Nr. ’4<) ifrftes Blatt 184. Jahrgang Freitag, 2<).)uni (034 ü i|d)euu lägt Id), aufter v onniaq» und Rftertag» Beilagen: Du 'Jlhiftricrte U'tc eitci t^amilknblätter .ijeimat in Bild Die Scholle Ulonati- lk*)iio»preli: Mit i Beilagen NM 1.95 Ohne illustrierte H 1,80 H'iftelkjcbÜl)i „ .25 Auch bei 'Jlld)ter|d)eiuen vo i einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Xcrii|pred)aiifd)hlflf unter Siunmelnuminer 2251 2ln|d)rpt für Drahtnach» rid)icii Anzeiger tf»ief|cn pofifd)rdfouto: Üranlfiirt am lllahi 11688 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drudi unö Verlag: vrllhl'sche ttniverftlülr vuch und Steindrii eutfche Volk seine |d)ier unsastliche Lebenskraft daran sestt, aus den Fesseln eine- un- !llüdlhl)cn Krieges, aus bei 'BUirnte d)uotljd)ei Wnd)frle00|«l)iü sich zu lösen, sein u n vergäll g- 11 d) e s V e b e n « i e d) I gell e n d zu madjeii und nach eigenen Ideen sid) ein neues Helm aufzubauen Der Herr Zteichsauszenminlster hat gestern betont, wie sehr wir wünschen, in riehen und wedtseiseltlgem Anulunsd) mit allen Völkern zn leben. Indessen, wir allein vermögen der Welt nld)t jenes Gic ichgeivichl wieder zugeben, ohne dasz neue Wohlfahrt, neuer Ausstieg möglich ist. Id; weist, hast hie Grundfrage dieses Problems bie 'N e i I r a u e n s s r a g e Ist, welche bie natürliche 'Brülle für bas Wleberzueluanberfliiben her Völker bllbet. Selen Sie, meine Herren, bie Inter- vielen dieses geistigen S I ch w I e h e r f I n - beno, Sie, hie Sie fid) niemals von der allen Heimat lösen konnten, and) soweit (le treue Bürger eines anbei en Lande» geworden sind. O s Ist her tlellnnerlldje 'JUunfd) des M a n I e r •>, ben Id) hie Obre habe, Ihnen zu übermitteln, hast unser 'Bemühen von vollem Orsolg gekrönt sei zum Segen Denl|d)lanb» niib zmu Hell her Well. Dann ergriff der Stellvertreter des Itihrers Veichsnünisser .Huhotf Heft das Wort zu einer Wehe, In her er folgendes ausführte: Der Führer hdt mich beauftragt, Ihnen, meine deutschen Volksgenassen aus hem 'Ziuoliuibe, sein e G r u st । zu übermitteln lind insbesondere and) bie au6länbl(cnen Gaste unter Ihnen hier will (omni e n zu heiszeu. Wie bie meisten von Ihnen wohl miffen werden, bin Id, selbst Ausländsdeutsche! Wod) heule verbinden mich 'Beziehungen and) persönlicher '-Mit mit hem Ausianbsbeutschtum, so dast Id) mist) wohl be- lechtlai sichle, zu sagen, ist) kenne hie Sorgen meiner deutschen Volksgenossen Im Auslände genauI Ich messt, In welcher schwierigen und umkämpsten Lage sid, bie meisten von Ihnen brmi|ien heflnben, Id; weist ubei and), Ivelihe graste beutsihe 'Ausgabe Ihnen gestellt Ist Id) sehe es ul» meine Pflicht an, hier In her Heimat 'B e r |l ä n h n I « für ha» 21 n p l n n b • b e n i | d) t u m und seine 'Besonderheiten zu wecken und da» Verstänbnlv nicht nur unter den 'Balksgenossen, fnnbern amh bei den mit her Führung her Partei und des Staates beauftragten Männern Immer Ivachzuhalten, soweit dies überhaupt notwendig ist, heim Im Grunde Ist her Bührer selbst ausgewachsen In hem Kampf be« Deutschtums austerhalb her Grenzen. Sie wissen, wie Ich e« weist, hast ein versäum niv des früheren Miauten darin besteht, die blutvmästigeu Bande, die hat» Deutf(iini in her Helmut mit hem Dciil|d)lum Im Anvkinde ocrblnben, lebenefrlfdj zn halten mih polltisd) zu einem für beide 1 eile den Deulfd)lumn ginnblegenben v « folg unoznwerten. Diese« Ver jäiimnlo nachzuholen und bie gemeinsame Arbeit zn ermöglichen, sehe Id) ul» eine besondere pflicht des nationalsozialistischen -tagte» an. Dav neue Deutschland bruncht die Mitarbeit, bie seelische unb materielle Opferbereit,d)a|l aller seiner Volksgenossen im Auslände. Ihre postltve Mlltarbell soll eingeglieberl werben in bie grvsze deutsche votknzzenu'insd)aft. Litauischer Gewaltstreich im Memelgebiet. Oer tanbciipräfibeiif feined Amtes enthoben. ft o iv u o , 28. Juni. (DJtö.) wie von tttaulfd-t'r amtlid-c r Seite bekanntgegeben wirb, l) U ö c r ä n 1 f ä t über bae ZU emeIgebIeI, unb fomlt habe sid) der Gouverneur entfchlofsen, bie Absetzung b<« Can- d, «Präsidenten zu verfügen. Oer Verlauf des (Gewaltaktes. gowNo, 28. Juni. (D'JVIV) wie zu der Ab feizung des Vanhe«prä|lbeideii Dr Schreiber in gowno bekannt wird, soll sich her 'Vorgang fnk gendermaszeu abgespielt haben: In heu Wachmii- lagefliinbeii liest her (ß o u v e r n e u r heu Lan - h e s p r ä 11 b e u I e u zu fid) kommen, um Ihm lull- zuteil en, dasz sein w eile r e o 'B e r b I e I b e u I m 21 m t lu 2lnbelrad)l her Vorgänge Im Memetgebiet für bie I I I a ii 11 d) e hl e g I e r u n g u n I r a g - b a r sei. Dr. S d) r e I b e r Hai hieraus geantuwi tet, er fei sid; n I dj I t> e w u sz I, dasz ur sich Im ‘■ Jiiue her im Haager Urteil vorgesehenen Mözzliihkeileii vergangen habe, und dasz er v o n sid) au» nicht z u r ü >ug (ich her ,Z (ihrer als Erster in bas Goldene 'Bud) o.-r Stabt Essen ein. Erneuter Jubel bind) »us, al» bas 'Brautpaar, her IüHrer unb her Wmilflerprdfl bent bas Wuthaus verliesteu. Au einer erhebenden Feier menschlicher 'Anteilnahme, her Kameradschaft unb her Treue wurde bie Trauung des Gauleiterim Sillulsratv 'A- v r b u u e n in her altehrwürdigen M.Ünfterkirch' , an der auch der B (ihrer und Ministerpräsident <> r i n g teltnah- men, linier ben Hochzeitsgästen sah man viele alle Mitkämpfer des Gaulell.-rs die Spike» der Behörden unb die Bührer der Park'lvrga>"|'diouen und -formallonen aus bem ganzen Gaugebiel. Gedämpft drang von brau,fen her In hie weihevolle Stille he« Gotteshauses bei brausende Jubel bei nm der Kirche auf dem Abvls-Hill' I Plast » gehören eine befonber» po|lll|d)e Disziplin, eine bc sviidere n czlehnng und ein besonderer l akt dazu, In fremden Weid)en ein Velien zu führen, bu« s ü r D e 111 [ ' - (1)11 | ch e n W e I d) e s I m 21 u « land e *■ lc» werben Überull In her 'JUell ul» solche ungesehen. Au« Ihrem Handeln unh au« Ihre, Lebensführung, um» Ihrer Vorbildlichkeit zieht da« Ausland seine Wüd'|d)lül|e uuf unseren • Juul unh hie Idee unseres Itshrer». Ilnh deshalb müffen " le and) ben Abwehrkcimps brccuszeu mit dem Sinn für Ihre persönlich, vchre uub für die deutsche (Ihre führen. Selen Sie Imiuei darauf bedacht, dasz nld)l da« geringste 'Jßort, nicht die geringste Bestlhanhlung her 'Zlplhilloii zzegen Deuls.Hlunh zu Hilfe klimmen möge, unb wenn IHuen hrüben hie Tonart gewisser deutscher 'BinIIer ul« 'Beweismittel sü> „heulsch«'» ’Barparenluiii" vorgehulien mlrb, |n können * -I* ruhig argumentieren, dasz hie Männe,, hie biese Keilschriften unh hiese IeltUNgen iiuidjen, II), e Methodik bei heu Di jpiiilfnloieii brr. u n H b e u i - I d) e ii V ü (| e n f e I D z II g e » w .i h r e n d d e s Weltkriege« gelernt husten, -le, meine Volk»- genoffen, stehen im 'ZHIIIelpiinn eines von un« hier In her Helmut keine»megs unterscstästten Kampfes, in dem Den lldjlun h mehr und) als früher Im Will lei» punkt sowohl polltlsihe, als amlj wlrtsd)astlbl).r Angriffe stehl Bur 21 u ft e n p n 1111 f u n | e r e i 2K I r t - f d) ii f I kommt heute ein neuen Angriffsziel: unsere 2K e 11 a n s diu u u n g Unh deshalb ist her Kampf besonder» hart. Die Übrige Well fühlt, haft au« Dein d)lunh heraus eine n e u e W eit» a n | d) ii u u n ( geboren wurde, bie an ben Biinba« menten he« ge amten Denkens unsere, Jett rüttelt. Die 'Gelt fühlt, hast diese Weliait-fdjiiUUHfl so slaik in unserer I-il verwurzelt, zugleiih aliei In Wulur- aefesten von so ullgeineinei Gültigkeit suszt, busz die Gefahr eine« llesterfpringenv wohl gegeben sein könnte Tatsächlich sind atkrort« bem )((ill krem seit 50 Jahren bewährt. Crhöltlkh la Apotheken a Drogerien für RM 0.45. 0.63, 0.90 Freitag, 29.6., 20.30 Samstag, 30.6., 20.30 Sonntag, 1.7., 16.30 3% RABATT IN BAR ODER MARKEN! 3842 A Dazu den guten Edeka-Kaffee! Edeka-Spezial ^Pfd. 65 Pf. Weitere Kaffee-Sorten.... Pfd. von 48 Pf. an „ Sommemachtstraum „ Wallensteins Lager „ Piccolomini. Wallenst.Tod „ Sommemacntstraum „ Piccolomini, Wallenst.Tod „ Sommernachtstraum „ Sommernachtstraum „ Sommernachtstraum .. 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Wir danken auch besonders den Schwestern der Chirurgischen Klinik und der Heilstätte Seltersberg für ihre aufopfernde Pflege während des Krankenlagers, dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte an der Bahre des Verblichenen, dem VfB. und den Berufskameraden unseresVerstorbenen für die liebevollen Beweise ihrer Teilnahme. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen-: Paula Philipp Witwe. Gießen, den 28. Juni 1934. 3849D Eintrittspreise: 1 bis Ermäßigung bis 3Ou/o. Größere Organisationen besondere Vereinbarung.— Auskunft: Stadtverkehrsamt Marburg und sämtliche Verkehrsbüros. 383-d Besucht die Marburger Festspiele Flott gemusterte SportanzUge m. lang. u. kurz. Hose, strapazierfähigu. doch elegant Mk. 25.- 30.- 38.- 42.- 45.- 52.- 58.-u. höher Kombinationen: Sacco und Hose die billige, elegante Kleidung für den Sommer Saccos: Mk. 20.- 25.- 29.- 30.- 35.- Hosen: Mk. 6.50 9.- 12.50 15.- is.so | Vermietungen | 7 - 9- Ziinmer- Wohn., An der Johanneskirche 5 (Hindenburgw.), zu verm. 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Die Zelle Holzheim wurde in sieben Blocks eingeteilt und die Blockwarte bestimmt. Zur Zeit zählt die hiesige Zelle 154 Mitglieder. > Holzhei m, 28. Juni. Die hiesige Hitlerjugend feierte ihre Sonnwendfeier auf dem hochgelegenen Sportplatz. Nachdem der Holzstoß angezündet war, sangen die Teilnehmer das Flammenlied. Der landwirtschaftliche Ortsfachberater hielt die Feuerrede. Es folgten noch Reigen des BdM. und Lieder der Hitlerjugend. Der Führer der hiesigen Hitlerjungen hielt eine kurze Ansprache. Mit dem Horst-Wessel-Liede fand die Feier ihren Abschluß. * Dorf - Gi11, 28. Juni. Am Abend des Tages des deutschen Jugendfestes versammelten sich AI., BDM., Jungvolk, Jungmädel an der Hitlerlinde, marschierten durchs Dorf auf den Sportplatz zur Sonnwendfeier. Bald fand sich auch der größte Teil der Einwohnerschaft ein, um der Sonnwendfeier, dessen Gestaltung in den Händen der Führung des BDM. lag, beizuwohnen. Nach einem gemeinsamen Lied richtete die BdM.-Führerin E. Jung einige Worte an ihre Kameraden und Kameradinnen. Sie mahnte, sich aus den reinen Flammen neuen Antrieb zu holen und neue Kraft zu schöpfen. Nach einem Vorspruch, von G. Lautz vorgetragen, wurde das Feuer entzündet. Jrn Scheine der Flammen kamen dann Sprechchöre, Gedichte und Lieder des BDM., der Jungmädel und der Kindergruppe zum Vortrag. Die Führerin hielt die Feuerrede, in der sie an Fichtes „14. Rede an die deutsche Nation" anknüpfte. Das Schlußwort sprach Ortsbauernführer G. Sarnes, der vor allem betonte, daß die Sonnwendfeier auch ein Dank- und ein Siegesfest der Bauern sei. Nach einem „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichsjugendführer fand die Feier ihren Abschluß mit dem Lied der Hitlerjugend „Vorwärts, vorwärts ...". Bei luftigen Liedern, Spielen und Volkstänzen blieb die Jugend noch längere Zeit um Jrn Saale des Caf6 Leib fand gestern abend eine Versammlung der Ortsgruppen Gießen-Mitte und Giehen-Süd statt. Mit Musik und mit der feierlichen Einbringung der Fahnen der beiden Ortsgruppen wurde die Kundgebung eröffnet. Der Leiter der Ortsgruppe Süd, Pg. Schwarz, begrüßte die Teilnehmer. Sodann hielt Kreisschulungsleiter pg. Borchert-Darmstadt eine längere Ansprache, in der er zunächst führte, daß verschiedene Parteigenossen glaubten, sie hätten es schon nicht mehr nötig, Versammlungen zu besuchen. Jenen, die sich schon hochprozentig genug dünkten, habe aber der wahre Kämpfer noch vieles zu sagen. Der wahre Nationalsozialist würde in der Versammlung zu sehen sein. Noch machten sich, so führte der Redner u. a. ReichSjugelldwM'mpfe in Oberhesien. Großen-Linden. * Groß en-Linden, 27. Juni. Am Samstag wurden hier die Jugendwettkämpfe durchgeführt. Einleitend wies Rektor Siegfried auf die Bedeutung der Kämpfe hin, die dann zunächst in Form von Einzelkämpfen und anschließend als Mannschaftskämpfe ausgetragen wurden. Am Nachmittag bewegte sich ein farbenfroher Zug sämtlicher Schulklassen, der HI. und des BdM. durch die Ortsstraßen nach dem großen Platz an der neuen Schule. Hier führten nun die HI. und BdM. ebenfalls Wettkämpfe durch, die Schulklassen veranstalteten allerlei Spiele wie Ringwerfen, Eiertragen, Sackhüpfen Wurstschnappen usw. Die Sieger im Dreikampf (Wurf, Lauf, Sprung) waren in der 1. Altersklasse: Knaben: 1. Karl Heinz Fischer, 2. Hermann Jung: 3. Helmut Gaßmann: 4. Heinrich Wenzel: 5. Karl Spengler: 6. Reinhold Glaum: 7. Rudi Junker: 8. Artur Volk: 9. Willi Dietz: 10. Werner Sern; 11. Heinz Weinandt; 12. Heini Grimmelbein; 13. Paul Eisenhut; 14. Hans Braun; 15. Rich. Pfeifer; 16. Reinh. Spengler: 17. Reinh. Müller; 18, Willi Größer; 19. Otto Heß; 20. Erich Klaum. Mäd che n: 1. Edith Beinhorn: 2. Else Dietz; 3. Emmi Weigand. In der 2. Altersklasse: Knaben: 1. Otto Luh; 2. Walter Volk! 3. Ludw. Backes; 4. Hans Kolb; 5. Hans Weiß: 6. Alb. Schneidmüller; 7. Willi Luh; 8. Walter Amend; 9. Werner Weiß; 10. Heinz Luh; 11. Erwin Magnus. Mädchen: 1. Hilde Artz; 2. Thea Weiß; 3. Elfriede Krön er; 4. Else Fischer; 5. Elfriede Weiß; 6. Luise Weigand. (Hroßen-Buseck wg. Großen-Buseck, 26. Juni. Das I u - g e n d f e st nahm in unserem Dorfe einen guten Verlauf. Morgens marschierte die Schuljugend unter Vorantritt des Spielmannszuges der HI. von dem Schulhof auf den Sportplatz, um die Wettkämpfe durchzuführen. Nachdem die Flaggen gehißt waren, wurde mit dem Wettkampf begonnen. Dor der Siegerehrung hielt dann Unterbannführer Schneider eine kurze Ansprache über Zweck und Ziele des Tages. Anschließend verkündete Rektor Jnder- t h a l die Sieger. 1. A l t e r s k l a s s e : 11- und 12jähvige Knaben, 17 Bewerber: 1. Sieger Wilhelm Mattern, 66 P.; 2. Ernst Balser, 57 P.; 3. Ernst Gans, 56 P.; 4. Ernst Henß, 54 P.; 5. Karl Wagner, 53 P.; 6. Otto Demper und Ernst Euler, 47 P.; 7. Otto Wagner 45 P.; 8. Erich Wagner, 40 P. 2. Altersklasse: 13- und 14jährige Knaben, 20 Bewerber: 1. Sieger Erich Wagner, 69 P.; 2. Hch. Größer, 57 P.; 3. Wilhelm Hahn, 49 P.; 4. Otto Stephan und Alfred Stein 48 P.; 5. Karl Albach, 47 P.; 6. Wilhelm Wagner, 46 P.; 7. Heinrich Du- tenhöfer, 45 P.; 8. Helmut Wallenstein, 43 P. 1. A l t e r k l a s s e : 11- und 12jährige Mädchen: 26 Bewerberinnen: 1. Siegerin Marie. Rühl, 58 P.; 2. Erna Bonarius, 53 P.; 3. Elisabeths Schmidt und Kätchen Kunz, 46 P.; Agnes Reuber und Marie Reuter, 44 P.; 5. Eüsabethe Jost und Lina Weiß, 43 P.; 6. Helene Hahn und Gretchen Schäfer, 42 P.; 7. Ilse Sommerlad, 40 P. ^Altersklasse: 13- und 14jährige Mädchen: 24 Bewerberinnen: 1. Siegerin Marie Schäfer, 57 P.; 2. Frieda Wagner, 46 P.; 3. Marie Volk, 43 P.; 4. Margarethe Kloos und Anna Harbach, 42 P.; 5. Anna Müller, 40 P. Am Abend fand eine eindrucksvolle Sonnwendfeier auf dem Attenberg statt, an der HI., JV., BdM., NS.-Frauenschaft, SA. und SAR. sowie die Ortsvereine und die übrige Einwohnerschaft teilnahmen. Zuvor wurde des so tragisch ums Leben gekommenen HI.-Kameraden Wilh. B e l l o f f aus Beuern gedacht. Eingeleitet wurde die Feier durch das gemeinsam gesungene Lied „O Deutschland hoch in Ehren", dem ein Marsch des HJ-- Spielmannszuges folgte. Nachdem der Holzstoß angezündet war, hielt Unterbannführer Schneider die Woiherede. Er betonte, daß, wenn heute auf allen Höhen Deutschlands die Feuer brennen, dann sei es ein Zeichen der Verbundenheit des gesamten deutschen Volkes. Er forderte auf, sich in der Volksgemeinschaft immer enger zusammenzuschließen. Die Feier wurde verschönt mit Liedern und Sprechchören der HI. und des BdM. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Deutschland, den Volkskanzler Adolf Hitler und den Reichsjugendführer Baldur von Schirach fand die Feier mit dem Gesang des Liedes „Vorwärts, vorwärts" und mit dem Horst-Wessel-Äed ihren Abschluß. Daubringen. * Daubringen, 27. Juni. Am Samstag fanden auf dem hiesigen Sportplatz die Reichsjugendwettkämpfe unter reger Beteiligung der Daubringer und Mainzlarer Jugend statt. Am Morgen' kämpfte die Schuljugend, am Nachmittag HI. und die berufstätige Jugend. Bei den 11/12- jährigen siegten 12 Jungens, an der Spitze' mit 54 Punkten Erwin Hölzing, alle aus Daubringen. Bei den 13/14jährigen siegten 13 Jungens, zwölf aus Daubringen, einer aus Mainzlar, an der Spitze Otto Euler aus Daubringen mit 57 Punkten. Bei den Mannschaftskämpfen dieser beiden Stufen siegten die beiden Daubringer Mannschaften gegen die Mainzlarer: 1. Mannschaft mit 46,9:35,8 Punkten, 2. Mannschaft mit 41,5:31,6 Punkten im Durchschnitt. Bei den Mädchen siegte in der Gruppe der 10/lljähriqen Gertrud R o d t e , Mainzlar, mit 48 Punkten. Bei den 13/14jährigen Else D r e u t h , Daubringen, mit 55 Punkten. In den Mannschaftskämpfen dieser Klasse siegte Mainzlar gegen Daubringen mit 43,8:39,0 Punkten. In den älteren Jahrgängen siegte Erna B ü t t e n d o r f, Mainzlar, mit 56 Punkten. Die als Sieger genannten Wettkämpfer und Mannschaften erhalten die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräsidenten. Die Kämvse selbst wickelten sich dank der vorzüglichen Organisation und der exakten Arbeit der Kampfrichter aus beiden Orten vorbildlich ab. « Groß-Eichen. ch Groß-Eichen, 27. Juni. Am Samstagabend fand als Abschluß der' Reichsjugendwettkämpfe in der Turnhalle eine Feier statt. Lieder der Kinder, Spechchöre und Volkstänze wechselten in bunter Reihe ab. Zum Schluß wurde noch ein Schwank von Hans Sachs: „Der Roßdieb" auf- aeführt. — Sodann stellte sich vor der Turnhalle ein Zug auf, um unter Vorantritt der Trommler und Pfeifer des Jungvolks und unter Gesängen von Liedern zur Sonnwendfeier zu marschieren. Bald loderten dann nach einem Lied des Männerchors die Flammen des Sonnwendfeuers empor zum nächtlichen Himmel. Nach einem Sprechchor hielt Junqvolkführer Wilhelm Eimer die Feuerrede. Er schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer, den Reichsbauern- und den Reichsjugend- führer. Gemeinsam wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Das Langstrecken-Schwimmen der Michsschwimmwoche in Gießen. Endgültige Ergebnisse. Wie wir vom Ortsausschuß der Reichs-Schwimm- Woche erfahren, enthielt das bis jetzt veröffentlichte Ergebnis des Langstrecken-Schwimmens versehentlich verschiedene Unstimmigkeiten. Die tatsächliche, endgültige Reihenfolge der Sieger geht aus der nachstehenden Aufstellung hervor. Damen, A-Klasse. Mitglieder von schwimmsporttreibenden Vereinen. Jahrgang a (1903 und älter): 1, Cita Müller 19.32 Min. Jahrgang b (1914/1903): 1. Emmy Schlüter 19.10; 2. Margot Jäger 19.33; 3. Elisabeth Sieck 21.30. Jahrgang c (1916/1915): Keine Meldung. Jahrgang d (1921/1917): 1. Helga von Düring 18.15 (beste Zeit der Damen); 2. Margot Köhlinger 19.30; 3 Rösli v. Deschwanden 20.45. Damen, 8-klaffe. Schwimmerinnen, die keinem schwimmsporttreibenden Verein angehören. Jahrgang a keine Meldung. Jahrg. b 1. Wilma Schleenbecker 20.36 Min.; 2. Gertrud Lapp 20.42; 3. Ilse Mangold 21.40. Jahrg. c 1. Herta Schmitz 19.35 (beste Zeit der Damen-B-Klasse); 2. Elsbeth Möser 21.05; 3. Jngeborg Weil 21,55. Jahrgang d 1. Marta Fehn 20.26; 2. Liebmuth Wiegener 22.01; 3. Lieselotte Hofmann 22.06; 4. Marie Krause 22.25; 5 Irene Gail 24; 6. Emmi Arnold 24.05. Herren, Aklaffe. Mitglieder von schwimmsporttreibenden Vereinen. Jahrgang a (1903 und älter): 1. Fritz Pascoe 17.05 Min Jahrgang b (1915/1904): 1. Fritz Wer- ner und Georg Herbert je 16.15 (beste Zeit der Herren und des Tages); 2. Artur Braun 16.20; 3. Wernhard Meyer 16.25; 4. Walter Brüning 17. Jahrgang c (1917/1916): 1. Walter Schraub 17.35; 2. H. Lautensach 17.36. Jahrgang d (1920/1918): 1 Ernst-Günther Krenzien 17.55: 2. Franzi Habrich 18.45; 3. Werner Albold 19.15; 4. Heinz Köhlinger 19.25. Herren, 8-klasfe. Schwimmer, die keinem schwimmsporttreibenden Verein angehören. Jahrgang a 1. Paul Nebeling 20.20 Min.; 2. Johann Nebeling 20.25: 3. Karl Fischer 20.55: 4. Wilhelm Haus 22-45; 5. Willi Schlesier 24.50; 6. Heinrich Schäfer 24.55; 7. Peter Ensinger 26.50. Jahrgang b 1. Helmut Reuning 17.43 (beste Zeit der 8-Klasse); 2. Heins Möser 1820; 3. Karl Klein 19.55. Jahrgang c 1. Alfred Rohrbach 20.30; 2. Heinz Wüschem 21; 3. Franz Wilhelm 23. Jahrgang d 1. Heinz Lutze und Albert Müller je 21.45 Minuten. Sie hier aufgeführten Sieger erhalten Urkunden der Reichs-Schwimm-Woche, die vom Samstag, dem 30. Juni ab, in der Müllerschen Badeanstalt zur Ausgabe gelangen. Gießener Schwimmer erfolgreich. Im Rahmen der Reichs - Schwimm - Woche in S a r m st a d t wurden große gutbesetzte Schwimm- Wettkämpfe durchgeführt, bei denen Karl Friedrich Mewes vom Gießener Schwimm-Verein vor bester Konkurrenz im 100-Meter- und 200-Meter- Brustschwimmen mit den Zeiten von 1:27,2 bzw. 3:16,4 Minuten erster Sieger werden konnte. Die- ser Erfolg ist um so beachtlicher, als Sarmstadt seit jeher als besondere Hochburg des Schwimmens in unserem Südwestdeutschen Gebiet gelten kann. VfB.-Heichsbahn Gießen. Sie Vereinsleitung sah sich gezwungen, das Spiel der Ligamannschaft gegen Watzenborn-Steinberg infolge technischer Schwierigkeiten in letzter Minute abzusagen. Sportfreunde Wetzlar II. — VfB.-Reichsbahn II. 2:2 (1:1). Sas Rückspiel in Wetzlar wurde von selten Wetzlars mit großer Härte ausgetragen. Sas Spiel begann mit Angriffen der Wetzlarer, die durch steiles Durchspiel immer wieder die Gießener Verteidigung überwinden konnten, aber an ihrem früheren Klubkameraden Janz scheiterten. Langsam machten sich die Gäste frei und erzwangen kurz hinterelnander zwei Ecken, die aber nichts einbrachten. Eine Vorlage des Mittelstürmers erreicht den abseits stehenden Rechtsaußen, der aus vollem Lauf einschießt. Gießen führt also mit 1:0. Aber die Freude war kurz. Ser Halbrechte der Gastgeber erzwang den Ausgleich. Nach der Pause stellten die Gießener um und wurden überlegener. Ein Freistoß aus 30 Spenden für die NSD. werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 bei der Bezirkssparkasse Gießen. Meter Entfernung, den die Stürmer verfehlten, führte durch'mißglückte Fußabwehr des Torwarts zum zweiten Tor. Ein Handspiel des linken Verteidigers führt zu einem Elfmeter, der aber erst im Nachschuß zum Ausgleich eingeschossen wurde. VfB. III. — Watzenborn-Steinberg II. 3:1 (2:1). Sie dritte Mannschaft fügte ihren seitherigen Erfolgen einen weiteren hinzu, indem es ihr gelang, eine Mannschaft zik schlagen, die ihrer zweiten Mannschaft in den Derbandsspielen schwere Kampfe geliefert hatte. Zwei Tore Baldaufs stellten den Sieg der Mannschaft sicher. Sportfreunde Wetzlar Jugend — VfB.-Reichs- bahn Jugend 0:0 (0:0). Sas Resultat ist für die ihrem Gegner körper» lich weit überlegenen Gießener beschämend und muß als die schlechteste Leistung angesprochen werden, die man in letzter Zeit von der Mannschaft gesehen hat. Sie zwingendsten Torchancen wurden vergeben. Iußballabteilung des Tv. Kinzenbach. Sen letzten Spielsonntag vor der Sperre nützt die 1. Jugendmannschaft zu einem Rückspiel gegen die gleiche des VfB. Krofdorf-Gleiberg aus. Sas Vorspiel endete seinerzeit in Krofdorf mit 1:0 für die Gäste. Sie Hiesigen sollten in der Lage sein, diesmal ein anderes Ergebnis zu erzielen. Das l.Vezirkslimisest im Turngau Aordheffen. 1000 Turner und Turnerinnen im Wettkampf. — 200 Kampfrichter. — Auch die Schützen sind dabei. In mehreren der 16 deutschen Turngaue, so im Rheinland, in Westfalen, in Brandenburg, Bayern und in der Ostmark (Sanzig) werden in den kommenden Wochen die ersten Gauturnfeste nach der Neueinteilung von Turnen und Sport zu großen Landesturnfesten gestaltet. Unser neuer Turngau Nordhessen wird erst im nächsten Jahre ein großes Gauturnfest durchführen. In diesem Jahre treten an seine Stelle zwei größere Bezirksturnfeste, die für den Bezirk Gießen in Friedberg und für den Bezirk Kassel in Bebra stattfinden. Sie alte Turnerstadt Friedberg, in deren Mauern in den verflossenen sieben Jahrzehnten so manches Turnfest des ehemaligen Gaues Hessen durchgeführt worden ist (zuletzt das glanzvoll verlaufene 52. Gauturnfest im Jahre 1925), hat die nicht leichte Aufgabe, das 1. Bezirksturnfest des Südbezirks des neuen Turngaues Hessen vorzubereiten, freudig au^ sich genommen. Sie wird den Beweis erbringen, daß sie auch eine turnerische Großveranstaltung, die in ihren Ausmaßen weit über den Rahmen der früheren Gauturnfeste hinausgreift, zu gestalten und zu meistern weiß. Was dem Friedberger Fest, das am nächsten Samstag und Sonntag durchgeführt wird, eine besondere Note verleiht, ist die erfreuliche Tatsache, daß hier Turner und Schützen sich zusammengetan, um eine alle Be- oölkerungskreise erfassendes Fest der Volksgemeinschaft zu gestalten. Ser Schützenverein der alten Reichsstadt hat in das große Turnfest sein 2 5 j ä h - riges Dereinsjubiläum eingebaut und damit das Kartellschießen des Gaues 15 und ein gut ausgestattetes Vereinsschießen verbunden. Die rund 1000 Turner und Turnerinnen, die an den Wettkämpfen tellnehmen, sind eine Auslese aus den sechs Turnkreisen des Bezirks Gießen. Von der Lahn und Ohm, von der Dill, vom Westerwald, Taunus und Vogelsberg, aus der Wetterau und vom Wain und der Kinzig kommen die Vesten der Turnkreise, um bei den turnerischen Wettbewerben der verschiedensten Stufen und den Wassendarbietungen ihr Können unter Beweis zu stellen und mit ihren Leistungen für den Gedanken der alle Altersschichten erfassenden deutschen Leibesübung zu werben. Es läßt sich schwer voraussagen, wer in den Kämpfen, vor allem im Turner-Zwölfkampf, die besten Aussichten auf die ersten Plätze hat. Senn die Teilnehmer, die bei der früheren Gliederung der ST. verschiedenen Gauen angehört haben, turnen erstmals im neuen Verbände des Bezirks. Diele von ihnen waren Sieger beim letzten Mittelrheinischen Kreisturnfest in Trier und auch beim Deutschen Turnfest 1933 in Stuttgart. Zu ihnen stößt der Nachwuchs, der an größeren Turnfesten noch nicht beteiligt war, erfahrungsgemäß aber mit Ueber- rafchungen aufwarten kann. Um die turnerische Arbeit flott abzuwickeln, hat Gau- und Bezirksturnwart R. Paul (Gießen), dem 200 Kampfrichter zur Verfügung stehen, um- fassende Vorbereitungen getroffen und einen Wett- karnpsplan entworfen, der sich bestimmt bewähren wird. Schon am Samstagnachmittag werden nach der feierlichen Flaggenhissung die volkstümlichen Wettkämpfe der Turner und die Gemeinschaftskämpfe der Turnerinnen durchgeführt; außerdem beginnt das Meisterschaftsturnen an den Geräten, das abends — nach der feierlichen Festeröffnung — feine Fortsetzung findet. Ser Sonntagmorgen bringt nach einer Morgenfeier die turnerischen Hauptkämpfe; den Zwölf- und Zehnkampf der Turner, den Sechskampf der Turnerinnen und das Vereinsriegenturnen der Turnkreise. Nach dem Festzug am Mittag findet das Riegenturnen der Vereine feine Fortsetzung. Sazu kommen Werbespiele, Staffeln der Kreise, Volkstänze, die hinüberleiten zum Höhepunkt und Ausklang des Festes: zu den gemeinsamen Frei- und Keulenübungen der Turnerinnen und Turner und zur feierlichen Siegerehrung. Sie Turngemeinde und der Schützenverein der alten Reichsstadt in der Wetterau haben, freudig unterstützt von den parteiamtlichen und Behörden- > stellen und von der gesamten Bevölkerung, ein Fest gerüstet, das zu einem starken Bekenntnis zum Deutschtum, zu einem heiligen Schwur der Treue für Führer und Volk werden soll. tjofjtfn Spiel jaty. Auch beilhnen kann die Arbeit zum Spiel werden, wenn Sie mit der Zeit gehen, Sie dürfen nicht bei der alten Methode bleiben und Ihr Obst durch einen Sack drücken. Das kostet viel Mühe und Schweiß. Kommen Sie doch bitte einmal zu mir und ich zeige Ihnen dann den Helfer, der Ihnen die Arbeit wegnimmt. Eine Obst- und Beerenpresse natürlich. Sie ist in jeder Größe und dabei noch so billig zu haben bei seesA J.B. 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Druck der Brübl'schen Universitäts - Buch, und Steindruckerei. R. Lange. Gießen An die die die 1. 2. Kreisämter, Polizeidirektionen und Polizeiämter. Jugendzeitschriften, Flugblätter). Jede sportliche oder geländesportliche Betätigung innerhalb der konfessionellen Jugendverbände. Hierunter fällt auch das gemeinsame Wandern und die Errichtung von Gruppenlagern. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach § 4 der VO. des Herrn Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 bestraft. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. An die Landesregierungen (für Preußen: Ministerium des Innern). Betr.: Wie oben. In mehreren Fällen haben Sippenforscher bei mir darüber Klage geführt, daß ihnen von einzelnen Einwohnermeldeämtern Auskunft aus den polizeilichen Melderegistern z. B. über Geburtstag und Geburtsort von registrierten Personen verweigert wurde, obwohl sie sich durch eine vom Sachverständigen für Rasseforschung beim Reichsministerium des Innern für Zwecke der Sippenforschung ausgestellte Unbedenklichkeitsbescheinigung ausweisen konnten. Die polizeilichen Melderegister sind häufig ein unerläßliches Hilfsmittel für die Sippenforschung, die im Interesse der Bevölkerungspolitik nach Möglichkeit zu fördern ist, soweit sie von geeigneten Personen ausgeübt wird. Ich ersuche daher ergebenst um Anweisung der Einwohnermeldeämter, künftig den Inhabern der vom Sachverständigen für Rasseforschung ausgestellten Lichtbildausweise die für Zwecke der Sippenforschung erbetenen Auskünfte zu erteilen, soweit die Melderegister dazu die Möglichkeit bieten. ür das alte Linienschiff „Braunschweig" mi) am 30. Juni vom Stapel laufen wird. Betr.: Verbot des öffentlichen Auftretens von Angehörigen konfessioneller Jugendverbände. An die Ortspolizeibehörden und die Gendarmeriestationen des Kreises. Von nachstehender Anordnung des Herrn Staatsministers geben wir Kenntnis mit dem Auftrag, die Durchführung des Verbots zu überwachen. Zuwiderhandlungen find uns unverzüglich zu melden. Gießen, den 26. Juni 1934. Hessisches Kreisamt. I. V.: Dr. S ch ö n h a l s. Bekanntmachung. Auf Anordnung des Herrn Staatsministers wird auf Grund des § 1 bei VO. des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 für das Gebiet des Landes Hessen im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung den Angehörigen der konfessionellen Jugendverbände bis auf weiteres untersagt: Betr.: Auskunft aus polizeilichen Melderegistern an Sippensorscher. An die Bürgermeistereien des Kreises. Das nachstehende Rundschreiben des Herrn Reichsministers teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Beachtung mit. Gießen, den 28. Juni 1934. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. S ch ö n h a l s. Dienstnachrichten des Kreisamts. Adolf Sommerlab von Wieseck wurde zum Beigeordneten der Gemeinde Wieseck ernannt. Otto Hofmann II. aus Rodheim wurde als Ehrenfeldschüh für die Gemeinde Rodheim bestellt und verpflichtet. Darmstadt, den 2'2. Juni 1934. Dr. Schulze. Betr.: Reichsjugendwettkämpfe 1934. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Mir erinnern schon jetzt daran, daß die Berichte über die Reichsjugendwettkämpfe bis spätestens zum 1. Juli d. I. in unserer Hand sein müssen. Gießen, den 27. Juni 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: R e b e l i n g. Der Reichsminister des Innern. IV 501 ga/4. 3. Den Bürgermeistereien des Kreises. zur Kenntnis und Beachtung. Auf unsere Verfügung vom 21. März 1934 in gleicher Angelegenheit nehmen wir Bezug. Gießen, den 26. Juni 1934. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. S ch ö n h a l s. An die Landesregierungen (für Preußen: den Herrn Ministerpräsidenten und den Herrn Minister des Innern). Nachrichtlich an die Herren Reichsstatthalter. Betr.: Wie oben. Mein Runderlaß vom 7. März 1934 — IA 2100/5. 3. — ist von einzelnen Stellen zu weitgehend ausgelegt worden. Insbesondere sind Bezeichnungen wie „Vereinsführer", „Verbandsführer", „Bundesführer", „Gauführer", „Bezirksführer" beanstandet worden. Da diese Bezeichnungen in der NSDAP, nicht eingeführt sind, bestehen gegen die Verwendung solcher Bezeichnungen, die das Wort „Führer" in Verbindung mit einem anderen Wort enthalten, keine Bedenken. gez. Frick. Der Reichsminister des Innern. I 2100 A/16.5. Ministerialabteilung la (Polizei) des Hess. Staatsministeriums. Zu Nr. St. M. la 8372. Betr.: Gebrauch der Bezeichnungen „Führer", „Gauleiter" usw. Im Nachgang zu unserem Ausschreiben vom 13. März 1934 zu Nr. St. M. la 3881 teilen wir Ihnen nachstehendes Rundschreiben des Herrn Reichsministers des Innern zur Kenntnisnahme mit. Im Auftrag: König. Marburger Festspiele. Die Marburger Festspiele erfreuen sich — wie man uns schreibt — eines überaus regen Besuches. Neben der Wallensteintrilogie, die durch die Organisationen der NSDAP, besonders zahlreich besucht wird, ist jetzt noch der „Sommernachtstraum" im Spielplan erschienen. Die Erstaufführung vor nahezu ausverkauftem Hause hat wiederum die alte Zugkraft dieses heiteren Sommernachtsspieles bewiesen. Die Erstaufführung von „Viel Lärm um nichts" ist auf den 10. Juli festgelegt worden. Der genaue Spielplan der Marburger Festspiele ist nunmehr bis zum Schluß der Spielzeit festgelegt. Er ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. Insekten als Athleten. mn man die Kraft und Stärke eines Geschöpfes einer Größe und Schwere vergleicht, dann sind 'ierreich nicht der Elefant der stärkste Lasten» -.-o-r und das Pferd das schnellste Zugtier, sondern die Insekten. Ein Pferd, das 1500 Pfund wiegt, kann durchschnittlich ein Gewicht von zweieinhalb Tonnen ziehen; die Ladung, die es von der Stelle bewegt ist fast viermal so groß wie sein Gewicht. Aber das Pferd, nach dessen Leistung wir sonst alle Zugleistungen messen, ist nichts gegen die Biene, die das zwanzigfache ihres Gewichtes tragen kann, oder wie eine Raupe, die das Fünfundzwangzigfache ihres Gewichtes fortzuschleppen imstande ist. Eine Schmeißfliege zeigt sich bei einer Prüfung auf ihre Tragkräfte sogar fähig, mehr als das Hundertfünfzigfache ihres geringen Gewichtes fortzutragen. Alls diese Tiere übertreffen also in ihrer verhältnismäßigen Leistung nicht- nur das Pferd, sondern erst recht den Menschen. Es gibt Insekten, die wahre Rekorde in der Schwerathletik aufstellen. Die Küchenschabe, die zwei Gramm wiegt, war bei einem Versuch imstande, ein Holzstück fortzubewegen, das 200 mal soviel wog. Wenn ein Mensch im Verhältnis ebensoviel Kräfte hätte wie dies kleine Insekt, so würde er imstande sein, eine mit sechs Tonnen Kohle beladene Lore ohne Mühe emporzuheben. Was die Beweglichkeit anbetrifft, so sind die Insekten den Menschen ebenfalls weit überlegen. Es gibt einige kleinere Arten von Heuschrecken, die 200 mal so- weit springen, als sie selbst lang find. Um die Heuschrecke bei ihren Sprungleistungen zu übertreffen, müßte ein Mensch fast einen halben Kilometer weit . springen. Wir bewundern die Flugkunst mancher Vögel, wie der Schwalbe und der Lerche. Aber es gibt Fliegen, die sich noch viel schneller fortbewegen können und die bei dieser Flugbewegung eine Muskelkraft beweisen, über die kein anderes Lebewesen verfügt. Aber auch in der Baukunst und im Inge» nieurwesen stehen manche Insekten dem Menschen nicht nach, ja sie übertreffen ihn sogar, wenn man ihre Kleinheit in Betracht zieht. Die Termiten oder weißen Ameisen errichten manchmal Hügel in einer Höhe von fünf Meter, die so widerstandsfähig gebaut sind, daß auch sehr schwere Tiere, wie z. B. Büffel sie nicht niedertrampeln und zerstören können. Die Cheopspyramide hat eine Höhe, die ein Neunzigfaches der Größe des Menschen ausmacht, aber die Termitenhügel sind mehr als 600mal fa hoch als ihre Erbauer. Jedes geschlossene Auftreten in der Öffentlichkeit. Das öffentliche Tragen von Bundestracht oder von Abzeichen, die sie als Angehörige der konfessionellen Jugend-Organisationen kenntlich machen. Unter diese Verbotsordnung fällt auch das Tragen von Bundestracht oder zur Kluft gehörigen Kleidungsstücken und Abzeichen unter Verdeckung durch zivile Kleidungsstücke (z. B. Mäntel), sowie jede sonstige einheitliche Kleidung, die als Ersatz für die bisherige Bundestracht anzusehen ist. Das Mitführen oder Zeigen von Wimpeln oder Fahnen in der Öffentlichkeit. Der öffentliche Vertrieb oder das öffentliche Verteilen von Presie- erzeugniffen konfessioneller Jugendverbände (Jugendzeitungen, dieser Hinsicht nicht. Und nach dem erfolgreichen Konzert stehen schon Autos bereit, mit denen man nur an die Riviera zu fahren braucht. Dort gibt es gleich gastliche Aufnahme im Haufe einer reichen Frau, ferner ein zufälliges Zusammentreffen aller Hauptpersonen, tolle und komische Situationen, wie sie sich gerne aus Irrtümern ergeben und schließlich das glückliche Sichfinden jener beiden, die sich finden sollen. Das alles bringt der Film mit vielen Untermalungen, Abwandlungen, mit vielen illustrierenden Einzelszenen und humorvollen Episoden in liebenswürdigem Schwung auf die Leinwand, in der Absicht, zu unterhalten. Regisseur, Schauspieler und Photographen haben sich viele Mühe gegeben. Von den Darstellern ist in erster Linie Herbert Ernst Groh als Carl Roland zu erwähnen, dessen sympathische Stimme sicherlich schon vielen Rundfunkhörern bekannt ist. Er erweist sich in diesem Film nicht nur als ein guter Sänger, sondern auch als beherrschter Schauspieler. Paul Kemp sorgt als fein Freund und Manager für die heitere Note. Ilse S t o b r a w a ist als Erna, die Pianistin, recht glücklich am Platze, Jane Kalmar als Thea Warner gibt die kapriziöse Amerikanerin recht geschickt. Theo Lingen fällt in feiner Rolle als Haushofmeister angenehm auf. Zu nennen sind ferner Ery Bos und Jakob Tiedtke. Die Schlagerlieder der Operette führen recht eingängige Melodien, die Tonwiedergabe ist ausgezeichnet. Die Photographie ist recht befriedigend. copyngnt oy 1. L. A., Wien. Professor H. S. Conard, ein amerikanischer Pflanzenforscher, t)at vor einiger Zeit, vermutlich als erster Botaniker, durch einen Zufall Gelegenheit gehabt, ein Phänomen zu beobachten, bas in seinen Weiterungen ganz außerordentlich interessant ist. Einer seiner Bekannten war in den Besitz einer foaenannten „Heiligen Afrika-Lilie" gelangt, einer Pflanze, die weder mit Lilien, noch mit Afrika etwas zu tun hat, sondern eine seltene Spielart der Calla-Gewächse (Drachenwurz) barftellt und von vereinzelten Züchtern als Kuriosität kultiviert wird. Es geschieht äußerst selten, daß dieses Gewächs blüht, und als das Exemplar, das dem Bekannten Professor Conards gehörte, nach rapidem Wachstum bis zu einer Höhe von nahezu zwei Metern seine riesige Blüte zu entfalten begann, bat sich der Professor die Pflanze aus, um sie seinen Hörern zu demonstrieren. Die „Heilige Afrika-Lilie" war bis dahin stets in einem kühlen Raum gehalten worden, hatte aber schon dort angefangen, einen unangnehmen Geruch auszuströmen. Als Professor Conard sie nun in dem warmen, sonnigen Vortragssaal aufstellte, wurde aus dem unangenehmen Geruch ein rapid an Stärke zunehmender pestilenzartiger Aasgeruch, der schließlich gleich einem richtiggehenden Gasangriff die Hörerschaft mitsamt dem Professor zur schleunigen Flucht nötigte. Drei Tage lang dauerte dieser unerträgliche Gestank. um dann ganz plötzlich nahezu ganz aufou- hören. Eine Besichtigung der Blüte ergab, daß die Staubfäden abgewelkt waren. Am folgenden Tag schrumpfte auch bereits die mächtige Blüte von halber Manneshöhe ein — die Blütezeit des sonder- baren Gewächses war vorüber. Das ganze Phänomen erwies sich aber bei nahe- rer Untersuchung als bedeutend mehr denn je eine bloße Kuriosität, denn es gelang dem amerikanischen Gelehrten sehr bald, den Sinn zu deuten, den dieser Aasgestank für das Dasein der Pflanze hat, und diese Deutung wirft ein überraschendes Licht auf die wahrhaft wunderbaren Zusammenhänge zwischen der Pflanze und ihrer Umwelt. _ Die Fortpflanzung dieser Gattung erfolgt nämlich dadurch, daß Fliegen den Blütenstaub vom Stem- anlaßt, sich auf den Pollen niederzulassen und so den Blütenstaub in Empfang zu nehmen. Der durchdringende Aasgeruch, den die Pflanze im Zeitpunkt der Befruchtungsreife ausströmt, lockt die Insekten aus großer Entfernung an und gaufejt ihnen einen besonderen „Leckerbissen" vor. Ist eine Fliege einmal herbeigeeilt, so erblickt sie eine braunrote Blüte, deren Farben genauestens dem verwesenden rohen Fleisches entspricht; die Täuschung wird vollkommen durch die grünlich-gelblich gesprenkelte Außenseite des Blütenstempels. Wie seltsam dieser ganze Vorgang ist, wird einem erst völlig klar, wenn man bedenkt, daß die Pflanze selbst keineswegs verwest, sondern gewissermaßen bei bester Gesundheit, auf dem Höhepunkt ihres Lebens, mit größter Kunstfertigkeit diesen täuschenden Aasgeruch erzeugt, auf den die ahnungslosen Schmeißfliegen prompt hereinfallen. Mit Recht spricht daher Professor Conard dieser „Stinkpflanze" den Preis der erstaunlichsten Anpassung ihrer Struktur und ihres Verhaltens an die Umwelt zu. Es ist dies eine Anpassung, die darauf abzweckt, die Umwelt in den Dienst ihrer eigenen Lebensbedürfnisse zu zwingen. So zeigt uns dieses interessante Gewächs mit besonderer Anschaulichkeit, wie das Lebendige es versteht, die Umwelt zu beherrschen und zu beeinflussen, während es zu gleicher Zeit von dieser Umwelt abhängig und im Grunde Deren Produkt ist. : aller Well. as unscheinbarste und unauffälligste Gewand szusuchen. Betreten dachte der Büroangestellte iS Holla, wenn er mit seinem Cowboy-Kostüm etrieb antanzen würde, Revolver und Lasso im L Das indische Baumwolltuch, das sich der Kaufmann um die hageren Glieder schlang, te ihn zwar recht gut, war aber an Regendach nicht die geeignete Gewandung. Andels machte er in diesem Aufzug wirksam Re» für sein Geschäft (Baumwollwaren en gros m detail). Der dicke Börsenmann klebte sich Zopf an seine Glatze und schlüpfte in die iöene Tracht eines Mandarins. Ob er sich dem die Nägel langwachsen ließ, wurde nicht nt. Sein Nichtchen zog sich nicht an, son- weit eher aus, denn was hat ein Südseemäd» schon anzuziehen? Die Nichte zog es daher ihrem Chef zu kündigen und zu Hause zu n. Einer der Erben, der Richter war, mußte las Geld überhaupt verzichten, denn ein Es- ielz würde sich doch nicht gut mit seiner amt« Würde vertragen. er Fluch im Schuh des Dalai Lama. (u) Delhi. r einigen Tagen wurde bekannt, daß der altö nische General Lungshar wegen Rebellion oer» worden sei. Man hat ihm beide Augen aus- hen. Weniger wegen der Verschwörung, als ehr deshalb, weil er in seinem Schuh einen l mit dem Namen der jetzigen Regierungsieder trug. Denn: „einen Namen mit Füßen t, bringt den Tod für den, dessen Namen tritt". Das ist ein alter tibetanischer Aber- >e. Die jetzigen Machthaber haben sich also etwa irgendeinen „Dreh" ausgedacht, um Gegenspieler unschädlich zu machen ... Da» rinnert man sich eines ganz ähnlichen Dor» , der sich vor 39 Jahren in Lhasa abspielte: als — im Jahre 1895 — sollte der Dalai l, der im Jahre 1874 geboren war, volljährig :t werden und fein Amt aus den Händen fei» Vormundes selbst übernehmen. Im Augenseiner Wahl als kleines Kind, als Inkarnation Dalai Lama, muh der Dalai Lama natürlich mundet werden. Aber diese vorläufig einge- i Herrscher fnieen sich dann meist so sehr in Herrschaft hinein, daß sie sie nachher nicht aus der Hand geben wollen. Eifersüchtig sind uf die Macht, die der Dalai Lama später in : Hand vereinigen soll. Und daraus erklärt es oohl auch, daß die meisten Dalai Lamas nicht die Kinderjahre hinauskamen. Im Jahrs Bekanntmachung. Betr.: Errichtung einer Schlachthausanlage durch Hermann Schmidt IV. in Lich. Der Metzger Hermann Schmidt IV. in Lich beabsichtigt in der Hütten- gaffe Nr. 1, Flur I, Nr. 3 der Gemarkung Lich ein Schlachthaus zu errichten. Pläne nebst Beschreibung liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung im Amtsverkündigungsblatt an gerechnet, auf der Bürgermeisterei Lich zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen sind binnen dieser Frist bei Mei- dung des Ausschlusses schriftlich oder zu Protokoll bei der Bürgermeisterei vorzubringen. Gießen, den 26. Juni 1934. Kreisamt Gießen. I. B.: Weber. Lichtspielhaus: „Das Lied vom Glück!" Im Lichtspielhaus Bahnhofstraße gelangt feit gestern eine Filmoperette zur Aufführung, die von jenem bekannten, beschwingten Gepräge ist, wie wir es aus dem Genre eines Willy Fritsch und einer Lylian Harvey kennen. Die Filmoperette „Das Lied vom Glück" ist getragen von einer Mischung zurückhaltenden Humors, der Nachdenklichkeit und der Liebesschmerzlichkeit, erfüllt von einer unbändigen Lebensfreude und einer Großzügigkeit, wie sie nur aus der Phantasiewelt des Filmes und feinen weiten Möglichkeiten der Um- weltfchaffung und der Handlung erwachsen kann. Da mieten sich ganz einfach zwei junge Leute, ein Sänger und sein Manager, eine Villa, richten sie ReichSjugendwel Großen-Linden. * Groß en-Linden, 27. Juni. Am Sc wurden hier die Jugendwettkämpfe geführt. Einleitend wies Rektor S i e g f r i t die Bedeutung der Kämpfe hin, die dann z in Form von Einzelkämpfen und anschließe Mannschaftskämpfe ausgetragen wurden. Am mittag bewegte sich ein farbenfroher Zug licher Schulklassen, der HI. und des BdM. die Ortsstraßen nach dem großen Platz an der Schule. Hier führten nun die HI. und ebenfalls Wettkämpfe durch, die Schulklasse anstalteten allerlei Spiele wie Ringwerfen, tragen, Sackhüpfen Wurstschnappen usw Siegerim Dreikampf (Wurf, Lauf, S waren in der 1. Altersklasse: Knaben: 1 Heinz Fischer, 2. Hermann Jung: 3. Helmui mann: 4. Heinrich Wenzel: 5. Karl Speng Reinhold Glaum; 7. Rudi Junker; 8. Artur 9. Willi Dietz: 10. Werner Sern; 11. Hein, nandt; 12. Heini Grimmelbem; 13. Paul Ei 14. Hans Braun; 15. Rich. Pfeifer; 16. Spengler; 17. Reinh. Müller; 18. Willi ($ 19. Otto Heß; 20. Erich Klaum. Mädch Edith Beinhorn; 2. Else Dietz; 3. Emmi W In der 2. Altersklasse: Knaben: 1. Otü 2. Walter Volk! 3. Ludw. Backes; 4. Hans 5. Hans Weiß; 6. Alb. Schneidmüller; 7. Luh; 8. Walter Amend; 9. Werner Weiß; 10 Luh; 11. Erwin Magnus. Mädchen: 1. Artz; 2. Thea Weiß: 3. Elfriede Kröner; - Fischer; 5. Elfriede Weiß; 6. Luise Weigand. Grohen-Buseck wg. Großen-Buseck, 26. Juni. Da«. gendfest nahm in unserem Dorfe einen Verlauf. Morgens marschierte die Schuljugeni Vorantritt des Spielmannszuges der HI. vc Schulhof auf den Sportplatz, um die Wett Lurchzuführen. Nachdem die Flaggen gehißt wurde mit dem Wettkampf begonnen. Vor d« gerehrung hielt dann Unterbannführer Schn eine kurze Ansprache über Zweck und Zu Tages. Anschließend verkündete Rektor Ji t h a l die Sieger. 1. Altersklasse: 11- und 12jähvige § 17 Bewerber: 1. Sieger Wilhelm Mattern, 2. Ernst Balser, 57 P.; 3. Ernst Gans, 4. Ernst Henß, 54 P.; 5. Karl Wagner, 6. Otto Demper und Ernst Euler, 47 P.; Wagner 45 P.; 8. Erich Wagner, 40 P. 2. Altersklasse: 13- und 14jährige § 20 Bewerber: 1. Sieger Erich Wagner, 69 P.; Größer, 57 P.; 3. Wilhelm Hahn, 49 P.: ■ . Stephan und Alfred Stein 48 P.; 5. Karl 47 P.; 6. Wilhelm Wagner, 46 P.; 7. Heinri tenhöfer, 45 P.; 8. Helmut Wallenstein, 43 9 1. A l t e r k l a s s e : 11- und 12jährige M 26 Bewerberinnen: 1. Siegerin Marie. Rühl, 2. Erna Bonarius, 53 P.; 3. Elisabeths Schm Kätchen Kunz, 46 P.; Agnes Reuber und Reuter, 44 P.; 5. El-isabethe Jost und Lina 43 P.; 6. Helene Hahn und Gretchen Schäfer, 7. Ilse Sommerlad, 40 P. ^Altersklasse: 13- und 14jährige M 24 Bewerberinnen: 1. Siegerin Marie GIESSEN Flißlp'ldpnripn 8teht jederzeit besonders ausgebildetefacb- giuciiuch kupdjge Bedienung kostenlos zur Verfügung llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllll ? Waldeslust I 0) am Flughafen 3851 v *■ Bei günstiger Witterung: ä •c Samstag: Stimmungs-Konzert! g Mitgliederder Reichswehrkapelle £ Sonntag: Tanzmusik ~ 1 Donnerstag: Stadtkaffee-Kapelle 1 lßWlllllllllllll'llinil!!nillllilllllll'll!lHIIIIIIIHIllTTIIIHIlllll!l!!ll!111 Alle Schweine und solche mit steifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell wenn Sie durch iedes Futter 1 Eßlöffel voll echte# RASSO L™ mengen. Verlangen Sie nur echtes Rassol m Origlnalftaschen und weisen Sie Nachahmungen zurück. 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Zu dem Festakt waren die Angehörigen der ehemaligen Schutztrupve aufmarschiert, deren Front durch Reichsstatthalter Kaufs- mann (ganz rechts) und Polizoigeneral D a l u e g e (Zweiter von links) abgeschritten wurde. Die deutsche Transfer-Abordnung in London. ÜÄäiääÄi t 'M, r ' fi. Die deutschen Unterhändler, die die Besprechungen über die Regelung des deutschen Transfer- Problems mit der englischen Regierung führen, nach einer Sitzung im Londoner Schatzamt. — Bon links nach rechts: Vortragender Legationsrat Dr. Ulrich vom Auswärtigen Amt, Ministerialdirigent Dr. B e r g e r vom'Reichsfinanzministerium und Reichsbankdirektor B l e s s i n g. Der Stapellauf des Panzerschiffes C. So sieht das neue Panzerschiff aus, das als Ersatz für das alte Linienschiff „Braunschweig" auf der Wilhelmshavener Marinewerft gebaut wurde und am 30. Juni vom Stapel lausen wird. Geschichten aus aller Welt. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Ein unermüdlicher Schatzsucher. (th) Neuyork. Die Mannschaft der soeben zurückgekehrten Forschungsjacht des Millionärs Lewis berichtet von einem seltsamen Zwischenfall, den sie an der Cocos- insel erlebt hat: An dem felsigen Strand dieser alt- berühmten Schatzinsel stand ein verwahrloster Mensch, der Zeichen gab, um an Bord genommen Su werden. Zunächst glaubte man, ein Irrer treibe ich aus der Insel umher. Aber dann ergab sich, >aß es sich um einen geistig sehr gesunden Goldsucher handelte, dem aber die Lebensmittel ausgegangen waren und der deshalb nicht weiter nach den Schätzen suchen konnte, die einst von Piraten hier verborgen worden sein tollen. Der Mann war ein gewisser Coocknell, der der Erforschung dieser Schätze bereits sein halbes Leben gewidmet hat. Er hat, wie er versichert, die Schätze — wenigstens teilweise — auch gesehen: 12 000 000 Pfund Sterling sollen sie wert sein. Aber zu bergen vermochte er sie bisher nicht. Nun ist er nach England unterwegs, um im Herbst wieder nach der Cocos-Jnsel auszuziehen. Dann aber will er das Gold und die Juwelen wirklich bergen, die hier im Boden an bislang noch unbekannter Stelle schlummern sollen. Ein Fahr lang Fasching. San Franzisco. In der Nähe von San Franzisco ist ein reicher Sonderling gestorben, der es zeitlebens dick hinter den Ohren sitzen hatte und seinen lieben Mitmen- chen manchen arglistigen Streich gespielt hat. Bon einen Weltreisen hat er ein paar sehr schöne Na- ionaltrachten mitgebracht, die er sorgfältig hütete und sie nicht einmal zur Faschingszeit an seine Verwandte auslieh, so sehr er auch darum bestürmt wurde. Bevor der alte Globetrotter verschied, machte er fein Testament, in dem er seine Verwandten zu Erben seines Riesenvermögens einsetzte. Die Familie fand jedoch, daß er noch im Tode auf eine hinterlistige Weise lächelte, so dah sie nicht ohne bange Erwartung das Testament öffnete. Dann kam es heraus: das Geld sollten die Verwandten zwar bekommen, aber nur unter der Bedingung, daß jeder von ihnen eines der Nationalkostüme ein Jahr lang tragen sollte. „Ich bereue tief7', so hieß es, „daß ich sie Euch vorenthalten habe, und hoffe, mit dieser Bestimmung den Fehler wieder gut zu machen". Die Gesichter der Erben wurden lang und länger. Dann stürzten sie sich auf den Kleider- schrank, nicht, um sich das prächtigste, sondern um sich das unscheinbarste und unauffälligste Gewand yerauszusuchen. Betreten dachte der Büroana^ftellte an das Holla, wenn er mit seinem Cowboy-Kostüm im Betrieb antanzen würde, Revolver und Lasso im Gürtel. Das indische Baumwolltuch, das sich der Neffe Kaufmann um die hageren Glieder schlang, kleidete ihn zwar recht gut, war aber an Regentagen doch nicht die geeignete Gewandung. Andererseits machte er in diesem Auszug wirksam Reklame für fein Geschäft (Baumwollwaren en gros und en detail). Der dicke Börsenmann klebte sich einen Zopf an feine Glatze und schlüpfte in die gelbseidene Tracht eines Mandarins. Ob er sich außerdem die Nägel langwachsen ließ, wurde nicht bekannt. Sein Nichtchen zog sich nicht an, sondern weit eher aus, denn was hat ein Südseemädchen fchon anAuaiefjen? Die Nichte zog es daher vor, ihrem Chef zu kündigen und zu Haufe zu bleiben. Einer der Erben, der Richter war, mußte auf das Geld überhaupt verzichten, denn ein Eskimopelz würde sich doch nicht gut mit seiner amtlichen Würde vertragen. Der Fluch im Schuh des Dalai Lama. (u) Delhi. Vor einigen Tagen wurde bekannt, daß der alte tibetanische General Lungshar wegen Rebellion verhaftet worden sei. Man hat ihm beide Augen ausgestochen. Weniger wegen der Verschwörung, als vielmehr deshalb, weil er In seinem Schuh einen Zettel mit dem Namen der jetzigen Regierungs- Mitglieder trug. Denn: „einen Namen mit Füßen treten, bringt den Tod für den, dessen Namen man tritt". Das ist ein alter tibetanischer Aberglaube. Die jetzigen Machthaber haben sich also nicht etwa irgendeinen „Dreh" ausgedacht, um ihren Gegenspieler unschädlich zu machen ... Dabei erinnert man sich eines ganz ähnlichen Vorfalles, der sich vor 39 Jahren in Lhasa abspielte: Damals — im Jahre 1895 — sollte der Dalai Lama, der im Jahre 1874 geboren war, volljährig erklärt werden und fein Amt aus den Händen seines Vormundes selbst übernehmen. Im Augenblick feiner Wahl als kleines Kind, als Inkarnation des Dalai Lama, muh der Dalai Lama natürlich bevormundet werden. Aber diese vorläufig eingesetzten Herrscher fnleen sich dann meist so sehr In diese Herrschaft hinein, daß sie sie nachher nicht mehr aus der Hand geben wollen. Eifersüchtig sind ie auf die Macht, die der Dalai Lama später in einer Hand vereinigen soll. Und daraus erklärt es ich wohl auch, daß die meisten Dalai Lamas nicht Über die Kinderjahre hinauskamen. Im Jahre Oie „Stinkpflanze" — eine botanische Merkwürdigkeit Von Dr E. Heidench. Copyright by I. L. A., Wien. Professor H. S. Conard, ein amerikamscher Pflanzenforscher, hat vor einiger Zeit, vermutlich als erster Botaniker, durch einen Zufall Gelegenheit gehabt, ein Phänomen zu beobachten, das in seinen Weiterungen ganz außerordentlich interessant ist. Einer seiner Bekannten war in den Besitz einer fogenannten „Heiligen Afrika-Lilie" gelangt, einer Pflanze, die weder mit Lilien, noch mit Afrika etwas zu tun hat, sondern eine seltene Spielart der Calla-Gewächse (Drachenwurz) darstellt und von vereinzelten Züchtern als Kuriosität kultiviert wird. Es geschieht äußerst selten, daß dieses Gewächs blüht, und als das Exemplar, das dem Bekannten Professor Conards gehörte, nach rapidem Wachs- tum bis zu einer Höhe von nahezu zwei Metern feine riesige Blüte zu entfalten begann, bat sich der Professor die Pflanze aus, um sie feinen Hörern zu demonstrieren. Die „Heilige Afrika-Lilie" war bis dahin stets in einem kühlen Raum gehalten worden, hatte aber schon dort angefangen, einen unangnehmen Geruch auszuströmen. Als Professor Conard sie nun in dem warmen, sonnigen Dortragssaal aufstellte, wurde aus dem unangenehmen Geruch ein rapid an Stärke zunehmender pestilenzartiger Aasgeruch, der schließlich gleich einem richtiggehenden Gasangriff die Hörerschaft mitsamt dem Professor zur schleunigen Flucht nötigte. Drei Tage lang dauerte dieser unerträgliche Ge- stank, um dann ganz plötzlich nahezu ganz aufou- hören. Eine Besichtigung der Blüte ergab, daß die Staubfäden abgewelkt waren. Am folgenden Tag schrumpfte auch bereits die mächtige Blute von halber Manneshöhe ein — die Blütezeit des sonderbaren Gewächses war vorüber. Das ganze Phänomen erwies sich aber bei nahe- rer Untersuchung als bedeutend mehr denn je eine bloße Kuriosität, denn es gelang dem amerikanischen Gelehrten sehr bald, den Sinn zu deuten, den dieser Aasgestank für das Dasein der Pflanze hat, und diese Deutung wirft ein überraschendes Licht auf die wahrhaft wunderbaren Zusammenhänge Mischen der Pflanze und ihrer Umwelt. Die Fortpflanzung dieser Gattung erfolgt namuch dadurch, daß Fliegen den Blütenstaub vom Stern- Lichtspielhaus: ,,Oas Lied vom Glück!" Im Lichtspielhaus Bahnhofstraße gelangt feit gestern eine Filmoperette zur Aufführung, die von jenem bekannten, beschwingten Gepräge ist, wie wir es aus dem Genre eines Willy Fritsch und einer Lylian Harvey kennen. Die Filmoperette „Das Lied vom Glück" ist getragen von einer Mischung zurückhaltenden Humors, der Nachdenklichkeit und der Liebesschmerzlichkeit, erfüllt von einer unbändigen Lebensfreude und einer Großzügigkeit, wie sie nur aus der Phantasiewelt des Filmes und seinen weiten Möglichkeiten der Ilm- weltfchaffung und der Handlung erwachsen kann. Da mieten sich ganz einfach zwei junge Leute, ein Sänger und sein Manager, eine Billa, richten sie pel in die „weibliche" Blüte desselben oder eines anderen Exemplares befördern, und zwar hat sich die „Afrika-Lilie" offenbar besonders die Schmeißfliegen zu dieser Funktion auserwählt. Durch eine Täuschung von seltener Vollkommenheit werden nun diese Schmeißfliegen dazu veranlaßt, sich auf den Pollen niederzulassen und so den Blütenstaub in Empfang zu nehmen. Der durchdringende Aasgeruch, den die Pflanze im Zeitpunkt der Befruchtungsreife ausströmt, lockt die Insekten aus großer Entfernung an und gauf^t ihnen einen besonderen „Leckerbissen" vor. Ist eine Fliege einmal herbeiaeeilt, so erblickt sie eine braunrote Blüte, deren Farben genauestens dem verwesenden rohen Fleisches entspricht; die Täuschung wird vollkommen durch die grünlich-gelblich gesprenkelte Außenseite des Blütenstempels. Wie seltsam dieser ganze Vorgang ist, wird einem erst völlig klar, wenn man bedenkt, daß die Pflanze selbst keineswegs verwest, sondern gewissermaßen bei bester Gesundheit, auf dem Höhepunkt ihres Lebens, mit größter Kunstfertigkeit diesen täuschenden Aasgeruch erzeugt, auf den die ahnungslosen Schmeißfliegen prompt hereinfallen. Mit Recht spricht daher Professor Conard dieser „Stink- pflanze" den Preis der erstaunlichsten Anpassung ihrer Struktur und ihres Verhaltens an die Umwelt zu. Es ist dies eine Anpassung, die darauf abzweckt, die Umwelt in den Dienst ihrer eigenen Lebensbedürfnisse zu zwingen. So zeigt uns dieses interessante Gewächs mit besonderer Anschaulichkeit, wie das Lebendige es versieht, die Umwelt zu beherrschen und zu beeinflussen, während es zu gleicher Zeit von dieser Umwelt abhängig und im Grunde deren Produkt ist. prunkvoll ein, machen Reklame mit der Verlobung mit einer reichen Amerikanerin, und tun dies alles auf Kosten und gewissermaßen als Vorschuß auf einen großen Erfolg bei einem Konzert, das erst stattfinden soll. Dieser Erfolg bleibt natürlich nicht aus, denn der Film kennt ja Schwierigkeiten in dieser Hinsicht nicht Und nach dem erfolgreichen Konzert stehen schon Autos bereit, mit denen man nur an die Riviera zu fahren braucht. Dort gibt es gleich gastliche Aufnahme im Hause einer reichen Frau, ferner ein zufälliges Zusammentreffen aller Hauptpersonen, tolle und komische Situationen, wie sie sich gerne aus Irrtümern ergeben und schließlich das glückliche Sichsinden jener beiden, die sich finden sollen. Das alles bringt der Film mit vielen Untermalungen, Abwandlungen, mit vielen illustrierenden Einzelszenen und humorvollen Episoden in liebenswürdigem Schwung auf die Leinwand, in der Absicht, zu unterhalten. Regisseur, Schauspieler und Photographen haben sich viele Mühe gegeben. Von den Darstellern ist in erster Linie Herbert Ernst Groh als Carl Roland zu erwähnen, dessen sympathische Stimme sicherlich schon vielen Rundfunkhörern bekannt ist. Er erweist sich in diesem Film nicht nur als ein guter Sänger, sondern auch als beherrschter Schauspieler. Paul Kemp sorgt als sein Freund und Manager für die heitere Note. Ilse Stobrawa ist als Erna, die Pianistin, recht glücklich am Platze, Jane Talmar als Thea Warner gibt die kapriziöse Amerikanerin recht geschickt. Theo Lingen fällt in seiner Rolle als Haushofmeister angenehm auf. Zu nennen sind ferner Ery Bos und Jakob T i e dt k e. Die Schlagerlieder der Operette führen recht eingängige Melodien, die Tonwiedergabe ist ausgezeichnet. Die Photographie ist recht befriedigend. Marburger Festspiele. Die Marburger Festspiele erfreuen sich — wie man uns schreibt — eines überaus regen Besuches. Neben der Wallenstelntrilogie, die durch die Organisationen der NSDAP, besonders zahlreich besucht wird, ist jetzt noch der „Sommernachtstraum" im Spielplan erschienen. Die Erstaufführung vor nahezu ausverkauftem Hause hat wiederum die alte Zugkraft dieses heiteren Sommernachtsspieles bewiesen. Die Erstaufführung von „Diel Lärm um nichts" ist auf den 10. Juli festgeleat worden. Der genaue Spielplan der Marburger Festspiele ist nunmehr bis zum Schluß der Spielzeit festgelegt. Er ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. Insekten als Athleten. Wenn man die Kraft und Stärke eines Geschöpfes mit feiner Größe und Schwere vergleicht, dann sind im Tierreich nicht der Elefant der stärkste Lastenträger und das Pferd das schnellste Zugtier, sondern die Insekten. Ein Pferd, das 1500 Pfund wiegt, kann durchschnittlich ein Gewicht von zweieinhalb Tonnen ziehen; die Ladung, die es von der Stelle bewegt ist fast viermal fo groß wie sein Gewicht. Aber das Pferd, nach dessen Leistung wir sonst alle Zugleistungen messen, ist nichts gegen die Biene, die das zwanzigfache ihres Gewichtes tragen kann, oder wie eine Raupe, die das Fiinfundzwangzigsache ihres Gewichtes fortzuschleppen imstande ist. Eine Schmeißfliege zeigt sich bei einer Prüfung auf ihre Tragkräfte sogar fähig, mehr als das Hundertfünfzigfache ihres geringen Gewichtes fortzutragen. Alls diese Tiere übertreffen also in ihrer verhältnismäßigen Leistung nicht- nur das Pferd, sondern erst recht den Menschen. Es gibt Insekten, die wahre Rekorde in der Schwerathletik aufstellen. Die Küchenschabe, die zwei Gramm wiegt, war bei einem Versuch imstande, ein Holzstück fortzubewegen, das 200 mal soviel wog. Wenn ein Mensch im Verhältnis ebensoviel Kräfte hätte wie dies kleine Insekt, so würde er imstande sein, eine mit sechs Tonnen Kohle beladene Lore ohne Mühe emvorzuheben. Was die Beweglichkeit anbetrifft, so sind die Insekten den Menschen ebenfalls weit überlegen. Es gibt einige kleinere Arten von Heuschrecken, die 200 mal soweit springen, als sie selbst lang sind. Um ine Heuschrecke bei ihren Sprungleistungen zu übertreffen, müßte ein Mensch fast einen halben Kilometer weit springen. Wir bewundern die Flugkunst mancher Vögel, wie der Schwalbe und der Lerche. Aber es gibt Fliegen, die sich noch viel schneller fortbewegen können und die bei dieser Flugbewegung eine Muskelkraft beweisen, über die kein anderes Lebewesen verfügt. Ader auch in der Baukunst und im Inge- nleurwesen stehen manche Insekten dem Menschen nicht nach, ja sie übertreffen ihn sogar, wenn man ihre Kleinheit in Betracht zieht. Die Termiten ober weißen Ameisen errichten manchmal Hügel in einer Höhe von fünf Meter, die so widerstandsfähig gebaut sind, daß auch sehr schwere Tiere, wie z. B. Büffel sie nicht niedertrampeln und zerstören rönnen. Die Cheopspyramide hat eine Höhe, die ein Neunzigfaches der Größe des Menschen ausmacht, aber die Termitenhügel sind mehr als 600mal fa hoch als ihre Erbauer. Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt clBI. Berlin Berlin Sranffuri o. JJl Datum 127-6 | 28-6 28.6. 27,5 27,25 89,25 89,25 91 101,1 0 0 ici Die hinter den Papieren Deuttche LrdR Gellen kiiche«. Äi RI 2,481 58,65 56,61 12,67 16,52 169,99 21,49 63,68 93,75 99,8 90,75 94,4 GchlüHk. Mittag« bSrse 93,75 99,75 90,25 94,5 o 0 64,25 89 56,5 63 65,75 154,25 32,75 63,75 89 57,5 63,25 65,75 154 24 142,4 82 111,5 67,75 108,75 100 92,5 150,75 128,9 76,9 120,5 60,75 107 74,5 175 131,5 71,5 65,65 27,75 24,25 32,9 64,25 89 56 63 65,75 154,5 27 24,13 32,9 63,75 89 57,5 63,25 65,75 154,25 Schluß- kmS 78,75 93,5 47,13 233,5 97 40,25 14,5 127,5 128,25 172 149,4 68,4 38 86,5 62 58,41 56,39 12,61 16,46 169,31 21,41 63,42 65,07 81,30 34,15 23,65 141,65 81,75 109 67,5 107 101,25 92,13 150 122 76,65 119,75 60 107 74,5 174 129,25 71,25 64,75 23,9 142,5 82,25 111,5 67,75 108,25 100 92 150,25 100 76,6 121,25 60,75 107 172 130,5 71,5 66 24 141,65 82,25 109 67,5 107,25 101,5 92 150 122 76,4 120,25 60 107 174 130,25 71 65,13 112,75 63,9 69 50,75 54,25 134,25 49,75 62,75 66 19.65 184,75 193,75 134 Grttzner vratnkraftwerk Höchst 6.DU. Süddeutscher Zacher 65,33 81,62 34,29 94,5 88,75 7,3 7,1 7,05 8,13 7,65 7,75 7,5 7 7 8 7,65 7,75 7,45 7,13 7,2 I4 WMhueffai.. o Bergbau ............. - 89,25 89 88 95 94,75 88,5 88,25 87,75 89,75 91 n 92 101,1 94 99,5 90,5 94,9 91 92 101,1 24,5 7,35 7,1 7,05 8,13 MU Mlnag. bZL. 90 89 88 95 95 88,5 88,25 87,65 89 91,5 92,5 101,1 94 99,75 90,5 94,75 Otavi Minen Raltroerie Aschersleben. Kaliwerk Westeregeln . Kaliwerk Salzdetfurth g.«. Yarden-Jnbustrt, Scheide anstatt........ Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen .lheinstahl ........... Bereinigte Stahlwerk. Slektr. LkferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft . ..... 6 Selten Ä Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.Dektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schucken L Eo...............5 Siemen« L Hak-ke............7 LahmeverSEo............. 10 Hrfe 1 —- 27.6 | 28~ vamvurg-Amertka-Pakt 0 Hamburg-Südam. Dampfschist - 0 Hansa-Dampfschiff...........0 Norddeuftcher Lloyd 0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prioat-Banl ... 0 Deuttche Bank und D iS conto» Gesellschaft................0 Dresdner Bank 0 Reichsbank ......... 12 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. (offenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. f). len Jungarbeitern und Jungarbeiterinnen gar keine Erholungsmöglichkeit gegeben ist. Häufig erhalt der Jungarbeiter kaum sechs Taae Urlaub im Jahr, während einem Schüler 70 Ferientage zugebilugt werden. Ja, es gibt ganze Berufsgruppen, deren jugendliche Angehörige im Jahre nur ein oder zwei Tage, manchmal sogar überhaupt keine Ferien Haden. Hier wird Raubbau an unserer I u - gend, an bester Volkskraft getrieben. Das muß anders werden. Deutscher Betriebsführer, deutscher Meister! Wir appellieren an euer Verantwortungsgefühl gegenüber Volk und Staat! Gebt euern Lehrlingen, die ja mitten in ihrer Wachstumsperiode stehen, soviel Frei, und Ferienzeit, als sie zur Förderung ihrer körperlichen und geistigen Ausbildung benötigen. Gebt ihnen mehr Urlaub! So wie die deutsche Jugend im Reichsberufswettkampf durch die Tat ein überwältigendes Bekenntnis zum A r- beitsdeutschland Adolf Hitlers abgelegt hat, so beweist nun auch ihr, daß ihr Ratio- nalsozialisten der Tat seid! Heil Hitler! Führer des Gebietes 13 der Hitlerjugendr gez. Kramer, MdR. Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, Bezirk Hessen/Hessen-Rassau: gez. Becker, MdR. betrag der Barzuteilung für Auswanderer von 10 000 Reichsmark auf 2000 Reicksmark herabgesetzt. Bereits erteilte verbindliche Zusagen für Beträge, die über 2000 Reichsmark hinausgehen, find aufrechterhalten worden. Die Bestimmungen für die Genehmigung des für die (Einmanberung nach Palästina erforderlichen Dorzeigegeldes sowie das der Förderung der Ausfuhr von deutschen Waren nach Palästina in Verbindung mit der -Auswanderung dienende sogenannte Palästina-Abkommen bleiben unberührt. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 28. Juni. Zu Beainn der heutigen Börse herrschte recht ruhiges Geschäft und die Tendenz neigte zur Schwäche. Die Kundschaft und die Kulisse schreitet in Anbetracht des Halbjahresultimos zu einigen Glattstellungen, denen die günftigen Motive keinen Einhalt bieten konnten. Als anregende Faktoren wurden die Festigkeit der Mark im Ausland, ferner die Aussichten über einen guten Beginn der Transferverhandlungen mit England und der bevorstehenden übrigen Gläubigerländer bezeichnet. Störend wirkte sich die erwähnte Ultimoabwickluna aus, zumal morgen die letzte Börse dieser Woche ist. Bei kleinsten Umsätzen waren Farbenindustrie mit 149,90 behauptet, Scheideanstalt gewannen 1,50 v. H. Größer waren die Umsätze bei Zellstoffwerten; Aschaffenburger zogen 0,75 v. H. und Waldhof 0,25 v. H. an. Offenbar regen die augenblicklichen Verhandlungen in der Papierindustrie an. Elektrowerte teilweise leid), ter, so Gesfürel mit —0,75 v. H. und auch Lah. rneyer auf Erörterungen über die Dividenbenaus- sichten um etwa 5 v. H. niedriger taxiert. Siemens und AEG. dagegen je 0,13 v. H. höher. Montan- werte uneinheitlich, aber ohne wesentliche Kursver- schiebungen. Mansfeld auf die Neuordnung 0,65 v. H. höher, Harpener und Phönix behauptet, Gelsenkirchen, Klöckner, Mannesmann und Stahlverein 0,25 bis 0,50 v. H. schwächer. Schiffahrtswerte bc» hauptet. Reichsbahn-Vorzugsaktien, Reichsbankanteile, AKU., Holzmann und Daimler bis 0,75 v. H. fester. Erneut schwächer tendierte der Rentenmarkt, wobei die Umsätze auf Minimum beschränkt blieben. Stahlvereinbonds im Zusammenhang mit der Verschiebung des Urteils auf den 18. Juli um 1,13 v. H. schwächer. Altbesitz, Reichsschuldbuchforderungen und Umtausch-Dollarbonds büßten bis 0,50 v. H. ein. Am Pfandbriefmarkt lag durchweg weiteres Angebot vor, so daß durchschnittlich Kurseinbußen von 0,25 bis 0,50 v. H. zu verzeichnen waren. Rheinische Hypotheken Goldpfandbriefe und deren Liquis lagen widerstandsfähig. Stadtanleihen hatten sehr ruhiges Geschäft und wiesen auch nur unwesentliche Veränderungen auf. Staatsanleihen sehr still. ©ofum M ans seid» Bergbau Kokrwerk .......... Kreissynodalfest der Inneren Mission. 0 Wetzlar, 26. Juni. Das Synodalfest für Innere Mission der Kreissynode Wetzlar fand am Sonntag in Volpertshausen statt. Im Pfarrgarten hatten sich aus den drei Gemeinden des Kirchspiels viele Teilnehmer versammelt. Das Fest wurde ein- geleitet mit einem Festgottesdienst in dem der Leiter der Kreuznacher Diakoniewerke, Pfarrer Hahnke, die Festpredigt hielt. Die Rachver« ammlung wurde eingeleitet mit einem Posaunenvortrag der Ehöre Weidenhausen, Groß-Rechtenbach und Niederwetz. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Essen, begrüßte die Festgemeinde und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß so viele hier zusammengekommen in dem stillen Dorf, das im Volksmund zu den Heckendörfern zähle, das keine Bahn besitze und bis vor kurzem auch noch fein Auto, aber Wälder und Felder und natürliches Leben und wie er glaube, auch viele treffliche Menschen. Nach dem Gesang des Mädchenchores Volpertshausen unter Leitung von Lehrer Müller, berichtete bann Pfarrer Hahnke über bic Arbeit der Inneren Mission. Der Gemischte Chor Weidenhausen (Lei- tung Lehrer Schneider) trug bann ein weiteres Lieb vor. Der Synobalvertreter für bie Innere Mission, Pfarrer K o ch - Lützellinben, rief auf zur barmherzigen Tat. Auch an Schwestern fehle es. Der Ortsgeistliche bankte in feinem Schlußwort allen, bie mitgeholfen haben zum Gelingen bes Festes. Mit bem Schlußgesang unb mit bem (Bebet von Pfarrer Hahnke würbe die eindrucksvolle Feier geschlossen. Kleine Strafkammer Giehen. Wegen Überschreitung bes Gaststättengesetzes würbe ber H. H. aus Gießen zu einer Gelb- (trafe von 25 Mark verurteilt. Gegen biefes Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Die Hauptverhandlung ergab, daß der Angeklagte im Stahlhelmheim ohne die erforderliche behördliche Genehmigung Bier ausschenkte, trotzdem er wieder- holt von der Polizei auf sein strafbares Tun auf. merksam gemacht wurde. Das Berufungsgericht erkannte auf eine Geldstrafe von 10 Mark und belastete insoweit den Angeklagten mit den Kosten des Verfahrens. Der Chr. L. aus Mittelseemen wurde vom Amtsgericht in Ortenberg zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte stellte in einem anonymen Brief an die Statsanwaltschaft einen Mitbürger als Kommunisten bar. Die Strafkammer wies die gegen das vorinstanzliche Urteil eingelegte Berufung kostenpflichtig zurück. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit sprach bie Kammer auf Antrag ber Staatsanwaltschaft gegen den Karl Aletter aus Bab-Nauheim, z. Z. tm Zuchthaus Marienschloß. die Entmannung aus. Der Angeklagte hatte sich mehrfach im Sinne bes § 176 Z. 3 RStGB. vergangen. Die Kosten bes Versah- rens würben gemäß gesetzlicher Vorschrift dem Angeklagten aufgebürbet. ben. Kurze Zeit danach glückte es ihm, als Ange- stellter bei der sibirischen Eisenbahn unterzukom- men. Da er sich dann den Weißgardisten anschlotz, mußte er aber auch diese Stellung wieder verlassen und fliehen. Zwei Kinder hatte ihm inzwischen seine Frau geschenkt: bettelnd und hunaernd, m steter Sorge, von den Rotgardisten entdeckt zu werden, zog er mit seiner Familie kreuz und quer durch Rußland, bis er im Jahre 1933 in Odessa eintraf Dort wurden ihm dann vom italienischen Konsul die weiteren Wege geebnet. Im Juni 1934, nach fast 20jähriger Abwesenheit, ist Johann Wisin nun nach Görz zurückgekehrt, woselbst er nun das kleine Bauernwesen seines Vaters verwalten wird. Operation eines 1200 jährigen. (i) Rom. Bei Sommo Lombards in der Lombardei steht eine uralte riesige Zypresse von einer sonst in Jta- lien unbekannten Art. Zweifellos der älteste Baum ganz Italiens, unter dessen Schatten schon Napoleon bewundernd gestanden hat, und der nach wissenschaftlichen Theorien vor zwölfhundert Jahren zum Gedächtnis irgendeines hervorragenden Mannes gepflanzt wurde. Dieser Riesenbaum befand sich feit einiger Zeit in einem kläglichen Zustande: nicht nur, weil er vor einigen Jahren vom Blitz schwer getroffen worden war, sondern auch, weil seine Bewunderer sich in seinem Stamme dadurch verewigt hatten, daß sie überall — Nägel ins Holz trieben. Denn der Italiener „schneidet es nicht gern in alle Rinden ein", — er nagelt dafür. Und ba bas Leben bes Baumes baburch bebroht er- schien, würbe feine Operation beschlossen. Der Mailänder Botaniker Prof. Cormio erschien mit dem Bürgermeister von Sommo ßombarbo und der Feuerwehr des Ortes, die dann den Baum ersteigen unb sämtliche Nägel entfernen mußte. Nicht weniger als vierzehn Kilo Eisen kamen babei zusammen. Die Nagelmäler des Baumes wurden oesinfiziert und bann mit Teer unb Zement verschmiert. Saburd) hofft man das Leben des Baumes noch lange Zeit zu erhalten. •% Deuttche Reichsanlethe v. 1927 •% eöem.7% Dt. NeichSanl. v. 1929 6Fi% Doung-Anlethe von 1980 .. Deutsche Anl.-Ablöl^Schuld mit AuSlos.-Rechten ............ Desgt. ohne AuSlol.-Rechte 6% ehem.8% He«. BottSltaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 6% Heft Landesbank Darmstadt Gold UL 12................ 6%% Heft Landes-Hypotheken» bank Darmstadt Qlqui......... Oberhessen Provinz«Anleihe mit Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit AuSlol.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bi» 1936 • y,% ehem. 4Yi% Franks. Hyp^ Bank-LtglU-Psandbriese....... ehem. 4yt% Rheinische Hyp.«Bank»Ltau.«Goldpse • % ehem. 8% Pr. Landespfand, briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 • % ehem. 7% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe 9L 10 Steuergutsch. Berre chnuugSdu» ■ ■ 4% Oesterretchttche Goldren».... 4,20% Oesterretchttche Silberreut» 4% Ungarische Goldrente ..... 4% Ungarische StaatSrento v. 1910 ty,% beSgL oon 1919 .......- 6% abgest. Goldmexikaner von 99 Im Verlaufe herrschte weitgehendste Geschäftsstille unb bie Kurse gaben überwiegend weiter etwas nach. Gesfürel — 0,25, Daimler — 0,40 unb Rheinstahl —0,65 v. H. Andererseits zogen Deutsche Linoleum, Lechwerke unb Phönix im gleichen Aus- maß an. Eine Ausnahme machten Zellstoffpapiere, die Kurse lagen erneut um je 0,75 v. H. fester. Rhein. Braunkohlen kamen mit 233,25 nach gestern 235 verspätet zur Notiz. Deutsche Anleihen lagen ruhig unb behauptet. Der Gelbmarkt hatte zum Halbjahresultimo stärkere Nachfrage aufzuweisen unb ber Satz würbe um 0,25 v. H. auf 3,50 v. H. erhöht. Frankfurter Abendbörse gefchäftslos. Die heutige Abendbörse war auf der ganzen Linie geschäftslos, zumal Anregungen und Kunden- orders völlig fehlten. Die Grundstimmung ist indessen aber nicht unfreundlich und Aktien zeigten gegenüber dem Berliner Schluß gut behauptete Tendenz. Farben, Kali Aschersleben und Rheinstahl büßten von 0,13 bis 0,75 v. H. ein, dagegen zogen Mannesmann um 0,13 v. H., Gesfürel und Reichs- bahn-Vorzüge bis 0,25 v. H. an. Zellstoff Aschaffenburg waren nach der Steigerung von heute mittag zunächst um 0,25 v.H. rückgängig und büßten im weiteren Verlauf erneut 0,25 v. H. ein. Im übrigen blieben die Schlußkurse unverändert. Von Renten waren Altbesitz, Reichsschuldbuchforderungen und Umtausch-Dollar-Bonds bis 0,40 v. H. rückgängig. Mannheimer Altbesitz wurden nach Pause mit 88 nach 90,25 wieder notiert. In Pfandbriefen war das Geschäft gleichfalls recht still. Altbesitz 94,40, Stahlbonds 77,50, Harpener 106,90, Kali Aschers- (eben 126,75, Mannesmann 65,13, Rheinstahl 96,75, Stahlverein 40,25, Aku 63,65, Zement Heidelberg 108, Daimler 49,65, Scheibeanstalt 208, Farben 149,25 bis 149, Gesfürel 107,25, Lahmeyer 122, Siemens 150, Zellstoff Aschaffenburg 54 bis 53,75, Nordd. Lloyd 32,75, Reichsbahn-Vorzüge 1.11,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Juni. Auftrieb: 150 Rinder (44 Ochsen, 31 Bullen, 45 Kühe 40 Färsen), 772 Kälber, 35 Hämmel. 5 Schafe, 745 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: fleischige 23 bis 25 Mark, gering genährte 19 bis 22; Kühe: fleischige 18 bis 20, gering genährte 9 bis 14; Färsen (Kalbinnen): fleischige 25 bis 26, gering genährte 17 bis 23; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 42 bis 45, mittlere Mast- und Saugkälber 37 bis 41, geringere Saugkälber 31 bis 36, geringe Kälber 20 bis 30; Hämmel: beste jüngere Masthämmel (Stallmast) 32 bis 34, mittlere Mastlämmer und ältere Masthämmel 28 bis 31, geringere Lämmer und 1 Hämmel 25 bis 26; Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 35 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 33 bis 39 Mark. — Marktver- ; lauf: Rinder ruhig, Ueberftanb; Kälber ruhig, Häm- mel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft; Schweine ' schleppend. Ueberstand. Mehr Urlaub Den Lehrlingen! Aufruf an olle Organisationen der Industrie, des Handwerks, des Handels, an alle Betriebsführer und Meister! Die Jugend ist die Zukunft eines Volkes. Darum bat jedes Volk die Pflicht, alles zu tun, damit feine Jugend körperlich und geiftia gesund erhalten wird. Bleibt diese Pflicht unerfüllt, dann muß das in feiner Jugend weiterlebende Volk, Naturgesetzen zufolge, im Kampf um das Dasein erliegen und zugrunde gehen. Der Nationalsozialismus hat diese Tatsache klar erkannt und sieht es darum als seine wichtigste Ausgabe an, die Jugend zum Fundament des nationalsozialistischen Staates zu machen. Gelingt dies, dann wird der Bestand des Staates auf weite Sicht gewährleistet fein. Denn wer die Jugend hat, der hat die Zukunft. Leider ist diese Erkenntnis noch nicht Allgemeingut des deutschen Volkes geworden. Immer noch versündigen sich einzelne Dolkskreise an der Zukunft unseres Volkes, indem sie der Jugend nicht den ihr gebührenden Platz einräumen und deren körperliche und geistige Ausbildung hemmen. Dies trifft ganz besonders auf die Urlaubs« und ^rei = zeitgewährungfürunserewerktätige Jugend zu. Auf diesem Gebiet herrschen vielfach noch Zustände, die an die schlimmsten Erscheinun- gen der Zeiten liberalistisch-kapitalistischer Ausbeutung erinnern. Die werktätigen Jugendlichen haben täglich ungefähr neun Stunden körperliche Arbeit zu verrichten. In vielen Fällen jedoch ist die Arbeitszeit der Jugendlichen noch großer. Die Freizeit und Ferienzeit ist so knapp bemessen, daß DieSchwedische Not» — Schweizer Note«.. — Spanische Nota».. 180 Ungarische Note» . 1895 also überführte der Dalai Lama, ein Heller Kopf und aufgeweckter junger Mann, wenn auch im Banne tibetanischen Aberglaubens, einen alten Abt eines Lhasa-Klosters, der einige Zeit die vertretende Herrschaft innegehabt hat, der schwarzen Magie. Der Abt nämlich hatte dem Dalai Lama einen Zettel in den Schuh geklebt, auf dem nicht nur der Name des Dalai Lama stand, sondern auch noch ein Fluch und einiges mehr. Ob nun ein anderer den Namen dessen tritt, der da sterben soll oder der betreffende seinen eigenen Fluch „betritt", ist „gleich in der Wirkung" ... Man verhaftete den Abt, warf ihn ins Gefängnis und reichte ihm die übliche Quantität Gift. . Erst nachdem der Zauderer tot und die Schuhe verbrannt waren, konnte der Dalai Lama seine Herrschaft antreten... Odyssee eines ehemaligenKriegsgefangenen (bi) Mailand. In diesen Tagen ist der ehemalige österreichische Kriegsfreiwillige Johann Wisin, der 19 Jahre lang feiner Heimat fern war, nach Görz, seiner Vaterstadt, zurückgekehrt. Er hatte sie verlassen, als sie, im Jahre 1914, mit Blumen und den Fahnen der Verbündeten geschmückt war. Und als er heimkehrte, nach 19 langen Jahren, war Görz eine italienische Stadt geworden. Die Geschichte des Kriegsfreiwilligen Johann Wisin ist eine Odyssee: Im Jahre 1916 wurde sein Regiment an der russischen Front fast gänzlich aufgerieben. Er selbst geriet in Kriegsgefangenschaft und galt in der Heimat als vermißt. Zunächst in einem Gefangenenlager in Kiew untergebracht, wurde er später einer Holz- fällerabteilung zugewiesen, mit der er über zwei Jahre in den staatlichen Domänen des östlichen Rußlands Dienst tat. Daraufhin schickte man ihn nach Sibirien, in die Nähe von Jekaterinburg. Hier glückte ihm ein Fluchtversuch. Nach langem Umher- irren fand er Aufnahme und Arbeit bei einer reichen Grundbesitzerin, die er später heiratete. Doch das Glück war nur von kurzer Dauer. Denn inzwischen kam die russische Revolution und Wisin wurde mit seiner Frau von Heim und Hof vertrie- Oie einheitliche Kennzeichnung für die deutschen Buttersorten. Durch die Butterverordnuna vom 20. Februar 1934 ist bestimmt, daß ab 1. April 1934 nur noch Butter in den Verkehr gebracht wird, die den ge- setzlichen Vorschriften entsprechend gezeichnet ist. Alle Butter, die angeboten, zum Verkaufe vor- rätig gehalten, feilgehalten, verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht wird, muß nach ihrer Sorte gekennzeichnet sein. Als Sortenbezeichnung sind nur zugelassen die Bezeichnungen: Deutsche Marken- butter, Deutsche feine Molkereibutter, Deutsche Molkereibutter, Deutsche Landbutter, Deutsche Koch- butter. Andere Bezeichnungen wie die vorgenann- ten, darf und wird es auch künftig nicht mehr geben. Phantasiebezeichnungen, wie „la Tafelbutter, allerfeinste Tafelbutter, Teebutter, erstklassige ©ute- butter, hochfeine Grasbutter usw. , z. T. Decknamen, unter denen ausländische Buttersorten als deutsche verkauft oder mindere einheimische qualitativ besser dargestellt werden, sind untersagt. Deutsche Markenbutter ist äußerlich ge- kennzeichnet durch den Aufdruck „Deutsche Markenbutter" in roter Farbe, sowie das Einsteitszeichen für deutsche landwirtschaftliche Markenware. Dieses Güteabzeichen ist gesetzlich geschützt und verbürgt über hervorragende Qualität und deutsche Herkunft. Jeder Verbraucher achte auf dieses Güteabzeichen! Deutsche feine M o l k e r e i b u 11 e r ist durck blauen, Deutsche Molkereibutter durch grünen, Deutsche Land- und Kockbutter durch schwarzen Aufdruck gekennzeichnet. Neben der Sortenbezeichnung muß noch das Milchwirtschaftsverbandsgebiet, sowie die Herstellerfirma ober Ausformstelle ersichtlich sein. Die deutsche Hausfrau und mit ihr jeder andere Verbraucher wissen durch diese Art der Kennzeichnung künftig genau, welche Sorte zum Verkaufe kommt. Hierzu ist es aber unbedingt notwendig, daß nicht nur die amtlich hierfür eingesetzten Stellen den Kampf gegen die Nichtbeachtung der im Interesse der Verbraucher erlassenen Anordnungen aufnehmen, sondern daß diese auch durch den Verbraucher selbst durch eine sachgemäße Einstellung beim Einkauf unterstützt werden. Alle anderen Kennzeichnungen, als bie vorstehend) angeführten, müssen rücksichtslos zurückgewiesen werben. Der Verkäufer ist barauf aufmerksam zu machen, baß er sich bei Nichtbeachtung ber Anorbnungen einer strafbaren Verfehlung schulbig macht. * Beschränkung ber Devisenzuteilung für Auswanberer. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat burch Runderlaß an sämtliche Devisenstellen ben bisher geltenben Höchst- Soldschmidt SiütQciöroede ...••••• Metallgesellschast Phtttpp Hott mann .... Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt.. SchntthetS Patzenhofer ....... Aku sWlgemeine Kunstseide) .. Bemberg................... Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Ga» ........ ...... Daimler Motoren Deutsche Linoleum . .. ... Orensteiu L Koppel .......... Leonhard Tietz .............. Tbade ...................... Sttumulatoren-Fabeü........ tonMhnnmt............... «.S.G. Betula 8 Ilse Bergbau Genüsse........6 I Kl öckn erwecke ............. 0 — 1 ü?annelmann-5t6äera ........ 0 Frankfurt a. m. SSt- kur» kXH» Belgische Noten .... Dänische Noten ........... Englische Noten ........... Französische Noteu ....... Holländische Noten ........ Italienische Noten. ........... Norwegische Noten Deuts» Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noteu............... Frankfurt a.M. Berlin Schlußkur«! Schluß!. Abend- börse Schluß- furd Schlußk. Mittag. Wrfe Datum 27.6. 28.6. 27.6. 28.6. 4% betfll. Serie II ............ 7,8 7,8 7,8 — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4,3 4,3 — 4,45 4^%Rumän.vereinh.Rentev.1S13 —— — 7 6,8 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3,95 3,9 3,95 3,85 ey4% Anatolier .............. 35,13 35 34,75 35 27-Juni 28.Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung CÄelh Brie' Geld Brie' Buenos Aires 0,603 0,607 0,603 0,607 Brüssel..... 58,57 58,69 58,57 58,69 Rio de Jan. . 0,179 0,181 0,189 0,191 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 56,39 56,51 56,54 50,66 Danzig..... 81,67 81,83 81,97 81,83 London ..... 12,625 12,655 12,655 12,685 HelsingsorS.. Paris ...... 5,584 5,596 5,594 5,606 16,50 16,54 16,50 16,54 Holland .... 169,73 170,07 169,73 170,07 Italien..... 21,51 21,55 21,53 21,57 Japan...... 0,747 0,749 0,749 0,751 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,664 5,676 Oslo.....: 63,44 63,56 63,59 63,71 Wien....... 48,45 48,55 48,45 48,55 Lissabon.... 11,49 11,51 11,52 11,54 Stockholm... 65,08 65,22 65,23 65,37 Schweiz .... 81,44 81,60 81,48 81,64 Spanien.... 34,29 34,35 34,29 34,35 Prag....... 10,44 10,46 10,44 10,46 Budapest ... —» —• Neuyork... 2,509 2,515 Banknoten 2,508 2,514 27.6 28.6- 27-6- O 78 78 78,75 0 —— 93,25 0 47,25 47,25 47,5 10 234 233,25 235 0 97,65 96,75 97,9 0 40,75 40,25 40,75 0 14,5 14,5 14,25 6 127,5 127,5 5 126,5 127,5 127 ¥. 171 172 170,75 1 149,75 149 149,65 9 207,5 808 — O 69,5 69 69 0 39,5 38,75 39 0 78,5 — 86 0 61,5 61,5 62,5 1 0 108 108 - 0 125,5 125,5 -I 0 — — 111 0 64 63,65 63,75 0 69,5 68,25 69,75 0 50,5 51,5 50,25 0 52,75 53,75 52,25 •< — —— 133 0 49,65 49,65 49,£ 0 60 —— 59,9 0 — 66,5 0 20,4 20 20,25 10 186 —- 186,25 0 195 195 194,5 0 134,75 134 134,75 c | - 1 21 4 — c 1 178,75 1 177,95 1 179 ________ Berlin, 28-Juni ______ Geld