Dienstag, 27. Februar 1934 Nr. 49 Erstes Vlatt 184. Jahrgang &: 3. aS 4. scheu Selbständigkeit eine dem Zweck bleibt, um HZ o; c 3 6 «2 s n ft S- - 9 e, g: a” y ft Der tiefe Sinne des Goetheschen Wortes Sterben und Werden, vom Tod, der vom nicht p r<{ ty. o 6 s s ine grandiose Lüge nur zu als Regierung von anderen Englands Schrei nach Sicherheit. Die militärische Unterlegenheit zur <3ee und in der Lust sott ausgeglichen werden s? -! si 1. „Status quo“ der ausgerüsteten Nationen; 2. internationaler Verzicht auf den chemischen Rom, 26. Februar. (DRV.) Der englische Groh- siezelbewahrer Eden wurde am INontagnach- mittag von Mussolini zu einer Unterredung empfangen. Die Unterredung, die Eden mit Mussolini in Gegenwart des Staatssekretärs S u - v i ch hatte, dauerte etwa 1% Stunden. In der amtlichen Mitteilung darüber heißt es, daß Lden den Duce über feine Besprechungen in Paris und Berlin unterrichtet habe. Die Unterredung habe beide Staatsmänner in die Lage verseht, das italienische und das englische Abrüstungsmemorandum von neuem zu prüfen. Beide seien sich über die zu erreichenden Ziele einig geworden und insbesondere über die Möglichkeit, eine Grundlage für ein allgemeines Abkommen zu finden. Am Montagabend nahm Eden an einem kleinen Essen teil, das ihm Staatssekretär S u v i ch in einem der römischen Klubs in privater Form gab, da amtliche Feiern wegen der Hoftrauer nicht stattfinden können. Lden wurde am Montagvormittag vom Pap ft in Privataudienz empfangen. Er stattete auch dem Kardinalstaatssekretär Pacelli einen Besuch ab. Oie britische presse ist hoffnungsvoll. London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) lieber Edens Unterredung mit Mussolini glaubt der Berichterstatter des „Daily Telegraph" in Rom mitteilen zu können, daß die Aussichten, eine Grundlage für eine Abrüstungsvereinbarung zu erreichen, weniger ungünstig sind als vor einiger Zeit. Zwei Punkte hätten sich aus Edens Reise nach den drei großen europäischen Hauptstädten ergeben: 1. Die britische Denkschrift bleibt die Grundlage der künftigen Erörterungen; 2. der nächste Schritt der britischen Regierung wird in erheblichem Maße davon abhängen, was d i e französischen Minister dem Lordsiegelbewahrer zu sagen haben werden, wenn er ihnen über seine Besprechungen berichtet. Mussolini sei sehr freimütig in seinen Aeßerun- gen gewesen, habe aber gegenüber aewis - (en Punkten der britischen Denkschrift U n» nachgiebigkeit gezeigt. Die Besprechung sei so erschöpfend gewesen, daß Eden imstande sein werde, früher als geplant nach Daris weiter zu fahren. Bon maßgebender Seite verlautet, daß das Gerücht, wonach eine Verschmelzung der britischen und der italienischen Denkschrift vorgesehen sein soll, völlig unbegründet sei. Die britische Denkschrift bleibe die alleinige Grundlage der weiteren Erörterungen. Rom habe sie nicht abgelehnt, und Deutschland sei bereit, sie als Grundlage anzunehmen. Im Bericht des „Times"-Berichterstatters in Rom heißt es u. a., der Schluß der amtlichen Verlautbarung scheine den Eindruck zu bestätigen, daß den Nachweis zu versuchen, daß die britische Flotte weit hinter den anderen Kriegsflotten der Welt zurückbleibe. Im Jahre 1936 bei Ablauf des Londoner Flottenabkommens werde Großbritannien z. B. nur drei oder vier nicht veraltete Schlachtschiffe gegenüber acht amerikanischen und fünf japanischen besitzen. An Kreuzern werde es 1935 nur d i e Hälfte der erforderlichen Mindestzahl besitzen. Auch die Zahl der veralteten Fahrzeuge unter den Zerstörern sei beunruhigend hoch. Die britische Nation müsse von dem Irrtum lassen, daß sie Sicherheit in Abrüstungsverträgen und im Völkerbund finden könne. Militärische Stoßtrupps als Mittel der Außenpolitik. Pläne des französischen Generalstabs. Paris, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" fordert, die Regierung möge ein besonderes Berufsheer schaffen, das überall dort eingesetzt werden könne, wo Frankreichs Politik eine militärische Unter- stützung benötige. „Republique" bezeichnet diesen Plan als äußerst gefährliches Spiel des französischen Nationalismus. Man würde damit zu kiL- Cfö'o Randnoten. Die Dunkelmänner der Dollfuß-Diktatur haben die Zeit für gekommen gehalten, ans Rampenlicht zu treten, und jetzt weiß man, daß der kraftvolle Diktator Dollfuß in Wirklichkeit nur die Bremse fremder Mächte gegen den nationalen Lebenswillen und das Selbstbestimmungsrecht des österreichischen Volkes sein syllte. Denn heute noch gilt, was 1920 der spätere amerikanische Präsident Hoover sagte, Oesterreich sei nicht lebensfähig, es habe keine Zukunft als das Armenhaus, denn die Mächte hätten ihm feine Fußsehnen zerschnitten, von seinen Absatzgebieten getrennt, und ihnen sollte man daher die Verantwortung überlassen. Die Dollfuß-Leute wissen genau, daß aus eigener Kraft dieser so unglücklich geschnittene Staat nicht lebensfähig ist, daß ihre Erfindung der österreichi- Mtzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen krieg; internationale Bestimmungen, durch die Deutschland seinen guten Willen beweisen kann. d. h. essektive Kontrolle der defensiven Teitaufrüstung Deutschlands; Sonderabkommen über die halbmilitärischen Verbände, das durch die Berliner Besprechungen Edens ermöglicht worden sein soll. Erscheint täglich, außer Ä ä Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte M SdB A ,A hT A A A A A A A A A A A A bis8'/,Uhrdes Vormittags Gießener Familienblätter M M JWIRw ■■ Grundpreise für 1mm höhe Heimat im Bild. Die Scholle ■ MMU M MM IZ MM ■ M MM ■T MW W M yi> WMM MM von mm Monats-vezugspreis: ■■■■ WM W W |Z W /■ | I os gibt es da an Katakomben und Domen, an San Giovannis und Santa Assuntas alles zu sehen! Das Herrlichste aber liegt oben in Monreale, heißt Santa Maria Nuova, und ist außen ganz unscheinbar, um innen die ganze zeitlose Pracht musivischer Kunst auf den entzückten Beschauer auszuschütten. Nicht umsonst lieben es die Königstöchter von Savoyen, die doch wahrhaftig die Auswahl haben, ihre Ehen hier oben einsegnen zu lassen. 1128 waren bfd>ulnotbrid)tcn. An der Marburger Universität ist der Ordinarius für indische Philologie Dr. Johannes No- b e l beauftragt, bis auf weiteres oertretungsroeife die Führung der Direktorialgeschäfte der Abteilung für semitische Sprachen und orientalische Geschichte Des orientalischen und indogermanischen Seminars zu übernehmen. Professor Dr. Johannes Stein, Oberarzt an der Medizinischen Klinik der Universität Heidelberg, wurde als Nachfolger Professor Dr. Siebecks zum Ordinarius und Leiter der Klinik ernannt. Dr. Friedrich August H e n g 1 e i n, Leiter des Un- tersuchungs- und Forschungslaboratoriums der IG.- Farben in Leverkusen, wurde als ordentlicher Professor zur Leitung des Chemisch-technischen In- stituts der Technischen Hochschule Karlsruhe berufen. Aus der Provinzialhauptsiadt. Oer „Luchs" im Sauerland ein Oachs Don Geheimrat Or. Olt, Gießen. Der „Gießener Anzeiger" brachte in der Nr. 37 vom 13. Februar eine Mitteilung über die Beobachtung eines Tieres, das aus leichtem Nebel und Regendunst in einem Walde auftauchte. Es benahm sich sonderbar, „wie betrunken" oder „wie verwundet", .torkelte und taumelte", dann aber, ganz plötzlich, rannte es davon, bis es im Nebel verschwand. Diese Beobachtung paßt ausgezeichnet auf Bewegungen, wie sie der Dachs zeigt, wenn er am Boden nach Würmern, Engerlingen und anderem Kleinfraß sucht. Ständig wackelt der Kopf nach rechts und links, oben und unten und in vielfachen Windungen wie torkelnd bewegt sich Grimbart fort. „Der Schwanz war mäßig lang, dick und knollig". Das trifft gleichfalls für den Dachs zu. Die Größenangabe: Das Tier war „nicht viel kleiner als ein mittelgroßer deutscher Schäferhund". Der Beobachter war anfangs im Zweifel, ob es nicht eine große Wildkatze hätte fein können. Es ist ausgeschlossen, daß das ein Luchs war, wenn der Berichterstatter auch an den Ohren — im Nebel! — deutlich erkennbare Haarbüschel gesehen haben will. Ein Luchs wiegt 80 bis 100 Pfund, ist sonach etwa doppelt so schwer wie ein deutscher Schäferhund und vierfach so schwer wie das beobachtete Tier, der Dachs. In der Zeit vom 10. Juni bis heute hat sich das Bild des seltenen Tieres in der Erinnerung doch wohl etwas verwischt, die richtige Schilderung der Bewegungen stimmt aber aus den Dachs, der nach 10 bis 15 meterlangem Torkeln Wind bekam und dann „davonrannte". Noch ein alter Kämpfer. Zu unserer Mitteilung am vorigen Samstag über die alte Garde der NSDAP, im Kreise Gießen mit der Mitgliedsnummer unter 100 000 wird uns ergänzend noch berichtet, daß auch Herr Heinrich K l ö s, Ludwigstraße 47, Mitgliedsnummer 84 164, in diese Reihe der alten Garde einzufügen ist. Der Gauschulungsleiter in Gießen. Am kommenden Sonntag, 4. März, um 16 Uhr, veranstaltet die NSDAP. Gießen eine öffentliche Kundgebung in der Volkshalle, bei der der Gauschulungsleiter und Gauinspekteur Prof. Werner sprechen wird. Sämtliche Bürgermeister, Gemeinde- und Stadträte, sowie sämtliche Politischen Leiter des Kreises Gießen haben nach einer Anordnung des Kreisleiter Dr. Harth zu dieser Kundgebung zu erscheinen. Ferner ist durch die Fachgruppenleiter den Beamten und den Mitgliedern des NSLB. im Bezirk Gießen das Erscheinen in der Versammlung zur Pflicht gemacht. Amt für Beamte, Kreis Gießen. An der am 4. März, nachmittags 4 Uhr, in der Volkshalle zu Gießen stattfindenden großen öffentlichen Kundgebung (Redner: Gauschulungsleiter Pg. Prof. Werner) nehmen teil: 1. die politischen Leiter des Amtes für Beamte, 2. die Mitglieder des „Reichsbundes der Deutschen Beamten . Die Fachschaftsleiter melden im Benehmen mit den Hauptvertrauensleuten und Vertrauensleuten am 27. Februar auf der Geschäftsstelle, Bismarckstraße 30, zwischen 18 und 20 Uhr, an mich die Zahl der im Vorverkauf zu beziehenden Eintrittskarten, die am 2. März während der gleichen Zeit daselbst ausgegeben werden. gez.: Ulrich, Organisationsleiter. und G e st a l t e n" festgestellt werden. Die Teilnehmer wurden bekannt gemacht mit Zeiten hoher Kultur, in denen die Kunst eine führende Rolle hatte. An der Stärke des künstlerischen Lebenswillens konnte die Größe vergangener Epochen bemessen werden. Es zeigte sich, daß in kulturell hochstehenden Zeiten die Kunst nicht Selbstzweck, sondern unmittelbarer Lebensausdruck war, sei es, düß die schöpferische Gestaltungskraft in den gewaltigen Baudenkmälern deutscher Vergangenheit, den Domen, Burgen und Schlössern, oder auch den Profanbauten ihren Ausdruck fand, sei es, daß die Geschlossenheit eines einheitlichen Formwillens sich im Städtebau offenbarte, oder sei es, daß künstlerisches Empfinden in der Handswerkskunst mit seinem Gefühl für Formen und Maße den Hausrat schuf. Mit diesem kurzen Aufriß soll auf die Arbeitsweise der Volkshochschule hingewiesen werden. Es soll gezeigt werden, daß sie nicht in reiner Wissensvermittlung ihre Aufgabe sieht, sondern daß die verschiedenen Wissensgebiete stets nur Hilfsmittel sein können zur Beantwortung von Lebensfragen. Hausbesitzer und Arbeitsschlacht. Das Staatspresseamt teilt mit: Die Reichsregierung hat durch Gesetz vom 21. September 1933 allen Hausbesitzern die Möglichkeit gegeben, mit Neichszuschüssen Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten ausführen zu lassen. Diese Reichszuschüsse erfolgen zur Entlastung des Arbeitsmarktes. Bis zum 31. März 1934 müssen die Arbeiten beendet sein. Es ist daher noterwirkt hat, erhält künftig, wenn der Schuldner keinen Widerspruch erhoben hat, den vollstreckbaren Zahlungsbefehl nicht mehr in Urschrift, sondern er erhält eine vollstreckbare Ausfertigung. Die Urschrift des Zahlungsbefehls verbleibt bei den Gerichtsakten. Dadurch wird erreicht, daß künftig der Inhalt des Zahlungsbefehls und Dollstreckungsbefehls stets aus den Gerichtsakten hervorgeht; vor allem aber kann der Gläubiger bei Bedarf eine zweite Ausfertigung erhalten, während er seither in solchen Fällen einen neuen Zahlungsbefehl beantragen mußte. Es dient der Beschleunigung des Verfahrens und bajnit dem Interesse der Gläubiger, wenn diese den Antrag auf Erlaß eines Zahlungsbefehls in drei gleichlautenden Ausfertigungen unter Verwendung eines dem amtlichen Vordruck entsprechenden Entwurfs einreichen. BerichtderKriminalpolizeistelleGießen Einbruchsdiebstahl. In der Nacht zum 25. Februar wurde bei dem Maurermeister und Kirchenrechner Hch. Schäfer in Dorf-Gill ein Einbruchsdiebstahl verübt. Der Täter, der sich den in der Küche vorgefundenen Kuchen autfchmecken ließ, entwendete aus einer nicht verschlossenen Kassette etwa 70 Mark Bargeld. Aus der Scheune nahm er ein Herrenfahrrad, Marke „Opel", mit. Einen kleinen Teil des Geldes, und zw-ar Pfennigstücke in Rollen, hat der Täter in der Nahe des Tatortes weggeworfen. Diebstahl. In der Klinik wurde eine wertvolle Nachtwächterkontrolluhr mit Lederfutteral und Tragriemen entwendet. DieZettims de« Heimat die Ieituns der Familie die Zeitung der Geschäftswelt ist, von Tausenden geschätzt, seit Urväterzeiten der Gießener Anzeiger mit seinen wertvollen, von eigener Schristleitung bearbeiteten, in eigenem Betrieb hergestellten Heimatbeilagenr „Gießener Familienblätter", außei-st sorgfältig gewählte, der Unterhaltung und Belehrung dienende deutsche Geisteskost/ „Heimat im Bild", der heimatlichen Landschaff, ihrem Volkstum, ihrer Kunst und Kultur in Bild und Wort gewidmet- „Oie Scholle", von Kennern der Heimaterde für die Landwirtschaft und Gartenbau treibende Bevölkerung bearbeitet- „Oie Illustrierte", zu wahlfteiem Bezug gemeinschaftlich mit anderen deutschen Heimatblättern von Ansehen herausgegeben. Das alles ist im Laufe von vielen Zahrzehnten zu einem im heimatlichen Volkstum tief eingewurzelten Begriff geworden, es ift und bleibt der Gießener Anzeiger NSLB., Bezirk Gießen. Laut Anordnung des Gauschulungsleiters, Pg. Professor Dr. Werner, Frankfurt a. M., ist es Pflicht aller Mitglieder des NSLB., am Sonntag, 4. März, 16 Uhr, an der Kundgebung in der Volkshalle teilzunehmen. gez.: N e b e l i n g, Kreisobmann. NSLB., Bezirk Gießen-Land. Am Mittwoch, 28. Februar, 15.30 Uhr, findet in Gießen im Hotel Köhler eine Bezirkstagung statt. 1. Vortrag: Das Führerprinzip. 2. Vortrag: Maßnahmen auf erzieherischem Gebiete. 3. Bekanntmachungen. Beiträge für März! 2. Rate für das Haus der Erziehung. Siegfried, Bezirksobmann. Die Volkshochschule im Winterhalbjahr 1933/34.1 Die Volkshochschule beschließt in diesen Tagen ihr Winterhalbjahr. Sie richtete in diesem Winter ihr Hauptaugenmerk ausschließlich üuf die Kurs- arbeit, denn größere Einzeloeranstaltungen, mit denen sie früher wohl an die Oeffentlichkeit getreten war, mußten aus finanziellen Gründen unterbleiben. Der Besuch der einzelnen Lehrgänge war unterschiedlich. Leider mußten die Kurse „Heimat und Volkstum", „Literaturgeschichte" und „Deutsche Musik" wegen zu geringer Teilnahme ausfallen. Dagegen waren andere Lehrgänge zum Teil recht gut besucht. Im Vordergrund des Interesses stand der Kurs „Die Weltanschauung des Nationalsozialismus". Ein klar entworfenes Bild vom Beginn der Bewegung bis zum heutigen Schaffen ließ die Grundgedanken und die bewegenden Kräfte des Nationalsozialismus erkennen. Wenn dadurch die Ueberzeugung gefestigt wurde, daß es im Geschehen der Zeit nicht auf das Glück und das Wohlergehen des einzelnen Menschen ankommt, sondern daß vielmehr der einzelne seine ganze Kraft der Gesamtheit unseres Volkes dienstbar zu machen hat, so ist Zweck und Ziel des Kursus, der ja unter dem Leitgedanken angekündigt wurde „Du bist nichts, dein Volk ist alles", erreicht. Den Sinn für ein gesundes, für seine Zukunft verantwortungsbewußtes Menschengeschlecht zu wecken, hatte der Lehrgang über „Erbgesund- h e i t s - und R a s s e n p f l e g e" sich zur Aufgabe gemacht. Der Kurs „Volk und Gott" führte über die brennendsten Gegenwartsfragen zu den tiefsten und stets gültigen Wahrheitswerten der Religion und zeigte an Beispielen großer Persönlichkeiten, wie Luther und Bismarck, die entscheidende Kraft des im Christentum wirksamen Gottesglaubens. Daß Geschichte kein trockener Wissensstoff ist, sondern in unmittelbarer Berührung mit unserer Zeit steht, wurde den Hörern in dem Kurs „Volk und Vaterland" klar, denn hier wurde vergangenes Geschehen in lebendige Beziehung zur Gegenwart gebracht. Das gleiche spürbare Verhältnis der Vergangenheit zur Gegenwart konnte auch in dem Kurs Von deutschem Formen, Bilden, Bauen wendig, daß mit allen noch rückständigen Arbeiten fofort begonnen wird. Jeder Hausbesitzer wird dringend ersucht, bei seinem Handwerksmeister sich ausdrücklich zu erkundigen, ob er für die Durchführung feiner Arbeiten zusätzliche Arbettskräfte eingestellt hat und ob bei der Durchführung dieser Arbeiten Ueberstunden vermieden werden. Bei jeder Gelegenheit ist das Arbeitsbeschaffungswerk der Regierung zu stützen. Alle Saboteure der Wirtschaft, die Schwarzarbeit, Überstundenarbeit usw. verrichten, sind den zuständigen Stellen (Polizeibehörden, Arbeitsamt) zu melden. Gegen Saboteure der Arbeitsbeschaffung. Das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung teilt mit: In der letzten Zeit häufen sich die Fälle, daß Mieter und Vermieter die Vornahme von Reparaturen, für die zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung Reichszuschüsse gewährt werden, aus persönlichen und eigennützigen Gründen verhindern wollen. Außerdem gibt es immer noch Volksgenossen, die Schwarzarbeiter beschäftigen in dem Glauben, Geld au sparen. Alle Bestrebungen sind geeignet, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu hemmen und den Kampf gegen die Erwerbslosiakeit zu erschweren. Das ist Sabotage an dem Aufbau des neuen Staates, gegen die rücksichtslos eingeschritten wird. Jeder, der sich in der vorgenannten Art im Gegensatz zu den Bestrebungen des Führers setzt, wird, abgesehen von Zwangsmaßnahmen, als Staatsfeind öffentlich in allen Tageszeitungen an den Pranger gestellt. Reichshilfe für Hausbesitzer in besonderer Notlage. Das Staatspresseamt teilt mit: Zur Beseitigung von Zweifeln wird darauf hingewiesen, daß die in Aussicht gestellte Erleichterung nur solchen Neuhausbesitzern zugute kommen kann, die in den Jahren 1924/31 mit Hilfe eines staatlichen Baudarlehens ihr Wohnhaus errichtet haben. VDA.-Winterhilfe -Sammlung: 1593,94 Mark. Die am Freitag durch den Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA.i in Gießen durchgeführte Sammlung für das Winterhilfswerk erbrachte den Betrag von insgesamt 1593,94 Mark. Für 50 Pfennig 100 Mark. Am Sonntag war das Glück in der Winterhilfe- Lotterie der NSDAP, wiederum einem Loskäufer in Gießen besonders gewogen. Auf ein Los für 50 Pf. gewann der Glückliche den ansehnlichen Betrag von 100 Mark. In seiner Freude über den un- verhassten Glücksfall stiftete er 10 Mark für die Winterhilfe. Verbesserung im Mahnverfahren. Arn 1. März tritt für die hessischen Gericht" im Mahnverfahren eine wichtige Aenderung in Kraft. Der Gläubiger, der einen Zahlungsbefehl Fahrraddiebstähle. Entwendet wurde am 21. Februar in der Plock- straße ein Herrenfahrrad, Marke „Brenna bor", Nr 1542 147, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen mit Goldstreifen, graue SaUonbereifung, deutscher Lenker und elektrische Beleuchtung mit Abblende; am gleichen Tage in ber Bahnhofstraße ein Herrenfahrrad, Marke „Syrius", Nr. 525 543, schwarzer Rahmen, verchromte Felgen, rote Bereifung, deutscher Lenker, Klotzpedale und Torpedofreilauf. Versuchtes Sittlichkeilsverbrechen. Am 25. Februar kurz nach 13 Uhr wurde im Schiffenberger Wald ein Notzuchtsversuch an einer Spaziergängerin verübt. Da die Uederfallene sich energisch zur Wehr setzte, ließ der Täter von ihr ab und flüchtete in das nahe Gebüsch, woher er gekommen war. Er wird beschrieben: etwa 25 bis 30 Jahr« alt, 1,66 bis 1,68 Meter groß, schmale Figur, jedoch breitschulterig, längliches Gesicht, blasse Gesichtsfarbe, mittelblonde Haare, bartlos und leicht gebogene Nase. Bekleidet war der Täter mit blauem Rock, gestreifter Hose, ohne Kopfbedeckung. Personen, die sachdienliche Mitteilungen über die vorerwähnten Straftaten machen können, werden ersucht, der Kriminalpolizeistelle Nachricht zu geben. 3m Kampf um den höchsten Gipfel der Erde. Die Vortragsvereinigung Gießen (Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein) hatte für gestern abend zu einem Vortrag in die Neue Aula der Universität eingeladen. Redner des Abends war der Führer der deutschen Himalaja- Expeditionen der Jahre 1929 und 1931, Paul Bauer (Nabburg), der Führer der Gruppe II des Reichssportführerringes, der beim Literaturwettbewerb der Olympischen Spiele 1932 mit der höchsten Auszeichnung, der goldenen Olympischen Medaille, bedacht wurde. Seinen Ausführungen sei Folgendes entnommen: In den letzten drei Menschenaltern habe man sich mit viel Energie um die Erderforschung bemüht. Viel Kampf habe den Polen gegolten. Unbezwinglicher menschlicher Wille habe den Sieg davongetragen. Weniger glücklich sei man mit der Bezwingung der höchsten Berge der Erde gewesen. Vor 50 Jahren bemühten sich drei Münchener zum ersten Male um die Berge des Himalaja; 1921, 1922 und 1923 kämpften die Engländer um die Herrschaft über den Mount Everest. Ohne Erfolg! Schließlich kam ein neuer Ansturm von deutscher Seite. Im Weltkrieg und im Kampf in den Alpen seien harte Bergsteiger herangewachsen, die in vielen Biwaknächten die Härten der Natur überwinden lernten. Unerträglich sei es für die Bergsteiger gewesen, einen Berg von 8500 Meter als unbezwingbar zu wissen. So habe er zusammen mit einigen Freunden und tüchtigen Bergsteigern die Expedmon zum Kandschöndzenga im Jahre 1929 unternommen. Man sei damals weit vorgedrungen und habe viel Erfahrung sammeln können. Der heutige Abend solle allerdings mehr der Expedition von 1931 gewidmet sein. Für die Durchführung der großen Expedition habe es besonders zwei große Fragen zu lösen gegeben: die Frage des Transportes und die Frage der Erhaltung des menschlichen Lebens unter den Luftdruckverhältnissen in den Höhen über 7000 Metern. Beide Fragen seien, dank exakter Berechnung und eines ganz bestimmten Vorgehens in den Höhen (Gewöhnung an die Luftverhältnisse), glänzend gelöst worden. Man habe sich hierbei alle bisher gesammelten Erfahrungen zunutze gemacht. Und nun schilderte der Redner den Angriff auf den Kandschöngdzenga. Der „Kandfch" erhebe sich 8600 Meter hoch steil aus der indischen Tiefebene. Der Berg biete von Darjeeling aus (Luftlinie 70 Kilometer) einen einzigartigen Anblick. Ihn zu besteigen, gebe es nur eine Möglichkeit. Der Aufstieg gelinge nur über den sogenannten „Nordostsporn", ein Weg, der von der Expedition 1929 gefunden und auch 1931 benützt worden sei. Der Anmarsch sei durch das Land Sikkim erfolgt. Zahlreiche Träger, etwa 200, mußten angeworben werden. Die Reise sei so genau vorbereitet gewesen, daß schon am Tage nach der Ankunft der Bergsteiger 90 Träger vom Sammelplatz abmarschieren konnten. Durch die ungesunden Täler des Landes Sikkim habe dann der beschwerliche Weg aufwärts ae- führt, wobei man sämtliche Vegetationszonen berührt habe. Schließlich sei der Zemugletscher und damit der Fuß des Kandschöngdzenga erreicht worden. lieber Almen und über die Felsenlandschaft sei die Expedition, an der insgesamt neun Mann mit den notwendigen Trägern beteiligt gewesen seien, bis in die Region des ewigen Eises vorgedrungen, in der dann der härteste Kampf begonnen habe. Dieser Aufstieg habe leider einem Kameraden, Hermann Schalter (München), und einem Träger das Leben gekostet. Beide seien aus einer viele hundert Meter hohen Wand abgestürzt. Einige andere Kameraden seien durch Krankheit ausgefallen, so daß nur fünf Mann und etliche Träger den Weg fortzusetzen vermochten. Wochenlang mußte man in einer Höhe von 6000 und 6300 Meter hausen. In zähem Kampf sei eine Eisbarriere nach der anderen überwunden worden. Tauwetter habe die Bergsteiger dann wieder zurück- gehalten und nahezu zur Umkehr gezwungen. Der Kampf sei dann aber doch weitergeführt worden. Eine Eishöhle in etwa 7200 Meter Höhe sei zum Inbegriff des gemütlichen Heimes geworden. Aber die Araftreserven waren immer mehr aufgezehrt, Aubem die vier Teilnehmer nun alles Material selbst transportieren mußten. In 7600 Meter fei dann noch das Lager 11 errichtet und von hier aus am 17. September noch eine Höhe von 7750 Metern erreicht worden. Hier habe eine riesige senkrecht aufragende Eiswand den Weg zum Gipfel versperrt und den erschöpften Bergsteigern Halt geboten. So habe denn die Rückkehr angetreten werden müssen. Der Rückmarsch sei bei prächtigstem Wetter erfolgt. Die Natur habe sich ihnen in unerhörter Großartigkeit dargeboten. Sonnige Tage bis zum Aufbruch in die Täler habe noch der Aufenthalt in einem der lieblichen, blumenerfüllten Täler am Zemu-Gletscher gebracht, bis dann die Reife in die indische Tiefebene angetreten wurde. Der außerordentlich interessante Vortrag, der mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, fand eine treffliche Ergänzung in einer Fülle herrlichster Lichtbilder von der hehren Bergwelt des Himalaja, von Indiens mannigfachen Schönheiten, von den Menschen des Landes Indiens und Tibet u. v. a. m. Den Abschluß bildete das prächtige Bild vom Kandschöngdzenga, wie er sich in majestätischer Schönheit von Darjeeling aus dem Auge darbietet. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 27. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1,25 Mark, Kochbutter 1,05 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 8 bis 9, Wirsing, das Pfund 15 bis 25, Weißkraut 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 30 Pf., Feldsalat 1,20 bis 1,50 Mark, Zwiebeln 10 Pf., Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,80 bis 3,— Mark, junge Hähne, das Pfund 70 Pf., Blumenkohl, das Stück 35 bis 50, Salat 25, Endivien 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22.45 Uhr, „Julius Cäsar". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Viktor und Viktoria". — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Gießener Chemische Gesellschaft, 20.15 Uhr, Hörsaal des Chemischen Instituts, gemeinsame Sitzung. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Stadttheater Gießen. Morgen abenb 20 Uhr drei Akte von Curt Goetz: „Hokuspokus". (Siehe heutige Anzeige.) — D i e Deutsche Bühne gibt im heutigen Anzeigenteil ihren Spielplan und die Kartenaus- gabe für Monat März bekannt. (Siehe Anzeige.) * ** E i n Sechzigjähriger. Man berichtet uns: Herr Heinrich Kalbfleisch, Amtsgehilfe des vet. pathol. Instituts, begeht am 28. Februar in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 60. Geburtstag. Er hat 33 Jahre in seiner jetzigen Stellung dem Staate treue Dienste geleistet, war früher Metzgermeister, hat sich mit Geschick in die vielseitigen Aufgaben eines Konservators ein= gearbeitet und besondere Verdienste um das Institut erworben. Unter den Anglern ist er durch Petri- Heil bekannt, und kunstfertig hat er manchen Fischkopf der Zwanzigpfünder und stärkeren Hechte und Karpfen lebenswahr als Trophäen präpariert ** Der Obst- und Gartenbauverein Gießen veranstaltete am Sonntag im Kaufmännischen Vereinshause die dritte Mitgliederversammlung dieses Winters. Einleitend gedachte der Vereinsführer der Bedeutung des Sonntags Reminif» zere als Heldengedenktag, worauf sich die Anwesenden zur Ehrung der gefallenen Volksgenossen von ihren Sitzen erhoben. Der geschäftliche Teil bettaf die Anschaffung einer fahrbaren Baumspritze, um der Nachfrage für den vermehrten Baumbestand einigermaßen genügen zu können. Trotz der ungünstigen Kassenlage soll ferner sobald wie möglich die Beschaffung eines Süßmosters nähergetre- ten werden. Auch die Beschaffung, Pflanzung und Pflege von Pfirsich als Spalier für die Südseite von Mauern und Gebäuden, wie auch als freistehender Busch fand ihre Erledigung. Der angekündigte Lichtbildervortrag mußte wegen Ausbleibens des Redners ausfallen. Dafür konnten andere, mit der rattonellen Hängung der Haus- und Kleingärten zusammenhängende Fragen eingehender besprochen werden. In der Frage der Schädlingsbekämpfung stand die Kohlhernieseuche im Vordergründe des Interesses. Die Aussprache gipfelte in der Feststellung, daß es bisher ein unfehlbar wirksames Mittel noch nicht gibt, daß die Plage aber durch Wechselanbau, Beseitigen aller Kohlstrünke durch Verbrennen oder tiefes Vergraben, wie auch -1 bis 46 Mark für den Zentner Lebendgewicht be- i. zahlt. Ferkel, die jetzt allenthalben eingelegt Lied und Gedicht entgegenströmte, mitgerissen wurden und so zwei unterhaltsamste Stunden erlebten. werden kann. Schließlich muß die Feststellung noch schlage für die bevorstehende Winterspritzung gegen erwähnt werden, daß man keinem Gartenbesitzer Apfelblattfloh und Schildläuse mit Obstbaumkarbo- Ohne Gewähr Nachdruck verboten 24. Februar 1934 15. Ziehungstag Oberheffen Launspa statt. Pg. Launspach, der im 314 Gewinne zu 300 M. 227 ieuern konnte 118628 174487 233218 303391 375625 301496 197280 169050 286534 8743 21209 40470 61192 77478 86226 98632 119682 127661 141254 151343 169328 186315 201581 215178 222010 233915 250118 276288 289997 313684 321160 365486 380502 391694 9945 21839 42540 65255 79520 89042 10073 30416 49551 71684 81145 92632 215877 108025 130229 255780 323076 24617 1712 19566 32026 55099 75179 85288 98572 27218 107048 191544 334316 370967 373800 243180 159750 393488 86110 174389 222762 297517 353556 4553 20731 34719 56146 76455 85345 98621 117499 125807 138326 148841 167248 186134 200106 214304 221363 229'91 246893 269513 284358 313019 320517 345528 375824 390981 10516 22633 33069 78551 308186 4501 9982 25506 46070 68559 80779 92115 133150 188566 253254 322787 7705 71279 2430 23632 352965 13190 149280 204569 265389 333486 121004 184099 244962 321385 379905 102012 122416 128603 141457 156606 170613 189557 206483 220112 225148 234299 259718 276431 293745 315719 322951 365896 380575 396454 105051 124846 129501 144119 164586 179070 191197 210870 220242 226355 240490 263172 281729 299585 315806 330715 366386 386008 399255 257159 268130 227818 32335 380619 67156 167171 205565 275291 338181 115073 125176 134236 147116 166492 185756 197366 213763 221341 229213 245534 267625 283910 310061 319018 343268 375119 389250 112567 125062 131141 145849 166114 181298 194718 212503 220346 228978 242543 266052 283389 301222 316807 339808 374972 388065 836 17701 31604 53607 72574 81511 93927 6 Gewinne zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. 385776 12 Gewinne zu 2000 M. 179933 281426 364113 22 Gewinne zu 1000 M. 291086 291768 306193 348367 381832 389256 50 Gewinne zu 500 M. 6 Gewinn» zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. 375106 8 Gewinne zu 2000 M. 359498 18 Gewinne zu 1000 M. 295660 296643 343978 58 Gewinne zu 500 M. werden, gelten als 6 Wochen alte Tiere 15 bis 16 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere werden mit 17 bis 20 Mark, Tiere über 8 Wochen mit 20 bis verbieten kann, sich seinen Bedarf an Setzpslanzsn selbst zu ziehen, wenn er glaubt, sich auf diese Oesterreich-Abend des Kampfringes der Oesterreicher im Reich. am Sonntag vorher wurden in der gesamten Ortsgruppe 61,70 Mk. aufgebracht. Von Bl Weise vor Verlusten durch Pflanzenkrankheiten zu schützen. Zum Schluß wurden noch praktische Rat- Gewinnauszug 5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie lineum und gegen Schorf durch Kupfer- und Schwe- felkalkbrsthe gegeben. noch ein Betrag von 19,25 Mk. für ein nicht abgeholtes Fundstück zum Winterhilfswerk abgeführt werden. + Grünberg, 26. Febr. Am Samstagabend hielt der hiesige Turnverein im Gasthaus Taunus" seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Tereinsführer, Lehrer Wenzel, erstattete einen ausführlichen Jahresbericht. Er berührte den im Vorjahre vollzogenen Erweiterungsbau der Turnhalle, deren Einweihung und die damit verbundene Feier des 50jährigen Bestehens des Vereins, die durch die Mitwirkung der Hessenriege ein turnerisches Ereignis für Grünberg war. Der Verein hielt das Wettschwimmen für den Bezirk Hessen ab, wobei er gute Erfolge aufzuweisen hatte, u. a. konnte die Vereinsmannschaft in der 3X50-Meter- Bruststaffel unter sieben Mitbewerbern den ersten Platz belegen. Auch beim Frauenturnen in Heuchelheim errang eine Turnerin des Vereins, Lotte durch reichliches Kalken und Wechsel der Anzuchterde wie des Gartenbodens erheblich eingeschränkt Landkreis Gietzen. CO Klein-Linden, 26. Febr. Das Ergebnis des Opfertages (2 3. Februar) für das Winterhilfswerk des Vereins für das Deutschtum im Ausland betrug in unserer Gemeinde 41,70 Mk. Die Sammlung wurde von Kindern der oberen Volksschulklassen durchgeführt. ? Reiskirchen, 26. Febr. Dieser Tage fand durch Oderregierungsrat Dr. Schönhals (Gießen) die feierliche Verpflichtung und Vereidigung unseres Bürgermeisters W. 26 Mark und darüber bezahlt. Kreis Schotten. □ Laubach, 26. Febr. Der zweite VDA.» O p f e r t a g für die Winterhilfe brachte hier ins- April v. I. das Bürgermeisteramt übernahm, wurde jetzt durch Urkunde vom 30. Januar 1934 des Hessischen Staatsministeriums auf sechs Jahre verpflichtet. Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s richtete, nachdem der Beigeordnete L. Launspach III. die Sitzung eröffnet hatte, fein Wort an den Gemeinderat und an den Bürgermeister und wies auf die Bedeutung der Einführung eines Bürgermeisters im Dritten Reich hin. Groß ist die Verantwortung, die übernommen wird, und vier Leitworte sollen einem Beamten immer voranschweben: Sauberkeit, Pflichttreue, Ehrlichkeit und Offenheit. Unter Hintansetzung der eigenen Person komme zuerst das Wohl der Gemeinde, das Wohl des Vaterlands, und nur dann sei dem Führer ein Garant für die Durchführung seines Programms gegeben, wenn der nationalsozialistische Geist in das Herz aller gedrungen ist. Hieran mitzuarbeiten, sei Pflicht, höchste Pflicht, auch des Gemeinderats. Anschließend vereidigte er den Bürgermeister. csd Bersrod, 26. Febr. Im Bereiche der Ortsgruppe Bersrod der NSDAP, wurden bei dem Verkauf der Spitzenrofetten in den einzelnen Zellen folgende Beträge eingenommen: Reiskirchen 20 Mk., Lindenstruth 6,60 Mk., Hattenrod 10 Mk., Bersrod 12,20 Mk., Beuern 14,10 Mk., Saasen 11,00 Mk. und Reinhardshain 6,40 Mk., ergibt zusammen 80,30 Mk. Bei der Sammlung Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 6 zu je 80000, 2 zu je 20000, 14 zu je 10000, 98 zu je 5000, 168 zu je 3000, 264 ’u je 2000, 462 zu je 1000, 1454 zu je 500, 9380 zu je 300 und 800 Tagesprämien zu je 1000 Mark. Euler, im Siebenkampf der Unterstufe einen ersten Sieg. Besonders rege Tätigkeit herrschte in der Turnerinnen- und Schülerinnenabteilung; beide konnten bei der an Neujahr in der Turnhalle abgehaltenen Veranstaltung des Vereins in großer Zahl auf der neuen geräumigen Bühne der Halle auftreten und ernteten starken Beifall. Infolge des Umbaues der Halle war in den Sommermonaten der turnerische Betrieb etwas lahmgelegt, später trat wieder eine Zunahme ein. Nach einer Vereinbarung mit der Hitlerjugend turnt diese an einem Wochentag in der Halle unter Leitung des Vereinsturnwartes. Infolge Wegzugs und einiger Austritte erfuhr die Mitgliederzahl einen kleinen Rückgang; der Stand war am 1. Januar 1934 = 125 Mitglieder über 14 Jahren und 32 Mitglieder unter 14 Jahren. Bei den vom Verein beschickten turnerischen Veranstaltungen wurden im ganzen 40 Siege errungen. Nach Austeilung der Ehrenurkunden brachte der Vereinsführer ein dreifaches „Gut Heil" auf die Sieger und Siegerinnen aus. Zwei Mitglieder des Vereins, Otto M a t t h i e s und Kurt Wenzel, erwarben sich das Turn- und Sportabzeichen, neun Mitglieder nahmen am Deutschen Turnfest in Stuttgart teil. Die vom Kassenwart C. Schmidt vorgetragene Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 3067,85 Mark, eine Ausgabe von 2694,85 Mark. Hierbei wurde von der Versammlung angeregt, den Versuch zu unternehmen, eine Minderung der hohen steuerlichen Belastung, die nahezu an 400 Mark herankommt, zu erreichen. Herrn Apotheker Harder, dem hiesigen Propagandaleiter der NSDAP., wurde für die tatkräftige Unterstützung der Dank des Vereins ausgesprochen. Der Vereinsführer teilte noch die in diesem Jahre vom Gau bzw. Kreis vorgesehenen turnerischen Veranstaltungen mit und forderte zur Beteiligung auf. Dabei erwähnte er, daß der Verein sich zur Uebernahme des für den 26. August geplanten Frauenturnens des Turnkreises Lahn- Dill, umfassend die politischen Kreise: Alsfeld, Gießen, Wetzlar und Dillenburg, gemeldet habe. Nach dem Gesang des alten Turnerliedes „Ein Ruf ist erklungen" brachte der Vereinsführer ein dreifaches Sieg-Heil auf Reichspräsident von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler und den Führer der deutschen Turnerschaft von Tschammer und Osten aus, worauf mit dem Gesang von je einer Strophe des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes die Versammlung ihr Ende nahm. = Grünberg, 26. Febr. Der zweite VDA. - Opfertag für die Winterhilfe ergab hier den Betrag von 115,75 Mk.; der im Januar stattgehabte Opfertag schloß mit einem Erlös von etwa 95 Mk. ab. Die karnevalistische Vereinigung konnte als Reinertrag von dem in der Turnhalle abgehaltenen Maskenballe und von einem Umzuge an Fastnacht die Summe von 116,90 Mk. dem Winterhilfswerk überweisen. T Aus der nördlichen W e tte rau, 26. Februar. Für Schlachtschweine, an denen zur Zeit kein Mangel herrscht, werden gegenwärtig 45 32769 33788 38408 45257 61432 75875 109504 136180 141824 185144 185392 197242 205512 208531 272179 286253 337421 342486 379643 20 Tagesprämken. Aus jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 101677 152778 233820 300603 .306854 320090 327636 331916 392554 396488 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen In der heutigen Nachmlttogsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Zeit über die Oesterreicher gefällt worden sei, treffe ür die heutige Zeit nicht mehr zu. Oesterreich habe einen großen Sendboten vorausgeschickt. Adolf Hitler, der Oesterreicher, habe das große Wunder der Schaffung des Dritten Reiches verwirklicht. Das olle den Oesterreichern im Reiche Heimatrecht geben, so, wie es umgekehrt der Fall sein werde. Die Frage Oesterreich werde eine Frage des Ge- amtdeutschtums sein. Der Kampf werde nicht mehr ange dauern. Der Sieg werde unser sein und damit werde auch der Aufstieg des Deutschen Reiches zum großdeutschen Reiche Wirklichkeit. (Lebhafter anhaltender Beifall!) Im Anschluß an diese Ansprache wurde gemeinsam der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Der weitere Verlauf des Abends brachte eine Fülle der humorvollsten Darbietungen. Die beschwingte Seele des Oesterreichers, das Herz des Wieners, feierten hier durch berufensten Mund Auferstehung und riefen in den anwesenden Oesterrei- chern alle Liebe zur Heimat wach, während die Gäste des Abends von dem Humor, der ihnen aus Der Kampfring der Deutfch-Oesterreicher im Reich, Ortsgruppe Gießen, hatte für den Samstag zu einem Oesterreich-Abend in das Caf6 Leib eingeladen. v Die Kapelle der SA.-Referoe leitete den Abend ein und trug auch in dessen Verlauf durch gute Musik zur Verschönerung bei. Die Begrüßungsansprache hielt Universitäisprofeffor Dr. Mayer. Vom Kampfring, der mit dieser Veranstaltung zum ersten Male an die Oeffentlichkeit trete, werde sicherlich erwartet, zu erfahren, was er eigentlich wolle. Der Kampfring sehe seine besondere Aufgabe darin, dazu beizutragen, die notwendige Verbindung zwischen Oesterreich und Deutschland herzustellen. Die Verbindung bestehe noch nicht so, wie sie wünschenswert sei. Es habe eine Zeit gegeben, in der man sich auseinandergelebt habe. Das fei allerdings nicht zuletzt daher gekommen, daß die Interessen der Staaten von den Dynastien bestimmt worden seien. Oesterreich habe schon immer die besondere Aufgabe gehabt, nach dem Südosten zu wirken. Als Oesterreich-Ungarn bzw die Habsburger aber im Jahre 1866 aus dem Deutschen Bund ausgetreten feien, fei diese Entwicklung von den Deutsch-Oesterreichern durchaus nicht begrüßt worden. Die Studenten hätten sich schon damals für den „Kleindeutschen" Gedanken eingesetzt. Der Weltkrieg erst habe die Verbindung aller Deutschen gebracht, und das Erlebnis der Zusammengehörigkeit aller Deutschen habe damals auch die Oesterreicher völlig einbezogen. Das Jahr 1918 habe zwar die Niederlage gebracht, für die Oesterreicher aber die bestimmt gehegte Hoffnung, endlich ganz zu Deutschland zu gehören. Bedauerlich sei, daß heute manchmal noch recht unfreundlich von der österreichischen Armee gesprochen werde. Es sollte dabei doch nie vergessen werden, daß im österreichischen Heer Slawen standen, die an sich schon gegen Oesterreich waren. Der Deutsch-Oesterreicher, die Kaiserjäger, die Sudetendeutschen, die Kärntner und die Oberöfterreicher hätten ihren Mann durchaus gestanden und ihre Regimenter hätten bluten müssen, wie kaum ein deutsches Regiment. Gerade diese Truppen seien immer an den kritischsten Stellen eingesetzt worden. Unter den Deutschösterreichern und den Deutschen fd immer treueste Waffenbrüderschaft gehalten worden. Zur Einigung im Jahre 1918 habe auf beiden Seiten die hierfür nötige Energie gefehlt. Allerdings glaube er, der Redner, daß der Zusammenschluß damals nicht so zu erreichen gewesen wäre, wie es notwendig erscheint. Das Zweite Reich, ein Reich der Staaten, hätte den Zusammenschluß nicht vollenden können, das Dritte Reich aber, das Reich der Deutschen, könne es eher. Die Einigung könne sich jetzt ehrlich vollziehen. Die Schwierigkeiten, die gegenwärtig dem Zusammenschluß entgegenstünden, dürften keine Hoffnungslosigkeit heraufbeschwören. Gegen den Nationalsozialismus in Oesterreich könne heute keine Macht der Welt etwas ausrichten. Oesterreich müsse als zerschlagener Staat Anschluß finden. Für Frankreich sei das Anschlußverbot lediglich eine Prestigefrage, die eines Tages vor dem Volksgedanken auch in Frankreich zusammenbrechen werde. Man wolle in Frankreich lediglich verhindern, daß etwas Großes aufgebaut werde. Die Welt lasse sich aber — so sage Adolf Hitler — nicht durch behindernde Taten aufbauen. Es bedürfe allerdings eines konstruktiven Planes und der notwendigen Zielsicherheit des Wollens. Adolf Hitler verfolge die Dinge mit aller Klarheit und Leidenschaftslosigkeit. Kampflos werde allerdings in der Frage des Zusammenschlusses nichts zu lösen sein. Vertrauen könne man aber nicht nur dem Volkskanzler Adolf Hitler, sondern auch den deutschen Kräften der Einigung in Oesterreich entgegenbringen. Die Oesterreicher stünden gegenwärtig hart im Kamps, sie müßten viel leiden um ihre deutsche Sache. Märtyrerblut löse aber immer ungeheuere Energien aus und aus dem Leiden werde auch der endgültige Sieg fichergeftellt. Das Urteil, das bis vor einiger Künstlerinnen und Künstler unseres Stadttheaters hatten sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt. Paul Wrede wirkte zunächst als Ansager und schuf so mit seinem aufgeräumten Humor, mit feiner Lebendigkeit und feiner unverfälschten Wiener Mundart von vornherein die rechte Stimmung. Von ihm hörte man bei seinem verschiedent- lichen Auftreten ernste und heitere Gedichte („Der Geiger vom Himmelpfortgrunde", „Der liebe Augustin", „Die Kuttelfleck), die mit stärkstem Beifall ausgenommen wurden. Maria Perry sang mit viel Temperament und Schwung u. a. Lieder aus dem „Zigeunerbaron" und dem „Land des Lächelns" und riß die Zuhörer zu spontanem Beifall hin. Lisel Wielander brachte mit großer Unmittelbarkeit zwei Gedichte typischster Wiener Prägung („Der Basilisk" und „Der Teufel und die Bognerin" von Ginzkey) zum Vortrag und erntete dafür ebenfalls herzlichsten Beifall. Frau Sonnt) Bernhard wußte mit zwei Wiener Liedern gut zu gefallen. Herr Tank brachte mit feinem Verständnis zwei Lieder ernsteren Gepräges zu Gehör („Zueignung" von Strauß und „Wer in die Fremde will wandern" von Wolf). Nicht zuletzt wartete Hansi Stadler mit urwüchsigsten volkstümlichsten Spasetln auf und sicherte sich damit stürmischsten Beifall. Mit Herrn Wrede machte man zum Schluß noch eine musikalische Spazierfahrt durch Alt-Wien, die gerundetes Spiegelbild des Wiener Lebens in alter Zeit darstellte. Mit herzlichen Worten des Dankes von Prof. Dr. Mayer an die Mitwirkenden des Abends und mit einem schneidigen Marsch der SA.-Reseroe-Kapelle fand der prächtige Abend feinen Abschluß. Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 386 Gewinn« ,u 300 W. 1632 2362 3278 1 5728 6045 9346 10691 14132 14787 16786 19980 20445 21824 26193 28315 29434 34771 35239 38625 44772 45935 49913 53551 54725 56651 61220 67777 68451 76513 79096 80771 82636 84562 86584 90054 93672 96030 101806 103410 104365 108229 108494 112938 116227 120519 122409 122759 123247 125555 1.25768 126220 129469 129827 130416 133520 134083 141246 141575 142082 143211 145575 147975 149382 152214 153544 155732 156303 161258 161438 162087 164209 167159 174199 174450 175240 180178 181632 182838 184698 188557 190343 193929 194158 196199 207239 212712 213246 213294 213407 216326 220352 221355 222967 223338 224051 226420 227587 230342 233778 236250 237529 241527 242808 243849 243981 244156 244295 248416 257636 257747 259131 261113 264201 264874 265198 266959 269572 269740 269883 270414 271128 271309 272831 273722 274051 274767 274898 275136 275694 277714 279130 282976 284865 290252 291595 294587 295409 297115 297767 300989 301306 302654 308246 308786 309232 310375 311765 313139 314393 318244 318705 320055 320061 332409 335051 335420 335592 335614 336088 336907 338638 339396 341811 348006 350848 350872 353723 354690 354941 357005 358542 359284 359891 360108 364818 365097 369490 373623 375005 375479 378468 379176 379853 383139 383437 384684 386298 387805 396179 396699 397201 397928 399239 15. Ziehungstag 24. Februar 1934 Brüne Hering .5 45 , Seelische z. Koch.,PId. v.30 s an Filet Marke „Flfi“ Pfd.v.35 )an Flußhechte.......Pfund 95 4 Heilbutt im Ausschnitt Pfd. 100 4 empfiehlt 1230V A. Koch Nachfolger Mäusburg 15 Telefon 3612 20 Mark Belohnung demjenig., b.mir den Täter nachweist, d.i. mein. Garten in der Gutenbergstratze das Spalier beschädigt hat. 01050 Conrad Malkomesius Mäusburg. Jahrgang 1933 Oeimai imVild Beilage zum Gießener Anzeiger in Ganzleinen gebundener Sonderdruck auf holzfreiem Papier. Preis: RM. 10.- Gebuud.Lahvgönse von in beschränkter Anzahl lieferbar Slufbewahvnnss-LNavve« zur Sammlung der Einzellieferungen. Preis: RM. 1.50 Vevlas des Gießener Anzeigers LASTWAGEN KRUPP Gustav Heuser, Frankfurt a. M. Hanauer Landstraße 200, Ruf: Carolus 41987/88 1058 V rmimii ohne Diät durch Magin-Kur Zu haben: 755D Srog. Winteröoff Kreuzplatz 10. Größte Ersparnis anZeit und Geld! 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Wenn bisher in gewissen Fällen auch Personen außerhalb der Sprechstunden abgefertigt worden sind, so kann ich dies zu meinem Bedauern für die Zukunft nicht mehr gestatten, da sich gezeigt hat, daß durch die Nichtinnehaltung der Sprechstunden die pünktliche Erledigung vieler wichtiger Angelegenheiten verzögert oder sogar unmöglich gemacht wird. 12290 Wetzlar, den 24. Februar 1934. Set wtirat: Grillo. Aus aller Welt wir ab sehen zu wollen. 1221D Haltet mich nicht auf, da Jehova Glück gegeben hat xu meiner Reise, Lasset mich, dab Ich zu meinem Herrn gehe. 1. M. 24. 56. 1231 D m stelle des G. A. der Vereinsführer. 1234 D Gießen (Seltersweg 64), Klel-Gaarden (Werftstraße 116/ Die Einäscherung hat auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille stattgefunden. Von allen uns zugedachten Beileidsbesuchen bitten Ehrliches, fleih. Tages- mädchen zum 1. März gell erfrag. Geschäfts« [Stellenangebote] Tüchtig., älteres Mädchen das perf. kochen kann, sofort gesucht.Schriftliche Angebote unter 01043 a.d.G.A. Mädchen für Haus und Küche für sofort gesucht. Offert. Plockstraße 3 Fernspr. 3928. und an der Strecke mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt war. Seinen Beobachtungen gegenüber wandte der Schaffner ein, daß sich bei der Durchfahrt des 3uge5 durch die Weiche des Umgehungsgleises in Dutenhofen durch die Erschütterung der obere Der- schlußhebel des Brikettwagens gelockert habe. Bei einem fahrplanwidrigen Aufenthalt in Dutenhofen habe er sich rasch eine Koppellasche besorgen können und bei der Weiterfahrt versucht, den Hebel zu befestigen. Zu diesem Zweck mußte er auf den hochbeladenen Wagen steigen und einige Briketts her- unterwerfen, um sich einen Standplatz zu verschaffen. Von dem Vorfall machte Loh nach der Einfahrt in Gießen zwei Kollegen Mitteilung, bevor eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden war. Da seine beiden Kollegen in der ersten Verhandlung nicht gehört wurden, konnte sich das Gericht nur auf die Angaben des Belastungszeugen stützen. ___________ gesamt 47,96 Mark ein. Die am 26. Januar vor- aenommene erste VDA. - Sammlung ergab die Summe von 41,46 Mark. — In der Nacht zum Sonntag v e r st a r b nach längerem Leiden im Älter von 54 Jahren der hiesige Bezirkss^arkasse- rechner Johannes Lotz. Dieses verantwortungsvolle Amte bekleidete er 29 Jahre. Er galt in dem Bezirk der Laubacher Sparkasse als treuer und gewissenhafter Rechner. |Vermietungen] 3-Zimm.-Wohnung in ruhigem Einfamilienhaus in schöner Lage ab 1. April zu verm. Schriftliche Angebote u. 01039 an d. Gieß. Anz. 3fl.1Wen (nicht unter 17 wahren), f. tagsüber gesucht. Werner- i226d wall Nr. 29 U. Statt besonderer Anzeige. Am 24. Februar ist unsere liebe, treubesorgte Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Marie Kirch, geb. Wallenfels im Alter von 73 Jahren für immer von uns gegangen. Im Namen der Hinterbliebenen: Hans Kirch. Berufung des Landesbauernführers Dr. Wagner in den Heichsbauernrat. LPD. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Pressestelle der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Der Landesbauernführer für den Gau Hessen- Nassau, Pa. Dr. Wagner, wurde auf Grund seiner Tätigkeit als landwirtschaftlicher Gaufachberater (LGF.) der NSDAP, des Gaues Hessen- Darmstadt vom 18. April 1931 bis heute durch den Reichsbauernführer R. Walther D a r r ö als ordentliches, d. h. lebenslänglichesMitglied in den Reichsbauernrat berufen. Mit Landesbauernführer Dr. Wagner tritt ein Mann in den Reichsbauernrat, dessen Energie und Tatkraft in Verbindung mit großem organisatorischen Können die hessen-nassauische Landwirtschaft von Erfolg zu Erfolg geführt hat. Dr. Wagner hat sowohl als Landesbauernführer, wie als Landesbauernprasi- dent im Hessischen Staatsministerium innerhalb eines Jahres durch eine planmäßige und zielbewußte Anfassung der für das Bauerntum wichtigen Förderungsmaßnahmen Aufgaben gelöst, die im verflossenen System über verstaubte Aktenbündel in Regierung und Behörden nicht hinauskamen. Das rhein-mainische Bauerntum beglückwünscht ihn darum zu seiner Berufung von ganzem Herzen. Es weiß, daß es in ihm einen Vertreter im Reichsbauernrat besitzt, der es mit Nachdruck und Erfolg zu vertreten weiß. Ehrenrettung nach zwölf Jahren. LPD. Wetzlar, 26. Febr. Der Eisenbahnschaffner Karl Loh II. aus dem benachbarten Dutenhofen erfuhr jetzt vor dem Schöffengericht Wetz- lar eine außerordentliche Genugtuung, da eine Gefängnisstrafe von drei Monaten, die im Jahre 1922 wegen eines angeblichen Brikettdieb- stahls gegen ihn verhängt worden war, nach Wiederaufnahme des Verfahrens aufgehoben und seine Ehre durch einen Freispruch wiederher g e st e l l t wurde. Der Verurteilte gab sich damals mit dem Spruch des Gerichts, auf Grund dessen er aus dem Eisenbahndienst entlassen wurde, nicht zufrieden, sondern betrieb mit Hilfe einiger Freunde, die Wiederaufnahme des Verfahrens, die dreimal abgelehnt wurde, bis ihr jetzt die Staatsanwaltschaft in Limburg stattgab. Den beiden Urteilen lag die Auslegung der Behauptung zugrunde, daß der Schaffner am 3. Juli 1922 als Schlußbremser eines Güterzuges kurz hinter seinem Heimatbahnhof Dutenhofen in der Nähe seines dort stehenden Wohnhauses etwa 60 Briketts heruntergeworfen habe, um sie später einzusammeln und zu verwerten. Die Anzeige rührte von einem Bahnagenten her, der zu jener Zeit Hilfsrottenführer LlGA.-Gchnettzug im Schnee- sturm verunglückt. Tornados fordern zahlreiche Todesopfer in Amerika. Neu yo r k, 27. Febr. (DNV.-Funkspruch.) Die Sdjneeffürme, die gegenwärtig die Vereinigten Staaten heimsuchen, haben zu einem schweren Eisenbahnunglück geführt. Bei Pittsburg im Staate Pennsylvanien e n t g l e i st e die Lokomotive eines Schnellzuges in dem Augenblick, als eine Brücke passiert wurde. Mehrere Wagen st ü rz- ten in die Tiefe. Die Zahl der Toten wird mit 20 angegeben. Während der Nacht zum Dienstag hat der Schneefall unvermindert angehalten. In der Umgegend von Neuyork herrscht durch die verschneiten Straßen und Eisenbahnen ein Verkehrschaos. Mehrere Züge sind eingeschneit. Da die Zufuhren ausbleiben, wird für Neuyork Kohlenmangel befürchtet. Die Schneedecke beträgt 1 bis 1,50 Meter. Die Stadt Neuyork bot mit einer Schneedecke von etwa 30 Zentimeter Höhe und vollkommen vereisten Straßen ein malerisches Bild. Der Straßenverkehr und die Schiffahrt konnten nur zum Teil aufrechterhalten werden. Die Stadtbehäyde mußte am Montag weitere zwei Millionen Dollar für die Entfernung der ungeheuren Schneemassen bewilligen. Ueber 30 000 Arbeitslose waren als Schneeschipper beschäftigt. Im Hafen von Provincetown (Massachusetts) ist eine ganze Flotte von Fischerbooten im Werte von einer halben Million Dollar durch riesige Anstauungen stark gefährdet. Die Tornados, die in den letzten Tagen in den Südstaaten tobten, haben zahlreiche Todesopfer und ungeheuren Sachschaden verursacht. Man schätzt die Zahl der Toten bisher auf 16, die der Verletzten auf über 100. Es wird jedoch befürchtet, daß die Verlustziffern noch erheblich höher sind, da zahlreiche Ortschaften von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten sind. Schreckliches Ende eines jugendlichen Abenteurers. An der Edelweißwand bei Würgau (Oberfranken) fanden Bamberger Touristen die Leiche eines jungen Burschen in einer Felsenhöhle auf. Es handelt sich um den noch nicht 16 Jahre alten Lehrling Georg Eichner von Hallstadt, der seinen Verwandten und seinem Lehrmeister davonge- Beriditigung. Die Trauerfeier unseres 1b. Entschlafenen Ernst Christ Wieseck (Gänsemühle) findet am Mittwoch, dem 28. Februar 1934, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof In fliehen statt. Die trauernden Hinterbliebenen. 1235 D Zuverlässiges Halbtags* mädchen gesucht. O1038 Bisnarck8tp.32L Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom liebsten, was man hat, muß scheiden Heute morgen nahm Gott, der Herr meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgcuden, unvergeßlichen Vater, Schwiegervater, Großvater, meinen lieben Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herrn Johannes Lotz Rechner der Bezirkssparkasse Laubach nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 54 Jahren, zu sich in die Ewigkeit Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Jobs. Lotz Wwe., geb. Molch er Laubach, Flörsheim, Mainz-Kostheim, Lardenbach, den 25. Februar 1934 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 28. Februar, nachm. 3.30 Uhr, statt ___________________________________ 1233 p Nach Gottes unerforschlichem weisen Ratschluß entschlief im Herrn am Sonntagnachmittag gegen 5 Uhr im Kath. Schwesternhaus in Gießen unsere innigstgeliebte Tochter, meine treue Schwester, meine viel geliebte Braut Fräulein Maria Wagner im Alter von 28 Jahren. In tiefstem Schmerz, im Namen aller Trauernden: Heinrich Wagner V. und Frau geb. Gans, Heinrich Wagner, Heinrich Keller. Großen-Buseck, Sellnrod, am 26. Februar 1934. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. Arbeitsvergebung. Für die Gemeinde Grohen-Vuseck sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen vergeoen werden: Los I. Erd- und Kanalarbeiten: 500 cbm Erdaushub, 285 m Steinzeug- und Zementrohrverlegung. Los II. Lieferung von Steinzeugröhren von 150, 250 und 300 mm l. W., ingesamt 235 lfd. m und von Zementröhren von 40 cm l. W. = 50 lfd. m, sowie von Schachtringen, Stra- ßenfinkkasten, Schachtabdeckungen usw. Los III. Wasserleitungsarbeiten einschließlich Materiallieferung von 40 und 80 mm l. W. = 185 lfd. m. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Kulturbauamt Gießen offen, wo Angebotsvordrucke, soweit der Vorrat reicht, unentgeltlich zu beziehen und wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 10. INärz 1934, vormittags 10 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen; freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Gießen, den 22. Februar 1934. 1225D Kulturbauamt Gießen. H. Steinbach, Regierungsbaurat. in festlicher Kleidung, stürmische Begrüßung und begeisterte Huldigung, Blumen und immer wieder Blumen, so begrüßt das Hessenvolk seinen Reichsstatthalter. Der Film wird zweifellos seinen Siegeslauf durch das Hessenland nehmen. Heuer Orchesterleiler der Berliner Staatsoper. Der Kurkapellmeister von Bad Tölz, SA.-Musik- zugführer Dr. Müller-Prem, wurde mit Wirkung vom 3Jlär3* 1934 zum Leiter des Orchesters der Staatsoper Berlin berufen. Jörg Wager erfindet ein neues Musikinstrument. Der Begründer der deutschen Elektromusikforschung, Jörg M a g e r in Darmstadt, hat ein ganz neues Musikinstrument, das Partiturophon, erfunden. Dieses neue Hausinstrument soll die billigste und kleinste Orgel der Welt werden. Sie beruht auf dem elektro-akustischen Prinzip einer Orgel ohne Pfeifen. Während die französische Konstruktion aus 350 Radioröhren-Schwingapparaten zusammengesetzt ist, benutzt Jörg Mager nur fünf solcher Kästen, wodurch ein billiges Volksinstrument geschaffen wird. laufen war und anscheinend in den Jurabergen ein Abenteurerleben geführt hatte. Er hatte ein Bein gebrochen und konnte deshalb nicht mehr in eine bewohnte Gegend kommen, so daß er in seiner einsamen Felsenhöhle elendig umgekommen ist. Die sofort verständigte Gendarmerie machte beim Durchsuchen der niedrigen Höhle, in der Eichner wochenlang kampiert hatte, eine merkwürdige Entdeckung. Vor einigen Wochen war die Jagdhütte zweier Bamberger Jäger erbrochen und a u s g e - raubt worden. Die gestohlenen Sachen fanden sich nun in der Felsenhöhle wieder, darunter drei Jagdgewehre, ein alter Revolver, Jagdpatronen, ein Feldstecher, ein Mantel, Zigarren usw. Die Lebensmittel, die Eichner aus der Jagdhütte gestohlen hatte, hatte er restlos aufgebraucht. Nachdem die Mordkommission festgestellt hatte, daß ein Verbrechen nicht in Frage kommt, wurde die Leiche nach Scheßlitz übergeführt. Was den jungen Burschen zu dem Abenteurerstreich, den er mit seinem Leben bezahlen mußte, getrieben hat, ist noch vollkommen unklar. Er hatte bei seinen Verwandten in Hallstadt ein gemütliches Heim, sein Meister in Bamberg war mit ihm sehr zufrieden. Kunst und Wiffenschaff. „Hessen begrüßt feinen Reichsstatthalfer". Anläßlich des Gauparteitages fand in Frankfurt die Uraufführung eines Filmes statt, der besonders in Hessen mit großer Freude begrüßt werden wird. „Hessen bearüßt seinen Reicks st atthalte r", so heißt der Film, der in anschaulicher Weise die enge Verbundenheit des hessischen Volkes mit seinem Reichsstatthalt^r zeigt. Wir sehen zunächst die Schönheiten des Hessenlandes, die alten historischen Städte und Dörfer, die fruchtbaren Felder und die herrlichen Wälder. Alles atmet Frieden, bis plötzlich der Weltkrieg ausbricht. Wir sehen die hessischen Regimenter hinausziehen, erleben einige erschütternde Szenen des Krieges und lassen schließlich die schrecklichen Bilder der Heimkehr, der Revolution, der Besetzung und der Inflation an uns vorüberziehen. Dann ein Lichtblick: Abzug der Besatzung und begeisterte Huldigung für den Reichspräsidenten v. Hindenburg in Mainz. Weiter bringt der Film Bilder von oen Kämpfen der NSDAP, in Hessen und schließlich nach der Machtübernahme der Clou des Films: die Triumphfahrt des Reichsstatthalters durch Hessen. Ueberall, ob im Odenwald, in Rheinhessen oder in Oberhessen, dichte Menschenmauern ILichtspielhausGießen | Heute Dienstag Premiere! 12?2C I Die große Ueberraschung! IEin Riesenschritt vorwärts auf dem Entwicklungswege der ■ Ufa-Tonfilm-Operette! — Mit „Liebeswalzer“ geboren, I gefolgt von „Tankstelle*’ und „Kongreß“ — jeder I Film ein weiterer Fortschritt — und jetzt die Krone aller: I Renate Müller — Herrn. Thimig Vktor.VkM Fleißiges, türfit. Wen sucht zum Lobet 15. März Stellg. Schriftliche Angebote u. 01036 an d. Gieß. Anz. Aeltere, tüchtige einfache Stütze welche gut kochen kann und keinö Arbeit scheut sucht Stelle bei ält. Ehepaar. Schr.Angeb.unt. 01045 a.d.G.A. Betr.: Landwirtschaft!. Entschuldungsoerfahren Lud- | wig Döpp Eheleute in Climbach. Beschluß. Ueber den landwirtschaftlichen Betrieb des Landwirts Ludwig Döpp und feiner Ehefrau Luife, geb.« Rau, beide in Climbach, wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldoeryältnisse vom l.Juni 1933 heute um 8)4 vormittaas eröffnet. 1211D Die Landesbauernkasfe Rhein-Al ain-Neckar e. G. m. b. h. in Frankfurt a. Al., Bockenheimer Landstraße 25, wird zur Entschuldungsstelle ernannt Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 10. April 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meidung der in § 11 Abf. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 22. Februar 1934. Hessisches Amtsgericht. Die Trauerfeier unseres lieben Kameraden __ Ernst Christ Wieseck findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet llllllllllllllllllllllllllllll 2 schöne, gr.Zimm. mit Küche, ganz oder teilweise möbliert, zu vermieten. Schriftliche Angebote unt. 01047 a.den Gießen. Anzeig. llllllllllllllllllllllllllllll | Mietgesuche | Pens. Beamter sucht zuml.April eine 3-4-Zimni.-ton. Schrift!. Preisangebote unter 0898 an d. Gieß. Anzeiger erbet. 2 Zimmer und Küche gesucht. 01048 Goetbestr. 42 1 Ein Mädel zieht sich Hosen an und blufft die ganze Welt mit Hilde Hildebrand, Adolf Wohlbrück, Friedel Pisetta, Fritz Odemar, Aribert Wäscher Spielleitung: Reinhold Schünzel Einer der schönsten Filme der Ufa, eine originelle Tonfilm- Operette, in deren fröhlichen Verlauf aus einem Mädel (Renate Müller) ein Mann, und aus einem Mann (Hermann Thimig) eine feurige spanische Tänzerin, und aus dem Zuschauer ein lach., quietschvergnügtes Menschenkind wird. Alles freut sich, alles lacht wenn Viktoria den Viktor — und Viktor die Viktoria macht! Ferner gutes Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche Sichern Sie sich Plätze Im Vorverkauf. Tel. 4077 Besuchen Sie, wenn möglich, die ungekürzten Nachmittagsvorstellungen, da abends starker Andrang zu erwarten ist. NSÖ Nr. 49 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Dienstag, 27. Sebruar 1954 Der Schwur auf dem Königsplatz. I i Blick auf die feierliche Vereidigung vor den Propyläen in München, von wo die Eidesformel den Politischen Leitern im ganzen Reich von Reichsminister Rudolf Heß, dem Stellvertreter des Führers, vorgesprochen wurde. Kauderwelsch in aller Wett. Ein Streifzug durch die merkwürdigsten Sprachen der Erde. Am Baum der Sprache gibt es neben reich ausladenden Aesten und gerade gewachsenen Zweigen auch wunderliches Gestrüpp und Schlingwerk. Zu diesem gehören die Rot- oder Behelfs- Sprachen, die nicht organisch aus dem Wesen und mit der Entwicklung eines Volkes gewachsen sind, sondern die äußeren Bedürfnissen oder sozialen Verhältnissen ihre Entstehung verdanken. Da sie häufig zum Zwecke von Handel und Wandel geschaffen wurden, hat man sie Handelssprachen genannt, aber Professor Ernst Schultze, der diese seltsamen Mitzgeburten des Sprachgeistes in einer Abhandlung des „Sociologus" eingehend untersucht, schlägt als bessere Benennung Sklavenoder Diener-Sprachen vor, da sie am häufigsten zur Verständigung zwischen Herren und Dienenden benutzt wurden. Verständigung kann sich sogar wortlos vollziehen, wie der sogenannte „stumme Handel" zeigt, von dem schon H e r 0 d 0 t berichtet und der sich zwischen höher kultivierten und unterdrückten Völkern entwickelte. Auch die Trommelsprache der afrikanischen Reger, die Pfeif-Sprache auf der Kanarischen Insel Gomers sind Notbehelfe des Ausdrucks, wenn sie nicht irgendwelchen geheimen Zwecken dienen. Ersatzsprachen bilden sich zwischen verschiedensprachigen Menschen, von denen keiner die Sprache des anderen kennt und die sich irgendwie auf die bequemste Weise eine Verständigungsmöglichkeit zurechtmachen. Es entsteht dann ein wunderliches Kauderwelsch, das jedoch die Form einer richtigen, wenn auch unentwickelten Sprache annimmt und bestehen bleiben kann. So erzählt z. B. Andree von deutschen Ansiedlern in Orenburg, daß sie sich im Verkehr mit russischen und tartarischen Hausierern einen Mischmasch mit fremden Svrachbrocken geschaffen hatten, so daß etwa ein Satz lautete: „Dä Mämka (Verkleinerungsform von russisch Mutter) hat die Kischmisch (Traube) und die Uriuk (Aprikose) aus derselben Läfka (Laden) gekauft, wo ihr dä Kumgar (Waschnapf) gekauft habt." Die wichtigste dieser von Siedlern geschaffenen Mischsprachen ist das Pennsylvania-Deutsch, eine Vermengung des pfälzischen Dialekts der deutschen Einwanderer mit englischen Brocken, das noch heute von 1 bis 1,5 Millionen Menschen in Penn- sylvanien, im nordwestlichen Maryland, Ohio, Indiana und Kanadisch-Ontario gesprochen wird und eine ganze Literatur, besonders humoristischer Art, aufweist. Das älteste und berühmteste Kauderwelsch, das zu Handelszwecken geschaffen wurde, ist die Lingua franca, die in den Seehäfen der ganzen Levante, an den Küsten Kleinasiens, Syriens, des Schwarzen Meeres und Nordafrikas verstanden wird und aus dem Mittelalter stammt. Die Grundlage ist Italienisch, vermischt mit einem bunten Wirrwarr französischer, spanischer, portugiesischer und einiger lateinischer Brocken. Moliere hat im „Bürger als Edelmann" dem Mufti des Schlußballetts seltsame Laute in den Mund gelegt, die man so lange für blühenden Unsinn hielt, bis die Franzosen bei ihrem Einzug in Algier 1830 zu ihrem Erstaunen feststellten, daß die Gassenjungen die Sätze aus dem Moliere verstanden; es war Lingua franca. Die eigentlichen Sklaven- und Dienersprachen haben sich hauptsächlich im Verkehr zwischen Weißen und Farbigen in den letzten zwei Jahrhunderten gebildet,' vielfach beeinflußt durch den Sklavenhandel. Da ist das Kisuaheli, von den Engländern verächtlich „Geplapper" genannt, eine Verfilzung des Suaheli mit englischen Ausdrücken, ohne die aber kein Handelsmann und kein Forschungsreisender im schwarzen Erdteil auskommt. Die meisten Negerstämme an der Küste von Neu-Guinea sprechen außer den eigen Mundarten noch das sogenannte F a n t i, dessen Hauptbestandteil ein verballhorntes Neger-Englisch ist. Die westindischen Negersprachen verdanken ihre Entstehung dem Verkehr zwischen Plantagen-Besitzern und Sklaven. Die Ersatzsprache der ' Moskito-Küste läßt resolut alle Laute fort, die die Eingeborenen nicht aussprechen können, so daß z. B. Kaffee Kapi, Tabak Twaka heißt. Daß Papplomento in Guyana setzt sich aus Holländisch und verschiedenen Neger- Idiomen zusammen. Eine eigenartige Wandersprache im westlichen Gebiet des Stillen Ozeans ist das sogenannte „Beach-la-mar", entstanden aus dem französischen Wort für Seegurke. Der Handel mit diesen Gurken, dem Trepang, führte französische Händler mit den Fischern zusammen, die durch ihre schlechte Aussprache des französischen Wortes den Namen schufen, der dann auf das später entstandene Sprachgemisch übertragen wurde. Dieses Kauderwelsch, das hauptsächlich von Walfischfängern und Sklavenhändlern ausgebildet wurde und auch das „Pidgin-Englisch" der Südsee heißt, hat nur geringen französischen Einschlag, während der Hauptwortschatz englischen Ursprungs ist. Die verbreitetste Ersatz-Sprache der Welt ist das in Ostasien entstandene und dann weit in den benachbarten Gebieten eingenistete „Pidgin-Englisch", ein entsetzliches Gemengsel aus einem ganz kleinen englischen Wortschatz, durch portugiesische und malaiische Sprachfetzen verunreinigt und schließlich in Aussprache und Grammatik dem Chinesischen angenähert. Diese sprachliche Mißgeburt ist zweifellos durch einen Zwang gefördert worden, den die Engländer in China ausübten. Da sie selbst sich zu aut dünkten, um chinesisch zu lernen, und in John Chinaman eine kulturell tiefstehende Rasse vor sich zu haben meinten, mit der man wie mit Kindern sprechen müsse, so bedienten sie sich einer kindisch lallenden, absichtlich verstümmelten und verdrehten Sprache, die die Chinesen von ihnen lernten. Ist so die Verbreitung des Pidgin durch ein völkerpsychologisches Mißverständnis unterstützt worden, so stellt doch überhaupt die kindliche Form des Sprechens ein allgemeines Merkmal dieser Sprachen dar. Indem sich der Herr auf das so viel tiefere Niveau des Dieners herabläst, reder er mit ihm wie mit einem Kinde und der Sklave lallt ihm nach. Dazu kommt noch die meist unfreiwillige, manchmal aber auch absichtliche Komik, die dem Ganzen einen humorvollen Anstrich gibt und mit zur Benutzung des primitiven Sprach-Salats beiträgt. Einheitliches Fernsprechbuch für das Rhein-Maingebiet. Frankfurt a. 26. gebr. (LPD.) Die In- dustrie- und Handelskammer für das Rhein-Mai- nische Wirtschaftsgebiet hat an die Oberpostdirektion Frankfurt am Main eine Eingabe gerichtet, in der sie die Bitte ausspricht, im Interesse der Einheit des Rhein-Main-Gebiets die Herausgabe eines gemeinsamen, alphabetisch in sich geordneten F e r n s p r e ch b u ch e s für das Rhein-Main- Gebiet alsbald in die Tat umzusetzen. Bei der Belebung der Wirtschaft im Rhein-Main- Gebiet mache sich das Fehlen eines solchen Fernsprechbuches, das jedem Teilnehmer der Bezirke Frankfurt und Darmstadt unentgeltlich zugestellt wird, äußerst nachteilig bemerkbar. Die Postbehörde würde bei Erfüllung dieses Wunsches ebenfalls mit einem vermehrten Fernsprechverkehr und damit mit einer Mehreinnahme rechnen können. Erfahrungsgemäß unterbleiben häufig Anrufe, wenn erst die Nummer des Teilnehmers mühsam gesucht oder gar bei den Auskunftsstellen erfragt werden muß. Büchertisch. — Gaupp - Stein - Ionas, Kommentar zur Zivilprozeßordnung, 15. neubearbeitete Auflage, zwei Bände, 1933 f., Lieferung la nebst Ersatzbogen und Lieferung 3. Subskriptionspreis 1,60 Mk. und 10,35 Mk. — (330, 352) — Seit Abfassung der unlängst erschienenen Besprechung des Kommentars ist das Gesetz zur Aende- rung des Verfahrens in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten erschienen und auf Grund dieses Gesetzes die Zivilprozeßordnung neu bekanntgemacht worden. Diese tiefgreifende Abänderung der ZPO. machte eine weitgehende Neukommentierung der bereits in den ersten' beiden Lieferungen erläuterten Gesetzesbestimmungen notwendig. Diese Neukommentierung ist enthalten in der Lieferung la und den ihr lose beigegebenen Ersatzbogen. Die Lieferung la enthält aber ferner die bislang noch ausstehende Erläuterung der §§ 108 bis 127 (Sicherheitsleistung und Armenrecht). Die Lieferung 3 bringt den Kommentar zu den §§ 253 bis 360. Das nun schon weit vorgeschrittene Werk befindet sich auf dem neuesten Stande. Iter Verlag stellt die Ersatzbogen den Subskribenten nicht in Rechnung. Der Subskriptionspreis ist am 31. Dezember 1933 erloschen. E. DerFeierabendanzug der Deutschen Arbeitsfront Die Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront teilt mit: „Für die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront habe ich mich entschlossen, einen Festanzug zu schaffen, welcher von denfelben bei festlichen Veranstaltungen getragen werden soll. Dieses Ehrenkleid soll den schaffenden deutschen Menschen, ohne Unterschied des Standes, als Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft kennzeichnen und damit seine Stellung als vorbildliches Mitglied der Gesellschaft festlegen. gez. Dr. Ley." Diese Anordnung des Führers der Deutschen Arbeitsfront, die, wie kaum eine andere, geeignet ist, die Begriffe des Standes- und Klassenunterschiedes zu beseitigen, ist von allen Volksgenossen mit Freude und Begeisterung ausgenommen worden. Zwei Gesichtspunkte sind es, die die überragende Bedeutung gerade dieses Gedankens Herausstellen. Der eine ist in dem Wortlaut der Anordnung bereits enthalten, und zwar in der Kennzeichnung aller schaffenden INenschen als vollwertige Mitglieder der Deutschen Volksgemeinschaft. Es ist eine Tatsache, daß der Unterschied in der Kleidung vielfach dazu beigetragen hat, ein gewisses Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den bessergekleideten Betriebsführern, Leitern, Angestellten und Beamten, in die Arbeiterschaft zu tragen. Der zweite Punkt ist nicht minder bedeutend in seiner Auswirkung, denn hierdurch besteht die Möglichkeit, ein schwer darniederliegendes handwerkliches Gewerbe zu retten, und damit Hunderttausenden von Volksgenossen eine auskömmliche Existenzgrundlage zu schaffen. Da es den Arbeitern aber vielfach nicht möglich ist, sich in kurzer Frist einen solchen Anzug zuzulegen, haben sich einsichtsvolle Unternehmen dazu entschlossen, ihrer Gefolgschaft bei der Anschaffung des neuen deutschen Gesellschaftsanzuges zu helfen. Erinnert fei hier an das vorbildliche Verhalten einer sächsischen Firma, die einen Betrag von 5000 Mark zur Verfügung stellte, um allen Betriebsangehörigen kostenlos Festanzüge zu beschaffen. Auch in Kreisen der rheinischen Wirtschaftsführer hat dieser neue Gemeinschaftsgeist bereits Eingang gefunden. Werkführer haben dort zugesagt, bis zur Hälfte die Anschaffungskosten selbst zu tragen, der andere Teil, der der Gefolgschaft vorgestreckt wird, soll in 26 Wochenraten vom Lohn abgezogen werden. Eine Firma in Hannover- Land übernimmt sofort die Kosten für die Her- n von 200 Feierabendanzügen. Die Hälfte sten wird in wöchentlichen Raten von einer Mark einbehalten, den restlichen Teil macht die Firma ihrer Belegschaft zum Geschenk. Wir könnten die Reihe solcher Firmen, die von dem neuen Gemeinschaftsgeist durchdrungen sind, endlos aufstellen. Deshalb haben wir uns entschlossen, in unserer heimatlichen Presse einen Ehrenplatz für die Velriebsführer zu reservieren, die ihrer Gefolgschaft die Anschaffung des Feierabendanzuges der Deutschen Arbeitsfront, sei es durch Üebernahme eines Teiles der Kosten oder durch Kreditierung des Herstellungswertes, ermöglichen. SJL-'Spoit Deutschlands Fußballelf gegen Luxemburg. Lin Weltmeisterschafts-Ausscheidungsspiel. Am 11. März findet in Luxemburg-Stadt das Weltmeisterschafts-Ausscheidungsspiel Deutschland — Luxemburg statt. Der Deutsche Fußballbund hat für dieses Spiel zwar nicht — wie ursprünglich geplant — eine rein westdeutsche Mannschaft gestellt, aber es befinden sich immerhin neun Westdeutsche in der Elf, die durch die Süddeutschen H a r i n g e r und O e h m ergänzt wird. Mit Ausnahme des rechten Flügels Suchy-Billen von Hamborn 07, haben die anderen Leute alle schon ein- oder mehrmals in eine Nationalmannschaft gestanden. Die recht interessante Aufstellung hat folgendes Aussehen: Buch loh (Speldorf); H aringer (Bayern München), Hund (Schwarz-Weiß Essen); Janes (Fortuna Düsseldorf), Szepan (Schalke 04), Oehm (1. FC. Nürnberg); Suchy, Billen (beide Hamborn 07), Hohmann, Rasselnberg (beide VfL. Benrath), K o b i e r s k i (Fortuna Düsseldorf). Die Mannschaft ist wesentlich stärker als die westdeutsche Vertretung, die kürzlich in Lille gegen Nordfrankreich nur ein Unentschieden von 3:3 erzielen konnte. Sie dürfte u. E. die Aufgabe, Luxemburg zu schlagen und damit Deutschland den Weg in die Endspiele um die Fußball-Weltmeisterschaft frei zu machen, glatt lösen können. Luxemburg soll und darf dabei keineswegs unterschätzt werden, die tapfere Vertretung des kleinen Landes hat noch am letzten Sonntag durch ihren schönen 3:2-Sieg über Belgien-8 in Charleroi bewiesen, daß sie einen recht guten Fußball spielt und kämpfen kann. Der Schießsport im GauXV (Hessen) Zur Vorbereitung für die Deutschen Kampfspiele 1934 und zum Training für die Olympischen Spiele 1936 haben sich aus dem Gau 15 (Hessen) des Deutschen Kartells für Jagd und Sportschießen, Abteilung Kleinkaliber-Schießsport (Fachgruppe III des Deutschen Schießsport-Verbandes), bereits zahlreiche Schützen gemeldet. Auf die einzelnen Gruppen verteilen sich die Meldungen wie folgt: Einzelschießen mit offenem Visier 52 Schützen; Einzelschießen mit beliebigem Visier 25 Schützen; Mannschaftsschiehen mit offenem Visier 9 Mannschaften; Olympia-Bedingung, Einzelschießen 15 Schützen. Der erste Ausscheidungskampf für die Olympia-Bedingung findet am 18. März in Frankfurt a. M. statt. Beccali startet in Berlin. Nach der Erteilung der Starterlaubnis durch den Italienischen Leichtathletik-Verband hat nunmehr der Olympiasieger und Weltrekordläufer Luigi B e c c a l i telegraphisch und brieflich sein bestimmtes Kommen zum 23. Berliner Hallensportfest am 4. März im Sportpalast angekündigt. Ganz Berlin wird dem ersten Start Beccalis in der Reichshauptstadt mit großem Interesse entgogensehen. Erwin Casmir in Stockholm. Der einstmals bekannteste deutsche Fechter, Erwin C a s m ür = Frankfurt hat jetzt eine ehrenvolle Einladung erhalten. Zusammen mit dem Ulmer G e i - w i tz nimmt der Frankfurter am Stockholmer Fechtturnier, das am kommenden Donnerstag seinen Anfang nimmt, teil. Kurze Sportnotizen. Max Schmeling ist in Begleitung seines Trainers Machon wieder in Deutschland eingetroffen. Er äußerte, daß er durch die Niederlage, die er sich selbst zuschreibt, gelernt habe, denn durch die langen Kampfpausen sei er steif und langsam geworden. Der Deutsche will sich jetzt durch dauerndes Kämpfen wieder in die vordere Reihe der Schwergewichtsboxer der Welt bringen und keineswegs, feine. Laufbahn mit dieser Niederlage durch Hamas 'beenden. * Birger Ruud, der bekannte norwegische Skiläufer, wurde jetzt vom Deutschen Ski-Verband offiziell als Olympiatrainer verpflichtet. Der Norweger wird sein Quartier in München aufschlagen und mit dem theoretischen Unterricht schon im Sommer beginnen. Aus dem Reiche des Wintersports. Die Skilcinderkämpfe der Studenten abgeschloffen. Die Skiländerkämpfe Deutschland—Schweiz und Deutschland—Japan, die im Rahmen der deutschen Hochschulmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen durchgeführt wurden, konnten am Montag mit den letzten Wettbewerben abgeschlossen werden. Deutschland gewann am Vormittag zunächst den Staffellauf gegen Japan und errang damit einen überlegenen Gesamtsieg mit 2013,70 Punkten vor Japan (1848,49 Punkten). Den Slalomlauf innerhalb des Treffens gegen die Schweiz gewann Kaech-Schweiz in 43 Sekunden vor dem Freiburger Stober und von Weech-München. Im Gesamtergebnis kam so die Schweiz zu einem knappen Erfolg mit 890,26 : 880,45 Punkten. Die kI8-Rennen in Sollestea. Höhepunkt und Abschluß. Die internationalen FIS - Skirennen in dem schwedischen Städtchen Solleftea fanden am Sonntag mit dem großen Sonder-Sprunglauf — der wieder mit deutscher Beteiligung ausgetragen wurde — ihren alanzvollen Höhepunkt. Rund um die Hallstabergschanze hatten sich nicht weniger als 25 000 Zuschauer eingefunden, die abermals einen norwegischen Sieg sahen. Christian Johansson kam mit Sprüngen von 51 und 59 Meter vor A. Havde (Norwegen) und dem Schweden Sven Eriksson auf den ersten Platz. Die Deutschen hielten sich in dem internationalen Konzert wieder ausgezeichnet. Der junge Berchtesgadener Hans Ostler war sogar mit seinem 12. Platz (Note 215.8) bester Mitteleüropäer; Alfred Stoll (Berchtesgaden) lag nach dem ersten Gang sogar mit an der Spitze, vergab sich aber später alle Chancen durch eine ausgesprochen schwache Haltung und landete auf dem 15. Rang. Karl Dietl erreichte noch den 23. Platz für die deutschen Farben. Den Abschluß der Wettkämpfe bildete am Montag der 50-Kilometer-Dauerlauf, der der ausrichtenden Nation endlich den schon lange sehnsüchtig erwarteten Sieg einbrachte. E. Viklund gewann den Lauf in der guten Zeit von 4:06:43 vor seinem Landsmann Nils Eglund. Deutsche waren in dieser Konkurrenz nicht am Start erschienen. Mntersporifest des Deutschen Ostens. Das „Wintersportfest des deutschen Ostens" in Krummhübel und Brückenberg war ein großer Erfolg. Der deutsche Eishockey meister „Brandenburg" Berlin kam zu zwei Erfolgen und schlug Beu- then 09 mit 3:0 sowie eine schlesische Auswahlmannschaft mit dem gleichen Ergebnis. In den Vie - rerb ob rennen siegte wie erwartet der Zweier- Weltmeister Kilian (Garmisch) auf seinem Bob „Olympia" in Rekordzeit. Berliner Erfolge gab es im Kunstlaufen, bei «den Herren durch Haertel und bei den Damen durch Frau Paula Schmidt und im Paarlaufen durch Frl. Hempel - Weiß. Im Patrouillen lauf triumphierte etwas überraschend die SA.-Patrouille des Sturms 33 der Jäger-Standarte Hirschberg vor dem Militär - Spv. Hubertus Hirschberg und im Eisschießen belegte die Mannschaft Obermaier (Bad Reinerz) den ersten Platz. Auf der Koppenschanze in Krummhübel wurde das Springen abgewickelt. Den weitest gestandenen Sprung führte Meine! (Aschberg) mit 46,5 Meter aus, für den Sieg in der Kombination Lang- und Sprunglauf kamen jedoch nur Bleidl (Aschberg) und Ermel (Brückenberg) in Betracht, von denen ersterer dank seiner besseren Sprünge Sieger wurde. Sonja Henie in München. 5000 Zuschauer waren am Samstagabend im Münchener Prinzregenten-Eisstadion anwesend, um das unerreichte Können der vielfachen Weltmeisterin im Eiskunstläufen, der Norwegerin Sonja Henie, zu bewundern. Die Norwegerin zeigte ihre Welt- meisterschafts-Kür- und ein weiteres Schaulaufen und erntete für ihre ausgezeichneten Leistungen stürmischen Beifall. Besonderes Interesse fand auch das Eishockeyspiel zwischen den Zweiten der die»» jährigen Weltmeisterschaft, den US A.^angers, und dem SC. Rießersee. Die Amerikaner kamen auf Grund ihrer besseren Gesamtleistung zu einem Siege mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0). Die Treffer erzielten Stubbs und Smiths (2). Ein Revanchespiel auf hem Rießersee sah am Sonntag die Amerikaner er- Keut in Front. Diesmal endete das Spiel mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) allerdings knapper. Das einzige Tor des Tages erzielte Stubbs. Nekord-ilnfinn im Skispringen. In der Schweiz plant man, demnächst auf der Riesenschanze von Bretaye-Dillars ein Skispringen zu veranstalten, das den Zweck haben soll, einen Weltrekord im Springen aufzustellen. Es ist sogar allen Ernstes beabsichtigt, den Schanzentisch um 10 Meter zurückzulegen, um Weiten biszu 10 0 Meter erzielen zu können. Es sollen sich auch einige bekannte Springer, wie die Norweger Sigmund Ruud bereiterklärt haben, an dem gefährlichen Unternehmen teilzunehmen. Mütter, die NS-Lolkswohlfahrt kämpft für Euch! Werdet Mitglieder der NS.- Bolkswohlfahri! März 28,50; Roggenmehl (70/60 o. $)., norddeutjches, prompt) 22,50 bis 24 (ruhig); Roggenmehl (Pfalzer und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25, Weizen- f(eie (feine, mit Sack) 10,25 bis 11, (grobe, mit Sack) 10,75; Roggenkleie 10,25 bis 11; Weizenfuttermehl 1150- Roagenfuttermehl 11,50 bis 12; Weizennachmehl 15 bis 15,25; Weizennachmehl IVB 16 bis 16,25 Mark. — Tendenz: Mühlennachprodukte ruhig. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 26. Febr. Der Getreide- großmarkt verkehrte auch zu Beginn dieser Woche in nach wie vor sehr ruhiger Haltung. Das Angebot war nicht drängend, für die schwache Nachfrage blieb es aber voll ausreichend. Hafer war knapper und etwas fester, die übrigen Getreidear- fen hatten unverändertes Preisniveau. Das Mehlgeschält beschränkte sich weiterhin nur auf bk Leckung des notwendigsten Bedarfs, wodurch sich auck die starke Zurückhaltung der Mühlen beim ©etreibeetntauf erklären lägt, «raftfutarrntttel Mtt- ben stetig, Soyaschrot weiter etwas befestigt W-I- ISr'hte 196 Roggen 172,50 bis 173, Brau- aerfte 175 bis 177,50, Hafer 147,50 bis 150, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,40 bis 29,95, do ohne 27,90 bis 28,45, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, do südd. Spez. 0 24, Weizen- kleie 10 bis 10,10, Weizenfuttermeh "'35 Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,35 bis 15,45 Nalmkuch-n 15,05 bis 15,15, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20, Treber 15,75, Trockenfchnitzel 9,80 Kartoffeln; Industrie hiest Gegend unverändert Mk. 2,80 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Wirtschaft. Frankfurter Börse. RMlagsbörfe freundlich. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Börse ver-. zeichnete zum Wochenbeginn in Nachwirkung der letzten günstigen Wirtschaftsnachrichten und der gebesserten außenpolitischen Situation eine weiter freundliche Stimmung. Das Geschäft nahm indessen keinen größeren Umfang an, abgesehen von wenigen Spezialwerten. Bon der Kundschaft lagen aber überwiegend kleine Kaufaufträge vor, die Kulisse zeigte dagegen eine gewisse Zurückhaltung. Entlastungsverkäufe für den bevorstehenden Ultimo dürften nur in ganz vereinzelten Fällen herausgekommen sein. Bei uneinheitlicher Kursgestaltung am Aktienmarkt überwogen gegen den Wochenschluß meist leichte Erhöhungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Etwas lebhafter waren AG. für Verkehrswesen (plus 1,50 v. H.), Rütaerswerke (plus 1,40 v. H.), L. Tietz (plus 1,75 o. H.), ferner Deutsche Erdöl mit plus 0,50 v. H., sowie Reichsbankanteile mit plus 0,75 v. H. Montanaktien bröckelten nach der Befestigung vom Samstag meist bis 0,50 v. H. ab, außer Rheinstahl, die 1,25 v. H., Buderus und Mannesmann, die bis 0,50 v. H. anzogen. Farbenindustrie bei kleinem Geschäft bis 0,65 v. H. höher, auch Metallgesellschaft 0,50 v. H. freundlicher, Scheideanstalt unverändert 186 v. H. Elektrowerte lagen uneinheitlich, wobei Siemens 1 v. H., Elektr. Lieferungen und AEG. je 0,25 v. H. verloren, anderseits Geffürel, Licht 8c Kraft je 0,50 v. H. und Lohmener 0,65 v. H. anzogen. Von Einzelwerten lagen Zellstoffpapiere bis 0,50 v. H., Deutsche Linoleum 0,50 v. H. freundlicher, dagegen Cement Heidelberg 0,75 v. H. niedriger. Von Kunstseidenaktien büßten Bemberg 1,65 v. H. ein, Aku lagen mit 53 v. H. gut behauptet. Am Rentenmarkt erstreckte sich das Geschäft in der Hauptsache auf umgetauschte Dollar-Bonds, die bei lebhaften Umsätzen 0,25 bis 0,50 v. H. gewannen. Deutsche Anleihen waren vernachlässigt und eröffneten bis 0,40 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,50 v. H., Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. niedriger, während Stahlverein- Bonds 0,50 v. H. höher einsetzten. Im Verlaufe wurden die Umsätze etwas lebhafter. Der A k t i e n m a r k verzeichnete überwiegend Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Scheideanstalt gewannen 1,50 v. H., AG. für Verkehrswesen 1 v. H., Bekula 1,13 v. H., Deutsche Linoleum 2 v. H. Cement Heidelberg holten ihren Anfangsverlust wieder auf, Farbenindustrie lagen nach mehreren Schwankungen am Schluß mit 133,13 v. H. 0,90 v. H. schwächer. Ferner gingen Rheinstahl um 0,75 v. H., Rütgerswerke um 0,50 v. H. zurück. Fest lagen noch Mansfelder mit plus 1,25 v. H. Am Rentenmarkt waren späte Reichsschuldbuchforderungen im Verlaufe wieder gut erholt, auch deutsche Anleihen konnten sich um 0,25 v. H. bessern. Stahlverein-Bonds gewannen nochmals 0,50 v. H. Reichsmark-Anleihen zwar weiter lebhaft, aber bei unveränderten Kursen. Staats- und Länderanleihen waren ruhig, dagegen ■ Stadtanleihen etwas gefragt und bis 0,75 v. H. höher, nur Mainzer von 26 und 28 je —0,50 v. H. (81,50). Am Pfandbriefmarkt befestigten sich Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen bis 0,50 v. H., dagegen lagen Liquidationspfandbriefe durchschnittlich 0,25 v. H. niedriger. Auslandsrenten lagen still. Tagesgeld kurz vor dem Ultimo gefragt und bei 4 v. H. um 0,50 v. H. erhöht. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse verkehrte allgemein in stiller Haltung. Don der Bankkundschaft lagen Aufträge kaum vor, während die Kulisse vor dem Ultimo keine Neigung zu Neuengagements bekundete. Anderseits kam Angebot nicht heraus, so daß die erhöhten Berliner Schlußkurse meist gut behauptet blieben. Darüber hinaus waren Deutsche Linoleum um 1,25 o. H. fester, während Farbenindustrie und einige andere Papiere geringprozentig abbröckelten. Im Verlaufe blieb es unvermindert still und die Kurse waren kaum verändert. Am Rentenmarkt konnte sich ebenfalls kein nennenswertes Geschäft entwickeln. Deutsche Anleihen, späte Reichsschuldbuchforderungen, Stahloerein-Bonds sowie Reichs- mark-Anleihen waren gut gehalten. Von letzteren zeigte sich später etwas Nachfrage nach 1951er Stahlverein zu 83 bis 83,50 und nach 6proz. Preußen zu 61,50 bis 62. Pfandbriefe lagen ebenfalls ruhig. Die Börse schloß in stiller, aber freundlicher Haltung. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19.30, Altbesitzanleihe 96,50, 6proz. Stahlverein 72,25, Schutzgebietsanleihe alle 9,45, 6proz. Rhein. Hyp.-Bank- Goldpfandbr. R 37/38 83,25, 5V2 proz. Franks. Hyp.- Bank-Liquidationspfdbr. 91,65, Gelsenkirchen 63,25, Klöckner 67, Mannesmann 69,90, Phönix 49,75, Rheinstahl 90,75, Stahlverein 42,25, Aku 52,75, Bekula 131,65, Daimler 46,90, Deutsche Linoleum 51,25, Scheideanstalt 187, Licht und Kraft 104,50, JG.-Farben 133,25, Goldschmidt 63,25, Holzmann 71, Metallgesellschaft 77,75, Schuckert 103, Siemens 150, Zellstoff Waldhof 48,75, Lloyd 31,75. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Febr. Auftrieb: Rinder insgesamt 1287 (gegen 1166 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 424 Ochsen, 128 Bullen, 431 Kühe und 301 Färsen. Kälber 442 (505), Schafe 152 (67), darunter 116 (54) Hämmel, Schweine 3728 (4245). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 32, B 30 bis 31, C 27 bis 29, D 24 bis 26. Bullen A 29, B 27 bis 28, C 25 bis 26, D23 bis 24; Kühe A 27 bis 28, B 24 bis 26, C 18 bis 23, D 12 bis 17; Färsen A 32 bis 33, B 30 bis 31, C 27 bis 29, D 23 bis 26. Kälber: Sonderklasse nicht notiert, andere A 44 bis 45, B 39 bis 42, C 33 bis 38, D 27 bis 32. Lämmer und Hämmel: Bl Stallmast 33 bis 34, C mittlere 31 bis 32; Schafe E 30, F 27 bis 29, G 23 bis 25. Schweine A 47 bis 50, B 46 bis 49, C 45 bis 49, D 42 bis 48, E 39 bis 45, F nicht notiert, G Sauen 40 bis 43. Im Preisoergleich zum letzten Montagsmarkt gaben Ochsen und Hämmel je 1 Mark, Kühe 1 bis 2 Mk. nach, während Schafe und Schweine um 1 bis 2 Mark anzogen und Bullen, Färsen und Kälber unverändert blieben. Marktverlauf: Rinder schleppend, geringer Ueberstand. Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine ruhig, Ueberstand. F le i s ch g r o ß ma r k t. Beschickung: 623 Viertel Rindfleisch, 47 ganze Kälber, 26 ganze Schafe, 173 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 54, II 44 bis 50; Bullenfleisch 46 bis 52; Kuhfleisch II 36 bis 42, III 25 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 50 bis 60. Hammelfleisch 64 bis 70. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig. Mannheimer Getreidebörse Mannheim, 26. Febr. Weizen (inländllcher, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,85 bis 19,90 Mark, per Februar Bezirk 9 19,35, Bezirk 10 19,55, Bezirk 11 19,85 (ruhig); Roggen (inländischer, süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 16,90 bis 17, per Februar Bezirk 8 16,30, Bezirk 9 16,60 (ruhig); Hafer (inländischer) 15,50 bis 15,75 (ruhig); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 18,50; Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 18,50; Futtergerste (inländische) 17; Wintergerste (neue, inländische, ohne Notiz); Mais (La Plata, im Sack) 19,25 bis 19,50; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,25; Kokoskuchen 17,25; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (getrocknet, inländische, mit Sack) 16,75; Malzkeime 14,50, Trockenschnitzel (lose, ab Fabrik) 9,75 bis 10; Rohmelasse 8,50; Steffen- schnitzel 11,25; Wiesenheu (loses) 6 bis 6,40; Rotkleeheu 6,40 bis 6,60; Luzernekleeheu 7,60 bis 7,80 (ruhig); Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2.40, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen- Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Februar 29,70, per März 30; Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Februar 28,20, per Hitler schafft Arbeit. Weitere bewilligte Maßnahmen des Arbeits- befchaffnngsprogramms des Rhein—Main-Gebiets: Maßnahme: Tagewerke: Dränierung von Grundstücken in den Fluren 3 bis 9 durch die Gemeinde Obereschbach 1250 Ausführung von Dränagearbeiten durch Gemeinde Rohdorf 1700 Instandsetzung des Mühlbaches, Herstellung eines Grundablasses, Instandsetzung des Stadtmühlwehrs und Urbarmachung von Oedland durch Gemeinde Pfeffersheim 3000 Regulierung der Pfrimm in der Gemarkung Wachenheim 3800 Erdarbeiten in der der Gemeinde Mainflingen im Rahmen des llferausbaues vor Mainflingen 1000 Ausbau einer gemeinschaftlichen Dränage in der Gemarkung Mardorf, II. B. A. 4700 Ausführung einer Entwässerungsanlage durch Dränage durch Gemeinde Albig 250 Herstellung des Seegrabens durch Gemeinde Wolfsheim ™ Regulierung der Selz in der Gemarkung Hahnheim 6700 Aufforstung von Oedland durch Stadt Rotenburg "45 Dränage von Grundstücken in den Fluren 1 bis 6 durch Feldbereinigungsgesell- schaft Fischbach 1200 Entwässerung von Grundstücken durch Gemeinde R a i n r o d 2400 Herstellung von Dränagen in den Fluren 5, 10, 11 und 12 durch Gemeinde Bingenheim 3800 Dränage von Teilen der Fluren 2, 11 und 12 durch Gemeinde Bönstadt 2620 Dränage von Gemeindegrundstücken durch Gemeinde Harbach 450 Entwässerung von Grundstücken durch Gemeinde Elpenrod 3150 Dränage von Teilen der Fluren 2 und 3 durch Gemeinde Oberflorstadt 2300 Eisen marschiert. Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter. Von allen großen Wirtschaftszweigen zeigt die Eisenerzeugung am deutlichsten die Zeichen der allgemeinen Belebung. Diese be- schränkt sich zwar keineswegs auf Deutschland, sondern fast in der ganzen Welt ist die Eisen- und Stahlproduktion nach Ueberwindung der Krise wieder im Wachsen. Aber erfreulicherweise marschiert unter den großen nationalen Eisenindustrien die deutsche inbezug auf die Wiederzunahme der Produktions- und Absahziffern an der Spitze. Die Roheisenerzeugung der Welt, die im Jahre 1932 einen Tiefstand von 39,9 Millionen Tonnen erreicht hatte, ist im Jahre 1933 wieder auf 49,2 Millionen Tonnen gestiegen. Die Welt-Rohstahl- gewinnung hat sich sogar von 51 auf 68,5 Millionen Tonnen erhöht. Noch immer bleibt freilich die Welt-Eisenproduktion um 50, die Welt-Rohstahl- produktion um 44 v. H. hinter dem im Jahre 1929 erreichten Stande zurück. Aber im großen und ganzen geht doch die Entwicklung ay den internationalen Eisen- und Stahlmärkten wieder aufwärts, wenn auch das Tempo der Erholung in den verschiedenen Eisenproduktionsländern sehr verschieden groß ist. Wie schon erwähnt, hat die deutsche Eisenindustrie im Jahre 1933 die schnellsten Fortschritte gemacht. Die deutsche Roheisenerzeugung stieg von 2,27 auf 3,93, die deutsche Rohstahlgewinnung von 5,77 auf 7,59 Willion-n Tonnen. Auch wenn man berücksichtigt, daß die deutsche eisenschaffende Industrie im Jahre 1932 auf ein besonders niedriges Produktionsniveau gelangt war, ist die starke Zunahme der Produktionsziffern bewundernswert. Das zeigt am besten ein Vergleich mit den übrigen Eisenländern. Auch die französische Eisenindustrie hat ihre Erzeugung steigern können. Aber die Roheisenproduktion erhöhte sich hier nur von 5,54 auf 6,34, die Rohstahlgewinnunq von 5,69 auf 6,58 Millionen Tonnen. In der Rohstahlerzeugung hat Deutschland also Frankreich schon wieder beträchtlich überholt. Die englische Roheisenerzeugung ist in der gleichen Zeit von 3,63 auf 4,19, die Rohstahl- erzeugung von 5,50 auf 7,32 Millionen Tonnen gestiegen. Die englische Rohstahlerzeugung war also im Jahre 1933 geringer als die deutsche. die in Europa nun wieder an der Spitze marschiert. Die Entwicklung der amerikanischen Eisenindustrie hat manche Aehnlichkeit mit der deutschen. Auch sie ist durch die Auswirkungen der Weltabsatzkrise sehr stark vermindert worden, hat sich aber im Jahre 1933 in schnellem Tempo erholt. Gegenüber dem Notjahr 1932 stieg die amerikanische Roheisenerzeugung im Jahre 1933 von 8,92 auf 13,52, die amerikanische Rohstahlerzeu- gung von 14,02 auf 24,04 Millionen Tonnen. Was die übrigen Eisenländer anbetrifft, so ist die Eisen- und Stahlerzeugung Luxemburgs und Belgiens im Jahre 1933 nochmals zurückgegangen, wenn auch nur in geringem Maße. Ein vergleich mit diesen beiden Ländern zeigt besonders deutlich, wie stark die Auftriebstendenzen in der deutschen Eisen- und Stahlindustrie sind. Diese hat die Hindernisse, die ihr die Autarkie- bestrebungen zahlreicher früherer Eisenverbrauchs- länder entgegenstellten, zu überwinden vermocht, weil ihr die Zunahme des Jnlandabsatzes die Möglichkeit gab, ihre Erzeugung beträchtlich zu er- höhen. Preuhen. Dr. £üer in die Akademie für Deutsches Recht berufen. LPD. Frankfurt a. M., 26. Febr. Staatsminister Dr. Frank, der Führer der deutschen Rechtsfront, hat den Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Handelskammerpräsident Dr. L ü e r, in Anerkennung seiner Verdienste zum Mitglied der Akademie für Deutsches Recht ernannt. Kreis Wetzlar Rodheim a. d. B., 26. Febr. Die von der hiesigen Schulgruppe des VDA. veranstaltete Hausund Straßensammlung hat den ansehnlichen Betrag von 52,30 Mark ergeben, der an die Bezirks- sammelstelle abgeliefert wurde. Das schöne Ergebnis ist um so mehr zu loben, als die am 26. Jan. von denselben Kindern veranstaltete Sammlung den Betrag von 52 Mark ergab, also bei der Bevölkerung erfreulicherweise kein Ermüden der Opfer- freuoigkeit festzustellen ist. Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe der zuletzt veichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v H Lombardzinsfuß 5 o. H. Sranfhin a. Dl Äerlm Schluß» kurs Gchlußk. Abend- börse Schlußkurs Schluß! mittag« dürfe Datum .'4.2 26.2 24.2. 26-2 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 96,4 96,5 96,75 96,75 6% efjem.7% Dt.Retchüanl. v. 1929 100 100 100 100 6Vi% 7)oung-9lnlett)e von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuid mit 93,13 93,4 93 93,4 AuSlos.-Rechten ....... 96,75 19,5 96,5 96,75 96,65 Desgl. ohne AuSlol.-Rechte...... 6% ehcm.8% Hess. BolkSstaat 1929 19,3 19,5 19,3 (türfjahlb. 102%) ........ 6% Hess. Landesbank Darmstadt 94,5 94,5 94,65 94,65 Gold fa. 12........... 6¥i% Hess. LandeS^ypothcken» bank Darmstadt Staut........ Oberhelsen Provinz-Anleihe mit 92,25 92,5 92,25 92,5 90,75 90,75 Auslos.-Rechten ..... Deutsche Komm. Sammelabl. ön* 92,25 92,8 leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 94,3 94,25 94,6 94,5 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 92,5 92,75 Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6y,% ehem. Bank.Ltqu.-Psandbriefe..... 6y,% ehem Wi% Rheinische 92,25 92,75 91,65 91,4 Hyp.-Bank-Ltqu.»Goldpfe. 92,25 92,25 6% ehem. 8% Pr. LandeSpianl> brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19 94 94 94 94 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 94 Steuerautfch. Verrechnungskurs.. 97,13 97,13 97,13 97,13 4% Oesterretchtsche Goldrenre.... 18,5 18,5 — 4,20% Oesterretchtsche Silberrente — — — ' 63 4% Ungarische Goldrente....... 6,7 6,8 6,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6,5 6,5 6,65 6,7 9,5 4y,% desgl. von 1913 ........ *% abgest. Goldmexikaner von 99 6,5 9,5 6,6 9,25 6,6 9,25 4% Türkt che Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe ........................... 6,65 6,5 6 #5 6,5 ■----------- Frankfurt a.Dl «Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. mittag» börse Datum 24-2. 26-2 24-2. 26-2- 4% Serie 11 ........... 6,5 5 7,3 4,13 31,13 27,5 31 66,75 94,5 51,5 65,25 67 173 29,5 129,75 101,13 103,5 60,75 99,5 96,75 102,75 151 116,4 80 111,5 63,5 95,5 118,4 67,13 68,$ 6,5 5 7,3 4,2 31 27,65 31,75 69 94,5 51,5 66,25 67,75 173,75 29,25 131,65 101 104,5 60,4 100 103 150 117 80,5 112,25 63,25 67 69,9 5,1 7,5 4,05 31,75 27,75 25,9 30,9 66,9 94,75 51,5 65,25 67 <73,4 28,75 130 101,5 104,75 60,65 99,25 96,75 102,25 150 117,25 79,75 111,75 63 95,25 76,25 140 117,75 67 68,9 5,2 7,4 4,10 30,75 27,65 26 31,5 69,25 94,75 51,5 66,25 67,75 173,9 29,5 131,4 100,5 105 60,75 99,75 103,5 150,5 117,5 80,75 112 63,5 95,75 77 141 118,75 67,25 69,65 5% Rumün. vereinh. Rente v. 1903