184- Zahrgang Gießener Anzeiger s Mit festem Mut ins neue Jahr! Süßten. das und i5 I i uns kom- Ber- auch festgeformter gleichklingender Wille in der Faust des Mannes, der als Führer und Reichskanzler das Schicksal der Nation leitet. Unter der Führung Adolf Hitlers hat der unbekannte deutsche Arbeiter Hand in Hand mit den Volksgenossen aller Berufsschichten seine Aufgabe erkannt und seinen Mann gestanden. Großes ist geleistet worden. Noch größere Aufgaben stehen bevor. Noch ist das Werk des Führers nicht vollends vollbracht. Wir wissen aber, daß ein unbeugsamer Wille und ein Kraftbewußtsein, wie es nur aus der Ethik der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft erwachsen kann, uns zum Siege unserer Arbeit führen wird. In diesem Sinne wird das ganze deutsche Volk gerüstet sein für die Aufgaben, die ihm im neuen Jahre von seinem ge- Freiherr von Äeuralh, Reichöminister des Auswärtigen: Die innere Politik eines Landes ist die Grundlage seiner auswärtigen Politik. Je zielsicherer und entschlossener jene ist, desto besser ist die Aussicht dafür, daß ein Volk auch seine berechtigten außenpolitischen Wünsche durchzusetzen vermag. Die fortschreitende Einigung des deutschen Volkes und sein daraus resultierender einheitlicher Wille berechtigen uns zu der Hoffnung, daß in absehbarer Zeit auch unsere nationalen Ansprüche ihre Erfüllung finden. Wir wünschen dies um so dringlicher, als wir endlich einmal Europa von der Spannung dieser ungelösten Fragen befreit sehen möchten, vor allem aber auch darum, weil wir für und Kraftwagen muß der Güterfernverkehr einer gesetzlichen Regelung zugeführt werden. Fragen des Nahverkehrs und der daran beteiligten Verkehrsmittel drängen nach einer Lösung. Nicht zuletzt wird sich das Reichsverkehrsministerium auch der kleinen und kleinsten unter den Verkehrsunternehmern, der Kraftdrosch- k e n b e s i tz e r und der Fuhrunternehmer, in ihren derzeitig unverkennbaren Nöten anzunehmen haben. Der Bundesführer des NS. Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm), Reichsminister Franz S e l d t e, erließ an seine Kameraden folgenden Neujahrsaufruf: „Das Jahr 1934 geht zu Ende. Dankbar erkennen wir, daß es für alle schaffenden Deutschen ein Jahr des Fortschrittes war. Wir alten Frontsoldaten haben nach bestem Können am Aufbauwerk Adolf Hitlers, des Führers, mitgearbeitet. Wir werden auch im kommenden Jahre nicht nachlassen, mit allen Mitkämpfern in den Reihen der nationalsozialistischen Bewegung opferbereit, arbeitsfreudig und kameradschaftlich zusammenzustehen. Ich danke allen meinen Kameraden für ihre Treue und ihren selbstlosen und zähen Einsatz. Für das kommende Jahr 1935 wünsche ich ihnen Freude an der Arbeit des Alltags, Freude im Dien st des Bundes und Freude am großen, sich vollendenden Werk des Führers für Reich und Nation." Freiherr von Eltz-Mbenach, Michspost- und Michsverkehrsminister: Wenn am 31.Dezember das Jahr 1934 zur Neige geht, dann darf das deutsche Verkehrswesen mit bescheidenem Stolz bekennen, daß es das abgeschlossene Jahr nicht untätig hat vorübergehen lassen. Das große der Initiative des Führers entsprungene Werk der Reichsautobahnen wurde 1933 begonnen. Im Jahre 1934 mußte die Aufbauarbeit sich den übrigen Verkehrsanstalten und Verkehrsmitteln verstärkt zuwenden. Auch hier stellte der Führer wegweisend die Aufgabe. Kurz, aber inhaltreich nennt sie das Gesetz: Durchführung einer einheitlichen Verkehrspolitik. Es galt, nach großen, auf weite Sicht gestellten Gesichtspunkten das deutsche Verkehrswesen aus- z u g e st a l t e n und die verschiedenen Verkehrsmittel noch mehr als bisher aufeinander einzuspielen. Es mußte der Grund gelegt werden, um der deutschen Wirtschaft wie dem gesamten deutschen Volke möglichst viele und möglichst leistungsfähige Verkehrsmittel nebeneinander zur Verfügung zu halten. Die großen Verkehrsanstalten des Reiches, die Reichsbahn, die Reichspost und die Reichswasserstraßenverwaltung vervollkommneten ihre Anlagen. Die Reichsbahn begann, die technischen Voraussetzungen zu schaffen zu einer bisher kaum für möglich gehaltenen Beschleunigung des Fernverkehrs. Die R e i ch s p o st baute die Nachrichtenübermittlung in technisch mustergültiger Weise weiter aus. Die Reichs- wasserstraßenverwaltung führte den Ausbau der deutschen Wasserstraßen planmäßig fort, begann den Bau neuer Wasserwege und schuf Wunderwerke der Technik, wie das Schiffshebewerk in Niederfinow. Die drei großen Verkehrsverwaltungen wurden zu einem mächtigen Faktor auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung für die erwerbslosen Volksgenossen. Noch fehlte das privatwirtschaftliche Verkehrsgewerbe bei dieser gemeinsamen Aufbauarbeit. Es wurde nach einheitlichen Gesichtspunkten Volk für das Jahr 1935. Geldies Aeujchrsaufrus an den ASDFS. der privatkapitalistischen Marktwirtschaft ausgliederte. Auch das Erbhofgesetz und die Marktregelungsverordnungen werden mit ihren Festpreisen den Nährstand in den kommenden Jahren in die Lage versetzen, eine vollständige Sicherung unserer Ernährungsbasis herbeizuführen. Dieses Ziel muß im Jahre 1935 e r - reicht werden! Das ist mein Wunsch zum Jahreswechsel. Hermann Göring, Michslufffahrtminister und preußischer Minister- Präsident, General der Infanterie-. Der Bundesführer «des NSDFB. (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz Seldte, erhielt vom Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm: „Für die mir im Namen ldes NS. Deutschen Frontkämpfer-Bundes (Stahlhelm) übersandten Weihnachtsgrüße danke ich Ihnen aufrichtig. Ich bitte Sie, meine b e ft e n Wün fch e für das Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel entgegenzunehmen und Einheit des Willens die Voraussetzung deutscher ZriedenspoM B3 war für den nationalsozialistischen Staat dci;:.ahr der Offensive, 1934 das Jahr der 23er= te tiinng und Behauptung. Wir sind dem Ziel un- se Vl'Revolution, dem deutschen Volke wieder zur F smlüt und zur inneren und äußeren Ehre zu vcrckäen, treu geblieben. Armee, Staat, m int ei und Volk sind heute ein unlos- b i.irs Ganzes, das sich in der Welt zu be- hcchmen sucht. Wir wollen den Frieden und haben d Velt genug Beweise unseres Friedenswillens qi H-hm. Wir haben unser Verhältnis zu Polen mpnlt und sind im Begriff, uns mit Frankreich in Br Saarfrage zu einigen. Wir haben die ernft- h kni Absicht, im kommenden Jahr die letzten K ! il! e n st o f f e unseres inneren und äußeren Le- b. 105, 3 u beseitigen, damit die ganze Kraft u*5 Volkes für das Aufbauwerk und di 1! Fortsetzung der erfolgreich begonnenen Ar- bihi sschlacht eingesetzt werden kann. Wir mtifigieren mit Zuversicht und festem $ÖRi:i ins neue Jahr, dem Führer und fernem gra- ß^ei .Lerk in Treue und Hingabe verpflichtet. hcHlMunterkeit. ist es nun, das uns an der Schlvelle des N zu. Jahres besinnlich innehalten läßt? Einmal dcs verlangen, aufs vergangene Jahr zurückzu- bl d und feine Gaben nach einmal zu überdenken; dc rr aber auch die Ehrfurcht vor dem, was das mtllibe Schicksal jenseits der Schwelle für b ti it hält, und die Pflicht, uns für die ni an-n Aufgaben zu wappnen und uns des trmu-15, deffen der Weltgeist uns würdigt. W W w ÜLig zu zeigen! •6:1 wünsche ich dem deutschen Volke, daß es zu NLt hr voller Dankbarkeit sich der Erfolge u nüG ü t e r bewußt fein möge, die der G e i ft b esrneuen Reiches ihm beschert hat? Dies biqi.iber unlöslich auch die Verpflichtung für jeden E T-nen in sich, im kommenden Jahre seine v -! e Kraft für das Ganze einzu-setzen ui H iemclls zu vergessen, daß die Gesamtheit, aus de » i Wohl es uns ankommt, ja aus lauter Einzel- Ni»-»esteht und nur durch d i e lebendige Wd Wirkung jedes Einzelnen zusam- m: «^gehalten werden kann. Wenn wir diele E Keimtnis, stärker noch als bisher, im neuen Jahr ui uni eigen machen und dem Ganzen dienen, an- fti ui uns von ihm bedienen zu lassen, dann folgen wüt nahrhaft dem Vorbild des Führers; dc i mblüht die Gemeinschaft immer höher auf, und je hiieinzelne von uns blüht in ihr! Goebbels, ^ldsminister für Dolksaufklärung uliMropaganda-. So bleibt das deutsche Verkehrswesen bei Beginn des Jahres 1935 in der Erfüllung großer für unsere Volksgemeinschaft wichtigen Aufgaben. Kein Zweig der deutschen Wirtschaft trägt so stark nationalsozialistisches Gedankengut als Wesenselement in sich wie der Verkehr in feiner Eigenschaft als uneigennütziger Diener und Mittler für die Wirtschaft, für den Staat und für das gesamte Volk. Volksgemeinschaft fordert Verkehrseinheit. Sie zu fördern und auszugestalten, ist Gelöbnis des deutschen Verkehrs an Führer Zilkmistsausgaven deutscher Verkehrspolttik Volksgemeinschaft fordert Verkehrseinheit. und preußischer Minister des Innern: D Jahreswechsel ist in unserem Vaterland von je »eil als ein Zeitpunkt ernster Besin- ri ikg empfunden worden, und für den wahren D wchen ist er es bis heute geblieben und wird es. h jentlich immer bleiben: eine Schwelle zwischen )eim Heftern und dem Morgen, die mit Bewußtsein üb Verantwortung überschritten fein will. Freilich, iir Verwaltungsdienst, Organisation und Technik r>ctf riefe bedeutsame Schwelle nicht vorhanden sein; 53 :*r:nr und Pflichterfüllung müssen über sie hin- tu igiiiten wie in jeder andern Nacht des Jahres, in ib ie-Ie gedankenlose Einzelmenschen möchten das (3 lete tun, — zwar nicht aus Pflichtgefühl, son- ^erraus der Scheu vor der Rechenschaftsablegung, di i der Neujahrsstunde das eigene Gewissen von jh Ll fordern könnte! Da betäubt man sich denn lieb in ausgelassener Geselligkeit und verkehrt den En: des Augenblicks in eine oft nur allzu krampf- in Spitzenverbänden organisch jufa m menge» faßt und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Verkehrsnutzern im Reichsverkehrsrat vereinigt. Die Währungsbeihilfen für die Seeschiffahrt, die Förderung der Gemeinschaftsarbeit zwischen Graß- und Kleinschiffern in der Binnen- wirtschaft sind Ausdruck der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der obersten verkehrspolitischen Leitung. Es folgten gesetzliche Maßnahmen zur Regelung und Förderung des Verkehrs wie die Reichs-Straßenverkehrsordnung und das Gesetz über die Beförderung von Personen zu Lande. Im Jahre 1935 muß auf allen diesen Gebieten weitergearbeitet werden. Die Organisation 6 u m ------...**;**' des Verkehrs wird ihre endgültige Gestaltung er-1 diese auch den alten Frontsoldaten zu übermitteln, fahren müssen. Als nächster Schritt zpr B e i - . Adolf Hitler. legung des Kampfes zwischen Schienet L Zusammenhänge. Ein außenpolitischer Rückblick an der Jahreswende. Die Beziehungen Deutschlands zum Ausland stau- den im abgelaufenen Jahre unter der Wirkung dreier großer nationaler Entscheidungen, die dieses als Erbe und Aufgabe vom Vorjahre übernommen hatte: der inneren Umgestaltung des Reiches und Volkes, dem Austritt aus dem Völkerbund und der Abrüstungskon- e r e n z und der nahezu einmütigen Z u ft i m - nung des Gefamtvolkes zu dieser Politik im ersten Volksentscheid des neuen Reiches. Die unvermeidlichen Spannungen dieser drei großen Ereignisse bildeten die psychologischen Grundlagen des Verhältnisses zur Umwelt, indem sie auf dec einen Seite die Deutschland gestellten Probleme der internationalen Politik belasteten, auf der anderen Seite aber sie im von der deutschen politischen Führung gewollten Sinne bestimmten und formten. Wenn man es als das große allgemeine und beherrschende Ziel der deutschen auswärtigen Politik bezeichnen kann, dem neuen Reiche unter Wahrung der Ehre und des Prestiges den Frieden zu erhalten, so darf man feststellen, daß die posi. tioen Wirkungen jener Entscheidungen ihre negativen überragen, die von der Führung bestimmte und vom Volk gutgeheißene Politik in ihrer großen Linie also richtig war. Den zuverlässigsten Maßstab einer solchen Abwägung geben die Beziehungen zu Frankreich, in denen sich bei der beherrschenden europäischen Stellung der Republik, ihrer führenden Rolle im Völkerbund, bei dem grundsätzlichen Zug der französischen Politik, den Versailler Vertrag mit seinen Anhängseln als das „Statut Europas" aufrecht zu erhalten, und schließlich infolge der historischen nachbarlichen Gegensätze alle Aufgaben und Schwierigkeiten der deutschen auswärtigen Politik wie in einem Brennspiegel sammeln. Die Entwicklung der am meisten kritischen Frage der Abstimmung des Saarlandes über seine künftige nationale Zugehörigkeit zeigte eine erfreuliche und deutliche Aufwärtsentwicklung des Gedankens der friedlichen Verständigung, den die deutsche Führung beharrlich verfolgt. Nach anfänglichem Widerstreben stimmte Frankreich am 20. Januar der Einsetzung eines vorbereitenden Ausschusses für die Saar ab- stimmung durch den Völkerbund zu, der am 1. Juni die Festsetzung des Abstimmungstages auf den 13. Januar folgte. Angesichts der auf eine Hinaus- fchiebung der Abstimmung zielenden Propaganda, an der sich auch die Politik des französischen Außenministers Barthou stark beteiligte, ein unbestreitbarer Erfolg Deutschlands und der eindrucksvollen Haltung der deutschen Saarbevölkerung. Eine vorübergehende, allerdings für einen Augenblick atemberaubende Verschlechterung trat in den letzten Tagen des November ein, als plötzlich die Gefahr eines französischen Einmarsches in die Saar auftauchte, die der rasche (Ent- schloß des deutschen Bevollmächtigten B ü r ck e l, in der kritischen Zeit wenigstens von Deutschland her eine neutrale Zone um das strittige Gebiet zu legen, für den Gebrauch untauglich machte. So konnte unter dem vermittelnden Einfluß des italienischen Delegierten Al v ist in Verhandlungen in Rom die Einigung zwischen Deutschland und Frankreich über alle durch die Abstimmung etwa entstehenden Fragen erzielt werden. Die Entfen- : düng einer internationalen Polizeitruppe, die in der : Abstimmungszeit die Ruhe und Ordnung garantie- • ren soll, war die letzte Vorbereitung der Entscheidung, der Deutschland und die Saarländer nun mit : Ruhe entgegensetzen. Während man so die Saarfrage bei einigem Opti- nismus als gelöst betrachten kann, ist ein anderes Problem, das die deutjch-franzöfischen Beziehungen belastet, die Frage der A b r ü ft u n g oder, wie sie jetzt bescheidener zu benennen ist, der Rüstungsbeschränkung, nicht von der Stelle gerückt, an die sie im vergangenen Jahre durch die Verweigerung der deutschen Gleichberechtigung durch Frankreich und das Abrücken Englands von dem durch Deutschland als Grundlage angenommenen Macdonald- Plane getreten war. Ein von der deutschen Regierung am 14. März dem französischen Botschafter überreichtes Memorandum blieb ohne Erfolg; zwar trat am 29. Mai die Abrüstungskonferenz in Genf unter dem Vorsitz Hendersons wieder zusammen, aber nur, um nach einem heftigen Angriff Barthous aus die englische Politik den vollkommenen Stillstand der Verhandlungen festzustellen. Frankreich hatte unterdessen, durch den Haß der bolschewistischen Sowjetrepublik gegen das neue Deutschland angezogen, den europäischen Kanzleien den Plan eines osteuropäischen Paktes unterbreitet, in dem Frankreich und Sowjetrußland als west-östliche Flügelmächte den Frieden, d. h. den bestehenden Zustand in Mittel- und Osteuropa ga- rantieren sollen. England und Italien, dessen politische Wendung nach Frankreich hin sich anzuzeigen begann, stimmten mit gewissen Vorbehalten und ohne rechte Begeisterung zu. Aber der Plan stieß auf eine wichtige Veränderung, die zu Beginn des Jahres das deutsch-polnische Verhältnis und damit die Spannung in Osteuropa erfahren hatte. Am 26. Januar war zwischen den beiden Mächten, die die Väter des Versailler Vertrags durch die Errichtung des Korridors in unversöhnlichem Gegensatz zu halten gehofft hatten, ein Verständigungsabkommen auf 10 Jahre geschloffen worden, nach dem alle "'entstehenden Streitfragen durch unmittelbare Aussprache beige- legt werden sollen; am 7. März wurde durch ein weiteres Abkommen der deutsch-polnische Zollkrieg beendet und im Sommer die Grundlage für eine geistige und kulturelle Annäherung,dex beiden Länder gelegt» ffl bas NE unser Volk die langersehnten Voraussetzungen schaffen wollen, feine Fähigkeiten und Kräfte ungestört der Friedensarbeit widmen zu können. Das kommende Jahr wird uns auf diesem Wege einen großen Schritt weiter bringen, indem das deutsche Saargebiet nach langjähriger Trennung wieder in den Schoß des Mutterlandes zurückkehrt. Damit wird nicht nur für unsere Volksgenossen an der Saar die Zeit der Unruhe und Unsicherheit endgültig vorbei sein, sondern auch für Europa wird damit ein Anlaß zur Beunruhigung verschwinden. Man kann hoistn, daß dann in der Außenpolitik eine Entwicklung einsetzt, die zur Verständigung der Völker und zum dauerhaften Frieden führt. Dieses Ziel ist des ganzen deutschen Volkes sehnlichster Wunsch für das neue Jahr. AWatther Darst, Cfltominifler für Ernährung und Landwiri- feiftf und Michsdauernsuhrer: Bhil ganze Wirtschaft der Welt befindet sich in et,hin Chaos, weil mit einem für jede vernünftige D kitchaft unmöglichen Wirtschafts- p!i:-zip versucht wird, die durcheinandergeratene V Wirtschaft wieder in Ordnung zu bringen. Für u in rgibt sich die Notwendigkeit, erst einmal die 3iItn.orbnung der Wirtschaft a uf n a - t lii -i a l f o 3 i a l i ft i f d) e n Vorausfetz u n- g in in Deutschland durchzuführen. Bei der Ab- V nirung Deutschlands und unserer Devisenlage e lEinerte das in erster Linie die Ordnung der L^ibensmittelverhältnisse auf dem $Binm enmortte. tu5 dieser Sachlage heraus wiederhole ich zum swechsel nochmals meinen auf dem Reichs- b ierntag in Goslar an das deutsche Bauerntum g||etiteten Appell, sich tatkräftig in die kom- rrniri'b e E r z e u g u n g s s ch l a ch t einzu- r: len. Die Steigerung des Rohertrags: unserer Lebensmittelerzeugung iH.te Voraussetzung für die wirtschaftliche 93e= ty jcr-img des deutschen Volkes. Es ist im nächst i Jahre die Aufgabe aller Bauernführer, mit aili ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die GF- gung von Lebensrnitteln zu steigern. Die Vor- liebten Führer gestellt werden. — Hell Hmer! .ft S«> M V"; deutsch«! Boltee Wünsche zueZaheeewende. - Die Mitarbeiter dee Sichrere sprechen über Aufgabe und Ziel für 1935. Erster Blatt 184. Jahrgang Samstag, 29.Dezember 1954 'iemer' Familienblätter M jB M still mm höht Lt im Bild - Die Scholle ■ M M Wk M W W M H W ■ n ■ A M Jr W M W M W für Anzeigen von 22 mm MM VJivnvIlvl 4llljvlUVl MW s!lu: bei Nichterscheinen If OM Ermätzigte Grundpreise: t®rein3clncn Stellen-, Vereins-, gemein- ; irSkM General-Anzeiger für Oberhessen iMd»: Anzeiger Gießen v w 1 behördlicheAnzeigenSRpf. J p^Ä“11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Giehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze r Mengenabschlüsse Staffel» Letzte Sitzung des Landesrats vor der Saarabstimmung Protest gegen das Klaggenverbot Nur eine Lösung des Gaarproblems 0i< Oie restlose Rückkehr zu Deutschland e der Hi €tc der den die mit vep über öorti tÖnn< Motz slein, und die C n#blir lich der nach Agram einberufenen Konferenz Kleinen Entente ein Bombenanschlag auf Schnellzug Wien—Agram verübt worden. Am 9. Oktober wurde die Welt durch Schreckenskunde überrascht, daß der Köstig und Beide sagen es selbst von sich, daß sie feint (hr°r;'! wäre sind. Aber ihre grundlegenden Ideenbank Flügel und werden getragen von den Stürmen, seit dem Beginn des Weltkrieges über die der ganzen Erde brausen. Die Gesicht-M ; 20. Jahrhunderts sind noch verschwommen, üoer jedes neue Jahr wird sie deutlicher prägen. D dc bi S V h fle 8t Ire sch • i Dei bürg) Slicklo der < stdeni bunb< Reo rrchtli entoa $erl? tragt, Fron Ted)n l'ch Dom befoi Jenig «ten Poti, türlick Nen »arte terU jtliet ab|r)|i b-r «Mi kroatischen Separatisten, teils in Belgrader Gefängnissen sitzen, teils als Emigranten in Italien, Ungarn, Oesterreich oder sonstwo leben, unter sich aber, wie man wissen mußte, die rege Verbindung einer politischen Verschwörerorganisation hielten. Zahlreiche Attentate hatten ihre terroristische Tätigkeit ausgewiesen; noch am 22. Januar war anläß- Saarbrücken, 28. Dez. (DNB.) In der heutigen letzten Sitzung des Landesrates vor der Abstimmung gab die Deutsche Front durch den Abgeordneten Martin eine Erklärung ab, die bedauerte, daß es nunmehr den Separatisten gelungen sei, die fremden Truppen ins Saargebiet zu ziehen. Die Saarbevölkerung hege gegen diese Truppen nicht die geringste Abneigung; den sie gehorchten nur ihrer Pflicht. Aber über diejenigen, die Veranlassung gewesen seien, daß diese Truppen gesandt worden seien, werde einst die Geschichte richten. Bedauerlich sei, daß das fremde Militär gleich zu Beschlagnahmungen geschritten sei und daß es wichtige Gebäude in Besitz genommen habe. Jetzt aber müsse verlangt werden, daß endlich die Emigranten aus der Polizei entfernt werden. Durch ihre Pflichtverletzungen hätten sie das Volk genügend beleidigt und gereizt, und die fremden Truppen würden sicher nicht stolz darauf sein, daß vor unter hinter ihnen bei ihrem Einmarsch saarländische Polizei-Ueberfallkomman- d o s gefahren seien, die dem Befehl eines Mannes unterstanden hätten, der sich bis heute noch nicht von dem schweren Vorwurf der Feigheit vor dem Feind gereinigt habe. Es müsse ferner verlangt werden, daß nunmehr endlich d e n N i ch t - abstimmungsberechtigten verboten werde, sich aktiv i m S-a arkampf zu betätigen. Das Flaggenverbol, das die Regierungskom- mlsfion ausgerechnet am Tage vor dem Weihnachtsfrieden habe in Kraft treten taffen, fei in Wirklichkeit eine ungeheure Verletzung der Neutralität, das es verhindern solle, daß das Volk auch nach außen hin feine Meinung zum Ausdruck bringe. Außerdem fei dieses Verbot ungültig, weil vor seinem Erlaß der Landesrat nicht gehört worden sei. Genau so verhalte es sich mit dem Verbot der Plaka- tierung. Auch gegen die Art der Slimmenzäh- lung und die verspätete Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses müsse p r o t e st i e r t werden. Das Verfahren, das die Abftimmungskommiffion in Aussicht genommen habe, fei außerordentlich verwickelt und geeignet in die Bevölkerung d i e größte Beunruhigung hineinzutragen. Denn man habe Oberschlesien, Eupen-Malrnedy und das Memelgebiet noch in recht guter Erinnerung. Ausführlich behandelte die Erklärung die Frage der angeblichen Möglichkeit einer zweiten Abftim- m u n g im Saargebiet. Sie weist darauf hin, daß bindenoe Versprechungen des Völkerbundsrates nicht vorliegen und daß der Wortlaut des Saarstatuts eine zweite Abstimmung grundsätzlich ausschließt. Hinter einer zweiten Abstimmung, bei der durchaus nicht nur von der Rückkehr allein zu Deutschland die Rede wäre, lauere der französische Imperialismus. Die Erklärung weist bann auf Eupen und Malmedy hin, wo die versprochene freie Abstimmung mit Billigung der Mächte des Völker- bundes zu einer Farce gestaltet worden sei. Auch Danzig und der Korridor seien ohne Abstimmung von Deutschland losgerissen worden, und das unglückliche Memelgebiet habe das gleiche Schicksal erduldet. „Wir wissen", so fuhr Martin fort, „wie wenig den Russen Litwinow das Saargebiet interessiert und irren uns auch in der Annahme nicht, daß er nur deshalb eine zweite Abstimmung propagiert, weil er im Saargebiet eine sichere Keimzelle des Bolschewismus für Westeuropa schaffen möchte. Dem Saarvolk genügt eine Abstimmung. Unser Ziel heißt Deutschland. Das wollen nur die nicht einsehen, die im fremden Solde stehen und zum größten Teil nicht abstimmungsberechtigt sind. Bereits in der allerersten Sitzung des Landesrates im Jahre 1922 haben die Parteien der heutigen Deutschen Front und mit ihnen die Sozialdemokraten und die Kommunisten einmütig erklärt, daß das rie gegen die Häuserblocks in den Arbeitervierteln in Tätigkeit trat, blieb die Regierung Dollfuß Herr der Lage mit dem Ergebnis, daß der stark kommunistisch durchsetzte Austromarxismus als politischer Faktor in Oesterreich ausgeschaltet wurde. Eine Forderung aller nationalen österreichischen Kreise war damit erfüllt. Mer bei der nun reifen Aufgabe der neuen staatlichen Gestaltung trat der internationale Charakter der österreichischen Frage und die nur sehr bedingte Unabhängigkeit des Landes scharf und verhängnisvoll in Erscheinung. In der Abwehr gegen den heraufdrängenden Nationalsozialismus, Der Garantiepakt für Oesterreich Frankreichs Antwort auf die Vorschläge Mussolinis. dem der legale Nachweis seiner inneren Machtstel- hing durch Wahlen verweigert wurde, stützte sich die Regierung Dollfuß auf die auswärtigen Mächte, die aus einer innerpolitischen Gleichschaltung Oesterreichs mit dem Reiche die Gefahr der Aufrollung der „Anschlußfrage" fürchten. Unter den Schutzmächten der österreichischen „Unabhängigkeit" übernahm Italien die führende Rolle, hinter ihm Frankreich mit dem größten diplomatischen Ziel, Italien, die bisherige Vormacht einer europäischen RevisionsPolitik, in das Sager der auf Versailles begründeten Beharrung herüberzuziehen. Am 14. März wurde in Rom zwischen Italien, Ungarn und Oesterreich ein Abkommen unterzeichnet, das in drei Protokollen die politische Zusam- menarbeit der drei Länder in gemeinsamen Konsultationen beschloß und für die wirtschaftlichen Beziehungen eine dauernde Kommission von drei Sachverständigen einsetzte. Der Anspruch Italiens auf Führung in der politischen und wirtschaftlichen Gestaltung des Donauraums und die Anerkennung dieses Anspruchs durch die österreichische Regierung ohne Heranziehung Deutschlands wurden durch dieses politischen Akt deutlich. Am 14. Juni erfolgte der Besuch Adolf Hitlers in Venedig und eine politische Aussprache mit Mussolini, über deren Einzelheiten nichts bekannt geworden ist. Inzwischen hatte die innere Spannung in Oesterreich zu einer Reihe von Bombenattentaten geführt, die die Regierung veranlaßten, am 13. Juli die Todesstrafe gegen Sprengstoffoerbrechen anzudrohen. Aber die Atmosphäre war schon so geladen, daß gesetzliche Maßnahmen keine Ruhe schassen konnten. Am 2». Juli kam es in Wien zu einem in seinen Hintergründen noch ungeklärten Putsch, bei dem Aufständische die Bunbeskanzlei und das Rundfunkhaus kurze Zeit besetzen konnten und dem der Bundeskanzler Dollfuß zum Opfer fiel. Obwohl die deutsche Regierung sofort durch unzweideutige Schritte jede Einmischung in die österreichischen Verhältnisse ab- lehnte und sich von den Ereignissen distanzierte, die Gefahr einer außenpolitischen Wirkung des Putsches also in keiner Weise gegeben war, mobilisierte Italien Truppen und ließ sie an der Tiroler Grenze aufmarschieren; italienische Presseangriffe der massivsten Art gegen Deutschland begleiteten diese De- monstration, die eine heute noch nicht völlig behobene Abkühlung der deutsch-italienischen Beziehungen einleitete. Daß der Führer entschlossen ist, das Verhältnis zu dem trotz allem deutschen Oestereich wieder normaler und freundlicher zu gestalten, bewies die Entsendung des Vizekanzlers von Pape n als Gesandten und besonderen Bevollmächtigten nach Wien, dem die österreichische Regierung nach vielerlei internationalen Intrigen am 7. August das Agrement erteilte und sich so der Versöhnlichkeit Deutschlands zur Verfügung stellte, ohne daß frei- lich sichtbare Folgen zu verzeichnen wären. Bundes- kanzler Schuschnigg, der am 21. August Musso- lini in Florenz seine Aufwartung machte, setzt im allgemeinen die innere Politik der gewaltsamen Niederhaltung der nationalsoüalistischen Bewegung und die auswärtige Politik der sichtbaren Schutzbedürftigkeit des künstlichen Staates durch fremde Jnteressen-Protektion fort. Die Vorgänge in Oesterreich bildeten für die schon lange bestehenden Bemühungen der französischen Diplomatie, zu einem engeren Verhältnis mit Italien zu kommen, zwei- fellos das, was man in der Medizin ein Stimulans, ein Anregungsmittel, nennt Die Verhandlungen über eine für Italien günstigere Grenzziehung im tripolitanischen Hinterlande und über Abstellung der italienischen Beschwerden wegen der Rechtsstellung der italienischen Einwanderung in Tunis, die Jahre lang im Sande verlaufen waren, gingen plötzlich vorwärts und sollten bei einem Besuch Barthous in Rom den Rahmen einer großen Freundschaftsdemonstration bilden. Das einzige Hinbernis lag in den Gegensätzen, die die Beziehungen zwischen Italien und dem mit Frankreich verbündeten jugoslawischen Königreich belasten und die nun durch französische Vermittlung ausgeräumt werden solllen. Dies war der politische Hintergrund und Plan : der Reise, die König Alexander an Bord । eines Kriegsschiffes noch Marseille führte. Er i war der Träger und erste Garant der großserdischen . Einheitsidee» deren unversöhnlichste Gegner, die i des Kabinetts Chautemps, neue blutige Unruhen am 6. Februar zu dem des Kabinetts Daladier und zur Berufung des ehemaligen Präsidenten der Republik Doumergues als Führer eines Reformkabinetts. Eine neue blutige Straßenschlacht zwischen Polizei und faschistischen Gruppen am 5. Juni führte nahe an eine Staatskrile, der Doumergue durch Vorlegung eines umfassenden Reformprogramms in der Richtung einer autoritären, vom Parlament unabhängigeren Staatsführung zu begegnen suchte. Die alten Gewalten erwiesen sich jedoch vorläufig als stärker. Doumergue überließ am 6. November dem jetzigen Ministerpräsidenten F l a n d i n und dem an Stelle Barthous am 13. Oktober zum Außenminister ernannten Laval die politische Führung und das ganze ungelöste Problem der Erneuerung. — Die älteste moderne Demokratie der Vereinig- t e n Staaten hat unter der Führung des Präsidenten Roosevelt den Kampf gegen die wirtschaftliche und moralische Zersetzung der Krisenzeit energisch ausgenommen, dem das Volk in den Wahlen zum Repräsentantenhaus und Senat vom 6. November durch eine Zweidrittelmehrheit die außerordentlichen Vollmachten einer nahezu unbeschränkten Gewalt bestätigte. — Am 8. September begann mit einem Generalstreik in Madrid, mit der Verkündung des Alarmzustandes im ganzen Lande am 23. die Krise der bisher unter republikanisch-sozialistischer Füh- rung stehenden jungen spanischen Republik. Dom 4. bis 8. Oktober waren besonders die Provinzen Katalonien und Asturien Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen Regierungstruppen und sozialistisch^nar- chistischen Arbeitern in Verbindung mit dem kata- Ionischen Separatismus. Die Bildung des Kabinetts Lerroux ist eine Etappe in der Rückwärtsbewe- gung Spaniens vom politischen und sozialen Radikalismus, in der das katholische, vielleicht auch das monarchistische Element wieder die traditionelle Rolle im spanischen Staatsleben einnehmen wird. — In Lettland wurden am 16. Mai Parlament und Parteien aufgelöst, in Bulgarien am 9. Mai unter Beseitigung des Parlaments eine Regierung unter militärischer Führung gebildet. Der gemeinsame Zug dieser großen und kleinen Ereignisse ist deutlich: die Frucht des liberalen 19. Jahrhunderts, d i e parlamentarische Demokratie, ist im Verwelken. Was an ihre Stelle tritt, wird nach den Verhältnissen v e r - schieden fein, wie Faschismus und Ratio- naljozialismu» sich verschiede» entwickeln. Paris, 29. Dez. (DNB. Funkspruch.) Außen- Minister Laval hat dem französischen Botschafter in Rom am Freitagabend die französische Antwort auf die Vorschläge Mussoli- n i s übermittelt. Sie besteht aus zwei Hauptpunkten, die die stets gut unterrichtete Außenpolitikerin des „Oeuvre" folgendermaßen zusammenfaßt: 1. Ein G a r a n ti e a b k o m m e n über die Unabhängigkeit Oesterreichs. Dieses Ab- kommen solle in den nächsten Tagen in Rom von Italien, Südslawien und der Tschechoslowakei unterzeichnet werden. Es soll Frankreich, Rumänien, England, Ungarn und D e u s ch l a n d zum Bei- t r i t t o ff e n stehen; 2. Die unterzeichneten Mächte garantieren s i ch gegenseitig ihre Grenzen. Sollten diese Ausführungen zutreffen, so würde das bedeuten, daß die französische Regierung nach wie vor darauf bestehe, die Mächte der Kleinen Ententeals ein politisches Staate n g e b i l d e zu betrachten, und die Kleine (Entente als solche an dem französischen Abkommen teilnehmen lassen will. Benesch und Titu- lescu sollen bereits fernmündlich ihre Zustimmung gegeben haben. Die Zusage Jeftitschs sei nicht zweifelhaft. Auch die englische Regierung stehe diesem Plane wohlwollend gegenüber. Die Frage sei nur, ob die italienische Regierung sich angesichts ihres Abkommens mit Ungarn, das sicher auch einen vorläufig noch nicht bekannten politischen Die Abwendung Polens von feiner bisherigen Politik einer unbedingten Gefolgschaft Frankreichs, das Bestreben des Marschalls Pilsudski und des Außenministers Beck, Polen den Rang und die Bedeutung einer selbständigen osteuropäischen Großmacht zu verschaffen, bildeten für den französischen Plan des Ostpaktes dieselben. Hindernisse und (Ein- Wendungen, die ihm auch Deutschland entgegen^- stellen hatte. Diese wurden am 10. September durch eine deutsche Note den beteiligten Mächten zur Kenntnis gegeben; eine Antwort auf die 'darin aufgeworfenen Fragen und Zweifel ist bis jetzt nicht erfolgt. Der Plan hat, nachdem auch die klei- neren Oststaaten ihre geringe Begeisterung dafür haben erkennen lassen, wenig Lebenskraft mehr, wird aber als Requisit der neuen französisch- russischen Freundschaftspolitik in das kommende Jahr hineinragen, als deren für die künftige Ent- Wicklung wichtiges Ergebnis die Aufnahm Sowjetrepublik in den Völkerbund am 15. Se Englische Landesverteidigung Die Territorialarmee soll die Luftabwehr übernehmen. London, 29. Dez. (DNB. Funkspruch■) ®H> „Daily Telegraph" berichtet, sind bedeutsame Aci-^ derungen in der Organisation der lerritorialarmt* • geplant. Sie zielen darauf ab, die „Bürgerwedr der modernen Kriegsführung a n ’u' passen und sie für die Aufgaben der Verteidigung geeigneter zu machen. Ein lfl Punkt des Planes soll sich auf die UmnianDiun. eines wesentlichen Teiles der Londoner Jerrttoria. divisionen in Luftabwehrabteilung^ zum Schutze der Hauptstadt und der Küstenve;i beziehen. Man glaube, daß ein hinreichendes der Luftverteidigung mehr als 100 neue ®ru^ mit Flugzeugabwehrgeschützen und Spinn’ und ein Personal von ungefähr 40000 und Mannschaften erfordern würde. Der etv Weg, die Unkosten zu vermindern, bestehe keine neuen Truppenkörper aufzul sondern einen Teil der jetzigen Territona a _ umzuwandeln. Zugunsten einer foW«* litik werde darauf hingewiesen, daß die bell 9 14 Territorialdivisionen, die von der Hal a ganisation von 1908 herrühren, den Aufga c modernen Krieges nicht mehr seien. Gegenwärtig besitze London n u r 4 , Luftabwehrbrigaden, von denen je Abteilungen Luftabwehrartillerie und e,n ^uC werferbataillon umfassen. Sie genügten a n zur Verteidigung des inneren g e s. Anscheinend werde geglaubt, datz -j Wandlung von zwei Jnfanteriebataillonen o * die. Rekrutierung sich nicht bessere, von einer ganzen Jnfanteriebrigade für die einer modenen Lustabwehrbrigade genügen Saargebiet unter alten Umstand,' zum Deutschen Reich zurückkehr^ müsse. Und diese Forderung besteht auch Wir im Landesrat haben den Kampf um die i der deutschen Saarbevölkerung nur führen kö? weil unsere Wähler in all diesen Jahren die gehalten haben und sich mit uns im gleichen r? verbunden fühlten. Unser bodenständiges uni" stimmungsberechtigtes deutsches Saarvolk -i allen Vaterlandsoerrätern am 13. Januar die? tung ausstellen. Wir legen Wert darauf, letzten Sitzung des Landesrates vor der Ai-, mung, deren Ergebnis alle Hoffnungen der: paratiften und Emigranten mit elementarer t zerschlagen wird, nochmals vor aller Well Zeugnis abzulegen, daß es nach löjährigem für das deutsche Saaroolk und für uns f(* andere Lösung der Saarfrage gib; die re st lose Rückkehr unserer deut! Saarheimat zum geliebten deut! V a t e r l a n d." Die Ausführungen Martins wurden wi von Zustimmungskundgebungen unterbrochen digen Widerhall und begeisterte Zustimmung die Schlußworte des Sprechers. Auf den Ein der Deutschen Front, das Flaggenverbot fei gültig, weil vor Erlaß des Verbotes der La rat nicht gehört worden sei, antwortete ein rungsvertreter mit einem Hinweis auf §34" Saarftatuts, daß bei Maßnahmen im Zuso Hang mit der Abstimmung eine Anhorun Landesrates nicht vorgesehen sei. 3m An hieran verließen die Mitglieder Deutschen Front den Sitzungssaal'-, die Separatisten und Rückgliederungsgegner ov-. zu lassen. Diese wußten nichts anderes als alten Märchen vom Terror vorzubringen ober in gehässigen persönlichen Angriffen zu gefa^’ Als ein Sprecher sich bis zu der Beleidigung W sindel" verflieg, wurde ihm vom Präsidenten'' Wort entzogen. Die Sitzung wurde bann gsiM. > ihm der französische Außenminister Barthou Opfer 1 eines Attentates in Marseille geworden ■ waren; wie die noch nicht völlig und zweifelsfrei abgeschlossene Untersuchung ergab, gehörte der Täter einer kroatischen Terrororganisatiön an, die nach ; den Behauptungen der jugoslawischen Behörden auf 1 ungarischem Boden Schutz und Förderung erfahren 1 hatte. Am 18. Oktober wurde die Leiche des Königs in Belgrad unter internationalem Trauergepräge beigefetzt; das Reich war dabei durch den preußischen Ministerpräsidenten General Göring in Vertretung des Reichskanzlers und Führers vertreten. Die freundschaftlichen Gefühle, die die Regierungen und Völker Deutschlands und Jugoslawiens trotz der gegensätzlichen Gruppierung verbinden, kamen dabei deutlich zum Ausdruck. Das Marseiller Attentat unterbrach vorläufig die politischen Pläne, die zu der verhängnisvollen Reise getrieben hatten. Am 23. November richtete Jugo» lawien eine Note an den Völkerbund, in der es Anklagen gegen Ungarn formulierte und begründete; am 28. November erfolgte die Gegenerklärung Ungarns. In der Dezembertagung des Völkerbundsrates standen beide mit einer französischen Anregung für die künftige internationale Bekämpfung des politischen Terrors zur Verhandlung, bei der weniger das Recht als die Politik das Wort führte. Die neben dem auf dem Platze gebliebenen Mörder wirklich Schuldigen werden nie zur Rechenschaft gezogen werden. Ob der Gedanke einer wirksamen Bekämpfung des politischen Verbrecher- tums, das seinen Grund in der unzureichenden Gerechtigkeit und Weisheit der Politik hat, irgendwelche Frucht tragen wird, ist zweifelhaft. Die Wirkungen des Attentats auf die inneren Verhältnisse Jugoslawiens gehen in das neue Jahr über; ebenso die französisch-italienischen Verhandlungen, die Belgrad, Rom und Paris in eine Linie bringen wollen. Die vielfache Voraussage, daß das Vordringen Japans in China und in der Mandschurei au einem Kriege mit der Sowjetunion führen werde, haben sich trotz bedenklicher Reizzustände nicht verwirklicht. Japan hat die Errichtung des unter seinem Einfluß stehenden Staates Mandschukuo durch die Krönung des ehemaligen chinesischen Kaisers Puji in Hsinking am 1. März zu einer, wenn auch vorläufig international nicht anerkannten Tatsache gemacht. Der Streit um die oft- chinesische Bahn, der mit einem heftigen Notenkrieg zwischen Tokio und Moskau geführt wurde, ist geschlichtet worden, indem die Russen für die machtpolitisch nicht zu haltende Bahn einen Kaufpreis nahmen. China verharrt in einer kaum übersehbaren inneren Verwirrung, die jeden Tag zu neuen Interventionen Japans führen kann. Dieses hat bas Washingtoner FlottSnabkom- men g cf ü n b i g t unb forberte in ben in London geführten Verhandlungen über ein neues Seeab- fommen der Ostasienmächte die Rüstungsgleichheit mit England und den Vereinigten Staaten. Da diese nicht zu erreichen war, ist die Konferenz im Dezem- ber auseinanbergegangen. Das Problem Dftafien, das zugleich ein Problem Europas ist, weil es die Haltung Rußlands in europäischen Fragen stark beeinflußt, geht ungelöst und geheimnisvoll in die Zukunft über. Der Ausgang des Weltkrieges sollte den Siea ber bemokratischen Ideen und Staatsverfassungen bringen. Die Ereignisse des abgelaufenen Jahres haben gezeigt, daß dies ein Irrtum war, denn in den verschiedensten Formen vollzieht sich das Streben der Völker nach einer anderen leistungsfähigeren 1 politischen Führung. Am interessantesten, aber auch am zähflüssigsten ist die Entwicklung in Frank- 1 reich. Die Straßenkämpfe, die am 11. Januar im ( Zusammenhang mit dem Korruptionsfall Stavisky j in Paris stattfarrdeu. führten am 27. zum Rücktritt 1 ec ' Obers ' oeri0, den Zoo präfü fetif er lich«' ' $ gttbt' W k Tiarl hese 2 awe die 4 Wchfi ae>g 305 1 cine.b 3r. S Mvr Sinn ! .inb dc Länbüd fei. Die '.aus g nil fe lchaflti wt u $flai nee )rifl< aüiet Snf, die d .ajfe daß f ausl pinrid ten, t irgenö Mia tonne 1 auf t in der stelle ittntJ dchü ersvlc amtli könnt von i zur 1 und W ann ( Dpllie mitn/e- M r tk\l Vt ntip des 5 fast Teil enthalte, bereit erklären könne, diesrmpsrt^ Vorschläge anzunehmen. Im Falle euttui-. lehnung werd« die französische Regime1 ber Fortsetzung frer Verhandlungen abfei)«n,!o sie der Ansicht fei, daß dann für eine gernfh ■ alle Möglichkeiten erschöpft feien. Man rechnet damit, daß der französische fBot'i; ter in Rom noch heute Gelegenheit haben er I dem Duce die neuen Vorschläge zu unierte 1 und daß die Antwort spätestens am Sonnte; ' Paris vorliegt. Im günstigsten Fall würde ßac:: dann feine Reise am 2. Januar anl: 1 ten. Im „Figaro" warnt Wladimir b'h mess 0 n vor übertriebenen Hoffnungen atn > fertige Auswirkungen der Romreise Lavals, fcr könne wohl von einer französisch-italienischen I näherung eine wesentliche Besserung ber ger madigen politischen Lage in biesem Teile erv:i ten, aber man dürfe keine U rnw älzunzi erhoffen. Wirklichkeiten ließen sich nicht r Schachfiguren versetzen. Was besonders Oest< reich angehe, so werde sich die Tätigkeit jjrr' I reichs und Italiens notgedrungen darauf befe* ken müssen, die zusammen mit England ab^^ 1 Erklärung zu erneuern und die mithin ' päischen Mächte des Donaubeckens einzuladei f:t I zu beteiligen. Es handele sich also nicht umitr- fationelle Ereignisse, aber wenn man । gesteckte Ziel erreiche, so sei das mehr Bert ali 1 eine Sensation. ------ölkerbund am 15. September zu verzeichnen ist. Wir haben von der Frontveränderung der italienischen Politik gesprochen. Die Ursachen liegen, soweit sie dem sichtenden Blick erkennbar sind, in der Entwicklung der öster- reichischen Frage im vergangenen Jahr, das angefüllt war von Entladungen der inneren Spannungen zwischen der mit dem Anspruch auf autoritäre Führung auftretenden Regierung und zwei großen Volksströmungen, ber republikanisch- ozialistischen und der durch die reichsdeut- chen Vorgänge angeregten nationalsoziali- tischen. Die Auseinandersetzung der Staatsgewalt gegen die erstere vollzog sich ohne Einmischung des Auslandes. Am 12. Februar kam es in Wien und Linz zu blutigen Zusammenstößen zwischen der Bundespolizei und dem republikanisch-sozialistischen Schutzbund, der am Tage darauf die Verhängung des Belaaerunaszustandes, >das Verbot der foztal- bemokratifchen Partei und die Besetzung des Wiener Rathauses, ber Festung des Marxismus, folgten. Nach heftigen Kämpfen, bei denen in Wien Artille- R b0Sif'B’fc>. P1» 13 jlS •'fn ^.°°- «In i '»•» Ä« er cfl„,p8in fbr unle/o!1 ,Aktins "bungen 2? Mert, Ted,er9-N?! Äaggt^, *8ft " ln antnwu”1 ««Hmei,®' n,n®9 ein» 'L flehen sei. d'nbitz^- ■VU£fMemntfr ?n nichts oM* 2« wrjubri^ ®en Angriff»» > b's Zu der &,< ' 'bm Dom Hz Fung wurde b® unolinis. ffirw könne, # 1 3m Falle französische Xt «riwnihmyen a‘ 5 dann für eint) djöpftfeitt. dah der franjofile nt Stltyifyii k 5sch/äge zu in ' vätrstnü am 6 riigften FIe sich also ityl nisse,aber^ fo sei dar ck *x jM*1 m <” SÄ «nF -Hern m sich, grundlegender^ ragen von der- Seltfriej« * 4fn Die M noch oertt^ e deutlicher 0 lit PI der 2ßa* jll abved^ 13M 0--^- daß frei desveilo' [t soll w* nrt«a (»«• * sation u auf ab« ’ Letzte Abrechnung mit dem Separatismus im Saargebiet Gaboiage der deutschen Devisenpolitik durch den saarländischen Eisenbahnpräsidenten vor dem Abstimmungsgericht Der Memelländer Prozeß Kleine politische Nachrichten eine Verordnung dem persischen N< :eu» ersten Aus aller elt mit sei, i n ander Die Rudolf Karstadt AG. hat an den Reichsfiskus ihr Verwaltungsgebäude, Berlin, Neue Königsstraße 28 bis 36, verkauf t. Das Gebäude wird die Möglichkeit bieten, im Zuge der Reichsreform das Statistische Reichsamt und das ehemalige Preußische Statistische Landesamt, die bereits organisatorisch zusammengelegt, jedoch jetzt in fünf verschiedenen Gebäuden untergebracht sind, auch räumlich zusammenzufassen. Der Führer und Reichskanzler sandte dem Stabschef Lutze zu seinem Geburtstage nach Hannover folgendes Telegramm: „Zu Ihrem heutigen Geburtstage nehmen Sie bitte meine aufrichtigen Glückwünsche entgegen. In herzlicher Freundschaft Ihr Adolf Hitler? gegen Deutschland gerichteten Status-quo- Propaganda aufzuklären und ihre in der Auswir« kung dem Separatismus völlig glei - ch e n Ziele, die zum Verlust des Saargebietes für Deutschland führen müssen. Ministerpräsident Göring hat anläßlich des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels folgendes Glückwunschtelegramm an Staatsrat Dr. Ley gesandt: „Der Deutschen Arbeitsfront" und ihrem Schöpfer wünsche ich von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr. Mein ganzes Arbeiten, Fühlen und Denken wird auch im kommenden Jahr dem Wohl des deutschen Arbeiters gewidmet fein. Die persische Regierung hat eine Verordnung erlassen, daß vom 21. März — dem persis' jahr — ab an Stelle der Bezeichnung „P .. , . _ die Bezeichnung „Iran" gebraucht werden soll. Nach langer Krankheit ist im Haag, 69 Jahre alt, der Präsident des Internationalen Gerichtshofs, der Japaner Minfichiro Adatfchi, gestorben. Der preußische Ministerpräsident Gorina hat an den Reichsjugendführer Baldur von Schirach ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: „Ihnen und der von Ihnen geführten getarnten deutschen Jugend wünsche ich ein f r o • hes Fest und ein glückliches neues Jahr. Wir wollen auch künftig fest zufam- m e n st e h e n. Im Falle des Kommunisten Heinz Neumann teilte der Generalstaatsanwalt in Berlin beim eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement das Er- uchen, über Heinz Neumann, der u. a. wegen Mordes verfolgt werde, die Auslieferungshaft zu verhängen, da das Auslieferungs- verlangen ungesäumt gestellt werde. Diesem Begehren wurde entsprochen. Neumann, der in Zürich eine ihm wegen Paßvergehens auferlegte Freiheitsstrafe verbüßt hat, befindet sich also in Auslieferungshaft. Die Frage, ob er ausgeliefert wird, wird erst nach Eintreffen des Auslieferungsbegehrens und der erforderlichen Unterlagen entschieden werden. Bei der Anklage des Mordes gegen Heinz Neumann handelt es sich um die Bluttat auf dem Bülowplatz in Berlin, dem die Polizeioffiziere Anlauf und Lenk zum Opfer sielen. Neumann und der ebenfalls flüchtige Kippenberger waren die Drahtzieher an diesem niederträchtigen Mord. antwortete er, er hätte befohlen, daß man schwarzer Hofe und im Zylinder trete. Ob dies als Uniform gelte, überlasse er Beurteilung des Staatsanwaltes. Behauptung von der zweiten Abstimmung ist eine juristische Unmöglichkeit, und die leeren politischen Versprechungen, die man in Genf gemacht hat, sind juristisch und politisch wertlos. Sie sind nur geeignet, Verwirrung zu stiften und der antideutschen Status-quo- propaganda Waffen zu geben. Prof. Grimm kam sodann auf die gegen Dr. Savekouls erhobene Anklage zu sprechen. Der Angeklagte habe durchaus in Wahrungberech- tigter Interessen gehandelt. Als Wirtschaftsberater der Deutschen Front hatte er die Ausgabe, in dem Abstimmungskampf die deutschen Belange zu wahren. Er war berufen, der schädlichen Wirkung entgegenzutreten, die die Verweigerung der Markeinlösung in der Eisenbahnwech- s e l st u b e für die deutschen Belange haben mußten. Da diese schädliche Auswirkung sich hauptsächlich i n der separatistischen Presse vollzog, mußte er diese bekämpfen. Nicklaus hatte als beurlaubter deutscher Beamter entsprechend dem Badener Uedereinkommen von 1925 die Treuepfl> cht gegenüber Deutschland zu beobachten. Jeder deutsche Saarbewohner hat gegenüber seinem Vaterlande Deutschland das Recht und die Pflicht, alles in feiner Macht Stehende zu tun, daß die deutsche Souveränität über dieses deutsche Land nicht mehr be» schränkt und beeinträchtigt wird als die Bestimmung des Versailler Vertrages unbedingt verlangen. Die Bestimmung über die freie geheime und unbeeinflußte Stimmabgabe gebe auch den Deutschen des Saargebietes nochmals 'das Recht, ihre Landsleute über die Verblendung und Schädlichkeit der einen Sprung aus dem Fenster zu retten und erlitten dabei durchweg schwere Verletzungen. Nach Eintreffen der Feuerwehr konnten die übrigen Gefährdeten gerettet werden. Zwölf von ihnen hatten bereits sehr schwere Brandwunden erlitten. Das unheimliche Aktenstück. Ein an und für sich recht belangloses Aktenstück macht in Warschau viel von sich reden. Es handelt sich um einen Prozeß aus dem Jahre 1919 wegen eines angeblich widerrechtlichen Verkaufs eines Grundstücks, also wegen eines Vorganges, der nichts Sensationelles darstellt. Der Kläger starb sechs Tage nach der Einreichung der Klage und es wurde daraufhin eine Vermögensverwaltung eingesetzt. die den Anspruch der Klage aufrecht erhielt. Sechs Monate gingen ins Land, dann starb der Verteidiger und nur vier Wochen später folgte ihm der Staatsanwalt, der sich für das Aktenstück zu interessieren begonnen hatte. Der Fall wurde einstweilen vertagt. In den folgenden zwei Jahren starben nicht weniger als sieben Zeugen, denen sich bald der Richter anschloß, der sich mit dem Aktenstück zu befassen hatte. Man sah sich genötigt, den Fall nochmals zu vertagen. Dieses Mal dauerte es schon vier Jahre, bis man imstande war, den Prozeß wieder aufzunehmen. Ein tragischer Unglücksfall unterbrach ihn jedoch schon gleich am Beginn. Der Generalstaatsanwalt erlitt während der Verhandlung einen Schlaganfall und starb vier Tage daraus. Wieder trat eine Pause ein. Bei einer Nachprüfung des Aktenstückes ergab sich, daß drei Zeu- gen inzwischen verstorben waren, es waren die drei letzten. Man kann sich das Grausen der Gerichts- Personen des Warschauer Appellationshofes vorstellen, die diesen Fall jetzt wieder behandeln sollen, denn auch für einen nicht abergläubischen Menschen muß die Tatsache erschütternd wirken, daß alle Beteiligten eines Prozesses, während dieser schwebte, verstorben, der Richter und der Staatsanwalt mit eingeschlossen. Uebrig geblieben von dem Prozeß ist allein das Aktenstück. Es bedarf nur noch einer Formalität, um es dann zu den Akten zu legen, aber werden diejenigen, die jetzt das Aktenstück abschließen sollen, nicht etwa auch vom rätselhaften Tod ereilt werden, der bisher sich alle am Prozeß irgendwie Beteiligten geholt hat? Dabei steht ein» wandfrei fest, daß die Todesfälle selbst an sich nichts Rätselhaftes haben, das zu dem Verdacht führen könnte, es läge in jemandes Interesse, den Prozeß zu Ende kommen zu lassen. Kreuzer „Karlsruhe" bei der 400-Jahrfeier der Hauptstadt von Peru. Der im Ausland befindliche Kreuzer „Karlsruhe" hat Anweisung erhalten, die deutsche Wehrmacht bei der Ende Januar 1935 stattfindenden 400-Jahrfeier der Haupt st a d t von Peru, Lima, zu vertreten. Aus diesem Grunde ist folgende Aenderung seines Reiseplanes notwendig: Montevideo (Uruguay) 21. bis 28. Dezember, Puerto Mont (Chile) 5. bis 9. Januar 1935, Valparaiso (Chile) 12. bis 21. Januar, Callao (Peru) 25. Januar bis 6. Februar. Bei bieder Gelegenheit wird der Kreuzer am 27. Januar bei einer großen militärischen Parade in Lima durch eine starke Abordnung vertreten sein und auch an den Feierlichkeiten der übrigen Tage teilnehmen. Anschließend wird die „Karlsruhe" ihre Reise nach jolgenden Häfen fortsetzen: Buenaventura (Columbien) 11. bis 26. Februar, San Francisco (Vereinigte Staaten) 1. bis 12. März, Vancouver (Kanada) 15. bis 21. März, Accapulco (Mexico) 1. bis 8. April, Colon (Panama) 15. bis 20. April, Housten (Vereinigte Staaten), 26. April bis 4. Mai, Charleston (Vereinigte Staaten) 10. bis 20. Mai, Vigo (Spanien) 3. bis 12. Juni. In Vigo wird die Karlsruhe" mit Kreuzer „Emden" Zusammentreffen und mit ihm gemeinsam die Heimreise fortsetzen. Die Harmonika — ein Volksinstrument. Die Handharmonika ist eines der jüngsten Musikinstrumente, da sie erst seit etwa hundert Jahren besteht. In dieser Zeit hat sie sich bei fast allen Völkern der Erde eine große Beliebtheit erworben und man trifft sie ebenso bei den Eskimos wie bei ir: ! Zeit vom 1. bis 20. Oktober in seiner Wechselst .'v: aufgekauft wurde, daß Leute aus den ent- fernsten Orten, aus Lothringen und Nancy, her- biflfiimten, da überall bekannt war, wie gut und ei Hc reich man seine Reichsmarkbeträge bei der ai »trhen Wechselstelle des Saargebietes loswerden fcrnr.2. Auch wollte Herr Nicklaus absolut nichts DiNjiaem ominösen Schild wissen, das seinerzeit zu.: größten Beunruhigung der Saarbevölkerung uii) jur wilden Schadenfreude der separatistischen P«’• meute die Verweigerung der Mark» a nm hme bei der Wechselstelle verkündete. Nicklaus malt erst viel später davon erfahren haben und m «r.,2, es hätte nur wenige Stunden dort gefjan» ge.T.Ss war besonders peinlich für Herrn Nicklaus, alnvei seiner Angestellten aussagten, die (9 e » n -ümiaung ihres Chefs zum Aushängen dis Schildes eingeholt au haben. Das Schild habe fc r 5:8 Stunden ausgehangen. Zur Rechtfertigung fem Umganges mit den Führern der Si ixa r a ti ft e n führte Nicklaus an, er müsse sich ül btü'bie politische Lage unterrichten, um rechtzeitig Viirrihrungen gegen einen Putsch (!) treffen zu fii nm.(Er mußte zugeben, daß Separatisten, wie 9) tii! Braun, Hoffmann, Max Waltz, Prinz Stirnen» ft ein Pater Dörr usw., ständig bei ihm ein- u mii ausgingen und während feiner Dienstzeit di;t Gründung der „Neuen Saarpost" und die an- gi t bbge Fälschung der Abstimmungsliften besprach irn rourden. D 1 ©eneralftaatsanroalt Haammes (Luxem- bi M suchte in seinem Plädoyer den Präsidenten NIDus zu verteidigen. Wenig Verständnis brachte di Li Staatsanwalt für die Tatsache auf, daß Prüft dr' Nicklaus neben seiner Eigenschaft als Dtilker- biirfc.beamter auch beurlaubter deutscher BkllllN t e r sei, und deswegen aus seinem früheren D ^Verhältnis gewisse Pflichten moralischer und rcsiitcher Natur übernommen habe. Der Staats- a im:lt erblickte in dem Artikel Dr. Savekouls' eine B&tumbung des Eisenbahnpräsidenten und bean- trnji gegen den Verfasser eine Geldstrafe von 5000 F fairen. 'im Verteidiger Prof. Grimm-Essen r «tete in feinem mehrstündigen Plädoyer gründ- ItlLj iiit dem Separatismus ab. Für die Menschen viiuriRheinland war das, was den Separatismus fo bikißDers verächtlich macht: Ein Vorschubleisten der- jeijissn gegen d i e deutsche Einheit gerich- te r ins Politik, die man in Frankreich die historische PSü k nennt, die Maurice Darrös „die fixe Idee § f nr!reid)s" bezeichnete, und die man auch das Tlicment Richelieus oder das Programm der na- ti Sitten Grenzen genannt hat. Wir Rheinländer rrvte., daß heute Millionen von Franzosen daraus nn.-lin, daß die jetzige Auseinandersetzung die Un= feto dafür schafft, daß diese unselige Politik Rick !)'.bt P l o ck würbe den Bewohnern des ersten Stockwerkes die Möglichkeit zur Flucht genommen, da das Treppenhaus in Flam- ms» ftayd, Fünj Perstmeu perjuchlsn, sich durch T Vernehmung des Eisenbahnpräsidenten Nick- la ix-iyeftaltete sich zu einem ungewollten Bekennt- n s inner separatistischen Umtriebe unb Machen- fc )«r*n, zu benen er sein Amt als Eisenbahnpräsi- b'itrinb hoher faarlänbifdjer Beamter mißbrauchte. $1141115 mußte, wenn auch nur sehr gerounben, 3 t! ben, baß er Markbeträge z u sehr nie« öriien Kursen angefauft hat. Als Be- giiimng führte er an, baß er sich hier im Saar- g«f)i nicht unter Kuratell einer für uns privaten Bai ber Reichsbank, zu stellen brauche unb baher dir deutschen Devisenvorschriften außer acht I«i 12 n könne. Allerbings würbe ihm bebeutet, bt Filmschöpfungen. 7790A Beiprogramm und neue Ufa-Tonwoche öurcb 4148D Mandarinen Irtnifl1 Feuerwerk Geld! Tilgungshyp otbeken tmb 3 leben gegen gjliibiliarfidxtir: usw.durchPeterSch ewM- in billiger Auswahl I 77»1A 7720 A Drogerie, Kreuzpiatz 10 Photo - Gießen, Kreuzplatz 9. (Stellenangebote Die rille sitzt! Seiler Der Optiker am Bahnhof Amend Döll fieiöner Beider Bober Keil Schwarz 3. kd *zur fahre spende * dieSPITZENROSETTE WsilFliäl Bahnhof- strafa Neuen 8eoe Markt- strakc Von Fachoptikern beraten und angepaßt, garantiert für gutes Sehen und Tragen Am Bahnhof Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Apfel-Süßmost Trauben-Süßmost Prima Apfelwein Ludwig Kohlerma Inh.: L. Heiderich, Bleichstrti Fahrlehrer Müller Gienen, Frankfurter Strafe Nr. 29 bei Albersmann Telephon 2131. UngefährlicheScherzartikel erhöhen die Silvesterfreude — Gefahrlose Feuerwerkskörper, bengalische Feuer (rot und grün), bengalische Fackeln. 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Auf den Inventuroerkauf bezugnehmend kündigungen und Mitteilungen jeg^ dürfen grundsätzlich nicht früher als 24 stu.x vor Beginn der Verkäufe erfolgen. In gen, die weniger als siebenmal in der . aber mindestens wöchentlich, und nichr 9crJ' ' am 27. Januar erscheinen, dürfen Ankundißu. - gen und Anzeigen von Jnoenturoerknulen - reits in der vor diesem Tage erscheinenden ^, ten Ausgabe enthalten sein. Mit der Derlei» i. von Druckschriften und Plakaten durch . unternehmen darf in Rücksicht auf den der Öffnung des Jnventurverkaufs vorausgene Sonntag bereits am Samstag, dem 26. ' ab 16 Uhr. begonnen werden. Aus dein S Grunde wird zugelassen, daß AntundiS 9 und Mitteilungen, die durch «choust-lw £ ‘ , Waren in Schaufenstern, Schcuffiffttn un gleichen erfolgen, bereits am Samstag- nuar, abends nach Ladenschluß der BcM - ■ durch das Publikum freigegeben ®erDe.. y kündigungen und Mitteilungen ouherM 9 Schaufenster und außerhalb des dürfen bereits am Samstag, dem 2b. J ab 16 Ahr, angebracht werden .. . Alle vorzeitig erfolgenden ,^nfun. .Ln* und Mitteilungen müssen deutlich und i . verständlich den Tag des Beginns der ftaltung angeben. L „ : 2. Es ist verboten, im Zusammenhang >n , Jnoenturverkauf in öffentlichen ®efannnri , gen oder Mitteilungen, die für e*ncn *.-(• ■ Personenkreis bestimmt sind, Waren , kauf anzubieten, die nach ihrem Derwe v. zweck und dem Zeitpunkt ihrer AnschaI -- Herstellung durch den Verkäufer für $#p trieb oder Verbrauch in dem kunstzg , brauchsabschnitt (Saison) bestimmt Angebot von Waren aus früheren Be Garage zu verm. 77S3v Großgarage am Aulweg Mietgesuche I (LichtspielhausGießen I Noch 2 Tage, heute Samstag ■ und morgen Sonntag: ■ Greta Garbo in; Königin Christine die Krone aller bisherigen I Tüchtiger, seriöser u. möglichst branchekundiger MMeiler von bekannter westdeutscher Tuchfabrik für den Auhendienst gesucht. Wir vergeben für den dortigen Platz u. Bezirk unsere Vertretung zum Besuche v. Privatkundschaft. 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Plätze für erstklassige Fahr- und Schaugeschäfte, schieß- und Verkaufsbuden (letztere in beschränktem Umfange) werden im Wege schriftlichen Angebots vergeben. Bedingungen nebst Angebotschein sind im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 18 — erhältlich. Dort sind auch Angebotscheine bis spätestens zum 5. Februar 1935 einzureichen. Der Markt ist in der Zulassung von Geschäften ein beschränkter Markt. Grundsätzlich werden nur die Geschäfte (auch Spezialisten) zugelassen, die sich rechtzeitig um Plätze bewerben und die Zulassungsgenehmigung vor Beginn des Marktes schriftlich erhalten haben. Die Vergebung der Plätze geschieht nur durch uns. Eine Verlängerung des Marktes findet nicht statt. Interessenten für die Uebernahme des Fahrrad-Abstell-plahes wollen sich ebenfalls bis zum 5. Februar 1935 bei uns melden. 7723c Gießen, den 29. Dezember 1934. Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister. Oeffentliche Mahnung. Das 4. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Provinzial- umlage einschließlich Sondergebäudesteuer 1934 wird hierdurch zur Zahlung bis 7. Januar 1935 einschließlich gemahnt. 7745C Nach Ablauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner. Bei den Steuerzahlungen werden die vorgeschriebenen Verzugszinsen erhoben. Gießen, den 29. Dezember 1934. Stadtkasse Gießen. | Vereine | Liederkranz- Seiterleit 1.1.35: f 06054 Jrühschovvcn »im Sckivkavatz. 6ifent).-$oör- OeamL Beteln Sonntag,30.12., nachm. 4 ttbr, findet im Ber- einslokal „Stadt Wetzlar unsere diesjähr. (7755D Weihnachtsfeier m.Kinderbefche- rung statt. Wir bitten alle dienstfreien Kollegen mit Familien stch recht zahlreich zu beteiligen. Ter Beremsfübrer. 3l!0. Sm an die Kasse zur Verausgab, von Eintrittskart, für Silvester gesucht. Näheres Tele- Vbon 3928. Q6060 LnmMW für Kantine gesucht. (06066 Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 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Oie Wett an -er Jahreswende. 303 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) an. it i J|o :g'm die Fundamente untermauernd. 3: außenpolitischen Denken Polens ' «beschränkte Selbständigkeit der pol- H it e n Außenpolitik durch einen weithin mimachM ramts 0w 3r außenpolitischen Denken Polens stehen sich eih 318 die beiden „Lager" der National- )«:nit r a t e n einerseits und der P il sud s ki- ia*9K ipolen aus eigenen Füßen. Won unserem W.St-Verichiersiatter. (fhchdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) 9]: Fanfarentönen hat das Jahr 1934 in Polen V b tarnten: am gleichen 26. Januar wurde das immen mit dem Deutschen Reiche ttne „Nichtanwendung von Gewalt" unter- — und nahm der Sejm die Grund>n für eine neue Verfassung D' it cm ohne Einholung der Pariser Zustimmung zerlassenen deutsch-polnischen Vertrag wurde sichren Staatsakt endgültig erwiesen und da- n t ias innere Recht zur erstrebten Großmacht- stetlqg untermauert; durch den Entschluß zum N'iRT der Verfassung wurde die innerpolitische Alb eingeleitet, die das 1926 begonnene Werk ßHfrffis krönen soll: die Niederlegung der Ueber- ■e paes zerrissenen und zersplitterten Parlaments- urD ^Parreienstaats zugunsten eines kraftvollen 5 ta ungefüges, in dem die Regierung regiert, der V per in soldatischer Tugend ihrer Fahne folgt uriö :er Wille des vom allgemeinen Vertrauen ge° Tilg en Führers nicht nur entscheidet, sondern alle irbtr des Landes aus ihrem eigenen Willen heraus inter sich weiß. Polen hat zielbewußt über vi ilkHemmungen hinweg den im Januar einge- schia-nen Weg fortgesetzt — außenpolitisch rascher urt)d)tbarer, innenpolitisch bedächtiger: dort einen V rei 7 neben dem anderen errichtend, hier noch !l !»: ä n g e r andererseits unvereinbar gegenüber, i) i i| f d) l a n b , der Erbfeind, gegen den Front zu r «men ist, oder Rußland, der Erbfeind der io tuchen Unabhängigkeit — war die trennende 51 :a im Kriege und in der ersten Zeit nach dem xiii-e.. Das ist heute Geschichte; die Alltagspolitik >e j die europäische Völkersamilie eingetretenen SlLtts kann nicht mit so scharfen Formeln und »hiLil Einseitigkeit auskommen. Die „Ost-, oder ientierung" ist in der polnischen Praxis als !LrLwndes der beiden polnischen Lager zurück- geurcrn; an ihre Stelle trat auf der einen Seite de t :unsch, gesichert im Schatten des fran- Izii sichen Titanen die eigene Staatlichkeit auf r französischen Bajonette zu stützen — auf be r aderen Seite der „G r o ß m a ch t g e d a n k e" an c'.:en Staat, der stark genug ist, sich selber zu stchüitz.i. Das „andere Frankreich" zu sein, nicht Vcist im Sinne der Unselbständigkeit, aber doch im: (inne des Lehnsmannes, der nur in der getreu! ,)en Gefolgschaft des Großen sich gesichert sie Asiöhen die Nationalisten als Polens AüHme — die ihrer eigenen Kraft wegen als Volksgenosse geschätzte und begehrte Macht zu sei 7i i e Großmacht des nahen Ostens art (Stelle Rußlands im europäischen K üvni ert, ist nach Auffassung des anderen La:.c - die geschichtliche Zukunftsrolle des wieder- erfifcienen Polenstaates. ^°>kn toi-, Wöj Südweivr vkklweni, */, lOl'iR ^obaiwisbkvj . Lüer K ‘tnbttrincn dÄ Pfund bot *** l^rdbew Naji bnheflaäjfen« tW M alnlbontr.27 A 6t», !:2MMvotbeke den gegen UM w.durldPaerZl-a !i Gießen, Smerck für < bewerbe Hin nemrtm.miM i?öfl taJIÄn trieben MeV sf 1935. 9 des NechM trb, in der Wi vlörz 1932 iM inmrvettanf 1!®'• ■§ ^noeMvnlK inaar. das iß ir ~ i darf diese Einstellung nicht außer Acht las- fer i,: cnn man Polens Politik verstehen will. Im R! i ci:i(f auf das letzte Jahr kann man dann festste M 1934 brachte d i e endgültige Ent- f du Dung im Ringen um die „Rolle" Polens, da'»Äh widersviegelt in seinem Verhältnis zu $rioreid). Der Ausgleich mit Deutschland, der Be- gu n1 einer Politik ' der Verständigung und des friedlichen Nachbarlebens mit dem Reich bedeutet trotz allen Lärms französischer Zeitungen und trotz allen Entsetzens der polnischen Nationalisten keine Abkehr vom französischen Bündnis, sondern d i e Klärung der Stellung zum französischen Bundesgenossen. Aus dem „jungen Staate", dessen Aufgabe und Existenzberechtigung nach französischer Ansicht nur die „andere Seite der Zange um Deutschland" war, ist ein polnischer Staat geworden, der nicht mehr französische, sondern polnische Politik macht — aus der französischen „Filiale an der Weichsel" wurde eine Macht in Osteuropa, die nicht das Echo von Paris ist, sondern die eigene Stimme hören läßt. Aus dem Gefolgsmann auf alle Fälle wurde der Partner "von Fall zu Fall. Diese Entwicklung hat nicht erst 1934 begonnen, aber sie ist 1934 abgeschlossen worden. Die Entschärfung und Entspannung der deutsch-polnischen Beziehungen räumte das stärkste Hindernis beiseite und wurde ein Markstein in der Entwicklung. Dem deutschen Vertrage Polens folgte der russische; der Anerkennung Polens als Großmacht durch die Sowjetunion (ausgedrückt in der Entsendung von Botschaftern) folgte die Anerkennung durch das Reich. Die Aufkündigung des Minder- Heiten-Vertrages als „letzte Fessel", die gegen die nationale Ehre ging, schloß den Kreis. Und wenn vor nicht sehr langer Zeit Frankreich in osteuropäischen Fragen Polen in alter Gewohnheit glatt als gleichgerichtet in Rechnung setzen konnte, so zeigt das ausklingende Jahr Frankreich in lebhaften Bemühungen um die Zustimmung Polens zum Ostpakt und in gespannter Erwartung auf die Antwort Polens, das — dem eigenen Interesse folgend — selbst entscheiden kann, ob es Frankreichs Pläne im Osten unterstützen oder hemmen will. Das kommende Jahr beginnt für Polen mit der Frage, ob es angesichts des Moskauer Liebeswerbens um ein Bündnis mit Frankreich seine eben errungene Stellung als gesuchter Verbündeter behaupten wird. Es kann der Klärung der Lage in Ruhe entgegensehen, da es die eigentlich polnischen Ost- und 'Westfragen für geraume Zeit geregelt hat. Die Regelung nach Westen, im Verhältnis zu Deutschland, bringt Polen gleichzeitig in die erwünschte Lage, daß es eine Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland nicht mehr als Bedrohung der eigenen Geltung zu fürchten braucht. Anzusnedenheil in der Tschechoslowakei. Von unserem A o.-Berichterstatter. Prag, Ende Dezember 1934. Als die Tschechoslowakei im Jahre 1918 von Frankreich geschaffen wurde, bekam sie als Angebinde die sudetendeutschen Industriegebiete, die zuvor der Versorgung eines Staates von 56 Millionen Einwohnern hatten dienen können und darüber hinaus einen recht lebhaften Ausfuhrhandel in alle Staaten der Welt betrieben. Wenn diese Konjunktur nach Kriegsende auch noch einige Jahre anhielt, so war doch vorauszusehen, daß sie an dem Tage aufhören mußte, wo der neuentstandene kleine Staat mit kaum 15 Millionen Einwohnern mit Jndustrieerzeugnissen gesättigt war, und das Ausland dazu überging, sich selbst zu versorgen. So ist es denn auch gekommen, und heute arbeitet kaum noch ein Viertel der alten Jndustriestätten. Planmäßig hatte die tschechische Regierung in ihrem Staatsgebiet neue Industrien geschaffen, aber dieser nur zu dem Zwecke unternommene Versuch, der sudetendeutschen Industrie das Wasser abzugraben, ist kläglich gescheitert. Wie jene, so gleicht auch heute die neue tschechische Industrie einem Trümmerhaufen, und weil der Staat dadurch Einnahmen verloren hat, die sein Lebensquell waren, muß er heute über seine Kräfte Arbeitslose erhalten. Würde sich das nur auf die Industrie beziehen, so wäre es schließlich für die Tschechen noch tragbar, deren Stärke — da sie in der Ebene wohnen — seit jeher die Landwirtschaft gewesen ist. Aber es gibt auch eine Agrarkrise, weil an eine Ausfuhr tschechischen Getreides oder des „weißen Goldes" aus Rübenzucker nicht mehr zu denken ist. Die Inlandspreise sind mittlerweile so tief gesunken, daß der Bauer kaum noch die Gestehungskosten herauswirtschaftet, so daß Verschuldung und Elend auch in der tschechischen Landbevölkerung eingezogen sind. Das neugeschaffene Getreidemonopol trägt nichts zu ihrer Zufriedenheit bei, denn es verhindert im Augenblick nur, daß infolge der Mißernte des letzten Jahres die Preise wieder ihre normale Höhe erhalten. Das muß man wissen, um erklären zu können, weshalb nicht nur bei den Minderheiten, sondern auch im tschechischen Staatsvolk d i e politische Unzufriedenheit zugenommen hat. Im großen und ganzen kann man zwei große politische Strömungen unterscheiden: die eine glaubt, die Schuld an der Verschlechterung der Lage trage die Demokratie, die man durch ein autoritäres System mit Ueberantmortung der Herrschaft an die Tschechen und Slowaken ersetzen müsse. Die anderen meinen, man müsse die augenblicklichen politischen Verhältnisse zu erhalten trachten. Man könne das aber nicht anders tun als durch — allerdings in gesetzlicher Form angewandte — Gewalt. Auch in der Tschechoslowakei macht sich eine immer stärkere Entwicklung nach rechts bemerkbar, und es ist auszurechnen, wann die Marxisten auch hier endgültig ausgespielt haben werden. Die Lage der Sudetendeutschen wird durch diese innerpolitischen Auseinandersetzungen zunächst nicht unmittelbar berührt. Sie hatten bislang keinen entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung der Dinge und werden ihn wohl auch in absehbarer Zeit wenigstens nicht gewinnen. Daß sie, wie die Ereignisse an der Prager deutschen Universität unlängst zeigten, im entscheidenden Augenblick den Mut zum Widerstand finden, auch wenn unter den gegebenen Verhältnissen keine unmittelbare Aenbe- rung dadurch herbeizuführen ist, ist erfreulich. Es ist zu hoffen, daß der sudetendeutsche Versuch, die noch in manchen Fragen auseinanderstrebende Politik des deutschen Lagers zu vereinheitlichen, erfolgreich sein wird. Denn nur der geschlossene Einsatz der gesamten sudetendeutschen Kräfte könnte den ihrer Stärke gemäßen Einfluß erringen. Daß Dr. Benes ch, der seit 16 Jahren über die Außenpolitik der Tschechoslowakei souverän entscheidet, alles tut, um den bereits angedeuteten Umbruch hinauszuschieben, ist bekannt. Benesch kennt nichts anders als die Verewigung der Friedensverträge aus den Pariser Vororten. Indem er stur die Ueber- zeugung vertritt, daß nur Frankreich den Bestand der Tschechoslowakei sichern könne, weil es an der Wiege dieses Staates in Versailles Pate ge- Samstag, 29. Dezember 1954 standen hat, geht er außenpolitisch mit ihm durch Dick und Dünn und macht die radikale Polittk eines Barthou ebenso gehorsam mit, wie die gemäßigtere des Herrn Laval. Es ist sehr fraglich, ob nach innerpolitischen Veränderungen für Dr. Benesch noch Be- täUgungsmöglichkeiten auf seinem alten Posten vorhanden sein werden. Allerdings darf nicht verkannt werden: ob ein neuer, bann voraussichtlich tschechisch - agrarischer Außenminister die Kraft haben wird, den Staatswagen aus den ausgefahrenen Geleisen der Außenpolitik der letzten 16 Jahre herauszubringen und zu erkennen, daß die einzige wirkliche Sicherung des tschechischen Staates und seines Volkes die V e rs ö h n u n g mit den Deutschen nach innen und außen ist, muß abgewartet werden. Ungarn laviert Von unserem v.H.-Äerichierstatter. Budapest, Ende Dezember 1934. Das Jahr 1934 war für Ungarn ereignis- und gefahrenschwer wie wohl feit 1918 fein J-Hr der Nachkriegszeit. Innere und äußere Spannungen bedrohten Frieden und Existenz des Landes, namentlich feit dem 9. Oktober, dem Tag von Marseille. Der Spruch des Völkerbundsrats, der sich mit der südslawischen Klage gegen Ungarn zu befassen hatte, hat nun zwar zunächst die unmittelbarsten Gefahren gebannt. Latent aber besteht der Konflikt, in den Ungarn ohne eigene Schuld durch das Pariser Vorortdiktat geraten ist, weiter. Man hat sich eben in Genf nach bewährten Methoden wieder einmal damit begnüat, an den Symptomen herumzukurieren, statt den eigentlichen Ursachen zu Leibe zu gehen. Tatsächlich ist ja der südslawisch-ungarische Streit nur ein Teilproblem der südosteuropäischen Gesamtlage, die auch heute noch entscheidend bestimmt wird von den Großmächten. Seit Jahren baut sich d i e i t a 1 i e n i s ch e Politik mit aller- bings wechselnbem Erfolg ihre Position im Süd- offen Europas aus. Bubapeft und Wien bilden heute die Hauptstützpunkte der italienischen Südost-Politik. Militärisch-strategische wie große wirtschaftspolitische Interessen berühren sich hier aufs engste. Solange die Vorherrschaft an der Adria und der Drang nach dem Südosten das als lebenswichtig empfundene Ziel des faschistischen Regimes bildet, ist für Italien die Freundschaft mit Oesterreich und Ungarn zwangsläufig.Die natürliche Gegnerschaft Südslawiens macht es für Italien dringend erforderlich, die strategische Sicherung eines Durchmarschweges durch Oesterreich und Ungarn in der Hand zu haben. Folgerichtig sucht sich daher Italien seit 1926 den maßgebenden Einfluß in Budapest ebenso wie in Wien zu sichern. Was Rom dem ungarischen Volk bisher zu bieten hatte, war allerdings kaum mehr als eine moralische Unterstützung der traditionellen ungarischen Revisionsforderungen. Wirtschaftlich blieb die italienische Unterstützung trotz des Rom- Paktes auf theoretische Zusicherungen beschränkt. Trotzdem bedeutet für Ungarn die italienische Freundschaft heute Hilfe und Stärkung. Die ungarische Außenpolitik ist in ihren Zielen durch den Trianon-Vertrag gegeben. Die ungarische Revisions-Parole ist und bleibt der Inhalt einer jeden ungarischen Außenpolitik. Die Gegnerschaft der Kleinen Entente ist damit gegeben, und ebenso zwingend die Notwendigkeit, Hilfe und Unterstützung bei den europäischen Großmächten zu finden, deren Einflußbereich in den südost- europäischen Raum hineinreicht. Bisher waren es Frankreich und Italien, die sich hier den ersten Platz streitig machten. Seit der deutsch- polnischen Verständigung ist Deutschland im Südosten in den Kreis der rivalisierenden Großmächte eingetreten. Die geschickte, deutsche Handelspolitik hat Deutschland eine feste Position im Süd- often gesichert. Die ungarische Politik begriff sofort diese Entwicklung und suchte in engere Verbindung erkauf Darf muh also M itxgt werde ii. frnb als its unerheM' x aufmeift t LeranstaM' toi angegeben» nife gellen # urverlaus l6 Vilteiw^ 14 niWfn*1 r als Hfl w-4-E ra von Ä *r,uÄ': I <»**!>’ iffl " MX Vi X1 2 Das Jahr des Heils. Von Will Scheller. 1 Db:i ehe für den kleinen Julius die Zeit cmge- 6rrtcä i war, daß er täglich in die Schule gehen un :2. (en und schreiben mußte, hatten die Buch- fia.iWrj schon eine seltsame Anziehung auf ihn aus- gctüti greilid) nicht so, als ob ihm besonders viele Bi!W zu Gesicht gekommen wären! Bücher, nein, biet gib es eigentlich nicht in seiner Welt außer beim deren prächtig verzierten Einband einmal cirrn urstohlener Blick in der „guten" Stube zu seh y.-geglaubt hatte, als die Mutter in dem sonst vennypss'enen Schrank etwas holen mußte; und da wcm! irr kleine Julius dazugekommen. Nein, Buch- ftaür das waren Gesichter, wie sie ihm die große UeeÄchrift der Zeitung schnitt, wenn er mit immer ne inrUBeriüunberung den Vater über dieses Papier geifäd sand und ihn dann nicht stören durfte. Wltmüer dann mitunter, wenn ihn gerade niemand bei iL)-r Hand nahm, das inzwischen abgelegte Papi. L, ^trachtete, ging er mit dem Zeigefinger den frnir.r .en und eckigen Zeichen nach und versuchte, fidijo tt jedem von ihnen eine eigene, innere $or= ftdürq zu machen. Denn es war für ihn ausge- mca:t daß in diesen dicken Linien, die dann oft roincb mal unbegreiflicherweife ganz dünn verlie- feri 2:ng. n, Nasen und Münder angedeutet wären, biet bt^j noch einmal zu reden anfangen würden, ©r ie te nur noch nicht, das wußte er, den Zau- be irhstssel gefunden, um diese Rede, die die Großen so in ad) zu verstehen schienen, richtig vernehmen unrJci dem Fratzenspiel der Buchstaben die rechte fii i: -mpfinben zu können. hi stand er auch vor dem bunten Kalender, der amh- Wand hing, und dessen Blätter an einem so i:crn, mit verschörkelten Buchstaben versehenen (51 ?ßappe festgemacht waren. Auch die Zahlen kn "t ihm wie Gesichter vor, und er sammelte die ab o ssh'enen Blätter, um sie nach einer Willkür zu or ic , die ihm zuweilen den Kopf heiß und ihn bar- lachts unruhig schlafen machte. Deshalb war er,er nach einem Osterfest endlich zur Schule gi in Lein gedrucktes Buch im Ranzen, sehr ent- täi iiip.. als er zuerst Buchstaben lernen mußte, die er : vjh gar nicht kannte, und blieb im Innersten uniiDJlbig, bis der Lehrer ein gedrucktes „S" auf büßLifef malte, womit endlich die Tür entriegelt writtc durch deren Schloß der kleine Julius schon so ziqe und so neugierig geblinzelt hatte. Auch die Zc ii.'fei der Zahlen war ihm inzwischen bekannt ge irr «en, und so machte ihm die Schule von nun an 8 :i I mehr Vergnügen als zuvor. Ja, er freute fiel üjn voraus auf den nächsten Tag, weil ihm der einen neuen gedruckten Buchstaben versprach; und I selbst der Schulweg schien ihm immer erquicklicher, | weil ihm die Auslagen der Läden, vor denen er oft stehen blieb, um so mehr zu erzählen wußten, je mehr Buchstaben er zu entziffern gelernt hatte. Natürlich war ihm der Buchladen von allen der liebste, weil es in seinem Schaufenster die meisten Buchstaben gab. Mittlerweile war es wieder einmal Winter geworden, und in dieser Zeit geschah es, daß den kleinen Julius ein Buch dieses Ladens geheimnisvoll fesselte, das, in der vordersten Reihe des Fensters ausgelegt, mit seinem buntbebilderten Umschlag ihn sogleich an die biblische Geschichte erinnerte, obwohl er andererseits wieder nichts damit zu tun zu haben schien. Es war da geschildert, wie Menschen mit fremdländischer Tracht weit dahinzögen und so, als nähmen sie einen feierlichen Weg über die ganze Erdkugel hin, und mit schimmernden Schätzen beladene Tiere, Elefanten und Kamele, zogen den gleichen Weg, und jemand saß auf solch' einem Tier, und ein prunkvoller Kasten war um ihn herumgebaut, und ein seltsames Zwielicht lag über diesem Bild, und in dem befremdend dunkelblauen Himmel darüber strahlte ein großer Stern, lieber diesem Bilde aber stand etwas in festlich verzierten Buchaben, und der kleine Julius hatte mehrere Tage zu tun, um sich darüber klar zu werden, daß dieses Buch ein Kalender sei — das Ungewöhnliche, ja, geradezu Erschreckende an dieser lieber» schrift indessen aber war, daß zwischen dem Wort Kalender und der Zahl des kommenden Jahres zu lesen war: „Für das Jahr des Heils". Das hatte der kleine Julius nicht erwartet. In Wahrheit war es ja immer so gewesen, daß er Herzklopfen bekam, wenn morgens vor Beginn der ersten Schulstunde das gemeinsame Gebet gesprochen wurde. Gewiß, auch zuhause mußte er beten, jeden Abend, vor dem Einschlafen, das ohne Beten ja nicht möglich gewesen wäre, aber das war immer etwas Vertrauliches, als ob der liebe Gott so recht gemütlich zu seinen Worten lächelte. In der Schule aber, wo weder der Vater noch die Mutter dabei und gar nichts Vertrauliches war, dünkte ihn die Miene des lieben Gottes, wie er ihn sich vorstellte, gar nicht mehr so gemütlich, kein Wunder, wo es so viele waren, die zu ihm beteten. Das war überhaupt, wenigstens der Biblischen Geschichte nach, gar keine so einfache Sache mit dem lieben Gott, der ohne Zweifel mehr Macht hatte als die, den kleinen Julius, die Eltern, das Trinchen in der Küche und Tanten und Onkels zu beschützen, worum er ihn allabendlich zu bitten gewohnt war. Das Kalenderbild in dem Buchladen stellte jedenfalls, das schien ihm gewiß, etwas Aehnliches dar, wie er es in der Biblischen Geschichte gehört hatte, und wenn es auch nicht das gleiche war, so dünkte ihn die Anwesenheit des strahlenden Sterns am Abendhimmel als ein Zeichen, daß der liebe Gott etwas damit zu tun hatte. Das Unheimlichste aber waren die Worte vom Jahr des Heils! Das konnte doch nichts anderes bedeuten, als daß das nächste Jahr etwas ganz Großes bringen würde, etwas, das die ganze Erdkugel anging und worin der liebe Gott etwas ganz Außergewöhnliches beschlossen hatte? Der kleine Julius empfand heftiges Herzklopfen, als er sich hierüber klar geworden war. Weihnachten war nahe. Das Christkind, dessen Anwesenheit in der „guten" Stube in diesen Tagen eine Stimmung ausstrahlte, die um so beängstigender war, als es so völlig unsichtbar blieb, würde, wie immer, schöne und glänzende Gaben bescheren. Die ganze Wohnung würde, wie immer, nach Tannen und Backwerk duften und nach Bratäpfeln. Aber eins würde anders fein: daß wenige Tage später ein Jahr beginnen sollte, das ein Jahr des Heils werden, ein Jahr, in dem der liebe Gott den ganzen Kalender regieren würde. Der kleine Julius fürchtete sich ein wenig vor diesem Heil. Es war ihm, als wäre es im Begriff, ihn zu verschlingen, als müßte dieses Heil so ungeheuerlich werden, daß es kleine Jungen wie ihn einfach wegfegen würde von der runden Erdkugel. Denn er stellte sich ein Heil, das ein ganzes Jahr bestimmen würde, wie einen Sturmwind vor, vor dessen Gewalt nur das Starke und Mächtige bestehen konnte, vielleicht aber auch das nicht einmal. Je näher der Jahreswechsel kam, um so unruhiger wurde sein Herz. Er wagte nicht, den lieben Gott im stillen zu bitten, das Heil, das er für das neue Jahr vorgesehen hatte, ein wenig aufzuschieben, bis er größer geworden wäre. Denn was da oben im Himmel geplant war, das war gewiß gut und herrlich. Weihnachten war ja nun auch wieder so schön gewesen, daß er sich geradezu schnöden Undanks schuldig gemacht hätte, hätte er noch einen Wunsch geäußert, geschweige einen, von denen er fürchten mußte, den Zorn des lieben Gottes und aller Gutgesinnten heraufzubefchwören. So kam der verhängnisvolle Tag heran. Der kleine Julius wurde, wie immer, ins Bett gepackt, aber er umarmte die Eltern beim Gutenachtkuß noch inniger als sonst, denn sie würden ja das Jahr des Heils zuerst erleben, und wer weiß, was ihnen dabei geschah! Merkwürdig nur, daß sie auch kein Wort darüber geäußert hatten... Heber solchen Gedanken schlief er ein. Aber als er erwachte und sich die Augen rieb, glänzte der Schnee genau so funkelnd in der Wintersonne wie gestern, und auch an Vater, Mutter und selbst an Trinchen in der Küche war nichts Besonderes wahrzunehmen. Beim Mittagsbrot, zu dem, wie stets am Sonntag, Wein I getrunken wurde, tarn Onkel Karl und mackste seine Witze, die durchaus nicht zu der Feierlichkeit paßten, die der kleine Julius vom Jahr des Heils erwartet hatte, — aber der Tag war ja noch nicht vorüber. Im Garten hatte Onkel Karl einen Schneemann aufgebaut, und der kleine Julius durfte ihn und den Onkel mit Schneebällen werfen, aber das war schon im vorigen Jahr so aewesen, und auch sonst ereignete sich nichts Ungewöhnliches, und so sank die Spannung, die ihn nicht ahne etliche Pein erfüllt hatte, langsam in sich zusammen. War er enttäuscht? Er wußte es nicht. Eine Erleichterung war da, sie ließ sich nicht leugnen, und doch, er empfand zugleich eine Leere in seinem Gefühl. Hatte der liebe Gott in seinem Herzen gelesen, daß er Angst vor ihm hatte, und deshalb — ? Nein. Das glaubte er nun doch nicht. Aber als die Ferien aus waren und er wieder an dem Buchladen vorüberkam, war der Kalender verschwunden; es lag ein anderes Buch an feiner Stelle, und ihm war, als könnten die Buchstaben, mit deren Erlernung er ja noch nicht fertig war, noch einen anderen Sinn verborgen haben, als den, der ihn tief bewegt hatte. Ja, fo fiel ihm plötzlich ein, als hätten sie überhaupt mehr als nur einen Sinn! Dennoch war er weit entfernt zu ahnen, daß ihm gerade jetzt das Hei! dieses Jahres widerfahren, die erste Erkenntnis feines Lebens nämlich, aufgegangen war. Das telefonische »Fräulein llhr^. Die Teilnehmer des Stockholmer Fernsprechamtes sind darüber entzückt, daß sie sich jetzt nur an „Fröken Ur" zu wenden brauchen, wenn sie genau fast auf die Sekunde die Tageszeit erfahren wollen. Eine entzückende Frauenstimme gibt ihnen Auskunft, und zwar ohne jede besondere Verc-Ütung. Nur der Anruf wird natürlich berechnet. Die Sprecherin ist jedoch fein lebendiges Wesen, sondern die Zeitansage erfolgt durch eine Einrichtung, die aus einer elektrisch kontrollierten Uhr und einem durch Lichtzellen betätigten Grammophon besteht. Wenn der automatische Fernsprecher den Teilnehmer mit „Fräulein Uhr", wie der Apparat genannt wird, verbunden hat, bann leuchtet bas Zifferblatt an ben brei Stellen auf, an benen bie Stunbe, bie Minute unb bie Sekunbe angezeigt werben. Der Lautsprecher bes Grammophons gibt bann bie Zahlen in ber richtigen Reihenfolge roieber. Wenn es z. B. 14 Minuten unb 23 Sekunben nach 6 Uhr abenbs ist, bann sagt bie angenehme Frauenstimme: 18 — 14 — 20, benn bie Sekunbenzah! wirb auf die Zehner abgerundet. Vom Tage der neuen Einrichtung an ist diese außerordentlich beliebt geworden, unb die Nummer von „Fräulein Uhr" gehört zu denen, bie am häufigsten verlangt werden. Oesterreich: Leid und Tränen Von unserem Dr.A. «Berichterstatter. unendlich bitteres Weihnachten war dieses Das < zeln von mir überstrichen, einzeln in die Hürde ge- baukonstruktionen an der Te schoben. Wetzen, sag ich, dufte so gut, Kornbrot, München ernannt worden. fieren. Ein r ' Reval, Ende Dezember 1934. vergangene Jahr hat in der Außenpolitik Polen sind letzten Endes nur Äußerlichkeit»« berühren jedenfalls nicht den Kern der • Politik. die eiserne Schiebetür geschlossen, und die Glut verweilte. Nach einer Viertelstunde riß der Bäcker die Tür auf, stieß mit einem eisernen Haken in die Glut, rührte sie hin und her — ich dachte an den Teufel und an die Verdammten — und ließ sie vor seinen Schuhen niederfallen. Ich mußte Wasser darauf schütten, und nun dampfte und zischte es, und der Dampf fuhr in den heißen Rachen und zum Schornstein hinaus. Dann, wenn alle Glut verlöscht war, nahm der Onkel eine lange Stanae, an der ein nasser Lumpen schwang, und dieser Lumpen strich im Ofen hin und her und fegte die letzten Reste der Köhlcheck hervor und die Asche und putzte die Steinfliesen, daß die Brote sauber saßen. Jetzt erst wurden die Brote eingeschossen, diese runden, weichen Laibe, die, an der Lust getrocknet, von einer festen Haut umgeben waren. Liebreich faßte der Bäcker sie in Hand und Unterarm, einen jeden einzelnen auf den Schieber zu setzen und drinnen fein geordnet nebeneinander zu zeilen. Ein Erdöllicht, das seitlich in der Mauer brannte, beleuchtete den Backofen spärlich, aber genug. Vorn dran, gleich hinter der Tür, wurden sodann die Weißbrötchen gesetzt, weil sie zuerst ausgebacken waren und zuerst wieder herausgenommen wurden, immer sechs auf einen Schieber. Solange die Brote im Ofen waren, lief mein Onkel aufgeregt in Stall, Scheune und Haus umher, barfuß zumeist, ohne Hemd, und die mehligen Hofen wollten jeden Augenblick aus dem mehligen Gürtel rutschen. Aber bann, wenn er den Ofen aufbrechen konnte, wenn das Gebäck gebräunt und hochgewölbt da brinnen in ben gelben Strahlen ber Lampe faß, ba rieb er sich vor Freube bie Hänbe. Da klatschte er beibe Hänbe gegen meine Ohren unb hob mich am Kopf in bie Höhe, ba ließ er mich hineinfehen in die Hitze, da sagte er: Wem gehört das erste Brötchen? Dir! Ich hatte immer Angst vor der Hitze, erstens, weil die Bäcker gleich ben Häfnern kleinen Buben gern brohen: Ich stecke bich ba hinein, unb zweitens, weil meine Mutter oft und oft, wenn wir am Abend gemeinsam beteten, sagte: Und jetzt noch ein Vaterunser zum Heiligen Geist, bah er uns ben Verstand bewahrt. Denn meine Mutter meinte, die große Hitze des Backofens habe einem ihrer Brüder den Verstand genommen. Erst kamen die gelben Brötchen heraus, und ich stand mit einem Pinsel bereit und überstrich sie auf dem Schießer mit Zuckerwasser. Erst dann ließ der Onkel sie in den weißen Waschkorb purzeln. Ei, wie das duftete! Weizen und Wein bergen die besten Düfte. Dann erschienen die großen Brote, ein- Aus E st l a n b ist innerpolitisch kaum , Neues zu vermelden. Man hat sich im Bergan 5 Jahre bemüht und wird es wohl auch künf.! tun, sich aus ben Abenteuern ber litauischen ä herauszuhalten. So ist beachtenswert, bafe von Reval aus stets bestrebt gewesen ist, dem j ischen Partner gegenüber Polen und Deutiji Mäßigung anzuraten. den Ausbruch von Unruhen befürchten (affen Mit viel Geschick ist bie Regierung Ulmanis n? tätig gewesen unb hat burch eine braftiftkß setzgedung bie Lanbwirtschaft gestützt und d«-° buftrre, insbesondere durch Ausbau ber 3oü4! neue Möglichkeiten erschlossen. So bietet L^! an ber Jahreswende, vorn wirtschaftlichen punkt betrachtet, ein durchaus günstiges Bild» aufsteigenden Entwicklung. Wechnachten 1934 in Oesterreich. Hunderte unb aber Hunderte unbescholtener braver nationaler Männer sitzen hinter Kerkermauern, zum größten Teil mit den härtesten Kerkerstrafen belegt. Den Rebellen des 12. Februar ist es besser ergangen. Sie sind heute $um größten Teil in Freiheit. Die Strafen aber für die nationalen Kämpfer des 25. Juli gehen in ihrer Gesamtheit in die tausende unb aber tau» fenbe Jahre, ganz abgesehen von ben zahlreichen lebenslänglichen Verurteilungen; zahllose erschüt- ternbe Einzeltragöbien, über bie spater einmal noch ausführlich gesprochen werben soll, es gibt zahlreiche Familien, in denen alle Männer auf 10 und 20 Jahre in das Gefängnis geschickt wurden, ja Leid und Tränen dieses Jahres 1934 sind unermeßlich. Das also, was jeder gerecht und menschlich denkende Mann in Oesterreich für das nächste Jahr erhoffen und erwarten muß, ist, daß die Machthaber in Oesterreich einsehen lernen, daß sie in den Kämpfen des 25. Juli keine Verbrecher vor sich hatten, sondern Menschen, die für eine Idee gekämpft haben und dem Stärkeren ehrenvoll unterlegen sind; daß also Milde in das Herz derer einziehe, denen das günstigere Geschick alle Macht, Ehre und Stellung in die Hand gegeben hat, und daß sie die Kerkertore öffnen, hinter denen hunderte unglückselige Herzen schlagen. Hinter dieser Hoffnung, hinter dieser Erwartung bleibt alles andere zurück. Denn wir wissen, daß auch dieser Staat sein Schicksal erfüllen muß nach dem ewigen inneren Gesetz, das in aller Entwicklung von Menschen unb Völkern steckt. Diesem Gesetz kann sich niemanb entziehen, biefes Gesetz kann ntemanb widersinnig abbiegen. Und wir wissen, daß diesem Oesterreich am Ende nur ein deutsches Schicksal beschieden sein kann! Das Jahr 1934 hat Lettland ben autoritären Staatsgedankens gebracht. Die u rnentarifche Mißwirtschaft unb ber verantwort lose Kuhhandel der Parteien wurden im MaiÄ' eine verantwortliche : A 1 sÜhrung unter Le --------UH wat. ; ? autoritäre Stq r Leitung des Ministerpräsftv,. Karl U l m a n i 5 abgelöst. Um bas Land vor Katastrophe zu hüten, verkündete ber Präsident, gestützt von ber Armee, am 15 jS ben Kriegszustanb unb verbot bem Parlamen t ben politischen Parteien jede weitere Betör, weil die Zuspitzung ber innerpolitischen Verhö 3 ben Ausdruck oon Unruhen befürchten Skandinavien. Von unserem B -Berichterstafter. Kopenhagen, Ende Dezember Das vergangene Jahr hat mit seinem Wirk'» litischer Ereignisse bie skandinavischen Lände: ihrer politischen unb wirtschaftlichen Ruhe t» scheucht und sie zettweise bis fast an den RanL, Strudels gezogen. Man war von der aügen^ Kriegsneroosität so erfaßt, daß wochenlang fa|i 4 lich in den schwedischen und dänischen $eifa» ber Rechten Pläne über ein bündnisähnliche- f samrnengehen der Streitkräfte diskutiert tun. Ihren sichtbaren Ausdruck sollte diese Allia^. einer gemeinsamen Befestigung L, Oeresunds finden. Kanonen, die etwa an r schwedischen Küste des Oeresunds ausgestellt & ben, könnten bequem bis Kopenhagen schießen , biefem Stadium griffen die verantwortlichen j r, fer ein. Der außerordentlich geschickte bärh Staatsminister Stauning, ber außenpolitile ner Nation große Dienste geleistet hat — über ? Bewährung auf innerpolitischem Gebiet wirb Kreis der für diese Frage allein zuständigen H sch en Parteien eine heftige Diskussion geführt- klärte mit Nachdruck, daß von dänischer 6M c ■ der eine militärische Befestigung-,,, Oeresunds noch ein Bündnism ^7; komme. Im gleichen Sinn äußerte sich-er schr , bische Staatsminister, unb der n 0 brauchte zu dieser Frage nicht erst gehörigr: den. Die Spannungen zwischen NormM Dänemark sind seit dem Grönlandstreit noch si so ausgeglichen, als baß ein solches Them nur erörtert werden könnte. Die wieberholten 7- grammatischen Erklärungen der skandmMd Staatsführer können aber ihrer Tendenz nai einem Wort zusammengefaßt werden: 9teur: l i t ä t Daß Schweden, Dänemark und Norweger ■ vergangenen Jahr sich starker als je um eine Ü befferung unb Mobernisierung ihrer militant Kräfte bemüht haben, kann nicht die Ehrlichkcr Neutralitätswillens in Zweifel ziehen. Tenn” bie Verhältnisse nun einmal in Europa liegen :> hört zur Aufrechterhaltung der Neutralität cf Umständen eine ft a r f e Waffe. Es ist kfrrir wahrfcheinlich, daß sich in absehbarer Zeit an fer Grundeinstellung ber brei skandinavischen £’!’ der etwas ändern wird, und man kann ruhig " zufügen, daß das im nationalen Durchbruch br: liche Finnland sich außenpolitisch durchaus'' fer Linie nähert. Es hat zwischendurch gewisses serenzen zwischen Dänemark—Schweden—Nom, gen einerseits und dem energischen Finnin- 0? Wien, Ende Dezember 1934. Man muß schon weit in der Geschichte Oesterreichs zurückgehen, will man ein Jahr finden, in dem die Ostmark von solchen Stürmen durchtobt war wie in diesem, das nunmehr ber Vergangenheit angehört. Heute rückschauenb erkennt man, daß oei beiden Revolutionen, die 1934 über das Land an ber Donau hinweggebraust sind, das Schicksal der Regierung an einem hauchdünnen Faden hing Unvergeßlich wird ber Eindruck bleiben, als drei Tage unb drei Nächte von den äußeren Bezirken Wiens entlang ber Wiener-Wald-Berge und bann besonders vom jenseitigen Donau-Ufer her d i e K a- nonen donnerten unb zu gleicher Zett der Sicherheitsdienst in ben inneren Teilen der Stadt von zerlumpten, rasch irgendwo aufgelesenen Burschen, denen man ein Gewehr in die Hand gedrückt unb eine rot-weiß-rote Binbe um den Arm gelegt hatte, versehen wurde. Jetzt rückschauend erkennt man den Ernst der damaligen Lage, weiß man, daß damals auch der letzte Schutzkorpsmann, Gendarm, Polizist und Soldat an ber „Front" benötigt würbe. Aus den Militärgerichtsprozeffen der letzten Monate hat man erfahren, daß aber auch bie nationale Revolution bes 25. Juli einen weit größeren Umfang gehabt hat, als man ursprünglich annahm In biefen Verhandlungsberich- ten tauchten Orte und Städte auf, von denen man bisher überhaupt nichts gewußt hat, daß auch dort die Macht von ben Aufständischen erobert worden war. Heute weiß man, daß nahezu ganz Kärnten unb große Teile der Steiermark im Besitz der Aufständischen waren unb daß bie Empörung bis tief hinein nach Oberösterreich unb hinauf nach Salzburg flackerte. Eine Reihe ber wichtigsten Paßübergänge war von den Rebellen besetzt, unb der Sturm bes Bundes- heeres auf ben Pyhrnpaß etwa, die Verteidigung des Annabichls bei Klagenfurt, die Kämpfe um St. Veit an der Glan, ber heldenmütige Widerstand der letzten Taufend auf dem Rabenstein werden in keinem Geschichtswerk über Oesterreich, wann immer und von wem dies verfaßt wird, fehlen. Diese heldenmütigen Kämpfer des 25. Juli würden auch selbst vor bem Urteil ihrer Gegner, den heutigen Machthabern in Oesterreich bestehen, hätte nicht der unglückselige Schuß aus ber Pistole Otto Planettas den wehrlos überraschten Bundeskanzler Dr. Dollfuß gefällt. Fragt man sich jetzt, wieso es trotz aller dieser Gefahren den Systemträgern des heuttgen Oesterreich gelungen ist, sich zu behaupten, so kommt man zu bem Schluß, baß zwei Umftänbe dafür in erster Linie maßgebend waren. Einmal die Tatsache, daß die Opposition gegen die Regierung in zwei Lager gespalten war, in das marxistische und in das nationale, daher jedes für sich in einen Kampf marschierte, indem es die ganze Staatsmacht sich gegenübersah. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung war bann aber auch der Umstand, daß infolge bes ungestört funktionierenden staatlichen Nachrichtenapparates, vor allem des Rundfunks, es gelang, durch ständiges Ausgeben günstiger Nachrichten die breiten Masten der einander. So gelangte Mitte September in Genf unter bem Namen „Baltischer Pakt" ein Vertrag zwischen Litauen, Lettlanb und Estland zur Unterzeichnung, der eine weitgehende politische Zusammenarbeit der brei Staaten festlegt. Der Pakt fußt auf bem bereits feit 1923 bestehenden estnisch-lettischen Bündnis, enthält aber die Einschränkung, daß die politische Zusammenarbeit sich nicht auf gewisse Sonderfragen erstrecken soll. Darunter sind — ein „Bonbon" für Litauen — das Wilna-Problem und dieMemel-Frage gemeint. Im November trat in Reval die erste Konferenz der Außenminister der drei baltischen Staaten zusammen, auf der bie Richtlinien festgelegt wurden, nach denen die balttschen Staaten ihre Interessen gegenüber den Großmächten wahrnehmen wollen. Ende April ober Anfang Mai kommenden Jahres soll in Kowno eine neue Zusammenkunft stattfinden, auf der sich erweisen wird, welche Bedeutung der Baltische Pakt hat. Mit echt östlicher Mentalität und der Zuversicht, daß es sich in seiner seit 10 Jahren vertretenen Anschauung über die weltpolitische Lage nicht getäuscht habe, schreitet Litauen ins neue Jahr. Das Jahr 1934 bestärkte dieses Land in seinem Glauben, indem es ihm neue Möglichkeiten bot, im Schatten der zahlreichen europäischen Spannungen alles zu tun, was ihm jeweils als vorteilhaft dünkte, ohne befürchten zu müssen, daß diesem Treiben von außen Einhalt geboten werben könnte. Durchaus beherrscht wirb bie litauische Politik von ber Memelfrage. Durch klägliches Versagen lassen bie Signatarmächte bes Memelstatuts bie Vernichtung ber Memelautonomie zu unb becken bannt gewissermaßen alles, was Litauen im Memelgebiet rechtswidrig unternimmt. Weil sie in biefer Beziehung mehr ober weniger auch keine reine Weste Haben, kümmern sich die Großmächte nicht um bie völkischen Minberheiten in Litauen, so baß Kowno mit seiner mittelalterlichen Auffassung vom Begriff „Souveränität" unter Ausnutzung ber internationalen Spannungen nahezu ganz unangefochten hanbeln kann. Alles anbere, wie Baltenbunb unb Verftänbigungsverfuche mit Der Backer. Von Molaus Schwarzkopf. Mein Großonkel war Bäcker, unb mein Onkel, genannt Mariä Himmelfahrt, war es auch. Das Backhaus ftanb nahe an ber Kirche; sicher hatte bafelbft einst ber ©emeinbebarfofen gestanden. Der Backofen heizte genau wie der Brennofen der Häfner Sommer und Winter das ganze Haus. Heber ihm lagen die Schlafstuben, links neben ihm bie Backstube, hinter ihm bie Wohnstube, bie gleich- zeitig Verkaufslaben war, rechts von ihm, durch eine Mauer getrennt, ber Kuhstall. Der Ofen würbe mit Wellen geheizt, bas sinb bie Aeste unb Zweige des Kiefernholzes, besten Stämme bie Häfner verbrauchten. Oft habe ich bie Wellen herbeigeschleppt, bie ber Onkel bann, ohne sie auf» zubinben, hinein in bie Flammen schob. Wie in einer kleinen Höhle sah es ba drinnen aus; Flamme loberte auf Flamme, Flamme sprang über Flamme, Flamme fraß Flamme in sich ein unb nahm sie mit zum Schornstein hinaus. Flammen bissen an ber flachen Decke bes Ofens umher, züngelten in bie ausgebrannten Mauerrihen zwischen ben schmalen Backsteinen unb liefen wie gebänbigt zum Kamin. War genug des Holzes abgebrannt, bann würbe ber baltischen Staaten eine greifbare Wendung gebracht. Man hat sich lange Jahre in ben neuen Oft» feeftaaten ber Hoffnung hingegeben, sie außenpolitisch auf England orientieren zu können. Daneben bestanden Absichten einer möglichst weitgehenden politischen Annäherung an Finnland und die skandinavischen Staaten, insonderheit Schweden. Die Stellungnahme Englands zu den kontinental-europäischen Dingen, bie in letzter Zeit immer beutlicher sichtbar würbe, unb wieberholte Ablehnungen oon schwedischer unb finnischer Seite, bas gutnachbarliche Verhältnis durch politische Abkommen zu vervollständigen, haben diese Hoffnungen freilich vernichtet. Daraufhin tauchte der Plan auf, bie Beziehungen zu Polen zu intensivieren. Als ber beutsch-pol- nische Ausgleich zustande kam, konnte man in ben Staaten bes baltischen Raums eine gewisse Abkühlung ber Einstellung zu Polen beobachten, bie ihre Erklärung in bem merkwürbigen Mißtrauen finbet, bas heute noch bei ben baltischen Staaten gegenüber Deutschland besteht und durch die französische unb russische Presse nicht unwesentlich geschürt würbe. Zu Beginn bes Jahres trat Sowjetrußlanb mit bem Plan einer Neutralisierung ber baltischen Staaten hervor. Als Litwinow, ber diesen Plan übrigens über ben Kopf der balttschen Staaten hinweg gefaßt hatte, bei Finnland auf Widerstand stieß, wandte er sich mit der Aufforderung an Deutschland, ben Bestaub ber Ostseestaaten zu garantieren. Da auch Deutschlanb unter Hinweis, baß ber Bestaub ber baltischen Staaten von ihm nicht bebroht unb infolgebesten auch nicht zu gewährleisten sei, die russischen Absichten zurückwies, suchte sich Litwinow auf bem Wege eines Ueberelnfommens mit Frankreich burch ben viel bisfutierten Ostpaktplan ben erwünschten Einfluß in ben baltischen Staaten zu sichern. Diesem etwas unheimlichen Liebeswerben ber Großmächte um bie Gunst ber kleinen Ostseestaaten entsprang ber Wunsch nach engerer Binbung unterfein, einen Ausgleich zwischen ben beiden Großmächten zu erreichen. Nur auf diesem Wege war für Ungarn eine Befreiung aus der Umklammerung der von Paris bestimmten revisionsfeindlichen Politik der Kleinen Entente denkbar. In der jüngsten Entwicklung des unaufhaltsamen deutschen Vordringens im Südosten bilden Budapest, ebenso wie Wien und Belgrad Stützpunkte von größter realpolitischer wie wirtschaftspolitischer Bedeutung. Gefühlsmäßige Bedenken und Schwierigkeiten, die sich aus der wenig glücklichen Minderheiten-Politik der Budapester Regierung ergeben, können hier nicht entscheidend sein. Gemeinsamkeiten ber Interessen, bie für Deutschland in der Verbindung mit Ungarn zweifellos vorliegen, Haden sich in der Geschichte stets als zuverlässige und sichere Bindungen ergeben. herausschießendes Auto gestört wird. Als Fahrer aber finde ich, daß sich Rom nicht richtig verhält. Jene stürmisch in die Lobhudelungsleier greifenden Kollegen sind augenscheinlich noch nie an einem regnerischen Abend in eine Vorstadt hinaus- ober etwa von Frascati her nach Rom hineingefahren, denn sonst würden sie nicht von einem Sieg der Autofahrervernunft, sondern von bem alles überwälti- genben Sieg ber römischen Radfahrer berichten. Natürlich kann man auch ohne Signalhorn fahren, wenn man immer unb überall den Fußgängern den Vorrang läßt, aber sich des Nachts zwischen ben zücht-, Internen« und bremsenlosen Radfahrern hin- durchzuschlängeln, das ist zu viel verlangt. Jetzt sind sie unumstrittene Herren der Straße, jetzt fahren sie links ober rechts vor, biegen plötzlich in die Mitte ber Fahrbahn ein, springen ab, wie es ihnen paßt. Das stumme Rom ist keine Erlösung, sondern eine ftänbige Gefahr. Und wenn die Hymnen versichern, baß sich der neue Verkehr ohne ben geringsten Un« fall abspiele, so sprechen die Unfallspalten auf der anderen Seite eine durchaus andere Sprache. Das große Experiment hat lediglich gezeigt, daß man ohne Lärm auskommen kann, nicht aber ohne Signalhorn, es fei denn, daß auch Fußgänger unb Rad- fahrer die Selbstbeherrschung unb Disziplin der Autofahrer aufbringen. Bevölkerung vor ber Unterstützung ber Aufständi- schen abzuschrecken, so baß biefe sich in Einzelkämp- fen aufrieben und ihre Zusammenfassung schließlich durch die rasch aufgebotene Exekutive verhindert werden konnte. Die moderne Technik, mit ihren raschen Beförderungsmitteln, ihren Möglichkeiten blitzschneller Nachrichtenübertragung, läßt eben Auf- ftanbsbilbungen, wie wir sie in früherer Zeit etwa zu ben Bauernkriegen ober auch später, erlebten, nicht mehr zu. Es wirb in Zukunft kaum mehr benfbar fein, daß sich Revolutionen empörter Volksteile gegen bie intakte Staatsmacht herauskristalli- mit Berlin zu treten. Jdeenmäßige Verknüpfungen mit bem jungen, nationalsozialistischen Deutschlanb unb bie trabitioneöen deutschen Sympathien des Reichsverwesers H 0 r t h y unb bes, aus ber Raffen- schützler-Bewegung hervorgegangenen Ministerprä- sibenten G 0 m b 0 s haben hierbei entscheibend mit» gewirkt. Die Orientierung der ungarischen Außenpolitik war feitbem daraus gerichtet, sich gleichmäßig die Freundschaft Berlins und Roms zu erhalten und damit ein Gegengewicht gegen die bisherige Vormachtstellung Frankreichs im Südosten zu schaffen. Die Zwischenstellung ber Regierung Görndös zwischen Berlin und Rom war in den letzten Monaten zweifellos mit gewißen Schwierigkeiten verbunben. Le- benswichttg mußte es für bie Budapester Regierung Hochschulnachnchien. . _ Professor Dr. Ernst Philipp, an der Universität-B erlin, ist zum £ Professor für Gynäkologie unb Geburtshus Universität Greifswalb ernannt woroe - Dem Professor Dr. Heinrich.Karten, orbinarius für medizinische Pottklinit an oersität München, wurden mit sofort^ Amtsbezeichnung und akademische a °) ordentlichen Professors verliehen. . r je Der Obtzringenieur Dr.(s er verbackte. Am dritten eines jeden v-e nats kam aus Darmstadt ber Mehlmann. schleppte die schweren Säcke zur Treppe Hera«!', ben Hausgang und stellte sie an der Mond entU'N hinter die Falltür, die in den Keller führte.■’ Wand voll besetzt, bann mußte er den "e" - - Sacke auf ben Speicher tragen. Aus ber ersten “ ber Kellertreppe standen das Hefefäßchen, dar v- dervoll duftete, und der Sauerteig. Ohne w , zähen, weißlichen Saft wäre bas Brot nicht geworben. Die Bauern, die zu Hause ihren r j einmehrten und „machten", holten in ‘ für drei Pfennig von diesem Saft. An Mchw. und an den drei hohen Feiertagen liefen tnr von Haus zu Haus, einzumehren und . „machen"; sie trug ba ein kleines Kratzeisens Hand, wie der „Gehste weg da hinten" sein ~ schüsfelchen, und ihre Hände waren gelbwei» Brezeln, Lebkuchen, Anis und Buttergeb altere brachte das Christkind, unb die Backer tun» Herrlichkeiten nicht vorm Fest sehen (affen- l f kuchen waren herzförmig mit entzückenden nungen, die Brezeln geflochten wie TtaW m und bie „Bobbe , zweiköpfige Wickelkinder, , geheimnisvoll das Zeichen ber Fruchtbare 1 manb mehr erkenntlich, zur Schau. An Reui es die größten, und ein Neujahrsoers hiey: Prost Neijohr, Brezel wie e Scheuertor, Ledkuche mies Bruch, hast du's ganze Johr genug. Nie ewige Stadt ist stumm geworden. Don unserem römischen E.-Korrespondenien. R 0 m, hn Dezember. _ Von einem Extrem ins andere fallend, hat die lärmendste Stadt'der Erde plötzlich den Ehrgeiz be» kommen, die Stadt bes Schweigens zu werden. Unb in der Tat, über Nacht war bas Wunder geschehen. Die Verkehrspolizisten hatten auf einen Schlag die davetta abgelegt, jene an Gummiknüppel erinnernde, aber schneeweiße Keule, mit ber sie bas Verkehrsorchester so elegant birigierten, daß erst kürzlich noch ein Oberflächenrei-senber in einer deutschen Zeitung behauptete, ein Elfenbeinstäbchen in ihrer Hand gesehen zu haben. Statt des hin- und herwirbelnden Elfenbeinstäbchens hatten sie nun jedenfalls mächtige weiße Stulpenhandschuhe an und gaben die Zeichen so, wie man es im übrigen Europa gewöhnt ist. Und beim ersten auftauchenden Sluto senkten sie diese Hand so beschwichtigend wie Nikisch, wenn er ein Pianissimo erzielen wollte. Und die Fahrer, hingerissen von so viel Liebenswürdigkeit, vergaßen ganz und gar ihr Instrument, sie verstummten. Die Romer wollten buchstäblich ihren Ohren nicht trauen, der Höllensadbath, er war zu Ende! Man ging dahin wie im Traum, man fing wieder an zu schreiten, statt zu hasten, ja, man konnte geradezu lustwandeln. Es war Feiertag, sonntägliche Ruye am Samstagmittag, Wunder über Wunder. Nach diesem gelungenen Experiment beschloß man, es auch am nächsten Tag zu versuchen, und diesmal wurde die Einladung zum Nichtyupen schon ein Gebot, man dehnte es auf eine ganze Woche aus unb nach acht Tagen vernahm Rom, biefes lärmbrodelnde Rom, baß ber Ministerrat in Aus- Hebung ber Signalvorschriften ein Gesetz heraus- bringen werde, das für alle Städte Italiens das Lautgeben der Automobile verbiete. Die Zeitungen steigern sich gegenseitig in eine wahre Verzückung hinein, sie wissen gar nicht mehr, wie sie übertreiben, wenn sie voll Stolz ausrufen, so etwas sei eben bloß in Italien unb in Rom möglich gewesen, auf ber ganzen übrigen Welt gäbe es keine der- artige Disziplin, Rom habe ein Beispiel originalis- simo gegeben unb so weiter. Nun die Kehrseite der Medaille. So lange ich zu Hause am Schreibtisch sitze, bin ich natürlich glücklich über bie Ruhe. Als Fußgänger genieße ich eine seltsame Mischung zwischen Freude unb Angst, benn man weiß ja nie, ob das Lui ’anbeln nicht durch ein lautlos wie ein Pfeil ans einer Querstraße politische Kräfte im baltischen Raum Von unserem Or. St.-Derichterstatter. $'Bento Zungvolkpimvfe beim Stellvertreter des Führers Pariser Mode und deuffche Geschichten aus aller Welt 1 »uen. Sie heißt „Eva eine trogen. Sauen' die P l Hessel! Öflty droll gerat« fc । jornbrot * t und ein Maximum deutscher fe verarbeitet wird. Auch soll eine und öitA- 'M ""l V ^chostliihq •’5 fast ac.- .Einheit der Symbolik" des ganzen bieieffl 30 rfyu®eerö ®efl do W mmcirt unb tos Harter als jr«^ nfieainQ iteafc Im nicht Aweifel Mle rmmal m Lm > dtimg der 5trr rfe Safftfc' j m abiebbaiR k ler drei ftantar 6, und man te nationalen TurAt'- außenpoliM fc Moden mitzumachen. Das gilt in sehr hohem \ ®ß,e besonders für das verarmte Deutschland der \ Rr friegsjeit. Das Modebedürfnis ist also in ? l>,|chlanb sehr stark zurückgegangen und aus eine s e'T? kleine Schicht beschränkt, was man nicht ver- (j »fin darf, wenn man die wirtschaftliche Möglich- t Wili die man von einer deutschen Mode erhofft, l l.iisrsuchen will. (»scheint richtig zu sein, wenn die „Textilzeitung" s d)::ibt: daß die Ansicht, die Mode sei Ausdruck des ! kl? rellen und völkischen Schaffens eines Volkes, 2 |ü i otf) hinaufgreift. „Mit so hohem Einsatz wird l ^bittlich einmal eindeutscher Stil geschaffen !Kidchen Volkes. Mode ist etwas ganz an- !Lk-es als Stil. Stil ist die psychologische (Oxiibjorm einer schöpferischen Epoche, Mode ist i eti; Erscheinung, die durch den Drang nach sozialer ' As-renzierung stimuliert und durch Nachahmung i Ernreitet wird, was die stete Wandlung ihrer l Lnzerungssormen bewirkt. Bestenfalls entsteht sie (d:beinern nur spielerischen Abwandlungsbedürfnis." ' 2>ch diese Sätze wird schon klarer, wie das Pro- (Br aufgefaßt werden muß, wenn es Erfolg ver- fjstohen und nach der völkisch-nationalen Seite hin i idcvMführt werden soll. ß's ist allgemein die Ansicht verbreitet, daß i n Zc 1 nkreich ein besonders großes Modebedürfnis i etrr Bevölkerung herrsche, man spricht deshalb vor- , Zx weise von einer französischen oder romanischen * 3c ie, die von französischen Gesellschaftsschichten Das Jahr 1934 war für Finnland dank seiner geschützten Lage an der nördlichen Peripherie Europas im allgemeinen ein Jahr recht ruhiger Entwicklung. Auf politischem Gebiet standen die Verlängerung des mit den Sowjets abgeschlossenen Nichtangriffspaktes, Ostpaktfragen und die Frage einer Orientierung Finnlands nach Skandinavien oder nach den Randstaaten im Vordergründe. Aber bei allen diesen Diskussionen trat Finnland nie als an- schlußsuchender Teilhaber heran, sondern führte die Rolle des von den anderen Staaten zwar umworbenen, aber doch sich selbst zurückhaltenden Partners grundsätzlich durch. Gegenüber Skandinavien sind die finnischen Beziehungen noch stark durch die Finnisierung der Helsingforser Universität belastet, und wirtschaftlich ist Finnland ohne Frage ein ernsthafter Konkurrent der skandinavischen Länder auf den Weltmärkten. Hatte schon 1933 für Finnland einen Stillstand und Umschwung in dem weiteren Ablauf der weltwirtschaftlichen Krise gebracht, so brachte das Jahr 1934 einen deutlichen Wieder- aufstieg. Der Außenhandel entwickelte sich wieder zu einem beachtlichen Umsang, sowohl die Einfuhr wie die Ausfuhr. Großzügige Erweiterungsbauten, hauptsächlich die finnischen Holzveredelungsindustrie, aber auch der Metall- und Textilindustrie zeigen, daß Finnland noch mitten im Prozeße der Industrialisierung steht. Ein Ausfuhrüberschuß von fast 1,5 Milliarden ermöglichte die Aufrechterhaltung einer völlig freien Devisenwirtschaft. Handelspolitisch ist das weitere Vordringen Englands auf dem finnischen Markte hauptsächlich auf Kosten Deutschlands her- vorzuheben, wobei England bemüht war, dieses Eindringen durch eine großzügige, von Finnland oftmals selbst willig ausgeführte Propagandaarbeit auf allen Gebieten zu vertiefen. England hat Deutschland den Platz als wichtigstes Einfuhrland Finnlands abgenommen. Im Frühjahr 1934 hat sich die deutsch-finnische Handelsbilanz auf der Basis des neuen Handelsvertrages erheblich zu Finnlands Gunsten verändert. Vom Standpunkt Deutschlands aus ist unverkennbar, daß die Gefahr einer weiteren Zunahme des englischen Einflusses über das rein Wirtschaftliche hinaus besteht. Man hat hier die heroischen Leistungen der deutschen Soldaten für die Befreiung des Landes vom russischen Joch zwar nicht vergessen und ist im tiefsten Grund deutschfreundlich. Es sollte aber im neuen Jahre alles, was irgend getan werden kann, ge- schehen, um die geistigen und kulturellen Beziehungen zwischen dem Reich und Suomi zu vertiefen. Das Land wird für eine umfassende und sachliche Aufklärung über das neue Deutschland dankbar shire" öffnen mußte, die während des Weltkrieges mit Lord Kitchener an Bord unterging. Man hoffte, in den Safes des Kreuzers die Klärung des Geheimnisses zu finden, das noch heute um den Tod des britischen Feldherrn schwebt. Das Ergebnis der damaligen Tätigkeit Courtneys ist von der englischen Regierung übrigens nicht veröffentlicht worden. Bei diesem Meister der Geheimschlösser also erschien neulich abends ein hocheleganter Herr im Smoking und trug ihm aufgeregt folgende Bitte vor: „Mr. Courtney, ich will heute abend mit meiner Frau ausgehen, aber sie hat den Schlüssel zu ihrem Tresor verlegt und kann deshalb nicht an ihren Schmuck heran. Ohne ihre Juwelen geht aber meine Frau nicht au.. Würden Sie wohl die Güte haben, uns aus dieser Verlegenheit zu helfen?" Courtney sagte zu, steckte einige Instrumente zu sich und fuhr mit dem Besucher in dessen elegantem Auto zu einer Villa, in der er zu seiner Verblüffung die Wohnung eines guten Bekannten, eines Bankdirektors, wiederfand. Er ließ sich jedoch nichts anmerken und folgte seinem Auftraggeber und dessen Chauffeur geduldig in die Villa, wo sie im ersten Stock von einer jungen Dame im Gesellschaftskleid mit dem Ausruf empfangen wurden: „Gott fei Dank, daß Sie kommen, Herr Courtney. Ich wurde schon ungeduldig." Man führte Courtney zu dem ihm wohlbekannten Geldschrank. Er untersuchte ihn einige Minuten zum Schein, um dann die Achseln zu zucken. „Tut mir leid, meine verehrten Herrschaften, hier kann ich ohne weiteres nichts machen. Dies ist ein Buchstabenschloß, und dafür habe ich die nötigen Instrumente leider nicht bei mir. Ich schlage vor, daß die Herren mich in meine Wohnung zurück» begleiten, um das Fehlende zu holen. In einer Viertelstunde können wir dann wieder hier sein!" Nach langem Hin und Her ging man darauf ein< Man fuhr also in Courtneys Wohnung zurück, wo dieser die beiden Männer bat, einen Augenblick in feinem Arbeitszimmer zu warten. Hieraus warf er die Tür von außen zu, und zu ihrem Schrecken merkten die beiden Eingesperrten, wie das Licht erlosch und das ganze Arbeitszimmer langsam wie ein Fahrstuhl — im Keller versank. Das von Court- ney mit der nächsten Polizeiwache vereinbarte Gefahrensignal: in drei Minuten war das Ueberfall- kommando zur Stelle und lud die verblüfften Banditen, seit Jahren gesuchte Gangsters und Ein- brecher, höflichst zu einer Spazierfahrt ins Untersuchungsgefängnis ein... Auch beit letzten Löwen nahm man ihm ... r " (Ku) Liverpool. Herr Horensen m Liverpool hatte viele Schulden. Seine Gläubiger warteten ein Weilchen. Aber dann wollten sie das nicht länger tun und unternahmen die in solchen Fällen üblichen gesetzlichen Schritte. Der Herr Obergerichtsvollzieher machte sich also auf den Weg, um bei Horensen seines Amtes zu walten. An „pfändbaren Gegenständen" fand der Beamte nur noch einen reichlich verhungert aussehenden Löwen vor, der inmitten eines bereits leeren Zim- niers in einem „Käfig" wohnte. Horensen, einstmals ein bekannter und sogar berühmter Tierbändiger schafttichen Gegebenheiten heraus kann sich die deutsche Produktion nicht aus Modellkleider einstellen, sondern auf moderneKlei der, die auch die Masse der Frauen selbst verlangt. Infolgedessen muß auch die künstlerische Gestaltung sich hier mehr auf den Massenbedarf einstellen, da der wirtschaftliche Erfolg häufig von gut eingeschlagenen verkäuflichen Modellen abhängt. Das Wesen der Mode ist ihre Wandelhaftigkeit, die eine besonders ausgeprägte Umsatzgeschwindigkeit voraussetzt. Man kann also zusammenfassend feststellen, daß schon heute von den zuständigen Wirtschaftszweigen in Deutschland alles getan wird, um die Modeindustrie zu einem Faktor des deutschen Wirtschaftslebens von Bedeutung zu gestalten. Im übrigen ist es wohl richtig, daß die künstlerische Arbeit zur besonderen dem deutschen Geist entsprechenden Gestaltung der Bekleidung sehr wohl zu der Schaffung eines deutschen Stiles beitragen kann. Aber mit Mode hat das deshalb sehr wenig zu tun, weil es sich dabei um eine Tätigkeit gewerblicher Kreise handelt, die Kleidermodelle verkaufen wollen, um daraus einen wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Wenn man das Modeproblem als ein ro i r t • s ch a ftliches ansieht, dann wird schon heute auf diesem Gebiet sehr Tüchtiges geleistet und in nahe Zukunft noch Besseres geleistet werden. Wer an das Modeproblem im idealistischen Sinne des deutschen Gemeinschaftsgeistes Herangehen will, forme und schaffe an der Gestaltung des deutschen Lebensstiles, an jener Einheit der Symbolik des ganzen deutschen Volkes, von der hier gesprochen worden ist. riesige Schlange, von irgend woher kommend, Tn die Verkehrsbahn kroch. Natürlich zur falschen Zeit und ohne auf den Farbwechsel zu achten. Sie wurde denn auch unter den Rädern der Fahrzeuge zermalmt. „Eva" nennt man sie, weil es eine Schlange war, und weil die Damen sich ja angeblich nie so verhalten, wie sie sollen. Natürlich nur im Straßenverkehr von Hongkong ... Der wilbgeworbene Patient. (th) Chikag 0. Der Jüngling wartete, bis die Reihe an ihn kam. Dann ging er aus dem Wartezimmer ins Ordinationszimmer. Murmelte irgend einen Namen, setzte sich m den zuständigen Sessel und öffnete den Mund. Zeigte auf den schmerzenden Zahn. Der Zahnarzt, George Walter Hindmarsh, gab dem Patienten eine schmerzstillende Spritze. Nahm dann eine Zange und begann zu ziehen. Die Injektion mußte wohl nicht richtig gewirkt haben, denn der Patient brüllte plötzlich „Au", sprang auf, griff in die Hosentasche, zog einen Revolver hervor und feuerte zwei Schüsse auf den ahnungslosen Medizinmann ab. Dann schrie er abermals „Au" und rannte davon. Dr. Hindmarsh blutete aus zwei Wunden, konnte aber gerettet werden. Aus der Wohnung hatte der schjeßwütige Patient nichts mitgenommen, der Beweggrund der Tat war einzig und allein der Schmerz. Der „Meisterknacker" sollte „aushelfen". (th) Neuy 0 rk. Don einem Heldenstreich, den Charles 21. Courtney verübt hat, spricht zur Zeit ganz Neuyork. Denn Charles 21. Courtney ist in Amerika eine als „Meisterknacker" sehr bekannte Persönlichkeit, weil er der Mann ist, „vor dem fein Schloß der Welt ein Geheimnis" hat. Courtney steht im Dienst der Behörden unb wird in allen Fällen hinzugezogen, wo es gilt, widerspenstige Safes und Geldschränke zu offnen. Vor Jahren wurde er sogar einmal der englischen Regierung ausgeliehen, für die er die von einem Taucher herausgehotten Safes der »Hamp- i BTTfeits gegeben, schwedisch-finnische Sprachstreitig. 11 t u drohten vorübergehend, eine Abspaltung her- I eijisühren. Besonnenen Männern in beiden La- ! m gelang es jedoch, die ins Schwanken geratene -rrk1e über den Bottnischen Meerbusen wieder zu f Mfieren, und jetzt, zum Ende des Jahres, zie- k s, schon wieder ölzweigbewehrte Sendboten von i in ui Ufer zum andern. letzten Augenblick des alten Jahres hat der 10ische Staatsminister Stauning eine Entschei- i Lei getroffen, die für das zukünftige Verhältnis zwchen Deutschland unb Dänemark von I |tf tr Bebeutung sein kann. Stauning hat feine s. $.r:|e ermahnt, ihre Aufmerksamkeit nicht so sehr i tzi innenpolitischen Verhältnissen der Nachbarländer < u.zoenben, als vielmehr darauf zu achten, ein be» I k-übes gutes Verhältnis zu den Nachbarn zu | »nm und zu vertiefen. Nach dem Wort Stau- 1 lir.s: „Verantwortliche Stellen in Europa haben < et rt, daß jedes Volk das Recht habe, feine inne» 1 er! Angelegenheiten nach eigenem Ermef- | £1,311 ordnen, und wir haben diese Erklärung n ^Genugtuung und Freude gehört", besteht be- £ ptoete Hoffnung, daß nun allgemein endlich eine ettrs ruhigere Auffassung in der Beurteilung ge« ciif r Fragen Platz greifen wird. f gibt ja auch genug andere Dinge, die zur 5Riftssion stehen. Die wirtschaftliche Lage 5) iiemarfs ist nicht so sehr günstig — darüber frr der immer noch erstaunlich hohe ßebensftan» tai ber Bevölkerung nicht Hinwegtäuschen. Schwie« r i®:iten bereitet vor allem die Lage der Landwirt- s , für die die Regierung ein kompliziertes Sa- rie-ngsprogramm durchzusetzen sucht. Der Wa- reniustausch mit Deutschland und England f b’Tt zwar, aber beide Länder haben natürlich c tilgen bekannten Gründen ihren Import stark ge- t SMt, und immer wieder kommen zum Beispiel tut dem englischen Verbraucherkreis dänischer 5 !v-Wirtschaftsprodukte Ankündigungen neuer Gin» s h/nkungen. In Schweben ist bie Arbeitslosig- tH: ror allem unter ber Jugenb recht beträchtlich. - R hat sich jenbenfalls genötigt gesehen, in Der» f h ' enen Teilen des Landes Arbeitslager nach t eifern Muster einzurichten. Auf der andern Seite , sck'immt" das Land in Geld. Die Banken wei- c er| sich schon, überhaupt noch Geld aufzunehmen, f ilt bann, wenn auf Zinsen verzichtet wirb. N 0 r- t W e n s Bevölkerung hat von jeher schwer um d i «Existenz zu ringen, bie Fänge an den Küsten cijeaen immer spärlicher, Bodenreichtümer gibt es r ic Zwar ist die norwegische Kauffahrtei-Flotte r o: eine der größten der Welt, jedoch hat auch hier d WÄeltwirtschaftskrise ihre Breschen geschlagen. — ift in dieser Form nicht richtig, da im französischen Volk ein weit geringeres Modebedürf- n i s vorhanden ist als z. B. im deutschen. Man kann deshalb nicht von einer französischen, sondern höchstens von einer Pariser Mode sprechen, und von einer Pariser Mode auch nur deshalb, weil Paris seit Jahrhunderten das internationale G e s e l l s ch a f t s z e n t r u m der Welt ist, wo sich die für das Entstehen von Moden notwendigen internationalen Gefellschaftsschichten besonders aus beiden Amerika, England und dem Orient einen großen Teil des Jahres aufhalten. Da das in Paris seit etwa 3 bis 4 Jahrhunderten der Fall ist, konnte sich auch gerade hier die Modetechnik — um diesen Ausdruck zu gebrauchen — besonders günstig entwickeln. Wenn Paris also heute den Ton in der Weltmode angibt, so nur deshalb, weil hier e i n Modebedürfnis mit besonderer Stärke zu verspüren ist. Für die Entstehung und für die Wandlungen der Mode ist also das notwendig, was man die „Große Welt" nennt. Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß Paris in den letzten Jahrzehnten die Vorherrschaft nur noch für di e Damen-, m 0 b e n behauptet hat, nicht aber für die Her- renmobe, die in den letzten Jahrzehnten in stärkerem Maße in London gemacht wird, nicht zuletzt unter dem Einfluß des jetzigen Prinzen von Wales. Soweit die wirtschaftliche Seite des Problems zur Debatte steht, ist bei der Diskussion in Deutschland in erster Linie natürlich Wert darauf gelegt, daß in der deutschen Modeindustrie eine Höch st zahl deutscher Arb eitskräf te be- Eonkn, bim ' wefunbs ar? ÄDp?nl)Q(|ft • 1 die DeranhD^ ordentlich gelte "1 n 9. der oity- ’’I? gleistet ha,. Toiu;id)em N allein jufti bp« Diskussion 1 Ml von banste >!che Sefeft: Jin Vünbn 'inn äußerte sich r, und der no w nicht erst gd n pichen jir 'ffl Grönländern daß ein solches l önnte. Hit Dritte mngen ter ftas aber itetr Ttnbn NW werben: J Steigerung ber Ausfuhr deutscher Modewaren erreicht werden. Dazu ist bei selbstverständlicher grundsätzlicher Zustimmung zu sagen, daß alle deutschen Textilrohstoffe yeute bereits restlos verarbeitet werden und daß deshalb die Lösung des Pro» b-tems in einer erheblichen Zunahme der Produktion deutscher Textilroh st offe zu suchen ist. Hier sind gerade in den letzten Monaten bedeutende Fortschritte zu verzeichnen. Die deutsche Bekleidungsindustrie ist auch heute noch ein blühen- des Gewerbe, ebenso die 'Stoffweberei, so daß man mit einiger Sicherheit sagen kann, daß heute schon das Modebedürfnis in Deutschland, von ganz kleinen Schichten abgesehen, durch deutsche Arbeits- I träfte, deutlcke Industrien unb b e u H d) e Roh- Hollands berühmtestes Nugzeug verunglückt -»UH. .............................................. " "" 1 v1 , ' - - —............................ ■~ss i N -. Hl >■ •>' 5 V4, x £ 71'1. ,1'111,, > '' -/ XäxWX - '' - 1 Ä AW I ( W ging es in der letzten Zeit so schlecht, daß er einen Wertgegenstand nach dem anderen verkaufe mußte, um für sich und seinen Lieblingslöwen etwas Nahrung erwerben zu können. Horensen weinte bittere Tränen, als der Gerichtsvollzieher seinen „Liebling" in aller Form pfändete und dann eiligen Schrittes den bedauernswerten Wertgegenstand nach dem andern verkaufen mußte, Mann mit seinem traurigen Löwen verließ ... 50 Tonnen Diamanten gibt es. (j) Rotterdam. Die Menschen freuen sich immer, wenn sie was von Edelsteinen und Brillanten hören. Berichten wir ihnen deshalb die neuesten, ein wenig ernüchternden Zahlen: In der Welt gibt es nach neuester Fachschätzung 50 Tonnen Diamanten. Die Hälfte der jährlich erbeuteten Edelsteine dient Jndustriezwecken. Von der anderen Hälfte geht die Hälfte durch Schliff verloren. Der größte Diamant ist immer noch der „Cullinan", der freilich zerschnitten wurde. Der größte „Brocken" davon ziert das Zepter des englischen Königs ... Tie „Stimmkuchen" vonHolländisch-Jndien. (z) Paris. Eine französische wissenschaftliche Expedition, die bisher unbekannte Gegenden von Holländisch-Jndien durchforschte und vor kurzem mit reichlicher Ausbeute nach Paris zurückkehrte, hat den „Stimmkuchen" erfunden. Mit dieser erstaunlichen Erfindung hat sie das Leben der Teilnehmer, die Ehre der weißen Männer und die Grammophonplatten mit der Sprache und dem Gesang der Eingeborenen gerettet! Die über alle Maßen abergläubischen Wilden nämlich stellten sich zunächst ahnungslos vor die Mikrophone zur Schallplattenaufnahme und wurden erst stutzig, als sie später ihre eigene Stimme wiederhörten. Da behaupteten sie plötzlich, die Weißen hätten ihnen ihre Zungen bzw. ihre „Stimmen" gestohlen, und damit fingen sie an, etwas kriegerisch zu werden. Aus dieser Verwandlung der zunächst freundlichen Eingeborenen hätte sich beinahe ein für ortsübliche Begriffe „üppiges Mahl' mit dem einzigen Gang „Menschenfleisch" entwickelt, wenn nicht einer der Expeditionsteilnehmer auf einen geradezu genialen Einfall gekommen wäre: Er ließ braune Kuchen, ähnlich wie Kartoffelpuffer und wie — Grammophonplatten backen. Und die setzte er den Wilden vor: „So, da habt ihr eure ausgeliehenen Stimmen wieder. Verzehrt sie und ihr habt sie zurückerhalten!" Mit heller Begeisterung nahmen die wilden Männer den Vorschlag an und ließen sich die „Stimmkuchen" ausgezeichnet schmecken. Damit war man gerettet und nahm freundlich Abschied von den Herrschaften, die ihre eigene „Stimme" aufgegessen hatten ... Er schlief sich ins Glück.. (s) Lissabon. Behauptet man nicht, daß nur dem, der stets wach und auf dem Posten sei, das Glück blühe? Es gibt offenbar keine absolute Wahrheit aus dieser Welt. Wie hätte sonst der kleine 14 Jahre alte Lotterielos-Verkäufer im Schlaf 100 000 Eskudos gewinnen können? Er verkaufte einmal in der Woche Lose. Nach dem Verkauf mußte er die restlichen Lose wieder abliefern oder sie selbst bezahlen. An dem letzten' Tage vor der Ziehung setzte er sich an einem Brückenpfeiler nieder, um sich von seinen vielen erfolglosen Geschäftsgängen etwas auszuruhen, ehe er die Lose zurückreichte. Der Kleine schlief ein — und erwachte erst nach vielen, vielen Stunden. Es war längst dunkel, und das Lotteriebüro war geschlossen. Was sollte er tun? Er mußte seine Lose behalten! Wie er sie bezahlen sollte, wußte er noch nicht. Aber er studierte vorsichtshalber am nächsten Tage einmal die Ziehungslisten und ersah aus ihnen zu feiner maßlosen Freude, daß er 100 000 Eskudos gewonnen hatte. Wer möchte bestreiten, daß er sich wirklich sein Glück erschlief...? DreSchätzeJwansdesSchrecklichenqefunden? (u) Moskau. Die suchenden Historiker fanden wohl hier und da in den Akten Aufzeichnungen über die Schätze Iwans des Schrecklichen. Aber mehr auch nicht. Es mußte erst wieder einmal der Zufall in Funktion treten. Und wenn nicht alles täuscht, hat er wirklich sein neckisches Spiel erfolgreich zu Ende geführt. Arbeitsdienst als Abbild derZeitenwende Äon Oberstfeldmeister Dr. Krüger, Reichsschule des Deutschen Arbeitsdienstes, Potsdam. „Unser Arbeitsdienst ist lebendiger Protest gegen eine materialistische Wirtschaftsauffassung."' Arbeitsdienst will Abbild und Vorbild der neuen deutschen Lebensordnu n g sein. Arbeitsdienst will Schrittmacher und Wegweiser sür die neue deutsche Z u - k u n f t sein. Er lebt die Grundsätze des Nationalsozialismus und wird damit sichtbarer Ausdruck der Weltenwende, die der Nationalsozialismus für uns bedeutet. Wir Männer des Arbeitsdienstes tragen in unserer Seele das Bild der neuen deutschen Ordnung; wir fühlen uns als Vollstrecker der deutschen sozialistischen Revolution und wollen als getreue politische Soldaten Adolf Hitlers den Arbeitsdienst zum blind-gehorsamen Machtinstrument in der Hand des Führers gestalten. Uns ist der Arbeitsdienst die absolut neue, aber die wesentliche und kennzeichnende Erscheinungsform des neuen Jahrhunderts, das der Nationalsozialismus heraufgeführt hat. Das Symbol dieser einzigartigen Zeitenwende ist uns L a n g e m a r ck. In der Todesstunde deutscher Jugend von Langemarck wurde der Materialismus überwunden und das neue Weltalter geboren. Die Millionen Opfer dieses großen Krieges sind ja nicht gebracht worden, damit alles so bleibt, wie es war; nein, in den tausend Tagen und Nächten der Frontschlachten ist eine alte Weltordnung zu Schutt und Staub zerschlagen worden, und unsere Aufgabe, unsere Verantwortung, unsere Pflicht ist es, den großen Sinn dieses Krieges zu verstehen und unserem Leben und der heutigen Wirklichkeit die Gestalt zu geben, die dem Opfertod von Millionen gerecht wird, die ihnen zeigt, wofür sie gefallen sind. Das aber ist die innere Verbindung, die den Arbeitsdienst als einen wesentlichen Teil des Nationalsozialismus hineinstellt in das einzigartige Erlebnis dieses Weltkrieges und dieser Weltenwende: Der Arbeitsdienst lebt heute in seinen Reihen die Kameradschaft, das O p f e r t u m und den Geist des Frontsozialismus des großen Weltkrieges, lebt ihn vor als die neue Lebensform des Dritten Reiches, steht als Vortrupp in der alten Welt und verwirklicht in seinem Bereich die idealistische Lebenshaltung und die sozialistische G e - meinschaftsförm des neuen Deutschland. Die namenlose Arbeiterjugend des deutschen Arbeitsdienstes lebt alle Tage den Heroismus von Armut, Arbeit und Opfer als selbstverständliche freiwillige Pflicht. Wir stehen im Arbeitsdienst in einer kämpferischen Armut, ohne selbstsüchtige Gedanken, ohne klingenden Lohn; wir wollen nichts für uns, wir wollen alles für Deutschland. Aber wir fordern, daß unsere nationalsozialistische Lebenshaltung der Tat, des Dienens und des Opferns Wertmaßstab für alle deutschen Volksgenossen wird! Arbeitsdienst ist revolutionärste Errungenschaft der deutschen Revolution. Der Arbeitsdienst verwirklicht den deutschen Sozialismus, der Gemeinschaft und Dienst für die Gemeinschaft heißt und alle ohne Unterschied zum Dienst für die Nation verpflichtet, aber auch unerbittlich alle ausschließt, die sich an diesem Gesetz unseres Volkes vergehen. Die sozialistische Gemeinschaftsform des Arbeitsdienstes bewertet die Menschen nicht mehr nach den alten Maßstäben von Besitz, Geld, Herkunft, Stand, Bildung, sondern nach Arbeit und Leistung für die Gemeinschaft. Wir dulden in unseren Reihen nicht mehr eine alte Gesellschaftsordnung mit ihrer Schichtung nach äußeren materialistischen Gesichtspunkten, sondern wir verwirklichen eine neue Volksordnung, die nur noch die Begriffe Arbeit und Arbeiter kennt, Arbeit im Dienst der Nation. Wer nicht durch hin- gebenbe Leistung im Dienst der Nation sich betätigt, hat nicht die Ehre, in die deutsche Volksgemeinschaft eingegliedert zu werden. Unser Arbeitsdienst ist ein lebendiger Protest gegen eine materialistische Wirtschaftsauffassung; nicht Geld, Profit, Dividende ist für uns Sinn der Wirtschaft, sondern allein Arbeit und Leistung für die Gemeinschaft. Der Arbeitsdienst verwirklicht in sich ein Wirtschaftsdenken, in dem nicht die Rentabilität im kapitalistischen Sinne entscheidet, sondern die Leistung für Volk und Staat. Im Reichsarbeitsdienst wird die Wirtschaft zur Sache der Nation, nicht aber zur Angelegenheit der Bereicherung einzelner. Hier wird nicht mehr das Kapital, sondern die Arbeit zum Motor und zum alleinigen Maßstab der Wirtschaft. Hier im Arbeitsdienst wird praktisch gezeigt, daß Wirtschaft eine Funktion der Arbeit ist. Der Arbeitsdienst ist der Block eines neuen deutschen Arbeitssozialismus; und in der Seele des Arbeitsmannes leben Ethos und Wille zu einer neuen Wirtschaftsordnung, die ihren Maßstab aus dem politischen Gesetz des nationalen Sozialismus empfängt. Dieser deutsche Arbeitssozialismus bedeutet d i e totale Mobilmachung aller Kräfte für den Staat. Der Staat ist für uns nicht mehr eine erstarrte Organisation, die dem Volk innerlich unbeteiligt gegenübersteht, sondern der Staat ist der zusammengeballte Lebenswille der Nation; Volk und Staat sind eins geworden. Die Indienststellung des Volkes für den Staat aber erfolgt durch die Arbeit. Die Arbeit schafft die innere Einheit und den geschlossenen staatlichen Machtblock. Der Arbeitsdienst ist das neue deutsche Arbeitsheer, das alle Volkskräfte zusammenfaßt und die zusammengeballte Lebenskraft und Macht für den Staat darstellt. Der organisierte Lebenswille der Nation, die ewig vorwärtsstürmende Kraft unseres Volkes, der Aufstand von Leben und Blut gegen Materie und Geld, das Gesetz unserer Rasse 'unb der stahlharte Wille, alle Gebiete unseres Lebens nach diesem Gesetz umzugestalten und neu zu formen, findet im Arbeitsdienst seinen kennzeichnenden Ausdruck. So ist auch der Arbeitsdienst seiner Verantwortung bewußt, die ihm der Führer gegebenhat, da er den Arbeitsdienst zum Eckpfeiler des Dritten Reiches erklärte. Bei Arzemewio mühten sich Landleute mit ihrem Pflug ab, um den gefrorenen Boden ein wenig aufzulockern. Es gelang kaum oder doch nur mangelhaft. Aber an einer Stelle ging's dann plötzlich gar nicht mehr weiter, denn der Pflugschar knirschte auf Eisen. Die Landleute wurden stutzig und gruben nach. Da lagen vier große Kisten, aus Eisen und Eichenholz gebaut. Man öffnete sie. Gold war darin und sehr wertvolles Edelgestein ... Da es in der Nähe alte Ruinen gibt, die zu einem Schloß Iwans des Schrecklichen gehören sollen, neigt man zu der Vermutung, daß es sich hier eben auch um die Schätze dieses berüchtigten Iwan handle. Sachverständige sind nun unterwegs, um Ruinen und Kisten zu prüfen. Erst dann wird man sagen können, ob es sich wirklich um die Millionen Iwans handelt. Gemnisathleten. (d) Rom. Die Brüder Giuseppe und Salvatore Mirabella in Syrakus haben kürzlich ihren alten Vater zu Grabe getragen. Auf dem Wege zum Friedhof zerflossen sie in Tränen. Auch als ein Mann aus der Stadt vor Schrecken bleich auf den Friedhof gestürzt kam und die Beerdigungszeremonie durch die alarmierende Nachricht unterbrach, während der Feier fei im Haufe Mirabella ein großes Schadenfeuer ausgebrochen, winkten die Söhne und Eigentümer des brennenden Hauses schluchzend mit der Hand ab: möge es brennen, ihr Schmerz um den toten Vater sei zu groß, es widerstrebe ihrem Gefühl, das Grab des Vaters zu verlassen, ehe die letzte Scholle auf feinen Sarg gefallen sei ... Und sie blieben, bis die Zeremonie beendet war. Dann schritten sie ihrem Heime zu, von dem sie freilich nur noch die brandgeschwärzten Grundmauern vorfanden. Ihr gesamtes Hab und Gut war ein Raub der Flammen geworden. Leider bekam die Bewunderung der Nachbarschaft über so viel Schicksalsergebenheit einen argen Stoß, als sie sehen mußte, wie die Polizei am nächsten Tage die pietätvollen Söhne kurzerhand verhaftete, weil unerschütterliche Beweise dafür vorlagen, daß die beiden kurz vor der Beerdigung das d* Haus selbst in Brand gesteckt hatten, um in b! nuß der Dersicherungsjunrme zu kommen Buntes Allerlei. Oer Mann, der nichts vergihl. Einen fast unglaublichen Beweis von Gedöid?» stärke und Gedankenkonzentration hat ein von Belgrad erbracht, dem es innerhalb einer r von nur zehn Minuten gelungen ist, eine aus Ziffern bestehende Zahl fehlerfrei und ohne Zögern wiederzugeben. Wir kennen kein ähn^ Beispiel einer derartigen Gehirnleistung, Qbf. gibt doch eine Reihe recht bemerkenswerte Iqu auf diesem Gebiet. So soll es sich wahrend i, Krieges ereignet haben, daß ein Neuseelands Bataillon während der Kampfhandlungen gär, versprengt wurde, und daß alle Aufzeichnungen q den Mannschaftsbestand völlig verloren gingen. il diente aber in diesem Bataillon ein Soldat, be?1 hauptete, er könne den Namen jedes seiner fici ! raben mit allen Einzelheiten über den Lebensh; die ihm weitestgehend bekannt worden waren, -, dem Gedächtnis wieder hervorbringen. Unb er-lj wies diese Behauptung mit einer so verblüff Sicherheit, daß man das Bataillonsarchiv 1 einigen Lücken wieder ersetzen konnte. Dieser CM ist jetzt Professor an einer schottischen Unioerfi Von manchen berühmten Männern wird über n: außergewöhnliche Gedächtnirstärke berichtet. Macaulay das „Verlorene Paradies" van M-, von Anfang bis zum Ende auswendig g?^, haben. Don ihm wird behauptet, daß er nicht- gesie, was er einmal gelesen hatte. Leben und Ende eines Abenteurer Kürzlich verstarb in der französischen Strafkoln, von Guyana in Südamerika Eropoff Leonibe zersky am Fieber; damit endete das Leben e»t Abenteurers großen Formats, dessen Taten hindurch die Polizei vieler Staaten in Spanne hielten. Als Siebzehnjähriger stellte sich Mezer^ im Russisch-Japanischen Krieg als Freiwilliger w kämpfte als russischer Soldat in der Mandichuiu lieber die Abstammung und die Jugend des juncn Freiwilligen weiß man nichts. Schon nach einig.-? Monaten bekam dieser das Kriegsleben im fnrrr« Osten satt, er desertierte und gründete eine 3M? i bande, die hinter der Front bald von sich reör ■ machte. Mezersky wurde bei seinen Räubereien: tappt und vor ein Kriegsgericht gestellt, bas ihn • Tode verurteilte. Doch noch während der Lrieg> - gerichtsoerhandlung gelang es ihm, in dem!Dfe zu entkommen, als ein Äeschoß in das fpu;, schlug und dadurch allgemeine Verwirrung entfaä. Er floh nach- Bulgarien, von dort nach und trat den Komitadschis bei; aber audjhifrta es der junge Abenteurer nicht lange aus mh te schloß, es einem damals vielgenannten , Ignaz Strasnofk, gleichzutun. Strasnoff r-; eine ungarische Husarenuniform zugelegt, Maunur:: Fürst Esterhazy und fand durch fein sicheres L treten überall Eingang. Mezersky verwandel vom Räuberhauptmann zum eleganten „FiM' Mezersky und erfreute sich bald in den M > Kreisen der bulgarischen Residenz größter !Bä»I heit. In einigen Monaten hatte er sich ein b; mögen erschwindelt und reifte damit nach beth oiera. Bald ernannte er sich aus Gründen der 1 Mäßigkeit zum Obersten und fuhr als solcher« i Afrika, dort wurde er ebenso selbstherrlich Öhci und stand in hohen Ehren. Als ihm das Gelds« zugehen drohte, kehrte er wieder nach Sofia ! und heiratete die Tochter eines sehr reichen Nr sters a. D. Seine Frau starb allerdings schon l-l einem Jahr, was Mezersky nicht abhielt, sei« Schwiegervater um große Sumen zu betrügen ir- damit in den Pariser Spielkasinos auszula^1 Als das Geld in kurzer Zeit verspielt war, floh -' in einem Hotel zwei Armeniern eine halbe Wie i Frank. Alle Bemühungen der Polizei, ihn ausrM ‘ zu machen, waren vergebens. Erst im Jahre erreichte ihn das Geschick bei einem Fahrraddield» Er wurde dabei gesoßt und mußte bald tow •,' Reise nach der Strafkolonie antreten, in da« gestorben ist. Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: 7764 D 06068 06073 Angebote unter B. 283 cm Ala Anzeigen-Akt.-Ges., Kassel. 7713V Gketzen / Stbulstvaße s o Führer und Gefolgschaft der Milchzentrale Gießen / Gebrüder Grieb. Marie Wild, geb. Schmidt Karl Wild und Frau und Angehörige. Gießen (Bahnhofstraße 33), den 28. Dezember 1934. Die Beerdigung findet Montag, den 31. Dez., nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof, das Seelenamt am gleichen Tage früh 7 % Uhr statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, Vater, Schwiegervater, unseren lieben Bruder. Schwager und Onkel Philipp Wild nach längerem Leiden im 73. Lebensjahre gestern zu sich in die Am Donnerstagabend entschlief unser langjähriger Mitarbeiter Herr Philipp Wild Der Entschlafene, der erst vor 2 Jahren in den Ruhestand trat, hat in unserem Betrieb ununterbrochen 48 Jahre lang treu und unermüdlich in vorbildlicher Weise seinen Beruf ausgeübt Wir verlieren in ihm einen lieben Freund und Kamerad. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Anna Margarete Hofmann, gen. Schmidt ist heute im vollendeten 76. Lebensjahr von ihrem jahrelangen mit Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst worden. Die trauernden Hinterbliebenen: Ernst Hofmann und Familie. Wieseck (Brunnengasse 3), den 28. Dezember 1934. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 30. Dezember, nachmittags 2.30 Uhr statt. 7758 D Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir aut diesem Wege unseren herzlichsten Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Simon. Gießen, 29. Dezember 1934 Nachruf. Am 25. Dezember 1934 verschied plötzlich unser Kollege Dr. tned. Otto Thurn. Seit, langer Zeit übte er in Herbstein im hohen Vogelsberg den dort besonders beschwerlichen Beruf eines praktischen Arztes aus. Durch das Vertrauen seiner Kollegen wurde er vor Jahren zum Vorsitzenden des Aerztlichen Kreisvereins Lauterbach gewählt und hat dieses Amt bis zuletzt geführt. Außerdem gehörte er seit Jahren dem Vorstand des Provinzialverbandes an und hat in diesem Amte wertvolle Mitarbeit im Dienste der oberhessischen Aerzteschaft geleistet. Wir werden ihn in ehrendem Andenken behalten. Im Namen der Kassenärztlich. Vereinigung Deutschlands Bezirksstelle Gießen und des Wirtschaftlichen Verbands der Aerzte für die Provinz Oberhessen, E. V. Dr. Kranz. Erststellige Hypotheken a aus Zinshäusern unter günstigen lytlO Anzeigen-Akfiengesellschast ®n«eboten6unter“ 83 Ä Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen undZeitschristen 72 D nfKopfschmerzen < 1 Ischias. Hexenschuß und Eff - MX tungskrankheiten. Stark bZw- kfX’ÄsS**'*'/ säurelösend.bakterientötendAb' «»lut .msrhsaiirhl Ein Vettuco solut unschädlich! Ein Versuch überzeugt! Fragen Sie IhreflAfg; hervorragend bewährt bei Rheuma * Gicht f I Einzelmöbel A* Rudi, Roonstr. 5, am Ludw’9,^ia Günstige Zahlungsbedintn1D^p Ehestands-Darlehen werden entgegeneevoow^ Auch im neuen Jahre — Spare! deMWrWMeSM Samrtag, 29. Dezember (934 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhesien) 11.503 Drittes Blatt , Ser Stand her W-Lmbörgening im Vogelsberg Von Or. Karl Rudolf Fischer, Gießen. Aus her provinzialhauptstaht Nachdruck verboten! 1E . ortsetzung. sagte Inspektor Bruce beit und Der „Gießener Anzeiger" hat schon wiederholt über die laufenden Arbeiten des Versuchs zur Wiedereinbürgerung des Uhu im Vogelsberg in den Revieren des Grafen zu Solms-Laub a^h be-> richtet. In diesem Aufsatz gibt Dr. Karl Rudolf Fischer, der staatliche Vertrauensmann für den Naturschutz in Hessen und Kreisfach- t-.mtsleiter für Naturschutz und Tierschutz im Reichsbunb Volkstum und Heimat, Landschaft Rheinfranken, Nassau und Hessen, zum er« * stenmale einen umfassenden Rechenschaftsbericht über alles, was bisher bei diesem Versuch getan und erreicht wurde. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, daß der interessante Versuch als r e st l o s geglückt anzusehen ist. D. Red. 1 • Vorbereitungen zum Wiedereinbürg e- und zwar gerade jene an unserem jagd-, land- und forstwirtschaftlichen Nutz- und Produktionsgut zehrenden Vertreter, die seit Wegfall ihrer natürlichen Feinde spürbar übervermehrungstark geworden sind, wie Mause, Ratten, Krähen, Häher, Eichhörnchen usw. Für die Vogelsberg-Verhältnisse kam weiterhin in Frage, daß in den ausgedehnten Hochwaldgebieten des Zentralmassivs die Niederjagd ohnehiy eine untergeordnete Rolle spielt und Hase und Huhn dort so oerbreitungsschwach sind, daß ernsthafte Störungen des natürlichen Gleichgewichts durch das Neüeinführen einer seither dem dortigen Naturhaushalt fehlenden Art nicht zu befürchten war. Alle diese Probleme mußten aber zuvor restlos durchdacht und mit der rauhen Wirklichkeit in ein richtiges Beziehungs- und Avhängig- keitsverhältnis gebracht werden, wenn man keine ernsthaften Konsequenzen für die Folge provozieren wollte. Nach diesen mehr ideellen und theoretischen Vorbereitungen konnte das angefangene Werk weiter reifen. Unter Mitwirkung des For ft zoologisch en In st it utes der Universität Gießen als Ausführungsstelle und unter der Initiative seines Leiters, Universitätsprofessor Dr. Max D i n g- l e r, erschien zuerst als öffentliche Vorbereitung der bekannte Aufruf zum Schutz des Uhus in Hessen, der von hohen Staatsbeamten aus Regierungskreisen, von den führenden Jagdorganisationen, wie Hessischer Jagdklub, ADJV. usw., und einer Reihe prominenter Jäger und Tierheger unterzeichnet war. Damit war in der Oeffentlichkeit für die Erhaltung des Uhus alles getan, was menschenmöglich war, und die praktische Ausführung des Versuches konnte beginnen. Im Jahre 1932 wurde daraufhin zunächst in den Graf zu Solms-Laubachfchen Wäldern in der Nähe des Jägerhauses an der Landstraße Laubach — Schotten eine große Eingewöhnungsvoliere errichtet, um die Tiere eine zeitlang mit dem neuen, ihnen ungewohnten Waldbild und feinen Bewohnern, sonderlich mit der örtlich gebotenen Beute vertraut machen zu können, und im Herbst kam dann der erste Transport. Die Tiere wurden zuP Teil bis Ende Februar 1933 im Großkäfig gefüttert und dann freigelaffen, ein paar andere aber bis zum Sommer im Käfig gehalten. Dadurch konnten Beobachtungen über die Paarungslust in und außerhalb der menschlichen Gefangenschaft angefteUt werden, doch ergab es sich, daß alle Tiere noch zu jung waren zur Fortpflanzung. Der Uhu wird nämlich, genau wie der Adler, erst im vierten ober fünften Jahre geschlechtsreif. Dazu kommt, baß er nicht jebes Jahr horstet unb mitunter lange Pausen macht. Von ben freigelassenen Tieren würbe lange Zeit nichts mehr gehört noch gesehen. Von ben im Februar in Freiheit gekommenen Tieren fanb ber Leibjäger bes Grafen Solms-Laubach im Juni unweit ber Voliere Gewölle, bie barauf hinwiefen, baß sich bas Paar im Revier hielt. Dann mürbe bis zum nächsten Jahre kein Uhu mehr beobachtet. Auch bie im Juli entlassenen Tiere galten zunächst als verschwunden. Dann kam im März 1934 eine Meldung vom Forstamt Nidda (Forstmeister Bauer), bie besagte, baß sich die Uhus, wenigstens zum Teil, doch im Vogelsberggebiet gehalten hätten, daß sie sich in ber bärtigen Gegend in der Balz befinden und nachts von Kennern beim Rusen vernommen worden feien. Diese Nachricht habe ich im März ber Oeffentlichkeit übermittelt unb dabei festgestellt, baß der hessische Wiedereinbürgerungsversuch vorläufig als geglückt bezeichnet werden kann, denn obwohl bie einzelnen Paare nicht gehorstet hatten unb ba= mit brüt- unb reoierftänbig geworben sind, so haben sie doch von der von mir befürchteten Abwanderung in die Hochlagen ber Rhön ober bes Spessart keinen Gebrauch gemacht unb finb in benen ihnen zuge- bachten Walbgebieten geblieben. Die nächste Mel- bung kam um bie gleiche Zeit aus bem Oben- roalb, wo nach Mitteilung bes Vorfitzenben bes Hessischen Jagbklubs (Vonberheib) ein Uhu am Frankenstein beobachtet worben sei. So nahe ber Gebaut liegt, baß es sich hierbei um eins der unfrigen Tiere gehanbelt hat, so kann biese Annahme jeboch nicht bewiesen werben. Figuren, die nach bem Erkalten des Bleies entstehen, will man ersehen, was bas neue Jahr an Gutem und Unangenehmen bringt. Wer vom Sil- vesteresfen bis zu Neujahr Speisen aufbewahrt, dem wird es an einem gedeckten Tische bas ganze Jahr über nicht mangeln. Fast überall verbringt bie Jugend den letzten Abend des Jahres in der Spinnftube. Vielerorts durchziehen vermummte und verkleidet» Gestalten unter Lärmen bie Srahen. Dabei werben Feuerwerkskörper zum Entzünden gebracht. Man will das neue Jahr anschießen. Ursprünglich wollte man die unheimlichen Mächte des Geisterreiches vertreiben. Wer in ber Silvesternacht punkt 24 Uhr auf dem Friedhöfe zu weilen wagt, an btm werben alle Seelen berjenigen Menschen in Leibesgestalt vorbeiwandern, die im kommenden Jahre auf bem Gottesacker zur letzten Ruhe gebettet werden. Nur ganz furchtlosen Menschen ist es möglich, diesen gruseligen Augenblicken Stand zu halten. Mannigfaltig sind die Sitten in den „Zwölften" in unserem Vaterlanbe. Wenn es irgendwie möglich zu machen ist, wird am Neujahrstage weder ein Arzt, noch bie Apotheke ausgesucht. Wer sich während des beginnenden neuen Jahres bei steter Gesundheit erhalten will, der muß sich in einer Schüssel waschen, in der einige Gelbstücke, gleich welcher Art, liegen. Vor allen Dingen muß das Haus in allen Winkeln vom alten zum neuen Jahre sauber sein. Ist Schmutz liegen geblieben, so wird das Haus während des folgenden Jahres niemals gründlich rein fein. Die Kinder, die sonst an Weihnachten ihre Ge- schenke, ihr „Chriftkindchen" holen, verschieben in vielen Gegenden heute noch diesen langersehnten Besuch bei Paten und Goten auf den Neujahrstag, um ihr „Neujährchen" in Empfang zu nehmen, wo- In den heiligen zwölf Nächten. Es ist jetzt bie Zeit ber sog. heiligen 12 Nächte, bie mit Weihnachten begonnen haben unb mit bem 6. Januar enbigen. Die wichtigsten Tage in den „Zwölften" sind außer ben Christtagen Silvester und Neujahr. Von jeher war gerade diese Zeit „zwischen den Jahren", wie sie vielfach genannt wird, reich an Dolksbräuchen, und der Volksglaube war nicht minder lebendig. Während dieser Tage werben gewisse Arbeiten, wie beispielsweise bas Spinnen der Wolle, nicht ausgeführt. Alte Leute beobachten heute noch den Verlauf des Wetters in den „Zwölften" und wollen daraus auf bie Witterung der 12 Monate des neuen Jahres schließen. In manchen Gegenden wird bie Wettervorhersage durch den sog. Zwiebelkalender vorgenommen, indem eine Zwiebel in zwölf Teile zerlegt unb jeder mit Salz bestreut wird. Jedem Monat ist ein Stück zugeteilt. Schmilzt auf bem einen ober anbern Zwiebelstück bas Salz, b. h. wirb es stark naß, so wird nach dem Glauben ber betreffende Monat eine feuchte, ja nasse Witterung aüfzuweisen haben. An manchen Bräuchen, bie hauptsächlich bei ber Jugend beliebt finb, will man bie Zukunft erforschen. Gerade bie Mäbchen im heiratsfähigen Alter möchten gerne erfahren, ob sie bald von einem jungen Manne zum Altar geführt werben. Am Silvesterabend werfen sie zu diesem Zwecke einen Schuh mit einem Fuße rücklings über ben Kopf. Kommt ber Schuh babei so zu stehen ober liegen, daß seine Spitze nach ber Tür weist, so wirb ihnen im neuen Jahre bas Glück halb sein. In welchem Hause ist heute nicht bie alte Sitte bes Bleigießens zu finden? Flüssiges Blei wird in kaltes Wasser gegossen. Aus ben mannigfaltigsten sich darunter befand. „ Entsetzt sahen sich die beiden Männer an. Unter der Decke verborgen lag, mit dem weißen Gesicht eines Toten, Friedrich Borgloh. Eine Chloroformmaske lag auf feinem Munde. Mit einem Griff riß Mac Lean bie Maske fort. „Wasser!" sagte er zu einem der Barnten. „Draußen vor dem Haus ist ein Brunnen!" Der Beamte stieg eilig die Kellertreppe empor; man hörte ihn davonlaufen. Inspektor Bruce fragte leise: „Ist er tot?" Mac Lean schüttelte mit bem Kopfe. „Ich glaube nicht. Die Atmung scheint noch zu funktionieren. Wir müssen ihn schleunigst ins Hospital schaffen. Aber sagen Sie nur, Inspektor Bruce, wie kommen Sie denn um Gottes willen hierher? Wer hat Ihnen denn bie Meldung gemacht?" „Ich tun angerufen worden. Man hat mir gesagt, ich möchte sofort mit Beamten hierherkommen. Es droht hier jemandem eine Gefahr. Ich nehme an, daß dieser Bewußtlose Herr Professor Borgloh ist!?" Mac Lean nickte. „Das ist er. Aber wer um Gottes willen hat Ihnen diese Meldung gemacht?"- „Jemand, der seinen Namen nicht nennen wollte; auf alle Fälle aber eine Frau." „Eine Frau?" „Ja! Und eine, die offertbar eine furchtbare Angst hatte, bah Borgloh etwas geschehen könnte. Nun, wenn wir nach Scotland $arb zurückkom- men, werden wir schon feststellen, wer angerufen hat." . . _ Mac Lean sah ernst aus. Nur eine einzige Frau kannte ahnen, was hier gespielt worden war! Sollte sie es sein, die in letzter Minute versucht hatte, Borgloh zu retten? Hatte ihr Gewissen geschlagen? Das würde alles Kommende etwas leichter machen. Der Polizist war nun inzwischen wiedergekommen. Mac Lean rieb die Schläfen Borglohs mit Wasser ein. Borgloh seufzte tief auf — öffnete einmal die Augen. Sein Blick war leer unb verwirrt. Sofort schloß er auch bie Augenlider wieder. Vorsichtig faßten bie Polizisten ben ohnmächtigen Mann an unb transportierten ihn bie Kellertreppe hinauf. „Zum nächsten Hospital!" befahl Inspektor Bruce. „Kommen Sie mit, Mac Lean?" „Ich bleibe noch hier! Ich will hier diese Der- brecherhöhle noch etwas näher besehen. Vielleicht t^rrsg^db^, heuma' HexensdiaM ^kh°aSri^ t „tu«! Fra£2^ riums, Dr. Heinroth. Mein Schreiben, in bem bereits die Vorbestimmung niedergelegt ist, lautete folgendermaßen: „Sehr verehrter, Herr Geheimrat! Unter Berufung auf meinen kürzlich ftattgehabten Besuch in Berlin gestatte ich mir. Ihnen die beifolgenden Federn mit der Bitte um Nachbestimmung zu übersenden. Die Einsender derselben (Forstamt Nidda und Graf Laubachsche Jagdverwaltung) vermuten, daß es sich um Uhufedern handelt, bie von ben Tieren unseres Wiedereinbürgerungsversuchs im Vogelsberg stammen. Auch wir sind dieser Meinung, und zwar Hanes sich unserer Bestimmung nach bei Feber 1 3 um Uhu, bei Feder 2 um Mesopt.il aus fesselt „So! Das hätten wir!" sagte Inspektor Bruce und holte tief Atem. „Was gibt’s denn hier noch?" „Das hier", sagte Mac Lean, kniete rasch nieder, hob eine Decke von einem Gegenstand, ber In diesem Augenblick wurde die morsche Tür mit einem Griff zurückgefchoben. Die beiden drinnen auf ber Erde wandten sich um, wollten auf- fpringen. Zwei Revolver waren schußbereit auf sie gerichtet: . ... ,Hände hoch!" rief Mac Lean. „Es ist zu fpat Guten Abend, meine Herren. Starren Sie mich nur nicht so an. Es ist nicht mein Geist. Ich lebe noch. Was Sie in meinem Zimmer getroffen haben, war nur eine gut ausgeftopfte Puppe in meinen Kleidern — hat zwar ein Loch in dem Anzug gekostet; aber ich bin großzügig." Die beiden Verbrecher hatten nicht gewagt, auf- zuftehen. Angesichts der schußbereiten Pistolen sahen sie, baß jede Gegenwehr vergeblich war. Sie knieten da, hielten bie Arme in die Höhe unb sahen mit wütenden Augen auf Mac Lean und den Pv- lizeibeamten neben sich. Mac Lean und der Polizeibeamte gingen naher und näher auf. die beiden Verbrecher zu. „Haben Sie Ihre Handschellen parat, Kommissar?" fragte Mac Lean. „Gut! Ich halte die beiden inszwifchen mit diesen Revolvern in Schach." Der Kommisar gab Mac Lean feinen Revolver, ging auf den jungen Mann zu. In diesem Augenblick sprang dieser auf, stieß von hinten mit furchtbarem Stoß gegen ben Polizeibeamten. Der taumelte vorwärts auf Mac Lean zu. Mac Lean geriet ins Wanken. Der zweite Verbrecher sprang auf, wollte seitwärts an Mac Lean heran. Da, in diesem Augenblick, ertönte Laufen von vielen Schritten. „Strengen Sie sich nicht an!" rief Mac Lean unb stieß mit bem Fuß einem der Verbrecher vor den Bauch. „Da oben kommen schon die anderen." Und wirklich, die Wendeltreppe hinab stürmte das Überfallkommando, allen voran Inspektor Bruce. , Zwei Minuten später waren bie Verbrecher ge- 6- zog aus seiner Tasche einen kunstvoll gearbei« ifc? Nachschlüssel. Ein leiser, knirschender Laut im i DM — nuM gab bie Tür nach; bie beiben Man- i ve eilten lautlos mit entsicherten Revolvern vor- IBBK-5. Bald befanden sie sich in einem großen, 1 ftMrt Gelaß, dessen Wände absolut glatt zu sein I Fü nen. „' . ?:.r eine ber beiben kniete auf bem steinernen iuö| schmutzigen Fußboden nieder. Wieder spielte i d: Schein ber Taschenlampe — lag auf den brei« I ts Quadern bes Fußbobens. Eter kniende Mann tastete mit den Händen den ! Moden ab. ... r «er ist es", sagte er. Seme Fingerspitzen fuhl- i bi eine kleine Vertiefung. Vorsichtig schoben nun to* ihre Messer in die Ritze. Sie wich zur Seite - rin Loch zeigte sich — von dem aus eine Wen- dt"ppe hinabging. r .. Hören Sie", flüsterte der eine von beiden — -!! angesehen, insonderheit die Befürchtungen über blkirin« unb Uebergriffe bes Uhus in bas jagbliche Slfuqut bamals schon als volkswirtschaftlich belang« l oi" rtlärt. Obzwar es allgemein bekannt war, baß tHrillfju in ben nahrungsmäßig unterschieblichen Erzgebieten seines ausgebehnten Lebensraumes c öki Derfdjiebenartige Beute schlägt, war man sich 1 och barüber einig, baß sich ber wirklich ange« r it te Schaben bei ber naturgesetzlichen Aufteilung t :<^2ebensraume5 in Nahrungs-, Balz- unb Brut- tfioip sich auf Walb- unb Felbbezirke von sochem 3 Ri.rnmaf3 verteilt, baß er einzelorts gar nicht s »har ist. Dagegen hat man von Anfang an mehr d i i> nützliche Betätigung bes Uhus in freier Wilb- £Hr unterstrichen, bie barin besteht, baß er eine von wirtschastsschäblichen Tieren kurz halt^ WUWviSMW. Vornan von Rainer Zeiden li-cherrechtsfchutz: Fünf-Turme-Verlag, Halle (S.) “OfiL **« in 'iHern.; $ir * I -4» ÄS es fi*51’ «SÄ • ®nen ku .S > * eifltt M N15 ’,r ®önntni^' k.,' bl»upt.t. te* «Wut batte * «eines AI«, *»'hanjöfqibiL. mer’!a (tropois endete T°rmat5, befjei'J seler Staaten a: Pbnger ftett» als ^Ibai in by- - und die SujE; n c*^5. ed)oti bos Sriegsleba le unb grünbtht ?ront halb «- ^e bei seinen ^sgericht gestellt! b noch während lana es ihm, in z n Gefchoh in bi gemeine Semirn i. von dort nad; 'Ais bei; aber ai trer nicht lange i il? melgenannten idjjutun. etrasnoi ■uniform gelegt: fand durch fein st >g. ÄeM'ky oernx in rrn eleganten, re ßch bald in ben « Uchdrnz Mer taitn batte ti fit i) reifte bamu i* sich aus (SrirtzJr.' 7. unb ßck ii etzenjv jelbftknbi: bren. Als ib® bis & 1 er Bieber nid) er brr eines itte nif iu stack) allerbuiC: • tezerjki) nicht nd!u rohe Lumen zn de >r Epielfcfm°’ m jrit armeniem eine k igen der Polizei,- tgebens. 6^1 ’n'' nd bei einem 50 st und muhte bfiü olonie antreten, n Der erste einwanbfreie unb exakte Nachweis über bas tatsächliche Vorhanbensein ber Uhus im Vogelsberg ist aber erst in letzter Zeit erbracht worben unb wirb nunmehr auch bie letzten Zweifler vom Gelingen des Planes überzeugen, bzw. ihnen bie Besorgnis nehmen, baß wir in unserem Zutrauen an bie Stichhaltigkeit ber uns übermittelten Nachrichten unter llmftänben ein Opfer des menschlichen Irrtums geworden sein könnten. Während der herbstmauser 1934 wurden nämlich sowohl vom Forslaml Ridda, als auch von der Graf Solms-Laubachfchen Jagdverwallung Federn emgefandl, die als llhufedern einwandfrei festgeftellt werden konnten und deren Erhaltungsbefund ergab, daß die Uhus sie ganz frisch verloren hatten. Das For st amt Nidda bemerkt zu seiner Einsendung, daß im August der Uhu in seinen Revieren auch gerufen habe. Forstmeister Bauer darf ich an dieser Stelle für sein wiederholt bekundetes Interesse und seine ständige Benachrichtigung verbind- lichst danken. Es ist ganz klar, daß der Verfasser, ber mit ben Ueberwachungs- unb A.usführungsarbeiten betraut ist, nicht allein bie Verantwortung übernehmen konnte für bie letzte zweifelsfreie Begutachtung unb Bestimmung ber Febern, ja, sie auch nicht übernehmen wollte aus Gründen ber üblichen wissenschaftlichen Gepflogenheiten. Deshalb fanbte er sie mit ber Bitte um Nachbestimmung an ben bekannten Verfasser bes Stanborbwerkes „Die Vögel Mitteleuropas", ben Direktor bes Berliner Aqua- Die Nnanzierung von Eigenheim-Vauieo. sen Maßnahmen für die Stä-dte ift jetzt ein gM Vorgehen auch für die Landbevölkerung auf dort in Betracht kommenden Gebiete zu veciüi nen. Es handelt sich um die Errichtung von Grünfutter- und Äartofftl- silos durch das Maurerhandweck. Die Reichsregierung hat die für das lausende M zur Förderung des Silobaues vorgesehenen nen Zuschüsse nochmals um 4,5 Millionen Ä.--! : erhöht und auch für das nächste Jahr tintn ei i beachtlichen Betrag zur Verfügung gestL- v.-t Reich wird ein verlorener Bau koste nzusih^ kii 4 Mark je Kubikmeter umbauten Raumes tür säuerungsbehälter in massiver Bauausführung »y< aus Holz gewährt, sofern diese Behälter toafkrör.:. fest und wasserundurchlässig sind, sowie allen io -i gen an eine brauchbare Einsäuerungsanlagr i stellenden Anforderungen entsprechen. Für tta massive Behälter, deren Ecken nicht hinreiö.- ausgerundet sind, wird eine Reichsbeihilfe O gewährt. 21m möglichst viele Silos zu schaffen, wird bu Höchstsumme, die bisher auf 200 Mark st; 50 Kubikmeter Siloraum begrenzt war, tünffin auf 1000 Mark für 250 Kubikmeter Slforaun erhöht. Die Verteilung der Reichszuschüsse ivirt! künftig vom Reichsnährstand durchgeführt. Ho-- träge sind bei den zuständigen Landesbauen- - schäften unter Beifügung der genauen Bau pläne einzureichen. Von der Reichsregierung und den nachgeordnl-r zuständigen Stellen wird also alles getan, um Arbeitsbeschaffung zu beschleunigen und neue ' Werke zum Besten unseres Volkes zu schaffen. Schafft Arbeit in Stadt und Land! Hausinstandsetzungen.-Reichsbeihilfe zu Silobauten.-Wege zum Bau von Eigenheime Wir müssen uns alle restlos einsehen für die große Sache. Wir müssen heute wie 1914/18 das eigene Ich zurückstellen und alles tun für die Gesamtheit der Ration! Auch heule wieder gilt für uns alle der Ruf: Ran an die Front! Rur dann kann die zweite Arbeitsfchlacht siegreich begonnen und beendet werden. Wer irgendwelche Wünsche hat, mag zu uns kommen, wir werden jederzeit alles tun, um diese Wünsche zu befriedigen. Dr. Goeres sprach hierauf als Vertreter des Gaswerks und als Geschäftsführer der Gasgemeinschaft Gießen über die Mitwirkung des Gaswerks und der Gasgemein» schäft bei der Arbeitsschlacht dieses Winters. Er erinnerte zunächst an den organisatorischen Zusammenschluß der Gasfront und ihr Wirken bei der vorjährigen Arbeitsschlacht. Dann erläuterte er im einzelnen den Arbeitsbeschaffungsplan der Gießener Gaswirtschaft und die darin enthaltenen Vorteile, über die wir kürzlich im Gießener Anzeiger ein- gehend berichtet haben. Dann betonte er: Die Arbeitsschlacht 1934/35 müssen und werden wir aus eigener Kraft gewinnen. An die Hausbesitzer und die Mieter ergeht der Ruf, durch die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten mtt- zuhelfen an der Bewältigung dieser Aufgabe. Jeder Volksgenosse kann dazu wirksam beitragen. heiraten!" mit Karl Ludwig Lindt als Autor, Regisseur und Schauspieler. — Freitag, 4. Januar, 20 Uhr, Erstaufführung des Lustspiels „Christa, ich erwarte dich" von Möller und Lorenz. Spielleitung: Kurt L ü p k e. — Samstag, 5. Januar, 16 Uhr, das Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt". bet sie zugleich auch die Glückwünsche zum neuen Jahre aussprechen. B. Unterm Christbaum. Weihnachten kann man nach Belieben verlängern. Man muß nur dafür sorgen, daß der Baum nicht so früh die Radeln verliert. Dann kann man immer wieder die Lichter erneuern, und das geht so bis Neujahr ober gar bis zum Dreikönigstag. Abend für Abend fitzt du mit dem neuen Buch dicht am Weihnachtsbaum, schnupperst den frischen Waldduft, greifst in den bunten Teller, knackst gedankenvoll eine Nuß, beißt dem Marzipanschwein, chen den Kopf ab und knabbert das Schokoladenbrot an. Ab und zu klingt ein Weihnachtslied in dir auf, ab und au tropft ein Klecks Weihnachtslicht auf deine Schulter, ab und zu verirrt sich ein schimmernder Lamettafaden in dein haar, und ein paar Nadeln riefeln in deinen hals — kurz, es ist riesig gemütlich. Es stört auch fast gar nicht, daß dein Sohn ge- rade unter deinem Stuhl hindurch die Eisenbahn aufbaut und du die Beine etwas unbequem halten mußt, um ja keinen Zug zum Entgleisen zu bringen. Daß der Bub bann boch balb zu brüllen anfängt, weil bas Unglück unweigerlich eingetroffen ist unb ausgerechnet ber neue Speisewagen ein paar Beulen abbekommen hat, ist schon weniger angenehm. Üeberstehst bu aber biefe kleine Störung mit Gleichmut unb gerätst bu auch bann nicht in Zorn, wenn ber Bengel zuviel Pfefferkuchen gegessen hat unb ihm kreuzübel ist, bann erst kannst bu mit Fug unb Recht behaupten, bie weihnachtliche Aus- fpannung hätte bir gut getan, unb bu wärst ein anberer Mensch geworben, ber mit neuen Kräften ins neue Jahr geht. Das große Umtauschen. Manchmal ist es tatsächlich notwenbig, daß ein Weihnachtsgeschenk umgetauscht werben muß, näm» lich wenn die Schuhe zu groß ober bie Hanbschuhe zu klein finb, wenn man zweimal bas gleiche Buch in bie Hand gebrückt bekommt ober wenn es sich herausstellt, baß die Porzellantasse einen kleinen Fehler hat. Es sind aber längst nicht alle Gegenstände, die nach dem Fest zurückgebracht werden, Schuhe oder Handschuhe, Bücher ober Porzellan. I wo, bas sieht man ja schon an dem Massenanbrang. Es ift ja jebes Jahr bosselbe. Wenn bie Taschentücher nicht ganz ben Vorstellungen bes Frauchens entsprechen, bann sind sie überhaupt nicht zu gebrauchen, und der Ehemann soll sich nur nicht wundern, wenn sie sich im Handumdrehen in ein zierliches Kleidchen verwandelt haben. Ueberhaupt fällt ben meisten jetzt erst ein, was ihnen so richtig gefallen kann. Der halbe Weih- nachtstisch roanbert manchmal in bie Geschäfte zurück unb wirb umgetauscht. Die neuen Oegenftänbe sind auf keinen Fall besser ober geschmackvoller, aber sie finb — bas scheint bei Frauen ber Angelpunkt zu jein — nach eigener Wahl, nach eigenem Geschmack ausgesucht. Die Leibenschaft mancher Frauen, neue Sachen in Hänben zu halten, kritisch zu mustern unb schließlich zu erwerben, feiert Triumphe. Sinb die Männer zartfühlender? Scheuen sie sich, ein Geschenk zurückzugeben, um dafür etwas anderes zu erstehen, das keine lieben, befreundeten Hände vorher berührt haben? Ich glaube, viele sind auch nicht anders. Aber darum wollen wir den um» tauschenden Frauen und Männern nicht gram sein. Gönnen wir «ihnen die Freude, zweimal das Fest ber Geschenke feiern zu können, denn ein richtiges Fest muß der Umtausch nun einmal werden. Reichsbund Volkstum und Heimat. Die Ortsringleiter werden hiermit nochmals an das Rundschreiben der Landschaftsführung erinnert, wonach die Ortslisten über ben Mitglieberstanb ber einzelnen Ortsringe bis zum 24. Dezember 1934 bei ber Kreisringleitung einzureichen waren. Soweit bies noch nicht geschehen ist, hat bie Einsenbung ber Ortsliste sofort zu erfolgen, weil bie Gesamtstärke des Kreisringes bis zum 5. Januar 1935 ber Lanb- schaftsführung weitergemelbet werben muß. Bis zum 15. Januar 1935 bitte ich bie Ortsringführer bie Tätigkeitsberichte über das letzte Vierteljahr (Oktober, November, Dezember 1934) an mich einzusenben. Die Weitermelbung an bie Lanb» schaftsführung muß bis spätestens 20. Januar 1935 erfolgen. Die Kreisringleitung. Weihnachtsfeier für mittellose Onrchwanderer. Dom Wohlfahrtsamt der Stadt Gießen wird uns berichtet: Im Rahmen bes Hauptthemas des Abends ,Die Arbeitsschlacht im Winter 1934/35" sprach dann Stadtbaurat Gradert über die Spezialfrage „Die Finanzierung von Eigen» heim»Bauten". Seinen Darlegungen war folgendes zu entnehmen: Am oergangenen Winter war bie Durchführung ber Beschäftigung von arbeitslosen Hanbwerkern unb Arbeitern baburch ermöglicht worben, baß die Regierung große Millionenbeträge für bie Jnstanb- etzung von Wohnungen bem Hausbesitz zur Verfügung gestellt hatte. Die Stadt Gießen erhielt im Oktober 1933 einen Betrag von 150 000 RM., den sie als 20prozentigen Zuschuß für Jnslandsehungsarbei- len verteilen sollte. Dadurch wurden für insgesamt 760 000 RM.» also für mehr als ’/« 2RU- lion Mark, Arbeiten im Winter 1933/34 durchgeführt. Eine erneute Bereitstellung für ben jetzigen Win» ter hat bie Regierung nicht vorgenommen, fonbern bie Arbeitsbeschaffung gewissermaßen ^zentralisiert, indem sie einer Reihe von Gesellschaften bie Auf- gäbe zuwies, Finanzierungsmöglichkeiten für ben Wohnungsbau zu schaffen. Der R e i ch s st a n b des b e u t f ch e n H a n b w e r k s hat sich mit ganz befonberer Energie biefer Aufgabe angenommen unb irn Dezember 1933 die T r e u b a u - Ä.- G. für $a“fi.nan3|cFun0en gegrünbet, unb zwar in Berbinbung mit ben Versicherungsanstalten bes Hanbwerks unb bes gewerblichen Mittelstanbes, mit ben Spitzenverbänben bes Hanbwerks, mit bem Bunb beutfcher Architekten unb anberen am Bange- werbe interessierten Derbänben. Die Treubau soll also Arbeilsmöglichkeilen für das Handwerk dadurch schaffen, daß sie den Wohnungsbau in vollem Umfange finanziert. Es ist bekannt, daß in gewissem Umfange bereits erste Hypotheken zu bekommen finb, aber bie volle Finanzierung eines Wohnungsneubaues scheiterte bisher in ber Hauptsache baran, daß zweite Hypotheken nicht zu bekommen waren, benn Diejenigen Bauherren, bie in früheren Jahren einen . Wohnungsneubau ohne große Zuhilfenahme frem- ber Kapitalien burchführen konnten, finb heute 1 mäst mehr so zahlreich. Außerbem kommt als be- ' jonberes Moment hinzu, daß gcrabe diejenigen i Kreise, bie noch über ein Sparkapital von wenigen i tausend Mark verfügen, gerne bauen möchten, wenn l kohlrabi 8, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 22 bis 25, Kartoffeln, bas Pfunb 4 Pf., ber Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, bas Pfunb 10 bis 15 Pf., Birnen 8 bis 10, Nüsse 40 bis 50, Honig 45 bis 50, junge Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 75 bis 85, Gänse 80 bis 90, Enten 80 bis 90, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30. Vornottzen. — Tageskalenber für Samstag: Stabt- theater, 16 bis 18.45 Uhr: „Peterchens Mondfahrt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Königin Chri» stine". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Im Geheimdienst". — GRG., 20.15 Uhr: Klubabend mit Damen auf dem Bootshaus. — Tageskalenber für Sonntag: Stadt» theater, 15 bis 17.45 Uhr: „Peterchens Mondfahrt"; 19.15 bis 22 Uhr: „Das ßanib bes Lächelns". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Königin Christine". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Im Geheim- dienst". — Gießener Eisverein, 10.30 bis 12.30 Uhr: Rollschuhlaufen in der Volkshalle. — Eisenbahn- Fahrbeamten-Verein, 16 Uhr, Stadt Wetzlar: Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung. — Stadttheater Gießen: Heute 16 Uhr, „Peterchens Mondfahrt".— Sonntag, 30. Dezember, 15 Uhr, Wiederholung des Weihnachtsmärchens „Peterchens Mondfahrt". Leitung: Volck-Ker- z i s n i f; 19.15 Uhr, die romantische Operette „Das Land des Lächelns" von Lehär. Leitung: Hub- Cuj 6 - Bäulke. — Montag, 31. Dezember, fröhlicher Jahresabfchied im Stadttheater. Zur Feier bes Tages Erstaufführung ber Biedermeier-Posse „Die vier Schlaumeier" von Walter Goetze. Leitung: Heinrich Hub, Fritz C u j ä, Theo Bäulke. Dazu Silvester-Einlagen. Von 20.30 bis gegen 23 Uhr. — Dienstag, 1. Januar, 20 Uhr, bie Bauern- komöbie: „Krach um Jolanthe" von August Hinrichs, unter ber Spielleitung von Kurt L ü p k e. — Mittwoch, 2. Januar, 19.30 Uhr, Schwank „Parole: Die von der Gasfront vorgesehenen Vergünstigungen gelten für bie Aufträge, bie bis zum 31. März 1935 ausgeführt finb. Daher ist es erforberlich, um- gehend bie Aufträge zu erteilen, bamit sie bis zum Endtermin erlebigt werben können. Ingenieur Mxein berichtete bann als Vertreter ber Elektro-Front über bie Vorteile, bie von biefer Seite her ben Auftraggebern für solche Arbeiten eingeräumt werben, bie bis zum 31. März 1935 zu erlebigen finb. Im allgemeinen hanbelt es sich hierbei um bie gleichen Bedingungen unb Voraussetzungen, wie bei ber Gas-Front. Der Rebner hob befonbers hervor, bah auch auf dem Gebiete der Elektrowirtschaft in vielen Häusern und Haushaltungen noch reiche Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten vorhanden finb, bie im Rahmen ber Arbeitsschlacht biefes Winters erschlossen werben müssen; insbefonbere hanbelt es ich babei um bie Anlegung von Treppen- unb Kel- lerbeleuchtungen. Er bat alle Volksgenossen, burch bie rasche Vergebung biefer Arbeiten wirksam zur Gewinnung ber Arbeitsschlacht beizutragen. Kreishandwerksmeister Slühler machte bann befonbers darauf aufmerksam, daß alle Arbeiten schnell in Auftrag gegeben werden müssen, um noch rechtzeitig bis zum 31. März 1935 ausgeführt zu werben. Dann sagte er u. a.: Grund- legenb ift babei, baß in ber Zeit, in ber bie Ar- beitsmöglichkeiten im Freien burch bie Witterungsverhältnisse weniger günstig sind als sonst, die die übrigen 13 v. h. ausmachen. Es hat feinen Wert, hier auf diese Einzelheil's einzugehen, da mit der Aufklärung über o Punkte die städtischen und die staatlichen ®aAul?vL beauftragt sind. Die 33 v. H. brauchen nicht los eingezahlt zu werben, wenn ber betreffende s Herr nicht sofort mit seinem Bau beginnen fonbern der Betrag ermäßigt sich auf etwa 22 o- • unb bie restlichen Beträge können innerhalb ei Zeitraumes von einem Jahr eingezahlt wer - Dieser Zeitraum ist angesetzt, weil bie Treuo , A.-G. damit rechnet, innerhalb dieser Wartezeit ’ Vollfinanzierung bes Bauvorhabens sichern du _ nen. Sie bemüht sich nämlich, wenn die Bei von minbeftens 22 v. H. eingezahlt sind, sowohl bie erste, als auch um die zweite hypotyer. ** Don der Landesuniversität. Don ber Pressestelle ber Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Direktor der Universitäts-Augen» klinik in Gießen, Herr Pros. Dr. Jeß, ist zum beutschen Delegierten für die Internationale Vereinigung ber Ophthalmologischen Gesellschaften bestellt worden. ** Born hessischen Dberlanbesgertd)t. Ernannt würbe durch Urkunde bes Herrn Reichs- statthalters in Hessen auf Vorschlag ber Hessischen Regierung der Oberlandesgerichtsrat beim Ober- lanoesgencht zu Darmstabt Wilhelm B e ch st e i n mit Wirkung vorn 1. Dezember 1934 zum Senats- präsibenten bei biefem Gericht. ** I n ben Ruhestanb verletzt würbe burch Urfunbe bes Herrn Staatsministers der Gerichtsvollzieher mit bem Amtssitz in Gießen Christian »Junker auf Nachsuchen vom 1. April 1935 unter Anerkennung seiner Dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste unb mit bem gesetzlichen Ruhegehalt. **DieMuseenim Alten und im Neuen Schloß bleiben am Sonntag geschlossen. Am Neujahrs» tag sind sie zwischen 11 unb 13 Uhr geöffnet. ** Den Grunbschein ber Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft erworben. Nach vorausgegangenem Lehrgang unb nach Erfüllung ber Bebingungen erhielten ben Grunb- schein ber Deutschen fiebensrettungs • Gesellschaft: Liselotte Fuhr, Gießen, Sonnenstraße: Ruth Heine, Gießen, Landgrasenstraße 6; Irmgard Schalch, Gießen, Wetzlarer Weg 61; Anni Pfunb, Gießen, Neuenweg 18; Jngeborg Weyl, Gießen, Liebiastraße 32; Margaret Weyel, Gießen, Henselstraße 8; Walter ßinfmann, Gießen, Wilhelmstraße 63; Otto Klug, NiederAm 24. Dezember abenbs fanb im stöbt. Hospital in ber Sandgasse eine schlichte Weihnachtsfeier mit Bescherung für bie vom Wohlfahrtsamt eingeroiefe- nen Durchwanderer statt. Es befanben sich rund 45 Wanberer, meistens ältere Leute, im Hospital zur Verpflegung unb Uebernachtung. Im Mittelpunkt ber Feier ftanb eine zu Herzen gehenbe Ansprache bes Pfarrers Becker, bie biefer nach Ver» Jefung ber Weihnachtsgeschichte unb gemeinsam gelungenem Lieb an bie Äersammelten richtete. Der Hospitalverwalter, Franz, überreichte jebem einen Teller mit Backwerk unb anberen nützlichen Kleinigkeiten unb trug burch Begleitung ber gesungenen ßteber auf seiner Trompete zur Verschönerung ber Feier bei. Die Veranstaltung, bie in Gegenwart eines Vertreters des stäbtischen Wohlfahrtsamtes ftattfanb, biente bem Gebauten, auch biefen Aerm- ften ber Armen, bie vielfach burch wechselvolle unb barte Schicksale in ein fieben auf ber Lanbstraße getrieben würben, etwas Weihnachtsfreube und Weihnachtsfrieden zu spenden. Daten für Samstag, 29. Dezember. 1832: der Buchhändler Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf in Stuttgart gestorben (geboren 1764); — 1834: der englische Nationalökonom Thomas Robert Malthus in Bath gestorben (geboren 1766); — 1836: ber Afrikareisenbe Georg Schweinfurth in Riga geboren (gestorben 1925); — 1926: ber Dichter Rainer Maria Rilke in Paris gestorben (geboren 1875). Daten für Sonntag, 30.Dezember. 1812: Porck schließt bie Konvention zu Tauroggen; 1819: ber Dichter Theobor Fontane in Neuruppin geboren (gestorben 1898); — 1832: ber Schauspieler fiubroig Devrient in Berlin gestorben (geboren 1784); 77 1861: der Ingenieur Max Mannesmann in Blie- dinghausen geboren Gießener lvochenmarktpreife. * Gießen, 29. Dez. Auf bem heutigen Wochen» marft kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,50 bis 1,55 Mark, fianbbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse Stück 4 bis 10, Eier (frische) 12 bis 13, (aus- ländische) 10 bis 13, (inländische Kühlhauseier) 10 bis 13, Wirsing (grün), bas Pfunb 8 bis 10, Weiß- kraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unter- ihnen von dritter Seite das fehlende 6klb p» Verfügung gestellt werden könnte. Was uns fehlt, find gerade kleinwohnvngtn. die dem einzelnen die Möglichkeit geben, sich einen eigenen Wohnbesih zu schaffen, um ta* durch neben der Freude am Llgenbesih auch die Verbundenheit mit feiner Wirkungsställe 1® erreichen. Es ift nun klar, daß — wenn diese Jinuy rungs-Gesellschaften genügend Kapital zur fügung hätten — die Maßnahmen zur herg^ von Hypotheken keine schwierigen wären. Aber « ist erst nach mehrmonatigen Beratungen gelungev eine Lösung für bie Hergabe ber zweiten WP01^*1 | zu finben. Die Bebingungen, bie an- diese Hergat« aeknüpft finb, verraten auch beutlich die Schwieu-1 reiten ber Lösung. Aber es sollte ja auf jeden kleine Lösung gefunben werben, um dem deul!Än ■ Handwerk burch Arbeitsbeschaffung auch im ®in; ' 1934/35 ausreichenbe Arbeitsmöglichkeiten zu 91'--r‘ Die erste und die zweite Hypothek mache" 111 ber Regel insgesamt etwa 80 v. h. der 8fl0* kosten aus, die übrigen 20 v. h. M Eigenkapital. Die Voraussetzungen, die em Bauherr, der die Errichtung eines Eigenhcime- plant, zu erfüllen hat, find folgende: Er muh zunächst einen eigenen lastenfreien Vauplah haben. Er muh ferner einen Betrog von etwa 32 bis 33 v. h. der Baukosten feines hauiei im voraus einzuzahlen in der Lage fein. Diele 33 v. h. fetzen sich zusammen auch einem 20prozentigen Grundbeitrag, oder anders gedrückt, aus dem eigenen Kapital In höhe ooa 20 v. h. und aus einer Reihe von Leistungen, möglichst viele Jnnenarbeiten in Angriff genommen werden müssen, damit die bisher beschäftigten Arbeiter ihre Arbeitsplätze behalten und möglichst noch Reueinstellungen vorgenommen werden können. Es ist auch eine falsche Auffassung, wenn manche Volksgenossen im Winter bie Hanbwerker nicht im Hause haben wollen. Im Interesse bes guten Ausganges ber Arbeitsschlacht muß man auch einmal das Opfer biefer Unbequemlichkeit auf sich nehmen. Grunbfalfch ist auch bie Ansicht, bas Hanbwerk schlage ben Betrag, ben es bei Aufträgen im Rahmen ber Arbeitsfchlacht nachläßt, von vornherein auf bie Preise braus. Es finb Werbe- unb Kon» trollausfchüsse bei ber Hanbwerkerschaft unb bei ben Jnbustrie- unb Hanbelskammern gebilbet worben, bie ben Auftraggebern kostenlos zur Beratung zur Verfügung stehen, bie Voranschläge prüfen unb bie Rechnungen begutachten. Sobann wies ber Rebner barauf hin, baß für die Vergebung von Jnslandsehungsarbeilen Einkommensteuerermäßigungen in Anspruch genommen werden können, wenn diese Arbeiten bis zum 31. März 1935 ausgeführt sind, dah die örtlichen Banken und Sparkassen für diese Arbeitsbeschaffungen Krediterleichterungen gewähren und die hessische Brandversicherungskammer rund 350 000 Mark darlehensweise bei 3% Prozent Zinsen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat. Es ist also alles getan, um für die Avbeitsevschlie- siung durch bie Hausbesitzer unb bie Mieter weitgehende Vergünstigungen einzuräumen. Neben die- Auf Einladung der Kreisamtsleitung ber NS.- Hago unb ber Kreishanbwerkerschaft fanb gestern abenb im Saale bes Cas6 Leib eine gut besuchte Versammlung statt, bie sich mit ben Ausgaben unb Zielen ber Arbeits sch lacht 1934/35 beschäftigte. Kreishandwerksmeister Stichler leitete in Vertretung bes erkrankten NS.-Hago- Kreisamtsleiters S ch i m m e l bie Versammlung, begrüßte bie Vertreter ber Partei unb sämtlicher Behörben, bes Hausbesitzeroereins unb ber Hausfrauenorganisation, unb sagte bann u. a.: Nachdem bas jetzt au Ende gehenbe Jahr auf allen Gebieten einen wesentlichen Aufschwung gebracht hat, ist es erforberlich, baß alle Kräfte nach ben Weisungen ber Reichsreyierung, bes Lanbesyanbwerksmeisters unb bes Rhein-Mainischen Jnbustrie- unb Hanbels- tages eingesetzt werben, um auch bie zweite Arbeitsfchlacht siegreich zu bestehen. Es ist erfreulich unb von großer Bebeutung, sagen zu können, baß alle Stellen, bie im Vorjahre mit uns gemeinsam bie Vorarbeiten geleistet haben, auch jetzt wieder bereit finb, alles für biefe zweite Arbeitsfchlacht zu tun unb sämtliche Maßnahmen nach besten Kräften zu förbern. Ohmen; Karl Peuster, Großen-Dui^ Leistungsschein erhielt Hans ßautenfn* €1 tzen, Hitlerwall. n'Qt. g ♦* Die Sprechstunden ber PUn fürsorge stelle finb mit Wirkung vom i 5!»1 1935 ab für die Orte des L a n b k r ei s e « flu M ein für allemal von Montagnachmittag auf D i '1! ta g n a ch mi tta g verlegt worben. % ** Weihnachtsspenbe. Wie uns tnii«. wirb, überreichte bie Leitung der 'RinnrrSl fabrif Andreas Euler den mitglUben ih?^ folg-schaft ein Weihnachtsgeschenk von je ren, sowie einen Geldbetrag. Die Soen^ von den Betriebsangehörigen mit Dantbarf»?’1 gegengenommen. ‘•■'i ** Eine öffentliche Zahlung sai^ nung zur Begleichung des 4. Zieles der (Bem.i? Kreis» und Prooinzialurnlagen einschließlich ~ gebäubefteuer 1934 erläßt die Stadtkasse Ej-i'"' unserem heutigen Anzeigentell. Rückständig/'' lungspflichtige seien auf die Befanntmadju-? sonders hingewiesen. * Der Frühjahrsmarkt (Schau, Verkauf smesse) in Gießen wird on Bürgermeisterei in unserem heutigen Slniei/. für bie Zeit vom 31. März bis 7. April I935 -. kündigt. Interessenten eien besonders darau'"! merksam gemacht. ** Preußisch - Süddeutsche Tta- lotterte. Die Erneuerung ber Lose zur nc*1 Klasse muß bis zum 31. Dezember erfotof , (Siehe heutige Anzeige.) ** Gesangskonzert in den ©iefu,. Kliniken. Um den Patienten und dem personal eine Weihnachtsfreube zu bereiten, ^2 Hafteten am ersten Weihnachtsfeiertag die M ' ber des Gesangvereins Heuchelheim in ben Kliniken ein Gesangskonzert, bei bem ffieibn -s lieber und einige Chöre zum Vortrag gebracht ben. Die vortrefflichen Darbietungen ber Ser, fanben mit Recht starken und dankbaren 1 ber sehr erfreuten Zuhörer. ""f, Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Oberheffen »Nit ersten Feierwaren, 1. dann die Bandes Bauplatzes 2. 3. 4. 5. Gendarmerie B. Gemeindepolizei: 50 v. $). 5,24 „ 8,22 „ 16,67 „ 10,90 „ 7,89 ,, 16,75 „ Landespolizei: a) Polizeioffiziere b) Polizeimannschaften Einzeldienstpolizei (blaue Polizei) Kriminalpolizei Verwaltungspolizei iieren in der Form, daß sich üjffenfumme um den Betrag erhöht. Oie hessische Polizei nach der nationalsozialistischen Revolution D a r m st a d t, 28. Dez. (LPD.) Das Staats» Presseamt teilt mit: Von den Polizeioffizieren und Mannschaften in den einzelnen Polizeifachsparten wurden entlassen bzw. in den Ruhestand versetzt: A. Staatspolizei. ■’ «-J *£tv SÄ mIoi ja Wur: rhn Ito’ autn begtrajlmfe 250 fiobifeto Sir ng der ^rflanö kchkM jnflänügn t** W°g dn zeM nnjurfidn lag und den ■rt a-o Or bkschleuai-a vÄ 'n» W ja dt bas M Öen kömue. gerade \t Wl#dl l M J» M a® tiM leinet W* Men. , - nxnn üfltnb »' Zur Erneuerung des Personalbestandes innerhalb der Polizei sind zum größten Teil bewährte Kämpfer bzw. Angehörige der nationalsozialistischen Bewegung eingestellt worden, und zwar in die einzelnen Polizeidienstzweige der staatlichen Polizei rund 400 und in den Gemeindepolizeidienst rund 100. Dies entspricht im Verhältnis zur Gesamt- tärke der Hessischen Polizei etwa 27 v. H. Es darf hierbei bemerkt werden, daß die Landespolizei sich nahezu ausschließlich aus Mitgliedern der Partei und der hinter ihr stehenden Verbände ergänzt hat und auch weiterhin ergänzen wird. Somit dürfte Hessen bezüglich der Verwendung alter Kämpfer in der hessischen Polizei mit an erster Stelle stehen. verläßt, bzw. wechselt. Wo Jahreslohn vereinbart wird, läuft das Dienstjahr auch heute noch vom 27. Dezember dieses Jahres bis zum 27. Dezember nächsten Jahres. Wenn heute vielfach auch schon monatliche Dienstzeit vereinbart wird, so werden doch auch noch sehr viele Jahresverträae zwischen Bauer und Gesinde abgeschlossen. Wie auf anderen Gebieten ländlichen Brauchtums, so blickt auch der „Schürztag" auf eine Tradition zurück. Die Spinnstube, der Knecht oder Magd angehören, hilft ihren Kameraden oder Kameradinnen schürzen, indem die ganze Spinnstubengesellschaft nach Möglichkeit ihr scheidendes Mitglied in das andere Dorf begleitet, beim Auf- und Abladen der Habseligkeiten mithilft. An der neuen Dienststelle angekommen, erhält die ganze Gesellschaft meist noch einen guten Kaffee mit Weihnachtskuchen aufgetischt. Ein Stückchen Tradition stellt auch die „Trollsuppe" (kommt von trollen, fortgehen) dar. Es ist das Mittagessen am Schürztag, das aus Sauerkraut und Schweinefleisch besteht. ch G r o ß - E i ch e n, 29. Dez. Am morgigen Sonntag, 30. Dezember, feiert der Zimmermeister Heinrich Peter in großer körperlicher und geistiger Frische seinen 9 0. Geburtstag. Kreis Alsfeld. 0. Alsfeld, 28. Dez. Am zweiten Weihnachts- taa hielt der hiesige Turnverein — wie alljährlich — seine Weihnachtsfeier im großen Saale des „Deutschen Hauses" ab. Der 1. Vereinsführer, Ebeling, begrüßte mit herzlichen Worten die in überaus großer Zahl erschienenen Mitglieder und Gäste. Er umriß die Bedeutung des Weihnachtsfestes, das der deutsche Mensch besonders tief und beglückend erlebe. Weiter fand der Vereinsführer begeisterte Worte für die deutsche Turnsache, die nicht nur körperliche Ertüchtigung, sondern auch sittliche und geistige Gesunderhaltung des deutschen Volkes und tätige Mitarbeit an der echten Volksgemeinschaft zu ihren obersten Zielen gesetzt habe. Zum Schluß dankte der Redner den verantwortlichen Mitarbeitern des Alsfelder Turnvereins für die erfolgreiche und nie erlahmende Arbeit im Jahre 1934. Mit dreifachem Sieg-Heil gelobte die begeisterte Menge dem Führer und Reichskanzler treueste Gefolgschaft. Das anschließende interessante und abwechslungsvolle Programm gewährte neben schwungvollen musikalischen Darbietungen aufschlußreiche Einblicke in die im Verein geleistete turnerische Erziehung. Stabübungen und Barrenturnen der Zöglinge sowie Freiübungen, Bodenübungen und Turnen der Aktiven am Reck ließen eine beachtliche Durchbildung erkennen und fanden begeisterte Zustimmung. Besonderen Beifall fanden auch die Darbietungen der Turnerinnen, die mit ihren exakten Keulenübungen und zwei Tanzszenen ihre Tüchtigkeit bewiesen. Ein wirkungsvolles lebendes Bild, „Turnen ist Dienst am Volke ", beschloß die Darbietungen. Bei deutschen Tanzweisen verlebten die Besucher dann noch einige frohe Stunden. £ Groß-Felda, 28. Dez. Hier fand in der „Traube" ein kameradschaftliches Beisammensein des hiesigen Motor st urms M/23/147 statt. Die Kameraden waren mit ihren Angehörigen erschienen. Natürlich mußte auch der Nikolaus da sein, der groß und klein mit allerlei Gaben gedachte. Strafe muß sein, drum wurde kein Geschenk verabreicht, ohne daß der Nikolaus mit seiner Rute den guten Mahnungen wegen Pünktlichkeit beim Dienst und sonstiger Schwächen Nachdruck verlieh. Die Kinder sagten Weihnachtsgedichte auf, und es wurden auch allerlei musikalische Genüsse verabreicht. So konnte Langeweile nicht aufkommen, und erst in später Stunde trennte man sich. — Am Weihnachtsabend wurde von den Schulkindern ein Krippenspiel in der Kirche aufgeführt, das auf alle einen nachhaltigen Eindruck machte. In Wort, Spiel und Lied zog das Wunder der Christnacht vorüber. Die alten, trauten Weisen erklangen, von jung und alt voll Andacht gesungen. Dasselbe Spiel wurde am selben Abend auch in Windhausen aufgeführt. Nieder-Ohmen, 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der Gesangverein „Eintracht" im Saale von Ziegenhain fein diesjähriges Wintervergnügen ab. Mit dem deutschen Sängergruß wurde die Feier eingeleitet. Dann hielt der Dirigent S ch l i f f e r eine Ansprache, in der er die Bedeutung des deutschen Liedes darlegte. Hierauf wurde von Mitgliedern des Vereins ein Theaterstück aufgeführt. Den Abschluß des Abends bildete Tanz, der alt und jung noch lange vergnügt beisammen hielt. Kreis Lauterbach. * Lauterbach, 28. Dez. Im September d. I. hatte der Landwirt Bien in Freiensteinau das schwere Unglück, daß ihm bei der Arbeit im Stalle sein fünf Jahre altes Töchterchen unvermutet in die zum Strohstreuen h o ch g e - schwungene Mi st gabel hineinlief, wobei dem bedauernswerten Kinde ein Zinken der Gabel durch ein Auge bis in das Gehirn drang. Die schwerverletzte Kleine mußte nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden, von wo sie nach sechswöchiger Behandlung wieder in das Elternhaus in Freiensteinau zurückgebracht wurde. Hier ist nunmehr das bedauernswerte Kindchen nach qualvollem Leiden seinen schweren Verletzungen erlegen. in allen Häusern die Christbäume. Am Bescherabend wurde in der hiesigen Kirche ein Weih- n a cb t s s p i e l aufgeführt, das von den Konfirmanden mit gutem Gelingen durchgeführt wurde. Es mußte am Spätnachmittag des ersten ~ ' tags wiederholt werden. Die Gottesdienste wie stets an Festtagen, überfüllt. — Die hiesige zweite Lehrer stelle, die seit über einem 'M Eigch ’S*» lianbbroolf;- ®ebit2 ®rünnift£T- uw 18 NaarkthM, :I die für bas k •ooiiies Dorgej^ is um 4,5 b:s nächste Äi jt Verfügung c 'kitt Bautyte umbauten äm? V'fioer Jhwwi rn diele-Mer: uanij faj, 'omit i gti sprechen, st rr nch hi r .‘ e m HrMt -gen Wrfl^, •gabt Dtr^r SÄ teitiinoR; rite W*. / rt®" * 4 J 20 M (j • ***** Landkreis Gießen. * Wieseck, 28. Dez. Bei der Weihnachtsfeier am ersten Feiertag brachte der Turnverein 18 6 2 e. V. W i e s e ck ein für dieses Fest bestimmtes Märchenspiel. Schon die Hauptprobe, die nachmittags als Kindervorstellung gegeben wurde, löste bei den Kleine». viel Freude und Begeisterung aus. Die offizielle Weihnachtsfeier folgte am gleichen Abend für die erwachsenen Mitglieder im Saalbau Braun. Auch hier stand im Mittelpunkt des Abends das Weihnachtsmärchen „Friedel und die goldene Geige". Der gute Besuch der Veranstaltung ließ erkennen, daß die Mitglieder des Vereins auch für theatralische Vorführungen volles Verständnis haben. Die Schülerin Tilly R e e h sprach einleitend einen dem Abend angepaßten Prolog. Vereinsführer D a u p e r t begrüßte bann die zahlreich erschienenen Gäste und brachte zum Ausdruck, daß auch diese Weihnachten, dank der großen Winterhilfsaktion, für jeden deutschen Volksgenossen ein Fest der Freude sein solle. Er gedachte ferner der deutschen Brüder im Saargebiet, die nun bald wieder zu ihrem geliebten Vaterland zurückkehren dürften. Das dreifache „Gut-Heil!" galt unserem Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler. Die Gesangsabteilung des Vereins erfreute durch die beiden Chöre „Mahnung" und „Weihnachtsglocken". Das aus einem Vorspiel und drei Bildern bestehende Weihnachtsmärchen mit Gesang und Reigen zeigte nur Schüler und Schülerinnen auf der Bühne. Die Aufführung wurde in allen Teilen gut und flott gespielt, wofür besonders dem Frauenturnwart Otto R e e h , der die nicht leichte Einschulungs-Arbeit übernommen hatte, besonderer Dank gebührt. Der musikalische Teil der Feier wurde von der jugendlichen Klavierspielerin Erna O ß w a l d sowie von Mitglied Ludwig O ß w a l d ausgefüllt. Nach dem Gesang von „Stille Nacht, heilige Nacht" blieben die Besucher noch kurze Zeit gemütlich beisammen. wg. Großen-Buseck, 28. Dez. Der G e • sangverein „Heiterkei t-Sä ngerkranz" hielt im festlich geschmückten Saale des Gasthauses „Zur Germania" seine Weihnachtsfeier ab. Nach einem flotten Eröffnungsmarsch der Kapelle Nicolai und dem gut zum Vortrag gebrachten Chor „Deutschland, mein Deutschland" hielt der stellvertretende Vereinsleiter Heinrich S ch n e g e l s- berg die Begrüßungsansprache, in der er u. a. auf die große Bedeutung des Männergesangs und des deutschen Liedes für den Wiederaufbau unseres Volkes und Vaterlandes, sowie für die Vertiefung der deutschen Volksgemeinschaft hinwies. Der Jugend empfahl er, sich gerne und mit voller Hingabe in den Dienst des deutschen Liedes zu stellen. Hieraus wurden den Mitgliedern Wilhelm Merz und Heinrich Dorth für 25jährige treue Mitgliedschaft Ehrennadeln überreicht. Sodann wurden unter der Leitung des bewährten Chormeisters Konrad N i - c o l a i, Großen-Buseck, mehrere Chöre zu Gehör gebracht, darunter auch das Chorwerk mit Orchesterbegleitung „An der schönen blauen Donau". Im weiteren Verlaufe des Abends erfreute der Verein durch ein flott gespieltes Theaterstück und durch ein vortreffliches Duett. Die Musikkapelle bereicherte die Stunden mit schönen instrumentalen Darbietungen. Mit einer Tellersammlung, die einen Ertrag von 11,50 Mark brachte, wurde des Winterhilfswerks gedacht. Dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde am Schlüsse des offiziellen Teils mit dreimaligem, freudig aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen gedankt. Die restlichen Stunden waren der frohgestimmten Unterhaltung bei Gesang und Tanz gewidmet. Harbach, 27. Dez. Am ersten Weihnachtsfeiertag fand in unserer Kirche die diesjährige Christ vesper statt. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz befefct. Der Schülerchor leitete mit dem Adventslied „Die Tage sind so dunkel" die Feier ein. Nach einem sinnvollen Prolog trugen die Schulkinder Gedichte und Wechselgespräche vor. Zwischendurch verlas der Ortsgeistliche, Pfarrer Volz, das Weihnachtseoangelium. Zur Verschönerung der Feier trug der Schülerchor wesentlich Jahre verwaltet wurde, konnte vor Weihnachten wieder besetzt werden. Sie wurde dem seitherigen Schulverwalter Georg S ch e m b e r von Homberg übertragen, der seinen Dienst bereits angetreten hat. Im Zuge dieser Besetzung wurden Schulverwalter Mi schlich von hier nach Eschenrod, Frl. Elisabeth Roth von Eschenrod nach Ober-Schmitten, Schulverwalter Heinrich G r ö l z von Ober- Schmitten nack Köddingen versetzt. — Die ungewöhnlich milde Witterung vor Weihnachten ließ die Natur nicht zur Ruhe kommen. In manchen Gärten blühen noch Rosen, Gänseblümchen, Glocken- und Flockenblumen zeigen sich noch im Schmucke ihrer Blüten. Die Kätzchen des Hasel- nußstrauckes haben sich gestreckt und hängen weich und biegsam an den Zweigen, eine Erscheinung, die in normalen Jahren nur im Vorfrühling eintritt. Wiesen und Saatfelder prangen in lenzlichem Grün. # Dom Vogelsberg, 28. Dez. Fast in allen Orten des Vogelsberges konnte man gestern ländliche Fahrzeuge in Bewegung sehen, die Truhen und sonstige Behälter geladen patten, Ein Fahrzeug verließ das Dorf, ein anderes fuhr ein. „Schürztag" nennt man den dritten Feiertag im Dolksmund, weil an diesem Tage das G e - finde „schürz t", das heißt ferne Dienststelle Das wären in kurzen Zügen die Gesichtspunkte, unter denen der Reichsstand des deutschen Hand- werks sich bemüht, den Bau von Eigenheimen mit aller Macht zu fördern und damit dem deutschen Handwerk zu helfen. Alle weiteren Einzelheiten erklären dem, der die ernste Absicht zum Bauen hat, die städtischen und die staatlichen Beratungsstellen. Es kann nur gewünscht werden, daß dieses Bemühen des Reichshandwerksführers auf recht fruchtbaren Boden fällt, da es sowohl für den Handwerker, als auch für den künftigen Eigenheimbesitzer im Augenblick die einzige und doch zugleich eine gute Lösung ist. Nachdem kein Versammlungsteilnehmer von der Gelegenheit zur Aussprache im Anschluß an die Vorträge Gebrauch gemacht hatte, betonte Kreishandwettsnieister Stichler in seiner Schlußansprache, daß man bei einem Der- gleich zwischen dem, was die nationalsozialistische Regierung während ihrer bisherigen kurzen Amtstätigkeit schon geschafft habe und den Leistungen aller früheren Regierungen mit Freude und Stolz feststellen müsse, daß alles, was der Führer und seine Mitarbeiter in Angriff genommen hätten, bis- her zu einem guten Ende geführt worden fei. Im Hinblick darauf könne man mit größtem Vertrauen in das neue Jahr hineingehen, geleitet von der Bereitschaft, alle Kräfte emzusetzen für die Mitarbeit an dem Aufbauwerk des Führers. Wenn diese Bereitschaft im kommenden Jahre überall zur Tat werde, könne unser Volk wieder einen großen Schritt vorwärts gebracht werden. Damit werde die Zeit, die der Führer zur Erfüllung feiner Aufgabe sich ausbedungen habe, offenbaren, daß das Geschick des deutschen Vaterlandes bei dem Führer in der rechten Hand liege. An der Schwelle des Jahreswechsels könnten wir alle nur den Wunsch und die Bitte hegen, daß ein gütiges Geschick unserem Füh- rer und seinem Werk nun weiterhin gnädig sein und ihn unserem Volke noch lange erhalten möge, damit er seine großen Pläne zum Wohle des gan- zen deutschen Volkes durchführen könne. Nach Dankesworten an die Redner des Abends und an die Vertreter der Behörden schloß Kreis- Handwerksmeister S t ü h l e r die Versammlung mit dem Gelöbnis unwandelbarer Treue zum deutschen Vaterlande und seinem Führer Adolf Hitler. Die bei, der im Laufe des Abends altdeutsche Weih- nachts- und Krippenlieder zum Vortrag brachte. ex) Ettingshausen, 28. Dez. Die hiesige Zelle der NSDAP, hielt dieser Tage auf dem Rathaus eine gut besuchte Mitgliederversammlung unter der Leitung des Zellenleiters O p p e r ab. Der Propagandaleiter gab einen Rückblick auf das verflossene Jahr und einen Ausblick auf die kommende Zeit. Er dankte den Parteigenossen für ihre bisherige Mitarbeit und ermahnte sie, auch im neuen Jahre in unverbrüchlicher Treue zu dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zu stehen. Zellenleiter O p p e r schloß die Versammlung mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. — In der hiesigen Zelle der Partei wurden 54 Kuchen für das Winterhilfswerk gespendet. 8. Lang-Göns, 28. Dez. Die erste Brenn- und Nutzholzversteigerung fand gestern in der hiesigen Turnhalle statt. Versteigert wurde das geschlagene Holz aus dem Gemeindewald zwischen Lang-Göns und Leihgestern, der „Hardt". Zahlreiche Steigerer, auch aus Leihgestern, hatten sich eingefunden. Die Preise waren für das Brennholz ziemlich hoch. Es kosteten: Buchenscheit, je zwei Raummeter 20 bis 24 Mk., im Durchschnitt 22 Mk., Buchenknüppel 16 bis 18 Mk., Eichenknüppel 12 bis 14, Buchenwellen 7 bis 8, Eichen- und Tannenwellen 4 bis 5 Mk. Beim Nutzholz kam der Festmeter der tannenen Stangen auf etwa 14 bis 18 Mk., bei Buchenstämmen 26 bis 28 Mk. und bei Eichenstämmen 44 bis 50 Mk. — Gestern wurde die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, Frau A. Elif. B r ü ck e l Wwe., die im 9 5. Lebensjahre stand, zur letzten Ruhe bestattet. (D (Brüning en, 28. Dez. Am zweiten Weih- nachtsfeiertag hielt der Turnverein in der Sing- und Turnhalle eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier ab. Nach herzlichen Begrüßungsworten des Vereinsleiters I s h e i m wurde ein Theaterstück gut aufgeführt. Im weiteren Verlau des Abends zeigten die kleinen Turner und Turnerinnen unter der bewährten Leitung des Sportlehrers Fay ihr Können am Gerät, im Bodenturnen sowie im Reigen und in gymnastischen Hebungen. Eine Verlosung mit schönen Preisen fand viel Anklang. Eine flotte Musikkapelle sorgte für schöne Umrahmung der Darbietungen und spielte dann zum Tanz auf. 4= Dorf Gill, 28. Dez. Wie alljährlich, fand auch in diesem Jahr unter Leitung von Lehrer Jung am heiligen Abend eine liturgische Weihnachtsfeier im Gotteshaus statt, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Liedervorträge der Schulkinder und des Gemischten Chores trugen zur Verschönerung der Feier bei. — Am zweiten Weihnachtsfeiertag veranstaltete die S o n n- tagsfchule ihre diesjährige Weihnachts- feier, wozu die ganze Gemeinde herzlich eingeladen war. Auch diesmal war die Kirche überfüllt. Unter dem brennenden, reich geschmückten Tannenbaum trug jedes Kind ein Gedicht vor, Lieder der Kinder, des Chores und der Gemeinde wechselten in bunter Reihenfolge ab. Am Schlüsse der Feier wurde jedes Kind von dem Leiter der Sonntagsschule, K. M e s s e r s ch m i d t, mit einem kleinen Geschenk bedacht. Die größeren Mädchen und Buben erhielten Tassen, die kleineren Bilder. Mit freudestrahlenden Gesichtern nahmen die Kinder die Gaben in Empfang. Lich, 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertagabend hielt die Sängervereinigung „C ä c i l i a" in der Turnhalle ihre diesjährige Abendunterhaltung ab. Die Veranstaltung war außerordentlich stark besucht, so daß die' große Turnhalle kaum alle Besucher fassen konnte. Dankbare Aufnahme fanden die guten Musikstücke der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr. Ein beson- deres Lob gebührt aber der Sängervereinigung „Cäcilia" für ihre hervorragend bargebotenen Chorlieder, geleitet von Chormeister Ernst I l g e. Ein heiterer Zweiakter, der von Mitgliedern und deren Angehörigen ausgezeichnet gespielt wurde, sorgte für fröhliche Stimmung der Besucher, die mit dem Beifall nicht zurückhielten. Der übliche Tanz hielt die Mitglieder und ihre Gäste noch lange in heiterster Stimmung beisammen. Kreis Schotten. ■ Schotten, 28. Dez. Das Weihnachtsfest brachte in unserer Stadt die üblichen Feiern. Der Kindergarten des A l icesrauenVereins, von Frl. Gretel Weber geleitet, hielt am Sonntag vor Weihnachten seine Bescherung mit reizenden Vorträgen und Spielen der kleinen Kinder ab. Frauenschaft und S A. hatten ihre eigenen schönen Feiern. Am Heiligen Abend fand in der Stadtkirche eine stimmungsvolle Christ- vesper unter Leitung von Vikar Steiger statt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag folgte der altbeliebte Turnerball. Leider fehlt der so ersehnte Schnee, der den richtigen Wintersportbetrieb im Gefolge hätte. =’/= Eichelsdorf, 27. Dez. Im kirchlichen und volksbrauchlichen Leben unseres Kirchspiels stellte das Weihnachtsfest einen Höhepunkt bar. In beiden Gemeinden wurde bas Christfest angefungen, in Ober-Schmitten am Bescherabend, in Eichelsdorf am Frühmorgen des ersten Feiertags. Während die alten Weihnachtslieder durch die nächtliche Stille der Dorfstraßen hallten, brannten dreimaligen Sieg-Heil-Rufe auf das deutsche Vaterland und den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurden von der Versammlung freudig ausgenommen, anschließend wurde gemeinsam der erste IS. Geburtstag eines berühmten Grünbergers. . o. Grünberg, 28. Dez. Ein berühmter Sohn jiierer Stadt, der bekannte Forstwissenschaftler und irritierte Ordinarius für Zoologie an der Forst- Jhen Hochschule in Eberswalde, Geh. Regierungs- k Professor Dr. Karl Eckstein, beging am .^Dezember seinen 7 5. Geburtstag. Professor .(Mein hat auf dem Spezialgebiet der Fischerei- vTischaft und der angewandten Zoologie im Dienste tc Forstschutzes internationalen Ruf erworben. !L zweiter Sohn des damaligen Großherzoglichen Lrdgerichtsassessors und Bezirksstrafrichters Fer- ’nnnb Eckstein und dessen Ehefrau Karoline Chri- - . ne Luise, geb. Becker, wurde er 1859 in Grünte H geboren. In Gießen besuchte er das Gym- n. ium und die Universität, wo er mit einer preis» fönten Arbeit über „Die Rädertiere der Um- jcamg von Gießen" zum Doktor promovierte, und n Z Dann als Assistent an die Forstliche' Hoch- Juile in Eberswalde. Hier gründete er 1890 das tre Zoologische Institut Deutschlands, wurde zu- sich Privatdozent und erhielt kurz darauf den I ?! eines Professors. 1900 wurde er als Leiter b; von ihm errichteten Institutes zum Ordinarius |i: 3boloaic ernannt, bis er nach etwa 42jähriger hrtätigteit 1932 bei der durch eine Sparnotver- 0! nung veranlagten Aufhebung dieses Institutes linden wohlverdienten Ruhestand trat. Als Haupt- rmm d. L. II a. D. nahm er noch am Weltkriege ki Geh. Negierungsrat Eckstein ist immer ein Iwerer Ober'hesse und schlichter Mensch geblieben, bien aufrechter Charakter und urwüchsiges Wesen i)-[ viele Freunde, auch in seiner oberhessischen Hei- lut, gesichert haben. 50 Zahre Wpar- und Oarlehnskasse Wieseck. .£ Wieseck, 29. Dez. Heute vor 50 Jahren Dirbe die Spar- und Darlehn skasse ge- lmndet. In dieser langen Zeit hat die Kasse das .-mische Wirtschaftsleben stets befruchtet. Beson- !c 5 in den Nachkriegsjahren war es möglich, mit Ist je der Kasse der großen Wohnungsnot in um kzr Gemeinde entgegenzuwirken. Trotz der Krise, ii im Jahre 1931 auch über die Kasse kam, ge- !mg es, mit Hilfe einer Reichssanierung über bas rzwerste hmwegzukommen. Nach dem zuletzt in )r Generalversammlung gegebenen Geschäftsbe- licit steht die Kasse jetzt wieder gut da. Konnte doch !e Umsatz im letzten Geschäftsjahr eine Höhe wie i zuvor erreichen. Von den Gründern sind noch Seite sieben Mitglieder der Kasse. Es sind die Her- [>■: Heinrich Weller XL, Theodor Speier, Jo- bines Deibel VIII., Heinrich Keil, FriedriH ):ioper, Philipp Möser und August Rohm. alle bewiesen durch ihre 50jährige Mitglied- 5-ift und Unterstützung der Bestrebungen der F1fe eine genossenschaftliche Treue, die den Jünge- ik i nur Vorbild sein kann nach dem Grundsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Kühe im hohen Vogelsberg ja Weihnachten noch auf der Weide. ; U l r i ch st e i n , 28. Dez. Der Bericht im Gieße- !<;• Anzeiger über eine selteneHundertjahr- (der in Brandoberndorf veranlaßt die Feststellung, tig auch in unserer Gemeinde die (Erinne» rng an jenes milde Jahr 1834 noch wachgehalten »tb. Es geschieht dies durch einen ziemlich ver- d zierten Gedenkstein in der Nähe des Kühn- r jes, der kaum leserlich die Jahreszahl 1834 trägt, ^mals konnten an dieser Stelle noch an Weih- lichten die Kühe auf die Weide ge° :ri eben werden. Auch in diesem Jahre konnte am - elgenhof bei Ulrichstein der im hohen Vogels- r-g seltene Fall beobachtet werden, daß n o ch i n r Woche vor Weihnachten die Rinder isif der Weibe waren. X%h,iln Mn 22 »wd Wie erste Hypothek wirb aus fremdem Gelb 6c- irgt, die zweite durch einen Baufparbrlef, den ne Treubau-AG. durch ihre Verbindung mit ntr Deutschen Baufparer-AG. ausstellt. Beide Hypotheken haben etwa einen Zinsfuß von 5 bis 6 v. h. Sl neues Moment gegenüber den bisherigen Bau- Pproerträgen ist anzusehen die ganz wesent- Hilf) verkürzte Wartezeit, die (wie oben jpipgt) nur etwa 12 Monate dauern soll, ferner gt wesentlich erhöhter Tilgungssatz. ZL'iler erhöhte Tilgungssatz von etwa 4 bis 4,5 d. Sy I). sowohl für die Treubau. als auch für den üS.ufparer Vorteil, denn einmal ist es dadurch der Neubau möglich, sowohl die zweite, als auch t) erste Hypothek auf Grund eines bestimmten DMngsschlüssels schon nach 16 Jahren und vier Sluaten getilgt zu bekommen, d. h. das Gelb n her für weitere Darlehen freizubekommen, «c Bauherr hat den Vorteil, daß er nach dieser e«eit von 16 Jahren und vier Monaten ein vollkommen schuldenfreies Haus besitzt. U m also die Verpflichtungen des Bauherrn bis jil33 d. Sy gehen, von diesen 33 v. H. nur die H. Grundbeitrag als Eigenkapital gewertet cd hen, die Belastung des Bauherrn für die Zeit bil 16 Jahre infolge der erhöhten Tilgung manchem eus groß zu sein scheint, so darf doch nicht Der« gifn werden, baß urd) die Einführung von Tilgungshypotheken m Stelle von Falligkeitshypotheken dem Bau- arm in verhältnismäßig kurzer Zeit ein schuldenfreies Eigenheim zur Verfügung stehL Ti)ei sind, wenn Einzelfälle untersucht werben, bie Lüftungen boch nicht so groß, baß sie nicht von b i Bauherrn zu tragen wären, benn sie betragen 3- ’• bei einem Wohnhaus von 10 000 Mark Bau- ffrien, auf das 2000 Mark Eigenkapital eingezahlt is-monatlich etwa nur 67 bis 68 Mark, und bei e-m Baukostenbetrag von 20 000 Mark und einer v Zahlung von 4000 Mark nur etwa 130 bis 135 H rf oder 7,7 v. H. der Baukosten. öenn ein Bauherr noch kein eigenes Grund- rück besitzt und dieses erst von dritter Seite -rwerben muß, so ist auch da die Treubau be- Ät — immer sich der Aufgabe bewußt, auf rden Fall für die Arbeitsbeschaffung helfend -inzugreifen — den Bauplatz noch mit zu finan- Preußen. ßitt Mordanschlag vor 14 Jahren vor der Aufklärung. LPD. Hanau, 28. Dez. Vor einigen Wochen wurde der 62 Jahre alte Georg Möller in Hinter st einau (Kreis Schlüchtern) in Haft genommen, weil er im Verdacht steht, im Juni 1 9 2 0 auf den damals in Schlüchtern amtierenden Amtsgerichtsrat Hengsberger, als er von einer Wahlversammlung heimkehrte, im Walde bei Hintersteinau mehrere Schüsse abgegeben zu haben. Die von Möller eingelegte Haftbeschwerde ist jetzt vom Oberlandesgericht Kassel verworfen worden. Hengsberger, der jetzt in Hanau im Ruhestand lebt, war von 1913 bis 1918 freikonservativer Landtags- abaeordneter; später gehörte er der Deutschnationalen Volkspartei an. Kreis Wehlar. △ Groß-Rechtenbach, 27. Dez. Die Schürfungsarbeiten nach Wasser nehmen in unserer Gemeinde regen Fortgang. Die Arbeiten werden unter Leitung des Bauunternehmers Zöller (Dornholzhausen) als Notstandsarbeit durchgeführt. Es wird an verschiedenen Stellen nach Wasser gebohrt, wobei man stellenweise mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Im Distrikt „Weidgraben" ist eine Quelle festgestellt worden, die nach | dem bisherigen Ergebnis 25 Kubikmeter Wasser pro Tag liefert. Eine weitere Quelle wird im Distrikt „An der Schirn" erbvhrt, wobei man bis jetzt schon über fünf Meter in den Boden eingedrungen ist. An dieser Stelle ist man bis jetzt noch zu keinem ab-schließenden Ergebnis gekommen. Kreis Biedenkopf. § Gladenbach, 28. Dez. Auf dem Bahnhof Hartenrod der Strecke Niederwalgern—Herborn löste sich ein dort stehender Eisenbahnwagen und raste auf der stark abschüssigen Strecke in Richtung Gladenbach. Da man den Vorfall rechtzeitig bemerkte, versuchte man auf der Haltestelle E n d - b a ch mittels eines Hemmschuhs den Wagen zum Stehen zu bringen. Der Wagen hatte jedoch eine derartige Geschwindigkeit erhalten, daß er den Hemmschuh vollkommen zertrümmerte und bis zur Station Wommelshausen weiterraste; erst dort gelang es dem Verwaltungsbeamten unter den ! größten Schwierigkeiten, den Wagen zum Halten zu ' bringen. Ein größeres Unglück konnte dadurch ver- ! mieden werden. — Auf der Landstraße zwischen der Wommelshäuser Hütte und Endbach rannte ein R e h b o ck in der Dunkelheit infolge Blendens gegen ein Auto und wurde dabei so schwer verletzt, daß er geschlachtet werden mußte. Achtung Gaarahstimmungsderechügte! LPD. Frankfurt a. M., 28. Dez. Die Landesgruppe Hessen und Hessen-Nassau des Bundes der Saarvereine hielt am zweiten Weihnachtsfeiertag eine gut besuchte Versammlung in Frankfurt a. M. ab. Der Landes- ßruppenleiter Postamtmann Hugo A n s ch ü tz sprach über die getroffenen und die noch zu treffenden Vorbereitungen zur Saarabstimmung. Die für die Saarabstimmungsberechtigten in Hessen und Hessen-Nassau in Betracht kommenden Sonderzüge fahren am 12. Januar 1935 ab, und zwar u. o. von Kassel um 0,54 Uhr, von Gießen um 8,47 Uhr, von Frankfurt a. W. um 8,05 und 9,15 Uhr. Bis zum 14. Januar, abends 9 Uhr, müssen sämtliche Sonderzüge das Saargebiet wieder verlassen haben. Die Rückfahrtszeit der Sonderzüge wird den Saarabstimmungsberechtigten noch bekanntgegeben werden. Sämtliche Abstimmungsberechtigten haben von den Transportleitern eine Benachrichtigung über den zu benutzenden Sonderzug erhalten. Die Mitnahme von Nichtabstimmungsberechtigten ist leider verboten. Für diejenigen Abstimmungsberechtigten, die nicht bei Verwandten oder Bekannten wohnen, werden demnächst besondere Quartierscheine ausgegeben. Den Arbeitslosen und den Wohlfahrtsempfängern kann auf Antrag die Arbeitslosen- und Krisenunterstützung bis zum Tage der Abreise ausgezahlt werden. Don der Meldepflicht sind sie während der Abstimmung befreit. Es ist dafür zu sorgen, daß die noch nicht ausgestellten Pässe möglichst bald ausgestellt werden. Die Abstimmungsausweise werden zur Zeit von den Gemeindeausschüssen versandt. Die Wahlhandlung geht folgendermaßen vor sich: Das Wahllokal ist ohne Gruß zu betreten und zu verlassen, auch der deutsche Gruß „heil Hitler" i st verboten. Der Wahlberechtigte geht mit seinem Paß und seiner Stimmkarte zum Vorsitzenden an den Tisch und erhält dort einen Stimmschein und einen Briefumschlag. Dann geht er in die Abstimmungszelle und macht dort ein Kreuz in den Kreis und steckt seinen Stimmschein u n g e f a l t e t in den Umschlag, der f e st z u z u k l e b e n ist. Der verschlossene Umschlag ist dem Vorsitzenden wieder abzugeben. Die Stimme ist ungültig, wenn der Stimmzeltel gefaltet im Umschlag liegt und wenn der Briefumschlag ganz oder teilweise offen ist. Die Saar-Obleute werden gebeten, die Abstimmungsberechtigten genau über die Wahlhandlung zu unterrichten. Kein Abzeichen darf im Saargebiet getragen werden, besonders nicht im Wahllokal. Das Wahlergebnis soll am 15. Januar 1935 bekanntgegeben werden. Dann teilte Landesgruppenleiter Anschütz mit, daß am 6. Januar 1935 im Berliner Sportpalast der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und der Saarbevollmächtigte Gauleiter B ü r ck e l zu allen Saarabstimmungsberechtigten sprechen würden. In allen größeren Orten wird ein gemeinsamer Empfang stattfinden. Auch in Hessen-Nassau wird dies der Fall sein. Ortsgruppe Gießen des Bundes der Gaarvereine. Leiter: Polizeihauplwachlmeister Thum, Neuen Bäue 4, II. Sämtliche Anfragen von Abstimmungsberechtigten sind an die Saarobleute zu richten, die zu jeder Auskunft und Unterstützung gerne bereitstehen. Saarobleute sind: 1. Oberarzt Dr. Rau h, Gießen, Universitäts- Augenklinik, 2. Verwaltungs-Oberinspektor Hentschel, Gießen, Welckerstraße 12, 3. Gerichtsreferendar Koch, Gießen, hitlerwall 51. Anfragen wegen des Transportes zur Abstimmung sind an den Transportleiter Thum oder den stellvertretenden Transportleiter K o ch zu richten (Anschriften siehe oben). Abfahrt und Rückkunft des Sonderzuges Nr. 15, der von Gießen aus fährt, wird jedem rechtzeitig bekanntgegeben werden. I Bürgermeisterei No 15OT;_ Saarbrücken. ** dcr L"lc‘ Abstimmungsausweis xur Volksabstimmung dos Saargebietes Sonntag, den 13. Januar 1935, 8,30 — 20 Uhr ____Ar e n z Otto Ehe freu. Margarethe geb. Dauater cftem* end Vornamen) ________Saarbrilck en...Sui zb.aahat.r... . FZLau-_QsM*...(zln3berg tAowticitl In Saarybict) Geburtsdatum —---- Geburtsort — Der Abstimmungsberechtigte gibt •eine Stimme ab in Saarbrücken Der Vorsitzende des Gemaindeausschu Briefkasten der Redaktion. (Rcchtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) T.P. in G. Die Bewertung der Bayern ein Kreuzer schwarz ist in den verschiedenen Katalogen der Briefmarkenhandlungen eine sehr ver- schi-dene. So bewertet der Michel-Katalog 1933 (Leipzig) diese Marke in grauschwarz mit 225 Mk., tiefschwarz mit 250 Mk. — Borek 1934 (Braunschweig) schwarzgrau 110 Mk., tiefschwarz 135 Mk. (Nettopreise). Froede 1935 (Düsseldorf) schwarz 90 Mk., tiefschwarz 120 Mk. (Nettopreise). Bei der 35. Auktion von Borek (Braunschweig) am 5. Dezember 1934 wurde Bayern ein Kreuzer schwarz (Prachtstück) mit 70 Mk. Mindestpreis ausgeboten, desgleichen auf Briefstück allein weiß. Brief 80 Mk. — Die Drei-Kreuzermarke rot notiert Michel mit 25 Pf. Ausg. 1862, 12 Pf. Ausg. 1867, 1 Mk. bzw. 12 Pf. Ausg. 1870. — Borek: 10, 04, 60, 04 Pf. — Froede: 15, 05, 60, 05 Pf. (je nach den Ausgabejahren 1862, 1867 und 1870). Mainzer Karneval im Zeichen der Volkseinheit. „Alles unner ääner kapp'." LPD. Mainz, 28. Dez. Der Mainzer Karneval, der schon in den Zeiten politischer Zerrissenheit des deutschen Volkes den Wahrspruch der Einigkeit auf seine Fahnen geschrieben hatte, steht in diesem Jahr, dem Geist der neuen Zeit entsprechend, mehr denn je im Zeichen der Volkseinheit. „Alles unner ääner Kap p'" ist das zeitgemäße Motto, unter dem er als wahres Volksfest alle Stände und Berufe zu freudiger und immer enger empfundener Volksgemeinschaft zusammenführen wird. — Kunst und Wissenschaft. Dr. Goebbels im Verwallungsral für den Frankfurter Goethepreis. Auf die Bitte des Frankfurter Oberbürgermeisters hat sich Reichsminister Dr. Goebbels bereiterklärt, in den Verwaltungsrat für den Frankfurter Goethepreis einzutreten. Damit gewinnt der oberste Leiter der kulturellen Aufbauarbeit im nationalsozialistischen Deutschland auf die Verleihung der höchsten kulturellen Auszeichnung, die die Stadt Frankfurt zu vergeben hat, und deren Bedeutung für das gesamte deutsche Geistesleben immer mehr erkannt und gewürdigt wird, maßgebenden Einfluß. Zweifellos wird die Zuerkennung des Goethepreises dadurch noch einen weit größeren Nachdruck erhalten und auch in der ausländischen Kulturwelt Beachtung finden. Das Schachturnier in Hastings. Das lOtägige Schachturnier in Hastings, über das bereits kurz berichtet wurde, nahm einen Der Giernhim Sonnenaufgang von 8.10 bis 7.45 Uhr; Sonnenuntergang von 15.55 bis 16.45 Uhr. Lichtgestalten des Mondes: 1. Viertel am 11., um 22 Uhr; Vollmond am 19., um 17 Uhr; letztes Viertel am 27., um 21 Uhr. Dieser Monat bringt dem Sternfreund ungewöhnlich viel: den um diese Jahreszeit allerdings selbstverständlichen prächtigen Fixsternhimmel, dazu eine vollständige Mondfinsternis und außerdem die Sichtbarkeit sämtlicher Wandelsterne, von denen sich ge- verheißungsvollen Anfang. Das Eraebni- . ersten Tages gestaltete sich folgendermaßen- ner — Barry (England) eröffnete mit'basischer Verteidigung gegen Lilienthol AW vertagt; die Weltmeisterin Miß Menchix land) eröffnet mit Retis Zug gegen M i ch e l l S?® land); unentschieden; Sir George Thomas iE land) eröffnet mit sizilianischer Verteidigung Norman (England): Thomas gewinnt- Euw e (Holland) eröffnet mit Königinbauer gx Capablanca (Kuba): unentschieden; Ff.p (Tschechoslowakei) eröffnet mit Königinbauer Botwinnink (Rußland): vertagt. Neues Festland am Südpol entdeckt. Die Geologen der amerikanischen Byrd-Ex. dition haben ein Stück feften Landes deckt, das den Südpol in einer Länge von nd reren hundert Kilometer mit dem Mary-tz^D Land verbindet. Es liegt westlich von dem kJ- parallel verlaufenden 145. Längengrad. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. 5aw> nachmittag geschlossen. * Punkt der Erde eine gerade Linie biö)en fönntj Das Rätsel lost sich auf, wenn wir bedenken, faß jJ folge der Strahlenbrechung in der Luft sowohl tJ Sonne als auch der Mond stark gehoben erfd)e:nnti wenn sie unmittelbar am Horizont stehen. Wir h-il fen also, daß recht viele unserer Leser die Sond und den verfinsterten Mond gleichzeitig $u fe^en bd kommen. Gegen Monatsende taucht der Merkur Abendhimmel auf; er steht dabei ganz in der 91äd STERNBILDER: STABEN *22, <231 W Man (§) Jupiter Saturn Sonne Mond: '-'Wl J) 7. Viertel @ Vollmond d letztes Viertel u | ?Prok< V 5 5irlü$ Sterne: KJetneßuch- V stoben Der die 24 Stundenzahlen von Mia» । nacht bis Mitternacht eines Togo t» haltende Kreis und die dick punktun Linie, der sogenannte Horizont, sindfto stehend zu denken. Der Sternhimmel fak sich samt dem auf Mitternacht uigenfa geraden Pfeil — gewissermaßen dem 1* ger der Himmelsuhr — in 23 Stunde und 56 Minuten im Sinne des gebtfma Pfeils einmal um seinen Miae/pw* ; Der eingezeichnete Horizont umrdue die zu der Stunde, auf die der Pfeil zeigt, um die Monaismitu n* baren Sterne. Unsere Kam wp den Zustand um Mitternacht ie Mr natsmitte. Will man zu eine adn Stunde beobachten, so denkt sa ad den Sternhimmel samt dem insa Pfeil so gedreht, daß dieser auj U1» obachtungsstunde zeigt; dadurch wi« die zu dieser Zeit sichtbaren Sttrxi» den nicht mitzudrehenden Honsoni i» eingedrehi. Für je 5 Tage vor der Mr natsmitte ist der gerade Pfeil h Siui früher, für je 5 Tage nach der MenZr mitte Vs Stunde später zu stellen. Ne vergleiche die nächste Monatskarte. 6i Mond nimmt die gezeichneten Sldb gen ein, wenn er die angedeutete Uh gestalt zeigt. gen Monatsende drei in dichter Nachbarschaft am Abendhimmel befinden. Das Hauptereignis des Monats, die Mondfinsternis am 19., ist in einer Hin- ficht ganz besonders bemerkenswert. Obwohl sie nämlich eine „vollständige" Finsternis ist, ist sie doch nur teilweise sichtbar, wobei sich frelich dieses „teilweise" nicht auf ihre räumliche, sondern auf ihre zeitliche Ausdehnung bezieht; sie beginnt nämlich nach mitteleuropäischer Zeit um 14.53 Uhr, und die Vollständigkeit der Finsternis um 16.03 Uhr. Um 16.03 Uhr ist aber der Mond nur für die nordöstlichsten Orte Deutschlands aufgegangen; sonst geht er also bereits vollständig verfinstert auf; für die südwestlichsten Orte, also etwa für Freiburg i B., Lindau am Bodensee usw. erscheint er erst kurz vor dem Ende der vollständigen Finsternis über dem Horizont, so daß diese nicht mehr viel davon zu sehen bekommen. Sehr merkwürdig ift, daß der verfinsterte Mond aufgeht, ehe die Sonne untergegangen ist, so daß man für eine kurze Zeit beide am Himmel sehen kann. Auffallend ist dies deshalb, weil ja während der Verfinsterung Sonne, Erde und Mond in gerader Linie liegen, während doch zwei Punkte, die beide über dem Horizont liegen, mit keinem der Venus, der er am 26. fast auf einen Msb durchmesser nahe kommt. Auch der 6 a tari i steht nicht fern, und am 31. kommen ihm jene k 1 den, besonders die Venus, ganz außerordenibi i nahe. Freilich geht dies alles in der AbenddäM- ■ rung vor sich, so daß man nicht gut voraus!^ kann, wieviel davon zu sehen fein wird. Sinti ter und andere Bedingungen günstig, so wird auch der nur mit bloßem Auge sehende Besuch--' von der Wandelsternnatur des Merkur Überzug" können. Um die Mitternacht erscheint bann k Mars in der Waage und noch einige etuiN1 später der Jupiter in der Jungfrau, bflM rechtläufiger Bewegung. Der Fixsternhimmel zeigt winterliche Pracht.^ große Wintersechseck von der Capella hoch oben zum Sirius unten- ift den ganzen Abend sichtbar. Auch der Tierkreis ist schön zu sehen. Dr" - in den späteren Abendstunden der in der DerlE ' rung der linken Seite des sogenannten „■fjimmfi*' quadrats" gelegene „Frühlingspunkt" untergegw1 gen ist, steht gerade die nördliche Hälfte des D«' ■ f reif es vom Widder bis zur Jungfrau über W' Horizont. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag nach Weihnachten, 30. Dezember. Gießen. Stadtklrche. 9.30 Uhr: Pfarrer Trapp; 17: siehe Johanneskirche. — Johanneskirche. 9.30: Kandidat Dietrich; 17: Pfarrer Müller. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes. — Petrus- kapelle. 9.30: Pfr. Becker. — Saal der Neuen Krippe. 11: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johannes- gemeinde. — Wiefeck. 10: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst und Kollekte. — Albach. 12.301 Gottesdienst und Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst. — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Gottesdienst; 20: Gemeindeabend in der Kirche; Mitwirkung der Posaunenchöre. — Kirchberg. 10. — Lollar. 13.30. — Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienst; 13: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 13.45: Hauptgottesdienst. — Garbenkeich. 13: Gottesdienst. — Haufen. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Gottesdienst: Kandidat Fai- ling. — Nieder-Defsingen. Kandidat Failing. — Birklar. 9.30: Hauptgottesdienst, Dechant Kahn, Lich. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst, Dechant Kahn, Lich. — Bettenhausen. 10: Hauptgottesdienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 10.45: Kindergottes- dienst. — Langd. 13: Gottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst. — Beltershain. 13: Gottesdienst. — Ober-Gleen. 9.30: Kindergottesdienst; 10.20: Hauptgottesdienst. Evangelische Stadtmifsion. Löberstraße 14. 20.15 Uhr: Evangelisations-Vortrag. katholische Gemeinden. Samstag, den 29. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag nach Weihnachten, 30. Dezember. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: ffomm»- nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pt - bigt; 17.30: Andacht. — Grunberg. 9.45: W* mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit vr,M . — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Nidl«- ., Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: W mit Predigt. Neuapostolifche Gemeinden. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. 9.30 Uhr: Gottesdienste. Baptisten-Gemeinde. Gartenstraße 13. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Oefsentlicher Sonntagsdienst- Polizei: Telefon 2751, nur in dringend« Notfällen Telefon 01. m Feuerwache: Telefon 2244 45, Notruf Ttw Hauptpostamt: Beschränkter SchalterdieA Stadtpostomt: Für Schließfachabholer bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 25W. Aerzte: Dr. W. Klein, Dr. Steinreich- Zahnarzt: Dr. Adam. Apotheke: Hinlchnrmtheke. Magenpesch werden Nachdem Kb__MM__• M M— vor Beu gen! Essen t$UllMCn-3allW\ cMZ viertes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Zamstag. 29. Dezember 1934 Sitvestervorbereiiungen in Gießen D letzte Tag des Jahres 1934 naht Heron. In Die Silvester-Kräppel sind bereit. vonduuu Hori» ) fednk. daß diese. * 3. 4. 5. Der Karpfen kommt aus dem Bassin ... und wandert nun zur Hausfrau. ifen i tw P Mut dem Wege zum Dertuvuch«. Der Wem wird aus Leg Fäjzers ^bgsM 1. 2. allem Schneid durchzuführen, noch dazu wenn die „Herren der Schöpfung" sich den Genuß einer guten Zigarre, oder einer schmackhaften Zigarette gestatten und vielleicht auch in Gemeinschaft mit den Männern des Silvesterbesuchs vor der Mitternachtsstunde einen ausdauernden Dreimännerskat klopfen können. Die Hausfrau denkt aber auch an die kleinen runden und appetitlichen Dinger, die zu einer guten Taffe Kaffee am Silvesterabend sehr passend und angenehm sind: die Silvesterkräppel, oder auch an die Siloesterbrezeln. Der Kaffee schmeckt unseren Frauen, aber auch den Männern noch einmal so gut, wenn sie dabei in die Kräppelberge oder in die Brezelreihen gehörig „einhauen" können, ganz zu ktut Im nchlban k miuudrehenden Ei ek. Für je 5 Tape u ut der gerade Pfa für je $ TasemÄt i später u k k die nächste Mieke die deutsche Erde? So war es, so wird es sein. Deutsche Wanderfreunde, vorwärts, aufwärts, hinan! Der Postdienst am Neujahrstag. Am kommenden Dienstag, 1. Januar, werden bei der Reichspost der Schalterdienst und die Briefkastenleerung wie an Sonntagen erledigt. Die Ortsbriefbestellung erfolgt nach Bedarf, mindestens wird eine Zustellung durchgeführt, ebenso auch eine Orts- Geldbestellung, jedoch ohne Aufträge und Nachnahmekarten. Die Orts-Paketzustellung ruht. Nach den Landorten findet nur eine Zustellung von Briefsendungen statt. Programm: Fest-Reveille von Golde. „Dem deutschen Volke", vaterländische Festouvertüre von Zimmer. Hymne und Triumphmarsch aus „Aida" von Verdi. König Heinrichs Aufruf und Gebet aus bei Oper „Lohengrin" von Wagner. Historische Märsche aus drei Jahrhunderten von Kaiser-Heckenberger. « Mmmiadtt lend die k •«pneuueHenx Der Sum. W-gakunk HunmeUuhr - u Vwdau* Sient Aeujahrsgruß I des deutschen Wanderführers. fr-r Deutsche Wanderführer, Professor Dr. Wer- r «n - Darmstadt, hat an alle Freunde des Wander- s folgende Neujahrskundgebung, er- I l tci: fen neues Jahr deutschen Schicksals hebt an, und td»eiß ich mir nichts Schöneres, als jedem ge- 11iu-n Wanderer ein hellklingendes „Heil Hitler!" ■iah! unsere frohen Wandergrüße „Frisch auf!", ,„lltck auf!", „Bergheil!" und „Waldheil!" aus zHnnsgrund zuzurufen und euch allen meine auf- •'MuM richtigsten Wünsche zu unverdrossener, unverzagter Wanderfahrt und Wanderarbeit mit auf den Weg zu geben. Möchte das Jahr 1935 vor allem Segen bringen über Heimat und Vaterland, über Führer und Reich! Möchte es aber auch unsere schöne, heilig- große Wandersache so fördern und heben, wie sie es verdient, und uns unfern Platz an der Sonne wahren, den wir brauchen, um unsere Kräfte zum Wohle des Ganzen ausstrahlen zu lassen. Möchte es uns Wanderern allen das Bewußtsein stärken, mit unseren Zielen: Körperstählung, Willensbildung, Einordnung und Seelenformung, eine wichtige Aufgabe für Volk und Staat zu erfüllen, deren Wert dadurch nicht verliert, daß ihre Durchführung sich großen- w ...» Die Silvesterbowle in Vorbereitung. schweigen von den kleinen Buben und Mädel, für die natürlich die Krüppel- und Brezelschlacht nächst der Feuerwerksknallerei wohl das schönste Ereignis des Silvestertages darstellt. Und wenn dann zu alledem noch die Lichter des Christbaums zum letzten Male im alten Jahre leuchten, der wunderbare Duft der Tanne durch das Zimmer schwebt, herzliche Gesinnung und schöne Unterhaltung die Stunden bereichern, dann ist es gut Silvester feiern... Wichtige Etappen auf dem Wege zu diesem Ziele der Jahresschlußstunde halten die „Proviantmeister" in unserer Geschäftswelt besetzt. Da sind beispielsweise jetzt schon die Siloesterkarpfen in den Bassins, munter schwimmen die anständigen „Brocken" um .W fr ; n' einer ht N 145 <5' fx Cteti”*1 „„ 29. W*1 9 üir: *“Sw - »"Är Großes militärisches Wecken am Neujahrstag. Am Neujahrstage findet nach alter militärische Tradition im Standort Gießen „Großes mili tärifches Wecken" statt. Das Wecken wird ausgeführt durch die Spielleute und das Musikkorps des Standortes sowis eines Zuges Infanterie unter Führung eines berittenen Offiziers. Das Große Wecken beginnt um 7.30 Uhr an der Hauptwache der Neuen Kaserne und soll folgenden Weg nehmen: Licher Straße, Kaiserallee, Gartenstraße, Neuen Bäue, Schulstraße, Marktplatz, Mäus- burg, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Ludwigstraße, Kaserne. Don 11 bis 12 Uhr findet ein Platzkonzert des Musikkorps auf dem Landgraf-Philipp-Platz statt. iniwt, «"«de Linien ;,®enn öirbtH ’un9 in ber£:l ? h°rizont flt£i . >°uch« ber J„ Mi 16 am 26. fast asi rar unmt Auch in t'. m 3L fonnnes A« i Venus, gan.} W™ a alles in ötr M I man nicht gii v« a schen sein mri- ö KuMtn günstig. iH ;em Auge ieNbt! ':Iur -es Merkur 1 v.mtW tW1 rfi5 ist schon zu!* "ininbrn der in fr; {^5 iygenantte' > 5rüb!ing5punfQ. rf nöckliche ),r zur W®’ die Mae» ***• Untere Ken mi Mitten* * IHfl man ra er teils der lauten Bühne des Tages ihrem Wsfen nach entzieht und der öffentlichen Darbietung entbehren muß. Möchte die Erkenntnis von der großen volkswirtschaftlichen und der noch größeren körperlich- seelischen Bedeutung des bewußten Wanderertums eine Stätte finden in jedem deutschen Herzen. Ihr deutschen Wanderer kennt euren Weg und euer Ziel! Ihr kennt sie nicht erst seit heute, oder gestern. Und wie euch Unebenheit des Weges und Rauheit des Wetters nicht abschrecken oder abschrecken dürfen, so gilt für euch nicht nur jenes Wort: „Deutschland und sein Führer erwarten, daß jedermann leine Pflicht tue", sondern ihr werdet sie tun allezeit! lieber euch den deutschen Himmel, zu euren Füßen her, gucken mit ihren Kulleraugen die prüfende und wägende Hausfrau an, bis das Netz des Fischkaufmannes in das Wasser des Bassins hineinfährt, so einen strammen Kerl von Karpfen liebevoll umfängt, ihn der Hausfrau zur Besichtigung aus nächster Nähe hinhält, um dann dem Karpfendasein ein rasches Ende zu bereiten, damit es auf dem Silvestertisch endgültig aus dieser Welt vertilgt werden kann. Oder in den Backstuben stehen der Bäckermeister und seine Gesellen und Lehrlinge in eifriger Arbeit beim Kräppel- oder Brezelbacken. Ihr ganzes Sinnen und Trachten ist nur darauf gerichtet, recht leckere Kräppel und Brezeln zu bereiten, um sich die Zufriedenheit der Kundschaft zu sichern, damit schließlich auch noch bis zum Dreikönigstag manche Tüte voll Kräppel oder Brezeln ihren Weg aus her Werkstatt des Bäckermeisters zum schönen Kaffeetisch im Haushalts-Königreich unserer Frauen finden kann. Und schließlich, „im tiefen Keller sitz' ich hier" denken der Kellermeister und seine Gehilfen vor den großen Lagerfässern in unseren Weinhandlungen, während sie mit dem Abfüllen des geistigen" Stoffes für die Silvester-Fehde beschäftigt sind, um dann die kostbare Last auf den Transport zu den Ladengeschäften oder zu den Haushaltungen zu schicken. Kostend und mischend steht endlich der Hausvater vor den Flaschen und der Bowlenkanne, ein kleiner „Braumeister" ohne Examensschein einer aber gestützt auf Erfahrungen, mit deren Hilfe er noch immer ein Gebräu hergestellt hat, bei dem es sich aushalten läßt. Und wie schnell ist dann all diese Herrlichkeit hinüber, die von vielen Seiten her mit so großer Sorgfalt und mit so viel Liebe vorbereitet wurde! Dann kommt wieder der Alltag und nimmt uns alle in Arbeit und Pflicht; ein neues Jahr beginnt, in das wir mit großen Hoffnungen hineinschreiten ... Wer die Silvesterstunde und ihre frohgemute Stimmung aber in rechter Weise genießen will, der denke nicht nur an die Vorbereitung der Dinge, die ihm und seinen Angehörigen und Freunden die Stunde des Jahreswechsels schön gestalten sollen, sondern er sei auch darauf bedacht, daß er durch ein Werk der Nächstenliebe über das Winterhilfswerk Licht und Freude hineinträgt in die Häuser der Brüder und Schwestern, für die der Jahreswechsel noch immer mit dem dunklen Gespenst der schweren Sorge um das tägliche Brot belastet ist. Wenn in dieser Weise die Vorbereitungen der Silvesternacht abgeschlossen sind, wird die Freude doppelt groß fein. leittHllS Stunden werden auf Straßen und Plätzen FOye knallen, oder auch gelegentliche „Kanonen- Ifc llc't" ertönen. Dieses „liebliche Konzert" wird sich n irl olter Erfahrung, ungeachtet aller Erschwerun- 9« n neim Verkauf der Feuerwerkskörper, immer n rhji steigern, je näher die Mitternachtsstunde der ^ ili iernadjt heranzieht. Dann werden von den | T tr en unserer Kirchen in Stadt und Land die 1 G iEr icrglocfen feierlich ihren Abschied an das alte ■£V £j:unt) den Willkommengruß an das neue in die Iiüftch che Stille hinausklingen lassen. Die Menschen Im prhn mit ernster Besinnlichkeit, vielleicht aber auch fcjft unbeschwertem Frohsinn, ja Uebermut die Baoe der Jahreswende begehen, je nach Wesens- Diti .Üd Temperament. Q3:>or es zu diesem „Stellungswechsel" kommt, si Allenthalben Vorbereitungen zu der „Silvester- -fdjlllct'; m Gange. Mancher Hausvater überlegt fi«1>,'t) der Jahreswechsel mit einem üblichen Glas ^iei oder mit einer ordentlichen Neujahrsbowle, rü:ÜAht auch mit einem handfesten Punsch began» gi n jerben soll. Da wird der Weinbestand im Kel- le: sichtet und evtl, an seine Ergänzung aus dem giofn Lagervorrat der Weinhandlung gedacht; vi elitcht wird bei dieser Gelegenheit auch einmal ei i. .Vorschuß auf die Seligkeit" genommen, um d, nlüohlgeschmack des Stöffchens beizeiten unter Ks wolle zu stellen, was aber bei manchem nicht tri m notwendig sein soll, weil er ohnehin schon 31 ir Genüge unterrichtet ist. Es wird vielleicht auch je)® einmal an den Flaschen für den „Punschkrieg" gcCe , namentlich wenn die sorgsame Hausfrau n djrin der Nähe ist und das Schwingen der klei- n m dläschen ohne Kontrolle geschehen kann: leicht is: < dabei geschehen, daß dann in der Flasche ein gnm anständiges „Leck" entsteht, das natürlich Ersetz 1 der Punsch-„Werft" erforderlich macht. uz andere Sorgen für ihre Familienglieder, fr r ;>er nicht minder auf das leibliche Wohl gerichtet id, macht sich die Hausfrau. Sie wägt und Friichi't, ob es „langt" und es ratsam ist, einen an- ft i i;gen Siloesterkarpfen auf den Tisch zu bringen, mo sie sich bewußt ist, daß ein Karpfen von d d en Pfund Gewicht natürlich eine besondere D elfteste für den Abschied vom alten Jahre dar- st rL Und in der Tat gibt es wohl nichts Feineres, a s:inen prächtig zubereiteten Karpfen blau, bei . fr if| Anblick einem schon das Wasser im Munde . zi Hcimenläuft! Auf einer solchen Grundlage läßt e &er nicht etwa gegen bie Mutter, wenn [etn 3«euer Vater geleistet hatte. Da ber Zweck der 'fflnn bie Einrichtung eines eigenen Hvusyaus i» in all den Fällen nichts verlangt werben, , aus irgendwelchen Gründen der eigen h,i nicht geführt wird, etwa weil das jung v den Eltern wohnen bleibt ober in bene Denn sie ist bann völlig unabhängig unb fQn, außerbem für ben Fall ihres Todes über tief Vermögen frei verfügen, also es etwa Kindern J2* wenden, die von ihrem Vater nichts erben Ion ' ten, weil außer bem Erbhofe nichts da war. R" Auf eine Möglichkeit fei noch hingewiefen. Durs- Testament oder Erbvertrag kann bestimmt werd??' daß bem Ehegatten des Erblassers die Verwalt^! und Nutznießung des Erbhofes zuftehen soll. wirkt nur solange, bis der künftige Anerbe u 25. Lebensjahr vollendet hat, falls Anerbe ein Rn! des Erblassers (Sohn ober Tochter), ein Enkel ob?: Enkelsohn ist. Wird jedoch ein entfernterer !Q(-i roanbter Anerbe, so kann dem überlebenden Cbd gatten die Verwaltung und Nutznießung bis /. seinem Tode zugeschrieben werden. Dann ist er d bis zu feinem Tode fo gut wie Eigentümer b Erbhofes. Schon bei Lebzeiten des Bauern kann übrigen das Anerbengericht die Verwaltung unb Nu- nießung des Erbhofes dauernd oder auf Zeit q! den Ehegatten des Bauern übertragen, wenn bi«, fer bie Bauernfähiakeit verloren bat ober schi.-h wirtschaftet unb beshalb seine Schulden nicht bezahlen kann. Die Amtspflicht des Lehrers bei Gchulausflügen. Mit dieser Angelegenheit von allgemeinem 3nten esse hat sich das Reichsgericht in einem Urteil dohi 15. Juni 1934 befaßt. Dem Reichsgerichtsurteil folgender Tatbestand zugrunde: Auf einem Tagesausflug einer Klaffe einer höh«, ren Lehranstalt tn Sachsen hatte ber Lehrer beim Heraustreten ber Klasse aus bem Walde ben Tchü. lern das weitere Spielen mit dem Fußball verbalen. Die Schüler an der Spitze warfen sich jedoch ben Ball noch zu, ein Schüler stieß den Ball verschenk, lich so stark, daß er auf die Straße rollte unb einen Radfahrer verletzte. Dieser erhob gemäß § 839,86, satz 1, des Bürgerlichen Gesetzbuches, in Verbindung mit Artikel 131 der Reichsverfassung, gegen den Staat Anspruch auf Schadensersatz, weil ber Lehm seine Aufsichtspflicht verletzt hätte. In der Revifionsinstanz wurde vorn Reichsgericht die gegen die Abweisung der Klage eingelegte ty, Vision zurückgewiesen. Die Begründung des Reiche, aerichts stellt Grundsätze über bie Amtspflicht b« Lehrers auf, bie von allgemeiner Bedeutung find. Das oberste Gericht geht davon aus, baß e.« ja den Amtspflichten eines Lehrers während einer Klaffenwanderung gehört, die ihm aiwato» Schüler so zu beaufsichtigen, daß sie nicht«« Gefahren geschützt bleiben, sondern auch Personen keinen Schaden zufügen. Diese findet aber auf der einen Seite in den fonjtiyn Amtspflichten des Lehrers ihre Grenze; er iraRt auf einem Schulausflug nicht weniger als wähm) des normalen Unterrichts das Unterrichtsziel, M allem die Fülle der Naturbeobachtungen im lu» behalten, auf die zweckmäßigen körperlichen gungen der Schüler achten und in persönlich" Gespräch charakterlich auf sie einwirken. Aus de anderen Seite solle eine Wanderung ber Entspc-- nuna dienen und mehr Bewegungsfreiheit als ir Klassenunterricht ermöglichen. Der Lehrer dürfe b? her gerade bei ihr aus erzieherischen Gründen ta Maß der Aussicht nicht Überspannen. Vielmehr müße er seinen Schülern, je nach ihrem Alter, ihrem ratter und ihrem Verständnis eine gewisse Selbständigkeit zutrauen. Wenn der betreffende Lelmr bei der Abwägung, welche Maßnahmen ohne Ser- nachlässiguna feiner sonstigen erzieherischen Aufgaben zur Gewährleistung der Aussicht erforberlid waren, sich für ein bloßes Verbot des Spiele mit dem Ball entschieden hat, so kann ihm darnach Lage der Sache kein berechtigter Dorwurs y* macht werden. Aus den gleichen Erwägungen n# fertige auch der Umstand, daß der Lehrer dar rer- botswidriae Spielen der Spitzengruppe mit Ball übersehen habe, nicht die Annahme einet W lässigkeit. Dagegen würde der betreffenbe |Wff eine Fahrlässigkeit begangen haben, wenn er w seiner Obhut anvertrauten Schüler nicht genügens beaufsichtigt, d. h. wenn er ein Fußballspiel her Schüler auf der dem Verkehr dienenden Straße geduldet, ober wenn er traft feiner Amtspflicht nicht dafür gesorgt hätte, daß dritte Personen nicht getroffen oder beschädigt wurden. Eine Verletzung ber Amtspflicht des Lehrers bei einem SchulauM liegt also bann nicht vor, wenn bie Schüler aus einem Schulausflug verbotswibrig Ball spielen. ■Drinnen ist, etwa weil die Tochter einen Witwer 2 115 Wirtschaft SJlXfpOTt Fielt, aufzurichten, das ab 1. Januar in Kraft n Turmers mit den Torverhältnissen und demgegen- 4:1 Tore 105:51 Punkte 1t Butzbach — Friedberg Butzbach — Kesselstadt Kesselstadt — Gambach Frankfurter Börse. Insgesamt tarn Kesselstadt mit 319 Punkten auf den Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 85 100,4 60 99,25 1. 2. 3. 4. 90:31 96:45 105:65 43:122 92:88 . o 0 4 0 0 0 12 29,25 77,4 93,5 69,75 71 72 145 85,5 99,25 59 99 26,25 131,65 99,5 110,75 78,5 107 100,25 93,25 133 108,75 23,4 21 28,5 77,9 93 70,25 71,5 73 144,5 o o 0 6 6 0 0 26,65 130,75 99 112,5 78 107,13 100 93,9 133 108,5 Punkte 6:0 4:2 1:5 1:5 26,75 131,25 99,13 110,25 78 106,75 100 92,75 133,5 108,25 27 131,13 99,75 112,5 77,13 107 100 93,5 133 108,25 24 21^5 29,13 78 93 69,75 71 72 144,75 Stade Frankens Paris SC. Riesfersee Zehlendorfer Wespen Brandenburg Berlin Spiele 3 3 3 3 über die Punkte: Kesselstadt — Friedberg Gambach — Butzbach Friedberg — Gambach Kampfes überreichte Dr. von Halt Mannschaft persönlich den Pokal. Der Schlußstand des Turniers: Tore 19:0 6:2 4:13 3:17 116 75,1 74,8 1:0 3:1 5:4 1:5 3:3 116,8 75,25 74,65 rit|L uerzu hört der DHD. noch, daß die Laufzeit ie L-Äartells für ein Jahr, also bis zum 31. Dez. 9cgS», cstgesetzt ist. Es verlängert sich dann auto- idiij." weiter, wenn nicht gekündigt wird. Um das :ir hc en der Bestimmungen zu gewährleisten, sind ie ™ ........ 8 tglieder Bankbürgschaften eingeaangen oder E): en Sichtwechsel hinterlegt. Es sind Strafen 86,25 99 59,25 98,25 78,9 150 116 75,4 HA Buderus..... Deutsche Erdöl Gelsenkirchener 28,25 77,75 93,5 70,25 71,5 73 145,5 er , bi, r bi- ■n n«r b » at9fn uf Harpener................. Hoesch Eisen—Köln-Neuessen 31 le Bergbau ............. 3lse Bergbau «enftfft...... Klöcknerwerke......Ma|(M Mannesmarm-Röh»« ...... bis 20, Renetten 16 bis 18, Schafsnasen 8 bis 10, Kochäpfel 8 bis 12, Birnen I 18 bis 20, II 14 bis 16, Kochbirnen 5 bis 9, Pastoren 8 bis 12, Datteln, Kistchen ca. 5,5 Kilogramm 1400, Erdnüsse 24 bis 26, Haselnüsse 20 bis 35 ital., Apfelsinen blond 12 bis 16 span., kernlos 16 bis 20 span., ital. 25 bis 26, Mandarinen 14 bis 18 span., Walnüsse 15 bis 25 rumän., 20 bis 30 ital., Zitronen 100 St. 200 bis 300 ital. Mainzer Schlachlviehmarkt. Mainz, 28. Dez. Auftrieb: 21 Ochsen, 37 Bullen, 205 Kühe, 131 Färsen, 301 Kälber, 646 Schweine. Es notierten in RM. pro 50 kg Lebendgewicht: Ochsen al) 35, b) 28 bis 32, c) 23 bis 27. Bullen a) 31 bis 32, b) 28 bis 30, c) 23 bis 26. Kühe a) 32 bis 34, b) 26 bis 31, c) 20 bis 25, d) 11 bis 19. Färsen a) 36 bis 39, b) 32 bis 35, cj 25 bis 31. Kälber a) —, b) 35 bis 42, c) 28 bis 34, d) 20 bis 27. Schafe nicht notiert. Schweine a) 53, b) 50 bis 53, c) 48 bis 53, d) 45 bis 52. Marktverkauf: Rinder mäßig belebt, ausverkauft. Kälber ruhig, geräumt. Schweine mittelmäßig, kleiner Ueberstand. sich von Drittel zu Drittel steigerte. Das einzige Tor der Begegnung fiel in der zwölften Minute des ersten Drittels durch Gagnon. Rach Schluß des der siegreichen lausflügii «inn riq t * tote be i au5 dem '.mü demFu^, murren ’« M ben M, 6l! * SÄ?. «Ml n'khbuches, Msoerfofiun^t meii rietzt hätte. mürbe Dom \ drrA j St ifnnt wj " flnw w <* tz^erreichtfche Goldrentr.... Veste rretchische Gilberten le *' £: -1 arische Goldrente....... I l°j «arische StaatSrente v. 1910 4 (* eöfll. von 1913.......... 6* F.föeft. Goldmexikaner von 99 lollanleihe von 1911 stark, wäbrend die Nachfrage unbefriedigend war. Für Feldsalat und Spinat zogen die Preise etwas an. Ausländischer Blumenkohl, Eskarol und Kopfsalat sehr stark angeboten, trotzdem hierin lebhaft tes Geschäft. Für Blumenkohl und Eskarol gaben die Preise nach, für Kopfsalat zogen sie an. 11. a. notierten: Blumenkohl Steige 9 bis 18 Stück 250 bis 300 ital., Eskarol groß 5 bis 10, klein 3 bis 4, Feldsalat groß 20 bis 25, klein 50, Karotten 4 bis 5, Kohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat Steige 24 Stück 425 bis 475 span., Lauch 2 bis 4, Rettich 4 bis 8, Rosenkohl 12 bis 15, Rote Rüben 3,5 bis 4, Rotkraut 5 bis 7, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 5 bis 8 Schwarzwurzel 14 bis 18, Weißkraut 3 bis 4, Wirsing 3 bis 4, Winterkohl 4, Weiße Rüben 3 bis 4, Zwiebeln 6. Am Obstmarkt läßt das Angebot von deutschem Tafelobst nach, gute Tafelbirnen kaum noch am Markt. Nachfrage nach guter Auslese allgemein gut. Preise anziehend, besonders hochwertige Früchte erzielten Preise über Notiz. Das Angebot in Apfelsinen, Mandarinen und Nüssen blieb stark. Das Geschäft war bei kaum veränderten Preisen allgemein ruhiger. U. a. notierten: Aepfel I 16 bis 20, II 12 bis 14, Goldparmänen I 18 bis 20, Boskop I 16 0 V Item > V1 v I zur e rin» Sä Um den Mer von Halt-Pokal. Stade Francais Paris Endsieger Das Internationale Eishockey-Turnier um den Dr.-Karl-Ritter-von-Halt-Pokal in Garmisch-Partenkirchen wurde am Donnerstagabend mit dem Treffen SC. Riesfersee — BrandenburgBerlin fortgesetzt. Die Bayern errangen über den Deutschen Meister einen verdienten 3:0- (1:0, 1:0, 1:0) Sieg durch Tore von Dr. Strobl (2) und Schenck. Die besten Leute des SC. Riessersee waren wieder Dr. Strobl, Schröttle und Egginger im Tor. Am Freitag wurden die Entscheidungsspiele ausgetragen. Im Kampf um den dritten Platz standen sich Brandenburg Berlin und die Zehlendorfer Wespen gegenüber. Die „Wespen" befanden sich in sehr guter Form, und der Deutsche Meister mußte froh sein, daß er noch ein Unentschieden von 3:3 (2:1, 0:0, 1:2) erreichte. Die Torschützen für Brandenburg waren Herrmann, Klebig und Nowitzki, die Treffer der Zehlendorfer erzielten Brant (2) und Schwarz. Den Höhepunkt des Turniers bildete am Freitag- nachmittag das Endspiel zwischen dem SC. R i esse r s e e und Stade Fran^ais Paris. Die Bayern zeigten eine deutliche Formverbesserung und verloren nur ganz knapp 0:1 (0:1, 0:0, 0:0). Die 4500 Zuschauer, unter denen sich auch Korpsführer Hühnlein und der Stifter des Pokals, Dr. Ritter von Halt, befanden, erlebten ein offenes Spiel, das 6° Uy-tjche Retchsanleihe v. 1927 6° ^n.7°/t»Dt.RetchSanl.v.l929 5*- & ' .oung-Anleihe von 1930 .. D le.-c • Anl^Ablös.-Schullr mit Vl.-Rechten ............. Dl ie^ihne Auslos.-Rechte...... S? »Sfr.tn.8% Hess. Volksstaat 1929 ^phlb. 102%)............ P'-C il- Landesbank Darmstadt Hl«. 12.................. b Mt Hell. Landes-Hypotheken- nl. Darmstadt Ltqui......... COl^ len Provinz-Anleihe mit tL 'I.-Rechten ............. S bafe.t Komm. Sammelabl. An- b'Sette i mit AuSlos.-Rechten 8' tzikon. 8% Franks. Hyp.-Bank H-^fe. 15 unkündbar bis 1935 BI Bfljum. 7% Franks. Hyp.-Bank I Lpfe. 16 unkündbar bis 1936 6 15', rhem. 4'/,% Franks. Hyp^ iri-Ltqu^Pfandbriefe....... 6 15.', tehem. 4V,% Rheinische cp^Bank-Llqu.-Goldpfe..... 6' Fnh in. 8% Pr. Landespfand- Pfandbriefe R. 19 6' 15 ih m. 7% Pr. LandeSpfand- irnnstalt, Pfandbriefe 5L 10 C krerzutsch. Verrechnungskurs.. 85,4 99 60,5 100 78 150 116,5 "•a A.G. für Berkebrswesen QÖL .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prtoat-Bank... Deutsche Bank und Dtsconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank.............. Reichsbank ........ 1 Schweiz. Bundesbahn-Anleihen bröckelten etwas ab. Tagesgeld blieb zu 3,75 v. H. unverändert. Abendbörse sehr still. Die Abendbörse — die letzte im Jahre 1934 — nahm auf allen Marktgebieten einen sehr stillen Verlauf. Sowohl bei der Kundschaft, als auch der Spekulation zeigte sich keine Unternehmungslust. Obgleich die Stimmung nicht unfreundlich war, bröckelten die Kurse infolge der starken Geschäftsstille vielfach um 0,25 bis 0,50 v. H. gegenüber dem Berliner Schluß ab, Holzmann verloren 0,90 o. H. IG. Farben waren nach etwas niedrigerem Beginn später leicht erhöht, ferner zogen Reichsbankanteile um 1 o. H. an. Auch am Rentenmarkt war die Umsatztätigkeit gerinn, etwas Interesse erhielt sich jedoch für Altbesitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforderungen (97,75) und für Pfandbriefe zu den letzten Mittagskursen. Don fremden Werten blieben 5 o. H. Silbermexikaner mit 4,25 v. H. gut behauptet. U. a. notierten: Altbesißanleihe 103,13, 6 v. H. Stahlverein 91,25, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 90, 6 v. H. Franks. Hyp.-Bank Goldpfandbriefe R 8 bis 15 94,75, 5,50 v. H. do. Liquidation 95, 6 v. H. Franks. Pfandbriefbank Gold R 3 bis 10 94,50, 6 v. H. Nass. Landesbank Wiesbaden Gold- Kommunal R 6 bis 8 93, Bank für Brauindustrie 104,25, Reichsbank 145,50, Gelsenkirchen 59, Phönix 46,75, Rheinstahl 85,65, Stahlverein 39, Bekula 131,25, Conti Gummi 139,75, Scheideanstalt 201, Deutsche Linoleum 63,50, Licht & Kraft 110,25, IG. Farben 131,65 bis 131,90, Feinmechanik Setter 57, Gesfürel 106,75, Holzmann 77,50, Junghans 72,25, Lahmeyer 108,25, Metallgesellschaft 82, Rheag 100, Schuckert 92,75, Zellstoff Waldhof 48,13, Lloyd 28,25. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Dez. Auftrieb: 732 Rinder, darunter 231 Ochsen, 35 Bullen, 230 Kühe und 236 Färsen. Zum Schlachthof direkt zugeführt wurden: 1 Ochse, 1 Bulle, 3 Kühe und 1 Färse. 1333 Kälber, 99 Schafe, 3664 Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 38 bis 40, b) 33 bis 37, c) 28 bis 32, d) 23 bis 27; Bullen a) 35 bis 36, b) 32 bis 34, c) 29 bis 31, d) 25 bis 29; Kühe a) 32 bis 34, b) 26 bis 31, c) 18 bis 25, d) 10 bis 17; Färsen a) 38 bis 40, b) 35 bis 37, c) 30 bis 34, d) 24 bis 29; Kälber a) 46 bis 52, b) 38 bis 45, c) 31 bis 37, d) 20 bis 30; Lämmer und Hämmel b2) Weide- masthämmel 35 bis 37; Schafe nicht notiert; Schweine al) 53, a2) 50 bis 53, b) 49 bis 53, c) 49 bis 53, d) 45 bis 52, gl) 46 bis 48, g2) 40 bis 44. Im Preisvergleich zum letzten Hauptmarkt am 17. Dezember zogen Ochsen d) 1 Mark, Bullen und Färsen 1 bis 2 Mark, Hämmel 1 Mark an, dagegen gaben Kühe d) 3 Mark, Kälber und Schweine je 1 Mark nach. Marktverkauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft (12 Ochsen Ueberstand); Kälber schleppend, geräumt; Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft; Schweine anfangs rege, später abflauend, Ueberstand (235 Stück). Schwere Qualitäten wurden vernachlässigt. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischmarktes: 1351 Viertel Rindfleisch, 205 ganze Kälber, 1 Hammel, 632 Schweinehälften, 1 Kleinvieh. Preise für 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 58 bis 62, c) 52 bis 56; Bullenfleisch b) 54 bis 56. Kuhfleisch b) 40 bis 46, c) 26 bis 36; Färsenfleisch b) 58 bis 62, c) 52 bis 56; Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62; Hammelfleisch b) 70 bis 75; Schweinefleisch b) 72 bis 75. Fettwaren: roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 82 bis 85, Flomen 90 bis 93. Geschäftsgang des Großmarktes lebhaft. — Der nächste Schlachtviehmarkt für alle Gattungen findet am Mittwoch, dem 2. Januar 1935 statt. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 28. Dez. Die Zufuhren am Gemüsemarkt blieben nach den Feiertagen sehr die Mittel erschöpft sind. Den Eltern steht es frei, anstatt die Sachen für die Ausstattung selbst zu besorgen, ihrer Tochter das dazu notwendige Geld zu geben; verlangen kann sie es aber nur in Ausnahmefällen, beispielsweise, wenn sie mit den Eltern verfeindet ist oder im Ausland lebt. Fällig wird nach der herrschenden Auffassung der Aussteueranspruch erst mit dem Hochzeitstag. Das ist wenig praktisch, da der Braut so rechtlich die Möglichkeit genommen ist, sich bei Zeiten um die Beschaffung ihrer Ausstattung zu kümmern, um bald nach der Hochzeit in die neue Wohnung einziehen zu können. Es ist daher üblich, daß schon einige Monate vorher die notwendigen Vorkehrungen aetroffen werden, und es wäre wünschenswert, daß diese Regelung auch von Gesetzes wegen ihre Anerkennung fände. j.e jjt worden, die bei der ersten Vertragsver- 3 h 20 v. H. und bei der zweiten 40 v. H. des es larn Rechnungsbetrages ausmachen. Handball im Gau XI, (Lahn-Dill) Jugend-Handballturnier in Friedberg. Ein versuch für eine neue Handballwertung! Der erste Versuch, eine neue Handballwertung in der Praxis zu erproben, war die Grundlage dieses Turniers am zweiten Weihnachtsfeiertag in Friedberg. Unter Beteiligung von vier Jugendmannlschaf- ten (Turnverein Kesselstadt, Turnverein Gambach, Turngemeinde Friedberg und Turn- und Sportverein Butzbach) gab Bezirksspielwart Seibert (Wetzlar) die Grundlage zu der neuen Wertung wie folgt bekannt: Der Sieger eines Spieles bekommt für seinen Sieg 50 Punkte und für jedes geworfene Tor 5 Punkte, während die verlierende Mannschaft für jedes geworfene Tor 10 Punkte erhält. Jeder Freiwurf und Strafwurf wird durch 2, dem Spiel besonders vorstehende Fachleute notiert und der Mannschaft mit einem Punkt gutgeschrieben, idie ihn laut Entscheidung ides Schiedsrichters zu werfen hat. Meter wird das Gssamtverhalten einer Mannschaft bis zu einer Höchstpunktzahl von 30 bewertet. Die anhand der angesetzten Spiele gesammelten Erfahrungen sind gut gewesen, zumal alle Treffen durch die 'Bedingungen der neuen Wertung in fairer Weise durchgeführt wurden. Man wird anhand solcher zusammengestellten Jugendturniere in nächster Zeit weitere Erfahrungen sammeln können und abwarten, wie sich die Wertung bei den aktiven Mannschaften auswirkt. Nachstehend die Ergebnisse des der Cgenftänben, Die zur Einrichtung des Haus- Halis n Möbeln, Hausgerät, Geschirr, Wäsche usw. notpoeLig sind. Selbstverständlich schwanken die Bo: ftumgen darüber in den einzelnen Gegenden unfia, Vaterlandes, im Gebirge sind sie anders als aj dem flachen Lande, in der Stadt anders als 'a. dem Dorf. Für den Umfang der Aussteuer sinlfi rr allem die wirtschaftlichen Verhältnisse der eitiirn aber auch die Ehe, die die Tochter eingehen v)ii,!. naßgebend. Sind mehrere Töchter da, so kör!iml sie verlangen, daß auf sie Rücksicht genom- " terr ■ '■ tnei i'ird, damit nicht bei einer späteren Heirat und ei-«I Mttagsbörse: uneinheitlich. if n ntfurt a. M., 28. Dez. Den vorbörslichen ferioctungen entsprechend eröffnete die amtliche SSolrfirmit sehr stillem Geschäft. Kaufaufträge der Jtu|iib)aft lagen kaum vor, vielmehr überwogen Do,itz!! kleine Glattstellungen zum Jahresultimo Bereinigung noch bestehender Positionen, me'fe' ers aus Kreisen der Privatbanken erfolgten 81 folgern, denen keine nennenswerte Aufnahme- reiigtg gegenüberstand, zumal Die Großbanken vuiii iquiditätsrücksichten Zurückhaltung übten und auiH ne Kulisse sich nur wenig am Geschäft beteil Ü x . >Mursgestaltung am Aktienmarkt war bei im all pennen kleinen Veränderungen uneinheitlich, fcü r enten bestand Dagegen weiteres Kaufinteresse, auch) Utens Der KunDschaft, so Daß sich hier teil» weiß, -twas lebhaftere Umsätze abwickelten. Gesucht man befonDers Altbesitzanleihe mit 103,13 bis lOi 1,4! (102,90), ferner fanDen Kommunal-Umschul- buiigßinsDergütungsfdjeine unD späte ReichsschulD- bwchfiderungen zu unoeränDerten Kursen Kauflust- Am Aktienmarkt eröffneten von chemischen ÖK-ri-i IG. Farben mit 131,50 (131,25), Scheide- cn i'dai mit unverändert 201, während Deutsche Erdöl ir 1 v. H. auf 99,50 v. H. nachgaben. Von Gb blhiattien waren Licht und Kraft auf 110,25 (11.2,; •) gedrückt, auch Schuckert büßten 1,40 v. H., Se li 0,65 v. H., Gesfürel, Siemens und AEG. bis 0,5 L : H. ein, andererseits zogen Felten 0,90 v. H. un ü lahmeyer 0,50 v. H. an. Am Montanmarkt üb mpgen leichte Abschwächungen bis 0,50 v. H., GeDikirchen verloren 0,75, Mannesmann 0,90. Etwa cs Rh er tagen Stahlverein, Klöckner und Buderus nit bis plus 0,50 v. H. Von Kaliaktien blieben SciHAfurth zu 142,50 unverändert, Westeregeln ga fii 0,75 v. H. nach. Schiffahrtswerte gingen bis 0,5 AH. zurück, außerdem verloren Reichsbank- anli. 0,75 v. H. Zellstoff Waldhof blieben mit 47, ,15f.gut gehalten. Etwas fester notierten wieder Hcich erke Füffen mit plus 1 v. H., Daneben ge« rocinirn AG. für Verkehrswesen 0,75 v. H. Von AnslliDsrenten setzten 4'/-prozentige Jrrigations- mt i pirner ihre Abschwächung auf 6,65 (7) v. H. fmrl. In! Verlause erfuhr Das Geschäft keine Auswei- tui.ig.-inD auch Die Kurse lagen gegen Den Anfang nunfiLunoeränDert. Etwas erholt waren Mannes- miini (plus 0,25 v. H ), Dagegen gaben IG. Farben au:f Bl nach. Von später notierten Werten seien Rkhck Braunkohlen mit plus 1,50 v. H., Fem- mt'*if Setter, Holzmann unD Zellstoff Aschaffen- buiirmit je plus 1 v. H. erwähnt. Sn Rentenmarkt waren späte Reichsschuldbuch- foitieungen mit 97,75 lebhaft unD um 0,13 v. H. fei' N! Altbesitz blieben mit 103,13 nur knapp ge» haiit. sonst lagen Die ersten Kurse bei etwas ruhi- geprierbenDem Geschäft unoeränbert. PsanDbriefe m* :a>- wohl weiter gefragt, es traten aber nur ge» rirrfqgige VeränDeruNgen ein. Stark gesucht waren Pi!mi!. LanDespfanDbrief-Anstalt Kornmunal-Obli- gaxv7-n. StaDtanleihen konnten sich überroiegenb ur» <125 bis 0,50 v. H. befestigen. Dagegen lagen S -Lncmleihen sehr still. Von fremDen Werten ge Din Silbermexikaner bis 0,40 v. H. nach, auch 1. Platz, gefolgt von Gambach mit 223 Punkten, Friedberg 212 Punkten und Butzbach 179 Punkten. Io. Ahbach — Polizei Wehlar 12:8 (6:3). Zu einem Gesellschaftsspiel trafen sich beide Mannschaften am zweiten Feiertag in Atzbach. Die Gastgeber hatten mit der Verpflichtung dieses Gegners in jeder Beziehung einen guten Griff getan. Atzbach aewann Den Kampf durch feinen großen Eifer und Lag bereits zur Pause 6:3 in Führung. Nach dem Wechsel erhöhte Die Mannschaft die Torzahl weiter, und erst ein scharfer Gn'bfpurt der Polizisten gestaltete das Resultat für diese günstiger. tim die Kreismeisterschast der Jugendklasse. Tuspo. Wehlar-Niedergirmes Jugend gegen 7Nlv. Gießen Jugend 6:2 (2:2). Das Rückspiel um die Jugendmeisterschaft brachte diesmal Den erwarteten Sieg Der Niedergirmeser Mannschaft, die ihren Gegner nach hartem Kampf in der ersten Hälfte nach Der Pause überlegen schlagen konnte. Das Spiel war ein erbitterter Kampf unD in Der ersten Hälfte ausgeglichen. Mit je 2 Erfolgen stand bis zu diesem Abschluß das Spiel unentschieden. Nach Dem Wechsel zeigte sich die Platzmannschaft durch Das gute Spiel ihrer hinteren Reihen überlegen und ließ Die Gäste nicht mehr zur (Entfaltung kommen. Der Sturm der Platzbesitzer Dagegen erzielte noch vier Tore, die sämtlich durch den Halblinken geschossen wurden. Damit stehen sich beide Mannschaften nunmehr in einem weiteren Entscheidungsspiel auf neutralem Platze gegenüber. Spielveremigung 1900 Gießen. Io. Treis a. d. tba. I — 1900 komb. 1:2 (1:1). In letzter Minute kam am zweiten Weihnachtsfeiertage diese Begegnung nach zustande. Dor einer recht ansprechenden Zuschauerzahl stellten sich beide Mannschaften einem Unparteiischen vom Platzverein. Die Gießener, bei Denen außer Spieler Der zweiten und Dritten Elf, Mank aus der Liga erfolgreich als Mittelläufer mitwirkte, wußten durch gutes Spiel von Propagandawert recht überzeugend zu gefallen. Der Sieg war verdient auf Grund Der ständigen Feldübeäegenheit. Das Treffen verlief sehr fair. Letsch im 1900-Tor konnte einen Handelfmeter bannen. Die 1. Jugend versagte in dieser Saison erstmals. Sie bestritt Das Freundschaftsspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag in Wetzlar gegen Sportverein 05 mit zahlreichem Ersatz und verlor deshalb auch nicht unverdient 5:1. Am kommenden Sonntag, zum Jahresschluß, ist Die Ligaelf wieder spielfrei. Die Ligareserve absolviert ein Meisterschaftsspiel in Leihgestern und wird gegen Die Dortige sehr spielstarke erste Mannschaft um eine weitere Niederlage wohl nicht herumkommen. Das soll aber kein Anlaß sein, daß die Gießener schon im voraus die Flinte ins Korn werfen. Vielleicht läßt sich auch die immer wieder zutage tretende Schußschwäche :m Sturm endlich beheben. ^rhlnif “Wh?' .‘‘•Malis K über die 8m ---kTiemer Seht edl davon aus,: er Lehrers wäh ort, die ihm a ,TW daß sie nü iben, sondern c den Mgen. ft 'nen Seite in der rtrs tbrt Srenx. J nicht weniger * hkr das lllüerrich titirteobatinjai 'mihigen törptite cbirn unb m r au' sie einwirfre 1 ■f SeattaunttBÜ i xäyx. t)tx wWi rrpeherischei überspannen, bk« iach ihrem Ütfl.ta skändnis eine jrr krm der betret -lche Maßnabm!' gingen erziehenit ung der 8M C ioyes verbot te' en hat, so tonn» rin berechtigter '" oleichen Envagi« Tb, daß der W er vpchengrilpp«^ bi die ilnnahnis ff rtw der betreib angen haben, tn Schil.r 's, in er em W erkebr t rart iemer i, dritte N* ourden. hei einem f w, w™ bot$®ibng 2.S.S....................... Bekula.....................o Elektr.LteferungSgelellschast... 6 Licht und Kraft .............6 Kelten & Guilleaume.........o Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........6 Schuckert L Co...............5 Siemens L Halske............7 Lahmeyer LLo.............10 Jsinditi onen kartell in Der Zigar- t j »mDuftrie. Wie bereits mitgeteilt, ist es n irmüljungen des Reichsverbandes Deutscher ic »r nhersteller e. D. gelungen, ein Konditionen- rteL bas die Zahlungs- und ßieferungsbebingun-- tiit D mer Wohnung heiratet. lii soll Die Aussteuer aussehen? Hat sie in ) Der in Sachen zu erfolgen? Das Gesetz sagt ib" nichts. Nach Der Sitte besteht sie aus all Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd . tfraniim. jui. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börse Datum 27-12. 28-12. 27.12. 28-12. 4% vesgl. Serie II ........... 7,9 4,13 7,9 4,05 —— 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 — 4 414A>Rumän.vereinh.Rentev.lSlS —— 6,1 6,05 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3,65 30,5 3,65 3,65 3,65 214% Anatolier ............... — 30,8 30,25 :Vranriun a.M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Scblußk. Mittag- börle Datum 27-12. 28-12. 27-12. 28-12. Mansselver Bergbau.........0 Kokswerke ..................0 Phönix Bergbau......... 0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rhetnstahl..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% I. G. Färben-Industrie.......7 Schetdeanstalt.............. 9 Goldschmidt ....... 0 RütgerSwerke...............0 Metallgelellschaft.............0 PbÄvp Holz mann...........0 Zementwerk Heidelberg ......0 Lementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhofer .......0 Aku ern'! 1 !' (kiclw WajuöqIU Mjcda Bestellungen der Anzeigen für die Silvesternummer möglichst frühzeitig erbeten wenn Sie es freudig und hoffnungsvoll mit einem guten Tropfen begrüßen. - Den richtigen Stoff bekommen Sie im Weinbrände: Weinbrand -Verschnitt Weinbrand »Spezial« Weinbrand »Grünsiegel« Weinbrand »Hausmarke« .... Rum und Arrak: Jamaika-Rum -Verschnitt 38°/fl Jamaika-Rum -Verschnitt 40°/o Jamaika-Rum -Verschnitt 45% Batavia-Arrak -Verschnitt.... WEINE: Edenkobener Alsheimer Goldberg.. Böckelheimer Niersteiner Domtal .. Oppenheimer Berg..« Trittenheimer Zeller Schwarze Katz Alsheimer Natur Ingelheimer Rotwein. Tarragona Malaga Wermuth Ab heute täglich frische Berliner Pfannkuchen und Kräppel Arrak, Punsch-Essenzen, Liköre, Schaumweine in den verschiedenen Qualitäten seine Kundschaft, seine Freunde und Bekannten zum Jahreswechsel beglückwünschen will wählt dazu am zweckmäßigsten eine WEINBRAND: Weinbrand-Verschnitt. Rheinweine: 33er Gaubickelheimer Wiesberg .... 33er Ludwigshöher Rheinpfad (Natur) 33er Niersteiner Domthal 33er Hallgartener Kies (Natur) Moselweine; 33er Brauneberger Riesling 33er Thörnicher Lay (Natur) 33er Zeller schwarze Katz 29er Detzemer Würzgarten (Natur).., Rotweine: 32er Oberingelheimer 33er Ingelheimer Frühburgunder 33er Königsbacher Reiterpfad 25er Beaujolais Der gute Pott Rum in allen Stärken Schaumweine: Haushiarke Landgraf von Hessen ... Elges Privat Söhnlein Sonder Cüvee Henkell Trocken. Kupferberg Gold M M und Söhnlein Rheingold Ruf 3458 7742 A hol-Sä SMIoM Letzter ErneuernBfistag zur IV. Klasse am 31. Dez. 1934 in sämtlichen Räumen des Hotels. — Einlaß nur gegen Karten, die im Hotelbüro unentgeltlich abgegeben werden 06061 Mercedes Mk. 182- monatlich Mk. 7.90 FranzVogtlCo., Gießen Seltersweg 44 4766Ä Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir unseren innigsten Dank. polizeiwachtmelster i. 3t. H. Schäfer und Frau. Gießen, 29. Dezember 1934. __________________________________06070 l/i Fl. 2.40 Die dritte Mannschaft fährt zum Spiel um die Punkte nach Londorf. Im Vorspiel in Gießen trennte man sich unentschieden, ein Verdienst des vorzüglichen Londorfes Hüters, der wohl auch diesmal seinen Verein vor einer Niederlage bewahren wird. schlagen die Meisterschaft der A-Jgd.-Klafse errang, wird dem Gastgeber keine Chancen für einen Sieg lassen. Hoffentlich wird Treis aus dieser Begegnung vieles lernen können. Um die Iugendgruppenmeisterschast der Gruppe Gießen des DFB. Die Schweiz nimmt den diesjährigen a derkarnpf im Fußball gegen Deutschland sehr 2 Die vorgesehene Mannschaft wird am 9 in Zürich gegen ein „Ausländerteam" soiel^. die B-Mannschaft, die c*" 0,7 e*- geht. Nieder-Ohmen stellt eine Mannschaft ins Feld, die kräftig entwickelt und auch spielerisch auf der Höhe ist. Hier sieht man eine Jugendmannschast, die Aufbauwillen in sich trägt und die durch eigene Samstag, 29. Dez.. Bunter Abend. Sonntag, 30. Dez.. Stimmungs- Konzert. Montag, 31. Dez., Tanz ins neue Jahr. L Januar 1935 Süveetertenz. Neue Kapelle. — »4 e, “ 'p'eien । . , . . am 27. Januar gegen s « deutschlanü antritt, hat als Gegner im Probat r I die Züricher Stadtmannschaft. Vor Iahvesschluß werden folgende Spiele Austrag kommen: Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! i ' den iserf „etato*"' 1.05 1.25 1.30 1.60 t rrflf) ütte: ii die Deut b Clique r r wenn ihr I i. ’?u tz gischen C : ju DCakir r erstickt w Xanaen- s- MmdM abzugeb. Bestell, erb. wtrv.Postk. DampMgewerk Lollar B. Nuhn A.6., Lollar. tri» L 3 J-»N ter 5 'ollen . 2.30, 1.25 . 2 70, 1.45 . 3.50, 1.85 . 4.30, 2.30 Trauringe! in jedem Goldfeingehalt Carl Brück Juwelier Gießen Kreuzplatz 8 6487 D Frankfurter Straße 41 Telephon Dir. 2833 7749 D sowie Neujahrs-Ärezeln in bester Qualität Zum Jahreswechsel entbieten wir allen unseren Kunden, Gästen, Freunden und Sekannten die herzlichsten Glückwünsche! Heinrich Weimar und Familie, Gießen Das neue Jahr fängt gut an 2.50 2.75 3.00 Ls ® »10. |h*< 3U lii pftr-u FL o. GL ... 0.75 ... 0.85 ’.. 1.00 ... 1.05 ... 1.05 1-20 W 1.20 .. 0.85 '.LOS 1.16 0.75 e rben.; 5 artet ei Nation M aus f-T (Belt M Mi Mihtn lkn bmd durch J Mttlklter M z „6d •*n orbi ihre »«Helfe de t Eilst U W Großen-Buseck — Leihgestern Steinbach — Treis (Lumda) Nieder-Ohmen — Daubringen Heuchelheim — Alten-Buseck. Spiele Wieseck — Watzenborn und Kinzenbach — Lollar fallen aus. Wieseck hat auf die Punkte verzichtet. Kinzenbach mußte die Jugendabteilung zurückmelden, da durch Spielerabgang eine Mannschaft nicht zusammengebracht werden kann. In Großen-Buseck wird Leihgestern Mühe haben, den Vorsprung zu halten; wenn es gelingt, das Spiel für sich zu entscheiden, so stehen die Meisteraussichten sehr günstig. Steinbach sollte gegen Treis (Lumda) endlich beweisen, daß es dort vorwärts Ohne deutsche Beteiligung wird., im nächsten Jahre die englische Henley-Regatts sich gehen. Der frühe Termin macht alljährlick, * frühere Trainingsaufnahme der festländischen? derer nötig, die sich dann am Ende her ruderzeit für die jeweiligen Ruderer und K schäften nachteilig auswirkt. finflUeninfiitot W ZorfihauSbelElyrelKoberbefst'll Gegründet 1609 Wir nehmen Ihnen die Soraew ziehung Ihre- Zungen ab jOd anw ;ügen eine« Lanoheims Ichrp Erreicht, In Neinen rtlassm. ,u selbständiger liches Zusammenleben, ”le' Ctfto - Unterfehmi« - Realgymnasium. - Prospekt frei, Ettling: ®t.£aW Reiner Weinbrand Scharlachberg. 3.35 Jamaika-Rum-Verschnitt 2.90 ° l'tnmg j " «schicht- r führender Adagb . aßp- Reiter hedn-t'w nie 3D; eignem Platz sollte Lollar doch nicht in der Lage sein, dem Gegner beide Punkte abzunehmen. Gr.- Buseck empfängt Wieseck, eine Voraussage ist unmöglich, da beide Vereine gleich spielstark sind. Al- lendorf hat Lollar II zu Gast und wird dem Gegner keine Aussichten auf Sieg einräumen. Zum Rückspiel fährt 1900 III nach Londorf, ein knapper Sieg Londorfs ist zu erwarten. Alten-Buseck muß nach Wißmar, doch sollte die derzeitige Form Alten- Busecks einen Sieg für möglich halten lassen. Einen schweren Gang geht der Tabellenführer VfB. III, der in Grünberg auf eine harte Kampfmannschaft trifft. Trotzdem sollte VfB. auch dort gewinnen können. Frankenbach gegen Fellingshausen heißt die nächste Begegnung, wir rechnen mit einem knappen Sieg Fellingshausens. Launsbach wird Hohensolms ohne Sieg nach Hause schicken. Heuchelheim II trifft in Erda auf eine Mannschaft, die kämpfen kann und sich erst mit dem Schlußpfiff geschlagen gibt. Rod- heim empfängt Kinzenbach, hier steht der Tabellenführer dem Zweiten gegenüber, ein Unentschieden evtl, ein knapper Sieg Rodheirns ist möglich. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. Am kommenden Sonntag wird die 1. Mannschaft des Turnvereins Wieseck zum fälligen Rückspiel in Großen-Buseck zu Gast sein. Wieseck, das wieder gezwungen ist, Ersatz einzustellen, wird in Großen- Buseck einen Gegner finden, der alles daransetzen wird, um die Punkte für sich zu behalten, zumal er auch den Vorteil des eigenen Platzes besitzt. Wenn es Wieseck jedoch versteht, sich mit den dortigen Platzverhältnissen abzufinden, dürfte ein spannendes Spiel zu erwarten sein, dessen Ausgang völlig offen ist. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Nächsten Sonntag empfängt die 1. Mannschaft der Spvgg. 1926 Leihgestern die Reserve der Spvgg. 1900 Gießen zum fälligen Verbandsspiel. Die Einheimischen, die in letzter Zeit wieder stark im Kommen sind, werden den Vorspielsieg wiederholen. Dor diesem Spiel treffen sich die erste Mannschaft des SV. Garbenteich und die zweite der Spvgg. Leihgestern ebenfalls zum Verbandsspiel. Hier werden die Leihgesterner den Kürzeren ziehen. Die Jugendelf wird zum fälligen Verbandsspiel in Großen-Buseck antreten. Die Jugend, die ungeschlagen an der Spitze der Tabelle steht, wird Mühe haben, ihren Konkurrenten niederzukantern. Es wird einen harten Kampf um die Punkte geben, der jederzeit als offen zu bezeichnen ist. Turnverein Treis Jugend gegen 1900 Gießen I. Jugend. Für den kommenden Sonntag gelang es, die erste Jugend der Spielvereinigung 1900 zu einem Freundschaftsspiel zu verpflichten. 1900 Jugend, die unge- Silvester-Karpfen lebende Schleien, Heilbutt, frischer Zander, Flutzhechte. Salate eigener Herstellung! Alle Arten Fischkonserven, Spirituosen, Liefer, kalter Platten emvf. Sl. Mord Uarbsolgev Mäusburg 15 775M Televb.3612 DnterhallunfiaDitTaoz? dann in Grelllehe Restaurant Zum Löwen WkstMWe HfltüL IvlsfkllWft in reichbebilderten, leichtverständl. Werken und in verschiede, nen Preislagen bieten unsere Derlagrerzeua. niste. 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VfB. II — Krofdorf (Drescher, Garbenheim). Leihgestern — 1900 II (Küster, Berghausen). Lollar gegen Heuchelheim (Keller, Naunheim). Großen-Buseck gegen Wieseck (Prinz, Albshausen). Grünberg gegen Lich (Kaletsch, Wetzlar). Tgde. Wetzlar — Burgsolms (Bernhardt, Tiefenbach). Spfr. Wetzlar gegen Wetzlar II (Grote, Mainzlar). Werdorf — Aßlar (Volkmar, Wetzlar). Nauborn — Büblingshausen (Wolf, Allendors). Stockhausen — Bissenbera II (H. Rüspeler, Gießen). Leihgestern II — Wieseck II (Schäfer, Heuchelheim). Allendors — Lollar II (Bender, Fellingshausen). Londorf — 1900III (Eisentraut, Grünberg). Wißmar — Alten-Buseck (Reuschling, Steinbach). Grünberg II — VfB. III (Gerhardt, Steinbach). Berghausen — Oberndorf (Schneider, Gießen). Bechlingetr — Oberbiel (Spieß, Nauborn). Waldgirmes — Wetzlar III (Dörr, Werdorf). Burgsolms II — Hermannstein (Knapp, Werdorf). Spfr. Wetzlar II — Ehringshausen (Dietzel, Wetzlar). Frankenbach — Fellingshausen (Kreiling, Gießen). Launsbach — Hohensolms (Koob, Garbenheim). Erda — Heuchelheim II (Lind, Wetzlar). Rodheim — Kinzenbach (Sack, Heuchelheim). Borschau auf die Kreisklastenspiele. Das Spiel VfB. II — Krofdorf wird mit einem Sieg VfBs enden, zumal Krofdorf am vergangenen Sonntag einen Spieler durch Verletzung verlor. In Leihgestern tritt 1900II zum Rückspiel an, an einem Sieg Leihgesterns ist nicht zu zweifeln. Das spannendste Treffen findet in Lollar statt, wo Heuchelheim antritt und einen Sieg erringen muß, wenn nicht die Tabellenführung gefährdet sein soll. Trotz er 6 Aßich “■ein tu» tz di Montag, 31. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Von Stuttgart- nastik. 7: Uebertragung nach Stuttgart und 'M chen bis 8.15: Frühkonzert. 8.15 bis 8 30- « Stuttgart: Gymnastik. 11: Werbekonzert. 12- r Stuttgart: Mittagskonzert der Kapelle des NL 13: Don Stuttgart: Zeitangabe, Saardiens!^ schließend: Nachrichten. 13.15: Von Stuttgart K tagskonzert. Bald, so wird es zwölfe schlag Ein Schallplatten-Potpourri zum Jahresende, ft Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderstunde. Jetzt wir! 15.30: Der Zeitfunk sendet Kurzgeschichten dem Leben. 16: Von München (aus Nürnb Nachmittagskonzert des Frankenorchesters. i;j Klavierwerke von Franz Liszt. 18: Jug Schwamm drüber! Ein alkoholfreier Giloefte.,..,, für die Jugend, gebraut von Heinrich Koch.M Julbräuche. Deutsche Gespräche: „Vom german^i Lichtglauben". „Thorsteins Julfeier." 18.50 i. 19.40: Übertragung nach München ob 19.15: terhaltungskonzert. 19.45: Don Freiburg: Rrich- sendung: Rede des Reichspropagandaminiftecs? Goebbels zum Jahresabschluß. 20 bis 3.30: Lm Deutschlandsender: Reichssendung: Frohe Fahrt iH, neue Jahr. Die große Silvester-Sendung des tau schen Rundfunks. 1935 — „Noch 13 Sage- fr , Saar kehrt heim". Sonntag, 30. Dezember. 6.35 Uhr: Von Hamburg: Hasenkonzert, an Bord des Dampfers „Deutschland" der Hamburg-Amerika- Linie. 8.25: Von Stuttgart: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein, „Das alte Jahr vergangen ist...". 10.15: Chorgesang. 11: „Das Selbstbildnis. Besinnliche Gedanken eines Künstlers." Von Ferdinand Lammeyer. 11.15: Hausmusikpflege im Unterricht. 12: Von Leipzig: Mittagskonzert I des Funkorchesters. 13: Das Volk erzählt. 13.15: Wunschkonzert. Schall und Platt servieren ein musikalisches „Ragout fin". 14: Von Stuttgart: Kinderstunde, „Zum Jahresschluß". Ein Kinderfunkspiel für Silvester von Sophie Tschorn. 15: Stunde des Landes. 1. Bauern suchen >das Reich. Ein FunkbiD. 2. Der Silvesterbrunnen. Eine luftige Funkfolge von Norbert Bruchhäuser. 16: Uebertragung nach Breslau und bis 17.30 auf den Deutschlandsender: Nachmit- ta^skonzert. 18: Jugendfunk: „Sturmkameraden". Hörspiel von Dr. Otto Wehn. 18.30: Schummerstunde: „Am Kamin". 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Sportnachrichten. 20: „Frischer Wind aus Kanada". Heitere Begebenheiten in vier Tagen von Hans Müller-Nürnberg. 22.25: Der Zeitfunk bringt den Sportspiegel des Sonntag. 22.45: Uebertragung ab 22.30: nach Hamburg, Königsberg und München: Tanzmusik. Für alle Fahrteflf Autoanruf 424! am Bahnhot^ MORGEN SONNTAG MrMM Anfang »ben»e 8 ühr! neiD " )flS I Initiative sich einen Platz erobern will und Alten-Buseck teilen sich entweder inSui^l die Siegesaussichten lieaen auf Grund «SX Spielerfahrung bei Heuchelheim. r d'S st! nflf au di } 6inh' Uer Z-u' er u Uatttor Citntd) Uf.Alten - Ij'ioltnen ■ teAÄnät 4 °n d niAn un en tiej I hin übe Aus geschieden ist der Münchener ff;- verein im Wettbewerb um den Spenaler-N Daoos. Am Freitag unterlagen die Münäw- I 0:4 den Züricher Grashoppers, die nun mit c 4 l um den Sieg der Gruppe 1 streiten . Gruppe 2 trennten sich EHE. Davos und S h i Rosso-Neri 1:1. ° ** 1 O . X - 4 r - tn . 2 • r • it SS. unb u }..|i oon 5 c ßodtme v hcknbr. u lofnng b r mailiche II amo. r wigange * licher W; s hämen $ ii Sa, Reich i valksoerr^ i laßd leb. ? mögen bi k jchiebenste x aufgebech n nur klein ' Das 2 i m b.; s» lu : feöl iQUeim o