerer im letzten Luaen- ruschen yn- Schwein M der 5)alle bt- hier eingekoffentn nur das zum 3b- ier Halle errieten. Generalkommando deutschen Finnen Abbruch auszusuh- anzösische Loldalcn de dos frowl« entsandt. W5, mit dem «I" i teil« jfthsc >e y?üchclnd ^»ick”cier: ML L «* v SäWw'H h würde tW M Stw®*1 and 0» dN in W en «”6Sun»| =la*MnW| sind ver- Äi e zapau'^ 1 >0. n; suchen ’JJ *j SxjL ,e e« UW 5i»'Ar »ejS*®* tib .seeli- ÄÄ kJT*61 >e" „ 8« ti*e,u£ ' rin litgt"1'1“ lchen j Sä W k3niN^7 : W; i 'M. bie (Li ft t%«s' >0 «Ml « A"nte, allo *?*” Ärttjf 5»,Ml ich Md keine Mej, 5JWM M» Zirkel im .An- Ä 10 habe Mleidiarnde ®t, ^Mde 6ät)e nach« ■Irenen Ausdrücke "och sachlich. .«And der Letter 'ne Zeleidi« ■& in her Dar« nis-her Gott, bet eneration blicke, «Herr Hinden« hre Versklavung xt in einem te beabsich. ieichspräsidenien igmde Wirkung eklagte ztveisels« ■s diesem Grund, ststellung im ige gelangt, il der Zeichnung Mit. Da der ngstäter sei. )t in Frage, und ■ fc verhängt f die ehrwürdige kpch sein mülle. efjrlolcm Motto !strafe nicht, Vie i nur Haft sest« ellagte Dr. ®oeb« ieh, wurden ihm seiner Anhänger eil Gandhi schreibt an den Vizekönig. TerKeldzug des zivilen Ungehorsams. London. 2.3unL lWTB Funkspruch.) Der Sonderkorrespondent des .Daily Herold" in Simla meldet: Gandhi hat aus dem Gefängnis einen 'Brief an den Vizekonig geschrieben, in dem er feinem Bedauern über ie gewalttätigenZwischensälle Ausdruck gibt, die auf seinem Feldzug zugunsten des zivilen Ungehorsams gefolgt sind. Gandhi lehnt alte Verantwortung dafür ab und bekräftigt erneut, daß seine Anhänger entschlossen seien, an dem Grundfad des passiven Widerstandes fest zuhalten. — Außer einer formellen Bestätigung wird das Schreiben Gandhis keine Antwort erhalten: die Behörden scheinen fest entschlossen zu fein, sich nicht auf schriftliche oder mündliche Verhandlungen mit den indischen Führern einzulassen, bis die Bewegung des zivilen Ungehorsams unterdrückt ist. Der Berichterstatter bemerkt, die vielleicht Ernsteste Seite des Konflikte- sei die wachsende Bitterkeit gegen Europäer, sowie dieVerschärfungdesBoh- kotts britischer Waren. Der als lehtcr gedachte Angriff auf das SalzdePot von Wadala nahm riesige Ausmaße an. Die Zahl der Teilnehmer, die sich zu Fuß oder auf Lastkraftwagen vorwärts bewegte, betrug über 1500 0. Trotz der polizeilichen Verstärkungen und der Anwesenheit bewaffneter Polizisten wurde eine Bresche in den Absperrungsring geschlagen. Aach einer Warnung gingen die Polizisten mit Stöcken vor und vertrieben einen Teil der Menge. 25 Teilnehmer am Angriff wurden verletzt. 40 Personen, darunter mehrere Frauen, wurden verhaftet. Einigen ist cs gelungen, trotz der Wachsamkeit der Polizei in die Absperrbezirke einzudringen und Salz mitzunehmen, das sie unter den Rufen .Wir haben die Salzgesetze gebrochen" zur Schau stellten. Sparförderungen der Wirlschastspartei Berlin, 31. Mai. (Tel.-Un.) Die Reichstagsfraktion der Wirtschaftspartei hat zur Beratung des Reichs Haushaltes des Reichstages einen Antrag eingereicht, in dem die Reichsregierung ersucht wird, spätestens bis zum Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Zahl der R e i ch S t a g s a b g e o r dn e te n auf 350 vermindert, das Wahlrecht auf 24 Jahre sestseht und bestimmt, daß die Aufwandsentschädigungen für Abgeordnete, die durch Ausübung ihres Mandats keine wirtschaftlichen Bachtcilc haben, um 50 Prozent gekürzt werden. Aus aller Well. Gedenkfeier der Seeschlacht am Skagerrak in kiel. Aus Anlaß der 14. Wiederkehr der Seeschlacht am Skagerrak fand auf dem Ehren fried- hof der Marinegarnison in Wik eine Gedenkfeier statt. Aach Ansprachen des protestantischen und des katholischen Marinepfarrers legte der Chef der Marinestation der Ostsee, Konteradmiral Hansen, sowie Vertreter der Marrnevereine an dem mit Fahnen geschmückten Ehrenmal Kränze nieder. 3n Wik fand eine Parade statt, nach der Konteradmiral Hansen eine Ansprache hielt, in der er des großen Tages gedachte. Hindenburg in hoppegarlen Die Rennbahn in Hoppegarten stand am Sonntag im Zeichen des Hindenburg-Rennens. Der Besuch des Reichspräsidenten hatte einen Massenbesuch herbeigelockt. Kurz vor 16 Uhr traf der Reichspräsident auf der Bahn ein, wo er von Gras von Arnim zur Ehrenloge geleitet wurde. Anwesend waren namhafte Vertreter des Renn« sports: außerdem bemerkte man den englischen und den amerikanischen Botschafter sowie den dänischen Gesandten. Das Hindenburg-Rennen gewann der populäre Ex-Champion Otto Schmidt, der noch vier weitere Pferde zum Siege steuerte. Der Berliner Stadtrat Busch f- Der in den großen Berliner Grundstücksskandal verwickelte frühere Berliner Stadtrat Paul Busch ist im Moabiter Krankenhaus an den Folgen einer allgemeinen Bierenoer» eiterung gestorben. Ueberraschend kam die Todesnachricht den Untersuchungsbehörden, die mit der Aufklärung der städtischen Korruptions- affärc beschäftigt sind. In einer Konferenz, unter Vorsitz des Generalstaatsanwalts, will sich die Untersuchungsbehörde schlüssig werden, in welcher Weise die Ermittlungen jetzt fortgesetzt werden sollen. Internationale Pelzsachausstellung. In Leipzig wurde die erste Internationale Pelz- und Iagd-Ausstellung (IPA) eröffnet. Unter den etwa 3000 Ehrengästen waren u. a. der sächsische Ministerpräsident Schieck, der thüringische Ministervräsident Baum und viele Vertreter des Auslandes erschienen, darunter der englische Botschafter und die Gesandten von Argentinien, Finnland, Rumänien und Iugo- slawien. Ministerpräsident Schieck erklärte u. a. Leipzig blicke auf diesem Gebiet auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Seine Stärke liege im Sortiment. Es sei die Rauchwaren- sortenstadt der Welt, wahrend die anderen großen Weltpelzzentren wie London, Aeu- york, St. Louis, Montreal, Chikago, Paris, andere wichtige Aufgaben für die Rauchwarenwirtschaft erfüllen. 3m Barnen der ausländischen Vertreter betonte der englische Botschafter Sir Horace R u m b o l d , daß derartige Ausstellungen wie sonst nichts geeignet seien, die Völker zu versöhnen und einander näherzubringen. Bach einer kurzen Besichtigung der Staatenhalle folgte die besondere Eröffnung der Deutschen Iagd- a u s ft e l l u n g durch ihren Protektor Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg. Der sächsische Finanzminister Dr. Hedrich unterstrich namentlich den volkswirtschaftlichen Wert derIagd und betonte die ethische und menschenverbindende Bedeutung der Iagd. Bach- dem der finnische Gesandte Wuolijoki Grüße und Glückwünsche namens der an der Deutschen Iagdausstellung beteiligten Staaten, insbesondere namens der anwesenden Botschafter und Gesandten übermittelt hatte, wurde nach kurzer Ansprache des Präsidenten des Reichsjagdbundes, Prinz von Isenburg, ein Rundgang durch die Ausstellung angetreten. Aus der provinzialhaupistadi. Gießen, den 2.3uni 1930. Gepackverkehr Reichsbahn — Kr astpost Wit Wirkung vom l.Iuni 1930 wird versuchsweise eine unmittelbare Abfertigung von Personen und Reisegepäck zwischen größeren Bahnhöfen der Deuttchen Reichsbahn und etwa 50 Postanstalten an Kraftwagenstrecken der Deutschen Reichspost ein» geführt. Für die Personenbeförderung werden getrennte Fahrausweise für Eisenbahn und Kraftpost ausgegeben: die Abfertigung von Gepäck erfolgt aber auf durchgehenden Gepäckschein. Die Bahnhöfe verkaufen Eisen- bahnfahrkarten nach dem Uebergangs- bahnhof zur Kraftpost st recke und zugleich K r a f t p o st f a h r k a r t e n für die Kraftpost- strecke. Die Postanstalten an Kraftpoststrecken geben Kraftpostfahrkarten für die Kraft- poststrecke aus und zugleich gewöhnliche Eisen» bahnfahrkarten 2. und 3. Klasse des Reichsbahn-Binnenverkehrs vom anschließenden Heber- gangsbahnhof ab. Die Kraftpostwagenführer selbst geben weder durchgehende Fahrkarten aus, noch fertigen sie Gepäck durchgehend ab. Auf der Kraftpost besteht ein Anspruch auf Beförderung nur, soweit Plätze verfügbar sind. Fahrtunter» brechung ist auf der Kraftpost nicht gestattet. Als Handgepäck dürfen nur solche kleinen Gegenstände mitgenommen werden, die andere Reisende nicht belästigen. Als Reisegepäck werden von der Eisenbahn die Gegenstände durchgehend abgefertigt, wie sie im Tarif bezeichnet sind, das einzelne Gepäckstück darf aber nicht über 50 Kilogramm wiegen. Von den Postanstalten werden die Gegenstände durchgehend als Reisegepäck befördert, die nach den Bestimmungen der Reichspost als Reisegepäck angenommen werden. Für den Versuch kommen zur Zeit nur folgende Krastpo st st recken im Bezirk der Reichsbahndirektion Frankfurt in Betracht: Cronberg— Königstein und Bad Schwalbach—Bassau. Einbezogen in den Versuch werden die Bahnhöfe Bad Ems, Bad Homburg, Bad-Bauheim, Bebra,^Betzdorf, Diez, Dillenburg, Frankfurt-HB., Frankfurt-Ost, Friedberg, Fulda, Gießen, Ha- nau-HB., Herborn, Hersfeld, Frankfurt a. Bl.» Höchst, Limburg, Offenbach, Siegburg und Wehkar. 3um Roggenproblem Don der Ortsgruppe Gießen des Deutschen De« amtenbundes wird uns folgende Entschließung mitgeteilt: „Der Hilferuf der deutschen Landwirtschaft soll auch von der Beamtenschaft nicht unbeachtet bleiben. Wir wollen nicht, daß, wie in den letzten Jahren, weiter für Milliarden Weizen eingeführt wird, während in Deutschland von den letzten besondern guten Ernten noch 3 Millionen Tonnen = 60 Millionen Zentner Roggen unverbraucht im Lande lagern. Es soll ja ein „Roggengesetz" kommen. Aber das genügt nach unserer Ansicht allein nicht. Es müssen sich alle Organisationen von großen Berbraucher- kreisen beteiligen, für einen erhöhten Roggen- brotverzehr zu werben. Das Ortskartell Gießen ruft deshalb alle ange- fdjloffenen Beamten in Gießen-Stadt und Gießen- Land auf, diesem Problem erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, den täglichen Bedarf an Brot nur durch Roggenbrot zu decken und dadurch nicht allein unserer notleidenden Landwirtschaft fühlbar zu helfen, sondern auch unsere Handelsbilanz noch mehr aktiv zu gestalten. Die Bäckermeister von- Gießen und Umgebung bitten wir, dura) Lieferung eines einwandfreien, schmackhaften Roggenbrotes und entsprechenden Kleingebäcks, unsere Bestrebungen, das nach Gut- achten namhafter Aerztc und Ernährungswisfen- schaftler sehr gesunde und bekömmliche Roggenbrot immer mehr im Interesse des Gefamtwohls des deutschen Volkes einzuführen, zu unterstützen. Slumenschmuck-Wettbewerb In Gießen. Wie der „Gießener Anzeiger" am vorigen Mittwoch berichtete, beabsichtigt der Verkehrsund Verschönerungsverein einen Blumenschmuck-Wettbewerb wie in früheren Jahren zu veranstalten, zu dem zahlreiche Preise für die besten Leistungen in Aussicht genommen sind. Damit die Opfer, die der Verein im öffentlichen Interesse bringt, vor allem aber auch die Opfer, welche die Bürgerschaft leistet, von Erfolg gekrönt seien, sollen hier diejenigen Punkte kurz erwähnt werden, auf die es bei der Sache ankommt. Vor allem ist zu betonen, daß es zur Bepflanzung und Beschaffung von Kästen noch nicht zu spät ist, selbst wenn bis zur vollendeten Tat noch - acht bis vierzehn Tage vergehen sollten. Erst beim Eintritt sommerlicher Wärme, die wir bisher entbehren muhten, setzt das Wachstum der in betracht kommenden Gewächse voll ein. Sodann stelle man sich die zu bringenden Ausgaben nicht zu hoch vor. Wer sich die Kosten für Geranien, Fuchsien, Hortensien und ähnliche Gewächse, die eine Durchwinterung erfordern, nicht leisten kann — und das ist in einer Zeit, wo Sparsamkeit mehr als jemals als Tugend anerkannt wird, keine Schande —, der findet in den billigen Petunien einen vollwertigen Ersatz. Diese bringen bei genügender Bohrung und Wassergabe einen so reichen und entzückenden Flor, daß man im Zweifel sein kann, welche Art von Blumen die wertvolleren sind. Fünf bis sechs Pflanzen sind ausreichend für einen Bieter Fensterbreite. Die Erde entnehme man nicht etwa dem eigenen ©arten, denn diese ist in allen Fällen zu rauh und mager, sondern lasse sie sich vom Gärtner geben. Auch die gebrauchte Erde vom Vorjahr taugt nicht. Auf einen Kasten rechnet man eine Handvoll Hornspäne als Vorratsdünger, nicht mehr. Ieder andere Dünger, namentlich Mineraldünger. ist ängstlich zu vermeiden. Als wirkungsvollste Farbe gilt helles Bot in jeder Schattierung, Blau und dunkles Rot ist nur wirksam in Verbindung mit Weiß. Für sich allein sind dunkle Farben in eben solcher Umgebung zu tot. Der Giehrand der Gesäße fei reichlich bemessen, damit man, wenn es einen heißen Sommer gibt, durchdringend bewässern kann. Ueberaus wichtig und ausschlaggebend ist die Bachdüngung von Ende Juni ab in Form flüssiger Bahrung, die man von diesem Zeitpunkt ab wöchentlich verabreichen soll. Wo die Oertlichkeit es gestattet, verwende man Schlinggewächse, Winden, Glocken» reden, wohlriechende Wicken, auch Blumenbohnen. Man beachte in diesem Falle aber, daß dem Wachstum entsprechend auch die Erdmenge eine größere sein muh. R. taten für Montag, 2. Juni. Sonnenaufgang 3.50 Uhr, Sonnenuntergang 20.06 Uhr. — Mondaufgang 9.17 Uhr, Monduntergang 0.33 Uhr. 1850: der Maler Fritz August von Kaulbach in München geboren: — 1863: der Komponist und Musikdirigent Felix von Weingartner in Zara geboren. taten für Dienstag, 3. Juni. Sonnenaufgang 3.49 Uhr, Sonnenuntergang 20.7 Uhr: Mondaufgang 10.46 Uhr, Monduntergang 0.54 Uhr. 1844: der Dichter Detlev v. Liliencron in Kiel geboren; — 1864: der Dichter Otto Erich Hart- leben in Klausthal geboren. — 1871: Elsaß» Lothringen wird deutsches Reichsland: — 1875: Der Komponist Georges Vizet.in Bougival gestorben. Äornotizcn. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Sprech-, Gesangs- und Tonfilm .Wien, du Stadt der Lieder". — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Am 10. Juni beginnt die Sommerspielzeit mit der Erstaufführung von Fred A. Angcr- mayers Volksstück »Flieg', roter Adler von Tirol!" — „Bl ärchen — Volkslied — ©Dange- lium“, Jugendtreffen zur Pfingst- feier. Man teilt uns mit: In Marburg findet In den Pfingsttagen vom 7. bis 10. Juni ein Iugendtrefsen statt, zu dem die Iugend aus allen Lagern eingeladen ist. Die Besprechungen, die an den Vormittagen und Bachmittagen stattfinden, sollen zum Thema haben: „Blärchen — V o I ks» lied — Cvangelium“. Sie werden jeweils durch zwei kurze Beiträge eingeleitet, an die sich freie Rundgespräche anschließen sollen. Zugleich soll das Singen sowie die Pflege von Musik und Spiel überhaupt eine wesentliche Rolle spielen und dem Ganzen den freudigen Psingstcharakter verleihen. (Siehe Anzeige vom Samstag.) •• Evangelisch-kirchliche Personalien. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrverwalter U h l zu Breungeshain die evangelische Pfarrstelle zu Breungeshain, Dekanat Schotten, übertragen, und Pfarrer Emil W c * bet ju Holzheim aus sein Bachsuchen mit Wirkung vom 1. August 1930 aus dem Dienst der Hessischen Landeskirche entlassen. •• Hohe Auszeichnung o berhessisch e r Markenmilchbetriebe. Die Bemühungen zur Versorgung unserer Bevölkerung mit einer den modernen Anforderungen entsprechenden Qualitätsmilch haben auch in diesem Iaht wieder zu beachtenswerten Erfolgen geführt. Aus der diesjährigen Ausstellung der D. L. G. in Köln wurden für ihre Vorzugsmilch (Rohmilch) wieder mit ersten Preisen die Güter „Universitäts-Versuchsgut Unterer Hardthof" Gießen und Hofgut Friedeihausen bei Lollar ausgezeichnet. Siehe Anzeige in unserer Samstag-Ausgabe. Eine 85jährige. Am morgigen Dienstag, 3. d. M., kann unsere Mitbürgerin Frau Karoline Hirsch, Marktstrahe 32 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit den 85. Geburtstag begehen. Gutes Einvernehmen zwischen VermieterundMieter. Am 1.3 uni waren es 50 Iahte, daß sich die Firma B. Pfeiffer W w e., Tonwarenhandlung, in dem Hause des Gesettschaftsvereins Reuen Baue 2 befindet. Gleichzeitig kann die Firma auf ein 55jähriges Bestehen ihres Geschäfts zurückblicken. ** Eine Beschwe t de gegen die Reichsbahn geht uns aus Watzenborn-Stein- berg zu. In dem Schreiben wird nicht mit Unrecht über eine erhebliche Benachteiligung der an der Station Schiffenberg interessierten Gemeinden geklagt. Die Zuschrift lautet: Mit dem Sommersahrplan wurde auf der Strecke Gelnhausen-Gießen ein Personenzug eingelegt, der um 17.19 Uhr in Gießen eintrifft. Die Einlegung dieses Zuges ist seht zu begrüßen und trägt einem schon lange bestehenden Bedürfnis Rechnung. Es ist auch zu erwarten, daß dieser Zug mit einer besonderen Inanspruchnahme durch die Bewohner der Vororte oder dort geschäftlich tätig gewesenen Personen rechnen kann. Unverständlich ist es daher, daß dieser Zug an der Station Schifsenbetg nicht hält. Welche Gründe hiergegen sprechen, entzieht sich unserer Kenntnis. Eä>iffenberg ist die Haltestelle für die Gemeinden Hausen und Watzenborn-Steinberg und des Ausflugsortes Schiffenberg mit zusammen über 3000 Einwohnern. Daß auf diese Gemeinden von der Reichsbahnverwaltung feiner» lei Rücksicht genommen wird, ist nicht gut erklärlich. Cs dürste doch wohl auch kaum in der Absicht der Reichsbahndirektion liegen, durch so verfehlte Verkehrsmaßnahmen für die bestehenden Autolinien zu werben. Oderheffen. Versammlungsverbot lür die Rational- sozia isten in Bad-Nauheim. WSB. Bad-Bauheim, l.Iuni. Das hiesige Polizeiamt hat aufgrund des Reichsvereins- gcsehes vom 19. April 1908 bis auf weiteres für die Stadt Bad-Bauheim alle öffentlichen Kundgebungen Auf- und Umzüge, Durchmärsche und Versammlungen der Bationalsozia- listischen Deutschen Arbeiterpartei unter freiem Himmel, oder in geschlossenen Räumen verboten. Das Verbot wird mit den Vorgängen begründet, die sich in der letzten hier abgehaltenen öffentlichen Versammlung der B. S. d. A. P abspielten, deren Teilnehmer in Lebensgefahr kamen. Da mit weiteren derartigen Vorkommnissen zu rechnen war, bedeuten nach Ansicht der Polizei die Versammlungen der B. S. d. A. P. eine unmittelbare Gefahr nicht nur für die öffentliche Sicherheit, sondern auch für das Leben und die Gesundheit der Teilnehmer. Kreis Ariedbcrg. W2N. Bad-Nauheim, l.Iuni. In diesen Tagen kann die hiesige israelitische Religionsgemeinschaft auf das 100jährige Bestehen eines selbständigen Gottes dien st es zurückbUcken. Obwohl schon lange vorher — bestimmt seit 1464 — Juden in Nauheim wohnten, ließ sich ein Gottesdienst am Orte selbst nicht ermöglichen. Die Nauheimer Juden gingen deshalb bis zum Jahr« 1830 nach Friedberg in die Synagoge, von wo sie auch später noch ihre Lehrer und Vorsänger bekamen. 4- Vad-Bauheirn, 1. Iuni. In Ausübung seiner Praxis ist gestern unerwartet einer der bekanntesten hiesigen Badeärzte, Dr. B u r - winkel, einem Herzschlag erlegen. Der Verstorbene, der im Alter von 65 Iahren stand, hatte unter den Kurgästen einen geschätzten Ruf. Sehr verdient hat er sich gemacht durch seine populär-medizinischen Schriften, die in allgemein» verständlicher Weise Fragen der Herz- und ©c- fähkranlheiten behandeln. 14 Verletzte bei einem Eisenbahn« Unfall in Oarmslabt. Darmstadt, 1. Juni. (TU.) Am heutigen Sonntagvormittag wollte im hiesigen Hauptbahn» Hof eine Rangierabteilung von dem im Bahn» steig haltenden Personenzug Wiesbaden — Aschaffenburg einige leere Wagen abziehen. Dabei rannte die Lokomotive auf den Person e n z u g auf, so daß 14 Reisende leicht verletzt wurden. Sämtliche Passagiere konnten nach der ersten Hilseleistung ihre Reise fort- setzen. Der Materialschaden ist nur gering. Zu Betriebsstörungen kam es nicht. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Zreilichtspiele auf her Amöneburg. WSB. Amöneburg, 31. Mai. Seit bet 1200-Jahrfeier der Stadt Amöneburg ging man daran, in den folgenden Jahren F r e i l i ch t - spiele aus der deuts ch.e n Vergangenheit zur Pflege des Heimatgedankens zur Aufführung zu bringen. In diesem Jahre haben sich die Amöneburger Laienspieler unter der Leitung von Willi B i r n ö i n o (Marburg) Fr. HebbelS „Bibelungen" zur Aufführung gewählt. Amöneburg, die Perle des Ohmtales, der aus der fruchtbaren Ebene so monumental aufragende Berg, hat sich in ein farbenprächtiges Frühlingskleid gehüllt, und in Anlehnung an die alte Burgmauer hat man eine kleine Festspielbühne geschaffen, die in ihrer Art ihresgleichen sucht. Landschaft und älteste Tradition dieser Berges- kuppe spielen mit, und etwa 100 Amöneburger Bürger bringen die Hebbelsche Dichtung zu einer starken dramatischen Wirkung. Von den Spielern seien besonders Richard Beppler als Siegfried, Elisabeth Bööelbronn als Brunhild« und Katharina Weber als Krimhilde genannt. Die Ausführung hinterlieh für ein Laienspiel einen nachhaltigen Eindruck. Berliner Börse. Berlin, 2. Juni. (WTB. Funkspruch.) Bach- dem es am Samstag hauptsächlich wohl auf Grund der herrschenden Geschästslofigkeit überwiegend etwas schwächer geworden war, könnt« sich im ersten Frühverkehr der neuen Woche ebenfalls noch kein Geschäft entwickeln. Kurse wurden noch nicht genannt, so daß die Tendenz als undurchsichtig bezeichnet werden muh. Am Devisenmarkt horte man London gegen Paris 123,94, London gegen Mailand 92,74 zu 92,76, London gegen Spanien 39,90 zu 39,95, London gegen Kabel 485,90, London gegen Berlin 20,36 zu 20,3625, Kabel gegen Berlin 4,1905. Kunst und Wissenschaft. Geheimrat Professor Dr. Rehn f. In Frankfurt a. Bl. starb im 81. Lebensjahre der seit 1919 im Ruhestand lebend«, frühere Ordinarius der Chirurgie an der Universität Frankfurt und Direktor der chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses, Geheimrat Professor Dr. Ludwig Rehn. Mit ihm ist einer der bedeutenden Chirurgen heimgegangen. Oie Wetterlage. 6 -SS uai ,om Wien । _____4 Owolkenlos.O neiur 3 nam oeoe<«i e worxig, ®Bedeckt. »Kegen * Schnee o tiraupein eneoei K t>rw‘tt{r.(§)Wind$tilie.-Q-> sehr leichter Ost massiger ^uo$uawe$i Q stürmischer »ordwesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oei oen Stationen stehenden Zah» len gehen die Temperatur an. Pie linken reromdeo Orte mit gleichet* lut rteeroniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Der hohe Luftdruck vom Süden her, welcher sich bis nach Mitteldeutschland ausdehnt, beherrscht die Wetterlage. Eine wesentliche Aenderung des Witterungscharakters dürfte nicht ftattfinden, jedoch besteht durch die flache Druckstorung im Westen die Möglichkeit zu vereinzelt aufkommenden Gewitterstörungen oder Niederschlägen. Voraussage für Dienstag: Wolkig und aufheiternd, warm, Beigung zu einzelnen Gewitterstörungen oder Biederschlägen. Aussichten für Mittwoch: Wenig Aew« derung der Wetterlage. Lufttemperaturen am l.Iuni: mittags 22Grad Celsius, abends 15,8 Grad: am 2. Iuni: morgens 15,2 Grad. Maximum 23,3 Grad, Minimum 8,4 Grad. Biederschlag 0,1 mm. S2 Pers.) ordentliches L k X >2 Pers.) ordenluchei Maschen mööthßn für taoSübcr in EL ♦HUVU/vIl Veroll 116 R6- JEINHEITSPREIS Haushalt gesucht. 4135A Schr.Ang. u. 4134D an den Gieff. Anzeig. Mod. 401 RM. 16.60 Mod. 407 RM. 16.60 & hellbraun Boxcalf f mit farbiger Kalb- ledeT-Gamitur und Terrassenrand Für die überaus große und innige Teilnahme aller Art, die uns bei dem Tode unseres teueren Entschlafenen erwiesen wurde, sagen wir herzlichen Dank. Insbesondere danken wir der Landesuniversität den Organisationen, Verbänden und Vereinen für die ehrenden Nachrufe und die sonstigen Trauerbezeugungen. Kinder-Söckchen gute Qualität Kinder-Rollsöckchen Mod. 402 RM. 16.60 Seidenflor, einfarbig und gemustert Kinder-Kniestrümpfe schöne Farben, 1.45, 1.20, 0.90 Damen-Strümpfe . Mako, schwarz und farbig Damen-Strümpfe . Seidenflor, alle modernen Farben Damen-Strümpfe Waschseide, alle modernen Farben Damen-Strümpfe Waschseide, la Qualität Damen-Strümpfe Seide mit Flor, gute Qualität Herren-Socken nicht einlaufend, gute Qualität Herren-Socken Mako, einfarbig und gemustert Herren-Socken Der Herrenschuh zu 16.60 für höchste Ansprüche Original Goodyear-Welt Eine kleine Auswahl unserer neuen Modeschuhe zweifarbig, Box- ' calf, Derby, mit Wulstrand Alleinverkauf: Schuhhaus mahagoni Boxcalf mit samisch Leder Die Beerdigung findet Dienstag, 3. Juni, nachm. 5.30 Uhr, von der Friedhofshalle aus statt. | Grassamen-Gu-misfion Die diesjährige Grassamenernte aus den St.aatswaldungen sowie aus den näher bezeichneten Gemeindewaldungen usw. soll unter den üblichen Bedingungen aus dem Submissionswege am Mittwoch, dem 18. Juni LJ., vormittags 10 Uhr, Die Hinterbliebenen. I. d. N.: EmmaVogt, geb. Lindenborn. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hans Schweiger u. Angehörige. Gießen, den 2. Juni 1930. gesucht. Zu ersr. in der GeschästSst. des Gteff. Anz. 4140D Bei Gallenstein- und Leberleideo usw. hat sich Rettichpräparat das mit vollem Vertrauen nommen werden kann. Viele Frdr.Teipel Bahnhofstraße 45 Markt 16 Hillebrandstraße 2 MWlle sür Kavnalverkehr mit JnkassobeiugmS ohne Kaution ver« | Mietgesuche 'kur benötigen iur eine oder mehrere Nächte in der Zeit vom 7. VI. bis 13. VI. Prmlziiie mit 1 u. 2 Betten. Sofortige Angebote nut Preisangabe an Slvü.Nef.-vervjllüung „MeioM" im V. D. B-, Kaiser- allee 87. [4144p Heute vormittag entschlief nach kurzer, aber schwerer Krankheit unser liebes Töchterchen, Schwesterchen und Enkelchen Irmgard im Alter von 14 Monaten. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Denßlng II. nebet Angehörigen. hervorragend bewährt. Es ist nach Prinzip von Professor Gerhardt, Berlin, besonders hergericht., ein naturreines, hochwirksames Es kommt die Grassamenernfe aus sollenden Forstämtern zur Verpachtung: Eberstadt für die Gemeinde Pfungstadt, Jägersburg, Kelsterbach, und zwar Los 1: Försterei Gundhof und Los 2: Försterei Gehespitz, Lampertheim, Alsfeld, Bad- Nauheim für die Gemeinden Nieder-Mör- len und Ober-Mörlen, Eichelsdorf, Eudorf, und zwar Los 1: Försterei Schwabenrod und Heidelbach, Los 2: Försterei Alsfeld, Grünberg (3 Lose), Homberg, Kirtorf, Kon- radsdorf, Nidda, Ober-Eschbach, und zwar im Staatswald „Lohwald", Rabenau für die Gemeinde Odenhaufen und für die Freiherr von Rabenauschen Waldungen, Romrod, Schotten, und zwar Los 1: Försterei Rudingshain, Los 2: Försterei Eichelsachfen, Los 3: Försterei Kaulftoß, Storndorf, und zwar Los 1: Försterei Strebendorf und Vadenrod, Los 2: Försterei Köddingen und Meiches, Ulrichstein, und zwar Los 1: Försterei Petershainerhof, Los 2: Försterei Altenhain, Los 3: Försterei Feldkrücken und Los 4: Försterei Ulrichstein und Alzey. Die Bieter erkennen die Submissionsbedingungen durch Einreichung ihrer Gebote als rechtsverbindlich an und sind 14 Tage an diese gebunden. Nähere Auskunft erteilen die betreffenden Forstämter. Es empfiehlt sich, vor Abgabe der Gebote sich mit diesen ins Benehmen zu setzen. Die Gebote find schriftlich — unter Bezeichnung des Forstamts und der Waldungen — mit der Aufschrift „Grossamenfubmission" spätestens bis zu dem dem Submissionstermin vorhergehenden Tage, also spätestens bis Dienstag, den 17. Juni L J., bei dem Forstamt Darmstadt einzureichen. Für jedes Forstamt ist das Gebot auf einem besonderen Blatt abzugeben. Darmstadt, den 29. Mai 1930. Das Sekretariat Hess. Ministeriums der Finanzen, Abt. für Forst- und Kameralverwaltung. I. V.: Hüllen. Zum sofortigen Eintritt gedteg.. solides Hräulein für das Büfett gesucht 03G25 (Lass Heiller. Gutes Unterfertigte setzt hierdurch ihre A. H. A. H. und Bbr. Bbr. von dem am 30. Mai 1930 erfolgten Ableben ihres lieben Ehrenphilisters August Frees geziemend in Kenntnis. Die StuOeL-VerbinM „MWs" im V. D. B. I. A. d. C: Heinrich Ott XXX. 4144D lungsland in Schweez bei Laage zum Verkauf aus. Schweez liegt an der Chaussee Teterow—Laage, 5 km von der Stadt Laage, 4 km von der Bahnstation. Laage liegt an der Bahnstrecke Güstrow—Rostock. Güstrow ist die landwirtschaftliche Zentralstadt, Rostock die größte Stadt Mecklenburgs. Das Gut Schweez in Größe von 1856 Morgen hat milden, ebenen Weizenboden, der alles trägt. Es werden Stellen von 40 bis 75 Morgen ausgelegt. Kaufpreis einer 60-Morgen-Stelle 33 000 RDc. ohne Inventar. Anzahlung 5—6000 RM. Der Rest bleibt für das Reich stehen, ein Jahr zinsfrei, dann 4^°/o Verzinsung und %°lo Tilgung. Ankauf ist frei von allen Kosten, auch der Grunderwerbssteuer. Die Siedler sind fünf Jahre von der Grundsteuer des Landes befreit. 3993D Zuverl.. jung., faub- Mädchen für tagsüber ob. tür a/4 Tage gesucht. Zu erfr. t. b. Gelchsf. d.Gletz. Anz. 03627 In kleinen Haushalt ^ZZ MZ Aerzte u. Anerkennung, beweisen ■ y Uli 11V Zuverlässigkeitu.Unschädlichkeit » . Kr&uterhaus Jung, Schulstraße. I u6ÜI6 S181010llSwl. Regier Giefeen JL ML^JL Marktplatz 7 Norddeutsche Ansiedlungs-Gesellschaft Schwerin LlHecfl., Wismarsche Str. 20. Jüngerer tüchtiger Verkäufer nur aus ber Seiden-. Kleiberstoff- unb Baumwollwarenbranche sofort gesucht. Offerten mit Zeugnisabschriften u. Btlb an Zentral-Kanfhaus, Wetzlar. [««,V MlerrmolMng mit Heizung, in beit. Lage, zum 1. Juli zu vermieten. Schrift!. Anged. um. 03577 an den Gießener Anz. Hlööi. Wohn- unö Schlafzimmer in gesunder, sonniger Lage, 'Nähe ber Kliniken, an Dauer m. z.verm. Schr.Ang.u. 03620 a. b. Gieß. Anz. Dienstag, den 3. Juni 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen ", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 4145D J. sechs Divane, fünf Schreibmaschinen, zwölf Schreibtische, eine Radioanlage, sechs Sofas, sechs Stühle, vier Ausziehtische, einen Sekretär, drei Vertikos, einen Spiegel, einen elektr. Schrankgrammophon mit 120 Platten, eine Schärfmaschine, elf Teppiche, elf Büfetts, zwei Kleiderschränke, ein vollständiges Speisezimmer, einen Rauchtisch, elf Sessel, drei vollständige Fremdenzimmer, acht Kredenzen, zwei Nähmaschinen, zwei Klaviere, vier Bettbezüge, acht Kopfkisfenbezüge, eine Ladentheke, zwei Steppdecken, zwei Bettücher, eine Bremer Heftmaschine, ein Kinderkarussell, drei Flurgarderoben, eine Strickmaschine, eine Standuhr, sieben Bücherschränke, acht Tische, drei Friseurtoiletten, drei Chaiselongue, vier Vitrinen, vier vollständige Schlafzimmer, eine Jräßmaschine, drei Schränke, ein Küchenbüfett, ein Flügel, zwei Dielengarnituren, eine Zupfmaschine, eine Hobelmaschine. II. voraussichtlich bestimmt: 1 Fahrrad (Marke Champion). Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen, Dammstraße 241, Telephon 4039. Gesucht für die Zett vom 16. Juni bts 12. Juli eine Anzahl schön inöhl. Zimmer im. erstem Frühstück, gegebenenfalls auch mit voller Verpflegung). Angeb. m. Pretsang. an Kreis- schnlamt Gteffen iKretsamt) 4148D [Stellenangebote! Pflegerin in Dauerstellung zu älter. Dame gesucht. Schr.Ang. u. 41421) a. d. Gieß. Anz. erb. ZntereffenZen rate Güsten i. Anhalt Weststraffe 11. Durchaus zuverläss, sauberes [03573 Mädchen zum 1. Juli gesucht Qstaulaac 37. [Stellengesuche) Junger Mann m. einjähr. Handels« schule sucht Stellung als tebcling. Schr. Anfrag, unter 4133Dn. d.Gieff.Ans. 3üu Ml Stelle z. Waschen u. Putzen. Schrift!. Angeb. unt 03622 a. b. Gieff. Anz, | Kaufgesuche | Kleines Einfamilienhaus gegen Barzahlung zu kaufen oder gr. Etagenwobnung mit Heizung, nicht aufferhalbb.Stabt. sofort au mieten gesucht.Schriftliche Angeb. u. 03576 an b. Gieff. Anz. erbet. [Verschiedenes) 3!eue schwere Bureau- Schreibmaschine und eine leichte Reise- Schreibmaschine im Leberkoffer sowie Vervielfältiger und Pboto-Avvarat billig zu verk. Gebr. Schreibrnaschwen v. 50 Mk. an 1 lLeihgeb. 6 Mk. v. Mou.) 5624 Kaiserallee 18 p. Wer stellt künultches Mineralwasser her? Geschäiisan« zeige im Gteffener Anzeiger erb. 03623 Auf mein hochwert. Haus suche ich 20-25000M als 1. Htzvotbek. Schriftl.Ang.u. 03629 an d.Gieffen.Anzelg. 15% Prov. erhalt. Vertreterlinnen) durch Vertrieb unserer Bremer Kaffees an Private, Wirte usw. Angeb. u. WL 300, Werbe- L1 oyd, Bremen. [4143V Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Nr. 127 Zweites Blatt Montag, 2. Juni 1950 Regensburger Reichstag. Don Alfred Vossius. Auf dem Reichstag zu Regensburg, wo die Vertreter des buntscheckigen Staatengebildes Europas, des Heiligen Römischen Reiches deutscher Ration tagten, stritten sich die Perückenträger ernsthaft über die Frage, ob dem Gesandten deS Fürsten von Reust-Grelz-Sbersdorf-Lobenstein ein Sessel mit Polstern von grünem oder rotem Samt zu stehe, und wenn ja, ob dann die Gesandten deS Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg oder Oserrburg-Düdingen-Wächtersbach billigerweise nicht ein Anrecht auf die gleiche Aus- zerchnung geltend machen könnten. Heute lacht man über diese Rangstreitigkeiten, die als große Staatsaktionen behandelt und in langwierigen Konferenzen entschieden wurden, über deren Verlauf und Ergebnis fein säuberlich geschriebene Protokolle in den Archiven Kunde geben. Aber hat sich seit zweihundert Jahren in der staatlichen Dureaukratie viel geändert? Als Bismarck den neuen Deutschen Reichstag schuf und die diplomatische Vertretung auf das Reich überging, behielten sich einige Gliedstaaten, darunter Bayern und Hessen, das Recht vor, Gesandte im Auslande zu unterhalten und fremde Vertretungen in ihrer Hauptstadt zu empfangen. So gab es z. D. eine französische Gesandtschaft in München und eine bayerische Gesandtschaft in Petersburg — bis zum Weltkrieg — sowie eine russische Gesand tschaft in Darmstadt und in Weimar, da diese Hose zu dem Zarenhause in engen verwandtschaftlichen Beziehungen standen. Unter diesem Gesichtspunkt lieh sich dieses historische Recht noch einiger maßen erklären und rechtfertigen. Seit dem Zusammenbruch der Monarchien jedoch sind auch die von früher übernommene, diplomatische Vertretung der einzelnen Gliedstaaten deS Reiches in Berlin sowie die Reichsgesandten bei den einzelnen Ländern und die preußische Vertretung in München völlig überflüssig geworden. Rach der Reichsverfassung vom Zahre 1871 war das Reich ein ewiger Bund der Fürsten und Freien Städte, die in dem Bundesräte, als dem Organ der verbündeten Regierungen, ihre staatsrechtliche Vertretung hatten, während der Reichstag das Organ des Volkes war. Die von den Regierungen ernannten Mitglieder des Bundesräte s stellten gewissermaßen die erste Kammer, die vom Volk gewählten Abgeordneten die zweite Kammer deS Reichsparlamentes dar. Die Revolution von 1918 und die neue Reichsverfassung vom 11. August 1919 haben das Verhältnis der Ginzelstaaten — die mir noch Länder sind — zum Reiche ganz beträchtlich geändert. Der bayerische, hessische, württembcrgische, sächsische usw. Gesandte war als Vertreter im Bundesrat zugleich Vertreter seines Monarchen. Alle diese Funktionen und höfischen Rücksichten sind heute nicht mehr maß» gebend. Man fragt sich daher immer wieder, wann endlich diese veraltete Einrichtung abgeschaff t werden soll, die weder der heutigen Zeit noch den Rechtsverhältnissen im Reiche entspricht. Gewiß, die Staaten entsenden Vertreter in den R e i ch s r a t, den man in gewissem Sinne als Rachfolger des früheren DundeSrats bezeichnen kann. Aber ihre Auswahl geschieht nach ganz anderen Gesichts» punkten, die nicht zuletzt in den parteipolitischen Verhältnissen der jeweiligen Länderregierungen ihre Rücksicht finden, lind der Gesandte Vay- erns, Badens oder Mecklenburgs ist sogar meist nur alS Stellvertreter genannt, da bei besonderen Anlässen d i e Ministerpräsidenten der Länder selb st nach Berlin zur Sitzung zu kommen pflegen. Konstanze. Vornan von Karl Heinz Voigt. Urheber-Rechtsschutz Verlag Oskar Meister, Werdau. 2S. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Der Ehaufseur verzog keine Miene und fuhr davon. Die laue Luft dieses Abends tat Lothar Wohl. Er vermied die lauten Straßen, auf denen auch die Rächt das Leben der Großstadt nicht verschlang. Er überdachte diese letzten Tage. Der- lüfte über Verluste! AlleS, was er in der letzten Zeit angefangen und gut begonnen, hatte sich ins Gegenteil verwandelt. Der Kauf des Waldbestandes, den er schon zu schlagen 'begonnen hatte, war ein verkapptes Geschäft gewesen. Der Staat mengte sich ein. Er hatte die Verkäufer verklagt und viel Geld dabei verloren. — Es hatte sich gezeigt, daß die Papierfabrik eine völlig unrentable Sache war. Run stand sie schon seit längerer Zeit zum Verkauf. Kein Mensch hatte 3nteresse daran. Die Aktien der Hubana-Gesell- schaft, in denen er den größten TÄl seines Vermögens angelegt hatte, fielen, fielen, fielen. Die Glasfabrik von Fischer & Eo. hatte er mit äußerst empfindlichen Verlusten verkaufen müssen. 3d, so sah nun Lothar Emmerstorffs finanzielle Lage auS. Kein Zweifel, er war in dieser Zeit, da sein Verstand umnebelt schien, falsch beraten worden. Man hatte feine Zerstreutheit ausgenuht. Wan hatte sich seine Schwächen in abfdjeulidjcr Weise zunutze gemacht. .Der Boden schwankt bedenklich, Lothar, noch wenige solcher Verluste unt> du bist ruiniert“, dachte er, während er durch die dunklen Straßen schritt, die sich bald mit grauer Morgendämmerung füllen würden. Er dachte es, während er jetzt ein Mietsauto her bei rief, dem Chauffeur seine Wohnung nannte urw abgespannt in den Wagen kroch. Eine glühende Wut brach in ihm durch: Diesem War- burg hatte er das alles zu verdanken. Er haßte ihn jetzt. Er wollte das weibische, ewig lächelnde PiEPcngesicht dieses Gauners nicht mehr sehen. 3m inneren Deä Wagens war stickige Luft. Es roch nach Staub und halb vermoderten Decken, so schien ihm. Er öffnete die Fenster. Die frische Luft pfiff ihm um das Gesicht und beschwichtigte die erregten Gedanken. Auch seine Dankberater schienen bestochen zu sein. — Wie? Schienen? — Rein, sie waren es. Sie machten alle gemeinschaftliche Sache, dieser Warburg, Pranders, und wie sie alle hießen. — Er warf die angerauchte Zigarette zum Wagenfenster hinaus. Als er daheim an feinem Schreibtisch vvrbei- ßing, fiel sein Blick auf ein Schriftstück. Es war Die Aendenmg des Msatzsteuergesetzes. Don Steuerinspektor Frees, Gießen. Durch Artikel VII des Gesetzes zur Aendemng des Bicrsteuergesctzes vom 15. April 1930 (Reichsgesetzblatt I Seite 136) hat auch daS 11 m - sahsteuergesetz in tariflicher Hinsicht Aendorungen erfahren. Diese Aenderungen treten mit Wirkung vom 1. April 1930 in Kraft und sind hiernach von dem Steuerpflichtigen erstmals bei der Abgabe der Voranmeldungen für das zweite Vierteljahr deS Kalenderjahres 19 30 zu beachten. Die einschneidentste Aendemng ist die Erhöhung der Steuer von seither 7,5 vom Lausend der steuerpslichtigen Umsätze auf 8,5 vom Tausend. Eine weitere Erhöhung tritt noch bei den Unternehmen ein, deren Gesamtumsatz einschließlich des steuerfreien Umsatzes im jeweils Dorangegangenen Steuerabschnitt eine Million Reichsmark überstiegen hat. Die Steuer beträgt bei derartigen Unternehmen 13,5 vom Tausend für den den Betrag von einer Million übersteigenden Teil deS gesamten steuerpflichtigen llm- satzes, sofern die Umsätze überwiegend im Einzelhandel erfolgt sind. Bei den vierteljährlichen Voranmeldungen oder Dorauszah- lungsfestsehungen ist baßer jeweilig ein Betrag von 250 000 Mk. lediglich der Umsatzsteuer von 8,5 vom Taufend zu unterwerfen. - Sofern bei derartigen Unternehmen die Umsätze nicht überwiegend im Einzelhandel getätigt werden, beträgt die Steuer nur von den im Einzelhandel erfolgten Umsätzen 13,5 vom Tausend, während für die übrigen Umsätze der allgemeine Steuersatz vom Tausend in Betracht kommt. Aus den Aufzeichnungen dieser Unternehmen muß jedoch zu ersehen sein, wie sich die Entgelte auf die Umsätze, für die verschiedene Steuersätze bestehen, verteilen. Geht dies nicht aus den Aufzeichnungen hervor, so kommt die erhöhte Steuer in Betracht. Rach der Verordnung rzur vorläufigen Durchführung des Abänderungsgefetzes liegt Umsatz im Einzelhandel (im Sinne deS llmsatz- steuergesetzes) vor, wenn daS Unternehmen an einen Abnehmer liefert, der die Gegenstände weder zur gewerblichen Weiterveräußerung — sei es in derselben Beschaffenheit, sei es nach vorheriger Bearbeitung oder Verarbeitung —, noch zum Verbrauch bei der gewerblichen Herstellung anderer Gegenstände oder zur Bewirkung gewerblicher oder beruflicher Leistungen erwirbt. Als Unternehmen, die überwiegend im Einzelhandel umsehen, sind diejenigen anzu- sehen, bei denen im vorangegangenen Steuerabschnitt von dem Gesamtumsatz einschließlich des steuerfreien Umsatzes mehr als 75 Prozent auf Lieferungen der oben bezeichneten Art entfallen. Die Steuersätze von 8,5 und 13,5 vom Tausend finden nur dann Anwendung, wenn sowohl die Vereinnahmung des Entgelts, als auch die Leistung nach dem 31. März 1930 liegen. Entgelte, die jetzt eingehen, jedoch Lieferungen ober Leistungen betreffen, die vor dem 1. April 1930 ausgeführt wurden (Außenstände), find noch mit 7,5 vom Tausend zu versteuern. Es empfiehlt sich, derartige Beträge in den Aufzeichnungen besonders kenntlich zu machen und auf der Rückseite der Voranmeldungen ober in einer besonderen Anlage hierzu die Berechnung der Vorauszahlungen besonders zu erläutern, sofern nicht der allgemeine Satz von 8,5 vom Tausend für alle Umfaße in Betracht kommt. Bei Handlungsagenten und Maklern, sofern sie Bücher führen, sowie bei Privatgelehrten, Künstlern und Schriftstellern wird die Steuer für die Umsätze ab 1. April 1930 nicht mehr erhoben, wenn die steuerpflichtigen Entgelte im 3ahre den Betrag von 18 000 Mk. (seither 6000 Mk.) nicht übersteigen. Gerade von den höchsten Regierungsstellen wird besonders in jüngster Zeit Die Tugend der Sparsamkeit gepriesen, und zwar dann am lautesten, wenn das Defizit im Reich und in den Ländern erschreckend hoch ist und die Finanzminister schlaflose Rächte dem Problem widmen, woher sie neue Steuern zur Deckung bekommen sollen. Allmählich hat man sich in breitesten Dolkskreisen schon daran gewöhnt, diese 3ere» miaden unserer Minister nicht mehr ernst zu nehmen. Troy der so katastrophalen Finanzlage in Reich, Staat und Gemeinden bringt keine Regierung und keine Partei den Mut auf, rücksichtslose Sparsamkeit und die auS mehr ober weniger berufenem Munde vorgetragenen Grundsätze, die das arme steuerzahlende Volk schon bis zum Ueberbruß gehört hat, energisch i n die Tat umzusehen. 3m Hauptausschuß des Preußischen Landtages hat man erst in biefen Tagen wieber bei der Etatsberatung die Kosten für biepreu- ßische Gesanbtschaft in München für das 3ahr 1930/31 bewilligt. Ohne Zweifel war es Rücksichtnahme auf die bayerische Empfindlichkeit, die die Streichung der Kosten als Brüskierung empfunden hätte. Ebenso hat man im Hessis chen Landtag die Forderung des volksparteilichen Etatsredners nach Aufhebung der durchaus überflüssigen hessischen Gesandtschaft in Berlin von der Koalition und Regierung abgelehnt. Hier wäre eine Gelegenheit gegeben, den Anfang mit dem Abbau einer Einrichtung zu machen, die im Zeitalter des Autos, des Fernsprechers, des Radios der Kaufvertrag der Glasfabrik von Fischer und Genossen. Er flog ihn mit raschen Blicken durch. Lothar lachte höhnisch über sich selbst. — War er denn noch der gewiegte und schlaue Kaufmann von ehedem? — Er war kaum noch ein schwaches Abbild von dem einstigen genialen Großindustriellen, der alle die tausend Fäden der verschiedensten Betriebe, die durch seine Hände liefen. Dirigierte, meisterte, und mit einem einzigen Blick überschaute. — Run war da eine Frau gekommen und hatte ihm in einer Stunde des Wahnsinns gesagt, sie könne nicht mehr mit ihm Zusammenleben, war gegangen und hatte ihn allein gelassen, und diesen haltlosen Menschen aus ihm gemacht. — Der Großindustrielle verlor seine Lebensaufgaben, seinen Beruf aus den Augen und verlor sich selbst in süßen Tändeleien mit einer Filmschauspielerin! Und da kam ein junger Bursche, früherer Angestellter von ihm, übertölpelte ihn und nahm ihm mit List das Geld aus der Tasche. Plötzlich stieg eine herbe Bitterkeit zu Kon- stanze in ihm auf, verwandelte sich in Groll. — 3a, das war es also, er grollte Konstanze. Er Zürnte ihr, daß sie von ihm gegangen, baß sie tßn uferlos gemacht, so baß er nun baßintrieb in einem Strome des Wahnsinns, der Unüberlegtheit und der Leidenschaften. Seine Blicke trafen ein Bild Konstanzes. Es hing dort an der Wand über dem Zeitungsständer und stellte sie bar in einem einfachen Sportkostüm. Er entsann sich, wie er dieses Bild ein ft ausgenommen, bei einem Ausflug nach der Hasenheide. — Verrauschte Tage! Er betrachtete das Bild immer noch und seine Stirn legte sich in Falten. .Du allein bist schuld an meinem Ruin“, murmelte er. .Du gehörtest an meine Seite und stießest mich aus unerklärlichen Launen heraus von Dir.“ 3hn ärgerte plötzlich ihr ernstes Gesicht, das sie auf der Photographie zeigte. Es war etwas Anklagendes in diesen so selten lächelnden Zügen. Es war etwas Resigniertes und der Welt Entsagendes in diesem Antlitz. Wie eine Madonna sah sie aus. Sie hatte vielleicht stets zu wenig gelacht! „Hätte sie öfters ein Lächeln gezeigt, wäre vielleicht unser ganzes Leben ein anderes geworden! — Vielleicht liegt ein gut Teil unseres Schicksals an unserem Gesichtsausdruck!“ Er schüttelte den Kopf und bekam beinahe Furcht vor sich selbst. — Wohin verloren sich wieder seine Gedanken? — Er hatte sich m letzter Zeit öfters Dabei überrascht, Daß er ganz groteske Schlüsse zog, unD er mußte immer mehr erkennen. Daß er ein Verlorener war. Er sah noch immer Konstanzes vorwurfsvollen Blick auf sich gerichtet. Da nahm er das Bild» von Der Wand. Run sah sie ihn nicht mehr an. — Da erschrak er heftig, Denn er fühlte eine eisige Leere in diesem Raum, und schnell und und des Flugzeuges überhaupt nur noch ein historisches Derwaltungsrudiment ist. Oder sollte man Den ketzerischen GeDanken äußern Dürfen, Daß es Doch gar zu schön ist, ParteifreunDe, die besondere Verbienste aufzuweisen vermögen, durch Die Stellung und Den Titel eines Gesandten, Dem noch Die alte Exzellenzherrlichkeit stark anhaftet, zu belohnen unD zu erfreuen? 3 in Au slanD erregt Dieser Zopf, Der dem deutschen Michel immer noch hängt, mehr als nur Erstaunen. Sehr leicht entwickelt sich dort in gewissen Köpfen, welche die deutschen Zustände mehr nach Äußerlichkeiten beurteilen, die Vorstellung, als ob es mit der staatlichen Einheit bei uns doch nicht zum Besten bestellt sei. 3n Der Tat kann es im einigen Frankreich, England, 3talien, in Den Vereinigten Staaten usw. nicht den Eindruck machen, als ob Bayern, Hessen und Preußen Glieder eines Reiches seien, wenn sie gegenseitig, wie ausländische Mächte, durch Gesandte miteinander verkehren, sich Roten zustellen und sogar, wie im Falle Bayern-Reich, die diplomatischen Beziehungen zeitweilig unterbrechen. Die weitesten Volkskreise betrachten diese diplomatischen Spielereien — anders kann man sie wohl nicht nennen — mit ständig w achs en dem Mißmut. Die Rotlaae gerade der Länder, wo so viel von Verwaltungsvereinfachung unb Sparsamkeit geredet wird, erfordert ernsthafte Einschränkung Der Ausgaben, denn wir haben fein Geld, um zweifelhafte Bedürfnisse des staatlichen Luxus zu erfüllen. scheu brachte er Konstanzes Bild wieder an Den alten Platz. Er warf sich in einen Sessel und rauchte und trank. Er überschlug in Gedanken die Verluste Der letzten Zeit und erkannte, Daß weit über Die Hälfte seines Vermögens verloren war. Den Rest wenigstens hatte er gut angelegt. Er steckte in Der Villa 3ulias auf Der Babelsberger Straße. Run verlor er sich wieder in Betrachtungen, ob er sich nicht von Konstanze scheiden lassen und 3ulia die Ehe anbieten solle. Er hatte oft in letzter Zeit mit diesen Gedanken gespielt. Er hatte sie verworfen und wieder aufgegriffen. Schließlich hatte er sich zu vollster Klarheit durchgerungen: Er würde Die ScheiDung einreichen. Er wollte alle SchulD auf sich nehmen. 3ulia würDe einwilligen. Das war ihm vollständig klar. Aber noch, so schien ihm, war die Zeit für einen Antrag nicht gekommen. 8. Am nächsten Tage holte Emmerstorfs 3ulia mit Dem Auto ab und sie fuhren nach PotsDam. 3ulia erkannte zuerst Die Villa nicht toieDer. Es schienen Fassabenteile angebaut worDen zu sein. Ileberflüssiges Schnörkelwerk war abgenommen worden. Die Auffahrt hatte man verbreitert. 3ulia hatte glänzende Augen, als sie mit Lothar durch Den blühenden Vorgarten schritt, in Dem Gärtner unD Wegmesser ncch eifrig tätig waren. 3n den Gemächern Des Erdgeschofses wurden noch Die Seidentapeten gespannt und Die Wände getäfelt Es roch im ganzen Hause nach Farbe und Lack. Die 3nnenarchitekten verneigten sich vor Emmerstorff wie vor einem König, küßten 3uüa Die DuftenDe HanD und versicherten, in spätestens vierzehn Tagen könne das Haus bezogen werden. Lothar Emmerstorff hatte an alles gedacht. Den größten Raum des ersten Stockwerkes hatte er zu einem geschmackvollen Konzertsaal Herrichten lassen. Es gab hier ein Podium für die Kapelle. 3n einer versenkbaren Rische war ein Radio-Saallauttprecher eingebaut worden. „Dieser Saal birgt ein besonderes Geheimnis“, rief Lothar und drückte auf einen Knopf an der Wand. — Sieh an! Don der Decke herab, aus einem unsichtbaren Versteck, rollte sich eine weiße Leinwand herab, legte sich vor das Konzert- Podium und wurde automattsch gestrafft. „Hier also werden die Uraufführungen deiner Filme stattfinden. Dor gelaßenen Gästen. Keine Filmdiva Europas hat etwas derartiges aufzu- toeifen.“ Er ließ die Projektionsfläche wieder ver- lchwinden. Da trat Ferdinand Götz, der Archi- Man kann nur wünschen, daß die jeweils bei allen sich bietenden Gelegenheiten gestellten Anträge auf Abschaffung der innerdeutschen Ge- sandttchaften, das nachstemal eine überwältigende Mehrheit finden werden — nach außen als Bekenntnis der innigsten Zusammengehörigkeit Der deutschen Stämme im Deutschen Reich und nach innen als ein Zeichen ernsthaften Sparsamkeitswillens. Oberheffen. Oie Beisetzung des Medizinairais Vogt. pb. Butzbach, 29. Mai. Die Beisetzung unseres Ehrenbürgers Medizinalrat Dr. Vogt am gestrigen Tage gestaltete sich zu einer überaus großen Trauerkundgebung für den Verstorbenen. Waren doch nicht weniger als 40 KriegervereinS- aborDnungen Der näheren und weiteren Umgebung mit Fahnen erschienen, um Dem verstorbenen Kameraden das letzte Geleit zu geben. Diesen schlossen sich eine Abordnung des Turnvereins von 1846 mit Fahne, sowie Die hiesigen Vereine, deren Mitglied der Verstorbene war, und Die Freiwillige Sanitätskolonne an. Hinter: dem Wagen, der Die sterbliche Hülle deS Entschlafenen zur letzten Ruhestätte führte, reihten sich Die Angehörigen, Der Bürgermeister Der Stadt Butzbach nebst Stadtvat, sowie die Vertreter der auswärtigen Verbände und Vereine, sowie viele Leidtragende ein. Unter Den Klängen Der Feuerwehrkapelle bewegte sich Der Zug durch Die dichtbesetzten Straßen der Stadt zum nahen Friedhof. Bei präsentiertem Gewehr und gesenkten Fahnen wurde Die sterbliche Hülle Der ErDe übergeben, während Die Klänge Des LieDes vom guten KameraDen ertönten. Der Geistliche, Pfarrer LinDenstruth, schilDerte im Anschluß an Den Biboltext: „Unser Leben währet 70 3ahre und wenn es hoch kommt, sind eS 80 3ahre", in ergreifender Weise Das Leben und Wirken Des Entschlafenen. Rach Der Ehrensalve für Den Kriegsveteran von 1870/71 folgten Die überaus zahlreichen KranznieDerlegungen, von Denen hier erwähnt seien: Ramens Der Stadt Butzbach legte Bürgermeister Dr. 3 a n f c n einen Kranz mit ehrenden Worten nieder, seitens DeS KirchenvorstanDes Der erste Geistliche, Pfarrer Schneider, für Die Kriegerkameradschast „Hassia“ Generalleutnant a.D. v. OiDtmann. seitens des Hassia-Bezirks Butzbach-Bad-Rau- heim Dessen zweiter Vorsitzender, Schäfer, BaD-Rauheim, namens Des Reichskriegerbundes Kyffhäuser ein Vertreter, für Den Deutschen Apotheker-Verb anD Dr. S a l z m a n n, Berlin, seitens bcS Hessischen Apothekerverbandes, S k r i b a, Reinheim, seitens Der meDizinischen Fakultät Der Landesuniversität Deren Dekan Prof. Hilde- branD, seitens Des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz und Alice-Frauenvereins Geh. Rat v.Hahn, Darmstadt, seitens DeS Turnvereins dessen erster Sprecher Dr.Rau, für Den D. A. V. OberftuDienDireltor Dr. Dinzel, seitens Der Deutschen Dolkspartei deren Vertreter, Landtagsabg. Schott, usw. Dec Beisetzung auf Dem FrieDhof folgte seitens Der Kriegervereine eine interne Rachfeier im Großen Saal des „Hessischen Hofes", wo Generalleutnant a. D. b. OiDtmann nochmals in bereDten Worten Die Verdienste des Verstorbenen um das Kriegervereinswesen würdigte. Landkreis Gießen. * Li ch, 31. Mai. Einem jahrzehntelang bestehenden schönen Brauche folgend, unternahm der unter Leitung des Lehrers Karl Stein stehende Gesangverein „Rothscher Männer- tekt, ein. Er nahm das EinglaS aus Dem Auge und beugte sich über 3ulias Hand. „Dieser Herr ist Der Schöpfer dieser Prächtigkeiten", sagte Lothar zu 3ulia. ..Sie sind Der größte Künstler, Den ich je gesehen habe, Herr Götz", lobte sie gnäbtg unD Der Architekt verbeugte sich abermals, ohne eine Miene zu verziehen. „Es freut mich ganz besonders, 3hren Beifall zu finden, gnädiges Fräulein", entgegnete Ferdinand Götz im Bewußtsein seines Könnens und wendete sich dann mit Der Frage an Emmerstorff, ob er bereits Das herrschaftliche Dod und Die BaDeanlagen für Das Personal besichtigt habe. Der Daderaum schien 3ulia Der Glanzpunkt Des Hauses zu fein. Er befaß runde Form, wie ein kleiner griechischer Tempel und war ganz aus weißem Marmor. Es gab hier eine künstliche Regcneinrichtung und em sinnreich gebauter Apparat konnte künstliche Sonnenstrahlen erzeugen. „3st 3hnen Der weiße Marmor recht?" fragte Ferdinand Götz 3ulia mit ehrfurchtsvoller Stimme. „3ch finde ihn herrlich!" „Wir hatten nämlich erst zwischen Marmor und bunten Fliesen geschwankt", erklärte Emmerstorff, und zu Dem Architekten gewendet, fuhr er anerkennend fort: „Sie haben wieder einmal 3hren sprichwörtlich guten Geschmack bewiesen, Herr Götz." Der Architekt küßte 3ulia Die Hand. Er müsse noch nach Den Malern im obersten Turmgemach sehen, man käme Dort ohne seine Anweisungen nicht recht vorwärts. Die elegante Gestalt des großen schlanken, Mannes verneigte sich ein wenig vor Lothar. 3ulia sah ihm nach. Sie beobachtete, wie er im Gehen wieder sein Monokel eintlemmte und indem sie mit dem Zeigefinger nach ihm Deutete, lachte sie: „Der Da gefällt mir!“ Sie schritt neben Lothar in ihren Mantel gewickelt mit ihrem wiegenDen Gang durch Die Säle unD Gemächer. — Die nähere Ausstattung Des Schlafgemaches und Der Zimmer, in Denen s«h 3ulta meistens aufhielt, sollte sie selbst bestimmen. Sie überlegte kurz und klug und wählte Das Schlafzimmer in mattrosa Farben. Das Speisezimmer sollte in Braun-Gold gehalten werden. 3edeS Zimmer hatte besonderen Fernsprechanschluß, Der mit einer allerletzten Reuheit Der» biniDen war. An jeDem Apparat nämlich befand Fernseher. 3ulia konnte auf einer kleinen MilchglaSscheibe neben Dem Telephon Die Person, mit Der sie gerade sprach, sehen. Diese Einrichtung entzückte und begeisterte sie. (Fortsetzung folgt.). chor" dahier am Himmelfahrtstage eine Frühwanderung durch die Stadt und trug dabei eine Anzahl stimmungsvoller Chöre an den verschiedensten Punkte der Stadt vor. die bei der Bevölkerung nachhaltigsten Eindruck hinterlassen haben. Die letzten, noch unter den Lebenden weilenden Dereinsgründer. Dr. med. Schaad und Wilhelm Zimmer, wurden an diesem Maien- morgen durch ein Ständchen geehrt. Preußen. Kreis Wetzlar. g Wetzlar, 26. Mai. Die Lokalabteilung Wetzlar des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinhreuhen hielt im „Schühengarten" ihre diesjährige Frühjahrshauptversammlung ab. Die Rechnung für das Geschäftsjahr 1929 schloß ab in Einnahme mit 2667,82 Mk., in Ausgabe mit 2653,43 Mk., also mit einem Bestand von 14,39 Mark. Der Bestand aus den Vorjahren belauft sich auf 3458,55 Mk. Das Gesamtvermögen des Vereins beträgt 4959,21 Mk. Die Rechnung wurde von der Hauptversammlung genehmigt und dem Kassierer Entlastung erteilt. Rach dem Geschäftsbericht hat sich die Mitgliederzahl trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse auf der bisherigen Höhe gehalten; sie beträgt zur Zeit 453. In mehreren größeren Orten des Kreises wurden Winterhauptversammlungen abgehcölten, die sich eines zahlreichen Besuches erfreuten. Hervorzuheben ist ferner die Tätigkeit der Abteilung auf dem Gebiete der MiMeistungSprüfungen und des Luberkulosetilgungsverfahrens bei dem Rindvieh. Der Haushaltsplan für 1930 wurde in Einnahme und Ausgabe auf 2850 Mk. festgestellt. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde der bisherige Lokalabteilungsdirektor, Landrat a.D. Geheimrat Dr. Sartorius (Wiesbaden), einstimmig zum Ehrendirektor ernannt. Die vom Vorstand ausgsarbeitete neue Dereinssat- z u n g wurde einstimmig angenommen. Bei der Vorstandswahl wurden gewählt: Landwirt Georg Allmenröder (Wetzlar) als Direktor. Landwirtschaftsrat Dr.äl l r i ch (Wetzlar) als stellvertretender Direktor. Kreisoberrentmeister Lehnen (Wetzlar) als Geschäftsführer und Kreissparkassenrendant Potrafke (Wetzlar) als Kassierer. Als Vertreter der Kreisverwaltung, sowie der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind wurde Landrat Miß (Wetzlar) in den Vorstand gewählt. Ein Vortrag des Landwirtschaftsrates Dr.Ulrich (Wetzlar) über das Thema „Betriebswirtschaftliche Fragen der Reuzeit" wurde mit großem Beifall ausgenommen. O Hochelheim, 31. Mai. Der Spenglermeister Robert Drücke! aus Lang-Göns stürzte bei Arbeiten an einem Reubau in der hiesigen Gemeinde infolge eines Fehltrittes ab und zog sich hierbei erhebliche Verletzungen am Kopf und Rücken zu. Rach erster Hilfeleistung durch Dr. med. Erler in Hornsheim mußte der Verletzte nach Hause gebracht werden, wo er sich in ärztlicher Behandlung befindet. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in der vorigen Woche allgemein ziemlich ruhiges Geschäft. Größere Preisveränderungen traten kaum ein. Die Rachfrage von feiten der Metzger hat etwas nachgelassen. Lediglich der Export nahm nach wie vor stärkere Käufe vor. Auf dem Dindermarkt war im Hinblick auf die bevorstehenden Pfingstfeiertage der Auftrieb sehr stark. Gute Qualität war reichlich vorhanden und wurde noch am besten abgesetzt, während geringere Qualität ziemlich vernachlässigt war. Bei wenig veränderten, aber doch eher etwas niedrigeren Preisen, wurde nahezu ausverkauft. Etwa 50 Prozent des Auftriebes ging wieder nach auswärts. Auf dem Schweinemarkt war die Beschickung erheblich geringer. Trotzdem konnte sich das Geschäft nicht beleben, und nach mittelmäßigem Handel und nachgebenden Preisen wurde der Markt geräumt. Fettschweine waren weiterhin schwer verkäuflich. Kälber wurden bei mäßigem Geschäft und etwas anziehenden Preisen ausverkauft. Schafe wurden nicht notiert. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1967 Rin- dern, darunter befanden sich 500 Ochsen, 150 Dullen, 585 Kühen und 486 Färsen, ferner aus 1803 Kälbern, 131 Schafen und 6075 Schweinen. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al, 58 bis 60, a2 53 bis 57, bl 47 bis 52. Bullen a) 53 bis 56, b) 48 bis 52. Lühe a) 48 bis 51, b) 43 bis 47. c) 37 bis 42, d) 30 bis 36. Färsen a) 57 bis 60, b) 54 bis 56. e) 48 bis 53. Kälber b) 82 bis 87, c) 75 bis 81. d) 66 bis 74. Schafe nicht notiert. Schweine b) 63 bis 66, c) 66 bis 68, d) 66 bis 68, e) 64 bis 66. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Dullen und Färsen je 1 Mark und Schweine 3 Mark nach, während Kälber 2 Mark anziehen konnten. Ochsen und Kühe behauptet. • Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 28. Mai berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 125,2 gegenüber der Vorwoche (125,7) um 0,4 Proz. zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,1 Prozent auf 109,4 (110,6) gesunken. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren sowie für industrielle Fertigwaren weisen mit 124,0 und 151,4 keine Veränderung auf. * Lebenshaltungsindex im M a i. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernäbrung. Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleioung und sonstiger Bedarf) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monat Mai auf 146,7 gegenüber 147,4 im Bormonat; sie ist somit um 0,5 v. H. zurückgegangen. Der Rückgang ist im wesentlichen durch eine weitere Senkung der Er- nährungsausaaben bedingt. Bei diesen haben hauvt- ächlich die Preise für Milch und Milcherzeugnisse, owie für Schweinefleisch nachgegeben; die Preise ür Brot und Mehl haben sich dagegen teilweise erhöht. Die Ausgaben für Bekleidung sind weiter leicht zurückgegangen. In der Gruppe Heizung und Beleuchtung wirkte sich die saisonmäßige Preisherabsetzung für Hausbrandkohle aus. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 = 100): Ernährung 141,7, Wohnung 127,7, Heizung und Beleuchtung 149,9, Bekleidung 167,2, sonstiger Bedarf einschließlich Perkehr 193,5. * Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei 31611. In der Aufsichtsratssitzung der Vereinigte Fahrzeugwerke A.-G., Neckarsulm, wurde beschlossen, der auf den 24. Juni einzuberufenden G.-V. die Verteilung einer Dividende von 4 v. H. vorzuschlagen. (Im Vorjahre wurde der Reingewinn von 122 750 Mark vorgetragen.) * Die Daimler-Benz A. - G., Stuttgart erzielte 1929 einen Umsatz von 130 Mill. Mk. Der noch 5,81 (5,85) Mill. Mk. Abschreibungen sich ergebende Reingewinn von 1073 501 (875 226) Mk. soll vorgetragen werden. Die Rückgänge im Lastwagengeschäft konnten durch eine entsprechende Zunahme des Personenwagengeschäftes ausgeglichen werden. Die Bilanz zeigt ein gegen dos Vorjahr gebessertes Bild. * Die Dasalt AG., Linz a. Rh. erzielte einen Reingewinn von 26 639 (25 437) Mk., der vorgetragen werden soll. Außerdem sollen die nvm. 4 Mill. Mk. Treuhandaktien im Desitze der Gesellschaft, die zur Umwandlung der Wcmdel- anleihe nicht bezogen worden sind, eingezogen und der freiwerdende Detrag von 2 Mill. Mk. zu außerordentlichen Abschreibungen verwandt werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 2.Iuni. Tendenz: schwächer. — Auch zu Beginn der neuen Woche fehlte der Börse jegliche Anregung, so daß das Geschäft wieder einen schleppenden Verlauf nahm. Die Kulisse schritt weiter in mäßigem Ausmaß zu Glattstellungen. Bei der herrschenden Unternehmungslust ergaben sich bei schwächerer Tendenz gegen den Samstagschluß Abschwächungen bis zu 4 Prozent. Die kritische Finanzlage des Reiches und die weiter anhaltende Order- losigkeit mahnte stärker zur Zurückhaltung. Besonders der Elektromarkt hatte unter der verschlechterten Situation zu leiden. Siemens bei geringem Geschäft angeboten und zu Beginn 5 Prozent abgeschwächt. Gesfürel minus 4 Proz. AEG. lagen 2,75 Proz. niedriger. Am Chemiemarkt war die älmsatztätigkeit ebenfalls sehr bescheiden. Farben lagen 3,5 Prvz., Scheibeanstalt 2 Proz. abgeschwächt. Don lokalen Werten büßten Metall^sellschaft 2 Proz. ein. Am Montanmarkt kam ein Geschäft kaum zustande. Gelsenkirchen gaben 2 Proz. nach. Auch Schiffahrtswerte hatten Verluste bis zu 2 Proz. A.-G. für Verkehrswesen eröffneten sogar 2 Proz. abae- schwächt. Rach Berücksichtigung des Dividendeabschlages bei Zellstoff Waldhof war der Kurs dieses Papieres gehalten. Am Bankenmarkt eröffneten Commerzbank leicht befestigt, während die übrigen Werte dieses Marktes ebenfalls leicht abgeschwächt waren. Renten verkehrten in stiller Haltung, bei wenig veränderten Kursen. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Tendenz war ausgesprochen schwach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1917; gegen Pfund 20,364; London gegen Kabel 4,8590; gegen Paris 123,94; gegen Mailand 92,75; gegen Mcü)rid 39,90; gegen Schweiz 25,1125; gegen Holland 12,0813. Berliner Börse. Berlin, 2. Mcri. Vormittags und an der Dorbörse war eine ausgesprochene Tendenz nicht zu erkennen. Man rechnete jedoch eher mit einem Abbröckeln des Kursniveaus, wie dies bei drückendem Ordermangel einzutreten pflegt. Die wenigen vorliegenden Momente waren auch nicht geeignet, die Unternehmungslust zu heben. Die Reuyorker Börse war an den letzten beiden Tagen der vergangenen Woche geschlossen, so daß eine eventuelle Anregung von dort in Fortfall kam. Die geringe Senkung des Lebens- mittelindex für den Monat Mai um 0,5 Prozent, die mit der saisonmäßigen Verbilligung einiger Lebensmittel im Zusammenhang steht, konnte gegenüber der Wiedereinlegung weiterer F e i e r s ch i'ch t e n im sächsischen Braunkohlenbergbau keine Bedeutung gewinnen. Die Meldung eines Mittagblattes, wonach der Streit um das Rotopfer jetzt eigentlich beginne, sand viel Beachtung. Die Veränderungen hielten sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs im allgemeinen in engen Grenzen und betrugen selten mehr als 1,5 Prozent. Darüber hinaus verloren A. - G. für Verkehrswesen, Elektrische Lieferungen, Gesfürel, Berger, Bergmann usw. bis zu 2,5 Prozent. Auch Deut- sche Waffen und Rüt gerswerke fielen durch schwächere Haltung auf, wenn auch Die Verluste nicht über den üblichen Rahmen hinaus- gtngen. Chadeaktien verloren 3,75 Mark. Fest lagen Calmon Asbest, die der Bewegung der übrigen Werte nicht folgten. Zellstoff Waldhof wurden heute exklusive Dividende notiert und lagen bei Berücksichtigung des Abschlages zirka 1 Prozent schwächer. Von Deutschen Anleihen büßten Altbesitz 0,5 Prozent ein. Am Auslandrentenmarkt fielen Mexikaner durch Festigkeit aus. - Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war unverändert. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstagnation an. Die Kurse bröckelten weiter leicht ab. Zellstoff Waldhof gaben um weitere 1,5 Prozent nach. M ansfeld litten etwas unter Abgabedruck, wofür die Stillegung des Kupferwerkes als Grund angeführt wurde. Die Tendenz war ausgesprochen lustlos. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 2.3uni. Am Produktenmarkt war das Geschäft in der neuen Woche sehr ruhig. Rur in Weizen machte sich im Verlaufe lebhaftere Rachfrage bemerkbar, da das Angebot in alter Ware sehr klein war; neue Qualitäten waren dagegen reichlicher angeboten. Etwas höhere Forderungen konnten.gut eingeholt werden. Die Provinz hielt sich stark zurück, und es ergab sich ein Preisabschlag bis zu 7,50 Mk. In Doggen war das Geschäft sehr schleppend; das Angebot genügte vollkommen der Rachfrage, der Preis war jedoch gehalten. Stärker angeboten war Sommergerste bei stockendem Geschäft und bis zu 5 Mk. niedriger. Weizenmehl konnte im Einklang mit dem höheren Weizenpreis etwas anziehen. Roggenmehl gab dagegen leicht nach. Futtermittel hatten nur geringes Geschäft. Roggenkleie war im Preis gedrückt. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je Doppelzentner. Es wurden notiert: Weizen (Hessen, und Provinz Hessen- Rassau) Hektolitergewicht 78 Kilogramm 322,50 bis 325 Mk., Roggen (Hessen, Provinz Hessen- Rassau und Unterfranfen) Hektolitergewicht 72 Kilogramm 171 bis 172,50, Sommergerste für Brauzwecke 200, Hafer (inländischer) 165 bis 165,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 45 bis 46, Roggenmehl 25,25 bis 26,25, Weizenkleie 6,90 bis 7, Roggenkleie 7 bis 7,25, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 38 bis 80, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 8, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht) 4,75, (gebündelt) 5,25, Treber (getrocknet) 9,50 bis 10,25. — Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt A M., 2. 3uni. Auftrieb: 6396 Schweine. Es Wurden notiert: Schweine: voll- fleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 62—64, desgl. von zirka 200 biS 240 Pfo. Lebendgewicht 64—66, desgl. von zirka! 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 64—66, fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Psd. Lebendgewicht 63 bis 65. Marktverkauf: Schweine mittelmäßig, lieberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. DeS israelitischen Feiertags wegen fand heute nur Schweinemarkt statt; der Hauptmarkt wird am Mittwoch, 4.3uni, abgehalten. Frankfurter Eierrnarkt.— Frankfurt a.M., 31.Mai. Tendenz: ruhig, Absatz: schwach. Preise in Pfennig per Stück. Es wurden notiert: Italiener 8,5 bis 8,75, Bulgaren 7 bis 7,25, 3ugoslawen 7 bis 7,25, Rumänen 6,9 bis 7,2, Russen 7,25 bis 7,5, Holländer 8 bis 10,25, Dänen 8 bis 10,25, Belgier 8,25 bis 8,5, Schlesier 8,25 bis 8,5, Bayern 7,75 bis 8,25, Norddeutsche 8 bis 8,5. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 23. Mai. Straßenkreuzungen sind im Fahrzeugverkehr stets gefährlich und können fast regelmäßig als unübersichtlich im Sinne der Verkehrs Ordnungen angesehen werden. Bei dem Verkehrsunfall, der heute zunächst zur Verhandlung stand, handelte es sich um die Kreuzung Bleichstraße—Ludwigstraße. Der Angeklagte fuhr mit seinem Auto durch die erstere in Richtung Südanlage. Ecke der Ludwigstraße fuhr et einen von dem Ludwigsplatz herkommenden Motorradfahrer, der dadurch zu Fall kam und Verletzungen davontrug, mit großer Wucht an. Auch öas Rad wurde erheblich beschädigt. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Autofahrer zwar das Dorfahrtsrecht nicht verletzt hat, aber offensichtlich zu rasch in die Kreuzung gefahren ist. Seine Geschwindigkeit betrug mindestens 25 Kilometer. Er hätte so langsam fahren müssen, daß er sein Fahrzeug auf die kürzeste Entfernung zum Stehen bringen formte. Dies wäre ihm, wenn er es wirklich versucht hätte, nicht gelungen. Der Unfall, den der Motorradfahrer erlitten hat, stand fraglos in ursächlichem Zusammenhang mit der Verkehrsordnungsübertretung. Der Angeklagte war deshalb wegen fahrlässiger Körperverletzung zu bestrafen und erhielt eine Geldstrafe von40Mark. 3n einem andern Fall, der unter ganz ähnlichen Umständen die gleiche ilebertretung betraf, war ein Motorradfahrer der Angeklagte. Die Unfallstelle befand sich in der Kreuzung Wilhelmstraße—Ludwigstraße. Der Motorradfahrer fuhr von der Frankfurter Straße aus in die erstere und stieß in Id er genannten Kreuzung mit einem von der oberen Ludwigstraße herkommenden Auto zusammen. Er verletzte sich erheblich, und das Rad ging in Trümmer. Die Schuld an dem Unfall trug der Verletzte selbst. Er hätte seine Geschwindigkeit so einrichten müssen, daß er im Stande war, das Auto zuerst die Kreuzung passieren zu lassen. Zudem stand dem Auto das Vorfahrtsrecht zu; auch kam es von rechts. Der Angeklagte wurde nur zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt. Erhebliche Milderungsgründe — er hatte sich selbst erheblich verletzt und sein Rad war in Trümmer gegangen — standen ihm zur Seite. Em Metzger erhielt wegen fortgesetzten Vergehens gegen die Arbeitszeitverordnung eine Geldstrafe von 15 0 Mark und wegen Verstoßes gegen die Gewerbeordnung (Störung der Sonntagsruhe) eine solche von 50 Mark. Er hatte zwei Lehrlinge und einen Gesellen weit über die zulässige Zeit hinaus beschäftigt. Die Sonntagsruhe hat er dadurch gestört, daß er seine Lehrlinge, die als Werkstättenarbeiter Anspruch auf solche hatten, in der Wurstküche Sonntags arbeiten ließ. Kirchliche Nachrichten, katholische Gemeinden. Mittwoch, den 4. Juni. Hungen. 6.15 Uhr: Messe. Donnerstag, den 5. Juni. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. Freitag, den 6. Juni. Gießen. 6 Uhr: Segensamt. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4,5 v. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H. Frankfurt a. 2J1. Serlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß«! t-llhr» kurs | Kurs Schlußkurs Anfang- Kurs Schluß- kur- l«tlhr« Kurs Schluß- kurs Anfang- Kurs Datum 31 5 2. 6 31 5 2. 6 Datum 31. 5- 2. 6 31 5 2. 6 6% Deuuche öteidjeaiueUje von 1927 ......... 7% Deutsche Reich-anleihe Don 1929 .......... 37,9 104 59,4 10,9 96 58,9 100 95 88,7 101 96,5 95 96,5 26,75 23,65 20.8 2,3 5,9 8,2 || | || 1 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 । । । । । । 58 1 1 1 88,25 104,25 59,25 11 96,5 58,75 101 97 95,5 27,13 24 21 22 2.3 5,9 6,05 6 10,13 17.4 8,25 SS 1 a» 1 1 £ 1 12 1 II । । I । • 1 1 । 1 1 «ä 1 1 Hamvurg-Amertka Palei . . . Hamburg-Südam.Dampfschtfs. 8 Hansa Dampfschiff.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Wlgemeine Deutsche Creditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz- und Privat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und DiSconto-Geselljchast, ... 10 Dresdner Bant......10 flWrMFimtf ....... 12 113 126 5 178 152,5 233 141,25 141 295,5 168 165,5 120 167 151 184,25 249 171 77 100,25 136,75 127 101,5 109,75 73 99,5 234 119,75 112 111,75 126,5 152,75 141 141,5 167 165 247 137 112.13 176 153,5 112.9 114,5 126.5 177 152,5 232,5 141,25 142 5 295,75 167,75 156.25 165 119.5 167,5 151 166 183 248 170 78,25 99,75 138 127 101,25 105,25 109,13 73,25 71 109,25 99,9 119,75 112 175 112.4 115,5 126 25 177,25 152,75 232 141,25 141,5 295 167,75 154,5 164 165,5 139,5 167,9 182,5 247,5 168,9 76,75 99,75 137,6 126,25 217,5 100,75 104,5 109 72,75 109,13 99 118,13 Deutsche Anl.-M>lÜs^SchuId mti OTirämf ....... Desgl. ohne Äurlos.-Rechte . . 8% Hell. BolkSstaat von 1929 (rürftahlb 102%)...... Oberhellen Provinz - Anleihe mi> Deutsche Komm. Sammelabl. 8% Franks. Hyp^-Bank Goldpfe XIII untitndbar bte 1934 . . . 7% Franks. Hyp^-Bank Goldpfe unkündbar bis 1932 .... A.E.G............8 Bergmann.........0 Elektr. LieserungSgesellschaft. 10 Licht und Krast..... 10 Felten & Guilleaume . . . 7yt Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger ElekunzitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schlickert L Co.......11 Siemens & Halske..... 16 TranSradto ......... 8 Lahmeyer 8 Co...... . 10 Buderus..........6 Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle ...... 8 4y.% Rheinische Hpp.-Bank Liqu. Goldpse......... 8% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 17...... 8% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, Komm^Obl. R. 20...... 7% Pr. Landespsandbriesansialt, Pfandbriese R. 10...... A.E.G. abg. Borkriegs-Obllgatio. neu, rückzahlbar 1932 ..... 4% Oesterretchtsche Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche <% Ungarische Goldrente . . . 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 Gelsenkirchener ....... 8 Horpener...... . . - 0 Hoesch Eisen........ Flle Bergbau.......10 Klücknerwerke ........ 7 Köln-Neuesten........7 Manne-mann-Röhreu .... 7 Mansselder Bergbau.....7 Oberschlei. Eisenvedarf .... 5 Oberschles. Kok-Werte.....7 Phönix Bergbau......6% Rheinische Braunkohlen . . 10 Ryetnstahl...... 6 Riebeck Montan......7,2 4% Ungarische Kronenrente . . - 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl , o/ S-rri* II....... 5% RumLülche veretnh. Rente 4%% Rumänische veretnh. Rente 4% Rumänische veretnh. Rente Frankfurt a. M. | Berlin Schluß- kur- 1-Uhr- Kur- Schlußkur- Anfang- Kur- Datum 31 5 2. 6 31- 5 2- 6 Beretmgle Stahlwerke . Otavt Minen..... ‘16 */. 98 —— 97,25 97 54.5 — 54 53,9 Kaliwerke Aschersleben . • . 10 231 — 231 231 Kaliwerke Westeregeln . . 10 233 233 231 Kaltwerte Salzdetfurth . . 16 420 — 420 419 I. G. Farben-Jndustrie . . 12 188,5 187 188,25 187,25 Dynamit Nobel . . . . . . 6 — — —- — Scheideanstalt..... . . 0 153,5 153 — — Goldschmidt..... . . 6 70 — 69,75 —— RütgerSwerke..... . . 6 69 — 68.75 67,25 Metällgesellschast. . . . . . 8 123 122 123,5 122 Philipp tzolzmann . . . Zementwerk Heidelberg . . 7 104.5 — 104,25 102 25 ■ . 10 123 — — — Cementwerk Karlstadt. . ■ . 10 130 — — — Wahß L Freytag . . . • . . 8 87,75 86,75 87,75 — Schultheis Patzenhofer . . 16 — 323,5 323 Ostwerte....... . 12 — — 271,25 270,5 Aku......... . 18 102 102,5 103 —— Bembcrg....... . 11 113 — 113 111 Zellstoff Waldhos . . . e 18'/. 176,5 162 174,65 162,5 Zellstoff Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser . 12 136,65 ä 138 —— e . . 8 — 102.9 103 Dessauer GaS..... . . V — 165,75 — Daimler Motoren . . . . . 0 39,5 - 38,75 38,9 Deutsche Linoleum . . 240,5 — 238 238,4 . . 0 —- — 52,25 52 Nat. Automobll . . . . . . 0 — 19,75 — Orenstetn & Koppel . . e . . 6 — —• 84.5 84,75 Leonhard Tietz . . . . . 10 161 —- 161 160,75 SvenSka....... — — 327 325,5 Frankfurter Maschinen . - . . 4 30.65 — 30,5 — Gcttzner....... . . 6 36,25 —• 35 — Heyliaenstaedt . . . . . ( —■ —• —— Funghan«....... . . 6 42,5 •*- 41,5 — Lechwerte....... . . 8 98,5 — —- Matnkrastwerte Höchst a. M.. . 8 88,65 — — — Mag......... . 1( 119 — 117,5 117,5 Gebr. Roeder..... . 1( 107 — — — BoiatL Haesfne, . . • Süddeutsche Zucker . . • . . V . 10 150 162 150 150 162 180 1 - Banknoten. Berlin, ZI. Mai Geld Brstf Amerikantiche Noten...... Belgische Noten ....... Dänische Noten ........ Englische Noten ...... Französische Noten....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweizer Noten........ Spanische Noten........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten........ Devisenmarkt Berlin 4,169 58,28 11.73 20,305 16,40 68,01 21,98 111,68 58,98 2,455 112,00 80,94 50 85 12,415 73,02 rranffur 4-189 58,52 112.17 20,385 16.46 168,69 22,06 112,12 59.22 2,475 112,44 81,26 51.05 12,475 73,32 a. zn. 31. Uloi 2. Juni Amtliche Notierung Geld | 3rlcl Amtliche Notierung Geld | Briei Amst.. Rott. Buen.-Aires Brss.-Antw- Chnsttania. .Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuhork . . Paris.... Schweiz .. Spanten. ■ Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-- Oest. abgest. Prag Belgrad . . Budapest - - Bulgarien . Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . Canada . . Uruguay. . Cairo . . 168 43 1,585 58,41 111.98 111,98 112,28 10.535 21.93 20.34 4,186 16,41 80,995 51,00 2,068 0,4955 59,06 12,42 7,393 73,15 3.035 18,80 81,32 1,785 5,42 4,183 3,796 20,865 168,68 1,589 58,53 112,20 112,20 112,50 10 555 21.97 20,38 4,194 16,45 81,155 51,10 2,072 0,4975 59,18 12,44 7-407 73,29 3,041 18,84 81,48 1.789 5.43 4,191 3,804 20,905 168,34 1.587 58,41 111.99 111.99 112.31 10,538 21,93 20.34 4,1865 16,41 80,98 50,97 2,071 0,4945 59,065 12.415 7,393 73,15 3,035 18,80 81,36 1,784 5,42 4.183 7.776 20,865 168,68 1,591 58,53 112.21 112.21 112.53 10,558 21,97 20,38 4,1945 16,45 81,14 51,07 2,075 0.4965 59,185 12,435 7.407 73,28 3,041 18,84 81,52 1,789 5,43 4,191 7,784 20,905 Sports drohe weih Leinen für den Strand M. 3.85 fürs Boot mit Gummisohle M. 2.50 ! ganz ä&n* tenhMg mit Der Ange- zer Körper- int Geld« eseyten 2er« tbmmg eine wegen Der- Störung der > Mark. Sr Gesellen tneit -äftigt. Die ort, daß er arbeitet An- Durstküche rtt ieö. 6396 doll. °$funi> bij Lr ^tnrortt ungen sind können Sinne der • Dei dem ' Derhand- Kreuzung klagte fuhr i Atchiung r er einen i Motor» ü Derlei- an. Auch Die De» hrer zwar iber offen- fahren ist. . ls 25 Kilo- Ässen, dah Entfernung wäre chm, ^hig. Stück. Z ■Bulgarcn Wen 69 1 bis 10,25 ’■ Schlesier orddeutsche l«'<* । »w, *ssi 58,y 112-S s t *lfc» 81. j 51,07 0T5 Kreuzung Wvtvnad- ahe auB in n Kreuzung ahe herivin- i sich erheb- immer. 'N nlehte selbst, irichlen müs« Auto zuerst juöcm stand ud) kam ei ir zu einer . tzrhebM iM erheb- krümmet ge« Turnen, Sport und Spiel Bataillons-Sportfest in Gießen 3. RD. Hellas Diskuswerfen: 1. Sieger O.-Gren Dugel 35,63; 2. Sieger Defr. Mohl 35,37; 3. Sieger O.-Gren. Arnd 33,52. Verteidiger Sptelvereinigung m 1. RD. Heidel, 7,28, 3. Frank- den Schlußmann der Eintracht, dem deutschen Hürdenmeister Welscher, knapp mit Brust- breite für die »roten Adler" entschieden wurde. der Verlängerung mit 5:4 aus bem Wettbewerb. Bei Halbzeit führte die mitteldeutsche Meisterelf schon 3:1, bis Schluß der regulären Spielzeit kam Offenbach 7:44,2. Ermunterung-Vierer: berg 7:27,8, 2. AD. Stuttgart furter AG. Oberrad. Mit besonderem Interesse wurde das 2 mal 20 Minuten dauernde Handballspiel einer kombinierten Slädte-Mannschaft gegen die Bataillons-Mannschaft ausgenommen. Ein flotter und fairer Kampf, der In jeder Weis« dazu geeignet war, die Schönheiten dieses Kampfspieles vor Augen zu führen. Um die Spannung der Zuschauer erneut anzu« regen, waren zwei Riegen zusammengestellt worden, die durch eindrucksvolle Hebungen auf der Boden- matte und am Sprungtisch ein musterhafte» Bei« spiel für Mut- und Gewandtheit boten. Um die Vielseitigkeit des Truppensportes zu erschöpfen, galoppierten al» Abschluß der Kämpfe die gut herausstebrachten Pferde der Maschinengewehr- Kompanie über eine schnell aufgebaute Hindernisbahn, wobei zwei Pferde mit 0 Fehler durchs Ziel gehen konnten. Die nach dem Jagdspringen vor- geführten beiden Reiter-Patrouillen machten reifen lief) wie militärisch einen ausgezeichneten Eindruck. Das Sportfest endete mit der Siegeroerkündigung und Verteilung einiger Ehrenpreise durch den Bataillons-Kommandeur. Sicgerliste: 10 0 Meter: 1. Sieger O.-Gesr. Hägen 12,1; 2. Sieger O.-Gren. Nußbaum 12,2; 3. Sieger O.-Gren. Salz 12,3. Kugel st oben: 1. Sieger Defr. Mohl 12,85; 2. Sieger O.-Gren Dugel 11,74; 3. Sieger O.* Dren. Steines 10,71. Hochsprung: 1. Sieger O.-Gren. Steine- 1,50; 2. Sieger O.-Defr. Berghöfer 1,45; 3. Oie* ger Ilntcroffiz. L. Krämer 1,45. — 1. Sieger O.- Gesr. Dünhel 1,75; 2. Sieger O.-Gren. Jakob 1,60; 3. Sieger Schütze Keller 1,55. 4X100 Meter: 1. Sieger 1. Kompanie 47,4; 2. Sieger 2. Kompanie 47,8; 3. Sieger 3. Kompanie 48,8. Handgranaten: 1. Sieger Defr. Mohl 70,50; 2. Sieger Defr. Fischer 63,62; 3. Sieger O.-Dren. Dugel 63,30. 1500-Meter-Lauf: 1. Sieger Dren. Lenz 4,52; 2. Sieger O.-Defr. Rasch 4,59,6; 3. Sieger O.-Defr. Stieler 5,00,6. 1500-Meter-Einl. - Lauf: 1. Sieger Defr. Stuckardt 4,26,9; 2. Sieger O.-Defr. Büttner 4,39. Weitsprung: 1. Sieger O.-Dren. Strohm 4,43; 2. Sieger Unteroffiz. Becker 4,42. Nachrichten st afette: 1. Sieger Stafette 1 7,28,1 (6 Fehlerpunkte). 5000-Met er-Lauf: 1. Siegermannschaft 1. Kompanie 18:28,5; 2. Siegermannschaft 4. Kompanie 18:32,8. bitterten Komps zwischen der Frankfurter Ein- i Eintracht siegte in 12:07.2 vor SES0 in 12:07,3 tracht und dem SE 80 Frankfurt, der erst durch | und dem DC 99 Offenbach — 3m Einzellauf blieb Siegel (Mörfelden) in 17.17,5 vor dem 6:47,8, 4. RD. Schwaben Heilbronn 6:52,2. Zweier ohne: 1. Heidelberger RK. 7:30,8 2. Arnicitia Mannheim 7:43,9, " " Eintrqchtmann Seiferth in 18:01 siegreich -------- J Doppelzweier ohne: 1. Frankfurter RD. Oberrad (Paul, Neumann) 7:07,6, 2. Mainzer RD. 7:18, 3. RD. Rüsselsheim 7:59. Dritter Acht e r: 1. Offenbacher RD. 6:38,4, 2. Mannheimer RK. 6:48,2. LetchtgewichtS-Dierer: 1. RD. Heilbronn 7:12, 2. RD. Mainz-Kost heim-Gustavs- burg 7:19, 3. RD. Speyer 723. 4. Mannheimer RD. 7:25,4. z^unb um Frankfurt." Eine Massenbeteiligung wies der gestrige Staffellauf »Rund um Frankfurt" über 5,6 Kilometer mit 2000 Teilnehmern auf, der in der Hauptklasse von 15 Läufern bestritten wurde. Während des ganzen Rennens gab es einen er- Einen vollen Erfolg hatte unser Bataillon mit seinem in jeder Weise gelungenen Bataillons- Sportfest am Himmelfahrtstage zu verzeichnen. Es ist erfreulich, daß das Interesse an den leicht- athletischen und militärfportlichen Wettkämpfen sich in dem Maße gesteigert hat, wie e» die mehr als 2000 Zuschauer, die das Stadion des Waldfportplatzes umsäumten, erkennen ließen. Es ist anderseits bedauerlich, daß viele, die durch die üblichen Himmelfahrtsausflüge anderwärts gebunden waren, sich diesen genußreichen spottlichen Nachmittag entgehen lassen mußten. Nach einem straffen Stillauf, der von 200 Soldaten vorgeführt wurde, und nach g y rn n ast i > scheu Hebung en der 3./15, begannen die Wettkämpfe. In den Läufen hatte die 1. Kompanie des Bataillons die beste Vertretung; jedoch ging der 100-Meter-Lauf dem Bataillon an den Dbergefrcilcn Hägen (Stuttgart) verloren. Ein ganz vorzügliches Rennen lief in dem 1500 Meter Einladungslauf der (Befreite Stuckhardt (Weimar), der jedoch auf der schweren Bahn an seine vorjährige Leistung bei den Deutschen Meisterschaften nicht herankommen konnte. Die Mannschaftsläuse konnten das Interesse der Zuschauer dadurch besonders anregen, da sie aus dem üblichen Stil der Normal-Staffeln heraus- fielen. Im 5000 Meter Mannschaftslauf konnte sich die sehr gut und geschlossen laufende Mannschaft der 4. Kompanie gegen die 1. Kompanie nicht durchsetzen. Die 1. Kompanie hätte ihre Leistung erheb- lieh verbessern können, wenn die drei sehr guten Läufer ihren vierten Mann geführt hätten. Eine Nachrichten-Staffel mit Meldehunden, Radfahrern, Blink- und Fernsprechtrupps brachte viel Abwechslung in das Programm. Den Höhepunkt bildete eine 30-Mann-Staffel, die das Publikum 18 Minuten lang in aufregender Spannung hielt. Es ging im Lang-, Mittel- und Kurzstreckenlauf, mit leichten Maschinengewehr- und schweren Maschinengewehr-Bedienungen, Gewehrschützen und Radfahrern über die Aschenbahn und quer über den Sportplatz, wobei verschiedene Hindernisse über- wunden werden mußten. Die 4. Kompanie lag zunächst mit der 2. Kompanie in einem scharfen Anfangskampf, bis sich die 4. Kompanie durch ihre schwere Maschinengewehr-Bedienung einen Vorsprung von 50 Meter sichern konnte, den sie durch die geschickte Verteilung ihres Läufermaterials bis ins Ziel auf 70 Meter vergrößern konnte. Unter dem Beifall der Zuschauer und den anspornenden Ermahnungsrufen der Kameraden zerriß Unter- Offizier Schmidt 4./15 in 18,03 Minuten als erster das Zielband. Neben den Läufen her gingen die Sprünge und Würfe, so daß auch die Zwischenzeit dauernd durch sportliche Kämpfe ausgefüllt waren. Die auswärtigen Teilnehmer waren hier mit ihren Leistungen besonders stark. Der Hochsprung von G ü n tz e l (Meiningen) 1,75 Meter und der Stabhochsprung von Singer (Ulm) und Steines, 1. Kompanie, mit je 3,40 Meter, sind Leistungen, die jedem größeren Verbandssportfest Ehre machen, um so mehr, als die Sprunganlagen des D.f.B.-Platzes s ehr schwer sind. Ganz ausgezeichnet war der Handgranatenwurf des Gefreiten Mohl, 3. Kompanie, im feldmarschmäßigen Anzug mit 70,20 Meter. Fürth bis auf 4 4 wieder heran. — In Köln trennten sich die Spiel-Bgg. Sülz 07 und der Berliner Meister Hertha B S. C. nach Ablauf der Verlängerung 1:1. Die Westdeutschen lagen zur Pause 1:0 in Front. Für die Vorschluhrunde stehen damit als Teilnehmer Holstein Kiel, 1. F.T. Nürnberg, Dresdner Sportklub und der Sieger aus dem evtl. Wiederholungsspiel Sülz 07 — Hertha B. S. C. sest. 8. Heidelberger Auder-Aegatta. Bei günstiger Witterung fand am Samstag und Sonntag auf der idealen 2000 Meter langen Heidelberger Regattastrecke die 8. Ruder-Regatta statt. Dor zahlreichen Zuschauern wurde sehr guter Sport geboten. Bedauerlich war, daß der große Achter, zu dem Amicitta Mannheim allein gemeldet hatte, nicht auSgefahren werden konnte. Dies ist um so mehr zu bedauern, als bereit- zwei andere wichttge Konkurrenzen wegen Eingang von nur einer Meldung gestrichen werden mußten. Ergebnisse: Anfänger-Dierer: 1. Rudergesellschaft Speyer 7:37,6, 2. RD. Heilbronn 7:43,2, 3. Ludwigshafener Ruderverein 7:45,8. 3ungmann-Einer: 1. Offenbacher Ruderverein (Maier). 3univr-Dierer: 1. Offenbacher RD. 7:13,4, 2. RD. Speyer 7:20,4, 3. RD. Ludwigshafen 7:26. 3ungmann-Q3ierer: 1. Ludwigshafener RD 7:26,4, 2. RD. Stuttgart 7:42,6, 3. Frankfurter RD. Oberrad 8:11,2. 3univr-Einer: 1. Heidelberger Ruderklub (Dender) 8:08,9. Zweiter Vierer: 1. Mannheimer Ruderklub 7:26,2, 2. Offenbacher RD. ausgeschlossen. Dritter Dierer: 1. RD. Ludwigshafen 7:17,2, 2. RD. Speyer 7:23, 3. RD. Mannheim- Rheinau 7:28,9, 4. R G. Gießen 1 87 7 7:29. 3ungmann-Achter: 1. Ludwigshafener DD. 6:42,4, 2. Amicitta Mannheim 6:51,2, 3. Heidelberger RK. 6:56,4, 4. Mannheimer RG. 7:10,4. Zweiter Achter: 1. Offenbacher RD. 6:36, 2. Mannheimer DC. 6:39,8. Offener Dierer: 1. RG. Mannheim-Rheinau 7:25,8, 2. Frankfurter Ruderklub 7:38,6, 3. RD. Stuttgart 7:38,6. Erster Einer: 1. Frankfurter RG. Oberrad (Paul) 7:49,1: Ludwigshafener RG. (v. Hoven) wegen Kollission ausgeschlossen, Hasfia Hanau ausgegeben. Junior-Achter: 1. Offenbacher RD. 6:29,4, 2. RG. Speyer 6:37,2, 3. Mainzer RG. Fechten imTunigauSessen(D.T.) Au-scheidungskämpfe der Altmannen für das Kreisturnfest. =■ Dießen, 1.3uni. Die Altmannen der 3. Gaugruppe (Dau Hessen) de- Wittelrheinkreises der D. T. trafen sich heute in der Turnhalle des Tv. 1846 zur wichtigen Ausscheidung auf Florett und leichten Säbel für daS Hanauer Kreis turnfest. 3n Anwesenheit des KreissechtwartS E i ß n e r, Mainz, wickelten sich die Kämpfe unter Leitung von Gausechtwart Kühn, Friedberg, auf zwei Kampfbahnen schnell und reibungslos ab. Es ist daS zum guten Zeil auch mit ein Derdienst deS Kampfgerichts, bestehend aus erfahrenen Fechtern des Gaues Hessen und der 2. Gaugruppe (Frank- furt-Ofsenbach-Hanau). das in feiner unparteiischen Zusammensetzung ganz vorzüglich arbeitete. 3n Florett fochten dreizehn Bewerber in Dor-, Zwischen- und Endrunde um den Sieg. Besonders die Endrunde zeigte sehr spannende Gefechte mit erfreulich schönen Leistungen, die den Beweis erbrachten, daß daS schöne Turnerfechten im Gau Hessen gute Fortschritte macht. 3n die Endrunde tarnen sechs der Bewerber, die sich in folgender Rangfolge die Derechttgung zur Teilnahme an den Kreiskämpfen erwarben: 1. W. Malzahn, T v. 1 846 Gießen, vier Siege; 2. Maletzke, T. u. Spp. Butzbach, drei Siege (18 Minustreffer); 3. Karl Mulch, To. Wetzlar, drei Siege (20 Minustreffer); 4. Walter Gerhardt, To. 1846 Gießen, drei Siege (22 Minustreffer); 5. Hans Mulch, Tv. Wetzlar, einen Sieg (23 Minus- treffet); 6. Hovels, To. Wetzlar, einen Sieg (24 Minustreffer). Weiter wurden noch als Sieger nomi- miert: 7. Seibert, To. Wetzlar; 8. Schauß, To. Wetzlar. Zu den Kämpfen in leichtem Säbel traten neun Bewerber an, für die in einer Runde die Aus- scheidung erfolgte. Die Leistungen waren durchweg befriedigend, stehen aber noch nicht auf der hervor ragenden Stufe, wie sie in der Florett-Endrunde zu verzeichnen war. Um den ersten Platz mußten Maletzke (Butzbach) und Hans Mulch (Wetzlar), die gleiche Sicyzahl aufzuweisen hatten, in einem span- nenben Stichkampf zum Schluß des Wettfechtens nochmals die Klinge kreuzen. Maletzke blieb Sieaer in dem Treffen. Die sechs Besten der Waffe, die für die Kreiskämpfe zugelasscp werden, placierten sich in folgender Rangfolge: 1. M a l e tz k e, T. u. Spo. Butzbach, sieben Siege; 2. Hans Mulch, To. Wetzlar, sieden Siege; 3. Karl Mulch, fünf Siege (24 Minustresser); 4. Krämer, T. u. Spo. Butzbach, fünf Siege (25 Minustreffer); 5. Frankenberger, Tgm. Friedberg, vier Siege (30 Minustresser); 6. tocibcrt, Tv. Wetzlar, vier Siege (33 Minustreffer). Üm die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die erste Zwischenrunde. Die Deutsche Fußballmei st erschuft wurde am gestrigen Sonntag mit vier Spielen der Zwischenrunde fortgesetzt. In Berlin siegte vor 12 000 Zuschauern der norddeutsche Meister H o l - stein Kiel verdient mit 4:2 (2:0) über den süddeutschen Titelträger Eintracht Frankfurt. Die Eintracht spielte taktisch unklug und bot keine besondere Leistung. — Einen überlegenen Sieg feierte in Fürth der 1. F. E. Nürnberg über den westdeutschen Meister Schalke 0 4 mit 6:1 (3:1). — Der Dresdner Sportklub warf den Titel- Stabhochsprung: 1. Sieger Gefr. Singer 3.40; 2. Sieger O -Gren. Dkeines 3,40; 3. Sieger O.-Gefr. Güntzel 2,90. 30-Mann-Skaff el: 1. Siegermannschaft 4. Kompanie 18:03,5; 2. Siegermannschaft 2. Kompanie 18:09,9; 3. Siegermannschaft 1. Kompanie 18:16. Leicht. Zaadspr. : 1. Sieger Feldw. Hafner 0,59,5 (0 Fehler); 2. Sieger Defr. Euler 1,1,5 (0 Fehler); 3. Sieger O.-Gefr. Dauer 1,1 (3 Fehler). Patrouillen-Springen. 1. Sieger Patrouille 1. Das suchen Sie jetzt! 19 tfelter sn>e£ 19 4132A sind -schädlich! Immer die gleichbleibend guten Qualitäten 3 gebrauchte [wn Modehaus Salomon Schulstr. 4 Klaviere billig abzugeben bei Georg Ebert, Sla- vl«mach.Plockitt^1. Elbeo der Strumpf der verwöhnten Dame! iiMlepiieilsMe 4-PS-Opel Zwelsltier 8'20-PS 8 4 to Audi- Lieferwagen 12 58-PS-8-Zylinder Pontiac - Limonalne, rlerltr., Bau|ahrl929 18 58-PS -1 - Zylinder Opel - Pnllmin- Limousine, Seches. 18 48 ■ PS - Overland- Whippet, Spertxwei- ettier mit Woteiteen, Baujahr 1929 08570 18 48- PB -Opel- Fall- man • Llmonelne gebraucbtfabrfertio, äußerst vreiSw^ auftragsgemäß zu verk. Motorwagen- Verkautsge seil schalt m. b. H., BleBen, Frankfurter Strabo 52 Telephen 8847 48 In allen Mode-Farben lagernd zu den vorgeschriebenen Originalpreisen Zuckerkranke l231v Wie Sie obne Hungern zuckerfrei werden, lagt Jedem unentgeltlich Ph. Hergert, Wiesbaden, RUckertetr.lH violette Strahlen zum Sehen unnötig und für die Augen ©-BUSCH-ULTR AS IN Brillenglöser obsorbieren die ultravioletten Strahlen des Lichtes und verleihen den Augen die größte Sehschärfe in ollen Blickrichtungen. Dnx*^ir*f Hi 809 ko«v4oi beim OpüUr oder «on der. Inevgen* NITSCHE & GUNTHER RATHFNOW EMIL BUSCH AG. Optische Werke A G. Optische Industrie „Rubina“ Haustee aus feinst. Kräutern sachgemäß gemischt und hervorragender Geschmack Kranlerhans lang 8treff Im Text Nur eo können Sie Ihre Zeitungsanzeigen durch DnPr«ge.m in der Form zeitgemäße, gepflegte Werbe- Wlrkeim der Ferbe drucksachen gut unterstützen. Nur eo berat und beliefert Sie zu günstigen Preieen die BrQhl'eche Druckerei, eisBsn, »chulstraQe 7, Anruf Nr. 2851 Damen-Pnmps mit hübscher Schleife, rehbr. Chevreau, kurze Form M. 12.50, 14.50, 16.50 Damen-Trofteur bequemer Lautschuh, zweifarbig Boxcalf, hübsche Stepp Verzierung M 9.50 und 11.50 Herrenlialhsdroiie braun Boxcalf, rahmengenäht sehr elegante Ausführung M. 15.00 JKetrovol 25 p. 50 für die Schneiderei und den Haushalt Salomon Schulstr. 4 Cafe Astoria 03630 Lichtspielhaus Gießen 4130V o Heute, Montag Premiere Vom 2. bis 7. Juni ^Gsletten bövr c das Zeichen für Kaffee ohnegleichen S&F 0.75 0.65 0.85 0.95 x/4 Pfd.: 1.10 MMM 4138 G Eu Jugendliche haben zu den Nachmittagsvorstellungen Zutritt ■ RELLMMMW E -e Um unsere Kunden von der vorzüglichen Qualität unserer Kaffee- Mischungen zu überzeugen, geben wir in der Zeit vom 2. bis 7. Juni je 1 Zahnbürste oderl Frisierkamm „ 1 Stopfpilz oder 1 Bandmaß 6 Paar Schuhsenkel „ 1 Dose Stahlstecknadeln, 100 o „ 1 Ring Sicherh.-Nadeln, 50 St. „ 7 Meter Rollokordel 3 Dutzend Wäscheknöpfe „ 3 Meter K'seide-Gummilitze 1 Kupon Rüschengummiband „1 Galalith-Schuhanzieher unserer neuesten Modelle bei genannter Firma ergebenst ein. Unsere neue Vertretung unterhält ständig ein Lager in Fiat- und NSU-Fahrzeugen. § . c Berliner Künstler Regie: Richard Oswald 0.60 4131 C 4, 6, 8.30 Uhr «So i £ « Irene Ambrosi Do*o Krach t je 1 y2 Dutzend Patenthosenknöpfe 2 Kni. Stopftwist ä 5 Gramm 1 Brief Nähnadeln ä 25 Stück 1 Brief Stopfnadeln ä 12 Stück 1 Karte Seidentwist, 20 Meter 1 Stück Halblelnenband,3Meter 1 Stück Köperband, 4 Meter Stück Einziehlitze, 4 Meter Meter Gardinenringband Paar Ersatzteile f. Strumpfhalt je 2 Dutzend Perlmuttknöpfe „ 3 Paar Wäscheträger „ 1 Paar Damen-Strumpfhalter „1 Karton Seidentwist, 20 Knäuel 1 Meter Strumpfbandgummi 1 Paar Armblätter 8-Meter-Stck. schmale Kl'Spitze 4-Meter-Stück breite Kl'Spitze 3 Mtr. Filetstickerei, Glanz^aw 1 Hemdenpasse,Klöpp.u.Stick. 4136 A Ein Lustspielschlager von ganz besonderem Ausmaß, unter Mitwirkung sämtlicher prominenten Wertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere bei Brühl, Schulstraße 7 Damenhüte finden Sie in guter Qualität, für jeden Geschmack bei reicher Auswahl ab RM. 2.50 bis 9.50 und höher Extra kleine und große Weiten Draiin Seltersweg 50,1. St. DlüllU Ling Wolkengasse. Gebr. Ledertreibriemen In all.Mniesfimsen. Reservoire.Bau fcbicncn, Robre, Drabt u. Drabt- icil zu Einzäu- nungSzwecken. GebrauchteöFeld babnmaterial aller Art, sowie sonstiges [3001D Nuueiien verkauft sehr billig Hermann Heß Gießen Schlllzenstrahe6L alte Gail'sche Wollspinnerei. Im Beiprogramm: Die neueste UFA-Wochenschau Deutsche Fiat-Automobil-Verkaufs-A.-G Berlin-Tempelhof, Industriestr. 35/7 beim Einkauf von 1 Pfd. S&F-Kaffee 1 Tafel Schokolade oder 1 Pfund Zucker beim Einkauf von Vs Pfd. S &F-Kaffee i/2 Pfd. Zucker gratis Hefrai-nodßameaUeider welche bis Mittmochabend in meine Laden gebracht werden, werden noch bis Pfingsten tadellos chemisch gereinigt Färberei Lroon Fabrik und Laden: Marburger Str. 40 Filiale Seltersweg 25 / Telephon 2369 4141 D Teppiche, Läufer Stückware, Vorlagen Tapetenhaus Ferd. Nennstiel Plockstraße 14 26ö8a Kurzes Gastspiel The Flüstring Five Kapellmeister: ««19 5 5 u ._ c— o O t* ~ 3 = v « a <6 = ®^ Al« ich abtr^U Tage Muskafor genntcrn halle, hörte die KUkenBlerbllchkelt vollständig auf und die Küken gediehen prSchflg. Seitdem füttere ich nur HUSKATOR So Schreibt Herr Palmann, Augusten- Jeld/O Das Potter macht'» 1 Versuche selbst Elrt 10 t>fd. Probepakei Muskator rur Küken kostet frei Hau nur RM. für Hühner RM. 2J» Berg- Kraftfutterwerk. O. m. b. H. Düsseldorf-Hafen 2849D Fabrikniederlage: Getiügelfarm Dittmar. Gießen, Tll. 4156. 2 * Jagd-Verpachtung. Samstag, den 7. 3uni, nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathause zu Cleeberg die Jaqdnujzung in dem Eigenjagdbezirk der Gemeinde im Markwald, be- stehend aus 150 Hektar Wald auf 9 Jahre öffentlich verpachtet. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. 4150v Cleeberg, den 27. Mai 1930. Der Bürgermeister: Höhn. Aufmarsch der12 Prominenten desHumors! in dem 100%igen Sprech-, Gesangs- und Tonfilm: Wien, du Stadt der Lieder ’o* .= tgjEa S> tiQ L > E * O ~ V 852 a!? Besonders preiswertes Angebot in guten 10 Kurzwaren v Wenig gebr. 2 tllrig. kisMchrank und älterer Kflohenscbrank bill. a. verkauf. 086,1 AmN«brnnfl»berfl4I. Heugras von einem Baumstück, au verkaufen. EmmeliuS Marburger Str. 15. 4/16 Opel-Limousine sowie Jaadwagen, beide in gutem Zustand au verkaufen. Näh. Alleenetraflg 14. Verschiedene Qnlergnlle für Pritschenwagen geeign^ zu oertUMD Hnbn, Rittergassi. FasHeuer, rechtes wether „loeöet 9etö zu verkaufen. Zu ersr. t. d.Geschäfisst. d. Gien. Anz. 03534 öflihrennet unö ginöttiiegeroogeo beides gut erhalten, zu verkaufen 03509 Marvurger 511.27 p. 31 - Gutgehendes Friseur-Geschäft Umstände halb, sehr billig sof. zu verkauf. Schr. Ang. u. 03555 an den Gieh. Anz. Cirete Natzler Paul ^Morgan Wir laden Sie zur Besichtigung hrfrch Wir geben Ihnen hiermit bekannt, daß wir den Verkauf unserer Erzeugnisse der Firma Friedr. Linker & Sohn Motorräder und Motorwagen Gießen Fernsprecher 3531 übertragen haben. i I 2 s 2 8 s 5 g 2*0 Z e-e *ä 8 2 M ® c 3' Z L e S- 24" E Z 2e 2 L :«■ (9 X g ■g® e 5 2 U8l Z 5 2 Z = 2 5? *> o 2 « o »s 2 oa L 8 B - = K e v Q Q±: « S. e e ^es t*> 2 = «2 « -e Lx a- 2 Le Z H B X s? = <2 es o 53 I2 £ lED bi E 8 8 je ■e cxx?’ e£ (9 — 2 2 i3 m , E .£ =«eli 4 M 2 o: ro £ S E f~£ in üh L 2 L 3t=X\ Z § L =2* S-e 5: 2 to #8 SO 2 1« 8 ft i 2 2 Z 2 s 2 S s^ c N in E E 3 m m 8 ö *c>2 8H8 ö E £ =x-e •e 2 Q ML ES 8 «5 sr N M Eto m © N c — <« *—. 'S e 8 E 53 E 2 E £ L-: 8 E M Öl 1 c -e (9 •& a H (9 AAZL sr a 2 53 ■a B |° T 9 ZE 2d 8 E £ 8 BR »2 £‘£5? 50 2ft3 19 E B ET ■e €°2 ,E -b-b o “ lO = E ö GQ IC s- E I E E S E E *a t E 53 es E 8 Q "E e ^<9 ö-b E -e 19 2 Q 50 c c o ES "C 3 ft 8> Q N E 2 L E -S 3 A >itze he )a*w tick. 135 A GH s E A- S<9§ Les c £ c >3 o L e 58 2 E L =E -o to ■ 0 o C? E H8 to E L 3 itO‘5 « —^.E 8 Q B L 2 e S 2 o E -e v s « o ft 8 E H 2 je 3 E o « K 4 S c 3 s B i es 8 ö Z 2 Z ö = & 4 .2t ® 3-Ec 3 «.L-bL E -o N c s 4 (9 3 s a ft_= '-b M «n.a? •x 3 50 Sä. o M w -* £■ = § §"» B^l^x 5 = N e-N 3 o to E 11 § in s § £2 $E *1 ft | E w 1-2 «1 2 8 •§" o I 'G' v cl = 3 0. o •— C5 -2(9 E E Zlä«Ä! 3 E Ü £-iS2 >-. 9-3 „ 2 c 3 X S» «e« *8“ E o o X1 -2E c 4 §«•-« *s e 3* s. ^4® SE«®i» -2LZ ' Oaadwaskik, m gutem Zu- ju oerkaom». yjeiuiniek «fiübene M EE o FD 2 3 E^K = 2 ft „ ^3 2 o — — = CR c friis§iS§s|ü r'Si ß.-b H o(9 in “ o5b §1 o£äi 8« 8 45 «-5oEft- ^sesS ® --e ®E e w-s o s gäla5 = Q £ . M V = 5 v2 ■e-s- E2 S ®-¥ S>E ®E.?«r H Fs 2 e L2 o€gE?^?B 2ösr9 ?K s S ■e-e.E-2 L)'ö — — 3 00 S 3 L 3 « L «» 2-2 :2 5 ^5*2 2 2 1 0 3 3 "ILN ZM £ -50 2 E Eft E-L- § (9Z. £L 65 -- E19 Sf L 3 E L o Hs? . . C 3 « -kML3 S5®5 3-X S L «-L- L-rZ-Lo = § Eg 2 6 .. 3 «<- «ä2 «ä. 50 — a 25 ^2^’2 E E 3? H®j a e " w 3 — 2-8' 2 e*S El . 50 55© 5“~ C5Ä H ■4?• 8 y r< 3 t) 8 wo ® 5-.«H <22.8 S? =5.5 2Bf in ■6' r- E 2 V K K S e q o £ (7?2 8ee^ a B 8^ 00 4>“-3£:2 % k. £ 35 q. lf 5t9 ZSZL 2ZZL 28^ = 55 2-2 L' E -e O-2 g 2 g(HB §V ZZ 2 in = X5 o. 2.1° 5 — 5= 1®2 E 8 65 O «St *- 2 - 3 lÖ5D '3 'O 3^—^ k4 gS E(9^ftlft 3 L ■*=- £ •=■ _ „ = 3<9 65 O c ~e5 - v L-D-o « ? M.Z ^19XQ = jg 155B£.(9^53'0 ®;-5^sK ^£®2 - " 1=1-E = o g.«e (9 'I'-S.S' 2-553 ~ ^s^T^M-bL £ «5 — r- — r E 8 8 o r? g E 3 IMP«**-“ .5 FZ 2 LZls S «Iq — ©0=3 t E = 3 o o tu »ebl. Leder- reibnemen OMtMl elervoire^au bienen, :Uodre, labt u. Dradt- :il zu Lin,an- itungfljtveifen. tbraudtitSStlb abnmaterial er Art, low'e Fitzer Ww Nutzeren -xtautt^btbiUifl [ermann HeÜ Gießen 5d)üben|tt(ifet ®* ölte SailW Volljpmnllei 'ertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere I Brühl, Scbulitm«* 7 SC V- —• a —.aft 2Z -L : "* Sa L S £ o — 9? .m 3 3 =. «u 8 es. 53 M 11)0 »« SxÄl9 E L 3 = l B 1 = ** "C ^3- u *”3 u = *- -^ 2.8 c S ^ = (9. _S -E (9 § 2- ,to 6, £ lt=) ^5 C-EÄ _ gif£■ — O U U 9- = o Q s Ik/O'l MW •€" o.£ 1 KZI^M-ß -® u u„ §6.2. 2 3 = 2§e‘2e - — c — CT. r> S 2^= 55- SfisBÄ« = $oS - o.e£ 3ZU2 2 i.*g e ~ EÄ sPS» in" öritlchrnwaaev n, iuvert^D bn, Mtergaßi, neuer, rechter, er MW oextaufen. Zn . ib.^eltböftML i»en.«n>. Wt Mmnl metilegeroogeo des gut trbalm verlaufen töW W r Sll. 211. ..S>aEa 3 E c-o-fi-a 3 E «Säb Eä5”2 ZZs^ 2 M U5O 2 2ft 3 O 12 ° 2 £ S >2 |G tfi i5 Q) S «zi a L^28r-§a8 S4DiSl— 3 r = £2 s CN JOS? — AKFo “ 4 e2*-2 4tC §e±ä 8 Q ■5® ei £- "fc v .L o .£ 53 E ZN »«(S ls &'5 P-T •C ©ai 13. u — e -2£^ ^?=z •G' <-> -- '"X" f-r •S’ 1 äe" 3 -..£3=^- t" g W»B S2 Ecye £ _3 = . = 2C. L-3 £^sle|l ZL-ZZ Mo.-8- fsa lle^f^sf 3 — p---- c - 3® iy# — 3 "5U o © "q>q)a 2 8 65 «<8- § " inME 1 |5 r-8# w«ss 2 8± _ 3 <9 — — . - O-p 2ls ä§Es -t= MZZL £5? ZF z d .© -63 « ft'=s to o § r §. ZL-ZLUA «'s- ■ff ff® S g615 aff o^SCre H3 5 3 S CT 5 ui VI Ajt (J12 = K§ ZK v* 2 a JgK ®:s '§ZZT E S g k k CO 3* s Ä 3 o 5 5 ~a a 31 3 X§. K m a 3 O g £K °a- Qi LS3 61 s s Z ga^® v> P =3 ”S3 ^Z33a =..3 ffl?öas R ©E K 3 <3 o 61 I 3 A, 5 2=a 8 K öo erK 3 v> a I §. K c Ul B «T.SOT 3 ©H“ ©^2:2 tS 3 K3 2. Sg Hff too re 682 3 3 o = K L2co v> %•§:-3 y ff o ff'i 2 2.3 3 >: ° e 3K o •*> ^5*3 S K3 = 3 cl° K C: QZ gr- »5* K Gl 4 3 3 S± er '60re Tffo ff '2' R 3 SoP § 3 S KffKpSo ir» CP * T3 2 5 K* 8 g ff c S erO" K o 3 F t -8 ® p p' 3 69 = a Z.a Z2 2Z D3 Z*T 2 S a '3TC% 3 .. o ff 3 Vi A, ■'Kp Ker D --ZO 6 3 g>5i 2 CO cn^. 8 d -r,o . K3^3> §Ä 3"K 68 °: g o, u> erti 3a 61ro "■K a° 3 ro ff g.2 3 re -. o 3 3 er- 8° 3 8 m 59 a 45- D o 3 K2. 2-fi 5- R aff 3 3 : ’1 & ?3 s s.« CO I t 2 -3" 613 2-r.a *t3 50 3:a.3 3 LT <£ 612 8 •8 R^‘ afl ■ % 1 82 L 8 *" " Cfl ' ’S sag R CZ2.3 o ~ öS 23 3 » f-t «1 X Ul w ^'3,3<3. Z %3 3 2.0 ^3K_.^ «g,3 Tg 3 J§K. C ™ R ' r> Ui ro " m S 2 2 5 ©• 3: ro iSJfg.S’SU^ >■- 3 2,i3o o 2 ! 3L>^ :ss.§ = a-2 E ■ 8 • o Ul 8 ~ r61 2 —. -. ST 3: Q •§-g?S-S?5’3 "S.5.Jh: -"■ 'S: 0 -3* ^"s5 3 R V> 2tz V n o to° p T-Z g oZ 3 - g-A R"Z"^ 5 3^§Z sr^ag’Se ,'',2<»sy=3i -rS-A" A 3 cy. ©Scr-S*- o o 2 E. 3 K S" 3T ' Ul 3 3 2 7 3 —• rr {?co ~ 2 ~ ” =S TZ.'IL -3 3 ~ — Sen o a CD ' • o ^KZ.gZ§L O; ; 2 S' Si iflf l ZZ3 5h6* gq <5 f§ -§‘8 T-ZZ-ff 59 2. £ S - -8 3 g. '** 3 a §5:^ „CO 61' t n$r K°6D§. 3 3 2, ro • 2K-, qgSr3 Sgl’-g'I. •8'LZ. Ro 693 S 2 ”'tc 3 3 ro 3 23^MZL8© "2 S-a- a-2.3 ow?gis-§g :Z«> ZS°»^sZ ^«•agag.^’sS.s - Kff- 5^31® xl3 „er®1 Z-LAgoZL^L n> ** -^) 5 3 o* rö* 61 3 Sf. ä c 3'45 3 " ZÄ 3 o ZU 4.-ffE 8 ö^evRo” •t ™ R" o Ö:= 3 53AZ^Z ■3 U i —- CTi ■cä'g'ro A Igd a. 5-co ro" _ er R 3 -« *2. ©2 3 ^.5. 451er 69 .. p K-L-.g 2.3 3* 6C3 42 R3* p ra u2- ' 7^h 3 c ö »5 x 2. R2 Z-2 3 2'3*2 vi S q p Jfcö’g 2 -O3g e —3 3.5 S3^ 2* 3 2C ®X§." 2.1. .^8 «3 v. 233^L ?^c=? 'fl-p 7r 5 o 5 5 e ~ - 5'3e "i. ■ o* 5 61" ; 3 o c K; P 3 L-A A V2 ro —■—' o12. ip ^oc» ra * • CO 'S • 2» —. r : ff>* A-RKZZ. o 5 ** o 3 2 2. K g -— v □'-eg öXgÄP 0 O 2. R 2.5 2? 2. " z &S« g <2. 3 er 0 45» 2 ® o=co 3 2 2 or ö 2 8 3- A® 3 ©K" 5 o 'o.Eja'' * R SftE 8 ,Q <0 —- 'm Ä'o'2'9' 2 3 0:° >EZ- T^Ä3 Ä3 TK-3 3 CP 3 - c 2.5- 8 ca 3§?S 3-S3 7 E2.7 ro 15 R 3.2 _Bv5>. K ; ^crO - ff) r= cStits-’S '■ ©='?3 Kc-r 5s 3 WZ CL^-s O - g »-4- 3 3 qi O'r -3 g I 3 06 r ° §3 QB^Z§^2 ^,**2. ff m ‘ ff s* g» F O S !? 3 g 3 uaöo^ ^„33-i’S'q -^83 ^7^§7-s-rs7.Z nt»6>Sre a.^so'S r.S-8t-PM-612 55 3 3 3 g 8®ZZ Z Mff1« gt^HXs S- -P -•«" rS *7 ZA§Z q:™ £2^ R 'S R - 3*5 13 3fi'5reK •53 5'^?3°c L -Ser 2 es g 3 g v g 7'69£*£?3 ” § 3 WGl S :*co — 2co^3^cpA-- 3 B T3 K 3 Ä US 57 " 3* =* - <5 'S* 3 o 5" o^S* 8 3 K 3ff 3 ~S 2*° ff -3* H ö — “*" ui 3* ui «-t ffOgZö-=3 -KK 2 3-5^2.3 ZZ'Z R *p re a co *®^ Tel0 3 g 0 '*'5*Xä — ^13 UicS' 3 3 0 L-3 8"^8 D 3 §3-5$ ff ^s77Zff-. ..d-AZWZL -P er— Efl'n t± R re P ■• 3 co o _. - 59-r 2 o <0 ff ff 3 K3 3 -O 3 5 "a » § - ®~= S 2 z-^S =§sjia3= B 2? u» f'D U-i 3 Igf^f sjj= =.. 2.3 — 2-§?o-S ’rSoR-o®®.©ff.'1 3 3 3 7 = 6)8. 3. 3 % 8 3 Ä 3 '• 8 69 8—ff 5; 3 2 -3 Qm 3 3 = 3: P 61 ff H ff 3 o 2 re 3 a 2. R

□ 3 O cro er 3 re 3 Z-s 451 2 Ö3° 3 H S^ffre co 5" ©5-3- re" .3- ff 3 3 2 3 re 3 3 5* -re ‘5 pP B a, ,.K Z-x ff’^-ä# ^ff5 Z §l'ö 3 ES ' — 3. r- B re " 8.2 a-fat 33- spE. 3 ZG'e C^rr q- 68 = 2 Ws ®u. re re ■• R/3 MH p 3 ff 3 r^s3 co 59-3:2. Q 6<2 3ffB 2K§3 61®-° § ff 8 3 3 KT' tiff 612 g^g 370 R <§-3 KS" o 5* K 3 a 5* K^ZZ S* 22.SS I. 8 re, H__a N) 5^3 "g S"8^| [ o re re 3 Ul K a" 61Ö0-Q- ff 3co er3 3 3 « 3 Z K 3 ^§3 2 »-.613 i'p? 3 S 3 613 R 3 S S - 3 3 3 K rg 3 68 3 ä p 2=3.0 8 -3* re §2 5- ■co 3 Ae =© p- re; 3: -t 3 ap-31 8 Z ' Ul re c— r 45>S 3 ui oK5 Ul g Ul 3 reff 3 2 a KXrn» 2 er Ul re 3 53ff 2 Ä3-L R = 3 re -ff O » 3 Ul er d 3 K2-g 2 JA K)P H ,Cr) q* 2-3 Z gga g*® 612 Z 2 68 3 ?Ä3 ? A H60 59 p < 3- §3 2 ZKZ re»3 3 ff 0 3 Z 3 re - ?S133 1 ZS^.ZZ 2. O 3 re ff - QO UI -t re ImS53® 3 C^reoore o R- 3 *5. er _ 3 _ ÖOre re o» reS33—P38 3 2.d „Z. re re R re tyC-/ g» 3 3o*3 re'o V- I KffZ. I <^3 = 5- re o • p . re er Ul 1,3 c . — re 69 o* er 8_ § Cr) ?LZ a- =612 3 er 3 re ff 5 3 re CO R a re ■ ti 3; re- 3 ff g 2-5*3 K^3 3 re Ul T3—, UffFre-3 7 3 59R o £2^E7=-a CPRff R 3 " re -* 2 ff — ro 3 re - R- 3_ B rega3 3 2, ff 8 w§B “*3 a e 8?K3 re j cy re !q>e re" "ff 451(0 gRP re ä 8 3 R S §8 59 b re 8 °:= 2-3. E:S-e 5-cg 5 2 2. ff re 3 3 b- 2 3 2co BP B re re 2 re ff- ff 3 3 =2 K^r 2 r 3 re "x re R R g aiS 2* tS tss 5 T. Z"ZL>ss CT—

ff™ 3 =.3 5 3 3 B re 3 re <^i re. " re 3 e*" 3 —- g 3 2?r5*3 3 a.o-5* X. b re - — re >3 •— ff— .3 “n«i X3ff -Sg-tz??g 68g 3 3 ^S-K or3zs '2 o 61 coa = % o o g 're B,a„.B 2.B Zffo re 3 ca o „ p ff re s ff re re —r B —. re 3 re.5 uTgs'Kg £9 5 b a lp ’£???>& 83^. L61§ZA S: 3 2.^4 H2 §:5, 2 3 8 3 K 64 e 8 3 re_cff RR. aJ3 Z