Ur. 225 Erster Blatt 18§. Jahrgang Mittwoch, 26. September |93< UZZ Ä*AStA*fA|f — ää Wlllr hr 11r ! zl Ohne Illustrierte , 1.80 M W BI «k. B H WM . B B B HM , B W ßä Wk B anzeigen von 70mm Brette V -rmah.g.e ®run6pr,ife: -WZ Seneral-Anzeiger siir Merhessen WZ Zrantturt am Main 11686 Druck und Verlag: Brühl'sche Univerfitätr vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. §chriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengen?bsch?M Stasft?8 Oer Notruf Memels. Don Dr Werner Wirths. Just zur gleichen Zeit, da in Genf die hohe Völkerbundsversammlung, an Hand des auf Verallgemeinerung der bestehenden Minderheitenschutzverträge gerichteten polnischen Vorschlages, gezwungen wurde, zur Minderheitenfrage Stellung zu nehmen, mit dem Ergebnis, daß Polen sich angesichts der intransigenten Einstellung der ausschlaggebenden Staaten genötigt sah, seinen Antrag zurückzuziehen — wurde den Unterzeichnerstaaten der sogenannten Memelkonvention durch den Vizepräsidenten des memelländischen Landtages, Meyer, die Beschwerdeschrift der memelländischen Bevölkerung überreicht. Dieser Vorgang verdeutlichte erneut das peinliche Versagen der Garanten jener Verträge, die im Zuge der in Versailles verfügten „politischen Neuordnung Europas" abgeschlossen wurden, um die Rechte des vom Mutterlands abgetrennten Volkstums im fremden Staatsbereich ficherzustellen. „Der unterzeichnete Vizepräsident des Landtages ist während eines kurzen Krankheitsurlaubs, den er außerhalb des Memelgebiets verbringen mußte, widerrechtlich feiner Aem ter enthoben und mit sofortiger Verhaftung bedroht worden. Mit der vorliegenden Eingabe vertritt er die Auffassung von mindestens 85 v. H der einheimischen Bevölkerung des Memelgebiets". — Schon diese zwei Sätze der genannten Beschwerdeschrift kennzeichneten eindeutig die Lage: die Vergewaltigung des „autonomenMemelgebiets" durch die litauischen Machthaber und die bisherige Methode der Unterzeichnerstaaten, dem litauischen ITerror gleichgültig zuzusehen. Die Memelkonvention — Wie großartig stellt sie an ihrem Anfang fest, daß das Britische Meich, Frankreich, Italien und Japan mit dem 'Staate Litauen „nach Austausch ihrer in guter und «gehöriger Form befundenen Vollmachten über folgende Bestimmungen übereingekommen sind!" Wie Ischön find dann diese Bestimmungen — „in Ver- lwirklichung des weisen Entschlusses, dem Memel- ,gebiet Autonomie zu gewähren und die über- ilieferten Rechte und die Kultur seiner Bewohner sticherzustellen" — in vielen Paragraphen aufge- Jählt! Die Wirklichkeit? Die litauischen Machthaber ^betrachteten das Memelstatut als einen Fetzen ^Papier. Von den autonomen Rechten der Be- ivölkerung hlieb nichts mehr übrig. Das verfassungs- imäßige Direktorium wurde a b g e s e tz t, und die ?Volksvertretung, die dem litauischen Gewaltdirekto- rrium Reizgys niemals das Vertrauen aussprechen iwird, kurzerhand ausgeschaltet. Und in den letzten ?Monaten setzte gegen die Gesamtheit der heimat- dtrcuen Memelländer eine Derfolgungswelle ein, die ^ihresgleichen nicht hat. Parteien wurden v e r - Sb o t en und die meisten führenden Persönlichkeiten irunter dem haltlosen Vorwande, sie betätigten sich in ssstaatsfeindlichem Sinne gegen ßitaueji, unter ^Polizeiaufsicht ge st eilt oder verhaf- St e t; ja, das Gewaltdirektorium Reizgys brachte ses seit dem 28. Juni 1934 fertig, insgesamt 538 ^Personen, also rund zwei Drittel aller im Dienst befindlichen memelländischen Beamten und Angestellten, unter den verschiedensten „Begründungen" ßu entlassen. Solches geschieht durch ein Direk- itorium, das keinerlei verfassungsmäßige Befugnisse besitzt, aber im Zeichen des Kriegszustandes, der im Memelgebiet als Dauerzustand eingeführt wurde, Willkürlich schalten und walten kann. Die den Unterzeichnerstaaten überreichte Denk- ischrift hat auf vierhundert Seiten die zahllosen lUebergriffe der litauischen Machthaber und die prak- iiische Vernichtung von Recht und Gesetz auf allen Gebieten zusammengestellt. Im einzelnen wie ins- igefamt stellt sie eine ungeheuerliche An- !?lage gegen den litauischen Staat und diejenigen dar, die dies alles zuließen. Und immer wieder zeigt sich in den von den litauischen Machthabern durchgeführten Aktionen, welche Grotesken die Jagd auf angebliche „Staatsfeinde" zeitigte. Da wurden bei hochnotpeinlichen Haussuchungen in den memelländischen Schulen alte Landkarten ober die „Gedanken und Erinnerungen" Bismarcks , beschlagnahmt. Sogar das „Braune Buch" von Hermann Löns, dem friedlichen Heidedichter, verfiel ! S'iem Häscher; denn der Name dieses Buches verrät :nocf) schon, daß es sich um ein — nationalsozialisti- xhes Propagandawerk handelt. Da werden nicht ; nur Studentenrapiere und sonstige Erinnerungslücke bei friedlichen Bürgern als gefährliche, der litauischen Staat bedrohende Waffen beschlagnahmt, wndern auch Jagdgewehre, deren Inhaber sich am Besitze rechtsgültiger, vom litauischen Kriegskom- mandanten genehmigter Jagdscheine befinden. Und wlche „Beweisstücke" dienen eben dazu, die Inhaber m die litauischen Gefängnisse zu verschleppen. Was gedenken die Unterzeichner st aaten: l«as Britische Reich, Frankreich, Italien und Japan I :.u tun, um die Bestimmungen, über die sie mit Litauen „übereingekommen" sind, wieder in Kraft au setzen? Was gedenken sie zu tun, um deutsch e s Volkstum — das sinnlos genug vom deutschen Mutterlands abgetrennt wurde, um dem Zwergstaat Litauen den Hafen Memel zu über- mtroorten — vor weiterem Terror zu Mützen? Was gedenken sie zu tun, um einen Vertrag, der abgeschlossen wurde und von dem Ii.nterzeichner Litauen täglich gebrochen wird, zu schern? Die memelländische Beschwerde stellt an ! inrem Schluß, unter Berufung auf die Slutonomie-- Stimmungen, in klarer Form fest, was zu geschehen tat, um den Rechtszustand im Memelgebiet wieder I « nzuführen. Es sind höchst bescheidene Forderungen, i;e die Memelländer aufgestellt haben, und sie be- j-nnen damit, daß die beiden wichtigsten Organe , ter Autonomie (Direktorium und Landtag) in tiore verfassungsmäßigen Rechte ein- Auf der Reichsautobahn in die Schönheit der deutschen Alpen. München, 25. Sept. (DNB.) Ueberall pulsiert Leben und Arbeit im neuen Reich unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Das wurde so recht deutlich anläßlich einer Tagfahrt der Vertreter der Presse zur Besichtigung der Bauarbeiten der Reichsautobahn München - Landesgrenze mit rund 125 Kilometer Länge, die eine Fülle eindrucksvollen Erlebens bot sowohl hinsichtlich der Schönheiten unseres bayerischen Alpengebietes als auch hinsichtlich der Leistungen zur Vollendung des gigantischen Werkes der Straßen Adolf Hitlers. Kaum ein Jahr ist verflossen, seit der Führer den ersten Spaten st ich oollführte und schon wachsen die Autobahnen buchstäblich aus dem Boden. Unter Leitung des Pressereferenten ging die Fahrt entlang der neuen Autobahn und vor allem an besonders markanten Bauabschnitten vorbei. Die M a t e r i a l a u f b e r e i t u n g bei Unterhaching, wo der Führer selbst am 21. März 1934 den Beginn der Arbeitsschlacht einleitete, die beiden großen Brückenbauwerke über die Mangfall bei Weyarn und über den Inn bei Pfraunsdorf und schließlich nach Inzell und Mauthaeusl, wo die Voralp e n st r a ß e als Teilstück der großen Queralpenverbindung, ausgebaut wird und später bei Achenmühle Anschluß findet an die Reichsautobahn. In zuvorkommender Weise machte Reichsbahnoberrat Doll bekannt mit den gewaltigen Leistungen, die bereits vollbracht wurden. So sind beispielsweise auf der Reichsautobahn München-Lan- desgrenze gegenwärtig allein rund 80 Brückenbauwerke gleichzeitig in Arbeit und, während Ende vorigen Jahres insgesamt rund 500 Arbeiter beschäftigt wurden, finden heute pund 9 0 0 0 Arbeiter durch die Autobahn Brot und Verdienst. — War es schon interessant zu sehen, mit welch peinlicher Sorgfalt die Aufbereitung des verwendeten Baumaterials in Unterhaching für die im allgemeinen 24 Meter breite Autobahn einschließlich des 3,5 Meter breiten Grünstreifens erfolgt, so vermittelten die Arbeiten an den beiden großen Brückenbauwerken gewaltige Eindrücke technischer Höchstleistungen. 288 Meter weist die Mangfall- brücke auf, deren Kosten sich auf 1,8 Millionen Mark stellen. Ihre größte Stützweite beträgt 108 Meter, die größte Höhe über der Talsohle 68 Meter. Die I n n b r ü ck e, die im Sommer 1935 vollendet werden wird, hat eine Länge von 265 Meter. Was die Reichsautobahn München—Landesgrenze besonders begehrlich machen wird, ist die äußerst geschickt gewählte schöne Linienführung, die immer wieder bie herrliche Gebirgskette der Alpen am Auge des Fahrers in neuen Bildern vorüberziehen läßt. Die neue Straße soll ja nach dem Willen des Führers keine Rennstrecke werden, sondern die neuzeitlichste Autostraße, die dem Benutzer die Schönheiten unserer Alpenlandschaft voll erschließt. Die Autobahn wird daher auch so gebaut, daß sie nicht als grober Eingriff in die Natur erscheint. Die volle Bergwelt eröffnet sich einem nach dem Ueberqueren des Mangfalltales beim Kloster Weyarn in ihrer ganzen Pracht. Sind es zuerst d i e Schlierfeer und Chiemgauer Berge — die Autobahn führt hart südlich des Chiemsees entlang —, die auf der ersten Fahrtstrecke aus dem Alpenmaffiv hervortreten, so rückt später das Wendel st eingebirge mehr und mehr heraus, und immer schöner zeigt sich das Gebirgspanorama dem Auge. Der Abstieg zum Inn ist unter möglichster Anpassung an die Eigenart der Gegend durchgeführt. Dabei mußte gerade beim Bau der Jnnbrücke größte Sorgfalt auf bie Ableitung ber Jnnauenbäche gelegt, biefe zusammengefaßt unb bamit ber Hochwasserspiegel gesenkt werben, führt boch nach reiflicher Ueberlegung bie Autobahn bort nicht über, sonbern unter ben schon bestehenben Verkehrswegen ber Eisenbahn unb ber Staatsstraße hinburch. Durch bie Reichsautobahn München — Laubes- grenze werben aber auch neue bis jetzt bem Fremdenverkehr wenig zugängliche Gebiete, bie noch nctturverbunben blieben, erschlossen. In fünfzig Minuten kann nach ihrer Fertigstellung von München aus ber Chiemsee erreicht werben. Der Schliersee unb ber Tegernsee in beiviertel Stunben, Bad Reichenhall unb bas Berchtesgabener Laub mit bem Königsee in eineinhalb Stunben. — Für ben Verkehr ber Zubringerstraßen ist eine Reihe von Anschluß- [teilen vorgesehen. Don ben 65 Millionen Mark Kostenooranschlag sinb bisher 30 Millionen Mark an Aufträgen vergeben. Sie bringen Beschäftigung für 108 Tiefbauunternehmungen, 16 Brückenbauanstalten unb 18 Lieferfirmen. Der endgültige Verlaus der Deutschen Alpenstraße r / ’krünn' ßERCHTES- i >^GÄDEN '•5 KÖNIGSSEE D < a LU Saärqebietes, insbesondere den sog. ständig steigenden „Terror der Deutschen Front" zu studieren. Die : Mitglieder der Kommission sind Lord Morley — । bekannt durch den Neichstagsbrandstifter-Gegenpro- zeß — der amerikanische Rechtsanwalt Willmm D. Thompson, der schwedische Senator B r^a n ti n g und der in seiner eigenen Heimat bestgehaßte Emigrant Graf Michael Karolyi. Die „Unter- suchüngskommission" hat an die faarländische Emigrantenpresse eine Mitteilung herausgegeben, in der sie bekannt gibt, daß sie über vierzig Zeugen — Männer und Frauen in Saarbrücken und an anderen Orten des Saargebietes — gehört fyabe. Naturgemäß will die Kommission des „Weltkommunismus" Beweise von Terror gegen die Saarbevolke- runq, von Befürchtungen der katholischen Bevölkerung, von einer Gefahr der Nichtgeheimhaltung der Abstimmung und schließlich der weit verbreiteten „Forderung" nach einer neuen späteren Abstimmung gefunden haben. Demgegenüber stellt die „Saarbrücker Zeitung" die Anfrage, ob sich unter den von der Kommission befragten Personen auch Anhänger der Deutschen Front befunden haben, und ob die Kommission nicht von dem Terror gegen die Deutschen im Saargebiet gehört habe. Das Blatt fährt dann fort: „Die Kommission will Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder gehört haben. Und die sollen nichts erzählt haben vom Terror der Grubenverwaltung? Nichts von dem roten Terror? Nichts von den Provokationen durch Emigranten und moskowitische Funktionäre? Die Herren haben Beamte gefragt. Auch deutschgesinnte Beamte? Und die sollen nichts erzählt haben von den mannigfachen Maßnahmen, die sie als Zumutung und Bedrückung empfinden? Sie haben sich mit Mitgliedern der Regierungskommission unterhalten doch wohl über die Bevölkerung. Wenn sie sich auch mit der Bevölkerung über die Regierungskommission unter- halten haben, werden sie ja einiges gehört haben. Haben sie sich auch mitdeutschgesinntenKa- tholiken unterhalten? Dann müssen sie erfahren haben, wie man hierzulande über die Herrschaften denkt, die sich den S o w j e t st e r n auf die Soutane heften. Die deutsche Bevölkerung des Saargebietes betrachtet es als eine Unverschämtheit, daß eine Kommission, von ihr nicht herbeigerufen mit den unzulänglichen Methoden und Polizeihauptleute Anlauf und L e n ck feien un- f e re Kameraden , die Kameraden des natio- nalsozialistischen Deutschlands. Den Dank der Berliner Schutzpolizei für die weitgehende Förderung des Denkmalbaues hatte deren Kommandeur, Polizeioberst Dillenburg ex, vorher zum Ausdruck gebracht. Am Schluß brachte Rcichsinnenminister Dr. Frick nach ehrenden Worten des Gedenkens für die im Kampfe für Volk und Vaterland gefallenen Polizeibeamteh em Dreifaches Sieg-Heil auf Deutschland und den Führer und Reichskanzler aus. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man u. a. den Chef des Stabes der SÄ., Lutze, Reichsführer der SS. Himmler, Reichs- jugendführer Baldur v. S ch i r a ch , Admiral R a e • der, Polizeipräsident v. Levetzow, General von W i tz l e b e n , die Polizeigenerale W i t t e und von Zepelin, Gendarmeriegeneral Schöplenberg und Staatssekretär Meißner. — Unser Bild zeigt (von' rechts nach links): Oberbürgermeister Sa hm, Staatssekretär Gr auer t, Reichsmnen- Minister Dr. Frick, Polizeigeneral Daluege und Staatskommissar Dr. Lippert vor dem em* hüllten Denkmal. „Triumph des Willens." Der Führer pr»gt den Titel für den Rcichsparteitagfilm 1934. Berlin 25. Sept. (DNB.) Soeben ist der Titel für den Großhirn vom Reichsparteitag 1934 be= tanntqeqcben worden. Der Führer selbst hat noch einqehenben Besprechungen mit Lent Riefen- ft a h l für das monumentale Tonsilmdokurnent der Bewegung den Titel geprägt: „Triumph des Willens!". . . So hat nun dieser gigantische Film, der auf des Führers persönliche Veranlassung hin gedreht wurde, einen verheißungsvollen Namen bekommen. Im Dezember werden wir Zeugen der Uraufführung sein Gespannt und aufhorchend sieht nicht nur ganz Deutschland, sondern die Welt dem Tage der festlichen Krönung einer Riesenaufnahmearbeit entgegen. Ganz Deutschland trägt den heißen Wunsch in'sich, daß dieser Film nicht nur die Erinnerung derer die Teilnehmer am Reichsparteitag 1934 waren wachrufen werde, sondern auch alle anderen, die'nicht mit dabei sein konnten, den „Triumph des Willens" miterleben lasse. Dank an die Polizei. Ein Denkmal für die im Kampf gegen den Kommunismus gefallenen Pol,ze,beamten. B e r l i n , 25. Sept. (Fkp.) Das kleine thüringische Bergarbeiterstädtchen Meuselwitz im Attenbur- aer Lande stand an diesem Tage im Zeichen des RS. Deutschen F r 0 n t k ä m p f e r b u n d e s (S t a h l h e l m). Der Tag galt der feierlichen Weihe der „Stahlhelm-Gartenfiedlung l933. In jahrelanger, mühseliger Arbeit hatten die Karne' raden des NSDFB. aus -einem unansehnlichen Schuttabladeplatz eine saubere, hübsche und ansehnliche Gartensiedlung geschaffen. Zu ihrer Weihe malen aus den Nachbargauen über 4000 nationalsozia' listische Frontkämpfer gekommen. Mit ihnen traten über 3000 Kameraden der SA., Formationen oer PO., der HI-, der Krieger- und Militärvereine uno Abordnungen der Bergknappen in ihren schmuae Uniformen an. Eingeleitet wurde der Festtag W einen Feldgottesdienst-, am Ehrenmal fand würdige Gedenkfeier für die Gefallenen statt, bem Appellplatz wurde die Front der 7000 durch oe Bundeskanzler, Major a. D. B o ck, begrüßt. RaM dem der Ortsgruppenführer die Entwicklung 0 Siedlungsarbeit geschildert, Bürgermeister Sacy die Grüße der Stadt und Landrat Wagner o Grüße der thüringischen Statsregierung und o. Glückwünsche des Reichsstatthalters zu bem geiu genen Werk überbracht hatten, verlas BundeswM Bock ein Telegramm des Bundesführers, ^ei^ arbeitsminifters Seldte. Ein dreifaches galt dem Führer und Reichskanzler Adolf Hiller. CRätfel um die ,/Morro Castles. Eine Höllenmaschine an Bord? Vom Untersuchungsausschuß für den Brand an ■ Bord der „Morro Castle" wurde jetzt ANY : Pender vernommen, der in der Ünglu i die Wache hatte. Pender vertrat die Ansicht,, - der Brand durch eine Bomben e x P l I - zum Ausbruch gekommen sei. Er habe.cinc t ) durchdringenden Explosionsknall aus der Rich Die Arbeiten an der endgültigen Gestaltung des Reichsparteitagsfilmes befinden sich jetzt in einer entscheidenden Entwicklung. Lern Riefenstahl, die in den nächsten Monaten die schwere Arbeit des Schneidens vor sich hat, hat mit der Prüfung des getarnten Materials begonnen. Der Führer wird bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe bestimmend eingreifen Nahezu 1Ö0 000 Meter Film sind gedreht worden. Um der Oeffentlichkeit einen Begriff von der gewaltigen Arbeit zu vermitteln, die fetzt zu leisten ist, fei'angeführt, daß allem 81 Stunden notwendig sind, nur um das gesamte Aufnahmemate, riat einmal einer Durchsicht für die endgültige Auswahl zu unterziehen. Jeder Meter des Filmes wird eingehend geprüft, wobei sich die Wahl außerordentlich schwierig gestaltet, da ein abendfüllender Film nur 3000 Meter lang fein darf. Indessen ist Walter fRuttmann mit bet fertig« stellung der Vorgeschichte des Films beschäftigt. Bekanntlich gestaltet er nach seinem Manuskript den Auftakt des Films, der die Etappen der nationalsozialistischen Revolution von 1914 bis 1934 umreist. So wird für den „Triumph des Willens" noch hier vorzubringen. Der Streitfall zwischen der Schweiz und Frankreich bestehe überhaupt nicht. Wenn aber ein Streitfall gar nicht existiere, bann habe der Völkerbundsrat auch nichts mit ferner Lösung zu tun, und wenn es Feinen Vertrag gebe der anwendbar sei, so könne sich auch der Haager Schiedsgerichtshof nicht mit der Sache be- affen. Motta habe juristische Gutachten zugunsten ier Schweiz angeführt, aber er sei hier nicht voll- tändig gewesen. Auch schweizerische Juristen selbst hätten anerkannt, daß für die Schweiz keine Rechtsgrundlage bestehe. Wenn IHotfa sich auf einen französischen Juristen beziehe, so müsse er sagen, daß er diesem Juristen, der früher Rechtsberater für das französische Ministerium gewesen sei, die Autorität b e ft r e i t e. Er habe als Franzose nicht das Recht gehabt, die öffentliche Meinung in einem anderen Lande erst aufzustacheln. Aber Frankreich habe auch eine öffentliche Meinung, auf die es Rück- sicht nehmen müsse. 3m übrigen müsse er 2Hotta sagen, daß die öffentliche TUeinung nicht immer ein guter Berater sei. (Sehr deutlich war hier die Spitze gegen die Haltung der Schweiz in der Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund zu erkennen.) In großer Erregung rief Barthou dann aus: Mein Land hat eine Invasion erduldet. Es hat mehr als 1,5 Millionen Tote gehabt. Die Verluste, die es erlitten hat, sind überhaupt nicht at> zuschiitzen. Lassen sich di- Schweizer An- sprüche damit überhaupt irgendwie vergleichen.'' Der Angreifer hätte unsere Schaden bezahlen müssen, aber wir haben aus Großmut auf untere Rechte Verzicht geleistet und selbst bezahlt. schaftskrise weisen soll. Doumergue appelliert Per Radio an das in Jnteressentengruppen..^rspUtterte und sich untereinander befehdende Uanzosische Volk, es möge ihn doch freundlichst nut stärkeren Rechten ausstatten. Wir erinnern uns der §?it, gerabe ber französische Großkapitalismus höhnisch auf bie Errichtung bes Reichsnährstandes und auf die Be grünbung bes kommenben Ständestaates lm Drttt Reich hinwies. Jetzt stellt man m Frankreich fest, daß bie Lanbwirtschast trostlos barnteberliege unb der Willkür gewisser Börsen- unb Fmanzkrelse aus- ^Wohi/man blickt: überall traftlofe Versuch-, mit kleinen Reformen große Probleme zu melfterm Die Rüstungsinbustrie verschlingt Milliarben unb Abermilliarden, weil bie hinter ihr s^enben Finanziers bas Phantom ber beutfchen Gefahr als Kinberschreck in bie Welt gesetzt haben. Unb gerade barüber hinaus vergißt man den schlimmsten Feind der in den Eingeweiden der Nation sein Werk der Zerstörung ungehindert fortsetzen kann wie ein Krebsschaden, den man noch heilen formte, roenn man ihn jetzt mit scharfem Schnitt aus dem Körper hlraustrennte. Es ist, als ob ein ganzes Volk nicht Schließlich betonte Barthou noch, daß zwischen der s Schweiz und Frankreich ein Schiedsgerichts- . vertrag bestehe, der nicht einfach als nicht- bestehend behandelt werden könne. Schon besold fei das Vorgehen Mottas nicht berechtigt Wenn ein Berichterstatter tatsächlich ernannt werden sollte, sv würde die französische Abordnung ihm das ganz Material unterbreiten. sQ& Es bestand bei allen Zuhörern der Eindruck, oatz der französische Außenminister diese Gelegenheit be- nukte um Motta wegen seiner Haltung m der Frage be? russischen Eintritts in ben Völkerbund sthr^viel schärfer anzuareifen, als es fönst der Fall Gewesen wäre. Der Vertreter Italiens Aloisi oedas bann eine sehr ruhig unb Hof ich abgefaß e Erklärung, in ber er aber auch für finn ßanb bie Pflicht zur Ersatzleistung für bie von schweizerischen Bürgern erlittenen Schaben a b l e h n t e. Ernennung eines Berichterstatters. Bunbesrat Motta betonte in seiner Replik, baß es sich zweifellos boch um einen Streitfall hanbele wie immer, wenn unmittelbar Verhandlungen nicht zum Erfolg geführt hätten. Man komme dann zur Intervention eines Dritten. Aus diesem Grunde habe er sich an den Völkerbund g.ewcmdtt In dein Schiedsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz sei ausdrücklich festgelegt worben, daß er nicht für bie Vergangenheit gelten solle. Barthou sprach bann nochmals, diesmal m einem ver- öhnlicherem Tone. In ber Sache hielt er feinen Standpunkt aufrecht. Er schlug bie Ernennung eines unparteiischen Bericht e rft a 11 e r s durch den Völkerbundsrat vor, der zunächst einmal festste!- len solle, ob der vorliegende Fall für em Gutachten des Haager Gerichtshofes geeignet feL "T fer sident des Völkerbundsrates B e n e f ch schlug dann den Argentinier C a n t i l o als Berichterstatter vor, was vom Rat einstimmig angenommen wurde. Die Anwerbung ausländischer Polizei. Die Ablehnung der Schweiz. — Italien und Belgien bereit. Genf, 25. Sept. (DNB.) Das Völkerbundssekretariat veröffentlicht folgende Verlautbarung: Der Völkerbundsrat hatte beschlossen, der Regierungskommission des Saargebietes seine volle Unterstützung zu gewähren für den Fall, daß diese es für nötig halten sollte, ausländische Pers on e n anzuwerben, um durch sie d i e Polizei unb die lokale Gendarmerie währenb ber Abstimmungszeit zu verstärken. Der Ratspräsibent hatte m einem Runbschreiben ben Mitgliebsstactten bes Vol- ferbunbes empfohlen, die Einzelanwerbungen für die Polizei im Saargebiet zu erleichtern. Der Generalsekretär hat nun die Antworten einiger Regierungen erhalten. Die belgische Regierung teilte mit, daß sie bereit sei, Einzelanwer- bungen unter geeigneten belgischen Staatsbürgern nicht zu verhindern „und gegebenenfalls zu erleichtern". — Die i t a l i e n i s ch e Regierung hat erklärt, daß sie nicht verfehlen werde, der Regierungs- kommission ihre Unterstützung zu gewähren „indem sie im Gebiete des Königreiches die Verpflichtung italienischer Staatsbürger erleichtert". — Die litauische Regierung hat geantwortet, daß die Vorschläge, bie vom Rat angenommen feien, bie volle Beachtung ber litauischen Regierung gefunben hätten. — Die schweizerische Regierung hat wie schon gemelbet — betont, daß bie Gesetzgebung ber Schweiz es schweizerischen Bürgern nicht verwehre, in fremben Pvlizeitruppen zu bienen. Sie hat aber im Hinblick auf ihre Neutralitätspolitik ben Wunsch geäußert, baß bie Regierungskommission darauf verzichte, in ber Schweiz Emzel- , anroerbungen vorzunehmen. — Der Präsident der Regierungskommission, Knox, hat daraufhin ge- ■ antwortet, daß er unter diesen Umständen von der । Anwerbung von Polizisten in der Schweiz ab- Es ist für den aufmerksamen Beobachter ber französischen Zustänbe ein spannenbes Schauspiel, bie Entwicklung ber innerpolitischen Verhältnisse jenseits bes Rheins zu verfolgen. Hinter den waffenstarrenden Betonmauern der französischen Ost- grenze vollziehen sich Gärungserscheinungen, die nicht das geringste zu tun haben mit der immer wieder an die Wand gemalten deutschen Jnvasions- gesahr, sondern die ein ureigenes Produkt der innerpolitischen Geschäfte darftellen, die allein für das Schicksal des französischen Volkes maßgebend sind. Während Barthou daraus pocht, mit dem Eintritt Rußlands in den Völkerbund und mit dem bevorstehenden Abschluß des russisch-französischen Militärbündnisses einen außenpolitischen Erfolg baoongetragen zu haben, werben immer weitere Kreise ber französischen Bevölkerung von ber Furcht ergriffen, bie Verbrüberung ber beiben marxistischen Parteien unb bie immer schärfer roerbenbe fnmmnniftiiche Agitation könne eines Tages zum kommunistische Agitation könne eines Tages Ai Ausbruch eines Bürgerkriegs unb bamit zur W nichtung ber britten Republik führen. Es war hochinteressant, in ber Runbfunk - rede Doumergues biese Furcht vor ber marxistischen Einheitsfront zittern zu sehen. Es war fast erschütternb, erleben zu müssen, wie bieder alt gewordene Staatsmann seine Hörer davor warnte, sich als Schrittmacher und Wegbereiter des Kommunismus mißbrauchen zu lassen. Denn der Sozialismus und der Kommunismus seien dasselbe; unb bie Vereinbarung ber beiben marxistischen zu sehen vermochte, was der Ernst der Stunde gebietet. Kampfansage der sranzMSen Ieamtenschasf. Paris 25. Sept. (DNB.) Ministerpräsident Doumergue hat in seiner Rundfunkrede vom Montag angekündigt, daß bie Beamten als Steuer des Staates ein besonderes, verfassungsmäßig ver- ankertes Statut erhalten wurden, ba es nicht an- aehe daß sie außerberuflich gegen den Staat Stellung nähmen. Der autonome Beamtenverband hat daraufhin eine Erklärung abgegeben in der es heißt, er werde sich mit allen Mitteln ge neu bie äußerst ernste Drohung eines WC'i;jSK»K U,".' ■»».,' ,»».»">*«> »-«> SS 2 Ä SSSSyS— darf sicher fein, baß weitere folgen werben. Frankreichs innerpotiiifche Krisis Doumergues Warnruf.—Kleine Mittel sollen helfen. Auf bem Berliner H o r st - W e s s e l - P l a tz enthüllte Dberpräftbent Gauleiter Kube in Gegenwart zahlreicher führenber Persönlichkeiten bas Denkmal für bie im Kampf gegen Rotmorb gefallenen Polizeibeamten. Das von Hans Dammann unb Heinrich Rochlitz geschaffene Kunstwerk zeigt einen Polizeihauptmann halb liegenb unb fterbenb, einen anberen hoch aufgerichtet, bem Tod ins Angesicht schauend, ein Sinnbild der Ge- ahren, denen die Polizeibeamten in jener Zeit Tag und Nacht ausgesetzt waren. Die Gruppe besteht aus Bronze, während der Sockel aus Muschelkatt- tein geschaffen worden ist. ..... In seiner Weiherede schilderte Oberprasident K u b e noch einmal die Zeiten, in denen die Polizei von den Männern des 9. Novembers gezwungen wurde, sich nicht nur gegen die staatszerstorenden Kräfte, fondern auch gegen die staatserhattenden Kräfte zu wenden. Erst nach der Einigung des deutschen Volkes habe die Polizei den Schutz des Staates finden können, den sie so unbedingt nötig hatte und der ihr bis dahin von ihren höchsten Kommandostellen versagt worden sei. Die an dieser Stelle einem sinnlosen Mord zum Opfer gefallenen Quai d'Orsay seine Verbrüderung mit Mo s- k a u gefeiert hat? Fast hat es den Anschein, als eien die bürgerlichen Parteien Frankreichs in ihrer Verkennung des Bolschewismus genau so mit Blindheit geschlagen, wie es unsere Parteistrategen in Deutschland bis zum Januar 1933 gewesen sind. Die schwächliche Gegenpropaganda gegen den marxistischen Altivismus geht Hand in Hand mit den Versuchen, durch kleine und kleinste Reformen den verfahrenen Staatstarren aus dem Dreck zu ziehen. Genau sv wie die Republik von 1918 Verwesungserscheinungen zeigte, als in den Sflaref, Barmat und Kutisker die Prototypen eines korrupten Systems vor den Schranken des Gerichts standen, genau so wirft der Sumpf der parlamentarischen Korruption in Frankreich seine Blasen, wenn in dem Stavisky- schwindel gerührt wird. Das politische Palaver dreht sich schon seit vielen Monaten um diese Affäre und Hand in Hand damit schleicht die innerpolitische Krise weiter, die durch das Kabinett Doumergue nicht gebannt, sondern nur verzögert wurde. Denn auch der jetzige Ministerpräsident hat es nicht verstanden, mit seinem „Kabinett der nationalen Einigung" handgreifliche Erfolge zu erzielen, weil diese mit ben bisherigen Mitteln gar nicht beseitigt werben : können. Die radikalsozialistische Partei, Die weder , radikal noch sozialistisch ist, sondern die kleinbürger- i liche Demokratie repräsentiert, liebäugelt schon wie- Parteien haben bereits einen unheilvollen Einfluß heraus, daß irgend etwas geschehen muß, auf eine auf bie Wirtschaftslage Frankreichs genommen. Art Staat s r e s o r m zu bie vor allem b.e Man fragt sich, was sich benn Herr Doumergue Stellung bes Minifterprasibent festigen unb aus- dabei gebucht hat, als sein Ministerkollege vom bauen unb bie anbererseiis Auswege aus ber Wirt- Briefe an unsere Blauen Jungen. Das Postbureau der Wenn Mutter den liebevoll bedachten Brief an ihren großen Jungen in den Kasten wirft, ziehen ihre Gedanken mit dem Brief hinaus zu ihrem seefahrenden Sohn, der vielleicht zur Mannschaft eines deutschen Kreuzers gehört und sich fern von der Heimat, Gott weiß in welchem fremden Lande, oder auch mitten auf dem Ozean schwimmt. Sie macht sich aber sicher keine Gedanken darüber, auf welchen Wegen der Brief in die Hände ihres Jungen gelangt. Es gibt einen von der Deutschen Reichspost sorgfältig ausgearbeiteten Plan über die Uebersee- ostverbindungen der ganzen Welt. Und nicht nur diese zahllosen Verbindungen lassen sich aus dem Plan ersehen. Es sind daraus auch die Daten der letzten Absendemöglichkeiten feststellbar, die noch ein rechtzeitiges Erreichen der bis in die kleinsten Einzelheiten berechneten Verbindungsmittel gewährleisten. Ein freundlicher Beamter gibt ein anschauliches Bild von der Präzision, mit der sich viele Hände regen, um einen Brief seiner Bestimmung zuzuführen. „Vom 12. bis zum 22. Mai beispielsweise befand sich der deutsche Kreuzer Karlsruhe' in B o st o n, USA.", so berichtet ei, „und die letzte Post nach diesem Hafen ging am 11. Mai vom Marinepostbüro ab. An diesem Tage ging der Beutel vom Bahnhof Friedrichstraße mit £) 24 über Hannover nach Köln, von dort weiter über Jeu- mont—Paris nach Cherburg. In diesem Hafen erhielt am 12. Mai der Dampfer ,Aquitania' den Beutel zur Weiterbeförderung. Die Ueberfahrt nach Neuyork dauerte sechs Tage, also kam unser Beutel in diesem Hafen am 18. Mai an. Einen Tag brauchte er, um mit der Eisenbahn nach Boston zu gelangen, und am 20. Mai, länger als einen Tag vor der Abfahrt, erhielt die Mannschaft an Bord noch einmal ihre Post aus der Heimat ausgehändigt/' In dem seefesten Beutel, der dazu bestimmt ist, die in Bündel gepackte Briefpost auszunehmen, werden gewöhnliche Briefe, Postkarten und Drucksachen befördert, und zwar zu den Inlands- s ä tz e n des Fernverkehrs. Deutschen Manne. Um die Sendungen gegen unerwünschte Neugier zu schützen, wird die Briefpost doppelt „v e r - s a ck t", das heißt, der Beutel wird in einen zweiten, ebenso wetterfesten gesteckt. An beiden Beuteln befindet sich je ein rotes Holztäfelchen, auf dem der Name des Schiffes und der Weg angegeben ist. Außerdem trägt er in englischer und französischer Sprache noch den Vermerk: „Post für Kriegsschiffe des Deutschen Reiche s". „Durch den Versailler Vertrag ist der Aufgabenkreis des Marinebüros auf einen Bruchteil zurückgegangen. Seinen höchsten Betrieb hatte es naturgemäß während des Weltkrieges, wo über hundert Beamte in ihm tätig waren und dafür Sorge trugen, daß unsere blauen Jungens die heißersehnten Nachrichten aus der Heimat auf dem schnellsten Wege erhielten. Damals durfte ja niemand wissen, wo unsere Schiffe sich aufhielten." „Kommt es nicht auch vor, daß einmal Post verloren geht oder verspätet in die Hand des Empfängers gelangt?" „Sehr selten und nur, wenn Mächte am Werke sind, gegen die wir nichts ausrichten können. Ein bei Ausbruch des Krieges auf langer Fahrt befindliches Schiff war nach heftigem Kampf gesunken, und nur ein kleiner Teil der Mannschaft konnte gerettet werden und sah die Heimat später wieder. Zwei Jahre nach Friedensschluß schickte eine amerikanische Postbehörde mehrere damals vor dem Kriege für dieses Schiff bestimmt gewesene Beutel zurück, die Ueberlebenden erhielten ihre Briefe und die Hinterbliebenen der Gefallenen ihre Post zurück." Sendungen wie eingeschriebene Briefe, Geldbriefe, Telegramme, Pakete, Päckchen, Nachnahmen werden durch das Marinepostbüro nicht befördert. Da das Gewicht der Beutel beschränkt ist, müssen Pakete durch eine Firma in Hamburg zur Weiterleitung gesandt werden. Beutel und Holzschilder werden vom Bordzahlmeister wieder in die Heimat zurückgeschickt und verrichten viele Jahre hindurch ihren Dienst, bevor sie wegen Altersschwäche in den Ruhestand versetzt werden. H. Das lockende Ziel. 20000 Pfund für den kürzesten Weg nach Indien. „Zwanzigtausend Pfund demjenigen bar auf den Tisch, der den kürzesten Weg nach Indien und China findet!" Das war der Lohn, mit dem die britische Admiralität in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts winkte. Sie hatte guten Grund, den Wagemut ihrer Seefahrer aufzupulvern, denn Asien war Englands verheißungsvolle Zukunft. Aber mehr als zwölf Monate brauchten auch noch die schnellsten Schiffe, um nach Honkong zu gelangen. Sie mußten das Kap der Guten Hoffnung umrunden, sie hatten einen fast endlosen Anmarschweg zurückzulegen. Man wollte die Schätze O st a s i e n s schneller in die Hand bekommen, man brauchte einen Weg, der nur einen Bruchteil dieser Zeit in Anspruch nahm. Gesucht wurde er schon im Mittelalter, erst recht forschte man nach ihm, als sich herausgestellt hatte, daß man um die Südspitze Amerikas genau so wie um die Spitze Afrikas herum nach Ostasien gelangen könne. Und da sagte man sich: Was im Süden vorhanden ist, muß sich auch im Norden finden lassen. Immer wieder zogen mutige Männer hinaus, um ihr Glück zu versuchen. Wir erinnern an einen William 23 ar ent 5, der wohl in den nördlichen Eisregionen Neuland entdeckte, der in der langen Polarnacht unsägliches erleiden mußte, aber die Nordostpassage nach China nicht fand. Tragödien sahen die Eiswüsten, in denen die Expeditionen umkamen; ein Trauerspiel reihte sich an das andere in den aufeinanderprallenden und die Schiffe mit ihren Mannschaften zermalmenden Eismassen. Schließlich wurde die Nordwestdurchfahrt gefunden, aber die Entdeckung des Kapitäns Mac (Hure, der Leben und Gesundheit aufs Spiel fetzte, blieb praktisch bedeutungslos. Man konnte mit der Nordwestpassage wegen der Eisschwierigketten doch nichts anfangen. Unbekannt ist, ob ihm die Admiralität wenigstens eine Anerkennungsgebühr zahlte. Um so wilder lief man jedoch in die Wüsteneien hinein, um den Ostweg ausfindig zu machen. Die einen glaubten, kurzerhand über den P o l hinweg nach Japan zu gelangen, nur kamen sie nicht allzu weit. Sie mußten die berstenden Schiffe verlassen und sich auf schwachen Booten wieder nach dem Süden retten. Oft wurden sie ein Opfer der Kälte und der Stürme. Es dauerte lange, bis man das Suchen aufgab. Inzwischen kam das Dampfschiff zur vollen Entfaltung, der Suezkanal verkürzte den Weg nach dem Osten gewaltig, und die Forscherarbeit wandte sich mehr dem Auffinden des Nordpols zu. Die Russen jedoch arbeiteten langsam weiter. Sie erkundeten ihre Küste. Die Sowjets brannten vor Ehrgeiz, von Archangelsk abdampfen und durch das Eismeer hindurch nach Wladiwostok gelangen zu können. 1932 schaffte es der Eisbrecher „Sibiriakow" von Wladiwostok her, sich durch das Schollengewirr und tausend Gefahren hindurch nach Europa durchzuschlagen. Immerhin brauchte er drei Monate! Und jetzt hat der Eisbrecher „Sitte" den gleichen Weg in umgekehrter Richtung zurückgelegt. Doch ein halbes Jahr mußte geopfert werden. Aber das lockende Ziel ist erreicht: Der Beweis ist geliefert, daß man an der sibirischen Küste entlang nach China und Indien kommen kann. des Schreibzimmers oder des Kajütganges vernommen. Als er sich dorthin begab, habe er einen jungen Mann in grauem Anzug bemerkt, den er nie zuvor gesehen habe und der auch kein Mitglied der Besatzung gewesen sei. Weiter habe er gesehen, daß ein Mitglied der Besatzung einen Schrank geöffnet habe, aus dem Flammen schlugen. Noch feine Klärung im §al e Lindbergh. Hauptmann erneut belastet. Im Lindbergh - Fall befaßte sich die über die Zulässigkeit der Anklage entscheidende Instanz in dreieinhalbstündiger Verhandlung mit den Beschuldigungen gegen Hauptmann. Unter den Zeugen befand sich der Handsckriftensachverständige Albert Osborn und einige Ladeninhaber, denen Hauptmann angeblich Golddollarscheine gegeben hat, die einen Teil des Lösegeldes gebildet haben sollen. Als angebliche Beweisstücke wurden die in Hauptmanns Garage gefundenen 13 700 Dollar sowie der von dem Entführer geschriebene Zettel unterbreitet, ferner ein Bauholz aus der Bronxer Bauholzhandlung, aus der das Holz stammte, aus dem die bei der Entführung benutzte Leiter bestanden hat. Die Bundespolizei in Neu-Jersey sucht drei Frauen, die die Behauptung des Sträflings Paulin bestätigen können, daß der Sträfling Hauptmann kenne. Einige der untersuchenden Beamten vertreten die Ansicht, daß zwischen den Fußspuren Hauptmanns und den Spuren, die in der Entführungsnacht in der Nähe von Lindberghs Haus entdeckt worden waren, Aehnlichkeit bestünde. Hauptmanns Anwalt F a w c e t t hat erklärt, Hauptmann habe ihm mitgeteilt, Isidor Fisch habe ihm 2000 Dollar geliehen, und zwar sei Hauptmann der Ansicht, daß Fisch ihm 5000 Dollar aus einem Pelzgeschäft schulde. Wie der Antwalt weiter mitteilte, seien Gerüchte im Umlauf, wonach die Frau und das Kind Hauptmanns Drohbriefe erhalten hätten. Diese Gerüchte entsprächen aber keineswegs den Tatsachen. Ferner verlas Fawcett eine Erklärung Hauptmanns, in der der Beschuldigte die Hoffnung ausspricht, daß die Wahrheit in der ganzen Angelegenheit bald ans Tageslicht komme. Er hoffe, daß er bald entlastet sein werde. — Hauptmann wird aber neuerdings erheblich belastet durch einen Fund, den Beamte bei einer Haus- s u ch u n g in seiner Wohnung machten. Der Anklagebehörde wurde ein Stück der hölzernen Wandbekleidung aus der Wohnung Hauptmanns vorgelegt, auf der die Adresse und Telephonnummer des Mittelsmannes von Lindbergh, Dr. C o n d o n , ausgezeichnet ist. Dem Staatsanwalt gegenüber erklärte Hauptmann, er habe sich die Adresse damals ausgeschrieben, weil er sich für den Fall Lindbergh interessierte. Filmbrand verursacht Panik in einer Kindervorstellung. Bei der Vorführung eines katholischen Missionsfilms in einer Kindervorstellung in Hilversum (Holland) geriet der Film plötzlich in Br a n d. Das Feuer verbreitete sich sehr schnell. Von den 180 an= -wesenden Kindern im Alter von 7 bis 14 Jahren stoneben etwa vierzig verletzt, darunter dreizehn schwer. Auch der «die Vorstellung leitende Pater erlitt bedenkliche Verletzungen. Die Filmvor- Itcllung fand in dem Gebäude der Katholischen Ar- -beiteroereinigung St. Clemens-Parochie statt, das lür eine Filmvorstellung äußerst ungeeignet war. Das Haus war größtenteils aus Holz gebaut und fcefafj neben einer Doppeltür nur zwei kleine Seiten- cusgänge. Unglücklicherweise hatte man den Vorführungsapparat vor der Haupttür aufgestellt, so daß fcas Feuer hier den Ausgang versperrte. Da die Leiden Seitenausgänge verschlossen waren, ent- fitanb unter den Kindern eine furchtbare P a - m i k. Der Umstand, daß das Feuer sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete, erhöhte noch das Entsetzen. ÜEinige Kinder schlugen die Fenster ein und suchten sso das Freie, wobei sie ernsthafte Schnittwunden erlitten. Glücklicherweise eilten sofort Bewoh- nner der umliegenden Häuser auf die Hilferufe her- 0bei. Es gelang ihnen, mit Hilfe von Balken die Not- enusgänge zu zertrümmern und auf diese Weise den Kindern den Ausweg ins Freie zu bahnen. Viele Kinder brachen, vor dem Gebäude zusammen und imußten in Krankenhäuser gebracht werden. Das Gebäude brannte trotz eifriger Löscharbeit der Feuerwehr bis auf die Grundmauern nieder. Die Polizei hat eine strenge Untersuchung eingeleitet. Von den chwer verletzten Kindern ist ein sechsjähriges Mädchen im Krankenhaus feinen Brandwunden erlegen. Auch der Zustand des schwer verhetzten Paters, der die Filmvorführung leitete, : st besorgniserregend. In den Krankenhäusern be- rinben sich ferner noch 16 Kinber in Behandlung. Die übrigen Verletzten konnten in ihre Familien Entlassen werden. Die Ursache des Feuers scheint Kurzschluß zu sein. Aufsehenerregender Berliner Bilderdiebstahl vor Gericht. Ein aufsehenerregender Bilderdieb- lt a h l in der Berliner Kunsthandlung Goldschmidt & Co. im September vorigen Jahres sand vor der :,6. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts sein Nachspiel. Wegen D i e b st a h l s und fortgesetz- ser schwerer Urkundenfälschung hat sich der frühere Hausdiener dieser Kunsthandlung, der 40- Ährige Manchen, zu verantworten. Manchen war zehn Jahre in der Kunsthandlung tätig und enoß dort volles Vertrauen. Kurz vor seiner Tat srnte er den persischen Kunsthändler Nikaal Mous- uogolu kennen, der ihn — nach seinen Angaben — -azu anstiftete, 40 zum Teil sehr wertvolle Gemälde im Werte von insgesamt 70 000 Mark jus den Räumen der Kunsthandlung zu stehlen. £in Schwager des Persers sollte die Beute in Paris verkaufen. Als Belohnung versprach der Anstifter !*m Hausdiener eine gutbezahlte Stellung in einer Strumpffabrik in Konstantinopel. Manchen ließ 'ich überreden und bereitete die Tat planmäßig vor. i:r schnitt fast alle Gemälde aus den Rahmen heraus, verpackte sie sorgfältig in zwei Bildertrans- i flvrtkisten und eignete sich noch eine goldene Herren- 'Hr mit Kette, Kleidungsstücke, sowie 1000 Mark Bargeld an. Die beiden Bilderkisten gab er nach I?aris auf und fuhr am selben Abend noch mit dem Luxuszug dorthin, während der Perser mit der Frau Mauchens und dessen Kind nach Bukarest reiste. In Paris erwartete der Schwager des Per*- sers den Dieb am Bahnhof und übernahm den weiteren Transport der gestohlenen Bilder über Marseille nach Galata. Manchen selbst fuhr weiter nach Konstantinopel. Dem geschädigten Kunsthändler gelang es am 28. September, die Bilderkisten an Bord eines Dampfers noch rechtzeitig von der Polizei beschlagnahmen zu lassen, nur ein Landschaftsbild von Slevogt fehlte. Manchen mußte bald feststellen, daß der Perser sein Versprechen, ihm eine Anstellung in" Konstantinopel zu verschaffen, nicht gehalten hatte. Er war bald ohne Barmittel und wurde auf der Rückreise nach Deutschland am 7. März in einer Wiener Herberge ermittelt und festgenommen. Manchen wurde jetzt wegen Diebstahls und fortgesetzter schwerer Urkundenfälschung zu insgesamt eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sparkassenkassierer raubt 18 000 Mark. — Selbstmord nach der Verhaftung. In die Sparkasse der Stadt Roßlau (Anhalt) wurde nachts eingebrochen; 18 000 RM. wurden entwendet. Der Diebstahl konnte schnell aufgeklärt werden. Es wurde festgestellt, daß nur der Kassierer der Sparkasse Zugang zu dem Geldschrank im Tresor haben konnte. Als der Kassierer keinen Ausweg aus dem Netz des Indizienbeweises mehr sah, tötete er sich in seiner Wohnung durch zwei Schüsse in die Brust. Um die Herstellung von künstlichem Radium. — Eine Richtigstellung von 5 tau Jolliot-Eurie. Frau Jolliot-Curie hat die in deutschen und englischen Zeitungen verbreiteten Meldungen, es sei ihr gelungen, künstliches Radium herzustellen, dahin richtig gestellt, daß es sich um eine vom praktischen Standpunkt aus noch unbrauchbare Entdeckung handele. Sie habe die Möglichkeit gefunden, neue radioaktive Elemente durch Bestrahlung inaktiver Elemente mit Alphastrahlen zu schaffen. In England und Amerika versuche man, die Herstellung von Radium auf andere Weise, und es sei dort schon gelungen, größere radioaktive Körper zustandezubringen, aber in Frankreich fehle es an den für diese Versuche notwendigen Apparaten. Reue Explosion in der Grasford-Grube. Am Ventilationsschacht der Grasford-Grube bet Wrexham, bei dem am Dienstag ein Arbeiter den Tod gefunden hatte, erfolgte am Mittwoch früh eine neue Explosion. Holz und Beton wurden haushoch in die Luft geschleudert, und eine riesige Wolke schwarzen Rauches quoll aus dem Schacht hervor. Glücklicherweise wurde diesmal niemand verletzt. Alle Führer von Lastkraftwagen des Werkes find herbeigerufen worden, um neue Erdmassen an Ort und Stelle zu befördern, damit der Schacht von neuem verschlossen werden kann. Fünf Gordon-Vennett-Ballons auf sowjetrussischem Gebiet gelandet. Fünf Teilnehmer des Gordon-Bennet- Fluges sind mit ihren Ballons auf sowjetrussi- schem Gebiet niedergegangen. Don dreien von diesen stehen die näheren Angaben noch aus. Der amerikanische Ballon „Buffalo Courier" ist bei Gdow unweit Leningrads gelandet. Bisher hat die längste Flugstrecke der polnische Ballon „Polonia" zurückgelegt. Sie beträgt fast 1200 Kilometer. Eine Lehrerin in den Bergen tödlich abgestürzt. Die Lehrerin Barbara Hansen aus Platten im Kreise Wittlich machte in Begleitung mehrerer Gäste einen Aufstieg zum Kofel. Beim Abstieg stürzte sie plötzlich über die Steilwand, die zur Kälberplatte hinunterführt. Beim Sturz blieb sie im Wurzelwerk mit der Kleidung hängen. Der Tod trat sofort ein. Die herbeigeeilte Rettungsmannschaft fand die Leiche tief im Geröll mit schwersten Verletzungen und transportierte sie zu Tal, von wo aus sie nach Trier übergeführt wird. Fünf Todesurteile gegen korrupte Beamte in der Sowjetunion. Das Gericht in Tjumen (Sowjetunion) hat fünf Beamte einer Getreideaufkaufstelle wegen Sabotage und Vergeudung der neuen Ernte zum Tode durch Erschießen verurteilt. Die Beamten waren beschuldigt, mit Hilfe staatlicher Mittel bet den Bauern Getreide angekauft und es dann in größeren Mengen auf freien Märkten zu höheren Preisen verkauft und den Verdienst in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Entwichene Riesenschlange seht eine englische Stadt in Schrecken. Eine aus ihrem Käfig entkommene Riesenschlange, die die Einwohner von Hastings (England) eine Woche lang in Schrecken gehalten hatte, wurde dieser Tage an der Küste in tiefem Schlaf liegend gefunden und eingefangen. Die Schlange ist drei Meter lang und wiegt einen halben Zentner. Zusammenarbeit -er Goldblockiänder. Genf, 25. Sept. (DNB.) Die Vertreter Belgiens, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs, der Niederlande und der Schweiz haben sich am 24. und 25. September versammelt, um zu prüfen, wie ihre Regierungen am wirksamsten auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiete Zusammenarbeiten können. Sie haben festgestellt, daß die Länder, die die Goldwährung beibehalten haben, entschlossen sind, die Goldwährung unbedingt aufrecht zu erhalten, weil sie das für eine der wichtigsten Vorbedingungen für die wirtschaftliche und finanzielle Wiedergesundung der Welt halten. Sie haben auf der anderen Seite anerkannt, daß sie sich als hauptsächlichstes Ziel die Erweiterung des internationalen Warenaustausches setzen müßten. Sie sind der Meinung, daß ein derartiger Versuch am besten zuerst unter den Staaten unternommen wird, die unter sich besonders große wirtschaftliche Beziehungen haben. Dabei sollen die Interessen dritter Staaten und die Notwendigkeit einer erweiterten Zusammenarbeit auf internationalem Felde nicht aus dem Auge verloren werden. Eine Kommission soll sich vor allem mit zwei Aufgaben befassen: Die Erweiterung des internationalen W a - renaustausches und den Ausbau des Reiseverkehrs und des Transportwesens. Der Präsident dieser Kommission, I a s p a r (Belgien), hat Vollmacht erhalten, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Die erste Tagung der Kommission soll Ende Oktober in Brüssel stattfinden. Die Handelsminister der einzelnen Staaten sollen den Abordnungen angehören. Da die erste Frage, die von der Kommission behandelt werden soll, die Ausdehnung des Warenaustausches betrifft und diese Ausdehnung wegen der Meistbegünstigungsklausel praktisch nur durch Kontingente geschehen kann, steht es fest, daß sich die Kommission von vornherein weitgehend mit diesen Kontingenten befassen wird. Kleine politische Nachrichten. Der Leiter der Nira, des Nationalen wirtschaftlichen Sanierungswerkes der USA., General John- f o n, ist von seinem Posten zurückgetreten. ♦ In Genf ist nunmehr ein telegraphisches Auf- nahmegesuch der afghanischen Regierung eingetroffen, in dem Afghanistan um seine Aufnahme in den Völkerbund durch die Vollversammlung bittet und sich gleichzeitig verpflichtet, alle Bedingungen des Völkerbundspaktes und alle Verpflichtungen zu erfüllen, die für Mitglieder des Völkerbundes gelten. * Der päpstliche Nuntius für den irischen Freistaat, Monsignore Robinson, hat ein Telegramm von dem Kardinalstaatssekretär P a c e l l i in Rom erhalten, in dem es heißt, daß der Papst über die von dem irischen Ministerpräsident de Valera in Genf gehaltende Rede über den Eintrit Sowjetrußlands in den Völkerbund sehr erfreut sei und daß Seine Heiligkeit van ganzem Herzen de Valera den apostolischen Segen erteile. ♦ Das Präsidium des Vollzugsausschusses der Komintern hat beschlossen, den 7. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale tn der ersten Hälfte des Jahres 1935 stattfinden zu lassen. * Die Warschauer Polizei hat 48 Mitglieder der illegalen Organisation „Das Lager der nationalen Revolution" verhaftet. ♦ Anläßlich der Geburt derPrinzessinMaria P i a fjat der König von .Italien eine allgemeine A m n e st i e erlassen für alle Geldstrafen und die Gefängnisstrafen bis zu zwei Jahren. Strafen von längerer Dauer werden um zwei Jahre gekürzt. Die Amnestie schließt auch das Verbrechen der unerlaubten Auswanderung und Ablegung der Staatsangehörigkeit ein. Ausgeschlossen von dem Gnadenakt sind Spionage, Verbrechen gegen das keimende Leben, Mord, Raub und betrügerischer Bankerott. Das brasilianische Parlament hat einen Antrag angenommen, die Kandidatur des früheren brasilianischen Außenministers Dr. Mello Franco an den Nobelpreisausschuß des norwegischen Parlaments weiterzuleiten. Der Antrag gründet sich auf die Tätigkeit Mello Francos anläßlich des Leticia-Konflikts zwischen Peru und Kolumbien, den er nach längeren Bemühungen ftiedlich beilegen konnte. Oberhessen sollen. Ä SafeXTßeVcS1 »eitere zahtteiche! fähig, 2 abgängig, Mitglieder aufnehmen. Die stattliche Anzahl der von !hoch - und ch a l b h o ch^anrm^ auf Baum- Vie Beerdigung findet Donnerstag, den 27. September,, nachmittags ll/2 Uhr statt. 5568 D 5551 D Ludwigstraße 33, Telephon 3239. -------------. " Alsfeld und Lauterbach, nachmittags 4 Uhr, im "£e™t— Eleg. denen- X»Hof", Giehen, Marktlauben. L*A2-3/2 t CAfV, ^m 11 Oktober 1934: Kraftfahrzeug-Innung für ffliflHflflPn ^e Provinz Oberhessen, vormittags 10 Uhr, im Gast- VUHIUligi'll vreisw., zu kau- hE Faulstich, Gießen, Bahnhofstraße. aedr., zu kaufen tengesucltt.Schr. Am 11. Oktober 1934: INaler-Innung, nachmittags Kanfgesoche Ang. m. Preis u. ges. Sehr. Ang. 04647 a.d.G.A. _ Ludwig Stühle?, iiiiiHiiiiiiiiiiiiiiniiiiiii Rechnungen M. 18,- 16,— 40,— 16,— 12,— 10,— 6,— 4,— niumslogen Ranglogen mit 4 Plätzen Sperrsitz (Reihe 1 bis 9), 1. Rang (Reche 3 und 4) Sperrsitz (Reihe 10 bis 13), 1. Rang (Reihe 5 und 6) und Logenrückplätze Sperrsitz (Reihe 14 bis 18), 2. Rang Dor- derplatz (Reihe 1, Mitte) 2. Rang (Reihe 2 und 3) 2. Rang (Reihe 4 und 5) und 2. Rang (vor- Obst- und Gartenbauverein 264 Bäume mit dem Todeskranz versehen, die dann von den Besitzern auch entfernt wurden. Immer mehr halt auch das Edelobst (Aprikosen und Pfirsiche) Einzug m unse- Rach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210 Kasse des Stadttheaters Gießen erfolgt Uebersendung der Abonnementskarten. Die zu zahlende erste Rate beträgt für: Ranglogen 2 bis 6 und 13 bis 17, 1. Rang (Reihe 1 und 2) Ranglogen 7 und 8, 11 und 12, Prosze- stellung erfolgt sein. Gießen, den 24. September 1934. Die Bürgermeisterei: Ritter. In angeregter Stimmung und bei Musik und Tanz erfreuten sich noch lange Zeit die Besucher des wohlgelungenen Abends. Die Obstbaumbestände in der Gemeinde Wiesest. ZUM WOHNUNGSWECHSEL Gardinen Dekorationen 5561 A Neulieferungen/Abänderungen/Aufhängen Kostenloser Zuschnittbei Selbstanferti- gung. Prospekte gratis. Großstädtische Auswahl — Mustergültige Ausführung. QEBR. SEELBACH Seltersweg20 ^uh xx. Uff ober 1934': Maler-Innung, nachmittags 2 Uhr, im Cafe Leib, Gießen, Walltorstraße Tagesordnung bei sämtlichen Innungen: 1. Einführung des neuen Obermeisters. 2. Feststellung des Haushaltsplanes. 3. Berufsangelegenheiten. Sämtliche Innungsmitglieder der oben angeführten Innungen haben zu den angesetzten Versammlungen zu erscheinen (Pflichtversammlung). 5563V Betreffs Jnnungszugehörigkeit verweisen wir aus die amtliche Bekanntmachung der Handwerkskammer Darmstadt vom 14. und 22. September 1934. Der Kreishandwerksführer. Amtliche Bekanntmachung -er Kreishandwerkerfchaft für -en Kreis Gießen. Nachfolgend aufgeführte Handwerker-Innungsversammlungen, als erste konstituierende Versammlungen, finden in der Zeit vom 29. September bis 11. Oktober statt: Am 29. September 1934; 2immerer-3mmng. rmch- Bestecke, Bügeleisen usw. 5570V Müll, Gerichtsvollzieher in Gießen -l- W i e s e ck, 23. Sept. Nachdem der O b st - u n d Gartenbauverein im Vorsommer einen Süßmostborn zur Fruchtsaftbereitung gekauft hatte hat er jetzt auch einen Süßmostapparat beschafft. In dieser Woche nun wurde er praktisch vorgefuhrt. Dazu halten sich zahlreich- Jnterestenl-n emgefun- den. Lehrer Be p p l e r hob dabei die hohen Nähr-, Gesundheits- und Genußwerte des Süßmostes hervor, der als flüssiges Obst bei sachgemäßer Zuberer- tung unbegrenzt haltbar sei. Größte Reinlichkeit sei dabei am Platze. Der Apparat, der 100 Liter Stundenleistung hat, wird den Mitgliedern des Vereins unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die im Laufe dieses Monats durch Freunde des Obstbaues an Ort und Stelle durchgeführte B au ni- zäh lun g hat folgendes Ergebnis: Apfelhoch- und Halbhochstämme auf Baumstücken 2375 ertragfähig, 1962 noch nicht ertragfähig, 23 abgan- qiq, an Straßen 295 ertragfähig, 39 noch nicht ertragfähig, in Kleingärten 402 ertragfähig, 164 noch nicht ertragfähig, 32 abgängig, Apfelniederstamme in Kleingärten 65 ertragfähig, 35 noch nicht ertrag- u * •• • cw r_ Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: G r a v e r t. stoöiileoitt-lilioiioenieoL Die Einlösung des ersten Abschnitts der Abonne- mente für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, unb 3n)Qr- vuDuL/ IHontag, den 1. Oktober 1934, für die Dienstag- Abonnenten, , _ ...... Dienstag, den 2. Oktober 1934, für die mittrood)- Abonnenten, . Mittwoch, den 3. Oktober 1934, für die Freitag- in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis X Wies eck, 25. Sept. Die Ortsgruppe Wieseck der Deutschen Stenographenschaft hatte für Samstagabend im Saale Der „Germania" ihre Mitglieder und Freunde zur Feier des 15jährigen Bestehens em- qeladen. Dieser Feier ging am Sonntag vorher ein Jubiläumswettschreiben voraus, das wiederum gute Ergebnisse zeigte. Nach musikalischer Einleitung und ^roteg gab der Leiter der örtlichen Stenographenschaft, Adolf Kling, ein Bild der Geschichte des Vereins. Am 22. September 1919 mit ca. 30 Mitgliedern gegründet, nahm der Verein rasch eme wichtige Stellung im heimischen Leben ein. Die Gründer, die fast alle sich aus den beiden Gießener Vereinen rekrutierten, wurden von Stenographielehrer Karl Fischer gc= sührt, der auch bis 1923 die Leitung übernahm. Mit ihm waren noch Karl Daupert, Otto Deibel, Otto Göbel, Heinrich Ihm, Karl Kolb Frik Kling, Ernst Haas, Karl Werner und Karoline P 0 st an der Gründung beteiligt. Die Mitbegründer Adolf Walther und Luise Keller konnten leider diesen Tag nicht mehr erlebem Im Februar 1923 übernahm Otto Deibel nut Minna Deibel den Vorsitz während sechs Jahren, worauf Karl Daupert zum Vorsitzenden gewählt wurde. Seit drei Jahren liegt die Leitung in den Händen von Ad. Kling. Am 2. Oktober konnte der Wiesecker Verein zum erstenmal anläßlich seines dreiiahrlgen Bestehens einen Bezirkstag begehen, «"dem, ebenso wie am 2. Bezirkstag in Wieseck im Jahre 1926 die anqeschlossenen Vereine in großer Zahl teilnahmen. Don beiden Wettschreiben, wie auch von den übrigen Schreiben, so zuletzt in Friedberg und Bad- Nauheim, konnten die Wiesecker Teilnehmer mit guten Erfolgen heimkehren. Die einheitliche Führung der Kurzschriftorganisationen unter dem NS.- Lehrerbund wirkte auch auf unsere Ortsgruppe in der Wi-f-ck-r Ortsgruppe mit guten Erfolgen aus gebildeten Schüler gibt ihr das Recht, mtt, , diqung auf die bisher geleistete Arbeit zuruazu blicken und in großem Vertrauen auf ihregefte Aufgaben ihre Aufbauarbeit weiterzufuhren. Im Anschluß an seine Ausführungen kannte A K l i n g die Ergebnisse des Jubilaumswettschrei- bens bekanntgeben: Bei 22 Teilnehmern -rh.-lten bei 60 Silben ein „Hervorragend Hans Rupp, Wilh D a p p e r , Erna Bellof, Erna O ß w a d und Irma Schneider. Ein „Sehr gut Erna D e ch, Helmut Stephan Marie Luise B i e r au Alfred Erb und Hans P o ft. Em ,/Zut ßtna Weller. In 80 Silben „Sehr gu Otto D a p- per. In 100 Silben „Hervorragend Ach. Miß- n e r In 120 Silben „Hervorragend Karl Kl r ch - ner; „Sehr gut" Albert Oßwald; "Gut Emely Schneider. In 140Silben „Hervorragend Adolf Schmidt und Lina B ö tz ein „Sehr^ gut . 3n 160 Silben Emmy Schäfer „Sehr gut und Fneda D ö r i n q e r ein „Gut". Auch das folgende „Schon- und Richtig-Schreiben" zeigt gleich gute Ergebnisse: Albert Oßwald, Irma Schneider die Note „Hervorragend", Hans R u p p , Erna De ch und Helmut Stephan „Sehr gut , Erna O ß w a l d Otto Dapper, Wilh. D a p p e r , Marie Luise B i e r a u und Hans P o st ein „Gut". Der Vertreter der Ortsgruppe Gießen richtete anschließend die Grüße und Wünsche für weiteres erfolgreiches Arbeiten aus und rief der Wiesecker Ortsgruppe ein „Aufwärts immer, rückwärts mindere Seitenreihe) . Die Einlösung muß vor der 1. Abonnementsvor Generaldirektor Meier Bad-7lauheim t = Bad-Nauheim, 25. Sept. Nach schwerem Leiden verstarb hier der Generaldirektor des Hessischen Staatsbades F. M e i e r. Der Verstorbene war seit dem 1. Oktober 1931 als Nachfolger des früheren Bad- und Kurdirektors von Boehmer m Bad-Nauheim tätig. Er gehörte vor dem Kriege dem Großen Generalstab an, wurde spater zur Ausstellung des polnischen Heeres nach Warschau beru- en und zum Chef der Abteilung „Politische Wehrmacht" ernannt. 1917 wurde er zum Bevollmächtigten des Preußischen Kriegsministeriums rn der Türkei und im Kaukasus ernannt. Nach der Rückkehr in die Heimat war er Chef einer Miniftenal- abteilung im Kriegsministerium. 1930 trat er in industrielle Unternehmungen ein, um kurz daraus die Leitung des Bades Harzburg und dann Die Leitung des Hessischen Staatsbades zu übernehmen. 15 Jahre Ortsgruppe Wiesest der Deutschen Stenographenschaft. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Joh. Georg Förster im 81. Lebensjahre nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurulen. bei Brühl, Gießen TS'«?’ iiuiimiiiiiiiii«ii>tttt»iiiu.04641a.d.iV.A. Wettervoraussage. lieber Mitteleuropa hat sich hoher Druck aufgebaut, so daß infolge absinkender Luftbewegung wieher vielfach aufheiterndes Wetter eingetreten ist. Ein kräftiges Tief bei Island, das über England bereits eine ausgedehnte Regenfront erzeugt hat, gefährdet die Hochdruckwetterlage. Mit dem Vordringen feuchtmilder Luft an seiner Südseite wird sich em ^ll- mählicher Uebergang zu erneuter Unbeständigkeit uT/i d) t e n für Donners tag : In den Morgenstunden neblig-dunstig, tagsüber aufkom- mende Bewölkung und stellenweise Niederschlags- ^Au"ssichten für Freitag: Wieder unbe- ^^Lufttemperaturen am 25. September: mittags 17,5 Grad Celsius, abends 7,1 Grad; am26. September, morgens 3,8 Grad. Maximum 17,6 Grad, Minimum 19 Grad. — Erdtemperaturen m 10 cm Tiefe am 25. September: abends 13,6 Grad; am 26. September: morgens 9,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7,1 Stunden.___ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10100. Druck und Verlag. Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen. Bekanntmachung. Dienststunden bei den städtischen Dienststellen. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1934 ab sind die Dienststunden für die städtischen Aemter bis auf weiteres von 55i)0U 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr Samstags von 8 bis 13 Uhr festgesetzt worden. Die Sprechstunden bei den Dienststellen sind von 8 bis 12 Uhr. Gießen, den 24. September 1934. Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister. ! Um 4. Oktober 1934: Puhmacherinnen Jnnung für die Provinz Oberheffen, nachmittags 4 Uhr, tm < Caf6 Leib, Gießen. , ... .. _ .. Am 5. Oktober 1934: Glaser-Innung für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach, nachmittags 2 Uhr, SÄSÄÄSl “ÄS'. *&■. ®Ä«ÄÄ »i. lSchreibm.,lSchreibtifch,2Sofas, Am 6. Oktober 1934: Alüller-Innung, nachmittags 1 Vertiko,2Nähmaick).,4Gla^chr., Ubr im „Bayerischen Hof", Gießen, $0^0^ 1 Wirtschaftsbür.,lBadeof,,lKom- mode,2 Granimovh./lKleiderschr., I B t_r 1934. 2nauret-3nnung, nachmittags U1K,IT1 ftorbmöbelaOTnUm123 b‘ aO^Äei’ Gi-ß-n Walltorstraß-. Ferner an Lrt u. Stelle, Bekannt- Am 7. Otiater 1934: Slemmeh-Jnnung für die gäbe im Bersteigerungslokal: Provinz Oberhessen, vormittags 9/2 Uhr, Gasthaus SLHSLSS"." ^EtanduhE Am' 7. Oktober 1934: Ariseur-Innung, nachmittags I 6Grammovh.,5 Büfetts,iKredenz, 4 uhr, im „Postkeller", Gießen, Wagengasse iRadioanl-.lelekr.Bohner.lStaub- ^lrn 8. Oktober 1934: Metzger-Innung, nachmittags saug.,1Backof.,lEiskom.,l Kleider- ? Uh ■ (va^ Leib, Gießen, Walltorftraße schrank,3Sofas^2Nertikos/lTisch/l '8 Oktober 1934- Tapezierer-Innung, nachmit- Blumenkr..verschBauger.,Gerüsttt. Am 8. ut _ , . oum Löwen" Gießen usw.,!Piano,lLadenth.,22 Schoß- tags 4 Uhr, Gasthaus ,,^um toroen , ließen, kaffeem.,80Schruvver,50Bürsten, Neuenweg. w Saragr., Gietzk., Kohlenkast., Brot- Am 9. Oktober 1934: Dagnn-Innung, nachmittags büchs..Küchenwaag.,Ofensch.,Fuhr- 2 Uhr Gasthaus Faulstich, Gießen, Bahnhofstraße, lein.,Kuchens.,Einkochapp^Fleisch- q Oktober 1934: Photographen Innung für ZZLlWeS die W ÄÄ 4 Uhr, im Gast- Mitten,Kaltleim,Handtuchhalter,s haus^ ^0 ^34. Bäcker-Innung, nachmittags 2 Uhr, im Cafe Leib, Gießen, Walltorftraße. Am 10. Oktober 1934: Fahrrad-Innung Gießen, Die trauernden Hinterbliebenen; Kath. Förster, geb Müller Heinrich Zeih und Familie Lang-Göns, den 24 September 1934. stücken 668 ertragfähig, 347norf) Saale^des^re^if'rau Ried- L-IÄMÄSXSyÄ " ' -.........- *........ .... sä.“?.' aast »AW*«;' tragfähig, in Klein- und Hausgarten 31 er^a9^19, 46 noch' nicht ertragfähig, 2 abgängig, Gaue - kirfchen in Grasland und Feldern 10 noch nicht ertragfähig, in Haus- und Kleingarten 33 ertragfähig 21 noch nicht ertragfähig, 1 abgängig, Pflaumen- und Z w e t f ch e n b aumin ^eL dern und Grasland 312 ertragfähig, 565 noch mcht ertragfähig, 34 abgängig, in Kleingarten 556 ertragfähig, 264' noch nicht ertragfähig, 42 abgangig, Mi- ra bellenbäume in Feldern 1 noch nicht ertragfähig 'n Haus- und Kl^nigarten 51 ertragfähig, 54 noch nicht ertragfähig, Ne ne- klaudenbaume in Hausgärten 24 ertragfähig, 27 noch nicht ertragfähig, A s>r 1 to f en b au me in Hausgärten 2 ertragfähig, 4 noch nicht ertrag- fäbiq Pf irfichbäume in Hausgarten 32 ertragfähig, 23 noch nicht ertragfähig, W a In uß- bäume in Hausgärten 7 ertragfähig, 3 noch mfy ertragfähig. Der Gesamtbaumbestand unserer Gemarkung beläuft sich auf.^gesamt U) 002 davon ist über ein Drittel noch nicht ertragfähig, der Obstbau hat also hier eine gute Zukunft Ausfalls gering ist die Zahl der abgängigen Obstbaume. Im vergangenen Winter wurden nämlich durch den _ .L? 1 H l _______mÄHtnP mit hem Nr. 225 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Mittwoch, 26. September 1934 Aus der Provinzialhauptstadt. Einiges von der ersten Hilfe. Von Dr. meb. von der Heyden. In vielen Fällen weiß man sich bei der ersten Hilfeleistung nicht recht der Erfordernissen anzupassen, oder es werden sogar unzweckmäßige Maß. nahmen getroffen. Zur Belehrung für alle mögen die folgenden knapp gefaßten Richtlinien für die erste Hilfeleistung bei den häufigsten Unglücksfällen i^o d) e n b r u d): Bis der Arzt kommt, das verletzte Bein möglichst nicht bewegen, wegen der Gefahr des Eindringens von Splittern ins Fleisch. Beim Transport Schienen anlegen, die auf dem Felde oder im Walde mit Gras, Moos, Heu oder Tücher gepolstert sind, und die beiden, dem Bruch benachbarten Gelenke mit umfassen. Zuvor Kleidungsstücke evtl, durch Ausschneiden vorsichtig entfernen, ehe das Glied anschwillt. Keine Einrichtungsversuche machen, das ist nur Sache des Arztes. Blutstillung bei schweren Wunden: Kommt das Blut stoßweise aus der Wunde, so besteht Lebensgefahr, weil es infolge Verletzung einer Schlagader zur Verblutung kommen kann. Bis der sofort zu rufende Arzt da ist, muß beherzt selbst gehandelt werden. Mit einem gewickelten Tuch oder Schal, Gummihofenträger ufw. schnürt man, falls Druckverbände (zwei bis drei übereinander) nichts mehr nützen, die Schlagader zwischen der Wunde und dem Herzen so stark ab, bis kein Blut mehr fließt. Hierbei bedient man sich eines Stückchen Holzes, eines Schlüssels oder dergleichen, um mit Hilfe eines Knebels die Abschnürung gründlich durchführen zu können. Länger als zwei Stunden sollte die Abschnürung jedoch nicht dauern, da sonst das Glied absterben kann. Wunden mit den Fingern oder Gegenständen nicht berühren und auch nicht mit Wasser auswaschen. Falsch gehandelt wird sehr oft bei BrandUnfällen. Wenn ich einen Menschen, dessen Kleider Feuer gefangen, retten will, so werfe ich Säcke oder Decken, Gras usw. über ihn, um die Flammen zu ersticken. Niemals laufe der Verunglückte davon, sondern wälze sich am Boden. Brandwunden niemals mit kaltem Wasser oder Karbol behandeln, sondern Wismuth oder Vasenolbrandbinde auflegen. Andernfalls Brandwunde mit Mehl bestreuen oder trockenen Verband anlegen. Bei Verbrennungen ohne Wundbildung kann« zur Schmerzlinderung Fett genommen werden. Streng darauf achten, daß die Wunde nicht verunreinigt wird; miteingebrannte Stoffreste bis zur Ankunft des Arztes an der Wunde kaffen; keine Blase aufstechen! Bei Ohnmacht (blasse Gesichtsfarbe) find zunächst alle beenaenden Kleider zu lockern und Gesicht und Oberkörper mit kaltem Wasser g.u besprengen, Kopf tief legen; dann mit künstlicher Atmung beginnen, die dadurch erreicht wird, daß man zunächst die Zunge des Ohnmächtigen herausnimmt, sie mit einem Taschentuch am Kinn befestigt und dann die Arme des Verunglückten mehrmals seitwärts bis über den' Kopf und zurück an die Brust führt, diese jeweils seitlich zusammen- pressend. Beine und Unterkörper sollten gleichzeitig von einer zweiten Person gerieben und geknetet werden. Die künstliche Atmung führt, wenn auch oft erst nach Stunden, meistens zum Erfolg. Bei Bewußtlosigkeit nach Schlaganfall oder inneren Erkrankungen (rote Gesichtsfarbe) darf keine künstliche Atmung vorgenommen werden. Bei Bewußtlosigkeit infolge Sonnenstichs, Vergiftung, Ertrinkens,'Erfrierens, innerer Verletzung durch Sturz, Schlag und Ouetfchung, Blitzschlag, muß stets auf schnellstem Wege der Arzt hinzugezogen werden, da in solchen schweren Fällen eine einzige Minute Versäumnis zur Katastrophe führen kann. — Tageskalender für Mittwoch: NS.-Hago, Deutsche Arbeitsfront, Kreisbetriebsgemeinschaft Handel 17, Fachgruppe Gaststättengewerbe, 15 Uhr, Cafe Leib, Kundgebung des gesamten Gaststättengewerbes für den Kreis Gießen. — Caf6 Leib, 20.15 Uhr, Vortrag vor Stürmen der aktiven SA. über „Bodenrecht und Bodenunrecht" (Referent Bürgermeister Dr. Ham m). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Charleys Tante". ■3d?.. - Jahrzehntelang stellte das liberalistische Denken den Individualismus an die Spitze alles Geschehens, bis kurz vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus der Anspruch des Einzelwesens Formen angenommen hatte, die den Bestand des Volkes und seine Zukunft auf das Aeußerfte gefährdeten. Nationalsozialistisches Denken stellte an die Stelle des eigenen „Jch's" die ewige Urkraft des Gemeinschaftsgedankens als Grundlage des volklichen Lebens. „Du bist nichts, Dein Volk aber alles!" wurde zur Grundlage eines neuen Denkens und Fühlens, in dem das eigene Ich nur insoweit Daseinsberechtigung hat, als es in der Verpflichtung lebt, das Beste, dessen der Mensch fähig ist, her- zugeben für die Gemeinschaft, für das ganze Volk. Die Fliegerei kannte von ihren Anfängen an niemals das eigene „Ich" als das Erste und Bestimmende. Deshalb bedeutet ihre Werbung um Dich, deutscher Dolksgenosse, nichts anderes, als auch Dich zum Träger ihres Denkens zu machen, eben weil Dein Volk eine starke Fliegerei braucht. Denke daran, wenn Du Dir sagen müßtest, daß Du versagt hättest, als man Dich brauchte, weil Dein „Ich" Ansprüche für sich erhob und dabei nicht an Dein Volk dachtet Deshalb heißt es für Dich: 3 ch werde Mitglied im Deutschen Luftsport-Verband. Anmeldungen bet Flieger - Ortsgruppe Gießen. (Kreisamt), Fernruf 2951/2952. NSDAP. - Amt für Volkswohlfahrt. Kreisamtsleitung Gießen. An sämtliche Ortsgruppen-, Stützpunkte-, Zellen- und Blockamtsleiter der NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen. Wir machen hiermit auf die am Donnerstag, 2 7. September 1934, abends 8 Uhr im Lase Leib, Gießen, Walltorstraße 24, stattfindende Besprechung über die Vorbereitung des kommenden WHW. aufmerksam. Die Ortsgruppen- und Stützpunktamtsleiter, welche die Antragsformulare, sowie die Karteikarten bis jetzt erhalten haben, wollen je ein Muster davon mitbringen. Erscheinen ist Pflicht. Heil Hitler! Gez.: K l ö ß , Kreisamtsleiter. F. d. R.: W. H a i n b a ch , stellv. Kreisamtsleiter. NG. Bund deutscher Technik. Mitglieder-Dersammlung am Donnerstag, 27. September, 20.30 Uhr, im Cafe Ebel, Gießen, Burggraben. Tagesordnung: Tätigkeit des NSBDT. im Winter 1934/35; Verschiedenes. Gäste sind willkommen. NS.-Schtvesternschast, Ortsgr. Gießen. Freitag, 28. September 1934, nachmittags 5 Uhr, Zusammenkunft Seltersweg 64 p. Erscheinen unbedingte Pflicht. gez. Ruth Niemann. Aus parteiamtlichenBekanntmachungen Die NS.-Frauenschaft Gießen-Süd hält ihren nächsten Ortsgruppenabend am morgigen Donnerstag, 27. September, 20.15 Uhr, im „Bürgerhof", Plockftraße 4, ab. Mitglieder der HI. oder der Partei, die vor dem 2.Oktober 1932 in die HI. eingetreten find, ihr oder der Partei seitdem ununterbrochen angehören, und die das Ehrenabzeichen der HI. erlangen möchten, haben sich sofort bei der Bannführung der HI. Gießen, Jugendherberge im Asterweg, zu melden. Eintrittsbescheinigung ober Mitgliedskarte der HI. und Parteiausweis find mitzubringen. Meldeftunden hierfür Dienstag- und Donnerstagabend von 8.30 bis 10 Uhr. Verleihung der Ehrenkreuze kostenfrei. DNB. Um Irrtümern entgegenzutreten, weist das Reichsministerium des Innern darauf hin, daß die Verleihung des Ehrenkreuzes des Weltkrieges für den Antragsteller mit keinerlei Kosten verbunden ist. Sowohl die Antragsvordrucke, wie die Ehrenkreuze und Besitzzeugnisse werden unentgeltlich.ausgehändigt. Auch etwaige mit der Verleihung zusammenhängende Verhandlungen, Urkunden und Bescheinigungen sind gebühren- und stempelfrei. Die Auswirkung des Amnestiegefehes im Landgerichtsbezirk Oberheffen. Von der Justizpressestelle Gießen des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen hären wir auf unsere Anfrage über die Auswirkung des Amnestiegesetzes folgendes: Auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 7. Aug. laufenden Jahres find seither insgesamt 7 3 4 8 Personen im Landgerichtsbezirk Oberhessen amnestiert worden. Es handelt sich dabei in 4599 Fällen um Erlaß bereits rechtskräftig erkannter Strafen und Reststrafen. In den übrigen 2749 Fällen handelt es sich um Verfahren, die noch bei den Gerichten, der Staatsanwaltschaft und den Amtsanwälten der Provinz Oberheffen anhängig waren und die nunmehr eingestellt wurden. Eine wesentliche Erhöhung dieser Zahlen dürfte nicht zu erwarten fein. Nach den vorläufigen Erhebungen, die allerdings noch nicht völlig abgeschlossen sind, beträgt die Zahl der A m n e st i e r u n g e n in der Provinz Star« kenburg: Bei rechtskräftig Verurteilten durch Straferlaß 11431 unpolitische und 104 politische, durch Niederschlagung noch schwebender Verfahren 2618 unpolitische und 131 politische. Kunstflug-Weltmeister Fieseler fliegt in Gießen. Wie wir zuverlässig erfahren, wird der bekannte Weltmeister im Kunstflug Fliegerkapitän Gerhard Fi e feier am 7. Oktober bei einem Groß« Flugtag im Gießener Flughafen feine sensationelle Flugkunst, die ihn weltberühmt gemacht hat, zeigen. Es handelt sich bei dieser Veranjtaltung um ein flugsportliches Ereignis ersten Ranges, das bisher in unserer engeren Heimat ohne jeden Vorläufer gleicher ober ähnlicher Art war. Wie Weltmeister Fieseler in ben Großstäbten Deutschlanbs unb bes Auslanbes burch seine einzigartige Flugkunst stets größte Begeisterung erweckt hat, so wird ihm zweifellos auch in Gießen bie gespannteste Aufmerksamkeit und die uneingeschränkteste Anerkennung der Bevölkerung von Gießen und Oberhessen sicher sein — handelt es sich doch bei ihm um einen der größten Pioniere und Wegbereiter des deutschen Flugsports. Der Jagdhaus-Einbruch bei Engelrod In Ergänzung zu unserem gestrigen Bericht aus Engelrod (Kreis Lauterbach) über einen Einbruch in ein Jagdhaus bei Engelrod geben wir noch folgendem Bericht der Kriminalpolizeistelle Gießen Raum: Am 24. September 1934 wurde der Kriminal- Polizeistelle Gießen ein Einbruch in ein dem Zahnarzt Dr. Riechelmann aus Frankfurt a. M. gehöriges Jagdhaus im Walde bei Engelrod (Kreis Lauterbach) durch die zuständige Gendarmerie gemeldet. Da dieses bereits der dritte Einbruch innerhalb der letzten drei Jahre ist, wurden die Ermittlungen sofort in eingehender Weise ausgenommen. Die Feststellungen am Tatort ergaben, daß der Einbruch etwa zehn Tage zurückliegt und nach den benutzten Eß- und Trinkgeräten, sowie den entleerten Wein- und Bierflaschen mindestens drei Täter am Werke gewesen fein müssen. Wie in den früheren Fällen, so hatten die Täter auch diesmal in unmenschlicher Weise gehaust. Da das Haus infolge der früheren Einbrüche bestmöglichst verschlossen und durch Selbstschüsse gesichert war, müssen die Täter längere Zeit angestrengt gearbeitet haben, bis sie endlich durch das innen mit einem schweren Eisengitter gesicherte Kellerfenster in das Anwesen gelangen konnten. Beim Oeffnen eines Küchenschrankes ging einer der gelegten Selbstschüsse los, wobei einer der Täter nach den vorgefundenen Geschoßeinschlägen getroffen fein muß. Nachdem die Täter alle Räume des Hauses durchstöbert und sich an den vorgefundenen Lebensund Genußmitteln in reichlichem Maße gütlich getan hatten, verließen sie unter Mitnahme einer Anzahl Kleidungsstücke und etwa 30 Flaschen Wein bas Haus. Die Ermittlungen nach den Tätern werden eifrig fortgesetzt. Hauptjagdschießen des Hubertus, Verein weidgerechter Jäger, Gießen. Am Sonntag fand das Hauptjagbschießen des Hubertus, Verein weidgerechter Jäger, Gießen, auf den eigenen Ständen statt. Wie alljährlich wurde auf Rehbock, laufenden Keiler, Tontauben und Kipphase geschossen. Für jedes Schießen waren drei Preise in Form von Bechern ausgesetzt. Die zusammengezählten Resultate von Rehbock und Keiler ergaben den Kugelmeister, bie von Tontauben und Kipphasen den Schrotmeister, das Gesamtresultat aller den Gesamtmeister des Jahres. Außerdem wurde eine Ehrenscheibe, gestiftet von Dr. Hamme r m a n n , dem Sieger des vorigen Jahres, und ein vom Schützenverein Gießen e. V. gestifteter Wanderpreis ausgeschossen. Die Resultate sind folgende: Rehbock: 1. Dr. Maier-Barkhausen; 2. Dr. van Bentheim; 3. Groß. (Stint Seine SieSveiSein Unter diesem Titel beginnt am Freitag der Abdruck eines neuen großen Nomans von Gert Nothberg. Damit bietet sich ein günstigerZeitpunkt zur Bestellung desGießenerAnzeigersvomck.Oktoberan.DerMonats- bezugspreis beträgt NM.ck.80, der Trägerlohn 25 Pf. Wie wandert der Herbst in Deutschland ein? 13on Dr. X France Während jedermann auf feine Weise Kenntnisse hat über den Weg des Frühlings, ist man um so undankbarer dem Herbst gegenüber, obwohl er weder an klimatischen Vorzügen noch an Schönheit dem Lenz nachsteht. Vergleicht man das Klima der zwei Frühlingsmonate Februar und März mit dem der Spätherbstwochen Oktober und November, so ist der Vorteil auf der Herbstfeite, sowohl was Temperatur wie Zahl der Regen- und Schneetage betrifft. Die Schönheit der herbstbunten Landschaft zu schildern, hieße Eulen nach Athen tragen. Nur sind darin die deutschen Lande sehr verschieden begünstigt. Während bas ganze Feuerwerk im Osten schon gegen ben Beginn Der Novembertage ausgebrannt und herkömmlicherweise am 5. November berJ~aubs fall beendet ist, verzögert sich das gegen den Westen und Süden zu. Im sonnigen Rheintal und Schwaben ist in der ersten Novemberhälfte, wenn auch bunt, so doch das Laub im ganzen noch auf den Bäumen; und im österreichischen Donautal oder m Graz ist erst Nooemberende die Woche der fallenden Blätter. . . Das „Große Sterben" schreitet langsam und braucht über vier Wochen. Aber dieses große Sterben, das der Dichtkunst so viel Anlaß gegeben hat zur elegischen Stimmung, sieht dem Naturkundigen ganz anders aus als dem Aestheten, wenn auch er zunächst bejahen muß, daß Sommerende auch wirklich ein Lebensende für das meiste ist, was m Wald und Flur keucht und fleucht. Es gibt in jedem Jahr einen herzerschütternden Morgen, voll von einer unsagbar traurigen und feierlichen Stimmung, so recht geeignet zum Totensonntag, in dem Natur- und Menschengemut in einem ergreifenden Akkord zusammenklingen. An einem gläsern blaßgelben Himmel geht aus Silber- bunft eine weißglühende Sonnenscheibe auf, u.w weißblinkendes Silber ist auf allen Wiesen gestreut. Hart klingen die Wege; und in einen kalten, noch ungewohnten Glanz ist die ganze Landschaft getaucht. Es war die Nacht des ersten scharfen Frostes. Wir gehen in den Garten. Er sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die Kapuzinerkressen sind mitten »m blühenden Leben, voll Knospen und halbgeöffneten Blüten, wie vom Blitz getroffen. Kraftlos liegen sie am Boden; die beinhart gefrorenen Stiele sind mit blitzenden Reifkristallen besetzt. Rosenknospen am Svalier und Stock entblättern müde, bevor sie sich öffnen; die Dahlien lassen das Laub hängen, und mit einer Gebärde der Ergebung geht gerade an einem solchen Frostvormittag, an dem die Sonne trotz der nahen Mittagsstunde ganz kraftlos scheint, ein reicher Regen fallender Blätter rtieber. Ein solcher blanker Trostmorgen scheint wirklich Totensonntag zu sein für die große Heerschar der Kleintiere, die Garten und Wald so anziehend den ganzen Sommer über belebt haben. Das Summen der Fliegen ist verstummt; wie ausgetilgt ist alles Leben über den sonst falterbelebten Beeten, erfroren und verwelkt, steif und tot steht die Wiese da. Da liegt kraftlos ein Weißling auf dem Boden mit verkrampften Beinen, eine letzte Wespe sucht Schutz hinter dem Fenster. Aber auch ihre Stunde hat geschlagen: nur noch matt fliegt sie, dann legt auch sie mit einer rührenden Geste müder Entsagung sich zur Ruhe, krümmt sich ein und zuckt nicht mehr. Sterbendes Laub — sterbende Natur — sterbendes Leben. Ein Frösteln dunkler Gedanken geht durch unsere Seele. Unbegreiflich grausame Natur, die das so eingerichtet hat, so viel Zurüstungen und Pracht aufgerichtet in jedem Lenz, um alles vorzeitig, mitten im Leben, wieder zu fällen. Ist das nicht Verschwendung, sinnlos, wider ben Geist ber Natur? Ist bas mit göttlicher Drbnung bes Seins vereinbar? Aber solche Rebellion des Empfindens wäre nur ein Beweis, daß man die wirkliche Natur und ihre Einrichtung nicht genügend kennt. Nur die Oberfläche des Herbstes täuscht den Tod vor; tiefer dringendes Wissen erkennt in ihm nur neue Verwandlungen eines ewigen und nimmer ruhenden Lebens. Sogar das große Sterben der Tierwelt hält vor dem gründlichen Studium nicht stand. Auf einen, der in der Frostnacht tödlich erstarrte, kommen zehn und hundert, die sich rechtzeitig gesichert und verkrochen haben und den Winter geschützt verbringen werden wie wir. Ameisen, Bienen, Käfer, Raupen, Spinnen von den noch kleineren Tieren gar nicht zu reden; sie haben rechtzeitig Winterguartiere ausgesucht. Sie ruhen im Winter, aber sie sterben nicht. Das Moos mit seinen dunklen Hallen und vielen Schlupfwinkeln ist die große Wärmestube; die Baumrinden mit ihren Rissen geben die herrlichsten Wandelhallen; die Laubecke der gefallenen Blätter, der Schnee selbst, deckt die Ruhenden weich und warm zu; und nicht wenige haben dazu sogar noch Vorräte eingetragen. Ganz besonders häufig aber ist eine Lebenseinrichtung, die das hundert oder hundertfünfzig Tage lang währende Leben auf die Zeit zwischen Mai und September verlegt und die noch schönen Tage des Frühherbstes schon im Stadium der auskriechenden Larve verbringt, so daß Frost und Schnee der ohnedies schlafenden Puppe nichts anhaben können. Die im November todesmatten Tiere sind nur im Einklang mit dem Rad der Natur. Sie sind um diese Zeit ausgelebt und würden auch sterben, gäbe es keinen Winter. Nicht wenige Insekten haben sich an die Winter- umbill trefflich angepaßt: Die Frostspanner und Wintermücken fliegen gerade dann, die kleinen schwarzen Springschwänze Hüpfen auf dem Schnee, und viele Raupen können sich gar nicht weiterentwickeln, wenn sie nicht eine Zeitlang stocksteif durchfroren sind. Sogar Schnecken gibt es, die ohne Eis nicht fein können. Für die Pflanzen aber bedeutet das Herbstwerden nicht im mindesten Tod, nicht einmal immer Ruhe, sondern nur Verwandlung. Für viele sogar ben eigentlichen Frühling ihres Lebens. Man ver- roenbe nur einen Spätherbst- ober Winterfpazier- gang barauf, zu beobachten, wie freubig ba in ber nassen Kälte bie Welt ber Flechten und Moose aufsprießt. Jetzt kommt ihre Zeit; der trockene Sommer war nicht ihr Freund, von Weihnachten ab werden sie Hochzeit feiern und mit dem Mai zur Sommerruhe zurückkehren. Nicht unähnlich halten es viele Pilze. Nur haben die großen Hüte diesen Lebensrythmus etwas vordatiert. September bis November ist ihre Zeit; aber auch die wachsen unterirdisch am besten im Winter und sehen im Sommer eine langweilige trockene Jahreszeit. Und Busch und Baum sind während ber Wochen bes vermeintlichen Wintersterbens in vollster Tätigkeit. Nicht weniger geschäftig als bie Hausfrauen auf bem ßanbe, bie bie Wintervorräte speichern I müssen. Seht euch im Walb ber fallenben Blätter nur genau bie Zweige an: überall sitzt ab November schon bie kleine Knospe bereit, bie auf ben kom- menben Lenz wartet, oft genug, bei Hasel, Birke, Erle sogar schon bie Blüte bes nächsten Jahres, wenn auch noch vermummt unb wohlverpackt. Auch das Gekräut und die Blumenschar stirbt nicht, ruht nicht einmal im Herbst, noch weniger im Winter. Sie alle haben jetzt nur anderes zu tun als zu blühen. Sie müssen Inventur machen und die nächsten Blüten vorbereiten; und das geschieht durchweg unterirdisch; in Sprossen, Knollen, Wurzelstöcken und Zwiebeln. Schneeglöckchen und Primel, Märzblume und Veilchen könnten nicht schon in günstigen Jahren von Weihnachten ab, oft durch den Schnee, mit Blüten brechen, wenn sie das Vierteljahr vorher nicht alles zubereitet und unterirdisch vorgearbeitet hätten. Auch der Laubfall selbst ist vorgesehen im Haushalt der Bäume und Sträucher; der Frost tötet da nichts, sondern er ist notwendig, um die ausgebrauchten Blätter herabzuholen. Ein wunderbares inneres Geschehen und Sprießen hebt da im verborgensten Teil aller Bäume, gerade in den Tagen, da die Menschen so lange glaubten, die Natur erstarre nun im Todesschlaf. Kein Frühlingswerden wäre möglich ohne diese drei Monate innerer Arbeit, die schon beginnt, solange der Wald noch sommerlich grün sich der Septembersonne erfreut, und erst endet an dem Tag, da die Sonnenwende der Weihnachtszeit dem Kundigen sagt: Alles ist bereit zur Neugeburt. Walfische an der Niviera. An der italienischen Riviera sind kürzlich einige merkwürdige Badegäste aufgetaucht, unb zwar auf- getaucht im wörtlichen Sinne. Es hanbelte sich um einige Walfische, bie längs ber italienischen Küste von Messina nach Genua unb bis zur Riviera heraufkamen unb überall, wo sie gesichtet würben, keinen geringen Schrecken unter ben Fischern und den Badenden hervorriefen. Zwei Wale kamen so nahe an den kleinen Hafen von Portofino heran, daß ein kleiner Junge, der dort in einem Ruderboot sich vergnügte, durch die jählings auftauchenden Riefenleiber fast zum Kentern gebracht worden wäre. Da auch aus Follonica und Spezia einige Tage zuvor zwei Wale beobachtet wurden, so darf angenommen werden, daß es sich um dieselben Tiere handelt. Fischer nahmen sofort die Verfolgung der Tiere auf, ohne sie erreichen zu können. Nach ihren Berichten waren die Walfische mehr als 25 Meter lang und die von ihnen ausgestoßene Luft, die sich in kalter Luft zu Dampf verwandelt und so die Annahme erweckt, die Wale spritzten aus den Nasenlöchern Wasser aus, waren ein ungewohnter Anblick für die Badegäste. f>od)fdbu1nocbrid)feiL Professor Dr. Victor Schilling, Direktor der IV. Medizinischen Universitätsklinik in Berlin, der kürzlich als Gutachter für die Krebsforschungen Dr. von Brehmers herangezogen wurde, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin an ber Universität fünfter angenommen. Der 1 Iah- 3 M°n°.en Zuchth°u- °« uÄÄ ’ÄÄrtgi MÄÄÄ Bi" Änen/en Brandschutz ift Ri®X' S““'d’telt U"bC snrab °» Me(en äÄ-Ä e?8 ?I°f “< • S ‘ Schließlich hatte sich das Gericht mit dem K \ > ^e|re schädigte er in etwa 28 Fällen Ge- mit seinem Seg E Mittelgründau in.einem,Gesamtbetrag °°n nahezu Schon in aller Von p. Vieren, Dramaturg. Welche a) Opern, 2. kommandanten Rohrba gner allen vierten Ge- ten, daß Luftgefahr Brandgefahr und Lustschutz die Kammer gegen den Johann G r o n i n g e r aus Ockstadt, dem die Anklage Blutschande zum Vorwurf machte. Der Angeklagte verkehrte mit seiner geisteskranken Tochter. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr. Außerdem hat der Angeklagte die Kosten des Der- Schlußwort sprach Bürgermeister Wagner allen Mitwirkenden Dank aus und die Hoffnung, daß die Feuerschutzwoche ihren Zweck erreicht haben möge. . zv « < ........ IO —..va Art t* )IW AmP Die Technische Nothilse brauch« Männer, die gewillt sind, ihre letzte kra t im Dienste für das Vaterland einzusehen. Ludwig Schaum. (Weitere Provinznachrichlen auf Seite 4!) b) Operetten, c) Schauspiele vermissen Sie auf unserem Spielplan? 3. Welches war Ihrer Ansicht nach das beste Stuck der letzten Spielzeit und warum? 4. Welches war Ihrer Ansicht nach das schlechteste Stück der letzten Spielzeit und warum? _ 5. Welches war Ihrer Ansicht nach die stärkste Aufführung der letzten Spielzeit und warmn? 6. Welches war Ihrer Ansicht nach die schwächste Aufführung der letzten Spielzeit und warum? 7. Was haben Sie sonst Wesentliches auszusehen oder anzuerkennen? Der Gesamtspielplan umfaßt ein großes Gebiet des für die Bühne geschaffenen Kulturgutes. Ihn durchzuführen, auszubauen und zu erweitern, bedarf es neben den rastlosen Bemühungen aller dem Theater dienender Kräfte auch der tätigen Mitarbeit aller Volksgenossen, die bereit sind, dem Theater den Platz zu sichern, der ihm durch den Willen Adolf Hitlers im neuen Deutschland zugewiesen ist. An alle richtet flc*) t __ .. 1 7 r? - irttn HA£>r Um HPl -Nicht nur in Politik und Wirtschaft gibt es unverbesserliche Besser- und Alleswisser, die als „Nörgler, Miesmacher und Kritikaster selt der gr - tzen Propaqandawelle im Mai dieses Wahres fest sichender Begriff einer bestimmten Gruppe Menschen aeworden sind. Auch wir im Theater wissen hiervon eM Liedlein zu singen. Nicht diesen Nörglern und Meckerern gilt mein Wort, ^"ch nicht den berufsmäßigen Theaterkritikern, deren Aufgabe die Kritik der Einzelaufführungen ist; denn sie, sind> unsere besten Helfer auf dem Wege, das Kunstwerk in größtmöglichster Vollendung erstehen und wieder- qeben zu lassen. Meine Bitte richtet sich an alle Theaterbesucher, die freudigen Herzens zu uns kommen und sich gern und willig durch die Darbietungen der Bühne wenigstens für einen Abend dem Alltag entreißen lassen und neue Spannung, neue ; Kraft durch Freude am Schonen sammeln. Diesen I Bewohnern wollen wir einen guten, gediegenen Besucher bei seiner Kritik immer an das Ganze denkt dann wird jeder Theaterfreund an der Gestaltung der Spielzeit selbst am besten Um dem Publikum Gelegenheit zu dieser positiven Aufbauarbeit des Spielplans zu geben, haben wir vor einigen Tagen der einen ^9ebogen beigelegt. Die Allgemeinheit sollte ihr Urteil ab geben, viele haben Gebrauch gemacht. Jedoch blieb - neben mancher dankenswerten Anregung — das Ergebnis hinter unserer Erwartung zuruck. Wir stellen nochmals die Fragen auf und bitten feden Theaterfreund mitzuhelfen. Jede Antwort wird im dramaturgischen Büro sorgfältig bearbeitet und An- regungen möglichst stattgegeben. 1. Hat Ihnen unsere Arbeit im letzten Jahre in künstlerischer Hinsicht gefallen? fahrens zu tragen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen den Michael Ruffer aus Bischofsheim, zur Zeit in der Zellenstrafanstalt in Butzbach zwecks Strafverbüßung, die Sicherungsverwahrung angeordnet. Ruffer ist nicht weniger als zwolfmal wegen schweren Diebstahls bzw. räuberischer Erpressung bestraft. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antragsgegner zur Last. Wegen Verbrechens im Sinne des § 176 Z a RStGB wurde der wegen vollendeter Notzucht schon vorbestrafte Ernst Friedrich Längert aus Steinfurth, zur Zeit in Untersuchungshaft, zu Spielplan bringen. Wenn wir nun von Kritik sprechen, dann muffen wir unsere Besucher befragen. Kritik der Einzel- leistung oder Einzelaufführung ist Aufgabe der Berufskritiker, die damit eine hohe Verantwortung übernehmen, weil sie an der Vollendung des Gedankens „deutsches Nationaltheater Mitarbeiten. Die Kritik des Theaterbesuchers aber sollte auf Die Grundbedingungen der Spielplangestaltung eingehen. Gerade in heutiger Zeit eines geistigen Umbruchs sollte der Besucher nicht die Emzelauf- führung, sondern vor allem den Gesamtspielplan ins Auge fassen. Die am Schluß meines Berichtes aufgeworfenen Fragen sind berechtigte Fragen an unsere Besucher. Jeder Besucher kann verlangen, an der Durchführung der großen künstlerischen Arbeiten des Theaters teilzunehmen: er hat Anspruch darauf, daß wir das Losungswort wahrmachen: das deutsche Theater dem deutschen Volk | Die Intendanz hat den Spielplan für 1934/35 beiter des Schießens, Herrn August K il b in g er. Bei Speis und Trank, durchwirkt mit Gesang und Humor, saßen die Jünger Hubert! am Abend in harmonischem Zusammenklang beisammen. schäftsleute in einem Gefamweirag uun hu^oj 9000 Mark Der Angeklagte, der 23 Jahre alt und toon vielfach vorbestraft ist, verschleuderte emen aroßen Teil der vereinnahmten Gelder m schlechter Gesellschaft, anstatt seine Gläubiger zu befriedigen. In Anbetracht dieser Umstände beantragte der Vertreter Der Anklage eine Gesamtzuchthausstrafe von einem Jahr drei Monaten und auf Grund des 8 421 StGB, das Verbot der Ausübung seines Gewerbebetriebes auf die Dauer von fünf Jahren. Das Gericht erkannte in Anbetracht dessen, daß der Angeklagte im wesentlichen geftanbig mar unb unter Berücksichtigung seiner Jugend auf zwei Jahre Drei Monate Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Außerdem wurde em Gewerbeausübungsoerbot auf die Dauer von fünf Jahren verhängt. berte bie Einwohner von Oppenrob unb Burkharbs-1; selben auf, Freiwillige Feuerwehren zu gründen. I Am Sonntagvormittag nahm die Wehr geschlossen am Kirchgang teil, an den sich 7nc,®.efaIIenen= Ehrung am Kriegerdenkmal anschlrß. unter Vorantritt des Spielmannszuges em Werb^ marsch durch bie Ortsstraßen statt an bem sich auch bie SA. unb bie SA.-Reserve beteiligten. Im Anschluß baran würbe ein großer Branbangrifs auf bas Rathaus am Anger unternommen bet bem die Wehr abermals ihre ausgezeichnete Schulung beweisen konnte. 14 Mitglieber der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Buseck konnten für löfahrige treue Dienste in ber Feuerwehr burch Auszeichnungen geehrt werben. Der Kreisleiter ber NS.-Hago, Pg. Schimmel, hielt eine Ansprache über bie Verhütung von Branbschäben. Wa Großen-Buseck, 25. Sept. Hier würbe dieser Taae bie O b st b a u m z a h l u n g vorgenommen. Es würben gezählt: 3078 tragfähige Aepfel- bäume, 1231 nicht tragfahrge:1191 tragfahige Birnbäume und 267 nicht tragfahige, 90 tragfahige Süßkirschen und 101 nicht tragfahige, 28 ©auer-- Ä unb 11 nicht tragfähige, 2846 tragfähige Ri aumen- unb Zwetschenbaume unb 406 nicht, kagfäbige, 73 tragsahige Mlrabellenbäume und 17 ni*t raasäbige, 53 Remeclaubenbaume und 18 ; nt% tr°Khig9° 2 SIpritofen-, 15 Pfirsich, und 104 : Walnußbäume. --Lollar 24. Sept. Im Rahmen ber F e u e r° t kch'utzwoche fanden hier verfchiedene Veranstal- , ungen ftatt. Mit einer gr°h°n Sch-uubung der Freiwilligen Feberwehr wurde die Werbewache am Montaa eröffnet. Am Dienstag veranstaltete bie Feuerwehr in Gemeinschaft mit ber Hitlerjugenb einen Werbemarsch burch ben Ort. Wegen der Vor- Ührüng bes Films ber RSD. .Mutter unb Kinb" wurde am Mittwochabend von -mer anderen Veranstaltung abgesehen. Em Fllmvortrag schloß sich am Donnerstagabend an, bei dem auch die Feuer- wehrkapelle mitwirkte. Nach einleitenden Worten des Bürgermeisters W a g n e r über den Zweck der Bcranstallungen wurden L'chibtlder g-z-ltzt d,e die Gefahren unvorsichtigen unb leichtfertigen Umgehens mit feuergefährlichen Stossen usw unb bie Bekämpfung von Bränben veranschaulichten. Den Abschluß ber Feuerschutzwoche bild/te bie Dorfuh- rung eines Branbangrisfes auf bie Schule, wobei ber Gebaute zugrunbe geleg: war baß hefe burd^ eine Fliegerbombe in Branb geraten ba bie Ortsfeuerwehr allein bes Brandes nicht Herr ge worben, bie Feuerwehr bes Vuderusfchen Eisenwerks zu Hilfe geeilt fei. Es wirkten bie Sanitats- mannfchaften ber SA. unb ber ^erk^euerwehr mit. Die Wirkung unb Bekämpfung verschiebener Arten von Branbbomben würben burch ben Feuerwehr- - ' ’ -*• einem Laufender Keiler: 1. Förster Btuck; 2. Oberst Kleinhans; 3. Hans Schrnall. Tontauben: 1. Fabrikant Allmendinger jun. (Grünberg); 2. Graf Schwerin sen.; 3. Kreisdirektor Michel. Kipphase: 1. Professor Jeß; 2. (Steuerober- mspektor Schäfer; 3. Gewerbelehrer R u st. Kugelmeister: Dr. van Bentheim. Schrotmeister: Steueroberinspektor Schäfer. Gesamtmeister: Professor I e 6- Die Ehrenscheibe schoß Gewerbelehrer Rust, den Wanderpreis der Sieger des Vorjahres Oberst Kleinhans. . Mit dem Schießen war em besonderes Forsterschießen verbunden, als Ausdruck des Dankes an die grüne Farbe für ihre Arbeit, bie sie für bie Jagb leistet burch treues Behüten unb Pflegen bes ^Es^wurben auf Rehbock unb Kipphase je fünf Schuß abgegeben unb bie Resultate zusammenge- zählt, die folgende Leistungsfolge ergaben: 1. Forster Brück; 2. Jagdaufseher Gern and; 3. Jagdaufseher R i n n ; 4. Forstwart Sch a f e r ; 5. Jagd ausseher Bonke; 6. Förster Former; 7. Jagdaufseher Geißler; 8. gorftmart Kullb ad). Die Ehrenscheibe schoß Jagbau.sther Geiß er Das Schießen war mit Ehrenpreisen ausgerüstet. Es erhielt jeder Schütze einen Ehrenpreis. Auf die Ehrenscheibe entfielen vier Geldpreise, die von Jagd- ausseher Geißler, Förster Bruck Forstwart S ch ä f e r und Förster Dornier errungen wurden. Anschließend fand bie Preisverteilung statt Hierbei würbe ben Stiftern der Ehrenpreise herzlicher Dank ausgesprochen, besgleichen bem Hauptbear- Dollar, 24. Sept. Am Sonntag war ber Seaelslieg erhörst Lollar zum erstenmal mit seinem Segelflugzeug zum Schulen ausgezogen - Schon in aller Frühe schleppten bie langen Leu e bie Maschine in ben Wiesengrunb bei ber Holzmuhle Lollar. Trotz bes morgenblichen Regens ließen sich bie Unentwegten nicht von ihren Flugversuchen ab- bringen. Mittags gingen bie U^bungsfluge unter lebhaftem Interesse ber Zuschauer aus ber-Um« gegenb weiter. Nur eine Kopflanbung^ bei ber ber Neuling bie Gewalt über bie ..^aschlne verloren hatte, war zu verzeichnen. Alle übrigen Starts und Lanbungen gingen gut vonstatten. Erst 3" ub licher Stunbe zogen bie Segelflieger nach Hause. V Mainzlar, 24. Sept. Unter starker Beteiligung fanb bie D e r st e i g e r u n g d e r ®e- meinbeäpf el statt. Dementsprechenb waren auch bie Preise burchweg hoch. Es kostete, je nad) Behang, ber Baum 3 bis 25 Mark. Da unsere Ge- meinbe in früheren Jahren hauptsächlich Wirtschafts- obft pflanze, ist unsere Gemeinbeverwaltung l.etzr in anerkennenswerter Weise bazu üb er gegangen, biese Bäume teilweise auf gutes haltbares xafelobft um- zupfropfen. Für Fallobst bezahlen auswärtige Händler burchschnittlich 4 Mark für ben Zentner, boch wirb auch viel in privaten Haushaltungen zu Apfelwein verkeltert. 8 Daubringen, 24. Sept. Es machte in ben Gemeinben bes Kirchspiels einen sehr guten Em- bruck, baß bie hiesige Freiwillige F e u e r - wehr nach Beenbigung ber F e u e r s ch u tz w o ch e geschlossen ben Gottesbienst in Kirchberg besuchte Der Geistliche nahm in ber Einleitung feiner Prebigt auf bie Veranstaltung Bezug. O Ruttershausen, 24. Sept. In ber oer« gangenen Woche hat bie hiesige Frauenschaft (Leiterin: Frau Gebharb) Obst von den emzel- Inen Familien eingesammelt unb an zwei Stellen Zwetschen- unb Birnenhonig gekocht. Daburch ist eine recht ansehnliche Gabe für bie NSV. geschaffen worben. Auch in bem benachbarten Stauf en ° berg hat, wie bekannt wirb, bie Frauenschaft Honig zu gemeinnützigen Zwecken gekocht. A l l e n b o r f a. d. L u m b a, 23. Sept. Heute hielt der hiesige Spar- unb Vorschu ß v e r- ein seine biesjährige Generalversa m m l u n g bei Mitglieb Gastwirt Bergen ab Erschienen waren 146 Mitglieder. Aufsichtsrats - Vorsitzender Landwirt Wilhelm Rein III. eröffnete unb leitete die Versammlung. Nach einigen einleitenden Wor- ten erstattete Rechner Döll ben Geschäftsbericht für 1933. Dckraus ging hervor, daß ber Mitglieder- ftanb am Ende des Berichtsjahres 311 war. Anschließend kam die Jahresrechnung und Bilanz durch Rechner Döll zum Vortrag. Hiernach betrug ber Gesamtjahresumsatz 3 230 636,46 Mark, die Bilanzsumme 505 814,66 Mk., die Spareinlagen 308 637,71 Mark. Rechnung unb Bilanz würben von Der Versammlung gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Don Dem 1228,76 Mark betragenden Reingewinn sollen 4 v. H. Dividende verteilt und der Rest Dem ReservefvnDs zugeschrleben werben. Die neuen Reichsgenossenschastsstatuten würben - : aenommen. Hiernach betragt bas Eintrittsgelb o Mk., der Geschäftsanteil 100 Mark unb die Haftsumme wie seither 1OOO Mark. Jeber Genosse kann bis zu zwei Anteile erwerben. Bei ben Ersatzwahlen wurde ; Bauunternehmer Joh. Jost B e n ner H. 3um ®or l ftanbs= unb Schuhmachermeister Wilh. R e n IU. 2JCUI|U)IUHU *r- 7” -T-. - v • r,, 3um Aufsichtsratsmitglieb gewählt. Die Areoiigrenze Bitte, mögen sie Abonnenten sein, obersich ber sowohl in Aktiva als auch m Passiva neu nhor xu UNS kam I cßrtaefekf. Als Sparwerber ist Lanbwirt Christ. A m e n b tätig. Wenn auch bie Nachwirkungen ber letzten wirtschaftlich schweren noch nicht ganz beseitigt sinb, so kann boch erfreulicherweise sistgestellt werben, baß bie Kasse allen ihren Verpflichtungen jeberzeit restlos nachkommen konnt^ unb besonbers auch, baß die Einlagen wesentlich M Steigen begriffen sind. Mit einem Sieg-Hell au . ben Öü^er, besten Wirken sich auch auf genossen schaftlichem Gebiete zum Wohle bes deutschen Vol kes fühlbar macht, würbe bie Tagung geschlossen. Hj Allenborfa. b. Lumba,24. Sept. Als Abschluß ber diesjährigen F e u erschutz woche veranstaltete bie hiesige Freiwillige Feuerwehr und Pflichtfeuerwehr nach einer gestern Vormittag ab gehaltenen Uebung eine Kundgebung. Zu diesem Zwecke fanb ein Umzug mit Musik burch die Stabt I statt. Nach Ankunft in ber Marktstraße hielt der erste Kommanbant, Heinrich Kehr H., eine t 3, kernige Ansprache, in ber er auf bie Bebeutung Des Tages unb bie Pflichten ber Wehr h/nwies MU einem Sieg-Heil auf ben Führer unb Schirmherr ber Wehr unb nach bem Gesang ie eines Verses Des Horft-Westel-Liebes unb bes Deutschlanb-Liedes würbe bie Kunbgebung geschlossen. Harbach, 24. Sept. Im Rahmen der Feuer- f ch u tz w 0 ch e fanb hier eine nächtliche Feuerwehr Übung statt. Als Ziel hatte man sich die Bekamp» fung9eines Dachstuhlbranbes im Hauserschen Anwesen gesetzt. Die Uebung war m allen ihren Ein- ^Ihesten ein voller Erfolg Beibe Pumpen arbell^ ten tabellos. Die Mannschaften bewiesen, baß sie sich unter ihrem Kommanbanten, Wilhelm Schmibt, beachtenswertes Wissen unb Können angeeignet 1 haben Nach ber Uebung hielt Lehrer Sohngen einen Vortrag über Feuerschutz, einem umfassen- ben Ueberblick kenn3eichnete er anschaulich bie ver schiebensten Branbursachen und ihre Verhütung und Bekämpfung. Sobann appeherte er an das soziaie Mitgefühl ber Dorfbewohner. Bei einem Sranbe gelte es nicht, ein schaurig-schönes Schaustiiel ^u er , leben unb bie Reugierbe 3u ^fnebtgen 6s et me * mehr Pflicht jebes Volksgenossen, burch tatkräftige, uneigennützige Mithilfe unersetzliches Menschenleben unb wertvolles Volksvermogen zu retten. y Großen-Linben, 24. Sept. Im Rahmen Der Feuerschutzwoche veranstaltete die hiesige Freiwillige Feuerwehr zusammen mit Der SA. M Sonntagmittag eine Kunbgebung. Geführt von dem Spielmannszug ber SA., bewegte sich ern stattlicher Zug burch bie Straßen der Stabt, m bem samt llche Geräte ber Feuerwehr mitgefuhrt wurden. Im Anschluß hieran fanb em Probealarm nut Branbangrifs unter Leitung bes ersten Komman bauten, Lanbwirt Wilhelm Velten, statt, be bem bie Wehr ihre Schlagfertigkeit unter Beweis stellte. Eine ansehnliche Zuschauermenge woyni bem interessanten Schauspiel bei. Als Braridstelle war die in unmittelbarer Nahe liegende Turm) angenommen worden. Darauf sprach Sturms d Willi Becker über die Fahrlässigkeiten, wodurcy die meisten Brände entstehen und großei Werte °e ' Dolksvermögens vernichtet wurden. d brachten Feuerwehr und SA. die Gerate iy^ Räume und verbrachten dann einige 91 Stunden zusammen in dem Saale des G i bem fortgesetzter Betrug in Tateinheit mit lewerer Urkunbenfäljchung zur ^5st gelegt wur e, eine Schweinehanblung. Schon im Jahre 19ö2 le stete er ben Offenbarungseib. Trotzdem oelrie sein Geschäft in großem Umfange weiter. Jedoch tCunä*f?e"t^rrte^ufrtä8®lnfiIr S^euieferunten ff N N daraus entstehenden Berpflichtun- äen nach Aussage der Zeugen, entgegen den im Schweinehandel bestehenden Gepslogenh-lten un- Hat der Theaterbesucher ein Recht aus Kritik? Worte zum Spielzeitbeginn. ♦♦ Sitzung des P r o v i n z i a l a u s s ch u s- । e s. Arn nächsten Freitag, 28. September, 8.30 llhr findet im Sitzungssaal des Regierungsgebau- des'zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mll fol gender Tagesordnung: 1. Antrag des Karl Schott in Grünberg auf Erteilung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein in Nieder-Ohmen; hier. Klane aegen den Bescheid des Kreisamtes Alsfeld kam 13° Marz 1934. - 2. Klage der Erna B°Y°r in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heran ziehung" zu 9ben Müllabfuhrgebühren 1934 für das Grundstück Horst-Wessel-Wall 56. — 3. Klage des Heinrich Müller in Heimertshausen gegen die Entscheidung des Kreisamts Alsfeld vom 13. Ium 1934 wegen Versagen der Erlaubnis zürn Betrieb einer Gastwirtschaft. — 4. Klage der Elise F r i tz e n in Büdingen gegen bie Entscheibung bes Kreisamts Bübingen von 29. März 1934 wegen Versagung ber Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtscha t "Die Dienftftunben ber st a b 11 sch en Behörben werben mit Wirkung vom 1. Oktober ........... ab neu festgesetzt, unb zwar werktags auf Die Zeit ieIbemu^t darauf eingestellt, von 8 bis 12.30 W unb oon.14 bis 18 W, o literarischen Fachprogramm zu einem Samstags von 8 bis 13 auten nationalsozialistischen Gesamtprogramm ■ »iue, - n •. sind von 8 bis 12 Uhr. Man beachte die heutig- guten na I J i Bedingung: „Deutschen Buhne" emgliedern, oder zri uns iom j&wsuÄ w" - * theater-Abonnements betrifft eine Bekanntmachung ber Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigen- A&vi AM teil. Interessenten seien besonbers barauf hm- f Cll* Kleine Lumpen, Kehrrichtab fälle usw. in bie Str aßenk anale. Das städtische Landkreis Gießen. fomprfammlunQen. Kreishandwerksführer I gefährlichen Wirkung dieser Kampfmittel im Ernst Stüh l er veröffentlicht in unserem heutigen An- falle machen konnten. Nachdem Ortsgruppenlett Sigenteil ^ine »efannf’maS.ung ber Kreishandwer- Dr. ch aas vom DLB. den B-siich-rn feine Be- ferlchaft für Den Kreis Gießen, in der die Termine friedigung über das bewiesene 3^1^ zum Au ür b?e tonftitukmben Versammlungen ber Hanb- bruck gebracht hatte, sprach sri'edb^erger'cheVbVmark' Die Reichsbäh^ ^euerMiuÄ^ sänd°am Sanntagnach- qibt zu dem oom 6. bis 10. Oktober in Friedberg mittag ein Umzug der Feuerwehr unter ^an- ftattsindenden cherbstmarkt von allen Stationen der tritt eines Trommlerkorps statt. - Aus Anregung Strecken Frankfurt a. M.—Gießen, Wetzlar—Gießen, der Frauenschaftsfuhrerm, Frau Sar g ' überließ Burg- unb Nieber-Gemünden—Gießen, Mucke— die Gemeinbe ber Frauenschaft bie Ernte von Friedberg, Schotten—Beienheim—Friedberg, Geln- mehreren Birnbäumen zur Ver w e r tu ng für Hausen—Gießen Sonntagsrückfahrkarten aus. bie NSV. Nachbem bie Fruchte burch Arbeitslose ** DieAußerkurssetzung ber 3 - Mark - unb Schulkinber abgeerntet waren, würben sie von u n b 3 - R e i ch s m a r k - S t ü ck e. Am 30. Septem- der hiesigen Frauenschaft zu Mus verkocht Die erber verlieren alle seit bem Jahre 1924 geprägten forberlichen Räumlichkeiten unb Gerate stellte Gast- Z-Marr- unb 3-Reichsmark-Stücke ihre Eigenschaft wirt Dö pp unentgeltlich zur Verfügung. Es konn- als gesetzliches Zahlungsmittel. Vom 1. Oktober ab ten sechs große Eimer mit Birnenmus abgeliefert werben bie Münzen nur noch von ben Reichs- unb I werben. Als nächste Aufgabe ist mit ber Herstellung Lanbeskassen in Zahlung genommen, ober umge- von Dörrobst für bie NSV. begonnen worden, lauscht. Vom 1. Januar 1935 hört die Einlösungs- Alte n-Bus eck, 24. Sept. Der Krieger- pflicht vollkommen auf. Die Münzen haben dann und Schütz en verein Alten-Buseck be- nur noch ihren Metallwert. Die zur Erinnerung an endete gestern sein Preisschießen. Die acht besondere Begebenheiten geprägten 3-Reichsmark- heften Schützen, Die mit Preisen bedacht wurden, Stücke sind von der Außerkurssetzung nicht ausge-I siud folgende: 1. Pfarrer Naumann, 35 Ringe; nonimen. 2. Gastwirt Wilh. Ruhl, 32 Ringe; 3. Wilhelm Große Strafkammer Gießen. 31 Ringe; 5. Heinrich Fink, 31 Ringe; 6. Heinrich Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte Weimer, 30 Ringe; 7. August Weimer, 29 die Kammer gegen den Johann ®r ö n ingerjius Ringe; 8. Philipp Ruhl, Trohe, 29 Ringe. Die Beteiligung war gut. wg. Großen-Buseck, 24. Sept. Die Feue r- schutzwoche brachte auch in unserer Gemeinde verschiedene Veranstaltungen. Die Freiwillige Feuerwehr forderte im Sprechchor dazu auf, vorsichtig mit Feuer und Licht umzugehen. Am Donnerstagabend fanb eine Nachtübung statt, bei ber bie Wehr mit sämtlichen Geräten zum Hofgut Esau rückte, wo nach ber Annahme bie große Scheune burch bie Dreschmaschine in Branb geraten war. Der Branbangrifs stellte bie Schlagfertigkeit ber Wehr klar unter Beweis. Am Samstagabenb fuhr Die Wehr nach Oppenrob unb Burkharbs- selben, um bort Branbangriffe zu bemonstrie- ren. Nach Beenbigung ber Hebungen sprach Förster Dörmer - Großen-Buseck jeweils über die Bedeutung der Feuerschutzwoche. Der 1. Komman-, Feuerlchutzwocye lyren oroea erreiaji yuu... baut der Busetzer Wehr, W. Harbach IIL, for-1Auch in der Schule waren im Lause der Woche Junge deutsche Nation. Lebenserziehuug! Körperertüchtigung einzelnen Mädeln nnere Haltung bei den stand im Dorder- um des eigenen Bewußtes Erleben Buben lieben den Sturm, uns vorwärts. Nur nicht Papier ab und legen sie in den Marken! Bald löst sich es ist so, daß jedes dieser Teilchen zum andern gehört. Keins bedeutet für sich selber etwas. Da ist eine Fahrt, oder ein Zeltlager, ein Jungenschafts- abend, eine Rauferei, oder eine Feier; lauter Einzelteile, die miteinander verbunden und zusammengefügt sind. Das Bild ist noch nicht vollendet. Immer wieder bringt ein neues Erlebnis unsere Be- Wert. Ja werdet ihr erstaunt fragen, können denn solche abgestempelten Dinger auch einen Wert haben. Ganz gewiß! Jede Marke hat einen be- stimmten Wert. Die eine kostet wenig, die andere Reichsjugendführung einberufenen Kursen teilgenommen hatten, die Richtlinien weiter, so daß in verhältnismäßig kurzer Zeit der gesamte Sport im BdM. eine klare und einheitliche Ausrichtung erhielt. Immer stärker wurde zu Beginn der Sommerarbeit 1934 das Ziel, das von Anfang an die BdM.-Sportarbeit beherrschte, herausgestellt: Auch das letzte BdM.-Mädel, ganz gleich ob in der Stadt ober auf dem Lande, durch die gleiche ziel- bewußte körperliche Ertüchtigung zu erfassen. Wenn jetzt am Ausgang des Sommers Meldungen aus den einzelnen Obergauen vorliegen, wonach nunmehr tatsächlich 90 bis 95 v. H. aller Mädel sich ständig einer körperlichen Ertüchtigung unterziehen, so klingt das einfach und selbstverständlich. Nur wenige Außenstehende wissen, welche Schwierigkeiten im Laufe des letzten halben Jahres überwunden werden mußten. An einige Tatsachen sei intensive Kleinarbeit die Vorbedingung geschaffen, daß auch die letzte Einheit zum Gelingen dieser ersten gemeinsamen deutschen Mädelkundgebung bei» an der Sammlung, wenn du siehst, was wir alles aus diesen kleinen Marken lernen können? Ja, was machen wir nun weiter? Steckt euch alle eure Marken nun in einen Zigarrenkasten und... wartet, bis ich euch weiter erzähle. geisterung hervor. Denkt doch einmal der Abende draußen! Der Tag in seiner Dielgestaltheit geht hin. Wir liegen auf einer Anhöhe. Lange betrachten wir die Wandlun- gen, die sich am Horizont vollziehen. Die Wolken formen sich zu Fabeltieren. Jeder von uns steht neue Dinge. Hauchdünne Farben legen sich über die Wolkenspiele. Die Sonne gibt eine glänzende Schau! Da sind dicke Wolken, die mit einem hellen Rand umgeben sind, der so aussieht, als ober selbst strahlen würde Aus den andeutenden Farben wurden satte, glutrote Brände. Die Sonne ist uns schon lange Das ist unser Denken! So laßt es das Neue, es erwacht, wächst Und zieht. Einst und jetzt auf rasenden Schwingen Und hell wird das neue, das Bubenlied Weit über die Lande klingen: Wir sind die schwarze, die eiserne Schar, Wenn Zeiten vergehen, wir verändern uns nicht. Wir bleiben die Mauer, an der alles zerbricht. Das Dunkel der Nacht war gewichen. Hell und leuchtend steigt im Osten die Sonne empor. Ans Schlafen hatte keiner gedacht. folgt. I Im Anschluß daran gaben in zahlreichen Lehr- Den Halben! Wir haben uns diesseits am Damm heimisch ein Lager gerichtet. Drüben und hinter den Wogen zagen die Halben. Wenn sich der Wolkenwall lichtet, sehn wir sie leicht umrissen. Aber wir wissen, daß sie einst mit uns zogen. Laßt uns Brände stellen, ihre Irrung zu hellen! W. Pommerening. Das Ziel der Leibesübung im BdM. Von Inge prölß, Sporiwariin in der Reichsjugendführung. beiten ohne Geräte und Sportplätze waren. Durch zielbewußte Arbeit ermöglichte es aber die Reichsjugendführunß, allmonatlich Lehrpläne herauszugeben, die, völlig unabhängig von Plätzen und Geräten, auch von der kleinsten Madel- gruppe an den allwöchentlichen Sportnachmittagen und --abenden durchgeführt werden konnten. Durch weitere Sportlehrgänge, durch planmäßig einsetzende Wochenendfchulungen und vor allem durch gründliche mehrwöchige Sportkurse in den 35 Führerinnenschulen des BdM. konnten auch die Sportwartinnen der kleinen Gliederungen geschult werden. Als nunmehr vor kurzem tm August die Anordnungen für die BdM.-Sportveranstaltung herausgegeben wurden, war durch die bisherige Wir alle kennen die Bilder, aber wir beachten sie so selten, wir würdigen sie wenig als Teile, die ein Großes ausmachen. Nur dann, wenn sie vorüber sind, befällt es uns und wir fpüren, daß wir etwas übergangen haben. Wenn es uns doch zu jeder Stunde erst einmal bewußt wäre, daß sich in uns jenes große erhabene Bild unserer eigenen neuen Jugend bildet mit all diesen kleinen, oft fo unscheinbaren Erlebnissen. XYZ. Marke. Jetzt angeln wir sie — aus Achtet aber dabei, daß die Marke nicht zu sehr unter Wasser taucht! Nun legen wir die Marke auf ein sauberes Löschpapier und lassen sie trocknen. Saubere Marken haben wir jetzt, die können wir auch verwenden. Aber auch nur dann, wenn sie vollständig unbeschädigt sind. Eingerissene Marken werfen wir lieber gleich weg, die haben doch keinen Gefahren, rennen wir hoiaho, ahoi!" T^utzige louDeri neuen uen wuiui, lieben das Rasen und Toben. Unser wildes und unruhiges Blut treibt ~ " ruhig und gleichgültig werden und suchen den den Lippen unseres lesenden Kameraden. Er liest gut. Ueber die Nacht ruhen wir in unseren Zelten. Morgens sind wir die ersten Badegäste. Unsere Füße sind taunaß, wenn wir das Bad erreicht haben. Das Wasser ist schon recht frisch in diesem September, obwohl die Tage noch so lagerwarm sind. Wir schnellen in die Flut, tauchen und bellen wie Seehunde. Und dann geht es frisch in einen neuen Tag. Wir. Wir tragen das Feuer in reiner Hand und heiligen Willen durch deutsches Land. Wir tragen den Glauben in dieser Glut an Freiheit und Ehre, an deutsches Blut. Wir tragen die Fahne, wir tragen die Kraft, die aus der Not uns Wege schafft. Wir sind das Hoffen, das Wagen, die Tat: Wir tragen den Sieg der jungen Saat. Irmgard S t o f f e r s. Was treiben wir im Winter? Don Willi Hanke, Gießrn. Diel ist somit bereits in dem einen BdM.-Sport- jahr geschafft worden; weit mehr aber noch muß in den kommenden Jahren durch die Ertüchtigungsarbeit im BdM. erreicht werden. Wir kennen das Ziel: Durch die klaren und einfachen, aber dennoch harten Linien unseres Sportes, unserer körperlichen Erziehungsarbeit sollen frische, aufrechte und willensstarke Menschen geformt werden, die ein Leben hindurch uneigennützig und treu ihrem Volke zu dienen wissen. Nia und der Pimpf. Unser Zeltlager hat oft Besuch bekommen. Aber die lustigsten Gäste waren doch die Pimpfe. Alle Achtung! Wie viele Lieder und Spiele die kannten! Erklärte also zum Beispiel der eine, er müßte sich jetzt die schönste „junge Dame" zu einem ganz besonders interessanten Spiel aussuchen! Ria, unsere Lagerführerin, war das Opfer! Der Pimpf bat sehr höflich, sie möge doch zu ihm in den Kreis der Zuhörer treten. Dort begann er ihr mit furchtbar viel Worten und wilden Gesten klarzumachen, daß sie sich in Afrika befänden, und zwar ständen sie gerade vor einem afrikanischen See. — Ria gab sich alle erdenkliche Mühe, diesen Phantasiegebilden zu folgen und nickte eifrig. Der Pimpf erklärte also seine Geschichte weiter: An diesen See kommt ein ganz kleines Kamel, um zu trinken; doch ehe es noch seinen Durst stillen kann, kommt ein ganz großes Kamel, und das kleine Kamel läuft aus lauter Angst vor dem großen Kamel trnoon — und da stand auch unsere Ria plötzlich allein im Kreise der lachenden Zuschauer! — Das kleine Kamel war fortgelaufen. Nachtfahrt. Es ist ein Blut, das die Jungen Aur Tat treibt. Sie erfüllen ihre Pläne, als seien es heilige Pflichten. Und darum werden auch unsere Pläne zu Taten. Wir sind stolz auf sie, und sie geben uns den Boden für unsre Kämpfe ... nahe sind. Dann sprüht ein Brand in das dürre Reisig und zündet die Balken zu einem Feuer, das wieder für eine Nacht währt. Hoch hinauf schlägt die Lohe der sprühenden Garben. Es ist, als ob wir neue Sterne streuen wollten am überbesäten Himmel. Ein Lied bricht vor, hoch und tief zugleich, ungetrübte Knaben- und halb gebrochene Jünglingsstimmen men= qen sich. — Wir sind nie so gesammelt wie am Feuer. Wir reißen ungeduldig Wort für Wort von bewirkt hat. Nicht das Ich der einzelnen , gründ dieser Arbeit, sondern stets das Wir, die Gemeinschaft. Nicht um des eigenen Körpers, nicht um des Wettkampfes willen wurde hartnäckig und selbstlos bis hinab zur kleinsten Gruppe geschafft, sondern einzig und allein, um an der Wiedergesundung des deutschen Volkes tatkräf- Im Herbst vorigen Jahres etwa wurden die ersten Vorbereitungen für eine umfassende körperliche Ertüchtigungsarbeit im BdM. getroffen und eine Reichssportwartin eingesetzt, der diese wichtige Erziehungsarbeit unterstellt wurde. Binnen kurzem war die sportliche Organisation in den größeren Einheiten durchgeführt. Nun erfolgte eine intensive sportliche Schulungsarbeit. In großen richtunggebenden Lehrgängen wurden die neueingesetzten Gauverbands- undOber- gausportwartinnen — Fachkräfte, die größtenteils aus dem BdM. hervorgegangen waren — zusammengefaßt, um unter Leitung der Reichssportwartin, Liselotte Rupp, draußen im deutschen Stadion der Hochschule für Leibesübungen für die Arbeit in den einzelnen Gliederungen des BdM. geschult zu werden. Unter dem Blickpunkt, daß die nationalsozialistische Haltung des deutschen Menschen auch zwangsläufig eine neue Ausrichtung in der gesamten sportlichen Arbeit erfordere, standen diese Lehrgänge. Nicht die Einzel- und Höchstleistung wurde angestrebt, sondern ganz bewußt wurde eine Erziehungsarbeit auf breiter Basis ver- werden. Sieger wollen wir ----- . , Kampf. Denn ohne Kampf kein Sieg. Menschenpflicht ist nicht Ruhe, Kampf ist sie, Kampf in Ewigkeit. Und das wissen alle wichtigen Buben und bedauern die Landstraßenwanderer. Nun sind wir am Ziel. Bald steht die Kothe, und zwanzig verwegene Burschen hocken um das auflodernde Feuer. Karli, unser Fähnleinsführer, spricht von Deutschlands heiliger Revolution und von unserem großen Führer. Scharf und hart sind seine Worte, als er an uns und unserer Arbeit Kritik übt. Aber er zeigt uns neue Wege, gibt uns Richtlinien für die kommenden Monate. Hell blitzen die Augen der Buben, und alle sind sie wild, die hier im Kreise sitzen, sich der großen Aufgabe be- mußt, die ihrer wartet und zu der sie berufen sind. tig mitzuarbeiten. Um den Mädeln in dieser Arbeit ein Ziel zu etzen, stiftete der Reichsjugendführer das B d M.- Lei st ungsabzeichen. Nicht die großen Könner auf bestimmten Sondergebieten werden es erringen, sondern lediglich die Mädel, die in den verschiedenen Arten der Leibesübungen eine gute Durchschnittsleistung aufweisen, daneben aber erfahren sind in Wanderkunde, Kartenlesen und Sanitätsdienst. Daß ihre weltanschauliche Haltung eine bedingungslos nationalsozialistische sein muß, ist selbstverständlich. mehr, und manche davon sind sogar recht kostbar. Und das schönste dabei ist, daß der Wert der Marken mit jedem Jahr zunimmt. Aber das soll ja nicht der Anlaß fern, weshalb wir Briefmarken sammeln wollen. Also zunächst verkürzen wir uns die langen Winterabende dadurch. Aber nebenbei können wir beim Sammeln noch etwas lernen. Zunächst müssen mir mal wissen, wo die einzelnen Marken alle her sind. Kun ja, das steht ja meistens darauf. Wenn ihr em bißchen Phantasie habt, bekommt ihr das schnell heraus Und wenn ihr es mit dem besten Willen nicht erraten könnt, dann schickt die Marke an euren „Gießener Anzeiger" ein. Ich sage euch dann gerne, aus welchem Lande die Marke stammt. Auf diese Weise lernen wir eine ganze Menge von Staaten kennen. Wißt ihr denn nun wo die Staaten alle liegen? Schlagen wir also mal unseren Atlas auf, da wird sich schon das Ländchen finden das die geheimnisvolle Marke hergestellt hat. N ein bißchen Geduld und die Augen aufgemacht, dann ist das schon nicht so schwer zu finden. Wenn dann der Lehrer mal in der Schule fragt, wo Peru oder Urugay liegt, dann können mir mit Stolz antworten: In Südamerika, Herr Lehrer! Mehr noch wollen wir aus den Marken lernen. Zunächst stehen also zahlen auf den Marken Kleine Zahlen, große Zahlen und neben diesen Zahlen sind meist noch Buchstaben. Sie geben uns den Wert an, den eine Marke gehabt hat. Df^Mand haben wir demnach 6, 12 usw. Pfennig, in Oester reich Groschen, in Schweden Oere. Fast leder Staat hat eine andere Währung. Ist das nicht schon leh - re’yjf vielen Marken haben wir noch schöne bunte Bilder. Mein JunZe, aus diesen kannst du noch am w. and-r-n Staaten haben natürlich andere Köpse? Da kannst du sehen wte d.e ame^amschen Sfnntsmänner und Generale aussahen, weiter ^v- « Sä -:a..,» w>- da« Jungvolk °e>m w» , lieber Leser! Vn°^X nun?^ ®atte haben, auf der • au sehen ist, dann raten mir doch befUmmt gleich auf Aegypten! Hast du nun Spaß Meine beste Freundin. Meine beste Freundin ist eine kleine bunte Mundharmonika. In der großen Stadt München habe ich sie mir erstanden. — Es war an einem Abend. Ich bummelte die große Straße hinunter, die vom Bahnhof zum Rathaus führt. An einem Musikgeschäft blieb ich stehen. Da waren Geigen mit geschwungenen, zierlichen Formen, und Trompeten, die im Laternenlicht glänzten und funkelten. An den Wänden hingen Gitarren mit bunten Bändern und ganz unten, in einer Ecke des Schaufensters, lag eine kleine bunte Mundharmonika. Ich malte mir aus, wie schön es fein würde, wenn ich sie besäße. Traumverloren stand ich da. Die Menschen warfen einen scheuen Blick auf die wunderlichen Formen der Instrumente und hasteten vorbei. Schließlich gab ich mir einen Ruck und ging weiter. Zu dumm, das mit der Mundharmonika! — Aber es zog mich immer wieder in ihre Nähe, und endlich fing ich an zu rechnen: 1,80 kostet sie, dann habe ich noch 8,20 übrig, also wird sie gekauft. Denn 8,20 ist viel Geld. Ich ging also hinein und verlangte eine Mundharmonika. Ein alter Mann mit einem rosigen gutmütigen Gesicht bediente mich: „Q-Dur oder L-Dur? Ich tippte auf die erste und legte ihm die 1,80 hin. Er packte sie mir fürsorglich in buntes Seidenpapier ein. Ich tat sie strahlend in meine Tasche und ging auf die Straße. Zaghaft klang das erste Lied empor. So bekam ich sie, und überallhin begleitete sie mich. Auf dem Marsch, im Quartier und auf dem Heiemabend. Im Heu habe ich sie verloren, ins Wasser ist sie mir gefallen, einmal war sie ver- schwunden, und ich hatte sie schon aufgegeben, da fand ich sie wieder in meinem Affen. Inzwischen ist sie alt geworden und verbeult, und der bunte Lack ist auch abgegangen. Aber wenn ich sie hervorhole und darauf spiele, dann lächeln die Menschen, dann verschwindet der Griesgram und der Aerger, und sie freuen sich über mich und meine treue luftige Freundin. Hannsferdi Döbler. tragen kann. Am 23. September konnte die BdM.-Sportveranstaltung im ganzen Reich, nach einheitlichem Programm gauweise durchgeführt, zeigen, daß die kör- perliche Ertüchtigung nicht nur eine ganz bestimmte äußere Disziplin innerhalb des BdM., sondern darüber hinaus auch eine ganz bestimmte müssen uns so zufrieden geben. Der eine Pott wird bis zum Rand mit Wasser gefüllt und vorsichtig streben wir der Jugendherberge zu. Obwohl Hebby mir nur bis zur Schulter reicht, verschütten wir fast gar nichts. Bald sind wir angelangt, und nun geht in den „Kahn". Es herrschen gedrückte Verhältnisse, da wir uns einschränken müssen. Hebby pennt in meiner Nähe und wir sägen gemeinsam an einem recht dicken Ast. Unter dieser Ueberschrift will ich euch, deutsche Jungen, einige Anregungen geben, wie ihr die langen Winterabende verkürzen könnt. Ost sitzt ihr drinnen in der Stube, hübsch behaglich beim warmen Ofen, wenn es draußen regnet oder schneit, wenn ihr keinen Scharabend oder keine Jungen- fchaftsstunde habt. Ist euch dann nicht schon Langeweile gekommen? Habt ihr bann nicht schon zum soundsovielten Male das gleiche Buch gelesen, immer nur aus Langeweile? , . .. .. $abt ihr schon einmal auf Briefmarken geachtet? Habt ihr noch niemals Interesse daran gehabt, solche bunten kleinen Dinger zu sammeln? Heute wollen wir einmal versuchen, eine kleine Sammlung anzulegen. Sucht also gleich mal zu Hause alle Briefumschläge zusammen! Die Marken machen wir fein säuberlich ab. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Die Briefmarken sind doch keine Blechmarken, sondern nur aus dünnem Papier! Vorsichtig schneiden wir also die Marken mit dem Papier ab und legen sie in eine Schale mit warmem Wasser, aber Vorsicht, heißes Wasser schadet ~~ * ' ........ "' bas Papier von der aus dem Wasser her- Spüldienst. „Wer meldet sich zum Spüldienst?" ruft unser Führer. Hebby tritt vor. Schon stehe ich neben ihm. Das Spülen gehört mit zu den „angenehmsten" Beschäftigungen auf Fahrt, aber welcher echte Junge würde sich drücken. Bei uns herrscht ein eigener neuer Geist, der sich gerade in freiwilligem Dienst an der Gemeinschaft offenbart. Wir bekommen beide Pötte, in denen noch die Reste der Abendkocherei kleben, und trollen uns. Kühl streicht der laue Nachtwind um unsre nackten Knie. Doch das ist uns gerade recht nach dem langen Tagesmarsch durch Die glühende Sonne. Der Mond sendet sein fahles Licht in die stillen Gassen des Städtchens. Der sternbesäte Himmel wölbt sich weit über uns und stößt am Horizont auf das Dunkel der Waldberge. Wir bleiben stehen und blicken hinüber zum großen Bären. Im bekannten Abstand davon weist uns der Polarstern die Nordrichtung. Und dort im Süden grüßt der Orion. Er erinnert uns mit seinem Schwert an: Blut und Ehre. Sinnend schweifen unsere Augen von Stern zu Stern, und wir ahnen etwas von der Größe und Weite des Weltalls. Unwillkürlich denken wir an das Schicksal unseres Volkes, unserer Heimat, an unseren großen Führer. Aber vom Träumen werden unsere Pötte nicht sauber. Wir haben Turnschuhe an, und im Laufschritt geht es zum Brunnen. Aus einem gußeisernen Rohr rinnt ständig Das klare, eiskalte Naß in den darunter stehenden Eisentrog. Eifrigst machen mir uns an die Arbeit. Nach langen vergeblichen Mühen stellen wir fest, daß Wasser allem nicht genügt Die Spuren der „ä la geröstetgedampften Kartoffeln, wie sie unser Führer „poetisch" bezeichnete, wollen nicht weichen. Ich hole rasch aus der benachbarten ungepflasterten Ecke einige Hande Erde Es weiß es ja niemand, und auf Fahrt mutz man findig sein. Hebby meint: „Wenn das Mutter erführe Sie würde die Hände über den Kopf zu- sammenschlagen!" Einige Kameraden kommen zu uns an den Brunnen, verschwinden aber bald, ohne etwas zu merken. Endlich, nach ausdauerndem Reiben, sind nur noch verschiedene Fettflecke auf dem Boden geblieben. Sie halten stand, und wir Lied der Jungen. Auf wildumbraustem Berge Diel Jungvolkjungen sind, Die schwarze Fahne flattert Im kalten Abendwind. Die Jungen stehen schweigend, Die Hand zur Faust geballt; Kein '--lc'isch stört diese Stille, Der leere Worte lallt. Ihr Mund ist fest geschlossen, Ihr Blick geht himmelwärts; So steht sie da, die Jugend, Aus reinem deutschem Erz. Da, seht sie stehn, ihr Alten, Ihr Spötter, ach, so klug, Die ihr euch rühmt der Schlauheit In Worten nicht genug; Ja. ihr, die ihr in Reden Und Politik so weis', In euern Herzen brennet Der Glaube nicht so heiß. Doch aus der Jungen Augen, Da lodert Leidenschaft, Aus ihren Augen leuchtet Des jungen Deutschlands Kraft. — Sie stehen lange schweigend Und wenden sich dann um; Sie gehen wieder heimwärts, Sie gehen stark und stumm. Doch plötzlich bricht ein Singen Aus ihren Rechn hervor, Es braust empor gewaltig Ein fester, starker Chor: Wir marschieren für Hitler Durch Nacht und durch Not Mit der Fahne der Jugend Für Freiheit und Brot. — idur — Heute also steigt die langersehnte Nachtfahrt. Tagelang schon eine Affenhitze, auch heute noch, nun hängt aber der Himmel voller trüber Wolken. Ein Unwetter scheint aufzukommen. Gerade das richtige Wetter für wichtige Buben. 18 Uhr. Alle sind pünktlich da. Los geht's per Rad in Zweier- Reihen durch die ganze Stadt. Endlich sind wir draußen, und nun in brausender Fahrt rein in die Heide. 32 Kilometer sind noch zurückzulegen. Unser Ziel soll der Saupark im Deister sein. Wetterleuchten am Horizont. Wild jauchzen die Buben auf, Penne und alles andere wird vergessen, allein wollen wir mal wieder sein, nur für eine Nacht. Wir Buben lieben es, zu leben wie das Wild, Nicht umsonst nennen wir uns stolz die Wikinger. Und diese Nacht sollte ein Sieg für uns und unser Fähn- lein werden. Da plötzlich blitzt ein Scheinwerfer vor uns auf, halten, absitzen, Kontrolle durch Feldpolizei. Einige mußten dran glauben. (Aber dreie haben sie doch nicht bekommen. Drei blinde Passagiere fuhren auf einem Lastwagen vorbei.) Um uns nun stockfinstere Nacht. Grelle Blitze durchzucken den Aether. Die ersten schweren Tropfen klatschen auf uns herunter. Wir treten fester in die Pedale, und zwanzig Buben brüllen unser altes Kampflied hinaus in die tobende Nacht „Auf, marsch, marsch, durch Mühen und c ~J** und kennen fein Behagen, Das Bild, das wir von der neuen Jugend in folgt. . M uns tragen, ist nicht durch ein einmaliges, großes „Im Anschluß daran gaben ^.^hlreichen Leh- Erlebnis geworden, sondern es setzt sich aus vielen gangen der Gaunerbande und Obergaue des BdM. Teilchen zusammen, wie bei einem Mosaikbild. Aber die Sportwartmnen, bie m Berlin °n den von der «Lcuincn öu|umui6i, ____impnhhihrima emberufenen Kursen teil« & me^7fi(Stbar !Der »Dfle^Sber0 Hinte/ uns ver-,kurz erinnert: So hatte sich bislang ber weitaus strikt im Diolettblau der nähen Nacht. Gleich nach größte Teil der Madel — die Landmadel — kaum Sonnenuntergang wird es oben beim Lager kühl, sportlich betätigt. Hinzu kam, daß die meisten Em- Wir sind stumm geworden. Einer spielt Mundhar- —- - — « - — ♦ - n n r t n l a h p monika. Es ist in uns das Gefühl großer Dankbar- feit, weil wir aus der Stadt und dem Alltagstreiben herausgenommen sind und draußen in der Zeltstadt der Natur in ihrem frühen Herbst ganz unmittelbar voll il euer- zurückschauen. * Lich, 24. Sept. An den letzten Tagen der vergangenen Woche konnte man auf den Straßen außerhalb unserer Stadt fröhliches Leben und,---------u <, , . ; Treiben beobachten. Der gute Behang der zahl- und der Sanitätskolonne mit anschlieheni Kreis Friedberg. * Butzbach, 25. Sept. Bei Bamag-Meguin verunglückte heute der 28jährige Arbeiter Willi N e b e- l i n g aus Lützellinden an der Transmission und mußte mit inneren Verletzungen durch die hiesige Sanitätskolonne nach Gießen in die Klinik gebracht werden. Kreis Büdingen. tz. Nidda, 24. Sept. Zum Abschluß der Feuerschutzwoche fand gestern vormittag gemeinsamer Kirchgang der hiesigen Feuerwehr mit anschließen- derTotenehrung der Gefallenen der Wehr im Weltkrieg am Johanniterturm statt. Nach einem Werbeumzug um 13.30 Uhr durch die Stadt, woran sich auf dem Marktplatz einige Ordnungsübungen und die Flaggenhissung anschlossen, wurde kurz vor 16 Uhr die gesamte Feuerwehr alarmiert. In der Annahme, daß es im Bahnhof und im Dampfsägewerk der Firma I. Himmelsbach zu gleicher Zeit brenne, lenenehrung an der Gedenktafel der Freiwilligen Feuerwehr für die im Weltkriege Gefallenen. Stlfts- dechant Kahn gedachte in schlichten Worten des Opferaeistes und der Opferbereitschaft der Helden. -- L i ch, 24. Sept. Unter Führung von Pfarrer D r a u d t unternahmen die Fraüenvereine von Lich und Nieder-Bessingen, etwa 70 Personen einen Ausflug nach Bad-Nauheim. Jport stellte das Städtische Verkehrsamt einen sachkundigen Führer. Die Badeanlagen und der Johannisberg wurden besichtigt und schließlich noch der Gewerbeausstellung in der Trinkkuranlage em Besuch abgestattet. r _ . . Eberstadt, 24. Sept. Dieser Tage fand hier aus Anlaß der Feuerschutzwoche eine öffentliche Versammlung statt, die der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, A. F e l s i n g eröffnete. Bürgermeister G ö r l a ch wies in einer Ansprache aus die Pflichten des Feuerwehrmannes hm, wie sie sich aus dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ergeben. Ferner sprach er über Brandschäden und Brandverhütung und umriß die Ziele der NS.-Volkswohlfahrt, die sich in den Dienst der Schadensverhütung gestellt habe. Lehrer L e i st von Münzenberg sprach dann über den Luftschutz. In aufschlußreichen Ausführungen kennzeichnete er die hohe Bedeutung dieser Organisation für Volk und Vaterland. Eine Liste gab den Versammlungsteilnehmern Gelegenheit, sich als Interessenten für den Luftschutz einzutragen. Am Sonntag wurden noch eine größere Hebung im Geräteexerzieren und ein Brandangriff durchgeführt. Angenommen war, daß eine Scheune in der Adolf-Hitler-Straße in Flammen stehe. Bereits zwei Minuten nach dem Alarm konnte die Feuerwehr aus dem nächsten Hydranten Wasser geben, nach fünf Minuten konnte auch das Wasser aus dem Brandweiher zur Feuerbekämpfung herangezogen werden. Die Wehr bewies eindrucks- ihre Schlagfertigkeit. mußte die Wehr geteilt werden, daß sie in Verbin» düng mit Bahnschutz einerseits und Werksfeuerwehs anderseits die beiden Feuer mit Erfolg bekämpfen könne. Da auf dem Bahnhof, fast der höchsten Stelle von Nidda, der Druck der Wasserleitung zur erfolgreichen Bekämpfung des Feuers nicht aus« reichte, mußte der Benzinmotor zur Anwendung kommen. Er förderte aus der ca. 300 Meter liegenden Nidda große Wassermassen zur Erstickung des Brandes. Am Abend fand ein sog. Heimabend in der großen Turnhalle statt dessen Besuch leider zu wünschen übrig ließ. Von den Vortragen sei der von Feuerwehrkommandant Haas über Zweck und Ziel der Feuerwehr und Verhütung von Bränden im allgemeinen, sowie der von Forstmeister Bauer über Nutzen des Waldes, Waldbrände verschiedenster Art, deren Verhütung und Löschung erwähnt. Die ganzs Veranstaltung wurde von gefälligen Musikvorträgen der eifrigen Feuerwehrkapelle unter Leitung von Kaqellmeister Groth zu Echzell umrahmt. Kreis 'ASsfeW. ! Ober-Ohmen, 25. Sept. Der Schüler Carl Heinz Mohr von hier kam heute durch einen Sturz von der Treppe so unglücklich zu Fall, daß er einen Bruch des rechten Armes erlitt und in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. * Nieder-Ohmen, 25. Sept. Am heutigen Dienstag erlitt die 49jährige Frau Katharina Eiftel von^hier einen Unfall. Durch einen unglücklichen Sturz von der Treppe erlitt sis einen schweren Bruch des rechten Armes und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. st. Kirtorf, 24. Sept. Im Rahmen der Feuerschutzwoche sah man hier zunächst eine Hebung der Freiwilligen Feuerwehr, der auch die Hilfsmannschaft der Pflichtfeuerwehr zugeteilt war. Nach der Hebung hielt der Kommandant eine Ansprache, in der er den Sinn der Feuerschutzwochs darlegte. Er richtete vor allem einen mahnenden Appell an die Mitglieder der Pflichtfeuerwehr, sich der Freiwilligen Wehr anzuschließen. Ferner fand eine öffentliche Versammlung in der Gastwirtschaft Becker statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den ersten Brandmeister Pg. Friedrich Lieht referierte der Ortsgruppen-Amtsleiter Pg. Lehre- Erdmann über den Sinn der Feuerschutzwoche. Der Führer der Freiwilligen Feuerwehr danktS dem Redner und ermahnte alle Anwesenden, ihrs Schuldigkeit zu tun. Der Ortsgruppenleiter des Reichslustschutzbundes Pg. Bürgermeister Lather sprach dann noch über die Notwendigkeit des Luftschutzes und forderte alle auf, Mitglieder im RLB. i zu werden. — Dieser Tage gelangte das Ge- > meindeobst zur Versteigerung. Mele i Interessenten hatten sich eingefunden. Die Preise waren befriedigend. Tafeläpfel wurden gut bezahlt. Birnen wurden weniger verlangt. Zwetschen koste- , ten pro Zentner 3 bis 4 Mark reichen Obstbäume der Stadt und der Provinz war zur Versteigerung gelangt, und nun zogen die zahlreichen Obstliebhaber mit Fuhrwerk und Handwagen, mit Kisten und Körben heran, um die Gaben des Herbstes von den Bäumen zu nehmen. Die Qualität war im Durchschnitt befriedigend. Trotz der guten Ernte waren die Preise ziemlich uneinheitlich bzw. recht hoch; für die feineren Sorten Aepfel stellte sich der Zentner am Baume aus 5 bis 10 Mark und mehr, weniger gute Qualität auf 3 bis 5 Mark. Für die minderbemittelte Bevölkerung ist bei solchen Preisen die Versorgung mit Obst leider nicht möglich. Man konnte im allgemeinen die Feststellung machen daß auf Baume mit wenig Behang verhältnismäßig mehr geooten wurde, als auf solche mit sehr vielen Fruchten. dr. Lich, 24. Sept. Gestern nachmittag hielt die Ortsgruppe Lich des Reichsbundes der Beamten im Parkhotel eine Pflichtversammlung ab, zu der die Beamten der Stadt Lich und aus den umliegenden, zur Ortsgruppe gehörenden Ortschaften in großer Zahl erschienen waren. Der Ortsgruppenleiter des RDB., Pg. Wilhelm Schäfer (Lich), begrüßte die Erschienenen und sprach dann in längeren Ausführungen über wichtige organisatorische Fragen des RDB. Weiter betonte er insbesondere, daß es unbedingte Pflicht jedes Beamten sei, da keine eigenen Schulungsabende für die Ortsgruppe des RDB. gehalten werden können, die Schulungsabende der PO. stets zu besuchen. Ferner streifte er die Nutznießung der NS.-Ggtneinschaft „Kraft durch Freude". Nach Klärung und Erledigung verschiedener interner Angelegenheiten und Verlesung einiger Anordnungen der Reichsführung fand die Versammlung mit dem „Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler ihren Abschluß. ? Lich, 25. Sept. Um der Bevölkerung unserer Stadt noch einmal insgesamt den Zweck und den Sinn der F e u e r s ch u tz w o ch e vor Augen zu führen, veranstalteten NS. - Volkswohlfahrt und Feuerwehr am Samstag einen großen Werbeabend in Steins Saal. Nach einleiten- Oberheffen. tn. Lang-Göns, 24. Sept. Nach der letzten Obstbaumzählung, die in diesen Tagen vorgenommen wurde, stehen in unserer Gemarkung 14 513 Obstbäume. Davon sind: Apfelbäume: 7488 (davon 2603 in jungen, noch nicht tragfähigem Alter, 388 alte, abgängige Bäume), Birnbäume: 1222 (186, 52), Süßkirschen: 136 (47), Sauerkirschen 21 (10), Zwetschenbäume: 5382 (1092, 759), Reineclauden: 58 (12), Aprikosen: 5, Pfirsiche 13 (7), Walnußbäume: 29 (5). — Auch hier wurde bie 5 e u e r= schutzwoche durch besondere Hebungen der F r e i- willigen Feuerwehr ausgefüllt. Am Sonntag bildete ein Hmzug der Feuerwehr, unter Vorantritt einer Kapelle, durch die geschmückten Straßen des Dorfes den Schluß der Veranstaltung. Anschließend fand eine Uebung an einem gedachten Brandherde (zwei Wohnhäuser der Holzheimer Straße) statt. Unter Leitung des ersten Kommandanten Wilhelm Lana wurden alle Hebungen, Aufstellung der Geräte, Rettung von Personen usw. vorschriftsmäßig ausgeführt. > Hausen, 24. Sept. Am Sonntag fand die Feuerschutzwoche ihr Ende. Sie war für die Freiwillige Feuerwehr Hausen ein beredtes Zeugnis ihres Könnens. Die verschiedenen Veranstaltungen im der Woche, vor allem die Brandangriffe, verliefen auf das Beste. Brandmeister Konrad Stumpf konnte mit dem Erfolg zufrieden sein. Am Sonntagvormittag war noch gemeinsamer Kirchgang. Die Predigt war auf die aufopfernde, selbstlose Arbeit der Feuerwehr im Dienst am Anderen abgestimmt. Dem Brandangriff am Mittag lag eine schwierige Aufgabe zu Grunde, von deren guter Losung sich die vielen Zuschauer überzeugen konnten. Bürgermeister Göbel sprach, rückblickend auf die Feuerschutzwoche, von deren Zweck und Sinn, dankte der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Bereitschaft zur Hilfe, dankte dem Brandmeister Konrad Stumpf- Hausen für seine Arbeit an der Wehr in seiner Eigenschaft als Kommandant. Konrad Stumpf richtete zum Schluß noch mahnende Worte an die Anwesenden. Ein gemütliches Zusammensein beschloß die Feuerschutzwoche mit ihren verschiedenen Veranstaltungen und Anregungen. — Am Sonntag veranstaltete der Frauenchor Hausen einen Spaziergang nach dem nahe gelegenen Forstgarten. Nach schönem Spaziergang saß man gemütlich in dem herrlichen Walddom, in dem die Lieder des Chores besonders schön und feierlich zur Geltung kamen. Rasch waren die gemütlichen Stunden des Zusammenseins vorüber, und gern werden die Teilnehmer auf diesen Spaziergang dem Konzert der Kapelle der Freiwilligen ? wehr sprach Kreisfeuerwehr-Jnspektor B o u f (Gießen), der an Hand zahlreicher Beispiele ausführte, wie durch Hnachtsamkeit eine große Zahl Brände entstehen, die zur Vernichtung von Menschenleben und wertvollem Volksvermögen führen. Forstrat Otto Zimmer (Lich) sprach über Waldbrände, ihre Verhütung und Bekämpfung. Braumeister Dipl.-Ina. Maid Hof (Lich), der Leiter der Ortsgruppe Lich im Reichsluftschutzbund, sprach über die Notwendigkeit des Luftschutzes. Mit dem Gruß an den Führer Adolf Hitler und dem Gesang der nationalen Hymnen schloß die Veranstaltung. Den Abschluß der Feuerschutzwoche bildete am Denken Sie an STOFFE, denken Sie an BERNARD Tüchtiges 55710 Ihre Verlobung geben bekannt Wohnung Käte Grieb Gießen, Keplerstraße 5 Waffen Öffnung: 15 llhr. 5559 d 5552 A Verschiedenes Verkäufe | ÄMMW ' 1 ■ abzugeb. Bestell. Weitere Darsteller? 5557 A Winter-Weizen Vermietungen zur Herbstsaat: n R III L Caislens DiWNr.V HL-W an einz. Dame anerkannt I. Absaat liefert: 556aD äU vermieten. Universitats-Versuchsfint bei Sieben. & «j?.®“u lehrplanmä'ßlger 38580 haben. 5505 0 Dieburger Straße 235. 6559V Cer Binfi, Fulda, Posteliebiasii 256 RüMÄ Men abzugeben. 04638 HintaLWestanl.5. Wir nehmen ' Ziehung Ihres Kohlen Eierkohlen Briketts Koks von nur etften Zechen empfiehlt H. Trechsler Steinstraße 73. Tel. 3581. 54550 Karl Heinz Eckert stud. muf. et Phil. Ida Wüst, Jessle Vihrog, Fritz Rasp, P. 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Die Kämpfe wurden flott abgewickelt und dürften bei der Jugend ihre Werbewirkung nicht verfehlt haben. Die Jungens der Spielvereiniguna 1900 machten ihre Sache sehr gut und konnten sich in fast allen von ihnen bestrittenen Konkurrenzen durchsetzen. Insbesondere wurde der Staffelsieg der Jüngsten recht beifällig ausgenommen. Nachstehend die Ergebnisse, in denen die Gießener erfolgreich waren: Masse A, Jahrgänge 1916/17/18. 100-Meter-Lauf: 1. Maxeimer, Limburg, 12,8 Sek.; 2. Flesch, Weilmünster 12,9; 3. C. Volk, 1900, 13,1 Sek. Ein scharfer Kampf, in dem Volk nicht ganz durchstand. Kugel st oßen: 1. Maxeimer, Limburg, 11,60 Meter; 2. Schmidt, Weilburg, 11,42; 3. Volk, 1900 Gießen, 10,07 Meter. Während Volk in den Sprungübungen nicht an seine sonstigen Leistungen herankam, überraschte er hier nach der angenehmen Seite. Klasse B, Jahrgänge 1919/20/21. 100-Meter-Lauf: 1. Goß, 1900 Gießen, 12,8 Sek.; 2. Heumann, Waldhausen, 14; 3. Weber, Elkerhausen, 14,4 Sek. Goß war seinen Mitbewerbern klar überlegen und erzielte dieselbe Zeit, wie die Läufer der A-Klasse. 800-Meter-Lauf: 1. Jäger, 1900 Gießen, 2:32 Min.; 2. Klees, Elkerhausen, 2:33 Min.; 3. Deißmann, Löhnberg, 2:33,1 Min. Dieser Lauf war das spannendste und schönste Rennen des Tages. Jäger führte von Anfang an und gewann nach schönem Endkampf sicher. 4X100-Meter-Staffel: 1. Waldhausen 57 Sek.; 2. Sp.-Vgg. 1900 Gießen 61,2 Sek.; 3. Löhnberg 61,4 Sek.; 4. Weilburger FD. 1900 mit der Mannschaft Haibach, H. Dinges, Jäger, Goß lag anfänglich weit zurück, die Schlußleute sorgten aber für einen guten zweiten Platz. Hochsprung: 1. Hütt, Weilburg, 1,35 Meter; 2. Goß, 1900 Gießen, 1,30; 3. Firnges, Odersbach, 1,30 Meter. Im Stichkampf erzielte Goß ebenfalls 1,35 Meter. Kugel st oßen (4 Kilo): 1. Goß, 1900 Gießen, 12,22 Meter; 2. Haak, Elkerhausen, 10,17; 3. Litzin- ger, Weilburg, 9,93 Meter. Mit guter Technik kommt der 1900er zwei Meter weiter als seine Gegner. Keulenweitwurf: 1 Goß, 1900 Gießen, 49,50 Meter; 2. Haak, Elkerhausen, 46,40; 3. Henkel, Weilmünster, 44,80 Meter. Hier lag Goß bis zum letzten Wurf zurück. Drei kam pf: 1. Goß, 1900 Gießen; 2. Heumann, Waldhausen; 3. Haak, Elkerhausen. E-Klasse, Jahrgänge 1922/23/24. 75-Meter-Lauf:l. W. Adolph, 1900 Gießen, 11,2 Sek.. 2. Weinsheim, Diez, 11,6 Sek.; 3. P. Fischer, 1900 Gießen, 11,8 Sekunden. Aus einer großen Teilnehmerzahl erwies sich W. Adolph klar als der Beste. P. Fischer, einer der jüngsten, lief sehr schön. 4 X 50 - Meter - Staffel: 1. Spielvereinigung 1900 Gießen, 31,5 Sek.; 2. FV. Weilburg, 33,3 Sekunden; 3. Waldhausen, 33,4 Sekunden. Die Spielvereinigung hatte eine gut trainierte Mannschaft zur Stelle, die dann auch durch gute Wechsel zu einem überlegenen Sieg kam. Mannschaft: W. Adolph, H. Adolph, H. Kraft, P. Fischer. B a l l w e i t w u r f: 1. H. Kraft, 1900 Gießen, 55,42 Meter, 2. Kilo, Löhnberg, 53,24; 3. Hahn, Löhnberg, 50,75 Meter. Mit guter Leistung kam Kraft zu einem schwer erkämpften Sieg. Handball im Gau XII der OT. Lützellinden I — Münchholzhausen I 5:1 (2:0). Die Platzbesitzer bewiesen in diesem Spiel, daß sie als die wirklich beste Mannschaft in den Kämpfen um den Aufstieg, das Zeug in sich haben, auch in der neuen Umgebung ein Wörtchen mitzureden. Der vergangene Sonntag brachte sie in der Paarung mit Münchholzhausen zusammen, einer Mannschaft, die noch im vergangenen Spieljahr, außer Wetzlar-Niedergirmes, in der Bezirksklasse führend war. Das Spiel selbst war ein harter Kampf, der aber trotzdem immer im Rahmen des Erlaubten blieb und mit einem verdienten Sieg der Platzmannschaft endete. Die Mannschaft lag bereits bis zur Pause mit zwei Toren in Führung. Kirchgöns 1 — Wehlar-Niedergirmes I 10:5 (4:2). Als eine Ueberraschung muß man das Endergebnis dieses Spieles am Sonntag in Kirchgöns betrachten. Der vorjährige Gruppenmeister mußte in einem temperamentvollen Kampf gegen die überaus tüchtige Mannschaft der Platzbesitzer eine verdiente Niederlage hinnehmen. Die Handballmannschaften der Landvereine sind in ihrer Spielstarke, denen der Stadtvereine nähergekommen. MTV. Gießen I — Roth 4:5 (1:3). Auch dieses Spiel endete mit einer großen Ueberraschung. Die Gäste hatten bereits bis zur Pause einen entscheidenden Vorsprung herausgeholt und verteidigten diesen nach dem Wechsel mit großer Zähigkeit. Kreisklasse II. Münchholzhausen II — Heuchelheim II 5:8. Die Gäste erreichten in dem torreichen Treffen einen verdienten Sieg. Kein Fußball in Nordhessen. Am Sonntag, 30. September, fallen mit Rücksicht auf das Erntedankfest im Gau Nordhessen sämtliche Fußballspiele aus. Ob die vorgesehenen Spiele der Handball-Gauliga ausgetragen werden, ist noch fraglich. 1900: Oer Start der Zugendfußballabteilung in der neuen Verbandsrunde. Obwohl die Jugendabteilung so gute Kräfte wie Mank, Dörr, Bötz und andere (insgesamt ein Dutzend Spieler) an die Senioren abgeben mußte, sind diese Lücken durch den Nachwuchs wieder ausgeglichen und durch Neuzugänge in allen Jugend- und Schülermannschaften sogar Verstärkungen eingetreten. Die erste Jugend befindet sich zur Zeit in ausgezeichneter Verfassung. Die Hauptkräfte der Elf sind, ein zuverlässiger Torhüter, ein überragender Mittelläufer und ein ausgezeichneter linker Angriffsflügel, denen sich die anderen Spieler geschickt anpassen. Die am 16. September 1934 begonnenen Jugendmeisterschaftsspiele sahen 1900 beidesmal siegreich. Der Lokalgegner VfB.-Reichsbahn wurde in überlegenem Stil mit 14:1 Toren ganz überraschend hoch abgefertigt. Es klappte aber auch bei den Blauweißen wie am Schnürchen. Am letzten Sonntag war die Aufgabe schon etwas schwieriger, trotzdem wurde auch in Lich über die erste Jugendelf des dortigen Vereins für Rasenspiele ein 3:1 Sieg erkämpft, der um so bemerkenswerter ist, da 1900 durch einen Regiefehler nur 10 Spieler ins Feld stellen konnte. Die neuzusammengestellte zweite Jugendmannschaft der Spielvereinigung trat am 16. September 1934 zum angesetzten Pflichtspiel in Treis an der Lumda nicht an. Die Jugendelf war wohl pünktlich und vollzählig am Bahnhof, aber der vorgesehene Reisebegleiter verfehlte mit dem gelösten Jugend- iahrschein den Zug. Am vergangenen Sonntag war diese Elf in Steinbach und rang der ersten Jugend des Platzvereins einen knappen 2:1 Sieg ab. Die Schüler klagen leider über mangelnde Konkurrenz. Es gibt deshalb zu viele spielfreie Sonntage. Mit den Leistungen der Allerkleinsten kann man sehr zufrieden sein. Nachstehend die Resultate: gegen Großen-Buseck Schüler dort 4:0 gewonnen, gegen Großen-Buseck Schüler hier 10:0 gewonnen und zuletzt am Sonntag gegen Krofdorf-Gleiberg Schüler hier 4:0 gewonnen. Auch eine Jugend- ober Schüler-Handballmann- schaft ist in der Bildung begriffen, nachdem sich auch für diesen schönen Sport Interessenten gefunden haben. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. wieseck II. — Leihgestern II. 7:1 (3:0). Vor dem Spiel der ersten Mannschaften (über das wir schon berichteten) standen sich die zweiten Mannschaften der Vereine Wieseck und Leihgestern gegenüber. Obwohl die Platzbesitzer das ganze Spiel mit nur zehn Mann bestritten, lagen sie stets im Vorteil und erzielten in gleichmäßigen Abständen bis zur Halbzeit drei Tore, denen die Gäste trotz aller Anstrengungen nichts entgegensetzen konnten. Auch nach dem Wechsel blieb Wieseck überlegen und konnte noch vier weitere Tore erzielen, während die Gäste erst kurz vor Schluß zu ihrem verdienten Ehrentor kamen. Wieseck Jugend — VfV.-Reichsbahn Jugend 4:1. Die jüngsten machten den Beginn der Spiele. Wieseck trat nur mit acht, die Gäste mit neun Mann an. Wieseck führte bald, VfB. stellte aber bis Halbzeit den Ausgleich her. Nach dem Wechsel lag Wieseck ebenfalls mehr im Angriff und erzielte noch drei Tore. Fußbattabteilung des Tv. Kinzenbach. Frankenbach I — Kinzenbach I 1:3 (0:2). Kinzenbach weilte am vergangenen Sonntag zu feinem dritten Verbandsspiel auswärts. Der Gegner, Frankenbach, bot der Mannschaft hartnäckigen Widerstand und konnte auf dem ihm gutliegenden kleinen Platz den Gästen eine fast gleichwertige Partie liefern. Kinzenbach spielte schönen Fußball und hatte im Zusammenspiel ein klares Plus. Bis zum Wechsel hatte die Mannschaft durch zwei schöne Tore die Führung übernommen. Nach der Pause holte die Platzmannschaft zunächst ihren Ehrentreffer heraus, der aus einem Mißverständnis der Gäftehintermannfchaft zustande kam. Bis zum Schluß vermochte dann die Gaftmannschaft durch ein weiteres Tor den Sieg sicherzustellen. Die Mannschaft hat nun in drei Spielen ein Punktverhältnis von 6:0. Die Jugendmannschaft stellte sich auf eigenem Platz der gleichen von Krofdorf. Das Spiel endete verdientermaßen mit 4:1 für die Gäste. Der Kampf wurde entschieden durch die größere Entschlossenheit des Krofdorfer Sturmes. Fußball der Gauliga. In Nordhessen endeten drei von vier Spielen unentschieden. Borrussia Fulda, der Meister des vergangenen Jahres, verlor den ersten Punkt durch ein 1:1 gegen die neu aufgestiegene Elf der Germania Fulda. Die Borussen führen nun mit 5:1 Punkten weiter. Auf den zweiten Platz vorgestoßen ist der VfB. Friedberg, der 2:1 über Kassel 03 siegte und damit auch sein zweites Spiel gewann. Kurhessen Kassel und Sport Kassel kamen durch Unentschieden gegen Langenselbold und Hanau 93 zu ihren ersten Punkten. Im Gau Südwest verteidigte Phönix Ludwigshafen in feinem vierten Heimspiel erfolgreich die Tabellenführung durch einen 1:0 Sieg über Eintracht Frankfurt. An zweiter Stelle steht nach einem sehr ehrenvollen 2:2 gegen den Gaumeister Kickers Offenbach der Neuling Union Niederrad und der zweite Neuling, Saar Saarbrücken folgt hinter dem FK. Pirmasens an vierter Stelle. Von den fünf Treffen des Tages endeten allein drei mit 2:2. Im Gau Bayern gab es ebenfalls einen Führungswechsel, und zwar nimmt jetzt hier Wacker München nach einem 4:2-Sieg über Weiden den ersten Platz ein. Auf den zweiten Platz hat sich 1. FC. Nürnberg vorgeschoben, der Schwaben Augsburg knapp 1:0 besiegte, während der bisherige Spitzenreiter, München 1860, durch ein 1:1 gegen die Spielvg. Fürth auf den dritten Platz zurückfiel. Kreisvolksturnen in Wölfersheim. Der aus den Unterkreisen Büdingen, Friedberg und Schotten bestehende Turnkreis Wetterau- Vogelsberg im Gau Nordhessen veranstaltete am Sonntag in Wölfersheim fein erstes Kreisvolksturnen. Die Veranstaltung wies mit rund 200 Meldungen eine gute Beteiligung auf. Die Bevölkerung von Wölfersheim zeigte eine rege Anteilnahme an den Wettkämpfen; sie hatte schon Samstagabend ihre Verbundenheit mit der Turnerschaft bekundet durch zahlreichen Besuch des turnerischen Werbeabends, in dessen Mittelpunkt eine von Vorführungen der Tgm. Wölfersheim und der Turne- rinnen-Abteilung der Tgm. Friedberg umrahmte Ansprache von Turnkreisführer Studienrat T h i e - r o l f - Friedberg stand. Leider wurde durch die starken Regenfälle am Sonntagmorgen die Abwicklung der vielgestaltigen Wettbewerbe etwas gestört. Aber trotzdem kam der Turnplan unter Leitung von Kreisvolksturnwart Wenzel- Glauberg in allen feinen Teilen zur Durchführung, und auch mit den Leistungen kann die Turnkreisleitung in Anbetracht der schlechten Witterung zufrieden fein. Kreisoberturnwart Dr. Siegert - Stockheim brachte das bei der Siegeroerkündigung mit anerkennenden Worten zum Ausdruck. Nachstehend geben wir in einem Auszug aus der Siegerlifte einen Ueberblick über die Ergebnisse. Wehrkämpfe. Vierkampf der Turner-Oberstufe (14 Sieger): 1. Sieg R. Künstler, Tgm. Friedberg, 74 Punkte; 2. K. Zehner, Tgm. Friedberg, 73 P.; 3. Gg. Pieh, Tgm. Melbach, 64 P.; 4. L. Müller, T. u. Spv. Griedel, 61 P.; 6. R. Bender, T. u. Spo. Griedel, 57 P.; 7. R. Kraft, Tfchft. Büdingen, Eichenauer, Tv. Dauernheim, 56 P.; 8. W. Volk- Heimer, Tv. Nidda, 55 P.; 10. A. Reeb, Tgm. Wölfersheim, 52 Punkte. Vierkampf der Turner-Unterstufe (33 Sieger): 1. Hch. Kern, To. Nieder-Florstadt, 68 Punkte; 2. H. Kleinschmidt, To. Eichelsdorf, 67 P.; 3. E. Rellberg, Tv. Stockheim, 66 P.; 4. W. Hirzel, Tv. Hirzenhain, 65 P.; 6. A. Luft, Tv. Nidda, 63 P.; 7. F. Metzger, To. Münzenberg, 62 P.; 8. L. Heß, Tv. Bleichenbach, 61 P.; 9. Hofmann, Tv. Gamdach, 60 P.; 11. R. Geist, Tv. Hirzenhain, H. Hügel, Tv. Nidda, H. Hofmann, Tgm. Wölfersheim, 58 P.; 13. O. Schrodfki, Tv. Nidda, 55 P.; 14. Karl Ratz, To. Gambach, 54 P.; 16. L. Kühn, Tv. Hirzenhain, 52 P.; 18. O. Schreiber, Tv. Eichelsdorf, 50 P.; 19. Hrch. Hofmann, xgm. Wölfersheim, O. Hergel, To. Hirzenhain, 48 P.; 20. Karl Reis, Tgm. Wölfersheim, 47 P.; 21. R. Hinkel, To. Södel, 46 P.; 22. K. Ulrich, Tgm. Wölfersheim, 45 Punkte. Dreikampf der Iugendoberstufe (16 Sieger): 1. E. Kräh, Tv. Ortenberg, 55 P.; 2. E. Eschenfelder, Tfchft. Büdingen, 50 P.; 3. K. Kern, Tgm. Nieder-Florstadt, 49 P.; 5. L. Wittekind, Tfchft. Büdingen, W. Emrich, Tv. Bleichenbach, 47 P.; 6. G. Weiß, To. Münzenberg, 46 P.; 7. H. Weber, Tv. Stockheim, 45 P.; 9. H. Klee, Tv. Södel, 43 P.; 11. A. Hoffmann, Tv. Eichelsdorf, Moerfeiöignw Vornan von Anny von panhuys. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) 27. Fortteyung Nachdruck verboten! A u s k l a n g. Es schlug zehn Uhr. Detlef Westkamp war wider Willen in seiner Stube auf dem Sofa eingeschlafen, und unten im Wohnzimmer, in dem noch die Scherben der armen, hingeopferten Kaffeetasse lagen, stand Donata vor Frau Westkamp und zeigte ihr den Brief. Sie hatte Tränen in den Augen. „Detlef ist ganz unzurechnungsfähig. Der Brief ist unsinnig. Ich habe Detlef doch lieb und werde ihn lieb behalten. Ich lasse mich auch nicht von ihm wegstoßen, weil er alles mit falschen Augen anschaut. Oder möchte er mich los sein? Liebt er mich nicht mehr? Das will mir nicht in den Kopf hinein." „Es braucht dir auch nicht in den Kopf hinein, Donata", entgegnete Frau Charlotte, „denn Detlef liebt dich. Ganz närrisch liebt er dich, sonst ließe er sich nicht zu solchem groben Unfug hinreißen!" Sie schlug verächtlich auf den Briefbogen: „Ich habe ihm schon kurz, aber kräftig meine Ansicht gesagt heute; am liebsten hätte ich ihn ordentlich gerüttelt und gefchüttelt, aber dazu ist er leider zu erwachsen." Sie seufzte: „Er leidet an falschem Stolz, glaubt, deine Eltern und du, ihr fühlt euch über ihm stehen. Er sieht in euch Krösusse, berühmte Leute und spielt den armen Gärtnerburschen vor sich selbst. Wenn er das alles nicht so verflixt ernst nähme, müßte man ja darüber lachen. Ich weiß aber leider auch nicht mehr, wie man dem Bub beikommen soll. Du tust mir leid, und er tut mir ebenfalls leid. Jetzt schläft er ganz fest, in feiner Stube auf dem Sofa ist er eingeschlafen." Sie unterbrach sich, es klopfte. Eine plumpe Frau trat ein, gefolgt von einem aufgeschossenen, sommersprossigen Jungmädel. Charlotte Westkamp erwiderte den zwiefachen Gruß und meinte freundlich: „Sie bringen mir Ihre Tochter, Frau Döpfler! Gut — ich bin schon acht Tage ohne Haushilfe, und die alte Kuhnerten ist keine richtige Hilfe." Sie gab dem aufgeschossenen Mädel die Hand. „Also, Kätche, wir wollen uns gut vertragen — warst ja bei deiner Mutter in ’ner tüchtigen Lehre!" Das Mädchen benahm sich noch etwas scheu, und Frau Westkamp führte sie und ihre Mutter in die Küche. Donata blieb allein im Wohnzimmer. Sie sann unaufhörlich darüber nach, was jetzt werden sollte. Sie liebte Detlef, sie wollte ihn nicht verlieren. Sie ballte die Hände zu Fäusten, ihre Fingernägel gruben sich schmerzhaft in ihre Handflachen. Sie wollte den Mann nicht verlieren, den sie liebte. Wenn sie sich vorstellte, das könne geschehen, kam ihr das Leben trostlos und einförmig vor wie eine weite Wüstenei. Sie dachte, wenn sie ihm nur noch einmal so recht unverblümt und deutlich die Meinung sagen könnte. Vielleicht gelang es ihr bann doch noch, ihn zur Vernunft zu bringen. Eine Idee schoß ihr durch den Kopf, und die Idee, die sie im ersten Augenblick fast albern fand, hängte sich in ihrem Kopfe fest. Frau Westkamp kehrte zurück, fragte verwundert: „Was ist denn mit dir für eine Wandlung vor- gegangen, Donata? Du siehst ja förmlich unternehmungslustig aus, hast rote Backen und ganz sonderbare Augen. Kampfesmutige Augen möchte ich sie fast nennen." Donata nickte lächelnd: „Du hast eine vorzügliche Beobachtungsgabe. Ich bin auch kampfesmutig, sehr kampfesmutig sogar. Sie drückte die Heitere auf das Sofa nieder, flüsterte auf sie ein, stellte Fragen, lachte schließlich: „Ich will mein Heil versuchen." Sie berieten noch ein Weilchen zusammen, dann nahm Frau Westkamp Donata mit in ihr Schlafzimmer und riegelte von drinnen ab. Eine Viertelstunde später verließ ein bäuerisch zurechtgemachtes Mädel das Schlafzimmer. Em derbes, schwarzes Kopftuch verdeckte vollständig das Haar und sogar das halbe Gesicht. Das Mädel schien zu frieren, sonst hätte es sich wohl kaum so eingemummelt; aber es war auch ziemlich kalt. Frau Westkamp folgte dem Mädchen, ging mit ihm ein Stück in den Garten hinein Kurz darauf begann das Mädchen zu graben. Ungeschickt und täppisch arbeitete es; aber Frau Westkamp die wieder ins Haus zurückkehrte, machte em schlaues ^©iHtieg langsam die Treppe hinaus, betrat, berb auftretenb bie Stube Detlefs unb weckte chn burch ihre lauten Bewegungen. Verdutzt sah er bie ungewohnt rücksichtslose Mutte,. an die fast unfreunblid) meinte: Nun schläfst bu schon am hellen Tage ein. Das ist" Zeitvergeudung, bie sich Leute wie wir kaum leiftelx können. Natürlich, wenn man nachts dummes Zeug aushecken muß, kann man nicht schlafen." Er gähnte. „Ach Muttel, fei boch ein bißchen nett zu mir; ich bin schon zerschlagen unb verlottert genug!" „Geschieht bir recht!" warf sie ihm achselzuckenb zu, und doch tat er ihr jetzt wirklich sehr leid mit seinem müden, blassen Gesicht. Sie begann: „Meinetwegen hättest du ja auch noch weiterschlafen können, aber die Käte Dömpfert, das neue Mädel, ist gekommen, und sie will durchaus gleich was tun; aber ich hab im Augenblick keine Arbeit für sie. Nun habe ich ihr einen Spaten gegeben; sie soll graben lernen, weil sie's braucht, wenn sie im Garten aushelfen muß. Graben, harken, pflanzen — von alledem muß auch unser Dienftmädel was verstehen. Mag sie also gleich mal ans Graben gehen. Das ist gesunde Arbeit in frischer Luft. Ganz hinten, ans Ende des Gartens, habe ich sie untergebracht. Wo die Nußbäume stehen. Geh' zu ihr, exerziere sie ein bißchen ein. Sie scheint das Pulver nicht erfunden zu haben. Eine Uhr schlug elfmal. Er erhob sich und zog seine dicke Joppe an. Unlustig sah er aus, verdrießlich und noch ein wenig verschlafen. Er begriff nicht, warum die Mutter das neue Mädchen auf so ungewohnte Art anzulernen wünschte. Aber er widersprach nicht, dazu war er zu stumpf. Er ging verstimmt durch die Gartenwege, sah schließlich hinten bei den Nußbäumen eine weibliche Gestalt, bie leicht gebückt baftanb und sich, wie er schon von weitem erkannte, sehr ungeschickt benahm. Und wie sich die Neue zurechtgemacht hatte! Als ob sie in Sibirien Wege schaufeln sollte. So kalt war es doch wirklich noch nicht, baß man sich so einzupacken brauchte. Eben hatte sie sich um- gebreht, unb er konnte sie besser sehen. Es huschte ihm roieber burch ben Kopf: Was war benn seiner Mutter nur eingefallen, baß sie bas nei - Mäbel, bas kaum im Haufe war, so merk- roürbig beschäftigte? Wenn sie im Frühjahr wirklich ein bißchen im Freien mitarbeiten sollte, war es doch nicht nötig, sie gleich in der ersten Stunde als Gärtnerlehrling zu beschäftigen. Und die ihm zugewiesene Rolle entsprach gar nicht seinem Geschmack. Vorhin war er zu stumpf gewesen, zu verschlafen, um sich darüber klar zu werden, jetzt erst ärgerte er sich richtig. Als sie seiner ansichtig geworden, drückte die Neue den Spaten in das Erdreich, wie nicht gescheit, aber tief glitt der Spaten doch nicht; er blieb einfach stecken. Detlef Westkamp schob sie, nach flüchtigem Blick, der nur ihren Rücken traf, beiseite. „S o müssen Sie den Spaten anfaffen, und s o müssen Sie ihn ansetzen und in den Boden schieben." Sie drehte ihm auch jetzt halb den Rücken zu. Er dachte: Du lieber Himmel, das schien ja ein ordentlicher Trampel zu sein! Er schalt: „Wenn ich Ihnen zeige, wie Sie es machen sollen, müssen Sie natürlich aufpassen! Oder glauben Sie vielleicht, ich will üben?" Sie antwortete nicht und bewegte sich nicht, sie stemmte nur ihre Hände, die in derbgestrickten Fäustlingen steckten, in die Hüften. Eine plumpe Person war das, stellte er abermals fest unb schob ihr ben Spaten näher. „Fassen Sie an, unb los! Sie brauchen sich babei gar nicht besonders anzustrengen. Hauptsache finb bie richtigen Bewegungen." Sie loste bie Henkel ihrer Arme unb griff nach bem Spaten. Ihr Gesicht aber blieb leicht abgeroanbt. Er fragte: „Warum sehen Sie mich benn nicht an, wenn ich mit Ihnen rebe? Das gehört sich boch so!" Piepsig kam es unter bem Kopftuch hervor: „Ich schemer mich! Ich guck fei’ fremb’ Männer aa!" Himmel! Was für eine unsympathische Stimme! Er antwortete grob: „Mich können Sie unbesorgt ansehen. Ich will bestimmt nichts von Ihnen!" „Ei! Ich trau' bene Männer net, bie sinn alle nix wert. Kaan Heller!, sagt mei’ Mubber über mich." Blöbe Gans!, bachte er. Hätte es beinah laut gerufen. Er war ärgerlich unb fuhr sie an: „Jetzt passen Sie enblich auf unb gucken Sie her! Ich will Ihnen noch einmal zeigen, wie man gräbt." Aber sie paßte roieber nicht auf. Da stieß er ben Spaten in bie Erbe. „Ich habe keine Zeit mehr! Probieren Sie's halt selbst, wenn Sie nicht auf passen wollen!" lieber bie Schultern bes Serben Mäbels piepste bie unangenehme Stimme: „Bleiwe Se boch noch, ich hätt' Ihne was zu sage!" Er fragte schroff: „Was wollen Sie von mir?" Es piepste: „Ihne könnt' ich gut leibe, un ich benk', mir täte gut zufamme paffe!" Detlef Westkamp nahm bie Mütze ab, bamit ihm bie frische Luft bie Stirn kühlen sollte. Das neue Mäbel, bas wie ein Polarreisenber vermummt war, kam ihm mit einemmal sehr fonberbar vor. Er überlegte nicht lange und packte sie schroff bei den Schultern, drehte sie mit einem Ruck zu sich herum. (Schluß folgt.) Wirtschaft ferner Preußen war wie Tv. Glauberg. ( . COA Speerwurf: 1. Gg. Pieh, To. Melbach, 45,80 Meter; 2. Wenzel, To. Glauberg; 3. Ries, Tgm. Wölfersheim. „ . . 3000-Meter-Lauf: 1. Buß, Tgm. Friedberg, 10,09 Min.; 2. A. Hofmann, Tv. Eichelsdorf, 10,18 Min.; 3. Hch. Emrich, Tv. Hirzenhain, 10,21 Minuten. Deutsche Autosiege in Spanien. Der Siegeszug der deutschen Rennwagen ist erfolgreich zu Ende geführt worden. Auch im letzten Großen Preis dieses Jahres, dem von Spanien in San Sebastian, haben deutsche Wagen triumphiert und damit den Schlußpunkt hinter eine Siegesserie gesetzt, die in der Geschichte des Automobilsports der Welt fast beispiellos dasteht. Diesmal waren es zwei Merzedes-Benz-Wagen, die die internationale Elite Europas hinter sich ließen, und zwar belegte Faqioli in 3:19:14,6 für die über 500 Kilometer lange Strecke den ersten Platz vor seinem Stallge- sährten Caracciola (3:20:24). Den dritten Platz nahm diesmal Ruvolari auf Bugatti in 3:30:48 mit 15 Sekunden Vorsprung vor Hans Stuck au Auto-Union ein, der im Wagen des Prinzen Leinm- gen in einem phantastischen Rennen sich vom 8. bis zum 4. Platz nach vorn gearbeitet hatte. Der deutsche Doppelsieg löste bei den Zuschauermassen begeisterten Widerhall aus. Rüßlein Meister der deutschen Tennislehrei - r • >' " ' und Rumänen '42 (plus 2 v. H), Reichsbank 1'44, Gelsen, kirchen 61,25, Harpener 103,50, Klöckner 79, Rheln- stahl 91, AKU. 65, Gement Heidelberg 118, ßjmt und Kraft 119, JG.-Farben 142,25 bis 142,13, Fe ten 76 65 (plus 1 v. H.), Gesfürel 109,75, Metall- gesellschaft 89,25, Schuckert 93,50, Kaufhof 30, AG. für Verkehr 78, Hapag 25,50, Schofferhof-Bmdmg 188,50. Frankfurter Obst- und Gemüsemartt. Frankfurt a. M., 25. Sept. Infolge des an- haltenden starken Angebots liegen die Preise am G e m ü s e m a r k t bei schleppendem Absatz weiter sehr gedrückt, besonders reichliche Zufuhren hatten Blumenkohl, Spinat und Kohlgemufe wahrend es in Tomaten im Abnehmen begriffen ist. Es notierten: Blumenkohl 10 bis 35, Buschbohnen 6 bis 8, Stangenbohnen 10 bis 12, Eskarol 5 bis 8, Salatgurken 3 bis 15, Karotten 4 bis 5, Kartoffeln (gelbe) 50 kg 350 bis 380, Kohlrabi 3 bis 5, Kopfsalat 5 bis 10, Meerrettich 35 bis 40, Pilze 30 bis 35, Rettich 3 bis 8, Römischkohl 4 bis 5, Rotkraut 4 bis 6, Sellerie je nach Große 8 ms 20, Spinat 3 bis 5, Tomaten I 4 bis 6, II 2 bis s, Weißkraut 3 bis 4, Wirsing rund 3 bis 4, spitz 4 bis 5, Weiße Rüben 5 bis 6, Zwiebeln 50 kg Frankfurt a. M., 25. Sept. Die Börse auf^rordentlich still und sowohl am Aktien-, am Rentenmarkt meist etwas schwacher. Bei der Enge der Märkte genügten schon kleinste Abgaben, um das Kursniveau stärker nach unten zu beein= lüften, zumal die Aufnahmeneigung aus Ligm- ritätsrückfichten im Hinblick auf den bevorstehenden Ultimo minimal war. Indessen waren es nur wenige Werte, die stärker unter Druck standen, wahrend das Gros der Aktienpapiere relativ widerstandsfähig blieb. Von gewisser Anregung durften hierbei die Zwischenlösung in den deutsch-englischen Wirtschaftsverhandlungen und die weitere Steigerung der deutschen Ausfuhr von Roheisen und Walzwerkerzeugnissen gewesen sein Besonders schwach lagen Reichsbankanteile, die von 146 auf 142,75 v.H. zurückfielen, wobei man Abgaben des Auslandes vermutete. Ueberdurch- fchnittlich gedrückt waren außerdem Goldschmidt -2 v. H.), Metallgesellschaft (-1,65 v. H.), Elektr^ Lieferungen (-1,75 v.H.) und Kemberg (-1,50 d. $.). Montanwerte blieben verhältnismäßig gut gehalten, die Rückgänge erreichten nur selten mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. Gelsenkirchen minus 0,75 d. H. und Phönix minus 0,65 v. H. Elektroaktien lagen nicht einheitlich, AEG. und Ryeag je plus 0,25 v. H., Gesfürel unverändert 110 v. H., dagegen Siemens und Schuckert je minus 0,25 v. H. Farbenindustrie verloren zunächst 0,25 v. H., dann weitere 0,50 v. H., während Scheideanstalt 0,50 v. H. und Rütgerswerke 0,13 v.H. anzogen. Schiffahrtsaktien gaben bis zu 0,40 v.H., Daimler, Gement Heidelberg, Holzmann, Zellstoff Waldhof und Aku von , 0,25 von 0,75 v.H. nach. Westdeutsche Kaufhof zunächst 29,75, dann 30,13 (plus 0,25 v.H.) und I Braubank 114,75 (plus 0,65 v. H ). i Das Rentengeschäft war minimal, und die Kurse i bröckelten meist leicht ab. Es verloren Reichsaltbesitz 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen bei regnerischem Wetter auf den Rotweiß-Plätzen in Berlin die Endspiele der Meisterschaften der deutschen Tennisspieler ausgetragen. Im Einzel schlug Weltmeister Rüßlein den Frankfurter Messerschmidt in drei Sätzen 6:3, 6:1, 6:1 und holte sich damit die Deutsche Meisterschaft. Auch im Doppel triumphierte Rüßlein mit Messerschmidt als Partner über Rajuch-Richter mit 6:0, 6:3, 6:1. Der Kampf um den dritten Platz zwischen Rajuch und Gerstel muhte wegen der eintretenden Dunkelheit beim Stande von 6:8, 6:2, 6:3, 0:3 zugunsten Gerstels, abgebrochen werden. Am Montag wurde der Kampf fortgesetzt, bei dem Gerstel den entscheidenden vierten Satz an sich bringen konnte und so 6:8, 6:2, 6:4, 7:5 über Rajuch gewann. Rundfunkprogramm. Donnerstag, 27. September. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert der SA.- Standarte 119. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche uno Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 1Z-50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.10: Kinderstimde. 16. Nachmittagskonzert. 17.30: Deutsche Gespräche. Kunst und Technik. Zwiegespräch. 17 50: Aus Zett und Leben. 18.10: Verwendung und Vorteile der Reinzuchthefe bei der Herstellung von Aepfelwem. 18.25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: HochM machen das ist wunderschön. 19.30: Saar-Umschau. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten und Mitteilungen aus dem kulturellen Leben 20.15: "Unser Dorf". Ein Jahr deutscher Landschaft und ihrer Menschen. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Hermann Lons. Gme htera risch-musikalische Hörfolge. 23: Kammermusik. 24 bis 1: Wien wird bei Nacht erst schon. 580 bis 600. , , Am Dbftmartt läßt das Zwetschenangebot wesentlich nach, dagegen verzeichnet man weiter starke Zufuhren von Aepfeln und Birnen. Bei langsamem Geschäft find die Preise fast unverändert. Es notierten: Aepfel I 8 bis 12, II 4 bis 6, Wirt- schaftsäpfel 4 bis 6, Goldparmäne 8 bis 12, Gravensteiner 8 bis 12, Birnen I 8 bis 10, II 5 bis 7, Kochbirnen 3 bis 4, Gellerts Butterbirne 18 bis 10, II 7, Mollebusch 6 bis 8, Haselnüsse 27 (holl.), Pfirsiche 5 bis 8, Preißelbeeren 20 bis 25 (Finnländer), Quitten 4 bis 8, Trauben 13 bis 16, holländische 37 bis 38, spanische 20 bis 23, italienische 15 bis 18, Walnüsse 14 bis 20 Zitronen, Kiste etwa 300 und 360 St., 14 bis 15 (italienische). Schweinemarkt in Lich. ? Lich, 25.Sept. Auf dem gestrigen Ferkelmarkt waren 354 Ferkel aufgetrieben Bei schleppendem Handel wurden bezahlt für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 7 bis 10 Mark, für acht bis zehn Wochen alte 10 bis 12 Mark. Es verblieb größerer Ueberstand. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 25. Sept. Auftrieb: Rinder insgesamt 522, davon Ochsen 50, Bullen 25, Kühe 251, Färsen 196; Kälber 345; Schweine 839; Schafe 3. Es notierten pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen b) 30 bis 34, c) 25 bis 29, d) 22! bis 25; Bullen b) 30 bis 33, c) 27 bis 29; Küche a) 32 bis 34, b) 28 bis 31, c) 20 bis 27, d) 12 bis 20; Färsen a) 35 bis 37, b) 32 bis 34, c) 27 bis 31, d) 22 bis 36; Kälber a) 46 bis 50, b) 40 bis 45, c) 31 bis 39, d) 22 bis 30. Schafe nicht notiert Schweine a) 53, b) 51 bis 53, c) 50 bis 53 d) : 48 bis 52. Marktverlauf: Rinder mäßig belebt Kal- : her ruhig, Schweine lebhaft, alles ausverkauft. Kreissynode in Wehlar. 0 Wetzlar, 24. Sept. Die Kreissynode Wetzlar hielt ihre diesjährige Tagung als Ge- chäftstagung ab. Die Synodalen traten im Gemeindehaus „Römischer Kaiser" zusammen Die Leitung lag in den Händen des stellvertretenden Superintendenten Pfarrer Schm i d t - Wetzlar. In seinem Jahresbericht sprach er zunächst dem m den Ruhestand getretenen Superintendenten Wieder feinen Dank aus, der fast 15 We bie Sretsge- meinbe mit großer Treue unb Sachlichkeit geleitet hat; sodann erwähnte er die vielen innerhalb Der Synode eingetretenen Personalveränderungen. Die Jahresberichte über das kirchliche Vereinswesen ergaben ein Bild reger Arbeit. Wegen der kommenden kirchlichen Neuordnung war es nicht möglich, die Wahl des Superintendenten vorzunehmen. Die Synode sprach den Wunsch aus, Pfarrer S ch m l d t als Superintendenten zu besitzen. Außerdem wurde ein Antrag angenommen, der die kirchliche Behörde bittet, im Benehmen mit den zuständigen staatlichen Stellen dafür Sorge tragen zu wollen, daß der Sonntagvormittag von allen störenden öffentlichen Veranstaltungen freigehalten werde. Der Voranschlag der Kreissynodalkas e in Hohe von 22 699 Mark wurde genehmigt. Außerdem wurden die Anträge von drei Gemeinden auf Unterstützung aus provinzialkirchlichen Mitteln genehmigt. Od-Nhaus-N muß bas Dach her Kirche und b-r Pfarrscheune reparieren, Vollnkirchen bie Orgel neu instanbsetzen; Volpertshausen plant einen Neu- bau seiner Kirche. Kreis Wettlar + Kinzenbach, 24.Sept. Die Kreisfilmstelle der NSDAP, veranstaltete im Saalbau 0,50 v. H., Reichsmark-Obligativnen etwa 0,25 Ins 0,50 v. H.; Zinsoergütungsscheine und 4-w-H'^vm- munal-Umschuldung blieben etwa behauptet Kon fremden Werten gingen Mexikaner weiter bis 0,50 v. H., 5 v. H. äußere Gold 0,90 v. H. Zurück, 3 v. H. Salonik Monastir und Rumänen aber bis 0,25 v. Y. ^Jm Verlaufe hielt bie Geschäftsstille in vollem Umfange an, unb bie Abschwächungen am Akllen- markt setzten sich meist um nochmals 0,25 bis 0,75 ü H fort. Reichsbankanteile waren dagegen mäßig, und zwar auf 143,25 v.H. erholt. BehMptet Zur Notiz gelangten u. a. AG. für Verkehr, Mans- ielder Bergbau und Deutsche Linoleum. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz, spate Schuldbücher und im Verlaufe auch 3tn5Der9utung und Kommunal-Umschuldung gab, letztere um 0,5 o H Goldpfandbriefe waren überwiegend gefragt und von 0,25 bis 0,50 v. H. fester, auch iEinzelne Liguidationspfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen sowie Stadtanleihen zogen bis 0,50 v. H. an, außer 6 v.H. Mainz, die gut 1 v. H. embußten Staatsrenten lagen still. Mexikaner S^ben spater nochmals um 0,25 bis 0,50 v.H. nach, Anatolier lagen um 0,25 v. H. freundlicher. — 3m Drewer- kehr waren Ufa-Aktien fest und 44 nach 40, NSU. biteben von der Bilanz unberührt und galten unverändert 17 v.H. Tagesgeld blieb mit 3,25 v.H. wie gestern. Abendbörse zurückhaltend. Das Merkmal der Abendbörse war wieder nur sehr kleines Geschäft, da die Zurückhaltung von Kundschaft und Kulisfe fortbestandTrotzdem war die Stimmung eher etwas freundlicher, auf Safis der ermäßigten Mittagskurse zeigte sich verschiedentlich etwas Kaufinteresse, so daß bte Schlußkurse zwar nicht ganz einheitlich, aber meist um Bruchteile eines Prozentes höher lagen Etwas Anregung gaben günstige Wirtschaftsnachrlchten, so die Abschlüsse im Felten-Konzern. Dagegen bestand hinsichtlich der Dividenden im Klockner-Konzern (2,50 vom Hundert) eher weitere Verstimmung und die Montanpapiere lagen auch meist noch etwas leichter. Auch Farbenindustrie bröckelten im Verlaufe * Der Zahlungsverkehr Zwischen Deutschland und d e m S^a a r g e b i e t D e Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung weist zur Vermeidung van Mißverständnissen darauf hin, daß das (5aarge9biet zum fran3pfifd)en SoUgebiet Sort fo daß auch sämtliche im Saargeblet erzeugten oder bearbeiteten Waren ausschließlich nach den Bestimmungen des Runderlasses Nr. 84:34 bezahlt werden müssen. Ziffer 1 Absatz 1 Satz 2 des Runderlchses Nr. 84/34 wird wie folgt geändert: "3n °rAn Fallen, in denen Zahlung in einer anderen Wahrung als Reichsmark vereinbart ist, können Genehmigun- aen zu Zahlungen des Gegenwertes des geschuldeten Wragesin IWsmarf, umgerechnet zum Berliner Mittelkurs des Einzahlungstages, erteilt werden, ahne Rücksicht darauf, ob sich die Vertragspar eien bereits über die Umrechnung m Reichsmark geemigt haben " Außer Zahlungen für Lieferungen französischer Waren sind in Zukunft auch Zahlungen zur Begleichung von Veredlungslohnen im Rahmen der bisherigen Bestimmungen statt in effektiven Devisen von den deutschen Schuldnern in Reichsmark gemäß Runderlah Nr. 84/34 Ziffer 1.an die Reichsbank zu lCl* $3 eitere S t e i g e r u n g d e s R o h e i fe inlandsabsatzes. Wie der Roheisenverband mitteilt hat der Roheisenabsatz nach dem Jnlande im laufenden Monat eine weitere Steigerung erfahren. Die verstärkte Nachfrage kam aus allen deutschen Gebieten und den verschiedensten Kreisen der Verbraucherschaft. Das Ausländsgeschäft war Veusch einen Tonfilmabend. Die Vorstellung brachte zunächst einen Kulturfilm unter dem Titel „Eine Reise durch Thüringen", in Jem eine jahrhundertealte deutsche Kultur ihren künstlerischen Niederschlag fand. Ein weiterer Film „Volldampf voraus!" schilderte die Deutsche Reichsmanne und in vielen interessanten Bildern das Leben_an Korb der Schiffe. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil! aus den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler schloß der Stützpunktleiter Eugen Schleenbecker den anregenden Abend. 40 D. 12. A. Kraft, Tv. Blelchenbach, R. Grau- ling, Tv. Bleichenbach, Ernst Schäfer, Tv. Munzen- berg, 39 Punkte. v . .. , Dreikarnps der I u g e n d u n t e r st ufe (21 Sieger): 1. K. Buß, Tv. Garnbach, 58 P.; 2 H. Petri, Tgrn. Groß-Karben, 57; 3. K. H. ; Walter, Tschft. Büdingen, 55; R. Lmd, Tgrn. Wölfersheim, 51; 5. H. Heß, Tv. Bleichenbach 50; 6 A Lohfink, Tv. Bleichenbach, 49; 8. R. Herroder, Tv. Ober-Seemen, 43; 9. Eichenauer, Tv. HirzA- 1 hain A. Watzenborn, Tv. Södel, 42; 12. W. Schwenz, Tv. Münzenberg, R. Hofmann, Tv. Ober- Seemen, 38; 13. A. Ries, Tgm. Wölfersheim, 37; 14. R. Zinn, Tfchft. Büdingen, W. Weitzel, Tv Ober-Seemen, F. Emrich, Tv. Hirzenhain, A. Schwenz, Tv. Münzenberg, 36; 15. H. Helfrich, Tv. Stockheim, 34. Dreikampf der Altersklasse I (15 Sieger): 1. H. Schmidt, Tschft. Büdingen, H. Jark, Tv. Nidda, 54 P.; 2. Emil Denker, Tgm. Bad-Nauheim, 51; 3. K. Ruhl, Tv. Nidda, Aug. Langsdorf, Tgm. Friedberg, 48; 4. P. Herrmann, Tv. Nidda, 46; 5. A Leonhardt, Tgm. Wölfersheim, 41; 6. W. Stabiler. Tv. Nidda, 40; 7. K. Müller, Tv. Hirzenhain, 39; 9. L. Ulrich, Tgm. Wölfersheim, W. Gerlach, Tv. Stockheim, O. Reinhardt, Tv. Geis-Nidda, 33; 10. O. Becker, Tv. Garnbach, 26. Dreikampf der Altersklasse II: 1. 21. Nies, Tv. Nidda, 54 P.; 2. Otto Meier, Tgm. Bad- Nauheim, 48 P.; 3. Hrch. Wolf, Tv. Nidda 46 P. Dreikampf der Turnerinnen Oberstufe (acht Siegerinnen): 1. Marie Eschenfelder, Turnerschaft Büdingen, Erna Petermann, Tv. Nidda, 48 P.; 2. Lisbeth Kreßmann, Tgm. Friedberg, 42 P.; 3. Elfe Eisenreich, Tgm. Friedberg, Marta Weisensee, Tgm. Friedberg, 35 P.; 4. Johanna Wolf, Tv. Nidda, 32 P.; 5. Tilli Kranz, Tfchft. Büdingen, 31 Punkte. Dreikampf der Turnerinnen Unterstufe (elf Siegerinnen):!. Elfriede Nickel, Tgm. Friedberg, 41 P.; 2. Elisabeth Ehrhardt, Tgm. Friedberg, Käthe Ries, Tgm. Wölfersheim, 40 P.; 3. Maria Wolff, Tv. Stockheim, 39 Punkte. Alannschaslskämpfe und Sonderwettbewerbe. Mannschaftskampf, bestehend aus Weitsprung, Schleuderball, 100-Meter-Laus, Steinstoßen, Weithochsprung: 1. Tv. Glauberg, 546,5 P : 2. Tv. Nidda, 540,5 P.; 3. Tgm. Wölfersheim 432,4 P. Mannschaft st ein st aßen Klasse B: 1. Tv. Melbach, 2. Tv. Glauberg. 4 mal 1 0 0 - Meter - Pendelstaffel: 1. Tv. Melbach, 53,4 Sek.; 2. Tv. Nidda, 54,1 Sek.; 3. Tgm. Wölfersheim, 55,2 Sek. . F r e i w e i t h a ch f p r u n g : 1. W. Volkheimer, Tv Nidda, 1,55 — 3,10 Meter; 2. R. Künstler, Tgm. Friedberg, 1,50 — 3 Meter; 3. A. Meißner, rückläufig. t . .. . „ * Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei Klöckner mit 2,5 v. H. In der gestrigen AR.-Sitzung der Klöckner-Werke AG„ Castrop-Rauxel, wurde der Abschluß für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 1933/34 var- qelegt Es wird darin ein stark erhöhter Rvhgewmn von 14 573 056 (i. B. 7 433147) RM. ausgewiesen Nack) erhöhten Abschreibungen von 9 366 791 (6 365 527) RM. ergibt sich ein Jahresgewinn von 5 206 265 RM., aus dem der Berlustvortrag aus den Vorjahren 1 875 092 RM. abgeMt w-rd. Es verbleibt somit ein Reingewinn von 3 331172 JJJJ ., aus dem 2,5 v. H. (0 v. H.) Dividende auf 105 Mill. NM. AK. verteilt und die restlichen 706172 RM. Am Rentenmarkt entwickelte sich gleichfalls nur wenig Geschäft, Kommunal-Umschuldung und spate Schuldbücher waren jedoch etwas beachtet, ferner konnten sich einige mexikanifche Anleihen wieder leicht erhöhen. Von Valutapapieren gewannen vier- prozentige Schweiz. Bundesbahn mit 198 2 vH , 3^2proz. blieben zu 184,50 v. H. unv., auch AKU. zogen 0,50 v. H. an, Ehade lagen im freien Markt mit 223 v.H. behauptet. Goldpfandbriefe waren z. T. um weitere 0,25 v. H. erhöht. U. a. notierten: Altbesitz 97,65, 6proz. Stahlverem 79,75, 6proz. Franks. Hyp. Gold U 8—40 92, 6proz. Rhein. Hyp. Gold R 2—4 92,25, 5proz. Mexi- 6,65, 4/^proz. Irrigation 10,40, Monopol- vorgetragen werden sollen. * Humboldt-Deutz verteilt 2,5 v H. Dividende. Der Abschluß der zum Klockner- Konzern gehörenden Humbold-Deutz-Motoren AG., Köln, weist nach Deckung des Verlustvortrages von 1681573 Mark einen Gewinn von 921 644 Mark aus. Der auf den 27. Oktober einberufenen Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Gewinn die Dividendenzahlung von 2,5 v.H. wieder aufzunehmen. Außerdem soll das Aktienkapital der Gesellschaft durch Einziehung von 1,3 Mill Mark eigenen Aktien auf 26 Mill. Mark herabgesetzt werden. Frankfurter Börse. INittagsbörse still und meist schwacher. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende am Berlin firanflurt a.JJi. Berlin «yranriim u. jji. turd 24-9. 25.9. 25-9 ■Ddfum "Datum 77,5 8 142,25 142,4 I 80,51 118 I 132,5 1 "I 81 81 Ol o 118,25 132,5 o| Banknoten. Berlin, 25.Septembcr 130,65 -I 29,41 "I ml 27,75 Ol 188 8 8 Berlin — Frankfurt a. TU. .E.G. 25,65 26,5 65 66,5 49,13 69,25 126 157 50 55,5 1,25 7,85 7,25 7,25 14,6 o 0 12 0 0 72,25 74,25 143,75 28,75 78,4 96,5 67 30 219 178 130,5 65 66 48 68,5 30 222 91,5 42 89,5 63,35 81,49 34,05 63,61 81,81 34,19 0 o 0 0 0 4 0 28 147 100 118,5 75,75 109,25 102,5 93,5 145 123,75 47,65 239 91 40,5 14 126,5 50,75 56 48,4 241 92 41,13 14 93,5 43,25 92 142,13 218 91,75 42 89,25 77,25 99,13 48 238,5 91,4 40,5 13,75 126,5 125,25 156 111,5 64,5 132,75 48 68,5 124,5 50 55,4 89,75 29,9 223 179,25 130,5 Vo deSgl. Serie 11 ............. '/o Rumän. vereinh. Rente b.1903 i/r^Rumän.vereinh.Rentev.lblZ ’/o Rumänische vereinh. Rente .. >/4% Anatolier............... 86 113,5 61,9 103,75 76 170,25 126,5 79,5 74,4 . o . II 10 . (I . 0 . II . 5 .. 5 ?y2 2,451 58,625 55,06 12,32 16,52 169,99 21,44 61,99 Grihner Mainkrastwerke Höchst a.M. Süddeutscher Zucker I. G. Farben-Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerle MetallgeseUschast lainburg-Ameriia-Patet »amburg-Südam. Dampfschiff. mnsa-Dampfschiff........... lorddeutscher Lloyd l.G. für Verkehrswesen Akt. .. berliner Handelsgesellschaft ... -ommerz. und Privat-Bank ... deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft Dresdner Bank 7,9 7,25 7,25 15 112 64,9 134,5 48,4 69,25 125 50,75 56,13 90,5 29,5 219,5 178 130.65 4,75 7,6 4,35 38,75 Schiußk. mittag, börse . 77,75 77 8| 192,25 I - 32,5 1,3 7,8 7,25 7,25 13,9 32,25 1,3 7,65 7,25 7,25 13,9 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*/2% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... Ameri.auiiche Roten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten Bergbau.. Kokswerke........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl........... Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. 77,25 100 48,4 240 92,25 41,13 13,75 127,25 127,25 Buderus o Deutsche Erdöl 4 Gelsenkirchener 0 Harpener 0 Hoesch Eisen-Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau 6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke ...............0 Mannesman n-Nöhrea 0 tr.Lieferungsgesellschaft... 6 t und Kraft .............6 ten & Guilleaume 0 ellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 inische Elektrizität 5 udert & Go............... 5 mens L Halske 7 pneyerL Co io Schultheis Patzenhoser 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........0 Orenstein & Koppel..........0 Leonhard Tietz..............0 Ehade.............. 10 Accumulatoren-Fabrik i ° Conti-Gummt...............0 Geld 2,431 58,385 54,84 12,28 16,46 169,31 21,36 61,75 71142,25 9 217,5 0 93,75 0 43 o| 91,65 AL kurs börse kurs 24-9- 77,25 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v.H. jraiuiun a. 2H. 2>eriiu Schluß- turs Schiußk. Abend« börse Schluß, kurs Schiußk. mittag« börse Datum 24-9. | 25-9. 24-9- 25-9. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 95,25 | 95 95,13 95,25 4° 6% ehe m.7% Dt.Reichsanl.v. 1929 — — — 5° 5y2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 93 93,1 93,4 93,4 4 98,13 97,65 98,1 4 97,75 2 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... — — — — 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 94 94 94 93,5 H 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 91,25 91,5 H 90,75 R 6’/z% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liqui......... 90,75 90,5 A — ix Oberhelsen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. _ 102,5 _ E — 2 Deuische Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 100,4 101,5 100,5 101,25 2 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 91,5 92 _ 91,65 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 91,5 92 _ — 9 b'/r% ehem. 4>/,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psanddrtefe....... 91,25 91 _ — ey2% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 1$ 91,5 91,5 _ 93 93 93 93 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanstalt, Pfandbriefe R. IC 93 93 94 93 Steuergutsch. Verrechnungskurs. 101,75 101,75 101,75 101,75 24-September 25-September Amtliche -Notierung Amtliche Geld Kotierung ?>rie Geld 3riej_ Buenos Aires Brüssel..... Rio de Jan. . Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... 0,654 1 58,545 0,199 3,047 55,04 81,77 12,33 0,658 58,665 0,201 3,053 55,16 81,93 12,36 0,653 58,545 0,199 3,047 54,99 81,77 12,315 0,657 58,665 0,201 3,053 55,11 81,93 12,345 Helsingfors.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... 5,44 16,495 169,68 21,47 0,737 5,45 16,535 170,02 21,51 0,739 5,435 16,50 169,73 21,48 0,735 5,445 16,54 170,07 21,52 0,737 Jugoslawien Oslo.....: 5,714 61,96 5,726 62,08 5,714 61,91 5,726 62,03 Wien....... 48,95 11,19 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,21 11,18 11,20 63,64 81,83 34,25 10,44 Stockholm... 63,58 63,70 63,52 Schweiz .... 81,64 81,80 81,67 Spanien.... 34,19 34,25 34,19 Prag...... Budapest .. Neuholck... 10,42 10,44 10,42 2,475 2,479 2,479 2,483 Schlußkurs Schlußk. Abeno« börfe Schlußkurs Schlußk. mittag» börse 24-9- 25.9- 24-9. 25-9- 4,95 4,95 5 7,5 7,5 7,7 4,65 4,5 4,6 38,5 38,9 38,65 26 25,5 26,25 — 25 •* — —— 29,13 28,65 29,4 79 78 79 96,25 96,25 96,5 67 67,25 67,25 72 72 72 74,5 34,25 74,5 146 144 145,5 27,5 — 27,75 148,13 147 148,4 101 99 102 119 119 119 75,5 75,5 75,75 110 109,75 110 103 103 — 94,25 93,5 94 145,25 145 146 122 123 122 86,75 85,75 86,5 114 113,25 113,75 62,75 61,25 62,75 104,9 103,5 105 —- 75,9 171,25 170,25 171,5 126,5 — 126,75 80,75 79 81,4 74,9 74,5 74,65