Rr. 22 Erster Blatt M. Jahrgang Freitag, 26. Januar 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Zrontfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrilhl'sche UniverfitStr-vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 1 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Sah 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm Deutsch-englischer Wettbewerb im Aorten. In keinem Teile der Welt stoßen die deutsch-englischen Handelsinteressen so heftig zusammen wie i n den vier nord europäischen Ländern Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Man braucht nur daran zu erinnern, daß erst kürzlich durch den Abschluß eines englisch-finnländischen Handelsvertrages, der England eine Vormachtstellung auf dem finnländischen Markte einräumt, die bisher ungestörten deutschfinnländischen Handelsbeziehungen erheblich gefährdet wurden. Ganz ähnlich liegen die Dinge auch auf den übrigen skandinavischen Märkten. Ueberall versuchte England, unter Ausnutzung seiner Stellung als Abnehmer der Erzeugnisse der nordischen Länder, den deutschen Export zurückzudrängen und seinen Waren eine möglichst unangreifbare Vorzugsstellung zu verschaffen. Die wichtigste Waffe in diesem wirtschaftlichen Eroberungsfeldzug Englands ist die Abwertung des Pfundes. Sie oeran- laßte die nordischen Länder, zum Zwecke der Erhaltung ihres Absatzes auf dem englischen Markte ihre Währungen an das Pfund anzu- hängen. Die Folge davon war das Entstehen einer weitgehenden Verknüpfung der nordischen Märkte mit den englischen und demgemäß eine starke Zurückdräng ung der deutschen W a r en auf diesen Märkten. Es ist nun begreiflicherweise die Frage aufgeworfen worden, ob das Vordringen Englands auf den nordischen Märkten und die handelspolitischen Schädigungen Deutschlands auf diesen Märkten von Dauer sein werden, ob die Entwicklung sich zu Ungunsten Deutschlands fortsetzen wird, oder aber ob sie nur als eine Folge der Pfundabwertung anzusehen ist und daher mit der Stabilisierung der internationalen Währungen die deutsche handelspolitische Stellung in Nordeuropa wieder erstarken wird. Das Statistische Reichsamt, das zu dieser für die deutsche Wirtschaft sehr wichtigen Frage in dem letzten „Dierteljahrsheft für Statistik des Deutschen Reichs" Stellung nimmt, kommt dabei zu dem bemerkenswerten Ergebnis, daß auch in b^zug auf den Rückgang des deutsch-skandinavischen Handelsaustausches der Tiefpunkt nunmehr erreicht und zum mindesten ein Stillstand der Entwicklung zu erwarten ist. Das würde bedeuten, daß Deutschland seine heutige, allerdings erheblich geschwächte Stellung auf den nordischen Märkten behaupten wird, und daß England dort zum mindesten nicht weiter auf Kosten Deutschlands vorzudringen vermag. Was die Zurückdrängung der deutschen Ausfuhr noch den nordischen Märkten für die deutsche Exportwirtschaft bedeutet, geht ganz deutlich aus der Tatsache hervor, daß Nordeuropa in den letzten Jahren vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise mehr als 10 v. H. der deutschen Gesamtaus- f u h r ausgenommen hat. Betrachtet man die vier nordischen Märkte als eine Einheit, so sind z.B. im Jahre 1929 auf ihnen zusammen mehr deutsche Waren abgesetzt worden als in den Niederlanden oder in England. Das bedeutet nichts andres, als daß der europäische Norden der beste Kunde der deutschen Exportwirtfchast war Andererseits richtet sich aber auch nach Deutschland cm erheblicher Teil des Exports der mer nordischen Länder/ Im Jahre 1929 hat Deutschland fut 1,37 Milliarden Mark Waren an die vier nordischen Länder verkauft, In den ersten neun Monaten 1933 betrug diese Aussuhr aber nur noch 330 Millionen Mark, was einer Jahreszcher von 440 Millionen Mark entspricht. Di- deutsche Ausfuhr nach Nordeuropa ist also auf ein Drit - zuruckge- aanaen was einen Exportverlust Derchchlands km Betrag' von nahezu 900 Millionen Mark be- deutet. r Im Gegensatz hierzu hat England feinen Absatz nach den nordischen Zandern relativ -rpebl.ch steigern können. Die englische Kohleverdrängt z. ». auf diesen Märkten immer mehr die deutsche und au die polnische. Englisch- Industrieerzeugnipe konnten insolae der Pfundabwertung billiger als die deutschen angeboten werden, Innerhalb der dani- Anfuhr stieg zum Beispiel der Anteil Eng- 0 a L o-nnfifdien genau m dem Augenblick be- gunst.n de g sch 9 Goldstandard aufgab ^Nd"'di- skandinavischen Länder ihm auf diesem M-MMM Schließlich versuchte England ~ den folg - die Stellung, die sich sem Expo« mwn barung/n allerArtz «SffÄ* Jnibesonde?e die Wirtschaft hier weitgehende handelspolitische Bevorzugungen erringen konnte. Die englischeInitiative in der Abrüstungsfrage. London, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) „News Chronicle" hält die Wahrscheinlichkeit für gegeben, daß in den nächsten Tagen eine britische Note zur Abrüstungsfrage in Berlin, Rom und Paris überreicht werde. Diese Note werde vielleicht i n Form einesWeißbuchesveröffentlicht werden. Der britische Plan werde u. a. Beseitigung der Probezeit anregen. Ferner werde er dafür eintreten, daß mehr Waffenarten der defensiven in die offensive Kate- g o ri e übernommen und damit zur Z e r ft ö r u n g vorgemerkt werden, um, wie es heißt, „einem zu tarken Aufrüsten Deutschlands bei der Herstellung )er Gleichheit entgegenzuwirken!" Um Frankreich ür seinen Verzicht auf die Probezeit zu entschädigen, würden bestimmte großbritannische Zusicherungen notwendig sein, die darauf hinausliefen, daß man ich an einem Vorgehen gegen die Regierung beteilige, die die Abrüstungsvereinbarung bricht. „Daily Telegraph" meldet, daß Sir John Simon nächste Woche im Unterhaus mitteilen werde, zu welchen Schlußfolgerungen der Abrüstungsausschuß des Kabinetts auf Grund des diplomatischen Gedankenaustausches der letzten Zeit gekommen ist. Es werde aber nichts darüber ge- agt werden, daß ein neuer Plan ausgearbeitet worden fei. Der Kabinettsausschuß habe bereits vor zwei Wochen dahin entschieden, daß es keinen Zweck habe, wenn Großbritannien im gegenwärtigen Stadium ins Einzelne gehende Vorschläge machen wollte, selbst wenn sie nur allgemeinen Charakter hätten. Der Macdonald-Plan bleibe die Grundlage jeder Abrüstungserörterung. Von einem neuen britischen Plan sei keine Rede. Zweifellos würden schließlich neue britische Vorschläge gemacht werden, um die wesentlichsten deutsch-französischen Meinungsverschiedenheiten zu versöhnen. Diese Vor- chläge würden eine wesentliche Umschmelzung )es ursprünglichen Macdonald-Plans einschließen. Es ei aber unwahrscheinlich, daß sie schon in der nächsten Zeit feste Gestalt erhalten. Vielmehr würden zunächst die britischen Botschafter in Berlin, Rom und Paris in unformellen Besprechungen bei den Regierungen Sondierung en vornehmen. Auf Grund der Ergebnisse dieser Besprechungen werde der Kabinettsausschuß nächste Woche Anregungen formulieren, die eine Brücke zwischen dem 'deutschen und dem ftanzösischen Standpunkt bilden könnten. Die französische Antwort m Vorbereitung. Paris, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Matin" arbeitet man im Quai d'Orsay gegenwärtig die französische Antwort auf die letzte deutsche Denkschrift aus. Der Wortlaut der französischen Erwiderung wird den nächsten Kabinettsrat beschäftigen und möglichst bald nach Berlin abgehen. Der Pariser Korrespondent der „Times" berichtet, in Paris herrsche jetzt die Ansicht vor, daß das jetzige Stadium der Verhandlungen so schnell wie möglich durch eine Darlegung der französischen Ansichten und durch die Ankündigung, daß weitere Erörterungen in Genf stattfinden müßten, beendet werden sollte. Dies bedeute nicht — so schreibt der Korrespondent weiter — daß die französische Antwort in keinem Punkt Entgegenkommen zeigen werde. Z. B. werde die P r o b e z e i t vielleicht in einer Zeittabelle verschwinden, die sich auf alle Unterzeichner der Konvention beziehe. Die Frage der Mannschaftsstärke werde wahrscheinlich mehr Schwierigkeiten bereiten, besonders nachdem die Frage der französischen Kolonialtruppen in die Debatte geworfen sei. Der entscheidende Punkt werde mog-, licherweise nicht die zahlenmäßige Starke der Reichswehr sein, sondern die Zukunft der SS. und. SA., die die Franzosen trotz aller deutschen Zusicherungen als Soldaten in Betracht zögen. In bie=. sem Zusammenhang würden die Franzosen viel-, leicht erklären, daß ihre Kolonialtruppen selten fürs den Dienst in Frankreich frei seien und andeuten, daß die innerpolitischen Gründe für das Vorhandensein der SA. und SS. jetzt in der Hauptsache verschwunden seien. Der Zwang zum Handeln. Italien gegen eine Rückkehr zu Versailler Methoden. M a i l a n d, 25. Jan. (DNB.) „Popolo d'Jtalia" schreibt in einem Leitartikel „Gegensätze über den Rhein" zu den deutsch-französischen Meinungsverschiedenheiten über das Abrüstungsproblem u. a., es erscheine notwendig, die sich am Horizont ab- zeichnenden Gefahren darzulegen, für den Fall, daß die beiden Parteien sich auf ihren Standpunkt versteiften. Mancher trete nach einem ergebnislosen Verlauf der direkten Verhandlungen für eine Entschließung in Genf inÄbwesenheit Berlin, 25. Jan. (DRV.) Der Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution soll ohnegrohe Feiern und Festlichkeiten begangen werden. Vei der Wahl am 5. März 1933 hat der Führer vier Jahre Zeit gefordert, um seine großen Reformen durchzuführen. Es war der nationalsozialistischen Regierung trotz aller Fortschritte natürlich nicht möglich, der großen Rot in einem einzigen Jahre Herr zu werden. Unzählige Volksgenossen müssen noch unter den Folgen der liberalistischen Mißwirtschaft leiden. Darum soll die einzige Feier des 3 0. Januar darin bestehen, daß diesen notleidenden Volksgenossen durch eine besondere Zuwendung von Lebensmitteln und kohlen der Kameradschaftsgeist der ganzen deutschen Ration bewiesen wird. Der nailynale Spendentag soll nicht in Sammelaktionen, sondern in Hilfsaktionen bestehen. Wenn auch die Opferbereiischaft des deutschen Volkes an Berlin, 25. Jan. (DRV.) Das hauptbureau des Reichstags teilt mit: Am Dienstag, 30. Januar, 15 Uhr, Zusammentritt des Reichstags mit der Tagesordnung: Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. * Der Jahrestag des Regierungsantritts der nationalsozialistischen'Bewegung unter dem Reichskanzler Adolf Hitler wird nicht in lauten Festlichkeiten, sondern in zweifacher, aber eindrucksvoller Weise begangen. Das eine ist die soziale Tat durch die Zuweisung von Lebensmittelgutscheinen und Kohlenscheinen für die notleidenden Kreise durch das Winterhilfswerk. Nicht Sammlungen, nicht Feiern in der Öffentlichkeit, sondern Spenden für notleidende Volksgenossen, das ist der Leitgedanke, den Reichsminister Dr. Goebbels in seinem bekannten Aufruf verkündet hat. Die politische Bedeutung des 30. Januar wird sichtbar durch eine Sitzung des Reichstages, der an diesem Tage um 15 Uhr zur Entgegennahme einer Regierungserklärung Zusammentritt. Die Tagung des Reichstags wird zu einem neuen Glied in der Kette werden, die um den Kanzler und das deutsche Volk, vertreten durch seine Abgeordneten, geschlungen ist und die an Festigkeit' gewinnt, je stärker Deutschlands ein. Diese Methode sei aber wirkungslos und sehr gefährlich. Sie würde nur das Versailler Verfahren wiederholen mit neuen schweren Folgen für Europa. Rom habe demgegenüber schon klar zu verstehen gegeben, daß es diese Methoden einer überlebten Zeit nicht m i t m a ch e. Eine andere Gefahr bestehe darin, daß ein neues Wettrüsten einsetze. In dieser äußerst schwierigen Lage seien es England und Italien, die handeln müßten und handelten, denn sie seien nicht direkt an den Gegensätzen in Zentraleuropa interessiert. Das Schicksal Europas hänge von den Großmächten ab. Ihr Einigsein oder Nichteinigsein entscheide über das Schicksal aller, und die kleinen Staaten sollten in ihrem eigenen Interesse nur wünschen, daß die Großmächte den von Rom aufgezeigten Weg gingen. diesem Feierlage nicht durch eine allgemeine Sammlung beansprucht wird, so wird doch jeder von uns seinem Dank an den Führer durch irgendein Geschenk oder eine Spende sichtbaren Ausdruck geben wollen. So mancher möchte gern dem Führer sein Liebstes weihen zum Dank für seine ungeheure Leistung. Das ist natürlich nicht durchführbar: denn die Reichskanzlei könnte die Fülle der Gaben nicht fassen. Dafür aber kann jeder an diesem Tage dem Führer dadurch danken, daß er einem notleidenden Volksgenossen am 3 0. Januar eine besondere Freude bereitet, indem er ihn zum Mittagessen einlädt, mit ihm in ein Theater oder ein Konzert geht oder ihm irgendeine andere Freude bereitet. Wenn sich die Volks- gemeinschast durch solche stillen Feiern noch eltger zusammenschlieht, so wird das der schön st eDank an den Führer sein und gleichzeitig sein Werk weiter fördern. Führer und Nation um die Ueberroinbung aller inneren und äußeren Schwierigkeiten ringen. Auf der Tagesordnung steht nur, daß die Regierung eine Erklärung abgeben werde. Aber diese Erklärung ist etwas anderes, als man in der Vergangenheit darunter verstand. Sie wird, das darf wohl mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, das letzte Jahr Revue passieren lassen, in ihr wird sich aber der Mut und die Entschlossenheit der Reichsregierung widerspiegeln, das große nationale Aufbauwerk nicht einen Augenblick zu unterbrechen, sondern aus dem Erreichten stets neue Kraft zu schöpfen, um einen Stein auf den anderen zu türmen, bis das Gebäude, wie wir es uns erträumt haben, steht. Kanzler und Volk, längst zu einer unlöslichen Einheit verschmolzen, werden am 30. Januar wieder Schulter an Schulter stehen und allen Neidern und Feinden, wo sie auch immer stehen mögen, zeigen, daß wir nicht müde werden, die gesteckten Ziele zu erreichen, mag man uns auch das tägliche Leben immer wieder verbittern, uns Knüppel zwischen die Beine werfen, uns niederzuhalten suchen. Kanzler und Volk haben im ein» jährigen Kampf die Feuerprobe bestanden, sie werden weiter gemeinsam kämpfen und werden, das wird auch die Tagung am 30. Januar zeugen, durch nichts in ihrem Glauben an eine glücklichere Zukunft des deutschen Volkes zu erschüttern sein. Die einzige Feier des AO.Zanuar: ein Dank an den Führer. Der Reichstag Wirt) am 30.3amiar eine Erklärung der Reichsregiernng entgegennehmen. Aber gerade diese Vormachtstellung, die sich England in Nordeuropa erobert hat, wird früher ober später Ad Wehrkräfte in ben norbischen Landern wachrufen. Es kann nämlich nur der Fall eintreten, daß sich der Handelsaustausch zwischen England und den nordischen Ländern für diese, im Gegensatz zu dem bisherigen Verhältnis passiv gestaltet. In diesem Fall würden England manche der Vorteile, die ihm jetzt sein Einfuhrüberschuß im Handels- und namentlich im D-visenverkehr mit den nordischen Sängern verschosst, wieder verloren gehen. Schon heute zeigen sich ferner Anzeichen dafür, daß die chandelsbeziehunqen zwischen England uiid einzelnen Landern des europäischen Nordens nicht immer so eng und störungsfrei bleiben werden, wie sie es, seit der Errichtung des sog, Sterlingblockes waren. Je mehr Deutschland endlich du r ch d , e Erstarkung seines inneren Marktes mstandge- setzt werden wird, mehr Waren aus den nordeuropäischen Ländern aufzunehmen, desto mehr weiden dort die Strömungen zunehmen die auf eine Wiederoerbesserung der deutsch-nordischen chandelsbe- -leb,innen aerichtet sind. Schon m der Zweiten Halste Ls' ve^ssenen Jahres hat die deutsche Ausfuhr nach ben norbischen Säubern 3umfeir!e” Nückaana mehr teilweise sogar schon wieber eine S^foeruna erfahren. Es spricht viel Wahrscheinlich- FeU bafü'9ba6 ber schärft deutsch-englische Wettbewerb auf ben nordeuropaifchen Markten bem beut- schen Export künftig wieber günstigere Aussichten bieten wirb, als fie seit ber Pfunbabwertung vor- hanben waren. Dollfuß in Abhängigkeit von Paris und Prag. Ungarische Kritik am Austro-Faschismus. Bub a p e ft, 25. Jan. (DNB.) „Magyarsag" schreibt, Bunbeskanzler Dollfuß sei bestrebt gewesen, zum Schutze gegen bie „alles verschlingenbe" nationalsozialistische Bewegung ben Austra-Fa- schismus ins Leben zu rufen. Das Ergebnis bie» {er Bestrebungen sei, baß Dollfuß in eine Abhängigkeit von Italien, Frankreich unb Englanb geraten sei, unb zwar sei sie berart, baß er j e b e r persönlichen Entschlußkraft beraubt, sich ausschließlich an bie ihm von biesen Großftaa- ten biktierten Vorschriften zu halten habe. Da sich zubem bie Tschechoslowakei an ber Oesterreich vom Völkerbunb gewährten Anleihe beteiligt habe unb ber von ber Tschechoslowakei gewährte Kredit in Höhe von 30 Millionen Schilling jetzt zur Auszahlung gelange, begebe sich Oesterreich in eine noch kritischere französisch-tschechoslowakische Abhängigkeit, als sie bisher bestauben habe. Finauzminister Buresch soll bie 30 Millionen Schilling persönlich in Prag in Empfang nehmen. An ben Krebit seien folgenbe Bebiu- gungen geknüpft: Keine offene Diktatur, kein politischer Einfluß ber Heimwehr, Aufrechterhaltung ber österreichischen Sozialbemo- kratie unb bereu Einfluß auf bie Regierungsgeschäfte, Vermeibung jeber Aktion, bie zu einer Wie- beroereinigung Oesterreichs mit Ungarn führen konnte. Ein evangelischer Pfarrer in Oesterreich verurteilt. Innsbruck, 25.Jan. Anläßlich bes Reichsgrün- bungstages fand in ber evangelischen Kirche ein Got- tesbienst statt, bei bem ber burch seine Vorträge auf ber letzten Gießener Tagung des Gustav- Abolf-Vereins auch bei uns in Oberhessen bekannt geworbene Pfarrer Dr. Ludwig Mahnert auf bie Bedeutung des Reichsgründüngstages verwies und im Zusammenhang damit auch die politische Lage tu Oesterreich erörterte. Pfarrer Mahnert wurde daraufhin wegen unerlaubter Tätigkeit im Sinne des Nationalsozialismus zu einer Geldstrafe von 1100 Schilling verurteilt. Außerdem wurde ihm mitgeteUt, baß gegen ihn ein gerichtliches Strafverfahren wegen Aufreizung, Neligionsftörung unb Störung ber öffentlichen Ruhe unb Ordnung eingeleitet worden sei. Kommunistische Aufstandspläne in Danzig enthüllt. Alle Vorbereitungen für einen bewaffneten Aufstand getroffen. Danzig, 25. Ian. (DNB.) Die kürzlich erfolgte Aufdeckung einer riesigen internationalen Propagandazentrale in Zoppot hatte bereits gezeigt, daß der Freien Stadt Danzig eine wichtige Stellung in den kommunistischen Weltreoo- lutionarplänen zugedacht war. Nunmehr ist durch den Prozeß gegen den früheren kommunistischen Volkstagsabgeordneten Str e ft und den Rotfrontführer Rytewski endgültig erwiesen, daß das scharfe Zufassen der nationalsozialistischen Danziger Staatsführung und die zähe Arbeit der Danziger Politischen Polizei unter Leitung des Kriminalrates Sowa nicht nur Danzig, sondern vor allem auch die östlichen Nachbarstaaten vor dem bolschewistischen Chaos bewahrt haben. Die beiden Angeklagten, die während des Danziger Hafenarbeiterstreiks vor einem Jahr bewaffnete Banden mit Feuerwaffen gegen die Arbeitswilligen angesetzt hatten, sind nunmehr von der Danziger Strafkammer zu den höchst zulässigen Gefängnisstrafen von zwei Iah- ren, bzw. zwei Jahren vier Monaten verurteilt worden. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus: In weiten bürgerlichen Kreisen sei man sich gar nicht recht klar darüber gewesen, was Danzig durch die KPD. gedroht habe. Festgestellt sei, daß der RFB. mit Massen versehen worden sei. Die Mittel zur Anschaffung der Waffen seien zum Teil von der KPD. hergegeben worden. Mitglieder der KPD. und des RFB. seien in großem Maße mit Pistolen und anderen Waffen versehen worden. Die Organisation des RFB. hatte einen militärischen Charakter; es wurden Geländeübungen und Schießübungen mit Karabinern veranstaltet. Daraus ergab sich das Delikt eines unbefugten Gebildes und bewaffneten Haufens. Bei der Strafzumessung müsse man berücksichtigen, daß die Höchststrafe von zwei Jahren wegen dieses Vergehens nicht mehr für die heutige Zeit passe. Eher wäre eine lange Zuchthausstrafe für diese Tat angebracht. In der Verhandlung selbst ergaben sich haarsträubende Einzelheiten über die Vorbereitung großer Terroraktionen durch die KPD. und den RFB. in Danzig. Unter Aufwendung er- beblicher Geldmittel haben die Angeklagten ihre Anhänger planmäßig mit Schußwaffen ausgerüstet, ausgebildet und zu Ueberfällen ausgesandt. Einzelne RFB.- Leute wurden zur Ausbildung auf eine russische Kriegsschule geschickt. Ein Zeuge machte die Aufsehen erregende Aussage, daß ihm ein RFB -Mann schon vor dem Reichstagsbrand mitgeteilt habe, es werde am 12. März in Deutschland losgehen. Die Danziger politische Polizei hat im Anschluß an die Ergebnisse der Gerichtsverhandlung eine umfassende Aktion gegen die Träger der kommunistischen Wühlarbeit eingeleitet. Als erste Maßnahme wurde eine k o m m u nistische Bücher st ube ausgehoben. Es wurde schwer belastendes Material gefunden, aus dem sich ergab, daß diese Bücherstube eine Hauptzentrale der kommunistischen Hetzarbeit gewesen ist. Es wurden Beziehungen zum Rotfrontkämpferbund und eine Unterstützung seiner auf gewaltsamen Umsturz gerichtete Arbeit festgestellt. Der Verkäufer Lemke wurde verhaftet. Der politischen Polizei ist es ferner in den letzten Tagen gelungen, zwei kommunistische Werbekolonnen, die unter Führung polnischer Juden standen, unschädlich zu machen. Das deuisch-polnische Gespräch. Lipski und Ealonder beim Kanzler. Berlin, 25. Ian. (DNB.) Reichskanzler Mols Hitler empfing heute vormittag den polnischen Gesandten Herrn Lipski. Ferner empfing der Reichskanzler den Präsidenten der Gemischten Kommission für Oberschlesien. Herrn Felix Lalonder, den früheren Bundespräsidenten der Schweizerischen Eidgenossenschaft. ♦ Am Donnerstag gab der preußische Minister- Präsident Göring anläßlich der Anwesenheit des Präsidenten der Gemischten Kommission zu Kattowitz C a l o n d e r ein Frühstück. Erschienen waren: Präsident C a l o n d e r, die Herren Huber und D e t - terli, die Gesandten Polens und der Schweiz, der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath, der Chef des Protokolls Herr von Baffewitz, die Mitglieder der preußischen Staatsregierung, die preußischen Staatssekretäre, der Oberpräsident beider Schlesien, der Oberpräsident von Brandenburg und der Grenzmark Posen-Westpreußen, SA.-Obergruppen- führer Heines, SA.-Gruppensührer von D e t- t e n, SS.-Gruppenführer von Woyrsch, das deutsche Mitglied der Gemischten Kommission Graf P r a s ch m a, der deutsche Generalkonsul in Kattowitz Graf Adelmann, die Herren des preußischen Staatsministeriums, sowie Sachbearbeiter der beteiligten Ressorts. Ein Gespräch mit Reichsminister Goebbels. Berlin, 26. Jan. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hat den zur Zeit nach Berlin entsandten Sonderberichterstatter des „Krakauer Illustrierten Kurier", Klemens Ritter von Dunin« Keplicz, ein Interview erteilt, das folgenden Wortlaut hat: Frage: Die parlamentarische Demokratie und der Kapitalismus sind eng miteinander verbunden. Ist doch die parlamentarische Demokratie nur die politische Ausdrucksform einer wirtschaftspolitisch-sozialen Verfassung. Falls man nun die parlamentarische Demokratie abschasst, fallen die Grundlagen für eine liberal-kapitalistische Wirtschaftsordnung fort. Welches sind die Konsequenzen der nationalen Revolution in Deutschland i n wirtschaftlicher und sozialer Beziehung? Antwort: Der Nationalsozialismus hat eine völlig neue Wirts chastsform geschaffen, auf die sich die bisherigen Maßstäbe — wie „kapitalistisch" und „liberalistisch" oder ihr Gegenteil — mit denen man andere Wirtschastsstrukturen zu messen gewohnt ist, nicht anwenden lassen. Die nationalsozialistische Wirtschaftsform wird durch Zweierlei gekennzeichnet: durch das F ü h - rerprinzip, das gewissermaßen die organisatorische Seite regelt und durch den Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz", der das ideelle Leitmotiv enthalt. Aber auch das Führerprinzip ist ideell verankert, insofern nämlich, als eine Verantwortung der einzelnen Führer gegenüber ihren vorgesetzten Stellen und schließlich des obersten Führers gegenüber dem deutschen Volke und vor der Geschichte besteht. Frage: Mussolini sagte einmal: „Der Faschismus ist kein Exportartikel. Trifft das auch für den Nationalsozialismus (natürlich, falls man Len deutschen Charakter abstreiten könnte) zu — oder besser gesagt — ist der Nationalsozialismus eine deutsche Staatsform oder eine Weltanschauung? Antwort: Der Nationalsozialismus ist eine aus der Eigenart deutscher geistiger und seelischer Veranlagung geborene L e - b e n sauf sassu n g, die trotz denkbar größter älterer Widerstände auch für die deutsche Staatsform bestimmend geworden ist. Das Wort Mussolinis „Der Faschismus ist kein Exportartikel", läßt sich sinngemäß auch auf den Nationalsozialismus anwenden, da jeder Export eine Initiative des Exporteurs vorausseht, — der Nationalsozialismus jedoch eine solche Initiative ausdrücklich a b l e h n t. Ls liegt aber auf einer anderen Ebene, wenn eine Lebensauffassung, die in einem Siegeszuge ohnegleichen das ganze deutsche Volk erobert hat, die schöpferische Kraft besitzt, auch außerhalb ihres Geburtslandes originär, wirksam und richtunggebend zu werden. Frage: Betrachten Sie den Komplex „D e ft e r r e i ch" als eine außen- oder parteipolitische Erscheinung? Antwort: Der Nationalsozialismus in Oesterreich durchlebt feine Geburtswehen, d. h. er befindet sich in einer Periode der Auseinandersetzung mit Widerständen, die auch das deutsche Volk hat überwinden müssen, damit der nationalsozialistische Gedanke zur Entfaltung kam. Darüber, daß allein dieser Gedanke auch dem österreichischen Volksempfinden entspricht, kann angesichts der Gemeinsamkeit der Abstammung und auch der geistigen und seelischen Einstellung des deutschen und des österreichischen Volkes kein Zweifel bestehen. Es ist deshalb ein Irrtum, zum Teil aber auch böswilliges Mißverstehen, wenn die begreifliche Teilnahme, mit der das deutsche Volk die Symtome eines Entwicklungsganges verfolgt, den es selbst bereits durchschritten hat, als eine bewußte und gewollte Einwirkung auf diesen Entwicklungsgang hinaeftellt wird. Da wir uns über den Ausgang dieses Prozesses keine Sorgen zu machen brauchen, wäre eine solche Einwirkung nicht nur überflüssig, sondern sie läge auch nicht im Interesse des österreichischen Volkes. Es ist eine besondere Eigenart des Nationalsozialismus, daß er seine Kraft an den ihm entgegengesetzten Widerständen steigert, um diese schließlich endgültig zu überwinden. Frage: Was halten Sie von der Verständigung zwischen Polen und Deutschland? Antwort: Line Verständigung zwischen Deutschland und Polen ist der W u n s ch d e s R e i ch s k a n j - lers Adolf Hitler, dem er nicht nur in seinen Reden, sondern auch in zwei Aussprachen mit dem hiesigen polnischen Gesandten besonderen Ausdruck verliehen hat. Die auf' dieser Grundlage eingeleileten diplomatischen Besprechungen haben die Aufgabe, die Ursachen bisheriger Wißverständnisse zu beseitigen und mit einer Atmosphäre des Vertrauens auch die Basis für ein gutes nachbarliches Verhältnis zu schaffen. Ein gemeinsamer Wille zur Erreichung dieses Zieles muß trotz der Kompliziertheit der Probleme, die die Interessen beider Völker berühren, zu einem guten Ergebnis führen. Frage: In verschiedenen Staaten herrscht in den breiten Volksschichten ein Glaube an einen nahen Krieg. Glauben Sie an eine Kriegsgefahr in Europa? Antwort: Es ist eine tiefbedauerliche Erscheinung, daß die Entscheidung der Schicksalsfrage eines Volkes, der Frage über Krieg und Frieden, in den meisten Ländern in der Macht von bestimmten Schichten oder Persönlichkeiten ruht, die denKrieg aus eigener Erfahrung überhaupt nicht oder nur teilweise kennen. Aus dieser Tatsache ergibt sich, daß die Perspektive eines Krieges nicht nur mit einiger Leichtigkeit erwogen wird, wie sie nu r d i e aufbringen können, die i h n praktisch nickt d u r ch g e m a ch t haben, sondern daß dieser Perspektive in unverantwortlicher Weise auch in der Weltmeinung ein so breiter Spielraum ein- geraumt worden ist. Wenn der Gedanke des Reichskanzlers, daß in allen Ländern vor allem den ehemaligen Kriegsteilnehmern ein vor zugsweises Mitbestimmungsrecht an per Entscheidung über Krieg und Frieden ein- zuraumen verwirklicht werden würde, so würde hierin die sicherste Garantie gegen jeden Krieg zu erblicken fein. Ich sähe dann keinerlei Gefahr mehr, daß ein Krieg aufs neue Europa erschütterte. „Die Mrneschlacht - ein Neimamewerral?" Eine Richtigstellung des Reichswehrministeriums auf Grund authentischer Unterlagen und Erhebungen. Berlin, 24. Jan. (DNB.) In der Öffentlichkeit sind in letzter Zeit wiederholt Behauptungen über den verstorbenen Oberst H e n tf ch und feine Tätigkeit als Beauftragter des Chefs des Generalstabes des Feldheeres und über den Generalobersten von M o l t k e selbst aufgetaucht, die geeignet sind, nicht nur die Ehre dieser beiden Männer, sondern auch das Ansehen der alten Armee und ihrer Leitung auf das schwerste zu schädigen. So wird in einem Aufsatz im „Deutschen Textilarbei- t e r" Nr. 50 vom 15. Dezember 1933 unter der Ueberschrist „Die Marne schlacht, ein Freimaurerverrat" u. a. behauptet, dem Anthroposophen Steiner hätten im Deutschen Hauptquartier in Koblenz alle Türen offen gestanden, er habe Ende August ieflen. ’u hoben in allen Avouieren R47a GROSS UND KLEIN Bitte beachten Sie unsere Ankündigungen in Schaufenster und Laden THA-GA- Thams & Garfs Niederlage Marktplatz8 SIGNAL -SC HULE Ausgabe der Flaggenkarten und Signalhefte ab Freitag, 26. Januar 516 A Alles kommt morgen ohenö ins Rheingold Mein. fiarneoal'5timmungslon3erl unö eine fabelhafte lomöola! Bis 4 Uhr nachts Verlängerung hält warm Das wird Ihnen beim Abwaschen sicher angenehm sein. Auch fürs Fußbad trifft das zu. In Holzstoff wannen bleibt das Wasser länger warm. Es gibt Abwaschwannen Fußbadewannen Küchenschüsseln Tabletts, Brotkörbe Gp.-Vgg. 1900 Sonntag, 28. d. 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Ianuar 1934 Trauung um 3 Uhr in der Stadtkirche 0431 Statt Karten Kurt Rosenberger Edith Rosenberger, geb. Hartoch Vermählte Gießen, Löberstraße 20 Esten Trauung: Sonntag, den 28. Ianuar, in Esten, Renatastraße 22 0387 Vortrags-Vereinigung (Goethe - Bund — Kaufmännischer Verein — Gewerbeverein) Am Sonntag, 28 Januar, abends 8 Uhr, Neue Aula, spricht aut Einladung der Gießener Studentenschaft HERBERT VOLK über: Als KundsdiaflH' hinter d.Frooteo im Weltkriege Mitglieder des Goethe-Bundes und der angeschlossenen Verbände erhalten gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte an der Saalkasse e’-mähigte Karten zu 40 Pfennig. 487 D Anmut und Schönheit durch Cardy Hautcremeseife zu haben in allen einschlägigen Geschäften 6I56D illlli............................................................................................................. r. 22 Zweites Blatt xDießener Anzeiger ^enerat-Anzerger |ur ivvelyegeu/ srettag, 2bjanuarl934 Der Führer beim Begräbnis von profeffor Trooü An der Beisetzung von Professor Troost, dem Ausgestalter des Braunen Hauses und Schöpfer des Hauses der Deutschen Kunst, nahm auch der Führer selbst teil. M -KÄ WM Ui fA Sw V ' .... ■«< IWW k *' ** ' < M > Krankenbesuch bei vierzig Reichswehrpserden. Tierpalienten im Operationssaal. Kopfes verhindert, das den sicheren Tod zur Folge haben würde. „Diese neue Methode in der Gaszelle hat wesentlich bessere Erfolge erzielt, als das Salben und Behandeln mit Arzneimitteln bei Hautkranheiten." Tag und Nacht sorgen sich die Aerzte um die verwundeten Tiere. Nur so ist es zu erklären, daß ganz selten ein Tier nicht gerettet werden kann. „Manchmal ist ja die Behandlung nicht ganz einfach und mühelos," meint der erfahrene Heilgehilfe und erzählt, .mit welcher Liebe die Soldaten an ihren Pferden hängen. Immer wieder erkundigen sie sich während der oft viele Monate dauernden Kur nach dem Befinden ihrer kranken Freunde... Mittagessen-Opfer an der Universität Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 24. Ion. Die Frankfurter Studentenschaft, die durch ihre Sammlungen für das W i n t e r h i l f s w e r k bewiesen hat, daß sie ihre vornehmste Aufgabe darin sieht, den notleidenden Volksgenossen in geistiger und materieller Hinsicht zu helfen, hat sich entschlossen, im Februar einmal auf ein Mittagessen zu verzichten. Das Geld, das dadurch frei wird, wird in Form von Essenmarken bedürftigen Volksgenossen zur Verfügung gestellt. Es werden im Betrage eines üblichen Mittagessens Opfermarken ausgegeben, die von der Studentenschaft erworben werden. An diesem Hilfswerk werden sich auch sämtliche Professoren und Dozenten der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität beteiligen. Kreisfunkwarte-Tagung des Gaues Heffen-Tlaffau. LPD. Frankfurt a. M., 24. Ian. Am Sonntag fand im Hause des Südwestfunks unter dem Vorsitz des Gaufunkwarts Wamboldt eine Tagung der Kreisfunkwarte der NSDAP, statt. Intendant Beumelburg vom Südwestfunk betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Sendehäusern und den Hörern. Der Gaufun kw art gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß beim Südwestfunk eine verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen der Funkwarteorganisation und der Sendeleitung Platz gegriffen habe, was um so erfreulicher sei, als die Funkwarte damit die Vermittler zwischen Hörer und Sender seien. Es wurden zunächst die Maßnahmen besprochen, die zur Durchführung der Rundfunkwerbung auf dem Lande ergriffen werden sollen. In Gemeinschaft mit den Kreisbauernführern werden die Kreisfunkwarte Rundfunkwerbeveranstaltungen auf den Lande durchführen, um die Bauernschaft dem Rundfunk näherzubringen. Ebenso wird durch eine weitere Werbeaktion dafür gesorgt werden, daß auch die Arbeiterschaft stärker als bisher an den Rundfunk herangebracht wird. Als nächste Veranstaltungen sind die Unterstützung der Grünen Woche vom 27. Januar bis 4. Februar und die Organisation der Feierabendwoche vom 4. bis zum 10. Februar mit Hilfe der Funkwarte geplant. Den Höhepunkt dieser Veranstaltung bildet der „Tag des R u n d f u n k e s" am 11. Februar, an dem in den Nachtstunden eine besonders launige Sendung durchgeführt werden soll, bei der die Hörer am Mikrophon sind, während die Sprecher am Lautsprecher sitzen. Nach Erörterung der technischen Erfordernisse, insbesondere der Frage der Kreisberatungsstellen, schloß Gaufunkwart boldt die Tagung mit der Mahnung zur Pflicht- erfüllung und mit einem Treugelöbnis für den Führer. Gärrberungsaktion der Partei. Das Gaupresseamt teilt mit: Am 19. Januar lief bei dem Gau-Partei-Gericht der erste Antrag zwecks Ausschluß aus der Partei gegen einen Parteigenossen ein, der unberechtigterweise Uniform und Abzeichen der PO. trug. Die Vannerweihe der Hiller-Jugend in Potsdam Die Fahnen vor der hellbeleuchteten Front des Schlosses Sanssouci. 1 M M MI >.< M- Z. M WWW. < K WA1 j auf. Spechte und Häher. Stimme ... ebenso wie den starken Schnabel dazu mit den Spechten gemein. Leidenschaftlich liebt er Haselnüsse. Hat er eine aufgestöbert, klemmt er sie einen Rindenspalt fest und hackt sie, kopfabwärts an den Stamm geklammert, mit kräftigen Schnabelhieben In kleinen Gruppen zigeunert der Eichelhäher umher der Gaukler und Clown unseres Waldes, dem es einen besonderen Spaß macht, die Stimmen anderer Vögel nachzuahmen. Er krächzt wie em Rabe, miaut wie ein Bussart und tutet wie eme Eule Nur Gesangsstrophen gelingen ihm kaum. Mit seinen blauen, weißgesprenkelten Flugelspiegeln fällt er als hübscher Kerl auf. Ebenso aber auch durch das heisere „Rätschen" seiner häßlichen Geschichten um Moritz von Schwind. Moritz von Schwind, der Märchenerzähler unter unseren deutschen Malern, war eine urwüchsige Persönlichkeit, in der ein kräftiger Humor der leichten Phantasie die Waage hielt. „Wer dem mittelgroßen, wohlbeleibten, breitschultrigen Meister mit dem stark geröteten mächtigen Kopf zuerst entgegentrat" erzählt Friedrich P e ch t, „mochte wohl überrascht sein, daß so der Schöpfer anmutiger Träumereien aussehen sollte, aber Schwind wußte diesem Kleine Vogelschau tm Winterwald. Von Peter Sauer ahnung weht durch den Wald Der Buntspecht ist ein Nüsseknacker wie der Kleiber. Allerdings bringt er das Kunststuck nur mit dem Kopf nach oben fertig. Er wird an seinem leuchtend roten Scheitel, der schwarzen Stirn und den weißen Wangen leicht erkannt. Von den drei Arten, dem großen, mittleren und kleinen Buntspecht, hat der letztere nur die Größe eines Hausperlings. Besser als jeder andere Vogel kann der Specht die Insekten aus ihren Winterasylen und verschnörkelten Fraßgängen heraushvlen. Der starke Schnabel ist ein ausgezeichneter Spltzenhammer, unter dessen Hieben und Schlägen Moos und Flechtwerk von den Borken rieseln und selbst aus hartem Holz Späne und Splitter fliegen. Mitunter suchen die Spechte auch im Laubschutt nach Spinnen und Gewürm. Der hähergroße Grünspecht weilt sogar sehr gern am Boden, weil Ameisen seine Lieblmgs- nahrung sind Mit Hilfe der langen, weit vorschnellbaren klebrigen Zunge liest er die zappelnden Kerfen mühelos wie ein Magnet die Feilspane auf. Die Spechte sind als Trommler neben unfern klappernden Hausstörchen die einzigen Jnstrumental- künstler unserer deutschen Vogelwelt. Durch heftige Schnabelhiebe bringen sie einen dürren Ast in schnür - ' — < ________ arc... mub or\i iCriin. Wie oft hat man es schon miterlebt, daß ein Pferd in den Grohstadtstraßen bei einem Verkehrs- unfall verunglückt und schwerverletzt von der zur Hilfe gerufenen Feuerwehr abtransportiert werden mußte Stets hat dieser aufsehenerregende Vorfall einen erheblichen Menschenauflauf zur Folge, man debattiert über die Schuldfrage, bedauert das arme, verunglückte Pferd, und betrachtet mitleidig den entstandenen Sachschaden. Wohl selten aber hat sich einer der Umstehenden Gedanken darüber gemacht wo das verletzte Pferd erste ärztliche Hilfe und notwendige Behandlung findet. In der Nähe des Berliner Flughafens in Tempel- hof liegt eines der Krankenhäuser, deren tierliebende Aerzte' es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, die verwundeten Vierbeiner zu heilen. Dor allem die Perde unferer Reichswehr werden hier verarztet und gesund gemacht. Ab und zu kommen auch Tiere, deren Besitzer Privatleute sind, zur Behandlung und finden hier in dem Sanatorium der Pferde langersehnte Heilung. . Gerade wird em schwerkranker Patient in den Operationssaal des „P f e r d e l a z a r e 11 s der 3 Division" gefahren. Eine riesige, blitzsaubere Gummimatte dient als Operationstisch. Sofort nachdem das Tier auf die Matte gelegt und gefesselt worden ist, nimmt einer der verantwortungsbewußten Aerzte die Narkotisierung des Pferdes oor Em paar Heilgehilfen bringen große Mengen Verbandstoff uni) die notwendigen chirurgischen Instrumente in den hellen, weiten Raum. „Sehen Sie, hier liegt eme schwere Knochensplitterung vor, die von einem Sturz herruhrt erklärt der operierende Tierarzt und berichtet, die Feststellung gleich bei der Einlieferung des Kranken m der R ö n t g e n a b t e i l u n g gemacht zu hoven^— Eindruck sofort mit dem Wort zu begegnen: „Sie haben mich offenbar etwas dünner erwartet, aber ich habe wenigstens eine schlanke Seele." Auch ferne Art des Schaffens entsprach nicht dem Bilde, das sich schöne Seelen wohl machten: „Gewöhnlich m Hemdsärmeln sitzend, räsonierte und wetterte er beständig vor sich hin, verarbeitete, während er die anmutvollsten Figuren zeichnete, irgendeinen Widersacher in Gedanken und konnte, während das süßeste Gesicht entstand, fortwährend brummen: „Der Lump, der elendige, hol' ihn der Teufel!" Wer ihn störte, konnte sich auf eine sehr ungnädige Aufnahme gefaßt machen. Einmal versicherte er einer englischen Familie, die nach dem berühmten Schwind fragte, als er die Tür in Hemdsärmeln geöffnet: „Der ist gerade gestorben; ich bin selber gestern bei der Leich' gewesen." Er litt sein Lebtag unter der Verehrung, die damals die Historienmalerei genoß und seine idyllische Kunst nicht aufkommen ließ. Als man sich einmal darüber unterhielt, welcher Unterschied zwischen einem Historien- und einem Genremaler sei, fuhr Schwind dazwischen: „Was soll das? Da gibt es doch feine Grenze! Es gibt in der Kunst noble Menschen und Knoten. Das ist der ganze Unterschied!" Mit seiner Kritik der Modegrößen hielt er nicht hinter dem Berge. Als Hauptwidersacher galt Schwind der damals hochberühmte Historienmaler P i l o t y. Als dessen großes Bild „Nero auf den Ruinen Roms", bei dem die brennenden Balken vortrefflich gemalt waren, sonst aber wenig Leben herrschte, zuerst gezeigt wurde, war man aus sein Urteil gespannt. Er räusperte sich bedächtig, dann wies er auf ein glimmendes Scheit im Vordergrund und sagte: „So a Scheit möcht i mola fönna!" Sprachs und ging seiner Wege. Als man berichtete, ein Amerikaner habe eine Wiederholung des Bildes bestellt, fügte Schwind hinzu: „Aber nur den Schutt, ohne die Figuren." Pilotys Atelier lag im alten Münchener Akademiegebaude ge- rade über dem Schwinds. Als einmal viele Leute 3ur Besichtigung eines neuen Bildes Pilotys hinaufgingen, fragte Schwind einen Herabkommen- ben- „Sagen S' doch, was ist denn da oben fcho wieder für ein Unglück g'fchehn?" Einmal erzählte man ihm, daß Karl Friedrich Lessing an einem neuen Gemälde arbeite, das die Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck zum Thema hatte. So, so", meinte Schwind, „der Lessing malt wieder ein Taubstummen-Kabinett." Ein Kollege zeigte ihm einen Entwurf, der die Sintflut darstellen sollte. Schwind saß lange und nachdenklich vor der Lern- wand, bis er endlich murmelte: „Das freut mich • nein, das freut mich —Der andere fühlte sich geschmeichelt: „Im Ernst, Herr Professor?" „Im Ernst: das freut mich aber, daß das Luderzeug alles versaufen muß!" Dr. r.b. Vollständig schmerzlos verläuft die Operation! Frisch verbunden wird das betäubte Pferd in fein dick mit Stroh ausgelegtes „Krankenzimmer" gebracht. Hier find Tafeln aufgehängt, auf denen die genaue F i e b e r k u r v e, Art und Behandlung der Leiden verzeichnet wird. Elektrische Fliegenfänger sorgen für Reinhaltung der Luft! „Im Durchschnitt behandeln wir hier etwa vierzig Perde". erzählt ein junger Arzt, der, mit grauer Militärmütze und hohen Reitstiefeln, gerade im Begriff ist, seine Patienten zu besuchen und ihnen eine gute Nacht zu wünschen. „Innere, Chirurgische und Röntgen-Abteilung' steht an den einzelnen Türen der Heilanstalt deutlich lesbar geschrieben. Auch an einer besonderen Krankenküche führt der Weg vorbei. Verschiedene Diäten sind oft zur Heilung der Vierbeiner nötig. Ganze Haferberge liegen neben mit Kartoffeln gefüllten Säcken! Auf dem grünen Hof, auf dem ein paar noch tn der Rekonvalenszenz begriffene, magere Pferde lang- scün dahinfchreiten, faust plötzlich ein besonders fon- ftruirter Spezialtransportwagen durch das gewaltige eiserne Tor. Ein Patient aus Döbentz mit einer schweren Huferkrankung wird eingeliefert und sofort behandelt. „Voraussichtlich in drei Wochen wieder voll leistungsfähig", lautet der ärztliche Bescheid. „Bitte Peter II sofort zur Gaszelle bringen! Em telephonischer Befehl des Chefarztes. Nach wenigen Minuten erscheint der von einer schmerzenden Hautkrankheit befallene Peter II. Rückwärts wird das Tier in Die mit Gas erfüllte Zelle geschoben. Nur für den Kopf ist eine dicht abschließende Deffnung in der Tur gelassen worden. Eine Krippe steht bereits vor dem Tier. So wird in jedem Fall das Zurückziehen des an, wenn sie auf einem Ast thront Vielleicht ruckt ie einmal mit dem Kopf oder zuckt mit einem Flügel, wenn sie Verdächtiges hort. Fliegt sie endlich davon, dann geschieht es pfeilschnell und in lachem Bogen. Finken. Meist sind es die Männchen des Buchfinken, die kopfnickend am Boden trippeln, da die Weibchen vorwiegend im Süden Winterguartiere suchen Der fleißig pickende Schnabel lieft Sämereien auf, Die Lippen- und Kreuzblütler im Herbste ausstreuen. Der Buchfink schreitet ohne Scheu über die Wege und läßt einen wie eine zutrauliche Taube bis an den letzten Schritt nahen. An seinen gelben Schwung- und Schwanzfedern, die besonders beim Flug auffallend leuchten, ist der seltenere Grünfink erkenntlich, der viel Sperlinghaftes im Benehmen hat und oft mit der Goldammer verwechselt wird. Zuweilen läßt er einen ganz eigentümlichen tiefen Kreischlaut hören, der ihm den Spottnamen Zwunsch" eingetragen hat. Bekannter ist der ©heg- Utz oder Distelfink. Den ersten Namen verdank er einem Lockruf, den zweiten feinem Lieblingsfutter, dem Distelsamen. Er streift in kleinen Scharen umher immer schwatzend und flugs tm Fluge. Sein schwarz-weiß-roter Kopf und die gelben Flugelbm- den find untrügliche Kennzeichen Baumläufer und Kleiber. Meisenvolk. Kleine Meisengesellschaften sind immer auf Nah- SUo°UaUern1,"le un.rmUMid) oon Saum i“ Saum niaubt einer Akrobatentruppe zuzu chauen. Man glaubt spitzen Schnabel emsig Und faDe man «M d.- ">8 m„en unb ZUPsen, .stochern uns I Eier und Larven Faltenuberwinternben aufzustobern, n nur ihre wohleinftudier- ner unb Kletterer w «„füber topfunter hangen ten Kunststücke zeig ^ K Pf . miteinander wie unb klimmen sie. Dab ' siupe . ^at man verliebte Pichen m t le^ " Kohlmeise ihre Glück, kann man ^™b™r proben hören. Arn neckische Frage. „Sm Reifen, bie kleinen tauften treiben « « langer Stielen glei- grammißen ^^allen^ ^Mslellibälle um chen. eie kugeln un „ ue noch so schwan- Die zierlichsten Zweige, ^9 Insekten im ten unb schwmgen- Es gwi ber Ma- Freien unb ba heißt es sich regen, gen nicht knurren soll Amseln unb Ammern. Mit Vorliebe hüpstn^ unb men- zwischen bem Unterholz ^rum. n $(ättei na$ ben mit wuhlenbem Schn ^usenbfüßlern unb warmgebetteten Turmern T ' einanber> wenn Schnecken Duck-buck ^oßartig rennenb bich- ©einbr b^t unb hajtifl f B 9 zum Flug auf- terem Gebüsch zu. Mussen 1 1 t wie einen schwingen, geben sie einen Aen ^u , Schrei bes Erschre^ns von sich- Som i ö Wochen sei noch stumm im Gezweig. Es müssen nu - verstreichen, ehe sie ans Singen Gebüsch Wie sie, l.ebt auch bie Golbammer bas^ Gebüsch, bevorzugt aber den Wat S Verglichen mit lieber unb behäbiger als öie a I « einer zappeligen Meise mutet |ie wie eine .. faa Baumläufer, bas heißt, er oevorzugr Stämme als Jagdgebiet. Seine langbekraltten Fuße die er weit auseinanbersprelzt, geben 'hm sicheren fialt Dabei bient ihm ber hartfeberige Schwanz ähnlich roie bem Specht als Sitzstutze Wenn er Pin/n StTmm Eaum über bem Boben, angeflogen bat tletiert Tr an ihm mit hastigen Rutschbewegun- non in Sniralen empor. Dabei stoßt ber pmzetten- Hhnfirhe SAnabel kl jebe auffallenbe Rinbenfurche unb holt bie Insekten aus ihrem Winterschlupf. Zuweilen rutscht ber Baumläufer sogar auf waagrechten Aesten, wie es Wellensittige tm Käfig tun, bis in bie äußersten Zweigspitzen. Mit ihm kann man ben größeren Kleiber ober M die ihrer Rückenfarbung wegen .. , nach eher ^in Verwegenheit im Klettern faa bFeW* Nur da. Nutzknacken hat er Der Baumläufer liebt bie Gesellschaft ber ^61160, ,......- ■ ... nbfdwn er sich burch seine Kletterkunste wesentlich renvbe Schwingungen. Aber bazu muß erst Fruh- von ihnen unterscheibet. Er ist, wie schonder Name lj„gsahnung begeistern saat. Baumläufer, bas heißt, er bevorzugt oie Heinen Gruppen S.l-fpori Wirtschaft Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 27,5 27,4 96,6 96,25 68 67 Banknoten. Berlin, 25 »Januar 73,131 73 101 I 100,75 107,25 107,65 Grttzner 01 Mainkraftwerke Höchst a,Db... 4 jJi(?nnHff"Trlr‘&1fthTTTl «e ......-i 58,75 58,25 188 Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H. Lombardzinsfuß 5 v. S). angeführten Ai 95 96,75 18,8 94,75 92,75 94 94 97 95 96,75 18,8 95 92,5 94 94 97 29 63,75 8,25 49 55,25 59,5 164 o 0 0 0 0 4 0 0 0 12 27,75 120 90,5 98,5 54,25 87,5 99 142,5 109,5 27,5 24 29,25 63 88,5 49 55,25 59,5 163,75 27,13 120 90,25 97 53,25 87,65 92,5 100,25 143,75 109,5 27,4 24,5 29 64 88,25 48,5 55,25 59 162,5 27,5 119,5 90 98 54,75 87,75 99 141,5 110 123,4 169,5 48,25 51,5 66 40 43,5 46 34 37,25 46,5 16,5 143 176,5 151 41,5 42,5 44,5 34 37,25 46 16 146 174,5 150,13 66,75 83 96 123,9 47,5 51,75 95 100,10 95,13 96,5 18,725 94,5 92,5 92,75 93 96,5 93 93 91,9 93 94 94 97 0 4 0 0 0 s s 0 29,13 64 87 48,5 55,25 59 162 123,75 167,5 47,25 51,25 66 123,75 48,13 51,9 66,5 91 41 43,25 45 112 37,5 46,25 58,25 16,4 143,75 176,5 151 90,5 41,75 42,75 45 34,9 110,25 37,4 45,5 53 16,25 145,5 173,5 150,25 94,9 100,13 95 96,75 18,8 94,5 92,5 92,75 93 96 93 93 92,13 92,5 94 94 5,3 5,45 67,5 I 83 j 96 I 56,13 84,5 66 108 56,5 58,75 vamburg-Amertka-Pakel Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hanla-Dampsjchiff.......... Norddeutscher Lloyd 2t.@. für Verkehrswesen Mi. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Sommer,» und Privatbank . Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank ........ Reichsbank ......"i gesichts der Ge'schäftsstille verzögerte sich an dei meisten Märkten die erste Kursfeststellung. Auch der Rentenmarkt hatte nur sehr geringe Um- 20,75 0,90 6,2 5,8 5,75 7,2 5,35 19,25 6,15 5,9 5,75 7,1 5,3 5,5 0,90 6,2 5,8 5,8 5,45 5,45 73 100,5 55,75 84,5 fl.6.0..................... o Bekula....................' o Elektr. LteferungSgesellschaft6 Licht und Kraft ß Sillen & Guilleaume o esellsch.s.Elektr.Uiiternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... 5 Schuckert & Go........... 5 Siemens L Halske 7 LahmeyerLSo.............*10 19,75 0,90 6,4 5,8 Die deutschen Fahrer bar. Rosenthal und Graf von Platen, die Reval als > werte bröckelten ' ...»1 , , । f ___ s. e n r ^.4» n 7a n h wind Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten . Spanische Note» ........ Ungarische Stotel ............ Europameister Hornfischer mußte am Mittwoch in Stockholm von dem Schweden I. Nyrnan in 3:45 Minuten eine Schulterniederlage hinnehmen. Bei der gleichen Veranstaltung wurde auch der Dortmunder Scharfe von dem Schweden Andersson entscheidend besiegt. 27,25 120,25 91,5 97,5 53 87,5 92,5 100 143 109,5 73,75 | 101,5 56 I 85,25 i 56,4 i 85,25 66,5 । 107,75 I 56,75 681 6% Deutsche Retchsanleihe v 1927 6% ehem.7% Tt. RcichSanl. v. 1929 6yt% D»ung.Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ..... DeSgl. ohne AuSlos.-Rcchte...... 6% ebem.8% Heft. Bollsstaat 1929 (ciickzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6Vi% Heft. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liyui Oberheften Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten . . Deutsche Komm. Eammelabl. An> leihe Serie 1 mttAuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6‘/i% ehem. 4Y2% Franks Hyp^- Bank-Liqu.'Pfandbriese 6Vi% ehem 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse. 6% ehem 8% Pr. Landeepfand- briesanstalt, Pfandbriefe R 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- briesanstalt, Psandbriefe R. 10 Sieuerautsch. VerrechnunaskurS trögnisse gebessert. Die Firma wäre in der Lage gewesen, einen ausgeglichenen Geschäftsabschluß vorzulegen, wenn das Unternehmen nicht Vorbelastungen besonderer Art gewissermaßen als Erbschaft der Vergangenheit noch immer zu tragen hätte. Nachdem die ehemals reich totierten Pensionskassen der Inflation zum Opfer gefallen sind, hat das Unternehmen, wie in den Vorjahren, so auch 1932/33 die früheren Kruppschen Pensionäre durch freiwillige Zahlungen unterstützt, die in der Erfolgsrechnung mit 6,10 (i. V. 6,14) Millionen Mark angegeben sind, und die aus Erträgnissen des Unternehmens nicht voll bestritten werden konnten. Die Firma hat davon abgesehen, die in der Bilanz mit unv. 2 Millionen Mark ausgewiesene Rückstellung zur Unterstützung von Pensionären zur Deckung des entstandenen Verlustes von 3 069 449 Mark heranzuziehen, um für die kommende Zeit auch bei ungünstigen Geschäftsergebnissen wenigstens eine begrenzte Möglichkeit der Weiterzahlung der freiwilligen Unterstützungen zu behalten. Der Verlust ist vielmehr durch Entnahmen aus anderen Rücklagen gedeckt worden. Durch die Entwertung ausländischer Währungen hat die Firma Krupp keine Vorteile gehadt; die aus der Kursangleichung der Forderungen und Verbindlichkeiten entstandenen Gewinne und Verluste haben sich bei ihr nahezu aufgehoben. Gemessen am vorjährigen Abschluß muß das diesmalige Ergebnis als günstig bezeichnet werden. Sehr erfreulich ist die beachtenswerte Zunahme der Belegschaft. Im neuen Geschästsjahr hat der bessere Beschäftigungsgrad, von einigen jahreszeitlich bedingten Schwankungen abgesehen, angehalten. Frankfurter Börse. IMilagsbörse still. Frankfurt a. M., 25. Jan. Die Börse verkehrte in äußerst stiller Haltung. Die Umsatzschrumpfung führte zum teilweisen völligen Stillstand im Börsenverkehr. Trotzdem blieben die Kurse ziemlich widerstandsfähig. Die außenpolitische Lage wurde beachtet. Die Berichte des Instituts für Konjunkturforschung, die sehr zuversichtlich gehalten lind, und Mitteilungen über weiteren Aufschwung in der Wirtschaft, gaben einen gewissen Rückhalt. Die Einberufung des Reichstages zum 30. Januar, dem Jahresgedenktage der Machtübernahme, wurde allseits beachtet. Bei geringen Umsätzen eröffneten JG.-Farben 0,50 d. 5). freundlicher. Rütgerswerke blieben unverändert, dagegen büßten Scheideanstalt 1,5 v. H. ein. Elektrowerte uneinheitlich. Siemens in Erwartung der Bilanzbeschlüsse gut gehalten, auch Gessürel behauptet, dagegen Schuckert 1, Akkumulatoren 2,25 v. H. schwächer, Lechwerke Augsburg 1 v. H. höher. Die Kursbildung war hier wie auch an anderen Oie Hohe der 4% Ceftenetd)t|d)e Goldrenre. . 4,20% Oesterreichische Gilhenente 4% Ungarische Goldrente . . 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yt°/o desgl. von 1913 .. . 6% abgeit. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 blieb zu 3,5 v. H. unverändert. Abendbärse still. Die Abendbörse nahm einen sehr stillen Verlaus. Kundschaftsaufträge fehlten nahezu vollkommen, dadurch zeigte auch die im Grunde genommen zuversichtliche Kulisse keine Neigung zu Neuengagements. Die Kurse lagen im Vergleich mit den Berliner Schlußnotierungen meist behauptet. Etwas fester und auch lebhafter waren Bekula, die % v. H. an» zogen und mit 120 gesucht blieben. Am Rentenmarkte setzten Altbesitzanleihe unverändert ein, Neubesitzanleihe zogen geringfügig an, im übrigen lagen die letzten Kurse behauptet. Das Geschäft war auch hier sehr still. Im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung mit Ausnahme von Bekula, die weiterhin unter Schwankungen lebhafter umgesetzt wurden. Von Auslandsrenten lagen Schweiz. Bundesbahn-Anleihen weiter fest, 4proz. von 1912 zogen von 134,75 heute mittag auf 137,50 an, 3^proz. do. gewannen 2 v. H. auf 131 v. H. Pfandbriefe lagen still, etwas höher notierten 6proz. Nass. Landesbank Wiesbaden Gold-Kommunal mit 89 (plus V» v. H.). U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18,90 bis 18,80, Altbesitzanleihe 96,75, Schutzgebietsanleihe alle 9,80, Reichsbank 162, Gelsenkirchen 55,75, Harpener 84,50. Frankfurter Schlachweelrmarkt. Frankfurt a. M., 25. Jan. Auftrieb: Rinder 36 (gegen 92 am letzten Donnerstag-Markt), darunter 39 Ochsen, 8 Bullen, 31 Kühe, 14 Färsen. Kälber 882 (1018), Schafe 133, darunter 113 Hümmel (Schafe 194), Schweine 684 (1100). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 42 bis 43, b) 34 bis 41, c) 27 bis 33, d) 22 bis 26. Hümmel bl) Stallmast 31 bis 32, c) mittlere 28 bis 30, d) geringere 25 bis 27. e f) mittlere 24 bis 26. Schweine a) 46 bis 48, b) 45 bis 47, c) 44 bis 47, d) 43 bis 46. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstags-Markt zogen Kälber und Hümmel 1 bis 2 Mark an, Schafe und Schweine lagen unverändert. Marktverkauf: Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig, Schweine ruhig, alles geräumt. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1006 Viertel Rindfleisch, 143V2 ganze Kälber, 21 ganze Schafe bzw. Hümmel, 402 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 50. Bullenfleisch 47 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 68, III 52 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 65. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig. Allgäuer Butt- uernd Käsebörse. Kempten, 24. Jan. Allgäuer Molkereibutter 1. Qualität 125 (zuletzt 125), Allgäuer Molkereibutter 2. Qualität 123 (123), Sennbutter 116 (116), Bauernbutter 86 (86). Rahmeinkauf bei 42,50 Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123), Allgäuer Weichkäse mit 20 v. H. Fettgehalt grüne Ware 23 bis 26 (23 bis 26). Marktlage unverändert. Allgäuer Em- menthaler mit 45 v. H. Fettgehalt 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), do. 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage: Nachfrage etwas lebhafter. Die Preise sind Erzeugerverkaufspreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund in Pfennig. Krupp-Abschluß 1932/33. Die Friedrich Krupp AG. in Essen schließt ihr Geschäftsjahr 1932/33 mit einem Verlust in Höhe von 3 069 449 (im Vorjahr 15 231 642) Mark, der aus Rücklagen gedeckt wird. Der Ertrag nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stellt sich auf 118 032 291 (i. V. 108 065165) Mark. Die Erträge aus Beteiligungen belaufen sich auf 4 383 963 (4 696106) Mark, die außerordentlichen Erträge auf 7 825 835 (3 020 299) Mark. Dagegen betragen Löhne und Gehälter 67 431881 (69 568 603) Mark, soziale Abgaben 6 676 195 (7 544 549) Mark, Abschreibungen auf Anlagen 15 237 327 (11354 961) Mark, andere Abschreibungen 5 289 104 (6 705 000) Mark, Zinsen 6 388 283 (4 665 203) Mark, Steuern insgesamt 10 567 943 (10 504 713) Mark, Wohlfahrtsausgaben 6 100 373 (6 143 466) Mark, Verluste aus Beteiligungen 2 558 920 (3 472 548) Mark, sonstige Aufwendungen (für Vertriebs- und Verwaltungskosten, Bergschaden, Patentabgaben, Versicherungskosten, Mieten, Pachten u. dgl.) 13 061 512 (11 054 171) Mark. — Die Zahl der Werksangehörigen, einschließlich derjenigen der Tochterunternehmungen, betrug am 30. 9. 1933 insgesamt 43 409 (im Vorjahr 35 647). Bei den angeschlossenen Werken und Handelsfirmen waren weitere 12 313 Personen (im Vorjahr 10 460) beschäftigt. Bis zum 31. Dezember 1933 konnte die Belegschaft der Friedrich Krupp AG. und ihrer Tochtergesellschaften weiter um 3720 und die der angeschlossenen Werke und Handelsfirmen um 634 Arbeiter und Angestellte erhöht werden, so daß die Gesamtvermehrung der Belegschaft der Friedrich Krupp AG. Essen, ihrer Tochtergesellschaften und Konzernwerke seit dem 1. Oktober 1932 auf 13 969 beläuft. Die Friedrich Krupp Grusonwerk AG. in Magdeburg schließt das Geschäftsjahr 1932/33 mit einem Verlust von 341 238 (i. V. 389 175) Mark, der vertragsgemäß von der Friedrich Krupp AG. Essen übernommen wurde. Die Friedrich Krupp Germaniawerft AG. in Kiel weist einen Verlust von 500 568 (im Vorjahr 766 476) Mark aus, der vertragsgemäß von der Friedrich Krupp AG. Essen übernommen wurde. Die Aktiengesellschaft für Unterneh- mungen der Eisen- und Stahlindu- strie in Berlin schließt ihr Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von 130 979 Mark (i. V. 255 986 Mark Verlust), der vertragsmäßig an die Friedrich Krupp AG. Essen abgeführt wurde. Der Abschluß der Friedrich Krupp AG. für das Geschäftsjahr 1932/33 steht ganz im Zeichen des Wiederanstiegs der deutschen Wirtschaft. Die Er- zeugungs- und Beschäftigungszahlen weisen gegenüber dem Vorjahr eine stattliche Zunahme auf, und infolgedessen haben sich auch die finanziellen Erbuchforderungen aber 0,40 v. H. schwächer. Von Auslandrenten blieben Ungar. Goldrente auf dem gestern erhöhten Stand behauptet, Oesterr. Schatz gewannen 25 v. H. . « . . Infolge der Geschäftsstille bröckelten die Kurse im Verlause überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, so verloren u. a. JG.-Farben 1 v. H., Phönix 0,25 v. H., Rheinstahl 0,40 und Bekula 1,5 v. H. Von sonst noch zur Erstnotiz gekommenen Werten gingen Stahlverein um 0,65, Bemberg um 0,90, AEG. um 0,50 v. H., Reichsbank um 2 und Zellstoff Waldhof um 1,5 v. H. zurück. Nur Schuckert waren um 0,25 v. H. erholt, später waren AEG. um 0,75 v. H. befestigt. Am Rentenmarkt behaupteten sich spate Reichs- Schullheis Payenhoser 0 iltu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg ..........0 Hellstoff Waldhos 0 Zellsioss Aschaffenburg 0 Dessauer Gas......... 7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum ......0 vrenstetn L Koppel ..... 0 Leonhard Tietz ..............0 Lhade .....................10 Vttumulaioren-Fabrtt........0 iontMBumnu...............0 Zugendwettkämpfe auf der Eisbahn. Wie alljährlich veranstaltet auch in diesem Jahre der Gießener Eisverein für die Schuljugend eissportliche Jugendwettkämpfe. Den größten Raum nehmen wieder die Schnelläufe ein, da es zum Wettkampf im Kunstlaufen nur bei wenigen reicht. In drei Altersklassen gestaffelt werden sowohl Jungen wie Mädchen feststellen, wer am schnellsten unter ihnen ist. Im Kunstlaufen dagegen werden die wenigen ganz Eifrigen zeigen können, was sie mit Fleiß und Ausdauer Neues gelernt haben. Diese Wettkämpfe finden am Samstag statt. Am Sonntag morgen vor der Preisverteilung wollen dann noch die Jungen in Staffelläufen die Ehre ihrer Klaffe und Schule verteidigen, die besten Schnellläufer zu haben. Reichs-Olympia-Prüfung der Schwimmer. Nachdem in allen Gauen die Olympia-Prüfungs- Wettkämpfe im Schwimmen durchgefuhrt worden sind hat sich der Verbands-Sckwimmwart R. O. B r e w i tz - Magdeburg entschlossen, sämtliche deutschen Spitzenschwimmer und auch den Nachwuchs zu einer großen Olympia-Prüfung am 17. und 18. März 1934 in Magdeburg zusammenzuziehen. Unsere Schwimmer werden hier in Anlehnung an das olympische Wettkampf-Programm eine harte Prüfung zu bestehen haben. Die Organisation haben die Vereine Hellas-Magdeburg und Magdeburg 96 übernommen. Langlaufstrecke nach norwegischem Borbild. Die Deutschen Winterkampfspiele 1934 in Braun- lage/Schierke werden am 26. Januar 9 Uhr vormittags mit dem 18-Kilometer-Langlauf, der nicht weniger als 349 Wettbewerber am Start sieht, eröffnet. Als Start und Ziel dieses Laufes ist das Forsthaus Königskruq vorgesehen. Die große Wiese des Startplatzes gestattet, daß sich die durchs Ziel gehenden und die noch startenden Läufer nicht gegenseitig behindern, ein Umstand, auf den bei der großen Zahl der Teilnehmer unbedingt Rücksicht genommen werden mußte. Die Strecke führt zunächst in leichter Abfahrt durch Hochwald, um dann fast bis zur Höhe des Achtermanns anzusteigen. Durch herrliche Baumbestände, über Hänge, Gräben und Brücken, durch niedriges Knüppelholz geht es im Auf- und Abstieg durch das Rodebruch bis zum Königskopf, hart unterhalb der Brockenbahn. Hier befindet sich auch der Wendepunkt des Laufes. Die Loipe führt bann wieder in Richtung des Achtermanns in schneidiger Abfahrt zurück, teils durch den Hochwald, teils über freie Hänge bis zum Ziel am Forsthaus Königskrug. Die Schneedecke ist hart, mit einer gewachsenen Auslage, die eine ausgezeichnete Führung zuläßt. Die Strecke ist ganz nach norwegischem Vorbild gelegt, so daß vor allem die Olympiakandidaten Gelegenheit haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Diesen Lauf kann nur der Teilnehmer gewinnen, der die Skitechnik vollkommen beherrscht. Am Forsthaus ist genügend Platz für die Tausende von Zuschauern, die während des Laufes durch Konzert unterhalten werden. mischten Doppel kam das Favoritenpaar Frau Sperling-von Gramm über Frau Willemoos-Gleerup mit 6:2, 6:2 eine Runde weiter und Frau Schom- burgk-Ulrich ließen Frl. Peterfen-Tüfcher 6:2, 7:9, 6:1 hinter sich. $rou OlgaZentsch-Iordan von Amerika eingelaven. Eine ehrenvolle Einladung hat jetzt die deutsche Europameisterin im Kunstspringen, Frau Olga Jentsch-Jordan, „Nixe" Charlottenburg, von der Europäischen Schwimmliga erhalten. Frau Olga Jentsch-Jordan, die sich erst kürzlich die erste deutsche Hallenmeisterschaft holte, soll sich im Sommer in dem Schwimmkampf Europa—Amerika beteiligen. Tilden unschlagbar. Vor nicht weniger als 11 000 Zuschauern standen sich zum 7. Male Tilden und Sines in Chikago gegenüber. Beide waren in großartiger Form, vor allem Dines erinnerte an seine beste Zeit und lieferte dem 41jährigen Big Bill einen äußerst hartnäckigen Kampf. Tilden mußte völlig aus sich herausgehen und alle Register feines einmaligen und unnachahmlichen Könnens ziehen, bevor er den baumlangen Kalifornier 9:7, 1:6, 6:4, 4:6, 6:3 schlagen konnte. Tilden errang damit seinen vierten Sieg über seinen jungen Landsmann. Abschluß der Monte Earlo-Sierufahrt. Die große internationale Sternfahrt nach Monte Earlo hat am Mittwoch ihren Abschluß gesunden. Wie erwartet, erhielten die in Athen gestarteten Fahrer die meisten Punkte. Sieger wurde der Franzose G a st r e v o u x auf Hotchkiß mit 1013,73 Punkten. Auch die nächsten Plätze besetzten in Athen gestartete Teilnehmer. Für die Zweierbobrennen der Deutschen Winterkampfspiele, die am 3. Februar auf der herrlichen Schierker Bobbahn durchgeführt werden, sind noch einige Nachmeldungen eingetroffen, und zwar meldete der Bobklub Erfurt den Bob „Ruthel mit W. Trott als Führer, der Bobklub Oberhof den Bob „Angeber" unter Führung von Otto Gandew- ski, so daß jetzt insgesamt 20 Zweierbobs den Kamps aufnehmen. Auch das Viererbobrennen am 4. Februar hat noch einige Nachmeldungen erhalten. Der Berliner Schlittschuh-Club hat noch den Bob „Flott" unter Führung von Rudolf Fischer, der Bobklub Erfurt den Bob „Erfurt" mit Trott als Führer gemeldet. Es fehlen noch die Meldungen von Bayern und Schesien. Für die Rodelwettbewerbe am 1. und 2. Februar sind insgesamt 60 Meldungen abgegeben worden. Die „letzten Acht" in Bremen. Die Spiele um die deutsche Hallen-Meisterschaft im Tennis sind am Mittwoch im Herreneinzel ein gutes Stück vorwärts gekommen. In von Gramm, Schroeder, Oestberg, Dr. Dessart, Landry, Lesueur, Ulrich und dem Berliner W. Menzel stehen die „letzten Acht" bereits fest. Am Mittwoch schlug Oestberg den Dänen Plouginan 6:3, 4:6, 6:2, Dr. Dessart schaltete Gottschewski 6:1, 6:3 aus, der Franzose Lesueur überspielte den Dänen Gleerup 6:3, 6:0 und der Däne Ulrich war über den Wiener Metaxa in drei Sätzen 0:6, 6:4, 6:3 erfolgreich. — Im G e - Abgesagt aus finanziellen Gründen wurde der für den 29. April vorgesehene Große Autopreis von Tunis. ♦ Das Eilenried erennen bei Hannover, der erste Lauf zur Deutschen Motorrad-Straßenmeister- schaft, mußte aus technischen Gründen auf den 15. April verlegt werden. Philipp Holzmann 01 Zementwert Heidelberg ...... 0 Lemeutwert Karlstadt.........O| Ungarns Fußballelf trat nach ihren Spielen in Frankfurt und Paris am Mittwoch in Rotterdam an. Die Ungarn siegten vor 3000 Zu- i ... , schauern gegen die Rotterdamer Stadtelf mit 5:11 schuldbuchforderungen, während Altbesitz um 0,40, (2:1). Neubesitz um 10 Pfennig niedriger notierten. Staats» und Länderanleihen weiterhin ruhig und kaum ver- Eine neue Niederlage erlitten die ®afa»; änöert Städteanleihen lagen uneinheitlich bei aber ton Quäkers, Kanadas Teilnehmer an den Eishockey- > nur x^inen Abweichungen. Am Pfandbriefmarkt Weltmeisterschaften. In Prag wurden sie vor 6000 ’ ^eben Gold- und Liquidationspfandbriefe wie auch Zuschauern vom LTE. Prag mit 1:0 geschlagen. Kommunalobligationen ziemlich unverändert, schwä- * ‘ cher lagen aber die Werte der Rhein. Hyp. Mannheim, die fast 1 v. H. einbüßten. Reichsmark-Obligationen und Dollar-Bonds blieben im Verlaufe behauptet. Von fremden Werten lagen Schweiz. Anleihen teilweise 1 bis 2 v. H. höher. — Tagesgeld eubfru» ................... Deutsche Srdöl ....... Gelsenkirchener ........... Harpener Voesch Eisen—Köln-Neuessen .. Ilse Bergbau ........ 31 le Bergbau Genüsse Klücknerwerke ......... I. G. Farden-Jndustrto 7 Schetdeannall...............9 Gvldschmidt 0 Rütgerswerke .... 0 Metallgesellschaft 0 19,9 I 19,91 —I tzübbeuftcher Budai| 188J5 I ^idü I 188 | r hielten sich recht acht-s Märkten zumeist doAi Zufall abhängig. Montan- bar noienlycu uno v>raT von Platen, die Reval als 1 werte bröckelten weiter leicht ab, so Gelsenkirchen um ^tnrto? aemählt haüen belegten den 52. Platz, der 0,75 V.H., Klöckner und Mannesmann um je 0,40 Ä« ÖÄ fam^9uf ben 65. Ran^D-r Mansfeld um 0,75 und Bud°ru-UM 0 g° ° Mercedes-Benz-Fahrer Goodnik hatte feinen Wa- Transportwerte eher freundlicher, Reichsbcchn-M - gen am Ziel nicht in vorschriftsmäßiger Verfassung wieder 0,13 v-H-,Nordd. Lloyd 0,25 v. fefter. An Sri konnte daher nicht placiert weLen. "" <****™WI, n,r.maerte f.di an de. Kurze Sportnotizen. _____________v , , „ _ ...... . W-....». -, w «* Ä'IT deutsche tzochlchul-Fußballmeisterschaft traf«! sich Aursrückqanq still Von 'Reichsanleihen Altbesitz 0,40 am Donnerstag m Marburg oor 500 Zuschauern ^^^L°"°Neub-,itz behauptet, späte Reichsschuld. d,e Unwersttatsmannschaften von Marburg und aber 0A0 ü.fi. schwächer. Von Bonn. Die Marburger siegten verdient mit 4:1 (1:0) und treffen im Endspiel auf Münster. 94,5 । 94,5 100,13 100,13 Die hinter den Papieren ItronHun a. vl. Berlin Schluß- turs Echlußk. Abend- dürfe Schluß» für» Echlußk Mittag- bärfe Datum 24-b 25-1. 24-1. 25-b Hranktun a.M Berlin Schluß» furd Schluß!. Abend- börse Schluß» kurs Echlußk. Mittagbörse Datum 24-1. 25.1. 24-b 25.1. 4% vesgi. Serie II . . 5 5 6% Rumän. vereint;. Rente v. 1903 4,025 4,025 _ <^%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,5 6,5 6,75 6,8 4% Rumänische vercinh. Rente .. 3,425 3,5 3,4 3,65 L%% Anatolier ............. 26,25 26 26,4 26,1 Frankfurt a. M. Berlin Schluß» kurS Schluß!. Abend- börfe Schlußkurs Echlußk. Minag- börse Datum 24-1. 25-b 24-b 25.1. Mansselder Bergbau .. .......0 29 28,25 28,9 28,5 Kokswerke ..... ....... 0 — — 85,75 85 Phonir Bergbau...... .......0 43,5 44,25 43,5 43,5 Rheinische Braunkohlen ..... 10 198,5 198,75 198,25 197 Rheinstahl ..... .......0 84,5 84 84 84,25 Vereinigte Stahlwerke. .......0 37,5 37,25 37,5 37,4 Olavi Minen ..... .......0 11,13 10,75 10,65 10,9 Kaliwerke Aschersleben. .......5 —— — 107 107,75 Kaliwerke Westeregeln . ....... 6 108,5 108 108 109,25 Kaliwerke Salzdetfurth .....7% 144 144 — 144 24.Januar 25.Zanuor Amtliwe Jfotierunq Amtliche Jloiierunn Sei Brie Geld I Brie Helstngfor».. 5,664 5,676 5,814 5,826 Wien....... 47,20 47,30 47,20 47,30 Vrag....... 12,465 12,485 12,46 12,48 Bu dapeft ... — —— — Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,58 168,92 168,43 168,77 Oslo ...... 65,78 65,92 66,08 66,22 Kopenhagen. 58,49 58,61 58,74 58,86 Stockholm... 67,53 67,67 67,83 67,97 London ..... 13,09 ' 13,12 13,145 13,175 Buenos Aires 0,670 0,674 0,666 0,670 Neuvork.... 2,617 2,623 2,637 2,643 Brüssel..... 58,29 58,41 58,29 58,41 Italien..... 21,98 22,02 21,99 22,03 Baris...... 16,44 16,48 16,44 16,4 Schweiz .... 81,10 81,26 81,12 81,28 Spanien.... 33,77 33,83 33,57 33,63 Danzig..... 81,42 81,53 81,45 81,61 Japan ...... 0,783 0,785 0,789 0,791 Rio de Ian. . 0,224 0,226 0,224 0,226 Jngoslaivien. 5,794 5,806 5,664 5,676 Lissabon.... 11,94 11,96 11,99 12,01 Geld Bries I 2,59 2,61 58,13 58,37 58,48 58,72 13,10 13,16 16,40 16,46 168,01 168,69 21,87 21,95 65,92 66JI — 67,66 67,94 80,94 81,26 33,43 33,57 — — lr. 22 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzrlger für Overyene»,, .1 GW'« H.tz *" sX. I* MMA ^HLÄK^ & ‘‘ S Ein Gießener Gelehrter über Korea. Dortrag im NS-Lehrerbund, Bezirk Gießen-Stadt. In der Turnhalle der Oberrealschule wurde am Mittwoch vom Bezirk Gießen-Stadt des NS. - Lehrerbundes eine Versammlung abgehalten. die außerordentlich gut besucht war. Der Bezirksführer Oberstudiendirektor Leonhardt begrüßte die Teilnehmer und gab zunächst einige geschäftliche Mitteilungen bekannt. Professor Dr. Adolph referierte kurz über die Arbeit in den Fachschaften und gab hierzu wertvolle Anregungen. Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Vortrag von Prof. Dr. Lautenlach über das Thema: „Geopolitische und wehrpolitische Beobachtungen auf einer Reise durch O st asie n" Der Redner schilderte zunächst den Reiseweg, der von Gießen über Rußland führte, berichtete sodann von seinen Eindrücken in Japan, von japanischer Industrie, von religiösem Kult, von alter Tradition seien das Mittel, die koreanische Wirtschaft in die lapanische Reichswirtschaft einzugliedern. Gleichzeitig habe man sich darum bemüht, die Kaufkraft der koreanischen Bevölkerung zu heben Anderseits le* man burauf bedacht, d i e Rohstoffwirt- schaft für die japanische Industrie zu intensivieren. Umfangreiche Meliorationsarbeiten, Dammbauten usw., Schaffung von Reisfeldern in riesigem Ausmaß, Anleitung zu intensivem Anbau, Schaffung von Mustergütern, Abgabe von Saatgut usw., das alles seien Mittel, die koreanische Wirtschaft zu einem wertvollen Ergänzungsfaktor der japanischen Wirtschaft zu machen. Gegenwärtig bemühe man sich darum, die billigere Hirse der Mander Mandschurei geförderte Nationalismus sich auch gegen Japan richten könne, so sei der Welt in Japan bereits jetzt eine Großmacht erstanden, die nie unterschätzt werden dürfe. Die ganze Festlandpolitik Japans werde von der industriellen Ausfuhr bezahlt, die Japan in einem für alle anderen Han- delsvölker verhängnisvollen Ausmaß ausgedehnt habe. Nicht nur Asien, sondern auch Afrika unterliege heute bereits der japanischen Ausfuhrexpansion. So habe dieses zähe Inselvolk aus der europäischen Lehre ungeheure Erfolge zu ziehen gewußt, mit denen es jetzt die ganze Welt herausfordere. Adolf Hitler erkenne die Gefahren, die diese Entwicklung auch für die deutsche wirtschaft und für Deutschland bedeute. Er werde aber den Gefahren zu begegnen wissen. (Anhaltender Beifall.) Nachdem der Versammlungsleiter die Gefahr im Osten gestreift und die' Notwendigkeit des Zusam- Vor einem buddhistischen Felsentempel in Korea. — Von links nach rechts: der Dolmetscher N i - D j o n g - S u n, der den Forscher begleitende Geheimpolizist, Prof. Dr. L a u t e n s a ch, der Abt des Klosters in Priefterkleidung und der Ehauffeur Oh, der den Forscher im Ford- mnqen .9000 Kilometer durch Korea fuhr. Unter dem Kirschblütenbaum. Links der Dolmetscher Yi, in der Mitte Professor Dr. Lautensach, rechts der Leiter der Frauenabteilung des Provin- zial-Krankenhauses in Zenshu Dr. Jo sh iura. — Dr. I o s h i u r a hat in Gießen Gynäkologie studiert und unter Professor Dr. vo n I a s ch k e sein Examen gemacht. und dem Eindringen westlicher Kultur in das völkische und wirtschaftliche Leben Japans, sprach hierauf von der absoluten Anerkennung des Rechtes innerhalb der japanischen Volksgemeinschaft, von der Ehrlichkeit und Anspruchslosigkeit, die den Japaner aller Gesellschaftsklassen unterschiedslos auszeichne und schließlich besonders von der nationalen Begeisterung, die alle umfasse Die Einheit des japanischen Volkes sei gegeben durch den Charakter des Landes als Insel, die ständige, von der Natur her drohende Gefahr habe das Volk stark gemacht und fähig dazu, selbst härtesten Belastungsproben zu widerstehen. Line ganz besonders harte Belastungsprobe sei die Verbindung der alten japanischen Stultur mit der Moderne gewesen. Das völkische Leben Japans sei die Grundlage der Festlandpolitik, die Japan schon seit geraumer Zeit mit Erfolg betreibe. In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner der Halbinsel K o r e a zu, die seit dem russisch-japanischen Kriege unter lap^lscher Oberhoheit stehe, von jeher aber eine L a n d b r u ck e gewesen sei, auf der zwischen den Volkern des Ostens schon mancher langwierige Kampf geführt worden sei. Nach dem russisch-japanischen Kriege sei Korea der Preis des Siegers gewesen. Japan habe seit dieser Zeit Korea in der Hauptsache vom wehrpoliti chen Standpunkt aus betrachtet. Korea sei kein selbstan- diaes Land; es seien immer Kampfe in und um Korea geführt worden, aber nie em Kampf Koreas gegen andere Mächte. Dem Staat habe der Führer gefehlt. Nun erlebe Korea das günstigste Schicksal, das es ooliliich habe erleben können. Das Land werde geschützt und kul.urell und wir.schas.lich von Japan geforbert Kluaerweise würden von den Japanern die Koreaner^^Mitarbeit in der Verwaltung herangezogen. g'°ube und Kranket bekämpft. Japan Ich- Ä ben^e harn01°2S000°?estaeha1ten. Hier sei sehr sorgsültige 2?rbei/ gelesttet ^worden. VorMüch ^maM-er t°?t®“ Praxis umii^Eisenbahnen seien Ss'äsäääs aus der Insel und dem Festland S-g-uber, Den Seeweg nach Korea habe s.ch 2ap°ndurch starke Hafenbefestigungen gesichert. Der Einstutz Rußlands auf das oftchinefifche Meer fei dadurch zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken. Die Eisenbahnen in Korea würden " der Hauptsache für wirtschaftliche Zwecke ausgewertet und rneiychlusses des Abendlandes betont hatte, wies er Llnks oben: Die Bucht von Gensa am Japanischen Meer; rechts oben: Tor zum kcckserlichen Palast in der koreanischen Hauptstadt Keijo; links unten: Geister-Abwehrpfähle vor einem koreanischen Dorfe; rechts upten: eine koreanische Dschunke auf dem Valu-Fluß. — (Nach Aufnahmen des Forschers.) noch darauf hin, daß der Frieden der Welt nur durch eine Verständigung der Völker untereinander zu wahren sei. Der Führer Adolf Hitler bedürfe, um hier seine Aufgaben erfüllen zu können, der Unterstützung des ganzen Volkes. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes fand die Versammlung ihren Abschluß. dschurei als Nahrungsmittel für die Bevölkerung Koreas einzuführen, damit der Reis in größerem Ausmaß nach Japan gebracht werden könne. Der Japaner sei in Korea nicht bodenständig. Er stelle den Soldaten, den Händler, den Derwaltungs- beamten, die Ingenieure. .Allerdings sei man gegenwärtig bestrebt, auch den Japaner zum bodenständigen Bauern auf der Halbinsel zu machen, insbesondere im Süden Koreas, weil dort das Klima für den Japaner noch einigermaßen erträglich sei. Ein Uebelstand im Lande sei allerdings das noch ziemlich ausgebreitete Räuberunwesen, das eine völlige Erschließung des Landes in wirtschaftlicher Hinsicht verhindere. Dem Räuberunwesen sei nur mit einem größeren Aufgebot an bewaffneter Macht beizukommen. So lange im Norden Koreas und in der Mandschurei noch das Räubcrunwefen in Blüte fei, könne die Mandschurei nicht als eine Operations- dasis der Japaner für den Kampf gegen die Russen betrachtet werden. Eine eventuelle kriegerische Auseinandersetzung Japans und Rußlands werde sich übrigens nicht auf der ganzen mandschurischen Grenzstrecke entwickeln, sondern aus drei Stellen. Die russische Lage werde dabei noch sehr schwierig sein denn die Amurbahn, die allein für den Truppen- und Materialtransport in Frage komme, sei reichlich unzulänglich und laufe außerdem nur 50 bzw. 100 Kilometer von der Grenze entfernt, so daß es den Japanern ein Leichtes sein werde, den Betrieb auf dieser Bahn mit ihren Bombengeschwadern lahmzulegen. Em ernsthafter Kampf könne sich unter diesen Umstanden nur in der Landschaft «Ega, am Baikalsee, ent- ^Japans erstaunliche Erfolge in der Festlandpolitik resultierten aus der großen seelischen Kraft dieses Volkes und aus dem starken nationalen und sozialen Ebarakter. Wenn auch der Bestand des mandschurischen Volksstaates noch nicht gesichert fei und der m Bekanntmachung der Deutschen Arbeitsfront. Alle Veranstaltungen „Kraft durch Freude" dürfen nur dann stattfinden, wenn sie von mir vorher genehmigt sind. Programme sind im Entwurf mindestens 14 Tage vor dem Termin unter genauer Kenntlichmachung der auftretenden Schauspieler und Kapellen mir vorzulegen. Frankfurt a. M., 25. Januar 1934. Gez.: Willi Becker, Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront für Hessen und Hessen-Nussau. Die Reichszuschüffe für Instandsetzungen und Umbauten. Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß ein Reichszuschuß bei Anträgen, die nach dem 31. Januar 1934 gestellt werden, nicht gewährt wird, sofern mit den Arbeiten vor Erteilung des Vorbescheides begonnen ist. Anträge auf Zulassung von Ausnahmen sind zwecklos. Daten für Freitag, 26.Januar. 1781: der Dichter Ludwig Achim von Arnim in Berlin geboren (gestorben 1831); — 1920: der Maler Fritz August von Kaulbach in München gestorben (geboren 1850). 5reitag,^ö.3anuarl955 Aus Oer provmzialhauptstaOt. 3m Zeichen der blauen Kornblume. „In der Prager Herrengasse kam es heute zu schweren Ueberfällen tschechischen Pöbels auf deutsche Studenten. Polizei mußte die Kämpfenden trennen. Es gab mehrere Schwer- und Leichtverletzte." Sv und ähnlich lauteten die täglichen Meldungen der österreichischen Presse in einer Zeit tiesjten Friedens, da den Deutschen im Reich ein Kampf um die Erhaltung des Volkstums noch unbekannt war. Die Meldungen kamen nicht allein aus Prag, wo die Ueberfälle des aufgehetzten Janhagels auf die Deutschen an der Tagesordnung waren. Sie kamen ebenso aus Brünn, aus Laibach, aus Bud- weis, von überall her, wo die Front des deutschen Selbstbehauptungswillens gegen den slawischen Vernichtungswillen verlief. Und wenn der slawische Ansturm eine Atempause einlegte, bann rührte sich in den deutschen Städten die schwarzgelbe Systempolizei Habsburgs, um Deutsche zu verfolgen, die eine blaue Kornblume trugen, oder das Deutschlandlied fangen. Es waren Zeiten, die gerade heute wieder im Gedächtnis der Deutschen Oesterreichs lebendig werden. Ueberall aber, wo dieser Zweifrontenkrieg des Außendeutschtums tobte, leuchtete von der Brust aufrechter deutscher Männer und Jungen als Kampfsymbol die blaue Kornblume. Und sie leuchtete auch von der Brust eines jungen Deutschen, der alle Sehnsüchte des Außendeutschen- in sich trug und dessen Name heute in aller Mund ist: Adolf Hitlers. Die blaue Kornblume war die Lieblingsblume der Preußenkönigin Luise gewesen und des alten Kaisers Wilhelm, der das Zweite Deutsche Reich schuf. Und die Deutschen Oesterreichs, auf denen das Unheil lastete, daß sie nicht Bürger dieses Reiches sein durften, trugen diese Lieblingsblume eines Kaisers, der ihren Herzen näherstand, als der andere Kaiser, der über sie herrschte. Sie trugen sie als das Zeichen ihrer Sehnsucht und als Zeichen ihres Willens, deutsch zu sein und deutsch zu bleiben, auch außerhalb der deutschen Grenzen. Und so wurde die blaue Kornblume das Symbol des volksdeutschen Gedankens, der die Einheit des deutschen Volkes über alle Staatengebilde stellt, die von Menschen geschaffen sind und nicht, wie das Volk, durch göttlichen Willen. Die blaue Kornblume lieh ihre Farbe der Flagge des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland. Und am heutigen 2 6. Januar sott sie nach dem Willen des Volksbundes als Symbol kämpfenden Außendeutschtums wieder Einzug halten in das Reich, von dem sie ausgegangen war. Am Freitag, 26. Januar, sammelt der Volksbund für das Deutschtum im Ausland für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, und über seinem Opfertag leuchtet das Zeichen der Kornblume, und das ganze deutsche Volk wird an diesem Tage die blaue Kornblume tragen. Denn es gilt wieder einen Kampf gegen einen Feind des Volkes, den Kampf gegen Hunger und Kälte, gegen Not und Elend deutscher Volksgenossen. Und dieser Kampf sott ein Kampf sein der großen deutschen Volksgemeinschaft in aller Welt für den Bestand und für den Aufstieg unseres Hundert-Millionen-Volkes. Zum Polizeidirektor in Gießen ernannt. Wie das Personalamt der Hessischen Staatsregierung mitteilt, ist der Rechtsanwalt Heinrich I o ft aus Holzhausen zum Polizeidirektor der Polizeidirektion Gießen ernannt worden. Am 30. Januar Flaggen heraus! Aus Anlaß der Wiederkehr des Tages der Machtübernahme durch den Volkskanzler Adolf Hitler flaggen am Dienstag, 30. Januar, die Reichsdienstgebäude im ganzen Reich. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich dem Vorgehen der Behörden anzuschließen. Kundgebung der Studentenschaft. Anläßlich der Wiederkehr des historischen 30. Jan., des Tages der Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler, veranstaltet die Gießener Studentenschaft eine Kundgebung. Der Führer der Studentenschaft stuck, jur. Adam wird die Einleitungsund die Schlußansprache halten, ferner werden der Kanzler der Universität Prof. Dr. Hummel und der Hochschulgruppenführer Edler von Graeve sprechen. Es wirken mit der Chor des Kameradschaftshauses und die Studentenkapelle. Von her Universität Gießen. Die planmäßigen Lehrstühle für Philosophie, Psychologie und Pädagogik sind nunmehr wieder besetzt. An die Stelle Ernst von Asters trat schon in diesem Semester Prof. Hermann Glöckner; den Ruf auf die in ein einziges Ordinariat zusammengezogenen Lehrstühle Aug. Messers und Friedrich Sanders hat Professor Gerhard Pfähler erhalten und angenommen. Hermann Glöckner vertritt die Philosophie, Gerhard Pfähler die Psychologie und Pädagogik. Professor Glöckner ist fränkisch-bayerischer Herkunft und steht im 38. Lebensjahr. Er ist vor allem als Hegelforscher bekannt, hat aber auch dem schwäbischen Dichter-Philosophen Friedrich Th. Vischer und dem baltischen Philosophiehistoriker Joh. Ed. Erdmann größere Werke gewidmet. In den letzten Jahren beschäftigte er sich vor allem mit den tieferen Entwicklungszusammenhängen der deutschen Weltanschauung. Er kommt von Heidelberg, wo er seit 1924 als Privatdozent, feit 1930 als außerordentlicher Professor wirkte. Im Jahre 1932 wurde sein Buch „Die Voraussetzungen der Hegelschen Philosophie" mit dem Kuno-Fischer-Preis ausgezeichnet. Professor Pfähler, geb. 1897, entstammt alten schwäbischen Theologen und Bauernfamilien; ursprünglich Theologe, wurde er nach dem Krieg Volks- schullehrer, Provitdozent der Pädagogik und Psychologie an der Universität Tübingen. Professor an den Hochschulen für Lehrerbildung in Rostock, Altona und Frankfurt a. M. Seine wissenschaftlichen Arbeiten erstrecken sich auf die Gebiete der Kinder- und Jugendkunde, der psychologischen Typologie und Charakterologie. In neuerer Zeit hat seine Arbeit vor allem gegolten dem Ausbau der in Arbeitsberührung mit Ernst Kretzschmer von Oswald Kroh und ihm begründeten Erbcharakterologie und damit dem wissenschaftlichen Kampf gegen alle die pädagogischen und psychologischen Richtungen, die den Menschen allein als Produkt der Umwelteinflüsse zu erfassen und begreifen versuchten. Die beiden Lehrer, die sich gegenseitig vorzüglich ergänzen, werden der Bildung echten philosophischen Geistes dienen: auf der Grundlage deutscher Weltanschauung und nationaler Erziehung. Tagewerke; Maßnahme: 9000 4200 2000 9000 8500 32700 aus am scher Imker sind bei der Honigspende für am 20,72 Mk. bar Orts» das Win- gefpendet 76,0 105,0 23,0 112,5 149,0 236,5 Mengen Honig 347,0 Pfund Verbesserung der Abfluß- und Verkehrs- verhältnisse in Borken Erweiterung von Gemeindewasserleitungen und Kanalisations- und Entwässerungsanlagen in Limburg Regulierung der Selz, Gemeinde Bechtolsheim Ausführung von Wafferleitungsbauten im Kreis Biedenkopf Jnstandfehungsarbeiten an bestehenden Gebäuden, Stadt Frankfurt a.M. ?R hier in tiona Nebeling, Kreisobmann. Ortsgruppe Sießen-Güd. Betrifft: Lebensmittelsammlung. Am Montag, 29. d. M., findet in der Wer heute durch die Straßen der Stadt Gießen acht, sieht in allen Stadtvierteln Großtransparente mit dem Aufruf unseres Reichspräsidenten Generalfeldmarschall o. Hindenburg vom 19. Dez. 1933. Die Leitung des Winterhilfswerks trat nun bei Auftragserteilung der Transparente (Schilder) an die Pflicht-Innung der Maler- und Weißbinder m ei st er Gießen-Stadt heran mit der Bitte, die Schilder im Rahmen des Winterhilfswerkes, als Hilfsaktion, kostenlos auszuführen. Dieser Bitte wurde in dankenswerter Weife Z u ge- st i m m t. Um nun seine Jnnungsmitqlieder nicht zu ehr zu belasten, veranstaltete der Jnnungsfuhrer, Pa. Stühler, einen Schriftenmalerkursus für die Lehrlinge des 3. Jahres unter Aufsicht eines alteren Schriftenmalers. So wurden drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Kosten für die Schilder, welche einen ganz erheblichen Betrag ausgemacht hätten, kommen so unseren bedürftigen Volksgenossen zugute. Der Innung sind keine allzugroßen Unkosten entstanden und für die Lehrlinge war es ein gutes Ausbildungs- und Betätigungsfeld. terhilfswerk folgende worden: Kreis Gießen „ Alsfeld „ Lauterbach „ Schotten „ Büdingen „ Friedberg „ Wetzlar Wir danken der Innung für ihr Verständnis und ihre takräftige Unterstützung, im Rahmen des Winterhilfswerks, und hoffen, daß diese Tat bei kommenden Gelegenheiten auch von anderer Seite Nachahmung finden möge. Wir wollen aber auch nicht vergessen der Schreiner-Innung, die die Rahmen kostenlos lieferte, und den Geschäftsinhabern, die den Nessel ebenfalls gratis zur Verfügung stellten unseren herzlichsten Dank auszu- sprechen. Denn alle in diesem Sinne weiter mithelfen, muh das grohe Werk unseres Führers Adolf Hiller gelingen. Wir helfen weitert Bullmann. Oer Reichsstatthalter beider hessischenWachkompanie in Berlin reiz mü" W aehob iruar. Schm jefet" 1 bis au1 Hitler schafft Arbeit! Weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Rhein. Wain-Gebiet: Bekanntmachungen des Personalamts. Ernannt wurde: 6. Januar 1934 der mit der Leitung der Mini» fterialregiftratur der Abteilung III beauftragte Ministerialoberreoisor Ludwig Klöß zu Darmstadt mit Wirkung vorn 1. Dezember 1933 zum Rechnungsrat; 12. Januar durch den Herrn Reichsstatthalter in ^-Lo »- * d- ou6ei,ii) 6f»be5D Men $ Pfarrer Sucker. ** Stiftung für das Winterhilf s- werk. Wie uns mitgeteilt wird, spendete die Kegelgesellschaft der Altersvereinigung 1881/1931 für das Winterhilfswerk den Betrag von 10,50 Mark. ** Mondfinsternis am 30. Januar. Die einzige in diesem Jahre sichtbare Finsternis ist die am 30. Januar in den Abendstunden sichtbare teilweise Mondfinsternis. Um 17.02 Uhr tritt der Mond in den Kernschattenkegel der Erde ein; sichtbar ist dies allerdings in Südwestdeutschland leider noch nicht, da der Mond (bei ebenem Horizont!) erst etwa 17.15 Uhr aufgeht; er ist also schon, und zwar an seinem süd-östlichen Rand, verfinstert. Der Schatten nimmt dann weiter zu bis 17.43 Uhr, wo der Betrag der größten Verfinsterung erreicht ist, der allerdings nur etwas mehr als ein Zehntel des Monddurchmessers ausmacht; dann nimmt die Verfinsterung ab, und um 18.24 Uhr tritt der Mond dem Kernschatten der Erde wieder aus. Hessen auf Vorschlag der hessischen Regierung der Rechtsanwalt Otto Amend zu Darmstadt unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Januar 1934 zum Notar mit dem Amtssitz in Darmstadt als Nachfolger des Notar Sturmfels. In den Ruhestand verfehl wurde auf Rachsuchen: der Kreisveterinärarzt beim Kreisveterinäramt in Bensheim, Veterinärrat Karl Blume mit Wirkung vorn 1. Januar 1934. Bestellt wurden: am 15. Januar 1934 Johann von Stein in Klein- Gurnpen zum kommissarischen Bürgermeister der Bürgermeisterei Gumpen; Peter Straßheimer in Steinbach i. T. zum kommissarischen Bürgermeister der Bürgermeisterei Steinbach i. T.; Heinrich Hering in Friedberg zum kommissarischen Bürgermeister der Bürgermeisterei Rodheim v. d. H.; Karl Maul in Nieder-Bessingen zum kommissarischen Bürgermeister der Bürgermeisterei Nieder- Bessingen; Johannes Neeb in Dieben zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Bieben; Heinrich Müller in Höingen zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Höingen: Heinrich Allendorf in Reimenrod zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Reimen« rod; Wilhelm M e ck e l II. in Röthges zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Röthges; auch dc Frauen essanter Redner der not ihrer R nenden Der hie einer 3) rer wie Aufbau, sowie bi hing. - barten liche Ve vertrete, Pressew. Themen Aersamr Zeichen der Arbi ?Re tag voll, geistiger bensj, Meister Are f{ Leuten, c\> L ?erste brachte Holz 2 H nieter i; Nk, K s'öcke 1 !vr Schk ihren Anteil zu dieser Sammlung bebutragen. Jede Gabe, auch die kleinste, wird zur Linderung der Not dringend benötigt und dankbar angenommen. Die Sammlung erfolgt mittels Fahrzeuge der Reichswehr und wird durch Hornisten bekanntgegeben. gez.: Friedel, Ortsgruppenwalter. Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34. Krcisführung Gießen. Bete.: Schulungskursus der Amtswalter der RS.-Volkswohlfahrt. Der erste der vier Schulungsabende der Amtswalter der NS.-Volkswohlfahrt findet am heutigen Freitag, 2 6. Januar, um 19.30 Uhr, im Gewerkschaftshause, Schanzenstraße, statt. Es spricht über das Thema: „Aufbau und Tätigkeit der öffentlichen Fürsorgebehörde" Amtmann Keit - zer vom Wohlfahrtsamt Gießen. Die Ortsgruppen» walter haben vor Beginn des Vortrages über die Anwesenheit der Amtswalter ihrer Ortsgruppe Bericht zu erstatten. Heil Hitler! gez. Mohaupt, Kreisgefchäftsführer des WHW. Honiaspe de für das Winterhilfswerk. Im Gau Oberhessen des Landesverbandes Hessi- X' Aoh> fing, 1 bene, jlingso. otrei ber 1- ben ® berühr 3unflm rweiak um die Befreiung des deutschen Vaterlandes feien vor allem auch bie vorbildliche Kameradschaft und die enge Verbundenheit der Kämpfer, sowie die in der nationalsozialistischen Bewegung verkörperten guten soldatischen Tugenden bestimmend gewesen. Mit der Versicherung, daß das hohe nationale Gedankengut der NSDAP, für alle Zeiten die deutschen Menschen zum Schutze von Volk und Heimat in treuer Kameradschaft Zusammenhalten werde und mit begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer im Weltkrieg Generalfeldmarschall von Hindenburg und den Führer des deutschen Volkes, den Gefreiten im Weltkrieg, Volkskanzler Adolf Hitler schloß der Herr Reichsstatthalter seine mit stürmischer Zustimmung aufgenommene Ansprache. Oer frühere Gießener Kommandeur Oberst Klepke, ber jetzt in Berlin Dienst tut, richtete an die 2. Kompanie des hessischen Bataillons prächtige Worte bester soldatischer Kameradschaft, spendete dem Kompanieführer und feinen Leuten höchstes Lob für ihre ausgezeichneten soldatischen Leistungen, wobei er besonders an den glänzenden Parademarsch der Kompanie vor dem Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht, Reichspräsidenten von Hindenburg, nach der Kundgebung im Sportpalast in Berlin hinwies. Oer Vorsitzende des Vereins der Hessen in Berlin, Ministerialrat Professor Or. Maurer, fand in einer Ansprache an die Kompanie gleichfalls warme Worte der Anerkennung und des innigen Verbundenseins der Berliner Hessen mit ihrem angestammten Heimatlande und den Soldaten aus der hessischen Garnisonstadt Gießen. Oie Darbietungen des Abends brachten allen Teilnehmern an der Veranstaltung vielseitige gesellige Unterhaltung, bei ber auch bas Können ber Soldaten auf dem Gebiete der Geselligkeit in schönster Weise zur Geltung kam. Gemeinsam gesungene Volks- und Soldatenlieder bildeten eine weitere Bereicherung des Abends, der allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird. s- int E°- lg, K-s N S'e aruppe Gießen-Süd — das sind alle Straßen südlich der Bahnlinie Gießen—Fulda, einschl. der ganzen Liebigstraße und Frankfurter Straße — eine Bfunbfammlung (Lebensrnittel) z u unften bes Winterhilfswerks 1933/34 statt. Alle Bewohner ber Ortsgruppe werben gebeten. lebend« merab Schwa! mürber Lynk M«ei aus da zuweis zu ap Zu bem vorgestern schon kurz berichteten Besuch bes Herrn Reichsstatthalters Gauleiters Sprenger bei ber 2. Kompanie bes I. Bataillons Infanterie-Regiments 15, bie zur Zeit in Berlin beim Wachregiment Dienst tut, liegt nunmehr aus Berlin eine ausführlichere Schilderung vor, der wir folgendes entnehmen: Der Chef der 2. Kompanie I. Bataillon Infanterie- Regiment 15 zu Gießen, Hauptmann Schiel, hatte feine Kompanie, bie Anfang Februar von Berlin nach ihrem Oarnifonort Gießen zurückkehren wirb, am Montagabenb zu einem geselligen Beisammensein eingelaben, um baburch feinen Solba- ten eine weitere schöne Erinnerung an bie Dienstzeit beim Berliner Wachregiment zu geben. Am gleichen Tage weilte ber Herr Reichsstatthalter in Hessen Gauleiter Sprenger in Berlin, ber gerne einer Einlabung bes Kompaniechefs zur Teilnahme an biefem Kamerabfchaftsabenb folgte. Außerbem waren als Gäste noch erschienen: Ministerialrat Ringshaufen, ber Vertreter Hessens in Berlin von Zengen, Oberfinanzrat Schäfer von ber Vertretung Hessens in Berlin, Oberführer Fieb - l er von ber Brigabe 32, Oberbürgermeister Dr. Krebs, der frühere Kommandeur des Gießener Bataillons Oberst Klepke, Hauptmann Münch (früher in Gießen), Generaloberveterinär Weber, Herren vom Vorstand des Berliner Vereins der Hessen usw. Hauptmann Schiel begüßte die Gäste mit einer herzlichen Ansprache, ebenso die Angehörigen feiner Kompanie. Oer Herr Reichsstatthalter in Hessen Gauleiter Sprenger erinnerte im Verlaufe des Abends in einer Ansprache an die schweren Kampfjahre der Nationalsozialisten. Er hob dabei hervor, daß die NSDAP, die Reichswehr immer aus dem politischen Kampfe herausgehalten habe, weil die Partei unter allen Umständen die Wehrmacht des deutschen Volkes intakt halten wollte. Ferner schilderte der Redner die vielfachen geistigen Berührungspunkte zwischen der NSDAP, und der SA. und der Reichswehr, wobei er besonders betonte, daß die von dem Führer Adolf Hitler verkündete Weltanschauung in allen deutschen Männern fest verankert werden mühte. Für den Erfolg des nationalsozialistischen Kampfes praktischer Nationalsozialismus sie Anforderungen an das Tier stellt, die nicht bem von Natur aus im Tier liegenden Betätigungsdrang und seinen Verrichtungszielen entsprechen. Auch diese als wissenschaftliche Ergänzung zu dem Vortrag des Herrn Hesse gedachten Ausführungen waren außerordentlich interessant, denn sie belegten, daß nicht Gewalt und Wille, sondern Wissenschaft- liche Erkenntnis, gepaart mit Liebe zum Tier und unendliche Geduld, die Voraussetzungen zur Dressur sind. Die Ortsgruppe ist Herrn Dr. Fischer zu ganz besonderem Dank verpflichtet, hatte sie doch schon oft Gelegenheit, feine lehrreichen Vorträge zu hören. Einige Tagesfragen, u. a. der sagenhafte Luchs, der Anschluß der Mitglieder an den „Reichsbund für Volkstum und Heimat" usw., wurden sodann erörtert. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt Salzlecksteine ausgelegt werden müssen und Bestellungen dem Vorsitzenden umgehend zu machen sind. Auch das Aussetzen von Fasanen ist in der nächsten Zeit vorzunehmen. Bestellungen sind ebenfalls eiligst an den Vorsitzenden einzusenden. Auch mehrere Neuanmeldungen wurden bekannt- gegeben. Ein .Horrido" auf den Schirmherrn der deutschen Jagd, unfern Reichskanzler und unfern verehrten Reichspräsidenten schloß den offiziellen Teil. Anschließend wurde durch ein Mitglied das neue elektrische Ziel- und Schießgewehr vorgeführt und erläutert. Für den gemütlichen Teil des Abends war bestens gesorgt. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr, „U-Boot 116". — Cafä Leid, 15 Uhr, Bauernkundgebung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Des jungen Dessauers große Liebe". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Ich bin ein entflohener Kettensträfling". — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, 20.15 Uhr, Physikalisches Institut, Vortrag über „Kosmische Strahlung". — Gin Vortragsabend der Studentenschaft und des Goethebundes wurde in unserem gestrigen Anzeigenteil für nächsten Sonntag angekündigt. Herbert V o l ck wird über das Thema sprechen: „Als Kundschafter hinter den Fronten im Weltkriege, Achtung, der Feind hort mit". (Siehe Anzeige.) — Ein Filmvortrag der öffentlichen Bausparkasse am morgigert Samstagabend wird in unserem heutigen Anzeigenteil angekündigt. Näheres in der Anzeige. * ** Gottesdienst für e v a n g e l i f ch e Stüde n t e n. Heute 20.15 Uhr findet in der Kapelle auf dem Alten Friedhof eine Andacht für evangelische Studenten statt. Die Ansprache hält Studenten- Grün 2. Kassierer, Herr Keißner 1., Herr Friedrich 2. Schriftführer, Beisitzer die Herren Karl Faber, Gießen, Förster Heß, Leihgestern, Herr Lanz, Hugo Lucas, Severin Neukirchen, Gießen, Friedrich Schneider, Dutenhofen, und Förster Textor, Lich. Der erste Vorsitzende dankte namens bes Vorlandes für das Vertrauen und stellte in Aussicht, )aß sich der Vorstand auch im zweiten Vereinsjahr einer Pflichten der Ortsgruppe, dem Weidwerk und dem deutschen Vaterlande gegenüber voll und ganz bewußt sei und alles daransetzen werde, weiterhin in deutschem, weidgerechtem Geiste zum Wohle aller zu arbeiten, zumal jedes einzelne Mitglied des Vorstandes von jeher treudeutsch gesinnt fei. Herr stuck, korest Hesse erzählte bann über eine Stunbe lang ben aufmerksamen Zuhörern bie Geschichte bes zahmen Fuchses. Die Ausführungen bes Vortragenben, auf bie näher einzugehen leiber ber Raum verbietet, waren sehr lehrreich unb interessant, babei für viele Jäger neu. Ist es doch ber erste Fall, daß ein Fuchs so gezähmt wurde, daß er einem Haustier gleichgehalten werden konnte und sogar Zweckarbeit leistete, die man bisher bei der Gattung volpes nie für möglich gehalten hätte. Herr Hesse schilderte auf lo lebhafte Art seine er» fosgreiche Arbeit am Schweißriemen, daß man aus jedem Wort seiner Ausführungen die Liebe und bie überaus große Gedulb gerabe zu feinem Rotfuchs zu spüren glaubte. Auch bie zahlreichen Lichtbilber waren hervorragenb; man merkte es bem Ausbruck bes Fuchses an, wie er an feinem Führer hing, sich fchutzfuchenb bei schlechtem Wetter an ihn schmiegte unb mit welcher Vorsicht er z. B. ein Stück Zucker von ben Lippen seines Herrn entgegennahm. Es ist wirklich zu bedauern, baß ber Fuchs bes Herrn Hesse ein so unrühmliches Enbe nehmen mußte; alle Zuhörer wünschten bem Vortragenden im stillen, daß er bald wieder ein so dressurfähiges Tier bekommen möchte. Aufrichtiger Dank aller Zuhörer belohnte ben Vortragenben für feine interessante Schilderung. Der erste Vorsitzende dankte Herrn Hesse für feine Ausführungen, die für jeden Tierfreund ein Erlebnis bedeuten. Anschließend sprach Herr Dr. K. H. Fischer vom Forstzoologischen Institut, Gießen, über „Sinnesorgane und Sinnesoerrichtung bei Fuchs und Hund". Demnach ist die Dressur ein auf bestimmte methodische Arbeitsketten gebrachter tierpsychologischer Akt, an dem hauptsächlich die Zentralneroenappara- turen, die Reiz- unb Bewegungssysteme, sowie im Neuhirn vereinigten Hauptsinnesorgane (Auge, Ohr, Geruch, Tastsinn in ihrer Beziehung zu Raumsinn, Zeitsinn, Orientierungsvermögen, Richtungsvorstellungen usw.) beteiligt jinb. Geschah bie Dressur- arbeit in früheren Zeiten noch unbewußt burch ben Menschen, indem er natürliche Veranlagungen unb Leistungsverrichtungen bes Tieres in mensch- liche Nutzleistung überführte, so ist es erst in neuerer Zeit ber Wissenschaft vorbehalten gewesen, die tierpsychologischen Vorgänge auch organisch, b. h. als Produkt bestimmter Sinnesorgane zu belegen. Dressurarbeit muß demnach zwecklos bleiben, wenn Falsche Aildunierschnflen. In unserem gestrigen Blatte sind leider die Unterschriften unter die Bilder von der Arbeitsdienstkund- gebung der Universität versehentlich vertauscht worden. Wie schon aus den Bildern selbst hervorgeht, gehört natürlich die Unterschrift unter bem oberen Bilb zum unteren unb umgekehrt. Oie Zahlung der Parteibeiträge Die Kreiskassenverwaltung ber Kreisleitung Gießen ber NSDAP, macht bie Parteigenossen wieber- holt barauf aufmerksam, baß bie Zahlung ber Parteibeiträge unaufaeforbert bei bem zuständigen Ortsgruppenkassenwart zu erfolgen hat. Laut Dienstanweisung besteht von feiten der Ortsgruppen keine Pflicht, die Beiträge durch Kassierer erheben zu lassen. Da nach ber neuesten Verfügung bei Beitragsrückstanb ein Uschlaverfahren nicht mehr eingeleitet zu werben braucht, werben bie Parteigenossen unb -genossinnen im eigensten Interesse ersucht, ihre Beitragsrückstände zu erledigen. Mitgliedsbücher dürfen nur ausgehändigt werden, wenn Beitragsrückstände nicht bestehen. Einholung her in Potsdam geweihten Bannfahne des Bannes 116 HZ. Heute 18 Uhr wird bie in Potsbam vorn Reichsjugenbführer geweihte Bannfahne bes Bannes 116 ber Hitlerjugenb burch ben Unterbann 1/116 am hiesigen Bahnhof in Empfang genommen. Nach einem Umzug burch bie Stabt sin- bet am Lanbgraf-Philipp-Platz eine Kunbgebung statt, bei ber Bannführer Buß, ber ber Fahnenweihe in ber Potsdamer Garnisonkirche beiwohnte, das Wort ergreifen wird. Die Fahne wird dann in bie Geschäftsstelle bes Bannes 116, in ber Mar- burger Straße, überführt, wo sie bis zur Uebernahme des neuen Heimes aufbewahrt wirb. Hitler-Zugend, Bann 116 Gießen. Befehl! Der mit ber Führung bes Unterbannes 1/116, Gießen, beauftragte Scharführer Walter Fritzaes, 1 Gießen, hat sich vom Oberbannführer Walter Blu- menröber für seine Reifeprüfung beurlauben lassen. 1 Der Oberbannführer hat ben bisherigen Führer ber Gefolgschaft 4/1/116, Scharführer Siegfrieb Cla- , r i u s, Gießen, mit ber Führung bes Unterbannes 1/116 beauftragt. Hell Hitler! Der Führer bes Bannes 116. M. b. F. b. gez.: R. Buß. Hitler-Jugend, Oberbann IV/Oberhessen. Wir geben hiermit den Aufbau unseres sozia- len Amtes in Oberhessen bekannt: Sozialamt im Oberbann: Fernruf Friedberg 4594. Abteilungsleiter unb Referent für Jugenbpflege: Pfarrer Rühl, Reichelsheim (Wetterau), Fernruf 202. Referent für Iugendrecht (auch für Oberjungbann): Heini Rosenfchon, Friebberg, Fernruf 4594. Referent für^Rechtsberatung: Assessor Dr. Balz, Friedberg, Kreisamt. Referent für Berufsschule unb Lehrstellenvermittlung: Hans Bepperling, Gießen, Branbgasse 4. Sozialamt im Bann 116: Abteilungsleiter: Otto Wahl, Gießen, Bann- büro, Ruf 3806. Referent für Berufsschule unb Lehrstellenverrnitt- hing: Hans Bepperling, Gießen Branbgasse 4. für Unterbann 1: Walter Schab, Gießen, Nah- rungsberg 37; für Unterbann 2: Erich Sack, Reiskirchen; für Unterbann 3: Heinrich Leinweber, Steinbach; für Unterbann 4: Paul Stumpf, ftub. jur., Alsfeld; für Unterbann 5: Albert Schott, Großfelda; für Jungbann 1/116: Helmut Brandt, Gießen, Asterweg 58; für Jungbann 2/116: Heinrich Bär, Grünberg. Sozialamt im Bann 254: Abteilungsleiter: Albert Voth, cand. theol., Friedberg; Referent für Berufsschule unb Lehrstellenvermitt- luny: Hans Hügel, Nidda; für Unterbann 1: Alfred Bla cher, Rodheim vor ber Höhe. für Unterbann 2: Otto Hahn, Butzbach, Grie- Mftrafee 45; für Unterbann 3: Pfarrer Köhler, Büdingen; für Unterbann 4: Karl Weber, Schotten für Unterbann 5: Heinrich Wirth, Lauterbach für Jungbann 1/254: Hans Werner, Butzbach; für Jungbann 2/254: Heinrich Hennighau- f e n, Alsfeld, Zellweg. Dem sozialen Amt sind ganz allgemein bie Aufgaben ber Fürsorge für bie Jugenb zugewiefen. Lehrstellen- unb Berufsschulungswesen, bie ganze Kinberlandverschickungsarbeit unb mit bem Sanitätsamt ber HI. zusammen bie Gesundheitspflege unserer Kinder ist uns anoerfraut. Wir bitten sofort bei Unfällen Meldung an unsere Referenten zu geben. Lehrmeister unb Firmen, bie Wert barauf legen, als Lehrlinge unb Arbeitskräfte junge Leute aus ber HI. unb aus bem Jungvolk zu bekommen, wollen sich an unsere Referenten roenben, bie in engster Zusammenarbeit mit bem Arbeitsamt in Gießen stehen. Abteilungsleiter des Sozialamtes gez. Rühl, Psarrer. Der Oberbannführer gez. Blumenröder, Bannführer. NG.-Lehrerbund, Kreis Gießen. Samstag, 27. Januar, 15.30 Uhr, findet im Cas6 Ebel, Gießen, eine Tagung der Arbeisgerneinschaft Volksschule des Kreises Gießen statt. Alle im NSLB. organisierten Erzieher, die hauptberuflich an der Volksschule tätig sind, haben an ber Tagung teilzunehmen. Die Leiter ber Bezirksarbeitsgemeinschaften finben sich zu einer Vorbesprechung bereits um 15 Uhr ein. Dr. Crößmann, Kreisarbeitsleiter, Volksschule. Zusammen 1049 Pfund, 20,72 Mk. bar Hess. Iagdklub, Ortsgruppe Gießen. Man berichtet uns: Die Monatsversammlung des Hess. Jagdklubs, Ortsgruppe Gießen, vor einigen Tagen im Klublokal „Deutscher Hof" erfreute sich eines zahlreichen Besuchs. Man interessierte sich besonders für ben von Herrn stuck, forest. G. Hesse, Sohn bes Herrn Landforstmeisters Staatsrat Hesse- Darmstadt, angekündigten Lichtbildervortrag „Der Rotfuchs in der Gefangenschaft des Jägers". Sehr erfreulich war es, daß neben zahlreichen Domen unb Mitgliebern bes Vereins sich auch eine Anzahl Forststudenten eingefunben hatten. Der erste Vorsitzende nahm dies besonders zur Veranlassung, gerabe biefe Herren zu begrüßen. Neben bem Be- fuch ber Vereinsabende stellte er den jüngeren Her- ren in Aussicht, sich auch jagdlich bei den Mitgliedern zu betätigen. Als erster Punkt der Tagesordnung fand die Gleichschaltung bes Vereins statt. Einstimmig wurde ber 1. Vorsitzende, Herr August Balzer, wieder- aewählt, ebenso ber bisherige 2. Vorsitzende, Herr Albrecht Jäger. Der übrige Vorstand erfuhr einige Aenderungen. So wurde Herr Reed 1., Herr Oberhessen. JiS.-Lehrerbund Kreis Grotten. 8u der am 27. Januar stattfindenden Kreiskonferenz sind von den Bezirkssachbearbeitern für „Hilf mit" alle diesbezüglichen Unterlagen mitzubringen. Ebenso müssen alle Rückstände für „Hilf mit", einschließlich Nr. 4, abgeliefert werden. Ferner werden gehoben: 1. alle rückständigen Beiträge, 2. die Februarbeiträge. Landkreis Gießen. X Wieseck, 25. Jan. Die Eheleute August Rohm, Zimmermeister, und Katharina, geb. Kreiling, begehen am 27. d. M. das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Mann steht im 73., die Frau im 75. Lebensjahr. Lollar, 25. Jan. Dieser Tage fand im dichtbesetzten Saale „Zum Schwanen" der Unterhaltungsabend des Veteranen- und Kriegervereins statt. Nach einem Gedichtoortrag entbot der 1. Dereinsführer, Kamerad Martin T a u b e r t, den Willkommengruß und erinnerte an die 63. Wiederkehr des Tages der Reichsgründung. Ehemalige Jungmannen und Jungmädchen führten dann ein ^weiaktiges Drama auf, das einen tiefen Eindruck hinterließ. Den Höhepunkt des Abends bildeten drei lebende Bilder. Die begleitenden Worte sprach Kamerad Friedrich aus Gießen. Ein militärischer Schwank brachte viel Humor. Dis Darbietungen wurden von vorzüglichen Musikstücken der Kapelle L y n k e r - Lollar umrahmt. Zwischendurch ergriff Bürgermeister Wagner- Lollar das Wort, um auf das große Winterhilfswerk der Regierung hinzuweisen und an den Opfersinn der Anwesenden zu appellieren. Eine Tellersammlung für diesen Zweck ergab einen stattlichen Betrag. ? Reiskirchen, 25. Jan. Gestern abend sprach hier in einer öffentlichen Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei der Kreispropagandaleiter Pg. Schmelz aus Gießen über „Politik einst und jetzt". Der große Saal im Saalbau Gundrum war bis auf den letzten Platz besetzt, unter denen sich Die Gutscheine für das Hilsswerk am Tage der nationalsozialistischen Revolution. Echtheftsmerkmale: Wasserzeichen, braune Grundfarbe wird bei Befeuchtung hellgrün I WWW rSSrS 933/34 Mn ihutji Braunkohlenbrikett gutschein verkleinert, Originalgröße 118 X 149 mm Blauer und roter Druck auf braunem Grunde. Mn Deutfi Steinkohlengutschein verkleinert, Originalgröße 118 X 149 mm Schwarzer u. roter Druck aut braunem Grunde. rFötü 933/34 Gerte Gutschein E gtfftlg tn der 2dt vom i. big zS.ffrtnwr 1934. ®egm Avgade Dtefro «titfdjtinte unö gentn (Enntajcung einer 3ncrUennunoeotbüt)c tn höh« von fünfzehn Pfennig orcobfolgt |totv Höhten» Händler (M randadsay Mr Ecdjt) ob Logttfülle einen Zentner Steinkohlen tn guter Beschaffenheit. (Drttea Zahlungen pnbnMXptet(trQ. Serie GUTSCHEIN E gültig tn der Zeit vom 1. Februar bis 2». Februar 1934. Gegen Abgabe diele, Gutfchelne, und gegen Entrlditowg eher Anerkennungsgebühr to Höhe von füolzehn Reldisptonlg verabfolgt jeder Kohlenhändler (bei Uodoblce das Wert) ab LegerfteDe 1 Zentner Braunkohlenbriketts - h guter BeldtoffenheU. Weitere Zahleosen (lod nkht tu ledten. Ueberschuß der Geburten Sterbefälle Geburten Sterbefälle 1924 32 22 10 .— 1925 27 9 18 — 1926 18 15 3 ■— 1927 26 15 11 ■— 1928 23 21 2 — 1929 20 20 — —- 1930 15 10 5 — 1931 17 21 — 4 1932 15 18 — 3 1933 20 22 — 2 ■ — ■ > —— 213 173 49 9 — 9 40 Der Zehnjahresdurchschnitt 1740 bis 1839 betrug 388 Geburten, 319 Sterbefälle, Geburtenüberschuß 69: ein Ueberschuß der Sterbefälle kam trotz erheblich höherer Sterblichkeit nicht vor. Oie Gchulunqsarbeit in der NGOAp. Das Gaupresseamt gibt bekannt: Die oberste Leitung der PO. hat durch den Reichs- schulungsleiter mit Anordnung 5/34 volle Klarheit in die Schulung gebracht. Anordnung des stellvertretenden Führers: 1. Die weltanschauliche Schulung ist nur Sache der politischen Organisation (PO.). 2. Es ist sämtlichen Verbänden verboten, weltanschauliche Schulung von sich aus zu treiben. 3. Die Einrichtung von Lehrgängen jeglicher Art darf nur vom Gauschulungsleiter vorgenommen werden. 4. Auch die fachliche Schulung aller zur politischen Organisation der Partei und aller zur «Gin rOtö fl 933/34 ZZ ZZ ZZ Sä I 1 Wegtn ber Abrechnung der in Zahlung genommenen (vurschetnt sind die Anordnungen anr der Xüafeitc biefte Scheine» ju deachrea. Etwa» andere» ateZebensmitttl darfcmfdlesen Gutschein nicht verabfolgt werden. Der Gutschem wird von jcd.. Lebenanuttelhandlung m Zahlung ■ — ■ ----- Sebruar 1934 dürfen solche Gutscheine von .._________________v- i nicht mehr in Zahlung genommen werden. MchbeaachUcheAmvenLimg diese» Scheine. 5it Z»chcha»Q»r-sc nach -4. {Ulq Dieser Garscbein berechtigt 3ar unentgeltlichen — Entnahme von Lebensmitteln unxr-.ru von P P W st st st st st st H W Vorderseite Lebensmittelgutschem verkleinert, LchensmLrrkgrfchäfte hab« die to Zavlong genommenen (Smfaytiht Mmmrtr ■rit chrsm Jtnncnjkmpti ober mit handschriftlicher JSmttodntragung ju versehen. 6itSrstMNMYbrtGegenwerte»a-id»Ledenom»trigcsch2rtr erfoCgt bis spätestens 2S.1ft8v6*f934 bei jeder Zahl stellt nUcr Vanfen, dtfrmüdxn SporfofRn, «iroFafFen, (Sirojnttrakn, 6tabt banke, Bcmttmmalbcnfen, landwirtschaftlichen und gewerblichen Genoffinschastrn gegen Abgabe der «Lutsche«. Soweit mehr ol» 100 Gutscheine aufgelteftrt werben, find dieft $u je IOD ©tfitf zu dSndetn. tot Zahlstellen führen die dngtlSftcn Gutscheine an ihre Zenrratstellt ab, wddy Ne endgültige AdrtchmoW not der AeichorLhrung de« winter.Hafüwerf» de» deutschen Volke» I933jO4 vornname Kddwfnhrtr Oe» tD«R Origina Igröbe 114 X 146 mm. Rückseite. auch das erstemal für Reiskirchen in größerer Zahl Frauen befanden, die den spannenden und Interessanten Ausführungen des Redners folgten. Der Redner gab einen Ueberblick über die Leistungen der nationalsozialistischen Regierung im ersten Jahre ihrer Regierungszeit und kam dann auf die brennenden Fragen deutscher Innenpolitik zu sprechen. Der hiesige Zellenwart schloß die Versammlung nut einer Mahnung an das deutsche Volk, seinem Führer wie bisher die Treue zu halten beim großen Aufbauwerk. Ein „Sieg-Heil" aus Führer und Volk, sowie das Horst-Wessel-Lied schlossen die Versammlung. — Zu gleicher Zeit fanden m dem benachbarten Lindenstruth und Bersro d of en - liehe Versammlungen statt, in denen die Pg. stdl- vertretender Kreisleiter H o p f enmull er und der Pressewart Mich-l aus Sichen über dieselben Themen sprachen. Auch in diesen Orten wiesen bie Versammlungen einen sehr starken Besuch auf, ein Zeichen dafür, wie sehr das Volk Interesse hat an der Arbeit und den Zielen unserer Regierung 9 Reiskirchen, 26. Jan. Am morgigen Samstag vollendet Frau Katharine Schmaus m voller geistiger und körperlicher Frische >hr J 5- Le c,Lr (Ehemann, der bekannte Malermeister Joh. Georg Schmaus, vollendet in diesem Jahre sein 76. Lebensjahr. Möge den beiden alten Leuten'noch ein langer Lebensabend bescheden sem. Langsdorf, 25. Jan Die er ft e H o l z- ve?fteigerung in unserem Gemeindewald brockte fügende Durchschnittspreise: Buchenscheit- holz 2 Raummeter 18.50, Kiefernscheitholz 2 Raummeter 12 00 Mk., Kiefernknüppel 1 Raumme^r 5 m>P Kie'fernstöcke 1 Raummeter 4 Mk., Fichten- s?°ck° 1 Raummtr. 3. Mk..Eichenholz - 16,00 Mk., Eichenknuppel 2 Raummeter 8^00 Mk. M^^Klasie"o 20 W ® « Preise lagen, besonders ffr Sch-Vz über dem vorjährigen Durchschnitt. Kirche und Schule. Landkreis Gietzen. V Lollar, 23.Jan. In ter vergangenen Woche LLidM«u^^°Ä§ r^uoenicyew vw i ' Fusion und des evange- WMLMLWH Was kann uns die Kirche yeise . qu, gen waren klar und anschaulich, f t 200 Hörerschar mit jedem Abend wuchs und zuietzl beLri^\ ...x 93 etQn Die evangelische kirch - ^5 Steinbach, 2d. u • . qqq npY\t aus von lich- Statistik des Jahres. IM Mt aus von 1176 Evangelischen nach der letzten^o^Z^^ 6. 8. 9. 10. 11. 12. Dazu bemerkt Pfarrer Hoffmann: „Nach obiger Durchschnittstabelle sind während der 100 Jahre 695 mehr geboren als gestorben, wobei sich die letzten zwei Jahrzehnte besonders auszeichnen, indem wäh- rend derselben jedes Jahr durchschnittlich 16, also i/100 der ganzen Bevölkerung, mehr geboren worden sind, und die Zahl der Verstorbenen nur % der Summe der Geborenen ausmacht. Bei fortdauernd gleicher Zunahme würde die Seelenzahl in 100 Jahren sich verdoppeln". Die Einwohnerzahl Echzells betrug also 1840 rund 1600. Nach der Volkszählung im Jahre 1933 betrug sie 1617; sie ist also ungefähr gleich geblieben. Die erwartete Verdoppelung ist nicht eingetreten. Es seien die Zahlen der letzten 10 Jahre 1924 bis 1933 angeführt: c>o Bettenhausen, 25. Jan. Dieser Tage waren beide kirchlichen Körperschaften versammelt, um den Voranschlag für das Rechnungsjahr 1934 zu beraten. Er schließt im ersten Teil mit 1104,68 Mk., im zweiten Teil mit 1528,54 Mark in Einnahme und Ausgabe ab. Zu einer darauffolgenden Sitzung des Kirchenvorstan- d e s waren der LOF. Kämmerer und zwei Vertreter der Pfarrpächter eingeladen worden, um die P f a r r pa ch t für das Wirtschaftsjahr 1933 zu regeln. Man schloß sich der Vereinbarung an, die im Dezember von allen Pächtern und Verpächtern in Anwesenheit des Kreisbauernführers Dörr- f ch u ck getroffen worden war: Als Grundlage gilt der Preis vom Vorjahr. Ueberpreise werden bis zu einem Spitzenpreis von 55 Mark gesenkt. Von der bereits festgesetzten Pachtsumme werden generell 10 v. H. nachgelassen. einer schriftlichen Genehmigung des Gauschulungsleiters ist, darf über diese Fragen sprechen und schulen. Ebenso sind die Vorträge über ständischen Aufbau verboten. Nur wer im Besitze einer schriftlichen Genehmigung des Gauschulungsleiters ist, darf über diese Fragen sprechen und schulen. Dem Gauschulungsleiter ist die Schulung der PO., der Deutschen Arbeitsfront und des Bildungsamtes „Kraft durch Freude" in Personalunion übertragen. Der Gauschulungsleiter ist berechtigt, jede weltanschauliche und sachliche Schulung, sofern nicht seine Genehmigung dazu vorliegt, sofort zu verbieten und zu verhindern. In diesem Zusammenhang wird auf die Anordnung des Gauleiters hinsichtlich der „wilden Schulung" verwiesen (veröffentlicht im Gau- organ vom 24. d. M.). Die Kreisschulungsleiter, Ortsgruppenschulungsobmänner und Schulungsbeauftragten der Stützpunkte werden persönlich dafür verantwortlich gemacht, daß in ihrem Wirkungsbereiche unter k e i- n e n Umftänben eine Schulungstätigkeit, fei e 5 von welcher Seite es immer geübt wird, die den vorstehenden Bestimmungen widerspricht, wobei die Kreisschulungsleiter selbstredend im Bereiche ihres zuständigen politischen Kreises befugt sind, im eigenen Wirkungskreise ein» zuschr^iten, jedoch i st über jeden ein- Eine interessante Bevölkerungsstatistik ♦!* Echzell, 22. Jan. Einen wertvollen Einblick in die Bevölkerungsbewegung vergangener Zeit gestattet eine Zusammenstellung der Geburten und Todesfälle in dem Jahrhundert von 1740 bis 1839 in E chze l l. Sie findet sich am Ende eines Kirchen- Deutschen Arbeitsfront gehörenden Verbände und Gruppen untersteht der Aufsicht der Gauschulungsleiter, damit die weltanschaulichen Grunolagen auch hier überall gewährleistet sind. 5. Selbstverständlicherweise darf weltanschauliche Schulung nur durch Parteigenossen erfolgen, die mindestens vor dem 30. Januar 1933 im Besitze der roten Mitgliedskarte waren bzw. bei Nichterfüllung dieser Bedingung durch den Gauleiter als trotzdem geeignet bezeichnet werden. Kampfe für unsere Weltanschauung gewachsen ist, kann diese Weltanschauung weitertragen. 7. Jede Schulung über Rassefragen ist verboten. Nur wer im Besitze Die zur Schulung Berechtigten müssen einen Ausweis des Gau - schulungsleiters besitzen. Ohne diesen Ausweis darf ab 15. Februar niemand mehr schulen. Nur wer im Ein Uebertritt zur Landeskirche fand im Berichtsjahre statt. Es fanden 60 Haupt- und 15 Nebengottesdienste statt, der Besuch dieser Gottesdienste hielt sich ungefähr auf der Höhe des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das Kirchengesangver- eins-Fest und einige andere (Erntefest, Totenfest) sehr stark besuchte Gottesdienste sehr günstig sich aus- wirkten bei der Durchschnittsberechnung. Die Zahl der Abendmahlsgäste mit 103 bzw. 138 v. H. hat sich gegen das Vorjahr nur wenig geändert. Bürgerliche Eheschließungen fanden 7 statt, davon wurde ein Paar in Gießen, und eins in 1934 getraut, so daß 5 Trauungen in 1933 stattfanden. Geboren wurden 8 Kinder, getauft 6, 2 wurden 1934 getauft, der Durchschnitt der letzten zehn Jahre beträgt 21, 1932 wurden 11 Kinder getauft. Gestorben sind 13, kirchlich beerdigt 15 (auswärts gestorben und hier beerdigt 2). Konfirmiert wurden 11 Kinder. An Liebesgaben gingen 545 Mark ein. X Albach, 23. Jan. Nach der letzten Volkszählung hat Albach 362 Evangelische. Es fanden 60 Haupt- und 10 Nebengottesdienste statt mit durchschnittlich 32 bzw. 33 v.H. Besucher. Die Zahl der Adendmahlsgäste blieb mit 143 bzw. 191 v. H. etwas unter dem Vorjahre. Getraut wurden 5 Paare, Zahl der bürgerlichen Eheschließungen ebenfalls 5. Geburtenzahl 6, getauft wurden 5 Kinder, 1 war auswärts geboren und getauft, 1 wird im neuen Jahre getauft. Konfirmiert wurden 3 Kinder. Es starben in Albach 4, dazu auswärts 2. Kirchlich beerdigt wurden 6 Personen. Bemerkt sei noch, daß die Zahl der Geburten dem zehnjährigen Durchschnitt der letzten Jahre entspricht, im Vorjahr 1932 wurde nur 1 Kind getauft. An Liebesgaben gingen 171 Mk. em. ? Burkhardsfelden, 22. Jan. Folgende Zahlen find aus der K i r ch e n ft a t i sti k für 1933 zu entnehmen: Taufen 10 gegen 5 im Vorjahre, Beerdigungen 7 gegen 4 im Vorjahre, Trauungen 7 gegen 6, Konfirmanden 10 gegen 7 im vergangenen Jahr. csd ß a n g 5 b 0 r f, 25. 3an Unsere im Juli v. I. neuqewählte Kirchengemeindevertretung trat heute zu ihrer ersten Arbeitstagung zusammen. Die neuen Mitglieder gewannen gleich einen bedeutsamen Einblick in die kirchliche Verwaltung und die Arbeit der kirchlichen Organe; denn es wurde der Voranschlag für 1934 beraten, der mit 5042/50 Mk. im ersten, mit 2053,23 Mk. rm Zweiten Teil balanziert, wobei den Mitgliedern bis m alle Einzelheiten die kirchliche Finanzgebarung dargelegt miirbp Der kirchliche Jahresbericht ver- Hunden mit dem Tätigkeitsbericht des Pfarramts ,eiqte ber Versammlung den Zustand des k.rchlichen Lebens und d e daraus sich ergebenden Ausgaben. Da die Zioilgemeinde -in- Jnnenrenovatwn und m.nhphpinina her Kirch- plant, wurde an tzand des E^chochbauamt Gießen ausgestellten Voranschlags die"- wichtig- Werk besprochen und ft-udigbegrußll PFEILRING LANOLIN-CREME erhält die Haut weich und geschmeidig buches, von der Hand des Pfarrers Hoffmann. Geburten- Geburten Sterbsfälle Überschuß 1740—1749 327 317 10 1750—1759 325 313 12 1760—1769 346 320 26 1770—1779 393 321 72 1780—1789 345 281 64 ' 1790—1799 387 310 77 1800—1809 401 343 58 1810—1819 405 345 60 1820—1829 485 315 170 1830—1839 467 321 146 1 ■ - — ■ ■ - -- 3881 3186 695 zelnen Fall dem Gauschulungsleiter sofort Bericht zu erstatten. 13. Sämtliches S ch r i f t t u m, das zu Schulungszwecken verwendet wird, oder verwendet werden soll, bedarf der Begutachtung und der Genehmigungdes Gauschulungsleiters, dem das Material vor der Drucklegung bzw. vor der Verbreitung vorgelegt werden muß. Anfragen sind zu richten an das Gauschulungsamt, Frankfurt a. M., Eschenheimer Anlage 40/41 (Volksbildungsheim). Preußen. Kreis Biedenkopf. < Gladenbach, 23.Jan. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors K i e k e b u s ch begibt sich die Marburger Große Strafkammer am 2. Februar nach hier, um gegen den Viehhändler Adler und dessen Sohn wegen Betrugs und Wuchers zu verhandeln. Zu dem Termin sind außer den Angeklagten, die sich im Marburger Amtsgerichtsgefängnis befinden, 10 5 Zeugen qeladen. Für die Verhandlung sind mehrere Tage vorgesehen. Für Gladenbach dürfte diese Gerichtsverhandlung von großem Interesse sein, da Landwirte aus der näheren und weiteren Umgegend an diesem Prozeß beteiligt sind- Berliner FrühbSrse. Berlin. 26. Jan. ie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift ,,Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde 11. Brennholz. Scheiter, rm: Eiche 21, Kiefer 113, Fichte 12 1. Kl., 9 2. Kl.; Knüppel, rm: 3 Buche, 11 Eiche, 28 Kiefer, 4 Weymouthskiefer, 10 Fichte; Reisig, 100 wellen: 2 Kl. (Stammreisig) 8 Buche, 0,8 Birke, 32 Kiefer, 3. Kl. (Astreisig) 0/ Buche, 7,4 Eiche, 0,3 Weide, 34 Kiefer, 27 Fichte; Stöcke, rm: 5 Fichte. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Niederlage Thams 4 Barts Gießen, Marktplatz 8. «ja Holzversteigerung. Die Gemeinde Wißmar versteigert am Montag, dem 29. Januar d. I., von vormittags 9 Uhr ab, bei Gastwirt Wolf aus den Distrikten 9 Reitzenstein, 11 Kennelsheck und 35 Wolfsgräbe. 10 rm Eichen-Nutzrollen (2 und 4 m lang) innerer Wert in vollem Qnklange Damit steht!...So überragend sic? ihr Dickes, rundes Grossformat macht, so köstlich sind die edlen SJabake, Die sie birgt!... Dlnd dass sie kein Mundstück hat und im Spezial-Jnsch- karton verpackt ist,sindsioei Eigenschaften, die sie noch mehr emporheben / FaBweine frisch eingetroffen! zu verkaufen Hindenburg- wall 7H., i.Sl. yOSMA»NRö—3i 5)cis Qrossjormat verlängert den ffenuss!" mit bildern* wie die anderen gerostet SIND!... TROTZ VERTRAGLICHER ABRDSTUNGSPf LICHT. ORIENTALISCHE CIGARETTEN COMPAGNIE G M-8-H • BREMEN Zwangsversteigerung K 46/31 2lm Montag, dem 26. Februar 1934, vormittags 10 Uhr, wird un Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 221, das im Gruhdbuche von Gießen zu 7» der Franz Lösch Ehefrau Frieda, geb. Noll, in Gießen zugeschriebene Anwesen Neustadt 47 und 49 Flur I, Nr. 1000 = von 1797 qm hofrelte, geschätzt = % = 22 187,50 RM., versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht aus- gefucht odann wird ruch die Eintet. Für die tspunkt maß« ebiete zu be- experimentell m. 23 Erstes Blatt W Jahrgang 5am§tag, 27. Januar M4 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitatr-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: §chulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermühigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm Amtsverkündigungsblatt nicht auf solche Fragen erstreckt, die nach internationalem Recht ausschließlich als innere Angelegenheiten eines der beiden Staaten anzusehen sind. Beide Regierungen erklären ihre Absicht, sich in den ihre gegenseitigen Beziehungen betreffenden Fragen, welcher Art sie auch sein mögen, unmittelbar zu verständigen. Sollten etwa Streitfragen zwischen ihnen entstehen und sollte sich deren Ve- Beide Regierungen sind der Ueberzeugung, daß sich auf diese Weise die Beziehungen zwischen ihren Ländern fruchtbar entwickeln und zur Begründung eines gutnachbarlichen Verhältnisses führen werden, das nicht nur ihren beiden Ländern, sondern auch den übrigen Völkern Europas zum Segen gereicht. Die gegenwärtige Erklärung soll ratifiziert hi» Ratifikationsurkunden sollen sobald als Warschau ausgetauscht werden. Die Er- für einen Zeitraum von zehn gerechnet vom Tage des Austausches der surkunden an. Falls sie nicht von einer Regierungen sechs Monate vor Ablauf aumes gekündigt wird, bleibt sie auch i Kraft, kann jedoch alsdann von jeder jederzeit mit einer Frist von sechs Mo- digt werden. Ein zehnjähriger Verständigungspaki zwischen Deutschland und Polen. Der Witte zur Begründung gutnachbarlicher Beziehungen. —Ein erster großer Erfolg der direkten Methode in der Außenpolitik des Führers. Die amtliche Erklärung. Berlin, 26. Fan. (DNB. Wie durch amtliche Meldung vom 15. November vorigen Jahres in Berlin und Warschau bekanntgegeben wurde, ist damals bei einer Aussprache zwischen dem Herrn Reichskanzler und dem polnischen Gesandten in Berlin die übereinstimmende Absicht der Reichsregierung und der polni- lAan fofinoiiafU mnrhon htö htöfd fiothon Lahr -er Wende. Nur noch eine kurze Spanne trennt uns von jenem Tage, da sich zum erstenmal der denkwürdige 30. Januar jährt, an dem sich der greife Feld- marschall an der Spitze des Reiches und der Führer des jungen Deutschland zu jenem Bunde zusammenfanden, der im letzten Augenblick unser deutsches Volk vom Abgrund des Bürgerkriegs zurückreißen und aus dumpfer Verzweiflung, blindem Parteienhaß und fanatischem Klassenhader eine neue Volksgemeinschaft siegreich emporsteigen ließ. Das tiefe gläubige Vertrauen jener einst so kleinen Schar, die in Adolf Hitler den Retter vor drohendem Chaos sahen, hat sich Millionen und aber Millionen mitgeteilt, erfüllt heute ein ganzes Volk mit der Gewißheit, daß es den Führer gefunden hat, der ihm mit heißem Herzen und starken Armen den Weg zu einem neuen Reich höchster sittlicher Kraft, inneren Friedens und sozialen Ausgleichs, wirtschaftlicher Schaffensfreude und politischer Freiheit bahnen wird. Das erste Jahr der nationalsozialistischen für die provinzial-irekiion Oberheffen und für das Kreisami Gießen 7lr. 4 Erscheint Dienstag und Freitag. 26. LüNUNr Aur durch die Post zu beziehen. 1934 Inhaltsübersicht: Fuhrwerks- und Radfahrverkehr. — Schafräude in Garbenteich. — Ausführung der Landesfeuerlöschorünung. — Auffinden ausländischer Kinderluftballons. — Schulfunk. — Feier des 100.Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins. — Feldbereinigung Trohe. — Dienstnachrichten. igt in doppelter Urschrift in deutscher >er Sprache. en 26. Januar 1934. Für die deutsche Regierung: : Freiherr von Neurath. Für die polnische Regierung: gez.: Joseph Lipski. Bekanntmachung. Betr.: Fuhrwerks- und Radfahrverkehr. Es liegt Veranlassung vor, auf die Bestimmungen der Allgemeinen Stratzenverreyrsordnung vom 21.10.1927 (AVBl. Rr. >7) hinzuweisen, wonach Fuhrwerke während der Dunkelheit und bei starrem Rebel mindestens eine hellvrennende Laterne mit farblosem oder gelblichem Glase führen müssen. Ebenso müssen Fahrräder während der Dunkelheit und bei starkem Rebel mit einer hellbrennenden Laterne mit farblosem oder gelblichem Glase versehen sein, welche den Lichtschein nach vorne auf die Fahrbahn wirst. Ferner wird auf die Verordnung über die Hinteren Leuchtzeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder sowie der Fahrräder vom 27.4.1929 (RGBl. S. 388) hingewiesen, wonach ledev Rad bei Dunkelheit oder starkem Rebel mit einem Hinteren Leuchtzeichen von gelbroter Farbe versehen sein muß. In nächster Zeit werden häufig Kontrollen durch die Gendarmeriebeamten unseres Bezirkes vorgenommen werden, ob diese Bestimmungen von den Fuhrwerksbesitzern und Radfahrern beachtet werden. Im Betretungsfalle wird unnachsichtlich Strafanzeige erfolgen. Gießen, den 17. Januar 1934. Kreisamt Gießen. J.V.: Schmidt. den Inhalt der Zuschrift in den Klassen bekanntzugeben und durch ständige Ueberwachung dafür zu sorgen, daß alle aufgefundenen ausländischen BatlonS sofort der nächsten Polizeibehörde abge- liesert werden. Gießen, den 22. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß in Hessen ausländische, insbesondere französische Kinderluftballons mit Anyängekarten auf- gesunden werden. Die jeweiligen Finder der Ballons werden ersucht, unter Benutzung der Anhängekarte Namen des Finders, Zeit und Angabe des Orts der Landung mitzuteilen. ES unterliegt keinem Zweifel, daß derartige Machenschaften eines politischen Hintergrundes nicht entbehren. Trotz mehrmaliger Hinweise in der Tagespresse, derartige Ballons sofort der nächsten Polizeibehörde abzugeben, kommt es immer wieder vor, daß die Finder derartiger Ballons diese zurücksenden an den Absender. Wir bitten daher, in allen hessischen Schulen und Lehranstalten in geeigneter Weise darauf Hinweisen zu lassen, alle aufgefundenen ausländischen Luftballons sofort der nächsten Polizeibehörde abzuliefern. l«!*- 'llNg- v* rt ani 11 h w Ehrung der Landesfeuerlöschordnung! hier: Aufstellen Grundlisten. Berlin, den 18. Dezember 1933. 0 3100 — 354 II. Betr.: Aus der । Betr.: Schulfunk. An die Schulvorstände -er Landgemeinden -es Kreises. Wir weisen Sie auf die Verfügung des Hess. Staatsministeriums, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum vom 18. Januar 1934 (siehe Darmstädter Zeitung Rr. 18 vom 22. Januar 1934) hin und empfehlen Ihnen, bis spätestens 5. Februar 1934 Ihre Anträge an uns einzureichen. Gießen, den 22. Januar 1934. Hesi. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Trohe (Kreis Gießen): hier» den Zuteilungsplan. Mit Entschließung vom 6. Januar 1934 zu Nr. 1/e 344 hat das Hessische Staatsministerium, Abteilung 1/e für Landwirtschaft, Darmstadt, den Zuteilungsplan der Gemarkung Trohe einschließlich An die Bürgermeistereien des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, obige Bekanntmachung ortsüblich in Ihrer Gemeinde bekanntzugeben. Gießen, den 17. Januar 1934. Kreisamt Gießen. J.B.: Schmidt. Abschrift. Der Reichsminister der Finanzen. Betr.: Feier des 100. Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins. An die Landesregierungen. Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister des Innern bitte ich zu veranlassen, daß in den Schulen des 1. Januar 1834, des Tages des Inkrafttretens des Deutschen Zollvereins, im Hinblick auf die Bedeutung seiner Gründung für die spätere politische Einigung Deutschlands gedacht wird. In Vertretung: gez. Reinhardt. Betr.: Ausfinden ausländischer Kinderluftballons. Au die Schulvorstände der Laudgemeinde« des Kreises. Das abschriftlich nachstehende Schreib eit ^^"tsminisieriuins Betr.: Feier des 100. Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins. An die Schulvorstände -er Landgemeinden des Kreises. Von der abschriftlich folgenden Verfügung des Herrn Reichs- Ministers der Finanzen an die Landesregierungen geben wir hiermit Kenntnis mit der Maßgabe, daß in den Oberklassen eine der nächsten Geschichtsstunden dem Thema „Zollverein" gewidmet und auf die Bedeutung der Gründung des Zollvereins im Sinne des Ausschreibens hingewiesen wird. Gießen, den 22. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. J.V.: Dr. Henß. An die Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises. Unter Hinweis auf §11 desfeuerlösch^dnung vom - Verzeichnis der alsbald dre Grundliste d Feue Y März 1935 als feuerwehr- für die Zeit *XuÄ nehmenden Personen aufzustellen. Im pflichtig in Anspruch z unsere Verfügung vom 10. Februar übrigen verweisen wir au unsere empfehlen 1927, AmtsverkundigE für öic Mitteilung an die Ihnen, danach zu verfahren. Foir Buchdruckerei Krndt, «SäTSu”»«“ «-"'M- ■"s™1"" ... * w stens zum 1. März 1934. Gießen, den 23. Januar 1934. Hess. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein. Bekanntmachung. Betr.: Schafräude in Garbenteich. angeordneten Schutzmaßnahmen hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Januar 1934. Hessisches Kreisamt Gießen. J.V.: Schmidt. eitrag n Deutschland, presse. Mannschaft an dem internationalen in Berlin teilnehme. Es sei klar, daß hland der Führung Adolf Hitlers folgen Ereignisse vom Freitag ermutigen zum zu der Hoffnung, daß Deutschland bei hl praktischen wie grundsätzlichen Aner- in guter Nachbar sowohl nach nach Osten hin sein werde. Obgleich nie- in Deutschland lebt, glaubt, daß die ge durch das Abkommen beigelegt sei, s doch eine bessere Aussicht für die fünf« h-polnischen Beziehungen als jemals guten. Zehn-Jahrespakt mit Polen", so schreibt kxpreß", „ist die Konsolidierung der iner einjährigen Diplomatie. Seit seiner lahme hat Hitler seine Aufmerksamkeit -rbesserung der deutsch-polnischen Bezie- nzösischen Außenpolitik gelöst, nicht ohne alten Bundesgenossen noch für die Anormaler Besprechungen zu Moskau ein- i haben. Den Weg nach Westen mußte k freilich ohne Frankreich, ja von recht her und mißtrauischer Kritik der Pariser eitet, unternehmen. Er traf auf den ; Reichskanzlers, die in der großen Frie- ngekündigte Bereitschaft zur Anbahnung Zeziehungen mit allen Nachbarn erst ein- iber Polen in die Tat umzusetzen. m Abkommen zwischen Polen und der onalsozialistischen Regierung in Danzig hsam eine Probe auf die Gangbarkeit des zes. Deutsch-polnische Besprechungen in in Warschau folgten und gestern nun richsaußenminister von Neurath und der Gesandte in Berlin ein auf zehn Jahre Verständigungsabkommen schließen, das rn Deutschland und Polen etwa austre- fragen unmittelbaren Besprechungen der »iligten Mächte vorbehält. Damit ist in lie Besorgnis ausgeräumt, als ob Deutschtritt aus dem Völkerbund irgendwelche Folgen für Polen haben könnte und । hat die Gewißheit, auch ohne das Gen- zu betreten, feine Hand über den beut« erhellen in Polen halten zu können. Daß einschneidende Frage, die bisher in der das deutsch-polnische Verhältnis so un- ;estaltet hatte, in den Berliner Verhand- e besondere Rolle gespielt haben wird, zahl aus der Anwesenheit Calonders, ienten der Gemischten Kommission für besten, schließen. So haben die beiden n Mächte, zwischen denen ein Ausgleich stich zu sein schien, sich als erste über ibe Mauer von Siegern und Besiegten Hand gereicht in dem festen Willen einer tng den Weg zu bahnen, die den ncllio- irfniffen und wirtschaftlichen Notwendiger großen und ehrliebenden Völker ent- nn wird man auch in Paris die Forde- ages erkennen und den Mut zu ähnlichen finden? Neues für den Büchertisch t' 2 — .4: r s ‘ Tlia-Ba geladen. Für die Verhandlung sind mehrere Tage vorgesehen. Für Gladenbach dürfte diese Gerichtsverhandlung von großem Interesse sein, da Landwirte aus der näheren und weiteren Umgegend an diesem Prozeß beteiligt sind- Seinen Fall dem Gauschulungslei- ter sofort Bericht zu erstatten. 13. Sämtliches Schrifttum, das zu Schulungszwecken verwendet wird, oder verwendet werden soll, bedarf der Begutachtung und der Genehmigungdes Gauschulungsleiters, dem das Material vor der Drucklegung bzw. vor der Verbreitung vorgelegt werden muß. Anfragen sind zu richten an das Gauschulungsamt, Frankfurt a. M., Eschenheimer Anlage 40/41 (Volksbildungsheim). Für die vielen Beweise herzlicher T nähme beim Heimgange unserer liel Entschlafenen Frau Emma Spruck, geb. Kipj sprechen wir allen auf diesem Wege seren innigsten Dank aus. Besonde Dank für die trostreichen Worte Herrn Pfarrers, sowie für die vie Kranz- und Blumenspenden. Die trauernden Hinterbliebei Gießen, im Januar 1934. Dieustnachrichten -es Kreisamts. Entlassen wurden durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen auf Vorschlag der Hess. Regierung: 1. Gemeinderechner Stumpf zu Reiskirchen. 2. Bürgermeister Gans zu Grotzen-Buseck. Die Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) des Hessischen Staatsministeriums hat für das Gebiet des Volksstaates Hessen gestattet: St.-Paulskirche-Jubiläums-Lotterie in Frankfurt am Main. Ziehungstermin: 20. Februar 1934. Losbrief-Geldlotterie des Reichsluftschutzbuudes, Landesgruppe Bayern, Nürnberg-A. Geldlotterie des Vereins „Die Freunde der bildenden Kunst" e. V. in München. Ziehungstermin: 10. März 1934. Verlegung des Ziehungstermins der 2. Reihe der 23. Geldlotterie zur Wiederherstellung des Münsters in Ueberlingen a. B. auf den 13. März 1934. Mtz-unodrennhoizversteig Mittwoch, den 31. Januar, 9% Uhr vorm Gasthaus „Zur Deutschen Eiche" in Klein-L den Forstorten Wüstung Hexenbusch, Tiefent bau, Tannacker und Rehloch der Försterei Linden (Franzenwald): 1. Nutzholz. Abschnitte A: Fichte Kl. 3a bis 4a = 3,22 I stangen: Fichte 1. Kl. 290 Stück, 2. Kl. 1 3. Kl. 48 Stück; Ruhscheit: Kiefer, rm: t Nuhknüppel, rm: Eiche 13,5 (2,5 m lang Pfosten). 11. Brennholz. Scheiter, rm: Eiche 21, Kiefer 113, Fichte 9 2. Kl.; Knüppel, rm: 3 Buche, 11 Eiche, 4 Weymouthskiefer, 10 Fichte; Reisig, 10( 2 Kl. (Stammreisig) 8 Buche, 0,8 Birke, 3. Kl. (Astreisig) 0,^ Buche, 7,4 Eiche, 0, 34 Kiefer, 27 Fichte; Stöcke, rm: 5 Fichte. Die blau unterstrichenen Nummern kom zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung t wird empfohlen. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. der Gemarkungsgrenzregulierung mit Alten-Vuseck für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang) gemäß Artikel 51 Absatz 2 des Feldbereinigungsgesetzes den 1. Februar 1934 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Grundstücke unter Vorbehalt der besonders getroffenen Vereinbarungen und Anordnungen. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden besonderen Bedingungen: 1. Meliorationen können auch fernerhin auf den neuen Grundstücken vorgenommen werden. 2. Die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurch bedingter Ab- und- Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitütswert vergütet bzw. zugeschrieben. Friedberg, den 16. Januar 1934. Der Hessische Feldbereinigungskommissar. J.V.: Wingefeld. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen hie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Rang. — Will Vesper: D i e Wanderung des Herrn Ulrich von Hutten. Ein Tagebuch- Roman. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. 194 Seiten. Gebunden 3 Mark. — (510) — Ein glücklicher Gedanke, das Auf und Ab und Jmmervor- wärts des unruhigen Lebensganges Huttens als i Tagebuch-Roman breiteren Kreisen vorzuführen, die Niederlage Thams <& Garfs Gießen. Marktplatz 8. 5L5a fafjweine frisch eingetroffen! — Rudolf Presber: Ein delikater Auftrag. Ein lustiges Geschichtenbuch. Brosch. 3,20 Mark, Leinen 4,50 Mark. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. — (404) — Zwischen dem, was sein soll und dem, was leider nur ist, be. stehen Unterschiede. Man kann sie als tragisch emp. finden, man kann sie aber auch als lächerlich ansehen. Da Presber Presber ist, sieht er sie als lächerlich an und macht in einer Anzahl kleiner Ge. schichten ein hübsches Ragout-fin zurecht. / — Fred Andreas: D i e alte Rechnung und M. C. Rud: Alarm im Mietshaus (Verlag Ullstein, Berlin). — (233/234) — Zwei spannende Kriminalromane der neu erstandenen „Ullstein-Bücher". Verschiedenes. — Die Vergessenen. Aufzeichnung aus dem Feldzug in Palästina. Von Adolf T r e i tz. 140 Seiten. Verlag Knorr & Hirth, München. Geh. 1,90 Mark, Leinen 2,50 Mark. — (409) — Die Vergessenen — das sind ein Trupp von 14 deutschen Soldaten in Palästina im Herbst 1918, die auf Patrouille geschickt, den Anschluß an ihr zurückgehendes Bataillon verfehlen und sich auf eigene Faust durchschlagen. Immer wieder werden sie von Beduinen aus dem Hinterhalt beschossen und langsam aufgerieben. Schließlich sind nur noch drei am Leben, ein Offizier und zwei Mann. Wehrlos, verwundet, buchstäblich ausgeraubt bis aufs Hemd, werden sie von den fanatischen Eingeborenen beschimpft, mißhandelt, ja wie wilde Tiere gehetzt — und trotzdem hält der Führer, selbst verwundet, aus und verzichtet darauf, sich den Engländern gefangen zu geben. In letzter Minute werden sie von deutscher Nachhut aufgefunden. Diese erschütternden Aufzeichnungen sind ein Zeugnis deutschen Heldentums auf verlorenem Posten. — Einführung in die physikalische Chemie. Von Stud.-Rat Dr. E. Fischer. Mit einem Abschnitt über die galvanischen Ketten. Von Stud.-Rat K. W e b e r Mit 24 Abb. (IV und 120 S.) 8. (Mathematisch-physikalische Bibliothek, Reihe II, Heft 1.) Geb. 3 Mark. Verlag von B G. Teub« ner in Leipzig und Berlin 1933. — (326) — Das Buch will die wichtigsten Begriffe und Gesetze bei vbvsikalilcken Chemie ohne Verwenduna höhere» Berliner Zrühbörse. B e r l i n, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der vorbörsliche Frühverkehr lag w e i t e r st i l l u n d a b- rn a r t e n d , wenn auch wieder eine ganze Reihe günstiger Momente geeignet wären, an einigen Märkten das Interesse zu beleben. Beachtung findet vor allem das Geschäftsergebnis bei Krupp, sowie die weitere Steigerung der Walzwerkproduktlon. Auch Meldungen über einen lebhaften Gelchasts- gang bei Stöhr werden vermerkt, ebenso die Erklärung Washingtoner Regierungskreise zu den Transferverhandlungen. Man erwartet heute wieder etwas Interesse für Renten, insbesondere für Reichsb-rhnvorzugsaktien. Am Valutamarkt hörte man London gegen Kabel mit 4,96,25, den Dollar in Berlin mit 2,64,7 und das Pfund mit 13,40. Hesien-Heimat. — Unter dem Titel „Hessen und Waldeck in schönen Bildern" begann im Verlag von Friedrich Lometsch in Kassel herausgegeben von Fritz Lometsch, eine Sammlung ausgezeichneter photographischer Aufnahmen aus unserer engeren Heimat zu erscheinen, von denen uns vorliegen: Band I, „Heimatland", 37 Aufnahmen aus Hessen und Waldeck, und Band II. „B u r g e n u n d Schlösser", 37 Aufnahmen aus Hessen und Waldeck, mit einem Geleitwort von Direktor A. Wohringer. stellv. Vorsitzender des Hess. Geschichtsvereins, und einem kurzgefaßten Anhang kunst- und kulturhistorischer Anmerkungen zu den Bildern. Die Photographien dürfen in Aufnahmetechnik und Wiedergabe vorbildlich genannt werden. Die schmucken Bändchen sind trefflich geeig matoerbundenheit und Heimatliebe zu stä anregend zu vertiefen, sie verdienen w breitung, wozu auch der geringe Preis vo Mark beitragen dürfte, und seien hier ange empfohlen. Die beiden nächsten Bände d sollen hessische Kirchen und hessische Tro« handeln — (310'311) — — Hessischer Volkskalender 19 ausgegeben von Fritz Lometsch unter kung der Abteilung für Volksbildung der 9 Gau Kurhessen. 51. Jahrgang. Friedr. Lome lag, Kassel. Preis 0,65 Mark. — (309) — haltreiche, gut zusammengestellte und m hübschen Bildern geschmückte Kalender b Freitag u. Sam st. prachtv. süße Apfelsinen2 Pfunndol. 0.24 allen seinen Beiträgen den Heimatgedanken, bringt eine Fülle unterhaltender und belehrender Aufsätze, Kalendarium, Rätsel, Scherzfragen nebst allerlei wissenswerten Zusammenstellungen für das ganze Jahr. Die denkwürdigen Tage der nationalsozialistischen Machtergreifung sind in vier großen eindrucksvollen Bildern festgeyalten und geben dem Kalender sein charakteristisches Gepräge. — Albinmüller. Denkmäler, Kult- und Deuisclier Wermutwein magenstärk.. ganz köstl. n re im Geschmack, 1 Lit. nur U.üiJ Preußen. Kreis Biedenkopf. < Gladenbach, 23.San. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors K i e k e b u f ch begibt sich die Marburger Große Strafkammer am 2. Februar nach hier, um gegen den Viehhändler Adler und dessen Sohn wegen Betrugs und Wuchers zu verhandeln. Zu dem Termin sind außer den Angeklagten, die sich im Marburger Amtsgerichtsgefängnis befinden, 10 5 Zeugen Künstlerkolonie, der Schöpfung des vormals regie- v .... renden Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und damit in die Tiefen eines Menschenschicksals und bei Rhein gelten, erläutert am Schöffen eines einer gärenden Zeit, in die Gedankenwelt des Hu- Künstlers, des Darmstädter Architekten Albin- manismus und der Reformation hineinsteigen. Die Müller. Darmstadt dankt ihm einen großen Teil Schreibweise ist fesselnd und knapp, erfüllt von dra- x_. m ," infolge 8««. Bitter 5a Anschrift richte pol ZfONkstl lilh9 3lur n( jenem Ta bige30.3 marlchall des junge fanden, o Volk non und aus h°b u"d gememld)' gläubige die in Adi sahen, Hal geteilt, er wißheit, d mit heiße zu einem neren Fri ltcher Sch nen wird. Revolutio, geschaffen, einen llel zu gewinr den, das J erhalten, die stäir der B a u scheu Wir nationalpc Wirtsch großen A die Rückst in den A beitsschlac das soeber nalen Ar Betriebsc nähergeb des Volkl pflege Freize scha ft e mächtige und Erz Staatspri das Schri itommen. Aber dc find gefall hatte, und lichen Vo sie unsere lenen höl es nur fir der natio Willen be< das große gemeinscha lers „Kein Minister i des Dritte Winterhilf- Wärme in esten Vol! Mür, daß Äußerlich! chenden I Waler P Yilfswerk 1 Dank für Aldern in Lugen, Qf< ?°lksgeinei [en Freude en Boden 05 mit de fefr; SL Der Reul °''"sch Un >a.9t noch । Nensbit afe schien, Up Ä Su ste-j Men. S 6$ BNlti 11 Sffc Killes ' öi *s