180. Jahrgang Hr.77 Erstes vlatt Dienstag, 1. April 1950 Eriche in« lüglich,anher Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die 3nu|trterte (Siebener FamiUenblätier Heimat im Bild Die Scholle Dlonat$:8etug$prcts; 2.20 Rerchsmarl« und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch btt Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. tjernsprechanschlüsse enterSammeInummtr2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Eiehen, povschecktonko: Sranffurt am Main 11686. GietzeimAiiMger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Umverfitäts-Vuch- und Sleindruckeret R. Lange in Liehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulltrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig, für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20‘ , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Will) Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich tn Giessen. Vor der Regierungserklärung im Reichstag. Das Kabinett Brüning und die Parteien. — Wie stellen sich Sozialdemokraten und Deutschnationate? Die Vereidigung der Reiche- regierunq. Hindenburgs Wünsche für das neue Kabinett. Berlin, ZI. März. (IDIB.) Der Herr Reichs- p r ä f i d e n ( nahm heule die durch das Gesetz über die Rechtsverhältnisse des Reichskanzlers und der Reichsminister vom 27. März 1930 neu vorgeschriebene Vereidigung der Mitglieder der Reichsregierung vor. Der Reichskanzler und die Reichsminifier leifielcn hierbei folgenden E i d: „Zch fchwöre: 3d) werde meine firafl f ü r dos Wohl des deutschen Volkes einsehen, die Verfassung und die Gesetze des Reiches wahren, die mir obliegenden Pflichten gewissenhaft erfüllen und meine Geschäfte unparteiisch und gerecht gegen jedermann führen. So wahr mir Gott Helse?" 3m Anschkutz an die Vereidigung sprach der Herr Reichspräsident den Blilglicöcrn der Reichsregierung feine aufrichtigen Dünsche für erfolgreiche Arbeit im Dienste des Vaterlandes aus. Er betonte hierbei, datz Sanierung der Finanzen und Rettung der deutschen Landwirtschaft. insbesondere des tandwirtschafttichen 0 ft e n 6, die dringendsten Gebote der Zeit sind. D.e Aussichten für das Kabinett Brüning Berlin, 1. April. (OB. Funkspruch.) Der Re gierungserklärung -es Reichskabinetts Brüning, die heute im Reichstage non dem Reichskanzler abgegeben wird, soll eine politische Debatte folgen, die um /nuKvudj beginnen wird. Zwei M i p, - Irauensantroge sind zu erwarten, van den Sozialdemokraten und den ftommu- n i ff c il Die die „Deutsche ‘.Allgemeine Zeitung" wissen will, wird die sozialdemokratische Reichstags- ftahion ein motiviertes Misstrauensvotum einbringen. Rach Mitteilung der „Rolen Fahne" soll das Misstrauensvotum der kommunisti- f (h e n Reichstagsfraktion so gehalten fein, datz die SPD. keine Möglichkeit habe, sich der Stimme zu enthalten. Außerdem werde die kommunistische Fraktion namentliche Abstimmung beantragen, um evtl. Abkommandierungen von Abgeordneten durch die „scheinoppositionellen Parteien" sestzunageln. Gteichzeitig rüst das kommunistische Zentralorgan für morgen nach Arbeitsschlutz zu einer Protestkundgebung im Lustgarte n o u f, wo „autznhalb des Parlaments die Maf- fen des Berliner Proletariats aufmarschieren müssen, um ihr Votum abzugeben". Noch Ansicht der „Voss. Ztg." sind die Miss- trauensanträge nur abzuwehren, wenn winde- stens zwei Dutzend Deutschnationate für die Regierung stimmen, die übrigen s i ch wenig st ens der Stimme enthalten. Trotzdem scheint der neue Kanzler die Hoffnung nicht aufgegeben zu haben, datz mit einer, allerdings sehr knappen Mehrheit die Mitztrauens- anträge abgetehnt werden. Nach der „DAZ." hat Reichskanzler Dr. Brüning am Montag eine Besprechung mit dem deuischnationalen Fraktionsoor- sitzenden Dr. Oberfohren über die Haltung der Deutschnationalen zum Kabinett gehabt. Am nodj- miltcig hätten Besprechungen zwischen den Mitgliedern des deutfchnationolen Parteivorstandes stattgefunden. Bisher Hal man lediglich gehört, datz d i e Regierungserklärung abgewortet und die weitere Stellungnahme von ihrem Inhalt in der Frage des Agrar- und vstprogramms abhängig gemacht werden soll. Das genannte Blatt hält es für zweifellos, datz ein Teil der deutfchnationaten Fraktion f n t dos Kabinett stimmen werden. Die „Deutsche Zeitung", das Sprechorgan der „Die- hards", des radikalen Flügels der Deuischnationalen Partei erklärt erneut den Stur; der Regierung Brüning und die möglichst fdjneffe Erzwingung von Neuwahlen für erforderlich. Proqnofe der presse. Um das Lä.iasal des Reichstags. Berlin, 31. März. (ERD.) Die in der Berliner Presse zum Ausdruck kommenden QInficbtcn über die Zukunft des Kabinetts Brüning sin- recht verschieden. Bon einigen Blättern wird ihm eine lange Lebensdauer vorausgesagt, von anderen dagegen wird ihm ein kurzes Dasein prophezeit. Die „G c r m a n i a“ (Zentr.) ist der Ansicht, datz die Entscheidung jetzt bei den Parteien liegt, und datz diese Entscheidung weniger das Schmal der Regierung als vielmehr das Schicksal dieses Reichstages bedeuten wird. Die Parteien werden ein ernstes Bekenntnis ablegen muffen, ob sie einen Kurs der Verantwortungslosigkeit und einseitiger Parteiinteressen oder aber eine rein sachliche, verantwortungs- bewuhte Einstellung wollen, die der ernsten politischen und wirtschaftlichen Loge gerecht wird. Bringen die Parteien die neue Regierung zu Fall, dann besteht kein Zweifel, datz der Reichspräsident das Kabinett sofort neu bestätigen und mit der Auslösungsorder ausstatten wird, um so den einzigen noch bleiben» den legalen Weg zur Lösung der unaufschiebbaren politischen Arbeiten freizumachen. Der Reichstag mutz sich also völlig im klaren darüber fein, datz er bei der Qlbftimmung über das Kabinett Brüning darüber zu entscheiden hat, ob er sich aus der politischen Arbeit der nächsten Wochen selbst ausschalten oder seinerseits die sachlichen Forderungen eines Kabinetts unterstützen will, das aus einer ernsten politischen Rotlage heraus geboren wurde. Die für die parlamentarische Billigung des Kabinetts Brüning so wichtige Frage, wie sich die Deutfchnationale Bolkspartei bei den Abstimmungen im Reichstag verhalten wird, wird in der Rechtspresse eingehend erörtert. In der ..Deutschen Zeitung" heitzt es: Die Sozialdemokratie dürste dem Kabinett Brüning ihre Zustimmung versagen. Damit wird das Schicksal des Kabinetts von den DeutschnatioDie Vorbereitung der Reg erungserklärung. Berlin, 1. April. (ERB. Funkspruch.) Das Reichskabinett ist heute vormittag um 9 ilbr erneut zusammengelreten, um die Regierungs- er(Iäruno„ die der Kanzler hLUte^MchniHslg Rerctzstag abgeben wird, we rerzuverä'.en. -Stt wird die Bereitschaft der Regierung zur Z u s a m m c n a r b e i t mit dem Reichstag unterstreichen, aber auch keinen Zweisei daran lassen, datz der Reichstag sein Schicksal selbst in der Hand hat. Daneben ist der Teil der Regierungserklärung von besonderer Bedeutung, der sich mit der Vorlegung des Rahmengesetzes für die Regelung der F i - nouj-, Agrar» und O ft f r a g e n besaht. Die Regierung-erklärung wird sich weiter natürlich auch mit der Aussenpolitik beschäftigen. Aus diesem Gebiet ist auch die Frage des polnischen Handelsvertrages von besonderem Interesse, da in der deutschnationalen Presse die Frage aufgeworfen wurde, ob nach dem Eintritt Schieles in das Kabinett nicht neu über ihn verhandelt werden müsse. Er ist aber bekanntlich bereits paraphiert, und kann' also nach dem diplomatischen Brauch nur n o ch angenommen oder a b gelehnt, aber nicht mehrverändert werden. Er wird dechalb auch vom neuen Kabinett akzeptiert. Innerhalb des Kabinetts besteht auch keine Schwierigkeit wegen dieser Frage, da das Agrar- und Ostprogramm so aufgebaut i:t, dass die Rachteile, die von der Landwirtschaft aus dem Handelsvertrag befürchtet wurden, wieder ausgeglichen werden. Der Reichskanzler wird in seiner Regierungserklärung toci* ter betonen, dass die Mitarbeit des ganzen deutschen Bolles notwendig ist, wenn es gelingen soll, die Ausgaben zu lösen, die die schwere Rot der Zeit dcm Reichskabinett stellt. In den Regierungstreuen rechnet man damit, datz die Aussprache über die Kanzlerertlärung bereits am morgigen Mittwoch zu Ende geführt werden kann, so dass morgen auch bereits über die zu erwartenden Misstrauensvoten abgestimmt werden kann. Der Ausgang dieser Abstimmungen wird jetzt für die Regierung günstiger beurteilt Es fehlen ihr zwar rechnerisch 2 6 Stimmen an der Mehrheit Rian glaubt aber, das) der landwirtschaftlich eingestellte Teil der deutschnationalen Fraktion nicht dazu beitragen wird, die dringend notwendige Hilke für die Landwirtschaft zu erschweren. Ausserdem hat nach dieser Auffassung die absolute Gewissheit, dass der Reichstag aufgelöst 'werden wird, wenn ein Misstrauensvotum zur Annahme gelangt, bie Stellung des Kabinetts erheblich gestärkt. Aus Schieles Aktentasche. Die Plane des neuen Ernährungsministers. Berlin, 31. März. IPriv.-Te!) Heber die Cniitteihmgen des ReichStandbsndes zum Programm des neuen Reich-ernährungsminiftsrs Dr Schiele hinausgebend. die von Richtpreisen für Roggen aus 230 Man und für Weizen auf 2c0 Mart 'sprechen, erfahren wir noa) weitere Einzelheiten und Programmpunkte. die der neue Minister verfolgen wird Etne grosse Rolle dürste vor allem die Erhöhung deS Wertes der E i n f u hr f ch e i n e in der nächsten Zeit spielen, die bekannt.ich auch theoretisch heftig umstritten ist, und d'.e nach den vorliegenden Plänen deut Reich etwa SO bis 90 Millionen jährliche Mehrb..astung bringen kann. Die Erhöhung des Einfuhrscheinwertes ist gedacht für Roggen, im Z. '.menhang mit einer Erwe iicung nalen abhängig, denen die Furcht der Mittel- Parteien vor Reuwahlen beweist, datz sie die Gesamtentscheidung nicht zu scheuen brauchen. Der „L o k a I - A n z e i g e r" erklärt: Es fragt sich, ob man jetzt wirklich die Sozialdemokraten ans der Verantwortung entlassen darf. Geht das an? Ober erhebt sich nicht die sittliche Forderung. d a s V o l k j e tz t s e l b st zur Entscheidung auszurusen? ..K r e u z z e i t u n g" und „Deutsche Tageszeitung" nehmen eine abwartende Haltung ein. Die „Berliner Börsenzeitung" richtet folgende Mahnung an die Deutschnationalen: Wer auf der Rechten jetzt einem Misstrauensvotum gegen das Kabinett Brüning zustimmt oder dem Misstrauensvotum zur Annahme verhilft, gibt kund, datz es ihm nicht daraus a n k o m m t, die Sanierung an- zubahnen und der Landwirtschast, besonders in Rord- und Ostdeutschland, zu helfen. Die Rechtsfraktion, die sich in diesem Augenblick der Schicksalswende versagt, mutz wissen, datz es dann eben ohne sie und das Parlament gehen mutz und kann, sie mutz wissen, datz ihre Anhänger in Stadt und Land einem solchen Versagen gegenüber kein Verständnis aufbringen würden. des Kontingentes der Einfuhrscheine bei Braugerste, und schliesslich auch bei dem Hafer, dessen Preis im Iahre 1929 ständig und stark zurückgegangen war. Bei Rindern scheint man vor allem an eine stärkere Ausnutzung des erst kürzlich geschaffenen § 4 des Reichsviehseuchen- geseyes zu denken, der dem Reich eine ganze lid) d?ö ZnscAbkommens zu dem deut sch- finnisch en Handelsvertrag. das keineswegs den Intentionen des neuen Reichsernährungsministers entspricht. Die finnische Volksvertretung hat das Abkommen bereits ratifiziert. so datz eine nachträgliche Abänderung auf ausserordentlich grosse Schwierigkeiten stösst. Ob man trotzdem den Versuch einer Revision unternehmen wird, ist bis zur Stunde noch nicht zu übersehen, aber der Widerstand gegen die Bindung des Dutterzolls und des Käse- z o l l s auf relativ- geringer Höhe hat starke Proteste aus den Kreisen der Grünen Front hervorgerufen. Unter weiteren. Zollerhöhungen wird neben Stärke vor allem eine Zollsteigerung für Eier vorgenommen werden, die aber schon unter dem früheren Reichsernährungsminister Dietrich als notwendig erkannt worden war. und nur aus parlamentarischen Gründen zurückgestellt werden musste. Die Regierung her nationalen D enstpflicht Rcichsminister Trcviranus über die Ausgaben des neuen Kabinetts. Wien, 31. März. (WTB.) Die „Reue Freu Presse" veröffentlicht ein Gespräch eines Berliner Mitarbeiters mit dem Reichsminister für die besetzten Gebiete Treviranus über die Aufgaben des neuen Kabinetts, in dem es heisst: Die mit der be« Ianderen Autorität des Reichspräsidenten berufene neue Neichsregierung wird eine Regierung der nationalen D i e n ft p f l i ch t fein. Ihre Aufgaben find klar vorgezeichnet. In de, äusseren Politik beginnt ein neuer Abschnitt. Hier gibt es keine P a r t e i ge g e n f ä ß e und keinen Streit, Leine M.hebest und keine Minderheit. Die Aussenpolitik wird ans dem Rahmen der Parteipolitil befreit. Das Hauptproblem Deutschlands ist die steigende A r be i t s l o i j g k e i t. Der bisherige Weg führ! nicht zum Ziele Man hat die steigende Zahl der Arbeitslosen und der drohenden Konkurse bisher zum Anlass genommen, um deren Wirkungen abzu- schwächen. Wir werden den umgekehrten Weg gchen und nicht die Folgen, sondern die Ursachen der Wirtschaftskrise und der Arbeiislosig- teit bekämpfen. Atif d.ese Weise werden sich auch Fragen der -irbeitsloienverficherung lösen. Die be- ionbere Sorge der Reichsrecioning gilt selbstverständlich der Landwirtschaft, deren Bedeutung als nationale Grundinduiirie von allen Win- ichaftskreisen he: >e anerkannt wird. Ebenso wird die W ie de r a u f r i ch t u n g der Kräfte des b c u t f d) 6n Oft ens dem Ziele der Reichsregierung dienen, die .Prüfte der ganzen Nation wieder fruchtbar zu machen. Die bisherigen Versuche, welche die letzte Koalitionsregierung Monate hindurch unternahm, um dem rociterfdireitenötn Unheil zu steuern, haben versagt. Aus diesem Grunde hat der Herr Reichspräsident eingegriffen und seine verfassungsmässigen Rechte eingesetzt. Die Sozialdemokratie hat grundsätzliche Opposition angekündigt. Darauf muhte man gefaßt fein, obwohl es ja aus- jchließlich der Wille der Sozialdemokratie gewesen ist, welcher der letzten Koalitionsregierung ein Ende machte. Wenn jetzt Vermutungen über die Haltung der Deutschnationalen Bolkspartei an- gestellt werden, so gehen sie an der Tatsache vorbei, dass der Versuch, N e u w a h l e n zu erzwingen, nur für bie Parteien ein Risiko birgt, nicht aber ür die Reichsregierung, welche mit dem Notstands» artifel die praktische Arbeit weitcrführen würde. Slaatssührung und Opposition. wras Wcftarp über die Pflichten der nationalen Lppofttion. Berlin. 31. März. (ERB.» Gras Westarp sprach in einem Rundfunkvortrag „Staatsführung und Opposition" u. a. über die Ziele der gegen wärtigennatio nalen Ovposition",die in der ileberroinbung der republikanischen Staatsform und des parlamentarischen Svstems in feinem jetzigen Zustande zugunsten des monarchischen Staates gesehen werden. Man müsse pflichtbewusst genug fein, dem Staate keinen Dien st zu versagen, der dem Gesamtwohl des Staates und Vaterlandes diene. „Schwere Konflikte der Pflichten," so sagte er, ..und viele äussere lind innere Schwierigkeiten erwachsen der Rcchtsopposition daraus, dass sie ihren Dienst tun mutz in einem System, dessen Beseitigung ihr Ziel ist, und dass sie unter der Herrschaft und mit den Mitteln dieses Systems praktisch zu arbeiten hat. Die Konflikte treten besonders hervor, wenn wir an der Regierung beteiligt find: sie sind aber nicht minder vorhanden, wenn wir Oppositionspartei sind. Heber allem Ringen und allem Kampfe, der uns Deutsche entzweit, beherrschen für das Verhältnis zwischen Staatsführung und Opposition stets die Pflicht zum Dienste am CBatcrlanbe und der Wille zu Ehre und Freiheit der Ration." Der Stahlhelm. (Sine programmatische Rede Leldteö. Halle, 31. März. (Tel.-Un.) Auf einer Bismarckfeier erklärte der erste Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, u.a.: Wenn der frühere General feldmarschall und jetzige R e i ch s p r ä s i d e n t aus t<-iriet <,V*rqn)>parhmq heraus das ti.ui ’.’L müsi-m giaübi, wozu ihm ' -ine Ratgeb?r riefen, dann halten die Manner des Frontgeschlechts sich ihrerseits berechtigt, das zu sagen, was sie für nötig halten für die Zukunft des Reickzes. Der Frontsoldat legt einen neuen menschlichen und ethischen Massstab an die Welt: Den Urmassftab des Mannhaiten und Tapferen. Diese Begriffe des neuen deutschen Menschen, der draussen an der Front Herr des Hal tens und Herr des Stürmens geworden ist, müssen die Begriffe des neuen Deutschlands roerben. Der Soldat lehnt es ab, vor einer solchen Regierung weiter zu kuschen. Die Leute, die uns den Frieden bringen wollten, haben kläglich versagt. Sie können uns nicht mehr beruhigen. Run fordern auch wir unseren Anteil an der Bestimmung der deutschen Geschicke. Ein Kampf auf Tod und Leden entbrennt zwischen Rationalismus und Marxismus. Was jetzt auf unserer Seite zu diesem Kampf aufmarschiert, das ist der aus dem Arbeiter und Soldaten entwickelte neue deutsche Mensch und Staatsbürger. Hier scheiden sich zwci Wetten Dort auf der Linken steht der Begriff: Arbeit ist das Unglück des 'J)lenfch:n, hier bei uns fleht die bewusste Erkenntnis von den Pflichte» jedes Einzelnen. Die Republik ist uns absolute Rebensache. Unser Begriff heisst: Deutsches Reich und deutscher Staat. Denn wir empfinden diesen Staat als den unseren. In unserem Kampf schatten wir auf Bis marck. Industrie und Landwirtschast. teinc Hilfsaktion zur Zinsverbilligung. Berlin, 1. April. (ERB.) Wie d":- „B. T." aus Streifen der deutschen Industrie härt, findet der Gedanke einer Hilfeleistung der deutschen Industrie zugunsten der Landwirtschast in weiteren Streifen stärkeren Anklang. Dieser Gedanke ist bekanntlich zuerst von Dr. Siloerberg angeregt worden, und eine Reihe von Fndustriefühtern hat in den letzten Tagen seine Ausführung mit dem Reichspräfi denken besprochen. Bon der Industrie wird allerdings der Wunsch geäußert, dass diese Hilfe, durch die jährlich etwa 4 5 b i s '5 0 Millionen aus dem Aufkommen der Industriebe - l a ft u n g für bie Zinsverbilligung vor allein in der ostdeutschen Landwirtschaft zur Verfügung gesteUl werden sollen, möglichst nicht durch den allgemeinen Etat fliesst, sondern unmittelbar der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt wird. Dagegen mehren sich in der Industrie Stimmen des Protestes gegen die bekundete Absicht des Reichsfinanzminifters aus den Rücklagen der Bank für Industrieobligationen 50 Millionen für bie Arbeitslosenversicherung und 20 Millionen für den allgemeinen Reichshaushalt zur Verfügung zu stellen. Oie Heichöbaudirektion tritt in Funktion. Berlin, 1. Ilpril tPriv -Tel.) Am 1. April nimmt die neue Reich ^baudireltion. nunmehr ihre Arbeiten offiziell auf. naiD DtdecM. ® woiKig ® ordern • Rtaei^ * Schnee ÄtreuPem e NeDCI K Gr*ht'er.(g)Wind5tille. •O' leichte' Osi Tiasnae» Südsüdwest sli/rmscne- lordwesl Bit Piene fliegen mit dem wrnat Oie oeiden Stationen stenenoen Zahlen geoen ce Temperatui an Oie un>en verenden Orte mit oieichegfc tu« Meeresniveau umoerechneten Luftdruck Lvcttcrvornussagc Der hohe Druck im Nordosten hat die Vorherrschaft behalten, und in feinem Bereich hat auch über Deutschland das seitherige Wetter weiter stand- gehalten, so daß die neue Atlantikstörung ihren Einfluß noch nicht geltend machen konnte Da sie jedoch weiter an Energie gewonnen hat, dürfte es aUm.** l.d) zu dem bereits angekündigten Witte» rungsumschlag mit Niederschlägen kommen. Wettervoraussage für Mittwoch. Anfangs noch dunstig, aufheiternd, dann Bewölkungszunahme mit Niederschlagsneigung, mild, südwestliche Winde. Lusttemperaturen am 31. März: mittags 14,1 Ritter halten. (Siehe heutige Anzeige.) Gictzencr rsochcnmarktp reise. Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Butter 140 bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 35, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20. Rosenkohl 35 bis 40. Feldsalat 150 bis 180, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 50 bis 70. Schwarzwurzeln 40 bis 6C, Kartoffeln 4' . bis 5, Aeplel 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenyühner 100 bis 120. Nüsse 50 bis 80 Ps. das Pfund, Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 25 bis 30, Endivien 20 bis 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück. Radieschen Bd. 15 bis 20 Pf.: Kartoffeln der Zentner 3.80 bis 4 Mk Grad Celsius, abends 9,1 Grad: am 1. April: mor« Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 2,2 " Dtenfliubiläum bei der Reichsbahn. Am 1 April feiert der Reichsbahninspektor Heinrich Kitffmüller, DienststeUenleiter der hiesigen (Eilgutabfertigung, der Fahrkartenausgabe und der Gepäckabfertigung sein 25. Dienstjubiläum. * Eine verlorene Polizethund- marke. Das Polizeiamt teilt mit: Bor etwa drei Wochen ist das Halsband eines Polizei- I Hundes mit anhängender Dienstmarke und der Aufschrift ^Polizeihund 24 — Dolksstaat Hessen" verlorengegangen Eine Ablieferung der Hundedienstmarke ist bis jetzt nicht erfolgt, ilm einer mißbräuchliche Benutzung derselben vorzubeugen, wird sie hiermit als ungültig erklärt. Deutscher Liedertag. Der Deutsche Sängerbund hat für den 30. 3uni, 11 Uhr. einen Deutschen Liedertag vorgesehen. An diesem Tage sollen auf allen öffentlichen Plätzen im Reiche Volkslieder oder oolkstum iche Lieder zum Vortrag gebracht werden. Eine kleine Ansprache soll auf die Bedeutung des Tages Hinweisen. Der Hessische Sängerbund hat seine Bundesvereine auf diesen Tag hingewiesen und stellt es den Vereinen anheim, eine kleine Feier in obigem Sinne zu veranstalten. ** Der Riesenzirkus Sarrasani passierte heute mit drei Sonderzügen von je 60 Wagen die hiesige Station um für sechs Tage in Koblenz zu gastieren Die Züge machten mit ihren sauberen blau und weiß gestrichenen Wagen einen inter- I effanten Eindruck ** Eine Schau von Dickhäutern (Eie fanten. Flußpferden usw.) wird während der Messe von dem Zirkus Sarrasani auf dem Trieb in Gießen veranstaltet und heute nachmittag eröffnet. Der Zirkus passierte heute in drei Sonderzügen die hiesige Station und mußte hier wegen Heißlaufens einiger Wagen eine Anzahl (Elefanten, Flußpferde usw. zurücklassen. Während die sehr gutmütigen Elefanten sich angefettet im Freien tummeln können, ist das Bassin an der Volkshalle zu einem Plansch decken für die Flußpferde und Nashörner hergerichtet worden. Der Zutritt ist für jedermann frei. ' Geschäftsjudtläum. Die Firma 3. D. Häuser in Gießen, Neustadt 56/58, kann am heutigen 1. April auf ihr 25jähriges Bestehen I unter der Leitung des gegenwärtigen Inhabers Kaufmann Häuser zurückblicken. Gegründet im Jahre 1890 von dem Kaufmann 3. Happel ging die Firma am 1. April 1905 in den Besitz des Kaufmanns 3. B. Häuser über. Das Unternehmen wurde von dem neuen Besitzer zunächst nur in dem Stammhaus, Neustadt 56, weiter betrieben, zugleich mit einem Ofen- und Herdelager in der Nodheimer Straße 42. Ende 1924 wurde das Geschäft dadurch erweitert, dah auf einem im Jahr 1921 von der Firma Georg Philipp Gail erworbenen Gelände am Os- waldsgarten ein großes Lagerhaus errichtet wurde, das in seinen Einrichtungen mit allen neuzeitlichen Errungenschaften ausgestattet ist. Infolge der fortdauernden Vergrößerung des Geschäftsumfanges erwarb der Firmeninhaber 1928 das Anwesen des früheren Saalbau Sauer, Ecke Neustadt/Oswaldsgarten, hinzu und richtete auch in diesen Gebäuden große Lagerräume ein. Welche Ausdehnung die Firma seit 1905 unter ihrem neuen Inhaber genommen hat, ist daraus ersichtlich, dah Herr Häuser das Geschäft bei einem Personalbestand von zwei Angestellten übernahm, während er heute zweiundzwanzig Angestellte beschäftigt. Sowohl im Einzelhandel, wie auch im Engros-Geschäft der (Sifentoaren- branche ist die Firma mit ihrem Geschäftsbetrieb in Giehen und in der weiteren Umgegend als eines der führenden Unternehmen in dieser Branche anzusehen In der hiesigen Geschäftswelt kann sich die Firma Häuser des besten Ansehens erfreuen. Aus Anlah ihres Jubiläums hat die Firma für die Zeit vom 1. bis 14. April ein Jubiläums-Preisausschreiben veranstaltet, über das in unserem gestrigen Anzeigenteil näheres mitgeteilt wurde. ** Gast Hausjubiläum. Am heutigen 1 April kann der Inhaber der Metzgerei und Gastwirtschaft G u st a v Müller in Gießen, Ecke Bahnhofstraße und Schanzenstraße, auf das 25jährige Bestehen seines Unternehmens zurückblicken. Die Gaststätte Müller erfreut sich in ihrem Besucherkreise großer Wertschätzung. •* Verkchrsunfall. Gestern gegen 16.30 Uhr ereignete sich in der Neustadt Ecke Hamm- strahe ein schwerer Verkehrsunfall Dort wurde die 14 Jahre alte Else Hillgärtner, Rodhelmer Strafte 40 wohnhaft, die auf einem Fahrrad sitzend gerade ihre Maschine umdrehen wollte, hinterrücks von einem Auto angefahren und vom Fahrrad geschleudert Das bedauernswerte Mädel erlitt dabei einen Beinbruch und muhte von der Sanitätsmannschast der Feuerwache der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Der Lenker des Kraftwagens kümmerte sich in unverantwortlicher Weise nicht im geringsten um das verunglückte Kind, sondern fuhr mit seinem Fahrzeug, angeblich einem Opel-Zweisitzer, schleunigst durch die Hammstraße auf und davon Hoffentlich gelingt es. den Fahrer ausfindig zu machen. und Darren wurden mit Beifall auf genommen. Die Singspiele der Mädchen wurden sehr schön vorgeführt. Durch die Mitwirkung der Der- banosr.egc dcs Südwead. u.sch.nTurnerbundes erfuhr der Abend eine wesentliche Bereicherung und es wurden hier schöne EinzeUeistungen an den verschiedenen Geräten gezeigt. Ganz besonders sind die Freiübungen des Turners D i e • rau ju erwähnen, die auch den verdienten Beifall ernteten. Lehrer Zoller. Hausen. Vorsitzender des Südwestdeutschen Turnerbundes, wies in treffenden Worten auf den Wert des Turnens zur Gesunderhaltung des Körpers und des Geistes hin Besonders dienlich sei es der Jugend, denn wo eckter Turnergeist herrsche, wirke er sich auch im Volke aus. Bon der Gesangsabteilung des Vereins wurden einige passende Chore vorgetragen, die sich würdig in den Rahmen des Ganzen einfügten ♦ Wieseck, 30. März Im geschmückten Kochsaal der hiesigen Mädchensorlblldungsschu.e veranstaltete heute unsere Handarbcltslehrerln, Fräulein Schmidt, eine Handarbeitsau-st ellung, die Eltern und Freunde der Schule einen wertvollen Einblick in die Leistungen der Kinder auf diesem Gebiet und in die Bedeutung dieses Unterrichtsfaches für das spätere Leben der Schülerinnen bot Die nach Schuljahren geordneten Arbeiten führten die Fortjchritle der kindlichen Leistungen mit zu- nehmendem Alter klar vor Augen und zeugten von zielbewußter Arbeit und methodischem Geschick der Lehrerin. Die Erzeugnisse der untersten Jahrgänge waren angesichts der hohen 'Klassenstärken, die den Handarbeitsunterricht besonders belasten — Wieseck hat zwei Klassen mit über 60 Schülern — recht erfreulich Und die oberen Jahrgänge warteten mit selbstgefertigten Wäschestücken auf, die den Schülerinnen wie ihrer Lehrerin alle Ehre machten. Daneben kam die Kenntnis im Wäscheausbessern zu ihrem vollen Recht Unter den Arbeiten der Fortbildungsschülerinnen verdient eine Nadelmalerei von Ottilie Rodenhausen, das Heidelberger Schloß darstellend, lobende Erwähnung. Die Ausstellung erfreute sich eines regen Besuches durch jung und alt und hals so an ihrem Teil mit, das Interesse der Bevölkerung an der Arbeit der Schule zu wecken und zu vertiefen * Annerod, 31 März Der Weißbinder Karl Schäfer und seine Ehefrau Margarethe, geb Dürr, feierten am ^9. März in bester körperlicher und geistiger Frische das Fest der Goldenen Hochzeit. * H u n o c n, 31. Marz. Der heutige Schweine- markt war mit 466 Ferkeln beschickt Man bezahlte für fünf bis sechs Wochen Ute Tiere 22 bis 30 Mk., sechs bis acht Wochen alte 31 bis 40 Mark, neun bis zehn Wochen alte 41 bis 48 Mk., elf bis dreizehn Wochen alte 49 bis 56 Mk. Nach lebhaftem Handel verblieb geringer Ueberftanb. £ Wieseck. 31. März Am Samstagabend hielt der Turnverein 1 8 6 2 W i c f c d , Mitglied des Lahn-Dünsberggaues. eine Werbe- veran Haltung im Saale von Gastwirt Braun ab. die sehr gut besucht war. Nach der Ansprache durch den Vorsitzenden des 'Vereins zu früh Heimgegangenen in würdiger Form zu I eine Schülerin einen feiern, so wird sicherlich dieser Akt der Pietät Rührungen der Turnerinnen and der 6»ukrin. allseits Anerkennung finden Zur Aufführung n«n am Pferd und Barre^ sowie die der Schu kommt Hofmann^thals Bühnenwerk „Ser Tor > am Darren und der Aktiven an Reck„ Pferd und der Tod". Frau Auguste Prasch-Gre- \Tnorsna1 3ZZ de jnl B. Corung” ~ Montan, '31. Marz. 1930,7" aDds. "V fZ- O o • 1Ö A,, fUaoem. Clermont Genf möQ vOi öeru hufr X -2 tnSL Jr X.*: JanMayen 3 Wir maciren unsere Mtiglieder ans das am Sonntag, dem 6. Avril d. I.. nach iittago 4 Ubr, in der 2lula iiamindendc Konzert -es Bauerschen Gesang-Vereins aufmerksam und empfehlen unseren Mil gliedern den Besuch desselben. (26461) Gießen, den 30. März 1930. Gleibergveretn. wo alle darauf bedacht sind, gut und vorteilhaft zu kauten. Ein altes reelles Geschäft hat nicht umsonst seinen guten Namen und die große Zahl der Kunden zeigt genau, wie gut und billig man den Frühjahrs-Bedarf kauft bei: 263HA Vermietungen | MVI. ZlMkk für iofoit an beruiö- iüttges f'vtäiil btUtn w vermieien 02214 Bleichstrane 9 11. Höbt. Zimmer Nähe Bahnhof zu vermieten 022 2 Crednerstr. 18 L Marburg a. d. Lahn (Friedrichstraße 1 p.), und Nierstein a. Rh., den 31. März 1930. 26 <20 (Stellenangebote Jakob Noll. Gießen (Frankf. Hof), den 1. April 1930. ' 222 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2. April, um 16.15 Uhr, in Gießen, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt In der Frühe des 30. März verschied nach kurzem, schwerem Leiden in Marburg, wo sie zu Besuch weilte, meine treusorgende Mutter, meine liebe Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Hoher Verdienst Richie überall ehrl. Veuien ohne Kavltal Lager in ganab.Gcbrauchs- artikeln em. JfiMV Frankfurt a.M., Lchlietzfach 21)3. Gießen, Bingen (Rhein), Nidda, den 1. April 1930. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. April, nachm. 2.30 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 2o65D In tiefer Trauer: Tilly Eisenacher geb. Seum Gretel Bock geb. Eisenacher Gertrud und Hans Eisenacher Erich Bock. Nach Gottes unertorschlichem Ratschluß wurde mir mein lieber guter Mann, unser treusorgender guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Danksagung. Für die zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme danke ich herzlich. Wohnungstausch| Schöne 3 Simmerlöoönnng genen nute fr3immerMniiiig zu lauschen gesucht. Zu ei innen m der Geschäftsstelle des Gien. Anz. 02201 Rudolf Eisenacher Oberpostschaffner am 30. März im 48. Lebensjahre durch den Tod entrissen. Fra« Anny Fiesser Wwe. geb. Balbach wenige Tage vor ihrem 49. Geburtstag. wir warnen Sie 3t>reitBewerbungen auf Anzeigen ohne Nomen Zeugnisse, urkunden ob. sonst wichtige Papiere deizusügcn; Abschriften genügen zur Slnklfung v. Anstellunqsverhanb- ungen. Oft ist uns der Auftraggeber unbekannt und in bfcfen$d1len können wir nichts tun für b. Wiedererlangung der Bewerbungsunterlagen GßeHenev Anzeigev In tiefer Trauer: Mechthild Zschorlich geb. Fiesser Franz Zschorlich. Hauptmann u Komp.-Chef im 15 Infanterie-Regiment August Balbach 1 Enkelkind Charlotte. ©ünftig f.Stmilooare. Lchöue 3-^tmmcr° Wobng. 121 nInnern, beichlannabmefrei. fompl. möbl, beueb. aus weinl ick. Schlaf- zimmer. FL vertone Wohn ii. Ebzunm., Wohnküche. Bad, Tel., mit Wäsche und Geschirr, nb 1. Juli o.srüh.auf2Jahrezu vriu f. 120 .y/ inoimil. MteivorauSzg. Sclir. 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April, von 20 bis 22% llbv 26.Miklw0ltz-M.-vrsl. Wometf Eine Tragödie von Georg Bückner. Hieraus: Seonce nno £ena Ein Vuitfvtel von Georg Büchner. IlllllllllinillllllllllllllllllllU 1W* Der heutigen Ausgabe des Gieftener Anzeigers liegt ein Werbeblatt der Firma Werner & Mertz, A.°G., Mainz, bet. Nr. 77 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, April 1930 tiMI 1 .... MU / - £ [■-*? I •: i U ■ N E,ne Reihe prominenter Europäer hat sich zulammengetan, um in die Einsamkeit der Galapagosinseln zu fahren Unser Bild zeigt die Gruppe bei den letzten Reise- Vorbereitungen. Links Bernard Shaw, der aus Galopagos aryüsanle Motive für ein RobinsonschauspicI zu finden hofft. Auf dem Gepäckwagen Zeileis, der aus den Hormonen der Rieseneidcchsen ein neues Heilmittel herstellen will, und Trotzki, der aus der verlassenen Insel die Gründung einer kommunistischen Urzelle plant. Inter-Serälewellutn im Sau Hessen D.T 17. Paul Weber. Tv Heuchelheim, 129 P c ^er rät eine Kürübung, sowie eine Pslrchtfrei P. Treis ^rof •Bafcd. 124 P.: 27. Karl Schmidt, Tv. Gro 0 Gich. Punkte. bett, Tv. 1846 Gießen, 158 Punkte ng, Tv bett, Tv. 1846 Gießen, 153 P.; 4. Tv. 1846 Gießen. 145 P, 5. Rudolf ng; 180 lLumda), 134 P.; 21. Hermann Dingesv. 1846 Gießen, 131 P.; 22. Wilhelm Röhrckn. Tv. Krofdorf. 130 P.; 23. Adolf Rust und Ufer, Klein-Linden. 143 P.; 7 Georg Scln. Mtv Gießen, und Werner Langenohl. Tv. :chclheim. 140 P.; 8. Friedrich Drück. Karl <5d )orf und Hans Vogt. Tv 1846 Gießen. 139 P. Rudolf Reunkamps (je zwei Pflichtübungen am erd und Darren, eine am Reck, dazu an jed< &c- Friedrich Tv Grünberg,' 127 P. 19. Karl Hahn Tv Großcn-Duscck. 124 P. 20 Heinrich Amcnd. Tv Treis a. d. Lda., 123 P.; 21 Heinrich Dapper. Tv Grünberg. 122 P.; 22. Otto Peter, Tv. Groß- Eichen. 121 P. Jugend-Unterstufe, 15 und 16 Jahre. Siebenkampf (je eine Pflicht- und Kürübung am Reck, Darren und Pferd, sowie eine Pflichtfreiübung Mindestleistung 92 Punkte Höchst- 120 P Jugend-Oberstufe, 17 und 18 3 Reunkampf (wie oben), 180 bis 1 und Heinrich Jung, Tv. Lützellinden,P P.; 15 Friedrich Wenderoth und Willistraub. Tv. 1846 Gießen, 137 P.;- 16. Emitröber, Tv. 1846 Gießen, und Heinrich Marten, Klein- Linden. 136 P.; 17 August Schott, Tv.j6 Gießen. 135 P.; 18. Wilhelm Kehr, d Treis 3ungll., Tv. Klein-Linden, 138 P.; 10. Robert Weller. Tv Klein-Linden. 136 P.; 12. Wilhelm Schäfer. Tv Treis a. d. Lda.. 134 P; 13 Karl Schäfer. Tv 1846 Gießen. 133 P.. 15. Kurt Drefchcr Tv Klein-Linden. 130 P.. 16. Karl und Heinz Meyer, Mtv. Gießen. / P; 10. Albert Reeh. Tv. Krofdorf. 143 P.; Wil- Helm Hahn. Tv. Großen-Duseck. 142 P.;! Otto Rinn. Tv. Heuchelheim. 139 P.; 14. OlDtahl, Tv. 1846 Gießen. Heinrich Schmidt. Mtqießen. ------ - - ™ P.; Aus der Giegerliste. Rachstehend geben wir einen Auszug Siegerliste: Turner über 18 Jahre. gelungenen Tag einen wertvollen türm en Ausklang. Mindestleistung 120 Punkte, Höchstleistul Punkte). 59 Teilnehmer, 52 Sieger: 1. Su arl Leinweber, Treis a. d. Lda., 163 s te.; Leib, Tv. Krofdorf, 155 P.; 3. Heu> Her- o Kern. Tv 1846 Gießen, und Karl Henß, Ti Kostew Dufeck. 129 P.; 24. Heinrich Zecher. 30 Teilnehmer. 27 Sieger: 1.Sieg Lull Her- ' ‘ " T Adoli (Lumda). 127 P.; 25. Albert Heyer, darf. 125 P.; 26. Hans Deplcr. Tv. H lh'im. 2. Karl S ch i ck, Tv. 1846 Gießen, . 3. Willi Strauch, Mtv. Gießen, iP-i 4. Peter Decker, Tv. 1846 Gießen, und srich Hettche. Tv. Treis a. d. Lda., 154 P.; 6. Darb Frank, Tv. Grünberg, 149 P.; 7. Heinrivam- mert, Mtv. Gießen, und Heinrich Sch^ Tv. Treis a. d. Lda., 148 P.; 9. Heinrich Pbach Mtv. Gießen, / P.; 2. Bezük im Gau Hesse» -o- De» prächtigem Frühlingswetter fc-n- ten sich am Sonntag früh zu Heuchelh' bei Gießen über 250 Turner aus dem 2. - zirk des Gaues Hessen (Gießen- T - lar-Grün berg», um im Wettkampf tun*» schluß zu bringen, was sie den Winter hu» in ihren Vereinen im Geräteturnen vo»> gebracht haben. _ L Der Dezirksvertreter. Universttätsbureaur' tor Wilh Erle (Gießen), dankte dem 23»* verein am Orte für die wiederholte gc» der Turnhalle und Schauturnen aus der n- bühne trugen zur Unterhaltung der zahl en Gäste am Rachmittag bei und gaben dem )l- 122 P.; 28. Hermann Walter. Tv. 121 P., 29. Wilhelm Unger. Tv. G-Eichen. Iciftung 140 Punkte), 52 Teilnehmer, 45 Sieger. 1. Sieg Kurt Faber, Tv. Grohen-Linden, 131 Punkte. 2. Ernst Jung. Tv. Klein-Linden. 122 P., 3. Heinrich Rinn, Tv. Heuchelheim. 121 P.; 4. Willi Engelhardt. Tv. Heuchelheim, und Fritz Leicht. Tv. Krofdorf. 120 P.. Karl Rinn. Tv. Heuchelheim. 117 P.. 7. Walter Luh. Tv Großen-Linden. 115 P.. 8 Willi Schmidt, Tv. Krofdorf. 114 P.. 9. Richard Tröller. Tv Lauter. 112 P.. 10. Walter Fink. Tv. Klein- Linden. 111 P. 11. Fritz Krei ing. Tv Heuchelheim, Waller Mehl, Tv. Großen-Linden. Karl Elarius. Tv. Krofdorf. 109 P.. 12 Ernst Schäfer. Tv. Lauter. 108 P.. 13. Wilhelm Hofmann, Tv Großen-Linden. Wüh.lm Faber. Tv. Leihgestern, und Artur Schleenbecker. Tv. Krofdorf. 107 P., 14. Otlo Reidel, Tv. Heuchelheim. Fritz Müller. Tv Klein-Linden. 105 P.. 16. Albert Seipp und Alfred Keßler Tv. Großen-Linden Heinrich Ricke! und Fritz Hammerfchlag, Tv. TreiS an der Lumda, Otto Valentin. Tv. Krofdorf. 102 Punkte. 17 Ernst Resfeldreher. Tv Heuchelheim. Hch Seipp. Tv. Grohen-Dufeck. und Albert Krombach. Tv. Krofdorf. 101 P.. 18. Karl Wagner. Tv. Krofdorf. 100 P.. 19. Otto Knoh. Tv Groß-Eicken. 99 P.. 20. Ernst Plock. Mtv Gießen, und Willi Römer. Tv. Heuchelheim. 98 P.; 21. Erwin Reufchling. Tv. Heuchelheim. 97 P.. 22. Otto Kvmpf. Tv. 1846 Gießen, 96 P.. 23. Karl Schemel. Tv. 1846 Gießen, und Siegfried Leib. Tv. Krofdorf. 94 P. Schüler. 12 Jahre und darüber. Siebenkampf (toic oben): 86 Teilnehmer, 80 Sieger. 140 bis 92 Punkte. 1 Sieg H. Schorge und W Belten. So Gr -Linden, 135 Punkte 2 Alb 3 5 r b . Tv Gr -Linden. 133 P.. 3. Hch Wiegand. Tv. Burgsolms. 127 P.. 4 Heinr. Müller und Rich. Wagner, Tv Gr.-Linden. Eine Wanderung nach Galapagos! Aeichsbankpräsidenl Dr. Schacht aufsemerSludtenreisedurchAsien r- ----------1 126 P., 6. Karl Klaum, Waller 3örb und Erwin Müller, Tv. Großen-Linden. 124 P., 7. Willi Habicht, Tv. 1846 Gießen, und Reinh. Menges, Tv Großen-Linden, 122 P.; 8. O. Röhrsheim, Tv Krofdorf, 121 P . 9 E. Velten. Tv. Großen- Linden. 118 P.; 10. Walter Michel, Tv Treis an der Lumda, 117 P., 11. Hugo Wagner, Tv Großen-Linden. 116 P., 12. Otto Klaß, Turnv Krofdorf. 115 P. 13 Helmut Fleischmann, Turnv 1846 Gießen, und Karl Leib. Tv. Krofdorf, 114 Punkte 14 Karl Möckel. Mtv. Gießen, 112P.. 15. Hans Habicht, Tv. 1846 Gießen, und O. Dörr, Tv. Krofdorf, 111 P.. 16 Rupprecht Krausch, Mtv. Gießen, und Walter Weber, Tv Klein- Linden, 110 P.. 17 Kurt Wiedemeyer, Walter Schneider, Heinr. Köhlinger, Tv. 1846 Gießen, und Helmut Rinker, Ludw. Luh, Tv Gr.-Linden. und Karl Martern. Ernst Schimmel. Tv. Klein- Linden, 109 P.. 18 W Decker, Tv. Treis a. d. Dr. Schach« hat auf die ihin zustehenden Pensionen verzichtet und eine Studienreise durch Asien als einsacher Pilgermönch angetreten, nur mit Kürbisflasche und Reisschal" ausgerüstet. Lumda, 108 P.; 19. Willi Staubach, Mtv Gießen. und Ewald Watz, Tv. Großen-Linden, und Hch. Blob. Ernst Dender. Tv Krofdorf, und Otto Kehr. W. Göbel, Tv. Treis a. d. Lda.. 107 P.: 20 W. Blum, Mtv. Gießen, und 'Alb. Kreiling, Tv Heuchelheim, 105 P. 21. Willi Hustke. Mtv. Gießen, und Hch. Becker, Tv. Treis a. d. Lda., 104 P., 23 Werner Wiegand. Tv 1846 Gießen, und Erich Kröck. Tv. Heuchelheim, und Wilheln» Müller. Tv. Klein-Linden. 102 P., 24. August Schütz. Tv. 1846 Gießen. Paul Wagner, Mtv. Gießen, Ed. Heyer, Tv. Krofdorf, 101 P. 25. Erich Euler, Tv. 1846 Gießen. W. x3örb, Tv. Klein-Linden, Phil. Schaaf, Tv. Treis a. d. Lda., 100 P.. 26 Walter Zück, Mtv Gießen. Ewald Reidel, Tv. Heuchelheim. Willi Steinmüller, Tv. Klein-Linden 99 P.. 27 Hern, Daum und Erich Schneider, Mtv. Gießen. Fritz Gernand, Turnv. Treis a. d. Lda., 98 P.. 28. Ludw Glaum, Turnv. Klein-Linden, Rudolf Leib und Willi Will, Tv. Krofdorf, 97 P.; 29. Ernst Wagner, Tv Krofdorf. 96 P.. 30. W Rinn. Tv. Heuchelheim, 95 P. 31. Hans Bott, Tv Klein-Linden. 94 P.; 32. W Schlciter, Mtv Gießen, und Karl Rols- hauscn, Tv. Krofdorf, 93 Punkte. Winter-Geräteturnen des 5. Bezirks. bpw. Dad-Rauheim, 30. März. Der 5. Dczirk in» Turngau Hesse,» (D.T.) veranstaltete heute in der Turnhalle des Turnvereins 1860 sein diesjähriges Wintergeräteturnen. Die rege 'Beteiligung und die zum Teil recht guten Leistungen waren Deweis dafür, daß im Laufe des Winters in den De- zirksvereinen das Geräteturnen eifrig gepflegt worden ist. Die Wettkämpfe, für Turner und Iugendoberstufe ein Reunkamps, für 3u- genduntcrstufe und Schüler ein Siebenkampf, wickelten sich unter der sachkundigen Leitung des Dezirksturnwarts W. Lang lLang-Göns) und bei der opferwilligen Mitarbeit eines geschulten Kampsrichterstabes reibungslos ab. De- Gelterswasser umstsi! von chorncwitz. ober auch in den Leunawerken und deren gro- tig Selterswasser fliehen und maiann es an bann auch tenfäurebäber mit ihrer namentlich auch für die Feuerwehr, ba Kohlen rc bekanntsticken. Es g kvm- Dehäl- em r bie Rer- Ganz bc- c Vorteile Ganz ab- Leitungen alfo künf- menden kohlensauren Wasser aus ter fortlaufend etwas gesättigte cc gesetzt wird, so daß sich um die br »löfung zu- »enben Ge- jedem Hahn uinsonst entnehmen dieser Maßnahme sind ungeheue gesehen davon, daß das Walser d» gung zu,n ersten Verbraucher in einbläst In den Wasferleitungen ü Don Prof. Dr. Kohlmach Dekanntlich entsteht bei der Verb tung an den Entstehungsorten, namentlich den großen Kraftwerken wie Golpa und C- Den forderlichen Wirkung zu nehm sondere Borgügc hat das kohlensau» Lasker aber von gewöhnlichem Wasser Es toi jedermann in her Lage sein, ohne teres Koh- lich geeignet ist. bie Flammen zu sind daraufhin schon Feuerspritzen c wickelt worden. bei denen dem aus der Wassc itum Kohle CO2 Kohlensäure in ungeheu Mengen Diese Kohlensäure hat man bisher , ganz wenigen Ausnahmen in die Luft ges t hauptsächlich mit deshalb, weil sie eine enge anderer Beimengungen enthielt, bie n ntlich bei unvollkommener Verbrennung entstn Rach- dem es nun ober gelungen ist. bie Trennung immer mehr zu vervollkommnen, innt man dabei bie Kohlensäure immer reiner furch Reinigung kann man bie nur noch gigen Beimengungen vollkommen entfernen, soß man bie Kohlensäure fast umsonst hat. ßen Fabriken erfassen und sie burcpemlcitun- gen in die Städte leiten, dort will in sie dem Leitungswasser zusetzen, indem mc fie einfach in der Rähe der Pumpwerke vor r Adzwei- genstände Seifenschaum bildet, dessc Blaken mit Kohlensäure gefüllt sind und die broenöen Gegenstände so vollkommen von der Lu abschließen, | Dieser Umstand hat nun einen:ohzügigen Plan reifen lassen Man will diese ohlenfäure den Kohlensäurezusatz entkeimt wird, ist ba; sinken von Selterswasser natürlich weit erfrisch >er als das daß das Feuer in kürzester Frist an Sauerstoffmangel erlischt. Das sind nur einige Beispiele von den großen Borzügen des Zusatzes von Kohlensäure zum Leitungswasser. Beim Kochen entweicht Übrigens die Kohlensäure, so daß gekochte Speisen ebenso schmecken wie bisher. Ein Wiener Mädchen schreibt an Bismarck. Immer noch findet sich in den Archiven neues Material über Bismarck. Zu den interessantesten Dokumenten gehören die „Kleinen Bismarcksunde", die soeben im Aprilhesl der Deut'chen Rundschau" veröffentlicht werden. Darin findet sich bei folgende Brief eines Wiener Bürger- rnädchens. Ohne Datum Eingegangen am 16. Sept. 1870. Lieber guter Herr Graf! Zürnen Sie nicht meiner Kühnheit, daß ich es wage. Sr. Hochgeboren Herrn Gras zu schreiben: Sr Wohlgeboren werden überrascht fein, von fremder Hand einen Brief zu bekommen. — Ich bitte unterthänigst. guter Herr Graf, das Sie trachten soll, das bald Frieden schließen. — Ich bin ein armes Bürgerliches Wiener Mädchen. habe keine Freude, meine einzige Freude ist dahin. — Ich habe mich nämlich —! ich bitte nicht böß zu sein, das ich meine Herzensangelegenheiten mittheile. — aber es geschieht mir etwas leichter, wenn ich jemand mittheilen kann! ich bitte nochmals S Hochtooh'geborn Herrn Graf nicht böß zu fein, ich habe mich nähmlich ihn einen jungen norddeut'chen Herrn verliebt Er ist auch bei der Armee welche jetzt nach Frankreich ziehen, vielleicht ist Er Ihnen bekannt. Herr Gras. Er trägt schöne braunnette Locken, Er ist überhaupt ein schöner Mann — Herr Graf werden sich denken, daß er sich nicht ihn mich verlieben kann, wenn Er schön ist. und ich arm!! — ich werde es ihm an Liebe und Treue ersetzen — Wenn Frieden ist, kommt mein lieber Adolf wieder nach Wien. - Entschuldigen viellmahls Sr Hochgeboren Herrn Gras, es wird Ihnen selbst das Herz weh thucn. wenn Her» Graf sehen, wie die schönen jungen Herrn ihr Geben einbühen müssen, bitte unterthänigst um Frieden! Das wird ein Jammer und Elend werden. Da tch überzeugt bin Herr Gras, von ihren guten Herzen, so wahr ich so frei und belästigen Sie mit meinem schreiben; meinen Papa habe ich nichts getagt davon. Geben Sie Hochgcborn Herr Gras recht wohl. Ihr ergebene treue Freundin Marie. Vor der Konditorei. Von Dorothea Hoser-Oernburg. 9m Schaufenster der Konditoret steht ein mtnia- tnrkleiner Tiger mit weißem Backenbart, auf einer miniaturkleinen Weltkugel, und nickt Unbegreiflich, weshalb Er steht da, ganz allein, vom Licht der Straßenlaterne sanft beschienen, und taktiert mit dem Kops Hinter ihm der Verkaufsraum ist leer und dunkel Niemand ist da, der den kleinen Tiger ermuntert, niemand, der ihm zuschaut. Er sieht so einsam, so verlassen, unb so emsig aus Er blcckt die Zunge so traurig wild sein weißer Backenbart weht im selbsterzeugten Luftzug. Er nickt und nickt. Wenn er nur einhaltcn könnte Konditoreien sind Tierfreunde. Ich habe schon surchtbar steife, kleine, weiße Häschen gekehen, oder kleine Ziegen, die ihre steil abgebrochenen Köpfe immerzu wackeln liehen, viele lange Stunden, bis sie ermattet stehenblieben, um wieder aufgezogen zu werden: denn diese Häschen mären bei weitem nicht so sortgeschritten wie der arme Tiger, der die ganze Nacht nickt und nickt Ich entfinne mich auch, daß einmal, — es war in Wien — in einem kleinen Konfitürengeschäft in der Iosefstraße eine Kuh stand Sie war mit regelrech lern Fell überzogen und hatte nicht ganz die Größe eines neugeborenen Kalbes Sie nickte nicht nur, sie wackelte auch mit den Ohren und dem Schwanz und leckte sich zum Ueberfluß das Maul Sie war, olles in allem, ein Wunder der Technik Dor diesem Schaufenster, das sehr eng und klein war, stand ich. mit einer Frau deren Name damals an allen Litfaßsäulen zu lesen war Er kündigte einen Dortrag an, den sie halten sollte, und der sie nicht wenig beunruhigte „Mir ist zumute, wie ein junge Mädchen, das auf chre erste Ball geht, das fürchtet, nicht genug Tanz zu bekommen, und freut sich doch", fagte sie in ihrem zärtlich gebrochenen Deutsch, nach ihrer Weise alle Härten, selbst die einer Sprache mildernd, und strahlte. Später, auf einer Fahrt durch die Stadt hinaus nach dem Koblenzl, zählt sie befriedigt alle Plakate, dabei spricht sie von ihrem ersten Vortrag 1911, als ihr berühmtes Buch erschienen war und alle Menschheit beunruhigte. „Ich war so bekannt schließlich", sagte sie, „daß ich nur noch im Dunkeln ausgin^. Aber es war grauenhaft zu sehen, wie in jede Buch- laden solche entsetzliche Karikaturen von mich kamen, und immer ein Äuge hier und ein Auge dort, und aus Nadelkissen und Fingerhüte überall war mein Bild. Oh, ich weinte so. wenn ich abends im Hotel kam." Aber setzt stand sie, klein und rund, vor dem Schaufenster, mit ihrem Kindergesicht, das vom Zauber ihrer Person so leuchten kann wie ein Transparent Sie stand und drückte sich fast die Nase platt an der Scheibe, um zu sehen, ob diese Kuh etwa lebendig wäre, eine echte Zivergkuh vielleicht, aus dem Wienerwald, ein unseliges, gemartertes Vieh, das ein gewissenloser „Schjuft" abgerichtet habe, hier steif in dem tagen Fenster zu stehen, eine papierne Alpenlandschaft hinter sich und Prachtbonbonnieren zur Weide? Abgerichtet mit dem Kopfe, den Ohren und dem Schwänze zu wackeln, ganz wider göttliches und natürliches Recht-' Die berühmte Dichterin stand ba und schüttelte immer wieder trostlos den Kopf Am liebsten wäre sie, die eine so leidenschaftliche Verfechterin der stummen und leidenden Kreatur »var, bis über die Augen in ihren gelben Pelz verkrochen: „Aber, das ist entsetzlich", klagte sie, „grauenhaft, furchtbar'" Das war Karin Michaelis. Ich dachte, wieviel Schreckliches vom Menschen muß sie wissen, um so für eine Schaufensterkuh zu leiden Ader dann ging sie hinein in den unheimlichen Laden und kaufte sehr viele Bonbons für sehr viele Kinder und sehr viele junge Mädchen. Oochschulnacbnchten. Der durch die Emeritierung des Geh. Medizinalrats Prof Otto Tilmann an dec Universität Köln erledigte Gehrstuhl der Chirurgie ist den» ordentlichen Professor Hofrat Dr. Hans von Haberer an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf angeboten worden. — sondere Erwähnung verdienen die hervorragenden Leistungen des Turnvereins Lang- Göns, der sich m fast allen Stufen an die Spitze setzte und damit den Beweis erbrachte, daß bei beharrlichem Fleiß auch den Landvereinen in der D. T. schöne Erfolge winken. 2lls Vertreter der Gauleitung wohnte 2. Gau- vertretcr Schneider (Butzbach) der Veranstaltung bei. Bevor Bezirksturnwart Lang die Siegerverkündigung vornahm, sprach der Bezirksvertreter, Studicnrat Thierolf (Friedberg), von den hohen Zielen und Aufgaben der D. T., insbesondere von dem großen erzieherischen Wert des Geräteturnens. Dü Wetkkampfergebnisse, soweit sie den Leserkreis des „Gieß. Anz." besonders interessieren, sind aus nachstehendem Auszug aus der S i e g e r l i st e zu ersehen: Göns, Gerhard Bender, Tv. Grüningen, 97 29. Kurt Kipp, Tv. Lang-Göns, 95 Punkte. Turngau Labn-OünSberg. Der Gau veranstaltete am Sonntag seinen diesjährigen Gauwaldlauf. Dieser wurde im Gelände am Lollarer Kopf ausgetragen für Klasse A (aktive Turner) Lausstrecke etwa 5 Kilometer, Klasse B (Zuaendoberstufe) Laufstrecke etwa 3,5 Kilometer, Klasse C (Iugendunterstufe) Laufstrecke etwa 2 Kilometer, und zwar für alle Klassen als Einzel- und Mannschaftslauf. Die Beteiligung war sehr gut. In Klasse A starteten 28, in Klasse B und C je 24 Turner. Die Turner hatten sich im Dereinslokal des Turnv. Lollar, dem diese Veranstaltung vom Gau übertragen worden war, gesammelt und marschierten dann geschlossen zum Sportplatz, der den Start sowohl als auch das Ziel des Laufes bildete. Das Gelände war für diesen Lauf sehr geeignet. Die Abwicklung ging unter Leitung des Gausport- wartes Winter (Launsbach) flott vonstatten. Sieger wurden Klasse A: 1. K Wünsch (Hausen), in 18,15 Minuten! 2. Ludw Schomber (Reiskirchen), 18,26 Min.; 3. Ludw. Bepler (Kinzenbach): 4. Alb. Kachel (Waldgirmes): 5. Franz Sommer (Lollar). Klasse B: 1. Hch. Beilborn (Bellnhausen), in 9,15 Min.: 2. Hugo Winter (Launsbach), 9,18: 3. Karl Rühl (Staufenberg): 4. Wilh. Hofmann (Alten- Buseck); 5. Hans Krämer (Ruttershausen). Klasse C: 1. Karl Bonderheidt (Hausen), in 5,46 Min.: 2. Hch. Bachmann (Burkhardsfelden): 3. Karl Klein (Lollar): 4. Hans Pfaff (Kesselbach): 5. Ernst Seipp (Reiskirchen). 21 a n n s ch a f t s l a u f. Klasse A: Tv. Hausen: Klasse B. Tv. Staufenberg: Klasse C: Turnverein Kesselbach. Dem Gauwaldlaus ging am Morgen in Wieseck eine Gauvorturner st unde voraus, die von allen Gauvereinen gut besucht war. Insgesamt waren etwa 90 Turner und 25 Turnerinnen angetreten. Durchgeturnt wurden unter Leitung des Verbandsturnwartes Diefenbach (Kelsterbach), sowie des Gauturnwartes Keller (Krofdorf) die Frei- und Geräteübungen für das in diesem Iahr in Steinbach stattfindende 2er- bandsfest des Südwestdeutschen Turnverbandes. Die Vorturnerstunde fand ihren Abschluß mit einem allgemeinen Kürturnen unter Mitwirkung der Derbandsriege. Jugendopfertag des Gau Marburg - Gau Gießen- Wetzlar 3:3 Es war ein glücklicher Gedanke, den Jugend- o p f e r t a g und den Frühjahrswaldlauf zusammenzulegen. Beide Deranstaltungen haben dadurch nur gewonnen und dürften ihren Zweck, die Erzielung möglichst hoher Spieleinnahmen, die an die Kasse des Westdeutschen Spielverbandes abgeführt werden und zur Finanzierung von Ausbitdungskursen bestimmt sind, sowie werbend zu wirken, voll erreicht haben. Die Durchführung war dem V. f. D. übertragen worden, der diese Aufgabe glänzend erledigte. Es hatten sich etwas mehr als 600 Zuschauer eingefunden, die den Verlauf der Kämpfe mit Interesse verfolgten. Das Fußballspiel der Gaumannschaften von Marburg und Giehen-Wetzlar endete nach wechselvollem Verlauf mit einem unentschiedenen Resultat. Während Gießen-Wetzlar in der ursprünglichen Aufstellung antrat, hatte der Gau Marburg seine Besetzung geändert. Daß bei beiden Gegnern das Zusammenarbeiten der einzelnen Mannschaftsteile nicht recht klappte und den Aktionen die Einheitlichkeit und der Zusammenhang bis zu einem gewissen Grade fehlte, ist bei dem erklärlichen Mangel an gegenseitigem Verstehen der Spie.er, die zum erstenmal nebeneinanderstanden, nur verständlich. Dieser Mangel wurde aber ausgeglichen durch die zum Teil sehr guten Einzcllcistungen, das flotte Tempo und die fortgesetzt wechselnden Kampfbilder, so daß das Spiel im allgemeinen in seiner Art doch befriedigt haben dürfte. Der Verlauf: Schon nach fünf Minuten Spielzeit kann Gießen-Wetzlar ' nach forschem Angriff in Führung gehen. Marburg verschärft das ohnehin schon sehr floate Hempo und drängt auf den Ausgleich, den zu erzielen ihm kurz darauf gelingt. Wenig später tkmnen die Einheimischen aber wieder erneut die Die gesiedelte Schlange. Vornan von Edgar Wallace 14 Fortsetzung Wadihrud verboten „Also, das ist in Ordnung. Ich will es Ihnen nun auch erzählen. Wenn Sie mich aber anzeigen, dann sind Sie ein schmutziger Hund. Gerade vor Thatcham liegt ein kleines Haus, und ich und Harry, der Vagabund, dachten, wir könnten da ein wenig einbrcchen und ein paar warme Kleider für uns herausholen. Es war nämlich eine furchtbar kalte Rächt, und das Haus schien leer zu fein. William — das ist der Mann, der nachher getötet wurde — wollte nichts damit zu tun haben. So ließen wir ihn denn auf der Straße, damit er Schmiere stehen sollte. Ich und Harry drückten ein Fenster ein und kamen in die Vorratskammer. Es war aber doch jemand im Haus. Wir hatten gerade ein paar Mäntel erwischt, als wir hörten, wie ein Mann aus dem oberen Geschoß rief. Da sind wir schnell weg — haben die Mäntel in den (Sorten geworfen und sind fortgelaufen. William war nicht mehr dort, wo wir ihn zurückgelassen hatten, er war weitergewandert, und wir holten ihn erst eine Viertelmeile von dem Hous entfernt wieder ein. Es war so eine enge Landstraße mit scharfen Windungen. Gerade standen wir in der Mitte und machten ihm Vorwürfe, was er für ein Ausreißer wäre und überlegten, ob wir nach Newbury gehen oder uns sonst irgendwo bis zum Morgen in die Büsche schlagen sollten, als plötzlich ein Auto mit rasender Geschwindigkeit um die Ecke sauste. Es hatte keine Lichter. Ich kann mich nur noch daraus besinnen, daß ich mit dem Gesicht in eine Hecke flog, und dann weih ich nichts mehr, bis ich im Hospital aufwachte. William wurde totgefahren. Rur Harry, der Vagabund, kam mit dem Leben davon. Der Kerl im Auto war der Eigentümer des Hauses, in das wir eingebrochen hatten. Er wollte nach Thatcham, um die Polizei zu benachrichtigen." Nach einer Pause fügte er noch hinzu: „Vermutlich hat Mr Crewe Sie auf meine Spur gebracht." Peter schwieg, denn es gibt Augenblicke, in denen es weise ist, zu schweigen. ..Ich mußte ihn nämlich anlügen," fuhr Hugg 'ort, „ich konnte ihm doch nicht sagen, daß William getötet wurde, weil wir einen Einbruch verübt hatten!" _ „Woher wußten Sie denn etwas von Mr. Crewe?" fragte Peter aufs Geratewohl. „William hat im Schlaf gesprochen und immer von Leicester Crewe geredet, er hatte einen höllischen Haß auf ihn. Ich mußte eine Geschichte erfinden, daß Lane eine Botschaft von gefieberten Schlangen an Crewe durch mich sandte — W.S.V.in Gießen. Führung übernehmen. Hatten sie bisher etwas mehr vom Spiel, so find es jetzt die Gäste, die um ein geringes besser sind. Ihre Angriffe werden schnell und wuchtig vorgetragen und ergeben innerhalb zehn Minuten zwei weitere Tore, so daß nun Marburg mit 3:2 im Vorteil ist. An diesem Resultat wird bis zur Pause nichts mehr geändert. Nach dem Wechsel gibt Gießen wieder den Ton an. Ein zugesprochener Elfmeter wird verschossen, aber kaum eine Minute später schon vermag es wieder gleichzuziehen. Bei wechselseitigen Angriffen und Versuchen, das Resultat zu verbessern, verläuft der Rest der zweiten Halbzeit. Es bleibt bis zum Schluß beim 3: ^Ergebnis. Beiden Mannschaften gebührt für ihr ruhiges und faires Spiel ein Oefamtlob. Schiedsrichter Bufch, Butzbach, leitete zufriedenstellend. Gpielvereinigung 1900 Gießen. o. Der sonst übliche FuhbaUbetrieb ruhte am Sonntag anläßlich des Iugendheim-Opfertages innerhalb des gesamten Westdeutschen Spielverbandes vollkommen. 1900 stellte Spieler zu den verbandsseitig angeordneten Opferspielen der Gau- und Stadtmannschaften, und zwar in Gießen gegen Marburg, in Butzbach und in Lich. Während das Spiel in Gießen 3:3 unentschieden endete, unterlag die verstärkte Ligareserve der Dlauweißen in Butzbach einer Kombination Butzbach-Niederweisel 5:2. Die Gießener traten nur mit zehn Spielern an und hatten obendrein das Pech, nach kaum zehn Minuten Spieldauer ihren guten Halblinken Stürmer infolge einer Verletzung zu verlieren, was eine ilm- stellung der Mannschaft bewirkte. Damit waren alle Sicg .saus'ichten geschwunden. Die Platzmannschaft g.'wann verdient, wenn es ihr auch durch die geschwächte Gießener Vertretung, die sich selbst mit 9 Spielern recht ansprechend hielt und bei etwas besserer Treffsicherheit des Angriffes leicht dem Spiel eine Wendung hätte geben können, nicht allzu leicht gemacht wurde. Beim er hat im Schlaf viel von gefiederten Schlangen gesprochen." „Gefiederte Schlangen?" fragte Peter schnell. „Was hat er darüber gesagt?" „Nichts, er hat sie nur immer erwähnt. Außerdem nannte er noch einen Namen — ich kann mich nicht daraus besinnen — es war ein komischer und merkwürdiger Name — und dann sprach er auch noch von einem Schlüssel." Er machte eine Pause, scheinbar versuchte er, sich an die Geschichte zu erinnern. „Hat er noch mehr gesagt?" fragte Peter gespannt. Hugg nickte langsam. ,.Ia — von einem großen Haus hat er auch noch gesprochen. Ich habe aber vergessen, wie er es nannte — ja, doch, nun besinne ich mich — das Haus der gefieberten Schlange — fo hieß es." Peter Dewin war ein zu guter Journalist, um ein Notizbuch herauszuziehen, denn der Anblick eines solchen Heftes läßt den Redestrom der andern schneller austrocknen als die Stimme des Gewissens. Er hatte einen kleinen Notizblock und einen Bleistift in der Tasche seines Mantels und kritzelte, ohne daß Hugg es sehen konnte, einige Stichworte darauf. „Wissen Sie etwas über William — über sein Vorleben?" „Sein - was?" fragte der verwunderte Hugg. „Was tat er früher?" „Er war Falschmünzer", war die Antwort. „Er druckte eben falsche Banknoten." „Wie hieß er noch außer William?" „Lane - William Cane!“ William Lane! ... Der Name kam ihm bekannt vor, er erinnerte sich plötzlich an die Blätter in Joe Farmers Schreibpult. Allmählich setzten sich die Dinge für ihn zusammen. William Lane war der Mann, der verurteilt worden war, weil er falsche Banknoten ausgegeben hatte. Die Aussage Farmers hatte ihn in die entsetzliche Trostlosigkeit von Dartmoor gebracht. „Haben Sie das alles auch Crewe erzählt?" Der 2lann nickte. „Sagten Sie ihm, daß sie zwei oder drei zusammen waren?" „Ich sprach nur von zweien. Ich wollte nicht," fügte er freimütig hinzu, „daß dieser Crewe denken sollte, es könnte noch ein anderer kommen um ihn anzuzapfen. Denn Harry, der Vagabund, wußte ebensoviel über Lane wie ich. In Wirklichkeit wußte er verdammt viel mehr. Lane war krank, und Harry war Krankenwärter im Gefängnishospital. Wir wurden alle drei am selben Tage entlassen, und Harry sagte mir, daß wir uns immer an Lane halten und ihn nicht aus dem Auge lassen sollten. Dann würden wir eine Menge Gelb aus ihm machen. Lane versuchte einmal, uns zu entschlüpfen, aber Stanbe von 3:0 für Butzbach erzielte 1900 burch.. Derwanbeln eines Elfmeterballes ben ersten Gegentreffer. 2lit 3:1 würben bie Seiten gewechselt. Nachbem ber Gastgeber zwei weitere Tore vorgelegt hatte, tarnen bie Gießener Gäste zum zweiten Erfolg, so bah bas Endresultat auf 5:2 lautete. Fußball in Lich. Am Sonntag ging auf bem Sportplatz in Lich bas angesehte Spiel Gießen G-Mannschaft gegen eine Elf aus Steinberger, Steinbacher, Garben- teicher und Licher Spielern vor sich. Sinter ber ausgezeichneten Leitung bes Schiri Spurk befleißigten sich bie Spieler eines fairen und schönen Kombinationsspieles. Leiber war bie „Stabtmannschast" mit nur 9 Mann erschienen und in anerkennenswerter Weife stellten sich ben Gießenern zwei Spieler bes V. f. R. 1920 Lich zur Verfügung. Das Spiel war von Anfang bis Schluß reich an sesfelnben Momenten, wäh- renb bes ganzen Kampfes war eine leichte lieber- legenheit ber „C. 21.“ festzustellen, bie sich auch im Schlußergebnis, bas 4:2 für bie „2.21.“ lautete, zeigt. Fußball in Großen-Buseck. Auswahlmannschaft ber Vereine Lollar, Daub- ringen, Großen-Buseck — fomb. Ligamannfchasl 23. f. v. Gießen 3:4. Das Spiel wurde am Sonntag auf dem Busecker Sportplatz durchgeführt. Die Auswahlmannschaft zeigte sehr gute Leistungen und konnte das Spiel völlig gleichwertig gestalten. Die Ligamannschaft spielte erwartet gut. Bei Halbzeit stand das Spiel 1:0 für die Auswahlmannschaft. Durch einen Elfmeter konnte die Ligamannschaft dann ein Tor mehr erzielen und den Sieg knapp daoontragen. Frühjahrswald-aufdeMGB. Gruppe Gießen—Wetzlar—Weilburg. Wie zu erwarten und auch vorausgesagt, war bie Beteiligung eine verhältnismäßig recht gute. Es waren insgesamt 74 Läufer am Start, unb zwar von ben Vereinen: Spielvereinigung 1900, V. f. D. 08, V. f. L. Wetzlar, Sportverein Wetzlar, Fuhballverein Weilburg, V. f. R. Lich, V. f. B Aßlar, Sportverein Garbenteich unb V. f. R. Butzbach. Die Leistungen ftanbeh durchweg auf beachtlicher Höhe unb üerbienen teilweise bas Prädikat „sehr gut“. Gelaufen wurde in vier Klassen, und zwar: Senioren 10 Kilometer, Anfänger und Läufer der Klasse 3 5 Kilometer, Jugendklasse A, 16 unb 17 Jahre alt, 5 Kilometer, unb Jugendklasse B, jünger als 16 Jahre, 3 Kilometer. Nachstehenb bie Siegerlifte: Senioren: 1. Peters, Sp. Vgg. 1900, 38,5 Min.: 2. Paul, Sp. Vgg. 1900: 3. Koch, Sp. Vgg. 1900; 4. Müller, V. f. B. 08: 5. Lüttjohann, Sp. Vgg. 1900; 6. Henns, V. s. B. 08. In biefer Konkurrenz, für bie im ganzen nur sechs Läufer gemelbet hatten, dominierte bie Spielvereinigung 1900. Der erste Sieger, Peters, war burch feinen raumgreifenben Schritt seinen Klubkameraben Paul unb Koch überlegen unb lief unangefochten vor biefen frisch burchs Ziel. Sein Lauf war eine vorzügliche Leistung. Tie Spielvereinigung brachte bamit auch den ersten Mannschaftssieg an sich. Ans. unb Läufer ber Klasse 3: 1. He- beding, Sp.V. Wetzlar, 19 Min.; 2. Büttner, V. f.B. 08; 3. Heise, V.f.B.08; 4. Knigge, Sp.° Vgg. 1900. — Mannschaftssieger: 1. V. f.B. 08; 2. Sp. Vgg. 1900; 3. V. f. CB. 08, 2 .Mannschaft. In dieser Klasse war die Konkurrenz wesentlich zahlreicher; es starteten 22 21ann. Heberling, Wetzlar, lief ein gutes Rennen unb beenbete es in glänzender Verfassung. Die beiden ihm folgenden V. f. B.er, Büttner und Heise, errangen mit ihrem zweiten unb dritten Sieg für ihren Verein auch noch ben ersten Mannschaftssieg. 3 u g e n b 11. A: 1. Bärwinkel, V. s. L.» Wetzlar; 2. Poutani, F.B. Weilburg; 3. Ebbee, Harry war zu schnell für ihn. Er wollte Mr. Crewe bas nicht sagen, weil er bann wohl nichts gegeben hätte. Als ich aus dem Hospital in Newbury herauskam, wollten sie mich wieder wegen Diebstahls zwicken, aber der Richter ließ mich wegen meiner Verletzungen laufen. Ich erhielt eine Kopie des Totenscheines, unb fo erfuhr ich zum erstenmal, baß Lane tot war." „Was war er denn für ein Mann — ich meine seiner Gesinnung nach?" fragte Peter. „Er war ein wenig sonderbar, ich wußte niemals genau, was seine Meinung war. Als er nach Dartmoor kam, soll er ein hübscher, ruhiger Kerl gewesen sein. Er sprach zu niemand unb las viel - meistens Detektivgeschichten. Dann würbe er allmählich nieberträchtig unb böse. Einmal gab ihm ein anberer währenb eines Zankes einen Puff — ba hätte Lane ihm beinahe ben Schübel mit einem Stein ein- geschlagen, wenn wir ihn nicht zurückgehalten hätten. Es war gut, daß ber Wärter nichts bavon gemerkt hat, sonst hätte William seine Strafe weggehabt! Wie alt er war? So alt wie ich selbst, vielleicht ein wenig älter. Es ist verrückt, zu benken, baß ich ihn ein Auto fahren sah - ich muh sehr betrunken gewesen sein", geftanb er. „Er ist sicher tot. Die Polizei von Newbury hat all seine Papiere unb ben Bericht." Peter fragte ihn weiter aus, aber er erfuhr nichts Wissenswertes mehr. Bevor er Rowton House verließ, sagte er bem Mann noch, baß er ihn abenbs in seiner Wohnung - aussuchen sollte. ' Er hatte jetzt Fäben in ber Hanb, die zu dem Geheimnis sühren mußten. Das Haus ber gefieberten Schlange! War es phantastische Ein- bilbung, ober sollte es jene schreckliche Strafkolonie in bem freublofen Dartmoor fein? Ie mehr er über bie gefieberte Schlange unb über bie toarnenben Karten nachdachte, um fo mehr lehnte sich feine Vernunft gegen eine romantische Unmöglichkeit auf, wie sie von sensationellen Schriftstellern erfunden werben. William Lane hatte allerbings viele Detektivgeschichten gelesen, unb es war leicht möglich, bah sie ihn stark beeinflußt hatten. Iebenfalls gehörte er nicht zu ben gewöhnlichen Verbrechen. 10. In ber Nähe des Zeitungsviertels liegt ein • hübscher, kleiner Klub, Hessen Räume früher zu einem Warenhause gehörten. Dort verkehren alle Journalisten. In biefer frühen Morgenstunbe war bie Bibliothek leer, unb Peter holte sich einen Armsessel zum Kamin, nahm bie kleine Leberbörse heraus unb prüfte ihren Inhalt. Der Schlüssel gab ihm zu denken. Früher muhte dort eine gut leserliche Inschrift gestanden 1 . f L., Wetzlar; 4. Mootz, Sp. Vgg. 1900f Wörenkämper, Sp. Vgg. 1900; 6. Balser, Sp.* ig. 1900 — Mannschaftssieger: 1. Sp.* tg.1900; 2. V. f. L. Wetzlar; 3. V. f. R. Lich; V f. B. Aßlar. Hier kam V. f. L. Wetzlar durch i prächtigen Laus Bärwinkels zum ersten Sieg Einzel- unb die Gießener Spielvereinigung :ch die als vierter, fünfter unb sechster ein- fenben Mootz, Wörenkämper unb Balser zum cn Mannschaftssieg. üugenbtl. B: 1. W. Schäfer, V. f. B. 08: W. Gräf, Sp. Vgg. 1900: 3. Lubwig, V. f. L. hlar; 4. K. Simon, V. f. B. 08; 5. W. Pau* V. f.B. 08. — Mannschaftssieger: V. f.B. 08; 2. V. f. L. Wetzlar; 3. Sp. Vgg. ); 4. Sp. V. Garbenteich; 5. V. f. R. Butzbach: B. f. R. Lich. In biefer Klaffe war mit 26 fern die stärkste Beteiligung zu verzeichnen. Schlußkampf des ersten und zweiten Sie* 3 war geradezu dramatisch: mit bewunderns* ter Energie verteidigte Schäfer, V. f. B., fei* Vorsprung vor Gräf, Sp. Vgg. 1900, und iuptete diesen bis ins Ziel. Durch den als ten einlaufenben Simon ging auch der erste ( im Mannschaftslauf an V. f. B. Gießen, esonders erwähnt zu werden verdient die Be* hung ber Vereine aus Lich, Gyrbenteich, ■ir unb Butzbach, bie sonst nur ausschließlich '<6 all treiben unb trotz überlegener—Kon kur- r ihre Vertreter an ben Start schickten. ährend bie letzten Läufer ber zuletzt geftar- t Klasse noch einliefen, war das Fußball* fl ber Gaumannschaften bereits im Gange. in ber Pause besselben konnten ben Sie* g im Auftrage bes Sachbearbeiters für Leicht* atik burch Herrn Nagel, ben Obmann ber Liathletik bes V. f. B., bie Siegesbiplome weicht werben. : Durchführung war bem V. f. B. Gießen üragen, ber bewiesen hat, daß sie in beste He gelegt worden war. Gründliche Vorberei- h und Organisation in bezug auf Wegemar* fhg, Streckenkontrolle usw. ergaben einen gln Verlauf. Ä.f.B. Leichtathletik. f.B. nahm am Frühjahrswaldlauf mit 17 Lim teil unb konnte eine ganze Reihe sehr gt Erfolge erringen. Im 10-Kilometer- L s ber Senioren, an bem nur 6 Läufer teihmen, konnten sich Müller unb Henns gc bie starke Konkurrenz ber Spielvereini- guleute nicht burchsehen unb enbeten auf bem vier bzw. auf bem sechsten Platz. Bei Müller munan allerbings berücksichtigen, baß er in* folhienstlicher Beanspruchung unausgeruht an bentart gehen mußte unb baher im Nachteil wahenns lief einen guten Stil, war aber zu wer burchtrainiert. I bem Lauf für Anfänger und Kl >e III über 5 Kilometer zeigten sich Dütt- n e mb Heise, trotjbem sie erst zwei Tage vorhin Stuttgart am Waldlauf der Reichs- wehher dieselbe Strecke teilgenommen hatten, in glenber Verfassung unb belegten ben zweiten • brüten Platz, damit auch ben ersten Manmftssieg erringenb. Von ben 22 Teilnehmern >llte V. f. B. 7, bie noch einen brüten In-r Jugendklasse A hatte V. f. B. nur en Vertreter, der bie Strecke wohl burch- lief, aber nicht placieren konnte. — Die ftärkstBesetzung hatte bie Jugendklasse B mit 26 Lern aufzuweisen. Auch hier starteten sieben f. B.er, von denen W. Schäfer nach prächtn Lauf ben ersten Sieg im Einzellauf errangjeine Leistung ist bei ber starken Konkurrentin fo höher zu bewerten, als er sich kurz v bem Ziel noch eine Muskelverzerrung zugezv hatte unb nur unter Aufwanb der letzten aft burchs Ziel gehen konnte. K. S i - in o n i-gte ben vierten Platz, lief aber einen guten l unb war noch sehr frisch. Wenn er mit sen Enbspurt etwas eher begonnen hätte, wäre stein besserer Platz sicher gewesen. Hinter haben, an konnte noch Reste ber ausgekrahten Buch st ai erkennen. Es war bas Werk einer ungeübl Hand, denn bie Feilstriche waren auch auem Schaft zu sehen. Die Schrift mußte aber sst vor langer Zeit zerstört worben fein, benn biangefeilten Stellen waren vollstänbig crblinbe Wahrscheinlich geschah es zu derselben 4, als bas gelbe Stück Papier be* schriebenurbe. Er ftite seine Pfeife unb untersuchte die Buchstab sorgfältig. F.T. B T. L. Z. S. Y. H.V. D.V. N. B. U.A. Er brau? nicht lange zu studieren. Aus Ge- heimschrn verstand er sich sehr gut und hatte bie Lösu bes kleinen Rätsels halb gefunberu Als er > Buchstaben von oben nach unten las, bcme> er, baß sie in alphabetischer Reihenfolge gegeben waren, nur fehlte stets ber zwischenli nbe Buchstabe. Er ging zu einem Schreibtiß nahm ein Stück Papier aus bem Fach unbüilte bie fehlenben Buchstaben aus. F.T. B.T. L. Z. S. Y. G. U. C. U. M.A.T. Z. . H.V. D.V. N. B. U.A. „Gucumah Welche Bebeutung hatte das Wort Gucumatz'i Der Klr hatte eine kleine, aber ausgezeichnet ausgewäh! Bibliothek. Peter suchte in ben Bücherregm unb fanb schnell bas Wörterbuch, das er fue. Er trug es zu einem Tisch unb schlug nackPlohlich hielt er freubig überrascht inne. „Gucuih. Dieser Name würbe von beit alten 2hken unb besonbers von den Leuten von Que (Guatemala) bem Schöpfer bes löcltallßjegeben (siehe Popol-Buh). Gucu- matz ist i bem alten Mexiko als Quetzalcocül bekannt, r würbe stets als eine gefieberte Schlange argestellt, wie er sonst uuch noch genannt rb. Gucumatz wirb noch heute in gewissen egenben Zentralamerikas verehrt, unb ber liprung biefer Legende läßt sich mög* licherweiß aus das Erscheinen eines weihen Mannes it einem langen Bart zurückführen. Das mussich in grauer Vorzeit in Mexiko zugetrage haben." Peter lehe sich in feinen Stuhl zurück und fuhr mit fnen Händen durch bas verwirrte Haar. Wier stieß er hier auf bie gefieberte Schlange! ab doch konnte Joe Farmer nichts von ihrer -istenz gewußt haben. Peter fanb noch keinenZusammenhang zwischen biesem so eifersüchtig hüteten Wort unb den Warnungen ber gefiebeen Schlange. Das Geheimsystem, einen Buchten zwischen zwei anderen aus- zulassen, wrye mit Vorliebe von gewissen Verbrechern anftoenbet. (Fortsetzung folgt.) ihm kam Paulus als fünfter ein. DieV.f.D.er errangen damit auch den ersten Mannschaftssieg in dieser Klasse. Oberrealschule Grünberg-Oberrealschule Gießen. Am Donnerstag standen sich aus dem Wald- sporlplatz de2 V.f.B. die Schulmannschaftcn der Oberrealschule Grünberg und der Oberrcaischule Giehen im Fußballspiel gegenüber. Das "Resultat 1:1 war keineswegs dem Spielverlauf gerecht, da Grünberg eine unerwartet gute Mannschaft ins Feld stellte, die den Giehenern in technischer Beziehung überlegen war. Iedoch wurde jeder zählbare Ersolg durch dos Ausscheiden des Mittelstürmers zunichte gemacht, der durch dos harte Spiel eines (Siebener Verteidigers erheblich verletzt wurde. Handball. L. (£. Rot-Weitz Frankfurt—Ltadtmann- schaft (Bietzen 3:3 (2:1). Die Stadtmannschaft Gießen konnte am Sonntag ihr erstes Treffen zu einem schönen Erfolg gestalten, trotz des unentschiedenen Ergebnisses, da die Gast? ein ausgezeichnetes Spiel vorführten. Wie vorauszusehen, mangelte es bei der heimischen Elf am gegenseitigen Verständnis, und neben guten sah man ost schwache Leistungen. Eine gute Partie lieferte ohne Zweifel Balser im Tore. Er zeigte sich sehr sicher, an den drei Toren war er schuldlos. Mit der Verteidigung konnte man nicht ganz zufrieden sein. Es fehlte ost am nötigen Stellungsspiel und an schneller Ballabnahme. Auch kam der Ball nicht schnell genug nach vorne. Schwach war auch die Läuferreihe. Sie verstand es nicht, die Lücke zwischen Verteidigung und Sturm auszufüllen, und muhte sich zu sehr bei der Abwehr. Am besten konnte noch der linke Läufer gefallen, der mit großer Schnelligkeit gute Ballbehandlung verband. Er war allerdings der schlechteste Stellungsspieler. Während er oft als zweiter rechter Läufer fungierte, stand sein Außen vollkommen frei. 3m Sturm zeigte der Halbrechte eine gute Leistung. Seine Tore roaren unhaltbar. Auch der Mittelstürmer konnte befriedigen. Etwas eigensinnig spielte der Halblinke. Bei früherer Ballabgabe hätten sicher mehr Erfolge gewinkt. Trotzdem muß anerkannt werden, daß er durch seine Schnelligkeit den Sturm immer wieder nach vorne riß. Die beiden Außenstürmer konnten sich nicht recht durchsetzen. Sie wurden auch zu wenig bedient. Nur -dem guten Einzelkönnen ist es zuzuschreiben, wenn ein Unentschieden erzielt wurde. R o t - W e i ß bot dagegen eine einheitliche Lei- stung. Einfach hervorragend arbeiteten Tormann und Verteidigung. Die Läuferreihe fiel demgegenüber etwas ab. Die Angriffe des Sturmes waren stets gefährlich. Alle Tore schoß Hertsch, der frühere langjährige Torwart des Tv. Seckbach. Sollte sich die Stadtmannschaft zu einer einheitlicheren Leistung aufschwingen, so wird sie in Zukunft noch schöne Erfolge buchen können. Gute Einzelspieler sind da, nur muß das gegenseitige Verständnis noch hinzukommen. Das Städtespiel am nächsten Sonntag in Wetzlar wird dazu Gelegenheit geben. Hanvball im MännerturnvereintO.T). 2Tlfö. Gicßen II — Tv. Wetzlar-TUedergirrnes II 4:2 (1:2). Am Sonntag hatte die zweite Mannschaft des Gießener Männerturnvereins die gleiche Mannschaft des Tv. Wchlar-Riedergirmes als Gast. Beide Mannschaften konnten in komvlctter Aufstellung antreten und lieferten sich auch ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, das die Männer- turner infolge ihrer größeren Spielerfahrung und durch die besseren Leistungen ihrer Stürmerreihe verdient mit 4:2 für sich entscheiden konnten. Deutsche Lugendkrast. Hriihjahrs-Geländelaus des Bezirks Wittern» in Rockenberg. 92 Teilnehmer waren am Sonntag in Rockenberg angetreten, gegenüber 43 im Vorjahre. Die Beteiligung war in der A-Klasse und in der Echülerklasse besonders stark. Unter der kundigen Leitung des Bezirks-Leichtathletikwartes Anton Langsdorf, Rockenberg, wurden die einzelnen Geländeläufe entschieden. Ergebnisse: Klasse A (Me i st e r s ch a f t s k l a s s e> 5000 Meter: Dambach, Gottfried, Wetzlar, Bezirksmeister 15,46, Frank, Heinrich, Dad-Rauheim, H e i fiter, Emil, Giefien. Klasse 6 (Rasenspieler) 5000Meter: Wittmann, Hans, Rockenberg, Bodenröder, Heinrich, Rockenberg, Weckler, Karl, Rockenberg. Klasse C (Jugend A) 3000 Meter: Bechtel, Karl, Friedberg, Kirchberg. Wetzlar, König, Alfred, Bad-Rauheim, Mörck^l. Adam, Heldenbergen, Straubinger, 3ofef. Friedberg. Klasse 0 (Jugend B) 2000 Meter: Duhlmeyer, Jakob, Rockenberg, R i ck e l, Hans, Sieben, Dönges, August, Ockstadt. Morler, Karl, Ockstadt, Grimmcl, Bernhard, Ockstadt, Ros- koni, Georg, Ober-Wöllstadt. Klaffe L (Schüler A) 700 Meter: Reu- ter, Klemens, Heldenbergen, Born, Hermann, Ober-Mörlen, Ludwig, Wilhelm. Rockenberg, Langsdorf, Paul, Rockenberg, Gries, Hans. Bad- Rauheim, Weckler, Josef, Rockenberg. Lickfers, Friedrich, Rockenberg. Wild, Peter. Rockenberg, Gries, Fritz. Dad-Rauheim. Lahr, Hermann, Dad-Rauhcim. Klasse F (Schüler B) 500 Meter: Denk, Anton, Rockenberg. Landvogt, Karl. Rockenberg, Langsdorf, Alfons, Rockenberg, Müller, 3ean, Rockenberg, Anselm. Georg, Rockenberg. Mannschaftslauf, Klasse A, 5000 Meter: Sieger: D. 3. K., Ober-Mörlen. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Raunheim Ib — Gießen I 1:4. Gießen I war in Raunheim, um gegen die dortige lb-Mannschast ihr fälliges Serienspiel auszutragen. Die Platzmannschaft konnte nach wenigen Minuten bereits das Führungstor erzielen. Giefien hatte aber nach kurzer Zeit bereits den Ausgleich und das Führungstor errungen. Gießen stellte bis Halbzeit das Resultat auf 3:1. Rach dem Seitenwechsel lieferte Raunheim dem Gegner ein gleichwertiges Spiel. Wohl gelang es Gießen, noch einmal erfolgreich zu sein, während die Einheimischen die sichersten Torgelegenheiten unausgenuht ließen. Rodheim I — gegen Wieseck Ib 3:1. Wiesecks lb-Mannschaft mußte in Rodheim die Erfahrung machen, daß die Platzmannschaft auf eigenem Platze nur schwer zu schlagen ist. Beide Mannschaften stellten sich komplett. Dom Anstoß ab übernahm Rodheim die Führung. Wieseck fand sich nur langsam und konnte nicht verhindern, dafi die Einheimischen bei Halbzeit mit 2:1 führten. Rach dem Seitenwechsel lagen die Gäste in dauerndem Angriff, während Rodheim sich nur auf die Abwehr beschränken mußte. Trotz überlegenem Spiel gelang es den Gästen nicht, durch die überreichliche Abwehr der Einheimischen etwas Zählbares zu erreichen, während es der Platzmannschaft gelang, kurz vor Schluß einen Durchbruch mit Erfolg abzu- schliefien. Oppenrod I — wieseck I 2:7. Wiesecks I. war in Oppenrod zu Gast. Während die Einheimischen komplett antraten, sah man die Gäste mit Ersatz. Der Anstoß brachte nach wenigen Minuten die Ueberraschung, dafi die Einheimischen in Führung gingen. 5Xc Gäste erzielten dann in technisch schönem Spiel in gleichmäßigen Abständen sieben Tore, während die Einheimischen nur noch einmal ersolgreich fein konnten. Burkhardsfelden I — Gießen Ib 4.2. Gießen Ib-Mannschaft mußte in Burkhardsfelden erfahren, daß die Platzmannschaft einen guten Fuß- ball spielt. Trotz aller Anstrengungen der Gäste konnten sie nicht verhindern, bafi die Einheimischen viermal erfolgreich waren, dem sie nur zwei Erfolge entgegensetzen konnten. Beuern I — Grünberg 1 0:0. 3n Beuern standen sich diese Gegner gegenüber. 3n völlig gleichwertigem Spiel wurden aus beiden Seiten die besten Torgelegenheiten ausgelasfen. Jugendklasse konnte Rodheims 3ugend die 3ugend Wetzlars mit einer 3:1-Riedcrlagc nach Hause schicken. — Raunheims 3ugend und Wiesecks erste 3ugend lieferten sich in Raunheim ein ausgeglichenes Spiel, das unentschieden 0: 0 endete. — Groben» Lindens 3ugend brachte im Spiele gegen Leuns 3ugcnd in Leun einen 6: O-Sicg heraus. — Auch Wiesecks zweite 3ugenb fertigte ihren Gast, die 3ugend Staufenbergs, mit einer 2 :0-Riederlage ab. — Die neuerstandene Mannschaft Launsbachs konnte in ihrem ersten Spiel die zweite Mannschaft Rodheims mit einer 4:1-Riederlage nach Hause senden. Gießens zweite Mannschaft holte sich in Odenhausen im Serienspiel gegen die dortige erste Mannschaft eine 6:1-Riederlage. Handball. 3n Launsbach standen sich W i e s e ck I und eine aus Spielern von Krofdorf, Gleiberg und Heuchelheim zusammengestellte Bezirksmannschaft in einem Propagandaspiele gegenüber. Wieseck trat nur mit zehn Mann an und mußte alles aus sich herausgeben, um vorerst die wuchtigen Angriffe der Bereinigten abzuwchren. Allmählich wurde das Spiel ausgeglichener. 3n gleichmäfiigen Abständen erzielten beide Parteien je vier Tore, bis der Llnparteiische dem schönen Spiel ein Ende machte. Wirtschaft. Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat Essen, 31. März. (WTB.) Die Verhandlungen über d i e neue Grundlage des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats sind vorläufig gescheitert, hauptsächlich deshalb, weil eine Einigung in einem Hauptstreitpunkt. der Umlage, nicht erzielt werden konnte. Der Reichswirtschaftsministcr hat laut Verordnung im heutigen „Reichsanzeiger" die Zechen des Ruhrgebiets auf der alten Grundlage für einen Monat zusammengeschlossen. * • Kommunale Landesbank, Darmstadt. Rach dem soeben erschienen 3ahresbericht der Kommunalen Landesbank in Darmstadt betrug bei der Bank der Bestand an langfristigen Darlehen Ende 1929 über 6V/2 Millionen Mark, derjenige an kurzfristigen Kommunaldarlehen über 19 Millionen Mark: dazu kommen noch Vorschüsse an Städte und Kommunalverbände im Betrage von 3,4 Millionen Mark. Der Umlauf an Schuldverschreibungen erhöhte sich im Berichtsjahre auf rund 47 Millionen Mark. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 106 Millionen Mark. Der Umsatz betrug auf einer Seite des Hauptbuchs im 3ahre 1929 über 2 Milliarden Mark. Zur Förderung der Entschuldung bevorzugte die Bank auch in diesem Vahr wiederum die ^Gewährung von Darlehen mit planmäßiger Tilgung. Die planmäßigen Tilgungen betrugen im Berichtsjahre bereits über 1,2 Millionen Mark. Rach einer dem Geschäftsbericht beigegebenen Verwendungsübersicht dienten 56 Prozent der im Berichtsjahre neu gewährten langfristigen und kurzfristigen Darlehen der Forderung des Wohnungsbaues. Die von der Kommunalen Landesbank und dem Hessischen Sparkassen- und Giroverband gegründete Gemeinschaftsbank hat am 1. 3anuar 1930 ihren Geschäftsbetrieb unter der Firma Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen begonnen. • Elite-Diamant-Werke, A. - G., Siegmar. 3n der gestrigen G.-V. der Elite- Diamant-Werke, A.-G., Siegmar (Sachsen), wurde auf Antrag des Hauptaktionärs Dr. Fritz Opel einstimmig beschlossen, Abschluß, Entlastung und Sanierung (10:1) zu vertagen. Es soll eine genaue Prüfung der Vorgänge bei der Gesellschaft vorgenommen werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a .M., 1. April. Tendenz zurückhaltend. Die Börse eröffnete heute zurückhaltender, und es war ein Rückgang der Geschäftstätigkeit zu bemerken, was aber in der Hauptsache auf den sehr geringen Ordereingang zurückzuführen war. Aber auch die angeblich beabsichtigte weitere Detriebseinschränkung bei Aku verstimmte, doch wurde die Allgemeintendenz nicht weiter davon berührt, denn im Grundton der Börse war eine gewisse Freundlichkeit und Zuversicht trotzdem nicht zu verkennen. Auf der andern Seite boten die zumeist festeren gestrigen Auslandbörsen und die Aussichten auf eine günstige Zukunftsgestaltung der Geldmärkte eine Anregung. Material kam kaum an den Markt. Rur Kunstseidewerte machten aus dem schon erwähnten Grunde eine Ausnahme. Bemberg verloren 2 Proz. und Aku erneut 2 Proz. Sonst war gegenüber der gestrigen Abendbörse die Kurs- gestaltung nicht ganz einheitlich, jedoch überwogen kleine Erhöhungen. Am Ehemiemarkt eröffneten Farben gehalten. Rütgerswerke leicht erhöht. Am Eleklromarkt waren Chadeaktien eher angeboten und 2 Mk. niedriger. Licht und Kraft verloren 1,25, dagegen bestand für AEG., Gesfürel, Schuckert einiges 3ntereffe bei Besserungen bis zu 2 Prozent. Conti Gummi verloren auf Gewinnmitnahmen 2 Prozent. Auch heute war der Montanmarkt weiter vernachlässigt. AnfangS- noticrungen kamen hier kaum zustande. Buderus waren erneut etwas gesuchter und lagen 1 Prozent höher Don Derkehrsaktien konnten A.-G. für Verkehrswesen mit plus 2,25 Prozent vermehrtes 3ntcrcffc auf sich lenken. Banken waren wenig verändert. Deutsche Linoleum wurden etwa 3.5 Prozent niedriger taxiert. Renten waren fast ohne Geschält. Deutsche Anleihen lagen teilweise leicht nachgebend. "Ausländer wenig verändert. 3m Verlaufe war daS Geschäft still. Die inner- politische Lage legte der Kulisse weitere Zurückhaltung auf, so dafi daS Geschäft fast völlig st ock te. Teilweise konnten einzelne Spezialwerte weiter etwas anziehen, während der größte Teil der übrigen Werte gut behauptet blieb. Die Tendenz war nicht unfreundlich. Rur in Kunstleidealtien kam weiter etwas Material heraus. so dafi hier ein erneuter Rückgang eintrat. Die übrigen Werte wurden auch hiervon nicht betroffen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1890, gegen Pfund 20,3700, gegen Paris 124.29, London gegen Kabel 4,8650, gegen Mailand 92,82, gegen Madrid 39.00, gegen Holland 12,12, gegen Schweiz 25,13. Berliner Börse. Berlin, 1. April. Auch heute war die Politik ausschlaggebend für die Börsentendenz, d. h. man beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Kabinettsbildung und diskutierte die diversen Möglichkeiten, die die nächsten Tage bringen könnten. Allem Anschein nach wird sich aber die Regierung mit einer knappen Mehrheit halten können. Der zu erwartende Mißlrauens- antrag dürfte abgelehnt werden. Die diesbezügliche Unsicherheit veranlaßte aber die Spekulation, vorläufig von Reuengagements Abstand zu nehmen, obwohl das Ausland nach wie vor 3nteresse für einige Spezialwerte zeigte. Schon vormittags war das Geschäft sehr ruhig, und auch die Börse selbst eröffnete mit geringer älmsahtätigkeit. Die ersten Rotierungen waren' aber zumeist gut behauptet, und die Grund st immung meist recht zuversichtlich und wider F-ndssähig, obwohl für gemeldete Betriebseiaschränkungen bei Aku die Kunstseideaktien schwächer lagen Den größten Verlust hatten Aku mit minus 3,5 Prozent, während Bemberg nur 2,5 Prozent verloren. Ferner Reichsbank. Deutsche Linoleum, Elektrische Lieferungen mit Rückgängen bis zu 2.5 Prozent. Bemerkenswert fest eröffneten A.-G. für Verkehrswesen, Verger- und besonders Spritwerte unter Führung von Ostwerke. Die Farbenaktie hatte etwa größer« ilmfafitätigteit, da ein lebhafterer Stickstoffabsatz im März anregte. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer z. T. schwächer. Der Pfandbriefmarkt war sehr still. Der Geldmarkt war noch wenig verändert. Tagesgeld 6 bis 8,5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7,5 Prozent, Warenwechsel etwa 5,25 Prozent. Rach den ersten Kursen ergaben sich weiter leichte Abschwächungen für Kunstseide- werte, und diese hatten eine gewisse Llnsicherheit zur Folge. Später wurde die Grundstimmung aber wieder freundlicher, und besonders Spritwerte setzten ihre Aufwärtsbewegung auf Käufe für Hamburger Rechnung fort. Bei Ostwerken sprach man von besonderen Transaktionen. Weiter fest lagen auch A.-G. für Verkehrswesen, die im ^Verlaufe bis zu 125,40 Prozent anzogen. 3n Erwartung einer Geschäftsbelebung zum Frühjahr hatten Autowerte etwas verstärktes 3nter- esse aufzuweisen. Kunst und Wissenschaft. „Ser Hauptmann von Köpenick." Wilhelm Schäfers neuer biographischer Roman „Der Hauptmann von Köpenick" erscheint soeben bei Georg Müller in München. Es mag wundernehmen, den Dichter der „Dreizehn Bücher der deutschen Seele" und des „Huldreich Zwingli" mit dieser Figur beschäftigt zu sehen. Der vor Zeiten so populäre Schuster Wilhelm Voigt hat dem Autor einst sein Leben erzählt. Die Ruhe des Berichtes, der einfach die Schicksale des Schusters Voigt aus Tilsit vorträgt und sich jeder Polemik enthält, berührt den Leser aufs stärkste. Diese merkwürdigen Erinnerungen geben Einblick in 3ustizpflege und Zeitumstände eines halben 3ahrhunderts. Eine epische Lebensgestaltung im Sinne von Wilhelm Schäfers „Pestalozzi", „Stauffer Bern" und „Huldreich Zwingli". Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. M Berlin ;Vranltun a. Dl. Berlin Schluß«: rurd । 1-Ubr« flur# (Schluß-1 fur8 Anfang» flurd Eck uß- fur# t«Uhr. fl r i Schluß« i kure | Anfang« Hur# Dalum 3, 3 1 4 31 3 Dalum 31 3 1 4 31 3 1- 3 6% Deunckr «clduanieibe oamdurg-Amerika Paket . . 7 111,5 — 111.13 111.6 von 1927 87 — 87 — Hamburg-Sudam. Dampfschiff R — 166 7% Deutsche Reickcanieihe Hanfa Dampfschiff 10 — — 155 — von 1929 98,75 — 99 — Norddeutscher Lloyd .... 8 105.5 — 105.9 — Tcuridie Änl.-Äblol.-Schuld mir 55.1 Allgemeine DeuiickeCreditanst. 10 117,5 —— 118 118 SHuelol.-Siechten 55 55 Barmer Bankverein 10 134.5 134.5 134,5 134.5 De»gl. ohne Aurlol.-Rechte . 9,75 9.6 9.7 9.6 Berliner Handelsgesellschaft 12 173.5 —- 173,5 — 6% Hcli. yoltoitaai von 1929 Commerz- und Prioai-Bank 11 160.5 160,6 160.65 160.6 äüdsahlb 102%) 92 — 92 Darmstadter und Nationalbant 12 237,75 — 237 237 Cberbellen Provinz - Anleihe mit Deutsche Bank und Au-rloi.-Reckten 51,75 — —- ■ Si5conich0eleU|d)aft, . . 10 151 ■ 151 150,5 Deutsche Komm. Sammclabl. Dresdner Bank......10 153,75 153 5 153.5 153.5 Anleihe Serie 1 53,25 — 53,9 -- Reichsbank ......12 289 _ 289.5 287 8% Rtanfl Hnv.-Bank Goldpse. 97,5 XIII unkündbar bis 1931 — - — .'l.E.G..... 8 168.65 169 168,4 169,4 7% Rranff Hnp.-Battk Koldpse 88,75 Bergmann........ 9 205 — 706,5 — unkündbar bi« 1932 — — (Helft. LieserungSgeiellichaft 10 — —— 172 169,75 Das ei tzDair }» *h kr nattfi ^lverde fr v>° Mrinach fr T° lötion, fcg. t «Ä K» te; 1» ff B'S V einig 5M “ltA s« Ä Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen für die Betriebe des Städtischen Tiefbauamtes während der Zeit vom 1. April 1929 bis 31. Mälz 1930 find spätestens bis zum 1. Mai 1930 in doppelter Ausfertigung unter Beifügung der Bestellscheine an das Städtische Tiefbauamt, Asterweg 25, einzureichen. 2657C Gießen, den 1. April 1930. Städtisches Tiefbauamt: Braubach. - Fünfmonatigem»^ qo der WsWkWssUle der LMMWstSklilNMl m MelWl i. Odra. 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