Nr. 205 Erstes Blatt 180. Jahrgang Montag, 1. September 1950 fr|d)etMt täglich, außer Sonntags und Friertags. Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle ■enaliiBejugsprets: 2.20 Heid)smarh und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Dichter» Seinen einzelner Dummern folge höherer Gewalt, zernlprechanlchlüße ■nltrSammelnummer2251. Anschrift für vrahtnach» richten Anzeiger Oletzen. PolKbfdfonte: Äraeffurl am mein 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd unö Derlag: vrfthl'sche Unlverftlütrvuch. nnö Stehiöniderei L Lange in Sietzen. Sdfriftkltung und Geschäftsstelle: Zchnlstratze 7. Annahme mw lajeiaen für die Tages Nummer bis -um Nachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Deichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Detchspfennig, Platzvorschrifl 20', mehr. Chefredakteur Dr. Friede. HMD). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyeiot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mas Filler, sämtlich in Gießen. Der Reichskanzler greift in den Wahlkampf ein. Dr. Brüning spricht in Frankfurt über das Reformwerk des Reichskabinetts. Frankfurt a. M. 30. Aua. ($M.) 3m überfüllten Saalbau sprach der Reichskanzler Dr. Brüning über die Ziele der ReichS- regierung. Sr ging davon aus, dah er an derselben Stelle vor zirka zroeieinbalb Jahren die Finanzpolitik deS Zentrum- deshalb verteidigen muhte, weil man sie al- falsche Thesaurie- rungSpollilk bezeichnete. Durch diese Politik feilte 1925 die Grundlage gelegt werden, die un- gestattet hätte, in Oie 3ahre der Höchstleistungen der Reparationen wohlgerüstet hineinzugehen. Damal- gewannen Phra- f en d t e Lieberhand über die Der- nunft und so kam cS, dah wir nun vor einem; dauernden Defizit stehen. Vas ist das Resultat, wenn eine Regierung notwendige Reformen in Rücksicht auf Popularität und Illusionen unterläßt. AuS dieser Erfahrung sollte man in dem jetzigen Wahlkampf die Lehre ziehen. Unter lautem Beifall erklärte der Redner, dah die Regierung den Weg der Sanierung zu Ende führen wolle und müsse. DS gehe tn Zukunst nicht mehr an, dah die Erledigung der notwendigen Dinge daran scheitere, dah man die Parteiführer nicht unter einen Hut bringen könne. Dr. Brüning wie- auf die Rotwen- vigkeit einer Verbindung zwischen Annahme de- VoungplaneS und einer Finanzreform hin: die historische Schuld der Sozialdemokratie werde e- Immer bleiben, dah sie Angst hatte, die Konsequenzen au- der Annahme de- B oungplanc- auf finanziellem Gebiete zu ziehen. Ersparnisse mühten über- a 11 gemacht werden, in allen Ressort- und in allen Haushalten, wenn In Zukunst von einer Sicherung in irgendeiner Hinsicht gesprochen werden solle. Vie Regierung beabsichtige einen Jinanjplan oorjulegen, der eine schrittweise Steuersenkung bringt und durch den insbesondere die Realsteuern gesenkt würden, durch die die Jnbuftrie- oor allem in den Grenzgebieten erdrosselt würde. Deutschland ist Veredelungsland, jedes Herunter- gchen der Preise auf dem Weltmarkt kommt unS ebenso wie die Verbilligung der Geldsäye zugute. Wir müssen das Land sein, das al- erstes aus der Weltwirtschaftskrise gekrästigt hervorgeht. Die Republik sichert man nicht mit Phrasen, sondern nur, wenn man TR u t zur De rantwortung zeigt. (Lauter Beifall.) Sie wir- sich durchsetzen, wenn sich auch um denPreiS der Un Popularität diese» DerantwortungSbewuhtsein bei den großen Parteien durchringt. SS gelte, unter allen Umständen dasür zu sorgen, dah eine klare Verantwortlichkeit in der Finanzpolitik in Reich, Ländern und Gemeinden geschaffen würde im Zusammenhang mit der Rotwendigkeit, in gemeinsamer Arbeit mit den Ländern erhebliche Ersparnisse durch DerwaltungSreformen durchzuführen. Das Ziel der Rcichsregierung sei es, auf lange Sicht eine Politik auf all diesen Gebieten nach einem einheitlichen Plan fest zulegen und ihre Durchführung auf eine Reihe Jahre verteilt gesetzlich zu sichern. Das Volk müsse das Vertrauen haben, dah trotz aller parteipolitischen Verschiebungen eine Kontinuität in der Gesaml- polilik gewahrt bleibe. Sonst würde man von einem Experiment zum andern gleiten: die Autorität nicht nur der jeweiligen Regierung, sondern des Systems würde erschüttert werden. Dieses zu verhindern, sei das Ziel der Reichsregierung von Anfang gewesen, imb sie werde bei diesem Ziel verharren. Die Schwierigkeiten der wirtschaitlichcn Lage bürsten für jede Reichsregierung, nachdem viel au viel in den vergangenen Jahren auigcschoben sei. kein Grund sein, an die Lösung der brennendsten Fragen dilatorisch heranzugel)en. Die wahre Entschetdung ginge darum, ob das deutsche Volk Verständnis und Derantwortlichkcits- gesühl genug auftringen könne für eine Politik. Die. frei von jeder Illusion, nichs anderes wolle, al- eine dauerhafte und unerschuiter- liche Grundlage für einen wirklichen Wiederauf stieg deS deutschen Volke- zu schaffen. Der Reichskan,zler, der zu Beginn seiner Rede schon mit starkem Beifall empfangen worden war. wurde im Verlauf seiner Ausführungen des öfteren durch lebhafte Beifallskundgebungen unterbrochen. Eine minutenlange, feiten erlebte Ovation brachte die Versammlung dem Kanzler, als er sich an die 3 u g e n d wandte, die demnächst ihr Schicksal selbst In Pie Hand nehmen solle. Die Stabilität der Außenpolitik. Trier, 31. Aug. (WTB.) Aus einer Kundgebung der Zentrumspartei erklärte Reichskanzler Dr. Brüning u. a.: 3n unterer Antwort auf das Memorandum der französischen Regierung haben wir den festen Willen zur Zusammenarbeit mit allen beteiligten Rationen bekundet, einer Zusammenarbeit, die. wenn sie zu einer wirklich dauernden Stabilisierung der Verhältnisse führen soll, allen LIrf achen der entstandenen Schwierigkeiten zu Leibe gehen muh, mögen diese Ursachen auf wirtschaftlichem oder auf politischem Gebiet liegen. Wir wünschen und hoffen, dah der Wille zur internationalen Kooperation aus der brennenden Rotlage der Gegenwart einen neuen starken 3mpuls erhält und dah sich so auch für die Lösung derjenigen Fragen, die gerade für Deutschland lebenswichtig sind, der Weg de- sriedlichen und gerechten Au-gleichS der 3 n te re He n eröffne. Die elementarste Voraussetzung für eine gesunde und erfolgreiche Auhenpolitik ist ihre Stabilität und ihre Innere Konsequenz, ohne die ein Land wie Deutschland nicht daraus rechnen kann. In der Entwicklung der Internationalen Beziehungen seine eigene Stellung zu festigen und ihr Achtung und Dauerhastigkeil zu verschaffen. Das Schicksal unseres Volks in Abenteuer irgendwelcher Art zu verstricken, kann keinem verantwortlichen deutschen Staatsmann In den Sinn kommen. 3ch sollte denken, dah der Herr Auhenrninister und ich. die wir verfassungsmäßig für die Führung der Auhenpolitik allein verantwort sind, in unseren Personen die Gewähr dafür bieten, dah von solchen Abenteuern keine Rede sein kann. Wit dem Streben nach Popularität kann einem Volke nicht geholfen werden, und da- 3naussicht» stellen schneller und grober Ersolge bringt unS nicht weiter. 3ede vcrantwortungSbewuhte deutsche Auhenpolitik hat dieMöglichkeiten und Kräfte, die uns zu Gebote stehen, nüchtern abzuschätzen und für die Vertretung unserer 3n- teressen sich einzusetzen. Das Weiterschreiten auf der bisherigen grundsätzlichen Linie unserer Auhenpolitik muh diejenige Stetig leit besetzen, die eS allein ermöglicht, mit Festigkeit und Energie voranzugehen und sich dabei da- notwendige Vertrauen deS 3n- und Au-landes zu erhalten. Bei alledem ist ein- klar. Auch für die Auhenpolitik bleibt die erste Dorau-setzung deS Erfolges die Konsolidierung unserer inneren Verhältnisse. Ein zerrissenes Deutschland, da- seiner dringendsten inneren Ausgaben nicht Herr wird, vermag auch nach auhen hin nichts und scheidet bei den kommenden groben Entscheidungen als mitbcftimmcnöet Faktor aus. Rur wenn wir von einer gesicherten inneren Grundlage aus arbeiten, nur wenn die ReichS- rcgicrung nach auben den geschlossenen Willen eines gefestigten deutschen Staate- vertritt, kann es erreicht werden, dab Deutschland im internationalen Leben wieder denjenigen Platz einnimmt, auf den unser Volk einen berechtigten Anspruch hat. An -ie Partei der Richtwähler! (Sin beachtenswertes Aufruf der Nichtpolitiler. Leipzig, 1. Sept. (XU.) 38 hervorragende Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft und Literatur veröffentlichen folgenden Aufruf; Wir wissen, dah viele deutsche Männer und Frauen, deren Urteil Achtung verdient, aus Abneigung gegen das poliNsche Getriebe bisher den Dahlen fernblieben. Sie alle haben noch nicht bedacht, dah sie vor einer Rotwendigkeit dieAugen schlossen. Die Partei der Richtwähler hat dadurch verhindert. dah die verontwortungsbewuhten Parteien verstärkt und zu neuen, wirklichen Machlsakloren wurden. Die Folge ist, dah u n - ferer gesamten Politik das Rückgrat mangelt. Lin Reichstag, dem so gewichtige Stimmen fehlen, wird nicht als der deutsche Willensausdruck gewertet. Wir richten den Ruf an die Partei der Richtwähler: Diesmal greift eins vielen Lesern sind wir Führer gewesen auf den fernab von aller Politik liegenden kulturellen Gebieten. Mögen uns diese Leser den Glauben schenken, dah wir keiner Partei das Mort reden. Der Reichstag muh ein neues Gepräge haben, dem die Intelligenz ihren Stempel aufdrückt. Traf von Arco: Geh. Med.-Rat Prof. Dr. A. Bier; Rudolf G. Bin ding: Dr. Elsa von Bonin: Waldemar Bonsels: Ludw. Jinckh: Bruno Frank: Leonhard Frank: Gustav F r c n- s e n; Geh. Rat Leo Frobenius: Paula G r o g ■ ger, Gerhart Hauptmann: Professor Dr. ft. Haushofer, Generalmajor a. D ; Rudolf Her- 30 g; Ricarda Huch: Bernhard fteUermann; Pros. Dr. H. Äonen; Max Liebermann: Heinrich Mann; Thomas Mann: Walter von Molo; Geh. Hof rat Pros. Dr. Hermann Oncken; Alfons Paquet: Geh. Rea.-Rat Prof. Dr. Max Planck; Josef Ponten; Rudolf P r e s b e r; Dr. Ilse Reicke: Heinrich XIV., Erbprinz Reuh; Geh. Hofrat Prof. Dr. F. Sauerbruch; Wilh. von Scholz: Dr. Walter Schönbrunn; Max Slevogt; Prof. Dr. Eduard Spränge r; Fritz von Unruh; Clara Biebig; Geh. Rat Pros. Dr. Karl Böhler; Geh. Reg.Rat Prof. Dr. Hein-- rich Wölfflin; Carl Zuckmayer. Der Aufmarsch der Parteien. Die Deuffchnaiionalen. Lberfohrcn spricht in Frankfurt. 3n einer Wahlversammlung der Deutschnationalen Dolkspartei führte der Vorsitzende der deuifchnationalen Reichstagsfraktion Dr. Ober- fahren etwa folgendes aus: Durch die Ausnahme eines Reichskredits in Höhe van 2,7 Milliarden Mark sei das drohende Wort ,Defizit" einstweilen von der politischen Bühne verschwunden. Damit ändere sich aber nichts an der katastrophalen Finanzlage des Reiches. Festgehalten müsse werden, dah trotz einer dreimaligen S teuer- welle eine Sanierung der Reichsfinanzen nicht gelungen sei. Zum Vorschlag Hugenbergs zur Abwälzung der Reparationsschuld sagte Oberfohren, tote Helfterichs Plan der SchaNung der Rcntenmark zunächst unbeachtet geblieben fei und erst oerwirrlicht wurde, als die Rot am höchsten gestiegen war, so werde auch dieser Plan, der sich auf einer genauen Beobachtung der welt- wirlschastlichen Verhältnis'e aufbaue, totgeschwiegen oder als unmöglich bezeichnet. — Die Deutsch- nationale 'Dolkspartei ziehe nach einer Periode der inneren Auseinandersetzungen neugefeftigt in den Wahlkampk. Riemals komme für sie eine Einordnung in das System der Mitte, das heutige Derelendungssystem, in Frag«. 3hre ßofungliuc: .Fretheitspolitik statt Tributpolitik! Gegen Parlamentarismus und Demokratie!" So werde sie weiter sein die Partei des stärksten nationalen Willen-, verbunden mit nüchterner, staatspolitischer Einstellung. Der Christlich-soziale Dolksdienst. Mumm und Vcith iprechen in Berlin. In einer Wahloersammluna des Christlich sozialen Dolksdienstes sprach der bisherige Reichstagsabge- ordnete Pfarrer D. Mumm über die Ziele der chrisllich-sozialen Bewegung. Er erklärte, die Auf- fassung, Kirche und Staat hätten nichts miteinander zu tun, fei ebenso gedankenlos wie oberslächlich. Der Christlich.soziale Bolksdienst führe den Kamps gegen den unchristlichen Marxismus und den unchristlichen Mammonismus mit gleicher Entschiedenheit. Die Reichstagswahlen würden über die christIiche Erziehung der Jugend entscheiden. Es gelte, daraus hinzu- wirken, daß alle diejenigen, die bisher tatenlos bei- feite gestanden hätten, sich im Interesse der Zukunft ihrer Kinder zur Stimmabgabe oerpflich. tet fühlten. Der Christlich soziale Bolksdienst werde sich auch im neuen Reichstag füröte Durchführung des vom Reichspräsidenten auf- ge ft eilten Notprogramms einsetzen. — Pfarrer Beith (Frankfurt a. 'M.) stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen den Gedanken der B o l k s g e m e i n s ch a ft. Er betonte, dah die christ. lich-soziale Bewegung einen neuen Ion in die Politik hineintragen wolle. Der Weg zur Freiheit gehe über die innere Erneuerung des deutschen Volkes, die sich nicht anders vollziehen könne als aus dem Evangelium heraus. Die Konservative Volkspartei. Trcviranus und Hoetzfch prcchen in Frantfurt. 3n einer Kundgebung der Konservativen Volks- Partei erllärte Reichsminifter Treviranus, man sei sich im Kabinett darüber einig geworden, dah es für d e dringendsten Ausgaben bet n-chsten Wochen un. Mona:. deWöglichkeit ii er Arbeitsgemeinschaft geben müsse, ocer Deutschland falle in Wirtschaft und Volk aus- einander. Diese notwendigen Reformen würden aber durchgeführt werden, ganz gleich, von welcher Regierung. Es gebe keine Regierung, die es wagen werde, die erlassenen Dotverord- nungen auszuheben und die jetzt begonnenen Reformen rückgängig zu machen. Aus der Linken gebe es auch Leute, die das bereits einsähen. Der Weg der gegenwärtigen Regierung gehe in Etappen, von Stufe zu Stufe. Diese stufenweise Arbeit lasse sich aber nicht bewältigen ohne Steuererhöhungen, die notwendig seien, um die Sctoaltige Schuldenlast abzutragen. Die Arbeits- rsigkeit könne man nicht durch Arbeitsbeschaffung allein restlos beseitigen. Wan dürfe sich aber nicht anstecken lassen von jenem Pessimismus, dast in unserem Vaterlande nichts mehr möglich sei. Die Konservative Dolkspartei wolle dafür kämpfen, dast biete Welt in Drbnung komme; die Wunbe Im Osten bleibe offen, ob man fie Rarbe ober sonst waS nenne. Da- sei das Letzte und Schwerste, WaS zu losen bleibe. Professor Dr Hoetzsch bekannte sich bann nachdrücklichst für die Notwendigkeit einer europäischen Föderation, um den Frieden in Europa international zu reorganisieren. Bei einem neuen Zusammenstoß der Völker Europa- würde da- tetzte europäische Kulturgut, da- man noch gerettet habe, vernichtet werden. Professor Hoetzfch schloß. er glaube an die grobe geistige Kraft dc- deutfchen Volke-, da- mit positiver Kraft fich au- dieser Krise herausarbeiten und den R e - gativiSmuS erfolgreich überwinden werde. Das Zentrum. Wirth spricht in Visen. In einer Wahlkundaebung der Zentrumspartei sprach Reichsminister Dr. Wirfst Die Zentrums- Partei habe dem Drängen der Jugend, heute stärker als je, im politischen Leben „mit Dabeifein. wollen" durchaus Rechnung getragen und Vertreter der ernststrebenden Jugend an sicheren Stellen auf- gestellt. Die Opposition gegen die Politik Brünings sei keine echte Opposition gewesen, sondern nur eine Gruppierung zum Sturze der Regierung. Wie sich die Mehrheitsbildung im neuen Reichstag vollziehen werde, könne heute noch keiner Übersehen. Allen Heißspornen, die glaubten, den Stein der Weifen zu besitzen, werde man das Finanzministerium über- geben, dann würden sie sehr schnell bescheiden werden. Die Maßnahmen Stegerwalds auf sozialpolitischem Gebiete seien diktiert von der Notwendigkeit, in gewissen Einzelheiten hart zu fein, um das Ganze zu retten. Wenn jemals die Nationalsozialisten die Hand nach dem deutschen Staate aus- strecken würden, dann würden katholische und cvan- gclischc Christen, konservative Menschen aus allen Lagern, sich wie ein Mann erheben, um diesen Anschlag abzuwehren. Dr. Wirth gab seiner Genugtuung Ausdruck über die Tatsache, daß die konser- oatioen Menschen des evangelischen Lolksteiles den Weg zum heutigen Staat gefunden hätten. Die Sanierung der deutschen Finanzen schreitet fort, und das Arbeitsbeschassungsprogramm bietet Gelegenheit und eine Handhabe zur Behebung der großen Arbeitslosigkeit. Wir werden am kommenden Etat sehr viel abstreichen, und dann mag der Reichstag ent- scheiden, ob er ihn billigt ober nicht. Die Wirtschafte not wird überwunden werden, das deutsche Bolk wird und muß vorwärts und aufwärts schreiten. Die Deutsche Volkspartei. 3eedt spricht in Dortmund. In einer Wahlversammlung der Deutschen Volks- Partei sprach Generaloberst a. D. o. S e e d t Die wichtigsten Ziele feien in der Außenpolitik die Wiederaufrichtung Deutschlands als M a ch t st a a t, d. h. die Wiederherstellung einer ihm feiner Größe nach zukommenden Stellung in der Welt. Einer paneuropäischen Zusammenarbeit werde man sich nicht widersetzen, sondern solange Mitarbeiten, wie Deutschlands äntereffen hierbei gewahrt werden. Der Kampf gegen den Vertrag von Versailles und die Befriedigung der deutschen Wünsche sei für die Beruhigung und die Erstarkung des gegenwärtigen Europas so wichtig, daß wir für unfere Beteiligung den Preis der Wiederherstellung unserer Souveränität fordern müßten. Das Vertrauen zur Führung in der Außen- Politik müfte wiederhergestellt werden, ohne daß man von den Führern verlange, genau vorher zu sagen, wie sie es machen wollen Das Ziel der Außenpolitik bleibe Verständigung, Friede, Zusam- men leb en. Das Zusammenleben bedinge die Wiederherstellung der Macht, um nicht von den anderen beherrscht zu werden und um die deutschen Brüder in der Welt schützen zu können. Im Osten sei das Ziel die Erhaltung des Deutsch- tums Der Korridor sei eine dauernde Be- drohung für Ostpreußen. Mit Italien, dessen Faschismus kein Ausfuhrartikel fei, und mit Ruß. land, das als großer Nachbar unserer Grenzen jederzeit ein Stein im Brett der deutschen Politik bedeute, müßte Deutschland irf Frieden und Freund- schäft leben, auch wenn man ihre außenpolitischen Ziele ablehne. Oie Deutsche Gtaatspartei. Hummel und Mahraun sprechen in Magdeburg. In einer Versammlung der Deutschen Staatspartei sprachen Staatspräsident a. D. Dr. Hum- m e I und Artur Mahraun. Dr. Hummel bezeichne als wesentliche Aufgabe der Deutschen Staatspartei eine Neuorganisation des öffentlichen Lebens in Deutschland durch Sammlung aller verantwortungsbewußten Kräfte. Eine Aende- rting des Wahlrechts solle die technischen Möglich- feiten dafür schaffen. Artur Mahraun führte u. a. aus: Deutschlands Rettung könne nur durch das deutsche Volk geschehen. Es gehe darum, dem deutschen Volke einen neuen Begriff von seinem Staat zu geben. Der Jungdeutsche sei eingesprungen, um die vom Radikalismus rechts und links bedrohte Mitte zu stärken. Es komme darauf an, die bestehenden Gegensätze im Hinblick auf einen wahren Volksstaat auszugleichen. Das wesentliche in Deutschland sei das Einheitsbekenntnis der Nation. Die Vereinigung unabhängiger Demokraten. Der Wahlaufruf Die Bereinigung unabhängiger Demokraten, die sich nach dem Aufgehen der Demokratischen Partei in der Staatsoartei gebildet hat, erläßt einen Wahlaufruf, in dem es u. a. Heißt: Die Grundliste unserer politischen Auffassung schließt andere Parteien als die der WeimarerKoa- li tion überhaupt aus. Das Zentrum, das stets eine Partei kultureller Reaktion gewesen ist, hat in der letzten Zeit eine Politik getrieben, die offenbar darauf gerichtet ist, die Dauernde .Verbindung mit den Parteien der pclitijchen Reaktion herzustellen. Die Staatspartei ist belastet mit den Fehlern der Dem ckrattschm Partei. Der Zuzug, den sie aus den antisemitischen und mili- tarifMchen Jungdokre.sen erha.ten hat, hat diese Belastung bis zur Unerträglichkeit gesteigert. Die S P D., von der uns grundlegend das Bekenntnis zur sozialistischen Wirtschaftsform trennt, hat durch ihre Haltung im letzten Reichstag da Vertrauen auf ihre Zuverlässigkeit gegen die Gefahr des Treudeutschen Militarismus stark erschüttert. Di« Forittihrung der durch die Regierung Brüning Die rich Treviranus eingcle t ten B ü g e r- blockpolitit muß aber verhindert werden. 3n dieser Zwangslage wird die überwältigende Mehrheit unserer Freunde für diese Wahl einen sozialdemokratischen Sttmmzettel abgeben. Die Sozialdemokraten. Lobe spricht in Äretzlau 3n einer Versammlung der Sozialdemokratischen Partei sprach der bisherige Reichstags- prä ident Löb«. Das Zentrum habe behauptet, die Sozialdeiüokratie drücke sich vor der Verantwortung in dem Augenblick, wo es im Reich brenzlich zu werden anfange. Die Haltung der Sozialdemokratie nach der Zertrümmerung Deutschlands 1918, in den Tagen der Inflation, während der Wirtschaftskrise 1928 beweise wohl das Gegenteil. Brüning habe die Rotverordnung entgegen der Verfassung erlassen, weil e- angenommen habe, daß Ruhe und Ordnung gefährde: seien. Glaube er aber, daß Ruhe und Ordnung gesichert seien, wenn den Arbeitslosen die Bezüge gekürzt, die Wartezeit verlängert werde, wenn die Krankenkassen von ihren Versicherten neue Lasten forderten usw.? Warum mache der Kanzler nicht den Versuch, die notwendigen Summen durch ein« Herabsetzung des Wehr- haushalts und der Offizierspenfio- n«n zu erlangen und gegen den Preiswucher der Trusts vorzugehen? Das jetzige Finanzprogramm der Regierung sei vom Standpunkt der Sozialdemokratie aus völlig ungenügend. Die Sozialdemokratie sttmme jederzeit einer Vereinfachung der Steuergesetzgebung zu, wenn sie nicht eine neue Belastung der Besitzlosen sei. Sie begrüße jedes Programm der Wirtschaftsbelebung. Lohnabbau scheine ihr aber dazu das allerletzte Mittel zu fein. Noch immer „Kriegsverbrecherlisten". Im Zeichen von Paneuropa. Berlin, 30. Aug. (Tel.-Un.) Rach dem „Co- kalanzeiger" wird folgender Vorfall bekannt: Ein deutscher General, im Kriege Divisionskommandeur in Westen, wollte dieser Tage nach Rordfrankreich reifen, um dort das Grab seines gefallenen Soh nes zum erstenmal zu besuchen. Er ließ daher seinen Pah beim französischen Konsulat in Berlin für die Erteilung des Visums einreichen. Das französische Konsulat antwortete ihm wie folgt: „Der französische Konsul zu Berlin beehrt sich, Herrn Generalmajor a. D. Graf Konrad v. Moltke zu bitten, ihm zu bestätigen, daß er während des Krieges nicht das 22. und 122. preußische Dnfan- terie-Regiment, besonders in Longuyon, kommandiert hat. Die formellen Instruktionen der französischen Regierung untersagen den französischen Konsulaten, die Pässe derjenigen Personen zu visieren, welche sich auf der Liste der „K r i e g s b e s ch u l d lg t e n" befinden. Unter der Rümmer 63 steht in General v. Moltke wegen strafbarer Handlungen in Longuyon. Longwy und In der Umgebung. Berlin, den 29. August 1930. (Unterschrift.)" Der General gab auf dieses Schreiben nachstehende Antwort: „Qln das französische Generalkonsulat. Obwohl ich mit dem in Ihrem Schreiben erwähnten Truppenteil niemals in Q3ev rührung gekommen bin, halte ich es unter meiner Würde, eine Erklärung abzugeben, die auch nur den geringsten Schein der Anerkennung der „Kriegsverbrecherlifte" haben würde. Es geschieht nur zur Charakterisierung dieser Liste, wenn ich darauf Hinweise, daß der in Ihrem Schreiben erwähnte General niemals e x i st i e rt hat. Im übrigen muß ich darauf verzichten, ein Land zu betreten, Ä**1* davon, dem nach außen hin so befusssentllch betonten Verständigungs- und Ver- sohnungswillen Rechnung zu tragen, auch jetzt noch zwölf Jahre nach dem Kriege erne so beleidigende Haltung in Form der schwarzen Liste einnimmt." Das deutsch-französische Verhältnis sieht zwar heute nicht mehr so aus wie im Jahre 1919 In Frankreich gibt es aber anscheinend immer noch maßgebende einflußreiche Stellen, für die der Versailler Diktatverttag ein unantastbares Heiligtum ist, und die noch immer nicht gemerkt Huben, daß seit den Zeiten von Versailles mancherlei Wandlungen eingetreten sind, Wir sind einigermaßen überrascht, zu hören, daß in den französischen Konsulaten nach dem oben angeführten Beispiel offenbar noch immer die Kriegsverbrecherlifte eine große Rolle spielt, die übrigens auch den 2tamen des Reichspräsidenten enthält und die In Ver- „3m Westen nichts Neues". Reichsminister Treviranus antwortet poincar^. — Für eine Politik des Rechts, die dem Frieden dient. Berlin, 31. Aug. (ERB.) „Herr. Poincare hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Richts gerät bei ihm in Vergessenheit." Mit diesen Worten leitet Reichsminister Treviranus einen längeren Aufsatz ein, den er unter dem Titel „Im Westen nichts Reues" veröffentlicht. Der Minister nimmt Gelegenheit zu einer Auseinandersetzung mit Poincare, der der kürzlich geäußerten Auffassung des Ministers über die deutsche Ost grenze und über die Revi- sionsmöglichkeiten entgegengetreten ist. Minister reviranus fährt fort: Wäre die Debatte um die Revision der Verträge, die nicht in Deutschland anhub, überhaupt entstanden, wenn in der Welt die Ueberzeugung fest verankert wäre, daß diese Verträge den Trieben für ewige Zeiten sicherten? Sind die Verträge für Europa da, oder lebt Europa für die Verträge. PoincarS hält uns vor, was Frankreich sich von den Verträgen habe abhandeln lassen. Ich vermag in dem Verzicht Frankreichs cuf die Auslieferung unserer Führer, einer Forderung, die man nur in der Kriegsgeschichte halbwilder Stämme findet, in der Errichtung des Dawes-Planes, an dem Herr Poincar? als Ministerpräsident nicht unbeteiligt ist, und in seiner Fortbildung, dem Voung-Plan, ebensowenig als in der vorzeitigen Räumung des Rheinlandes, das die Amerikaner längst vorher verlassen hatten, kaum eine notdürftige Korrektur einiger Schönheitsfehler des Versailler Vertrages zu sehen. Entschieden aber weise ich die Behauptung Poincarös zurück, Frankreich habe für diese „Zugeständnisse" nicht den geringsten Gegenwert erhalten. Gibt es in der Geschichte ein Beispiel dafür, daß ein Volk die ihm durch ein Zwangsdiktat gezogenen Grenzen freiwillig in völkerrechtlich bindender Jorm garantiert? Dir sind, um es offen zu sagen, erschüttert. daß ein französischer Staatsmann die Bedeutung des Paktes von Locarno, die Annahme des Kellogg-Paktes, überhaupt nicht zu würdigen scheint. Ich fürchte, Herr Poincarä würde schlecht abschnei- den, wenn wir unsererseits die advokatorische Hart- näckigkeit soweit trieben, seiner Aufzählung der französischen Konzessionen eine ähnliche deutsche Rechnung entgegenzustellen. Herr Poincars bekämpft meine Auffassung über die deutsche Ost grenze, über die Revisionsmöglichkeiten, welche uns der Artikel 19 der Völkerbundssatzung gibt. Er sucht nachzuweisen, daß die heutige Grenzziehung gerecht und im Einklang mit- dem Selbstbestimmungsrecht der Völker sei. Die Welt ist nicht i mZweifel darüber, welches Ergebnis eine A b - ftimmuna imKorridorgebiet gehabt hätte, ehe Polen feine Ausweisungspolitik begann. Oder hat man die Danziger deutsche Bevölkerung gefragt, ob sie vom Reich getrennt und als Freie Stadt unter polnischer Oberhoheit leben will? Herr Poincarö bestreitet uns ein Recht, das uns der Professor an der Sorbonne, RenL Märtel, in seinem Buche „Les fronti^res orientales de l’Alle- magne" auf Grund eingehender Studien r e ft l o s 3 u e r f e n n t; nämlich davon zu sprechen, daß durch die Grenzziehung im Osten ein beispielloser wirtschaftlicher Ruin fast der Hälfte Deutschlands verursacht wurde. Diese wirtschaftliche Katastrophe führt zu einer allmählichen Entvölkerung des deutschen Ostens. Unter der Last dieser Zustände ist Deutschland nicht in der Lage, auch nur auf eines der Rechte zu verzichten, die ihm die Verträge zusichern. Wir haben es nicht nötig, von Revanche zu träumen, wir werden uns nie zu rühmen brauchen, nie davon geredet zu haben. Dir wollen an der Seite jener Rationen, die sich von den Jrktensoedrägen distanzieren oder ihre Revision fordern, eine Politik des Rechtes, die dem Weltfrieden dient, in dem sie das Leben der Rationen schützt. In der Mantelnote vorn 16. Juni 1919, die auch die Unterschrift der französischen Regierung trägt, ist ausdrücklich gesagt, daß der Versailler Vertrag nicht nur eine gerechte Erledigung des Krieges, sondern auch die Grundlage schaffen wolle, auf der die Völker in Gleichberechtigung zusammen- leben können. Wir sehen hierin nicht nur die Möglichkeit, den guten Ruf der Verträge zu retten, sondern auch die Pflicht für das friedliche Leben Europas. Friede durch Recht — Recht, das mit uns geboren ist, ist unsere Losung für Deutschland wie für Europa. Ihnen, Herr Poincar4, stehen tote Verträge höher, uns das durch die Verträge bedrohte Leben Europas. Die Welt und Europa mögen entscheiden, welche Verantwortlichkeit sie für ein gesundes friedliches Dasein höher ansetzen wollen. Oeutschenhehe in Ostoberschtesien. Demonstrationen des Westmarkenvereins und der Aufständischenverbände in Kattowitz. — Deutschfeindliche Ausschreitungen in Warschau und Lodz. K a t t o w i tz, 31. Aug. (WTB.) Eine von dem Westmarkenverein nach Kattowitz einberufene Protestkundgebung gegen die Rede des Reichsministers Treviranus stellte sich als eine schlimme Hetze gegen die deutsche Minderheit dar. Obwohl die Mehrzahl der Teilnehmer aus abkommandierten Aufständischen, Beamten usw. aus den entlegensten Ortschaften bestand, denen freie Bahnfahrt und Verpflegung zugesagt war, war die Teilnehmerzahl verhältnismäßig gering. Die polnische Bürgerschaft nahm an der Veranstaltung so gut wie gar nicht teil. Etwa 1000 Menschen versammelten sich vor dem Stadttheater in Kattowitz, und nach mehreren Ansprachen, die sich scharf gegen die Rede des Ministers Treviranus richteten, setzte sich ein Demonstrationszug zum deutschen Generalkonsulat in Bewegung. Es wurden starke Polizeikräfte eingesetzt, um den Zug abzudrängen. Trotzdem gelang es den Demonstranten, die polizeiliche Absperrung zu durchbrchen und in Sturmschritt nach dem Gebäude des deutschen Generalkonsulats zu eilen, wo dem Zuge ein zweiter Ring von Polizeibeamten entgegentrat. Nachdem sich die Demonstranten in Beschimpfungen gegen das Deutschtum ergangen und das Rota-Lied sowie die Rattonalhymne gesungen hatten, begab sich der Zug nach dem Wojewodschaft sgebäude, um dem Wojewoden Graczhnski eine Enttchließung zu überreichen, mit der Ditte, diese an Marschall Pilsudski weiterzuleiten. Während des Zuges wurden vor den Geschäftslokalen der deutschen Zeitungen Drohrufe ausgestohen. Starke Polizeiabteilungen, die dort postiert waren, verhinderten aber Ausschreitungen. In der Resolution wurde versichert, daß Polen bis zum letzten Blutstropfen jeden Fußbreit polnischen Bodens verteidigen werde. Vom Völkerbunde wird verlangt, Deutschland zu zwingen, eine Versicherung abzugeben, daß die Grenzen Polens unantastbar seien. Ebenso solle der deutsche Vertreter beim Völkerbund veranlaßt werden, „die ständige Provokation gegen Polen" zu unterlassen. Es wird weiter gefordert, daß alle in Oberschlesien beschäftigten Reichsdeuts chen ausgewiesen werden, weil sie der polnischen Wirtschaft schadeten. Die weiteren Forderungen lauten: Aufteilung de s deutschen Großgrundbesitzes zugunsten der polnischen Arbeiterschaft, Auflösung desDeutschenVolks- b un d es und aller deutschen Organisationen, Einziehung des Postdebets für die reichsdeutschen Zeitungen, in denen eine Grenzrevision gefordert wird. Boykott der deutschen Presse inOberschlesien, die eine illoyal« Haltung eingenommen haben, schärfstes Vorgehen gegen die deutschen Gemeindevertreter, die sich mit den Protestentschliehungen, die von den polnischen Parteien eingebracht worden sind, nicht solidarisch erklärt haben. Auch in Warschau fand eine Volkskundgebung gegen die deutschen Reoisionsbestrebungen im Osten statt. In Anbetracht des schönen Wetters hatten sich etwa 15 000 Personen, darunter auch zahlreiche Neugierige eingefunden. Der Direktor der halbstaatlichen Landwirtschaftsbank, General G o r e s k i, hielt eine gegen die deutschen Ansprüche auf polnisches Gebiet gerichtete Rede, wobei er u. a. auch die gegen die Polen gerichtete Aktion der Ukraine mit deutschem Gekde in Verbindung brachte. Mehrere hundert Demonstranten, meist halbwüchsige Burschen, wollten dann noch vor der deutschen G e sandtschaft eine Kundgebung veranstalten. Die Straße, in der sich das Gesandtschaftsgebäude befindet, war jedoch inzwischen auf beiden Seiten von starken Polizeiabteilungen, die eigens zu diesem Zweck mit Stahlhelmen ausgerüstet waren, a b gesperrt worden. Die Menge versuchte wiederholt, den Polizeiriegel zu durchbrechen, die Schutzmannschaft konnte jedoch die Absperrung aufrechterhalten. Zu Ausschreitungen gegen deutsche Zeitungen und das deutsche Konsulat kam es jedoch in Lodz. Eine Gruppe halbwüchsiger Burschen erschien plötzlich vor den Redaktionen der deutschen Blätter „Freie Presse" und „Lodzer Volkszeitung". Es wurden Fenster ein- geschlagen. Eine zweite Gruppe von Demonstranten ist unerwartet vor dem Hause erschienen, in dem das deutscheKonsulat untergebracht ist. In diesem Hause wurden mehrere Fenster in den Prioatwoh- nungen eingeschlagen. In beiden Fällen schritt die Polizei ein und verhinderte weitere Ausschreitungen. sailles nur ausgearbeitet wurde, um der Lüge von der Schuld Deutschlands am Kriegsausbruch noch einen besonderen Rachdruck zu verleihen. Offenbar wird also jeder Reichdeutsche, der nach Frankreich einreist, daraufhin geprüft, ob er sich unter den sogenannten „Kriegsverbrechern" befindet. Dieses Verfahren steht in grellstem Widerspruch zu der bisher betriebenen Ve r st ä n di gu n g s p o l i t i k, die in verschiedenen Verträgen einen besonderen Ausdruck gefunden hat. Man darf wohl erwarten, daß die Reichsregierung sich mit Paris in Verbindung setzt und dafür sorgt, daß dem Unfug der Kriegsverbrecherlisten endlich ein Ende bereitet wird. parlamentsauflösunginpolen Warschau. 30. Aug. (WTB.) Durch Verordnung des Staatspräsidenten M v s c i ck i wurden Sejm und Senat auf gelöst. In dem Schreiben heißt es: Rach reiflicher Erwägung habe ich festgestellt, daß die wichtigste Aufgabe für die Arbeit sämtlicher Bürger die Derbes, ferung der grundlegenden Rechte ist, durch die der Staat regiert wird, da dieselben die Grundlage sämtlicher im Staate bestehenden Gesetze bilden. Di« Verbesserung ist notwendig, da sich das gegenwärtig h e r r s ch e n d e C h a o s bisher nicht beseitigen lieh. Rachdem ich zu der Ueberzeugung gelangt bin, daß ich dies trotz meiner Bemühungen durch den gegenwärtige n Sejm nicht erreichen kann, habe ich beschlossen, auf Grund des Artikels 26 der Verfassung laut Beschluß des Mi» nisterrats, Sejm und Senat mit dem 30. August aufzulösen und bestimme als Wahltermin den 16. Rovember für den Sejm und den 23. No- vember 1930 für den Senat. Aus aller Welt. Generalmajor Henry Allen f. Generalmajor a. D. Henry Allen, der ehemalige Kommandeur der amerikanischen Besatzung Struppen im Rheinlande, verstarb plötzlich an den Folgen eines Herzschlages in der Sommerwohnung des deutschen Gescmdtschastsrates Leitner in Buenavista Springs in Pennsylvanien, wo er in einem größeren Kreise gerade den Tee einnahm. — In Kreisen der amerikanischen Armee hat die Rach« richt von dem Hinscheiden des beliebten Generals tiefe Trauer ausgelöst. Die Beisetzung wird auf dem Rationalfriedhof in Arlington bei Washington stattfinden. Generalmajor Allen war 1859 geboren. Er besuchte die Kriegsakademie und war später in Rußland, Deutschland, Kuba und auf den Philippinen, dann mit Pershing in Mexiko und während des Weltkrieges in Frankreich. Inthronisation des ersten Bischofs von Berlin. Am Sonntag fand in der Hedwigskirche, der die Würde einer Kathedrale verliehen wurde, die feierliche Inthronisation des Bischofs Dr. Schreiber statt. Nach der feierlichen Abholung wurde der neuernannte Bischof vor den reichgeschmückten Haupt- altar der Kathedrale geführt, wo er die Meßgewänder anlegte und den Bischofsstab und die Mitra empfing. Unmittelbar nach dem Evangelium wurde die Ernennungsurkunde verlesen. In der ersten Urkunde wird der Bischof von Meißen, Dr. Schreiber, der bis jetzt Administrator der Diözese Berlin war, zum Bischof von Berlin ernannt. In dem zweiten Schreiben fordert der Papst die Gläubigen zum Gehorsam und zur Liebe zu dem neuen Oberhaupt auf. Nach der Verlesung hielt Dr. Schreiber eine Ansprache, in der er feststellte, daß endlich jahrzehntelange Bestrebungen und Wünsche der Berliner Katholiken erfüllt Jeien. Mit dem Teoeum und dem sakramentalen Segen endete die Feier. Der Bischof wurde in feierlicher Prozession wieder in seine Wohnung gebracht. Schluß des Internationalen Kriminalistenkongresses. Der 10. Internationale Kongreß für Strafrechts- und Gefängniswesen in Prag wurde nach Erstattung der Schluhberichte der einzelnen Sektionen geschlossen. Einstimmig wurde beschlossen, den kommenden Internationalen Kongreß für Strafrechts- und Gefängniswesen 1935 nach Berlin einzuberufen. Großfeuer auf dem Güterbahnhof Hannover. Am Samstagnachmittag geriet der Westfchup- pen des Güterbahnhofs Hannover-Rord in Brand. Das Feuer entstand in einem Oel- Waggon, etwa in der Mitte des 300 Meter langen Schuppens. .Da man den brennenden Wagen nicht schnell genug aus dem Schuppen bringen konnte, stand in wenigen Minuten der ganze massive Schuppen in Flammen. Bei dem starken Wind griff das Feuer auf die anliegenden Häuser über. Nordwestlich von dem Schuppen liegt die Continental-Gummi-Fabrik. Sie ist von dem Brandherd nur durch Schienenstränge getrennt und war daher ebenfalls gefährdet. Inmitten des riesigen Flammenmeeres flogen ständig Benzin- und Oelbehäl- ter in die Luft. Die Halle ist bis auf die Grundmauern n i ede r g e b r ann t, nur an ihrem unteren Teil sind noch Reste des Daches erhalten. Die an der Dahndammseite liegende Halle wurde vom Feuer verschont. Sonst hätten auch noch die ausgedehnten Fabrikanlagen der Continental Caoutchouc-Compagnie dem Brand zum Opfer fallen können. Schätzungsweise sind etwa 800 bis 900 Tonnen Güter und mehrere Schuppen den Flammen zum Opfer gefallen. Ein Güterbodenarbeiter wird vermißt. Es ist möglich, daß er bei dem Grohfeuer den Tod gefunden hat. Anschlag auf einen Expreßzug bei San Franzisko. Bisher elf Tote. Auf der Strecke St. Louis—San Franzisko entgleiste 10 Meilen von San Franzisko der Luxus-Exprehzug durch einen auf den Schienen liegenden S t e i n b l o ck. Bei der Katastrophe, bei der sich drei Wagen vollkommen ineinander schoben, sind bisher 11 Tote und über 30 Verletzte zu beklagen. Die Zahl der Toten dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach noch erhöhen, da viele Reisende noch unter den Trümmern liegen. Die „Vratvaag" mit Andrees Leiche in Rorwegen eingetroffen. Das norwegische Expeditionsschiff „Drawaag" traf mit den üefcerreften der Andreeschen Expedition an Bord am Sonntagnachmittag in einem kleinen Hafen in der Rähe von Hammerfest ein. Rach kurzem Aufenthalt, während dem Dr. Horn einen telegraphischen Bericht an die norwegische Eismeerkommission aufgab, setzte der Dampfer die Reise nach Tromsö fort. Dr. Horn erklärte, man habe unterwegs keines der Schiffe getroffen, die vom skandinavischen und ausländischen Presseunternehmen der „Dratvaag" entgegen geschickt sind. Die Leichen der schwedischen Forscher befinden sich auf dem Achterdeck. Andrees Leiche ist nicht in Verwesung übergegangen, sondern befindet sich in gleichem Zustande wie bei der Auffindung. Zwei Straßenbahnen zermalmen ein Auto. Ein furchtbarer Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen lebensgefährlich, fünf andere erheblich verletzt wurden, ereignete sich in Charlotte n- burg. Ein Privatauto, das in rascher Fahrt aus der Guireckestraße herauskam, wurde zwischen zwei Straßenbahnen eingeklemmt und vollständig zermalmt. Die beiden Autoinsassen wurden in ho^snungslosem Zustande ins Kia: kenhaus Moabit geschafft. Fünf Stcaßen- bahninsassen wurden erhevttcy verletzt. Fernheizungsprojekt für den Berliner Westen. Die Direktion der Städtischen Berliner Elektrizitätswerke AG. hat die Absicht, im Westen Berlins ein großes zentrales Heiz- w e r k zu errichten. Das provisorische Projekt sieht einen Kostenauswand von 27 Millionen vor. Die „Bewag" hat mit ihren beiden bisherigen Heizwerken in Charlottenburg und Steglitz gute Erfahrungen gemacht. Die Zahl der durch Fernheizung erwärmten Wohnhäuser ist jedoch noch gering. Die ersten wurden 1927 angeschlossen. Der Berliner Magistrat wird zu dem Projekt erst nach seiner vollständigen Ausarbeitung Stellung nehmen. Es ist damit zu rechnen, daß es in zwei Jahren erbaut ist. Den städtischen Behörden liegt daran, das neue Fernheizwerk, das die Bewag finanzieren soll, möglichst b a l d in Angriff genommen zu sehen, weil es bedeutende Arbeitsmöglichkeiten schafft. Die eigentliche Rotstandsaktion der Stadt ist durch die ungünstige finanzielle Lage Berlins sehr beengt. Vorläufig stehen nur 5 Millionen Mark für Wohnbauzwecke zur Verfügung. Ein sechsjähriger Mörder. Ein Knabe von sechs Jahren hat auf einem Guts- Hof bei Poitiers einen Landarbeiter mit einem an der Wand hängenden geladenen alten deutschen Gewehr erschossen, als der Arbeiter, ohne auf den Spott des Kindes au achten, das ihn hänseln wollte, ruhig seine Flasche Wein weiter« trank. Erst nach einem langen Verhör gestand der Knabe die Wahrheit; zuerst hatte er behauptet, der Arbeiter habe Selbstmord verübt. Aus der Provinzialbauptfiadl Dietzen, den 1. September 1930. Prof. Or. Roller 60 Jahre alt. 2m heutigen 1. September vollendet der Ober« ftubienbirrftor der Dietzen er OberreaUchul« und SrtraordinariuS an der Lande» Universität Dietzen Pros. Or. Karl Roller in bester Irisch« sein 60. Lebensjahr. Karl Roller wurde am 1. September 1870 in Darmstadt geboren, wo er auch seine Schulausbildung erhielt. 3m 3ahr« 1889 bezog er die Technische Hochschule in Darmstadt, dann studierte er in Dietzen Neuere Sprachen. Seine erste Schuldienst liche Verwendung sand er in Ttlbei als Leiter der dortigen Höheren Burger- schule, hieraus war er bi» 1917 als Oberlehrer an der Ludwigs-Oberreal'chule in Darmstadt tätig. 2m 1. August 1917 übernahm er als Oderstudiendircklor die Leitung der Höheren und erweiterten Mädchenschule In Dicstzen, seit 10. Januar 1923 wirkt er als Oberstudtendirektor an der Oberrealschule zu Dietzen und zugleich als Leiter des mit dieser Schule verbundenen Pädagogischen Seminar». Don 1913 bis 1917 war er Privatdozent sür Pädagogik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, seit Herbst 1918 Privar- dozent der Pädagogik an der Universität Dietzen. Seit dem Sommer 1922 gehört er dem Lehrkörper der Landesuniversität als autzerordent- licher Proseslvr der Pädagog f an. Kaum in da» praktische Schulleben cingesührt, trat Roller aus dem engen Rah-'cn seine» Jaches herau» und beschästigte sich mit allgemeinen Fragen der Erziehung und des Unterricht» Dor allem war es da» Gebiet der Schulgesundheit»pslege, dem er sich zuwandle. 3m Verein mit dem bekannten Donner Schul- Hygieniker Pros. H. Selter gab Roller die Zeit- schrist .Desunde Jugend" herau», die bi» 1911 da» Organ de» .Deutschen Vereins sür Schul- aesundheitSpsleac" war. Frühzeitig trat er in den Vorstand oe» genannten Verein» ein. SS ist säst eine Selbstverständlichkeit, dah ein Mann wie Roller zur Klärung der großen pädagogischen Probleme Hellen wollte, die vor und nach dem Kriege unser Volk bewegten. Er tat dies in Verbindung mit anderen (Block, Messer) in der Schristenreiye .DaS Dildungswesen. Beiträge zur Reugestaltung des gesamten Schulwesen» . 3m Jahre 1917 wurde, wie bereit» erwähnt, K. Roller nach dem Tode des Deh. Schulrat» Dr Stoeriko die Leitung der damaligen Höheren und Erweiterten Mädchenschule in Dietzen übertragen. Rach dem Ausscheiden de» Direktors Dr. Schnell beriet ihn die Regierung an die Diehener Oberreaischule, eine der größten Schulen unseres Hessenlandes. Hier sand Roller vollauf Gelegenheit, seine organisatorischen und pädagogischen Fähigkeiten zu entfalten. Die Leitung einer Schule ist heutzutage keine kleine Aufgabe. Reue erzieherische und methodische Gedanken verlangen oft stürmisch Eingang in unsere Schulen, unter rad ialer Beseitigung de» Alten, mag diese» sich auch erprobt haben. Roller befolgt hier den goldenen Mittelweg. Er verschließt dem Reuen nicht den Weg, soweit es sich mit den Bedürfnissen der Schule und de» Leben», für da» diese immer noch zu erziehen hat, verträgt. Eine stattliche Zahl von hessischen Philologen der RachkriegSzeil hat dem Pädagogischen Seminar an der Gießener Oberrealschule feine praktische Ausbildung zu verdanken. Wie anregend Roller hier wirkt, beweisen die .Beiträge zur Fortbildung der Lehrer an höheren Schulen". (Verlag S. Roth, Gießen.) SS werden hier Arbeiten von Mitgliedern deS Seminars geboten, die. aus der Prari» ßeroorgegangen, dem praktischen Schulmann Fingerzeige geben, wie er die eine oder die andere Frage im Unterricht behandeln kann. Oberftudiendirektor Roller kann an seinem 60. Geburtstage mit Desriedigung und Stolz auf die von ihm biS jetzt geleistete Arbeit Aurüd- bliden. Mögen ihm die große Arbeitskraft, die feine Freunde an ihm bewundern, fein zäher Wille zur Arbeit und auch der goldene Humor, den eine gütige Vorsehung ihm mit in das Leben gab. noch recht lange erhalten bleiben tAornomen. 1— TageSkalender für Montag. Verein für deutsche Schäferhunde Lichtbildervortrag. 15 Uhr, im Hörsaal des Landwirtschaftlichen 3nstitutS. Lendenbergstrahe. — Deutschnationale DolkSpartei: Wahlversammlung, 20.15 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten. Deutsche Volkspartei: Ausspracheabend. 20 Uhr, im .Hindenburg". — Lichtspielhaus Dahnhos- ftrahe: Tonfilm .Skandal um Dva" und .Midy, da» Tonfilmwunder". — HauSfrauen-Abend. Die im heutigen Anzeigenteil angekündigten Vorträge anläßlich der Diehener DaS-Woche versprechen, wie man uns schreibt, für die Hausfrauen besonders interessant zu werden. Der Besuch des Hausfrauen- Abends ist daher au empfehlen. Auch zu dieser Veranstaltung werden nur so viel Karten aabgegeben, al» Sitzplätze vorhanden sind. Ferner werden an die Besucher kostenlos Freilose ausge- geben. Ratürlich sind auch am HauSfrauen-Abend Herren willkommen. (Liehe heutige Anzeige.) — R a t i o n a ls ozi a l i st i s ch e Deutsche Arbeiterpartei (Hitler-Bewegung). Morgen. DienStag abend, in der Turnhalle am 06- wa Id »garten, öffentliche Versammlung. Redner ist Lehrer RingShausen auS Offenbach. (Siehe Anzeige.) •• Eine neue Polizeiverordnung über den Verkauf von Speiseeis ist soeben in Kraft getreten. Die interessierten Kreise seien auf die Bekanntmachung deS KreiSamtS Gießen im neuesten AmtSverkündigungSblatt Ar.,65 vom 29. August hingewiesen. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub SD (2vD) Gießen: Die Straßensperre auf der Strede Wiesed — Alten-Bused ist wieder aufgehoben. Die Provinzialftraße Schotten — Rainrod wird ab 4. September für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Wingershausen—Eichel- sachsen. Unerwarteten Zeppelin-Besuch erhielt unsere Stadt gestern um 21.15 Uhr. Auf feiner Rückfahrt vom Besuch in Bielefeld, den da» Luftschiff unter Führung des Kapitän» Le h- m a n n unternommen hatte, kam es in geringer Höhe über unsere Stadt hinweg, wobei es nicht nur durch sein bekannte» Motorengeräusch, sondern auch durch seine hellerleuchtete Passagierkabine und die Tätigkeit seine» Scheinwerfer» sofort ausfiel. Bei dem klaren Himmel waren di« Umriss« des Lustschiffes gut sichtbar. Mit diesem unerwarteten Besuche hat der .Graf Zeppelin" unseren Mitbürgern, die begeistert an die Fenster und auf die Straßen eilten, wiederum em« dankbar begrüßte Freude bereitet Heute früh kurz nach 7 Uhr ist das Luftschiff in Friedrichshafen glatt gelandet. "Hausange st ellten-3ubiläum. Am heutigen 1. September ist die Hausangestellte Fräulein Elise Küster30 3ahre im HauShalt der Frau Deheimrat Bi er m er tätig. Dieses Jubiläum ist sowohl für die 3ubüarin, wie auch für die Hausherrin em ehrenvolles Zeichen harmonischer Zusammenarbeit, das be'onders in der heutigen Zeit zu gebührender Hervorhebung Anlatz gibt. ee Gesetzliche Gesellenprüfungen. Die Anmeldungen zu den Herbst-Gesellenprüfun- aen sind vom 8. bis 13. September vorzunehmen. 3n unterem heutigen Anzeigenteil ist ans der Bekanntmachung des GefeUenprufungsauL chuffes d«S Dewerbevereins näheres ersichtlich. ” Oessentliche Bücherhalle. Im August wurden 1298 Bände ausgeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Literatur 952, Zeitschriften 36. Zu- gendschristen 47. Gedichte und Dramen 13, Literaturgeschichte 1 Länder- und Völkerkunde 75, Kultur- gefch'chte 5, Geschichte und Biographien 95, Kunst- tzefchichte 7, Naturwissenschaft und Technologie 23, Heer- und Seewesen 3, Haus- und Landwirtschaft 3, •Religion und Philosophie 12, Staatswisienißaften 16. Sport 2, Fremdsprachliches 8 Bände. Nach aus- wart» kamen 3 Bande. •• Der Verband oberheffifcher De - flügelzuchtvereine hielt unter der Leitung seines Vorsitzenden 3«an Kolter, Dad- Rauheim. im Hotel Hopseld zu Gießen eine Dorstandssitzung ab. in der u. a. als Gäste der Ehrenvori itzende Schwan. Herr Philipp vom Landwirtschastskammerausschuß und Dr. Lang vom Tterzuchünstitut der LandeSuni er i ät zugegen waren. Zur weiteren Förderung der Geflügelzucht wurden vom Verbände le- Mk. bewilligt. die alljährlich den neugegrünbeten sechs Bezirk-Vereinen In Oberhessen als Preise für die BeAirküauSsteUungen gleichmäßig verteilt zugehen sollen. Unterftüfcungen für kleine Lokal- auSstellungen können infolgedessen nicht gewährt werden. Der Soedler-Fonds wurde von 441.78 Mark auf 500 Mk. erhöht. Der Socdler Ehrenpreis zum Andenken an den Altmeister So edler in Rieder-Gemünden soll aus den Zinsen bestritten werden. Als Ehrenpreise iur die Landes- verbandsauSstellung in Gießen sind vom Landesverband 15 Ehrenpreise zu je 10 Mark bewilligt worden. Der Obcihessifche Verband gibt weitere zehn Ehrenpreise zu je 10 Mark, und zwar je drei für Hühner und Tauben, je Awei für Zwerg- und Großgeflügel. Für die Abteilung .Hühner" stiftete der Versand noch einen Lei- stungSprei» von 20 Mark, ebenso einen solchen für Tauben. 3m weiteren Verlaufe der Sitzung wurden die Geslügelzuchivereine Alten-Duseck, Vrohen-Bused, Rieder-Aoßbach, Düdelsheim und Ricder-Weisel in den Verband ausgenommen. Schließlich berichtete Dr. Lang noch über seine Eindrücke vom Wclt-Desl- g lzuch kongreß in London. 3m Anschluß an die Sitzung sand eine Besichtigung der Geslügelzuchlanlage des Herrn Funk, Gießen, statt. " Wichtige Erleich terungen im internationalen Krafts ahrzeugver- k e h r. Der Allgemeine Deutsche Automobilklub schreibt: Am 1. Oktober wird endlich der langgehegte Wunsch der Krastsahrer erfüllt werden. Der bisher bei Auslandreisen vorgeschriebene internationale Fahrtausweis rief Unannehmlichkeiten hervor, da er nur auf ein bestimmtes Fahrzeug lautete, während zur Führung deS Fahrzeuge» im Auslande höchstens zwei im Fahrausweis namentlich eingetragene Personen berechtigt waren. Es wird nun durch zwei Dokumente ersetzt: 1. Die internationale Zulassungsbescheinigung für Kraftfahrzeuge (tritt im Ausland an Stelle der heimatlichen Wagenpapiere), 2. der internationale Führerschein. ES hat jahrelanger Verhandlungen der „Alliance Internationale de TouriSme" und deren DerwaltungsratS- mitglied, dem „Allgemeinen Deutschen Automobilklub", mit den zuständigen Stellen bedurft, um dieses lang herbeigesehnte Ergebnis (Ratifikation der internationalen Konvention vorn 24. April 1926) zu erzielen. Die Komplikationen, die sich auS dem alten kombinierten internationalen Fahrausweis ergaben, werden nun mit einem Schlag verschwinden. Vorn 24. Oktober 1930 biS 24. Oktober 1931 bleiben der alte internationale Fahrausweis und die neuen getrennten Dokumente nebeneinander gültig. Ab 24. Oktober 1931 werden nur die neuen Dokumente anerkannt. Oberheffen. Landkreis Gies;cn. h Staufenberg, 30. Aug. Heute wurde unser früherer langjähriger Lehrer 3. Schlapp, der feit vorigem Jahre nach Erreichung der Altersgrenze bei seiner Tochter in Lollar lebte, dort unter großer Beteiligung zur letzten Ruhe gebracht. Er hatte in großem Segen 38 3ahre lang an der hiesigen Schule gewirkt. Rach der Grabrede des DekanS Gußmann, in der ein Lebensbild des Verstorbenen gezeichnet wurde, kam in allen Rachrufen die große Wertschätzung, die der Verewigte sich erworben hatte, zu Wort. ES legten Kränze nieder: Rektor Heller, Lollar, für Schule und Lehrerschaft, Bürgermeister Meyer, Staufenberg, für feine Gemeinde, Landwirt Fehh für den Kriegerverein Staufenberg und Milchhändler Dietz, Staufenberg, für den Gesangverein, dessen früherer Dirigent der Entschlafene gewesen war. U Grohen-Linden, 30. Aug Au» der jüngsten DemeinderatSsitzung ist ilo.au berichten: Für die Teerung der neu Hergestell- ten Moltke- und Alte-Heerstrahe soll die Gemeinde einen Zuschuß von 2000 Mk. leisten. Wird genehmigt mit der Bedingung, daß auch der Steinweg ohne weiteren Zuschuß geteert wird. — Die vorläufigen Steuersätze für 1930 wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen für je 100 Mk. Steuerwert 16 Pf.: Grundsteuer von landwirtschaftlich genutzten Flächen für je 100 Mk. Steuerwert 40 Pf., Gewerbesteuer: a) vom Gewerbekapital für je 100 Mk. Steuerwert 78 Pfennig: b) vom Gewerbeertrag für je 100 Mk Steuerwert 240 P*. Steuer. Die Sondergebäudesteuer wurde aus die hochstzulässigen Sätze von 39,93 bzw. 45,75 (25) Prozent de» staatlichen Steuersoll» festgesetzt. Das Desamtaufkommen der Gemeindesteuern nach der vorläufigen Veranlagung für 1930 ergibt einen Betrag von 48 440 Mk. s. Trais-Horloff, 31. Aug. 3n unserem Kirchspiel ist di« Zahl der bie»idbr:qcn Konfirmanden. die in den Kriegsjahren 1916 und 1917 geboren find, noch geringer als im vergangenen 3ahr: fit beträgt in allen drei Gemeinden zusammen nur 12. 3n Trais-Horloff sind es 1 Knabe und 3 Mädchen, in den Filialen Inheiden 1 Knabe und 2 Mädchen. Utphe 3 Knaben und 2 Mädchen. S Aus der nördlichen Detterau. 31. Aug. Die ®rummeternte konnte, durch das anhaltende hochsommerliche Wetter der letzten Tage begünstigt, schneller al» je ein 3ahr beendigt werden. Die geerntete Menge ist zufriedenstellend Aus trockenen Wiesen läßt sie jedoch au wünschen übrig, da hier selbst die vielen Regensälle des August den DraSwuch» nicht mehr entscheidend beeinflussen tonnten. Die ObstauSsichten find auch in unserer Gegend sehr schlecht. Aepsel gibt c» so gut wie gar keine. Verhältnismäßig am besten ist noch da» Steinobst geraten. Pflaumen und Reineclauden hingen zum Teil sehr voll. I Au» dem südlichen Kreise Dießen, l.Sept. Wohl selten ist das Grummet so schnell und glücklich eingebracht worden, wie 1930. Die Wiesen sind leer. Der Ertrag war recht gut, besonder» in feuchten Lagen und auf Daum- f rüden. Aus den trockenen W'esen hatte die Juni- Hitze kein rechte» W»ck tum aufkommen lassen. Die Landwirte wissen nickt, wohin mit dem Segen, da es auch sehr viel Heu gegeben hat und das Getreide in diesem Jahre besonders reichlich Stroh einbrachte. Die heißen Tage der letzten Woche haben auch den Kartoffeln sehr genützt. Kreis Schotten. ■*- Ober-Schmitten, 29. Aug. Die hiesige Krankenpflege st ation, in der Schwestern deS Diakonievereins zu Darmstadt tätig sind, wurde am 1. August neu besetzt. Ansteue von Schwester Thea, die erholungshalber anderweitig verwendet wird, ist jetzt Schwester Maria Kircher (Ridda) mit der Station betraut Der Krankenpf lege bewirk umfaßt die Gemeinden Ober-Schmitten um) Eichelsdorf. Die Kosten werden au» den Zinsen einer Stiftung, Zuschüs'en der beiden Gemeinden, Beiträgen der Frauenvereine und privaten Zuwendungen aufgebracht. Die Station wurde in den KriegSjahren in» Leben gerufen und hat seitdem sehr segensreich gewirkt. ZuwelendiebstahlinFrankfurt. WSR. Frankfurt a. M., 30. Aug. Gestern gegen 13.30 Uhr erschien in dem Gaben eine» Juweliers ein Mann, der einen Siegelring verlangte. Der Juwelier, der allein im Laden war, legte ihm verschiedene Siegelringe vor. Darauf verlangte der Betreffende einen im Schaufenster liegenden Siegelring. Da diese Ringe im vorderen Teile deS Schaufensters lagen, mußte sich der Juwelier büden, um die Ringe herauSzuholen. Währenddessen war ein zweiter Mann in dem Laden erschienen, Der ein silbernes Streichholz- et u i verlangte. AIS der Juwelier der ersten Person die Siegelringe vorleate erklärte diese, sie werde nach einigen Minuten wiederkommen, und verließ den Ladern Die zweite Person folgte nach kurzer Zeit der ersten mit dem Bemerken, daß die Streichholzetuis ihr zu teuer seien. Rach dem Fortgang der beiden bemerkte der Juwelier nach einigen Minuten, daß ihm fünf wertvolle BriUantringe und ein Kollier gestohlen waren. Der Täter muß, al» der Juwelier die Ringe auS dem Schaufenster nahm, den Diebstahl begangen haben. Es wird vermutet, daß die beiden Personen unter einer Dede fledten. Man nimmt an, daß eS sich um Ausländer handelt, da sie nur gebrochen deutsch sprachen. Die Kriminalpolizei war zunächst der Ansicht, daß zwischen diesem Diebstahl und dem dieser Tage gemeldeten versuchten Bankraub ein Zusammenhang bestünde Sie hat deshalb den Fall nicht sofort bekanntgegeben. Die Tat stellt sich als ein fein ausgeklügelteSVer- brechen dar, bei dem zwei Komplicen zusam- menarbelteten. Dafür spricht die Tatsache, daß der zweite Komplice in dem Augenblid erschien, al» der erste hinter dem Rücken deS in die Auslage sich hinauSbeugenden Juweliers die Pretiosen an sich nahm: denn der 3uwelier mußte sich durch die Anwesenheit deS zweiten Kunden vor einem Diebstahl sicher fühlen. Die Diebe hatten sich zweifellos von der Straße auS schon genau au-gefucht, welche Stücke sie nehmen wollten: in der Tat stellen die fünf Ringe und daS Kollier einen Wert von über 600 0 Mk. bar. ein Ring hat allein einen Wert von 1850 Mk anstieg ein, und der hohe Druck über den britischen 3nfcln gewinnt ostwärts nach dem Festlande an Raum. Wenn auch vorerst etwa» wechselhaftes Wetter herrscht, d. d Bewölkung und vereinaelt geringe Schauer austreten, so steht durch Den hohen Druck doch wieder Besserung fn Ausficht. Aussichten für Dienstag Kühle» Detter, Bewölkung und Äusdciterung wechselnd, zunächst noch vereinzelt geringe Schuuer. Lufttemperaturen am 31 August: mittag* 25.8 Grad Celsius, abends 18,8 Grad am 1. September: morgen» 17,9 Grad Celstus Maximum 26.2 Grad Minimum 16.4 Grad. — Crdtempcraturen in 10 an Tiefe am 31. August abends 22 Grad Celsius am 1 September: morgen» 19,4 Grad Celsius — Nieder- schlage 0,1 nun. — Sonnenscheindauer 11** Stunden. Oie Wetterlage. -44. Fir» fr 24 ©45 Ao # l,r» »wflsoowtn »toreetet» "orowol »l< Mrtir fbcetn 61» windt Oie »e0«e Siebent« iltntndtn LeN Mn gtbtn dK Icmpcretur an. Pit li—te ttrDiadce Ort» «et »itilM® dui nctruxivte» wmotrtcbntir» Luliflrwce ®trolnnau»4ufl 6. Klasse 35. Preotzisch-Süddeulsche (26L Preutz.) Klasien-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 18. Ziehungstag 29. August 1930 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich bebt Gewinn« gefallen, und zwar je einer auf btt Lose gleicher Nummer io den beideo Abieilungen I und II On der heutigen Bonniltagsziebung wurden Dewinu» über 150 M. gezogen 4 n 10000 W. 10967 288182 4 »relnne |u 6000 UL 90066 263163 4 •crinnt n 3000 UL 114526 271717 14 •rwlnn« in 2000 HL 84684 96072 212706 242848 269317 322769 376126 52 ®«trlnnt m 1000 .nn< iu 300 M. 1047 1844 5639 8513 17006 28553 32923 33364 34598 35351 36119 39171 61953 52574 54079 66066 66517 67312 69079 71036 73009 74606 79249 83998 84226 88740 89475 101852 104095 104931 108056 111976 112424 115018 120566 120960 122267 122986 123921 124221 130014 136859 139180 139621 142938 146311 146598 161403 152287 164276 155296 159008 162551 166361 168967 171494 171632 171887 178849 186484 185547 187766 188687 188690 190417 196086 197813 199322 201013 203821 207612 208664 209.303 209412 212249 217866 217t>61 219656 226923 227671 232151 233853 236055 237607 241423 247688 248312 255957 262005 270306 273554 278173 278208 278959 282498 291906 304323 307897 309245 313035 315457 315563 317782 323163 335677 339659 339849 341285 348664 349560 349752 351914 354182 360569 363768 364435 367392 369324 375411 387674 387716 388563 390310 391392 391395 397754 On der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Hassia-Tagung in Mainz. WSR. Mainz, 31. Aug. Die Krieger- tameradschast ..H a s s i a" und die Angehörigen der allen Mainzer Regimenter hatten sich schon gestern in großer Zahl hier versammelt, um daS 60jährige Bestehen deS Mail zerDetcranenvereins und die Befreiung te8 Rheinlande.» von fremder Besatzung feierlich zu begehen. Dem gestrigen Begrüßung-'- abend in der Stadthalle wohnte u. a. auch der ehemalige Grohherzog von Hessen bei. Rachdem heute vormittag an den Ehrenmälern Kränze niedergelegt worden waren, versammelten sich die Teilnehmer zu einem schier endlosen Zug mit Fahnen und Musik durch die Stadt. Um die Mittagszeit fand in der überfüllten Stadthalle eine eindrucksvolle Befreiung»» funbgebung statt. Kirchliche Nachrichten Katholische Gemeinden. Mittwoch, den 3. September. Höngen. 6.15 Uhr: hl. Messe. Freitag, den 5. September. Lich. 6.15 Uhr: Segensmesse, vorher Beichte: Generalkommunion der Kinder. Wettervoraussage. Der Ausläufer de» skandinavischen Tief», der gestern bis in da» Rordküstengebiet ragte, hat sich weiter über Deutschland ausgebreitet und zum Kaltlufteinbruch geführt. Reben allgemeinem Temperaturrückgang, der im westlichen Deutschland feit gestern morgen 6 bi» 8 Grad aus- rnacht, herrscht stärkere Bewölkung, stellenweise treten Rieberschläge auf. Die Riederschlage sind jedoch nicht von starker Art, nur die Wasfer- kuppe meldete 15 Millimeter. Mit der Kalt- lust setzt bereit» wieder leichter Darorneter- 2 •'»laut »u 5000 UL 47014 12 ®rt>t 1MU 3000 HL 74828 92240 2684OO?292236 304537 336900 8 »fWinHe p 2000 Ul. 12118 76939 121806 227843 262623 277188 290'44 330410 339486 28 »itPtnnt .u 1 000 CT. 5680 128972 141144 149857 153038 173953 176101 187012 210539 215840 230247 264598 318516 382624 76 •etDfnn. »u 500 Ul. 9493 18384 40847 46588 62971 65646 85942 92491 93502 99899 102424 102827 110234 112645 127648 129978 144986 151159 156404 169087 174585 179758 193699 207476 242521 248999 266021 284410 284686 297017 304213 327262 328910 351013 357117 359271 362142 394003 202 »«ülnn. tu 300 Ul. 2269 2646 3012 5186 6435 7407 9707 11499 15809 16674 20359 20835 25020 25547 35651 37385 39700 45412 48643 53645 67119 58456 65664 70501 72157 78401 79349 93327 95802 96288 98911 105731 107809 110727 119317 128692 129758 134621 140371 143346 14*966 146265 155586 156646 161196 168738 171635 173586 174013 177987 195761 203246 203421 207480 208307 212564 222951 223446 227970 234273 236018 238^29 249381 252850 254150 260366 262471 268769 269099 275075 276246 279467 290870 291631 296540 303007 307488 308962 309947 314873 320002 321589 323934 328803 325296 331623 335969 337500 344420 345118 353292 356230 359166 363293 373612 375606 381823 382646 391092 391324 397238 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 2 Gewinne zu je y/00, 8 zu je 25000, 88 zu je lOCOO, 56 zu je 5000, 144 zu je 3000, 804 zu je 2000, 712 zu je 1000, 1748 zu je 500, 4428 zu je 800. heben fett Immer Ihre Urteche In dem Übemeie an Megemiurt. Durch Kaiser. Natron wird det Obel tehnell behoben. Sie werden ertteunt »em über die gute Wirkung. Verengen Sie eutdrückllch Kaleer» Natron In grüner Original •Packung, hichite Reinheit garantiert, memeJi lote. In den mailten Oeichiften. Rezepte gretla., l Arnold Holste Wwe. BieleftM (0-48> 6041D Nachruf. 60480 05397 nommen Nachruf. iMenieurschiiie aitenfeurg Thor. Maschinenbau — Elektrotechnik Automobil- und Flugzeugbau. Herr Wilhelm Baumann Prospekt trel Die Angestellten des Arbeitsamts Gießen. 6049 D 05396 zugeben 6031D 05402 Rauchtische. gesucht. [05394 schränkchen. Schreibmaschinen. gesucht. 60270 05399 8 S Er war uns ein lieber Mitarbeiter, dessen Andenken wir. stets in Ehren halten werden. Infolge eines Herzschlages verschied am 31. August der Buchhalter des Arbeitsamts Gießen Glas- Näh- Adolvb Lvncker, BahnamlUche Svedtlton. Arbeitsamt Gießen. Der Vorsitzende: Dr. Bues. Hermann Leyerzapf Schlossermeister/ Asterweg Nr.23 In tiefer Trauer: Berta Bauder geb. Roselieb Elisabeth Neuroth geb. Bauder Landgerichtsrat Fritz Neuroth Medizinalrat Dr. Roselieb und Familie. Büdingen, Gießen und Wolf hagen, den 30. August 1930. Die Trauerfeier findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. tikos, Klaviere, Statt Karten Heute nacht wurde uns mein lieber unvergeßlicher Mann, unser guter treuer Vater, Bruder, Schwager und Onkel MW oo.flUelDfieUtau Milte oder Ende 30. wird nach Holland von alletnstebendem ält. Herrn illr sofort gesucht. Stelle kann nach Borsfell. sof. an- gelr. werden. Schr. Angeb. (am tiebst.mil Btldlu.6OO9vanden ©ie&encr Anzeiger. Altersvereinigung 1874—1924 Wir setzen unsere Mitglieder von dem unerwarteten Ableben unseres lieben Kameraden und Vorstandsmitgliedes Wilhelm Baumann geziemend in Kenntnis. Seine der Vereinigung gehaltene Treue sichert ihm ein ehrendes Gedenken. — Zur Beerdigung am Dienstag,2. Sept., nachm.3Uhr, auf dem Neuen Friedhof, erwartet zahlreiche Beteiligung der Vorstand. ___6050D Wieder geöffnet Laboratorium Bierau ■ntlol.-Redtten...... Ttutlte »omm. ©atnmtlabL 69 — • — ÄiCette =tee 1...... $9.4 E» 59.2 — 8% fkantl. t-op.-Ban! »»topfe XIII unfftnbbjr bt« 1934 . . 101 — — IX Rronlf. Pup.-Baut »otorfe «-kündbar l>U 19» ... 96 — — _ »•*«''** 6oP.-»ed 6lau. »oltPte....... 97,5 — — 8% Br 2anbHpfanb6riefanfta:t S'anbbrtee R. 17..... 101 '01 —— ■X vr VanbHr’antbriefaaflali »e=«.-ca:. R....... S8 98 IX Br Sar.MpfiBbfrrtf(anflalt Bfandbntft «10...... 97 _ 97 1-6.®. abfl- Borteegt-CbUgari»- ■en. vickraLtoar 1981.... 93 — — — 4X CtfttrrrtAndw •Mtrate . 26,75 26,1 3.65 4,rö°ö Cetera tditete etlberaritr _ L25 4% CtBerrtiAftte ötnbettilt# Sterte ........... «% UaparflA« ®otor«rtt .... .025 24.E 25 24,9 4% U«f Statitantt o. 1910 19,5 — 19,75 19,9 4H% bHflL r.rn 1919..... 4% Ung«nfdx »rrmnanU» . . 4% rarftf tx SaCanlrtoe uoe 1911 2,1 5,13 I 11 20,75 1.191 5.1 24,9 5.13 4% IfrrfMdx kagdabba»»«nl Strt 1 ■ ... 5,15 *X 11 5% Rumtotf»« »trrfn». Reute 5,15 5,3 Bon 1903 .......... 4H% Rx.mtaW vtrets-. Rrntr 1.3 • 9,5 _ Km 1913.......... — |$,75 _ tX RnUnütte beten». Stell, »,3 — 7.35 — ^eanftun a. Dl Berlin Jranfturt a. DI Stein Vanknoten. eM'iuti- I-Ubr. 1-Ubr- Infang» Rur# _________29 _________ (*rfb tue# Nm, »ur» Nurs für« | R-r« für« Bmen!an(1d>f Röten . . • •en 4,167 4,187 Datum 29 B 1 9 29 6 1 9 Oatum » - 1 9 29 8 1 9 Beigtliije Werten . . . $6ntfd>e Roten .... 58.30 Hl.93 58,54 112,37 »ng:tid>e Roten ...» ■ > . . 20.343 20,423 Cambarg.ammto falt 91,5 — 91.4 90.4 t-ettaueie ßtahaoetie . r rebt Wytnen «Litwerke Utbetilebett . . Raltoerte Befterrgetn . . 78 — 78 )f,5 RtaniufM^e Sloten . . . e e 16,44 16.50 6«rbiirti.61bam. TampHtäfff ■ b 6an(ä TantphdrtM .... 10 RotBbeutitfrer Lloyd.....s — 154,5 126 90.75 18'/, . 10 . 10 ,g 198 36.65 36.6 193,9 199.5 tollänbiidx Koten . . . • • • 168,28 21,99 111.83 161,96 22,07 112.27 92.25 90.25 ”iS 191 197 Rormegtldx Roten . . . ar.gemrmf TrutldxüreNianfL 10 108 — 108 »altipertr BaUbet'unb . . . 16 312 — 111,5 316.5 TeutltteOfterreiA, 8 100 Lchtwng 59.20 59,44 Banne: ^antberet« .... 10 H6.25 116 116.13 116 Runutnhdte Raten . . . • • • 2.47 2,49 nrtihtei4>anbel»aeleniafi 12 Poemen- unb Pnoar-Aank . 11 143 129 124.9 142,5 124,9 128.9 3. ®. 8arten-3nbirftn« . . tcnatei Äebd..... $Mbeanfiall...... . 11 151,9 151,4 151,5 151,25 SLsebilche Roten . . . LLweiger Roten .... ■ 112,20 81.32 112.64 81,64 tarntilibtee uns «aripnatoanl 11 teuritte Boni unb IN 179.5 179 . . » 138,5 Cpanlltte Roten .... TlcheLoilowakiltte Roten. 43,81 12,37 43,99 12,43 tXKon tb-Oelell föjnft, . . . 10 Irrttnet Ban! ...... 10 124 124.75 123,75 124.25 123,75 ,2•/, SU l S 1 1 78.25 85,5 131,5 tbrtfttamzi. flogen bayn etotfbolm . öelftnajott. 5lallen . . . London. .. tReuperf .. 112,12 112,14 112,41 10,526 21,9c 20,367 4,1925 112,34 112.36 112.67 10,546 21,94 20,407 4,1905 112,13 112,18 112,50 10,53 21,91 20,371 4,185 112,35 112,40 112,72 10,55 21.95 20,411 4,113 E tetr, er.« 4 HaUk« ..... 1« ZtaniraMe ........ f tiab=eger 4 La.......1C 194 ISO 1 1 1 193.75 lä 194.5 - fleITßrH airbaf'enbutg . , äterlcKrr.yzigei Ballet . tefhmn ...... lattnlet IReweu .... . 11 . . 8 . . » • . 0 »III Illi 96,5 95,25 133.65 28 94,25 133,75 29,75 Bube tu« ....... 6 Deutete fcsN.......« (Hinter StentDbU ...... 4 »0,5 1 1 1 8k 1 59,13 71 Tecridx totoleus . . • Ktrtmenbxi SL-®. ... 9?al. HusnaMI ..... . . ö . . o IM i 1 1 ■ 79,5 9,5 59.65 135 175,13 38,75 Vorii . . . MroeU •. Coante» . . 81,31 44,71 16,49 81,47 44,79 2,070 0,384 ib.te 81,355 44,41 16,50 81,515 44,49 ......................1 Barpener..... 0 100,5 97 1 1 1 109,71 97.5 110 98 CtnQeta 4 »oppd ... gesxba: Lte, ..... . . 6 . 10 132 — 58.5 133 Iiwan - - . *to de 3«t Sten tn X- Ceft abgefl. Brcg . . . . Beizrad . . 2,066 0,312 2,066 0,398 2,070 0,400 fr-, *. ...... e . 47.75 cre-!':........ 286 — 286,5 298,5 59,125 12,414 59,16 12,422 Jik Betebee.......io tMdnenrertr........*< 1 18 1 1 80,5 22,25 59,245 12,434 59,28 12,442 .VrarftErtn F.reisen • • • . 4 22 — 7,425 7,435 7,477 7,441 •»».Reuefiee........ 7 Staune« tt an n .R 5 breii .... 7 Danffetoee Bergbau . . • • . 7 Cbetefblei titetoebarl . ... b 4,5 12 11 85 U.25 534 85 83.13 53,8 ....... . £-e startetet ..... duxgoanl........ fceäsede........ • . 8 . . 0 . . 8 . . 8 30,75 32 95,5 1 1 1 29.25 32 Illi Lissabon 73,39 MO 18,82 81 LS 73,53 1,0 18,86 et .61 73,395 3,032 18,82 81,48 73,535 3,031 11,0 81.64 1,789 Cbetetlri. tofi®erfe.....' 77 202 — 36 77.4 202 86.25 77 ReteMtoetfe eW® a. PL . . 8j - — — — ff p 1,784 1,781 1,784 Rbetinitte Braunkohle» • • 10 — .......... »eta. Riebet...... 39 82 98,5 —— 84 — Ätixn. , . CanaM . . 5,435 4,185 5,445 4,193 5,445 4,188 5,451 Rbetrftabi..... • • . € 86.25 — 85,75 — FrigtÄ taeftea . . . . . . 8 151,75 — 150 - nrarmij^ . . 3,427 3,433 3,397 3,403 20,92 R’.rbed rtertau ...... 7^ — — — — fettt-euritte ... . 10 — 146 145,5 — (Laao . . . 20,89 20,33 20,88 Kirche und Schule. V Gedern. 29.2lug. Für die Schuljugend des Bezirks Gedern war gestern der Tag der Reichsjugendwettkämpfe. Aus der Siegerliste nennen wir die jeweils Besten der betr. Gruppe. Knaben: 1. Gruppe. Bierkampf: M Punkte voll. Die Ehrenurkunde des Reichspräsidenten von Hindenburg erhalten: Rich. Grüni n g, Gedern. 87 P. und Fritz Rüb. Gedern, 78 P. Die Urkunde des Reichsausschusses für Leibesübungen erhalten: Konrad Schuchard, Gedern. 77 P.: Wilh. Kneipp, Ober- Seemen. 72; Otto Firnges. Gedern. 71; Erwin Weber, Ober-Lais, 69; Otto Reinemer, Glashütten. 68; Otto Winter. Rieder-Seemen, 67; Otto Hofmann, Glashütten. 67; Wilhelm Daubert, Ober-Lais. 65. — Dorklasse. Dreikampf: 60 Punkte voll. Die Urkunde des Reichspräsidenten erhalten: Fritz Ries. Ober-Lais, 74 Punkte; Heinrich, Ober-Lais. 73; Reinhard Böck, Ober-Lais, 72; Heinr. Langlih, Ober-Seemen, 71; Wilh. Ladner, Gedern, 70; Rud. Schädel, Ober-Lais, 69; Karl Ries. Ober-Lais, 68; Rich. Fischer, Ober-Lais, und Rud. Luft, Glashütten, 67 P. Die Urkunde des Reichsausschusses erhalten: Karl Dodeck, Gedern. 66 P.; K. Adolf, Gedern, 65; Rud. Kneipp, Ober-Seemen, 64; Rich. Rack, Ober-Lais, und Erwin Reinemer, Ober-Lais, 63; Rob. Rack, Ober-Lais, und Alb. Fran», Ober-Lais, 62; Rud. Schümm, Burkhards, und Karl Stöhr. Glashütten, 60. — Mädchen: 1. Gruppe. Bierkampf: 80 Punkte voll. Die Ehrenurkunde des Reichspräsidenten erhalten: Anna Stock, Glashütten, 83 P.; Berta Mohr, Gedern, und Emmi Rack, Ober-Lais, 78. Die Urkunde des Reichsausschusses erhallen: Lina Appel, Kaulstoh, 75; Lina Schäfer, Volkartshain, 71; Johanna Firnges, Gedern. 68; Marie Schneidmüller. Gedern. 67. — Dorklasse. Dreikampf: 60 Punkte voll. Die Ehrenurkunde des Reichspräsidenten erhalten: Marie Rullmann. Gedern, 65 P.; Anna Pröscher, Gedern, 60; Lina Bechtold, Steinberg, und Hedwig Schmidt, Ober- Seemen, 59. Die Urkunde des Reichsausschusses erhalten: Emma Appel, Kaulstoh, 58 P.; Greta Franz^ Ober-Lais 57; Martha Klein, Steinberg, und Anna Schmidt, Bolkartshain, 57; Meline Ott, Glashütten, Marie Dahmer, Kaulstost, und Frieda Müller, Gedern, 56; Greta Appel, Ober- Seemen, 54; Erna Bechl, Ober-Lais, 53; Herta Winnecker, Bolkartshain, 53; Marg. Müller. Gedern, und Frieda Schauermann. Ober-Lais, 52; Berta Diehl, Gedern, Erna Schäfer, Bolkartshain, und Emilie Oberheim, Gedern, 51; Marie Bach, Ober-Lais, und Marie Sllig, Gedern, 50. — Sonderklasse für Schüler des Jahrgangs 1920, die zu dem Iahrgang 1919 gehören. Diese Preisträger erhalten Diplome des Bezirks- Lehrervereins Gedern. Es sind: Willi Weitzel, Ober-Seemen, 65 P.; Rud. Gierhard, Ober- Seemen, 56; Rob. Barth, Rieder-Seemen, 52; Willi Roll, Gedern, 51; Hch. Schmidt, Dolkarts- hain, 51. Preußen. Kreis Wetzlar. 00 Lützellinden, 29. Aug. Nachdem die Kreisstrahenverwaltung vor kurzem die Land- strahe von hier nach Groh-Rechtenbach auf mehreren Teilstrecken durch Reubeschotterung hat instandsetzen lassen, werden jetzt auf der Straße nach Klein-Linden, nahe der preuhisch-hessischen Gemarkungsgrenze, Teerungsarbeiten ausgeführt, um eine längere Lebensdauer dieser stark befahrenen Strecke zu erreichen. □ Groß-Rechtenbach, 29. Aug. Aus der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ist u. a. zu berichten: Die Forderung der Regierung auf Teilung des Handarbeitsunterrichts in der Volksschule in zwei Klassen wurde wegen der schwierigen Finanzlage der Gemeinde, die bereits eine Erhöhung der Gemeindeumlage von 200 auf 400 Prozent erforderlich machte, abgelehnt. — Sodann tourte festgestellt, dah die Gemeinde an der Belieferung mit Industrie- und Leuchtgas durch die Ruhrgas°AG. kein Interesse habe. — Der Antrag des neugegründeten Sportvereins auf -Zuweisung eines Gemeindegrundstückes zur Anlage eines Spiel- und Sportplatzes wurde abgelehnt. Dagegen wurde dem Sportverein widerruflich gestattet, den der Schule ausgewiesenen Spielplatz mitzubenutzen. Starkenburg. WSR. Darmstadt, 31. Aug. Zwei Zusammenstöße mit schweren Folg en ereigneten sich heute nachmittag in Darmstadt. Kurz nach 13 Uhr stieß ein Motorradfahrer mit der elektrischen Straßenbahn in der Rähe des alten Bahnhofs zusammen. Der Motorradfahrer, Schlapp aus Egelsbach wurde mit schweren inneren Verletzungen ins Krankenhaus ^bracht. Kurze Zeit später stieß der Landwirt Gries aus Büttelborn mit seinem Motorrad mit einem Radfahrer aus Laubenheim zusammen. Der Radfahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Motorradfahrer und seine Frau, die a^f dem Soziussitz sah, konnten nach Anlegung von'Rotverbän- den wieder entlassen werden. Haben Sie schon die täglich vonWUhran geöffnete Ausstellung im CaföLeib besucht? Ihre Vermählung geben bekannt Äuhbach/Gießen, den 30. August 1930 2045 V 0>403 Lichtspielhaus Gießen 6046 D Für KücheundHäus veranstalte ich in der Zeit vom 1. bis 6. September einen Sonder-Verkauf um Eva bei das Tonfilmwunder Micky muBmangesehen haben Vechtsanwalt Vudolf Brücher und Frau Mini, geb. Schlierbach billige Tage Bett-, Haus-, Küchen-, Tisch- u. Damen-Wäsche Großen'Linden, den 30. August 1930 z. Z. Krankenhaus Gedern 31fe Hammerschlag Ernst Simons Verlobte 6034 C Micky ist dasTollste vomTollen Micky ist die Tonfilm-Maus Kostproben kostenlos! Eintrittskarten im Vorverkauf bei den Mitgliedern der Gas-Vereinigung erhältlich _________________________________________________________________________________________ 6044 D Bekanntlich wollte Frau Henny Porten im vergangenen Frühjahr persönlich unsere verehrl. Besucher begrüßen, konnte aber diese Zusage wegen Herstellung obengenannten Filmes nicht halten — heute aber haben Sie alle Gelegenheit, Frau Henny Porten zu sehen und zu hören. und biete Ihnen damit eine außerordentlich günstige Gelegenheit in meinen anerkannt guten Qualitäten billig einzukaufen. Musikseminar in Gießen zurVorbereitung oberhess. Musikbeflissener aut das hessische Staatsexamen für Musiklehrer und Musiklehrerinnen sowie Gesanglehrer an höheren Lehranstalten. Leitung: Dr. Bodo Wolf, Frankfurt am Main (Staatl. anerkannt, zugl. Leiter des entspr. Seminars an der Städt. Akademie fürTonkunst in Darmstadt.) Beginn eines neuen Seminarkurses: Donnerstag, 16. Oktober 1930, vormittags. Der im Herbst vorigen Jahres begonnene Lehrgang läuft wie bisher Donnerstagnachmittags weiter. Anmeldungen sowie jegliche Auskunft durch den Leiter Dr. Bodo Wolf, Frankfurt a. M., Braubachstr.7. 6025 V Im Beiprogramm: Micky! Dr. Lutz und Frau Gisela Lutz, geb. Bach zeigen die glückliche Geburt einer kräftigen Tochter an Gießen, Iohannesstr. 15 M.-Gladbach September 1930 Zu Hause: Samstag, den 6., und Sonntag, den 7. Sept. 05400 Eber-Verkauf. Die Gemeinde Harbach versteigert nächsten Mittwoch, den 3. September 1930, - nachmittags 2 Uhr, im Gemeindezimmer meistbietend einen abgekörten Zuchteber. . Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. 6037D Eberzüchter, die junge, erstklassige, reinrassige und sprungfähige Zuchteber zum Verkauf haben, werden gebeten, es sofort der hiesigen Bürgermeisterei mitzuteilen. Harbach, den 30. August 1930. Hess. Bürgermeisterei Harbach: Schomber. Rabatt erhalten Sie während dieser Zeit auf alle oben aufgeführten Waren außer Markenartikel. 6045 A co-Reuter Seltersweg 73 Adreßbuch x::— Sladtplan und Einwohner- und Geschästsverzeichnissen von 7 Städten und 74 Ortsgemeinden mit etwa 100000 Einwohnern nebst wertvollem Wirt- schasts- und kulturgeschichtlichen Sonderabschnitt / Preis 10Reichsmark OberhMcher Adreßbuchverlag, Gießen, Schulstr. 1 Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Heute Montag: Premiere Henny Porten spricht zum erstenmal in ihremTonfilm Skandal toHWiile laoM Südaolage 1 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, auch Zuschneiden und An fertigen von Wäsche und Kleidern. Beginn des Dnlemcnis: Montag, den 1. Sent. 1930. Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das Vermögen des Richard Loewenthal, alleinigen Inhabers der Jirma Richard Loewenthal & Co. in Gießen, vahnhofftrahe 1. 1. Der in dem Vergleichstermin vom 21. August 1930 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben. Gießen, den 21. August 1930. hessisches Amtsgericht. 6047D Audi Sie sollten sich Immer vergegenwSr« tiger»: Herrenanzüge etc. können durch Cnem. Reinigung so tadellos wieder her- gestelll werden, dass selbst die Wünsche der anspruchvollsten Herren voll und ganz befriedigt werden. Sie sind sicher überrascht von dem Ausfall, wenn Sie mit ganz schmutzigen Kleidungsstücken einen Versuch machen. Jedenfalls werden durch unsere Chem. Reinigung viele Neuanschaffungen gespart. In keiner Weise wird Stoff. Farbe und Fasson der Garderobe beeinträchtigt. Die Chem. Reinigung Mrägt der modernen Hygiene in jeder Welse Rechnung und vernichtet Bakterien und Krankheits. keime wirksam. Ein chem. gereinigter Anzug wirkt fast stets wie neu. FÄRBEREI GEBR. RÖVER CHEM. REINIGUNGSWERKE Filiale: Marktplatz 8, Tel.3459 Gießener Gas-Woche Dienstag, den 2. Sept., abends 8V2 Uhr Hausfrauen-Abend Einleitung: Dipl.-Ing. Winterberg (Gasverbrauch, Berlin): Vereinfachung im Haushalt bis zum 3 September 1930 im Cafä Leib Vortrag:Frau Dr*med- Rothenberger, Gießen: Neuzeitliche Ernährung in gesunden und kranken Tagen ' J Jeder Besucher erhält 1 Freilos! • 90 Gewinnet Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei (Hiilerbewegung) Dienstag, den 2. September 1930, abends 8% Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten zu Gießen: MWlWimlW Redner: Gauleiter Lehrer Vingshausen,Veichstags- kandidal/Offenbach/M. Hierzu laden wir ein. Eintritt so pf. zur Unkostendeckung. Ortsgruppe Gießen. 05392 11 3 2. ! g ?2 2 ® A e :»er s r E c £ 0 19^ e - .EE = = ff 4=E KZS E lästigen E 2 a E o Q 3-g ZU° izt-8 •=1111 1930 E £ 1 8 E 2 ° «o x - » = » = 12 4Z2 cö C - ze Og> o ZS 5..S A E 2» 1?Ja“8 oi^2$ s g~ 52 X 5 5 -E — ■es * = Sa -e 2H E c2 E® e 3 X e» 2 2 e 2 8 8 ZL 8 © XI 2 2ä ^günstige ZLs ■8 = P *1* A 53 = 2 22 2 E 5 ■€'-^ £ Z •ti © 2 L8-M 2 0 © § = 1 8 al Z oillig einZU' L 2 2-42 w i 2 2 E ■c ^N- « = 2 = c a o ^N % 2 2-5-5 N x :^2E = -'= = Fff U 5 ■^82 22 ß L2 ”© Co 8 all) 2-=«? ff.g F? A öd) er rrbach 2 Z B en E E N e E o € IS E L 2 e Q e L?" IQ ien-f 'äsche 8 i 2 i 4 3 A c^ € e 2 § 8 ■€* 2 r? s E2 €€ t2S <«> c 2 '‘'ix = September erkauf •&W o M 4 2 © 2;s £2ff| .Aff 8 £ e 2 2ZZ 3 2 = cUN Set _y a 5 « © 42 =e := -- - -r § 8 £5: 6 to Eff A <- 8» _Z o Z2Z 24 E-8 o «S -e "c: 2 y Ze e~ ;S Som 2C? 25e ®1z = SS C ■ -*eii ■ES- = ■»£§! =.3S e__. ö« H - 52 -- 13 < , U)£ er ,i« 2^! e=T De sf E2 A -S. 3-e sZ^s ja- c « " un0 erhältlich i e o c 2£ -c .S K --- E-s^e» ~ 5-S O «L-^)4-SVZ c-|^eE22c(i) = Z o = urE-’€| £-2i X d 3 IS« $6 Z2 L s .51 c • •5-5 &-c LÄsK--' .8 GGQ 9 -^8- e= u tzs i: :^il §!_ E EIL ZU E “ 3X M e,M_ih L.SL2 II ZZ (9 a ■2 E ± — 2 - .E xo 2 -L e m T7 A S ^uexa 2 c» — .L fS- 5 ff ZN. s . le^-2® s* —— C? C '- E a C J =A==~a _ c t:eE = ^-©«=- . I! M Z fil Eß ^3 c *•* E ^ff2 |©§|2 es =4*2 E 8 M =.- N JSg^Zc’gSiEr iilisisiä -2h x = ©© sps^jlD äL2E^gN2«Z2 Ml M-»Z h ■2-2S K 05 c/oj ZZZ ».= O o — “Eß tH ”05-22 es 2 = ic.67* - i; * :i^=== t tz2^g xLHZz = E F ? — eZ 'S - -- A '§ 3^2 -- tE-"3 V - = Sa^ = e -Z E = Z S = 2 ff?» E£2 = edH )6 c -=r m .3ao 5 P-O“ Q »O£ HUtlä A •—' .— Jl 8. C . . =f 2 2^(5-= -2m® o^2 m « P ~ o , _- - C = c - A c = e 2^: ^^LZ ö2^2 2 ce^- ?2«=3 KZ-A s,9 = Z :e is 5=^ ■Zsts e" 4LZ^ ^ZZZM c 4a2 =a» C7 C7 5 iSEefilf AtvVWl S2 = ^«g i.g _ - = 2 L EZA *e 8® = 4^ä53 = 9 _ . c 52 - z E cL E C A A = HZDZM^K - 3 .ez Af r* — »D T! *™* *<■ A> m ■_. ZHZL ZLL2ZLL« © !>«. Z2 Z.E *A _ Yx: ® E ■ e^E - •252a°<,e£8=. ZM-ZA Sigel* A^.— — 3 0 --iE- C ? Ei® £3 ±h2 . -5-I 2-..- .-■£- - O Z2Z84ZZL K g LM 5r - C 8 2 ** M-« M q x z-> C r- 3 *2 :3 O 2 E M— * 1^. ■=. M — ?eft4H' fe-= -° O-si=^8H2 8°2p -5 = "i Kirill! -• ° = o-«”2gI -f 8ff »ff- °T = 2 =?3 ff O £.« « O p ke 1 C G 2e'--2 5_ '3 = ^. O X ff L ff "ff _ ” -» c£ff ra , —fcr -- c X m^’ =S o iß Co.” _-^X=^ :c _ -77 3 — A - .3 - — o eA^to^-^Ü. cxA© 8 ff O 3 ^-D K 2 jjf §==g il=äs555ie|ls -= =e“ g^A^c^v gx ö|o,ga 2== » M- E c -= M -Sffsto I K ^ff e ff J-s 8 *E*3?-8 KWZJ o o_2 — M 3 IS C^- 5 = ^as'se£ = ? 53 W C M c 53 3 Ä„ffffze . c c 2 — c ■2-H 0= ui : 2 — <±) o l=fO 5 «> A = o—3 «e - A£- S t r £ c 2 • * c £• o - |«.=-e = X u. C.- ; - := _•» c »ff„2ez2 — ff— — ff 3?€£th H »o| ß =9 r-ee-r .3 a C Q- “ E E « &3^ H*2 T=h - o.N-8 itPPiy’ -=*"**£ = = = — — 3 0 a p- _ » - »5 cä~eß 8c ZIc^X--^SzEe = SA^-^i=’5' -*c'- £ ^ff= e'D2p-2 0-0-^ 3 S o 2 _ lex! .. r-, gf^Es§® Cu O p » Dop 3 C 8 '-ff ^22 2- = — -3 y - "Mff^L e» 3 Zff2"°ZKff-r- *' .— Gr. A X 9" = C p* » 3 ff A c©^CTff:2 53,53 .s-e«: 5 1 *»• o ' ; _ Ec 2 tSZ 53 2 = =2 EN Z =.7 Ä„2«; o'S c* ff ■=£ 9c3CO;gg5 2'ßZL-^4 = O Z Nff.«pL o u «L . C L . ti o ff m •» e o -- ff C 5 :C — — -off Sz =2ff - | = cS^ff c §s?=t= e=?2v3 10 C15 °c 3 S ff oC ö>ae| f | ff-I^ re ff - O o , A ro—X o - -.» > = = C — ex 3 -2 o- -=4121 , 5 e == = o 5 >• »c *»®B- = -T£-g5£ k.^.53 Ace:c — :o O A j-=2 J g~e Z-LZE 2« S. 9 Z SplfltPf äH2xf52$,=l . c tv _ES e, e- e4 3 EE5ff ff ff 13 y o o c x z C M X, C .3 TJ ,3 ZEZM 2^-m = 0 E c ' y^xa « &—2 — FC3p3vffC-- 3 53 2 3 :32 . p — 3 cwÄ - c . 5 z ' siily^lto*u LgL EffNNZSL °N X^eZx2EK^Z58c Ot£" ® - ZA X ow F=-e _ •= 3(1) c C ö 3 ff ff - 9P » Mty gES^a)oS3^A M = . ,-tr = E = -2 »^Jt5_ A E _ff _ t-8 je « 6 3 2pc 5 m 24Z 2i = x, 52p LA I'M 2 c — g c '91?= SZ» -p2 -■= a^" 61 -5=22^ p o O _X A — : Z ~ o o M^ C- 'M 2?i°- c E-e * 5 ° E.IS "ffff AoIM ff-ff=ff« C - S E'S^ff *l®'»=^Ze; = =i = (^ o - G o g^^^eaxt: o 2 = Lx, = p off £ G.O X M®o E O O- . PA l S 9 Ja 4 E.ff £ « = X5©-Z är = s^ = fs-a^^s^sl Sf-Ä' x & - 2 a -5 O-5X, - ——- A C ff . = m = E :2 5 :§ c 5 = O » A V 3 o — ff = 0 c-S 0 c -5 ff ® o=fffs>p O o 5 —Ä A ff 3= o A A — ff (ft -o o A o .(£) ° *3 ~ u. k-. ffJ 3 es £ 3 »■€" <$ —— _. s®-en c . a ff ff a x o ff Q £ O. J o »"NZ tx-9 4«-=«5 d a S p C X o 2=^ -E .g".E o g2ffS=4E 2-E?c§12 O^X^oSp 1;»!] 2 A c “ c E $5=«|°fT=iS5 x o «s p t— t53 es»=17-8S.6Ej°b u 15,. q t“ o Zs^ZxS ff E‘O = —. L 3 o = ä£ff 2.f-=5.-=^A -.0 PAW Lä = 8--7eZ2^s?ZIgA ® 2le2-£li^te2 »f4-°Ä'3 ? - = ptts= -eßetp * E® o » - 5-- F -C? o - 32^?lelDiOiZ3 = 5 ZZNZ gss^fföc Le'ff Z 2 «g 4 Ezfl’gt S2E=g8£ = _____2- ä <5? £. c g A^Z-Keel=ML3 ?Z^2gJ2gn2== -2 0 “ ' = A 9ffx.ee*> e o ff c ex । eff off "H L- = =Sa ff ~2 :2 4 LL S 5519 68UP Hfl ,. auch Zu- I Kleidern. WM aus - tot« 05400 OWJ E «AX - = 8 2 G (9 N o ^2 e e C7 x cy Z 7 S c E E = s o E E E <9 eg? 4 z c Z c Q E 3 a M 2- « 2 c L? Sa 5 (9 3 g » a ^I^2.S-2.^5Zo»ö».^3 3 ?T — = 3 _ *< 3 Et rt. „ t3 5'3 = s g^z- as0’* K >' o s1X1 BP ZZL e AZ Zg o ?;h 3 Z~ "Z . 22 z* ■ 3 2-5 3 oPo* x 3 2. 5 CO ' 3.«® 3 ti O 3 o 3 so; rt o rs 3 - g m Ob rt a r' 9 oi o 3.' üb Ärt Z ß'3 o 3^Z LZ 2?3 C= tz X3 p © LZZ ö>CO XS-’Äöb u rt a ?.§s Äp.. a-tü 3’2. 5 X »s 3 C? z «o • to 3 M L 2-?' * 3 ^2/ 3 = »3 i^TP <2 XZ E CD X S'raS 5 Z zs 03 Zg in “ 5 ä3 t 8 in ca 8 s x ts o ? 3 3 ti 3 ZK- Z Z 5 8 ESCfl =3 £=Z ='5* 5 S*?Ä3 rr. -2 H Cd & to:X 3 Z to S'§ ca ^2 3 in Z & 5 r A ftO- 8. CD Xe A 8 3X 3 3 ZZ Z s-^3 3 § rs Ä o 5 P! ’S* z K z 3 § D 5 in Ä Z 5 z X 31 -8 !•-’■ Ob <1 2.^- X3g- X Z n 5 D " Z X2- o 3 2. 3 e> 5 X C!3 g'öD 3 5 X <0 D X 3 CD 1 Z fsäI-3'2 Si31 z T-täs 3 5" m I x c? 4 ET I i Ö D 4 p Z- °© 3 ys;a 0 2-—.Ze ’ 3 SS in X ' 2 H’ » 3 5 CT' rt 2 o x ~ rt 3' W Z3’* ^■J'1 3 in z 3 3 2.3 p 3 3 “5^ 3 ro in 8 Ob tio 3ZL ® ?rx or B A '=f'=rto CD B kg 2 ZL^L L2 2 S:gt « P> Z g 3 2 5. ?qfz ^T.3 As 3 vv jx-XcrS 0 3 2 8 *^v p o —** “ -XS.'T p ° 5 3 3 I Jfo 2 3 5 3% 3 §3 SaS ® ffas„« sSrl 2 f33«ge|ö2.t =2 "J^crca<,2 2 2 3er ST 2. f* 3 3 TT. c'CD D 3 in 3 5 2 3 n 3 3 «rhi -2.5 3 h" ^3^§ lja»25’ £°2t3 3080 ty 3 2,3 A Q 5 = OP rt"( ‘ ro Q -2?GTg,‘ « e " *sC3 'l cq° ’ea'g 2 er 5 «*3 3 ^_g r <5 ca D -S- §•§* ^3.-2 CD ™ 3 er D 3 CPD O 3 D =® D C ' ” •S* © rt E: O,= 2-^ o ?2.c 3 ^CD —. er CM O 3^C A--^ 3^o 3 5?I*3 5® <1 R rsg^ IsT.5-' ^S-g3, • zs3L 9:9 X 3. 3 w or z? rs 3 ft cP co *"*■ r» "■ — J-t _. r» Z§Z§§ZT § 3*5 Z A Zc/Hg L? «> r- 5’ § 3 3 i.3ir £=© 1^" D ohih 3-5. ZL 83 3:8 L :Cif . 8r_3. !'--L Bsf!|; V 3 8*5 n Bi^CO _rS _ ; q> <% -5 cs — 0 o* C Ä 3 :. 3 o o-3-L 1 = n O ®r* LS' 3 | | 2 « * 3 "yS (S)3 8 2.2 Gr-B — c?;® rt-s-sg >' «> zu ~ ?l®3 ZT ?'g ___ r-t :g,| §*3 «• Z-Ä8^A 2 — n D 3 U» E- ZZ ftiig-g C - _ (Q 552._ 'S? in ro 3 “ er 2 ff 2« rt 3 3 Ad «5*2 g- CT 3 3 B 3 ö : - -in 2. w~e3 5 CT ro — in *"'" ^r* 2. t5 o - — cd ä u3&» r?«-< ^S?LV q <"> rC> 2. Mr Ob E PT1 3 A-* 8 3 d o' o apSY&Sg'? "ZZ.ZS-- ti = 3o”«>ssrää' g?-alä|3s-" 5 $'"'=•= Sät ih ogp SCO 4LZ. ^Lor Rt.i o e X 3X5 X _ n ia=~^§o.a< fi »ä Sa tjO äs' 3 2.® §&§ 3 p LLX .§ ^»^o^zpa- X EE 'P'Pro=i-BlO ZWxZ«Z"sZ^ . rt _i, ro ro —So rt Q* 3 7? 2.3 m2. ?5aff <§ 2.tt2. E Ob S rt CD 3*7/ <0 x B» r> XZ.ZZ' s 5-3 x ps ött V = s 2. C2 p o-" 3 2. 3 5? o 3p'S,.ptfoX X X Z 2 A^3® Z'g 3 1-5*3 c äS-°-g"X sh--: X3 3 HS* S^ä«Kg D E: D "z* 5.^=2^ Sgls |||S| 8. Ztzr in ' J 2 ft H e er -; .; d 3 5 5 =. -—'lTP <3* rc a -t® So^s^it3 Sc B 3^2 b-"» XxB’n-JgtOb Z.M§ OT2 _. 3 S'§?3-7 _ s -tS-r'tS- 2-X3 3 2 3 A —.2 .r* 2 ”s?2 mn Z§ §m TH 8' 8 --"S-S 3 er P .5 3 H X.p!p§§’ o E 3 E 3 3 ää §■ z.K2, f3l»< 3 or Z 3- 3 2. S *«2 ffp 2- ri 3 3 e 3,-x 5 ® 3 2.2* § 3 SSS-r »w »r? s.?® ,§ H “ SC§ 3 ro 3 e- E-. 3 r*S w — — 2 ^sah^^aa '^SSlSäsBgy; s I = § _ 1 <2 rt D rn -» ro D . 11 ta' 3 '-.^Sag^Jgg- o er 3 3 * 8 ffäJ § ??5Z crX 3 t> g orn 23 o CD O D 0 3 'n "3! <3 'n -3* rt in -3' 3 B ^z^y|s)C®" — Xis?’ 3H .ffl^üft ^fS'S8.y®2 Zog.g.-e.f-?'' “«□äia'g-.S'S Z3-DLZff °,^S,^5,o ^3’3 § Z - 8 2.5 2-2. Z ^3.tS-SZo " 3cd o !§? ??aj’g»gS ^-p ÖL)3 y S'gS.« 3 ßSrO® 5 $ S’sS 3-x S’g-gs-’r-S 2 gtg er CD o: 5 Z2, 'n D 3 2 ~"ty 3 CÄ AL-^FL? 2. _, 2. S ^Sp 2 Ze« 2,® g H n p K- S'E.S'^- D ' n CD 3 3' 2 2.X. 3X5 ro CD E-—'S -" rt _ Xc 2©g s^x - o S"^K3 e:5 • X3 o 3 s>3 A3 rsx rt 2 —>- 3 R qt ry D q C*> 75 R ^*,'5? O *~L' ro_£3o 3 2-SXXpS PH(O sri g.g-2. Az 3 ä® d. 3.3 3 g>§ 3 3 5 3 ■• - er ’S' <^2-Z'Z mV —3c ÖS.!?'» x «• 3 e- " v o ar 3 * 2. 3 « «5» 3 CT X 3 Z o O V y§ ZH ti^XO Z!3.rt ZZ L L. "„Zg'H'ZZ. 3ffpZss^ 'ZKZS^SL-- ' "gca ö® 2. 3 KO ZZ ZZZ.2- A.o’s:® a>3 H Se?3^3^ Hco5 5 6)5 3^d2 ijT s <3rt 3 3 o> -E __ rt 5 rt rj XX rt fi • If^l' ZLJ.-s2Z^«- o* 2 a co Ts9 «S-Z-g c-t gfpSX3 rt X<3'e"‘3'§'S 3 rt O>% - * - ( AP"? '3',-1®o) lhill4 CD Ob E-Ot A® OB JZ ®T 3 § rt m3 B 3 3 f,2 d cd ® 3 n <9 »rt rt m^O rg r*ä S^’D’SäS5 Z.X 3'5 XZ ^Ä.-X2 3 V sx 2.^ "ZS.5 H5 = 3ZM rtE-prt^ -rt^ leitet Fgoiz^ sa6ga?s& —- 3 _ 3 X^-rt z§,2 Z rtLrt I 3 3 .-.c; Z-.3 SX^ßXZZZ H 3 SrKo 3 313 ffS-LzsD ’g’Jo'SJa p::ilii-gjli.§j||e| K?? 5 .SLZ 3 3 raFg’S&l ? S äoa^^Ss-B —,-D ti rtrt er 3 rt B 3 K er“ XX 2 3 pj <—7E o rtcae 8 L D co s «252.2 3^ vi 'X. • V» 5 g 5.8 X 3.rtArt — rt B 3 3-» rt & X O rt ® ^3p^- 2- 5 ” 3 rt 3 ! E-ß 8ZWW AxZ^gr- rt- g g.g’cPrtXX \X 2.»«>Q'e 2 3 S< GjK^ ? S-?5 — 3 2? ö-kp 2 O MM- R r-# *a> *■ ”ZT1 L 3 2 rt E 2. Z er —c— 2 5. cd 3 CTn -■ in rt. 3 r, CD rt 3XX 0 £ ZXrt 3 öffSiffsZsS tt 3 3 g rt-(D 03 X S§ZLff2. L^^VZ X3 Z.^ 3 obAme ff-3«rXZZ ^Z:?ffEZ-EZd^- agSS|.g|S = a|^^ * 2 -o » p 2 er g S3ZME S^yss^Z^M 10^5-3 ^I?lt=A£ KAk M^WLssM H v $2.5 erg-s-»- Zt-7U8^ßTZ>ffZZ » er X r2 O 8 o D 3 rt ■3? rt m D —■ er> o 3 Qr q —1 rt X'D X rt 2 o p ® 3 m 3 Z 2. 2? 3 13’®. rt 3 3 Ob Qr-- rt u CT 3 .-•X Q".” CP 3 X° O R.rt X 3 B , <5' r3 3 a 3 g.X 3 V ?ÄaT3t, Sä' Ici-tfe^^ °:^ = X5 - *® 5 3 —;C 2*2?8 2cd R 3 (0,^ ?X rt'g 3 (R’{X'6'2 9 <2® X° X 1 3Hag?" , sx g'gxp ® R ■ CD n (O CP 1 :'cc ZZ ÜX-oA-'’-3 pärt p X »rt X.LX rt . g gXxä ' ^5rt.?72§Z<-rZZgss ceX= p'g*» » 3'"^Z^I§5 a8 5 =^Z ZF2 ZZ. MMW8-1 ^>z°Z2 ffsZW: rt x^ XXZ°t 1 3 rt rt E E rt. 3. E 3 - Z-." 3 XcS r> 3 rt O* rt .«•O 8 3 73 1 3 ■T* P. D -• X O - ° ! 0 OPB o X X E or rt rt 3 rt. afFjlf r g ÜX._ Xtixrt V rt* X 2 5.3'3 E s.™-a»=iä saggz^g ?^sd« X g m rt rt E o 2 3 <5 o n _ Bzglh«h 3ZßLZ"FZ-Z L4»Z 5!-fi !• aCT —, 3 5. rt 0 2C 3 p cS‘ 0'3 Z P’ er »ym 2 —X 2 Ö' rt O ® rr Wrt J-r- £ X “ 2 5 Z-2-2 2*3 w gp erX^Xeyrt 5 IwsSö.« gllihg»! 2^-3® 3go Si-^-XE O ey6> y ZX ^rt.rt -31 rt M 3XX3 Z XX^.Z Äo 2'KL 3 3. rt "!O ox4xs>Z^ H 2 3 ZG7.§^Z gf*" a |XgfllO§ -s^^^ss5 2sriF § äSa.»a,»r