Er. 75 Erstes Natt |84. Jahrgang Donnerstag, 29. März 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Cieqener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats.vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kerilsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postschecktonto: „ Zrontfvrt am Blain 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vriihl'sche Univerfitäts vuch- und Zteindruckerei R.Lange in Gießen. 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Es zeigt sich in dieser Sachlichkeit die tiefe Scheu vor dem Leiden und Sterben unseres Herrn, kein Evangelist hat es gewagt zum Ausdruck zu bringen, was er dabei empfand, was ihn im Tiefsten des Herzens erschüttert hat. Durch diese Knappheit bekommen die Berichte etwas Hartes. So erzählt Lukas: „Es wurden aber auch hingeführt zwei andere Uebeltäter, daß sie mit ihm abgetan würden." . daß sie mit ihm abgetan würden" — wie hart klingt das! Als wenn man etwas mit einer Handbewegung „abtut". Drei Menschen werden ausgestoßen aus der menschlichen Gesellschaft, zwei Mörder, mit ihnen Christus. Sie werden „abgetan" durch eine bestialische grausame Hinrichtung, die die wahnsinnigen Schmerzen auf einige Stunden verlängert. So tut der Mensch den Menschen ab, so tut der Mensch Gott ab. „Abgetan" das steht über der Geschichte des menschlichen Kampfes gegen Gott. In heiliger Ruhe und eindringlichen Bemühungen wirbt Gott um die Seele des Menschen. Aber der Mensch bäumt sich immer wieder auf. Er will ohne Gott auskommen: „Ich brauche keinen Gott", „ich stehe auf eigenen Füßen", „ich mache es mit eigener Kraft und Vernunft", „ich will das Leben schon selber meistern", und eines Tages steht der Mensch im Leben da, und für Gott und Gottes Wort hat er nur die eine lässige Handbewegung „Abgetan". So ging es damals dem jüdischen Volk. Das Volk wollte zwar Gott, aber nicht den Gott, der vom Volk etwas fordert, der das sprach: „Ich bin heilig, und ihr sollt heilig sein." Gott sandte dem Volk Propheten, und noch jeden Propheten lohnte sein Volk mit dem „Abgetan". Da trat ihnen Gottes -Sohn, Christus, entgegen mit siegesmutiger Barmherzigkeit und Wahrheit. Er zerstört ihre selbst-, sichere und selbstgefällige Frömmigkeit. Er fordert :mit wunderbarer Schlichtheit und unausweichlicher .Klarheit das Durchstreichen des Ich: „Wer fein ißeben erhalten will, der wird es verlieren, wer es verliert, der wird es gewinnen." Er fordert restlose .Hingabe im Dienst: „Wo ich bin, da soll mein :3D ener auch sein, und wer mir dienen wird, den iwird mein Vater ehren." Da bäumen sich die Hohenpriester auf und reihen bgs Volk mit sich. Der Fürst der Welt triumphiert. Der römische Statt- lhalter will trotz seiner klaren juristischen Erkenntnis, daß Christus unschuldig ist, sich nicht durch «-einen Aufruhr des Volkes die Karriere verderben Hassen, und so steckt man Christus mitten zwischen jroei Mörder, schlägt ihm die Nägel durch Hände mnd Füße, richtet das Kreuz auf, und da hängt ^um grausigen Spiel für alle Welt und für alle Zeiten mitten zwischen zwei Mördern der Gott- fsohn — „a b g e t a iV' Nun aber beginnt das große Wunder. Mochte Die Welt Christum abtun, die Welt ist für Christus nicht abgetan. Im Gegenteil, jetzt beginnt eine größere Tat für die Welt, die ihn ans Kreuz geschlagen: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, uoas sie tun." Das ist das große Wunder vom Karfreitag. Der, den die Welt abtut, der «tat alles für die Welt. „Abgetan" — da- Qbei ist es geblieben durch die Jahrtausende Hin- Lurch. In der Gegnerschaft gegen Gott vollziehen ssich die Naturgesetze des natürlichen Menschen. In [feinen und rohen Formen lehnt der Mensch Gott ab. Er will aus eigener Kraft und Vernunft das Beben zwingen, biegen oder brechen. Wie das Volk Israel Christum ab tat, so tun auch andere Völker ijhn ab. Auch durch unser deutsches Volk gehen solche Strömungen. Bald geschieht es roh, brutal, höh- , misch, spöttisch, gotteslästerlich schimpfend und scheltend: „Abgetan", wobei man das Gefühl nicht Eos wird, daß in diesem lauten Ab tun letzlich eine riefe Unsicherheit verborgen liegt. Bald er- cheint es in geistig überlegener, hochmütiger lässiger, „wissenschaftlich begründeter" Form: „Abgetan", mit der hochmütigen Miene: Unbegreiflich, 2aß er noch immer nicht für alle abgetan ist. Und wenn ein ganzes Volk Christus sein „Abgetan" entgegenschleudern würde — damit ist das Volk für Christus noch nicht abgetan. Mit stiller, unwiderstehlicher Gewalt ruft sich dieser Christus Jünger und Jüngerinnen, sl« müssen ihm folgen ob sie wollen ober nicht. Sie erfahren n seiner Nähe einen Sieg nach dem anderen Gerade solche, die vielleicht am lautesten schrien: .Abgetan", werden „hinzugetan'. So wurden Pfingsten dreitausend hinzugetan durch den HeiÜ- flen Geist. So werden auch heute trotz allem Tau- '^Chriftus^steh^auch heute in unserem Volk einem weitverbreiteten starken und selbstsicher auftretendem .Abgetan" gegenüber; aber mir glauben es deutsch zu spüren, wie wenig er sich davon abhalten Lßt, wie eindringlich er feine Taten gerade letz m unserem deutschen Volk tut - trotz allem. Alle Arbeit der Kirche geschieht in dem vertrauen, d ß •ms selbstsichere, stolz abwehrende „Abgetan ver- lummen muß, wenn einmal das Gotteswort von dem heiligen, unerbittlich gerechten und doch barm- erzigen, gütigen und milden Gott es einem Men- chen antut, daß er nicht mehr beharren kann bei iem „Abgetan". Wir erwarten von Karfreitag, daß an dem Mann am Kreuz unwiderstehliche Gewalt c.usgeht auf alle die, die da glaubten ihn abtun iu können. Jedesmal, wo das geschieht, geschieht icht weniger als ein Wunder; denn es kann me- iand Christus einen Herrn heißen ohne den hel- ::gen Geist. Eine Karfreitags-Kundgebung des Reichsbischofs an die Pfarrer der Evangelischen Kirche. Berlin, 28. März. (DNB.) Der Reichsbischof hat zum Karfreitag eine Kundgebung an d i e Pfarrer erlassen, die angesichts der kirchlichen Zersplitterung zur Selb st Prüfung und Besinnung aufruft und neue Maßnahmen zur Befriedung des kirchlichen Lebens ankündigt. In der Kundgebung heißt es nach einem Hinweis auf den Karfreitag, an dem sich die schonungslose Sachlichkeit unseres Gottes offenbart habe, u. a. wie folgt: Ich wende mich als erstes an die, die aufs schärfste gegen die bisherige Führung der deutschen evangelischen Kirche im Widerspruch stehen, bis hin zu denen, die gesagt haben, daß es Gehorsam gegen Gott sei, dem Reichsbischof ungehorsam zu fein. Ich bitte die Amtsbrüder nicht um meinet-, sondern um ihretwillen, vor dem Angesicht des Gekreuzigten sich noch einmal zu fragen, ob er ihnen wirklich solche Aeußerungen gestattet. Wir sollten bei dem leidenschaftlich-elementaren Willen zur Einheit zwischen Nationalsozialismus und Kirche mit tiefer Beschämung nur der Tatsache ins Auge schauen, daß unsere evangelische Kirche sich dem ungeheuren Ansturm der nationalen Bewegung nicht gewachsen gezeigt hat. Ein männlicher Pfarrerstand sucht zunächst das Unrecht bei sich und sucht hinter dem Unrecht der anderen, ob da nicht vielleicht etwas Rechtes steckt. Es ist gewiß ver- tändlich, wenn der Totalitätsanspruch ) e s Staates für viele etwas ganz neues und remdes war und insonderheit dem zum Individualismus neigenden, um Innerlichkeit ringenden evangelischen Pfarrerstand schwere Anstöße gab, weil man Mut und Kraft nicht aufbrachte, um den entsprechenden Totalitätsanspruch der Kirche volksverbunden zu bewahren. Das gibt fein Recht, vom Martyrium zu reden, wenn solcher Totalitätsanspruch auf pastorale Zaghaftigkeit, Bedenklichkeit, Unsicherheit, schwankende Haltung oder gar versteckte Anklagen stößt, zumal wenn sich derartiges hinter „Wortoerkündigung" versteckt. So ist es zu einem kirchlichen Kampf gekommen, den die große Masse des Volkes mit Erstaunen, je länger je mehr, mit Verachtung und Erbitterung gegenübersteht, denn unsere Volksgenossen können es nicht verstehen, wenn Pfarrer sich streiten. Können wir wirklich vor dem Gekreuzigten die Verwirrung der Gemeinden verantworten? Das neue geistliche Ministerium ist bei seiner Berufung bestürmt worden, als erstes eine „Amnestie" zu erlassen. Die Frage ist von uns auf das ernsteste erwogen. Wir würden selbstverständlich nichts lieber tun, als eine Amnestie erlassen, wenn wir auch nur die geringste Garantie dafür hätten, daß damit wirklich Friede einkehren würde. Wir müssen im Gegenteil auf Grund der bisherigen Kampfmethoden der Kreise, die die Kirchenführung bekämpfen, befürchtet,, daß sie eine Zache des Bekenntnisses daraus machen würden, um sofort den Kampf mit allen Mitteln weiterzusühren. Dadurch macht man es uns unmöglich, eine Amnestie zu erlassen. Es gehl ja nicht um den Kampf zweier Richtungen, sondern um die A u f r e ch t e r h a l t u n g der kirchlichen Ordnung. Der Reichsbischof fordert dann die Amtsbrüder auf, alle einen neuen Anfang zu machen, das achte Gebot zu halten, sich nicht persönlich zu diffamieren. Sie, Amtsbrüder, denen zur Zeit in der Führung der Kirche alles verkehrt erscheint, ist es Ihnen wirklich nicht möglich, eine Zeitlang um der Kirche, um des Volkes willen, den Blick ft u r auf bie Gemeinde z u richten, auf die Aufgaben, die Ihnen da vor den Füßen liegen? Kirchenpolitischen Aerger heilt nichts so sehr als ein Krankenbesuch. Fangen Sie einmal an, um die entfremdete Männerwelt zu werben, um alle die, die sich von der deutschen Glaubensbewegung angezogen fühlen; soweit Sie es nicht schon getan haben, suchen und sammeln Sie die Laienkräfte. Ich habe die Mitglieder des geistlichen Ministeriums angeroie'en, möglichst bald mit den Herren Landesbischöfen und Bischöfen Verbindung aufzunehmen und in Beratungen einzutreten, ob und wieweit die aus dem Dien ff entlassenen aufbauwilligen Kräfte wieder irgendwie in den Dien st gestellt werden können. Um der Ordnung der Kirche willen müssen wir fordern, daß die Betreffenden sich bereiterklären, ihre ganze Kraft in der Gemeinde und auf Verkündigung zu konzentrieren und sich der Kirchenpolitik zu enthalten. Die Fälle, wo nicht kirchenpolitifche, sondern ffaafs- politi'che Gründe maßgebend waren, müßen selbstverständlich gesondert behandelt werden. Oie englische Rückfrage in Paris. Kommt England den französischen Bürgschaflswünschen entgegen? Paris, 28. März. (DRB.) 3m Anschluß an die in den letzten Tagen gepflogenen Besprechungen zwischen dem englischen Außenminister Sir John Simon und dem französischen Botschafter in London (Sorbin hat die englische Regierung in Paris eine Rote überreichen lassen, in der u m näheren Aufschluß über gewiße Punkte der französischen Antwortnote auf die englische Abrüstungs- denkschrift vom 29. Januar gebeten wird. Der Quai d'Orsay ist mit der Prüfung der neuen Rote beschäftigt, die dem für Donnerstag einberufenen Mi- nisterrat unterbreitet werden wird. Reuter meldet aus Paris, daß sich der englische und der französische Standpunkt in der Sicherheitsfrage nunmehr einander an nähern. Die Franzosen gäben jetzt zu, daß die Sicherheitsfrage auf das Problem der „Ausführ ungsgaran- tien" hinausläuft. (Sorbin habe dem englischen Außenminister versichert, daß Frankreich eine V e - grenjung der Ausführungsgarantie auf Europa einschließlich Rußland zulassen würde. Heber den Umfang der Garantien selbst könne kein Zweifel bestehen. 1. Diplomatische Vorstellungen, 2. finanzielle und wirtschaftliche Sanktionen, 3. Krieg. Es besteht Grund zu der Annahme, daß bei einer ungefähren Beibehaltung des jetzigen französischen Rüstungssiandes die fran- zösischen Wehrministerien keine Einwendungen gegen eine Konvention erheben würden, die eine gewisse deutsche Wiederaufrüst u n g zuließen unter der Voraussetzung, daß diese Konvention voll garantiert werde. Französische Stimmungsmache kommt in der Pariser Meldung der liberalen „R e w s E h r o n i c l e" zum Ausdruck. Darin heißt es u. a:. Soweit Frankreich betroffen fei, hoffe man nunmehr, daß eine Vereinbarung zwischen England, Frankreich und Italien über eine Reihe von Vorschlägen erzielt werden könne, die, wie man vernünftigerweise hoffen könne, auch von Deutschland unterschrieben werden könnte. Diese Vorschläge würden allerdings kaum eine Abrüstungsvereinbarung im bisherigen Sinne darsiellen, sondern nur d i e gegenwärtige Basis stabilisieren und damit ein neues Rüstungswettrennen verhindern Oie Locarno-Garantie für Belgien soll aktiviert werden. Engere Fühlungnahme zwischen Paris und Brüssel. Paris, 29. März. (DNB.) Außenminister Barthou hat sich in Brüssel über die Anwendung des Rheinpaktes unterhalten. Von besonderer Bedeutung war die Frage, ob die unter Garantie stehende Macht (also Belgien) auch die Gewißheit habe, daß im Bedarfsfälle die Garantenmacht ihr so schnell wie möglich Hilfe l e i st e n könne. Zur Klärung dieser und anderer Fragen werden Sachverständige beider Länder gemeinsam prüfen, wie man die Anwendungsbedingungen des Rheinpakts geschmeidiger gestalten kann. Es wird weiter betont, daß England als Garant des Locarnopaktes direkt an diesen in Brüssel aufgeworfenen Fragen interessiert sei. Die von Barthou und Hymans zur Sprache gebrachten Fragen würden auch England betreffen: Wie schnell kann man im Notfall auf b i e Hilfe der englischen Flotte, der Luftstreit- kräfte und der Armee rechnen? Oas Büro der Abrüstungskonferenz tritt zusammen. London, 29. März. (DNB. Funkspruch.) Arn 10. April wird das Büro der Abrüstungskonferenz zusammentreten. „Times" weift darauf hin, daß Henderson gegenüber den neuerdings ausgesprochenen Zweifeln, ob die (Einberufung des Büros unter den gegenwärtigen Umständen ratsam fei, an dem Datum des 10. April fest gehalten habe, da das Büro Sen Auftrag habe, den englischen Entwurf gemäß den Vorbehalten u m z u arbeiten, die bei der (Erörterung der Konvention im Hauptausschuß von verschiedenen Ländern gemacht worden seien. Das Büro werde daher möglicherweise beschließen, die Umarbeitung des englischen Entwurfes fprtzusetzen, um dadurch e i n Programm für den Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz vorzubereiten. Der sozialistische „Daily Herold" weist darauf hin, daß das Büro keine Vollmachten habe, von seinem Programm abzuweichen. Wenn der englische Entwurf aufgegeben und ein neuer gemacht werden sollte, bann könne bas Büro nicht ohne neue Anweisung arbeiten. Irgenbeine Anregung dieser Art würde die sofortige (Einberufung der Vollkonferenz erforderlich machen. Durch Leid zur Auferstehung. Von Jofef Maqnus Wehner. Im Morden von Sizilien liegen die sieben Liparischen Inseln. Wöchentlich zweimal klettert ein kleiner Dampfer von der sizilischen Nordküste über die stürmischen Wogen zu der größten dieser Inseln, Lipari und bringt Post und Menschen. Die übrigen Inseln sind vom Verkehr fast abgeschnittey. Auf einer von ihnen war ich einst zu Besuch, auf Stromboli, die fast nur aus einem einzigen wilden Vulkan besteht. Auf der einen Seite dieses pyramidenförmigen Ungeheuers stürzen Tag und Nacht die weiß- dampfenden glühenden und zischenden Lavamassen ins Meer hinab, während die Insel zittert, und das Meer weithin von den Kanonenschlägen der Auswürfe dröhnt. Sollte man glauben, daß Menschen es wagen, in der Umgebung dieses feuerspeienden Ungeheuers zu wohnen, daß sie jeden Augenblick verschlingen kann? Und dennoch Hausen auf der anderen, der friedlicheren Seite des Stromboli Menschen. Sie haben ihre Häuser den zitternden Berg hinaus gebaut, nur einstöckige Steinhäuser, wie man auf den ersten Blick vermutet. Sieht man sich aber die würfeligen Bauwerke näher an, so entdeckt man, daß sie weit in die tiefe Lavaerde hinunter reichen. Jedesmal, wenn der Vulkan mit glühender Lava diese Seite des Berges überschwemmte, verschüttete er die Häuser und vertrieb die Menschen. Aber nur für Tage, denn sobald das Grollen des Elements nachließ, kamen die Männer, welche die Insel verlassen hatten, auf ihren kleinen Booten wieder angefahren, sie sahen die Zerstörung und legten sofort Hand an. Was an ihren Häusern früher Wohnraum gewesen war, wurde jetzt Keller, sie bauten ein neues Stockwerk auf ihre verschüttete Wohnstätte. Das mag in jedem Jahrhundert ein- bis zweimal, vielleicht auch oreimal vorgekommen sein. Aber welche Tapferkeit liegt in diesem Vorgang! Ich mar beglückt, als ich diese Denkmäler unerschütterlichen Lebenswillens mit der Hand berührte, die wie ein wachsender Baum aus der tödlichen Asche heraus- ftiegen. Welch unsterblicher Mut gehört dazu, immer wieder von vorn anzufangen, neue Gärten anzulegen und die fonneglühenben Trauben zu ziehen! Und, was das Schwerste ist. dieses Volk der Liva- refen und Strombolesen besitzt eine Heiterkeit des Gemütes, um die sie jeder Philosoph und Lebenskünstler beneiden könnte. Sie fingen bei ihrer Arbeit. die im gewaltigen Sonnenbrand gewiß nicht leicht ist, und wenn sie auf ihren kleinen Eselchen zwischen haushohen Kakteen die schwarzflimmernden Lavaberge hinaufreiten, nur den Himmel zum Horizonte, der rundum auf dem Meere liegt, dann gleicht ihr Gesang dem melodisch gewordenen Lebenswillen von Geschöpfen, die abseits von der Menschheit ihrem Gotte dienen wie die fröhlichen Vögel. Was aber fangen diese Leute? Ein sentimentaler Schwärmer könnte glauben, sie hätten oertäumte, frühlingsselige Naturlieder oder Liebeslieder gesungen. Besonders uns Deutschen liegt ein solcher Gedanke nahe, die wir, wie Siegfried, den Gesang der Vögel zu verstehen glauben und uns gern den Stimmungen der Natur hingeben. Aber all solche Vermutungen irren weit vom Ziele ab. Als ich eines Tages ein Bübchen barfuß den Berg hinauf- aehen sah, seinem Vater Brot und Wein zu bringen, da sang er das Giovinezza, die Faschistenhymne, .fieü und silbern klang sein Sümmchen gegen di- Bimssteinwände: „Giovinezza, Giovinezza, Primavera di bellezza.“ Das heißt zu deutsch: „D Jugend, o Jugend, o Früh ling der Schönheit". In diesen paar Jubelrufen versammelte sich plötzlich wie von Geisterhand hergezogen. auf der einsamen Meerinsel die ganze Kraft des politischen Italiens. Und was uns Deutsche zunächst befremden würde, diese ganz selbstverständliche Einheit von politischem Gefühl und gebens* gefül)l, das war plötzlich im Liede dieses singenden Kindes eins geworden. Der politische Aufstieg seines Volkes, die Erhebung der Nation war für ihn ganz einfach auch eine Erhebung feines Herzens, seines Gefühles. Es trennte nicht die großen politischen Ereignisse der letzten Wochen — es war damals die Zeit kurz nach dem Marsche auf Rom — von seinen sozusagen privaten Empfindungen der schönen Natur ober des herrlichen Frühlingsmorgens, sondern die Kraft des plötzlich einheitlich gewordenen Italiens strömte wie von selbst aus diesem kleinen Munde auf der abgelegenen Insel im Liede heraus. Glücklich das Volk, dessen Kinder so das Lob seiner Kraft und seiner Jugend fingen! Der nachdenkliche Betrachter kann in diesem Falle noch eine andere Feststellung machen. Die politischen Ereignisse um den Marsch auf Rom herum waren weit abseits von Lipari geschehen. Zwischen Rom und der Insel lag das Meer. Dennoch war auch das letzte Kind des italienischen Volkes von der glühenden Welle des neuen Nationalgefühls durchdrungen, obwohl es weder Lautsprecher noch Zeitungen, noch Telephon auf jener Insel gab. Und das ist eine ungeheuer wichtige Tatsache. Die nationale Erhebung -ist ein seelischer Vorgang, eine Reinigung und Erhebung der deutschen Seele. Sie dient weder den geschäftlichen Interessen einzelner Menschen, noch hat sie die bloße Machtergreifung zum Ziele. Sie will vielmehr den deutschen Menschen umschaffen zu einer völligen und geschloßenen Einheit. Nicht mehr sollen wie früher die öffentlichen und privaten Dinge feindselig voneinander getrennt sein, sondern alles, was der einzelne tut, soll im Namen des großen Ganzen geschehen. Dieses große Ganze aber ist Die Nation, sic wird wirksam und erkennbar in ihren Tugenden: Tapferkeit, Gerechtigkeit, Selbstlosigkeit. Diesen Tugenden zu dienen, ist der Stolz der nationalen die Filialsteuer und die 2TCif der Umgründung unseres Kampfe erprobten und bewährten „Nationalsozialistischen Deutschen bund (Stahlhelm)- vollziehen wir Schritt zur endgültigen in 15Zährigem Bundes in den Frontkämpfer' den letzten E i n g l i e d e - eint ler Das hessische Gteuergesetz für das Rechnungsjahr 1934 9 bringen die bereits gehandhabten Ergänzun gen zum Gemeindeumla ' ' ans Werk! Mil Hindenburg und hit- sür die Ration! Front-Heil Hitler! (Gez.): Franz S eldte, Vundesführer des TlSDFB. (Stahlhelm) Für 1934 wird das Land an den vom Reich zu überweisenden Anteilen an der Einkommen- steuer und der Körperschafts st euer mit 6 5 v. h. beteiligt. Die Ministerialabtei- lung des Innern wird weiter ermächtigt, für 1934 anzuordnen, daß die Gerneinden, Kreise und Provinzen berechtigt sind, bis zur Zustellung der Steuerbescheide über die kommunale Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gewerbesteuer für 1934 Vorauszahlungen in höhe von je einem Sechstel der zuletzt festgesetzten Jah- ressteuerschuld zu erheben. In Artikel 7 des Steuergesetzes 1934 wird der bereits bekannte' Landesdurchschnitt der Realsteuersätze festgesetzt. Die Artikel 8 und B e r l i n, 28. März. (DRV.) Das Bundespresseamt des Stahlhelms teilt mit: Zwischen dem Stabschef der SA. Ernst Röhm und dem Bundesführer des Stahlhelms, BdF., Franz S e l d t e, ist die nachstehende Vereinbarung getroffen, die dem F ü h r e r und durch diesen dem Herrn Reichspräsidenten zur Genehmigung und Verkündung vorgelegt worden ist. 1. Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, gründet sich, nachdem durch die nationalsozialistische Erhebung ein Teil seiner Ziele und Aufgaben erfüllt ist, um in den „Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhel m)". 2. Der Nationalsozialistische Deutsche Frontkämpferbund wird vom Reichspräsidenten und vom Führer bestätigt. 3. In Anerkennung der Verdienste, die sich der Stahlhelm, BdF., um die Vorbereitung der nationalsozialistischen Revolution und um die Vertretung,des Frontsoldatengedankens seit dem November 1918 erworben hat, wird sein Gründer und Vundesführer Franz S e l d t e zum Bundes- f ü h r e r des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) auf Vorschlag des Führers vom Reichspräsidenten ernannt. 4. Die Zugehörigkeit zum NSDFB. steht den alten Mitgliedern des Stahlhelms, sowie jedem deutschen Soldaten außerhalb des aktiven Dienstes in der Wehrmacht offen, der am Ausbau des nationalsozialistischen Staates mitarbeiten will. Die vor dem 3 0. Januar 19 3 3 dem Stahlhelm angehörenden Mitglieder können ohne weiteres in, den neuen Bund übernommen werden. Später eingetretene Mitglieder bedürfen einer besonderen. Genehmigung der Ober st en SA. - Führung. Angehörige der SA. (SA., SS., SAR. I, SAR. II, NSKK.) dürfen, soweit sie die vorstehenden Voraussetzungen erfüllen, M i t g l i e d e r d e s „NSDFB." sein. Der Dienst in der SA. geht jedoch stets vor. Eine gleichzeitige Bekleidung von Führerstellen in der SA. und im „NSDFB." ist untersagt. 5. Unabhängig doh der SA.- und Parteizugehörigkeit wird jedes Mitglied des NSDFB. als Volksgenosse mit gleichen Pflichten und Rechten im nationalsozialistischen Staat gewertet. Von der Obersten SA.-Füh- rung und der Parteileitung wird zugesichert, daß die dem „NSDFB." obliegende Pflege soldatischer Tradition und soldatischer Kameradschaft als vaterländische Aufgabe und als Mitarbeit beim Aufbau des nationalsozialistischen Staates dev Schutz der SA. und der Partei genießt. Wehrsportliche und wehrpolitische Tätigkeit gehört nicht zu dem Aufgabenkreis des „NSDFB.". 6. Die begonnene Ueberführung der Stahlhelmmitglieder in die SAR. I wird gemäß den Anweisungen der Obersten 621.« Führung durchgeführt. Den in die SA. überführten alten Kämpfern des Bundes Stahlhelm verleiht die Oberste SA.-Führung das Abzeichen der alten Kämpfer der SA. (Winkel am rechten Oberarm, jedoch schwarz statt Gold bzw. Silber). Sie dürfen außerdem das Abzeichen der Alten Garde des Stahlhelm tragen. 7 Die Mitglieder des Bundes Stahlhelm werden aus ihrer Verpflichtung dem Bunde und dem Bundesführer gegenüber entlassen. Die neue Verpslichtungsformel für den „Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm)" gibt der Bundesführer bekannt. 8. Die Fahnen des Stahlhelms, BdF., werden von den Ortsgruppen usw., denen sie angehören, in die Obhut der neu zu bildenden Ortsgruppen usw. des „NSDFB." gegeben. 9. Dem „Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm) wird ein neues Abzeichen verliehen, in dem das Hakenkreuz mit den Symbolen des Stahlhelm vereinigt ist. Die Uebergangsbestimmungen, betreffend die Versicherung und die notwendigen wirtschaftlichen Vereinbarungen, werden zwischen der Obersten SA.-Führung und dem Bunde Stahlhelm unmittelbar geregelt werden. Bestätigt: (gez.) v. Hindenburg. (gez.) Ernst Röhm, (gez.) Adolf Hitler, (gez.) Franz S e l d t e. Ein Aufruf Geldtes. Zu der Umgründung des Stahlhelms BdF. hat der Bundesführer Reichsarbeitsminister S eldte folgenden Aufruf erlassen: Meine Kameraden vom Stahlhelm! e s e tz , die . ----enhaus- st e u e r zum Gegenstand haben. Im Rechnungsjahr 1934 fliehen in b e n inter- kommunalen Ausgleichs st ock: 1. das dem Land zufallende Aufkommen an Mineralwasser st euer, 2. 8 v. H. der zu bildenden Kommunalmasse der Einkommen - und Körperschaftssteuer, ' 3. aus der Kommunalmasse der Umsatzsteuer der die Summe von 3,3 Millionen Mark übersteigende Betrag. r u n g des im Bunde zusammengefahten deutschen kämpferischen Franks oldatentumv in die staatstragende Bewegung des neuen Reiches. 14 Jahre haben wir für den Durchbruch der deutschen Revolution mit Einsatz aller Kräfte gekämpft. Seit vor Jahresfrist der Durchbruch gelang und unter der Führung des Frontsoldaten Adolf Hitler das neue Reich er st and, haben wir diesem Reich und seinem Führer mit ehrlicher Hingabe und in selbstloser Opferbereitschaft gedient, wenn wir heute mit Genehmigung des Herrn Reichspräsidenten und des Führers unsere Verbundenheit mit dem Ideengut de» Nationalsozialismus auch in der Namensgebung unseres Bundes nach außen Ausdruck verleihen, so wird damit ein Tatbestand bekundet, der innerlich schon längst bei uns alten Frontkämpfern vom Stahlhelm gegeben war. Treu dem Geiste der Front, den wir im Stahlhelm gepflegt und dem deutschen Volke erhalten haben, treu dem Führer, der unserem Volke aus der Front des ruhmreichen deutschen Feldheeres emporgewachsen ist, wollen wir im „Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm)" tatkräftig am Aufbau des nationalsozialistischen Staates Mitarbeiten. Ich rufe nicht nur meinen alten Stahlhelmkameraden, sondern allen alten Soldaten Deutschlands zu: Vorwärts Kameraden, ver- Oer Stahlhelm in den Nationalsozialistischen Deutschen Front- kämpserbund (Stahlhelm) umgegründet Neichsminister Eeldte zum Bundesführer ernannt. LPD. Darmstadt, 28. März. Das am 1. April 1934 in Kraft tretende neue Steuergesetz wird im Regierungsblatt durch den Reichsstatthalter verkündet. Für das Rechnungsjahr 1934 bleibt die staatliche Grundsteuer unerhoben, insoweit sie auf landwirtschaftlich, forst - wirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grund st ücken einschließlich der Weinberge ruht. Grundsteuerpflichtig bleiben die Gebäude nebst Zubehör,' der zugehörige Hofreitengrund und die damit zusammenhängenden Grab- und Grasgärten, ferner Grundstücke, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden (z. B. Bauplätze, Steinbrüche), auch dann, wenn diese Grundstücke (Gebäude) im Eigentum eines Landwirts stehen. Im Zweifelsfall entscheidet die Abteilung Id (Finanzen) des Staatsministeriums. Im übrigen sind die Steuersätze der staatlichen Grundsteuer einschließlich des Grundsteuerzuschlags die gleichen wie.1933. Das Gewerbe st euergesetz wird auf 1934 erstreckt, Artikel 17 des Gesetzes tritt jedoch außer Kraft. Die Erhebung.der Sondergebäude st euer für 1934 erfolgt nach den gleichen Vorschriften wie für 1933. Die Finanzabteilung des Staatsministe- riums wird weiter ermächtigt, Bestimmungen über die Steueroorauszahlungen auch abweichend von den Vorschriften des Artikels 1 des Steuervorauszahlungsgesetzes zu treffen. Erhebung. Das neue Deutschland wird eine neue Gerechtigkeit bringen. Zunächst für alle Glieder des eigenen Volkes, und dann auch, wenn die Kraft von oben dazu kommt, vielleicht für die Völker der Welt. Wir find in der lautlosen Karwoche, wir feiern das Leiden des Herrn. Wie die christliche Kirche in diesen Tagen die tiefste Einkehr hält, wie sie sich gleichsam einschließt in die Wunden des großen Weltheilandes, in dessen Zeichen auch unsere Welt und unser Deutsches Reich einst geboren wurde, wie sich dann aber der Christ aus Tod und Verwesung zur Auferstehung ins Licht hebt, so führt auch der Weg des deutschen Menschen aus den Leiden der letzten Jahre in das Licht der Todesüberwindung. Wer ist der deutscheste Mensch? Derjenige, der am tiefsten gelitten hat. Seine Stimme soll überall gehört werden, wo über die deutschen Dinge entschieden wird. Denn er ist an der Wurzel des Daseins gesessen. Der Bundesführer des NSDFB. Franz Seldte hat in das Bundesamt des „Nationalsozialisti- schen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm)" berufen unter gleichzeitiger Beauftragung mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Bundeskanzler den Kameraden Bock, Vundeskämmerer den Kameraden Gros, Bundespressechef den.Kameraden Klein- a u. Zu kommissarischen Landesführern wurden u. a. ernannt fürHessen: Kamerad v. Mayer, für Westmark: Kamerad Thon. und standardisierungsberechtigte Einzelerzeuger haben den Uebernahmeschein A bei der Reichsstelle für Eier anzufordern und zwar z u n ä ch st für den voraussichtlichen Eierabsatz in einer Monatsfrist. Von nun ab find zum Sie rauff auf nur die von den Bezirksbeauftragten bestätigten Sammler berechtigt. 3ur Regelung des Marktes sind sämtliche Eier bei den Sammelstellen bzw. Kennzeichnungsstellen abzu- liefern. Befreit sind von dieser Ablieferung die Eier, die vom Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher abgesetzt werden Ein freies Aufkäufen von Eiern ist nicht mehr statthaft. Auszahlungspreise und Preisspannen überwacht der Bezirksbeauftragte. Versorgung nicht gemacht. Neben den im Laufe dieses Jahres stattfindenden Kundgebungen, darunter eine besondere Reichskriegsopferkundgebung am Tannenberg-Nationaldenk- m a I, wird immer mehr gerade den Kriegsopfern die besondere Ehrenstelle im Rahmen der alten deutschen Soldatenftont zukommen. Die Marktregelung für Eier. Berlin, 28. März. (DNB.) Am 1. April 1934 tritt die neue Marktregelung über die Erfassung und den Verkehr mit Hühnereiern für das ganze Reichsgebiet in Kraft. Mit den neuen Bestimmungen tritt also auch derUebernahmescheinA für Inland eie c in Geltung. Kennzeichnungsstellen DieNeuordnung despflanzen- zuchi- und Gaatgutwefens. Berlin, 28. März (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat mit der Der« Ordnung über Saatgut dem Reichsnährstand die Ermächtigung gegeben, die langerwünschte Neuordnung des Pflanzenzucht- und Saatgutwesens vorzunehmen. Nach dem Grundgedanken der Der« ordnung soll von einem bestimmten Zeitpunkt ab nur noch anerkanntes Saatgut als Saatgut in den Verkehr gebracht werden dürfen. Dieser Zeitpunkt wird bei den einzelnen Kulturpflanzen verschieden sein. Er wird selbstverständlich bestimmt werden unter Berücksichtigung der allgemeinen De. dürfnisse.der Landeskultur. Um dieses Ziel zu er. reichen und darüber hinaus Ordnung und Der. einfachung in das Pflanzenzucht- und Saatgutwefe, und in den Saatgutmarkt zu bringen, kann bet Reichsnährstand das Sortenverfuchswefen und die Prüfung neuer Pflanzenarten auf ihre Anbauwürdigkeit regeln. Es wird das Sortenregifter führen und ist ermächtigt, die Sortenvielheit dadurch zu beschränken, daß be< stimmte Sorten nicht mehr in den Ver. kehr gebracht werden dürfen. Besonders wich, tig ist die Ermächtigung, die Preiszuschläge für Züchter und Vermehrer von Saatgut zu regeln. Des weiteren kann der Reichsnährstand die Pflan« zenzüchter und Saatguterzeuger zusammenschließen. Er kann ferner Einrichtungen schaffen, um die Ausfuhr von einwandfreiem Saat, gut zu gewährleisten. Organisatorischer Ruhezustand für die gewerbliche Wirtschaft. Berlin, 28. März. (DNB.) Der Führer der Wirtschaft Pg. Direktor Keßler gibt folgendes bekannt: Zur Sicherung der reibungslosen Durchführung der auf Grund des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Aufbaues der deutschen Wirtschaft vom 27. Februar 1934 in Angriff zu nehmenden organi« satorischen Neuordnung ordne ich für das Gesamt« gebiet der gewerblichen Wirtschaft einen organisatorischen Ruhezustand bis vorläufig zum 30. April 1934 an. Bis zu diesem Zeitpunkt ist jede Veränderung in den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft unter« ja g t. Soweit in dringenden Ausnahmefällen or« ganisatorische Veränderungen nicht hinausgeschoben werden können, bedarf jede derartige Maßnahme meiner vorher einzuholenden Zustimmung. Gegenüber den in den letzten Tagen in der Tagespresse erschienenen Verlautbarungen über or« ganisatorijche Veränderungen auf dem Gebiete der Energieversorgung und der Brauereien betone ich, daß es sich bei diesen Ausführungei lediglich um Vorschläge und Pläne handelt. Die endgültige Regelung bleibt mir im Einver« nehmen mit dem Herrn Reichswirtschaftsminister vorbehalten. Ausreichende Fristen bei Instand- sehungs- und Umbauarbeiten. Berlin, 28. März. (DNB.) Bekanntlich hat der Reichsarbeitsminister den Zeitpunkt, bis zu dem d i e mit R e i ch s z u s ch ü s s e n geförderten Jnstandsetzungs-, Umbau- und Er« gänzungsarbeiten an Gebäuden fertiggestellt fein müßten, über den 31. März hinaus bis zum 30. Juni 1934 verlängert. Die Be- willigungsstellen sind dadurch in die Lage versetzt worden, ausreichende Fristen für die Durchführung der Arbeiten zu bewilligen oder in Fällen, in denen dies angezeigt erscheint, die bisherigen Fristen zu verlängern. Diese Erleichterung ist um so erwünschter, -als die Jnstandsetzungsaktion derart belebend auf die Bauwirtschaft gewirkt hat, daß in verschiedenen Gegenden des Reiches bereits ein Mangel an bestimmten Spezialarbeitern eingetreten ist. Nachdem jetzt die Fristen für die Fertigstellung der Arbeiten ver- ängert find, besteht kein Anlaß zu über» t ü r 31 e r Durchführung. Der Reichsarbeits- ninifter hat daher die Länder gebeten, ihr be- anderes Augenmerk darauf zu richten, daß die Arbeiten in der regulären Arbeitszeit und nicht etwa durch Üeberftunben und Sonntags- arbeit erledigt werden. Der Mehranfall an Arbeit oll vielmehr durch Neueinftellung von Arbeitskräften ausgeglichen werden. Die Hausbesitzer werden gebeten, den Reichsarbeits- kninister bei dieser Bemühung, möglichst viele Volks» genossen wieder in Arbeit und Brot zu bringen, )urd) Setzung angemessener F r isten für die Ausführung zu unterstützen. Nur Volkstänze an hohen Feiertagen gestattet. Durch die Verordnung über den Schutz der Sonn- und Feiertage ist der öffentliche Tanz am ersten Öfter- und ersten Weihnachtsfeiertag und an den Vorabenden dieser beiden Feste verboten worden; zulässig geblieben ist aber die Anführung deutscher Tänze. Nun sind Zweifel darüber entstanden, was unter „deutschen Tänzen" ZU verstehen ist. Vielfach ist angenommen worden, daß nun der deutsche Walzer, Polka und Polkamazurka auch an den hohen Feiertagen getanzt werden 'dürften. Nach einer Auskunft des Reichsinnenministeriums, die dem Reichseinheits« verband des Gaststättengewerbes auf eine Anfrage erteilt worden ist, ist das aber nicht der Fall. Nach der Auffassung des Ministeriums gelten als deutsche Tänze nur Volkstänze, die mit dem Volke verwurzelt sind. Im übrigen ist die Auslegung dieses Begriffes den örtlichen Polizeibehörden Überlassen worden, die mit den Sil« ten und Gebräuchen in den verschiedenen Landesteilen vertraut fein dürsten. Gute und schlechte Werbeschilder. Die Frage der Ausgestaltung der Werbeschilder, die für das Aussehen der Ortschaften von so einschneidender Bedeutung ist, hat die Naturfreunde schon oft beschäftigt. Besonders unangebracht sind flache, der Haus- wand anliegende Werbeschilder, namentlich an solchen Gebäuden, deren Straßenseite mit Weinreben, Wildem Wein oder (Efeu geschmückt ist. Das lebendige Grün als Rahmen für das Schild etwa eines Fri» feur- oder Kolonialwarenladens wirkt höchst befremdlich. Werbefchilder in der Form der Ausleger sind heute vielfach noch bei Schankwirtschaften üblich, die dadurch ihre Altertümlichkeit und Gediegenheit offenkundig machen wollen. In alten deutschen Städten findet man hierfür oft recht reizvolle Belege. In den Nordländern fällt es auf, daß die Bäcker ihr Abzeichen — eine mit einer Krone geschmückte Brezel — grundsätzlich als Ausleger att Das französische Sparprogramm Keine Einigkeit über die Belastung der Frontkämpfer. Paris, 29. März. (DNB. Funkspruch.) Der „Matin" meldet, der Kabinettsrat habe einen Plan 3ur Förderung der wirtschaftlichen Ausrüstung des Landes besprochen, der vom Arbeitsminister Marquet ausgearbeitet worden sei und vom Ministerpräsidenten unterstützt werde. Gegner dieses Planes seien ber Finanzminister und der Minister für die öffentlichen Arbeiten. Die Mittel für die Ausführung des Planes sollen aus der Sozialversicherung genommen werddn. Eine lebhafte Auseinandersetzung habe d i e Belastung der ehemaligen Frontkämpfer zum Zwecke des Ausgleiches des Haushalts hervorgerufen. Marineminister P i 6 t r i fei für eine sofortige Regelung der Frage eingetreten. Ministerpräsident Doumergue habe jedoch die Entscheidung für den zweiten Teil der Haushaltsausgleichbestimmungen zurück stellen lassen, da er einer Abordnung der ehemaligen Frontkämpfer das Versprechen gegeben hatte, daß die Frontkämpfer die letzten sein würden, von denen man Opfer fordere. Der Kabinettsrat habe sich dann geeinigt, von dem Vier - Milliarden - Fehlbetrag zuerst 2,58 Milliarden abzu decken und zwar durch Einsparung von 500 Millionen Franken (Herabr setzung der Höchstpensionen von 45 000 auf 35 000 Franken); von 700 Millionen (Herabsetzung der Zahl der Beamten um 10 v. H.); von 520 Millionen (Kürzung aller Beamtengehälter um 5 bis 10 v. H ); von 300 Millionen- (Landesverteidigung) und von 565 Millionen (Zusammenlegung von Aemtern, Behörden usw.). Chiappe hat vor Gtavisky gewarnt. Paris, 29. März. (DNB.) Der parlamentarische Stavisky-Ausschuß vernahm erneut den früheren Pariser Polizeipräfekten Chiappe, der seine früheren Untergebenen gegen den Vorwurf, lau gewesen zu sein, in Schutz nahm und u. a. mitteilte, daß er den verhafteten Direktor der Volants, D u b a r r y , einen Jugendfreund, schon vor langer Zeit vor Stavisky gewarnt habe. Dubarry habe ihm später gestanden, daß die Warnungen nicht unbegründet gewesen seien. Auf die Frage, ob er etwa auch andere Persönlichkeiten freundschaftlicherweise auf das gefährliche Treiben des Hochstaplers aufmerksam gemacht habe, verweigerte Chiappe die Antwort mit der Erklärung: „Ich werde mich hüten, anderen zu schaden". Der Ausschußoorsitzende zog daraus den Schluß, daß Chiappe, der im übrigen Stavisky nur einmal einen kurzen Augenblick gesehen zu haben erklärt, sich des Treibens dieses Mannes wohl bewußt gewesen sei und andere davor gewarnt habe. Drei Todesurteile für Verschwörer gegen das Leben König Alexanders von Südslawien. Belgrad, 28. März (DNB.) Der Gerichtshof zum Schutze des States verurteilte den Arbeiter Peter Dreb, den Studenten Joseph Begowitsch und den Arbeiter Anton Podgoreletz zum Tode. Das Urteil bildet den Abschluß eines Prozesses, der eine Verschwörung gegen das Leben des Königs Alexander enthüllt hatte. Der Haupt- angeflagte Dreb und seine Mitschuldigen, die als südslawische (Emigranten in Italien gelebt hatten, erhielten nämlich dort von einer Emigrantenorganisation den Auftrag, König Alexander zu ermorden. Als Belohnung wurde ihnen dafür eine Summe versprochen, die umgerechnet etwa 25 000 Mark beträgt. Die Leitung der Emigranten soll sich in Piacenza befinden, wo Dreb und seine Genossen auch Bomben, Revolver und Dolche zur Durchführung des Anschlags erhalten haben wollen. Sie reiften im Dezember v. I. nach Agram, wo sich damals der südslawische König befand, konnten sich aber nicht gleich zur Ausführung ihres Planes entschließen. Später wurden sie entdeckt und verhaftet. Bei ihrer Verhaftung lieferten sie der Polizei ein Feuergefecht, bei dem ein Polizist getötet, ein anderer schwer verletzt wurde. Der neue schweizerische Bundesrat der Finanzen. Bem, 28. März. (DNB.) Die Vereinigte Bundesversammlung wählte zum Nachfolger des zurückgetretenen katholisch-konservativen Bundesrates Mufy im ersten Wahlgang den von allen bürgerlichen Fraktionen vorgeschlagenen katholisch-konservativen Ständerat Philipp Etter mit 115 von 217 Stimmen. Auf den von der Sozialdemokratie neuerdings aufgestellten Präsidenten des Nationalrates Ufer fielen 62 Stimmen. Philipp Etter steht im 43. Lebensjahr. Er war vorher Finanzdirektor des Kantons Zug und gehört dem Ständerat seit dem Jahre 1930 an. Kriegsopfertagung in Berlin. Berlin, 29. März (DNB.) Am 28. März fand eine Taaung der NSKDV. statt, auf der der Reichs- kriegsopserführer Pg. Dberljnbober die Neuordnung der NSKDV. bekanntgab, die nunmehr ausschließlich in Bezirke, Ortsgruppen, Stützpunkte, eingeteilt ist. Die bisherigen Landesverbände werden aus Ersparnisgründen aufgelöst; die freiwerdenden Mittel werden für Siedlungs- z w ecke verwendet. Die Kasjengefchäfte und die Rechnungslegung wurde auf das peinlichste durch- oraanifiert. Der Rsichskriegsopferführer gab bekannt, daß er heute auch dem Reichsarbeits- minifter den Entwurf für das neue Versorgungsgesetz übergeben habe. Ueber das Gesetz selbst wurden nähere Ausführungen im Augenblick aus Gründen der nationalsozialistischen I W nt ifrin d Sun M anfle® xxS «• «y |®0 es Vö __darum I di- r&Ä i die fifV; aiemü^F WeriHj i ßchmiedek i eigener S I (2Ipa'i uni b ein FrW fl schen ®ru n ncr. Der iDaffer ill Wminif Ich an, bet Yhewitt, ü zahlreiche < Sv n Den c Aie 5tac Für alle !*»««« Xburd) gr «nähme do «nähme । 'röteten rMadchen tauf den Freude- Olivia o mit aus « i nähme voi 8 kommender iiins SeSi »zeit nicht »n, fonbei Knaben, sich Muer tfov i widmen. Hü? Urzelle 1 MReichsrr Nach ein Ministers r Mutze mi Mannschaft! lieber Farn ytragen w trägt in Zr äütze mit -ienstmützk Eichenlaub! Der Hei' Sämtlich H bes finb eil MM e. 2 fflkäf-bent d fthem Lanc Eerkammer roerfieren b üfid) der Be ifter ML.), uunb der ll ncus-Direktl t Reichsthea ahn Artiste X Reichsverb Menet »W war «ehre,. Na, Sfonia und ölen Lgrd ! bekannte j 'Nen Verübend hielt Mrn der A; -.Die Zukun M5DAY. t ^.Surn Tel Kommunist Ümmen ^richtet, ■ttättelbeulli Jer Weise J Jamals bei E5 Deutsc SSl. $,n Ehren, N."er Ted« ff® der e, östlichen c Batji , Ab 1. a ,u.Un9 an geführt ! A^ustellu Siefen“ unk letzt, Ver, L°Ä vüz Mht'benl U?" der i "d für »ii den ein. Die entwendeten Sa, Sämtliche Fachorganisationen des Artistengewer- iernehmung beendet tschastsminic zeierias« Tagen in d, ngen über t n Gebiete b EiIenlaub kränz. ^er Reichsverband der Deutschen Artistik e.V. London über die Zukunft Luftschiffs. Für keinen Teil der Großstadtbevölkerung ist es so wichtig, einmal für längere Zeit Landluft zu atmen und die Fühlung mit dem deutschen Boden wiederzugewinnen, wie für die schulentlassene Jugend. In keinem Alter tut dem großstädtischen Menschen die Stadtflucht so not, wie nach der Entlassung aus der Schule. Der Nationalsozialismus hat stets betont, daß das Wissen nicht das letzte Ziel der Bildung ist. Die Schule' wendet sich auch heute noch viel zu einseitig an den Verstand, anstatt auch Körper und Seele gleichmäßig auszubilden. Daher bedarf der jugendliche ' Mensch nach der Schulzeit noch einer weiteren Erziehung, die sich mehr auf die Pflege der charakterlichen Eigenschaften richtet und seine Willensausbildung fördert. Diese seelisch-charakterliche Erziehung kann der Jugend in den Großstädten nur sehr schwer gegeben werden. Das Preußische Staatsministerium hat daher einen großen, für die Zukunft sehr wertvollen Gedanken zu verwirklichen begonnen, als es den Beschluß faßte, die gesamte schulentlassene Stadtjugend zu einem Landjahr zu verpflichten, das sie in besonderen ländlichen Heimen verbringen soll. Die heutige Zeit ist für die Einführung eines solchen Landjahres ganz besonders geeignet, denn es ist praktisch gar nicht möglich, die gesamte schulentlassene Jugend in Berufen und praktischen Lehrstellen unterzubringen. Der Arbeitsmarkt wird m hohem Maße entlastet, wenn man die nächsten Jahrgänge der Schulentlassenen noch für einige Zeit vom Berufsleben fernhält. Man hat aus dieser Erwägung heraus vielfach vorgeschlagen, die Schulzeit allgemein um ein Jahr zu verlängern, damit die Jugend noch ein weiteres Jahr der Ausbildung widmen kann und dann besser ausgerüstet in die Berufe kommt. Aber diese Ergänzung der schulmäßigen Ausbildung darf nicht in geschlossenen Schulstuben und nicht in der dumpfen Stadtluft erfolgen. Schon während der Schuljahre stiftet die sitzende Lebens- und Lernweise Schaden genug. Mnn man der Jugend nicht nur verstandesmäßige Bildung vermitteln, sondern sie in jeder Hinsicht lebenstüchtig machen will, muß man sie aufs Land hinaus führen und muß dort dafür sorgen, daß Körper, Geist und Charakter gleichmäßig gepflegt werden. ein Bursche wegen eines Diebstahls verhört. Während des Verhörs brachte er es fertig, in Gegenwart der Beamten zwei Zeugen zu besteh- l e n. Der Bursche war mit Hilfe von gestohlenen Schlüsseln bei seinem früheren Arbeitgeber eingedrungen, um dort zu stehlen. Beim zwölften Einbruch wurde er erwischt und der Polizei übergeben. Beim Verhör gestand er die Diebstähle unumwun- ~ ' er bei Alt- Monate. Aber was hilft den Unglücklichen Das, wenn warmes Wetter- eintritt, und die Scholle zerspringt? Es ist sehr fraglich, ob die Scholle noch durch Flugzeuge oder Luftschiffe wird erreicht werden können. Die Schiffbrüchigen haben natürlich alles getan, um auf der Scholle einen Landungsplatz für Flugzeuge herzurichten. Nach den letzten Funkmeldungen wurde der Flugplatz so erweitert, daß gleichzeitig drei Flugzeuge auf der Eisfläche landen könnten. Das Wetter ist aber so schlecht, daß eig Start der Flugzeuge nicht erfolgen kann. Flugzeuge oder Luftschiffe, die die Scholle erreichen wollen, brauchen einen Flugradius von mindestens 500 Kilometer. Gesetzt den Fall, daß das Wester sich bessert, dann ist noch immer die Frage, ob die Scholle noch st a r k genug ist, um der Landung eines Flugzeuges standzuhalten. cu;-Direktoren ihre Nechstheaterkammer. im Artistenfach tätig Aechsverbandes ist. Lckener spricht in des i^e mit glattem Schirm in Form der bisherigen itmftmüfce mit einem aus weißem Tuch gestanzten baint verlassen hatte, fuhr in voller Fahrt bei diesigem Wetter auf diese Stein- und Erdmassen auf. Die Maschine bohrte sich in den Geröllhaufen hinein, und sämtliche Wagen sprangen aus den Schienen. Erst nachmittags konnte man mit den Auf- räumungs- und Bergungsarbeiten beginnen. Riesenunterschlagung bei der Genfer Hypothekarkasse. Bei der Genfer Hypothekarkasse, einem öffentlich- rechtlichen Institut,ist man Unterschlagungen ßen im Meer, wo unsere Männer jetzt mit dem Tod kämpfen." ■Ar k solzM; Weitung »nischch to: enben orgoz bas Gejar ien organ Zunächst wird allerdings das „Landjahr" für 1934 nur 20 bis 25 000 Kind.er erfassen und probeweise durchgeführt werden. Händlern verkauft. Als die war, vermißte einer der Zeugen feinen 808 aus der weißen Wüste Gibt es noch Rettung für die Schiffbrüchigen der Tscheljuskin? Ein „Landjahr" derschnlenilaffenenStadtjugend in Preußen Instand beiten. iekanntlich V- >kt, bis zu tc »förherit unb Gi lden fertig z Nw/' ert. W : Lage tfW für W )ber in die biW rleiäW [ ^nngsattw; gewirkt Hs! üches beute Spezi-!' em fehl Arbeiten» । zu iW* MchsM-'' jeten, $ hten, dah »> ^r beiisst- und Güt* fall an M llung werden. * Reichs^ Hst viele ot zu bE »t als lern.-*®' seinen; ? " i“ l J9 und jj: ÖQQt9utiDei ^kann i ^enart( /S-ln.k ‘f ermäd)fr Inders ^ufchlün iö die Pflll, menfchließf um di em Saal r Die zweite Hoffnung, daß der berühmte Eisbrecher „Krassin" Hilfe bringt, ist auch nur gering. Der Eisbrecher „Krassin" hat eben den Nord- Ostseekanal passiert. Er muß einen außerordentlich großen Umweg machen, um zur Beringstraße zu gelangen. Sein Kurs geht durch die Nordsee, Atlantischer Ozean, Panamakanal, Stiller Ozean und dann erst zur Beringstraße. Das ist e i n e F a h r t v o n vielen Wochen. Trotzdem hat man diesen Eisbrecher eingesetzt, weil kein anderes Schiff da ist, das Aussicht hätte, durch die Beringstraße hindurchzukommen. Wenn es nicht gelungen sein sollte, die Besatzung des „Tscheljuskin" durch Flugzeuge zu retten, hofft man, daß der Eisbrecher „Krassin noch vor Einbruch der warmen Jahreszeit die Beringstraße erreichen wird. Mit dem Beginn des Sommers wird die Gefahr für die Tscheljuskin- Leute ungeheuer groß. In K a p W e l l e n befinden sich die Angehörigen, Mütter, Frauen und Kinder der Schiffbrüchigen Tscheljuskin-Leute. Einige Frauen haben durch den Rundfunksender ihren Männern auf der Scholle. Trost gespendet. Die Mutter des Leiters der verunglückten Expedition, des Deutsch-Russen Professor Schmidt, eine Frau von über 80 Jahren, brach vor dem Mikrophon in Tränen aus und bat ihren Sohn vorsichtig zu sein. Von den durch den Flieger Ljapidewski am 3. März geretteten zehn Frauen gab eine folgende Schilderung: Wir hatten die Lage nicht für so ernst.gehalten. Aber dann kamen aus der weißen Wüste, die uns einschloß, auf einmal die Berge heran. Sie schoben und bewegten sich, bildeten drohende Figuren, barsten, legten sich krachend und knirschend übereinander, wuchsen höher und höher. Wie Gespenster wuchsen die Eisberge, wie lebende auf die Spur gekommen, die der 50jährige Angestellte Jean D i ck verübt hat. Nach seinem Geständnis hat er Wertpapiere im Betrage von über 500 000 Schweizer Franken unterschlagen, von denen sich eine andere Person, in deren Auftrage Dick gehandelt haben will, 400 000 Franken angeeignet habe. Diese Person sei nach Frankreich verschwunden. Wie weit Dicks Aussagen zutreffen, muß die Untersuchung ergeben. Festgestellt wurde gisrht. äifenbaf)nunglühen Feier fl . Auskunft ; I M ebenen LU Aus aller Welt. Ue Frau begleitet ihren Wann in den Urlaub. $ür alle Reifen, die d a s A m t R e i f e n, W a n- biir n und Urlaub in der NSG. „K r a ft dirch Freude" organisiert, ist nicht nur die Teilnahme von Männern, sondern auch die Teil- H11) m e ihrer Frauen und der unverhei- rciteten erwerbstätigen Frauen und Mädchen vorgesehen. So fahren schon am 5. Mai aif den beiden NSG. „Kraft durch Fi eude"-Schif f en „Dresden" und „Monte Olivia" nicht nur Männer, sondern auch Frauen m auf See. Das gleiche gilt auch für die Teilnahme von Frauen für die im April und in Den kommenden Monaten startenden Urlaub er zuge ins Gebirge. Der Mann soll in feiner Urlaubs- jft nicht feiner Familie entzogen wer- He-, sondern er soll gerade dann die Gelegenheit hä^en, sich in Deutschlands schönsten Gegenden in [ei:er Freizeit der Familie besonders zu w d m e n, denn die deutsche Familie ist und bleibt Mt Urzelle des nationalsozialistischen Staates. Dii Reichswehr bekommt die alte Feldmütze wieder. ^ichsM^tb . , .put bet£ feigen, daß schmiedeeiser w „ •?^rftanb \ angewandt werden. »uschte Allgemein darf man wohl sagen, daß gut gefchnit- UQtguUk H« Ausleger das Ortsbild freundlich gestalten Hel- 'e"M; ~...... - ................. |ium Gedächtnis an den vor vierzehn Jahren von Sinmuniften ermordeten Pfarrer Niehus wurde u Mmmeniborf bei Merseburg ein Gedenkstein erratet. Pfarrer Niehus wurde 1920 während der nit eideutschen Unruhen von einem kommunistischen Landgericht zum Tode verurteilt und in grausam- fki Weife niedergemacht. An berfetben Stelle, wo birjats der Pfarrer den Heldentod für ein kommende Deutschland erlitt, wurde jetzt in Anwefenheit der SA., des Stahlhelms, von Vertretern der A-DAP und zahlreichen Abgesandten der Kirche ein Ehrenmal errichtet. Bischof Peter wies in ter Gedenkrede darauf hin, daß dieser Gedenk- stri, der erste sei, durch den die NSDAP, einen Gütlichen ehre. 3n Bayern gibts wieder poft am Sonntag. 2b 1 April wird in Bayern die P ostzustelle« g an Sonn- und Feiertagen wieder ein, efübrt In den Postorten wird vormittags eine WW -»-geführt, die auf die Abtragung oor Briefen, Postkarten, eiligen Drucksachen, Bnef- pöcichen und Zeitungen beschränkt ist. Bas letzte Opfer der LarstenZenlrum-Gcube geborgen. 3-ie Bergungsmannschaften der Karsten- Ze«trum-Grube konnten jetzt nach drei Wo- chr langenAusräumungsarbelten endlich bis an.die L'cUen vordringen, wo das siebente und letzte Toid e s o p f e r des furchtbaren Unglücks verschüttet MI_ Es handelt sich um den Fördermann Ernst J-worski aus Beuthen. Seme Leiche wurde m das Knappschaftslazarett gebracht Am gleichen 3a pe wurde das sechste Todesopfer der Karsten- Zrtrum-Grube, der Häuer Dz i adz k o aus Beu ten, auf dem Materdolorofa-Friedhof feierlich bei. frier Vorstand der „All Peoples Association“ h-a) veranstaltete im Claridge Hotel in London ein Frühstück zu Ehren des Präsidenten der Deut» fihm Gruppe dieses Verbandes, Dr. Hugo Ecke- mar Der deutsche Botschafter von Hoesch, Lord $). ff er in, Lord Sempill, der frühere Luft- fnlrtminister G u e st, das Parlamentsmitglied B u - d): n, der Luftvizemarschall Sir Edgar Ludlow- Kiwitt, Botschaftsrat Fürst Bismarck und rc! reiche andere hervorragende Persönlichkeiten des epischen Flugwesens, der Politik, Gesellschaft und sse waren anwesend, um den deutschen Gast zu eijiüw. Nach dem Trinkspruch auf den englischen fiiraia und den deutschen Reichspräsidenten gedachte Lord Duffer in, Kapitän Guest und Der befinnte Mount-Everest-Flieger Ether ton Der Ejolen Verdienste Eckeners um die Luftschiffahrt. Am 2h nd hielt Dr. Eckener vor über tausend Mitglieds der Apa im Scala-Theater einen Vortrag über „De Zukunft des Luftschiffes". USDAP. errichtet ein Ehrenmal für einen Pfarrer. Ä Ä* * **, Hut. Nach langem Suchen fand man die ver- chwundene Kopfbedeckung bei dem Spitzbuben, Der den Hut unter seinem Mantel verborgen hielt. Ein weiterer Zeuge stellte darauf fest, daß ihm d i e Wohnungsschlüssel abhanden gekommen waren. Man brauchte jetzt nach den Schlüsseln nicht mehr lange zu suchen, der Spitzbube gab sie . auch gutwillig heraus. Besucht das Gaargebiet! Die Reiseparole für 1934. Neustadt a. d. H., 23. März. (WK.) Staatsminister Esser gab anläßlich einer Kundgebung für den pfälzischen Fremdenverkehr folgende Reiseparole für dieses Jahr aus: „Die Pfalz hat die Brücke zu sein für den deutschen Reiseverkehr, den man in den kommenden Monaten in das Saargebiet leiten muß. Es ist unbedingt notwendig, daß eine unerhörte intensive Durchblutung Des Saargebiets erfolgt. Ich habe von einer Parole gehört, die ich für falsch halte, weil sie den Kern der Frage nicht erfaßt: „Jeder Saarländer einmal ins Reich!" Wir müssen vielmehr die Parole ausgeben: „Aus dem Reich ins Saargebiet!" Jeder soll einmal hinein in die bedrohte Westmark des Reiches!" Das Saarvolk ist dem Staatsminister Esser für diesen verständnisvollen Vorschlag außerordentlich dankbar und heißt schon heute alle Brüder und Schwestern im Reich herzlich willkommen. Oer Chef der Heeresleitung in Kassel. LPD.- Kassel, 27. März. Am Montag weilte der Chef der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch in Kassel, um die hier liegenden Truppen zu besichtigen. Aus diesem Anlaß fand am Vormittag auf dem Hof der Jägerkaserne eine Parade der Truppen des Standortes statt. Nach dem Abschreiten der Front hielt der Chef der Heeresleitung eine kurze Ansprache, in der er seiner Freude über den vorzüglichen Zustand der Truppen Ausdruck gab. Nach einem Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes erfolgte ein Parademarsch der Truppen. Der Chef der Heeresleitung wird am 28. März die Garnison Stuttgart besichtigen und sich am 4. April zu einer Besichtigung nach den Standorten V i l l i n g e n und Donaueschingen begeben. Wettervoraussage. Das Hochdruckgebiet über Skandinavien hat sich weiter gekräftigt, während im Südwesten Luftdruck- sall zu verzeichnen ist. Somit haben sich Die Luftdruckgegensätze verstärkt, und Kaltluft ist von Osten her eingedrungen. Diese hat Anlaß zu Bewölkung und stellenweise auch zu etwas Niederschlag gegeben. Da aber der hohe Druck im Norden die Vorherrschaft behalten wird und an seiner Südseite weiterhin kontinentale Luft nach Deutschland gelangt, wird im allgemeinen der Witterungscharakter ziemlich beständig bleiben, wenn auch am Tage Die Temperaturen vorerst nicht besonders hoch zu liegen kommen. Aussichten für Karfreitag: Wolkig mit Aufheiterung, auch tagsüber nicht besonders warm, vorwiegend trocken. Aussichten für Samstag: Wieder mehr aufheiterndes und trockenes Wetter. Lufttemperaturen am 28. März: mittags 9,2 Grad Celsius, abends 3,7 Grad: am 29. März: morgens 3,7 Grad. Maximum 10,1 Grad, Minimum 2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. März: abends 5,5 Grad; am 29. März: morgens 3,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 8% Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. rauereii hei sind einheitlich im Reichsverband der Deutschen Ausführung ßriüif e. V. zusammengeschlossen worden, zu dessen Plane hc Plrsident der Obersturmführer Intendant Otto Wil- nir im Einn j>eni Lange von dem Präsidenten der Reichsthea- krummer' berufen worden ist. Dom 1. April ab vieren die bisherigen Einzelorganisationen, nam- lid der Berufsverband deutscher Artisten e. V. (fru- hei JAL.), der Reichsverband deutscher Artistik e. V. wt der Verband der Darietö-, Theater- und Eir- bisherige Zugehörigkeit zur In Zukunft kann nur der sein, der Mitglied des neuen Berlin, 28. März (DNB.) Das preußische Staatsministerium hat ein Gesetz beschlossen, wonach die schulentlassene Stadtjugend zu einem Landjahr verpflichtet wird, das sie unter Betreuung von Leitern und Helfern in Heimen zu verbringen hat. Von zuständiger Seite wird hierzu bemerkt, daß dieses LanDjahr, das ab Ostern d. I. in Preußen eingeführt wird, nicht etwa eine Verlängerung der gesetzlichen Schulzeit als solche darstellt und abseits von jedem Schulbetrieb d'irchgeführt werden wird. Der Landjahrpflicht unterliegen nicht nur die Kinder aus den Volksschulen, sondern ebenso die aus den mittleren und höheren Schulen, wenn sie ihre Schule nach Erfüllung der gesetzlichen Schulpflicht verlassen. Der Sinn des Landjahres ist der, rassisch geeignete und erbbiologisch gesunde junge Menschen aus s i e gefährdender Umwelt herauszunehmen, sie geistig wie körperlich harmonisch durchzubilden und bei nationalpolitischer Schulung zu freudiger und lebendiger Bereitschaft für das Volksganze zu erziehen. Nach dem Wesen und Zweck des „Landjahres" werden in erster Linie die Kinder der Großstädte und erst dann die Kinder der kleineren Städte bis zu einer Einwohnerzahl von etwa 25 000 erfaßt werden. Kinder nationalpolitisch und sittlich gefährdeter Gebiete sollen durch Taug- lichkeitsprüfungen ausgewählt werden. Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit, daß die Kinder arbeitsloser Eltern und diejenigen, die in keiner Lehrstelle untergekommen sind, bevorzugt werden. Die Gruppen sollen in den Heimen Die Zahl von 30 Kindern nicht überschreiten und nach Größe der Lager zu Gemeinschaften zusammengefaßt werden können. Die Leiter dieser Gemeinschaften sind für die Durchführung des Erziehungsplanes verantwortlich, die Aufsicht führen die Regierungspräsidenten unter der Aufsicht des Kultusministers. Zur Aufbringung der sächlichen Ko st en verpflichtet das Gesetz die Landschul - wie die Stadtschulverbände. Für die Finanzierung wird Die Einrichtung Der LanDesschulkasse unter Erweiterung ihrer Aufgaben dienstbar gemacht werden. Die wirtschaftspolitische Bedeutung des „Landjahres" erhellt am deutlichsten die Tatsache, daß Ostern 1934 gegenüber dem Vorjahr ein Mehr von einem Drittel der Schulentlassenen auf dem Arbeitsmarkt erscheinen. ftr_ Freilich ist Die Wirkung solcher Werbeschilder in wesentlichen auf 8Ie Tagesstunden beschränkt. Do es sich — wie z. B. in Den größeren Städten — Darum hanDelt, Die WerbeschilDer auch während de Abend- unD Nachtstunden wirken zu lassen, wird di Lichtreklame nicht zu entbehren sein. Ausleger, Di sich dieses Mittels bedienen, gibt es bereits in ziemlicher Zahl; doch sind die meisten em übles 3»ittert)ing zwischen Laterne und den Formen der S^miedekunst. Neuerdings scheint sich auch hier em tt«ner Stil ausbilben zu wollen. rtrtHj. ffytn Läden anbringen. Auch Tabaksläden, Kondi- to eien und sonstige Geschäfte machen gern von ierer Form der Werbung Gebrauch. Namentlich gilt , Di« von Den Schlossern, Die freilich aus geschäst- liien Rücksichten allen Grund haben, dafür zu ‘ngen, Daß schmieDeeiserne Ausleger möglichst viel- Seit Dem 13. Februar sind 8 9 M e n s ch e n, die Besatzung des Eisdampfers „Tscheljuskin", vom Fe st land abgeschnitten. Sie treiben auf einer Eisscholle in Der Bering-See zwischen Alaska und Sibirien, auf die sie sich gerettet hatten, als der Dampfer „Tscheljuskin" an Den Eismassen zerschellte. Sie haben sich gerettet, sie sind nicht ertrunken, aber sie treiben dem Tode entgegen. Die Eisscholle kann jeden Tag bersten. Mit jedem Tag steigt die Sonne höher, sie bringt das Eis zum Schmelzen, und die Scholle wird dünner und brüchiger. Die Fachleute wundern sich, daß die Scholle überhaupt noch hält. Eigentlich müßte sie unter dem Einfluß Des wärmeren Wetters längst geborsten fein. Die Lage dieser 89 Mann ist verzweifelt, viel verzweifelter, als die Lage, in der sich vor einigen Jahren Der Kommandant des italienischen Luftschiffes, Nobile, mit seinen Leuten befand, als das Schiff im ewigen Eis niedergehen mußte. Die italienischen Piloten landeten auf dem Festland, hatten einen gewissen Vorrat an Lebensrnitteln bei sich, warme Decken und vor allem einen Funkapparat, mit dem sie sich verständigen konnten. Einen Funkapparat haben die Leute Der Tscheljuskin allerdings auch mit gerettet. Aber Die Akkumulatoren des RaDiofenDers gehen zu Ende, Die Leute haben keinen Strom mehr, und können nur noch StandortmelDungen funken und ein kurzes tragisches SOS. Die Bemühungen zur Rettung Der Leute standen unter einem unglücklichen Stern. Von Den drei Flugzeugen, die aufgestiegen sind, um die im Bering-Meer treibende Scholle zu erreichen, iI eins abgestürzt, Die beiden anderen gelten in wlpen|1Br w ulc einen Schneesturm und mußten umkehren. Der Eis-1 ^ßeren s$enn mich jetzt nachts ein Alpdruck plagt, brecher „Zipka" kollidierte auf der Fahrt mit einem ; bQnn er weiß aus, weiß, wie das Eis drau- Eisberq und wurde leck. Auch er funkt SUS. Gin - - — r -- """---- Glück ist es, daß die Mannschaft auf der treibenden Scholle nicht unter Hunger zu leiden hat. Die Hungersgefahr war anfänglich sehr groß, Denn Die Leute konnten nicht viel mehr als das nackte Leben auf die Scholle retten. Aber Dann bildeten sich auf Der Scholle Riffe. Die Mannschaft glaubte, daß der Bruch der Scholle bald eintreten würde. Jedoch aus den Riffen fliegen die Lebensmittelballen, Konserven und Eßwaren, Die an Bord des „Tscheljuskin geführt wurden, an Die Oberfläche des Wassers, und die Schiffbrüchigen konnten sie auffischen. Die so gewonnenen Lebensmittelvorräte reichen für zwei bis jetzt, daß Dick sich auf verfehlte Spekll- l a t i o n e n eingelassen hat, unb daß er einen Mittelsmann hatte, der für ihn bei verschiedenen Genfer Banken die unterschlagenen Papiere hinter« legt hat. Wiedereinführung der Todesstrafe in Spanien. Der von der spanischen Regierung dem Parlament oorgelegte Gesetzesentwurf zur Bekämpfung des Verbrechertums sieht in Abänderung des gültigen Strafrechts die Wiedereinführung der Todesstrafe, deren Verhängung bisher nur den Militärgerichten vorbehalten war, für folgende Fälle vor: Verbrechen mit Sprengmitteln, lieber- alle und Raub von zwei oder mehr bewaffneten Bersonen und Anschläge gegen Eisenbahnen und onftige öffentliche Einrichtungen. Die Dauer des Gesetzes ist auf ein Jahr berechnet. Die Verhängung der Todesstrafe geschieht durch die Schnellgerichte. Große Ueberschwemmungen in Chile fordern zahlreiche Todesopfer. Wie aus Antofagasta (Chile) gemeldet wird, sind Die Kordilleren-Flüsse infolge Der zahllosen Wolkenbrüche Derart angeschwollen, daß zahlreiche Ortschaften- von Den Wassermassen ernstlich bedroht werden. Die Stadt Baquedano ist üb e r schrv e mmt. Die Einwohner flüchteten in Die Berge. Viele von ihnen ertranken unterwegs. Auch die Stadt Co- piado, die 20 000 Einwohner zählt, steht zum Teil unter Wasser. Die Brücken und Gleeise Der Anto- fagasta-Bolivia-Bahn finD an mehreren Stellen weg- gerissen. Infolge Der Zerstörung Der Wasserleitungen herrscht überall großer Mangel an Trinkwasser. Junges Mädchen ertappt einen Einbrecher. Die 20jährige Tochter eines Hausverwalters in Kassel vernahm aus der Wohnung einer Familie, die seit einigen Tagen verreist war, verdächtiges Geräusch. Das junge Mädchen traf auch alsbald im Hausflur einen Mann mit zwei großen Paketen unter dem Arm. Das Mädchen stellte den ^Einbrecher zur Rede und folgte ihm, als er sich drücken wollte, obwohl der Verfolgte wiederholt zu schießen drohte. Der Kerl konnte schließlich durch zwei Polizeibeamte festgenommen werden. Es stellte sich heraus, daß es sich um einen Schwereinbrecher aus Köln handelt, der wahrscheinlich noch eine ganze Reihe von Wohnungseinbrüchen auf dem Kerbholz hat. Ein unverbesserlicher Spitzbube. In einer Berliner Polizeiwache wurde lach einer neuen Verfügung Des Reichswchr- 5 norfÄ, Ministers wird an Stelle Der bisherigen Feld- Bis nu hhir • liifce mit Tuchschirm für Unteroffiziere unb a in Den ? Ä nnschaften Die Feldmütze ohne Schirm in ahn- L unh, Itter Form, wie sie in der alten grieDensarmee 'Wällen f gezogen wurde, wieder eingeführt. Der Offizier inausÄ W .Zukunst 311m «me weift fflt« |e Maßnch Den verehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend bringe ich hiermit zur Kenntnis, daß mein Teilhaber Herr Wöll aus der Firma »Lauer & Wöll« ausgeschieden ist und ich das Geschäft in dem bestehenden Umfange weiterführe. — Gleichzeitig empfehle ich mein großes Lager in sämtlichen Haus- und Küchengeräten, wie Glas, Porzellan, Aluminium- und Email-Geschirren, Putz- artikein aller Art. Ferner meine Abteilung Textil mit einer groben Auswahl in Damen- und Herren- Wäsche zu den äußerst niedrigen Preisen Rein christliches Geschäft 1927 A Gießener Brauhaus-Bier Man verlange 1933 INI INI 33> INI Rückfahrt 6.06 INI Ml 1938D 3 225/34-0 LichtspielhausGießen 5.30 3.00 1659D Der 29er Wein wird rar, Illusionist u. a. m 1941D Da er ein guter Jahrgang war Versorge Dich beizeiten! 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So werben bie Bilber bes Films, von benen bieser Bericht freilich nur anbeutenbe Vorstellungen vermitteln kann, zu einem höchst ■ einbrucksvollen Dokument ber heroischen Haltung, ber stummen Pflichterfüllung unb ber unerschütterlichen Kamerab- schaft bes beutschen Solbaten an ber Front bes großen Krieges. Die letzten Worte mahnen bie Ueberlebenben unb vor allem bie junge Generation, Nie Vertrauensgrundlage. Die Rebe, bie ber Führer am 21. März gehalten hat, ist von manchen Leuten mißverstanben worben. Sie glaubten in ben Worten bes Kanzlers eine Warnung vor ber Ausschüttung höherer Aktien- bioibenben erblicken zu sollen. Die Folge bavon war, baß manche Aktionäre meinten, sich ihres Aktienbesitzes entlebigen zu müssen, um bafür festverzinsliche Papiere zu kaufen. So war es natürlich nicht gemeint, wenn ber Reichskanzler bar- auf hinwies, Lohn unb Dioibenbe müßten zurücktreten gegenüber ber Erkenntnis, baß wir erst bie W'e r t c schaffen müssen, bie mir bann zu verzehren gebenfen. Schon bie Gleichstellung von Lohn unb Rente hätte bie Pessimisten, bie nur daraus warten, irgendwo eine Bestätigung für ihre Schwarzmalerei und ihren Kleinmut zu finden, darüber belehren müssen, wie die Rede des Führers in Wirklichkeit gemeint ist. Es soll verhindert werden, daß durch vorzeitige Steigerung der Löhne und der Dividenden die Mengenkonjunktur abgebremst wird. Denn es ist notwendig, daß zunächst einmal die Erzeugung und der Absatz von Waren aller Art nach Möglichkeit gesteigert werden, damit mehr Arbeitskräfte in den Produktionsprozeß wieder eingereiht werden können. Geschieht das, so werden die natürlichen Wirtschaftsgesetze von f e l b ft zu einer Steigerung ber Löhne unb ber Divibenben führen. Es ist ganz gewiß kein Pessimismus, ber in biefen Worten zum Äusbruck kommt, unb ebensowenig eine Divibenben- Kunst und Wissenschaft. Der neue Bad-Nauheimer Gc leralmusikbireklor. Da ber bisherige erste Kapellmeister bes Bad» Nauheimer Kurvrchesters, Heinz B o n g a r tz, jetzt in Kassel wirkt, ist für die kommende Kurzeit Gene- ralmufifbirettor Stöver- Bremen zum ei|t n Dirigenten berufen worden. Stöver, der im 40. Lebensjahr steht wirkte bisher in Leipzig, Hamburg und Hagen (Westfalen). Eine Reihe von Jahren war er Dirigent in Bad Pyrmont, wo eine Anzahl großer Musikfeste unter seiner Leitung statt- fanden. — Als Kurorchester für Bad-Nauheim wurde wieder das Mainzer Städtische Orchester verpflichtet. Backhaus spielt Beethoven in Wien. — Stürmischer Erfolg am 50. Geburtstag des berühmten Pianisten. Wilhelm Backhaus gab im großen Konzert- hausfaal in Wien ein Beethoven-Konzert, das den Höhepunkt der Solisten-Konzerte der Sai» son bedeutete. Da das Konzert mit dem 50.Ge- b u r t s t a g e des weltberühmten Pianisten zufam- menfiel, war schon die Begrüßung von einer selten erlebten Herzlichkeit. Der Jubel steigerte sich zu einem kaum erlebten Ausmaß an dem Höhepunkt des Abends, der Wiedergabe der „Pathetique", deren klassische Interpretation tiefste Wirkung ausübte. Die Kritik war begeistert und schreibt il a. von dem „Wunder dieser Beethoven-Jnterpretatwn". Die absolute Vollkommenheit erscheine als die natürlichste Sache der Welt; die Wirkung, die von diesem Musizieren ausgehe, finde ihre stärkste Beglaubigung in der Treue, mit der das Publikum dem Pianisten Wilhelm Backhaus am liebsten folge, wenn er Beethoven spiele. Im ausverkauften Hause sah man auch den deutschen Gesandten Ri'eth und namhafte Person- lichkeiten der deutschen Kolonie. Wichtige neue Aktenfunde zu Senefetders Erfindung der Lithographie. Das Senefelber Gedächtnisjahr hat drei bisher vergeblich gesuchte, für die Geschichte ber großen beutschen Ersinbung des Steindrucks bedeutsame Aktenstücke ans Licht gebracht, die in dem riesigen, seit 1774 ununterbrochen angewachsenen Archiv des schon zu Goeches Jugendzeit berühmten Musikalienverlags van Iah. Andre in Offenbach a. M. seit 135 Jahren unentdeckt ruhten und als verloren galten. Es handelt sich zunächst um bas Original bes für bie rasche Ausbreitung ber Erfindung entscheidenden Vertrages von 1799 zwischen Alois Senefelder und Anton Andre, in dem der Erfinder sich verpflichtet, das „Geheimnis, Noten und Bilder auf Stein zu drucken, ohne die geringste Rückhaltung" miauteilen und nach Offenbach' überzusiedeln, wofür er von Andre 2000 Gulden erhält. Senefelder übernimmt auch die Aufgabe, eine aeei’gnete Steinart in ber Umgegend Offenbachs aufzusuchen, was ihm allerbings nicht gelingen konnte — es blieb bei bem allein geeigneten Solnhofener Schiefer. Bei feiner eigenhändigen Unterschrift gebt Senefelder seinen Beruf noch mit „Graveur" an. Ein zweites Aktenstück, während Sene- felöers Aufenthalt in London abgefaßt, bestätigt nach einmal den Verkauf der Erfindung, und ein drittes aus dem Jahre 1801 beurkundet bie Abtre- । tung bes in Englanb burchgesetzten Patents an ben : Offenbacher Musikalienverlag, der in ßonbon eine ‘ Filiale besaß. — Die außerorbentlich sehenswerte : Senefelbe r-Au s ft e 11 u n g ber Kunstgewerbe- i schule Offenbach a. M., ber anläßlich bes Senefelber- 1 Jubiläums eine Fachklafse für Lithographie unb ver- ’ manbte Drucktechniken angegliedert wurde, zeigt die : neuen Funde zum erstenmal der Öffentlichkeit ma.'ige. Frontsoldaten. Die hiesige Erstaufführung dieses ersten nationalsozialistischen Kriegsfilms brachte das Licht- p i e l h a u s gestern abend in einer Festvorstellung bei starkem Besuch und in Anwesenheit zahlreicher geladenen Gäste heraus. Bühne unb Zuschauer- raum waren mit ben Farben bes Dritten Reiches geschmückt. SS.-Männer im Stahlhelm flankierten Eingang und Bühne des Theaters Nach bem Beiprogramm brachte bie Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Dbermufib meister Krauße, bie sich bankenswer er Weife für bie Festvorstellung zur Verfügung gestellt hatte, zwei Musikstücke zum Vortrag unb erntete mit ihrer vortreffliche^ Leistung wohlverbienten Bei all. Darauf betrat ber Gauobmann ber Nationalsozialistischen Kriegsopfer - Versorgung, Pg. Wag n e r (Frankfurt a. M.), das Pobium zu einer kurzen Ansprache, in ber er etwa Folgendes ausfuhrte: Wehe bem Volke, bas bie Verteib ger ferner Heimat vergißt. Wir haben in ben letzten vierzehn Jahren zahlreiche Kriegsfilme gesehen; mancher von ihnen hat den Krieg so geschirrt, wie Heimat ihn sich gedacht hat. Heute sehen mir den ersten nationalsozialistischen Kriegsfilm im neuen Deutschland. Er wird zeigen, was die von den Frontsoldaten erlebte Wirklichkeit gewesen ist, — den Krieg in seiner wahren Gestalt. Jeder Deusiche hat die Pflicht, sich diesen Film anzusehen Denn einmal ist die Front des Weltkrieges, wie sie hier geschildert wird, bie Geburtsstätte bes neuen Reiches gewesen. Zum anbern soll man sehen, wie es denen an der Front damals ergangen ist, wahrend andere in der Heimat Geschäfte gemacht haben Der Jugend vor allem soll das bewahrt und erhalten bleiben, was damals war. Ueberall hat der Film gerade bei der Jugend den größten Beifall gefunden. In feinem Geiste wollen wir die heutige Jugend erziehen. Niemand, der es selber erlebt hat, wird das Geschehene zurücksehnen. Und wie es während des Kampfes Menschlichkeit und Kameradschaft gegeben hat, so sind auch mir Nationglsozialisten bereit, den Völker die Hand zum Frieden zu bieten. — Die Ansprache klang aus in ernste Worte des Gedenkens an unsere Gefallenen. Die Kapelle spielte bie Weise vom guten Kameraben, inbessen die Versammlung sich zum deutschen Gruß erhob. Der Film schilbert ben Krieg an ber Westfront an brei entscheibenben Brennpunkten bes Kampfes im Jahre 1917, inbem er, unter Zugrunbelegung des Buches von Zöberlein, jemeils einen Ausschnitt aus der Schlacht an ber Aisne, aus ber Flanbernschlacht unb aus ber Tankschlacht bei Cambrai festhält. Die Ereignisse sinb fast ausschließlich von ber beutschen Seite aus gesehen; mir erleben bie Kampf- hanblungen von ber Stellung eines bayerischen Stoßtrupps aus, besten Regiment zu einer ber nach- einanber in ben brei Abschnitten eingesetzten Kampfbivision gehört. Der Beschauer mirb (in technisch vorzüglich gelungenen Aufnahmen) unmittelbar an bie Ereignisse herangeführt. Er folgt ber Kompanie aus ber Ruhestellung nach vorne, in ben Graben, in ben Unterftanb, ins Trichterfelb; er macht eine geroaltfame Erkunbung mit, bie ben wahrhaft bramatischen Auftakt ber Hanblung bilbet. Der Stoßtrupp bringt in bie französische Stellung ein, holt einen (Befangenen unb verschafft ber Truppe burch besten Aussagen bie Gewißheit, baß ein großer Angriff mit bebeutenbem Einsatz von Menschen unb Material auf breiter Front unmittelbar bevorsteht. Dann bricht bie Feuerwalze ber französischen Artillerievorbereitung über bie beutsche Stellung herein; unb ber Zuschauer unb Zuhörer, ber zwei Stunben lang atemlos unb mit angespannten Nerven bie Bilber bes Films an sich vorüberziehen sieht, mag ermessen, wie bas in Wirklichkeit — Tage unb Nächte lang! — gewesen ist, wenn sie stumm in ben schütternben Unterftänben hockten, zur Untätigkeit verurteilt, roartenb auf bie ausbleibenbe Verpflegung, hungrig, burftig, schmutzig, zermürbt unb tobmübe. Unb wenn bas wahnsinnige Feuer nachläßt, bann bricht enblich ber fast schon ersehnte Angriff los. Die grauenhafte Monotonie des Trommelfeuers ist ber gleichbleibenbe akustische Einbruck, ber alle brei Kampfschauplatze in der filmischen Gestaltung ebenso miteinander verbindet wie der Anblick der trostlosen Leere des Gesechts- feldes, der riesigen, meist wastergefullten Granattrichter und der verrotteten Gräben und Schutzen- Dieser Film wurde geschaffen unter der Schirmherrschaft der Nationalsozialistischen Kriegsopfer- Versorgung nach Abschnitten aus dem preisgekrönten Kriegsbuch „Der Glaube an Deutschland" von Hans Zober lein und unter der Mitwirkung shceres, der SA., ber SS. unb bes Stahl- ....... „lefamtleitung: Hans Roberte in, ber zusammen mit Franz A b a.m und Marian Kolb auch Manuskript und Drehbuch schrieb. Regie führten Hans Z ö b e r l e i n sind Ludwig Schmid- W i l d y. Die Musik stammt von Franz A d a m , dem Leiter des auch in Gießen bekannten NS.- Reichssymphonie-Orchesters. Als Darsteller wirkten mit eine Gruppe Münchener Schauspieler und ehe- Aufgabe gestellt, aller wesenhaft deutschen Kunst i Shoreham zu verwenden, eine Wirkungsstätte zu geben. I — Der Bottstreckungsbefehl Seiner Majestät des Königs von England .... Ein kleiner Rechtsfall aus dem Jahre 1916 hat jetzt in England seine humorvolle Fortsetzung unb zugleich sein Ende gefunden. Hauptmann H. H. Balfour, der Held dieser Geschichte, beschreibt in seinem vor kurzem erschienenen Buch „Ein Flieger marschiert" einen Vorfall, der sich während feiner Ausbildungszeit zum Flugdienst im Kriegsjahr 1916 in Shoreham zugetragen hat. Er war viermal wegen Verstoßes gegen die Verkehrssicherheit gelegentlich feiner Flüge mit einem „sehr alten Apparat von 40 Pferdekräften" zur Anzeige gebracht worden. Das Strafverfahren wurde in feiner Abwesenheit durchgeführt, und man teilte ihm mit, daß er zur Höhlung eines bestimmten Betrages verurteilt worden sei. In feinem Buch schreibt er darüber: „Für mich stand fest, daß ich diese Strafe nicht zahlen würde, die mir von einer Versammlung von alten wackeligen Beamten auferlegt wurde." Er brach damals jedenfalls, ohne sich weiter um die Angelegenheit zu kümmern, zum französischen Kriegsschauplatz auf. Die großen Ereignisse des Weltkrieges schienen über diesen geringfügigen Vorfall endgültiges Vergessen gebreitet zu haben. Achtzehn Jahre verstrichen, während der seine Akten friedlich im Archiv des Gerichts von Shoreham ruhten. Dann wurde eines Tages in Shoreham auch fein Buch gelesen. Der Erfolg war, daß Hauptmann Balfour vor einigen Tagen von dem Schreiber des Gerichts in Shoreham einen in sehr freundlichen Worten gehaltenen Brief empfing, in dem u. a. zu lesen stand: „Die Richter Seiner Majestät des Königs von England kommen unb gehen, wie das der Natur der Sache entspricht; aber Sie werden sich davon überzeugen können, daß die Dollstreckungsurteile Seiner Majestät für die Einziehung von Strafgeldern ewige Gültigkeit besitzen." Dann folgte eine höfliche Aufforderung, den Betrag von 3’/? Pfund als Buße für die Missetaten des Jahres 1916 an die Gerichtskasse einzusenden. Hauptman Balfour nahm diese unerwartete Wiederausgrabung des längst als erledigt betrachteten Falles von der humorvollen Seite, dankte dem pflichttreuen Beamten für die liebenswürdige Art, in der er ihn an feine vor achtzehn Jahren entstandene Schuld erinnert habe und fügte einen Scheck in Höhe von 5 Pfund mit der Bitte feindlichkeit, wie sie die Reden und Handlungen früherer marxistisch durchsetzter Regierungen häufig kennzeichneten. Im Gegenteil, die Darlegungen des Führers stehen in denkbar schärfstem Gegensatz zu der marxistischen Klassenkampftheorie, die bas gan^e > y v • u‘c ... y**?" wirtschaftliche Leben zu einem Ringen um die | Jahrhunderte hindurch den Höhepunkt aller kirch- Verteilung der Produktionserträge zwischen den \ kchen Feste gebilöet. insbesondere war es to e - Arbeitern und den Kapitalisten zuspitzte. Der Ratio- Aus -er Provinzialhauptstadt. Karfreitag. Die KarfreUagsfeier hat ein doppeltes Gesicht. 2)er Todestag Jesu wird von den Christen zunächst als ein Tag der Trauer gefeiert. Das Wort „Kar" ist von dem gotischen Worte „Kara^ abgeleitet, es bedeutet Klage, Wehegeschrei. Unter dem Kartag versteht man den Klagetag für einen Verstorbenen. In alter Zeit warfen sich die Priester, wenn der Karfreitag gekommen war, bei gelöschten Lichtern in Bußgewändern an den Stufen des Altars nieder und verharrten lange Zeit im Gebete. Im Bereiche der katholischen Kirche läuten heute noch Nllyt am Sterbetage Jesu die Glocken, in süddeutschen Landesteilen gehen Knaben durch die Dörfer und laden mit hölzernen Klappern zum Gottes-« dienste. Lieder, die in der evangelischen Kirche gesungen werden, sind gleichfalls auf den Ton der Klage gestimmt. Der Dichter Johann Rist, der uns gewaltige Lieder gegeben hat, beginnt ein Karfrei- taaslied mit den Worten: „0 Traurigkeit, o Herzeleid! Ist das nicht zu beklagen? Gott des Vaters eigner Sohn wird ins Grab getragen." Aber wie bet; Sonnenglanz ein Schneefeld, das vom Rebel bedeckt, soeben noch öde und unwirtlich aussah, mit einem Male mit goldenem Lichte überflutet, so ist der Karfreitag für die Christen auch'wieder ein Tag der Herrlichkeit. Er ist ein Wendepunkt der Weltgeschichte, an diesem Tage hat Jesus das größte vollbracht, durch seinen Opfertod der Welt das Heil erworben. In seinem Leiden und Sterben hat er, der in ruhigen Tagen in längeren Ausführungen vom Reiche Gottes und feiner Gerechtigkeit geredet hat, sehr wenig gesprochen, was er aber gesprochen hat, sind Worte des Friedens: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Ich bin ein König, ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Weib, siehe, das ist dein Sohn! Siehe, oas ist deine Mutter! Heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Vater ich befehle meinen Geist in deine Hände." Jesus stirbt in vollem Frieden mit seinem Gott, der ihm so Schweres auferlegt hat. Von feiner Person, seinen Reden, besonders von seinem Leiden und Sterben, ist Friede hinaus in die Welt gegangen. Seitdem er gestorben ist, sind über die Welt die größten Veränderungen einher- hergegangen, unverändert ist aber seine Einwirkung auf die Menschen geblieben. Man kann das nicht darlegen, wie man einen physikalischen Vorgang barlegt, nicht beweisen, wie man einen Lehrsatz ber Mathematik beweist. Religion ist im letzten Grunbe irrational, mit ber Vernunft, mit bem Verstände nicht zu erfassen. Paulus spricht von dem Geheimnis der Erlösung ber Menschheit durch Jesus. Aber die Tatsache besteht in aller Welt und zu aller Zeit, daß Meyschen, die durch ihre Schuld, durch Fügungen des Schicksals, durch den Gedanken an ihr rasch dem Ende entgegeneilendes Leben angefochten und niedergebeugt waren, durch den Glauben an Jesus und seinen Opfertod gefestigt wurden und Frieden fanden. Drei Zeugnisse seien hierfür angeführt. Voran soll Paulus stehen, der in der Urzeit der christlichen Kirche Griechen und Römern den Gekreuzigten verkündigt hat. Den Kolossern hat er geschrieben: ,Es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden ober im Himmel, bamit, daß er Frieben machte burch bas Blut an seinem Kreuz, burch sich selbst." Ihm soll folgen ein Mann aus dem Reformationszeitalter, ber frühere Mönch und spätere evangelische Prediger Nikolaus von Hof, der in einem Liede sagt: „All' Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, gib deinen Frieden, o Jesu!" In würdiger Weise schließt diese Reihe der katholische, deutschgesinnte, westfälische, vielen durch sein Epos „Dreizehn- linden" bekannte Arzt Friedrich Wilhelm Weber mit dem Verse: „Und schlaf ich längst schon unter Friödhosslinden, das sollst du stets bewahren im Gedächtnis als meiner Liebe teuerstes Vermächtnis: Es ist kein Heil als nur im Kreuz zu finden." H. B. Neuer Provinzialrat der Provinz Oberheffen. Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen ernannte in feiner gestrigen Sitzung den langjährigen Ortsgruppenleiter der NSDAP, und Direktor der Bezirkssparkasse in Alsfeld, Rechtsanwalt Vogt- Alsfeld, zum Provinzialrat der Provinz Oberhessen. Provinzialrat Vogt hat das Amt des Prvvinzialrats nach der Beurlaubung seines Vorgängers bereits seit Ende November v. I. kommissarisch verwaltet. Uebernahme von lieichsbürgschasten für den Meinwohnungsban. Der Hessische Staatsminister gibt bekannt: Auf Grund des Abschnittes IV 1 und 3 der Bestimmungen des Reichsarbeitsministers für die Uebernahme von Reichsbürgschaften für den Kleinwvhnungsbau vom 28. Februar 1934 wird angeordnet: 1. Oberste Landesbehörde im Sinne der Ziffer 1 und 3 des Abschnitts 4 ist das Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung 3 (Arbeit und Wirtschaft). 2. Die Anträge auf Uebernahme einer Reichs- bürgschaft für den Bereich des Volksstaates Hessen sind bei der genannten Stelle einzureichen. Oer Oienstbeirieb bei den Keichs- behörden am Ostersamstag. Am Ostersamstag wird, entsprechend einem Beschluß der Reichsregierung, der Dienst bei den Reichsbehörden als Sonntagsdienst gehandhabt Die Behörden der preußischen Staatsverwaltung, der Gemeinden und Gemeindeverbände werden entsprechend diesem Beschluß der Reichsregierung ebenfalls am Ostersamstag den Dienstbetrieb nach den Vorschriften über den Sonntagsdienst regeln. Besondere Mitteilung an die Behördenleiter ergeht nicht mehr. Oer Oberbann Oberheffen der HZ. kommt nach Bad Nauheim. Der Oberbann Oberhessen der HI., der bisher seine Geschäftsräume in Friedberg hatte, wird in nächster Zeit nach Bad-Nauheim übersiedeln Dem Oberbann wird dort das frühere Hotel „Reichshof" zur Verfügung stehen. GtammeSappell des Stammes „Welfen", Gießen. Am vergangenen Dienstag fand auf dem Trieb der erste große Appell des Stammes „Welfen" statt. Danach begann die große „Heerschau". Gaarkundgebung in Gießen. An den Osierfeierlagen haben wir etwa dreißig Volksgenossen aus dem Saargebiet zu Gast in unserer Stadt. Zum Zeichen der Verbundenheit mit ihnen in ihrem Kampfe um ihre deutsche Heimat grüßen von allen deutschen Hausern die Fahnen des Dritten Reiches. Die Fahnen werden gehißt am ersten Osterfeiertag, um 16 Uhr. Keine deutsche Familie wird eine Ausnahme machen. Am er st en Osterfeiertag um 18 Uhr am Bahnhof feierliche Begrüßung der Saardeutschen durch die Stadt. Ls spricht der Beigeordnete der Stadl Gießen, pg. Bartholomäus. Ls wirkt mit der Spielmannszug des Gießener Jungvolkes. Anschließend bringen wir die Gäste an ihr Onckrtier. Es ist eine selbstverständliche Pflicht, daß jeder erscheint, der erscheinen kann, vor allen Dingen die deutsche Jugend. Am zweiten Osterfeiertag um 15 Uhr aus dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 auf dem Trieb große Saarkundgebung unter Mtwirkung der SAR.-Kapelle, der SA., der $)3n des Jungvolks. Für sämtliche Gießener vereine ist es Pflicht, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Jeder Vereinsführer ist persönlich dafür verantwortlich, daß sein Verein geschlossen teilnimmt Geschlossen leil- nehmende Vereine und Formationen erhalten Karten zum verbilligten Preise (30 Pf.). Die Vorverkaufsstelle für sämtliche Vereine ist bei Pg. Karl Keiner, Bahnhofstraße 8 (Laden), da die Kreisleitung vor den Feiertagen geschlossen ist. Anzugeben ist der Karne des Vereins, des Vereinsführers und die Anzahl der Teilnehmer. Uniformierte haben auch verbilligten Eintritt. An der Kundgebung nimmt die S A. - R e f e r v e teil. Abmarsch um 14 Uhr vom Lokal des Pg. S o l- dan mit der Kapelle nach dem Sportplatz. Im Anschluß an die Kundgebung findet ein Fußballspiel gegen den Saarverein 07 Saarbrücken statt. heil hitlert Oie Kreisleitung Gießen. gez.: Schmelz, Kreispropagandaleiter. t b o l o m a u s ausfallen. Nächste Sprechstunde am Mittwoch, 4. April, von 11 bis 13 Uhr. * * Das Finanzamt am Samstag geschlossen. Wie uns von zuständiger Stelle mit- geteilt wird, sind die Kassen und die Diensträume des Finanzamtes am Samstag geschlossen. * * Omnibusverkehr zum Schiffenberg. Vom Karfreitag ab verkehrt der Omnibus nach dem Schiffenberg wieder täglich. (Siehe heutige Anzeige!) * * D l e Gießener Wochenmärkte beginnen vom nächsten Dienstag ab um 7 Uhr und enden um 13 Uhr. * * Die neuen Dienststunden der All- gemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigentell. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. ** Personalien im Feldbereini. aungsbienft. Versetzt wurden auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933: der Obervermessungssekretär Peter Kopf beim Vermessungsamt in Oppenheim in die Stelle eines Oberoermessungssekretärs beim Feldbereinigungsamt Oberhessen, Dienststelle Lauterbach; der Obervermessungssekretär Georg S ch l ö r b beim Vermessungs- amt in Büdingen in die Stelle eines Obervermes- sungssekretärs beim Feldbereinigungsamt Ober- Hessen, Dienststelle Lauterbach; beide mit Wirkung vom 1. April 1934. Der neueingesetzte Stammführer Ernst Hasen- z a h 1 richtete zunächst einige Worte an die Jungen. Die einzelnen Fähnlein zogen sich auseinander, um das zu zeigen, was in der Winterarbeit erarbeitet wurde. Ueberall wurde gesungen, und zuweilen hörte man dazwischen das dumpfe Dröhnen der Landsknechtstrommeln und die Hellen Klänge der Fanfaren. Voll Staunen konnte man bemerken, daß die Jungen auch Feldtelephon legten. An der Sammelstelle der drei Leitungen herrschte reger Betrieb. Meldungen wurden durchgegeben und ausgenommen Ständig rasselte das Telephon. Dort drüben baute das Normannenfähnlein ein großes Sech- zehner-Zelt, in- dem weit über vierzig Mann Platz hatten. Andere wieder morsten eifrigst. Der Appell fand feinen Abschluß mit einem „zackigen" Marsch durch die Stadt.' Er zeigte, daß das Deutsche Jungvolk zur Fahrt und zum Lagerleben gewappnet ist. Hoffentlich sind auch die Eltern unserer Jungen in ihrer Unterstützung und in ihrem Verständnis so bereit, wie es unsere Jungen für die kommende Arbeit im Sommer sind. Ibn. 1/116. Gottesdienstliche feiern am ersten Schultage derSchulanfänger EPH. Der Landesbischof der evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen hat folgendes verfügt: Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren in verschiedenen Landeskirchen die alte Sitte wieder aufgelebt, den ersten Schultag der Schulanfänger durch eine gottesdienstliche Feier zu begehen. Es ist zu wünschen, daß dieser Brauch in der ganzen deutschen evangelischen Kirche ausgenommen wird, und es erscheint der Beginn des Schuljahres 1934 für Wiederaufnahme oder Neubeginn dieser Sitte ganz besonders geeignet. Zu Beginn dieses Schuljahres tritt erstmalig ein Jahrgang Kinder in das Schulleben ein, welches neu gestaltet wird durch das Dritte Reich, in dem Staat und Kirche gemeinsam an der Erziehung der deutschen Jugend arbeiten. Ich ersuche daher die Herren Geistlichen, die Veranstaltung von Schulanfängerandachten nach Möglichkeit durchzuführen, zu denen vornehmlich die Schulneulinge, deren Eltern, Paten und Lehrer, sowie die .Mitglieder der kirchengemeindlichen Körperschaften einzuladen sind. Die Einrichtung der Feiern soll im Einvernehmen mit der Schule geschehen. Fristgemäße Fertigstellung von Instandsetzungsarbeiten. Von der Bürgermeisterei Gießen wird uns mitgeteilt: In den letzten Tagen mehren sich die Anträge auf Verlängerung der Fertigstellungstermine für die mit Reichszuschuß durchgeführten Jnstandsetzungs- arbeiten. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß die in den Vorbescheiden auf Grund der Anträge eingesetzten Termine für den Beginn und die Fertigstellung der Arbeiten unter allen Umständen einzuhalten sind. Es geht nicht, daß die Arbeiten erst Wochen nach der Zustellung des Vorbescheides begonnen werden, und es entspricht nicht den Anordnungen der Relchsregierung, die ein großes Interesse daran hat, daß die vorgesehenen Arbeiten auch baldigst durchgeführt werden. In den nächsten Tagen werden in dieser Richtung bei sämtlichen Antragstellern Revisionen vorgenommen und überall ba, wo die Arbeiten nicht rechtzeitig begonnen und fertigestellt wurden, die Reichszuschüsse zurückgezogen. Eme Verlängerung der Fertigstellungstermine kommt nur da in Frage, wo wegen klimatischer Verhältnisse eine Fertigstellung nicht möglich war; dies dürften also in der Hauptsache nur die Außenarbeiten fein. In diesem Sinne ist auch die Aeußerung der Reichsregierung, die vor einigen Tagen durch die Presse ging, aufzufassen. Osterausstellung ber Hausfrauenberatung Die Osterausstellung der Hausfrauen-Beratung hatte den Zweck, den Hausfrauen Anregung zu geben, das Heim und den Tisch auch mit geringen Mitteln österlich zu gestalten. Mit Farbe, Pinsel und wenig Papier waren aus Eiern die drolligsten Gesichter, wie Clown, Chinese und andere entstanden. Besonderen Gefallen erregten die Frösche, Fische und Hasen, die den Kindertisch schmückten, dessen Aussehen noch eine kleine Torte mit winzigen Häschen und ein schwebender Kranz, an dem Eier an bunten Bändern herunterhingen, verschönte. Sehr niedlich waren sechs Häschen aus Wolle gefertigt, die als Eierwärmer bestimmt waren. An Backwaren wurde gezeigt, wie auch der einfachste Kuchen zum Festkuchen werden kann. < Am Dienstag nachmittag fand eine Kochvorführung über die Verwendung von Matte im Haushalt statt. Matte, im Norddeutschen auch „Quark" oder „Stippkäse" genannt, ist bekanntlich ein eiweißhaltiges Produkt aus Magermilch, billig, nahrhaft und wohlschmeckend, wenn es richtig zubereitet roirb In einem Vortrag gab Frau Kalbfleisch zlnregung zu gesteigertem Milchverbrauch Die Viel- seitigkeit der Verwendung gestatte, so führte die Vortragende u. a aus, den Verbrauch von 1 Pfund S!aüe und Woche. Man könne Klöße aus l Auflauf und Torte, auch schmackhafte Plätzchen und Brötchen bereiten Kalte Matte- speisen und Brotaufstrich seien ebenfalls herzustellen. 'Zum Schluß konnten sich die Anwesenden durch zur Verteilung gelangende Kostproben, von der Güte der Gerichte überzeugen. Gletzener TSochenrnarktpreise * G i e ß e n, 29. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing, bas Pfund (gelb) 18 bis 20, Weißkraut 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 35^ Pf., Feldsalat 1,— Mark, Zwiebeln 10 Pf., Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kartoffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,80 bis 3,— Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 40 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bund 15 bis 20 Pf. Bornottzen. — Tageskalender für Donnerstag. Kreisbetriebszellenabteilung Gießen: 18 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Besprechung sämtlicher Betriebszellenobmänner des Kreises Gießen. — Ortsgruppe Gießen-Nord: 20.30 Uhr, Kaufmännisches Vereinshaus, Sitzung der Politischen Leiter. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stoßtrupp 1917". — Oberhessischer Kunstverein: Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Tages kalender für Karfreitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stoßtrupp 1917". — Heiterer Bunter Abend in der V o 1 k s h a 11 e. Am Samstag, 14. April, findet in der Volkshalle ein heiterer Bunter Abend statt. Der schwäbische Humorist Willy Reichert gibt mit seinem Ensemble ein Gastspiel. (Siehe heutige Anzeige.) ♦ * * Das Gießener Stadttheater morgen geschlossen. Die Leitung des Stadttheaters gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß am morgigen Karfreitag das Stadttheater geschlossen ist. * * D i e Büros der städtischen Dienststellen undBetriebesind am Karsamstag geschlossen! Auf Anordnung des Hess. Staatsministeriums sind die Büros der städtischen Dienststellen und Betriebe am Karsamstag geschlossen. Aus dem gleichen Grunde muß auch die Sprechstunde des Beigeordneten Bar- ** Weidmannsheil! Die Schnepfen sind d a! Man berichtet uns: Das Mitglied des Hessischen Jagdklubs Dentist Fritz Friedrich erlegte äm 15. März die erste und am 28. März die zweite Waldschnepfe auf dem diesjährigen Zuge im Gießener Stadtwald. Der Strich war vom 12. bis 17. März gut, so daß man an jedem Abend zwei oder drei Schnepfen streichen sehen konnte. Dom 18. bis 27. März setzte der Strich vollkommen aus, so daß anzunehmen ist, daß die Langschnäbel durch den eingetretenen Schneefall in den Hochgebirgen und in Südfrankreich den Zug nach Norden, in ihre Brutheimat, unterbrochen haben. Im ersten Tell des Striches kamen fast alle Schnepfen stumm, außer einigen Ausnahmen. Der jetzige Strich ist laut, die Pärchen kommen, auch Männchen, puitzend und quorrend gestrichen. Es ist nun an der Zeit, daß der Weidmann mit seinem treuen Begleiter, dem Hund, abends zum Strich in sein oder ins Revier befreundeter Jäger wandert. Der Hvnd ist unbedingt nötig und soll unangeleint neben dem Jäger sitzen, ,da es im Bestände schon sehr dunkelt ynb geflügelte Schnepfen sofort apportieren Fann, ‘ da durch hohes Gras, Dorn und dürres Laub die Sicht für den Jäger in den meisten Fällen behindert ist und so angeschossene Schnepfen verloren gehen. ** Zwischenprüfung der Frifeurlehr- linge. Am Montag fand, veranlaßt von der Fri- seur-Zwangs-Jnnung Gießen — wie man uns berichtet — im Katholischen Vereinshaus die Zwischenprüfung der Lehrlinge im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr statt. 30 Lehrlinge und 7 Lehrmädchen unterzogen sich der Prüfung. Die Lehr- linge hatten ihr Können im Messerabziehen, Rasieren, im Haarschneiden und in Haararbeiten zu zeigen. Die Lehrmädchen wurden im Legen" von Wasserwellen, im Ondulieren, in der Handpflege und ebenfalls in Haararbeiten geprüft. Alle Teilnehmer der Prüfung wetteiferten miteinander um die besten Leistungen, so daß es der Prüfungskommission schwer fiel, die von der Innung ausgesetzten Preise gerecht zu verteilen. Nach Abschluß ber Prüfung hielt Jnnungsmeister Jakob Schäfer eine kurze Ansprache, in der er die Prüflinge ermunterte, weiterzustreben, damit jeder zu seinem Teil Ehre und Achtung für seinen Berus in Anspruch nehmen könne. Jnnungsführer Schäfer dankte den erschienenen Meistern, Gehilfen und Eltern der Lehrlinge für das bewiesene Interesse, und der Prüfungskommission für ihre Mühewaltung. MgermeisterversallMllW des Kreises Gießen. Unter starker Beteiligung der Bürgermeister des Kreises Gießen fand gestern nachmittag im Saale des Hauses der Deutschen Arbeitsfront in Gießen eine Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Hessischen Gemeindetages statt. Bürgermeister Euler (Wieseck) eröffnete die Versammlung und begrüßte besonders den neuen Kreisdirektor Pg. Klo st ermann, außerdem Ober- regierungsrat Pg. Dr. Schönhals. Kreisdirektor Pg. Klostermann umriß dann in einer Ansprache u. a. die Stellung der Bürgermeister innerhalb ihrer Gemeinden. Das Führerprinzip sei, so führte er aus, die Grundlage allen Handelns. Nicht jeder, der heute als Führer gelte, sei Führer; wer heute Bürgermeister sei, werde es vielleicht nicht immer bleiben. Die Entwicklung sei nicht abgeschlossen, der Aufbau bei weitem noch nicht vollendet. . Die Verantwortung für die Gesamtheit unseres Volkes trage der Führer. Die große Linie der Politik werde von ihm bestimmt. In den Gauen bestimme der Gauleiter, in den Orten und Gemeinden der Ortsgruppenleiter. Das primäre fei immer die Partei. Die verwaltungstechnische Arbeit innerhalb einer Gemeinde werde vom Bürgermeister verantwortlich geleistet bzw. geleitet. Hier habe ihm niemand dreinzureden Die politische Linie aber bestimme der Ortsgruppenleiter. Wünschenswert sei es, wenn der Ortsgruppenleiter gleichzeitig Bürgermeister sei. Noch gebe es in den einzelnen Orten viele Arbeitslose. Das erschwere die Arbeit der Bürgermeister gegenwärtig sehr. Noch seien die Gemeinden durch die Arbeitslosigkeit stark belastet. Diesem Umstand werde erst allmählich abzuhelfen sein. Der Führer habe sich vier Jahre ausbedungen Hier dürfe nichts übereilt werden. Was geschehe müsse zuverlässig geschehen. In Zukunft werde alle verwaltungsmäßige Arbeit in straffster Weise geleistet werden. Gewollt fei die Totalität der Bewegung. An ihrer Spitze stehe — wie gesagt — der Führer, in den Gauen sei der Gauleiter verantwortlich und in den Ortsgruppen der Ortsgruppe n l e i t e r. Dem Bürgermeister stehe ein Gemeinderat zur Seite.' Die alleinige Verantwortung für sein Handeln trage aber immer der Bürgermeister selbst In seinen weiteren Ausführungen beschäftiate sich der Redner mit dem Aufbau der Parteiorganisation und mit der Organisation des Volkes, die sich in der Form einer Pyramide vollziehe und vollziehen müsse. Um in die neue Form ganz hineinwachsen zu können, müs e man den Nationalsozialismus erlebt haben. Alle Arbeit könne und mü^se auf große Sicht geleistet werden. Der Bestand des jetzigen Staates sei die Sicherheit dafür, daß diese Arbeit zielbewutzt geleistet werden könne. Der Führer werde immer bleiben. Er könne nicht abgesetzt werden. Und wenn er eines Tages nicht mehr sei, dann werde der von ihm bestellte Führer bleiben. Diese Ordnung sei die Sicherheit und die Grundlage für die Aufbauarbeit. Was gebaut und geschaffen werde, sei für unsere Nachkommen. Der Blick müsse immer auf unser Volk und Vaterland gerichtet bleiben. Unsere ganze Arbeit müsse darauf hlnzielen, daß das ganze Volk arbeite und konfumiere. Dann werde Deutschland bald allen Völkern um 10 Jahre voraus sein, weil alle Kraft zusammengehalten und nicht verschwendet werde. Der Kräftige werde Bundesgenossen finden, weil man seine organisierte Kraft brauchen könne. Aus der Kraft, die ein gesundes, charaktervolles, rassisch hochgehaltenes Volk aus sich selbst heraus gewinnen könne, werde es sich seinen Bestand über Jahrtausende sichern. Mit der Aufforderung an die Bürgermeister, ihre Pflicht zu tun und dem Kreisamt zu vertrauen, wie das Kreisamt den Bürgermeistern vertraue, schloß Kreisdirektor Klo st ermann seine mit leb» Haftern Beifall aufgenommenen Ausführungen. Oie geschäftlichen Arbeiten. Sodann trat die Versammlung in den geschäftlichen Teil der Tagung ein, in deren Mittelpunkt ein Vortrag über die Dienstführung der Ortsgerichtsvorsteher stand. Justizinspektor A l l e n b ö r f e r = Gießen gab an Hand des Wortlautes der gesetzlichen Bestimmungen mit vielen praktischen (Erläuterungen einen Ueberblick über die Zuständigkeiten, Pflichten, Aufgaben und Berechtigungen des Ortsgerichtvorftehers und umriß die von ihm zu leistende Arbeit in allen Einzelheiten. Der Vortrag, der viel Wissenswertes vermittelte, wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt Bürgermeister Euler verlas dann eine Anzahl Rundschreiben des Hessischen Gemeindetages, die ebenfalls wertvolle Anregungen für die Arbeit der Bürgermeister in ihren Gemeinden gaben. Oberregierungsrat Pg. Dr. Schönhals gab anschließend einige geschäftliche Mitteilungen über den Verkehr der Bürgermeister mit dem Kreisamt bekannt und wies auf verschiedene Verpflichtungen der Bürgermeister hin, die zur Aufrechterhaltung eines geregelten Geschäftsbetriebes notwendig sind Bürgermeister Euler- Wieseck schloß sodann mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler die Kreisversammlung. Provinzialtag der Provinz Oberhessen Oberheffen Aulendiebach 50, Merkenfritz 43,20, Wenings 40, 1. vereinen organisatorische Umstellungen als notwen itN RM. 712 600 2. 244 000 leidende Volksgenossen in der Stadt kamen aus dem 700 000 1. 2. 26 500 3. 88 000 4. 82 400 5. 50 000 W RM. 1 212 700 424 000 321 000 RM. 167 000 Spreltnruriden Der Redaktion. 1130 bl» 12.30 Uhr 16 bi» 17 Uhr Samefafl nodimiltao qeldjloften seit 1399 mentschotterdecke 3 Kilometer und Oberflächenbehandlung auf alter Schotterdecke 2 Kilometer. Die Schulden betragen rund 5 580 000 RM. Sie werden sich im Lause des Rechnungsjahres 1933 noch erhöhen um die Beträge, die bei Durch- ührung des Arbeitsbeschasfungsprogramms von der Provinz bezahlt werden müssen, wenn an den Gesamtkosten in Abzug gebracht sind 1. das Darlehen der Oeffa, 2. die Zuschüsse aus der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Zur Zeit werden diese Zuschüsse ge- chätzt auf rund 100 000 Mark. Sie werden sich er- )öhen, wenn der Zuschuß aus der vorerwähnten Reichsanstalt für den Umbau des Göringer Grundes (Straßenstrecke Schellnhausen—Romrod) gegenüber den Erwartungen zurückbleibt. birgs- und Wandervereine in Frankfurt a. M. Die Jahresabrechnung wurde in allen Teilen genehmigt. Dem Gesamtverein soll eine Spende für die an- usw.) b) für Unterhaltung der 8-Straßen c) für Unterhaltung der O-Straßen Mit Hilfe von Anleihemitteln und Oeffa-Mitteln, sowie Reichszuschüssen der Reichsanstalt fürArbeitslosenvermittelung und Arbeitslosenversicherung wurden für Rj. 1933 bis jetzt ausgeführt Dazu kommen noch die bereits in Angriff genommenen Arbeiten, deren Ausführung sich bis Juli d. I. hinziehen wird, die aber noch in der Rechnung für Rj. 1933 verrechnet werden, mit rund so daß Für den Neubau verschiedener Fernleitungen Für den Einbau eines Distanzschutzes in die Fernleitung Obermörlen— Großen-Linden Umbau im Verwaltungsgebäude in Friedberg Einrichtung eines Zählerprüfamtes, Neubau eines Schalthauses in Wölfersheim und sonstige verschiedene Umbauten Ausschachtungsarbeiten am Hillers- bachweiher, rund Für die laufende Unterhaltung im Rj. 3.933 find voranschlagsmäßig bereitgestellt und gezahlt worden: a) für allgem. Unterhaltung (Löhne Fay II., Heinrich Marsteller, Karl L e i d i ch, Heinrich K a u s und Fritz Hartmann. ! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 28. März. Die Frühjahrsarbeit, das Aussäen von Hafer und G e r st e, hat begonnen. Leider wurde auch in zahlreichen Gemarkungen fest- im Vorjahr, die zum Teil veranlaßt sind durch den Ausfall des Staatszuschusses für die Unterhaltung der Provinzstraßen mit 370 000 Mark, durch den Rückgang der Kraftfahrzeugsteuer von 893 000 Mark auf 630 000 Mark, gleich 263 000 Mark, das sind insgesamt 633 000 Mark. Höhere Einnahmen sind zu verzeichnen a) aus dem Rechnungsrest 1931/32 mit rund 85 000 Mark und b) Kapitalrückempfang aus dem Reparatur- und Erneuerungsfonds für Instandsetzung der Heizung in der Provinzial-Pslegeanstalt mit 29 000 Mark, zusammen 114 000 Mark. Verglichen gibt annähernd den Unterschied gegen das Vorjahr, wie oben angeführt, von rund 518 000 Mark. Der Straßenunterhaltungsvoranfchlag erfordert eine Ausgabe von rund 2 080 000 R7N. (im Vorjahre 2 579 000 RRl). Stück 30 Pfg. 3Stck85 Pfg. Karl Euler, wurde Rechner der neuen Kaffe. Vorsitzender des Äufsichtsrates wurde Adam B e tz d e r , dessen Stellvertreter Schreinermeister Wilhelm Gottfried Engel. Die Kasse erhält den Namen „Sparund Darlehnskasse". Die endgültige Zusammenlegung findet in einer öffentlichen Mitgliederversammlung am 25. April statt. — Bei der Neueinteilung der Mitglieder der Pflichtfeuerwehr wurden durch den seitherigen Kommandanten Karl Ferner sind dem Ueberlandwerk Oberhessen für die Finanzierung von Anträgen auf Verbesserung elektrischer Installationen und dem Rhein-Maini- Achtung! Achtung!... Die Arbeitsschlacht schafft weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Unglücksfallen werden! Die meisten Unfälle können vermieden werden, da sie durch leichtsinniges oder unzweckmäßiges Verhalten des Menschen hervorgerufen werden. Das gilt besonders von zahlreichen Unfällen durch Herabfallen von Leitern, Treppen, aus Luken usw. Sie könnten vermieden werden, wenn jeder sich die Leiter ansähe, bevor er sie besteigt und nicht überstürzt die Treppe hinunterjagte. Lin falscher Tritt kann dir das Genick brechen. Darum sei achtsam! haben neuere Weizensorten gelitten, die in der Gegend noch nicht, oder noch nicht lange Zeit, gezogen wurden. Der Roggen steht verhältnismäßig gut, doch zeigt sich hier und da Schaden, der von Mäusen, die immer noch in größerer Anzahl vorhanden sind, verursacht wurde. Auch die K l e e - ä ck e r haben unter der Wühlarbeit der Nager gelitten. Erfreulicherweise beginnt nun überall eine durchgreifende Baumpflege. Alte, abgängige Krüpvel der Bäume werden beseitigt, die tragenden Bäume ausgeputzt und gereinigt. Auch die Spritzungen werden nicht vergessen. * Röthges, 28. März. Hier gelang es, in der Nacht dank der' Aufmerksamkeit eines auf dem Heimweg befindlichen SA.-Mannes und der von ihm schnell benachrichtigten SA^Komernden einen Einbrecher f e st z u n e h m e n, der in den letzten Nächten in Nieder-Bessingen, in Ober-Bessingen, in Ettingshausen und in Röthges Einbrüche begangen hatte, bei denen er mehrere Fahrräder und Lebensmittel stahl. Die Fahrräder ließ er andern Tages nach dem Diebstahl zum Teil irgendwo wieder liegen, oder er warf sie in einen Wasserlauf. Mit den Lebensmitteln verproviantierte er sich für feine nächtlichen Raubzüge. Die Gendarmerie aus Grünberg brachte den Einbrecher in das Amtsgerichtsgefängnis in Laubauch in Haft. Es handelt sich bei dem Täter um den 28 Jahre alten Georg Walther aus Frankfurt a. M., der bereits vorbestraft ist und erst im Februar aus einer mehrjährigen Gefängnisstrafe entlassen worden war. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 28. März. Seitens der N S. ■ Hago und des G H G. fand gestern abend auf dem hiesigen Marktplatz eine Kundgebung statt. VomVjehmarktplatz aus marschierte ein Fackelzug, an dem die gesamte Arbeitsfront, die NSBO., die Beamtenschaft, der Kriegerverein, die Schupo usw. teilnahmen, durch verschiedene Straßen der Stadt nach dem Marktplatz, der in bengalischer Beleuchtung erstrahlte. Die Kundgebung wurde durch den Ortsgruppenamtsleiter der NS.-Hago, Hermann W i e ß l e r, eröffnet. Dann sprach der Kreisamtsleiter der NS.-Hago, Pg. Dillenburger aus Friedberg. Hierauf sprach an Stelle des verhinderten Wirtschaftsreferenten Pg. F e i ck e r t, der Gau- rebner Pg. Holzkämpfer aus Wiesbaden. Beide Redner ernteten lebhaften Beifall. Die Kundgebung, die über eine Stunde dauerte, schloß mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes und des Deutschlandliedes, nachdem vorher der hiesige NS.- Hago-Leiter Hermann W i e ß l e r den beiden Rednern Dank ausgesprochen hatte. Kreis Büdingen. Eckartoborn 20 Mark. Q] Hirzenhain, 26. März. Der Zweig- verein Hirzenhain des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt am vergangenen Samstag unter dem Vorsitz seines Vereinsführers Albrecht Stein die Jahreshauptversammlung ab. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß sich im Jah'.e der nationalen Erhebung auch bei den Wanderin, Laufe eines Jahres von der Provinz Ober- Hessen über 3‘/2 Millionen RM. für Straßen- bauten in die Wirtschaft gegeben worden find. Dazu kommen noch die besonderen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beim Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg, und zwar: CtU!t Gestern vormittag trat im Sitzungssaale des Re- : aierungsgebäudes zu Gießen der Provinzial- l tag der Provinz Oberhessen zu feiner diesjährigen ordentlichen Tagung unter der Leitung des Gießener Kreisdirektors SMo ft ermann zusammen. Kreisdirektor Klostermann begrüßte zunächst die Mitglieder des Prvoinzial- tags und des Provinziasausschusses, sowie die Kreis- direktoren bzw. deren Vertreter der oberhessilchen Kreise. Sodann sagte er weiter: Seit dem letzten Jahre sind überall große Veränderungen emge- treten, auch bei uns in den oberhesstschen Kreisen und in der Prooinzialdirektion. Ich fühle mich verpflichtet, dem in den Ruhestand getretenen Provm- zialdirektor Graef den Dank auszusprechen für die Arbeit, die er für die Provinz geleistet hat, und für die hingebende Pflichttreue, die er dabei an den Tag legte. Er war ein Verwaltungsbeamter, der das Vermögen der Provinz in einer Art verwaltet hat, wie man es besser nicht wünschen kann. Hierauf stellte der Redner die Tagesordnung zur Erledigung, nachdem das Büro durch die Bestimmung von Urkundspersonen gebildet war. Die Tagesordnung umfaßte den Verwaltungsbericht des Provinzialausschusses über den Stand der Provinzialverbandsangelegenheiten und die Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben für die Provinz Ober- Hessen im Rj. 1932, den Voranschlag der.Provinz für 1934, den Verwaltungsbericht bzw. den neuen Voranschlag des Wasserwerks Inheiden und des Ueberlandwerks Oberhessen, sowie die Beschlußfassung über den Beitritt der Provinz Oberhessen zum Rhein-Mainischen Garantieverband. Nachdem Abgeordneter Kreisleiter K r o m m (Schotten) mitgeteilt hatte, daß die Prüfung der Provinzialkasserechnung für 1932 keinen Anlaß zu Beanstandungen ergeben hat, berichtete Kreisdirek- tor Kloster mann an Hand des Verwaltungsberichts und des Voranschlags für 1934 u. a. folgendes: Die Provinzialkafferechnung für 1932 schließt wie folgt ab: für den Betrieb in Einnahme mit rund 4 872 000 Mark, in Ausgabe mit rund 4629000 Mark. Der Rechnungsrest beträgt rund 243 000 Mark, bestehend in bar mit rund 149 000 Mark und in Außenständen mit rund 93 000 Mark, die bestimmungsgemäß in die Vermögensrechnung in Einnahme übernommen wurden. In der Vermögensrechnung ergibt sich ein Rechnungsrest von rund 445 000 Mark einschließlich der vorerwähnten 243 000 Mark. Hiervon sind bereits im Voranschlag für 1933 verwendet rund 130 000 Mark, so daß 315 000 Mark verbleiben, wovon zum Ausgleich des Voranschlages für 1934 rund 153 000 in Anspruch genommen werden mußten. Als bares Betriebskapital verbleiben dann nur noch rund 162 000 Mark. Der Voranschlag der Provinz Oberheffen für das Rj. 1934 schließt in Einnahme und Ausgabe mit rund 3 535 000 Mark gegenüber 4 053 000 Mark im Vorjahr ab. Das sind rund 518 000 Mark weniger als Nachdem Kreisdirektor Klostermann das Ergebnis der Beschlußfassung festgestellt hatte (Genehmigung des Derwaltungs- und Kassenberichts von 1932, Annahme des Voranschlags und aller Sondervoranschläge, der Provinzialumlagen und Ausschlagsätze, Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung, Beitritt zum Rhein-Mainischen Garantieoerband), wurde die Tagung mit dem gemeinsamen Gesang des ersten Verses des Deutschland-Liedes und des Horst-Wesiel- Lanvkreis (Rieften. 1 Garbenteich, 27. März. Am Montag veranstaltete die Schule Garbenteich einen E l - ternabenb, verbunden mit der Abschiedsfeier der die Schule verlassenden Konfirmanden. Der Vorsitzende des Schulvorstandes, Lehrer Mörschel, begrüßte die zahlreichen Besucher, hinweisend auf die veränderten Zeitverhältnisse, wie das Neue sich auch in der Schule auswirkt. Die Mittelklasse, unter Leitung von Lehrer Stumpf, trug diesmal die Bestreitung des Programms, das den Heimatgedanken in Dheaterspiel, Deklamation und Gesang zur Darstellung brachte. Es war erstaunlich, mit welch' unbekümmerter Geschicktheit die kleinen Schauspieler auf der Bühne auftraten und damit großen Anklang fanden. Im zweiten Teil des Abends verabschiedete Lehrer Selz er die Schulentlassenen. In Rede und Gegenrede kam der Wert der Arbeit in seinen verschiedenen Auswirkungen zur Geltung, gipfelnd in einem begeisterten Bekenntnis zum neuen Deutschland und dem Führer Adolf Hitler. Die Veranstalter des Abends konnten mit ihrem Erfolg zufrieden sein, was auch im Schlußdankeswort, das Pfarrer Steiner (Hausen) sprach, zum Ausdruck kam. (D Grüningen, 28. März. Am Donnerstag feiert der Postbeamte i. R. Martin Euler mit seiner Frau Sophie, geb. Lerdich, das Fest der goldenen Hochzeit. (D Grüningen, 27. März. Dieser Tage fand unter dem Vorsitz des Oberrevrsors Hartmann (Gießen) eine Besprechung der Vorstände der Spar - und Leihkasse und der Spar- und xi^PFEILRINC 4ätii.SEIFE Bestand für, bafc bi(li könne. e n. El foul'1 . eines W I ihm dW die 6id|* rbeit untere » , Dolf »«* , flanje1,11 i Söller« * i könne, «en iL'S- »eiten- i'S« an Jr j* pir Ä-J iss?1' ytfl* angewiesen worden: Für Straßenherftellungen, die noch im Rj. 1932 verrechnet worden sind, aber in der Zeit von April bis November 1933 zu Lasten von Anleihemitteln und nachträglich eingagangenen Kraftfahrzeugsteuern aufgeführt wurden, rund Die Einnahmen betragen rund 671000 RM. (im Dorjähr 1305 000 RM.). Der Zuschußbedarf ist 1409 000 RM. (im Vorjahre 1274 000 RM.). Es sind ungedeckt 135 000 RM. Wenn es nicht gelingt, im Rj. 1934 hierfür noch einen Ausgleich zu schaffen, können bei Titel 3 „6-Straßen", Buchstabe d, für Unterhaltung der Oberflächenanlaaen statt 105 000 RM. nur 56 000 RM. und bei Titel 4 „v-Straßen" statt 180 000 RM. nur 940.00 RM., zusammen statt 285 000 RM. nur 150 000 RM. verausgabt werden. Der Kapitaldienst mußte bei Kap. V, Titel 2, obwohl sich die Schulden erhöht haben, von 685000 RM. auf 575000 RM., also um 110000 RM. herabgesetzt werden. Die Ursache ist in dem Rückgang der Kraftfahrzeugsteuer zu suchen. Dadurch daß der Staatszuschuß mit 370 000 RM. mich! mehr eingestellt werden konnte, können für .Herstellung von Walz-, Bitumen-, Teer- oder ähnliche Decken auf 8 - Straßen 200 000 RM., auf !Ö - Straßen 170 000 RM. nicht vorgesehen wer- Iden. Ob und in welchem Umfange Arbeitsbeschaffungen, die aus Anleihemitteln gedeckt werden, idurchgeführt werden können, wird der Provinzial- «usschuß im Laufe des Rj. beschließen. Hierzu wird idie Ermächtigung zur Aufnahme etwaiges Anleihen beantragt. - ' ‘ Das Straßennetz der drei hessischen Provinzen Llmlaßt: in Oberheffen rund 2300 Kilometer, in Starkenburg 2000 Kilometer und in Rheinhessen 1000 Kilometer. Bis zum 1. April 1934 sind aus« geführt worden: Kleinpflaster 144 Kilometer, Guß- osphalt, Topeka, Teer-Makadam. Beton 58 Kilometer, Halbtränkdecken 20 Kilometer, Traß-, Zementschotterdecken 67 Kilometer, Oberflächenbehandlung auf Neuwalzung 78 Kilometer, Obersflächenbehandlung auf alter Schotterdecke 125 Kilometer, Walzungen ohne Oberflächenbehandlung 23 Kilometer, zusammen 515 Kilometer. Hierbei sind die Arbeiten, die zur Zeit im Gange sind, nicht berechnet, nämlich: Kleinpflaster 8 Kilometer, Zement- gefteUt, daß der Winterweizen nahezu restlos aus gewintert ist. In den meisten Fällen zuschaffende VHC.-Fahne überwiesen werden. Mit wurde S - m merweizen nachgesät. Wenn die der Aufforderung an die Mitglieder, sich in Zu- Aussaat auch etwas spät stattfand und der Ertrag fünft in noch höherem Maße für die Werbearbeit nicht an den des Winterweizens heranreicht, so hofft einzusetzen, fand der offizielle Teil mit dem Gesang man doch auf eine gute Ernte. Besonders schwer des Vogelsbergliedes seinen Abschluß. — Für not« xseqes oes Deuricyiano-^ieoes unu oes Liedes, sowie mit dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf das deutsche Vaterland und den Führer und Volks-1 kanzler Adolf Hitler geschlossen. hiesigen Ortsgruppenbereich zur Ablieferung 295, darunter zum großen Teil selbstgebackene achtpfündige, Bauernbrote und 1597 Eier. Obgleich sich in dem Bezirk zwei Notgemeinden befinden, war die Gebefreudigkeit für das Winterhilfswerk bei jeder G?» legenheit groß. Kreis Schotten. * Schotten, 29. März. Bei der E i e r f a m m • lung im Kreise Schotten jvurden insgesamt rund 14 750 Stück aufgebracht, die dem Winterhilfswerk in Hanau übermittelt wurden. l. Rudingshain, 28. März. Heute nachmittag ertönte in unserem Dorfe Feueralarm. Auf der Feldkrücker Hohe brannte ein junger Fichtenbestand. Das dürre Gras der Schonung gab dem Feuer reichlich Nahrung. Der Brand breitete sich rasch aus, ergriff eine Fläche von insaefamt etwa 15 Morgen, konnte aber dann von den herbeigeeilten Einwohnern von Feld- krücken und verschiedener Nachbarorte gelöscht werden. scheu Garantieverband für den gleichen Zweck zur Verfügung gestellt worden: RM. 1. dem Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg 100 000 2. dem Rhein-Mainischen Garantieverband 15 000 Am Schlüsse seiner Ausführungen beantragte der Redner zur Bekundung des vollen Vertrauens des Pro- vinzlaltags zur Provinzialverwaltung die ev-bioe-Annahme der gesamten Tagesordnung, Diesem Antrag entsprechend beschloß der Pro- vinzialtag in voller Einmütigkeit. b'' «II, J“r ilt bereinj ®runb- bi Berus- ;r Vbervk'i Mun5; Servern,! S*Ob* Servern,., H>erver^, «»mt Ob«. 1,1 Wirkuu: Knepfe, Nieb öe- .edrilh er. !enNiö oom 1U Art# ‘onnU hm onw UH, 1)näbe\ hti) lochMrgrz den, in ih„ iten teilte umm, ach ich ist loL puitzend uti er Zeit, tei egleiter, ter. r ins Reviu nb ist unbi- it dem Ich dunkelt uii en tann/k -aub die Sit behindert r. en gehen, iseurleh,. von her M man uns te us die Zv zweiten ini und 7 Lch g. Die Leh) ziehen, Rch irarbeiten p 1 Legen' vk' r flanbplki ft. Alle In teinander un Kufungskop nq ausgch- ÄbMuf *' .chäfes re ermiM- m le* ipruch nehiM mkte bin ff- em Lehr- nb btt Pw Heinrich Leidich die neuen Führer bestimmt. Es vereinen organisatorische Umstellungen als notwen- wurden Karl Schmalz 1. Führer, Heinrich Wilh. big erwiesen haben. Der Mitgliederbestand ist durch 5)of mann 2. Führer, Ferdinand B e ck e r 3. Füh- zahlreiche Versetzungen stark zusammengeschmolzen, rer. Führer der Steigermannschaft wurde Ludwig Die Wandertätigkeit ließ zu wünschen übrig. An Krämer. Zu Unterführern wurden ernannt Karl der Auffrischung der Markierungen und Ruhebänke - -- - - - wurde eifrig gearbeitet. Der Zweigverein war I vertreten auf der Jahreshauptversammlung des Gesamt-VHC. in Windecken und auf dem 50jähri- । gen Jubiläum des Reichsverbandes Deutscher Ge- Für das Arbe.itsbeschaffungspro° gramm 1 933 sind an Mitteln angefordert worden rund 775 000 Mark. Es wurden seit 1927 ausgegeben: a) Aus Anleihemitteln einschließlich des Arbeitsbeschaffungsprogramms 1933 rund 8 000 000 Mark, b) aus sonstigen Mitteln einschließlich der Kraftfahrzeugsteuer 19 783 000 Mark, zusammen 27 783 000 Mark. Die Finanzlage der Provinz hinsichtlich der vermögensrechtlichen Seite ist durchaus gesund. Es bestehen, abgesehen von den Strahenschuld^n, keinerlei kurzfristige Schulden. Auch die wirtschaftlichen Betriebe der Provinz können als durchaus gesund bezeichnet werden. Der Provinz harren noch allerhand Aufgaben wegen Herstellung der Provinzstraßen. Es wird versucht werden, hierfür noch erhebliche Mittel flüssig zu machen. Die nächsten Punkte betrafen den Voranschlag des Wasserwerks Inheiden für das Rechnungsjahr 1934 und den Voranschlag des Ueberlandwerkes Oberhessen für das Rechnungsjahr 1934. Die Tagesordnung erfuhr noch eine Ergänzung durch den Antrag auf Beitritt der Provinz Oberhessen zum R h e i n - M a i n i s ch e n Garantieverband mit einer Garantiesumme von 15 000 Mark. Abgeordneter Beigeordneter Bartholomäus - Gießen erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Heb er nah tue der .Macht durch die NSDAP, vor einem Jahre, und betonte, wenn man heute auf dieses erste Jahr der nationalsozialistischen Arbeit zurückblicke, könne man sagen: „Welche Wendung durch Gottes Fügun g". Der Provinzialausschuß habe es in dem verflossenen Jahre als seine höchste Aufgabe angesehen, an seinem Teile in enger Zusammenarbeit mit ber Verwaltung alles zu versuchen, um der großen Not pnferes Vaterlandes und der Bevölkerung von Oberhessen zu steuern. Durch dieses enge Zusammenarbeiten fei es gelungen, im verflossenen Jahre ziemlich große mittet zu dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bereitzuslellen. Die Provinz Oberhessen könne den berechtigten Anspruch erheben, einen großen Teil der bisher erwerbslosen Arbeiter durch itjre, Maßnahmen wieder In Arbeit und Brot gebracht zu haben. Als Beweis für den Umfang dieser Anstrengungen zur Arbeitsbeschaffung, teilte der Redner folgende Einzelheiten mit: In der Zeit vorn 1. April 1933 bis jetzt sind vorn Provinzial-Tiefbauamt folgende Beträge für die Herstellung und Unterhaltung der Provinzstraßen * Büdingen, 26. März. Die Eiersamstl- lung im Kkeise Büdingen erbrachte insgesamt 47 846 Stück. In den einzelnen Ortsgruppen wurden folgende Mengen gesammelt: Nidda 6643, Echzell 6117, Büdingen 4725, Eckartshausen 4364, _ ■ f n r Altenstadt 4320, Dauernheim 3863, Aulendiebach Darlefjnsraffe über eine eventuelle Zuscim- 3435,' OTittetarünbau 3008, Ortenberg 2701, Stau» mentegung beider Kassen statt. Nach tangeren Aus- 2633, Eckartsbarn 2495, Wenings 1945, fuhrungen von Oberrevisar Hartmann über die TOertenfrit4 1597 Stück, — Die S t r a tz e n s a m m- Notwendigkeit eines Zusammenschlusses wurde em , „ g vom 18. Marz erbrachte im Kreise Budin- vorlausiger Vorstand bestimmt. Die neue Kosse steht gen $etrag 00n insgesamt 989,48 Mark. Auf ?n?r.^m?O^^?l^' Or%^rÄr;rUn? ^’lbie einzelnen Ortsgruppen entfallen: Büdingen lehnskasse, Jakob Wsth. Engel. AI-. stestvertreten- 201,48 Mark, Nidda 150, Altenstadt 101,30, Ortender Direktor wurde Wagnerme>ster Adam B u st be-1 b 79 80 E-HM 80, Dauernheim, 60,10, Glauberg stimmt, Mitglied des Ausstchtsrates der Spar- und 60 “ Eckartshaulen 52,70, Mittelgründau 50,90, Leihkasse. Der Rechner der Spar- und Leihkasse, (r.....- — —.....- • 3)ie echte uncl die falsche Daralies Roman von Anny von Panhuys. Urbeberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (6.) 4 Fortletzung Nachdruck verboten! Er ging auf sie zu, die wartend neben einer großen Handtasche stand und ab und zu ein bißchen krampfhaft das grüne Tuch schwenkte. Er zog mit leichter Verbeugung den steifen schwarzen Hut vom Kopfe. „Verzeihung, habe ich die Ehre, Fräulein Wolfram zu begrüßen?" Regina Graoen antwortete mit etwas unsicherer Stimme: „Ich bin Doralies Wolfram und werde von Frau von Stöbnitz erwartet." Er nickte: ,^Ich komme im Auftrag der gnädigen Frau, um Sie abzuholen, Fräulein Wolfram! Mein Name ist Peter Konstantin, ich bin Rechtsanwalt und sozusagen Adjutant von Herrn von Stäbnitz." Er nahm ihr den Koffer ab. „Bitte, folgen Sie mir! Haben Sie übrigens auch einen Gepäckschein?" „Natürlich!" Regina beförderte das Papier aus einer Manteltasche ans Licht. Er übergab es einem Gepäckträger, und dann gingen sie nebeneinander her. Regina machte jetzt die bisher peinlichsten Augenblicke ihrer Reise durch. Ab und zu traf sich ihr Blick mit dem des Begleiters, und das war ihr dann immer, als sähen diese scharfen, grauen Männeraugen bis ins 'Herz und spürten auf, daß sie eine Lügnerin war, die sich einen falschen Namen angeeignet hatte Erst als sie in dem Auto saß, das er selbst lenkte, kam sie ein wenig zur Ruhe. Ihr großer Koffer und der Handkoffer standen im Innern desWagens, und ihre Hand strich ein paarmal lässig über die glatten Lackflächen. Ganz neue Koffer waren es, die Fritz Wolfram erst für die Reise seiner Tochter gekauft hatte. Mit chrem eigenen abgeschabten Koffer schlich sich wohl ungefähr um die gleiche Stunde die echte Doralies heimlich in das Schlößchen zurück, das an einem kleinen Hange des Städtchens Mooshausen in Württemberg stand. Nach ungefähr zwanzig Minuten Fahrt war das Ziel erreicht: eine breite Straße am Tiergarten. Ein etwas altmodisches Haus von vornehmem Aussehen öffnete seine Pforte. Ein lautloser Diener in Schwarz nahm das Gepäck in Empfang, und ver- wirt ließ sich Regina von einer schmalen, großen Dame auf beide Wangen küssen. Jetzt stellte sich der Hausherr vor Er war auch groß, hatte graues Haar, leicht verschleierte Augen und eine verhaltene Stimme. Er grüßte: „Herzlich willkommen, liebe Doralies! Ich hoffe. Sie hatten eine gute Reife." Regina befand sich in einer originell eingerichteten Halle, allerlei Altertümer standen umher. Sie hatte fast den Eindruck eines Museums. Frau von Stäbnitz faßte sie unter und zog sie mit sich, wandte sich zuvor flüchtig an ihren Mann. „Verzeihung, Otto, ich will Doralies ihr Zimmer zeigen!" Sie führte sie eine Treppe hinaus und öffnete eine Tür vor ihr. Die Koffer standen schon darin, und Regina blickte bewundernd, wie elegant und schön das Zimmer ausgestattet war. Daß sie einmal so wohnen würde, hatte sie sich auch nicht träumen lassen Die Möbel des Schlafzimmers waren in heller Eiche, Vorhänge und Teppiche schimmerten matt-weinrot: die Möbel des kleinen Salons, in den man durch eine offene Tür hineinschauen konnte, waren in stumpfem Schwarz und sattem Goldbraun gehalten. Frau von Stäbnitz nahm Regina sacht den Hut ab. „Mach es dir bequem, Doralies, bitte! Ich darf dich doch ,du' nennen — nicht wahr? wenn du magst, sag Tante Edda zu mir, dadurch kommen wir uns gleich ein bißchen vertraulich näher — nicht wahr?" Regina zog den Mantel aus und neigte nur den Kopf. Sie hätte jetzt kein Wörtchen herausgebracht. Heiße Scham hüllte sie ein vom Kopf bis zu den Füßen. Mußte sie nicht zusammenbrechen unter der Last der Lüge vor dieser Frau, die ihr so gütig entgegenkam. Als sie den. Mantel lässig über eine Stuhllehne legte, bebten ihre Hände. Edda Stäbnitz bemerkte es und wunderte sich. Es schien ihr so gar nicht zu dem Charakterbild zu passen, das Fritz Wolfram von seiner Tochter entworfen hatte. Es paßte ebensowenig dazu wie der Blick der tief dunkelblauen Augen. Sie wunderte sich genau so wie Peter Konstantin darüber, wie sehr doch oft das Aeußere eines Menschen zu täuschen vermochte. Sie fügte freundlich: „Ich denke mir, liebes Kind, du bist von der weiten Reise ermüdet und verspürst kein besonderes Verlangen mehr danach, noch nach unten zu uns zu kommen?" Regina atmete ein ganz klein wenig auf. Es dünkte sie in diesem Augenblick schon ein großes Glück, allein bleiben zu dürfen und unbeobachtet zu sein, denn die klugen Frauenaugen irritierten sie sehr. Sie fühlte, wenn dieser ein wenig forschende Blick noch lange auf ihr ruhte, müßte sie darunter zusammenbrechen und bekennen Sie antwortete: „Ich wäre Ihnen dankbar, gnädige Frau, wenn Sie mich heute abend entschuldigen würden: ich bin wirklich sehr müde!" Frau von Stäbnitz umfaßte sie lebhaft. „Mädelchen, du darfst mich doch nicht so steif betiteln, und sollst mich mit ,bu‘ anreden!" Ganz eng zog sie die Schlankheit an sich. „Bist doch meines lieben Jugendfreundes Kind. Höre das kleine Geheimnis von einst: wir liebten uns, er und ich. Eine romantische Liebe war's, nur ein Hauch der Liebe, die wir brauchen für den Gefährten, mit dem wir durchs Leben gehen wollen. Weißt du, Kind, in den Zimmern ganz alter Damen riecht es wohl noch heutzutage nach getrockneten Rosenblättern und Lavendel — so ein sanfter, süßer und verschollener Duft ist auch jene Liebe. Aber das Töchterchen meiner ersten Liebe ist mir wert. Sollst immer Vertrauen zu mir haben, und für die gnädige Frau hat man das kaum so leicht wie für eine Tante Edda." Sie küßte sie - auf die Stirn. „Drückt dich etwas, Mädelchen, du siehst beinah etwas verängstigt aus! Bist schwer von daheim weggegangen — nicht wahr, Doralies? Ich weiß, du hängst sehr an daheim, dein Vater schrieb mir das." Regina war kaum noch fähig, die Freundlichkeit und Güte, mit der man ihr entgegenkam, zu ertragen. Sie hauchte hervor: „Ja, ich bin schwer weggegangen, aber jetzt bin ich nur müde und —" „Und habe Hunger", ergänzte Frau von Stäbnitz. „So ist es doch, nicht wahr?" Regina,' froh, etwas über die Stimmung wegzukommen, die sie zu überwältigen drohte, antwortete rasch: Ja, ich habe auch ein bißchen Hunger." Da lachte Frau von Stäbnitz und ließ sie los. ,,Jch schicke dir sofort etwas zu essen herauf, und dann schlafe dich gut aus, so lange du willst. Wir frühstücken um acht Uhr, doch du kannst das Frühstück morgen auf dem Zimmer einnehmen. Sollst dich, ganz allmählich und gemütlich hier eingewöhnen." Sie reichte ihr die Hand. „Gute Nacht, mein liebes Kind! Schlafe recht angenehm und merke dir, was du in der ersten Nacht träumst. Was man in der ersten Nacht in einem neuen Heim träumt, soll nämlich in Erfüllung gehen." Sie wies auf einen Klingelknopf an der Tür. „Wenn du etwas wünschest, brauchst du nur darauf zu drücken." Sie nickte Regina zu und ging. Regina blickte noch lange wie benommen auf die weiße Tür, hinter der. Frau von Stäbnitz verschwunden war. Sie schluckte mehrmals heftig. Taumelnd schritt sie durch das Zimmer, empfand die Gediegenheit des Raumes fast feindlich Sie ging hinüber in den Salon, in dem der Lüster brannte, betrachtete scheu die schwarzen Schnitzmöbel, das glänzende Goldbraun der Samtpolster und das Gleißen und Schimmern des wunderbar geschliffenen Venezianer Spiegels. Sie ließ sich auf einen Sessel nieder, krampfte die Hände um die geschnitzten Greifenköpfe, die den Abschluß der Armstützen bildeten. In ihr war ein Chaos, in dem jeder klare Gedanke sofort versank. Wie schlecht kam sie sich vor, wie gemein! Durch die Ueberredungskunst von Doralies, den Wunsch, der Freundin zu helfen, und ihre eigehs Sehnsucht, einmal aus dem engen, kleinen Mooshausen herauszukommen, hatte sie zuletzt die Vorstellung von einem Abenteuer gehabt, das, wenn es später gelegentlich ans Licht käme, nur noch als Stoff zum Lachen dienen würde. Jetzt aber wurde ihr wieder erschreckend klar, daß zwar das Wort „Abenteuer" auf das, was sie getan hatte, paßte, aber m einem viel schärferen und unerfreulicheren Sinne. In einem häßlichen Sinne. Eine Frau wie Edda Stäbnitz durfte man nicht belügen, und. einen Mann wie den bekannten Ver- Leidiger auch nicht. Sie hatte ihn nur flüchtig ge- sehen: aber hinter seinem verschleierten Blick lag Menschenkenntnis, und der andere — wie hieß er doch, der sich sein Adjutant genannt hatte? Ach ja, Peter Konstantin. Und der hatte auch so durchdrin- gende Augen. Die drei Augenpaare fürchtete sie schon jetzt, die drei Augenpaare würden sie zwinge^ zu bekennen. Sie schreckte hoch. Es hatte an die Tür geklopft, । Sie rief mechanisch: „Herein!" Ein Mädchen in schwarzem Kleid und weißem Schürzchen brachte ein Tablett mit Speisen. Sie grüßte und deckte gewandt den Tisch. Regina blieb etwas steif sitzen und sah zu, wie das Mädchen hantierte. „Hat das gnädige Fräulein noch Wünsche?" fragte das Mädchen höflich. Regina verneinte und erwiderte den Gute-Nacht- Gruß. Sie riegelte hinter dem Mädchen ab und verriegelte auch die Schlafzimmertür nach dem Flur zu. Dabei entdeckte sie einen Alkoven, der an das Schlafzimmer stieß. Der Alkoven war als Badestube eingerichtet, und Regina dachte: Wie eine Prinzessin wohne ich hier! Wie Bedauern regte es sich in ihr, daß sie nicht hierbleiben durfte. Einem jähen Einfall folgend, ließ sie Wasser in die Wanne laufen. Dampfend floß es ein: ein kalter Strahl des anderen Hahnes kühlte das allzu heiße Naß. Regina entkleidete sich und genoß das Bad wie eine Erlösung. Es tat ihren erregten Nerven gut, beruhigte sie ein wenig. Es blieb ihr nun nichts übrig, als die Koffer zu öffnen, die doch Doralies' Eigentum waren. Sie fand einen weißen Pyjama mit blauem Besatz und schlüpfte hinein. Dann ging sie in den Salon zurück. Ihr Appetit meldete sich plötzlich sehr stark beim Anblick der guten Sachen, die für sie aufgetischt waren. Regina war jung und gesund, ihre seelische Verzweiflung trat zunächst etwas zurück vor dem lockenden Anblick. Sie machte es sich am Tisch bequem und aß tüchtig Sie hatte den ganzen Tag nichts genossen außer der Tasse Kaffee am Morgen im Wartesaal. O wie das schmeckte, o wie das Wohltat! f | Höflichkeit ist eine Zier Besonders zu Ostern haben die Herren Gelegenheit, durch eine kleine „duftende Aufmerksamke t ihren Damen zu imponieren. Seifen in Eiform Netz mit 3 Stück 0.50 Mk. Köln. Wa'ser in hübschen Geschenk kartons Deutsche Parfüms und die Schönheits-Präparate von Elise Bock. Diese Präparate helfen anerkannt die Haut der Dame zu veredeln Kommen Sie bitte zu mir, wir finden bestimmt etwas Hübsches. Drogerie i»48A Krenzplatz 10 2d Ostern ii. Mritfioii Foto- und Poesiealben Brietpapiere Füllfederhalter Besuchskarten i823t> als passende Geschenke Weinert, Neuenweg 9. Zum Feste Strümpfe1 in ungeahnter Auswahl Mattseide (feinmaschig). 1 ftfi bes.dehnfäh., Reklamepreis l«vv Mattseide, elegante 1 Cfj Ausführung 1.95,1.75 Flor mit Seide (Strapaz.- Strumpf) unverwüstlich 1 ftft Reklamepreis 1«UU Mattsei dem. 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März 1954 ar. 75 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Va- Massensterben junger Stare. der Christnacht zum ersten noch auf frühgermanische Brauch ist bei den Ufer- Ohm, Lahn, Schwalm, be- Male angebrannt. Ein anderer alter, Zeiten zurückgehender bewohnern der Fulda, sonders aber der Eder, geplattetem Gipfel, ungefähr in der Entfernung von hundert Schritt von einander, zwei Pfähle in den Boden geschlagen sind. Um den einen Pfahl scharen Werk, und er macht seinem Maler und feinem terland in der Fremde die allergrößte Ehre! In den letzten Jahren hat man häufig das massenhafte Dahinsterben von jungen Staren, besonders in Nordwestdeutschland und Holland, beobachtet. Nun hat man auch die Ursache gefunden. Man erkannte, daß die Ausbildung der zähen Haut unterbleibt, mit der die Entleerungen der Jungen sonst in den ersten Lebenslagen, wie bei allen Singvögeln, umgeben sind. Das führt in dem warmen Nest zu einer raschen Verjauchung; die Jungen sitzen auf einer feuchten, übelriechenden Unterlage, ihr ganzes Gefieder wird naß, und sie gehen aus Mangel an Trockenheit und Wärme ein, die für ihr Gedeihen unentbehrlich sind. Diese traurige Erscheinung kann nur auftreten, so lange die Jungstare noch nicht so weit erwachsen sind, um selbständig einen Karren und ziehen mit ihm jubelnd von einer Haustür zur anderen. Ohne daß der Strohmann oder seine Begleiter den Zweck des Besuches aus* zusprechen brauchten, wird alsdann eine in etlichen Eiern, einer Wurst oder einem Stück Speck bestehende Gabe hinausgereicht, welche Gegenstände dann am Abend von den Teilnehmern unter lautem Jubel verzehrt werden. Das geschieht aber erst nach Einbruch der Dunkelheit, nachdem der Strohmann angesteckt worden, und das Feuer dauert so lange, bis er völlig verbrannt ist. Hier also endet das Fest mit der symbolischen Vernichtungdes Winters, und auch das ist, wie alte Berichte erzählen, ältestes germanisches Brauchtum. stehenden Wettstreit teilnehmen wollen. An den anderen Pfahl aber ist mittels eines langen Seiles ein Hahn, dem die Augen verbunden sind, angebunden Frauen, Mädchen und Kinder umlagern beide Punkte. Sobald bte Teilnehmer vom Festordner numeriert sind wird derjenige, dessen Nummer gezogen wird, mit verbundenen Augen dreimal um den ersten Pfahl geführt und alsdann in die Nähe des Hahnenpfahts gebracht. Hierauf bekommt er einen langen Stock in die Hand und erhält den Befehl zum Fortgehen. Glaubt er nun, den Hahn treffen zu können, so schlägt er dreimal zu. Verfehlt er ihn, so kommt der nächste Bursche an die Reihe, und so fort. Wer das Glück hat, den Hahn zu treffen, wird bekränzt, erhält den Hahn als Preis und wird unter lautem Jubelgefang ins Dorf zurückbegleitet. Als Nachfeier wird das von den Teilnehmern zu gleichen Teilen, und das von dem Helden des Tages gespendete Geld vertrunken. Andernorts aber wird der Hahn nicht an einen Pfahl gebunden, sondern unter einen irdenen Topf gesetzt. Wer diesen Topf zertrümmert, erhält dann den Hahn als Preis — vorausgesetzt, daß dieser die erlangte Freiheit nicht benutzt und davonfliegt. Die Bewohner von Sooden an der Werra und der Nachbarschaft aber verbringen den dritten Öfter» tag ganz anders. Sie ziehen auf die Westerburg, werfen das am ersten Ostertage angezündete und solange unterhaltene Feuer auseinander und treiben alsdann kriegerische Spiele. Schließlich wird zur Wahl zusammengetreten und ein neuer „B urg- m a n n", der Leiter dieser Spiele für das kommende Jahr, gewählt. Wieder anderwärts, so z. B. in Rauschenberg, fertigen die Burschen am dritten Ostertage einen Strohmann an, der durch einen Hut, lange Flachshaare und ähnliche Dinge, das Aussehen eines alten Mannes erhält. Hierauf fetzen sie den Popanz auf eine Leiter, ein altes Pferd, ober auf chr stark btb sie ausgeW 1 seelische Ä? 'ück vor bi am Tisch k 1 ganzen h !e am Morgs ohltat! Nebenan steht ber Wüstenprebiger Johannes; er beutet auf ben Gekreuzigten unb sagt: „Ich habe geprebigt unb große Worte in die Menschheit geworfen, er aber hat geliebt! Unb er muß größer werben unb ich kleiner!" Unb einfältig muß man werben wie bas zarte Lämmchen, bas gleich bem Herrn fein Blut unfchulbig bahingibt! Die Gruppe links vom Kreuz strebt zu Jesus hin — unb möchte sich boch abwenben von biesem unerhörten Trauerspiel. Magbalena züngelt wie eine verblasene Flamme empor unb sinkt in ihre kostbaren ©eroänber zurück; ihre Hänbe flehen wie Vogelbrut, bie nach Atzung heischt unb ragen empor ins bunkelgrüne Meer ber eitlen Hoffnungen. Maria, in schwerem, weißem Nonnenmantel, bricht zusammen in bie Arme bes Johannes, ber in zinnoberrotem Mantel steckt: abwenben, Mutter ber wer dürfte sich abwenben vom Lew, „Städtische Oper" “ ..... „Deutsches Opernhaus tfgdisbeiu ca.2ttW äüeldcft Nur bte beiben großen germanischen Völker — deutsche unb Engländer — kennen bas Wort Aftern" als Bezeichnung bes Festes ber Auf- i-stehung. Die übrigen germanischen Völker haben len für, bem romanischen Sprachgebrauch folgern), Amtlich Bezeichnungen, bie an bie biblisch-jubische Kassahbenennung anklingen. „Eostre" aber nennt tereits ber alte englische Kirchenvater Beba Vene- mbilis, „ber ehrwürbige Beba", ber um bas Jahr 50 lebte, bas christliche Fest. Er berichtet babei, hf3 bie alte, angelsächsische Frühlingsgottin so gewißen habe, jene Frühlingsgöttin, von ber man annimmt, baß sie bei ben Festlanbgerma- nm „O star a" hieß. Dieser Göttername aber limmt bereits bei ben alten Jnbern, jenem Volke, bs sich selber Arja, „Arier", bie „Reinen" nannte, i, ber Form „ufra", „bie Morgenröte" vor. Damit Ifängt auch unser Wort „ber Osten" zusammen, bas lin ber ältesten beutschen Dichtung, bem Hilbe- tranbsliebe, „Öfter" heißt. „Ostern" muß bemnach j»i ben Frühgermanen bas Fest ber aufgeben» kn Sonne, ber Frühlingssonnenwenbe, gelesen fein. Wie bie Kirche immer unb überall ihre isuen Jbeen auf altes übernommenes Volksgut iberpflanzte, hat sie auch hier ihr Auferstehungs- I ft auf ein bereits altes Volksfest aufgepfropft. ? Dir sprechen aber nicht vom „Öfter n tage", fonbern lom „Ostertage". Wo ist nun bas „n" geblieben? I un: „Ostern ist eine Mehrzahlform. Die Einzahl l»ißt „Öfter". „Die Ostern" meint nämlich bie r ehrere Tage währenbe Festbauer. Ursprünglich i urbe bas Fest nämlich vierTagelang, bann, (■■ft vom Jahre 1094 ab, nur noch brei Tage lang (»feiert, unb bie jetzt übliche zweitägige Feier jnmmt erst vom Ausgang bes Mittelalters. Daß bas Fest aber bas einzige uns wirklich er= tiltene Germanenfest ist, geht aus einer Anzahl erhaltener Volksbräuche hervor, bie ber Kirchenvater Beba bereits berichtet, unb bie sich im tserzen Deutfchlanbs, im alten Kattenlanbe, bei ben Mutigen Hessen, noch erhalten haben. Am Feste ber Mara, bas in ben ersten Frühlingstagen ftattfanb nb mit einem großen ungebotenen Volksthing isrbunben war, würben bei ben heibnischen Ger- ildaitf D($ Die^> von Die Städtische Oper in Berlin-Charlottenburg, bie gemäß bem Beschluß bes Reichskabinetts in ben Reichsbesitz übergeleitet wirb. Das Theater wirb ben Namen „Deutsches Opern- haus" führen, ben es schon früher einmal trug. — Unten rechts: Kammersänger Wilhelm Robe, ber von Reichsminister Dr. Goebbels zum neuen Intendanten des Deutschen Opernhauses ernannt wurde. Ll ar. 5L -SS auch noch in diesen evangelischen Gegenden Allein die dort benutzten Buchenklötze werden nicht in der Osternacht, sondern in und unter diesen besonders zu Frankenberg in Uebung. In der ersten Öfter» Osterfeuer und Hahnenschlag Uraltes Brauchtum im germanischen ZrühlingSfest. Von Ludwig Hermann, GOS. Der Lsenheimer Altar. Von Molaus Schwarzkopf. Die ungeheuren Verfolgungen, die das junge Christentum über sich ergehen lassen mußte ver- iuoten die Gläubigen unter die Erde, m bie Kata- fr'mben. Dort errichteten sie ihre Altäre. Nach unb nnd), wie bie Verfolgungen überrounben waren, echoben sich bie geweihten Stätten aus ben ©ruf» tm empor in bie Sonne. Auf ungeheuren Säulen niölbten sich bie Kirchen, mächtige Dächer streckten sich auf aus ben Wohnungen ber Menschen: es war, dis seien bie heiligen Berge herabgewanbert in bie Aäbte. Gebirgen gleich ragten bie Dome aus bem Meer ber Häuser. Schmucklos vorerst, ganz Wucht unb Kraft. Nach unb nach traten aus ben steinernen Leibern Wider, unbeholfene Steinmetzarbeiten; Tiere, bie eroas aus ber heiligen Schrift verkünben wollten, ch-nn aber auch heilige Männer, unb schließlich ftnnben ganze Geschichten ba im Stein, Christi (3e= hart unb Leben, bas Leben ber Heiligen unb noch aiYXA anbere Dinge. Die großen Meister, bie bas $e= faaffen, kennt man nicht; es waren fromme Stern» n-tzen, bas Werk ihrer Hanbe ist ewig. Dann kam bie Zeit, baß bie Menschen mit ben nüchternen ©teinbilbern nicht mehr zufrieben fern nollten, ba erschienen bie Maler unb zauberten Die heiligen Geschichten ..bunten Farben an b.e Erchenwänbe, an bie Altäre, unb bas Volk er» ^Der größte beutsche Maler unb wahrscheinlich ber ff ößte Äirchenmaler ber Christenheit aller Zeiten und Völker ist Matthias Grunewalb, bef» fm Name auch jahrhunbertelang vergessen war. Qir stammt wahrscheinlich aus Aschaffenburg, war lmae Zeit Hofmaler bes Kurfürsten von Mainz unb9 f am umbas Jahr 1500 im im Elsaß, allwo er bas riesenhafte Altarwerk iunfl SS» man lange im Unklaren gewesen. Jetzt ist aber bie Ursache, wie Ministerialrat Ludwig S ch u st e r in der bei Hugo Bermühler in Berlin erscheinenden Zeitschrift „Der Naturforscher" ausführt, durch den holländischen Vogelforscher Dr. Klui- j d e r einwandfrei nachgewiesen worden. Danach handelt es sich um keine Seuche, auch nicht um den Einfluß künstlichen Düngers, der mit ber Nahrung aufgenommen wirb, sondern die dünne Entleerung ist durch den übermäßigen Genuß einer bestimmten Larvenart, der Tipuliben ober Erbschnaken, hervorgerufen. Diese Larven gehören zu ben schlimmsten Schüblingen unb können bei Massenauftreten die Wiesen ganzer Landstriche völlig vernichten. Der Star ist nun ein besonders eifriger Verzehrer der Tipuliben-Larven, unb man hat ihn in ben von ben Larven besonders heimgesuchten Gegenden gern als Bekämpfungsmittel angefiedelt. Wenn aber bie Brut ber Stare mit biefer Nahrung so ausgiebig versorgt wirb, baß der Anteil an der Gesamt-Futter- menge bis auf 40 v. H. steigt, bann unterbleibt bie Ausbildung ber zähen Haut der Ausscheidungen, ohne daß der Jungstar daburch an sich krank wäre. Mit bem Aufhören der Tipuliden-Nahrung setzt die Bildung der zähen Haut sofort wieder ein. Es ist nun klar, warum die Jungstare besonders in Nordwestdeutschland und Holland so massenhaft dahingerafft werden, denn in diesen Landstrichen mit ihrer ausgedehnten Wiesen- und Weidenkultur finden die Schädlinge bie besten öebensbebingungen. Dem Sterben ber Stare kann in beschränktem Umfang burch zweckmäßigen Bau ber Nistkästen begegnet werden, unb zwar ist ber sog. Westfälische Starenkasten zu empfehlen, ber flach ist unb besten Flugloch fast in Nesthöhe angebracht wird. Doch kann natürlich infolge biefer unerfreulichen Zusammenhänge bie Hilfe, bie der Star bei der Vernichtung der Tipuliden leistet, nur gering sein. dorfifdiutnodiritbten. Der bedeutende Geograph ber Wiener Uni« versität, Professor Dr. Eugen Oberhummer, vollenbet am 29. März bas 7 5. Lebensjahr. Der Gelehrte, Münchener von Geburt, bereifte fast ganz Europa, Vorderasien, Norbarnerika unb Norb- afrika. Seine zahlreichen fachliterarischen Publikationen finb vor allem auf ben Ausbau ber historischen Geographie unter Verarbeitung eines umfassenden Quellenmaterials gerichtet. Dr. Gottfrieb v. Lücken, a. o Professor für Archäologie an ber Universität Rostock, ist zum Ordinarius daselbst ernannt worden. Der neu errichtete Lehrstuhl für deutsche Vor- Zwecke wird um ein Holzgestell herum, das dazu dient, den nötigen Luftzug zu erhalten, damit das Holz nicht einfach verkohlt, sondern zur himmelhohen, auflodernden Flamme wird, ein riesiger Scheiterhaufen aus Reisig geschichtet, der mitunter bis zu acht Metern hoch gemacht wird, also weit höher als ein vollbeladener Erntewagen. Der aus dem Kirchhainschen berichtete Brauch des Anzündens der Buchenblöcke in Gewitternächten besteht 'inen hatte 2 er|re«lidfo le" ®l« wie hi^ , urchtete i 1 zwinge Tür gefiop und weih, Speisen. I 1 M zu, Uf. 1 Wünsch,' ^Tute-Nch lhen ab ut r nach bl: der an de als Meftul 65 sich in i sie Nr in es 5 we bis genoß fegten 91» üieb ihr ns wn, bie btt einen wefy 'lüpfte bintb net sich ein Tabernakel, der ist angefüllt von musizierenden Engeln, und es gibt keine Kinderschar in der Wett, die so bunt und so fromm sich austollt. Kein Wunder: sie bringen dem soeben geborenen Jesuskind ein erstes Ständchen! Drüben auf dem dritten Bild sitzt Maria in herrlicher deutscher Landschaft und zeigt den Kindern, den Engeln, das Kind, den kleinen Gott! Recht wie eine junge Mutter sitzt sie da, und der himmlische Vater schüttet seinen Jubel aus über sie und ihr Kind, und in den Sonnenstrahlen purzeln tausend und abertausend fröhlicher Englein, ganze Wolken von Englein! Und die vierte Freudentafel zeigt die glorreichste Auferstehung, die je gemalt wurde. Da schießt Jesus, ganz Licht geworden, aus der Erde empor, schier in die Sonne hinein, das Gewand braust hinter ihm drein, der Stein fliegt davon, die Wächter stürzen, wie abgeschossene Hasen hierhin und dorthin, und alle Finsternis ist überwunden! Das Mittelstück der Tafeln des Leids, die Kreuzigung, ist die ungeheuerlichste Kreuzigung, die je gemalt wurde. Da hängt kein zurechtgemachter, schöner Gott am Kreuz, wie man das gewöhnlich sieht, sondern ein zerschundener Kreuzträger, ein Mann der Schmerzen. K ££ Sein Herzblut stürzt aus der offenen Seite, sickert in breitem Strom nieder in das zerfetzte Lendentuch, krustet an den Knien, tropft aus den Händen, bricht aus den Füßen, die durch einen Grobschmiednagel aufeinandergehauen sind, herab auf die Erde, die sich wie vor Scham rötet! Der Mund gleicht einer wieder aufgebrochenen Wunde, das brennende Rot wird von dem versengten Blau des Todes verdrängt. In das unheimliche Gezücht der Dornen erhebt sich ein starkes, männliches Ant- Pfarrer D. zrM-MpperfSburg. Der Senior der Geistlichkeit des Evangelischen Dekanats Schotten und der zweitälteste der im Dienst befindlichen Geistlichen der ehemaligen Hesst- schen Landeskirche Pfarrer D theol. h. c. Johannes Fritsch zu Ruppertsburg (Kreis Schotten) wird am 30. März auf den Tag zurückblicken, an demervoröOJahrenseinAmtalsSeel- f orger an trat. Es ist eine besondere Gnade von Gott, daß der ehrwürdige Jubilar, einer der charakteristischsten Vertreter des hessischen Pfarr- ftanbes, sein goldenes 21 mt 5 j ub i l äuirn in ungebrochener' körperlicher und geistiger Frische feiern darf. Die unermüdliche Treue und bie auf- opfernbe Hingabe an bie heiligen Pflichten fernes Berufes währenb ber außergewöhnlich langen Zeit von einem halben Jahrhunbert lassen es als etn Gebot ber Dankbarkeit erscheinen, zu feinem Ehrentage seiner zu gebenfen unb fein Leben unb Wirken zu roürbigen. Pfarrer D. Fritsch würbe am 17. Dezember 1858 als Pfarrerssohn zu Bottenhorn (Kreis Bieben- I köpf) geboren, besuchte bas Evangelische Gymnasium 0, konnte ich von bem urgeroaltigen Farbenspiel biefes Bilbes etwas hervorzaubern! Oben ber schwarz verhängte Himmel wie umflort; bas Gebirge (ber Maler bachte, als er es malte, an ben Dbehroalb ober an bie Vogesen!) umflort; ein Fluß kriecht bahin, bunfelgrün umflort unb wogt in schauerlichen Atemzügen. Der Erbboben erhellt sich gemach bis zu verschämtem Rot im Vorbergrunb. Der Kreuzbalken, ein grob zurechtgezimmerter Fichtenstamm, erhebt sich, ber Leib Jesu, von allen Lichtern burchfprenkett, ein entsetzenerregenber Anblick: ber sichtbare Schmerz! Maria, weiß wie eine Nonne, unb grün bas Unterbleib, wie es an Fuß unb Arm hervorleuchtet. Johannes, ber Jüngling, zinnoberrot, sein Haar störrisch unb strohblonb, Johannes, ber Täufer, in blaßrotem Leinen, bas Fell an ber Schulter, Bein unb Arm verwittert, entblößt! Unb bann Magbalena, in feinsten Ge- mänbern bes vornehmen Hauses, ganz in Seibe anscheinenb, unb bie vollen Haare wie ein blonber Wasserfall! Noch zwei Tafeln gehören zu bem Attarwerk; war es ganz geöffnet, zeigten sich also bie Holzfiguren, bie geschnitzten, so schwebten links noch ein Besuch bes hl. Paulus bei bem Einsiebler Antonius, bem bas Kloster geweiht war, unb rechts eine Versuchung bes hl. Äntonius, unb beibe Bilber jubeln roieber in ben prächtigsten Farben, wie heute kein Maler sie mehr auf bie Leinwanb bringt! Der Jsenheimer Altar, ber zur Zeit bes Krieges in München aufbewahrt würbe, mußte nach Frie- bensschluß, weil er im Elsaß beheimatet ist, an Frankreich ausgeliefert werben. Das kann uns sehr leib tun, aber er ist ein burch unb burch beutsches SS SS nacht, zwischen 23 unb 24 Uhr, wirb eine bestimmte Menge Wasser stillschweigenb an einer Quelle geschöpft unb bann bas Jahr über sorgfältig aufbewahrt. Diesem „0 st e r w a s s e r", bas bas ganze Jahr über wohlschmeckenb bleibt, wirb eine außer- orbentlid) Heilkraft zugeschrieben, befonbers bei Augen- unb Hautkrankheiten. Auch bas Vieh wirb zur erwähnten Stunbe in ben Fluß getrieben, weil es alsbann bas ganze Jahr über von Krankheiten verschont bleiben soll. — In ber Umgegenb von Sooben am Meißner, ba, wo bie Höhle ber „Frau Holle" ist, gibt es eine ähnliche Sitte. Da wallfahrten bie Schulkinber, von ben Ettern, Lehrern unb anberen Personen begleitet, vor Sonnenaufgang an besonderen Quellen Die Einwohner von Hilgershausen unb Kammerbach z. B. ziehen zum Hohlstein, in besten Teich zuweilen — wie bie Sage berichtet — eine weiße Jungfrau gesehen wirb. Ist ber Zug bei ber Quelle angekommen, so wirb zunächst ein Choral gesungen, hierauf werben bie Blumen ins Wasser geworfen unb erst bann bie mitgebrachten Gefäße gefüllt. In früheren Zeiten soll man sich, namentlich im Hohlsteinteich, auch noch gebabet haben. In mehreren Orten namentlich im Dorfe Löhlbach, Kreis Frankenberg, herrscht seit unbenklichen Zeiten bie Sitte, baß am brüten Ostertage Eier gelesen werben. Das geschieht auf folgenbe Weise: In ber Nacht vom zweiten auf ben brüten Festtag gehen Burschen von Haus zu Haus unb klopfen an bie Türen. Dann bringt ihnen ber Hausvater, begleitet von ber jüngsten Tochter, bie Eier als Geschenk hinaus. Am nächsten Vormittag werben sie bann auf einem großen Grasplatz, außerhalb bes Dorfes, so in eine Reihe gelegt, baß zwischen je zwei Eiern ein Fuß breit Raum bleibt. Hierauf bilben bie Burschen zwei Parteien, von benen jebe aus ihrer Mitte einen Schnelläufer wählt. Von biefen muß ber eine nach einem benachbarten Orte laufen, ber, je nach ber Menge ber Eier, mitunter eine Stunbe weit entfernt ist, und dort muh er eine Flasche Wein holen. Der andere hebt inzwischen, möglichst rasch, in schnellem Laufe, die Eier auf, jedoch jo, daß er an jedem Ende der Reihe immer nur ein Ei fortnimmt und in einen bereit stehenden Korb legt, der nicht von der Stelle gerückt werden darf. Immer wieder muß er vom einen Ende der Reihe zum anderen laufen, auch darf dabei kein Ei entzwei gehen. Die Partei, deren Läufer die ihm gestellte Aufgabe zuerst gelöst hat, hat bei dem folgenden gemeinsamen Eieressen freien Trunk auf Kosten der unterlegenen. Nach dem Mittagessen wandert dann jung und und alt auf den nahegelegenen Berg, auf dessen ab- ranen große Freudenfeuer abgebrannt. Während nberroärts meist nur ber Brauch bes Johannis- jniers erhalten blieb, ist im Hessenlanb auch heute od) bas Osterfeuer gebräuchlich. In Kirchhain hi ber Schwalm z. B. unb in ben katholischen Lanb- (»meinben bes Kirchhainer Kreises werben am Mersamstag von ben gläubigen Familien Buchen- kötze auf ben Kirchhof gebracht, bafelbft auf einen teufen gelegt unb angezünbet. ©obalb sämtliche ZUötze von ber Flamme ergriffen finb, segnet ber trieftet bas hochauflobernbe Feuer, zünbet baran be am Karfreitag ausgelöschte „Ewige Lampe" trieber an unb weiht bas Wasser, bas bie Gläubigen r itgebracht haben. Hieraus wirb bas Feuer ge« l'scht, unb jebe Familie nimmt ben von ihr ge- l-achten, nun angebrannten Klotz unb ihr geweihtes Basser roieber mit nach Hause. Der Klotz wirb, b*i schwerem Gewitter, roieber auf bem Herbe in Snanb gesteckt, unb man glaubt, baß er bann bas toaus schütze. Das Weihwasser bient, wie überall i- katholischen Gegenben, vorzugsweise zum Be- j-rengen bei ber Morgen- unb Abenbanbacht; in liefern befonberen Falle aber wirb ihm in Krankheitsfällen, befonbers beim Mumps ber Jiinber, eine Heilwirkung zugefchrieben. Aber auch ; i protestantischen Gegenben hat sich ber Brauch l?5 Osterfeuers erhalten. So z. B. in Sooben an i>*r Werra, wo es vom ersten bis zum brüten fiterabenb auf einer Anhöhe neben ben Trümmern i r Westerburg brennt; im Schaumburgischen unb ciif ber Paschenburg wirb bas Osterfeuer nur am ...... , . , Ldend bes Ostersamstags angezünbet. Zu biesem sich bie Manner unb Burschen, bie an bem bevor- 7®‘eer qange Altar besteht au<3 neun Taseln, die iroan auf» unb zuklappen kann. Nur an hohen Feierten würbe er vollauf geöffnet unb ba erschienen Wv großmächtige Heilige, in Holz geschnitzt mit Farben unb Golb aufs prächtigste ausgestatteh Die Malereien aber bringen bie Heilsgeschich.e M Christentums: Verkünbigung ber Geburt -je|u, Ü^enschroerbung, Kreuzigung, ®rabIhcö9U£?' elstehung. Auf ben Tafeln ber Freude (Verkundi- png, Geburt, Auferstehung) braust das verklarte Licht einher, daß man sonst in der Wett es ^Sohnes Gattenden I°l,k Recht- banon äff-Ibas allhin unsere Tage «füllt! ____, ____ ,, , , geschichte an der Universität Leipzig ist dem durch das Flugloch ihre Entleerung vorzunehmen.! Kustos am Lanbesmuseum in Hannover, Dr« Ueber die Gründe diojer rätfelhaften „Krankheit" istlKurt Tackeuberig, übertragen worden. au Gütersloh (Westfalen) und studierte auf den Universitäten zu Erlangen und Gießen; in Erlangen genügte er auch seiner Militärdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger. Nachdem er seine beiden theologischen Prüfungen bestanden hatte, wurde er am 30. März 1884 Pfarrverwalter in Schwarz (Kreis Alsfeld) und am 4. Juli 1886 Inhaber der dortigen Pfarrstelle; seit 30. August 1896 versieht er das Pfarramt in Ruppertsburg. Er hat also seine ganze lange Dienstzeit in Oberhessen zugebracht, ein Beweis dafür, wie fest er verwachsen ist mit dem oberhessischen Heimatboden und mit dem oberhessischen Volkstum, für dessen besondere Eigenart er stets ein feines und tiefes Verständnis gezeigt hat. Fest auf dem Boden des biblischen Christentums steheÄ», allzeit getragen von hohem Verantwortlich- kettsgefühl für bte ihm anvertrauten Gemeindeglieder, ausgerüstet mit bewundernswerter gei- ftlaer Lebendigkeit, als Prediger stets in die Tiefe gehend, als Seelsorger allen dienend und sich ein- fuhlend in die verschiedenartigsten Verhältnisse, in all seiner Arbeit unverdrossen, so hat er sein Amt geführt, ist vielen zum Segen geworden und durfte sich allseitiger Wertschätzung und Achtung erfreuen. Aber auch weit über dest Kreis der eigentlichen beruflichen Tätigkeit hinaus reichte sein Wirken. Als Vorkämpfer der Pfarrvereinssache, die ein wesentliches Stück seiner Lebensarbeit wurde, hat er sich bleibende Verdienste erworben, einerseits um den Hessischen Evangelischen Pfarrverein, dessen Mitbegründer er war und an dessen Organ „Hessisches Kirchenblatt" er jahrzehntelang die Schriftleitung versah, anderseits um den Verband der Deutschen Evangelischen Pfarrervereine, dessen engerem Vorstand er viele Jahre hindurch angehörte. Bei dieser Arbeit ging es ihm niemals um einseitige Vertretung der Standesinteressen, sondern vor allem um die Wahrung der kirchlichen Belange. So war es für ihn, wie für den Pfarrverein eine große Freude und ein Zeichen der Anerkennung, als ihm gelegentlich des Deutschen Evangelischen Pfarrertages in Gießen im Jahre 1924 von der Theologischen Fakultät der Landesuniversität die Würde eines Doktors der Theologie verliehen wurde. Auch der Verband der Deutschen Evangelischen Pfarrervereine würdigte seine Verdienste durch Ernennung zum Ehrenmitglied des engeren Verbandsoorstanoes, ebenso der Hessische Pfarr- verein, der ihn, als er sein Schriftleiteramt niederlegte, zum Ehrenmitglied des Vorstandes ernannte. Innerhalb des Dekanats Schotten beteiligte er sich erfolgreich als Mitglied des Dekanatsausschusses. Der Hessischen Evangelischen Landessynode gehörte er lange Jahre hindurch als geistlicher Abgeordneter, ferner dem Vorstand des Hessischen Hauptoereins des Evangelischen Bundes als wertvolles Mitglied an. Und noch eine Seite seiner Wirksamkeit darf nicht unerwähnt bleiben. Beseelt von glühender Vaterlandsliebe war er weithin bekannt als aufrechter deutscher Mann und als echt nationaler Kämpfer, der sich auch nicht scheute, in vielen Volksversammlungen als mutiger Redner aufzutreten und trotz mancher Anfeindungen seine christliche, nationale und soziale Gesinnung zu bekunden. Deutschtum und Christentum im Sinne D. Stöckers zu bekennen war ihm Lebensinhalt geworden. Hierfür stritt er unerschrocken und kreuzte namentlich in der Zeit nach dem Novemberverbrechen von 1918 tapfer die Klinge mit den Gegnern von Volk und Vaterland, mit Verrätern und Schädlingen. Und als das Dritte Reich kam, stellte sich der ehrwürdige Greis mit fast jugendlicher Frische und Begeisterung in die Gefolgschaft Adolf Hitlers, getreu seinem alten Grundsatz: Alles für Deutschland! So haben Kirche, Volk und Vaterland Pfarrer D. Fritsch viel zu danken. Möge des Allmächtigen Segen auch fernerhin auf ihm ruhen und ihm ein friedlicher Lebensabend befchieden sein! Wirtschaft. * Steigende Dividenden bei den Rütgerswerken. Die Verwaltung der Ritt- gerswerke sieht sich durch die günstige Entwicklung in den beiden letzten Jahren in die Lage versetzt, der nächsten ordentlichen Generalversammlung die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen schon von 1932 an in Vorschlag zu bringen. Im Falle der Annahme dieses Vorschlags würden daher die Aktionäre außer der schon früher beschlossenen Kapitalrückzahlung von 20 v. H. eine Dividende von voraussichtlich 3 v. H. für 1932 und von 4 v. H. für 1933 erhalten. Hinzu kommt, daß im abgelaufenen Geschäftsjahr eine günstige, aufwärtsschreitende Entwicklung Platz gegriffen hat, die sich auch bereits in entsprechenden Einnahmen kennzeichnet. Frankfurter Börse. Mitlagsbörse ruhig, aber fest. Frankfurt a. M., 28. März. Zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft allgemein ruhig. Die bevorstehenden Feiertage lassen, nachdem der Ultimo im großen und ganzen überwunden ist, eine größere Unternehmungslust nicht aufkommen. Dennoch konnte sich das Kursniveau nach den Rückschlägen in den letzten Tagen überwiegend weiter erholen. So eröffneten am Chemiemarkt JG.-Far- ben um 0,40, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl je 0,75 v. H. höher. Rütgerswerke waren angesichts des zu erwartenden Vergleichs 1,25 v. H. fester. Am Elektromarkt zeigten Akkumulatoren eine kräftige Erholung (4- 4,5 v. H.), daneben waren Lah- meyer und Siemens je 1,5 v.H., Geffürel 0,65 und AEG. 0,50 v. H. höher. Montanaktien lagen uneinheitlich. Buderus gewannen 1,5 v. H., Mannesmann 1, Stahlverein 0,40 v. H., während Laurahütte 0,65, Klöckner und Harpener je 0,25 o. H. nachgaben. Am Kunstseidemarkt waren Bemberg nach der kürzlichen Steigerung angeboten und 2,5 v.H. schwächer, da die Verwaltung entgegen anderslautenden Gerüchten erklärte, daß der beschlossene Kapitalschnitt durchgeführt werden wird. Im einzelnen waren AG. für- Verkehr gesucht und 1,25 v. H. höher. Autoaktien lagen gut behauptet, dagegen Zellstoffwerte leicht ermäßigt. Reichsbankanteile gaben 0,50 v. H. nach. Metallgesellschaft waren angeboten und wurden etwa 4 v. H. niedriger taxiert. Auch der Rentenmarkt hatte nur kleinstes Geschäft. Altbesitz lagen 0,13 v. H. höher, späte Reichsschuldbuchforderungen und Neubesitz blieben gut behauptet, während Stahlverein-Bonds 0,25 o. H. verloren. In der zweiten Börsenstunde blieb die Börse weiter recht ruhig, die Tendenz hielt sich meist auf den ersten Notierungen. IG.-Farben, die sich vorübergehend bis auf 138,75 nach 138 v. H. stellen konnten, lagen später bei 138,50 v. H, Auch Harpener gingen um 0,65 v. H., Mannesmann um 0,25, Rütgerswerke um 0,50 v. H. zurück. Von später notierten Werten waren Zeltstoff Aschaffenburg 1,13 v.H., Cement Heidelberg und Licht 8c Kraft je 1 v. H. fester, während Kunstseide Aku 1 v. H. und Südd. Zucker 2,25 o. H. niedriger notierten. Am Rentenmarkt kam etwas Interesse für späte Schuldbücher auf, die bei 94,25 um 0,40 v. H. anzogen, auch Altbesitzanleihe lagen 0,13 v. H. höher, Neubesitz unverändert 22,60. Umgetauschte Dollar- Bonds waren bei kleinstem Geschäft 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher. Staats- und Stadtanleihen ruhig, auch der Pfandbriefmarkt war überwiegend gut behauptet, teilweise 0,50 v. H. höher. Fremde Werte waren still. Tagesgeld unverändert 3,75 v. H. Abendbörse ruhig, aber freundlich. Die letzte Abendbörse vor den Osterfeiertagen wies bei freundlicher Tendenz nur kleinste Umsatztätigkeit auf. Für einige Spezialwerte machte sich jedoch größeres Interesse bemerkbar. So führte die Meldung von einer Dividendenausschüttung rückwirkend ab 1932 bei Rütgerswerke zunächst zu lebhafterer Nachfrage und zu einer Kurssteigerung von 1 v. H. Daneben waren IG. Farbenindustrie beachtet und 0,25 v. H. höher, auch Deutsche Linoleum konnten sich weiter mäßig befestigen. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Berliner Schlußnotierungen behauptet. Metallgesellschaft konnten sich nach dem Rückgang von heute mittag um 1,50 v. H. erholen. Der Rentenmarkt lag bei behaupteten Kursen nahezu geschäftslos. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,52Vr, Altbesitzanleihe 96,75, Schutzgebietsanleihe von 1913 9,50, Reichsbank 150, Gelsenkirchen 65,25, Phönix 53, Rheinstahl 95, Laurahütte 21,13, AKU. 62, Bemberg 67,50, Daimler 50,75, Deutsche Linoleum 57, Licht & Kraft 106,75, IG. Farben 138,75 bis 139,50, Gesfürel 100,50, Metallgesellschaft 79,50 Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 28. März. Am Gemüse- markt herrschte reichliches Angebot in ausländischem Kopfsalat, vorwiegend spanischer Herkunft. Das Spinatangebot war gut, in den übrigen Gemüsearten war es ausreichend. Die Preise für alle Salatsorten erfuhren eine weitere Ermäßigung, im übrigen blieben sie unverändert. In Anbetracht der bevorstehenden Feiertage nahm das Geschäft einen lebhaften Verlauf. Es erzielten: Blumenkohl, Steige = 12 Stück 400 bis 450 ital.; Eskarol, Steige 24, 30 und 32 Stück 225 bis 275 ital.; Feldsalat 40 bis 50; Gelbe Rüben 7 bis 8; Gewürze!, gr. Bdl. 35 bis 40; Gurken (Treibhaus), Kistchen 6 Stück 425 bis 450 holl., Kartoffeln (gelb), 50 kg 325 bis 340; Kohlrabi (Treibhaus) 30; Erdkohlraben 4 bis 5; Kopfsalat (Treibhaus) 18 bis 25; Kopfsalat, Steige 24 Stück 200 bis 300 span.; Lattich (Treibhaus) 40 bis 50; Schlüpfer (Treibhaus) 60 bis 65; Meerrettich 12 bis 25; Radieschen (Treibhaus) Bdl. 8 bis 10; Römischkohl 40; Rosenkohl 22 bis 24; Rotkraut 7 bis 8, holl. 9 bis 10; Sellerie je nach Größe 5 bis 25; Spinat 10 bis 12; Schwarzwurzel 12 bis 18; Tomaten, Kistchen 5 kg 300 bis 325 can.; Weißkraut 9, holl. ÜVe bis 12; Wirsing, spitz Arbeiishilfe für den Bauern! Es geht um Volksgenossen! Frühjahr 1934. Für den Bauer beginnt wieder die Arbeit auf der Scholle, der Kampf mit wind und Wetter, die Wiche um die Sicherung der Nahrungsfreiheit aller Volksgenossen. Wer hilft mit? Tausende schulentlassener junger Menschen drängen jetzt in Berufe, die mehr oder weniger Aussicht auf ein späteres Forttommen bieten. Euch junge Kräfte gerade kann das Bauerntum gebrauchen, hier ist für euch Jungens und Mädels noch genügend Arbeitsraum. Jeder platz, den ihr in handel und Gewerbe frei laßt, kommt einem immer noch arbeitslosen Volksgenossen zugute. Diese müssen in diesem Frühjahr wieder in Arbeit und Brot kommen. Für dich, Bauer, bedeutet das, daß du deine eigenen Kinder auf dem Lande halten mußt. das Ganze! Dir, dem Gewerbetreibenden und Unternehmer, sagt es, daß du die Arbeitskräfte vom Dorfe dem Lande lassen muht. Bauer, du brauchst Arbeitskameraden! Nimm die Jugend, auch die, die sich aus der Stadt zu dir findet, mit offenen Armen auf! Mit ihr knüpfe die Bande der Volksgemeinschaft fester! Stehl Stadt und Land eng zusammen, muß es gelingen, der Landwirtschaft die so notwendigen Arbeitskräfte zu sichern. Es geht nicht um den einzelnen — es geht um das Ganze! Gießen, 28. März 1934. Die Kreisbauernführer von Oberhefsen-West: gez.: Dörrfchuck. Oberhessen-Ost: gez. Geiß. Die Kreisleitung des Deutschen Landarbeiterverbandes (DAF.)r gez.: Braun. Das Arbeitsamt: gez.: Dr. £ i ff. besonders wichtig für die Landbevölkerung. Ausschneiden! Aufheben! Um die Fachoermittlung für Landwirtschaft für die dringende Erledigung ihrer jetzt notwendigsten Aufgabe, die Werbung von Arbeitskräften für die Landwirtschaft, mehr als bisher freizumachen, muß eine Vereinfachung des Geschäftsverkehrs zur Einschränkung des Schriftwechsels, besonders der Landhilfe, Platz greifen. Um dies zu erreichen, wird die landwirtschaftliche Vermittlung des Arbeitsamts Gießen, beginnend ab April 1934, im Bezirke Sprechstunden abhalten, und zwar am Mittwoch in der zweiten Woche jedes Monats (also am 11. April, 9. Mai, 13. Juni, 11. Juli, 8. August und 12. September) in Butzbach von 8.30 bis 9.30 Uhr, in Friedberg von 10.30 bis 11.30 Uhr, in Büdingen von 14 bis 15 Uhr, in Nidda von 16.30 bis 17.30 Uhr; in der dritten Woche jedes Monats (also am: 18. April, 16. Mai, 20. Juni, 18. Juli, 15. August und 19. September) in Grünberg von 9 bis 10 Uhr, in Schotten von 11.30 bis 12.30 Uhr, in Köddingen von 14 bis 15 Uhr, in Homberg von 16.30 bis 17.30 Uhr; in der vierten Woche jedes Monats (also am: 25. April, 23. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 22. August und 26. September) in Gedern von 8.30 bis 9.30 Uhr, in Grebenhain von 10.30 bis 11.30 Uhr, in Lauterbach von 13.30 bis 14.30 Uhr, in Alsfeld von 16 bis 17 Uhr. Die Sprechstunden dienen allen der Vermittlungsstelle übertragenen Aufgaben: Annahme von Aufträgen, Entgegennahme von Meldungen Arbeitsuchender, soweit sie in der Landwirtschaft, Gärtnerei und Forstwirtschaft ein Unterkommen suchen. Es werden Auskünfte erteilt über: Beschäfttgung von einheimischen landwirtschaftlichen Saisonarbeiten, ebenso über die Vorschriften der Ausländerbeschäftigung (gleichgültig welcher Berufe). Besonders dient die Sprechstunde aber zur Aufklärung über die Landhilfe: die Antragstellung, Bestellung von Helfern und Helferinnen, Verfahren über die Zahlung der Beihilfe, Ersatzhelferbeschaffung und allem, was mit der Durchführung der Verordnung zusammenhängt. Die Sprechstunden werden in den Neben- bzw. Meldestellen des Arbeitsamtes abgehalten, in Nidda im Gasthaus Rullmann. Zur reibungslosen Abwicklung der Sprechstunden in der jeweils vorgesehenen Zeit, insbesondere aber, um dem Arbeitsamt die Möglichkeit zur sachdienlichen Auskunftserteilung zu geben, ist es — soweit es sich um Angelegenheiten der Landhilfe handelt, — unbedingt notwendig, daß die Besucher der Sprechstunde mindestens drei Tage vorher dem Arbeitsamt Gießen, Fachvermittlung für Landwirtschaft, Frankfurter Straße 29, mittels Postkarte den Zweck des Besuches mitteilen; nur aanz kurz, Geschäftsnummer nicht vergessen! Mit Ausnahme der oben genannten Tage ist die Sprechstunde für die Landwirtschaft in Gießen wie bisher von 9 bis 11 Uhr offen. 15 bis 18, rund 10 bis 12, holl. 8 bis 10; Zwiebeln, 50 kg 600 bis 650. Am Ob ft- und Südfrüchtemarkt verzeichnete man genügendes Angebot in deutschen Aepfeln, gute Zufuhren in Apfelsinen, in Mandarinen dagegen gering. Amerikanische Aepsel waren sehr stark angeboten. Bei wenig veränderten Preisen nahm das Geschäft einen schleppenden Verlauf. Es erzielten: Aepsel I 25 bis 30, II 16 bis 20; Wirtschaftsäpfel 12 bis 14; amerif. Aepfel, Kiste etwa 40 Psd., rote 800 bis 950, gelbe 1000 bis 1200; Apfelsinen blond 10 bis 17 span., Blut 12V2 bis 17 span.; ital. Apfelsinen blond 14 bis 16, Blut 19 bis 22; Bananen, Kiste I2V2 kg 550 bis 600 Jam.; Eßbirnen 18 bis 20; Kochbirnen 8 bis 10; Amerik. Tafelbirnen, Kiste etwa 40 Psd., 1350 bis 1500; Erdnüsse 13 bis 14; Mandarinen 15 span.; Zitronen, Korb 50 kg 700 bis 800. Die angegebenen Preise sind Großbezugspreise, sie sind, sofern nichts anderes angegeben, auf V- kg bzw. Stück in Pf. umgerechnet. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 28. März. Auch der letzte Getreidegroßmarkt vor den Feiertagen verkehrte in zwar sehr stiller, aber freundlicher Grundhaltung. Die Käufe der Mühlen blieben klein, auch das Angebot war nicht drängend, lediglich in Roggen lagen weiter starke Ankünfte von norddeutscher Kahnware vor. Die Preise zeigten im Vergleich zum Montagsmarkt keine Veränderung. Futtermittel lagen stetig, ölhaltige Artikel in vorderer Sicht blieben gefragt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 199 bis 200, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 172,50 bis 177,50, Hafer 157,50 bis 160, Weizenmehl Spezial 0 mit Austauschweizen 29,40 bis 29,95, do. ohne 27,90 bis 28,45, Roggenmehl 0- bis 60proz. 23,50 bis 24, do. südd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,25, Weizenfuttermehl 11 bis 11,25, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,45 bis 15,55, Palmkuchen 14,50 bis 14,70, Erdnußkuchen 16,65 bis 17,35, Treber 14,50 bis 14,75, Trockenschnitzel 9,60 bis 9,70, Heu südd. 6, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt ober gebündelt 1,90 bis 2 Mark. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 29. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 74 Rinder, 1357 Kälber, 58 Schafe, 443 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 50 Mark, Hämmel 28 bis 36, Schafe 23 bis 34, Schweine 35 bis 43 Mark. — Marktoer- lauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig Schweine ruhig. Schweinemarkt in Friedberg. Friedberg, 28. März. (Lpd.) Zum heuttgen Schweinemarkt wurden 406 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt: für 6 Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte Tiere 16 bis 20 Mark und für 8 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 26 Mark. Das Geschäft war sehr lebhaft. Es verblieb geringer Ueberftanb. Schweinemarkt in Nidda. * Nidda, 28. März. Auf dem heuttgen Schweinemarkt standen 302 Ferkel zum Verkauf. Das Handelsgeschäft verlief zunächst langsam, wurde bann lebhafter, so baß der Markt geräumt wurde. Es kosteten Ferkel von sechs bis acht Wochen 18 bis 20 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 22 bis 23 Mark, zehn Wochen unib ältere 25 bis 26 Mark. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. frranthir^^J^ Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M kurS ... börse Datum | 27-3. | 28-3. 28-3. 28-3- 96 ] 95,25 28,65 28 94,25 93,5 93,75 93-5 92 92 92 92 91,5 91,4 94 94.5 95,4 95,2 95,75 95,2 92,5 92.5 92,75 93 "I 75,5 92,25 92,5 100 0 92,13 92,13 6 92,75 93 Banknoten. 94.5 94,25 94,25 94,25 21,75 0 7,8 0 let 8 Gritza«.................. CI Mainkraftwerke Höchst a.SU.. 4 Süddeutscher Zucker ......... g| 26,5 26,65 0 6,7 170 165,5 Die hinter den Papieren angeführten Zi deich lossenen Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 0 H Lombardztnsfuß 5 v H. die Höhe der 96,75 22,6 94 97,3 100,05 94,75 94 97.3 Schluß» furt 96,8 22,55 94 97,2 96,9 22,5 0 0 0 0 0 62,25 63.5 150 33,65 69,9 86,75 48,5 62,25 63,5 150,13 33,5 69.75 86,75 48,75 100 94,25 96,75 22,525 95,9 100,2 94,9 94 97.3 0 O 12 73,75 116 66,9 93,75 75,25 141,5 117,5 66,5 68,25 28.5 26,5 il 63,25 69,5 53,75 42,25 21 159 165 144 73 99 108 141 117 66,5 68,5 74,5 115,75 65,25 91,5 0 0 0 0 0 7 0 0 0 0 10 0 0 51 55,5 29,75 127,75 99,5 105,75 60,75 100 97,5 104 142,5 115 96 100,2 33,75 69 87 48,5 33,75 70 86,5 48,75 62 67,5 53,5 43,4 50,75 57 106,4 63,25 70,25 52,5 42 117 50,5 55,5 69 21,75 159 165,5 144,13 21,5 158 171 143,75 105 62-5 67,75 54 42,5 117,4 50,75 56,9 69 21,25 158,5 169,25 143,25 61,75 63 150,5 29 26,75 29,75 127,65 100,25 105,75 61,4 99,5 97 103,75 142,25 115,5 61,75 63 150,13 117,75 66 69,25 73,5 115,75 66,65 91,75 75,75 140,25 116,75 66 68,13 73 116,25 67 93,75 30,25 128,5 100 106,75 61 100,5 97 103,5 144 116,5 30,25 127,9 99,5 106,5 61,4 100,25 95 103,5 142,5 117,25 vuderu» ..... Deutsche Erdöl ®el|enüt(6ee« 1,4 8,1 7,5 - ..................O >oesch Eisen—Köln-Neuesseu .. O Ufe Bergbau ............... g Schultheis Patzenhofer ....... Aku «Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg ................ Schluß». Mittag- börse 4% Oesterreichtlche Goldrent».... 4,20% Oösterreichische Stlberrentr 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 iYi% desgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 Licht und Kraft" gelten & Guilleaume Gesell,ch.s.Elektr.Unte 7.8 8 6,65 .........................O El^tr. LteferungSgesellschaft ... 6 Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas . .... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Örenstein & Koppel .. Leonhard Tietz ..... Lbade .............. Lerumulatoren-Fabrkk Lonti-Gumm, ...... Alse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ........ ManneSmann-Mbren 21,75 1,4 8 7,5 8 7,9 1.35 7,9 7,6 7,9 7,9 6,65 •% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 8% ehem.7% Dt. Relchsanl. v. 1929 6¥i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ......... DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolküstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............ 6% Hess. LandeSbank Darmstadt Gold R. 12................. 5%% Hess. Landes-Hypotheken- 6an! Darmstadt Ltgut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ........ Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auelos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 8% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 8H% ehem. . Ihr. Z.IWngs- Straff im Text enz.lg.n durch zeltgemMOe, gepflegte Einprägsam in der Form Werbedrucksachen Wirksam in der Farbe t unteretUtzen. Nur es berät und beliefert Sie zu günetlgen Preisen die Brühl'sche Druckerei, SchulatraBe 7, Anruf 2251 4 billige Ferienfahrten Schnelldampfer,,ColuiTlbuS 32 665 Br.R.T. Lloyd-Pfingstfahrt.........vom 19.-27. Mai nach Irland-England. Mindestfahrpreis RM 95.- I.Lloyd-England-Irlandfahrt v. 9.-17. Juli Ober Southampton-Giengarriff. Mindestpr. RM95.- Große Lloyd-Madeirafahrt v. 19.-30. Jun Tenerife-Madeira-Tanger-Lissabon. M.-Pr. 185.- 2.Lloyd-England-Irlandfahrt v.4.-i2.Aug. Ober Giengarriff-Southampton. Mindestpr. RM 95- Ferner Mittelmeer.» Polar-, Nordkap* und Ostsee-Reisen laut besonderem Programm. ‘Reisen Sie mit! Aoflk. und Prospekte In allen Reiseangelegenhelten: NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN Wer ohne Hat gehl versündigt sich an dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Die deutsche Hutindustrie ist Schlüsselindustrie für weite Bezirke der Seidenband-, der chemischen, Färb-, Maschinen-, Leder-, Papier-Industrie u. s. f. In Industrie, Groß- und Einzelhandel sind an hunderttausend Menschen zum Feiern verurteilt, wenn die Unsitte des Hutlosgehens um sich greift. Der Preuß. Pressedienst der NSDAP hat das Wort geprägt: Hutlos macht brotlos ! Zorn Anzug auf der Straße gehört der Hut ämtlicher Betriebszellenobmänner des Kreises Gießen statt. Es ist hiermit ämtlichen Betriebszellenobmännern, die durch das Gesetz zum „Schutze der nationalen Arbeit" beauftragt sind, bei der Vertrauens- ratsbildung mitzuwirken, zur Pflicht gemacht, an dieser wichtigen Besprechung teilzunehmen. Heil Hitler! gez. Hahn stellv. Kreisbetriebszellenobmann. a*3 t Oberheffen. Kreis Alsfeld. ll. Merlau, 26. März. Missionar Schmoll von der Basler Mission hielt in der hiesigen Kirche einen Lichtbildervortraa über Indien. Er wies besonders auf die Notwendigkeit der Verbreitung des Evangeliums hin, da es das Volk von den Fesseln des Götzendienstes zu befreien gelte. — Die hiesige Frauenschaft sammelte 582 Eier (d. i. 10 v. H. mehr als erwartet wurde). Das Jungvolk sammelte 73 Brote und einen Geldbetrag von 7,10 Mark. Der Verkauf der Glasplaketten erbrachte 27,20 Mark. ll. Merlau, 26. März. Bei der kürzlich hier abgehaltenen großen Nutzholzversteigerung wurden je Festmeter folgende Preise erzielt: Kiefer: 3a-Kl. 23,83 Mark, 3-bKl. 28,91 Mark, 4a-Kl. 33,76 Mark, 4b-Kl. 45,91 Mark, 5b-Kl. 58,08 Mark; Lärche: 3a-Kl. 32,20, 3b-Kl. 34,95, 4a-Kl 40 Mark, 4b-Kl. 40,96 Mark; Eiche: 1. Kl. 21,31 Mark, 2. Kl. 25,09 Mark, 4. Kl. 57,36 Mark, 5. Kl. 63,25 Mark, 6. Kl. 66,33 Mark. ll. Nieder-Ohmen, 26. März. Am Samstagabend fand hier durch Regierungsmedizinalrat Dr. Kortüm und den Kolonnenführer R e p p von Laubach die Prüfung der Sanitäts- gruppe statt, die vor kurzem den Ausbildungslehrgang abschließen konnte. Der Gruppe konnte für ihre bisherige Tätigkeit und Hilfsbereitschaft Dank und Anerkennung ausgesprochen werden. Sodann wurden die einzelnen Mitglieder verpflichtet. Der Prüfung ging in der vergangenen Woche eine Alarmübung voraus, bei der ein Autounfall und die Notwendigkeit des Transportes von fünf Verletzten angenommen worden war. ft Kirtorf, 27. März. Gestern Abend hielt der hiesige Männergesangverein „Lie- derkranz" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende Wilh. Lather sprach einleitend über die kulturelle Bedeutung des deutschen Liedes. Weiter erstattete er den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß der Verein im verflossenen Vereinsjahr bei zahlreichen öffentlichen Anlässen aufgetreten ist. Die Jahresrechnung, die mit einem Ueberschuß abschloß, wurde von dem Rechner Hch. Köhler II. vorgetragen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen. st. Ober-Gleen, 28. März. Heute ereignete sich in unserem Orte ein U n g l ü ck s f a l l. Die Pferde eines hiesigen Landwirts, die vor einem Jauchewagen gespannt waren und vom Sohne des Besitzers gelenkt wurden, scheuten plötzlich und rasten durch das Dorf. Ein beherzter Mann, der die Tiere auszuhalten versuchte, wurde gegen einen steinernen Gartenpfosten gedrückt, zum Glück ohne ernstlichen Schaden zu nehmen. Der Lenker des Fuhrwerks wurde vom Bock geschleudert und erlitt eine Handverletzung, einen Bluterguß im Knie und eine Rippenquetschung. Er mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. ss. Grebenau, 28. März. Da die Wieder- herstellung der Kirche in Eulersdorf beendet ist, soll am 1. Osterfeiertag die Einweihung stattfinden. Zur Verschönerung der Feier soll der neugegründete Posaunenchor von Grebenau zum ersten Male mitwirken. Für die Folge soll auch öfters als seither Gottesdienst in dieser Kirche abgehalten werden. — Die von den Konfirmanden durchgeführte Sammlung zum Besten des Gustav - Adolf - Vereins erbrachte den Betrag von 40,75 Mark. preutzea. Weitere Pensionierungen in der Wetzlarer Staviverwaliung. LPD. Wetzlar, 28. März. Nach der Pensionierung von Bürgermeister Dr. Bangert wird jetzt bekannt, daß auch Stadtrat Winkelmann und Polizeikommissar Stein auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zum 1. Juli bzw. 1. Juni in den Ruhe st and versetzt worden sind. Kreis Wetzlar. ED Lützellinden, 28. März. Am Montag fand bei Gastwirt Franz ein Schulungsabend des hiesigen Stützpunktes der NSDAP, statt. Stützpunktleiter Pg. Schwarz eröffnete die Versammlung und erteilte dem Sprecher des Abends, Pg. Pfarrer H ü tz e n (Reiskirchen), das Wort. Pg. H ü tz e n , der seit 1925 als SA.-Mann in der Bewegung gestanden hat, sprach über das Thema „Nationalsozialismus und evangelische Kirche" und brachte klar die Verbundenheit der evangelischen Kirche mit dem neuen Staate zum Ausdruck, was aber teilweise von der Kirche nicht verstanden werde. Stützpunktleiter Schwarz schloß die Versammlung in üblicher Weise. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gründonnerstag, den 29. März. Klein-Linden. 19.30 Uhr: Gottesdienst und hl. Abendmahl. — Alten-Vuseck. 19: Beichte und hl. Abendmahl. — Oppenrod. 20.30: Gottesdienst. — Hungen. 19.30: Abendmahlsgottesdienst mit Vorbereitung. — Treis a. d. Lda. 19.30: Passionsandacht. Karfreitag, den 30. Mürz. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Balz; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Matthäus- gemeinde; Pfarrassistent Balz; 18: Pfr. Becker; Liturgischer Gottesdienst. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 18: Pfr. Ausfeld; Liturgischer Gottesdienst. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz.— Petrus- kapelle. 9.30: Pfr. Trapp; Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. — Wiefeck. 9.30: Hauptgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Alten-Vuseck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 13: Gottesdienst; Kollekte. — Großen- Vuseck. 10.30: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl (Kollekte). — Oppenrod. 8.30: Beichte; anschließend Gottesdienst und hl. Abendmahl; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst und hl. Abendmahl; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte.— Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors; Kollekte für das Syrische Waisenhaus. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Lollar. 10: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder. — Kleln-Llnden. 10: Gottesdienst; 11: Kiw, dergottesdienft. — Watzenborn-Steinberg. 9.15; Beichte; 9.30: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls (Alte). — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; Kollekte; Kirchenchor; 11.15: Gottesdienst und hl. Abendmahl im ®e« meindesaal für Alte und Kranke; 15: Liturgischer Gottesdienst; Kollekte; 20: Kirchenmusikalische Abendfeier; Chorschule; Kirchenchor; Organist Stein; Ansprache Stiftspfarrer Draudt; Kollekte zum Besten der Chorschule. — Nieder-Vefsinaeu. 10: Pfr. Draudt. — Virklar. 13.30: Pfr. Draudt. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte; 20: Abendmahlsfeier. — Dettenhausen. 13.30: Haupt- gottesdienst; Kollekte.— Hungen. 9.45: Gottesdienst; 19.30: Gottesdienst; am Nachmittag Hausabend- mahle. — Langd. 13: Beichte. — Treis a.d. Lda. 10: Hauptgottesdienst: 13: Liturgische Karfreitagsfeier; Posaunenchor, Kirchenchor, Schülerchor; Kob lekte für das Evangelische Waisenhaus in Jerusalem. Karsamstag, den 31. März. Langd. 13 Uhr: Beichte. katholische Gemeinden. Karfreitag, den 30. März. Gießen. 7.30 bis 18 Uhr: Anbetungsstunden. —i 9: Verstörte Messe mit Predigt; 18: Andacht. — Hungen. 13.30: Predigt und Andacht. — Laubach. 15.15: Predigt und Andacht. — Lich. 9: Verstörte Messe und Predigt; 20: Kreuzwegandacht. Karsamstag, den 31. März. Gießen. 7 Uhr: hl. Weihen; 8.30: Hochamt. —« Lich. 6.30: hl. Weihen; 7.15: Hochamt. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer T bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. Ploch, Dr. Schäffer. Zahnarzt: Dr. Petsch. Apotheke: Engelapotheke. v Richard Buchacker ist gestern nachmittag im Alter von 73 Jahren sanft entschlafen. Gießen, den 29. März 1934. Else Buchacker und 5 Enkelkinder 193701 Gießen, Berlin, Atzbach, Bad Salzuflen, den 29. März 1934. »9510 Bekanntmachung Gießen, den 29. März 1934. bis 19430 auf dem Neuen Friedhof statt 1953 0 geb. Göbel im 67. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: mittags 2Va Uhr statt 0171t- o fest, bis Mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Helene Buchacker, geb. Fuhr Karl Buchacker und Frau Mariele, geb. Müller Dr. med. Wilhelm Buchacker und Frau Eva, geb. Hirt Dr. med. Hans Schmitt und Frau Erna, geb. Buchacker Wissenschaft!. Werke Sondergebiet der Brühl’schen Druckerei Am Montag, dem 26. d. M., verschied nach kurzer schwerer Krankheit Die Arbeiter und Angestellten der Firma Ch. F. Noll Lollar, den 29. März 1934. Die Beerdigung findet Samstag, den 31. März, nachm. 31/, Uhr statt -- 01716 Farn. Wilh. Wagner Farn. Otto Wagner Marie Wagner Fam. Ldg. Wagner Farn. Hch. Becker und 8 Enkel. b) Samstags von 7 bis 12 Uhr. 2. Die Schalterstunden werden wie folgt gelegt: a) wochentags, außer Samstags, von 8 12 Uhr, Die Beerdigung findet Samstag, den 31.März, 10 Vs Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen hochgeschätzten Kollegen, dessen Andenken wir in Ehren halten werden. Die hessische Zigarrenherstellung Im Auftrag: gez. Schirmer, Kommerzienrat Heute früh entschlief sanft unsere Hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Wagner Wwe. Herr Georg Gottlieb Stark in Fa. Ch. F. Noll, Zigarrenfabrik b) Samstags von 8 bis 11 Uhr. II. Wegen dringender Fertigstellung verschiedene? Jnnenarbeiten bleibt die Kasse am Samstag, dem 31. März 1934, und Dienstag, dem 3. April 1934 für sämtlichen Schalterverkehr geschlossen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den kreis Gießen» Die Verwaltung: gez.: Jung, Geschäftsführer. Unsere innigstgeliebte gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, meine liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christiane Dürbeck geb. Finger ist gestern im Alter von 65 Jahren nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden von uns gegangen. In tiefer Trauer: Ilka Knoll, geb. Dürbeck Theodor Dürbeck Paul Knoll Elsa Dürbeck, geb. Buß und 1 Enkelkind. Gießen (Am Nahrungsberg 12), Danzig, St. Louis, den 29. März 1934. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 31. März 1934, um 11 Uhr, Bekanntmachung. Die Wochenmärkte beginnen von Dienstag, den 3. April 1934, ab vormittags um 7 Uhr und enden um 13 Uhr. 1930C Gießen, den 29. März 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus. Am 29. März verschied nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Katharina Steger geb. Jung im Alter von 78 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Steger nebst Angehörigen. Klein-Linden, Gießen, Rödgen, Alten-Buseck, 29. März 1934. Beerdigung Samstag, den 31. März, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehaus Frankfurter Straße 75 aus. 1954 d Norddeutsche Saal-Kartoffeln die besten und ertragreichsten frühen, mittelfrühen u. späten Sorten empsiehlt billigst uuoD H. Trechsler Telefon 3581 Nachruf PlötzliA und unerwartet verschied unser verehrter Seniorchef Herr Fabrikant Georg Gottlieb Stark Wir betrauern aufs tiefste das Ableben dieses edlen Mannes, der uns durch seinen nie ermüdenden Arbeitseifer stets ein Vorbild war. Wir werden ihm allzeit ein ehrendes Gedenken bewahren. Verreist vom 29. März bis 3. April 1934 Dr.Wolf । I. 1. Auf Grund der ministeriellen Verfügung des hessischen Staatsministers wird die Arbeitszeit für die hiesige Kasse wie folgt festgesetzt: 1936D a) wochentags, außer Samstags, von 7 15 Uhr, Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift f. das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften u. ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Oskar Prochnow „Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche,hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflieblichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u. bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaft. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. Probehefte u. Werbeblätter kostenlos! Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermdhler Verlag Berlin-Lichterfelde Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf die Bestimmungen der Reichs« Verdingungsordnung werden folgende Arbeiten im öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: 1949D Neubau eines Faselstalles der Gemeinde Watzenborn-Steinberg. Maurerarbeiten: etwa 130 cbm Backsteinmauev* werk und andere Arbeiten. Zimmerarbeiten: etwa 24 cbm Bauholz, 1600 lfd. rn abzubinden usw. Dachdeckerarbeiten: etwa 360 qm Biberschwanz« oder Falgziegeldach usw. Spenglerarbeiten: etwa 60 lfd.rn Rinne, A. ,alb rohre usw. Verputz- und Anstreicherarbeiten: etwa 250 qm inneren Wandputz usw. Schreinerarbeiten: 2 Stück Scheunentore, 7 Stück Stalltüren usw. Schlosserarbeiten: Lieferung von Kleineisenzeug und Anschlagarbeiten. Angebotsvordrucke, keine Zeichnungen, werden« solange Vorrat reicht, ab 4. April 1934 kostenlos abgegeben. Dieselben, sowie die Bedingungen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte, Stephan« straße 18, Dachstock, zur Einsicht offen. Zahlungen erfolgen im Wege des Wechselgeschäfts. Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift, postfrei, bis zum 11. April 1934, ooc* mittags 11 Uhr, bei genanntem Amt abzugeben. Zur Eröffnung haben die Bieter Zutritt. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Gießen, den 28. März 1934. Hessisches Hochbauamt Gießen. Kuhlmann, moderner LADEN im Seltersweg ab 1. Juli zu vermieten. Schriftliche Angebote unter 01699 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Plötzlich und unerwartet verschied infolge eines Herzschlages mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Wahl im 61. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Katharine Wahl, geb. Faber, und Kinder nebst allen Angehörigen. Großen-Linden, Klein-Linden, Hörnsheim, Gießen den 27. März 1934. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. März, nach-