Mittwoch, 28. März M4 184. Zahrgang Nr. 74 Erster Matt Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8' /2Ul)r des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps-, für Text- «ureigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger !oatz 25% mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Eelegenheitsanzei- gen 5 Vpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Kurz vor seiner Abreise sandte der Präsident dem Kongreß eine Botschaft, worin er gegen das von beiden Häusern unter starkem Druck der Knegsveteranen schließlich angenommene Kriegsveteranengesetz Einspruch erhebt. Der Präsident bezeichnet das Gesetz, worin den Beteranen Bezüge von insgesamt 2,4 Milliarden Dollar zugebilligt werden, als viel z u weitgehend. Es ist das erstemal, daß ein amerikanischer Präsident dem Parlament inmitten einer wichtigen Tagung durch den Anttitt einer Urlaubsreife feine Nichtachtung zeigt. Dies sowie die Zustimmung der Oefsentlichkeit zu der Schlichtung des Streits zwischen den Autofabriken und den Arbeitern zeigt die starke Führerrolle, die sich Roosevelt erringen konnte. Die Krisis in der Schweiz. Innere Umbildung des Bundesrats. Bern, 27. März. (DNB.) Die Katholisch- Konservativen haben den Ständerat Etter aus Zug mit großer Mehrheit als Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesrates M u f y bestimmt. Man nimmt an, daß sich sowohl die Radikalen, als auch die Bauernpartei dieser Wahl a n s ch l i e ß e n werden. Die Genfer „Suisse" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß durch eine Unterstützung der Kandidatur seitens der Radikalen die seit vielen Jahrzehnten bestehende Koalition zwischen Radikalen und Katholisch-Konser- Datioen wieder hergestellt fein wird. fühle geäußert, die zu der Annahme berechtigten, daß der junge Herrscher, ebenso wie sein Vater, ein qr a-feer Freund Frankreichs sei Der wesentliche Teil der Brüsseler Verlautbarung über seine Besprechungen mit dem belgischen Außenminister sei der Teil, der sich mit der Gefahr einer Wiederaufrüstung Deutsch lands befasse. Die französische Regierung habe sich nie einem Abkommen widersetzt, Bedingung aber sei, daß es feste Bürgschaften enthalte. Aus dieser Grundlage sei auch die Verständigung mit Belgien erzielt worden. zu stellen, als jetzt auch in Rumänien der große Rückschlag der Verzweiflung nach der Auflösung der , Garde" eingetreten ist Aber auf diese Ebbe wird dereinst die" hohe Flut wieder schwellend folgen, denn die ungestüme Presserin, die Not, die den Besten immer aufsucht und ans Ruder stellt, die setzte auch diesen Eodreanu in sein Amt und schrieb ihm die Bestallung! Roosevelt tritt seinen Oster- urlanb an. lichere Niederlage erleiden soll, als damals, da die Sturmscharen Falkenhayns Rumänien überfluteten. Hinter diesen beiden Hauptfiguren des Prozesses drängen sich im dämmrigen Verhandlungssaale die restlichen Angeklagten als Statisten. Meist junge Studenten, darunter aber auch gereifte Gelehrtenköpfe, Bauern, Bürger und Beamte, untermischt mit Geistlichen, jungen Mädchen und jungen Offizieren, die in ihrer Gesamtheit eben das junge Rumänien schlechthin verkörpern und in deren Augen jener „mystisch-religiöse Fanatismus" glüht, den die Anklageschrift der „Eisernen Garde" als solchen schlechthin vorwirft. Der Name D u k a wird in Die iranzösische Preise fordert enge militärische Ansammenarbei! Frankreichs und Belgiens. land angedeutet feien. Belgien trete nach dieser Richtung hin dem französischen Standpunkt vorbehaltlos bei. Barthou sehr zufrieden nach Paris zurückgekehrt. Pans, 28. März. (DNB. Funkspruch.) Außenminister Barthou ist um Mitternach aus Brüssel wieder in Paris e i n g e t r o f f e n. Er äußerte sich sehr befriedigt über feine Brüsseler Besprechungen. Der König habe für Frankreich Ge- Auf bruch der Jugend in Rumänien. Don unserem H.T -Senchierstafter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Bukarest, Ende März 1934. Wer Gelegenheit gehabt hat, den ersten großen politischen Prozeß, der sich im Jahre 1924 vor den Schranken eines Münchner Gerichts im Anschluß an die blutigen Ereignisse vor der Feldherrnhalle abgerollt hat, mitzuerleben, der kann sich als Zuhörer im Attentatsprozeß Duka, der zur Zeit in Bukarest verhandelt wird, des zwingenden Eindrucks nicht erwehren, als seien die historischen Tage von München wiedergekehrt. Vergleiche zwischen dem Münchner Prozeß und den Bukarester Verhandlungen zu ziehen, ist natürlich ein heikles Unterfangen, aber die Parallelen sind so verblüffend, daß niemand, der sich wirklich ernsthaft mit dem großen Problem befassen will, die das Gesicht des 20 Jahrhunderts formen und gestalten, um diesen Vergleich herumkommt.Denn erst, wenn man beide Prozesse miteinander vergleicht, wird man die Dinge verstehen, um die es heute in Bukarest geht, und läuft nicht Gefahr, falsche politische Rückschlüsse zu ziehen, die sich sonst unweigerlich bitter rächen müssen. Blut floß auf dem Bahnhof Sinaia, als der Ministerpräsident Duka im Feuer der Revolverschüsse des Studenten Konstantinesku zusammenbrach. Aber im Mittelpunkt dieses Duka-Prozesses steht heute schon nicht mehr der tote Ministerpräsident ... nein! Vor die Schranken des Tribunals sind die Vertreter jener zwei Weltanschauungen getreten, deren unterirdischer, zunächst kaum beachteter Kampf zum ersten Male der Münchener Prozeß in das Licht gerückt hat und der jetzt auch in Bukarest zum ersten Male in offener Arena ausgefochten werden soll Vorbehaltlos demfranzösischen Standpunkt beigetreten. Das Schreckgespenst einer deutschen „Aufrüstung" mutz herhatten. Brüssel, 27. März. (DNB.) Der französische Außenminister Barthou traf am Dienstagnachmittag zu dem angekündigten Besuch in Brüssel ein. Außenminister Hymans gab dem Gast ein Essen, an dem auch der Ministerpräsident Graf de Brocqueville teilnahm. Am Nachmittag hatten die beiden Außenminister in Anwesenheit des französischen Botschafters und des Generalsekretärs des Außenministeriums Langenhove eine Besprechung über die schwebenden außenpolitischen Fragen lieber die Besprechung wurde folgende Verlautbarung ausgegeben: Louis Barthou und Paul Hymans hatten heute nachmittag im Außenministerium eine lange Besprechung, die infolge ihrer engen Beziehungen einen besonders freundschaftlichen Charakter hatte. Beide haben die europäische Lage geprüft. Sie haben ihre Uebereinftimmung festgestettt bezüglich der Gefahr einer wieder- aufrüffung Deutschlands. Sie haken sich gleichfalls besorgt gezeigt hinsichtlich der Folgen, die ein R ü st u n g s w e t t l a u s nach sich ziehen würde. Um diese Gefahren zu beschwören, haben sie den Abschluß einer internationalen Konvention, die ernffe Garantien für ihre Ausführung enthalten müsse, als wünschenswert bezeichnet. Die Besprechung bezog sich sodann auf die verschiedenen Fragen, die die Beziehungen der beiden Länder angehen. Die Unterhaltung hat in wesentlichen Punkten eine Uebereinftimmung der Meinungen der beiden Regierungen ergeben. würden. Englands öffentliche Meinung wird ungeduldig. London, 28. März (DNB. Funkspruch) In einem von Lord Howard os Penrith, Sir Edward Righ und Wickham Steed unterzeichneten Brief an die „Times" wird gesagt, daß die britische Regierung unverzüglich eine Konferenz ein« berufen sollte, die die Aufgabe haben würde, über die Frage der Sicherheit und der Stellung des britischen Reiches zum Völkerbund Beschlüsse zu fassen. Wenn sich nicht die Regierung Großbritanniens und der Dominien auf eine Politik der Verteidigung und der Sicherheit einigten, dann würden die kriegerischen Vorbereitungen in der ganzen Welt unaufhaltsam weitergehen. Eine Entschließung des Vollzugsausschusses der englischen Völkerbundsvereinigunq bedauert, daß die französische Regierung in ihrer Note nichts sagt, i n we 1 chein Maß sie abrüsten würde, falls sie die verlangten Sicherheitsbürgschaften erhielte. Da aber die Franzosen „Gleichheit in einem Regime der Sicherheit" grundsätzlich annähmen, hätte man das Recht zu erwarten, daß sie bei Uebernahme der Bürgschaften einen weiteren Schritt in Richtung auf die Abrüstung tun würden. Die Entschließung verlangt u. a., daß sich die Regie- rung für fchrittweifen Abbau aller Angriffsrüstungen zu Lande einsetzen solle, die gegenwärtig Deutschland verboten seien. Das eigentliche Attentat und die jungen Studenten, die es ausführten, bilden nur die Staffage für den großen Zweikampf, den Zelea Eodreanu, der Führer der „Eisernen Garde" zusammen- gefaßten nationalistischen rumänischen Jugend, mit jenen fünf Generälen durchkämpft, die als die sichtbaren Repräsentanten des herrschenden Systems den alternden Staat gegen den Aufbruch der Jugend zu verteidigen haben. Codreanus große Rede, die er an dem historischen zweiten Prozeßtage hielt, deckt sich inhaltlich vollkommen mit dem, was Adolf Hitler seinerzeit im Münchener Prozeß ausgeführt hat, als er die Sorgen, Nöte, Wünsche und Ziele einer um ihr Bestes betrogenen Jugend klarlegte. Auch der 36jährige Eodreanu ist ein Redner von mitreißendem Schwung, der nicht nur das ganze Auditorium, sondern auch die Richter und die An- seinen Bann zu ziehen versteht. Denn all Eodreanu sagt, sind solche Selbstverstand- daß es eben unmöglich ist, irgendwelche Gegenargumente dagegen ins Feuer zu Teil Charakteristisch für Eodreanu ist weiterhin sein Haß gegen die „westliche Demokratie französischer Herkunft" und die Erbitterung, mit der er gegen den „s r n z ° s i! ch - n 'Banti -/'kämpft, der Rumänien zu einer Kolonie Frankreichs herabzu würdigen versucht Bezeichnend sind auch lerne wiederholten Erklärungen, daß die Garde zwar auf die Vernichtung Der derzeitigen runiamschen Systemregierung hinarbeite daß sic‘ btefes_3iel aber nur auf legalem Wege erstrebe. Sein letztes Q-ie[ iff der .Legionärstaat", als Synthese zwischen altrömischer Dienstauffassung und modernem nationalistischem Denken Arbeit, Brot und Raum will Eodreanu Der rumänischen Jugenb schaffen, drei Dinge Die ihr ein Geschlecht, das Das „front"leb= nis nicht oerftanDen hat" nicht geben konnte unD nM%”r°“anu steht ..der Genera," D.estr Ge- neral C a n ta c u z i n o, dessen Familie schon einmal Dem alten Byzanz einen »«‘uern- bat sich mit seinen 65 Jahren Dem jungen Bauernsohn Cobreanu unterstellt^ Cantacuzinv em im Krieg unD FrieDen hochverbienter ^steral war Der erste Legionär, Der zu CoDreanu stieß, em Gene ral, Der Den GrünDen Der rumänischen M-wber age bis in ihre tiefsten unD unsichtbarsten ®^a|telun- gen nachgegangen ist unD Der daDurch zu Der Ueb - zeugung kam, Dafe Die Veranwortlichen von heute nichts gelernt unD alles vergessen haben. Er ist em Mann, Der erkannt hat, Dafe neue Wege eingeschla- gen werDen müssen, um Die Armee aus Den parteipolitischen Verstrickungen zu losen, wenn sie nicht im entscheiDenDen Augenblick eine noch surcyter- Paris 28. März. (DNB. Funkspruch )„Fran-slanDunDJtaliei» wünsche, gleichgültig, welche zö fisch - belgische Einigkeit in Der Ab- Opfer Die französische Regierung Dabei ihrer eige= lehnung Der Deutschen Aufrüstung, Die Den Frieden nen Auffassung bringen müsse Die Schwache Der gefährDet", — Das ist Das Leitwort, in Dem Die belgischen Auffassuno liege Dann, Dafe Die Aktion Des französischen Blätter fast einstimmig Die kurze Reise französisch-englisch-italienischen Blockes gelahmt unD Des französischen Außenministers Barthou nach Die Entente unwirksam werDe, wenn Die Drei Staaten DeutschlanD zü viele ZugestänDnisse machen Belgien wieder fest an die Kandare genommen Erfolgreicher Besuch Barihous in Brüstel. Eng'anD erreichen „Echo De Paris" spricht von Brüssel als e r ft e r Station Der Rundreise Die Der Minister unternehmen wolle, um Die BünD - nisse unD F r e u n D s ch a f t e n wieDer zu b e s e st i g e n , Die sich unter BrianD unD Paul- Boncour gelockert hätten. Hätte Die Durchführung s g a r a n t i e, Die Frankreich verlange, Aussicht auf Annahme? EnglanD wolle Doch höchstens eine wirtschaftliche BlockaDe in Rechnung stellen. In Wirklichkeit sei aber militärische Hilfeleistung unerläßlich unD wenn nicht Frankreich, so roürDen anDere Staaten Das aussprechen Hoffentlich haben Barthou unD Hymans Die NotwenDigkeit erkannt, De n französischen unD Den belg i s ch e n ©eneralftab z u einer eifrigen Zusammenarbeit zu bestimmen, als Das in Den letzten Jahren Der Fall war. Der „Figaro" will Durch Die Reise Barthous alle Befürchtungen Der ReDe De Broguevilles zerstreut sehen unD glaubt auch feststellen zu können, Daß Die englische Öffentlichkeit Den allgemeinen Charakter Der französischen Sicherheitsfor- Derung zu begreifen beginne. — „OrDre" stellt in Den VorDergrunD, Dafe Die belgische Regierung vor allem eine m ö g 1 i ch st enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Eng- kaum noch erwähnt, Das Attentat bereits eine untergeorDnete Rolle, DaDurch aber wächst Der Prozeß weit über seinen ursprünglichen Rahmen hinaus, er wirb Damit zum „Prozeß Der rumänischen Iugen D", zur Tragödie einer Generation! Codreanu hat bereits überzeugend nachgewiesen, daß die Leitung der „Garde" von diesem Attentat völlig überrascht worden sei. Das Duka-Attentat war die Tat eines einzelnen, und es hätte nach Codreanus Ansicht nur Dann einen „Sinn" oDer einen „Zweck" gehabt, wenn es als Signal ober als Fanal gebacht gewesen wäre, als Zeichen zur sofortigen Machtübernahme! Aber irgendwelche Vorbereitunaen hatte bie Garbe bazu nicht getroffen. Wie Adolf Hitler einst in München, |o benutzt auch Cobreanu Die Anklagebank als ReDnertribiine unD entwickelt Dort mit hinreißenDem Schwung feine großen GeDanken „Meine Herren Richter", so x\>\ er in Den Saal, „wir arbeiten nicht für Die Gegenwart, Denn unsere Zeit ist noch nicht gekommen, wir arbeiten nur für Die Zukunft! Um Vergangenheit unD Gegenwart ist Die rumänische JugenD bereits betrogen warben, aber wir lassen es uns nicht gefallen, Daß Der französische Bankier unserer JugenD auch noch Das letzte raubt, was sie besitzt: Den Glauben an eine bessere Zukunft! Für Diese Zukunft arbeiten wir, an sie glauben wir!" Den tieferen Sinn Dieser Worte gilt es zu erkennen unD festzuhalten CoDreanu gibt Damit offen zu, Daß sein Weg zum Ziel noch lang und schwer ist weil Die nationale Bewegung in Rumänien eben erst Dort steht, wo Der Nationalsozialismus >n DeutschlanD anno 1924 stanD Als autzenpolitischer Faktor ist sie zur Zeit um so weniger in Rechnung Etwas weiteres kommt hinzu: nicht ohne Absicht trägt CoDreanu stänDig Das schöne bunte National- kleid Der rumänischen Bauern, aus Denen er hervorgegangen ist? Das ganze Denken unD Fuhlen Dieser' Bauern Dreht sich in Rumänien nur um Den B o D e n, Den Der Bauer mit jeDer Faser feines Herzens liebt, Den er im Schweiße seines Angesichts bearbeitet unD Der ihm heute .. nicht mehr gehört! Man muß Die VerbunDenheit Der rumänischen Bauern mit Der Scholle kennen, um die tiefe Symbolik zu verstehen, die in dem «Säckchen mit Erde gefüllt" liegt, das jeder „Legionär Codreanus nach feiner endgültigen Aufnahme 'N die „Eiserne Garde" überreicht bekam. Es soll ihn immer und jederzeit an bie Scholle erinnern, für Deren Befreiung aus Den Hänben ber „überstaatlichen Mächte" jeher Garbist jeberzeit sein Leben einzusetzen hat. Damit ibentifiziert sich also bie Garbe" mit bem heißen Wunsch aller rumänischen Bauern, Die 80 v. H. Der Gesamtbevölkerung ausmachen unD Die „Das Volk schlechthin" Darstellen Aber noch schläft Dieses Volk zum großen Hymans hat nach einer Mitteilung Des „Jn- transigeant" Dem französischen Außenminister erklärt, man habe Die ReDe Des MinisterpräsiDenten De Brocqueville falsch a u s g e I e g t. An Den französch-belgischen Beziehungen habe sich nichts g e ä n D e r t. Die ReDe De Brvcquevilles bringe nur Die Befürchtungen Belgiens angesichts Der Deutschen Aufrüstung (??) zum AusDruck. Die einzige Möglichkeit, Die in Der angeblichen Deutschen Aufrüstung liegende Gefahr zu beschwören, sei ein Abrüstungsabkommen ober eine Entente zwi - ch e n Frankreich, Italien unD En g - ianD. Belgien halte eine solche Entente für Den besten Schutz unD werDe alles tun, sie zu förDern. Auf jeDen Fall müsse man, wenn man bas Schlimmste verhüten wolle, bie beutschen Rüstungen burch Kontrolle e i n s ch r ä n k e n unb bestimmte Sicherheitsgarantien erhalten, wie sie in ber französischen Antwortnote an Eng- Des französischen Außenministers Barthou nach Brüssel besprechen. Daran schließen sich Dann Die bekannten Freundschaftsbeteuerungen an. So erklärt Der „Mati n" . es sei Frankreich wie Belgien unmöglich, ein allgemeines Abrüstungsabkommen anzunehmen, das nicht alle Sicherheits- garantien Den LänDern gebe, Die. unter Dem Krieg am meisten gelitten hätten. Barthou wolle jetzt eine richtigere Beurteilung Der Tatsachen in Den BerbanDlunaen l Washington, 27. März. (DNB.) In froher tot als solches schelt | Stimmung verabschieDete sich PrasiDent Roosevelt . .. . . ™ 'r Xnr STlroflö nm mif (pimpt sftnrhi ptnp rphntäaiap ....... ii ' Gleichzeitig mit Der Wahl Des neuen BunDes- ratsmitglieDes soll eine innere UmbilDung Des Bundesrates stattfinden. Man nimmt an, daß Etter die Abteilung für innere Angelegenheiten übernehmen wird und daß die wichtige Leitung der Finanzen dem Präsidenten des Bundesrates P i 1 e t - C v 1 a z übertragen wird. Der bisherige Leiter der inneren Abteilung Meyer, würde Dann Eisenbahn- unD P v st übernehmen. Das „Berner Tageblatt" ist Der Meinung, Daß Die Staatskrise noch immer anDauert. Es bezeichnet insbesvnDere Die Demission Des Bun- Desrates S ch u 11 h e ß als ein Gebot Der StunDe. Das 4-MiUiarden-Loch im französischen Staatssäckel. Schärfste Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen. Paris, 27. März. (DNB.) Das allgemeine Sparprogramm, an Dessen Ausarbeitung Der Finanzminister augenblicklich arbeitet, um Den Fehlbetrag von vier MilliarDen Franks im französischen Haushalt für 1934 zu Decken, hat in Den letzten Tagen greifbare Formen angenommen. Die Son -- Derbe ft euerung Der Gehälter unb Pensionen soll an Stelle eines von ber früheren Kammer verabfchieberen Gesetzes, wonach Einkommen unter 12 000 Franks unberührt bleiben sollen, jetzt nur bie Einkommen unter 9 0 0 0 ober womöglich sogar unter 7000 Franks unberührt lassen. Man hofft, ba- burch etwa 166 000 Beamte unb Pensionsempfänger zu erfassen, bereu Einkommen zwischen 9 unb 12 000 Franks liegen. Die So nb erbe st euerung größerer Einkommen soll wesentlich erhöht werben. Außerbem ist beabsichtigt, bie staatliche Unterstützung ber S o z i a l v e r s i ch e - r u n g e n in Höhe von einer halben Milliarbe Franks e i n z u st e l l e n. Die bisher gewährten Steuererleichterungen sollen in Fortfall kommen. Man ist sich jeboch im klaren Darüber, Daß alle Diese Maßnahmen nicht genügen werDen, Das Vier-MilliarDen-Loch zu stopfen, unb man wirb beshalb nicht baran vorbeikommen, auch von ben Kriegsteilnehmern unb wieber verheirateten Kriegerwitwen Opfer zu for* bern. dem aus dem 75 aus dem 75 aus t. 50 285 der Millionen (2 weniger), Gesellschaftssteuer Börsenumsatz- Lie Steuern nicht die Wirtschaft auffressen, sonderen Warum das Gesetz zur Kontrolle der Rohstoffeinfuhr? Aufklärung derAuslandspreffe Die Mark setzen 175 Dieser neue Reichshaushalt ist also, obgleich mit kühlem Rechensinn aufgestellt, durchaus ein Bild des hoffnungsfreudigen Zuges, der durch das neue Deutschland geht. Es geht nicht mehr bergab, sondern allmählich bergauf. Die große Reichsreform, die im Werden ist, führte notwendigerweise zu einem Ermächtigungsgesetz für den Reichsfinanzmini st er, um den lieber- gang von Länderverwaltungen auf das Reich usw. auf dem Verordnungswege zu ergänzen, wobei wichtig bleibt, daß die bisher von den Ländern für presse über die deutsche Arbeitsbeschaffung statt, auf der Reichsarbeitsminister S e l d t e und die Staatssekretäre Dr. Posse und Reinhardt Vorträge über die technische und finanzielle Durchführung des großen Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsreglerung und die Handelspolitik Deutschlands hielten. die Verwaltung ausgeworfenen Mittel keinesfalls erhöht werden dürfen. Damit ist dem Prinzip der Stabilität Rechnung getragen. Wenn im Etatsjahr 1933/34 ein Fehlbetrag fest- gestellt werden wird, soll dieses Defizit durch Kredite zunächst ausgeglichen werden. Denn der neue Reichshaushalt muß und wird unter allen Umständen gesichert und ausgeglichen bleiben. Die Zeit zwingt zur Sparsamkeit und demgemäß ist auch der neue Reichshaushalt ein Haushaltsplan sparsamster Art. Die Errichtung der Außenhandelsstelle für das Mein-Main-Gebiet. spreche der nationalsozialistischen Auffassung, daß beim wirtschaftlichen Wettbewerb jedem die gleichen Voraussetzungen zum Start gegeben sein sollen. Eine wichtige Aufgabe sei ferner, den immer deutlicher werdenden Monopolisierungswünschen der hanseatischen Auhenhandelsfirmen entgegenzutreten. Der hanseatische Exporthandel sei gar nicht genügend fachlich orientiert, um der rhein-mainische'n Qualitätsindustrie die Wege nach Ueberfee erschließen zu können. Der Vorsitzende des Vorstandes der Außenhandelsstelle, der Reichsführer des Deutschen Handels und Treuhänder der Arbeit, Dr. L ü e r, erklärte: Wenn von der Notwendigkeit des deutschen Außenhandels gesprochen werde, so bedeute dies nicht eine Schwenkung der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik. Die Wirtschaft sei ein lebendiger Organismus und dieser könne nur dann seine vollen Kräfte entfalten, wenn alle seine Glieder an dem allgemeinen Blutkreislauf lebendigen Anteil nehmen. Alle Welt weiß heute, daß die gesamte Politik der Nachkriegsjahre auf völlig falschen Voraussetzungen beruhte. Die Welt sollte aber auch wissen, daß es nunmehr höchste Zeit sei, die Grund- übel der jetzigen Situation aus dem Leben der Völker auszumerzen. riums weist u. a. für das Reichsgesundheitsamt 1 623 800 Mark, für die Physikalisch-Technische Reichsanstalt 1 649 700 Mark, für das Reichsarchio 1 114 200 Mark, für Landesaufnahme 4,8 Millionen Mark und für die Technische Nothilfe 1 Million Mark. aus. Für das Reichswirtschaftsmini st erium sind 19,2 Millionen Mark eingestellt, für das Reichsarbeitsmini st erium und die dazu gehörigen Arbeitsgebiete 1 019 830 350 Mark, also mehr als eine Milliarde. Davon kommen auf die Sozialversicherung rund 520 Millionen Mark, auf die Arbeitslosenhilfe rund 265 Millionen Mark, auf die Wohlfahrtspflege rund 120 Millionen Mark, auf das Wohnungswesen rund 60 Millionen Mark. Das Reichsjustizministerium hat Ausgaben in Höhe von rund 13 Millionen Mark, davon kommen auf das Reichspatentamt 8,3 Millionen Mark und auf das Reichsgericht in Leipzig 3,6 Millionen Mark. Für das Reichs- Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft sind rund 115 Millionen Mark an Ausgaben vorgesehen, für bas Neichsverkehrs- Ministerium insgesamt 76 Millionen Mart. Das Ausland und die deutsche Arbeitsbeschaffungsaktion Dir konnten auch unsere ganzen staatlichen Willenskräfte und Organisationsfähigkeiten, sowie alle Leistungen des autoritären Staates und eines fleißigen und begabten Volkes auf den Export konzentrieren. Ls kann kein Zweifel darüber bestehen, daß wir damit alle Zoll- und V a l u t a s ch r a n k e n überspringen würden, aber die Auslandsmärkte würden in eine nochgrößere Verwirrung geraten, als dies heute schon der Fall ist. Das Ausland mähte also mit der augenblicklichen Wirtschaftspolitik in Deutsch, land, die alle Kräfte für den Inlandsmarkt systematisch zusammenfaßt und das Schwergewicht der Arbeitsbeschaffung auf eine zweckentsprechende Organisation der inländischen Wirtschaft legt, sehr zufrieden fein. Dabei kann uns sehr bald d i e Devisenlage z u einer Forcierung des Exportes zwingen. Eine gesunde Volkswirtschaft darf immer nur zu einem geringen Teil vom Export leben. Deshalb wird die deutsche Wirtschaftspolitik auch in Zukunft die weitere Bekämpfung der Arbeitslosigkeit m i t Maßnahmen auf d e m I n l a n d s rn a r k t e in erster Reihe in Angriff nehmen und sich sobald wie möglich von der Einfuhr von Auslandsprodukten, die wir im Inlands erzeugen können, befreien müssen. Die Frage der Ersatzprodukte ist lediglich eine Frage der Preise und des Absatzes im In lande, die durch organisatorische und verwaltungspolitische Maßnahmen gelöst werden wird. sich wie folgt zusammen: Millionen Mark Wechseleinlösung Papen-Programm; Millionen Mark Wechseleinlösung Sofort-Programm; Millionen Mark Wechseleinlösung Wechsel st euer 50 Millionen (8 mehr), Per - sonen-Beförderungssteuer 90 Millionen (10 Millionen weniger) für Güterbeförderung 100 Millionen Mark (10 mehr). Bei den Verbrauchssteuern behält die Tabaksteuer ihren früheren Ansatz (775 Millionen), dte Zucker st euer soll 15 Millionen mehr einbringen (300 Millionen). Die Salz- steuer bleibt mit 65 Millionen unverändert. Die Schaumwein st euer (3,9 Millionen) fällt weg. Der Ertrag der B i e r ft e u e r ist von 280 auf 370 Millionen Mark gesteigert; hier dürfte der lieber- gang der gemeindlichen Besteuerung schon in Rechnung gestellt sein. Das Spiritusmonopol ist mit 5 Millionen höher veranschlagt, 145 Millionen Mark. Die Zündwaren st euer bringt nur 12 Millionen Mark (1 Million mehr). Die Miner al- ölsteuer ist mit 15 Millionen (1 Million mehr), die Fett st euer auf 140 Millionen Mark (bisher 150 Millionen), die Reichsschlachtsteuer auf 200 Millionen Mark veranschlagt. Die letztere wird den Ländern zurückerstattet. — Zolleinnah - men sind 80 Millionen Mark weniger vorgesehen (1080 Millionen). Oie Ausgaben. Die Ausgabenseite setzt sich aus den fortlaufenden Ausgaben mit 5 888 212 650 Mark und den eintilg u n g (420 Millionen Mark) ausgefetz Ermächtigung zur Kreditübernahme. Durch das Reichshaushaltsgesetz wird scheinen bei Steuerzahlungen. Vorbelastung war auf etwa 900 Millionen geschätzt worden. Sie tritt in diesem Jahre noch nicht voll in die Erscheinung, weil die einzelnen Maßnahmen für die Arbeitsbeschaffung nicht so schnell in Gang gebracht wurden, wie man früher annahm. Oie Steuern und Zölle erbringen rund fünf Milliarden Mark. Dabei sind die erheblichen Entlastungen schon berücksichtigt. Die Lohnsteuer ist wieder mit 750 Millionen, der Steuerabzug vom Kapitalertrag ist mit 45 Millionen um 5 Millionen erhöht, die son - stige Einkommen st euer mit 500 Millionen um 70 Millionen Mark niedriger angesetzt. Die Körperschafts st euer ist in ihrem Ertrage um 80 Millionen erhöht, auf 180 Millionen Mark vorgesehen. Dagegen ist das Auskommen der Ver - mögens ft euer um 10 Millionen Mark geringer geschätzt und mit 300 Millionen Mark veranschlagt. Den Hauptposten nimmt die Umsatz- ft e u e r mit 1,7 Milliarden Mark um 200 Millionen mehr als im Vorjahre, ein. Die Kraftfahrzeug st euer ist um 118 Millionen niedriger also mit HO Millionen Mark eingesetzt. Weitere große Posten sind: Grunderwerbsteuer 70 -erträglich sind. Das große Steuervereinfa- chungs- und Steuerfenkungspro- gramm ist eine zweite Etappe auf dem glückhaft beschrittenen Weg zur Sanierung der öffentlichen Finanzen und des Wirtschaftslebens. Wie richtig diese neue vernunftgemäße Methode war, zeigte sich bereits darin, daß infolge der Abnahme der Arbeitslosigkeit im Haushaltsjahr 1933/34 die Unterstützungen der Arbeitslosen um eine halbe Milliarde geringer gewesen sind als 1932, und daß die Umsatzsteuer höhere Erträge brachte. Gerade bei der Umsatzsteuer und bei dem Posten für die Finanzierung der Arbeitslosigkeit tritt am deutlichsten der Wirtschaftsgang hervor. Die bisherigen Erfahrungen haben dazu geführt, daß im neuen Haushaltsjahr die Einnahmen aus der Umsatzsteuer um 200 Millionen höher, von 1,5 auf 1,7 Milliarden, veranschlagt werden konnten, daß die Arbeitslosenhilfe jetzt nur 265 Millionen Mark umfaßt. Zur Aufrechterhaltung der Sozialversicherung, die bekanntlich im Umbau ist, weil sie unter dem alten System unmittelbar vor dem Bankerott stand und damit Millionen von Sozialversicherten ins Glenb gestürzt hätte, ist noch ein Betrag von 520 Millionen Mark erforderlich. Der neue Reichshaushalt ist in Einnahmen und Ausgaben mit 6 458 281 600 Mark in sich ausge- glichen. Im Gegensatz zur früheren Methode ist man in den Schätzungen der Einnah - menaußerordentlichoorsichtig gewesen. Wenn der Gesamthaushalt um rund 600 Millionen hoher ist, als der des Vorjahres, so nur, weil d i e Vorbelastungen aus den früheren Arbeitsbe schaffungsprogrammen mit allein 585 Millionen sich noch auswirken. Die Einnahmeschätzungen sind aber so vorsichtig, daß sie zumindest sich erfüllen werden. Wie vorsichtig operiert wurde, geht daraus hervor, daß der Ertrag der Einkommensteuer um 15 Millionen niedriger angesetzt worden ist, weil die bekannten Steuererleichterungen hierbei in Kraft treten, ebenso bei der Kraftfahrzeugsteuer. Auf der Ausgabenseite tritt neben der Vorbelastung durch die früheren Arbeitsbeschaffungsprogramme bei den einzelnen Ministerien ein Aus- gabenmehr für kulturelle und andere Zwecke, für bie Sozialversicherung, für bas Wohnungswesen ufro. hervor. Aber es ist trotzbem gelungen, bie Ausgabenseite ber E i n n a h m e n s e i t e anzu- paffen unb bamit ber Wirtschaft eine sichere Basts zu geben, ba gerabe bie Unsicherheit der Fmanzgebarung der öffentlichen Hand und ein (Etat, der mit Fehlbeträgen arbeitet, einen gefährlichen Unsicherheitsfaktor in die Wirtschaft bringt weil schließlich die Wirtschaft für die entstandenen Löcher geradestehen soll. Vergleicht man diese deutsche Finanzsicherung mit der Unfähigkeit Frankreichs, den Staatshaushalt auszugleichen, dann tritt die neue deutsche Finanzmethode vorteilhaft hervor. Oie Gliederung Wie bereits gemeldet wurde, schließt der Haushaltsplan des Reiches für 1 9 3 4 in Einnahme und Ausgabe mit rund 6,5 Milliarden Mark ab. Die Erhöhung der Ausgaben beruht in ber Hauptsache in ben Vorbelastungen infolge ber Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (insgesamt 660 Millionen Mark). Oie Vorbelastungen Bergauf. Der erste Reichshaushaltsplan im neuen Deutsch- lanb ist rechtzeitig fertig geworden. Der Plan läuft vom 1. April 1934 bis 31. März 1935. Unter dem parlamentarischen System war es zumeist so, daß der Reichshaushaltsplan keine ordentliche Erledigung fand, sondern durch Notverordnungen in Kraft gesetzt werden mußte. Das war bezeichnend für die Art der damaligen Finanzwirtschaft und ebenso war bezeichnend, daß die damaligen Voranschläge nicht ausgeglichen waren und mit Fehlbeträgen endeten, obgleich die Steuerschrauben überdreht wurden. Um nur ein Beispiel Zu geben: Der Finanzbedarf der gesamten öffentlichen Hand st i e g von 1925 bis zum Scheinkonjunkturjahr 1929 von 14,5 auf 20,9 Milliarden und fiel dann auf 14,5 Milliarden. Von 1929 bis 1932 wurden die Ausgaben mithin um 6,4 Milliarden zurückgeschraubt. Auf der Einnahmenseite aber entstand von 1929 bis 1932 eine Schrumpfung von 6,2 Milliarden Mark, obgleich in dieser Zeit eine ganze Reihe von Steuern neu eingeführt wurde und zahllose andere Steuern erhöht worden sind. In der gleichen Zeit, von 1929 bis 1932, ftieg der G e - samtfehlbetrag der öffentlichen Hand von 1,4 auf mehr als 3 Milliarden Mark, die Gesamt- verschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden aber schnellte im gleichen Zeitraum von 18,2 auf 24,5 Milliarden, ftieg also um 6,3! Dabei waren die öffentlichen Kassen vielfach nicht in der Lage, ihren dringendsten Verpflichtungen nachzukommen, und es mußten deshalb Ueberbrückungs- kredite zu hohen Zinssätzen in Anspruch genommen werden. Mit diesem System, das auch durch die Unsicherheit und Kompliziertheit im Steuerwesen die Wirtschaft nicht zu Atem kommen ließ, ist gründlich Schluß gemacht worden. Um ^on vornherein Klarheit zu geben, muß festgestellt werden, daß die Arbeitsbeschaffung infolge des umfangreichen Programms nicht aus Mitteln des R e i ch s e t a t s finanziert, sondern durch die Vorwegnahme künftiger Erträge der, Wirtschaft in späteren Jahren derart finanziert wird, daß die in späteren Jahren dadurch eintretenden Lasten tragbar sind, weil dann die Wirtschaft wieder ihren normalen Gang gehen und dementsprechend auch die Steuerquelle reichlicher fließen wird. Die Arbeitsbeschaffung wird also durch Anleihen finanziert und erfolgt außerhalb der Finanzgebarung, wie sie im Reichshaushaltsplan in die Erscheinung tritt. Gerade weil die Wirtschaft solange Not litt, brachten die Steuern nicht die erforderlichen Erträge, und daher entstanden die Finanzschwierigkeiten und wurden immer mehr Hände Reinhardt-Programm; Millionen Mark Einlösung von Zinsvergütungsscheinen für Jnstandsetzungsarbeiten; Millionen Mark Annahme von Steuergut- Staatssekretär $unf führte in feiner Eröffnungsansprache aus, dast die auManbif^e Presse bei der Betrachtung der deutschen W^rtschastsuorgange Dielfad) von einem ande- lu ^ANgspuntt ausgehe als die national,azia- listische ^^aats- und Wirtschaftspolitik und deshalb den deutschen Verhaltnchen nicht immer gerecht werde. Für uns ist das Wirtschaftsproblem nickt in erster Reihe eine Geldproblem, eine Frage der in. ‘«nationalen Geldoersasfung und berente naHon" len Kreditmärkte, sondern zunächst ein «Problem des Willens, des Glaubens und d e^r Organlsat.on. Wenn das Ausland heute viel- fach Kritik an den starken b e u 11 if p n Rohstoffeinfuhren übt, so ist dies eiaentlick erstaunlich. Das Ausland kann sich doch nur sreue? daß Deutschland auf den internationalen Rohstoff ?Een '^"heblichem Umfange kauft. Mi hat Deutschland in den letzten drei Sohren rm* ’*> Milliarden Reichsmark an Ausland schulden zurückgezahlt. des Reichsetats. Für Versorg ungs- und Ruhegelder werden 1280 Millionen Mark aufgewendet, für die R e i ch s s ch u l d 570 Millionen Mark, für das Reichsfinanzmini st erium rund 420 Millionen Mark, für die Allgemeine Finanz- Verwaltung 830 Millionen Mark. Die Fürsorge für Kriegsgräber erfordert 1 183000 Mark. Die Deckung der Mehrausgaben ist erzielt durch den vorgesehenen Verkauf von Vorzugsaktien der Reichsbahn in Höhe von 220 Millionen Mark und die Auflösung von solchem Reichsvermögen, das bisher als Sonder- vermögen aeführt wurde (300 Millionen Mark). Außerdem wird in diesem Jahre die Schulden- Der Haushaltsvoranschlag des Reichs für 1934/35. Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben. — Vorsichtige Schätzung der Einnahmeposten maligen Ausgaben mit 600 068 950 Mark zusammen. Aus den fortlaufenden Ausgaben feien hervorgehoben der Haushalt des Reichspräsidenten mit 598 800 Mark, der des Reichstages mit rund 7,6 Millionen. Beim Haushalt des Die Deviscnlage zwingt zum Haushalten. Reichskanzlers erscheinen diesmal auch bie, m x <», , ' . , / Kosten für den Haushalt des Generalinfpek-'^ ■?,e r i1 p, 27. Marz. (ANB.) Auf Einladung des tors für das Straßenwefen mit rund Relchsministeriums für Bolksaufklarung und Pro- 35,7 Millionen Mark. Die Ausgaben für das! paFanda fand eine Aussprache mit der Auslands- Auswärtige Amt belaufen sich auf 7,3 Mil- " *** Ä " *tc lionen, die für die Vertretungen des Reiches im A u s l a n d e aus 26,2 Millionen Mark. Der Haushalt des Reichsinnenmini st e- Reichsfinanzminister ermächtigt, im Wege des Kredites die zur Deckung des noch festzustellenden Fehlbetrages des Rechnungsjahres 1 9 3 3 erforderlichen Beträge und zur Deckung ber Einlösungsmittel für die 6- bzw. 7prozentige Anleihe des Deutschen Reiches von 1929 bis zu 183 Millionen Mark zu beschaffen. Weiter wird bestimmt, daß die R e i ch s p o st 51 Millionen Mk. aus der Minderung der Personalausgaben infolge der ersten und zweiten Ge- haltskürzungsverordnung an das Reich abzuführen hat. Die dem Reichsfinanzminister früher erteilten Garantieermächtigungen bleiben für das Rechnungsjahr 1934 in Kraft. Der Reichsfinanzminister wird weiter ermächtigt: Frankfurt a. M., 27. März. In der Industrie- und Hanbelskammer wurde die Errichtung der Außenhandelsstelle für das Rhein - Main - Gebiet vom Präsidenten Dr. Luer verkündet. Die Bedeutung dieses Vorganges wurde durch die Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger unterstrichen. Der Gauleiter betonte, daß die deutsche Industrie schon immer weit über den Bedarf des Binnenmarktes hinaus produziert habe und auf den Weltmarkt angewiesen war. Das Rhein-Main-Gebiet war wie kaum ein anderes schon immer exportorientiert. Wir brauchen nur hinzuweisen z.B.auf die chemische Industrie, Auto- mobilindustrie, Elektrotechnik, Optik, Feinmechanik, Papier- und Zellstoff, Lederwaren, Scheideanstalten, das Weinbaugebiet, so daß wir die unerschöpfliche Mannigfaltigkeit erkennen. Der Leiter der Außenhandelsstelle, Handelskammersyndikus Ringel gab einen Ueberblirf über die neuen Aufgaben der Außenhandelsstelle. Eine besondere Ausgabe bestehe darin, die Vorzugsstellung der Großfirmen, die durch eigene S)an» belsberichterstattung sich die nötigen Informationen beschaffen können, zugunsten der kleinen und mittleren Betriebe, die sich ebenfalls am Export beteiligen wollen, durch systematische Arbeit der Außenhandelsstelle zu beseitigen. Es ent-I a) 3ur Förderung des Außenhandels bis 100 Millionen Mark, b) zur Ueberbrikfung der Schwierigkeiten der Seeschiffahrt bis 35 Millionen Mart, c) zur Ordnung des Marktes für Milcherzeugnisse und Eier dis 8 Millionen Mark, d) zur Ordnung des Marktes für Vieh und Schlachterzeugnisse dis 8 Mil- lionen Mark Garantien zu übernehmen. Im Rechnungsjahr 1934 müssen in den Hoheits- Verwaltungen freiwerdende besetzbare Planstellen des unteren und des einfachen mittleren Dienstes, soweit sie nicht mit ent- behrlichen Beamten ober soweit sie nicht im Wege ber Versetzung ober innerhalb der gleichen Lauf- bahn im Wege der Beförderung besetzt werden, zum mindesten zu 90 v. H. mit geeigneten Wartegeldempfängern ober mit Versorgungsanwärtern besetzt werben. Das gleiche gilt für 50 v. H. ber freimerbenben Stellen des gehobenen mittleren Dienstes. Arbeitern, die 25 Jahre ober mehr als Lohnempfänger in einem Arbeitsverhältnis bei ber Reichsver- roaltung geftanben haben, kann eine Dienst- prämie gezahlt werben. Gute Entwicklung der Reichssteuereinnabmen. Berlin, 27. März. (DNB.) Das Aufkommen an Steuern, Zöllen unb Abgaben hat sich auch im Februar 1934 weiter gut entwickelt. Die Einnahmen betrugen in Millionen Mark bei ben Besitz- unb Verkehrssteuern 313,3 (310,1 im Februar 1933) und bei den Zöllen und Verbrauchssteuern 187,9 (173,8), insgesamt also 501,2 (483,9). Vom 1. April 1933 bis 28. Februar 1 9 3 4 betrugen im Vergleich zur entsprechenden Vorjahrszeit die Einnahmen bei den Besitz- unb Verkehrssteuern 3685,3 (3645,2) und bei den Zöllen und Verbrauchssteuern 2580,3 (2433,4), zusammen demnach 6265,6 (6078,6). Besonders die Lohn- ft e u e r hat sich weiter gut entwickelt. Das Aufkommen an Umsatz st euer bewegt sich nach wie vor nach oben. Es betrug im Februar 1933 103,3, im Februar 1934 120,3. Ueber alles Erwarten günstig entwickelt sich das Aufkommen an Kraftfahrzeugsteuer. Obwohl die nach dem 31. März 1933 erstmalig zugelassenen Personenkraft- fahrzeuae steuerfrei sind, bleibt das Aufkommen an Kraftfahrzeugsteuer im Februar 1934 nur um 0,2 unter dem Auskommen im Februar 1933 zurück. Das Aufkommen an Wechsel st euer war im Februar 1934 um 1,6 hoher als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Aufkommen an Zollen ist im Februar 1934 um 5,5 hoher gewesen als im Februar 1933. Die Einnahmen an Tabak st euer blieben im Februar 1934 um 2,8, an Bier st euer um 0,7 und an Zucker st euer um 2,9 unter dem Aufkommen im Februar 1933 zurück. Die Fett- ft e ue r, die es im Vorjahre noch nicht gab, erbrachte im Februar 1934 13,9 Millionen Mark. aus dem Produktionsprozeß entfernt und zum yJUUiuiien wenige^, e Feiern gezwungen. Wirtschafts- und Finanzpolitik 20 Millionen iwie bisher). im neuen Staat aber ergänzen sich wie die Zahn- steuer 30 Millionen (18 weniger), Versiche - täber, und auch im neuen Reichshaushalt wird bei rungssteuer 60 Millionen (wie bisher), allen Einzelposten darauf Rücksicht genommen, daß R e n n w ° t t st - u e r 30 Millionen 01005 Vorsicht 1 frisch gebohnert j RM. 10 — 10,— 20,— Anmachholz Bestell erbitten wir direkt an uns, möglichst v.Post' Ntt. "ainpf Jtd)ern( Präsident Göring kürzlich erlassene Preuß. Feuerwehrgesetz, das in seinen Grundzügen wahrscheinlich demnächst zum Reichsgesetz erhoben werden dürfte. Unter anderen sprach Branddirektor B r a u - bach auch noch über die Organisation des Gas- und Luftschutzes. Die Themen waren interessant genug, um die Aussprache lebhaft zu gestalten, an der sich u. a. Wehrführer Münch und Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier mit größeren Ausführungen ** D i e Dienststunden der Polizeidirektion für den P u b l i k u m s 0 e r k e h r ab 1. April sind von 7.30 Uhr bis 15 Uhr; Sams- unserer Haustiere und Erzeugung wirtfchaftseigener Futtermittel"; Landw. Referendar Dietz in Ackerbau und über „Oelstüchte". Die sicheren Antworten der Schüler zeigten den Gästen, daß die Schüler sich in den beiden Jahren gründliches praktisches Wissen angeeignet haben. Vor und zwischen den Prüfungen wurde von dem Schüler Hans W i ß - ner aus Nordeck (Kreis Marburg) ein Vortrag über „Wirtschaftseigene Düngemittel" und von dem Schüler Rudolf Hofmann aus Freienseen ein Vortrag über „Jungviehaufzucht" erstattet. Die beiden recht guten Vorträge bewiesen, daß die Schüler nicht nur praktisches Wissen gelernt haben, sondern auch ihre Gedanken in zusammenhängender Rede auszudrücken vermögen. In seinen Schlußworten ermahnte Direktor Dr. Lehr die Schüler, sortzufahren in ihrer Ausbildung, zu der jetzt der Grund gelegt sei, und nicht die Verbindung mit der Schule zu verlieren, damit sie ganze Bauern werden möchten. Er dankte den Eltern, daß sie die Mühen und Kosten nicht gescheut hätten, ihren Söhnen diese Ausbillfd. m Rohrgraben, lfd. m 40 mm l. W. gußeiserne Muffenröhren liefern und verlegen, Stück Absperrschieber, 40 mm l. W., Zapfhähne und Schöpftrog. Vorstellung erfolgt sein. Gießen, den 23. März 1934. Die Bürgermeisterei. I. V.: Bartholomäus. der Schüler, einige Bürgermeister und landwirtschaftliche Ortsfachberater des Dienstbezirks und sonstige Gäste eingesunden. Rach kurzen Begrüßungsworten durch Direktor Dr. Lehr wurde die eigentliche Schlußprüfung mit dem Gedicht „Deutsches Bauerngebet" eröffnet. Es prüften Direktor Dr. Lehr in Tierzucht über „Fütterung erfolgt Uebersendung der Abonnementskarten. Die zu zahlende siebte Rate beträgt für: Ranglogen 2 bis 6 und 13 bis 17, 1. Rang (Reihe 1 und 2) Ranglogen 7 und 8, 11 und 12, Proszeniumslogen Ranglogen mit 4 Plätzen Sperrsitz (Reihe 1 bis 9, 1. Rang (Reihe 3 und 4) Sperrsitz (Reihe 10 bis 13), 1. Rang (Reihe 5 und 6), Logenrückplätze Sperrsitz (Reihe 14 bis 18), 2. Rang Vorder- platz (Reihe 1, Mitte) 2. Rang (Reihe 2 und 3) 2. Rang (Reihe 4 und 5), 2. Rang (vordere freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Gießen, den 24. März 1934. Kulturbauamt Gießen. 5 für Puppe dols. 'nd zu ringe, edneriu onislau luf vor. Pfarrer Derau. • Branddirektor Branbach sprach im weiteren mer G,eßen teilt m.t daß ,hrs über das neue, non Minister- °m Samstag 31 Marz sur den Verkehr mit dem ms rinn fiinli* erlassene Preusi. Neuer- Publikum geschlossen sind. düng zu ermöglichen, die heute mehr denn si sur jeden Bauer unumgänglich notwendig ist. Jcr Verteilung der Zeugnisse und dem dingen des Horst-Wessel-Liedes fand die offizielle Abschlußprüfung ihr Ende. Daran schloß sich, umrahmt von Liedern und Gedichten, ein gemütliches Beisammensein. Am Abend fand, wie üblich, das Winteroer- gnügen des Vereins ehemal. Landwirtschaftsschuler Grünberg statt. Vanötrcie Grone» schiebbar sind, erledigt werden können. ** Stadttheater - Abonnement. Die Einlösung des 7. Abschnitts des Stadttheater-Abonnements betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. ** D i e Industrie - und Handelskam- Donnerstag la Irische Seefische nndFischflleti Der Verkauf findet den ganzen Tag statt. 01003 Für die erwiesene Anteilnahme bet dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Weller Gießen, den 28. März 1934. ** Dienstjubiläum im Chemischen Untersuchungsamt. Aus eine 25jährige Tätigkeit als Laborant am Chemischen Untersuchungsamt für die Provinz Oberhessen konnte am gestrigen Tage Herr Otto Stein zurückzublicken. Der Direktor des Untersuchungsamtes Herr Wreüe überbrachte ihm die Glückwünsche der Provinzialverwaltung und der Beamten und Angestellten des Amtes. Die Provinzialverwaltung ehrte den Jubilar durch ein Geldgeschenk und durch eine Urkunde. E. 30 [a] / 33); am 22. März 1934, 12.40 Uhr, bezüglich der Plitsch, Adam, und Christine Marie, geb. Amend in Grüningcn (Lw. E. 19 |a] / 34). Entschuldungsstelle zu 1 und 4 die Landesbauernkasse Rhein-TNain-Neckar e.G.m.b.h.» Frankfurt 'chchn- m Tio> lv-Adols. gu Stil. '.Freude t'gen zu ie u. a )ler, bi . Träger ien vor rt. Zur neinben, i Drittel ben von eber nur tb ebenso iber, baß ie eigene ne heim- Jas Land n mußte verschleppt Jen Deut« Die beut« stört mor» e und die , sei alles e würben sich auss olge habe -besondere uer und In ihren inerin das ers Z ö (fr gründete, eines Dia- 1C5 Gym- Aufnahme Mgelische 0 deutsche Anstalten sonen. Nebne.i talten, W Wien, fülle. Sbf einbrufa ■adje, in Pfarrer chkornme ni« > deshalb > ck e r di.' efem yre und nach- deutschen herzliOr t demL' ledes I-h. Kreistag des Kreises Alsfeld. * Alsfeld, 28. März. Unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Stammler trat gestern der Kreistag des Kreises Alsfeld zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung zusammen. Einstimmig und ohne Aussprache wurden der Verwaltungsbericht und die Rechnung vom Rechnungsjahr 19 3 2 genehmigt; die Rechnung von 1932 schließt in Einnahme mit 342 828 Mark, in Ausgabe mit 283 668 Mark, mithin mit einem Rechnungsrest von 59 160 Mark ab. Ferner wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1934 ebenfalls ohne Aussprache einstimmig angenommen; der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit je 305 508 Mark ab. Die Kreisumlagen wurden, wie im Vorjahre, auf 119 000 Mark festgesetzt. Schließlich stimmte der Kreistag noch einstimmig und ohne Aussprache dem Beitritt des Kreises Alsfeld zum Rhein-Mainischen Garantieverband zu. Abschlußfeier der Landwirtschaftlichen Schule Grünberg. * Grünberg, 27.März. Dieser Tage fand im Gasthaus „Zum Rappen" die diesjährige Schlußfeier der Landwirtschaftlichen Schule Grünberg statt. Zur Feier hatten sich die Eltern Heber die nachstehenden landwirtschaftlichen Betriebe wurde das Entschuldungsverfahren eröffnet: 1. am 20. Februar 1934 bezüglich der Wolf, Heinrich Philipp, und IHarie, geb. Wallenfels, in Treis a. d. Lda. (Lw. E. 13 [a] / 33); am 21. März 1934, 10.15 Uhr, bezüglich der Arnold, Heinrich, und Elisabeth, geb. Becker, in Rödgen, Kreis Gießen (Lw. E. 18 [a] / 33); am 22. März 1934, 15.20 Uhr, bezüglich des Jung, Jakob V„ in Watzenborn-Steinberg (Lw. Arbeiisvergebung. Für die Gemeinde Staufenberg (Kreis Gießen) sollen unter Hinweis auf die Reichsoerdingungsordnung nachfolgende Arbeiten und Lieferungen 1.2TL, zu 2 hessische Landesbank — Staatsbank —, Kaffees eine Spitzenleistung! 0.90 1.00 1.10 Unerreicht an Qualität! Heinr.Kalbneisch beteiligten. Mit einem dreifachen Wehr-Heil auf den Führer Adolf Hitler und auf Reichspräsident ^Hindenburg und mit dem gemeinsamen Gesang des ersten Verses des Deutschland- und des Horst-Wessel- Liedes wurde die Jahreshauptversammlung geschlossen. Daten für Mittwoch, 28. März. 1483: der Maler Raffael Santi in Urbino geboren (gestorben 1520); — 1749: der Mathematiker und Astronom Pierre Simon Graf Laplace in Beaumont-en-Auge geboren (gestorben 1827). Vornottzen. — Tageskalender für Mittw 0 ch: Stadttheater, 19.30 bis 22 Uhr, „Der Evangelimann". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stoßtrupp 1917". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Hausfranen-Bera- tung, Kirchenplatz 2, 16 bis 19 Uhr, Oster-Ausstellung; 16 Uhr, Kaffeestunde. Oberer Hardthof ist, wie man uns mitteilt, nur bei vorheriger schriftlicher Anmeldung möglich. Die Anmeldungen müssen so zeitig erfolgen, daß den Besuchern noch Mitteilung gemacht werden kann, ob die Besichtigung und Führung zur gewünschten Zeit möglich sein wird. ** Fahrplan-Verbesserung auf d e r Strecke Gießen — Lollar — Londorf- Grün berg. Der seit 2. Januar werktags verkehrende Personenzug auf der Strecke Gießen—Lol- lar—Bondorf—Grünberg, ab Gießen 17.03 Uhr, an Grünberg 18.11 Uhr, der ursprünglich nur bis zum 31. März verkehren sollte, wird über diesen Termin hinaus beibehalten und auch im neuen Fahrplan für den Sommer bestehen bleiben. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit befaßte sich das Gericht mit einem Angeklagten aus W i ck - tadt, der sich zur Zeit in Untersuchungshaft be- findet und dem die Anklage Verbrechen im Sinne des § 176 Abf. 1 Z. 3 RStGB. zum Vorwurf machte. Nachdem der Vertreter der Anklage eine Gefängnisstrafe von acht Monaten beantragt hatte, erkannte das Gericht unter Annahme mildernder Umstände auf sechs Monate Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. Albrecht Dörr aus Weitershain wurde als stellvertretender Wiegemeister für die Gemeinde Weil »tershaur bestellt mrd verpflichtet, ** Schließung der Geldinstitute am O st e r s a m s t a g. Die Geldinstitute unserer Stadt geben im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Kassen und sämtliche Geschäftsräume am Ostersams- tag für jeglichen Verkehr geschlossen sind. ** D i e Besichtigung des Universitäts-Tierzucht-Institutes Gießen, DampfsägewerkLoilar v. Huhn, Collar lllllllllllllllllllllllllllllll Seitenreihe) Die Einlösung muh vor der 25. Abonnemenks- Statt Karten Heute vormittag wurde mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Ernst Meyer, Kontrollbeamter i. R, nach einem arbeitsreichen Leben durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst. Marie Meyer, geb. Gaubatz Dr. Ernst Meyer, Studienrat Martha Meyer, geb. Reuter und 2 Enkelkinder Gießen, Neustrelitz (Mecklenburg), den 27. März 1934. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29. März, nachmittags, 2 V, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. X Wieseck, 27. März. Die Ortsgruppe der nationalsozialistischen Frauenschaft hielt gestern abend im großen Saal der Gastwirtschaft Braun eine Veranstaltung ab, die unter der Leitung der Ortsgruppenführerin Fräulein- Fay stand und zu der auch sehr zahlreich die Mitglieder der evangelischen Frauenhilfe und des Frauenchores erschienen waren. Nach einem Musikstück des den Abend umrahmenden Orchesters und einem Vorspruch von Elise Michel „Wir glauben an deutsche Einigkeit", sang der Frauenchor unter Leitung seines Dirigenten Phil. Groß zwei schöne Volkslieder „Schon die Abendglocken klangen" und „Da drunten im tiefen Tale". Die Frauenschaftsleiterin Frl. Fay hieß die so zahlreich Erschienenen herzlich willkommen und gab in kurzen Umrissen einen Rückblick auf das vergangene Jahr und im besonderen auf den Tag von Potsdam, der für unser Volk der Anbruch zum zweifachen Frühling wurde. Große Freude brachten uns Altenbusecker Gaste mit dem vortrefflich gespielten Einakter „Ausschnitt aus dem Alltag", selbst verfaßt von Altenbuseckern. In eindrucksvoller Weise sah man, wie eine Nörgle- rin zur begeisterten Nationalsozialistin wurde, handelnd nach dem Wort: „Wer auf Adolf Hitlers n Fahne schwört, hat nichts mehr, das ihm selber ! gehört." Starker Beifall dankte dem vorzüglichen Spiel. Frau Kühl erfreute durch das Gedicht „Das neue Deutschland braucht neue Frauen", ebenso noch Elise Michel mit dem Gedicht „Mahnung . Sodann kam der Kreispresseamtsleiter der NSDAP. Pg. A. Michel-Gießen in längerer Rede nach einem Rückblick auf den 14jährigen Kampf Adolf Hitlers auf die Aufgabe der deutschen Frau im neuen Reich zu sprechen. Ihre Aufgabe sei es, die sieghafte Idee des Nationalsozialismus weiterzutragen in die Herzen aller, vor allem des Heranwachsenden Geschlechts. Nationalsozialismus fei zuallererst Herzenssache, deshalb seine Verwurzelung im Volke so tief und so stark. Und deshalb auch gewinnt unsere Idee so schnell die Herzen der früheren Gegner und wird niemals mehr aus ihnen herausgeriffen wer- Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. 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April 1934, für die Freitag- Abonnenten in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210 Kasse des Stadttheaters Gießen Bitte Flaschen mitbringen! Oster-Hasen und -Eier in großer Auswahl. Bitte beachten Sie unsereAusstellung HambnrserKaffeelager Thamsißaris Gießen, Marktplatz Nr. 8 Darmstadt, zu 3 Vezirkssparkasse Gießen. Anmeldungen der Ansprüche unter Beifügung etwaiger Schuldurkunden bis zum 20. April 1934. Gießen, den 22. März 1934. 1904D Hessisches Amtsgericht. Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen. Vetr.: Durchführung des Schlachtsteuergefehes; hier: Schlachsteuerrückvergütung aus Billigkeitsgründen. 19100 In der letzten Zeit wurden häufig Anträge auf Schlachtsteuerrückoergütung verspätet eingereicht. Das Kreisamt sieht sich daher veranlaßt, hierdurch nochmals zur öffentlichen Kenntnis zu bringen, daß Anträge auf Schlachtsteuerrückvergütung jeweils bis zum 5. des folgenden Monats bei dem Kreisamt zu stellen sind. Die nach diesem Zeitpunkt eingehenden Anträge auf Rückvergütung aus Billigkeitsgründen können keine Berücksichtigung mehr finden. ♦ Detr.: Aufnahme in das Technische Seminar der Aliccschule Gießen. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Empfehlungen] llllllllllllllllllllllllllllll Die Bewerbungen um Aufnahme in das Tech- ische Seminar oes Abicevereins zu Gießen für Ostern 1934 müssen bis spätestens zum 10. April Bekanntmachung. Betr.: Vertrauensmänner in der Angestelltenoerversicherung. 1907D Gemäß den §§ 1 und 2 des Gesetzes über Ehrenämter in der sozialen Versicherung und der Reichs- versorgung vom 18. Mai 1933 in Verbindung mit dem §§ 1 bis 3 der Ersten Verordnung zur Durchführung dieses Gesetzes vom 19. Mai 1933 (RGBl. S. 277 und 283) sind nachstehende Arbeitgeber und Versicherte bis zur Neuwahl berufen bzw. bestätigt worden: a) von Arbeitgeberseite: Rinn, Heinrich Wilhelm, Bauunternehmer, Gießen, Horn, Wilhelm, Kaufmann, Gießen, Münch, Paul, Syndikus, Gießen. b) von feiten der Versicherten: Mohaupt, Georg, Gießen, Schottstraße 7, Eichholz, August, Gießen, Bismarckstraße 28, Zecher, Ludwig, Gießen, Steinstraße 55. Gießen, den 26. März 1934. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Hamm. 1934 erfolgen. Dem mit Stempelmarken versehenen Gesuch find in folgender Reihenfolge beizufügen: Selbstaeschriebener Lebenslauf, Geburtsschein, amtsärztliches Zeugnis, Schulabgangszeugnis, Zeugnisse über die praktische Vorbildung und amtliches Führungszeugnis. (Abschriften müssen beglaubigt sein.) Die Anmeldung ist an den Vorstand des Älicever- eins Gießen, Steinstraße 10, zu senden. Das Seminar bildet Hauswirtschafts-, Hand- arbeits- und Turnlehrerinnen aus. Mit Ttia-Ga-Kailee MeOMe! Unsere drei Schlager! 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Gustav I r l e, Karl-Vogt-Straße 7 Branddirektor Braubach überreichte anschlie- wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische seihend im Auftrage des Oberbürgermeisters der Stadt nen 75. Geburtstag. Gießen dem Kameraden Walter Wahl für 15jäh- " ' ~ ' rige aktive Dienstzeit ein gerahmtes kunstvolles । Ehren-Diplom, beglückwünschte den Jubilar und dankte ihm für seine der Allgemeinheit geleisteten treuen Dienste. Sodann wurden von feiten der Wehr durch den 1. Wehrführer noch folgende Kameraden ausgezeichnet: Für 40jährige aktive Dienstzeit Kam. Gustav T r i n k a u s sen., für eine Dienst- zeit von 30 Jahren die Kameraden Karl Franz, Dr. Gg. Gail, von 25 Jahren die Kameraden Karl E n d e r s, Heinr. De e g, Heinrich G e r b i g, von 15 Jahren Gust. Trinkaus jun., von zehn Jahren die Kameraden Berthold Goß, Ernst H 0 s ch und Otto Wahl. wenn Sie Perwachs nehmen. Perwachs bohnert glättefrei. Ein mit Perwachs gebohnerter Boden ist sogar weniger- glatt als ein nicht gebohnerter Boden. 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In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1934 genehmigt. Die Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 143 251 Mark ab. Hierzu kommt die Vermögensrechnung mit 8044 Mark in Einnahme und Ausgabe, so daß der Gesamtvoranschlag mit 151 295 Mark in Einnahme und Ausgabe abschließt. Die mit Ablauf des Rechnungsjahres 1933 freiwerdende Unterhebestelle geht am 1. April in die Verwaltung der Gemeinde über. Mit ihrer Geschäftsführung ist der Kassengehilfe Mickel beauftragt worden. )( Großen-Linden, 28. März. Für die Winterhilfe wurden hier 1760 Eier gesammelt. Y Großen - Linden, 27. März. Der Maurer und Landwirt Wilhelm Wahl von hier wurde heute vormittag bei der Frühjahrsbestellung a u f dem Felde von einem Herzschlag betroffen. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der bedauernswerte Mann war etwa 60 Jahre alt. # ©rüningen, 26. März. Der Elternabend unserer Volksschule wies, wie alljährlich, einen sehr guten Besuch auf. Eine reichhaltige Spielfolge unterhielt die Besucher über drei Stunden aufs beste. Ein Sprechchor und das Stück „Jugend steht am Lebenstor" galten den Konfirmanden. Sodann trat der Lichtbildapparat in Tätigkeit. Im zweiten Teil, dv heiteren Charakter trug, kamen zunächst zwei kleinere Spiele her Unterklasse (Wiesentraum und Hasenspiel) und danach das größere Stück der Oberklasse „Der kluge Bauer" zur Aufführung. Ium Schluß ernteten die ,-zehn kleinen Negerlein" und besonders die beiden kleinen Clowns reichen Beifall. Kreis Büdingen. (X) Nidda, 26. März. Zum Ausgleich des Gemeindehaushaltes sollen im Jahre 1934 neben der Bürgersteuer von 500 v. H. des Landessatzes folgende Steuern, erhoben werden: Grundsteuer auf 100 Mk. 37,9 Pf. (von Gebäuden pp.); Grundsteuer von Grundstücken auf 100 Mk. 47,4 Pf.; Gewerbesteuer vom Kapital üuf 100 Mk. 90,7 Pf., vom Ertrag auf 100 Mk. 403 Pf.; Sondergebäudesteuer von Steuerwerten bis 7000 Mk. 42,6 Pf., von Steuerwerten über 7000 Mk. 37,23 Pf. Die Gesamtumlage beträgt 68681 Mk. gegenüber 71947 Mk. im Jahre 1933. Kreis Schotten. 4= G r o ß e n - E i ch e n, 26. März. Gestern abend fand in der Turnhalle die diesjährige Schulentlassungsfeier der Volksschule statt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Feier wurde mit dem dreistimmigen Schülerchor: „Danket dem Herrn" eingeleitet. Dann hielt Lehrer B o p f die Begrüßungsansprache. Er führte u. a. aus, daß Leistungen des einzelnen nur Wert haben, wenn sie der Gesamtheit dienen. Es komme nicht auf das an, was einer arbeitet, sondern w i e er den Posten, auf den Gott ihn gestellt hat, ausfüllt. Weiter sprach er über das Zusammenarbeiten und gegenseitige Ergänzen der drei Erziehungsfaktoren: Schule, Elternhaus und Hitlerjugend. Das Programm des Abends wurde dann eröffnet durch ein Spiel der Unterklasse: „Das Austreiben des Winters", das von Lehrer Bell eingeübt worden war und reizend vorgetragen wurde. Es folgte ein Spiel der Oberklasse: „Bäumlein im Wind". Dann zog die ganze Schuljugend wie bei einem Schulausflug unter fröhlichem Gesang auf die Bühne und lagerte sich da. In einer Ansprache, die an passenden Stellen durch Gedichte und Lieder ergänzt wurde, erinnerte Lehrer Bopf die Schulentlassenen an ihre 8jährige Schulzeit mit all ihren Freuden und Leiden. In anschaulichen Bildern zogen da vorüber: Schule, Heimat und Vaterland. Selbstverständlich wurde dabei auch unserer deutschen Brüder an der Saar gedacht. Ein Sprechchor kündete: „Saarvolks Wachtruf und Treueschwur". Dieses letzte Zusammensein aller Schüler klang dann aus in dem herrlichen Gedicht: „Der Führer", wozu die gesamte Schuljugend die Schlußworte begeistert wiederholte: „Wir schwören es dir am heutigen Tag: Adolf Hitler, wir halten Dir Treue!" Nach kurzer Pause solgte das flott gespielte Festspiel: „Heil dem Führer", das in zwei Aufzügen den Sommer 1932 und das Frühjahr 1933 gegenüberstellte. Ein kurzes Schlußwort von Lehrer B o p f mit einem Mahnruf an die Jugend und einem „Sieg-Heil!" auf das Dritte Reich und seinen Führer beschloß die eindrucksvolle Feier. Voll Begeisterung sang dann noch Jung und Alt das Deutschlandlied und das Horst- Wessel-Lied. Kreis Alsfeld. — — Homberg, 26. März. Die Gruppenkapelle des Arbeitsdienstlagers hielt dieser Tage unter Leitung des Musikzugführers Rheinländer eine Konzertveranstaltung in der Stadthalle ab, die außerordentlich gut besucht war. Die Darbietungen fanden allgemeinen Beifall. Im Verlaufe des Abends sprach Kreisschulungsleiter Dr. Schmidt über das Thema: „Arbeitendes Volk!" Seine Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Nachdem die Gruppenkapelle noch einige Fanfarenmärsche und verschiedene Konzertstücke gespielt hatte, hielt der Kreisschulungsleiter Dr. Schmidt die Schlußansprache. Mit den ersten Versen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Lie- des klang die Veranstaltung aus. Kreis Lauterbach. LPD. Lauterbach, 27. März. In dem Kreisort Gunzenau spielten Schulkinder in der Nähe des der Gemeinde-Wasserversorgung dienenden Windmotors. Ein neunjähriger Pflegejunge, der sich an dem Motor zu schaffen machte, wurde dabei von einer rotierenden Scheibe an den Kleidern erfaßt und mehrmals im Kreise herumgeschleudert. Unglücklicherweise wurde der bedauernswerte Junge gegen einen Zementblock geworfen, daß er schwer verletzt wurde und st a r b Kreis Wetzlar. LPD. Wetzlar, 27. März. Der seitherige Bürgermeister der Stadt Wetzlar, Dr. Bangert, ist auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhe- stand versetzt worden. Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt. Die Ernennung wird aber, dem Vernehmen nach, bis 1. April erfolgen. _______ * Niederkleen, 27.Marz. In unserem Dorfs ereignete sich heute ein Unglücks fall. Der 67» jährige Landwirt und Stellmacher Peter Messer, schmied kam so unglücklich zu Fall, daß er eine schwere Verletzung des rechten Fußes erlitt. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Kreis Marburg. * Friedelhausen , 27. März. Der 27jährige Landarbeiter Wilhelm Berghöf er zog sich am Montagabend eine schwere Oberarmver» letzung zu, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gründonnerstag, den 29. März. Skadtkirche. 19.45 Uhr: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markus» gemeinde. — Iohanneskirche. 19.45: Pfr. Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johan- nesgemeinde. — Kapelle des Alten Friedhofs. 18: Pfr. Lic. Dr. Schlink; Beichte und hl. Abendmahl für die Luthergemeinde. — Petruskapelle. 15: Pfr. Trapp; Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Petrusgemeinde; 20: Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. — Wiefeck. 9: Beichte. — Steinbach. 9: Beichtgottesdienst. — Albach. 10: Gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 20: Gottesdienst; Beichte; Feier des hl. Abendmahls. — Lich. 20: Stiftspfarrer Draudt; Beichte; hl. Abendmahl; Kollekte. — Kloster Arnsburg. 17: Stiftsdechant Kahn; Beichte; hl. Abendmahl. — Langsdorf. 10: Beichtgottesdienst. — Kirchberg. 10: Passions-Kindergottesdienst. Katholische Gemeinden. Mittwoch, den 28. März. Gießen. 15.30 und 19 Uhr: Beichte. Gründonnerstag, den 29. März. Gießen. 6 Uhr: Beichte, 6.30, 7, 7.30 und 8: Kommunion; 9: Hochamt; 10 bis 18: Anbetungsstunden; 18: Andacht; 21: Lesung der Abschiedsreden Christi. — Lich. 7: Hochamt; 20: Andacht. iiiiiiHiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Stahl- u. Holzbetten u. AufleL'^-nlUHfllltil Schlafzimm. an alle. Teilzahl. Katalog frei. Eisenmöbelfabrik Suhl, Th. Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Vogtsche Privat-Htmdelsschulen Gießen • Herborn Beginn des neuen Schuljahrs 16. April Einjährige Höhere Handelsschule für Schüler mit Obersekunda- und Prima-Reife Zweijährige Handelsschule fürSchulentlassene m.Sjähr. Schulbildung. Ziel: mittlere Reife (früh. Einjähr.-Examen genannt) Ein- u. halbjährige Handelsfachschule Abendkurse für Berufstätige in Maschinenschreiben, Stenographie und allen Handelsfächern. Anmeldungen u. Auskünfte in Gießen jederzeit im Schulgebäude öoethestr. 32 in Herborn vormittags v. 8-1 im SchulgebäudeSchlageter- Straße 11. HOF, GARTEN“ HÜHNERFARMEN- DRAHT DRAHT DRAHT -c / ■ ' >-4 >-( »♦> \ j W HÄUSER GIESSEN OSWALDSGARTEN RUF 2145-2146 Die unterzeichneten Geldinstitute geben hiermit bekannt, daß ihre Kassen und sämtliche Geschäftsräume Samstag, 31. März 1934 (Ostersamstag) für jeglichen Verkehr geschlossen sind Bezirkssparkasse Gießen Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft, Filiale Gießen Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen Dresdner Bank, Zweigniederlassung Gießen Handels- und Gewerbebank e.G.m.b.H., Gießen Reichsbankstelle Gießen Volksbank Gießen e.G.m.b.H. 19000 FERTIG UND ö Qnch 9 fest an deine Freundschaft." .fnnf. >Reaina Nachdem Doralies gegangen war, versank Regin ----Das Hilfswerk „Mutter und Kind" der NSv. Der Nationalsozialismus hat bereits der finkenden Geburtenziffer Einhalt geboten und unmittelbar nach der Machtübernahme mit positiven bevölkerungspolitischen Maßnahmen begonnen. Er hat jor allem mit einer intensiven Aufklärung eingesetzt ...... . . „ „ und die Notwendigkeit einer Geburtenzunahme so- bienftes zu stellen. roie die Gefahren einer absteigenden Bevölkerungs- Es ist alles daranzusetzen, daß in diesem Jahre bjlauz für das Volk selbst in das Dolksbewußtsein d i e Familienväter und vor allem die V ä - einzuhämmern versucht. Nun gilt es einen Schritt ter aus kinderreichen Familien, soweit weiter zu gehen und den Versuch zu machen,' diese noch arbeitslos sind, Arbeit und Ver- Schwierigkeiten und Hemmungen, Nöte und Sor- d i e n st bekommen. Ferner sind die erwerbs- gen die heute noch auf der Familie und insbeson- fähigen Kinder in Arbeit zu vermitteln (ge- dere auf der Frau lasten, wegzuräumen, um die gebenenfalls Arbeitsdienst, Landhilfe). Verheiratete, d"utsch» Mutter frei zu machen für ihre volks- erwerbstätige Mütter sollen aus dem Erwerbs-, biologische Aufgabe. leben herausgezogen werden, wenn durch die | Es' darf nicht verkannt werden, daß hilfsbereite Art und den Umfang Der Erwerbstätigkeit die Fa- Kräfte in der Vergangenheit manche segensreichen milie leidet. Grundsätzlich gehören Mütter mit drei und wertvollen Einrichtungen für Mutter und Kind —k — ----*—!,s* geschaffen haben und heute noch erhalten. Nur einige Etappen Wege seien hier genannt: Einrichtung von Beratungsstellen für Mütter, Heime für Familien abzuhelfen. Erholungsbedürftigen Müttern ist nach Möglichkeit die nötige Erholung zu gewähren. Formen der Müttererholung find: a) örtliche Erholungspflege, b) Unterbringung in Heime. Nach Möglichkeit ist eine Verbindung von Mütter- und Kmder- erholungsfürforge anzustreben. Die völlige Loslösung der Mutter von allen hauswirtschaftlichen Pflichten muß unbedingt gegeben fein. Während der Abwesenheit der Mutter ist für Vertretung im Haushalt Sorge zu tragen. Die Nachbarschaftshilfe und Helferinnen der NSV. find heranzuziehen, auch der Frauenarbeitsdienst ist zur Hilfe emzusetzen. Erholungsbedürftige Kinder (soweit sie nicht im Säualingsalter stehen) sind in der gleichen Zeit wie die Mutter in Erholung zu bringen. Die zuruckbleibenden Kinder sind während der Abwefenheit der Mutter in Krippen, Kindergärten und Horten unterzubringen. Auch für die Betreuung der schulentlassenen Jugendlichen in ihrer arbeitsfreien Zeit ist nötigenfalls Sorge zu tragen. (Zum Beispiel Einrichtung von Lese- und Bastelstuben.) Die Mütterschulung dient der seelischen und geistigen Ertüchtigung und Bildung der deutschen tfrau für ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter. Die Schulung soll die Mütter fähig machen für die <4 i 11 p itPht Die imiemma zur oeiDiunue. -cuu= Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Die Mutternde Unterstützungen werd?n^von der NSV. nicht schulung ist auch aus die Pflegemutter auszudehnen gewähr? Bvr allem fallen Sachteistungen gewährt! Di- Teilnahme an Mutterkurfen ,ft zur Voraus- den befriedigenden Versuchen des Rennfahrers Z a - nelli mst dem Vierradantrieb-Pescara-Wagen find in Spanien jetzt vier dieser Konstruktion fertiggestellt worden. Die Wagen sind mit einem 16-Zy- linder-Motor von 4000 ccm Inhalt ausgestattet und mit 500 PS etwas stärker als die deutschen P-Wagen, außerdem besitzen sie noch ein automatisches Schaltgetriebe, so daß man aus ihr Ab- schneiden im internationaler Konkurrenz sehr gespannt sein darf. Kurze Sportnotizen. Neben Deutschland wird auch Frankreich die neue Renn-Saison mit Neukonstruktionen bestreiten. Frankreich stellt in den Werkstätten von Brault einen neuen Auto-Rennwagen her, der zum ersten Mal beim Großen Preis von Frankreich herauskommen soll. Die Pressestelle der Fliegerlandesgruppe V11 Süd-West des deutschen Luftsportverbandes, Darmstadt, schreibt: Ein Vergleich der deutschen Luftfahrt mit der der Auslandsstaaten ergibt in seinem Aufbau einen klaren Unterschied. Im Ausland steht in seiner Bedeutung an erster Stelle die Militärfliegerei, dann die Verkehrsluftfahrt und schließlich der Luftsport. In Deutschland wird vom neuen nationalsozialistischen Staat in erster Linie der Luftsport und mit ihm die Verkehrsluftfahrt gepflegt. Der deutsche Luftsport soll und kann aber die von uns verbotene Militärluftfahrt in keiner Bei einer Auto-Schönh ekts ko n kur- renz in Cannes errang ein von der englischen Gräfin Ruthermere vorgeführter Mercedes-Benz den ersten Preis. Einen gestandenen Sprung von 92 Meter vollführte der Norweger Sigmund Ruud auf der Mammut-Schanze in Ratege-Planicka (Jugoslawien). Diese Weite bedeutet Weltrekord! ♦ Einen deutschen Olympia trainer hat sich der Eidgenössische Leichtathleten-Derband verpflichtet, und zwar in der Person des früheren mitteldeutschen Verbandslehrers Hoffmann, , der schon längere Jahre in der Schweiz tätig ist. Wieder ein erfreuliches Zeichen dafür, wie man die Tätigkeit der deutschen Sportlehrer im Auslande anerkennt. nehmen aus die unter, über und neben ihm fliegenden Kameraden. Das Gefühl der Gemeinschaft nach dem allen fliegerischen Grundsatz, „Liner für olle, alle für einen", soll ihm in Fleisch und Blut übergehen. Selbstverständlich wird in der Abteilung Motorflug auch die Schulung im Kunstflug nicht vernachlässigt. Der deutsche Sportflieger soll hierdurch zu entschlossenem Handeln geschult werden und seine Maschine auch in ungewöhnlichen Fluglagen voll beherrschen. Wie überall, wo Zucht und Ordnung unter jungen Menschen herrschen soll, eine einheitliche Bekleidung eingeführt ist, tragen auch die Segel- und Motorflieger ihren eignen Sportanzug aus graublauem Stoff. Sie sind in eiserner Disziplin zusammengefaßt und müssen sich einordnen in die festgeschlossene Gemeinschaft der Flieger. Dabei heißt die Losung: Höchste Leistungen einer Mannschaft sind für die Volksgemeinschaft wertvoller, als Re- kordleistungen eines einzelnen Neben diesen drei Abteilungen der aktiv am Luftsport Beteiligten betreut der Deutsche Luftsportverband noch ein weiteres, überaus wichtiges Gebiet, nämlich die Förderung des deutschen Luftfportes. Wie bereits zu Anfang gesagt, sind dem deutschen Flugsport im Gegensatz zu den anderen Ländern reichlich fliehende Betriebsmittel aus öffentlichen Kaffen versagt. Daher müssen die notwendigen Gelder von privater Hand gegeben werden. Alle diejenigen aber, die sich fördernd dem Deutschen Luftsport-Derband zur Seite stellen, sollen nicht nur durch ihre Spenden dem deutschen Luftsport nahe kommen, nein, sie sollen wie jeder aktive Flieger mitfühlen und Mitarbeiten an unserer Fliegerei. Die fördernden Mitglieder des Deutschen Luftsport- Verbandes genießen demzufolge dieselben Rechte wie die aktiven Mitglieder, sie tragen rein äußerlich das gleiche Abzeichen, sind bei allen Veranstaltungen usw. mit den aktiven Mitgliedern zusammen. Förderer und aktive Mitglieder sind ein gemeinsames Ganzes, die gleich beseelt sind von dem Gedanken, eine starke deutsche Sportluftfahrt zu schossen zum Wohl von Volk und Vaterland. Oie Schule des deutschen Fliegers. Weise ersetzen, er ist vielmehr dazu berufen, seine aktiven Mitglieder, die deutsche Jugend, zu Männern der Tat und des Willens zu erziehen. Zweifellos ist das Fliegen mehr als alle anderen Sportarten dazu geschaffen, eine straffe körperliche und geistige Durchbildung seiner jungen Mitglieder zu ermöglichen. Träger des gesamten deutschen Luftsportes ist der Deutsche Luftsport-Derband unter der Führung seines Präsidenten, des alten Pour-le- mürite-Fliegers Bruno Loerzer. Unmittelbare nach dem Siege ordnete der erste Reichsminister der Luftfahrt, Göring, die Auf- löjung aller luftsporttreibenden Organisationen und Vereine an und beauftragte seinen alten Kameraden Loerzer mit der Neuordnung des Luftsports. Das ganze Reichsgebiet wurde in 16 nach den ungefähren Provinzgrenzen festgelegten Fliegerlandes- aruppen aufgeteilt, die ihrerseits sich aus zahlreichen Flieger - Ortsgruppen zusammensetzten. In drei Hauptabteilungen werden die wichtigsten Gebiete, Vorbildung der Jugend, Segelflug und Motorflug behandelt. In der Abteilung Jugend werden die jungen Leute im Alter von 16 bis 18 Jahren erfaßt. Sie erhalten hier die Vorbildung für spätere Betätigung im Luftsport. Theoretische Unterweisung macht sie zusammen mit praktischer Arbeit, in Fluglehre, Wetterkunde, Werkstatt- und Modellbauarbeiten vertraut. Als besondere Belohnung werden sie zum Schluß in ein Gleitflugzeug gesetzt und bis zur Ablegung des ersten Segelflugscheines „A" geschult, damit sie als Belohnung für heiße Mühen den Vorgeschmack für das spätere Fliegen bekommen. In der Abteilung Segelflug kann der junge Mann nach seinem 18 Lebensjahr eintreten. Ueber das Gebiet der Jugend hinaus ist hier dem Drange des fliegenden Menschen nach oben keine Grenze mehr gesetzt Hier kann die Jugend ihre Kräfte im Kampf mit den Elementen der Natur messen. 3m Segelflug erkennen die Führer dieser Fliegergruppen diejenigen Charaktere, die für eine weilergehende Verwendung zum IHofor- flug besonders wertvoll sind. In der Abteilung Segelflug bietet sich Gelegenheit zur Betätigung für Konstrukteure, Wissenschaftler, Handwerker und Arbeiter, für den Sportmann und den kommenden Berufsflieger Die dritte Haupttätigkeit des Deutschen Luftsportverbandes umfaßt den M o t o r f l u g. In den Flieger-Landesgruppen werden Gelegenheiten geschaffen, das Fliegen zu erlernen und nach erfolgter Prüfung ständige Uebungen zu wiederholen. Aus- gezeichnete Fluglehrer bürgen für eine gründliche Ausbildung, die den Flugschüler mit allen Erfordernissen ausstatten, um sich nicht nur in der Luft zu bewegen, sondern auch in jeder sportlichen Hinsicht seinen Mann zu stehen. Aus diesem Grunde wird der Flug in geschlossener Formation besonders geübt. Der junge Flieger soll nicht nur auf sich selbst und sein Fliegen achten, sondern Rücksicht Wirtschaft. Steigender Textitverbrauch. Die Zunahme des Verbrauchs von Textilrohstoffen ist keineswegs nur eine deutsche Erscheinung. Vielmehr hat in der ganzen Welt die beginnende Belebung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes eine erhöhte Nachfrage nach Textilwaren aller Art und damit natürlich auch nach den zu ihrer Herstellung erforderlichen Spinnstoffen hervorgebracht. Der Mehrverbrauch erstreckte sich vor allem auf die drei wichtigsten Textilstoffe Wolle, Baumwolle und Kunstseide. An den Wollmärkten machen sich schon seit längerer Zeit kräftige Preissteigerungstendenzen geltend, die darauf zurückzuführen sind, daß die wachsende Nachfrage die Produktion der internationalen Wolländer überholt hat. Der befürchtete Rückschlag ist nicht eingetreten. Vielmehr sind die Woll- preise noch immer im Steigen. In Deutschland wird der Verbrauch insbesondere durch die starke Nachfrage nach Sch-Tuchen angeregt. Auf den internationalen Baumwollmärkten wirkt der Mehrverbrauch der Verarbeitungsindustrien mit einer beträchtlichen Verminderung der Baumwollanbauflächen zusammen. Die Vorräte nehmen infolgedessen schnell ab. Man muß dabei freilich in Betracht ziehen, daß insbesondere in den Vereinigten Staaten noch sehr große Baumwollbestände alter Ernten vorhanden sind. In der Kunstseiden- und auch in der Leinenindustrie hat sich die Steigerung der Nachfrage erst in letzter Zeit fühlbar gemacht. Für Deutschland hat das aber deshalb besondere Bedeutung, weil es seinen Bedarf an Wolle und Baumwolle durch Einfuhr aus dem Auslande decken muß, während Kunstseide und Flachs in Deutschland selbst in genügenden Mengen erzeugt werden können. Nachdem soeben die Einfuhr von Textilrohstoffen der Kontrolle von Ueberwachungsstellen unterstellt werden mußte, wird sich der Inlandverbrauch wahrscheinlich in erhöhtem Maße auf Kunstseide und Leinen umstellen. Das läßt erhoffen, daß der deutsche Flachsanbau wieder beträchtlich ausgedehnt werden kann, und daß auch die von ausländischen Rohstoffen unabhängige deutsche Kunstseidenin'du- strie ihre Produktionstätigkeit weiter verstärken wird. * * Odenwälder Hartstein-Industrie A G., Darmstadt. Wie der FWD. erfährt, war das Geschäftsjahr 1933 bei der Odenwälder Hart- stein-Jndustrie AG. besonders infolge der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung wesentlich besser als das vorangegangene. Die Aufträge in der Basalt-Industrie waren infolge zusätzlicher Auftragserteilung der Behörden günstiger. Für das abgelaufene Geschäftsjahr kann nach den üblichen Abschreibungen und Rückstellungen die Gesellschaft auf das Aktienkapital von 1,32 Millionen Mark die Dividendenzahlung von einigen Prozent wieder aufnehmen. Die Höhe der Dividende wird in der Sitzung in der ersten Aprilhälfte bestimmt. Frankfurter Börse. Vliltagsbörse etwas freundlicher. Frankfurt a. M., 27. März. Die Börse hatte einen freundlichen Grundton. Das Geschäft kam allerdings recht zögernd in Gang, da nur wenig Kundenaufträge Vorlagen und die Kulisse ebenfalls zurückhielt. Vielfach bestand Glattstellungsbedürsnis, einmal wegen des Ultimos, dann wegen der mehrtägigen Unterbrechung durch die Osterfeiertage. Die Gesamtbörse neigte eher nach oben, besonders waren einige Spezialbewegungen vorhanden. Vor allem waren Farbenindustrie gefragt und 1,50 v. H. fester, Deutsche Erdöl gewannen 1,38 v. H., Rüt- gerswerke 0,75 v. H. Neuerliche Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht über Außenhandel und Währung mit der stark betonten Ablehnung einer Inflation trugen zur Kurserholung bei. Deutsche Linoleum waren um 1,75 v. H., Aku um 0,50 v. H. gebessert, allerdings Bemberg 1,75 v. H., Zellstoff Waldhof 2,50 v. H. und Reichsbankanteile 1,25 v. H. schwächer. Montanwerte hatten zumeist Kursbesserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Auch Schiffahrtswerte lagen freundlicher, Hapag und Nordd. Lloyd je plus 0,38 v. H. Im übrigen eröffneten Daimler-Motoren 1,25 v. H., Reicksbahn- VA. 0,13 v. H. höher. Nach den ersten Kursen wa- 1 ren Kunstseideaktien wieder fester, so Bemberg 71,50 nach 71, Aku 64,50 nach 64, auch IG.-Farbenindustrie zogen weiter um 0,65 v. H. auf 136,65 v. H an. Der Rentenmarkt lag sehr still. Deutsche Anleihen | und späte Reichsschuldbuchforderungen waren ge- । halten, Altbesitz 96,75, Neubesitz 22,30, späte Reichs- schuldbuchforderungen 93,75 bis 94. Stahlverein- Bonds eröffneten 0,50 v. H. leichter. Don Auslandsrenten konnten sich Anatolier Eisenbahn um 0,25 v. H. erhöhen. Bei allerdings kleinem Geschäft blieb die Stimmung auch im Verlaufe freundlich, und meist ergaben sich weitere Erholungen von durchschnittlich 0,50 v. H. Farbenindustrie stiegen auf 137 v. H. Stärker erhöht waren von Elektroaktien Siemens mit plus 1,75 v. H. und Licht und Kraft mit ebenfalls plus 1,75 v. H. anderseits gaben Lahmeyer 1,50 v. H. nach und Rhein. SraunFobien gingen um 2,25 v. H. zurück. Am Kunstseidemartt waren Bemberg bis auf 72 v. H erhöht. Reichsbankanteile waren um etwa 1 v. H. erholt. Renten blieben auch später sehr still, man nannte Neubesitzanleihe mit 22,25 v. H., Altbesitz mit 96,75 v. H. Umgetauschte Dollar-Bonds lagen ruhig. Staatsanleihen wiesen kaum Veränderungen auf, von Stadtanleihen waren Frankfurter bis 1 v. H. höher, die übrigen lagen meist behauptet. Goldpfandbriefe lagen gut behauptet, ebenso Kommu- nal-Obligationen, nur Nass. K. 0 plus 0,75 v. H. Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25 bis 0,38 v H. nach beiden Seiten. Tagesgeld war etwas leichter und der Satz wurde um 0,25 v. H. auf 3,75 v. H. ermäßigt. Abendbörfe: ruhig. Die Abendbörse lag sehr still, wies aber im Anschluß an den Mittagsverkehr eine durchaus freundliche Grundtendenz auf. Von der Kundschaft waren vereinzelt kleine Kaufaufträge eingetroffen, während die Kulisse sich nur in geringem Umfange am Geschäft beteiligte. Die Berliner Schlußkurse lagen allgemein gut behauptet. Etwas fester tendier- ten IG.'Farbenindustrie, die mehrfachen Schwankungen unterlagen, ferner ©esfürel und Rutgers- werke die bis 0,50 v. H. gewannen, und Rhemstayl, die 1 v. H. anzogen. Zellstoff Waldhof waren um 1,25 v. H. befestigt, andererseits bröckelten Kunstseide Bemberg weiter ab. Am Rentenmarkt waren Neubesitzanleihe beachtet und höher, Altbesitzanleihe und spate Reichsschuld- buchforderungen, sowie andere festverzinsliche Werte blieben auf Mittagsbasis behauptet. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,65 bis 22,60, Altdesttzanleihe 96,75, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,60, Reichsbankanteile 150,50, Gelsenkirchen 67, Mannesmann 68,50, Rheinftahl 95, Stahlverein 44,75, Aku 63,25, Bemberg 69,50, Daimler Motoren 51, Deutsche Linoleum 55,50, Licht & Kraft 105,75, IG. Farbenindustrie 137,75 bis 138 bis 137,65, Gesfürel 100, Holzmann 73, Rütgerswerke 61,75 bis 61,50 Schuckert 104, Siemens 142,50, Zellstoff Waldhof 53,75, Reichsbahn-Vorzugsaktien 113,13, Nordd. Lloyd 33,75. Mainzer Schlachtviehinartt. Mainz, 27. März. Auftrieb: 42 Ochsen, 21 Bullen, 593 Kühe oder Färsen, 428 Kalber, 840 Schweine. Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 28 bis 31, bl) 24 bis 27, c) 21 bis 23. Bullen c) 23 bis 27. Kühe a) 25 bis 29, b) 19 bis 24, c) 12 bis 18. Färsen a) 26 bis 33, b) 23 bis 25. Kälber b) 39 bis 47, c) 30 bis 38, d) 24 bis 29. Schweine b) 45 bis 47, c) 42 bis 47, d) 39 bis 46. Marktoerlauf: Rinder ruhig, Ueberstand. Kälber lebhaft, geräumt. Schweine mäßig belebt, Ueberstand. ^unöfunfprogramm. Donnerstag, 29. TNärz. 6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10: Frühkonzert. 8.25: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. Musik zu Schauspielen. 13.15: Nachrichten. 13.35: Mittagskonzert. 14.40: Kinderstunde. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 17.30: „Die Wirtschaft des Saargebiets in ihrer Verbundenheit mit Deutschland." Vortrag. 17.45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Raffe. 18.25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Sozialdienst. 19: Stunde der Nation. Bauernkantate. Die fremde Braut. 20: Nachrichten. 20.10: Konzert für Klavier und Orchester. 20.40: Südwestsunk-Ringsendung IV Laßt uns singen und fröhlich sein. 21.25: Unsere Heimat. 22.30: Nachrichten. 23: Musikalischer Zeitvertreib. 24 bis 1: Nachtmusik. . Freitag, 30. März. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 8.45: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde der Schaffenden. 10.45: Geistliche Musik. 11.45: „Das religiöse Grunderlebnis. bei Joses Görres." Vortrag. 12.10: Orgelkonzert. 13: „Die Seele der Landschaft." Eine Erzählung. 13.15: Mittagskonzert. Aus Verdis „Regniern". 14.30: Karfreitagsgedanken. 14.50: Vater Unfer. Ein Chorwerk. 15: Slunde des Chorgefangs. 15.30: Stunde der Jugend. 16: Nachmitagskonzert. 17.30: „Das Deutsche Vesperbild." 17.45: „Religiöse Strömungen." Vortrag. 18: Geistliche Musik. 18 40: Balladen. 19: Johannes-Passion für Soli, Chor, Orchester und Orgel von Johann Sebastian Bach. 21.30: Passional. Eine Hörfolge mit Musik. 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen ... 22.25: 9cach- richten. 22.40: Zwifchenprogramm. 23: Von? Schicksal des deutschen Geistes. 24 bis 1: Nachtkonzert. Samstag, 31.TNarz. 6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10: Frühkonzert. 8.25: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Stunde der Jugend. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13.15: Nachrichten. 13.35: Mittagskonzert. 14.30: Fröhliches Wochenend. 15.10: Lernt morsen! 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 18.50: Sozialdienst. 19: Stunde der Nation. Fröhlicher Osterreigen. Ein bunter Funkbilderbogen. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Gemeinschaftssendung Stuttgart-Frankfurt: „Bald send i am Neckar, bald send i am Main!" Eine vergnügte Osterstunde. 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen ... 22.25: Nachrichten. 22 40: Fortsetzung der Gemeinschaftssendung Frankfurt-Stuttgart. 23: Nachtkonzert. 24 bis 1: Nachtmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zuietzl veichlosienen Dividende an — Relchsbankdiskoni 4 d f) Lombardzinsfuß 5 o H. ironf'ur u. Dl Merlin Franktun a. DI Berlin Franl'url a. 2)1 Derlu Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a !H (Schluß» kurS tod)lum. Abend- börse Schlup« hir< c?chlußk mittag- börse Schluß» furt Schluß,. Abend« hörsr Schlußkurs Scklußk. mittag» hürse Schlußkurs Schlußl. Abend- börsc Schluv- ture (Schluß! m>nag börse 26 V ür, 27-MSrz Amtlickr Jiotiertin« (Seil' | Frir Datum 26-d 27.< 26-3 27 3- Datum 26-d- 27-3 26-3- 27-3 Datum 26-3 27-3 26-3. 27-0- fl*elh Drie •% Deutsche Retckaanleihe o 1927 6% ehern.7% Dt Reicksanl v 1929 bVt% ‘öoung-Üuleibe von 1980 Deutsche Anl.-'Ablöi.-Schuld mü WuMol.-flechten Desgl ohne Ausloi,-Reckte .... 6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rüdjablb 102%) 6% peil Landesbank Darmstadt Geld R 13 6%% Pell Landes-Hypotheken- hau! Darmstadt tilaul Oberbellen Provinz-Anletbe Auslos.-Reckten Deutfcke Komm Sommelabl Anleihe Serie l mit Auslos.-Reck ten 6% ehern 8% Frankl Hyp.-Bank Toldpse 15 unkündbar bis 19.35 6% ehern 7% Frankl Pup.-Bank Boldpse 16 unkündbar bis 1936 4y«% ehern ä'rz «eld Brief Zellstoff Aschaffenburg .......0 teiiüuer (Sai 7 Daimler Motoren ..... 0 Deutsche Linoleum...........0 Crenftetn & Koppel .......... 0 Leonhard Tietz ....... 0 Zbabe 10 8ttnmulotoren»5a6rtt ....... o Sontt-Äummi ............. 0 Grttznei .................. 0 । Mainkraftwerte Höchst a.0L... 4 Süddeutscher Zucker ......... e Amerikanische Roten.............. Belgische Roten ................ Dänische Roten ................ Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten ............... Norwegische Roten ............. Deutsch Oesterreich. 4 100 Schilling Rumänische Roten .............. Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Roten................. 2,463 58,30 56,79 12,735 16,46 168,41 21,46 64,02 65,72 80,77 34,11 2,483 58,54 57,01 12,795 16,52 169,09 21,54 64,28 65,98 81,09 34,25