n rt 2,0* L - Lassos 5>g>2 ,-rovH P iWü-tif'i K ' 1*1 MU WM^ WÄM iS Dienrtag, 50. Zanuar1054 Nr. 25 Erstes Blatt 184. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint täglich, außer jMV Ä AM. W* ä Annahme von Anzeige« Sonntags und Feiertags JHv MH für die Mittagsnummer Verlagen: Die Illustrierte K ▲ BA Ä A AA AA A A A A AA bis S-y^rbes Vormittags Gietzener Familienblätter W "^H jW VW AW ■■ 1W W W <4^ä' fern Tage ab erfolgte, ist geschichtliche Notwendig- . feit und unerbittliche Folgerichtigkeit aus der Tiefe ' der völkischen Kraft und aus der Tiefe der staatlichen Verantwortung. So wurde der 30. Januar 1933, an dem der Marschall des Weltkrieges, an dessen überragendem Menschentum die Kräfte der Revolution sich geklärt hatten und gereift waren, dem Soldaten des Weltkrieges Abolf Hitler die Führung des Staates in die Hand legte, gur । Krönung jenes Kampfes, den die besten Deutschen oller Stände und Stämme seit Bismarcks Abgang ousgefochten hatten. So brach der Menschenschlag,; der im Frontsoldaten und Einzelkämpfer der Materialschlachten seine reinste Ausprägung erfahren hatte, in die staatliche Wirklichkeit durch. So verwandelte sich die Deutsche Revolution aus einer seelischen Erschütterung und Umwälzung in Staats« fünft und Volfsführung. Die Deutsche Revolution geht von einem ganzen, in sich geschlossenen und gefestigten Menschenschlag aus. Deshalb wirb die Revolution eine totale fein, b. h. sie wirb alle Bezirke unsres staatlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens erneuern. Wäre die Revolution nur eine Angelegenheit einer allgemeinen Gefühlserregung des Volkes, so würde sie ebenso steckenbleiben, als wenn sie nur eine Verwaltungs-Reformmaßnahme der Staatsführung wäre. Die Deutsche Revolution aber ist ein ins Staatliche übersetzter seelischer Vorgang: ein neuer Mensch, ein neues Menschentum tritt in Aktion, und dieses Menschentum unterliegt dem Gesetz, nach dem es angetreten ist. Die Zukunft wirb nur getragen von bem revolutionärsten Typ unseres 20. Jahrhunderts, dem heroisch-realistischen Menschen des Stumpfes und des Willens zur Macht und zur Zukunft. v _ Mit Recht ist für diesen neuen, an der Front gehärteten und im Kampf um den Staat versachlichten Menschenschlag der Begriff des „politisch e n Soldaten" geprägt worden. Em „politischer Soldat", das ist nicht derjenige, der — nach den klaren Worten sowohl des Führers Hitler als auch des Stabschefs Röhrn — rechtzeitig ein Parteibuch erwarb ober sich eine Uniform anpaffen ließ, sondern nur ber, in dem die Flamme der Revolution fortbrennen wird, weil sie in ihm fcfjon oom Beginn seines politischen Erwachens brannte. Politisches Soldatentum und revolutionäre Gesinnung ist einzig und allein eine Sache der Haltung, und die Haltung des Menschen ist wiederum nur Das Abbild seiner Innerlichkeit unb Seele. Das Werk dieses ersten Jahres ber nationalsozialistischen Staatsführung gehört bereits der Geschichte an. Die L e i st u n g der neuen Führung ist unbestritten. Das Menschlich-Allzumenschliche wird. Ein neues Zeitalter. Von IrieSrich Wilhelm Heinz, GOS. Das gewaltige Geschehen, das am 30. Januar 1933 begann, das wir seit einem Jahr tagtäglich erleben durften und das noch lange nicht abgeschlossen ist, bedeutet mehr als einen Wechsel ber Regierung, mehr auch als einen Wechsel des Systems: es ist der Durchbruch der deutschen Revolution, und es ist der Anbruch einer neuen Epoche der Weltgeschichte. Jede Wertung dieses ersten Jahres der nationalsozialistischen Staatsführung, die nicht steckenbleiben will im Aufzählen der aetroffenen Maßnahmen, die ja nur der sichtbare Ausdruck einer inneren Verwandlung sind, muß ausgehen von dieser Tatsache einer neuen Epoche und muß bestimmt sein von der Ehrfurcht vor dem Wirken der Vorsehung auf Erden, das wir Menschen Geschichte nennen. Nur aus dieser Gewißheit und nur aus dem Bekenntnis zur Deutschen Revolution können wir die Kraft und das Recht schöpfen, das große U e berge i t l i ch e und Weltgeschichtliche bedingungslos zu bejahen und das Kleine unb Unzulängliche, das dem Werk aus Menschenhand nun einmal anhaftet, zu Übersehen. Mit dem Willen der Vorsehung und dem Schicksal in Einklang sein, heißt das Notwendige zu tun und die Gestaltung des Zukünftigen in die Hand zu nehmen. Die deutsche Revolution war eine solche Notwendigkeit ber schicksalhaften Entwicklung, und deshalb konnte sie ausgeführt werden nur von einem Menschenschlag, in dem ber Wille zum Notwenbigen und Zukünftigen als eine TatVerpflichtung empfunden wurde. Revolutionen sind gewaltige geistige Verwandlungen der Völker, die sich auf Zeiträume von Jahrzehnten erstrecken, um sich in die Jahrhunderte auszuwirken. Revolutionen erfüllen ein inneres Gesetz, dem die Menschen dienen und dessen Vollstrecker sie sind. Revolutionen brechen aus dem Vorgang der geistigen Umformung und seelischen Verwandlung durch in das Bereich der Staatsgestaltung, wenn der neue Menschenschlag genügend gehärtet und erprobt ist, um allen Rückschlägen und Oer Weg der SA. Don Michsminister Ernst Röhm, Stabschef der SA. Im Geist ber SA. gewann ber Nationalsozialismus Gestalt. Seine tiefsten Wurzeln liegen a u f den Schlachtfeldern des Weltkrieges. Es gibt keine schonungslosere Charakterprobe als den Kampf. Die Starken erhebt er zu Helden. Und die Schwachen beraubt er auch noch des letzten Halles und macht sie erbärmlich. Nach diesen ehernen Gesetzen schied der Krieg die Menschen. In Kämpfer, Denen das Soldatentum als Haltung und Gesinnung angeboren ist. Und in zufällig uniformierte und bewaffnete Bürgerseelen. Man kann einem Menschen befehlen, Waffen zu tragen und zu kämpfen, aber nicht Soldat zu sein. Soldatentum ist in jedem Falle Freiwilligkeit, die nicht einem Befehl, sondern dem Gesetz des Blutes und dem Gebot des Herzens gehorcht. Soldatentum ist kein Beruf, sondern ist Berufung, Geisteshaltung, Gesinnung. Solch ein Soldat aus dem Geiste und Freiwilliger seiner Nation war ber Gefreite Adolf Hitler. Mit dem sittlichen Recht des geborenen Führers warf er, als hunger und Feigheit das deutsche Schwert zerbrachen, den Geist uralt-ewigen deutschen Soldatentums in die Waage feiner Zeit. Die Militärs warteten vergeblich auf Befehle. Da riß Der unbekannte Soldat des Weltkrieges das Gesetz des handelns an sich. Die Not des Volkes und die Ohnmacht des Vaterlandes brauchte keine Loyalität gegenüber einer gehaßten Regierung, sondern forderte Taten. Weil Adolf Hitler ein Mann war, der auch auf den Schlachtfeldern nicht unter dem Zwang toter Befehle, sondern aus bem Gebot soldatischen Geistes gehandelt hatte: auch wenn er gehorchte, handelte er. Als er aus den Trümmern des Zusammenbruchs das blutrote Banner mit bem schwarzen Hakenkreuz im weißen Felb emporriß unb sein Wollen Nationalsozialismus nannte — da fühlten die alten Marschierer des großen Krieges und die Jungen, die ihres Geistes waren: Nation unb Gemeinschaft — das waren die Kräfte, aus denen der deutsche Soldat sogar den Tod überwunden hatte. Und wie es draußen nicht um die Trümmerhaufen eines Dorfes, nicht um das Grabenstück gegenüber, um einen vorspringenden Waldzipfel ging, wenn Männer verbissen stürmten und U starben, so ging es hier nicht um Worte, nicht um | parteipolitische Nichtigkeiten. Sondern dahinter stand | abermals das Ewige, Gebietende, Gewaltige: -Deutschland! - Und weil es das gleiche Ziel galt, marschierten \ sie wieder. Soldatentum ist Gläubigkeit, ist Be- ■ kenntnis, ist die Bereitschaft zu sterben. Man stirbt : nicht bewußt unb freiwillig um Kleinigkeiten. „Eine | Jbee ist soviel wert, als sie Männer findet, die bereit sind, dafür zu sterben", so gab Adolf Hitler ■ bem neuen Glauben der Deutschen das innere Gesetz. Während Gier und Eigennutz, während Zügellosigkeit unb satte Genußsucht im November-Deutschland bas Regiment führten, formierten sich unter bem Hakenkreuz Kolonnen, bie bereit waren, alles auf sich zu nehmen, alles — selbst das Leben — zu opfern, nur um des einen willen, daß sie an ein Deutschland glaubten, das anders und besser war als sein Zerrbild von Weimar, das Deutschland scheinen wollte. Geist ist stärker als Stoff, hunger mächtiger als Besitz, Glaube gewaltiger als die Erscheinungsformen des Seins. Mit dem Mut ber Verzweiflung klammerte sich ber Ungeist jener Tage an seinen Besitzstand Stemmte sich das an seinen kraftlosen Süchten zugrunde gehende Gestern gegen das aus nationalsozialistischem Geiste» neu werdende Morgen. Alle Mächte des Unterwertigen erhoben sich, um die i deutsche Auferstehung, die in den braunen Bataillonen der SA. Gestalt zu gewinnen begann, zu vernichten. Ganz Deutschland war ein Meer von unverhohlener, unerbittlicher Feindseligkeit, als der unbekannte deutsche Soldat Adolf Hitler seinen Kampf um Deutschland begann. Aber wie Wellenbrecher standen Adolf Hitler und seine ersten Getreuen gegen die heranbrandenden Wogen von hohn und Verachtung, von Verfolgung und blutigem Terror. Und jede zurückrollende Woge ließ neue Kräfte zurück, die sich um das Banner ber deutschen Erneuerung scharten, weil der Glaube des Neuen immer lebendiger ist als bie Verzweiflung des Vergehenden. Es waren die Besten der Nation, die in den langen, blutigen Jahren des Ringens um den deutschen Menschen und des Kampfes um die staatliche Macht mit Adolf Hitler marschierten: die ungekrönten Herrscher in den Schlachten der Männer, ।in denen nur ein Gesetz war: Deutschland? Das leben muß, auch wenn wir sterben müssen! Männer mit eisernen Herzen, mit furchtlosen Seelen — Bekenner, die das Braunhemd und das haken- kreuz trotzig und treu als Kampfansage und Panier gegen eine versinkende Welt, durch eine Hölle von eiskaltem haß und brutaler Gewalt trugen. Durch Vorbild und Beispiel der Alten, das im Kampfe täglich neu sich bewähren mußte, ist die SA. bie kämpferische Auslese der Nation und die Fleisch, werdung einer heroischen Idee geworden. Verfemt und verachtet stand der Arbeiter,'der in den Abendstunden das Braunhemd anzog, tagsüber in bec <• y. K s?2< r. 'S « rt q rt « " *,^»4 a o > w fi> -= 2ß ^5 S S ■öS' ß v- 2.» - NS BO. i h r großes Ziel erreicht, b. h., sie BO. ihrgroßesZielerreicht.d. h., sie der Volksgemeinschaft in Deutschlai die unumstrittene weltanschauliche Führung der ganzen Welt zum Vorbild erstmalig i iiy Betriebe vereinigten Betriebsführung und Kunst und Wissenschaft hat der der bloßen Worte, Sozialist ist nur der, der in jedem Schritt, in jeder Bewegung, in jeder Begegnung mit Volksgenossen sozialistisch fühlt. Sozialismus ist unablässige Verwirklichung einer inneren Haltung, die nichts für sich selber begehrt und alles für die Volksgenossen zu tun es der nationalsozialistischen Grundauffassung entspricht. Ueberall im öffentlichen Leben Deutschlands ist heute die Partei bestimmend. Als Spezialtruppe im Kampf um die Betriebe hat heute d i e Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wird durchgeführt. Die nationalsozialistische Revolution hatte alle Scheidewände, die das Volk bisher verdrängten, niedergerissen. Der Nationalsozialismus läßt keinen Volksverrat, keine Flucht aus dem Volke heraus, zu. Der Nationalsozialismus kennt keine „Autonomie" der Hochschulen, die gegen das Volk behauptet werden könnte. Er kennt keine Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre, die sich gegen das Volk richten könnte. Das ersteFahr. Führende Männer zum 30. Januar. Oer Weg zum Volk. Reichsinnenminister Or. Frick spricht zu den Berliner Waffenstudenten Der Krieg brachte die große Wandlung. Als die Studentenregimenter bei Langemarck singend io den Tod gingen, als alle Schichten des Volkes die Waffenbrüderschaft des Schützengrabens schloffen, da wurde der Grund zu neuer Gemeinschaft des Volkes gelegt. Der Zusammenbruch des Jahres 1918 und die darauf folgende Zerstörung der Nation war zugleich der Beginn der Wiedergeburt des Volkes. Damals schieden sich die Geister. Als die Novemberverbrecher den Staat eroberten und verdarben, machte sich unser Führer Adolf Hitler auf den Weg, um das Volk aus tiefster ^cot wieder auf den Weg der Ehre zurückzuführen. Vamals warf der Kriegsleutnant und Student 'S e r die Bücher hin. Sie kennen den Weg Horst Wessels. Als die Not des Volkes ihn angeruhrt hatte, hielt er, ein glänzend begabter Psarrersahn und Korpsstudent, zu den Arbeitern im corqen Berlins und lebte unter ihnen. Vor seinem bezeugten Heldentum versinkt die öer Hochschule, versinkt der Mut von Tausen- »enn”°" Zensuren, versinkt die Begeisterung aller * ins.mefenlofe Nichts. Durch seinen Gang finrhkWx?1}? büßte er die Schuld der ' ic-r Akademiker und der Studenten an das Volk, wies er den Weg, den wir alle Fabrik am Schraubstock oder vor dem Kessel inmitten verhetzter Volksgenossen. Tat nach zermürbender Tagesfron abends und nachts seinen schweren, gefahrvollen SA.-Dienst. Zeiten politischer Hochspannung ließen ihn oft wochenlang nicht ins Bett oder auch nur aus den Kleidern kommen. Ohne sich den stolzen Nacken beugen zu lassen, nahm er seine Papiere, wenn ihn Terror und Bonzengesinnung von der Arbeitsstelle vertrieben, und trug den Glauben an das nationalsozialistische Deutschland auf die Stempelstellen. Allein stand er furchtlos und treu gegen tausendfältige Feindschaft, welche ihn am Tage verfolgte, und gegen feigen Meuchelmord, welcher ihn durch die Nächte hetzte. Oft und oft senkte sich das rote Tuch seiner Sturmfahne mit dem Sinnbild ewig sich erneuernden Lebens im weißen Feld über das Grab eines Kameraden, den der tückische Stahl oder ein meuchlerischer Schuß von seiner Seite gerissen hatte, lieber Gräber vorwärts, durch Krankenhaussäle und Gefängnismauern trug er — Geweihter feiner Idee — das Banner der deutschen Erhebung in das Frührot des neuen Morgens. Jahre um Jahre hat der SA.-Mann gekämpft und geblutet. Nie wich er dem Gegner von den Fersen, unaufhaltsam riß er die Schwankenden mit, rang er um die Seele der Abseitsstehenden, brach er aus der marxistischen Front die besten und wertvollsten Kräfte heraus und zog sie durch Tat und Beispiel unwiderstehlich als neue Kampfgefährten in den sozialistischen Ausbruch der Nation. Vierhundert Gräber liegen als unverrückbare Marksteine auf dem Marschweg der braunen Bataillone äur deutschen Revolution. Vierhundert Namen gefallener Kameraden stehen auf den roten Fahnen der braunen Stürme. Und diese Vierhundert, die für ihren Glauben an das nationalsozialistische Deutschland die Hakenkreuzfahne zum Bahrtuch nahmen, haben der SA. als Vermächtnis eine Verpflichtung hinterlassen: Nimmer zu ruhen und zu r a ft e n. Nicht den Sinn ihres Sterbens und den Geist der Revolution verfälschen zu lassen in der Stunde des Sieges. Und unerbittlich, unbestechlich darüber zu wachen, daß nicht Bürokraten, Schwätzer und Spießer sich mit dem toten Gewicht ihrer Ungeistigkeit an das heilige Wollen des Führers zum Ganzen, zum nationalistischen und sozialistischen Deutschland, hängen. Deutschland ist erwacht zum neuen Morgen. Darum wollen wir schaffen und wirken, als die unbestechlichen, kompromißlosen revolutionären Kämpfer für Freiheit und Ehre, für Volk und Vaterland! Oer Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß: 30. Januar! Machen wir uns klar, daß dieses Datum auf unabsehbare Zeiten derbedeutungs- v ollste Gedenktag der Deutschen fein wird. Denn mit dem 30. Januar wurde Deutschlands Rettung vor unaufhaltbar scheinendem Verfall und der W i e b e r a u f ff i e g aus der tiefsten Erniedrigung seiner Geschichte eingeleitet. Am 30. Januar 1933 wurde der Grundstein gelegt zum neuen Deutschland. Heute nach einem Jahr sehen wir voll Stolz auf die errichteten Teile des Rohbaues. Noch unterscheidet er sich in vielem nicht von anderen Rohbauten. Die alten Kämpfer der Bewegung aber, die Adolf Hitlers, wissen, daß der Neubau in seiner Vollendung auch die Vollendung des Nationalsozialismus sein wird. Das zweite Jahr des Nationalsozialismus beginnt! Reichsminister für Dolksanfklärung und Propaganda Or. Goebbels: Das erste Jahr der nationalsozialistischen Revolution liegt hinter uns. Das deutsche Volk hat wieder zu sich selb st zurückgefunden, das Reich ist in Kraft und Stärke neuerftanben. Wo vor 12 Monaten noch in ben Parlamenten Parteien ihr Unwesen trieben, Regierungskrisen auf Regierungskrisen folgten unb bas Schicksal bes Reiches von feigen Jnteressentenhaufen bestimmt würbe, teht heute eine einheitliche beutsche Nation, bie sich in überwältigenber Geschlossenheit zu einer Jbee unb zu einem Manne bekennt. Wenn bas beutsche Volk auch im neuen Kampfjahr so einig bleibt unb zusammenhält, bann wirb es sein Schicksal meistern unb eine neue Zukunft gewinnen. Reichsbauernführer und Reichsernährungsminister Oarre: Wenn dereinst in der Geschichte die Zeiten der nationalsozialistischen Revolution von 1933 behandelt werden, wird man feststellen: Verantwortungsfreudigkeit, Disziplin unb Treue zum Führer Abolf Hitler ber nationalsozialistischen Kämpfer um die Seele des deutschen Bauerntums hat verhindert, >aß die in Heller Empörung und ungehemmter Wut ich befindenden deutschen Bauern dieser Empörung hemmungslos nachgaben und damit Deutschland einem Chaos aussetzten. Der deutsche Bauer hat die legale Durchführung der Revolution gesichert. Das Bauerntum wird nach den Plänen Adolf Hitlers die Grundlage unseres Staates bilden müssen. Um die Ernährung unseres Volkes zu sichern, und das Bauerntum zu befähigen, die ewig sprudelnde Lebensquelle unserer Heimat zu sein, mußten gewaltige Aufgaben gelöst werden. Die Einigung der Bauernschaft war die erste, die Einheit zwischen Bauernführer unb Minister bie zweite Voraus- etzung, um bas eigentliche nationalsozialistische Ge- etzgebungswerk für das Bauerntum in Angriff zu nehmen. Es folgten kurz hintereinanber das G e - etz über den Aufbau des Reichsnähr- t a n d e s am 13. September, das Gesetz zur Sicherung des Getreibepreifes am Do die Wissenschaft ans Volk gebunden ist, ist sie davor bewahrt, in die Irre zu gehen. Erst durch dieVindung ansVolk erhält die Wissenschaft die Sicherheit und Stetigkeit ihrer Arbeit, erhalt sie den Sinn ihres Fragens und ihres Antwortens. Nur im Dienst des Volkes kann sie ihre Aufgabe erfüllen. Darum verlangen wir den v ö l k i s ch e n Gelehrten, den völkischen Studenten. Nur der völkische Forscher. der völkische Akademiker, der völkische Student ist davor bewahrt, sich an ein unnützes Spielen mit Begriffen, mit Paragraphen, mit Formeln zu verlieren und an die Stelle der Wirklichkeit eine geistige Schelde zu sehen. Nur er ist in der Lage, seine Arbeit immer wieder mit Sinn zu erfüllen und in den Zusammenhang Berlin, 29. Jan. (DNB.) 29. Jan. Auf einer Weihestunde des Allgemeinen Deutschen Waffenringes hielt Reichsminister des Innern Dr. Frick eine Diebe, in der er u. a. ausführte: Es ist ein chönes, herzerhebendes Bild, das gesamte deutsche Wafsenstudententum im Bekenntnis zumNa- tionalsozialismus geeint zu sehen. Die vielhundertjährige Geschichte deutschen Studenten- tums hat solche Einheit nie gesehen. Immer unb immer roieber ist versucht worben, bie volksbeutschen Stubenten zusammenzufassen unb sie geschlossen in den Dienst des deutschen Volkes und der deutschen Nation zu stellen. Aber alle Versuche gerieten in den Widerstreit politischer Gegensätze und was im Anfang hoffnungsvolle Einigungsbewegung schien, endete in neuer Zersplitterung. Die Zeit war nicht reif für die Schaf- ung der studentischen Einheit. Der Student lebte bisher ein Sonderdasein im Volk. Er unterschied Satisfaktionsfähige und Nichtsatisfaktionsfähige, nicht nach der inneren Ehrenhaftigkeit, sondern nach äußerlicher Klasseneinteilung. Die Korporationen der früheren Zeit haben ein gut Teil Schuld an dieser volksfernen, volksfremden Haltung. Die nationale Sache war bei ihnen i n guter Hut. Aber ein volksverbundener Sozialismus fand bei ihnen keine Pflege. Oie rechte Feier des nationalen Festtages. Der heutige Jahrestag ber nationalsozialistischen Revolution soll ohne große Feiern unb Festlichkeiten begangen werben. Die einzige Feier bes 3 0. Januar soll barin bestehen, bah notleibenben Volksgenossen burch eine besonbere Zuwenbung von Lebensrnitteln unb Kohlen ber Kamerab- schaftsgeisl ber ganzen beutschen Nation bewiesen wirb. Wenn auch bie Opferbereitschaft bes beutschen Volkes an biesem Feiertage nicht burch eine allgemeine Sammlung beansprucht wirb, so wirb boch jeber von uns feinem Dank an ben Führer sichtbaren Ausbruck geben wollen. Er kann es baburch, bah er einem notleibenben Volksgenof- fen am 3 0. Januar eine besonbere Freube bereitet, inbem er ihn zum 7N i t - tageff en einläbt, mit i h m in ein Theater ober ein Konzert geht ober ihm irgenbeine anbere Freube bereitet. Wenn sich bie Volksgemeinschaft burch solche stillen Feiern noch enger zusam- menschlieht, so wirb bas ber schönste Dank an ben Führer fein unb gleichzeitig fein Derk weiter förbern. An die politische Organisation Ein Aufruf Dr. Leys. B e r l i n, 29. Jan. (DNB.) Der Stabsleiter der Dolltischen Organisation der NSDAP., Dr. Robert Ley, erläßt zum 30. Januar folgenden Aufruf: „Der 30. Januar 1933 gab Adolf Hitler die Macht. Damit gehört dieser Tag zu den größten Daten der deutschen Geschichte. — Blickt man nur ein Jahr zurück, so will einem schier der Atem stocken über die gewaltige Umwälzung in Volk unb Staat. Was wir selbst in kühnsten Träumen als nidjt erreichbar für diese kurze Spanne Zeit hielten, wurde erreicht. Des Führers Arbeit in diesem einen Jahre würde heute schon genügen, Deutsch- lanb für Jahrhunderte hinaus ein neues Gesicht aufzudrücken. An diesem gigantischen Werk mit- geholfen und mitgearbeitet zu haben, ^^berechtigte Stolz der Politi- schen Organisation der Partei. Nur eine in den früheren Kampfjahren vorbildlich ausgebaute U^osfe Organisation mit ihren Sparten un? Äemtern ermöglichte es, reibungs- und Düllos all die Vielheiten der Organisationen zu übernehmen unb sie augenblicklich in neue Formen ju gießen und ihnen eine nationalsozialistische Wil- lensrichtuna und Führung zu geben. Dabei vergaß der politische Leiter keinen Augenblick, daß er zuerst P r e b i g e r war unb bann erst Arnts- malte r eines ihm übertragenen Amtes. Prebi- SuhJZ?1 h S 0 ldatzugl eich, so wirb es immer bleiben bann ist unser Enbsieg - die Eroberung des gesamten Volkes - unbedingt gewiß. Hitler fuhrt, wir werden wie bisher blindlings folgen und gehorchen. ö An die NGBO. Ein Aufruf Staatsrats Schuhmanns. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Der NSDO.-Leiter Walter Schuhmann veröffentlicht im „Deutschen" einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: Als wir vor Jahren in den einzelnen Betrieben die Betriebszellenorganisation gründeten, war uns von vornherein klar, daß wir mit dieser Oraanisation einen vollständigneuen W e g beschritten. Unser Ziel war: Aus der Betriebsgemeinschaft eine S ch i ck f a l s g e m e i n . f ch o f t zu formen. Aus diesem Grunde waren auch in der NSBO. nicht nur Arbeiter organisiert, sondern auch Angestellte unb Beamte unb späterhin Unternehmer. In ber Uebernahme der Gewerks chaf- te n am 2. Mai 1933 unb ber späteren Zusammen- fafiung in ben bisher bestehenden Verbänben der Deutschen Arbeitsfront sahen wir nur e l neu U e b e r g a n g. Die Erfahrungen der letzten Monate haben uns die Richtigkeit des von uns eingeschlagenen Weges bewiesen, und so konnte der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, jetzt daran gehen, die Arbeitsfront so zu gestalten, wie Betriebsgefolgschaft. Die Führung durch die NSBO. des Ganzen einzuordnen. Alle Arbeit in Deutschgarantiert auch für alle Zukunft, daß in den deut-l land Hal nut einen Sinn unb ein Ziel: Das scheu Betrieben nicht mehr Klassenkampf und Kasten- Volk! Es gibt nur einen Zusammenhang in Qeift die Arbeit hemmen, sondern durch innig- Deutschland: Das Volk. st es Zusammenarbeiten der Gedanke! v. r m r . , ~ " -m-infchafk in Deutschland und An diesem Volk muh ü-r Student Mltt-n Lrin ~ -* - di? stehen. Mit sozialem Verständnis für das Volk unb Tat"umge letzt wird. " feine Bedürfnisse und Nöte ist nichts getan. Sozialismus ist keine Sache der bloßen Auffassung unb Ed" ä Äeiter fw abfunbigungen Zweifel erweckt worben, ob bas Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses qe- maß ben embeutigen Erklärungen ber Reichsregie, rung burchgeführt wirb. Bei biesen Abkünbi- gungen hanbelt es »sich lebiglid) um eine Stellungnahme ber katholi- scheu Kirche, bie ben Staat nicht Hinbern wirb bas von ihm für notmenbig erkannte Gesetz H n d o II e m Umfang auszuführen. Kunb- aebungen, bie einer Aufforberung zum Ungehor- Liberales Denken hört aus diesen Sätzen schlimmste ü n t e^b n n ü - ^^'^gesetz gleichkommen, werden tulturwibrige Vergewaltigung ber Forschung heraus 1 0 u n 0 e n- unb man kann im Jnlanb unb im Auslanb immer lieber leibenschaftliche Proteste gerabe gegen diese ?ötze des Nationalsozialismus erfahren. Freiheit, _ der Wissenschaft heißt, sinnvoll verstanden, nichts 1)16 ■Preisrid)ter für ben „Sfefan-Seorge-preis** anderes, als daß der Forscher der Wahrheitzu un& fur den Nationalen Filmpreis, dienen verpflichtet fei. Darum und n u rL Der Reichsminister für Volksaufkläruna und Darum soll die Wissenschaft frei fein. Diese Ver- Propaganda hat im Jahre der nationalsozialistischen pflichtung an bie Wahrheit will ber Nationalsozia- Revolution einen Nationalpreis für basjeniae lismus ber Wissenschaft wieder ermöglichen. Puch- und Filmwerk geschaffen, bas ben aufriitteln- Sr gibt ber Wissenschaft die Freiheit zurück, bamit d^u Erlebnissen unserer Tage ben padenbften unb !ie .uch Lieber 1 n ö en Sie n ft ber Wah r - künstlerisch reichsten Ausbruck gibt. Für beide Preise h ei t stellen kann, benn biese Freiheit der Wahrheit [lnb nunmehr bie Mitglieber ber Preisgerichte für 3U bienen, war ben Wissenschaften gerabe von denen das Jahre 1934 ernannt worben, unb zwar für ben genommen worben, bie heute über bie kulturzerstö- Puchpreis, ber nach einer Verfügung bes Mini- renbe Vergewaltigung ber Wissenschaften in Deutsch- Ars bie Bezeichnung „Stefan-George- lanb lärmen. Aergerer Mißbrauch ist nicht benk- P r e i s" erhalten hat: 1. ber fteUoertretenbe Präsi- bar, als wenn em Marxist, fußenb auf der natur- deut der Reichskulturkammer Walter Funk Marxismus von Menschen und Staatssekretär im Reichsministerium für Volksauf- Irrlehren mit dem Range klarung und Propaganda, 2. der Präsident der ?°n EA^tteu au^stattet und sie durch das Mittel Schrifttumskammer Hans Friedrich B l u n ck, 3. ber mÜ nt’Lr Wissenschaft politisch wirksam zu §rasibent ber Deutschen Dichterakabemie Hanns machen versucht. I o h st 4. ber Orbinarius für Germanistik ber Uni- r-T « Heidelberg Geheimrat Professor Dr Fried' nch Panzer, 5. der Reichsdramaturg Oberregie- ^ngsrat Dr. Rainer Sch l ö s s e r, 6. der Ordina- I n für Ateraturgeschichte an der Universität Ber- rnt Professor Dr. Jul. P etersen, 7. der Staats- rat ber thüringischen Regierung unb Schauspielbi. reftor am Deutschen Nationaltheater in Weimar Dr. i °ns Severus Ziegler: für ben Filmpreis: der ftelloertretenbe Präfibent ber Reichskultur. Malter F u n k, Staatssekretär im Reichs- mmiftenum für Volksaufklärung unb Propaganba, •*rmÜ?ent der Reichsfchrifttumskammer Hans “ n?’ 3' der Präsident der Deutschen Dichterakabemie Hanns I o h st, 4. der Präsident ber Reichsstlmkammer Dr. Scheuermann, 5. Minj. A??lrat Dr. Seeger, Reichsminifterium für So saufHatung und Propaganda, 6. Schriftleiter ®*t’ München' in' 7" 6ct,rifttoiter Br' Buch- ber Freiheit der Wissenschaft politisch wirksam zu 26. September unb bas Reichserbhofgeseh Sie können, meine Kommilitonen, ben Sozialis* am 29. September. Die Bauern wissen, daß es kein mus auf der Hochschule nicht lernen wie ein Fach, leichter Weg sein wirb, um das Ziel zu erreichen. Sie können nur durch das Leben selber zum So- Aber wir wissen auch voller Stolz, daß wir die zialismus erzogen werden, so, daß er Ihre Natur Erben bäuerlicher Ahnen sind, die durch ein Jahr-! tausend bauernentfremdeter Geisteshaltung trotzig ihr Bauerntum in unsere Zeit hinübergerettet ha- ben. Diese Tatsache gibt uns die kraftvolle Zuver- ~ w Mt, bafi wir die uns oom Führer Adolf Hitler Heutt Uhr 016 KMiZlerrede gestellten Aufgaben losen werden. Ministerpräsident und Reichslust- ,m Tiunörunf. fahrtminister Göring: heutigen Dienstag, 15 Uhr, tritt der Di- nationalsozialistische Reoolution, die ani B e i ch s t ll g zu s ll m IN e n. Die Sitzung des Reichs. 30. Januar 1933 Deutschland und das deutsche Volk tags mit Der Regierungserklärung durch eroberte, wirD in Der Geschichte als Die klassische n t« » 11 <>, or x A f t Reoolution dargestellt werDen, weil sie n i ch t D u r ch " Reichskanzler Adolf h.ller wird Gewalt siegte, sondern durch ihre Jdee, unfalledeutschenSenderübernommen weil sie nicht die Macht ergriff, sondern dieMen - werden. scheu, weil sie nicht zerstörte, sondern a u f b a u t c. Und das liegt nur daran, weil bie nationalsozia- uffiMMEHc listische Jbee nicht nur bie bessere, sondern bie beste ist, nicht nur eine, fonbern Die einzige oerwanDelt. UnD Doch müssen Sie, meine Kommili- ist — imftanDe Das deutsche Volk aus verwor- tonen, härteste Sozialisten werden, weil Sie im rener und verdorbener Zeit in eine schöne unb künftigen akabemifchen Beruf vorbilbliche So- rourbige Zukunft zu führen. z i a l i st e n sein müssen unb weil Sie burch bie Ein Jahr erst liegt hinter uns, feitbem unser geistige Welt bes Studiums und Berufs mehr als Banner siegreich über Deutschland emporftieg, unb anbere Volksgenossen in der ständigen Gefahr schon blicken die Völker der Erde in Achtung, in stehen, ben Zusammenhang mit bem Volk zu ver- Furcht und in Sehnsucht auf bas große Wunber, Heren unb bem Sozialismus untreu zu werden. di° S-Ndung Adolf Hitlers erfüllte. Sie muffen daher mit der autzerften Entfch,offen- .”«",ÄrÄfP'iU'’£ 4." historische Betrachtungen anzustellen, sondern weiter ^rc 5 2?r,C<6 unb der einseitigen, absei- zu kämpfen, weiter zu arbeiten, bis wir ohne ri9en weit der Hochschule herauszutreten. Sie Sorge Schwert, Pflug unb Hammer ber nächsten müssen Gemeinschaften schaffen und Generation in die jungen Fäuste geben dürfen, da- auf suchen, in denen Sie Volks- und sozia- mit sie erwerbe, was wir ihr erkämpften. listische Lebensgemeinschaft unmittelbar erleben. Kultusminister liust: Den Belangen des Volkes, den Vorrang zu er- L". k-d en st usm^md Statten foziattstj. kämpfen, war Hitlers Ziel. Die Blut- unb bie ,r? ^Ziehung geschaffen, in denen Sie sich Schicksalsgemein schäft ber Nation über Einsehen müssen. Nur so werden Sie sozialistische jede anders geartete Gemeinschaft zu stellen, haben Kämpfer, wenn Sie, meine Kommilitonen, so wir ben beutschen Menschen gelehrt. Daß ohne ben ins Volk zurückkehren, um dauernd in ihm zu fanatischen Willen zur Gemeinschaft Leben unb Frei- bleiben und sich gegen ben Rückfall in jedwede heit verloren sind, hat bas lebenbe Geschlecht, vom Absonderung wappnen, dann stellen Sie auch Schicksal schwer geschlagen, vom Nationalsozialismus die Ehre, ben Sinn und die Aufgabe der hoch- nickst^ erst^durch^Leid^un^NaE^/Mss»i'?rwerben^ Akademiker- im Do.ke miede/ her. Das heute unser ist. Wir werDen Die Jugend o L^,Qn^m. die starken nationalsozialistischen lehren unD erziehen, Daß sich DeutschlanD nie wieDer Graste, Die m Der Studentenschaft leben unD Form in Religionskämpfen unD Klassenkämpfen zerstören gewonnen haben unD in Der Hochschule Raum Der« wirD. langten, als eine Beeinträchtigung Der Wissenschaft- Das erste völkische Gebot heißt: Die Gemein- [-4.? Aufgabe Der Hochschule erschienen. Heute wird schäft Deines Volkes stehe dir ü b e r Daß der Einbruch dieser Kräfte in Die Hoch- jeDem a n D e r e n ! Stehe stets zu ihr unD gegen [4u.*? "ölig war, um Die Hochschule zu retten unb jeben, Der ihre Festigkeit bebroht! Es gibt nur e i n e ^rer erneuerten Bestimmung zuzuführen. Damit wahre Tobsünbe gegen Deutschland: bie Ver-^u eine Reform ber Hochschule vollzogen 1 etzung bieses Gesetzes; denn an dieser morden, die nie mit papiernen Vorschriften möglich Sünde müsse Deutschland sterben. Darum ist sie auch roäre-. Wenn alle Glieder ber Hochschule Die einzige Sünbe, Die vom völkischen Staat nie m .Auffassung von Der Ehre, Dem vergeben wirD, möge man sich berufen auf roen toInn der Aufgabe Der Hochschule vereinen, man will. Die Deutsche JugenD wirD in einem deut- rroen? a:. ^u^der ber Hochschule im National- schen Volksgemeinschaftsfanatismus erzogen werben, sozial ismus zusammen stehen, bann wer- Daß Wortführer anberer Parolen sich in Deutschlanb t Spannungen, bie heute noch zwischen bem nicht mieber zum Wort melden werden Wlsienschaftsblenst unb bem nationalsozialistischen ^ö^yungsblenst bestehen unb vielfach als gegen- 1 satzlich unb unvereinbar miteinander empfunbe'n werden, sich in einer inneren Einheit aufheben. Daladier bildet das ne Paris, 30. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Prä- ftdent der Republik hat am Montagnachmittag dem ehemaligen Ministerpräsidenten D a l a d i e r den Auftrag zur Kabinettsbildung angeboten. Daladier hat in den Abendstunden dem Präsidenten mitgeteilt, daß er den ihm übertragenen Auftrag annehmen werde. Gegen 1 Uhr nachts hat er die Beratungen über die Regierungsbildung bis zum Vormittag vertagt. Er erklärte, der Presse: Ich habe bereits die Zusage verschiedener Persönlichkeiten erhalten, aber einige, die ich um den Eintritt in mein Kabinett ersuchen will, waren heute abend nicht zu erreichen. Ich will gegen 9 Uhr die Besprechungen wieder aufnehmen. Daladier soll sämtliche Portefeuilles seines Kabinetts bis auf drei bereits untergebracht haben. Die Parteigruppierung soll sich von den Neu- je französische Kabineti. materieller Schaden entstanden sei. Der General- slaatsanwalt hat derKlage stattgeben müssen. ■$er Abgeordnete Bonnaure, der am Montag vom Bayonner Untersuchungsrichter vernommen wurde, ist vorläufig auf freiem Fuß belasse n worden, doch hat er sich dem Gericht zur Verfügung zu halten. Bonnaure beteuerte, von Stavisky keine anderen Beträge als die Honorare für 1€ • n c N e chtsberatung in der Frage der ungarischen Agrarbonds erhalten zu haben. Nach der Vernehmung nahm die Bevölkerung eine drohende H a l tu n a gegenüber Bonnaure ein, so daß die Polizei einen Privatkraftwagen vorfahren ließ, in dem Bonnaure unter dem Pfeifen der Menge in rasendem Tempo davonfuhr. Er hat sich nach Biarritz begeben. In den Straßen herrschte bis Mitternacht reges Treiben. Die Menge geriet sogar mit der Polizei aneinander, die zwei Verhaftungen vornahm. Die britische Marknekonferenz in Singapurs wurde beendet. Admiral Sir Frede- ric Dreyer, der Oberbefehlshaber der China-Station, der auf der Konferenz den Vorsitz führte, wird on Bord des Kreuzers „Suffolk" nach Batavia (Holl.-Jndien) in See gehen. * Die Rede Stalins hat in politischen Kreisen Japans große Unzufriedenheit hervorgerufen. Man erklärt, daß die letzten Reden Kagano- witschs, Molotoffs und Stalins die politische Lage Zugespitzt haben. Das japanische Auswärtige Amt, so wird erklärt, behalte sich weitere Schritte vor, sobald der genaue Text der Rede Stalins in Tokio vorliegen wird. * Die militärischen Operationen in der chinesischen Provinz F u k i e n sind eingestellt worden, da sich die Reste der aufständischen 19. Armee kampflos ergeben haben. Ihr Führer, General Tangtsching- kai, soll nach Hongkong geflohen sein. * Daladier. sozl alisten bis zu den Linksrepubli- fanern erstrecken unter Einbeziehung eines Mitgliedes der katholischen Demokraten. Besondere Schwierigkeiten macht die Besetzung des Innenministeriums, auf das der Neusozialist M a r q u e t Anspruch erhebt, während Daladier es seinem bisherigen Mitarbeiter Frot übertragen möchte. Indessen wird die Frage der Beteiligung der Neusozialisten erst in einer Fraktionssitzung am Dienstagvormittag entschieden werden. Im Augenblick kursiert in den Wandelhallen der Kammer folgende Ministerliste: Ministerpräsident und Außenminister: Daladier. Innenminister Frot. Finanzminister: P i e t r i. Iustizminister: Henri Roy (Senator). Unterrichtsminister: Marquet oder de 3 o u- venel. Kriegsminister. Oberst Fabry. Luftfahrtminister: Pierre Lot. Ministerium für öffentliche Arbeiten: P a g a n o n. Handelsmarineministerium: GuydeLhambre. Kriegsmarineministerium: de Lhappede- l a i n e. Handelsministerium: P a l m a d e. • Kolonialministerium: Lathala. Wohlfahrtsministerium: Auray (Senator). Die Betrauung Daladiers wird von der Presse im allgemeinen sehrgünstig ausgenommen. Auch die Ankündigung, daß er das Außenmini st erium selbst übernehmen will, findet allgemein Anklang. „Echo de Paris" freilich will an keine lange Lebensdauer des neuen Kabinetts glauben. Die Einbeziehung der Neusozialisten werde die Altsozialisten in Wallung bringen und ihre Feindseligkeiten gegen die Regierung nur noch steigern. Das Blatt behauptet ferner, daß innerhalb der Radikalsozialistischen Partei die Gruppe Herriot-Chautemps bereits offen die Torpedierung vorbereite. Die nationale Minderheit könnte erst recht nicht nach der Pfeife eines Marquet tanzen. Dagegen bezeichnet der „Matin" die Kombination Daladier als ein Kabinett der republikanischen Verteidigung nach dem Muster Waldeck-Rousseaus. Daladier wende sich an Persönlichkeiten und nicht an Gruppen. Oie verschwundenen Gtavisky-Akten. Paris, 30. Jan. (DNB. Funkspruch.) Einer der Helfershelfer Staviskys, der vor einigen Tagen im Abwesenheitsverfahren vom Pariser Gericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, hat jetzt den Spieß umgedreht undeineKlage gegenUn- bekannt wegen Entwendung der berüchtigten 1200 Beweis st ücke aus den Staoifkyakten bei der Pariser Generalstaatsanwaltschaft eingereicht. Er begründet seinen Antrag damit, daß durch das Verschwinden dieser Akten ihm und seiner Familie unermeßlicher moralischer und Kleine politische Nachrichten. Die Saarbrücker Zeitung hatte in ihrem Zeltungsgebäude, in ihrer Buchhandlung und in ihrer Filiale einen Aushang angebracht, in dem die Bevölkerung aufgefordert wurde, zur Feier des Tages der Wiederkehr der nationalen Revolution ihre Häuser zu beflaggen. Die Regierungskommission hat daraufhin sämtliche Aushänge b e - schlagnahmen lassen. Amerika rüstet zu einer großen Feier des Geburtstages Roosevelts, der am Dienstag 52 Jahre alt wird. Zum ersten Male in der Geschichte der amerikanischen Republik wird der Geburtstag eines noch im Amt befindlichen Präsidenten allgemein begangen. Die Einkünfte aus den abendlichen Veranstaltungen, die in der ganzen Union stattfinden, sollen der Rooseveltschen Warmsprings- Stiftung in Georgia, die der Bekämpfung der spinalen Kinderlähmung dient, zugute kommen. Roosevelt selbst verbringt seinen Geburtstag in intimem Kreise. Sieht Frankreich in einer Krisis des Systems? Von unserem ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Paris, 29. Januar 1934. Seit Weihnachten schüttelt Frankreich sich im Fieber der verschiedenen Finanzaffären. Nach Alexander Stavisky kam Alexander George. „Alexander II." hat ihn der bissige Pariser Witz getauft. Und seit Weihnachten kämpfte C haute m p s mit allen Künsten des geliebten parlamentarischen Taktikers darum, das Schifflein seiner Regierung durch die brandenden Wogen der empörten öffentlichen Meinung zu steuern. Der Erfolg ist ihm versagt geblieben: trotz der verschiedenen parlamentarischen Vertrauensvoten hat er am Samstag dem Kabinett selbst die Demission vorschlagen müssen. Das Ansehen des Kabinetts war endgültig ramponiert, nachdem sich außerdem Kolonialminister Dalimier, vor wenigen Tagen auch noch der Justizminister Raynaldy dazu entschließen mußten, zurückzutreten. Was sich am Samstag ereignet hat, ist mehr als eine Niederlage der Regierung Chautemps. In Wahrheit hat die französische Kammer, hat das von ihr repräsentierte parlamentarische Sy st em einen schweren Schlag erhalten, und es wird heute noch niemanden geben, der sagen könnte, ob der französische Parlamentarismus in der Lage ist, sich davon zu erholen. Das ist ja das Bezeichnende an dem ganzen Vorgang, daß die parlamentarischen Körperschaften, Kammer und Senat, in all den letzten Wochen jederzeit bereit waren, dem Ministerpräsidenten jede erforderliche Mehrheit zur Verfügung zu stellen und daß trotzdem Chautemps genötigt war, die Konsequenzen aus einer unhaltbar gewordenen Lage zu ziehen. Was daraus spricht, ist nicht mehr und nicht weniger, als daß mindestens die Kammer in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung nicht mehr der wahren Volksmeinung entspricht. Die im Parlament praktisch bedeutungslose Opposition der Rechten war in der Lage, den Druck her öffentlichen Meinung in Demonstrationen und Krawallen so zu mobilisieren, daß Chautemps mit einer Mehrheit von über hundert Stimmen in der Kammer nicht mehr imstande war, sich und sein Kabinett am Ruder zu halten. Die Frage ist nun, ob Frankreich die Symptome der Systemkrise voll erkennt und die Kraft hat, daraus die entsprechenden Schlußfolgerungen zu ziehen. Es ist ja kein Zweifel, daß die vor 150 Jahren geborenen Grundsätze namentlich in der jüngeren französischen Generation erheblich an Zugkraft verloren haben, weil man erkannt hat, daß die unbegrenzte Freiheit, deren sich noch vor kurzem jeder Franzose rühmte, zur Schrankenlosigkeit zu werden drohte, und damit den Staat unmittelbar traf. Das junge Frankreich ist auch des Haders der Parteien und des undurchsichtigen politischen Klüngels müde. Daher auch die scharfe Ablehnung der verschiedenen Formen von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, die zur Aufdeckung der Finanzskandale beitragen sollten: die öffentliche Meinung hatte Sorge, daß ein parlamentarisches Jnteressententum nichts zur wirklichen Aufklärung der Affären, sondern alles zur restlosen Vertuschung der Dinge und der teilweise recht peinlichen personellen Zusammenhänge tun werde. Wer die heutige innerpolitische Lage Frankreichs vorurteilsfrei betrachtet, muß zu der Erkenntnis kommen, daß jeder rein parlamentarische Versuch zur Lösung der Regierungskrise keinen wirklichen Ausweg aus den Schwierigkeiten des Landes dar-' stellt. Heute handelt es sich nicht mehr darum, ob diese oder jene parlamentarische Mehrheitskombination regierungsfähig sei oder nicht. Die wirklichen Schwierigkeiten liegen anderswo. Denn letzten Endes handelt es sich hier offenbar nicht nur um die Krise eines politischen, sondern eines wirtschaftlichen Systems. Die Finanzskandale der letzten Jahre und Wochen sind nicht mehr als Einzelerscheinungen zu werten; sie sind vielmehr Symptome für diese tiefgreifende Krise. Noch spricht man davon, daß die französische Wirtschaft rein privat- kapitalistisch-liberal organisiert sei. Tatsächlich ist aber der Staat längst zum größten und entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden. Der Staat ist heute die einzige Hoffnung der großen Unternehmungen, die jeden Tag mit einem neuen Wunschzettel, mit neuen Forderungen auf Zölle, Kontingentierungen, Kredite und staatliche Aufträge erscheinen. Eine immer größere Anzahl von Unternehmungen wird heute auch in Frankreich verkappt oder offen subventioniert. Die Kammer ist viel mehr der Mittelpunkt des Wirtschaftslebens als die Börse. Und nur der Staat verfügt noch über Kredit am Anleihemarkt: die Privatunternehmungen finden bei noch so hohem Zinsfuß kein Geld. Das Wort „Privateigentum" beginnt heute in Frankreich seinen bisherigen Sinn zu verlieren. Dazu wird die Finanzlage immer schwieriger — 13 Milliarden Defizit in den letzten zwei Jahren! — die Arbeitslosigkeit wächst und alle Zeichen einer Konjunkturbesserung haben sich bisher als trügerisch erwiesen. Kein Wunder, daß die Regierungen der letzten Monate unvolkstümlich waren, zumal die Kammer sich auch als unfähig erwiesen hat, der wahren Volksgemeinschaft Rechnung zu tragen. Wer immer auch der Nachfolger Chautemps sein wird — er sieht sich vor politische und wirtschaftliche Entscheidungen gestellt, die an grundsätzlicher Bedeutung gewiß nicht hinter den Schicksalsfragen der Großen Revolution von 1789 Zurückbleiben. D i e Seh ns ucht nach der glaubens st arten Persönlichkeit, nach einem Mann von Mut und Opferbereitschaft, der in der Lage wäre, m i t überlegener Autorität sein Land zu führen, ist heute im französischen Volke vermutlich schon stärker als die wankende Ueberzeugung von der Richtigkeit veralteter parlamentarischer Grundsätze. Aus aller Welt. Starke Schneefälle in den bayerischen Bergen. . In der Nacht zum Sonntag und den ganzen Sonntag über sind in den bayrischen Bergen ausgiebige Schneefälle eingetreten, die zu einer Erhöhung der Schneedecke um 30 bis 40 cm geführt haben. Es handelt sich um pulverigen Neuschnee, den namentlich die Wintersportler sehr begrüßen werden. Die Temperaturen sind in den Hochlagen gesunken, so meldet am Montag der Peißenberg 4, Hirschberg und Predigtstuhl 8, Zugspitze 17 Grad unter Null. In den Tälern bewegen sich die Temperaturen um Null. Auch gegenwärtig werden noch aus den Bergen Schneefälle gemeldet, allerdings nur vereinzelt. Kältewelle in USA. — Feuersbrünste in Renyork. Bei zwei großen Feuersbrünsten in Neu- york wurden 28 Feuerwehrleute verletzt, 12 von ihnen schwer. Es herrschte ein Sturmwind von über 100 Kilometer Stundengeschwindigkeit. Die Kälte war so stark, daß 10 Feuerwehrleute wegen Erfrierungen in ärztliche Behandlungen genommen werden mußten. Sechs andere waren von der Kält- so erstarrt, daß sie außerstande waren, sich durch die Flucht zu retten, als eine 20 Meter hohe Mauer emstürzte. Den Bränden fielen zwei Hotels, zwei Tanzhallen und ein Sporthaus für Boxkämpfe zum Opfer. 200 Personen sind obdachlos geworden. Der Schaden beträgt 400 000 Dollars. Der Bürgermeister von Neuyork hat wegen der starken Kälte Weisung gegeben, jedem Obdachlosen ohne Rücksicht auf die Kosten unbedingt Unterkunft zu verschaffen. Im östlichen Teil der Vereinigten Staaten sind alle regelmäßigen Flugdienste eingestellt worden. Der Eisenbahnverkehr erleidet starke Verspätungen. Bisher sind 20 Todesfälle infolge d'Zr ungewöhnlichen Kälte zu verzeichnen. Große Ueberschwemmungen in Chile. — hundert Todesopfer. Die katastrophalen Ueberschwemmungen infolge der außergewöhnlich starken Schneeschmelze in den Bergen an der chilenisch-argentinischen Grenze haben bisher rund 100 Todesopfer gefordert. Der Aconzagua, der höchste Gipfel Südamerikas, verlor seinen Mantel von „ewigem" Schnee. Sämtliche Verkehrsmittel in diesen Gegenden wurden lahmaelegt. Brücken, Straßen, Kraftwerke und teilweise auch Ortschaften wurden zerstört. Den Schaden schätzt man auf rund 50 Millionen mark. Chinesischer Fifchdampfer mit 31 Mann gesunken. Nach einer aus der chinesischen Hafenstadt Tschifu (Provinz Schantung) in Schanghai eingelaufenen Meldung ist ein chinesischer Fischdamvfer mit 31 Mann Besatzung in einem Taifun gesunken. Mieder Münchner Mehgersprung am Rosenmontag. Die Obermeister der Münchener Metzgerinnungen haben sich auf eine Anregung hin bereit erklärt, den Metzgersprung am Fastnachtsmon- t a g zugunsten des Winterhilfswerks in seiner historischen Aufmachung und Form durchzuführen, obwohl nur eine kurze Vorbereitungszeit zur Verfügung steht. Es ist ein Ausschuß gebildet worden, an dessen Spitze der Münchener Metzgermeister Prock steht, der auch den letzten Metzgersprung, der im Jahre 1928 stattfand, geleitet hat. Der Metzgersprung ist seit 1426 nach Nürnberger Vorbild von der Münchener Metzgerzunft übernommen und alljährlich am Faschingsmontag anläßlich der Freisprechung der Lehrlinge beim Flschbrunnen am Marienplatz abgehalten worden. Dem Festzug geht eine kirchliche Feier voraus. Zeitweise war der Metzgersprung in Vergessenheit geraten. Der Codex Sinaiticus gestohlen? Der zur Zeit tn Kairo anwesende Erzbischof von Sinai hat das Britische Museum in London telegraphisch um die Auslieferung der berühmten Bibelurschrift Codex Sinaiticus ersucht, die das Britische Museum vor kurzem von der Moskauer Regierung käuflich erworben hatte. Der Erzbischof erklärt, der Codex Sinaiticus gehöre dem Kloster vom Berge Sinai, und er habe sichere Beweise, daß der Codex im Jahre 1844 aus dem Kloster gestohlen worden sei. Seine Vorgänger hätten sich nach der Revolution alle Rechte gegenüber der Räteregierung vorbehalten. Der Erzbischof deutet an, daß er möglicherweise mit einer Entschädigung rechne, falls das Britische Museum eine Herausgabe der wertvollen Schrift verweigern würde. Wettervoraussage. Noch immer lagert der Kern des Hochs im Westen, und eine Brücke erstreckt sich quer über Deutschland. Unsere Wetterlage bleibt zunächst noch unter dem Einfluß des hohen Druckes, doch breiten sich von Skandinavien her Ausläufer eines Tiefs im Norden südlich aus. Somit wird von Nordwesten milde ozeanische Luft nach dem Festland gelangen und dort neblige Bewölkung veranlassen, vereinzelt sogar zu etwas Schneefall führen, ohne aber die Großwetterlage im wesentlichen umzugestalten. Die Temperaturen kommen nachts weiterhin unter Null zu liegen. Aussichten für Mittwoch: Neblig-wolkig mit vorübergehendem Aufklaren, meist trocken, leichter Nachtfrost. Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des neblig-wolkigen Wetters fnit Nachtfrost, vereinzelt auch Neigung zu etwas Schnee. Lufttemperaturen am 29. Januar: mittags 3,1 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 30. Januar: morgens —3,1 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum — 3,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends — 0,2 Grad; am 30. Januar: morgens —0,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer % Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Sjans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. ■ WALD ORF-ASTO R I A • G > 1*1 • B » H » ft © jy C H EN MAOeMACHfH ausgestattet ist. ZIGARETTEN FABRIK OBERST hat vor allen anderen SVs Pfennig- Zigaretten einen außerordentlichen Vorsprung. In dieser Preislage ist sie nämlich die einzige Zigarette, die mit dem neutral schmeckenden 12 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Erstlings-Aussteuer Neueste Mode für die kleine Welt! Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 27. Januar 1934. 0495 Die Beerdigung findet am Mittwoch, 31. Januar, nachm. 3% Uhr statt. ..............um.....iiiiWhlllhllllllllllllllllllllhlllWIlhhllWIllN^ 593D BallitagsmälicheD Gr.Gußkessel (300 Liter) und kleiner Herd zu verkaufen, vivo Mühlstr. 26 II. Ludwig Kaiser (Klavier) aus Kassel. Erstlings-Hemdchen... Erstlings Jäckchen...... Erstlings-Strümpfchen Prof- Fritz Stein aus Berlin (Vortrag). .....0.50. 0.40. 0.30 0.55. 0.50. 0.40, 0.35 .... 0.75. 0.50, 0.35 den verschiedenen Hotels — ging dann zum Tanz. Frau Lucie legte sich fester gegen den Arm Härtlingens, als sie zusammen tanzten. Ihr war plötzlich seltsam traurig zumute. War es schon jetzt die Ahnung, welches Schicksal ihre große heiße Liebe zu Rudolf Härtlingen haben würde? ••••••eeee Gut möbliertes Wohn- und Schlafzimm. Zubehör (Zentralheizung) im Zentr. der Stadt Mit kühlem Spott sah er ihr in die Augen. „Wie gefällt es Ihnen hier, gnädige Frau?" „Oh, recht gut. Doch — die Menschen sind nicht alle angenehm." „Man nimmt sie aber in Kauf. Zum Amüsieren gehören nun einmal andere, recht viele Menschen mit!" sagte er lächelnd. Sein Lächeln hatte schon früher alle Frauen bezaubert. Jetzt war es erst recht der Fall, wo sich in dieses Lächeln der geheime Spott mischte. „Ich könnte mir gut vorstellen, daß ich mit einem geliebten Menschen allein sein könnte. Ich brauche die anderen nicht!" sagte sie leise. „Oh! Das ist eine Illusion, die einem bald genug zerstört wird!" sagte er, und in feinen Augen leuchtete es hart und unerbittlich auf. Sie senkte den schön frisierten dunklen Kopf. Irgendwer hatte in Paris durchblicken lassen, daß Härtlingens junge Frau auf tragische Weise ums Leben gekommen sei. Hatte er diese Frau so sehr geliebt, daß er nun keiner neuen guten Liebe mehr zugänglich war? Der Druck seiner Hand war kühl und höflich. Lucie von Sellinger hätte am liebsten laut aufgeweint. Sie saß dann sehr still und blaß neben der Gemahlin eines hohen englischen Offiziers. Aber später gesellte er sich doch wieder zu ihr. Es machte sie sehr glücklich. Doch das Mißtrauen blieb. Verachtete Rudolf Härtlingen im Grunde seines Herzens alle Frauen? Sie vermeinte auf einmal, dies zu wissen. Wie furchtbar das wäre, wenn diese Ahnung in ihr recht behalten müßte! Aber sein Benehmen an diesem Abend irritierte sie immer wieder. Und — nicht zuletzt war sie eben doch sehr stolz darauf, daß er sich ihr so ausschließlich widmete. Sie sah ja nur zu gut die neidischen, enttäuschten Damengesichter ringsumher. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 31. Januar, nachmittags 1% Uhr, in Heuchelheim, von Gartenstraße 17 aus statt 5970 „Stark engagiert?" fragte Baron Forster vorsich- tig, als er mit Härtlingen einmal allein war. Der Graf zuckte mit den Schultern. „Engagiert? Wieso? Interessieren Sie sich viel- leicht?" „Allerdings. Doch mit Ihnen werde ich keine Liebeshändel anfangen. Ich wollte wissen, wie ich mich zu verhalten habe." ______ (Fortsetzung folgt.) Das waren die Gedanken, die hinter Graf Härtlingens Stirn kreisten. Wenn Frau Lucie das hätte ahnen können! So aber liebte sie dieses spöttische, vielerfahrene Lächeln im Gesicht des eleganten, hochgewachsenen Mannes. In Monte Carlo war es! Und Frau Lucie freute sich insgeheim diebisch, daß es ihr gelungen war, sein Reiseziel ausfindig zu machen. Graf Härtlingen aber wußte, daß sie ihm nachgereist war. Ganz einfach nachgereist war sie ihm, und sie hatte nun schon an Wert für ihn verloren. Was tat es? Keine Frau hatte Wert für ihn! So war es ja auch ziemlich gleich, ob ein Zufall sie nach Monte Carlo verschlagen hatte oder nicht. Das Paar erregte Aufsehen. Selbst hier, wo doch aller Herren Länder Menschen beisammen waren. Die blonde Miß Glodin aus Baltimore zuckte erschrocken zusammen. Sie liebte den großen eleganten Deutschen. Aber jetzt sah es doch bald so aus, als ob diese Frau von Sellinger, die mit ihr im gleichen Hotel wohnte, ein Recht an ihn besäße? Zwei Herren steuerten auf Härtlingen zu, reichten ihm erfreut die Hände. „Doch gekommen? Wir dachten schon... Aber, lieber Graf, möchten Sie uns nicht vorstellen?" „Aber bitte recht sehr. Gnädigste gestatten: Baron Forstner, Bankier Malzenhein — Frau von Sellinger!" Die Herren küßten die entgegengestreckte Hand, und Baron Forstner dachte: Donnerwetter! Reizende Frau! Aber Härtlingen? Friedberg, den 29. Januar 1934. Direktion der Aufbauschule. D r. Faber. staötwei Gießen 648d Mittwoch, 31.L, 19,30-22,15Uhr: l7.Mittw.-Abon. Gewöhnt Preise Alle geg. Einen -Einer f. Alle. Schauspiel in 4 Akten von Forster-Burggras 6tönt5erlngt3M0.55 Irische See. und Flußfische empfiehlt billigst A.^och«achfolgev Mauvburg 15 ssso Telephon 3612 Gießener Konzertverein Sonntag, 4. Februar 1934,17 ühr, Univ.-Aula. 6. Konzert. Reger-Abend BM[(inueu) sucht vogtländische Wäschefabrik zum Besuch von Privatkundschaft. Gute Verdienstmöglichk. Schriftl. Angeb. u. 592V a. d. Gießen. Anz. M. gegen hohe Vergütung u. la Sicherheit für zirka 14 Tage sofort zu leihen gesucht. Schr. Angebote unter 5990 a. d. Gießen. Anzeig. Das Rätsel einerFrühlingsnacht Vornan von Gert Rothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle, Saale Schöne 0489 4-Zinimer-Wohng. 1. Stock m. Balkon, Mädchenz. Neubau Wolfstraße 12 sofort zu vermieten. | Mietgesuche | Stall mit oder ohne Wohn, zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unt.0488 an d. Gieß. Anz. „Ah, Herr Graf! Es freut mich. Ihnen hier zu begegnen!" Frau von Sellinger reichte dem Grafen Härtlingen die Hand, und ihr Lächeln verriet nicht, daß dieses Treffen sehr geschickt herbeigeführt worden war. Frau von Sellinger war eine sehr schöne Brünette mit lebhaften dunklen Augen und sorgsam gepflegtem Teint. Sie war die Witwe des vor zwei Genf, den 19.4. 29. Voriges Jahr? In Genf? Das war doch vollkommen ausgeschlossen? Wer — war das Original dieses Bildes und zugleich das Original des Gemäldes, das im Gartensaal hing? Und wie kam gerade Venjo Holm zu diesem Bild? Genf, den 19.4.29. Wie hing das nur zusammen? War es doch die junge Schwester Lelias? Graf Härtlingen warf alles in den kleinen, kunstvollen Elfenbeinkasten zurück. „Fort mit euch! Ihr seid Erinnerungen und gehört in die Vergangenheit!" sagte er fast laut. Ruhelos schritt er dann noch durch das Zimmer. Als er sich endlich still ans Fenster setzte, war ein endgültiger Entschluß gefaßt. In die Welt hinaus! Vergessen suchen! Frauen — Aber immer wieder jeder aufs neue beweisen, daß sie auf keine Treue zu rechnen hat . . .! So hieß dieser Entschluß, den der Mann gefaßt, der ein Idealist im wahrsten Sinne des Wortes gewesen war, und der einer Frau, die ganz und gor sein eigen war, niemals die Treue gebrochen 7. Kapitel. Nach Gottes Ratschluß wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager, der Kaufmann Wilhelm Klein Im Alter von 48 Jahren von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden erlöst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Klein, geb. Weber. Gießen, Heuchelheim, Ennerich, den 29. Januar 1934. Hllllllllllllllllllllllllllll Suche eine 3-Zin)m.-Wobng. m.Zubeh. Nähe Ludwigstraße f. 1.2.34 (2 Pers.) Mich. Wörner Lehrer i.R. 0487 Asterweg 47,111. IHHIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIII Zum 1. 4. 34 s. vens. Beamter 3-3im.-BJöng. m.Zubehörmög- hcpit mit Garten m Gießen oder näh. Umgebung. Schriftl. Anaeb. m. Preis u.5940 andenGieß.An;. Lieber Rudolf! Ich bitte Dich noch einmal um Verzeihung! Aber gut ist doch etwas an der ganzen traurigen Geschichte. Und zwar das ist das Gute, daß ich an Lelia zugrunde gegangen bin und nicht Du! Denn um Dich wäre es schade gewesen! Sehr schade! Du wirst Dich aufrichten nach dem schweren Schlag. Du wirst es, weil Du nun weißt, wie die Dinge lagen. Du hättest Dich ja nun auch von der lebenden Lelia trennen müssen, denn niemals hättest Du ihr verziehen, das weiß ich ja. Wir haben sie beide namenlos geliebt--und wir sind beide schuldlos an ihrem furchtbaren Ende. Ich aber wäre nie über Lelias Tod hinweggekommen. Ich hätte ihr tausend Todsünden verziehen, wenn sie nur mit mir fortgegangen wäre! So verschieden sind unsere Charaktere, Rudolf! Trotzdem wir doch so lange Zeit gute Freunde waren. Bewahre mir ein kleines Andenken, Rudolf! Die Treue gegen Dich wäre mir immer das Höchste gewesen, wenn — — — ja, wenn es sich eben nicht um Lelia gehandelt hätte! Glück auf, Rudolf! Ich weiß, daß ich nur noch Wil e für einige Stunden vormittags, eottbisnachTisch gesucht. 6000 Balmhofstr. 51, bet Otto. Graf Härtlingen sah ein wenig spöttisch auf die schöne schlanke Frau, die ihm mit so naiver Offenheit zeigte, wie 'sehr sie sich ihn zum Gatten wünschte. Zum Gatten? Daß er nicht laut herauslachte! Nein, schöne Frau Lucie, eine Heirat kommt nicht m Frage! Aber wenn vir nur daran liegt, mit zu den Frauen zu gehören, die Rudolf Härtlingen in diesem letzten Jahre begegnet sind, dann soll es mir ein Vergnügen sein! m. Kochgelegenheit von berufstätigem Ehepaar per iof. gesucht. X^TT. erb. Kapell- tnftr. Fredy Bayer .Bttrgerhof'Plock l str.5,Tel.2398<9uD ?uJ)t\lUybllre •••••••••• Willielmstr.44II kurze Zeit zu leben habe. Du aber schüttle die Vergangenheit von Dir ab! Du wirst doch noch einmal ein glücklicher, zufriedener Mensch sein. Venjo Holm. Schweigend starrte der Graf auf die Zeilen. Endlich sagte er leise vor sich hin: „Armer Venjo! Armer genialer Venjo! Schlafe in Frieden!" Das Kästchen! Was enthielt es denn noch? Mehrere Auszeichnungen. Für einen Künstler das Höchste, was es geben konnte. Eine getrocknete weiße Rose, einen kleinen Brillantring --und ein Bild! Eine kleine Photographie! Lelia! Jene Lelia, wie sie aus dem Rahmen des Bildes herablächelte. Jenes Bildes, das jetzt im Gartensaal von Schloß Härtlingen hing. War es also ihr Jugendbildnis? Graf Härtlingens Blick brannte auf dem Bilde. Da wurde der Blick starr; er sog sich fest an der Jahreszahl, die unten eingraoiert war. fleWänWWWerg Anmeldungen zum Eintritt in die unterste Klasse der Ailfbauscliule Und bis zum 14. März 1934 bei her Direktion einzureichen. Der Meldung (nich! stemvelvflichtig!) und beizufügen- ü k ia)I q s? ‘ Der Geburtsschein ,2. der grüne Impfschein; 3-das letzte Schulzeugnis (mit Noten in allen Fachern der Volksschule),- 4. ein von dem Schüler selbtt geichriebener Lebenslauf. Da die Aufbauschule ihre Schüler schon in sechs Jahren zur Reifeprüfung fuhrt, kann sie nur gut begabte Schuler aufnehmen, die auch körperlich den erhöhten Anforderungen gewachsen sind.Sie müssen mindestens 7 Jahre die Volksschule besucht haben ^^"fnabmevrunlng nndet am 15. und iß 1934 statt, ledesmal morgens um 8 Uhr anfangend. J Frdr.Teipel Beachten Sie bitte mein Spezialfenster Markt 16 Gebrauchte, gut erhaltene Motoren 110 Volt Gleichstrom, 2—5 PS, mit geringer Tourenzahl zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 5960 an den Gießener Anzeiger. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Wie Moder und Grabesluft lag es im Zimmer. Er trat zum Fenster, riß es auf, atmete in tiefen Zügen die frische, regenfeuchte Luft ein. „Ich muß hier fort — so schnell als möglich! Sonst wird es noch zur Wahrheit, was sie früher gern wollten, nämlich: daß ich wahnsinnig bin!" sagte er halblaut. Ein kleiner Vogel, völlig durchnäßt, setzte sich auf das Gesims des Fensters und guckte mit dunklen Perlaugen ins Zimmer. Der Graf schritt zum Schreibtisch zurück. Die Briefe? Richtig! Sie lagen noch hier! Die Erscheinung war nur eine Einbildung seiner überreizten Nerven gewesen. Trotzdem Rudolf Härtlingen davon überzeugt war, daß alles nur eine Einbildung von ihm gewesen, schob er die Briefe beiseite. Ruhen sollte alles. Vergessen sein. Erloschen, wie die Liebe zu der schönen Lelia in seinem Herzen erloschen war. Das Kästchen! Ein Zettelchen... Von Venjo? zu vermieten. Schr. Angeb. u. 0491 a. d. G. A. Gat möbl. Zimmer an Dauermieter zu vermieten. Horst-Wessel- Wall 39II Nähe Hotel Schütz u. Bahnhof. 5950 National- Regislrierkasse gut erh., verrück., elektr.,mit einem Hauptzählwerk, 4 Postenzähl. u. Scheckdrucker, ist weg. Geschäfts- aufg. bill.abzug. Schriftl. Angeb. unt.4600 an den Gießen. Anzeig. | Verschiedenes | Stals-Lolin 5. Klasse 42.Z268. 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Mit der Tarifordnung des Treuhänders geraten wir in eine andere Grundströmung, die durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit hindurchgeht. Wir meinen das Einfluten des öffentlichen Rechts in Bereiche, die seither der privatrechtlichen Sphäre angehörten. Dort, wo seither die wirtschaftlichen Bereinigungen als „soziale Gegenspieler" im Wege des Tarifvertrages die Lohn und Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder regelten — sofern sie sich überhaupt „vertrugen" und nicht sich und der Nationalwirtschaft mit den Waffen des Arbeitskampfes tiefe Wunden schlugen —, beherrscht nunmehr der öffentlich-rechtliche Zwangsakt des Treuhänders das Feld. Die Parteien des Tarifvertrages sind abgestorben und mit ihnen überhaupt der Vertrag. Die Tarifordnung ist Verordnung geworden und überholt damit die Halbheit der seitherigen staatlichen Schlichtungsfunktion. Noch schärfer betont diesen Zug die im vierten Abschnitt des Gesetzes eingerichtete soziale Ehrengerichtsbarkeit, mit der ganz neue, bis dahin unbekannte Wege beschritten werden. Die Aenderung des Arbeitsverhältnisses, die neue staatliche Haltung, die Forderungen an die Gesinnung und die Kontrolle der Oeffentlichkeit werden hier für Betriebsführung und Gefolgschaft am stärksten spürbar. Durch das Ehrengericht des Treuhänderbezirks — es ist besetzt mit einem richterlichen Beamten als Vorsitzenden, einem Betriebsführer und einem Vertrauensmann als Beisitzern — können Angehörige der Betriebsgemeinschaft wegen Verletzung ihrer ihnen nach der Stellung im Betrieb obliegenden sozialen Pflichten zur Verantwor- tung gezogen werden. Gröbliche Verletzung dieser Pflichten werden als Verstöße gegen die soziale Ehre gesühnt, an der nicht nur der Betriebssichrer, sondern der letzte Arbeiter im Betrieb teilhaben soll. Bedeutet diese Gerichtsbarkeit für den Unternehmer — ihm kann im schärfsten Fall die Befähigung zur Betriebsführung aberkannt werden — Führerauslese, so bedeuten sie für den Arbeitnehmer Stärkung feiner Verantwortung, seines Stan- desbewußtseins und damit des Bandes zur Volksgemeinschaft. Wenn etwas die Neuordnung des Arbeitsrechts aus der seitherigen Umgestaltung unseres öffentlichen Rechts heraushebt, so ist es in der Tat dies, daß hier, wenn wir einmal von dem Reichserbhofgesetz absehen, der Umbruch sich zum ersten Mal entscheidend in die Flanke des Privatrechts hinein fortsetzt. Das konnte nicht ausbleiben auf einem Bereich, in dem sich schon seither öffentlichrechtliche und privat- rechtliche Bestandteile in der Gemengelage befanden. Es ist noch nicht abzusehen, inwieweit sich dieser Einbruch über das Arbeitsrecht hinaus auch in das von ihm nicht zu trennende Gebiet des Wirtschaftsrechts fortsetzen wird. ternehmer — schaffenden Deutschen in jener gro- dings soll als Kapitän sein Schiff allein steuern, l e h u n g s g e m e i n s ch a f t zusammen- „der Gefolgschaft gegenüber in allen betrieblichen antwortung der Betriebsführung nach oben, d. h. dem weiteren positiven Schritt machen müsse, । ucui xjciiieusiuityqtg |ur uie roeiieren po 11IIven ö 0) r 111 macyen mu||e, erforderliche Betriebsvereinbarung soweit es in ihrer Macht liege, um ein Abkommen London, 29. Jan. Der Wiederzusammentritt des englischen Unterhauses nach der Weihnachtspause war angesichts der Ankündigung einer außenpolitischen Erklärung Sir John Simons von besonderer Spannung begleitet. Sämtliche Bänke und Galerien waren besetzt. Unter den anwesenden Diplomaten sah man auch den deutschen Botschafter. Auf der Tagesordnung standen 6 0 2In= fragen, die sich zum großen Teil auf außenpolitische Probleme, insbesondere die Abrüstungsfrage, die Frage der Völkerbundsreform und die deutsch- österreichische Lage bezogen. Sir John Simon gab zunächst eine kurze Uebersicht über die Entwick- V u ng der Abrüstungfrage, seit der letzten Bürositzung, wobei er besonders seine Besuche in Paris und Rom und den deutsch-französischen Meinungsaustausch behandelte, der inzwischen stattgefunden hatte. Er erklärte, daß die englische Regierung von allen diesen Mitteilungen informiert worden sei und daß sie sie mit größter Aufmerksamkeit verfolgt habe. Als Ergebnis sei die Regierung zu dem Entschluß gekommen, daß jetzt die Zeit gekommen sei, wo sie ihre eigene Stellungnahme zu der gegenwärtigen Lage bekannt geben müsse (Beifall), deren Ernst klar zu Tage trete, und daß die englische Regierung einen zelnen nicht eingegangen werden. Hervorgehoben sei !JMr' ?a&’ von wichtigen Gründen abgesehen, die Kündigung des Dienstverhältnisses eines Vertrauensmannes grundsätzlich unzulässig rst, daß dafür aber Das Amt bei mangelnder Eignung durch Abberufung seitens des Treuhänders, bei Pflichtverletzung durch Spruch des sozialen Ehrengerichts sein Ende finden kann. Abstimmung unterbreitet wird. Billigt die u~£t die Liste nicht, so kann der Treuhänder Angelegenheiten^ entscheiden", dafür aber nach dem Gesetz auch die Verantwortung für das Wohl seiner die eigentliche Keimzelle der Wirtschaft: „Im Betriebe arbeiten der Unternehmer als Führer des Betriebs, die Angestellten und Arbeiter als Gefolgschaft gemeinsam zur Förderung der Betriebszwecke und zum gemeinen Nutzen von Volk und Staat. Der Führer hat für das Wohl der Gefolgschaft zu sorgen. Diese bat ihm die in der Betriebsgemeinschaft begründete Treue zu halten." — Aeußer- lich sichtbar wird diese Gemeinschaft vo^allen Dingen im Vertrauensrat, der im Betriebe mit bedingungen in dem Verhältnis von Betriebsordnung und Tarifordnung. Die Betriebs- Von £)r. jur. Eduard Bötticher, Professor der Rechte an der Universität Gießen. Oie englische Denkschrift in Berlin überreicht. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Der Reichskanzler Hal am ZUontag um 13 Ahr in Gegenwart des Reichsminisiers des Auswärtigen den englischen Botschafter Sir Eric Phipps empfangen, der ein Memorandum der englischen Regierung übergab, das die Antwort auf die jüngste deutsche Rote darstellt. (Simon kündigt den englischen Abrüstungsvorschlag an. ■ . liche nunmehr auf die Dauer angelegte Schlüssel- Erst auf diesem in der Arbeitsfront verkörperten stellung der neuen Sozialordnung eingeräumt. Untergrund werden die Wesenszüge des neuen Ge- Sein Einfluß auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen setzes lebendig. Ist es doH gerade der Gemein - und oamit auf die Wirtschaft ist sehr groß. An ihn sind s ch a f t s g e d a n k e, der gleich zu Beginn des in Zukunft die Betriebsstillegungsanzeigen zu ersten Abschnittes in betont deutschrechtlicher Prä- '' - • - gung hineingetragen wird in den Betrieb als zu fördern. Die englische Regierung habe daher ihre Ansichten in einer jetzt an die englischen Vertreter die Betriebsstillegungsanzeigen zu richten. Er tritt vor dem in seinem Bezirk gebildeten sozialen Ehrengericht als Anwalt des Staates auf. Ein unerhörtes Maß von Verantwortung ist feiner Person vom Gesetz anoertraut. Seinem Takt und Geschick bleibt es überlassen, sich in dem von dem Gesetz vorgesehenen Sachverständigenbeirat die nötige Unterstützung zu schaffen. Die Ausbalancierung der Führung zwischen Betrieb und Treuhänder zeigt sich am deutlichsten bei der Festsetzung der allgemeinen Lohn- und Arbeits- Auch die übrigen Angestellten und Arbeiter genießen nach einjähriger Beschäftigung im Betrieb einen Kündigungsschutz (5.AbschnittdesGesetzes),der llch im allgemeinen an die Kündigungsschutzbestim- munaen des Betriebsrätegesetzes anlehnt. Gegen eine unbillig harte und nicht durch die Verhältnisse des Betriebs bedingte Kündigung (die übrigen Einspruchsgründe des Betriebsrätegesetzes sind weggefallen) kann Klage „auf Widerruf der Kündigung" beim Arbeitsgericht erhoben werden. Wie schon früher bleibt dem Führer des Betriebs im Falle her Verurteilung die Wahl zwischen Widerruf der Kündigung und Abgangsentschädigung. Offen bleiben mufj hier die Frage, ob die Betriebsverbundenheft für einen feit Jahren im Betrieb beschäftigten Arbeiter über diesen Kündigungsschutz hinaus nicht fruchtbar gemacht werden muß durch eine Sicherung bzw. Verlängerung der kurzen und dazu noch abdingbaren Kündigungsfristen der Gewerbeordnung. Die Frage muß her Neuordnung des Arbeitsvertrags vorbehalten bleiben Neben dem Gemeinschaftsgedanken wird ein zweites fundamentales Prinzip unserer neuen staatlichen Ordnung durch das Gesetz auf die arbeitsrechtlichen Verhältnisse übertragen, das Führerprinzip. Und hier erst liegt die eigentliche entscheidende Wende, mit der die neue Ordnung der nationalen Arbeit sich von der kollektivistischen Struktur des seitherigen Arbeitsrechts abkehrt. Man darf freilich bei diesem Führerprinzip nicht nur an den Führer des Betriebs denken. Er aller- OasGefeh zurOrdnung Gefolgschaft 1.. .................... Xa« aa A/ iT fi Lßr Arbeit die Vertrauensmänner berufen. Auf den VCl nailOttmen Funktionsbereich des Dertrauensrates und das 'M! Vvll* Ehrenamt der Vertrauensmänner kann hier im ein- Wenn wir irgendwo im revolutionären Umbruch oer hinter uns liegenden Monate eindringlich darüber belehrt worden find, wie wenig der neuen Rechtsentwicklung Spekulationen und Prophezeiungen vorauszueilen vermögen, und wie viel mehr ein ruhiges Abwarten im Vertrauen auf die zielbewußte Führung des Reiches am Platz ist, dann sicherlich angesichts des Werdens unserer neuen Sozialverfassung, die durch das eben im Reichsgesetzblatt verkündete Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit ihre erste, festgefügte Rechtsgrundlage erhält. Als im Mai des vergangenen Jahres unter dem raschen Zupacken der von Dr. Ley geführten Aktion die Gewerkschaften erobert, gänzlich umgeformt und zusammengeschmolzen zu den wenigen großen Arbeiter- und Angestelltenverbänden in die neu errichtete Arbeitsfront übergeführt worden waren, da konnte es einen Augenblick so scheinen, als ob aus den Wellen des revolutionären Geschehens die ersten Ansätze zu einer neuen korporativen Verfassung des Arbeitsrechts auftauchten, als ob die neugebildeten Verbände zusammen mit den ebenfalls in die Arbeitsfront einbezogenen Arbeitgeberorganisationen in einem gewissen Umfang wenigstens die Nachfolgeschaft der früheren „sozialen Gegenspieler" antreten und unter staatlicher Leitung an der vorerst dem Treuhänder der Arbeit zugewiesenen Regelung der allgemeinen Lohn- und Arbeitsbedingungen Anteil gewinnen würden. Die Führung ist bewußt andere Wege gegangen. Sie hat mit der ihr eigenen, unbeirrbaren Konsequenz den sich in der Arbeitsfront vollziehenden Ein- schmelzungsprozeß weiter vorgetrieben, den Rahmen der Verbände gesprengt und alle als Ar-! beiter — sei es als Arbeitnehmer, fei es als Unmindestens 20 Arbeitern gebildet wird, der aber! orbnung erläßt der Führer des Betriebes wieder nicht nur dem Namen, sondern auch dem Wesens allein. Die nach dem Betriebsrätegesetz für die Ar- nach deutlich von dem früheren Betriebsrat als der I be.fcorbnung einseitigen, von der Gewerkschaft kontrollierten In-'zwischenUnternehmer und Belegschaft ist weggefallen, tereffenoertretung der Belegschaft abrückt. Denn der! In die Betriebsordnung können auch verbindliche Ull ulc neue Vertrauensrat wird gebildet aus dem F ü f) =. SDZinbeftentgeltfäöe für Arbeiter unö ^ngefteHte auf» im Ausland abgeschickten Denkschrift zusam- re r des Betriebs und den unter feiner Leitung genommen werden, aber das Gesetz hat sich hier vor mengesaßt, die an die bei den neuerlichen Verhand- stehenden Vertrauensmännern der Gefolgschaft, einer Uebertreibung des Führerprinzips im Betrieb langen hauptsächlich betroffenen Regierungen ü b e r- Ergänzenb sei bemerkt, daß die Liste der Der- gehütet und den Treuhänder der Arbeit eingeschaltet, mi ttelt werde. Die englische Regierung habe die trauensmänner im März jeden Jahres vom Führer Er kann nicht nur Richtlinien für den Inhalt der Absicht, diese Denkschrift sobald wie möglich zu v e r- des Betriebs im Einvernehmen mit dem Obmann Betriebsordnungen und Einzelarbeitsverträge fest-öffentlichen, damit auch die anderen Regie- der NSBO. aufgestellt und der Gefolgschaft zur ge- setzen, nicht nur auf Anruf der Vertrauensmänner1 rungen Zeit hätten, sie zu prüfen. gefaßt, die den Gedanken der nationalen Volksgemeinschaft auf das Arbeitsleben übertragen und die ö gerade hier besonders tief eingefdjnittenen Grä- Mannschaft übernehmen. U e b e r den Betriebsfüh- ben des Klassenkampfes einebnen soll. Es sind in . rungen steht als unmittelbarer Vertrauensmann und erster Linie erzieherische, kulturelle Aufgaben Exponent der Staatsführung, als „Sozialftatthalter" und betreuende Maßnahmen, die der Arbeitsfront I d e r T r e u h ä n d e r b e r A r b e i t, um die Ver- Die Regelung der materiellen Ver- antwortung der Betriebsführung nach oben, d. h. dem Haltnisse des Arbeitsrechts, die Festsetzung der Lohn- Staat, dem Gemeinwohl gegenüber zu betonen. Ihm uud Arbeitsbedingungen sollte anderen Stellen hat bas Gesetz in seinem zweiten Abschnitt die eigent- ub'rlassen bleiben. liche nunmehr auf die Dauer angelegte Schlüssel- Glückwünsche des Reichsbauernführers zum deutsch-polnischen Abkommen. Berlin, 29.Jan. (DNB.) DasStabsarntdesReichsbauernführers teilt mit: Der Hauptabteilungsleiter beim Herrn Reichsbauernführer Darre Dr. W i n • t e r besuchte den polnischen Gesandten, um ihm anläßlich der Unterzeichnung der deutschpolnischen Erklärung die guten Wünsche des Herrn Reichsministers und des deutschen Bauerntums zu übermitteln. Der polnische Gesandte brachte seinen aufrichtigsten Dank zum Ausdruck und sprach dabei die Hoffnung aus, daß es auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Beziehungen zu einem gedeihlichen Verhältnis für b e i d e N a t i o n e n kommen möge. ♦ Marschall Pilsudski empfing am Montagnachmittag in Anwesenheit des Außenministers Beck den französischen Botschafter Laroche und den rumänischen Gesandten C ade re. Außenminister Beck hatte außerdem Unterredungen mit dem sowjetrussischen Gesandten, mit den Botschaftern Englands und Amerikas sowie den Gesandten Lettlands und Estlanbs. ist oben nur in gröbstem Umriß angebeutet — haben politische Konfession" geben! Der beutsche Mensch ist ein Glied seiner ureigenen deutschen Volksgemein- Streifen wir das Gebiet der Kunst, dann dür- Entscheidungen und Tatsachen des ersten Jahres nationalsozialistischer Kulturpolitik: Die Kirche und ihre Diener wurden ihrem ursprünglichen Sinne wieder zugeführt. Den Geistlichen wurde bewiesen, daß sie eine und nur diese Aufgabe haben: durch Dienst in ihrer Kirche Seelsorger im Sinne einer Konfession zu sein, die den naturgesetzlich gewordenen und deshalb gottgewollten nationalsozialistischen Staat zu bejahen, ihn — dessen Parole die Forderung des Tatchristen: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" ist — zu verteidigen hat. Es wird und darf nie mehr einen „poli- 20. Jahrhunderts, und damit d i e Z e i t d e r „st ä h - lernen Romanti k", begann in den August- tagen 1914, wuchs or g a n i f ch im Sozialismus der frontgrauen Kameradschaft, wurde zu vernichten versucht durch die November- Verbrecher „von links bis rechts" und wurde durch unfern Führer mit dem Tage seines Eintritts in die sichtbare Politik unsres Volkes ebenso mannhaft wie kühn und bis zur letzten Konsequenz im Geistigen kompromißlos aufg'e griffen und als Beginn einer neuen weltanschaulichen Epoche von größtem historischen Ausmaß weitergeführt. ihren zwangsläufigen Fortgang nehmen. Die Jugend unseres Blutes darf nur mehr von Männern unsres Blutes erzogen, d. h. in ihre Zukunft geführt werden. Dieser Jugend gilt all unsre Arbeit, sie ist der lebendige Garant für den letzten Sieg unsrer Bewegung. wir deshalb die gesamte Arbeit unseres Staates, besonders die kulturpolitische zu betrachten. Lassen wir das große Geschehen bes historischen Jahres 1933 noch einmal kurz vor unsrem Auge vorüberziehen, dann finden wir als für immer in unser Gedächtnis eingegraben, die folgenden wesentlichen wir eine dem seelischen Erleben des Nationalsozialisten entsprechende deutsche Kunst erhalten! Fühlen wir den Pulsschlag unsrer großen Gegenwart, dann fühlen wir in uns die überzeugende volution weder der „Betrieb" im deutschen Theater — dem Hunderttausende neuer Besucher zuströmten und das im Sinne des organischen Ensembles und als national-religiöse Kultstätte zu fördern sein wird — noch in der bildenden Kunst, der Musik oder des Schrifttums irgendeine nennenswerte Stockung erfahren. Es wird vom organischen Wachstum ber nationalsozialistischen Weltanschauung und des neuen deutschen Menschentyps abhängen, ob und wann fen wir befriedigt feststellen: entsprechend den Befehlen des Führers hat mitten in der deutschen Re- tischen Katholizismus" wie überhaupt irgendeine Ein Jahr nationalsozialistische Kulturpolitik. Von Staatskornmiffar Hans Hinkel, MdR. Uns alten (Befolgleute des Führers ist ber Natio- , „ nalfozialismus Lebensinhalt. Da wir uns selbst — Gewißheit, daß mehr und mehr der Künstler erschei- roie alles Körperliche — nur als Mittel zum Zweck nen wird, der diesem seelischen Erleben und Ringen betrachten, werden wir nie „zufrieden" fein. 23on1 *“ dieser neuen Schau aller Dinge dieser Welt — sie I M v ll LV l l U, UC L Ull lll | tu LI | II Uliu UllllLJl-ll die dauernde künstlerische Gestaltung geben kann. I Wir stellen nüchtern fest: kein staatliches ober Nicht die Eroberung der politischen Macht, nicht die Zerschlagung der zahlreichen Organisationen der Gegner, nicht die Inbesitznahme staatlicher Hoheitsrechte und nicht die äußere Gleichformung des Volkes sind das Weltanschaulich-Historische unsrer Nationalsozialistischen Revolution. Sie waren Voraussetzung dafür, den großen Kampf und die gigantische Arbeit um die Erreichung der weltanschaulichen Einheit unsrer Volksgemeinschaft bestehen und bewältigen zu können. Wir Nationalsozialisten, denen der Führer durch seine „Idee" ein gründ- legendneuesWeltbild gewiesen und e i n e n neuen Typ d e s deutschen Menschen vorgelebt, haben alle sichtbaren Formen und verstandesmäßig erwachsenden Forderungen von Anbeginn nur als Mittel zum Zweck bewertet und eingesetzt. Des- , o halb gilt für uns immer und überall, ganz beson- schäft, bie ebenso Not- und Brot-, wie Willens- und ders aber auf dem letzhin entscheidenden Gebiet un- Tat-Kameradschaft ist. Die Schule wurde im Geist seres kulturellen Lebens die unumstößliche These: die des Nationalsozialismus neu zu gestalten begonnen, deutsche, die nationalsozialistische Revolution, die Re- Die prominentesten Vertreter des Novembergeistes volution der Weltanschauung des 20. Jahrhunderts wurden aus allen Möglichkeiten zur Erziehung deut- hat erst dann den Sieg über die zahllosen sichtbaren scher Menschen, insbesondere der deutschen Jugend, und unsichtbaren Feinde unsres Geistes davonge- , ausgeschaltet. Die Totalität der deutschen Nation tragen, wenn ihr auf organischem Wege bie For - setzt sich hier weiter durch! Die Säuberung wird mung der letzten seelischen Willens-'^—' ------**—•1-------<7X:- ct- einheit unseres Volkes gelungen ist. Berichten wir über das erste Jahr nationalsozialistischer Kulturpolitik, dann gilt als zweite Voraussetzung für die Möglichkeit einer wahrhaftigen Betrachtung der Arbeit des nationalsozialistischen Staates auf der kulturellen Ebene noch diese zweite These: die deutsche, die nationalsozialistische Revolution der Weltanschauung des städtisches Theater — um auf diesem Gebiet nur ein Verspiel zu nennen — erlitt durch die Revolution überhaupt eine Einbuße. Wie kein Staat zuvor sorgte bereits im Geburtsjahre 1933 unser Drittes Reich gerade für diese Kultstätten, die wie kaum etwas anderes die Parole „G e b t K r a f t, i n d e m Ihr Freude spendet!", verwirklichen können. Im Gegenteil: Länder und Städte machten die Eröffnung oder den Ausbau neuer Theaterinstitute möglich, der preußische Staat zum Beispiel eröffnete das erste staatliche Theater der Jugend — ein Institut nur für unsere Mädels und Jungens von der Volksschule bis zur Berufs- und Hochschule — im Berliner Schiller-Theater. Das neue Jahr wird uns die Verwirklichung weiterer Forderungen des Nationalsozialismus ermöglichen. Das Revolutionsjahr 1933 war also — das ist für immer feftzuhalten — nicht etwa wie die Jahre der Novembek-Revolte ein Jahr der Zerstörung des organischen Kulturlebens unseres Volkes, dieses Revolutionsjahr vom 30. Januar 1933 bis 30. Januar 1934 war ein Jahr der Säuberung und Klärung, das Jahr der Grundsteinlegung für den Neubau einer kommenden deutschen Kunst- und Kultur-Epoche! Wir haben nicht gehalten und geschützt, was faul und morsch und unserem Wesen feindlich war, aber wir haben alle Kraft dafür eingesetzt, eine nationalsozialistische Kulturpolitik zu ermöglichen, wie sie der Beginn einer neuen Weltanschauungsperiode erfordert. In dieses erste Jahr des nationalsozialistischen Staates fiel die Schaffung der Reichskulturkammer mit ihren zahlreichen Einzelkammern für Schrifttum und Presse, Theater und Musik, Film und Funk und bildende Kunst, deren letzter Zweck die staatliche Organisation des ständischen Ausbaues und der ständischen Zusammenfassung aller Arbeiter des Geistes und der schöpferischen Träaer deutscher Kunst ist. Durch sie wird der geschlossene Einsatz all dieser Kräfte für das Ziel des organischen Wachstums einer Glaubenseinheit unserer Volksgemeinschaft ermöglicht. Die nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freud e", die bereits in diesem ersten Jahr unseres Staates geboren wurde, soll und wird alle schaffenden deutschen Menschen an den nie versiegenden Quell der im deutschen Volkstum wurzelnden Kunst und Kultur heranführen. Ungeahnte Möglichkeiten ergeben sich zwangsläufig und werden im Sinne des organischen Wachstums verwirklicht werden. Das Geburtsjahr unseres Staates war e i n I a h r desSiegesdernationalsozialistifchen Kulturpolitik, die im Erleben des Kampfes un-1 ferer Bewegung wuchs. Nach dem Sieg aber binden | wir den Helm fester, weil wir vor uns taufend und abertausend von Fragen und Möglichkeiten sehen, die wir zu meistern haben! Glaubensfroh beginnen wir das zweite Jahr unseres Reiches, das Jahr desAwsbaus und dasJahrderzwangs- läufigen weltanschaulichen Klärung. Vor uns liegt bie Zukunft, in der wir zu bestehen haben. Uns führt der Mann, um den uns heute schon die meisten Völker der Erde beneiden. Sein Geist hat uns erfüllt und wird uns die Wege weisen, die wir gehen müssen, wenn wir uns seines Vertrauens würdig zeigen wollen. Zeitschriften. — In der Januarnummer von Wester manns Monatsheften setzt Dr. Hellmuth Langen- bucher feine Betrachtungen über den neuen Mittelpunkt unseres Lebens an Beispielen wesentlicher Romane unter der Ueberschrist „Dichtung der Land- schäft" fort. Die Ausführungen verdienen besonderes Interesse, da in ihnen ehrliche Kritik geübt wird. Die Abhandlung von Dr. Walther Linden über „Die geistigen Wegbereiter der nationalen Revolution" verfolgt die geistigen Wurzeln unserer nationalen Umwälzung bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Daß der tiefe lebendige Sinn des deutschen Grußes aufs engste mit den deutschen Lebenidealen verbunden ist, beweist Dr. Kurt Stegmann in seinem Artikel „Vom deutschen Gruß". Der Aufsatz von Kurt Severin „Auf den Ruinen eines Imperiums" beschäftigt sich mit dem immer von neuem fesselnden tragischen Schicksal des Inka- reiches. Von dem weiteren Inhalt nennen wir die Novelle von Josef Martin Bauer „Der Kanal", die Abhandlung von Hilde Reimesch-Dominik „Trier und das losgeriffene Saargebiet" und die Erzählung^ von Theodor v. Hanffstengel „Deutsche Jugend". Auch dieses Heft ist mit vielen meist farbigen Bildern geschmückt. 6od)fd)ulnacbricbten. Professor Dr. Heinrich M i 11 e i s, Ordinarius für deutsches Recht und Rechtsgeschichte an der Universität Heidelberg, hat einen Ruf auf den Lehr- stuhl für deutsches Privatrecht (als Nachfolger von Professor Konrad Bey er le) in München erhalten. Der o. Professor für Zoologie an der Universität $ a 11 e, Dr. Berthold Klatt, hat einen Ruf an die Universität Hamburg erhalten. Professor Dr. Ludwig Ebert von der Univer- sitat W u r 3 b u r g hat einen Ruf auf das Ordinariat für physikalische Chemie und Elektrochemie an der Karlsruher Technischen Hochschule angenommen, Aus der Provinzialhauptsiadt 5. 6. Fürst. Dor einem Jahr in Gießen. einen eindrucksvollen er Gießener (Ernte- Imker-Tagung in Gießen amt Valerius Lortzing Deutsche Hausfrau - erfülle deine Pflicht! GG bläst zum Gammeln gegen Hunger und Kälte d a Prager Blume Kutsch: Schmalstich Dasselbe gilt für die deutsche Butter. Es darf nicht mehr so sein, daß in Buttergefdjäften von der deutschen Haussau „aber bitte dänische" gefordert wird, sondern sie muß im Gegenteil deutsche Butter verlangen. seine Langstrecken-Wettläuse veranstaltete. Aus festgefrorener Landstraße ging es durch Krofdorf die Höhe hinauf bis zum Waldrand, von wo ein Rück- Darmstadt, den 30. Januar 1934. Gez.: hang, Gauführer des WHW. Kohlen- und Lebensmittelscheine und Brotvtzrteilung in Gießen. Winterhilfswerk, Kreisführung Gießen. er hilfsbedürftigen Volksgenossen ngreifen und damit Sinn und Wesen der na- leilung von vrol statt. Als Anerkennungs- gebühr für das zur Verkeilung kommende Brot wird ein Betrag von 10 Pf. für Backlohn erhoben. Sämtliche hilfsbedürftigen, die seither unterstützt wurden, haben zu dieser Verteilung zu erscheinen. heil Hitler! Gez..- Klöß, Kreisführer. F.d. R.: gez.: Wo Haupt, Kreisgeschäftsführer. Borbildliche Kameradschaft! Die Altersvereinigung 1880/1930 hat zum 30. Januar 1934, dem ersten Gedenktag der Machtübernahme durch unseren Volkskanzler Adolf haben, in 6 Jahren zur Reifeprüfung. Das Reifezeugnis der Aufbauschule berechtigt zu allen akademischen Studien und zu allen Berufen, für die das Bestehen der Reifeprüfung Vorbedingung ist. Auswärtige Schüler, die nicht bei ihren Eltern wohnen können, finden im Schülerheim der Aufbauschule Wohnung und Verpflegung. (Siehe Anzeige.) ** Der Oberhessische G e b i rg s - und Wanderverein, Zweigverein Gießen, unternahm seine erste Wanderung im Jahre 1934 nach Krofdorf—Fellinghausen und von da über den Dünsberg nach Bieber. Prachtvolles Wanderwetter hatte eine stattliche Anzahl von Teilnehmern hinausgelockt zur gemeinsamen Wanderung. Wie ein Spielrungen, so kann sie dabei das erhebende Gefühl haben, für den Aufbau des deutschen Bauernstandes und damit für den Aufbau unseres Vaterlandes überhaupt viel getan zu haben. GA-Kameraden! Der 3 0. Januar ist für uns $ A. - Männer ein Feiertag von einzigartiger Bedeutung. Die Beständigkeit unseres Kampfes, die llnbeug- famfeit, Opferwilligkeit und Tapferkeit während all der Jahre voll Terror und Unterdrückung, sie waren gegründet aus das blinde, grenzentoseVer- trauen zu dem Führer. Man verlachte uns, man hielt uns für verrückt, man bekämpfte uns, gerade wegen dieses Vertrauens. Am 30. Januar wurde Alljährlich fallen, wie das Staatspresseamt mit- teilt, dem Feuer etwa 1400 Menschenleben, sowie Werte bis zu 400 Millionen zum Opfer. Wenn auch der Brandgeschädigte durch Versicherung gedeckt ist, so gehen die vernichteten Werte doch dem Nationalvermögen verloren. Ein großer Teil der Brandschäden ist auf Kinderhand zurückzuführen. Neben dem Elternhaus ist die Schule in erster Linie dazu berufen, durch planmäßige Belehrung feuerver- hutend zu wirken. Aufsätze und Berechnungen können die Arbeit unterstützen. Das Staatsministerium hat daher angeordnet, daß die Frage der Brandverhütung bei sich bietenden Gelegenheiten berührt und insbesondere vor den Sommerferien (Erntevorrate!) und vor den Weihnachtsferien (Weihnachtskerzen!) eindringlich besprochen wird. NGLB, Kreis Gießen. Die für Mittwoch angesagte Tagung der Arbeitsgruppe Eugenik fällt aus wegen Verhinderung des Vortragenden. Betr. Männerchor. Nächste Singstunde: Donnerstag, 1. Februar, 16.45 Uhr, im Zeichensaal der Goetheschule (Horst- Wessel-Wall). ' N e b e l i n g, Kreisobmann. Brandverhütung wird in den Schulen behandelt Vortragsfolge: 1. Niederländisches Dankgebet. 2. Feft-Ouverture. 3. Zwei Märsche f. Fanfarentrompeten und Kesselpauken: ** P r e u ß i sch - Süddeutsche Klassenlotter ie. Schlußtermin für die planmäßige Er- der Lose 5. Klaffe ist der 1. Februar. (Siehe heutige Anzeige.) et*- e $cnÜcf)e Aufbauschule in r t e d b c r g fordert in unserem heutigen Anzei- gcnteil zur Anmeldung und Aufnahmeprüfung für bu Aufbauschule m Friedberg auf. Die Aufbauschule fuhrt begabte, fleißige und gesunde Jungen, die mindestens sieben Jahre die Volksschule besucht Die Organisation des Deutschen Jmkerbundes hat so führte der Vereinsführer aus, durch den Umbruch eine grundlegende Veränderung erfahren. Dem Deutschen Jmkerbund als Dachorganisation sind 17 Landesverbände unterstellt. Unser Gebiet gehört zum Landesverband Hessen, der aus den Gauen Südhessen (Starkenburg und Rheinhessen), Kurhessen, Nassau und Oberhessen besteht. Die Gaue gliedern sich, entsprechend der politischen Einleitung, in Kreisgruppen, die sich aus Ortsgruppen, seither Bezirksvereine geheißen, zusammensetzen. Nachdem der Vorstand durch einstimmigen Rücktrittsbeschluß die Bahn für den Vereinsumbau freigemacht hatte, berief der Vereinsführer nachstehende Mitarbeiter zu feinem Beirat: Rektor Echternach-Krofdorf zum Stellvertreter, I. P u r r m a n n-Gießen zum Kassenwart, Lehrer Jung- Großen-Buseck zum Schrift- und Pressewart, Prof. H e y m a n n - Gießen zum Beisitzer und Theodor Pfeiffer- Launs- bach zum Seuchen- und Bienenweidewart. Da im Verfolg der Bestimmung, daß jeder Bienenzüchter die Mitgliedschaft beim Deutschen Jmkerbund erwerben muß, mit einer starken zeug lag die Burg Gleiberg mit den Häusern am Hang im Sonnenschein, während gegenüber auf den braunen Aeckern des Wettenbergs Meister Lampe I SA-Sturmbann V/222. t Pb/-J® Etzbach, 29. Jan. Am Samstagabend tra- 55/11? mf6 Kämpfer des Sturmes 05/116 mit ihrem früheren Sturmführer, dem jetzi- f0CPr • I)rxer ^orfMfeffor Ludwig Schä° Nauheim) zu einem gemütlichen Beisam- rnenseln im Saale des „Hessischen Hofes". Aktiver und Reseroesturmbann V/222 marschierten um 18 Uhr DDUn s-k? ^lgen Marktplatz auf, woselbst die Weihe von sechs Sturmfahnen der SA.-Reserve des Sturm» annes V/222 durch den Standartenführer S ch ä - flnIrx™a™antcn Ansprache stattfand. An- chUeßenö fand die Vereidigung einer größeren Zahl mv?^er Leute der aktiven und Referve- p ih®1 ?en? Deutschlandlied und dem Horst- 4e£-ßieb unb einem Sieg-Heil auf ben Führer unb Stabschef schloß die eindrucksvolle Feier" Nach einem Umzug durch verschiedene Straßen der Stadt knVbann ^beimarfch vor dem Standartenführer sand dann, wie oben erwähnt, ein gemütliches Zusammensein nut Angehörigen im „Hessischen Ho^ 11 ™® I e n e n 3 u 41 e r D e r e hi Gießen und! Verein 50 Mk. für die Spende der nationalen 21r- V9 ßcähn Vie 5 am( Sonntag im Hotel „Hopfeld" beit und 70 Mk. zur Braunen Messe behefteuert aupctDer^a-lnm ,un9 ob, die einen so hat. Der Vereinsführer teilte noch mit daß bei SaaI 6ie Zwangs,äusigen. Ausgaben' ein? Bei- Den Höhepunkt der Tagung bildete ein großange» ^kr-^^o^sng des seitherigen Obmanns des Ober- Bienenzuchtervereins, Lehrer i. R. Runk- (Nidda), über das Thema „Welche Forderungen fMr?ßn an ö‘e Bienenzucht ge- Nachdem der Redner die Bienenzuchtverhalt- hnl Qinfbhr Vorkriegszeit beleuchtet hatte, stellte er das Ziel der Imkerei im Dritten Reich klar heraus: Die deutsche Bienenzucht muß imstande sein, den Bedarf an Bienenhonig im Jnlande zu decken. mXunn 3U pichen, muß neben einer Vermehrung der Bienenvölker und der Verbesserung der B.enenweide vor allem eine t ü ch t i g e I m kVr" P‘ E bessere Organisation des Honig, absatzes unb ber Deklarationszwang für Ausland- I klaren 9Ä*lCn merbe,L Reicher Beifall lohnte bis folgte Ausführungen, denen eine kurze Aussprache Der Vereinsführer besprach noch die Patenschaft für Jungimker, die seitens des Reichs in Aussicht N schäft der Gießener Nationalsozialisten in Zivil an- , / v V '- -=—A Dom nationalsozialistischen Verkehrslokal Soldan im Seltersweg aus führte den Seltersweg hinauf durch die Frankfurter I Straße, Liebigstraße, Bahnhofstraße, Marktstraße, Kirchenplatz, Walltorstraße, Landgraf-Philipp-Platz, Sonnenstraße Seltersweg, Wolkengasse, Bahnhofstraße, Neustadt zum Oswaldsgarten, wo Studien- §l"nk die Ansprache über die Bedeutung des 30. Januar 1933 als unvergeßlichen Gedenktag der deutschen Geschichte hielt und dabei den herz- lidiften Wünschen für die Arbeit des Führers Ausdruck gab. Nach dreimaligen Heil-Rufen auf den «"?r>.^^Eanzler und dem Gesang des Anläßlich der Wiederkehr des Tages der nationalen Erhebung findet am heutigen Dienstag,3 0. Ja- Ausgabe von Kohlenscheinen (Sonderzugabe), -* 'r- - ---- - - Lebensmittelgutscheinen und eine Vcr- dieses Vertrauen belohnt. An diesem Tage des Sieges rechtfertigte das Schicksal den SA.-Mann mit seiner Treue zum Führer vor all den Besserwissern. Dir stehen heute imzweitenAbschnittdes Kampfes, den wir im selben Sinne führen wollen wie den ersten. Es bleibt unsere Aufgabe, den revolutionären SA.-Geist und insbesondere das unerschütterliche Vertrauen zum Führer hochzuhalten. So wollen wir weiterkämpfen, bis die Idee des Führers ganz verwirklicht ist. Der Führer der Gruppe Hessen. Gez.: B eiferte, Gruppenführer. Weiterer Angriff gegen die Rot! „Werdet wirkliche Nationalsozialisten Adolf Hitlers." Am ersten Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution ist das Winterhitsswerk wieder an der Arbeit. Kein rauschendes Fest, keine glanzvolle Parade — wir begehen den Tag, indem wir d i e 71 o f Neues über Äon Generalmajor a. D Die Frage „Luchs, Fuchs oder -und" beschäftigt mehr wie Je die Jägerwelt. Eine volle Klarheit ist noch nicht geschaffen, obgleich die Lösung des Rätsels fast gelungen scheint. Freilich erreicht man sie nicht durch billigen Spott oder Zweifel ohne Begründung, sondern nur durch unausgesetzte 2lrbeit, Sammeln aller Nachrichten und genauen Vergleich der Eingänge, aber nicht dadurch, daß man den Luchs „die Seeschlange Oberhessens" oder den „fabelhaften Luchs" nennt, oder gar die merkwürdig anmutende Ansicht ausspricht, „der frühere Besitzer eines entsprungenen Luchses würde sich wohl langst gemeldet haben". Der wird sich hüten! Die Tatsache bestehl und beruht auf ganz zuverlässigen Angaben der betroffenen Reviere, daß allein im Umkreise von Gießen (etwa 25 bis 30 Kilometer) über 300 Rehe gerissen gefunden worden sind, ganz abgesehen von den in Dickungen usw. verluderten Stücken. Dabei rechne ich nicht einmal solche eigentümliche Funde wie z. B. den in einer kleinen Höhle bei Battenberg, in der etwa 20 Rehköpfe entdeckt wurden sondern halte mich nur an positive Meldungen. Aus diesen geht zunächst einmal ganz klar hervor: 1. Die größte Anzahl gerissener Rehe ist ohne Kopf und nur ganz wenig am Hals oder Blatt angeschnitten gefunden. Teilweise ist der Kopf so glatt und scharf abgetrennt, daß es, wie mir Herr Sommeraus Hof im Westerwald schrieb, ihm unmöglich war, einen ähnlichen Schnitt mit „seinem scharfen großen Weidmesser nachzuahmen". Kann das ein Fuchs oder Hund tun?! 2. Ein Teil der Rehe ist im Gescheide und den Keulen angeschnitten, wohl fraglos durch Hund oder Fuchs. 3. Vielfach tragen die gerissenen Stücke Krallen- s puren auf Rücken und Seiten der Blätter. So schreibt z. B. Herr Staatsförster Müller aus Forsthaus Guntersdorf bei Herborn, daß bei einem gefundenen Reh „auf dem Rücken (Kreuz) mehrere Kralleneingriffe zu sehen waren, vermutlich die Krallen eines Hinterlaufes des als Täter vermuteten Luchses, während die auf beiden Seiten hinter den Blättern befindlichen Eingriffe sehr deutlich und etwa zwei Zentimeter tief durch das Wildpret hindurch gedrungen waren, und zwar so, daß innen mehrere Rippen (3 bis 4), entzwei waren". Also — ein Raubtier als Reiter, das mit Wucht auf das Reh von oben oder von hinten gesprungen ist. Hund und Fuchs sind hier vollkommen ausgeschlossen. 4. Bei mehreren gefundenen Rehen sind endlich genaue Fährten entdeckt worden, die von sämtlichen Berichterstattern aus verschiedenen Revieren ganz gleichmäßig gezeichnet eingesandt wurden. Ls sind fraglos die Fährten einer Grohkahe. die deutlich im Schnee oder weichem Boden eingeprägt waren, und die vollkommen den Zeichnungen entsprechen, die mir vom Kanada-Jäger , O t t o und mehreren Karpathen-Jägern zugegangen sind und den Luchs betreffen. Eine dieser Zuschriften lautet: „Die Größe der Fährte eines Luchses entspricht der eines großen Hundes und ist bei oberflächlichem Hinsehen auch mit dieser zu verwechseln, nur fehlen ihr die Kralleneindrücke, da der Luchs, wie alle Katzen, mit eineingezogenen Krallen schnürt." Also sehr im Gegensatz zu Hund und Fuchs, bei denen die Kralleneindrücke im Fährtenbild stets sichtbar sind. Solche Spuren sind wiederholt gefunden worden, gan3 besonders deutlich durch die Herren Fabrikant Klöckner in Erbach und Förster Freitag in Werdorf bei Wetzlar. Letzterer, der durch langjährigen Dienst in Ungarn den Luchs und seine Jagd genau kennt, berichtet außerordentlich klar und interessant über den Riß mehrerer Rehe. Eines von diesen ist nach dem deutlich im Schnee sichtbaren Bilde vertraut, also langsam, in einen tiefen Graben hinabgezogen und von oben herab durch ein angeschlichenes Raubtier angesprungen worden. Er schreibt wörtlich: „Nach dem ganzen Befund und auch daraus, daß dem Reh momentan die Halsschlagader aufgerissen wurde, komme ich zu der Erkenntnis, daß der Räuber ein Luchs gewesen sein muß. Wildkatze kommt hier absolut nicht in Frage, Hund kann es auch nicht gewesen sein, da es demselben beim ersten Griff nicht möglich ist, die Schlagader aufzureißen, dazu würde er längere Zeit gebrauchen. In meiner nun schon über 50jährigen Jäger- lanfbahn habe ich viele Beobachtungen und Erfahrungen gemacht, aber noch nie solche Massenmorde an Rehwild mit den gleichen Begleiterscheinungen. Die vorgefundenen Fährten im Schnee waren kreisrund, ca. 5 bis 6 Zentimeter breit und zeigten nur die Ballen — keine Nägel!" So schreibt der alte erfahrene Jäger! Und in einem weiteren Bericht gibt er noch ein interessanteres Bild, das ich ebenfalls möglichst wörtlkch bringe. „Am vergangenen Sonntagabend meldet der Zugführer des um 10 Uhr auf hiesiger Haltestelle einlaufenden Personenzuges dem diensttuenden Beamten, er habe kurz vor der Haltestelle an der Maschine gemerkt, daß er irgendwas angefahren habe, der Beamte möge doch mal nachfehen. Nach etwa zehn Minuten geht ein Bahnsteigschaffner nachzusehen. Er findet auch sogleich die Stelle, läuft zurück und meldet dem Beamten: Es läge ein Tier zwischen den Schienen mit ganz langen Ohren und dickem Schwanz, hätte die Farbe wie ein Reh (es sei aber kein Reh"und auch kein Hund). Bei seinem Näherkommen hätte es hinten nicht aufgekonnt, an einem Auge hätte es geblutet, und mit den Vorderbeinen nach ihm geschlagen. Die beiden wecken darauf hin einen Jäger gegenüber der Haltestelle, und nach etwa 20 Minuten begaben sie sich zu dritt an die bewußte Stelle, aber das Tier hatte sich inzwischen wieder erholt und war weg. Zwischen den Schienen lag eine kleine Schweißlache und dickbreiiger gelblicher Kot. Auf einer stark bereiften Stelle befanden sich zwei Trittsiegel. Sonst war Schweiß nirgends zu finden. Leider wurde ich erst zwei Uhr nachts geholt und war in zehn Minuten zur Stelle. Beim ersten Blick sehe ich, daß diese Trittsiegel genau übereinstimmen mit denen, die ich bei dem letztgerissenen Reh (s. o.) gefunden hatte. Ich machte eine Skizze von ihnen, die ich beifüge. den „Luchs". . Rudolf Mohr, Gießen. Wohin sich das Raubtier auf seiner Flucht gewandt hat, war nicht festzustellen, oa weiter kein Schweiß zu finden war. Ich habe mit mehreren Hunden und Treibern die leider fast undurchdringliche Dickung an dem dicht anschließenden steilen Hang abgesucht, aber ohne Erfolg. Ich behaupte steif und fest, es war der Luchs! Wenn ich gleich abends gerufen worden wäre, so hätten meine Hunde sicher die Fährte ausgenommen und das Raubtier gestellt." Soweit Herr Förster Freitag in seiner klaren, vorzüglichen Schilderung. Er fügt noch als Nachsatz hinzu: „In der zweiten Januarwoche sind hier noch zwei Stücke gerissen worden und vorige Woche bei Greifen st ein und im Westerwald auch mehrere Stücke." Meiner Ueberzeugung nach hat Herr Förster Freitag mit feiner Behauptung recht! Daß Wild sehr wenig Scheu vor Eisenbahnzügen hat, beweisen ja zur Genüge die vielen Verluste, die durch lieber« fahren auf den Eifenbahndämmen entstehen. Und wer die wundervollen Afrika-Bücher des Hauptmanns Steinhardt gelesen hat, der weiß, daß selbst ein Löwenschädel nicht den Stoß einer Loko- Das neue preuf Äon Siudienr. Am 18. Januar 1934 hat das Preußische Staatsministerium ein neues Jagdgesetz verkündet das bereits am 19. Januar in Kraft getreten ist. Zwar hat der preußische Ministerpräsident Hermann Göring am 22. Januar vor den Vertretern der Tagespresse die Grundgedanken des Gesetzes dargelegt und mit seinen Ausführungen Dank und Freude in den Herzen aller weidgerechten Jäger erweckt, für den Jäger aber kommt es nun vor allem darauf an, die für ihn wichtigsten praktischen Auswirkungen des Gesetzes kennenzulernen, um nicht gegen seine Vorschriften zu verstoßen. Wenn hier der Versuch gemacht wird, die wesentlichsten Bestimmungen kurz zu umreißen, so kann dies bei dem Umfang und der Vielseitigkeit des Gesetzes nur ein Hinweis fein, der den Jäger der Pflicht nicht entheben kann, sich persönlich eingehend mit seinem Inhalt vertraut zu machen. Auch derjenige Weidmann, der an der Jagd in Preußen nicht unmittelbar interessiert ist, wird dasselbe deswegen tun müssen, weil dieses Gesetz in sehr vielem Vorbild für die Umgestaltung der übrigen Länderjagdgesetze sein wird und den Vorläufer eines Reichsjagdgesetzes darstellt. Aber auch der jagdliche Laie sollte an dem Gesetzeswerk nicht vorübergehen, da seine Bestimmungen ja auch in seinem Interesse getroffen wurden. Wenn man das Gesetz verstehen will, muß man sich darüber klar sein, warum es überhaupt notwendig war und erlassen wurde. Es war in Jägerkreisen. denen das Wohl des deutschen Wildes und des Weidwerks Herzenssache war, längst erkannt, daß die jagdlichen Verhältnisse in Deutschland zu einer grundlegenden Aenderung drängten. Ein ideeller und materieller Vermögenswerl des deutschen Volkes war für viele Volksgenossen zu einem Objekt der Ausbeutung, der Vernichtung, der Befriedigung der Schiehleidenfchaft, zum Gegenstand des Geschäfts geworden. Die Schamröte stieg dem Weidmann ins Gesicht, wenn er hörte, daß Leute wie die Sklareks u. a. sich Jagden pachten durften, um mit ihrer Hilfe andere einzuwickeln. Wer genügend Bargeld befaß, konnte sich eine Jagd pachten und darin schalten und walten, wie er wollte. Die Schonzeitvorschriften engten ihn dabei nicht wesentlich ein. Ausschinden der Jagden, wie wir es am Ende der vergangenen Verpachtungsperiode in Teilen des Gießener Stadtwaldes erlebten, war weit verbreitet und fand auch noch Verteidiger, die dem Jagdpächter das Recht dazu zubilligen wollten. Wenn die Verhältnisse nicht noch schlimmer wurden, so ist es nur der uneigennützigen Arbeit zahlreicher Jagdvereine zu verdanken, die neben einer hochstehenden Fachpresse zum Gewissen der deutschen Jägerei wurden und ohne Rücksicht auf Liebe oder Haß um die staatliche Anerkennung der Grundsätze rangen, die sie im Interesse der Erhaltung der Wildstände für unbedingt notwendig hielten (Kugelschuß auf Schalenwild z. B.). Aber diejenigen, denen das Gewissen am meisten schlagen sollte, entzogen sich der Beeinflussung, fischten im Trüben und lachten über die Dummen, die sich bezüglich der Art ihrer Jagdausübung Vorschriften machen ließen. Nur dem staatlichen Zwange sich zu fügen war man bereit. Während aus den Kreisen der weidgerechten Jägerei die Schützer der letzten Vertreter unserer einst so reichen Tierwelt erwuchsen, blieb es den Ichmenschen unter den Jägern überlassen, ihre Schießwut, Gewinnsucht und Geltungsgier an Uhu, Schwarzstorch, Biber u. a. m. auszulassen. Daran, daß diese Tiere ein Glied unserer Heimatlandschaft und wie alle anderen geeignet sind, bei vielen Volksgenossen Freude zu erwecken, die Erholung suchen in Gottes freier Natur, dachte keiner jener „Helden", die sich oft noch mit ihren Taten brüsteten oder verherrlichen ließen. Diese kurzen Hinweise mögen genügen, um zu zeigen, daß im Interesse des Ganzen etwas geschehen mußte. Das neue preußische Jagdgesetz hat die Aufgabe, diesen Schäden wirksam entgegenzutreten und mit aller Schärfe von jedem Jäger und in jedem Revier das zu verlangen, was seither in wirklich weidmännisch besagten Revieren schon gang und gäbe war. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß das Gesetz zu einer großen Reinigung der Jägerei führen wird und muß und daß alle die ihre Flinte an den Nagel hangen werden, die das Gemeinschaftsdenken nicht aufbringen können, wie es das Gesetz in Durchführung des Grundgedankens des neuen Staates verlangt. Das Ziel des Gesetzes ist die Erhaltung eines an Stückzahl nicht zu großen, mit den Erfordernissen der Landeskultur vereinbaren, gesunden Wild- standes, um den in den Städten zusammen- gedrängten Menschen die Natur und das in ihr frei lebende Wild für die Stunden der Erholung und Ausspannung zu erhalten. Das Wild zerfällt im Sinne des Gesetzes in Hoch« und Niederwild. Zu dem ersteren gehören Elch, Rot-, Dam-. Muffel-, Schwarz- und Auerwild. Das Jagdrecht steht dem Grundeigentümer zu, der es aber nur auf Flächen von mindestens 75 Hektar selbst ausüben kann. Sonst erfolgt gemeinsame Verpachtung durch die Jagdgenoffenschaft. Die Jagd darf nur nach den allgemein anerkannten Grundsätzen deutscher Weidgerechtigkeit ausgeübt werden. Jeder Jäger ist verpflichtet, das Wild zu hegen. Das ganze Jagdwesen untersteht den Jagdbehörden, an deren Spitze motive aushält, auch wenn sie, wie dort, nur im langsamen Tempo fährt. Schade nur wäre es, wenn der Luchs auf solch wenig weidgerechte Art zur Strecke gebraust wäre und ungefunden verluderte. Wenn jetzt auf einmal die Rehmorde aufhörten, so wäre das zwar ein Beweis, daß der Täter beseitigt ist, aber andererseits auch Wasser auf die Mühle der ewig Zweifelnden und „Hunde-Fanati- ker", wie sie der Kanada-Jäger nennt. Das zweite Raubtier, das ich in meinem ersten Aufsatz erwähnte, der aus dem Züricher Zoo entsprungene schwarze Panther, hat inzwischen auf wenig rühmliche Weise sein Ende gefunden. Wie die „Neue Zürcher Zeitung" schreibt, hatte er sich infolge des hohen Schnees in den „Stadel" eines Bauern verkrochen und ist von diesem mit einer Holzhacke erschlagen worden. Als besonders groteske Tatsache wird noch erwähnt, daß er von dem Bauern „als Gepfeffertes" verspeist worden ist, und das ganze Ereignis wohl nie zur Kenntnis gekommen wäre, wenn das Fell, aus dem Schuhsohlen gefertigt werden sollten, den Täter nicht verraten hätte. Ich hoffe, das „der Luchs" nicht von solch kläglichem Schicksal ereilt wird, sondern daß er weidmännisch erlegt wird und den Beweis liefert, daß feine Mordzeichen und Spuren richtig angesprochen wurden. Dann mag ihn der glückliche Erleger gern auch als „Gepfeffertes" verspeisen. ischeZagdgesch. t Ernst Holzel. der preußische Ministerpräsident steht, und die sich in Landes-, Provinz- und Kreisjägermeister und Jagdvorsteher weitergliedern. Die Jägermeister versehen ihre Aemter ehrenamtlich. Alle Inhaber von Jagdscheinen müssen Mitglieder des Landesverbandes der preußischen Jäger sein. Alle Grundflächen einer Gemeinde bilden den gemeinschaftlichen Jagdbezirk, wenn sie zusammen mindestens 250 Hektar umfassen. Der Kreisjägermeister kann anordnen, daß jagdlich unhaltbare Grenzen dadurch beseitigt werden, daß verschiedene Jagdbezirke zusammengefaßt werden. Ebenso hat er das Recht, einspringende schmale Waldwiesen usw. durch Abschneidung dem Waldrevier zuzuschlagen. Unter Umständen kann auch eine neue Jagdgrenze durch einen Feldschutzstreifen dann gebildet werden, wenn Feld- und Waldgrenze Jagdgrenze sind. Die Zahl der Pächter richtet sich nach der Fläche und darf bis zu 500 Hektar die Zahl zwei nicht überschreiten, für jede weitere volle 500 Hektar ist ein weiterer Pächter zugelassen. Die Pachtzeit beträgt mindestens neun Jahre. Es gibt entgeltliche und unentgeltliche Jagderlaubnisscheine. Ihre Genehmigung bleibt dem Kreisjägermeister Vorbehalten. Zur Pachtung einer Jagd ist notwendig, daß der Pächter mindestens drei Jahre einen Jahresjagdschein im Deutschen Reich besessen hat. Sonst ist er zu einer Pachtung nicht zugelassen. Der Jagdschein ist bei dem Kreisjägermeister zu beantragen. Der Antragsteller muß nachweisen, daß er gegen Jagdhaftpflicht mit einer Deckungssumme von 150 000 RM. versichert ist. Beizufügen ist ferner die Mitgliedskarte des Landesverbandes preußischer Jäger. Schließlich gehört ein Paßlichtbild dazu. Wer seinen ersten Jagdschein lösen will, muß sich vorher einer Jägerprüfung unterziehen. Die Urkunde über ihr Bestehen ist beizufügen. Der Kreisjägermeister entscheidet dann, ob der Jagdschein erteilt wird oder nicht. Mit der Jägerprüfung ist ' angesichts der Häufung der Jagdunfälle und der Handlungen, die auf völlige jagdliche Unerzogenheit vieler Jäger schließen lassen, ein dringender Wunsch weiter Jägerkreise erfüllt. Die Jagdscheine werden 1 ausgestellt auf ein ganzes Jagdjahr (1. April bis 31. März), nicht mehr wie bisher auf ein Jahr vom Tage des Losens an. Daneben gibt es noch einen Tagesjagdschein für fünf aufeinanderfolgende Tage. Der Jahresjagdschein kostet 30,— RM., der Tagesjagdschein 3,— RM., wozu in jedem Falle noch eine Verwaltungsgebühr kommt. Die Liste der ausgestellten Jagdscheine wird in den amtlichen Kreisblättern veröffentlicht. Der Tagesjagdschein berechtigt nicht zum Schüsse auf Schalenwild! (Ausnahme: Schwarzwild.) Alle Personen, die zur Führung einer Jagdwaffe ungeeignet erscheinen, diejenigen, die durch ein Ehrengericht aus dem Preußischen Landesverband der Jäger ausgeschieden wurden, jene, die zu Zuchthausstrafen verurteilt waren oder die bürgerlichen Ehrenrechte nicht genießen, alle wegen Forstwiderstandes oder Jagdfrevels Vorbestraften, die wegen , Mißbrauchs des Jagdscheins Bestraften sowie alle, die mehr als einmal den Abschußetat überschritten, mehr als einmal angeschossenes Schalenwild dem Nachbar nicht meldeten oder Abschußlisten unwahr führten, dürfen keinen Jagdschein erhalten. Bezüglich der Schonzeiten und Schußzeiten sei als Neuerung darauf hingewiesen, daß die Schußzeit des Rehbocks am 15. Oktober endigt und gleichzeitig diejenige für weibliches Rehwild beginnt, um am 31. Dezember zu endigen, also eine Verlängerung der Schußzeit um vierzehn Tage. Auch der Bussard hat, wie in Hessen, eine Schußzeit erhalten, und zwar vom 1. Oktober bis zum letzten Februar. Weibliche führende Stücke von Schwarzwild, Fuchs, Steinmarder und Iltis dürfen zwischen dem 16. März und 15. September nicht erlegt werden. Der Abschuß ist nach einem Plan zu regeln. Alle drei Jahre ist dem Kreisjägermeister ein Abschuhplan für Schalenwild, getrennt nach Art und Geschlecht, einzureichen. Er bedarf seiner Genehmigung. Bevor diese nicht vorliegt, muß jeder Abschuß unterbleiben. Er ist erstmalig bis zum 31. März 1934 über den Jagdvorsteher einzureichen, und zwar für drei Jahre. lieber feinen Abschuß muh der Jagdberechtigte eine Abschuhliste führen und ferner den Abschuß eines Stückes Schalenwild spätestens nach drei Tagen der Ortspolizeibehörde anzeigen. Die Abschußlisten sind bei Einreichung eines neuen Abschußplanes einzureichen. Wird der Abschuß nicht erfüllt, so kann u. II. ein Berufsjäger unter Belastung des Pächters mit dessen Unterhalt durch den Kreisjägermeister beauftragt werden. Das Ueberwechfeln krank geschossenen Schalenwildes ist unverzüglich dem Jaadnachbar zu melden. Unterlassung wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.' Weiterhin muß sich der Schütze selbst zur Nachsuche zur Verfügung stellen. Kommt dann das Stück zur Sttecke, so gehört ihm der Kopfschmuck, dem Nachbar das Wildbret. Wenn der Abschuß in einem Niederwildrevier, für den außer für Rehwild ein Plan nicht einzureichen ist, übermäßig vorgenommen wird, so kann der Kreisjägermeister ihn ganz ober teilweise sperren. In Notzeiten muß gefüttert werden. Wenn hiergegen verstoßen wird, kann der Abschuß an Schalenwild gekürzt und an Niederwild gesperrt werden. Für jeden Jagdbezirk von mehr als 1000 Hektar muß eht brauchbarer Jagdhund gehalten werden. Dom Kreisjägermeister anerkannte Jagdaufseher haben in Zukunft in ihrem Dienstbereich, soweit es den Jagdschutz betrifft, die Rechte und Pflichten der Polizeibeamten, tragen Dienstkleidung und Dienstabzeichen. Sie sind Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Wenn ein Revier von über 1000 Hektar ohne Jagdaufseher ohne gehörigen Schutz sein würde, kann der Kreisjägermeister u. 11. die Einteilung eines solchen verlangen. Unter den verbotenen Jagdarten, zu denen vor allem der Schrot- und Postenschuß auf Schalenwild gehört, ist auch der Fang im Tellereisen zu erwähnen. Das Bekämpfen der Krähenplage durch Phosphoreier ist weiterhin gestattet. Auch die Bekämpfung der Hundepest, Die sich immer mehr breit macht, durch Auslegen vergifteten Luders ist unter Beobachtung besonders erwähnter Vorsichtsmaßregeln erlaubt. Treib- und Lappjagden sind auch an Sonntagen Winterhilfe ist Sozialismus der Tat. Wer mitarbeiten will, wird Mitglied der AS.-Volkswohlfahrt! und staatlichen Feiertagen erlaubt, wenn an ihr nicht mehr als vier Schützen oder sechs Treiber teilnehmen. Auf die sehr eingehende Regelung der Wildschadenverhütung und des Ersatzes kann hier nicht eingegangen werden. Erwähnt sei auch nur, daß für den Wildhandel sehr genaue Vorschriften ergangen sind, um den Erwerb und Vertrieb unrechtmäßig erlegten Wildes zu verhindern. Die Strafoorschriften sind sehr scharf und bedrohen Verstöße gegen die wesentlichsten Bestimmungen des Gesetzes mit Geldstrafen bis zu 150 Mark ooer Haft bis zu 14 Tagen ober sechs Wochen. Im Wiederholungsfälle muß u. U. ber Jagbfchein entzogen ober verweigert werben. Die Geldstrafe für widerrechtlich erbeutetes Wild (Abschuß in der Schonzeit) muß mindestens dreimal so hoch sein wie der Wert des Wildes und ist bei besonders schonungsbedürftigen Arten auf mindestens 300 Mark festgesetzt (z. B. Uhu, Adler, Biber, Schwan, Großtrappe u. a. m.). Jeder Jagdverein, der etwas auf sich selbst hielt und nicht nur Geselligkeitsverein mit Stammtischtendenzen war, sondern in der Erziehung seiner Mitglieder seine vornehmste Aufgabe erblickte, hatte ein Ehrengericht, um Verstöße gegen die weidmännische Ehre durch es ahnden zu lassen. Der Jägerstand ist jetzt wieder durch das Gesetz als solcher anerkannt und wird durch es in seinen Bestreben, sich von ungeeigneten Elementen freizuhalten, unterstützt. Dem Provinzjägermeister steht ein Ehrengericht zur Seite, bas im schwersten Falle auf Entziehung bes Jagdscheines erkennen kann. Sein Urteil wirb auf Kosten bes Verurteilten öffentlich bekanntgemacht. Durch biefes Gesetz finb alle vorher vorhanbenen Gesetze über bie gleichen Gebiete aufgehoben. Wichtig ist, baß es in § 91 dem Pächter von Jagden, deren Pachtzett noch läuft, bas Recht gibt, diesen Pachtvertrag bis einschließlich 1. April 1934 mit mindestens dreimonatiger Frist zum Ablauf des Pachtjahres zu kündigen. Dasselbe Recht steht dem Verpächter zu. Alle zur Zeit gültigen Jagdpäsfe erlöschen am 31.März, auch wenn sie noch länger befristet sind. Von ba an können nur noch Jagbscheine nach ben Bestimmungen bes Gesetzes gelöst werben. Dabei ist bei einer Laufzeit über bcn 1. April hinaus bem Inhaber jeber Tag mit 9 Pf. gutzubringen. Alle vor bem 19. Januar 1934 ausgegebenen Erlaubnisscheine finb aufgehoben und ungültig. Ihre fernere Benutzung zieht Bestrafung nach sich. Die weibgerechte Jägerei wirb ben Schöpfern biefes Gesetzes herzlichen Weibmannsdank wissen, weil es bie Erfüllung ihrer Wünsche brachte. Für uns hessische Jäger gibt es nur noch zu hoffen, baß auch wir möglichst halb bie Segnungen eines solchen Jagbgesetzes zu svüren bekommen und daß ber Reichsjagdschein die Schranken niederreißt, die gerade uns oberhessischen Jäger so oft von den Freunden im grünen Kleid jenseits der schwarz- weißen Grenzpfähle trennten. Oberbeffen. AS -Hago-Äersammlung in Wieseck. X Wieseck, 28. Jan. Arn Freitag versammelte die Ortsgruppe der N S. - H a g v ihre Mit- alieder bei Gastwirt Braun. Man sah dieser Versammlung mit besonderem Interesse entgegen, da in ihr die Referenten für Handel und für Handwerk und der Propagandaleiter der N S. - H a g o Gießen sprechen sollten. Einleitend wies Ortsgruppenführer K. Kirchner auf die Notwendigkeit hin, eine Neuorganisation der Ortsgruppe durch das starke Anwachsen der Mitgliederzahl vorzunehmen. Diese wird jetzt in drei Zellen mit sechs Blocks geteilt. Als Zellenwarte bestimmte der Ortsgruppenführer für Zelle 1 Adolf Schäfer, Maurermeister, für Zelle 2 Adolf Kümmel, Kaufmann, für Zelle 3 Heinrich Linde n ft r u t h , Weißbindermeister. Als Blockwarte für Zelle 1 bestimmte der Ortsgruppenführer Heinr. S ch n e p p , Metzgermeister, und Robert Römer, Schreinermeister; für Zelle 2 Karl Werner, Schlossermeister, und Friedrich Keßler, Töpfermeister; für Zelle 3 Adolf Weniger, Schneidermeister, und Otto Schmelz, Druckereibesitzer. Als Kas enroart ist Schreinermeister Otto Möser und als Presse- und Propagandawart Drogist Wilhelm P a u s ch tätig. Nach Erledigung anderer organisatorischer Fragen ergriff der Referent für Handel Pg. Heyd (Gießen) das Wort zu längeren Ausführungen, in denen er besonders auf Fragen des Handels einging und in wirksamer Weise mit dem undeutschen Geschäftsgebaren abrechnete, das' sich in früheren Jahren überall breitmachte und auch jetzt hier und ba zum Schaben bes beutfchbewußten (Beroerbetreibenben sich roieber breitmachen zu können glaubt. Als zweiter Rebner appellierte ber Referent für Hanb- werk Pg. Steinhäuser (Gießen) an alle, ber Regierung im Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit in großzügiger Weise burch Einstellung von Arbeitskräften zu helfen. Pg. S t i e h l e r (Gießen), ber Propaganbaletter der NS.-Hago, sprach fobann über Zweck unb Ziel ber NS.-Hago unb bie Erziehung zum hanbwerklichen Beruf unb feine Stellung ins heutigen Staat. Scharf roanbte sich ber Redner gegen Konzern- unb Mammutgeschäfte, bie in den vergangenen Jahren mit Erfolg bie kleinen Geschäfte zerschlugen unb es auch heute zum Teil in verdeckter Weise tun. Nach kurzer Pause ergriffen noch einmal die drei Redner das Wort, um auf die politischen Gebiete und Aufgaben, Binnenmarkt, Kolonialfragen und die in einigen Wochen in Frankfurt stattfindende NS.-Hago-Tagung einzugehen. Ortsgruppenführer Kirchner schloß sodann mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler die aufschlußreiche Versammlung. üanDfreie (ließen. X Wieseck, 29. Jan. Die Freiwillige Feuerwehr hatte ihre Mitglieder in den Sitzungssaal der Bürgermeisterei zu einer Versammlung eingeladen, die von dem Kommandanten Adolf Schäfer eröffnet und geleitet wurde. Mit dem Hinweis auf den kommenden Jahrestag der nationalen Erhebung würdigte der Kommandant noch einmal die Verdienste unserer Regierung, vor allem auch um die Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung, und gab dann in längeren Ausführungen einen Bericht über die Tätigkeit der Wehr im vergangenen Jahr. Zum Glück brauchte die Wehr in dieser Zeit bei keinem Brand eingesetzt zu werden. Vollzählig beteiligte sich die Wehr an den großen nationalen Feiertagen, so am 1. Mai, 1. und 15. Oktober. Innerhalb eines großangelegten Festabends konnte die Wehr am 14. März 1933 auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Im August 1933 trat die Freiwillige Feuerwehr dem Kreisfeuerwehrverband des Kreises Gießen bei. An den vorgenommenen sechs Hebungen des Jahres nahmen durchweg alle 60 aktiven Mitglieder von den zusammen 81 Mitgliedern teil. Die Kassenprüfung ergab richtige Führung. Ein Erlaß des Landesverbandes Hessischer Freiwilliger Feuerwehren fordert die unterstellten Wehren auf, sich in den zivilen Luftschutz einzuordnen und Leute zur Luftschutzschulung zu bestimmen. Dies wurde auch hier durchgeführt. J.rn Laufe dieses Monats ersuchte die Wehr den Gemeinderat um Ersatzbeschaffung von Ausrüstungsgegenständen, da die vorhandenen sich in schlechtem Zustande befinden. Der Gemeinderat hat hierfür den Betrag von 500 Mk. und die Hessische Brandversicherungskammer 1200 Mk. genehmigt, von insgesamt veranschlagten 2026 Mk. Die Lieferung er- yält die Fa. Hermann Schellhorn in Offenbach. Als Diener meldet sich freiwillig Otto W e l - l e r. Hierauf schloß Kommandant Schäfer mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Volkskanzler die Versammlung. * Rödgen, 30. Jan. Morgen feiert unsere Mitbürgerin Frau Christine Brück, Witwe des Försters Carl Brück, ihren 8 0. Geburtstag. In seltener Rüstigkeit und geistiger Frische kann sie noch allen Arbeiten nachgehen. Möge ihr ein ruhiger Lebensabend vergönnt sein. wg. Großen-Buseck, 29. Jan. Die Feld - bereinigungs- und Notstandsarbeiten der letzten Jahre haben unserer Gemarkung ein wesentlich verändertes Aussehen gegeben. Ueberall sind chaussierte Wege und in den Wiesen neue Entwässerungsgräben zu sehen. Die Wieseck wurde von der Pfingstbrücke bis kurz vor Trohe gründlich reguliert. Die Bachregulierung der Wieseck, wie auch des Kerbsbaches oberhalb des Dorfes war durch den Arbeitsdienst in Angriff genommen worden, konnte jedoch nicht zu Ende geführt werden, da das Arbeitsdienstlager allfgelöst wurde. Nach einer Beschlußfassung der Feldbereinigung und nach der Einigung zwischen Gemeinde und Forstamt war im Laufe von drei Wintern der untere Teil des Schwalbenwaldes, etwa 50 bis 50 Morgen, abgeholzt worden. Der gewonnene Boden soll als Acker- und Wiesengelände genutzt werden, da der Boden als sehr ertragreich angesehen wird. Als Ersatz für den verlorenen Wald soll ein Teil Ackerland von geringerem Werte mit Wald neu eingepflanzt werden. — Dieser Tage feierten Wilhelm Rohrbach und Frau Margarethe, geb. Rink, das Fest der silbernen Hochzeit. ? Reiskirchen, 29. Jan. Bei der am Samstag in unserem Orte vorgenommenen Räucher- warensammlung konnten für das Winter- hilfswerk 84 Pfund Wurst und 47 Pfund Speck und Schinken abgeliefert werden. # Saasen, 29. Jan. In unserer Gemeinde fanden im Jahre 1933 11 Eheschließungen statt, davon 9 kirchlich. An Geburten waren 11 zu verzeichnen, davon 2 in der Klinik zu Gießen. An Sterbe- sällen hatten wir 8, davon 1 totgeborenes Kind. = Lauter, 29. Jan. Arn Dienstag, 30. Januar, feiert unser Mitbürger Heinrich Feldmann in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 2. Geburtstag. oo Saufaringen, 29.Jan. Bei der Holz- Versteigerung im Gemeindewald wurden folgende Preise erzielt: je zwei Raummeter Buchen- scheit 25 Mark, Buchenknüppel 14 bis 16 Mark, Eichenrundscheit 14 Mark, Eichenknüppel 8 dis 9 Mark, Kiefernrundscheit 15 bis 17 Mark, Kiesern- kniippel 12 bis 15 Mark, Buchenreiser 5 Raummeter 8 bis 10 Mark. * S a u b r i n g e n, 29. Jan. Der hiesige Klein- tierzuchtverein hielt im Gasthaus Erb seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinsführer Wilhelm Opper erstattete zunächst den Jahresbericht und ermahnte alle Züchter, in kameradschast- lichem Sinne und im Geiste unseres großen Führers dem Verein die Treue zu halten und weiter zu arbeiten wie bisher. Die vom Rechner Heinrich Hofmann verlesene Rechnung wies einen Uefaer= fchuß von 16,01 Mark aus. Dem Rechner konnte Entlastung erteilt werden. Im weiteren Verlause der Versammlung wurden fünf neue Mitglieder ausgenommen. Zur Besichtigung der Geflügelställe wurden Joseph Schürkes und Ludwig Klin- g e l h o s e r bestimmt. Der Fellsachwart Otto Lehr hielt einen lehrreichen Vortrag über das Aufspannen, das Trocknen und die Veredlung der Felle Die Züchter wurden ersucht, alle anfallenden Felle an ihn afazuliefern. Züchter Schürkes hielt einen kurzen Vortrag über zweckmäßige Fütterung der Hühner, über die Zusammensetzung des Futters und die Einrichtung der Hühnerställe. — Auch der hiesige Obst- und Gartenbau verein hielt dieser Tage im Gasthaus Erb seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinssührer Wilhelm Walter begrüßte die Mitglieder, insbesondere das neue Mitglied Zellenwart Dr. Buding. Kassenführer Wilhelm Erb verlas die Rechnung für das Jahr 1933, die mit einem Hefaerschuß von 37,89 Mark abschloß. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Im Verlause der Versammlung wurde beschlossen, an den Gemeinderat heranzutreten mit dem Ersuchen, eine Ortssatzung zum Kratzen, Auslichten und Svritzen, sowie zur (Entfernung der überfälligen Baume zu erlassen. Die Mitglieder wurden ersucht, hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Demnächst findet eine Verlosung statt, außerdem wird Lehrer Henkel einen Vortrag halten. Nachdem noch verschiedene interne Angelegenheiten ihre Erledigung gefunden hatten, wurde die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler geschlossen. I- A l l e n d o r f a. d. L a h n , 29. Jan. Von der Ortsgruppe Klein-Linden des Reichs- SC. (Titelverteidiger), Füssen und der SC. schwierigen Prüfung nahmen 49 Pferde teil. Den gung sehr oft überspielt. Trotzdem wurde weiter ge- Magdalena W e i d i t s ch k a die älteste einen sehr anständigen Handball. Die Norbbayrischen Eiskunstlauf Deutsche Wintertampfspiele: Otto Wahl gewinnt den Dauerlauf. einzigen fehlerlosen Ritt des Nachmittags erzielte Rittmeister Baade auf Dedo. Von den Franzosen kam Lt. de Maupeau mit 9,25 Fehlern am Bacherach unter A. Stäck belegte sie auf „Plakat" den ersten Platz. Auch am Montagnachmittag hatte das große internationale Berliner Reitturnier wieder einen aus- Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 30. Januar. Gießen. Petruskapelle. 20 Uhr: Dankgottesdienst; Predigt: Pfr. Trapp Wainzlar. 18.30 Uhr. — Lollar. 19.30. — Kirch, berg. 19.30. — Wieseck. 20: Gottesdienst (Mitwirkung der Sangeroereinigung 1925); Kollekte für den Sriegeretjrungsfonbs. - Heuchelheim. Bantgottes, ounft tm Rahmen der Bolksmiffionswoche. Aus alter Welt 100 Jahre altt getragen wird. Som Berliner Reitturnier. Im Mittelpunkte der Sonntagveranstaltung des Berliner Internationalen Reitturniers stand vor ausverkauftem Hause und in Anwesenheit von zahlreichen Vertretern der Reichsregierung die Große Dressurprüfung zum „Preis 'der nationalsozialistischen Erhebung". Der Ansturm des Auslandes wurde auch hier wieder von einem deutschen Pferde abgeschlagen. Der prächtige „Fels" unter seinem ständigen Reiter Rittmeister Gerhardt wurde Spv. Vad-Nauheim — Dahenborn.Sleinberg TA (2:1). Die Teutonen holten sich in Bad-Nauheim im Kampf gegen die spielerfahrenen Gegner eine dem i Spielverlauf nach etwas zu hoch ausgefallene Nie-1 beringt. Die Niederlage erwies sich als um so deprimierender, als die Teutonen während der ganzen ersten Halbzeit eine ausgezeichnete Partie lieferten. In der 12. Minute gingen sie durch Vorlage von Euler, der Herrvorragendes leistete, durch Fett „ , , „ die Zwischenrunde bestreiten, während am Mittwoch das Endspiel aus» Die 2. Mannschaft war bei dem To. Nauborn bei Wetzlar zu Gast und spielte gegen deren 1. Mannschaft 10:3 (5:1). Bei diesem Spiel, das bei sehr guten Platzverhältnissen stattfand, war die Körpergröße der Leibkompanie ausschlaggebend. Auch war die Mannschaft von Nauborn dem Endspurt der Soldaten nicht gewachsen, so daß sie eine empfindliche Niederlage hinnehmen mußte. Trotz dieser Nie- Frau Magdalena W e i d i t s ch k a, die äliqie Einwohnerin Mannheims, begeht am 1. Februar ifjren 10 0. Geburtstag. Die Jubilarin ist die älteste von vier Geschwistern. Ein Bruder von 95 Jahren und eine Schwester von 92 Jahren leben noch, während eine Schwester vor zwei Jahren im Alter von 88 Jahren starb. Die Hundertjährige konnte noch im vorigen Jahr einige Stunden im (Barten arbeiten und ist noch verhältnismäßig rüstig. in Führung. Zwei Minuten später gab es eine Ecke für Steinberg, die nur mit Mühe abgewehrt wurde. Steinberg spielte meist überlegen und brachte die Gastgeber in Unruhe, sie brachten sich aber durch Abseitsstehen jeweils selbst um die Erfolge. Steinbergs erster Sieger mit Platzziffer 10 vor „Teresina" Mittelstürmer wurde zweimal durch energisches (Oblt. v. Adlerkreutz-Schweden) Platzziffer 13, Ab- (Eingreifen des Nauheimer Torhüters am sicheren sinth (O. Loerke-Deutschland) Pl.Z. 21 und Mona Torschuß verhindert. Nun aber machten sich die, Lisa (Stäck-Deutschland). Außerdem wurde das Platzfaesitzer frei, kamen zu einigen Durchbrüchen, Jagdspringen in Angriff genommen; an der die sie erfolgreich abschließen konnten. Mit 2:1 " Toren für Bad-Nauheim ging man in die Pause. Die zweite Halbzeit gab ein wesentlich anderes Bild. Bad-Nauheim hatte auf 3:1 verbessert und die Zu den Aufgaben der HI., die in der kommenden Zeit zu lösen sind, gehört es, daß die Hitlerjugend mehr und mehr zum Träger des Kulturwillens des neuen Deutschland wird. Dem großen Aufbruch der Nation in politischer Hinsicht muß einmal auch der große Umbruch auf kulturellem Gebiet folgen. Die revolutionäre Jugend des Führers, die im Ringen um das neue Deutschland in vorderster Linie steht, ist berufen, die Wegbereiterin zur Schaffung neuer Kulturwerte des erwachten Deutschlands zu sein. Wenn auch heute noch nichts vollkommenes auf kulturellem Gebiet gewachsen ist, so haben wir die Pflicht, eifrig darum besorgt zu sein, alle schöpferischen Kräfte, die in der HI. vereinigt sind, zu finden und zur (Entfaltung zu bringen. Aus dieser Erkenntnis heraus werden im Gebiet Hessen-Nassau der HI. in der Zeit vom lustschutzbundes wurde in der Wirtschaft von Henkelmann eine Werbeversammlung abgehalten. Ortsgruvpenwerbewart stuck, med. Hch. Jung eröffnete die Versammlung und begrüßte die vielen Besucher. Sodann hielt Bezirkswerbewart Kretschmer (Gießen) an Hand von anschaulichen Tafeln einen lehrreichen Vortrag über die Bedeutung des Luftschutzes für unser Volk. Der Redner forderte zum Beitritt in den Reichsluftschutzbund auf. Werbe- roart Hch. Jung dankte dem Vortragenden für seine Ausführungen. Nach Klärung einiger Fragen aus der Versammlung traten zehn Mitglieder dem Bund bei. Mit dem Sieg-Heil auf Führer und Volk fand die Versammlung ihr Ende. 00 Großen-Linden, 29. Jan. Am 27. Januar ist hier die frühere Handelsftau Elisabeth Weder, geb. Pirr, im fast vollendeten 88. Lebensjahre gestorben. Sie war die Zweitälteste Frau in unserer Gemeinde. Mehr als 50 Jahre hatte die Verstorbene in Gießen am Selters- weg einen Obst stand inne und hat zu allen Kreisen der Gießener Bevölkerung Beziehungen gehabt. Bis zu ihrem 50. Geburtsjahr hat Frau Weber den Weg von ihrer Heimat nach Gießen und auch zurück täglich zu Fuß gemacht. Am 31. Ja- nuar, dem Tage ihrer Geburt, an dem sie das 88. Lebensjahr vollendet hätte, wird sie zur letzten Ruhe bestattet. tn. Lang-Göns, 29. Jan. Der hiesige Turnverein hatte zu einer turnerischen Veranstaltung am Samstag eingeladen. Der Besuch war außerordentlich gut und zeigte, daß unser Turnverein mit seinen Darbietungen eine starke Anziehungskraft besitzt. Auch an diesem Abend kamen die Zuschauer voll und ganz auf ihre Rechnung. Nach der Begrüßungsansprache des Führers Karl Müller, einem Vorspruch und der Weihe des neuen Turnerwimpels folgten in bunter Reihenfolge die Darbietungen der Schüler, der Schülerinnen, der Turner und Turnerinnen. Besonders her- vorgehoben sei das symbolische Spiel „In diesem Zeichen siegen wir!", das die Bedeutung der Turnvereine versinnbildlichte und großen Eindruck machte. Auch der Reigen der Schülerinnen „Hänschen klein" mußte wiederholt werden. Große Freude herrschte, als bei den Turnern der Altmeister K. Heidt noch einmal am Barren erschien und seine Kunst zeigte. Der Volkstanz „Beim Kronenwirt" mit bunten Trachten schloß die Vorführungen, die durch musikalische Einlagen sehr abwechslungsreich gestaltet waren. Zum Schluß svrach der Ortsgruppenleiter der NSDAP., Karl Wenzel, den Turnern seinen Dank aus und wies noch einmal auf die Bedeutung der körperlichen Ausbildung unserer Jugend, besonders auch der weibliche, durch die Turn- fiulfurveranffalhinfl bertWugenb im&mn 116 »Feierstunde der jungen Ration." Schwerer Kraftwagenunfall des Staatsrats Worozowicz. (Staatsrat Rittmeister von Morozowicz- Wuhden verunglückte auf der Fahrt von Frankfurt (Oder) nach Fürstenwalde (Spree) mit feinem Kraftwagen. Bei Tremplin im Kreise Lebus kam der Wagen des Staatsrats, der ihn selbst lenkte, wegen Glatteis ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Morozowicz wurde mit schwe- E.u Knochenbrüchen ins Krankenhaus ein* geliefert. Sein Zustand ist ernst. Italienisches Ozeanflugzeug in Brasilien notgelandet. Wie Havas aus Rio de Janeiro berichtet, ist das italienische Flugzeug „Savoya Marchetti 71" (Be- satzung L o m fa a r d i - M a z z o 11 i) südlich von Fortaleza im brasilianischen Staat Paranä n o t g e - la na e t. Dabei sind der Telegraphist und der Me- h^mher 1 f worden. Das Fluazeug hat sich J^Ot a mU?r9 Überschlagen. Die Besatzung Jj? W ?ur Notlandung entschlossen, nachdem sie ba£ burd) Mißverstehen einer funten- A rauf9en2mmenen Wettermeldung eine Flugrichtung eingeschlagen worben SA.-Mann rücklings angeschossen und schwer verletzt. murho ^-'Muun KNeiß aus Köln-Dünnwald AS- er "Nt seinem Fahrrad den Birkenweg n/Ainnmalb entltongfuljr, von einem auf dem 2ßege stehenden Mann durch einen Rückenschuß schwer verletzt. Der Täter, so teilt die Polizei roeiter mit, der angeblich einen dunklen Mantel und eine braune Manchesterhose trug, soll in Öen angren-1 ä^den Wald geflohen fein. Er konnte bisher nicht gefaßt werden. ' ’ Die Bodenverhältnisse waren sehr schlecht. Vielleicht hielten deshalb die Teutonen diesmal nicht durch. Die Gastgeber spielten mit Ausnahme der schwachen ersten Halbzeit einen ausgezeichneten Fußball. Der Schiedsrichter aus Hanau amtierte korrekt. Die Jugend des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg siegte im Pflichtspiel gegen Leihgestern verdient mit 4:1 Toren. Handball der Soldaten. OSL. I — TV. Burkhardsfelden I 8:2 (4:1). Der OSC. gewann sicherer als vorauszusehen war. Leider kann das Spiel nur als Gesellschaftsspiel gewertet werden, da der angesetzte Schiedsrichter ausblieb. Es leitete dann ein Mitglied vom TV. Burkhardsfelden. Schon vom Anstoß an erzielte der OSC. ein Tor. Kurz darauf konnte jedoch Burkhardsfelden aus- gleichen. Die Gießener verschärften des Tempo und in wenigen Minuten stand es 4:1 für den OSC. So blieb es bis zur Halbzeit. Die zweite Halbzeit sah die OSCer ebenfalls stark überlegen. Die Stürmer konnten jedoch nur noch zwei Tore schießen, denen die Turner noch eines entgegensetzten. Bei Burkhardsfelden war der Torhüter in sehr guter Form und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Die Mannschaft des OSC. hatte keinen schwachen Punkt. Turn- u. Sporte. Butzbach — 1. Komp. 15. Juf.Regt. 0:3. Am Sonntag stellte die 1. Kompanie zwei Handballmannschaften ins Feld. Die 1. Mannschaft spielte in Butzbach gegen den dortigen Turn- u. Sportverein und gewann nach überlegenem Spiel mit 3:0 (2:0). Das Spiel fand auf dem völlig aufgeweichten Platz des Polizeisportvereins statt. Die Spielweis- der beiden Mannschaften mußte natürlich für dieses Spiel ganz umgestellt werden. Der Ball durfte bei einem Angriff nicht auf den Boden kommen, sondern mußte sofort von Mann zu Mann roeitergegeben werden. Mit den Bodenverhältnissen fanden sich die Butzbacher besser zurecht wie die Soldaten, sonst hätte das Schlußresultat höher ausfallen müssen. Tv. Nauborn -r 1. Komp. 15. Jnf.-Regt. 3:10. und Ponn (Berchtesgaden) ______ _________ Die Eishockey - Kämpfe nahmen bei leichtem Schneetreiben, das aber den Ablauf der Spiele nicht hinderte, ihre Fortsetzung. Die Spiele nahmen durchweg den erwarteten Verlauf und sahen die gegebenen Favoriten als Sieger, doch verdient der haushohe 20:0-Erfolg des deutschen Meisters Berliner SC. über den Meininger SC. Beachtung. Der EV. Füssen kam nur zu einem knappen 3:0-(2:0-, 0:0-, l:0-)Erfolg über den SC. Forsthausstraße, der SC. Rießersee triumphierte über den VfL. Rasten- faurg mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) und Brandenburg Ber- lin hatte Mühe, um den SV. Rastenburg mit 3:1 (2:0, 0:1, 1:0) niederzuhalten. Die vier letzten Teil- gezeichneten Besuch aufzuweisen. Sportlich brachte der Tag Befriedigendes. Der Hauptwettfaewerb, das Hoch-Weit-Rekordspringen ergab einen schönen französischen Sieg. 13 Pferde wurden zu dem über einen schweren Kurs führenden Wettbewerb gesattelt. Als die Hindernisse mif 1,90 Meter Höhe und 1,80 Meter Weite gestellt wurden, sah man noch acht Teilnehmer im Wettbewerb. Auch die letzte deutsche Hoffnung, „Dessauer" schied schließlich aus. Sieger wurden die drei Franzosen Leutnant Durand mit Berceuse, T. Bizard mit Äsmodäe und T. de Castries mit Tenca, die sich nach deutschem Muster in den Sieg teilten. Ihre Leistungen und ihr Erfolg fanden viel Beifall. Den Preis vom Kaiserdamm (Dressurprüfung für Reitpferde) gewann erwartet A. Staeck mit „Hannover". Die Materialprüfung um den Preis von Ostpreußen sah in Klasse I (3- bis 4jährige) „Polynesier" (Borck) als Sieger, während in der Klasse II (5- bis 6jährige) die Baronin von Bleylefaen mit Parmesan erfolgreich war. Der Wintersport vom Sonntag. Am Wochenende herrschte im Wintersport allenthalben wieder Hochbetrieb. Außer den Winterkampfspielen und den Bob-Weltmeisterschaften gab es noch zahlreiche Veranstaltungen, die zahlreiche gute Leistungen zeitigten. Auf der großen Erzgebirge-Sprungschanze nah- men die sächsischen Skimeifterschaften einen etwas unerwarteten Ausgang, da der Favorit Böttrich-Aschberg durch Sturz um feine Aussichten kam. In dem Sprunglauf siegte so A. B l e i d l - Aschberg mit Note 296,2 und Sprüngen von 45,47 und 57 Meter und blieb auch in der Kombination mit Note 675,95 Sieger und sächischer Skimeister. Dem 50-Kilometer-Dauerlauf des Bezirks 4 im Gau 16 des Deutschen Ski-Derfaandes (München), der am Sonntag im Schlierseer Gebiet ausgetragen wurde, holte sich Freyse (MTV. München) mit der Zeit von 5:18,39 vor Scherer- Schliersee. Die Deutsche Junioren-Bobmeister- schäften fanden am Sonntag mit den Titelkämpfen um die Vierer-Mei st erschaft ihren Abschluß. Sieger wurde „Bob 13" mit Graf Maltzahn- Rauppach vom Berliner SC. in 1:57,7 und 1:55,3 = 3,51 Min. vereine hin. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem Gesang der beiden Nationallieder schloß der wohlgelungene Abend. Kreis Schotten. Laubach, 29. Jan. Am Freitag wurde der Basler Missionsfilm „Andrea, der Sohn des Zauberers" gezeigt, und zwar morgens den älteren Schülern, abends den Erwachsenen in der Stadtkirche. Beide Vorführungen des guten Kulturfilms waren gut besucht; der Mission konnte ein ansehnlicher Betrag zugeführt werden. — Die am Freitag von den Schülern der hiesigen Realschule vorgenommene erste Sammlung bes Volksbundes für das Deutschtum im Ausland erbrachte über 41 Mark. Die am 23. Februar vorzunehmende zweite Sammlung wird von der Volksschule durchgeführt. Kreis Büdingen. CD Nidda, 29. Jan. Anläßlich der Sammlung für bas Auslanbsbeutschtum wurden hier von der Volksschule 96,60 Mark gesammelt. Durch den Verkauf von Briefverschlußmar- ken wurden für die Winterhilfe 30 Mark erlöst. Kreis Alsseld. •V Alsfeld, 29. Jan. Am Sonntagabend gab öie Deutsche Musikbühne (Reichswanber- oper) ein Gastspiel mit Albert Lortzings „Zar und Zimmermann" im großen Saal des „Deutschen Hauses". Die Leistungen standen auf hoher künstlerischer Stufe. Die ftilsichere, in allen Teilen wohlbesetzte Aufführung, die Lortzings köstliches und echt deutsches Opernwerk in seiner ganzen Schönheit erstehen ließ, bedeutete für unsere Stadt ein seltenes künstlerisches (Ereignis. Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß die schöne Aufführung eine so rege Anteilnahme fand, denn der große Saal war von einem dankbaren Publikum bis auf den letzten Platz besetzt. ö J Herren siegte Schmitz-Nürnberg mit Platzziffer3 —-------- rnb 359,1 Punkten, bei den Damen Frl. Krau- Geiser (Baiersfaronn) 4:07,11! b e r - Nürnberg mit Platzziffer 3 und 220,1 Punk- eiben) 4:09,17 Stunden. len, bas Paarlaufen gewannen Haas/Pfister- —c- —... ..... Nürnberg mit Platzziffer 3 unb 104,0 Punkten. 20. Januar bis 24. Würz Kulturveranstaltungen durchgeführl. Die Veranstaltung im Bann 116 Gießen findet am Sonntag. 25. Februar, abends im LafL Leib statt. Um eine gewisse Wettbewerbsrivalität zu entfachen, werden die drei besten Veranstaltungen dieser Art vom Gebietsführer Walter Kramer besonders ausgezeichnet. Der Bann 116 wird alles daransetzen, seine Veranstaltung mit zu den Besten gehören zu lassen Genaueres über den Abend werden wir noch bekanntgeben. Fest steht bereits heute, daß Gebietsführer Walter Kramer an diesem Abend persönlich anwesend sein unb bas Wort ergreifen wirb. Der Führer bes Bannes 116. M. d. F. b.: i. 23.: Schneibe r, Verwaltungsführer. F. b. R.: Gez.: A. R ü f f e r, Referent der Abt. K. (Säfte ließen nun, ein sonst seltener Fall, nach. Ins- besten weg. Für ben Ausgang bes Springens ist besonbere wurde bie Läuferreihe und bie Derteidi- die zweite Abteilung maßgebend, in ber die Leistung gung sehr oft überspielt. Trotzbem würbe weiter ge- von Debo natürlich noch übertroffen werben kann, kämpft. Es reichte aber immer nur zu Ecken. Bab- In ber Reitpferb-Paarklasse war Frau Nauheim dagegen erzielte ein Tor nach dem an- i Franke wieder nicht zu schlagen. Zusammen mit deren. 7:1 lautete das Torverhältnis, 7:9 das Ecken- * * * • - - -— - Verhältnis. Fn Neustadt im Schwarzwald wurde am Sonntag der R e i ch s j u g e n d s k i t a g durch- ... ~ m ..... geführt. Die Teilnehmer hatten einen aus Abfahrts- berlage [pleiten bie Naufaom.er bis zum Schlußpfiff lauf unb Sprunglauf bestehenben kombinierten Wettbewerb zu bestreiten, aus dem bei den Jungmannen August Geiger- Hinterzarten, bei den Jugendlichen Rolf Rees vom SSV. Schauins- land als Sieger hervorgingen. Im Afafahrtslauf ber Bei schönem Winterwetter würben am Montag Mäbchen erreichte Jsolbe M a b e I u n g = Freiburg bie skisportlichen Wettbewerbe ber Deutschen Win- 'n ber Klasse 18 bis 20 Jahren mit 10:41 Minuten terfampffpiele in Braunlage-Schierke mit bem 50-! bie Bestzeit bes Tages. Kilometer-Dauerlauf abgeschlossen. 50 Teilnehmer Die No rb bayrischen Eiskunstlauf- fanben sich am Start zu dieser schweren Skiprü- Meisterschaften wurden am Sonntag in fung ein. Sieger wurde etwas unerwartet ber be-, Nürnberg zur Durchführung gebracht. Bei ben kannte Otto Wahl (Zella-Mehlis) in ber ausge- A " ' ' — " ’ zeichneten Zeit von 3:59,54 Stunden vor Lenze (Oberkochem) 4:02,57, /fD~:—c------x • — ZE Teutonia" Watzenborn-Steinberg "e»™r finb ,®er“n'r löranoenburg Berlin, EB. Rießersee, bie am Dienstag । c c $ c ( ( i l i i i t Ö Nr. 25 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Dienstag, ZO.Zanuar 1954 I tf ■- S- ' & N l f ¥ H 9 H w > 1 3'^ vor einigen Jahren Dienst auf einem Ich machte Eigentlich ist es ja gar keine fo weite Reise. 1»°^ durch °°n «ranz °on.er. °-rg-n ,nuucu übaenraien lieat ia nur am 54. Breitearad. manövrieren. T g 1 9 9 c. v ... _ Südgeorgien liegt ja nur am 54. Breitegrad, im Nebel und konnten nicht ihre Lage finden, bis Dampfer, der zwischen Buenos Aires und Gryt- viken verkehrte, um die dort befindlichen Walfangstationen mit Betriebsstoffen und Lebensmitteln zu versorgen. 21 Tage dauerte jedesmal die beschwerliche Reise, bis wir aus der schweren See die eisbedeckten Berge Südgeorgiens auftauchen sahen. das entspräche der nördlichen Breite der Insel Rügen, die durch ihre herrlichen Buchenwälder und milden Seebäder bekannt ist. Aber Europa lebt von der lauen Lust des gesegneten Golfstromes, während Georgien jahraus, jahrein von den Eistürmen der Wedellsee umtobt ist, die nicht einmal ein S hackte t o n bezwingen konnte. Schon wenige Tage, bevor wir uns dem südlichsten, noch bewohnten Lande der Welt näherten, umflogen Riesensturmvögel und Wanderalbatrosse unser Schiff, die Beherrscher der Südpolarsee. Nachdem die Kapelle der SA.-Reserve noch gespielt hatte, hörte man die Rede des Reichsministers Wenn aber Eisberge, die vom antarktischen Fest- land abgetrieben waren, unfern Dampfer passierten, kam auch die eine oder andere Feenseeschwalbe und ruhte sich in unfern Masten von den Abenteuern ihres Fluges aus. Bis zur Insel reicht manchmal das Treibeis, und nicht selten mußten wir erst in gefährlicher Fahrt durch den Kranz von Eisbergen hindurch- fenstudenten zu den Großen der Vergangenheit auf- aesehen und ausgerufen: „Lieber tot, als in der Knechtschaft leben". So sei das Entstehen des Rings Deutscher Waffenstudenten ein einziges zorniges „Nein" zur Rebellion von 1918 gewesen und ein „I a" zu dem Tag, da ein Mann an die Spitze der Nation treten werde zu neuem Anfang. So sei es ein großes Aufatmen gewesen, als eine willensstarke Hand das Geschick des Volkes zu formen begann. Der Sinn der Feier fei es, sich zum neuen Reich ZU bekennen, zur Zukunft und zur Führung. Die deutsche Revolution habe man eine konservative Revolution genannt; das sei aber nicht so ZU verstehen, daß man auf alte, überlebte Formen zurückgegriffen habe, sondern es sei ein radika - les Besinnen a u f die tragenden Elemente des Staates gewesen, ein Besinnen auf die Voraussetzungen für ein gesundes Volkstum und die endgültige Abwendung von der Gedankenwelt einer kosmopolitischen Verschmelzung. Im Ring deutscher Waffenstudenten habe man stets die nationale Differenzierung gefordert. Die Hessen dürften stolz darauf fein, daß dieses Ziel an der Gießener Landesuniversität stets mit religiöser Inbrunst und fanatischem Glauben verfochten worden sei. Dieser Kampf sei schon von den Studenten im schwarzen Rock ausgenommen worden, als man noch nicht daran dachte, über die Grenzen innerhalb Deutschlands hinwegzusehen. Wir seien gegenwärtig in einer Zeit, in der man über die Bedingtheiten des völkischen Lebens nachdenken müsse. Ehrfurcht vor der Schöpfung müsse gerade hier in tiefster Menschenseele lebendig sein. Wir wollen uns restlos zum zweiten Werkjahr Adolf Hitlers bekennen. 3n unserem persönlichen Leben und in den Verbänden wollen wir für die rassische und seelische Erneuerung des Volkes eintreten. Es fei zutiefst erlebt worden, daß Wehrlosigkeit Ehrlosigkeit bedeute, man habe erleben müssen, daß ein hochwertiges Volk Lohnsklave wurde. Deshalb sei We^rpolitik und Wehr- DeutschlandsKraft für die Zukunft er- wachsen. Wir müßten dem Führer folgen, um das Leben der Nation zu sichern. Wir dürften mit Stolz des Waffenstudenten Horst Wessel gedenken, der ein Kämpfer gewesen sei gegen den Internationalismus, gegen den Kapitalismus und gegen die Mechanisierung des völkischen Lebens. Sein Geist müsse der Geist der Waffenstudenten sein. Das Ringen, in dem er stand, sei unser Ringen. Nun trage man die Fahne froh in den Tag hinein, und daß wir es tun könnten, danke man dem Führer Adolf Hitler. Hinter ihm schließe man die Reihen. Wit Walter Fl ex, mit Falten und mit horst Wessel in den Reihen marschiere man in der Gefolgschaft Adolf Hitlers. Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer schloß die begeisternde Ansprache. Gemeinsam wurden sodann der erste Vers des Deutschland-Liedes und des Horst- Wessel-Liedes gesungen. Während des gemeinsamen Gesanges des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes. (Aufnahmen: Photo-Pfaff, Gießen.) nationale Weihestnnde des Rings Deutscher Waffenstndenien Lgndeskirchenral Superintendent D. Müller (Darmstadt) während der Ansprache. gegeben wurde. Von ihm, dem Führer Adolf Hitler, fühlte das Volk, daß er die Führung des Volkes in die Hand zu nehmen zutiefst berechtigt war. Der Umbruch, die völlige Neugestaltung unseres ganzen völkischen Lebens folgte. Die braunen Bataillone rissen mit in ihrem Glauben, daß das Werk vollendet werde. Diese Erneuerung müsse zu nachdenklicher Erinnerung führen. Adolf Hitler habe einen neuen Glauben gegeben. Jedermann habe die klare Empfindung von der Gröhe des Jahres 1933 und der Bedeutung dieser Schicksalswende. Die deutsche Not habe an der Wiege des deutschen Waffen st udententums g e st a n d e n. Vor zehn Jahren, als man sich in Mainz gefunden habe, habe der Verrat der Separatisten in unserer Seele gebrannt. Man habe den Niedergang des deutschen Volkes erleben müssen, obwohl fein Heer im Felde ungeschlagen war und das Volk selbst in Atome seiner Meinungen zerstob. So habe man damals im Ring der deutschen Waf- Hastigkeit notwendig, weniger eine Wehrhaftigkeit im Sinne des Säbelrasselns, als eine Wehrhaftigkeit des Herzens und der Nerven. Die Studenten im Ring der Deutschen Waffenstudenten müßten bei diesem Gedanken sich an Walter Flex erinnern, der in der Wehrhaftigkeit der Tat und des Herzens an das Absolute gestoßen sei. Nun habe sich uns das Leben in Wirklichkeit und Opferwille, in der Hingabe an Volk und Vaterland entschleiert. Wenn das Leben Letztes fordere, so sei es drum, die Rechnung sei glatt, denn das Leben habe uns schon alles gegeben. Im Fronterleben sei der Grundgedanke deutschen Lebens überhaupt klar geworden. Staat, Volkstum, Gemeinschaft seien vor dem Menschen. Der einzelne habe erst dann Zweck, wenn er Rad im Getriebe des Ganzen sei. So wollen wir in diesem Sinne für den Führer die herzen der deutschen Jugend aufrufen. Es sei Tatsache, daß im Waffenstudententum die Nation schon von jeher verbunden gewesen sei. Ueber Hessen, Bayern und Preußen hinweg, von Universität zu Universität habe man sich die Hand 3m Staat der Pinguine Fahrt nach der südlichsten Stadt der Welt. • Von Alexander Thayer. In der Neuen Aula der Universität fand gestern abend eine Feier des Rings Deutscher W a f - fenstudenten statt, die einen erhebenden Verlauf nahm' Die weitaus größte Anzahl der Studenten war im Braunhemd erschienen, die Chargierten nahmen in vollem Wichs teil. Unter den Teilnehmern befanden sich viele Vertreter der Behörden, der Reichswehr usw. Die Dozentenschaft war stark vertreten. Die Aula prangte im festlichen Schmuck des Hakenkreuzbanners und der Farben der studentischen Korporationen. Die Feier wurde von stuck, meck. Bender mit herzlichen Worten der Begrüßung eröffnet. Sodann wurde gemeinschaftlich das Lied „Burschen heraus gesungen. Die Kapelle der SA.-Reserve begleitete unter der Leitung von Musikzugführer Herrmann. Die F e st r e d e hielt sodann Landeskirchenrat Superintendent D. Müller-Darmstadt. Seinen Ausführungen fei folgendes entnommen: Der 30. Januar fei der Tag gewesen, da dem Führer Adolf Hitler durch den Reichspräsidenten von Hindenburg die Macht tm Staate es sich endlich aufklarte und die über und über von Schnee bedeckte V o g e l i n s e l in Sicht kam, hinter ihr Südgeorgien mit feinen hohen Bergen und dreißig Gletschern. * Wenn der Anker vor Grytviken ins Wasser fällt, kommt die ganze Stadt an Bord und will Neuigkeiten hören, Zeitungen lesen. Stadt? Nun, m Grytviken gibt es Regierungsfunktionäre, Magistratsbeamte, Kaufleute, Ingenieure, Zoll-, Telegraphen- und Postbeamte, hunderte Arbeiter und Seeleute und eine Frau, die Gattin des Postverwalters. Auf dem Lande gibt es-ein schönes Hospital, das meist nur dazu benützt wird. Fremden als Hotel zu dienen oder um ein heißes Bad zu nehmen. Der Stolz der Bevölkerung ist das Kino. Wenn einmal der Dampfer, der Grytviken versorgt, einige Wochen durch Sturm und Eisgang aufgehalten ist, so sieht man sich immer wieder denselben Film an. Aber man sieht doch wenigstens neue Menschen, Straßen, Bäume, Automobile. Sonst trifft man sich im Kaufmannsladen, wo dis Neuigkeiten des Ortes ausgetauscht werden. Da es keine Frauen gibt, gibt es auch nicht viel Neuigkeiten. Was in der Welt vorgeht, hört man im Radio. Sonst gibt es nur noch das Elektrizitätswerk und — natürlich die Hauptsache — die Walverarbeitungsstation. Ich will aber nicht von Grytviken erzählen, sondern von meinen Freunden, den Pinguinen. Es gibt nichts Drolligeres, Lustigeres und — wenn man es so nennen kann — Menschlicheres als das Leben dieser Tiere. Wir fahren in unserer freien Zeit mit einigen Herren von der Station im Motorboot in eine der vielen Buchten nördlich der Cumberlandbai. Auf einem schief gegen die See zu abfallenden Felsenplateau mit einer großen Gletschermoräne liegt eine der größten Kolonien. Das Leben der Pinguine ist streng nach Gesetzen geregelt, die offensichtlich der Aeltestenrat der Kolonie aufstellt. Denn immer sind es einige wenige ältere Herren, die im Zentrum der Kolonie auf dem Rathausplatz ihre Befehle fchnattern, denen alle folgen. gereicht und auch die Ostmark eingefchlofsen in die- fpieii yane, yorre man uie jitue u« fen Ring. Aus der Kraft der Söhne müffel Dr. Frick in der llebertragung des Rundfunks. Der Feldherr des deutschen Friedens. In einer ausgezeichneten, an neuen Erkenntnissen reichen Charakteristik W a l l e n st e i n s, die wir im Februarheft von Velhagen & Klasinas M o - n a t s h e f t e n finden, deckt Universitätsprofeffor Dr. Peter und der blinde Passagier. Von Udo Wolter Peter nahm das Tau, das Brix, der Matrose, ihm zuwarf. Auf der Kommandobrücke stand Vater und winkte. Langsam, fast unmerklich, schob sich die „Zunderstaam" an das Bollwerk. Der Anker rasselte nieder Noch ehe die Brücke ausgelegt war, schwang sich Peter mit einem rieft« gen Satz über die Reeling auf Deck. Brix fluchte, doch es war bereits zu fpät. Peter war schon hinauf zum Zwischendeck, um Kapitän Larsen, seinen Vater, zu begrüßen, der nach dreiwöchiger Abwesenheit von Reval zurückgekommen. Plötzlich stutzte er jedoch. An der dritten Tür neben dem Kombüsenaufbau war ein Gesicht aufgetaucht und bei feinem Anblick wieder blitzschnell verschwunden. Peter kannte die Mannschaft sehr genau. Nachdenklich ging er die letzten Treppen zur Kommandobrücke hinauf. „Tag, Junge", sagte Larsen, der sich gerade landfertig machte. Für Augenblicke packte er ihn an beiden Schultern, schob ihn weit von sich und betrachtete ihn. „Tag, Vater. Alles glatt gegangen mit der Schule." Fertig?" Larsen lächelte kurz und voller Stolz, als Peter mit dem Kopf nickte. „Also nächstes Mal denn " Das' bedeutete, daß Peter von der nächsten Ausfahrt ab auf dem Schiff des Vaters feine Ausbildung zum Steuermann erhalten wurde. Jahre hatte er auf diesen Sag Quartet „Neuen Mann an Bord. Vadder? Larsen blickte verwundert auf: „Warum. Hab keinen Neuen angeheuert. Die Mannschaft ist in Ordnung. Weshalb fragst du?" „Ich dachte ...", sagte Peter Er stockte. „Och, nichts .. Ich wart' unten, Vadder. Langsam ging er hinaus, dann war er mit wenigen Sprüngen die steile Treppe hinunter, vor dem Kombusen- Er spähte in die wenigen Kabinen. Niemand! Der Kerl war unten im Bunker oder in irgendeinem ähnlichen Versteck. Die Mannschaft war an Deck. Sicher hatte der andere die Gelegenheit für günstig erachtet, um sich vom Schiff zu schleichen Langsam durchquerte Peter den kleinen Speisesaal und wollte hinunter zum Maschinenraum, als er sich erinnerte, daß er noch nicht in die Geschäftskabine hinemge- iehen hatte, in der Vater die Stückgutabrechnungen und die ganzen Formalitäten zu erledigen Pflegte, die mit dem Anlaufen eines Hafens verbunden waren. Ein leises Geräusch da drinnen. Unverschämtheit, dachte Peter und riß mit einem Ruck die Tür auf. Da stand der Kerl über die Papiere gebeugt und wühlte in ihnen herum. Mit einem Riesenschritt war Peter heran: „Hallo! Sie da!" Peter war siebzehn Jahre und ein echter Hamburger Junge. Im Augenblick hatte er den anderen am Kragen. „Verrückter Kerl", sagte der und versuchte ihn abzuschütteln. Das ging Peter auf alle Fälle zu weit. Mit einem kurzen Kinnhaken schlug er das kleine Männchen zusammen. Dann lud er ihn auf die rechte Schulter und stieg mit ihm an Deck hinauf. Brix kam den Gang hinauf, starre ihn sprachlos an. „Klauen wollte er", sagte Peter stolz. „Jung", atemlos nahm Brix die Pfeife aus dem Mund. „Jung ..." In diesem Augenblick jedoch kam Larsen um die Ecke. Der Mann auf der Schulter begann sich zu rühren. „Hier, Vadder, ’n blinder Passagier. Die Hafenpolizei ..." Weiter kam er nicht. Eine furchtbare Maulschelle ließ ihn verstummen. „M eine'n Reede r", stöhnte der Käpten, „Meinen Revaler Reeder, der mit mir auf dem Schiff... Der Jung ist verrückt, Herr Pedweidis. Hat Sie für 'nen blinden Passagier gehalten." „Hab' ich gemerkt." Pedweidis rieb sich das Kinn und sah sich Peter an, der sanft seine Backe streichelte. „Fixe Jungs, die Hamburger ..." Brix grinste. Larsen stützte Herrn Pedweidis,, der allmählich wieder sicher auf den Beinen wurde. „So'n Jung", sagte Larsen noch einmal drohend und holte bereits wieder aus, als sich der kleine Reder dazwischenschob: „Der Junge soll doch Steuermann werden, Käpten?" „Ja", sagte Larsen bedrückt. „Komm mal her, Junge", sagte Pedweidis. „Der Schlag war gut. Du wirst ’ne Mannschaft schon in Zug halten. In drei Jahren bist du bei mir Steuermann." Peter stand sprachlos. Brix grinste noch immer. Aber nach drei Jahren ist dann Peter tatsächlich Steuermann bei seinem „blinden Passagier" geworden. Kretschmayr die letzten Ziele des rätselhaften Mannes auf, dessen Ermordung sich am 25. Februar d. I. zum 300. Male jährt. Es war ein Verhängnis unsrer deutschen Geschichte, daß man den großen Mann nicht nach seinem Willen walten ließ, denn was er wollte, hätte Reich und Volk erneuert: Reichsreform, kaiserliche Einheitsgewalt, ostdeutscher Staat, Türkenkrieg, vor allem aber Parität, Gleichachtung der Bekenntnisse und schließlich an Stelle des Föderativstaats den Zentralstaat. Aber der auf Gleichberechtigung der Bekenntnisse aufgebaute Vergleichsfriede, wie Wallenstein ihn wollte, war nur gegen die immer noch nach einem katholischen Siegfrieden verlangende kaiserliche Partei einzurichten. Persönliche Wünsche des Feldherrn nach neuem Glanz und neuer Erhebung machten den Gegensatz unauflösbar. Wallenstein 'wollte seinen Friedensgedanken verwirklichen mit Hilfe eines jeden, der dafür die Hand bot, fei es mit dem Feind gewordenen Sachsen, sei es gar mit Schweden, und gegen einen jeden, der weiter „statum imperii turbieren" wollte, und wäre es auch der Kaiser. Daraus entsprang seine Schuld. Er wählte das Spiel einer überbeweglichen Diplomatie, in der er als Meister der Rechnung alle Fäden in Händen haben wollte und welche erreichen sollte, was ihm durch Waffen iu erreichen unmöglich erschien. Aber der Vielverleumdete machte sich mit seinen diplomatischen Karten und Künsten seinen Mitspielern nur vollends rätselhaft und unglaubwürdig, und daß er dabei die Grenzen zwischen einer vom Kaiser zugestandenen Verhandlungsfreiheit und einer bis zu verräterischer Preisgabe des Kaisers gesteigerten Unbotmäßigkeit überschritten hat, ist aus den Linien dieser Verhandlungen deutlich herauszulesen. Seine Reichsfürstensouveränität konnte niemals die Verpflichtungen aufheben, mit denen das Verhältnis eines kaiserlichen Feldherrn zu seinem Kriegsherrn ihn belud. So vollzog sich an ihm, der wohl auch mit größerer Tatkraft die Lage nicht hätte meistern können, in die seine Vergleichssriedenspolitik ihn brachte, und dessen Ende gerade auch deshalb tragisch heißen darf, am 25. Februar 1634 zu Eger ein selbstbeschworenes Geschick. Die Vorstellung, «daß er als Kämpfer für deutschen Frieden, deutsche Einheit und religiöse Duldung gefallen sei, verbreitet über alle Dunkelheiten seines Lebens und Wollens hinweg einen immer wieder aufflammenden Lichtschein um das Andenken dessen, der, so möchte man sagen, dem wirklichen Kaiser die Treue brach, weil er sie dem geträumten Kaiser hat halten wollen. Die kleine Dolly Haas. Jrn Lichtspielhaus läuft seit gestern ein Terra-Film unter dem Titel „Ser Page vom Dalmasse-Hote l". Das ist eine lustige und unterhaltsame Sache. Amüsant der Blick hinter die Kulissen eines großen Hotels, die von Victor Jan- s o n geschickt und einfallreich inszenierte Fabel, die Entlarvung eines Hochstaplerpaars (obwohl dies nicht einmal als hervorragend originell gelten kann), der kriminalistische Einschlag in die lustspiel- hafte, von Künneckes Musik liebenswürdig belebte und untermalte Handlung —: das alles wird nett und gefällig bargeboten; aber das Eigentliche und Besondere an diesem Film ist eine bis vor kurzem nicht nur in der Theater-Provinz, sondern auch in der Reichshauptstadt völlig unbekannte junge Dame namens Dolly Haas. Dolly Haas spielt die Hauptrolle, noch dazu eine Hosenrolle, aber es wird hier auf sie aufmerksam gemacht nicht wegen der Haupt- und Hosenrolle, sondern weil sie eine der Begabtesten ist vom großen deutschen Film- und Bühnennachwuchs: ein schlankes, zierliches Persönchen mit einem klaren, ausdrucksvollen und ausdrucksfähigen Gesicht, intelligent, mit Sinn für Humor, beweglich, geschickt, anpassungsfähig und immer anmutig auch in dieser Bubenrolle, die mancher berühmteren Kollegin (wir nennen keine Namen) schnell und rettungslos ins Burschikose abgeglitten und mit billigen und oberflächlichen Wirkungen ausgeschlachtet worden märe. Wir überschätzen übrigens ihre Lustspiel-Aufgabe keineswegs, aber wer ein bißchen Instinkt hat und Auge und Ohr für die Grenzen wie für die Möglichkeiten einer blutjungen Schauspielerin, der wird sich dieser Entdeckung freuen und der Entwicklung der kleinen Dolly Haas getrost und erwartungsvoll entgegensehen. — Für viele Besucher mag ja Harry Liedtkes Name auf dem Programm eine stärkere Anziehungskraft ausüben; aber er wird, so liebenswürdig er sich gibt, von der kleinen Partnerin wahrhaftig ein wenig an die Wand gespielt. Die Damen Falkenberg und Hesterberg widmen sich mit Hingabe und Verständnis dem Hochstaplerpärchen; von den übrigen seien Iunke r m a n n, Steinbeck, Schlettow und bet aus mehreren Filmen bereits bekannte Hans R i ch- t e r mit seinem unvergleichlichen LausbubengesichL noch genannt. — Im Beiprogramm findet man außer der neuen Wochenschau einen Wildwest-Film und einen Bildbericht aus den Allgäuer Alpen. i ( l Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 29. Ian. Die Stimmung am schrei, Geschnatter. Was geht vor? Von allen Seiten Wie schwerfällig sie auch auf dem Lande da- Gletscherzunge ragte in die Bucht hinaus. Der Ab- Kommt bald wieder bruch des Eises war ungefähr drei Meter hoch. Die» Wirtschaft Abendbörse: freundlich. leit in Berlin in den sein. Die Hebungen machen mächtigen Hunger. Kurszettel der Berliner uni) Frankfurter Börse - Relchsbankdlskom 4 o H Lombardzinsfuß 5 o H IfrranfruL u. vl «Berlin $rannun a. Dl. fleriiu Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a M 27-3anuar 29.3anuar 27.1. 129.1- 27-1. |29-1. 27,65 27,4 95,75 95,25 I Lrrumulatoren-Fabrft Ionti-@ummi .. SN-nn.................... o| Wainfraftroerte eödjfl 4 Süddeutscher Zucker..... e| 120,9 | 193 I Die hinter den Papieren 94 94 97 67,74 81,18 33,67 0 4 0 0 0 d 0 0 6 6 01 0 0 29 45,25 199 87 38,5 12 110 110,5 144 125 178,75 50,5 52,25 69,25 68 1 83,5 98 | 93,9 100,25 95 96,5 19,15 95 92,5 92,4 93,25 95,4 93 93 92,4 92,9 94 94 97 94 100,3 96 96,13 18,9 95 92,5 92,4 93 95 93 93 92 92,75 94 94 97 o o 4 0 0 11 107,65 57,5 60 29,5 45,75 196,25 86,65 38,13 11,75 110 145 125,75 170 51,25 51,9 68,5 67,5 I 83,75 98 I 41,5 44 46,5 35,5 40,13 47,5 17 150,5 176 152 20,5 69,75 194 92,5 42,5 43,5 47,4 35,25 112 40,5 47,25 60,75 16,65 150 176 153,5 93,5 42,9 44 46,65 35,75 112,5 40,13 47,5 60,5 16,75 150,5 176,5 151,5 20,9 193,5 5,794 47,20 12,475 3,047 168,23 65,88 58,59 67,63 13,11 0,673 2,627 58,24 21,98 16,43 81,04 33,67 81,42 0,779 0,219 5,664 11,96 5,806 47,30 12,495 3,053 168,57 66,02 58,71 67,77 13,14 0,677 2,633 58,37 22,02 16,47 81,20 33,73 81,58 0,781 0,221 5,676 11,98 29 64,5 88,75 50,25 57 60 164 28 121,75 93,25 98,4 56,5 89,9 101,25 143 109,75 74 102,13 57,75 87 27,5 23,25 28,9 64 89 50 57 60 163,25 28 121,75 92,75 98,13 56,9 89,75 93,75 101,5 142,75 111 74,5 102,25 57,65 87,25 66,65 139 108,75 Dividende an • L- x L <<2 « < । -luuraQuiie d. sy, nyemslayi u,bD d S). Klöckner Pn ' rocnn?lx ^.nb,er DOn öer Schule nach I und Harvener je 0,50 v. H., Gelsenkirchen 0 75 v. H fein Etwas zum Essen bereit Farbenin^ustrie nach unveränderter Eröffnung 0,40 lein. Die Uebunaen machen mochfinen fnmnor « & zr-V-v.. 11 rr 3m Verlaufe blieb die Börse still und ohne neu- Hm Rahmen der aur *Rei’ ’ ~ ‘ ' zunächs7^um"?v'H"7r7olt^ fnT Ausstellun^hall/n " S Liserdam * stattftndenden wieder leicht ab. Scheideanstalt Famen mH Der.anft,aI.!ete.n am Sonntag abend 6,35 5,5 5,6 6 67,46 80,86 33,53 108,75 57,75 59,5 Jetzt kommen einige Gevatterinnen und holen die Hausfrau ab. Der brave Familienvater übernimmt einstweilen das Geschäft des Brütens. Die Jugend ist inzwischen in der Schule — ja, auch das gibt es. Hunderte junge Pinguine sammeln sich an iwi Klippen, exerzieren dort in Reih und Glied. Wer zu viel schnattert und unaufmerksam ist, bekommt einen Biß mit dem Schnabel. Jetzt .ein schrilles Kommando des Lehrers, eines alten, fetten Pinouins, man sieht gleich, er versteht's. Alles springt in die Brandung. Run wird getaucht und gerudert, nebeneinander, hintereinander. Zwei wollen allein einen kleinen Ausflug unternehmen. Schnell ist der Lehrer da und beißt sie mit seinem langen Schnabel, er braucht keinen Rohrstock. Wieder ein Kommando, alles kriecht heraus. Jeftt stellt man sich wieder in Reih und Glied auf, jeht ist Pause, jetzt dürfen sie sich in den Schnee des Gletschers legen. Inzwischen bereiten die Eltern die Mahlzeit vor, Frankfurt a. M., 29. Jan. Zum Wochenbe- ginn hatte die Börse freundliche Grundstimmung. Die außenpolitischen Ereignisse zum Schlüsse der Vorwoche wirkten sich zuversichtlicher aus, die Erörterungen über eine Neuordnung im deutschen Börsenwesen wurden beachtet. Besonders läßt sich eine Stärkung der Prooinzbörsen erwarten, was u. a. für Frankfurt eine Geschäfsbelebung bedeuten wird. Frankfurter Scklachtviettmarkt. Frankfurt a. M., 29. Jan. Auftrieb: Rinder insgesamt 1245 (gegen 1337 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 388 Ochsen, 86 Bullen, 436 Kühe, 335 Färsen, Kälber 530 (568), Schafe 219 (96), darunter 171 Hämmel, 3644 (3854) Schweine. Notiert wurde pro ein Zentner Lebend- ' gewicht in Mark: Ochsen al) 32, b) 29 bis 31, c) 26 bis 28, d) 23 bis 25. Bullen a) 29 bis 30, b) 27 bis 28 c) 25 bis 26, d) 23 bis 24. Kühe a) 26 bis 28, b) 23 bis 25, c) 18 bis 22, d) 13 bis 17. Färsen a) 31 bis 32, b) 29 bis 30, c) 26 bis 28, d) 23 bis l 25. Kalber b) 36 bis 42, c) 27 bis 35, d) 21 bis 26. ' Hammel bl) 31 bis 32, c) 29 bis 30, d) 27 bis 28 Schafe e) 28 bis 29, f) 25 bis 27. Schweine a) 48 bis 50, b) 47 bis 50, c) 46 bis 50, d) 45 bis 49, e) 42 bis 47, g) Sauen 38 bis 44. Im Preisver- gleicf) zum letzten Montagsmarkt lagen alle Gattungen 1 bis 2 Mark höher außer Bullen und Kühe, die unverändert notierten. Marktverkauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweine ruhig, Heberstand. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 568 Viertel Rindfleisch, 33 ganze Kälber, 8 ganze Schafe bzw. Hämmel, 136 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 50. Bullenfleisch 47 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 24 bis 30. Kalb- steisch II 60 bis 68, III 52 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 65. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig. wieder leicht ab. Scheideanstalt kamen schließlich mit 178,75 um 2,50 v. H. fester zur Notiz, die Zuteilung war voll. Anderseits lagen Aku schwach und 1,38 d. H. niedriger. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18-90, Altbesitzanleihe 96,13, Schutzgebietsanleihe 8,80, Reichsbank 164 25 bis 164, Gelsenkirchen Ilse Genuß 108,75, Mannesmann 59,50, Rhemstahl 87, Stahlverein 38,50, Aku 41,50, Be- kula 121,75, Scheideanstalt 178,75, Daimler Motoren 4013, JG.-Farben 125, Holzmann 68, Metallgesellschaft 69,25, Siemens 143, Reichsbahn-VA. 112, Norddeutscher Lloyd 29. Heimatabend derHefsen und Thüringer in der „Grünen Woche". 94 94 97 20,5 0,90 6,2 5,5 5,6 7,1 5,8 hinziehen, so flink sind sie im Wasser. Welche Kräfte in ihnen wohnen, zeigte uns folgendes Beispiel: Eine 29,25 64,5 | 88,25 I 49,5 । 57 | 60 165 I 28,25 121,9 92 98,4 54,5 89,75 101,75 144,5 109,5 74 102 57,5 86,5 waren angeboten und 2,50 v. H. (56,50) schwächer. — Tagesgeld unverändert 3,50 v. H. Wir kehren zu unserem Boot zurück, begleitet von einigen hundert Pinguinen. Sie müssen sehen, ob alles in Ordnung geht. Endlich haben wir unser Boot erreicht, der Motor wird angeworfen, sie winken noch einige Zeit mit den „Armen" und verbeugen sich, dann kehren sie in die Stadt zurück. Jetzt muß erst das Erlebnis gründlich durchbesprochen werden. Vorn an der Felsenklippe sitzt der Wächter. Er meldet das ausfahrende Boot und signalisiert mit den Flügeln. Vielleicht meint er: die hessischen und thüringischen Gruppen des Reichsbundes für Volkstum und Heimat einen landschaftlichen Heimat- und Trachtenabend. Eine Trachtenkapelle sorgte für die musikalische Hmrahmung. Der Abend wurde eingeleitet durch einen Hochzeitszug mit schwälmischen, thüringischen und oberhessischen Trachtengruppen. Das lustige Treiben in Spiel und Tanz, das sich auf der Bühne unter den Klängen ländlicher Dorfmusik abspielte, bot mit den viel- gestaltigen und vielfarbigen Trachten, vor allem auch der schwälmischen Bäuerinnen, ein ungemein reizvolles Bild. So war denn auch die weite Halle zum Brechen voll, ein Beweis dafür, daß die Berliner trotz allen Großstadtlebens den Sinn für das bäuerliche Brauchtum und die ländliche Sitte keinesfalls verloren haben. Zwischen den einzelnen Vorträgen sprach Kreisbauernführer Möller aus der Schwalm, der sich in seiner Rede für die Erhaltung der deutschen Trachten als Ausdruck der bäuerlichen Kultur einsetzte. Der organisatorische Leiter des Reichsbundes wies in einer Ansprache darauf hin, daß der Bauer die Grundlage aller Lebenskraft des Volkes und der Rasse sei und daß der Nationalsozialismus es sich zu seiner höchsten Ausgabe gestellt habe, diesen lebenswichtigen Stand wieder zu gesunden. wandern die Männer zum Ratsplatz, während die Frauen auf den Eiern bleiben. Irgendeine Beratung, Konferenz? Nein, eine Prüfung der Jugend. In Reih und Glied werden die jungen Tiere durch die Versammlung getrieben. Der eine ober andere wird belobt, andere wieder bekommen einen Verweis, einen Hieb mit dem Schnabel oder eine Ohrfeige mit dem Flügel, bann ist bie Besichtigung zu Ende. Am R e n t e n m a r 11 waren 6 v. H. Preußen später mit 60,50 gesucht, bie übrigen Reichsmark- Obligationen waren meist unoeränbert. Deutsche An- 42,25 43,13 47,75 35,25 40,5 47,25 16,75 150,5 176 152,5 201 69,75 191,25 1 A.G.B.. ÖehUa . 3m Tussakgras liegen bie Nester. Wütenbes Ge- schnatter. Die Torwache kommt eilig angetrappelt. Verbotener Zugang! Gehen wir also zuerst auf ben „Rathausplatz". Hier ist große Versammlung. Oben in ben Felsenwänben sitzen einige hunbert Schopfpinguine. Sie rufen irgenb etwas hinunter, man antwortet von unten und schreit hin- auf. Man verträgt sich nicht recht gut, man ist als Königspinguin von -einem Meter Höhe viel zu stolz, um sich mit den Felsenpiraten abzugeben, schon gar nicht aber mit ben Eselspinguinen, bie unten in ber Vorstabt auf ben Felsenklippen Hausen. Wir besuchen ein älteres Ehepaar. Höflich fragen wir zuerst, ob es erlaubt fei. Schnatternbe Beratung. Enblich stimmt man zu. Das Ehepaar ist eben gerabe sehr beschäftigt. Die Eier find noch nicht ausgebrütet, aber es macht sich. Wie es sich für einen braven Ehemann geziemt, löst er feine Frau alle Zwei Stunben ab. Man will sich boch auch gern ein bißchen bie Füße vertreten und mit der Nachbarin plaudern — ein Mann kommt gar nicht in Frage, die Pinguine sind treu! Sitzt die Frau, so schleppt der Mann Tussakgras und Steine herbei, um bas Nest zu fchützen, benn manchmal stiehlt eine freche Raubmöve bas Ei unter bem weichen Gefieder ber Hausfrau heraus. Der Hausherr macht feine tiefen Verbeugungen vor uns. Man kennt bas ja aus ben Filmen. Nicht sieht man aber im Film ben orangenen Fleck auf ber Wange unb auf ber schneeweißen Brust. Der befrackte Hausherr scheint mit einem hohen Orben ausgezeichnet. Um ihn herum sitzen die zwei Jüngsten in ihrem rotbraunen Flaumkleid, das älteste Töchterchen hat schon ihr erstes Ei zu betreuen, und man hat ihr das Nest neben ben besorgten Eltern gebaut. Man will boch Kinb und Schwiegersohn in der Nähe haben, nicht wahr? Deshalb wechselt man auch nicht das Standlager. Man muß den Kindern erst so recht alles zeigen, im ersten Jahr an die Hand gehen. , ■buDCTU» . . . . Deutschs »rbß] 20 6,1 5,8 5,5 6,8 5,6 5,65 Pellfngfotl.. Wien Prag Buvapeft ... Sofia ...... Holland .... OSlo ...... Kopenhagen. Stockholm London ..... Buenos Aires Neunori.... Brüssel..... Italien Baris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan ...... Rio de Ian. . Jugoslawien. LUiabon .... 5,65 5,6 5,9 27,75 23,4 29,5 64,5 89 49,5 57 60 165,25 28 121,4 92,5 98,4 56 89,9 101,75 143,5 110,75 751 102,5 57,5 86,5 67,25 138 107,5 . 57 5 60 | v- H schwächer, Scheideanstalt waren roefentlid) hoher gesucht, Metallgesellschaft plus 0,75 v. H. Am Elektromarkte bröckelten Siemens 1 v. H., AEG. 0,25 v. H. ab. Etwas höher lagen durchweg Tarifpapiere, so Bekula 0,50 v.H., Lahmeyer 0'75 v. H., Elektr. Lieferungen 1,25 v. H. Transportwerte gut gehalten, Nordd. Lloyd unverändert, Reichsbahn- Vorzugsaktien 0,25 v. H. höher. Von Einzelwerten gaben Daimler nach unverändertem Beginn 0,40 d. H. nach, Holzmann gewannen 0,50 v. H. Reichsbankanteile 0,25 v. H. Bei kleinem Geschäft blieb die Stimmung im Verlaufe fester. Die Kurse unterlagen einigen Schwankungen, ohne daß jedoch größere'Ausschläge zu verzeichnen waren. Farbenindustrie bröckelten weitere 0,13 auf 125 v. H. ab. Scheideanstalt kamen mit 176,25 (4- 6,25 ö. Sy) nur per Kasse zur Notiz, im freien Markt waren sie zu ca. 177,50 v. H. gesucht. Won den sonst noch später notierten Werten gewannen Südd. Zucker und Rhein. Braunkohlen je 2,75 v. H., Gebr. Junghans 3 d. Sy, Bemberg 0,90 v. Sy 93,5 । 100,25 1 95,5 96,25 19,15 95,5 92,5 Schultheis Pa-enhofer O ®u (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg ......... q Sellstoff Waldhof o ellßofj Aschaffenburg O essauer (Bas ............ 7 Daimler Motoren .«... 0 Deutsch« Linoleum 0 Orenstein & Stoppel 0 Leonhard Tietz 0 ^hade 10 k O ...............0 Datum ......0 0 0 10 0 ......0 ......0 6 ......5 ... IVi 7 ......9 ......O 0 0 --------- . ........ A Mannesman a-Rd brr» ........ 0 Weiter vorn in der Bucht, wo steile Felsenwände direkt in die See fallen, sitzen die Scbovfpinguine mit ihrem zitronengelbem Kovfschmuck. Wir klettern wcht ohne Mühe die Felsin hinauf. Schon wirb die Wache alarmiert, tausend st immiges G e - schrei empfönot uns. Zugang verboten! „Wieviel Tiere können das sein?" frage ich einen onrnSri)XDi.fer Herren. — „Das dürsten ' mindestens 30000 St"ck sein. Eine Stadt." Doch die Wache laßt uns nicht durch. Dreißig bis vi-rzig Tiere nähern sich uns und beißen uns in die Beine. Inzwischen brüten die andern zwar weiter, bereiten ben aufregenden Vorgang jedoch mit kräftigen Schimp - roorten. Auf einer Felsenspitze sitzen einige Kor- morane unb Dominikanermöwen und sehen dem ln mv «ten Schauspiel nicht ohne Schadenfreude zu. Wir kommen eben zu einem Begräbnis zu- reebt. Em alter Königspinguin ist gestorben. Einige Riesensturmvogel schaffen den Toten weg, zerren ibn hinunter zum Strand und verzehren ihn. Praktisch unb hymenisch. Wir kehren roieber in bas große ßager ber Königspinguine zurück. ManSfeldei Bergbau ... Kokswerke .... Phönix Bergbau ...... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl Vereinigte Stahlwerke.. Otavi Minen ... Kaliwerke Aschersleben.. Kaliwerke Westeregeln .. Kaliwerke Salzdetfurth . I. ®. Farden.JnbufMe . Scheideanstalt.......... Goldschmidt ... RürgerSwerke .......... Metallgesellschaft........ Philipp Holzmann Zementwerk Heidelberg < Lementwerk Karlstadt.... Mannheimer Getreidernartt. Mannheim, 29. Januar. Weizen (inlänbischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,80 bis 19,90 Mart, per Januar Bezirk 9 19,20, Bezirk 10 19,40, Bezirk 11 19,70 (ruhig): Roggen (sübbeutscher, 72/73 kg, frei Mannheim) 16,90 bis 17, per Januar Bezirk 9 16,10, Bezirk 8 16,40 (ruhig); Hafer (inlänbischer) 15,25 bis 15,50 (stetig); Sommergerste (inlänbische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Futtergerste (inlänbische) 17,25; Mais (La Plata, im Sack) 19,50 (ruhig); Erbnußkuchen (prompt, 16,75 bis 17; Soja- schrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,50; Kokoskuchen 17,50; Sesamkuchen 17; Malzkeime 14,50; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (getrocknet, mit Sack) 17,75; Rohmelasse 8,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Steffen» schnitzel 11,25 (ruhig); Wiesenheu (loses) 6,40 bis 6,80; Rotkleeheu 6,80 bis 7; Luzernekleeheu 8 bis 8,20; Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2,40, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen- Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,60; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Januar 29,40, per Februar 29,70, per März 30; Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlanbweizen) per Januar 27,90, per Februar 28,20, per März 28,50; Roggenmehl (70/60 v. Sy, norbbeutsches, prompt) 22,50 bis 24; Roggenmehl (Pfälzer und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25 (ruhig): Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,75, (grobe, mit Sack) 11,25; Roggenkleie 10,50 bis 11,50; Weizenfuttermehl 12; Roggenfuttermehl 11,50 bis 12,75; Weizennachmehl 15,25; Weizennachmehl IVB 16,25 Mark. — All- gemeintenbenz: ruhig. * Frachtermäßigung für Stroh zur Ausfuhr. Mit Wirkung vom 25. Januar wurden die Frachtsätze für Stroh zur Ausfuhr nach außer- beutschen Länbern über bie trockene Grenze um weitere 10 v. H. ermäßigt, so baß sich im Ganzen eine Frachtverbilligung gegenüber ber Normalfracht für Stroh von burchschnittlich 40 v.H. ergibt. Die Maßnahme ift im Interesse der Entlastung des bauernd überfüllten deutschen Strohmarktes zu be- grüßen. frankfurter Börse. rNittagsbörse: freundlich. Gelsenkirchener ."II" varvener ’*’* ^M^^öln.Neuesseitii Alse Bergbau Alse Bergbau Genüsse ..i.'" Klöcknerwerke Amtliche .Notierung Neld I Brie Briefkasten der Nedaktion. lRechrsgutachken sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) Einigkeit. Die von Ihrem Pächter an dem ver- einbarten Pachtpreis einseitig vorgenommenen Ab- Zuge sind unzulässig, so daß Ihnen ein klagbarer Anspruch auf Zahlung des widerrechtlich einbehaltenen Pachtbetrages zufteht. Erscheint dem Pächter der vereinbarte Pachtpreis zu hoch, so hat er ledig- hef) bie Möglichkeit ber Anrufung bes Pachteini- gungsamts, um eine Herabsetzung des Pachtzinses iMiDer^Gn\?a bie Verpachtung erst im Jahre 1931 unb wohl zu noch heute üblichen Sätzen erfolgt ist, wirb ein solcher Antrag beim Pachteini- gungsamt auf Herabsetzung eine Aussicht auf Er- folg nicht haben. Die Hrnsätze an ben Aktienmärkten blieben relativ klein, ba bie Dispositionen der Bankkundschaft meist noch für Renten unter Bevorzugung von Industrie-Obligationen gelten. Hier waren 6 v. H. Preußen 1,50 v. H. fester in Erwartung, daß ein festes Hmtauschangebot kommt. 6v.H.Preußen50—60 daneben 4,50 v. H. AEG. 75,75 bis 76,25, 4,75 v. Sy Bewag 84,50 bis 84,75, 4,50 v. H. Rentenbank-Kreditanstalt 87,50 bis 88, 4,50 d. Sy RWE. 83 bis 83,50, 6 v. Sy Spargiro 54,50 bis 55. Reichsanleihen waren ruhig, Neubesitz behauptet, Altbesitz 0,40 v. Sy schwächer. Montanwerte freundlich, es gewannen Laurahütte 2,13 v. Sy, Rheinstahl 0,65 v. H. Klöckner Einige ältere Herren nähern sich mit feierkschen Begrüßungen. Wir tun desgleichen. Ich will einem die Hand reichen, er patscht unbeholfen mit ben Flügeln nach mir. „Nehmen Sie sich in acht", sagt einer ber Herren, „bas Tier ist so stark, baß es einem ben Arm glatt brechen kann." Solange man sich nicht in ihre Angelegenheiten mischt, sind sie freundliche unb roürbige Hausherren. Sonst aber werben Sie roütenb unb schimpfen wie — eben nur ein Pinguin schimpfen kann. Es gibt feinen einzigen Menschen, ber Pinguine in Freiheit beobachten konnte und nicht fest davon überzeugt wäre, baß sie ihre Sprache haben. Besonbers interessiert sie unser Motorboot. Wenn wir bie Taue am Ufer um Felsblöcke binben, so scharen sie sich um uns, legen ben Kopf zur Seite unb beobachten angestrengt jeben Hanbgriff, als wäre unsere Tätigkeit für sie von höchster Wichtigkeit. Die sreunbliche Stimmung ber Mittagsbörse übertrug sich auch auf ben Abendbörsenverkehr, bas Geschäft bewegte sich aber infolge des herrschenden Ordermangels in sehr engen Grenzen. Die Kurse zeigten gegenüber dem Berliner Schluß nur wenig Veränderung. Etwas gesucht waren Stahloerein, ferner hielt die Nachfrage nach Scheideanstalt an, die mit 179 v. Sy (heute mittag 176,25 v. H.) taxiert wurden. Am Rentenmarkt war es ebenfalls sehr niljig. Deutsche Anleihen eröffneten unverändert. Reichsmark-Obligationen lagen still und die Mittagskurse nur knapp behauptet. Meld 2,58 58,08 58,33 13,065 16,39 167,81 21,86 65,72 Schluß? 271 i nag. börse 29.1. 29,75 85,5 45,25 198 87,13 38,4 11,9 110 111 146 125 50,75 52,4 69 68,5 börse 29-1. 93,75 100,3 95,65 96,13 18,95 95,5 92,5 57,75 . 59,5 ' -Brie' ~ 2,60 58,32 58,57 13,125 16,45 168,49 21,94 65,98 Wir nähern uns einem Platze, auf dem einige tausend Königspinguine stehen. Eine Gruppe nähert sich uns. Man beguckt uns, dann beginnt ein Schnattern und Kreischen. Endlich hat man sich geeinigt, ob man uns durch die Kontrolle lassen kann. Man gibt uns den Weg frei, mit vielen Verbeugungen. Verbeugungen sind überhaupt das A und O der Pinguinhöflichkeit. Man verbeugt sich vor der Ehegattin, die Kinder vor den Eltern, die Jugend vor den Lehrern (das gibt es auch) und schon aar vor uns fremden Gästen. Einer von der Küstenwache macht Opposition, er wird aber überstimmt. Dafür hackt er einen von uns mit feinem starken Schnabel ins Bein, wird aber sofort von feinen Kameraden zurechtgewiesen. Zelten L Guilleaume 0 ÄI11ee,Äen,,6mm8‘ SchuckeriS Co. ....... J Siemens« Halske..'......... X LabmeverLLo. '.""'1^-'-^ __Berlin, 29 -Zanuar Amerikanische Noten.............. Belgische Noten .......... Dänische Noten ...... Englische Noten Französische Noten ........... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische •Roten............... Schwedische Noten Schweizer Noten ....... Spanische Note« Ungarische Note» vumvurg-Amerika-Pakel 0 £am?ulLfl‘l5ütiam- Dampfschiff 0 Hansa-Dampfschtfs.......... 0 Norddeutscher Lloyd J.®. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft .. tiommerp und Privat-Bank und DiSconto- Gesellschaft......... Dresdner Bank.... Reichsbank ....... (Schluß- kurs 27.1 ~ 29” 87,25 45,25 196 6,75 38 11,75 109,75 110 145 125,75 52,13 52,5 69 68 | Datum 9% Deutsche RelchSanleihe v 1927 «% ehem.7% Tt. Relchsanl. v. 1929 6Yi°/o Boung-Anleihe von 1980 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten . .. Desgl. ohne Auslos.»Rechte ..... 6% ehern.8% Hess. BoUsstaat 1929 (rückzahlb. 102%) 6% peif. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6%% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4% efjem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe 15 unkündbar bis 1935 6% efjem. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe 16 unkündbar bis 1936 edew Wo Franks Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbriese Wi% ehern 4Yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe «% ehem. 8% Pr Landespfand- briesanstalt, Pfandbriese R 19 8% efjem. 7% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch Verrechnungskurs 4% Oelterreichtiche Goldrente. 4,20% Oeflerreichische Sllberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4K,% desgl. von 1913 6% abgefi. Goldmexikaner von 99 4% Dürkilche Zollanleihe von 1911 4%WH|(f)e Bagdadbahn-Antethe K 0 n 11 ngentderMuh - s leihen lagen ruhig, späte Reichsschuldbuchforderunqen Lr ^nber Reinigung 0,25 höher. Am Pfandbriefmarkt war bie Stim- u b 9Bei3encmm^) en' ?er!n'™rbnet ge» mung fester, bie Kurse zeigten aber wegen bes klei- hL r-0Ih m>^t?rDCrober 1933xti<& -öa$ ncn Geschäfts nur geringe Veränberungen. Stabt-, im Monat Februar febeMuhle Roggen unb Weizen Staats- unb Länberanleihen lagen weiterhin ruhig nur in ber Hohe bes Monatsburchschnitts ber Ge- unb ziemlich unoeränbert. Am Auslanbsrentenmarkt temberTo^1^« in Iaqen Schweiz. Anleihen fest unb von 1 bis 2 v. H. abzüglich 10 V.H l hoher, Rumänen unb Ungarn sowie Türkei lagen verarbeiten bars. Der Austausch von Weizen unb behauptet Äßfn ^tingentsmenge ift nicht Am Kassamarkt traten überroiegenb Befestigungen ^0^"- UItö Umtauschmullerei liegen im Kon- von ca. 1 bis 2 v. H. ein, nur Mvenus Maschinen iingent. waren anaeboten unb 2.50 n .6 C5ß 50^ frhmn*or Schloß. Sch'ußk. furt 'ilbend. börse fürs 27-1. Tiere schwammen mit großer Schnelligkeit auf die Barriere zu und schnellten sich in einem ungeheuren Sprung über den Abbruch hinauf. m 7 .. > e. - - , - „7—0 — In der Mitte de- Lagers ist großer Aufruhr Ge- E-treid-großmar t war mangels leglicher Anregung ..... 1 unb infolge weiterhin reichlichen Angebots weiter gebrückt. Die Getreibe- unb Mehlpreise blieben fast unoeränbert, wahrenb Futtermittel bei schleppendem Geschäft abbröckelten. Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 149, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, bo. ohne 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, bo. fübb. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,65 bis 10,60, Weizenfuttermehl 11,50 bis 11,75, Roggenkleie 10,50, Soyaschrot 15,20, Palmkuchen 15,50, Ekbnußkuchen 16,40 bis 17,15, Treber 17,50, Trockenschnitzel 10,25, Heu 7, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepr. 2,20 bis 2,30, bo. gebünbelt 2 bis 2,10. Kartoffeln: Jnbu- ftrie hiesiger Gegenb 2,50 bis 2,60 (unv.) per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tenbenz: ruhig. vic jjuijk utri ^ranflun o.M ömegi oeicylO Berlin Schluß- turö Schluß!. Abend, börse Schluß- turs Schlußk. Mitiag- börse ___ Datum 27.1. 29.1. 27.1. 29-1. »% desgl. Serie 11 5% Stumän. vereinh. Rente v. 1903 "ereinh.Rentev.1913 *% Rumänische vereinh. Rente ‘2 ¥4% Anatolier 6 3,75 27,25 6,25 6,95 3,65 27,5 5,9 4,4 6,85 3,7 27,25 4,13 6,8 3,55 27,65 Amtliche Notierung 1 Brie 5,799 5,811 47,20 47,30 12,475 12,495 3,047 3,053 168,23 168,57 65,93 66,07 58,64 58,76 67,68 67,82 13,135 13,165 0,673 0,677 2,647 2,653 58,29 58,41 21,98 22,02 16,43 16,47 1,10 81,26 33,67 33,73 81,42 81,58 0,779 0,781 0,219 0,221 5,664 5,676 11,96 11,98 Bantnoten.