N - *>•; M k»¥ £ Mi » >y 'X WKW * 7 ^-WSi E pM V-W) ; .. v'-ts*. ; \ ' "S< > ' • X ■*"<- ■¥ /^' D W.';; » £> K; <’ AM" - <>? ( V?4 auch hier noch eine arößere Erleichterung versprechen. Diese Stapelfaser ist in keiner Weise etwa . . i » r\< < k ... /Tl . L I . A - Kam mungskalender Der Rat an das Ausland wir wenn zahlen zu können. Vom Tag -es Handwerks Reichsbankpräsident Dr. Schacht bei i°in°r Rede in der Burg Dankwarderad«. niert, dafür 2 ** 's. pessimistisch, als ich die ganze Schwere des Problems voll überblicke. Wer die Aufgabe einmal von innen her gesehen hat, der mühte staunen über den Mut und über das Verantwortungsgefühl, das der Führer diesem ganzen Problem gegenüber aufgebracht hat. (Stürmischer Beifall.) Er hat immer die Realitäten der Schwere der Zeit seinem Volke dargelegt, und er hat stets an den Willen des Volkes, seinen Opfergeist, an das Verantwortungsgefühl des einzelnen appelliert, weil schließlich alle diese Probleme nicht von oben her gelöst werden können, sondern weil dazu die Mitarbeit jedes einzelnen aus dem Volke notwendig ist. Gerade in diesen Wochen und Monaten hat die Rohstofsindustrie in Deutschland ganz außerordentliche Fortschritte gemacht. In den letzten Wochen ist die Herstellung des synthetischen Kautschuks völlig gelungen. Und was wir zur Zeit auf dem Gebiete der Stapelfaser leisten,das ist immerhin ein sehr erfolgversprechender Anfang, so daß wir uns Ich bin der größte Gegner einer sogenannten Preisgesetzgebung und Wuchergesetzgebung. Aber sie men hätten. Ich will damit sagen, daß wir nicht den Wunsch haben, uns vom Auslande abzukapseln. wir werden uns auch zweifellos e l n r i ch t e n müssen, daß wir die Devisen, die wir besitzen und die wir noch bekommen, in erster Linie sachgemäß für die Rohstoffe verwenden, die wir brauchen. Die Belebung des Jnlandsmarktes darf nicht zu ungebührlichen Gewinnen führen. Selbstverständlich kann kein Betrieb ohne Ruhen arbeiten. Aber Ausbeuterpreise dürfen nicht in die Erscheinung treten. Wir müssen unter allen Umständen verhindern, daß die Preise im Inlande steigen. Ls ist zweifellos ein ganz großer Fortschritt, den die Politik unseres Führers erzielt hat, daß Millionen deutscher Arbeiter wieder in Arbeit gebracht sind, aber nicht zu Löhnen, die restlos befriedigen. Auch der Arbeiter bringt heute Opfer. Wir haben deshalb die Verpflichtung, ihm das Preisniveau nicht hinaufzutreiben. Wir werden an Lohnerhöhungen ganz gewiß erst denken können, wenn das Arbeitsprogramm restlos gelöst ist. Die Rohstoff angst und die hamsterpfy- ch o s e, die durch unser Volk geht, ist das Blödeste, was es gibt, denn diese Hamsterpsychose treibt natürlich zu höheren Preisen und die Rohstoffangst ist völlig unbegründet. Ich glaube auch nicht einmal, daß die gewiß vorhandene Knappheit an Rohstoffen zu größeren Arbeitseinstellungen führen wird, denn der Aufbau der Ersahstoffindustrie bringt ja wiederum ein ganz neues Arbeitsbeschaffungsprogramm. Es liegt also nicht der geringste Anlaß vor, irgendwie aus Angst zu Preiserhöhungen zu schreiten. Fördert das Gaarwmterhilfswerk. Saarbrücken, 26. Okt. (DRV.) Der Landesleiter der Deutschen Front Jacob Pirro erläßt folgenden Aufruf: Deutsche Volksgenossen! - führt hat, und wenn man uns heute ermahnt, daß wir uns in unserem Rohstoffbezug aus dem Auslande doch lieber etwas einschränken sollten, so erwidern wir darauf: Richt mehr, alswirunbedingtgezwungenfind! Denn wir wollen gerade unseren Binnenmarkt aufrechterhalten. Aber wenn das Ausland die Rohstoffe uns heute nicht mehr geben kann, so wollen wir versuchen, uns anderweitig zu helfen. Wir haben in Deutschland gegenwärtig eine Lage, der wir nicht über genügend ausländische Währung verfugen, um alle ausländischen Rohstoffe und Halbfabrikate emzufuh- -en, die wir gern einführen möchten. Herbeigefuhrt worden ist dies durch den Fehler der vergangenen Systempolitik, die den letzten Rest von deutschen Devisenreserven ausgeschüttet hat, um die Ausländer SU bezahlen, ohne sich über die Zukunft der deutschen Wirtschaft klar zu werden. Als der Nationalsozialismus ans Ruder kam, war die nächste Aufgabe die, dem Auslande klar au machen, daß es kein Geld mehr von ans bekommen kann. Ich habe das größte Mitgefühl mit den ausländischen Besitzern deutscher Obligationen, die geglaubt haben, daß sie mit den veutschen Anleihen eine gute Anlage erwerben würden, und die nun auf diese Zinsen zum Teil verzichten müssen. Aber man kann seine Schulden nur dann bezahlen, wenn man Geld verdient. Man fängt an zu begreifen, daß ein Zusammenhang besteht zwischen der Frage, ob man seine Rohstoffe an Deutschland verkaufen kann und der Frage, ob Deutschland exportieren kann. Man fragt sich, ob es nicht zweckmäßig ist, daß man, wenn man seine Rohstoffe nach Deutschland verkaufen will, auch damit beginnt, deutsche Waren für sich zu beziehen. Wir sehen zu unserer großen Freude, daß diese Erkenntnis in der ganzen Welt nun plötzlich aufdämmert, und daß sie, da es sich uni sehr reale Portemonnais-Jnteressen handelt, sehrfchnell begriffen wird. (Heiterkeit.) minderwertig. Auch auf dem Gebiete der Verarbeitung unserer verhältnismäßig armen deutschen Eisenerze haben wir sehr erhebliche Fortschritte gemacht, die uns auch auf diesem Gebiete eine gewisse nationale Unabhängigkeit in Zukunft sichern könnten. Alles das sind Dinge, die selboerständlich sehr viel teurer sind, als wenn wir die ausländischen Rohprodukte aus der Natur entnom- mieren ull|Cl ylU| .».-«Ziele mitarbeitet. Ich möchte, daß die Politik der ir weiter einqekauft hätten, ohne Niederhaltung der Preise von Ihnen selbst mit ge- ir weuer « i ) I s^tzt und getragen wird. Ich bin um so weniger Wir wünschen, mit den Völkern in einem regen Warenaustausch und damit auch in einem regen Gedankenaustausch zu bleiben. Ohne Gegenseitigkeit ist ein solcher Verkehr nicht möglich. Aber so lange das Ausland das nicht will, mir ist um uns auch nicht bange. Wir erzeugen alle Ersatzstoffe zweifellos teurer, aber fo war es beispielsweise auch einmal mit dem Salpeter, den die Landwirtschaft benötigt, heute konkurriert der deutsche Salpeter auf der ganzen Welt erfolgreich mit dem natürlichen Salpeter Ehiles. Das Ausland soll also gar nicht glauben, daß die Arbeit, die wir heute leisten, so ohne weiteres wieder aus der Welt zu schaffen wäre. Das kann einmal dazu führen, daß eine ganze Reihe von weiteren Raturprodukten aus der Verarbeitung ausscheidet infolge Verwendung von Ersatzstoffen, ohne daß die Qualität der Fertigfabrikate etwa darunter litte. Es liegt also i m gegenseitigen Interesse, daß diese I Absperrung Deutschlands vom Weltmarkt nicht von Dauer wird. Weimar, 29. Okt. (DNB.) In einer Rede vor der thüringischen Industrie erklärte der kommissari- | + Ab 1. Januar 1935 lohn § lkhcsta hilf Abgab Arbeiis Hill a ct in einem Betrag JUt JUt JUt JUt 3LH, JUt 1 2 3 4 5 6 75 1,50 — ■ ■■ ■ 1,50 frei 85 -—— 1,70 1,70 0,78 125 2,50 2,50 1,87 6,87 5,46 , 240 14,— 7,20 6,— 27,20 27,04 500 40,— 25,— 19,— 84,— 78,52 700 60,— 35,— 30,50 125,50 123,50 bisher ab 1.1.1935 50,— 39,52 27,— 23,92 22,— 12,74 17,— 2,34 12,— H »fi. Oie Kloiienkonferenz stockt *1 ah sei. Zwistes, sondern der Zusammenarbeit. PMnsordertneueMttärkrediie r binde." ME all5. 5x1- ifl| ) b» fflÖ» ich ii L» ! ab« [ nai UTi AII> Inins mii schei ihr mein abzusetzen. Englands nationaleRegierung Macdonald kündigt Aufrüstung an. Ä v It. Sonntag auf Stapel gelegt wurden, zu vermindern. Die notwendigen technischen Aenderungen wünsche aus, mit denen ich meine besten Wünsche für Eurer Exzellenz persönliches Wohlergehen und für das weitere Gedeihen, der türkischen Nation oer- s rung dringend ein Wettrüsten zur See mit Italien oder sonst einer Macht zu vermeiden. Es sei aber möglich, baß die italienische Regierung bereit sein werde, die Tonnage für eine Gegenleistung her- nicht leisten. Macdonald machte auch kurze Bemerkungen über die Rüst un gs frage; er sagte: Wir taufen Gefahr. Wir sind Gefahren gelaufen, indem wir unsere Rüstungen und Verteidigungskräfte auf ein Winde st maß herabsehen liehen. Wir sind Gefahren gelaufen, um der Welt zu zeigen, dah wir aufrichtig sind. Wir sind in der Lage gewesen, zu einer internationalen Konferenz nach der anderen zu gehen und den Leuten gerade ins Auge zu sehen, die nicht mit uns übereinstimmten und nicht ganz so von der Friedensliebe erfüllt waren, wie wir es gewesen sind. Wir haben unsere Verteidigungskraft tief und tiefer herabsehen lassen, damit wir einen grohen Antrieb zur Rettung des Friedens geben können. Für uns ist es nunmehr notwendig, angesichts des Beispiels, das uns eine Ration nach der anderen gibt, Schrittezu tun. um uns in der Welt zu schützen. MacDonald rief besonders die junge Generation zur Mitarbeit auf. Sie solle in der nationalen Regierung den Ausdruck einer großen Philosophie sozialen Fortschritts sehen. Stabilität und organische Evolution seien die einzige Politik, die Regierung und Nation weiterbrächten. Der Klassenkampf sei ein Werk des Teufels. Baldwin sagte, die sicherste Gewähr des Friedens sei die soziale und demokratische Stetigkeit und der Weiterbestand einer Regierung auf breiter Grundlage, die einsichtige Männer um sich vereine. Ich sehe, so erklärte Baldwin, in der nahen Zukunft keine Aus- mti N Wih burq Gn in m Dem TU» nuif ung bung fott' lber< Jrtn uns, »Ä V. a bi iß i* nüti? l-K iah grr m Ü M ßeb le- ■ A mb it 0 mA ,irö5 nififl kleinen Sachverständigenausschusses vorgeschlagen. Japan lehnte das ab, da die Einigung über die Grundlinien noch nicht weit genug gediehen s ' fuD be W' i G* ’üev ip Auge zu fassen. „Le Jour" behauptet, daß die Erklärungen P6- tains ungewollt in die Oeffentlichkeit gelangt seien. Eigentlich sei der Bericht nur für die parlamentarischen Archive bestimmt gewesen. Ein Teil des Berichtes sei irrtümlich an die Presse gelangt und kurz darauf auch im Rundfunk ange- sagt worden. Sobald der Irrtum den Behörden bekannt geworden sei, habe sich das Innenministerium bemüht, die Verbreitung der Auslassungen des Marschalls Pötain abzuftoppen. „Le Jour" fügt hinzu, man brauche die Wahrheiten, die Mar- schall Petain gesagt habe und die ihm nur zur Ehre gereichten, nicht geheimzuhalten. Kleine politische Nachrichten. iefo DOli kkk dil 8r. inb 'dt id. «* k ft 'S Das Wettrüsten derMttelmeemä'chte. Frankreich erwartet italienisches Entgegenkommen. London, 30. DEL (DNB. Funkspruch.) „Times" meldet, in Paris hoffe man, daß die italienische Regierung dazu veranlaßt werden könne, die Tonnage der beiden 35 000-Tonnen-Schlachtschiffe, die am batet e M nlP1' in ■itiß ng^? ypolhi' ien $ Zum türkischen Nationalfeiertag hat der Führer und Reichskanzler an Ghazi Mustapha Kemal das nachstehende Telegramm gerichtet: „Eurer Exzellenz spreche ich anläßlich des tiirHichen Nationalfeiertages meine herzlichen Glück- OSR^lo^*" Forderung eines wirtschaftlichen Fünfjahresplans, der Regelung des Achtstundentages, der Wunsch nach „Verteilung" der Arbeit und die Hervorhebung der Notwendigkeit „verschiedene andere Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit" zu ergreifen, smd deutliche Hinweise auf die Schwierigkeiten Frankreichs, das bisher vielleicht am stärksten von allen Ländern in der Lage war, sich den allgemeinen Krisenerscheinungen zu entziehen. Dabei ist naturgemäß in Betracht zu ziehen, wie dies geschehen konnte, insbesondere durch die Reparationsleistun- gen, die Frankreich von Deutschland erhalten hat. Aber trotzdem drängt sich dem französischen Volke der Gedanke auf, daß mit den alten Mitteln ein Ausweg aus den Wirtschaftsnöten nicht gefunden werden kann. Die Forderungen des radikalen Parteitages sind dafür ebenso ein Zeichen, wie die Spaltung bei den Sozialisten vor einigen Monaten. Daß aber auch b t e Außenpolitik eine andere werden muß, — wenn die Wirtschaftskrise mit Erfolg bekämpft werden soll, diese Erkenntnis will nur langsam Boden finden. London, 30. DEL (DNB. Funkspruch.) Die Morgenpresse befaßt sich mit dem bisherigen Verlauf der Flottenbesprechungen. Die Lage wird keineswegs als aussichtsvoll angesehen. Sowohl im englischen wie im amerikanischen Lager wird als Haupthindernis Japans Forderung nach völliger Gleichheit der Gejamtton- n a g e der drei Seemächte betrachtet. Immerhin wäre man zu Abänderungen am Washingtoner Vertrag grundsätzlich bereit, und zwar sei bei der britischen Delegation eher ausgesprochene Bereitschaft dazu zu finden als bei der amerikanischen. Gegenüber dem japanischen Versuch, zwischen Schiffen mit ausgesprochenem Angriffscharakter und solchem mit ausgesprochenem Verteidigungscharakter zu unterscheiden, ist man auf britischer Seite keineswegs geneigt, zuzugeben, daß das U-Boot ausschließlich eine Verteidigungswaffe darstelle. In der Frage der Großkampfschiffe ist keine Aenderung zu verzeichnen. Die britische Regierung hat ja wiederholt ihre Bereitschaft bekundet, Größe und Bestückung der Linienschiffe herabzusetzen, aber d i e Amerikaner wollen nicht unter die Grenze von 35 000 Tonnen heruntergehen. Von den Amerikanern wurde die Bildung eines halb der Regierung freie Hand besitzt. Die Zu- vitzung der Entscheidung um das Recht der xammerauflösung, das Doumergue aus den Händen des Senats in diejenigen des Minister- präfföenten überleiten will, ist der Kardinalpunkt der inneren Kämpfe in Frankreich. Der Ministerpräsident hat sich in der letzten Zeit Zurückhaltung darüber auserlegt, ob er die unbedingte Zustimmung zu diesem Plan fordert, oder aber einem Kompromiß zuneigt. Sowohl die Radikalsozialen als auch ein großer Teil der öffentlichen Meinung Frankreichs reden dem Ministerpräsidenten gut zu, er möge auf dieser Bedingung nicht bestehen blei- den. Unter dem Deckmantel, daß es sich um die Wahrung der Rechte der Volksvertretung handele, sucht man unter Einschaltung einer Volksabstimmung im Falle eines ernsthaften Konfliktes zwi- schen Regierung und Kammer einen Ausweg aus der Situation, die völlig verfahren ist, wenn Doumergue auf seinem Willen besteht. Die Verhandlungen von Nantes waren im übrigen von beachtenswerten Berichten über die wirtschaftliche Lage Frankreichs umrahmt. Die f ch a n o w vollzogen, der seinerzeit den Arktisflug des Luftschiffes „Graf Zeppelin" mitgemacht hat. Seiner Meinung nach wird beim Aufstieg des Ballons die mitgeführte Rundfunkstation die Bewegungen des Ballons mechanisch registrieren und der Leningrader Funkstation die Ergebnisse mitteilen. Man erwartet, daß man mit diesem neuen Modell eine Höhe von 16 0 0 0 bis 18 000 Metern erreichen wird. Aus aller Wett. Zeitungsdruckpapier aus deutschem Kiefernholz. Die Bemühungen der deutschen Forstwirtschaft zur besseren Ausnutzung des Rohstoffes Holz find von einem bedeutungsvollen Erfolg gekrönt worden. Es ist der Gemeinschaftsarbeit des Ausschusses für Technik in der Forstwirtschaft beim Deutschen Forstverein mit dem Holzforschungsinstitut Eberswalde und verschiedenen Sachverständigen gelungen, einen für Zeitungsdruckpapier sehr gut verwertbaren Holzschliff aus deutschem Kiefernholz herzustellen. Seither machte der starke Harzgehalt des Kiefernholzes die Verarbeitung des Kiefernholzschliffs für Druckpavierzwecke völlig unmöglich. Durch ein in erster Linie von dem Ingenieur D d r i ch und dem Werkmeister Lamprecht entwickeltes einfaches Verfahren ist es nun möglich, den Harzgehalt während des Schleifvorganges so weit zu entfernen, daß ein technisch brauchbarer Holzschliff entsteht. Es wurden in diesen Tagen die ersten Druckpapierrollen hergestellt, die 80 v. H. Holzschliff deutschen Kiefernholzes enthalten. Es ist auch schon ein umfangreicher Druckversuch gemacht worden. Da es sich um den Anfang einer neuen Fabrikation handelt, sind selbstverständlich noch eine Reihe von technischen Mängeln zu verzeichnen. Aber schon jetzt macht bas Druckpapier einen sehr guten Ein- brurf; insbesonbere steht auf ihm bie Farbe ausgezeichnet, so baß ber Druck selbst bei kleinen Schriftgrößen ausgezeichnet lesbar ist. Diese neue Errungenschaft erhält insofern eine befonbere Bebeutung, als sich bei bem Beweis ihrer vollkommenen technischen Durchführbarkeit ansehnliche Dedi\enmengen ersparen lassen. Heute müssen wir — oa wir bisher im wesentlichen nur Fichtenholz verarbeiten können — jährlich etwa 2,5 Millionen Tonnen auslänbisches Papierholz mit einem Gesamtwert von mehr als 46 Millionen RM. einführen. Im Jahre 1934 haben mir* in ben ersten neun Monaten bereits 2,220 Millionen Tonnen mit einem Werte von 45,3 Millionen RM. eingeführt. Auch wenn man berücksichtigt, baß wir ziemliche Papiermengen ausführen unb bem Kieferndruckpapier auch noch etwa 20 v. H. Fichtenzellulose beigemischt werden müssen, bleibt doch noch eine außerordentlich hohe Ersparnismöglichkeit an Devisen. Fihmaurice Hal Pech. — Auslralienslug abgebrochen. Der A u ft r a l i e n f l u g des Fliegers Fitz- maurice scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Er mußte umkehren, da sich ein Teil des Fahrgestelles gelöst hatte, als sich das Flugzeug über Brüssel befand. Das Flugzeug soll nach dem englischen Flughafen Croydon zur Ausbesserung gebracht werden. Mädchenhandel von Wien nach Monte Carlo. Die Wiener Polizei scheint einer abgefeimten Banbe von Mädchen Händlern auf bie Spur gekommen zu sein. Vor einiger Zeit wurde in Wien ber ehemalige Kellner Klimt wegen Diebstahls unb Betruges festgenommen. Im Zuge ber polizeilichen Untersuchungen stellte sich heraus, baß Klimt in regelmäßigen Abständen nach Monte Carlo zu reifen pflegte, wobei er jebesmal junge Mäbchen mitnahm, bie niemals zurückkehrten. Die Angelegenheit gewinnt baburch erhöhtes Interesse, baß vor zwei Tagen von französischen Polizeibehörden eines bieser verschwunbenen Mäbchen, bie 18jährige Hermine Pfeiler, mit einem Messerstich in ber Brust am Stranbe von Monte Carlo aufaefunben würbe. Die näheren Umstänbe bieses Falles sind noch nicht geklärt. Man glaubt aber in Klimt ben Hauptoertreter biefer Mädchenhänbler vor sich zu haben, bie für bas Verschwinden einer Reihe von Wiener Mäbchen in ber letzten Zeit wahrscheinlich verantwortlich zu machen sinb. sicht für eine Rückkehr zu ben Parteikämpfen von früher. Es müsse alles getan werden, um die Einheit aufrecht zu erhalten, die augenblicklich in ber nationalen Regierung besteht. Das englische Volk müsse erneut überrebet werben, ber nationalen Re- aieruna eine weitere Zeitspanne zu geben. Auch Sir ahn Simon erklärte, baß bas System ber politischen Zusammenarbeit fortbauern müsse. Im Aus- lanb bestehe kein Zweifel baran, baß bie nationale Regierung für Englanb gut gewesen fei. Das augenblickliche Zeitalter sei ein Zeitalter nicht bes Der frühere spanische Minister P r i e t o , ber im l Zusammenhang mit ber spanischen Ausstandsbewe- nUng geflüchtet war, ist nach einer abenteuerlichen Meerfahrt auf französischem Boben getan b e t. * Auf Grund des chinesisch-türkischen Freundschaftsvertrages ist die Errichtung von Gesandtschaften in Ankara unb Nanking beschlossen worden. ___________________ wenn er statt heute er st morgen seine große Rede halte. Er bemühte sich darzulegen, daß die Versammlung auch im letzten Falle in ihrer souveränen Entscheidung nicht beeinträchtigt werde. Einen Zwischenrufer, der darin eine „Schiebung" sehen wollte, überantwortete er zornig der allgemeinen Entrüstung. Damit war die Situation gerettet. Bei ber folgenden Abstimmung waren von den Halbtausend Protestrufen von vorhin kaum zwanzig übrig geblieben, die ben Arm hochzuheben wagten. Herriot konnte sich nicht enthalten, befriedigt zu lächeln, und die Sitzung wurde schnell ge- schlossen. So waltete auf bem Parteitag in Nantes bie Diktatur ber Demo kratie, recht willkürlich und auf absonderlichen Wegen. Aber bie rabikal- sozialen Jakobiner sinb mehr beim je entschlossen, an ben Errungenschaften ber Revolution ihrer Urgroßväter festzuhalten. Das haben Herriot unb Dalabier in ihren Ansprachen an bie Partei- jugenb ausbrücklich bekräftigt. Als aus ben Kreisen ber Jungen Klage barüber geführt würbe, bah bie Partei ihnen keine Ideale mehr zu geben vermöchte, da antwortete ber über 60jährige Herriot entrüstet, baß es boch traurig sei, wenn bie rabifab soziale Jugend keine Ideale mehr habe, wahrend sie, die Alien, sich bis heute ihre Ideale unversehrt erhalten hätten. . .... So war ber Kongreß ber Rabikalsozialisten, wie es nicht anders zu erwarten war, em v o ll er Erfolg für Herriot. Damit ist bie erste Klippe in der stürmischen See der Vers ass u n g s - reform umschifft. Das Ergebnis von Nantes ist ein Kompromiß zwischen Partei unb Parteivorsitzenden, wobei die Partei die Opfer gebracht hat, Herriot dagegen für seine Verhandlungen inner- wagen follte, den Verdacht einer Führung zu erregen ober sich besondere Ehren verdienen zu wollen. Die verletzte Demokratie müßte ihn zerschmettern und aus der Gesellschaft der Gleichen ausstoßen. So versteht man auch, baß in Frankreich gerade in Krisenzeiten so gern alte ß e u t e an bie Spitze des Staates gestellt werden. Sie haben in langen Regierungsjahren tausendfältig beweisen müssen, daß sie auch im Besitze von Amtsgewalten nicht in Versuchung gefallen find, sich Führerbefugnisse anzumaßen. Bei jungen Staatsmännern glaubt man zu viel gefährlichen Ehrgeiz vermuten zu müssen, als baß man ihnen nicht mehr zu mißtrauen brauchte. Umgekehrt: Das höchste Maß von Autorität wird man demjenigen Politiker einräumen, bei dem die größte Sicherheit gegeben ist, daß er feine Hände niemals nach verbotenen Früchten ausftretfen wird. So erklärt sich die außerordentliche Machtstellung Herri ots in der radikalfozialen Partei. Er ist, wenngleich ganz anders gebaut wie Thiers, doch wie dieser ein „Francais moyen", ein „Durchschnittsfranzose", (beileibe nicht mit unserem „Mann aus dem Volke" zu übersetzen). Herriot ist der Hüter des heiligen Grals der unverfälschten Demo- kratie. Für ihn gibt es nur eine Souveränität, nämlich die der Mehrheit, der Majorität des Parlaments wie der Majorität des Parteitages. Niemals würde er sich anheischig machen, bie Partei zu führen, zum minbeften bürste er es niemals aussprechen. Auf bem Kongreß in Nantes ereignete sich ein bezeichnender Vorfall. Um bie Versammlung, bie sich ber Regierung Doumergue gegenüber außer- orbentlich feindlich zeigte, in ber Frage ber Staats« reform boch von einem für bas Kabinett verhängnisvollen Beschluß abzubringen, hatte Herriot seine entscheibenbe Rebe auf ben Schluß ber politischen Aussprache am Samstagabenb verlegt. Ein junger Delegierter griff barauf am Freitag überraschend ben Parteioorstanb (nicht etwa ben Präsibenten persönlich) an unb verlangte baß ber Vorstand feine Stellungnahme f o fo r t dem Kongreß mitteile, damit dieser, der boch souverän sei, einen Tag Zeit habe, um in Ruhe unb nach reiflicher Ueberlegung seine Entscheidung zu fällen. Im Hanbumbrehen hatte sich bas Bilb ber Versammlung von Grunb auf geänbert. Die bisher lammfrommen Delegierten gerieten in Helle Aufregung und wetterten mit stürmischen Protestrufen gegen den Vorstand. Die Pariser Journalisten spitzten die Ohren und witterten Krisenluft. Am Vorstandstisch herrschte sichtbare Verlegenheit. Der Vorsitzende hatte plötzlich die Sprache verloren. Her» r i o t, der am linken Ende des Tisches saß, besprach sich heftig gestikulierend mit den umsitzenden Partei-Veteranen. Einige Gegner des Parteipräsidenten drängten sich auf die Rednertribüne und gossen schnell noch reichlich Del ins Feuer. Inzwischen hatte sich Herriot gefaßt. Zweimal ergriff er das Wort, um zu untersuchen, ob die Souveränität des Parteitages gefährdet werde, MM der Demokratie. DerradilalsoziattstischeParteitaginRanteS Don unserem Dr. K.-Korrespondenten. Paris, 29.Oktober. Die Radikalsozialen fühlen sich als Hüter der Errungenschaften der großen Revolution von 1789. Ihre Ideale sind dieselben, welche die I a k o - feiner, jene damals im Jakobinerkloster tagenden radikalen Revolutionäre, proklamiert hatten und die in dem Ruf nach „Freiheit, Gleichheit und Bruder- lichtest" zusammengefaßt wurden Die Nachkommen dieser Jakobiner bilden seit Jahrzehnten die bei weitem stärkste Partei in Frankreich. Zu ihr gehören die breiten Schichten ber französischen Bauern und kleinen Bürger, der Franzosen ber „Provinz oder auch des „Francis moyen", wie einst der Schöpfer der Dritten Republik, Thiers, genannt würbe der in feiner schmächtigen Gestalt unb mit seinen' listigen Augen hinter ben blanken Brillengläsern ben Jbealtyp bes einfachen „Citoyen" bar- ytod) heute achten die Rebner auf bem rabiital« sozialen Parteitag mit peinlichster Sorgfalt barauf, bie alte Anrede aus der Revolutionszeit: „Citoyens" regelmäßig unb mit Betonung zu verwenden, und auch Präsidenten unb Minister von biefer Anrebe nicht auszunehmen. Das Gleichheitspostulat ber Großen Revolution läßt kein Führertum unb keine besonderen Ehren zu. Und wehe dem Verräter an den heiligen Errungenschaften, der es London, 29. Okt. (DNB.) Ministerpräsident Macdonald, der Führer der Konservativen Partei Baldwin und der Vertreter der Liberalen, Minister Sir John Simon legten die künftige Politik der Regierung auf einem Frühstück dar, das vorn Ausschuß der Nationalen Arbeiterpartei ben brei Führern ber nationalen Regierung gegeben würbe. Macbonalb sagte u. a.: Man könne nicht leugnen, baß bas Werk ber nationalen Regierung bem großen Mittelpunkt bes britischen Reiches in seiner Ehre, seiner Achtung unb seinem Ansehen mehr geholfen habe, als je zuvor. Man habe gesehen, wie in einer Nation nach ber anberen in Europa die Freiheit verschwunden sei. „Ich glaube an Freiheit", rief der Ministerpräsident. „Einige Leute sagen, daß ich Gesetz unb Ordnung übertreten habe, um sie aufrecht zu erhalten. Wenn es nötig ist, werde ich es wieder tun." (Diese Bemerkung bezog sich auf die Regierungsverordnung gegen „Aufreizung zur Auflehnung".) Macdonald fuhr fort, solange er und feine Mitarbeiter Gesetze machen könnten, die keinen Mann und keine Frau hinderten, die Freiheit zu verteidigen, würden sie alle Schritte tun, die sie für notwendig erachten, um _____u , ...... die Freiheit des Ganzen zu schützen. Das Land könne ^tischen Nationalfeiertages meine herzlichen Glück- sich im Augenblick eine Rückkehr zur Parteipolittk , - - ' -!t K---- Kunst und Wissenschaft. Frobenius wird Direktor bes Frankfurter Völkerkunde-Museums. Geheimrat Professor Dr. Leo Frodenius ist zum Direktor bes Frankfurter Museums für Völkerkunde ernannt worben. Bisher war Professor Frobenius Leiter bes bem Völkerkunde« museums angeschlossenen kulturmorphologischen Instituts, in bem bie Ergebnisse seiner Afrikaforschungen wissenschaftlich verarbeitet werben. Der Vogelforscher Dr. Kurt Flöricke f. Der bekannte Ornithologe Dr. Kurt Flöricke ist in Stuttgart im Alter von 65 Jahren nach langem Leiben g e ft o r b e n. Dr. Flöricke ist hauptsächlich durch seine Mitarbeit an ber naturwissenschaftlichen Zeitschrift „Kosmos", in beren Schriftleitung er schon 1906 eintrat, bekanntgeworben. Paul Hartmann zum Preußischen Staatsschauspieler ernannt. Ministerpräsident Göring hat den Schauspieler Paul Hartmann zum Preußischen Staatsschauspieler ernannt. — Dem hiesigen Publikum ist Hartmann aus zahlreichen Filmen bekannt; wir sahen ihn hier erst vor kurzem in ber Rolle bes Majors Korfes im „Schwarzen Jäger Johanna". Vor einem neuen sowjetrussischen Stratosphärenflug. In ßeningrab würbe ein neuer S t r a t o f p t) ä • r en b a 11 o n fertiggestellt, ber im ßaufe ber nächsten Tage mit Gas gefüllt unb zum Aufsteigen bereit gemacht werben wirb. Der Ballon, ber ohne Besatzung aufsteigen wirb, besitzt neuartig konstruierte Gonbeln mit eingebauter, sich mechanisch be- tätigenber Runbfunkstation unb Meßapparaten für bie Stratosphärenforschung. Der Einbau biefer Apparatur würbe unter Leitung von Prof. M o l - Paris, 29. Oft. (DNB.) Kriegsminister Marschall P6tain gab vor bem Finanzausschuß ber Kammer Aufschluß über bie Militärkredite. Er habe bie internationale Lage einer Prüfung unterzogen unb auf bie außenpolitischen ~ ----------o— ------—o. Schwierigkeiten hingewiesen, bie sich würden während der ersten fünf Saumonate mog-, namentnd) im Anschluß an die Saarab- lich fein. Wenn die Tonnage a u f 3 0 0 0 0 T o n - ff i m m u n g ergeben könnten. In diesem Zusam- nen vermindert wurde, sei anzunehmen, daß nienhange habe er „mit ziffernmäßigen Unterlagen bie französische Regierung bie 26 500 Tonnengrenze, y^n bem ftänbiqen Anwachsen ber Effektivbestänbe der Dünkirchen-Klasse „nicht überschreiten be5 deutschen Heeres unb seinen Ossensivmitteln" würbe. Im anberen Falle dagegen würbe das fron-1 gesprochen unb zum Schluß betont, baß es notwen- Zösische Marinemmisterlum sicher die notwendigen gi(Lr fei; wachsam zu bleiben unb „bie Defensiv- g 1 e i d) Jt a r f e r 1 Frankreichs intakt zu halten. Schlachtschiffe fordern und auch erhalten Aus j ^ch bem „Matin" sollen sich bie nachträglichen politischen Grünben wünsche bie französische Regle- Krebitanforberungen auf 800 Millionen .hr;™,nh -in M-tti-ntt-n -I.r mit Italien Franks belaufen. Nach bem „Echo be Paris" fyabe Marschall Petain vor allem auf bie Notwen- bigfeit hingewiesen, bas Heer mit allem erforderlichen Material zu versorgen. Er habe erklärt, gegenwärtig scheine bie Regierung angesichts ber beträchtlichen Erhöhung ber Rüstungen gewisser Län- ber die von Frankreich zu unternehmenden Anstrengungen nicht mehr auf eine Erhöhung der Effektivbestände zu beschränken. Frankreich sehe sich in die Notwendigkeit versetzt, auch b e s ch l e u - nigteBeschaffungvonVorrätenunddie Modernisierung des Materials ins Vom schöpferischen Handwerk. Bereitet den Boden für die Wiedererweckung einer echten Volkskunst! Von Dipl.-Ing. Dr. Wilhelm Völker. IV. Die Einwande. Die Geldfrage ist bei dem, was wir vorhaben, nicht das Schwierigste. Aber sie ist die Seite der Untenehmung, die am schwierigsten verständlich und vor allem glaubhaft zu machen ist. Denn eben weil gute und allgemeine volkswirtschaftliche Kenntnisse so wenig verbreitet sind, ist dem Aberglauben auf diesem Gebiete Tor und Tür geöffnet. Das Einfache und Vernünftige dagegen findet, wie das Beispiel des deutschen Wirtschaftsaufbaus feit 1933 zeigt, praktisch viel rascher Eingang, als es in seinen Zusammenhängen verstanden und als notwendig anerkannt wird. Wir sagen dies indessen nicht, um uns über andere zu überheben und uns über einen angeblichen Mangel ihres Wissens und Könnens lustig zu machen. Sondern wir sind allein darauf bedacht, unser Vorhaben gegen eine vorschnelle Verurteilung zu schützen. Denn wir wissen sehr wohl: reißt man uns den finanziellen Stützpfeiler um, so ist unser Wollen, ehe es recht zur Entfaltung kam, zum Tode verdammt. Daher unsere Bitte, unsere Gründe mit Bedacht zu prüfen und lieber zu versuchen, sie zu vertiefen und durch bessere zu ersetzen, als sie — was immer leichter ist — zu zerpflücken. Nun ans Werk. Wenn wir die Massenware in Haus und Heim, Stadt und Land durch Erzeugnisse des schöpferischen Handwerks ersetzen wollen, und zwar an allen Stellen, an denen es uns nach unserer früheren Darlegung notwendig erscheint, so brauchen wir dazu einen Arbeitsaufwand, der nach Geld gerechnet in die Milliarden geht. Da die Wirtschaft, wie wir wissen, keine jähen Sprünge macht, so ist uns schon gleich klar, daß unser Vorhaben nicht in einigen Jahren, sondern erst in Jahrzehnten oder gar erst in Jahrhunderten zu verwirklichen ist. Denn es handelt sich ja nicht um „Produktion" im gemeinen Sinn, sondern um V o l k s k u n st, ein feines organisches Ding, das ein langes Wachstum braucht. Damit entfällt von vornherein die Sorge vor einem möglicherweise gewaltsamen und brutalen Vorgehen. Wir nehmen nun einmal an, es sei uns gelungen, den einzelnen dafür zu begeistern, daß er sich ein schönes, sinnvoll-persönliches Zuhause schafft, und wir hätten es gleichzeitig fertig gebracht, ihm die Augen zu öffnen über dem, was wahrhaft schön, und dem was Talmi, geschmackloser Flitter oder nichtssagende Plattheit ist. Was wird er nun tun? Das eine ist doch sicher, daß das schöne Werkstück, eben weil es sehr viel mehr Arbeit und persönliche Anstrengung erfordert, teurer, ja sogar wesentlich teurer ist als das billige Massenerzeugnis. Unser Volksgenosse muß aber, ob er nun das teure Schöne oder das billige Häßliche kauft, stets mit der gleichen Einnahme auskommen. Wir sehen schon, worauf es hinausläuft: wer Schönes will, muß sich mit Wenigem begnügen. Die Einschränkung erfolgt auf mehreren Gebieten: erstens muß die Nutzungsdauer des schönen Gegenstandes eine längere sein als die der billigen Massenware, zweitens muß der Volksgenosse sich auf eine geringere Zahl von Gegenständen beschränken, damit das, was er besitzt im einzelnen wertvoller und schöner sein kann, drittens muß er seine Aufmerksamkeit und sein Geld in stärkerem Maße der Anschaffung dauerhafter Besitztümer zuwenden als bisher den Freuden vergänglicher Art, wobei ihn die erhöhte, ständig neue Freude am schöneren Haus und Heim in entsprechendem Maße entschädigt. Die längere Nutzungsdauer des wertvoll-schönen Gegenstandes ist das, was am ehesten Verständnis und Anklang finden wird. Wir kennen sogar Fälle, in denen zugleich das Teurere das Wirtschaftlichere ist, denken wir zum Beispiel an Stoffe und Kleider. Wenn das nun auch nur auf einigen wenigen Gebieten der Fall ist, das eine steht fest: der wertvoll-schöne Gegenstand stellt sich, auf die Länge der Zeit gesehen, nicht im entferntesten um so viel teurer, als sein höherer Preis gegenüber der Massenware vermuten läßt. Vor allem, das wollen wir einmal besonders hervorheben: der wert- voll-schöne Gegenstand wird zum begehrten und sorgsam behüteten Erbgut. Er erfreut sich einer bevorzugten, sorgfältigen Behandlung, die viel dazu beiträgt, sein Leben zu verlängern. Er bereichert infolgedessen nicht nur das Leben seines ersten Besitzers, sondern trägt persönliche Werte für Kinder und Enkel fort. Legenden und Erinnerungen ranken sich um ihn. Das gleiche bei der Massenware zu denken, würde uns lächerlich erscheinen. Einen erheblich schwereren Stand haben wir mit unserer Forderung nach einer Einschränkung in der Zahl der angeschafften Gegenstände. Hier werden wir sogar gezwungen sein, eine scharfe Attacke zu reiten gegen falsche Vorstellungen und Wünsche. Wieviele Dinge werden doch gekauft ohne gründliche Ueberlegung nur aus dem Glauben, daß „man" das haben müsse. Warum eigentlich? Nun, weil es Mode sei oder weil Nachbar I oder Kollege P es habe, oder weil es die geschäftliche Anpreisung doch als so unbedingt notwendig bezeichne. Was soll das nun? Sind wir so wenig sicher in unserem Urteil, daß wir wundergläubig den anderen folgen müssen? Ja wahrhaftig, bei manchen muß man es glauben. Da hilft dann allerdings nur eine gründliche Aufklärung und Erziehung. Vor allem eine Erziehung zum selbständigen Denken und zur Erkennung des Wesentlichen, vor allem auch zum Wollen des Wesentlichen. Das ist sogar eine Weltanschauungsarbeit, die sich gar nicht auf unser Gebiet beschränkt, vielmehr ganz grundsätzlich den Menschen umkrempelt und ihn das Leben anpacken lehrt. Bei anderen dagegen bedarf es nur des Anstoßes. Sie find der Fesseln der Mode und des „man muß" längst überdrüssig. Das Schwerste haben wir uns bis zuletzt aufgespart. Denn das ist sicher: wenn wir verlangen, daß anstatt den sogenannten „flüchtigen Genüssen" die Gelder unserer Volksgenossen lieber den dauerhaften Dingen zugewandt werden sollen, so wird sich ein Sturm der Entrüstung gegen uns erheben. Wir gehen dem nicht aus dem Wege. Wir begnügen uns auch keineswegs mit unserem guten Gewissen. Die Sache ist ernst genug, um dafür eine Feindschaft zu ertragen, aber mir wollen um Verständnis für unsere Sache ringen. Es gibt viele Dinge, deren „flüchtiger" Genuß unsere Lebensgeister anregt und stärkt. Reisen, Schauspiele, Geselligkeit, Delikatessen und andere. Nicht zuletzt der köstliche Tabak. Sollten wir darauf verzichten? Niemand soll uns Barbaren schelten, daß wir eine solche Forderung stellten. Denn es liegt im Wesen der Kultur, daß sie sich zu einem Teil ihrer selbst in den „flüchtigen" Dingen auswirkt. Zugleich ist es — und nun kommen wir zu unserer Sache — das Wesen aller Kultur, daß sie Maß hält in allem. Von dieser Wahrheit aus, die uns als fester Boden trägt, fordern wir von unseren Volksgenossen alles das an Geld und Kaufkraft, was sie bisher „über den Durst hinaus" an jene flüchtigen Dinge fortgegeben haben, für unsere Sache! Wir reden keiner dürrknochigen Abstinenz das Wort, aber wir verlangen: „Wirtschaft, Horatio!" Geht mit der Kaufkraft, die euch anvertraut ist, klüger um! Das, was ihr für euren Kater — und einen solchen verschafft nicht nur der zuviel getrunkene Alkohol — ausgegeben habt, das könnte euch in euren vier Wänden, in eurem Garten, euren Gerneinschaftsheimen fortwirkend Freude schaffen. Gebt nicht denen die Schuld, die euch zur lieber« treibung, wir ihr sagt, angestachelt haben. Ein Charakter sucht die Schuld bei sich selbst — und ändert fein Verhalten. Doch genug. Das Predigen ist unsere Sache nicht; wir bedienen uns seiner in der Not. Zuletzt suchen wir immer die Einsicht. Wir haben gesagt, daß wir dem Gegner nicht aus dem Wege gehen. Da müssen wir uns unserer Gegnerschaft, die wir uns inzwischen mit vieler Kunst ^usammengetrommelt haben, auch auf volkswirtschaftlichem Gebiete stellen. Bisher gingen wir vom einzelnen aus. Er hat sich, nehemn wir zu unseren Gunsten an, vollständig auf unsere Forderungen eingestellt. Er geht abends rechtzeitig nach Hause, verzichtet auf die Anschaffung einer hochmodernen Couch (ßiegefofa), wie er sie neulich bei seinem Freunde Müller gesehen hat, und läßt sich vom Tischler einen Schreibtisch mit vielen praktischen Gefachen und wundervoller gediegener Eichenschnitzereien anfertigen. Da sagen nun unsere Gegner: Ihr bringt Störung und Unruhe in die Volkswirtschaft. Fabriken müssen schließen, Menschen werden brotlos. Das Experiment wird immer weitere Kreise in eine Krise ziehen. Wirklich? Eines ist sicher richtig: Es wird eine Produktionsumlagerung stattfinden, deren Ausmaß nicht ohne weiteres festzustellen ist. Es gibt aber keine Volkswirtschaft, die sich nicht in einer ständigen Produktionsumlagerung befände, denn der Mensch als lebendiges Wesen paßt die Wirtschaft feiner ständigen Entwicklung an. Gefährlich wird dieser durchaus ordnungsgemäße Vorgang nur dann, wenn die Umwandlung übertrieben beschleunigt wird. Das hatten wir in unserer Sache bewußt abgtzlehnt. Wir zerstören daher auch dort keine Kapitalien, wo ein Abbau erfolgen muß, denn wir geben der Entwicklung Zeit genug für einen allmähligen Verschleiß des Sachkapitals. Die zweite Entgegnung bezieht sich auf die Mas- senware-Jndustrien, die sich, wie etwa die Möbelindustrie, auf eine persönlichere und handwerklich hervorragende Ware umstellen lassen. Sie brauchen allerdings nach der Umstellung einen größeren Stab befähigter Zeichner, Handwerker und andere Mitarbeiter. Das rechtfertigt sich indessen wirtschaftlich durch das besser bezahlte Erzeugnis. Wir leiten damit schon zur Personenfrage über. Hier nun müssen wir feststellen, daß wir Volkswirt- schaftlich voll und ganz gerechtfertigt sind. Denn welcher Wirtschaftszweig sich immer mit der Her- stellung der von uns geforderten wertvoll-schönen Gegenstände beschäftigen mag: sein Bedarf an Arbeitskräften steigt trotz der möglicherweise zunächst verringerten Zahl seiner abgesetzten Produkte. Der einzelne Gegenstand ist, wie man es nennt, in höchstem Maße arbeitsintensiv, ohne daß auf die notwendige Hilfe der Maschine verzichtet wird. So dürfen wir im schlimmsten Falle annehmen, daß wir die Volkswirtschaft und den Volksgenossen in seiner persönlichen Wirtschaft nicht schädigen werden, aber unser Ziel ist ja nicht einmal wirtschaftlich, wir nennen es vielmehr kulturell, das heißt, es geht um des Volkes Seele. (Fortsetzung folgt!) Aus aller Welt. Die Schatzgräber von deck Kokos-Jnfeln freigelassen. Wie aus Punta Arenas (Costarica) gemeldet wird, sind die wegen unbefugten Schatzgrabens auf den Kokosinseln verhafteten Engländer wieder frei- gelassen worden. Die Verhafteten konnten nachweisen, daß sie der Veranstalter der Expedition nicht darüber aufgeklärt hat, daß die Kokosinseln der Staatsoberhoheit der Republik Costarica unter st ehe n. Das vorzeitige Ende der Expedition bedeutet für die Teilnehmer naturgemäß eine schwere finanzielle Schädigung. Mehrere Schatzgräber haben ihre gesamten Ersparnisse verloren, die sie zur Durchführung der Expedition zur Verfügung gestellt chatten. Chinesische Bande bringt einen Zug zur Entgleisung. 14 Tote, 20 Verletzte. Eine chinesische Bande hat in einer der letzten Nächte einen Zug bei Tunljao in Mandschukuo zur Entgleisung gebracht, obwohl der Zug von einem mandschurischen Wachkommando begleitet wurde. 14 Personen wurden getötet und über 20 verletzt. Unter den Toten befindet sich der mandschurische Militärberater in der Provinz Jehol, I a s a k i, der der japanischen Militärkommission in Dolonor beigeordnet war. Wiederaufnahme der Heringsfischerei in England. In Yarmouth gingen mehr als 3 0 0 Herings- fischdampfer am Sonntag zum ersten Male feit Anfang voriger Woche wieder in See. Die Pause in der Fangtätigkeit war dadurch veranlaßt worden, daß die Märkte mit Heringen überfüllt waren. In Fischerkreifen soll wieder eine zuversichtlichere Stimmung herrschen, da man hofft, die Regierung werde den Verkauf frischer und geräucherter Heringe ins Ausland ermöglichen. Englische Bombenflugzeuge mit Panzerturm im Bau. Das englische Luftfahrtministerium hat große Bombenzweidecker in Auftrag gegeben, die mit einem beweglichen Turm ausgestattet werden sollen. Mit Hilfe dieses Turmes, der wie ein Panzerturm auf Schiffen eingerichtet ist, soll es möglich sein, von dem mit rund 320 Stundenkilometern fliegenden Apparat aus ebenso genau und ebenso mühelos zu schießen, als wenn der Schütze auf dem Erdboden stünde. Lynchjustiz an einem Reger in USA. In Brewton (Alabama) fuhren dieser läge vor dem Gefängnis etwa 30 Automobile vor. Die Insassen, etwa 100, stürmten das Gefängnis, zwangen den Wärter, eine Zellentür zu öffnen, ergriffen den Gefangenen, einen Neger, und fuhren mit ihm davon. Man vermutet, daß der Neger nach Greenwood (Florida) gebracht worden ist, wo er einer Lynchjustiz unterzogen werden soll. Der Neger hatte nämlich ein junges weißes Mädchen in Greenwood erschlagen. Er war in Florida ins Gefängnis gebracht worden. Die Behörden fürchteten aber die Rache der Volksmenge und brachten den Gefangenen heimlich nach Brewton. Oie Wehrmacht bei Besuchen des Führers. Berlin, 29. Okt. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat als Oberbefehlshaber der Wehrmacht grundsätzliche Anweisungen über das Verhalten der Wehrmacht bei seinen Besuchen in solchen Städten gegeben, die zugleich militärische Standorte sind. Danach sind dem Führer die zu Ehren des Staatsoberhauptes und Oberbefehlshabers üblichen militärischen Ehrenerweisungen zu bezeigen, wenn es sich um einen offiziellen Staatsbesuch handelt. Trägt der Besuch des Führers i n« offiziellen oder privaten Charakter, so ist von den militärischen Dienststellen der Wehrmacht von der Anwesenheit des Führers amtlich keine Kenntnis zu nehmen. In Ausnahmefällen wird Sonderregelung durch Anweisung des Führers an den örtlich zuständigen militärischen Befehlshaber erfolgen. Wettervoraussage. Das Tiefdruckgebiet im Norden flacht sich langsam weiter ab, führt aber an seiner Rückseite unter Zufuhr kalter Luft noch Störungsreste mit sich, die weiterhin wechselhafte Bewölkung mit Neigung zu vereinzelten Schauern verursachen. Die Entwicklung eines schmalen Hochdruckrückens im Süden wird jedoch eine allmähliche Beruhigung der Wetterlage begünstigen. Aussichten für Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit Aufklaren, nachts recht frisch, meist trocken. Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 9,7 Grad Celsius, abends 7,4 Grad; am 30. Oktober: morgens 5,2 Grad. Maximum 10 Grad, Minimum 3,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 9,3 Grad; am 30. Oktober: morgens 6,8 Grad Celsius. — Niederschläge 0,4 mm. Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Deck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitäts Buch- und Steindruckeret R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. BiefienerKoimihereio Einladung zum Konzert-Abonnement 1934/1935. Das Abonnem.umfaßt SKonzerte: Drei Symphonie-Konzerte im Stadttheater Ein Chor-Konzert in d. Stadtkirche Bach-Kantaten — Händel, Oettinger Tedeum Vier Sollsten-Konzerte in der Uni- . versitätsaula 1. Prof. Alfred Hoehn (Klavier) 2. Adelheid Armhold (Sopran) 3. Maria Nenfi (Violine) 4. Das Hnber-Qnartett und Prof. Hobohm. Preise der Abonnements: 1. Platz Mk. 16—, 2. Platz Mk. 11.—; auf Wunsch in Raten. Ausführl.Prospekte u. Anmeldung bei Musik-Challier, Neuen weg 10. Freitag, 16. November 1934, 20 Uhr, im Stadttheater 1. Sinfonie-Konzerl Das Theater-Orchester und die Reichswehrkapelle. Leitung:Prof.Temesvary. Solistin: Ria Ginster, Frankfurt (Sopran). Eintrittskarten: Mk. 1.-, 1.50, 2.25 und 3.- bei Musik-Challier, Neuenweg 10. 638Sd 6J88L) Stadt Lieh Morgen Mittwoch den unsterblichen Teppich Dieser einzigartige deutsche Teppich wird einzeln mit der Hand gearbeitet, hat durchgehende Musterung. ist farbecht und sogar mottensicher. Wir bieten Ihnen eine reiche Auswahl, unter der Sie stets den passenden Teppich für jeden Raum finden werden. Bitte beachten Sie mein Sonder-Fenster — jeden Abend bis 22 Uhr beleuchtet — und besuchen Sie mich zu einer unverbindlichen Besichtigung meines Lagers. D Tapetenhaus OTTO TÄUBERT Seltersweg, Ecke Horst-Wessel-Walt Mittwoch,31.Oktober Metzelsuppe mit Konzert in der Stadt Mainz Ab 10 Uhr Wellfleisch mit Kraut Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern d.Frontkämpferkapelle. Geöffnet bis 4 Uhr nachts. 6389 d Bretter Sperrholz Latten „„v Dachpappe Carbolineum Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 Familiendrucksachen Verlobungsan zeigen Vermlhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Lw. E. 60 (a) 34. Beschluß. Heber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigentümer- und Pächter- sowie Nießbraucher-Betrieb) beg 6382D a) Jakob Schwarz und dessen Ehefrau IHarie, geb. Sarnes, zu Dorf-Güll, b) des Heinrich Schwarz, c) der THarie Schwarz, d) der Elisabethe Sarnes, geb. Schwarz, Ehefrau des Ernst Sarnes, alle in Dors-Güll, e) der Paula Jung, geb. Schwarz, Ehefrau des Wilhelm Jung in Holzheim wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhält- nisse vom l.Juni 1933 heute um 10 Uhr eröffnet. Die Landesbauernkasse Rhein-Wain-Reckar e. G. m. b. h. in Frankfurt a. 7N. wird zur Entschuldungsstelle ernannt. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 15. Dezember 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungs- gesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 19. Oktober 1934. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilunug B, wurde am 17. Oktober 1934 bei der Firma Aktiengesellschaft Stadtgut hardthäfe in Gießen folgendes eingetraaen: Durch Beschluß der Generalversammlung vorn 15. August 1934 ist die Gesellschaft aufgelöst. Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen wird unter Ausschluß einer Liquidation auf die Stadt Gießen übertragen. 6383D Gießen, den 26. Oktober 1934. _______________Hessisches Amtsgericht._____________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 9. Oktober 1934 bei der Firma Commerz- und Privatbank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen in Gießen folgendes eingetragen: F. Reinhart ist aus dem Vorstände ausgeschieden. Das bisherige stellvertretende Vorstandsmitglied Eugen Boode, Bankdirektor, jetzt zu Berlin, ist zum ordentlichen Vorftandsmitgliede und Harry Kühne, Direktor, zu Hamburg, zum stell- vertretenden Vorftandsmitgliede bestellt worden. Gießen, den 26. Oktober 1934. 6384D Hessisches Amtsgericht. ■ Der sparsame Gehilfe vom Oswaldsgarten..... Er heizt nicht nnr ausgiebig und sparsam und ist einfach und sauber zu bedienen, sondern man kann auch zugleich so praktisch etwas in ihm backen, kochen oder wärmen. Kommen Sie doch auch einmal zu J. B Häuser am Oswaldgarten und lassen Sie sich solch praktische Oefen unter fachmännischer Erklärung vorführen. Es geschieht auf Wunsch ganz unverbindlich und Sie profitieren dabei auf jeden Fall einige nützliche Winke und neue Ratschläge in den Heizungsfragen. J. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSGARTEN Ruf 2145/2146. 5S44A Nr. 254 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 30. Oktober 1934 Le Quesnoy en Santerre. Zur Erinnerung an die Tage vom 30. Oktober bis r. November 1914. Don Studienrat Ernst Holzel, Gießen. Eine einsame Kerze brannte noch am 30. Oktober 1914 gegen 10 Uhr abends im Quartier der Korporalschaft der 10. Kompanie des Regiments 116, die meisten schliefen schon auf ihrem Stroh, den Tornister unterm Kopf. Nachmittags hatten sie die dritte Typhusschutzimpfung empfangen, die doch manchen angegriffen hatte. Kurz vorher mar der Kompanieführer noch in der leeren Bauernstube oewefen, da er unterm selben Dach lag. Wie allabendlich seit etwa 14 Tagen hatten die Kriegsfreiwilligen, die jüngsten Soldaten des Regiments, frohe Stimmung auch in den Zügen derer geschaffen, die den Krieg in seinem Ernst und Schrecken nun schon seit den Augusttagen immer wieder kennengelernt hatten, zum Schluß war wie immer das Niederländische Dankgebet gemeinsam gesungen worden, der Leutnant hatte allen eine gute Nacht gewünscht, nichts deutete auf besondere Ereignisse hin. Seit zwei Wochen lag das Regiment nun schon in Cremery in Typhusquarantäne und bildete zugleich die Reserve des XVIII. A. K. Da schlug wie ein Blitz die Nachricht ein: „Der I Feind hat mit starken Kräften das von der 21. Jnf.- Dioision verteidigte Le Quesnoy en Santerre Überrumpelt und weggenommen". „Alarm!" In allen Quartieren wird es wieder hell, die Schläfer fahren empor, kurz darauf stehen die Bataillone marschbereit. Als sie auf der Straße nach dem vom Regi- i ment vor wenigen Wochen gestürmten Fresnoy les ; Roye frontwärts marschierten, da ahnten sie noch; nicht, welchen Klang einmal der Name Le Quesnoy bei den Regimentern des XVIII. Korps und besonders im 2. Hessischen Regiment haben sollte. Le Quesnoy war eines der Dörfer, die im Laufe der Kämpfe bei Roye in der Zeit von Ende September bis Anfang Oktober von den Hessen gestürmti worden waren. Seine Einzellage vor der Front war für den Verteidiger nicht angenehm, aber anderseits bot es besondere Beobachtungsmöglichkeiten, und schließlich gibt der Soldat nicht gern auf, was mit dem Blute seiner Kameraden erobert worden ist. Bereits am 11. Oktober hatte der Franzose den Versuch gemacht, das Dorf nach dreistündiger Artillerievorbereitung zu nehmen. Doch das „blaue" Regiment 117 hatte ihn mit blutigen Köpfen heim- geschickt. In den nächsten Tagen wurde jedoch das Dorf aus dem Kampfabschnitt der 25. (Hessischen) Jnf.-Dioision herausgenommen und der 21. Jnf.- Division zugeteilt. Das Regiment 88 übernahm seine Verteidigung. Auf dieses Regiment prallte am 29. Oktober ein Angriff der Franzosen, der zwar abgewiesen wurde, aber dem Regimentskommandeur des Regiments 88 Veranlassung gab, auf die Schwäche der Besatzung warnend hinzuweisen. Leider wurde diese Warnung überhört. Man hielt höheren Ortes die Kampfkraft zweier schwachen Bataillone mit ihren Maschinengewehren und eingebauten Geschützen für ausreichend, um jeden Angriff abzuwehren. Da setzte am 30. Oktober um die Mittagsstunde heftig.es zusammengefaßtes Artilleriefeuer auf das Dorf ein, durch das die Kraft des Verteidigers stark gelähmt wurde. Ein im Schutze des Artilleriefeuers von West, Süd und Nord gleichzeitig vorgetragener Jnfanterieangriff zwang III/88 zur Aufgabe des Dorfes. Le Quesnoy ging verloren. Der Kampf um Le Quesnoy tritt in einen neuen Abschnitt, in seinen tragischsten Teil, ein. Das verlorene Dorf soll wieder genommen werden. Schon als das III. Bataillon 88 das Dorf vor der lieber- macht räumen mußte, trat die 7/88 aus eigenem Entschluß zum Gegenstoß an, dem kein Erfolg be- schieden sein konnte. Da stellte das Regiment 81 (Frankfurt) seine sämtlichen Reserven den 88ern zur Verfügung, Teile des Füsilierregiments von Gers- dorff Nr. 80 packten mit an. Der Gegenstoß gewinnt Boden, bis ins Dorf dringen die braven Söhne Hessens und Nassaus vor, dann erliegen auch sie dem stärkeren Gegner. Nur Trümmer der eingesetzten Bataillone kommen zurück. Da stellt das Generalkommando der 21. Jnf.-Div. seine Korpsreserve, das hessische Kaiserregiment, zur Verfügung. Und nun marschiert das kampferprobte Regiment unter Führung von Major Schwierz vom Regiment 115 auf mitternächtiger Marschstrabe der Front entgegen. 14 Tage hatte es in Ruhe gelegen, um wieder gesund zu werden. Am 8. Oktober in den Abendstunden waren aus Gießen an 400 Mann Ersatz ausgerückt, fast nur Kriegsfreiwillige, Studenten, Kaufleute, Seminaristen, Primaner, Arbeiter, Blumen an Helm und Gewehr, das bunte Band überm grauen Rock, geleitet von einer unübersehbaren Menschenmenge. Am 13. waren sie zum Regiment gestoßen, hatten nur kurz im Graben gelegen und während der Ruhetage in Cremery sich eingelebt in all das Neue, das sie umgab. — Fresnoy war erreicht, als die Meldung kam, die 21. Jnf.-Div. habe selbst die Lage wiederhergestellt, der Einsatz des Regiments erübrige sich. In Scheunen und Schuppen bezog es daher Alarm- quartiere. Sehr bald erwies sich jene Meldung als Irrtum, weiter ging es auf Damery zu, wo um 4 Uhr morgens der Befehl zum Angriff eintraf. Major Schwierz setzte sein I. Bataillon mit zwei Maschinengewehren links der Straße Damery— Le Quesnoy, fein III. Bataillon mit vier Maschinengewehren rechts der Straße ein, während das II. Bataillon bereits in Anlehnung an die Straße vorgegangen war und auf die Kameraden wartete. Die Bataillone werden entfaltet, die Kompanien entwickelt. „Schloß raus und in den Brotbeutel" lieber- raschend will man den Gegner werfen, kein Schuß soll vorher zum Verräter werden. „Seitengewehr pflanzt auf!" Vereinzelte Jnfanterieschüsse peitschen über das Feld, als der Führer der 10/116 den Degen zieht und den Befehl zum Vormarsch gibt. Da trifft ein Geschoß den Arm, die Waffe wirbelt durch die Luft und zu Boden, Einzelzüge, die unvergeßlich bleiben. Der Angriff rollt. Zwar fordert das Streufeuer auch seine Opfer, aber dort vorn liegt in dem Feuerschein eines brennenden Hauses Le Quesnoy, das Ziel, dem alles zustrebt. Einzelne Gestalten erscheinen silhouettengleich vor dem Lichtschein und tauchen wieder im Dunkel unter. Freund ober Feind? Bis auf 100, ja bis auf 50 Meter arbeiten sich die braven Musketiere an den Feind heran, der wieder den Dorfrand mit seinen Gräben, Zäunen und Hecken besetzt hat. Die Sturmstellung ist erreicht, es geht los! Der Sturm beginnt und damit ein Kampf, fo fürchterlich, daß keiner ihn je vergessen wird, der ihn erlebte. Als die Stürmenden vvrbrechen, schlägt ihnen ein rasendes Feuer aus Gewehr und Maschinengewehr entgegen und zwingt alles zu Boden. Gruppen, 3üge, Kompanien brechen wieder vor, um nied"rgemäht zu werden, wenn sie nicht schleunigst Deckung suchen. Jede Verbindung nach rechts oder links fehlt. Don dort rast Flankenfeuer in die Linien und fordert feine Opfer. Melder springen zurück und werden abgeschossen. Keine Hilfe! Jeder ist auf sich allein gestellt Immer wieder versuchen die Führer den Angriff. Offizierstellvertreter Ohly fällt an der Spitze feiner 6., Oberleutnant d. R. Frank bringt mit Teilen feiner Elften ins Dorf ein. Keinen von ihnen sah man wieder. Oberleutnant d. R. Bethge, der Führer der Leibkompanie, fällt, ebenso der Adjutant des 1/116, Leutnant d. R. Desch und mit ihnen viele brave Söhne des Hes- senlanbes. Das Essen bleibt aus, die Munition wird knapp. Dazu kommt das Gefühl des völligen Abgsschnitten- feins. — Da kommt es im Laufe der Nacht von hinten heran. Die Armeereserve ist eingesetzt worden, drei Bataillone 87er und 88er sind es. Sie sollen 1 die vorne festliegenden Truppen mit sich reißen in ihrem Sturm. Aber nur wenige erreichen überhaupt die vorderste Linie, die anderen bannt das Feuer an den Baden. Schon am 31. Oktober hatte die 25. Infanterie-Division das I. Bataillon des „gelben" Regiments 118 von Parvillers her gegen Le Quesnoy angefetzt, um in kameradschaftlichem Geiste der Schwesterdivision zu helfen und dem eigenen Regiment 116 Hilfe zu bringen. Auch aller Opfermut der „Wormser" reichte nicht hin, das Unmögliche zu erzwingen. Mit dem Einsatz der Armeereserve war die 21. Jnf.-Divisivn ihrer letzten Reserven beraubt. Da stellte am Morgen des 1. November die 25. Jnf.-Di- vision auch noch das III/117 unter Major Schild- Hauer zur Verfügung und verstärkte es durch zwei Pivnierkvmpanien, die dann zusammen gegen die Nvrdostecke von Le Quesnoy angssetzt wurden. Am späten Morgen des 1. November traf in der vordersten Linie der Befehl ein: „Unsere Artillerie nimmt den Dorfrand unter Feuer, die vor Le Quesnoy liegenden Bataillone sollen bis in die Höhe des rechts anschließenden Inf.-Regiments 118 zurückgehen." Dieses Loslösen vom Gegner wäre vielleicht im Schutze der Nacht möglich gewesen, jetzt war es Selbstmord und unterblieb. Das Artilleriefeuer setzt ein, zieht aber bei der Nähe der feindlichen Stellung die eigene in Mitleidenschaft. Und doch wird der Sturm versucht. Offizier, Unteroffizier und Mann wetteifern miteinander, die Gesichter künden verbissene Wut und den Entschluß „Es muß gelingen". Aber wieder ist der Gegner nicht erschüttert, wieder rast das Feuer der Maschinengewehre in die Sturmgruppen, wieder fordern Hecken-, Baum- und Dach- schützen ihre Opfer. Hauptmann Poly, der Chef der Maschinengewehrkompanie des Regiments 116, an diesem Tage mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet, rafft Versprengte und die drei letzten feuerbereiten Maschinengewehre zusammen, um den Angriff wieder in Fluß zu bringen. Umsonst! Schwer verwundet sinkt der tapfere Offizier zu Boden. Vergeblich sucht Major Freiherr Schilling von C a n n st a 11, der Kommandeur des III. Bataillons 116, fein Bataillon mitzureißen. Er stirbt für sein Vaterland. Der Abend des 1. November senkt sich hernieder. Vor den Hecken von Le Quesnoy liegen die Trümmer der stolzen Regimenter des XVIII. Armeekorps. Alle Verbände sind vollkommen durcheinandergemischt, eine einheitliche Befehlserteilung fehlt. Die meisten Offiziere und Unteroffiziere sind tot ober verwundet. Die Verpflegung bleibt auch in dieser Nacht wieder aus, Schokolade und Tabak müssenden knurrenden Magen beruhigen, die Zunge klebt am Gaumen. Der 2. November bricht an, ein Höllentanz beginnt. Mörser und schwere Feldhaubitzen der „Brandenburger" fassen das Dorf mit ihrem Feuer, wobei leider auch wieder Kurzschüsse in die eigenen Reihen schlagen. Das Dorf brennt hier und da, ein rotes Ziegeldach einer Scheune birst auseinander, Menschenleiber wirbeln durch die Luft, am höchsten emporgeschleudert wird das Gewehr eines französischen Schützen, das sich drehend und über- schlagend zu Boden senkt. Die Wirkung auf den Feind ist stark, aber sie kommt zu spät. Hätte man der Infanterie am 31. Oktober diese Unterstützung zu Teil werden lassen, und die Truppen nicht tropfenweise, sondern mit geballter Kraft unter dem Schutze der schweren Waffen angreifen lassen, bann wäre ber Sturm gelungen. So lag über bas Gefechtsfeld verstreut eine Truppe, völlig durchein- anber geworfen, vermischt mit Toten, Sterbenden unb Verwunbeten, eine Truppe, bie nicht mehr wußte, was sie eigentlich sollte. Da würbe es auch ber Führung klar: ein neuer Sturm war unmöglich. Unb als ber Tag zu Enbe ging, ba ging ber Befehl durck: „Le Quesnoy wirb aufgegeben, bie Truppen gehen unter Mitnahme ber Verwunbeten zurück." Eine fchwere Aufgabe. Gruppe für Gruppe löst sich los, babei treten roieberum Verluste ein. Die Leute können sich selbst kaum auf ben Beinen halten unb tragen boch in ber Zeltbahn einen verwunbeten Kameraben ober ihren toten Führer, ber ihnen vorzusterben wußte, unb bem sie selbst sein Grab in Frankreichs Erbe schaufeln wollen. lot- mübe. Schützen zerren unb ziehen ihr zerschossenes Maschinengewehr hinter sich her, um es nicht in Feinbeshanb fallen zu lassen. In Fresnoy, aus bem man vor brei Tagen abmarschiert war, sammelt bas Regiment 116. Schlafen, nur schlafen! Schwere Träume foltern ben rufjebebürftigen Körper, ber Geist will nicht zur Ruhe kommen, bas Erlebnis ber brei Tage Zittert zu stark nach. Diele fehlten, aber man wußte, baß viele versprengt worben waren unb hoffte auf ein Wie- dersehen am nächsten Tag. Erst als bann die Kompanien zum Appell antraten, würbe es klar, welch unersetzliche Verluste bas Regiment erlitten hatte. 10 Offiziere unb 569 Mann fehlten, b. h. 50 v. H. ber Offiziere, 45 v. H. ber Unteroffiziere unb Mannschaften waren tot, ver- munbet ober vermißt. Das III. Bataillon hatte keinen Offizier mehr. Am schlimmsten aber waren bie Verluste unter ben Kriegsfreiwilligen. Geht hinein in bie Schulen, in bie Vereinsräume, in bie Stubentenhäuser unserer Stabt unb lest bie Inschriften ber Ehrentafeln unb immer roieber werbet ihr bie Worte finben „Gefallen bei Le Quesnoy!" Begeistert waren sie zu ben Fahnen geeilt, freiwillig traten sie ein in ben Kamps für ihr Vaterlanb unb warteten nicht, bis man sie rief. Unb als ber Kampf ba war, ba nahmen sie ihn auf unb machten wahr, was viele von ihnen einst bei feierlichem Kommers gelungen unb bem Freunbe burch Hanbschlag gelobt hatten: „Hab' unb Leben Dir zu geben, sinb wir allezeit bereit, Achten nicht ber Todeswunde, sterben gern zu jeber Stunbe, Wenn's bas Vaterlanb gebeut.. Als bas III. Bataillon zum Appell in Stärke einer schwachen Kompanie antrat, fehlten alle Kriegsfreiwilligen bis auf vier. In ben anberen Bataillonen war es nicht viel besser. Die Hoffnung, baß viele nach bem Kriege roieberfommen würben, hat getrogen, lieber bem Schicksal ber meisten von ihnen liegt bas Dunkel. Auch Anloy hat am 22. August ungeheure Blutopfer von unserem stolzen Regiment geforbert, aber ihm blieb ber Sieg, unb biefer Sieg blieb ihm treu — bis Le Quesnoy. Dieser Name wirb bleiben, solange ber Name bes Regiments noch leben wirb, unb er wirb einen harten Klang haben, ber „schwarze Tay" bes Regiments. Zum 20. Male jährt sich ber Tag von Le Quesnoy. Wir alten 116er gebenden an ihm in stiller Solbatentreue all ber braven Kameraben, bie bort geblieben sinb, wir wenigen noch lebenben ehemaligen Kriegsfreiwilligen, bie vor Le Quesnoy bie Feuertaufe erhielten, aber gebenfen mit befon- berer Liebe unserer frohen Kameraben, bereu Name nicht untergehen barf, fonbern leuchten soll wie ber ber Kämpfer von Langemarck. Vth Lt Uv« i>n a. l)i. 2er.n. .rtanriur. u. JJi. Berlin Frantiurt a.M. Berlin Devifenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZH. (Schlußkurs (Schluß!. Abend» bWe (Schluß- rurd (Schlußl. Mittag bSrsc (Schlußkurs Echlußk. Abend« börse (Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börse (Schluß- kurs (Schluß!. Abendbörse (Schlußkurs (Schluß!. Mittag, börse 27-Okiober 29-Oktober Amtliche Notierung Selb | 25rie' Amtliche Notierung Gelb | 29ric' •Datum 27.lü- 29 10 27 10- 29-10. Datum 27-10- 29-10- 27-10- 29-10- Datum 27-10 29-10- 27-10. 29-10- 6% Deutsche tHelchdanieil)e v. 1927 6% eljein.7% Tt.Reichsanl.v. 1920 61/,% Boung-Anleihe uon 1930 .. Deulsche '.'lnl.-Abivi.-Schuld mit Üluslos.-Rechten ............. Tcdfll. ohne Anslvs.-Rechtc..... 6% cbem.8% Hess. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6%% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt tilaut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Ülnslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 niitAuülvj.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar dis 1935 6% ehem. 7% sirankf. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6K% ehem. V/,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Piandbriese....... 6Fi% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand» briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt, Psandbriese R. 10 Eleuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterretchifche Goldrente.... 4,20% Oestcrceichische Silberrente *°o Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4H% dcsgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Llnleihe Serie i..................... 96 95 104,25 96 93 93,5 101,13 93 93 93,9 94 94,75 102 29 1,3 7,4 7,25 7,4 13,5 95,75 95 104,25 96,25 93 93,9 101 93 93 93,65 94,75 94,75 102,13 29 1,3 8,25 7,6 7,6 96 95 104 96,25 93,25 101 92,75 94,75 94,75 102 29,5 1,3 8,13 7,6 7,6 13,6 95,25 104,25 96 101,25 93,5 95 102,13 29,5 1,35 8,25 7,7. 7,65 13,5 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1003 4 >4%Rumän.vereinh.Rente».1918 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 */*% Anatolier............... Hamburg-Amerika-Pakei ..... O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampfschiff...........O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen ölkt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Prival»Bank ... O Deutsche Bank und Toronto» Gesellschasl................o Dresdner Bank.............. O Retchsbank ..... 12 A.S.G....................... Bekula.................... o aicltr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ........g »reiten L Guilleaume......... o Äcselllch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektriplat ........ ß Schuckert S Co............... ß Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Co............. io Buderus .................... Deutsche Srdvl............... Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neucssen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............0 ManneSmann-Rohren........ 0 4,5 6,5 4,025 34,75 28,13 30,5 80,5 95,5 71,75 74,75 76,75 144 28,4 140 101,75 117 75 111,25 93,25 140 117,9 85,65 104,65 61,75 105,5 119,5 76,5 75,75 4,5 6,5 4,05 34,65 28 30 80 95,25 71,5 74 76 144,5 27,75 141 102 117.65 75,25 110,9 98,5 93 141,5 117,5 85 104,25 61 106 145 118,65 77 75 6,6 4 34,5 28,5 25 30,5 80 96 72 74,75 76,75 144 28 140,75 101,75 116.75 75,5 111,13 99 93 139,5 117 85,25 104 61,9 105,5 77 148 119 76,5 75,25 4,6 6,6 4,05 34 29 30 79,75 96 71,5 74 76 144,5 I 28 >141,25 102,13 117,75 ! 75,13 111,25 99 93 139 117,5 85 103,75 61,25 106,5 77 145 119 77,65 76,5 Mansselder Bergbau......... 0 Kokswerke..................0 Phonir Berabau............. 0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ............... 0 Kaliwerke AscherSIeben........5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 5. G. ssarben-Jndustrtc....... 7 Scheideanstalt...............v Goldschmidt ................0 RütgerSwerke ............... 0 Metallgesellschaft.............0 Philipp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......0 Zementwerk Karlstadt...... O Schultheis Patzenhofer .......O ir»n Appell an alle, mit d e m Sparen noch ent e anzufangen! Daten für Mittwoch, den 31. Oktober. I|id17: Luther schlägt seine 95 Thesen gegen den vbnßhandel an die Tür der Schloßkirche zu Witten- | fei» an; — 1632: der holländische Maler Jan Meer di Delft in Delft geboren (gestorben 1675); — werden die Zeiten noch bekanntgegeben. — Ferner ist beabsichtigt, zur Erlangung des SA.-Sportab- zeichens einen Kursus für Mitglieder des NS.- Lehrerbundes einzurichten. .Anfragen an W. Mohr, Gießen, Wilfonstraße 8, bis spätestens 12. November. — Die Orchesterprobe der Arbeitsgemeinschaft „Musik" findet am Mittwoch, 31. Oktober, 14.30 Uhr, im Singsaal des Lyzeums statt. In der Ortsgruppe Gießen-Süd findet am morgigen Mittwoch, 20.30 Uhr, Zellenversammlung für die Zelle 1 (Liebigstraße) statt. Propagandaleiter Pg. Ewald spricht über „Brennende deutsche Wirtschaftsfragen". Alle Volksgenossen aus der Liebigstraße sind eingeladen -—— --- der provinzialhaupistadi. Oer Nationale Spartag. jer „Nationale Spartag" wurde im E3a"ge- Jahre ins Leben gerufen, um alle Deutschen Jjl den Wert und die Bedeutung des Sparens und Morgens für den E°inz-ln-n und für d>- feil aufmerksam zu machen. Der 3 0. 0 ‘t o D e r ift M der Regierung als N a t ton a I e r 6 p art a jcnoljlt worden, da er in eine Zeit fallt mo Die KÄrfü? sind a®'n6Snb"lb fcgÄ W unb des Gedankens, ba6 ! 'ie3a®SebeT Zonale "Spartag erreichen? Er JmenTg cns einmal im Jahre alle Deutschen auf ?. TOiditiqfeit des Sparens aufrnerk- m machen und vor allem auch die für einen ,e-tmeten Sparfinn erziehen die bisher immer " ' abseits stehen. Denn es gibt immer noch Leute, trotz Sparkassen, Banken und Lebensversiche- r11I3 auf eine Art sparen, die man nur als falsch primitiv ansehen kann, nämlich zu Hause in Zp rstrumpf und Kasten oder gar in Verstecken ult Defen und alten Bettgestellen. ff-.enn wir uns einmal die gesparten Summen inliben, die das deutsche Volk in der verhältnis- nÖüg kurzen Zeit von zehn Jahren nach der Jn- faton gespart oder versichert hat, dann bekommt na- erst einen Begriff von dem ungeheuren 5 sor willen des deutschen V o l k e s. In *nop zehn Jahren sind bei den Sparkassen über 12 Milliarden gespart und bei deutschen Lebens- üencherungsinstitttten Versicherungen über rund 18 ph iarben RM. abgeschlossen worden. Mehr als ßc-te zeigen diese Milliarden-Summen, wir stark ler Spargedanke in unserem Volke verwurzelt ist. Es ift eine der erfreulichsten Feststellungen, die wir jetc machen können, daß das deutsche Volk schon in e den Weg erkannt hat, der zum Wohlstand des itTolnen und damit auch zur wirtschaftlichen SßiDergefunbung unseres Volkes führt. Mit dem 5p ren oder Versichern hat wohl jeder irgendeinen ßtifd) verbunden, fei es, um fein Alter forgenfrei iu erleben, ober um seine Familie und seine Kinder liutf) eine Lebensversicherung sicherzustellen. Ein das so spart und vorausdenkt, kann nicht gehört. Aber gar zu nahe hinter ihnen herzuschleichen, bas wagte er doch nicht. Wenn die beiden sich, um» drehten und er gesehen würde, das wäre für beide Teile gleich unangenehm gewesen. So ging er denn vorsichtig auf der anderen Seite, geschützt durch das dichte Dunkel der tiefen Laubbäume. An dem Bahnhof von Wannsee verabschiedete sich Direktor Kutschner mit einem Handkuß von Edelgard von Dönitz. Hier in dem Menschenstrom, der an diesem schönen Sommerabend von allen Seiten her dem Vahnhosseingang zuströmte, konnte Willy Franke es wagen, sich zu nähern. Dicht hinter einem großen breischultrigen Manne stehend, hörte er, wie Direktor Kutschner sagte: „Ich komme bald wieder. Wir sehen uns bald." Willy Franke lächelte höhnisch. Wie weich und innig die Stimme des „Alten" dabei klang! Ganz anders, wie wenn er im Büro mit irgendeinem der , Angestellten sprach. I Gut verstellen konnten sich alle beide, das hochmütige Fräulein Edelgard und der unnahbare, strenge Ches. Keiner hätte im Büro etwas gemerkt davon, daß die beiden etwas miteinander hatten. Und wäre er nicht durch Zufall dahintergekommen — selbst seine scharfen Augen hätten es nicht bemerken können. Aerger und verletzte Eitelkeit waren in ihm. Er war an leichte Siege bei vielen Mädchen gewöhnt. Um so mehr hatte es ihn gewurmt, daß Edelgard von Dönitz ihn so schroff in feine Schranken zurück- gewiesen hatte. Aber er wollte es ihr heimzahlen. Oefsentlich konnte man ja nichts tun. Denn Kutschner war nun einmal der Chef. Aber so im geheimen, im Gespräch mit Kollegen und Kolleginnen ein paar Worte einfließen lassen, die vieles ahnen ließen und nichts deutlich aussprachen, das war immerhin möglich. Und daran ließ es Willy Franke nicht fehlen. Bald raunte man in den Büros von der Liebschaft Edel- rüiuuc vui -ueui|ujuineruaner ireien, ver im xiuycu- -- - j, cnv. blick den Posten in einer anderen Hauptstadt inne- Dömtz neben dem Direktor Kutschner vor sich her hQtte. gehen. Er traute erst seinen Augen nicht. Die spröde, Als sein Unterdirektor käme ein Herr aus War- hochmütige Edelgard hier im Stelldichein mit dem schau. Der amerikanische Direktor wäre noch auf Chef? -rv. kah«, einer Inspektionsreise durch die amerikanischen Nie- Das war ja eine herrliche Entdeckung. 2>a hatte berlaffungen unb würbe erst nach ber Abreise Kustch- st- es l-icht, anberen Leu en ^-g-nub^r um ners eintreffen können 1 nahbar zu erscheinen. Natürlich, ein LUrerlor 5tur|0)- Als Kutschner biesen Brief aus Neuyork erhielt, § ner mit seinem großenGehalt war etwas anberes würbe ihm wehmütig zu Ginne. Daß buch bie meisten als em kleiner K°rr-fpondent Das feine Fraul.m Ding- im Leben, auch bie, bie man einmal ersehnt von Donch war also auch nicht anbers als anbere hatte, zur unrechten Zeit kommen! Wie hatte er sich noch vor ein paar Monaten gewünscht, einmal wie-, Wc'Stellung uno weic.gu aut der hinüber in die Neue Welt zu kommen mit ihren alle Bedenken. ^u$ b 6 offenbar diese gigantischen Ausmaßen in allen Dingen, in ^en zwanzig Jahre alter se ch , f j Bauten wie im Verkehr, in ben Entfernungen w,e ^einhellige ,unge DaE mcht^ zu gern >1 t e irn Eeschästsleben. Immer, wenn bie Direktoren von * 1 * * * * * * * Willy Franke die Unterhaltung b-r beiden mit shisckt über bie Veränderung, die mit ihr vorge- jnogen. Aus der schönen, lebensprühenden Welt- iime war eine alte, müde Frau geworden, Deren Helfe zerfurchte Züge von seelischen und körperlichen Selben sprachen. Iber Kutschner ließ sich seine Erschütterung nicht fcnmerten. Er verstand es, die trübe Stimmung zu ^scheuchen und so angeregt und lebendig zu plau- v 7 , |:n, daß Frau von Dönitz aus ihrer trüben Stirn- - kommen. An seine Sfelle, so schrieb die Firma, ring herausgeriss'n wurde. würde ein^Deutschamerikaner treten, der im Augen- I (:s beruhige sie doch sehr, so sagte sie, den Chef ..... ~ fct r Edelgard in Herrn Kutschner wiederzufinden. i habe solche Sorge gehabt, wohin das Kind hätte „Wir haben tüchtige Kräfte genug!" würde man ihm vermutlich kühl antworten und sein Verlangen als das deuten, was es in Wirklichkeit auch war: Der Wunsch, sich nicht von Edelgard van Dönitz trennen zu müssen. Stundenlang saß Kutschner in dumpfem Brüten vor dem Brief aus Neuyork.. Verzweifelt wälzte er Plan auf Plan in seinem Kopse, aber wie er sich auch mühte, es gab keinen Ausweg: Die Trennung von Edelgard stand wie ein schwarzer Schatten vor ihm. Wie sollte er es ihr sagen, ohne daß sie seine tiefe Bewegung bürte? Er war ihr bei ein paar Besuchen in der Villa Dönitz viel näher gekommen. Aber nichts in ihrem Wesen zeigte ihm,' daß sie in ihm mehr als nur einen Freund des Hauses sah. Im Büro vollends vermied sie beinah angstvoll jedes private Gespräch und war nichts anderes als die aufmerksame und ergebene Sekretärin. Kein noch so neugieriges Auge in dem Betrieb hätte vermuten können, daß Direktor Kutschner im Hause ihrer W ~ außer dem Korrespon- mit Kutschner. Je nachdem man zu Edelgard beTO-nn^rnnmnr PinP5 ^Ibeubs von einem Boots- staub, nahm man biefc Nachricht mit Spott, Sd)a= W-lly war emes Abends, von einem £oots oder Unglauben auf. Die leichtsinnigen ausflug öemikeh , ch halben Dunkel jungen Männer genossen die kleine Sensation mit Dororts gegangen. Da sah er in Dem OalOenjJunEel » ernfteren unter ihnen mein» des weichen Sommerabends plötzlich Edelgard von, I fbelgarb streckte Direktor Kutschner bie Hanb ent- O’ccn. „Wie üebensroürbig von Ihnen, Herr Direk- °i Bitte, nehmen Sie Platz, Mutti wirb gleich jr men. Sie freut sich herzlich, Sie begrüßen zu imen unb mit Ihnen ein wenig von früheren r-en plaubern zu können. Sie hat so selten Geig nheit bazu", schloß sie leise. „Wir leben sehr nxim." ,ßlber Ihr großer Bekanntenkreis, mein gnamges r ulein? Ich erinnere mich noch sehr genau und m Vergnügen der interessanten Menschen, die man !i Ihnen traf." fbelgarb sah Direktor Kustchner an, es war ein ei er Ausbruck in ben schimmernben grauen Augen- verschiebenen Bahnsteige, um mit ben Nebenbahnen in bas oberhessische Land weiter zu fahren. Es war ein tolles Leben und Treiben, das sich da entwickelte, und es war gleichzeitig auch ein schweres Stück Arbeit für die Zugbegleiter und die Helfer der NSV. der Ortsgruppen Gießen, bis das kleine Volk mit Sack und Pack im richtigen Zuge faß. Aber die Arbeit wurde geschafft, und während jene die Reise fortsetzten, gingen etwa vierzig Kinder in die Bahnhofsvorhalle, um dort von ihren Pflegeeltern in Empfang genommen zu werden. Es war schön, zu sehen, wie die Pflegeeltern sich sofort mit oller Herz- iimen. _ . Unsere vielen Bekannten, Herr Direktor, finden Weg hierher selten. Sie behaupten, es wäre so :el und umständlich, aber in Wahrheit ... feie brach ab unb sah an Kutschner vorbei. Es itite weh um ihren Munb. Er fühlte, was sie cm wollte unb bock in einer tiefen Scham ver-1 - v v - önoiea Das reitic heitere Haus bes Freiherrn von ernstlich zu bebauern, baß er schon gehen wollte Litt9'hatte eine' starke Anziehungskraft besessen. Unb er schieb mit bem festen Versprechen, sich halb li( vereinsamte verarmte Frau hatte man , wohl einmal wieber in ber Villa Dönitz sehen zu lassen, »liessen. Er bereute nun hoppelt, nicht längst ben • Bq in bie Villa am See gefunben zu haben, e r _____ _____ — m-irliion tnnr pr er- i ir men können. ,Mutti glaubt immer noch, ba braufeen in ber jfim Welt finb alle Menschen wie Wölfe, bie bas Tie Rotkäppchen fressen wollen!" scherzte Ebel- ifo. 1 ber in ihr war Angst. Würbe Direktor Kutschner ie's roeltfrembe Angst ber Mutter nicht als eine V Mißtrauen empfinben? 5och Kutschner sagte berufrigenb: ,Ganz so schlimm, gnäbige Frau, wie Sie glauben, fit:: es nun boch nicht im Beruf zu. Es stehen jetzt । viele junge Damen unb junge Frauen im Er- -elbsleben, baß sich bie Männer schon darauf ein« lichkeit der Kinder annahmen. Die Kinder, bie nach den unmittelbar in der Nähe unserer Stadt liegenden Orten tarnen, wurden in den Omnibus gebracht und gelangten fojefer schnell an das Ziel ihrer Reise. Wenn die vier Wochen des Ferienaufenthaltes um ind, wenn sie wieder zu Hause ankommen, bann wirb es viel zu erzählen geben von all ber Liebe unb Güte, bie ben Kinbern in unserm Oberhessen begegnete. Tagung des Landesbauernrats in Geilshausen. Am nächsten Sonntag wirb der Landes» bauernrat der Rhein - Mainischen Landesbauernschaft in Geilshausen (Kreis Gießen) eine Tagung abhalten. Es ist das erste Mal nach der Schaffung des Bauernstandes durch den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler und zum ersten Male in Deutschland überhaupt, daß ein Landesbauernrat für feine Beratungen ein Dorf aufsucht. Durch diese Wahl des Tagungsortes soll der Verbundenheit der Bauernführung mit dem Lande, mit der dörflichen Gemeinschaft Ausdruck gegeben werden. An diesem Tage findet auch eine Bauernkundgebung in Geilshausen statt, bei der der Leiter der Landesbauernschaft, Dr. Wagner, sprechen wird. Gleichzeitig findet am Sonntag die Einweihung der Genossenschaftsmolkerei Geilshausen statt. Von dem GchulungslagerGleiberg und 1,45 bis 1« Jahre Sparerbund, Ortsgruppe Gießen lichte. Die Veranstaltung konnte sich eines guten Besuchs erfreuen. Vor Beginn der Vorführungen Hauptversammlung der Ludwig-und Alicefiislung Alicestiftung in Darmstadt den Namen ob der Aufsichts» dieser Gau- Mit einem denkwürdige Geben Sieg-Heil auf den Führer wurde die Sitzung geschlossen. „Adolf-hitler-Stiflung" an mit dem Sitz in Darmstadt." (Es steht allerdings noch nicht fest, Name auch genehmigt wird.) Nach § 32 der neuen Satzungen ist obmann des NSLB. Vorsitzender des Witwen und Waisen von Lehrern Unterstützungen zu gewähren. Um die Jahrhundertwende war die Stiftung unter der Leitung des unvergeßlichen Rektors Kaßlick (Darmstadt) neu ausgebaut worden. Kaßlick starb im März dieses Jahres. Geleitet wurden die Verhandlungen vom derzeitigen Vorsitzenden, Reallehrer i. R. Pfeiffer (Darmstadt). lieber die Besprechungen, die in den letzten Wochen gepflogen worden waren, gab Rektor Schneider (Darmstadt), der Gauaeschäfts- führer des NSLB., Aufschluß. Danach soll die Stiftung jetzt für den ganzen Gau Hessen-Nassau umgestellt werden. Durch äußerst sparsame und zielsichere Verwaltung hat die Ludwig- und Alicestiftung in den letzten Jahren wieder einen Grundstock von fast einer halben Million ansammeln können. Leider waren in letzter Zeit fast gar keine Neu- anmeldungen zu verzeichnen. Nun hat aber er- neute Werbung eingesetzt und soll weiter betrieben werden. Der Vorsitzende konnte Mitteilen, daß schon einige hundert Neuanmeldungen vorlägen. Beitreten können alle Erzieher und Erzieherinnen, auch die Ehefrauen von Erziehern, die die Berechtigung zur Uebernahme einer Erziehertätigkeit an einer öffentlichen Lehranstalt besitzen und noch nicht über 50 Jahre alt sind. In der Aussprache gab Rektor i. R. Dem (Neu- Isenburg) noch erläuternde Zusätze. Zum Schluß «ill tosen o1 feilen de jermittlu markt kosteten: Molkereibutter, das Pfi 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte 22 bis 25 Pf., i j Die G lIsfeld ' freiwilli »er Kre • oft, । mb zm peijenb -it der Eqmbo' Aehen. üttanai lew Rnb b Eaar mui ton kiler pie bi I Ans item ; Itegrüj wen bi Dfeiner ßtönber Komme inneres I dies nii JM5ji bsw/f bet )oi ittoen । • Gtaate gemein mmt eir Iben Fi Eine 1 für be1 ßdöbr 6aarl Gmpi 1, Mens ' 3n im G ! omIst ■ essanti I fojiali ' h bet I hotten Hßreim 'der Q lvik-schj, ’-Wi Der Besuchs erfreuen ... begrüßte der Bezirksleiter R i e n h a r d t (Gießemi ^'tleh jis 1 ber ‘Miefa ■B 'und i jh: S’l Die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes beging am Samstag abend im „Hindenburg" die Feier ihres 10jährigen Bestehens. Zahlreich waren die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden der Sparerbewegung erschienen. Der Saal, der mit den beiden Reichsflaggen und mit Blumen reich geschmückt war, gab der Feier einen würdigen Rahmen. Eine festliche Stimmung, getragen von dem frohen Gefühl langjähriger enger Verbundenheit, lag schon von Anbeginn der Feier an auf der ganzen Versammlung. Nach dem Badenweiler Marsch und noch einem zweiten Musikstück begrüßte Ortsgruppenführer H. Lorenz die sehr gut besuchte Dersarnrn- lung und gab besonders seiner Freude über die Anwesenheit zahlreicher auswärtiger Mitglieder und Freunde Ausdruck. Er gab dann einen Ueberblick von der Arbeit seit der Gründung bis heute, wobei er besonders hervorhob, daß der Sparerbund sich schon von seiner Gründung an unbeirrt und vieler Angriffe zum Trotz, nie von seinem geraden Weg habe abbringen lassen. Unter dem Namen „Hypothekengläubiger- und Sparerschutzverband" sei die hiesige Ortsgruppe am 3. November 1924 in der Neuen Aula der Universität in einer sehr gut besuchten Versammlung zum ersten Mal vor die Oeffentlichkeit getreten mit Geh. Rat Dr. B e ft als Redner. Zum Schlüsse seiner Ausführungen gedachte Herr Lorenz der 21 Toten der hiesigen Sparerbundsortsgruppe sowie des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Grafen P o s a d o w s k i und des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Zu Ehren dieser Verstorbenen erklang das Lied „Ich hatt' einen Kameraden". Alle Anwesenden verharrten während dieser Minute stehend in stillschweigendem Gedenken. Nach einem Prolog ergriff als erster Festredner Pg. Bürgermeister Schneider aus Bad Homburg-Gonzenheim, der Landesoerbandsführer des Sparerbundes von Hessen-Nassau, das Wort. Dieser Redner gab einen Ueberblick über die Arbeit und Erfolge des Sparerbundes im Reiche. So feien im vergangenen marxistischen System die Sparerschutzkassen, die haute 40 Millionen Reichsmark Kapital verwalten, aus der Not der Zeit geboren. Erfreulich fei es nun, daß im Gegensatz zum vergangenen System Staat und Partei das größte Interesse am Kleinsparer habe. Hinsichtlich der Anleihe- Nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Bürgermeisters Schneider sprach der Vertreter der Reichszentrale Berlin Prokurist Pg. König. Auch er kam in ausführlicher Weise auf die Notwendigkeit des Sparerbundes zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu sprechen. Wäre der Sparerbund vor 10 Jahren nicht gemeßen, so wäre es niemals zu irgend einer Aufwertung gekommen. Sogar im Bemühen um die Abfindung der westrussischen Eisenbahnobligationäre habe der Sparerbund ansehnliche Erfolge erzielt. Schulung und Mitarbeit aller Sparerbundsmitglieder sei jedoch zu weiterem Neuaufbau sehr notwendig. Nachdem auch dieser Redner unter lebhaftem Beifall seine Ausführungen beendet hatte, verlas Herr Lorenz Glückwunschtelegramme und Glückwunschschreiben des Landesverbandsführers Pg. Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner, des württem- bergischen Verbandsführers Oberrealschulrat B a u- ser sowie des Reichsgeschäftsführers Pg. Justizrat Brink- Berlin. Die Ernennung des seitherigen Ortsgruppenleiters Christian Reiber durch den Landesverband Hessen-Darmstadt zum Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Gießen wurde von der Versammlung mit großem Beifall ausgenommen. Die hiesige Ortsaruppe ließ fterrn Reiber, der aus Gesundheitsrücksichten nam Rod-Homburg übersiedeln mußte, ein gerahmtes schönes Bild des verstorbenen Reichsehrenoorsitzendsn Grafen Posa- d o w s k y überreichen. Außer an den Gründer der hiesigen Ortsgruppe, Herrn Reiber, wurden noch an drei Mitbegründer Bilder überreicht. Der weitere Teil des Programms war ausgefüllt durch Gesangsvorträge von Fräulein Partenheimer, die auch sehr beifällig ausgenommen wurden. Musikalische Darbietungen wechselten noch ab mit heiteren Dichtungen und Vorträgen durch Fräulein Elisabeth W i e l a n d e r. Erst kurz vor 1 Uhr schloß der Versammlungsleiter mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Jubiläumsfeier des 10jäh- rigen Bestehens. I k W «*« EW 'm*"1 iS l fliehenden Diebes, ferner der Feuerüberfall atf| Grenzschutzbeamte, wobei veranschaulicht wurde, ®'|! sehr der Hund geeignet ist, den schweren Dienft bff । Grenzschutzbeamten in bester Weise zu unterstütze Daß oer Hund ferner wertvolle Dienste als Beb' ter im Wagen und Auto leisten kann, zeigten ö«! beiden Vorführungen „Bewachen eines PersoM' fraftroagens" und „Ueberfall auf Insassen ein» Pferdewagens". Am Schluß der Vorführungen N" tonte der Leiter der Veranstaltung noch die 2W' tung der Ausbildung der Hunde für die Allgemein" beit' und forderte die Hundebesitzer auf, von M- Möglichkeit der Ausbildung durch die Fachgrupl" ausgiebig Gebrauch zu machen. An die 23eranftir tung schloß sich ein gemütliches Beisammensein N>'° Tanz in Steins Saal an. Verkehrs- und Verschönerungsverein Lich. J_ Lich. 28.Okt. Der Verkehrs - und schönerungsverein L i ch hielt im dischen Hof" seine diesjährige ordentliche Haupwe^ sammlung ab. Außerordentlich guter Besuch den verschiedensten Kreisen der Bevölkerung bewic« das rege Interesse für den Verein. Der Vereins Vorsitzende, Lehrer Hild, stellte den Abend ' feiner Begrüßungsansprache unter das Leitao, „Heimat, dich lieben wir". Im ersten Teil Abends, der unter dem Motto ,Heimat, dich wir in deiner Landschaft" stand, wurde der ' vergangenen Sommer vom Landesverkehrsverba • Rhein-Main hergestellte Film von unserer He'w^ stadt vorgeführt. Dieser zeigt die schönsten Pari« von Lich und seiner näheren Umgebung (Klo. Arnsburg usw.). Der Film soll in den Grohstav ' und Derkehrszentren Deutschlands zur Werou^ für unser schönes Hessenland und somit auch ijj unsere Heimatstadt vorgeführt werden und ® feine Wirkung wohl auch nicht verfehlen. IM schluß an die Vorführung gab Lehrer H il o - Geschäftsbericht über das verflossene Vereins» V" Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 11, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 12, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 6 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, Rotkraut, das Pfund 10 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 8, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 14 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 25 bis 30, junge Hahne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 65 bis 75, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. Vornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Gießen: 20 Uhr, Volkshalle, Großkundgebung; 9tebner: Bezirks- Walter der DAF. unb Lanbesodmann der NSBO., Pg. Willi Becker (Frankfurt a. M.). — Stadtthea- ter, 20 bis 22.30 Uhr, „Traoiata". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mabame Butterfly". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Branbplatz, 16 bis 17 Uhr, Gemälbe-Ausstellung. — Stabttheater Gießen. Heute Abend finbet die erste Opernvorstellung dieser Spielzeit mit Verdis Oper: „Traoiata" statt. Spielleitung hat P. Wrede, während Kapellmeister Fritz Cujs die musikalische Leitung obliegt. Die Partie der Violetta singt Maria Perry; als Gäste wurden gewonnen Therese Stein famp, Hans-Heinrich Hagen unb Richard Stahl, in den übrigen Rollen die Mitglieder unseres Ensembles. — Eine Sondervorstellung „Lange- m a r ck" findet im Stadttheater für die Arbeits- gemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine in Gießen am Donnerstag, 8. November, statt. (Siehe gestrige Anzeige.) * ** Justizperkonalie. Wie man uns mitteilt, ist die Entlassung des hiesigen Landgerichts- Präsidenten Dr. Maurer aus dem Staatsdienst aufgehoben worben. Der Präsibent würbe nunmehr auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner bem Staate geleisteten Dienste in ben orbent- lichen Ruhestanb mit Wirkung vorn 1. Oktober 1934 versetzt. ** Geschäftsjubiläum. Am 1. November finb es 25 Jahre, baß die Firma Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6, bie Vertretung des Selters-Sprudel, Löhnberg, zur beiderseitigen Zufriedenheit hat. Am l.Juni waren es 42 Jahre, daß Herr Jean Weisel das Wassergeschäft gegründet und aus kleinen Anfängen zu der heutigen Größe gebracht hat. ** Kunstband merkliche Ausstellung Heinrich K ü ch l e r. Der Gießener Kunstgewerbler Heinrich Küchler zeigte am vergangenen Samstag unb Sonntag im Saale des Hotels Prinz Carl feine Arbeiten auf bem Gebiete bis kunfthanb- werklichen Schmuckes unb Gebrauchsgegenstanbes. Die Ausstellung war roieberum sehr reichhaltig, unb sie würbe in einem äußeren Rahmen geboten, ber als sehr kultiviert angesprochen werben darf. Das Material für bas Schaffen bes Künstlers ist vor allem bas gefügige Silber, das in ben verschiebensten Techniken bearbeitet und zu immer neuen Wirkungen geführt würbe. In Verbinbung mit eblen Steinen schuf der Künstler reizvolle Schließen, Ketten, Armspangen, Knöpfe, Klips, Ohrgehänge, Ringe usw., bie meist durch feine Treibtechnik eine Steigerung ihrer Wirkung erfuhren. Alle Arbeiten tragen starken persönlichen Charakter unb sind sehr dekorativ gestaltet. Darüber hinaus zeigte ber Künstler auch verschiedene plastische Arbeiten, ebenfalls getrieben, bie starken Ausbruck tragen. Hch. Küchler hat sich außerdem in diesem Jahre damit beschäftigt, bei dem Entwurf von Sportpreisen neue Wege zu weisen, unb er hat bad ei verschiebene Lösungen ge- funben, bie aller Beachtung wert finb. Eine große Anzahl von Entwürfen ließ einen Blick in die Art der geistigen Vorarbeit bes Künstlers tun. ** Einreichung ber Anträge a u f Beihilfe für Neupflanzung von Ob ft bäume n. Die Lanbesbauernschaft teilt mit: Anträge auf Gewährung einer Beihilfe für Neupflanzung von Dbftbäumen im Herbst 1934 für bas Gebiet Hessen-Nassau müssen bis spätestens 15. November 1934 bei ber zustänbigen Obstbauinspektion gestellt werben. Nähere Auskünfte erteilen bie Obstbauinspektionen. Es wirb schon jetzt daraus aufmerksam gemacht, daß alle Antragsteller genauestens vorgeschriebene Termine einzuhalten haben, da andernfalls die Gewährung einer Beihilfe in Frage gestellt ist. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten finb ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. £. in ü. bei IN. Sie haben im vorigen Herbst durch die Feldbereinigung einen Apfelbaum zugeteilt bekommen. Mit der Zuteilung der Grundstücke durch die Feldbereinigung ging auch die Gefahr für dasselbe unb für feinen Bestaub auf Sie über. Der fragliche Apfelbaum ist erst im Sommer 1934 nach Ihrer eigenen Aussage bürr geworden. Sie haben deshalb den Schaden selbst zu tragen. A. L. G. Allgemein ist der Hausbesitzer für ordnungsgemäßen Zustand der vermieteten Räumlichkeiten verantwortlich. Hierzu gehört auch, daß bei Eintritt der Dunkelheit das Treppenhaus beleuchtet wird. In Gießen ist es aber Verkehrssitte und wird auch gewöhnlich bei Abschluß der Mitverträge besonders vereinbart, daß ber Mieter für bie Beleuchtung feiner Treppe zu sorgen hat. Die Beleuchtungszeit tritt bei Eintritt ber Dunkelheit ein unb bauert so lange, als man mit einer normalen Benutzung ber Treppe rechnen kann: gewöhnlich nicht länger als bis 21 auch 22 Uhr. In ben meisten Fällen wirb bann auch bie Haustüre abgeschlossen. Nach Abschließung ber Haustür muß bie Treppe nicht mehr beleuchtet fein. LLÖJ N Woß iI ft lende föOl) D. f Much । »OrurftDQf *b bi. ju | PS Dilling ®'Si 'rilie U, toter „ Oberhessen. Saardeutsche Volksgenossen in Lich. Lich, 28. Okt. Gestern nachmittag trafen in un> ferer Stabt 21 Volksgenossen von de, Saar zu einem zehntägigen Aufenthalt ein. Ci, würben auf dem Rathaus festlich empfangen uij von Bürgermeister Geil begrüßt. Am 4. Novem. ber findet zu Ehren der Gäste in der Turn Haitz Saardeutscher Abend statt, zu dem sich Gauamtsleiter der NSV. für Hessen-Nassau, Bürgermeister Haug (Darmstadt), als Festredn« zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wird an lj fern Abend die Alten-Busecker Spielschar das Fch spiel „Glückauf! Der Bergmann kommt!" zur Atz führung bringen. Deutsche Arbeitsfront in Lich. * L i ch, 28. Okt. Gestern mittag versammel^ sich die in der Deutschen Arbeitsfront^ sammengeschlossenen Betriebsgemeinschaj> t e n der hiesigen Betriebe zu einem öffentlj. chen Appell auf dem Adlerplatz. Der Drtsgrup penroalter der DAF., Pg. Karl Schwab, hij an die Versammelten eine Ansracke, in der er mtz Verlesung der vom Führer erlassenen Anorbnum burch bie ber Führer die Deutsche Arbeitsfront o$ vollgültige Gliederung der Bewegung anerkenn! und sie hierdurch mit zum Fundament des Drittel. Reiches erklärt hat, auf diesen Erlaß einging uni erklärte, daß wir heute noch nicht ermessen können welch ungeheure Tragweite diese Anordnung in ft berge, sondern dies erst die Zukunft zeigen merbi Diese oeispiellose 6hrung des schaffenden Meni schen stehe einzig in der Welt da. Der Führer Hatz hierdurch wiederum bewiesen, mit welchem Recht unser unbegrenztes Vertrauen verdiene. Unferere; großen Führer gehöre deshalb für immer unfet: ganzes Sein und Streben. Mit dem Gruß an ben: Führer, dem ein Huldigungstelegramm aefanbt: wurde, beendete der Ortsgruppenwalter den Appell. Oer Hund im Dienste des Menschen. I Lich, 29. Okt. Die Fachgruppe Lichsün das Schutz - und Gebrauchshundewesem veranstaltete in Gemeinschaft mit den Fachgruppe». Gießen und Wieseck auf dem Wiesengelänbe hint«: ber katholischen Kirche gestern nachmittag einst Werbevorführung, bie bie vielseitige Bei: roenbung bes Hunbes als Schutz unb für bem Dienstgebrauch in hervorragender Weise veranschaw Wie bereits berichtet, fand auf ber Burg Gleiberg ein Reichsschulungslager de s N SD StB. statt. Das Lager, das unter der Leitung des Schulungsleiters Lürsen (Munster) stand, schloß am Freitagabend mit einem Kame- radschastsabend, zu dem unter anderen Gasten der Organisationsleiter des NSDStB. Dr.-Jng. Meier (Münster) erschienen war. . Im nachfolgenden bringen wir einen Bericht eines Lagerteilnehmers, der in launiger Weise den Verlauf eines Tages im Lager Gleiberg beschreibt. Morgens, wenn der Kauz nach nächtlichem Raub- flug heimkehrt und sich in den morschen Balken des alten Gleibergturmes niedersetzt, wenn man sich in feiner „Falle" gerade am wohlsten fühlt und so im Halbschlaf vor sich hinträumt, schreckt einen die Rabenstimme bes Stubenältesten aus ber wohligen Ruhe: „Aufstehen! Raustreten zum Frühsport!" Schnell in bie Turnhose geschlüpft unb hinaus auf ben Burghof. Es ist noch kalt, tiefer Nebel liegt über ber weiten Herbstlanbfchaft. Nach einigen Minuten Körperschule unb einem kleinen Lauf werben unsere ©lieber schon gelenkig unb warm. Anschließenb gehts sofort zum Waschen, Anziehen unb Bettenmachen. Dann kommt bie hohe Lagerleitung unb nimmt den Stubenappell ab. War alles in Ordnung, hat alles geklappt, treten wir zum Flaggenappell an. Wir stehen in strammer Haltung, unsere Auaen auf den Turm gerichtet unb grüßen unsere Fahne, bas Symbol unserer Bewegung, deren rotes Tuch wie eine Flamme im Morgenwind flattert und uns an unsere Toten erinnert und uns mahnt an unsere Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, um das Reich zu verwirklichen, für das sie ihr junges Leben opferten. „Rechts um! Reihe rechts!" aefjt es zum Kaffeetisch, um sich die Grundlage für die Tagesarbeit zu verschaffen. Ist dieses Werk vollbracht, so beginnt nach kurzer Pause unsere Schulungsarbeit. Schwer beladen mit Büchern und Papier gehen alle in den Schulungsraum, und jeder seht sich in eine Ecke oder an seinen Platz und arbeitet für sich allein das gestellte Thema aus. Von 11 bis 12 Uhr wird das Erworbene in kleinen Arbeitsgemein- chaften ausgearbeitet und das Ergebnis am Abend durch einen Sprecher in der großen Arbeitsgemeinschaft Dorgetragen. Der Vormittag geht schnell vorüber und schon ertönt die Trillerpfeife des „Spieß". Antreten zum Mittagessen! So schnell geht es sonst nie mit dem Antreten. Wenn es zum Essen geht, sind alle bereit. Nach einem zackigen Tischspruch des Lagerdichters fallen wir heftig über bas Essen her. Jeber ißt soviel unb solange er kann. Zur besseren Verdauung wird anschließend eine kleine Kletterpartie an der Ruine unternommen. Man spricht dabei wesentliche und unwesentliche Dinge und lernt sich gegenseitig kennen. Aber ganz Kamerad wird man am Mittag beim Sport oder beim Arbeitsdienst auf den Kartoffeläckern eines Bauern, kommen wir um 18 Uhr beschmutzt und mit zerzausten Haaren heim, so treffen wir uns nach einer kurzen Säuberungspause im Tagesraum zu der Sroßen Arbeitsgemeinschaft. Das Ergebnis ber Rorgenarbeit wirb hier zusammengefaht unb allen Kameraben vermittelt. Die Zeit verrinnt so schnell, unb man glaubt immer noch mehr Horen und lernen zu müssen, wenn nicht schon aus der Küche Vorsteigender Duft den Raum erfüllte und die Mägen zum Knurren brächte. Noch einmal treten wir hinaus, Dämmerung senkt sich über ben Niebe- rungen unb umhüllt den alten Bergfried. Die Fahne wird eingeholt. „Rechts um! Reihe rechts!" gehts nach dem Kommando des „Spieß" in den Eßraum, und jeder schmaust solange, bis ber Nimmersatt von Magen ruhig ist. Dann erklingen unsere alten Kampflieder und dazwischen auch ein altes Landsknechtlied. Es paßt so gut in unsere Umgebung. Ein Kamerad lieft Kriegsnovellen, oder kurze Geschichten aus der Kampfzeit, oder spricht eine gute deutsche Heldensage vor. Angespannt lauschen wir seinen Worten. Doch bald meldet der Stubenälteste: „Ins Bett!" Um 10 Uhr ist Zapfenstreich Langsam begeben wir uns hinauf in die Schlafräume, die Gedanken weilen bei dem Erlebten, bis nach einigen luftigen Geschichten und dem Erzählen fröhlicher Erlebnisse langsam, alles einschläft. Von irgendwo klingt das monotone Geräusch bes Holzsägens, unb halb ist alles ruhig, nur ber ruhige Atemzug ber Schlafen- ben unb Träumenben tönt leise in bie stille Nacht. Kurzschuiungsiager der Gießener Wohnkameradschastssührer auf dem Gleiberg. Kaurn hatten bie letzten Teilnehmer des Reichsschulungslagers den Gleiberg verlassen, als andere Studenten das Lager bezogen. Die kommenden Wohnkameradschaftsführer der Gießener Korporationen waren zu einem ganz kurzen Lager zusammengezogen worden, um die neuen Richtlinien und Aufgaben für das kommende Semester zu erfahren. Der Kameradschaftsführer der Universität Gießen Pg. Gerhard P a l l m a n n leitete dieses Treffen, und in gemeinsamer Arbeit wurde Rechenschaft über das vergangene Semester und neue Wege für die künftige Kameradschaftserziehung erarbeitet. rotes. Er ernennt weitere neun Mitglieder. Die Ludwig- und Alicestiftung hat feit ihrem Be- stehen (gegründet 1862) viel Segen gebracht. Neben der eigentlichen Versicherung für den Todesfall hatte sie sich zur Aufgabe gestellt, hilfsbedürftigen Aufklärung, aus der zu erwähnen ist, daß die Ka- i e - den der am die Das Abiumen im Turnverein 1846 141 Turner, Turnerinnen und die Jugend im Wettbewerb. scheinen. Nach Behandlung verschiedener kleinerer Fragen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. wg. Großen-Buseck, 29. Okt. Dieser Tage wurde unmittelbar am Dorfausgang „Hinter den Weiden" mit dem Bau einer Eisbahn begonnen. Da der alte Eisplatz auf den Nechtenwiesen 3. Preis. Lux: Schmidt 2. und 3. Preis. Klein- Silber: Ph. Pitz Diplom des RDK. und zwei Ehrenpreise; Karl Keßler Ehren-, 1. und 2. Preis; Fr. Pitz 1. Preis; Otto Schmidt 1. Preis. Holländer: W. Magel Ehren- und zwei 2. Preise; Herm. Schäfer 1. und 2. Preis. Am Nachmittag, wurde die Ausstellung, die gut besucht war, durch den Leiter W. Magel eröffnet. Preisrichter Ullrich hielt einen Vortrag über die wirtschaftliche Kaninchenzucht. An Hand von Beispielen wies er darauf hin, daß die Kaninchenzucht heute genau so gleichberechtigt sei, wie jede andere Tierzucht. Das Märchen, daß Kaninchen die Ratten anzögen, müsse ein für allemal verschwinden, denn gerade auf dem Lande sei diese unbegründete Sage noch an der Tagesordnung. In den Pferde- und Schweineställen seien viel mehr Ratten anzutreffen, als in den Kaninchenställen, und daraus ergibt sich, daß sich Ratten dort ansiedeln, wo sie auf bequemste Art ihr Futter finden. Was die Wirtschaftlichkeit der Kaninchenzucht anbelange, so sei zu erwähnen, daß durch planmäßige Zucht gute Felle und Wolle erzielt und die Einfuhr ausländischer Kaninchenfelle im Interesse des Volksganzen abgeschwächt werde. Durch die Erzeugung von Angorawolle würde außerdem die wirtschaftliche Lage gebessert, lieber die Verarbeitung der Felle und der Wolle im eigenen Haushalt machte er sehr interessante Ausführungen. Daß sich die Kaninchenfelle auch sehr gut zu Leder, besonders Fensterleder, verarbeiten lasten, wurde besonders erwähnt, lieber die Organisation der Kaninchenzüchter gab der Redner ausführlich durch die Feldbereinigung verschwunden ist und die Wieseck nur bei starker Kälte zufror, wurde auf s Veranlassung des Bürgermeister Pg. R e b h o l z ! nun die Möglichkeit geschaffen, auch in normalen । Wintern den Eissport für längere Zeit ausüben zu : können. Der neue Eisplatz erhält eine Fläche von ' 90X30 Meter. Sämtliche Arbeiten werden von der < Hitlerjugend ausgeführt, die damit ihren für das ' Wohl der Allgemeinheit stets einsatzbereiten Willen : zur Tat erneut beweist. Auch der Ortsbauernführer hat sein Fuhrwerk in den Dienst der Sache gestellt. Mit der Fertigstellung des neuen Platzes geht ein langgehegter Wunsch unserer Jugend in Erfüllung. Lollar, 29. Okt. Am Samstagabend veranstaltete der Turnverein Lollar im Saalbau „Zur Linde" einen Werbe ab end. Nach einem Musikstück und dem Aufmarsch aller Abtei- lungen hielt der Vereinsführer, Bürgermeister Wagner, die Begrüßungsansprache. Er gedachte zunächst des Turnvaters Jahn und wies auf feine Bedeutung und damit auf die Wichtigkeit der körperlichen Ertüchtigung und Einsatzbereitschaft jedes Deutschen im neuen Staate hin. Leider habe, so führte der Redner u. a. aus, bisher kein vollwertiger Raum für die Hebungen des Turnvereins zur Verfügung gestanden. Dies fei aber wohl die längste Zeit so gewesen. Auch Lollar werde in absehbarer Zeit eine Turnhalle bekommen. Insbesondere würdigte er noch die Verdienste des Turnwartes A g e l, der unermüdlich im Dienste des echten Jahnschen Turnens tätig sei und auch für diesen Abend den weitaus größten Teil der Arbeit geleistet habe. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes folgten die einzelnen Darbietungen, die alle ein hohes Maß von Können bewiesen und einen Einblick in die Arbeit des Vereins gewährten. Alle Turner und Turnerinnen gaben während der abwechslungsreichen Vorführungen ihr Bestes her und wurden mit reichem Beifall belohnt. Besonders gefielen die glänzenden Reckübungen und die Kunstfrei- übunaen der Turner, die verschiedenen, in Trachten und besonderen Kostümen sehr gefällig ausgeführten Tänze der älteren und jüngeren Turnerinnen und die schwierigen Pyramiden der jugendlichen Turner. Die Kapelle Lynker hals den Abend, der in Anbetracht der Leistungen einen besseren Besuch verdient hätte, verschönern und spielte anschließend der Jugend noch einige Stunden zum Tanz auf. u. Klein-Linden, 29. Okt. Am Sonntag feierte unsere Gemeinde ihr Kirchweihfest als Erinnerung an den Tag der Einweihung unserer heutigen Kirche im Jahre 1866. Am frühen Sonntag ertönten durch das Dorf die Klänge des Po- faunenchors, der mit Dankchorälen das Fest, das bis auf den heutigen Tag eine rein kirchliche Ange- legenheit geblieben ist, einleitete. Im Festgottes- dienft predigte der Ortsgeistliche über 2. Brief Timotheus 3 Vers 14 „Du aber bleibe in dem, das du gelernt haft ...". Nachmittags gingen, alter Ueberüeferung nach, die Aelteften unserer Gemeinde zum heiligen Abendmahl. Posaunen- und Kirchenchor feierten das Fest am Abend. z Großen-Linben, 30. Okt. Gestern gegen 18 Uhr fuhr auf der Landstraße zwischen Großen- Linden und Klein-Linden kurz vor dem Kleebach ein Motorradfahrer aus dem Kreise Ziegenhain von hinten auf einen unbeleuchteten Handwagen auf. Durch den Zusammenprall kamen der Motorradler, sein Beifahrer und der Mann vor dem Handwagen zu Fall, zum Glück aber trugen alle drei nur unbedeutende Verletzungen davon. Die Untersuchung über die Schuldfrage ist im Gange. Fußball-Ergebnisse der Kreisklassen Großen-Buseck — Leihgestern 5:2; Wieseck — Grünberg 4:1; Werdorf — Büblingshausen 6:1; Wetzlar I — Aßlar 1:4; Burgsolms — Spfr. Wetzlar 1:2; Garbenteich — Steinbach 1 :2; Lich II — Allendors 4:4; Heuchelheim II — Kinzenbach 2:2; Steinberg II — Wieseck II 6:1; Treis — Alten-Buseck 3:3; Erda — Launsbach 0:1; Frankenbach — Rodheim 1 :2; Fellingshausen — Krofdorf II 0 :4; Hermannstein — Spfr. Wetzlar II 10 : 0; Werdorf II — Braunfels 6 :2; Bonbaden — Bechlingen 1 :3; Berghaufen — Oberbiel 2 :0; Aßlar II — Tg. Wetzlar II 0:4; Waldgirmes — Ehringshausen 2:4; Lollar II — Leihgestern II 10:0. Sportverein 1920 Heuchelheim. Die zweite Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim 1920 erzielte gegen die erste Elf von Tv. Kinzenbach ein 2:2. Das Spiel wurde von Anfang an wuchtig ausgetragen und man sah beide Einheiten abwechselnd im Vorteil. Bei einem Stand von 1:1 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause lagen die Einheimischen fast ausschließlich vor dem Tor des Gegners. Der hiesige Sturm war jedoch nicht in der Lage, die ungezählten Torchancen auszunutzen. Die Hintermannschaft gefiel sehr gut. Die 1. Jugendmannschaft konnte gegen die gleiche Els von VfB. Krofdorf-Gleiberg nur ein Unentschieden erzielen und muß nunmehr am kommenden Sonntag ein Entscheidungsspiel gegen obige Mannschaft austragen. Die erste Mannschaft trug einen Freundschaftskampf in Lollar aus, der allerdings beim Stande von 1:0 für Heuchelheim abgebrochen wurde. Schauturnen des Turnvereins Lich. Am Samstagabend versammelten sich die Mitglieder und viele Gäste des Turnvereins Lich zu einem Familienabend, mit dem ein großes Schauturnen verbunden war. Nach dem Eröffnungsmarsch und nach der (Einbringung der Fahne begrüßte der 1. Vereinsführer K. Volz die Mitglieder und Gäste, insbesondere die Gäste von der Saar. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das Interesse an der schönen Turnerei in Lich so groß sei. Er forderte dazu auf, sich rege an den Uebungsftunben zu beteiligen. Der Redner brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler, auf den verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und auf den Turnvater Jahn aus. Die Turnerinnen leiteten dann mit einem Sprechchor zum turnerischen Teil der Veranstaltung über, der eindeutig die intensive Arbeit der Uebungsleiter unter Beweis stellte. Die Turner geinten unter der Leitung von H. Volz beachtliches Können an den Geräten und bei Freiübungen. Die Turnerinnen zeigten unter der Führung von H. Volz schöne Volkstänze, Barrenturnen, Keulen- und Freiübungen sowie Keulenklopfübungen. Großer Beifall dankte den Turnerinnen für ihre wirkungsvollen und anmutigen Vorführungen. Die Schüler unter Leitung von G. Schön zeigten Nachahmungs-, Tummel- und Freiübungen und die Schülerinnen führten, eingeübt von K. Volz, Bodenturnen, Reigen und Hindernisturnen in großer Exaktheit und mit viel Begeisterung vor. Leichte Freiübungen zeigte Hilde Pappe mit den Frauen, die sich zum ersten Male in Lich zu einer öffentlichen Vorführung zur Verfügung stellten. R. Zimmer führte den Vorstand an den Barren und mancher junge Turner konnte sich die Alten zum Vorbild nehmen. Die Tischtennisabteilung zeigte ein Einzel- und ein Doppelspiel. Im Anschluß daran überreichte der erste Vereinsführer den von unbekannter Seite gestifteten Wanderpreis an den 1. Sieger im Meisterschaftsturnier 1934, an R. Weppler. Das turnerische Programm wurde mit dem Gesang der ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel- Liedes beschlossen. Die restlichen Stunden des Abends blieb man noch in kameradschaftlicher Unterhaltung beisammen. Der Turnverein kann auf den Verlauf dieses Abends stolz sein. men. ch Lauter, 29. Okt. Am gestrigen Sonntagabend wurde von der Gaufilmstelle der NSDAP, im Saale von Wirt Hock der Film „Kampf um die Scholle" gezeigt. Ortsaruppenfilm- roart Fr. Schröder-Grünberg hieß Die Besucher willkommen. Der Besuch des Abends ließ leider zu wünschen übrig. Anschließend sand noch eine Mitgliederversammlung statt. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 29. Okt. Die NS. - Ku 11ur - gemeinde in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eröffnete am Samstagabend ihre Wintertätigkeit durch ein Gastspiel der Tegernseer Bauernbühne im großen Saal des „Hessischen Hofes". Vor Beginn des Stückes begrüßte Oberstudiendirektor Dr. Ganß namens der Kulturgemeinde die Besucher und teilte mit, daß im Laufe des Winters noch weitere fünf Veranstaltungen ftattfinDen sollten, und zwar zwei Theater-Abende ein Konzert- und ein Vortragsabend und ein Abend für Hausmusik. Die Mitgliederzahl der Kulturge- meinde fei auf 380 gestiegen, er hoffe, daß biefe noch weiterfteigen werde. Das Bauernluftfpiel: „Alles in Ordnung", unter der Spielleitung von Ander! Schultes aus Egern am Tegernsee, hatte Aktive Turner (Vier-Kampf): 1. O. Kern 73 P.; 2. W. Ellermeier 68 P.; 3. K. Schick 63 P.; 4. L. Herbert 62 P.; S. H. Herbert 53 P.; 6. H. Happel 51 P. Ju g e n d t u rn e r-Un t e rst u f e (Neun-Kampf): 1. G. Singel 173 P.; 2. H. Köhlinger 161 V.; 3. H. Fleischmann 157 P.; 4. O. Drommershausen 148 P.; 5. L. Friedrich, W. Wiegand 145 P.; 6. W. Staubach 143 P.; 7. W. Jakobi 135 P.; 8. H. Weber 128 P.; 9. H. H. Gutschmidt 100 P. Schüler-Oberstufe (Acht-Kampf): 1. K. Fuchs 142 P.; 2. G. Winterhoff 130 P.; 3. F. K. Jnghardt 122 P.; 4. K. Neuser 120 P.; 5. K. Höpf- ner 113 P.; 5. W. Brühl 113 P.; 6. H. Rink 109 P.; 7. H. Jost 105 P.; 8. W. Büttner 103 P.; 9. H. Gerlach 100 P. Schüler-Unter st ufe (Sieben-Kampf): 15). Schneacker 123 P.; 2. W. Hengst 122 P.; 3. W. Müller 119 P.; 4. K. Schneider 116 P.; 5. H. Rin- derknecht 115 P.; 5. E. Knaus 115 P.; 6. A. Rin- derknecht 114 P.; 7. W. Peppier 112 P.; 8. G. Krü- ger 105; 9. A. Krengel 103; 10. M. Ragaller 102 P. Turnerinnen: Jugendturnerinnen (Sieben-Kampf): 1 K. Funk 112 P.; 2. A. Lamm 109 P.; 3. L. Pälicke 105 P.; 4. L. Lerch 72 P. Schülerinnen-Oberstufe (Acht-Kampf): 1. M. Kohlinger 144 P.; 2. A. Georg 141 P.; 3. M. Küthe 136 P.; 4. T. Philipp 134 P.; 5. U. Rohr 132 P.; 6. I. Reibeling 131 P.; 7. A. Gümbek 130 P. 8. Ehr. Herbert 128 P.; 9. A. Ziegler 125 P.; 10. M. Schmitz 124 P. Schü lerinn en-Un te rstufe (Sieben-Kampf): 1 S. Müller 129 P.; 2. M. Deibel 119 P.; 3. L. Rohm 118 P.; 4. K. Kröck 117 P.; 5. H. Pflüger, H. Nees 115 P.; 6. Emmi Pfaff 114 P.; 7. Ehr. Eckert 113 P.; 8. K. Eichenauer 106 P.; 9. A. Leiß- [er, G. Kuhl 104 P.; 10. M. Hohn, G. Ries 103 P. Am Sonntagmorgen trafen sich die Turner und Turnerinnen, wie auch die Jugend, die im Turnverein 1846 Leibesübung pflegt, in der Turnhalle und auf dem Oswaldsgarten, um als Ausklang der turnerischen Saison im Freien Ueberschau zu halten über die Leistungen, die im Laufe des vergangenen Sommerhalbjahres erreicht worden waren. Die Beteiligung am Abturnen war außerordentlich stark. Es wurden gleichzeitig sehr gute Leistungen erzielt. Die Wettkämpfe wurden an drei verschiedenen Stellen ausgetragen. Die Geräteturner begeisterten die Zuschauer in der Turnhalle, wo insbesondere um den Turnklubschild gerungen wurde. Als Sieger aus diesem Wettbewerk ging der Turner Schick hervor, der die höchste Punktzahl erreichte und mit einem Diplom ausgezeichnet wurde, bie Plakette aus diesem Wettbewerb erhielt der Turner Karl Schöndorf. r ri v , Neben dem Gerätewettkampf standen noch verschiedene Mehrkämpfe auf dem Programm, in Denen die universelle turnerische Betätigung zum Ausdruck kam Die volkstümlichen Wettbewerbe des Sprunges und im Kugelstoßen wurden im Hofe an der Turnhalle ausgetragen, die Konkurrenzen tm Laufen im Keulenweitwurf, im Ballweitwurf ufro. wurden auf Dem OswalDsgarten erleDtgt. Unter Der Leitung Der vielfach bewahrten Kampfrichter Des Vereins nahmen Die Wettkämpfe einen glatten Verlauf unD konnten in Den Vormittags- ftunDen erleDigt roerDen. Die Leitung Des Vereins kann auf Die erzielten Ergebnisse stolz sein. Nachstehend die Ergebnisse: Turner: Geräte-® ettfampf um den Turnklub f ch i l d : 1. K. Schick 222'/s P.; 2. L. Herbert 215V2 P 3. H. Herbert 214 P.; 4. K. Schön- Lors 211V- P.; 5. M. H°rd 206V- P.; H. Gutbub 187 P. I Haufen, 29. Okt. Gestern abend sand in der Wirtschaft Dörr ein Propaganda-Abend Des Reichslustschutzes statt. GemeinDearup- penführer Stumpf (Hausen) eröffnete DenAbend und erteilte Dem Sprecher Der Veranstaltung, Ortsgruppenführer Selber von Garbenteich, Das Wort. In mehr als einftünbigen Ausführungen machte ber Redner zunächst mit bem äußeren Aufbau bes Reichsluftschutzes bekannt, um Dann auf Dessen Not- roenDigteit zu kommen. In überzeugenden, klaren Ausführungen rourDen Die Zuhörer zum Aufmerken gezwungen, unD es war wohl niemanD, Der am Schluß Des Vortrages nicht überzeugt gewesen wäre von Der NotwenDigkeit Des Luftschutzes ge- raDe auch auf Dem LanDe. Mit Dem Hinweis auf Die fommenDen SchulungsabenDe schloß ber Vortragende seine wirkungsvollen Ausführungen. An Hand von Lichtbildern konnte Schulungsleiter Schlund von Garbenteich die Worte seines Vorredners noch einmal wirksam unterstreichen und gewonnenen Eindruck erhöhen. einen vollen Erfolg, den der äußerst starke Bestall bewies. Die Pausen zwischen den Akten wurden ausgefüllt durch Zithersolis, Vorträge der Meisterjodlerin Sefferl Höfer und einem Schuhplattlertanz. Kreis Bübingen. tz. Nidda, 29. Okt. Unser Städtchen bezieht fein W a s ser aus der Gemarkung Michelnau, wo in östlicher Richtung von etlichen starken Quellen bas kostbare Naß in genügender Menge zur Verfügung steht. Trotzdem leiden schon seit einer Reihe von Jahren einzelne Stadtteile dahier bald mehr, bald weniger vom Sommer bis in den Herbst hinein unter Wassermangel. Von feiten der Stadtverwaltung sucht man nun diesen Mißstand im Rahmen der Arbeitsbeschaffung zu beseitigen. Durch Erfassen des einer sehr starken Quelle entftrömenben Wassers, das jetzt von den, mit verhältnismäßig geringem Durchmesser versehenen ursprünglichen Rohren nicht ausgenommen werden kann. Nutzlos läuft bas kostbare Wasser in ben sog. Hohensteiner Bach. Schon zur Amtszeit bes vormaligen Bürgermeisters Ru11mann wollte man diesen Mißstand beheben, allein der Plan mußte immer wieder wegen der Geldfrage verschoben werden. Man glaubt jetzt, den für Errichtung bes Arbeitsdienstlagers aufgeroanbten Betrag in irgendeiner Art abdecken zu können. Wirb dies erreicht, bann gibt man sich der bestimmten Hoffnung hin, einen Betrag von 20 000 Mark für ben erwähnten Zweck aus bem orbentlichen Haushalt der Stabt aufbringen zu können. Kreis Schotten. * Schotten, 28. Okt. Der hiesige Turnver- e i n wurde 1859 gegründet und blickt jetzt auf fein 75jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß fand gestern Abend eine Feier in der Turnhalle statt, die zugleich mit dem diesjährigen Mb- turnen verbunden war. Nach einleitenden Musikstücken und einem Prolog begrüßte der erste (Sprecher des Vereins, Oberforstmeister D e u st e r, bie zahlreich Erschienenen. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins und hob be- sonders Den Bau Der Turnhalle (1889) die Vereinigung mit dem Gesangverein und den Neubau Der Turnhalle (1926) hervor. Sein 'Sieg-Heil galt Dem Führer unD Dem Vaterland. Daran schloß sich das Turnen der jungen und älteren Turner und Turnerinnen an allen Geräten. Sehr beifällig wurden die Vorführungen, besonders auch die Spiele und Tänze, aufgenommen. Tanz schloß sich an. freiwilligen Arbeitsdienstes erfolgte die Verteilung bi r Quartiere und der Abtransport Der Gäste in verschiedene Kreisorte, soweit sie nicht in Der Stadt WsfelD untergebracht wurden. Der überaus herzliche Empfang in Der Stadt Als- se. d hinterließ bei Den Gästen einen freudigen Ein- dmick, den diese mehrfach zum Ausdruck brachten. Gemeinderat in Nidda. 3] Nidda, 29. Okt. Der Gemeinderat beschloß in feiner jüngsten Sitzung folgendes: Für das Ac lenderjahr 1935 soll eine Bürger st euer von 503 v. H. des Reichssatzes erhoben werden. — Das 8-such eines Bürgers um Anschluß an die Hoch- druckwasserleitung, anstatt an die Mitteldruckleitung wrd bis zum kommenden Frühjahr zurückgestellt, bc zu dieser Zeit die Wasserknappheit durch Er- uxiterung bes Wasserbehälters für bie Mittelbruck- leitung behoben werben soll. Evtl, plant man bie Erlegung einer neuen Leitung nach ber Stabt, ba tke Menge Wasser seither wegen zu kleiner Be- tcüter nicht gefaßt werben kann. Landkreis Gießen. X Wieseck, 29. Okt. Am ©amstagabenb hielt Mt hiesige Ortsgruppe ber Deutschen Steno- 8: aphenschaft bei Gastwirt H. Braun ihre V-rsammlung ab, bie biesmal besonders der Be- banblung von Unterrichtsfragen gewidmet war. Der O’-mann der Ortsgruppe Ad. Kling begrüßte die E schienenen herzlich und gab bekannt, daß der Mnfängerturfus in den letzten Tagen beendet sei ll.d für die Teilnehmer ein neuer Fortbildungs- (irfus eingerichtet werden soll. Dabei soll allen Stenographen, auch denen, die nicht Mitglied der Ortsgruppe sind oder solchen, die vor längerer Zeit bi Kurzschrift erlernten, Gelegenheit gegeben werben, ihre Kenntnisse wieder aufzufrischen. Dieser Kursus steht unter Leitung von A. Kling. An- I^ießend findet für die Fortgeschrittenen ein Dik- ItHurfus statt. Otto Deibel erklärte sich bereit, den aus dem seitherigen Fortbildungskursus gebildeten Diftatfurfus von 120 Silben an aufwärts obzuhalten. Die Gemeinde ist in anerkennender B’ife weiter bereit, der Ortsgruppe einen Schul- | hl kostenlos zur Verfügung iu stellen. Zum 6Hluß sprach A. Kling dem scheidenden Kurz- - Ihriftlehrer Graf (Gießen) den Dank der Ortsgruppe für bie Arbeit im Anfängerlehrgang aus, tU5 bem gute Kurzschriftkräste hervorzugehen ninchenzüchter zu einer Reichsfachgruppe zusammen- geschlossen bem Reichsnährstanb angehören. Zum Dank bafür, baß es soweit gekommen ist, brachte ber Rebner auf ben Führer Äbolf Hitler unb ben Präsibenten Vetter ein breifaches Sieg-Heil aus. Lich, 29. Oft. Der Turnverein 1860 L i ch hielt Samstag abenb in ber Turnhalle einen Familienabenb mit Schauturnen, an bem über 100 Personen mitwirkten, ber einen sehr guten Besuch aufwies. Nach bem Einmarsch ber Fahne unter ben Klängen bes Regensburger Turnermarsches unb Begrüßungsansprache bes 1. Vorsitzenben bes Vereins, Karl Volz, fanb bas ziemlich umfangreiche Programm feine Abwicklung. In bunter Folge reihten sich Vorführungen ber Turnerinnen am Gerät, prächtige Freiübungen unb Tänze an. Die Turner bewiesen ihre Kunst burch Hebungen am Reck, Barren unb Pferd, bie von guter Schulung zeugten. Auch bie Kleinsten konnten mit recht ansehnlichen Leistungen aufwarten. Zwischenburch würben je ein Einzel- unb ein Doppelspiel ber Tischtennisabteilung vorgeführt unb erklangen gemeinsam gesungene Lieber. Nach ben Vorführungen blieb man noch bei fröhlichem Tanz bis in bie Morgenstunben beisam- ium Schluß bes Berichts würbe noch auf bie erfdjanbelung bes Heimatbilbes burch alte, überflüssige Reklameschilber hingewiesen unb bie An- wejenben gebeten, für bie Beseitigung bieser Schilder einzutreten. Nach ber Verlosung von Blumen bildeten den Abschluß des Abends verschiedene Mundartvorträge von Rektor Erb, Lehrer 011 und Lehrer Sarnes, bie bie „Liebe zur Heimat in ihrer Sprache" zum Ausbruck brachten. Mit bem Cruß an ben Führer unb mit bem Gesang ber nationalen Hymnen fanb der Abenb feinen Abschluß. Saarurlauber in Alsfeld. CO Alsfeld, 28. Oft. Am gestrigen Samstag trafen 60 Saarurlauber aus verschiedenen Teilen des Saargebietes in Alsfeld ein, bie durch Vermittlung der NS.-Vvlfswvhlsahrt zu einem zehntägigen Urlaub in Stadt unb Kreis Alsfelb untergebracht wurden. Die Gäste wurden bei ber Anfunft im Bahnhof Alsfeld von dem Mufikzug der Gruppe 223 des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Alsfeld empfangen. 2er Kreisamtsleiter ber NS.-Dolfswohlfahrt, Paul gö tz, begrüßte die Saarurlauber mit herzlichen dib zündenden Worten. Er habe kürzlich ein ergreifendes Symbol von ber Saar gesehen, ein Kreuz !|it der Unterschrift: „Herr, mach uns frei!" Dieses Symbol werde am 13. Januar 1935 in Erfüllung ghen. Wenn das Saargebiet feine Freiheit wieder- tlangt habe, dann würden bie deutschen Dolks- g nassen das Versprechen bes Führers wahrmachen UlD bie deutschen Brüder und Schwestern an ber Ciar besuchen, um mit ihnen bie Volksgemeinschaft o fzunehmen. Die Gäste dankten lebhaft für bie kernigen Worte. Zu bem Empfang waren auch Kreis- If ter Kirchner unb bie Amtswalter der PO. fo- v e bie SA.-Führer erschienen. Steinbach, 29. Okt. Zum zweiten Male trat Kaninchenzuchtverein Steinbach gestrigen Sonntag mit einer lokalen Schau an Öffentlichkeit. Die Schau fand im Saale der Gastwirtschaft „Zum Ritter" statt. Die Bewertung Der Tiere war Dem Preisrichter Ullrich- Gießen übertragen. Mit Kennerblick suchte er aus -bem Durchweg guten Tiermaterial die besten heraus. An Preisen erhielten: Weihe Riesen: LuDwig Horn 2. Preis. Blaue Wiener: Karl Schwalb I, d-m die „Liebe zum Werden und Sein der feimat" zum Ausdruck kam. Erfreulicherweise ist Ke Mitgliederzahl wiederum gestiegen. Die Rech- tna wurde geprüft, für richtig befunden und dem iechner Entlastung erteilt. Für den verzogenen isherigen Schriftführer wurde Zollsekretär G i e- e [ e r ernannt. Die Arbeit des Vereins galt auch n Berichtsjahr in erster Linie der Werbung des remdenverkehrs. Für Den Besuch unserer Stabt urDe insbesonDere Durch Die VersenDung eines neu- crausgegebenen Prospektes geworben. Der Frem- drnverkehr weist Den Besuch von über 700 »rem- den mit über 1500 Uedernachtungen auf. Das Blumenbeet vor der Post ist in bie|em Jahre in dankenswerter Weste von der Gärtnerei 6u fei kistenlos bepflanzt und gepflegt morben. Berfchie- brne neue Ruhebänke würben in der näheren Umgebung Lichs ausgestellt. Der Blumenfchmuckwett- Uerb erfreute sich auch in diesem Jahre einer cuten Beteiligung aus allen Bevolkerungskreisen. Kost 90 Preisträger konnten mit Auszeichnungen Lacht roerDen, jeDoch mußte leiDer Der Verein nanaels finanzieller Mittel von Der kostenlosen Verteilung von Preisen absehen. Den Bemühungen d»s Vereins ist es gelungen, im verflossenen Jahre en Heimatmuseum zu errichten unD in Leh- l lesenem oder Gehörtem. Wer mit Vorkenntnissen ausgerüstet ist, soll befähigt werden, die englische Sprache schriftlich wie mündlich geläufig und be« wußt richtig anzuwenden. Wer „Polish up your English" durchgearbeitet hat, wird nicht nur Zei. tungen, Zeitschriften, Bücher und Briese in englischer Sprache lesen können, er wird darüber hinaus selbsi seine Gedanken in Englisch niederlegen, er wir- Briefe schreiben und jede Unterhaltung führen fön- nen. Der Studierende wird von der ersten Seite dazu angehalten, das Englische richtig auszuspre. chen. Das Verständnis der englischen Texte wird erläutert durch die am Rande jeder Seite stehende deutsche Uebersetzung, die sich eng an die Wortstellung des Englischen anlehnt. An Hand dieser Hefte wird jedermann sein Schulenglisch angenehm und nutzbringend auffrischen können. E r n st Henne, der fünf Weltrekorde für Motorräder bzw. Motorräder mit Beiwagen verbesserte, mit einer feiner ElVIW-Maschinen. 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