Nr. 227 Erster Blatt M. Jahrgang Zreitag, 28. September 1934 WZ-- ®= Heimat im Bild Die Scholle H ■ M J / fl W ■ ■ Ä II W H W | | Ä M V Grundpreise für 1 mm höhe Monatr-VezugSpreir: ■ ■ W ■ g|L< fi/ ■ W H V H H ■ BÄH H für Anzeigen von 22 mm Mit 4Dellagen RM.1.95 MW W W M |ll Iggf W / ■ Hl ^ß< ■ ■ H Hf ■ Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte 1.80 Wf M B ■ I fk. Ä . H B lK_. H M. W W B anzeigen von 70 mm Breite Zustellgebühr .. „ -25 V ■ W H M WWW V vH V 60Rpf.,Platzvorschrift oder Auch bei Nichterscheinen ~ I H ^F schwieriger Satz 25°/„ mehr von -mzeln-n Numm-rn V\JF Srmagigte @runöpreife: Ws General-Anzeiger für Gberhessen WZ zranMttt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitats-Vuch- und Zteindruckerei R.Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabsch?üsse^sta^ Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oie Gaarabstimmung vor dem Völkerbundsrat. Barthou fordert dem Abstimmungsergebnis vorgreifende Entschlüsse im Ginne feiner Oenk- fchrist. — Versteckte Drohungen in der Polizeifrage. — Neue Ratssitzung Mitte November. Genf, 27. Sept. (DNB.) Der Völkerbund s- r a t behandelte am Donnerstagnachmittag die Beschwerde des Für st en Pleß über die gegen ihn von polnischer Seite ergriffenen Zwangsmaßnahmen wurde bis zur nächsten Ratstagung verschoben, doch wurde die polnische Regierung ersucht, keine Entscheidungen zu treffen, die etwaige später vom Völkerbundsrat zu ergreifende Maßnahmen präjudizieren könnten. Die Beschwerde der Deutschen in Polen wegen der ungleichmäßigen Gewährung der Schankkonzessionen an Gastwirte wurde vom Völkerbundsrat bis zur nächsten Ratstagung verschoben. Der Völkerbundsrat trat dann in die Behandlung der Saarfrage ein. Nachdem Aloifi als Berichterstatter die Polizeifrage und die Frage ihrer Finanzierung sowie einige Punkte der französischen Denkschrift erörtert hatte, gab er bekannt, daß das Dreierkomitee sich sowohl an die französische als auch an die deutsche Regierung und an die Regierungkommission des Saargebietes wenden werde, um nähere Auskünfte zu erhalten. Außerdem werde das Dreierkomitee Sachverständige und die technischen Einrichtungen des Völkerbundes bei seiner Arbeit hinzuziehen, um dem Völkerbund im November einen Bericht überreichen zu können. Außenminister Varthou erklärte sodann, die Saarfrage bestehe aus zwei Teilen, nämlich aus der Vorbereitung der A b st i m m u n g und aus der Beurteilung der Folgen der Abstimmung. Bisher habe sich das Dreierkomitee fast ausschließlich mit dem ersten Teil befaßt. Dabei habe es sich naturgemäß hauptsächlich umdieAufrechterhaltungderOrd- n u n g im Saargebiet während der kommenden Monate gehandelt. Wenn die Regierungskommission nicht in kurzer Zeit eine Polizeitruppe zu ihrer Verfügung habe, auf die sie unter allen Umständen zählen hönne, so sei zu befürchten, daß die Abstimmung zu Zwischenfällen führe, die ihre Ehrlichkeit und zugleich das Ansehen des Völkerbundes beeinträchtigen würden. Frankreich könne auf Grund der Talsbeschlüsse von 1925 und 26 angerufen werden, um besondere Verantwortlichkeiten zu übernehmen. Es würde sich ihnen nicht entziehen, wenn man einen Appell an Frankreich richte, „aber“, so fuhr Varthou fort, „ich drücke das einstimmige Gefühl meines Landes aus, wenn ich erkläre, daß Frankreich lebhaft alles zu vermeiden wünscht, was fein (Eingreifen nötig machen konnte. Aber um das zu tun, ist es zunächst erforderlich, daß die zwei interefierten Parteien In gleicher Loyalität die gleichen Verpflichtungen einhalten, die sie in ihren Briefen vom 2. Juni auf sich genommen haben. Dann muh die Re- gierungsfommiffion die 21littet haben, um das vom Völkerbundsrat am 4. 3uni festgesetzte Programm durchzuführen mit dem Ziel, die Polizei zu verstärken. Barthou kam dann auf die bisherigen Bemühungen zur Verstärkung der Polizei zu sprechen. Er dankte den Ländern, die eine z u st i m - mende Antwort im Hinblick auf die Anwerbung von Polizisten für die Saarpolizei gegeben haben. Diese Länder hätten in diesem wichtigen Augenblick gezeigt, daß sie bereit seien, d i e Pflichten internationaler Solidarität zu erfüllen. Er hoffe, daß die Regierungskommission nun schon in der Lage sei, mit der V e r - stärtung der Polizei zu beginnen. Die französische Denkschrift sei für den Geist Frankreichs kennzeichnend. Frankreich habe auf keine der drei Lösungen, die im Vertrage vorgesehen seien, verzichtet. Es wolle für jede dieser Möglichkeiten die Bestimmung festsetzen, die nach der endgültigen Entscheidung über das Schicksal des Saargebietes in Kraft zu treten habe. Es handele sich aber noch um mehr, nämlich um die Definition des neuen Regimes. Die Vereinigung mit Frankreich oder die Rückkehr zu Deutschland seien einfache Lösungen, bei denen jeder Wähler sich selbst Vorteile und Nachteile klarmachen könne. Aber die Lösung des Status q uo würde im Gegensatz hierzu für den Wähler erst eine klare Gestalt gewinnen, wenn der Völkerbundsrat diese geschaffen habe. Die saarländischen Wähler müßten eine klare und bestimmte Vorstellung von jeder der drei Lösungen haben, unter denen sie wälflen sollten. Die französische Regierung habe gehofft, daß der Dölkerbundsrat schon während dieser Tagung dieser Erwartung der Saarbevölkerung entsprechen würde. Er habe es n i ch t v e r m o ch t. Um so mehr müssen wir die Gewißheit haben, daß eine neue Tagung - so schnell wie möglich einberufen werde, um diese Fraae zu regeln. Die französische Regierung sei damit einverstanden, daß den Wünschen Rechnung getragen werde, die jetzt schon im Saargebiet zu hören seien, und die die Möglichkeit Vorbehalten wollten, dieses Statut zu ändern. Komplimente für Knox. Der Vertreter Englands dankte Aloisi für seine bisherige Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Völkerbundsrat bald in der Lage fein möge, über einen Bericht des Dreierkomitees Entschlüsse fassen zu können. Der Ratspräsident B e n e s ch dankte zunächst dem Präsidenten der Saarregierung, Knox, mit betonter Herzlichkeit für seine Unpartei- Deutschlands Auffassung. Der Versailler Vertrag ist eindeutig. Die Rede Barthous bewegt sich auf der gleichen Linie wie die französische Denkschrift. Der französische Außenminister wünscht auf der einen Seite, daß die Abstimmung frei und ehrlich oonftatten gehe, ein Wunsch, der von deutscher Seite stets mit allem Nachdruck gefordert worden ist. Darüber hinaus verlangt er, daß bereits jetzt Fragen geklärt werden sollten, die mit der Vorbereitung der Abstimmung nichts zu tun haben, dafür aber geeignet sind, statt eine freie Abstimmung unbehindert oon- ffatten gehen zu lassen, auf dem Wege über die Völkerbundsorgane durchsichtige Propaganda für gewisse französische Lösungswünsche zu machen. Der Versailler Vertrag ist gerade in der Saarfrage eindeutig genug, um die Notwendigkeit für den Völkerbundsrat, von sich aus weitere Präzisionen oder Ergänzungen zu geben, völlig überflüssig zu machen. 3m übrigen weiß die Saarbeoötferung aus 15jähriger Erfahrung, was für sie der status quo, d. h. ein landfremdes Regime, bedeutet, gleichgültig, welche Verzierungen an diesem Regime angebracht werden sollen. Wenn Herr Barthou auch diesmal wieder Herrn Knox nicht nur bei feinen Bemühungen um Einstellung lichtest, Festigkeit und seinen Mut. Die Regierungskommission habe in jeder Lage das Vertrauen gerechtfertigt, das der Völkerbundsrat in sie gesetzt habe. Benesch dankte dann kürzer und etwas kühler dem Dreierkomitee und sprach die Hoffnung aus, daß bis November ein Bericht vorliegen möge. Barthou schlug vor, etwa den 15. November für die außerordentliche Ratstagung ins Auge zu fassen. Aloisi stimmte dem zu. Zum Schluß hielt Barthou es für nötig, dem Präsidenten Knox noch einmal einen besonderen Dank für seine Arbeit auszusprechen, worauf Knox sich höflich verbeugte. internationaler Polizeikräfte ermutigt, sondern darüber hinaus, wenn auch etwas verschämt, die Zulässigkeit der Heranziehung französischer Truppen an die Wand malt, so wird er im Ernst kaum annehmen wollen, daß der Völkerbundsrat seine Hand dazu bietet, das Abstimmungsgebiet der militärischen Gewalt eines Beteiligten zu überantworten. Auch die von ihm erwähnte« Ratsbefchlüsse der 3ahre 1925 und 1926 bieten keine handhabe dafür, fremde Truppen für die Abstimmungszeit ins Saargebiet zu entsenden. Auch die Heranziehung französischer Polizei truppen wird von Herrn Barthou — offenbar auf Grund einseitiger 3nfor- mafionen — in ihrer Bedeutung übertrieben, denn in Deutschland und an der Saar weiß jedermann, daß die Bevölkerung, allen Provokationen zum Trotz, musterhafte Difziplin hält, und daß kein (Ereignis vorliegt, mit dem eine derartige Maßnahme zu rechtfertigen wäre. Sollte dennoch ein derartiger Beschluß ergehen, so mühte dies der alleinigen Verantwortung des Rates und des Herrn Knox überlassen werden. Diesen Standpunkt dürste auch der deutsche Gesandte in Bern, Freiherr von Weizsäcker, bei seiner Unterredung mit dem Präsidenten der Saarregierungskommission zum Ausduck gebracht haben, so daß es also zu keinen Vereinbarungen gekommen ist. widerstreitenden 3nteressen der beteiligten Mächte und den von ihnen verfolgten machtpolitischen Zielen bei den Verhandlungen ergeben haben. Die deutsche Politik wird durch diese Erklärung nicht berührt: Von deutscher Seite droht der Unabhängigkeit Oesterreichs nach wie vor keine Gefahr. Bittere Enttäuschung in Paris. „Barthous Bemühungen vollkommen gescheitert." Paris, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) In der großen Pariser Nachrichtenpresse wird die Bestätigung der Erklärung vom 17. Februar durch die drei Großmächte als eine Verlegenheitslösung bezeichnet, die in Wirklichkeit die österreichische Frage in vollem Umfange weiter bestehen lasse. Ueber die Haltung der Kleinen Entente, die eine den Franzosen besonders am Herzen liegende Annäherung an Italien vorläufig ausschließt, ist man in Paris besonders enttäuscht. Das „Echo de Paris" schreibt, es sei der französischen Diplomatie nicht gelungen, die Tätigkeit der Kleinen Entente und Italiens in Einklang zu bringen. Die Bemühungen Barthous seien vollkommen gescheitert; er habe es nicht erreicht, daß Italien und die Kleine Entente zugunsten der österreichischen Unabhängigkeit ihre Politik einander anpaßten. Die Erneuerung der Erklärung vom 17. Februar sei nur eine/Formsache, die an der gegenwärtigen Lage nichts ändere. Die Möglichkeiten eines Konfliktes beständen nach wie vor und es seien sogar Aussichten für einen nationalsozialistischen Sieg vorhanden, weil Deutschland jetzt aus den Meinungsverschiedenheiten der anderen Nutzen ziehen könnte. Die R o m r e i s e Barthous sei unter allen diesen Umständen sehr gewagt. Der Minister laufe Gefahr, in Rom die Rolle eines Statisten bei den 12-Iahr-Feiern des Marsches auf Rom zu spielen. Das „Oeuvre" ist der Ansicht, daß w en i g st e n s das Schlimmste vermieden worden sei. Immerhin bleibe das österreichische Problem weiter bestehen, und es bestehe auch die Gefahr, daß sich die österreichische Regierung darüber klar werde, wie zweifelhaft die materielle Hilfe der Großmächte im Falle einer Krise sei und sich vielleicht, ohne es zu wollen, wieder der Politik einer öesterreichisch-deutschen Annäherung zuwende. Das Blatt zweifelt im übrigen daran, daß die Kleine Entente ihre Zustimmung zu der Erklärung gibt. Auch der„Matin" glaubt, daß man nur von einem Erfolg sprechen könne, wenn die Kleine Entente sich von vornherein der Erklärung der Großmächte angeschlossen hätte. Der „Petit Parisien", der stets alles in den rosigsten Farben zu sehen pflegt, mißt als ziemlich einziges großes Blatt der Erklärung besondere Bedeutung bei. In dem Zusatz, wonach die Februar-Erklärung auch weiterhin die gemeinsame Politik.der drei Großmächte iyspieren werde, liege eine deutliche Warnung an Deutschland. Früher habe man von einer gemeinsamen Auffassung gesprochen. Heute spreche man schon von einer gemeinsamen Politik. England befriedigt. Neue Verpflichtungen kommen nicht inFrage London, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Zu der Erneuerung «der Februar-Erklärung über die Unab- hängigkeit Oesterreichs sagt „Daily Telegraph": Barthou hat sich verzweifelt darum bemüht, das Gerippe der Februarerklärung mit etwas Fleisch und Blut zu versehen. Aber er habe Schwierigkeiten mit Italien und mit den Großmächten gehabt. Fremden Regierungen werde es übrigens anscheinend sehr schwer, einzusehen, daß es für England ein Grundsatz sei, keine weiteren Verpflich- tungenauf demeuropäischenFestland zu übernehmen, die direkt oder indirekt zu militärischem Vorgehen führen könnten. Barthou habe zwar den Charakter der möglicherweise zu treffenden Maßnahmen nicht näher bezeichnet, aber es würde sich doch um ein unmißverständliches Versprechen zu einem militärischen Vorgehen gehandelt haben. Die britische Regierung habe dies mit gutem Recht a b g e l e h n t. Oesterreichs Unabhängigkeit liege im Interesse Großbritanniens, aber nicht in dem Maße, um das Risiko einer Verwicklung in einen zentraleuropäischen Streit zu rechtfertigen. Im „paily Herald" heißt es, die Wiederholung der Genfer Erklärung solle nur die Tatsache verheimlichen, daß die Verhandlungen für irgendeine Art Garantie fehlgeschlagen seien. Deshalb brauche man keine Träne zu vergießen. „Times" ist der Meinung, daß die Erklärung als ein Kompromiß zwischen den Wünschen Frankreichs und der Kleinen Entente auf der einen und denen Italiens auf der anderen Seite betrachtet werden könne. Im Gegensatz zu den anderen Blättern bedauert „News C h r o n i c l e" (liberal), daß Großbritannien in der österreichischen Frage nicht weitergegangen sei. Die Gefahr eines europäischen Krieges werde dadurch vielleicht vergrößert. Nur ein entschlossenes Auftreten der britischen Regierung hätte das österreichische Problem lösen können. Wenn die Oesterreicher in die Lage kämen, zwischen Italien und Deutschland zu wählen, so würden sie zweifellos Deutschland vorziehen. Abschluß der Völkerbundstagung Litwinows Abrüstnngsantrag lediglich „zur Kenntnis genommen". G e n f, 27. Sept. (DNB.) Kurz nach 10 Uhr trat die Vollversammlung des Völkerbundes wieder zusammen. Afghani st an wurde mit 47 Stimmen, d. h. einstimmig, in den Völkerbund Barthous Drohungen erregen Befremden in London. London, 28. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Barthous Erklärung in der Saarangelegenhert findet in der Presse große Beachtung. Im Reuterberrcht wird hervorgehoben, daß Barthou entgegen seiner Gewohnheit seine Rede vom Blatt abgelesen habe, woraus geschlossen werde, daß gewisse Sätze sorgfältig formuliert gewesen seien. „Times sagt, die Erklärung Barthous sei ohne Leidenschaft und ohne unnötigen Nachdruck abgegeben worden. Sie ermangele aber nicht der Kraft und Deutlichkeit. „Morning Post" nennt Barthous Worte eine Mahnung an alle, die versuchten, die freie Abhaltung der Volksabstimmung zu verhindern. Im „Daily Telegraph" ist von der Möglichkeit der Entsendung französischer Truppen nach der Saar die Rede. Der Vorsitzende per Regierungskommission, Knox, finde es selbst immer schwieriger, eine neutrale Polizeitruppe auszustellen. „Daily Mail" (Rothermere Konzern) sagt, da der Versuch, eine große ausländische Polizei- truppe aufzustellen, unmöglich sei, würden jetzt die Bemühungen darauf gerichtet werden, geeignete Leute im Saargebiet zu finden. Es werde aber immer noch geplant, wenigstens eine Meine Stammtruppe von Ausländern als Polizeioffiziere aufzubringen. „Daily Expreß“, das konfervalive Blatt des Beaverbrook-Konzern, fagt: Frankreich ist jeden Augenblick bereit, feine Truppen in das Saargebiet einmarfchieren zu lassen. Die Androhung einer 3nteroention zur Erzwingung der öffentlichen Ordnung bei der Volksabstimmung wurde von Frankreichs 74jährigem Außenminister in Genf vorgebracht. Sie hat Verblüffung unter den Staatsmännern in Genf hervorgerufen. 2Han befürchtet, daß die französische Drohung eine kriegerische Rückwirkung in Deutschland Hervorrufen werde und dies würde die ohnehin schon gespannte Lage noch schwieriger machen. Frankreichs Drohung bedeute eine ernste Mahnung an England, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Die Engländer seien ebensowenig bereit wie die Schweizer, die Eingangstür zum Saargebiet zu beschützen. Keine Einigung über eine Garantie für Oesterreich. Zn Ermangelung neuer Vereinbarungen wird die alte Llnabhängigkeits- erklärung wieder aufgefrischt. Ein schmales Ergebnis. Keine Verständigung zwischen Italien und der Kleinen Entente. G e n f, 27. Sept. (DNB.) Am Donnerstag gegen 20 Uhr wurde folgende Erklärung der drei Großmächte F r a n k r e i ch , G r o h b r »t a n n ien und 3 t allen bekannt: Die Vertreter Frankreichs, Großbritanniens und 3taliens haben von neuem die Lage Oesterreichs geprüft und sind übereingekommen, im Namen ihrer Regierungen anzuerkennen, daß die Erklärung vom 17. Februar 1934 im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Unabhängigkeit und Unversehrtheit Oesterreichs aufrechtzuerhalten, im Einklang mit den bestehenden Verträgen ihre ganze Kraft b e h ä 11 und auch weiterhin für ihre gemeinsame Politik maßgebend fein wird. ! Die drei Großmächte haben sich also nach lang- ! roierigen Verhandlungen untereinander und mit der Kleinen (Entente und Oesterreich darauf beschränkt, sich erneut zu ihren Erklärungen vom 117. Februar 1934 zu bekennen. Diese Tatsache spiegelt am besten die großen politischen Schwierigkeiten wieder, die sich aus den Keinerlei stichhaltige Begründung für das französische Verlangen. Oer Führer in der Kaiserpfalz zu SoSlar und auf dem Dückeberg. l blendung glauben. dingungen stellten. Das Lrbhofgeseh keine Zwangsjacke Ein Ein Bauer X hat einen 168 Margen großen Erb- gung gen astreineres Holz und gleichmäßigeren Jahresringbau. Als angenehme Folge wird sich voraussichtlich auch eine verminderte Schädlingsgefahr ergeben, weil die neue Wirtschaftsform den Schädlingsfeinden, vor allem der Vermehrung der Vogelwelt, durch vermehrte und bessere Nistgelegenheiten Der Nauer in der Schicksalsgememschast aller Schaffenden. Das Programm für die Gtaatsfeiern des Erntedanktags. einzunehmen scheine. pariser Kasianöra-Ruse. Der „Petit Parisien" beschwört Polen, von seiner Zusammenarbeit mit Deutschland abzusehen. Was für ein Geist der Verblendung, so fragt das Blatt ist in die führenden Männer der polnischen Politik gefahren, die nicht sehen wollen, daß sie gegen lhr polens Absage an die Ostpaktpläne Barthous. am- Mi---«.«» Stellungnahme gegen andere Machte. England stellt Jarthons Mißerfolg sest. London, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Im Daily Expreß" heißt es, Barthou kam nach Gens, mit großen Hoffnungen darauf, dl e l e tz t en Glieder einer Kette zu schmieden die Deutschland umgeben soll. Er verlaßt Gens, verfolgt von dem Gespenst f r a n 3 0 11 f ® r Isolierung. Sein Ostlocarnopakt hat Schlsf- b r u ch erlitten und mit ihm das französisch- polnische Bündnis. Er hat die schmerzhafte Feststellung machen müssen, daß Polen, m offener Rebellion gegen seine Beaufsichtigung durch den Völkerbund, sich enger an seinen neuen Verbündeten Deutschland angeschlossen hat. —- "Daily Telegraph meldet aus Gens: Die polmfdje Denkschrift über den osteuropäischen Pakt sei so abgefaßt, daß sie den Eindruck vermeide, als ob Polen den Plan ablehne. In französischen Kreisen werde sie aber als tatsächliche Ablehnung betrachtet. Barthou und Litwinow wurden wahrscheinlich heute vormittag über d e n n a ch st e n Schritt beraten. Möglicherweise werde die französische Regierung um weitere Aufklärung ersuchen, damit Polen gezwungen sei, alle seine Karten aus den Tisch zu legen. Auf jeden Fall seien Barthou und Litwinow entschlossen, die Verhandlungen fortzusetzen, bis ein Defensivsystem geschaffen sei, das Frankreich,Sowjetruß - l a n d , die T s ch e ch 0 s l 0 w a k e i, möglicherweise Rumänien und die baltischen Staaten einschließen, falls letztere nicht übertriebene Be- ^Etwa ein Drittel der Waldfläche Deutschlands 1 wird unmittelbar vom Staat bewirtschaftet. Die- ! ses Drittel bestreitet rund 43 v. H. der .gesamten deutschen Holzerzeugung. Daraus geht hervor, daß die restlichen zwei Drittel zu wenig leisten, beziehungsweise erheblich mehr leisten könnten. Dor allem liegt die Bewirtschaftung des Gemeinde- und Bauernwaldes vielfach im Argen. Aber selbst die Staatsforsten können künftig noch eine Steigerung erzielen durch Lei- stungswirtschaft und Einzel st amm- pflege, wie sie von jetzt ab einsetzen wird. Ganz allmählich mit den Jahren und Jahrzehnten wird unser Wald ein neues Gesicht bekommen. Er wird von der Baumschule, die nur abgegrenzte Altersklassen einer Baumart kannte, wieder zum r i ch t i g en Wald werden, mit Bäumen aller Lebensalter nebeneinander, vom Sämling bis zum hiebreifen Stamm. Und dann steht nicht mehr Kiefer neben Kiefer in langen Rechen, oder Buche neben Buche, sondern ein Gemisch von Baumen, so wie es sich am besten miteinander verträgt.'Besonders interessant sind hierbei die Beobachtungen von Wuchshemmungen und Wuchsstörun- qen bei strahlenempfindlichen Pflanzen durch die Wirkungen der Erdstrahlen, die in unbeeinflußten Waldungen zur gesunden Selbstregelung des Holzartenmischungsverhältnisses führen. Im neuen Walde wird es keine Kahlschläge mehr geben, die ohne Rücksicht, welche Bäume noch entwicklungsfähig waren, durchgeführt wurden. Es wird Ei n - z e l st a m m p f l e g e getrieben, und nur das Reife wird geerntet. Es leuchtet ein, daß bei solcher Wirtschaft nicht nur ein günstigerer Massenzuwachs erzielt werden muß, sondern daß auch die Gute der Erzeugung gesteigert wird durch höhere Stärken, gegeben, daß eine schriftliche Mitteilung der An- ordnung an sie nicht ergeht. ♦ Reichserziehungsminister Rust hat in einem Erlaß für alle ihm unterstellten Schulen folgendes angeordnet: „An einem Sag enorbem deut- schen Erntedankfest ist m allen deut chen Schulen in kurzer s ch l l ch t e r F e l e r auf die Bedeutung des Tages. , “"A ' Bauerntum als wichtig st e ® r u nöl age unseresDolkslebenszu würdigem Ich gebe anheim, auch darüber hinaus diese Frage im Unterricht zu behandeln. Berlin, 27. Sept (OTIB.) Der S^terbe- gibt sich am 30. September früh mit dem Flug- zeug nach Goslar. Dort versammeln sich um 10 Uhr die Bauernabordnung en aus d e m R e i ch in ihren heimatlichen Trachten m der alten Kaiserpfalz. Der Reichsbauernfuhrer, Reichs- Minister Darre, begrüßt den Führer und d»e einzelnen Vauernabordnungen. Der Empfang wir etwa bis 11.20 Uhr dauern. Inzwischen hat feit dem frühen Morgen d e r Anmarsch der Teilnehmer des Erntedauk- tages auf dem Vückeberg begonnen. Er ist genen 14 Uhr beendet. Die wartenden Volksgenossen werden mit Musik und Massenchören sowie durch Massenfreiübungen, ausgeführt von Arbeitsdiensk- männern, untersten. Um 13.20 Uf>r fteUen 'd) die Bauern in Trachten längs des Mittel- weges des Kundgebungsplahes, den spater der Führer beschreitet, auf. Von 14 bis 14.30 Uhr kommen die Diplomaten und die Ehrenformationen mit ihren Fahnen an und nehmen ihre Der Wald bekommt ein neues Gesicht Die Bonner Tagung des Deutschen ForstvereinS. flaggen am (Erntebanttag. Huf Anordnung ber Reichsregierung sind die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften deA öffentlichen Rechtes und der oftentllchen Schulen zu beflaggen. Liefe Anordnung werd hiermit ben Behörden amtlich mit dem Anzufugen bekannt- eigenes Vaterland arbeiten? Sie glauben, Jjerr ihres Spieles zu fein und sind doch nur Werkzeuge. Wir fordern sie au , einmal geroiffe Seiten in den Erinnerungen Bülows über die „Wbet. gebürt Polens" zu lesen. Die führenden Manner Polens suchen Streit. Mit ihren tschechoslowaki^en Nachbarn, mit denen sie keinen ernstlichen Kon- liktsgrund haben dürften, sie gehen zujam- men mit den Gegnern ihrer natur ich en Verbündeten, die versuchen, durch alle möglichen Schikanen die Ausländer, die auf ihrem Boden leben und Interessen m Polen vertreten, zur Verzweiflung zu b r t n g e n Sie verhindern, wo sie es können, die Politik Frankreichs, ihre Verbündeten, und sie scheuen in ihrer Presse und privaten Unterredungen nicht vor einer Propaganda zurück, die alles 6 er u n t e r- reifet, was französisch i ft. Polen konnte eine große und edle Rolle mit einer vorsichtig ausgeglichenen Politik und in Zusammenarbeit mi seinen Freunden spielen. Werden diese Worte auf ür alle Warnungen t a u b e Ohren treffen? Die Gefahren sind um so schlimmer, um so schlimmer für Polen. Aber wir wollen nicht glauben, wir !önnen nicht an eine derartige Der- Abkommen hinzuzufügen. Zu dem Punkt 3 bemerkt das Blatt, Polen wünsche eben nicht, die tschechoslowakische Grenze gegen Ungarn zu garantieren und wolle unter keinen Umständen an irgendeiner 2Mwn gegen Ungarn teilnehmen. Polen stecke „m i t 25 e r- lin und Budapest unter °>n-r Decke Es wende sich von den Volkern ab, die 1919 nach dem Grundsatz der Nationalitäten Europa oufbau- ten und mit ihrem Blut an der Wiedererstehung Polens mitgeholfen hätten. Es sei wahrscheinlich, daß der französische Außenminister jetzt um nähere Aufklärung bitten werde, msbe-j sondere hinsichtlich der Tragweite des deutsch- polnischen Abkommens, das einen Jo um scheinbaren Eindruck mache, das aber in Wirklichkeit einen bedeutenden Platz in der polnischen Politik " Am Men" Nachmittag sand die letzt-: Tagung KwÄS 4®ÖIterÄbm5D3r’a^T‘“nl Ehnder Sie M «ft m^efem W- - arofcen Zeiten scheinen vorüber zu sein. Selbst die NttnabmeRußlands hat das Interesse nur erregt, 'SLÄ sich in diplomatischen Verhandlungen .außerhalb der Versammlungen vollzog. zugute kommt. Außerordentlich wichtig für die Holzerzeugung ist naturgemäß das richtige Saatgut. Ausländische, vor allem französische Kiefernsaat, die früher in großen Mengen eingeführt und verwendet wurde, hatte die schwerwiegende Folge krummer und ästig Heranwachsender Waldbestände. Der Samen für die Nachzucht heimischer Holzarten soll in der engeren Heimat, dem Rassegebiet, gewon- ,ng-n wiNerK«b°hn. uL hosi 5M°on Has er 2'/. Morgen zum Pr°st° °°« Wirtfchaftszw-ck- . des betreffenben 1675 RM verkauft Das Geld brauchte er dr g es notwendig, einen neuen gemeinsamen Boden zu schaffen. Wenn die Volksversammlung den Beschluß den sie vor dem Eintritt Sowjetrußlands oefaßt habe (sich nicht mit der Abrüstungsfrage zu s::s.!r js «sä, WAS Vorschlag wurde dann einfach zur Kenn Die Tagung des Deutschen Forstvereins in Bonn | stand im Zeichen der künftigen großen Aufgaben der deutschen Forstwirtschaft und Forstwissenschaft. Die Ausgaben heißen: Steigerung dtzr Er- z e u q u n g zur Deckung des eigenen Bedarfs, Güteoerbefferung und Sicherung des Absatzes, auch des Anfalls an geringwertigem alte Sehnsucht nach einem arteigenen Bauern- recht erfüllt, das die Sicherheit der Scholle für alle Zukunft gewährleistet. Durch das Reichsnahr- standsgefeh haben wir dem deutschen Bauern eine einheitliche, ständische Vertretung geschah fen und ihm durch eine kette wirtschaftlicher Maßnahmen dasLebengesichert, ohne den Verbraucher — vor allem den Arbeiter — nennenswert zu belasten. Das Bauerntum steht heute nach einjähriger nationalsozialistischer Agrarpolitik gesund da wie wohl kein anderes Bauerntum m Europa. So soll nun dieser Erntedanktag ein Bekenntnis des deutschen Bauerntums zu feinen pflichten gegenüber Führer, voi und S t a a l und auch gleichzeitig ein B e k e n n - nis der Volksgemeinschaft gegenüber {einem Bauerntum sein. R. Walther Darts, Reichsleiter derRSDAp^Reichsminister fürErnäh- rung und Landwirtschaft und Reichsbauernsuhre. um lebendes und totes Inventar an-usch-l' fen, da er einen verpachtet gewesenen Teil von etwa 60 Morgen wieder m eigene Bewirtschaftung übernommen hat. Nach Anschaffung des Inventars bleibt noch ein ansehnlicher Restbetrag übrig, A dazu verwendet werden kanm eine alte H Ypoty zurückzuzahlen. Der Verkauf war somit em selten günstige Gelegenheit, ein kleines Trennstuck,vas für die Bewirtschaftung des Gesamthofes von kei wesentlichen Bedeutung war, gut zu verkaufen u dadurch große Vorteile für die Wetterführung d« Wirtschaft des Gesamthofes zu gewinnen. Das u Hofgericht hat gar nicht daran gedacht, durch em Versagung der Genehmigung diese günstige JJ b lichkeit zur Stärkung der Wirtschaftskraft des H°1°S zu zerschlagen. Es entscheidet: „Durch d>- V-räußerung des Manes wird der Fortb stand des Hofes in keiner Weife °° droht. Der Hof bleibt reichlich einen selbstwirtschaftenden Bauern, und der l kauf war geboten zur Flüssigmachung der M die zur Uebernahme der Länderei rwtlgw dieser Sachlage ist ein wichtiger Grund du nehmigung zu ersehen/' . fc5 v(Drf 1 Der Bauer B ist Eigentümer eines I etwa 14 Hektar Große. Eine % o d)ter e IV2 Hektar zu Alleineig entum ber Sie ist seit Jchren mit einem tüchtigen "N » z teten Landwirt verheiratet. Dieser hat Aum Erntedankkag - Flaggen heraus! Berlin, 27. Sept. (DNB.) Der Reichsminister für Dolksaufkläruna und Propaganda fordert hiermit alle Volksgenossen auf, am Sonntag, 30. September zum Seichen der Verbundenheit aller schaffenden Stande und des Dankes des ganzen Volkes dem deutschen Bauerntum gegenüber für die glückliche Embrin- ber Ernte die Hauser und Wohnun- zu beflaggen. Auch die Behörden nen sein. Eine gesteigerte Erzeugung bedingt zur Wirtschaftlichkeit auch den entsprechenden Absatz. In normalen Wirtschaftsjahren hat bisher der deutsche Wald nicht ausreichend Nutzholz liefern können. Etwa ein Drittel des Nutzholzbedarfs wurde durch Auslandseinfuhr gedeckt. Hier ist somit eine gesteigerte Jahreserzeugung besonders wichtig. Ein wenig anders ist es mit dem entsprechend steigenden Anfall von Brennholz. Aber auch hier steht die Entwicklung nicht still. Durch die Erfindung der Halbgasfeuerung und der Einführung von Einheitseinsätzen ist erreicht worden, daß das Brennholz etwa mit dem doppelten Wirkungsgrad verwertet wird, und daß sogar ein Dauerbrand bis zu 24 Stunden erzielt wird. Eine noch günstigere Verwertung des Brennholzes erfolgt jedoch auf dem Wege der Holz- v e r g a f u n g zur Erzeugung von Kraft. Die Fortschritte auf diesem Gebiet sind so nennenswert, da diese Krafterzeugung nicht nur auf stationäre Ar lagen, Lastkraftwagen und Autobusse beschränkt bleiben, sondern künftig auch für kleinere Fahrzeuge wie Personenwagen Verwendung finden wirb. Neben dem Holzgas liefert das Holz durch chemische Verarbeitung im Spiritus einen wei- teren Treibstoff. So ist das Brennholz geeignet, in • der heimischen Treibstoffwirtschaft eine wichtige Rolle zu spielen. , , aufgenommen. Als zweiter Punkt der Tages- ordnung ist der Brief Litwinows an den Präsidenten angeführt, der sich mit dem Stand ber Abrüstungsfrage befaßt. Litwinow betonte, daß er nicht bie Absicht gehabt habe, in ben normalen Gang der Vollversammlung ftorenb einaugreifen. Er müsse aber feststellen, daß der Dol- ferbunb sich nicht an ber Abrüstungsfrage uninteressiert erklären könnte. Die Abrüstungskonferenz sei eine vom Völkerbunb ins Leben gerufene Organisation. Wenn bie Versammlung die Frage jetzt noch nicht behandeln wolle, so könnte sich doch der Völkerbundsrat damit befassen, damit Maßnahmen ergriffen werden, die entweder der Konferenz helfen oder aber den Abrüstungsarbeiten eine neue Richtung geben könnten. Beim Völkerbundsrat könne ein dauern- b e 5 Organ geschaffen werben. Auch habe er den Gedanken einer ftdnbigen Friedenskon-,... in ferenz noch keineswegs aufgegeben. Man uiusst soweit es f ch sich immer vergegenwärtigen, daß em g r o fj ts n 6 r h Land nicht im Völkerbünde sei. Daher fei| Paris, 28. Sept. (DNB. Funkspruch). Der pol- ' niscke Außenminister B e ck hat dem französische Außenminister Barthou eine f d) rt f ft11 d. Rufammenfaffung ber zwischen Polen unb Frankreich über ben Entwurf bes Ost» a k t e s der polnischen Antwort in nachstehenden 4 punkten wlebergeben zu können: 1. halte polen bie Zustimmung Deutschlands zu ben Paktvorschlägen für unumgänglich. Der Wortlaut bes beutsch- polnischen Abkommens müsse restlos in ben Pakt ausgenommen werben unb ein besonberer Artikel müsse feststellen, bah bieses Abkommen in allen seinen Teilen weiter be ft et) en bleibe: 2. weigere sich Polen, gegenüber Litauen irgenbwelche Verpflichtungen zu übernehmen; 3. wolle es auch gegenüber ber Tschechoslowakei keine Verpflichtungen übernehmen, ohne bie Frage erst einmal sehr eingehend geprüft zu haben. Polen werbe aber auf keinen Fall Partei gegen irgenb- eio Laub im Donaubecken ergreifen; 4. erkläre bie polnische Regierung, baß bie Nichtangriffspakte unb Zweiseitigen Verträge genügten, um in Mitteleuropa ben Frieben zu sichern, unb bah es deshalb nicht notroenbig sei, ihnen neue Des Sauern Webant Zum zweiten Wale im neuen Reich begeht bas deutsche Volk seinen Lrntebanktag. Der diesjährige Staatsakt und Ehrentag des deutschen Bauern ist ebenso wie ber vorjährige ein Symbol für bie grobe völkische S ch i ck s a l s g e m e i n s ch a s t aller Vauernart ist es, zuerst bem > banken, ber uns wieberum bas tägliche Brot schenkte. Aber baruber hinaus bauten wir beutschen Bauern unserem Führer unb Kanzler Abolf Hitler, ber bas Bauern- (um zur (Brunblage von Reich unb Volk erhob Arn Erntebanktage gilt es, Rückblick unb Aus- blick zu halten. Ueberprüft man bie Geschehnisse des letzten Jahres auf bem Gebiete unserer natio- nalsozialistischen Bauernpolitik, so treten zwei Lr- eignisse besonbers beutllch hervor: Das Reichs- e r b h o f g e s e h unb bas Reichsnahrstanbs- aefeh mit seinen Warktregelungsverorbnungen. Durch bas Reichserbhofgesetz haben wir den Bauern vor bem Zusammenbruch gerettet unb enblich bie ^Um 15 Ahr beginnt bie eigentliche Kunbgebung. Der Führer wirb nach seiner Ankunft bie angetretenen Ehrenformationen ber Reich swehr unb des Arbeitsbien st es abschreiten. Währenb- bessen feuert Artillerie 21 Schuh Salut Der Führer wirb bann ben Wittelweg empor zur Ehrentribüne auf ber höhe bes Berges gehen unb bort die Diplomaten unb bie anberen Ehrengäste begruben. Am 15.20 Ahr eröffnet Reichsminister Dr. Goebbels bie Kunbgebung. Dann wirb bem Führer unb bem Reichsbauernführer eine (Ernte- frone bzw. ein Erntekranz überreicht. Von 15.30 bis 15.50 Ahr finbet in ber Ebene zwischen ber Weser unb bem Bückeberg eine kombinierte Reichswehr Übung statt. Dann singt ein Wassenchor bes Arbeitsbienstes bas „Lieb bes Bauern“. Von 16 bis 16.15 Ahr spricht ber Reichs- bauernführer Darre. Von 16.15 bis 17 Ahr Rebe des Führers. Rach dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes Schluh der Kundgebung. Anordnung für denGrntedanttag am kommenden Sonntag. Betrifft: Kapellen. Um die Durchführung des Erntedankfestes in der angeordneten Weise zu gewährleisten, wird in bezug auf bie Richtlinien ber Reichsinusik- tammer folgenbes bekanntgegeben: 1. Line tarifmäßige Entlohnung für alle Kapellen, bie anläßlich ber Staatsfeiertage benötigt werden, wird in der nächsten Zeitenbgültig geregelt. 2. Bis zur endgültigen Regelung ber Finanzierung ber Durchführung ber Staatsfeiertage ist eine k arne r ab s ch a f tliche Regelung zwischen ben parteibienststellen bet RSDAP. unb ben Wusikern (Kapellen) notroenbig. Ls rolrb hier bas größte nut mögliche gegenseitige Entgegenkommen ermattet. 3. Um beiben Tellen eine raschere Einigung za ermöglichen, rolrb bas Verbot, lanj- gelb zu nehmen, hiermit aufgehoben; jeboch soll bas Tanzgelb bas un- bebingt Rotroenbige nicht überschreiten. heil Hitler! 3.21. : gez. Müller-Scheid, Gaupropaganbaleiter unb Leiter ber Canbes- stelle Hessen-Rassau bes Reichsministeriums füt Volksaufklärung unb Propaganba. Lehrreiche Entscheidungen von 6rbhofgerichten. Ein Erbhaf ist grundfätzlich unv°rautz°rlichE Wie wird. Davon kannte aber in biefem Falle kein« e5Gmit biefem Grundsatz, der angeblich jeden Grund. Rede fern, stü^verkehr zu Siedlungszwecken, zum Bau offent- rc™ icher EinrichtUA°w “* hor "»eicksauiabadn. unk r7aenMm7rs Efchiie'ht, in Wirklichkeit aus- , Uht zeigen einige Entscheidungen van Erbha ge- 1 richten, die sich darauf stutzen, daß bei Bar tie- gen eines wichtigen Grundes die Der- i dgußerung genehmigt werden kann, TVr Bauer A hat einen Erbhof von 48 Hektar. Hiervon hat er ein Trennstück von 0,5 Hektar zum Preise van rund 4000 RM, an einen Herrn K Der- kaust der sich gerne ansiedeln machte Das gekaufte Land ist besonders deswegen gut geeignet, weil es an einer ausgebauten Straße hegt unb an Oelänbe grenzt, das z, T, bereits der Siedlung er. schlossen ist. Der Hof ist ziemlich hoch belastet, da der Bauer einige Gebäude Mit Darlehnsmitteln hat aufbauen müssen. Der K°u^re,s von 4VM RM, würde dem Bauer A daher sehr zustatten kommen, um den Schuldenstand etwas zu verringern. Das Erbhofgericht hat unbedenklich die Genehmi. gung ausgesprochen. ,,Es bedarf keiner Ausführung, daß auch das Reichserbhofgesetz durch ferne Bestimmungen über die Unveräußerlichkeit eines Erbhofes eine im allgemeinen Interesse liegende s Siedlung nicht unmöglich machen will. Die B e r - j äußerung zu Sledlungs zwecken wird : gerade einen wichtigen Grund für die Genehmigung i darftellen, wenn nicht durch Abveräuherung von > Grundstücksteilen der Bestand und die Erhaltung des. Erbhofes als selbständige Wirtschaft gefährdet Oie Schulen im Memelland litauisiert. Klare Durchkreuzung des Autonomiestatuts. eine kleinere Landwirtschaft von etwa 6V2 Hektar Gröhe. Das Erbhofgericht hat die Veräußerung der l'/r Hektar genehmigt, jedoch mit der Bedingung, dahderEhemannderTochteralsEigen. tümer eingetragen wird. Maßgebend für die Entscheidung ist einmal der Gesichtspunkt gewesen, daß der Hof des B auch nach der Veräußerung der IV2 Hektar leistungsfähig bleibt, weil er recht gutes Land habe und zum andern die Tatsache, daß der Hof des Schwiegersohnes durch Hinzunahme der IV2 Hektar z u einem Erbhof wird. Die Schaffung neuer Erbhöfe liegt im Interesse der Gesamtheit. Das Erbhofgericht hat daher mit Recht die Genehmigung erteilt. „Oie Partei befiehlt den Staat!" Die Reichsleiter der NSDAP. tagen in München. München, 28. Sept (DRB.-Funkspruch.) Die tHSft. meldet: Am Donnerstag fand in München im „Braunen haus" im Arbeitszimmer des Führers eine Tagung der Reichsleiter der RSDAP. statt, an die sich eine Besprechung mit den Amtsleitern der Reichsleitung im Plenarsaal des Münchener Rathauses anschloß. Es fand eine umfassende Aussprache über eine Reihe von Fragen statt, die zur Zeit im Vordergrund der Parteiarbeit stehen, u. a. wurde das Verhältnis von Partei und Staat auf der Tagung eingehend behandelt, sowie insbesondere die Auswirkungen und Folgerungen besprochen, die sich aus der allgemeinen Richtlinie „Die Partei befiehlt Öen Staat“ für die Arbeit der Partei ergeben. Auf der Tagung der Amtsleiter erstatteten die Beauftragten der Parteileitung aus ihren Inspektionsbezirken Bericht über ihre Tätigkeit und ihre Eindrücke. Aus den das ganze Reichsgebiet umfassenden Berichten geht hervor, daß die Arbeit der Partei im Lande bedeutsame Fortschritte aufzuweisen habe und in der Bevölkerung wachsende Anerkennung findet. Vor allem drang überall, insbesondere in den handarbeitenden Schichten, die Ueberzeugung durch, daß die Partei die Instanz sei, die sich der Sorge des Volkes im einzelnen praktisch annehme und sie in gerechter Meise vertrete. Interessant war dabei die Feststellung, daß über 95 v. h. aller Beschwerden, die Parteiinstanzen betreffen, sich bei sachlicher Prüfung als Kleinkram und persönlicher Klatsch Herausstellen. Uebereinstimmend wurde auch berich- tet, daß die Wirkung des Rei chspartei- t a g e s für die Parteiorganisation ebenso wie im ganzen Volke eine außerordentlich tiefgehende war. Tllsit, 27. Sept. (DRV.) Das großlitauische Direktorium R e i s g y s hat einen Erlaß veröffentlicht, durch den nun auch das Schulwesen des Memelgebietes entgegen den klaren Bestimmungen des Memelstatuts l i t a u i s i e r t und die deutsche Unterrichtssprache weitgehend aus- geschaltet werden soll. Auf Grund dieses Erlasses soll ab 1. Oktober die Unterrichtssprache in den memelländischen Schulen nach folgenden Gesichtspunkten festgesetzt werden: „Wenn Die Schüler litauischer Abstammung zusammen mit den zu Hause litauisch sprechenden Schülern in einer Schule die Mehrheit bilden, so wird in dieser Schule in der litauischen Sprache unterrichtet. Wird die Mehrheit durch Kinder deutscher Abstammung gebildet, so ist die Unterrichtssprache Deutsch, lieber die Abstammung der deutschen Kinder müssen bis zum 1. November von den Schulleitern entsprechende L i st e n aufgestellt werden. Nach einer Prüfung dieser Listen durch die Schulräte und Bestätigung durch das Direktorium wird die Unterrichtssprache in den einzelnen Schalen festgesetzt. Da vielfach im Memelgebiet, besonders auf dem Lande, wohl litauisch gesprochen wird, was aber nicht gleichbedeutend mit einer großlitauischen E i n st e l l u n a dieser Memelländer ist, und entsprechend dem Wortlaut der Verordnung auch die Bestimmung der deutschen Abstammung anscheinend von der Entscheidung der litauischen Schulräte abhängig gemacht werden soll, hoffen Paris, 27. Sept. (DNB.) Im Schnellzug Paris—Ventimiglia hat sich in der vergangenen Nacht ein blutiges Drama abgespielt. Der Schaffner entdeckte in einem Schlafwagenabteil erster Klasse die Leichen zweier Fahrgäste. Er benachrichtigte den Zugführer, der auf der nächsten Station Halt machte und die Polizei alarmierte. Das Drama hat dann bald zu einer sensationellen Entdeckung geführt. Bei dem einen der beiden Toten, dessen Papiere auf den Namen Alibert lauteten, und in dem man den Mörder des anderen vermutete, handelt es sich um einen aus Polen gebürtigen Josef Ziffer, der vor Jahresfrist die Kriminalpolizei aller Länder beschäftigt hat. Im Juli 1923 wurde am Strande bei Dieppe die LeicheeinerFraumit vier Schußwunden gesunden Alle Nachforschungen der Polizei, den Namen der Unbekannten festzustellen, blieben erfolglos. Fast 10 Jahre später erhielt die Polizei die Litauer offenbar, in den meisten memelländi- schen Schulen das Litauische als Unterrichtssprache einführen $u können. Der Wille der Eltern soll dabei anscheinend vollkommen u n - berücksichtigt bleiben. In den Schulen mit litauischer Unterrichtssprache sollen ferner die deutschen Schüler vom ersten Schultag an mündlich in Litauisch unterrichtet werden, damit sie, wie es in Dem Erlaß heißt, mit Beginn des fünften Schuljahres dem allgemeinen Unterricht folgen können. Auch in den Schulen mit deutscher Unterrichtssprache erhalten die deutschen Schüler vom ersten Schuljahr an zusammen mit den Schülern der litauischen Minderheit litauischen Sprachunterricht. Erst mit Beginn des fünften Schuljahres wird dann in diesen Schulen in einer Sprache unterrichtet, und zwar je nach der Mehrheit der Schüler entweder Deutsch oder Litauisch. Der litauischen Sprache wird also trotz der Bestimmung des Memelstatuts, daß Deutsch und Litauisch Gleichberechtigung genießen, ganz offensichtlich der Vorrang eingeräumt trotz der Tatsache, daß bisher entsprechend dem Willen der Eltern in über 8 0 v. H. dermemel- ländischen Schulen die Unterrichts- spräche Deutsch war. Hinzu kommt, daß auch im memeländischen Lehrerseminar der litauischen Sprache ein erhebliches Uebergewicht eingeräumt worden ist, und daß Schülern und Lehrern aufgegeben worden ist, in SchulangeleHenheiten und auch in Privataesprächen sich nur der litauischen Sprache zu beoienen. einen anonymen Brief, der die Identifizierung des Opfers und die Feststellung des Mörders erlaubte. Es handelt sich bei der Toten um eine 24jährige polnische Sängerin Helene Z a w u s k a , die mit einem Bruder Ziffers verheiratet war. Die Unglückliche war von ihrem Schwager ermordet worden, um ihrem Mann die Möglichkeit zu geben, eine reiche Heirat abzuschließen. Die polnische Polizei verhaftete den Ehemann und dessen Schwester, die beide zu mehreren Jahren Zuchthaus verurteilt wurden. Erst vor kurzem war es der Pariser Kriminalpolizei gelungen, festzustellen, daß Alibert und Ziffer ein und dieselbe Person waren; seine Verhaftung stand unmittelbar bevor. Man vermutet, daß die Bluttat im Schnellzug in Zusammenhang mit der Mordangelegenheit steht, und daß Ziffer seinen Reisegenossen ermordete, um einen unbequemen Zeugen zu beseitigen, sich bann aber selbst das Leben nahm. Blutiges Drama im Schnellzug Paris—Ventimiglia. Das Ende eines seit Jahren gesuchten Verbrechers. Verlängerung von Vorschriften des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Berlin, 27. Sept. (MB.) 3m Reichsgefehbllltt wird ein Gesetz veröffentlicht, nach dem die Geltungsdauer der § § 5 und 6 des G e- fetzes zur Wiederher st ellung des V e - rufsbeamtentums bis zum Inkrafttreten des neuen deutschen Veamtengesehes verlängert wird. Vis dahin können also Beamte, wenn es das dienstliche Bedürfnis erfordert, noch in e i n A m t von geringerem Range verseht oder zur Vereinfachung der Verwaltung oder im Interesse des Dienstes in den Ruhe st and verseht werden. Die Ausarbeitung des neuen Beamten- gesehes ist bereits in Angriff genommen. Im Interesse der Beamtenschaft liegt die weitere Bestimmung des Gesetzes, daß Verfügungen nach§2bis4des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentumes zugunsten der davon Betroffenen auch nach dem 3 0. September 1 93 4 zurückgenommen oder geändert werden können, sofern die Prüfung spätestens am 30. September 1934 bei der obersten Reichs- oder Landesbehörde anhängig geworden ist. Die übrigen Fr? st en des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums find nicht verlängert worden. Gleichstellung Der alten ASBO.-Kämpfer mit den Parteigenossen. Berlin, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der stellvertretende Neichsobmann der NSBO. und Or- aanisationsleiter der PO., Claus Selzner, erlaßt eine Mitteilung, in der es u. a. heißt: „Gemäß Anordnung des Stabsleiters der PO. sollen nur Parteigenossen Mitglieder der NSBO. sein. Es sind noch Vorarbeiten im- gange, welche den Einbau der verdienten NSBO.-Kämpfer in die Partei nachträglich ermöglichen sollen. Als durchaus notwendig erweist es sich jedoch, den Mitgliedern der NSBO, die sich oft jahrelang vor der Machtübernahme als Vorkämpfer für den Nationalsozialismus in den Betrieben bewährten, die gleiche Anerkennung zuteil werden zu lassen, wie den Mitgliedern der NSDAP. Daher ist es untragbar, wenn diese alten NSBO.-Mitglieder jetzt aus ihren Dienststellen a b - gebaut dzw. ihnen oft zugunsten jüngster Parteimitglieder — Arbeiten und Stellen innerhalb der Deutschen Arbeitsfront (bzw. „Kraft durch Freude") vorenthalten werden. Der NSBO.-Kämpser aus der Zeit vor der Machtübernahme ist ideell dem Parteigenossen gleichzustellen. Die Gewährung von Unterstützung der OA§. DNB. Berlin, 27. Sept. Der Führer der DAF., Dr. Ley, ordnet an: Die Richtlinien über die Mitgliedschaft der Deutschen Arbeitsfront sehen vor, Idaß einzelne Unterstützungen nur gezahlt werden, «wenn das Gesamteinkommen des Mitgliedes nicht imehr als 10 0 Mark monatlich beträgt. !Diese Bestimmung bezieht sich nicht auf alt- lerroorbene Rechte und Anwartschaften. ''.Die Deutsche Arbeitsfront hält ihr Wort, daß die । alten Rechte unter allen Umständen gewahrt werden.1 Erfolgreiche Generalprobe für das Mndmühlen- flugzeug. Oie Erfindung des Spaniers de la Eierva bewährt sich. Bei dem kürzlich im Londoner Hydepark erfolgten Aufmarsch der Mosley-Faschisten hatte die Polizeileitung zu Beobachtungszwecken ein Windmühlenflugzeug eingesetzt. Wenn es dennoch zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Schwarzhemden und ihren Gegnern kam, so trägt daran jedenfalls dieses mit einem Kurzwellensender ausgestattete Flugzeug keine Schuld. Es hat sich vielmehr herausgestellt, daß der neuartige Versuch, den Aufmarsch aus der Luft zu leiten und zu beaufsichtigen, durchaus als geglückt bezeichnet werden kann. Nur gelang es den von dort oben funkentelegraphisch dirigierten Polizeikräften auf dem Erdboden nicht, sich entsprechend den Anweisungen zu postieren, weil die Zufahrtswege bald verstopft waren. Hat sich also hier das Windmühlenflugzeug infolge feiner besonderen Eigenschaften, auf Die wir noch zu sprechen kommen werDen, Durchaus bewährt, so ist auch ein anDerer, ebenfalls in London Durchgeführter Versuch sehr gut geglückt: Um Die Möglichkeit einer beschleunigten Zustellung Durch lieber® feeDampfer in Den Häfen ankommenDer Poststucke zu ertunDen, hatte man von BorD eines Ozeanriesen ein Windmühlenflugzeug starten lassen. Der Apparat nahm direkten Kurs auf die englische Hauptstadt und hätte mühelos auf Dem im Herzen LonDons gelegenen Hauptpostamt landen können, wenn das riesige Gebäude statt feines Giebeldaches ein Flachdach gehabt hätte. Ohne diesen verhältnismäßig leicht wiegenden Mangel wäre die Postsendung unter Vermeidung zeitraubender Verladungs- und weniger schneller Beförderungsmaßnahmen direkt in Die Postzentrale unD von Dort sofort an Den Empfänger gelangt. Die im Versuchsfalle gewonnene Ersparnis an Zeit könnte noch wesentlich vergrößert werDen, sofern man Das WinDmühlenpostflugzeug noch wah- renD Des Verweilens Des Dampfers auf hoher See abließe. Das Autogiro ober Winbmühlenflugzeug ist eine ErfinDung Des Spaniers De la Eierva. Da wir es währenD seiner zahlreichen Besuche in Deutsch- lanD sicher alle entroeDer schon selbst ober boch wenigstens Silber von ihm gesehen haben, braucht eigentlich kaum noch barauf hingewiesen zu werben, baß Das WinDmühlenflugzeug nur ganz winzige Flügel besitzt unb daß bie Funktionen her bei Den sonst gebräuchlichen Flugzeugen ^"treffenDen Tragflächen hier von einer wagerecht ftebenoen Luftschraube wahrgenommen werben. Sonst ist Das Autogiro im großen unb ganzen genau so ausgerüstet wie alle anberen Flugzeuge auch. Um eine häufig angutreffehbe irrige Meinung richtigzustel- len: auch bas WinDmühlenflugzeug wirb burch einen gewöhnlichen Propeller vorwärts bewegt; die Trag- schraube hat mit der Ftuggeschwindlgt-^t nur in- direkt etwas zu tun. Während das Drachen-Motor. Flugzeug eine bestimmte Eigengeschwmdigkeits. grenze nicht unter,-breiten darf, damit es nicht ,,durch,ack kann das Windmuhlenstugzeug, da eine Flug ähigkeit von der Eigengeschwindigkeit fast ganz abhängig ist.schon be, germgew.Gegen- roinb zu völligem 6 11 U ft an b kommen. Diese g nentoaft gestattet Start und Landung schon aus aän, kleinen Flachen. Der Tragschrauber kann be, Windstille schon bei einem Anlaus von 11 Meter (bei Gegenwind 7 Meter auffteigen unb auf einer Fläche von nur 6 Quabratmeter lan - b e n. Seine Steiggeschwinbigkeit beträgt 275 Meter in Der Minute (Die Luftschraube roirD Durch Den vom Propeller verursachten Luftstrom angeblasen) unD Die Höchstgeschwindigkeit in Normalhöhe 193 Std./Kilometer. Da Das WinDmühlenflugzeug bei völliger WinDstille ohne Höhenverlust eine Min- Destgeschwinbigkeit von 16 Kilometer in ber Stunbe entwickeln kann, so ergibt sich zwischen Maximal- unb Minimalgefchwinbigkeit eine Difte- reng von 177 Std./Kilometer. Diese besonderen Eigenschaften befähigen bas Winbmühlenflugzeug, wie bie Lonboner Versuche ja auch bewiesen haben, zu Leistungen, bie kein anberes Luftfahrzeug erfüllen kann. Da beim Autogiro Das Verhält- nis von Eigengewicht zu Nutzlast noch ungünstig ist, Dürfte sein Einsatz als Derkehrs- oDer Bombenflugzeug einstweilen noch nicht möglich sein. Aber als Postflugzeug ober als Beobachtungsflugzeug wirb es (auch im Kriegsfälle) boch treffliche Dienste leisten können. Schließlich will ja auch bebacht fein, baß bas Winbmühlenflugzeug erst zwölf Jahre alt ist und bis zur Erreichung bes jetzigen Alters bes Drachenmotorflugzeuges von 31 Jahren noch manche Mängel ausgleichen kann. A. Schm. Kunst und Wissenschaft. Zahrtausendfeier fürdenpersischenNationaldichterFirdusi Der Wissenschaftliche Ausschuß Des Deutschen Orientvereins veranstaltete in Berlin eine Jahr- taufe nD feier für Den persischen Nationaldichter Firdusi. Staatsrat Dr. W i e - g a n D wies darauf hin, daß FirDusis Gesänge eine überraschenDe Uebereinftimmung zeigen mit Deutschen HelDensagen. Ministerialrat Dr. Dahlen übermittelte Die Grüße Der Reichsreaierung, Die hohen Wert auf freunDschaftliche Beziehungen zum Kaiserreich Persien lege. Der persische Nationalter Firbusi, Der vor 1000 Jahren geboren rourhe, merbe auch vom beutschen Volk zu ben größten Dichtern biefer Erde gezählt. Firbusi sei ein lebenbiger Zeuge für Die StammesverwanDtschaft unserer Ahnen, Der alten Germanen mit ben alten Persern. Ministerialrat Dr. V a h l e n schloß mit einem Hoch auf SM. Reza Schah Pahlani. Nach ber persi- scheu Nationalhymne zeichnete Professor Dr. Hans S ch a e D e r ein Bilb Des großen Dichters, Der mit feinem „Schahname" die persische Dichtkunst in die Weltliteratur eingeführt hat. Der persische Gesandte Abolghassen Khan Nadjm wies darauf hin, daß diese Feier Deutsche unb Perser durch gemeinsame geistige Beziehungen verbinde. Die persische Nation sei dankbar für bas freundschaftliche Verständnis, das man in Deutschland dem persischen Geist und der persischen Kultur entgegenbringe. Der Gesandte schloß mit dem Ruf: Es lebe ber Führer unb Reichskanzler bes deutschen Volkes. Die Goethemedaille für den Waler Arthur Kampf zum 70. Geburtstag. Der Führer und Reichskanzler hat Dem Maler .Professor Arthur Kampf, der am 27. September |feinen 7 0. Geburtstag beging, in Anerkennung feiner künstlerischen Leistungen und Verdienste bte Goethe-Medaille für Wissenschaft und Kunst verliehen. Aus aller Wett. Hauptmann wirdLindbergh gegenüber- gestellt. Der Anwalt des im Zusammenhang mit der Entführung Des Linhbergh- KinDes verhafteten Hauptmann erklärte, sein Klient sei unschuldig, unD er ersuchte Das Gericht, ben Verhafteten gegen eine Bürgschaft von 5000 Dollar aus der Haft zu entlassen, ba Hauptmann eine größere Summe nicht aufbringen könne. Der Richter setzte jeboch Die Haftentlassungsbürgschaft auf 100 000 Dollar fest. Staatsanwalt Foley gab bekannt, Daß Hauptmann etwa zehn Minuten Dem Obersten Lind- bergt) gegenübergestllt worden sei. Die Gegenüberstellung erfolgte, nachdem Lindbergh den Wunsch geäußert hatte, Hauptmann zu sehen. Lindbergh, der von 20 Detektiven begleitet war, trug zur Unkenntlichmachung eine Brille und eine Mütze. Staatsanwalt Foley versicherte, daß Hauptmann nicht gewußt habe, daß der Mann, dem er gegenübergestellt wurde, Lindbergh war. Die Nachprüfung der Konten Hauptmanns ist beendet worden. Man hat drei Aktienkonten festge- stellt. Nach der Zahlung des Lösegeldes an Hauptmann seien 2500 Dollars auf einmal deponiert worden. Staatsanwalt Foley erklärte, er glaube nicht, daß Hauptmann allein bie Entführung bewerkstelligt habe. Es bestehe jeboch die Möglichkeit, baß Hauptmann derjenige war, ber über eine Leiter in bas Haus Lindberghs eingestiegen sei. Die Staatsanwaltschaft von Bronx ist von einer Frau Katharina Maurer ersucht worden, den Aufenthalt ihres Mannes namens John zu ermitteln, Der angeblich kurz nach Beginn her Hauptmann-Ange- legenheit verschwunhen sei. Frau Maurer erklärte, ihr Mann kenne Hauptmann. Fahndung nach einem Raubmörder. Die deutschen Krinnnalbehörden haben zur Zeit eine großangelegte Fahndungsaktion nach einem Raubmörder eingeleitet, der sich am 10. September d. I. in Hannover von dem Installateur Ernst Kock im Kraftwagen mitnehmen ließ, um Kock dann unterwegs auf der Landstraße Soltau— Harburg zwischen Heber und Wintermoor durch einen Schuß niederzustrecken. Der Ueberfallene ist drei Tage später seiner schweren Verletzung er» leaen. Der Räuber, der eine offenbar gestohlene SA.-Uniform angelegt hatte, flüchtete auf die lauten Hilferufe seines Opfers in den nahen Wald, ohne den zweifellos beabsichtigten Raub ausgeführt zu haben. Im Wald hat er sich umgezogen und die Uniformstücke liegengelassen. Es ist anzunehmen, daß er noch weitere Straftaten begeht und sich durch Inanspruchnahme von Fernlastzügen und Kraftwagen der Strafverfolgung zu entziehen versuchen wird. Auf die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Durch Gasexplosion eine Person getötet und vier verletzt. In einem Hause Der Hauptstraße in Aachen» BurtscheiD erfolgte eine Gasexplosion, durch Die gleichzeitig ein Brand hervorgerufen rourDe. Vier Personen erlitten Verletzungen. Ein löjähriger Junge rourDe Durch Den ungeheuren LuftDruck aus Dem im 2. Stock gelegenen Fenster Des Hauses auf Den H o f geschleuDert. Er ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Feuerwehr hatte bis Mitternacht mit ber Bekämpfung Des BranDes unD Den Aufräumungsarbeiten zu tun. AnfcheinenD ist Die Explosion auf Das Undichtwer» Den eines Gasrohrs zurückzuführen. Der millionste Fluggast der Lufthansa. Am Donnerstag rourDe Der m i 111 o n ft e Flugschein Der Deutschen Lufthansa in München ausgestellt. Der millionste Fluggast Der Deutschen Lufthansa ist Herr Wilhelm Gensburg, Der für heute, Freitag, auf Der Strecke 9 (München—Berlin) gebucht hat. Das (Eintreffen her Maschine erfolgt planmäßig nachmittags auf dem Flughafen Tempelhof, roo Direktor Wronsky namens her Deutschen Lufthansa ben millionsten Fluggast begrüßen und ihm eine künstlerische (Erinnerungurfunbe überreichen roirb. Entmenschtes Ehepaar tötet seine vier Kinder. Das Schwurgericht in Aurich verhandelte gegen das Ehepaar Jansen aus Leer (Ostfriesland), das angeklagt war, in der Zeit von 1927 bis 1932 vier von Frau Jansen geborene Kinder sofort nach der Geburt getötet zu haben. Das Gericht verurteilte den Ehemann z u m Tode, Frau Jansen erhielt zwölf Jahre Zuchthaus. Meine politische Nachrichten. Der christlich-soziale Parteivorstand hat ben Beschluß auf Auflösung ber Christlich-Sozialen Partei in Oesterreich gefaßt. Es würbe eine Entschließung angenommen, in ber zum Ausbruck gebracht roirb, daß bie Christlich-Soziale Partei sich völlig in die Vaterländische Front unter Preisgabe ihrer Organisation ein- gliedere. Könia Alexander und Königin Marie von Südslaroien sind in Sofia eingetroffen, um dem bulgarischen Königspaar den geplanten Besuch abzustatten. In ihrem Gefolge befand sich Der südslawische Außenminister Jesti tsch. Wettervoraussage. Der hohe Druck hat sich noch weiter verstärkt und erstreckt sich vom Mittelmeer über Deutschland mit Ausläufern bis nach Nordskandinavien. Zwar setzt von Südwesten her starker Druckfall ein, wobei Warmluftmafsen bis nach Novdroestdeutschland Vordringen, doch roirb, abgesehen von Frühnebelbildungen und dem vereinzelten Auftreten von etwas Sprühregen, Das freundliche Herbstwetter anhalten. Aussichten für Samstag: Nach kühler Nacht und Frühnebel am Tage aufheiternd und warm, im ganzen trocken. Lufttemperaturen am 27. September: mittags 23,1 Grad Celsius, abends 13,8 Grad; am 28. September: morgens 11,5 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum 10,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. September: abends 16 Grad; am 28. September: morgens 13,7 Grad. Sonnenscheinhauer 7 Stunhen. __________________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Langch für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'jche Universitäts-Buch- und Steindruckeret R. Lange, K.-G, sämtlich in Gießen. SJL-'fpont II. kreisklasse. Oer Weg zum SA-Gporia-zeichen Mäntel 561OD Magen-, Darmstörnngen, vorzeitige Die 5444 b Fertige Anzüge für alle Zwecke Einfache /?n wffndun^ ■ Sichert Wirkung WsmßöHen Besetzte Mäntel 5596 a Gebr gebracht werden. * Orfa ...» Reidis-uiftfdiutsbunk Beachten sie bitte unsere Ausstelhwfl1 ticSkyiSifl. KIwJjlP'? Vornehm i GeschmackvollI Persönlich I Weil dort ab 8 Uhr Mitglieder d. hies. Reichsw. - Kap .-Ile spielen. Weil dort bis4Uhr nachts die Polizeistunde verlängert ist. Weil man dort Frohsinn und Heiterkeit findet. Weil dort ein gutes GlasBier verabreicht wird. Preiswerte Schlaf-, Speise-, Herrenzimmer, Küchen und Polstermöbel Wenn’s kühler wird Photo Kreuzplatz 9 Gesunde und Leidende finden was sie suchen: mit gutem Lammkragen, neue Form, in Velour, Bouclö, Ma- rengo und gern. Stoffen, 26.- 29.- 32.- 39.- 42.- Mk. 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Immer häufiger begegnet man in her letzten Zeit auf der Straße, oder bei Sport-Ereignissen, jungen, gesunden, braungebrannten Männern, die auf der linken Brust ein schmuckes kleines Abzeichen tragen: Das SA.-Sportabzeichen. Als dieses Abzeichen vor dreiviertel Jahren geschaffen wurde, da war vor Beginn des praktischen Trainings erst eine riesenhafte Ovganisationsarbeit zu leisten: Ein Netz von Prüfern, ein Heer von Lehrern mußte herangebildet und über ganz Deutschland verteilt werden, Sportlager, Schulen und andere Traininysrnöglichkeiten geschaffen werden, Zentralstellen für jeden deutschen Gau eingerichtet werden usw. Heute steht diese Organisation. , Das SA.-Sportabzeichen ist ein Leistungsabzeichen. Vorbedingung für seinen Erwerb ist, daß der Bewerber, auch ohne SA.-Mann zu sein, den rassischen und weltanschaulichen Voraussetzungen des neuen Staates entspricht, daß er nach ärztlicher Untersuchung für sport- und marschsähig befunden wird und ein Alter von mindestens 18 Jahren erreicht hat. Mit dem Training für die Leistungsprufungen kann jedoch schon vor dem 18. Geburtstag begonnen werden. Die Abzeichen in Gold und Silber stellen keine Rangklassen dar, sondern Abzeichen für Prüfer und Lehrer. Dann mache ich Ihnen diesen Vorschlag: Ich drehe mal ein paar lustige Filmszenen davon. Das kostet Sie nichts. Ich will Ihnen nur mal praktisch zeigen, wie einfach und wunderschön - und gleichzeitig wie billig die Amateur - Filmerei heute ist. Kommen Sie ruhig mal zu mir herein. Was ich Ihnen anbiete, dürfen Sie ruhig an- nehmen. Auch Sie werden begeisterter Film-Amateur. Imheuser am Mark! FL W exlro stark Drogerie Winterhofi, Kreuzplatz 10 Part. E. Hoch & Sohu,Seltersweg75 ^DIES IST NATIONALE PFLICHT! Mtv. Gießen II — Tv. Garbenteich I: Hausen wird sich in Hochelheim mächtig anstrengen "süssen, wenn es die Punkte heimholen will. Garbentelch sollte m Gießen zu einem knappen Sieg kommen. III. Preisklasse. Bom Reichs-Sport-Abzeichen unterscheidet sich das SA.-Sportabzeichen dadurch, daß sein Erwerb nicht allein an das Bestehen einer Leistungsprufung gebunden ist, sondern vom Bewerber der Nachweis einer fleißig verbrachten Trainingszeit von bestimmter Dauer verlangt. Die Zugehörigkeit zu einer Trainingsgemeinschaft ist daher Voraussetzung! Die bei der Leistungsprufung verlangten Hebungen sind einfache, nützliche und natürliche Körperübungen, die kein sportspezialistisches Können in technischer Hinsicht voraussehen, sondern vielmehr eine gewisse biologische Vielseitigkeit, also: Lauf, Sprung, Weit- und Zielwurf, 2Nar- schieren und Kleinkaliberschießen, Zurechtfinden und Bewegen im Gelände. Mim-Mu Südv.» an ruhig. Fam. ab 1. 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Die * börse 94 91,5 90,5 93,9 91,5 101,1 92 94 91,5 94,65 93,4 97,4 94 91,6 90,5 94,75 93,4 97,75 95 93,4 48,13 239 91,5 13,75 65,5 66,5 48,25 69,5 50 55,25 30 227 178 131 78,75 48,5 239 91,5 41 13,75 63,75 66,25 48,25 69,75 50,25 56 32 220,25 130,75 78,5 99,25 48,13 240,5 91,25 40,75 13,65 123,5 125,25 154 143,75 93,75 42,25 91 I 81,5 0,647 58,545 0,199 3,047 54,99 81,77 12,315 5,435 16,50 169,73 21,50 0,735 5,714 61,91 48,95 11,18 63,52 81,67 34,22 10,42 2,485 ! l o| 3 219 93,9 42,13 91 81 118 132,5 111 65,25 133 48 70 121,5 50,4 55,9 90,25 30,13 227,5 178 131 28,76 190 über dem jahr. Gwlußk. Mittag« Frankfurter Börse. AUllagsbörfe weiter befestigt. . o . o . (i io . 0 . 0 . 0 . 6 . 6 IVi 63,51 81,81 34,22 100,9 91,75 91,75 91 92 93 93 101,75 32 1,25 8 7,2 7,25 13,9 93 93 101,75 32 1,3 7,85 7,2 7,4 14,75 101,13 92 92 91 91,9 93 93 101,75 31,75 1,25 7,75 7,25 7,4 14,25 93 93 101,75 32 1,3 7,7 7,2 7,4 14,13 Buenos Airer Brüssel..... Rio de Jan.. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Heljingfors.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan...... Jugoslawien OSlo.....: Wien....... Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag-.....- Budapest ... Reuyork ... 2,454 58,625 54,97 12-30 16,52 169-99 21,44 61,89 58,665 0,206 3,053 55,01 81,93 'Ä iS 21,52 0,735 5,726 61,93 49,05 11,18 63,54 81,83 34-28 10,445 2,486 Sanierung der preuß. ElekWtäts-AG. Mag) Auch Hefrag wird saniert. Schweincmarkt in Butzbach. pb. Butzbach, 27 Sevt. Zum heutigen Schweinemarkt waren 465 Ferkel den. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 8 bis 9 RM., von 6 bis 8 Wochen 9 bis 13 RM. Der Handel war schleppend, es blieb Ueberstano. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 27. Sept. Auftrieb: Rinder insgesamt 189 (gegen 5 am letzten Donnerstagmarkt) davon 51 Ochsen, 14 Bullen, 54 Kühe und 70 Färsen. Kälber 1054 (771), Hammel 77 (124), Schafe 99 (22), Schweine 423 (514). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber Sonderklasse —, andere a) 48 bis 50, b) 40 bis 47, c) 32 bis 39, d) 26 bis 31. Lämmer und Hammel b2) Weidemast 32 bis 34, c) mittlere 29 bis 31. Schafe e) beste 32, f) mittlere 26 bis 30, g) geringe 17 bis 25. Schweine a) 52 bis 53, b) 50 bis 53, c) 47 bis 53, d) 45 bis 50. Rinder wurden wegen des geringen Auftriebes nicht notiert. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben die heutigen Notierungen ziemlich unverändert. Die Preise sind Marktpreise für nuch- tern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- und Verkaufskosten. Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Marktverlauf: Kalber und Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Hammel und Schafe rege, ausverkauft. Fleischgroßmarkt: Beschickung 1072 Vier- tel Rindfleisch, 203 ganze Kälber, 17 ganze Schafe bzw. Hammel und 813 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in RM: Ochsens ei ch b) 54 bis 58, Rindfleisch b) 50 bis 54, Bullenfleisch b) 50 bis 54, Kuhsleisch b) 40 bis 45, c) 30 bis 36, , Kalbfleisch b) 65 bis 75, c) 54 bis 65, Hammelfleisch b) 70 bis 75, Schweinefleisch b) 70 bis 73. Geschäfts- i gang des Fleischgroßmarktes: rege. Oie deutsche Krastwagenausfuhr im ersten Halbjahr 1934. Der deutsche Außenhandel steht gegenwärtig im Brennpunkt der wirtschaftlichen Erörterungen. Auch der deutschen Krasfahrzeugausfuhr, die einen bedeutenden Aktivposten im deutschen Außenhandel darstellt, wird wieder erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Die folgende Uebersicht zeigt die stückzahl- mäßige Entwicklung der deutschen Krastwagenausfuhr in den ersten Halbjahren 1932/1934: 1932: 1933: 1934: Personenwagen-Ausfuhr 4,911 4,597 5,460 Last- und Lieferwagen-Ausfuhr 1,039 1,317 1,338 28,75 I 28,75 I 77 77,75 ISO 1821 Mansselder Bergbau ... Kokswerke............ Phönix Bergbau....... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl............ Vereinigte Stahlwerke.. Otavi Minen ......... Kaliwerke Aschersleben.. Kaliwerke Westeregeln .. Kaliwerke Salzdetfurth . I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........ Goldschmidt ......... RütgerSwerke ........ MetaUgcsellschast...... Phlltpp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. gessen wird. Einem liebel vorbeugen ist auch bei den Zähnen besser als das liebel später heilen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie unangenehm ein Besuch beim Zahnarzt werden kann, und wollen unseren Kindern ähnliche Erfahrungen ersparen. Dennoch müssen die Kinder den Zahnarzt kennenlernen — I bei der regelmäßigen Kontrolle der Zahne. ^Jm'Verlaufe wurde das Geschäft sehr klein und die Kurse bröckelten infolge der Geschaftsstille vielfach um etwa 0,25 v. H. bis 0,50 v. H. ab. Fester zur Notiz kamen noch Südd. Zucker (plus 2 v. H), Elektr. Lieferungen (plus 1,50 v. H.), andererseits Metallgesellschaft 1 v. H. schwächer. Die Grundstimmung blieb indessen freundlich. Am Rentenmarkt traten für deutsche Werte kaum Aenderungen ein. Goldpfandbriefe bröckelten um 0,25 v.H.' ab, Liquidationspfandbriefe und Kom- munal-Obligationen sowie Stadtanleihen blieben ziemlich unverändert. Staatsrenten lagen ruhig und unverändert. Ziemlich schwach lagen Valutapapiere auf Gerüchte, daß die Devisenerlösabgabe für Dollar-Bonds auf 35 v. H. nach seither 25 v. H. erhöht werden solle. Ehade eröffneten mit 225 Br. (227), dann bis auf 219 Br. zurückgehend, do. kleine Stücke 215 Br. (216,50). dann 210 Br. Auch Schweizer Bundesbahnanleiyen wurden mehrprozentig schwä- Die Hauptversammlung der P r e u ß i s ch e n Elektrizitäts-AG, (Preag) genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1933/34 und timmte der Herabsetzung des Grundkapitals von 155 auf 110 Millionen RM. durch Zusammenlegung der Aktien in Verhältnis 34:32 zu. Die Strom- abqabe betrug 679.65 Mill. Kilowatt gegenüber 634.64 Mill. Kilowatt in der gleichen Vorjahreszeit: ie zeigt demnach eine Steigerung von 7,12 Prozent. Die Einnahmen aus dem Stromverkauf stiegen um 8,2 Prozent, der Stromzuwachs im eigenen Versorgungsgebiet zeigte im Berichtsjahr eine Zunahme von 13,4 Prozent. Aus der Kapitalherabsetzung steht ein Buchgewinn von 45 Mill. RM. unö öurd) Entnahme aus der gesetzlichen Reserve ein solcher von 10 Mill. RM. zur Verfügung. DieSanierungsgewinne wurden mit den Betriebs- und sonstigen Einnahmen (zusammen 24,85 Mill. RM ) rote folgt verwendet: Sonderabschreibungen 31,33 Mill. RM., davon 17,97 Mill. RM. auf Anlagen und 10,95 auf Beteiligungen, Rückstellungen 11,65, davon 9,39 für vertragliche Verpflichtungen Ueber- nahme der Schulden der H e f r a g 17,65 Mill. RM. Die Kosten für Betrieb und Verwaltung konnten im Berichtsjahre weiterhin gesenkt werden. Dagegen wurden große Aufwendungen für Erneuerung und Unterhaltung gemacht. Die Hefrag. Heber die Hefrag führt die Verwaltung folgendes aus: Einige unmittelbar vor Einsetzen oer Wirtschaftskrise erworbene Beteiligungen verur achten durch ungünstige Absatz- und Preisentwicklung große Verluste. Hierzu gehört insbesondere das Braunkohlen - Schwelkraft werkHef- sen-Frankfurt AG. in Wdlfersheim, das infolge des außerordentlich starken Absinkens des Teerpreises gegenüber dem Teerpreis bei Heber- nahme ihre Wirtschaftlichkeit verlor, aber schon aus sozialpolitischen Gründen gerade in der Zeit der Krise und schweren Arbeitslosigkeit in Betrieb gehalten werden mußte. 3m Anschluß an die Dilanzbereinigung auch bei dieser Gesellschaft wird die Preuheneleklra Tilgungs- und Zinsverpflichtungen der hefrag übernehmen, die dem Unternehmen, falls sich 27-9 78,9 99,75 47,75 239,3 91,75 41 13,5 122 153 144,25 94,25 41,75 90 | 81,5 Durchblutung der Mundgewebe kaffe man das Kind viel Roggenbrot kauen. Kinder essen gerne Sühiakeiten. Man war eine Zeitlang der Meinung, daß der reichliche Genuß von Zucker oder Schokolade den Zahnen schadeü Rach neueren Untersuchungen, die in sehr großem Maßabe vorgenommen wurden, sind aber ivutzig Feiten nicht schädlicher als andere Speisen Der Zahnschmelz wird nämlich nicht vom Zucker ange griffen, sondern von der Milchsäure, und dies auch nur wenn die Speisereste zu lange zwischen den Zähnen verweilen. Die Milchsäure bildet sch aber bei jeder Speise. Man lasse die Kinder also ruhig ihre Schokolade essen, die ja sehr viel Nährstoffe enthält. Es muß nur dafür gesorgt werden daß die Reinigung der Zähne regelmäßig durchgefuhrt und besonders vor dem Schlafengehen nicht ver- stoff Waldhof 48,25. Reichlich beschickter Kartoffeimarkt. LPD. Frankfurt, 27.Sept. Der Kartoffelmarkt war im allgemeinen reichlich beschickt, wahrend die Unterbringungsmöglichkeiten nicht immer befriedigten. Odenwälder Blaue, die in gut aus- gereiftem Zustand auf den Markt kommen sind in der letzten Zeit stärker in den Dorderarund getreten, während weißfleischige und rote Kartoffeln vielfach vernachlässigt waren. Da der Reichsbeau - traqte erklärt hat, baß die augenblicklichen Preist unter Voraussetzung normaler Verhältnisse bis nach der Ernte Gültigkeit haben werden, während dann die durch das Einmieten usw. entstehenden Kosten berücksichtigt werden, ist in den nächsten vier bis sechs Wochen mit unveränderten Preisen zu rech- neu. Da das eigentliche Einkellerungsgeschäft erst beginnt, ist den Bauern zu raten, den Herbstver- kauf von Speisekartoffeln auf die Herbstmonate gleichmäßig zu verteilen und bei Zufuhren die Aufnahmefähigkeit des Handels zu berücksichtigen. Der Stand der Spätkartoffeln hat sich in den letzten Wochen erheblich gebessert. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Di. Reichsanl. v. 1929 6*/»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlof.-Rechten ............. DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 103%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 13.................. 6y?% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar biS 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar 613 1936 6%% ehem. 4Vi% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbriese....... 6y,% ehem. *y,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Psandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. briefansialt, Psandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie»....................4 Gesamtstückzahl 5,950 5,914 6,798 Die Zusammenstellung verdeutlicht die günstige Entwicklung, erfolgte doch von Jahr zu Jahr ein Anwachsen der deutschen Aurfuhr. Im ersten Halbjahr 1934 sind rund 15 v.H. mehr Wagen aus- geführt worden als im gleichen Zeitraum des Jahres 1933 und etwa doppelt soviel wie im ersten Halbjahr 1930. An dem Gesamtexport war die Opel AG. 1934 mit 7£,7 v. H. beteiligt. ♦ ♦ Neuregelung der allgemeinen Devisengenehmigungen außerhalb der Wareneinsuhr. DK Devisenbewirtschastungs- stellen erteilen auch weiterhin allgemeine Devisengenehmigungen außerhalb der Wareneinfuhr die zu Zahlungen an das Ausland berechtigten. Diese erstreben sich auf alle Warennebenkosten (111/28), sowie cmf die in den bisherigen Richtlinien Ab- schnitt III Ziffern 13, 14 und 22 vorgesehenen Zahlungen. Die Genehmigungen werden, wie die Außenhandelsstelle für das Rhein-Maingebiet, Sitz Frankfurt a. M., mitteilt, auf Grund entsprechender Bescheinigungen der zuständigen Industrie- und Handelskammern erteilt. Für die Erteilung der Genehmigungen nach III/ll Ri. und für den allgemeinen Dersicherungsverkehr ergehen noch besondere Anweisungen. _ ** Anmeldung von Sperrguthaben. Inländische Kreditinstitute und Personen, welche, ohne Kreditinstitute zu sein, den Handel mit Wertpapieren gewerbsmäßig betreiben oder vermitteln, baten die von ausländischen ober saarländischen Kunden bei ihnen unterhaltenen Sperrguthaben, Altguthaben, Kredit-Sperrguthaben, Wertpapier- Sperrguthaben und andere devisenrechtlichen Verfügungsbeschränkungen unterliegende Sperrguthaben bis zum 20. Oktober 1934 der zuständigen Reichsbankanstalt zu melden. Die Meldung ist nach näherer Weisung des Reichsbankdirektoriums auf den von der Reichsbank ausgegebenen Vordrucken zu 4 v. H. Rumänen lagen etwas hoher. — Am Kassa- markt waren Dresdner Schnellpresse weiter gesucht (ca. 66 (62,50). — Tagesgeld zog auf 3,75 (3,50) v. H. an. Abendbörse: gut behauptet, Genuhrechte sehr fest. An ber Abendbörse entwickelte sich nur kleines Geschäft, im Zusammenhang mit dem bevorstehen- den Quartals-Ultimo zeigte sich aber weiterhin etwas Nachfrage, Ortigroppt! - — - Wohnort - etbaltm w baten, titlchtmigv ti H 5 h Bauern und Bäuerinnen! Mitglieder des Reichsnährstandes! Auch in diesem Jahre wird der Nationalsozialismus ein großzügiges Winterhilfswerk durchführen, um den noch notleidenden deutschen Volksgenossen zu helfen. Immer, wenn es galt, durch freiwillige Opfer- bereitschajt zur Linderung der Not beizutragen, hat das deutsche Bauerntum stets treu seine Pflicht erfüllt. Mochten die Zeiten für den Bauern selbst auch noch so schwer sein, die Bitte um Hilfe wurde niemals vergebens an ihn gerichtet. Ich wende mich deshalb mit dem Bewußtsein des sicheren Erfolges an das Bauerntum der Landesbauernschaft Hessen-Rassau und alle Übrigen Mitglieder des Reichsnährstandes, daß jeder nach seinen Kräften zum kommenden Winterhilfswerk beisteuern möge. triebswalter, Zellenwalter oder Blockwalter. Die Fragebogen sind schnellstens gut leserlich auszufüllen und bei einer der obengenannten Stellen abzugeben. geb.«»* Dohoott Sok SatlüOang genas dor-leien» Dieier Zragebogen gilt ab SnmBlagt für Bit Organisation Btt önllchm *BmDa!tnngfO btt Deutschen Arbeitsfront. Ls lügt daher in <3bum rigsufttn OntttilJ«. wenn 6h den 5rag«bogm b allen leinen teilen genau ausfüllm. Sollte öbtwn die Beantwortung Btt Fragen SchwierlgKeften Bereiten, so »enBeo 6h sich eo 2hre piständige Ortsgruppe. Diese ist gern bereit, 6h bei Bit Ausfüllung ju untnftutjen. Den ausgefüllten Fragebogen übergeben 6h fof getan Jbter Ardeibstätte dem Betrieb» ttdttt Btt Deutschen Arbeitsfront Jft für Sie kein "öerriebsDatfR joftänMg, M et, Bob Sie ttmerMot sind, Im freiem Derus stehen oder Rleingerotrbetteibtnber lind, fo übergeben 6ie den aasgefullten Fragebogen btt (Ur Sie mftäabigta Ortsgruppe der Deutschen Arbeitsfront Achten Sie daraus, da- 2hnen für di» Abgabe des Fragebogens eine Quittung erteil» «ird. Diese Quittung übergeben Sie Obrem Deitragskastierer bei bet nächsten Bertragsiahlung. _ ZI i Empsangsbefläiigllng M MrteBWoUeti / ter Drvgrnm »er fiuiltjto (rtdltfrea Den ausgefillltea Fragebogen bis Alitgüebä ötg Krug bei dem Amtsgericht Nidda; auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vom 1. Januar 1935 der Justizsekretär beim Amtsgericht Wörrstadt Friedrich Schönig, der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Schotten Wilhelm Ulrich und am 19. September 1934 der Studienrat an der Oberrealschule zu Heppenheim a. d. B. Heinrich Adam Schott. ♦♦ D i e Dienststunden der Polizeidirektion Gießen. Für die Zeit vom 1. Okto- ber 1934 bis 31. März 1935 sind die Dienststunden der Polizeidirektion Gießen für den Publikumsverkehr von 8.30 Uhr bis 15 Uhr, Samstags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr, festgesetzt. ** Die Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen. Der hessische Staatsminister Jung hat durch eine Polizeiverordnung folgendes bestimmt: Der §2 der 4 Amab< btt Ringet unter (8 i Die. . . Seid hilfsbereit! Aufruf des Landesbauernführers Dr. Wagner. Damit die erworbenen Ansprüche nicht verloren gehen, ist es unerläßlich, daß die Fragebogen von jedem Mitglied der DAF. und von den Verbands» Mitgliedern genau ausgefüllt werden. heil Hitler! Gez.: Willi Becker, M.d.R., Landesobmann der NSBO. und Bezirkswalter der DAF. , . du schon diesen Fragebogen ausgefüllt? Wenn nicht, dann melde dich sofort bei der Ortswaltung der DAF. oder bei deinem B e - Verordnung über die Regelung der Pollzelstunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen vom 16. Mai 1934 erhält folgende Fassung: Der Beginn der Polizeistunde für Trinkhallen und Getränke- wagen wird auf 22 Uhr festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit dem 1. Oktober 1934 in Kraft. ** Sammlung der Inneren Mission. In der Zeit vom 23. September bis 7. Oktober sammelt die Innere Mission im ganzen Reich Sach- und Naturalspenden für ihre Arbeit. Die Sammlung ist vom Reichsschatzmeister der NSDAP, genehmigt. ** S'ch werer Unglücksfall. Der 38jahrige Reichsbahnheizer Ernst Müller von hier, Vudde- straße 3, erlitt vorgestern einen Unfall. Mit einer schweren Schädelverletzung und mit Fleischwunden im Gesicht mußte der bedauernswerte Mann von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz aus seiner Wohnung in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Die Deutsche Arbeitsfront Gau Hessen-Nassau. Ein besonderes frohes Erlebnis bot sich den Mitgliedern der Hausfrauen-Beratung und den sehr zahlreich erschienenen Gästen am gestrigen Nachmittag im Saale der Liebigshöhe. Hier beging die hiesige Ortsgruppe des Hausfrauenvereins ihr fünftes Jahresfest. Oie Vereinsführerin $rou Kalbfleisch hieß zunächst im Namen der Hausfrauen-Beratung Gießens alle Besucher aufs herzlichste willkommen und führte bann etwa folgendes aus: Seit der Gründung unserer Ortsgruppe in der Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen-Vereine sind es jetzt fünf Jahre her. Wenn wir zurückblicken aus die Zeit seit der Gründung, können wir mit unfern Erfolgen zufrieden sein. Wir haben in den hinter uns liegenden fünf Jahren fleißig gearbeitet. Beweis hierfür ist unsere Lehrküche, Deren Kurse stark in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus hat die Hausfrauen-Beratung die Aufgabe und Pflicht, dafür zu sorgen, nicht nur an die eignen Kochtöpfe zu denken, sondern vor allem auch daran, ob ihre Arbeit der Familie und der Volkswirtschaft zum Nutzen gereicht. Barum hat sie von Anfang an den kauf und verbrauch deutscher Erzeugnisse empfohlen und immer wieder betont, daß die deutsche Hausfrau an Obst, Gemüse und sonstigen Erzeugnissen nur das verbrauchen darf, was im Inlands gezogen wurde. Es ist in vergangenen Jahren viel nutzlos geredet worden, weil jede Hausfrau dachte: „Das wirft die Devisenwirtschaft nicht um, wenn ich Bananen ! kaufe." Es wäre besser gewesen, wenn die Haus- Ifrau damals schon so einsichtsvoll gewesen wäre, iwie sie es allmählich geworden ist, denn heute haben iwir lange nicht mehr soviel ausländische Produkte tauf dem Markte. Darüber hinaus hat unser Reichsverband auch mach zum Wohle des Ganzen gewirkt, indem er jfür den hauswirtschaftlichen Nachwuchs «und die volkswirtschaftliche Schulung über Frauen und der Heranwachsenden jungen Mäd- achen gekämpft hat. Vor und nach dem Kriege sind unendlich viele Mädchen ohne Vorkenntnisse in den LHaushalt gegangen, wenn Büros und Fabriken ihnen keine Arbeitsmöglichkeit mehr boten. Die »Hausfrau war aber in diesem Falle der leidende Teil, denn Hauswirtschaft ist sozusagen Ersah- Fungswirtschaft und kann, wie man glaubte an« -nehmen zu können, nicht in kurzer Zeit erlernt Werden. viele ungelernte Hausfrauen sammelten ihre Erfahrung auf kosten des Geldbeutels ihres Ehemannes. Deshalb entstand das Verlangen nach Einführung rtiner häuslichen Lehre, wodurch beiden Teilen, Hausfrau und Lehrmädchen, geholfen werden sollte. Die häusliche Lehre soll einerseits einen Stamm igutausgebildeter Hausgehilfinnen heranbilden, anderseits eine Berufsausbildung schaffen, die sich zum Seaen für Familie und Volk auswirken soll. Den Abschluß dieser zweijährigen Lehre bildet eine Prü- •jung. Hier in Gießen hatten sich bisher trotz eifriger Bemühung wenig Hauslehrlinge gefunden, aber jetzt !> offen wir in kürzester Zeit eine Anzahl Lehrlinge Mr Prüfung zu bringen. Von mehreren auswärtigen Hausfrauen liegen bereits Zuschriften vor, daß ine gerne einen geprüften Lehrling annnehmen möch- en. Demnach haben diese Hauswirtschaftslehrlinge iü'ie besten Aussichten, gutbezahlte Stellen zu bekommen. Nach weiterer zweijähriger Tätigkeit ist chnen die Möglichkeit geboten, das Examen als .'Oaustzaltspflegerin abzulegen und in staatlichen oder laotischen Betrieben als Küchenleiterin oder Wäsche- !seschließerin pensionsberechtigt angestellt zu werden. Eine weitere Einrichtung der Hausfrauenvereine :üt die Leipziger Versuchsstelle. Hier werden haus- wirtschaftliche Geräte, Reinigungsmittel u. dgl. wis- 'imschaftlich und praktisch ausprobiert. Fabrikate, die diese Prüfung bestanden haben, erhalten den Son- mnstempel. Dadurch wird die Hausfrau vor Aehlkäufen geschäht und die Industrie wird veranlaßt, nur wirklich gute Fabrikate zu erzeugen. V-urn Schluß erinnerte die Rednerin daran, daß in pm vergangenen Jahren die wenigsten Hausfrauen r:en der Notwendigkeit einer Berufsorgani. fu t i o n, wie es die Hausfrauen-Beratung ist, über« yjugt waren. Heute wissen wir alle, daß wir durch d« Aufklärung und die Schulung der Hausfrau nicht rur den Hausfrauen nützen und dadurch der Fa« stille, sondern ganz besonders der Volkswirtschaft, ObermeBizinalrat Dr. Nebel-Friedberg 70 Jahre alt. LPD. Friedberg, 27. September. In diesen Tagen konnte der frühere Kreisarzt des Kreises Friedberg, Obermedizinalrat Dr. Nebel, in außergewöhnlicher körperlicher Frische und unverminderter geistiger Regsamkeit seinen 7 0. Geburts- t a g begehen. Dr. Nebel wurde in Dreieichenhain (Kreis Offenbach) geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums äu Darmstadt widmete er sich auf verschiedenen Universitäten dem medizinischen Studium. Nach Ablegung des Staatsexamens war er kurze Zeit in Sprendlingen als Assistenzarzt tätig. Dann unternahm er als Schiffsarzt mehrere Seereisen nach Südamerika und verschiedenen afrikanischen Inseln. In die deutsche Heimat zurückgekehrt, nahm er zunächst seine Tätigkeit als Assistenzarzt am Bürgerhospital in Koblenz auf. Ulrichstein, Darmstadt und Lauterbach, wo er als Kreisarzt wirkte, bezeichnen die weitere Etappe seiner Entwicklung. Am 15. April 1905 erfolgte eine Berufung als Kreisarzt nach Friedberg. Ein Vierteljahrhundert segensreichen Wirkens sollte ihm hier beschieden sein. 1908 wurde ihm der Titel Medizinalrat verliehen. Neben seiner kreisärztlichen Tätigkeit wirkte er während des Krieges als Stabsarzt und zuletzt als Oberstabsarzt und Chef der Friedberger Garnisonlazarette. Auch auf sozialpolitischem Gebiet entwickelte Dr. Nebel eine um« assende Tätigkeit. Im Alice-Frauenverein und als Vorsitzender des Roten Kreuzes bot sich ihm (9e= legenfjeit, in allen Bezirken fürsorgerischer Tätigkeit zur Linderung von Not und Elend kranker und wirtschaftlich schwacher Volksgenossen segensreich zu wirken. Mit Freude hat er sich durch seine Mitarbeit in der NS.-Volkswohlfahrt auch in den Dienst der nationalsozialistischen Bewegung gestellt und damit seine innere Anteilnahme an dem großen Werk bekundet. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 27. Sept. In den letzten Tagen wurden die Ob ft bäume unserer Gemarkung gezählt. Danach sind vorhanden: an Apfelbäumen insgesamt 2601; davon sind ertragsfähig 1996, noch nicht ertragsfähig 510, abgängig 95. Die Zahl der Birnbäume beträgt 961, davon ertragsfähig 836, noch nicht ertragsfähig 96, abgängig 29. Von den Birnen find 778 als Hoch- und Halbftämme, 111 als Niederstämme und 72 als Spalierobst gepflanzt. Pflaumen- und Zwet- chenbäume wurden 2040 gezählt, davon gelten als ertragsfähig 1840, als noch nicht ertragsfähig 186, als abgängig 14 Bäume. Es wurden ferner fest- gestellt 38 Kirschbäume, 63 Mirabellenbäume, 2 Reineclaudenbäume, 2 Aprikosenbäume, 32 Pfirsichbäume und 5 Nußbäume. y Großen-Linden, 27. Sept. Dieser Tage eierte der hiesige Gesangverein „Harmonie" ein Wiedersehen mit dem Gesangverein Frankfurt-Fechenheim. Die beiden Vereine, die sich bei einem Gesangswettstreit in Großen- Linden im Jahre 1925 befreundeten, unterhallen Millionen von Volksgenossen wurden durch den Nationalsozialismus wieder zu Arbeit und Brot geführt; wenn immer noch ein kleiner Teil außerhalb des Erwerbslebens steht, so ist es die Pflicht des ganzen Volkes, diesen Volksgenossen gerade in den schweren Monaten des Winters zu helfen. Das Bauerntum wird hierbei, dessen bin ich mir gewiß, sein Bestes tun. Niemand soll mehr geben als er kann, aber jeder muß das, was er erübrigen kann, mit freudiger Opferbereitschaft zur Verfügung stellen. Gerade durch Spenden von Lebensrnitteln kann am besten zur Linderung der Not beigetragen werden. Ich rufe daher das Bauerntum der Landesbauernschaft Hessen-Nassau und die Mitglieder des Reichsnährstandes zur Teilnahme an dem Winterhilfswerk 1934/35 auf. Der Landesbauernführer: Dr. Wagner. und das ist Dienst am Volke und Pflicht am Vaterlande. Die interessanten Ausführungen der Rednerin wurden mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Der unterhaltende Teil. In dem nun folgenden unterhaltenden Teile tanzte die kleine Erika W e l l e r, am Klavier sehr schwungvoll und meisterhaft begleitet von Frau Schneider-Eckhardt in anmutiger und graziöser Weise „Rosen aus dem Süden", „Petersburger Schlitten- fahrt" und „Geschichten aus dem Wiener Wald". Die Damen L u h , Pelka und U t p a t e l trugen stimmungsvoll Hermann Lönssche Lieder zur Laute vor. Besonders gut gefielen auch die von Herrn Kinkel gedichteten und von Frau S t i ch t e n o t h vertonten Lieder, die ernsten, schwermütigen Charakter trugen. Nach der Pause ergötzte Frau Stroh durch eine famose Selbstdichtung über „Unsere Blütenfahrt nach Braunfels", die durch ihre Urwüchsigkeit nicht endenwollenden Beifall hervorrief. Den Abschluß und zugleich den Höhepunkt des Abends bildete ein von Frau Margot DennL, der 2. Vorsitzenden des Hausfrauenvereins Spangenberg, verfaßtes Spiel von Hausfrauen und Haustöchtern, betitelt „Mit uns zieht die neue Zeit", gut und fad)« männisch einstudiert von Frau Kinkel. Die Mitspieler waren so eifrig beim Spiel und hatten ausnahmslos ihre Rollen so wunderbar erfaßt, daß es ein Genuß war, dem Dargebotenen zu folgen. Das Stück zeigte inhaltlich die Gegensätze zwischen der Haustochter der hinter uns liegenden Zeit und dem Haushaltslehrling von heute, und schloß mit einem flotten Volkstanz mit Lautenbegleitung und in einem stimmungsvollen Bühnenbilde sehr wirkungs« voll gelungenen Chorlied: „Wenn wir schreiten Seit' an Seite und die alten Lieder singen, daß die Wälder widerklingen, fühlen wir, es muß gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit". In ihrem Schlußwort dankte Frau Kalbfleisch allen, die zum Gelingen des 5. Jahresfestes beigetragen hatten. TSO Jahre £. <5. Wittichfche Hofbuchdruckerei-Darmstadt. * Darmstadt, 28. Sept. Die Verlagsanstalt L. C. Wittich'sche Hofbuchdruckerei in D a r m st a d t, in deren Verlag seit 196 Jahren auch das „Darmstädter Tagblatt" erscheint, begeht am 1.0 (tob er 1934 das Jubiläum ihres 2 5 0-' jährigen B e st e h e n s. Die Gründung erfolgte im Jahrs 1684 durch den Nürnberger Buchdrucker Sebastian Griebel, der 1699 ausschließliches Druckerei-Privileg erhielt. Nach feinem Tod übernahm der zweite Gatte seiner Frau, ©ottfrieb Haußmann, im Jahre 1701 das Unternehmen. Da Hausmann kein gelernter Buchdrucker war, mußte er im Jahre 1717 die Druckerei an den Darmstädter Verleger Johann Christoph Forter verkaufen, auf den auch Haußmanns Privileg überging. 1739 ging der Besitz der Druckerei auf Forters Schwiegersohn, Gottfried Heinrich Eylau, über. Dessen Schwiegersohn, der spätere Hofrat Johann Georg Wittich, brachte das Unternehmen dann in den Besitz dieser Familie, von der es heute noch geführt wird. Johann Georg Wittich druckte 1771 Klopstocks „Oben unb Elegien" (34mal für bie Große Lanbgräfin Karoline von Hessen); 1772 bis 1775 Schriften Goethes unb Mercks, bie „Offian"« Ausgabe, zu ber Goethe eine Titel-Vignette rabierte; schließlich bie Erstausgabe von Goethes „Götz von Berlichingen". Aus Anlaß bes Jubiläums erscheint eine Festschrift: „Der Buchbruck in Darmstabt 1605 bis 1764" von Hermann Bräuning-Oktavio. Rundfunkprogramm Samstag, 29. September. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmelbungen. 6.55: Frühkonzert bes Phllharmon. Orchesters. 8.15: bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saarbienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Von Stuttgart: Mittagskonzert III. „Wer wollte sich mit Grillen plagen!... 14.30: Quer burch bie Wirtschaft. 15.10: Lernt morfen! 15.30: Aufforberung zum Tanz. 16: Buntes Nach- mittagskonzert. 18: Stimme ber Grenze. 1^20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsenbung. 19: Unterhaltungskonzert bes Runbfunkorchesters. 20' Nachrichten. 20.05: Saarlänbische Umschau. 20.15: Bunte Stunbe. „Runb ums Oktoberfest!" 22: Geschichte unb Lanbschaft am Wege Bübingen, eine oberhessische Stabt. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten seit bieser Zeit steunbschaftliche Beziehungen. Nach ber Begrüßungsrebe bes 2. Vorsitzenben, Fabrikant Wilhelm Stroh, bankte ein Vertreter bes Fechen- heimer Gesangvereins unb unterstrich, baß bie au« ßerorbentliche Gastfreunbschaft ber Großen-Linbener Sangesbrüber mit ein Grunb sei, befonberen Wert auf ihre Freunbschaft zu legen. Im Verlaufe bes Abenbs würben von ben Vereinen oerschiebene Chöre zu Gehör gebracht, bie ben Beifall ber sehr zahlreichen Besucher fanben. Bei Tanz unb gemütlichem Beisammensein fanb ber Abenb einen schönen Abschluß. * Ä n n e r o b, 27. Sept. Der 48 Jahre alte Lanb- roirt Karl Bramm von hier erlitt einen Bruch des. rechten Beines und mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden. * Lollar, 28. Sept. Der Flieger st utz- punkt Lollar wird am morgigen Samstag um 18 Uhr unter Teilnahme von Führern des DLV. und Abordnungen verschiedener Formationen im Saalbar der „Germania" die Taufe zweier S ch u l u n g s flugzeuge vornehmen. Alle Freunde und Förderer des Luftsports sind willkommene Gäste. * Saubringen, 26. Sept. Heute beging in körperlicher und geistiger Frische Frau Anna Braun Witwe ihren 80. Geburtstag. Sie ist die älteste Einwohnerin unseres Ortes. fti