M- Jahrgang Trfchemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Vellagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monatz-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte w 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechcmschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Siehe» povschecktonto: 5rankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrvhl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Liehen. Schristleiiung und SeschSftrstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25% mehr Ermähigle Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm I Das Echo der Neurath «Rede s'S S S 5 s 5 Z ferbunb scheint nicht glatt vonstatten gehen zu wollen. „Petit Parisien", der die Unterstützung der französischen Bemühungen durch Benesch als sicher hinstellt, verhehlt nicht die ablehnende Haltung Polens und meint, daß hier eine Reibungsfläche vorhanden fei, dte um jo schwerer zu beseitigen sein würde, als P o l e n m i t G e n f unzufrieden sei und alles in allem nur widerwillig im Völkerbund verbleibe. Vielleicht werde der in Genf so bewanderte Benesch eine Lösung für die sich bereits abzeichnenden Hindernisse finden. Die Bemühungen Barthous und Benesch, den Völkerbund weiter zu einem deutsch-feindlichen Machtinstrument auszubauen, begrüßt auch „Ordre" wohlwollend, vorausgesetzt, daß Frankreich einen „Block b er Hüter b e r Orbnung" zustanbe bringe. Das Blatt warnt vor allzu großen Illusionen. Stark beunruhigt über bie Unterrebungen von Prag ist Gustave Heros in der „Victoire", weil Benesch ein ebenso starker Gegner der Vertragsrevision fei, wie Barthou. Paris, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Von der französischen Presse wird fast einmütig ein Erfolg Barthous in Prag festgestellt. Die Blätter erklären, daß der Besuch Barthous als ein günstiges Vorzeichen für weitere Verhandlungen genommen werden könne. Noch nicht restlos geklärt sei die Frage Polen-Tschechoslowakei, jedoch hoffe man, daß Barthou durch seinen Besuch zur Bereinigung dieser Frage beigetragen habe. „Wenn es gelingt , so schreibt ,Journals „eine Annäherung zwischen Polen und der Klein en Entente herbeizuführen, und wenn man mit einer Neutralität der Sowjetunion rechnen kann, bann wirb bie solibe Grunblage für bie Aufrecht- erbaltung bes Status quo in Ofteuropa vorhanden sein." Daß bie polnisch-tschechische Frage Schwierigkeiten bereiten könne, unb zwar wegen der Haltung Polens, läßt „Petit Parisien' burchblicken, ber beshalb an bas „slawische Zusammengehörigkeitsgefühl gegenüber bem Pangermanismus appelliert. Auch ber von Frankreich eifrig betriebene Eintritt Sowjetrußlands in den Vorschlägen unb Zugeständnissen, wie wir sie zuletzt gemacht Haden, halten wir fest. Alle Behauptungen, als ob wir uns nicht nur auf die Vorbereitung einer befenfioen Ausrüstung, sonbern auf bie Ausrüstung mit Angriffswaffen eingestellt hätten, verweise ich auf das entschiebenste in bas Reich ber Fadel. Unsere Vorschläge unb Zugestänb- nisse aber zum Inhalt eines Vertrages zu machen, bas steht jetzt nicht mehr bei uns, sondern bei ben anberen Mächten. Nachdem bie französische Regierung den von uns eingeschlagenen, nach unserer Ansicht allein zweckmäßigen Weg durch ihren plötzlichen Entschluß verbaut hat, kann es nicht unsere Sache sein, ihn von neuem zu eröffnen. Die deutsche Regierung stehl glücklicherweise nicht allein mit ihrer Ueberzeugung. Die englische und die italienische Re- rung haben ihre Auffassung über die anzustrebende Lösung seit langem bekanntgegeben, eine Auffassung, die in den entscheidenden Grundlinien mit unserer eigenen ü herein ft i m m t. Auch die neulralenMächle haben sich neuerdings mit Rachdruck für die Rotwendigkeit des baldigen Abschlusses einer Konvention ausgesprochen, die dem Grundsatz der Gleichberechtigung Rechnung trägt. Rur ein gegen Angriffe gesichertes Deutschland kann die Friedensfunklion erfüllen, die ihm im Zentrum Europas obliegt. IKögen die anderen Regierungen die große Ehance benutzen, die ihnen die Reichsregierung unter ihrer starken und sicheren Führung bietet. Unsere Hand bleibt auch weiterhin zur Verständigung ausge st reckt. Es kommt nur auf den Entschluß der anderen Regierungen an, diese Hand zu ergreifen. Aeichsaußenlniliister v. Aeuraih begründet Deutschlands Recht. Berlin, 27. April. (DNB.) Reichsaußenminister Freiherr von Neurath hielt vor Vertretern ber beutschen Presse eine Rebe, in ber er u. a. folgenbes ausführte: Die seit mehr als sechs Monaten geführten Ver- hanblungen zwischen ben hauptsächlich beteiligten Großmächten sind von Frankreich brüsk abgebrochen worben, unb zwar mit einer Be- grünbung, bie bie schwer st en Beschulbigungen gegen Deutschland in sich schließt. Es ist ja sicherlich nicht nur in Deutschlanb erkannt worben, baß bie wahren Grünbe für ben schwerwiegenben Entschluß ber französischen Regierung in anberen Dingen liegen als ben von ihr jetzt beanftanbeten Zahlen unseres letzten W e h r e t a t s. Muß es nicht von vornherein einem jeben, ber bie Dinge natürlich unb einfach sehen will, in Erstaunen setzen, baß eine Regierung, deren eigene Mehrausgaben sich im letzten Jahre auf über 16 Milliarben Franks beliefen, Alarm schlägt wegen bes auf 890 Millionen Mark bezifferten Wehretats ihres Nachbarlanbes? Ist es nicht befremdend, wenn die französische Regierung die diesjährige Erhöhung des deutschen Wehrelats um etwa 220 Millionen Mark als eine Friedensbedrohung brandmarken will, obwohl der größte Teil dieser Summe für bie gerade von Frankreich geforderte Umwandlung unserer Reichswehr in Aussicht genommen worden ist? Hal nicht Frankreich selbst seine Mehrausgaben in den letzten Jahren trotz der schwebenden Abrü- stungsverhandlungen wiederholt sprunghasl erhöht? Und kann eine Macht, die über bie gewaltigfte militärische LuflrÜ - stung der Welt verfügt und ihre eigene hochentwickelte Zivilluftfahrt mit den größten Mitteln unterstützt, wirklich ernstlich in Sorge darüber sein, daß Deulschland, um seine Zivilbevölkerung durch besondere Einrichtungen in den Ortschaften gegen feindliche Luftangriffe zu schützen, den Betrag von 50 Millionen und daneben für die Reorganisation der seit Jahren darniederliegenden Zivilluftfahrt den Betrag von 160 Millionen Mk. in seinem Etat bereitstellt? Der französische Standpunkt läuft im Prinzip darauf hinaus, daß die Behandlung der Abrüstungsfrage irnsreienBeliebenderhochgerusteten Staaten steht, daß Deutschland dagegen geduldig abzuwarten hat, was sie beschließen, und daß es selbst dann kein Recht hätte, etwas zu fordern und zu tun, wenn die anderen Mächte nach den bisherigen acht Jahren noch weitere fünf oder zehn Jahre ergebnislos verhandeln und dabei ihre eigenen Rüstungen fortgesetzt steigern. Eine solche These stellt das ganze Fundament der Abrüstungsfrage einfach auf den Kopf. Die Signatarmächte sind seit langemmcht mehr frei, in der Abrüstungsfrage nach beliebigem Ermessen und Gutdünken zu handeln. Sie haben in ben Verträgen van 1919 die Zentralmächte zur restlosen Entwaffnung gezwungen, aber diese außerordentliche Maßnahme vertraglich als ersten Schritt zur Durchführung der all gemeinen 21 b r ü ft u n g sestgeleg t. Die Lei- ftunq Deutschlands ist bis zum letzten Buchstaben des Vertrages erfüllt worden. Die feit Jahren fällige Gegenleistung, die Durchführung der allgemeinen Abrüstung, stehtvollständigaus, unb nirgends ist ein Anhaltspunkt dafür gegeben, daß sie in absehbarer Zeit bewirkt werden würde. Das ist die wirkliche Grundlage des Abrüstungsproblems. Ein einfaches Verbleiben Deulschlands bei dem ihm in Versailles aufgezwungenen Rüstungsregime wäre deshalb nur dann in Frage ge- kommen, wenn die anderen Mächte sich entschlossen hätten, ihre Rüstungen auf das gleiche Riveau h e r a b z u s e h e n. Aber diese Forderung ist kategorisch abgelehnt worden. Mil Recht Hal deshalb die deutsche Regierung es als eine selbstverständliche, von allen Seiten längst anerkannte Tatsache hin- gestellt, daß für Deutschland unter keinen Umständen mehr ein Rüstungsftand in Betracht kommen könne, wie er in Versailles festgelegt wurde. 's 3 'S das wir bringen. Wir bringen es aus nationalsozia- hessischen Staatsregierung bei. ! listischer Disziplin. Wenn Adolf Hitler es wünscht, Nach Schnftlesuny und Gebet eröffnete Landes- j wissen wir, daß es notwendig ist für das Volks- b'fchof Dr. Dietrich die Synode und teilte mit,! ganze. Wir tun den Schritt, weil wir den Wil- daß der bisherige Präsident der Synode Pfarrer jlen zum Ganzen haben. Der Landeskirchenrat D. Berck (Roßdorf) fein Amt als Synodale und i hat dieses Gesetz einstimmig beschlossen. damit au» als DEd-nt der Landes,anade nie. Ministerialdirektor Jäger ber Frelzüglgkett, wo die Deutschön vurch alle Sand- schäften hindurchgewürfelt werden, lebt ein aus- gesprochener Wunsch, zu einer Einheit zu kommen. Gerade die junge Generation ist nicht zufrieden damit, wenn man über die Dinge des seelischen nur redet. Sie will sie persönlich erleben. Sie sucht nach Innerlichem, und dies steht hinter dem Aeußeren, was jetzt geschieht, daß wir diese deutsche evangelische Kirche ihnen gu einer inne« ren Heimat machen, daß sie in ihr Heimat haben überall in deutschen Landen, wo sie auch sind, daß sie mithelfen und aufbauen, werden sie uns danken. Der Reichsbifchof schloß mit dem Wunsch, das, was heute in der evangelischen Kirche nach Er- füllung und Vollendung rufe, möge zum besten der Kirche' reifen, daß das Evangelium wieder le. b-endige Kraft tm deutschen Lande und die Arbeit des Alltags ein Lobpreis des ewigen Gottes werde. Das fei fein Segenswunsch für die Landeskirche und für die Kirche, die wir in Deutschland bauen. Der Landesbischof dankte dem Reichsbischof für feine Segenswünsche und gelobte ihm Treue. Die Tagung schloß mit einem Gebet des Propstes K n o d t, einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler und dem Horst-Weffel-Lied. Banse hatte niemals einen wehr- wiffenschastlichen Lehrauftrag. Berlin, 27. April. (DNB.) Amtlich wird mit» geteilt: Die Diskussion über den ehemaligen Professor Ewald Banse und seine in Deutschland verbotenen Bücher ist in einem Teil der ausländischen Presse noch nicht verstummt. Die Tatsache, daß es sich bei den von Banse vertretenen Auffassungen lediglich um private Meinungsäußerungen handelt, ist zwar im Auslande zur Kenntnis genommen worden. Jedoch wird immer wieder versucht, durch die Aufstellung der fälschlichen Behauptung, daß Banse unverändert weiter wehrwissenschaftliche Lehrtätigkeit ausübe, diesen als offizielle Persönlichkeit des neuen Deutschland, noch dazu mit pädagogischem Einfluß, hinzu» stellen. Hierdurch soll in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt werden, daß entgegen den bereits früher erfolgten amtlichen deutschen Mitteilungen doch ein Zusammenhang zwischen den unverantwortlichen Ansichten des Herrn Banse und den Auffassungen der deutschen Reichsregierung bestünde. Demgegenüber wird abschließend festgestellt, daß Herr Banse niemals einen wehrwissen - schaftlichen Lehrauftrag gehabt hat. Er hatte lediglich an der Technischen Hochschule Braunschweig einen Lehrstuhl für Erdkunde (Gestaltende Geographie) inne. Dieser ist ihm entzogen worden. Desgleichen ist ihm der Titel „Professor" abgesprochen worden. Herr Banse lebt jetzt als Privatman in Braunschweig. Der Führer de« Reichsverbandes deutscher Offiziere beim Kanzler. Berlin, 27. April (DNB.) Der Reichskanzler emp- fing im Beisein des Staatssekretärs Dr. L a m m e r s den Führer des Reichsverbandes deutscher Offiziere, Generalmajor a. D. Graf von der Goltz mit den Herren seines Stabes, General der Infanterie a. D. von T f ch i f ch w i tz (1. Stellvertreter), Oberst a. D. Reinhardt (2. Stellvertreter), Major a. D. von Wiese und Kaisers (Chef des Führerstabes) und Major a. D. Schliensmann (Adjutant). Generalmajor a. D. Graf von der Goltz meldete dem Führer, daß der Reichsoerband deutscher Offiziere hinter ihm stehe und trug den Zweck und die Ziele des RDO. vor. SroßerWahlsieg der Deutschen Gewerk- schafissront auf zwei Gaargruben. S a a r b r ü cf e n, 27. April. (DNB.) Am 26. April fanden die Wahlen der Arbeiterausfchüffe für die Gruben St. Ingbert und Bexbach statt. Drei Richtungen kämpften erbittert um die Mandate. Es standen sich gegenüber: Der Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter — Saar (Deutsche Gewerkschaftsfront), der Verband der Bergbauindustriearbeiter (Freiheitsfront) und die Kommunisten. Es erhielten Stimmen auf Grube St. Ingbert: Gewerkverein 3127 Stimmen, vier Sitze, Verband der Bergbauindustriearbeiter 1810 Stimmen, zwei Sitze, Kommunisten 97 Stimmen, 0 Sitze. Grude Bexbach: Gewerkverein 497, drei Sitze, Verband der Bergbauindustriearbeiter 39 Stimmen, 0 Sitze. Kommunisten waren nicht aufgestellt. Das Wahlergebnis stellt somit einen überwältigenden Sieg des Gewerkoereins Christlicher Bergarbeiter — Saar (Deutsche Gewerkschaftsfront) dar. Fraser, Vorsitzender der Transferkonferenz. Berlin, 27. April (DNB.) Die Konferenz zwischen den Vertretern der Gläubiger der lang- und mittelfristigen deutschen Auslandsschulden und den Vertretern der R e i ch s b a n k ift am Freitag zusammengetreten, ßeon Fraser, der Präsident der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel, wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Zum Sekretär wurde Direktor B l e s s i n g von der Reichsbank ernannt. Es fand ein vorläufiger Gedankenaustausch über das Transfer-Problem statt, der zur Bildung von zwei Untertommitees mit technischem Charakter führte, die ihre Arbeiten sofort aufnehmen. Oer amerikanische Gonder- gesandie Child in Berlin. Berlin, 27. April. (DNB.) Die amerikanische Botschaft veranstaltete anläßlich des Eintreffens des vom Staatssekretär der Vereinigten Staaten in besonderer Million auf eine europäische Rundreise entsandten Sondergesandten Richard Mashburn Child einen Empfang. Der Sondergesandte hat dem Reichsminister des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath, einen Besuch abgestattet. Er und Freiherr von Neurath haben zu gleicher Zeit in Rom als Botschafter gewirkt und sind seit dieser Zeit persönlich befreundet. Child hat außerdem Noch Besprechungen mit Vertretern der Dank- und Jn- buftrieroelt gehabt und dem Reichswirtschaftsminister einen Besuch abgestattet. Child beabsichtigt, auch mit weiteren Vertretern des staatlichen und wirtschaftlichen Lebens Deutschlands in Fühlung zu treten und einigen Mittelpunkten der deutschen Industrie einen Besuch abzustatten. Child erklärte, die Welt müsse begreifen, daß nur eine plan- mafjige Weltwirtschaft mit einiger Wahr- scheinlichkeit uns von der rückläufigen Bewegung befreien könne, die dahin gehe, daß immer kleinere Wirtschaftseinheiten auf der Basis der Autarkie zu leben versuchten. Nach seiner persönlichen Meinung Weisse und gesunde Zähne m Jtreiif Konferenz indes 'zier. mzler emp- ammers r Offiziere, Zoltz mit Infanterie ter), Oberst tapr a. D. s ffiiljrer« nn (2lb- Soltz wJ/ HW jToed unb t ausübe, n Deutsch, llß, hinzu- : der Ein. ereits frü« lngen doch unverant- und den 1 bestünde, stellt, daß wissen- । t hat. Er ile Braun- nde (@e. ihm ent- ?r Titel den. Herr in Braun- . °uf den und dem St. Jng' vier Sitze, 1810 6tjm« wn, O Sihe. drei Sitze, 9 Stimmen, gestellt, lerwältigen« Bergarbei- nt) dar. >nsser> Gewek!- ruben. ^M 26. April isse für die Drei Rich- andate. Es -koerein __ Saar ) andder üheitsfront) 'ehr- >9. «ird mit. ‘«'n Pro. ‘‘utldjlanb r Quslän, ^ntsache, * Auffos. NUNgs- ’lanbe jur rd immer ^lschlichen NTottez Lander, °utschl°nd nd i*1 L'-d 5* NI' natflil11 ,Sk n onöcN erlin« ani'rif«* rtrefem » it für i»ttr wurde em« ä»u8® a von oer eintritt, selbst r e n gu n - zu Aus aller Welt 8,1 ein großangelegtes Arbeitsbeschaffungs- programm der Wirtschaft den Impuls zu geben, der aus der fürchterlichen Stagnation und alles zer- Krankenhaus gebracht werden. Nach fünfftünbiger Tätigkeit der Feuerwehr und der übrigen beteilig- IV.. o es, des Feuers Herr zu werden. Von den beiden Wohnhäusern und der Scheune Lufttemperaturen am 27. April: mittags 17,6 Grad Celsius, abends 11,4 Grad: am 28. April: morgens 9,5 Grad. Maximum 19,6 Grad, Minimum G 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. April: abends 14,4 Grad: am 28. April: morgens 11 Grad Celsius. — Niederschläge 1,4 mm. — Sonnenscheindauer 9% Stunden. Oie Ablehnung -es russischen Garantievorschlags Schwartau) berufen. Der Schlosser als Heimatforscher. Hitler. Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen. Ser Kurs der deutschen Wirtschaftspolitik. Grundsätzliche Ausführungen des Reichswirtschastsministers in München. würde die Schaffung eines neuen wirtschaftlichen Friedens wahrscheinlich tausendmal mehr dazu beitragen, Kriege zu verhüten, als die Abrüstung und der Abschluß von Verträgen. In der Zukunft wird deshalb die wichtigste Aufgabe der Diplomatie gerade darin xu suchen sein, daß dem Gewebe der Weltwirtschaft neue Fäden hinzugefügt werden. Oie Kabinettskrisis in Spanien. Madrid, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Der Versuch zur Lösung der spanischen Regierungskrise nimmt immer mehr den Charakter einer Aktion zur Rettung der Stellung des Staats- p r ä s i d e n t e n Z a m o r a an, der durch das Am- nsftiegefefc in einen Konflikt mit dem Parlament geraten ist. Der mit der Regierungsbildung beauf- Bande zersprengt. Die D e r b r e ch e r j a g d en in Arizona und im Mittelwesten wurden auch in der letzten Nacht in verstärktem Umsange fortgesetzt. In Tucson (An- Zum neunten Male wurde beim S ch a ch Wettkampf in Pforzheim ein Damengambit gespielt, das Dr. A l j e ch i n eröffnete. Bogoljubow wählte die Cambridge-Springvariante, und es kam sehr frühzeitig zum Damentausch. Im 30. Zuge setzten äußerst interessante Verwicklungen ein, da der Weltmeister ein feines Bauernopfer anbot Der deutsche Meister wußte sich aber aus der Affäre zu ziehen, und in der Abbruchstellung steht er wieder einmal bester als der Weltmeister. Es ist allerdings fraglich, ob er (einen Vorteil in einen Sieg um- fefjen kann. Die Partie wird heute nachmittag zu Ende gespielt. Im Rahmen einer schlichten Feierstunde wurde in Potsdam die Reichsführerinnenschule des BdM. durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach eingeweiht. Neben den Ehrengästen nahmen zahlreiche Obergau- und Gauver- bandsführerinnen des BdM. aus dem ganzen Reich und viele Führer der Hitlerjugend an dem Weiheakt teil. Ihren Dank an den Reichsjugendfuh- rer für die Errichtung der Reichsführerinnenschule verband die Leiterin der Frauenschule, Marta Heß, mit dem Versprechen, die Schule in seinem Sinne und im Sinne des Führers zu leiten. Relchs- juqendführer Baldurch von Schirach weihte nach einer kurzen Rede die Schule dem Führer Adolf Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschem. Anzelgenleüer: fians Beck verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. HI. 34: 11550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch- und Sttindrucker^et R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. In dem Dorfe Horath auf dem Hunsrück lebt ein Schlosser namens Sauer, der als Heimatforscher bekannt ist und des öfteren mit Entdeckun- acn aus der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Zeit hervortrat. In der Nähe seines Heimatortes, der auf einem weitgestreckten Bergplateau liegt, hat Sauer vor einigen Jahren zwei große Grab- bügelfelder entdeckt, deren Durchforschung in den letzten Jahren durchgeführt wurde und zahlreiche wertvolle Funde, darunter mehrere Prachtstücke aus der La-Tene-Zeit ans Tageslicht förderte. In diesen Tagen hat Sauer.im Zuge der bereits ausgegrabenen Hügelgräber ein drittes G r a b e r • f e ld festgestellt, das zur Zelt als Ackerland be- nutzt wird. Er benachrichtigte das Trierer Provin- zialmuseum, das nach eingehender Vermessung und Aufnahme demnächst bei Horath wiederum größere Grabungen vornehmen lassen wird. Wilde Verbrecherjagden in USA. — Dillingers %bÄuonrbnung der kirchlichen Dinge Mt durch, aus nicht das Bekenntnis- und Glaubensgut. In jenem großen Rahmen, in dem Evangell^e Kirche xulammengefaßt werden muß, bleibt d tenntnisfK unb bas Otaubensgut u n a n g e t a= «WM«'-1’ Die Ausführungen des sowjetrussischen Außenkommissars enthalten kein Argument, das geeignet wäre, die deutsche Auffassung zu rolberlegen. Auch von sowjetrussischer Seite kann nickt bestritten werden, baß bie Sicherheit ber baltischen Staaten von keiner Seite bebroht ist und daß daher nicht der ^mo’re formierte ©ruppen ihren Bekennt- „ionieberfUg «n VabeV, kennen'sie" durchaus beste N örtllchen^Selbstentwicklung burchaus vereinbar mit ber neuen Kirchenverfassung. Da- Führerprinstp start nidlt bU enange if4 Freiheit, ©trabe bie evangelische Kirche if ?utdi bas Allhrerprinzip von An- fanq an geworben. Ich spreche «ich von beninneren Bingen, bie bas Wesen ber Religion unb ber Kirche ausmachen, vielmehr nur von ber äußeren Orbnung, alfo von irbi- tcben Angelegenheiten unb Beengungen, beren Bietung für bie Existenz ber ©efamtkirche heute entfcheibenb ist. Die irbljche Orbnung ber fiirdie iff immer Wandlungen unterworfen unb i' rulrb gerabe heute bester lnnegehal en burch bas Aührerprinzip. Dieses aber stört in ber bargestellten Anwenbungssorrn keineswegs die evangelische Freiheit, sonbern ist Borbebingung für ihre heilsame Auswirkung. me in ber jüngsten Vergangenheit zu b-°buchte^ M Ä "ä "S fall* verftanbenen ®egen|a6 3roi- chen'be r äußeren Ordn u ng ber Kirche unb dem Glaubensgebiet. Der ^eicys bisckof hat bereits darauf hlngewiesen daß die fündige Entwicklung nach der Verfassung der Reichskirche unter vollkommener W ah- rung des Bekenutnisstandes und oer Die seit dem Kriege in Deutschland bestehenden Hausfrauenverbände hielten in Erfurt eine gemeinsame Tagung ab, in der man im Geiste nationalsozialistischer Volksgemeinschaft die bisherigen Bünde zur R e i ch s g e m e i n s ch a f t d e u t s ch e r Hausfrauen vereinigt wurden. Zur Führerin wurde Pg. Maria Jeck er aus Aachen und zur Stellvertreterin Martha Dohraus-Zletz (Bad Berlin, 27. April. (DNB.) Der Reichsbischof Ludwig Müller hat den Ministerialdirektor im Preußischen Kultusministerium Jäger in ferner Eigenschaft als „Rechtswalter" der Evangelischen Kirche beauftragt, den äußeren Rahmen für ine innere Befriedung der deutschen Evangelischen Kirche zu schaffen. Ministerialdirektor Jager gewahrte einem Vertreter des DNB. über seine Aufgaben eine Unterredung, in der er u. a. erklärte: Ich bin nicht Geistlicher, sondern alter nationalsozialistischer Jurist und denke dementsprechend keineswegs daran, in die Fragen des Bekenntnisses und der inneren religiösen Haltung des einzelnen Deutschen einzugreifen. Gerade als früherer Richter, der innerhalb einer geordneten Verwaltung frei Recht sprechen mußte, weiß ich um die notwendige Trennung der Gebiete Bescheid. Ich sehe meine wesentliche Aufgabe darin, mit meinen Kräften daran mitzuwirken, daß als Grundlage für dauer- hafte religiöse Arbeit von der fachlich recyl licki-nSeite her ein reibungsloser aanismus geschaffen wird. Ich will lediglich eine Einheitlichkeit und eine Zusammenfassung aller entsprechenden Betreuungsbereiche in meinem Amt Wettervoraussage. Noch immer befinden sich flache Störungen über dem Kanal unb über Deutschland, die ungünstigen Einfluß auf den Witterungscharakter ausüben. Sie ' werden sich jedoch, da das Barometer fortgesetzt steigende Tendenz zeigt, auffüllen, so daß dann das Wetter mehr durch den hohen Druck, der sich von den britischen Inseln nach Skandinavien zu ausbreitet bestimmt wird und mit zunehmender Besserung zu rechnen ist. Aussichten für Sonntag: Wolkig mit Aufheiterung, etwas wärmer, meist trocken. Aussichten für Montag: Fortschreitende Besserung der Wetterlage. Moskau. 27. April. (DNB.) Die Telegraphenagentur der Sowjetunion bringt die Meldung von dem russischen Vorschlag eines deutsch-sowjetrussischen Protokolls über bie Unabhängigkeit und Unversehrtheit der baltischen Staaten. Zugleich veröffentlicht sie Erklär un gen Litwinows dazu. Litwinow bringt zunächst sein Bedauern über den ablehnenden Bescheid zum Ausdruck. Sein Vorschlag sei im Sinne der Wiederherstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion gemacht worden. Es fei nicht zutreffend, daß die Sowjetregierung der polnischen Regierung ein ähnliches Protokoll vorgeschlagen habe. Die Sowjetregierung habe nur eine ge° meinfame polnisch-russische Erklärung vorgefchlagen, in der die Entschlossenheit zum Schutze der Verteidigung des Friedens im Osten Europas bekannt- gegeben und die Notwendigkeit der vollkommenen wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit, der neuen politischen Gebilde anerkannt werden sollte, die sich von dem früheren russischen Reich losgelöst haben. Litwinow betont, er habe ein Mittel für die Beseitigung oder Milderung der Entfremdung zwischen Deutschland und der Sowjetunion vorgeschlagen, dieses Mittel werde von Deutschland ohne überzeugende Begründung abgelehnt. Zum Schlüsse begrüßt er die Bereitschaft der deutschen Regierung zu freundschaftlicher Fühlungnahme mit der Sowjetregierung, die den Zweck habe, Uebereinstimmung über die beide Länder betreffenden politischen und wirtschaftlichen Fragen zu sichern und die vertrauensvollen Beziehungen wiederherzustellen. Die deutsche Regierung habe keine Wege gewiesen, wie dies geschehen solle. * zona) begannen nach vorübergehender Gefechts- pause stärkere Polizeiaufgebote in den späten Nachtstunden das ganze Gebiet des Gran Chayon nach den Entführern ber 6jährigen Farmerstochter Pune Nobles abzusuchen. Ein Erfolg dieser Suchaktion ist jedoch noch nicht zu verzeichnen. — Aus St. Paul (Minnesota) wird gemeldet, daß man dort mit ber Möglichkeit rechnet, daß der berüchtigte Bandit Nelson, ein Gefährte Dillingers, auf der Flucht die nach den Eichhörnchensee in Wisconsin führende Sackstraße eingeschlagen habe, auf der er im Kraftwagen nicht entkommen könnte. Ein anderer Spießgeselle Dillingers, Dan Meter, raubte ani Freitagnachmittag eine Dorstadtbank in Chrkago aus und scheint zu versuchen, in der Richtung nach Kentucky zu entkommen. Die Bande Dillingers scheint demnach bereits weit im Lande zerstreut zu fein. Dillinger selbst soll im Staate In- diana gesehen worden sein. Die Riefentarte Im Ausstellungskindergarten. Im Freigelände ber Ausstellung „Deutsches Volk — Deutsche Arbeit^ hat ber Gau Berlin ber NS.-Volkswohlfahrt einen Kinberaarten eingerichtet, in bem Ausstellungsbesucher ihre Kinder unter Aufsicht von geschulten Kinbergärtnerinnen in Verwahrung geben können. Den kleinen Besuchern wirb heute nachmittag eine besonbere Freube bereitet werben. Sie werben sich an einer Riesentorte von über einem Halden Zentner Gewicht und säst einem Meter Durchmesser, bie ber Führer von seinem Geburtstagstisch der NS.-Dolkswohl- zur Verfügung gestellt hat, gütlich tun können, unb es ist nur zu hoffen, baß sich die kleinen Mägen der ihnen gestellten Aufgabe gewachsen zeigen. Grohfeuer in Lt. Goar. — . (Ein Kind in den Flammen umgekommen. □ea unb Ziel der kirchlichen Aeuorbnung. „a naste 21 n I aß zu einem berarttgen beutfch- (. J ' b wirtschaftlicher Vernunft unb Moral oer- fowi-trussifchen Pakt vorhegt. . f(nLn ,^Sie mbeu^e Et-llungnahm- 3u bem fotmekufp. ' tzie Reichsregierung hat ben Mut gehabt, burch scheu Vorschlag ändert elbstoerstandlich nichts an । - - • ' • • ' - • ee------ )em Wunsche der deut chen Regierung, mit der Sorojetregierung sreunb chaftliche unb für beibe -------- letle nuSbringenbe Beziehungen zu unterhalten, ftöreni)(.n Arbeitslosigkeit herausführen soll. Der Eme gleiche Ems ellung in Moskau b,e nur «ine . dieser Aktion ist in großem unb über- ^rr?8Cm?C.hP.01-lh|d,en ul,t'r,barftc b^ rafchenbem Maße eingetreten. Wir wollen uns aber befte Mit el sein, zu einer W'-berherstellung Der- ™ verhehlen, baß hier gewisse Gefahren- trauensvoller Beziehungen zwischen beiben Lanbern L uJn 11 liegen. Die Gefahren fehe ich beifpiels- gelangen. weife darin, daß man, wenn man schon bei künsf- Qllfrtttttilßtlärbßit sicher Arbeitsbeschaffung ist, unter dieser Parole Vvll Betriebe errichtet oder wieder in Gang setzt, die nicht lebensfähig find. Bei allen Arbeits- Vtv panijajen vznaaicn* befchaffungsprogrammen ist es unvermeidlich, daß Riga, 28. April (DNB.-Funkfpruch) Heber den die Belebung zunächst nicht gleichmäßig auf allen noch geheimgehaltenen Inhalt der litauischen Fronten einsetzt, sondern einzelne Teile b e ■ Denkschrift an Gftlanb und Lettland sonders begünstigt werden. Hier muß mit eHerüber die politische Zusammenarbeit der bal- ner Faust der Gefahr der Privatsteigerung entgegen- tischen Staaten werden in der Presse Einzelheiten getreten werden. Es gibt heute schon Gebiete und bekannt. Litauen soll zunächst daraus Hinweisen, Wirtschaftszweige, wo das Material knapp daß eine volle politische Uebereinstimmung der geworden ist, und es gibt auch schon Berufe — vor baltischen Staaten erstrebenswert und möglich sei, allen Dingen im Handwerk — für die es schwer da zwischen den baltischen Staaten keinerlei ist, die erforderlichen Arbeitskräfte zu be- wichtige außenpolitische Streitfragen kommen. Die Erfahrung lehrt, daß daraus leicht die bestünden. Anschließend fordert Litauen, daß, wenn TendenzzuPreis-undLohnsteigerun- einer der drei baltischen Staaten in eine außen- gen erwächst. politische Gefahr gerate, diese Gefahr auch von g6 fcarf aber nicht vergessen werden, daß Lohn- den beiden anderen Staaten als eine unb Preiserhöhungen nicht einzelnen Vedr o h un a au f g e f aßt werden solle. Im Gruppen zugute kommen können, daß sie SÄ'"“ Ä4 in'Ö °"f öle Gefom.hel. übertrag eine solche gemeinsame Front bei einer außen- .Klange aber "och große Teile unserer politischen Bedrohung nicht durchführbar sei. | Wirtschaft und der dort beschafttgten Wenschen In diesen Fällen soll jeder Staat für sich die Entscheidung über seine Stellungnahme treffen können. Als erster konkreter Schritt zur Klärung der engeren Zusammenarbeit dürfte eine Zusammenkunft der Außen nri nist er der drei baltischen Staaten bevorstehen. in schwerster Rot sehnsüchtig auf die Besserung ihrer Lage warten, kann eine verantwortungsbewußte Regierung eine ffeigenbe Lohn- und Preiswelle nicht dulden. Eine Erhöhung des Preis- und Lohnniveaus — beides ist untrennbar miteinander verbunden — bedeutet Verringerung der Kaufkraft unserer Hlart, wozu es unter keinen Umständen kommen darf. Das nattonalsozialistifche Reich will keine Lohn-, Klaffen- und Jnteressenkämpfe. Cs will die gleichmäßige Förderung aller, ausgehend von der Anerkennung des Eigentums, der Leistung und der Führung, aber auch von der Forderung, daß Besitz verpflichtet. Dir gönnen jedem den ehrlich errungenen (Erfolg, erwarten dafür aber auch gesteigertes Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesamtheit. Die Entwicklung unserer Außenhandels- und Zahlungsbilanz ist vor allen Dingen darauf zurückzuttihren, daß durch die Belebung unserer Wirtschaft der Import von Roh st o f - f e n naturgemäß im ständigen Steigen begriffen ist, während auf der anderen Seite unsere Ausfuhr durch das unverminderte Fortbestehen der Weltwirtschaftskrise sich rückläufig entwickelt. Wir können Rohstoffe nur mit Waren und Zinsen aus dem Exportüberschuß bezahlen. So ist unserer hochwertigen Wirtschaft die Aufgabe gestellt, alles zu tun, um vollwertigen Ersatz für einzuführende Rohstoffe durch deutsche Erzeugnisse zu schaffen. Ich bin sicher, daß mangels vernünftiger Abmachungen mit den roh- ftofffiefernben LÜnoern Deutschland, wenn es sich erst umgestellt hat, in vielen Richtungen und in großem Umfange dauernd auf bie Hereinnahme ausländischer Rohstoffe verzichten kann, für die es sonst wachsend Abnehmer wäre. Andererseits ist die S i ch e r st e 1 - lung des notwendigen Exports eine Frage des Gesamtinteresses der Nation. Unter keinen Umständen darf zunehmende Beschäftigung auf dem Jnlandsmarkt das Bestreben, Güter auszuführen, erlahmen lassen, sie muß es vielmehr steigern. So gewiß es nur ein Deutsches Reich gibt, so gewiß kann es auch nur eine deutsche Wirtschaftspolitik geben, die von der Reichsführung der Wirtschaft in Derbinduna mit der Reichsregierung festzulegen ist. Dies bedeutet nun aber keineswegs, daß alles von Berlin aus bestimmt werden muß. Ich unterstütze jegliche Bestrebungen, die das wirtschaftliche Eigenleben in ben großen Wirtschaftsgebieten fördern. Schnell und friedlich hat Gott unsere gute Mutter und Ahne 2581 l> Giessen, den 28. April 1934. 02287 Frau Elisabeth Ohr Wwe. und Angehörige Gießen, den 28. April 1934. 557D 2556C statt- bis 7. Mai 1934 einschließlich gemahnt: 25640 4,— 4,— IIIIIIIIINIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIlIhllllllllllllllllllllll zu verm. Zu er- i»aktLst^G?A 1III1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIIIIIIIIIU 3,— 3,— RM. 5,— Gießen, den 28. April 1934. Bürgermeisterei Gießen. 3.23.: Bartholomäus. Beerdigung: Montag, den 30. April, nachmittags 7,3 Llhr, auf dem Neuen Friedhof. - Don Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 2,— wird Rate Ranglogen mit vier Plätzen Sperrsitz (Reihe 1 bis 9), 1. Rang (Reihe 3 und 4) Sperrsitz (Reihe 10 bis 13), 1. Rang (Reihe 5 und 6), Logenrückplätze Sperrsitz (Reihe 14 bis 18), 2. Rang Vorder- platz (Reihe 1, Mitte) 2. Rang (Reihe 2 und 3) 2. Rang (Reihe 4 und 5), 2. Rang (vordere Seitenreihe) Mit Rücksicht auf den Rechnungsabschluß dringend um pünktliche Einlösung der letzten gebeten. Statt Karten. Beim Heimgang unseres teueren Entschlafenen sind uns so unendlich viel Beweise aufrichtiger, herzlicher Anteilnahme und so viele Blumenspenden zuteil geworden, dass es uns nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken. Wir tun es auf diesem Wege. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Marie Schwan 5,- 10,— Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur Zahlung Schulgeld für die Hessische Studienanstalt für Februar und März 1934, Wohnungsmiete aus städtischen Häusern usw. für Februar und März 1934, 6. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlagen einschließlich Sondergebäudesteuer 1933 sowie die für 1933 und frühere Jahre nachträglich veranlagten und bis 25. März 1934 zu zahlenden Beträge. Rach Ablauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der. rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner. Bei den Steuerzahlungen werden die vorgeschrie- benen Verzugszinsen erhoben. Gießen, den 28. April 1934. Stadtkasse Gießen. Schöne Wohnung 6 Zimmer und Badezimm., neu hergerichtet, in besterWohnlage, sofort z. vermiet. Schriftl. Ang. u. 02273 a. d. Gießen. Anzeig. erb. llllllllllllilllllllllllllllll DANKSAGUNG Für die außerordentlich vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Blumenspenden bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, für die tröstenden, tief empfundenen Worte des Herrn Pfarrers, sowie für das weihevolle Cellospiel des Herrn Emst Schneider, dem Fahrbeamtenverein, der Fünfzigervereinigung und dem Kriegerverein für die letzte Ehrung meinen herzlichsten Dank. Ladenlokal möglichst m.2 Schaufenstern in bester Geschäftslage von Gießen Seltersweg von leistnngsfäh. Geschäfts- Unternehmen zu mieten ge- suchtBeteiligung an einem evtl. Umbau nicht ausgeschlossen. Schriftl Angebote mit Größen- und Preisangabe erbeten unt. 2545V an den Gießener Anzeiger. b.v4-33ü | Vermietungen | Sonnige, geräumige 2570V Mini.-WoliiL ver 1. 7. zu vermieten. 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Die Einlösung des achten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 2553C Mittwoch, den 2. 2Hal 1934, für die Dienstag- Abonnenten, Donnerstag, den 3. Mai 1934, für die Mittwoch- Abonnenten, Freitag, den 4. Mai 1934 für die Freitag-Abonnenten Erfahrenes [02201 WW in kleinen Haushalt gesucht. Zu erfragen in der Geschst. d.G.A. Tüchtig., braves Mädchen das schon in bess. Häusern tät.war, f. sofort gesucht. Zu ertrag, in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 2577V Geräumige 5-Zimmer-Wohng. m. Bad u. gross. Balkon,!. Etage, inschön.Lagevr. 1.7.34 zu verm. Schr. Ang. unt. 02276 a.d.G.A. Neu Hergericht. 4-Zimmer-Wohiig. mit fonwl. Bad, Balkon, evtl.mit Garage, per 15. Mai oder 1.Juni zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02219a. d.G.A. Vermiete in gut. 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Wir bitten mit Rücksicht auf die durchgehende Arbeitszeit (von 7 bis 15 Uhr) und die zur Bearbeitung an den Schaltern in Empfang genommenen Anträge usw. der Verlegung der Geschäftsstunden Verständnis entgegenzubringen. Die Arbeit des Schalterbeamten ist mit seinem Schalterdienst noch lange nicht beendet. 2595D Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen. Jung, Direktor. Verkäufe ZweiDogelsb. Bullen 13u.16Mon.alt, v.eingetr. Eltern zu verkauf. 02201 Latmsbach Nr. 128 Montag,30.Apr. sind wir rn.einern Transport 2571V Ml am Bahnhof Kinzenbach zum Verkauf anwes. Herrmann L Dönges, Bottenhorn HpiDste zu verkauf. 02232 Liebigstr.66 HL Rentable 02257 Sithiiii mit totem u.leb. Inventar auch alsGeflügelfarm geeignet umständehalb. sofort zu verk. od. zu verpachten. Anzahl. 500 M. Näheres sagt die Geschst. des Giess. Anz. 4/16 flpei 4-Sitzer, offen, und steuerfreies Motorrad, billig zu verkauf. 02220 Medebach Marb. 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Sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Nächster Schweinemarkt: Mittwoch, den 30. Mai 1934. 25720 Gießen, den 26. April 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.D.: B a r,t h 0 l 0 m ä u s. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 25650 Am 20. März 1934: a) die Firma Zenlral-Rund- funkvermittlung Rams, Gießen, Kommanditgefell- schäft. Persönlich haftender Gesellschafter ist Ingenieur Johannes Rams in Gießen. Die Kommanditgesellschaft hat am 1. Februar 1934 begonnen. Es sind 2 Kommanditisten vorhanden, b) Bei der Firma L. W. Rowack & Sohn in Gießen: Curt Heinemann ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Das Geschäft ist mit dem Rechte der Weiterführung der seitherigen Firma auf Ilse Rowack in Gießen als Alleininhaberin übergegangen. Am 9. April 1934: a) bei der Firma Gießener Stempel- und Farbenfabrik Joseph üreuter in Gießen: Dem Fritz Kreuter in Gießen ist Prokura erteilt. Er ist berechtigt, die Firma in Gemeinschaft mit einem der übriaen Prokuristen zu zeichnen, b) Bei der Firma Lh. F. Roll in Gießen: Gottlieb Georg Stark ist durch Tod ausgeschieden. Das Geschäft ist nebst Firma auf den Kaufmann Adolf Stark in Gießen als Alleininhaber übergegangen. Am 10. April 1934 bei der Firma Lauer & Wöll in Gießen: Die Firma ist geändert in: Johannes Lauer. Ludwig Wöll ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Johannes Lauer haftet für alle im seitherigen Geschäftsbetrieb eingegangenen Verpflichtungen der offenen Handelsgesellschaft und führt das Geschäft als Einzelkaufmann weiter. Am 13. April 1934 bei der Firma Vlumenhaus Karl Dieh in Gießen: Die Firma ist geändert in Blumenhaus Rudolf Schneider, Karl Dietz Nachfolger. Inhaber ist Gärtnereibesitzer Rudolf Schneider in Gießen. Die Uebernahme der seither im Ge- schäftsbetrieb begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen. Am 16. April 1934 die Firma Franz Soldan in Gießen. Inhaber ist der Gastwirt Franz Soldan in Gießen. Gießen, den 26. April 1934. Hessisches Amtsgericht. Amtliche Bekanntmachung -es Landratsamt Wehlar. Gebührenordnung der Schornsteinfeger. Auf Grund des § 77 der Reichsgewerbeordnung in der Fassung des Gesetzes vom 26. Juli 1900 wird für den Gewerbebetrieb der Schornsteinfeger folgende Gebührenordnung erlassen: 1. Für das einmalige Kehren a) eines besteigbaren Schornsteins eine Grundgebühr von 0,20 RM. und für jedes Stockwerk ein Zuschlag von 0,04 RM.; b) eines russischen Schornsteines eine Grund- gebühr von 0,15 RM. und für jedes Stockwerk ein Zuschlag von 0,04 RM.; c) eines auf einen Schornstein aufgesetzten Rohres oder Ventilationsaufsatzes 0,05 RM.; d) eines Schornsteines für gewerbliche Zwecke, wie Bäckereien (auch in Privat- und Gemeindebackhäusern), Brauereien, Brennereien, Wäschereien usw. eine Grundgebühr von 0,25 RM. und für jedes Stockwerk ein Zuschlag von 0,04 RM.; e) eines Zentralfeuerungsschornsteines in einem Ein- vis Zweifamilienhaus 0,45 RM., in größeren Gebäuden 0,90 RM. Als Stockwerk sind zu berechnen sämtliche Geschosse, die der Schornstein durchläuft, auch Dach- und Kellergeschoß. Letzteres indessen nur dann, wenn sich in ihm eine Feuerstelle befindet. Werden aufgesetzte Schornsteine von den darunter liegenden Stockwerken benutzt, so rechnen sie von dem Stockwerk an, von welchem sie benutzt werden. Bei freistehenden Schornsteinen und solchen, die höher als 1,50 m über die Dachfläche aufgeführt sind, und bei hohen Speichern roerben je 3 m Höhe für ein Stockwerk angenommen. 2. Für das Ausbrennen eines Schornsteines mit Einschluß der unmittelbar darauf vorzunehmenden Reinigung sind die doppelten Gebühren zu 1 zu entrichten. Dis zum Ausbrennen erforderliche Material m dem Schornsteinfeger vergütet oder ge» I-< । - - i werden. Nimmt das Ausbrennen eines einzelnen Schornsteins länger als eine Stunde in Anspruch, so ist außer den tariflichen Gebühren ein Zuschlag für jede angefangene Stunde von 0,80 RM. zu entrichten. 3. Bei Inanspruchnahme außer der regelmäßigen Kehrperiode oder wenn auf Verlangen die gemeldete Reinigung verschoben wird, steht dem Schornsteinfeger eine Ganggebühr nach auswärts über 2 km vom Wohnort von 0,75 RM., auch Wohnort, und bis zu 2 km Entfernung von 0,25 RM. zu. Außerdem sind die tariflichen Gebühren für die Schornsteinreinigung zu entrichten. 4. Für die Besichtigung und Begutachtung von Schornsteinen und Ausstellung einer Bescheinigung über deren ordnungsmäßige Beschaffenheit sowie für die Nachreoision, falls dazu von der Polizeibehörde Auftrag erteilt worden ist, ober bie Bescheinigung gegenüber ber Behörde verwenbet werben soll, für jeden Schornstein 0,40 RM., minbeftens jedoch 1,— RM. neben ber Ganggebühr gemäß Ziffer 3. 5. Bei Reinigung ber Schornsteine zur Nachtzeit auf Wunsch bes Eigentümers, im Winter (vom 1.10. bis 31.3.) vor morgens 8 Uhr, im Sommer vom 1. 4. bis 30. 9.) vor morgens 7 Uhr, finb die doppelten Gebühren zu entrichten. 6. Die Einigung über die Gebühren des Reinigens von freistehenden Fabrikschornsteinen bleibt den Beteiligten überlassen. Wird eine Einigung nicht erzielt, so entscheidet die untere Verwaltungsbehörde. 7. Auf Verlangen ist eine schriftliche Rechnung, getrennt nach einzelnen Gebührensätzen, aufzu- stellen. 8. Diese Gebührenordnung tritt mit dem 1. Mai 1934 im Kreise Wetzlar einschließlich der Stadt Wetzlar in Kraft. Vom gleichen Zeitpunkt ab werden sämtliche bisherigen Gebührenordnungen des Kreises aufgehoben. Die Ortspolizeibehörden werden um entsprechende Weiterbekanntgabe ersucht. 25880 Wetzlar, den 26. April 1934. Der Lcmdratr örlllo» dan in dan in vurdr 1565D Runb. 9* 3nge, anbit. n. Ez ijitniQ Wann Rieben Rechte Han, ert in ^ad)i schnei- im Ge. b Verengen, ehener i Gie. ra er. nschaft chnen. ottlieb s Te. Adolf gen. ■W Mnez mbels. n. Jo. n Te« n der Geschäft ekn oon toirb Ulal 572C äuz. ng ar. rbnung M wirb jer fol« Grund- j Stock- Gmnd- 5 Stock- esetz/e/r , M..', Zwecke, nb Ge- werden, hr von ein Zu- n einem M, in liche Seid) Dach- ir bann, et. Wer- darunter i sie von atzt wer- i solchen, iche auf- >e;ben je len. ines nut inehmen- iren zu 1 Material ober fle* en eines ütunbe in 3eWen inbe von jnäfci8en die fle* eht dem ich aus- 75 M" mng von ichen ®e* JU «*■ tun« oon L-I-h''"'' !-E d-zu °°» orden ist Beh°r« q-rnstn" M. neben Nachts nter (J® s'i S'r xx* 1 Aat M.Y9 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Oberhessen) um■■■—iMinirT-?’ jut-uttmi iiinnTTirurTTT"~mT"'~~tt umTrT'nrr «r rrr ,r rirn Samstag, 28. April X93< werden, das im Innern schwer zu haben und sehr riali als eine — Von den Michel und nannt. — dem großen Gummiplatz K r i b i, an der südlichen Küste. Der berühmte Dominik gehörte damals schon der Erinnerung an, aber Jaunde und die ganze Festigung der deutschen Macht bis hoch hinaus ins Grasland war so sehr sein Werk, daß noch jedermann von ihm sprach, und der umlaufenden Was über die Regie zu bemerken ist, ergibt sich aus dem Gesagten fast von selbst: Anton R e u - Man hat schon früh darauf hingewiesen, daß Schiller mit dem „Fiesko" sein eigentliches Feld zuerst betreten habe — den Schauplatz des großen historischen Trauerspieles. Und niemandem, der das Stück auf sich wirken läßt, kann es entgehen, wie er dieses Feld betrat: nicht so sehr als Tragiker denn als Theatraliker, der in der Tat „von der erfindrischen Jntrigue" die erstaunlichsten Situationen entlehnt. Welch ein Schauspiel ist das, welch ein Feuerwerk von Wirkungen, Steigerungen, Ueber- raschungen! Wie auf dem Schachbrett rücken die Figuren des Dramas gegeneinander, vor und zurück, schlagen und decken sich und fallen aufs Stichwort. Funkelndes Spiel der Erfindung, in dem jede Szene ihren ausgewogenen und berechneten Platz hat und in einer „Sensation" gipfelt, welche die Fabel unwiderruflich weitertreibt. Das stürmische Pathos, der wortgewaltige Stil des jungen Sturmes und Dranges paßt ausgezeichnet zum überschäumenden Weltgefühl der italienischen Renaissance. Eine strömende Phantasie hat hier die Farben in Spiel und Gegenspiel gemischt. Ein Gewitter menschlicher Leidenschaften ist in den fünf Akten entfesselt. Hier ist alles, was die Bühne zur Wirkung braucht: Liebe und Haß, Eifersucht und Verführung, Mord und Verschwörung, Musik und Mummenschanz und ein Schauspiel im Schauspiel wie bei Shakespeare im „Hamlet" —: es muß schon viel dazu gehören, um ein Stück wie dieses um seine Wirkung zu bringen. — Das Geschenk des Königs — ein weißer Elefant. So kostbar und erlesen auch immer die Geschenke gewesen sein mögen, die einer berühmten Schauspielerin von Bewunderern ihrer Kunst je gemacht worden sind, so ist doch keines der Gabe vergleichbar, die der König Prajadipok von Siam, der demnächst auch in Berlin erscheinen wird, der berühmten Pariser Schauspielerin Cecile Sorel als Zeichen seiner Bewunderung und Anerkennung dargebracht hat. Sein Geschenk ist wahrlich eines orientalischen Fürsten würdig und ebenso märchenhaft wie königlich: es ist ein junger Zwergelefant, der in Siam als heiliges Tier verehrt wird, und der auch ausgewachsen nicht größer als ein Löwe werden wird. Diese hohe Ehrung, die neben Cecile Sorel nur noch dem Präsidenten der französischen Republik zuteil wurde, verdankt die Schauspielerin ihrem Ruhm als „Botschafterin Frankreichs" auf dem Gebiet der Schauspielkunst; denn Cecile Sorel, Die Gräfin Segur, hat als berühmtestes Mitglied der Comedie Frangaise, dem ehrwürdigen Hause Molieres, schon vor allen Königen gespielt, die Paris ihren Besuch abstatteten, und sie hat ihrem Land durch ihre hohe Kunst manche Sympathien erworben. Das königliche Geschenk aus Siam hat zunächst einige Sorge in das Haus der Künstlerin gebracht, denn es bedurfte vieler Ueberlegungen, wo der kleine sehr empfindliche Elefant, der sorgfältig gepflegt werden muß, unteraebracht und aufgezogen werden soll. Die Schauspielerin hat sich dabei von Sachverständigen beraten lassen, die das Pariser Klima für ungeeignet halten; sie wird den kleinen Elefanten, dessen siamesischen Namen sie kaum auszusprechen vermag und für den sie nun einen neuen Namen sucht, auf ihr Landgut an der französischen Riviera bringen lassen, wo er sich in völliger Freiheit auf einer kleinen Halbinsel umhertummeln kann. Die Pariser sind darüber sehr betrübt; denn sie freuten sich schon darauf, die berühmte „C^limene", wie die Pariser sie bewundernd nennen, mit ihrem kleinen Gesellen im Bois de Boulogne lustwandeln zu sehen. w:_ v;..> raffinierte, intrigante, zuletzt schmählich getäuschte Salondame effektvoll in Szene setzte. “ ‘ übrigen feien die Herren Lüpke, Geiger mit guten Leistungen ge- Den Fiesko gab Herr Löser; wer diesen Schauspieler nach seinen bisherigen Leistungen kennt und beurteilt, wird nicht von ihm verlangen, daß er sich hemmungslos dem großen Schwung und Pathos der Schillerschen Diktion Überläßt; wir haben beispielsweise die berühmte Tierfabel schon wirkungsvoller sprechen hören. Aber Lösers Fiesko hat dennoch Format und eigenes Gesicht: er erschien vornehm und geschmeidig, leidenschaftlich und ein wenig unheimlich .zugleich, und er war als Liebhaber, Diplomat und Gesellschaftsmensch wohl die Gestalt, im Mittelpunkt einer Staatsaktion zu stehen. ♦ Kühne als Derrina entsprach vollkommen der Regiebemerkung Schillers: „schwer, ernst und düster"; Verschworener, Republikaner, glühender Patriot und schmerzgebeugter Vater, dessen kalte Sprache -sich an den Höhepunkten der Szene zu dröhnenden Ausbrüchen steigert. Dem ewig falsch zitierten Mohren Muley Hassan gab Hub jene „originelle Mischung von Spitzbüberei und Laune", die Schiller ihm zugedacht hat: eine sehr bewegliche und humorvoll ausgespielte Figur. * Heinz-Albrecht Marcks stellte den jüngeren Doria mit Geschick und leichtem Temperament dem vom Intendanten König mit milder und abgeklärter Würde gegebenen greifen Dogen entgegen. Hansi Stadler als Leonore: ein zartes Renaissanceporträt, klug und mit warmem Gefühl lebendig gemacht. In lebhaftem Gegensatz: Fraulein Flemming, welche die „-stolze Kokette" Jrnpe- zurückzuführen war, was beides freilich der berühmten „Räuber"-Deklamation Schillers vor den befreundeten Karlsschülern im Bopferwäldchen nichts geschadet hatte. Was Schiller mit dem „Fiesko" im Gegensatz zu den „Räubern" beabsichtigte, steht auch im Vorwort: „Ich habe in meinen „Räubern" das Opfer einer ausschweifenden Empfindung zum Vorwurf genommen. — Hier versuche ich das Gegenteil, ein Opfer der Kunst und Kabale ... Es stand ... nicht bei mir, meiner Fabel jene lebendige Glut einzuhauchen, welche durch das lautere Produkt der Begeisterung herrscht; aber die kalte, unfruchtbare Staatsaktion aus dem menschlichen Herzen herauszuspinnen und eben dadurch an das menschliche Herz wieder anzuknüpfen — den Mann durch den ftaatsklugen Kopf zu verwickeln — und von der erfindrifchen Jntrigue Situationen für die Menschheit zu entlehnen — das stand bei mir ..." nicht in Kamerun, sondern nur in Paris gemacht. 9m ganzen kann man sagen, daß das Interesse an den Verhältnissen in Europa bei niemandem, vielleicht mit Ausnahme der hohen Beamten, aktuell ist. Die Nachrichten kommen so spät hierher, daß man sich unwillkürlich sagt: Was wir da lesen, ist ja schon seit Wochen vorbei, jetzt sehen die Dinge sicher anders aus! Wir genießen Gastfreundschaft in einem deutschen Hause, gehen mit unjerm Gastfreund zum Aperitif in das eine, und zum Essen in das andere Hotel, um den Konsum möglichst paritätisch zu verteilen. Merkwürdig, wie die Franzosen sich an den englischen Whisky mit Soda gewöhnt haben. Sie trinken aber auch ganz kräftig deutsches Bier. Man speist für afrikanische Verhältnisse leidlich, auf französische Art, mit viel Gemüse und trinkbarem Rotwein ä discretion! Der vernünftige Mensch macht aber tagsüber wenig Gebrauch davon, dazu ist es zu heiß. Es scheint nun einige Schwierigkeiten zu machen, daß wir ein Auto für die Fahrt ins Innere bekommen. Personenwagen sind nicht zu haben, wir hätten auch zuviel Gepäck dafür. Man kann nicht ohne Feldbetten, reichlich Decken, Koch- Die durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm gekennzeichnete Haltung der staatlichen Wirtschaftspolitik gegenüber dem Krisenverlauf geht von der richtigen Erkenntnis aus, daß eine gewisse untere Grenze der volkswirtschaftlichen Umsatztätigkeit nicht unterschritten werden darf, wenn nicht ein allgemeiner Erstarrungszustand der Wirtschaft eintreten soll, aus dem sie nicht mehr oder doch nur unter unerhörten Opfern hinsichtlich der gesamten Lebenshaltung gelöst werden kann. Ebenso wie ein wirtschaftlicher Einzelbetrieb ein gewisses Urnsatz- oolumen nicht unterschreiten darf, wenn er die mit der Aufrechterhaltung des Betriebes unerläßlich verbundenen festen Kosten aufbringen soll, so kann der gesamte volkswirtschaftliche Körper nicht am Leben gehalten werden, wenn durch die zunehmende Verlangsamung des Blutkreislaufes die B e w e -- gungsfähigkeit des Körpers allmählich aufhört. Die Gefahr einer völligen Erstarrung des wirtschaftlichen Kreislaufes war aber für den deutschen Wirtschaftskörper nahe gerückt. Der Verfall der materiellen Voraussetzungen unserer Volkswirtschaft, der Produktionsanlagen, der Wohnungen, der Verkehrswege 'und vor allem die völlige Untergrabung der menschlichen Arbeitskraft wären unausbleiblich gewesen, wenn nicht im letzten Augenblick durch den mutigen Zugriff der Regierung die Wiederaufnahme der normalen Bewegungsfähigkeit des Wirtschaftskörpers bewirkt worden wäre. Der drohende Stillstand war auch der Herd jener psychologischen Verfallserscheinungen, die sich in einer das ganze Volk immer mehr ergreifenden Gießener Gtavttheaier. Schiller: „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua." Dieses „republikanische Trauerspiel" erschien als zweites in der Reihe der Schillerschen Dramen 1783, zwischen den „Räubern" und der „Luise Millenn . Auf die historische Grundlage — die Geschichte des Kampfes zwischen dem genuesischen Grafen von La- vagna und dem auf Seiten Kaiser Karls V. stehenden Hause Doria, eines Bürgerkrieges, der in der Nacht vom 1. auf 2. Januar 1547 ein jähes Ende fand, als Fiesko infolge eines zufälligen Fehltrittes ins Meer stürzte und ertrank — ist Schiller durch Rousseau gekommen, wie er in einer „Erinnerung an das Publikum" zur ersten Aufführung, Mannheim 1784, selbst bemerkt. Es würde zu weit führen, wollte man hier untersuchen, bis zu welchem Grade sich Schiller im Sinne Lessings, daran gehalten hat. In der Widmung an seinen Stuttgarter Lehrer Professor Abel . stehen einige Anspielungen auf die Freiheiten, welche er sich mit den Begebenheiten herausnahm, und die der Hamburgische Dramaturgist entschuldigen werde, „wenn sie mir geglückt sind". Es ist auch nicht nötig, die Quellen aufzuzahlen, mit deren Angabe Schiller die erwähnte Widmung einleitet oder auf die Vorbilder und Einflüsse hmzu- deuten die sich für den „Fiesko" nachweifen lassen, wie Shakespeares „Julius Cäsar" oder Lessings „Emilia Galotti". * Interessanter scheint es jedenfalls, an die Tatsache zu erinnern, daß das Trauerspiel bei der Uraufführung ziemlich kühl hingenommen wurde; und man weiß sogar von einer Vorlesung des Werke- durch den Autor in kleinem Kreise, daß sie einen Heiterkeitserfolg gehabt und Anlaß zu dem bekannten Wortwitz mit dem Fiasko geboten habe; hie 'Rubörer wurden unaufmerksam und zogen sich emlich bald und ziemlich unhöflich zuruck, um sich biß Zeit mit Bolzenschießen zu vertreiben. aber d i e Wirtschaft, verpflichtet, auch das Letzte herzugeben. Der von unerschütterlichem Zielbewußtsein getragenen Einheitlichkeit de» Willens kann auch das Ausland seine Bewunderung nicht versagen. Durch den starken Antrieb, den die Wiederherstellung der sachlichen und psychologischen Voraussetzungen für die Funktionen des Wirtschaftskreislaufes gebracht hat, ist die private Wirtschaft in Fortwirkung der staatlichen Wirtschaftsbelebungsmaßnahmen so angeregt worden, daß die Regierung in Aussicht nehmen kann, bei gleichzeitiger Senkung der Belastung der Wirtschaft mit Steuern und Abgaben die vorgriffsweise jetzt für die Arbeitsbeschaffung im Kreditwege in Anspruch genommenen Mittel in den nächsten fünf Jahren i m Haushaltsplan des Reiches ordnungsmäßig unterzubringen. Selbstverständlich muß eine so umfassende Aktion wie das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung, für das insgesamt ein Betrag von etwa fünf Milliarden in Ansatz gebracht wird, in seiner Durchführung auch die entsprechenden Rückwirkungen auf den Geld- und Kapitalmarkt haben. Es ist durch das statistische Reichsamt kürzlich errechnet worden, daß je nach der Art der zur Ausführung gelangenden Arbeiten im Durchschnitt etwa 50 Prozent auf den verschiedensten Wegen und in den verschiedensten aufeinanderfolgenden Belebungswellen wieder an den Staat zurückfließen. Für 50 Prozent der zu machenden Aufwendungen muß demnach der Geld- bzw. Kapitalmarkt in Anspruch genommen werden. Wenn auch infolge der weitgehenden Inanspruchnahme des Giralverkehrs für die den Aufwendungen entsprechenden Geldvorgänge zunächst nur etwa 10 Prozent der investierten Mittel in Noten beansprucht werden, so ist doch die Inanspruchnahme des erst im Wiederaufbau befindlichen Geld- und Kapitalmarktes bedeutend. Die Knappheit der Mittel macht ihre zielbewußte und stoßkräftige, den Absichten der Regierung folgende Verwendung zur Pflicht. Es ist selbstverständlich und bedarf keiner langatmigen Darlegungen, daß d i e deutschen Kreditinstitute, deren oberste Ausgabe der Dien st am Ganzen ist, sich in ihrer Gesamtheit für das Arbeitsprogramm b e - reitgefteUt haben. Im Zusammenwirken des Staates mit den Kreditinstituten sind die Wege gefunden worden, auf denen eine Flüssigmachung der im Kreditwege aufgenommenen Mittel möglich ist. Mit Hilfe der Kreditinstitute ist die notwendige Heranziehung aller in der Wirtschaft verfügbaren Gelder organisiert und die Mobilisierung ruhender Gelder in Angriff genommen worden, um diese der Finanzierung der Arbeitsschlacht zuzuführen. Da eine nachhaltige von der Regierung mit aller Energie angestrebte Konjunkturbelebung selbstverständlich auch erhöhte Ansprüche der pri- Daten Wirtschaft an den Geld- und Kapitalmarkt mit sich bringen wird, müssen sich die Kreditorganisationen auch für diesen Bedarf gerüstet halten, um der Arbeitsbeschaffung zum endgültigen Siege zu verhelfen. Da ein erheblicher Teil der Finanzierung der Arbeitsbeschaffung zunächst mit Hilfe des Geldmarktes durchgeführt wird und dadurch die von dem Industriellen, Handwerker, Kaufmnn usw. benötigten Kreditmittel unter Umständen geschmälert werden können, ist es notwendig, die am Geldmarkt für Arbeitsbeschaffungs- zwecke in Anspruch genommenen Kredite so rasch wie möglich auf den Kapitalmarkt zu überführen, d.h. in Anleihen u-mzuwandeln. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Belebung des Kapitalmarktes und die Vorbereitungen des Kapitalmarktes darauf, daß der aus dem Geldmarkt befriedigte Kreditbedarf zu gegebener Zeit eine Fundierung in langfristigen Anlagen des Kapitalmarktes finden kann, stellen deshalb eine wichtige Eraän- ■ zung des Arbeitsbeschaffungsprogramms dar. Hm- ; sichtlich des Erfolges einer R e i ch s a n l e i h e für . die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung braucht . man nicht kleinmütig zu fein, denn das wesentliche , für das Gelingen einer Anleihe, das Vertrauen in die Regierung, ist in vollstem ; Maße bei dem Volk vorhanden. Selbstver- Dominik-Geschichten war kein Ende. Noch heute ist Dominik ein Name, den sich die Schwarzen mit Vorliebe geben, ebenso wie die Hereros in Südwest sich noch nach den alten deutschen Schutztruppen- Offizieren nennen. Dominiks Wohnhaus, das man uns bereitwilligst zeigte, und der alte deutsche Klub mit der Kegelbahn sind die einzigen Gebäude aus deutscher Zeit, die jetzt noch stehen. Im übrigen ist Jaunde ein großer, sehr weitläufig angelegter Ort geworden, in dem kaum ein Mensch eine Entfernung anders als im Auto zurücklegt. Prunkvoll ist das neue Gouverneurspalais, ein tropischer Fürstensitz im Stil der englischen Residenturen in Indien. Ich erwähnte eben die alte deutsche Kegelbahn. In Jaunde wird offenbar nicht mehr gekegelt, wohl aber in Duala. Dort haben fid) die wenigen Deutschen eine Kegelbahn eingerichtet, die bei den anderen Nationen, Franzosen, Engländern, Skandinaviern und Holländern, soviel Beifall fand, daß die Deutschen nur noch d i e Minderheit unter den Kegelbrüdern sind. Die Harmonie unter diesen ist aber vollkommen, auf Grund von zwei strikt innegehaltenen Gesetzen: es ist verboten, über Politik zu sprechen und über schlechte Geschäfte zu klagen! Seit einigen Jahren ist die Haltung der Franzosen in Kamerun gegen die Niederlassung nichtfranzösischer Elemente, auch deutscher, nicht mehr so ablehnend, wie früher. Es gibt deutsche Firmen in Duala und Jaunde und auch eine Anzahl deutscher Pflanzer und Pflanzungsleiter im Innern. Wir hatten gestern auf der Tabakpflanzung Batschenga ein Beispiel davon, und auch auf unserer projektierten Route ins Hochland stehen einige Landsleute verzeichnet. Man erzählte uns, daß es einen noch nicht ganz oorübefgegangenen Rückschlag der Stimmung gegeben hat, als Deutschland aus dem , Völkerbund austrat. Die Politik wird übrigens1 Verlauf nehmen. teuer ist. Dabei haben wir uns doch nur eine Ecke im Westen und Nordwesten vorgenommen. Kamerun ist groß, größer als Deutschland. Aber die Straßenbauten haben das Land so erschlossen, daß die Entfernungen im Vergleich zu den früheren Fußmärschen keine Rolle mehr spielen. So sind wir denn in vorgerückter Nachtstunde von unserem Cin&na parlant mit Tanz und altem Burgunder nach Hause gegangen und vertrauen im Augenblick । darauf, daß die Verhandlungen unseres Gast- freundes über den Mercedes-Benz einen günstigen • Verlauf nehmen. Der peinliche Eindruck der so schnöde unterbro- ckenen Vorlesung wurde allerdings fchpn am nadp ft en Morgen wenigstens teilweise verwischt und das voreilige Urteil in etwa berichtigt, als man emfah, daß das Fiasko des „Fiesko" in erster Linie auf das gewaltig ausholende und übertreibende Pathos d"s Vorlesers und auf dessen schwäbischen Dialekt Me VedeMng des Kredites sm die MMOlaOt Von Otto Christian Fischer, Führer der Sauptgruppe 10 (Banken und Kredits der Gesamtorganisaiion der gewerblichen Wirtschaft. geschirr und etwas Verpflegung reisen. Ein Lastwagen, hier Camion genannt, steht in Aussicht, sogar Mercedes-Benz, aber älteste Garnitur, stark abgefahren und verschiedener, nicht ganz lebensunwichtiger Bestandteile schon beraubt. Unsere Tour, einschließlich Rückfahrt des Wagens nach Jaunde, ist auf 1200 bis 1400 Kilometer berechnet. Für je 100 Kilometer muß eine Kiste Benzin aufgeladen * Der Beifall war lebhaft und wohlverdient. hth. Kamerun-Reste. VII. „Cinema parlant“ * Vo» Or. Paul Rohrbach. Jaunde, März 1934. Jaunde ist völlig französische Beamten- ■ stadt, viel mehr, als je in einer deutschen Kolonie ein Regierungssitz den Beamtencharakter getragen - hat. Der ganze Derwaltungsapparat ist bei den : Franzosen zahlreicher und umständlicher, als zur ■ deutschen Zeit. Man muß aber zugeben, daß gut und ordentlich verwaltet wird. Wir machten Besuch beim Gouverneur Bvnnecarriere, wurden : höflich und korrekt empfangen und erhielten vollkommene Bewegungsfreiheit im Lande, „bis zum Tschadfee", wenn wir wollten. So weit ging unser Begehren, allerdings nicht, sondern nur nach Fumban und Bali, auf der hohen, dichtbevölkerten und völkerkundlich interessanten Nordwestecke des Kameruner Hochlandes. Abends gab es in einem der beiden Hotels von Jaunde einen Tonfilm, französisch „Cinema parlant", den er ft en in Kamerun; anschließend Tanz. Die Gesellschaft, meist Beamte, mit ihren Damen, einige Kaufleute, wenig Militär, war gute französische Provinz, keine Spur von extravaganten Toiletten, nur wenig Malerei auf den Gesichtern der Damen, beim Tanz gut bürgerliches Temperament — das Ganze ein angenehmer Eindruck. Die Kinovorführung hatte, wie üblich, drei Teile: erst kam die Wochenschau, dann ein Kulturfilm, interessante Tiere und Pflanzen, endlich das eigentliche Stück. Die Wochenschau begann mit einer pompösen Pariser Truppenrevue, auffallend bevorzugt war die schwere Artillerie. Jedes französische Herz konnte voller Genugtuung sein über diese riesenhaften Kriegsmaschinen, von denen Deutschland keine einzige besitzt. Dann kam deutsche Sportjugend, die tadellose Figur machte, im Marschtempo, mit Hitlergruh, ganz erste Klasse! Es folgte ein deutsch-französischer Sportkampf, Wettlaufen, bei dem die Deutschen siegten. Als dritte Nummer kam eine Ansprache Mussolinis an die faschistische Jugend, hochdramatisch, glänzend ausgenommen. Man war sympathisch berührt von der loyalen Auswahl des Stoffes und der unparteiischen Darbietung der schönen deutschen Bilder. • Das Stück schließlich war normale französische Ware, mit der unvermeidlichen Eheirrung, etwas ermüdend breit ausgesprochen, aber mimisch gut gespielt. Das eigentlich Interessante dabei war die Rolle eines besonders gewinnend gezeichneten jungen Engländers, der als jovialer Kamerad einer eben aus England ins Elternhaus zurückkehrenden Tochter alle Konflikte wieder ins Lot brachte, „happy end“ etwas gewaltsam war, aber deutlich! Die Absicht, auf diese Weise französisch- englische Sympathien zu pflegen und die Engländer dabei gut abschneiden zu lassen, war für den nicht- französischen Zuschauer unverkennbar. Den Franzosen ging die Sache offenbar glatt ein, es gab genug Beifall. Ich mußte im Herzen zugeben, was mir ja meine Erfahrung in Fragen politischer Propaganda schon seit vielen Jahren sagt: die einfach- sten und deutlich st en Mittel sind die wirksamsten. Ich habe Jaunde zum letztenmal 1912 gesehen, als ich von hier mit der deutschen Schlafkrankheits- Erpedition unter dem damaligen Chefarzt der Kameruner Schutztruppe, Dr. P h i l a l e t h e s Kuhn, jetzt Hygieniker an der Universität Gießen, nach den verseuchten Gebieten im östlichen Waldland aufbrach. Damals gab es hier nur die deutsche, von Hauptmann Dominik gegründete Militärstation, ein paar Verwaltungsgebäude und eine Anzahl Faktoreien, die an dem blühenden Gummihandel viel Geld verdienten. Tag für Tag trafen die Trägerkolonnen, mit ihren Gummilasten aus dem Innern kommend, hier ein. In Jaunde wurde das Trägermaterial gewechselt, und mit den neuen Trägern ging es weiter nach Resignation und Mutlosigkeit und damit in dem allmählichen Ab st erben jeder Initiative und Nisikobereitschast geltend machten. An deren Stelle sind jetzt — wie es der Kanzler in seiner großen Rede am 21. März formuliert hat — Vertrauen und Zutrauen, „die grundsätzlichen Bedingungen für das Gelingen jeder wirtschaftlichen Wiedergeburt", getreten, Vertrauen in eine zur erlösenden Tat entschlossene Regierung und Zutrauen in die von ihr getroffenen Maßnahmen. Denn sollte sich die von den Regierungsmaßnahmen ausgelöste Belebung auf alle Teile der Wirtschaft ausdehnen, so mußte die private Initiative wieder erweckt werden. Nur durch die wieder erstarkende Nachfrage nach Gütern und Lei st ungen und das wieder erwachende Vertrauen in eine beständige Aufwärtsentwicklung können der Antrieb zum Schaffen und die Freude am Erfolg der Arbeit wieder her- gestellt, kann dem Wirtschaftsleben neuer Impuls zum Einsatz der vorhandenen materiellen und persönlichen Kräfte gegeben werden. Die von der Regierung beabsichtigte Wirkung ist, wie die vom Kanzler in seiner Rede hervorgehobenen Erfolge des ersten Abschnittes der Arbeitsschlacht zeigen, eingetreten. In einmütiger Geschlossenheit ist das deutsche Volk dem Rufe der Regierung gefolgt und hat alle zur Durchführung des Programms der Reichsregierung erforderlichen Maßnahmen mit allen psychischen und physischen Kräften unterstützt. Durch die Energie und das Tempo mit denen die Regierung ans Werk ge- gangen' ist, fühlt sich das ganze Volk, insbesondere haus hatte für seine Inszenierung eine ungemein dankbare und reizvolle Aufgabe gefunden; er hatte erkannt, was aus einem solchen Text zu machen war, und dem Stück zu einer lebendigen Unmittelbarkeit des Eindrucks verholfen. Er fand den eigentümlichen und unverwechselbaren Stil des jungen Schiller, und es werden sich vielleicht manche Besucher gewundert haben, was für ein unterhaltfames und sogar aufregendes Stück hinter einem nicht grabe häufig gespielten „Klassiker" sich verstecken kann, von dem man derartige „Sensationen schlechterdings nicht erwarten konnte. Als Mitarbeiter im Regiestab hatten Löffler (Bühnenbild) und Keim (Beleuchtung) für eine angemessene und stilgerechte Ausstattung Sorge getragen; insbesondere die beiden letzten Bilder, nächtliche Straße und Hafen, schienen uns räumlich und malerisch glücklich gelöst zu sein. ttändNch wird hinsichtlich des Umfanges der Anleihe auch die Tragfähigkeit des Marktes sorgfältig abgetastet werden mühen. Diese Erweiterung der auf die Arbeitsbeschaffung gerichteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen nach der Kapitalmarktseite ist um so wichtiger, als im Zeitpunkt einer verstärkten volkswirtschaftlichen Umsatztätigkeit der Bedarf an mittelfristigen Krediten wieder verstärkt heroortreten wird. Mit vollem Recht wird darauf streng geachtet, daß die zwecks Arbeitsbeschaffung erteilten Aufträge nicht zu ungerechtfertigtem Gewinn seitens des Auftragnehmers führen. Da aber für eine Reihe von Aufträgen neue Produktionsmittel auf dem Kreditwege beschafft werden müssen, andererseits die Aufträge nur geringe Ueberschüsse erbringen werden, wird die Rückzahlung der Kredite eine die normale Kreditmauer übersteigende Zeit in Anspruch nehmen, und man wird daher Vorsorge für die Bereitstellung mittelfristiger Kredite treffen müssen. Des weiteren wird aus die infolge der Besserung der Znlandkonjunktur eintretende Erhöhung der Rohstoffimporte und chre Bezahlung das besondere Augenmerk gerichtet werden müssen. Es muß alles geschehen, um den Gläubigern und Lieferanten Deutschlands klar zu machen, daß ein Deutschland mit passiver Handels- und Zahlungsbilanz das stärkste Hindernis für den Wiederaufbau des internationalen Handels und damit der schwerste Nachteil gerade für die Gläubigerstaaten ist. Betrachtet das Ausland nach wie vor diese lediglich vom Standpunkt der Liquidierung der Vergangenheit und nicht vom Standpunkt des Wiederaufbaues der Zukunft, verweigert es mit Rücksicht auf die alten Schulden Deutschland jene Rohstoffe, die es zur Wiederherstellung sei- ner Wirtschaft braucht, so wird Deutschland — in noch höherem Maße als bisher — daran denken müssen, sich von jenen Rohstoffen unabhängig zu machen, ein Problem, das sicherlich weitgehend lösbar ist, wenn Wirtschaftspolitik, Technik und die Kreditapparate so zusammenarbeiten, wie das Gesamtwohl es erfordert. Die nächsten Monate werden lehren, ob das Ausland es wirklich darauf ankommen lassen wird, den größten und stärksten Abnehmer nicht mehr zu beliefern. Auf jeden Fall begründet die Erkenntnis dieser Zusammenhänge die Notwendigkeit, den starken Impuls, den die Maßnahmen der Regierung der Wirtschaft gegeben haben, zur höchstmöglichen Entfaltung kommen zu lassen und gleichzeitig die begrenzten Mittel durch die konzentrische Verwendung so planvoll und wirksam wie möglich einzusetzen. Johann Sebastian Vach in unserer Zeit. Zum Tage der Kirchenmusik am Sonntag Kantate. Don Thomaslantor Professor D. Dr. Karl Straube. Der kommende Sonntag Kantate (29. April) wird in den evangelischen Gemeinden Deutschlands zum ersten Mal ein- heit-lich als Tag der Kirchenmusik festlich begangen. Durch diese Kantate-Feiern soll der reiche Schatz der evangelischen Kirchenmusik in den Gemeinden wieder lebendig gemacht und mit dem gottesdienstlichen Leben eng verbunden werden. Die Reichskirchenregierung hat den Gemeinden empfohlen, die Kollekte der Kantate-Vesper dem Reichsverband für evangelische Kirchenmusik zur Verfügung zu stellen. Durch die allsonntägliche Aufführung der Bach- Kantaten im Rundfunk hören Kreise aller Alters- und Bildungsstufen die herrlichste und reifste Frucht des Lobgesanges in der evangelischen Kirche. Bachs Kantaten sind das Zeugnis einer „lebendigen" evangelischen Kirchenmusik, die dem Herrn jeden Sonntag wirklich ein „neues" Lied (Canticum novum) darbrachte. Don Trinitatis 1723 bis Trinitatis 1724 komponierte Bach allein 20 bis 25 Kantaten, und bei seinem Tote hinterläßt er fünf Jahrgänge von je 59 Kantaten, in denen jeweils der religiöse Inhalt eines ganzen Kirchenjahres musikalisch gespiegelt ist. Diesem äußeren Reichtum entspricht der innere. Unendliche Mannigfaltigkeit der Formen und des Ausdrucksinhaltes von tiefer Trauer bis zur höchsten Sieghaftigkeit, Choralphantasien als ideale Synthese von volkhafter Substanz und letzter künstlerischer Vollendung sind Zeugnis seiner schöpferischen Kraft. Dennoch besitzen Bachs Kantaten nicht die Volkstümlichkeit, die man im Verhältnis zu ihrer künstlerischen Bedeutung erwarten müßte. Weit davon entfernt, Allgemeingut zu sein, haben sie im Musikleben der Gegenwart nur wenig Raum. Vielleicht ist diese Tatsache daher zu erklären, daß die Kantaten, für den Gottesdienst gedacht und geschrieben, keine Konzertmusik sind und daher in den Kirchenraum gehören. Sie erwachsen aus dem Charakter eines bestimmten Sonntags und bleiben ohne vorausgehende Evangelienlesung, wie sie ihrer ursprünglichen liturgischen Stellung entspricht, größtenteils unverständlich. Ihre schnelle Vergessenheit mit dem Tode des großen Kantors erklärt sich nicht nur aus der musikalischen S t i l w e n d e, die nach 1750 eintrat, sondern mindestens ebenso sehr aus dem Absterben des religiösen und vor allem des liturgischen Bewußtseins in der Aufklärungszeit, die zu einer fortschreitenden Entfremdung von Volk und Kirchenmusik führten. — Das Problem einer wirksamen (Erneuerung der Bach-Kantaten ist daher vor allem ein liturgisches. Alle Wege zu einer Wiederbelebung werden solange unfruchtbar sein, solange es nicht gelingt, in unserem Volke neues Ver- stöndnis und eine neue Aufgeschlossenheit für den Rhythmus des christlichen Kirchenjahres zu wecken. Theologen und Kirchenmusiker müssen auf diesem Wege vorangehen. Wer freilich eine Ad- ventskantate von Bach im Mai in einem Konzertsaal vorführt, der ist weit davon entfernt, dem genannten Ziele zuzustreben; wer aber am Reformationsfest einmal den Versuch macht, im Gottesdienst Bachs herrliche Kantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild" im Wechsel mit Lesungen zu singen, der spürt etwas von der lebendigen, wort- verkündigenden Kraft, die von dieser Musik aus- gehen kann. So darf die Kirche nicht mehr länger säumen, der Bach-Kantate die natürliche Heimat und das sinngemäße Wirkungsleben wiederzugeben. Nicht im Konzertsaal darf sie „zur Schau gestellt" werden, sondern im Gotteshaus muß sie kirchliches wie menschliches Leben formen helfen. Die Deutsche Evangelische Kirche ruft in diesem Jahre zu einer besonders festlichen Gestaltung des Sonntags „Kantate" auf (29. April). „Singet dem Herrn ein neues Lied!" Gewiß ein Ruf an die Gemeinde, ein Appell an den Einsatz aller Kräfte zum Lobgesang Gottes. Nicht aber auch ein Ruf an den schaffenden Musiker der Gegenwart? Wer komponiert d i e Kirchenkantate zum Feiertag der nationalen Arbeit? Wer schreibt die kirchliche Festmusik zum deutschen Erntedanktag? Wer schenkt uns zum Volkstrauertag eine „Musikpredigt", die den Boden auflockert für die Wortpredigt? Wenn dieser Ruf gehört wird, wenn diese Möglichkeiten einmal wirklich werden — erst dann werden auch Form und Dasein der Bach-Kantaten neu begriffen werden. Geschichten ans aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! 30000 Pfund Sterling für eine gute Suppe. (th) Neuyork. Von den jährlichen englischen Sweepstakes-Losen ist ein einziges mit einem Gewinn von 30000 Pfund Sterling nach Amerika gefallen. Dieses Gewinnlos hat eine eigenartige Geschichte und erzählt eine Episode von Zufall und Schicksal: Die Gewinnerin ist eine Frau Merringer, die zusammen mit ihrem Gatten in der Küche eines großen Neuyorker Speiserestaurants wirkt. Dort kochte sie nun eines Tages eine so gute Suppe, daß einer der Gäste sich unbedingt erkenntlich zeigen wollte, nachdem er fünf Teller von dieser Huppe geschluckt hatte. Ein Trinkgeld wollte er dem Koch nicht anbieten bzw. seiner Frau — und so schickte er denn ein Lotterielos, das er vor einiger Zeit gekauft hatte, in die Küche hinunter. Mrs. Merringer lächelte und steckte das Los ein. — Aber als nun vor einigen Tagen die Gewinnnummern durch den Rundfunk mitgeteilt wurden, erinnerte sich Mrs. Merringer, eine ähnliche Nummer, wie jene, die die 30 000 Pfund gewann, schon einmal gehört zu haben. Sie prüfte die Nummern — es war wirklich ihr Los So besteht also zwischen einer guten Suppe in einem Neuyorker Hotel und diesen 30 000 Pfund ein direkter Zusammenhang. Der Schenker des Loses über ist ihr vollkommen unbekannt. Auch wird ihm dieser Vorgang entfallen fein. Als man der Gewinnerin die übliche Frage vorlegte, was sie mit dem vielen Geld zu tun gedenke, antwortete sie zielsicher: nach Hause in ihre süddeutsche Heimat fahren, sobald sie Ferien bekomme. Das sei ihr größter Wunsch. Belohnte Mildtätigkeit. (-) Nizza, „Wohltun trägt Zinsen." Die Wahrheit dieses Sprichworts hat sich wieder einmal in vollem Lichte gezeigt. Auf der Promenade des Anglais in Nizza — der berühmten Straße, die am Ufer des Mittelmeers entlang führt, und auf der die elegante Welt im Sonnenschein lustwandelt —, sprach ein zerlumpter Bettler die Leute an und bat mit kläglicher Stimme um ein kleines Almosen. Niemand hatte etwas für ihn übrig, vis endlich ein Londoner Juwelier dem Manne zehn Franken schenkte. Selbstverständlich dachte der Engländer längst nicht mehr an die Geschichte, — aber wer beschreibt sein Erstaunen, als er in London, wohin er zurück- gekehrt war, plötzlich durch eine Bank ein ganzes Paket Geldscheine erhielt. Das Geld stammte von dem Bettler, der ihm dazu schrieb: „Ich bin eine Wette eingegangen, ob jemand auf der Promenade des Anglais mildtätig genug sein würde, mir eine Gabe zu geben. Sie waren der einzige, von dem ich etwas bekam, und deshalb übersende ich Ihnen mit Vergnügen die Hälfte des durch die Wette gewonnenen Betrages. Es war recht schwierig für mich, Ihnen in der Menschenmenge unbemerkt bis zu Ihrem Hotel zu folgen und Ihren Namen sowie Ihre Adresse zu erfahren." Es ist anzunehmen, daß die Bettler auf Nizzas elegantester Straße nun mehr Glück haben werden. Man kann ja nie wissen... Kampf um den Waschplatz. (d) Mailand. In dem kleinen piemontefischen Oertchen Fene- strella herrschte in den letzten Wochen ungeheure Aufregung. Besonders waren es die jungen und alten Damen des Ortes, die diese Aufregung schürten, so daß es sogar zu Demonstrationen vor dem Rathause kam. Die Sache verhielt sich' folgendermaßen: Fenestrella liegt am Pelice, einem kleinen Nebenflüßchen des Po, das auf einem Gletscher des Mont Genevre entspringt und bdi Fenestrella zwl- scheu mächtigen Steilufern dahinschießt. An einer einzigen Stelle nur gibt es einen flacheren Ufer- fleck, an dem man bis an den Fluß herankann. Und diese Stelle ist der allgemeine Waschplatz der Fene» streller Damen. Bekanntlich wäscht man überall in Italien im fließenden Wasser, wo solches vorhanden ist. Man kann sich also die Empörung der Frauen von Fenestrella vorstellen, als kürzlich durchsickerte, ein Turiner Seifenfabrikant stehe mit der Stadtverwaltung in Verhandlungen, um diesen flachen Uferstreifen zu erwerben. Er wolle darauf ausgerechnet eine — Seifenfabrik errichten. Die Empörung steigerte sich noch, als man vernehmen mußte, daß die Stadtverwaltung aus Gründen der Finanzpolitik dem Vorhaben des Turiners nicht abgeneigt gegenüberstehe. Kaum hatte diese Kunde das Städtchen durcheilt, als sich schon ein Demonstrationszug von wütend schreienden und gestikulierenden Frauen und Mädchen dem Rathaus näherte, um dem Herrn Podesta, dem Bürgermeister, gehörig den Marsch zu blasen. Da die Kundgebungen auch in den nächsten Tagen mit unverminderter Leidenschaft andauerten, sah dieser keinen anderen Ausweg, als sich telegraphisch an den Präfekten der Provinz mit der Bitte um Verhaltungsmaßregeln zu wenden. Dieser hohe Herr, der seine Pappenheimerinnen zu kennen scheint, verfügte, daß der Turiner Seifenfabrikant sich einen anderen Bauplatz zu suchen habe. Denn schließlich, meinte er, beginnt die Reinlichkeit zuhause, wie für den Engländer („Charity begins at dorne") die Wohltätigkeit daheim beginnt. Die Damen von Fenestrella können also wieder im Pelice waschen. Kleine Ursachen - große Wirkungen. (D.Z.) Budapest. Dor dem Zivilgericht in Budapest schweben vier große Prozesse, die auf die Irrfahrt einer Billard» kugel zurückgehen. In einer Villa der ungarischen Hauptstadt vertrieben sich vor einiger Zeit der Besitzer und sein Gast die Zeit mit Billardspielen. Dabei flog eine etwas energisch gestoßene Kugel durch das geöffnete Fenster in das Zimmer einer eng benachbarten Villa, dessen Fensterscheibe sie zertrümmerte; außerdem zerschlug sie noch eine kostbare chinesische Vase. Eine in Dem Zimmer befindliche Katze sprang in ihrem Schrecken auf den Tisch, wo der Spirituskocher einer Teemaschine brannte. Der Spirituskocher fiel um, und die Tischdecke geriet in Brand. Mittlerweile waren die beiden Billardspieler der Kugel durch das zertrümmerte Fenster gefolgt. Sie kamen gerade noch zur rechten Zeit, um den Brand der Tischdecke zu ersticken. Ihr Auftreten erwies sich aber in anderer Beziehung als verhängnisvoll. Die Besitzerin der Villa, eine bereits betagte Frau, wurde durch den Lärm aufmerksam. Als sie das Zimmer betrat und die brennende Tischdecke nebst den zwei unbekannten Männern erblickte, fiel sie in Ohnmacht. Sie konnte sich von dem Schrecken nicht wieder erholen und starb nach wenigen Stunden. Die Leidtragende war ihre Nichte, die zur Universalerbin eingesetzt werden sollte. Der überraschende Tod der Frau verhinderte die Abfassung des geplanten Testamentes, so daß die Nichte um die Erbschaft kam. Sie verlor auch ihren Verlobten, der eine gewagte Jndustriegrün- dung mit der Erbschaft feiner Verlobten zu finanzieren gedachte und die Verlobung auflöste, als er sich um seine Hoffnung betrogen sah. Die Gründung verfiel dem Bankerott, und die Gläubiger des jungen Mannes hatten das Nachsehen. Verwickelte Entschädigungsklagen beschäftigen das Gericht. Und alles wegen einer fehlgegangenen Billardkugel! Der Bombenleger. (web) Istanbul. Diese Geschichte mit der nach einem Wallace- Roman klingenden Ueberschrift beschäftigt zur Zeit das Jnstanbuler Gericht — zum Gaudium der S)ie echte und die falsche Doralies Roman von Anny von Panhuys. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) 28 Fortsetzung. Nachdruck oerboten! „Noch nicht ganz. Als ich vorhin von dem Reichtum sprach, der mir jetzt gehört, geschah das, von der Voraussetzung ausgehend, daß wir uns eines Tages heiraten, würden und Sie dann genau so reich wären wie ich, daß Sie teilhaben würden an der Erbschaft. Herr Freese starb in dem Glauben, dasi wir beide verlobt wären und uns heiraten würden. Er diktierte Justizrat Stein in unserer Gegenwart Sätze, die sich direkt darauf bezogen. Ich behalte leicht und gut und kann Ihnen die Sätze wörtlich wiederholen. Sie lauten, ohne das für uns augenblicklich Unwichtige: Mein gesamtes Eigentum vermache ich meiner Sekretärin, Fräulein Regina Granen, die ich liebgewonnen hatte wie eine Tochter. Ich wünsche, daß Regina Graven in ihrer Ehe recht glücklich wird, und möchte ihr und ihrem zukünftigen Gatten, der mir ebenfalls sehr wert ist, das Leben dadurch etwas erleichtern." Sie blickte ihn ernst an. „Sie sehen, der Irrtum ist noch nicht ganz aus der Welt geschafft." Er zuckte die Achseln: „Ich verstehe Sie nicht!" „Dann wären Sie nicht der gute Jurist, der Sie doch sind", gab sie zurück. „Sie verstehen mich ganz genau. Aus den eben angeführten Sätzen geht doch klar und deutlich hervor, daß unserem gemeinsamen alten Freund, der Sie viel länger kannte als ich, daran lag, uns beiden fein Hab und Gut zu hinterlassen, daß sein Testament, wenn es auch auf meinen Namen lautet, ebenso für Sie wie für mich gilt. Der Irrtum ist deshalb erst völlig aus der Welt geschafft, wenn wir die Erbschaft geteilt haben werden." Er hatte natürlich schon vorhin verstanden, was Regina meinte, und erwiderte: „Die Auslegung des Testaments ist Ansichtssache Es ließe sich darüber streiten. Ich stehe auf dem Standpunkt, Jobst Freese hat das Testament auf Ähren Namen gemacht, und deshalb sind Sie allein seine Erbin, da unsere Ehe nicht zustande gekommen ist." Sie dachte, wie das klang: da unsere Ehe nicht zustande getommen ist! Einen Stich gab es ihr, weil es so sachlich nüchtern über feine Lippen geglitten. Sie antwortete: «Äch stehe auf dem Standpunkt, das Testament basiert, so wie es gemacht wurde, völlig auf der Grundlage unserer kurz zuvor stattgefundenen Verlobung." Sie bemühte sich ebenfalls, sich recht sachlich auszudrücken, und schloß: „Deshalb müssen wir teilen." Er wehrte ab: „Ich bin überzeugt, Jobst Freese hätte auch ohne unsere Verlobung in dem Augenblick, als er Todesahnungen empfand und sein Testament machen wollte. Sie zu seiner Erbin eingesetzt. Ich weiß genau, er hatte sie schnell in fein Herz geschlossen. Mehrmals hat er zu mir geäußert, er hätte, feit Sie in feinem Hause lebten, das Gefühl, eine geliebte Tochter lebe bei ihm." Regina erwiderte: „Gut, das mag wohl alles stimmen, aber wenn er nicht von der Voraussetzung unserer zukünftigen Ehe ausgegangen wäre, würde er Sie im Testament nicht unbedacht gelassen haben." Er zuckte die Achseln. „Wir wissen das aber nicht bestimmt." Sie drängte: „Wollen teilen, bann ist alles in Ordnung." Er wehrte wieder ab, diesmal aber fast heftig: „Das käme mir vor, als ob Sie mir etwas schenken wollten. Nicht einen Pfennig nehme ich von Ihrem (Erbe." Sie machte eine hilflose Bewegung, sagte erst nach einer Weile: „Wir werden noch darüber sprechen. Erst gestern wurde der liebe alte Herr ins Grab gelegt, da wollen wir doch nicht gleich Streit anfangen um fein Erbe." Er gab sofort zu: „Sie haben recht, Fräulein Graven." Sie dachte, wie klang es so fremd und kalt, daß er sie wieder Fräulein Graven nannte, und es hatte doch nur ein paar Tage gedauert, das „Du!" Schnell hatte sie sich daran gewöhnt; es war eigentlich von Anfang an gewesen, als müsse es so sein. Es lag wohl an der ganzen Art Holm Meerholds, daß sie sich überhaupt so rasch mit ihm angefreundet. Sie grübelte: Wie schade, daß nun die schöne Freundschaft zerbrochen war durch den Irrtum; denn von jetzt an mußte der ja immer störend zwischen ihnen stehen. Sie faßte nach dem Ring, wollte ihn abziehen. Er erriet ihr Vorhaben. „Behalten Sie doch, bitte, den Ring! Ich sagte das schon vorhin: Tragen Sie ihn in feiner richtigen Eigenschaft, und wenn Sie einen Freund brauchen, mag Sie der kleine Ring daran erinnern, wer Ihr Freund ist." Ihr Stolz, ihre weibliche Eitelkeit waren schwer verwundet, aber trotzdem taten ihr die Worte gut. ^olm Meerhold wollte ihr Freund bleiben. Die Gewißheit war beruhigend, war wohltuend. Sie erwiderte leise: ,Hch danke Ihnen und werde Den Ring weiter tragen." (Er nidte. „Das freut mich. Wenn Sie mich also brauchen, rufen Sie mich. (Es wird vielleicht hier noch mancherlei zu ordnen fein. Ich werde zunächst von selbst nicht mehr kommen, aber wenn Sie sich ein wenig in Ihre durch den Todesfall veränderte Lage gefunden haben, bitte ich Sie, mich zu benachrichtigen, damit wir dann gemeinsam die Arbeit fertigstellen, die Jobst Freese mit mir begonnen. Es war ein letzter Wunsch von ihm, daß ich sie vollende auf Grund der Notizen, die er Ihnen diktiert." Ein mattes Lächeln huschte über das Gesicht Reginas. „Ich werde wohl bald mit dem Ordnen der Notizen anfangen und noch manches dazu aufschreiben, was der liebe alte Herr beim Diktieren erklärend für mich hinzugefügt. Ich freue mich sehr auf die Arbeit." (Er fragte: „Und wann werden Sie mit Ihren Unterrichtsstunden beginnen? Sie wollen sich doch auf das Abitur vorbereiten?" Sie sann ein Weilchen nach. „Es ist für mich wohl besser, wenn ich damit warte, bis das Buch zusammengestellt ist, damit ich tagsüber tüchtig bei der Arbeit bleiben kann." (Er erhob sich. „Das ist mir natürlich sehr ange- uehm — ich danke Ihnen herzlich, Fräulein Graven. Und jetzt muß ich gehen." Wie es sie plötzlich störte, das steif klingende: Fraulein Graven. Sie reichte ihm die Hand. „Auf Widersehen!" Er verneigte sich, und sie stand am Fenster hinter dem Vorhang, sah ihm nach, wie er durch das Gittertor auf die Straße hinaustrat. Es begann schon wieder zu schneien. Regina Graven öffnete das Fenster und sah Holm weiter nach, bis er ihren Blicken entschwunden war. Die frische Schneelust tat ihrer heißen Stirn gut, uno sie merkte kaum, daß sie lange so dastand am offenen Fenster und sich die weißen, schimmernden Flöckchen, wie winzige Insekten aus einer Märchen- roelt, m ihr Goldhaar verflogen. Ihr war seltsam bange und bedruckt ums Herz. Die Wirtschafterin trat ein, um etwas zu holen. Regina drehte sich um. Meine Verlobung ist aus, Frau Malwine. Wir wollen lieber nur Freunde sein, Holm Meerhold und ich. Ein wenig heiser klang die Stimme. Frau Malwine schüttelte den Kopf. Schade!" Der alte Herr war doch so froh über die Verlobung! Jammerschade!" Regina zuckte die Achseln; es war eine müde Bewegung. * Lutz Gärtner befand sich bei Doralies Wolfram (Er war ein paar Monate in Frankfurt gewesen batte im Büro seiner Firma gearbeitet und war nun gekommen, um Abschied von seiner Braut zu nehmen vor seiner bevorstehenden Rückkehr nach Indien. Doralies war vor Kummer ganz außer sich und fiel ihrem Verlobten immer wieder um den Hals, bat: „Nimm dich nur vor Krankheiten in acht und komm gesund wieder heim. Das ganze lange Jahr werde ich nichts weiter tun als auf dich warten, Lutz." Ihr Vater lächelte: „Das kannst du ja tun, aber du brauchst dich dazu nicht in dein Kämmerlein zu verkriechen. Weil du dich in letzter Zeit verhältnismäßig vernünftig benommen, darfst du mich auf Reifen begleiten. Dann wird dir die Zeit nicht ganz so lang werden wie daheim, denke ich." Lutz Gärtner lachte: „Passen Sie nur gut auf, lieber Schwiegervater, daß Doralies Sie wirklich s e l b ft begleitet und Ihnen nicht etwa eine Stell- Vertreterin mitgibt." Ein paar Tage vergingen den Liebesleuten im Fluge, und bann kam der letzte Tag, der letzte Kuß. Fritz Wolfram fand sein Mädel nach dem Abschied mit verweinten Augen in ihrem Zimmer, als er sie suchte, um etwas mit ihr zu besprechen, fand „die Henseln", wie er die Wirtschafterin oft nannte, in voller Tätigkeit, ihren Liebling zu trösten. Er schüttelte den Kopf. „Mußt dich nicht so gehen lassen, Doralies. Eine wie du, so ne luftige kleine Person, eignet sich nicht zur Heulsuse. Komm nach- her zu mir runter, wollen unseren Reiseplan festlegen." Ein halbes Stündchen später erschien sie schon in seinem Arbeitszimmer, und Fritz Wolfram begann: „Ich schlage vor, mir reifen nach Garmisch-Partenkirchen, um ein bißchen Wintersport zu treiben — ich bin in letzter Zeit etwas dicklich geworden." Er sah sie ernst an. „Zuerst aber fahren wir nach Berlin. Mir gefällt es nämlich gar nicht, wie schief Frau von Stöbnitz deinen Streich auffaßt, und ich mochte, sie soll dich kennenlernen. Daß sie dich mal vor sechs Jahren sah, davon hat sie offenbar nicht die geringste (Erinnerung zurückbehalten, sonst hätte sie auf gar keine andere reinfallen können. Du ähnelst der Doralies von vor sechs Jahren doch immer noch sehr." Doralies zog die Stirne kraus. „Für mich ist's aber sehr peinlich, mit ihr zu- sammenzutreffen." „Darauf kommt es nicht an, ob es dir peinlich ist. Ich hatte es für meine Pflicht, mit dir bei ihr Besuch zu machen, damit du dich persönlich bei ihr entschuldigen kannst." Doralies verzog den Mund. Ihr Vater hielt nur mühsam ein Lächeln zurück. „Ich möchte die dumme Sache ordnen, und das geht einfach nicht, ohne daß du dich bei Frau von Stöbnitz entschuldigst." Doralies seufzte so laut wie möglich. Aus aller- tiefstem Herzensgrund kam der Seufzer: „Wenn es durchaus nicht anders geht!" Die Reisevorbereitungen wurden schnell erledigt, und schon drei Tage später nahm Doralies zärtlichen Abschied von Frau Hensel. * ^Fortsetzung folgte tu m. !'htr Iter. Uni ien«. Hin nben auen erte, tobt, lchen aus. mpö. utzte, lonj. neigt »tobt, 'szug ;ouen )errn ZZU tyten Wen, feie, der ’iefer nnen kant >enn M- 5 at Da. tlice eft i vier llord ischen r Le- -Da- durch r eng ' zer. kost, efind. Tisch, mnte. :e ge- i Bil. Fen. echten i. Ihr ehung , eine i auf. bren. Man. te sich starb r ihre oerben nberte o daß r auch egrün- finan- ?, als 9rün< ' des Wt . Unb l! ul. allace- ir Zeit n der ganze uf dich i, aber ein zu lältnis« ch auf |t ganz it auf, oirklich Stell- ten im e Kuß. lbschied 5 er sie nb > nie, tn gehen kleine . nach' n fest' hon in legatin: harten' iben eit* ir n?ch i< Wel und ich 4 r nicht t hätte !N- Du n doch ihr jrtlichen ilich E b«. L bei i i"* «nbt; rau jeiin 11 ganasn Türfei. Sie ist auch ebenso sehr kriminell wie lächerlich ... und ein wenig mysteriös. Ä*x!2!sr.fc0cns fa”b man in einem Istanbuler ^trotzenbahnwagen em sorgfältig verschnürtes Pa- ket. Du lealiche Anschrift fehlte, wurde das Paket von dem Beamten geöffnet. Es enthielt vier Hand- ^rAf*°ÄHnkUnL einen ^riet geschrieben, auf einen Geschäftsbriefbogen einer bekannten armenischen fr”™'Inhalts, daß hier die ersten vier bomben geliefert würden, denen weitere folgen touren, um endlich das lange besprochene Attentat Aum guten Ende führen zu können! Die sofort benachrichtigte Polizei ließ den Besitzer der Tabak- yondlung kommen, der laut Brief die Handgranaten versandt haben mußte. Es fiel dem Herrn nicht schwer, die Polizei davon zu überzeugen, daß niemand so unglaublich dumm sein könne, eine solche verbrecherische Sendung mit einem Firmenbrief in die Welt zu schicken. Nach 24 Stunden war die Polizei dem rätselhaften Fall auf der richtigen Spur: Der Tabakhändler, wie gesagt, armenischer Herkunft, hatte vor einiger Zeit mit seinem langjährigen Geschäftsteilhaber Streit bekommen und die beiden hatten sich im Zorne getrennt. Der Teilhaber, den wir Mapawrilian nennen wollen, fühlte sich bei der Trennung benachteiligt und glaubte, im Geschäft noch einige zehntausend Türkpfund stecken äu ijaben, die ihm auszuzahlen sein früherer Teilhaber sich weigerte. Darüber heftiger Wort- und Briefwechsel. Und wenn Armenier um Geld streiten, geht es hart auf hart. Weder wollte jener einen ^iafter zahlen, noch wolle Mapawrilian auf einen -giajter verzichten. Ganz in Ordnung scheinen die Geschäftsbücher nicht gewesen zu sein, so daß beide Teile vorderhand davon absahen, die Gerichte anzurufen. Immerhin — Mapawrilian hatte eine begreifliche Wut und beschloß, dem ehemaligen Kompagnon einen Denkzettel zu verabreichen. Er ließ ihn keineswegs durch gedungene Burschen verprügeln, er betrat auch nicht die üblichen Wege der Verleumdung oder Erpressung, sondern erfand einen Attentatsversuch, den er seinem hartnäckigen Gegner in die Schuhe zu schieben gedachte. Er beschaffte sich Briefbogen seines Rivalen, erstand für ein paar Türkpfund bei einem Bekannten alte Handgranaten, die noch in vielen Häusern als „Kriegs- ermnerung" herumliegen, machte ein Paket zurecht und legte ihm den erwähnten Brief bei. Und nun wird der Bursche, wenn er schon nicht zahlen will, als Bombenleger und Verschwörer ins Kittchen kommen! So dachte der blindwütige Mapawrilian, die Leichtgläubigkeit der Polizei maßlos über- schätzend. Stattdessen sitzt er aber jetzt in Untersuchungshaft und wird sich wegen eines Deliktes zu verantworten haben, das eine interessante Mischung von grobem Unfug, unerlaubten Waffenbesitz, Verleumdung und Erpressung darstellt. Kennen Sie Haim Nathaniel? __ (u) B a g d a d. Wenn man vor fünf Jahren nach Hairn Natha- mel gefragt hätte — fein Mensch hätte einem sagen können, wo er wohne. Höchstens die irakesische Eisenbahn hätte unter ihrem Register einen Schaffner dieses Namens gefunden. Heute steht an den Höngen des Tigris, etwas oberhalb der Stadt, ein Palast. Und Nathaniel, den Orientalen, kennt jeder in Bagdad. Sein Name steht aus dem Schild der Omnibusse, die nach Haifa oder Damaskus fahren. Auf jedem Kilometer Eisenbahn im Irak und in Syrien schwört man auf diesen Namen. In Indien ist der Name bekannt. Und sogar in den europäischen Speditionsbüros, die mit dem Orient arbeiten, tjat man den Namen notiert. Dieser Mann, der erst aus Gefälligkeit als Schaffner kleine Transporte in Auftrag nahm und sicher fördert das Iuqendherbergswerk! Der Reichswerbe- und Opferlag des Deutschen Jugendherbergswerkes soll nicht nur die finanziellen Mittel zum Ausbau einer von der ganzen Dell bewunderten, vorbildlichen Einrichtung der jungen deutschen Generation schaffen, sondern darüber hinaus die große Idee des Iugendherbergswerkes fördern und verbreiten und der deutschen Jugend das Wunder unserer Heimat offenbaren. wer dieses Werk unterstützt, dient der seelischen und körperlichen Gesundheit unserer Jugend. Jede Spende ist eine Tat für die Zukunft! Baldur von Schirach. weiterleitete, beherrscht heute das gesamte Speditionswesen des Orients. Im Euphrat- und Tigristal ist das Verkehrswesen durch ihn um 1000 Jahre vorwärtsgebracht worden. Er ist jetzt 35 Jahre alt. Aber schon mit 20 Jahren, also bei Kriegsende, hatte er einen Plan, wie sich das alles gestalten sollte mit Straßen und Autos und Bahnen. Eines Tages machte er den Engländern den Vorschlag, ihm doch einen alten zurückgebliebenen Güterwagen für die Jrakdahn gegen Pacht zur Verfügung zu stellen. Das war der Grundstock des Schaffners von Bagdad zu feinen Millionen. Denn dieser Mann hat nie eine Anleihe ausgenommen, nie eine amtliche Unterstützung erbeten, sondern aus eigenen Mitteln langsam sein System aeschaffen, das heute eine Fracht- und Personenbeförderung in jeden Teil des Orients ermöglicht, wenn man sich auf den Orientalen Haim Nathaniel verläßt. Er hat die Wüste überwunden mit Riesenomnibussen und die Räuberbanden mit Verträgen gebändigt. Wieviel er dabei verdiente, kann man nicht genau sagen, Nathaniel verrät es niemandem ... Oie Gchnakenbekämpfung. Richtlinien für Behörden und Leiter der Bekö'mpfungsmaßnahmen. Von pwf. Dr. Merker, Zoologisches Institut der Universität Gießen. Die Bekämpfung der Schnakenplage ist vielfach nicht schwierig, hat aber nur dann Erfolg, wenn sie nach bewährten Vorschriften einheitlich und in stren- fter Zusammenarbeit vorgenommen wird. Es geht nicht an, daß sich jemand bei den Maßnahmen des- yalb ausschließt, weil er vielleicht nicht ober nur tpenig von der Plage betroffen wird. Auch dürfen sich ganze Ortschaften nur dann in der Bekämpfung zurückhalten, wenn tatsächlich keine Schnaken vorhanden sind. Durch unsere Bekämpfung im Winter, bie bie Lehrer in Oberhesfen durchgeführt haben, ist bie Verbreitung ber Hausschnake in Ober- Hessen einigermaßen sichergestellt. (Wald- unb Wiesenschnaken kann man im Winter bekanntlich nicht fassen.) Wenn auch noch nicht von allen Orten Oberhessens Berichte vorliegen unb wenn auch hin unb roieber Fehler unterlaufen fein mögen (mir kennen Fehlberichte pon Orten, bie mit Schnaken besetzt finb), so finb bie meisten Nachrichten brauchbar. Man- cher der Lehrer hat es verstanden, seine Zöglinge so für diese Sache zu begeistern, daß von den Kindern der ganze Ort durchsucht wurde und bie Belege in Gestalt gefangener Schnaken eingefanbt werben konnten. Für biefe höchst brauchbare Hilfe banken wir bestens! Die Erfahrungen bei ber Bekämpfung im Winter werben im Sommer natürlich verwertet. Vor kurzem — Gießener Anzeiger Nr. 88 vom 16. April. D- Reb. — habe ich bekanntgegeben, was jeber felbft im Sommer tun kann, um bie Schnakenplage 3U minbern. Auf Wunsch sollen für Behörben unb Bekampfungsleiter Richtlinien unb Erfahrungen zusammengestellt werden, die eine einheitliche und durchschlagende Bekämpfung gewährleisten. In allen betroffenen Ortschaften und Städten muß ein naturgeschichtlich erfahrener Mann bie Leitung ber Bekämpfung übernehmen. Dieser Obmann steht im Einvernehmen mit ben Behörben unb genießt für seine Tätigkeit soviel behördlichen Schütz, daß die Befolgung seiner Anordnungen gegebenenfalls auch erzwungen werden kann. Seine Aufgabe ist vor allem erzieherisch. Wir Menschen züchten in Unkenntnis der Zusammenhänge die Schnakenplage selbst heran. Er muß also Schritt für Schritt aufklären und seine Mitbürger soweit bringen, daß die Bekämpfungsmaßnahmen für jeden etwas Selbstverständliches werden. Zu Anfang stößt er meist auf Widerstand und Besserwissen. Hier muß er zäher fein! Der Erfolg bleibt dann nicht aus. Selbstverständlich muß der Leiter sich die hauptsächlichsten naturgeschichtlichen Zusammenhänge unb Tatsachen über Vorkommen unb über bie Entwicklung ber Schnaken ungeeignet haben. Er muß sicher Larven, Puppen unb auch bie Eier kennen. Ein billiges unb doch gutes Heftchen, worin er Aufklärung finbet ist: Fritz Eckstein. Die einheimischen Stechmücken. Verlag Natur und Kultur von Dr. Fr. Joh. Völler, München. Diese Kenntnisse sind bann cmzuwenben unb in bie Wirklichkeit zu übersetzen. Er muß in feinem Gebiet bas Vorkommen ber Schnaken grünblich kennen unb muß auch wissen, welche Sorten auftreten. Hierzu ist fortbauernbes Nachforschen nötig. Insbesondere gilt es für bie Hausschnaken, baß sie die unmöglichsten Wasserstellen zu finden und zur Eiablage zu benutzen wissen, je mehr sie von ben leicht zugänglichen Brutstätten burch bie Bekämp- fung oerbrängt werben. Je grünblicher ber Leiter Bescheid weiß, um so schärfer kann bie Bekämpfung werben. Dem Obmann zur Seite stehen eine ober mehrere Arbeitsgruppen zu je 2 bis 3 Mann. Sie sind von ihm angelernt und machen all drei Wochen I einen Rundgang im Schnakengebiet. Dieser Rund-I gang gilt den HauLsctmLkeu. Sie suchen sie in deut ©arten und Hofen, hauptsächlich im Weichbild der Ansiedlung, wo Wasserbehälter stehen, die eine Schnakenzucht ermöglichen. Eine Stehleiter gestattet ihnen auch in die verschlossenen Gärten zu kommen. Denn jedes Gießwassergefäß und jedes Regenwasser- faß oder Jauchenfaß müssen sie nachsehen und dürfen nirgends Wasser ungeprüft stehen lassen. Nur wenn bie Besitzer Schnakenlarven am Leben gelassen haben, greifen sie ein. Sei es, baß sie bie Behälter mit Brut ausleeren ober mit Saprol- spritze behanbeln. Schnakenfreies Wasser bleibt unberührt. Ihre Tätigkeit ist also kontrollierenb. Das Erkennen ber Eier unb ber millimetergroßen jüngsten Larven muß geübt werben. Sapröl wirb nur im Notfall angeroenbet. Saprolhaltiges Wasser soll nicht zum Gießen verwenbet werben. Gewöhnlich hört man Klagen barüber, baß Vögel unb Bienen nach bem Genuß solchen Wassers eingehen. Meist bewahrheiten sich berartige Angaben nicht, weil bie Tiere saprolhaltiges Wasser meiben. Jeboch wirb ber Bienenzüchter gut tun, feinen Bienen eine ein« roanbfreie Tränke mit oft gewechseltem Wasser zu bieten. Es ist so für ihn am sichersten, baß bie Bienen nicht verbächtiges Wasser genießen. Die Bekämpfung ber Hausschnaken macht in Gärtnereien erfahrungsgemäß einige Schwierigkeiten. Wasserbecken mit Pflanzen können nur burch Stichlinge ober Zahnkarpfen (Gambutia patruelis) fchnakenfrei gehalten werben. Die Hochbehälter des Gießwassers finb schwer zu beaufsichtigen, sie müssen alle brei Wochen einmal leerlaufen. Wenn auch bie Schnaken meist nicht hoch fliegen (Hochsitze im Walb finb meist schnakenfrei), so beobachtet man gerabe bei ben Hausschnaken, baß sie auch an hochgelegenen Orten zu finben finb, wie bie Bruten in Dachkanbeln, bas Vorkommen in Nistkästen unb bergleichen beweisen. Die Kratzeisen vieler neuerer Treppen finb in ben Stein ber Stufen eingelassen. Bei Regen unb bem Reinigen ber Treppen füllen sich diese Wannen stets mit Wasser. Sie bilden eine ausgezeichnete vielfach übersehene Brutstätte für Hausschnaken. Auch in Kellern mit Zentralheizung ist häufig Gelegenheit zur Entwicklung von Haus- schnaken, sogar im Winter! Zur Bekämpfung ber Wiesen- unb Walbschnaken verweise ich auf bie vor kurzem gemachten An- gaben. (Siehe „Gießener Anzeiger'^ Nr. 88 vom 16- April. D. Reb.) Bei ben Wiesenschnaken unb Walbschnaken ist es wichtig, baß gleichzeitig ge- nugenb Arbeitsgruppen eingreifen. Sie unterstehen einem Befehl unb müssen wegen ber raschen Entwicklung schlagartig angesetzt werben. Die Bewässerung ber Wiesen muß unter Umftänben ber Schna- kenbekampfung untergeorbnet werben unb barf bann nur einheitlich erfolgen. Gegen bie Walbschnaken hilft vielfach Trocken- legen unb Besetzen mit Fischen. Auch bie Fieber- schnaken werben baburch kurz gehalten. Wir wollen auch hier nur imNotfall Saprol verwenben. Der Obmann barf nämlich nie vergessen, baß er vor aüem Naturschützer ist. Es kommt nur barauf an, unsere maffenfjaft als Plage auftretenben Schnaken einzudämmen. Es wäre sinnlos unb weit ab von einfachsten Naturschutzaebanken, jeben Tümpel brau- Ben ’m Freien mit Saprol tot zu machen, selbst wenn auch einige Schnakenlarven barin gefunben würben. Stets muß man sich klar sein, welche Schnakenarten man vor sich hat. Es gibt Schnaken mit seltsamer Lebensgeschichte, es gibt seltene unb schöne deutsche Schnakenarten, bie unbebingt zu schonen finb. Hier kann nur Kenntnis ber Tatsachen, Einsicht unb bas naturschützerische Gewissen ben rechten Weg leiten! DER STAAT DER ARBEIT UND DES FRIEDENS r RAMSES —— - --. . 1W 15) 1 V /i VJI CIGARETTE ohne Mundstück, dick rund. Gießen • Friedrlchstr. 5 Großen-Buseck, Angerstraße 34 2245 Straff im Text das Beste zu bedienen 02248 Ernst Weimer • Schuhmachermeister Brühl'sche Druckerei. Schulstraße 7, Anruf 2851 Fuß aaaM eine Schuhmacherei verbunden mit Maß- anfertigung eröffnet habe. 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Ungefähr 60 Studenten haben sich hier zur gemeinsamen Arbeitstagung zusammengefunden. Die Lagerteilnehmer wurden von H. F. Schuster, der das Lager Gleiberg leitet, empfanden und in Kameradschastssührer Seipp bei seiner Ansprache. das Quartier gebracht. Bald herrschte reges und frohes Treiben auf der sonst so stillen Burg. Da das eigentliche Schulungslager nicht alle Studenten fassen tonnte, mußten in den unteren Räumen des Wirtschaftsbetriebes noch Betten aufgestellt werden. Schon am frühen Morgen hatte sich eine große Zahl von Gästen innerhalb der Burg versammelt, um Zeuge dieses für den Gleiberg und für die Gießener Studentenschaft bedeutsamen Tages zu sein. Unter den Gästen bemerkte man neben dem Rektor der Landesuniversität Prof. D. Bornkamm und dem Kanzler Prof. Dr. Hummel die Dekane der einzelnen Fakultäten; ferner war als Vertreter der Gauleitung der NSDAP. Kreisleiter z. b. V. B u l l- m a n n, von der Kreisleitung Gießen der NSDAP, stellv. Kreisleiter Pg. Hopfenmüller erschienen. Die Stadt Gießen war durch den Beigeordneten Pg. Bartholomäus und Bürgermeister Dr. Hamm vertreten. Von der SA.-Standarte war der Adjutant Sturmbannführer M ü n f e r erschienen. Außerdem sah man noch Vertreter der HI. und den Führer der Organisation „Kraft durch Freude". Der Führer der Gießener Studentenschaft war mit seinen Amtsleitern ebenfalls zur Stelle. Die Gemeinden Gleiberg, Krofdorf und Heuchelheim waren durch ihre Bürgermeister vertreten. Vom Vorstand des Gleiberg-Vereins sah man Direktor Renten, Lehrer Praß und den Erbauer des Schulungslagers Herrn M o h r in der Festversammlung. Gegen 10.30 Uhr traf Regierungsrat Köhler (Darmstadt) ein, der als Vertreter der hessischen Regierung gekommen war. Reg.-Rat Köhler schritt zunächst die Front der Lagerteilnehmer ab. Darauf versammelten sich die Teilnehmer dieser Eröffnung auf dem Turm der Ruine. Der Führer des Giehener Kamerad- schastsbauses cand. iheol. Seipp ergriff als erster zur Lagereröffnung das Wort. Er führte u. a. aus: Schon seit Jahrhunderten schaue die Burg Gleiberg in das weite Land. Wechselvoll sei das Schicksal dieser Burg, mannigfaltig das Leben, das sie bisher umhegte. Es fei das Leben gewesen, das jeweils seiner Zeit entsprach, das sich ausgerichtet hätte auf das Gedeihen eines Geschlechtes, auf das Wohl und Wehe eines begrenzten Gebietes, auf die Interessen eines Kreises von Menschen. Daneben sei der Gleiberg ein Inbegriff dessen gewesen, was wir unter Heimat verstehen, und das solle er auch in Zukunft bleiben. Der heutige Tag gebe Zeugnis davon, daß mit der neuen Zeit auch neues Leben in die Burg Gleiberg Einzug gehalten, habe. Entgegen den früheren Gedanken, den Gleiberg zu einem Kurbetrieb auszubauen, habe sich der Vorschlag der Gießener Studentenschaft im Gleibergverein durchgesetzt, die Burg zu einer Stätte deutsch^ Jugenderziehung zu machen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit von Gleibergverein, Behörden und Parteistellen sei das Lager entstanden. Die Bedeutung des neuen Lagers fei aus der Tatsache zu erkennen, daß als Auftakt seiner Tätigkeit die Deutsche Studentenschaft eine Schulungstagung der Kameradschaftsführer von den Hochschulen Gießen, Marburg, Darmstadt und Frankfurt auf dem Gleiberg durchführe. Manneszucht, Kameradschaft und Dienstbereitschaft sollten das Motto der Arbeit sein; erst in der Tat erweise sich die Gesinnung. Oer Vertreter der hessischen Regierung Negierungsrat Köhler , überbrachte zunächst die Grüße des hessischen Staatsministers Jung und des Ministerialrats Rings- hausen, die beide leider verhindert seien, persönlich zu erscheinen. Dann sprach Reg.-Rat Köhler von der Entwicklung des neuen Geschlechts, das auch bei der Studentenschaft nicht Halt gemacht habe. Dies sei besonders zu begrüßen. An der füg Thema: „Der nationalsozialistische Student". Von Graeve sprach zunächst von dem Aufbruch der Nation, aus dem die geschlossene Einheit der Nation erstehen muß. Arbeiter und Student sind nicht mit Unrecht in ihrer Gemeinschaft zu einem Begriff nationalsozialistischer Denkweise ge- worden. Aus der klassenüberwindenden Geschlossenheit des deutschen Volkes wird die Hochschule eine Stellung einnehmen, die einer geachteten Arbeit am deutschen Volke gebührt. (Der Wortlaut der Reden und Schulungsvorträge erscheint in der Mainummer der Zeitschrift „Politische Schulung".) Der Rektor der Landesuniversität, Prof. D. Bornkamm, wies in klaren Worten auf den Werdegang der Universität vor dem Kriege hin und zeichnete das Bestreben der deutschen Hochschule, sich dem neuen Gedankengut des Nationalsozialismus einzufügen. Dann kam der Rektor noch auf die mannigfaltige Beanspruchung der Studenten von heute zu sprechen und betonte, daß doch im letzten Semester trotz der vielerlei Verpflichtungen, die die Kommilitonen hätten, beachtliche wissenschaftliche Leistungen vollbracht worden seien. Um 13 Uhr fand das Mittagessen statt, an dem die Gäste teilnahmen. Hier war den nichtstudentischen Teilnehmern Gelegenheit gegeben, echten kameradschaftlichen Lagergeist kennenzulernen. Der Nachmittag war vortragsfrei und wurde zur Vorbereitung für die Walpurgisfeier ausgenutzt. Der gestrige Tag war für den Gleiberg sowohl, als auch für die Gießener Studentenschaft ein bedeutsamer Tag und ein schöner Auftakt für das Schulungslager. Regierungsrat Köhler (Darmstadt) spricht als Vertreter der hessischen Regierung. — (Aufnahmen: Photo-Pfaff.) Kameradschaftserziehung in den studentischen Kameradschaftshäusern und in den Wohnkameradschaften der einzelnen Korporationen erkenne man den Wunsch der Studenten, sich nicht nur möglichst viel Wissen anzueignen, sondern auch sich politisch zu stärken und zu schulen für den Dienst an Volk und Vaterland. Bei dieser Rede machte Reg.-Rat Köhler noch mal eindeutig klar, daß unter Kameradschaftserziehung keine Sonderinteressen der Studenten gepflegt werden, sondern daß es sich um eine Fortsetzung der nationalsozialistischen Revolution an der Hochschule handle, zur Erziehung von echten deutschen Akademikern. Hierauf nahm Reg.-Rat Köhler die Weihe der großen Lagerfahne vor. Unter dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die geweihte Flagge gehißt, die nun stolz vom hohen Turm über Gleiberg und das Lager weht. Nach der Flaggenhissung versammelten sich die Teilnehmer des Lagers und die zahlreichen Gäste im Kaisersaale der Burg zu den ersten Vorträgen. Nach Eröffnung durch Paul Seipp sprach zunächst der Hochschulgruppenführer des NSDStB. Gießen, Bernhard Edler von Graeve, über das Grundsteinlegung zum Iakob-Sprenger-Haur in Westerburg. LPD. Westerburg, 26. April. Gestern sand die feierliche Grund st einlegung zum Ja- kob-Sprenger-Haus, dem zukünftigen Parteiheim des Kreises Westerburg, statt. In seiner Festrede führte der Stellvertreter des erkrankten Gauleiters Sprenger, Regierungsrat Dr. Reiner- Darmstadt, u. a. aus, er betrachte die Grundsteinlegung als ein Zeichen des Vertrauens und des Glaubens an die Sieghaftigkeit der nationalsozialistischen Idee und an den Bestand der nationalsozialistischen Herrschaft für die Zukunft. Man dürfe heute sich nicht dadurch irremachen lassen, daß es immer noch Leute gebe, die den Aufbau zu sabotieren versuchten. Man werde unangefochten dafür kämpfen, daß der nationalsozialistische Gedanke in die Tat umgesetzt werde. Nationalsozialismus in der Tat sei das Winterhilfswerk gewesen. Jetzt werde das große Werk der NS.-Dolkswohlfahrt aufgebaut. Man wisse, daß man, wenn man vom Volk etwas fordere, auch etwas dafür geben müsse. Man fordere von jedem aber nicht nur seine Mitarbeit am Neubau des Reiches, sondern den ganzen Menschen. Man fordere ihn für Staat, Volk und Volksgemeinschaft. Nach dem Treuegelöbnis auf den Führer wurde die Urkunde in den Grundstein eingemauert. Moderne Damenkleider-Stoffe im Spezialgeschäft Gießen, Seltersweg 71 2591 A 9 Tage in das bayrische Hochland ■■ Traunstein— Berchtesgaden —Königssee — München a/- M • z CA0/ Eisenbahnfahrt, Unterkunft,Verpflegung, Bedienungsgeld, Aus- CQ 7K Io» ZOe Ivlai / 59 /o t anrpreiserittaisigung flügeusw. Frankfurt-M. bis Frankfurt-M., alles eingeschl.,nurMk. Du. I U 'Hotel Schütz Beste Verpflegung! Diätküche! statt. Tagesordnung: Tanz 2548 L 2587 D Deutscher Eigenheimbau-Verband Ausführliche Prospekte und Anmeldungen 255sD Hapag-Reisebiiro Gießen, Seltersweg 89 z Telephon 4197 1. Bericht des Direktors. — 2. 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Es muß nun deine heilige Pflicht fein, d i e braunen und schwarzen Kämpfer des Dritten Reiches zu unterstützen und zu fördern und dadurch den Willen und die Ziele des Führers vollenden zu helfen. Die SS., die keinerlei Zuwendungen erhält und laut Verfügung des Führers vom 15. März 1929 allein das Recht hat, „Fördernde Mitglieder" zu werben, ist auf deine Hilfe ganz besonders angewiesen. Jeder deutsche Volksgenosse, einerlei, ob Mann oder Frau, kann „Förderndes Mitglied" der SS. werden. An dieLinwohnerschast derStadtGießen! Zeigt am 1.2Rai 1934 wiederum der ganzen Welt den einheitlichen, unhemmbaren Aufstiegs« willen des deutschen Voltes! Zeigt, daß das gesamte schaffende Volt hinter dem Führer steht! Darum Hakentreuzfahnen heraus, denn sie sind das Zeichen des Führers. Jede deutsche Familie soll mindestens eine Hakenkreuzfahne zeigen. Schmückt Eure Häuser, stellt Blumen an die Fenster! Heil Hitler! Bürgermeisterei Gießen. 3. V.: Bartholomaus. Programm für den 1. Mai, den Tag der nationalen Arbeit in Gießen. Montag, 30. April. 16.00 Uhr: Am Montag spätestens um 16 Uhr sind die Fahnen gehißt. Jede deutsche Familie zeigt mindestens eine Hakenkreuzfahne. 18.30 Uhr: Konzert der Reichswehr-Kapelle und der Gießener Gesangvereine am Liebigdenkmal. Ordnungsdienst übernimmt die SS., Absperrung des freien Platzes neben dem Denkmal für die Kapelle. 21.30 Uhr: w a l p u r g i s n a ch t f e 1 e r a u f dem Gleiberg, veranstaltet von der „Kraft durch Freude" und dem Lager der Studentenschaft auf dem Gleiberg. Volkslieder, Volkstänze, Walpurgisfeuer mit Feuerrede. ' Dienstag,-1. Mai. 7.00—8.00 Uhr: Wecken in der Stadt durch die Schuljugend. Jede Schule stellt mindestens einen Ehor, die in dieser Zeit an verschiedenen Stellen der Stadt deutsche Frühlingslieder singen. 8.45 Uhr: Alle Schulen, einschließlich der Mittel-, Höheren, Fach- und Berufsschulen, sind um Punkt 8.45 Uhr auf dem Festplah auf dem Trieb angetrelen. Um 9 Uhr beginnt d i e Uebertragung der Feier der Berliner Schuljugend aus Berlin. Der Festplah liegt am äußersten Rande des Triebs links vorn Wege nach dem Flughafen. Mittags von 12 bis 1 Uhr: Dammsirahe — Ecke Walltorftrahe. (Ausgeführt von dem Musikzug der Standarte 116.) Nachmittags von 17 bis 18 Uhr: Am Selterstor. (Ausgeführt von dem Musikzug des Reserve-Sturmbanns 1/116.) Von 18 bis 19 Uhr: Am Oswaldsgarten. (Ausgeführt von dem Musikzug der Standarte 116. Der Reichsführer-SS. Himmler prägte die Worte: „Es ist eine Ehre, SS.-Mann zu fein, Es ist ein Ehre, Förderndes Mitglied zu fein; Tue jeder weiter feine Pflicht, Wir SS.-Männer und ihr Fördernden Mitglieder, Jeder an feiner Stelle: Und Deutschland wird wieder groß werden." Der monatliche Mindestbeitrag beträgt nur 1 Mark, also ein Betrag, der für die meisten Volksgenossen ohne Schwierigkeiten aufzubringen ist. Nach obenhin sind der Opferfreudigkeit natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Jedes FM. erhält ein vom Verwaltungsamt der RFSS. in München ausgestelltes Mitgliedsbuch. Nur dieses Buch berechtigt zum Tragen des FM.- Abzeichens. Anmeldungen: Dienststelle des SS.-Sturm- bannes IV/33 Gießen (Polizeiamt), Zimmer Nr. 27, ober bei jedem SS.-Mann. 11.30 Uhr: Alle Hausfrauen haben dafür zu sorgen, daß um diese Zeit das Mittagessen beendet ist. 11.45—12.30 Uhr: Bereinigung der B e- triebsvertrauensleute in den Betrieben. Die Vereidigung erfolgt durch den Vetriebsführer vor der versammelten Belegschaft. Als Vertreter der Betriebs- gefolgfchaft spricht der Betriebszellenobmann. Die Vereidigung muh unter allen Umständen um 12.30 Uhr beendet sein. Anschließend Abmarsch nach den Sammelplätzen. Näheres im Aufstellung-- und Aufmarschplan. 14.00 Uhr: Abmarsch des Fe st zuges vom Oswaldsgarten. 15.30 Uhr: Beginn der Kundgebung auf dem Festplah auf dem Trieb. Es spricht der Kreisleiter Pg. Kloster- m an n. 16.00 Uhr: Uebertragung der Feier auf dem Tempelhoferfeld mit der Rede des Führers. Für Sitzgelegenheiten für die Schwerkriegsbeschädigten und die Opfer der Arbeit auf dem Festplah ist gesorgt. Ebenso für Erfrischungen aller Art. Abends: Volksfest in allen Lokalen der Stadt. Alle Betrieb und alle Arbeitsgemeinschaften werden nochmals aufgefordert, sich umgehend für diesen Abend ein Lokal fest zu bestellen, damit die Wirte die nötigen Vorbereitungen treffen können. Schmelz, Kreispropagandaleiler. Bei der Auslese wird in Zukunft alles getan werden, um die erbgefunöen Menschen mit aller Kraft zu fördern. Der frühere Staat hat die erbkranken und bevölkerungspolitisch minderwertigen Menschen zum Nach- teil'der gesunden unter Aufwand riesiger Geldmittel betreut und gefördert. Der nationalsozialistische Staat hat mit dieser Methode grundsätzlich gebrochen. Er hat das Gesetz erlassen, durch das der Fortpflanzung der Minderwertigen ein Ende bereitet wird. Er wird auch nicht mehr die gewaltigen Millionen ausgeben, die früher für die Minderwertigen Jahr für Jahr gezahlt wurden. Statt dessen wird der nationalsozialistische Staat auf steuerlichem, wirtschaftlichem und bevölkerungspolitischem Gebiet alle Maßnahmen treffen, die den erbgefunöen Nachwuchs des Volkes, vor allem die kinderreichen Familien wirkungsvoll fördern werden. Das Gesetz der R'a s s e r e i n h e i t ist in Deutsch- land in den letzten Jahrzehnten leider ebenfalls nicht gewahrt worden, obwohl Rasse anlagen genau so erblich sind, wie K r a n k h e i t s anlagen. Der na- tionalisozialistische Staat wird bewußte Rassepolitik betreiben, durch die die völkische Eigenart der nordischen Rasse bei uns wieder voll zur Geltung gebracht wird. Der nationalsozialistische Staat lehnt die Vermischung der nordischen, deutschen Rasse mit fremden Rassen, von denen bei uns nur das Judentum in Betracht kommt, mit Entschiedenheit ab, weil es sich bei den Juden um eine dem deutschen Menschen völlig artfremde Rasse handelt. Durch diese Bevölkerungspolitik will der nationalsozialistische Staat die hochstehenden schöpferischen Eigenschaften des nordischen Menschen, die ihn überall zum Träger der Kultur des Abendlandes fett Jahrhunderten gemacht hat, im deutschen Volke wieder wirksam machen. Frankreich, in dem die fremdrassigen Elemente heute schon außerordentlich stark sind, hat die Rassenschlacht jetzt bereits verloren. In Deutschland ist die Lage der Rassenschlacht ganz anders, wir können und werden dafür sorgen, daß diese Rassenschlacht für uns nicht verlorengeht. Der nationalsozialistische Staat wird durch feint bevölkerungspolitischen Maßnahmen dafür sorgen, daß wir wieder e in wachsendes Volk werden, das Gesetz der Auslese angewandt und auch die Rassereinheit unseres Volkes gewahrt wird, Saß die Führung in Deutschland in den Händen von Ariern liegt, nicht aber in den Händen von artfremden Menschen. Daß bisher zur Förderung der kinderreichen Familien deutscher Volksgenossen noch nicht mehr geschehen konnte, ist nur darauf zurückzuführen, daß Adolf Hitler von dem überwundenen System eine furchtbare Erbschaft übernommen hat. Es wird aber dafür gesorgt werden, daß die erbgefunöen öeutschen Väter unö Mütter mit großer kinöerzahl roieöer mit Stolz unö Freuöe auf ihren starken Nachwuchs blicken können. Auch hier wird der nationalsozialistische Staat das Wohl des ganzen Volkes über alles stellen. Er wird das deutsche Volk wieder zu ras- ischem Denkenund Handeln erziehen, wobei er auf die verantwortungsbewußte Mitarbeit aller an der Erziehung und Betreuung unseres Volkes beteiligten Volksgenossen, also auch der Aerzte unö der Amtswalter der NSV., rechnen muß. Die antirassischen Anschauungen des früheren Systems wird er durch die nationalsozialistischen Gesichtspunkte ersetzen. Jeder möge sich immer vor Augen halten, daß es bei dieser Arbeit um Tod oder Leben unseres deutschen Volkes geht und daß alle deutschen Volksgenossen die Pflicht haben, ihre Dankesschuld an den Führer auch dadurch abzutragen, daß sie ihm bei seinem Werk auf diesem Gebiete mit aller Kraft helfen. (Starker Beifall.) pg. Dr. Hofmann, Leiter des Gesundheitswesens im Amt für Volkswohlfahrt, besprach als zweiter Redner des Abends zunächst die Auswirkungen des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Er betonte dabei, daß die Segnungen dieses Gesetzes von Generation zu Generation immer mehr erkennbar werden würden. Für die Richtigkeit dieses Gesetzes spricht, wie der Redner u. a. weiter erklärte, die allgemeine Zustimmung im Volke und auch bei den davon betroffenen Menschen. Um das Gesetz wirksam zur Anwendung bringen zu können, ist es erforderlich, daß die Aerzte die unter dieses Gesetz fallenden Personen bei dem zuständigen Kreisarzt melden, der dann die weiteren Schritte zu unternehmen hat. Die Entscheidung über die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen auf die einzelne Person trifft in jedem Falle nur das Erbgesundheitsgericht. Die Bürgermeister müssen im Interesse der Sache die Anfragen des Erbgesundheitsgerichts nach den betreffenden Personen sorgfältig beantworten. Bei richtiger Durchführung wird sich das Gesetz außerordentlich segensreich auswirken, und es wird sicherlich auch andere Länder zu gleichen Maßnahmen anregen. Der Redner befprach hierauf die künftigen Aufgaben der NS. - Volkswohlfahrt, wobei er u. a. betonte, daß in die Tätigkeit der bisher auf diesem Gebiete arbeitenden Verbände jetzt unbedingt der rassenhygienifche Gedanke hineingetragen werden müsse. Weiterhin ei der Ausbau des schulärztlichen Dien- t e s unter dem Gesichtspunkt der Rassenhygiene erforderlich. Als dringend wünschenswert bezeichnete der Redner u. a. den Ausbau der Säuglingspflege und der Mütterberatung, erner die Anstellung eines Fürsorgearztes ür jeden Kreis der Provinz Oberhessen. Notwendig ei auch eine sorgsame Familienpflege auf dem Lande, ferner die Einsetzung von Sozialarbeiterinnen im Fürsorgewesen, die raßen- hygienisch geschult sein müßten. Zum Schutze ge- ährdeter und unehelicher Kinder müßten gut geleitete Kinderheime zur Verfügung stehen, in denen namentlich die unehelichen Kinder in ihrer ersten Lebenszeit unterzubringen seien. Eine ausgezeichnete Einrichtung dieser Art besitze die Provinz Oberhessen bereits in dem Provinzialkinderheim in Gießen. Wester wies der Redner auf die Wichtigkeit einer erbbiologischen Bestandsaufnahme zur richtigen Beratung in Adoptions- ällen und auf die Notwendigkeit der Freizeit ür kinderreiche Mütter hin, wobei er die großen Verpflichtungen öer Mütter gegenüber ihrer kinderreichen Familie betonte und daraus die Forderung nach einer Urlaubszeit für die kinderreichen Mütter ableitete. Alle diese Aufgabengebiete kann öle NS.-volks- wohlfahrl nur betreuen, wenn ihr die nötigen Die bevölkerungspolitischen Ziele der ASDAY. Zwei Vorträge beim Amtsleiter-Appell des Amtes für Dolkswohlfahrt. Am Donnerstagabend veranstaltete das Amt für Volkswohlfahrt der Kreisleitung der NSDAP. Gießen einen Amtsleiter-Appell im Saale des Caf6 Leib. Die Veranstaltung war von den Amtsleitern der NSV., Aerzten und Bürgermeistern in Stadt und Land stark besucht. Nach kurzen Einführungsworten des Kreisamtsleiters Klöß, der eindringlich auf die großen Aufgaben der NSV. hinwies, sprach als erster Redner pg. Dr. med. Kranz, Leiter des Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, über „Bevölkerungspolitische Maßnahmen und Rassen- pfleg e". Der Redner sagte u. a.: Der Führer Adolf Hitler hat an die Stelle des überwundenen liberalistischen Systems die an Blut und Boden gebundene Weltanschauung, das Denken in Generationen über Jahrhunderte hinaus, die Volks- und Bluisge- mein schäft der deutschen Menschen ge= feßt. ®ir sehen heute den Menschen ganz anders an als früher. Mensch unö Volk sind eine schicksalhaft, geiftig und sozial zusammengeschlossene Einheit. Unter dem früheren System wurde der Stand- punki. vertreten, ein Volk müsse einmal st e r b e n. Der Rationalsozialismus lehnt diese Ansicht ab unö erklärt, ein Volk stirbt nur öann, wenn es sich selbst aufgibt. I)ie alten Kulturvölker sind gestorben, weil sie gegen Die primitivsten Gesetze der Natur verstoßen haben, namlid) gegen bas Gesetz der Rassereinheit. Weber bas Gesetz der Fortpflanzung ist zu sagen, daß die Völker nur zugrunde gehen, wenn sie ihre Kinderzahl herabsetzen. Die Zukunft der Völker liegt in der Kinderwiege, und zwar in einer für den Bestand unö öas Wachstum öer Völker ausreichenden Zahl von e r b g e - suklden Nachkommen. Der nationalsozialistische Staat läßt sich die stärkste Förderung der erbgefunöen deutschen Menschen besonders angelegen sein. Gleichzeitig ist er um die Zurückdrängung unö Ausmerzung öer minderwertigen Menschen bemüht. Wenn die jetzigen bevölkerungspolitischen Maßnahmen (mindestens 4 Kinder pro Familie) in Öen letzten Jahrzehnten schon angeroanöt worden wären, bann stünde unser Volk heute erheblich stärker da, es würde nicht 65, sondern 75 Millionen Menschen Zählen. Diese freiwillige Schwächung der Volksstärke ist auf den Geburtenrückgang zurück- wfüljren, der gewollt war und schon in der Zeit der Jahrhundertwende einsetzte, wo es Deutschland wirtschaftlich noch außerordentlich gut ging. Dieser Geburtenrückgang war auch zunächst nicht bei Öen wirtschaftlich schwer ringenden Familien zu verzeichnen, sondern bei denen, die von Not und Hunger nichts verspürten, sondern ein sorgloses Dasein führen konnten. Entscheidend für diese Geburtenbeschränkung waren in jenen Kreisen lediglich der Materialismus, die Bequemlichkeit, der Hang zum Luxus und die übertriebenen Ansprüche der eigenen Lebenshaltung, kurz gesagt: der Verlust des Rafsege wissens! Warum Lustschutz? 9J.-fpor< S 1 Msterschasisspiele im deuischen Sport * Jt in S' n r n enge' g' es )ig >er de en, rer r inj in *’ > 'N ie >e e« ir t* te n n, !N er in Eine Dankadresse ist bei der Stuttgarter DFB.-Geschäftsstelle von der südostfranzösischen Mannschaft eingegangen, die am Sonntag in der schwäbischen Hauptstadt gegen Süddeutschland spielte. Das Telegramm des Begleiters der französischen Mannschaft hat folgenden Wortlaut: „Herzlichen Dank für gute Aufnahme. Beste Sportgrüße. Der Leiter und die Mannschaft der Ligues Sudest." die iref of 'jtl Kundgebung der deutschen Jugend am Morgen des 1. Mai. Der Führer des Bannes 116 A. Häuser. Der Leiter der Abteilung 8 Walter Krömmelbein. mittel aus dem Volke zur Verfügung gestellt werden und die Allgemeinheit der deutschen Volksgenossen sich ihrer Verpflichtung gegenüber dem werk der N§.-Volkswohlfahrt stets bewußt ist. Diese Mitarbeit stellt den besten Dank an den Führer dar und trägt dazu bei, daß unsere Volkszahl wieder wächst und Deutschland damit einem neuen Aufstieg entgegengeht. (Lebhafter Beifall.) 1 Faschistische Fußballer werden am 13. Mai in München gegen eine deutsche Jungfuß- baller-Elf antreten. Es handelt sich um das Rückspiel zu dem im Oktober in Rom ausgetragenen und Don den Italienern knapp mit 4:3 (1:2) gewonnenen Treffen. ♦ ' Eine Reise nach Nord Hessen unternimmt die Frankfurter „Eintracht" am nächsten Wochenende. Die Niederwälder spielen am 5. Mai in Kassel gegen „Sport" und am 6. Mai in Göttingen. ♦ Bier neue Schwimmrekorde wurden bei einem internen Schwimmfest der Charlottenburger „Nixen" aufgestellt, lieber 6X50 Meter Brust chwammen die „Nixen" 4:10,2, mit 4:29,8 unterboten sie den Rekord über 3X100 Meter Brust und mit 5:46,1 erzielten sie einen neuen Rekord in der 400 - Meter » Lagenstaffel. Frl. Arend schwamm dann noch mit 1:25,3 für 100 Meter Brust eine neue deutsche Höchstleistung. ziges Flugzeug bis zu 1000 Brandbomben mit- führen kann, dann stellt die Verdoppelung einer Luftflotte von 500 auf 1000 Fahrzeuge bei einem einzigen Angriff ein TNehr an Kampfkraft von fast 500 mal 1000 Brandbomben dar. Je mehr auf der anderen Seite die Luftflotten ausgerüstet werden, um so mehr gilt es für uns, gegen eventuelle Luftangriffe Schutzmaßnah- men für unsere Zivilbevölkerung zu organisieren. Diese Aufgabe obliegt überwiegend dem Reichsluftschutzbund. Er sorgt für den Schutz der gesamten Bevölkerung; auch für den deinen. Es ist deshalb Pflicht eines jeden Deutschen, den Reichsluftschuhbund durch seine Mitgliedschaft zu unterstützen; Anmeldungen für den Reichsluftschutzbund nehmen entgegen: die Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes e. V., Gartenstraße 2, und zu jeder Zeit die P o l i z e i b e z i r k e. Der Iahresmitgliedsbeitrag beträgt nur 1 Mark. Fünf Nationen, und zwar Deutschland, Frankreich, Polen, Portugal und Italien, haben zu dem jetzt beginnenden Reitturnier in Rom 197 Einzelmeldungen abgegeben. ,,Die deutsche Abrüstung stellt gleichzeitig den ersten Schritt zur allgemeinen Herabsetzung und Begrenzung der Rüstungen dar, die die alliierten und assoziierten Mächte als eines der besten Mittel xur Kriegsverhütung herbeizuführen wünschen," so spricht das Versailler Diktat, und weiter: „Nachdem Deutschland den Weg gezeigt haben wird, werden die alliierten und assoziierten Mächte in voller Sicherheit den gleichen Weg gehen." Deutschland hat die Abrüstungsbedingungen restlos erfüllt, doch seit Jahren wartet es vergeblich darauf, daß auch von der anderen Seite die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt werden. Statt Abrüstung: Aufrüstung, Wettrüsten! Allenthalben ein Ausbau der modernsten Waffe, der L u f t w a f f e, die geeignet ist, die Schrecken des Krieges an jeden Ort des Hinterlandes zu tragen. Unsere Nachbarstaaten vermehren ständig ihre militärischen Luftflotten; ein Land hat sogar neuerdings die Verdoppelung seiner militärischen Luftfahrzeuge angekündlgt. Wenn man bedenkt, daß ein ein- VfB.-Reichsbahn Gießen. . Die zweite Mannschaft spielt wahrscheinlich gegen ' die in letzter Zeit stets aufkommende 1. Mannschaft der Sp. A l l e n d o r f. Verhandlungen über den : Spielabschluß sind noch im Gange. Die 3. Mannschaft tritt gegen den S p o r t v e r - 1 ein Vetzberg an, der ihr aus den Verbands- 1 spielen kein Unbekannter ist. Die 1. Jugend, die in letzter Zeit beachtenswerte Resultate gegen namhafte Gegner errungen hat, empfängt auf eigenem Platze die gleiche des Turn- und Sportvereins Wiese ck; sie sollte in der Lage fein, einen einwandfreien Sieg zu erringen. Sportabteilung des Tv. Wieieck. Am Sonntag kommt die erste Mannschaft des Turnvereins Wiefeck einer Rückspielverpflichtung gegen die 1. Mannschaft von Steinberg nach. Wie- seck muß wieder mit Ersatz antreten und wird alle Reserven hergeben müssen, wenn es gegen den guten Gegner in Ehren bestehen will. Die zweite Mannschaft tritt zu einem Freundschaftsspiel in Krofdorf gegen die dortige 1. Mannschaft an. Wiefeck wird auf einen guten Gegner treffen, der den Gästen nur wenig Siegesaussichten lassen wird. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Nächsten Sonntag fahren die 1. und die 2. Mannschaft der Spielvereinigung nach Ober-Rosbach, um gegen die 1. bzw. 2. Mannschaft der dortigen Viktoria anzutreten. Leihgestern trifft auf einen starken Gegner, denn die Viktorialeute sind Meister der Kreisklasse Friedberg. Die Blauweißen, die immer noch mit Ersatz antreten müssen, werden nicht so ohne weiteres den Sieg den Platzbesitzern überlassen. Der Ausgang des Spieles ist nicht vorherzusagen, man hofft aber, daß die Spvgg.-Leute ein erfreuliches Ergebnis mit nach Haufe bringen. — Vorher spielt die 2. Mannschaft der Spvgg. gegen die gleiche der Viktoria. Hier werden die Gäste um eine Niederlage kaum herumkommen. In Leihgestern spielt die 1. Jugend des Spvgg. gegen die 1. Jugend von Heuchelheim. Wenn auch die Blauweißen in Heuchelheim hoch verloren (8:1), so ist nicht gesagt, daß die Spvgg.-Leute auch dieses Spiel gegen die Heuchelheimer Jugend verliert. Man erwartet einen Sieg, wenn er auch knapp ausfällt, der Blauweißen. Die Kleinsten der Spvgg. treten auf eigenem Platze gegen die 1. Schüler des SD. Heuchelheim an; sie werden wohl nicht viel Mühe haben, diese geschlagen nach Hause zu schicken. Zuhballabteilung des Tv. Kinzenbach. _ 3U Gesellschaftsspielen weilen am kommenden Sonntag die 1. Mannschaft in Bieber, die Iugend- mannschaft in Wißmar. In beiden Fällen handelt es sich jeweils um das erste Zusammentreffen der Partner, so daß eine Voraussage über den Ausgang ber opiete nirfjt möglich ist. Die erste Mannschaft wird m Bieber auf einen starken Gegner treffen, der in seiner Klasse mit in der Spitzengruppe steht und daher die Mannschaft, wenn sie bestehen will, zum äußersten zwingen wird. Nordhesiens Elf zum Saarspiel. Auch Nordhessen hat nun seine Mannschaft für J®5 gegen die Saarvertretung, das am 29. April in der Kasseler Hessenkampfbahn zum : Austrag kommt, gemeldet. Für den Gau XII sol- : (en spielen: Tor: Sonnrein (Hanau 93); Verteidi- : stung: Schramm (Hanau 93), Schröder (Kurhessen : ^Ä^;~ßöuferre^e: Keim (Hanau 93), Roskoni ■ v?f®- Friedberg), Engelhardt (Kassel 03); Sturm: i Lämmerzahl (Hersfeld), Philippi (Hanau 93), < Wohlgemuth (Wetzlar 05), Jordan (Kurhessen Kas- , sel), Kleim (Kassel 03). Das Spiel wird von Bönig I (Sport Kastel) geleitet. j Fußball. Die Deutschen M e i st e r s ch a f t s - E n d - piele bzw. die sie einleitenden Gaugrüppen- Meisterschaftsspiele erreichen morgen den vierten Spieltag und damit ihr entscheidendes Stadium In der Gaugruppe Südwest liefern sich die beiden Tabellenersten, SD. Waldhof und Kickers Offenbach, in Mannheim das Rückspiel, dessen Sie- aer wohl mit dem Meister der Gruppe identisch ein dürfte. Im zweiten Spiel zwischen Union Bückingen und dem Mühlheimer SV. erwartet man Böckingens ersten Punktgewinn. Die Gruppe Mitte sieht die beiden Tabellenführer auf eigenem Platz, bzw. im heimatlichen Gaugebiete spielen. Die führenden Dresdener sollten zu Hause mit Borussia Fulda trotz des anzu- erfennenben Eifers und Könnens der Nordhessen ebenso sicher siegen, wie der „Club" in feinem Treffen über Wacker Halle. Hier wird die Entscheidung erst im Rückspiel zwischen „Club" und DSC. fallen. In der G r u p p e O st treffen Viktoria Berlin und Preußen Danzig zu Hause auf Beuthen 09 bzw. Viktoria Stolp, und man kann beide Gastgeber auch als Sieger erwarten. Der überraschende Sieg des VfL. Benrath am letzten Sonntag über Schalke hat die Lage in der Gruppe Nordwest wieder offener werden lassen. Die beiden Gegner des letzten Sonntags sollten diesmal die Sieger sein; Benrath in Düsseldorf über Werder Bremen und Schalke in Hamburg über Eimsbüttel. Handball. Am Start zur ersten Deutschen Meisterschaft stehen sämtliche gemeldeten Gaumeister der Männer und Frauen. Zum „ersten" Male, weil die bisherigen deutschen Meisterschaften keine waren, denn noch im Vorjahre spielten neben zahlreichen kleineren Verbänden die Spitzenverbände DSB. und DT. allein ihre Meister aus und erst zwischen diesen Meistern wurde der deutsche Meister ermittelt. Erstmals haben aber nun Turner und Sportler gemeinsam von der untersten Klasse an gespielt und die ermittelten Gaumeister gehören beiden Verbänden an. Es befinden sich unter ihnen seit Jahren kampferprobte Mannschaften, aber auch Bahnrennen in Gießen Der Gießener Rad-fcchrer-Verein von 1885 e. D., ein alter Kämpfer im Radsport, veranstaltet In ine- fern Jahre erstmals wieder in Gießen Bahnrennen. Leider steht dem Verein die einst berühmte Gießener Radrennbahn an der Hardt, eine der ersten modernen Zementbahnen überhaupt, nicht mehr zur Verfügung. Der Krieg und die darauffolgenden schwierigen Verhältnisse sind mit der Grund, daß die einstige Hochburg des Bahnrennsports, die Rennbahn, nicht mehr halten konnte und dem Abbruch verfiel. Die alten Sportler können sich wohl noch der Zeiten erinnern, wo ein Franz Ver Heyen eine Trai- nierschule auf dieser Rennbahn besaß. Fahrer wie Dr. Ludwig Opel, Weltmeister Albert, Michael H e r t y, Alwin Vater, K. Drescher und viele andere sind in Gießen auf der Bahn groß geworden. Aber auch unsere Gießener Wilhelm und Konrad Hamel, sowie Karl Duill waren in jenen Iah- ren Fahrer, die die Farben unserer Heimatstadt nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland würdig vertraten. Im neuen Deutschland hat es sich der GRV. von 1885 zum Ziele gesetzt, dem schönen Radsport auch hier den ihm gebührenden Platz wieder zu erkämpfen. Vorerst werden die Bahnrennen auf der Aschenbahn der Spielvereinigung 1900 an der Liebigs- höhe jur Austragung gelangen. Vielleicht ist es möglich, in nicht allzulanger Zeit wieder eine Zement- oder Holzbahn erstehen zu lassen. Das Eröffnungsrennen stndet am Sonntag, 6. Mai, ssatt. Bis jetzt sind Meldungen aus Köln, Koblenz, Kassel, Frankfurt, Fulda, (Tronsberg, sowie Gießen eingegangen. Handball im Gau XII der DT. Tv. Heuchelheim — 1. Komp. 15. Inf.-Regk. Für kommenden Sonntag hat Heuchelheims I. die Soldaten nach Heuchelheim verpflichtet. Der gute Ruf des Gegners bietet die Gewähr für einen schönen, und wenn die Einheimischen den nötigen Eifer aufbringen, auch spannenden Kampf. Vorher trägt die Zweite ein Rückspiel gegen Launsbach II. aus, anschließend an das Spiel Der 1. Mannschaft treten die Schüler zu einem Gesellschaftsspiel gegen Atzbach an. Die Einheimischen fahren am kommenden Sonntag mit einer kombinierten Mannschaft nach Gro- ßen-Buseck, um gegen die dortige 1. Mannschaft zu spielen. Die Großen-Busecker sind auf eigenem Platz schwer zu schlagen, so daß den Heuchelheimern nicht allzuviel Siegesaussichten bleiben. Auf jeden Fall darf man gespannt sein, wie sich die Zusammenstellung der Heuchelheimer bewährt. Die 1. Jugend- und Schülermannschaften treten in Leihgestern an. Sandballabteilung des Tv. 1883 Lollar 2lm kommenden Sonntag hat die 1. Handball- mannschaft des TV. Lollar die 1. Handballmannschaft des TV. Llch' zu einem Gastspiel verpflichtet. Die Licher Mannschaft hat durch den Zugang der Albacher Handballer eine bedeutende Stärkung erfahren und ist für Lollar ein ebenbürtiger Gegner. Man erwartet ein flottes Spiel, über dessen Ausgang sich nichts voraussagen läßt. Kraffsvort in Gießen Am kommenden Sonntag findet im Anschluß an das Lokaltreffen VfB.-Reichsdahn — 1900 die Suche nach dem unbekannten Gewichtheber statt. Jeder Deutsche kann sich daran beteiligen. Die Wettkämp- er werden in sechs Körpergewichtsklassen eingeteilt und kämpfen im olympischen Fünfkampf um den Steg. Bei entsprechender Leistung wird den Siegern Gelegenheit gegeben, an den Kursen des Reichssport- ührers teilzunehmen. Meldungen nimmt Mitglied Hendrich, Kirchenplatz 8, entgegen. Kinger-Europameisterschasten in Rom. Sperling und Schäfer siegen, Gehring und Ehrl geschlagen. Einen nur wenig befriedigenden Auftakt nahmen die Ringer-Europameisterschaften am Donnerstag in Rom. Die Punktrichter verrieten nur in den eltensten Fällen eine Spur von tatsächlicher Sachkenntnis. Zahlreiche Fehlurteile waren an der Tagesordnung. Unter der Subjektivität der Richter mußte auch der Münchener Olympia-Zweite Ehrl leiden, der in feinem Treffen gegen Den Italiener tets im Vorteil war, aber zur Ueberrafchung der neue Vertreter, die erstmals teilnehmen. Von den Meistern des Vorjahres sind die beiden DSB.- Meister, Waldhof und Charlottenburg (Frauen), vertreten, während die beiden DT.-Meister, Gera und NSTV. Breslau, in ihren Gauspielen schon scheiterten. Der S p i e l p l a n bringt folgende fünfzehn Treffen: Männer: SV. Waldhof — TV. Algenrodt (in Mannheim), TSV. Eßlingen — Spvg. Fürth (Stuttgart), TV. Wetzlar — Polizei Darmstadt (Wetzlar), TV. Neufahrwasser — Polizei Magdeburg (Danzig), Hindenburg Minden — Ask. TV. Berlin (Minden), Greif Stettin — Polizei Hamburg (Stettin), Bor. Carlowitz — Spfr. Leipzig (Breslau), Tura Barmen — 1910 Limmer (Barmen); Frauen: VfR. Mannheim — Stadt- SV. Frankfurt (Mannheim), TV. Cannstadt — Spvg. Fürth (Stuttgart), Mülheimer SV. — Duisburg 48 (Köln), TV. Danzig-Obra — SC. Charlottenburg (Danzig), Preußen Stettin — Magdeburger Frauen SC. (Stettin), SV. Stabelwitz — Fort. Leipzig (Breslau), Turnklub Hannover — Spvg. Eimsbüttel (Hannover). Um die Deutsche Meisterschaft im Handball und die Kreismeisterschaft im Faustball in Wetzlar. Zum erstenmal nimmt eine Handballmannschast aus unserem engeren turnerischen Verband, dem Lahn-Dill-Kreis, an der Runde um die Deutsche Meisterschaft teil. Tv. Wetzlar, vor 14 Tagen Gau- meister geworden, spielt in der Vorrunde gegen Polizei Darmstadt. Wenn man auch den Polizisten die größeren Gewinnmöglichkeiten geben möchte, so ist doch ein Sieg der Wetzlarer auf eigenem Platze nicht ausgeschlossen. Um die Verbundenheit unter den verschiedenen Spielarten zu bekunden, wird anschließend an dieses Spiel die Vorrunde der Faustballer un^ die Kreis- meisterschaft ausgetragen. Tv. Herborn 1846, To. Holzheim und Tv. 1846 Gießen werden sich spannende Spiele liefern. Die Gießener Mannschaft, die im alten Mittelrheinkreis verschiedentlich in die Endspiele kam, tritt hier wohl mit den größten Siegesaussichten an. Kreisamtsleiter Klöß unterstrich in einem kurzen Schlußwort die Gedanken und Ermahnungen der beiden Vortragenden in wirkungsvoller Weise, wies die Amtswalter der NSV. auf die große Verantwortung bei ihrer Mit- arbeit und auf die Bedeutung ihrer Aufgaben hin und schloß dann die Versammlung mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler. lOOO-BfS. Der Meisterschaftsrückkampf der Gießener Ortsrivalen. Am morgigen Sonntag führen die beiden Gießener Vereine ihr letztes Meisterschaftsspiel der Saison 1933/34 durch. Die Begegnung findet auf dem 1900er-Sportplatz statt. Beide Mannschaften haben in dieser Saison sehr wechselvoll gekämpft. Zu besonderen Leistungen hat es in diesem Jahre eigentlich keine der Mannschaften gebracht. Beide nahmen in der Tabelle nur einen Mittelplatz ein. Der DfB.- Reichsbahn hat zur Zeit der Spielvereinigung 1900 drei Gewinnpunkte voraus. Wenn er die Gelegenheit wahrnimmt, sind es am Sonntagabend deren fünf. Auch die Blauweißen werden mit dem Ehrgeiz in den Kampf gehen, die Partie für sich zu entscheiden. Die letzten Begegnungen waren, spielerisch gesehen, keine Offenbarungen, aber vielleicht hat auch hierin der „Leinberger-Kursus" Wandel geschaffen: beide Vereine haben Kursusteilnehmer in ihren Reihen. Der Ausgang ist offen. Spielleiter Ketterer (Hanau), dürfte der richtige Mann an richtiger Stelle sein. Die Spielvereinigung 1900 wird aus folgenden zur Verfügung stehenden zwölf Spielern die Auswahl treffen: Schlarb, Lippert, Zeiler, Roth, Heil- mann, Grünewald, Koch, Schmelz, Jäger, Wilhelmi, Heindach und Günther. 1900 II.—Hungen I Ein Gesellschaftsrückspiel, das nach dem Liga- spiel zum Austrag kommt. Das Vorspiel in Hungen endete unentschieden 3:3. Seitdem hat Hungen in den Pokalspielen noch keinen Punktverlust erlitten. Der eigene Platzvorteil sollte die Hiesigen zu einem knappen Sieg kommen lassen. Jugendfußballspiele. Vor dem Lokaltreffen tritt die 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 Lichs 1. Jugend entgegen, während die 2. Jugend „Teutonia" Watzenborn- Steinbergs 1. Jugend als Gast hat. Die Sieger sind nicht vorauszusehen. Die Kleinsten, die Schüler, tragen auf dem Waldsportplatz das Derby der Jüngsten aus. Fußball der Bezirksklaffe. Am kommenden Sonntag finden die letzten Treffen in dieser Gruppe statt: 1900 Gießen — VfB. Gießen Groß-Karben — Wetzlar Marburg — Butzbach. Das noch ausstehende Meisterschaftsspiel Lollar — Butzbach. findet bereits am Samstagnachmittag statt, so daß mit der Herausgabe der endgültigen Tabelle für nächste Woche zu rechnen ist. Die Vereine SV. 20 Lollar und VfR. Butzbach steigen ab, die Aufstiegskandidaten stehen zur Zeit noch nicht fest, da die Spiele zur Ermittlung der Aufsteigenden im Gange sind. Man rechnet damit, daß der SV. Heuchelheim aus dem Kreise aufsteigt, aus dem Kreise Friedberg käme noch der SV. Ober- Rosbach hinzu. , ZCTeutonia^ Watzenborn-Steinberg Am kommenden Sonntag stehen die zwei aktiven und die zwei Jugendmannschaften auf den Spielfeldern. Die 1. Mannschaft trägt auf eigenem Platze ein Rückspiel gegen die 1. Mannschaft des Tv. Wiefeck aus. Wenn die Spieler der 1. Mannschaft alle zur Verfügung stehen, dürfte mit einem Sieg der Ein- beimischen zu rechnen sein. Wie die 2. Mannschaft bei der Ersten in Hausen abschneidet, ist nicht vorauszusagen. Man nimmt an, daß sie sich anstrengt, um einen wenn auch knappen Sieg zu erringen. Die Jugendmannschaft muß nach Gießen, um gegen die Jugend von 1900 ein Pflichtspiel auszutragen. Die Schüler empfangen die gleichen aus Großen- f Duseck. Es ist das erste Spiel seit langer Zeit. ( Zuschauer schließlich zum „Besiegten" erklärt wurde. Gehring (Friesenheim) lieferte gegen den zweifachen Europameister T h y v e s s o n (Schweden) einen schönen Kampf und verlor nach 15 Minuten durch eine kleine Unvorsichtigkeit, als ihn der Schwede im Ueberschlag festhalten konnte. Den einzigen deutschen Sieg „errang" der Nürnberger Sperling. Sein Gegner Herda (Tschechoslowakei) hatte nie etwas zu bestellen und verlor hoch nach Punkten. Mit den Weltergewichtskämpfen wurden die Meisterschaften am Freitagnachmittag fortgesetzt. Dabei gab es wieder einen schönen deutschen Erfolg. Schäfer (Schifferstadt) fertigte den Tschechen S a m e c nach Punkten ab. Kurze Sportnotizen. Der Führer des Deutschen Fußball- Bun d e s, Kriminalrat Felix Linnemann, ist zum Regierungsrat ernannt worden. Gleichzeitig wurde Regierungsrat Linnemann zum Leiter des Polizeiinstituts Charlottenburg berufen. Die gesamte Hitlerjugend (HI., JA., BdM., kundgebung der HI. statt. Für die Hitlerjugend JBdM!) tritt am 1. Mai, morgens um 7.30 Uhr, kommt (elbfioerftänblid; eine Beurlaubung nicht in auf Oswaldsgarten im Dienstanzug bzw. Bundes- Frage. kleiduna an. Die übrige Schuljugend schließt sich unter Führung ihrer Lehrer an. Es folgt gemeinsamer Marsch durch die Stadt nach dem Trieb. Dortselbst findet die Uebertragung der Lustgarten- M Hinein in die WM M Denken Sie an STOFFE, denken Sie an BERN ARD 1.790 Das Heimatbuch vom deutschen Walde! Zungfuchs (6farf verkleinerte Abb. aus Daldtoeben) WÄttWVVLN Oie Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150Naturaufnahmen aus demTier-undpflanzen- lebendesheimaflichenWaldesaufl28Kupferfief- drucktafeln,mif lebendigem und aufschlußreichem EinsührungstexfvonK.Gerhard undG.Wolff Preis In Leinen R M. 4.80 ,Oas Ist eine herrliche Welt! 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September 1.43 1.46 0.88 0.91 Obige Preise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 15 Ztr. Brennstoffe in einem Arbeitsgang frei Keller. Es bleibt hierbei freigestellt, die Mindestmenge von 15 Ztr. aus beliebigen Sorten von Brennstoffen zusammenzusetzen. — Bei Mengen unter 15 Ztr. Brennstoffe erhöhen sich obige Preise um 9 Pf. pro Ztr. Gegen Kasse werden 3% Skonto in Abzug gebracht. Lieferung durch das Verkaufslager in Gießen bei der Firma: Telef. 2287 Gebr. Kahl ■ Kohlenhandlung Gegr.1870 Koks und Baustoffe G.m.b.H. in Düsseldorf lllllllllllllllllllllilllllllllllllllllim MMill billigst S.Rübsamerr FernsVrecker 3659. ioosD Mutti hat neue Füße! durch Hühneraugen • „Lebewohl“ Lebewohl gegen Etthnerangen und Hornhaut. Blechdose (8 Pflaster) 68 Pf. in Apotheken u. Drogerien. Sicher zu haben: Mediz.-Drog. Haus Hindenburg H. Elges, Seltersw.68a; Löwen- Drog. W. Kilbinger Nfl.,Seltersw.69; H. Noll Ludwigsplatz-Drog. u. Neustadt-Drog.; Germania-Drog. C. Seibel, Frankfurter Str. 39; 0. 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Landstand: Kreispressewart Pg. Michel. 6. Vereine: OG. - Propagandaleiter Pg. D itt- mar. Sprechstunden der Aufmarschleitung: täglich 4 bis 5 Uhr auf der Kreisleitung, Löberstraße 9, Tel. 4032. Es wird jedoch ersucht, persönliche Nachfragen weitestgehend zu beschränken, da alle Anordnungen durch die Presse in verständlicher Form bekanntgegeben werden. Im Folgenden gibt die Aufmarschleitung die eingehenden und endgültigen Anordnungen für den Festzug bekannt. gez. Schmelz, Kreispropagandaleiter. Endgültige Anordnungen über Aufstellung und Aufmarsch des Festzugs. 1 . Allgemeines. Eine reibungslose Abwicklung des Aufmarsches erfordert, datz sich jeder einzelne Teilnehmer mitverantwortlich fühlt am Gelingen. Er trägt sein Teil dazu bei, indem er die gegebenen Anweisungen bis ins kleinste, und, soweit es sich um festgelegte Zeitpunkte handelt, auf die Minute pünktlich erfüllt. Bei der großen Vielgestaltigkeit teilnehmender Gruppen, Vereine usw. ist eine restlose Aufzählung nickst möglich. Wer in dem folgenden Aufmarschplan nicht ausdrücklich genannt ist, reiht sich dort ein, wo er berufsmäßig hingehört. Dies gilt sowohl für Einzelpersonen, wie für Vereine u. a. Bei Aufstellung des Zuges in den festgelegten Straßen haben die Kolonnen scharf die rechte Straßenseite einzuhalten. Den Anweisen der als Ordner tätigen politischen Leiter ist unbedingt Folge zu leisten. Marschiert wird in Sechser-Reihen. Die Teilnahme am Festzug darf in keiner Weise zur Reklame ausgewertet werden. Verstöße bedingen Ausschluß von der Teilnahme. 2 Ausstellung. Der Festzug marschiert in 6 großen Gruppen, die durch Ehrenkompanien, Fahnenabordnungen und Musikkapellen untereinander verbunden sind. Die 6 Gruppen sind: 1. Betriebe und Arbeiter, 2. Handel, Handwerk und Gewerbe, 3. Behörden (mit Universität), 4. Freie Berufe und Angestellte, 5. Landstand, 6. Vereine (aber nur Fahnengrup- pen\ Festwagen fahren bei dem Betrieb bzw. der Gruppe, zu der er gehört. Eine Verteilung der Wagen über den Zug findet nicht ftatt Eine bestimmte Reihenfolge der einzelnen Betriebe, Vereine, Verbände usw. innerhalb der 6 Marschgruppen ist nicht sestgelegt, sondern die Te'lnehmer marschieren ohne weiteres in die A'.'fmarschstrahen ein, so datz sich die Reihenfolge nach dem zeitlichen Eintreffen bestimmt. Die Leiter der 6 Gruppen sind berechtigt, von sich aus Umstellungen vorzunehmen. Im einzelnen: Spitze: SS., Reichswehrkapelle mit Spiel- mannszug, Ehrenkompagnie der Reichswehr. Gruppe 1: Betriebe und Arbeiter. Es nehmen teil: Nattmann, Bänninger, Gaswerk, Elektrizitätswerk, Eisenbahn, Sparkasse, Poppe, Schaffstaedt, Bataillonsverwaltung, Heil- und Pflegeanstalt, Handels- und Gewerbebank, Den- ninghoff, Gietzener Anzeiger, Kliniken, Stempel- kreuter, Opel, Hochbauamt, Tiefbauamt Grieb, Oberhessische Tageszeitung, Dresdener Bank, Gail- sches Tonwerk, Tabak- und Zigarrenfabriken, Dolks- bad, Schlachthof, technische Nothilfe und alle weiteren, nicht namentlich aufgeführten Betriebe. Daran schließt sich an die Abteilung „Arbeiter". Hierhin gehören die Angehörigen kleiner Betriebe, die nicht geschlossen auftreten, sowie die Arbeitslosen. In der Mitte der Gruppe 1 marschiert die Ka- pelle der SA.-Standarte 116 mit SZ. und Ehrenkompanie der SA. und Fahnengruppe. Ueberleitung: Kapelle des SA. - Reserve- sturmbannes 1/116. Gruppe 2: handel, Handwerk und Gewerbe. Die Gruppe umfaßt Innungen, Berufsvereine und Berufsverbände und Betriebe (d. h. Geschäfte.) Es nehmen teil: Gastwirte, Konditoren, Dachdecker, Kellner, Schuhmacherzwangsinnung, Buchdruckerver. ein, Fleischerinnung, Schreinermeistervereinigung, Bäckerzwangsinnung, Freie Innung des Kraftfahr- zeuggewerbes, Freie Schneiderinnung, Kohlenhändler, Friseurzwangsinnung, Kutscherverein, Schlosserinnung, Fuhrwerksbesitzer, Verband der Elektroinstallationsfirmen, Freie Innung der Uhrmacher und Goldschmiede, Gartenbaubetriebe, Maler- und Weißbindervereimgung, Kraftdroschkenbesitzer, Drogisten, Einzelhandelsoerband und alle übrigen Berufsoereinigungen, Sattler- und Tapezierer-Innung. Sämtliche Einzelbetriebe (Geschäfte). Gruppe 3: Behörden (mit Universität). Es nehmen teil: Polizei, Arbeitsamt, Amtsgericht, Landgericht, Reichsbahn, Biebertalbahn, Finanzamt, Kreisamt, Provinzialverwaltung, Zoll- amt, Reichsbank, Versorgungsamt, sonstige Landesbehörden (Forst, Vermessung und andere), Postamt, Krankenkasse, Schulbehörden, geistliche Behörden, Stadtverwaltung, alle bisher nicht genannten kleineren Behörden, Feuerwehr. Dann Universität, Fahnengruppen, Lehrkörper, Studentenschaft (ausgenommen Stliniten — Gruppe 1 — und Versuchsgüter — Gruppe 5 —) Ueberleitung: Kapelle der HI. mit SZ., Ehrenkompanie der HI. und Fahnengruppe. Gruppe 4: Freie Berufe und Angestellte. a) Aerzte, Zahnärzte, Dentisten, Rechtsanwälte, Architekten, Musiklehrer und alle sonstigen-, b) Angestellte, soweit sie nicht durch die Betriebe erfaßt sind. Führung von 4b hat die Deutsche Arbeitsfront, Angestelltenschaft; c) Hausangestellte. Ueberleitung: SZ. des Jungvolks, Ehrenkompanie des Jungvolks, Fahnenabteilungen von Jungvolk und BDM. Gruppe 5: Landstand. a) Wies eck mit Trohe (ohne Rücksicht auf Beruf); b) Klein-Linden; c) Gießen: Oberer Hardthof, Unterer Hardthof, Hennecken und alle weiteren landwirtschaftlichen Betriebe; d) Annerod; e) Rödgen marschiert sofort zum Festplatz auf dem Trieb; Ueberleitung: Stahlhelmkapelle. Gruppe 6: Vereine (nur Fahnengruppen zu je drei TNann). Es nehmen teil: sämtliche Kriegervereine, dann Schützenvereine, Schwimmverein, Turnerschaft, Radklub Germania, Spieloereinigung 1900, Gesangverein Eintracht, Verein für Bewegungsspiele, Guttempler, Philologenverein, Jugendherbergsverband, Sängerkranz, Kolonialverein, Rudergesellschaft, Rudersport, Theatervereinigung, Bavaria, Ruderklub Hassia, Schützengesellschaft, Gesangverein Konkordia, Kraftsportklub, Schützenklub, Gesangverein Frohsinn, Touristenvereinigung, Wandervogel Höhenflug, Reit- und Fahrklub, Gießener Radfahrverein 1885, Gießener Sängervereinigung mit allen ihr angegliederten Vereinen sowie alle nicht genannten Vereine, die in diesen Rahmen gehören. Abschluß Fahnengruppe der Politischen Organisation: SS. Die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verteilt sich über den ganzen Zug zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen. 3. Aufmarsch. Der Abmarsch des Festzuges erfolgt pünktlich um 2 Uhr. Es sind daher die angegebenen Zeiten unbedingt einzuhalten. Nur die absolute Disziplin aller Zugteilnehmer kann eine reibungslose Abwicklung gewährleisten. Es ist selbstverständlich, daß sich jeder Volksgenosse, der als Leiter irgend einer Gruppe in Betracht kommt, diesen Aufmarschplan mit sich führt. Im einzelnen: Ehrenkompagnien der Reichswehr, der SS., der SA., der HI., des Jungvolks, sämtliche Fahnengruppen der politischen Organisationen und alle Spielmannszüge treten auf dem Oswaldsgar- t e n an. Eintreffen spätestens um 1.30 Uhr; A n - marsch durch die Neu st ad t. Gruppe 1: Betriebe. Aufstellung Hammstraße, Spitze am Biebertalbahnhof. Anmarsch nur durch Frankfurter Straße, Wetzlarer Weg, Brücke in der Hammstraße. Die Betriebe müssen spätestens um 1 Uhr eingetroffen sein. Gruppe 2: hago. Aufstellung Wernerwall (früher Nordanlage), Spitze an der Turnhalle. Anmarsch durch Walltorstraße in den Wernerwall. Eintreffen spätestens 1.15 Uhr. Gruppe 3: Behörden. Aufstellung Steinstraße, Spitze an der Turnhalle. Anmarsch über Landgraf-Philipps-Platz, Hitlerwall, (früher Ostanlage), Marburger Straße in die Stein« traße. Eintreffen spätestens 1.15 Uhr. Die Universität stellt sich auf in der Goethestraße, Spitze Universitätsgebäude und rückt über Ludwig« trage, Gartenstraße, Hitlerwall, Marburger Straße zur Steinstraße. Eintreffen dort 1.30 Uhr. Gruppe 4: Freie Berufe und Angestellte. Aufstellung 12.45 Uhr Bleichstraße, Spitze Lony« strahe. Anmarsch zum Oswaldsgarten über Hin« denburgwall, Gartenstraße, Neuen Bäue, Neuenweg Kaplansgasse, Bahnhofstraße in die Neustadt. Die Spitze steht am Geschäft I. B. Häuser. Eintreffen dort spätestens 1.30 Uhr. Gruppe 5: Landstand. Aufstellung Rodheimer Straße, Spitze am Biebertalbahnhof. Eintreffen spätestens 1.30 Uhr. Klein-Linden: marschiert über die Brücke in die Hammstraße ein und rückt nach Abmarsch der Gruppe 1 bis zum Biebertalbahnhof vor. W i e s e ck : marschiert in die Steinstraße ein, und rückt mit Trohe nach Abmarsch der Gruppe 3 bis zur Turnhalle vor. Annerod: marschiert über Kaiserallee, Moltke- strahe, Hitlerwall in den Wernerwall ein und rückt nach Abmarsch der Gruppe 2 bis zur Turnhalle vor. Die Ortschaften müssen bis spätestens 1.45 Uhr an ihren Plätzen stehen. Gruppe 6: Vereine. Aufstellung Kirchstraße, Spitze am Geschäft I. B. Häuser. Anmarsch über Marktplatz, Kirchenplatz in die Kirchstrahe. Eintreffen spätestens 1.45 Uhr. 4. Marsch des Festzugs. Der Festzug nimmt folgenden Weg: Horst-Wessel« Wall, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäue, Garten« straße, Ludwigsplatz, Kaiserallee zum Trieb. Der Anmarsch auf den Trieb ist so geregelt, daß die dort eintreffenden Marschkolonnen von Ordnungsleuten in Empfang genommen und zum Auf« stellungsplatz geleitet werden. Fe st wagen fahren ausnahmslos auf der Grün« berget Straße weiter, ohne auf den Trieb selbst zu kommen. Man beachte die Anweisung der Ordnungsleute. Die Aufmarschleitung. Gez.: Hopfenmüller, stellv, kreisteiter. Höhenfeuer der Hitler-Jugend brennen. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai werden im ganzen Deutschen Reich die Höhen- feuer der Hitler-Jugend brennen. Zu gleicher Stunde, im gleichen Augenblick werden Millionen deutscher Jungen und Mädel ein Manifest ihres Reichsjugendführers Baldur von Schirach hören. Leuchtende Flammensignale werden von einem Berge zum andern künden, daß die geeinte deutsche Jugend versammelt ist, um ihrem Willen Ausdruck zu geben. Diese Feuer werden erneut ein Bekenntnis der de utschen Jug end zur Einheit des Reiches darstellen. In Gießen brennen die Feuer auf folgenden Höhen: Bismarckturm, Schiffenberg, Trieb, auf der Höhe von Launsbach. Um 21.30 Uhr werden die Flammen auflodern. Punkt 21.50 Uhr erfolgt die Verlesung der Botschaft. Die Feiern werden um 22.15 Uhr beendet sein. Es nehmen teil: HI., JV., BDM. und IM. Es handelt sich nicht um einen Staubsauger! 23on Karl Friedrich 6pp. Vati erwartete einen sehr wichtigen Brief von einem Verleger. Er hatte sich in sein Arbeitszimmer zurückgezogen, saß vor der Schreibmaschine, tippte aber nicht. Allerdings hatte er ein leeres Blatt eingespannt, um auf alle Fälle gewappnet zu sein, denn man kann nie wissen ... Vielleicht kommt Mutti außerhalb des Programms in sein Zimmer, und dann sieht es immer so aus als arbeite er. Aber er tut es nicht, sondern hält eine Sechs - Pfennig - Volkshaufen - Auseinanderspren- gungs - Zigarre, deren „Duft" bereits das Zimmer für feinnervige Besucher unausstehlich macht. Vati denkt darüber nach, was alles wäre, wenn ... der 'Verleger Vatis unsterbliches Werk in Verlag nehmen würde. Zunächst bekäme Mutti dann einen richtigen großen Badeschwamm, Bubuli einen Roller und Hansi eine große, blitzeblanke Tute- Trompete. Wenn der Verleger ... Da dringt an Vatis dafür besonders empfängliches Trommelfell das Geräusch des Briefkastenklappens. Erregt springt er auf, wirft den Zigarrenstummel verächtlich in den Aschenbecher und steuert großen Schrittes der Wohnungstur zu. Hansi kommt ihm schon entgegen. Er halt ein we-ßes Etwas in seiner Patschhand und piepst: Ein Brief, Pappi! Schon will Vati aufgeregt danach greifen, als Bubuli die schöne Illusion zerstört: Nur ne Drucksache! unkt sie sachverständig. Vati wirft ihr einen wütenden Blick zu und reißt Hansi das Papier aus der Hand. Jawohl'.! Es ist nur eine Drucksache! Mit fetten Buchstaben steht da zu lesen: „Es handelt sich n i ch t um einen Staubsauger! Empfangen Sie unseren Vertreter, der Sie demnächst aufsuchen wird ohne Voreingenommenheit, schlagen Sie ihm nicht die Tur vor der Nase zu, sondern hören Sie sich an was er Ihnen zu sagen hat. Er bringt ^hnen das Gluck ins Haus!" Zerknirscht zieht sich Vati in sein Zimm:r zurück. Sperrangelweit reißt er das Fenster auf, der Zigarrenduft ist ihm unerträglich. Wütend zerknüllt er die Drucksache und wirft sie in den Papierkorb. Da kommt Hansi ins Zimmer und schiebt mit dem Papierkorb unter dem Arm wieder ab. Das Papier hat er rausgeschmlssen. „Papier braucht Hansi nicht", erklärt er und setzt hinzu: „Afsenspielen, ja?" Das wird aber so gemacht, daß Hansi sich auf die Erde setzt und Bu- bnli ihm den Papierkorb über den Kopf stülpt. Dann sitzt er darunter wie ein Affe im Zoo in feinem Käfig. Kommt Bubuli ihm zu nahe, dann greift er mit feinen Händen, ganz wie die richtigen Affen, durch das „Gitterwerk" des Papierkorbes und versucht, das Schwesterchen an einem Zipfel des Kleides festzuhalten. Gelingt das, so hat er gewonnen und Bubuli muß Affe sein und so fort. Kaum nun ist Hansi aus dem Zimmer, da klingelt es. Vati ist auf das Schlimmste gefaßt. Er nimmt feine wildeste Miene an und ist bereit, dem Vertreter nun gerade die Tür vor der Nase zuzuschlagen, denn für Staubsauger hat Vati nichts übrig. Wo keine Teppiche find, hat die Staubsaugerindustrie ihr Recht verloren! Mit Nachdruck öffnet Vati die Tür. Da steht ein Mann in blauer Uniform, lächelt und sagt: „Ich bringe Geld". Vati quittiert mit zitternden Fingern und nimmt sich vor, sehr nett zu dem Staubsauger-Mann zu sein. Vor allen Dingen holt sich jetzt Vati eine Tüte salonfähige Glimmstengel und ein Viertel Kaffee und Schokoladenplätzchen für feine „Affen". Mutti bekommt Käsekuchen. Gemütlich sitzt die kleine Familie und genießt das unerwartete Glück, da klingelt es wieder. „Wir brauchen keinen Staubsauger," hört man Mutti sagen, darauf klappt die Tür zu. Im Nu ist Vati an der Tür. „Entschuldigen Sie, Herr Staubsauger- Mann", sagt Vati. „Ein kleines Mißverständnis. Treten Sie ein, nehmen Sie Platz! Trinken Sie eine Tasse Kaffee mit uns! Hier sind Zigarren, bitte, bedienen Sie sich!" Mutti denkt gewiß, Vati habe einen Rappel bekommen, sie steht auf und sagt: „Ich gehe in die Küche, kommt Kinder!" Vati und der Staubsauger-Mann sind allein. „Also reden Sie!" sagt Vati. Der Herr nimmt einen Schluck Kaffee, zieht bedächtig an der Zigarre und beginnt: „Wie Sie wissen, handelt es sich nicht um einen Staubsauger!" Vati hat das ja schon Schwarz auf Weiß. „Jaja", sagt er, „nicht um e i n e n. Um wieviel denn? Ich interessiere mich glühend für Staubsauger! Es ist die epochemachendste Erfindung der Hausgeräte-Jndustrie, ein unentbehrliches Mittel im Kampf mit Staub und Schmutz ..." Da lächelt der Staubsauger-Mann, trinkt einen Schluck Kaffee, zieht an seiner Zigarre: „Sie irren, mein Herr! Es handelt sich wirklich nicht um einen Staubsauger." Vati wird nervös. „Also um was für einen Entstauber handelt es sich?" Der Herr lächelt noch geheimnisvoller: „Gestatten Sie gütigst vorher eine Frage", sagt er sanft. „Haben Sie schon Ihr und Ihrer Familie Leben versichert?" „Nein," ruft Vati, und fetzt erschreckt hinzu: „Ist denn der Umgang mit ihrem Staubsauger lebensgefährlich? Noch immer lächelte der Herr. „Dacht ich mirs doch", flötet er. „Wie können Sie ruhig leben? Es ist unverantwortlich von Ihnen. Schnell tritt der Tod den Menschen an." Vati ist sehr aufgeregt. „Aber, was hat das zum Teufel mit Ihrem Staubsauger zu tun?" „Wie schon öfters bemerkt", lispelt der geheimnisvolle Herr, „handelt es sich nicht um einen Staubsauger! Ich komme ..." Dati reißt der Geduldsfaden: „Um was handelt es sich denn?" ruft er erregt aus. „Was wollen Sie, Mensch? Wer sind Sie, Mensch? Warum stören Sie mich, wenn es sich nicht um einen Staubsauger handelt? Wer sind Sie? So sagen Sie es doch schon!" Der Herr steht auf, macht eine höfliche Verbeugung zu Vati und lächelte: „Meyer, mit „et)", Meyer. Versicherungsagent!" Das ist Vati zuviel. Auch er steht auf. „Freut mich ungemein, Herr Meyer, mit „ey"! Wie Sie schon bemerkt haben werden, bin ich ein humaner Mensch und nehme das Gleiche von Ihnen an. Bitte stecken Sie sich noch eine Zigarre ein und gehen Sie! Ich interessiere mich für Staubsauger, verstehen Sie! Nur für Staubsauger! Vati begleitet den Herrn an die Tür und verabschiedet ihn. „Hast du etwa einen Stausauger gekauft?" fragt Mutti. Vati antwortet nicht. Da läuft ihm Bubuli in den Weg. „Vati", sagte sie, „komm Affe spielen, einmal nur!" Vati muß sich hinknien und kriegt den Papierkorb über den Kopf gestülpt. Er fletscht entsetzlich mit den Zähnen, Bubuli und Hansi schreien vor Vergnügen. Der große Affe sagt in einemfort: „Es handelt sich nicht um einen Staubsauger, es handelt sich nicht um einen Staubsauger"! Nach seiner Entlassung aus dem Kinder-Zoo kehrt Vati in sein Zimmer zurück und schreibt auf das fein säuberlich eingespannte Blatt: „Es handelt sich nicht um einen Staubsauger." Und es klapperte die Maschine, bis diese Geschichte fertig ist. „3d) bin der Gerichtsvollzieher!" Krischan hat ein weiches Herz. „Laß nur," sagt er zu feinem Freund, dem Drogisten, „wenn du der Frau die Farben verkauft hast, und sie will sie dir nicht bezahlen, dann holen wir uns selbst das Geld." Sprachs und machte sich auf, um die säumige Kundin zu strafen. Als ihm die Frau die Tür aufmachte, stellte er sofort einen Fuß in die Tür, sagte: „Ich bin der Gerichtsvollzieher", obwohl er ja eigentlich bloß Metzgergeselle ist, und wollte zur Pfändung schreiten. Die Frau wußte aber anscheinend aus Erfahrung, wie ein Gerichts- Vollzieher auszufehen hat, und wollte durchaus nicht auf das Vorhaben Krifchans eingehen. Jetzt wurde , der falsche Gerichtsvollzieher unsicher, spielte aber seine Rolle mutig weiter. „Glauben Sie mir nicht?" fragte er mit aller Überlegenheit, die er in dieser peinlichen Lage aufbringen konnte. „Dann kommen Sie bitte mit. Wenn es nicht stimmt, bekommen Sie zehn Mark". Das hätte er nicht versprechen sollen, denn jetzt lachte sich die Frau ins Fäustchen und kam natürlich mit. Auf der Straße ließ sie den Metzger von dem ersten besten Polizisten feststellen. Krischan fand, daß man viel zu viel Aufhebens mit ihm machte. Schließlich wollte er ja nur seinem Freunde zu dem rechtmäßig verdienten Geld verhelfen. Das Gericht war aber nicht ganz mit dem eigenwilligen Vorgehen Krischans einverstanden und verschrieb ihm 2 Monate Gefängnis wegen Nötigung. ßod)fd)ulnachrid)ten. Der ordentliche Honorarprofessor D. E. Foer - st e r von der Frankfurter Universität ist auf seinen Antrag von seinem bisherigen Lehrauftrag für Religivnsgeschichte und Religionsphilosophie, sowie von der Verwaltung der Abteilung für Ge- schichte der christlichen Religon des Historischen Seminars entbunden worden. Dem Lehrkörper der Universität gehört Professor Foerster weiterhin an. Pfarrer Dr. theol. Alfred Adam in Frankfurt a. M. - Berkersheim hat mit Wirkung vom Sommersemester 1934 an einen Lehrauftrag zur Abhaltung kirchengeschichtlicher Uebungen erhalten. 'Zeitschriften. — Das Aprilheft der „Berliner Monatshefte" (Berlin W 15, Quaderverlag) veröffentlicht Auszüge aus dem Tagebuch des russischen Kriegsministers Kuropatkin aus den Jahren 1898 und 1899. Diese Aufzeichnungen zeigen, daß auf rufst- scher Seite damals von Anfang an kein ernsthafter Abrüstungswille vorhanden war. Kuropatkin war der Ansicht, daß eine auch nur teilweise Rüstungsbeschränkung in der Zukunft von drei Faktoren abhängig fei: Wenn Oesterreich zerschellt, wenn Ruh- land in den Besitz der Meerengen gelangt sei und wenn Frankreich Elsah-Lothringen erhalten habe. Diese Voraussetzungen konnten natürlich nur durch einen für Rußland und Frankreich siegreichen Krieg gegen die Mittelmächte geschaffen werden. Die Aufzeichnungen Kuropatkins zeigen, wie notwendig es ist, die Geschichte auck bei der Behandlung der Abrüstungsfrage als Lehrmeisterin anzusehen. — Aus dem weiteren Inhalt des Heftes feien genannt die kritischen Würdigungen der Memoiren Lloyd Georges durch Professor Wtztjen und der Erinnerungen des Großfürsten Alexander durch Pros ssor Dr. Luckwaldt. ,en Wert und es berührt den militärischen eine mächtige Luftflotte zu unterhalten. Wo einem Mgstechnische Neuerungen bei den anderen rechnen zu können. Sie brauchen also hierfür nicht hoben ist. —ic. neues Drahthindernis bilden. einander gehen. Gez.: Friedrich Wilhelm/ ehrung keiner anderen nach fehle Ich hiermit, daß die en ... so be- von jetzt an. Kampfflotte bedeutet. ...... Wir haben nun die USA. in ihrer Militärpolitik ihrer militärgeographischen und politischen Lage Rechnung getragen? Betrachten wir zunächst das sich mit der S e e - i---- _ . , . bet der politischen Lage voraussichtlich zu s o f o r-! tigern Einsatz weit von der Heimat entfernt bestimmt sein werden, ist eine lange Dorbereitungs» zeit wie bei der Landmacht ausgeschlossen. Auch diesem Umstande haben die USA. in ihren Kriegsvorbereitungen Rechnung getragen. Sie haben eine jederzeit einsatzbereite Flotte meist moderner kampfkräftiger Schiffe mit fast der gleichen Tonnage wie England, der japanischen Flotte an Tonnage weit überlegen, gebaut. Das neue Bauprogramm siebt 220 000 Tonn-rn vor. Was die Bemannung betrifft, die ausschließlich durch Werbung gewonnen wird, so klagen allerdings ameri- In der Schweiz sind jetzt Bestrebungen im Gange, die Infanterie mit einem neuen Einheits-Maschinengewehr auszurüsten. Diese neue infanteristische Waffe S2—200 vereinigt in sich die Kampfkraft des leichten und die des schweren Maschinengewehrs. So kann es einerseits a u f dem Zweibein verwendet, kann andererseits aber auch auf einer Lafette aufmontiert werten könnten. .... Demnach find die USA. in der glücklichen Lage, Aus Frankreich kommt die Nachricht von dem beinahe phantastisch anmutenden Versuch eines Ge- wie Lv ----r-.----r- - . parat eines großen stehenden Heeres und großer Massen Kriegsgerät für die Ausrüstung des Heeres delsinteressenz- . ungehinderten Machtausdehnung Japans ruhig zusehen können. Sie müssen sich demnach für einen Zusammenstoß mit dieser Macht rüsten. Bekämpft kann das Jnselreich nur zur See und aus der Luft werden, ein Landangriff muß als aussichtslos angesehen werden. Wird die japanische Seemacht zerstört oder lahmgelegt und die Handelsflotte zum Stilliegen gezwungen, so ist der Lebensnerv dieses Inselreiches durchschnitten. Aber bei den riesigen Entfernungen von der Westküste Nordamerikas bis zu den japanischen Inseln — S. Francisco-Yokohama 8540 Kilometer = 4600 Seemeilen — ist es sehr schwer, deren Seemacht mit entscheidendem Erfolg anzugreifen. Dazu bedarf es nicht nur einer bedeutenden Flottenüberlegenhett, sondern auch genügender Z w i s ch e n st ü tz punkte zur Versorgung und Instandhaltung der Flotte, sowie eines riesigen Trosses von Begleitschiffen, die ihrerseits wieder durch Kriegsschiffe geschützt werden müssen, was eine erhebliche Schwächung der willige Aus bi ldungskurse geschaffen mit Uebungslagern, in denen das Gelernte vertieft, erweitert und vervollkommnet wird. Eine ausgiebige iqe Luftflotte zu unterhalten, zdu emtui - -eugtrager tunt, von ausscyiaggevenver dem Deutschen Reiche Rüstungsdeschran- verständigen Führern mH unDer^äItnt5» Mutung fein kann, fei es, um japanische Kriegs- .........ht dadurch ein Zustand Ausrüstungen geringe Erfolge Mit unverhaltms ^„^eifen ober Handelsschiffe zu vernichten, B P । fr Snkin nit&öl* |d es, um bie dicht beuölterten Städte und Industrie^ ß e n. Zu diesem Zweck ist ein stählernes Geschoß konstruiert worden, das Feldgeschützkaliber hat, dessen Wände aber besonders dünn sind. Angefüllt ist diese Granate mit durch eine Feder gespanntem, etwa zwei Millimeter starkem Draht. Der Geschoßkopf enthält eine Sprengladung, von hier führt eine Brandröhre zum Boden des Geschosses. Um diese Röhre herum liegt der erwähnte Drnht, und zwar entweder in seiner ganzen Länge, wobei seine beiden Enden oben und unten am Geschoßholraum be- y uumiuim --- ------ Aufgabe dieser Inseln denken, anstatt tm Gegenteil auf einer der Inseln einen starken von der Seeseite unangreifbaren Stützpunkt mit entsprechender Besatzung zu schaffen. Desgleichen wäre die Insel G u a m der Mariannengruppe bei Zweckentsprechendem Ausbau als Stützpunkt wertvoll. Wollen fie im Kriegsfälle mit Japan zu einer offensiven Krieg- führung schreiten, zu der sie gezwungen sind, wenn fie bas Inselreich niederringen wollen, so haben sie bisher das Schlachtfeld nicht genügend vorbereitet. Bei einer defensiven Kriegführung aber wurden alle Vorteile auf japanischer Seite liegen, da deren Seemacht den amerikanischen Seeverkehr über den Stillen Ozean nach Asien oder Australien lahmlegen günstigsten rfaue, oaß , Zapans mit mächtigen Großstaaten entgegentrate kaum denkbar sein, daß in kurzer Frist überlegene Landstreitkräfte auf dem Gebiet der USA. auftre« I Sruws« et neu fei «, «-»«•> bevölkerten Stab,- unb Jndnstr,-. Als Flotten-Zwischenstützpunkt im Stillen Ozean haben die USA. auf den Hawai- Inseln den Pearl-Harbour zu einer Manne- basis ersten Ranges ausgebaut und dort neben einer Anzahl Kriegsschiffe 180 Luftbomber stationiert. Aber auch dieser Stützpunkt ist von Japan immer noch 3400 Seemeilen entfernt, so daß er bei einem Seekrieg gegen Japan die Lebensfähigkeit der USA.» Flotte nicht in genügendem Maße erhalten kann. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet gewinnen die von Yokohama nur 1800 Seemeilen = 5 Flotten- tagemärsche entfernten Pilippinen erhöhten den. Mit Zweibein und Feuerdämpfer wiegt das Gewehr etwa 8V2 Kilo, während die Dreifußlafette weitere 12 Kilogramm wiegt, so daß das neue Maschinengewehr nicht unerheblich hinter dem Gewicht der sonst allgemein üblichen schweren Ma- schinen-Gewehren zurückbleibt. Es handelt sich bei der neuartigen Waffe um einen Rückftoßlader mit kurzem Rücklauf. Der Lauf ist von einem durch- lochten und so der Luft Zutritt gestattenden Man- telrohr umgeben und mit einem Sa./eindämpfer versehen. Eine besondere Konstruktion ermöglicht die Verwendung des Maschinengewehrs sowohl für Einzel- wir auch für Reihenfeuer, ohne daß zum Uebergang aus der einen in die andere Feuerart eine besondere Hebelstellung erforderlich wäre. Eigenartig ist bei dem neuen Schweizer Gewehr die Anordnung des Kolbens, der nicht, wie bisher allgemein üblich, im Winkel, sondern g e - raölinig nach hinten führt, wodurch beim Schulteranfchlag der unvermeidliche R ü ck st 0 ß nach oben fast gänzlich in Fortfall kommen soll. Diese Kolbenfüyrung macht naturgemäß auch eine Neuancwbnung der Zielvorrichtung erforderlich. Visier und Korn sind auf erhöhten Tragern angebracht, wodurch die Ziellinie ein wenig ge» wenn Retraite oder Zapfenstreich geschlagen worden, ins Gewehr treten, sodann das Gewehr präsentieren, wieder schultern und abnehmen, hierauf den Ezakot etc. mit der linken Hand abnehmen und ihn mit beiden Händen vor das Gesicht haltend, ein stilles Gebet, etwa ein Vaterunser lang, verrichten sollen. In den Feldlagern sollen die vor den Fahnen versammelten Trompeter oder Hornisten gleich nach beendigtem Zapfenstreich ein kurzes Abendlied blasen, nach welchen die vor den Fahnen aber Standarten, obne Gewehr, in Jacken ober Mänteln herangetretenen Eskadronen ober Kompagnien zugleich mit den Wachen das Haupt zum Gebet entblößen, nach dessen Ende, auf ein Signal mit der Trompete ober Trommel die Wachen aus dem Gewehr treten unb bie Kompagnien etc. aus- kann. . ... Angesichts biefer Schwierigkeiten nimmt es nicht Wunber, daß bie USA. sich nach Bunbes genoss en gegen Japan umsehen unb nur so ist ihre Annäherung an Sowjetrußlanb zu verstehen, bie noch vor kurzem ausgeschlossen erschien. Ob auf eine Unterstützung durch England zu rechnen sein würde, kann heute niemand voraussagen, wenn auch seine Handelsinteressen durch Japan schwerer geschädigt werden als je durch Deutschland vor dem Weltkriege. Immerhin deutet der Ausbau von Singapore als Flottenstützpunkt ersten Ranges darauf hin, daß England sich für alle Fälle vorfehen will. Jedenfalls ist die militärpolitische Lage der USA. unter dem Gesichtswinkel eines möglichen Konfliktes mit Japan gesehen zur Zeit nicht sehr verheißungsvoll und es ist anzunehmen, daß beide Teile auf diesen Fall hin weiterrüsten werden. Lagerstätte liegens Die erste Erwähnung dieses Abklopfens findet sich in dem „Artikel über den Neubestallten Adelburschen" vom Jahre 1596, darin es heißt: „... vielweiniger sollen sie auch nach geendeter malzeit und geschehenen Abklopfen ... länger zu fitzen nicht befugt, sondern sich ein Jeder an seinen gehörenden unb gebührenben Ort zu verfügen verpflichtet sein." In ber Tat wirb in ben alten Reglements unb Schriften nie von einem Zapfenstreich, fonbern von einem Zapfenschlag gerebet. So heißt es in ben Kriegsartikeln vom Jahre 1672 im § 19: „Maßen bann auch kein Solbat sich nach bem Zapffen Schlag in einigen Wirthshaufe ober auff ber Gaffen finden, noch der Wirthe Ihme nach bem Zapffen Schlag Bier reichen, fonbern wenn er betroffen wirb, ausgenommen unb exemplariter abgeftraffet werden soll." Noch 1713 unb 1724 kommt ber Name „Zapfenschlag" in ben Kriegsartikeln vor: „§ 11. Welcher Solbat nach bem Zapffen-Schlage sich in feinem Quartier nicht finben lässet, soll mit Gassen-Lauffen geftraffet werden." Die erste Wach-Instruktion, in ber vom Zapfenschlag bie Rebe ist, datiert aus bem Jahre 1610 unb ist von bem kurfürstlich brandenburgischen Oberstleutnant von Brahe ausgearbeitet worden. Die Einführung bes Zapfenschlages in Kur- branbenburg erfolgte 1636. In bem „Ebikt zur Herstellung ber guten Drbnung", gegeben am 29. August zu Cölln an ber Spree, heißt es: „Ferner gebiethen Wir, baß bes Adenbs, so balb bie Trommel geschlagen, welches allemahl, wenn es iu Unserer Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit 9 Uhr schlägt, geschehen soll, in keinem Schenck-Hause, es fey in denen Raths- ober Privatkellern ober Häu- I festigt sind, ober aber in zahlreichen Einzelspiralen, I immer abwechselnd rechts und links gewickelt und . durch eine dünne Blechscheibe getrennt. Nach bem gewährleistet. ' Abschuß bieses sonderbaren Geschosses setzen sich Anders als mit ben Landstreitkraften oerbalt es burcb die Entzündung entspannten Drähte ber- u nd ß u f t f [ p 11e- 7a ,öie'e I artig in das zerschossene Drahthindernis, daß sie NN- nnrnii<;hrhthrh au fofor-IJ>ei^cn Lücken vollständig schließen und nun mit ben Resten des alten ein unversehrtes Zapfenstreich. Von Karl Alexander pruß. Die ersten Angaben über ihn finden wir in ben Dien st Vorschriften der Landsknechte. Diese aus aller Herren Länder, aus allen Berufen und Ständen zusammengewürfelte Gesellschaft genoß keinen guten Ruf, weshalb bie Stabte es gern sahen, wenn bie Kriegsschar außerhalb ber Ort« 0 schäft ihr Lager bezog, denn man stelle sich vor, baß jebem Fähnlein ein ebensolch großer Troß an Weibern, Kinbern, Marketendern, Troßbuben, Gauklern unb Handwerkern folgte. Den Ordnungsdienst versah ber „Rum 0 rmeiste r", bem Aufsicht und Bestrafung bes Fähnleins unb bes Trosses oblag. War ein Lager aufgeschlagen, so begann in ihm ein munteres, reges Treiben, oft genug artete bie Fröhlichkeit zur Rauferei aus. Dann hatte ber Rumormeister mit seinen Rumorknechten alle Hänbe voll zu tun. Zu biefem Zwecke bebiente er sich eines Stockes, ben bie Landsknechte ben „Tröster" nannten. Der Rumormeister hatte bie Verpflichtung, jeben Abenb bie Stunbe festzusetzen, zu ber bie Insassen bes Lagers ihre Schlafstellen aufzusuchen hatten. Deshalb zog er mit seinen Knechten unter Begleitung von Trommlern unb Pfeifern, ausgerüstet mit seinem „Tröster", burch bie Lagergassen unb gebot Ruhe. Bei ben Krämern unb Marke- tenbern angelangt, wurde unter klingendem Spiel mit dem „Tröster" abgeklopft, d. h. auf ben Zapfen bes Fasses geschlagen 3 um Zeichen, baß von nun an niemanbem mehr etwas verkauft ober verzapft werben dürfte. Eine Halde Stunde nach bem Abklopfen mußte jeder auf feiner fern, einiger Wein, ober Bier mehr, benen Wein- unb Bier-Gästen gezapfet, fonbern biefelben nach Hause zu gehen angewiesen werben sollen." Dor 300 Jahren mußten also nicht nur bie Solbaten, fonbern auch bie Bürger bem Trommelschlag gehorchen unb nach Hause roanbern. „Zapfenstreich" taucht 1713 zum ersten Male auf unb wirb benn auch, sobald er von Kavallerie- Trompetern geblasen wird, „Retraite" genannt. Auch gibt es nunmehr recht ausführliche Bestimmungen, wie er in der Garnison, im Lager ober in ber Kampagne zu hanbhaben ist, bie allesamt darauf hinauslaufen, daß, wenn ber Zapfenstreich ge- schlaaen ober bie Retraite geblafen wirb, „kein Sauffen noch Lermen in den Compagnien, viel weniger bei) den Marquetenders seyn" sollten. Es waren bies die Bestimmungen über ben „kleinen" Zapfenstreich, bie bis 1808 bestehen geblieben sinb. Der „G roße Zapfenstreich" hingegen ist ein Vermächtnis der Freiheitskriege. Die blutige Schlacht von Groß-Görschen war am 2. Mai 1813 geschlagen. Nahe an 8000 Verbündete unb ebenfoDiele Franzosen debeckten bas Schlachtfelb. König Friedrich Wilhelm III. unb Zar Alexander von Rußland verweilten bis 22 Uhr auf bem Schlachtfelde und ritten die Fronten ihrer siegreichen Truppen entlang. Auf dem russischen Flügel angelangt, wurden sie mit einem Trommelwirbel begrüßt, ber in ben russischen Zapfenstreich überäing, dann fiel die Musik ein und spielte einen erhebenden Choral. Die Häupter entblößten sich, und nie mag ein inbrünstigeres Dankgebet emporgestiegen sein. Der Eindruck dieser Feier war so überwältigend, daß der König beschloß, den russischen Zapfenstreich in seiner Armee einzuführen. Am ber Unsicherheit, ben auch bie Eine Militärakademie für Kriegswirtschaft in USA. Die 1924 von ber Regierung ber Vereinigten Staaten von Amerika errichtete Militärakabemie für Kriegswirtschaft hat bie Aufgabe, Offiziere in ber Beschaffung aller für bas Heer nötigen Dinge im Kriege unb in ber Vorbereitung ber wirtschaftlichen Mobilmachung ausjubilben. Sie soll gleichzeitig bie umfangreichen Probleme ber in» buftriellen Mobilmachung erforschen unb in ben Reihen ber Wehrmacht Verstänbnis für bas neuzeitliche Wirtschaftsleben unb bie Arbeitsweise ber Jn- bustrie erwecken. Ihr Lehrkörper ist nur klein (ein Leiter, vier Lehrer). Darüber hinaus werben aber hervorragende Männer ber Wissenschaft unb ber Jnbustrje, bes Heeres unb ber Marine zu Vorträgen herangezogen. Fußenb auf ben Erfahrungen bes Weltkrieges, suchen sie an ber Hanb bes augenblicklichen Stanbes ber Technik ben Hörern ein Bild von ber fommenben Entwicklung zu geben. Besichtigungsreisen in bie Industriegebiete, Wirtschaftskriegsspiele unb Seminararbeiten ergänzten das Gehörte, stellen während des zehnmonatigen Lehrganges bie höchsten Ansorberungen an bie Auffassungsgabe unb ben Fleiß ber Schüler. I m Mobilmachungsfalle bilben ber Leiter unb bie Lehrer ber Schule ben Grunbstock f ü r ben Stab bes Kriegsinbustriebirektors, für bie ausgebilbeten Offiziere sinb bie verschieben» artigsten Posten in ber Leitung ber Kriegsinbustrie vorgesehen. H. N. unb seiner Reserven. Anbers steht es mit ben überseeischen Be - aHWlHHH1|) —......— .. sitzungen unb Interessen, besonbers im Stillen I geographischen unb -politischen Lage ber USA. vvr- Ozean. Die Kolonien sinb weit entfernt von [ finben fein. ber Heimatbafis und können, wenn nicht genügend .... gesichert, eine leichte Beute eines Angreifers werden. Besonders trifft dies für bie Philippinen zu, bie dem Zugriff bes voraussichtlichen Gegners Japan wefentlich näher liegen als bem Mutterlande. Für diese Inselgruppe kömmt noch hinzu, daß die Bevölkerung durchaus unzuverlässig, wenn nickt ben USA. feindlich gesinnt ist. Wenn in ben USA. nicht selten bie Frage erörtert wird, ob es nicht besser wäre, ben Philippinen volle Selbstänbigkeit zu geben, mit anderen Worten, sie a u f 3 u g e b e n, so mag wohl bie Befürchtung mitsprechen, baß sie gegen einen ernsten japanischen Angriff boch nicht ^rfcheincnbe ~tDirb° in einem „ i n b u ft r i e 11 e n Zu halten fein mürben. Mobilmachungsplan festgelegt. Aber abgesehen von den territorialen Besitzungen • • haben bie' USA. im Pazifik so erhebliche Han - 5. Juni war ein Waffenstillstand abgeschlossen und bis zum 10. August verlängert worden. Während dieser Zeit brachte er seinen Plan zur Ausführung, doch ist der Tag, an dem zum ersten Male in den Quartieren Reichenbach, Schweidnitz und Peters- walde in Schlesien die russischen Klänge von preu» bischen Truppen gespielt wurden, nicht mehr zu ermitteln. Am Tage des Wiederbeginns der Feindseligkeiten erließ der König folgende Kabinetts- Ordre: „Da bei allen Armeen der jetzt mit uns verbündeten Mächte der Gebrauch stattfindet ... des abends nach beendigtem Zapfenstreich (Retraite) ein Gebet zu verrichten, ... es mein Wille ist, daß Meine Truppen auch in Hinsicht auf die Gottesver» WÄt ÄS-ÄS 'S gegen Angriffe mächtiger Gegner gesichert. Der Ge- to"teunbQlüMta unb vervollkommnet wirbln- politische Geschlossenheit und militärische Kraftmög-, Werbearbeit in ber jugendlichen Bevölkerung sorgt Uchkeit wie die USA. erlangen konnten, ist wohl dafür, daß möglichst weite Kreise fur den Wehrge- minbeftens auf ein Menschenalter in bas Reich ber , banken begeistert werben. Besonbers wirb' b 1 e »3u • UtoX Tu verweisen. Im Uebrigen ist wohl ohne! ge nb ber, höheren^ weiteres anzunehmen, baß bte USA. einer solchen Lage rechtzeitig vorbeugen würben, inbem sie sich auf ben Lanbengen von Mittelamerika starke strategische Stellungen schaffen würben, um bie Entfaltung stärkerer Kräfte gegen Norbamerika zu vereiteln. In ber Panamakanalzone haben sie dies bereits getan. Mit bem in ber Südostflanke ber USA. liegenden Mexiko würben sie wohl ziemlich rasch fertig werden. Im übrigen sind die USA. nach allen Seiten durch das Meer gegen Landan- griffe gesichert. Selbst nach völligem Verlust ihrer Seemacht würde es auch in bem für die USA. un- Die militärische Lage ber USA., bie auf beren Lanbheer. Die USA begnügen sich ihrer Lage Militärpolitik selbstverstänblich entscheidenden Ein- entsprechend mit einem 11 e ine n . / fluß haben muß, unterscheidet sich grundlegend von langbienender Mannschaften m , • der der europäischen Mächte. Diese liegen eng zusam-1 mäßig starken OstlZierskorps. D f. etrje&en men und find bis auf England Landangriffen ^gesprochenes Ra hm e h .!> acn)mermQ&en ausgesetzt. Ihre Hauptstädte und Industnezen- im Wesentlichen b e Aufgabe ^ufallt, gewifsermatzen tren, auch die Englands, können in wenigen Flug- als Lehrtruppe alle taktischen u ) sch ftunhpn non P u f t a n a r i f f e n getr 0 f en ! chntte auszuwerten und den Führer- unb ^usvii- werden. Diese Erwögunge?i zwingen die europäi- dungsstamm für ein im (dien Krobmäckte ein in kürzester Zeit mobilzu- f ßeres Heer abzugeben. Ohne Zweifel haben Die machendes, mit allen Errungenschaften der Kriegs- Nordamerikaner aus ^fahreT daß ein nicht t-chn» H°.r. eine starke Flatt- und St° haben «,. ««! n L»b° - sahr^daß e^n mcht In ber 1924 geqrünbeten „heereswirt- »u Eteidia-n^da^st "einer schaftlichen Akademie" werden besonders - *- - ' nicht befähigte Offiziere bes stehenben Heeres über bie - ' Grundsätze des Kriegsbeschaffungswesens und ber inbuftriellen Mobilmachung unterrichtet. Heute sinb bereits über 300 Offiziere auf biefer Akademie ausgebildet worden. Unzweifelhaft wird durch diese vorausschauenden Maßnahmen bie Beschaffung aus» reichenben Kriegsgeräts in dem industriell hochentwickelten Lande in verhältnismäßig kurzer Frist Wehr und Waffen. Die MlÄpoM der Dereinigien Staaten . ÄM 1 l „ i An Luftftreitkr ästen sind neben zwei Von E Wegen, Oberstleutnant a. L). Lenkluftschiffen und zahlreichen Feffelballonen starke Flugzeugbestänbe vorhanden unb benannt. Größter Wert wird auf überseeisch zu verwendende Flugzeuge gelegt. Hierin besitzen die USA. mit etwa 1000 bie stärkste Uebersee-Luftflotte ber Welt. Ein neues kurzfristiges Bauprogramm sieht weitere 600 vor. Außer fünf großen Flugzeugmutterschiffen, bie ebenfalls vermehrt werben sollen, ist jebes Linienschiff und jeder Kreuzer mit Katapultvorrichtung und zwei bis drei Flugzeugen ausgerüstet. Es ist ja auch zweifellos, daß gerade bei ben Schwieng- ern, teilen, bie ein Kampf gegen bas japanische Jnsel- „„„ reich bieten würde, eine ber jepanischen weit über» Sie haben am eigenen Leibe erfahren oap ein Nicht ßuftf(otte bie «ch auf entsprechenbe Flug- gründlich ausgebildetes und nicht reichlich mi zeugträger stützt, von ausschlaggebender Degen d ber höheren Lehranstalten und Hochschulen erfaßt, aus ber man einen starken Führerstamm bilden will. Diese Werbetätigkeit hat einen sehr beachtlichen Erfolg gehabt. Sie hat bas vor dem Weltkriege teils militärisch gleichgültig teils sogar durch-, aus antimilitaristische Volk in weiten Schichten mit wehrhaftem Geiste erfüllt. Die Ausbildungsergeb- nijfe werden von Sachverständigen als recht gut be-; xeichnet und schon jetzt ist ein erheblicher Bestand I an Unterführern vorhanden. Es unterliegt also fei- Zwar redet man allgemein mit frommem Augen- ! nem Zweifel, daß im Ernstfälle zu dem stehenden aufjchlag von Frieden und „Abrüstung das hindert fieere nicht nur sofort ein beträchtlicher Stamm an aber nicht, daß man überall in der Well mit Hoch- D„mamt wuroe es «ua, m „t„. ,u. -----^..'au-gebildeten Führern und Mannschaften .treken druck an der Vervollkommnung I-mer Kr.eg-wert. günstigsten Falle, daß ihnen »n^indlick^Bür^nis lann^..^-rn^da^dEber zeu^ge seine Schlacht- vorhanden ist. schiffe mit neuen P a n z e r g r a n a t e n für die 38- roofetn hiefe übe« MS bi. europäischen Mächte den kost,pwttgen Ap. schöpfen werdem Die Ersahrungen desWEr.eges «° j^^^^inkel^bis zu 30 'Grad^uszusehen df° LLLigüng 7n 2°Mllione7 K7iwiMge suchte. Ferner ist d°b n°u° Geschoß m t emer bereitfanben, scheinen ihnen Recht zu geben. Zeit Sprengoerzogerung versehen, so aß S chf zur Ausbildung dürft,., b-i ,d»Linstigen Mlllar-^ den Panzer^ ^*1W .UnHht Joll in ihrer Wirkung alles bisher Daaewcfene über- . ,, , , , r r . treffen, fie ist bie Krönung ber zahlreichen Ver- Für bie Ma ter lalbe schaff ung sinb um» ,1* bie' ^it ber Skagerrakschlacht seitens der maß- fangreiche Vorbereitungen getroffen worden. Alle ' bJenöen 'bellen der britischen Marine angestellt Fragen des Kriegsbeschaffungswesens werden von ^Qrben finb/ pochdem sich damals die Unzulänglich- einem besonderen Kneassekretar geprüft. Ihm liegt (eit ber bi5 ^hin gebrauchten englifchen Granaten die Aufgabe ob, einen Beschaffungsplan für Kriegs- qenüber ben deutschen Panzerplatten herausge- gerät im Frieden unb bei her Mobilmachung auf-- » » zustellen. Nicht weniger als 3833 Gegenstänbe stehen ' * auf der Dringlichkeitsliste. Etwa 15 400 Fabriken. sind im Voraus für die Beschaffung von Kriegs- Aschen er an »enteil eeseite r Beisel Zechen. Löenn den sie «eitet, en alle n See- 'r den mlegen 5 nicht "offen \ 'hre rstehen, Ob aus rechnen wenn hwerer ar dem 1 von langes orfehen r \JU. anslittes nßungs- eile aus i. tu. N das ußlaseüe 06 neue dem Teen Ma- sich bei ober mit n durch- tn Man- ipfer ner. glicht die oohl für daß zum Feuerart h märe, imefjr die licht, wie lern ge- irch beim lückstog kommen maß auch erforder- Tragern Denig ge> —le. ■21. bereinigten ibemie für re in her Dinge im i. Sie M e der in» ib in den as neuzeit» ise der In» ■ klein (ein erben aber t und der Borträgen imgen des des äugen- m ein Bild den. Befich' Wirtfchalts» injten das tigert Lehr' i Die Aus» fauler. Im Leiter und i für den rektors, verschieden' il’usPÄ Ulale m den e Aablnetts .«* <; (jetwite> H# en "Jt an. von eLor» tzs SsS *Ja, ver* er lon«' ben i»i,# . „ 0p starkes Angebot in Spinat, in Spergeln gut Für Untersuchungshaft als verbüßt M Im S-pt-mb«- letztere gingen die Preise etwas zuruck, für Zwie- V.J. mar das Iagdhaus des Angeklagten abgebrEt dein zagen sie etwas an. Der Verlaus war nur Da man ihn der Brandstiftung verdachtlM wurde teilweise zufriedenstellend. Es erzielten: Blumen- er in Untersuchungshaft S°n°mmen, spater -dach fohl, Steige 12 und 18 Stück, 250 bis 400 (ital); wieder mangels ausreichenden Nachweifes auf freien Wirischast freien 8.25: musik. Montag, 30. April. Sittig. „Liebe (gegen 1814) Stück geräumt. Für Schafe kam infolge des geringen Auftriebs keine Notiz zustande, bei Lämmer und Hammel das Angebot auf die Dividentenkürzung hin hat wesentlich nachgelassen, auch Siemens, Gesfürel und Licht und Kraft je 0,50 v. $)., Bekula 1,13 v. H. höher. Im einzelnen eröffneten Norddeutscher Lloyd 0,40 d. $)., Reichsbankanteile 1,25 v. H., dement Heidelberg 0,25 v. H. freundlicher, nur Kunstseide, aktien lagen um 0,40 bis 0,75 v. H. schwächer. Der Neubesitzanleihemarkt lag wesentlich ruhiger und hatte zunächst 0,13 v. H, Kursgewinn. Altbesitz und Stahlverein-Bvnds lagen mit plus 0,50 bzw. 19.50: Sportnachrichten. 20: Vom Reichsfender Berlin: Konzert. 22.20: Hörbericht von den Europa- Meisterschaften im Amateur-Ringen in Rom. 22.40: Vom Deutschlandfender: Tanzmusik. 24 bis 2: Nacht- LV IC uc L lliuiiycti» UVV.. - / — ' Fuß gesetzt. Gestern war Gegenstand der Anklage die Tatsache, daß der Angeklagte der Versicherungsgesellschaft gegenüber den Wert des m dem av- aebrannten Jagdhaus befindlichen Inventars zu hoch angab. leicht erhöhtem Kurs. Im Verlaufe war die Neubefitzanleihe bei anhaltendem kleinem Geschäft mäßig erholt. U. a. notierten: Neubefitzanleihe 17,45 bis 17,50, Altbesitzanleihe 95,50, 6proz. Stahlverein 70,25, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,40, DD -Bank 57, R"ichs- bank 148,25, Gelsenkirchen 63,50, Harpener 90,25, Mannesmann 66,25, Phönix 50,50, Rhein. Braunkohlen 218, Rheinstahl 91, Stahlverein 42,75, Aku 60.75, Bekula 127,50, Bemberg 65,50, Conti Gummi 142,75, Scheideanstalt 182, IG. Farben 138,13, Gesfürel 97.50, Metattgesellfchaft 80, Schuckert 91,50, AG für Verkehrswesen 66,50, Norddeutscher Lloyd 29,25. frankfurter Obst- und (^emüfemarkt. Frankfurt a. M„ 27. April. Gemüse: Reichliche Zufuhren in ausländischem Kopfsalat, Umsätzen bis auf 18,55nach 18,25v.H. erhöht, später liehen sie bann auf etwa 18,50 v. H. nach. Altbesitzanleihe und andere Reichswerte lagen unverändert, für Reichsmark-Anleihen zeigte sich weiter kleine Nachfrage zu letzten Kursen. Stadt- und Staatsanleihen lagen ruhig und unverändert. Auch der Pfandbriefmarkt zeigte im wesentlichen gut behauptetes Kursniveau, Liquidationspfandbriefe lagen etwas uneinheitlich. Von Industrie-Obligationen blieben 6 v. H. Fürstenbe^g-Brauerei angeboten. Tagesgeld war zu 3,75 v. H. nach gestern 4 v. H. wieder etwas leichter. Abendbörse sehr still. Mangels nennenswerter Anregungen verkehrte die Ab'endbvrfe in stiller Haltung, zumal neue Rundfunkprogramm Sonntag, 29. April. schnitzel 10 15. Das Mehlgeschäft war weiter schwierig und schlepvend, was im Hinblick auf die zum kommenden Monatsbeginn erhöhten Preise überraschte. Roggenmehl war aus Norddeutschland drängender angeboten. Die Preise blieben unverändert, die zweite Hand bot jedoch zum Teil billiger an. Wochenbericht vom frankfurter Schta^tviebmarkt Die Beschickung am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in der abgelausenen Woche allgemein merklich geringer als vor acht Tagen. Dadurch wurden nicht nur Preisrückgänge vermieden, sondern auch das angebotene Vieh fand glatten Absatz, so daß lieber« stand nirgends zu verzeichen war. Für die zur Zeit stabile Preislage dürfte auch die Tatsache beitragen, daß für die Abfälle des Schlachtviehes, wie Häute und Klauen u a., gute Erlöse erzielt werden. Der Rindermarkt war mit 1265 Stück um 184 Tiere weniger beschickt. Während Kühe um 1 Mark anzogen, blieben die Preise für Ochsen, Bullen und Färsen unverändert. Nach mittelmäßigem Handel wurde ausverkauft. Ain Kälbermarkt erhielt sich weiterhin eine befriedigende Nachfrage, gute Kälber notierten wie In der Vorwoche, während geringe Tiere eine Erhöhung um 2 bis 4 Mark aufwiesen. Bei mittel- kohl, Steige 12 und 18 Stück, v—,, Gelbe Rüben 8 bis 10; Salatgurken (Treibhaus) 25 bis 45; Kartoffeln (gelbe), per 50 Kilogramm 330 bis 350; Kohlrabi (Treibhaus) 10 bis 15; Kopfsalat 8 bis 15, do., Steige 30 Stück, 250 bis 350 (holl.); Lattich 12 bis 15; Schlüpfer 15 bis 20; Rettich 15 bis 35; Römifchkohl (Treibhaus) 25 bis 30; Rotkraut 5 bis 9 (holl.); Sellerie, je nach Größe 5 bis 20; Spargel I 37 bis 40, II 30 bis 34, Suppenspargel 20 bis 22, Spinat (Gärtner) alt 3 bis 4, neuer 5 bis 6, Pfälzer 2 bis 2V2; Weißkraut 7Vs bis 9 (holl.); Wirsing VI2 bis 9 (holl.); Zwiebeln (Gärtner), 50 Kilogramm 700 bis 750. Obst- und Gemüse: Ausreichendes Angebot in Aepfeln und Apfelsinen, Preise fast unverändert. Absatz in Aepfeln befriedigend, in Apfelsinen mäßig. Es erzielten: Aepfel I 20 bis 25, II 16 bis 18, Wirtschaftsäpfel 12 bis 14, amerikanische Aepfel, Kiste etwa 40 Pfund (rote), 800 bis 950. Katholische Gemeinden. Samstag, den 28. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 29. April. 4. Sonntag nach Ostern. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommu- nion; 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Pre. bigt; 14.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30. Hochamt mit Predigt. — Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 30. April. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 1. Mai. Gießen. 8 Uhr: Hochamt; Festgottesdienst; 20: Maiandacht. . Mittwoch, den 2. Mai. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Donnerstag, den 3. Mai. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. Freitag, den 4. Mai. Gießen. 6.45 Uhr: Segensamt; 20: Maiandacht. — Lich. 7.15: Segensmesse. veffenllicher Sonnlagsdienfl. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leie» ^Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst $ ©5t ab tUp oft amt: Für Schließfachabholer 7 © a^^tä 15 t o I o nn e : Telefon 2500. A § rzte: Fräulein Dr. Gürtler, Sanitätsrat Dr. Schliephake. Zahnarzt: Dr. Fischer. Apotheke: Engelapotheke. Sladtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfarrvikar Balz; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrvikar Balz. — Johannes- kirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; Christenlehre für die Neukonfirmierten der Iohan- nesgemeinde; 9.30: Pfr. Bechtolsheimer ; 11: Km- derkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtols- Heimer; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; psr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Christenlehre für die Neu- konfirmierten (Knaben) der Luthergemeinde; 11: Kind.erkirche für die Luthergemeinde; Psr-Lenz. — pelruskapelle. 8.30: Christenlehre für die Neukonfir- mierten (Mädchen) der Petrusgemeinde; 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. — Saat der neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld Wieseck. 9.30: Beichte; 10: Hauptgottesdienst (Chor- schule); im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kol- lekte. — Allcn-Vuseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls; Kollekte; 13: Christenlehre. — Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Kantategottesdienst; anschließend Abendmahl; II. Kollekte. — Albach. 12.30: Kantategottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst, Pfr. Sucker (Gie- ßen); anschließend Beichte und hl. Abendmahl; Kol- lekte für die Arbeit der Kirchenmusik. — Kirchberg. 10- Gottesdienst; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Mainzlar; Kollekte. — Mainzlar. 13.30. — Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienst (Kan- tatefeier, Kirchenchor, Posaunenchor); Kollekte; 13: Kindergottesdienst. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — rvahenborn-Slem- berg. 9.15: Beichte; 9.30: Predigtgottesdienst; im Anschluß hl. Abendmahl (weibliche Jugend); 11: 1 Kinderkirche. — Garbenteich. 10: Gottesdienst; Schu- ; lerchor; anschließend Christenlehre — Hausen. 13: Gottesdienst; Schülerchor. — Dich. 0-30: Stifts- ' dechant Kahn; Posaunen- und Kirchenchor; Kollekte; 12.45: Kindergottesdienst, 14: Stiftspfarrer Draubt. ' — Langsdorf. 10: Christenlehre; 11: Hauptgottes. 1 dienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst — ' hunaen. 9.45: Kantate-Festgottesdiensf, 20: Kantate- ' Abendfeier. — Langd. 13: Kantate-Festgottesdienst; ' danach Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, ben 28. April. Sladtkirche. 20.30 Uhr: Kantateoesper (Mitwirkung von Kirchengesangverein und Choralvereitu- - gung). Sonntag, den 29. April. Kantate. erhöhte sich der Preis um 2 Mark auf 36 bis 38 Mark für Stallmasthämmel. Die Gesamtzufuhr von 43 (64) Stück wurde glatt verkauft. Die geringere Beschickung am Schweinemarkt (4247 gegen 4465) drückte sich bei mittelmäßigem Geschäftsgang in einer durchschnittlichen Preisbesserung von bis 4 Mark aus. Für fette Speckschweine wurde ein Preis von 50 Mark für 1 Zentner Lebendgewicht erzielt. * Die Lahnfchiff ahrt im März. Im Verkehr auf der kanalisierten Lahn wurden im Monat März 9174 Tonnen verfrachtet Hiervon entfallen 1598 Tonnen auf den Berg- und 7585 Tonnen auf den Talverkehr. Gegenüber dem Vormonat und dem gleichen Zeitraum des Berichtsmonats im Jahre 1933 ist eine Steigerung im Verfrachtungsgeschäft festzustellen. * Wiederinbetriebsehung eines wei- teren Hochofens auf der Friedrich- Alfred-Hütte. Die Friedrich-Krupp-AG. hat auf der Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhaufen den Hochofen, der vor mehreren Jahren stillgelegt und 6 Uhr: Choral. 6.05: Gymnastik. 7.10: Von Kas- sei: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.20: Mittagskonzert II. 14: Mittagskonzert III. 14.40: Stunde des Liedes. Volkstümliche Duette der Romantik. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: „Friedrich Lienhard. Zu feinem fünften Todestage." Vortrag von Dr. Christian Hallier. 17.45: „Berufsarbeit als Heilmittel." Vortrag von Wilhelm Michel. 18: Stunde der Jugend. Was bedeutet uns die deutsche Märchenwelt? 18.25: Französischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Paul Laven: Stegreiferzählung. 19.15 Lieder der Bewegung. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation. Die Münchener Geiselmorde. Kurzhörspiel von Werner Pluecker. 20.45: Max Reger 21.30: Lied von der Arbeit, Hörfolge mit Musik von Heinrich Lersch. 22.20 bis 23.40: Reichssendung: Hörbericht vom Empfang der Arbeiterdelegationen zum 1. Mai 1934 23.45: Reichssendung: Übertragung vom Brocken: Hitler-Iugendfeier. Mit einer Ansprache des Reichsjugendführers B. von Schirach. Große Strafkammer Gießen. Ein ehemaliger Gastwirt wurde wegen eines versuchten Versicherungsbetrugs zu einem Monat Gefängnis verurteilt, der durch die erlittene 6.15 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. Morgengymnastik. 8.45: Choralblasen zur Reichskantatefeier 1934, veranstaltet vom Amt für Kirchenmusik Frankfurt a. M. 9: Evangelische Morgenfeier anläßlich der Reichskantatefeier 1934. 9.45: „Amor Dei!" (Gottesliebe). Gedichte von Juga Krannhals- Russell. Kammermusik. 10.15: Katholische Morgenfeier; Maria, Maienkoniain? 11: Aus der „Harmonie" Mannheim: Eröffnung des 3. Deutschen Bruckner-Festes. 12: Mittagskonzert I. 13.15: Mittagskonzert II. 14.30: Stunde des Landes. 15: Kafperlstunde. 16: Nachmittagskonzert. 17: Nachmittagskonzert. Alte Tanzmusik. 18: „Der Himmel im Mai. — Welche Wirkungen gehen von den Gestirnen aus?" Vortrag von Professor Edmund 18.20: Fröhliches Zwischenspiel. 18.45: in Irland." 19.25 bis 19.30: Volksmusik. Wochenbericht vom Frankfurter vroduktenmarkt. Die Allgemeinstimmung am Frankfurter Getreide- aroßmarkt blieb in der abgelaufenen Woche, mit Ausnahme des Futtermittelmarktes, ruhig. Das Angebot aus der ersten Hand hielt sich m engen Grenzen. Ledioüich aus Norddeutschland kommen anhaltend große Mengen Roggen heran, der aber wegen seines bereits nicht mehr vollen Hektolitergewichts nur ungern gekauft wird. Infolge des Festpreis- fystems blieb dieses Moment auf den Roggenpreis, der mit 173 Mark per Tonne unverändert notierte, ohne Einfluß. Das wenige Angebot der Landwirtschaft blieb bereits bei den Landrnuhlen, die noch verhältnismäßig gut aufnahmefähig sind, hangen. Am Weizenmarkt war der Umsatz minimal, den Grvßmühlen mangelt es weiterhin an Lager- raum, zumal das Mehlgeschäft weiter schleppend war. Das Weizengeschäft hat ferner dadurch eine Einengung erfahren, daß Tauschoperativnen von Weizen gegen Mehl nach einer Verfügung des Frankfurter Getreidegroßmarktes verboten sind und Zuwiderhandlungen mit strengsten Maßnahmen geahndet werden, weil in dieser Art von Geschäften eine Sabotage der Verordnung des Reichsernährungsministers über die Mühlenfestpreise für Getreide erblickt wird. Der Mühlenankaufspreis blieb nominell 203 Mark per Tonne. Sommergerste war bei kleinerem Angebot um 2,50 Mark auf 170 bis 172,50 Mark per Tonne befestigt, ferner setzte sich am Hafermarkt infolge des knappen Angebots und der lebhaften Nachfrage eine weitere Erhöhung der Preise um 3 Mark auf 162—164 Mark per Tonne durch. Am Kraftfuttermittelmarkt blieb die Haltung fest. Die Preise haben fast samt und sonders eine durchschnittliche Erhöhung um 10 bis 20 Pf. je 100 Kilogramm erfahren. Das Angebot Kundschaftsaufträge fehlten und die Spekulation im Hinblick auf die im Gang befindlichen Transfer- Verhandlungen und angesichts der morgigen Generalversammlung bei IG. Farben eine abwartende Stellung einnahm. Das Interesse erstreckte sich fast „ nur auf die neuerliche Abwärtsbewegung der Neumäßigem Geschäft wurde der Auftrieb von 1548 • befi^anleihe, die auf 17,45 v. H. zurückfiel, nachdem ' 1 j schon am Mittagsschluß ein Rückgang von 18,55 auf 17,90 o H. eingetreten war. Dem Angebot stand nur wenig Aufnahmeneigung gegenüber. Die übrigen Marktgebiete wurden hiervon nicht berührt und zeigten zwar etwas uneinheitliche, aber doch meist aul behauptete Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß. Für Gesfürel machte sich auf den günstigen Abschluß hin etwas Nachfrage bemerkbar bei in der Zwischenzeit mit einem Kostenaufwand von rund 2,5 Millionen Mark unter Anwendung aller technischen Neuerungen umgebaut worden ist, nunmehr wieder in Betrieb gesetzt. Dadurch werden, in Verbindung mit der entsprechenden Mehrbeschäftigung von Neben- und Nachbarbetrieben, weitere 250 Arbeiter neu eingestellt. Frankfurter Börse. IHittagsbörfe etwas fester. Frankfurt a. M., 27. April. Die Börse hatte eine festere Entwicklung. Nach der Schachtschen Rede wird ein besseres Verständnis unserer Auslandsgläubiger und damit ein Erfolg der heute beginnenden Transfer-Verhandlungen erwartet. Außenpolitisch ist die jüngste Entwicklung zu einer besseren Beurteilung in den großen Fragen der Abrüstungspolitik usw. geneigt. Zu den Anregungen aus der deutschen Wirtschaft kommt der Kurserholung die markttechnische Situation der Börse zustatten, da die schwachen Positionen in den letzten Tagen erledigt sind. Die Anlagekäufe der Bankkundschaft und die Rückdeckungen der Mitläuferschaft konnten bei ziemlich ruhigem Geschäft allgemein nur zu höheren Kursen befriedigt werden. Farbenindustrie lagen etwas lebhafter und 0,75 v H. höher, angeregt durch die morgen stattfindende GV. Deutsche Erdöl gewannen 1,50 v. H., Scheideanstalt 0,25 v. H. Montanwerte setzten ihre Erholung fort, vor allem Klöcknerwerke um 2 v. H., Gelsenkirchen um 0,40 v. H., Laurahütte um 0,90 v. H. und Rheinische Braunkohlen um 2 v. H. befestigt. : Arn Elektromarkt waren Schuckert 0,50 v. H. erholt, war allgemein knapp, die Nachfrage nach prompter Ware war weiter lebhaft. Es notierten: Weizenkleie 11, Weizenfuttermehl 11,90, Roggenkleie! - -- —~ ~ v- 11,20, Soyaschrot 15,65, Palmkuchen 14,15, Erdnuß- 1,25 v.H., fest. Reichsmark-Obligationen 0,25> bis hieben 16,50 bis 16,75, Treber 14.20, Trocken- 0,50 v H hoher verlangt. Don Auslandsrenten - - - lagen Anatolier 0,50 v. H. fester Im Verlaufe blieb die Umsatztät'gkeit auf allen Marktgebieten recht klein, das Kursbild war gegen den Anfang so gut wie unverändert. Einzelne Montanpapiere zogen noch leicht an und auch die wenigen noch später notierten Werte lagen meist um 0,25 bis 0,50 freundlicher. Am Rentenmarkt waren Neubesitz bei größeren Mainzer (tzetreidemartt Mainz, 27.April. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis k 100 Kilo loko Mainz) in Mark: Weizen 20,20, Roggen 17,10, Hafer 16,50, Braugerste 17,75, Jnduftriegerste 17 bis 17,25, Malzkeime 13 bis 13,25, südd. Weizenmehl Spez. 0 30,40, Roggenmehl 0 bis 60prozentig, nordd., 24, dasselbe südd., 25,25, Weizenkleie, fein, 11 bis 11,10, dasselbe, grob, 11,50 bis 11,60, Roggenkleie 11,25 bis 11,75, Weizenfuttermehl 11,90, Biertreber 14,10 bis 14,25, Sojaschrot 15,50, Trockenschnitzel 10 bis 10,15. Tendenz: bei kleinem Geschäft ruhig. Kölner Bnttcrmarkt. K o l n , 27. April. Deutsche Markenbutter 126 (zuletzt 126), deutsche Molkereibutter, feine 123 (123), deutsche Molkereibutter 119 (119), deutsche Land- butter nicht notiert. Allgäuer Butterrnarkt. Kempten, 27. April. Deutsche Markenbutter (Tonnenware) 123 (zuletzt 123), deutsche (Allgäuer) feine Molkereibutter 120 (120), deutsche (Allgäuer) Molkereibutter 117 (117), deutsche Landbutter entsprechend niedriger. Kurszettel der Berliner und Kranksurter Börse Reichsvankdistoni 4 o H Lornbardzinsfuß 5 o H Frankfurt a. 2R Devisenmarkt Berlin Berlin Frankiuri a. 2)1. Datum | 26-4- | 27.4. 27.4. 26-4- Datum 26,5 26,5 26,5 93,1 42,8 93,5 3 91 91,25 91,25 90,5 90,5 o 34,5 95 95 94,75 94,65 92,25 91,5 91,5 91,5 1,5 Elekrr. etefcrunflSflelenfcfiaft . 6 90,25 90 Banknoten. "Mes 91,75 Berlin, 27.April' 92 94,25 94 94 10 22,25 0 0 6,7 6,6 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben öte f)oi)t Oet zuletzt beictiicllenen Dividende an -I 169 I 95,5 17,5 94 97,9 95,6 17,7 94 97,9 o 0 12 0 0 91,5 134,5 118 61,75 66,13 48,25 41,65 47 56 95,4 18,15 99,9 92,25 95,4 17,9 6 5 0 0 0 62,65 66,25 57 61 148 0 0 0 0 10 0 0 01 0 0 0 0 0 0 0 138,5 181,75 61,75 54,75 80,25 Schluß- fürs 96,25 99,9 92 94 97,9 0 0 0 0 0 29,25 66,5 ■5,75 15,25 25,5 127,5 98,25 104,4 55,75 97,5 ■1,75 91,5 134,5 72,13 113,5 63,5 90,25 25,5 126,75 98,5 104 55 5,75 . 9 0 0 0 29,13 66,75 85,25 15,25 19,5 160 172 139,5 95,75 99,0 ^2,25 Schuckeri & Co. Siemens & Halske. Lahmeyer L Co . *8,75 100 113 -12,25 63,5 90 111,4 61 65,5 Schluß. Mittag- börse 25,4 127,5 99,9 104,5 55,25 97,25 92 91,65 133,75 72,13 113 63,65 90,65 73 139 112,25 62,75 66 71,75 112 b3,65 90 71,65 138,5 112 61,5 65,4 57 60 146,5 Buveru» ................. Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Harpener .............. Voesch 6tfeo—Ä61n-g?euefleB Me Bergbau ............ glfe Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ............. Mannes mann-Rübreu 57 60 146,75 57 61 148,25 A.E.G. Bekula 99,9 9° pamvurg-AmeNka-Pakei Hamburg-Südam. Dampfschiff Hansa-Dampfschifs Norddeutscher Lloyd A.G. für Verkehrswesen Aki. Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Bank Deutsche Bank und Discout» Gesellschaft ............ Dresdner Bank ............. RetchSbank Helfingf«.. Wien ...... Prag BudapeG ... Sofia ...... Holland .... Oslo ...... Kopenhagen. Stockholm London ... Buenos Aires Neuyork ... Brüssel Italien Parts...... Schweiz.... Spante».... Danzig..... Zavan ...... iRw de Jan. . ^ugoslawte». Lissabon .... Kaliwerke Westeregeln ....... 6 106,75 Kaliwerke Salzdetfurth .... 7%| — 7,5 ',55 4% desgl. Serie 11 5% Rumän. oereinh. Rente v. 1903 4V,°/oRumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische oereinh. Rente 2V4% Anmolter _________ _________tse 6y.% ehem 4V,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe 26,13 23,5 29,13 65 85,5 15,25 22,5 1,15 7,3 7,2 7,55 8,25 6,65 8,65 6,5 22,25 1,15 7,65 7,55 7,55 8,6 6,5 '9,25 65 86 5.25 22 1,15 7,5 7,3 7,5 8 8,65 Ltch> und Krasi .. g Sillen & Guilleaume .. 0 esellsch.s.lLlekn.Unternehmung 5 Rheinische Elektrizität Grttzner.................. «I Matnkrastwerke Höchs! 4 Süddeutscher Zucker 8| Schultheis Payenhorer 21hi (Allgemeine Kunstseide) Bemberg Hell stoss Waldhof Zellstoss Aschaffenburg Dessauer Gas Daimler Motoren Deutsche Linoleum Ciennetn & Koppel Leonhard Ttez .......... kbade ................ Aerumulaioreu-Fabrü Lonit-Guwmi ...........- 4% Oesterretchtsche Goldrenre. 4,20% Oesterretchische Stlberrente 4% Üngarische Goldrente . . 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *y,% deSgl. von 1918 ......... 1% abgest. Goldmexikaner von 99 4% DürNsche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Ctstel.................... 25,4 126,65 98,5 104,25 54,5 96,5 92 90,25 134 H8,25 I G- Sarden-Jaousme ScheideanstaU Goldschmidt RülgerSwerke MetaUgeieUschafi Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten ...... •••/•••• Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Note» Schweizer Note» Spanische Note».... Ungarische Not«................ Philipp Holzmann ... Zementwerk Heidelberg entwert Karlstadt Mansfelder Bergbau .. Kotswerke Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rheinslahl Bereimgte Stahlwerke. Ltaoi Minen Kaliwerke Aschersleben. 4% ehem. 8% Pr Landespfand. vrtesanstalt, Pfandbriefe R 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R 10 Steuergutsch BerrechuunaSkurS 94 ’»9 I t% Deutsche RetchSanlethe o 1987 6% ehem.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 5y.% Doung-Anlethe von 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte ... 8% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 srückzahlb. 102%) ■ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6y,% Hess LandeS-Hypotbeken- bank Darmstadt Uta ui vberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten t Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 4% ehem 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe 16 unkündbar bis 1936 W>°/o ehem 4V.% Franks Hvv^ Bank.Liau.-Bsandoriese 'ur- böjjc . 01 69,75 . 0 - . 0 51 10 214 • 0 »1,75 . 0 43 . 0 |4,5 . 5 |05,75 Frontiur' a. Berlin Schluß» furd Hchluvi. Abend- börsc Schluß- fürs Schlußk. Miiioq. börse 76-4 27.4. 26-4. 27-4 — 6,65 6,7 — 1,2 4,25 — 4,2 7 7 7 7 3,8 3,8 3,9 3,8 29,5 29,9 29,5 29,9 Frantkur u. Ul Berlin Schluß- fürs Schlußk. Abend. börse Schluß, flirt Schlußk Mitiaq» börse Datum 76-4 27-4 26-4 27-4 26- April 27-Apr Amilichr Noneruna Amtliche Roticrune. Seid Jlrie Gelb Srie 5,649 5,661 5,634 5,646 47,20 47,30 47,20 47,30 10,38 10,40 10,38 10,40 3,047 3,053 o,047 o,053 169,33 169,67 169,33 169,67 64,29 64,41 64,09 64,21 57,09 57,21 56,94 57,06 65,98 66,12 65,73 65,87 12,795 12,825 12,755 12,785 0,583 0,587 0,585 0,589 2,494 2,498 2,488 2,492 58,49 58,61 58,44 58,56 21,28 21,32 21,28 21,32 16,50 16,54 16,50 16,54 80,9'. 81,15 80,99 81,15 34,23 34,29 34,23 34,29 81,57 81,73 81,59 81,75 0,756 0,758 0,754 0,756 0,214 0,216 0,214 0,216 5,664 5,676 5,664 5,676 11,66 11,68 11,62 11,64 70,75 70 70,75 94,75 95,5 50,5 50,5 50,65 218 214 216,5 91 90,75 91,65 42,75 42,65 42,75 14,5 14,5 14,65 106 105 106 107 106,5 '08,5 140,5 137 138,13 138,25 138 182 — —- 63 61,65 62,5 55 54,75 55,13 80 80 80 69 69 69,25 100,25 114 _ 104,5 104,5 60,75 62 61,13 65,5 65,5 65,25 48 48 48,25 U,5 41,25 41,5 — 122 122 46,9 46,75 46,75 56,4 56,4 56,9 —— 65 65,25 19,25 18,75 19,13 160 160,25 160 172 172,25 172 142,75 139,5 143 25,25 1 26 — — 168,25 1 168 1 167,5 2,44 2,46 58,28 58,52 56,89 57,11 12,71 12,77 16,46 16,52 168,91 169,59 21,21 21,29 63,92 64,18 — —— — — 65,57 65,83 80,81 81,13 34,09 34,23 —— —* Oberheffen. Landkreis Gieren. X Wieleck, 27. April. Am Sonntag, 29. April, kann die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde, Frl. Marie Hof, ihren 9 0. Geburtstag begehen. Vor einigen Jahren unterzog sie sich einer Beinamputation und ist seitdem ans Zimmer gefesselt, doch erlebt sie noch die großen Ereignisse unserer Zeit mit frischem, regen Geist. wg. Großen-Buseck, 27. April. Gestern abend fand in der Gastwirtschaft „Zum kühlen Grund" eine Versammlung der Ortsgruppe der Landesbauerns ch ast unter Leitung des Ortsfachberaters Wilhelm Schmidt statt. Der'Ver- samnrlungsleiter gab zunächst eine Anzahl Rundschreiben der Landesbauernschast bekannt. Wetter wurden dann Fragen der Vieh- und Eierverwertungsgenossenschaft besprochen. Zum Vertrauensmann der Viehverwertungsgenossenschaft wurde Wilhelm Henß, als Sammler der Eieroerwertungsgenossenschaft wurde Christoph Dort bestimmt. Zum Schluß machte der Versammlungsleiter noch Mitteilungen über die Feier des 1. Mai. Mit dreimaligem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland wurde die Versammlung geschlossen. 00 Klein-Linden, 27. April. Den Abschluß der Werbung für die Innere Mission in unserer Gemeinde bildete ein Gemeindeabend im Wer im neuen Staate mitarbeiten will, wird Mitglied der 7!GV. Spenden für die 7!SV. werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 bei der Bezirkssparkasse Gießen. Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche", der stark besucht war. Der Posaunenchor eröffnete mit Bachscher Musik den Abend. Pfarrer Bremmer behandelte in einer Ansprache das Thema „Was ist Innere Mission und was bedeutet sie für uns?" Die reiche Vortragsfolge brachte gemeinsam gesungene Lieder, Bilder aus der Inneren Mission, Gedichtoorträge, Chorlieder des Mädchen- und Frauenchors der evangelischen Kirchengemeinde und Musikoorträge des Posaunenchors. Zum Besten der Inneren Mission wurde eine Verlosung veranstaltet, zu der die Gewinne von Mitgliedern der evangelischen Frauenhilfe gestiftet worden waren. Der Reinerlös der Verlosung betrug rund 100 Mark, wovon ein Teil der hiesigen Kleinkinderschule zugute kommt. * Klein-Linden, 27. April. Unter starker Beteiligung ihrer Mitglieder hielt die Spar» und Leihkasse Klein-Linden in der Wirtschaft „Zur Burg" ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach Eröffnung durch den Vor- sitzenden des Aufsichtsrats, Bürgermeister Fischer, erstattete der Direktor der Kasse, Schreinermeister Wilhelm Fey, den Geschäftsbericht über das verflossene Geschäftsjahr. Daraus war zu entnehmen, daß die Auswärtsbewegung auch im verflossenen Jahre festzustellen war. Am Ende des Geschäftsjahres betrug die Mitgliederzahl 168. Den Rechnungsbericht erstattete Rechner Theodor Leib. Die Hasse schließt in Aktiva und Passiva mit 200 759,48 Mark ab. Aus dem Reingewinn sollen 4 v. H. Dividende gezahlt werden. Der alten Ueberlieferung getreu beschloß die Generalversammlung, auch in diesem Jahr wieder Beträge für gemeinnützige. Zwecke zu stiften. Für die hiesige Kleinkinderschule wurden 20 Mark, der Volksbücherei Klein-Linden 10 Mark und für das demnächst zu errichtende Kriegerdenkmal 100 Mark genehmigt. Den Kriegsblinden war, wie in den verflossenen Jahren, eine namhafte Unterstützung zuteil geworden. Ab 1. Mai wird der Kasse eine Schulsparkasse angegliedert. Für ein freiwillig aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenes Mitglied wurde Landwirt Wilhelm V o l k m a n n neu in den Aufsichtsrat berufen. Der Oer Bauer und seine Zeitung. Wer als Bauer mit beiden Füßen auf eigenem Grund und Boden steht, das Brotkorn für feine Familie selber baut und so in seinem eigenen ererbten oder erarbeiteten kleinen Reiche König und Knecht in einer Person ist, kennt keinen Acht- oder Siebenstundentag, sondern er weiß von Kindesbeinen an nur eins: Arbeite, s o lange es Tag i st! Besonders in den Jahreszeiten, in denen er dem Werden und Vergehen der Natur sein Säen und Ernten angleichen muß, hat er es sehr schwer. Dann bleibt der Bauernfamilie nur wenig Zeit, um noch an etwas anderes als an die Arbeit auf Feld und Wiese, im Hof und Garten zu denken. Die Landleute würden deshalb Gefahr laufen, ihre seelischen und geistigen Bedürfnisse verkümmern zu lassen, wenn sie nicht einen Freund hätten, der sich auch in dieser Lebenslage seit Generationen bewährt hat, nämlich die täglich ins Haus kommende Zeitung. Die Zeitung hat für unsere deutschen Volksgenossen in den Dörfern womöglich eine noch größere Bedeutung als für den Städter, dem nach Wunsch und Wahl alles zu Gebote steht, was die Stadt in ihren Bildungsstätten darzubieten hat. Wer im bäuerlichen Leben steht, kann seine Sehnsucht nach Wahrheit und Wissen, Welterkenntnis und seelischer Erbauung nur befriedigen, wenn er eine gute Zeitung lieft. Sie schlägt Brücken aus der kleinen, ruhigen und eingehegten Welt, in der der Bauer lebt, zum Leben der Nation, zum Willen des Staates, zur Kultur und zu den Sorgen der Welt. Indem der Bauer feine Zeitung lieft, hat er Verbindung zum großen Pulsschlag der Zeit. Je abgelegener, einsamer sein Hof liegt, je schwieriger es für ihn ist, in die Stadt zu kommen oder Versammlungen zu besuchen, je mehr sich all sein Arbeiten und Planen nur in dem kleinen Umkreis seines Hofes oder Dorfes bewegt, um so mehr ist er auf die Zeitung angewiesen. Um das, was sie ihm aus Welt und Heimat an Nachrichten und Anregungen bringt, zu lesen, dazu nimmt er sich immer die Zeit. Das Lesen der Zeitung ist für den Bauern aber erst wirklich lebenswichtig geworden, seitdem die nationalsozialistische Revolution seinem Stande die Stellung erkämpfte, die ihm von Rechts wegen gebührt. Der Bauernstand hat als Kraft- und Blutsquell der Nation im neuen- Staat einen hohen Beruf zu erfüllen. An Wissen und Charakter jedes einzelnen Angehörigen des Bauernstandes werden deshalb heute ganz andere Anforderungen gestellt, als ehemals. Da ist es wieder die Zeitung, die ihm mit ihren Mitteln dabei hilft, daß er das Bild eines geschloffenen, festen, geistig selbständigen Charakters immer mehr verkörpert. Früher konnte es sich der Bauer vielleicht noch leisten, das Zeitungslesen mal für einige Wochen auszusetzen. In der Gegenwart, wo fast jeder Tag Neuordnungen bringt, die in die Existenz des Bauern tief einschneiden, darf an keinem einzigen Tage der Kontakt mit der Zeit verloren gehen. Er muß feine Zeitung t ä g = l i ch lesen, er sollte den regelmäßigen Zeitungsbezug niemals unterbrechen. Das Reichsgericht und kürzlich der Saatsgerichtshof haben einstimmig erklärt, daß derjenige grob fahrlässig handelt, der heute keine Zeitung liest. Das trifft nicht nur auf Gewerbetreibende und Devisenbesitzer zu, sondern auch auf jeden Volksgenossen, der so oder so im wirtschaftlichen Leben steht, also auch auf den Bauern. Der Gießener Anzeiger hat es sich von jeher zur Ausgabe gemacht, mit seinen ländlichen Lesern in richtige Fühlung zu kommen. Er tut auch heute alles, um seine Landleser nicht nur mit Wille und Ziel des neuen Staates, sondern auch mit den kulturellen und wirtschaftlichen Interessen ihres erneuerten Standes vertraut zu machen. Es gibt wohl in Deutschland noch kein Bauerndorf, das feine eigene Zeitung hätte — auf Dörfern werden keine Zeitungen gedruckt! Dorfleute werden ihre Zeitung immer aus der Stadt bekommen. Ob das für unsere Volksgemeinschaft nicht ein großer Segen ist? Denn unabsichtlich wird so ein geistiges Band um Stadt und Land geschlungen. Die Zeitung muß auch an ihre Landleser denken und vieles bringen, was diese gern lesen. Das lesen dann aber auch die Städter, für die es nur von Nutzen fein kann, wenn sie recht viel von der Arbeit und den Wünschen der Landleute erfahren. Und umgekehrt gilt das gleiche. Stadt und Land, Hand in Hand! An der Verwirklichung dieses Ideals nach besten Kräften mitzuarbeiten, wird immer das Bemühen des Gießener Anzeigers bleiben. Vorstand besteht nach der Gleichschaltung aus folgenden Personen: Direktor Schreinermeister Wilh. Fey, stellvertretender Direktor Landwirt Philipp Klein, Beisitzer Christian Jung und Bäckermeister Friedrich Stein. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus: Bürgermeister Fischer, Vorsitzender und Eisenbahnsekretär Karl Klein, Weißbindermeister Ludwig V i e h m a n n, Kohlenhändler Heinrich Weigel, Mechanikermeister Wilhelm Ruhl und Landwirt Wilhelm D o l k m a n n. Kassenrechner ist Theodor Leib. Von Bedeutung ist noch, daß auch den kleinen Sparern durch Erwerb von Sparkarten die Möglichkeiten zum Sparen geboten wird. Auf diese Art gingen im verflossenen Vereinsjahr rund 5000 Mark an Spargeldern ein. * Leihgestern, 27. April. Dieser Tage hielt die hiesige N S. - H a g o ihre Monatsversammlung bei Pg. I. H e ß ab. Nach der Begrüßung durch Pg. Brück sprach Propagandawart Schrader über das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit". Es wurden dann noch Neuaufnahmen zur Arbeitsfront vorgenommen. Mit dreimaligem Sieg- Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen. * Lich, 28. April. Seinen 8 3. Geburtstag feiert heute Philipp Oßwald, einer der ältesten Einwohner unserer Stadt. Er ist Mitbegründer der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und des Roth- schen Männerchors und war jahrzehntelang in der Führung unseres Turnvereins als Turnwart und in anderen Vorstandsämtern tätig. Seit 1910 ist der verdiente Turnveteran Ehrenmitglied des Turnvereins, und als einer der ersten erhielt er vor vielen Jahren den Ehrenbrief des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 27. April. Am Donnerstagabend sprach auf Einladung der hiesigen Dürergesell- schast Professor Dr. Sessous von der Gießener Universität im Physiksaale der Oberrealschule über das Thema „Samoa und die Südseeinseln". Der Vortragende, der drei Jahre lang als landwirtschaftlicher Sachverständiger im Auftrage des Reichskolonialamtes auf den Samoa-Inseln gewirkt hat, entwarf in außerordentlich fesselnder Weise ein Bild von Land und Leuten dieser ehemals deutschen Südseekolonie. Das Leben und Treiben, Tier- und Pflanzenwelt und das erfolgreiche Wirken der deutschen Kolonisten auf diesen zauberhaften Südsee- inseln wurde vor den Zuhörern lebendig und durch eine große Anzahl vorzüglicher Lichtbilder, die der Vortragende selbst ausgenommen hatte, zu unmittelbarer Anschaulichkeit gebracht. Zum Schluß betonte Prof. Sessous die Bedeutung und Notwendigkeit eines Kolonialbesitzes, der uns mit Hilfe der schändlichen Kolonialschuldlüge vorenthalten werde. Trotzdem müsse der Kolonialgedanke wachgehalten und in jeder Weise gestärkt und gefördert werden, denn auch unser Volk habe ein Recht auf Kolonien. Die Zuhörer dankten dem Gießener Gelehrten für feine hervorragenden Ausführungen mit herzlichem Beifall. # Nieder-Gemünden, 26. April. Der hiesige Geslügelzuchtverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Aus dem Jahresbericht war zu ersehen, daß der Stand der Zuchten auch im verflossenen Jahre auf der Höhe gehalten werden konnte. Zu diesem Zwecke wurden vom Verein erhebliche Mittel aufgewandt. Dem Vorstand und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Kreisvorsitzender S ö d l e r gab der Erwartung Ausdruck, daß die Kreisvereine auch weiterhin für die Raffe- geflügelzucht alle Kräfte anftrengen werden. Nach Erledigung kleinerer Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. st. Kirtorf, 26. April. Die hiesige Spar« und Darlehenskasse hielt dieser Tage unter dem Vorsitz von Wilhelm L a t h e r ihre Hauptversammlung ab. Der von dem bisherigen Direktor, Lehrer Erdmann, erstattete Jahresbericht wurde einstimmig genehmigt, ebenso die von dem Rechner Wolf vorgetragene Jahresrechnung. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt und über die Verwendung des Reingewinns nach dem Vorschlag des Vorstands entschieden. An Stelle des bisherigen Direktors, Lehrer Erdmann, der nach den ministeriellen Anordnungen aus diesem Amt scheiden mußte, wurde Konrad Meß zum Direktor der Spar- und Darlehenskasse bestimmt. Die Versammlung wurde nach Erledigung kleinerer Angelegenheiten in üblicher Weise geschlossen. Preußen. Großer Erfolg der NAF. in Hessen. Frankfurt, 27. April (LPD.) Wie die Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront meldet, hat die Werbetätigkeit der Deutschen Arbeitsfront im Gau Hessen bereits einen vol - V e n Erfolg gezeigt. Mehrere tausend Aufnahmen sind schon vorgenommen. Weitere Meldungen stehen noch aus. Zahlreiche Ortsgruppen melden die restlose Erfassung aller Volksgenossen. Auch die Betriebsführer sind in einzelnen Orten hundertprozentig erfaßt. Kreis < Lützellinden, 27. April. Hier konnte gestern der Landwirt Fr. Lenz seinen 9 0. Ge- burtsta-g feiern. Der Jubilar ist der älteste Einwohner unseres Ortes und befindet sich noch in geistiger und körperlicher Frische. Abends brachte ihm der hiesige Posaunenchor ein Ständchen dar. , (D Münchholzhausen, 23. April. In einer hier stattgehabten Versammlung, an der Kreis- feuerwehrführer Riegel (Wetzlar) teilnahm, wurde eine Freiwillige Feuerwehr' gegründet, der sofort 50 Mitglieder beitraten. Die Wehr ist somit eine der stärksten freiwilligen Feuerwehren im Kreise Wetzlar. Zum Wehrführer wurde der Elektroinstallateur Karl Schneider bestimmt. Aus aller Wett. rUassenverfolgung von Kindesentführern in USA. In Tuscon (Arizona) organisierte die durch die Welle von Verbrechen aufgebrachte Bevölkerung eine Mafsenverfol g u n g der Entführer der sechsjährigen Farmerstochter Pune Nobles. Die Entführer hinterließen einen Brief, in dem sie 15 000 Dollars Lösegeld verlangten. 5000 Cowboys, Polizisten und Farmer nahmen die Verfolgung auf, die jedoch auf Veranlassung der Behörden unterbrochen wurde, um den Eltern Gelegenheit zu geben, mit den Entführern in Verbindung zu treten. Die Bevölkerung droht, die Entführer zu l y nch e n, falls sie gefaßt werden. Verheerende Gasexplosion in USA. Nach einer Meldung aus Chicopee (Massachusetts) ereignete sich dort eine schwere Leuchtgasexplosion. Das ausströmende Gas entwich in einem Wohnhaus, das völlig zerstört wurde. Drei Nachbarhäuser wurden in Brand gesetzt und 15 Häuser der Umgebung beschädigt. Das Unglück forderte 18 Opfer. Eine Frau wurde getötet, 15 Personen wurden verletzt, zwei Personen werden vermißt. Acht Verletzte mußten in ein Krankenhaus gebracht werden. Streikunruhen im Kohlenrevier von Alabayta. Im Kohlengebiet von Alabama (USA.), in dem die Bergwerke seit dem 6. April infolge Streiks geschlossen sind, ist die verhältnismäßige Ruhe plötzlich gestört worden. Bewaffnete Banden, die zur Hälfte aus Negern bestehen, durchziehen das Gebiet und stecken die Eisenbahnüberführungen in Brand. Der Verkehr ist infolgedessen ins Stocken gekommen. Ein Bergwerk, das dieser Tage wieder den Betrieb ausgenommen hatte, wurde gezwungen, abermals zu schließen. Die Behörden bezeichnen die Lage als ernster denn je seit Beginn des Streiks. A ks locht immer weil es gut ernährt wird. ITIutter, gib Deinem Kinde täglich den wohlschmeckenden, blut- und muskelbildenden liazMWMLas! El ^7- Nur etht in blauen 5 th achte In )u 90 pfg. ni'emal s I o Je! Statt KartenI 3t?re Vermählung geben bekannt Gießen (Grabenstraße 9), den 29. April 1934 Alsfeld 022"0 Inspektor 25541' Statt. Wall Gießen IIIIMMWUMMUM Am Montag, 2592 l dem 30. April 1934 ist das Vohtsbad um 17 Uhr geschlossen! Gießen, den 28. April 1934. Forstrat Schaefer und Frau Hanna, geb. Schuchard Dr. Kart Hofmann, Staatsanwalt Betty Hofmann, geb. Blum Die Verlobung ihrer Tochter Hilde mit Herrn Forstassessor Willi Ermel beehren sich anzuzeigen Willi Ermel Forstassessor _unter 2568V an den Gieß, Anzeiger Wollen Sie gut verdienen? Meine Verlobung mit Fräulein Hilde Schaefer gebe ich bekannt Willst du Freude an deinen Photos haben, dann lasse sie entwickeln und kopieren im mustergültigen Labor von [<7Ö^|KÄ/1 Photo 2200Ä Kreuzplatz 9 Stadt. Volksbad Giefeen Braubach. April 1934 Darmstadt, Frankf. Str. 36 Dann bin ich bereit, Ihnen gute zügige, aussichtsreiche gangbare Buchwerke m Vertretung zu übergeben Akt,,, alttät, Schönheit, Nutzbarkeit sowie günstig/Lieferungs- bedingungen der in tyrage kommenden Werke sickeim einen guten Erfolg. 1 ,ern Tarnen und Herren, welche ernstlich gewillt sind, sich eine aus- kommliche Ernten, ,u Schaden, und vor allem glauben, die Eignung eines uelbewunten, tüchtigen Vertreters zu besitzen, wollen Bewerbungsschreiben richten an: ' M lölöjer. Buöihanölung, Wen, CinöroimnfWl (Deutsches Geschäft) „547V Anmerkung: Nur, ernste Interessenten wollen sich bewerben denen an einer wirklich guten Geschäftsverbindung gelegen ist. von erster, bestens eingeführter Lebensyersicherungs - Gesellschaft für hiesigen Bezirk zu günstigen Anstellungsbedingnngen per sofort gesueJit. Schrift!. Angebote Für die Entwässerung der Gebäude Gießen, Buddestr. 1—11, sollen vergeben werden: 2583V Los 1: Erd- und Maurerarbeiten, sowie Liefern u. Verletzen d.Ton- rohrleitungen. 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