Montag, 26. November 1934 184. Jahrgang Nr. 276 Erster Blatt folger, F l a n d i n, von Hause aus schon ein Mann die men an. Samsta« ERSWEC Die Manien der Deutschen Universität Prag der Am die Insignien der deutschen Universität nd tdlun Lapj .ntehurgfl ichtaWrr Id. 4 und oh» , utsitz. pas&! emerSpezialai Kiisenzeichen in Frankreich. Don unserem Or. K. Z.-Korrespondenien. Paris, 24. November 1934. Doumergue hatte oft von seinen Gegnern ui hören bekommen, daß er seine Zeit an nutzlose Erörterungen über mögliche ober unmögliche Verfassungsänderungen vergeude, statt tatkräftig die so hringenb notwendige Stützung der schwer ringenden Wirtschaft in Angriff zu nehmen. Sein Nach- denten sämtliche _ chen Hochschulen. Gegen mittag zogen einige Hundert tschechische nationalistische »tag Mebrko'4 : isere vrem' ^unb25iy$\ 18 36 Milliarden hinzuzurechnen sind, woraus sich dann die obige Gesamtsumme von 41 Milliarden ergibt, um welche die französische Staatsschuld in den letzten beiden Jahren angewachsen ist. Die Finanzlage wird nun dadurch immer schwieriger, daß die neuen Schulden natürlich auch erhöhte Aufwendungen für den Zinsen- d i e n ft erfordern. In dem Etatvoranschlag für 1935 ist für den Zinsendienst der inneren Staatsschuld ein Betrag von über 11 Milliarden eingesetzt, der um eine halbe Milliarde höher ist als im Vorjahre, aber trotzdem noch nicht ausreichen wird. Wie unter diesen Umständen die beabsichtigten Steuererleichterungen durchgemährt werden sollen, Die Deutsche Universität in Prag. Studenten unter Führung des Prorektors der tschechischen Universität Professor Dr. Dornin vor das Rektoratsgebäude der deutschen Universität, warfen einige Fensterscheiben ein und prengten die Türen z u dem Gebäude. Der Dekan der medizinischen Fakultät der deutschen Universität, Professor Dr. Zeynik, der vor das Gebäude kam und das Einschreiten der zahlreich aufgebotenen Polizei verlangte, wurde fortge- wiesen. Der Sturm a u f das Rektorat setzte unmittelbar im Anschluß an eine Rede des Prorektors Dr. Dornin ein, der u. a. die Entfernung der Rechtswisfenfchaftlichen Fakultät aus dem Gebäude des Larolinums forderte. Die tschechischen Studenten drangen bis zum ersten Stockwerk vor und verwüsteten die Räumlichkeiten des hi st arischen und slawischen Seminars der deutschen Universität vollkommen. Das ganze Stockwerk bietet das Bild einer wilden ohne die unfinnig aufgeblähten R ü ft u n g s e t a t s einzuschränken, ist vorläufig noch das Geheimnis Regierung. dieses dann zu billigeren Preisen unmittelbar an die städtischen Verbraucher zu verkaufen. In der Umgebung von Rennes sind bereits drei solcher Backöfen in Betrieb, in denen täglich 1800 Kilogramm Brot verarbeitet werden. Die Bauern erklären, daß sie mit dieser Maßnahme gleichzeitig auch das „gute Brot" von früher erzielen wollen. Die Getreidekrise ist nach wie vor Anlaß größter Beunruhigung in den interessierten Kreisen. Das Ministerpräsidium hat daher eine neue beruh i- gende Erklärung veröffentlicht. Trotz der bereite bekanntgegebenen Dementis, so heißt es darin, würden von gewissen Spekulanten falsche Nachrichten über b i e Regierungsvorlage zur Behebung der Getreidekrise verbreitet. Dem- gegenübr werde erneut festgestellt, daß diese Frage nur durch d i e Kammern gelöst werden könne, denen in kürzester Zeit die Regierungsvor- läge zugehen werde Solange die Kammern keine nuen Bestimmungen träfen, blieben die bisherigen jedoch in Kraft. Das NGKK. am Ehrenmal der Kraftfahrer. DNB. Potsdam, 25. Nov. Die Berlin-Brandenburger Formationen des NSKK. waren in Stärke von 5000 Mann am Totensonntag in Potsdam am Ehrenmal der Kraftfahrer auf- letzte ui Fassons,t r- o -, ~------ ' — -- -....... bis zu d.t ker Wirtschaft, hat jedenfalls den umgekehr- nen Weg beschritten. Er will zunächst der ^etw.Zusai Wirtschaft wieder auf die Beine Helsen, und Sl9er Aus» lofft, daß sich die politischen Schwierigkeiten, an pnen sein Vorgänger scheiterte, bann zum großen heil von selbst in Wohlgefallen auflösen werben. | !«rausführen zu können. Allerbings häufen sich mit bem beginnenden Win- ü-r in Frankreich bie Krisenzeichen in beängstigen- ?r Steigerung. Besonbers beunruhigenb sind die | Nindereingänge an Steuern und Z ö l- ■» n. Aus dem letzten Ausweis des Finanzmini- 1 iseriums geht hervor, daß die Eingänge beim Schatz- ! mit in dem dritten Vierteljahr des laufenden Etat- ihres um 1056 Millionen Franken hinter denen I l'_'9 entsprechenden Zeitraumes im Vorjahre zurück- peblteben sind. Allein bei den Eingängen aus den | m b i r e f t e n Steuern, aus den staatlichen Nonopolen und den Staatsdomänen und Forsten i beläuft sich der Minderertrag gegenüber den I Vorschlägen in den ersten neun Monaten dieses Matjahres auf nicht weniger als 2,7 Militär- be n Franken. Bei den direkten Steuern, l [o in der Hauptsache denen auf Einkommen und Vermögen, lassen sich während des Etatjahres keine vergleiche mit den Voranschlägen anfteüen. Aber regenüber dem Vorjahre hat sich auch bei diesen Steuern in den Monaten Juli, August und Sep- iimber ein Minderertrag von 621 Mil- I lii o n c n bei einem Gesamtaufkommen von 4480 Millionen Franken einschließlich Departements und । Gemeinden ergeben. I Aehnlich gestaltet sich die ungünstige Entwicklung j lei der Post und den Eisenbahnen, ! seren Haushalte in dem Staatsbudget nicht enthal- »?n sind. Die Postverwaltung hat im dritten Vier- !?ljahr 865 Millionen Franken vereinnahmt, eine •Summe, die gegenüber dem Voranschlag um 28 Millionen, gegenüber den entsprechenden Einnahmen des Vorjahres um 16 Millionen zu- ücfbleibt. Bei den Eisenbahnen — es gibt eine staatliche und fünf Privat-Gesellschaften — belief l«ich der Minderertrag gegenüber dem Vorjahre in kr 44. Woche (vom 29. Oktober bis 4. November) muf 14 Millionen Franken oder fast 7 Prozent, fon den gesamten 44 abgelaufenen Wochen sind (12 Millionen weniger eingekommen als Schwere Ausschreitungen tschechischer Studenten in Prag Deutschfeindliche Kundgebungen vor der Prager deutschen Universität. Wüste Zerstörungen eingedrungener Tschechen. marschiert, um in einer erhebenden Feierstunde der Toten zu gedenken, die für Volk, Vaterland und bie Bewegung ihr Leben bahingaben. Unter den Ehrengästen sah man u. a. den Reichssportführer von Tschammer und Osten, Polizeipräsident Graf H e 11 b o r f, Vertreter zahlreicher Behörben, ber Reichswehr, ber Bewegung, SA. unb SS. Obergruppenführer Hühnlein betonte den Heroismus des Kampfes, ber immer das deutsche Volk beseelt habe, wenn es galt, sich die Freiheit zu erkämpfen. Auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges liegt der Ausgangspunkt der Bewegung. Deshalb werden wir niemals feine Toten und deren Gedenksteine vergessen. Mit dem gleichen Heroismus kämpften auch die Gefallenen des neuen Deutschlands. Sie kämpften zäh und entschlossen für ein Deutschland der sozialen Gerechtigkeit, für ein Deutschland hoch in Ehren. Aber auch den Toten, die in den schweren Motorschlachten im Kampfe für deutsche Wertarbeit fielen, gilt das heutige stille Gedenken. Nachdem das Lied vom guten Kameraden verklungen war, ermahnte der Korpsführer die SA.- Männer, auch in der jetzt über Deutschland heraufgezogenen Ruhezeit treue Kämpfer z u bleiben und Arbeit an ber inneren Festigung bcs einzelnen Mannes und Kameraden zu üben. Hierauf legte Obergruppenführer Hühnlein am Fuße des Kraftfahrer-Denkmals für die gefallenen Helden einen Kranz nieder. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Zerstörung. Zweifellos wäre es auch mit den nächsten Stockwerken, in denen sich die Räume des Rektorats der deutschen Universität befinden, ebenso ergangen und die Insignien und wertvollen Rilder, die dort hängen, wären durch die tschechischen Studenten gewaltsam entwendet oder zerstört worden, wenn hier nicht der erbitterte Wider st and der deutschen Student en das Schl im m sie verhindert hätte. Einer der deutschen Studenten wurde im Flur von den Tschechen niedergeschlagen und trug eine klaffende Kopfwunde davon. Mehrere andere deutsche Studenten wurden ebenfalls verletzt. Erst bie immer dringender werbenden $ o r Heilungen des deutschen Rektors, Prof. Dr. Großer, der sich seit seiner Rückkehr von der Dorsprache bei Ministerpräsident Malypetr in (einem Amtszimmer befand, bewogen die Polizei, die in starken Abteilungen erschienen war, € i umgreifen. Daraufhin räumten die tschechischen Studenten das Gebäude, verharrten aber auf der Straße und wiederholten dort ununterbrochen ihre Kundgebungen. Durch Zuzug aus der Stabt wuchs ihre Zahl fortwährend. Gegen 15 Uhr gelang es der Polizei, die Straße vor dem Rektorat zu säubern. Die tschechischen Studenten stimmten nationale Lieder und die Staatshymne an und zogen unter deutschseind- lichen Rufen „Rieder mit der deutschen Technik", „Die Deutschen müssen heraus aus dem Earolinum", „Es lebe die nationale Opposition", „Ls lebe Dornin“ ab. Die Demonstranten, zu denen sich Pöbel gesellt hatte, zimmerten aus der während des Kampfes zertrümmerten Tür zum deutschen Rektorat ein Gatgengerüst. Daran brachten sie die Tafel an, die sie in den Mittagsstunden vom deutschen Rektoratsgebäude abgerissen hatten. Nach Eintritt der Dunkelheit wurde auch das deutsche V e r e i n s h a u s Urania v o n De- mon(tränten angegriffen. Zahlreiche Fensterscheiben wurden durch Steinwürfe zertrümmert. In den Abendstunden wurden die Demonstranten überall teils von Sicherheitswoche zu Fuß, stellenweise unter Anwendung von Gummiknüppeln, teils von berittener Polizei zerstreut. An drei Stellen wurden mehrere Auslagescheiben eingedrückt. A u f dem Graben begann eine Demonstrantengruppe bie Sicherheitswache mit Steinen zu bewerfen, weshalb diese die Säbel zog und mit der flachen Waffe die Demonstranten zerstreute. Die Zahl der Festgenommenen beträgt 67. Vie Demonstrationen wiederholten sich. Prag, 25. Nov. (DNB.) Einem Bericht ber Po- lizeibirektion zufolge versammelten sich heute vor der Mittagsstunde vor dem großen Repräsentantenhaus in Prag erneut tschechische Studenten in größerer Zahl, bie sich zum Nationaltheater begaben, wo sie sich zerstreuten. Gegen 14 Uhr versammelten sich vor bem G e m e i n b e - haus wieberum Demonstranten, denen sich auch nichtstubentische Elemente beigesellten. Sie versuchten wieberholt, zum Neuen Deutschen Theater vorzubringen, wurden aber von ber Sicherheitswache aufgehalten und 3 e r- ft r e u t bzw. in die Nebengassen abgedrängt. Solche Ansammlungen wiederholten sich im Laufe des Nachmittags und Abends an verschiedenen Stellen der inneren Stadt, doch wurden sie von ber Polizei auseinanbergetrieben. Bis 18.30 Uhr wurden von der Polizei 34 Personen angehalten. Französische dauern schreiten zur Selbsthilfe. Kein Absatz für Brotgetreide. Paris, 25. Nov. (DNB.) Infolge der unveränderten französischen Getreidekrise sind die Landwirte in der Bretagne zur Selb st Hilfe geschritten. Da es ihnen wegen der festgesetzten Getreide- preise nicht möglich war, ihre Kornvorräte abzu- setzen, haben sie sich entschlossen, das Getreide selbst zu vermahlen, Brot zu backen unb «iifc- “ÄH Vieler 'fischen (l Äest*n| i9.50 26,. •«•IM, 38 sP°rtmaB «Jn.ßchnij MbiwS 19.15 25.4 und höhei illigei 3S indf.K* I geizw | tS» Nußkohle 1 ßkobley I Eieg ! &nkog << n askoks^' lekti »Ä iprel’1’1 nm Jahre 1933 in der entsprechenden Zeitspanne, Obgleich Ende des vorigen Jahres eine Erhöhung her Personenfahrpreise vorgenommen worden war. Da die Fehlbeträge der Eisenbahngesellschaften, auch her privaten Gesellschaften, ber Staatskasse zur »»oft fallen, erhöht sich das Defizit des Staatshaushaltes um die betreffende Summe. Erschwerend fällt jedoch ins Gewicht, daß die -Höhe der Mindererträge in den letzten Monaten ii nb Wochen außerorbentlich stark a n g e ft i e g e n ii’t, währenb im ersten Vierteljahr noch vielfach fo- war Mehrerträge verzeichnet werben konnten. Bei Isen oben bereite erwähnten Einnahmen aus ben mbireften Steuern und Monopolen stiegen die Mindererträge im Verhältnis zu dem veranschlag- Gesamtaufkommen von 9 Prozent im ersten Merteljahr auf 11,2 Prozent im zweiten unb 14 4 Prozent im dritten Vierteljahr. Wenn bte Entwicklung so weiter geht, muß am Ende des Jahres rni linem Fehlbetrag von mindest en s fünf Milliarden gerechnet werden, wodurch das nach mehreren Regierungsstürzen und erbitterten innenpolitischen Kämpfen im vergangenen Marz ■nübfarn berbefqefUferte Gleichgewicht des Staats- Haushaltes bei dem Stande von ungefähr 50 Milliarden wieder erheblich gestört werden wurde. Es wird dann wiederum nichts anderes übrig bleiben, als die Deckung der Fehlbeträge au f bem Anleihewege vorzunehmen. Die ständige Zunahme der Staatsschuld zeigt deutlich, wohin eine olche ungesunde Finanzgebarung führt. Der Berichterstatter der Finanzkommission der Kammer bat soeben festgestellt, daß die französische Staatsschuld in den letzten beiden Jahren u m 4 1 M i l- 'liiarben Franken angewachsen ist. Sie itelief sich am 30. September 1932 auf 275 Milliarden, am 30. September 1933 auf 299 Milliarden nnb am 31. August dieses Jahres auf 311 Milliarden Franken. In diesen Ziffern ist die auswär - li i g e Schuld mit etwas über 4 Milliarden enthalten! sie hat sich in ber letzten Zeit nicht wesentlich ueränbert. Die Zunahme betrifft also fast aus- Ichließlich bie innere Schuld. Sie beträgt bis jum letzten amtlichen Ausweis (31. August) 36 Mil iarben. Mitzuberücksichtigen ist bann noch bie letzte 'konsolidierungs-Anleihe vom September, bie fast Milliarben erbracht hat. Von biefen finb 4 Mil Garden zur Tilgung anderer Schulden verwendet norden, so daß nur 5 Milliarden zu den genannten ommi r vorwärts, dem Eintritt bei Handel, j Behörden.' je Handel«. , iatl. AbschL. isuchen.la» I insorenJW j cken oder ■ ommenSleP81 unsere Bert; täglich v.» lhe Handel; . eoetheatrs Istungs-Sch-' zrn Charakt» en. Amtskette des Rektors und Zepter der Pedelle der Deutschen Universität zu Protz, bie auf Anordnung des tschechoslowakischen Unterrichtsministeriums an die dortige tschechische Universität ausgeliefert werden sollen. Rektor und Senat haben die Auslieferung der Insignien verweigert, die der Universität von ihrem Gründer Kaiser Karl IV. verliehen worden sind. Ertcheinl täglich, außer M M Annahme Don 2lnlti9,n Sonntags unb Feiertags ▼ ▼ für bie Mittagsnummer Beilagen: Di- Illustrier.. jjL ▲ ▲ La ▲ M. AA WH 44 A jA AA bisbst.UhrdesVornnttag- «i-n-n-r Z°mil'-nblatt-r ■ Y 4W HW M ■ jTSlTJT 6run»prelfefllrlmmfeöhe •tszss“ teil PK PIIPI 71IKPIAIPI emtw Mit 4 Beilagen RM.1.95 W V B B B B B X. Bi B B B B Bk, B von70mm Breite Ohne Illustrierte 1.80 W ■ B B B B BL Wilk W 60Rpf.,Platzvorschrift oder Zustellgebühr . „ -.25 ■ B B B B schwieriger Satz 25°/n mehr VJ V Hnfolge höherer G-waU < Stellen- Vereins-, g-m-m- -DM Seneral-Anzeiger für Oberhchen lnd)tc" behördliche Anzeigen 6Rpf. iütanifuri an, mahl'11686 örutft und Verlag: vrilhl'fche Unioerfitätsvuch- und Steindruckerei N.cange In Siesfen. Schriftleitung und Seschästtftelle: Schuiftrahe 7 Mengenaöfchlüffe Staffel» Jin«3 LK fUc’,* ff ’ I aA 1 t Diese Rechnung kann nur stimmen, wenn es bem liuen Ministerpräsidenten tatsächlich gelingt, bie Uifcerorbentlid) starke wirtschaftliche Notlage Frank- l.^ichs in absehbarer Zeit fühlbar zu erleichtern. ■ (1,anbin sieht die Hauptgründe für bie gegenroärti» r A iLn Schwierigkeiten in ber unerträglichen Steuer- l ta ft unb in ber viel zu sehr übertriebenen E i n - * Hußnahme b e 5 Staates in bie Sphäre er Wirtschaft. Er will langsam unb bebächtig bie tätlichen Fesseln roieber lösen, um zu einem heien Wettbewerb und ungehinderten Waren-Aus- üiusch zurückzufinden. Auf diese Weife hofft er, die Wirtschaft aus ber augenblicklichen Notlage wieder Prag, 24. Nov. (DNB.) Der Streit um Auslieferung ber alten Insignien ber beutschen Universität in Prag an bie tschechische Universität nimmt immer schärfere For- g früh besetzten die beutschen Stu- (Sebäube der beiden Prager deut- . • V Der Besuch französischer Frontkämpfer beim Führer. Toienge-ächinisfeier -es RG -Arbeitsdienstes. Berlin, 25. Noo. (DNB.) Der NS.-Arbeits- dienst und der Arbeitsdank hatten am Totensonntag zu einer kultischen Feier in Len Ufa-Palast am Zoo geladen. Reichsarbeitsführer Hierl konnte Lie Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels, Fhr. v. Neurath und Graf Schwerin von Krosigk, den Chef der Heeresleitung General der Artillerie Fhr. von Fritsch, die Vertreter vieler Behörden begrüßen, sowie zahlreiche SS., und SA.-Führer neben den Leitern der verschiedensten Parteigliederungen. Zur Aufführung kam die Dichtung des Arbeitsmannes Konrad L i ß „Deutsche Not und Wende", zu der Arbeitskamerad Kurt von Hertzberg die Musik geschrieben hatte. Das mit» reißende Werk ist ein Bekenntnis zum Vermächtnis der Toten des Krieges und des deutschen Freiheitskampfes, aber auch ein mahnendes Bekenntnis zur Kameradschaft der Lebenden im Dienste an Volk und Land. Das bis auf den letzten Platz besetzte Haus erlebte die Dichtung in tiefer Ergriffenheit mit. Saattagung deSBölkerbundsrats nicht vor 3. Dezember. Genf, 24. Nov. (DNB.) Aus Keifen des Völkerbundssekretariats wird mitgeteilt, daß man nach den letzten Nachrichten aus Rom mit dem Z u * fammentritt des Völkerbundsrates zur Besprechung der Saarfragen nicht mehr vor dem 3. Dezember rechnet. Man glaubt, aus dieser Verschiebung der Ratstagung schließen zu können, daß die Absicht bestehe, in Rom zu einem vollständigen Ergebnis au kommen und alle wesentlichen Punkte klären zu können. Der Genfer Havasvertreter schreibt, man habe eingesehen, daß durch eine frühzeitige Einberufung der Sitzung des Völkerbundsrates der Erfolg oer in Rom im Rahmen des Dreierausschusses geführten Verhandlungen vielleicht gestört werden würde. Die von Baron Aloisi vorliegenden Nachrichten seien nach wie vor g ü nft i g. Die Vertagung der Ratssitzung könne also nur als günstiges Anzeichen für eine baldige Regelung der Saarfrage aufgefaßt werden. Andererseits sei es schwierig geworden, die A u ß e n m i n i st e r , die für die außerordentliche Ratssitzung nach Genf gekommen wären, länger in Genf aufzuhalten. Die Vertagung gebe den Ministern aber die Möglichkeit, sich ihren heimatlichen Arbeiten zu widmen. Erwerbt das Gaar-Iahrbuch 1935! Die deutsche Saar sieht ein wiedererstarktes Reich und sehnt den Tag herbei, an 'dem sie heimkehren kann? Jeder deutsche Volksgenosse erwidert mit Begeisterung die tausendfachen Treuekundgebungen unserer Brüder an der Saar und fühlt sich verbunden mit unserer Westmark, die in jahrhundertelangem Ringen den vordersten Graben der deutschen West- grenze zu halten hatte! Vergessen wir nie, was un- fere Saar für uns alle geopfert hat, was sie l‘/i Jahrzehnt für uns getan! Der Kampf um die Saar geht feinem Ende entgegen, und gerade jetzt kann kein Opfer für unsere Westmark zu groß sein! Es ist unsere Pflicht, unsere Brüder im Endkampf zu unterstützen, Not und Leid von ihren Schultern zu nehmen! Keiner soll daher fehlen, wenn es gilt, einen kleinen Beitrag zur Saarhilfe zu opfern! In jedem Wohn- und Arbeitsraum soll das Saar-Jahrbuch Aufnahme finden. Jeder deutsche Volksgenosse erwirbt das Saar-Jahrbuch 1935! Preis 1 Mark, zu haben in jeder Buchhandlung. Oer Chef des Stabes der SA. in Darmstadt. Darmstadt, 25. Nov. (LPD.) Der Chef des Stabes der SA. traf am Sonntag zu Besprechungen mit den Führern der SA.- GruppeKurpsalzin Darmstadt ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich u. a. der Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, Staatsminister Jung und Oberbürgermeister W a m b o l d eingefunden. Vor der Festhalle in Darmstadt hatten die SA.-Führer der Gruppe Kurpfalz Aufstellung genommen. Nach der Besprechung und dem gemeinsarben Mittagessen wohnten die SA.-Führer einer S o n d e r v o r st e l - hing von „M Inna von Barnhelm" im Hessischen Landestheater bei. Der Chef des Stabes wurde von der Bevölkerung überall lebhaft begrüßt. Das Kriegs-Chrenkreuz. Berlin, 24. Nov. (DNB.) Zum Gesetz über die Verleihung desEhrenkreuzes des Weltkrieges wurde eine neue Durchführungsverordnung erlassen, die u. a. folgendes bestimmt: Die Frontkämpfereigenschaft haben auch die Schiffsjungen als Besatzungsangehörige des betreffenden Kriegsschiffes, vorausgesetzt, daß sie an einer Kampfhandlung beteiligt gewesen sind, auch wenn sie nicht vereidigt waren. Sofern sie an einer Kampfhandlung nicht teilgenommen, sich aber an Bord eines Kriegsschiffes aufgehalten haben, steht ihnen das Kriegsteilnehmerkreuz zu. Die Schüler der Unteroffiziersschulen haben Anspruch auf das Ehrenkreuz des Weltkrieges. Die Kadetten und Schüler der Unteroffiziersvorschulen können bei der Verleihung des Ehrenkreuzes nicht berücksichtigt werden. Einer ledigen weiblichen Person, die mit einem gefallenen Kriegsteilnehmer verlobt war, kann das Ehrenkreuz nicht bewilligt werden. Aus der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Berlin, 24. Nov. (DNB.) Um die verfassungsmäßige Bildung des geistlichen Ministeriums zu ermöglichen, hat der Reichsbischof in zwei Verordnungen alle 2} e ft immun g e n aufgehoben, die einer verfassungsmäßigen Tagung des Kirchensenates der Evangelischen Kirche der Altpreußi- scheu Union entgegen st änden. Der für Samstag in Aussicht genommene Zusammentritt des Kirchensenats mußte verschoben werden. Auch die Landeskirchenführer treten daher erst später zusammen. Die Ehaco-Vorschläge in der Völkerbundsversammlung einstimmig angenommen. Genf, 24. Nov. (DNB.) Die außerordentliche Völkerbundsversammlung für die Beileaung des Chaco-Konfliktes hat ihre Schlußsitzung abgehalten. Dabei wurden die Vorschläge zur Beilegung des Streitfalles einstimmig angenommen. Nur Die beiden in Streit befindlichen Staaten Bolivien und Paraguay haben sich der Stimme enthalte». B e r l i n, 24. Nov. (DNB.) Die französische Presse beschäftigt sich mit einer Unterredung, die der Führer und Reichskanzler vor einiger Zeit dem Führer der französischen Nationalen Vereinigung ehemaliger Frontkämpfer, Goy, gewährt hat, wobei die französischen Zeitungen sich in übelwollenden Be- merfunaen und geflissentlichen Mißdeutungen er» gehen. Zur Klarstellung und objektiven Würdigung der Ausführungen des Führers über die deutsch- französischen Beziehungen sei festgestellt, daß der Führer nach den Mitteilungen des Herrn Goy u. a. folgendes erklärt hat: „Die deutschen und französischen ehemaligen Frontkämpfer haben sich während des Krieges rennengelern t und haben von einander einen richtigen Begriff ihres Wertes und des Wertes jeder Nation bekommen. Sie find besser als andere befähigt, diesen Wert im Frieden zu achten. Zwischen unseren beiden Völkern darf es keine Mißverständnisse geben. Die gegenwärtigen Schwierigkeiten gehen vom Saarproblem aus. Die französische Presse schien die Annahme aufkommen zu lassen, daß wir Deutschen einen Putsch vorbereiteten. Es ist reine Torheit, zu glauben, daß Deutschland durch Gewaltanwendung die kommende Volksbefragung zu stören versuchen will. Ich erkläre formell, daß wir uns vor dem Ergebnis der Volksabstimmung, gleichviel, wie sie ausfallt, be u- gen werden. Ich hatte Übrigens dem französischen Außenminister vor einigen Monaten oorgeschlagen, ein Protokoll zur Regelung aller eventuellen Schwierigkeiten cmszuarveiten. Aber ich habe keine Antwort bekommen." Als das Gespräch bann auf die Verträge übergegriffen habe, habe der Führer lebhaft von den moralischen Ehrenforderungen des deutschen Volkes gesprochen und hinzugefügt: „Es kann von einer Versetzung eines Grenzpfahles nicht die Rede sein. Sie kennen meine Auffassung hinsichtlich Elsaß-Lothringen. Ich habe ein für allemal erklärt, daß es keine Lösung wäre, alle zwanzig oder dreißig Genf, 24. Nov. (DNB.) Der ungarische Delegierte Tibor Eckhardt hat dem Generalsekretär des Völkerbundes eine Note überreicht, in der die ungarische Regierung verlangt, daß die von Südslawien aufgeworfene Frage der politischen Verantwortlichkeit für das Marseiller Attentat a u f d i e Tagesordnung der demnächst zu- fammentretenben außerordentlichen Ratstagung gefetzt wird. In der Note heißt es unter anderem: Eine hartnäckige Kampagne, der Ungarn feit dem Tage des Marseiller Attentats ausgesetzt ist, hat eine politische Atmosphäre geschaffen, die nicht nur für die normalen Beziehungen zwischen gewissen Staate» Europas voll ernster Ge- Jahre Krieg zu führen, um Provinzen wieder zu nehmen, die Frankreich stets Schwierigkeiten verursachten, wenn sie französisch waren, und Deutschland, wenn sie deutsch waren, hier denkt das heutige Deutschland nicht so wie das frühere Deutschland, wir denken nicht an zu erobernde Quadratkilometer von Gebiet, wir haben die Sicherung des Lebens unseres Volkes im Auge, worauf es jetzt ankommt, ist, zu arbeiten, um eine neuefozialeOrdnung herzustellen. Man wirb anbeuten können, ich suchte nur Zeit zu gewinnen, um meine Vorbereitungen zu vollenden. Darauf antworte ich, daß mein Arbeitsplan derartig ist, daß der Mann, der das Ziel wirb erreichen können, das ich mir gesteckt habe, von ber Dankbarkeit feines Volkes ein viel größeres Denkmal verdienen wird, als dasjenige, das ein ruhmreicher Führer nach zahlreichen Siegen verdienen konnte. Wenn Frankreich und Deutschland sich verständigen, so wird eine große Anzahl von Nachbarvölkern einen Seufzer der Erleichterung ausstoßen, und ein Albdruck würde verschwinden. Es würde sich eine sofortige Entspannung ergeben, eine Besserung der Wirtschaftsbeziehungen aller Länder Europas. Von unseren beiden Völkern hängt es ab, daß dieser Traum Wirklichkeit wird. Ich bin ber Ansicht, daß b i e Männer, die den Krieg mitgemacht haben und die in ihrer Mehrzahl noch in dem Alter stehen, um aufs neue mobilisiert zu werden, eine klarere 23 o r ft e I * lung von den Gefahren haben, die die Nichtverständigung beider Völker heraufbeschwört. Die Männer, die den Krieg mitgemacht haben, sind offener, ihre Haltung ist brutaler. Aber deshalb wagen sie, den Schwierigkeiten ins Auge zu sehen, und bas ist b t e einzige Methode, um sie leichter zu lösen. Ohne Rücksicht auf diplomatische Gepflogenheiten müssen sie sich ihre natür- lichen Besorgnisse anvertrauen und rechtzeitig mitteilen, um die Konfliktgefahren zum Verschwinben zu bringen." fahr ist, fonbern auch den Frieden ber Welt beeinträchtigen kann. Die Spannung ist verschärft worden durch den Antrag, den die südslawische Regierung mit Unterstützung ber beiden anderen Staaten ber Kleinen Entente am 22. November an ben Völkerbunbsrat gerichtet hat. In diesem Anttag erlaubt sich die südslawische Regierung, Ungarn au b e I a ft e n und seine Behörden für bas veraoscheuungswürbige Attentat von Marseille verantwortlich zu machen. Die ungarische Regierung glaubt, daß es von ber größten Bebeutung wäre, daß ber Völkerbunbsrat sofort in bie Prüfung der Angelegenheit ein tritt, mit der er von ber sübslawischen Regierung befaßt ist. Die ungarifche Regierung legt Kriegsgerede schafft Kriegsatmofphäre. Times kritisiert die französische Taktik. Archimbaud nimmt nichts zurück. L o n d o n, 26. Nov. (DNB.-Funkspruch.) „Times" erklärt, bie Rebe Archimbauds in ber französischen Kammer sei zweifellos in manchen Kreisen absichtlich übertrieben worden. Aber sie habe vorsätzlich eine sensationelle Form erhalten. Archimbaud habe, wenn auch nicht direkt gesagt, so doch angedeutet, daß zwischen der Sowjetunion und Frankreich ein enges militärisches Einvernehmen bestehe. Der Vorsitzende des Heeresausschuffes der Kammer habe ebenfalls einen Alarmruf erhoben und von vernichtenden Luftangriffen ufw. gesprochen. Dies sei eine gute parlamentarische Taktik, um bie Bewilligung von militärischen Ausgaben durchzusetzen, auf internationalem Gebiet aber fei sie verhängnisvoll. General Smuts habe neulich gesagt, daß bas Gerebe von Krieg eine Kriegsatmofphäre f 4) affe und mehr als alles andere geeignet fei, zum Kriege zu führen. Baldwin habe biefe Aeußerung in einer feiner Reben wiederholt. Sie fei durchaus währ. Es werfe ein bezeichnendes Licht auf ben jetzigen Stand der Dinge, solches Gerede sofort zu verbreiten, und als gute Politik zu betrachten, während die Bemühungen eines Oie russisch-französische Entente. Paris, 26. Nov. (DNB.-Funkfpmch.) Die Außenpolitikerin des „Oeuvre" nimmt Frankreich gegen den Vorwurf, ein Militärbündnis mit Sowjetrußland abgeschlossen zu haben ober abschliehen zu wollen, mit der Erklärung in Schutz, daß man ebenso wenig von einem Militärbündnis zwischen Frankreich und England oder Frankreich und Italien sprechen könne, was jedoch nicht verhindere, daß Frankreich auf Grund der Verträge berechtigt sei, für den Fall einer Verletzung dieser Verträge auch den materiellen und militärischen Beistand der b ei den anderen Unterzeichnermächte zu rechnen. Denn es handele sich nicht um ein Bündnis im Sinne der Vorkriegsdiplomatie, sondern um eine 21 rt mi - litär ischen Beistand im Rahmen und im Geiste des Völkerbundes. Es sei natürlich, daß kein einziger Franzose und kein einziger Russe gegenwärtig Daran zweifle, daß moralisch eine solche Lage zwischen Frankreich und Sowjetrußland bereits bestehe, da alle Mitgliedsstaaten des Völkerbundes mit ihren Nachbarn bzw. den räumlich entfernteren Mitgliedsstaaten durch Beiftandsverträge verbunden feien. Frankreich warte jetzt auf Polens Antwort in ber Ostpaktfrage. Aber natürlich seien Paris u n b Moskau über bie endgültige Organisation der Ungarn verlangt sofortige Behandlung der südslawischen Aote im Völkerbundsrat. offiziellen Vertreters des deutschen Reichkanzlers, der nach London gekommen sei, um den Weg für eine Erneuerung ber Abrüstungserörterungen zu bereiten, in Täuschung unb Geheimnis gehüllt worden seien. „Sunday Expreß" meldet aus Paris, daß Archimbaud sich weigere, auch nur ein Wort von dem, was er in der Kammer erklärte, zurückzunehmen. Die französische Presse sei angewiesen worden, so wenig wie möglich über diese Frage zu schreiben. Der Ministerpräsident und die anderen Minister seien wütend über bie Indiskretionen Archimbauds gewesen, ber keine amtliche Billigung für feine Aktion gehabt habe. Archimbaud erklärte dem englischen Korre- fponbenten, Barthou habe bei seinen Bespre- jungen in Genf eine Vereinbarung mit Litwinow erzielt. Bis zur Erreichung der Ab- rüftung fei es vollkommen normal für zwei große Nationen wie Frankreich und Rußland, ein Einvernehmen zustande zu bringen, unter dem jedes Land dem anderen für den Fall, daß es angegriffen werde, militärische Hilfe verspricht. Für mich, so schloß Archimbaud, besteht nicht der geringste Zweifel, daß eine Union zwischen Frankreich und Rußland herrscht. Sicherheit im Osten einig. In Paris glaube man übrigens nicht, daß der polnische Außenminister prompt eine günstige Antwort geben werde. Das „Oeuvre" rechnet damit, daß ber Abschluß des Ost- paktes noch in weiter Ferne stehe, so baß die Gründe für das französisch-russische Unternehmen nur zu verständlich würden. Lebhafter Gedankenaustausch. Moskau, 25. Nov. (DNB.) Halbamtlich wirb mitgeteilt, daß am Montag die Aussprache zwischen dem Außenkommissar Litwinow und dem französischen Außenminister Laval in Genf fortgesetzt werden soll, an der auf sowjetrussischer Seite auch der neue Botschafter in Paris Potem- k i n und der Generalsekretär Rosenberg teilnehmen werden. Der französische Botschafter in Moskau Alphand hat im Außenkommissariat verschiedene Besprechungen gehabt, darunter auch mit dem ehemaligen sowjetrussischen Gesandten Arosew, der in besonderer Kulturmission nach Paris beordert worden ist. Wie weiter verlautet, werden demnächst auch mehrere Mitarbeiter des Außenkommissariats nach Genf reifen, um an den Arbeiten im Generalsekretariat des Völkerbundes teilzunehmen. Die Beamten werden dem Generalsekretär Rosenberg unterstellt werden. Wert auf bie Erklärung, baß es für ihr Land ch lebenswichtiges Interesse barstellt, bie Ehre Ufr garns gegen Umtriebe zu verteidigen,, bie kein ar- bered Ziel als die Schädigung des gutei Rufes der ganzen ungarischen Ratioi haben. Da es andererseits unbeschadet ber Doi. schristen bes Artikels 11 bes Paktes, auf ben M der südslawische Antrag bezieht, zu ben Befugt fen des Rates nach Artikel 4 des P akte, gehört, über jede Frage zu befinden, di. den Frieden der Welt berührt, so H es feine Aufgabe, die vorliegende Angelegenhej sobald wie möglich auf die Tagesordnun; der gegenwärtigen außerordentlichen Tagung fetzen und so den ernsten Gefahren zu begegn^ auf die hinzuweisen die ungarische Regierung fy ihre Pflicht hält. Italien unterstützt die Forderung Ungarns. Rom, 24. Nov. (DNB.) Amtlich wird mitte, teilt: In verantwortlichen italienischen Kreisen uw folgt man mit großer Aufmerksamkeit die Entwich lung, die durch die Ueberreidjung bt, Anklageaktes von Jeftitsch und bit Kleinen Entente beim Genfer Völkei bund und anderwärts h e r d o r g e r u f ei werden kann. In diesen Kreisen erkennt man do: das Recht Ungarns darauf an, eine fofor. tige Aussprache im Völkerbundsrat über bie(i Anklagen zi; verlangen und dieser ungarische Stand punkt wird von den italienischen Vertretern in Völkerbund selbst klar unterstützt werden. Die yei- antwortlichen italienischen Kreise find ber Ansicht baß eine Nation nicht u n t ^r so schwe> ren Anklagen bleiben kann, wie es dii gegen Ungarn erhobenen sinb. Die _ italienische, Kreise halten die geschaffene Lage für heikel, glauben aber nicht, daß sie unmittelbar §u ernsteren Verwicklungen führen kann. Südslawien mit sofortiger Ber Handlung einverstanden. Trotzdem vor Januar nicht zu erwarten. Belgrad, 25. Nov. (DNB.) Die „Prawda' berichtet, baß der südslawische Außenminister Jes- titsch in der südslawischen Hauptstadt am Dienstagfrüh erwartet wird, um der Regierung über bli Lage in Genf Bericht zu erstatten. Arn Sarnstaz kehrt er wieder nach dort zurück, um das angefün- digte Beweismaterial dem Völkerbund zoi überreichen. Jestitsch hat dem Genfer Havasvertreter erklärt: „Nur auf die dringenden Vorstellungen gewisser Mächte hätte ich mich bereiterklärt, daß bas südslawische Gesuch e rsi auf der ordentlichen Januartagung geprüft werden sollte. Wenn jetzt die ungarische; Regierung der Auffassung ist, daß die Sin- Gelegenheit auf der kommenden außerordentliche» Ratstagung zur Behandlung kommen soll,, dann kommt sie damit ben Wünschen Sud- f l a ro i e n s entgegen." Die „Prawba" erklärt jedoch, daß eine Erttfcheii- düng des Völkerbundsrates hinsichtlich der südslawischen Anklageschrift gegen Ungarn nicht voc dem 10. Januar zu erwarten sei. Der Völker- bundsrat wird am 3. ober 4. Dezember die Einzel- Heiken der Tagesordnung festsetzen. Die Verlesung des umfangreichen Memorandums wird mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen unii wahrscheinlich am 9. und 10. Dezember durchgefüiM werden. Hierauf wird der Völkerbundsrat ein« Ausschuß zur Prüfung der AnklageschH einsetzen. Der Ausschuß wird sich während -!» Weihnachtsfeiertage seiner Aufgabe unterziehen unil dann dem Völkerbundsrat Bericht er flattern Da bie griechisch-katholischen Feiertage er ft am 10. Januar enden, ist voll dieser Zeit mit einer Entscheidung über die Anklagen schrist nicht zu rechnen. Entscheidend ist natürlich, baß bie meisten im RaÜ vertretenen Großmächte in bem Wunsch über-« einstimmen, keine sofortige Behandlung ber Frage eintreten zu lassen. Da bie Verfahrensfrage im Rat durch die bisherige Praxin völlig geklärt ist und deshalb Einwände aus btt' Geschäftsordnung nicht gut erhoben werden könm ist zu erwarten, daß die an einer späteren Sejanfi» lung interessierten Mächte ihren Einfluß hauplsch lich auf diplomatischem Wege geltend machen w ben. Die Lage ist nach dem ungarischen Antrag die, daß die Mächte innerhalb einer 2Bodjt zu der Stellungnahme gelangen müßten, für bie sie noch etwa acht Wochen Zeit zu habe« glaubten. Gömbös in Oesterreich. Eine Besprechung mit dem Bundeskanzler Schuschnigg. Wien, 25.Nov. (DNB.) Amtlich wird mit" geteilt: Bundeskanzler Dr. Schuschnigg begab । sich im Kraftwagen nachmittags nach Wild" alpen in Steiermark, um bem ungarische«! Ministerpräsidenten Gömbös einen Besuch ab" zustatten, der sich dort zu Besuch aufhält. Ann Abend reifte ber Bundeskanzler wieder nach 2ßk": zurück. ♦ Zu bem unerwarteten Besuch bes ungarische« Ministerpräsidenten Gömbös in Oesterreich bemerkt ber Wiener Berichterstatter ber „Time s", man könne diese Reise als eine G e st e auffassen, die zeigen solle, wie wenig das Vorgehen Süd' slawiens und seiner Gefährten von der Kleinen Entente Gömbös in feiner Gelassenheit,^ stört habe. Man könne sie auch darauf guri'“' führen, daß Gömbös einen sehr bringe flbf” Grund zu einer Konferenz mit ben Ministern Oesterreichs habe. Vielleicht seien beide Ausle^' gen zutreffend. In Wien bestehe ber Eindruck, dav Ungarns Absicht daraus abziele, eine f chnel'' Beilegung des Streites mit Südslo' wien zu ermöglichen. Südslawien habe bie vo" Unterstützung ber Tschechoslowakei und Rumäniens, Die Frage werde vielleicht akut werden, ob Un garn, Italien und Oesterreich nicht au > eine gemeinsame Front bilden sollten. v • Staatsmänner dieser Länder könnten jedoch • ber Möglichkeit rechnen, baß sie durch die ox’ düng einer gemeinsamen Front in Genf eine c Weiterung des Streites heraufbeschwo würben, ba bie sübslawische Regierung in ber x. 9 sei, gegen Italien unb Oe st erreich a " liche Anklagen vorzubringen wie gegen u garn. Ein Nückiriit in Japan. Tokio, 28. Noo, er er u. a ausführte: Ein früherer Minister eines Weltreiches hat kürzlich von uns gesagt, daß es des Deutschen größte Sehnsucht sei, auf dem Schlachtfelde zu erben. Dieser Mann hat nie einen Hauch von sm Wesen der deutschen Nation verspürt, n i e chre Ideale auch nur annähernd begriffen. Bedeutet die Abkehr vom Defaitismus, hie Wiedergeburt nationalen Stolzes, Die Wie- lierfjcr Stellung der Selbstachtung einer croßen freiheitsliebenden Nation die Hinwen - jiung zu neuen Kriegen? Wenn die, die hier mi uns liegen, aus ihrem ewigen Schlaf erweckt | Mcrben könnten, dann würden sie uns heute zupfen: wir sind nicht gefallen, damit Krieg und! hat, auch eine solche der Erziehung im Sinne geistiger und nationaler Höherentwicklung ist. Wenn es nicht Sinn und Zweck einer Volkswirtschaft sein soll, nur Güter zu erzeugen, ohne sich um Verteilung und Verbrauch zu kümmern, so ist es auch nicht Sinn und Zweck einer wahren Volks- !Gemeinschaft, nur eine Gesellschaft von Volksgenos- en zu {ein. Die wahre Volksgemeinschaft muß m i t i ch selbst wachsen, muß jedem Volksgenossen auch das Gefühl verleihen, daß es nur diele Gemeinschaft i st, die das Leben und Die Arbeit adelt. Auch Das Deutsche Feierabendwerk steht erst in Den Anfängen, ist noch nicht Vollendung, so daß sich heute noch gar nicht übersehen läßt, was Dazu beitragen kann und wird, den neuen deutschen Menschen im neuen deutschen Staat zu bilden. Ein Lahr RS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude". B e r 11 n, 24. Nov. (DNB.) Die D e u t s ch e Arbeitsfront schließt das erste Arbeits- und Leistungsjahr ihrer NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am 2 7. November, 19.30 Uhr, mit einer Kundgebung in der Maschinenhalle d e r AEG. - Werke in Berlin ab. Sämtliche Gliederungen der Partei, öffentlicher Verbände und Reichsheer werden vertreten sein. Den künstlerischen Rahmen dieser Veranstaltung bietet das Musikkorps des Flottenflaggschiffes „Schleswig-Holstein", der Männerchor der Berliner Verkehrsgesellschaft und ein Sprechchor des Freiwilligen Arbeitsdienstes. Die Veranstaltung wird ab 19.30 Uhr über alle deutschen Sender übertragen und bietet durch Gemeinschaftsempfang den Grundstock zu 12 0 0 0 Ortsgruppenversammlungen im ganzen Reiche, in denen der erste Jahrestag der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" festlich begangen wird. Richtfest an der Mangfattbrücke der Reichsautobahn. An der Baustätte der Mangfallbrücke aus der Reichsautobahnstrecke München — Landesgrenze wurde festlich das Richtfest der 60 Meter hohen Pfeiler begangen. Nach dem herkömmlichen originellen Richtspruch des Zimmermeisters versammelten sich Arbeiter und Unternehmer in der Kantine. Hier wurde von der obersten Bauleitung mitgeteilt, daß nach einem Jahr Arbeit 11 5 0 0 A r - veits karneraden an der Gesamt st recke tätig seien. Es sei aber noch eine Fülle von Arbeit zu erledigen, um Die Strecke München — SiegsDorf bis zum EnDe Des fommenDen Jahres fahrfertig zu machen. Der Reichsstatthalter in Bayern, Ritter von Epp, gab seiner Zufneden- heit über Die EinDrücke an Der Baustelle AusDruck, gleichzeitig auch Dem Wunsche, Daß ein guter Stern über Diesem Werk walten möge, Das ein Kunstwerk Der Technik für Bayern beDeute. An Den Führer sandte Generalinspekteur Dr. T o D t folgenDes Telegramm: „MelDe Die Fertig st ellung Der 60 Meter hohen Pfeiler an Der Mangfallbrücke. Vom Richtfest grüßen Arbeiter unb Unternehmer Den Schöpfer Des Werkes, ihren Führer." Daten für Montag, 26. November. 1822: der preußische Staatsmann Karl August Fürst von Hardenberg in Genua gestorben (geboren 1750); — 1857; der Dichter Joseph Frhr. von Eichendorfs in Neisse gestorben (geboren 1788); — 1894: der Maler Stanislaus Graf von Kalckreuth in München gestorben (geboren 1820); — 1928: Der Deutsche ADmiral ReinholD Scheer, Der Sieger in Der Skagerrakschlacht, in MarktreDwitz gestorben (geboren 1863); — 1930: Der Polarforscher Otto SverDrup In Oslo gestorben (geboren 1854)._____ WH ntai. • tttoattfi Minister 3, adt am erung übn! Am Sam-: 1 das anget Völkerbliu! hcwosvttii! rnden Lifte batte he Gesuch! luartogi ungarh । daß dii n außen I komm ischen p Wettervoraussage. Mit einem neuen norDischen Sturmwirbel sind bereits in NorD- unD MittelDeutschlanD roieDer milDe ozeanische Luftmassen eingebrungen. Im ©üben unb Sübwesten bes Reiches hat sich bisher jeboch noch unter bem Einfluß bes französischen Hochbruck- gebiets, abgesehen von Nebelbilbung, heiteres Wetter mit Nachtfrösten gehalten. Die milbe Westströmung wirb zunächst noch weiter sübwärts Raum gewinnen, boch ist später, wenn auch vorübergehenb, roleber eine Zunahme bes Hochbruckeinflusses zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Bei westlichen Winben zunächst bewölkt unb milber, sonst befonbers im Norben unb Osten bes Bezirks auch etwas Regen, später roieber aufheiternb. Aussichten für Mittwoch: Zunächst wieher Zunahme bes Hochbruckeinflusses mit Nebelbilbung in ben Nieberungen unb Nachtfrösten. Lufttemperaturen am 25. November: mittags 5,9 Grab Celsius, abends —0,8 Grad; am 26. Novern- ber: morgens —2,6 Grad. Maximum 6,0 Grad, Minimum —3,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. November: abends 2,8 Grad; am 26. November: morgens 1,5 Grad Celsius. Hauptschriftleirer: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10600. Druck unb Verlag: Brühl'sche Unioersitäts Buch- unb Steinbruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Das große Feieradenbwerk Kraft durch r e u d e hat sich in dem ersten Jahre seines Be- 1 nnbes in ber Voraussetzung sowohl wie in ben aolgen so ausgezeichnet bewährt, wie bas nur von ; imer Schöpfung möglich ist, die mit dem inneren Nesen bes neuen Staates übereinstimmt. Der Ütarrismus hatte ber Arbeiterschaft eingebrillt, baß - i»e Arbeit nur eine Einrichtung sei, um Kapita- < fiten unb Profitjägern einen Mehrwert zu schaffen, j baß es nur Darauf ankomme, Den kapitalistischen tttaat zu zertrümmern, um Den Arbeitsertrag ge- iicht zu verteilen. Das war alles. Denn Daß Die lrbeit als solche Durch Die Zertrümmerung Ls kapitalistischen Staates in ihrem Wesen unD irrer Bebeutung gehoben würbe, barüber zer- - Sachen sich bie Marxisten nicht ben Kopf. Die Ar- :?it war eben ein Fluch ober ein notwenbiges '«del, aber bestimmt nicyt bas, was bie Arbeit j.iim Sctgen unb zum Inbegriff einer höheren Geltung macht. Es gibt keine höhere Gesittung, ohne kiß biefe Gesittung in allen Teilen erarbeitet ;m b erkämpft worben ist, wobei ber Fort- foritt offenfunbig ist, baß bie Arbeit nicht mehr Iw Pflicht unfreier Menschen, sonbern bas Vor- 1!2 ch t aller freien Menschen ist. : Der Arbeiter im marxistischen Staat hatte eigent- Ich nur Pflichten, nämlich Beiträge zu zahlen, so- tie nach ben Vorschriften ber Partei unb ber Ge- lXrkschaften zu leben. Nirgenbwo ber Versuch, in hm Arbeiter Den Menschen unb Volksgenossen zu fpen, ber reif ist für bie Teilnahme an allen hohen irib höchsten Gütern ber Nation. Es gab kein 23er- fliinbnis bafür, baß bie Freizeit bes Arbeiters, Ur Feierabenb, nicht etwa Durch Das Be- d rfnis Des Körpers bebingt war, sich auszuruhen, (ludern ein Teil Des Lebens selbst ist, Das rcht in Nieberungen untergehen soll unb barf. Der Nationalsozialismus menbet sich sinngemäß rocht an ben Arbeiter, sondern an Den beut« chen Menschen, so Daß die Beziehung ber Bewegung zu ben Arbeitern sich nicht darin er- sioöpst, sie in ben neuen Staat einzuordnen, sondern iselmehr die Volksgemeinschaft zum Präger dieses neuen Staates macht. Das Ihbeutet auch, daß jeder Volksgenosse ein Recht bar» auf hat, in lebendiger Wechselwirkung alles auf sich nnftrömen zu lassen, was zur Bildung der Nation chhört. Die Kraft durch Freude erschöpft ihre Auf- tabe nicht darin, für den Feierabend eine Unter- raltung zu schaffen, die Kraft durch Freude will is elmehr dem Volksgenossen bas geistige und seelische ' kein ber Nation vermitteln. Dazu genügt es nicht, I ii der Freizeit die Schaubühne ober em Konzert in besuchen, dazu ist vielmehr notwendig, daß der arbeitet auch in seinem Arbeitsraum und in seiner Äitigkeit überhaupt bas lebendige Gefühl hat, roirt- lif) ein Volksgenosse zu sein. Nicht nur in Worten, janbern erst recht in Werken, wobei nicht nur an te soziale Fürsorge zu denken ist, sondern vielmehr daran, daß der Arbeiter empfindet, daß seine ü e i ft u n g ein Segen l ft für ihn und für die ; Volksgemeinschaft. ' Was Kraft durch Freude in dem einen Jahr gelistet hat, darf nicht nur nach den rohen Zahlen t*r einzelnen Veranstaltungen sowie der Teilneh- r,er bewertet werden. Es gibt Unwägbarkeiten im toben des Einzelnen wie im Leben der Volksge- rseinschaft, die sich der statistischen Erfassung ent- zxhen Was es dem Arbeiter bedeutet, nach hartem Tagewerk sich an ben geistigen unb künstlerischen Gütern unb Errungenschaften der Nation erfreuen Md erbauen zu können, ist oft s e h r v i e l m ehr, l-s das bei oberflächlicher Betrachtung scheint. Was (i5 für den Arbeiter, was es für die Volksgemein- hoaft bedeutet, wenn ber Arbeiter In ber Urlaubs- M nicht an einen engen Bezirk gefesselt bleibt, son- t?rn Deutschlanb kennenlernt, auch bas l-ßt sich nicht nach bem Durchschnitt berechnen und bewerten. Wesentlich ist indessen, daß tne Aufgabe, tae das Feierabendwerk Kraft durch Freude zu losen Wien, 25. Nov (DNB.) Beim Kriegerdenkmal auf bem Wiener Zentralfriebhof fanb am loten» 'nnntug bie alljährliche Helbengebenkfeier für bie hort beigesetzten r e i ch s b e u t s ch e n Teilnehmer am Weltkriege statt. Dom österreichischen Kriegsopferverbanb nahmen Gene- ulmajor Czulik in Vertretung bes Führers bes berbanbes, Ministers Fe- tA*‘ »Weich Genuß nach getaner Arbeit: Eine ALVA »RUNDE SORTE« Wissen Sie schon ? Wissen Sie auch! größten Schuh-Fachgeschäft Oberhessens 6939 A Wilhelm Weiß Großen-Linden,« den 26. November 1934. 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Da von der Verstorbenen nur noch das Knochengerippe vorhanden ist, ließ sich auch noch nicht feststellen, ob das Mädchen eines natürlichen Todes gestorben ist. Nozoll wurde festgenommen. Er ist ein sehr überspannter Mann, der sich viel mit okkulten Dingen beschäftigt hat. So erklärte er seinen Angehörigen, das Mädchen dürfe nicht beerdigt werden, da es wieder auferstehen würde. Chinesische Vandifen überfallen einen Zug. — 15 Tote, 30 Verwundete. Chinesische Aufständische haben wieder einen nächtlichen Ueberfall auf einen Zug ausgeführt, wobei der Zug zur Entgleisung gebracht wurde. Es handelt sich um einen gemischten Personen- und Güterzug aus Mukden, der nach Hai- lung unterwegs war. Nach den bisherigen Mitteilungen sind 10 Waggons und die Lokomotive voll- GIESSEN MARKTPLATZ llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Äla Änzeigen-Äktiengesellschafi Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gischen / Srhulfivache z lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll.....Illlllllllllllllllllllllllllll Die Kuban-Kosaken sind Kaukasier, ehern. Offiziere derWrangel-Armee, die von den Bolschewisten aus Rußland vertrieben wurden. Es sina Heimatlose. Im Filmteil: Jarmila Harten. Oskar Marion in: Ein Herz für ein Lied! Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. 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Oie Verteilung der Konfessionen in Deutschland. Das S t a t i st i s ch e R e i ch s a m t hat einen um- fa senden Ueberblick über die religiöse Zusammensetzung des deutschen Volkes in Stadt und Land veröffentlicht, wobei das Saargebiet ausgenommen ist. Die rund 65,2 Millionen umfassende Gesamtbevölkerung gliedert sich in ungefähr 40,9 Millionen oder 62,66 v. H. evangelische Christen und ungefähr 21,2 Millionen oder 32,46 v. H. römisch- katholische Christen, der Rest, nämlich 3,2 Millionen Personen oder 4,88 v. H. wird von „anderen Christen", Israeliten und „Sonstigen" gebildet. Außer einer verhältnismäßig geringen Gruppe der Evangelischen, 577 000 Peftonen, die evangelischen Religionsgemeinschaften, wie Apostolische, Baptisten, Methodisten, Adventisten usw., angehören, besteht die evangelische Bevölkerung aus Angehörigen evangelischer Landes- und Freikirchen. Die Gruppe der sog. „anderen Christen" setzt sich aus rund 13 000 D r - thodoxen und rund 22000 Altkatholiken zusammen. Don Israeliten (der Religions- niht der Rassezugehörigkeit nach) sind deutsche Stacis, bürger rund 500 000 Personen oder 0,77 v. H. Gesamtbevölkerung. Wesentlich mehr Personen, nämlich rund 2,6 Millionen oder 4,06 Prozent der Gesamtbevölkermiq gehören der Gruppe der „S o n st i g e n" an. Zg haben wir zunächst einmal die Gemeinschaftslosin das heißt die Personen, die rechtlich keiner Je- ligions- oder Weltanschauungsgemeinschaft an§e« hören, nämlich 2,4 Millionen oder 3,74 Prozent ter Gesamtbevölkerung. Bei den anderen „nichtchrist. lichen Religionsgemeinschaften" handelt es sich Ln, Mohammedaner, Buddhisten, Brahmanen, Kon^i, zianer usw., die hauptsächlich von Ausländern gestellt werden. Während der Anteil der Evangelischen im Jatre 1925 noch 64,17 Prozent betrug, ist er im 1933 auf 62,66 Prozent angegeben worden. T?r anteilsmäßige Rückgang der Evangelischen läßt fch wohl in erster Linie durch das Anwachsen der trittsbewegung in den fraglichen acht Jahren erkiz, ren, wie man aus dem Anwachsen der Gemein, schaftslosen schließen kann. Eine starke Zunah>> haben daqeaen die „sonstigen evangelischen Rci gionsgerneinschaften" zu verzeichnen. Gestiegen wenn auch in geringerem Matze, ist auch der An teil der römisch-katholischen Christen. Orthodoxe uiib Altkatholiken haben einen Rückgang von beinahe um ein Drittel zu verzeichnen. Die Abnahme hr Israeliten von 0,90 Prozent auf 0,77 Prozent biirfa vor allem auf Abwanderung zurückzuführen fein, ZlMWMISllM Dienstag, den 27. Nov., 14 Uhr, sollen im „Löwen", Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntmachung in obig. Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung ver- itetgert werden: 693aD 1. Bestimmt: 31 Spaten f. SA., 1 Waage mit 2 Schalen, 1 Schnellwaage fast neu, 1 Flügel, Büsten und 1 Trockenhaube für Friseure, 1 Elektrolux-Wascher. 2. Voraussichtlich bestimmt: 1 größere Partie Schuhe aller Art. 3. Haus-, Laden- u. Büromöbe! aller Art, 1 Bohr- und Schreibmaschinen, 1 Pritschenwagen, Anzugstoffe, 1 Hobelbank, Eis- und Kassenschränke, 2Motore, IDamen- sabrrad, Ladenkassen, Pelzmützen, Klavtere, Oefen, Radios u. a. m. Scharmann Gerichtsvollzieher, Gießen Walltorstraße 48 Telefon 3108. Schuhhaus Darri Gießen, Seltersweg 87 Verloren 1 Autoreifen 5.00 X 20 m.Felgea.19.11. Finder erh. Belohnung. 693«D E.Muth,Gießen Ludwigstraße42. Familiendrucksachen VetlobungsanzelQen Vermahlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Sehvlrtr. 7 .... und zum Bauen Äbermanü- U/E DDE DRUCKSACHEN vvCKDC Brühl* sch« DrucKerN Zwei Tote bel einem Aukozusammenstoh. Auf der Kölner Landstraße wollte ein mit zwei Personen besetzter Kraftwagen aus Euskirchen einen vorfahrenden Traktorzug mit zwei Anhängern überholen. Der Wagen stieß dabei mit einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Kölner Wagen zusammen. Der Anprall war derart stark, daß beide Wagen sich vollständig ineinanderbohrten. Während eine Insassin des Euskirchener Wagens auf der Stelle getötet wurde, starb der Mitfahrer kurz nach dem Unfall im Krankenhaus. Die Insassen des Kölner Kraftwagens kamen mit geringen Verletzungen und dem Schrecken davon. historische französische Schlösser in Flammen. — Brandstifterbande am Werk? Das aus dem 16. Jahrhundert stammende französische Schloß Varaville unweit von Caen wurde ein Raub der Flammen. Kunstschätze und eine Bibliothek von großem Wert wurden zerstört. Der Sachschaden soll über 5 Millionen Franken betragen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Brand dadurch entstanden ist, daß ein brennendes Holzscheit aus einem Kamin auf das Parkett gefallen ist und unbemerkt weitergebrannt hat. — „Ami du Peuple" lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die häufigen Feuerschäden in geschichtlich wertvollen französischen Schlössern hin. Es könne kein Zweifel bestehen, daß es sich um die Machenschaften einer organisierten Bande handele, da in den letzten 20 Tagen sechs bekannte Schlösser durch Feuer zerstört oder schwer beschädigt worden seien. Die Pariser Polizei hat eine groß angelegte Razzia unternommen und Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. November, nachmittags 31/* Uhr, vom Sterbehaus, Moltkestraße 16, aus statt. 05635 Keine Ursprungszeugnisse, lonbent nur Zeugnts- ablchriften dem Be wcrbungsjchreiben bet legen! — Lichtbilder undBewerbungSuntev lagen müflen lut Ber Meldung von Berlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Tüchtiges,solides Mädchen in allen Hausarbeiten erfahr., z. 1. Dezember gesucht. 6#4oD Leitzgest.Weg29. Verkäufe 10180 W WmosWe m. Buntmuster- avvaratu. 6fach. Regel., fast neu, abzugeb.od.geg. 7/80 zu tausch. Geschw. Engel, Wetzlar, sossss Einige Hundert erstklassige Sauerländer Weihnachtsbäume frei Bahnhof Gießen abzugeb. Schriftliche Mn« frag. unt. 6938D an d. Gieß. Anz. Gießener Konzertvereif Dienstag, den 27.Nov. 1934,20Uhr, Universität^6’' Erstes Solistenkonzert Klavierabend Professor Alfred Hoehn Brahms Sonate F-Moll - Chopin Ballade G-Moll u » Schumann Cameval 6^’ Eintrittskarten: 1—, 1.25,1.75. 2.50 Mk. bei Challim Neuenweg 10, u. abends an der Kasse. Studente karten gegen Ausweis 80 Pf. bei Herrn Sekret“ Ritter und im Studentenheim. Deutsche B™1 halbe Preise. Erwerbslose 30Pf. an derAbendkasj HerrenschuhWoche b.l. Dezember i Mkruklme Hausverwaltung Rechtc-u.Steucr- beratung gegen Abgabe ein. leer. Zimmers. Schr. Angeb. u. 05634 an o. Gieß. Anz. | Vereine | MWM Netzen spobD Dienst.27.Nov., 20 bis 22.15 Uhr 9.Dienst.°Abon Gewöhn!. Preise Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel von Schiller. Gießen (Krofdorfer Straße 39), den 26. November 1934 05633 - D * Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Blumenspenden dankend verbeten Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben guten Mann, unseren treusorgenden Vater und Großvater l h gc la a: A ei Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Margarethe Übrig, geb. Hölscher Hermann Übrig nach längerem, in Geduld getragenem Leiden im 78. Lebensjahr in die Ewigkeit abzurufen Kr. 276 Zweites Blatt Gletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)Montag, 26. November Hausweihe im Arbeitsdienstlager Gießen. Eine denkwürdige Feier in Gegenwart des Neichsstatihaliers Gauleiters Sprenger. e * D MMW D Reichsstatchalter Gauletter Sprenger beim Abschreiten der Front. Im Anschluß an das frühere städtische Gebäude am Rande des Philosophenwaldes hat sich die NS.. Arbeitsdienstabteilung 5/222 Gießen ein Unterkunftsgebäude geschaffen, das am Samstag gegen Abend vom Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger feierlich eingeweiht wurde. Diese Hausweihe war nicht nur für den Arbeitsdienst, sondern auch für die Stadt Gießen ein Ereignis von besonderer Bedeutung, das in unserer Gießener Lokalgeschichte an hervorragender Stelle vermerkt bleibt. Zur Begrüßung des Reichsstatthalters Gauleiters Sprenger und zur wohlverdienten Ehrung des Arbeitsdienstes hatten sich viele Volksgenossen vor dem neuen Unterkunftsgebäude eingefunden. An der Spitze der politischen Leiter der Stadt Gießen war Pg. Klo st ermann erschienen, die Stadt war durch Oberbürgermeister Ritter vertreten, das Kreisamt durch Oberregierungsrat Dr. Schön- Hals, die SA. vertrat Standartenführer Lutter, der mit dem Standartenadjutanten Obersturmbannführer M ü n k e r erschienen war, für die Polizei war deren Leiter Poli^eidirektor Heine zugegen, ferner waren noch viele weitere Vertreter von Behörden und Körperschaften erschienen. Die Arbeitsdienstabteilung 5/222 hatte vor dem neuen Unterkunftsgebäude in offenem Viereck, am rechten Flügel den Musikzug der Arbeitsdienstabteilung Wetzlar, Aufstellung genommen: am linken Flügel schlossen sich an ein Ehrensturm der SA., eine Abteilung SS., BdM., PO. und HI. Dahinter hatte eine ansehnliche Menschenmenge Aufstellung genommen. Starke Glühlampen beleuchteten den Hof. Gegen 17.45 Uhr traf Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, der die Uniform eines Echren-Gau- arbeitsführers trug, mit seiner Begleitung ein. Rach Entgegennahme der Meldung des Führers der Arbeitsdienstabteilung 5/222, Ooerfeldmeister L o e s ch, schritt der Reichsstatthalter mit seiner Begleitung unter den Klängen des Präsentiermarsches grüßend die Front der Formationen ab. Anschließend richtete Oberfeldmeister Loesch eine Ansprache an den Reichsstatthalter, den er zunächst namens der Arbeitsdienstabteilung Gießen herzlich begrüßte und ihm Dank sagte für sein Erscheinen. Dann sagte er u. a. weiter zu dem Reichsstatthalter: Ihr Besuch beweist uns, daß Sie den Arbeitsdienst anerkennen. Wir wollen heute mit Ihnen ein Gebäude einweihen, in dem 216 junge deutsche Menschen in stiller Pflichterfüllung ihren Ehrendienst für Vaterland und Heimat erfüllen können, indem sie die deutsche Brotfreiheit erringen helfen und sich zugleich zu wohlerzogenen Menschen formen. Wir danken bei dieser Gelegenheit der Stadt Eteßen und Herrn Oberbürgermeister Ritter, daß sie zu diesem Werk des Arbeitsdienstlagers beigetragen haben. Wir Arbeitsdienstführer und -männer geloben heute anläßlich der Einweihung unseres Hauses aufs neue unserem Führer und Reichskanzler Gehorsam und Disziplin. Ich bitte Sie, mein Gauleiter, die Einweihung dieses Hauses zu vollziehen und damit die zu ehren, die in diesem Bau im Sinne des Führers wirken und schaffen. ReichsWhaller Gauleiter Sprenger heule sind wir so weit, daß auf der Grundlage der Freiwilligkeit und der Disziplin der Arbeitsdienst mit eingegliedert ist in die gesamte Volkserziehung und daß er ein ungeheurer Bestandteil der deutschen Volkswirtschaft geworden ist. Wenn wir nun den Arbeitsdienst in seiner Wirkung auf die Berufe betrachten, so zeigt er sich als ein Bestandteil des Werdeganges des deutschen Menschen. Der junge deutsche Mensch, der vom Pimpf über die HI. zur SA. kommt und gleichzeitig seine Schul- und Lehrzeit verbracht hat, muß in diesem Staat in den Arbeitsdienst gehen. Dort hat er zu beweisen, daß er seiner Veranlagung entsprechend eine Leistung zu vollbringen vermag, die jeder deutsche Volksgenosse auf gleicher Linie vollbringen kann. Erst aus der besseren Leistung wächst hervor die Führereigenschaft oder die Veranlagung dazu. Dabei ist es gleichgültig, woher der einzelne kommt, ob aus der Werkstatt oder von der Hochschule. hier haben alle Volksgenossen lm gleichen kleid zu beweisen, daß sie in der Arbeit Gleichwertiges vollbringen. Der Arbeitsdienst ist lm neuen Deutschland nicht hinwegzudenken, denn ohne diese selbstlose Arbeit kommen wir nicht weiter. Meliorationen, Entwässerungen, Bodenverbesserun- gen usw. konnten früher nicht geleistet werden, weil dazu das Geld fehlte. Heute werden vom Arbeitsdienst alle diese Arbeiten durchgeführt. Das muß klar ausgesprochen werden, damit jeder einzelne Volksgenosse sich einen Begriff macht über den ungeheuren sittlichen Wert dieser Arbeit. Vlit hilse des Arbeitsdienstes können wir unsere Getreidebasis erweitern, vermögen wir Kulturarbeiten zu vollbringen, die ohne den Arbeitsdienst nicht möglich waren. So, deutsche Volksgenossen, seien wir uns dessen jederzeit eingedenk, wenn ein Lager des Ar- beitsdienstes neu eröffnet wird, daß es zugleich ein Tempel der deutschen Volksgemeinschaft ist. Hier finden wir uns alle, ohne Unterschied von Herkunft, Stand und Beruf. Der Arbeitsdienst ist verwirklichter Nationalsozialismus. Eigennutz hat keinen Raum in diesen Heimen. Jeder, der die Schwelle eines Arbeitsdienstlagers betritt, weiß, daß er dort in treuer Kameradschaft schwere Arbeit zu leisten hat. Jeder weiß, daß er dort versuchen muß, in Disziplin sich von keinem andern übertreffen zu lassen. Jeder weiß, daß er in seiner Treue zu Volk, Vaterland und Führer sich niemals aus« stechen lassen darf und kann. Jeder weiß, daß diese verlebendigte Selbstlosigkeit die Basis ist, auf der das neue Reich aufgebaut ist und in dessen Geist alle vorwärtsstreben, um so die Ausgangsbasis zu haben für die weitere Entwicklung und Behauptung des gesamten deutschen Volkes. So weihe ich denn diese Unterkunst im Geiste des Nationalsozialismus der f e l b st l o s e n Arbeit unter der Parole Adolf hlll«s: G e - meinnuh geht vor (kigennnht Damit übergebe ich dieses Haus feiner Bestimmung mit dem Wunsche, daß über ihm immer walten möge der Wille und der Gei st unseres Führers Adolf Hitler. Sau-Arbeitsführer Neuerburg dankte sodann dem Reichsstatthalter herzlich dafür, daß er trotz seiner starken Beschäftigung zu dieser Feier gekommen sei und so anerkennend und anspornend über den Arbeitsdienst und seine Aufgaben gesprochen habe. Der Reichsstatthalter dürfe versichert sein, daß die Männer des Arbeitsdienstes ein erhebendes Gefühl erfülle in dem Bewußtsein, daß viele Volksgenossen vom Arbeitsdienst einen Begriff bekommen hätten und nun helfen, die Ausgaben des Arbeitsdienstes durchzuführen. Er (Red- ner) gelobe namens der Arbeitsdienstmänner auch an dieser Stelle, die Arbeit immer so zu leisten, wie der Führer sie vorn Arbeitsdienst verlange. Zur Bekundung und Bekräftigung dieses Gelöb- nisses brachte der Redner dreimalige Sieg-Heil-Rufs auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler aus, die von der großen Menge freudig ausgenommen wurden. Anschließend wurde gemeinsam' je der erste Vers des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes gesungen. Besichtigung des neuen Heimes. Kameradschaftliches Beisammensein. Anschließend besichtigten Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger und die geladenen Gäste eingehend das neue Unterkunftsgebäude und feine vortrefflichen Einrichtungen, die den besten Eindruck machten. Sodann vereinigten sich die zahlreichen Gäste mit den Männern des Arbeitsdienstes im festlich mit Fahnen und Tannengrün geschmückten Saale des früheren Philosophenwald - Gasthauses zu einem kameradschaftlichen Beisammensein, an dem auch der Reichsstatchalter mit seiner Begleitung etwa zwei Stunden lang teilnahm. Flotte und musikalisch vortreffliche Darbietungen des Musik^uges der Arbeitsdienstabteilung Wetzlar erfreuten in hohem Maße und fanden mit Recht starken Beifall. Arbeitsdienstmänner des Gießener Lagers bereicherten in sehr schöner Weise den Abend mit eindrucksvollen Gedichtvorträgen und Sprechchören aus dem Bereich des Arbeitsdienstes, ferner erfreuten sie durch ausgezeichnete und bewundernswerte sportliche Darbietungen (Bodengymnastik, Pyramiden), exakte Sprechchöre und feingestaltete lebende Bilder, die Ausschnitte aus ver Zeit des deutschen Niederganges unter dem früheren System, aus den Jahren des nationalsozialistischen Freiheitskampfes und aus dem gewaltigen Aufbauwerk des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler darstellten. Im Verlaufe dieses Beisammenseins wurde gemeinsam das Abendbrot aus der Küche der Arbeitsdienstabteilung verzehrt (Butterbrote mit Lachs und Tee), das sowohl wegen seiner Schlichtheit, als auch wegen seiner Schmack- daftigkeit allenthalben volle und verdiente Anerkennung fand. Bei der Bewirtung der Festgemeinschaft machten sich zahlreiche Frauen der NS.« Frauenschaft als freiwillige und selbstlose Helferinnen um das Wohlbefinden der vielen Besucher sehr verdient. Dem Reichsstatthalter wurde durch dreimalige Heilrufe noch eine herzliche Ehrung bereitet, die er sofort an den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler weitergab, ferner wurden gemeinsame Lieder gesungen. Alles in allem: eine gute und fein gestaltete Unterhaltung. Während das junge Volk Dann — als Abschluß des Abends — mit den inzwischen eingetroffenen Mädchen sich am Tanz erfreute, verließ der Reichsstatchalter mit seinen Begleitern ziemlich unbemerkt den Saal, um heimzufahren. Gegen Mitternacht, vor Beginn des Totensonntags, fand die Veranstaltung ihr Ende« sagte dann in seiner Einweihungsrede u. a.: Der Arbeitsdienst wird nicht erst anerkannt, sondern er i st anerkannt. Der Gedanke des Arbeitsdienstes war anerkannt schon lange bevor wir ihn in die Tat umsetzen konnten. Ich erinnere mich, daß wir schon in den ersten Jahren des Kampfes, im Jahre 1924, vor der Öffentlichkeit die Idee des deutschen Arbeitsdienstes im Rahmen des nationalsozialistischen Gedankengutes propagiert und dafür gekämpft haben. Es war uns damals schon klar, daß. wenn Deutschland wieder hochkommen sollte, dies nur durch selbstlose Arbeit geschehen konnte. Selbstlose Arbeit kann aber nur geleistet werden im Rahmen einer Volksorganisation. Dieser Gedanke hat sich durchgesetzt. Die ersten Anfänge reichen zurück in die Kampfzeit. Seine Gestaltung nach unserem Willen konnte aber erst vorgenommen werden, nachdem es dem Führer gelungen war, den Kampf siegreich zu beenden und als Kanzler den Staat zu führen. Nun war die Möglichkeit gegeben, planmäßig an die Arbeit heranzugehen. Es wurde so, wie der Führer es vorgezeichnet hatte: Der Spaten in den Händen selbstloser deutscher Menschen, die sich freiwillig in den Arbeitsdienst begaben, war es, der die ganze Arbeit in Gang gebracht hat. Das war für uns zur Selbstverständlichkeit geworden. Wenn wir zurückdenken und uns erinnern, daß wir einen Staat übernommen haben, dessen Verwaltung zersetzt und korrumpiert war, dessen Kassen leer waren, der bankrott war bis zum Letzten, da wird es jedem klar fein, daß diese selbstlose Arbeit sein mußte. So begannen wir die Arbeit, und der Arbeitsdienst zog nach sich Strich um Strich die Indienststellung einer großen Anzahl von Menschen. Jeder Mann im Arbeitsdienst zog einen nach sich, der für die Bedürfnisse der Arbeitsdienstmänner'einzutreten hatte. So wuchs der Arbeitsdienst auf breitester Grundlage. Diese Tatsache und die weiteren Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand zusammen ergaben, daß Millionen bis dahin hoffnungsloser Menschen wieder in Arbeit kamen. Das ist die eine Seite des Arbeitsdienstes. Die andere, die nicht geringer zu achten ist, zeigt, daß eine ungeheure Anzahl junger Menschen im Arbeitsdienst wieder innere Haltung bekam. Mancher junge Mensch war ins Rutschen gekommen, er kannte keine Ordnung mehr. Im Arbeitsdienst hat er Arbeit und Ordnung wieder gelernt. Das ist um so wertvoller, als es sich für ihn um freiwillige Einordnung und Unterordnung handelte. Je mehr der Arbeitsdienst fortschritt, um so weitere Kreise mußte er ziehen. fr \ >■' ... U UM 4 DU DU ■ W ' .¥■ d Ms Reichsstatthalter Sprenger (in der Mitte) besichtigt in dem neuen Unterkunftsgebäude das Modell des Hauses; links neben ihm Standartenführer Lutter, recht mit ausgestrecktem Arm Gau-Arbeits- tührer Neuerburg. (Aufnahmen: Photo-Pfaffs Oie volkswirtschastlichen Werte -er Schiffahrt. Im allgemeinen weiß man bei uns in Deutschland — auch heute noch viel zu wenig von der deutschen Schiffahrt. Aber dabei ist es doch keineswegs so, daß unsere Handelsschiffahrt der überflüssige Luxus eines verarmten Volkes ist. Für unsere Wirtschaft und die Weltgeltung unseres Volkes hat sie vielmehr einen sehr realen und nicht zu unterschätzenden Wert. In der deutschen Zahlungsbilanz steht sie als einer der wertvollsten Aktivposten verzeichnet. Noch im Jahre 1932 steuerte sie zu ihr 240 Millionen Mark zu, in den günstigeren Jahren vorher waren es sogar 1927: 478, 1928: 515, 1929: 545, 1930: 482 und auch 1933 noch, trotz der Verschlechterung der Lage auf den wirtschaftlichen Märkten, besonders auch auf dem internationalen Währungsmarkte und trotz der allgemeinen Anspannung des politischen Weltgeschehens, 193 Millionen Mark. In den zehn Jahren seit 1924 hat die deutsche Schiffahrt somit f a ft vier Milliarden Mark in Devisen zu der deutschen Zahlungsbilanz zugeschossen, und wir alle wissen, was für unsere Reichsbank und unsere nationale Wirtschaft der Zustrom an solchen Devisen gerade heutzutage bedeutet. Aber nicht von diesem hauptsächlichen Wert der Schiffahrt für die deutsche Volkswirtschaft soll hier gesprochen werden. Auch nicht von ihrem werbenden Wert, den sie — mit der Leistungsfähigkeit ihrer schönen Schiffe, mit der deutschen Flagge, die sie auf allen Meeren und in allen Häfen zeigt — kulturell, politisch, wirtschaftlich für Deutschland ausübt. „Schiffe sind Botschaft ter ihres Landes" — in diesem Ausspruch eines ausländischen Wirtschaftsführers liegt ihr ganzer Wert für ihr Heimatland beschlossen. Der Ausländer, der sie in seinem Hafen sieht, der Fracht mit ihnen verladet, der selbst mit ihnen fährt, wird auf ihnen schon ein bestes Stück Deutschland kennenlernen. Millionen Deutsche leben überdies draußen in Ueberfee, und zu ihnen, die in ihrem Lande immer werbende Aktivposten Deutschlands bleiben werden, bringt auch das deutsche Schiff immer wieder ein Stück Erinnerung und Verbundenheit mit der alten Heimat. Hier aber soll vielmehr einmal die Rede sein von der Verästelung der Schiffahrt in die verschiedensten Zweige des deutschen W i r t s ch a f t s - lebens und von ihrem Hinübergreifen in sie, von dessen Ausmaß selbst derjenige selten etwas weiß, der mit Schiffahrtsdingen vertraut ist: Nicht nur als Träger der Frachten, als Zubringer von Rohstoffen für die umfangreichen und wertvollen verarbeitenden Industrien Deutschlands, als Mittler von Ein- und Ausfuhr, die ebenso für unsere Handelsbilanz wie für unseren Kontakt mit dem Auslande wesentlich sind. Sondern durch chr ureigenste» Dasti» selbst. Es gibt, so betrachtet, kaum einen Wirtschaftszweig irt Deutschland, der mit der Blüte unserer Schiffahrt nicht auf Gedeih und Verderb verbunden wäre. Von dem Tage an, an dem ein Schiff in Auftrag gegeben und später dann auf Stapel gelegt wird, ist es zu einem festen und fruchtbaren Glied in der festverbundenen Kette, die die Wirtschaft bildet, geworden. Die Werft, auf der es entsteht, Eisenwerke und Maschinenindustrie, Webereien, Möbelwerkstätten — es lohnt sich, mal eine Liste der Branchen durchzublättern, wie sie, aus allen Gauen Deutschland» und allen Teilen seines Wirtschaftslebens ihr Teil beisteuernd, an dem Zustandekommen eines solchen Schiffes beteiligt sind. Es hat überhaupt feinen Reiz und feinen Wert, Schiffahrtsdinge auch mal von dieser zu wenig beachteten Seite her zu betrachten. Denn es ist nicht nur Romantik, nicht nur Witterung des Abenteuerlichen — wie weit ist das heute in unserem Maschinen-Zeitalter von der Schiffahrt entfernt, zu einer Zeit, in der kaum noch Segelschiffe über das Weltmeer fahren, sondern die Ozeanriesen im 50« Kilometer-Tempo mit 100 000 PS. den Atlantik überqueren. Nicht nur Zauber der Ferne und der weiten See, davon es sich gut träumen läßt. Ebenso aber erschöpft sich die Bedeutung der Schiffahrt auch nicht nur in hereingefahrenen Frachtziffern und der Buchungszahl ihrer Fahrgäste. Zahlen sprechen da am besten für sich selbst: In einem Jahr verbrauchten die Schiffe der Flotte einer der großen deutschen Schiffahrtslinien beispielsweise an Proviant, um nur die Hauptposten.zu nennen, über 3 000 000 Kilo Fleisch- und Wurstwaren, Wild und Geflügel, 600 000 kg Fische, über 4 000 000 kg Obst und Gemüse, 5 300 000 Stück (Eier, über 6 000 000 kg Kartoffeln, über 2 000 000 kg Mehl und Müllereierzeugnisse und 500 000 kg Brot. Das sind, soweit es nicht Saison-Artikel oder besonders ausländische Spezialitäten sind, grundsätzlich alles deutsche Erzeugnisse — und schon daraus erhellt, in welchem Umfange unsere Schiffahrt Abnehmer unserer Landwirtschaft und der ihre Produkte verarbeitenden Industrien ist. Aber wie hier mit der deutschen Landwirtschaft und ihren verarbeitenden Handwerken und Industrien, ist es ebenso auf den mannigfachsten anderen Wirtschaftsgebieten, die wir nur berühren. Vom Apotheker- und Drogeriewesen bis zu den Büchern, die für die Bordbibliotheken gebraucht werden, vom Tonfilm und seinen Apparaten bis zu den Funk- und Telegraphie-Einrichtungen an Bord und der Großtelephonie-Anlage, die auf dem Schnelldampfer „Bremen" eingerichtet ist: Alles das bedeutet Absatz deutscherJndustrie und zugleich wieder Werbung für deutsche Wertarbeit und Leistungsfähigkeit. Es bringt auch dadurch wieder — wie die Frachten, die zur Belebung des Oberheffen Neues für -en Büchertisch l ihre Auseinandersetzung. Dann versuchten sie, sich 1934, Preis 26 Mk. —(491) — Das Gebiet des le. den Weg machten. den Geqner gerichtet. Die Dickhäuter versuchten von neuem zu Atem zu kommen, die Rüssel hingen jetzt nach unten. Aber bald folgte ein neuer Angriff, gleich zwei Lokomotiven rannten beide aufeinander los und stießen die gewaltigen Schädel gegeneinander, wobei es stets das seltsame, schwer zu beschreibende Geräusch gab, das man als „Trompeten" bezeichnet, das aber mehr einem heiseren Bellen vergleichbar ist. Ge- Sie schafft Arbeit — In sich für Hunderte und Tau- sende von Seeleuten, die bei dem Aufliegen der Schiffe fönst arbeitslos wären. Und nicht weniger für die Arbeiter der Hafenbetriebe, der Werften und aller Zweige in dem fein verästelten Wirt- schaftsorganismus unserer Nation. Auch »hre eigenen Kraftquellen zieht sie wieder daraus. Unlösbar sind sie — ein Ganzes, eine Einheit — miteinander verbunden. Und wir waren noch ungefähr dreihundert Meter von dem Kampfplatz entfernt, als bereits der wilde Kampflärm wieder an unser Ohr drang. Dumpfe Stöße wurden wieder vernehmbar — die beiden viele Zentner schweren Kolosse mußten noch immer aufeinander prallen ... und so konnte das Gefecht, da wir es am vergangenen Mittag zuerst beobachtet hatten und es damals schon mindestens sechs Stun- den gewährt haben mußte, nicht weniger als oier- undzwanzig Stunden im Gang sein! ausgegraben zu haben. — Dr. Zander: Großes Gartenbau- Lexikon. Illustrierter Ratgeber für Gärtner und Garienliebhaber. 686 S., mit 16 Farbentafeln und in ihre Auseinandersetzung. in einer Art Säbelgefecht, indem sie mit ihren schweren Stoßzähnen ineinander verhakten und seitliche Stöße austeilten, denen der andere aber meist geschickt auszuweichen vermochte. Stunde auf Stunde verstrich. Wir merkten es nicht, wie auch die nur miteinander beschäftigten Kämpen unsere Anwesenheit anscheinend nicht ahnten. Die Nacht mußte nun bald hereinbrechcn, und für uns wurde es Zeit, unser Lager wieder aufzusuchen. Nur schwer fanden wir in Erinnerung an das Geschaute den Schlaf, und kaum erwachte am nächsten Morgen die Sonne, als wir uns schon wieder auf ♦ Wenings, 25. Nov. Die 71jährige Ehefrau unseres Altbürgermeisters, Frau Charlotte Schmidt, wurde am Samstag von einem schweren Unglück betroffen. Als sie sich auf dem Wege zur Bahnstation befand, wurde sie an einer sehr abschüssigen Stelle von einem Radfahrer a n g e f a h r e n, kam zu Fall, stürzte einen Abhang hinab und erlitt dabei einen komplizierten K n ö ch e l b r u ch. Die bedauernswerte Frau Landkreis Gießen. K A l t e n - B u.s e ck , 24. Nov. Heute verließ Lehrer Stiehler, der seit Ostern d.J. an der hiesigen Schule tätig war, nach herzlichem Abschied von seiner Klasse unsere Gemeinde, um eine Lehrerstelle in Gießen zu übernehmen. An seine Stelle tritt Lehrer Fay, der zuletzt in Bersrod wirkte. Lehrer Fay hat bereits von 1926 bis 1932 als Schulver- walter hier gestanden und sich in dieser Zeit die Achtung und Wertschätzung der ganzen Gemeinde erworben. Aus diesem Grunde darf er sich eines herzlichen Empfanges seitens der Einwohnerschaft Gartenbaues in feiner Gliederung in Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau, Gartengestaltung, Gewächshausbau, Kulturen unter Glas und im Freien, Düngerlehre, Schädlingsbekämpfung, wissenschaftliche' Gartenbotanik einschließlich Vererbungslehre, Pflanzenzüchtung auf Neuheiten, Samenbau, Vermehrung und noch vieles andere ist so umfangreich geworden, daß selbst der Fachmann, geschweige der Gartenfreund ohne ein zuverlässiges Nachschlagewerk nicht mehr auskommen kann, um sich über die einzelnen Spezialgebiete zu unterrichten. Ein solches Buch in solider, vornehmer Ausstattung zu denkbar billigem Preise ist das vorliegende Zandersche, von hört zusammen! Mögen deshalb Mädchen oder Burschen unseres Dorfes mit frischem Mut die Wiederbelebung der schönen Sitte der Spinn st üben zur Tat werden lassen! (Z Obbornhofen, 24. Nov. Die Eintopf- Haussammlung erbrachte in unserer Gemeinde eine Einnahme von 30,75 Mark, gegenüber dem Vormonat eine erhebliche Steigerung. — Dieser Tage wurden die von den Gemeinden Obbornhofen und Bellersheim für das Winterhilfswerk gespendeten Kartoffeln auf der hiesigen Bahnstation verladen. Es waren zwei Waggonladungen, die dem Winterhilfswerk in Frankfurt zugeleitet wurden. Kreis Büdingen. Das Duell der (Stefanien. Einzigartiges Erlebnis eines englischen Jägers im Urwald von Sumatra. — Heinrich von Treitfchke: Preußens Erhebung. Mit einem Nachwort von Dr. Fritz Eberhardt. Reclams Univerfal-Bibliothek. Geb. 1,10 Mark. — (394) — Diese Arbeit Treitschkes ist aus- aezeichnet durch die packende Schilderung, durch die Kraft des nationalen Empfindens und durch die starke Persönlichkeit des Verfassers. Mit Genuß liest man die Charakterschilderungen eines Stein, Hardenberg, Scharnhorst, Gneisenau und erlebt das Heranreifen der großen sittlichen Gedanken eines Kant, Schleiermacher, Fichte. Spannend und siea- verheißend wirkt die knappe Darstellung des russischen Feldzugs, mit dem Ausblick auf die Befreiung Deutschlands. — Wilhelm Busch: Bilderpossen im Jnselverlag zu Leipzig. — (142) — Die ersten Geschichten, die der große Humorist in Buchform erscheinen ließ, sind von dem späteren „Max und Moritz" ganz in den Hintergrund gedrängt worden, obwohl auch sie schon den Meister erkennen lassen. Es ist ein Verdienst der Insel-Bücherei, sie wieder erfreuen. , , * Lang-Göns, 24. Nov. In früheren Jahren fanden hier während der Wintermonate .fast an jedem Tage Spinn st üben statt, zu denen sich die Mädchen und die Burschen stets in fröhlicher Harmonie zusammenfanden. Jetzt ist diese schöne Sitte hier leider nicht mehr vorhanden. Vielleicht mag das zum Teil daran liegen, daß man neu her- gerichtete Stuben möglichst lange schonen will, zum Teil mögen auch andere Zeitumstände die Ursache sein. Es wäre aber doch zu wünschen, daß die Spinnstuben wieder veranstaltet werden, damit unter der Jugend ein rechter Zusammenhalt erzielt einem Manne, der die Gärtnerlaufbahn hinter sich, zu wissenschaftlicher Fachbildung gelangt, zu beurteilen vermag, worauf es im Gartenbau ankommt. In etwa 3000 Einzelabhandlungen, aus der Feder der bedeutendsten Fachmänner sind alle einschlägigen Gebiete, also auch die übergroße Menge aller kultivierten Zier- und Nutzgewächse in knapper aber aufschlußreicher Darstellung behandelt. Wo das Wort allein nicht genügen würde, geben die auf bestem Kunstdruckpapier gedruckten Abbildungen, Tabellen und schematischen Darstellungen weitere Auskunft. Die Schreibweise ist durchweg allgemein verständlich, und wo Fachausdrücke nicht zu umgehen sind, werden sie näher erläutert. Jedem, der sich beruflich oder aus Liebhaberei mit Gartenbau und Blumenzucht befaßt, wird man kaum eine größere Freude bereiten können, als wenn man ihm dieses schöne und inhaltsreiche Buch auf den Weihnachtstisch legt. — Weihnachtslieder für Klavier und andere Tasteninstrumente. Als Veröffentlichung des Arbeitskreises für Hausmusik herausgegeben von Konrad Ameln. Kart. 1,20 Mk. Im Bärenreiter- Derlag zu Kassel, 1934. — (421) — Das Heft enthält alte und neue Sätze, die von Carl Gerhardt, Walther Hensel, Rudolf Schäfer, Adolf Seifert und vom Herausgeber geschaffen oder zur Verfügung gestellt wurden. Die Sätze können auf Tasteninstrumenten aller Art gespielt werden, daneben kommt auch bei vielen Sätzen eine Ausführung durch mehrere Instrumente in Betracht. Die gut gedruckte Sammlung mag gerade um die Weihnachtszeit der Pflege der deutschen Hausmusik neue Anregung geben. — Drei neue Ullstein-Sonderhefte sind erschienen: „Neue Jumpe r". 25 ausgewählte Modelle für Winter und Sommer in verschiedenen Häkel- und Stricktechniken. Aber nicht nur Jumper, sondern auch Kleide und Mäntel, Westen und Jacken, Kappen, Handschuhe und Schals, zwei Seiten Winter- deutschen Außenhandels von den Schiffen unserer Handelsflotte gefahren werden — Leben und Arbeit für volkswirtschaftlich wertvolle Jndustrieen. Ebenso sind die Reichsbahn, das Hotelgewerbe, der Fremdenverkehr durch die Fahrgäste, die unsere Schiffe nach Deutschland bringen, an der Blüte einer deutschen Schiffahrt stark beteiligt. In allem sehen wir daher: Schiffahrt schafft Werte für d i e gesamte deutsche Wirtschaft. Ein Abenteuer, wie es bisher noch keinem Menschen vergönnt war, erlebte der englische Forscher und Jäger O. S u ch w e l l, der soeben aus Sumatra nach London zurückkehrte und nun ssine Erlebnisse veröffentlicht. Eine Nashornspur, so erzählte er, auf die ich mit meinem Freunde bei einem Jagdzug durch das Barifsan-Gebirge des südlichen Sumatra unerwartet gestoßen, hatte uns gelockt. Wir waren der allerdings nicht mehr ganz frischen Fährte gefolgt; aber obgleich wir im Eilmarsch dahinzogen, wollte es uns nicht gelingen, die Tiere — es handelte sich offenkundig um zwei — zu Gesicht und gar vor die Büchse zu bekommen. Einigermaßen enttäuscht gaben wir am Abend des zweiten Tages die Verfolgung auf. Für die verlorene Zeit aber sollten wir in einer Weise entschädigt wenden, wie wir es nicht erwartet hatten. Uns stand ein Erlebnis bevor, das vor uns noch keiner menschlichen Seele verstattet war. Wir standen im Begriff, das Zelt für das Lager während der mittäglichen Hitze aufzuschlagen, als ein seltsames, unheimliches Geräusch an unser Ohr drang. Es war ein beinahe ununterbrochenes drohendes Geheul wie von zwei starken Dampfmaschinen, aber wohl noch lauter. Dampfmaschinen nun konnten es hier mitten im Urwald nicht gut sein, zudem hörten wir zwischendurch Klänge wie von einer Trompete, und dann wieder schneidende halb pfeifende, halb gellende Töne, untermischt mit Lauten wie von dröhnenden Stockschlägen. Im Augenblick wurde uns klar, daß es sich hier um Elefanten handeln mußte. Rasch ergriffen wir unsere Büchsen und schlichen uns durch das dichte Unterholz vorwärts, bis wir auf eine Blöße tarnen, an deren Rand wir wie angewurzelt stehen blieben. Rings in einem Umkreis von ungefähr fünfzig Metern waren junge Bäume, Buschwerk und Gras niedergetrampelt und in den Boden getreten, stellenweise zogen sich durch diesen auch lange, tiefe Risse — während in der Mitte zwei riesige Elefanten, zwei Bullen, einander gegenüberstanden. An der Beschaffenheit des Erdbodens ließ sich unschwer erkennen, daß der Kampf der Dickhäuter, denn um einen Kampf handelte es sich, mindestens schon einige Stunden gedauert haben mußte. Der eine der Kämpfer blutete aus einer tiefen Wunde am Kopf, der ganze Schädel war rot gefärbt, ebenso wie der gewaltige Rüssel. Keuchend standen sich die riesigen Tiere aegenüber, pumpten anscheinend neuen Atem in die Lungen. Dann plötzlich stürmte der eine der Elefanten, die durch etwa zwanzig Schritte Zwischenraum getrennt waren, mit raumgreifenden Schritten auf den Gegner zu, der aber den Angriff nicht abwartete, sondern ebenfalls anstürmte. Ein dumpfes Dröhnen und beide taumelten zwei, drei Schritte nach rückwärts, um dann aber sofort in ein „Handgemenge", wenn dieser Ausdruck erlaubt ist, zu geraten. Jeder suchte die Stoßzähne oder die Beine des anderen mit dem Rüssel zu fassen. Dann wieder drehten sie sich, eng aneinander gepreßt, im Kreise, auf die Gelegenheit wartend, mit einem Stoß dem Feind Bauch oder Flanke aufzuschlitzen. Bis sie dann wieder von- einander abließen und zurücktraten, schwer keuchend und Schritt für Schritt, immer dabei das Auge auf Noch einmal bewunderten wir stundenlang das gewaltige Schauspiel, das in dieser Stärke und Einmaligkeit sicher noch keinem Menschen zu beobachten vergönnt gewesen ist: diesen Titanenkampf der beiden scheinbar völlig gleichwertigen Urwaldriesen . - • Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, als endlich das Ende kam. Es war ein absolut tragischer Anblick. Der größere der beiden Dickhäuter hatte nach einem besonders langen Anlauf den Gegner zurückgedrängt. Dieser war unter der Wucht des Anpralls mit den Hinterbeinen eingeknickt, in eine Art sitzende Stellung geraten und hatte so dem.andern die Möglichkeit geboten, ihm die gewaltigen Stoßzähne wohl über einen halben Meter tief in den Leib zu bohren. Aber der schwer Verletzte besaß noch Kraft genug, um sich zu erheben und im dichten Unterholz Deckung zu suchen. Der Sieger stand nun allein auf der Walstatt, ein lautes Triumphgebrüll ausstoßend — ehe auch er im Urwald uer- schwand... — und keiner von uns dachte daran, ihm eine Kugel anzutragen... Mindestens dreißig Stunden hatte dieser Gigantenkampf gedauert — und ich zähle ihn zu den gewaltigsten Erlebnissen all meiner Forscher- und Jagerjahre: wohl noch niemand hat ihn in solcher ursprüglichen Wildheit je vor mir erlebt. > ein rechter Zusammenhalt erzielt i mußte sofort durch die Freiwillige Sanitätskolonne wird. Man kann solche Abende ja auch in der Küche vom Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik veranstalten, und dabei ist es auch nicht gerade er- nach Gießen gebracht werden. forderlich, noch extra Kuchen zu backen. Jugend ge-1 --------- sport-Modelle. Arbeitsproben in Naturgröße, ge. naue Schnitt-Zeichnungen. Preis 45 Pf. — „W l e mache ich's richtig?" Ein Wegweiser zu guten Umgangsformen. Aus dem Inhalt: Kleidung und Haltung — Besuche machen — Die Anrede — Vorstellen — Höflichkeit in der Familie — Umgang mit Hausangestellten — Tischordnung — Beim Essen — Umgangsformen im Berufsleben — Briefe schreiben. Preis 85 Pf. — „D i e s ch ö n st e n P a - t i e n c e n." lieber 25 einfache und kombinierte Patiencen für Anfänger und Fortgeschrittene. Aus dem Inhalt: Der Herzenswunsch — Die Wider- spenstige — Die wandernde Karte — Die zänkische Patience (zu zweien!) — Die Harfe — Hahn im Korbe — Napoleons Patience — Die Pyramide — Die Schiebepatience — Das Grab des Pharao. Genaue Spielregeln. Preis 45 Pf. — (492) — Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. Frankfurt a. M., 26. Nov. Um 10 Uhr wr folgende Marktlage: Aufgetrieben waren 1250 ftnv der, davon 355 Öchsen, 89 Bullen, 486 Kühe, 320 Färsen, 666, Kälber 84 Schafe, 3875 Schweine. Es notierten: Ochsen 21 bis 39, Bullen 25 bis 37, Kühe 10 bis 35, Färsen 24 bis 39, Kälber 24 bis 54, Lämmer und Hämmel 32 bis 35, Schafe 17 bis 29, Schweine 40 bis 53 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schafe ruhig, Schweine mittel« mäßig. Wirtschaft. Frankfurter Börse. Ruhig. Frankfurt a. M., 24. Nov. Die Börse lag am Wochenschluß außerordentlich ruhig und im ganzen nur wenig verändert. Die Stimmung war weiter etwas gebessert, doch kam dies infolge der starken Geschäftsstille in den Kursen kaum zum Ausdruck. Der Ordereingang seitens der Kundschaft blieb sehr gering, während die Kulisse auch nur wenig Steigung zu Eigengeschäften zeigte, obwohl sie angesichts der etwas besseren Beurteilung der außenpolitischen Lage, insbesondere in der Saarfrage, durchaus zuversichtlich gestimmt ist. Am Aktienmarkt lagen die Anfangskurse in den meisten Fällen um 0,13 bis 0,25 v. H. gebessert. Der Elektromarkt empfing von der AR.- Sitzung der Bekula (plus 0,50 v. H.), in der über eine elfprozentige Zunahme des Stromabsatzes berichtet wurde, und von der weiteren Nachfrage für Siemens-Aktien (plus 1,50 v. H.) einige Anregungen, und die Kurse lagen zumeist um 0,25 bis 0,50 v. H, Schuckert um 0,75 v. H. fester. Montanwerte lagen wohl sehr ruhig, aber doch leicht erhöht, wobei auch die weitere Erhöhung des Ruhrkohlenabsatzes mit- sprach. Farbenindustrie waren nach knapp behauptetem Beginn (— 0,13 v. H.) wieder auf unoerän- bert 135 erhöht, Deutsche Erdöl gewannen 0,90 v. H, Metallgesellschaft blieben unverändert. Im übrigen kamen Anfangskurfe kaum zustande, zu erwähnen sind noch Reichsbank 148,90 (148,75), Hapag 27,50 (28), Reichsbahn-BA. 114 (113,90), Daimler 44,65 (unverändert). Das Geschäft am Rentenmarkt war gleich- falls ganz gering, die Kurse kaum verändert. Alt- besitz etwas gefragt mit 105 (104,75), Kommunal- Umschuldung, Zinsvergütung und Stahlverein-Bonds alle unverändert, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,75 bis 97 nur knapp gehalten. Im Frei- verkehr lagen Warfchau-Wiener-Bahn-Obligationkn bei kleinem Umsatz etwas fester. Auch im Verlaufe hielt sich das Geschäft auf allen Marktgebieten in engsten Grenzen. Kursverände- rungen von Bedeutung traten nicht em. Farben- industrie waren mit 134,75 nur knapp gehalten, ferner gingen Harpener Bergbau etwa 0,50 v. H. zurück, während Mannesmann nochmals 0,40 v. H. anzogen. Soweit Kurse später zur Notiz gelangten, hatten sie meist nominellen Charakter, waren jedoch um 0,25 bis 0,50 v. H. höher gehalten. Für Siemens zeigte sich noch kleine Nachfrage bei 139,50 (139). Am Rentenmarkt blieb die Umsatztätigkeit bei gleichfalls kaum veränderten Kursen auf ein Minimum beschränkt. Altbesitz lagen eher eine Nuance leichter, ebenso späte Reichsschuldbuchforderungen. Goldpfandbriefe waren nicht ganz einheitlich, aber meist unverändert, Pfälz. Hypotheken-Bank, Mannheim, waren stärker gesucht. Liquidationspfandbriefe lagen meist unverändert, während Kommunal-Obli- gationen teilweise bis 0,50 v. H. nachgaben. Stadt- anleihen zogen verschiedentlich um 0,25 bis 0,50 v. H. an, Staatsrenten lagen still. Auch der Auslandsrentenmarkt lag ruhig und wenig verändert. Schweizer Bundesbahnen blieben auf der stark ermäßigten Basis etwa behauptet. Tagesgeld unverändert leicht und 3,50 v. H. $ranffurfer Schlachtviehmarkt. Die hinter den Papieren • Sranrturi «. Dl. | Berlin Schlußkurs «Schluß». Abend- börse Schluß- »urS Schluß». Mittag- börse Datum 23-11 24.11- 23-11 24-11- 6% Deutsche RetchSanleiye v. 1927 6% eljem.7% Dt.Retchüanl.v. 1929 6Va% Voung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. DeSgl. ohne Auülos.-Rechte...... 6% el)cm.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rücfj(il)lb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold N. 12.................. t>Vi% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liqut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mitAuolos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Gvldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Gvldpse. 16 unkündbar biü 1936 5y.% ehem. 4%% Franks. Hyp.» Bank-Ltqu.-Psandbrtese....... 6y,% ehem. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse 6% ehem. 8% Pr. Landespfand' briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landeüpfand- briefanstalt, Pfandbriefe M. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 96 96,13 96,4 — —— ■ - — — 96 96,13 96,4 96,5 104,75 104,75 104,65 104,75 — *— — — 96,5 96,5 96,5 96,5 93 93 93 93 93,4 93,4 — - - 105,5 — - 101,25 101 101,13 101,25 93 92,9 — — 93 92,9 — — 93,13 93,5 — — 93,65 94 94,13 94 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 103 103 103 103 4% Oesterretchifche Goldrente.... 4,20% Oesterretchifche Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/.% deSgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmcxikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe verte 1..................... 1,15 7,13 6,8 6,9 11,4 25 1,15 7,25 6,75 6,7 11M 25 1,13 7,05 6.75 6,8 11,5 8.Ui 6-U 25 1,13 7 6.65 6,8 11,65 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse — Retchsbankdtskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Berlin ^raniiur, u. ML cScblußk. r-A(ll6, Schluß». Abend- Mittag- kurs I fur* börse 23-11 | 24-11- 24.11. 23-11- Datum 27,75 28,13 27,75 28,25 o Geld SerNn,24-Aovcmber o Mannesman n-Rührra........ 0 angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. 69,25 71,5 148,4 o 0 0 0 0 0 0 0 6 € 0 30,5 75,25 92,75 67,75 30,9 75 92,5 67,5 69,25 71,5 148,75 30,4 73,9 93 67,5 63,77 80,41 33,83 o . 0 12 81,25 99,25 55.65 100 5 91,25 137,5 116,75 26,13 140 94,25 114,5 69,25 105 99.25 91,75 138,25 109,5 26 139,5 91,65 116 70,5 104,5 80,75 99,25 56 101 74,25 92 67,5 Buderus Deutsche ErdSI Gelsenkirchener 26,25 139.25 93,5 114,75 70 104,4 99,25 91,4 137 116,5 Rheinische Elektrizität Schuckert S Eo....... Siemens8 Halske... LahmeherLEo..... 69,5 72 148,75 117,65 70 7L25 26,13 140 94 114,75 69,75 104,75 99 91,65 139 110 69,5 72 149,25 8,13 4,25 6,85 4 32,25 117 69,75 70,75 2,44 57,91 55,21 12,365 16,34 167,63 21,08 62,14 4,25 6,95 3,95 31,65 116 70,5 71,25 81,5 98,65 55,9 100 73,13 . 6 . 6 . 7 10 8,3 4,25 6,8 3,85 31,65 64.03 80,73 33,97 81,25 | 99 56 5 101 74 145 116 70 | n,5i 8,13 4,25 6,85 3,75 31,5 ”2X 58,15 55,43 12,405 16,40 168,31 21-16 62,38 4% desgl. Serie 11 ............. 6% Numan, vereinh. Rente tt. 1903 4y,%Rumün.vereinh.Rentev.lSlg 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 *4% Anatolier............... A.S.G 0 Bekula 0 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft .............6 Felten L Guilleaume 0 Gesellsch.s.Elektt.Unternehmung. 5 Amerikanuche Ao len Belgische Roten............ Dänische Roten Englische Roten .... .. .. . .. Französische Roten............... Holländische Roten Italienische Roten.... Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Roten............... Schwedische Noten Schweizer Roten................. Spanische Noten................. Ungarische Note» ............... Harpener................. Voesch Eisen—Köln-Neuesse» Ilse Bergbau ............. Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ............ Hamburg-Amertka-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampsschtff........... Norddeutscher Lloyd A.G. für BerkcbrSwesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prlvat-Bank... Deutsche Bank uiiD Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank Retchübank ........... 1 Frankfurt o. DI. Berlin Schluß« kurS Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mitiag' börse Datum 2311. 24.11 2311 24-11 ManSselder Bergbau......... 0 76,4 -- 76,5 76,75 ttokswcrke.................. 0 —- — 91,5 91 Phontx Bergbau............. o 44,5 44,4 44,65 43,9 Rheinische Braunkohlen ..... 10 213 212 213,5 212,5 Rheinstahl .................. 0 86,5 86,9 86 86,75 Bereinigte Stahlwerke........ 0 38 38 38,25 37,9 Otavi Minen ............... 0 12 12 11,4 11,65 Kaliwerke Ascheröleben........ 6 105,25 105,5 104 Kaliwerke Westeregeln........ 6 104,5 104,25 105,5 102,75 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% 151 151,25 153 I. G- Farben-Jndustrie....... 7 135 134 134,75 134,13 Scheideanstalt............... V 207 207 —— —— Goldschmidt ................ 0 87,25 87,5 87,5 87 Rütgerömerke............... 0 37 36,75 92,13 91,5 Metallgesellschast............. 0 79,5 79,25 79,5 Philipp Holzmann........... 0 74 73,75 73,75 73,25 Zementwerk Heidelberg ...... Cementwerk Karlstadt......... 0 0 110 109 Schulthet» Patzenhofer ....... 0 _ — 99,25 96 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 o 55,75 135,5 55,5 135 56 136 56 135 vpllstnss'Maldbok............ 45 45 45 45,13 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 60,65 61,5 61 62 7 117 116,5 Daimler Motoren............ 0 44 65 44.65 44,9 44,25 Deutsche Linoleum........... 0 o 60,5 60,5 60,5 84 60,75 83,25 0 30,25 30 30,13 29,25 10 204 204 204,25 Vlec> imul atoren-Fabrü........ 0 158 157 158 157,25 c 130,9 130,75 130,25 129,R 0 26,5 1 27,5 i 27 Malnkrastwerke Höchst a-M.... 4 8? Süddeutscher Zucker......... 6 1 171,5 : 174,9 173 l 74,25 23. November 24-Rovember Amtliche Notierung Amtliche Dotierung Geld | Brtek Geld | __ Buenos Atrn 0; 628 0,632 0,628 0,632 Brüssel..... 58,17 58,29 58.17 58,29 Rio de Jan. . 0,204 0,206 0,204 0,206 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,42 55,54 55,36 55 48 Danzig..... 81.04 81,20 81,04 81,20 London ..... 12,415 12,445 12,40 12,43 HelstngsorS.. 5,485 5,495 5,475 5,485 Parts ...... 16,38 16.42 16,38 16,42 Holland ... 168,05 168,39 168,05 168 31 Italien..... 21,30 21,34 21,30 21 3» Jaoan ...... 0,724 0,726 0,724 0,726 Jugoslawien 5,694 5,706 5,694 5,706 C«lo.....: 62,37 62,49 62,30 62,42 Wien....... 18,95 49,05 48.95 19,05 Lissabon .... 11,285 • 11,305 11,27 11,29 Stockholm... 64,01 64,13 63.94 64,06 Schweiz .... 80,51 80,67 80,59 80,75 Spanien.... 33,97 34,03 33,97 ,03 10.396 10,375 10,395 Budapest ... Reuyork... 2,488 2,492 2,488 Banknoten. iS ' V * X: ’ % ■----------- -v . ' <:. < ** •« ;m % 1 < BWU r^v li^V- f »v* UJ - ■ ■ DM MM WDMk-s M , >#j ■ -&.." I ^>->1 ' ' .- '. ,Ss!; ^MHMK > - ■ I Silit diesem Stoff tat Schiller den entscheidenden bender Kräfte von innen und außen. Die Familien- ^e,ritt näher zur antiken Tragödie", deren Form i katastrophe, die das Haus des Fürsten von Messina Mit der neuen Form aber wurde, was sich nicht weniger bedeutsam und folgenreich auswirkte, auch ein neuer Inhalt aus dem Drama der Griechen übernommen: die antike Schicksalsidee, die Schiller mit dem durch das deutsche klassische Drama entwickelten Schuldbegriff verschmolz. Gewiß ist, daß die geniale Überlegenheit und der unfehlbare Instinkt eines großen Dichters dazu gehörte, diese Verschmelzung zum schlackenlosen Kunstwerk zu gestalten. (Was von schwächeren Händen aus solchen Elementen geformt wurde, haben die wahrhaft fatalen späteren „Schicksalsdramen" zur Genüge erwiesen.) Schicksal und Schuld — das sind die beiden Mächte, die den Ablauf der Tragödie regieren. Alles, was an greifbarer Handlung in der ursprünglich durch keine Akteinteilung gehemmten Szenenfolge sich entwickelt, geschieht aus einem Doppelspiel trei- -ochiller hat nach der Vollendung der „Jungfrau" rr Frühjahr 1801) längere Zeit in der Wahl zwi- wm verschiedenen neuen dramatischen Stoffen ge= ihDanft, die ihn zum Teil bereits seit Jahren be- lyiftigten, aber in meist mehr oder minder frag- mmtarischem Zustande auf uns gekommen sind: lir sind zu nennen der „Warbeck", die „Gräfin Dr Flandern", der „Themistokles" und auch schon -r „Teil". 1802 endlich entschied sich Schiller für ^Ausführung keines der erwähnten Projekte, fon- üni griff entschlossen einen ebenfalls bereits meh- r Jahre zurückliegenden Plan auf und ging nun Eich an dessen Durcharbeitung und Vollendung: - jst die Fabel zur „Braut von Messina", die dem iciter bei einem früheren Studium der griechi- ’qcn Tragiker zuerst aufgetaucht, dann aber durch le „Maria Stuart" und die „Jungfrau" ver- worden war. Gießener Giadttheater. Schiller: „Die Braut von Messina". Ms eine etwas verspätete Ehrung Schillers zum |7i«. Geburtstage erlebten wir gestern an Stelle des UPrünglich zum gleichen Anlaß geplanten „Malochte in" die neue Inszenierung der „Braut von M ssina", eines der heute verhältnismäßig selten tepielten Schillerschen Dramen, das übrigens in liefen seit einer Reihe von Jahren nicht mehr »?:ieben worden ist. Die „Braut von Messina" (oder: Die feindlichen Srliber, ein Trauerspiel mit Chören) gehört auch W:e Zweifel zu den Dramen Schillers, die am üirabeften volkstümlich geworden find — man denke enia zum Vergleich an die „Räuber", an die Jungfrau", an den „Teil" — und zu den Stücken, iie immer, ähnlich wie die Goethesche „Iphigenie", eis Inbegriff ernes „Klassikers" auf dem Theater fnoolten haben. Mes lag wohl weniger an dem für uns be- onoes abseitigen Stoff als eben an der von dnller bewußt und mit Leidenschaft ergriffenen um, die ihrerseits in einen noch ferneren und lenderen Kulturkreis zurückftredte, die an Dorbil- >an erwachsen und gebildet war, mit denen der ro^erne Theaterbesucher, sobald er die Schule oer- fcfi-n hat, nur noch selten, und dann meist mit in r gewissen Befangenheit, in Berührung zu kom- ten pflegt. Wie fremd dieser Geist und wie neu diese Form auf die Zeitgenossen wirken mußte, mag man daran ermessen, daß Schiller der Buchausgabe der „Braut" eine Abhandlung „lieber den Gebrauch des Chors in der Tragödie" vorausfchickte, um darzulegen, worauf es ihm hier ankam, und welche Rolle dem Chor im (damals) modernen Drama — im Gegensatz zur alten Tragödie — zugeteilt war: „er Hilst die Poesie hervorbringen", wie Schiller sich ausdrückte; man mag selber nachlesen, wie diese Funktion gedacht war und im einzelnen entwickelt wird. ihm als das Idealbild des großen deutschen Dramas auf dem Nationaltheater feiner Zeit vorschwebte. Die neue, strenge, nach griechischen Maßen stilisierte Form hat ihn gereizt und geradezu „verjüngt", wie er an Körner schrieb, „denn die wahre Jugend ist doch in der alten Zeit". Und an Humboldt, als das Werk bereits abgeschlossen war: „Mein erster Versuch einer Tragödie in strenger Form wird Ihnen Vergnügen machen. Sie werden daraus urteilen, ob ich als Zeitgenosse des Sophokles auch einmal einen Preis davongetragen haben möchte. Ich habe es nicht vergessen, daß Sie mich den modernsten aller neueren Dichter genannt und mich also im größten Gegensatz mit allem, was antik heißt, gedacht haben. Es sollte mich also doppelt freuen, wenn ich Ihnen das Geständnis abzwingen könnte, daß ich auch diesen fremden Geist mir zu eigen machen können." Montag, 26. November 1934 Anzeiger für Gberhessen) Schwester ist, welche die Mutter ahnungsvoll in und auf die Atemtechnik achten. Die ruhige Gefaßt- und mit wenigen Säulen, Stufen, Rundbogen und! der Staffelei stand, nach naß ein eben fertiggestelltes rr v CY”\ • • r . i Hf. _ _ »lUörP höG •TT? O t f T OY C. TinhOH AAC 'K t I h V Werk des Meisters. „Wie finden Sie das Bild? Die schon besprochene Auflockerung und Durchgliederung der Chöre kam zumal den rein lyrischen Stellen von hoher Schönheit zugute. Hier bewährten sich insbesondere die Herren Neuhaus (Cajetan), Kühne (Berengar) und Geiger (Manfred) als kultivierte und sichere Sprecher. Intendant König leitete die Inszenierung; er hat ihr, wie er im Programmheft bemerkt, die Wiener Theaterfassung zugrunde gelegt, welche die beiden Chöre solistisch auflockert und individuell belebt. Das scheint uns den Grundgedanken einer einem von Zypressen und Pinien begrenzten Ausblick auf die sizilianische Landschaft dem strengen und sparsamen Stil der Tragödie entsprach. Mit Anerkennung ist ferner die von Herrn Löff ° l e r geschaffene äußere Einkleidung zu nennen, die auf würdige, großlinige Schlichtheit bedacht war lichsten heraus. Das Haus war recht gut besetzt. Der Beifall, anfangs zögernd, steigerte sich zuletzt zu warmer Anerkennung. hth. Kollegen. Fritz von Uhde, Maler und Offizier, besuchte einmal den alten Menzel in seinem Atelier. Auf fragte Menzel den sachkundigen Besucher, der sich sofort beeilte, dem Meister seine große Bewunderung auszudrücken. „Unsinn, mein lieber Uhde", knurrte Menzel. „Sie sollen mir keine Schmeicheleien sagen, sondern mir als Kollege Kritik üben." „Wenn ich frei reden soll," sagte Uhde num „bann möchte ich mir die Bemerkung erlauben, daß ich den Hintergrund zu dunkel finde." „So, finden Sie das, Herr Major von Uhde?" sagte die alte Exzellenz jetzt sehr kühl. einem Kloster verborgen gehalten hat. So erfüllen sich Ahnung und Weissagung schrecklich mit einem Ende voll Blut und Tränen, in einer Tagödie blind- waltenden Schicksals und menschlicher Schuldbeladen- heit: in einem Schauspiel, das, realistisch geformt, schwer erträglich wäre, durch die strenge Würde und den melodischen Wohllaut des klassischen Verses aber geadelt und verinnerlicht wird. - —: ... - - . z - Als Diego bewährte sich Herr Volck wie immer Regiefuhrung anaubeuten, die sich bemühte, die klas- jn f[affifd)en Aufgaben als verläßliche Stütze des fil'dje Szenerie nicht rhetorisch erstarren zu lasst^s, Ensembles. Aus Don Cesars Chor hoben sich Karl sondern mit ben gegebenen Kräften melobramah^ : ßubroig Linbt unb Heini Gödel am persön- zu burchwirken und theatralisch zu steigern. Auch i----- - bars bie Aufführung insofern gelungen genannt werben, als es ihr im Ganzen gelang, ben Beschauer unb Hörer begreifen zu lassen, baß dieses Werk zu ben musikalischsten unb in einem besonderen Sinne zu ben sprachlich ebelsten unb poesievollsten in ber Reihe ber klassischen Dramen gehört. heimsucht und vernichtet, ist vorausbestimmt durch s Rose Stirl formte die große Partie ber Donna die zwiefach gebeuteten Träume der Donna Isabella > Isabella sehr überlegen, gab der Gestalt bie fürst- unb ihres Gemahls. Nur scheinbar gelingt es ber j liche Hoheit unb Haltung, bie ihr zukommt, ohne Fürstin, bem bunkel brechenden Orakelspruch ent- j doch der warmen Herzenstöne liebender, ahnender gegenwirkend das Unheil abzuwenden: die Versöh- - und schmerzzerrissener Mütterlichkeit zu entbehren, nung ihrer von Kindheit an im Bruderhaß ' welche der klassischen Erscheinung vom Menschlichen sich verzehrenden Söhne Don Cesar und Don Ma-her Anmut und Würde verleihen. nuel wandelt sich alsbald unter der schrecklichen Ent-1 * deckung, daß beide das gleiche Mädchen lieben, in Will Qua bf lieg gab ben Don Cesar mit schö- neue, löbliche Feindschaft. Der Konflikt steigert sich - nem jugendlichen Feuer, stolz und auch, als Sieb« zu heilloser Verstrickung und unlösbarem Verhäng- । Haber, nicht ohne Zartheit. Doch muß er sich bei ben nis, als es offenbar wird, daß bie von beiden Brü- j gefühlsmäßigen Höhepunkten und großen Ausbern geliebte unb als Braut begehrte Beatrice ihre brüchen vor einer Übersteigerung bes Tempos hüten heil ber letzten Abschiebsszene bestimmte nachbrück- lich ben sympathischen Einbruck ber Gesamtleistung. Karl Löser als Don Manuel charakterisierte ben Aelteren ber Brüber burch eine gewisse maßvolle Verhaltenheit unb Besonnenheit, beherrschtes Temperament unb einen klaren, jebem Pathos abholden Sprechstil. Eine zarte Beatrice war Lorie Pflug, die das beträchtliche Ausmaß ber Rolle umsichtig bewältigte, unb ber übrigens bie mäbchenhaft-lyrischen Monologe am besten anftanben unb eine freiere Entfaltung gestatteten als bie Erschütterungen ber zuletzt mit Keulenschlägen hereinbrechenben Katastrophe. lr. 276 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General Totengedenkfeiern in Gießen liehen Glauben heraus bem Tob entgegensetzen. Sie begegnet uns in bem Heilandswort „Ich will euch Wiedersehen", das gesprochen ist auch über dem Heer unserer für Volk und Vaterland gefallenen Brüder. Das Wort „Wiedersehen" ist nicht umsonst gerade im Krieg im Lied, wie in den Briefen uns immer wieder begegnet. Da ist uns ganz besonders seine tiefe Freude, aber auch sein ganzer Ernst offenbar geworden. Aus der bitteren Erfahrung, daß so vieler Menschen Wunsch „Auf Wiedersehen" nicht Wirklichkeit geworden ist, haben wir bie Unsicherheit unb Begrenztheit alles menschlichen Hoffens erkannt. Hier setzt die Christusbotschast ein, die den Seinen die starke Hoffnung gibt: „Ich will euch wiedersehen!" Unb sie ist Wirklichkeit geworben. Seitdem wissen wir, daß der Tob nicht bas letzte Wort hat, fonbern bas Leben, in bem wir burch Christus mit Gott oerbunben find. Daraus wächst das mächtige Lied der Todesüberwinder, das uns gerade auch aus dem Sterben so vieler Kameraden entgegenklingt. Sv gewinnen diese Worte „auf Wiedersehen" von Christus her auch im Gedenken an unsere gefallenen Brüder den Klang unerschütterlicher Hoffnung unb unzerstörbarer Freube. So grüßen wir das große Heer ber Gefallenen aus unserem christlichen Glaubenstrotz: Tob, wo ist dein Stachel? Gott sei Dank, ber uns den Sieg gegeben hat durch unseren Herrn Jesus Christus! Im Anschluß an die Predigt sang die Sängervereinigung „Liederkranz-Heiterkeit" das „Grablied" von Ferdinand Schmidt. Hierauf wurden noch einmal bie Gefallenen bes Krieges unb bes nationalsozialistischen Freiheitskampfes gegrüßt unb ihrer im stillen Gebet gebacht. Nach bem Segen beschloß bie Reichswehrkapelle mit bem Trauermarsch über bas Lieb „Ich hakt' einen Kameraben" von Thiele ben außerordentlich einbrucksvollen Gedenkgottes- bienft. Die Feier am Denkmal auf dem Landgraf-philipp-platz. Von ber Stabtkirche aus begaben sich die Formationen mit ihren Fahnen, bie Abordnung ber Reichswehr an ber Spitze, unb bie vielen übrigen Teilnehmer bes Gottesbienstes zu bem Gefallenen- Denkmal auf bem Lanbgraf-Philipp-Platz, wo sich eine große Menschenmenge bereits eingefunben hatte. Nachbe mber Aufmarsch am Denkmal beendet war unb bie Fahnen runb um bas Denkmal Auf- Arn gestrigen Sonntag mürbe auch in unserer Etabt in pietätvoller Weise roürbig der Toten ge= dicht. Im Vordergründe standen dabei zwei G e - denkf eiern für die Gefallenen des großen Kriegs und für die Opfer des nationalsozialistischen Hreiheitskampfes in ben Nachkriegsjahren. Gedenkgottesdienst in der Siadttirche. Nach bem üblichen Sonntags-Hauptgottesdienst fnb auf Veranlassung ber Arbeitsgemeinschaft ber Militär- unb Negimentsvereine von Gießen in ber Aadtkirche ein besondrer Gedenkgottesbienst für ie Gefallenen des Krieges unb der Nachkriegszeit /;itt. An dem Gottesdienst nahmen mit ben Änge- d ritzen ber Militär- unb Regimentsvereine bas Dusikkorps unb eine Abteilung unserer Reichswehr- gcrnison, der NSDFB. (Stahlhelm), Vertretungen dir SS., des SA.-Fliegerfturms, HI., Jungvolk urb BdM., der Reichstreuebund ehemaliger Berufs- ftibaten, der Technischen Nothilfe unb ber Freiwil- II:en Sanitätskolonne vom Roten Kreuz teil. Die Mrdje war überfüllt. Vor bem Altar waren zu baden Seiten bie mit Trauerflor geschmückten Fah- ron ber Formationen ausgestellt. Der (Bottesbienft würbe von der Reichswehr- kcpelle unter Leitung von Obermusikmeister Ärauße mit dem eindrucksvollen „Ave Verum" vin Mozart eingeleitet, anschließend wurde von der Sindervereinigung „Liederkranz-Heiterkeit" unter flitung von Chormeister Schüttler Schuberts „6anctus" (Heilig, heilig ist der Herr) gesungen. Sdann wurde von dem Geistlichen, Pfarrer «ccker, im Gebet der Gefallenen des Krieges itb der Nachkriegszeit gedacht und aus ihrem Opfer Eörke und Aufrichtung für uns Lebende vom All- Nichtigen erfleht. Nach Gemeindegesang folgte bie J ebigt von Pfarrer Becker über bas Evangelium Jhannes, Kapitel 16, Vers 22. Der Geistliche sagte U a.: Der Totensonntag ruft uns auf zum (Beben« td an unsere Toten, biefe Gebächtnisfeier läßt uns ir? besondere denken an alle, welche in Krieg und Nichkriegszeit für Volk und Vaterland ihr Leben jrn Opfer gaben. Während der Volkstrauertag an femntag Reminiscere uns mehr auf die ernste Verpachtung hinwies, welche für uns aus diesem Opfer «wächst als heiliges Vermächtnis der Gefallenen, ftl der heutige Totensonntag besonders die Bot- jeuft erklingen lassen, die wir aus unserem christ- EBIitf auf die Trauerversammlung vor dem Gefallenen-Denkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz. stellung genommen hatten, leitete die Rechswehr- kapelle unter Obermusikmeister Krauße die Feier mit dem Trauermarsch aus „Saul" von Henkel ein. Hierauf sprach der Führer der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine, Kamerad Müller, der zunächst den Dank für die außerordentlich große Beteiligung an ber Feier zum Aus- bruef brachte unb bann u. a. sagte: Fast so weit wie Allvaters Winbe wehen, so weit, wie um Deutschlanbs Freiheit gerungen würbe, liegen die Gräber. Doch wer den Tod im Heilgen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland. Wie der Schnitter bas reife Korn, so mähte ber Schnitter Tob bie grauen Kämpfer, unb so blieben sie auch im Tobe vereint im letzten Unterstand — Gruppen, Züge, Kompanien und ganze Bataillone. Musketier, Korporal und Leutnant, sie starben zusammen fürs Vaterland. Doch wir wissen, wenn der Herbstwind das dürre Laub jagt und sein Lied singt vom Sterben und Vergehen, dann ist nicht nur die Zeit des Sterbens-, sondern auch die Zeit neuer Saat. Oberstleutnant Schmidtbei der Kranzniederlegung im Namen der Reichswehrgarnison. Und wir glauben fest und unerschütterlich, daß auch bie deutschen Soldaten, bie für ihr Vaterlanb starben, nicht einfach vergangen sind, sondern daß aus ihren Opfern wuchs ber Geist einer neuen Zeit. Unb bas ist unsere Zuversicht. Ein Volk, für bas so viele Millionen zu sterben bereit waren, muß leben. Wir alle wissen, wie schwer es ist, zum Sterben bereit zu -sein. Wir wissen, baß die Begeisterung verraucht im Dreck und schwerer Not. Wir wissen, wie schwer es ist, immer wieder Abschied zu nehmen von den Lieben, ohne zu wissen, ob es ein Wiedersehen gibt. Da blieben nur bie Pflicht unb bie Kamerabschast. Die Pflicht zum Opfern und bie Kameradschaft zu Helfen, bie Kameradschaft, bie nicht Halt macht vor Rang unb Herkommen. Und bie Pflicht unb bie Kamerabschast schufen ben Frontsolbaten, ber immer roieber bereit war, sich einzusetzen, obwohl es halb zwecklos schien. Man hatte auch einmal bas Wort gehört vom Dank bes Vaterlanbes — wer rechnete bamit? Es wußte nur jeber, es muß sein, bamit Deutschlanb lebt. Möge bieser Wille zum selbstlosen Dienen im beutschen Volke immer lebendig sein, daß wir uns vor den Toten nicht zu schämen brauchen. Und wenn sich heute unsere Herzen in Ehrfurcht und stolzer Trauer beugen vor den toten Kameraden, dann laßt uns im Herzen geloben: Wir wollen, wie unser Front- Der Obmann der Ortsgruppe Gießen der NS.-Kriegs- opferversorgung, Kamerad Mö11, während seiner Ansprache. (Aufnahme: Photo-Pfaff.) kamerad an der Spitze des Reiches, wie echte Frontsoldaten an unserem Platze unsere Pflicht tun. Wir wollen treue Kameraden sein allen deutschen Menschen, die guten Willens sind. Wir bleiben die Alten, und nie soll erkalten die Liebe zu euch und die Treue zum Vaterland. Hierauf ehrte der Redner die Toten mit bem Hitlergruß und legte im Namen der Arbeitsgemeinschaft einen Kranz am Denkmal nieder. Als Vertreter unserer Reichswehrgarnison brachte Oberstleutnant Schmidt ben toten Helden einen Kranz dar mit den Worten: „Den Helden des Weltkrieges — die junge deutsche Wehrmacht". Anschließend spielte die Reichswehrkapelle das Lied „Ich hott' einen Kameraden". Im Namen des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten sprach dessen Führer Kam. Schwen - der herzliche Worte des ehrenden Gedenkens der Gefallenen des Krieges und der Gefallenen bes Froiheitskampfes für das Dritte Reich, bie sämtlich im Glauben unb in heiliger Opferbereitschaft für bas deutsche Volk und Vaterland in den Tod gegangen seien. Für den NSDFB. (Stahlhelm) sprach Kamerad Loppe, der bei dieser Ehrung der Gefallenen darauf hinwies, daß auf Befehl des Bundesführers zur gleichen Zeit überall in Deutschland bei den Gedenkfeiern eine gleichlautende Trauerbotschaft verlesen werde, in der in Ehrfurcht und tiefer Dankbarkeit der Toten gedacht und ihrem gewaltigen Opfer unauslöschlicher Dank gezollt wird. Auch diese beiden Redner legten als äußere Zeichen des Dankes und der Ehrung für die Gefallenen Kränze am Denkmal nieder. Mit dem von ber Sängervereinigyng „Liederkranz-Heiterkeit" unter Chormeister Schüttler E'ungenen Chor „An bas Vaterlanb" von Zenger tb bie würdige unb erhebenbe Gedenkfeier ihren schluß. Die Feier der AS.-Kriegsopser- Versorgung. Zu einer schlichten Gefallenen-Ehrung fanben sich bie Mitglieber ber Ortsgrupe Gießen ber NS.- Kriegsopserversorgung auf bem Helbensriebhof im Neuen Friebhof ein. Der Obmann der Ortsgruppe, Kamerad Mölk, legte einen Kranz auf dem Heldenfriedhof nieder und hielt dabei eine kurze Ansprache. Wenn wir uns hier einfänden, so führte er u. a. aus, so gälten unsere Gedanken nicht nur den Kameraden, die auf diesem Friedhöfe begraben liegen, sondern allen, die in Feindesland oder auf dem Meeresgründe ihre Ruhestätte gefunden haben. Wir gedächten zu dieser Stunde auch jener Helden, die im Kampf der deutschen Freiheitsbewegung fielen. In den letzten 15 Jahren habe von den Kriegsopfern fast angenommen werden müssen, daß sie vergessen seien. Hilfe und Dank, Ehre und Achtung sei man ihnen in dieser Zeit schuldig geblieben. Nachdem aber Adolf Hitler das Staatsschiff übernommen habe, atmeten alle Kriegsopfer auf, denn der Führer sei mit den gleichen Wunden geschlagen worden, wie sie der Weltkrieg den Kriegsopfern brachte. Nun könnten die Kriegsopfer leben in dem Bewußtsein, daß die Opfer, die sie an Gesundheit und Blut brachten, nicht mehr umsonst gewesen seien. — Bei gesenkter Fahne und mit zum deutschen Gruß erhobener Hand gedachte man abschließend in kurzem, stillen Verweilen der Gefallenen. Totengedenkfeier in Lang-Göns. s. Lang-Göns, 25. Nov. Zu einem erhebenden Erlebnis wurde die heutige Feier, die in unserer Gemeinde zum Gedenken der Toten veranstaltet wurde. Alle Vereine und alle Gliederungen der NSDAP, waren in geschlossenem Zuge auf dem Kirchplatz aufmarschiert, dazu hatte sich fast die gesamte Gemeinde versammelt. Noch selten hat der Kirchplatz eine so zahlreiche Lang-Gonser Zuhörerschaft gesehen. Vor dem Denkmal der Gefallenen hatten die Fahnenträger Aufstellung genommen. Nach einem Choralvorspiel des Dosaunenchors unter Leitung von Karl Boller und einem Chor des Gesangvereins „Frohsinn" unter Leitung von Chormeister Blaß (Gießen), „Selig sind die Toten", sprach der Ortsgeistliche, Pfarrer Wahl, in tief empfundenen, au Herzen gehenden Worten über den heutigen Gedenktag. Drei Denkmäler, so führte der Geistliche u. a. aus, stünden heute vor unserm Auge. Das von Langemarck, das an dem Platz errichtet wurde, an dem vor 20 Jahren an einem nebligen Novembertag die jungen Freiwilligen mit dem Deutschlandlied auf den Lippen in den Tod gingen, das von Tannenberg, in dem unser größter Deutscher, der nur die Treue und den Glauben an Deutschland kannte, Paul von Hindenburg, nun ruht und das auch heute noch von den ruhmreichen Schlachten in bitterer Notzeit erzählt, und das Denkmal in unserer Gemeinde, auf dem die Namen von 59 Männern verzeichnet sind, die ihr Alles, ihr Leben gaben, um Deutschland frei vom Feinde zu halten. Sie gingen alle in dem Glauben an Gott und für eine glückliche Zukunft Deutschlands in den Tod. Und heute aab uns das Schicksal wieder Männer, die versuchen, uns aus der Not in eine bessere Zukunft zu führen, wenn das gesamte Volk sich hinter sie stellt, wenn wir alle so leben und handeln, wie es die rechte Volksgemeinschaft erfordert. Nach der Rede des Geistlichen legte der Vorsitzende des Kriegervereins, Karl Kd. N e r n , einen Kranz für unsere gefallenen Helden nieder und gelobte, daß wir ihnen nachleben wollten. Darauf erinnerte Bürgermeister Wenzel noch einmal an die großen Opfer, die gebracht wurden im Weltkrieg und auch an die Opfer der Männer, die ihr Leben Hingaben für die Freiheitsbewegung, für das Dritte Reich. Allen zum Gedenken legte er einen Kranz der Gemeinde Lang-Göns nieder. Anschließend trug der Gesangverein „Frohsinn" in feiner Weise das Lied „Wie sie so sanft ruhen" vor. Dann spielte der Posaunenchor das Lied: „Ich hatt' einen Kameraden". Damit war die Feier auf dem Kirchplatz beendet. Die gesamten Zuhörer zogen sodann auf den Friedhof, wo der Posaunenchor einen Choral spielte, der gemischte Chor einige Lieder vortrug und der Geistliche einen Text verlas. Mit einem Schlußgebet wurde auch diese Feier beendet. Weihnachtsaussiettung im Turmhaus. Neichskammer der bildenden Künste: Gruppe Gießen. Die Gruppe Gießen der Reichskammer der bildenden Künste (Gau Hessen-Nassau) eröffnete am Samstag ihre diesjährige Weihnachts-Ausstellung. Sie ist zahlenmäßig noch stärker beschickt als die vorjährige: es sind insgesamt 27 Künstler unseres engeren Heimatgebietes vertreten, die meisten von ihnen mit mehreren Arbeiten. Die Maleret überwiegt, wie üblich, bei weitem. Bei ber Fülle dessen, was diesmal geboten wird, ist es im Rahmen eines Berichtes nicht möglich, mehr zu geben als einen Ueberblick, der auf Vollständigkeit keinen Anspruch macht, vielmehr zu lebhaftem Besuch, eigenem, eingehenden Studium und womöglich — das ist ja die Hauptsache — zum Kauf anregen möchte. * Bei einer gründlichen Vorbesicktigung haben wir im Einzelnen folgendes notiert. Mueller-Leute r t bringt neben der bekannten und früher bereits besprochenen Hitler-Büste drei neue Bilder: die „Landschaft mit Brücke", ein starkes grohliniges Bild mit ruhigen Farben und reicher, bewegter Tiefengliederung; dann ein Seestück, temperamentvoll gemaltes, schwieriges und von Courbet bis Böcklin hochberühmtes Motiv der sich Überschlagenden Welle; dazwischen ein gutes Figurenbild, das Mann und Frau unkonventionell einander gegen- überstellt und farblich von den Komponenten Rot und Blau überzeugend zusammengehalten wird. — Von Paul Maus fallen neben einer Chiemsee- Landschaft vor allem zwei große weibliche Akte auf: ganz realistisch gesehen, auf die körperliche Gebärde, das Muskelspiel und die mancherlei Lichter und Schatten der Körperoberfläche liebevoll eingehend; ruhige gedeckte Hintergründe lassen die Akte hell und lebendig ins Bild treten. Von Lotte D r o e s e finden wir awei kleine Arbeiten: die „Heimkehrende Familie , ein einfaches und zeitloses Motiv, fast ein wenig lHwermütio in der Farbgebung; darunter, heller, schärfer im Umriß und realistischer ein Stilleben mit Krug und Weintrauben. — Viehmann malt einen bäuerlichen Jnnenraum voll friedlicher Ruhe; strickendes Mädchen am Tisch, die Katze auf dem Stuhl, Blumenstöcke am Fenster: ein Stimmungsbild. — Rohrbach zeigt eine Helle, leicht und luftig aquarellierte Sommerlandschaft, außerdem in einer Vitrine Gebrauchsgraphik: Plakate, Urkunden, Ex- libris. — Margret Kranz, der wir vor kurzem in der „Heimat im Bild" eine ausführlichere Betrach- Aus der provinzialhaupiftadt die Weihnachtsausstellung für eröffnet. Anschließend bleiben wir bei Musik und zusammen. Eintrittspreis 30 Pfennig. die sich um das Zustandekommen der Ausstell///:/ verdient gemacht haben, auch an das ~ Stnch quartett Schüttler, erklärte Herr Koddü; merksame; 3m weit • Gdjulrat 5 I Munswer g gewollt, im n rufsfchicht, I rassen, M übe? Volkes Wknftyn m bringe nidjt rolle Mrbeit h i eilsgeme der Referent l ffiii sm braud ii Dir Mzr t | gebauten t)ee »Wir rool Volles. \t bemütiger Quellen einer mö onn löste ..Damit w Aoi rwii I "PM tu 5»* Oie Deutsche Arbeitsfront NS-Gemeinschast »Kraft durch Freude". ; . Edelgar Kopf in i > Lächeln sc „Wo m stehen selb , Er küßl >o blieben Anläßlich des Jahrestages ,Kraft durch Freude" hat der Gießener K o n z e r t o e r e i n der NS.« Gemeinschaft „Kraft durch Freude" 200 Eintrittskarten für das Klavierkonzert am Dienstag zum halben Preise zur Verfügung gestellt. Die Karten können auf der Geschäftsstelle der NS.-Gernein- schäft „Kraft durch Freude" abgeholt werden. Feier der Betriebsgemeinsthast der städtischen Betriebe. Arn morgigen Dienstag, 27. November, versammeln sich anläßlich des einjährigen Bestehens der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sämtliche Betriebsgemeinschaften der städtischen Betriebe um 19 Uhr auf dem Oswaldsgarten. Jeder Betriebsgemeinschaftswalter hat dort Meldung an den Vertrauensrat zu erstatten. Dann erfolgt der Abmarsch zum „Einhorn" (ehemalige Palast-Lichtspiele), wo die Feier statt- findet. Das ewige Kind. Von Malier von Molo. Ich kenne einen Mann, der bereits graue Haar« hat, und der das ist, was man klug nennt. Er hat auch vieles im Leben erreicht, und wenn man genau zusieht, fo hat er keinen Gegner zu fürchten. Aber er hat sehr viele Gegner. Ist der Mann schlecht? Ist er egoistisch? Ist « roh oder heimtückisch? Er ist gerade das Gegenteil von dem allen. In seiner Kindheit wurde er von seiner Mutter dahin erzogen, daß alle Menschen nach Höherem streben und man das Geistige mehr als bas Materielle achten müsse. Danach handelt der Mann. Aber danach handeln ist schwer. Die Men« schen zeigen sich immer wieder anders. Wenn der Mann ihnen hilft ober sich für sie einsetzt, dann beißen sie nach seiner Hand, die er ihnen gibt. Wenn er seine ganze Kraft vertut, die Menschen zu Höhe« rem ober Geistigem zu erziehen und zu führen, dann lachen sie ihn entweder aus ober sie tun eine Zeitlang mit, bann aber werden sie bösartig und fall«" von ihm ab. Wenn der Mann selbstlos ist, dann werden die Menschen mißtrauisch und halten ihn für einen geriebenen ethischen Schwindler. Und $ Frauen — er kommt immer wieder darauf, die Madonna auf jeden Fall besser gewesen muß. f. Wenn der Mann solches erfährt, und er erfährt ts immer wieder und wieder, bann nimmt er sich DOt' von nun an hart und egoistisch wie die anderen zu sein. Aber da kommt er sich bald komisch vor- Letzthin traf ich ihn in solcher Stimmung. du, was mein Fehler ist?" sagte er, „ich bin 101 Innern ein ewiges Kind." „Warum klagst du darüber?" antwortete ich, ist doch bas Schönste? Heißt es nicht: Wenn M nicht werdet wie die Kinder, werbet ihr nicht ins Himmelreich kommen." h Da sah der Mann sehr ernst vor sich nieder, uno ich merkte an seinem Gesichtsausdruck, daß er a die Richtigkeit dieses Satzes nach seinen Erfayrun gen nicht recht glauben konnte. Ich sagte: „Wolltest du so alt und grau m deinem Innern sein wie die anderen?" Da sah mich das Kind mit den grauen Haaren und lächelte. „ „Nein", antwortete der Mann, „das wäre p fürchterlich; ich will schon so bleiben." „Na alfor sagte ich, und nun lachten wir veu" pnn - I rjl >ch foe |. Robby k Mabe u ban, Met, ist be sagte 'N Mo Edeic Neu Men! •ÄS- Aufruf! am 2) len 5 tag, 27. «Rone mb er, veranstaltet die Kreisamtsleitung der NSV. für die zur Heit hier im Kreis untergebrachten Saarkinder ein Kin- berfeft. lieber 300 Saarkinder weilen an diesem Tage in unserer Stadt und finden sich mit ihren Pflegeeltern nachmittags 2 Uhr im Cafz Leib zusammen. Die Veranstaltung wird unter Mitwirkung der Reichswehrkapelle von Dorführun. gen des Jungvolks und der Iundmädel urnrahnll Den Schluß bildet eine Darbietung der Atzen'. Busecker Bauernspielschar. Um diesen Tag für die jungen Brüder und Schwestern von der Saar zu einem Erlebnis wer. den zu lassen und der Stadt auch äußerlich ein fest, liches Gepräge zu geben, wird die gesamte Gießener Bevölkerung aufgefordert, an diesem Tage flaggen und Transparente mit Hinweisen auf oie Verbundenheit mit der Saar zu zeigen. Soweit die Plätze im Cafä Leib nicht von den Kindern und den Pflegeeltern beansprucht werden, ist der Eintritt für alle Volksgenossen frei. Heil Hitler! Kloß, Kreisamtsleiter. mentvoller im Kolorit, in den Konturen aber etwas weicher geworden zu sein, wie man an den in Motiv und malerischem Stil eigenartig miteinander kontrastierenden vier Bildern beobachten kann, die er diesmal ausgestellt hat: Mann mit Pelzmütze und Pfeife; „Morgenlicht"-Landschaft; „Stilleben" und „Am Wasser". — Von Waltyer sehen wir eine Anzahl phantasievoll farbiger Entwürfe zu dekorativen Zwecken (Wandteppiche und Schatullenbemalung in Tempera. Die Bildhauer: da ist B o u r c a r b e mit zwei markanten, lebendig durchgeformten Gelehrtenköpfen, Geheimerat B. und Geheimrat Kr., zwei Holzplastiken von nobler und vergeistigter Haltung. — Da ist ferner Ködding mit einem plastischen Porträt des Herrn Bänninger sen., das trotz feiner halbreliefmäßigen Bindung on die Hintergrundfläche einen unmittelbar lebendigen, sozusagen sprechenden Eindruck ergibt. — Güngerich arbeitet die tiefgefurchteten Züge von Hindenburgs mächtigem Greisenhaupt überzeugend aus dem schweren Block heraus. — W. Horneffer zeigt neben einer figürlichen Gruppe „Mutter und Kind" einen gut gesehenen, scharf profilierten Knabenkopf. . -y- Die Ausstellung wurde am Samstagnachmittag bei starkem Besuch der Oeffentlichkeit übergeben. Nach einem stimmungsvollen, sehr sauber gespielten Musikvortraa . des Schöttler-Quartetts hieß Bildhauer K ö d d i n g im Namen der Künstlerschaft die Anwesenden herzlich willkommen. Er wies auf die nacf) der neuen Einteilung nicht unwesentliche räumliche Ausdehnung der Gruppe Gießen hin und bezeichnete den Gedanken der Winterhilfe als Leitmotiv für die Schaffung dieser Ausstellung; auch hier könne sich Hilfsbereitschaft und Volksverbundenheit im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest segensreich bewähren. Die Ausstellung weife eine größere Reichhaltigkeit und eine größere Zahl von beteiligten Künstlern auf, für die der Raum fast zu klein fei. Nach kurzem Ueberblick über die Gruppierung und Anordnung der Arbeiten dankte Herr K ö d d i n g der Stadt und dem Kunst- verein für die Überlassung des Ausstellungsraumes. Gießen habe sich im Laufe der Jahre zu einem Kulturmittelpunkt entwickelt; die Behörden mögen dies durch tatbereites Interesse an den künstlerischen Dingen anerkennen. Nach einer sinnvollen Variation des bekannten Schillerwortes „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst" umschrieb Bildhauer K ö d d i n g in kurzen Zügen die beiden großen Aufgaben des Künstlers feiner Kunst und dem Leben gegenüber. Der harte Kampf um die wirtschaftliche Existenz zwinge vor allem dazu, manche unbedachten Vorwürfe wegen zu hoher Preise energisch zurückzuweisen. Nach einem Dank an alle. tung gewidmet haben, bringt eine Gruppe ihrer mit liebevoller Ausführlichkeit gezeichneten und gemalten Blumenstücke, von denen sich etwa das „Geißblatt mit Brombeeren" durch besonders anmutige Linienführung und eine zarte dekorative Wirkung auszeichnet. H. E. Kleine ist mit einer Reihe von Lithographien zur Stelle: die Blätter „Aus Orpheus: Gefilde der Seligen" und „Zirkusszenen", die in ihrer locker andeutenden, vom Augenblickseindruck ausgehenden Haltung, im bewegten Spiel von Tier« und Menschenleibern an gewisse Blätter von Sle- oogt recht rühmlich erinnern. Dazu ein apart und empfindlich gemaltes kleines Oelbild „Taube". — Don Stephan fehen wir ebne gute, in der Zeichnung ganz malerisch geschlossene heimatliche Landschaft vom Vetzberg, dazu ein minutiöses Detail von der Gleibergruine. — Von Kutscher neben einem Industrie-Motiv zwei gute Aquarell-Landschaften aus dem Spessart und aus der Nauheimer Gegend. — Von Dietrich notieren wir zwei dekorative kleine Radierungen. — Von Geilfus ein humoristisches Genrebild, etwa auf der Linie zwischen Spitzweg und Wilhelm Busch. Eine Anzahl hübscher heimatlicher Landschaftsmotive gibt es weiterhin von Fritz Bender und aus dem Nachlaß von W. Bartels. — H. Will ist mit dem charakteristischen Brustbild eines jungen Bauern in Schwälmer Tracht, mit einem apart gemalten Damenbildnis und einer freundlichen, klaren Dorflandschaft vertreten, in der die Vorfrühlingsstimmung überzeugend eingefangen ist. — Fries zeigt eine Gruppe heller, weiträumig angelegter Bilder, von denen wir „Im September", „Lißberg" und „Am Dillstein" notiert haben. — 3n Klipsteins Gemälde „Das Strumpfweber- haus" fpüren wir noch in der Linienführung die sichere Hand des Radierers, als der er uns ja von mancher früheren Ausstellung her geläufiger ist. — Karl Lenz bringt diesmal etliche kräftige, aus dem Volksleben gewonnene Figuren-Studien von unmittelbarer Frstrhe des Bewegungseindruckes. — Paula Mohr stellt ein paar weiche, von Licht und Wärme erfüllte Sommerlandschaften aus. Sigurd Lange, den wir den Lesern der Heimat im Bald" schon des öfteren als Zeichner vor- gestellt haben, präsentiert sich hier als Maler mit zwei gesunden, kräftig ausgearbeiteten Freilichtbildern und dem dekorativen Porträt eines Mädchens in Linzgauer Tracht mit prächtig ausladender, goldener Haubenkrone. — Ferner nennen wir ein recht persönlich wirkendes, aufgelockertes Männerbildnis von Emil Koch, ein tüchtiges Blumenstück von Berta Lenz und eine klar gegliederte Winterlandschaft von Großhaus. H. C. Steinbach scheint uns, feit wir ihn zuletzt gesehen haben, noch kräftiger und tempera« HR® I W'Men I " h nt p unh ftabn 3ut; UslunN izweüen * Am 27. November: Jahrestag „Kraft durch Freude". Nun besteht die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude", das große Geschenk des Führers für den deutschen Arbeiter, fast ein Jahr. Am Dienstag, 2 7. November, finden deshalb in allen Ortsgruppen und größeren Betrieben Veranstal- tungen statt. Diese Feiern beginnen um 1 9.30 Uhr. In Gießen findet im Caf 6 Leib eine Feier für alle Gliederungen der Beweguna statt. Die Reichswehrkapelle übernimmt die musikalische Umrahmung. Ad 19.45 Uhr wird die Feier aus dem Sportpalast In Berlin übertragen. Es fpre» chen hierbei Arbeiter, die an den Veranstaltungen „Kraft durch Freude^ teilgenommen haben. Die Abteilungsleiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geben Bericht, und Dr. Ley faßt die gan- zen Leistungen zusammen in einem Bericht an den Führer. Dann spricht der Führer über das große Feierabendwerk der 715» .-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 1 I ■«*ren.le «Mi ** B is jetzt rund 3000 Kriegs-Ehren, kreuze in Gießen beantragt. Nach dein jetzigen Stande der Meldungen ist von rund 3000 Antragstellern die Verleihung des Kriegs-Ehren- kreuzes bei der für Gießen zuständigen Polizei- direktion beantragt worden. Davon entfallen runb 2400 Anträge auf ehemalige Frontkämpfer, runb 500 Anträge auf Kriegsteilnehmer und rund 100 Anträge auf Eltern und Witwen von gefallenen Kriegern. Die Frist zur Einreichung der Anträge läuft bekanntlich noch bis zum 31. März nächsten Jahres. Man rechnet damit, daß insgesamt etwa 10 v. H. der Bevölkerungsziffer, also rund 3500 Personen, Anträge auf Verleihung dieses Ehrenzeichens stellen werden. * * Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke S ch ölten—Rai nrod ist wieder aufgehoben worden. * * Unfall. Der hiesige Schlosserlehrling Georg Eberhard glitt an seiner Arbeitsstelle aus unb stürzte dabei so unglücklich, daß er mit einer Gehirnerschütterung durch die Freiwillige Sanitätskolonne vorn Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden mußte. * * Verkehrsunfall. Der Zimmermann Karl Rohm von Wieseck, der sich am Samstagabend Lesen wollen sie ihn alle ... (Zuschrift aus dem Leserkreise.) „Zeitung" rief laut und vernehmlich der Zeitungsjunge durch das Treppenhaus. Gleich darauf klappte eine Tür, die Zeitung wurde geholt. Glatt, sauber, leicht nach Druckerschwärze riechend, lag sie vor dem Hausherrn. Denn „Er, was Er ist, er kriegt sie natürlich zuerst!" O bitte, dachten Sie etwas anders? Erstens — zweitens — drittens — und überhaupt und so — und denn auch — Er bezahlt...! Also das geht in Ordnung! Wohlgeordnet, bedachtsam überlegend — hie und da beifällig oder ablehnend knurrend, liest der Hausherr! Später kommt die Frau des Hauses, leicht sorgenvoll und etwas gehetzt: „Kann ich ein Stück Zeitung haben?" Mit einigem Zögern wird der Zeitung wohlgeordnete Zahl getrennt und überreicht. Klapp, geht die Tür; schnellen Schrittes kommt die Tochter des Hauses: „Mutting, schnell, bitte die Beilage, der neue Schlippstrick soll drin sein; Ursel hat ihn schon nachgemacht!" wieder ein Blatt weg, aber schon stürmt der Jüngste her- ein: „Zeigt mir bloß mal, was vom letzten HJ- Tag drin steht. Knorke, knorke, muß ich gleich sehn!" Blätter — Blätter überall — jeder liest. Ein Klingelzeichen — rrrt — Alarm — Besuch — Schnell rafft Mutting alles zusammen — weg damit! Später hat keiner mehr recht Zeit, jeder hat was anders vor, gana spät nur denkt Mutter: „Ach, du mußt ja noch lesen!" — aber es bleibt beim wollen ... Tage vergehen, da fällt es Vater plötzlich ein, daß er ja auch noch etwas nachlesen muß, da hat doch der Redner behauptet ... na ja — also wo ist die Zeitung — Verwirrung zuerst, dann Beruhigung — na da war sie ja — ewig die Sucherei k Und jetzt läuft das Drama — wieder Besuch: „Ach bitte, Sie halten doch das Blatt, mein Mann mochte vom Dienstag den Abendbericht über den Turnverein!" „Aber gewiß, gern!" flötet die Tochter — schleichende Angst im Herzen, ich suche ihn gleich. Türen klappen, gedämpftes Schimpfen. „Und ich sag's euch tausendmal, legt die Zeitung zusammen! und sie lag doch gestern da — Beim Altpapier ist sie doch auch nicht---Heinz, Bengel, was willst Du denn mit der Zeitung?" „Uralt — schon vom Dienstag!" „Aber das suchen wir doch gerade!" „Habt euch nicht — heut ist Freitag — wer liest denn da noch drin!" Gerade noch duckt er sich rechtzeitig, sonst hätte seine Zeitansicht ihm eine Ohrfeige eingetragen. Seufzend sehen sich Mutter und Tochter an. Dröhnend geht Vater über die Szene — und alle drei versichern sie: „Jetzt wird er aber immer geordnet und aufgehoben. Schrecklich diese ewige Jagd nach den Blättern. Aber lesen wollen wir ihn doch alle, unseren lieben, seit vielen Jahren in der Familie heimischen Gießener Anzeiger! Nun wird er gesammelt! M. P. Aus her Hitlerjugend GPA. Der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hat den bisherigen Abteilungsleiter S des Gebiets Hessen-Nassau, Willi Ruder, zum Gau-Schulungsleiter ernannt. Diese Berufung ist nicht allein für Unterbannführer Ruder eine hohe Ehre, sie stellt darüber hinaus der Arbeit der HI. das denkbar beste Zeugnis aus. Unterbannführer Ruder wird auch weiterhin dem Stabe des Gebietes Hessen-Nassau angehören. Als Nachfolger des Abteilungsleiters S des Gebietes, Ruder, hat Gebietsführer Kramer den Leiter der Gebietsführerschule „Christian Großmann", Bannführer Fritz Handwerk, ernannt. Er tritt sein Amt am 1. Dezember 1934 an. In Vollzug einer Aenderung in der Leitung der Gebietsführerschulen wird die bisherige Gebietsführerschule in Zwingenberg ab 1. Dezember eingestellt. Die Feiern der Eingliederung von Hitlerjungen in die Formationen der Partei wurden in diesem Jahre in verschiedenen Orten des Gebiets Hessen- Nassau in besonders feierlicher Weise durchgeführt. Mit die erhebendste Feier fand auf der alten Münze n b u r g statt, wo man bei Fackelschein mit den primitivsten Mitteln einen nachhaltigen Eindruck schuf. Reichsbund Volkstum und Heimat. Unser H ei matabend findet nicht am 2. Dezember, sondern schon am Samstag, 1. Dezember, 20.15 Uhr, im Caf6 Leib statt. Herr Ministerialrat Ringshausen wird sprechen. Es sind vorgesehen: Mundartvorträge von Georg Heß, Volkstänze einer T r a ch t e n g r u p p e aus Erksdorf bei Kirchhain, Chore des Bauer« schen Gesangvereins und Volkslieder und Sprechchöre der S ch i l l e r s ch u l e Gießen. Unsere Mitglieder und ihre Angehörigen zahlen einen Unkostenbeitrag von je 20 Pf., Nichtmitglieder zahlen 50 Pf. Eintritt. Vornotizen. — Tageskalender für Montag: NS.- Frauenhaft Gießen-Nord, 20.30 Uhr, Caft Ebel, Monatsversammlung. — Kreisleitung Gießen, Amt für Beamte, 20 Uhr, „Aquarium", Fachschaft 12 (Allgemeine Länderverwaltung) zusammen mit der Fachschaft Justiz, Fachschaftsabend mit Vortrag über „Die Keimzelle einer Nation". — Ortsgruppe Gießen« Mitte, 20.30 Uhr, Caf6 Leib, Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: Gastspiel des Kuban-Kosaken- chors; im Filmteil „Ein Herz für ein Lied". — Dor- tragsvereinigung: Goethe - Bund, Kaufmännischer Verein, 20 Uhr, Neue Aula, Lichtbilder-Dortrag „Auf der Groß-Tierfang-Expedition in Ostafrika". — Turmhaus am Br and platz, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Ausstellung der Reichskammer der bildenden Künste, Gruppe „Gießen". — Fröbelseminar, 20 Uhr, Beginn eines Weihnachts-Bastelkurses für Mütter. — D ie Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am kommenden Donnerstag einen Vortrag mit Lichtbildern. Universitäts- professor Dr. Sessous (Gießen) wird über das Thema „Als landwirtschaftlicher Sachverständiger vor und während des Krieges im deutschen Schutzgebiet Samoa" sprechen. (Näheres in der heutigen Anzeige.) ** Eine öffentliche Mahnung an säumige Zahler erläßt die Gießener Stadtkasse in unserem heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders auf diese Bekanntmachung hingewiesen. MdieLeituZ Gießen w SB‘‘ k« | ,s her äsenden, m feilet, geop Achten derer, Ines Volke! Deutschen im Kamp1 höchstes । lten uns i n gaben t sei es It, bah 1 i Kamps Es sei schon «jeder sagen H, en zu vei Weispiel. Es SBolt zu fier Über von je, Weses, sein k!kurze Ansp kAn acker 1 wesenden r ! Ölinute de ; Das Ort bann in fe tri feinem Fahrrad auf dem Wege nach Hause iijranb, wurde in der Marburger Straße von einem «ilswärtigen Kraftwagen angefahren und kam jdroer zu Fall. Er erlitt dabei einen Unterschenkel- Viuch und muhte in ärztliche Behandlung gebracht «erden. "** Fahrpreisermäßigung derReichs» «ihn zur zweiten Reichskleinti era u 5- sirllung in Frankfurt. Zrl der vorn»30. No- v-mber bis 3. Dezember in Frankfurt ftattfindenden zweiten Reichskleintierausstellung glbt die Fahrkartenausgabe Gießen Sonntagsrückfahrkarten nach Frankfurt aus. Gültigkeit: Hinfahrt vom 29. November 12 Uhr bis 2. Dezember 24 Uhr. Rückfahrt vom 29. November bis 3. Dezember 12 Uhr. Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 2. Klaffe 5,20 RM. 3. Klaffe 3,60 NM. Bei Benutzung von Schnell- und Eilzügen ist außerdem der tarifmäßige Zuschlag zu zahlen. Dieser beträgt für Eilzug 2. Klasse 0,50 RM.; 3. Klasse 0,25 RM.; für Schnellzüge 2. Klasse 1 RM.; 3. Klasse 0,50 RM. Das deutsche Volksbildungswerk eröffnet die Winterarbeit. Das Deutsche Volksbildungswerk in der NS.- (iemeinschaft „Kraft durch Freude" Gießen (Volks- t.chschule Gießen) eröffnete am Samstagabend im jjrfaal der Universität die Arbeit des Winterhalb- jcjres 1934/35. Schulrat Nebeling, 6r die Leitung des Deutschen Dolksbildungswerkes in Gießen übernommen hat, eröffnete die Ver- mstaltung mit einem Gedenken an die Toten un- hies Volkes. Wenn wir, so führte er aus, heute iT zusammengekommen seien, so stehe der Abend □n im Zeichen des Totensonntags. Wir erinnerten s der Toten unseres Volkes, die in Jahresenden, in Jahrhunderten für uns gelebt, gereitet, geopfert und gekämpft haben. Wir ge- d ijten derer, die in der Zelt der härtesten Rot U'eres Volkes ihr Leben gaben, jener zwei Millio- n i Deutschen, die im Weltkriege fielen und derer, d im Kampf der nationalfozialistischen Bewegung ih höchstes Gut, Blut und Leben opferten. Wir füllten uns verbunden mit denen, die ihr ganzes n gaben für uns, für unser Volk. In unserer it sei es immer wieder notwendig, daß unser [Lf, daß Deutschland nur werden konnte durch b t Kampf und durch das Opfer unserer Toten. sei schon so, daß wir unserem Volke immer Mder sagen müßten, daß das, was wir besitzen, Ken zu verdanken sei. Sie gaben uns ein großes Anspiel. Es sei nicht von jedem verlangt, für sein 23:Ef zu sterben, es sei nicht zu jeder Zeit gefordert; al r von jedem sei gefordert, daß er sich einsetze für I ses, sein Volk. Nachdem Schulrat Nebeling ferne I uze Ansprache mit einem Verswort von Heinrich ! macker geschlossen hatte, erhoben sich die An- rv enden von ihren Plätzen und gedachten in einer SJmutc der Stille der Toten unseres Volkes. Das Orchester des hiesigen Lyzeums brachte fo- bcm in feiner Ergänzung der Ansprache den langsamen Satz aus dem Klavierkonzert in f-Moll von 3i)l. Ehr. Bach zum Vortrag und fand sehr auf- nrffatne Zuhörer. .m weiteren Verlaufe des Abends sprach dann S ulrat Nebeling über die Aufgaben des Volks- bil>unswerkes. Es fei, fo führte er u. a. aus, nicht gi’ieoUt, im Volksbildungswerk eine bestimmte Be- cuisschicht, vielleicht gar die Intellektuellen, zu er- Fal^n, vielmehr solle Dienst an der Gesamtheit Des Volkes geleistet werden. Willkommen seien Nmschen aus allen Berufen. Der Arbeitsplan bringe nicht wissenschaftliche Vorlesungen, vielmehr lot!" Arbeit im Sinne und in der Form der A r - bei tsgemeinschaft geleistet werden, in der her Referent durchaus nicht der alleingebende Teil $u lein brauche. _ _ Me ganze Arbeit solle unter dem folgenden Leit- ziinnken des Führers stehen: Mir wollen die großen Traditionen unseres I olkes, seiner Geschichte, und seiner Kultur in Irmüttger Ehrfurcht pflegen als unversiegbare L uellen einer wirklichen inneren Stärke und üner möglichen Erneuerung in trüben Zeiten." W öd, IW Me ifl? Roman von Klothilde v. Siegmann. (Schluß.) Ldelgart hatte still zugehört. Nun nahm sie Robbys Lwf in ihre Hände. Mit einem unendlich gütigen schein schaute sie ihn an. ,!Wo man liebt, Robby, da ist Vergeben und Der- te । en selbstverständlich." i:r küßte ihre Hände in tiefer Dankbarkeit. Und s vlieben sie lange im tiefen Gefühl ihres Glücks, icnn löste sich Edelgard leise von Robby. .Damit hier alles klar zwischen uns wird, liebster Unn — hier lies den Brief an Rudolf Kutschner, :i ich soeben geschrieben habe." p.'obbt) las. , .Habe ich es recht gemacht?" fragte Edelgard ettms bang. „Daß ich glücklich fein soll, wo er üiL’t, ist der einzige bittere Tropfen." I a sagte Robby: : .Ein Mann kommt über solches Leid hinweg, lerne Edelgard. An einer Liebe zu einem wert- üilxn Menschen leiden, ist nicht das Schlimmste. Btt: um einer Unwürdigen willen Schmerz trägt. Dir ist sogar der Schmerz vergiftet." Gin Schatten flog über seine Stirn. Aber Edel- gnn küßte ihn fort. 5ior der Abfahrt mit dem Zeppelin von Amerika wci Deutschland hatte Rudolf Kutschner gerade wc Zeit, Frau Dorothy Lebewohl au sagen. .Was ist mit Ihnen, lieber Freund?" fragte sie pirgt. als er hereinkam. „Sie sehen so verstört CV. . . ü-ack kurzem Zögern sprach Kutschner. Frau 2c>othy war ihm doch in dieser Zeit hier eine irnnbin geworden. Ihr konnte er sein übervolles ausschütten. 'Sine furchtbare Intrige, die nicht nur gegen bas pcf, sondern auch gegen Edelgard von Dönitz Licchtet ist." ö |,Unö was werden Sie machen?" I' J-a5re mit ?em<_3ePPeIin hinüber. Ich habe -v Gluck noch eine Passage bekommen. Ich muß {Edelgard eintreten." !»rothys schönes Gesicht zeigte eine leise Trauer. „Reisen Sie glücklich, lieber Freund, und ver- if:n Sie mich nicht ganz dort drüben bei der t -ren." tie sagte es sehr zart. Aber all ihr Schmerz lag hr t. En ergriff Kutschner die Hände der Frau. .irrau Dorothy, haben Sie Geduld! Ich bin in e'icm seelischen Zwiespalt. Noch vor wenigen H>Hen glaubte ich, es gäbe keine andere Frau für irch als Edelgard von Dönitz. Ich glaubte, auch Drei Tage brauchte das Luftschiff, um von Amerika nach Europa zu fliegen. Mit verzehrender Ungeduld erwartete Rudolf Kutschner das Ende der Reise. Er ahnte nicht, wie sich die Dinge in Berlin inzwischen zugespitzt haben konnten. Würde er noch zurechtkommen, ehe Edelyard ein Unheil widerfahren? Tiefe Besorgnis für das einstmals so heißgeliebte Mädchen war in seinem Herzen. Und merkwürdig, er dachte nur immer an das eine: daß er ihr helfen wollte. Nicht daran dachte er, daß er sie wiedersehen wollte. Es war in der Tat so, wie er Frau Dorothy gesagt hatte. Der Schmerz um Edelgard wich einer sanften Freundschaft. Dafür aber befam das Bild Dorothys lebendigere Farben. Vor allem war Dorothy für ihn verflochten mit den beiöen reizenden Kindern. Ihnen den Vater ersetzen zu dürfen, war ein beglückender Gedanke. ©erobe jetzt, da er von Dorothy getrennt war, füllte er doch, wie stark er schon in dem dortigen Leben mit ihr und den Kindern wurzelte. Während das Luftschiff in kühnem Flug über das Weltmeer dahinflog, waren die Ereignisse in Berlin schon weitergegangen. Peter Gaßnow hatte nach seiner Unterredung mit Robby Herman ein ebenso langes Gespräch mit dem Kommissar Schöttler. Das Resultat dieser Unterredung war eine schärfere Beobachtung Studczynskis und Frankes. Peter Gaßnow hatte Glück. Bereits am gleichen Abend sah er die beiden in einen Spielklub gehen. Das heißt, daß in diesem harmlos aussehenden Bürgerhause ein geheimer Spielklub tagte, war bisher nur Peter Gaßnow bekannt. Er hatte die Fährte aufyespürt. Nun nahm die Polizei sie auf. Ohne daß einer der Beteiligten etwas davon wußte, wurde das Haus umstellt. Kommissar Schöttner nahm selbst an der Razzia mit teil. Der Portier im Hause öffnete zunächst Peter Gaßnow, der wie ein harmloser Gast heranschlenderte und sofort das Losungswort gab. Aber gerade wie er durch die Haustür hindurch wollte, kamen von der Ecke her im LaujjchrUt ein paar Es geht bei der Arbeit im Deutschen Dolksbildungs- werk nicht um die Unterhaltung. Die Zuhörer sollten vielmehr an die Quellen unseres Volkstums geführt werden. In feinen weiteren Ausführungen eschäftigte sich Schulrat Nebeling mit dem A r - beitsplan für das Winterhalbjahr 193 4/35. Er sprach zunächst über den ersten Lehrgang, der die „Grundbegriffe der nationalsozialistische nW eltanschauung" vermitteln wolle. Noch sei in breiten Kreisen viel Unklarheit über die Grundbegriffe des Nationalsozialismus. Dr. Röder, der Referent dieses Lehrgangs, sei ein berufener Sprecher, der schon seit langen Jahren in der Bewegung stehe. Der zweite Lehrgang (Leiter Dr. (Steiger) „Deutsche Geschichte in Entwicklungslinien durch zwei Jahrtausende" stehe unter dem Leitsatz: „Wer deutsche Politik der Gegenwart verstehen will, muß die Geschichte der Vergangenheit kennen". Politik sei lebendige Geschichte, Geschichte erstarrte Politik. Heber den dritten Lehrgang „D o l k s h a f t e D i ch t u n g", der drei Abende umfassen wird, sprach kurz der Leiter des Lehrgangs, Lehrer Frank. Dichtung, so führte er u. a. aus, müsse organisch aus den Tiefen des Volkes wachsen. Sie führe uns zu wirklichem Deutschtum und mache uns zu Hütern und Kündern unseres Deutschtums. Geschichte unseres Volkes erlebten wir stets in volkhafter Dichtung. Ein Abend des Lehrgangs sei der Heimat- k u n ft und ein dritter Abend der heroischen Kunst gewidmet. Im Volksgebundenen müsse, so schloß der Referent, das Ewige geschaut und gestaltet werden. lieber den vierten Lehrgang sprach dann kurz wiederum Schulrat Nebeling. Der vierte Lehrgang „Heimische Vor- und Frühgeschichte von Referendar S z c z e ch geleitet, werde die Gesckichte der Menschheit, ferne Vergangenheit vor den Zuhörern lebendig werden lassen. Der Lehrgang solle den Hörern die Zeiten erhellen, an denen die Wurzeln unseres Volkes liegen. Führungen im Oberhessischen Museum und im Gelände würden den Lehrgang unterstützen. In Vertretung von Dr. weck. Kranz, der den fünften Lehrgang: „Rassenkunde, Nassen- Hygiene, Vererbungslehre und Familiengeschichte" leiten wird, sprach Or. Finger in einigen prägnanten Sätzen zum Thema. Der na- nattonalsozkalistische Staat habe als erster Staat die Rassengesetze zur Richtschnur seines Handelns gemacht. Unser Erbgut sei unser Schicksal. Der Minderwertige müsse im Kamps um das Leben unterliegen. Unser Volk stehe gegenwärtig im Kampfe um seine Zukunft. Alles Bemühen sei sinnlos, wenn ein Volk nicht Rassenpflege treibe und feine ihm artgemäßen besten Kräfte pflege. Lehrer Falks, ein Mitarbeiter von Pros. Julius Maria Kaufmann (dem Letter der Ausgrabung der Mänas- ftadt in Lydien) referierte kurz über die drei Vorwenn Edelgard mich nicht liebte, würde ich glücklich neben ihr fein. Aber Frau Dorothy, ich weiß etzt, daß man eine Frau ganz oder gar nicht be- itzen muß, soll man eine wirkliche Ehe mit ihr ühren. Sie sind mir in diesen Wochen der Zu- ammenarbeit so viel geworden. Ich hegte zuerst Bewunderung für Sie, dann Verehrung, und jetzt, Frau Dorothy, ick wage kaum, es jetzt schon aus- Zusprechen. Und doch, ich glaube, meine Liebe zu Edelgard wird blasser und blasser vor meiner Empfindung für Sie. Werden Sie Güte haben und Geduld? Darf ich wiederkommen?" Sie nickte nur. In ihren Augen lag Hoffen und Gewährung. trage, die er unter den Titeln „Auf deutschen Schiffen nach fremden Zonen", „Mit 1000 Kamelen zur Jupiter-Ammon Oase" und „Moderner Islam" halten wird. Unter dem Titel „Volkstümliches Singen und Musizieren" steht der siebente Lehrgang. Herr Siegler, der diesen Lehrgang leiten wird, umriß kurz die Art der Arbeit in diesem Lehrgang. Es gehe, so führte er u. a. aus, um das Singen als Tun. Siegen solle eine Tür zur lebendigen Gemeinschaft fein. Es gehe weniger um das Lied als Ergebnis, als um das Tun als Erlebnis. Der Kanon sei das Symbol dieser Arbeit. Ein Kanon wolle gesungen sein und nicht nur gehört werden. Man werde auf Lieder aus der vor Bach scheu Zeit zurückgreifen. Schießlich sprach noch einmal Schulrat Nebeling. Der Abend habe ein Bild der Arbeit gegeben, dis im Deutschen Volksbildungswerk gepflegt werden solle. Es sollten die Lehrgänge keine Massenver« sammlungen und die Arbeit keine Arbeit an bet Oberfläche sein. Die Arbeit solle in die Tiefe führen. Der Teilnehmer solle eine Stärkung und Festi« gung seiner persönlichen Werte als Ergebnis erleben können. Und diese Werte sollten fjinausge« tragen werden und breitem Kreise zugute kommen. So hoffe man mitarbeiten zu können an unserer deutschen Dolkswerdung, denn unser Volk fei auf diesem Wege. Mit der in diesem Kreise zu leistenden stillen und bescheidenen Arbeit soll beigetragen werden zum Neuoau des Reiches. Mit dem „Concerto grosso" für Streichorchester von Oeminiani, von dem Orchester des Lyzeums untageiig wiedergegeben, klang der Abend aus. SrfolgreicheLeichtachletiksaisonbeiLSOO Die Leichtathletik-Saison 1934 liegt hinter uns. Für die Vereine mit einem geregelten und auf moderner Grundlage aufgebauten Leichtathletikbetrieb — die Spielvereinigung 1900 darf sich schon seit langen Jahren dazu zählen — erscheint es daher geboten, einmal Rückschau zu halten und gleich- zeitig das Fazit zu ziehen. Es dürften dafür Qualität und Zahl der errungenen Erfolge sowie die für die Leichtathletik an sich geleistete Arbeit maßgebend fein. Die 1900er Leichtathleten und Leichtathletinnen waren auf insgesamt 20 Veranstaltungen vertreten. Neben den eigentlichen Meisterschaftskämpfen — Kreismeisterschaften, Gaumeisterschaften, Deutsche Meisterschaften (Kampfspiele) — beteiligte man sich in der Hauptsache an den stets beachtlich besetzten Nationalen Wettkämpfen in Frankfurt, KassÄ, Corbach, Frankenberg, Fritzlar, Nass-au, Diez usw. Selbst Ausrichter war die Spielvereinigung 1900 für den Frühiahrswaldlauf, den Langstrecklertag (Suche nach dem unbekannten Sportsmann), den Sprintertag (Suche nach dem unbekannten Sportsmann), den Wehrkampftag, die Wettkämpfe für die Deutsche Vereinsmeisterschaft und vor allem für die XII. Nationalen Wettkämpfe. Die XII. Nationalen Wettkampfe mit über 250 Teilnehmern, ihren prächtigen Kampfbildern nnd imposanten Leistungen, insbesondere durch den Zehnkampfwettrekordmann Hans Heinz Sievert, war eines der sportlich bedeutendsten Ereignisse In Nordhessen und eine wohlgelungene Kundgebung für den Leichtathletikgedanken. Auf diesen Veranstaltungen wurde die stattliche Anzahl von 18 2 Siegen errungen, nämlich 6 5 erste, 74 zweite und 43 dritte. Die Zahl Gäre um ein Beträchtliches höher geworden, wenn nicht starke Ausfälle zu verzeichnen gewesen wären. Es sei hier nur erinnert an den schon im Anfang der Saison infolge eines Motorradunfalles außer Gefecht gesetzten H. Jung, an P. Gerhardt, der aus beruflichen Gründen nach Berlin übersiedelte, an die starke Schwächung in den Sprintstrecken dadurch, daß F. Koch, Eidracher und W. Müller nur zeitweise zur Verfügung standen usw. Wenn es den Spielvereinigungsleuten trotzdem gelang, sich erfolgreich in der Spitzengruppe der nordhessischen Vereine zu behaupten, so dürfte das den Wettkämpfern und auch der Abteilungsleitung, in der wieder Georg R i ch t b e r g auf organisatorischem und Willi Schmidt auf technischem Gebiet verantwortlich zeichneten, das beste Zeugnis ausstellen. An dieser Stelle sei auch noch darauf hingewiesen, daß die Spielvereinigung 1900 bei bent Wettbewerb um die Deutsche Vereinsrneisterschafk mit 6661 Punkten — bie seinerzeit angegebenj Zahl von 5993 beruhte auf einem irrtümlichen Be- rechnunasmodus — an 70. Stelle steht, dabei de- kannte Leichtathletikvereine wie z. B. Preußen unty SC. Stettin und Spv. 98 Darmstadt hinter firff lassend. Ein Beweis, wie fruchtbar fick geleifteta Breitenarbeit auswirkt. Daß eine ganze Anzahl bed 1900er Leichtathleten Spitzenkönner finb, ist minbe* ftens ebenso erfreulich. Sie seien nachstehenb auf« geführt, unb zwar mit ihren biesjährigen Wettkampsleislungen: Felbwebel O. Gugel (l./JR. Gießen) im Diskuswerfen 45,80 Meter und im Kugelstohent 14,91 Meter. Arthur Kilo im Diskuswerfen 43,90 Meter. Heinrich Faulfeit im Marathonlauf 2:53:04 Stunden. Grenadier M. Baumstieger (Reichswehr) im 1500-Meter-Lauf 4:16,5 Min. und im 800-Meter- Lauf 2:04,6 Minuten. Heini Jung im Stabhochsprung 3,40 Meter. Paul Gerhardt im 10 000-Meter-Lauf 34:31,6' Minuten. Franz K o ch irn 200-Meter-Lauf 23,1 Minuten^ Hans Peters im 800-Meter-Lauf 2:02,6 Min. Reinhard Bepperling im 400 - Meter - Laus 53,8 Sekunden. Unteroffizier G. R e b s ch e r (Reichswehr) im Kugelstoßen 12,32 Meter. Erfolgreichster Mann war zweifellos Feldwebel. Gugel. Seine Leistungen haben internationales Format. Für die übrigen sollte es ein Ansporn fein, es ihm gleich zu tun. Eine vorstehend nicht re«, giftrierte Leistung muß noch festgehalten werden^ Es ist der von Paul Gerhardt bei seinem letz« ten Start für die 1900er Farben errungene zwecks Platz im Nationalen Brockenlauf hinter Kohn (Berlin). Auch von der Jugend ist erfteuliches zu berichten, wenigstens teiftungs« mäßig gesehen. Was die zahlenmäßige Beteiligung angeht, so mußte ein Rückschlag konstatiert werden^ Die inzwischen von der Reichsjugendführung er» {offenen Richtlinien dürften jedoch die Gewähr dafür bieten, daß die Vereine wieder den notwendigen Nachwuchs zur Verfügung haben. Bei den 1900er Jugendlichen trat in der verflossenen Saison am weitaus stärksten Bertold Goß (Jahrg. 1920) in Erscheinung. Er vermochte sich gegen starke süd- und westdeutsche Konkurrenz erfolgreich durchzufetzen. Schöne Fortschritte zeigten auch die Kleinsten (Jahrg. 1922 und jünger), hier seien die Gebrüder Kriminalbeamte heran. Ehe der Portter noch durch die geheime Alarmglocke ein Warnungssignal in die obere Etage geben konnte, wurde er bereits festgehalten.. „So, das' wäre der erste Streick!" sagte Peter Gaßnow fröhlich und verbeugte sich vor dem Kriminalkommissar a. D. Werner, der neben Schöttner heraufkam. Schweigend gingen die Männer die Treppe empor. „Ehrlich", stand auf dem Schild an der Tür der Etage. „Na", sagte der Kriminalkommissar Werner trocken, „ehrlich währt nicht immer am längsten!" Und dann drückte er auf den Klingelknopf. Es schrillte laut durchs Haus. Man hörte hinter der Korridortür vorsichtige Schritte. „Wer ist da?" klang eine ängstliche Stimme. „Deffnen, Kriminalpolizei!" Ein kurzes Zögern. Dann rasselte eine Kette. Ein Riegel schob sich zurück. An einem bleichgesichtigen Manne vorbei rannten die Beamten mit Schöttner und Peter Gaßnow durch einen Korridor. Sie stießen eine Tür auf. Ein arell erleuchtetes Zimmer. Ein grünbezoaener Tisch. Roulettefelder und eine Kugel, die gerade in rasendem Lauf sich drehte. Die Spieler, etwa zwölf Personen, sprangen auf, wollten durch eine rückwärtige Tür hinaus. Im Hintergrund fuhr eine Hand nach dem Lichtschalter. Aber schon scholl der Ruf: „Hände hoch!" Revolver blitzten. Die Ueberraschten standen bewegungslos da. Und Peter Gaßnow sagte mit einer fröhlichen Verbeugung: „Guten Tag, Herr Kollege Franke — guten Tag, Herr Direktor Studczynski!" Mit wutverzerrtem Gesicht starrten die beiden auf Peter Gaßnow, den angeblichen Angestellten des Werkes. „Zum Präsidium!" sagte der Kriminalkommissar Werner zu seinen Beamten. „Nehmen Sie alle hier mit! Diese beiden Herren" — er zeigte auf Studczynski und Franke — „nehme ich unter meine Bewachung. Darf ich Sie bitten, meine Herren?" „Warum transportieren Sie uns gesondert?" fragte Studczynski heiser. „Es liegt nichts anderes gegen uns vor als die Beteiligung an diesem Spielklub. Unsere Personalien könnten Sie eigentlich auch hier feststellen." „Bitte, mir das zu überlasten!" Der Kriminalkommissar Werner sprach es sehr kurz. ,^)ch werde wohl meine Gründe dafür haben." * Tief in der Nacht war das Arbeitszimmer Robby Hermans im Werk noch hell erleuchtet. Dort saßen Robby, Schöttner und Peter Gaßnow in ernstem Gespräch zusammen. Schöttner wies auf ein paar Schriftstücke, die auf dem Tische vor chnea lagen. ..... „Das sind die Kopien des Schriftwechsels über die Spionage Studczynskis und Frankes hier in Ihrem Werk, Herr Direktor. Die Originale liegen bei der Kriminalpolizei. So viel ich ersehen kann, haben wir die Jungens noch im letzten Augenblick gefaßt. Es fehlen noch die entscheidenden Formeln. Der Schaden für Ihre Firma dürfte also noch zu reparieren sein. Einen Tag später wäre es vorbei gewesen." Bewegt reichte Robby dem Detektiv und bann auch Peter Gaßnow die Hand. „Ich danke Ihnen, meine Herren. Ihre Hilfe hat großes Unheil verhütet, nicht nur geschäftlich, sondern auch in meinem persönlichen Leben." „Den Dank müssen Sie allein diesem jungen Manne da zukommen lassen", sagte lachend Schöttner und wies auf Peter Gaßnow, „der da hat's ja geschafft. Sogar die geheime Telephonanlage vom Büro dieses famosen Studczynski zu Ihnen hat er herausgeknobelt. Was machen wir nun mit diesem talentierten Jüngling?" „Wir erhöhen sein Honorar, Herr Kommissar", sagte lachend Peter Gaßnow. Da lachten auch die beiden anderen. „Und mar gestatten Sie", schloß Robby, „daß ich von der Direktion aus Ihnen extra eine Anerkennungsgratifikation zukommen lasse." „Vielen Dank, Herr Direktor! Ehe ich mich schlagen lasse, nehme ich es lieber." ♦ Der Frühling sandte seine ersten lauen Winde über Deutschland. Im Park der Villa Dönitz steckten die ersten Schneeglöckchen ihre weißen Köpfchen ! unter dem welken Laub hervor. Die ersten Amseln fangen ein schüchternes Frühlingslied. Es war ein Tag voll süßer Erwartung, voll Frühlingsahnen. Da führte Robby Hermann Edelgard zum Altar. Die Kerzen brannten feierlich. Ihr schlankes Weiß leuchtete vor den weißen Blüten, mit denen Altar und Kirche bräutlich geschmückt waren. Es war auf Edelgards Wunsch eine ganz kleine Hochzeit. Nur Kutschner und Frau Dorothy, die zu diesem feierlichen Tage mit ihrem Gatten aus Amerika herübergekommen war, und ein paar nahe Freunde Robbys entfliegen den Autos. Kutschner geleitete sorglich Frau von Dönitz. Das müde Gesicht der Mutter war vor Freude verklärt und wirkte wie verjüngt. Nun begann die Orgel zu klingen. Jubelnde Stimmen klangen vom Chor herunter, sangen vom Glauben, der nicht wanken wird, und von der Liebe, die ewig währt. Wie getragen von diesen Klängen, eingehüllt in das Glück ihrer Liebe, schritten zwei selige Men- schenkinder zum Altar. . Snds. Adolph, (B. Kraft und G. Jäger genannt. Die L-Klasse hatte ihren besten Vertreter in W. Koch, die ^-Klasse in K. V o l k. Bei den Frauen schob sich Lieselotte Diehl stark in den Vordergrund. Ihre Leistungen (100 Meter in 13,5 Sek. und 4,45 Meter im Weitsprung) berechtigen zu den besten Hoffnungen. Gutes Können legten auch an den Tag Frau Gerda Bepperling (200-Meter- Lauf und Weitsprung), Ruth W e h l i n g (Weitsprung), Gretel Guth (Hochsprung) und Roli L i p- p e r t (Speerwerfen). Nach dem Dargelegten kann also die Spielvereinigung 1900 mit Stolz auf das Geleistete zurückblicken. Vereinsführung sowohl als auch die Leichtathletikabteilung selbst sind sich jedoch darüber klar, daß die Arbeit in erster Linie dem Dienst am Volksganzen zu gelten hat. Dies um so mehr, als die Olympiade 1936 den Einsaß aller Kräfte erfordert und gerade der Leichtathletik, als dem Kernpunkt der Olympischen Spiele, stehenden Sportzweig eine hohe Mission auferlegt. Aordhess en schlä'Mitte2:l(0:y) Der Fnßball-Gaukampf in Erfurt. Die Gaumannschaften von Mitte und Nordhessen wiederholten am Sonntag ihre Begegnung, nachdem vor einigen Wochen das Treffen der beiderseitigen Nachwuchsmannschaften in Bleicherode wegen schlechten Wetters hatte abgebrochen werden müssen. Vor 3000 Zuschauern zeigten in Thürin- aens Hauptstadt beide Mannschaften nur mäßige Leistungen. Nach torloser Halbzeit kamen die Nordhessen nach der Pause zu einem knappen aber verdienten 2:1-Sieg. Auf beiden Seiten überragten die Hintermannschaften. Nordhessen zeigte das bessere, zügigere Zusammenspiel und war in bezug auf Ballbehandlung und Kombination besser als sein Gegner. Bis zur Pause vermochte keine der Parteien, obwohl Nordhessens Mannschaft im Feldspiel stets ein kleines Plus hatte, ein Tor zu erzielen. Nach dem Wechsel traten beide Mannschaften mit umgestellten Mannschaften an, was sich auf den Spielverlauf vorteilhaft auswirkte. Es klappte jetzt wesentlich besser und namentlich die nordhessische Läuferreihe spielte überragend. Nach acht Minuten fiel der erste Treffer und zwar für Mitte, indem Reimann eine Vorlage von Elze an dem herausgelaufenen Tormann Sonnrein vorbei verwandelte. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten, allerdings wurde er durch Verwandlung eines unberechtigten Elfmeters durch Kraft in der 12. Minute erzielt. Zehn Minuten vor Schluß fiel dann der entscheidende Treffer nach einer schönen Leistung von Binard, der im Alleingang aus vollem Lauf einschoß. Bis zum Schluß gab es vor beiden Toren brenzlige Situationen, es blieb jedoch beim Ergebnis. Der Sieg von Nordhessen ist, wie bereits erwähnt, verdient. Der Sturm war nach der Umstellung sehr gut. Bei Mitte befriedigte nur die Verteidigung, während die Läuferreihe zu defensiv spielte. Die Fünferreihe war der schwächste Mannschaftsteil. Fußball der Gauliga-Mannschasten. Zwei Spiele in Nordhessen. Am Sonntag griffen die vier bestplacierten Vereine des Gaues Nordhessen nicht in die Pflichtspiele ein, da sie Spieler zum Gaukampf gegen Mitte in Erfurt abstellen mußten. Daher fiel auch die ursprünglich angesetzte Begegnung Langenselbold— Hersfeld aus. Germania Fulda schaffte sich durch einen 2:0-Sieg über den VfB. Friedberg auf den dritten Platz vor, bei Punktgleichheit mit Hersfeld und Spv. Kassel. Die beiden Tabellenletzten, Kurhessen und Sport Kassel, trennten sich unentschieden. Gau Südwest: Saar 05 Saarbrücken — Eintracht Frankfurt 2:2; Wormatia Worms — Kickers Offenbach 2:1. Gau Bayern: Spvgg. Weiden—1. FC. Nürnberg 3:3; ASB. Nürnberg — 1860 München 2:0; BC. Augsburg — Wacker München 5:1; Bayern München — Jahn Regensburg 2:2; FC. Schweinfurt 05 — Schwaben Augsburg 6:0. * Handball im Gau Nordhessen. Kasseler Tgd.—Stadtmannschaft 4:2; Tuspo. 86/09 Kassel—Reichswehrmannschaft 6:16. Sermann-Vrunst-Vollmarshausen. Der neue DT.-Gauführer in Nordhessen. Durch die oberste DT.-Führung wurde der bisherige DT.-Bezirksführ'er des Bezirks Kassel, Hermann B r u n st (Vollmarhausen-Kassel) zum DT.- Gauführer unseres heimischen Turngaues Nordhessen berufen. Seither war, nachdem der erste DT.- Gauführer des Gaues, B. AndrL (Hersfeld), von seinem Amte zurückgetreten war, mit der stellvertretenden Führung des Gaues Konrad Samer (Hersfeld) beauftragt. Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur Zahlung bis 5. Dezember 1934 einschließlich gemahnt: 3. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren 1934, die Anteile an Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren bis einschließlich 3. Ziel 1934, 4. Rate Bürgersteuer 1934. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner. 6931C Gießen, den 24. November 1934. ________________Stadtkasse Gießen.________________ Bekanntmachung. Nachstehende Anordnung des Milchversorgungsverbandes Rhein-Main wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Frankfurt a. M., den 14. November 1934. Milchwirtschaftsoerband Hessen. Im Auftrage: gez.: Birkenholz. Anordnung. betr. die Regelung des Milcheinzugs der Molkereien in den Kreisen Büdingen. Friedberg und Gießen. Auf Grund des § 8 der Satzung für Milchversorgungsverbände (RGBl. Tl. I, Nr. 36 Jahrg. 1934) erlasse ich zur Regelung des Milcheinzuges der Molkereien in den Kreisen Büdingen. Friedberg und Gießen folgende Anordnung: § 1. Die Einzugsgebiete nachstehender Molkereien umfassen, vorbehaltlich einer späteren anderweitigen Regelung, folgende Gemeinden: I. Kreis Büdingen: 1. Molkereigenossenschaft Altenstadt in Altenstadt: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Altenstadt, Engelthal, Enzheim, Glauberg, Hain- chen, Heegheim, Höchst a. d. Nidder, Lindheim, Oberau, Oppelshäuser Hof, Rodenbach, Rommelshausen. Aus dem Kreise Friedberg der Ort: Stammheim. 2. Molkerei Büdingen (R. huwe) in Büdingen: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Büdingen, Diebach am Haag, Dudenrod, Erbacherhof, Lorbach, Michelnau, Rinderbügen, Vonhaus.en, Wolf. 6933D Aus dem Kreise Gelnhausen der Ort: Wolferborn. 3. Dampfmolkerei Dauernheim (R. F. Krauskopf) in Dauernheim: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Dauernheim, Geiß-Nidda. 4. Molkerei h. P. Luft (Frdr. Lenz) in Düdelsheim: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Aulendiebach, Büches, Düdelsheim, Orleshausen, Rohrbach. 5. Molkereigenossenschaft Echzell in Echzell: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Bingenheim, Bisses, Echzell, Gettenau, Grund- Schwalheim, Ober-Widdersheim, Unter-Widders- Heim. Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Södel, Wölfersheim. 6. Molkereigenossenschaft Lckartshausen in Eckartshausen: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Alt-Wiedermus, Eckartshausen, Himbach, Kalbach, Langenbergheim (Regelung wie bisher). Aus dem Kreise Hanau der Ort: Neu-Wiedermus. 7. Niddertaler Molkerei (Bode). Effolderbach: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Effolderbach, Stockheim. 8. Molkerei Kaschmieder in Fauerbach (Nidda): Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Fauerbach (Nidda), Michelnau, Schwickartshausen. Aus dem Kreise Schotten die Orte: Ober-Lms, Unter-Lais. 9. Molkerei Faust in Mittetgründau: Aus dem Kreise Büdingen der Ort: Mittelgründau. 10. Molkereigenossenschaft Ranstadt in Ranstadt: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Bellmuth, Bobenhausen I, Nieder-Mockstadt, Ober- Mockstadt, Ranstadt. Aus dem Kreise Friedberg der Ort: Staden. 11. Molkerei Sigel. Selters: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Bergheim, Bleichenbach, Eckartsborn, Hirzenhain, Lißberg, Ortenberg, Selters, Usenborn, Wippenbach. 12. Molkerei Ostheim in Dallernhausen: Aus dem Kreise Büdingen der Ort: Wallernhausen. “ 13. Molkereigenossenschaft Wenings in Wenings: Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Bindsachsen, Bösgesäß, Burgbracht, Gelnhaar Hitzkirchen, Kefenrod, Merkenfritz, Wenings. Aus dem Kreise Schotten die Orte: Glashütten, Mittelseemen, Niederseemen, Oberseemen, Steinberg, Streithain. Aus dem Kreise Gelnhausen: Hof Entenfang. II. Kreis Friedberg: 1. Molkerei Gottfried Rack in Dorheim: Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Dorheim, Melbach, Schwalheim. 2. Molkerei Ernst Langbein in Gambach: Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Gambach, Münzenberg, Trais-Münzenberg. 3. Oberhessische Milchzentrale e. G. m. b. h. in Nieder-Wöllstadt: Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Assenheim, Bauernheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg-Gräfenrod, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder-Wöllstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt, Okarben, Ossenheim, Wickstadt (Hofgut). Ferner gehören Rodheim, Petterweil zum Einzugsgebiet von Nieder-Wöllstadt, liefern jedoch unmittelbar nach Frankfurt a. M. 4. Molkereigenossenschaft Ostheim-Niederweisel in Ostheim: Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Bad-Nauheim, Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. Höhe, Griedel, Hausen, Hochweisel, Hof Hasselheck, Kirchgüns, Langenhain, Maibach, Münster, Nieder- Mörlen, Niederweisel, Ober-Mörlen, Oppershofen, Ostheim, Pohlgöns, Rödgen, Rockenberg, SteinfuKh, Wisselsheim, Ziegenberg. Au dem Kreise Wetzlar die Orte: Ebersgöns, Efpa, Kleeberg, Niederkleen, Oberkleen, Weiperfelden. Aus dem Kreise Gießen der Ort: Oberhörgern. 5. Molkereigenossenschaft Reichelsheim in Reichelsheim: Aus dem Kreise Friedberg die Orte: Beienheim, Dorn-Assenheim, Nieder-Florstadt, Ober- Florstadt, Reichelsheim, Weckesheim. Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Blofeld, Heuchelheim, Leidhecken. 6. Einzugsgebiet des Frischmilchmarktes von Frankfurt a.M.: Aus dem Kreise Friedberg: Dortelweil, Groß-Karben, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Ober-Erlenbach, Rendel, Vilbel. III. Kreis Gießen: 1. Molkereigenossenschaft Geilshausen in Geilshausen: Aus dem Kreise Gießen die Orte: Allendors a. d. Lda., Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Kesselbach, Londorf, Lumda, Odenhausen, Rüdoings- hausen, Reinhardshain, Stangenrod, Treis a. d. Lda., Weitershain. Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Atzenhain, Lehnheim. Aus dem Kreise Marburg die Orte: Nordeck, Winnen. 2. Milchzentrale Gießen in Gießen Aus dem Kreise Gießen die Orte: Albach, Alten-Buseck, Allendorf (Lahn), Annerod, Burkhardsfelden, Saubringen, Dorfgill, Eberstadt, Garbenteich, Gießen, Großen-Buseck, Großen-Lin- den, Grüningen, Hattenrod, Harbach, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Lich, Lindenstruth, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Ruttershausen, Rödgen, Saasen, Staufenberg, Steinbach, Trohe, Watzenborn-Steinberg, Wieseck, Winnerod. Aus dem Kreise Wetzlar die Orte: Dornholzhausen, Groß-Rechtenbach, Hochelheim, Hörnsheim, Kinzenbach, Klein-Rechtenbach, Krofdorf, Lützellinden, Rodheim, Wißmar. 3. Molkereigenossenschaft Hungen in Hungen: Aus dem Kreise Gießen die Orte: Arnsburg, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. Aus dem Kreise Schotten der Ort: Rabertshausen. Aus dem Kreise Bübingen der Ort: Berstadt. Aus dem Kreise Friedberg der Ort: Wohnbach. 4. Molkerei Karl Seim, Weickartshain: Aus dem Kreise Gießen die Orte: Grünberg, Stockhausen, Weickartshain. Aus dem Kreise Scholten die Orte: Klein-Eichen, Lardenbach. Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Flensungen, Merlau. § 2. 3n den Einzugsgebieten vorstehender Molkereien ist sämtliche Milch, soweit sie nicht im Betriebe des Erzeugers selbst verwendet wird, an die zuständigen Molkereien zur Ablieferung zu bringen. Die Herstellung von Butter im Betriebe des Erzeugers ist nur Zur Verwendung im eigenen Betriebe zulässig. § 3. Dine Verwendung im eigenen Betriebe ist dann gegeben, wenn die erzeugte Butter an die im Erzeugerbetriebe tätigen und dort wohnenden oder an ständig im Betriebs tätige, im Lohpyerhältms stehende, nicht im Betrieb wohnende Personen unentgeltlich abgegeben oder als Deputat im Rahmen des Eigenverbrauches des Deputanten auf den Lohn angerechnet wird. § 4. Die bestehenden Anordnungen über den Verkauf von Milch ab Hof des Erzeugers werden durch diese Anordnung nicht berührt. § 5. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit einer Geldstrafe bis zu RM. 1000,— im Einzelfalle bestraft, und die Ordnungsstrafe durch die Finanzämter nach den Vorschriften der Reichsabgabeordnung beigetrieben. § 6. Diese Anordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. Frankfurt a. M., den 15. November 1934. Milchversorgungsverband Rhein-Main. Ser Vorsitzende: gez.: Wirth. Bekanntmachung. Nachstehende Anordnung des Milchversorgungs- verbandes Rhein-Main wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Frankfurt a. M., den 14. November 1934. Milchwirtschaftsoerband Hessen. Im Auftrage: gez.: Birkenholz. Anordnung, betr. die Regelung des Milcheinzugs der Molkereien in den Kreisen Alsfeld, Lauterbach, Schotten vom 15. November 1934. Auf Grund des § 8 der Satzung für Milchversorgungsoerbände (RGBl. Tl. I, Nr. 36 Jahrg. 1934) erlasse ich zur Regelung des Milcheinzuges der Molkereien in den Kreisen Alsfeld, Lauterbach und Schotten folgende Anordnung: 6934D § 1. Sie Einzugsgebiete nachstehender Molkereien umfassen, vorbehaltlich einer späteren anderweitigen Regelung, folgende Gemeinden: I. Kreis Alsfeld: 1. Molkereigenossenschaft Alsfeld in Alsfeld: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Alsfeld, Altenburg, Angenrod, Arnshain, Bernsburg, Brauerschwend, Eifa, Elbenrod, Eudorf, Fischbach, Heidelbach, Leusel, Liederbach, Münchleusel, Rainrod, Reibertenrod, Ruhlkirchen, Schwabenrod, Seibelsdorf, Vockenrod. Aus dem Kreise Ziegenhain die Orte: Alt-Hattendorf, Berfa, Lingelbach, Neuhattendorf. 2. Molkereigenossenschaft Grebenau in Grebenau: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Merlos, Reimenrod, Schwarz, Udenhausen, Wallensdorf. 3. Molkereigenossenschaft Groh-Felda in Groh-Felda: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Ehringshausen, Ermenrod, Groß-Felda, Hainbach, Kestrich, Klein-Felda, Oberndorf, Schellhausen, Schmitthos, Windhausen, Zeilbach. Aus dem Kreise Schotten: Köddingen, Stumpertenrod. 4. Molkereigenossenschaft Nieder-Gemünden: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Appenrod, Bleidenrod, Burg-Gemünden, Büßfeld, Seckenbach, Elpenrod, Gondershausen, Haarhausen, Homberg, Höingen, Maulbach, Nieder-Gemünden, Nieder-Ofleiden, Ober-Ofleiden, Otterbach, Rülfenrod, Schadenbach. 5. Molkerei Eiffert in Nieder-Ohmen: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Bernsfeld, Kirfchgarten, Nieder-Ohmen. 6. Molkerei Bär in Ruppertenrod: Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Ruppertenrod, Wettsaasen. Aus dem Kreise Schotten der Ort: Unter-Seibertenrod. 7. Molkereigenossenschaft Stomborf-Babenrob in Stornborf: Aus dem Kreise Alsfeld: Hopfgarten, Ober-Sorg, Renzendorf, Stornborf, Unter-Sorg, Vadenrod. Aus dem Kreise Schotten: Meiches. 8. Molkereigenossenschaft Zell in Zell: Aus dem Kreise Alsfeld: Billertshausen, Gleimenhain, Heimertshausen, Kirtorf, Nieder-Breidenbach, Ober-Breidenbach, Ober-Kleen, Ohmes, Romrod, Strebendorf, Wahlen, II. Kreis Lauterbach: 1. Molkerei Grehmann, Bermulshain: Aus dem Kreise Lauterbach: Bermutshain. 2. Molkereigenossenschaft Lichenrod in Eichenrod. Aus dem Kreise Lauterbach: Siriammen, Eichenrod, Eichelhain, Engelrod, Hör- genau, Hopfmannsfeld, Lanzenhain. Aus dem Kreise Schotten: Rebgeshain. 3. Molkereigenossenschaft Herbstein In Herbstein: Aus dem Kreise Lauterbach: Altenschlirf, Bannerod, Heisters, Herbstein, Schiech- tsmvegen, Stemplet» , v Ohne Genehmigung keine AEDAP-Kundgevung. Der Reichspropagandaleiter der NSDAP, gtbt bekannt: Im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers erlasse ich folgende Anordnung: Oeffentliche Versammlungen und Kundgebungen der NSSAP., all ihrer Gliederungen und aller an. geschlossenen Verbände, bedürfen der Geneh. migung des zuständigen Hoheits. trägers, der über ihre Surchführung im Einvernehmen mit dem jeweiligen Propagandaleiter ent« scheidet. Diese Veranstaltungen werden genehmigt: 1. durch den zuständigen Ortsgruppenleiter, wenn die Bedeutung der Veranstaltung nicht über den Ortsgruppenbereich hinausgeht; 2. durch den Kreisleiter, wenn die Bedeutung der Veranstaltung über den Ortsgruppenbereich hinausgeht; 3. durch den Gauleiter, wenn die Veranstaltung eine allgemeine politische Bedeutung für bas Gaugebiet besitzt. Vor den Veranstaltungen von Kundgebungen, die von allgemeiner politischer Bedeutung für das Reich find, ist meine Stellungnahme rechtzeitig vorher ein« zuholen. Sie schlagartige Veranstaltung von Versammlungen für ein Gebiet, das mehrere Gaue umfaßt, ist nur mit meiner Genehmigung zulässig. Gez.: Sr. G o e b b e l s | Reichspropagandaleitung der NSSAP. 4. Molkerei Bloß in Ilbeshausen: Aus dem Kreise Lauterbach: Ilbeshausen, Nösberts, Weid-Moos. 5. Molkereigenossenschaft Fulda-Lauterbach in Lauterbach: Aus dem Kreise Lauterbach die Orte: Angersbach, Allmenrod, Bernshausen, Blitzenrod, Eisenbach, Frischborn, Hartershausen, Heblos, Hem« men, Landenhausen, Lauterbach, Maar, Nieder-Stoll, Pfort, Riemlos, Rixfeld, Rudlos, Hof Sassen, Schadges, Stockhausen, Uetzenhausen, Ullershausen, Wernges, Willofs. Aus dem Kreise Fulda der Ort: Müs. 6. Molkereigenossenschaft Niedermoos in Niedermoos: Aus dem Kreise Lauterbach die Orte: Crainfeld, Freiensteinau, Gunzenau, Grebenhain, Holzmühl, Metzlos, Metzlos-Gehaag, Niedermoos, Obermoos, Reichlos, Vaitshain, Wünfchenmoos, Zahmen. 7. Molkerei Raabe in Schlitz: Aus dem Kreise Lauterbach die Orte: Fraurombach, Hutzdorf, Sandlofs, Schlitz. 8. Molkereigenossenschaft Wallenrod in Wallemo-: Aus dem Kreise Lauterbach die Orte: Reuters, Sickendorf, Wallenrod. Aus dem Kreise Alsfeld: Hergendorf. III. Kreis Schotten: 1. Molkerei Pauschardt in Burkhards. Aus dem Kreise Schotten die Orte: Burkhards, Gedern, Kaulstoß, Sichenhausen. 2. Molkereigenossenschaft Groß-Eichen in Groß-Eichen: Aus dem Kreise Schotten die Orte: Altenhain, Bobenhausen II, Feldkrücken, Groß- Eichen, Höckersdorf, Solms-Ilsdorf, Kölzenhain, Sellnrod, Wohnfeld. Aus dem Kreise Alsfeld die Orte: Ober-Ohmen, Ilsdorf. 3. Molkerei Etting in Laubach: Aus dem Kreise Schotten die Orte: Freienseen, Gonterskirchen, Laubach. 4. Molkereigenossenschaft Schotten in Schotten. Aus dem Kreise Schotten die Orte: Betzenrod, Busenborn, Breungesheim, Eichel« sachsen, Einartshausen, Eschenrod, Götzen, Michelbach, Rudingshain, Rainrod, Schotten, Wingertshausen. 5. Molkereigenossenschaft Ulfa in Ulsa: Aus dem Kreise Schotten die Orte: Eichelsdorf, Oberschmitten, Stornfels, Ulfa. Aus dem Kreise Büdingen die Orte: Kohden, Borsdorf, Unterschmitten. 6. Molkerei Römer in Ulrichstein: Aus dem Kreise Schotten die Orte: Helpershain, Ober-Seibertenrod, Ulrichstein. 7. Molkereigenossenschaft Detterfeld in Wetlerfeld: Aus dem Kreise Schotten die Orte: Ruppertsburg, Wetterfeld. Aus dem Kreise Gießen die Orte: Ettingshausen, Lauter, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Queckborn, Röthges. § 2. In den Einzugsgebieten vorstehender Molkereien ist sämtliche Milch, soweit sie nicht im Betriebe des Erzeugers selbst verwendet wird, an die zuständigen Molkereien zur Ablieferung zu bringen. Sie Herstellung von Butter im Betriebe des Erzeugers ist nur zur Verwendung im eigenen Betriebe zulässig. § 3. Eine Verwendung im eigenen Betriebe ist dann gegeben, wenn die erzeugte Butter an die im Erzeugerbetriebe tätigen und dort wohnenden oder an ständig im Betriebe tätige, im Lohnverhältnir stehende, nicht im Betrieb wohnende Personen unentgeltlich abgegeben oder als Seputat im Rahmen des Eigenverbrauches des Seputanten auf den Lohn angerechnet wird. 8 4- Die bestehenden Anordnungen über den BerM von Milch ab Hof des Erzeugers werden durchs Anordnung nicht berührt. § 5. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung ö