. 301 Erstes Via« 184. Jahrgang Donnerstag, 27. Dezember 1954 PAM ■1 rankfurtei geieHi auch eine Einschränkung der beut- der Ausfall ber Kaufkraft eines kulturell jichi. Eirrjuhr notwendig Liejs betrug obe$ uoö »irtjchbjürch hoch hö»Mlüovrn» Bauernstandes folgte bereits am Jahresanfang ber Srlkch des Gesetzes M vrh LULg nalüx» neuen glücklichen Zett pbneH. 'M zum Jahreswechsel die politischen Erfahrungen Erwartungen ihrer Gastländer barzustellen. uns und 31 R kiienge'l eitungcn * Hoffnung auf eine klar und zielbewußt geführte europäische Politik noch recht bescheiben bleibt. Hoff- nungsfreudige Ansätze haben sich bei den von dem Italiener Äloisi vorbildlich geleiteten Saaroerhandlungen gezeigt. Aber die Art und Weise, wie der Viererpakt nun gegen Ende des Jahres aus der Versenkung aeholt und aufgetischt wird, stimmt bedenklich. Erdacht war er als ein Friedensinstrument von vier gleichberechtigten Großmächten. Sein heutiges Gesicht ist zwar nach außen das gleiche, im Wesen soll er aber dazu dienen, das erstarkende Deutschland gewissermaßen stärker unter Kontrolle zu nehmen. Ein solch einseitiger Gesichtspunkt birgt immer den Keim des Zerstörenden in sich. Vom rein Politischen abgesehen, wo die italienischen Aussichten nicht allzu groß eingeschätzt werden können — ein wenig drittes Rad am Karren —, wird sich Italien unter gesunder innenpolitischer Führung wohl in erster Linie der Militarisierung seines Volkes widmen. Eine solche Aufgabe ist nicht leicht, in Italien schon gar nicht, aber sie wird in zäher Arbeit vielleicht zum Teil gelöst werden können und dann dazu beitragen, daß auch die außenpolitischen Möglichkeiten des Königreiches wieder vielfacher und lohnender erscheinen. nalen Arbeit. Roch in demselben Monat mürbe ein neues Jagdgesetz verabschiedet, durch das der gesamte deutsche Wildbestand unter den Schutz des Staates gestellt wurde. Am 24. März wurde das Gesetz zur Erhaltung und Hebung der Kaufkraft, am 28. das Gesetz über das Landjahr für die schulentlassene Stadtjugend beschlossen. Es folgten Gesetz zur Reform-der Sozialversicherung und der Kleinrentnerhilfe. Am 29. September sind die Entwürfe der neuen Steuergesetze bekanntgegeben worden. Sie sollen vor allem einen Umbau der Steuern nach bevölkerungspolitischen Grundsätzen durchführen. Darum werden den Vätern kinderreicher Familien weitgehende steuerliche Ermäßigungen gewährt. Wie bedeutend die Wirkungen einer bewußten Förderung gesunder bevölkerungspolitischer Bestrebungen sind, beweist am deutlichsten die Tatsache, daß* die im Vorjahre begonnene eheförndernde Gese tzgebung schon im Jahre 1934 zu einer starken Vermehrung der Eheschließungen und zu einer 25prozentigen Zunahme der Geburten geführt hat. Schließlich sei noch erwähnt, daß am 24. Oktober eine Verordnung des Führers über Wesen und Ziel der Deutschen Arbeitsfront erlassen wurde. In seiner letzten Sitzung des arbeitsreichen Jahres hat das Reichskabinett noch zehn neue Gesetze verabschiedet, von denen ein großer Teil für die Wirtschaft bedeutungsvoll ist. Drei von ihnen dienen dem Neuaufbau des Kapitalmarkt t e s. Schon vorher war als Ergebnis ber Arbeiten des Untersuchungsausschusses über bas Banksystem das Reichsgesetz über das Kreditwesen veröffentlicht worden. Das Ziel dieser Maßnahmen ist in erster Linie die seit langem erstrebte o r g a« Nische Zinssenkung. Diesem wichtigen Ziels ist die deutsche Wirtschaft im Jahre 1934 beträcht* lich näher gekommen. Die ungeheure mühevoll« Aufbauarbeit, die in diesem Jahre geleistet wordetz ist) wird zweifellos der deutschen Wirtschaft in Zi^ kunft die Wege zum weiteren Ausstieg und zu einH 1,5 AM in (5! d Lotte fahr, den I auf der 10951 in Md. 05 Mi r noch in aller ige Leutuy^w \ nunmehr Hl lich erst nach langer Zeit überwunden werden können. Auf der Internationalen Konferenz für Agrarwissenschaften, die am 30. August in Bad Eilsen tagte, forderte Reichsbankpräsident Dr. Schacht ein mehrjähriges Vollmoratorium für Deutschland, damit es sich in der Schonzeit wieder in die Weltwirtschaft einorbnen kann. Eine enbgültige Regelung bes Schulbenproblems ist aber nicht erfolgt, unb in» folgebeffen finb auch bie Schwierigkeiten des Handelsaustausches zwischen Deutschland unb bem Auslande nicht beseitigt. Der Rückgang bes beutschen Exports wirkt praktisch wie eine Abschließung Deutschlands vom Weltmarkt. Für diesen aber bedeutet andererseits Erfahrungen und Erwartungen Oie Wett an der Jahreswende. nZahr wirtschaftlichen Wiederaufbaus. i||ü< die deutsche Volkswirtschaft hat das Jahr bereits die ersten Früchte der im Spät- ?Hsi: 1933 in Gang gebrachten Arbeitsbe- d ungsaktionen der nationalsozialisti- )i|n Reichsregierung reifen lassen. Die produk- IRräfte der Wirtschaft, die bis dahin in un- )l:nren Reparations- und Schuldenzahlungen n jfc. Ausland verzettelt worden waren, wurden iür den Wiederaufbau der natio- □IE i n Wirtschaft restlos zum Einsatz gebracht. □8m'sind zunächst zwei große Ziele erreicht roor- r \> üin sehr erheblicher Teil der arbeitslosen cMrmossen konnte wieder werteschaffender B e - Italien. Von unserem M.«Äerichterstaiier. Rom, Ende Dezember 1934. Die außenpolitischen Erfahrungen, die Italien im abgelaufenen Jahre gesammelt hat, darf man, ohne zu übertreiben, als wenig ermutigend bezeichnen. Es sah sich im Verlaufe dieses Jahres genötigt — ober es glaubte genötigt zu fein —, von ber außenpolitischen Linie abzuweichen, die es jahrelang fest- gehalten hatte. Im Zentrum biefer Entwicklung ftunben bie Ereignisse bes 25. Juli in Wien, bie man in Rom ausschließlich Deutsch- lanb zum Vorwurf macht, ohne dabei sich darüber klar zu werden, daß die steigende italienische Ein- trotzdem in den ersten 11 Monaten des Jahres 1934 noch 4,05 Milliarden Mark gegenüber 4,20 Milliarden Mark im Gesamtjahr 1933. Die deutsche Außenhandelsbilanz mar infolgedessen wieder um rund 240 Millionen Mark passiv. Wenn sich auch der Einfuhrüberschuß, der im Vorjahr 667 Millionen Mark betragen hatte, schon beträchtlich verringert hat, so ist doch klar, daß nachdem die deutschen Devisenreserven bis auf einen ganz geringen Betrag aufgebraucht sind, die deutsche Einfuhr unter allen Umständen der gesunkenen Ausfuhr angepaßt werden muß. Um das Ausland, dessen Märkte an der Erhaltung des Absatzes nach Deutschland selbstverständlich in hohem Maße interessiert sind, über die Notwendigkeit einer Neuregelung zu unterrichten, hatte der Reichspräsident Dr. Schacht Ende April 1934 die Gläubiger Deutschlands zu einer Transferkonferenz nach Berlin geloben. Die Tagung mürbe einen Monat später ohne ein offizielles Uebereinfommen geschloffen. Die Reichsbank machte ben Gläubigern aber ein Angebot für bie künftige Zinsregelung, und am 5. Juli kam schließlich ein deutsch-britisches Transferabkommen zustande. Die verhängnisvollen Folgen einer falschen Kreditwirtschaft, an der die ausländischen Geldgeber ebenso große Schuld tragen wie die früheren deutschen Regierungen, werden natür- W -H eio? * b?i j Eichener Anzeig« General-Anzeiger sür Oberhessen gegenkommen in der Frage der Sicherheits- bzw. Ausführungsgarantien zeigte. Wenn aber die französische Note vom 17. April in letzter Minute das Rüstungsgespräch auch gegenüber England mit dem Hinweis auf die „deutsche Aufrüstung" abbrad), so war dafür nicht zum mindesten Doumergue selbst verantwortlich. Von diesem Augenblick an ging Barthou feinen bekannten Weg. Kurz vor der Septembertagung des Völkerbundes mochte es den Anschein haben, als befinde sich Barthou tatsächlich am Ziel seiner Wünsche. Selbst London hatte sich trotz mancher Schroffheiten Barthous und feiner offenkundig antideutschen Bündnispolitik Paris erheblich genähert. Baldwins Wort von der Luftgrenze Englands am Rhein mog schwer. Aber gerade die Genfer Herbstsitzung, die keineswegs reibungslose Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund, zeigte, daß Barthous System statt den allgemeinen Frieden zu begründen, die Spannungen in Europa verschärft hatte. Der Tod raffte den greifen Politiker hinweg, als er die Quadratur des Zirkels versuchte: nämlich, ohne Deutschland Südslawien und Italien zu versöhnen. Eine Aufgabe, der Laval mit größerer Zuversicht entgegensieht, seitdem er zu den ersten Voraussetzungen einer allgemeinen Entspannung beitrug. Pierre Laval kommt es zugute, daß einwandfrei vaterländische Kreise, nämlich die Frontkämpfer ber verschiedensten Richtungen keinen Zweifel darüber lassen, wie wünschenswert die Entspannung zwischen Berlin und Paris im nationalen Interesse Frankreichs ist. Damit ist die Vorstellung zerstört worden, die noch zu Doumergues und Barthous Zeit so viel Unheil anzurichten vermochte: als seien die außerparlamentarischen Kräfte, besonders die rechts- Frankreich such! neue Wege Von unserem v.G.-Berichierstaiter. ri: tfcaft unb ber Jnbustrie erhöhten Absatz. t1111 ?samtwirtschaft konnte ferner ihren Pro- □ 11 o n s a p p a,r o t bank ber Mengenkonjunk- iii ti'fer ausnützen und begann dadurch wieder röt i gbringenb zu werden. Der tote Punkt Übergangs der Wirtschaft, der in den Der» nippen Jahren ein immer schnelleres Tempo an» erlernen hatte, war schon im Jahre 1933 über» )tnhi worden. Jetzt ging es wieder auf» ) < i p»s, und das Jahr 1934 braute die erhoffte llii|«-i?ine Belebung der Wirtschaft. Man kann aÄ rgebnis dieser großen Leistung der national« vz ioilischen Relchsretzierung nicht besser kennet ,fc) n als durch die im Auslanbe gemachte Fest» lelihi.g, daß Deutschland zu einer Insel der Ü !i ischaftsbelebung im Meere der Welt- ^<±-nt täglich, außer Ä A Annahme von Anzeige« irnags und Feiertags 'r für die Mittagsnummer letn: Die Illustrierte Ä ▲ LA A^ AÄ A. Jk A Al AA bis 8'/,Uhr des Vormittags MW« i inzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise: Oh! höherer Gewalt w 9 zIa < < ** Stellen-, Vereins-, gemein- Bss? General-Anzeiger für Oberbessen ZWLsZ ri-t । Anzeiger Gießen tJ w V i fr gen, Bäder-, Unterrichts- u. Mscheckkonto: , behördliche Anzeigen 6Rpf. ^Import am Main liess Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverfitättVuch- und Stemömderei R.Lange in Sieben. Zchristleitung und Seschastrftelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 Was haben die Völker ber Erde im Jahre 1934 erfahren — was erwarten sie vom Neuen Jahre? Ein weitgespanntes Thema, das ben Chronisten unserer Zeit gestellt ist. Doppelt «schwierig in einem Zeitabschnitt, dessen Lebens- und Entwicklungstempo einer ruhigen, besinnlichen Betrachtungsweise kaum zugänglich ist. Das Gesicht unserer politischen Umwelt war 1934 in einem ständigen schnell Wandel begriffen. Im F e r n e n O st e n bildet sich an der sibiriscl, Südgrenze ber Sowjetunion ein neues politisches Kräftefeld mit unmittelbaren Fernwirkungen in den pazifischen unb europäischen Raum hinein. Europa wirb durch die Februar- unb Juli- Unruhen im unglücklichen Oesterreich erregt. Das Wahnsinnsverbrechen von Marseille erschüttert am 9. Oktober bie Welt. Südosteuropa ist seitdem ein ständiger Krisenherd geworden und von der friedvollen Ruhe, die man dem Balkon mit ben Friedensdiktaten von Poris versprach, weiter denn je entfernt. Auch der Völkerbund hat keine Veranlassung, die Kompromißformel in dem südslawisch-ungarischen Streit auf sein Kredit-Konto zu schreiben, wie er ebenso wenig ein Verdienst daran hat, daß es in der Soarfra,ge zu einer fühlbaren und erfreulichen Entspannung gekommen ist. Rußland zieht im Herbst 1934 in den Völkerbund ein — Konsequenz jener Starrsinnspolitik des greifen Barthou, bie nicht begreift, daß die Welt anders geworden ist, und daß neue Geschlech - ter mit neuen Ideen auch in Frankreich her- angewachsen sind. So sitzt sein Nachfolger Laval in dem vielfältigen Netz von Beziehungen nach allen Seiten, bas Barthou gesponnen hat. Der Ostpakt ist für ihn ein fertiges Faktum, das er nach Kräften gegen Deutschland und Polen, die mitteleuropäischen Vertragspartner vom Januar 1934 auszuwerten sucht. Wird er es noch durch ein Militärbündnis mit Moskau ergänzen? Eine schicksalsschwere Frage an das Jahr 1935! Auch bie f ra n z ös iis ch -italienischen Gespräche sind noch in der Schwebe; sie können wohl erst im neuen Jahr zum Abschluß kommen, dessen Hauptproblem die Flottenkonferenz sein wirb. Hier schließt sich ber Ring der wenigen Tatsachen und Ereignisse, die wir vom politischen Gesamtbild der Welt einleitend verzeichnen konnten. Die ganze Buntheit und Vielfältigkeit des Weltgeschehens unserer Zeit «haben unsere Auslandberichterstatter eingefangen, bie wir gebeten hoben, Volkes eine schwere Gefährdung. Zwischen den Interessen der ausländischen Gläubiger Deutschlands und denen der ausländischen Rohstoff- produzenten besteht ein scharfer Gegensatz. So kommt es, daß schließlich immer wieder Versuche gemacht werden, neue Wege z u einer besseren Versorgung Deutschlands mit Rohftoffen zu beschreiten. Der wichtigste dieser Wege ist der des Abschlusses von Kompensationsgeschäften. Mit einer Reihe von Ländern sind solche Kompensationsverträge bereits abgeschlossen worden. Mit anderen Ländern, so insbesondere mit den Vereinigten Staaten, werden Verhandlungen geführt. Die Schwierigkeit aber, die vor allem darin besteht, daß die Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf ihre eigene Industrie deutsche industrielle Fertigwaren nicht in erhöhten Mengen beziehen wollen, hat bisher nicht überwunden werden können. Deutschland hat sich, der Not gehorchend, nicht irgendeinem Triebe zu Autarkie dazu entschlossen, seine Rohstoffeinfuhr einzuschränken unb die Erzeugung eigener Rohstoffe in großzügiger Weise zu organisieren. Es wurden Ueberwachungsstellen für den Rohstoffbezug und Rohstoffoerbrauch eingerichtet. Anfang November wurde der Leipziger Oberbürgermeister Dr. G o erde 1 e r erneut zum Reichskommissar für Preisüberwachung ernannt. Ein einheitliches Vorgehen gegen verteuernde Preisbindungen war notwendig geworden, um zu verhindern, daß die Rohstoffknappheit zu einer Erhöhung der Preise und dann natürlich auch der Löhne führt. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft auf dem Weltmarkt darf nicht beein» trächtigt werden. Der nationalfozialistifche Staat, der sich nur auf feine eigenen Kräfte verläßt, und feine Anstrengungen verdoppelt, wenn es gilt, Schwierigkeiten zu überwinden, wird zweifellos auch das Rohstoffproblem zu lösen vermögen. Die Ordnung der deutschen Wirtschaft nach nationalsozialistischen Grundsätzen hat im Jahre 1934 gewaltige Fortschritte gemacht. Der Schaffung des mischung in österreichische Verhältnisse notwendig eine innere Entfremdung mit bem beutschen Volk herbeiführen mußte. Italien hält auch heute an seiner österreichischen Politik fest. Seine B a l k a n p o l i t i k hat nicht minder Umwälzungen erfahren. Das schlechte Verhältnis zu Jugoslawien ist bestehen geblieben, i es hat sich in den letzten Wochen noch verschärft, ;er die freundschaftlichen Bindungen mit Bul- , a r i e n und Griechenland, die hinüber reichten bis zur Türkei, haben sich erheblich g e - lockert. Mit ihnen auch der Einfluß auf Rußland. Automatisch mußte sich Italien nach dem Westen wenden. Mit außerordentlichem Schwung setzten die Annäherungsbestrebungen an Frankreich ein, kühlten ab, erfuhren Verwirrungen durch Marseille, wurden in zähen Verhandlungen neu ausgenommen und führten zu einer gewissen Annäheruna, ohne daß schon von politisch diskontfähigen Resultaten gesprochen werden könnte. Daß aber Italien sich auf jeden Fall mit unendlich viel bescheideneren Ergebnissen wird begnügen müssen, als es sie selbst anfangs erwarte! hatte, ist ein Zeichen für das Absinken der großen Linie. Es scheint uns fast, als ob auch im kommenden Jahre, wie für Italien, so auch für Europa, die rimoftsfrife geworden sei. Ml. März 1934 eröffnete ber Führer in Münch.-ü» n Bau der er st en Reichsautobahn U,r i> '.inbigte zugleich den Beginn einer neuen 2lr- bePMackt an, bie mit bem Ziele, Hunberttausende poiiiL .trbeitslofen wieder in das Arbeitsleben einzu- reicht' in Angriff genommen wurde. Jetzt, am Ende deÄ Achres, kann man feststellen, baß bieses Ziel er in d) t ist. Die Zahl ber Arbeitslosen ist im ßoltapes Jahres um weitere 1,7 Millionen Demi ngert worden. Während beim Beginn ber Arldechschlacht mehr als 6 Millionen Arbeitslose ge= zäl jl! „urden, ist ihre Zahl bis Ende November 1934 aulr 2'5 Millionen reduziert worden. Die Zahl der in H deutschen Wirtschaft erwerbstätigen Arbeiter im 0 Angestellten ist gleichzeitig von 11,5 auf 15,6 M Ui >en gestiegen. Selbst in die Hochburgen ber Ar lb Uosigkeit in den Großstädten und Jndustrie- gelimn konnte durch besondere Maßnahmen Bresche gclX3 merben. Dieser Erfolg der deutschen Arbeits- sch l.c ist um so bemerkenswerter, als in fast allen o rüsten Ländern der Welt bie Arbeitslosigkeit pnW unb vielfach sogar nach einem vorübergehende, i .bflauen wieder gestiegen ist. Das Statistische RelMumt gelangte vor einigen Wochen in einer Um terfujung über bie Weltarbeitslosigkeit zu dem Er- gel>n i baß sich die wirtschaftliche Gesamtlage wieder ve ^chtert hat, vor allem infolge ber erneuten Zu- na:E)n ber Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Sticmn und in Frankreich. Auch im Auslande wird he iidki'bie Tatsache anerkannt, daß Deutschland das ei r i g e große Land ist, dem es gelungen ist, bie Atemlosigkeit in bedeutendem Maße und nachhaltig guij tciringern. 3k: Wiedereinreihung einer so großen Zahl von AtÜ7itislosen in den Arbeitsprozeß führte naturge- mifäpiu einer Zunahme des Konsums, die be ln^amten Wirtschaft erhöhten Absatz brachte und fieii Tvlgedessen wieder zu erhöhter Produktion an» rei'iaK Dadurch erwuchs insbesondere ber ßanb» w i schäft eine wichtige Aufgabe, deren Bedeu- tu in: .tmrd) die Devisennot noch wesentlich erhöht rono n ist. Sie besteht darin, die Ernährung des bete en Volkes möglichst weitgehend aus den Er- träiopi'jfen der deutschen Scholle sicherzustellen. Der gerte deutsche Boden muh für die Erzeugung m np.'ir gemacht werden. Das ist das Ziel der beut» schhE»Erzeugungsschlacht, für bie noch vor bem SdHesenbe bie zwecksetzenbe Parole ausgegeben roiön ist. Die Steigerung berinbuftriel- leuiProbuktion, bie im Vorjahre begonnen haiA.I hat im Jahre 1934 bebeutenbe Fortschritte gelingt. Es gibt heute in Deutschlanb schon wieber Uikmiehmungen und ganze Industriezweige, die ihjsriKapazität vollkommen auszunützen in der Lage firiü Manche Industrien sind durch die staatlichen Ai!rlkt>sbeschaffungsaktionen unmittelbar kräftig an» geiiEineU worden, so z. B. die Automobilindustrie, die B«!a.pwerbe u. a. m. Der Kohlenbergbau unb na- mmiti) bie eisenschaffende Industrie haben ihre P srü.'ktionstätigkeit im Laufe bes Jahres ebenfalls beitfitienb erhöhen können. So war z. B. bie För- belhirt bes Ruhrkohlenbergbaus im Oktober 1934 ui ml. Prozent größer als im entsprechenben Tto» mnitss Vorjahres. Noch weit stärker ist bie beutfche E!iiin unb Stahlgewinnung gestiegen. Der Der- bih«i bes Inlands hat sich auf allen Gebieten ge» hio i Das ist ausschließlich ber Steigerung d in SI r b e itseintommens infolge ber Jßie- beÜerrfjäftigung von zwei Dritteln ber Arbeitslosen zi irtrbanten. Irl Gegensatz zu bieser Hebung ber Jnlanbskon- jUster weist bie Entwicklung bes deutschen Außen- h < Mels im Jahre 1934' ein weitere 23er- s «!ci! itchterung auf. Die deutsche Ausfuhr, bie imn^hre 1933 noch eine Gesamthöhe von 4,87 Mil- Intel Mark erreicht hatte (gegenüber einem © iirtiie von 5,74 Milliarden Mark im Jahre 1931) belt-T. in ben ersten 11 Monaten bes Jahres 1934 ni tu wch 3,81 Milliarden Mark und dürfte daher inri^sarntjahr kaum den Stand von 4,20 Milliarde le Aark erreichen. Die fortschreitende S ch r u m p • f rur bes beutschen Exports machte natur- Paris, Enbe Dezember 1934. Der Nationalsozialismus feierte ben Jahrestag ber Machtergreifung zu demselben Zeitpunkt, als man in Frankreich nicht genau wußte, wem bie Regierungsgewalt anzuvertrauen wäre. D a l a b i e r übernahm bie Erbschaft Chautemps' einschließlich Stavisky-Skandal, als Leiter ber französischen Außenpolitik vermochte er kaum mehr als bie beut- sche und bie englische Abrüstungsbenkschrift zu Louis Barthou, der ihm folgte, hat bas Wesen seiner Bestrebungen am besten selbst ausge- drückt, als er in einer Gebenkrede D e I c a f f 6 feinen Lehrmeister nannte. Barthou bekannte sich also selbst zu jener einseitigen Auffassung. ber Belange Frankreichs, wonach Bünb- n i s s e unter 23ermeibung unb Umgehung Deutschlanbs bie erste unb letzte Sicherung Frankreichs gegen Deutschlanb barstellen. Auch B r i a n b yat bas Bünbnissystem Frankreichs aufrechterhalten. Er vermied aber nicht das ebenso wichtige Ziel eines unmittelbaren Ausgleichs mit Deutschland. Darin war er verschieden von Del- caf|6 und Barthou, verschieden auch von dem ebenfalls in diesem Jahr verstorbenen Philippe Berthe lot, der als Generalsekretär des Außenministeriums den stärksten Einfluß ausübte. Barthou schnitt zunächst bas vorsichtige Zwiegespräch Berlin—Paris ab, bas sich in ' ber Rüstungsfrage angebahnt hatte. Dann kamen Wochen, in benen ber Minister geneigt war, bem englischen Drängen nach dem Zustandekommen einer allgemeinen Konvention der Rüstungsbeschränkung Rechnung zu tragen, zumal London weitgehendes Ent- r.Niofrdtu,. d-">ich- nmgeujiefen. ' Mus holles Bildern. £ Minden i. W. kein b| «ach schildert 'reit des 23eric< arddeutschen L ungen ßeute r ,er IropenfoiB M Ringen nw. harten MÜU S» "t,»n 22^^ 5ür % ui Vrr. Apotheke rillet ^apotfjete. | i;a igung zugeführt werden. Die dadurch [ilfljaffene Kaufkraft brachte der Land- gerichtete Frontkampferbewegung patriotisch nur im deutschfeindlichen Sinne. Diese Vorspiegelung falscher Tatsachen kann heute nicht einmal mehr von Franklin Bouillon versucht werden, dem „Mann zwischen zwei Kriegen", wie eine Pariser Tageszeitung schneidend diesen Parlamentarier und Nicht- kriegsteilnehmer nennt. Pierre Laval hat durch seinen Verzicht auf die Entsendung französischer Völkerbundspalizei für die Saar den Beweis erbracht, daß er trotz seiner Versicherung in der Kammer, er wolle keine bilaterale Politik treiben, doch eine unmittelbare Klärung des deutsch-französischen Verhältnisses anstrebt. Er nahm überdies mit dieser Versicherung auch von den Strömungen im Sinne einer zweiseitigen, bündnisähnlichen Beziehung zu Moskau Abstand. Die Grenzen der Freundschaft sowie der innere Zusammenhang der französischen und der russischen Politik werden durch das Protokoll vom 6. Dezember bestimmt. Der O st p a k t mit seinem Ziel, den schwierigen Zustand eines Gleichgewichts in Osteuropa rechtlich herzust^llen, wird zum Zweck der Zusammenarbeit zwischen Paris und Moskau. Von Barthou war das Ostpaktprojekt bündnisbaft verstanden worden. Die Besuche russischer Militär- missionen in Frankreich waren ein beredter Kommentar dazu. Die französisch = italienische Verständigung wird von Laval als Ergänzung seiner Ostpolitik langsam, aber folgerichtig weiter betrieben. In allem merkt man eine Abkehr von der einseitigen Festlegung auf die Kleine Entente, ohne daß damit mehr gesagt werden soll, als daß augenscheinlich die Bedeutung der europäischen Großmächte deutlicher erkannt wird als. zu jenen Zeiten, da man die Staaten fast nur als Stimmen in Genf bewertete. Die englische Beteiligung an der Saarpolizei hat in Paris ebenfalls neue Hoffnungen auf aktive Einbeziehungen des großen Weltreichs in die europäischen Ausgleichspläne erweckt. Die innere Entwicklung in Frankreich ist zunächst der außenpolitischen nicht unbedingt gefolgt. Seit 1933, dem Jahr der deutlichen Krise des Parlamentarismus, sucht Frankreich nach einer Möglichkeit, sein inneres Leben neuen Erfordernissen anzupassen,- aber das Kräftespiel hat noch keinen Ausgleich gefunden. Zu Beginn des Jahres 1935 kann man ebensowenig voraussagen, wie die Entwicklung verlaufen wird, wie man im Januar 1934 geglaubt hätte, daß Tausende von erregten Parisern wenige Wochen später nur durch Schüsse daran verhindert werden würden, das Abgeordnetenhaus zu stürmen. Sm Zahl des Ausstiegs in England. Von unserem v.ll.-Berichterstatter. Wer Gelegenheit gehabt hat, die innen- und außenpolitische Entwicklung Großbritanniens seit der Zeit kurz nach dem Weltkriege bis zum heutigen Tage aus nächster Nähe zu beobachten, kann folgende, sich logisch aneinanderreihenden Etappen feststellen: Die Zeiten des Taumels, der Ernüchterung, der Sammlung, des Aufstieges. Innenpolitisch führte der Weg über Sinowjew-Brief, Generalstreik und Abgehen vom Goldstandard zur nationalen Regierung und einem Haushaltsüberschuß, außenpolitisch parallel mit der inneren Erstarkung des Landes zur allmählichen Wiedergewinnung einer vergrabenen Initiative. Das Jahr 1934 war endgültig e i n Jahr des A u f st i e g s. Auch die schärfste Kritik der Oppositionsparteien kann das englische Budget vom Frühjahr 1934 nicht von einem positiven in ein nepatioes verwandeln. Dies Ergebnis war nur möglich durch die nach Jahren der Enttäuschung gewonnene Einsicht, daß das Land finanziell und wirtschaftlich nicht gesunden kann, solange es der Spielball des Parlamentskampfes ist und daß die Rettung nur in einer Zusammenfassung seiner besten Kräfte in Gestalt einer nationalen Regierung liegt. Traditionelle Grundsätze wurden von Konservativen, Liberalen und Sozialisten über Bord geworfen, als der Ernst der Lage es erforderte. Diese Selbstverleugnung hat sich glänzend gerechtfertigt, denn heute steht England finanziell und wirtschaftlich besser da als je seit dem Kriege. Die natioale Regierung sieht jedoch trotz der Aussicht aus ein noch günstigeres Budget im Frühjahr 1935 die Zeit nicht für gekommen an, um die Zügel aus der Hand zu geben und wird bei den nächsten Neuwahlen das Land um ein neues Mandat ersuchen. Daß sie dies Mandat trotz einer vielleicht starken Zunahme der sozialistischen Stimmen wieder erhalten wird, wenn sie keine großen innen- und außenpolitischen Fehler macht, steht außer Zweifel. Auch in der größten der das britische Reich berührenden Fragen, der indischen Verfassung s r e f o r m , hat sich die Zusammenfassung der national gesinnten Kräfte aller Parteien durch Entdeckung einer parlamentarisch und politisch zu erreichenden Lösung gerechtfertigt. Der überwältigende Sieg des Standpunktes der Regierung in der Hochburg der Opposition gegen die indische Verfassungsreform, nämlich in der konservativen Partei, hat den Weg freigemacht, um den Grundstein für ein neues Verhältnis zu Indien zu legem Auch diese Tat wäre ohne die nationale Regierung kaum möglich gewesen und muß daher als ihr bisher größter Erfolg auf dem Gebiete der Reichspolitik gebucht werden. Auch der auswärtigen Politik der britischen Regierung ist im Jahre 1934 durch die nationale Regierung der Stempel aufgodrückt worden. Um die Außenpolitik Großbritanniens im gegenwärtigen Zeitpunkt völlig zu verstehen, muß man sich vor Augen halten, daß in der Regierung nicht nur Männer verschiedener Parteien sitzen, sondern Männer verschiedener Charaktere und verschiedene Temperaments. Die britische Regierung wird ge- führt von dem idealistischen Weltbürger Mac- donald, die Hauptvertreter der konservativen Partei, Baldwin und Chamberlain, sind nüchterne, praktisch denkende Insulaner, und der Hauptvertreter der Liberalen, der Außenminister Sir John Simon, ist ein logisch denkender Jurist. Daß bei diese» Kombination von Kräften nichts im Affekt geschieht, aber auch nichts, was eines gewissen Idealismus sowie einer rechtlichen Grundlage entbehrt, liegt auf der Hand. Frühere britische Regierungen haben, im Bewußtsein, daß der durch den Krieg geschwächte britische Löwe der Ruhe und Schonung bedarf, mit Ruhe die berüchtigte „X^att-anci-Lee-Politik" angewandt und dadurch der zielbewußteren, energischeren Politik anderer Länder Vorschub geleistet. Inzwischen hat aber Großbritannien wirtschaftlich und politisch Reserven angesammelt und ein Kapital, dessen Zinsen jetzt fühlbar in Erscheinung treten. Die Haltung der britischen Regierung in verschiedenen enftcheidenden Fragen der Außenpolitik der letzten Zeit war ein klarer Beweis dafür, daß England sich jetzt wieder fester im Sattel fühlt und im Begriffe ist, die Initiative in europäischen und Weltfragen neu zu ergreifen. Für Deutschland ist diese Entwicklung von größter Bedeutung, da sich das Ziel der deutschen Regierung — Friede — mit dem Ziel der britischen >oeckt und auf dieser Grundlage in den kommenden Jahren zahlreiche Probleme, die noch vor kurzem unlösbar erschienen, auf idem Wege der Vereinbarung geregelt werden können. Das ist vor allem durch die Stär- kung Englands sowohl innen- als auch außenpolitisch bewiesen worden — und auch Deutschland hat die Bedeutung dieses Wortes erfaßt: „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!" Stalins Kampf gegen die Opposition. Abteilung im Auswärtigen Amt, die durck h mäkiaen Austausch von sn r a ? - r z9oet>! und einen Selbstverwaltungsplan für Weiße Weihnacht in Berlin Er erwartet Dich am Montag, den 24. Dezember Saales begrüßte der Führer eine ganze Reih!.'- 1934, mittags 1.30 Uhr zur Weih nachtsbe- alten Parteigenossen. Dann nahm Oberacuvvr f Aori, n n i m © r. »+ « (T f n n" fO « - . ___s. • . r ......... V .. " ... strahlenden Licht prangende, mit Adventskränzen 5 0 0 bedürftigen Kindern, die von den Bürgermeistern der verschisdenen Stadtbezirke ausgewählt worden waren, war eine wunderhübsche Einladungskarte zuasgangen, auf der es heißt: „Ministerpräsident Hermann Göring hat mit dem Weihnachtsmann gesprochen, damit auch Du zu Weihnachten nicht vergessen wirst. rer Brückner die Bescherung der SÄ.» uni)» Männer vor. Glückstrahlend konnte jeder mit« großen Weihnachtspaket nach Hause gehen. d s ch u r e i, der im Lauf von zehn Jahren durchgeführt werden soll, und die Schaffung einer neuen scherung im Ko nzerthaus „Clou", Berlin, Mauerstraße 82." Schon um 1 Uhr war der im wurde durch den minutenlangen 9ubel btr als- ? Kämpfer. Immer wieder klang aus der Nr t:: hervor, was in den langen Jahren des W < die Bewegung groß gemacht hat und was Mi-, i Deutschland groß machen wird: Unbeugsamer 511 Kraftbewußtsein und unbeirrbares Weiter!-:-? >- auf dem bisherigen Wege. Beim Verlassen ü • und Weihnachtsbäumen geschmückte Elm,' I besetzt: 500 Kinder mit ihren AngehörigenV T1 an weißgedeckten Tischen Platz, wo ihnen und Kuchen gereicht wurden. In der W.L'I! Riesenraumes waren auf langen Tafeln hi. I ’ schenke aufgebaut: Kleidungsstücke, gute I 1 fachen, Körbe mit Lebensmitteln. Und j>ie S ' für jedes Kind nach Alter und Bedürfnis? i1 wählt. Die Kapelle der Landespolizei-Gruvv»- " neral Göring", spielte Weihnachtslieder D !! Präsident Göring sprach herzliche Wort,' < Willkommens und kündigte das Komme-. W e i h n a ch t s m a n n e s an. Und wirklich h d gleich darauf St. Nikolaus, dargeftellt ooni ! Mitglied des Staatlichen Schauspielhauses!- r ath mit 12 kleinen Heinzelmännchen in denÜ 6 umjubelt von groß und klein. Der große n ■ Bescherung folgte, bei dem es nur selige L ’! Herzen und leuchtende Kinderaugen M , “ Schätzen reich beladen, ging es zurück cm bie : Ansprache, in der er immer wieder untmret ■ ? Berlin, 24. Dez. (DNB.) Der große Tag des Festes der Liebe und der Freude erfüllte zur freudigen Ueberraschung für jung und alt auch die letzte stille Sehnsucht: Er brachte den Weihnachtsschnee. Weiße Weihnacht über Berlin! — Noch einmal war die Großstadt zu kurzer aber schwerer Arbeit erwacht. Schwer ist für die abertausend Verkäufer und Verkäuferinnen, die noch den letzten Ansturm des Publikums zu bestehen hatten. Ueberfüllte Bahnen mit heimwärtsstrebenden Pakete beladenen Menschen. Glückliche, strahlende Gesichter im Gefühl des Schenkenkönnens. Allmählich löschte Geschäft auf Geschäft seine Lichter. Auch der Weihnachtsmarkt im Lust- g arten, das große Ereignis dieses Jahres, wechselte innerhalb kurzer Augenblicke sein Festbild. Hunderttausenden Besuchern hatte er Freude, unzähligen kleinen Händlern Verdienst und- damit ein frohes Weihnachtsfest gebracht, wer eine Stunde später durch die Kaufstraßen der Großstadt schritt, der ging plötzlich als einsamer Wanderer durch eine schlummernde, märchenhafte Dornröschenwelt, lieber allem lag die weiße Decke des ersten Weihnachtsschnees. Mit der sterbenden Straße aber kehrte das Leben in die Häuser. Von der Höhe ihrer Türme läuteten d i e Glocken aller Kirchen den Heiligen Abend ein, riefen die Schar der Gläubigen zu einer stillen Andachtsstunde. Durch die hohen bunten Kirchenfenster drang der Schein mystisch gedämpften Lichtes. Orgelklang: Dom Himmel hoch, da komm' ich her! Weihnacht überall! In den katholischen Kirchen waren bereits um 5 und 6 Uhr früh Christmetten abgehalten worden, aber auch die Mitternachtsstunde rief noch einmal zur Mette. Das Amt für Volkswohlfahrt hatte allen Familien, die seiner Fürsorge anvertraut waren, einen besonderen Gabentisch aufgebaut. Für Junggesellen und alleinstehende Frauen war im Berliner Funkhaus eine Abendfeier veranstaltet. Die NSV. hatte einen Aufruf an die bessergestellten Volksgenossen ergehen lassen, sich dieser Vereinsamten anzunehmen, sie zu beschenken und zu bewirten. Der Berliner hat seine Volksverbundenheit gezeigt. Unzählige waren um Zuteilung Alleinstehender eingekommen. Es hat wohl selten eine Weihnacht gegeben, an der die Schicksalsgemeinschaft in ähnlichem Maße zum Ausdruck kam, wie an diesem Heiligen Abend, der von dem herzlichen Wunsch aller getragen war, Freude zu bereiten. Formosa vorsieht. Unter den weiteren Vorlagen mäßigen Austausch von P r o fe f inÖ' befinden sich auch die Kündigung des Washingtoner Studenten mit anderen Ländern nett Flottenvertrages, ein Ansiedlungsplan für düngen mit dem Auslande fchaffen i Zwei Millionen Koreaner in derMan- Staatsschuld Japans beträgt zehn tmJ. Den bei einem Zinsendienst von 400 Mill sarnthaushalt balanciert mit 2194 000dj'!' Oer Heilige Abend in der Reichshauptstadt. - „Ministerpräsident (Sftriit I hat mit dem Weihnachtsmann gesprochen/'-S00 bedürftige Kinder im Die allgemeine Wehrpflicht ;i die Charakterschule des deutschen Doll« ; Unterredung des Deichswehrministers mit einem amerikanischen 3ourn* Oie politischen Hintergründe des Attentats aus Kirow. Oie Anklageschrist gegen Nikolajew. Moskau, 27. Dez. (DNB. Funkspruch). Die Telegraphenagentur der Sowjetunion veröffentlicht die Anklageschrift gegen Nikolajew, den Mörder Kirows, und dreizehn seiner Genossen. Die Anklageschrift und ihre Begründung umfaßt drei Bände von etwa je dreihundert Seiten. Die Angeklagten werden des Vergehens gegen den § 58, Punkt 8 und Punkt 11 des Kriminalgesetzbuches der RSFSR. (Räterußland) — gegen Revolution und politischen Mord — beschuldigt. Im Laufe der Untersuchung, so heißt es in der Anklageschrift, sei festgestellt worden, daß die Terroristen aus ehemaligen Anhängern der Sinowjew-Gruppe bestanden und die Bezeichnung „Leningrader Zentrum" geführt hätten. Die führende Rolle in dieser Gruppe habe K a t al y n o w inne gehabt. Er sei vor seinem Uebertritt zur Opposition Sekretär der Parteiorganisation der Jungkommuni st en im Viborger Bezirk Leningrad gewesen. Katalynow, ein überzeugter Gegner Stalins und seiner Gruppe, habe einen sehr großen Einfluß auf Nikolajew, mit dem er seit 1924 zusammen gearbeitet habe, gehabt. Die Terroristen, die größtenteils 30 bis 35 Jahre alte Studenten und Angestellte seien, werden als Vertreter der Jugend bezeichnet. Ein Teil dieser Leute habe einen A n - schlag auf Stalin vorbereitet. Nikolajew sowie seine Genossen hätten gestanden, daß Nikolajew mit Wissen Katalynows einen ausländischen Konsul in Leningrad einige Male aufgesucht habe. Der Name des Konsuls ist in der Anklageschrift mit 16 Punkten, der seines Landes mit 12 Punkten angegeben. Nikolajew, der ein überzeugter Anhänger der Intervention ausländischer Mächte gewesen sei, habe den ausländischen Konsul um Geld gebeten. Der Konsul habe ihm 5000 Rubel gegeben, von denen er 4500 an Katalynow weitergegeben habe. Ein Bruder Nikolajews und einer seiner Freunde hätten bei ihrer Vernehmung angegeben, daß Nikolajew immer gegen die Intervention gesprochen habe. Dies beweise, daß Nikolajew dieselben Ziele verfolgt habe, wie die weißrussischen Emigranten» Organisationen im Auslande. Nikolajew habe die Ermordung so durchführen wollen, daß es ausgesehen hätte, als ob es sich um einen einzelnen Terrorfall handele, um damit die Organisation zu decken. Der Angeklagte Schazki habe ebenfalls den Auftrag zur Ermordung Kirows gehabt. Deshalb habe er seit langer Zeit die Lebensgewohnheiten Kirows beobachtet. Mch Verordnungen des Zentralvollzugsausschusses vom 10. Juli und 1. Dezember d. I. werden sämtliche Angeklagten dem Militärkolleaium des Obersten Gerichtes der Sowjetunion zur Aburteilung übergeben. Nack einem weiteren Erlaß des Zentralvollzugsausschusses müssen die Todesurteile 24 Stunden, nachdem die Anklage- schrift den Angeklagten zugegangen ist, v o l l st r e ck t werden. /z(Säuberungen^ in der Ukraine. Moskau , 27. Dez. (DNB. Funkspruch.) Amtlich wird mitgeteilt: Die Sowjetregierung hat das Parteikomitee von Dnjepropetrowfk in der Ukraine einer Säuberung unterzogen. Eine Reihe von Funktionären wurde von ihren Posten enthoben. Es wurde festgestellt, daß unter den Professoren der Universität Dnjepropetrowsk Trotzkische sowie u k r a i n i s ch - a u t o n o- mistische Ideen stark verbreitet waren. Eine Reihe von Professoren wurde ebenfalls ihrer Po st en enthoben. Ein politischer „Gehirntrust" in Japan. Tokio, 26. Dez. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß in dem Staatshaushalt von 1935/36 200 000 Yen für die Gründung und Unterhaltung eines „Rates für Staatspolitik" eingesetzt wurden. Diesem Gremium wird in politischen Kreisen die Bezeichnung „Gehirntrust" gegeben. Er soll aus 10 bis 15 führenden Politikern bestehen, die unabsetzbar sind und nicht mit dem Abtreten des Kabinetts wechseln, obgleich der Vorsitzende der jeweilige Ministerpräsident ist. Der Rat soll alle wichtigen Fragen der Außen - und der Militärpolitik Japans bearbeiten, soweit sie nicht unmittelbar dem Oberkommando der japanischen Armee unterstehen. Die große Derwaltungsreform Man- dschukuos ist in Kraft getreten. Der Kolonial- minifter wird aus der Verwaltung ausscheiden, an seiner Stelle übernimmt Kriegsmini st er Hayashi das Mandschukuo-Büro im japanischen Kabinett. Dem Reichstag, der heute feierlich eröffnet wurde, ist der Reorganisationsplan der Verwaltung Mandschukuos zugeleitet worden. Gleichzeitig wurde ihm der Haushalt unterbreitet. der iL a. eine zusätzliche Bauernhilfe Berlin, 24. Dez. (DNB.) Der Berliner Chefkorrespondent der „Associated Preß" P. L o ch n e r hatte eine Unterredung mit dem Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg, über die er wie folgt berichtet: Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg empfing mich in seinem freundlichen Arbeitszimmer am Tirpitz-Ufer zu einer etwa anderthalbstündigen freimütigen Unterhaltung. Auf meine erste Frage über die deutsche Rüstungslage erklärte Generaloberst von Blomberg: „Zu einer solchen Auskunft bin ich natürlich nicht befugt. Eine Antwort auf diese rein politische Frage kann ich Ihnen als Fachminister nicht geben. Das liegt allein in der Hand des Führers und Reichskanz- l e r s." „Gestatten Sie, Herr Reichsminister, daß ich Ihnen erkläre, wie ich zu dieser Frage kam" entgegnete ich. „Es vergeht wohl kaum eine Woche, ohne daß unser Berliner Büro eine Anfrage über die deutsche Rüstungslage aus unserer Zentrale in Neuyork erhält. Ich habe immer zurückgedrahtet, ich sei kein Spion; ich könne nur über öffentliche bekannte Tatsachen auf militärischem Gebiet berichten. Mein Generaldirektor, Kent Cooper, schrieb mir kürzlich, er billige meinen Standpunkt voll und ganz. Er und ich würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir autoritative Antworten erhalten könnten. Darf ich Ihnen ein paar der an mich gedrahteten Fragen vorlegen?" General von Blomberg nickte mit dem Kopfe. Ich zog wahllos hervor: Jene Nachricht von der angeblichen Fabrikation eines neuen tödlichen Giftgases in Mißburg (Bayern) (?); die Mutmaßung des Sonderausschusses des amerikanischen Senats, daß Militärflugzeuge im geheimen von Amerika nach Deutschland geschmuggelt werden; Lammot Duponts Behauptung, Deutschland fabriziere große Mengen hochexplosiver Spreng st offe entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages. Ein amüsiertes Lächeln umspielte die Lippen des Ministers. „Wissen Sie", meinte er, „wir lesen täglich so viele absurde Behauptungen über unsere militärischen Angelegenheiten, daß wir es uns versagt haben, auch nur den Versuch zu machen, den offensichtlichen Unsinn, der den meisten dieser Behauptungen zugrunde liegt, zu dementieren. Nehmen wir z. B. die Behauptung, daß wir im geheimen Flugzeuge aus dem Ausland hereinschmuggeln. Die Franzosen wissen genau so wie wir, daß die amerikanischen Flugzeuge mit zu den besten der Welt gehören. Die Franzosen haben elbst eine Anzahl „Musterexemplare" verschiedener amerikanischer Typen erworben. Warum? Weil sie diese Typen auszuprobieren wünschen, um lelUustellen. ob evtl. Derber SA. aufa; er. „Es ist der g’ Handlungen mit den Konstrukteuren gepflim w* - den sollen zur Erwerbung einer jjübri1 1 kationslizenz. Weder schmuggeln mir iffl Heimen amerikanische Flugzeuge ein, noch1 man solche importierten Flugzeuge auf das Fr- tiel de guerre‘ anrechnen." Hier erlaube ich mir eine weitere Frage- steht es mit der SA und S S", fragte ich " Ausland herrscht die Meinung vor, diese se-eo '■ dem ,potentiel de guerre* zu rechnen.* „Seit den Ereignissen des 30.Juni hat Soldatenfpielerei in t. hör t", entgegnete der Minister. „»=> h» — ., Wille und ausdrückliche Befehl de- Führers, W f d i e Reichswehr — und fie allein-^' Waffenträger der Nation fein soll- r neue Chef des Stabes der SA. Lutze findet hierin in voller Uebereinftimmung mit dieser »- faffung." . Auf meine weitere Frage, ob die Regierung m“ beabsichtige, die allgemeine WehrpU'^, der Vorkriegszeit wieder einzuführen, erwidertet u Minister, nachdem er sich die Antwort genau uo • legt hatte: „Zunächst ein TB ort über u n fere Rr.48' wehr m i f ihrer langen Sie werden mich nicht für unbescheiden ho"en, wenn ich behaupte, daß wir wirklich n ® J fein können auf das v e r teidigvngr' instrument, das sich aus unserem new Berufsheer entwickelt hat. Indem ich die allgemeine Wehrpflicht cusipr^ wünsche ich keineswegs etwas gegen die • slung des bisherigen Berufsheeres zu wi' 3m Gegenteil. Wenn Deutschland auch DU.r (Eroberungen oder sogar an Krieg so erkläre ich als Fachmann Ihnen offto eine Armee, die sich a us Berufs so los mit langjähriger Dienftverpi t u n g zusammenfehl, für diese 3 " besser ist, als ein Heer von kurz dien Wilitärpflichtigen. Auf technischem Gebt«\ w tet die Entwicklung so rasch In diesem 2Haf Zeitalter fort, daß eine kleinere 2ln;ah Männern, die jedoch durch viele Iahre Y> ausgebildet worden sind, besser ist, als große Masse von nur kurz Ausgebildetem deutsche Auffassung über das Militär eine ganz andere. Dir sehen iniy _ ein Instrument des Angriffes und'der rung, fonbern eine hohe scho Bildung des L hn ro He re. M«P wofür sich bet JtationalfoiletismM «W*1 1 15000 HZ.-Heime wuchsen aus dem Mts I i Ar- ’ B Der. er» Außen- r N°ti-> über o°! langt”" für wMi X, Lavals Nomreise. Pariser Vefürchtungen. fy'ir i s, 27. Dez. (DNB. Funkspruch). ige,o61=: einjuM* , die aß .V asv-^ I Heer ausgebildet sind Der Dienst l-eiWehrrnacht des Volkes wird alle Unter» ice ausgleichen, die heute zwischen die» nt Ionisationen bestehen." Jjir Schluß drückte ich dem Minister meinen t firtinnfcf) zu seiner Wiedergenesung aus. Der voll des Nebels! Denn Renntiere ermöglichen nicht nur, sie regeln auch das Leben des Fjell-Lappen. Sie haben keine Ställe und werden nicht gefüttert. Sie nähren sich von den spärlichen Gräsern, die zwischen den Steinen des Hochlandes wachsen. Mit ihrem scharfen Geruchssinn wittern sie im Winter unter metertiefer Schneedecke das Renntiermoos und scharren es hervor. Aber sie müssen beständig traben, um genügend Aesung zusammenzufinden, und der Lappe muß seine Zelte abbrechen und hinter ihnen herfahren — durch die monatelange Finsternis der eisigen Winternacht oder durch die blendende Licht» fülle des monatelangen längsten Tages, zu immer neuen und ferneren Weideplätzen. Jahrhundertelang war Lappland der Zankapfel zwischen Norwegen, Schweden und Rußland. Warum? Weil nun einmal die zivilisierte Welt ein Naturvolk nicht in Ruhe lassen fann; weil sie es mit den „Segnungen" der Zivilisation überschütten muß, um dafür feinen Dienst und feine Schätze einzutauschen. Erst in neuerer Zeit wurden die Grenzen festgelegt, und Lappland ist nun ungefähr gleichmäßig auf Finnland und die nördlichste norwegische Provinz, Finnmark, verteilt. Aber noch immer ruht der Streit um die Weideplätze nicht: ein „Renntierzaun", faft so lang wie die Chinesische Mauer, wird mit großen Kosten der Grenze entlang unterhalten. Und noch immer ist Finnmark weniger eine Provinz Norwegens, als eben eine Mark, eine Grenzmark, oder auch eine Kolonie. Diese ist so groß wie Baden, Württemberg und Sachsen zusammen, aber es lebt dort auf dem Quadratkilometer nur ein Mensch — gegen 138 in Deutschland. ne i iid über die Gleichberechtigung hinaus bei hff" kiMeist der Einigkeit, des Gehorsams, der Ufgilin, des Zusammenwirkens, der Kamerad- L alles dies ist und war stets e i n iientlicher Bestandteil der deuten Wehrmacht, wir wünschen, daß Kirr diensttaugliche Deutsche diese >>ck le für die Entwicklung des Charakters durchmache." Uj»i?r entgegnete: „Dielen Dank. Wie Sie sehen, i wieder gänzlich hergestellt. Als db«t2vährend meiner Krankheit unser Führer mich wjcir.d besuchte, wurde ich natürlich tot gesagt von inMiherrschaften, die immer einen sechsten Sinn u pcien scheinen. Manche meinten, mein Ende sei ith i'vorstehend, was schon dadurch bewiesen sei, aUf iDolf Hitler mir eine Art Abschiedsbesuch ge» wWiiabe. Manche wieder wußten genau, daß ich erwuchst demissionieren werde und daß die Be» t’ts Reichskanzlers den Zweck hatten, mit mir Modalitäten zu vereinbaren. Wie Sie jedoch Der Lappe jagt ins neneZahr Von unserem H.v.S.-Äerichierstatier. der SA. L-! nftimnN ■ '» * V ßtrufA - na-"> -- $ I«*W P? Ft LebensmM der Mrffchaff. In immer stärkerem Maße wird es zur Erkenntnis aller, welche bedeutende Rolle die heimische Landwirtschaft in Der Gesamtwirtschaft unseres Volkes spielt. Wäre heute der deutsche Bauer nicht imstande, die Ernährung des ganzen Volkes zu sichern und ihm darüber hinaus noch große Mengen von Rohstoffen für feine Industrie zu liefern, so wären Hunger und unermeßliche Not die unausbleibliche Folge. Ist doch die Landwirtschaft in der heutigen Zeit, in der sich alle Länder der Welt von einander abschließen, der wichtig sie Rohstoff» lieferant und gleichzeitig der größte Käufer auf dem Binnenmarkt und wird damit zwangsläufig zum Lebensmotor der Volkswirtschaft. Die nationalsozialistische Staatsführung hat allein schon aus diesem Grunde es als eine ihrer ersten Aufgaben betrachten müssen, dem deutschen Bauern neue Lebensmöglichkeiten zu schaffen, um damit der gesamten Wirtschaft neue Impulse zu geben. Daß die Maßnahmen der nationalsozialistischen Agrarpolitik nach dieser Richtung hin erfolgreich waren, ist eine heute allgemein bekannte Tatsache. Im Jahre 1933/34 ist der Verkaufserlös der Landwirtschaft gegenüber dem Vorjahre bereits um 800 Millionen Mark g e ft i e g e n. Damit ist eine erhöhte Kaufkraft und innere Selbständigkeit gewährleistet, die wiederum das Verhältnis zur Industrie auf eine noch gefestigtere Grundlage stellen. Der Binnenmarkt kann damit von ganz neuen Gesichtspunkten aus geleitet werden und er- hält fruchtbringende Belebungsmöglichkeiten. Daß eine bedeutende Erhöhung der Einnahmen der Landwirtschaft der Fall gewesen sein muß, ergibt sich aus den erheblichen Aufträgen, welche die Landwirtschaft wieder an das städtische Gewerbe und die städtische Industrie gegeben hat. Auch der starke und nicht bc» friebiate Bedarf der deutschen Landwirtschaft an Arbeitskräften spiegelt diese Besserung der Kaufkraft wider. Wie sehr die Einnahmen der deutschen Landwirtschaft für alle Zweige der Wirtschaft von maßgeblichem Einfluß sind, beweist folgende statistisch beweisbare Tatsache. Die deutsche Landwirtschaft hat im Jahre 1928 insgesamt 9,5 Milliarden Mark von ihrer Gesamteinnahme in Höhe von 10,2 Milliarden Mark wieder in den Kreislauf der Wirtschaft zurückgeführt. Im Jahre 1931 Hot sie sogar mehr ausgegeben als eingenommen und damit zweifellos den Abstieg der deutschen Wirtschaft stark gehemmt. Einen ebenso klaren Beweis für die Bedeutung der deutschen Landwirtschaft, für Industrie und Gewerbe geben die Zahlen, die die Landwirtschaft als Käufe rlanbwirtschaftlicher Produktionsmittel und Verbrauchsgüter im Jahre 1932/33 zeigen. Sie kaufte in diesem Jahre für 460 Millionen Mark Düngemittel, für 400 Millionen Mark Bekleidung, für 150 Millionen Mark Baustoffe, für 140 Millionen Mark Hausrat und für 76 Millionen Mark Landmaschinen. Dabei muß darauf hingewiesen werden, daß diese Ergebnisse aus einer Zeit stammen, in der es für die deutsche Landwirtschaft infolge hoher Verschuldung und übertriebener Zinsforderungen nur magere Einnahmen gab. Die Schrumpfung der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse zwang den deutschen Bauern, falls es keine neuen Schulden aufnahm, auch die allernotwendigsten Käufe zurückzustellen. So hat sich im Laufe der letzten Jahre ein gesteigerter Bedarf ange» sammelt. Daraus ergibt sich, daß jede Einnahmeerhöhung der Landwirtschaft zwangsläufig zum größten Teil zur Deckung dieses Bedarfs benutzt werden wird; das bedeutet aber, daß jede Einnahmeerhöhung in Gestalt von Aufträgen dem städtischen Gewerbe zufließt und damit' in den Kreislauf der Dolkswirtfchaft auf schnellstem Wege wieder zurückfließt und taufenden deutschen Volksgenossen Arbeit und Brot gibt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Hammersest, Dezember 1934. Wintersonnenwende: — Nun steht die Sonne um die Mittagszeit am tiefsten unter dem südlichen Horizonte Lapplands. Nur noch wenige ihrer Strahlen werden alltäglich während einer kurzen Stunde in den Strudel der lichtbrechenden Atmosphäre gerissen und von ihr um die Rundung des Erdballs herum flach und fahl über das Land geworfen. Der Schnee, der alle Formen der grenzenlosen Weite glattstreicht, strahlt sie zurück und leuchtet matt. Blendend aber scheint der Mond, wenn er eines Tages von ungefähr heraufsteigt und ein Woche lang den Himmel umkreist, ohne unterzugehen. Und hin und wieder wirft das Nordlicht, den rätselvollen Gesetzen seines Werdens folgend, feine bunten, nervös zuckenden Strahlen und Spiralen über den lodernden Sternenhimmel der geisterweißen Mittagsnacht. Saufend fährt der Lappe durch die gespenstische Unendlichkeit, durch die zehn Wochen lange längste Nacht. Sein Renntier jagt über den gestaltlosen Schnee der meilenweiten Hochebene, Mann und Schlitten in eine aufgewirbelte Wolke von Pulverschnee hüllend. Bei 35 Grad Kälte suchte der Lappe nach seiner Renntierherde, die sich in Finsternis und Ferne verloren hat. Oder er jagt den Wolf, der hungernd aus den grenzenloseren Einöden Sibiriens und Rußlands herüberkam und in die Herde einbrach. Vielleicht aber kommt er auch von dem Handelsplatz Kautokeino, hat dort seine Renntierfelle verkauft und etwas bunten, flimmernden Christschmuck eingehandelt, den die Norweger ihm dort anbieten, und der ihn blendet —. Sausend fährt der Lappe durch die Weihnachtsnacht. Wenn er auch nicht immer auf dem Schlitten sitzt, so ist doch all sein Leben eine einzige ruhelose Fahrt aus der Vergangenheit hinüber in die Zukunft. Denn er hat keinen Acker, Den er pflegt, kein Haus, das ihn schützt, und kein Heim, das ihn bindet. Er besitzt das Renntier, das er halb hütet, halb jagt: er wohnt in leicht beweglichem Zelt, und feine Heimat ist die offene Weite eines Landes. Sausend fährt der Lappe durch die Neujahrsnacht. In schnellerem Tempo denn je gleitet er aus der alten in die neue Zeit. Denn vom immer rasenderen Strudel des Völkergeschehens ist nun auch er ergriffen. Eines Tages wird sich feine Fahrt durch die Reibung im immer engeren Wirbel der Völker verlang- amen. Wenn sie zum Stillstand kommt, — wenn )er Nomade seßhaft wird, dann wird es aus ein mit dem Lappen ... I J®' steht es aber mit der SA., der SS. u ub ie m Arbeitsdienst? fragte ich. Sollen jiicl'e nicht Schulen zur Bildung des Charakters j JDü sind sie zweifellos", antwortete der Minister je5|a. „Diese drei Organisationen der national» ji z alilifchen Bewegung werden natürlich das D a U'l s ä ch l i ch e Reservoir bilden, aus Breit und wuchtig prangt das Bekenntnis „U n • f e r Glaube i ft Deutschlan d!" über dem Eingang eines HJ.-Heimes. Vorweihnachtlicher Kerzenglanz strahlt vom Adventskranz durch die niedrigen Fenster, froher Gesang schallt heraus: Hitlerjugend, Jungens und Mädels, halten ihren Heimabend ab. Da fitzen die einen mit einem guten Buch in der Hand, die anderen haben eine Handarbeit vor, manch munteres Wort fliegt in den Gesangspausen hin und her, Gespräche entspinnen sich, Gesellschaftsspiele füllen die Abendstunden aus. Frisch- fröhlich und mit blanken Augen fitzt alles an dem großen gemeinsamen Tisch. Alles freut sich, alles ist glücklich, denn lange hat es gedauert, bis die große Aktion der Hitlerjugend in Schwung kam, die jeder Gruppe ein eigenes Heim geben soll. Fünfzehntausend Quartiere sind in wenigen Wochen schon errichtet worden, sozusagen aus dem Nichts. Hier hat man sich mit Zustimmung des Ge- meindeoorstandes m einer alten Mühle eingenistet, dort ein Hinterzimmerchen erhalten, dann wieder an anderer Stelle einen unbrauchbar gewordenen Pferdestall oder eine leerstehende Werkstube zugewiesen bekommen. Mit flinker Hand sind Staub und Schutt beiseite geräumt, sind die Wände geweißt, aus Brettern rasch ein paar Tische und Bänke gezimmert worden, einer brachte ein Hitler- bild, ein anderer legte mit einem Jugendbuch den Grundstein zu einer kleinen Hausbibliothek — und so war mit Wenigem etwas geschaffen, was allen wie ein Geschenk des Himmels erscheint. Jugendliche Lebhaftigkeit, oft schon gepaart mit dem Ernst des Lebens, Begeisterung für das gemeinsame Werk, echteste Vaterlandsliebe, stolzeste's Deutschbewußtsein zogen in das gewonnene Heim ein, über Nacht hatten sich bald überall Sammelpunkte gebildet, die dem Hitlerjugenddasein neuen Inhalt und neuen Austrieb gaben. Allzufern ist Der Zeitpunkt nicht mehr. Der allen sechs Millionen Jungens unD MäDels, Die in Der HI. vereinigt find, ein Dach über Dem Kopfe, einen Raum geben wird, in dem sie allein walten und schalten dürfen, dem sie und nur sie ihren Stempel aufdrücken, den sie gestalten und schmücken und in dem sie ihre kleinen und großen Sorgen einander mitteilen. Jungens- und Mädelsromantrk wird hier Wirklichkeit, hier stehen sie auf eigenen Beinen, Don den drei kleinen Städten der „Mark" ist Ha mm er fest — an Der Norbwestküste — rein norwegisch. Es ist als Stützpunkt Der Eismeerfischerei entftanDen und hat nach Eröffnung Der Spitzbergener Kohlengruben Einwanderer aus allen Landesteilen herangezoaen. Vardö und V a d f ö dagegen, an der Nordoftküfte gelegen, haben zur Hälfte lappische Bevölkerung unD leben Zum großen Teil vom Handel mit dem Binnen l a n D e, neuerdings aber auch von den reichen M e t a ll f un d e n , die den Wert Finnmarks für Norwegen bedeutend gesteigert haben. Die einzigen größeren Handelsplätze des Innern, K a r a f j o k und Kautokeino, find reine Lappensiedlungen, aber auch hierher bringen die Norweger vor und außer ihnen die Kvänen: das sind finnische Einwanderer. Beide kultivieren die Fluß- täler, vor allem das des Tana-Elvs, der Der zweitgrößte Fluß Norwegens ist. UnD ihrem Beispiel folgend, beginnen nun auch Die Fjell-Lappen, in Den Flußtälern seßhaft zu werden. Hier bauen sie sich nach norwegischem Muster Häuser, hier können si-> Jagd und Flukfischprei, ja sogar etwas Landwirtschaft betreiben. Ihre Renntiere verkaufen sie. Sie werden zu Fluß-Lappen. Aber Die Wärme und der Friede der Hütte, die sie gegen die Kälte und die Ruhelosigkeit des offenen Landes eintauschen, werden ihr Grab. Gegen die Kälte waren sie Durch ihre körperlichen Erbanlaaen und durch die Renntierfelle geschützt, auf Das Freiluftleben gründete sich ihre Kultur. Die peinliche Ordnung und Sauberkeit ihrer Zelte scheint ihnen nun in den geräumigen Häusern überflüssig: der Schmutz und die Wärme der dumpfen Stube zehrt an ihrem Mark. Der Geldsack, den sie nach Dem V"rkaut her Renntiere heimbringen, ist mit Schwinhsucht gefüllt. Aus kulturpolitischen Gründen und zum Schutze der Grenzen strebt nun die norwegische Regierung mehr und mehr eine „Vernarbung" der Lappen an. Sie baut eine Straße über Karasjok und Kautokeino, quer durch das ganze Land. Und der Lappe kommt in Berührung mit dem „hil", so nennt man in Norwegen das Auto. Das aber ist symbolisch Dafür, Daß er seiner alten Kultur, Die bisher fein Leben sicherte, untreu wirb unb einer fremben Zivilisation in bie Arme läuft, bie ihn blenbet, in her er aber niemals heimisch werben wirb. Der Lappe wirb mit her Wurzel ausgerissen. Noch einmal fährt er faufenb Durch Die Neujahrsnacht. Aber wenn er bie Kufen seines Renntier- schlittens im Eise festfrieren läßt unb Das „bil" besteigt, — bann wirb es aus fein mit ihm. ö|fifc Politik. Senator be Jouoenel sagte u. a.: b'.:nge auf beiben Seiten mir Frontkämpfer och ba finb unb was zu sagen haben, wirb es 1 in en neuen Krieg geben!" Er sei ber IIe thceugung, baß Hitler mit seinen Friebens- fctieiiauf einer entsprechet starken, inneren E illms e 11 u n g bes beutschen Volkes aufbaue. „Ich kaiwHnen versichern", so sagte be Jouoenel, „bie Briiitf Massen Des Volkes, Die Bauern in m 'H be m Departement, wünschen nichts fe hnicher, als enDlich Verftänbigung In : 1'3 e u t f rf) I a n D. Aber sie wollen hie Gewißheit!: den, Daß ihnen Dabei nicht bas Fell über bie Oh rm gezogen wird." Die Zusammenarbeit de r vier großen Westmächte England, De.'lul/olanb, Italien unb Frankreich sei bie sicherste ©ctioitie für bie Aufrechterhaltung bes Friebens. Di >. Inroenbung sei nur burch ben Austritt Deutsch- lannL-mus bem Völkerbunb vorübergehenb fast un- fnäielv । gemacht worben. Die Regelung ber A b - r ü'fhn g s f r a g e müsse das erste Ziel ber be rH -französischen Verhanblungen sein. „Wir miüjc von dieser idiotischen Höhe der R IDpiungsausgaben herunterkommen uni -ie freiwerdenden Beträge nützlicheren, bei m iolke besser dienenden Zwecken zuführen. Aber wc:m die Verhandlungen Aussicht auf Erfolg ha ibti| sollen, muß sich Deutschland — das wieder- ho iltüe Jouoenel zum Schluß noch einmal mit be» fd) ohinber Betonung — mit der Gleichbe - r c chigung, der ,ögalit£ des droits* begnügen untinrf nicht bie Forderung nach absolut Gleichheit ber Waffe unb Rüstungen mii.Mr Laval, ber ursprünglich seinen Weih- nai.slMrlaub bis zum heutigen Donnerstag aus» bcrifi wollte, ist bereits am Mittwoch nach P ! il-s zurückgekehrt. Laval hat bie Ruhe- pamie! ber Weihnachtstage dazu benutzt, um bie 21 I Sinn ber französisch-italienischen V Iranblungen noch einmal genau zu prüfen. In mimst gut unterrichteten Kreisen sagt man, ber 3 Milipun ft seiner Romreise fei nunmehr i r i i 'i f e 1) b a r e Nähe gerückt unb in aller- näiifiir Zeit könne man mit ber Festlegung bes en li.i tigen Reisebatums rechnen. Äi! Außenpolitiker bes „Echo be Paris", Perti- nau.j rieht sich beshalb veranlaßt, Laval auf bie ©Milt) r en einer übereilten Reife auf= m e Hf nm zu machen. Bisher fei es weher Laval nondhm französischen Botschafter in Rom gelungen, biet i inblidje Einftellung Mussolinis äuiiIUeinen Entente im allgemeinen unb S M l a ro i e n im befonberen zu änbern. Zwei- moLh:,be bie französische Regierung ben Duce bitten last isni den Beweis zu erbringen, baß bie italienische ReiHr-ung ber Einheit Sühilawiens nicht feinhlich ge: Überstehe. Aber beibe Male sei bie Erfüllung Di«HZ!Wunsches abgeschlagen worden. 2ej französische Regierung habe weiter Darauf hi inorroiefen, Daß hie Kleine Entente zu dem eng» lisich'nnzösich-italienischen Protokoll für die Ga- ranli.e der ö st erreicht sch en Unabhängig» Niell I Herangezogen werden müsse. Italien ha ui darauf geantwortet, daß nur bie Nach» b । ei : a a t e n Oesterreichs aufgeforbert werden rom .n, dieses Protokoll mit zu unterzeichnen. Unterlegen Umständen würde die Romreise Lavals in Bifck?st, Belgrad und Prag als Nachgeben L < !. I s a u f g e f a 6 t werden. Alle Freund- fch h 7-Bezeugungen der französischen Regierung roür- beirtaran nichts ändern können. kn müsse sich auch fragen, ob Mussolini nicht bab=?;ge Zusammenhalten der Kleinen Entente mit Fi^-eich ,3 e r ft ö r e n wolle. Denn dieser Mächte- bursifei für hie Achtung vor ben Ver - tflf g'E n, währenb hie italienisch-ungarisch-öster- reinj./he Mächtegruppe für bie Revision, b. ! iir einen Vergeltungskrieg sei. Wenn man ihijm üdaher auch nur eine moralische Genugtuung gei* v werbe pian ihre Tätigkeit baburch förbern. lin, 24. Dez. (DNB.) Der „Angriff sfirricht eine Unterrebung feines Pariser Sonber- enic?rftatters mit bem ehemaligen Minister unb 5e:mcir be Jouoenel über bie beutsch - fran- ehrnibin ich wieher wie üblich an meinem eijlMch." Nie deutsch-französische Verständigung. !iie Rüstungsfrage der Angelpunkt. llJf, -v. a» / tne d;-7i bie Wehrmacht s l ch ergänzen J J^en tnr1!-! flehe biefer Organisationen hat ihre spezielle n^Uno^’i ifDn, die außerhalb der des Waffen- w r i (TS liegt. Sie werden unsere Arbeit insofern erl fd’rn, als ihre Angehörigen bereits g e ■ iiii2)'lt fein werden, Gehorsam, Diszi» 11 if Dränung und Kameradschaft z u flleien. Soldaten aber sind sie erst dann, wenn das goldene von ihnen geft ’Dember. Der j eine tief zu- immer wieder lutenlanjen A der fiang aus bi langen öchen bt mch bat unb was en wird: Unbeu^t unbeirrbar H Rege. Beim L führer eine ml kmn natyrfe ^ening bei&i" glenb tonnii tr et nach chch $ Wie lange die Lappen ihr Land bewohnen, aus welcher Ecke bes Erbenraumes bie Flut ber Volker fie herangespült hat, weiß man nicht. Nur, baß sie ein mit ben Finnen verwandtes Volk mongolischer Herkunft sind. Von jeher lebt ein kleiner Teil von ihnen an ber Eismeerküste um das Nordkap herum. Das sind die See-Lappen. Sie wohnen in elenden Erdhütten, die wie Kohlenmeiler aussehen, und führen ein armseliges Fischerdasein. Sie kamen zuerst mir den die Küste befahrenden Norwegern in Berührung, aber gegen deren überlegene Kunst ber Seefahrt unb bes Fischfanges konnten fie ich niemals burchfetzen. Sie find die A e r m ft e n ber Armen bes norwegischen Reiches, unb „Mutter Norwegen" betrachtet es als eine ihrer vornehmsten Aufgaben, das Los dieser ihrer fernsten unb fremdesten Kinder zu erleichtern. Aber bie Fjell-Lappen finb vielleicht bie r e i ch st e n norwegischen Staatsbürger, wenn man von einigen Gelbsäcken absieht, bie bie kapitalistische Wirtschaftsform auf unnatürliche Weise gefüllt hat. Das Leben bes Fjell-Lappen ist ausschließlich auf bas Renntier gegrünbet. Sein Fleisch unb seine Milch nähren bas Volk: seine Felle kleiben es unb liefern das Material zum Zeltbau: feine Geweihe schmücken bie lappische Kultur: seine schnellen Füße finb bas Verkehrsmittel bes Lanbes. Zweihundert Renntiere muß eine ßappenfamilie haben, um davon leben zu können. Mancher Lappe besitzt mehr, unb wenn er sie verkauft, wirb auch fein Gelbbeutel stramm! aber hier ersteigen sie bereits eine Vorstufe bes Kampfes um das Dasein, das noch viele von ihnen Durch und durch schütteln wird. Aber Der Heimabend, Sammlung und Stärkung zugleich, ist mehr als eine Stätte jugendlicher Geselligkeit: er ist das Kraftfeld, in Das Die seelischen Wurzeln schlagen und aus dem die ersten Energien für das künftige Leben gewonnen werden, ein Leben, das nicht nur dem einzelnen, sondern Der ganzen Nation gehört unb das erst lebenswert wird durch das Glaubensbekenntnis, das sich über jenem HI.-Heim findet: Unser Glaube ist Deutschland! Gemeinschastsempfang der HZ. zu Neujahr. Die Abteilung Rundfunk der Reichsjugendführung gibt nachstehende Anordnung bekannt: „Aus Anlaß der Reichssendung am 1. Januar 1935, in der ber Reichsjugenbführer Balbur von Schirach seine N e u j a h r s b o t s ch a f t an bie gesamte beutsche Jugenb richten wirb, orbne ich für alle ©lieberun» gen unb Einheiten ber Hitlerjugenb Gemein- schaftsempfang an. Der Empfang ber Neujahrsbotschaft soll nach Möglichkeit in ben Heimen ftattfinben. Wo solche noch nicht in genügender Anzahl vorhanden sind, ist es zweckmäßig, die Gliederungen der HI. in größeren Einheiten zu einer Uebertragung durch Lautsprecheranlagen zusammenzuziehen. Die Funkwartorganisation der PO. hat in dankenswerter Weise ihre Unterstützung zugesagt." Der Abteilungsleiter R Carl Cerff, Gebietsführer. £)3.-Sd)ulung in Kurhessen. Das Deutsche Jungvolk im Gebiet Kurhessen führt in Öen Weihnachtsferien über 100Jungen- und Führerlager durch. In diesen Lagern werden u. a. auch die künftigen Träger der Jungbannfahnen ausgebildet werden. Die Schulung der Führer ist so umfassend, daß auch der letzte Jungenschaftsführer an einem dieser Lager teilnehmen wird. In her Nähe von Kassel richtet ber Obergau Kurhessen in einer ehemaligen Dberförfterei eine Führe- rinnenschule ein, bie am 1. Januar ihrer Bestimmung übergeben wirb. Zum ersten Lehrgang finb 50 kurhessische BbM.-Führerinnen einberufen worben. SÄ; iertiivtz wiM 5- MB.) H.7 bradjte her Wes 1934 r "Istiulm ’S* und $: Wagnersaal - ugessen-r von ihm 6,1. annengrün fr; ”n sich Xannr ■Dorjlacferten,: Len dicht Ich 3lende aus bt: Weihnachten ja nmenfeins veri flidü henÄ wischen 3«' onftrutteuren erbung ein« eber schmiM'!' Flugzeuge m Flugzeuge or icn." eine weilen > inö 60 Meinung re* zu reP n des 30.5-; i in derb Minister. Befehl, und fi<£; Nie „Gtistung für Opfer Der Arbeit". B e r li n , 24. Dez. (DNB.) Am vergangenen Donnerstag trat im Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propaganba ber Ehrenausschuß ber „Stiftung für Opfer der Arbeit" zur Beschluß- assung über Die vor Weihnachten zu bewilligenden Unterstützungen zusammen. Aus dem Bericht des ehrenamtlichen Geschäftsführers ist zu entnehmen, daß der Eingang der Gesuche mit u n • verminderter Stärke anhä 11 und der Geschäftsumfang der Stiftung immer noch zunimmt. Es gehen je Arbeitstag durch- chni111ich über 4 0 Gesuche ein. Der Betrag der bisher eingegangenen Spenden hat die Summe von fast 8 Millionen Mark erreicht. Dabei ist mit besonderer Befriedigung und Anerkennnung der fortlaufenden Spenden der Beamten. Ange st eilten und Arbeiter ber Reichsbahn unb der Post zu gedenken, die durch freiwillige Gehaltsabzüge feit Beginn dieses Jahres einen Betrag von mehr als hen //»Ätz V«tn. Ä 2 0 0 0 0 0 Mark der Stiftung überwiesen haben. Es wurde über rund 2000 Gesuche B e - schluß gefaßt, die auf Grund der abgeschlossenen örtlichen Feststellungen zur Entscheidung fertig waren. Von diesen wurden über 1200 mit einer Unterstützung bedacht. Die bewilligte Unterstützungssumme beläuft sich auf 319 728 Mark. Es entfällt also auf ben Ecnzelfall durchschnittlich eine Bewilligung von 265 Mark. Insgesamt ist bisher von der Stiftung feit ihrem durch den Gründungsruf des Führers vom 1. Mai 1933 erfolgten Bestehen eine Unterftützungs» summe von 1 840 000 Mark zur Be» wiligung gelangt. Die monatlichen Unterstützungsbeträge belaufen sich auf rund 80 000 Mark. Aus den Hunderten her eingehenben Dankschreiben ergibt sich, baß viele Not unter ben Hinterbliebenen löblich verunglückter Arbeiter unb sonstiger Berufstätiger auf biefe Weise gelinbert worben ist. Menschenwürdige Aufenthaltsräume in gewerblichen Betrieben. DNB. B e i n , 27. Dez. In ben letzten Wochen fmb bem Reichsarbeitsministerium bes öfteren Klagen barüber bekannt geworben, baß in ben gewerblichen Betrieben bie Aufenthaltsraume, Wascheinrichtungen unb Aborte nicht immer ben 2lnforbcrungen entsprechen, bie zur Förderung ber (Befunbheitspflcge, bes Anstanbes unb her guten Sitte an sie gestellt werben müssen. Teils wirb über bie mangelhafte unb unwür - b i ge Einrichtung ber Räume geklagt, teils über bie z u geringe Anzahl her Wasch- einrid)tungen unb ber Aborte ober sogar über ihr völliges Fehlen. Die Bereitstellung würdiger und gesunder Aufenthaltsräume, ausreichender Waschgelegenheiten und einwandfreier Aborte ist aber dringend geboten, um den in den gewerblichen Betrieben tätigen Volksgenossen die Arbeit zu erleichtern, und sie ist um so dringender dann erforderlich, wenn die Art des Betriebes eine starke Erhitzung, Verschmutzung oder Anstrengung der Arbeiter mit sich bringt. Die Gewerbeaufsichtsbeamten sind ungehalten, in noch stärkerem Maße als bisher auf die Beschaffung einwandfrei eingerichteter Aufenthaltsräume, Waschgelegenheiten und Bedürfnisanstalten zu dringen und zwar auch bei bestehenden Betrieben. Gegen säumige Betriebsleiter ist mit den gesetzlichen Mitteln vorzugehen. Das Amt für Schönheit der Arbeit ist nach Möglichkeit bei der Erfüllung seiner Aufgabe zu unterstützen. pg. Karl Müller Geschäftsführer der DAF. Berlin, 27. Dez. (DNB. - Funkspruch.) Der Reichsorganisationsleiter gibt der RSK. zufolge bekannt: Ich ernenne hierdurch Pg. Amtsleiter Karl Müller zum Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront. Separatistische Hetze auch während der Feiertage. Saarbrücken, 26. Dez. (DNB.) In den Weihnachtsfeiertagen wurden unter Bruch des Burgfriedens im Saargebiet im großen Umfang separatistische Hetzerzeugnisse verteilt, die in ihrer ganzen Aufmachung den der Deutschen Front angehörenden Zeitungen „Deutsche Front" und „Saarbrücker Landeszeitung" nachgemacht waren. Die Bevölkerung betrachtet lüe ganze Angelegenheit in erster Linie als kriminellen Fall und im übrigen als ein Zeichen dafür, daß die Separatisten sich und ihre Presse innerhalb der anständigen Bevölkerungskreise bereits zu stark diskreditiert sehen, um noch unter eigener Flagge das Hetzmaterial an den Mann bringen zu können. Kunst und Wissenschaft. Intendant Geheimrat INax Grube f. In Meiningen starb der ehemalige Hofschausvieler, Spielleiter und Intendant des Meininger Landestheaters Geheimer Hofrat Max Grube im 81. Lebensjahr. Mit seinem Tode verliert Meiningen den letzten großen Repräsentanten seines Lon- destheaters, das unter dem „Theaterherzog" Georg II. zum Wegbereiter der deutschen und europäischen Schauspiel- und Jnszenierungskunst geworden war. Max Grube gehörte nacheinander dem Hoftheater Meiningen, dem Hoftheater Detmold, dem Stadttheater Lübeck, den Stadttheatern Bremen und Leipzig sowie dem Hoftheater Dresden an. 1886 kehrte er nach Meiningen zurück, 1888 erhielt er ein Engagement an das Königliche Schauspielhaus in Berlin, dessen Oberspielleiter er von 1891 bis 1905 war. 1909 kehrte er abermals an das Hoftheater Meiningen zurück und war 1913 bis 1918 künstlerischer Leiter des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Grube war Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters und der Deutschen Bühnengenossenschaft. Aus aller Welt. Schnee und Frost in den schlesischen Bergen. In den Abendstunden des 24. Dezember und in der Nacht zum ersten Feiertag kam es in der westlichen Hälfte Schlesiens zu starken S ch n e e f ä l - l e n. Aus dem schlesischen Flachland werden 5 bis 7 Zentimeter Schnee gemeldet. Im Riesengebirge hat die Reifträgerbaude 6 bis 10 Zentimeter Neuschnee und im Jsergebirge die Heufuderbaude 11 bis 15 Zentimeter Neuschnee zu verzeichnen. Die Win- tersportmöglichkeiten sind allerdings im Gebirge noch sehr mäßig. Auch die Temperaturen sind erheblich zurückgegangen. Vom Kamm des Riesengebirges meldete Mittwoch früh die Reifträgerbaude 7 Grad und die Prinz-Heinrich-Baude 9 Grad unter Null. Gräßlicher Tod eines Kindes. — Unterm Lhristbaum verbrannt. Einen traurigen Ausgang nahm das Weihnachtsfest in der Familie des beim Gut in Harmuths- fachfen bei Kassel beschäftigten Einwohners Räuber. Während die Eltern am Abend des zweiten Feiertages auf dem Gut mit dem Milchverfand beschäftigt waren, schloß sich deren allein in der Wohnung befindliche achtjährige Tochter in der Wohnstube ein und steckte den Christbaum an. Hierbei müssen die Kleider oder die Haare des Kindes Feuer gefangen haben, vielleicht fiel auch der Christbaum um. Als die Eltern nach etwa einer Stunde zurückkehrten, fanden sie nach dem Aufbrechen des verschlossenen Zimmers nur noch die vollkommen verkohlte Leiche des Kindes vor. Grohfeuer in Wuppertal-Varmen. In den Gummiwerken von Vorwerk & Sohn in Wuppertal-Barmen brach am Heiligen Abend ein Großfeuer aus. Das Feuer griff auf das anschließende mehrstöckige Lager- und Versandgebäude über, das den Flammen zum Opfer fiel, während der siebenstöckige Fabrikneubau gerettet werden konnte. Der Sachschaden ist sehr bedeutend, soll aber durch Versicherung gedeckt sein. Der Betrieb wird nach einigen Umstellungen seinen Fortgang nehmen können. Ueber die Entstehungsursache liegen noch keine abschließenden Feststellungen vor. Eine Anzahl von Feuerwehrleuten trug leichtere Verletzungen davon. So mußten sich 14 von ihnen wegen Rauchvergiftung in Behandlung begeben. Zwei Todesopfer eines Autounglücks. Bei Raumetengrün (Franken) ereignete sich am zweiten Weihnachtsfeiertag ein schweres Autounglück. Ein Fahrzeug, in dem sich vier Personen befanden, überschlug sich und wurde vollständig zertrümmert. Die aus Wunsiedel stammende Lenkerin des Autos und der Begleiter erlitten schwere Verletzungen. Die beiden anderen Insassen, zwei 14jährige Knaben aus Marktleuthen, wurden getötet. 166 Todesopfer des Weihnachtsoerkehrs in USA. Der in diesem Jahre besonders starke Weihnachtsverkehr in Amerika hatte eine beträchtlich große Zahl von Verkehrsunfällen zur Folge. In den Vereinigten Staaten wurden am Weihnachtstage 16 6 Tote durch Verkehrsunfälle gezählt. Ein Todesopfer, ein Schwerverletzter bei einem Autozusammenstoß. Ein beladener Lastzug war auf der Straße Münster—Telgte in Westfalen gegen einen Baum gefahren und dadurch so stark beschädigt worden, daß er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte und man ihn auf der Straße, vorschriftsmäßig beleuchtet, stehen lassen mußte. Aus noch nicht aufgeklärter Ursache fuhr nachts ein Personenkraftwagen gegen Öen Lastwagen. Der Zusammenprall war so stark, daß der Kühler des Personenwagens unter den Anhänger des Lastwagens geriet. Der am Steuer sitzende Direktor Dr. R inte len, trug schwere Verletzungen davon, denen er sofort e r - l a g. Drei weitere Insassen erlitten ebenfalls Der- letzungem Einer von ihnen liegt im Kranken- Haus schwer danieder. Die anderen konnten sich inzwischen in ihre Wohnungen begeben. Todessprung aus dem vierten Stock. In Koblenz sprang eine ältere Frau, die seit längerer Zeit an Schwermut litt, aus einemFenster ihrer im vierten Stock gelegenen Wohnung au f d i e Straße. Die Unglückliche schlug mit solcher Wucht auf den Bürgersteig auf, daß der Tod auf der Stelle eintrat. katastrophale Ausbreitung der Malaria auf Ceylon. Die M a l a r i a s e u ch e, die die Insel Ceylon heimgesucht hat, bedroht nunmehr unmittelbar die Hauptstadt Colombo. Das große Krankenhaus in der Stadt ist bereits überfüllt. Die Seuche, die sich ursprünglich auf bestimmte Gebiete beschränkte, hat eine katastrophale Ausdehnung genommen, weil die Bevölkerung infolge der mangelhaften Nahrungsmittelzufuhr sich nicht widerftandsfähia genug zeigt. Infolgedessen ist die Gefahr der Rückfallerkrankung groß. Vorbereitung zum Hochverrat. — Schwere Strafen für kommunistische Funktionäre. Das Oberlandesgericht Hamm i. W. verhandelte in Dortmund gegen eine Anzahl Kommunisten aus Dortmund und Umgebung wegen Vorbereitung zum Hochverrat. Drei Angeklagte wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Bei diesen Verurteilten handelt es sich um Spitzenfunktionäre der KPD., von denen zwei auf Veranlassung der Auslandszentrale der KPD. in Deutschland eingesetzt worden waren. Gegen die übrigen Angeklagten .wurden Strafen von zwei bis 15 Jahren G e - fängnis verhängt. Soweit es sich bei diesen Angeklagten um Funktionäre handelt, wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. V/utige Vandenfchtacht auf den Philippinen. — 37 Todesopfer. Auf der Philippineninsel Mindanao hat sich ein blutiges Gefecht mit räuberischen Banden abgespielt, das 37 Todesopfer forderte. Die Insel wurde von fanatisierten Banden räuberischer Eingeborenen überfallen, die ihre Schlupfwinkel in den Bergen verlassen hatten. Bei dem Ueberfall wurden 21 Philippinos getötet, bevor die Polizei eingriff und die Räuber zum Rückzug zwang. Sie wurden schließlich in die Flucht geschlagen und hinterließen ihrerseits 16 Tote auf dem Schluchtfelde. Neuer Rekordflug Südamerika—Deulschland. Das Heinkel-HE-70-Flugzeug „Dudos" unter der Führung des Flugkapitäns Bayer hat einen einzigartigen Rekord in der Geschichte des deutschen Transozean-Luftpostverkehrs aufgestellt, denn die südamerikanische Weihnachtspost ist 24 Stunden früher als fahrplanmäßig vorgesehen, in die Hände der Empfänger gelangt. Das anlarklifche Festland überflogen. In Wellington (Neu-Seeland) ist die Nachricht ein- getroffen, daß der amerikanische Forschungsreisende Lincoln A l l s w o r t h in einem von dem Flieger Bernt B a l ch e n geführten Flugzeug von Deception Island (1000 Kilometer südlich von Kap Horn) über das antarktische Festland hinweg nach der Walfisch-Bucht im Roß-Meer geflogen sei. Hierbei habe die Maschine in annähernd 20 Stunden 4300 Kilometer zurückgelegt. «Sie ist am Südpol in einer Entfernung von etwas weniger als 500 Kilometer vorbeigeflogen. Neuer Schnelligkeitswellrekord für Landflugzeuge. Der bekannte französische Flieger Delmotte hat am ersten Weihnachtsfeiertag in Istres bei Marseille den Weltrekord im Schnellig- feitsflug für Landflugzeuge verbessert und eine Geschwindigkeit von 504 672 Kilometer erreicht. Der bisherige Weltrekord betrug 490 Kilometer und Wie die Direktion der Niederländischen hrsgesellsckaft bekanntaibt. kann landung oorzunehmen, so daß kein mito Landungsmanöver vorliegt. Als alleinige u* der Katastrophe muß der Blitzschlag ananA werden. wurde von dem inzwischen tödlich „ Amerikaner Weddel gehalten. Selmotb?^ einen Caudron-Renault-Apparat mit 380 Pt In einer Erklärung vor Pressevertretern btt daß er der festen Ueberzeugung sei stärkeren Motor auch die von dem «LS*’ Agello mit einem Wasserflugzeug aufqeÄ!itn Mute Welthöchstleistung von 6W Kilom überbieten. "Ni Blitzschlag als Ursache für die Vernich,^ des holländischen Flugzeugs „Uioer. 1 kehrsgesellschaft bekanntgibt, kann es nimm?' feststehend gelten, daß die bereits gemeldet-? mchtung des Großflugzeugs „Hiner" QUf 7 Blitzschlag zuruckzuführen ist. Die Lustven-^ gesellschaft hat von dem Piloten G e y s e n d o r K 5 dem Kommandanten des mit einer hoflänhk « Sachverständigenkommission nach Rutbah entsandten Flugzeugs „Leeuwerik", ein qJ? liches Telegramm erhalten, in dem die (W* der Untersuchung der Ursachen der Katastrov^ geteilt werden. Aus dem Bericht geht hervor?! bei der verunglückten Maschine keinerlei struktionsfehler festgestellt werden kom Die Besatzung hatte auch allem Anschein J keineswegs die Absicht, bei Rutbah eine holländischer Schlepper in Seenot. — Zwei sieben Verwundete. Unweit von La Coruna (Nordspanien) ist berk ländische Hochseeschlepper „Zuiderzee", der dey schädigten japanischen Dampfer „Victoria Moni' Hilfe kommen wollte, selbst in schwerste See-' gekommen. Von einer ungeheuren Welle murbi Kommandobrücke weggespült. Die beiden frort bk' tuenden Offiziere ertranken. Sieben Mann', Besatzung wurden mehr oder weniger schwer letzt. Wettervoraussage. Während sich östlich der Weser mit einer Dir-; mung allgemein noch Frost gehalten hat, ist West- und Süddeutschland mildere ozeanische b vorgestoßen. Sie brachte auch uns seit gestern m, breitete Niederschläge, die aber nur in ben bzw. in den östlich gelegenen mittleren Gebraus Schnee bestanden. Vorerst bleibt es auch auf der 'Grenze zwischen dem mächtigen nor.c' europäischen Hochdruckgebiet und den vor jr'ri liegenden Wirbeln, so daß sich weder bie f"' Ost-, noch die mildere Südwest-Störung durchsetzen wird. Aussichten für Freitag: Vielfach L füg ober nebelig, sonst zeitweise aufheiternb k im wesentlichen trocken. Nachts vereinzel/ M- Frost. Lufttemperaturen am 26. Dezember: Grad Celsius: abends 4,4 Grad: am 27.Stymr. morgens 3,7 Grad. Maximum 5,9 Grad, 2,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Iii'i 26. Dezember: abends 4,3 Grad: am 27. Deymbm morgens 3,8 Grad Celsius. — Niederschläge 5,8 Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm La^ Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. 8ej, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den fci Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans?-! verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Th«!? Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und De- Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindr» R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25';. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mit Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags O, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 M Der CC. der Starkenburgia I. A.: Eichhoff (X X X) 7678 D Der CC. der Starkenburgia I. A.: Eichhoff (XXX) 7679 D| 06044 Für die vielen Beweise h<4zlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sei auf diesem Wege aufrichtiger Dank gesagt Unterfertigter CC. betrauert aufs tiefste den plötzlichen Tod seines lieben AH. Frau Marie Müller, geb. Albach Familie Heinrich und Wilhelm Müller Gießen, den 27. Dezember 1934. Wir betrauern aufs tiefste den Tod unseres lieben AH. Landgerichtsrat Adolf Strack ree. 1890 (x X X) gestorben am 25. Dezember 1934 in Gießen. Dr. med. Otto Thurn ree. 1906 gestorben am 26. Dezember 1934. Statt Karten 7682 D 7675 D llllllllinillHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIimilllllllllllllll Darlehen in Jeder ..... .. HöhevonZwecKspar- Nette Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige / acn.emnoraun.irone (-scyr.Anaeb.unt. Belonnuna auf lllllllllllllHllllllllllllllllllllllllllllllllllllimillllll Hauptstr. 41. 766eV 06045 a.d.G.A. dem Polizeiamt. Untern. Bish.Zutlg.u. Ausz.Ub.RM 900000.-. Erna Simon, geb. Mäser Karl Schomber, Studienrat Medizinalrat Dr. Simon Margarete Schomber, geb. Simon Die trauernden Hinterbliebenen; Hedwig Strack, geb. Lambinus Erika Strack Verloren a. Samstag ein. Zwanzigmarkschein u.al.last.Haarew. nur d die von nur angew.,einz.sict). Meth. unt. Gar. imm.mit d.Wurz. schmerzl.entfernt, Frau B. Gulden. Svrechstü. jeden Freitag,Gießen, Hindenburgw.15 9-7 Uhr durctig. Gießen (Ludwigsplatz 11), den 27. Dezember 1934. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 28. Dezember, nachmittags 2‘/a Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Statt besonderer Anzeige. Nach längerem, schwerem Leiden ist mein Heber Mann, mein guter Vater Adolf Strack, Landgerichtsrat i. R. im 64 Lebensjahre am 1. Weihnachtsfeiertage sanft entschlafen. und 2 Enkelkinder. Gießen (Walltorstr. 39), Darmstadt. Blankenburg i. Harz, den 27. Dezember 1934. Die Trauerfeier erfolgt in der Neuen Friedhofskapelle in der Stille. - Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. StuilW® Gießen. 7«-o IZ.Freä'Äb^ Gewohnt- vrene Parole: Heiraten. Akten von ww u. KaH'Luda* Zum Feldzug gegen Verschandelut% I der Heimatnötur! Naturschutz im Dritten Rei« Einführung in Wesen und lagen zeitgemaß.Naturichuh v. prof.Dr. Walther efiotnW6 Direktor der Staatlichen StW Naturdenkmalpfiege >n PrM und Leiter der schuh im Reichsdunb DolA und Heimat. Mit 24 »H preis. Gebunden RM.3 Zu bezieh« durch lebe Hugo Bennühler Verlag Berlin-Lichterfelde wenn die Wäscheberge sichtig wenn Sie vor Arbeit nicht wohin, dann M" rufen Sie unter NiX Hüben» M" Meine gute Gattin, unsere treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Katharine Simon, geb. Zecher ist infolge eines Schlaganfalles am 24. Dezember, abends, im 72. Lebensjahre sanft jn dem Herrn entschlafen. Heinrich Simon _ . . . für die Lahn sind - ----- Bed.u. kosten!.Ausk. noch abzugeben. Abzugeben geg. dch.EmllBraun,Trohe Schr.Anaeb.unt. Belohnung auf Wissenschafti. Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei | Vermietungen | Kaiserallee 54 pl. (4 Zimm.,Badezimmer usw.) ist einschl.Hausgart. zum 1. F-ebruar oder früher zu vermieten. Näh. durch GesaD Dr. Genfer Seltersweg 75 I. 2 Zimmer mit Küche u.Zub. an ruh. Leute b. zu nenn. Anschr. KI. M. hauptpostl. Mlo-GMge SlMllg onö Lager-Mme im Zentrum der Stadt v. 1.1. 35 evtl, auch später günstig zu oerni. An fr. unt. 7655V an den Gieß. Anzeiger. hatte, rief er Friedrich Borgloh an. Der Diener im Borglohschen Hause sagte: „Einen Augenblick, mein Herr, ich verbinde gleich mit Herrn Professor." „Ja, bitte", tönte eine ganze Weile später eine Stimme, „hier Borgloh." Nanu, dachte Mac Lean und horchte schärfer, das ist doch nicht die Stimme Borglohs? Da ist doch irgendein anderer am Apparat: das ist doch nicht Borgloh selbst. Da verstellt doch einer die Stimme. Sollten die dort Lunte gerochen haben? — „Ich wollte Mister Borgloh sprechen", sagte er etwas scharf. „Wenn er nicht daheim ist, erübrigt sich die Unterhaltung." „Aber können wir Mister Borgloh nicht etwas bestellen?" kam es jetzt nach einer winzigen Pause durch den Apparat. „Nein, danke! Ich werde nochmals anrufen." Nun scheint doch schon irgendeine Nachricht durchgesickert zu sein!, dachte der Detektiv. Bin gespannt, was nun erfolgen wird. Vielleicht tritt der sympathische junge Mann mit dem dunklen Römerkopf wieder in Aktion? — Das Haus, in dem Mac Lean wohnte, war ein Eckhaus. Die Nebeneingänge für Lieferanten und Angestellte führten über einen großen Hof. Von diesem Hof aus führten wieder Durchgänge in die angrenzenden Häuser. Wer es darauf anlegte, konnte, ohne gesehen zu werden, aus seiner Wohnung heraus auf die angrenzenden Straßenzüge: gelangen. Mac Lean wählte zur Vorsicht den Ausgang nach der anderen Straße hin. Er hatte wieder die Maske des Gelehrten aus Utrecht. Er sah sich scharf um, konnte aber nichts Verdächtiges bemerken. „Am besten, man begibt sich in die Höhle des Löwen", sagte er zu sich selbst. Und nahm ein Auto zur Wohnung Borglohs. „Herr Professor zu Hause?" fragte er den Portier. „Nein, Herr Doktor! Herr Professor wird sicherlich bald wiederkommen. Mistreß Borgloh ist aber daheim." „Nun, da kann ich vielleicht auf Mister Borgloh hier warten?" Der Portier öffnete diensteifrig die Tür und gab ein Zeichen für den Diener. Bald befand sich Mac Lean in dem Empfangszimmer, in dem er vor einigen Tagen zum ersten Male gewesen. Es dauerte eine Weile, bis jemand erschien. Dann öffnete sich schnell die Tür, aber statt Eva Borgloh, die Mac Lean erwartet, erschien Mister Parkins. Mit einer überschwenglichen Freundlichkeit begrüßte Parkins den Detektiv, ließ den lieben, verehrten Doktor Wirton, wie er ihn anredete, überhaupt nicht zu Worte kommen und beteuerte, wie sehr man es hier im Hause bedauerte, daß Doktor Wirton so wenig Zeit für Friedrich hätte. Immer wieder forschte er in versteckter Weise nach dem. was Doktor Wirton in dieser Zeit gemacht hätte. Mac Lean ging mit seinem freundlichsten Lächeln auf alle diese Versuche ein und tischte eine ganze Speisekarte von Besuchen und Arbeiten auf, die er inzwischen in London erledigt hätte. „Ich wollte mich nun heute von Mister und Mistreß Borgloh verabschieden", meinte er harmlos. „Ich muß, schneller als ich gedacht, wieder zurückkehren." „Das wird Mister Borgloh außerordentlich bedauern", sagte Parkins. „Es ist nämlich ganz unbestimmt, wann er heute zurückkehrt. Er wollte eine ganze Anzahl Besorgungen machsn und dann zu einem Freunde nach Richmond hinausfahren." In Mac Leans Gesicht veränderte sich keine Miene. „Da muß ich den Portier wohl falsch verstanden haben. Er sagte mir ausdrücklich, daß Mister Borgloh in kurzer Zeit wieder zurück sein wollte. Andernfalls hätte ich mir gar nicht erlaubt, Ihre so kostbare Zeit, Mister Parkins, zu rauben." Es lag wie ein kleiner versteckter Hohn in der Art, wie Mac Lean von der kostbaren Zeit seines Gegenüber sprach. Parkins zuckte leicht zusammen, faßte sich aber schnell wieder. „Der Portier hat wohl nicht gewußt, daß ich inzwischen ein telephonisches Gespräch mit Friedrich hatte, in dem er seine Dispositionen änderte." Mac Lean erhob sich. „Dann muß ich Sie bitten, Mister Parkins, ihm meine herzlichsten Abschiedsgrüße zu übermitteln und auch Mistreß Borgloh meine Empfehlungen auszurichten." Mit übertriebener Liebenswürdigkeit begleitete Parkins feinen Gast bis in die große Diele, wo der Diener ihn in Empfang nahm. Mac Lean verließ das Haus. Sein Gesicht war sehr ernst. Er sah sich um — ein Auto fuhr langsam an ihm vorbei: der Chauffeur sah ihn an — er erwartete, zu einer Fahrt engagiert zu werden. Ader Mac Lean ließ den Mann an sich vorbeifahren, ging dann rasch über die Straße und winkte einem Auto, das von der entgegengesetzten Seite herankam. Er stieg ein, nannte eine Adresse. Der Chauffeur wendete und fuhr nun nach der gleichen Richtung wie das Auto, das Mac Lean hatte vorbeifahren lassen. Mac Lean sah durch die Scheiben über den Chauffeur vor sich hinaus. Der Fahrer des andern Autos wandte sich mehrfach seitlich, versuchte den Wagen mit Mac Lean hinter sich zu beobachten. „Wenn das grüne Freifahrtlicht erscheint, fahren Sie nicht weiter, sondern bleiben stehen", befahl Mac Lean feinem Chauffeur. Der schüttelte erstaunt den Kopf, tat aber nach den Weisungen seines seltsamen Gastes. So gelang es Mac Lean, aus der Blickrichtung des andern Wagens zu kommen, denn eine Kolonne vorwärtsdrängender Autos schob sich vor ihn. „Nach Scotland Yard", befahl jetzt Mac Lean. Das Auto bog links ab und fuhr schnell in eine leere Seitenstraße, um nach einer halben Stunde vor der Kriminalzentrale Londons zu halten. Mae Lean entlohnte den Chauffeur und ging schnell in das Gebäude. Im zweiten Stock klopfte er an das Zimmer von Inspektor Bruce. Ein Beamter, der aerabe mit einem großen Aktenbündel vorbei wollte, hielt an, betrachtete mißtrauisch den Herrn mit dem kleinen schwarzen Bart und der großen Brille, der da so einfach zu Inspektor Bruce wollte. „He, Sir, sind Sie gemeldet? Sonst dürfen Sie nicht so ohne weiteres hier 'rein." Aber der Fremde schien nicht zu hören. Ehe der Beamte es verhindern konnte, war er bereits im Zimmer von Bruce. Der saß arbeitend am Schreibtisch. Erstaunt und empört sah er auf. „In drei Teufels Namen, Herr, wer sind Sie? Und was wollen Sie?" Da fuhr er zusammen; der fremde Herr sagte mit der Stimme Mac Leans: „Was ich will? Sofort Recherchen erbitten, Mister Bruce, wo sich Profesior Borgloh jetzt befindet. Ich fürchte sehr, es droht ihm eine Gefahr. Und weiter bitte ich, das Haus Borglohs unausgesetzt beobachten zu lassen. Da wird sich in den nächsten Tagen allerlei Interessantes Herausstellen. In gedrängter Kürze gab er dem erstaunten Bruce die Informationen, die er sich zurechtgelegt hatte. „Wollen Sie sich nicht an der Suche nach Borgloh beteiligen?" fragte Bruce. „Nein, ich habe noch etwas anderes zu erkunden. Guten Tag! Und wenn Sie über Borgloh Näheres wissen, dann rufen Sie mich an. Vielleicht erreichen Sie mich in meiner Wohnung. Da fällt mir ein: Würden Sie mir vielleicht einen Beamten zur Begleitung bis in meine Wohnung mitgeben?" Bruce sah Mac Lean ernst an. „Sie auch bedroht, Mac Lean?" „Vielleicht!" „Soll ich nicht einen oder zwei Beamte dauernd bei Ihnen postieren? Sicher ist doch sicher." „Danke, Bruce! Ich habe keine Furcht. Wenn ich um eine Begleitung bis zu meiner Wohnung bitte, so habe ich dabei meine bestimmten Absichten. Mehr brauche ich nicht. Und nun erlauben Sie mir erst einmal, daß ich mich hier irgendwo ein wenig abschminke — ich möchte nicht länger in dieser Gesichtsmaskerade Herumlaufen." „Aber, Mac Lean, gerade wenn man Ihnen auf den Fersen ist, sollten Sie Scotland Pard nicht mit Ihrem gewöhnlichen Gesicht verlassen. Sie geben sich doch dann unweigerlich zu erkennen." „Gerahe das beabsichtige ich, Inspektor Bruce." „Aus Ihnen werde auch ein anderer schlau, Mac." Der Inspektor schüttelte den Kopf und beorderte einer. Beamten zur Begleitung Mac Leans. (Fortsetzung folgt!) .501 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 27. Dezember (934 Aus der provinzialhaupistadi e^erregerweisheit und Zahresschluß. d- । Auf r b. 3ä ein gutes Weinjahr", uni» L u !Hu:rrechtsschutz: » windige Weihnachten ein glückliches Jahr" haben. — Aus zahl- liegen uns gleichartige der Feiertage vor. Da Einzelheiten fast völlig von dem Abdruck der i£it?r Form wiederkehrt (wie denn überhaupt ü allen ackerbauenden Völkern die Wetter- ’ In eine große Rolle spielen und sich inhaltlich siwßen und Ganzen mit den deutschen decken.) icn eine ganz besonders große Auswahl der- Weihnachtsfeiertage verlebt reichen Orten der Provinz Berichte über den Verlauf diese Mitteilungen in ihren übereinstimmen, sehen wir g s (i /•ängt zu Weihnachten Eis an der Weiden, imn man zu Ostern Weiden schneiden." ir. Äinachde em Schnee, ÜOschbere em Glee (Klee)." i andere Revel sagt: „Smd Weihnachten die iii weiß von Schnee, so sind sie im Frühjahr Vornan von Rainer Helden 2411 jtrtiefiuiig ?M:Irauisch sah (M obdl:i ,jluf . 1'9 9t Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Nachdruck oervoien! der Kriminalbeamte, wie der „Wenn es in der Christnacht schneit, Dann der Hopfen wohl gedeiht." (Andernorts: „Fallen in der Christnacht Flocken, der Hopfen wird sich gut bestocken.") Der Christtag gilt auch — wie der Johannis- und Siebenschläfertag und andere mehr — als „Lostag" für die Witterung: in Schmalkalden z. B. ist. die Witterung des dritten Weihnachtsfeiertages ausschlaggebend für die Witterung bei den drei großen Ernten des kommenden Jahres. Eine andere Regel lautet: „Wie sich die Witterung vom Christtag bis Heilig-Drei-König verhält, so ist's das ganze Jahr bestellt." In den „Zwölften" oder „Zwölfernächten" wird ja überhaupt der Kalender für das ganze Jahr gemacht, das heißt, man schließt aus der Witterung der einzelnen Tage auf die der kommenden zwölf Monate. Bedeutung gewinnt auch das Wetter der Neujahrsnacht: „Die Neujahrsnacht hell und klar Deutet auf ein gutes Jahr." Dom Jahr als solchem heißt's: „Sonnjahr — Wonnjahr, Kotjahr — Notjahr!" eine Regel, gegen die ja wohl nichts einzuwenden ist. Wohingegen sonst manchmal die Bauernweis- heit, wie ja nicht selten auch die des abgestempelten Wettermachers, zuschanden wird. Eine Regel aber behält stets recht: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, So ändert sich's Wetter, ober 's bleibt wie es ist!" E. B. Landgerichtsrat Adolf (Strack I. In Gießen, wo er seit Januar 1909 als Amtsrichter und seit Dezember 1911 als Landgerichtsrat beim Landgericht der Provinz Oberhessen wirkte, später nach seinem Uebertritt in den Ruhestand auch seinen Lebensabend verbrachte, ist am ersten Weihnachtsfeiertag der Landgerichtsrat i. R. Adolf Strack nach längerem, schwerem Leiden verstorben, lieber das Leben und Wirken des Entschlafenen, der in der hessischen Juristenwelt und darüber hinaus in weiten Kreisen der Bevölkerung größte Wertschätzung genoß, werden wir morgen näher berichten. Geh. 23aurof ©r. von Ritgen t- In Oranienburg starb am zweiten Weihnachtstag der Geheime Baurat i. R. Dr. Hugo von R i t g e n im 89. Lebensjahr. Er wurde 1846 in Gießen als Sohn des Professors Dr. Hugo von Ritgen, des Wiedererbauers der Wartburg, geboren und war von 1889 bis 1916 in Wetzlar als Vorstand des dortigen Eisenbahn-Betriebsamts tätig gewesen. Ruhige Weihnachisfe ertage. Das Weihnachtsfest nahm in unserer Stadt nach jeder Richtung hin einen recht feiertäglichen Verlauf Am Heiligenabend waren die Kirchen zur Christvesper stark besucht, ebenso hatten die Gottesdienste an den beiden Feiertagen sehr große Scharen der Gemeindegl'ieder in den Kirchen zusammengeführt. Das Wetter ließ allerdings die in der Regel mit den Weihnachtsfeiertagen verknüpften Wünsche nach rechtem Weihnachtswetter mit Schnee und Frost völlig unerfüllt, ja wir hatten eine Witterung zu verzeichnen, die eher auf den Ausgang des Winters, denn auf feinen Höhepunkt hindeutete: am gestrigen zweiten Feiertagabend fing es sogar noch an zu regnen, der Regen hielt auch die ganze Nacht hindurch bis in die heutigen frühen Morgenstunden hinein an. Der Reiseverkehr war bis zum Heiligen- abend stark, flaute dann aber naturgemäß ab und . die am morgigen Freitag, 28. Dezember, 20.30 Uhr, im Caf6 Leib stattfindende öffentliche 'SS 1 NT Hk griehrid) MW fit: Sr. Friedrich 8 15 TchrM, de ÄnzeigeMer: ,x malt der AiMi 11500. Vrii W)» iti dck , sämtlich ijW1 Dl. 2,05 eichW Illustrierten 15 l l Pf. und rierten 5 Pf ich lr.2 DornUulili SBi'ltiii jetzt den Hörer ergriff und sagte: , Jji-'ir Mac Lean. Bitte geben Sie mir Inspektors truce, Scotland Hard." L Wkmis Ilio to tigi Bauernregel verfügt der Russe). -3(Tiber Weihnacht weiß ber Bauer zu sagen: 26. Dezember: A Grad: am 2i ximum 5,9 Erat raturen in 10 a ,3 Grad: am 27. US. - WeiM einzelnen örtlichen Weihnachtsstimmungsbilder ab. Plauener Spitzen. Zahlreich unb weit verzweigt sinb bie Quellen unb Kanäle, aus benen durch den Opfersinn des deutschen Volkes die für das Winterhilfswerk 1934/35 erforderlichen gewaltigen Mittel fließen. Mit zu den wichtigsten von ihnen gehört zweifelsohne der Verkauf von Ansteckabzeichen, denn hierdurch werden nicht nur Mittel zur Linderung der Notlage bedürftiger Volksgenossen aufgebracht, sondern es werden gleichzeitig auch durch die Anfertigung der Abzeichen viele gewerbefleißige Hände, bie aus Arbeitsmangel zum Teil schon lange ruhen mußten, roieber in Bewegung aesetzt. Das gilt namentlich für solche Abzeichen, Die bei ber Herstellung verschiebene Arbeitsgänge burchlaufen müssen unb einen höheren Lohnanteil aufweisen. Für bie Plauener Spitzeninbustrie treffen biefe Voraussetzungen in ganz besonberem Maße zu. Hier ist es nicht nur mit bem Sticken ber Abzeichen getan, fonbern biefe müssen noch einen Bleichprozeß unb bie Appretur burchlaufen, um bann größtenteils im Wege ber Heimarbeit ausgezäckelt, aus- gebessert unb zurechtgezupft zu werben, bis sie schließlich nach Anbringung ber Anstecknabel fertig- gepackt zum Versanb gelangen können. Hinzu kommen noch sonstige Nebenarbeiten unb vor allem noch bie Herstellung ber Anstecknabeln, bie biesmal in Form eines symbolisierten Blütenkopfes gehalten sinb. Diese ganze Arbeiten fallen bei bem WHW.-Abzeichen bes 1. Januar 1935 in ein Gebiet, bas leiber auch heute noch zu ben ©egenben ber prozentual stärksten Arbeitslosigkeit ganz Deutfchlanbs gehört. Wenn euch am ersten Tage des neuen Jahres bie Helfer bes WHW. bie Plauener Spitzenrofette anstecken, so benkt baran, bah burch euer kleines Opfer Tausenbe von Fabrik- unb Heimarbeitern Aroeit unb Brot erhalten, aber nicht nur bas, Hunberttausenbe in Not befinblicher Volksgenossen erhalten Brot und Wärme, wie es unser Führer wünscht. Erfüllt alle ben Wunsch bes Führers unb tragt bie Plauener Spitzenrofette am ersten Tage bes neuen Jahres. Die Behandlung von Fundsachen. Von zahlreichen bei ben amtlichen Funbstellen eingelieferten Funbsachen können bie Eigentümer ober Verlierer nicht ermittelt werben, weil meistens ber Verlust biefer Oegenftänbe nicht angezeigt wirb. Funb- unb Verlustanzeigen sollten fobalb als möglich unter Angabe vom Verlusttag unb Derlustort bei ber Polizei erstattet werben. Der Finber muß nach ben gesetzlichen Vorschriften einen Funb im Werte von mehr als 3 Mark, wenn er bie Empfangsberechtigten ober ihren Aufenthalt nicht kennt, unverzüglich bei ber Pvlizeibehörbe anzeigen. Die hielt sich währenb ber Feiertage in bem üblichen Rahmen. Am gestrigen zweiten Feiertagabenb brachten die Heimkehrer von den auswärtigen Besuchen etwas mehr Betrieb für t"? Züge, jeboch war auch hierdurch eine besondere Verstärkung des planmäßigen Zugverkehrs nicht erforderlich. Der Verkehr auf der Bahn wickelte sich allenthalben glatt unb ohne Verspätung ab. Bei der Polizei und bei der Freiwilligen Sanitätskolonne vorn Roten Krcuz herrschte an beiden Festtagen ebenfalls Feiertagsruhe, die Sanitätskolonne hatte nur einige Krankentransporte vorzunehrnen, die aber in keiner Weife über den Rahmen der üblichen täglichen Jnanfpruch- nahme hinausgingen. Im ganzen betrachtet kann man also feftfteUen, daß wir ruhige und würdige Versammlung der NS.-Hago, Kreisbetriebsgemein« schäft Handwerk unb Hanbel, sei nochmals hinge« wiesen. Zu ber Versammlung sinb sämtliche Mit- glieber bes Hausbesitzeroereins, bes Hausfrauenvereins unb alle Interessenten für ben Eigenheimbau eingelaben. Man beachte bie heutige Anzeige. Kameradschastsabend des SA-Sturmes 54/K 116. Am Samstagabenb fanben sich bie SA.-Kameraben bes Sturmes 54/R. 116 mit ihren Angehörigen zur Feier ihres Karnerabfchaftsabenbs in ber Turnhalle am Oswalbsgarten ein. Der reich mit Fahnen bes Dritten Reichs geschmückte Saal konnte — wie man uns berichtet — kaum bie große Teilnehmerzahl fassen, ein Bweis für ben prächtigen inneren Zusammenhalt in biesem Sturm. Auch ber Sturmbannfahrer Georg Heß nahm an bem Abenb teil. Die Darbietungen bes Abends, die unter ber Leitung von Scharführer Linker ftanben, waren sehr abwechslungsreich unb ftanben burchweg auf erfreulicher Höhe. An Stelle bes erkrankten Sturmführers Karl Braun begrüßte Oberscharführer H a l b • roth bie Versammelten. Frl.H ante sprach einen tief empfunbenen Vorspruch „Dem Kanzler bes Volkes Abolf Hitler". Dann wies SA.-Kamerad Michel in einer kurzen Ansprache auf bie tbeale berufliche Zusammensetzung bes Sturms hin, in bem Vertreter aller Stänbe, vom Rektor ber Universität bis zum Arbeitslosen, Seite an Seite marschieren und unserem Volk edelste Kameradschaft Vorleben. Die Ansprache klang aus in bem „Lieb an Deutschlanb", verfaßt von Hch. Frank, Gießen. Frl. Mangelsborf, am Klavier begleitet von Frau Schneiber, sang ein Weihnachtslied und das warm empfundene Ave Maria und fand damit großen Beifall, ebenso mit den später gesungenen „Geschichten aus dem Wiener Wald". Rhythmische Stabübungen ber Turnerinnen bes Turnvereins 1846 leiteten bann über zum gemütlichen Teil bes Abenbs, in bem SA.-Mann Karl Reuter mit feiner Turnerriege eine Körperschule zeigte, bie er mit Recht jebem SA.-Mann zur Nacheiferung empfahl, unb prächtige Leistungen ber Riege am Reck gaben Einblick in bas hohe Können ber Turner. Die Töchter zweier Sturmkameraben, Minna Sommerlab unb Eri Wenner, trugen burch ansprechenbe Tänze unb mimische Tanzspiele, einftubiert von ber Tanzschule Bäulke, wesentlich zur Bereicherung bes Abenbs bei. Unb auch bie luftigen Munbartoorträge ber kleinen Minna Sommerlab erfreuten allgemein. Der Humor r r "öuibenee* v y-ä ’ « IW: S-L footen j.M; rS * e» N SK ’ta .1° N L” bit Atztz nlns«nol_, wrounbeit 11 if'Ms solchen bie Rebe ist. Da heißt's z. B.: er es nicht wintert, so sommert es nicht", ~tiihr Winter, spätes Frühjahr", „Viel unb ke Schnee gibt viel Frucht unb Klee", ober: igcnber kalt im Schnee gibt Korn auf jeber r ferner: „Kalter Dezember unb fruchtreich ir linb vereinigt immerbar", „So kalt im De- ifei, fo heiß wirb's im Juni", „Kalter Dezem- , Miger Frühling". Auch bie moberne Erkennt- d § Arztes, daß ein feuchter Winter sich höchst jirflig auf bie Gesunbheit auswirkt, klingt schon «t?r Bauernweisheit auf, wenn es heißt: jrnmonb im Dreck, macht ber Gesunbheit ein l"'3ober „Grüne Weihnachten, fetter Kirchhof", fttyns übrigens ein Spruch, ber in ben verschie- i Ri Svrachen, englisch, russisch usw. in ganz Dl fit Jüibas ganze Jahr kennt ber Bauer eine Un- jeiiijj on Blüten." Dagegen heißt's: „Weihnach- 'N smcken. Ostern Eisschollen", „Sind bie Weih- ifvghll grün, kannst bu Ostern den Pelz anziehn", duiy JSrüne Weihnachten, weiße Ostern", wahrend •irtifr andere Regel daraus gleich die Folgerung zieh!: , ilrüne Christnacht, Ostern weiß, seicht zunicht des Bauern Fleiß." i fii''er heißt's: „Wintert's vor Weihnachten nidtit, m) wintert's nach", „Helle Christnacht, finstre ©dfoerr (d. h. volle), finstre Weihnacht, Helle (leere) ©dkl r", , !t die Christnacht hell unb klar, sllgt ein höchst gesegnet Jahr." 5>C' ilbe, in anderen Worten, sagt folgende Re^el: M's um Weihnachten feucht unb naß, g iot’s leere Scheuern unb leere Faß", abdti: Weihnachten gefroren unb klar Anschauung, man könne die gefundenen Sachcif ohne Anzeige behalten, bis nachgefragt wirb ober in ber Zeitung eine Verlustanzeige erscheint, ist irrig. Unterlassung ber Anzeige schließt ben Anspruch auf Finberlohn unb bas Recht zum Erwerb bes Gegen« stanbes aus. Der Finber hat bann außerbem Strafanzeige wegen Derbachts ber Unterschlagung zit gewärtigen. Solche Funbe, bie in ben Geschäfts« räumen einer öffentlichen Behörde oder in beit Beförderungsmitteln einer öffentlichen Verkehrs« anstatt gemacht werben, müssen unverzüglich bet zustänbigen Pvlizeibehörbe abgeliefert werben. Dot Recht auf Finberlohn ober auf Erwerb bes Eigentums an ber Sache wirb burch bie Ablieferung nicht berührt. Melbet sich innerhalb ber einjährigen Frist kein Empfangsberechtigter, so wirb bie Sache an ben Finber, sofern er sich bas Eigentumsrecht Vorbehalten hat, roieber herausgegeben: im übrigen darf bie Polizeibehörbe eine Sache nur mit Zustimmung bes Finbers herausgeben. Oie Arbeitsschlacht im Winter 1S34/3S. irS.-hagokundgebung. 1 breit sinb sie, die Bauern-Wetterregeln. W i e 13t sich nicht mit Bestimmtheit sagen, sicherlich r Jter, als der gedruckte Kalender, mit bem sie 1-5 unwillkürlich verknüpfen. Reiche bäuerliche pliung hat in biefen Wetterregeln ihren Nieber- »xj gefunden, wenngleich sie natürlich auf un- ei li hte Zuverlässigkeit keinen Anspruch erheben al wn Wetterregeln, bie freilich, wenn sie sich ^selben Zeitpunkt beziehen, oft — wenn auch »e:if)iebenen Worten — ben gleichen Gebauten suchen; er schwört auf gewisse „Lostage", bie d Witterung ber fommenben Tage oder gar ch. und Monate ausschlaggebend fein sollen, i' t i‘i heute nur eine kleine Auslese derjenigen a leiiregeln gegeben, in denen vom Winter, vom h -rlMonat des Jahres, vom Christfest ober vom Voraussage Weser °"lt gelten nd mildere * . °u-h uns |fU: le aber nur / egenen mitfe vorerst bleibt a en dem mäh. ebiet und ben daß sich eüiiweft:6tön Freitag: ! zeitweise air V Nachts Den: N Hei»»* dieWäschW Sie vor Arbeit i wohin, jnSieunte sitz Gulden-, iftö. jederA DiE IT duK^ MvW zMlltiirre! t.Haarerv' iieoonmii unt. Gar Ms ,|.entfern! • G :iord)te eine Weile. Dann reichte er bem voll- fotlhnin verblüfften Kriminalbeamten bie Hor- öoliir i,Sails Sie mithören wollen, bitte." 1 1 llht der vollkommen entgeisterte Beamte hörte, roi ic:Ü"ac Lean sagte: .Jc-ten Tag, Bruce! Würden Sie so freundlich feit in mb einmal zum Bahnhof kommen? Hier hat milch -lämlich einer Ihrer tüchtigen Beamten fest- geyMmen. Der gute Junge will nicht glauben, baß idjii Hine Lean bin." j Lil bann hörte ber Kriminalbeamte bie ihm roni' Ibüfannte Stimme bes Inspektors Bruce sagen: , Jk Gott sei Dank, Mac Lean, baß Sie enb» lid q d: sinb. Hier schreit schon alles nach Ihnen. 3di!) Iirmme sofort." Ö.ff'n Stunde später läutete Mac Lean an feiner KoÄdnrtür. Der alte Diener Talby öffnete und er- fta.ic.1t zur Salzsäule, als er Mac Lean in ber Trirvsi eines Krankenwärters vor sich sah. Llfcen Tag, mein lieber Talby!" Mister Mac Le.ai ichüttelte bem Alten bie Hanb. „Nun mach mi r mal ein orbentliches Frühstück. In bem Sana- tornrn von Professor Gershwin habe ich nichts an- beutii jefriegt als eine Betäubungsspritze. Hätte ich niet;: ie Sache vorher geahnt unb ein Gegengift emiffrmnmcn, schliefe ich wohl heute noch bort. HrrstiLlich ist wenigstens ber Wärter bort mzwi- schüci infgewacht. Es täte mir leib, wenn ber Mann mebelegen seinen Dienst versäumte." 12. Kapitel. ' 3 ibem Warenhaus von Gebrüber Selfcibge uniüch.ett man sich noch über bie mysteriöse Falsch- miüi,77geschichte unb bas ebenso mysteriöse Bcr- schstvrÄen Mac Leans. Da klingelte bas Telephon. .für Mac Leean", sagte eine Stimme. „Guten Ml MM, meine Herren! Na, haben Sie ben Falsch- müüüc schon?" ; Geschäftsführer Mister Freeman fauchte bei- nailcar Wut: , sollen wir ihn benn haben, wenn Sie von ßabticn fortfahren?!" , .ioiabe", sagte Mac Lean, „ich bachte. Sie hät- tern.n:r etwas von meiner Arbeit abgenommen. Ich sehtzaii mtt I unb fort d konnte il i> Gießen i ü fand bei iiffiintei ößeii inte . truch i tofcbaHbi L spielen b. Ü Spieloerei Weihnachtspunktespiel in Norbheffen. An den Weihnachtstagen wurde in Kassel ein Meisterschaftsspiel zwischen den einheimischen Vereinen Sportclub 03 und „Sport" ausgetragen. 03 siegte mit 4:0 (1:0) und überflügelte damit den VfB. Friedberg auf dem sechsten Platz, während „Sport" durch diese Niederlage um die Gelegenheit kam, mit den Kasseler Kurhessen punktgleich zu werden. Hamburger SV. — SV. Waldhof 2:3. FC. Schalke 04 — Spvgg. Fürth 3:0. VfB. Sömmerda — Germania Fulda 1:4. Spvg. Sterkrade — Schwarzweiß Saarbrücken AS. Straßburg — Wacker München 0:6. cju s '■Qtber hnb b; würde erste 2-etlnaj vert ffc x« Lei klüb ge ftenburg, Nürnberg — Füssen; 1. Januar: Nürnberg — Rastenburg, Brandenburg — Füssen. Internationales Eishockey-Turnier in Garmisch. Im Olympia-Kunsteisstadion zu Garmisch-Partenkirchen begann am zweiten Feiertag das internationale Eishockey-Turnier um den Wanderpreis des Präsidenten der Olympischen Winterspiele, Dr. Karl Ritter von Halt, mit dem Treffen zwischen dem SC. Riessersee und den Zehlendorfer Wespen, das die Gastgeber vor 3000 Zuschauern verdient mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) gewannen. Schröttle schoß in der 12. Minute das Führungstor für Riesserfee. Im zweiten Drittel erhöhte Dr. Strobl auf 2:0 und erzielte im letzten Drittel auch den dritten Treffer der Bayern, dem kurze Zeit später Wille das Ehrentor der Berliner entgegensetzen konnte. Bantamgewichts-Ringerturnier in Darmstadt. Schnauber-Polizei Darmstadt Turniersieger. In der Darmstädter Polizei-Sporthalle wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Kreis-Turnier der Ringer im Bantamgewicht ausgetragen, zu dem nur fünf Ringer von neun gemeldeten antraten. Die Zuschauer sahen technisch schöne Kämpfe, aus denen Schnauder- Polizei Darmstadt als Turniersieger vor Müller-Eiche 01 Hanau und Schunk - Arheilgen hervorging. Die Ergebnisse: S ch u n k - Arheilgen besiegt Schnauber-1910 Darmstadt nach 15 Min.; Schnauber siegt nach 7 Minuten entscheidend über Müller-Eiche 01 Hanau; Schnauber-1910 Darmstadt erringt nach 15 Minuten einen Punktsieg über Hammer-Bingen; Schnauber- Polizei Darmstadt schlägt Schunk- Arheilgen nach 15 Minuten. Den schönsten Kampf des Abends zeigten Müller- Eiche 01 Hanau und Hammer-Bingen, aus dem Müller als Punktsieger hervorging; S ch n a u b e r - Polizei Darmstadt erhält über seinen Bruder Schnauber-1910 Darmstadt nach Ablauf der Zeit einen Arbeitssieg; Schunk-Ar- heilgen verliert nach 7 Min. entscheidend gegen Müller - Eiche 01 Hanau. deutschland. 25. Dezember: FV. Saarbrücken — Dresdner SC. 2:2. Freiburger FC. — Wacker München 5:3. FC. Schweinfurt — Phönix Karlsruhe 4:1. Westmark Trier — Schwarz-Weiß Essen 1:1. SV. Wittlich — Eintracht Trier 0:2. Bonner FV. — Kickers Offenbach 2:1. FSV. Mainz 05 — Fola Esch 4:3. SV. Kornwestheim — SV. Völklingen 6:5. 26. Dezember: Eintracht Kreuznach — Kickers Offenbach 2:5. Stuttgarter SC. — Phönix Ludwigshafen 0:0. SV. Göppingen — VFB. Mühlburg 4:4. Viktoria Aschaffenburg — Phönix Karlsruhe 4:4. Fahn Regensburg — SV. Feuerbach 2:0. Union Böckingen — SV. Völklingen (Saar) 5:2. Spvgg. Langenselbold — FVg. Mombach 0:1. FK. Pirmasens — 1. FC. Pforzheim 3:2. Auf Reisen. 25. Dezember: Guts Muts Dresden — Wormatia Worms 3:2. VfB. Erfurt — Germania Fulda 2:1. 26. Dezember: Chemnitzer BC. — Wormatia Worms 1:2. ii toi l n fig i De Stade Fran^ais schlägt den Deutschen Meister. Weihnachtsturnier in Garmisch. Dor 2000 Zuschauern siegte am zweiten Weihnachtsfeiertag abends im Olympia-Kunsteisstadion Stade Fran^ais Paris gegen Brandenburg Berlin 11:0 (3:0, 3:0, 5:0) ganz überlegen. Die Franzosen zeigten ausgezeichnetes Können, überragend vor allem Cadorette, sowie der erstmals in Deutschland mitwirkende Besson als rechter Verteidiger. Aber auch Clarett unb Gagnon waren wieder ausgezeichnet. Bei den Berlinern gefiel trotz der hohen Niederlage Kaufmann im Tor recht gut. Nowitzki konnte mit seinen Einzelvorstößen die Pariser Abwehr vor schwere Aufgaben stellen. Jrn ersten Drittel war Cadorette zweimal und Besson einmal erfolgreich, im zweiten Drittel kamen Gagnon, Belhomrere und Besson zu Torehren, im letzten Drittel stellten Cadorette und Besson mit ie zwei Treffern und Gag n o n mit einem das hohe Ergebnis her. Erwähnt fei, daß die Franzosen beim Begrüßungsakt, ^eim Spielen der französischen und der deutschen Nationalhymne mit dem deutschen Gruß erwiderten. Eishockey in Oderndayern. LV. Füssen — EL. Oberstdorf 6:0. Dor etwa 1000 Zuschauern konnte auf dem Badersee in Füssen der Eislaufverein den Eissportclub Oberstdorf mit 6:0 (2:0, 0:0, 4:0) besiegen. Das Spiel, das zur Vorrunde um die Bayerische Meisterschaft zählt, wurde sehr fair durchgeführt. Leinweber-Pokallurnier. Der Eissportverein Füssen führt am 30. und 31. Dezember und am 1. Januar das Leinweber- Pokalturnier durch. Es beteiligen sich daran außer Füssen der Deutsche Meister Brandenburg Berlin, die Hockey-Gesellschaft Nürnberg und der Rastenburger SV. Die Paarungen lauten: 30. Dezember: Nürnberg — Brandenburg, Rastenburg gegen Füssen; 31. Dezember: Brandenburg — Ra- etoai zu etwas u s'k sich r tatter, i umstelle, hat Anr ter (Bei mannftf Deuli lot ersi fltgtn t hnb hi Nord einer j (6:21) onreger 1900 n Dedeuti Datsach Fachs ,N un >n Den Weherer Lahr br 900 m »en beit Leson. • I »ai lenen ®i[fen6etg II.. ««fr® Treis 2:2; Dorf — Leihgestern II 2:1; Wieseck II — teich 4:2; Krofdorf II — Kinzenbach 1:7; , ' ” “ " Robheim — Launsboch 5 , verlegt worden. Grund für diese Verlegung ist Die Tatsache, daß 03 erst am zweiten Weihnachtstage ein Punktspiel ausgetragen hat und daß die Mannschaft an Neujahr mehrere Spieler für die Kasseler Stadtmannschaft gegen Frankfurt stellen muß. Neu angesetzt wurde für den 30. Dezember das Treffen Kurhessen Kassel — Hessen Hersfeld. Oie Bezirksklasse Marburg. Der VfB. Kurhessen schlug den FV. Brei- denk) ach überraschend hoch mit 7:1 Toren. Die erste Halbzeit hindurch zeigten die Gäste aus Dem Hinterland ein durchaus brauchbares Spiel bei zeitweiliger Feldüberlegenheit. Marburg führte bei Halbzeit 2:1. Nach dem Wechsel setzte sich die größere Spielerfahrung der Marburger durch, die in gleich- mäßigen Abständen fünf weitere Tore schossen. Die Gäste hatten sich stark ausgegeben, sie konnten das gute Schlußdreieck Des Platzvereins nicht über- winDen. Der Spv. Bottenhorn, Der auf eigenem Platz recht gefährlich ist, schlug den VfL. Biedenkopf nur knapp 2:0. Die Kreisstädter können sich für das gute Resultat bei ihrem recht zuverlässigen Torhüter bedanken, der nach einigen Sonntagen Pause wieder mit bei der Partie ist. Das Spiel Sarnau gegen Gladenbach kam nicht zum Austrag, da Die Gäste auf Austragung verzichteten. Zwei punkieireffen im Gau Südwest. Im Gau Südwest gab es an den beiden Feiertagen zwei Punktekämpfe. Das größte Interesse ver- diente der Frankfurter Kampf zwischen Eintracht und Phönix Ludwigshafen. Mit 1:0 (0:0) blieben die beiden Punkte verdient in Frankfurt. Wormatia-Worms ist nun wieder aufgrund des besseren Torverhältnisses Tabellenführer vor Phönix Ludwigshafen, während Eintracht auf den fünften Platz vorstieß unb damit bewies, baß sie auch noch in der Lage ist, in den Endkampf einzugreifen. In Saarbrücken spielten Die einheimischen „Sportfreunde" am zweiten Festtage gegen Borussia Neunkirchen 1:1 (0:1). Die Saarbrücker holten Damit ihren Rückstand gegen Saar Saarbrücken auf unb teilen sich jetzt mit ihrem Lokalgegner in ben letzten Platz. Die Neunkirchener rückten vor Kaiserslautern auf ben achten Plytz. Fuhballergebnisse der Kreisklaffe. Grünberg — Lollar 0:2; Wieseck — Lich 5:0; Krofdorf — Heuchelheim 0:5 abgebrochen; Aßlar — Nauborn 16:0; Büblingshausen — Werdorj 0:5; üb ngen 1 ler Dierun tc\ hieben inoi iui «et'u gi ci obei ; i breil fm Itpffh I Terminänderungen in Nordhesien. OHPVUM im Im Gau Nordhessen hat es für Den 30. Dezember Freundschaftsspiele in Süd- und Siwwest- eine Terminänderung gegeben. Das vorgesehene ' Tr ,ien Kassel 03 und Hessen Hers- Wieseck I — Lich I 5:0. Am vorigen Sonntag standen sich auf h? Wiesecker Sportplatz die Mannschaften im ffc Rückspiel gegenüber. Während die Gaste in i pletter Aufstellung erschienen, mußte Wieseck fe für seinen Torhüter, rechten Läufer unb ftürmer einstellen. Mit Freigabe des Balles durch den Unparteiischen Niersbach (Wetzlar) »b wickelte sich ein flottes Spiel. Wieseck hatte dpi Anfang an mehr vom Spiel, ließ jedoch vor ixrn Tor Den Torschuß vermissen. Auf der Eegen-rn? tarnen Die Angriffe Der Gäste nicht über bie gute Abwehr der Verteidigung hinaus, so daßderssl^, Hüter sein Können nur wenig unter Beweis Men konnte. Wieseck arbeitete wohl eine M" Mm heraus, von Denen aber keine zu einto irfofge führte. Erst in der 30. Minute gelang k einen Strafstoß zum Führungstor ein^M Wenige Minuten später folgte iDer zweite IrAr. Lich gab wohl alles her, konnte jedoch Dem Io: Platzbesitzer nie gefährlich werden. Halbzeit H Das Resultat 3:0 für Wieseck. 9la gr , vor allem die erste Halbzeit. Der MitteME Mannschaft aus dem Artois stch^^, l:0-Fuhrung. Das spornte die Zriedberger n . und Eisenreich stellte das Ergebnis dunv! sehr schöne Tore auf 1:2. Bald nach S choß SchmiDt einen Dritten Treffer, bet . zum Sieg ausreichte. Denn die Franzosen m !hä iig 1 waren st ten Der üpcdleb einiflung Weiß t 6aarf ii balbü II tjalen an — Heuchelheim II 2:7; Rodheim — Launsboch 5 ' Fellingshausen — Erda 1:1; Frankenbach - er hensolms 2:0; Leun II — Bechlingen abgebrod«? L Stoüb Tgb. Wetzlar II — Waldgirmes 2:0; Wetzlar M i — Hermannstein 4:4; Burgsolms II - Ehnnv. h bi W Hausen 4:4; Oberndorf — Werdorf II, Werdorjni- angetreten; Bonbaben — Oberbiel ausgefallen. Spiele Tore Punkte Hanau 93 11 28:7 19:3 Borussia Fulda 12 31:13 16:8 Spielverein Kassel 12 25:19 16:8 Germania Fulda 12 20:20 15:9 Hessen Hersfeld 11 23:16 12:10 Kassel 03 10 24:11 11:9 VfB. Friedberg 11 22:25 11:11 Langenselbold 11 18:40 6:16 Kurhessen Kassel 11 17:29 4:13 Sport Kassel 11 10:38 2:20 lyit Halbrechten nur noch ein Tor aufholen, L W -er Leibesübungen 1934 Eine Rückschau. — Das sportliche Leben in unserer Stadt. wohner freiwilligen englischen und französischen Sprachunterricht. Es ist weiterhin geplant, auch die Schulkinder mit den besonders gebräuchlichen Redewendungen der englischen und französischen Sprache vertraut zu machen. Brandenburgs Fußballer hatten am zweiten Feiertage vor 8000 Zuschauer die Gauelf Schlesiens zu Gast. Nach einem spannenden und schönen Spiele blieben die Vertreter der Reichshauptstadt mit 4:2 (2:1) erfolgreich. °il.n 'X Ätz m 2) i ausländischen Gästen bei den Olympischen turj tlen 1936 gute Verständigung mit der ein- nQnnf;wn fa jctmifd) ! Bevölkerung zu gewähren, nehmen die eisen'stellten verbindlichen und die übrigen Ein- iie in.A N tk g »ter,«. -D b Ä * 3 m Ausland weilten an den Festtagen eine ganze Reihe von süddeutschen Fußballmannschaften. Am besten schnitt der 1. FC. Nürnberg ab, der in Madrid eine einheimische Stadtelf mit 5:1 besiegte. Wacker München gewann in Straßburg gegen AS. 6:0, der Freiburger FC. trennte sich vom FC. Belfort mit 3:3 und Ulm 94 wurde von FC. Kreuz- lingen (Schweiz) mit 4:2 geschlagen. Kurze Sportnotizen. ! ( unb Niederlage verzeichneten die Hockeyspieler, Beckenham Wanderers, bei froDen Weihnachtsspielen in Frankfurt. Dem Sei unterlagen sie mit 1:3 (0:1), während sie bi Sportclub 1880 mit 3:0 (1:0) siegreich L. ig, । snedberg mit 2:3 den ersten Sieg errungen L. 5-n Ausschlag bei diesem Spiel, das am ^röiife e ieiertag stattfand, gab die technische Heber» legftit t:i:ber Deutschen. Hervorzuheben ist noch die tinfoci .nb.eie Leitung des französischen Schiebs- st 5 Fußballsport. ;en, aber G a ' Ähr 1934 war auf dem Gebiete der Leibes» ibur{ pr:in unserer Stadt bestimmt von einer Inen u erig und von einer Konzentration, die sich in >ei rfj einen S,—1—'— r* -* -------’ ** ** ei! hmpffport fesselt immer wieder aufs neue ALsvenden, wie auch die Zuschauer. Zwar, die Hnem TM Entscheidung^ )Q5 Spiel W iq bann loch » n ixis 5«»«- i« 8*«”l e blieb es w» M Men Sportzweigen stark auswirkte. Kaum wglich, die Fülle dessen, was sich im verirr Jahr auf Gießener Sportstätten und * iiru” ,i4 wy r n n,5:°: 1 - . _________ t—।_______ —- H — Ir»;e >nr® r,pl ber Vereine ereignete, im Rahmen des v e r::r I nrsondere Bedeutung gewann. Die Leicht- athlclet^eister schäften des Kreises Gießen fanden stärkt - Beteiligung, der Reichsjugendwettkamöf for- berteZi Schuljugend heraus, die Universität trug ihre u ^sterfchaften aus und an den Gaumeister, schafuft;in Kassel beteiligten sich ebenfalls zahlreiche Gießtz:-: Sportler. Zielbewußt förderte der DsR.-R. die L:itathletik, nachdem der Olympische Sport» kludit s chlossen zum DfB.-R. übertrat. Ein Ereignis besonderer Bedeutung war die Durchführung- ter Marathonmeisterschaft b e 5 * ’iiij Norbhe ssen, der die teilnehmenden lor irsri: in der Vorschlußrunde vor kurzer Zeit gegermfr; Elf ber TH. München. Großes Interesse fanb a \Vt der große Handball-Gaukampf N o rrll'ie ssen — Baden, ber allerdings mit einen Vir eindeutigen Niederlage der Norohessen (6:211 Mete. Anfang des Jahres fah man einen anreagmtn Kampf zwischen 1900 und SC. Mainz. 1900'1 Mann damals mit 9:3. Don entscheidender Bedeäcuig in organisatorischer Hinsicht war die TatsckLk daß Handball zur s e I b ft ä n b i g e n F a li'L ilu l e erklärt wurde. Außerordentlich lebhaft i! uh mit bestem Erfolg wird der Handballsport in ö; si Endlichen Gemeinden unserer näheren und tneiteMiL Umgebung gepflegt. Auch das vergangene Jahrik suchte ein Hallen-Handballturnier. 19001 silO Tv. Lützellinden stellten die Sieger in den liltifin Klassen. Bestsmers erwähnenswert ist bas Faustballspiel. Der tLinverein 1846 hat sich seine Pflege zu einer ernftriei Aufgabe gemacht. Die Spielstärke, bisher schonä ies beachtlich, hat eine Steigerung erfahren, unb 'L laufgewandte Mühe fanb schönen Lohn in e-nbrmknollen liegen. Der Turnverein von 1846 führte auch in diesem Jahre wieder ein großes T umi?r durch, in dem an 50 Spiele ausgetragen wurdLv.Die Gießener Faustballspieler konnten gegen schwillt i'Äegner den Sieger in ber 1. Klasse stellen. liiöen, Pflegestätle ber Leichtathletik... „DlllLiichtathletik hat in unserer Stadt stets starke Fördit>:i_Iig erfahren. 1900, DfB., Mio., Universität sinb si l?-?n hauptsächlichste Träger. Im Frühjahr murhbjine Trainingsgemeinschaft aebilbet, die als erstes C::gmpiaDorbereitung anzusehen war. Die Spittie-rinigung führte in großem Rahmen wieder ihr r,.l i: t i o n a I e s" durch, das diesmal durch die Teilur^me des Zehnkampf-Weltrekordmannes S i e» e^Iin9tn ^8'Mes 2:0;^ie Molms II ^"Zu chtz-u zahlen sind etwas jurücfgegangi " Ser°orf B, KchiMickM: i ber Anzahl der kämpfenden Mannschaf- * vöerbiel äugten b psi kaum eine Einschränkung gegeben. Unb H 15:0 ^af 1 t Ätig! Nach wie vor dienen die beiden hie- ]g ftanhpn R4^.9n tont ^s-p-tplatzen zu finden. Es herrschte immer ^rpinnk?^ 1 c9 e!lr Derbandsspielbetrieb. Gesell- ierÄ^A - wurden zu gegebener Zeit ebenfalls öni.s housiW .tusgetragen. Von besonderem Interesse rini«, v c1■ lncffcr31 die Lokalkämpfe ber ersten Mannschaf- mn. Mieten biMDeiben Vereine. Ein großes Ereignis im MN zluf heSppriif em war der Kampf ber Elf ber Spielver- ^aste nicht L einiguin: gegen bie Mannschaft von Schwarz- hinaus, fo beje i a a r b r ii rf e n, mit dem eine große w WB it jichßE feprogrsw®,' 'ftem. M' ■adjlen i« 5ieq und w Ische r fPrag. freu#«, imle« 5 chr 3. piilfiriiK -hr.l'-'Y bii NJ: h als m men'9 unter ZSaa c mbgebung oerbunben war. Ein Fuß- le wohl eine b a l Ii» r g a n g, ber (im April) hier abge» * keine zu ei hallens narbe unb ben hoffnungsvollen Nachwuchs Minute gelom vereirckg. erwies sich als sehr bebeutungsvoll. Führungstor'iL e i rn pir ge r wurde auf Lippert aufmerksam r folgte ber M unb ipö -erte ihn. Die „Leinberger - Elf" , konnte je-och-xkonntiv-n re Spiele gegen Stabtrnannschaften von lich werden. ^Gießem rnb Marburg gewinnen. Starkes Interesse Dieseck. N Äikand i lc Fußballkampf zugunsten ber n seinerWeE i n ßcl h i lf e , Stadt gegen Land. In jüngster fit Mr eine -! ^-essierte bie Vereine besonders der U m - rstMn es b\t (je® r u rn der Jugendarbeit des Deutschen irerft 'M MvFußb>«!bmdes. In den gegenwärtigen Fußball» fern l2r Dezirksklasse konnte sich die Elf ber M noch V - 6pieli2»r:nigung an zweiter Stelle behaupten, ber tai a^i ' DfB.-Mchsvahn fiel allerdings stark zurück. E Spiele Aus dem Handball-Lager läßt ^chrmanches Erfreuliche berichten. Der Hand» fcflfWHit) I ii ballspÄl^trieb hat an Umfang zugenommen. Mtv., 1900,1 üjB.-R., Universität widmen sich diesem 1- ManchchM Spor L tzihr angelegentlich. Die Mannschaft der 'urnoereins bm Spiel:!»:! inigung wurde in bie Gauliga des irbenteich ein' neuern Gaues Nordhessen ausgenommen und konnte enAnapp!^sich c:uif:nglid) ausgezeichnet behaupten, sogar ge» mr 10 Monn/, räumte ieit die Tabellenführung unbestritten über» Ersatz. Darr: nehmreniJn jüngster Zeit ist die Elf allerdinas rnahm bald i* etroats jjrüdgefaüen. Die erste Elf des Mtv. kämpfte i den Sus^c1 etroaüi .:iglücklich, in der Hauptsache deshalb, weil M wieder nir sie sic.h t cht aanz auf den stark kämpferischen ^0» tten die W e rakteiL, nen bas Handballspiel anaenommen hat, "" L umsteilr konnte. Die Jugendmannschaft des Mtv. hat L Lnmrtschaft auf die Meisterschaft ihrer Gruppe. DfB. Unentwickelte sich sehr gut und ist gefürchteter CSutier geworden. Die Universitäts-Handball» manmistift griff energisch in die Kämpfe um die D e u'i l|:g e Hochschulmeisterschaft und ver- pi oer Vereine ereign wigung stehenden Raumes zu umreißen, ei ci?r doch versucht, einen Ueberdlick zu geben: n brtestem Kreise wirkte wieder ber Läufer von Gießen über Lich nach Eberstabt und zurück führte. F a u l s e i t (1900) fiel damals auf das angenehmste auf. Kilo, Gugel und Luh zeichneten sich in bie 30-Bestenliste der DSB. ein. Die Arbeit ber Turnvereine vollzog sich in gewohnter, verantwortungsbewußter Weise. Besonders widmete man sich stets der Jugend, bie in universeller Weise ertüchtigt wird. Zahlreiche Veranstaltungen, in denen die Jugend ihre Leistungen zeigen konnte, ließen bie hohe Bedeutung der Arbeit der hiesigen Turnvereine ernennen. Die Turner führten im Mai eine eindrucks- volle Werbung durch. Selbstverständlich waren die Gießener beim Feldbergfest, beim Bezirksturnfest in Friedberg unb beim Kreisturnfest in Großen-Linden sehr stark vertreten. Ein Höhepunkt war bie unter ber Leitung bes hiesigen Gauoberturnwartes Paul durchgeführte Saarland-Treustaffel, zu der die Turnvereine alle verfügbaren Läufer stellten. Das Kun st turnen erfährt im Turnverein 1846 stetige Förderung, während der Mtv. stets mehr in den volkstümlichen Hebungen hervorragt. Ein schöner Erfolg für die Kunstturner des Bezirks Gießen wurde der Wettkampf Hessen-Saar in Bad- Nauheim. Auf dem Lande wurden zahlreiche Ge- räte-Mannschaftskämpfe durchgeführt. Die Alters» turner trafen sich in Braunfels, die Turnerschwimmer in Nidda. An Bedeutung gewinnt m Zukunft bie Dietarbeit in den Turnvereinen. Die Schwimmer traten verhältnismäßig wenig an die Öffentlichkeit. Erst die Reichsschwimmwoche lenkte bie allgemeine Aufmerksamkeit auf den Schwimmsport, ber in ben hiesigen Badeanstalten, wie auch im Dolksbad rege betrieben wurde. Die Reichsschwimmwoche rief die Jugend, die SA. und alle Interessenten auf den Plan. Dr. ©eifern sprach hier zum Auftakt dieser Werbewoche; eine große vielseitige Veranstaltung an ber Lahn beschloß die eindrucksvolle Werbung, bie mit großem Ernst betrieben worden war. Gießener Schwimmer nahmen mit guten Erfolgen an auswärtigen Veranstaltungen teil. Der Gießener Schwimmverein trägt den Schwimmsport und das Springen in erster Linie. Ausgezeichnete Schwimmer und Springer sind auch im Turnverein 1846 zu finden. Ruberer — Olympiahoffnung. Die Ruderer konnten im vergangenen Jahre wieder viel von sich reden machen. Die Mannschaft der Gießener Rudergesellschaft 1877 stand als 23er- bandsachter sehr im Vordergrund und nahm an den größten deutschen Regatten mit besten Erfolgen teil. Das „Deutsche Anrudern", eine in ganz Deutschland in gleicher Weise durchgeführte Veranstaltung, nahm auch hier einen eindrucksvollen Verlauf. Die üblichen Regatten wurden abgehalten unb brachten viele bekannte Mannschaften nach Gießen. Beson- bers waren bie Ruderer von ber Saar gerne gesehen. Der Städteachter konnte im harten Kampf gegen den Achter der Rennaemeinschast wieder von oer GRG. gewonnen werden. Die Renngemein- schaff, die Ruderer der GRG. und des Vereins Rudersport vereinigte, hat sich sehr günstig aus- gewirkt. Die Mannschaften des Ruderklubs „Hafsia" unterwarfen sich einem eifrigen Training, zu großen Erfolgen reichte es aber leider nicht. Der Gießener Rudersport ist eine Olympiahoffnung. Bahnrennen unb Straßenrennen ber Radfahrer. Der Gießener Radfahroerein von 1885 trat im vergangenen Jahre wieder mit Bahnradrennen auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 hervor und hat dem Radsport dadurch in Gießen wieder zu einer großen Popularität verholfen. Man sah eine Fülle spannender Kümpfe. Verschiedene große Streckenrennen wurden ebenfalls organisiert und brachten u. a. auch Gießener Rennfahrern ausgezeichnete Erfolge. Der Saalsport wurde nicht vernachlässigt und trat bei mancher festlichen Gelegenheit in Erscheinung. Gießener Radfahrer starteten bei vielen auswärtigen Rennen. Fechten im Turnverein 1846. Unter ber Initiative ber Brüder Gerhardt hat ber Fechtsport im Turnverein 1846 eine Pflegestätte, in der schon seit Jahren diese edle Sportart ihre Förderung findet. W. Gerhardt konnte Gaumeister im Fechten werden. Damen und Herren widmen sich mit großem Eifer dem Sport. Bei mancher öffenllichen Veranstaltung traten die Fech- ter in Erscheinung und erfreuten durch ihre Gewandtheit . Der Segelflug hat in unserer Stadt eine Einschränkung erfahren, d. h. er steht gegenwärtig nicht so im öffentlichen Interesse wie vordem. Immerhin sind einige besondere Erfolge zu verzeichnen. Fräulein Mendel flog bei Nieder-Ofleiden 6Vi Stunden und erreichte damit die beste Leistung, die je in Nieder-Ofleiden erreicht wurde. Einer der Brüder Schmidt konnte beim Rhön-Segelflugwettbewerb einen Tagespreis für Startüberhöhung gewinnen. An der Lupusheilstätte landete im Sommer einmal ein Magdeburger Segelflieger, der an einem Wettbewerb bei Laucha an ber Hnstruth teilnahm. Der Wintersport konnte in ben Monaten Januar unb Februar noch recht eifrig gepflegt werben. Am 14. Januar fanden Sfirennen auf dem Hoherodskopf statt, bie u. a. auch einen Langlauf über 12,5 Kilometer brachten. Am 4. Februar sanden die S k i w e 11 • kämpfe der Unioerfität statt, an denen auch Darmstädter unb Marburger Studenten teil» nahmen. Man sah ben Norweger Lyng aus- gezeichnet springen. Das Wetter gestattete sehr lange Zett ben Eislauf. Es gelangten Jugendwettkämpfe zur Durchführung. Gießener Eisschützen übten sehr eifrig und nahmen an den Deutschen Meisterschaften in Braunlage teil. Der Eisverein hat für den gegenwärtigen Winter alle Vorbereitungen getroffen; mit Eis scheint aber immer noch nicht zu rechnen zu sein. Die Skizunft trauert, daß auf dem Hoherodskopf „immer noch nichts los ist". Skiklub unb Eisverein entfalteten während der Wintersport- werbewoche eine eifrige Tätigkeit. Hervor- zuheben ist besonders ber launige Vortrag des Olympiatrainers Sörensen in der Aula der Unioerfität. Der Motorsport hatte in diesem Jahre einen wesentlichen Ausfall zu verzeichnen. Das Rennen „Rund um Schotten" kam wegen einer gründlichen Strahenüberarbeitung nicht zur Durchführung. Zahlreiche Gießener Kraftfahrer nahmen im Spätsommer an einer strapaziösen Geländefahrt im Vogelsberg teil. Im übrigen sorgen das NSKK. und die Motorftürme für Hebung und Sport. Der kraftsport wurde sehr angelegentlich von dem ersten Straft» unb Sportklub 1893 betrieben. Die Mannen biefes Vereins griffen in manchen Gaukampf ein, unb auch in Gießen wurde mancher spannende Wettbewerb ausgetragen. Die hiesige Mannschaft konnte beachtliche Erfolge erzielen und sich einen guten Ruf sichern. Noch manche andere Sportart könnte hier gestreift werden. Der Reitsport vereinigte seine Anhänger auf vielen Ritten. Die Hubertusjagd war ein großartiger Ausklang der Reitfaifon 1934. Tennis und Tischtennis wurden in kleineren Kreisen gepflegt. Gießener Schützen traten in vielen Wettbewerben hervor und verschafften sich in weitem Unitreis viel Ansehen. Gießener Schützen nahmen auch am Bundesschießen in Leipzig teil. Erwähnt sei ferner, baß der Wasserskilauf einige Anhänger fand. Der Höhepunkt war hier ein Lauf auf ber Lahn nach Wetzlar. Außerordentliche Veranstaltungen waren die „Suche nach dem unbekanntes Sportler" die in den verschiedensten Disziplinen durchgeführt wurde, eine Werbewoche für Leibesübung der Frau dürfte ihre Wirkung nicht verfehlt haben. BdM. und HI. traten mit großen Sportfesten hervor. Zahlreiche Angehörige oer SA. unterwarfen sich bereits der Prüfung für das SA.-Sportabzeichen. Auch wurden viels Prüfungen für das Reichssportabzeichen durchgeführt. Gießener Schwimmer unterzogen sich den Lebensrettungsprüfungen. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen wurde gegründet. Einen großartigen Höhepunkt im fport« lichen Leben unserer Stadt bildete die kürzlich durchgeführte Verpflichtung der Olympiakandidaten. Zufammenschlüsse im Sport Erfreulich ist es, von einigen Dereinszusammen» schlüssen berichten zu können. Als eine der bedeutungsvollsten Fusionen ist die Vereinigung des Vereins für Bewegungsspiele und des Reichsbahn- Turn- und Sportvereins zu bezeichnen. Erfreulich ist der Anschluß des OSC. an diesen Großoerein. Für den Rudersport war die am 2. Dezember vollzogene Vereinigung von GRG. und Verein Rudersport ein Schritt vorwärts. ♦ Die sportliche Betätigung in unserer Stadt, die von jeher als Dienst am Vaterlande aufgefaßt worden ist, stand im vergangenen Jahre mehr als je unter diesem Gedanken. Das neu hinzugetretene große Ziel ist die Vorbereitung auf die Olympiade 1936 in Berlin. Zielbewußter Weiterarbeit kann es gelingen, daß auch ein unb mehrere Söhne unserer Stadt das Vaterland vor der ganzen Welt zu vertreten haben. Das Jahr 1935 wird äußerste Leistung bringen müssen. Oberheffen 3u Bürgermeistern bztv. Beigeordneten berufen. Zu Bürgermeistern ernannt wurden: Adam Lehning in Himbach (Kreis Büdingen), und Heinrich H i l ß II. in Merkenfritz (Kreis Büdingen). Zu Beigeordneten ernannt wurden: Adolf ©reif in Bisses (Kreis Büdingen), Heinrich Na- z a r e n u s III in Büches (Kreis Büdingen), Hermann Ostheim in Gettenau (Kreis Büdingen), Richard Rupp in Merkenfritz (Kreis Büdingen) und Heinrich Kirchner III. in Michelnau (Kreis Büdingen. Auto vom Zug erfaßt. § Lumda, 24. Dez. Gestern abend ereignete sich bei Einfahrt bes Personenzuges 1908 an dem Bahnübergang des Bahnhofs Lumda ein Unglücksfall, der glücklicherweise gut Der» lief. Das Auto eines Grünberaer Arztes, der von einem eiligen Krankenbesuch zurückkam, wurde von der Lokomotive des anfahrenden Perfonenzuges knapp am Hinterwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Zum Glück blieb ber Fahrer unversehrt. Das starke Bremsen bes Lokomotivführers und das geistesgegenwärtige Dollgasgeben des Fahrers retteten ein Menschenleben. Landkreis Gießen. r Klein-Linden, 26. Dez. Am ersten Steter- tag abend hielt die „Sängervereinigung Eintracht-Harmonie" im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" eine Weihnachtsfeier ab. Nach flotter Marschmusik der Kapelle Harnisch (Watzenborn-Steinberg) begrüßte der 23er- einsleiter, Kaufmann Fritz Jung VIII., die Besucher und betonte, daß jetzt nach der Einigung unseres Vaterlandes und der Wiedereingliederung vieler Volksgenossen in den Arbeitsprozeß, nicht zuletzt auch durch die fegenbringende Arbeit der NSV. und des WH2V. an den noch Notleidenden, dank der unermüdlichen Arbeit unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler, in vielen Familien ein fröhlicheres 2Leihnachtsfest gefeiert werde, als in den verflossenen Jahren. Der Vereinsleiter forderte zur weiteren Mitarbeit auf, die wir in erster Linie durch Opferwillen bezeugen müßten. Die reiche Vor- tragssolge brachte vorzüglich wiedergegebene Chorlieder der Sängervereinigung unter Leitung von Chormeister Harnisch, von denen ein Lied „Der Trommler von Deutschland", eine schwierige Komposition von L. Baumann, besondere Erwähnung verdient. Die Kapelle Harnisch wartete mit ausgezeichneten Musikoorträgen auf; ein besonderes Lob gebührt Herrn Schlund (Hausen), der mit seinem Trompetensolo großen Erfolg erzielte. Für heitere Stimmung sorgte Herr Luft (Gießen) mit seinen humoristischen Vorträgen, die beifällig Ausnahme fanden. Der Abend bedeutete für die „Sängervereinigung Eintracht-Harmonie", die zum ersten Mal nach Zusammenlegung der beiden Vereine mit einer größeren Veranstaltung an die Öffentlichkeit trat, einen schönen Erfolg. 00 Klein-Linden, 27. Dez. Heute beginnt in unserer Gemeinde eine Freizeit für M i t- Glieder der evang. Posaunenchöre in O b er Hessen. Etwa 50 Bläser aus allen Teilen Oberhessens sind daran beteiligt. Die Leitung liegt in den Händen von Pfarrer Bernbeck (Alsfeld), dem Vorsitzenden des oberhessischen Posaunenchorverbands. Auch Pfarrer Lenz (Darmstadt), der frühere Vofitzende des Verbands, hat fein Kommen in Aussicht gestellt. *Y" Großen-Linden, 26. Dej. Am Sonntagabend fand in der Turnhalle eine Weihnachtsfeier der Schüler- und Schülerinnen-Abteilung des Turnvereins statt. In bunter Folge zeigten die Kleinen vor den zahlreich erschienenen Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Unter der Leitung der Herren B u 11 m a n n und Klin - aelhöfer und der Turnerinnen Luise Weiß, Anna Weinandt und Ida Fett zeigten die Schüler und Schülerinnen ihre Kunst am Äerät, an den Ringen und im Bodenturnen, sowie in Reigen, rhythmische Freiübungen usw. Ein Märchenspiel, ebenfalls von den Kleinen aufgeführt, wurde mit reichem Beifall belohnt. Lieder und Gedichte wurden in guter Weise vorgetragen und gaben Ausdruck von dem Wollen der Arbeit. Für die umrahmende Musik sorgte eine aus Mitgliedern des Turnvereins zufammengestellte Kapelle. Der Vereinsführer Dr. Ernst Römer würdigte in feinem Schlußwort die mühevolle Arbeit und aufopfernde Liede der Leiter und sprach ihnen den Dank des Vereins aus. Anschließend erschien in Gestalt eines bekannten Turners Knecht Rupprecht und verteilte aus seinem großen Sack einige kleine Gaben an die Mitwirken- den Kinder. — Am Samstagabend fand im Saale des Gastwirts Ldg. Fader ein Kamerad- jchaftsabend des hiesigen SA. - Reserve stur ms 4 7/116, zusammen mit den zu dem Sturm gehörigen Kameraden von Allendorf, statt. Auch die Frauen waren zu dem Wend ein« geladen. Sturmführer Pg. Siegfried begrüßte die zahlreich erschienenen Sturmkameraden und Gäste, während anschließend Pg. Wronka an lange Zeit arbeitslose Kameraden Gfchenke von'der NSV. überreichte. Humoristische Einlagen und eine Kapelle sorgten für die nötige Unterhaltung. Bei Gesang und Tanz verlebten die Teilnehmer dann noch einige vergnügte Stunden. tn. L a n g - G ö n s, 23. Dez. Am heutigen Sonn- tag veranstalttte der hiesige Posaunenchor eine Weihnachtsfeier in der Turnhalle. Der Besuck war so gut, daß die Turnhalle kaum alle Besucher fassen konnte. Musikvorträae des Posaunenchors, Einzelvorträge eines Bläserquartetts (Boller, Heidbrink, Reh und Spies), ein Cello-Einzelvortrag von Richard Will und ein Lied des Gemischten Chores leiteten den Abend ein und fanden lebhaften Beifall. In feiner Ansprache gab der Ortspfarrer seiner Freude über den außerordentlich guten Besuch Ausdruck und wies darauf hin, daß das Weihnachtsfest nicht nur für Kinder fei, sondern auch für Erwachsene. Und sich immer mehr in den tiefen Sinn des Weihnachtsgeschehens zu versenken, sei für die Erwachsenen die eigentliche Weihnachtsfreude. Je älter man werde, desto schöner sei bann das Christfest. Es gebe wohl für den einzelnen Hindernisse, aber diese könne man wegräumen. Weihnachten könne man nur als echter Christ feiern. 2ßir müßten zurückblicken und immer wieder staunen, wie deutsche Innerlichkeit in der Musik, in der Malerei und in der Baukunst deutsche Kulturwerte geschaffen habe. All diese Kultur sei nur auf christlichem Boden erwachsen. Auch unsere alten Krippenspiele seien solche Kulturgüter und sie zu pflegen, fei Aufgabe der Christen. Es folgte darauf ein solches Krippenspiel, das sich auf alt- schlesische Vorbilder stützte. In nahezu zweistündigem Spiel wurde die Geburtsgeschichte unseres Heilandes bargestellt. Die Anforberungen an. bie einzelnen Darsteller, bie fast burchweg aus Mitgliedern des Posaunenchors bestanden, waren recht hohe. Aber alle Lieder, Einzelgesänge und Duette wurden meisterlich wiedergegeben. Dazu kam, daß die Kostüme und die Szenerie mit größter Sorgfalt und feinster Farbenharmonie zusammengestellt worden waren. Das Spiel hielt in seiner urwüchsigen, tief innerlichen Frömmigkeit die Zuhörer in seinem Bann unb wirkte außerorbentlich burch seine schlichten, ungekünstelten Verse unb bie eingeftreuten Lieber. Der reiche Beifall am Schlüsse war wohlverdient. * Lang-Göns, 24. Dez. Unter Leitung ber Hitlerjugenb wurde das Sonnwendfeuer auf dem „Hellersberg" abgebrannt. In ber Feuerrebe wies Scharführer Otto Sommer auf den tiefen Sinn und die Bedeutung dieser Sonnwendfeiern in der Vergangenheit und in ber Gegenwart bin. Mitglieder des BdM. trugen Feuersprüche vor. Ein rollendes Feuerrad versinnbildlichte den alten Glauben an die steigende Sonne. Unter gemeinsamem Gesang und geschlossenem Abmarsch nahm die Feier einen würdigen Abschluß. — Bei der letzten Viehzählung wurde in unserem Dorfe gezählt: Rindvieh 948 Stück, Pferde 150, Schafe 192, Schweine 1515, Ziegen 115, Kaninchen 229, Federvieh 5068, Bienenvölker 47. (D Gröningen, 24. Dez. Im Rahmen des Win» terhilfswerkes konnten 35 Napfkuchen der NSV. zur Verfügung gestellt werden. Sämtliche Weihnachtsteller, bie unsere Ortsgruppe für bie Vvlkswvhlfahrt zum Verkauf bringen sollte, wurden abgesetzt. Der Ertrag wird an die NSV. Kreisamtsleitung Gießen abgeführt. 5 Steinbach, 26. Dez. Am 26. Dezember feierten die Eheleute Ludwig Schneider und Susanne, geborene Arnold, das Fest der silbernen Hochzeit. — Am Heiligen Abend fand im Gotteshause eine Chri st vesper statt. Die Kinder hatten ein Weihnachtsdeklamatorium ein- geübt. Die drei Schulklassen fangen ihre Weihnachtslieder unter Leitung ihrer Lehrer. Die Feier war gut besucht. Im Anschluß daran erhielt jedes Kind ein Weihnachtsbüchlein und von der Gemeinde durch Bürgermeister Rink einen Bleistift und ein Bild des Führers. Bei dem Festgottesdienst am ersten Feiertage wirkte der Evangelische Frauenchor unter Leitung seines Dirigenten Musikmeisters A. Schleuse mit und fang zwei Chöre. Am 4. Advent hatten die Jungmädel die Eltern zu einer Feier einaelaben, die, gut vorbereitet, einen schönen Verlauf nahm. Der BDM. hatte seine Feier am Mittwoch vorher gehalten. X Albach, 26. Dez. Am Abend des 24. De^ fand in unserer Kirche eine liturgische Christ- feier statt, die von der Gemeinde sehr gut besucht war. Lehrer Groh verschönte mit seiner Schulklasse die Feier durch den Gesang von fünf . sM *41 ' I 5 fi ' ?! I N t. Wallernhausen, 24. Dez. In seltener innte Otto' ; .. • * ' * ** " ' \ 1' 7; d- . Itiu-nvr 11 n q lueu 'M mmraae Der PO. Die Ansvrache Er ^^9^£wn Porgef^rittenen 2(lter konnte Otto > wies daraus bin, daß die Veranstaltung keine poli- Imeii- ? RM I 05. 1 95 in Apotheken und Drogerien. flaft. Wir laden sämtliche Mitglieder des Hausbesiher- B.NuhnA.G.,Lollar. Versammlungsbesuch Pflicht. 7664 D sagen, schriftlich mehreren! Fischhaus Cuxhaven Marktsti’. 23 Sür sämtliche Mitglieder der Kreishandwerkerschafl sowie der Gießener Ortsgruppen der NS.-Hago und Reichsbetriebsgemeinschafi Handel 17 und Handwerk 18 ist der Bttindlich können Sie nur wenigen pa na m o Mil nwi flieh Hin irt falls Vereins, des Hausfrauenvereins sowie alle Interessenten für den Eigenheimbau ein. Schimmel, Kreisamtsleiter der NS.-Hago. e« Vch I- |eöi ben fon M tfric Fai aus ter ktw tu X: bi; do bi. fei b2i Ch De ba= im bei na Id) (Er »c hie Ch Lb ßu Q 6b; Unt Ala WgenlitliengefeDfiBafi Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschriften Wn,5itoWeHr.7 besseres heften läßt sich sehr wohl mit gutem Aussehen vereinen! Fachoptiker beraten und bedienen Sie und passen Ihnen neuzeitliche Präzisions-Brillen sachgemäß an bei: Alsfeld, 25. Dez. Eine Weibnachtsbescherung aus dem Marktnlatz fand am vergangenen Somttaaabend auf Anordnung d-r NO. zugunsten der .Minder bedürftiger Volksgenossen statt. Ein großer Weibnachtsbaum mit Lunten Lich- s"rn mnr nor dem Rathause aufgestellt. In der ^otbausballe waren die WeibnachtsEilen für die Klvinen durch die Mitglieder des BDM. auf weiß- aedeckten Tischen nusgeschichtel. eine qm6e schenmenae hatte sich auf bem Marktvlaß eingesunden. Die Feier wurde einaeleitet durch einen non den biesiaen SA.-Kapelle gesvieltm Eboral und durch Schülergesong. Pg. Büroermeister Dr. Völ- sing bielt im Auftrage ber PO. die Ansvrache. Er ten Wagen des Ausflüalerzuges rourben trümmert, wobei 18 Personen nefötH '■ -30 mehr ober weniger schwer verletzt r^:''' Die Insassen bes Erpreßzuges kamen mit faß • 0q5 6rtc ■nfti he fab W Leb. Schleien, Zander, ein Dr« Lui kir 6n Hs auf die > Alsfelb, 24. Dez. Eine überaus stimmungsvolle Weihnachtsfeier veranstaltete die Ortsgruppenleitung des Winterhilfswerks am vergangenen Sonntag in der hiesigen Turnhalle. Hierzu waren alle Volksgenossen einge- laden, denen eine Weihnachtsgabe zugedacht war. Die Halle war festlich geschmückt, die ganze Bübne erstrahlte im Glanze der Weihnachtskerzen der Ehristbäume. Erwartungsvolle Stille, feierliche Stimmung herrschte. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Ringsum waren die schön gepackten Weihnachtspakete auf weißen Tischen blockweise bereitgestellt. Rach einleitendem Musikvortrag der Gruppenkapelle des Freiwilligen Arbeitsdienstes und einer Schülerabteilung der Volksschule ergriff der Ortsgruppenamtsleiter der NSV., Bürgermeister Dr. Völsing, das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er auf die gewaltigen Leistungen des diesjährigen Winterhilfswerks unter Angabe einiger besonders bemerkenswerter Zahlen binwies. Die innere Verbundenheit des deutschen Volkes habe noch nie einen so überwältigenden Ausdruck gefunden, als im WHW. 1934. Trotz einer 15jährigen Volksverelendung habe die nationälsozia- liüische Staatsfübrung eine soziale Einrichtung im WHW. zu organisieren vermocht, die in der ganzen Welt einzig dastehe. Auf das Weihnachtsfest übergehend würdigte der Redner dieses als das Fest der Liebe, der deutschen Seele und der Familie. Die Familie sei die Urzelle der Volksgemeinschaft, deshalb solle in diesem Jahre auch das Fest in der Familie im Vordergrund ffeben. Er schloß seine Ansvrache, die einen tiefen Eindruck auf die Zuhörer machte, mit dem Appell, sich in unbedingtem Verbauen restlos hinter unseren Führer zu stellen. Dies sei für den Führer der schönste Dank am Weihnachtsfeste. Ergriffen fangen die Weihnocbts- gafte das Norft-Wessel-Lied. nach der vorausgegangenen Ebrung für den Führer. Der Krei-mmts- leiter der NSV., Paul Götz, dankte in einer Ansprache "llen, die an dem Zustandekommen des großen Hilfswerkes und dieser wundervollen Weihnachtsfeier mitgewirkt haben. Nach dem gemeinsamen Gesang des Weihnachtsliedes „O du fröhliche" erfolgte die Verteilung der Weihnachtspakete durch , die Helferinnen und die BlockwaEer in rascher Abwicklung. Man sah frohe, zufriedene und dankbare 1 Menschen. brü Züg' -fälle dem 11ml den. der nwg über grur Den (9 die der lid) ’f)ai anbe ror Tau '.bei. nabt (Fnt| [3 dem ,ben mi folL mu teil ! wii zc> < get Sur mit -fleti bei auch 6cn letzt MZeimie Marktlaube Freitagvorm. la Irische Seefische und Fisch-Filets Jobs. Verben Tel. 2295. 06042 n. Flensungen, 24. Dez. Gestern abend fand im Bibelheim Flensunger Hof die Weihnachtseier der Sonntagsschüler statt. Im Verlaufe der schönen Veranstaltung wurde die Weihnachtsgeschichte vorgetragen, ferner Gedichte und einige Sprechchöre zu Gehör gebracht. Prediger Peters hielt die Weibnachtsansprache. Musikalische Darbietungen bereicherten die Feierstunde in chöner Weise. — Eine gleiche Feier fand in Lehnheim für die dortige Sonntagsschule statt. Die Kinder brachten Gedichte, Lieder und ein Weihnachtsspiel zu Gehör. Prediger G a u b a tz vom Bibelheim Flensunger Hof hielt die Ansprache. Der Gitarrenchor Flensungen erfreute mit seinen instrumentalen Darbietungen. Kreis Lauterbach. * Lauterbach, 26. Dez. Eine schöne Weihnachtsüberraschung in Gestalt von „nahrhaften C h r i st k i n d ch e n" wurde von der hiesigen Stadtverwaltung, dank einer Beihilfe von der Bezirkssparkasse und aus der Feldbereinigung, über 100 städtischen Arbeitern und Notstands- ar b eitern bereitet. Jeder Arbeiter erhielt nach einer Ansprache des Bürgermeisters Peter ein Weihnachtspaket, in dem sich zwei Pfund Rindfleisch, zwei Pfund Schweinefleisch, zwei Pfund Schwartemagen, zwei Pfund Leber- und Blutwurst, fünf Pfund Mehl und zwei Laib Brot befanden. Das schöne Weihnachtsgeschenk löste bei allen Empfängern herzliche Freude aus. Preußen. Pech eines Eisen^abnräubers. LPD. Frankfurt a. M., 26. Dez. Auf nicht ganz begueme Weise hat ein Eisenbahnräu- b e r den Versuch unternommen, Eisenbahngüter zu berauben. Kurz nach der Auflieferung einer großen Kiste bei der Frankfurter Güterabfertigung hörten die Beamten Klopfen in der Kiste. Als sie nachforschten, fanden sie darin einen Mann, der — o weh — a u f dem K o p f st a n b. Er wollte offenbar auf dem Transport im Eisenbahnwaggon sich aus der Kiste befreien und die Güter berauben, hatte aber nicht damit gerechnet, daß die Kiste so aufgestellt wurde, daß er mit dem Kopf nach unten zu stehen kam. Der Mann, der Verpflegung und Einbrecherwerkzeug bei sich hatte, wurde festgenommen. GetteneHundertjahrfeier auf dem Felde Steller Der Optiker am Bahnhof Lieferant al ler Krankenkassen /U49 D ’&h, düSpiljen'JiiMttM WHVV Am Freitag, dem 28. Dezember 1934, abends 8.30 Uhr, findet im Saale des (£af£ Leib, Gießen — Wasttorstraße — eine ökkerrMOe Verfammiung über: . pii ft" trc be §> fün bim e 6rühl’sch.5 0ruRkerei Schulstr. 7. Ruf 2251 if)rem Lehrer und zahlreiche sammelten sich nach beremgebrochener S ■ der Hütte des Schäfers neben dem C, Die Hütte war hübsch geschmückt und l Weihnachtsbaum versehen. Lieber, Gedickt? :n Zahlungen, alle das Leben und die 9r f Hirten feiernd, umrahmten die Stunde Felde, die ausklang in die Verlesung * nachtsevangeliums, Verkündigung bei bei den brennenden Lichtern bes Weibn»^ Jffieibnadjtslieö schloß diese volkstümliche Feier. J t 35000 Mark Schaden bei eins. Autounfall. LPD. Allendorf (Dillkreis) In ber sog. Tobeskurve oberhalb Don' ereignete sich ein schwerer A u f o u n t '■ mit 500 Zentner Emaillelack beladener 9 - sauste infolge Versagens ber Bremsen ü'l Geschwinbigkeit Den [teilen Berg prallte in Der Kurve gegen einen Straf» / Der Lastzug, ber erst seit Drei Tagen in I war, schlug um und würbe stark "beiehäbnl durch ein Wunber blieben Fahrer und unverletzt. Der Sachschaben wirb auiVV M a r k geschätzt. Die Fracht verursachte ,1 Unglück eine große weiße Staubwolke so'.H Dorfbewohner zunächst an eine Explosion c] Aus aller Well Revolfe in einem englischen Gefängni, | cm ersten Feiertag. x 71 i b b a, 24. Dez. In ed)t nationalsozialistischem Oeifte fanb eine Weihnachtsfeier der A r - beitsdienstabteilung 2/225 in ber hiesigen Turnhalle statt, bie bis zum letzten Platz besetzt war. In seiner Ansprache betonte Dberfelbmeifter Wettläufer nach herzlicher Begrüßung, baß bie durch den Krieg unb seine Folgen entstandene Verdorbenheit ber Iugenb erfreulicherweise nun geschwunden fei. Glaube fei wieder eingekehrt, und wohltuende Ordnung herrsche überall. Streben nach Treue, Ehre und Recht sei allseitig zu finden. Zur Erreichung sittlicher Eigenschaften sei es die Jugend wert, daß man das Höchste an sie verschwende. Innigen Dank 'spreche er ber lokalen Behörde aus für ihr jeber- fleitiges Entgegenkommen im Rahmen des Erreichbaren. Anerkennenswert fei bie reichliche Spenbe von Obst, Gemüse u. a. von der Einwohnerschaft, und herzlichst danke er ber Frauenschaft für die zahlreichen Geschenke und bie große Menge von Gebäck. Nach einem gut gelungenen Weihnachtsspiel fanb bie Ueberreichung der Geschenke an jeden der 120 Arbsitsdienstwilligen statt, wobei diejenigen, bie Vollwaise ober Halbwaise sind, besonders bedacht wurden. Nachdem noch etwa 35 Gutscheine für Sparbücher mit einem kleinen Betrag als Grundstock für weitere Einlagen ausgefeilt "morben waren, dankte Dberfelbmeifter Wettläufer allen, bie Zum Gelingen bes Abends beigetragen hatten. ,h- Nidda, 24. Dez. Nachdem die hiesige Stadt- kirche vor einigen Jahren gründlich renoviert wurde, versetzte man auch die etwa 200 Jahre aHe Orgel in die Sakristei. Sollte die Orgel noch als Königin der Instrumente gelten, so ergab sich bie unbedingte Notwendigkeit einer Umgestaltung. Nach den Urteilen von Sachverständigen konnte nur ein neues Werk in Frage kommen, das nun im neuen Jahr von der Firma Nikolaus in Lich ausgeführt wird. Während des Neubaus der Inneneinrichtung wird ein Harmonium bie Orgel ersetzen. — In ber mit Tannengrün und zwei großen Christbäumen geschmückten S f a d t k i r ch e wurde am gestrigen Sonntag ber K l e i n k i n d e r s ch u l e unter Beisein von Elfern und Geschwistern, sowie Freunden der Kinder beschert. Nachdem Pfarrer Scriba herzliche Begrüßungsworte an die Versammelten gerichtet und Frl. H a u b a ch unter Orgelbegleitung mit einem Liede erfreut hatte, fand die Austeilung von • zweckentsprechenden Weihnachtsgeschenken an etwa 70 Kinder statt. — Die Niddaer Turnerjugend feierte am gestrigen Sonntagabend ihr W e i h n a ch t s f e st in der Turnhalle, bie bis auf den letzten Platz besetzt war. Abweichenb von der seitherigen Gepflogenheit wurden diesmal Geschenke an die Kinder nicht verteilt, da die vorhandenen Mittel an bas W i n t e r h i l f s w e r k gespendet wurden. Dafür hatte das kleine Volk ein . allerliebstes Weihnachtsmärchen, „Hans Wundersam", eingeübt und in prächtiger Weise gespielt. : Der Vereinsleiter, Dr. med. Fritz Koch, dankte am Schlüsse allen, die zum Gelingen des Abends bei- ' getragen hatten. , 35 raun auf seine 25-jahrige Tätigkeit als Schäfer unserer Gemeinde zurückblicken. Seine Treue im Dienste belohnte man mit Ueberreichung eines Sessels unb nach altem Brauch mit einem Hute. x Echzell, 24. Dez. Im hiesigen Walde verunglückte ber Holzhauer Otto Mögt baburch, baß ihm ein eiserner Haken aus etwa sieben Meter Hohe aus b e n Kopf fiel. Die Verletzung ist zum Glück nicht lebensgefährlich, immerhin mußte er infolge erheblichen Blutverlustes nach Hause gefahren werden. In anerkennenswerter Weife haben sich die noch arbeitenden Holzhauer entschlossen, ihrem verungliückten Kameraden eine Geldspende als Weihnachtsgeschenk zu übermitteln. Kreis Schotten. O Laubach, 24. Dez. Gestern nachmittag fand von der Ortsgruppe der NSDAP, im Rahmen der Bestrebungen ber NS.-Volkswohlfahrt im „Solmser Hof" eine Kinberbescherung statt. Die Feier wurde eingeleitet mit einem Weihnachtslied, worauf Ortsgruppenleiter Henze über den Sinn dieser Veranstaltung sprach. Weihnachten soll im Zeichen der Volksverbundenheit stehen und das Bewußtsein der Gemeinschaft vertiefen. So wurden denn allen Kindern freundliche Gaben gespendet, die durch eine Sammlung der NS.-Frauenschaft aufgebracht waren. Bedürftige Familien wurden von anderen Kindern noch mit besonderen Gaben erfreut. Lieder und Musik, ausgeführt von Albert Peter (Violine), Fritz Braun (Cello) unb Heinz Henze (Klavier), beschlossen bie Feier. Kreis Alsfeld. tische Kundgebung sein solle, sondern ihr Zweck fei, die innere Verbundenheit des gesamten deutschen Volkes gerade am Weihnachtsfest besonders kund- zutun, ber Rebner würbigte bie Bedeutung bes Winterhilfswerks unb des Weihnachtsfestes vom Standpunkt der nationalsozialistischen Weltanschauung aus unb forderte ein unbedingtes Treuegelöb- nis für unseren Führer. In das auf den Führer oom Redner ausgebrachte „Sieg-Heil!" stimmte die auf dem Marktplatz versammelte Menge begeistert ein und fang unter den Klängen der SA.-Kapelle das nationalsozialistische Kampflied. Anschließend fand die Bescherung der Kleinen statt. Im ganzen wurden etwa 500 Kinder mit Gaben bedacht. — Am Heiligen Abend fand die von der hiesigen Stadtverwaltung schon seit einer Reihe von Jahren eingeführte Weihnachtsfeier in der Herberge zur Heimat für die heimatlosen Wanderer wieder statt. Der würdig ausgeschmückte Versammlungsraum erstrahlte im Glanze des Weihnachtsbaumes, um den sich etwa 30 heimatlose Wanderer versammelt hatten. Dekan B e r n b e ck hielt eine Weihnachtsansprache, in der er es ausgezeichnet verstand, bie Bebeutung bes Weihnachtsfestes gerabe für diesen Zuhörerkreis packend her- auszustellen. Die zu Herzen gehende Ansprache machte sichtlichen Eindruck. Die Feier wurde umrahmt durch gemeinsam gesungene Weihnachtslieder unter musikalischer Mitwirkung von Mitgliedern der Gruppenkapelle des hiesigen Arbeitsdienstes. Anschließend fand bie Verteilung ber Weihnachtsgaben, bie in Bekleidungsstücken bestanden, statt. Der Feier wohnte auch Bürgermeister Dr. Väl- i h g bei. Volkstümliche Naturwissenscna , In reichbebilderten, leichtverständlich geschrieben®^ ken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen ^‘f’e jDrcn Geheimnisse des Naturgeschehens und aa > erweitertes Wissen erhöhte Freude an “cn tt gen Schönheiten der Natur. - Verlangen und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Natuno # Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichte Blutiger Kamps zwischen holländischen Zollbeamten und Schwurt Bei der Ortschaft Gastel an der Holland.- schon Grenze kam es in einer der letzten M • einer wilden Schießerei zwischen hoMi>- Zollbeamten unb Schmugalern. Ein 3eBb«K entdeckte auf einem Patrouillengang einen 5.--. lertrupp, der bei seinem Herannahen Ü griff. Der Beamte konnte einen der einholen und festnehmen. Als die übrigen c1- ler merkten, daß ber Beamte allein wat, lö- sie mieber zurück. Sie umzingelten ihn unb bc.-*- ihn mit Steinen, so daß er seinen Häftling r - freilassen mußte. Im letzten Augenblick weitere Zollbeamte im Auto ihrem Kolleg» Hilfe und machten sofort von der Schußwaßt^ brauch. Zunächst gelang es ihnen, bie jbch» zurückzubrängen. Diese würben aber von btt Dölferung von Gastel unterstützt unb gingen tt mals zum Angriff über. Die Beamten muktni feuernd zurückziehen und ihren Kraftwagen imti lassen, der von ber Menge zerstört wurde. PLa tauchten neue Gendarmen auf, die aus ihren t; binern ganze Salven abgaben, mora;" Schmuggler endlich in wilder Flucht bamwlH Acht Schmuggler blieben mit schweren S itnttf e l e tz u n g e n liegen und wurden als PoliM«n gene in ein Krankenhaus übergefübrt. llnnr erlag einer von ihnen feinen VerwundunMtt Zustand von zwei weiteren ist beforgniderretf- 18 Tote bei einem Eisenbahnunglück in Am ersten Wcihnachtstag in den fünfen 2T ’ stunden fuhr ber Expreßzug Detroit—Monck^ folge schabhafter Weiche auf einen Au?'!, lerzug auf, welcher auf einem Nebengleis k* Passieren bes Expreßzuges abwartete. Die drei Bei Darmträgheit, Ver- Stopfung oder Verdauungsstörungen verlangen Sie immer die einzigartigen J Sleinuietlen- * Brandoberndorf, 24. Dez. Zu einer burch ihre Seltenheit ausgezeichneten Feier fanben sich gestern abend die Einwohner des hiesigen Ortes zusammen. Die ausnehmend milde Witterung dieses Monats hat es ermöglicht, daß die Schake bis zu den Weihnachtstagen auf der Weide geblieben ünb. Die Dnrfchronik erwähnt einen solchen, für die hiesige Gegend ausnehmend seltenen Tatbestand für das Jahr 1834. Es sind also genau hundert Jahre her, daß die Schafe so lange auf freier Flur geblieben sind. Dieses seltene Jubiläum hat Anlaß zu einer Feier auf .... wv^ ^hvv freiem Felde gegeben. Die Schuljugend mit ßen Schrecken davon. Giühler, Kreishandwerksmeifler. Suche Vertrauensleute ■ nattonalges.Mäun.u.Frauen, I ■ d. f. eine leiitungSfäb. Samen- ■ K großhandlung dasCinsannneln 8 I iben?on'5aiiieiioüfirägen| ■ bei Gartenbesitzern u. Landw.2 ■ übern.HolieProv.,gut.9teben- ■ ■ verd.Berl.Siesof.Beding, bei I S fur^. Eingaben .Ihres Lebens!. 8 ^Samenhandlg.Svittel Nachk. W W-Arntiadt ü der Eriurt. Die Ävbeiisschtacht 1C34/1Q35 Dampisägewerk Lollar _ Die^ kürzlich gemeldete Revolte in oJ Gefängnis in Glasgow hat am ersten « nachtstag eine wesentlich ernstere lebt. Den Gefangenev war wegen ber Vi in der vergangenen Woche die für ben'tC Spaziergang vorgesehene Zeit gekürzt w^r^ sie am Weihnachtstag in die Zellen wrürfJ werden sollten, fielen einige Gefangene V Wärter her. Es entstand ein blutigesn, g e m e n g e, dem erst ein Enide bereit»! - konnte, als andere Aufseher auf bmi -»■ des Kampfes erschienen. Zwei Ausieher^ll- Gefangener trugen Verletzungen bare« bas Aufsichtspersonal seit Freitag vorige/' Tag und Nacht Dienst getan hat, ist es nin von Wärtern aus anderen schottischen (Bga-v abgelöst worden. Es wird erwartet, daß bi, gänge zum Gegenstand einer Anfrage im [■ Haus gemacht werden. IFeinileFifdinietsB Pfund von 40 an ff Kochfische Pfd.v.354an H Rotzungen, Heilbutt, Tarbutt Silvesterkarpfen rechtzeitig bestellen. Ir.301 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Donnerstag, 27. Dezember 1954 Kalender und Almanache auf das Zahl 1035 — Spurkalender 1935. 11. Ausgabe, 320 Seiten. Ganzleinen 1 Mk. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam.— (629) — Die 11. Ausgabe des Spurkalenders steht unter dem Gesichtspunkt der Wehrhaftigkeit, die den deutschenJungen beispielhaft vorAugen geführt wird in zahlreichen lebendigen Beiträgen aus Vergangenheit und Gegenwart, in vielen Bildern, vor allem in den 12 schönen Monatsbildern. Reichlicher Schreibraum und ein praktischer Kalenderteil machen den Kalender zu einem brauchbaren Schreibbuch für den deutschen Jungen. — Wassersport - Kalender. Verlagsanstalt Eduard Mayer, Donauwörth, Preis 2,30 Mk. — (628) — Alle Freunde des Wanderns mit Faltboot und Zelt werden gern in diesem hübschen Kalender blättern, der reizvolle Aufnahmen von der I Ausübung des schönen Paddellvorts in aller öer-1 Benehmen mit dem Abstimmungsberechtigten auszufüllen und dem Transportleiter der einzelnen Züge einzureichen. Die ausgestellten Beförderungsscheine werden sodann durch die Obmänner den Abstimmungsberechtigten rechtzeitig zugestellt. Die Entscheidung darüber, in welcher Weise die Reise von den einzelnen Abstimmungsberechtigten auszuführen ist, liegt ausschließlich b ei d e n O r - ganen des Bundes der Saarvereine. Es hat daher keinen Zweck und bringt nur unnötigen Schriftwechsel und Verzögerungen mit sich, wenn sich die Abstimmungsberechtigten wegen des Fahrausweises usw. an andere Stellen, z. B. die Reichsbahn, wenden. Zur ordnungsmäßigen Abwicklung des ganzen Verkehrs muß vielmehr unbedingt darauf gehalten werden, daß die Abstimmungsberechtigten ihre Wünsche rechtzeitig, d. h. bei der Ausfüllung der oben erwähnten Antragsformulare durch die Ortsgruppenleiter und Obmänner vorbringen. Nur wenn von den Abstimmungsberechtigten in jeder Beziehung st r e n g e Disziplin gehalten wird, ist die glatte und zufriedenstellende Durchführung der Abstimmungsreisen gesichert. und die A b f a h r t s st r e ck e im Saargebiet vom Sonderzug zum Bestimmungsbahnhof sowie die gesamte Rückfahrt einschließlich etwaiger Schnellzugszuschlagskosten usw. eingeschlossen. Die Saarbahnen haben die Anwendung des vorhin bezeichneten Beförderungsscheines für ihre Bahnen abgelehnt; Schwerkranke oder Schwerbeschädigte, die mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand fahrplanmäßige Züge benutzen können, müssen daher für die (im allgemeinen nur sehr kurzen) Eisenbahnstrecken innerhalb des Saargebiets Fahrkarten nachlösen. Das saarländische Zugbegleitpersonal ist verpflichtet, bei der Nachlösung auch deutsches Geld anzunehmen. Anträge auf Ausstellung der Beförderungsscheine sind von den Obmännern und Ortsgruppenleitern des Bundes der Saarvereine im IL e rli n, 21. Dez. (DNB.) Für die Volksab- iinmung im Saargebict kommen rund 48 500 Ab- I >nnmungsberechtigte aus dem Reichsgebiet in Beacht. Die Beförderung dieser Äbstimmungs- lechtigten zum Saargebiet und zurück erfolgt a u f !>o sten des Bundes der Saarvereine, ! r die ganze Organisation der S)in= und Rückbe- irderung übernommen hat. Für den einzelnen Ab- i-mmungsberechtigten ist die Beförderung u n - < rt geltlich. 2ie Beförderung geschieht auf der Hin- und - ickreise grundsätzlich mit Sonderzügen klitter Klasse. Einzelreisen mit planmäßigen ^>gen sind nur in ganz besonderen Ausnahme- filen zulässig. Die Rückreise dagegen kann l m Vorliegen ausreichender Gründe im größeren Infange mit planmäßigen Zügen ausgeführt wer- ti. Die Entscheidung über etwaige Sonderwünsche Reisenden über — nur in dringlichsten Fällen rigliche — freizügige Reisen für die Hinfahrt und irr die Benutzung der zweiten Wagenklasse liegt, c indsätzlich beim Bund der Saarvereine als dem l-ranstalter dieser Reisen. Äanz besonders wird darauf hingewiesen, daß i Mitnahme von nichtabstimmungs- Frechtigten Angehörigen nicht mög- lch ist. Auch Kinder müssen in der Regel zu hufe gelassen werden. Sie werden, soweit 'cdere Familienmitglieder nicht vorhanden sind, !>n der NS.-Volkswohlfahrt für die -iuer der Abwesenheit der Eltern betreut wer- -tn. Nur in ganz besonderen Fällen kann die Mit- ibme von Kleinstkindern gestattet werden. Eine (■ tscheidung hierüber liegt ausschließlich bei den tränen des Bundes der Saarvereine. 3ur Bewältigung des Abstimmungsverkehrs aus tun Reich sind 57 Sonderzüge aus allen Gegenti Deutschlands vorgesehen. Die Sonderzüge aus r 111 (e r e n und weiten Entfernungen st'en am Freitag oder Samstag vor der Abftim- nng im Saargebiet eintreffen und am Montag, ^ll.weife auch erst, am Dienstag, das Saargebiet -lieber verlassen. Die Züge aus der Nah- -i' n e werden dagegen erst am Sonntag ins Saar- piet fahren und am gleichen Tage abends wieder / ückgeführt werden. Bei der Besetzung der Züge frh durch eine straffe Organisation dafür Sorge ■ erogen, daß jeder Mitreisende einen l quemen Platz bekommt. Die Züge werden cch keine übermäßige Länge erhalten, damit die (nvähr für eine genügende Erwärmung auch der -Men Wagen des Zuges gegeben ist. Da die Son- dzzüge aus betrieblichen Gründen keine G e- x, ck w a g e n mit sich führen können, ist die Mit- n!h me von großem Reisepepäck nicht nüglich. Die Reisenden sind vielmehr auf die I Mahme von Handgepäck angewiesen. Zur Ver- iriibung non Unbequemlichkeiten in ben Sonber- pen und gegebenenfalls beim Umsteigen wirb pichzeitig bringenb empfohlen, bie Mitnahme von frnbgepäck soweit als möglich zu beschränken, .^ankensahrstühle usw. werben gegebenen- Jüs in Saarbrücken zur Verfügung gestillt. Dahingehenbe Wünsche sinb alsbald bei hn zuständigen Ortsgruppenleiter des Bundes der Li arvereine vorzubringen. Jeder Sonderzug wird dp einem vom Bund der Saarvereine ernannten kansportleiter begleitet; daneben wird für Mn Wagen ein Obmann bestellt. Weiter wer- b i seitens der Reichsbahn den Sonderzügen be- jckdere beamtete Begleiter mitgegeben werdett, so bp jede Gewähr für eine reibungslose und zu- «sPdenstellend- Durchführung der Züge gegeben ist. A3ur Durchführung der Reisen werden besondere fchrausweise, sog. Beförderungsscheine, abgegeben. Sie gelten für die Gefamtstrecke, die d Reisende zurückzulegen hat. Es ist also auch eine kwaige Anfahrts st recke zum Sonderzuge Die Beförderung der Abstimmung«! berechtigten ins Gaargebiet. — Deutscher Reichspo st-Kalender 1 9 35. Herausgegeben mit Unterstützung des Reichspostministeriums. Konkordia-Verlag Reinhold Rudolph, Leipzig CI. Preis 2,80 Mark. — (626) — Der Kalender will in gemeinverständlicher Form Zeugnis ablegen für die neuzeitliche und wirtschaftliche Geschäftsführung der Deutschen Reichspost und für ihre Bedeutung als gemeinnützige Einrichtung im Dienste der Volksgesamtheit. In großem Querschnitt führt er durch alle Zweige der vielgestaltigen Aufgaben- und Tätigkeitsgebiete der Deutschen Reichspost; er will gleichzeitig Erklärer der bequemsten und wohlfeilsten Benutzungsmög- lichkeiten und praktischer Berater sein. 128 Blätter geben ein Bild der Ausgestaltung und Leistungen der Deutschen Reichspost. Beförderung und Zustellung, Bahn-, Luft- und Kraftpost, Scheck- und Geld- verkehr, Telegraph, Fernsprecher, Telegraphen- und Fernsprechbau, Rundfunk und Ueberseefunk sowie Verwaltung ziehen an unseren Augen vorüber. Daten aus der Entwicklungsgeschichte der Reichspost begleiten die einzelnen Tage, ausführliche Gebührenübersichten der wichtigsten Post-, Postscheck-, Telegraphen- und Fernsprechgebühren und zwei Kalendarien bilden den Schluß. — Deutscher Jägerkalender 1935. F. C. Mayer Verlag („Der Deutsche Jäger"), München 2 C. 246 Seiten, Leinen 1,50 RM. — (635) — Der 17. Jahrgang des bewährten Jagdkalenders, zusammengestellt von der Schriftleitung'des „Deutschen Jägers", ist in mustergültiger Ausführung erschienen. Er wird wieder ein Jahr lang der ständige Begleiter des Jägers sein. Seine praktische Zusammenstellung, sowie sein wichtiger sonstiger Inhalt auch in wirtschaftlicher Beziehung usw. heben den „Deutschen Jägerkalender" über den Rahmen eines Fachkalenders hinaus. Er kann sozusagen als ein kleines Jahrbuch betrachtet werden, das säst in allen Fragen Aufschluß gibt. ren ßäniber in bunter Folge aneinanderreiht, vornehmlich Qus allen Gewässern der deutschen Gaue. Der bekannte Wassersportler, Bergsteiger unb Skiläufer I. C. Luther, ber dem Kalender ein Vorwort gewidmet hat, hat auch viele Bilder beigesteuert. — Elly Petersens Hunde - und Katzenkalender 19 3 5. Ein künstlerischer Wochenabreißkalender mit 65 Tierbildern. Preis 1,95 RM. Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München. — (487) — Der Jahrgang 1935 ist wieder vortrefflich geglückt. Auf seinen wundervollen Kunstdruckbildern der besten Tierphotographen geben sich Doggen, Pudel, Schäferhunde, Terriers, Teckel, Spitze, Pinscher, Hauskatzen, Siam- und Angorakater ein friedliches Stelldichein. Andere Bläter zeigen treffliche Studien eindrucksvoller Tierphysiognomien, eine brave Hauskatze, die einem kleinen Eichhörnchen Mutter ist, den Schlittenhund Nenana, der einer ganzen Stadt in Alaska das Leben gerettet hat, oder die preisgekrönte dänische Dogge der Filmschauspielerin Jean Howard. Eine Reihe geglückter Bilder stammen von Preisträgern des letzten Photowettbewerbs, zu dem auch heuer wieder den Liebhaberphotographen hohe Geldpreise ausgesetzt sind. So grüßt uns jede Woche ein neues, wunderschönes Kalenderbild, begleitet von einem knappen einfallsreichen Text. — Hessischer Landkalender für das Jahr 1935. 216. Jahrgang. Ein hessisches Jahrbuch, herausgegeben von Karl Esselborn. Darmstadt, C. F. Wintersche Buchdruckerei. Preis 60 Pf. — (579) — Im neuen Jahrgang ist der echte Kalenderton besonders gut getroffen. Volkstümlich, heimatverbunden, besinnlich, herzenswarm und von sonnigem Humor getragen sprechen die einzelnen Beiträge, meist in Prosa, aber auch in gebundener Rede, zum Leser und laden zu einem behaglichen Feierstündchen am Sonntagnachmittag oder beim traulichen Lampenschein ein. Die 'beigegebenen Bilder Richard Magers, meist hessische Landschaften darstellend, passen sich dem Ganzen stimmungsvoll an. Hoffentlich findet der Kalender nun auch den Weg in recht viele Häuser; vielleicht auch als Gabe unter dem Weihnachtsbaum. Er verdient es. — Daß in der Schilderung des Schreibpultes des bekannten Darmstädter Dichters Christoph Ruths ein 1818 geschaffenes, von großem Können zeugendes Kunstwerk eines Gießener Schreiners der Vergangenheit entrissen wird, sei noch besonders bemerkt. L. — Athenaion-Kalender „Kultur unb Natur" 1935. Als Abreißkalenber eingerichtet, mit einem farbigen Titelbild von G. Engelhardt. .....------ — —., 1,95 RM. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion Ausübung des schönen Paddelsports in aller Her-1 m. b. H., Potsdam. — (594) — Auf 185 Seiten finden wir Abbildungen aus Natur unb Lebern reizvolle Photographien aus allen Gegenben ber Erbe wechseln mit Darstellungen aus Technik unb Wirtschaft, Reprobuktionen wertvoller Kunstwerke stehen neben Bildern aus ber Kulturgeschichte unb Volkskunde. Die Bilber werben ergänzt burch zahlreiche kleine Essays, bie in knapper Form bie Bilber erläutern unb Anregung unb Unterhaltung über den Tag hinaus bieten. Der Text enthält ferner Sprüche und Sprichwörter, Wetterregeln und Garten» Ratschläge in großer Zahl. Auch ein Preisausschreiben finden wir wieder auf der ersten Seite. — Bayernkalender 1935. Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe sind 25 Jahre verflossen^ Der jetzt vom Verlag Carl Gerber, München, herausgebrachte Jahrgang 1935 — (526) — ist als Jubiläumsausgabe besonders sorgfältig ausgestattet worden. Er bietet aus 122 Blättern und zwei farbigen Kunstblättern eine mit sicherem künstlerischen Geschmack ausgewählte und drucktechnisch mustergültige neue Sammlung schönster Bilder bayerischer Kunst, bayerischen Städtebaues unb bayerischer Landschaft. Preis 2,50 RM. — Ausritt 1934/1935, Almanach des Verlags Albert Langen-Georg Müller, München Mit 13 Bildbeilagen. 160 Seiten. Preis 80 Pf. —* (616) — Der Almanach gibt einen Querschnitt der Jahresarbeit des Verlages. Neben Paul Ernst („Das deutsche Geschichtsbild"), E. G. Kolbenheyer, Hans Grimm („Gruß an die Freunde in Afrika"), Wilhelm Schäfer, H. Fr. Blunck und Will Vesper stehen die Männer der Kriegsgeneration: Ernst Wiechert mit einer ergreifenden Szene seines Dramas „Der verlorene Sohn", Josef Magnus Wehner mit einer „Herbstelegie"; K. B. v. Mechow erzählt mit leichtern Humor die Geschichte eines kleinen Lebens „Innozenz", Paul Alverdes ist mit einer Erzählung aus dem Kriege „Der Fremde" vertreten, Friedrich Griese fehlt ebensowenig wie Hans Johst. Seine besondere Note erhält der Almanach durch eine Fülle von Gedichten junger Autoren, wie Herbert Böhme, Curt Langenbeck, Eberhard Wolfgang Möller und Peter Hüchel. Ferner die auslanddeutschen Dichter Heinrich Zillich, Adolf Meschendörfer, Erwin Wittstock und Wilhelm Pleyer; endlich Proben aus neuen Büchern von Abendroth, Hohlbaum, Gunnarsson, Rudolf Huch, Ehrler und Lauckner. Alles in allem: ein eindrucksvolles Zeugnis, das der Verlag feinen Freunden ablegt. — Der Jnfel-Älmanach auf das Jahr 1935 — (454) — enthält wiederum eine Reihe von Proben in Bild und Wort aus wertvollen Neuerscheinungen des Insel-Verlags. Aus Reinhold Schneiders hier schon angezeigtem Buche „Auf Wegen deutscher Geschichte" wurde die schöne Betrachtung an ben Kaiser- gräbern des Speyerer Doms ausgewählt, aus Ernst Bertrams „Deutsche Gestalten": Goethe als Erzieher zur sinnlichen Ueberlieferung. Von andern deutschen Autoren steuerte Karl Scheffler eine interessante Skizze über Londoner Volksgarten bei. Rudolf Alexander Schröder, R. M. Rilke, Hofmannsthal find mit Gedichten vertreten, Friedrich Schmack, Rudolf Kaßner, Otto Nebelthau, Hans Caroffa, Max Mell u. a. mit kürzeren Prosastücken. Die kleine Kindertragödie „Tellervo" des finnischen Dichters Sillanpacae, Timmermans behaglich breit hingelegte Volksszene „Das Nachtquartier in der Holzbaracke", ein Abschnitt aus dem großen Roman „Die Jungfrau auf Skalholt" des Isländers Kam» ban, künden neben anderen Proben von dem Eifer, mit dem der Insel-Verlag seiner Verpflichtung nachkommt, seiner deutschen Gemeinde auch die besten Werke zeitgenössischer Dichter der uns verwandten Völker zu vermitteln. —e. — Deutscher Almanach für das Jahr 19 3 5. Kartoniert 1,50 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. — (334) — Der Reclam- Almanach für 1935 sucht den neuen Stil eines literarischen Jahrbuchs zu begründen, der dem Wesen und der Weltanschauung des Dritten Reiches angemessen ist. Unter den dichterischen Leistungen finden wir eine neue Novelle von H. Fr. Blunck, „Dammbruch", Tatberichte aus Weltkrieg und Nachkriegszeit von Richard E u r i n g e r, Gerhard Menzel, Alfred Hein. Aus dem großen Dio- Unter dem Mstelzweig. 'iton unserem ständigen v. -Berichterstatter. London, im Dezember. Oberflächlich betrachtet, feiern die Engländer das L ristfest in derselben Weise wie wir Deutschen. v:r Weihnachtsbaum hat auch hier schon längst Ic5 Bürgerrecht erworben; er ist gewissermaßen ini Gefolge des 1861 verstorbenen deutschen Gatten lc Königin Victoria, des Prinzgemahlen Albert, iad) England gekommen. Und heute fehlt er in lenem Hause, das sich die Ausgabe seiner An- Itiffung leisten kann und nicht durch religiöse crvägungen veranlaßt wird, dem Gast aus dem Adelwald die Tür zu versperren. Es gibt auch irr einen Weihnachtsmann, der „Father CHristmas" heißt und den Kindern am Heiligen iliknd Süßigkeiten in die zu diesem Beginnen am Eßende des Bettes aufgehängten Strümpfe stopft. •.'s ist also ungefähr alles wie in Deutschland. Lur bei näherem Zuschauen wird man den großen knterschied gewahr: in Deutschland ist Weihnachten n:in erster Linie ein Fest der Kinder; ein Fest, k um ihretwillen gefeiert wird und an dem die stwachsenen eigentlich mehr in der Rolle des Verwalters und Zuschauers teilnehmen. In England hegen ist das Verhältnis umgekehrt: die Kinder fri willkommene Gäste, die sich ausnahmsweise rrmal an den Unternehmungen der Großen betei- hn dürfen — und sich bei dieser Gelegenheit nicht bhen den Magen verderben. Statt des Christbaums ■' •et der zum Weihnachtsessen festlich geschmückte "'irf) den wahren Mittelpunkt der Begebenheiten. * - die Eßlust tatsächlich ungemein anregende Dust wohlgebratenen Truthahns ist bed^itungs- stÄer als der harzige Hauch des Tannengrüns, und ■ bläulichen Flammen, die als Abschluß des Mahls dunklen Pudding umlodern, schlagen die Lichter V Wachskerzen aus dem Felde... Nicht wie bei uns herrschen Stille und Beschaulich- Fröhliches Geplauder und — nach dem Genuß h gediegenen Mahls und eines guten Tropfens — fr.i Musik und Tanz an der Tagesordnung, 'i i ber Abend besonders gut gelungen, dann herrscht ire Stimmung wie beim rheinischen Karneval. Jtrn könnte versucht sein, von einer heidnischen Lttbarfeit zu reden. Aber das soll kein Vorwurf fr:, sondern die einfache Feststellung, äaß die Eng- inder das Weihnachtsfest eben anders auffassen if wir. '3olkspsychologen werden diese Tatsache vielleicht 3 die Einwirkung der Puritaner zurückfübren, le'im Jahre 1644 das Weihnachtsfest als „unchrift- lich" verurteilten und das Verzehren von Fleischpasteten und Plumpuddings am 25. Dezember als „heidnische Greuel" bezeichneten. „Eine sündhafte Wiederbelebung der barbarischen Feier der Wintersonnenwende", meinten sie. Und vom historischen Standpunkt betrachtet, hatten sie dabei zweifellos recht. Aber nach Wiederherstellung der Monarchie kehrten die Engländer wieder zu den Gebräuchen ihrer Vorfahren zurück. Immerhin mag dieser mit so viel Grimm erfolgte Hinweis auf den wahren Ursprung des Festes die Ursache sein, daß es in England einen so weltlichen Charakter erhalten hat. Wie sich dies nun in Wahrheit verhalten mag, — soviel steht fest, daß sich in den ganzen letzten Wochen vor dem Fest in ganz England unzählige Hände mit der Zubereitung von Plum- pudding und der Abschlachtung ganzer Heerscharen von Truthähnen beschäftigt haben. Die Nachfrage nach diesen bedauernswerten Vögeln war so groß, daß nicht nur die Dominions, sondern auch andere Länder mit Lieferungen aushelfen mußten, zum großen Kummer der Vorkämpfer des britischen Freihandels, denen vor einigen Wochen eine ganz besonders schwere seelische Erschütterung zuteil wurde in Gestalt eines Berichtes, daß sich ganze Schiffsladungen von Truthähnen von Japan aus nach England in Bewegung gefetzt hätten. Wahr oder nicht wahr, — die Nachricht empörte. Gewiß, die Japaner sind noch bis vor zwölf Jahren die Bundesgenossen Englands gewesen, aber der „Samurai a l s Weihnachtsmann" wird doch als stilwidrig empfunden. Um auch von etwas anderem als von Essen und Trinken zu berichten: Das englische Weihnachten hat noch eine, Anzahl weiterer Merkmale. So z. B. die Sitte, mit schönen Bildern bedruckte Glückwunschkarten an Freunde und Bekannte zu senden, und die von vielen Theatern gegebenen Weih- n a . „ ;:fi' « Kirche und Schule gegen spröde Kauf und wir, sind... im Programm-, neuem begeistert als ein Wunder mit der Heimat, davon entfernt Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Benkner. Orgel (Reallehrer Haas), Violine (Herr Hahner) und Cello (Herr Peter) taten sich zusammen, m reiner Musik die Herzen zu erbauen. So horte man u. a. ein Andante für Orgel und Violine von Ph. E. Bach, eine Phantasie über das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen" für Orgel, Violine, und Cello, ein Pastorale für Orgel und Violine von Cyrill Kistler, Rocturno, Choralvorspiel der Orgel. Zu Anfang und gegen Schluß vertieften biblische Worte und eine kurze Ansprache des Ortsgeistilchen das Gehörte und führten auf den tiefsten Sinn und das rechte Feiern des Weih- nachtsfestes hin. Auch die Gemeinde sang Advcnts- und Weihnachtslieder. (T) Krofdorf, 26. Dez. Schule und Kirchengemeinde hielten am ersten Feiertag abend im festlich erleuchteten Gotteshaus ihre Weihnachtsfeier, deren jährliche Wiederkehr, altem Herkommen gemäß, Lurch Generationen hindurch längst zu einem Stück christlichen Brauchtums geworden ist, jo daß es unsere Bevölkerung nicht mehr entbehren möchte. Klingt doch die alte frohe Weihnachtsbotschaft aus Liedern -und Gedichten immer wieder neu, wie es auch diesmal Kindermund verkündigte. tums", und Edgar D a c q u 6 entwickelt seine neuen grundlegenden Anschauungen über „Das innere Leben der Natur". Neben diesen Beiträgen aus der Gegenwart stehen Proben aus dem Briefwechsel Cosima Wagner — H. St. Chamberlain, Briefe von tiefstem Gehalt und außerordentlichem persönlichen Reiz. Ebenso weckt ein Kapitel aus dem großen Werk von W. H. Riehl „Die Naturgeschichte des deutschen Volkes" die Erwartung auf die Neuausgabe dieses grundlegenden Werkes unserer Volkskunde. Da durch die hiesige unbesetzte Pfarrstelle kein Geistlicher anwesend sein konnte, hielt stud. theol. Wilh. Wegener von hier die Ansprache, die in ihren Gedankengängen lebhaften Widerhall in der Zuhörer Herzen sand. Von einer Bescherung der Kinder war, um durch die hierzu nötigen Spenden das Winterhilfswerk nicht zu beeinträchtigen, in diesem Jahre abgesehen worden. < Kinzenbach, 26. Dez. Unsere Kirche strahlte am ersten Feiertag abend im Lichterglanz und Kerzenschein. Es zeigt sich hier besonders, wie gefällig ihr Inneres durch die vor einiger Zeit fertig gewordene Renovierung geworden ist. Die Schulkinder sangen und sagten einer großen Weihnacht sge meinde Lieder und Sprüche, die zu zahlreichen gezeigten weihnachtlichen Lichtbildern paßten. Besonders gefiel ein kolorierter Lichtbildstreifen, der lebenswahre Aufnahmen von Tannenbäumen im verschneiten Wald und in der Stadt, über den Nikolaus, über Baumschmuck- und Spielsachenerzeugung u. a. mehr brachte. Wechfel- gespräche und ein kleines Krippenspiel vor dem Altar unter besonderer Beleuchtung füoten sich stimmungsvoll in das Ganze ein. Zum Schluß kamen praktische Geschenke an die Schulkinder zur Verteilung. § Sichertshausen, 24. Dez. Gestern abend sand in der hiesigen Schule eine Weihnachtsfeier statt, bei der der Schulsaal bis zum letzten Platze gefüllt war. Ortsbauernführer Heiner hielt eine Ansprache, um den musikalischen Teil des Abends machten sich Fräulein A ß m a n n (Harmonium) und die Lehrer Aßmann, Scheid und Schneider (Violinen) verdient. Unter der Leitung von Lehrer Aßmann führte die Ober- klasse der Schule ein altdeutsches Krippenspiel auf, dem anschließend ein vom BDM. dargebotenes Weihnachtsspiel folgte. Zum Schluß folgte die Bescherung der Kinder, die allenthalben große Freude auslöste. Aus der Schachwelt. An dem diesjährigen Weihnachtsturnier zu tyj. stings nehmen nach den neuesten vorliegenden Nach, richten teil: Exweltmeister Capablanca, fr. Euwe, Flohr, Lilienthal sowie die eng. lischen Meister Sir Thomas, Michell, Fair« hurst und M i l n e r - B a r r y. Die Teilnahme des russischen Meisters B o t w i n n i k s steht nod; nicht fest. Auch über eine Teilnahme des Selb Meisters Dr. A l j e ch i n ist nichts bekannt geworden, so daß die Schachwelt nach wie vor auf ein neues Zusammentreffen Dr. Aljechin — Capablanca w:> zichten muß. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch. Auf Gegenseiligkeik... Professor Wagner-Jauregg, der roelt^ kannte Wiener Mediziner, erhielt vor einigen fahren den Nobelpreis. Dazu erzählte er seinen Freunden: „Als ich las, daß auch die Grazia Deleddad." Nobelpreis bekommen hat, bin ich in eine Buchhan> lung gegangen und habe ein Buch von ihr oerkngt, aber ich erhielt feine. Dann war ich noch 6 fünf oder sechs weiteren Buchhandlungen, könne aber nirgends ein Buch von der Dichterin triegn.^, da hab' ich mir halt gedacht, wenn jetzt die wivi Deledda in Rom herumläuft und ein Buch m Wagner-Jauregg sucht, dann findet auch sie in trötr Buchhandlung eins. So hab' ich mich eben gemstl. Das ideale Fach. Ein Student fragte feinen Professor, welches ärmliche Spezialfach besonders empfehlenswert fei. „Spezialisieren Sie sich doch auf Hautkrankheittii, junger Freund!" antwortete der Professor. „Und warum meinen der Herr Professor?" „Erstens", dozierte der berühmte Mediziner, „sied ben an Hautkrankheiten die wenigsten Menschen, zweitens dauern die Behandlungen meist recht lang?, und drittens werden Sie niemals nachts aus dm Bett geholt!" Oer Pfeifer im Rebel. Von Johan Luzian. Da pfeift es sich drunten aus der Landstraße heran von ferne, ein Mensch in diesem Nebel kommt pfeifend dahergewandert, laut und schallend trägt den Pfeifenden der See daher, und der Wald hallt ihn wider, es gibt ein Echo und ein Antworten, das ganze Tal ist erfüllt von dem backen- vollen Pfeifen. Ein Landsknechtslied, wer weiß, woher es der Wanderer hat, die Wandervögel fangen es mit dumpfer, aufrumpelnder Melodie: Wir zogen vor Friaul... Und mit dem fröhlicheren, geheimnisvoll lockenden Kehrreim: Strampedemi ... Alla mi presente al vostra signori ... Das kommt nun dahergepfiffen, erfüllt die nebelgraue Wett an diesem Tage, da Haus und Wald und Wiese und See belagert sind von den Bergen Trübsal und Unlust, die kein Sturm davonträgt, keine Sonne zerschmelzen kann, die seit Tagen unverrückt und dräuend zwischen Erde und Himmel stehen, die Nebelberge, die Dampfgebirge. Käme doch der klare, harte Frost, käme doch der zarte, reine Schnee, über dem der Himmel wieder tagblau und sternenmächtig strahlte, weit und erhaben und winterlich! Aber der Nebel ist da, beherrscht dre trostlose Zeit, überschüttet den Wald mit Grau, verjagt die Vögel ins Nichts, verqualmt die Straßen, bekriecht das Herz, macht schlaff und müde. Und da pfeift nun ein Jemand, irgend ein Mensch, mit vollen Backen das alte Marschlied der abenteuernden Fähnlein daher. Ich habe das iVeiy jter aufgestoßen und höre ihn kommen, den pilgernden Pjeijer, - ' -' So ist jeden Tag Abwechslung wir sind immer wieder von und betrachten es immer wieder und fühlen uns im Geiste vereint die wir räumlich so weit Am Radio in Nordamerika. Von Marie-Helene Wittich. Das folgende kleine Stimmungsbild wurde uns von einer Leserin des Gießener Anzeigers in Nordamerika zur Verfügung gestellt. New-Orleans, im November 1934. Es ist gegen 5 Uhr in New Orleans. Die Dämmerung, die nur sehr kurz ist, senkt sich leise nieder. Die Kinder werden hereingerufen, weg vom Murmelspielen, das auch hier ein Herbst- und Frühjahrsspiel ist. Denn der 5)erbst dehnt sich fast bis Weihnachten hin, sind wir doch auf derselben Breite wie Kairo und haben noch mildes Wetter um diese Jahreszeit. — Die Sonne geht purpurrot hinter den alten Bäumen des Countryclubparkes, an dessen Rand mir wohnen, unter, während der ferne Sender in Zeesen wahrscheinlich von brausendem Nordwind und wirbelnden Schneeflocken umgeben ist. Ist es nicht phantastisch, tausende von Kilometern entfernt Stimmen und Laute aus dem Vaterland zu hören? Es überkommt einen ein Heimatgefühl und eine bisher ungekannte Ruhe, ja fast Beruhigung, denn tief drin im Herzen fitzt doch so was wie ^Heimweh, das man wohl nie ganz los wird im fremden Land auf fremdem Boden. Doch man muh aushalten auf dem Platz, auf den man gestellt ist und fein Bestes tun. Das verlangt das deutsche Pflichtgefühl. Der'Radioempfang ist hier bis auf wenige -tage ausgezeichnet, dank einer neuen deutschen Erfindung wohl, oft besser als Jnlandempfang. Ueber- haupt kommt von allen Ländern jenseits des Ozeans Deutschland am besten durch. Der Knopf am Instrument wird gedreht, das Licht am Kurzwellenband springt an, der Zeiger steht auf ungefähr 6 (60 000 Kiloeycles) und meist stellt man langsam durch die mexikanische Station auf Deutschland ein. Erst ein Geräusch, bann ein Summen und bann bie Stimme aus ber Heimat. Mit bcm Fortschreiten des Abends und der Stille der Nacht wird der Empfang besser und klar, und wir sitzen und lauschen und hören und fühlen uns vereint mit unseren Lieben und dem Vaterland. Und haben wir Besuch, so wird mitgesungen uno gelacht, wenn's eine Kölner Kappensitzung gibt, oder gar getanzt nach deutschen 3d)Iagern. Wie forsch und schneidig doch die Musik ist, wie viel Leben und Freude dahinter. Und so folgen wir auch den ernsten Themen, poetischen Vorträgen und Begebenheiten. Mal gibt's Konzerte von Brahms, oder Beethoven, .NIVEA CREME cletian-Roman von Gerhard B o h l m a n n „Der vergessene Kaiser" wird ein in sich geschlossenes Kapitel „Der germanische Krieg" gebracht — die groß gesehene Darstellung der Germaneneinbrüche in das spätrömische Reich. Ein Balladenzyklus von Peter Hagen „Straßen gehen ins Land" gestaltet den Weg eines jungen Frontkämpfers. Johann von ß e e r 5 behandelt die uns heute so bewegende Frage: „Wer hatte recht — Barbarossa ober Heinrich der Löwe?" H. Kindermann schreibt Grundsätzliches über die „Umwertung des Schrift- 00 Klein-Linden, 24. Dez. Am Sonntag, 4. Advent, feierte unsere Kinderschule in Anwesenheit der Ettern der Kinder und vieler Gemeindemitglieder in der Kirche ihr W e i h n a ch t s - f e st. Strahlenden Auges zogen die Kleinen unter den Klängen des Liedes „Ihr Kinderlein kommet" in das weihnachtlich geschmückte Gotteshaus ein. Unter Leitung von Schwester Lina trugen sie die Weihnachtsgeschichte vor und erfreuten mit Liedern und Spielen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Bremmer, sprach über die große Liebe der Weihnachten. Am Schluß brachte das Christkind den Knaben einen Rucksack und den Mädchen ein Handtäschchen. Die Kollekte von zwölf Mark fließt in die Kasse der Kleinkinderschule. — Am Sonntag, gegen Abend, hielt der Kindergottesdienst in unserer Kirche seine Weihnachtsfeier. In einer Festliturgie „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab" boten die Kinder in zwei Teilen „2)ir Menschen Not und Gottes Verheißung" und „Die Gnade der Erfüllung" bar. Der Ortsgeistliche legte seiner Ansprache bas Bibel- wort zu Grunde: „Freuet euch in dem Herrn alle Wege". Jedes Kind erhielt als Weihnachtsgeschenk ein gerahmtes Bild vom Innern unserer Kirche nach deren Wiederherstellung. Die Kollekte war für die Deckung der Unkosten bestimmt. § Lumda, 24. Dez. In der vergangenen Woche hielt uns Prediger Pfeifer von der landeskirchlichen Gemeinschaft in Grünberg einen Lichtb11 - beroortrag über bas Heilige Land. Wir sahen in schönen Aufnahmen bie uns durch bie Bibel vertrauten heiligen Stätten, da einst ber Herr wandelte. Insbesondere lernten wir die segensreiche Arbeit des Syrischen Waisenhauses in Jerusalem und seiner Zweiganstalten kennen. — Am vierten Advent hielt die hiesige Schule, wie alljährlich, ihre Weihnachtsfeier in der dichtgefüllten Kirche. In Wort und Lied hörten wir wieder aus Kindermund die frohe Botschaft: „Euch ist heute der Heiland geboren!" Unser Pfarrer schloß die eindrucksvolle Feierstunde mit der Mahnung, das Gehörte in einem feinen Herzen zu bewahren. Anschließend wurden die Kinder beschert. Jedes Kind erhielt ein Büchlein und eine feine Weihnachtstüte, die bie NS.-Frauenschaft mit großer Liebe gefüllt hatte. (D ©rüningen, 24. Dez. Arn Sonntagabend fanb im vollbesetzten Gotteshause eine schlichte Christfeler statt. Pfarrer R e u s ch legte feiner Prebigt ben Gedanken, die Weltmacht der Weihnacht, deren Botschaft auf der ganzen Erde in mehr als 60 Sprachen verbreitet würde, zugrunde. Die Schulkinder erfreuten durch den Chor „Hsil'ge Nacht, o gieße du Himmelsfrieden in dein'Herz." — # Laubach, 23. Dez. Die Kleinkinder- schule hatte heute ihre Weihnachtsfeier in ber Kirche. Es war ein lieber Anblick, als die Kleinen, geführt von ihren Schwestern, musterhaft still ins Gotteshaus einzogen, dem Altar mit dem leuchtenden Transparent entgegen. Lieder, Gedichte, Erzählen ber Weihnachtsgeschichte und Ansprache wechselten miteinander ab und verdeutlichten tlein und groß das selige Weihnachtsgeschehen. Beglückt zogen die Kinder dann ab, die Händchen gefüllt mit dem, was das Christkind ihnen mitgebracht hatte. — Am Abend des 4. Advent fand in ber Stadtkirche eine kirchenmusikalische Feierstunde statt, die in ihrer weihnachtlichen Stimmung recht dazu angetan war, auf das Fest vor- zubereiteu. Der evangelische Kirchenchor unter Leitung seines Dirigenten Reallehrer Haas boot eine Reihe adventlicher und weihnachtlicher Chore dar; 6. Sgl—f3, Sf6-e4. 7. Lei—d2, Se4Xd2. 8. Sf3Xd2, 0—0. 9. 0—0—0 usw. Diese Fortsetzung hielt man früher für die stärkste, um so mehr da Meister Spiel- mann mit ihr in Karlsbad 1929 sehr gute Erfolge erzielte. Man war schon geneigt, den Zug Lf8—b4 als nicht spielbar zu verwerfen. Nirnzowitsch hat jedoch bann in San Remo 1930 diese Variante glänzend rehabilttiert und keinen Geringeren als Bogol- jubow damit überzeugend geschlagen. Er zog als 7. Zug nicht Se4Xd2, sondern 7. ..., Se4Xc5! Die Partie nahm folgenden Fortgang: 8. Db3—d2, 17—15! 9. e2—e3, 0—0. 10. LH—e2, b7—b6. 11. 0—0—0 (besser a2—a3). 11...., a7—a5. 12. a2—a3?, a5—a4!! unb Schwarz gewinnt. — II. 4. a2—a3. (Ein Vorschlag von Meister Sämisch.) 4. . ., Lb4 Xc3+. 5. b2Xc3, 0—0. 6. Ddl—c2, d7—d6 usw. Weiß wird hierbei das Schwergewicht des Kampfes auf seine beiden langschrittigen Läufer legen und im Angriff die Entscheidung suchen. Nack) Parierung des Angriffes wird Schwarz auf die Schwäche der weißen Damenflügel-Bauern spielen unb dieselbe zu erobern trachten. — III. 4. Lei—d2 ist zu passiv, da nach 4. ..0—0. 5. Sgl—13, b7—b6. 6. e2—e3, Lb4Xc3! 7. Ld2Xc3, Sf6—e4! 8. Ddl—c2, Lc8—b7 und Schwarz ist zu gutem Gegenspiel gekommen.) 4 ..., Sb8—c6. 5. Sgl—13, d7—d6. 6. g2—g3, 0—0. 7. Lil—g2, e6—e5. 8. d4Xe5. (Nicht zu empfehlen ist hier d4—d5, weil dieser Zug die weißen Bauern seftlegt und dem auf g2 stehenden Läufer jede Wirkungsmöglichkeit nimmt.) 8. ..., d6Xe5. 9. 0—0, Lb4Xc3! (Ein wichtiger Abtausch. Weiß drohte mit TU—dl nebst Sc3—d5 in Vorteil zu kommen.) 10 Dc2Xc3, Dd8—e7. 11. b2—b3, Lc8—g4. 12. Lei—b2, T18—e8. 13. h2—h3, Lg4—15. 14. S13-H4, L15—d7. 15. Kgl—h2, Ta8—d8. (Schwarz hat jetzt eine starke Verteidigungsstellung eingenommen.) 16. Tal—dl, e5—e4! (Sehr schneidig gespielt. Schwarz verzichtet trotz Deffnung der Diagonale al—h8 nicht auf den raumgewinnenden Vorstoß.) 17. Tdl—d5, De7—18! 18. Sh4—15. (Weiß versucht mit aller Gewalt eine Entscheidung im direkten Kömgsangriss herbeizuführen, scheitert aber an ber guten Verteibigung.) 18. ..., S16Xd5. 19. S15 h6+, Kg8—h8. 20. c4Xd5, Sc6—b4! (Natürlich nicht Mein Hund liegt schnaufend im Schlaf vor meinen Füßen, ihn kroch draußen das Grauen an, er legte sich mit bittenden Hundeaugen zu meinen Füßen, die Zeit zu verschlafen. Sein Atem stößt zuweilen kurz und heftig, als jage er hinter dem Hasen her, gerade jetzt zucken seine Füße im träumenden Schlaf, sie haben das Laufen, das Springen, das Jagen in sich, aber er schnauft nur im Schlaf und rührt sich nicht vom Teppich. Läufst du auch, Bursch, läuft es auch in dir, wenn du jemand drunten ein Lied über die Straße pfeifen hörst? He, auf! Und ich trete aus dem Haus, ich stapfe den Weg durch den Nebel hinunter zur Straße, dort pfeift es schon näher munter heran, ein neues, ein nagelneues Lied auf der Walze von märkischer Heide und märkischem Sand. Und ich lauere auf den Kerl, dieses Wunder im Nebeltag, und er kommt daher, seine nagelschweren Schuhe klappern über das Pflaster, die deftigen Sohlen rappeln auf den Steinen, da kommt cs schattenhaft heran und trägt ein geknotetes Bündel am Haselknüppel über ber Schulter, über der grauen, verblichenen, ausgewaschenen Windjacke, und trägt ein zerdrücktes, triefendes Filzhütchen keck über dem Ohr unb hat bie langen, stelzigen Beine in schlottrigen Hosen unb wirft diese Beine ohne Trittmarsch und gepfiffen dazu... Sein Gesicht ist leicht gerötet, seine Bartstoppeln hängen voll Tropfen, seine Bakken blähen und senken sich zu kleinen feuchten Kuppeln und Kuhlen, seine braunen Augen plinfern jo fröhlich rundum und sehen doch nichts als Nebel unb Grau unb Tropfen. Aber gepfiffen! Unb wie er mich sieht, hebt er bie Hand mit zwei Fingern leicht an ben Filz unb wirft mit diesen zwei schlenkernden Fingern ein lautloses Servus! mir zu durch den Nebel, unb hört dabei nicht auf zu pfeifen, keine Sekunde, denn nun sind die Roten Husaren schon an der Reihe, sie reiten niemals Schritt, unb das schwarzbraune Mädel, bas kann nicht mit ... Unb dahingepfiffen, ferner unb ferner im Nebel oertönt es schon. Ich stehe noch immer an der Straße, aber langsam setzte ich mich nun auch in Marsch, und mein Hund trottet mit hängender Rute hinter mir drein, er weiß nicht, warum wir hier marschieren, aber ich weiß es, ich lausche dem frohen Ton einer wandernden, landstreichenden Seele, unb nichts ficht uns an, den Kerl dort vorne nicht unb mich nicht mehr an diesem Tage, mich seinen dankbaren Schatten, der ihn begleitet bis zu dem nächsten Dorf. Sc6-e7 ober b8.) 21. Sh6X17-H D18XF7. T> rv, Xb4, D17Xd5. 23. Db4-c3, Dd5-f7. 24. DtiyX Ld7—e6. 25. Dc7-a5, b7—b6. 26. Da5-b4 \ —d5. 27. Lb2—d4, Td8—c8. 28. Db4—d2, Kh8-Ä 29. TH—dl, Ld5—b7. 30. h3—h4, h7-h6 31 —h3, Tc8—d8. 32. Dd2-e3, Lb7-c8. (6*^; hat ben Angriff abgeschlagen und bleibt im Mak rialoorteil. Mit gewohnter Meisterschaft führt Nj^ zowitsch bie Partie jetzt zum Gewinn.) 33. Lh3— Lc8—g4! 34. Tdl—d2, D17-e6. 35. Ld4—m Td8Xd2. 36. De3Xd2, De6—d7. 37. Dd2~ü e4—e3! 38. 12Xe3, Lg4Xe2. 39. Lb2—d4. Le2-h? 40. Lg2—h3, Dd7-e7. 41. LH3-15, Lb5-<6. 4? D14—g4, De7—17 (L15—g6 scheitert an Df7—fol unb matt.) 43. h4—h5, Te8—e7. 44. Dg4-J"PA D17Xg6. 45. L15Xg6, Lc6-e8. 46. Lg6Xe8. fe- Xe8. 47. a2—a4, Te8—c8. 48. a4—a5, b6\ai 49. Ld4Xa7, Tc8—c2+, 50. Kh2—h3. Tc2~b' unb Weiß gab nach wenigen Zügen bie Hoffnung lose Partie auf. Lösung des Problems Nr. 379. Von F. G i e g o ld. 1. d2—d4, h5—h4. 2. Sa6—c5, b6Xc5. 3. d4Xc54 unb matt. 1. ..., Kd6—d7. 2. Se6—c5+, Kd7—d6 ober Kd7—d8. 3. Sc5—b7+ und matt. Lösung des Problems Nr. 380. Von I. Neumann. 1. Sc6—dB! usw. Problem Nr. 381. Von K. ßieroers, Bitterfeld. Weiß 8 Steine: Kb2; Te5; Se6; S15; Bb4, c3, d5, e2. Schwarz 5 Steine: Kc4, Db6, Sa8, Lb5, Be3. Weiß zieht und setzt in d r e i Zügen matt. Problem Nr. 382. Von Dr. H. von Gottschalk (t 1933). Weiß 5 Steine: Kh7; Db3; Le4; S17; Bg7. Schwarz 2 Steine: K16; Be6. Weiß zieht unb setzt in zwei Zügen matt. Partie Nr. 264. Ein Beitrag zur Nimzowitsch-Variante ber „Indischen Verteidigung". Gespielt im Turnier um die skandinavische Meisterschaft 1934. Weiß: G. Stoltz. Schwarz: A. Nirnzowitsch. 1. d2—d4, Sg8—16. 2. c2—c4, e7—e6. 3. Sbl—c3, Lf8—b4. (Die Nirnzowitsch-Variante! Schwarz versucht hierbei, seinem Königsläufer, der ihm in vielen anderen Varianten des Damengambits auf e7 nur im Wege steht, eine weitausgreifende Entwicklung zu geben. Gleichzeitig wird durch die Fesselung des Springers c3 der Aufmarsch des Weißen gestört. Schwarz muß sich allerdings mit dem Gedanken vertraut machen, den langschrittigen Läufer gegen den Springer bereits in einem frühen Partiestadium abzutauschen, denn ein Rückzug des Läufers wurde ein Tempo kosten und den Ausfall illusorisch machen. An der Textstelle konnte- Schwarz auch mit 3. ..., d7—d5 in die orthodoxe Verteidigung des Damengambits einlenken. Andere Züge, wie z. B. 3. ..., Lf8—e7, 3.....b7—b6, 3. ..c7—c5 sind zwar spielbar, überlassen jedoch ungehindert dem Weißen die Initiative.) 4. Ddl—c2. (Dieser Zug soll nach ben neuesten Forschungen der beste sein! Mit den anderen für Weiß vorhandenen Möglichkeiten machen wir unsere Schachfreunde nachstehend kurz oertraut. I. 4. Ddl—b3, c7—c5. 5. d4Xc5, Sb8—c6. anch Mozart, Haydn und Wagner werden nicht vergessen. Einen anderen Abend hören wir leichtere Musik, Charakterstücke, wie ben „Parabemarsch ber Heinzelmännchen", „Spaziergang im Walde" usw. Neulich würbe sogar einem alten Deutschen in ben Nordstaaten zum Geburtstag gratuliert. Und zum 1. Advent gab's Gottesdienst und Glockenlauten. Am 3. Dezember gibt’s einen Spaziergang durch einen Spielzeugladen und am Sonntagnachmittag werden für unsere Kinder (und auch die andächtig lauschenden Erwachsenen) Märchen erzählt. Drei Dutzend neue Millionäre. Vor wenigen Jahren starb in Philadelphia tinj als schwerreich bekannte Witwe E. H. Garrett un hinterließ ein Vermögen von 18 Millionen t,o Nähere Verwandte meldeten sich nicht troh Aufrufe ber Gerichte, bie feststellten, baß die U ftorbene aus Deutschlanb stammte und die Uren- eines Handwerkers war, der etwa um 1800 aus feiner schwäbischen Heimat nach Anieuka a - gewandert war. Er trug den in Deutschlcmo gerade seltenen Namen Schäfer. Als die Kunoe i ber riesigen Erbschaft nach Europa gelangt, wur - von ihr nicht nur bie Schäfer aus bem ed)® * lanb elektrisiert, auch zahlreiche inzwischen n England, Frankreich und der Schweiz ausges®1^ Abkömmlinge der Familie Schäfer, der prau rett entstammte, meldeten sich schleunigst nachfolger. Die Gerichte haben inzwischen / daß der Ahnherr der amerikanischen Urenleu Bolstern, Oberamt Saulgau, geboren und r» worden war und, wie aus bem Kirchenbuch P ging, nach Amerika ausgeroanbert war. „Lamm" zu Meßkirch versammelten sich ült lnü ihrer Meinung erbberechtigten Schäfer, un bei biefer Versammlung sehr lebhaft hkrg Unfein. Inzwischen ist durch Sachverständige geleqenheit so weit gefördert worben, datz 36 Schäfer, von benen einwandfrei nacyzu ist, daß sie Abkömmlinge des ausgewandene stian Schäfer sind, als Erben in VeAcht , > unb somit wirb jeder von ihnen bald Millionär Kampf geaen die Ausrottung der Zwischen Norwegen, Dänemark, England un meisten Staaten, die am Walgeschäft beteilig ! es jetzt nach längeren Verhandlungen zu e jlB nationalen Vereinbarung gekommen, we uc Januar 1935 in Kraft treten wwd. Durq ein£in madjungen, deren Einhaltung und Erso g internationalen Büro in Oslo all gestisch beobachtet werden soll, host^ ma" o -Q. meinen Walsterben Einhalt gebieten z rer Zeit als Folge des großen Raubbaus fei* lang mor starke Beuruhiqung hervorgerufen hat. kehrung aetroffen worden, daß afjäjjr ber Walfijchfänger und d.e eigen«lchen^^ nicht mehr zu Bedingungen angestlJ? . sind, von der Zahl der erlegten ^e obhE« Außerdem soll dafür Sorge N roirkl'ä Der Sang auf die Wale MJrantt blertt » jung,n voll verwendet werden können, I Tiere verschont werden. d s? 5° "5., - 3 o . .-9 B 53 r- e> E E « bO e c 8 8 E 8 8 E 5 Ö 35 s a in 3 VD o z < n c 5 3 -S) s ti? 3 3 40 s H 8» 3 40 3 40 tf? 3 ä 3 CL O u e 3 3 3 8 «V *3 E in 3 3 o s; LU < QL UJ _J I LU o 3 3 t0 m o A ^*Ö Cfi. io 3) ‘E 8 4> 3 3 3 CO g= 3 3 3 .40 3 3 3) 3 3 3 *< . 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