ttr.7? Erster Blatt 184. Jahrgang Montag, 26. März 1934 greitMMi’aÄtolWsG Dru* und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-vuch- und Steindruckerei «.Lange «n Sietzen. Schrlstle'tung und Geschäfts stelle: Schukstratze 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer Kis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Plahvorschrift oder schwieriger bat) 25°/0 mehr Lrmähigte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige (öelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint täglich, außer öonniags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gie e'ner Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. w -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Spannungen in Frankreich Oie Schwierigkeiten der Finanzlage Leichenöffnung vorgenommen werden soll. Erregte Stimmung in der sranMchen Provinz pflichtungen für 18 Monate wesentlich erhöht worden, so daß auch diejenigen jungen Leute, die ihrer Dienstpflicht innerhalb der letzten 5 Jahre Genüge getan haben, Gelegenheit finden, durch eine ISmonatige erneute Militärdienstpflicht wenig- tens vorläufig der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Wien, 25. März. (DNB.) Die „Amtliche Wiener Zeitung" bestätigt die bereits kürzlich gemeldeten Grundzüge der österreichischen Verfassung. Es gibt vier beratende Körperschaften: Den Staatsrat, der 40 bis 50 Mitglieder zählen wird, welche vom Bundespräsidenten auf die Dauer von zehn Jahren ernannt werden, den Kul- turrat mit 30 bis 40 Mitgliedern, den Wirt- s ch a f t s r a t 'mit 70 bis 80 Mitgliedern und den Länderrat mit je zwei Mitgliedern aus jedem Bundesland und aus der bundesunmittelbaren Stadt Wien. Aus diesen beratenden Körperschaften wird dann die beschließende Körperschaft gebildet, die Bundestag heißt. In diesen Bundestag wählen der Staatsrat 20 Mitglieder, der Kulturrat 10 Mitglieder, der Wirtschaftsrat 20 Mitglieder und der Länderrat 9 Mitglieder. Die G e s e tz- initiative liegt bei der Regierung. Wenn die Regierung ein Gesetz braucht, so soll ihr Entwurf den vier beratenden Körperschaften zur Begutachtung übergeben werden. Diese begutachtende Tätigkeit soll in nicht-öffentlichen Sitzungen erfol- nen-Volkes unwürdig war", so wollte Pilsudski es unter allen Umständen vermeiden, „daß auf der Waagschale des Schicksals, auf die die Schwerter geworfen wurden, der polnische Säbel fehlen sollte". Von der unerschütterlichen Ueberzeugung beherrscht, daß „nur ein Soldat ein starkes Volk schafft", hat Pilsudski nicht nur vor dem Kriege die Wehrhaftigkeit des Volkes und den Ausbau der militärischen Bewegung als feine wichtigste Aufgabe betrachtet, sondern auch als erster Marschall im neuen polnischen Staat nach diesem Grundsatz gehandelt: „... damit die Armee eine nationale sei, ist ein Volk notwendig, das einen wehrhaften Willen hat und seinen Willen auch durchzusetzen vermag ... Die Stärke des Staates beruht nicht allein auf dem Heere, sondern auf dem Willen der Bürger..., Soldatenzusei n". Dieser wehrhafte Wille erfüllt heute nicht allein die polnische Armee. Das ganze polnische Volk ist von diesem Wehrgedanken beseelt. Es ist das sichtbare Ergebnis einer großen Lebenstat eines Mannes, dessen aufstrebende Bahn Marksteine aufweist, die den Weg der Entwicklung der neuesten Geschichte eines Volkes zeigen und erkennen lassen. Die ungeheure Wandlung des Volkes ist die gen. Auf Grund der Gutachten arbeitet dann die Regierung ihre endgültige Regierungsvorlage aus. Der Bundestag kann die Vorlage nur annehmen oder verwerfen, nicht abändern. Der Bundesvoranschlag (Staatshaushalt) soll direkt im Bundestag eingebracht und dort beraten werden. Er kann auch abgeändert und dann durch Beschluß in Kraft gesetzt werden. Die Mitwirkung des Volkes ist lediglich auf die Wahl des Bundespräsidenten und auf die Volksabstimmung beschränkt, Sie jedoch lediglich a u f Veranlassung der Regierung in zwei Fällen erfolgen kann, einmal wenn die Regierung eine Entscheidung über eine vom Bundestag — der gesetzgebenden Körperschaft — verworfene Regierungsvorlage wünscht, und zweitens, wenn die Regierung selbst die Volksmeinung zu hören wünscht. Ein unmittelbares Volksbegehren ist ausgeschlossen. Die sonst üblichen Merkmale demokratischer Verfassungen fehlen; selbst dem Bundestag fehlt jede größte Tat dieses Mannes, sie ist das Lebenswerk Josef Pilsudskis. Mit größter Opferwilligkeit trägt Polen heute die Lasten einer der stärksten und best- gerüfteten Armeen Europas. Geist und Wille der Wehrhaftigkeit, schon in den Schulen pflichtgemäß nach Programm und militärischen Gesichtspunkten gepflegt, erfüllen heute die Nation. Sie sind in entscheidendem Maße Grundträger der polnischen Staatlichkeit. Marschall Pilsudski hat mit dem axiomatischen Satz, daß „der Soldat eine rechtmäßige Regierung braucht, um Soldat zu sein, die Regierung aber einen rechtmäßigen Soldaten braucht, um Regierung zu sein", den ewig gültigen und unzertrennbaren Zusammenhang zwischen den zwei höchsten Formen des menschlichen Daseins zwischen Staatlichkeit und Wehrhaftigkeit, mit unbeirrbarem Sinn für historische Wirklichkeit erkannt und zuin Gesetz seines Handelns erhoben. Aus dieser Erkenntnis heraus find nach Pilsudski „Armee und Außenpolitik die beiden wichtigsten Funktionen des Staates, ausdrücklich staatlich und ausdrücklich mit seinem Bestand verbunden". Die geistige, moralische und materielle Wehrhaftmachung des polnischen Volkes ist unleugbar das größte Werk dieses schöpferischen Lebens. Blutige Demonstrationen in Toulon und Tours. haltender Wirkung. „Alles Schöne in meiner Seele ist in Wilna gewachsen" — sagte der Marschall als reifer Mann. Im kleinen geschlossenen Kreise seiner gleichgesinnten Spiel- und Schulkameraden erhielt er den größten Teil seines geistigen Rüstzeugs als späterer Freiheitskämpfer und Revolutionär. Mit größter Bitternis erinnert sich Pilsudski indes an die Zeit, als er das russische Gymnasium besuchte: „In den Schulen litt ich die ganze Zeit unermeßlich. Das Gefühl der Niedergeschlagenheit, des Sklaven, der jeden Augenblick wie ein Wurm zertreten werden kann, lastete auf meinem Herzen wie ein Mühlstein." Vollends zum Revolutionär aber wurde Marschall Pilsudski erst während seiner fünfjährigen Verbannung in Sibirien. Hier in der unendlichen Weite des asiatischen Rußlands, inmitten der unergründlichen geheimnisvollen Taiga, zwischen fremden Menschen und gemeinen Verbrechern, Kosaken, Sibiriaken und nicht zuletzt unter der Wucht der russischen Knute reifte der glühende, romantisch angehauchte und zurückhaltende Jüngling zum reifen, strengen und feurigen Mann, zum Revolutionär und Verschwörer aus. Hier studierte er die Lehren des Sozialismus und hier las er Karl Marx. Aber Pilsudski ist niemals Marxist gewesen. Denn es ist überaus bezeichnend für den kommenden Kämpfer um das heiligste Gut seines Volkes, um feine nationale Freiheit, daß Pilsudski sich schon in Sibirien zu einer ganz anderen Auffassung über den Sozialismus durchgerungen hatte: „Ein Sozialist in Polen muß nach Unabhängigkeit feines Vaterlandes streben, denn die Unabhängigkeit ist die bedeutsame Bedingung für den Sieg des Sozialismus in Polen." Und es kennzeichnete Pilfufki ferner die Tatsache, daß er niemals das bei den Marxisten so sehr beliebte Wort vom „Klassenhaß" gebrauchte, dafür aber mit größtem Ernst über Ehre und Freiheit und über den Wert der Arbeit schrieb und redete: „... niemand wird bereit sein, für die Erhöhung des Arbeitslohnes um zehn Groschen zu sterben. Man muß dem Menschen ein dem Opfer würdiges Ziel geben. Wir wollen ein unabhängiges Polen, um dort für alle ein besseres, gerechteres Leben einrichten zu können. Es ist notwendig, in den geistigen Umlauf unseres Volkes wiederum die Verachtung des plötzlichen und unerwarteten Todes Die sozialistische Partei würde diese Frage sofort bei Wiederzusammentritt der Kammer aufwerfen. Die Arbeitslosigkeit droht Verlängerte Militärdienstzeit als Hilfsmittel. Paris, 25. März (DNB.) Es sollen sich die Fälle gehäuft haben, in denen sich junge Rekru- ten, die kurz vor der Beendigung ihrer zwölfmonatigen Dienstpflicht standen, in einem Schreiben schreiben sei weniger auf internationale, als auf innerpolitische Spannungen gemünzt. Die Militärbehörden hätten im Einvernehmen mit v v dem Kriegsminister die Absicht, in diesm Falle die IDNR-Funksvruck 1 Vor gesamte Regierungsgewalt an sich zu ' ^nriprucy.) -our » , M müHo firh fronen mns nuc, den Die Gtavisky-Juweten in London entdeckt. Begründete Zweifel an dem Selbstmord Stavisktzs. Oie Grundzüge der neuen österreichischen Verfassung Pilsudski. Oer Erzieher seines Voltes. Von unserem A -Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Warschau, März 1934. geben, daß sie nach ihrer Freilassung keine A r -1 bett finden würden. Der Kriegsrnimster hat, nun verfügt, daß die Rekruten, die kurz vor ihrer . Entlassung stehen, berechtigt sind, im Laufe des | Monats April sich für weitere sechs Monate Die französischen Sozialisten befürchten einen Militärputsch Paris, 25. März. (DNB.) „Populaire" veröffentlicht ein angeblich echtes Schriftstück, das mit dem Vermerk „Geheim" vom Generalkommandanten des zweiten militärischen Bezirkes in Amiens an Jndustnelle versandt worden sein soll, die sich in der Hauptsache mit der Herstellung von Kriegsmaterial beschäftigen. In diesem Schriftstück sollen die Empfänger aufgefordert werden, der Kommandantur bis zum 30. März mitzuteilen, mit welchen Kunden oder Lieferanten sie unbedingt in telefonischer Verbindung bleiben müssen. Diese Angaben seien notwendig, um eine Liste der Industriellen aufzustellen, die i m Falle politischer Spannungen oder Mobilisierung berechtigt seien, gewisse ^telefonische Verbindungen aufrechtzuerhalten. Im Falle der Nichtbeantwortung des Rundschreibens wurde den Empfängern zu gegebener Zeit jebe telefonische Verbindung untersagt sein. Populaire" wirft die Frage auf, ob es tn Frankreich eineArtGefahrenzustan b gebe, der eine solche Maßnahme rechtfertige. Das Rund- Kunbgebern und Polizei kam es auch in T o u r s , wo eine Gruppe ber sogenannten „französischen Solibarität" eine Versammlung abhielt. Eine nach Hunberten zählenbe Menge von Gegnern hatte sich vor dem Versammlungsgebäude versammelt und warf mit Steinen gegen die Fenster und auf die Polizeibeamten. Als letztere versuchen wollten, die Kundgeber zu zerstreuen, wurden sie mit einem Hagel von Steinen empfangen und sahen sich schließlich gezwungen, sich zuruckzuziehen. Mehrere Revolverschüsse wurden auf feiten der Kundgeber, die sich aus marxistischen und kommunistischen Vereinigungen zusammensetzten, abgegeben. Erst nachdem die Polizei Verstärkung erhalten hatte, gelang es, die Kundgeber zu zerstreuen, die sich nach Der Arbeitsbörse begaben, um dort eine Kundgebung abzuhalten. Unterwegs hielten sie einen Kraftfahrer an, dessen Wagen vollständig zerstört wurde. Da die Kundgeber ihre Verletzten mitgenommen hatten, konnte deren Zahl nicht festgestellt werden. Auf feiten der Polizei waren drei Verletzte zu beklagen. Etwa 30 Verhaftungen konnten durchgeführt werden. für höhere Ziele au setzen." Der Weg, den Marschall Pilsudski in ber Richtung auf das weitgesteckte Ziel der Unabhängigkeit betreten hat, war schwer und holprig, reich an Mühe und Arbeit, Bitternis und Enttäuschung. Doch wie alle Verkünder, Neuerer und schöpferische Männer von Format den Durchschnitt ihrer Umgebung vor allem durch eine größere innere Spannkraft überragen, so hat sich auch Pilsudski nur kraft seiner Persönlichkeit, seines unerschütterlichen Glaubens an die Idee und willenstarker Ausdauer nicht nur zum Führer der polnischen Freiheitsbewegung und somit zum Träger und Derköperer des polnischen wehrhaften Kampfes, sondern schließlich zum ersten Staatsmann, Marschall und Führer des selbständigen polnischen Staates erhoben. An dem Kampf um die Unabhängigkeit, den Josef Pilsudski Ende des vergangenen Jahrhunderts auf- genommen und der durch den Ausgang des Weltkrieges schließlich zum Siege geführt hat war indes nur eine ganz kleine, wenn auch festgeschloffene Minderheit des polnischen Volkes beteiligt. Dem ver- meaenen Kampfruf Pilsudskis ist nur eine auserlesene Gruppe von ebensolchen Fanatikern der Idee gefolgt Das mar eine der größten Enttäuschungen seines Lebens. Für die Stimmung und den Geist dieser Treugefolgschaft ist bezeichnend daß m den Marschtönen des ßegionenliebes „Erste Vrigade heiliger Zorn unb Verachtung für die ßauhert unb Gleichgültigkeit ber Umgebung bes eigenen Volkes erflingen Diese Teilnahmslosigkeit bes größeren S bes polnischen Volkes, namentlich wahrenb des russisch-japanischen Krieges und noch mehr wahrend der darauf folgenden ersten russischen ^eoo- lution hat d-n entscheidenden Wendepunkt >m L-b-n und Kampf Pilsudskis herbeigefuhrt. Er ernannte vor allen Dingen die Tatsache, daß revolutionäre und terroristische Mittel im Kampf ^gen den ruf- fischen Unterdrücker allein nicht ausreichen. Diese Erkenntnis erwächst zum großen Gebot semes H n deins: Nur mit der Waffe tn de r H a n d kann und muß sich das Volk Freiheit und Staat erkämpfen. „Allein läßt sich nichts machen. Die Unabhängigkeit läßt sich nicht erbitten, nicht erreden Paris, 24. März. (DNB.) Der Sarg mit der ßeiche Staviskys wurde am Samstag - auf dem Friedhof in Thamonix wieder ausge- Mar guet Einsparungen in den So- graben und in das ßeichenschauhaus uberge- zialversicherungen in Höhe von mindestens führt. Dort wurde der Sarg in Anwesenheit der 500 Millionen Franken fordern. Der Arbeitsmini-, Aerzte, die die erste Obduktion vorgenommen hat- ster dürfte einen besonderen Plan entwickeln, durch ten, geöffnet. Die Aerzte zeigten den Vertretern den es möglich wäre, dem Staat für die kommenden. der Gerichtsbehörde, daß die Brust Stavi- fünf Jahre eine Summe von sechs Militär- skys keine Wunde au fw eist Darauf wurde d e n Franken aus den Sozialversicherungskassen ber Sarg wieder geschlossen. Er wird tn einem Ge- 3ur Verfügung zu stellen. Ziel ber Verorbnungen packwagen nach Paris befördert wo die zweite sei, eine fünf- bis a ch t p r o z e n t i g e Kür- — morh'n fnIf jung der Bezüge der Beamten und Pensionsempfänger, ausgenommen die der Frontkämpfer unbKriegsopfer. Schließlich denke man daran, in gewissen Verwaltungszweigen die Zahl der Beamten herabzn- setzen. Die Betroffenen würden mit 60 Prozent ihrer bisherigen Bezüge in den Ruhe st and versetzt werden. Ein französischer Polizeikommissar konnte tn dem ßondoner ßeihhaus Sutton die gesamten Slavisky-Juwelen im Werte von zehn Millionen Franks beschlagnahmen. Diese Schmuckaegenstände sind mit insgesamt 8000 englischen Pfund beliehen worden. Die erste Pfundoperation geht auf den 25. Sept. 1933, die vorletzte auf den 5. Dezember 1933 und die letzte auf den 8. Februar 1934, also auf eine Zeit nach öem Tode Staviskys zurück. Die Schmucksachen sind im Auftrage Staviskys aus dem Bayon- ner Leihhaus, wo sie als Pfand lagen, entfernt worden Sie waren durch Boten aus Paris gebracht worben. Sie bestehen zum großen Teil aus Diamantenfchmuck, darunter einige sehr schöne Steine im Werte von mehreren tausend Pfund. Die Firma erwarb später die Juwelen. Sie hatte sie bisher nicht zum Verkauf ausgestellt und die Steine befinden sich weiterhin in ihrem Gewahrsam. Der Helfershelfer Staviskys, Hatnnaux, der den Beinamen „Jo mit den weißen Haaren" trägt, hat sich selbst der Polizei gestellt. H. hatte vor kurzem dem Polizeiinspektor Bonny einen Teil der Staoisky-Schecks zugestellt. Man behauptet aber, daß er einen Teil behalten habe, um damit bei den bezeichneten Persönlichkeiten Erpressungen zu begehen. GMWM MMM-M eine schwierige Lage vorgefunden, der Fehlbetrag des Staatshaushaltes belaufe sich auf vier Milliarden. Die Regierung habe nicht die Absicht, den ehemaligen Frontkämpfern ein Opfer aufzuzwingen. Wenn es aber notwendig wäre, würde man von allen Franzosen ein Opfer verlangen müssen. Die ehemaligen Frontkämpfer konnten dieses Opfer ablehnen, aber bann würbe er zurück- treten. Man könne bie Steuerschraube nicht noch mehr anziehen. Man könne auch von denen, die leiden, nichts mehr verlangen. Der Finanzminister Germain Martin wird von Arbeitsminister unb nicht erschachern, man muß bereit fein, sie mit bem Tribut bes Blutes zu erkaufen." Der Mangel innerer Wehrhaftigkeit bes polnischen Volkes drängte ihn zur entscheidenden Tat: die Jugend durch systematische Erziehung für den kommenden Krieg, den er voraussah und als Patriot herbeisehnte, geistig, moralisch und ^körperlich vorzubereiten. Durch Organisierung der Schützenvereine schuf Pilsudski schon mehrere Jahre vor dem Weltkrieg die polnische Kampfbewegung, deren Ziel es war, wie er selber sagte, „Schaffung einer Funktion ber Macht in unserem Volke". Dies Ziel beherrschte unb lenkte sein Tun und Handeln, gab ihm Kraft und Ausdauer in dem schweren Kampf nicht zuletzt gegen bie Gleichgültigkeit in den Rechen des eigenen Volkes. Er hat später zuruckschauend nicht ohne berechtigten Vorwurf erklärt: „Das polnische Heer, das wir zu bauen anfingen, ist Nicht aus bem Willen unb Wunsch des ganzen polnischen Volkes entstanden". Aus bieser Wehrbewegung erwuchsen dann die Leg-onen. an deren Spitze Pilsudski als schlichter „Kommandant", ohne Abzeichen und Rangnennung, in den Weltkrieg gegen den rumsen Feind gezogen ist. Wenn diese Schar anfänglich auch klein und unansehnlich „und des großen 20-Mlllw- Am Josefstag hat Polen den Namenstag feines ersten Feldmarschalls und Führers, Josef P 11 s u d- f k i, als eine große nationale Feier festlich begangen. In zahlreichen Festschriften, Vorträgen und Aufsätzen wurde das Leben unb die Bedeutung dieses bedeutenden Mannes als Revolutionär und Freiheitskämpfer, als Organisator, Heerführer und schließlich als Staatsmann, Führer unb Erzieher feines Volkes bargestellt unb geroürbigt. So ungewöhnlich unb bewegt bas Leben dieses Mannes war, so ungewöhnlich und bewegt war sein Ringen um die Erfüllung seiner Ideale. Denn sein Leben war von frühester Jugend an unentwegter, erbitterter Kampf um das höchste Ideal eines Freiheit und Unab- Toulon, 26. März. (DNB. - Funkspruch.) Während eines Vortrages des Abgeordneten Pbar- n e g a r a y , der besonders durch seine Vorstöße in der Stavisky-Angelegenheit und wegen der Pariser Februar-Unruhen bekannt geworden ist, kam es in den neben dem Versammlungsraum liegenden Straßen zu Demonstrationen, die vom . Komitee zur Bekämpfung des Fafchis- an das Kriegsministerium geroanbt|mU5 inszeniert worben waren. Die Zusammen- HÜtten, um ihrer Besorgnis barüber Ausbruck zu stöße sollen so ernst gewesen sein, baß Die Polizei u " r’ ' 9f '1 narf) Schluß ber Versammlung bie Ruhe auf ber Straße überhaupt nicht roieber Herstellen konnte. Erst nachbem 250 Mann ber Mobilgarbe aus Marseille zur Verstärkung herangeschafft wor- -vjiunui» tapiu |iuj । u i weit'.«. * 1-;, -------- ben waren, konnten bie Straßen von ben Demon- zu verpflichten, bie sie in derselben Eigenschaft und stranten gesäubert werden. Mehrere Mari nein der gleichen Truppenformation abbienen können, i 0 f f i 3 i e r e in Uniform würben von ben Anti- Außerbem ist bie Zahl ber zugelassenen Neuner- \ faschisten tätlich angegriffen. Ein Fähnrich ------£"— ■*° « f« «♦ f * erhöht mürbe sogar schwer verletzt. Zu einer wahren Straßenschlacht zwischen I großen Patrioten — um bie hängigkeit seiner Nation. Schon in ben Kinberjahren war bie ernste Erziehung seiner liebevollen und patriotischen Mutter, die noch unter dem frischen Eindruck des letzten Polenaufstandes von 1863 gegen den russischen Bedrücker stand, auf bie Gestaltung ber überaus emp- sinblichen Seele ihres Sohnes von großer unb an- Möglichkeit der Initiative für die Gesetzgebung. Auch ist er nicht imstande, irgendeine Kontrolle über die Regierungstätigkeit zu üben. Weder er und noch weniger natürlich die vier beratenden Körperschaften sind in der Lage, die Regierung abzuberufen. Das steht ausschließlich dem Bundespräsidenten zu, der auch die Regierung ernennt. Der Bundespräsident kann sogar Teile der Verfassung abänüern, ohne an die Mitwirkung der gesetzgebenden Körperschaft gebunden zu sein. Nach einer Aeußerung des Bundeskanzlers scheint sogar noch nicht einmal geklärt zu sein, ob der Bundespräsident gewählt werden wird, da Dollfuß erklärt hat, in der neuen Verfassung werde es allgemeine Wahlen weder im Bund, noch in den Ländern geben. Zusammenschluß der Organisationen der freien Wohlfahrtspflege. Berlin, 24. März. (DNB.) Die vier von der Reichsregierung anerkannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die schon bisher in der Reichsgemeinschaft zusammengeschlossen waren — NS.-Volkswohlfahrt, Zentralausschuß für die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche, Deutscher Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz — haben sich unter Führung des Amtes für Volkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. zu einer festgefügten Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Der Führer dieser Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege ich der Amtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. der NSDAP., Pg. Hilgenfeldt. Die Arbeitsgemeinschaft hat die Aufgabe, die Leistungen und die Erfahrungen der ganzen freien Wohlfahrtspflege zusammenzufassen und ihre einheitliche und planwirt sch aft- liche Gestaltung im Sinn des nationalsozialistischen Staates sicherzustellen. In derselben Weise sollen auch in den Gauen Arbeitsgemeinschaften unter Führung des zuständigen Amtsleiters für Volkswohlfahrt gebildet werden, um fo eine planmäßige Zusammenarbeit aller Organisationen der freien Wohlfahrtspflege herbeizuführen. Oie Förderung der deutschen Filmwirtschast. Berlin, 25. März (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hielt eine Besprechung mit Herren der Filmwirtschaft ab, bei der er betonte, daß alle Maßnahmen ergriffen werden müßten, um die Qualität des deutschen Filmes weiter zu verbessern und die stoffliche und künstlerische Gestaltung mit dem Geiste des neuen jungen Deutschland noch mehr als bisher in Einklang zu bringen. Dies soll selbstverständlich nicht heißen, daß in Deutschland das Hauptgewicht auf politische oder kulturpolitische Tendenzfilme zu legen fei; im Gegenteil soll die Filmindustrie den Spielfilm und den Großfilm besonders pfleaen, doch müßten diese Filme fid) von allem Kitsch und allem unechten „Filmzauver" fernhalten, dafür aber echtes deutsches Leben in wahrhaft künstlerischer Darstellung zum Ausdruck bringen. Es wurde festgestellt, daß die in Aussicht gestellte Beseitigung der L u st b a r k e i t s st e u e r als die wirkungsvollste Hilfe zur Behebung der Schwierigkeiten in der Filmwirtschaft anzusehen sei, und es wurde mit allem Nachdruck gebeten, daß diese Maßnahme alsbald in Kraft gesetzt werde. Die im Gang befindliche deutsche Filmproduktion wird eine ausreichende Zahl von Filmen fertigstellen, die den Bedarf der deutschen Lichtspieltheater befriedigen wird. Es liegt deshalb für die Verleiher keine Veranlassung vor, sich für die Deckung ihres Bedarfes nach ausländischen Filmen umzusehen. Oer Fremdenverkehr dient der polnischen Aufklärungsarbeit. Eröffnung der Ausstellung und Werbezenlrale „Deutschland". Berlin, 24. März. (DNB.) Im Columbushaus am Potsdamer Platz fand die feierliche Eröffnung der Auskunfts- und Werbezentrale „Deutschland" statt, in der sich die 24 Landes- verkehrsoerbände, sowie die Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr zusammengeschlossen haben. Der Bundespräsident, Staatsminister Esser, eröffnete die Veranstaltung. Die Ausgaben des Fremdenverkehrs seien nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch politischer Natur. In innerpolitischer Beziehung ergebe sich die Verpflichtung, daß das deutsche Volk sich gegenseitig kennenlerne, damit die Einheit der Nation für alle Zeiten fest untermauert werde. Die außenpolitischen Aufgaben bestehen m der Notwendigkeit der g a ft - freundlichen Aufnahme der Ausländer, um Sympathien für Deutschland zu sammeln und damit den Lebenskampf der Nation zu erleichtern. Es müsse festgestellt werden, daß sich der Fremdenverkehr im letzten Jahr bereits erheblich gebessert habe. Die zentrale Werbestelle solle die Arbeit nunmehr von einer einheitlichen Stätte aus ermöglichen. Reichsminisler Dr. Goebbels übergab dann das neugeschaffene Werk dem Bundespräsidenten zu treuen Händen. Als im Januar 1933 die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernahmen, sei dieser Vorgang für die Welt außerordentlich überraschend, wenn nicht gar verblüffend gewesen, da die oorangegangenen deutschen Regierungen den Nationalsozialismus vor der Welt zu bagatellisieren und zu diskriminieren versucht hätten. Die Welt habe sich gar nicht die Mühe gegeben, den Nationalsozialismus geistig und politisch zu verstehen. Der Minister betonte, daß niemals das geschriebene oder das gesprochene Wort so stark wirken könne, wie der praktische Augenschein. Die Reichsregierung habe daher die Bestrebungen der Derkehrsverbände, Reisen von Ausländern nach Deutschland zu organisieren, stets begrüßt. Seit Hunderte und Tausende von einflußreichen Ausländern Gelegenheit gehabt hätten, sich durch eigenen Augenschein von der tatsächlichen Lage im Reich zu überzeugen, werde Deutschland in der Welt viel besser ver st anden. Daraus könne man erkennen, von einer wie eminent wichtigen Bedeutung der Fremdenverkehr nicht nur für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für das Deutschtum an sich sei. Hauptgrundsatz bleibe es im Fremdenverkehr nicht durch Worte, sondern durch L e i st u n g e n für Deutschland zu werden. Sie Finanzierung des Arbeilsbeschaffungsprogramms. Münster i. W., 25. Mgrz. (DNB.) Reichsfinanz- minister Graf Schwerin von Krosigk hielt auf Einladung der wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft einen Dortrag über „Oeffentliche Finanzen und Wirtschaft" Der Minister erklärte u. a., die Irrsinnszeit vor 10 Jahren habe unser friedliches, sparsames und ehrliches Volk an die Grenze des Ehaos und des Verbrechens geführt. Wenn es gelungen fei, des Wirrwarrs Herr zu werden durch das, was man das Wunder der Rentenmark nenne, so wolle er offen lassen, wem das Verdienst dafür zukomme, ob H e l f f e r i ch , ob Luther ober Schacht. Wenn die Rentenmark Erfolg gehabt habe, so sei das nicht so sehr der Grundlage ihrer Sicherheiten zu verdanken, sondern vielmehr der Tatsache, daß das deutsche Volk an diese Rentenmark geglaubt habe. Die Folge sei dann die Entwicklung einer sog. Hochkonjunk - t u r gewesen, bei der es sich aber nur um eine Scheinkonjunktur gehandelt habe, weil die Grundlage nicht gesund gewesen sei; denn diese Grundlage habe aus geborgten Auslands- gelöern kurzfristiger Art bestanden. Es klingt wie ein Märchen, daß man damals nicht wußte, was man mit den dauernden Ueberschüssen anfangen sollte. Es wäre damals notwendig gewesen, eine wirkliche Haushaltskonjunkturpolitik zu treiben, in den Zeiten der Fülle für die Zeiten der Not zu sammeln. Nur ein einziger meiner Vorgänger, Reichsfinanzminister von S ch l i e b e n, hat den Versuch gemacht, eine derartige Politik durchzuführen. Graf Schwerin gab dann einen Ueberblick über die Finanzpolitik nach der Lausanner Konferenz, durch deren Ergebnis die Reparationen praktisch beseitigt wurden. Aber eine Besserung konnte entscheidend erst ein* treten, nachdem Hitler die Regierung übernommen und damit das Vertrauen in die politische Stabilität die Grundlage gebildet hat für eine wirtschaftliche Entwicklung nach oben. Was 1933 geschaffen worden ist, waren Glieder eines einheitlichen Planes. Die Belebung der Wirtschaft kann nur dadurch erfolgen, daß Lasten, die wir als überhöht erkannt haben, gesenkt werden. Das ist geschehen, aber nickst in der Form, daß wir eine einheitliche große Senkung gemacht hätten; denn dazu waren wir zunächst nicht imstande, sondern dadurch, daß wir eine Senkung hatten eintreten lassen, die alsbald ein wirtschaftliches Ergebnis brachte. Der 2Tli- nister erwähnte in diesem Zusammenhang den Fortfall der Kraftfahrzeug st euer und die Darlehen zur Förderung der Eheschließungen. Nicht unmittelbar wirksam sind die Maßnahmen, die für die Landwirtschaft auf dem Gebiete der Umsatzsteuer ergriffen wurden. Denn man jetzt auf landwirtschaftlicher Seite zugibt, daß es langsam besser wird, dann ist das nicht nur eine Folge der Maßnahmen auf dem Gebiete der Preisgestaltung, sondern auch eine Folge der Maßnahmen, die zur Entlastung ergriffen wurden. Die Sanierung der Gemeinden, die Gemeindeumschuldung und die Uebernahme des Krisenfünftels von den Gemeinden auf das Reich, die Begrenzung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden, sie sind nicht geschaffen worden im Interesse der Gemeinden, sondern als ein Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Es ist damit natürlich nicht gelungen, die Gemeinden zu sanieren. Aber das Gros der Gemeinden kann zum ersten Male wieder einen ausgeglichenen und gesunden Haushalt aufstellen. Solange aus einer erstarkten Wirtschaft die private Jnittative nicht volle Ergebnisse bringt, solange die normale Auftragserteilung nicht wieder das übliche Maß erreicht, solange muß eine zusätzliche Arbeitsbeschaffung vom Reich eingreifen. Diese öffentliche Arbeitsbeschaffung war absolut notwendig, soll aber nur eine Uebergangszeit überbrücken. Es ist falsch, von einer künstlichen Arbeitsbeschaffung zu sprechen, denn sie ist nicht künstlich, sondern sie ist in diesem Augenblick und in dieser Lage notwendig und gerechtfertigt. Nun endlich die ost an mich gestellte Getviffensfrage: Wer bezahlt denn nun eigentlich alles? Ich drücke mich gar nicht vor dieser Frage, sondern will sie absolut klar beantworten, und mit Ihnen besprechen, ob man das nach den Grundsätzen, die ich vorhin nannte, rechtfertigen kann oder nicht: Das Geld zur Bezahlung aller Arbeitsbeschaffungsprogramme wird gepumpt. Ich kann es aus dem laufenden Haushalt nicht geben. Wenn ich es aus den Steuern zahlen könnte, dann brauchten wir ein zusätzliches Arbeitsbeschaffungsprogramm nicht. Diesen Pump nehme ich durchaus nicht leicht, sondern erkenne durchaus an, welch schwere Vorbelastung für künstigeJahre darin liegt. Ebenso wie die Steuergutscheine sind auch die kurzfristigen Kredite zur Unterstützung des Arbeitsbeschaffungsprogrammes im Laufe von fünf Jahren abzudecken und da wir schon im Arbeitsbeschaffungsprogramm an Steuer- gutfd) ein en eine Vorbelastung von rund vier Milliarden haben, ist das eine nicht unerhebliche Vorbelastung kommender Jahre, zumal wenn man bedenkt, daß wir aus vergangenen Zeiten auch noch einen Haushaltssehlbetrag im Reich in Höhe von zwei Milliarden mitschleppen. kann man nun mit einer solchen Vorbelastung von 6 Milliarden ruhig schlafen? Wenn man nichts getan hätte, dann hätten wir genau wie in den vergangenen Jahren einen Rlese n f e h l b e t r a g gehabt, den wir im haushalt durch kurzfristige Kredite hätten vorübergehend abdecken können, was aber ebenfalls eine Vorbelastung für die Zukunft gewesen wäre, nur mit dem einen Erfolg, daß nicht die Quellen erschlossen worden waren, aus denen diese Vorbelastung wieder abgezahlt werden kann. Da liegt der Unterschied. Es handelt sich hier um die einzig mögliche Politik, diese Vorbelastung zu übernehmen. Weil wir keine Reserven aus guten Zeiten haben, müssen wir die Reserven aus der Zukunft vorübergehend nehmen. Ist es vielleicht eine allzu optimistische Hoffnung, daß wir, ein Sechstel wenigstens, wieder aufholen? Und holen wir es wieder auf, dann ist damit die Finanzierung dieser Vorbelastung durchaus gesichert. Wenn also jemand glaubt, daß in dieser Vorbelastung der Zukunft eine Gefahr für die Wahrung liegt, dann versteht er entweder nichts von der Sache oder will nichts davon verstehen. Wie sieht nun der plan für 1934 aus? Aus den Arbeitsbefchaffungsprogrammen des vorigen Jahres haben wir noch einen nicht unerheblichen Rest für 1934. Für dieses Jahr tritt gleichzeitig zum ersten Male die Durchführung des Autobahnenprogramms mit den ersten Summen in Erscheinung. Infolgedessen haben wir allein aus diesen Mitteln dasselbe Volumen wie im Jahre 1933. Die mittelbare Wirkung der Arbeitsbeschaffungsprogramme von 1933 fängt erst im Jahre 1934 an sich voll auszuwirken. Aber eines war tatsächlich stark zurückgeblieben: Die Arbeitsprogramme hatten sich nur auf einen Teil der Industrie ausgewirkt. Hier muß nachgeholt werden. In diesem Zusammenhang wies der Reichsfinanzminister auf das vom Kabinett verabschiedete Gesetz zur Verstärkung der Kaufkraft hin. Es ist unmöglich für den Finanzminister, so fuhr Graf Schwerin dann fort, Steuerpolitik zu treiben, wenn gleichzeitig d i e zahlreichen neuen Gesellschaften des öffentlichen Rechtes ohne Rücksicht auf den Finanzminister Beiträge usw. erheben können. In diesem Jahre steht die Steuerreform auf dem Programm der Regierung. Ich bin der Ueberzeugung, daß wir mit der wichtigsten Steuer, der (Einfommenfteuer, wesentlich herabgehen können. Es ist eine alte Erfahrung, daß zu hohe Einkommensteuersätze sich stumpfkaufen. Ich glaube deshalb, daß wir eine Reform eintreten lassen können, weil ich auf einen Mehrertag der Einkommensteuer infolge steigender Steuerehrlichkeit rechne. Der Minister streifte dann die Frage unserer Beziehungen zum Ausland und den Rückgang unserer Jndustrieausfuhr sowie die Frage der R o h st o f f b e f d) a f fu n g. Amerika wird einsehen müssen, daß es auf die Dauer einen Kuchen nicht doppelt essen kann, und zwar nicht gleichzeitig als Gläubiger und als Exporteur. Auf eines muß man verzichten. Der starke Staat, den wir jetzt haben, so schloß der Reichsfinanzminister, ist berufen, zu einer aktiven Wirtschaftspolitik, aber die Initiative und Verantwortlichkeit des einzelnen Wirtschaftlers und Arbeiters muß unangetastet bleiben. Das neue Gesetzeswerk zur Minderung der Arbeitslosigkeit. Erläuterungen des Staatssekretärs Reinhardt. Berlin, 24. März. (DNB.) Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Reinhardt sprach vor der Presse über die Maßnahmen zur weiteren Beschränkung der Arbeitslosigkeit. Das Gesetz zur Erhaltung und Hebung der Kaufkraft bestimmt, daß die Erhebung von Spenden nunmehr der Genehmigung des Stellvertreters des Führers im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister bedürfe. Ausgenommen feien Spenden im Sinne der Wohlfahrtspflege und Kollekten der Kirche. Die freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit höre am 31. März auf. Aus ihr konnten rund 130 Millionen in den Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit oingesetzt werden. Die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe habe im laufenden Jahre 530 Millionen er* bracht. Durch das neue Gesetz werde die Abgabe heblich gesenkt. Die Entlastung betrage 300 Millionen, davon entfielen 115 Millionen auf die kleinen Lohnempfänger bis zu 100 Mark monatlich, 125 Millionen auf die Einkommensempfänger bis zu 500 Mark mit einem oder zwei Kindern, 45 Millionen auf die Einkommensempfänger mit drei und mehr Kindern, 15 Millionen auf die Ledigen oder kinderlos Verheirateten mit nicht mehr als 150 Mark Einkommen. Die Verteilung der Mindereinnahmen fei also so, daß sie dem Konsum zugeführt wird. Zum Reichsschiachsteuergesetz führte der Staatssekretär aus, daß es heute kein Land mehr gebe, in dem nicht eine Schlachtsteuer nach vollkommen verschiedenen Merkmalen erhoben wird. Diesem Steuerwirrwarr und der damit verbundenen Ungerechtigkeiten werde ein Ende bereitet. Das Schlachtsteuergesetz regele die Erhebung einer Schlachtsteuer einheitlich. Die Schlachtsteuer werde sicherlich eine der ersten sein, die völlig beseitigt werde; sie erbringe aber 200 Millionen, auf die die Länder zunächst nicht verzichten könnten, denen die Steuer nach Abzug von 4 v. H. Verwaltungskosten restlos zufließe. Die Arbeitslosenziffer werde Ende März nicht mehr höher als drei Millionen fein und mit Zuversicht dürfe man erwarten, >daß sie Ende Juli bis Anfang August nur noch Zwei Millionen betrage. Im Laufe des Jahres würden sich noch die Arbeitsprogramme des Vorjahres, aus denen noch ein Arbeitsvorrat von etwas mehr als einer Milliarde bestünde, auswirken. Das Gesetz für Steuerbefreiung bei Arbeitsbeschaffung bestehe noch. Wer keine Einkommensteuer bezahlen wolle, brauche nur entsprechende Beträge für Ersatzbeschaffung oder für Zwecke des zivilen Luftschutzes und des Sanitätswesens im Industrie- und Werkbetriebe aufzuwenden, den er völlig in Abzug bringen könne. Wenn ein Unternehmer nachweise, daß er 10000 bis 2 0 0 0 0 Mark für Ersatzbeschaffung verwendet habe und die Vorauszahlungen für 1934 ermäßigt haben wolle, werde er bei den Finanzämtern gewiß großzügiges Entgegenkommen finden. Die im Vorjahr ausgegebenen 300 Millionen Steuergutscheine seien jetzt durch das Reich in Zahlung zu nehmen. Etwa 150 Millionen seien davon noch im Besitz der Steuerpflichtigen, die übrigen werden durch die Banken zur Bezahlung von Steuern benutzt, die dadurch mehr Kredite an Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe gewähren können. Zum Abschluß des Mntechilfswerks. Ein imposantes Ergebnis wahrer Volksgemeinschaft. - Die NS.-Volkswohlfahrt bereitet das neue Hilfswerk »Mutter und Stinte vor. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34 nähert sich seinem Ende. Es war ein harter Kampf gegen Hunger und Kälte. Der Wunsch des Führers ist in Erfüllung gegangen: In diesem Winter hat niemand in Deutschland gehungert und gefroren. Während in anderen Ländern Straßenkämpfe und Tumulte an der Tagesordnung waren, während Klassenhaß und Parteienstreit die armen, von der Not gepeinigten Menschen aufeinander hetzten und zu Hungermärschen vereinigten, hat Deutschlands Führer Adolf Hitler ein einigendes Band der Liebe um alle geschlungen. Dem Rufe des Führers ist das ganze deutsche Volk mit wundervoller Einmütigkeit gefolgt Nicht weniger als IV- Millionen ehrenamtlicher Helfer haben sich in den Dienst des Winterhilfswerkes gestellt, das unter Führung der NS. Volkswohlfahrt in Gemeinschaft mit allen Verbänden der freien Wohlfahrtspflege aufgebaut worden ist. Aber diese IVs Millionen Menschen waren es nicht allein, die Opfer an Arbeitskraft, an Zeit und an Geld gebracht haben — fast jeder deutsche Volksgenosse hat sich in irgendeiner Form am Winterhilfswerk beteiligt. Man hat berechnet, daß die gesamten Leistungen des Winterhilfswerkes etwa einem Wert von 300 Millionen Mark entsprechen. Von den einwandfrei feststellbaren Einzelleistungen verdienen aber die folgenden ganz besonders hervorgehoben zu werden: Kohlen: rund 2,6 Millionen Tonnen im Gesamtwert von 50 Millionen Mark (das sind fast 14 v. H. des gesamten Hausbrandverbrauches im vorhergegangenen Winter.) Kartoffeln: 12,5 Millionen Zentner. (Davon sind 6 Mill. Zentner zum Preis von 8,2 Millionen Mark angekauft worden; das entspricht etwa 41/2 0. H des halbjährlichen Gesamtverbauches von Spsisekartoffeln im Jahre 1932.) Getreide und Mehl: 1,1 Millionen Zentner, weitere 70 000 Zentner wurden zum Preise von 1 Million Mark angekauft. * ’ Brot: 60 000 Zentner. Konservendosen: 300000 Stück. Milch: 1 Million Liter. Schuhe: 180000 Paare. Stoffe: 250000 Meter. V ngsgegen stände: 1,1 Millionen Stuck, darunter 430 000 Stück Wäsche Holz: 300 000 Zentner. Gutscheine aus Lebensmittel und dergleichen: fast 400 000 Mark. Geldspenden: bis 1. März rund 75 Mil- honen Mark davon rund 19,5 Millionen Mark aus dem Eintopfgericht. Stus Steuermittetn hat das Htlf-w-r, bisher nicht einen Pfennig beansprucht Ohne eindringliche Werbung wäre ein solches Werl nicht denkbar und nicht durchführbar gemefen Die Propaganda für das Winterhilfswerk war keine eigennützige Werbung für den nationalsozia- listtschen Staat, die Leistung des Winterhilfswerkes kann keine Beeinflussung des Volkes gewesen sein, dazu sind die Leistungen zu groß und tatsächlich vorhanden. Der Sozialismus der Tat ist das wahre Gesicht des Nationalsozialismus. Die Kunde von dem großartigen Winterhilfswerk unseres Volkes ist weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus gedrungen. Mit Bewunderung und Achtung blickt die ganze Wett auf das bisher so verkannte nationalsozialistische Deutschland. Immer häufiger kommt es vor, daß Politiker und Zeitungen an- derer Lander ihrem eigenen Volke das deutsche Vorbild vorhatten. Immer wieder stehen die Ausländer, die aus einer anderen Wett kommen, mit fassungslosem Staunen vor der Tatsache, daß unzählige deutsche Männer und Frauen, Knaben und •u a ZI ^ge und Stunden ehrenamtlich für ot gearbeitet Huben, ohne sich einen anderen mtr-!Ldlk wünschen als das Bewußtsein erfüllter k ?ur$ .^esen Grundsatz der ehrenamtlichen Arbeit sind die Unkosten auf einem erstaunlich niedrigen Satz gehalten worden, der nur etwa 1 pro Mille der Gesamtleistungen beträgt. (Es ist die durchaus lebendige, den tatsächlichen Bedürfnissen angepaßte Eigenart dieses Hilfswerkes, die es so schwer macht, einen abschließenden Bericht ZU liefern. Ebenso wenig, wie man, nach dem bekannten Schulbeispiel, Aepfel und Birnen zusammen- zahlen kann, ebenso wenig kann man die Opfer der Kinder und der alten armen Rentnerinnen, die unentgeltiche Sonntaasarbeit der Handwerker und der Chauffeure, die Liebesgabenpakete der Städter und der Bauern ausreichend würdigen, wenn man nur ein paar tote Zahlen nennt. Das Winterhilfswerk hat es fertiggebracht, die (Entmutigten, die Erwerbslosen und die Kleinrentner aus ihrer Gleichgültigkeit aufzurütteln und zu wirklich produktiver Arbeit heranzuziehen. Sie haben zwar vom Winterhilfswerk keine feste Anstellung bekommen, aber sie haben doch wieder einmal arbeiten und etwas leisten können. Besonders bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Nähstuben, die von der NS.-Volkswohlfahrt, von den Frauenschaften und ähnlichen Stellen eingerichtet worden sind. An manchen Orten wurden durch das Winterhilfswerk richtige kleine Wäfchefabriken eingerichtet, in denen erwerbslose Frauen und Mädchen die gespendeten Stoffe verarbeiteten und dafür Lebensrnittel oder Schuhe als Lohn erhielten. Jedem Volksgenossen, der durch das Winterhilfswerk für den Gedanken des Opfers und der gegenseitigen Hilfe begeistert worden ist, bringt die Zukunft neue Arbeitsmöglichkeiien. D i e NS.» Volkswohlfahrt, der Träger des Winter- hilfswerkes, beginnt jetzt mit ihren eigentlichen Ausgaben und sucht dafür noch zahlreiche Helfer. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den Übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenlciter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. (9., sämtlich in Gießern Reiche Beute eines Hoteldiebes in Hamburg. In einem Hamburger Hotel sind einem Gast aus Kraftwagenführer Willi Dug gen führten zu dem Ergebnis, daß Dugs in der Nähe der Döberitzer Heerstraße in dem Kraftwagen seines Arbeitgebers mit zwei Schußverletzungen schwer verletzt aufgefunden wurde. Er wurde in das Spandauer Krankenhaus gebracht. Nach den bisherigen Ermittlungen hat der Fahrer die Wirtschafterin mit einem Fleischermesser getötet und dann einen Selbstmordversuch gemacht. Die Hintergründe dieser Bluttat sind noch völlig ungeklärt. werpen. Die Aussage Gewoelbs, daß er die Brillanten nicht nach Polen, sondern nach der Tschechoslowakei habe schaffen wollen, erwies sich als gegenvollständige Serien ausländischer Werte, die einen Gesamtwert von etwa 50 0 0 0 Mark haben, g e - ^"'istohlen worden. Weiter erbeutete der Dieb - ■ 120 Bilder aus zusammengesetzten Briefmarken mit «den Bildnissen regierender und sonst bekannter Per- Ermittlungen von Beamten der Eydtkuhner Zoll- fahndungsstelle führten zur A u f d e ck u n g e i n e s riesigen Z o l l b e t r u g e s , durch den der Staat um etwa 100 000 Mark betrogen wurde. Ein Spediteur in Eydtkuhnen bezog laufend aus dem Ausland größere Mengen Seidenwaren, die von ihm mit dem Bestimmungsort Riga weiterversandt werden sollten. Die Ware wurde dann jeweils m Gegenwart und unter Kontrolle von Zollbeamten in Pakete umgepackt, so daß ihrem Versand nach Riga nichts mehr im Wege stand. Nun änderte der Spediteur, wenn er sich unbeobachtet glaubte, die Auslandsadressen in Inlandsadressen um und entfernte die Zollmarke. Dann gab er die Pakete als gewöhnliche Jnlandspostpakete auf. Eines Tages hatte der Spediteur jedoch vergessen, eine Zollmarke abzureißen. Da das Paket schon in den Zug eingeladen war, begab er sich in den Packwagen und erklärte dem Beamten, eine Adresse berichtigen zu müssen. Der Beamte glaubte ihm jedoch nicht I und ging mit ihm, wodurch der ganze Schwindel Das Verlagsprogramm der Deutschen Verlags- Anstalt Stuttgart-Berlin weist für dieses Frühjahr auf dem Gebiet der schönen Literatur folgende Werke auf: Irene F o r b e s - M o s s e, „Das werbende Herz", Novellen: Clara Nordstrom, „Frau Kajsa", Roman; Ernst W u r m , „So lange die Erde steht", Roman. Zwei humoristische Romane: Rudolf Presber, „Eine tüchtige Kraft und Georg Reimann, „Vefka". Einen neuen Gedicht- band von Heinrich Le r sch, „Mit brüderlicher Stimme". Eine neue Ausgabe von Lilien cr o n , ; Die Wikingharfe" (enthaltend Gedichte, Kriegs- novellen, Stücke aus „Poggfred"). In neuen preiswerten Ausgaben erscheinen die beiden erfolgreichen Romane von Georg von Ompteda, „Excelsior*, und Maria Maser, „Geschichte der Anna Waser . Ferner erschienen soeben bei der Deutschen Verlags- Anstalt: Hermann Stegemann, „Des Deutschen Vaterland", ein Buch des Stolzes und der Ehre; Paul Schultze-Naumburg, „Die Kunst der Deutschen"; Martin Lang, „Das Buch der deutschen Dichtung"; Karl Friedrich Schmid, „Deutschland mein Vaterland". Aus aller Welt. Brandkatastrophe in USA. fordert 14 Tote und 80 Verletzte. Me aus Lynchburg (Dlrginlen) gemeldet wird, ereignete sich dort eine furchtbare Vraudkata- strophe, durch die 14 Personen getötet und 80 v e r l e h t wurden. Ein Arbeitslosenheim brannte in weniger als 10 Minuten vollkommen nieder, so daß sich nur ein Teil der Bewohner durch Sprung aus dem Fenster retten konnte. Das Unglück soll dadurch entstanden sein, daß ein Topf mit Fett, der I auf einem heißen Ofen stand, überkochte. Unglück- Der SA.-Mnn Garant des neuen Reichs Stabschef ZRöfrm spricht zur sächsischen SA. In jedes deutsche Haus sollen die Hüter der Volksgesundheit geschickt werden, um dort nach dem Rechten zu sehen, die Schwachen zu stützen, die Unwissenden beraten, den Witwen und Waisen Vater und Mutter zu ersetzen suchend. Darum wendet sich die NS.-Volkswohlfahrt zunächst mit einem großen Hilfswerk „M u t t e r und Kind" an die Öffentlichkeit, um dafür zu sorgen, daß unsere Jugend in gesünderen, besseren und glücklicheren Verhältnissen aufwächst, als sie uns vergönnt waren, und daß die deutsche grau wieder als ein fröhliches, leistungsfähiges Geschöpf ihren nötigen großen Aufgaben zugefuhrt wird. Daran mitzuhelfen im Geiste der nationalen Soli- ..... ♦'-••tfeben Menschen. Volkswohl- standslos, da er nur eine Fahrkarte nach Polen hatte Der Schmuggler wurde in das Konigshutter Gefängnis eingeliefert. Die Brillanten wurden beschlagnahmt. Dresden, 25. März. (DNB.) Dor Teilen der Gruppe Sachsen der SA. hielt Stabschef Röhm eine Rede, in der er u. a. ausführte: Mas nottut, ist nicht, daß Deutschland schläft, daß Deutschland auf dem ausruht, was in den zurückliegenden Kampfjahren erreicht worden ist, was nottut ist, daß der Kämpfergeist, der Geist des revolutionären Nationalsozialismus in Ihren Reihen und im ganzen Volke erhalten bleibt. Wir sind noch lange nicht am Ziel. Das, was wir wollen, ist noch lange nicht erreicht, kann nur erreicht werden, wenn Sie alle beseelt sind von einer heißen Glut und Begeisterung, von ^Fanatismus für den Führer, für Volk und Vaterland. Bleiben Sie verbun- Erhebliche Beschleunigung des Güterverkehrs. Berlin, 24. Marz. (DNB.) Mit der Einsüh- rung des Sommerfahrplans bei der Reichsbahn am 15. Mai d. I. tritt auch auf dem Gebiet des Güterverkehrs eine wesentliche Beschleunigung em. Auf der Strecke H a m b u r g—B e r l i n , aus der der Vorsignalabstand auf 1200 Meter erweitert ist, werden erstmalig versuchsweise E i l g ü t e r z u g e m i t 75 Stundenkilometer Geschwindigkeit vom 15. Mai 1934 ab gefahren, wodurch be- bonders im Verkehr nach Sachsen und darüber hinaus erhebliche Zeitgewinne erzielt werden. Unter Verwendung neu angelieferter Wagen wird erstmalig für die Dauer der Frühobsternte in Mittelbaden, in der Pfalz unb am ft h e i u ein Schnellgüterzug nach Berlin und Hamburg mit 90 Stundenkilometer regelmäßig gefahren. Die am Vortag in Öen Er-1 zeuergebieten geernteten Früchte stehen bei Marktbeginn am folgenden Tage in Berlin, Hamburg und Leipzig und am Nachmittag desselben Tages in Königsberg in Preußen Verbrauchern zur Ver- fügung. Der Schnellguterzug Buhl (Baden)-Ber- lin erreicht eine durchschnittliche R-i egelchwindigkelt von 75 Stundenkilometer und übertrifft damit den bisher schnellsten Güterzug der Reichsbahn Basel— Montzen (Belgien). Abschluß eines deutsch-finnischen Handelsvertrags. Berlin, 24. März (DNB.) Die in Berlin in den letzten Wochen über die Regelung der deutsch- finnischen Handelsbeziehungen auf deutscher Seite unter Vorsitz von Botschaftsrat Dr. auf finnischer Seite unter Vorsitz von Dr. P1t - k ä n i e m i geführten Verhandlungen haben mit Unterzeichnung eines Handelsvertrages heute zu einem Ergebnis geführt. Der Vertrag, der auf beiden Seiten noch der Ratifizierung bedarf wird mit einigen Ausnahmen schon vom 1. April ab vorläufig angc wendet werden. Gleichzeitig fallen die von beiden Seiten wahrend des vertraglosen Zustandes seit Beginn dieses Jahres im beiderseitigen Warenverkehr getroffenen besonderen Beschränkungen fort. Ferner ist die Kündigung des Uebereinkommens vom 21. April 1922, das hauptsächlich auf die Schiffahrt bezügliche Bestimmungen enthält, rückgängig gemacht worden. Archiv und Museum der Kriegs- gefangenschast. machen. Kunst und Wissenschaft. Backhaus spielt mit größtem Erfolg In Warschau. Wilhelm Backhaus spielte bei einem Empfang in der deutschen Gesandtschaft in Warschau Werke von Bach, Beethoven, Brahms, Schubert und Schumann. In diesen Darbietungen hat der mit riesiger Begeisterung gefeierte Künstler mit unübertroffener Meisterschaft fein Können offenbart. Unter den etwa 100 geladenen Gästen befanden sich Mitglieder der polnischen Regierung, der Armee und des diplomatischen Korps sowie hervorragende Vertreter der Warschauer Kunst- und Musikwelt. Die Blätterstim- men über Backhaus in der Philharmonie, wo er u. a. das Klavierkonzert v-Moll von Brahms spielte, ! vermitteln fast ausnahmslos den Eindruck, daß nut diesem genialen Spiel der Höhepunkt der Musiksaison in der polnischen Hauptstadt erreicht worden sei. Die deutsche Himalaja-Expedition bricht auf. Die Vorhut der deutschen Himalaja- Expedition mit Reichsbahningenieur Willy Merkl aus Raunstein, dem Bergführer Peter Aschbrenner aus Kufstein, Ulrich Wieland aus Ulm und Erwin Schneider aus Hall in Tirol — alle erprobte und bekannte Hochalpinisten — hat München verlassen, um sich nach Genua zu begeben und sich dort auf dem italienischen Dampfer , Victoria" nach Bombay einzuschiffen. Die Vorhut wird in Indien die nötigen Vorbereitungen treffen und vor allem geeignete Träger anzuwerben suchen, wobei die früher erprobten Träger der englischen Mount Everest-Expedition in der Hauptsache heran- qezogen werden sollen. — Die Alpinisten waren sehr zuversichtlich und sind überzeugt, diesmal das Ziel, den 8120 Meter hohen Nanga Par Bat zu erreichen. Frühjahrs-Neuerscheinungen der Deutschen Verlags-Anstalt. darität ist Pflicht eines jeden deut! Darum tretet ein in dieRS. - fahrt und dient ihr mit der gleichen Hingabe, wie dem Winterhilfswerk.' Wenn das Winterhilfs- werk das Eis der Selbstsucht endgültig gebrochen hat um auf die Dauer alle Deutschen zu einer innigen Gemeinschaft zusammenzuschmieden, bann ist das sein schönstes und wichtigstes Ergebnis geben mit ben schlichtesten und letzten, den ärmsten und doch unseren treuesten Volksgenossen. Bleiben Sie im Volk verbunden mit allen denen, die um ihr tägliches Brot ringen müssen und die doch so treu, so stetig und so beharrlich ihr Vaterland lieben, bleiben Sie schlicht, ehrlich und gerade, bleiben Sie so treu sich selbst, wie der Führer es Ihnen vorlebt und bleiben Sie die besten, getreuesten Hüter und Kameraden aller Ihrer Volksgenossen. Dann wird sich der Geist von Ihnen I auf das ganze deutsche Volk erstrecken und die noch heute abseits stehen, werden dadurch, daß Sie ihnen SA.-Geist, SA.-Willen Vorleben, in unseren Kreis gezogen und dann werden Sie das erreichen, was in allen den Jahrhunderten vor uns noch keinem Führer Deutschlands geglückt ist: ein einiges, in sich vom höchsten bis zum letzten Volksgenossen verbundenes starkes, treues und edles Volk und Vaterland. Und Sie werden nicht nur die Kämpfer, nicht nur die Schöpfer, sondern auch die Erhalter unseres Vaterlandes fein. Das ist Ihre Ausgabe und wird immer Ihre Aufgabe sein. Solange dieses neue Deutschland sein wird, wird der SA.-Mann sein, wird der SA.-Mann seine Pflicht erfüllen und wird der SA.-Mann der Garant und Wächter sein In aller Stille sind in den vergangenen Jahren von der R e i ch s o e r e i n i g u n a e h e m a l i g e r Kriegsgefangener die Anfänge zu einem Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft ge- toaffen tnorben. 3n diesem (oll all das gesammelt unb der Nachweli überliefert werben, was Auskla- runa über bas Erleben der etwa eine Million im Wettkrieq in Gefangenschaft geratenen deutschen Volksgenossen gibt. Es soll zeugen von dem Kamps obne Wa en, den die Kriegsgefangenen hinter StadÄ in feindlichen Ländern für ihr Dotts- 4nm führten Darüber hinaus soll dieses Archiv und Museum die praktische Aufgabe ersu len, Schriftstellern, Journalisten und Künstlern sachkun- diae Aufklärung zu geben über alle Probleme der genftanb der geschichtlichen Forschung und Da s - fung machen wird. Es liegen bereits vtele Hunderte von Photographien, Drucksachen, Zeitschriften und Gegenständen aller Art vor, und es ist zu hoffen. daß durch rege Beteiligung aller ehemaligen Kriegsgefangenen an dieser Sammlung ein ganz umfassendes Bild von dem Leiden und Sterben der kriegsgefangenen Deutschen, aber auch von ihrem Kampf um ihre Soldatenehre und die Ehre ihres Volkstums und von ihrer kulturellen Arbeit in den Gefangenenlagern der Nachwelt übermittelt werden kann. In diesem Sinne soll das Archiv auch als Grundlage für eine Aufklärungsarbeit durch Ausstellungen über die Kriegsgefangenschaft dienen. Eine allgemeine große Ausstellung über die Kriegsgefangenschaft soll im kommenden Winter die Oeffentlichkeit mit den Aufgaben des Archivs und Museums der Kriegsgefangenschaft näher bekannt wesen. Ourchführnngsvorschristen zumGeseh überdieHeimarbeii Berlin, 24. März. (DNB.) Zum Gesetz über die Heimarbeit hat der Reichsarbeitsminister eine Verordnung erlassen, die sich zunächst mit der Einbeziehung von Hausgewerbetreibenden befaßt, die mehr als zwei fremde Hilfskräfte beschäftigen, ser-1 ner von Zwischenmeistern und anderen arbeitnehmerähnlichen Personen. Sie gibt Vorschriften über die Aufgaben der Sachverständlgenaus- s ch ü s s e für Heimarbeit, die von den Treuhändern der Arbeit oder den für die Heimarbeit zuständigen Sonder-Treuhändern zu berufen sind, wenn in einem Gewerbe Heimarbeit in größerem Umfang geleistet wird. In den Sachverständigenausschüssen sind sämtliche Beteiligten, also Gewerbebetreibende Hausgewerbetreibende und Heimarbeiter, ferner Zwischenmeister, wenn sie in einem Gemerbezweig in größerem Umfang tätig sind, vertreten. Weiter hat mindestens ein Vertreter der Gew erbe aufsicht dem Ausschuß anzugehören. Die Ausschüsse sind stets zu berufen, wenn es sich um die Festset - zung der Entgelte für Heimarbeit durch Tarifordnungen, die Regelung über die Verteilung der Arbeitsmengen oder die Einbeziehung von Hausgewerbetreibenden, Zwischenmeistern und anderen arbeiternehmerähnlichen Personen, die nicht ohne weiteres unter das Gesetz fallen, handelt. Im übrigen haben die Sachverständigen die Aufgabe, den Treuhänder in allen Fragen der Heimarbeit zu beraten. Sie können vom Treuhänder auch mit besonderen Aufgaben zur Durchführung des Entgeltschutzes betraut werden. Um einen rein reibungslosen Uebergang vom Hausarbeitsgesetz zum Gesetz über die Heimarbeit zu schuf en, gelten die Mindestentgeltfcstsetzungen der Fachausschüsse, die am 30. April 1934 in Kraft sind, als Tarifordnungen weiter. In der Chemischen Fabrik in Heinrichshall bei Flugzeuge und Luftschiffe sollen die „Tscheljuskin". Bad Köstritz wurde der Arbeiter Dörfer unter Besatzung retten. «e -US Chabarowsk —et wird find in der beitstameraben Blausäure in den Kaffee Bucht von Olutorskcye fünf Sowietflugzmge zur schüttete. Nach den bisherigen Ermittlungen wollte Fettung der vom Eise erngefchlossenen „Tschel- Dörfer den andern Arbeiter durch Vergiftung ar-- huf Ei n 'Besatzung aufgestiegen. Von diesen ha- beitsunfähig machen, um dadurch selbst in volle den drei Flugzeuge bereits Anadyr erreicht und Arbeit zu kommen. Die Staatsanwaltschaft ist mit werden von dort direkt nach Kap SBan arem [lieber unteren Aufklärung der Angelegenheit be- gen. Diese Stelle des nordÖefHanbes hegt hhäftiat dem Lager der „Tscheljuskin -Besatzung im Eis- ' ’ 1 a ’ meer am nächsten, so daß man hofft, mit Hilfe Grauenhafte Bluttat in Berlin. ber Flugzeuge von dort aus die Besatzung ohne In der Konstanzer Straße 6 in Berlin-Wilrners- besondere Schwierigkeiten retten zu können. Die dorf wurde ein grauenhaftes Verbrechen restlichen zwei aufgestiegenen Flugzeuge wurden aufgedeckt. Als der Wohnungsinhaber nach Haufe durch N e b e l und Schnee sturm gezwungen, zuruckkehrte, fand er feine Wirtschafterin Lydia jn Mayna-Pilguine eine Zwischenlandung vorzu- Keil in seinem Schlafzimmer mit durchschnittener nehmen und werden den anderen Flugzeugen mit Kehle t o t auf. Aus der Wohnung waren keinerlei größter Beschleunigung folgen. Im Hafen von. Gegenstände entwendet. Außer Dem Wohnungs- Wladiwostok werden gerade die beiden Sowjetluft- inhaber und der Wirtschafterin hatte nur noch der schiffe auf den Dampfer „Sowjet" verladen, die Chauffeur des Wohnungsinhabers einen Schlüssel auf dem Seewege nach der nordsibirischen Küste ge- zu der Wohnung, die ordnungsmäßig verschlossen schafft werden sollen, um dort ebenfalls für die Ret- war. Der Verdacht lenkte sich daher gegen den tungsarbeiten eingesetzt zu werden. Kraftwagenführer Willi Dugs. Die Nachsorschun-1 schädlicher lob eines Arbeiters. Berlin, 24. März. (DNB.) In Berlin fand unter der Leitung des Chefs des Presseamtes der Obersten SA.-Führuna Gruppenführer Weiß im Haus der Deutschen Presse die erste Tagung sämtlicher Pressereferenten der höheren SA.-Gliederungen statt. Gruppenführer Weiß betonte, die Hauptaufgabe der Pressereferenten der SA. und SS. bestünde darin, dafür zu sorgen, daß der SA.-Geist von der deutschen Presse selbst Besitz ergreife. Die Tätigkeit der Pressereferenten dürfe nicht bürokratisch aufgefaht werden, sondern sei eine Angelegenheit der journalistischen und psychologischen Zusammenarbeit mit der Presse. Es komme daher darauf an, daß in der deutschen Presse Men- uuu . schen tätig seien, die selbst den SA.-Geist in sich herausEam. ausgenommen haben. Die fleißigste Arbeit der Pressereferenten mühte auf die Dauer nutzlos sein, wenn die Menschen, die in der deutschen Presse tätig sind, den SA.-Geist, d. h. den ®eift beg I feinm‘37mnYe7'6Odo *ita^ieni^(^e Lire, 900 argen- politischen Soldaten, innerlich ablehnen. Alles t|nirle mG|05 und etwa 9000 Stück Briefmarken, komme daher darauf an, den notwendigen tnne-l jr >>;« «;»»» ren Kontakt mit der Presse herzustellen. Stabschef Röhrn nahm dann selbst das Wort. Er entwickelte das Arbeitsprogramm f"' die SA. in diesem Jahre und wies auf die Not- ö lKHlKltllue. ullv |Vll|l wendigkeit der weltanschau liehen Schulung rönIid)feih,n verschiedener Nationen. Der Wert eines der gesamten SA. hm, die ihr Ziel dann "bücken Bildes beträgt etwa 4000 Mark. müsse, m der SA. den Typ bes politischen , Soldaten der deutschen Nation heranzuziehen. Den Jagdgefährten angeschossen und tödlich verletzt. — Der Chef des Presseamtes versicherte dem Stabs- 2 yanuar b g. fand in den Gemarkungen chef, daß die Pressereferenten der SA. ihre gande ~ unb ^urait) (Untertaunus) eine Treibjagd Kraft einsetzen würden, um dafür zu sorgen, daß £ Sauen statt, an der eine Reihe Wiesbadener der Geist des politischen Soldaten im 6mmj ber ' barunter bcr Leiter der städtischen Schul- Ausführungen des Stabschefs m der deutschen .^klinik, $r Joseph O st, und der Kaufmann Presse Allgemeingut wird. Frch Uetting, teilnahmen. Als die ersten Schüsse —gefallen waren, traten aus der Dickung, in der die tr , . . Säue fest waren, vor dem Schützen Uetting drei ^erweise versagte im ^ugenblickderAala-1 ^äue heraus, von denen ein Tier auf die sirophe im Hospital der Stadl das Licht, |o daß Schützenkette zulief. Uetting gab auf das Tier einen die ärztliche Hilfe für die Verunglückten erheblich Schuß ab, der aber nicht traf. Der zweite Schuß verzögert wurde. traf Dr. Ost am rechten Oberschenkel. Diese Der- ■ Fristlose Entlassung letzung machte wenige Tage fpäter die Ampu- ...W*.«*■- &".■ ter Nationalhymne. Tötung zu verantworten. Der Staatsanwalt bean- Anläßlich der Übertragung der Rede des Führers kragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr drei bei Beginn der Arbeitsschlacht 1934 kam es im Monaten, da das äußerst leichtsinnige Verhalten Ludwigshafener Werk der IG. Farben zu einem beg Angeklagten eine schwere Strafe erfordere. Das 1 Vorfall, der zur frlftlofen Entlassung eines Gericht verurteilte Uetting zu einer ©e f ä n g n i s - : Chemikers führte. Trotz früherer ernstlicher Aus- |tr a f e von neun Monaten. i «. einem Arbeiter zurechtgewiesen wurde. Das und eines Autounglücks. erhörte Verhalten des Dr. Graul, das eine offene $n Laubenheim (Kreis Kreuznach) raste ein Kraft- Herausforderung bedeutete und noch durch lächerliche in beln «$ bcr Gauwirtschaftsrat Oppen- Gesten ergänzt wurde, war für den Betriebsrat der I b 0 r t b€r Kreisbetriebszellenöbmann Karl S e i ck, IG. Farben Veranlassung, von der UBerlsleitung &cr $ÖIncr HS.-Mann Lamberts und ein älte- feine sofortige Entlassung zu fordern, die auch tn I rer ^err aU5 $öln mit seinem 9jährigen Sohn be» Anerkennung der Bedeutung des Falles von dem tanben, ,n einer Kurve gegen eine Hauswand. Seick Führer des Werks, Direktor Dr. © a u s, ous-1 ,tDar ,auf ber Stelle tot; ihm war eine Schraube gesprochen wurde. Dr. Graul wurde veranlatzt, das bßr Windschutzscheibe ins Gehirn gedrungen. Die Werk bis 12 Uhr mittags zu verlassen. I übrigen Mitfahrenden erlitten lebensgefährliche Dem Arbeitskameraden Blausäure in den Kaffee Verletzungen. Sie mußten ins Krankenhaus gegaffen. gebracht werden. Ein gräßlicher Unglücks fall ereignete sich in Neuwied auf einer Baustelle. Der Maurer Paul Spohr aus Großmaischeid war an einer Mischmaschine beschäftigt. Dabei geriet die Hand des Arbeiters zwischen zwei Kammräder, die den Arm immer weiter in das Getriebe hineinzogen und schließlich den Arm an der Schulter glatt a b r i f f e n. Der Verunglückte wurde sofort ins Hinrichtung eines Wädchenniörders. I Krankenhaus gebracht, wo er an den Folgen des .... m rr .. r. .. großen Blutverlustes gestorben ist. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst nut- p ” teilt wurde in Schneidemühl der durch Urteil des Schwurgerichts in Schneidemühl am 26. September Wetlervoraussage. ^^ne83um lo°ber -le /-ländische Störung ift -ch Süden / . 0 ' . , , . hniifin wpaph ge diritten und hat das Hochdruckgebiet, das sich Bettelns und Lmdstreichens vorbestraft und auch Htern !>°ch über ganz Westeuropa erstreckte bi- "" ^-n°'L7s °a?l7m'Machen''unsittlich oer" °bgeb°Ütt Som/ist wttde^°mtt stärkerer Bewöl- äää ä •&-- >XS £?= recht keinen Gebrauch gemacht, weil der Schutz der Nacht geringere Gegensätze erfahr n. Frauen und Mädchen gebieterisch die Vollstreckung Aussichten für Dienstag: Neblig-dunstig der Strafe forderte. unb bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, „ , , . ., u „ t. tagsüber etwas kühler, stellenweise leichte Nieder- DriUanfen in den Schuhsohlen. — Riesige fd)(äae Zollbetrügereien in Oberschlesien und Ostpreußen. 'Aussichten für Mittwoch: Keine wesent- Auf der Polizeizollstelle des Bahnhofs Beuthen liche Aenderung der Wetterlage. gelang es den polnischen Zollbeamten, einen außer- Lufttemperaturen am 25. März: mittags 11,3 ordentlich großen B r i 11 a n t e n s ch rn u g g e l Grad Celsius, abends 3,1 Grad; am 26. März: aufzudecken. Bei der Abfertigung des Zuges Berlin— morgens 4,5 Grad. Maximum 12,1 Grad, Mini» Bukarest fiel den Beamten das verdächtige Ver- mum 0,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: halten eines Mannes auf. Nach genauer Unter- am 25. März abends 5,1 Grad, am 26. März mor- suchung seines Gepäcks wurde er auch einer Leibes- gens 3,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer sechs durchsuchung unterzogen, die ein ungewöhnliches Stunden. Ergebnis hatte. Es wurden 117 8 Brillanten verschiedener Große, die z. T. sogar i n den Schuhsohlen versteckt waren, zutage gefördert. Die Brillanten haben einen Wert von etwa 4 Millionen Zloty. Der Schmuggler ist ein jüdischer Kaufmann namens Schulten © e ro o e l b aus Ant- für des Volkes und Vaterlandes Größe und Zukunft. presse und GA. Tagung der SA.-Pressereferenten. Sie echte und die falsche Sovalies Roman von Anny von Panhuys. Urhrberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) 1 Fortletzung. Nachdruck verboten! Das Arbeitszimmer des berühmten Romanschriftstellers war eine Weltausstellung im kleinen. Er hatte auf seinen weiten Reisen, die vor seiner Heirat lagen, von überall, wo er gewesen, etwas mitgebracyt. Aus Palästina und Kairo, aus Bombay und Kalkutta, aus Java und Griechenland, aus Italien und Spanien. Immer hatte er Fernenweh gehabt, bis er die blonde Frau genommen. Da wurde er seßhaft. Und wenn sie ihn auch bald verlassen und er seitdem heimisch geblieben und heimattreu, barg doch das Arbeitszimmer alle Sehnsüchte seiner jungen Jahre. Wenn er hier schrieb, fiel sein Blick auf alle die Andenken, und das beschwingte seine Phantasie. Doralies nahm an einem Tischchen Platz, spielte nachlässig mit einem dolckartigen Messer, das der Vater einst aus Toledo heimgebracht. Sie fragte: „Was gibt's nun, Vati?" Er nahm auch Platz. „Ich habe mich entschlossen — weil ich es für notwendig halte —, dich für ein Vierteljahr fortzuschicken, und zwar zu einem guten Bekannten nach Berlin, damit du ein bißchen Benehmen lernst. Ich selbst verstehe es anscheinend nicht, dir das beizubringen. Du weißt, ich kenne in Berlin eine Dame, mit der ich hier in Mooshausen als Kind gespielt, doch hat sie keine Verwandten mehr hier. Vor zehn Jahren war ich zuletzt bei ihr in Berlin. Sie besuchte mich vor sechs Jahren hier. Seitdem stehen wir in gelegentlichem, freundschaftlichem Briefwechsel. Sie schwärmt für meine Romane und fragte schon mehrmals an, ob sie nichts für dich tun könnte, und ob du nicht ein Weilchen bei ihr leben möchtest. Ich bin überzeugt, sie nimmt dich mit offenen Armen — wie eine Tochter — auf. Da sie selbst kinderlos ist..." Er konnte nicht weitersprechen. Doralies war so lebhaft aufgesprungen, daß der kleine Tisch schwankte und das Dolchmesser mit hartem Schlag auf den Teppich fiel. Sie hob es auf und behielt es in der Hand. „Ich fahre nicht nach Berlin zu Frau von Stübnitz! Was soll ich denn da? Ich verspüre gar kein Verlangen danach, mich erzieyen zu lassen. Ich bleibe hier bei dir! Ich will nicht fort von dir!" Er war einen Augenblick gerührt und beinah bereit, nachzugeben: doch schon im nächsten Moment sagte er sich, daß er jetzt nicht schwach werden durfte. Doralies brauchte fraulich" Erziehung. Ihr ganzes Wesen war zu burschikos. Unter dem Einfluß der liebenswürdigen, weltgewandten Frau von Stübnitz würden sich die Ecken und Kanten ihres Wesens abschleifen. Der Gatte von Edda StäoniZ war einer der bekanntesten Anwälte Berlins, der schon in vielen schweren und ungewöhnlichen Kriminalfällen als glänzender Verteidiger gerühmt worden war. In ganz jungen Jahren war zwischen Edda Stübnitz und Fritz Wolfram nicht nur Kinderfreundschaft, sondern so etwas wie Liebe gewesen, so eine erste, etwas sentimentale Liebe, für die auch das leiseste Wort zu rauh ist. Dann zogen Eddas Eltern nach Berlin, die seinen starben; er folgte dem lockenden Ruf in die weite Welt. Da zerfloß das hauchfeine Gespinst, das beinah wie Liebe ausgesehen; es war nicht lebensfähig gewesen, und es blieb als festes Gewebe die Freundschaft. Die hielt, auch wenn man sich nicht sah. Doralies wiederholte, weil ihr Vater zu lange schwieg: „Ich bleibe hier! Ich will nicht fort von dir!" Fritz Wolfram machte eine beschwichtigende Be- weguna mit der Hand. „Nicht so stürmisch, du Wildfang! Du mußt dich in die Trennung finden. Vorausgesetzt, Frau von Stübnitz will dich bei sich aufnehmen, was ich aber kaum bezweifle. Uebrigens bleibe ich auch nicht hier. Ich wollte schon lange mal wieder ein bißchen in die Welt hinaus und beabsichtige, gleich nach dir aufzubrechen. Nach Afrika hinüber. In Tanger wohnt ein lieber Freund von mir. Ich will dort Studien machen für meinen neuen Roman. Ich schreibe noch heute an Frau von Stübnitz und bitte um telegraphische Antwort. Triff immer deine Vorbereitungen, und wenn du noch etwas nötig hast, dann sage es, dann wird es angeschafft. Was dir nicht sehr nötig fehlt, kauft dir Frau von Stübnitz in Berlin." Doralies schluchzte auf: „Das kann doch nicht dein Ernst sein, Vati! Ich will doch nicht weg! Und ich kann auch nicht roegr Er trat auf sie zu, legte leicht und behutsam den Arm um ihre Schultern. „Wer wird so erregt sein über ganz harmlose Dinge?! Du hast den Blick ganz falsch eingestellt, Kind. Was ich wünsche, geschieht doch nur zu deinem Besten. Du mußt einmal in andere Verhältnisse, wo du erkennst, daß, wenn du auch hier in Mooshausen wer bist, doch auch anderswo Menschen leben, damit du begreifen lernst; es darf nicht jeder tun, was ihm paßt. Ich erinnere dich nur daran, wie du beim Sommerfest im Kasino alle jungen Leute, die beim Pfänderspiel nicht über die von dir zu hoch gespannte Schnur zu springen wagten, laut ,Feige Bande!‘ tituliertest, und dem Kutscher Schnöderhahn, weil er seinen Wagen zu voll geladen, so daß ihn das Pferd nicht ziehen konnte, gleich die Peitsche weggerissen hattest und auf ihn losschlugst. Du sorgst seit Jahren für die Unterhaltung der Mooshausener Kaffeekränzchen und Stammtische. Jetzt soll da mal Schluß gemacht werden, mein liebes Kind. Ich habe zu viel geschrieben, mich in einer Beziehung nicht so um dich kümmern können, wie ich es hätte tun müssen, und das soll jetzt nachgeholt werden. Als feine, weltgewandte junge Dame wirst du nach einigen Monaten zurückkommen." Doralies entzog sich dem Vater. „Du bist herzlos! Ich will doch nicht weg!" Sie stampfte mit dem Fuß auf. „Will, will, will nicht weg!" Er wadte sich ab. „Du beweist durch dein Benehmen nur, wie richtig mein Entschluß ist. Geh jetzt, Doralies! Ich werde gleich an Frau von Stäbnitz schreiben." „Wirst ja sehen, was aus der Geschichte wird, wenn du so dickköpfig bleibst, Fritzchen!" platzte sie heraus, und dann verschwand sie, nachdem sie das Dolchmesser, das sie noch immer in der Hand gehalten, derb auf den Tisch geworfen. Der berühmte Mann sah ihr kopfschüttelnd nach und dachte, ob er Edda von Stäbnitz überhaupt zumuten durfte, sich mit der ungebändigten und unberechenbaren Doralies zu befassen. Ganz reibungslos würde das wohl kaum abgehen. Er nahm an seinem Schreibtisch Platz und stützte den Kopf in beide Hände. Vielleicht war es gescheiter, das Experiment zu unterlassen, Doralies hierzubehalten und selbst auch hierzubleiben. Aber nein, das wäre töricht; danach würde ihm Doralies erst recht auf der Nase herumtanzen. Darauf durfte er es nicht ankommen lassen, und außerdem — die Afrikareise reizte ihn. Er war seit vielen Jahren nicht mehr sehr weit von daheim fort gewesen. Wie eine Vision stieg Algier vor ihm auf. Er glaubte Moscheen zu sehen, Palmen senkten tief die Wedel; in weichem Wüstensand versank sein Fuß. Er hatte nach langen Jahren wieder Fernenweh, und er mußte es heilen, weit draußen in der Welt. Er ließ die Hände sinken und stand auf, setzte sich an das Tischchen, das die Schreibmaschine trug,' spannte einen Bogen ein und schrieb mehrere Seiten voll. Eda von Stäbnitz sollte genau wissen, was er von ihr wünschte, und deshalb mußte er ihr Doralies auch vorher bis in die kleinste Charaktereinzelheit schildern. „Hänschen, komm schnell mit in mein Zimmer!" Doralies stand in der Küchentür und riß die gute Frau Hensel aus einer Jnstruktionsstunde, die sie dem kleinen Dienstmädchen gab, das sich nur tagsüber hier im Hause aufhielt. Willig folgte die mollige, grauhaarige Frau mit dem etwas derben, aber gutmütigen Gesicht ihrem Liebling. Schon auf der Treppe fragte sie angstvoll: „Was ist denn nur, Doralies?" Sie erhielt keine andere Antwort als ein dumpfes Stöhnen, das sie erst recht beunruhigte. Doralies zog ihre Vertraute in das Zimmer. Weiße Lackmöbel gab es hier, mit Grün abgesetzt, weiße Mullgardinen mit riesigen grünen Kleeblättern, einen breiten Teppich in Grün mü rosigen Blumen und ein weißes Bett mit grünseidener Steppdecke. Der Länge nach warf sich Doralies auf das Bett und erzählte mit dumpfer Stimme, als bezichtige sie den Vater einer finsteren Tat, daß sie fort solle für Monate nach Berlin zu Frau von Stäbnitz. Berta Hensel kniff die kleinen Augen ein; sie taten ihr plötzlich weh, und sie sagte leise: „Dein Vater wird sich das noch sehr überlegen. Es wird nichts so heiß geaessen, wie es gekocht wird. Er hat heute seinen schlechten Tag." Doralies schluckte. „Ich fahre auf keinen Fall nach Berlin!" Berta Hensel zuckte die Achseln. „Wenn s deinem Vater damit ernst ist, wird dir wohl nichts anderes übrigbleiben, Doralies." Doralies richtete sich ein wenig auf und antwortete, jede Silbe betonend: „Mag es ihm die ernsteste Angelegenheit der Welt sein — ich werde nicht gehen." Sie ließ sich wieder zurückfallen, lag nun nut fest geschlossenen Augen da. Sekundenlang rührte und regte sie sich nicht. Frau Hensel bekam es mit der Angst zu tun. Wenn Doralies nicht gerade schlief, pflegte sie nie so still zu liegen. Fast unheimlich wirkte die Regungslosigkeit auf die Frau. Sie fragte ängstlich: „Fehlt dir etwas, Doralies?" Die schlug die Augen auf, die großen wunderschönen Braunaugen, und machte eine Bewegung der Abwehr. „Nachgedacht habe ich, Hänschen!" Sie schloß wieder die Augen, murmelte: „Ich muß einen Ausweg finden, damit ich hierbleiben kann, wenn es diesmal, wie es scheint, wirklich zum Aeußersten kommt." Plötzlich sprang sie hoch, ihre Augen leuchteten. ,Zch habe es!" jubelte sie. ,Hetzt bin ich gerüstet." I Sie umfaßte die grauhaarige Frau. „Hänschen, wir brauchen uns nicht zu trennen, wir bleiben zusammen, und wenn Vati roegreift nach Afrika, werden mir beide hier äußerst gemütlich zusammen hausen. Fein wird das!" Sie lachte. „Ich habe doch immer glorreiche Ideen!" Die Wirtschaftlerin sah ein bißchen bedenklich aus. „Ehrlich gestanden, traue ich deinen glorreichen Ideen nicht so ganz, Doralies." Das blonde Mädel strahlte über das ganze Gesicht. „Wenn du mir treu beistehst, Hänschen, muß alles gut gelingen. Und nun paß mal auf — jetzt erkläre ich dir die Sache, und nachher wirft du davon gerade so begeistert fein wie ich." Sie drückte Berta Hensel auf einen Stuhl nieder und hockte sich mit verschränkten Beinen auf den Bettrand. Sie warnte: „Keinen Ruf des Erstaunens von dir geben, Hänschen! Vati könnte an der Tür vorbeigehen, trotzdem er wohl kaum hier 'rauf- kommt. Wollen ganz leise sprechen, besser ist besser." Teppiche Idufer Äetivorlagen Sefiumranbungen Die ffrühjabr^-Neubeiten sind eingefroren — Niedrige preise machen den Einkauf leicht Heinrich Hochsta'tter Gießen / Am Ärand 1855 A Lichtspielhaus-Gießen Nur noch heute Montag und morge < Dienstag 4 Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhr: Das unvergeßliche Film-Werk Hans Westmar 1849 c Ein deutsches Schicksal aus dem Jahre 1929 nach dem Buche Horst Wessel Jeder Deutsche muß den Film sehen! Zur Beachtung! Die Abendvorstellung I am Montag 8.30 Uhr ist nur für die SA.-R. I Nettere Person sucht einfach., ev. unmöbliertes Zimmer mitpension Bekanntmachung. Die im März 1934 stattgesundenen Brennholz- versteigerungen wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 31. TUärz 1934 in Empfang zu nehmen. 1846C Gießen, den 24. März 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus. Mahnung. Die Beiträge für den Monat Februar 1934 können noch bis zum 31.2Närz 1934 ohne Kosten bezahlt werden. 1853D Nack) Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglid) an unsere Kasse oder auf Postscheckkonto Nr. 10833 Frankfurt a. M. erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen. _____________Moos, Rechner._____________ Bekanntmachung. Unsere Geschäftsräume bleiben am Donnerstag, dem 29. März 1934, wegen Umzugs geschlossen. Vom 30. März 1934 befindet sich die Verwaltung unserer Kasse (seither Johannesstraße 17 — Eingang Goethestraße) in dem Hause Kaiserallee 7, 1. Stock. 1852D Landkrankenkasse des Landkreises Gießen. Sehr. Ang. unt. 01650 a.b. $.91. 8a -iin mmng möglichst Handelsschulabsolvent, Stenographie u. Schreibmaschine Bedingung, von Industrieunternehmen,NäheNidda gesucht. Gest. Bewerbungen mit Lebenslaus, Lichtbild u.Zeug- nisabschristen u. 1854Da.d. G.A. 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(1819V I Adolf Bangel & Co. fS: I Ala MelMMiengkskllWst Annahme von Anze gen für alle Zeitungen u. Zeitschriften Mtn.SMMlt.1 MM» Ml! Anmeldung zu den Neit- Kursen während der Osterferien Montag, d. 26. Marr llniverfiiäts-Reiilnstltui Brandvlatz 5. isäsv Nr. 72 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag, 25. März (934 Aus Oer Provmzialhauptstavt. Petersilie, Suppenkraut wächst in unserem Sorten. Don Or. WNly Zink. Millionen deutscher Hausfrauen müssen gegen Ende jeder Woche oder jeden Monats voll Schrecken feststellen, daß ihr Wirtschaftsgeld in bedenklichem Maße zusammengeschrumpst ist. Ein Blick in das Wirtschaftsbuch zeigt dann, daß neben den großen Ausgaben, bei denen kaum noch Einsparungen möglich sind, eine Unmenge kleiner Ausgaben für Suppengrün, Petersilie und ähnliche Gewürze stehen, die in ihrer Gesamtheit auch einen erheblichen Betrag ausmachen. Hier sind zweifellos noch erhebliche Einsparungen möglich, ohne daß man aus diese wertvollen Gaben der Natur ganz verzichten muß. Manche Hausfrau versteht es, sich Petersilie und Lauch im Blumentopf für ihren eigenen Bedarf heranzuziehen. Weit größere Möglichkeiten als der Blumentopf bietet naturgemäß der Haus- oder Schrebergarten. Leider wird von diesen Möglichkeiten längst nicht mehr in dem Maße Gebrauch gemacht, wie das tn früheren Zeiten der Fall war. Gewürze, wie Estragon, Majoran, Kerbel, Wacholder, Kümmel. Borretsch (Gurkenkraut), Beifuß, ZitronenmUissc. Fenchel, Lavendel, Rosmarin, Dill, Thymian, Bohnen- oder Pfefferkraut, Alant, Knoblauch, Schnittlauch, Porree, Basilikum und Meerrettich, von denen die meisten im Garten unserer Eltern und Großeltern vertreten waren und die heute noch in vielen Landgärten zu finden sind, sind in der Stadt stark in Vergessenheit geraten. Man hat in den städtischen Haushaltungen z. T. ausländischen Gewürzen den Vorzug gegeben. Im Durchschnitt der Jahre 1841 bis 1855 sind je Kops der Bevölkerung in Deutschland 0,07 Kilogramm ausländischer Gewürze jährlich verbraucht worden-, diese Zahl ist bis 1930 auf das Doppelte, 0.14 Kilogramm, angestiegen, nachdem der höchste Verbrauch um die Jahre 1906 bis 1910 mit 0.18 Kilogramm Jahresverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung erreicht worden war. Es sei nur an die Gasthaus- und Hotelküche erinnert. Der Vergleich der durchschnittlichen Gasthausküche mit der Küche einer „Hausfrau vom alten Schlage" zeigt, wie sehr es gerade bei der Zubereitung der Speisen nicht nur auf die Güte der Hauptbestandteile. sondern auch auf das richtige Würzen ankommt. Um die alte „Hausmannskost", die „Kost bei Muttern", wieder erstehen zu lassen, ist es notwendig. daß die neuzeitlichen Kochbücher einer gründlichen Durchsicht und Prüfung unterzogen werden. Viele dieser Werke verwechseln nämlich teuer kochen mit gut kochen. Die einfache Küche erscheint nach jenen „Rezepten" unvereinbar mit schmackhafter Küche. Ein Teller gut zubereiteter Erbsen mit Speck kann aber besser munden als der teuerste Braten, wenn letzterer etwa von einer in der Kochkunst unerfahrenen Hausfrau auf den Tisch gebracht wird. Vor allem sollte man die alten, erprobten Rezepte unserer Vorfahren zu neuen Ehren kommen lassen. Mit zunehmender Selbstversorgung Deutschlands wird nämlich zwangsläufig die Kochkunst unserer Vorfahren, die aus die Erzeugnisse der eigenen Scholle im wesentlichen zugeschnitten war, nid)t nur für den einzelnen Haushalt, sondern auch für die ganze deutsche Volkswirtschaft an Be- deutuna gewinnen. Unsere Vorfabren haben die heimischen Gewürze nicht nur wegen der Verbesserung und Verfeinerung des Geschmacks verwandt, sondern auch deshalb, weil diese in bohem Maße gesundheitsfördernd wirken. Sind doch viele dieser heimischen Gewürze gleichzeitig altbekannte Heilmittel, was für fremde Gewürze keineswegs immer zu^ifft. Eine erhöhte Anwendung unserer heimischen Gewürze könnte mit dazu beitragen, die Einfuhrziffer berabzusetzen. Die Ersparnisse würden, soweit die Gewürze im eigenen Garten angebaut werden, dem einzelnen Haushalt unmittelbar oder aber, wenn sie gekauft werden müssen, dem deutschen Erzeuger, der Gärtnerei und der Landwirtschaft und damit der gesamten deutschen Volkswirtschaft zugute kommen, denn: Petersilie, Suppenkraut wächst in unserem Garten? Gesundheitliche Betreuung der Hifterjuaend Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst, und Volkstum hat folgende Verfügung an die Direktion der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter gerichtet: „Zur Vermeidung einer gesundheitsschädlichen Ueberbeanspruchung und zur gesundheitlichen Sicherung der Hitlerjugend sind folgende Richtlinien zu beachten: Soweit die beamteten Aerzte der Länder und Kommunen mit der gesundheitlichen Betreuung der Ji^end beauftragt sind oder bei dieser mitarbeiten, fiiw sie gehalten, den von der Reichsleitung der HI. bestellten HI.-Aerzte n auf Anforderung jede Auskunft über den gesundheitlichen Werdeaanq, den Gesundheitszustand und das zulässige Maß der Inanspruchnahme der in der HI. stehenden Jugend zu geben. Die Amts- und Fürsorgeärzte haben ferner irgendwelche gesundheitlichen Störungen der ihnen zur Bewachung anoertrauten Jugend sofort dem zuständigen HJ.-Arzt zur Anordnung der notwendigen Maßnahmen mitzuteilen; sie sind berechtigt, aus gesundheitlichen Gründen die völlige oder teilweise Befreiung von Mitgliedern der HI. vom Dienste in der HI. zu verlangen. Die HJ.-Aerzte sind gehalten, bei allen von ihnen im Rahmen des Dienstes und der Ausbildung der HI. betreuten Jugendlichen sich die erforderlichen Unterlagen von dem zuständigen beamteten Arzt oder den Kommunal-, Schul- und Fürforge-Aerzten zu verschaffen, mit diesen enge Fühlung zu halten und für die Durchführung der von ihnen aus gesundheitlichen Gründen angeordneten Maßnahmen gewissenhaft §orge zu tragen. Der Leitung der HI. steht das selbstverständliche Recht zu, die ihr zur k ö r p e r l i ch e n Ertüchtigung ihrer Mitglieder notwendig erscheinenden Maßnahmen selbständig durchzuführen ^weit es sich um vollgesunde Jugendliche handelt. Sie hat aber auch bei ihnen lebe Vorsorge gegen Gesundheitsschädigungen zu treffen. Die Auv- senduna von Jugendlichen zur Wiederherstellung ihrer Gsundheit ist Angelegenheit der Mandlgen amtlichen Stellen im Benehmen mit der NS. Volks- Für die genaue Durchführung dieser Richtlinien Et Sorge zu tragen." Daten für Montag, 26. März. 1827: Ludwig van Beethoven in Wien gestorben. Persönliche Adjutanten für die politischen Leiter. Wie das Gaupresseamt bekanntgibt, erhalten ämtliche Kreis-, Ortsgruppen- und Stützpunktleiter )er NSDAP, als Hoheitsträger der Partei per- önliche Adjutanten, und zwar Mitglieder der HI., die in HJ.-Uniform ihren Dienst versehen. Diese Adjutanten sollen nach ein- bis eineinhalbjähriger Dienstzeit als Blockwart in die Partei eingebaut werden und je nach Eignung laufend später für höhere Stellen Verwendung finden. Damit soll idjor jetzt in der Partei junges Führerkorps herangeschult werden, das, von der Pike auf dienend, päter in der Lage ist, die schwere, verantwortungsreiche Arbeit des politischen Leiters zu übernehmen und in nationalsozialistischem Sinn fortzuführen. Ernennungen in der Hitlerjugend. Der Obergebietsführung West der Hitlerjugend teilt mit: Reichsjugendführer Baldur von S ch i - rach ernannte auf Vorschlag des Obergebietsführers West, Lauterbacher, den bisherigen Führer des Gebiets Ruhr-Niederrhein, Oberbannführer Heinz Deiner!, den Führer des Gebiets H esse n - N a f f a u, Oberbannführer Walter Kramer, den Führer des Gebiets Westmark, Oberbann- sührer Rolf Karbach, zu Gebietsführern. Die neuernannten Gebietsführer find an der Entwicklung der Hitlerjugend hervorragend beteiligt, Mütter kämpfen für ihre Kinder! Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt will durch eine großzügige Aufklärung den völkischen Selbsterhaltungstrieb wachrufen, im Gegensatz zu dem bisherigen niedrigen und gemeinen Egoismus für die eigene Person. Dieser wertvolle und natürliche Egoismus dient zur Erhaltung der Art. Mütter, die heute ihre Kinder mit Liebe und Aufopferung, vielleicht mit Sorgen und Nöten großziehen, wünschen ihrem eigenen Fleisch und Blut im neuen Deutschland Glück und Wohlergehen. Jeder Volksgenosse, der an dem Schicksal Deutschlands Anteil nimmt, wird diese schwere Aufgabe, die die NS.-Volkswohlfahrt in dieser Hinsicht zu erfiHIen hat, würdigen. Er hilft durch die Tat mit, wenn er noch heute in die NS.-Volkswohlfahrt eintritt. Die Gauwaltung der NS.-Volkswohlfahrt. Sie neue Aeichsbanknote zu 50 Mark Die neue Reichsbanknote zu 50 Reichsmark ist 8,5X17 cm groß und auf leicht bläulich gefärbtem Papier hergestellt. Das Papier zeigt in der Durchsicht, von der Vorderseite aus gesehen, links auf dem Schaurande ein Kopfwasserzeichen (David Hansemann) und im bedruckten Teil die große Wertzahl „50". lieber dem rechten Teil des Schaurandes, bis in das Druckbild hinsinreichend, läuft Kein Druck kein Zwang bei Zeitungswerbung Oie Reichöpreffekammer schreibt in ihren Richtlinien unter den Punkten 4 und 5 den Werbern vor: 4. OemWerber ist untersagt,bei derWerbung andere Ze tungen und Zeitschriften ober im Wettbewerb stehende Unternehmungen im Ansehen herabzusehen. Es ist ihm ferner untersagt, zur Abbestellung eines anderen Blattes aufzufordern oder Abbestellungen zu sammeln. 5. Dem Werber ist untersagt, in irgendeiner Hinsicht auf den zu werbenden Bezieher einen Zwang oder Druck auszuüben, insbesondere dürfen nicht irgendwelche Nachteile, z. B. persönlicher, wirtschaftlicher, beruflicher oder sonstiger Art, für die Nichtbezieher einer Zeitung oder Zeitschrist angedroht we den. Zeder Werber hat sich durch Unterschrift aus feinem Werbeaus^eis zur Einhaltung dieser Dorschristen verpflichtet. so daß die (Ernennung zu Gebietsführern eine ' Würdigung ihrer geleisteten Arbeit bedeutet. NSSÄp., für Beamte, «reis Gießen Auf Grund höherer Weisung werden alle Mitglieder des RDB. aufgefordert, sich umgehend zu vergewissern, daß die Behördenkassen die Beiträge für März und die früheren Monate einbehalten und an den RDB. abgeführt haben. Gegebenenfalls sind die rückständigen Beiträge von den RDB.-Mitgliedern über die Fachschaftsleiter bzw. Vertrauensmänner an die Ortswarte sofort zu zahlen, die sie an den Kassenwart des Amtes für Beamte, Kreis Gießen, abzuliefern haben. Ich mache darauf aufmerksam, daß im Falle rückständiger Beitragsentrichtung die Auszahlung von Sterbegeld an die Erbberechtigten in Frage gestellt ist. Sache der RDB.- Mitglieder ist es, die ordnungsmäßige Ablieferung der Beiträge ständig zu überwachen. Heil Hitler! Ulrich, Organisationsleiter. Aeichsbund Äolkstum und Heimat Der Landschaftsführer des Gaues Rheinfanken- Nafsau-Hessen, Ministerialrat Ringshausen, hat nunmehr dem Heimatdichter Georg Heß, Leihgestern, die Ringführung im Kreis Gießen übertragen. Der Name „Gg. Heß" gibt uns die Gewähr fiir eine den Zielen des Reichsbundes entsprechende Führung. Geschäftsführer bleibt Herr Lehrer Dem, Gießen,' Frankfurter Straße ' 90, Pestscheckkonto Frankfurt a. M. 198 58. Errichtung von Thingplähen. Verschiedene Vorkommnisse in der letzten Zeit veranlassen mich, daraus hinzuweisen, daß der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Entscheidung über die Auswahl der zu errichtenden Thingplätze den Leitern der Landesstellen seines Ministeriums übertragen hat. Die Entscheidung im Gebiet Hessen-Nassau und Hessen erfolgt allein durch die Landesstelle Hessen- Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda im Einvernehmen mit dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger. Von anderen Stellen darf die Errichtung von Thingplätzen weder betrieben, noch durchgeführt werden. gez.: Müller-Scheid. An alle Zeitschriften im Gau Hessen-Nassau. Die Schriftleiter der gesamten, im Gebiet des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP, erscheinenden politischen, konfessionellen, fachlichen oder Vereinspresse werden nochmals aufgefordert, umgehend ein Belegexemplar ihrer Zeitschrift mit genauer Angabe des Titels, des Herausgebers, des Schriftleiters, der Auflage und des Erscheinungsortes an die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Frankfurt am Main, Bürgerstrahe 9—11, einzusenden. Diese Meldung betrifft alle Zeitungen und Zeitschriften (außer der allgemein bekannten Tagespresse), gleichgültig in welchen Zeitabständen sie erscheinen, ober welche Auflage sie haben. Die bisher säumigen Schriftleiter werden ersucht, nunmehr umgehend die erforderlichen Angaben zu machen. Der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda i. V. gez. G. W. Müller. ein etwa 2 cm breiter, mit kupferbraunen und grünen Fasern belegter Streifen. Der etwa 4,5 cm breite Schaurand der Vorderseite ist mit einer das Kopfwasserzeichen umschließenden, gemusterten Blindprägung versehen, die die Wertzahl „50" — abwechselnd lesbar und in Spiegelschrift — und den Kontrollstempel enthält. Links unten steht die große dunkelgrüne Wertzahl „50". Das Druckbild der Note ist nach dem Schaurand au durch eine schmale Zierleiste abgeschlossen. Der Untergrund ist als Kreuz-Jrisdruck so ausgestattet, daß ein blaugrün bis braun verlaufender Streifen in der waagerechten Richtung, und ein rötlicher bis gelbbrauner Streifen in der senkrechten Richtung über den Schein verläuft. Die von zweifarbigem, verschlungenem Linienwerk umgebene Zahl „50" erscheint in blaugrün auf einem rötlich bis gelbbraunen Hintergrund. Jrn unteren Teil befindet sich der Kennbuchstabe. Die rechte Seite der Note zeigt — in Stahldruck — auf ßreiter Zierleiste, von reichem Guillochen- werk umgeben, das Kopfbildnis David Hansemanns in dunkelgrüner Farbe. Rechts oben ist, wie unten auf dem Schaurand, die Wertzahl „50" angebracht. Im linken größeren Felde steht — ebenfalls in Stahldruck — die Beschriftung in deutschen Buchstaben und dunkelgrüner Farbe. Der »Hans ®eftmar"=$i(m in Gießen Seit einigen Tagen wird im Lichtspielhaus Bahnhofstraße der große SA. - Film „Hans W e st - m a r" gezeigt, der bekanntlich nach dem Buche von Hanns Heinz Ewers „Horst Wessel" geschaffen wurde. Der Film offenbart den gewaltigen Kampf der Berliner SA., in dem der unvergeßliche Sturm- sührer Horst Wessel in der vordersten Front mit seinen Sturmkameraden tätig war, und er stellt zugleich einen Ausschnitt aus den Kämpfen, Leiden und Opfern der gesamten SA. dar. In allen Städten, wo der Film bisher gezeigt wurde, hat er mit Recht außerordentlich starke Beachtung des Publikums gefunden. Nur in unserer Stadt hat sich die Bevölkerung bisher diesem bedeutsamen Film gegenüber bedauerlicherweise sehr gleichgültig gezeigt. Wie uns von der Leitung des Lichtspielhauses mitgeteilt wird, lassen die Vorstellungen mit diesem außerordentlich eindrucksvollen und gewaltigen Film hinsichtlich des Besuchs nahezu alles zu wünschen übrig, es offenbart sich jedenfalls eine Interesselosigkeit, die für unsere Stadt beschämend ist. Hoffentlich wird die bisherige Unterlassungssünde unserer Bürgerschaft durch starken Besuch der heutigen Nachmittags-Vorführungen und der drei Vorführungen am morgigen Dienstag, in denen der Film zum letzten Male gezeigt wird, wenigstens einigermaßen ausgeglichen. Die heutige Abendvor- führung wird als Sonderveranstaltung für die SA.- Referve stattfinden. Obst- und Gartenbauverein Gießen. Am gestrigen Sonntag beschloß der Obst- und Gartenbauverein Gießen feine Vortragsreihe des Winterhalbjahres mit einem Vortrag über Schädlingsbekämpfung im Gartenbau durch den Leiter der hiesigen Hauptstelle für Pflanzenschutz Dr. Tempel. Nach einigen Einführungsworten des kommissarischen Führers an die Vereinsmitglieder, welche interne Angelegenheiten betrafen und denen der Gedanke zugrunde lag, daß jeder Gartenbesitzer soviel Interesse für feine Obstbäume und andere Kulturgewächje aufbringen sollte, um alle Pflegemaßnahmen wie Düngen, Auslichten, Entfernen der vielen hängen gebliebenen Fruchtmumien zum Verbrennen, sowie der verschiedenen Spritzungen zum rechten Zeitpunkt mit den geeigneten Mitteln vorzunehmen, nahm Herr Dr. Tempel das Wort. Wir haben, so betonte der Redner u. a., zunächst zwischen Schädlingen pflanzlicher und tierischer Art zu unterscheiden. Beide zusammen verursachen alljährlich einen Ausfall an Ernteerträgen, der auf nahezu 3 Milliarden Mark geschätzt werden kann. Doch nicht nur mengenmäßig ist das ungeheure Heer der Schädlinge riesengroß, sondern auch ihr Artenreichtum. So leben beispielsweise an unseren Obstbäumen 6700 Arten Schädlinge. Ein wichtiges, zum Teil noch dunkles Kapitel ist die Kenntnis und Anpflanzung widerstandsfähiger Sorten für die verschiedenen klimatischen Verhältnisse und Bodenarten, sowohl bei Obst, wie auch beim Anbau von Gemüse. Ferner gehören zum erfolgreichen Kampf gründliche Bodenbearbeitung, Bodenverbesserung, Düngung, namentlich mit Phosphorsäure, Kalk und vor allem mit Kali, sowie Vermeiden einseitiger Stickstoffdüngung; weiterhin ausreichend große Abstände, so daß jeder Baum, Strauch oder Gemüsepflanze in allen ober- und unterirdischen Teilen im Genuß von Nährstoffen, Licht, Luft und Wärme durch die Nachbarpflanzen nicht benachteiligt werde. Man lasse auch keinem Baum oder Strauch mehr Holz und Früchte, als er normalerweise zu ernähren vermag. Wo dieser Punkt über sehen wird, ist mit einer Verringerung der Ernte und zugleich auch mit Schädlingsbefall sicher zu rechnen. So wichtig diese Voraussetzungen für den erfolgreichen Kampf gegen Schädlinge auch sein mögen, so genügen sie zeitweise doch nicht, um Masseninvasionen zu verhüten. Sie erscheinen nicht immer nur als Folgen von Vernachlässigungen; auch Witterungseinflüsse, wie strenge Winter, Trockenperioden u. dgl., spielen dabei eine große Rolle. Ihre Bekämpfung mit allen Mitteln, wie Vogelschutz, Schonung der nützlichen Insekten und anderen Tieren, zu denen auch der Maulwurf gehört, ist nicht mehr Sache des einzelnen, sondern der Allgemeinheit. Vor allem gilt es auch, die üblichen Giftmittel, wie DbftbaumEarbolineum, Kupserkalk- brühe, Schwefelkalkmittel und Arsengifte sachgemäß und — was die Hauptsache ist — rechtzeitig und nicht wahllos anzuwenden. Im speziellen Teile wurden die einzelnen Kultur- pflanzen nebst den ihnen eigenen Schädlingen besprochen. Eine Reihe farbiger Lichtbilder beschloß den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag. Bornotl.;cn. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Hans Westmar". — Schützenverein, Gießen: 20.15 Uhr, Frühjahrs-Generalversammlung. — Aus dem Stadt theaterbüro. Morgen, Dienstag, Opernabend mit der Oper „Der Evangelimann" (Siehe heutige Anzeige.) * ** Neuer Stadtschulrat in Gießen. Uebertragen wurde dem Kreisschulrat Dr. Georg Weigand bei dem Kreisschulamt zu Friedberg die Stelle des Stadtschulrats bei dem Stadtschulamt zu Gießen mit Wirkung vom 16. April 1934 an. ** Polizeipersonalien. In den Ruhestand versetzt wurden die Polizeiinspektoren Wilhelm Schmidt und Wilhelm S ch w i n n zu Gießen, unter Anerkennung ihrer dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns, mit Wirkung vom 1. Juli 1934 an. ** Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen wurden auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 die Pfleger bei der Landes-Heil- unb Pflegeanstalt Gießen Eduard Schneider und Peter Jochum, sowie der Schreiner bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Wilhelm S o l b a ch. ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Dienstag, 27. März, können die Eheleute Emil B r e e und Frau Helene, geb. Deibel, Friedensstr. 11, das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Das Jubelpaar ist seit 25 Jahren Leser des Gießener Anzeigers. ** Genehmigte Brennholzversteige» rungen. Die Bürgermeisterei teilt mit, daß die im März abgehaltenen Brennholzversteigerungen genehmigt sind. (Siehe heutige Bekanntmachung.) ** Die Landkrankenkasse des Landkreises Gießen teilt mit, daß ihre Geschäftsräume am Donnerstag, 29. März, wegen Umzugs geschlossen bleiben. (Siehe heutige Bekanntmachung.) ** Die Hausfrauenberatung Gießen veranstaltet am Dienstag und Mittwoch eine Öfter» ausstellung mit Kochvorführungen bzw. Kaffeestunde. (Näheres in der heutigen Anzeige.) Rundfunkprogramm. Dienstag, 27. März: 6.05 Uhr: Gymnastik. 7.10: Frühkonzert. 8.25: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45 Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. Zeitgenossen Richard Wagners. 13.15: Nachrichten. 13.35: Mittagskonzert II. 14.40: Stunde der Frau. 15.50 Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Leipziger Sinfonie-Orchesters. 17.30: „Tod und Gemeinschaft." Vortrag. 17.45: Opern-Duette. 18: „Läßt sich schon heute die Produktion der deutschen Automobil-Industrie für dieses Jahr, übersehen?" Ein Bericht. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Sozialdienst. 19: Stunde der Nation: „Gorch Fock". Eine Hörfolge. 20: Nachrichten. 20.10: Weltpolitischer Monatsbericht: 20.30: Schrammel-Musik. 21: Stimmen der Zeit. 22: Nachrichten. 22.30: Zwischenprogramm. 23: Nachtkonzert. 24 bis 1: Nachtmusik. Mittwoch, 28. März: 6.05: Gymnastik. 6.55: Frühmsldungen. 7.10: Frühkonzert. 8.25: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Jugendstunde. 10.45 Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert 1.13.15: Nachrichten. 13.35 Mittagskonzert II. 14.30: 3 mal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 15.50: Wirtschaftbericht. 16: Nachmittagskonzert: Volkslieder der Nationen. 17.30: Stunde der Jugend. 18.05: „Vater und Mutter." Nikolaus Schwarzkopf spricht aus Anlaß seines 50. Geburtstages. 18.35: Deutsch für Deutsche. 18.50: Griff ins Heute. 19: Stunde der Nation: „Von der patriotischen Lyrik zum politischen Kampflied". 20: Nachrichten. 20.10: Reichssendung: Unsere Saar. 20.30: Konzert. Werke von Hermann Zilcher. 21.30: „März 1934". Hörwige. 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen .. . 22.25: Nachrichten. 22.40: Zwischenprogramm. 23: Nachtkonzert. Anton Dvorak. 24 bis 1: Nachtmusik. Kreistag des Kreises Gießen. Dm Samstagvormittag trat der Kreistag des Kreises Gießen im Sitzungssaale des Regierungsaebäudes zu Gießen zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung zusammen. Kreisdirektor Klo st ermann begrüßte den Kreistag mit dem deutschen Gruß, der von den Kreistagsmitgliedern in gleicher Weise stehend erwidert wurde. Anschließend teilte Kreisdirektor Klo st ermann mit, daß er vom Staatsministerium beauftragt sei, die Geschäfte des Kreisamts Gießen bis zum 1. Mai zu führen, von da ab sei er endgültig ernannt. Er erwähnte dann, daß er den Kreistagsmitgliedern ja kein Unbekannter sei, und er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Kreistagsmitglieder und er, wie bisher in der Partei, auch in der Verwaltung des Kreises Gießen gedeihlich Zusammenarbeiten würden zum Segen des Kreises Gießen. Das Vertrauen, das ihn und die Kreistaasabgeordneten in der Partei bisher ^usammengehalten Hube, werde auch in Zukunft fortdauern. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten. Zunächst handelte es sich um die Prüfung und Begutachtung der Rechnung der Kreiskasse Achtung! Achtung! . . . Die Arbeilsschlachi schaff» weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Unglücksfällen werden? Die wenigsten Menschen wissen, wieviel Unfälle im täglichen Leben vorkommen, bei denen Menschen mehr ober weniger schwer verletzt werden. Allein in gewerblichen Betrieben ereignen sich jährlich über 27 000 Unfälle, die eine mehr oder weniger große Erwerbsunfähigkeit zur Jolge haben. Dazu kommen die zahlreichen Unfälle, die außerhalb der Betriebe jeden deutschen Volksgenossen bedrohen. Diese Unfälle verursaä^n unendlichen Schaden an dem Betroffenen und seiner Emilie durch Schmerzen und Minderung oder sogar Verlust der Erwerbsfähigkeit. Auch die ganze Volksgemeinschaft leidet schwer unter diesen Unfällen, trägt sie doch letzten Endes kosten für die Heilung und Renten der verletzten. Darum helft alle mit, Unfälle zu verhüten. Unfallverhütung ist Dienst am Volk. und des Verwaltungsberichts des Kreisausschusses für das Rechnungsjahr 1933. Beide wurden ohne Aussprache einstimmig genehmigt. Es folgte der Voranschlag des Kreises Gießen für das Rechnungsjahr 1934, in Verbindung damit die Beschlußfassung über die Ausschlagsätze für die Kreisumlagen und die Kreis- Sondergebäudesteuer für 1934. Der Voranschlag für 1934 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 774 479 Mark gegen 785 065 Mark im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 603 935 Mark (im Vorjahr 619 892 Mark), auf die Vermögensrechnung 170 544 Mark (im Vorjahre 165 173 Mark). Die Steuersätze sind in der gleichen Höhe wie im Vorjahr vorgesehen, da die Kreisverwaltung der Meinung ist, zunächst die bisherigen Steuersätze beizubehalten und erst einmal abzuwarten, wie sich die Wirtschaftsankurbelung im Laufe dieses Jahres auswirken wird, um dann über eine Senkung der Steuersätze Beschluß fassen zu können. Dieser Ansicht schloß sich der Kreistag ohne Aussprache einstimmig an, ebenso wurde der Voranschlag ohne Aussprache en bloc angenommen. Sodann stimmte der Kreistag dem Beitritt des Kreises Gießen zum Rhein-Mat- nischen Garantie-Verband zu, dem alle übrigen Städte und Kreise als Mitglieder angehören Der Garantieverband ist bekanntlich eine Einrichtung zur Förderung der Finanzierung von Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten. Der Kreis Gießen muß für etwa 14 000 Mark Garantie leisten, jedoch bestehen keinerlei Bedenken gegen die Uebernahme dieser Garantie, da der Kreis praktisch erst an vierter Stelle herangezogen werden könnte, falls die Garantie überhaupt einmal einzulösen wäre. Weiter stimmte der Kreistag der Auflösung der selbständigen Gemarkung Hof- Güll zu. Die Grundstücke kommen teils zu den Gemarkungen Eberstadl, Muschenheim, Dorf-Gill und Trais-Münzenberg. Hierauf bestätigte der Kreistag folgende Beschlüsse des Kreisausschusses zur Durchführung von A rb e i ts b e sch a f fu n g s m a ß n ah m en im Kreise Gießen. Im Interesse der Durchführung einer umfassenden Arbeitsbeschaffung hat der Kreis Gießen mehrere Darlehen bei der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Darlehen ausgenommen. Es handelt sich um folgende Darlehen: 32 800 Mark zur Durchführung von Kanali- sations- und Wasserversorgungsanlagen in den Gemeinden Alten-Buseck, Annerod, Leihgestern, Lich, Queckborn, Trohe und der Wassergenossenschaft Die- berggruppe in Stangenrod: 32 200 Mark für desgleichen in den Gemeinden Daubringen, Lich, Lollar und Staufenberg; 41 000 Mark für Instandsetzungen an öffentlichen Gebäuden in den Gemeinden Ettingshausen, Lauter, Lich, Muschenheim, Ronnenroth, Reiskirchen, Trohe und Watzenborn-Steinberg; 16100 Mark zur Errichtung einer Abwässer- anlaae in der Kreisabdeckerei Garbenteich. Diese Arbeit führt der Kreis in eigener Regie durch Klagen aus Industrie und Handel über Mangel an tüchtigen Stenographen gaben zahlreichen Industrie- und Handelskammern nach dem Kriege Anlaß, stenographische Prüfungsämter einzurichten. Die hiermit verbundenen Prüfungen wiesen aber insofern Mängel auf, als die Anforderungen an die Prüflinge nicht einheitlich waren. Zur Abhilfe wurden von einzelnen Stellen zwar Vorschriften für Geschäftsstenographenprüfungen erlassen und auch eine Zentralstelle für Ansagestoff errichtet. Trotzdem weichen die Prüfungsergebnisse immer noch sehr voneinander ab. Das Streben ist deshalb darauf zu richten, Einheitlichkeit in den Prüfungen und den zu stellenden Anforderungen zu erreichen. Ein bedeutungsvoller Schritt hierzu ist durch die Gründung des Hauptausschusses für Berufserziehung beim Rhein - Mainis'chen Industrie und Handelstag, Sitz Frankfurt a. M., getan worden. Dieser Hauptausschuß, der getragen wird vom Präsidenten des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages und Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen sowie vom Landesobmann der NSBO. und Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront für Hessen und Hessen-Nassau, hat jetzt für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet einen Prüfungsausschuß für die Durchführung von Stenographenprüfungen errichtet. Die Federführung hierfür ist vom Leiter des Hauptausschusses für Berufserziehung der Bezirksstelle Wiesbaden der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Sitz Frankfurt a. M., übertragen worden, die sich schon früher rege mit den stenographischen Prüfungen befaßte und sie eifrig gefördert hat. Auch war die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden von einer größeren Zahl stenographischer Prüfungsämter als Vorort für das steno- Kameraden, macht bas Herze leicht, laßt die Trommel rühren! — So fordert eines der Lieber des Deutschen Jungvolks alle Jugend auf zum Marschieren und zum Erleben. Draußen am Kernberg hatte Stammführer Walter H o tz alles vorbereitet zum er st en Stammführerthing des Stammes Chatten. Man spürte es in allem: Es geht wieder los! Endlich ist es ja auch nun möglich, draußen an Feuerplätzen, wie früher, Führerbesprechungen abzuhalten. Wenn auch die Feuerung noch nicht so einfach ist, unb erst einige neckische Bemerkungen, wie: ,chis der Brand recht entfacht, längst schon die Sonn' wieder lacht", das Feuer erst etwas an ber Ehre angreifen mußte, so flackerte doch endlich ein loher Brand. Ein kurzes Geländespiel, voller überraschender Streiche, ging der eigentlichen Besprechung voraus. Die drei ersteren Darlehen werden an die betreffenden Gemeinden weitergegeben, und daher hat nicht der Kreis, sondern die beteiliaten Gemeinden für die Verzinsung und Tilgung auszukommen. Der Zinssatz beträgt 4'/- v. H., der Tilgungssatz 1,57 v. H. Das Darlehen von 41 000 Mark für Gebäudeinstandsetzungen ist zinsfrei, muß jedoch in fünf gleichen Jahresraten zurückgezahlt werden. Das Darlehen in Höhe von 16100 Mark belastet den Kreis endgültig. Der Zinssatz ist in diesem Falle auf 4 v. H. und der Tilgungssatz auf 2,47 v. H. festgesetzt. Der Kreisausschuß hat am 8. Dezember 1933, 22. Januar 1934 und 22. Februar 1934 vorstehende Darlehensaufnahme beschlossen. Der Führer der RS.-Kreistagsfraktion I u n g - Gießen hob am Schlüsse der Sitzung die Einmütigkeit der Beschlußfassung über alle Vorlagen hervor und betonte die Bereitwilligkeit des Kreistages, in voller Einigkeit und Geschlossenheit mit Vertrauen die Maßnahmen der Kreisverwaltung zu unterstützen. Kreisdirektor Klo st ermann sprach dem Kreistag Dank für die Vertrauenskundgebung und ebenso der Bevölkerung Dank für das Vertrauen aus, da die Verwaltung nur dann gedeihlich arbeiten könne, wenn sie sich von dem Vertrauen der Bevölkerung getragen wisse. Hierauf wurde der Kreistag geschlossen. graphische Prüfungswesen und als Versandstelle von Ansagestoff anerkannt. Den Vorsitz des Prüfungsausschusses wird der Präsident der Wiesbadener Geschäftsstelle, Bankdirektor Hermann Schulze, die Geschäftsführung Syndikus Dr. Meuser übernehmen; zum stellvertretenden Vorsitzenden ist Oberstudiendirektor Dr. Schad, Frankfurt a. M.-Eschersheim, in Aussicht genommen. Der Prüfungsausschuß hat die Aufgabe, durch Abhalten von Prüfungen die Kenntnis der Reichskurzschrift zu fördern. Bis ;um 1. April 1937 können Teilnehmer, die ein anderes System erlernt haben, noch zu Prüfungen in diesem System zugelassen werden. Am Sitz des Prüfungsausschusses wird eine Prüfungsstelle für die Ablegung von Steno- araphenprüfungen in englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache errichtet. Der Prüfungsausschuß, der aus 12 Mitgliedern sowie dem Geschäftsführer besteht, setzt nach Bedürfnis örtliche Prüfungsausschüsse ein, die den zuständigen Kammern bzw. Bezirksstellen angegliedert werden. Den örtlichen Prüfungsausschüssen obliegt die Veranstaltung von Prüfungen gemäß der vom PASt. aufgestellten Prüfungsordnung, die auch einheitliche Vorschriften für die Abnahme der Prüfung, für die Verwendung des Prüfungsstoffes und die Ausstellung von Zeugnissen enthält. Um eine gleichmäßige Wertung der Arbeiten zu gewährleisten, hat der Vorsitzende des PASt. das Recht, jederzeit die Arbeiten einzufordern und nötigenfalls die Beurteilung zu ändern. Durch derartige Arbeiten beseitigt der PASt. seitherige Mängel und fördert das stenographische Prüfungswesen im Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet. Bei der Dämmerung saßen alle Führer um die Feuerstätte unb fangen frische Marschlieder, bie in dem Basaltsteinbruch, ber ben Platz halb einschließt, sellsam widerhallten. Hansmuth G r e t h e r, ber neuernannte Jun-g- bannführer Gießens, sprach zu den Jungen. Was allen wie eine Befreiung vorkarn, das griff er einleitend auf und sagte, daß nunmehr die Zeit gekommen sei, in der man den Sälen den Rücken kehre, um in freier Natur die Zusammenkünfte abzuhalten. Dort soll sich unser echter Frohsinn erneuern, um mit der Straffheit in richtigem Verhältnis unsre Wesenheit zu bestimmen. Immer wieder muß über die Art des jungen Führers gesprochen werden, damit bie gemäße Teilung in Führer und Kamerad so wird, wie sie sein soll. Jedes einseitige Betonen ist vom Uebel und wird infolgedessen immer zu Mißhelligkeiten führen. Vereinheitlichung -es stenographischen prüsungswesens ErsterStammMrerthing des Stammes Gatten. Die äußere Verbindung des erwachsenen Füh. rers zum Jungvolkjungen ist das gleiche Kleid. Auch die älteren unter den Führern sollen die kurze Hol» des Jungen tragen und somit den eigentlichen Charakter der Junkvolkuniform wahren. Die Kleidung ist so gewählt, um eine Abhärtung zu erlangen, Denn für weichliche ist im neuen Deutschland kein Lebensraum; das Reich braucht Starke, die sich auch etwas zumuten können. Aber nicht nur körperlich sollen wir gekräftigt sein, sondern auch in unseren Anschauungen. Die Ehrfurcht vor der Fahne, als unserem Heiligtum in jeder Einheit, muß unser Leben noch mehr bestimmen. Auch unser Fuhrergeist muß stets neuer werden. Es geht nicht an, daß einzelne, besonders hervorstechende Jungen bevorzugt werden. Wir sind gerade für die da, die nicht auf- faden, die mehr Arbeit machen und größere Aufmerksamkeit fordern als andere. Darum sollen Jungen und Eltern merken, daß schon wir bie große Verbundenheit aller zu allen erstreben und vertreten. Einige technische Fragen wegen der geplanten Sommerzeltlager, die so außerordentlich wichtig unb wertvoll fein werden für die gesamte Jungenarbeit, wurden noch gelöst. Beim Frageteil kam der Jungbannführer noch zur Klarlegung des Unterschieds zwischen der vergangenen bündischen Jugend und der jetzigen, einheitlich zusammengefaßten staatlichen Jugend Willy Pommerening, der Jungvolkpresse, referent im Oberbann, übermittelte Klarheit über Herkunft und Bedeutung eines Thing. So wie sich unsere Vorfahren in jenen Beratungen, die einen feieränlichen Charakter trugen, Kraft und einheitliche Haltung Entscheidungen gegenüber holten, soll auch uns eine Thingversammlung stärken für unsere Aufgabe an den Jungen. Wir wollen uns zusammenfinden als die Angehörigen einer Gemeinschaft im Sinne dieser auf uns überkommenen Einrichtung, ber wir lediglich einen andern Namen in einem veränderten äußeren Rahmen gaben. Der geschichtliche Name unserer Führerversammlung weist uns in die Vergangenheit, deren damals naturgegebene innere Haltung wir heute bewußt erstreben müssen in der Förderung des nordischen Geistes. Aber der Name erinnert auch daran, daß wir Jetztledenden nicht beziehungslos bahinträumen bürfen, sondern er mahnt uns zum rechten Nebeneinander, zum ehrfürchtigen Gedächtnis an die Generationen, aus denen wir erstanden sind, und zur Verantwortlichkeit den Kommenden gegenüber, auf daß wir einst, im Sinne jener Ahnen, selbst rechte Ahnen werden. Zum Schluß wurde ein Kreis um das Feuer gebildet. Die äußere Kette war Ausdruck des inneren Gefüges der Zusammengehörigkeit Einige kernige Flammensprüche, die den symbolischen Gehalt des Leuchtens, des gemeinsamen Wirkens offenbarten, beschlossen die Besprechung, die in dieser neuen Art zum tiefen Erlebnis geworden ist. Ibn. 1/116. Oberbeffen. Generalversammlung der Spar- und Darlehenskasse Garbenteich. * Garbenteich, 24. März. Dieser Tage hatte die hiesige Spar- und Darlehenskasse e. G. m. b. H. zur 36. ordentlichen Generalversammlung ihre Mitglieder, welche sich auch zum Teil aus Volksgenrsien vom Nachbarort Hausen zusammensetzen, ins Gasthaus „Zum weißen Roß" eingeladen. Dieser Einladung hatten viele Genossen Folge geleistet, so daß der Saal bis zum letzten Platz besetzt war. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ludwig Keßler begrüßte alle Erschienenen recht herzlich, insbesondere aber Herrn Oberrevisor Hartmann und Herrn Fritz (Gießen) und bestimmte sodann als Versammlungsleiter Vorstandsmitglied Joh. Stumpf 7. Dieser betonte in seiner Ansprache, daß mit der heutigen Generalversammlung auch eine kleine Gedenkfeier des 3 5. Gründungstages verbunden fei. In schlichten Worten dankte er den Gründern für das Zustandekommen des heutigen Instituts und überreichte ihnen als Zeichen der Dankbarkeit ein schönes Gedenkblatt. Der leider schon verstorbenen Gründer sowie den Toten des Jahres 1933 gedachte man in der üblichen Form. Sodann erhielt Herr Oberrevisor Hartmann das Wort. Er beglückwünschte zunächst im Auftrage des ländlichen Genossenschaftsverbandes Rhein-Main-Neckar die Kasse zu ihrer Feier und charakterisierte dann in großen Zügen das genossenschaftliche Sparkassenwesen. Er gab seiner Freude besonders darüber Ausdruck, daß er es hier mit einer mustergültig geführten Kasse zu tun habe und bat alle Mitglieder, nun im neuen Deutschland mehr denn je mit der Genossenschaft Oer erste Theaterbesuch. Aus den Kindheitserinnerungen berühmter Männer. „Wer erinnert sich nicht noch seines ersten Theaterabends! Des Einblicks in eine neue Welt! Unb nicht in die Welt des Scheines! Nein, nicht Schein, nicht Erfindung und Nachahmung sind diese Wälder und Kirchen und Städte und Festungswälle: nicht Schein, nicht Nachahmungen sind diese Harnische und Fahnen und Schwerter und Krummstäbe; es ist die wirkliche Welt, die das Kind als solche im Theater anschaut. Der Vorhang wickelt sich auf Das alles da war, ist, wird fein und bleibt." So leitet Gutzkow in feinen Erinnerungen „Aus der Kna- benzeit" die Schilderung seines ersten Theaterbesuchs ein. 2Üie vielen Dichtern unb Künstlern hat sich in dieser ersten Begegnung mit dem Zauberglanz des Theaters eine neue Welt aufgetan, aus der sie den tiefsten Anlaß zu ihrem künstlerischen Schaffen empfingen unb an die sie alsdann dankbar ihre fchönsten Schöpfungen Hingaben. Kann man sich aus dem Leben Goethes ober Tiecks die ungeheure Wirkung solch erster Berührung mit deyi Theater fortdenken? Deck gedachte noch im Alter gern jenes Abends, da der Vater zum erstenmal den Knaben zur Bude eines Puppenspielers mitnahm. Da trat ein prgcht'g gekleideter Prinz auf unb rief mit den wildesten Gebärden der Verzweiflung zu wiederholten Malen: ,,O Cupido, o Cupido welch ein Tyrann bist du!" Im Schmerz unglücklicher Liebe überschlug sich die Holzpuppe in eckigen, steifen, seltsamen Bewegungen, daß Arme unb Beine klappernd gegeneinanderrasselten Dies fratzenhafte Gebaren machte einen entsetzlichen Eindruck auf die Phantasie des Kindes; es brach in lautes Weinen aus und konnte sich gar nicht mehr beruhigen. Gottfried Keller erinnerte sich fein Leben lang des starken Eindrucks, den der erste richtige Theaterzettel auf ihn gemacht hat mit der Ankündigung des merkwürdigen Stückes: .Die Schubkarren-Promenade ober bas war ich" Grillparzer war, als ihn bie Eltern zum erstenmal mit in bie italienische Oper nahmen, noch zu klein, um einen wirklichen Genuß bavon zu haben. Er langweilte sich schrecklich, unb nur eine einzige Szene belustigte ihn, „wo bie Leute in einer Laube Schokolabe tranken unb der Geck dieses Stückes, der mit dem Stuhle schaukelte, samt Tasse und Becher rücklinks über zu Boden fiel." Erst später haben sich ihm die wirren elften Eindrücke zu einer tieferen Empfindung für das Theater geklärt. Wundervoll hat Marie von Ebner-Eschen- b a chin den Schilderung aus ihren Kindheitsiagen die Revolution gemalt, die durch erste theatralische Eindrücke in einem jungen Gemüt hervorgerufen werden. Der Glaube an die eigne Begabung taucht in solchen Augenblicken auf, unb aus ben schwanke nben Gestalten bes Bühnenbilbes fällt ein erster Schein künstlerischer Schöpfung in bie Seele. Durch einen Besuch ber Oper ist in Gounob ber Gebanke erweckt worben. Komponist zu werben. „Zum erstenmal bin ich in einen Theatersaal gekommen, als bie Malibran in Rossinis .Othello' fang", hat er selber erzählt „Das war noch in ben schönen Tagen bes italienischen Gesangs. Denken Sie! Ich war zwölf Jahre. Meine Begeisterung nahm einen solchen Charakter an, daß meine Mutter ängstlich würbe. Es war nicht nur bie unvergleichliche Sängerin, bie sie entfesselte, es war noch mehr die Musik selbst, diese warme, weiche, flüssige Harmonie, die für mich eine Offenbarung bedeutete. .Mama!' schrie ich beim Fallen des Vorhangs, .Mama, ich muß Musiker werden!' Und meine Mutter lächelte, mich freundlich auf die Backen klopfend: .Glaubst du, daß man sich zum Musiker machen kann wie etwa zum Notars Und ich antwortete entschlossen: .Das weiß ich nicht, Mama, aber ich werde dem Beispiel Rossinis folgen, ich werde Partituren schreiben.' Ich brauche nicht zu fqgen. daß ich des Nachts davon träumte. Am andern Morgen begann ich meine Eltern zu quälen, ich wollte Musik studieren. Aber ich mußte ein ganzes Jahr kämpfen bis zu dem Abend, an dem ich zum zweitenmal ins Theater ging zu einer Vorstellung des .Don Juan'. Bleich vor Erregung lehnte ich mich an die Schulter meiner Mutter: .Ach, Mama!' schrie ich, .das ist die wahre Musik.' Einige Zeit darauf durfte ich in die Musikschule eintreten Mozart hatte mein Schicksal entschieden und blieb mein Gott." Sprechende Hände. Unter den Versuchen, von den körperlichen Merkmalen des einzelnen Menschen auf eine bestimmte rassische Herkunft oder auch auf ihnen entsprechende seelische Eigenschaften zu schließen, hat man den Händen bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt. Die allgemein verbreitete Auffassung, daß die Hände werktätiger Menschen breit sind, während die der Kopfarbeiter schmal sind, ist nicht richtig, beim ber Grunbplan der Hand ist ererbt und wird erst in zweiter Linie durch die Arbeitsweise verändert. Es kann kaum mehr ein Zweifel darüber bestehen, daß die verschiedenen Mittelwerte für die absolute Länge und Breite der Hand gleicher Geschlechter in verschiedenen Ländern auf rassische Gründe zurückzuführen ist. Wie Dr. Olga N i p • pert in einem Aufsatz der im I. F. ßeljmanns Verlag, München, herausgegebenen Zeitschrift „Volk und Rasse" auf Grund eigener Untersuchungen und fremder Forschungsergebnisse mitteilt, haben die Messungen an Russen der Roten Armee den besonders hohen Mittelwert der Handlänge von 199 Millimeter ergeben, wobei jedoch berücksichtigt werden muß, daß 'es sich um voll ausgewachsene Soldaten im Durchschnittsalter von 22 Jahren handelt, bei denen das Alter noch keine Veränderungen der Hand hervorgerufen hat. Messungen an 19jährigen Schweizern gelegentlich ber Aushebung zum Heeresbienst hatten ein um 7 Millimeter nichtigeres Durchschnittsergebnis. Im allgemeinen gilt in Mitteleuropa für bie Handlänge die Reihenfolge Norddeutschland. Mittel- deurschland, Schweiz. Auch unter den Frauengruppen haben bie norbdeutschen Frauen bie längste Hanb In der Handbreite stehen die Männer Mitteldeutschlands voran. Wichtiger noch als die absoluten Zahlen ber Länge unb Breite ist bas Verhältnis zwischen beiden, aus dem die Schmalheit der Hände abgelesen werden kann. Es zeigt sich, daß Russen und Franzosen besonders schmale Hände haben, und baß bie norddeutschen Männer eine schmälere Hand besitzen als bie süblicher wohnenden. Das gleiche gilt auch für die Frauen Deutschlands. Ueber den genau meßbaren Verschiedenheiten dürfen natürlich nicht die sich aus der vergleichenden Betrachtung erschließenden Formunterschiebe vernachlässigt werden. Eine Ungleichheit der Schlankheit einzelner Finger an der gleichen Hand ist anscheinend mehr lersönlicher Ausdruck als rassisch bedingt. Auch an )en Fingernägeln lassen sich wesentliche Unter- chiede feststellen, wobei vor allem auf Grundform "nd auf den Grad der Krümmung der Längs- und Breitenachse ebenso wie auf die Anwachsstelle.Les Nagels am freien Rande der Fingerspitze zu achten ist. Alles in allem ergibt sich auch aus ber systematischen Untersuchung der Menschenhand auf Grund reichhaltigen Materials ein wertvoller Beitrag für bie Rassenkunbe unb darüber hinaus für die Charakterologie. Ein Eisenfresser. Wie aus Agram berichtet wird, wurde dort ein Deutscher namens Otto Dell wegen Magenschmer» zen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aerzte fanden in seinem Magen zehn eiserne Stifte, drei Schrauben, eine Rolle Eifendraht unb ein großes Stück Eisen. Diese Fremdkörper wurden durch eine Operation entfernt, aber als Dell wiederhergestellt tnar und das Krankenhaus verlassen wollte, ergab eine Nachuntersuchung, baß sich schon wieder zwei Schrauben in seinem Magen befanden, die er aus feiner Bettstelle entfernt unb sich einverleibt hatte. Daraufhin würbe eine neue Operation oorgenom- men. Durch Nachfragen in Deutschlanb stellte man fest, baß Dell schon mehrere berartige Operationen durchgemacht hatte. Der Mann ist ein Eisenfresser, der Messing unb anbere Metalle ablehnt, aber ber Anziehungskraft bes Eisens nicht widerstehen kann. — Eine ganz anbere Geschichte von einer merkwürdigen Speise wird aus Aquila in Italien erzählt. Dort empfing der 64jährige Dittorio b'Allessio den Besuch eines Gläubigers, der ihm einen Schuldschein über tausend Mark präsentierte. D'Allessio ließ sich das Papier geben, angeblich, um die Richtigkeit seiner Unterschrift zu prüfen, zerriß bas Dokument, stopfte bie Fetzen in ben Mund unb verschluckte sie. Er wurde wegen dieser ungewöhnlichen Art, eine Schuld aus ber Welt zu schaffen, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Preußen bauernführer Lan überraschend schnell geber. Das Spiel wurde auch Zahnpaste Mundwasser Zahnbürsten erfolgreich sein konnten. Eine ausgezeichnete stung zeigte der Gästetormann, als er einen scharf und placiert geschossenen Elfmeterball und damit seine Mannschaft vor einer höheren Verlage bewahrte. Der Schiedsrichter hatte schweres Amt; es wurde sehr fair gespielt. Frankfurt, O ß w a l d , nach wurde. sehr fing Nie- kein Jeden Abend! Jeden Margen! Jungvolks erbrachte etwa 570 Brote und über 1000 Eier. Der Plakettenverkauf für das Winterhilfswerk ergab den Betrag von 65 RM. * Großen-Buseck, 24. März. Den Vortrag in der NS.-Frauenschaft über „Spinnen und Weben", sowie über alte Volksbräuche (Hei- matgefühl und Heimatsitte) hält nicht Frau Franz, sondern die technische Lehrerin Frau Schneider. Fleißige Hände der NS.-Frauenschaft packten 343 Laib Brot, die nach Offenbach versandt wurden. Die Eiersammlung wurde vom BDM ausgeführt und ergab die Zahl 1100. Einige Mitglieder der NS.-Frauenschaft verpackten sie in Kisten zum wei- kein Erfolg mehr beschieden, denn der Tormann der Gäste war sehr auf der Hut und hielt recht sicher. Nach der Pause gestaltete sich das Spiel zwar etwas ausgeglichener, die Landkombination mußte aber doch die Ueberlegenheit der Städter anerkennen. Vor allem war die Verteidigung Lippert-Leutheuser kaum zu überwinden. So blieb der Landmannschaft jeder Erfolg versagt, während die Gie- Kreis ^rir^bcrq. C> G a m b a ch, 24. März. Bei der E i e r s a m m- lung für das WHW. wurden in unserer Gemeinde über 1600 Eier gestiftet. Die Brotspende in der vergangenen Woche betrug 306 Laib. — Der Gesangverein „Harmonia" beabsichtigt in diesem Jahre am 3. Juni die Feier seines 75jährigen Bestehens festlich zu begehen. Eine stattliche Zahl Gesangvereine hat ihre Beteiligung zugcdacht. — In unserer Kirche sollen in diesem Jahre umfangreiche Erneuerungsarbeiten vorgenommen werden. Die mangelhafte Heizung soll durch eine neue Heiß-Lultheizung ersetzt werden. Die erheblichen Geldmittel für die auf über 5000 Mk. veranschlagten Arbeiten sind bereits sicher gestellt Die Arbeit kann demnächst in Angriff genommen werden. — In dem Geschäft der Frau L. Wentzel in der Butzbach-Licher Straße wurde in der Nacht zum Samstag ein Einbruchsdieb- st a h l verübt. Während die Hausbewohner im oberen Stockwerk schliefen, durchsuchten die Diebe die unteren Zimmer und den Laden. U. a. entwendeten sie eine Menge frisch eingetroffener Einkaufs-Ware, eine Taschenuhr und den Radio-Apparat. Einen größeren Geldbetrag, der zum Einzahlen auf der Post bereit lag, haben die Diebe glücklicherweise nicht entdeckt. Die polizeilichen Ermittlungen sind sein Einde. Nach gemeinsamem Kaffeetrinken begann der gemütliche Teil, verbunden mit Tanz, der die Besucher noch lange beisammen hielt Der Abend dürfte seinen Zweck voll und ganz erfüllt haben: er hat bestimmt dazu beigetragen, die Dorfgemeinschaft zu fördern zum Wohle von Volk und Staat strci* T^cirlar 0 Wetzlar, 24. März. Unter großer Beteiligung aus dem ganzen Kreise wurde dieser Tage in Garbenheim der Land- und Gastwirt Fritz H e - nopp, zu Grabe getragen. Superintendent Wieder hielt die Trauerrede und schilderte den Gaarsportler in Gießen. Während der Osterfeiertage gastieren etwa 50 Mannschaften (Fußball-Mannschaften) aus dem Saargebiet im Reich. Auch in Gießen wird eine Mannschaft und zwar die Elf von Saar 07 Saarbrücken Einkehr halten. Die Gäste werden am Sonntag feierlich empfangen. Am Abend findet eine Begrüßungsfeier statt. Am Montag, 2. Osterfeiertag, wird eine große Saarkundgebung auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 abgehalten. Im Anschluß daran werden'die Mannschaft von Saar 07 und der Spieloereinigung 1900 zum Fußballkampf antreten. Auf die einzelnen Veranstaltungen kommen wir noch zurück. Auch die Jugend der Spielvereinigung hat während der beiden Osterfeiertage bekannte Gäste. Am ersten Feiertag weilt die ^l-Jugend von Olympia Frankfurt und am 2. Osterfeiertag die ^I-Jugend des l.FCN. (Nürnberg) auf dem Sportplatz der Spielvereinigung zu Gast. Fußball der Auswahlmannschaften: Stadt-Land 4:0. Das Fußballspiel, das gestern auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 stattfand und eine kombinierte Mannschaft der beiden Stadtvereine 1900 und VfB./Reichsbahn im Kampfe sah, hatte viele Zuschauer angelockt. Insbesondere waren die Fußballinteressenten vom Lande, von Heuchelheim, Lollar, Watzenborn-Steinberg und Wieseck erschienen, um zu sehen, wie sich ihre Kameraden im Spiel g^gen die kombinierte Stadtmannschaft schlagen werden. Es entwickelte sich ein flottes raumgreifendes Spiel, das allerdings zum größten Teil von der Stadtmannschaft bestimmt wurde. Man sah viel flache Kombination auf beiden Seiten, die aber mit mehr Erfolg von den Gießenern betrieben wurde. Bei den Gästen sah man zwar einige gute Einzelleistungen, zu einer Gesamtleistung konnte sich die aus den vier verschiedenen Vereinen zusammengesetzte Mannschaft nicht durchringen. Die erste I in Düsseldorf. Halbzeit stand fast durchweg im Zeichen der Gast-।_______________ Kreis B»enenkopf O.Bisch offen, 24. März. Der hiesige Stützpunkt der NSDAP, hatte dieser Tage hie hiesige Einwohnerschaft zu einer Kundgebung in den festlich ausgeschmückten Saal der alten Schule zusammengerufen. Propagandawart Pg. Herrmann zeigte in seiner Ansprache, wie wir alle mithelfen können, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Die anwesenden Frauen wies er besonders daraufhin, deutsche Waren zu kaufen. Neuer Leiter des Frankfurter Fluahafens. entschieden Bereits 20 Minuten nach Beginn hatten die Gießener zwei Tore oorgelegt. Die Gäste strengten sich darauf hin sehr an, kamen auch verschiedentlich vor das Gießener Tor, konnten aber nicht ernstlich gefährlich werden. Allerdings war auch der Stadtkombination im Verlauf der ersten Halbzeit sucher. Aus dem abwechslungsreichen Programm sind ganz besonders die turnerischen und gesanglichen Darbietungen zu erwähnen, ferner eine Trachtengruppe unter Leitung des Pg. Reuter (Dornholzhausen). Don dieser Gruppe vorgetragene Lieder und Gedichte, welche von Pg. Reuter selbst verfaßt waren, fanden ebenfalls großen Beifall. Im Anschluß hieran überreichte ein Mädchen in der Tracht dieser Gruppe dem Landesbauernführer Dr. Wagner einen Blumenstrauß mit einem Bilde von der Dornholzhäuser Trachtengruppe Nunmehr nahm, lebhaft begrüßt, Landesbauernführer Dr. Wagner das Wort und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß nicht nur die Bauern, die diesen Abend aufgezogen hatten, erschienen seien, sondern alle Stände und Berufe. Der Redner führte dann u. a. aus: Durch die Verbundenheit mit allen Ständen und Berufen kann nur die echte Volksgemeinschaft erstehen und der wahre Nationalsozialismus verwirklicht werden. Gerade die bäuerlichen Betriebe seien durch die Scholle viel fester mit der Heimat verwachsen und deshalb mit als die ersten zu bezeichnen, die die Idee Adolf Hitlers begriffen haben. So müsse es auch für alle Zukunft bleiben, blindlings und willig sich dem Führer unterordnen. Nur dadurch könne und werde das echte nationalsozialistische Dritte Reich erstehen. Niemand wäre in der Lage gewesen, das bolschewistische Chaos aufzuhalten, wenn nicht am 30. Januar vorigen Jahres der Führer das Steuer in die Hand genommen hätte. Dies verpflichte jeden zur Treue gegenüber Führer und Staut. Anschließende turnerische Darbietungen und Tanze der Krofdorfer Turnerinnen unter Leitung ihres Turnwarts Amend fanden reichen Beifall. Pg. Reuter sprach dann über „Sinn und Wesen der Heimat" Er verstand es, die Zuhörer mit ernstep und heiteren Worten mit wahrer Heimatliebe zu beseelen. Ebenso wohlgelungen waren die humorvollen Vorträge des Pg. Bürgermeister Wagner (Atzbach), die teilweise für die Krofdorfer bäuerliche Bevölkerung recht verständlich waren, da sie die Affäre mit der Dreschhalle berührten. Regierungs-Assessor E n g f e r überbrachte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Landrats G r i l l o (Wetzlar) und dankte für das an diesem Abend Gebotene. LKF. Langsdorf sprach ebenfalls seinen Dank aus für den schönen Abend und erwähnte, daß Pg. Landesbauernführer Dr. Wagner erklärt hätte, daß dieser Abend einer der schönsten 1 gewesen sei, den er bisher erlebt habe. Mit den : Grüßen des Kreisbauernführers aus dem Nachbar- ' kreise Biedenkopf fand der offizielle Teil des Abends Frankfurt, 24. März. (Lpd.) Der bisherige erste Flugleiter der Lufthansa auf dem Frankfurter Flugplatz Rebstock, Hauptmann a D. F e l m y, scheint aus'dem Dienst der Lufthansa aus. An seine Stelle tritt ab 1. April 1934 der bisherige Leiter des Nürnberger Flughafens, Ritter von Lechner, während der bisherige zweite Flughafenleiter von " ’ “ " “■ ' Nürnberg versetzt Die Auswahl der Spieler für die Teilnahme an dem geplanten Ausbildungskursus wird den zuständigen Herren nicht ganz leicht fallen. Man sah unter den Anwärtern eine Anzahl recht gut veranlagter Spieler, wenngleich auch einige Versager festzustellen waren. 15 Gaumeister des DFB. stehen fest. Am 25. März sind im Gebiet des Deutschen Fußball-Bundes fünf weitere Gaumeister ermittelt worden, und zwar: Offenbacher Kickers (Südwest), 1. FC. Nürnberg (Bayern), SV. Waldhof (Baden), Preußen Danzig (Ostpreußen) und Dresdener SC. (Sachsen). Danzig und Dresden konnten nur auf Grund ihrer besseren Torverhältnisse Meister werden. Es fehlt nun nur noch der Meister vom Gau Niederrhein. Hier führt zur Zeit Hamborn 07 mit 28:14 vor Fortuna Düsseldorf und VfL. Benrath mit je 27:15 Punkten. Die Entscheidung fällt hier am 2. Aprtt beim Spiel Fortuna gegen Hamborn ßener durch Wilhelm und Heilmann noch zweimal Lei- Lebensweg des Heimgegangenen. Er betonte, daß er ein treues und tüchtiges Glied der Gemeinde gewesen sei. Für den Stützpunkt der NSDAP, legte der stellvertretende Stützpunktleiter H o f man n einen Kranz am Grabe nieder. Für die bäuerlichen Berufsorganisationen des Kreises sprach £retSs bauernführer Langsdorf. Landwirt P. Ki n zenbach (Dorlar) sprach im Namen der Vereinigung der ehemaligen 13er Husaren. Es legten floch Kränze nieder für den Kriegerverein, dessen Schrstt- ührer S a ch w e h e, für den Kavallerieverein Oberpoftinspektor S e m b k e und für den Gastwirteverein Gastwirt Braun (Burgsolms). Land- und Gastwirt H e n o p p war eine markante Persönlichkeit in Stadt und Kreis Wetzlar. Als langjähriges Mitglied seiner Gemeindevertretung war er stets auf das Wohl der Dorfgemeinschaft bedacht. In den Kreisen der Landwirtschaft wurde er sehr geschätzt. Weit und breit kannte man seine historische Gaststätte, den Goetheplatz. Heber 100 Jahre ist die Goethewirtschaft im Besitz der Familie Henopp. ^Hörnsheim, 24. März. Der hiesige Kriegerverein feiert am 1. und 2. Juli sein 60jähri- ges Bestehen und in Verbindung damit das Verbandsfest des Hüttenberger Kriegerverbandes | Waldgirmes, 24. März. In der Generalversammlung des Raiffeifenoereins, die im Saale von Weimer stattfand, gab der Vorsitzende, Buchhalter Schmidt, nach her Begru- 3ung der Gäste einen geschichtlichen Ueberblick über ben Werdegang des Vereins. Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß sich der Verein gut entwickelt hat. Die Bilanz, vom Rechner Karl Schmidt IX. vorgetragen, wies in den Spareinlagen eine Zunahme von 11 000 Mark aus. Die Spareinlagen haben eine Höhe von 99 000 Mark erreicht. 84 000 Mark sind in Hypotheken, 8000 Mark in Darlehen auf Bürgen ausgegeben worben. In der laufenden Rechnung stehen 18 000 Mark verzeichnet. Der Warenverkehr hat an Umfana zugenommen. Bei einem Hmsatz von 115 000 Mark betrug der Reingewinn 1300 Mark, der dem Reservefonds zugewiesen wurde. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Statutenänderungen wurden von der Versammlung in der vorgeschlagenen i^orm gutgeheißen. Der seitherige Vorsitzende des Vor- 1 stands und der Vorsitzende des Aufsichtsrats H. K r a f t IV. wurden wiedergewählt. Wilhelm F a i • ' ling IV. wurde neu in den Vorstand aufgenom- 1 men' Geschäftsführer Gath referierte sodann über 1 den gemeinsamen Bezug von Düngemitteln und = Saatgut. Der Zinssatz für Darlehen wurde von ' 5V2 auf 5 v. H. ermäßigt: der Zinssatz für Gin- : lagen bleibt auf 4 v. H. bestehen. Der Verein konnte - ohne fremdes Geld seinen Betrieb aufrechterhalten. teren Versand. . i wg. Großen - Buseck, 24. Marz. Die E l e r - f f ammlun g für das W i n t e r h i l s s w e r k in dem Ortsgruppenbereich Großen-Buseck brachte in den einzelnen Zellen folgende Mengen: Großen- Buseck 1097 Stück, Alten-Buseck 470, Rödgen 360, Burkhardsfelden 383, Oppenrod 225 und Trohe 165 Stück. Insgesamt konnten 2700 Eier abgeliefert werden. Der Glas-Plaketten-Verkauf brachte folgende Beträge ein. Großen-Buseck 40.85 Mark, Alten-Buseck 19,78 Mk., Rödgen 10,60 Mk., Burkhardsfelden 10 Mk., Oppenrod 6 Mk. und Trohe 4 30 Mark. Insgesamt wurden an das Winterhilfs- werk 91,53 Mark abgeliefert. — Dieser Tage fand im Saale von Gastwirt Wilhelm Wagner eine Pflichtoersammlung für die Jnnungsmitglieder aller Berufe einschließlich der Gehilfen und Lehrlinge statt. In der Versammlung wurde die jüngste Rede unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler übertragen Der NS -Hago-Führer Heinrich S ch n e- gelsberger eröffnete die Versammlung und wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin. Pg. Wilhelm Henß verlas den Aufruf des Reichshandwerkerführers Sch m i d t. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Führer und Vaterland wurde die Feier geschloffen. t Treis a.d L., 25. März. Die Eheleute Georg W i s f e r I. und Margarete, geb. Will, feierten dieser Tage das Fest der silbernen Hochzeit. Beide leben in ihrer zweiten Ehe. < Queckborn, 24 März. Dieser Tage versammelten sich zahlreiche Einwohner in Görnerts Saal zu einem Deutschen Abend. Die Programmgestaltung lag in den Händen der NS.-Frauenschaft und ihrer Führerin, Frau S ch i 11 i n g e r. Um 20 Uhr lauschte man am Lautsprecher der Rede des Führers zur Eröffnung der Arbeitsschlacht. Pfarrer Grünewald sprach sodann zu dem Thema: „Die Frau als Mutter der deutschen Nation". Gedichte und Reigen des BdM. und Choroorträge des Gesangvereins umrahmten die Feier. Der NS.-Hago- Führer verlas einen Aufruf des Reichsführers der NS.-Hago Mit dem Horft-Weffel-Lied und einem vom Stützpunktleiter ausgebrachten „Sieg-Heil! auf den Führer schloß der wohlaelungene Abend. * Leihgestern, 24. März. Dieser Tage fand hier eine Versammlung der N S. - H a g o statt. Handwerksmeister, Gesellen und Lehrlinge waren eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht, tßa Brück würdigte in einer Ansprache die Bedeutung des Beginns der zweiten Arbeitsschlacht und ermahnte, im Sinne des Führers am großen Werke mitzuarbeiten. Anschließend hörte man die Uebertragung der Rede des Reichskanzlers. Begeistert wurden das Horit-Weffel-Lied und das Deutschlandlied gesungen. Pro^gandawart S ch r ai. d e r verlas sodann noch eme Rede des Reichshandwerksführers Schmidt. Pg . Bruck schloß die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil, auf die zu arbeiten und ihr bas ganze Vertrauen zu schenken, da ja die heutige Regierung unter Fuh- l rung unseres Dolkskanzlers Adolf Hitler volle t Gewähr für ein geordnetes Sparwesen bietet. An- < schließend überbrachte in kurzen Worten Herr Fritz j (Gießen) als Vertreter der Bäuerlichen Haupt- i genossenschaft Rhein - Main - Neckar deren Gluck- wünsche und verband gleichzeitig Wünsche für | weiteres gedeihliches Arbeiten. Sodann gab Direktor Kissel den Geschäftsbericht, Rendant O. Lang verlas die Jahresrechnung. Beide Berichte zeigten I eine rührige nutzbringende Tätigkeit der Kasse, was , dann noch durch den oorgetragenen Revisionsbericht des Aufsichtsratsmitgliedes W. Kissel bestätigt wurde Die gesamten Punkte der Tagesordnung fanden einstimmige Annahme. Zu Punkt 6, Wahlen zum üorftanb und Aufsichtsrut Iprach Z-llenwart Stoll einige Worte. Der getarnte Vorstand und der Aufsichtsrat stellte seine Aemter zur Verfügung, wurde jedoch von dem landwirtschaftlichen Fachberater Aufsichtsrat W Kissel, zu weiterem neuen Wirken in seine Aemter mit der seitherigen Zusammensetzung berufen Der Rest der Tagesordnung wickelte ich in zufriedenstellender Weise- ab. Mit einem Sieg-Heil!" auf den Volkskanzler, dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wesfel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. L'aiiDtreiS (Rieften. X Wieseck, 24. März. Dieser Tage versteigerte die evangelische Kirchengemeinde, ebenso wie vor einiger Zeit die Gemeinde, ihre Wiesen am Ried, die durch minderwertige Grasbeschaffenheit wenig Erlös brachten. Die Eigentümerin verpflichtete sich, bis zum nächsten Jahre die Vorderfront einzufne- bigen, während das übrige durch die Pächter ordnungsgemäß einzuftiedigen ist. Die zur Versteigerung kommenden 967 qm wurden in vier Gärten unterteilt und erzielten eine Jahrespacht von zusammen 74,50 (von 15 bis 23,50 RM.). Die Pacht läuft auf neun Jahre. — Im kleinen Saale von Gastwirt H. Braun fand an sechs Abenden und einigen Nachmittagen der vergangenen und dieser Woche ein Lehrgang der evangelischen Frauenhilfe ( M u 11 e r h i l f e) statt, der starkem Interesse begegnete. Frl. Gertrud Werner -Offenbach verstand es in ausgezeichneter Weise, als Kinderhortnerin den Frauen und Müttern alle Arten und neuen Wege zu einer erfolgreichen Kindeserziehung zu erläutern. Die Themen der Abende lauteten: „Säuglingspflege, Kinderkrankheiten, Erziehung, Basteln, Lied und Spiel". Besonders lehrreich war für unsere Frauen das Erlernen von Flicken und Stopfen an der Maschine, das an einigen Nachmittagen geübt wurde, ebenso Spiele mit Kindern der Teilnehmerinnen. Den mit feinem Verständnis für die Kindesseele gehaltenen Lehrgang stellte Frl. Werner unter den Leitsatz: „Die Frau und Mutter ist das Herz der Familie, die Familie aber das Herz eines jeden aufsteigenden Volkes". — Die Brotsammlung unseres Bauernabend in Krofdorf. - Krofdorf, 24. März. Am Donnerstag hatte die Bauernschaft des Kreises Wetzlar eine Kundgebung in der Turnhalle zu Krofdorf einberufen. Der Abend, der als wohlgelungen bezeichnet werden kann, wurde eingeleitet durch den Badenweiler Marsch, ausgeführt von der Kapelle Reeh (Krofdorf). Anschließend fang der Gesangverein „Germania" (Krofdorf) unter Leitung seines Dirigenten PH. Groß „Wach auf du deutsches Land". Hierauf eröffnete der landwirtschaftliche Ortsfachberater Pg. Karl Bender den Abend und begrüßte die Be- * Lich, 24. März. Die NS.-Hago und die Arbeitsfront hielten dieser Tage in der Turnhalle eine große Kundgebung ab. SA.-Sturmsührer Dr. Erb eröffnete die Kundgebung mit einer kurzen Ansprache, in der er auf die Bedeutung der Eröffnung her zweiten Arbeitsschlacht hinwies. In ben größten Betrieben (Brauerei Ihring-Melchior, Maschinenfabrik Schieferstein u. a.) versammelte sich hie Belegschaft gemeinsam mit hem Betriebsleiter vor hem Lautsprecher, um nach kurzen Ansprachen her Betriebsleiter die Rebe hes Führers Abolf Hitler zu hören. Nach Beenbigung betreiben würbe in der Turnhalle vom NS. - Hago - Ortsgruppenamtsleiter Schwab eine Kunbgebung hes Reichshanbwerks- führers verlesen. Gemeinsam wurde zum Schluß je eine Strophe hes Deutschlanb- unb hes Horst-Wes- sel-Liedes gesungen unb ein breifaches „Sieg-Heil!" auf bas Deutsche Reich und seinen Volkskanzler Adolf Hitler ausgebracht. — An 72 Dolksschul- finber würben in her Zeit vom 11. Dezember 1933 bis zum 17. März 1934 beim Milchfrüh st ück 1460 Miter Milch unb 5251 Brötchen verabreicht. Die entstandenen Kosten in Höhe von 531,24 Mark wurden bestritten vom Alicefrauenverein mit 190,28 Mark unb von her Kreisfürsorge mit 111 Mark. Der Restbetrag von 229,26 soll burch bas Winterhilfswerk gedeckt werden. (Z Obbornhofen, 24. März. Hier fand im Schulsaale eine Handarbeitsausstellung her Schülerinnen statt, hie von zahlreichen Erwachsenen besucht wurde. Die Arbeiten waren nach ben Jahresklassen her Schülerinnen auf Tischen ausgelegt unb legten von her Geschicklichkeit unb Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Zeugnis ab. Besonders hie älteren Schülerinnen hatten sehr schöne unb im häuslichen Gebrauche nützliche Gegenstände ausgestellt. Die Arbeiten, hie unter her vorbildlichen Leitung von Fräulein T h i m m (Hungen) angefertigt worben waren, bewiesen bas hohe Können her Lehrerin. — Wie oft im Laufe hes vergangenen Winters hat auch diesmal hie Einwohnerschaft unseres Dorfes freubig ihren Willen zur Durchführung bes Winterhilfswerks bekundet. Es wurden in die Spendelisten für die Eiersammlung über 700 Eier eingezeichnet. Der Verkauf der Glasplaketten brachte einen Ertrag von 13,10 Mark. Die von der Ortsgruppenleitung zugewiesene Anzahl wurde restlos verkauft. im Gange. Kreis Schotten. □ ßau bad), 24. März. Die Ortsgruppe Laubach her NS. -Hago hielt im „Schützen- Hof" eine gut besuchte Monatsversammlung ab. Ortsgruppenamtsleiter Pg. Kaufmann M ö n n i g sprach nach der Begrüßung eingehend über den Aufbau und die Organisation des NS.-Hago. Anschließend hielt her NS.-Hago-Propagandaleiter Pg. Kaufmann Pott einen lehrreichen Vortrag über hie Stellung der Konsumvereine im Dritten Reich und über den gewerblichen Mittelstand. Die Ausführungen fanden reichen Beifall. Nach Erledigung kleinerer geschäftlicher Angelegenheiten schloß der Ortsgruppenamtsleiter mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf ben Führer hie Versammlung. — Zum Rechner her hiesigen Bezirkssparkasse wurde Hugo Lindenmayer gewählt, her seither als Kontrollbeamter bei her städtischen Sparkasse Worms tätig gewesen ist. Kreis Alsfeld. ll. N i e d e r - O h m e n, 24. März. Unsere Gemeinde stand dieser Tage im Zeichen eines großen Ereignisses. Eine riesige Baggeranlage wurde auf dem hiesigen Bahnhof montiert und dann auf der Provinzialstraße Nieder-Ohmen—Bernsfelb nach her Grube Albert der Buberus'schen Eisenwerke transportiert. Die drei Brücken über die Ohm mußten durchweg unterbaut werben, ba sie in ihrer bestehenben Form der Belastung (etwa 1000 Zentner) nicht gewachsen gewesen wären. Der Bagger wird für die Abraumarbeit eingesetzt. Die Grube Albert, die seit vier Jahren still liegt, soll in kurzer Zeit wieder in Betrieb gesetzt werden. Fast ein Drittel der Bergarbeiter in unserem Dorfe konnten bereits wieder eingestellt werden. Mit Beginn her Wäscherei hofft man auch hie übrigen in Arbeit zu sehen. — Jrn Basalt- unb Schotterwerk Mühlberg ist hie Belegschaft wieher restlos eingestellt worben. Vneffasten der Redaktion. (Rechtsgutachten finb ohne Verbinblichkeit der Schriftleitung.) h. £. in 1B-5L An die Stelle erbberechtigter Verwandter treten deren Abkömmlinge für den Erbfall. Ihr Kind wird also Erbe an Stelle Ihrer Frau. An ben eingebrachten Sachen Ihrer Frau sind Sie zu V«, Ihr Kind zu 3/t Erbe geworden. Eine Erbauseinanbersetzung z. B. in her beabsichtigten Art ist nur notwendig im Falle Ihrer Wie- deroerheiratung. Diese geschieht mt Hilfe des Vor- , mundschastsgerichts. Als Vater steht Ihnen das Nutznießungsrecht am Kindesvermögen zu. Db bte . beabsichtigte Verwandlung des mütterlichen Erb- 1 teils Ihres Kindes in Geld zweckmäßig ist, kann ' ohne Kenntnis Ihrer Absichten und Verhältnisse von hier aus nicht entschieden werden. Ul e bereits ermittelten 15 Gau- rn e i st e r sind: Preußen Danzig (Ostpreußen), Viktoria Stolp (Pommern), Viktoria 89 Berlin (Brandenburg), Beuthen 09 (Schlesien), Dresdener SC. ^Sachsen), Wacker Halle (Mitte), Eimsbüttel (Nordmark), Werder Bremen (Niedersachsen), Schalke 04 (Westfalen), Köln-Mülheimer SV. (Mittelrhein), Borussia Fulda (Nordhessen), Offenbacher Kickers (Südwest), SV. Waldhof (Baden), Union Böckingen (Württemberg) und 1. FC. Nürnberg (Bayern). Fußball im Gau Nordhessen. Da im Gau Nordhessen Abstieg und Meisterschaft bereits entschieden sind, haben die restlichen Meisterschaftsspiele nur mehr eine begrenzte Bedeutung. An diesem Sonntag mußte der SC. «3 Kassel eine etwas überraschende Niederlage durch seinen Lokalgegner Sport mit 3:4 (1:1) hinnehmen. Hermannia Kassel feierte mit 4:3 (1:2) über Hessen Hersfeld seinen Abschiedssieg aus der Gauliga. Oie Entscheidung im Gau Südwest. Meister: Offenbacher Kickers. In einem Spiel, das im Rahmen einer Saarkundgebung stattfand und von 8000 Menschen besucht war, sicherten sich die Offenbacher Kickers durch einen 1:0 (1:0)-Sieg über die Sportfreunde Saarbrücken die Meisterschall des Gaues S^dwest. Groß war der Jubel der Zuschauer, als Dr. Rasbach - Wiesbaden die Kickers offiziell zum Möister erklärte. In diesem Augenblick lag das Ergebnis aus Worms noch nicht vor Die Wormatia hätte bei Gewinn aller noch ausstehenden Spiele die Punktzahl der Kickers noch erreichen können, wäre jedoch auch dann infolge des schlechteren Torverhältnisses ausgeschieden. Aber die Gaumeisterschaft brauchte gar nicht nach dem Torverhältnis entschieden au werden, denn Wormatia erreichte gegen Borussia Neunkirchen nur ein Unentschieden von 1:1 (0:0) und verlor damit die Möglichkeit, die Kickers noch in der Punktzahl zu erreichen. Der d'-itte bisherige Müsterschastsanwärter, der FK. Pirmasens, verlor sogar beide Punkte. Die Eintracht Frankfurt stellte auch auf dem gefährlichen Boden in Pirmasens ihren Formanstieg unter Beweis, sie schlug die Pfälzer nach einem überlegen geführten Spiel mit 1:0 (10). Die übrigen Sviele hatten Bedeutung für die Frage nach den Abstei- gend-'n. Der FSV. Frankfurt, der eine neue Vereinsführung erhalten hat, tat mit Verstärker Mannschaft und altem Kampfwillen den ersten Schlag, um aus der Gefahrenzone zu kommen, er besiegte den SD. Wiesbaden 2:0 (0:0). Phönix Ludwiashafen schlug aroar die bereits zum Abstieg verurteilte Elf von AO. Worms mit 4:1, aber die Gefahr, gleichfalls absteigen zu müssen, bleibt für. Phönix noch bestehen. Fußball im Gau Bayern. 1860 München — FC. München 5:0: Wacker München — ASB. Nürnberg 2:1; Jahn Regensburg gegen Schweinfurt 05 1:2; 1. FC. Nürnberg — Würzburg 04 5 0; Spvgg. Fürth — Schwaben Augsburg 1:3; FC. Bayreuth — Bayern München 3:1. SA.-Spor^abzeichen Pflicht für (^iPenfen. Der Führer der Reichsschaft an den deutschen Hoch- und Fachschulen, Dr O. S t ä b e l, hat folgende Anordnung getroffen: „Rach der am 22. März erfolgten Bekanntgabe der Ausführunasbeftimmungen zur Erwerbung des SA.-Sportabzeichens ordne i* hiermit an, daß die Erlangung des SA.-Sportabzeichens für sämtliche männliche Studierende, die nach dem Wintersemester 1932 33 an einer deutschen Hochschule immatrikuliert worden sind, soweit sie körperlich dazu imstande sind, zur Pflicht gemacht wird. Für alle höheren Semester sollte es eine selbstverständliche Ehrenpflicht fein, aus freien Stücken die Bedingunaen zum Erwerb des SA.-Sportab-. Zeichens zu erfüllen." I Eine knappe deutfcheBugby-Niederlage Frankreich siegt im Rugby-Länderkampf mit 13:9. Das neunte Zusammentreffen der beiden Rugby- Ländermannschaften von Frankreich und Deutschland hotte in Hannover den erwarteten Widerhall gesunden. Rund 15 000 Zuschauer waren auf der Hindenburg-Kampfbahn erschienen, um das vielgepriesene Können der Franzosen zu bewundern. Die Besucher kamen auf ihre Rechnung, denn was ihnen die Gäste in Bezug auf klare Angriffstaktik und ausgeprägte Derteidigungsarbeit boten, hatte selbst für die rugbysachverständigen Hannoveraner allerhand Neues zu sagen. Zudem wurden sie von unserer Mannschaft angenehm enttäuscht. Sie lieferte in allen Teilen ein flüssiges und ausgeglichenes Spiel, das dem der Franzosen in der ersten Halbzeit nur in punkto Taktik um etwas nachstand. Die Läufe der Dreiviertelreihe, die Angriffsvorbereitung der Stürmerlinien und die Gedrängearbeit unserer Fünfzehn verriet von den großen Fortschritten, die wir in der Zwischenzeit gemacht haben. In der zweiten Halbzeit kam unsere Mannschaft ganz groß in Fahrt. Die 13:0-Führung der Franzosen schüchterte sie nicht im geringsten ein. Sie kämpfte unentwegt weiter und brachte schließlich noch drei Versuche an, die den Schluhstand von 13:9 ergaben. * E i n kontinentaler Rugby-Verband wurde am Samstag in Hannover gegründet. Vertreten waren Frankreich, Deutschland, Italien, Rumänien, Katalonien, Spanien, Portugal und Belgien. Nicht vertreten waren die Schweiz, Schweden und die Tscheschei. Zum Vizepräsidenten des Verbandes wurde der Führer der deutschen Rugbyspieler, Hermann M e i st e r - Heidelberg, gewählt. Präsident wurde der Franzose Danton. Das Stuttgarter Hallensportfest. Angesichts der großen Zahl von 1500 aktiven Teilnehmern war dem 8. Hallensportfest in der Stuttgarter Stadthalle am Samstagabend von vornherein der sportliche Erfolg gesichert. Da aber auch 5000 Zuschauer in die Halle kamen, so stand der äußere Erfolg hinter dem sportlichen nicht zurück. Die Mühen des vorbereitenden Ausschusses fanden ihren Lohn. Unter den Ehrengästen sah man den württember- gischen Innenminister Dr. Schmid, den Führer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Ritter Karl v. Halt und den Oberbürgermeister der Stadt, Dr. S t r ö h l i n. Selbstverständlich fehlten auch der württembergische Sport-Gauführer Diplom-Ing. Ritzen-Ulm, sowie die Olympia-Lehrer Waitzer und Brechenmacher nicht. Nach einleitenden Worten des Gauführers überbrachte Ritter v. Halt die Grüße des Reichssportführers. Im Hinblick auf die Deutschen Kampfspiele und die Olympischen Spiele 1936 forderte der Führer der Leichtathleten die Aktiven auf, alle Kräfte zusammenzufassen. Schlag aus Schlag wickelte sich dann ein farbiges und immer wieder von hervorragenden sportlichen Leistungen gesteigertes Programm ab. Die ^besten Leistungen des Tages waren das Kugelstoßen von Hans Sievert mit 15.37, der Stabhochsprung von Müller- Rüchen mit 3,90 Meter, das 60 Meter-Hürdenlaufen von Huber- Stuttgart in 8,4 Sek., der Sieg des Doppelmeisters Borchmeyer im Sprinterkampf und der vielbefubelte Erfolg von Altmeister Dr. P e l tz e r im 1000 Meter-Laufen. In zahlreichen Rahmenkämpfen trat hoffnungsvoller Nachwuchs in Erscheinung. Oer Krühjahrs-Geländelauf. Gemeinsame Veranstaltung OT„ OSB. und DFB. Die Ergebnisse: Schüler (1000 Meter): 1. H. Jäger, 1900. Organisation 5:07,2 Min.; 2. H. Kirchner, 1900, 5:08 Min.; 3. R. Spaar 5:16,7 Min., 4. H. Obmann, Mtv., Gießen. Der diesjährige Frühjahrsaeländelauf sah die Turner und (Sportler in einer Front. Der Lauf wurde dadurch zu einer über allen bisherigen Rahmen hinausgehenden Veranstaltung. Die hatte die Spielvereinigung 1900 übernommen. Die Läufe nahmen einen glatten Verlauf. Die Ergebnisse waren recht befriedigend. Ein Kuriosum war allerdings zu verzeichnen: in der Klasse II der Leichtathleten im Laus über 5000 Meter liefen die beiden ersten Sieger besser als der Sieger der Klasse I des gleichen Laufes. Leider hatte einer der Anwärter auf den Sieg, Gerhard, 1900, den Weg verfehlt und schied dadurch aus. Jugend (2000 Meter): 1. Th. Weber OSC., 10:30,5 Min.; 2. E. Gemmer, Mtv.. 10 47,7 Min.; 3. E. Neidel, Tv. Heuchelheim, 10,48,5 Min.: 4. A. Kreiling, Tv. Heuchelcherm, 5. V. Adolf, Krofdorf- Gleiberg; 6. K. Bender, Tv. Heuchelheim. Schiedsrichter (2 000 Meter): 1. Fischer, OSC., 12:35 Min; 2. Fr Seitz, Spv. Heuchelheim, Die Beteiligung an den Läufen war recht gut. Insgesamt 100 Läufer begaben sich auf die Strecke. Die Schüler hatten 1000 Meter zu bestreiten und ihr Weg führte sie über den Trieb durch den Philo- sopbenwald. Die Jugend lief 2000 m (2 X durch den Philosophenwald und eine Runde auf dem Sportplatz der Svielvereinigung). N"ben den Fuß- und Hand- ball^ielern nahmen in diesem Jahre auch die Schiedsrichter teil, die ebenfalls über die Strecke von 2000 Meter gingen. In zw°i Klassen liefen ferner aktive Leichtathleten und Svieler 3000 Meter (Trieb—Waldeslust—Rpdgener Straßes und schließlich tief die Meisterklasse der Leichtathleten in zwei Klagen über eine Strecke von 5000 M"ter (Trieb —Waldeslust—Flughafen—Grünb^rger Straße). In den Schlußrunden der einzelnen Läufe entwickelten sich recht spannende Kämpfe, zum Teil um den Sieg, aum anderen um die Plätze. Man sah manchen schönen Endspurt, der den sportlichen Geist der Läufer unter Beweis stellte. Die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit war ein schöner Erfolg, der allerdings, besonders hinsichtlich der Anzahl der Teilnehmer größer sein konnte, wenn nicht die Zweifel über die Abhaltung oder Nichtabhaltung des Laufes geherrscht hätten. Zeder muß und kann denKampf unseres Führers gegen die Arbeitslosigkeit unterstützen. Gebt Arbeit Euren Volksgenossen. 12:51 min.; S.W.Philipp.Großen-Bus-ck,13:10 Min.; 3. W. Rinn, OSC., 13:10 Minuten. Aktive Klas-se I (3000 Mete r): 1. Daum- stieger, 1900, 12:26,2 Min.; 2. Grünewald, 1900, 12:47,7 Min. 3. Mvvtz, 1900, 13:20 Minuten. Spielerklasse (3 OOOMeter): 1. Krofdorf- Gleiberg; 2. Spv. Heuchelheim. Aktive Klassell (3000 Meter): 1. Svbe- 3acf, OSC., 12:51 Min., 2. Fay, Grüninqen; 3. R. Andermann, Wieseck; 4. Goldschmidt, OST.; 5. O. Deibel, Wieseck; 6. H. Kreiling, Wieseck. Mannschaftswertung: Klasse I: 1. Spielvereinigung 1900 ; 2. Tv. Die amtliche Ablosungsplakette und Gedenkmünze der Reichsführung des Winterhilfswerks wird an diejenigen Volksgenossen verausgabt, deren freiwillige Abzüge vom Märzgehalt am Ultimo März erfolgen. Die Plakette kann auch von denjenigen Volksgenossen erworben werden, die nachträglich Opfer für den Kampf gegen Hunger und Kälte bringen wollen. Dieselbe ist bei den örtlichen Dienststellen der N. S. V. erhältlich. Heuchelheim. Klaffe II: 1. OSC. Gießen; 2. Turnverein Wieseck. Leichtathleten-Mei st erklasse I (5000 Meter): 1. K. Schaaf, 1900, 20:48 Min.; 2. H. Neidel, Id. Heuchelheim, 21:20 Min.; 3. H. Peters, 1900. Leichtathleten - Mei st erklasse (5000 Meter): 1. Fr. Neidel, 20:30,18 Min.; 2. Faulzeit, 1900, 20:42 Min.; 3. G. Koch, 1900. Mannschaftswertung: 1. Spieloereinigung 1900 Gießen. Kurze Gportnotizen. Die Berliner SA. - Boxer erreichten in dem Kampf gegen die italienischen Faschisten- Boxer im ausverkauften Berliner Sportpalast ein ehrenvolles Unentschieden von 8 :8. Die Italiener hatten eine sehr starke Mannschaft geschickt, die einer Nationalstaffel entsprach. Die deutschen Segelflieger weilen auf ihrer Südamerikareise jetzt in Brasilien. Peter Riedel vollbrachte wieder eine ausgezeichnete Leistung. Er ließ sich auf dem Flugplatz El Paloma mit seinem „5crnir" hochschleppen und erreichte dann auf einem Streckenflug die stattliche Weite von 150 Kilometer. ♦ Eine ehrenvolle Niederlage erlitt die verstärkte Frankfurter Boxstaffel gegen die starke Vertretung des Gaues Bayern. Die sieggewohnten Bayern kamen im Frankfurter Zoo Dor ausv-r- fauftem Hause nur zu einem knappen Sieg von 9 :7 Punkten. Svr^r« oct Ncdl?*tion. tl 30 bis 12 30 Uhr 16 hie 17 Uhr Someiao aodimiflao qeldilofien Otto Oomm, Lehrer i. jt im fast vollendeten 11. Lebensjahre iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiii Bei „Wie Neu' 1843V E Nidda, den 25. März 1934. Dl 653 billig! ... 1848 A Lollar, den 24 März 1934 Fellingshausen, Köln. Bieber, Heuchelheim, 26. März 1934 1851 1856 s in die Bahnhofstraße, die machen das gut und Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. März, nachmittags um 3 Uhr statt Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. März, nachmittags 2 30 Uhr statt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ph. Weber XI. Die Matratze entzwei, . . die Steppdecke sieht auch so aus, als dürfte sie mal neu bezogen werden..... .....Die Federbetten sind eigentlich noch nie richtig gereinigt, . . man müßte mal einen Anfang machen..... .... Ich gehe mal zu Ihren Anzug B all. | and Damen • Kleidungs-Stücke ® bügeln, dämpfen u. auf frischen perAnzugReichsmark 1.80 ü Reparaturen billigst. Abholen und Zusenden kostenl. Teh2503 F „Wie Neu“ Bügelanstalt Gießen, Wolkeng. 23, Inh.: L. Pitz, Schneider llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Samstag abend 6 Uhr verschied nach langem schweren, mit grober Geduld ertragenem Leiden meine herzensgute, treue Schwester, Schwägerin, Gote u. Tante Fräulein Marine Wach In der Nacht von Samstag auf Sonntag entschlief sanft nach langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante Frau Elisabethe Weber geb. Dönges im 76. Lebensjahre im Alter von 35 Jahren „ In tiefem Schmerz: Familie Johannes Schmitt Das von der Firma Leh fei dt L Schäfer seither innegehabte große, dreistöckige LAGERHAUS Bleichstrafoe 4 mit Büroräumen, ist per 1. Juni oder später anderweitig eu verpacmen. ■I 11 entgifte M mit D1334 Wacholder- Extrakt altervrobt.Blut- reinigungsmittel Fachgeschäft RaturheUmtttel riKränterhaos cJ jung Dienstag, den 27. März, 14 Ubr, sollen im „Löwen", Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 1 Staubsauger, Schr-ib-, 1 Roto- u 1 Bohrmaschine, 17 Bande Brockbaus, Stoffe, Ladenkassen, Schnellwaagen, Kafien- fchränke, 1 Pritschenwagen, Klaviere, Radios, Badeöfen, Pelzmützen, 1 Friseur-La deneinrich- tung, 1 Motor, 1 Grammophon, 1 Bandschleifmaichme mit Motor, 4 Oelgemälde. Bestimmt: 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 komplette Zentrifuae, 1 Schreib- maschme, 2 Nachttisch-Lampen, 1 Elektrolux-Wascher. 1847d , Scharmann Gerichtsvollzieher k. A., Gießen Walltorstraße 48 Telefon 3108. Dissertationen liefert Brühl'sche Druckerei Statt besonderer Anzeige Am Palmsonntag-Nadi mittag ist nach langem, schweren Leiden meine liebe Enkelin, unsere tapfere Liselotte im Alter von 17 Jahren heimgegangen. Im Namen der Familie: Agnes Kindt, geb von Freeden. Gießen (Plockstraße 4 I), den 25. März 1934. Die Trauerfeier findet statt Dienstag, den 27. März, nachmittags 2 Uhr. aut dem Neuen Friedhof. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. __________________________________________________________18590 Emilie Oomm, geb. Singet paula Schmidt, geb. Oomm Dr. med. Ernst Oomm Karl Schmidt, Dermessungsrat Mariechen Oomm, geb. Serg und 2 Enkelkinder Am Samstagabend entschlief in Gott mein lieber Mann, unser guter treu sorgender Dater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Oie Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Marz 1934,15.30 Ühr, vom Trauerhause aus statt. I 1 Montag, 26. Mrz 19^ Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) fr. 72 Dritter Blatt Das neue Wunder der Lust 1 Buntes Allerlei Name und Charakter. ganzen Individualität geschaffen. Der Einwirkung deutel der Namen auf Geist und Seele der Menschen geht dieser Karl Bergmann in einem Aufsatz der „Zeit-1 Heft. ... ____________ ..... , > ein Fahrzeug der Marianen sieht sich wie ein Bild aus althomerischer Zeit an. Obwohl die Karolinerinnen außer ihrem aus Grasfasern gefertigten Lendenschürzlein nicht viel anderes anhaben, sind diese braunen Töchter der Südsee dennoch jedem Schmuck sehr zugetan, tragen Schildpattringe um die feinen Gelenke, Muschelketten um den Hals, zieren sich das schwarze Haar Wie wichtig der Name für die Bezeichnung eines Charakters ist, haben besonders die Dichter bei der Gestaltung ihrer Figuren erkannt, und gerade die besten Menschendarsteller der neueren Zeit, wie Gottfried 5fr eller, Wilhelm Raabe, Theodor Fontane, haben häufig schon in dem Namen ihrer Personen ein unvergeßliches Merkmal der Anlaß der feierlichen Üebergabe des neuen Studentenrechtes an die Studentenschaft sowie der Text : neuen Verfassung beschließen das interessants mit Blumen und Laubkränzen. Rasch sinkt die Sonne. Schon irrt nur noch ihr Widerschein- mit blassem, aber doch noch hellem Lichte durchs Ufergrün. Oben am Firmament ziehen sanftrote Windwolken. Da und dort klingt eine Mandoline oder ein anderes Musikinstrument, klingt auch ein Lied an. Ist es dann nacht geworden, singen die Chamorro in den Hütten die ihnen gelehrten altspanischen Kirchenmelodien, besonders wenn eine Rovena ist, das heißt die Zeit der letzten neun Tage vor einem größeren Feste. Aus der Ferne gehört, klingt der Gesang sogar hübsch, trägt eine eigenartige Note und Stimmung rn die tropische Landschaft hinein. Aber bald schreitet die Nacht weiter voran, wird es still. Still stehen die schlanken, hohen Stämme, still ruhen die breiten Kronen der Palmen. Nachtschwarz und still — kaum zu sehen — schlafen die Hütten im weichen Ufersand. Still ist auch die See und dunkel, bloß ein schmaler Streifen erglänzt matt im fahlgrünen, von Wolkenschleiern halbverdeckten Mondlicht. Hell schimmern die Sterne Aus den ehemals deutschen Marianen. Von Walter von Hummel. ein weibliches Wisentkalb und das berühmte kleine männliche Flußpferd bildeten einen sehr wertvollen Zuwachs. Zum zweiten Male glückte die Zucht von zwei Elchen; interessant waren die Kreuzungen zwischen Wisent und Bison, und neu geboren wurden eine Notbüffelkuh, zwei Kaffernbüffel, ein Barasingahirsch, zwei Elenantilopen, zwei Alpensteinböcke, ein Weißschwanzgnu, 29 verschiedene Groh- und Raubkatzen, ein Urwildpferd, 45 ver- chiedene Hirsche, 36 verschiedene Rinder und schließlich 20 Affen. Das war immer eine Aufregung für die treuen Pfleger der Tiere, wenn ihre Schützlinge einem freudigen Ereignis entgegensahen, und bei diesen Zahlen kam das fast täglich vor. Im Aquarium hat sich nicht viel verändert. Hier war der Tod einer Riesenschlange zu beklagen, die aber mittlerweise ersetzt werden konnte. Hunderttausend Autos. Zeitschriften. — Der deutsche Student. Verlag Wilh, Gottl. Korn, Breslau. Einzelheft 60 Pf. — Dag Märzheft bringt eine interessante Uebersicht über die Jugend in Europa. Der erste Aussatz berichtet kurz über Hochschule und HI., die durch die Führer- gestalt Adolf Hitlers, durch Zucht und Tradition ihres politischen lind weltanschaulichen Kampfes ein festmnrissenes Gesicht besitzt, das der Jugend ande, rcr Länder fehlt. Die Berichte über die „faschistischen" Jugendgruppen Englands, Frankreichs, der östlichen und südöstlichen Staaten geben einen interessanten Ueberblick über die geistesgeschichtlicha Situation dieser Länder. Bemerkenswert ist der Aufsatz über die italienische „Balilla". Eiil Auszug aus den Reden Hitlers, Fricks und Stäbels aiia Flaubert und die Droschkenkutscher von Paris. F l a u b e r t s Romane, Meisterwerke der sran- zösischen Sprachkunst, sind das Ergebnis einer außerordentlichen künstlerischen Selbstzucht und Selbstkritik; stundenlang konnte Flaubert an einem Satz feilen, ehe er seinen Ansprüchen genügte, und an einer Seite seiner „Madame Bovary" arbeitete er länger als andere Schriftsteller an einem ganzen Buch. Zu seiner Stilkontrolle gehörte es auch, daß er sich jeden Satz laut vorsagte, und auf Klang und Wohllaut prüfte. Eines Abends, als Flaubert noch in der Rue de Monceau wohnte, steckte er den großen Lüster und noch eine Reihe Kerzen an — er wollte in einem recht hellen Raum arbeiten — und nachdem er sein Manuskript auf den Schreibtisch gelegt hatte, begann er mit seiner Löwenstimme die Sätze laut zu deklamieren. Die Fenster waren offen, die Nacht still und ruhig, Paris schlief. Nur die Stimme des Dichters, die weithin 1 Die Arbeiten an dem neuen Luftriesen „L Z129", der dem Rauminhalt nach Änemhalbmal so groß ist wie der „Graf Zeppelin", schreiten in Friedrichshafen mit gutem ü°ra’? Das Gerippe ist fast sertiggestellt, und man hofft, daß der neue Zeppelin irn Fruhherbst startbereit sein wird. Es ist das erste Luftschiff, in dem Rauchkabinen eingebaut sind, außerdem wird es mit einem Promenadendeck ausgestattet werden und wird eine Stundengeschwlndigkelt von 135 Kilometer erreichen können. Das ist der Frühling in Berlin Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstadt. v. Berlin! Der Zoo macht Bilanz. Wenn im Berliner Tiergarten die ersten Kcitz- I tieri aufgebrochen sind und oie bunten Krokusse die | Diesen zu beleben beginnen, wird in den großen : trauen Häusern des Zoo die alljährliche Bilanz gerecht. Bilanz ist ein Wort, hinter dem sich lange Ziahlenkolonnen und trockene Statistik zu verbergen Zeinen. Wenn aber der Zoo Bilanz macht, beutet das unendlich viel Leben und Lebendigkeit. Mögen da in dickleibige« Büchern vielstellige Za-Hlen ! sichen, die von den Einnahmen und Ausgaben melden — das interessiert den Berliner nicht sehr, iu.enn er an „seinen" Zoo denkt. Aber wenn er zu Illen bekommt, daß insgesamt 4067 Tiere D>n 1270 verschiedenen Arten im Zoo leben, dann nirb er wärmer. Denn irgendwo hat dort jeder । jiinen besonderen „Freund^ und seine besondere fi-eube. 1316 Säugetiere unb 2751 Vögel beleben tie Käfige unb Gatter unb Freigehege bes Zoo- l.gischen'Gartens. Rach bem Bericht entspricht der liesundheitszustand ber Tiere allen Wünschen unb Öffnungen, unb wenn bann noch zu lesen ist, baß H Gorilla „Bobby" bei seinem Alter von un- I o-fähr zehn Jahren jetzt 190 Pfunb wiegt, baß er iie einzigartigste unb wertvollste Schaustück ist, so olbt bas für manchen Berliner Fanulientisch reichlichen Gesprächsstoff. Im vergangenen Jahr hat ich überhaupt viel in ber Tierwelt bes Berliner ?roo zugetragen. Zum erstenmal würbe ein kalifor- r scher Seelöwe geboren unb glücklich ausgezogen, durchs bichte Blattwerk ber Palmen. Und nun beginnt auch auf der See ein großer Stern aufzuleuchten, und bann noch einer unb noch einer, bis es wohl an hundert find. Und lautlos wie hundert Irrlichter gleiten die hundert Sterne da- und dorthin über die bald im Mondlicttt erschimmernde, bald wieder nachtschwarze See: Karoliner sind es, die in ihren Kanus bei Fackellicht fischen. Aber man sieht nicht die Fahrzeuge, sieht und hört nicht die Menschen. Nur die Lichter ziehen, wie die Sterne über den Himmel, lautlos, zitternd über bas Meer. In ben Ausstellungshallen am Kaiserbarnrn in Berlin brängtcn sich seit Tagen bie Menschen zu Tausenden, um bie Internationale Auto- rnobilausstellung zu besichtigen. Groß war bie Zahl ber Frernben, bie zur Ausstellung gekommen waren, groß aber auch bie Teilnahme, bie bie Berliner selbst an ber Ausstellung ber neuesten Erzeugnisse unserer beutschen Automobilinbustrie nahmen. In biesem Zusammenhang geben ein paar Zahlen wesentlichen Aufschluß über bie „Motor- reubigkeit" ber Berliner. Im Kraftfahrzeugverkehr ber Reichshauptstabt ist auch im letzten Monat Februar ein erfreulicher weiterer Zugang festzustellen. 98 421 Kraftfahrzeuge finb bei bem Kraftverkehrsamt angemelbet, f a st 100 000 Autos unb Motorräder fahren heute in Berlin. Den Hauptanteil an biesen Zahlen haben natürlich bie Personenwagen. Dann folgen bie Lastwagen, bie Motorräder und die Zugmaschinen. Die Kleinkrafträder bilden eine Klasse für sich, zahlenmäßig würden sie an zweiter Stelle rangieren. Rund 6000 Kraftdroschken verkehren in Berlin und etwa 650 Autobusse. In entsprechenden Ausmaßen halten sich auch die polizeilichen Strafmandate und Verwarnungen, aber immerhin weisen sie einen Rückgang um 408 gegen den Vormonat auf. Die Berliner Kraftfahrer bessern sich also ... Die Berlinerin in der Statistik. Oft hat das „schwache Geschlech t" trotz alle- d e m die Führung, unb bas auch in ber Statistik ber Stabt Berlin. Schon „massenmäßig" tritt hier bie Frau mit 2,24 Millionen gegenüber 1,98 Millionen Männern entsprechend auf. In ben besten Wohnvierteln Berlins überwiegen babei bie Frauen. Aber gerabe in biesen Bezirken werben bie wenigsten Ehen geschlossen. Einen großen Anteil-forbert ber Verkehr von ben Frauen unter seinen täglichen Opfern mit 30 v. H. aller Verletzten unb Getöteten bei ben Verkehrsunfällen. Einen großen Drang nach Bilbung zeigt bie Berlinerin, bie 21 v. H. aller Stubierenben auf ben Universitäten stellt unb mehr als 60 v. H. aller Hörer. In ben Kunstschulen ist bas weibliche Kontingent sehr beträchtlich unb übersteigt ein Drittel. Diese Zahlen nehmen im Sport weiter zu, erreichen hier in ber Hochschule für Leibesübungen 40 v. H. unb in bem Institut zur Aus- bilbung von Fachturnlehrern 85 v. H. Wie im Leben, sö stellen bie Berlinerinnen auch bei ben Toten ben größten Anteil. Von ben im letzten Jahre Verstorbenen ber Stabt waren 26 044 Berlinerinnen unb 24 003 Berliner. Diesem Abgang steht aber ein stark oerminberter geburtsmäßiger weiblicher Zugang gegenüber, so baß ber Statistiker bereits wieder ausrechnen kann, wann die „Vorherrschaft" der Berlinerin beendet fein wird. schrist für Deutsch künde" nach und behandelt bubet besonders die Rolle der Vornamen. Unsere persön- licye Erfahrung kann bestimmten Namen einen guten ober schlimmen Beiklang verleihen. Wilhelm von Humboldt, der als genialer Sprachforscher ein außerordentliches Feingefühl für Lautverb in» düngen besaß, hat einmal eine ganze Liste von Namen ausgestellt, die ihm persönlich widerwärtig waren. In Sigrid U n d s e t s Roman „Jenny" sagt eine Gestalt zu einem Mädchen dieses Namens: „Als ich ein Knabe war, hatten wir ein Kindermädchen, das Jenny hieß; die mochte ich nicht aus- lohen. Seitdem meinte ich immer, es sei ein häßlicher unb gewöhnlicher Name und ich fand es so unglaublich, daß Sie Jenny heißen. Jetzt dagegen finde ich den Namen wunderhübsch, gleichsam so blond!" Ein neues Erlebnis kann also das Namensgefühl völlig umändern. In Paul Kellers „Hubertus" schwärmt ein Liebender: „Ach — Biankck ist schön — dieser Vokalreichtum — ganz köstlich!" T>er Senne Daniel sagt in Hamsuns Roman „Das letzte Kapitel" von seiner städtischen Braute „Julie, ich kann es gar nicht vergessen, es ist fast wie Samt, wenn man es sagt!" Der Klangzaubev des Vornamens wirkt vielfach in der Beurteilung eines Menschen mit. So hat man nach Fontans bei Klothilde den Eindruck von etwas „Festein, Solidem, Zuverlässigem." Der Name kann auch als Farbe empfunden werden: Mö rite erzählt von ber Entstehung seines berühmten Gedichtes „Schön Rohtraut": „Ich stieß einmal zufällig in einem Buch auf den mir bis dahin unbekannten Frauennamen. Er leuchtete mich an als wie in einer Rosen- glut, und schon war auch die Königstochter da .. /* über die Straße hallte, störte den Frieden. Ein Droschkenkutscher fährt vorüber. Er sieht die hell^ erleuchteten Fenster, hört den Lärm und schließt auf eine große Gesellschaft. Vor dem Hause hält er an, um beim Schluß der Soiree eine gute Fuhro nicht zu versäumen. Nach einer Weile kommt ein Kamerad, dann ein dritter und schließlich sammelt sich vor Flauberts Haus eine lange Reihe von Droschken, die des Augenblicks harren, da die vornehmen Gäste die angeregte Gesellschaft verlassen werden. Die Aermsten aber werden schwer enttäuscht. Nach drei Uhr endlich legt sich der Lärm, die Fenster werden geschlossen und die Lichter erlöschen. Flaubert geht schlafen. Drunten aber warten die enttäuschten Rosselenker und schließlich fahren sie brummend und wütend von dannen..» Wie kommt die Zitrone zum Begräbnis? Bei der Beerdigung eines Herbergsvaters der Zimmergesellen in Bremen waren an den Spitzen der Zunstfahnen Zitronen befestigt und am Sarg 9er erste April stehl vor der Tür! In ber Zeit um den ersten April wird Berlin ji wandern beginnen. 2 0 0 0 0 Umzüge werden irroartet, 2500 Möbelwagen werden durch Die k traben Berlins rollen. Viele tausend Mieter haben ihren Hauswirten gekündigt. Die Berliner^ Spedi- trure stehen vor schweren Problemen. Sie entwickeln schon jetzt ihre strategischen Plane, sie halten Anstrengende Konferenzen ab, und das Telephon leibt keinen Augenblick still. In den riesigen (aragen Berlins warten die Fünfmeterwagen, die ! c Einrichtung einer Zweizimmerwohnung mir r chts dir nichts verschlucken können, in endlosen Kolonnen. Berlin zieht um! Bald werden sich die Mrnrnerschläge mit den Witzen unb Flüchen der berliner Ziehleute zu einem ohrenbetäubenden Sanzert vereinigen. Alle Straßen, Geschäfte und Auslagenfenster zs^hen schon im Zeichen des nahenden Osterfestes, fei ben „süßen Geschäften" türmen sich die Oster- fer zu gewaltigen Bergen. Schon im Januar hben die' Schokoladenfabrikanten mit den Vor- I reitungen zu dem größten Geschäft des Jahres t gönnen. Tausende von Arbeitskräften sind rocit her das allgemeine Arbeitsbeschaffungsprogramm hmus für Wochen aushilfsweise eingestellt wor- t n. Der Berliner ist trotz seiner Sachlichkeit ein In gestierter Liebhaber von Süßigkeiten. Die uralte schokoladen- oder Marzipanfigur, die mit dem begriff Ostern unzertrennbar verbunden ist, der fgenbe Hase, wird auch in diesem Jahr die Haupt- c traftion bilden. Das gut gefüllte, halb flüssige kreme ei gehört ebenfalls zu den Standardartikeln, de in den Schokoladenfabriken in einer nach Mil- jbnen zählenden Produktion hergestellt werden. 8l(e die Auslagen im Berliner Westen, die um tuhrscheinlich großen glitzernden Scheiben, die zahl- i|en Läden in der Berliner Innenstadt, sind schon > ute österlich dekoriert. Es ist eine Lust, durch die ttraßeu zu gehen. Ueberall herrscht Frühlings- etrieb, die Kisten krachen, die Packer schwitzen, >e Spaten klirren, die Mädchen kochen, die Möbel- :lagen rollen, Schwäne schimmern und Krokus und Teilchen blühen im Tiergarten. Es wird Frühling jenem des Lido nichts nachgibt. Das ist auf das I runden Steinplatten bestehen. Das Zugtier geht um Aktivkonto Saipans zu setzen. Denn auf so man-1 ter dem Joche, und so eiM hor m^rranon chen anderen Inseln Mikronesiens verläuft die See in einen grauen Mangrovensumpf, auf anderen wieder fällt sie gleich kirchturmhoch zur Tiefe ab; plantscht man dort vergnüglich im Azurblauen herum, ist man vor Haien und sonstigen unliebsamen Ueberraschungen durchaus nicht gefeit. Aber in Saipan ist mir beim Baden nie ewas Böses zugestoßen, ein einziges Mal kam ich einer Herde pi'tzschnabliger Delphine, bie sich in bas Riff ver- rrt hatten, ziemlich nahe. Aber das sind, so viel Böses ihnen die Menschen auch antun, immer und immer gutmütige Gesellen. Schwimmt man etwas weiter hinaus, so kann man gelegentlich seines Morgenbades die zwischen Riff und Ufer dem Fischfang obliegenden Chamorro und Karoliner beobachten. Meist sind sie mäuschenstill, nur wenn sie ein großes Fischungetüm aufgestöbert haben, geht es laut wie auf einem Jahrmarktfest zu. Wieder im Trockenen, zieht man sich unter den Uferpalmen an. Hier ganz unmittelbar am Wasser liegen die Hütten des immer vergnügten Karoliner- völkleins, es wimmelt hier immer von Menschen, bie ungestraft unter Palmen wandeln, alle splitternackt, wimmelt auch von allem möglichen Haus- getier, etwelchen Kühen und Schweinen sowie vielen Hühnern. Etwas weiter landeinwärts liegen die Holzhäuser der Chamorro, an die sich Tarofelder und Bananenpflanzungen anschließen. Ueberall ist hier des morgens Leben und Bewegung. Aber höher und höher steigt die unerbittlich fern genbe Sonne. So heiß brennt sie oft nieder, daß die Eingeborenen in ohnmächtigem Zorn nach ihr mit Steinen werfen. Ringsum verebbt^das Leben, und ist das Tagesgestirn in seinem Scheitelpunkt angelangt, so liegt Mensch und Getier, liegen die Palmen und das Meer, liegt die ganze Insel tm bleischweren Mittagsschlaf da. Erst abends steht der Karoliner auf und tritt aus dem tiefen Schatten feiner Kokospalmen wieder heraus, kriechen die einem behaglichen Nichtstuerleben huldigenden Chamorro aus ihren palmstrohgedeckten Pfahlbauhäusern hervor die Männer paradieren in mehr ober minder sauberen weißen Leinenanzügen, die Frauen ebenfalls weiß gekleidet, geben sich besonders an Fest- und Fewr- । tagen sehr prächtig, tragen kostbare Spitzentucher i aus Manila, rote Strümpfe und wieder weiße ab- ! satzhohe Atlasschuhe. Bei den Chamorrokindern ist = die Kleiderpracht geringer, zumeist genügt em roeb t tes Hemd. Von den Feldern kommen hübsche i braune nackte Karolinerjungen in raschem flotten Trabe auf ihren Arbeitsochsen geritten. Langsamer r. <____ .....,S CErniinn in ihren yl inderkar- Die Zeitungsnachrichten, wonach die Japaner , de ihnen als Völkerbundsmandat zugefallenen Marianen als Lufstchststtützpunkt ausbauen unb euch sonst wirtschaftlich heben wollen, haben das Interesse an dieser gänzlich von den großen Li- inen des Weltverkehrs abgelegenen Inselgruppe r ieder wachgerufen. Der und jener möchte wissen, rie es eigentlich dort aussieht, wer dort lebt und y.ohnt, was man dort tut und treibt. Es sind aber rüd)t viele da, die davon erzählen können. Zur Zeit, ols ich einige Jahre vor bem Weltkrieg auf die Snfelaruppe kam, waren dort nur je em deutscher Händler und je ein deutscher Pflanzer tätig unb eingesessen. Alle Vergnügungsreisenden aber schlu- ,Pn entsetzt ein Kreuz, wenn man ihnen von den Marianen sprach. Viel, viel zu weit lagen sie von üblichen Reiseroute ab. Wollte man nun die fünfzehn Inseln der Mana- Kn einigermaßen erschöpfend behandeln, wurde das eine kleine Monographie ergeben. So beschranke ich mich hier aus eine einzige Insel, aus Saipan, as chaupieilond der früher deut chen martanen; tee allergrößte Insel, Guam, ist amenkamscher 'lieiik Unb auch von Saipan greife ich aus gut (Äck nur den Morgen und den Wend heraus dann der kühle Morgen und noch mehr der Abend «ch Sonnenuntergang sind jene Zeitpunkte wo sch an allen Iropenpläßen em regeres und lebhas- kUühlchbN °°rd°e- Tag in Dors Garapan der Äauvtsiedlunq der Insel -Saipan, viel früher als «"Ken Weinfein. Dort jahraus der Morgen um 6 Uhr. Aber un ftlstarnen Geräusche^dern mächtigen und SS Ä&J5 Karolinermänner hat, ,° er nur etw°s au sich tält einen oder mehrere Kampfhahne, D Sonn- und Feiertagen in di- Arena abordnet An ' irgendwelchen Morgenschlaf ist also bei dem^Teu iolslörm nie zu denken schn "Eg »ad durchwarn sft die Luft auch bereits in der Frühe, unö man kennt sich daher leicht von seinem I Sjncn Mädchen unb Frauen in ihren Rinderkar- ÄirÄ -s................. Oranqe sonst atTgemefn als die Frucht bes Lebens Ochsen, 94 Dullen, 402 Kühe, 308 F-irsen), 873 Kalber 30 Ms 48 JJämmer 28 Ms R, Schafe A ÄU auftritt Di« ,9°Hn-n «eM'.dle Kälb-r, 54 Schafe, 3110 Schweine. Es kosteten, b.s 3 Schmeme 3 Ms 44Mark -Martwerbau Wirtschast Fortschntte der deutschen Industrieproduktion Verlustes wieder aufgeholl § O Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse 3erlin Devisenmarkt Berlin — Arankfurl a. 2!l. 23.3. 24-3. t®. Aarden-Jndustrte rfietbfonftaU........ 95,65 Banknoten. 7,9 Grttzner.................. qi Mainkraftwerke Höchst 4I Sndbeuych« Zucker —Ttt." »| 26 1 7M llöcknerwerke . 170 veichlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 0. f). Lombardzinsfuß 5 0. H. der 95,25 92,65 96,25 100 93,75 97,4 22,4 94 92 91,75 0 4 0 0 74,5 116,25 67,25 95,25 76,5 101 108 136,5 182 59,75 60,5 83,5 75,5 101 108 CiC st 95,13 92 92 91,4 92,75 94,26 94 97,25 95,4 92,25 92,25 91,9 93 94,25 94 97,3 94,25 94 97,25 1,4 8,1 96 100,1 93,75 97 22,35 94,13 92 94,25 94 97,3 0 0 0 7 0 0 , 0 0 .10 0 0 118,5 67,5 69 74, 5 116,5 67,75 95,25 76,75 141,25 118,5 66,75 69,25 7 b 0 0 0 53,65 206 93,5 45,25 15 115,5 115,5 147,5 62 66,5 53,25 42,25 51 52,4 22 180,5 153 E :g E 96 100,05 93,4 96,65 22,4 94 92 91 78,75 116,75 68,25 96 141,5 118 67,5 69,75 Goldschmidt .... RütgerSwerle ... Metallgesellschaft. 61,4 65 53,5 42,25 52 52,65 22 181,5 153 e e « 96 100,13 93,75 96,75 22,3 94,13 92 53,65 205,13 95 45 15 >16,5 117 149 Hk » UL -5 SW SB.. 20,5 1,4 8,25 7,65 7,75 8 6,75 6,9 -o 20,25 1,4 8,13 7,95 6,65 6,7 t- yntgr den Papieren angeführten Ziffern geben die 20 1,4 8 8,05 7,85 6,65 6,7 als vielmehr eine mißverstandene sportliche Auf. fnssung, die an der Wiege der Hutlosigkeit Pate gestanden hat. Es wird keinem Bauern, Förster oder Landarbeiter einfallen, ohne Kopfbedeckung zu gehen, denn der unverbildete Mensch hat das ganz natürliche Bedürfnis, den edelsten Teil des Körpers, den Kopf, gegen die Unbilden der Witterung, gegen Regen und Sonnenstrahlen, wie gegen Staub und Schmutz zu schützen. Es ist eine anerkannte und durch die sorgfältigen Untersuchungen des Gesund- iE UL schon in den Gärten der Hesperiden und der germanischen Göttin Freya als Sinnbilder der Liebe erscheinen, verkörpern das lebensspendende Prinzip. Daher werden sie bisweilen auf Bildnissen den Dargestellten in die Hand gegeben. Nachdem die Zitrone seit etwa 1600 häufiger in Deutschland einge- führt wurde, galt sie wegen ihres erfrischenden Geruches und wegen ihres heilkräftigen Saftes als Lebensfrucht. Man kann daher annehmen, daß die Zitrone bei Begräbnissen zunächst von den Teilnehmern getragen wurde, um lebensfeindliche Dämonen abzuwehren, deren Auftreten man ja bei jedem Todesfall fürchtete. Erst nachdem dieser Glaube in Vergessenheit geraten war, hat man die Sitte zunächst hygienisch ausgedeutet und dann so pessimistisch, wie es der Altgeselle bei dem Bremer Begräbnis tat. worden, womit :£ HE ICH L B- seit dem krisentief im Herbst 1932 beträgt die Zunahme sogar rund ein Drittel. In einigen Industriezweigen und -gruppen ist die Erzeugung weit stärker gestiegen, als es dem Durchschnitt entspricht. Während nämlich die Produktion der Gesamtindustrie in den letzten 12 Monaten um rund 23 v. H., zunahm, hat sich die Erzeugung in der Funkindustrie um 280 v. H., in der Kraftfahrzeugindustrie um 130 v. $)., in der Bauwirtschaft um 76 v. H. und in der Hausratindustrie um 41 v. S). erhöht. In keiner der großen übrigen Industrie- gruppen liegen Produktion und Beschäftigung gegenwärtig niedriger als 1933. Lediglich das Brauereigewerbe und die Pianoindustrie haben das Vor- jahresniveau noch nicht ganz erreicht. Die Produktion der Großeisenindustrie war im Januar b. 3. um 52 0. $). höher, als im Januar 1933. In der Industrie der Nichteisenmetalle beträgt die Zunahme 35 v. H. Weniger stark ist die Erzeugung in den Wirtschaftszweigen gestiegen, die Industrie'stoffe mit allgemeinerem Verwendungszweck Herstellen, wie Papier, Kohle und Strom. Die Verbrauchsgüterindustrien, die nicht durch besondere Maßnahmen gefördert wurden, wie z. B. die Textil-, die Schuh- und die Nahrungsmittel und Genußmittelindustrie, haben am Aufschwung gleichfalls teilgenommen. Der Anteil der Investttionsgüterindustrie an der gesamten Industrieproduktion ist von 21 v. h. Anfang 1933 auf fast 30 v. h. Anfang 1934 gestiegen. Seit Anfang 1933 ist die Erzeugung von Produktionsgütern um rund 35 v. H. gestiegen, während die Produktion von Verbrauchsgütern nur um 13 v- H. zugenommen hat. 80, d 117,5 68 96,4 78,25 141,5 118,25 67,5 69,5 3 1 svuiuer, 01 au/ujc, u±j.u oujujcuic. v-ä lupcicu. ----- r „ , . Rinder: Ochsen 25 bis 34 Mark, Bullen 24 bis 30, Rinder, Kalber, Hammel und Schafe mittelmäßig, Kühe 13 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 25 bis 34, Schweine ruhig. Deutschland den Anteil an der Weltproduktion, den es im Iahre 1928 inne hatte, wieder erreichte. Die Produktion, die sonst regelmäßig von Oktober- November eines Jahres bis zum Januar-Februar des folgenden Jahres zurückging, hat sich dieses Mal, wie im Bericht des Instituts für Konjunkturforschung ausgeführt wird, so gut wie gar nicht ver- nnndert. Der „unbereinigte" Produktionsindex, der also die Einflüsse der Saison noch enthält, stellt sich für Januar 1934 auf 76,7 gegen 77,3 für November 1933 (1928 = 100 v. H.). Im Februar ist, nach den bisher vorliegenden Unterlagen zu urteilen, die Produktion bereits wieder gestiegen. Die Parole der Arbeitsschlacht im Winter, den Stand der Produktion zu halten, der im Herbst erreicht war, ist erfüllt. Die von Saisoneinflüssen bereinigte Produktionsrichtzahl, die die konjunkturelle Entwicklung deutlicher wieder- gibt als die unbereinigte, ist stark gestiegen: sie hat sich von 71,9 im Oktober 1933 auf vorläufig 77,8 im Januar 1934 erhöht (1928 = 100). Der Wert für Februar dürfte noch günstiger liegen. Seif Januar 1933 hat die deutsche Industrieproduktion um mehr als 23 v. h. zugenommen; J iß 139,75 184 60 61,13 83 ■ '•2*5 Schultheis Payenhofer ......0 ilhi (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg Das Pulver erfunden zu haben, gilt als das Zeichen besonderer Klugheit, die dem Mönch Berthold Schwarz aus Freiburg zugeschrieben wird. Ein Mönch war es auch, und zwar der spätere bekannte Papst Clemens, der die Kunst des Filzens zufällig erfand. Das aber ging so zu: der arme Bettelmönch legte sich Wolle, die ihm ein mitleidiger Schäfer schenkte, in seine Fußbekleidung ein, weil ihn die Füße schmerzten, und fand nach einiger Zeit, daß sich durch das Schieben und Drücken unter der Fuß- Datum 4% öe«ßl. Serie II ............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^9i>Rumän.vereinh.Renlev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8 Vi% Anatolier ....... D E sohle, durch die Wärme und Feuchtigkeit des Fußes eine'Filz-Sohle, eine feste zusammenhängende, kaum zerreißbare Filzschicht gebildet hatte. Er dachte darüber nach wie weiland Berthold Schwarz, dem der Stöpsel aus dem Mörser herausexplodiert war, und so kam es, daß Clemens der erste Filzmacher und Schutzpatton der Hutmacher wurde. Ebenso aber wie die Chinesen schon vor Berthold Schwarz das Pulver kannten, war die Kunst des Filzens und des Hutmachens den alten Griechen und Aegyptern schon bekannt. Die phrygische Mütze war eine feine Filzmütze, die erst wieder als Filzkopfbedeckung im Mittelalter bei uns bekannt wurde, seitdem aber in ungezählten Formen als Kopfbedeckung das Haupt des Mannes ziert. In vergangenen Zeiten hat die Kopfbedeckung des Mannes eine ganz besondere Bedeutung und stark betonten Charakter gehabt. Der Ritter ist ohne seinen Helm, der Schüler ohne sein Barett nicht denkbar, der Doktor- und Kardinalshut verleihen ihrem Träger erst die sichtbare Würde. Der Stahlhelm macht den Soldaten, der Kalabreser den Maler, die Krone den König — die Schiebermütze den Apachen. Bei den Römern wie bei den Deutschen ist der Hut immer das Zeichen des freien Mannes, des Bürgers gewesen. Es blieb den Jahren nach dem Kriege Vorbehalten, uns die Erscheinung der sogenannten „Hutlosen" zu schenken. Es war weniger die Armut weiter Bevölkerungsschichten unseres Vaterlandes, Q E Bl « y L° y *" 5 y A.E.®....................0 Bekula.....................0 Elektr. LteferungSgesellschast... 6 Licht unv Kraft . 6 Felten & Guilleaume......0 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität .......6 Schuckert & Co............. 5 Siemens 8 Halske............ 7 Lahmeyer L Lo............. 10 L z.« y ZZ v 8s 5$; ee 6 C 38 U V ö c oe >oesch Eisen—Köln-Neuesten .. O Ilse Bergbau .............- flfe Bergbau Genüsse........ • Buderus ... Deutsche Erdöl Gelsenkirchen« Harvener Estoss Waldhof .... stoss Aschaffenburg iaucr Das ....... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Orenstetn & koppel .. Leonhard Tietz ...... khade.............. Aeru m ul atorea-Fabrkk Lonti-Gummt....... heitsmuseums in Dresden erwiesene Tatsache, daß zahlreiche Krankheiten der Kopfhaut, der Nerven, der Augen usw. auf das unzeitgemäße Hutlosgehen zurückzuführen find. Es ist leider viel zu wenig bekannt, daß gerade die deutsche Hutindustrie es mit jeder anderen Hut- industvie der Welt aufnimmt. Die Ausfuhr in deutschen Filzhüten ist sieben- bis achtmal so stark wie die Einfuhr und betrug in den letzten Jahren bis zu 30 Millionen Reichsmark jährlich. Mit Bedauern ist festzustellen, daß diese Ausfuhr außerordentlich stark zurückgegangen ist. Da gleichzeitig durch die Unsitte des Hutlosgehens der Inlandsbedarf erheblich gesunken ist, steht die deutsche Huttndustrie in einer schweren Krise. Wenn man bedenkt, daß nicht weniger als 90 0000 Menschen in der Hut- und Filzwirtschaft beschäftigt sind, so haben wir Verständnis dafür, daß Handelskammern und Behörden zahlreicher Städte sich entschieden dafür einsetzen, daß man sich wieder bürgerlich kleidet und durch unzeitgemäßes Hutlosgehen seine Gesundheit nicht leichtfertig aufs Spiel setzt. Gerade in diesen Tagen geht durch das deutsche Volk eine starke Welle des Auftriebs für Arbeitsbeschaffung. Nachdem das deutsche Volk unter seines Führers Leitung glücklich unter einen Hut gebracht worden ist, sieht es die deutsche Bekleidungswirt- schaft als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, jeden einzelnen gut zu behüten". * Die Devisenhöch st betrüge im April. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat an- geordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigungen für die Wareneinfuhr im Monat April nur bis zur Höhe von 35 v. H. in Anspruch genommen werden darf. Das gleiche gilt für Einzelgenehmigungen nach drei Viertel der Richtlinien. Bei den Genehmigungen zur Inanspruchnahme von Rembourskrediten hat eine Kürzung in Höhe von 30 v. H. zu erfolgen. Diese Rembourskredite dürfen hiernach im Monat April nur bis zur Höhe von 70 v. H. ausgenutzt werden. Die bisher allgemein erteilte Genehmigung, den gekürzten Betrag des Grundbettags dem Rembourskontingent zuzuschlagen, wird aufgehoben. In Zukunft können hiernach die Grundbeträge nur bis zur Höhe des angeordneten Prozentsatzes als Höchstbetrag in Anspruch genommen werden, während der darüber hinaus- gehende Prozentsatz unausgenutzt zu bleiben hat. * Ankauf von Zloty-Wechseln und Schecks auf Polen durch d i e Reichsbank. Nach Aufnahme der amtlichen Notierung für die polnische Währung in Berlin kauft die Reichsbank nunmehr außer Wechseln und Schecks über Reichsmark oder landesfremde Währung auf Polen unter den allgemein gültigen Bedingungen auch Abschnitte an, die über Zloty lauten, und Zwar sowohl mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten, als auch kommissionsweise für Rechnung der Deutschen Golddiskontbank, Wechsel mit einer Laufzeit bis zu sechs Monaten. Die Abrechnung geschieht zum Berliner Mittelkurs für telegraphische Auszahlung Polen. An Zinsen werden für Zloty- Wechsel und Schecks auf Polen mindestens acht Tage zum offiziellen polnischen Diskontsatz, zur Zeit 5 v. H. berechnet. Vordafierte Schecks werden weder angekauft noch zum Einzug übernommen, weitste von den Banken In Polen nicht bezahlt Ihr Hui - mein Herr! Von Or. Paul Wuttke, Potsdam-Lettin. 8% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 L?s> ehem.7A» Dt. Neichsanl. v. 1929 6^,°/o Doung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablvs.-Schuld mit Auslos.-Rechten ......... Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 8% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%) .......... 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12................. 6Vi% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt filqid......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ........... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Ausios.-Rechten 6% efjem. 8% Franks. Hyp.-Pank Boldpfe. 15 unkündbar bis 1935 «°/° ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 «hem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbriese 6H% ehem. 4y,o/0 Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. 8% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 8% ebem. 7% Pr. Landeöpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs 4% Oesterretchtiche Dotdrente... 4,20% Oesterrcichifche Stlberrenlr 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *Vi% desgl. von 1918.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe uu •-» K 6 ;c Schluß» Iure 23-3- Schluß!. JJlinag- börse 24-3. mürbe eine Zitrone niedergelegt, eine Sitte, die von dem Altgesellen in seiner Grabrede dahin gedeutet wurde: „So sauer wie diese Zitrone war sein Lebensweg." Diese Erklärung trägt freilich in den alten Brauch einen Sinn, der ihm eigentlich ganz fremd war. In früheren Zeiten durfte die Zitrone beim Begräbnis nicht fehlen. Noch der Hauptmann in Büchners „Woyzeck" sagt, da er von seinem Tode spricht: „Ich sehe schon die Leute mit den Zittonen in den Händen." Heute findet sich die Sitte nur noch bei Beerdigungen der Zünfte und hier und da auf dem Lande. Als Erklärung wird vielfach angegeben, man habe den scharfen Geruch der Zitrone dazu benutzt, um die Fäulnis abzuwehren. Doch auch diese Deutung ist nicht ursprünglich, wie Pros. Ernst G r 0 h n e in der Niederdeutschen Zeitschrift für Volkskunde hervorhebt. Der Brauch, der nur auf Deutschland beschränkt ist, erscheint umso merkwürdiger, als die Zittone, ebenso wie die. Frankfurter Börse. Schwächer, Renten freundlich. Frankfurt a. M., 24. März. An der Wochen- fchlußbörse war das Geschäft sehr still. Von der Kundschaft lagen nennenswerte Aufträge nicht vor, während die Kulisse Zurückhaltung übte und in Aktien eher zu Abgaben bereit war. Die durch die französische Antwortnote geschaffene außenpolitische Situation fand viel Beachtung. Lebhaft diskutiert wurde das Gesetz über Bildung eines Anleihestocks bei Kapitalgesellschaften, wonach bei einer Ausschüttung von 6 und mehr v. H. Dividende der gegenüber dem Vorjahre erzielte Mehrbetrag in Anleihen angelegt werden soll. Der Renten- markt wurde hiervon günstig beeinflußt, und bei relativ lebhaftem Geschäft konnten sich Altbefitz- anleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen um je 0,40 v. H. befestigen. Neubesitzanleihe lag ruhig und behauptet, ebenso umgetauschte Dollar-Bonds. Am Aktienmarkt kam größeres Angebot in IG. Farben heraus, das den Kurs bei Beginn um 2,50 v. H. auf 137,25 v. H. drückte. Stärker ab- geschwächt waren auf den Dividendenausfall erneut Buderus Eisen mit —3,75 v. H.; von den übrigen Montanwerten eröffneten Phönix und Stahlverein gut behauptet, Mannesmann, Harpe- ner und Gelsenkirchen gaben bis 1 v. H. nach. Kali Aschersleben verloren 1 v. H. Von Elektroaktien verloren Siemens 2 v. H., Gesfürel 1,25 v. H., Schuckert 0,90 v. H., AEG. lagen gut behauptet, Licht & Kraft notierten unverändert. Daimler Motoren gaben von ihrem gestrigen Gewinn 1,25 v. H. her. Im übrigen eröffneten Rütgerswerke und Zellstoff Waldhof je 0,25 v. H. niedriger, AG. für Verkehr, Reichsbahn-VA. und Westdeutscher Kaufhof (vorm. Tietz) lagen behauptet, Reichsbankanteile + 0,50 v. H. Durch feste Haltung zeichneten sich wieder Kunstseideaktien aus, Bemberg gewannen 1,50 v. H. und AKU. 1 v. H. Der Rentenmarkt lag auch späterhin noch freundlicher, Altbesitz und späte Schuldbücher gewannen je 0,13 v. H., Neubesitzanleihe + 5 Pf. Stadt- und Staatsanleihen lagen bei ruhigem Geschäft unverändert. Eine recht freundliche Lage hatte der Pfandbriefmarkt zu verzeichnen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen lagen gut behauptet, teilweise bis 0,25 v. H. fester, Liquidationspfandbriefe waren fast ohne Ausnahme um 0,25 bis 0,50 v. H. hoher. Fremde Werte lagen still Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a.M., 24. März Das Näherrücken der Osterfeiertage machte sich in der abgelaufenen Woche in einem ziemlich lebhaften Geschäft bemerkbar, zumal die Preise eine gelinde Steigerung erfahren haben. Der Kleinhandel nahm in größerem Umfange Käufe vor. Die Zufuhren haben sich wesentlich verringert, wobei die letzten verschiedenen Maßnahmen zur Verhinderung der starken Auslandsangebote von Einfluß waren. Die Bestände an deutschen und den wenigen holländischen Eiern reichen jedoch für den Bedarf aus. Als Großhandelsverkaufspreise notierte man in Pfg. pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Kl. 8 10,25, Kl. 9,50, Kl. 8 8,75, MC 8,25. Holländer Kl. 8 9,75, Kl. A 9, Kl. B 8,50. Frankfurter Buttermarkl. Frankfurt a. M., 24. März. Das Geschäft hn Buttergroßhandel ist wieder stiller geworden, lediglich seitens der Backwarenbetriebe war Nachfrage in minderer Butter vorhanden. Im allgemeinen blieben die Zufuhren, obschon sie nicht groß sind, ausreichend. Der Großhandels-Einstandspreis blieb für deutsche und holländische Markenbutter mit 132 Mk. per 50 Kilogramm unverändert. Deutsche Landbutter kostete als Verkaufspreis an den Kleinhandel 125 bis 130 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1269 Rinder (454 Im Gegensatz zu den Erfahrungen früherer Jahre ist die deutsche Industrieproduktion während des Winters 1933/34 jahreszeitlich kaum zurückgegangen. Die tatkräftige Forderung einer ganzen Reihe von Industriezweigen, so des Baugewerbes und der Kraftfahrzeugindustrie, durch Regierungsmaßnahmen ließ die Produktion im Verlauf des letzten Jahres kräftig zunchmen. Rlengenmaßig sind rund 40 v. H. des Krisen- Arbeitsbeschaffung statt Divivende bei Buderus. Bereits Ende Dezember wurde der erneute Dividendenausfall für das Geschäftsjahr 1932 bei Bu- derus-Wetzlar als wahrscheinlich angekündigt. Nunmehr interessieren die Beweggründe für diesen neuerlichen Dividendenausfall mit neuzeitlicher Lohn- und Dioidenpolitik. Anläßlich des Anolasens des zweiten Hochofens der Sophienhütte, wodurch insgesamt unter Berücksichtigung der Mehrbeschäftigung in den verwandten bzw. Zubringerindustriekreisen eine Mehrbeschäftigung von etwa 2100 Mann erfolgen kann, hat sich Generaldirektor Köhler von der Buderus-AG. auch.über die Dividendenpolitik der Gesellschaft geäußert. Die Verwaltung sei stets bestrebt gewesen, alles für die Werke zu tun. Der Dividendendurchschnitt der Vorkriegsjahre war 6 v. H. In den Jahren 1927 bis 1930 betrug er 5 v. H. Seitdem wurde keine Dividende mehr ausgeschüttet. Auch diesmal denke die Verwaltung zuerst an die Fortentwicklung des Werkes. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, einen Betrag von 1,5 Mill. Mark für außerordentliche gewerbliche Instandsetzungen zur Erhaltung der Arbeitsplätze zu verwenden. Von einer Dividende sieht man infolgedessen auch für 1933 ab. Wie bei dieser Gelegenheit noch mitgeteilt wurde, beträgt die Belegschaft für Buderus und den Hessen-Nassauischen Hüttenverein jetzt zusammen über 7600 Mann gegenüber 4400 Mann am 1. Januar 1933. Deutsche Bank und Diskontogesellschast Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank und Dis- konto-Geisellschaft genehmigte den Abschluß per 31. Dezember 1933, der nach 285 266 (170 073) Mk. Abschreibungen auf Mobilien einen Betriebs- gewinn von 25 93 1 955 (27 316 872) M k. aufweist. Davon sollen 25 046 929 Mk. zu Abschreibungen und Rückstellungen verwendet und 885 026 auf neue Rechnung oorgetragen werden. uu 55s Tu A w-u , !®ä -r-Z Uh 9 Üt- :su . u pamtniifl-eimert!a-‘Batet ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hansa-Dampffchiff.........0 Norddeutscher Lloyd .........0 61.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dis conto. Gesellschaft................ 0 Dresdner Bank..............0 Retchsbank .......... 12 Franlsun a. 2J1 Schluß. NIE. furt 2Amd- klöcknerrverke ...... 0 Cannesmaru>RöKren........ 0 PhlltpP Holzmann ...........01 Zementwerk Heidelberg ......0 Lementwerk Karlstadt.........0 Datum Mantselder Bergbau.........0 Kokswerke ....... 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinslahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen .............0 Kaliwerke Aschersleben........ 5 Kaliwerke Westeregeln........b Kaliwerke Salzdetfurth.....7% Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schluß» kurS Schlußk. Mittag, börse 23-3. 24.3- 23-3- 24-3- 6,75 6,75 — — 5,5 5,25 5,5 5,13 — — 8,1 8,1 4,4 4,4 4,4 4,45 30,9 30,5 — 31 28,5 28,5 28,65 28,13 — 28 27,25 33,4 33,25 33,4 33 69 69 68,5 69,25 88 87,25 87,5 87 49,75 49,25 49,75 49,25 63,5 63,25 63,5 63,25 64,5 64,5 64,5 64,5 153 152,5 153 153 30,9 31 30,5 30,75 129 129 128,75 129 102,5 — 101 100,5 105,75 105,75 106 105,75 61,75 62,75 61,5 62,5 102,25 100,5 101,13 99,9 98 — 97,5 95 105,5 103,5 105,5 103,75 147 144 148 143,5 117,75 117,25 117 117 Jranhun a. M Berlin Schluß» kurS Schluß!. Abendbörse Schluß» kurü Schluß!. Mittag» börse Datum 23-3- 24-3. 23-3. 24-3- 23. Diät, 24-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brie' Geld I Brie> Hrlsingfor».. 5,639 5,651 5,639 5,651 Wien ..... 47,20 47,30 47.20 47 30 Prag...... 10,38 10,40 10,38 BudapeH ... Lvfta ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,93 169,27 168,98 169,32 Oslo...... 64,19 64,31 64 19 Kopenhagen. 57,04 57 J 6 57,04 57,16 Stockholm... 65,83 65,97 65,88 66,02 London ..... 12,775 12,805 12,775 12,805 Buenos Aires 0,631 0,635 0,631 0,635 Neu vor! .... 2,502 2,508 2,505 2,511 Brüssel..... 58,40 58,52 58,43 58,55 Italien..... 21,51 21,55 21,53 21,57 Parts ...... 16,50 16,54 16,50 16,54 Lckwetz .... 80,92 81,08 80,92 81,08 cvonten.... 34,25 34,31 34,25 34,31 Tanzjg..... 81,62 81,78 81,62 81,78 Japan...... 0,754 0,756 0,754 0,756 Rio de Jan. . 0,211 0,213 0,211 0,213 JMoslawten. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon... 11,63 11,65 11,63 11,65 72 71,5 97,9 96,75 53,25 53,75 205 207 95,25 94,4 45,13 44,75 14,9 15,4 116,75 115,5 117,5 115,5 149 146,65 139,5 136,5 —— — 59,25 59,25 60,60 60,65 — 82,75 75,75 1 76 106,5 105 61,13 61,5 65,75 66,5 53 52,25 42,9 41,5 119,5 117,4 51,4 50,65 52,5 51,75 70,4 69,25 21,9 21,5 156,5 156,5 181 153 150 1 27 26 - - 170,5 170,25 Berlin, 24. März Geld Brief 2 Amerikanische Noten.............. 2,458 2,478 Belgische Noten.................. 58,27 58,51 Dänische Noten ................. 56,79 57’01 Englische Noten ................. 12,73 12,79 Französische Noten............... 16,46 16,52 Holländische Noten............... 168,56 169,24 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 21,46 A4,02 21,54 64 28 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schwing Rumänische Noten............... Schwedische Note»............... 65,72 65,98 Schweizer Noten.. .............. 80,74 81,06 Spanische Note»................. Ungarische Noir» ................ 34,11 34,25