Jlr. 224 Erstes Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 25. September 1934 Tricheml täglich, aufeei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Wietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die SchDlle Monatr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern msolge höherer Gewalt 5ernsprechanschlüffe ■nter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Stehen poltfchecNonto: gianffurt am Main 11086 Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts Such- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. 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Was vor wenigen Jahren noch unmöglich .schien, ist in dem sozialen, politischen und wirt- c östlichen Wandel jüngster Zeiten zur Wirklich- '(t geworden: die unausbleibliche Bloßlegung V r internationalen Rüstungskon- rne, deren unerschöpfliche Gelder und Bedungen noch- bis vor wenigen Monaten die cherste Gewähr gegen eine Anklage vor der öffent- rjen Weltmeinung erschien! Und es gereicht der Negierung Roosevelts zur Ehre, daß sie den Mut sind, nicht nur die internationalen Drahtzieher in 'Lossengeschäften, die in ihrem eigenen Lande sitzen, br die Schranken der Kongreß-Untersuchung zu fleren, sondern auch den Finger in die Wunden Idir eigenen Kabinette zu legen. Roosevelt hat be- ri ts im Mai dieses Jahres dem Untersuchungs- Imitee seine bedingungslose Unterstützung zügelt und Staatssekretär Hüll stellte dem Komitee d Archive des Staatsdepartements rückhaltlos zur 3 rfügung. So konnte der Vorsitzende des Unter- stchungskomitees, Senator N y e, gegenüber den Ersuchen amerikanischer Rüstungskonzerne, die p nliche Untersuchung mit dem schwächlichen Hin- viis auf „internationale Kourtoisie" zu sabotieren, erllären: „Die Untersuchung geht weiter!" Und die Untersuchung ging weiter! Am 3. Sep- trnber begann sie, und bereits in den ersten Tagen eühüllte sie ein Inferno, dessen Tragweite so über- ll iltiaend und dessen Enthüllungen so phantastisch siid, daß sie auf den besten Willen anderer Regie- ringen, ähnliche Untersuchungen in die Wege zu j k:ten, fast lähmend wirken muß. Nicht, daß die ! btsachen nicht seit langen Jahren bekannt gewesen i mren, sondern daß sie zum ersten Male von be- | m encr Seite vor der öffentlichen Weltmeinung an | bis Kreuz ihrer eigenen Schamlosigkeit genagelt v. rde — das ist das Verdienst der Washingtoner Kl stungsverhöre und letzten Endes Roosevelts selbst. Die Bühne des Schauspiels ist weitgesteckt und । Jene Schauspieler sind ohne Wahl. Von höchsten kiNsstellen bis zu Lebedamen in der Türkei und ! thgentinien; von Schmiergeldern in der Umgebung |i »amerikanischer Präsidenten bis zur Geheim- klirespondenz zwischen dem amerikanischen Arrnee- uL Marine-Ministerium, die in die Hände ame- . riwnischer Rüstungs-Hyänen" fällt und von diesen bircf) dunkle Kanäle nach England, Frankreich und 3qpan weitergeleitet wird; vom Marineoffizier, der n:t Billigung der amerikanischen Kriegs- und Inrineminifterien der kolumbianischen Regierung Wne für die Verteidigung ihrer Küste am Stillen Ü!2an gegen Peru ausarbeitet, während beide । Ministerien gleichzeitig Waffenlieferungen der ame- 1 n ionischen Rüstungsindustrie durch ihre Attaches in Peru unterstützen, bis zu den „Kommissionen", : H französischen Werften für Auftragsvergebung n amerikanische U-Boots-Firmen gezahlt werden - das sind nur ganz kleine Ausschnitte aus dem irten Kapitel des Dramas, in welchem der „Größte | k Großen": Sir Basil Zahar off, nur flüchtig ' streift wurde! Man könnte von dem Ausdruck „Drama" ab- Itten und das Ganze als eine Burleske bezeichnen, ‘ ni dem Lebedamen, Rüstungs-Haie und nationale ^nisterien die Hauptrolle einnehmen, wäre das | | viMuspiel nicht so tragisch! Zur gleichen Zeit, wo lezzweifelte Friedenskonferenzen in Genf, lapallo, in Washington, im Haag und in Monte- liSeo stattfanden, saßen unter den Delegierten d i e Brtreter d e r führenden Rüstungs- Itnn gerne, die die Interessen ihres Volkes für h?rn eigenen Judaslohn jederzeit zu opfern bereit jr.'o! Zur gleichen Zeit sitzen in den gleichen Kon- |t7°nzen Abgeordnete gleicher Länder für angeblich la» gleiche Ziel: Frieden! Aber während der linke [ipgeorbnete eines Landes nicht weiß, was der leiste tut, hat ihn der „Rechte" schon lange in die । U.sche gesteckt. Dies war der Fall, um bloß ein kleines Beispiel seiauszugreifen, als während der mandschurischen i Irife auf der Abrüstungskonferenz 1932 Monsieur llmrles Dumont von Schneider - Creuzot, r le: gleichzeitig Präsident der von Schneider-Creuzot llj bntrollierten Banque Franco-Japonaise ist, der icnzösischen Delegation angehörte, während die chllische Abordnung durch die Mitgliedschaft des dursten A. G. C. Dawney bereichert wurde, der Bruder des gleichnamigen Direktors von Isckers-Armstrong und heute „politischer ^.pektor" der Britischen Rundfunk-Gesellschaft ist. | ItD dies war der Fall, als so erlauchte Personen ji der ehrenwerte Neville Chamberlain britischer ! :c:atzkanzler und sein Bruder Sir Austin Cham- Hain Mitglied des Parlaments und Träger des 5 iedens-!)Nobelpreises paren, was jedoch beide iot abhielt, gleichzeitig Großaktionäre bei Vickers- Lj irmftrong zu fein und sich der erlesenen Liste l| tilserer Aktionäre anzureihen, darunter Lord Bal- fi im;, Lord Curzon, Lord Kinnaird, drei angli- ! ■ vsische Bischöfe, usw. usw. Den Eingeweihten Q:e dieses kaum noch überraschen, nachdem der itnialige britische Botschafter in Paris, Lord Ber - M!| i,, angesichts der amerikanischen Friedensoor- . i Lige 1917 in fein Tagebuch schreibt: „Zaharoff U f jfur Fortsetzung des Krieges bis zum Ende! nicht nur das britische Kabinett, sondern die Vtungshyäne Zaharoff bestimmte über Leben ul Tod von Millionen!... Einen vollständigen Ueberblick über den amerika- ifaen Anteil an diesem internationalen Blut- ?Mft kann man erst nach Abschluß der Senats- I Ekirsuchung gewinnen. Das Eis aber ist gebrochen. Barihou stößt auf Schwierigkeiten. Oie Bemühungen um eine Garantie für Oesterreichs Unabhängigkeit. — Das Hindernis der italienisch-südslawischen Spannung. London, 25. Sept. (DNB. Funkspruch). „Daily Telegraph" meldet aus Genf: B a r t h o u hat aus Paris den Entwurf einer Erklärung über d i e Unabhängigkeit Oesterreichs mitgebracht, die vom französischen Ministerrat gebilligt worden ist. Am Montag hat er sie dem italienischen Delegierten Baron A l o i s i unterbreitet Später suchten die beiden Staatsmänner den Lordsiegelbewahrer Eden auf, um ihm den Inhalt des Dokuments mitzuteilen. Während der letzten zwei Wochen hatte A l o i f i zweimal versucht, die britische und die französische Regierung zu veranlassen, einer Konvention zuzu- stimmen, durch die Großbritannien, Frankreich und Italien die Unabhängigkeit und territoriale Unverletzlichkeit der österreichischen Republik gegen die Einmischung einer fremden Macht gewährleisten sollten. Diese Anregungen sind e r fo l g l o s geblieben, weil die britische Regierung entschlossen war, keine neuen territorialen Verpflichtungen zu übernehmen. Ein anderer Grund war der Umstand, daß die Kleine Entente glaubte, der italienische Vorschlag ziele darauf ab, sie von einer aktiven Teilnahme an den Donauangelegenheiten auszuschließen und den Weg für eine Vormachtstellung Italiens in diesem Teile Europas zu ebnen. Backhaus Ziel ist jetzt viel bescheidener geworden. Er dürfte höchstens anregen, daß die Nachbar st aaten Oesterreichs, die Mitglieder des Völkerbundes sind, ihre Bereitschaft erklären sollen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Oesterreichs einzumischen. Sollte eine Einmischung Italien ständen aber Hindernisse entgegen, solange d i e italienisch-jugoslawischen Beziehungen so außerordentlich erbittert bleiben. Zwischen Paris und Warschau bestehe eine merkliche Abkühlung, und der polnische Ausfall in Genf sei ein unmißverständliches Zeichen gewesen, daß Polen aus dem französischen Kreis in den deutschen Kreis gezogen werde. Eine ähnliche Bewegung der Jugoslawen würde noch e r n ft e r für die Aussichten auf ausgeglichene Zustände in Europa sein. Der Genfer Korrespondent der „Times" sagt, bisher scheine in der Frage einer Garantie der Unabhängigkeit Oesterreichs kein wesentlicher Fortschritt gemacht worden zu sein, und es sei damit auch in unmittelbarer Zukunft nicht zu rechnen. Das Höchste, was man erhoffen könne, sei, daß die Verhandlungen die günstigen Vorbedingungen für eine Aussprache in Rom schaffen würden. Die Haltung Ungarns schaffe neue Schwierigkeiten. Ungarn werde hin- und hergezogen zwischen einer Politik der Zusammenarbeit mit I t a l i e n und einer Politik, bei der es sich auf Deutschland stütze. Die ungarische Haltung werde durch die Revisionspolitik bestimmt; ihre Verwirklichung aber liege in unabsehbarer Ferne, und damit sei eine unlösbare Schwierigkeit in jedem Versuch einer Lösung der Donaufrage enthalten. Mäßige Aussichten für Rom. Italiens Vorbehalte für eine Verständigung mit Frankreich. Paris, 25. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Der römische Berichterstatter des „Jour" sieht bevorstehenden Verhandlungen in Rom gerade im Zusammenhang mit der von Frankreich gewünschten A n - näfjerung Italiens an d i e Kleine Entente mit Skepsis entgegen. Angesichts des Wiederauflebens der jugoslawisch-italienischen Meinungsverschiedenheiten müsse man fragen, w o B a r- thou einfetzen wolle, um eine Annäherung Italiens an die Kleine Entente herbeizuführen. In zwei Punkten werde Italien außerdem unnachgiebig fein. Es werde sich volle Handlungsfreiheit gegenüber Jugoslawien vorbehalten und weiter seinen Anspruch auf absolute Flottengleichheit in vollem Umfange aufredjt erhalten. In zwei anderen Punkten werde sich die italienische Regierung ebenfalls hartnäckig zeigen und zwar in der Unterstützung, die Italien von jeher der deutschen These in der Rüstungsgleich- heit habe zuteil werden lassen und zweitens in der Ablehnung irgendeines antideutschen Schrittes. Im allgemeinen könne man feststellen, daß Italien über di.e Möglichkeit einer Verständigung mit Frankreich nicht ausgesprochen skeptisch denke. Ungarn fordert Eingreifen des Äötkerbnndes znm Schuh seiner Minderheiten. durch eine außenstehende Macht erfolgen, so würde der Völkerbundsrat angerufen werden. Das praktische Ergebnis des französischen Vorschlages würde fein, dem Vötkerbunds- r a t das ganze Problem der österreichischen Itnabhängigkeit zu überweisen. Es ist zweifelhaft, ob Italien der Ansicht Varthous zustimmen wird. Eden hat sich am Montag noch nicht geäußert. — 3n einem Aufsatz des „Daily Telegraph" zum gleichen Thema heißt es, die Genfer Besprechungen über eine Garantie der österreichischen Unabhängigkeit seien wegen des italienisch - südslawischen Gegensatzes bisher erfolglos geblieben. Südflawien wolle von Italien als gleichberechtigt anerkannt werden, ähnlich wie Polen entschlossen fei, nicht länger als Satellit Frankreichs zu gelten. Frankreich wolle, daß die Unabhängigkeit Oesterreichs durch gemeinsames Auftreten der Nachbarstaaten gesichert werde, und daß Italien nicht die Stellung einer Schuhmacht erhalten solle. Um dieses Ziel zu erreichen, sei freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Italien und Südslawien unerläßlich. Barthou werde sicher seine ganze Ueberredungskunst gebrauchen, um die Kluft zwischen beiden Staaten zu überbrücken. Er werde demnächst nach Rom । gehen; König Alexander von Jugof'lawien werde' König Boris in Sofia besuchen und dann nach | Paris fahren. Alle diese Schritte hätten offenbar; einen gemeinsamen Beweggrund, die Herstellung । neuer ober die Stärkung alter Beziehungen. Die gemeinsame Sorge um Oesterreichs Unabhängigkeit habe Frankreich und Italien veranlaßt, eine Lösung ihrer unerledigten Meinungsverschiedenheiten zu erstreben. Der Annäherung zwischen Frankreich und Nach Polen hat sich nun auch Ungarn in der Frage des Minderheitenschutzes zum Worte gemeldet. Es mußte dabei ganz ähnliche Erfahrungen mit den Völkerbundsmethoden machen wie der polnische Außenminister Beck. Die Gründe, die die Vertreter beider Staaten zu ihrem Vorgehen veranlaßten, sind allerdings ganz verschiedener Natur. Um so härter muß das Urteil fein, das die Organe des Völkerbundes wegen ihres offenkundigen Versagens in einer für ihre Mitglieder lebenswichtigen Frage von beiden Seiten trifft. Beide Staaten gehörten bisher zu den treuesten Jüngern der Völkerbundsidee — aus entgegengesetzten Ursachen. Polen benötigte den Genfer Areopag zur Sicherung seines durch Versailles gewonnenen nationalen ' Bestandes und führte den letzten Stoß gegen die Genfer Bürokratie, weil es sie zur Behandlung der fremden Minderheiten im eigenen Lande nicht mehr gebrauchte. Ungarn dagegen sah von vornherein die Völkerbundsversammlung nur als eine geeignete Plattform für die Propaganda feiner R e - visionswünsche an und wollte mit der Aufrollung der Minderheitenfrage in der sechsten politischen Kommission nichts anderen erreichen, als die Welt auf die unhaltbare Lage seiner eigenen Minderheiten im fremden Lande aufmerksam zu machen. Polen wie Ungarn -aber wurde aus dem Kreise ihrer Dölker- bunbsfollegen bedeutet, daß Form und Ort ihrer Beschwerden schlecht gewählt seien. Wie mans auch nimmt, die heilige Verfahrensordnung in Genf bestimmt immer anders, als er dem heißen Drang völkischer Notwendigkeiten entspricht. In der Genfer Minderheitenaussprache betonte der ungarische Vertreter Tibor von Eckhardt, daß der ungenügende Schutz der ungarischen Minderheiten das ernsteste Donauproblem darstelle. Eine Abänderung wäre die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit der Donaustaaten. Dabei würde von Rumämien nicht mehr verlangt als die Erfüllung der bestehenden Verträge. Der Dölkerbundsrat solle einen Untersuchungsausschuß einsetzen, der in den vier Donaustaaten, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien und Tschechoslowakei, die Lage der Minderheiten zu untersuchen habe. Dieser Ausschuß könnte dann an den Völkerbundsrat berichten. Auf dieser Grundlage könne der Rat dann Maßnahmen treffen, um die Minderheitenfrage im Donaubecken zu einer befriedigenden Lösung zu bringen. Benesch betonte, ohne sich gegen den Vorschlag Eckhardts zu wenden, daß der Völkerbundsrat und nicht die Politische Kommission für derartige Vorschläge zuständig sei. Die Streitfrage bestehe nicht zwischen einzelnen Staaten und Ungarn, sondern nur zwischen dem Völkerbundsrat und Ungarn. Dieser Ansicht schloß sich dann auch der Vertreter Südsiawiens an. Der ungarische Vertreter erklärte vor Pressevertretern, daß Ungarn sich auf keinerlei Wirtschaftsoerhandlungen mit anderen Donaustaaten einlassen könne, bevor nicht die Frage der ungarischen Minderheit in befriedigender Weise gelost sei. Diese Frage gehe für Ungarn allen anderen voran. und das Untersuchungskomitee selber hat feiner Ueberzeugung dahin Ausdruck gegeben, daß selbst die gründlichste amerikanische Untersuchung die weitreichendsten und letzten Zusammenhänge des internationalen Waffenhandels nicht aufzudecken in der Lage sei, wenn nicht die Regierungen der übrigen Großmächte dem am eri- konischen Beispiele folgen und rückhalts- los ihre Archive offnen, um ihren Anteil zur Erreichung des nächsten Zieles beizutragen: Verstaatlichung der gesamten Rüstungsindustrie und internationale Kontrolle des Waffenhandels. 10 memelländische Geistliche ihrer Aemter enthoben. Memel, 24. Sept. (DNB.) Der Gouverneur des Memelgebiets hat im Zuge seiner planmäßigen Aufhebung der autonomen Rechte des Memelgebietes verfügt, daß zehn memelländischen Geistlichen die Arbeitsgenehmigung und das Recht ihrer seelsorgerischen Betätigung entzogen wird. Von diesen sind sieben Reichsdeutsche, zwei rumänischer Staatsangehörigkeit und einer Balte. Nach Artikel 5 des Memelstatutes gehört die Regelung des religiösen Lebens eindeutig zum Geschäftsbereich der autonomen Gewalt des Memelgebietes. Deshalb bedeutet diese Maßnahme einen neuen schweren Eingriff in die autonomen Rechte des Memelgebietes. Die Maßnahme wird sich insbesondere noch deshalb schwer für das kulturelle und religiöse Leben des Memellandes auswirken, weil Litauen nicht in der Lage ist, die geeigneten Ersatzkräfte zu stellen. Doumergue fordert Stärkung der Regierungsautorität in Frankreich. Das Recht der parlomentöauflösung und der Bestimmung über die Staatsausgaben. Eine Rundfunkünfprache des Ilrinisterpräsidenten. Paris, 24. Sept. (DNB.) Arn Montagabend wandte sich Ministerpräsident Doumergue im Rundfunk an das französische Volk. Den, der der Regierung vorwerfe, sie habe nichts Großes vollbracht, frage er, was z. B. eingetreten wäre, wenn durch 'die Bildung des Burgsnedenskabinetts nicht der Ausbruch eines Bürgerkrieges, dem ein Krieg nach außen gefolgt wäre, verhindert worden wäre? Er erinnerte dann an die Ausgleichung des Staatshaushaltes und an die Vergebung von Rötst a n d s a r b e i t e n in Hohe von 10 Milliarden. Während der Parlamentsferien habe man einen Feldzug für die Entwertung des Frankens eingeleitet, dessen Gelingen verhängnisvoll für ganz Frankreich sein würde. Der Zusammenschluß der beiden marxistischen Richtungen habe natürlich zur Geldknappheit geführt, aber eine äußerst gefährliche Zweideutigkeit fei nun beseitigt worden. Sozialismus und Kommunismus seien dasselbe. Wenn die marxistische Einheitsfront jetzt für die Entwertung des Frankens eintrete, so bezwecke sie damit den allgemeinen Ruin des Landes, auf dem sie ihre Diktatur zu errichten hoffe. Zu bedauern sei es, daß selbst in Kreisen des französischen Mittelstandes Stimmen zugunsten sozialistischer Tendenzen laut würden. Diese Leute wüßten sicherlich nicht, daß sie Wegbereiter des Kommunismus seien. Währungsmachenschaften würden Frankreich, in dem Hunderttausende von Rentnern lebten und das Spareinlagen in Hohe von 59 Milliarden Franken aufweise, schwer schädigen. Nach seiner Ansicht müsse der Po st en des Regierungschefs in Frankreich, der ohne jede besondere Autorität sei, verfassungsmäßig mit denselben Befugnissen ausgestattet werden, die der Premierminister in England habe. 3m Falle von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der Parlamentsmehrheil müsse der Ministerpräsident sich sofort ans Land wenden können, und zwar unter Um- asgewalt. Zweifel nicht Ein Lahr nationalsozialistische Agrarpolitik Ein Rückblick des Reichsernährungsministers Darre zum Erntedanktag. tragen. Die Regierungsblätter find des Lobes voll. „Le Jour" (gemäßigt republikanisch) sieht in der Rundfunkrede nicht nur einen Aufruf an das französische Volk, sondern mißt ihr auch in außenpolitischer Hinsicht außerordentliche Bedeutung bei. Wenn sich Doumergue mit solcher Energie gegen die Machenschaften der Kommunisten ausgesprochen habe, habe er gleichzeitig auf die Gefahren der französlsch-sowjetrusfischen Annäherung hingewiesen. Das Unglück sei aber, daß man in den höchsten Kreisen diese Gefahren nicht mehr sehen würde, wenn Ministerpräsident Doumergue eines Tages sein Amt niederlegen sollte. Die Vedeulung der neuen VauempoM für die Gesamivolkswirtschast. Die gesamten Lebenshaltungskosten in Deutschland sind im August 1934 gegenüber dem August 1933 nur um 4,1 v.h. gestiegen, die kosten für Ernährung allein um 7,5 v. h. Diese Steigerung ist nicht größer, als etwa die für die meisten Textilerzeugnisse, und außer- dem wurde damit nur ein vorangegangener ungewöhnlicher Rückgang der Ernährungskosten wieder ausgeglichen. Denn will man die tatsächlich eingetretenen Preiserhöhungen verstehen, so muß man bedenken, daß die Kennziffer für Ernährungskosten von ihrem Höchststand im März 1929 von 159,3 bis aus 106,2 Diesem Gleichklang mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung wird man der Landwirtschaft auch dann zubilligen können, wenn man bei der Beurteilung die überwirtschastlichen oder irrationalen Gesichtspunkte ganz ausscheidet. Das ergibt ich ganz nüchtern schon aus der ausschlaggebenden, ich möchte sagen, überragenden Stellung, die die Landwirtschaft in der deutschen Gesamtwirtschaft einnimmt. Wenn beispielsweise die Landwirtschaft in der Arbeitsschlacht ungefähr 200 000 Erwerbslose ausgenommen hat, so ist zu berücksichtigen, daß diese Aufnahme dauernd fein dürfte und daß es jetzt praktisch keine Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft mehr gibt. Reben dieser unmittelbaren Mitwirkung an der Arbeilsschlacht, die noch erheblich verstärkt werden kann, sind vor allem aber auch die mittelbaren Auswirkungen zu berücksichtigen. Zunächst prägt sich eine Besserung der landwirt- schastlichen Erlöse in einer Steigerung des Absatzes von Produktionsgütern aus, etwa von Düngemitteln, Wafchi- nen und Geräten; ferner in einer Erhöhung der Spareinlagen auf dem Lande, wodurch ein erheblicher Beitrag zur Kapitalneubildung geliefert wird. Schließlich zeigt sich aber auch eine Steigerung des eigentlichen Verbrauches des Bauern und eine Befruchtung der Konsumgüterindustrien. Aber all diese Gesichtspunkte treten noch zurück hinter den entscheidenden Nationalwirtschaft» gehung der jetzt in Kraft befindlichen Förmlichkeiten. Eine leichte Aenderung der Verfassung werde zu diesem Zweck ausreichend sein, wenn man von gewissen ganz besonderen Fälle» absehe, in denen eine vorherige Zustimmung des Senats notwendig wäre. Man könne sicher sein, daß die Regierungskrisen seltener würden, wenn die Furcht vor der sofortigen Auflösung des Parlaments den Ehrgeiz ungeduldiger Elemente zügeln würde. Ferner müsse verfassungsmäßig festgelegt werden, daß die Regierung allein die Ausgaben vorzuschlagen habe, und daß hierfür weder Kammer noch Senat zuständig seien. Außerdem mühte die Regierung durch Verordnung den Staatshaushaltsplan für ein Jahr in Kraft fetzen können, falls er nicht rechtzeitig vom Parlament verabschiedet würde. Endlich mühten die Rechte und Pflichten der Beamten in einem sogenannten Beamtenstatut festgelegt werden. Es gehe nicht an, daß die Beamten alle Freiheiten ohne irgendwelche Verpflichtungen, gegenüber dem Staat, der sie ernähre, genössen. Andererseits hätten die Beamten Anspruch auf Wahrnehmung und Schuh ihrer besonderen Belange durch den Staat. * Paris, 25. Sept. (DRB.-Funkspruch.) Die meisten Blätter stimmen den Ausführungen des Ministerpräsidenten über die Notwendigkeit zu, der Regierung für die Zukunft eine höhere Autorität Anwerbung von Gaarpolizisten in der Schweiz unerwünscht. Bern, 25. Sept. (DRV. Funkspruch.) Das politische Departement gibt zur Frage der Saarpolizei folgende amtliche Mitteilung heraus: Der Bundesrat prüfte in feiner Sitzung vom 24. September die Frage, ob dem Schweizer Bürger erlaubt werden könne, sich für die Polizei und die Schuhmannschaft des Saargebiets anwerben zu lassen. Er stellte fest, dah die bestehenden Vorschriften keine Bestimmungen enthalten, die einen solchen Eintritt verbieten. Nichtsdestoweniger ist er nach gründlicher Prüfung dieser Frage zur Reberzeugung gelangt, dah allgemeine politische Ueberlegung und insbesondere die strikteEinhaltungderschweizerischen Neutralität es als wenig erwünscht erscheinen lasse, wenn Schweizer Bürger in der Zeit des Abstimmungsverfahrens der Polizei oder der Schuhmannschaft des Saargebietes angehören. Das politische Departement ist deshalb beauftragt worden, dem Völkerbundssekretariat mitzuteilen, der Bundesrat würde wünschen, dah die Regierungskommission des Saargebietes von sich aus darauf verzichte, in der Schweiz geeignete Kräfte zur Verstärkung der saarländischen Polizei oder Schuhmannschaft zu suchen. Berlin, 24.Sept. (DNB.) Im Rundfunk sprach der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walter D a r r ö, über das Thema „Ein Jahr nationalsozialistische Agrarpolitik". Der Minister führte u. a. aus: Es ist jetzt etwa ein Jahr her, daß die beiden großen Großgrundpfeiler der neuen deutschen Bauernpolitik gelegt wurden. Das Reichsnährstandsgesetz trat Ende August 1933 in Kraft und das R eichs - erbhofgefetz wurde fast genau vor einem Jahr auf dem Bückeberg verkündet. Jetzt bietet das Erntedankfest in den nächsten Tagen wieder Gelegenheit, zur Besinnung und Rückschau. Die Aufgabe, die mir der Führer gestellt hatte, war nicht allein die Besserung der Landwirtschaft — denn das wäre libera- listische Jnteressenpolitik gewesen — sondern war d i e Rettung des deutschen Bauern, ohne dem Verbraucher, besonders dem deutschen Arbeiter, nennenswerte neue Lasten aufzuerlegen. Durch das Reichserbhofgesetz und das Reichsnährstandsgesetz wurden zwei ganz neue Gedanken in die Landwirtschaft und damit in die Wirtschaft überhaupt hinein- getragen. Die Sicherheit und die Ordnung. Die Sicherheit oder Stetigkeit war nur zu erreichen durch eine Ordnung der Menschen selbst, wie sie in der st ä n d i s ch e n Gliederung im Reichsnähr- staiwsgesetz eingeschlossen ist; vor allen Dingen aber durch eine Ordnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und ihres Weges zum Verbraucher. So entstand auf den beiden Grundgesetzen die Marktordnung als eine notwendige Folge, genau so wie andererseits die Marktordnung nur möglich war auf den Grundvoraussetzungen der im Erbhof — und Nährstandgesetz enthaltenen Gedanken der Sicherheit und Stetigkeit. Mit der Marktordnung war es erst möglich, die Preiskatastrophe in der Landwirtschaft aufzuhalten und eine entscheidende Besserung der Erlöse herbeizuführen, ohne den Verbrauch fühlbar zu belasten. Es wurde möglich, an die Stelle wilder und unberechenbarer Preisschwankungen eine feste und stetlge Preisentwicklung zu sehen, "die sich genau voraus berechnen und bestimmen lieh. Und schließlich wurde es durch die Marktordnung möglich, die Stellung der Landwirtschaft im neuen Reich zu heben und zu stärken, ohne dabei, wie früher, mit unseren außenwirtschaftlichen Beziehungen und Interessen in Konflikt zu kommen; im Gegenteil: Die Marktordnung ermöglichte sogar eine Ausgestaltung bestimmter H a n dels- beziehungen auf ganz neuer Grundlage. Erste Aufgabe war die R e t t u n g des Bauern vor demZugriff derGläubiger und Rettung aus der weltwirtschaftlichen P r e i s k a t a st r o p h e. Die Zahl der durchgeführten Zwangsver st eigerungen landwirt- schüftlicher Grundstücke ist von dem Höchststände im Jahre 1932 von 7060 bereits im vergangenen Jahr auf 1662 zurückgegangen. Der Fläche nach ist sogar ein Rückgang von 153770 Hektar auf 27 451 Hektar zu verzeichnen. Was die Preisentwicklung angeht, so gebe ich Ihnen einen Vergleich der Großhandelspreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse auf dem Weltmarkt und in Deutschland nach dem Stande vom August 1934. Danach brachte Roggen in Rotterdam 56 Mark, in Deutschland 159 Mark je Tonne, Weizen in Liverpool 69 Mark, in Deutschland 199 Mark je Tonne, Schweine in Chikago 12 Mark, in Deutschland 47 Mark je Zentner, Butter in Kopenhagen 78 Mark, in Deutschland 254 Mark je Doppelzentner, Speck in Kopenhagen 107 Mark, in Deutschland 184 Mark je Doppelzentner, Eier in Kopenhagen 3% Pf., in Deutschland 8 Pf. das Stück. Diese Preise gelten, wie gesagt, im Großhandel oder an den Börsen. Und so, wie der Vollstreckungs- Oberst von Hindenburg scheidet aus dem Heeresdienst. B e r l i n, 24. Sept. (DNB.) Oberst v. H l n d»' bürg, der Sohn und langjährige e r st e Ao!1 tant des verewigten R e i ch s p r ä s > i> < t e n und Generalfeldrnarschalls, scheidet nut . 30. September 1934 auf seinen Antrag ° dem Heeresdienst aus. Ihm ist der «>C ratter a l s Generalmajor mit der nid zum Tragen der Generalsuniform verlieht- Oskar von Beneckendorff und von Hindenb^ wurde 1883 in Königsberg i. Pr. geboren, wo 1 Vater damals als Hauptmann Generalstabsofiz der 1. Division war. 1903 wurde Oskar von 4. denburg Leutnant im 3. Garderegiment zu V J dem auch fein Vater angehört hatte. Er wurde -• im November zum Hauptmann befördert und , Stab feines Vaters zugeteilt, der damals das l § kommando Ost übernahm. Nach dem Krieg Reichswehr übernommen, war er Hauptmann Kompaniechef im 16. Infanterieregiment inj)' nover. 1923 wurde er als Major in den Gen stab des Gruppenkommandos I versetzt. Racy - Uebernahme des Amtes des Reichspräsidenten • seinen Vater wurde er zu dessen persönlichen ^ tonten ernannt. Er rückte 1929 zum Oberstleu und 1932 zum Obersten auf. im März 1933 zurückgeganaen war, also ganz erheblich mehr als etwa die Löhne, und daß sie bis August 1934 erst auf 118,5 gestiegen war, also erst 23 v. H. des früheren gewaltigen Sturzes wieder aufaeholt hatte. Und schließlich bewegte sich diese Steigerung der Erlöse der Landwirtschaft durchaus im Rahmen der Erhöhung des Volkseinkommens. Allein das gesamte Arbeitseinkommen betrug noch im vorigen Jahr 26,5 Milliarden Mark. Im ersten Halbjahr 1934 war es auf fast 15 Milliarden Mark gestiegen. Das bedeutet aufs Jahr umgerechnet eine Erhöhung um 13 v. H. Gleichzeitig ist das landwirtschaftliche Einkommen von 6,5 auf 7,3 Milliarden Mark gestiegen, also eine Erhöhung um 12,3 v. H. schütz die Tätigkeit der Erzeugung gewährleistet, so verschafft diese Preisgestaltung dem Bauern höhere Erlöse und gewährt ihm auch eine Stetigkeit des Ertrages. Anderseits aber wirken sich durch die Marktordnungen diese erheblichen Preisunterschiede gegenüber dem Weltmarkt in der eigentlichen Lebenshaltung nicht so fühlbar aus, wie ein Vergleich mit dem Auslande aeigt. Nach einer lieber- ficht des Internationalen Arbeitsamtes für Oktober 1933, die auch noch bis August 1934 Gültigkeit haben soll, kostete im Einzelhandel ein Kilo Weizenmehl in Deutschland 44 Pf, in Frankreich 45 Pf.; ein Kilo Butter in Deutschland 3,12 Mark, in Frankreich 3,60 Mark; ein Kilo Schweinefleisch in Deutschland 1,66 Mark, in Frankreich 2,30 Mark; ein Kilo Kartoffeln in Deutschland 7 Pf., in Frankreich 8 Pf.; ein Liter Vollmilch in Deutschland 23 Pf-, in Frankreich 25 Pf.; ein Ei in Deutschland 12 Pf. in Frankreich 13 Pf. Die Erziehung -es akademischen Nachwuchses. Eine Nundfunkansprache des Führers der Neichsschaft der Studierenden. zu geben. Abgesehen von den ausgesprochen links eingestellten Organen gibt es aber auch einige bürgerliche Blätter, die die Ansichten des Mimster- prästdenten nicht vollständig teilen. So schreibt 3. B. die linksradikale „E r e N o u v e l l e", die Oeffent- lichkeit wünsche zwar ein besseres Funktionieren bet Regierungsmaschlne, sie sei aber einer Aenderung der Verfassung oder gar des Regimes abgeneigt. Es handele sich darum, die bisherigen Mißstände abzuschaffen und zu den in der letzten Zeit aus der Hebung gekommenen Regeln zurückzukehren. Das „Oeuvre" ist nicht grundsätzlich gegen die Staats- reform eingestellt, fordert aber nähere Aufklärungen über die Absichten Doumergues. Der sozialistische „P o p u l a i r e" wendet sich gegen jede Erweiterung d e r Regierun Die Verfassungsreform würde ohne nur das Parlament, sondern die ganze Republik zum Tode verurteilen. Die Taktik Doumergues gehe dahin, die Autorität des Volkes auf die Regierung zu überden Wert, dah sie der A l t h e r r e n s ch a f t bis zu Ende des kommenden Semesters ungefähr sagen werde, ob ihr Bund für die Zukunft b e st e h e n bleibe oder nicht. Wenn einzelne Verbände und Alt- herrenschaften meinten, die deutsche Studentenschaft wolle die Korporationen auf kalte Art obwürgen, so sei festzustellen, daß diese Meinung grundfalsch fei. Die Nachwuchsfrage bedingt die S u s p e n d i e - rung einzelner Korporationen, und ich fühle mich verpflichtet, durch klare Entscheidung Entwicklungen, die kommen müssen, festzulegen und sie im Rahmen eines organischen Aufbaues für den Nationalsozialismus einzufetzen. Selbstverständlich werde die Form, in der der zukünftige Student im Kameradschaftshaus lebe, anders (ein als die, in der er früher gelebt habe. Der zukünftige Student komme aus HI., SA. und Arbeitsdienst und bringe diese neue Lebensform mit auf die Hochschule. So entstehe das Kameradschaftshaus, eine Arbeits- und Le - bensgemeinschaft. Man wolle in dem Haufe durchaus eine gewisse Freiheit und vor allem die Eigenwilligkeit des einzelnen fördern, weil man der Meinung sei, daß nur Eigenwillige, innerlich freie frohe Menschen den Typ des Nationalsozialisten bilden könnten. Auch die Frage der Mitgliedschaft der Studenten zu den Kor- porationen werde eine Regelung finden. Eine B i n- dung der Kameradschaften an die Korporation in einer bestimmten Form werde möglich gemacht wevden. Zum Schluß forderte der Red- l i ch e n Rücksichten. Die Marktordnung hat gleichsam das Wunder vollbracht, sowohl eine Ausgestaltung unserer Außenhandelsbeziehungen unter- stüken zu können, als auch bei einer zunehmenden Absperrung infolge der Devisenschwierigkeiten eine gewisse Selbstversorgung, also wenigstens unsere Nahrungssreiheit zu gewährleisten. Ohne Sicherung unserer eigenen Erzeugung und ohne Ordnung der Märkte wäre kein souveräner Austausch und keine Ausgestaltung dieses Austausches mit dem Auslande möglich. Ohne Nahrungssreiheit keine Außenhandelsfreiheit! Als wir Nationalsozialisten zuerst den Gedanken einer ausreichenden Selbstversorgung vertraten — den Gedanken des Vorherrschens des Binnenmarktes —, da wurden wir gerade deswegen verlacht und bekämpft. Wo stünden wir aber heute, wenn wir nicht vom ersten Augenblick nach der Machtübernahme auf eine Verwirklichung dieses Gedankens hingewirkt hätten! Im Jahre 1934 ist gegenüber 1933 die Anbaufläche für Oelfrüchte von 5200 auf 26 700 Hektar aesll.gen, also auf das Fünffache; die Anbaufläche für Flachs von 4900 auf 8800 Hektar fast auf das Doppelte; die Anbaufläche für Hanf, Nessel usw. von 210 auf 380 Hektar auch fast auf das Doppelte. Diese Politik haben wir aus derselben Romantik heraus betrieben, aus der wir in diesem Jahre keineErhöhung der Brotpreise vorgenommen haben; das eine Mal aus nationalpolitischen, das andere Mal aus sozialpolitischen Rücksichten. Diese Romantik, die zunächst unwirtschaftlich und lächerlich erscheinen mag, die aber schließlich doch zum Wohle des gesamten deutschen Volkes ausschlägt, ist eben eine ganz besondere Eigenart der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik. dildungsplan der Anstalten. Erzieher und Lehrer sollen insbefonbare | drei Eigenschaften vereinigen: Nationalsozialistijiqt j und wissenschaftliche Ausbildung, gelänbefportliüdjt Fähigkeiten und einen ursprünglichen und febeniöi« gen Sinn für Jugenderziehung. Zur Aufklärung Dion Mißverständnissen sei bemerkt: Die nationalpolüiv | chen Erziehungsanstalten sind nicht den früh!«! ren Kadettenanstalten g l e i ch zus e tzc?i>. Zweitens handelt es sich hier nicht um Wohü'^ tätigteitsan ft alten, die etwa Söhne wm I chastlich ungünstig gestellter Ellern und zerrütte?»! Ehen aus Gründen sozialer Fürsorge müßten oder wollten. Schließlich haben die 2lnftM( ten auch nicht den Zweck „Führe r" zu c i« ziehen in dem Sinne, daß etwa jeder Abltun eti dieser Anstalten einen Garantieschein für eine „tfnij rer"-Stellung mitbekäme. Es handelt sich vielmet! darum, ausgesuchte Jungmannen ganz b e j (M1 ders tüchtig und fähig zum 2) i e n ft an Staat und Volk zu machen und chärftten Waffen mitzugeben im Kampf für ö Nationalsozialismus. Betont muß werden, daß in der Einheit der tionalpolitischen Erziehung das w i f f e n f ä) di I1' liche Element und die theoretl!4' Ausbildung auf keinen Fall zuru.!' gesetzt werden. Nationalsozialistische Hallung!' fordert — und das hat uns der Führer W wieder gelehrt — körperliche und cfjarah terliche Festigkeit und Disziplin,^ auch die sichere Beherrschung des übersichtlichen ®!“ gebrauchsfertigen Wissens. ner jeden einzelnen Alten Herren und jeden elmel, nun jungen Studenten auf, sich für die neue Aus, aabe, die der Studentenschaft jetzt erwachse, einz;, setzen. Die neue studentische Lebensform. DNB. Berlin, 24. Sept. Der Amtsleiter für Kameradschaftserziehung in der Reichsleitung der Deutschen Studentenschaft, Dr. Karl Segler, h-j in einem Aussatz im „Volksdeutschen Dienst" die Grundzüae der neuen studentische» Kameradschaftserziehung dargelegt. F- das Kameradfchaftshaus ergebe sich die Aufgabe das Ich zu zertrümmern und die Persönlich, feit in d e r Gemeinschaft zu formen, einzusetzen und zu erproben, die charakterlich Unbrauchbaren auszumerzen und an ihre Stelle die geistig fähigsten und charakterlich ordentlichsten Jungen aus dem Volke zu rufen, die von dieser Stelle in die Hochschule wachsen; ferner d e n W is. s e n s ch a f t s d i e n st und den Sport- und Wehrdienst so auszugleichen, daß der Student seine eigentlich vor dem Volk übernommen Aufgabe erfüllen kann, die in der wissenschaftlichen Leistung liegt. Dn Erfolg und der Wert der Kameradschaftshäujer hänge letztlich von den Führern ab. „Wir werden", so schreibt Dr. Segler, „die junge Generation in Ehrfurcht vor ihren Vätern und deren Symbolen erziehen, im Stolz aus ihre jugendliche Kraft und ihre Symbole, die ihnen der Führer verlieh. Ehrfurcht und (5toh stehen nicht gegeneinander, sondern paaren sich. Aalionalpolilifche Erziehung. Eine Unterhaltung mit Reichsminister Ruß. Berlin, 24. Sept. (DNB.) Reichsminister R ust empfing einen Mitarbeiter des „VB." und äußerte sich zur Frage der Heranbildung von Führernach. wuchs. Hierbei kam der Reichsminister auch auf bit ' nationalpolitischen Erziehungsanstalten zu spreche de seine Schöpfung sind und feiner unmittelbar« Führung unterstehen. Die Anstalten sind dazu rufen, Führernachwuchs in rassische und persönlicher Auslese heranzubildttl. Heber Ziel und Aufbau her Anstallen sagte der Reichsminister u. a.: Das Ziel der Anstalten ift mit ihrem Namen p nannt: Nationalpolitische Erziehung. Dazu ist zu sagen, daß in Deutschland zwar fiit einigen Jahrhunderten eine zusammenhängende i> lüärische Führungstradition besteht, aber noch keüe nationalpolitische Tradition. Nationalpolitik im vollen Sinne des Begriffes gibt es in Deutschland riß seit dem Jahre 1933, dem Jahre der deutschen volution. Die Idee der deutschen Revolution ifl also zum Bildungsziel der nationalpolitiWn Erziehungsanstalten geworden. An die Stelle des gebildeten humanistischen Privatmannes oder der nur national denkenden, aufgeklärten Wissenfchch lers tritt die Bildungsidee ö e r „n a t i o n sozialistischen Haltun g", die über An- standesbildung und über Einzelbildung fyinuus inj ganzen Menschen und diesen als Glied des Volkstums ergreift. Der klassische klang der gymnastischen, musischen und politisch« Erziehung 'schließt in sich die klassische Frage, nl Tugend lehrbar ist. Die nationalpolitische ziehungsanstalt ist ein Versuch der positiven Beamt-1 wortung dieser Frage. Die Anstalten sind zunächst höhere LehranftaM, mit normalem Lehrplan und normaler Reifesm- ! fung. Sportliche und geländesportliche Ausbildurz Erwerbung des SA.-Sportabzeichens, Ausbildu ig j im Segelflug, im Motorrad- und Autofahren somit mehrere größere Geländeübungen im Jahre, yf : hören ebenso wie Fechten, Reiten usw. zum Au» । Berlin, 24. Sept. (DNB.) Der Führer der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen, Andreas F e i ck e r t, hielt eine Rundfunkrede über die Neuformung der Erziehung des akademischen Nachwuchses, in der er u. a. ausführte, daß mit der Verfügung über die Neu- forrnung der Erziehung des akademischen Nachwuchses nur der e r ft e S,ch ritt in eine Entwicklung getan sei, die das geistige Leben Deutschlands in der Zukunft bestimmen werde. Die Verschieden- heiten im Verbindungswesen der Vergangenheit seien vom NSDStB. zerbrochen worden, zugunsten einer großen Gemeinschaft der deutschen Studenten gelöst, deren Zeichen das Braunhemd und das Hakenkreuz seien. Nur diese Gemeinschaft habe es vermocht, Frei- und Korpo- rationsstudenten sowie Korpsstudenten und Burschenschaftler zusammenzuschließen. Um eine ntaionalsozialistische akademische Schicht zu haben, brauche man eine nationalsozialistische Hochschule. Den Kampf um diese Hochschule könne man aber nur mit einer geschlossenen, einheitlich von einem politischen Willen beseelten Studentenschaft führen. Aus diesem Grunde würden alle er ft en und zweiten Semester in ein Kameradfchaftshaus einbexogen und dort würde man sie an gemeinsamen Aufgaben arbeiten lassen. Mit der Verfügung über die Kameradschaftserziehung sei eine feststehende Entwicklung endgültig legitimiert worden. Diese klare Entscheidung habe Vertragsunter^eichnung entlassen werden können, mit einem Schlage gegenstandslos werden. Denn Aus aller Wett LeHrach- ! t uhenminisler hirola und der Sowjelbotschafler peinliche lSenauigKcil OPE L Der Zuverlässige Conbon, 24. Sept. (DRB.-Funkspruch.) Wie r.euter aus Tokio meldet, sollen der japanische also auch für die Fernen auch vom Ergebnis 1 ein Kaufpreis, der von beiden Seiten Erhaltung des Friedens im O ft e n bezahlt worden ist. Das ist ein i deutschen Standpunkt begrüßenswertes dieses Handels. Wieweit seine Wirkungen machen, solange der Bericht der sowjetrussischen Botschaft nicht in Moskau eingetroffen ist. : und Cirren |i(j der Opel-Maierialkonirolle begründet die Sicherheit und lange Lebensdauer der zuverlässigen Opel-Wagen. - Unbe-^ dingte Zuverlässigkeit, ehrlicher Gegenwert und ausgeglichene Konstruktion sind markante Opel-Vorzüge. Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels, desse-n Initiative und tatkräftiger Förderung die Regierungsmaßnahmen in erster Reihe zu verdanken sind, die dem Fremdenverkehr in Deutschland in der nunmehr abgeschlossenen Saison eine [io überaus erfreuliche Entwicklung gebracht haben. Die Fremdenziffern aus dem Reiche und □U5 dem Auslande, so fuhr der Pressechef der Reichsregierung fort, haben sich im allgemeinen im 5 0 v. H. gehoben, in Einzelfällen aber Fremdenverkehrs-Propaganda ist Friedenspolitik. Wir dürfen nicht müde werden, für deutsche Kultur und deutsche Sitten, für die Schönheit der deutschen Landschaft und die Aufbauarbeit des nationalsozialistischen Staates im Auslande zu werben. Mit dieser Werbung erfüllen wir die hohe Aufgabe, beizulragen zur Verständigung der Völker und die Friedenspolitik unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wirksam zu unterstützen. Die zentrale Organisation des Reichs- ,msschusses unter Leitung des Reichspropaganda- ninisters und des Bundespräsidenten der Verkehrs- Verbände und Bäder hat sich sehr gut bewährt. Ohne diese Organisation und ohne die utkräftige Mitwirkung des Staates wären diese Erfolge gar nicht denkbar. Wer in diesem Sommer es dürfte der unter japanischem Patronat stehenden mandschurischen Regierung nunmehr schwer fallen, für die in ihrem Souveränitätsgebiet stattfindenden Zwischenfälle unmittelbare sowjetrussische Einflüsse verantwortlich zu machen. Die 170 Millionen Pen, die die Räteunion teils in barem Geld, teils in Waren erhalten soll, sind s ch a r k e r zuzuschieben. Mit der Bestimmung des Lerkaufsvertrages, daß nach dem erfolgten Besitzwechsel sämtliche sowjetrussischen^ Angestellten der Eisenbahn innerhalb von s Es ist bezeichnend für die Lage im Fernen Osten, daß die erste Nachricht von der japanisch-russischen Vereinbarung über den Verkauf der ostchinesischen Eisenbahn nicht aus Moskau, sondern aus Tokio kam. Die Tatsache, daß man sich an amtlicher sow- jetrussischer Stelle zu dieser sensationellen Meldung noch nicht geäußert hat, zeigt deutlich, daß bte Vorteile dieses Uebereinkommens mehr auf lass a n i s ch e r als auf russischer Seite zu suchen sind. Sollte nicht noch in letzter Stunde der Kreml den Rückzug antreten und die Unterschrift unter das Verkaufsabkommen verweigern, so würde in der Tat die Abtretung der russischen Anteile der Ostchinabahn für den Preis von 170 Millionen Pen eine gewaltige Stärkung der japanischen Macht auf dem Festland zur Folge haben. Jahrelang haben die Verhandlungen über das Derkaufsprojekt geschwebt. Und sie sind begleitet worden von einer nicht endenwollenden Reihe von Zwischenfällen ernstesten Charakters. Ein Papierkrieg diplomatischer Protestnoten wurde entfesselt. Die beiderseitige Presse konnte sich nicht genug tun m den schärfsten Angriffen auf den Gegner. Jeder suchte dem anderen die Schuld und Verantwortung für die ewigen Zugüberfälle und immer von neuem aufflackernden Auf stände chinesischerFrel- ssischen Angestellten der chinesischen Verständigung tauchen immer sechs Monaten nach der wieder auf. Die unter Führung Chiang kai-shecks 'tragsunter^eichnung entlassen werden tön- stehende chinesische Zentral-Regierung in Nanking v wird dieser ganze Streit um die Schuldfrage hält den mit illegalen Mitteln kämpfenden Bolsche- Sie Tagung des Bundes deutscher Vettehrsverbünde Währenddessen ist auch Japan nicht mWg. Die Gerüchte von einer bevorstehenden japanisch- Bre s lau, 24. Sept. (DNB.) Auf der Tagung des Bundes Deutscher Verkehrsverbande, die hier unter dem Vorsitz des Bundespräsidenten, Staats- ministers Esser, stattfand, überbrachte Staatssekretär Funk die Grüße und Wünsche der Reichs- inb dazua! rassig eronzMi | en sagte <: 1 SRflmen r ^jureness zu einer unverbindlichen Einigung gekommen sein, wonach Sowjetruhland 17 0 IN i l- lifi o n e n Pen als Preis für die Abtretung der chinesischen Ost bahn erhalten «oll. Von dem Kaufpreis sollen zwei Drittel in Daren erlegt werden. Rur das letzte Drittel wird in bar bezahlt, und zwar zur Hälfte sofort, der liest innerhalb vondrei Jahren in drei Raten, b uf Grund des Besihwechsels werden sämtliche !vowjetrussische Angestellten der Eisen- j a h n innerhalb von sechs INonaten nach Unter- «ichnung des Vertrages entlassen werden kön- isen. Damit wäre eine Ursache der vielen Reibungen im Fernen Osten endlich beseitigt. Zur Ab- siindung der ausscheidenden sowjetrussischen Be- ernten ist nach japanischer Darstellung innerhalb ter Gesamtkaufsumme ein Betrag von 30 IHiUionen >en besonders ausgeworfen. Heber die Verständigung ist von der sowjetrussischen Regierung noch keine Mitteilung aus- (2geben worden. Die amtlichen Stellen in Moskau haben es abgelehnt, irgendwelche Mitteilungen zu Japan und Svwjetrußland über den Verkauf der ostchinesischen Bahn einig. Eine ernste Gefahr für den Frieden im Fernen Osten beseitigt. bürg chspr°) -ja ,en mW I löj___ — Wj t Coptische Prüfung der Zahn- T H Ranken der Zahnräder auf durch die deutschen Bäder und die Hauptstätten des deutschen Fremdenverkehrs kam, konnte überall eine freudige Stimmung und eine dankbare Anerkennung der Regierungsmaßnahmen feststellen, denn überall hatte der Fremdenverkehr sich stark gehoben. Wir danken allen, die an diesem Werke mitgearbeitet und zu seinem Gelingen beigetragen haben. Auch die Tätigkeit der Parteiorganisationen, insbesondere der N S. - Gemeinschaft „K r a f t d u r ch Freude" und der Hitlerjugend, darf nicht vergessen werden. Das Reisen in Deutschland ist wieder ein Lebensbedürfnis des deutschen Volkes geworden. Die Zeiten sind überwunden, wo eine Auslandreise sozusagen zum Lebensstandard gehörte, wo das Reisen das Vorrecht einer bestimmten kleinen Gesellschaftsschicht war! Wir verpönen die Auslandreisen keineswegs. Das Ausland sollte sich stets bewußt sein, dah es den deutschen Reisenden und Forschern in erster Reihe die Entdeckung seiner Schönheiten und Sehenswürdigkeiten verdankt. Augenblicklich haben wir kein Geld und keine Devisen für Auslandreifen. Wir sind wirklich nicht solche Banausen und Lokalpatrio- len, daß wir uns grundsätzlich gegen das Reisen ins Ausland wenden! Wir wünschen sehr und hoffen, dah auch das deutsche Volk in breiten Schichten sich wieder Auslandrel- f e n lei ft en kann. Aber, wer ins Ausland reift, soll zunächst einmal die Heimat fennenge- lernt haben! Und dieser Forderung hat die neue deutsche Fremdenverkehrspolitik Geltung verschafft. Eine neue mächtige Reisebewegung hat das deutsche Volk ergriffen. Wir wissen jetzt wieder, was uns Deutschland ist! Und die ganze Welt soll es wissen, daß Deutschland ein herrliches Reiseland und ein schönes Vaterland ist, das wir lieben und ehren und um dessen Macht und Ehre wir kämpfen und ringen. Wir dürfen nicht müde werden, von diesem Deutschland zu sagen und zu singen, dessen Macht und Ehre das beste Unterpfand des Friedens ist! Mit größtem Beifall wurde der Beschluß des Bundespräsidenten von der stark besuchten Tagung entgegengenommen, daß die nächste Hauptversammlung 1935 des Bundes deutscher Verkehrsverbände und Bäder nach Saarbrücken einberufen werden wird. Fremdenverkehrspropaganda ist Friedenspolitik. Oer Aufschwung des deutschen Reiseverkehrs im vergangenen Sommer. , r fWUl piij knien ßekretär Funk die Grütze uno Lvun,lye oer neicys- Uhrrtz^ regierung, insbesondere^ des Reichsministers für w °°" M “ * n SBj'i n, dih h mehr als verdoppelt! Der Ruf „Lernt Deutschland kennen, reift nach Deutschland!" ist durch eine großzügige Propaganda in den verflos- ienen IVz Jahren überall in der Welt gehört worben, es gelang uns, aus dem international en Plakatwettbewerb einen überaus WIRTSCHAFTLICH UND BEQUEM Volksautomobil Opel 1,2 Liter 4 Zylinder ab RM 1880 -, Opelwagen mit .Opel- Synchron - Federung« 1,3 Liter und 6 Zylinder. Ab RM 2650.-. Preise ab Werk Rüsselsheim atn Main. Günstiger Finanzierung»- und Versicherungsdienst.- cht versäumen: Beim Opel-Händler prüfen, was Opel Ihnen bietet! ernonuntz 'n b, liest, j Wshöuj °b. „A, W Tenj 1 Datei tolz qJ -e Symbol Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.b.H. wertvollen Preis nach Deutschland zu bringen. Die v- Ausländer, die dem Rufe Deutschlands gefolgt und ,||||t1(| iu uns gekommen sind, erleben sozusagen das / deutsche Wunder, indem sie feststellen muß- NsterR«! len, daß es sich nirgends in der Welt besser, ruhiger Leiter fr ' ung l'er.h, w seine Insassen getroffen worden sind, ließ sich nicht ermitteln. Der andere Ballon wurde zunächst in Dag da (Lettgallen) gesichtet und überflog die sowjet- russische Grenze bei Silupe (westlich von Sebesch). Der deutsche Gordon-Bennett-Ballon „W i l he l m von Opel" mit der Besatzung Dr. Walter Zinner und Erich D e k u landete Montag um 8.30 Uhr MEZ. bei Kudina bei Dorpat. Der Ballon stammt aus Oppeln iOberschlesien). Die beiden Bal- lonfahrer hatten bei Memel die Orientierung völlig verloren und zogen es «daher vor, zu landen. Die Ballonhülle wurde bei der Landung leicht beschädigt. Die zurückgelegte Strecke beträgt etwa 800 Kilometer. Die Bevölkerung leistete den beiden Ballonfahrern bei der Bergung des Ballons Hilfe. Der Ballon wurde verpackt und soll über Reval nach Deutschland geschickt werden. Der polnische Freiballon „Polonia", der mit Oberstleutnant Wawszak und Kapitän Janusz als Führer am Gordon-Bennett-Flug teilnahm, ging am Dienstag um 18 Uhr beim Dorfe Johilahti in Finnland auf dem Wasser nieder. Die beiden Insassen konnten sich schwimmend auf eine Insel retten. Dor der Landung trieb der Ballon, wie die beiden Luftschiffer vermuten, über Sowjetrußland, und zwar wahrscheinlich über Leningrad. Da die Ballonhülle riß, mußten sich die Insassen zum Niedergehen entschließen. „Graf Zeppelin" wieder daheim. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" kehrte heute (Dienstag) früh von seiner achten Südamerikafahrt nach Friedrichshafen zurück und landete nach einer Rundfahrt über der Stadt und dem Bodensee auf dem Werftgelände glatt. Das Luftschiff führte an Bord 17 Passagiere, 137 Kilogramm Post und 25 Kilogramm Fracht mit. Am Donnerstaa startet das Luftschiff zu einer Schweizer Fahrt für die Gewinner von Freifahrtkarten. Die nächste Südamerikafahrt wird das Luftschiff am Samstag, dem 29. September, antreten. Die Untersuchung des Falles „IHorro Castle". Der Funker mit der Schwefelsäure. Im Laufe der Untersuchung des Brandes auf der „M o r r o Castle" wurde der stellvertretende Kapitän Warms vernommen. Warms erklärte, daß die Behauptungen des Funkers A l a gn a , wonach auf der Kommandobrücke im Augenblick der Katastrophe große Verwirrung geherrscht habe, jeg- licher Grundlage entbehrten. Der Brand sei kurz vor 3 Uhr morgens entdeckt worden, Generalalarm sei bereits eine Minute später gegeben worden. Um 3.01 Uhr sei Alagna angewiesen worden, das Signal SOS zu senden. Im übrigen habe der verstorbene Kapitän W i l l m o t t am Vortage des Brandes zu Warms gesagt, er habe das Gefühl, daß etwas passieren werde. Man habe Alagna im Auge behalten. Alagna hatte zwei Flaschen Schwefelsäure bei sich. Da Willmott befürchtet habe, daß 'Alagna ihm die Säure ins Gesicht spritzen werde, nb zwar i hängend! u 'er noch! f olitik im j nitjchlMj I deutsch^ olutis.' ' ünolpitin n ie Ölffl les M ■d MO-s natiowvA über )inau5 !f| ls (91« w E & polii?: | e Frag!, II lpoW W fitiw Nv-w j ’ k,iil 1HOOO mm) ' Unverbindliche WdP' lu'obefahrten: wismus offenbar für gefährlicher als den Imperialismus Japans. Aber auch weit bis in die europäischen Interessensphären schickt die Tokioer Regierung die Vorboten ihrer Sicherungspolitik. Nachdem Frankreich durch das Eingehen auf die Frnoft- politik der Räteunion außerordentlich in den Augen der Japaner verloren hat, konzentriert sich ihre ganze außenpolitische Werbung um den einstigen englischen Freund, der solche Annäherungsversuche bisher noch nicht zurückgewiesen hat. Die augenblickliche Kriegsgefahr im Fernen Osten scheint vermindert, aber unter deren Decke schwell der Brand weiter. „Der Wille des Himmels." Japan und derKamPf dermassen umAsien. DNB. Tokio, 23. Sept. In H s i n k i n g , der Hauptstadt der Mandschurei, hielt der japanische Flottenchef, Admiral S u e t s u g u , eine Rede, in der er die unruhige Weltlage als eine Folge des Gegensatzes zwischen der weißen und der farbigen Rasse bezeichnete. England und Amerika beherrschten die Welt durch ungerechte Abmachungen, wie den Flottenvertrag, den Neunmächtevertrag und den Versailler Vertrag. Suetsugu sagte wörtlich: „Die farbigen Rassen und die Japaner, die die wachsamsten unter den farbigen Völkern sind, müssen vorbereitet werden, um den Willen des Himmels aus- zuführen." Mister ;n& angenehmer reift als in Deutschland. Diese und auf», Ausländer, die die deutsche Fremden-Propaganda Äührwnd Deutschland brachte, wurden die b e ft e n auchauslbro pagand isten für Deutschland. >en e|r JI neue W Freudiges Ereignis im Königshaus Savoyen. Neapel, 25. Sept. (DNB.) Die ItallenI- sche Kronprinzessin Maria schenkte am Montag einem Mädchen das Leben, das den Namen Maria Pia führen wird. Obwohl die Hoffnungen auf einen Thronerben sich nicht erfüllt haben, herrschen Jubel und Freude in den Straßen Neapels. Die gespannte Erwartung der letzten Wochen löste sich in Kundgebungen vor dem Königspalast und in Dankgottesdiensten. Die Stadt hatte durch eine Sammlung, -an der sich alle Schichten der Bevölkerung beteiligten, nach altem Brauch d i e Wiege für das Königskind gestiftet. In Rom verkündeten 50 Salutschüsse dem in froher Erwartung harrenden Volk das Eintreffen des freudigen Ereignisses im Hause Savoyen. Die Taufe soll von Kardinalerzbischof A s c a l e s i von Neapel in großem Glanz vollzogen werden. Die kleine Prinzessin ist das erste Kind aus der 1930 geschlossenen Ehe des Kronprinzen Humbert, Fürsten von Pie- mont, mit der Prinzessin Marie Jose von Belgien. Vor dem Stapellauf eines britischen Ozeanriefen. Der riesige Neubau der Cunard-Linie wird am Mittwoch in Glasgow vorn Stapel laufen. Seit Wochen schon ist ein großes Rätelraten in der Presse darüber, welchen Namen der Neubau erhalten wird. Das Geheimnis wird erst gelüftet werden, wenn die Flasche mit Schaumwein am Vordersteven des Riesenschiffes zerschellt. Große Zukunftshoffnungen knüpfen sich in England an dieses Schiff, dessen Bau geraume Zeit eingestellt war, und erst mit Hilfe der R« e ' wieder in Gang gekommen ist. Man hofft, die Erfolge, die von deutschen Schiffen im Nord- atlantischen Amerikaverkehr und von Italien im Verkehr von den Mittelmeerhäfen nach Amerika erzielt worden sind, mühelos überbieten zu können. Schon heute ist Glasgow überfüllt von Menschen, die der Feier in Clydebank beiwohnen wollen. Der König und die Königin werden erst am Mittwoch kurz vor dem Stapellauf eintreffen. Der Gordon-Bennett-Flug. — Deutscher Ballon bei Dorpat gelandet. Zwei von den 19 Ballons des Gordon- Bennett-Fluges, die am Sonntag in Warschau gestartet find, erreichten lettländisches Gebiet und überflogen in den Morgenstunden des Montag Lettgallen, die Ostprovinz Lettlands. Beide Ballons trieben in nordöstlicher Richtung nach Sowjetrußland weiter. Die Nationalität und Nummer der Ballons, die in etwa 3500 Meter Höhe flogen, konnten wegen schlechter Sicht nicht feftgeftellt werden. Der eine der beiden Ballons, der zunächst über Refchiza gesichtet wurde, erreichte die lettländifch-sowjetruf- sische Grenze bei Pytalowo. Hier konnte feftgeftellt werden, daß der Ballon von der russischen Grenzwache beschoss en wurde. Ob der Ballon oder reichen werden, ist heute allerdings noch nicht abzusehen, denn der Gegensatz Rußland—Japan ist historisch. Es braucht deshalb auch niemanden zu verwundern, daß die Kriegsoorbereitungen auf beiden Seiten nach wie vor mit äußerster Energie und dem Einsatz aller völkischen und technisch-militärischen Kräfte vorwärtsgetrieben werden. Der rote General Blücher plant riesige Manöver östlich des Baikalsees, an denen angeblich hunderttausend Mann teilnehmen sollen; er bemüht sich, die ungeheuren Rohstoffquellen Sibiriens feiner Armee dienstbar zu machen; er drängt auf den zweigleisigen Ausbau auch der letzten Etappe der für den Truppentransport so wichtigen transsibirischen Bahn, die das europäische Rußland mit dem fernasiatischen Hasen Wladiwostok verbindet. .er Reist'ss . AusW , MM :ofabren j:: m i®. zm - i inslch-s «p- ilusE benFll iE« uni Ws a I aniQ fjr gm Hi 1 Die"!' flfflpf tur inheit Hen!“' eord gv SS Kunst und Wissenschaft sten so habe er, wie er selbst erklärt habe, die Tur zu seiner Kajüte verschlossen gehalten. Wie den weiteren Aussagen Warms zu entnehmen ist, hat em Maat Alagna die Säure fortgenommen. Mißglückter Indienflug englischer Piloten. — Hilfsflugzeug abgestürzt: vier Tote. Nach zweijähriger Vorbereitung sind die beiden britischen Flieger Cobham und h e l m o r e in Portsmouth zu einem Fluge nach Indien gestartet. Sie wollten Indien in 48 Stunden erreichen. Das Unternehmen hat mit einem Mißerfolg geendet. Infolge eines Schadens an der Benzinleitung sahen sich die Flieger gezwungen, auf der Insel Malta eine Landung vorzunehmen, Die glatt verlief. Cobham und helmore werden ihren Flug nicht fortsetzen, sondern nach England zurück- kehren. Das Flugzeug, das die englischen Jydienflieger Cobham und helmore in der Nähe von Portsmouth mit Brennstoff versorgt hat, ist auf dem Rückflug zwischen Aston Clinton und Aylesbury Bucks a b g e st ü r z t und in Flammen auf = gegangen. Die verkohlten Leichen des Fliegers und der drei Mechaniker, die die Brennstoffversorgung der Jndienflieger durchgeführt hatten, wurden aus den Trümmern geborgen. Leichenfund in einer abgebrannten englischen Kirche. In Loughton (Essex) brannte eine kleine Kirche nieder, die vor einigen Jahren aus Wellblech uno Die Mitglieder der internationalen Karakorum-Expedition, Frau Dyrenfurth, Hans Ertl und Hocker trafen auf dem Rückweg in Srinagar (Kaschmir) ein, gefolgt von Professor Dyrenfurth und den anderen Expeditionsnut- gliedern. Die Angekommenen berichteten, wie Frau Dyrenfurth den Höhenrekord für Frauen geschlagen habe, und zwar habe sie eine Hohe von 7534 Meter erreicht. Hans Ertl hat einen Film der Expedition gedreht. Dasselbe schlechte Wetter, das der Nanga-Parbat-Expedition zum Verhängnis wurde, hat auch der Expedition Dyrenfurth Schwierigkeiten bereitet. Frau Dyrenfurth, Ertl und Hocker hatten ein Hochlager in einer Höhe von 6710 Meter erreicht, als das Wetter umschlug. Die Bergsteiger wurden gezwungen, eine Woche lang im Lager zu bleiben, worauf man nicht vorbereitet war. Der Brennstoff ging aus. Frau Dyrenfurth litt drei Tage lang an Schneeblindheit. Ertl und Hocker versüßten, eine , Küche" aus Eis zu bauen und dort mit Proviantkistenholz Feuer zu machen. Doch gelang es nicht, das Holz zum Brennen zu bringen. Die vier Gipfel des Queen-Mary-Berges wurden Im kurfürstlichen Schloß fand die Feier des hundertjährigen Bestehens der „R h e i n i f ttjen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz und des Mainzer Naturhistorischen Museums unter großer Beteiligung statt. Nach der Begrüßung der Festgäste ergriff Landgerichtsdirektor i. R. Dr. Auf den Spuren der Siegfriedsage. __ Neue Grabungen in Tanten am Niederrhein. Nachdem die bedeutsamen Grabungen im Domchor von Tanten (Niederrhein) durch das Landesmuseum in Bonn im Sommer durchgeführt worden sind ist mit einer neuen Grabung begonnen worden. Auf dem Gelände der Colonia Trazana werden Grabungen vorgenommen mit dem Ziel, tue historischen Zusammenhänge der Siegfriedsage aufzudecken. Da sich die Spuren des geschichtlichen Germanentums vielfach bei älteren römischen Niederlassungen finden, so ist zunächst mit der Aufdeckung des Amphitheaters begonnen worden. Zur Durchführung des Unternehmens hat sich heute die ,,Gesellschaft der Freunde zur Erforschung der Geschichte der Siegfriedstadt Tanten" gebildet, deren Vorsitz der Landeshauptmann der Rheinprovinz übernommen hat. Die für den ersten Grabungsabschnitt benötigten Mittel sind aus öffentlichen und privaten Kreisen zur Verfügung gestellt worden. Es wurde weiter ein Arbeitsausschuß gebildet. Die wissenschaftlichen Aufgaben wurden einem Ausschuß unter Führung von Museumsdirektor Professor Dr. Oel- mann übertragen. Stratosphärenkongreh in Friedrichshafen. Professor Molsch anow vom Kongreß zum Studium der Atmosphäre und Stratosphäre aus Friedrichshafen ist nach Leningrad zurückgekehrt: in einer Presseunterredung betonte er die große Bedeutung der Arbeiten des Kongresses und erklärte, daß ein Beschluß gefaßt worden sei, alle Länder, die sich bisher noch nicht an dem Studium der Stratosphäre beteiligt hatten, zur Mitarbeit aufzufordern. Der für die Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Organisationen aufgestellte neue Plan werde Gelegenheit zu gemeinsamer Lösung der Probleme geben, die die Stratosphärenforschung aufwerfe. Hundertjahrfeier der Rheinischen Raturforschenden Gesellschaft in Mainz. Hauptschrlftlelter: Dr Friedrich Wilhelm Vange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriol, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10 100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange, K.-G, sämtlich in Gießen Von den Segelfliegern in Nieder-Ofleiden. ♦ Nieder-Ofleiden, 24. Sept. „Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden" sagte vor längerer Zeit der deutsche Luftfahrtmimster G o e r i n g. In Erkenntnis dieser Tatsache wird überall durch Gründung von Fliegerortsgruppen daran gearbeitet, den Aufruf in die Tatsache umzusetzen. Ist bereits im Segelflie - gerlager Nieder-Ofleiden schon einige Jahre der Segelflugbetrieb im Gange, fo entwickelt sich dieser in diesem Jahre zur fieberhaften Tätigkeit. Es ist bereits bekannt, daß vor mehreren Wochen längere Flüge bis 3U 6% Stunden ununterbrochen durchgeführt wurden. Wenn man am gestrigen Sonntag sich den Betrieb angesehen hat, so mußte man erkennen, daß in dieser Sache etwas steckt und dem deutschen Volke zum Segen gereichen muß. Erzieht doch gerade der Luftsport den Menschen zu Energie, zu Spann- und Tatkraft. Zu dem Flugbetrieb in seinen Details ist zu sagen, daß Frl. Mendel auf ihrem Rhönadler „Dr. Elisabeth Lippert" 5 Stunden ununterbrochen mit einer Startüberhöhung von 500 Meter am Hang kreuzte, während gleichzeitig Dr. Janke, Gießen,, auf Falke „Geheimrat König" sich über 1 Stunde in der Luft halten konnte. Leider verhinderten eintretende Flauten noch längeres Verweilen beider Maschinen in der Luft. Während des Segelfluges dieser Maschinen herrschte reger Schulbetrieb auf A= und B-Hang, und es konnten mehrere X-- und verschiedene B- Flüge durchgeführt werden. Das Gesamtbild war 100 Jahren ihre selbstgestellten Aufgaben gut er- üllt habe. Besonders beifällig wurde die Rede von Professor Dr. Schmidt gen über Aufgaben und Leitgedanken der Arbeit des Naturhistorischen Mu- eums ausgenommen. Die Hauptarbeit des Museums gelte in Forschung und Darstellung dem Gebiet des Mainzer Beckens und somit der intensiven Arbeit an der Erforschung der Heimat. Das Museum setzt ich das Ziel, auf alle Fragen, die der Erkenntnis rer Heimat dienen, die bestmögliche Antwort geben zu können. Die Ergebnisse der Arbeit sollten auch hinausgetragen werden in das Volk, Führungen und Vorträge sollten den Heimatgedanken pflegen und vertiefen. — Zu Ehrenmitgliedern hat die Ge- ellschaft u. a. ernannt: Dr. Sven H e d i n , Mini- terialrat Ringshausen (Darmstadt), Kommerzienrat Dr. Otto Jungk (Mainz). Der Vorstand der mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung der Technischen Hochschule in Darmstadt, Dr. Wagner, gab die Ernennung von Professor Dr. S ch m i d t g e n zum Dr.-Jng. e. h. der Technischen Hochschule bekannt. Bericht von der heimkehrenden Karakorum- Expedition. erhebend, da gleichzeitig vier Maschinen sich in der Luft befanden. Welch großes Interesse die Regie, rung in Darmstadt dem Flugsport im allgemeinen und der Ortsgruppe Nieder-Ofleiden im besonderen entgegenbringt, beweist die Tatsache, daß, wie kürz, lich berichtet wurde, Ministerialrat Ringshau. s e n gelegentlich seines Besuches am 16.9.1934 eine Schulmaschine der Ortsgruppe Nieder-Ofleiden ge« stiftet hat, ferner daß auf feine Veranlassung beim nächst wieder ein offizieller Schulungskursus durch, geführt wird. Zur Zeit befinden sich Gäste in Nieder. Ofleiden, und zwar der Segelfliegersturm Gießen mit zwei Anfänqermaschinen und einer Uebungs. maschine Type „Falke", so daß auch für die kom. menden Tage reger Flugbetrieb zu erwarten ist. Jagdhaus-Einbruch im Kreise Lauterbach. > Engelrod, 24. Sept. Wie heute hier be. (annt wurde, ist in der letzten Zeit, offensichtlich in der Nacht, in dem nahegelegenen Jagdhaus des Zahnarztes Dr. R i ch e l m a n n - Frankfurt a. M, in das schon mehrfach eingebrochen worden ist, wie. der ein Einbruch verübt worden. Die Einbrecher taten sich an den vorgefundenen Lebensmitteln unö an dem Wein sehr gütlich und haben permuttiä) noch eine größere Anzahl Flaschen Wein fortge. schleppt. Hoffentlich gelingt es, die Einbrecher zu ermitteln. Rundfunkprogramm Mittwoch, 26. September. Gießener Wochenmarktpreise. * @ie6en, 25.Sept. Auf dem heutigen Wochen- martt kosteten: Molkereibutter, da- Pfund 1,45 fas 1 55 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40 Jftart, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Sier (in= ländische», Klaffe S 11, Stoffe A10/2, $ttoffe B 10, Klasse L S/, Klaffe D 8/, Wirsing, das Pfund 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spina 10 bis 15, Römijchkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20 laelb) 15 bis 20, Unterkohlrabi 10, Erbsen 30 tos 35, Rosenkohl 30, Feldsalat 80 Pst bis 1- Mark, Tomaten 10 Pf, Z^ln 10 Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Pilze 30 bis 35, Kartoffeln 4% Pf., der Zentner 4,— Mark, Fallapfel, das Pfund 3 bis 4 Pf. Pfirsich- 15 bis 20, Mepfel R bi« 15 der Zentner 8,— bis 9,— Mark, Birnen, das Pfund 8 bis 15 Pst, Nüsse 25 bis 60, W" 8 bis 10 junge Hähne 75 bis 80, Suppenhühner 75, Blumenkohl, l)as Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10 Salatgurken 10 bis 20 Pf, Ennmachgurken (100 Stück) 1,- bis 1,50 Mark, Endivien, das Stuck 5 bis 15 Pf., Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bund 10, Preiselbeeren, das Pfund 30 bis 35 Pf- u n a f d7s Wort zu e^e7 Festansprache. Er von Mitgliedern der Expedition erstiegen: sie haben stellte ^fest, daß die Gesellschaft in den rückliegenden eine Höhe von 7561, 7534, 7457 und 7808^Meter^ 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sende- bezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15 10: 3 mal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Feldmarschall Graf Yorck von Wartenburg zum 175. Geburtstag. Ein Leden;, bild von General a. D. Dr. Bethcke, Gießen. 17.45: Stunde der Jugend. 18.20: Aus Bismarcks Briefen an feine Frau. Auswahl und Einführung. 18.35: Neue deutsche Dichtung: Johannes Linke. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung! 20.35: Stunde der jungen Nation. Der Dreißigjährige Krieg. 21: Tanzmusik. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen... 22.45: Noch, richten aus dem Sendebezirk. 23: Volksmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Wettervoraussage. Der von der nördlichen Störungsreihe noch Deutschland vorgeschobene Tiefausläufer begünM den erneuten Einbruch kalter Luft, der kräftigen Barometeranstieg verursacht. Die Witterung wird eine vorübergehende Besserung erfahren, wenn auch vereinzelt immer noch Niederschlagsschauer aus- treten. Da die Störungstätigkeit im Nordwesten jedoch noch nicht abgeschlossen ist, kann mit eine: Beständigkeit der Wetterlage noch nicht gerechnet werden. Aussichten für Mittwoch: Nach Falter Nacht lokale Frühnebel, tagsüber wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, nur vereinzelte Schauer^ Aussichten für Donnerstag: Noch Fen beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 24. September: mittags 15,8 ®raö Celsius, abends 14,3 Grad; am 25. «September: j morgens 12,5 Grad. Maximum 15,8 Grad, Mim mum 4,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm lieft am 24. September: abends 14,3 Grad; am 25. September: morgens 13,1 Grad Celsius. — Niederschläge 0,4 mm. — Sonnenscheindauer 1,1 Stunden. Oorfschulwoche in Kaulstos. rl. Auf Veranlassung des Gaufachberaters für die Volksschule, Schulrat Schaff er-Dieburg fand in dem kleinen Vogelsbergdorfchen K a u l ft o s im obersten Niddertal vom 17. bis 22. September eine Dorfschulwoche statt. Die Vorbereitung und Ausführung der für die Heimat-, ja dorfgebundene Gestaltung der Landschule richtungweisenden Tagung lag in den Händen des Lehrers Kolmar- Kaulftos. Es nahmen etwa 40 Landlehrer aus dem ganzen Gau Hessen teil, die bei den Bauern des Dörfchens untergebracht waren. Die oben gekennzeichnete Gestaltung des Lehrplans der Dorfschule und seiner einzelnen Fächer wurde sowohl in Vorträgen theoretisch geklärt, als auch im praktischen Unterricht der einklassigen Schule gegeigt | Daneben wurden die Teilnehmer mit Mensch und Landschaft, heimischem Lied und Tanz bekannt gemacht. Professor Spilger-Darmstadt führte eine Exkursion, die bis zum Hochmoor ging, Frl. Euler-Gedern, die eifrige Sammlerin Vogelsberger Tänze, führte eine ganze Anzahl solcher mit einer Tanzgruppe unter der Linde vor und Lehrer Kolmar zeigte mit der Freilichtvorführung des Blachettaschen Tellspiels durch feine Schulfpiel- gruppe, was man in dieser Sache auch in der klem- Dorfschule leisten kann. Holz erbaut worben war. Bel den Aufräumungsarbeiten wurde die Leiche eines Mannes gesunden, der Einbrecherwerkzeuge und eine größere Summe Geldes bei sich hatte. Man vermutet daß er die Sammelbüchsen in der Kirche beraubt ha . Die eigentliche Ursache des Brandes ist unbekannt. Viertes Deutsches Fleifcherinnungs-Sängerbunbesfest in Nürnberg. In Nürnberg versammelten sich aus allen beut’ scheu Gauen die deutschen F l e i f d) e r i n n u n g s > Sänger, um ihr 4. S ä n a e r b u n d e s f e st in traditioneller Weise zu begehen. Eine Abordnung der Bundesmitglieder gedachte der verstorbenen Mitglieder am Westfriedhof sowie der gefallenen Kollegen an der Gedenktafel im Schlachthof und der Sangesbrüder an der Gedenktafel im Katharinenbau. Mit der Tagung in Nürnberg war auch eine Zielfahrt des Reichsverbandes kraft- fahrender Fleischer verbunden. Im Kultur- oereinssaal fand ein Festkonzert statt. Bundesvorsitzender Straube eröffnete den Sangerroettftrci und begrüßte es, daß das 4. Sängerbundes est auf dem historischen Boden Nürnbergs stattfinden könne, auf dem von jeher das Handwerk mit der Kunst verbunden gewesen sei. Eine Ueberraschung bereitete den Gästen von auswärts die Nürnberger Innung, die auf dem Adolf-Hitler-Platz den historischen Zunfttanz, den Schembartlauf, auffuhrte. Der anschließende Kommers bot ein umfangreiches unö gut ausgewähltes Programm. G.R.V.von4885e.V. Donnerstag, den 27. September 1934, 20'/' Uhr, im Hessischen Hof Jahreshauptversammlung 6545D Der Vereinsführer. Werkstatt rn.La- 5535C ausgeschlossen. Flotte Bürgermeisterei Gießen. Ritter,Oberbürgermeister. zur Aushilfe für 4 Wochen sofort gesucht. Schriftl. Angeb. u. 55411) a. d. Gieß. Anz. Danermieter (Einzelperson) Wohn- u.Schlaf- zimmer in gutem Hause.ersteEtage separat,perl.Ok- tober zu vermiet. Zu erfragen i. b. Geschäftsst.G.A. Musterung und Prämiierung für alle gemeldeten Pferde vormittags 8.30 Uhr; anschließend Prämienverteilung, wofür 11OO Reichsmark von der Stadt Gießen und dem Landes- pferdezuchtverein für Hessen zur Verfügung stehen. Anmeldung zur Prämiierung bis Freitag, den 5. Cft 1934, vormittags 10 Uhr, an die Bürgermeisterei Gießen, Stadt- h ms Bergstraße 20, Zimmer Nr 12. Prämiierungsplan und Anmeldekarte dort erhältlich. N i ch t a r i e r sind aus Gründen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vom Besuch des Marktes Groß, moderner Laden m.2od.4Schau- fenster in bester Lage zu verm. Schr. Ang. unt. 5384Da.d.G.A. | Vermietungen | lHööläimmet 10 Minuten von Gießen, auch mit Pension zum 1. Oktober zu verm. Schr.Angeb.unt. 04627 0. d. G.A. Auf Grund des Gesetzes vom 29. November 1933 über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks, der ersten Verordnung zu diesem Gesetz vom 15. Juni 1934 sowie der mit Genehmigung des Herrn Reichswirtschaftsministers erlassenen Aus- führungsbestunmungen des Deutschen Handwerksund Gewerbekammertags find nachstehende Hand- werker-Pflicht-Jnnungen mit dem heutigen Tage durch Erlaß der Satzung errichtet. Die bisher für die in der Bekanntmachung angeführten Berufsgruppen bestehenden $nnun9eJJ finb mit sofortiger Wirkung aufgelöst und nach tz 97 der ersten Verordnung in die neuerrichteten Pflicht- §um 1. ober 15. ktober ordentliches,zuverlässig. Mädchen das alle Hausarbeiten versteht, für Vormittags evtl, über Mittag gesucht. Schr.Angeb.unt. 5536D a.d.G.A. Tüchtiges Zimmermädchen geg. hohen Lohn gesucht. 04631 HotelPrinzCarl Angestellter sucht ab 1. 10. einW Ml. MM mögt, mit voller Pension. Nähe Klein-Linden. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 5533D an den Gieß. Anz. erb. am 10. Oktober 1934 auf dem pserdemarktplatz an derRodheimer Straße Auftriebszeit: 71/, bis 8l/2 Uhr vormittags. Jung.Hausbursche der ein leichtes Fuhrwerk bedienen kann, sofort gesucht. 04635 Färberei Croon. Utlädcbeo für tagsüber gesucht. 04636 Wernonrill 49 p. gerraum zu vermieten. 04633 Weüsteinstr.141. Tüchtiges Mädchen nicht unt. 18Jah- ren, für tagsüber zur Aushilfe gesucht. 5533D Guthardt, Seltersiveg38»l. Suche sof.hravo» ehrlich. MMdehen für Haushalt und Geschäft. 5521D CaI6u. Konditorei Heinrich Schmidt Bntibach in Hess. I Kleine Wohnung 1 Amtliche Bekanntmachung b« ä «io« öer Handwerkskammer. Innungen zu überführen. . Alle in die Handswerksrolle eingetragenen Gewerbetreibende, die das Handwerk ausuben, für welches die Innung errichtet ist, gehören der Innung pflichtgemäß an. Diejenigen $anb?)erter' , .,l9r Gewerbe selbständig auf eigene Rechnung betreiben oder das Gewerbe im Nebenberuf ausüben und noch nicht in die Handwerksrolle eingetragen sind, haben unverzüglich ihre Eintragung bei "er Handwerkskammer zu beantragen und sich 3ur 2Jbitglieb» schäft bei der für ihr Gewerbe errichteten Pflicht- Innung anzumelden. Bei Unterlassung dieser gesetzlichen Anordnung werden die entsprechenden Strafbestimmungen in Anwendung gebracht. Handwerker-Innung der Mechaniker, Büro-, Näh-, Sprechmaschinen- und Fahrradmechaniker, Feinmechaniker für die Städte und Kreise Gießen, Alsfeld, Lauterbach — Sitz Gießern Obermeister: Hans A ß m a n n, Gießen Neustadt 55370 Darmstadt, den 22. September 1934. Hessische Handwerkskammer. Gez.: Müller, Vorsitzender, Gez.: Dr. Reif, komm. Geschäftsführer. Mietgesuche | Geräumige 7-M.-M0. mit reichlich. Zubehör u. Garten baldigst gesucht. Zentralheizg. er- wünscht.Schriftl Ang. bis 29.9. an Geißler, Nüdes- heim am Rhein, Marktstr.lO.^rv Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns bet roßen hat sagen wir herzlichsten Dank. Besonders danken wir dem Herrn Pfarrer Balz tür seine trostreichen Worte und tür die Kranz- und Blumenspenden. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Maus Wwe. und Kinder. Gießen (Neustadt 47), den 24. September 1934. ____________ 04 34 Ehe ’s kalt wird, r geh zum Oswaldsgarten Beizeiten nach einem guten Ofen Umschau halten, bjäj. sich viel Ärger ersparen. In den großen hellen Stellungsräumen von J. B. Häuser am Oswaldsga können Sie ungeniert eine große Auswahl 8uter/J brenner, Dauerbrandöfen, Kochöfen usw. besten =J Später werden Sie besonders froh darüber sein, Sie nicht wahllos irgendwo kauften, sondern durc § ständnisvolle, fachmännische Beratung ein wirk ic Sie geeignetes Qualitätsstück fanden. J. B. HXUSER, AM OS WAL DSGARTEN^^^ Fernruf 2145/2146 Ur. 224 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 25. September 1934 Die Amtseinführung des Reichsbischofs. 8 111 i i G ' r r. ' \v v '. *: Ä’ '■ ic V-: I ■ ■' >MM ■■ • Reichsbischof Müller spricht nach der Amtseinführung von der Freitreppe des Berliner Domes zu der Menschenmenge, die ihn dort erwartete. Rechts vom Rednerpult in Uniform Der Führer der Deutschen Christen Dr. Kinder. Rechts und links Spreewälderinnen und Schwärmerinnen, die Glückwünsche ihrer Heimat überbracht hatten. Auf der obersten Stufe die Landesbischöfe, in ihrer Mitte (in Uniform) der Rechtswalter Ministerialdirektor Jäger. Gemeindetag der petrusgemeinde. Am Sonntagnachmittag vereinigten sich die Glieder der Petrusgemeinde im Saale der Liebigshöhe zum Gemeindetag, der einen starken Besuch aufzuweisen hatte. Pfarrer Trapp entbot den Gemeindegliedern und den Gästen herz- ltchen Gruß und hob sodann als den Wert dieses Zusammenseins besonders das gegenseitige Kennenlernen und den engeren Zusammenschluß der Gemeindeglieder, den Brückenschlag von Mensch zu Mensch hervor. Das alles verbindende Band der Bruderliebe bedürfe besonderer Pflege und Aufmerksamkeit, wie das Fundament bei einem Hausbau. Ein mächtiges Gebäude sei die evangelische Kirche, deren Fundament Jesus Christus heiße. Bon ihm Gingen stets starke Kräfte für den festen Zusammenhalt aller wahrhaften Christen aus, daß alle sich fühlen als Glieder eines Leibes, einer dem anderen willig dient und dadurch das Wohl des Ganzen fördert. Kreis- und Stadtschulrat Aebeling knüpfte in feiner Hauptansprache an diese Leitworte an und wies zunächst auf das neue Werden in unserem Reiche und auf die Vergangenheit hin. Er sagte dann u. a.: Der Begriff Vaterland war verblaßt. Treue und Gehorsam waren seltene Pflänzchen. Was hoch und heilig in Ehren einst stand, wurde in den Schmutz getreten. Ohne Gott und Vaterland wurde der Kampf und die Ehre verloren, ohne die gewisse Kreise glaubten leben zu können. Ein so schlecht fundierter Staat trug die Keime des Zerfalls in sich. Die Trostlosigkeit im Staatsleben spiegelte sich in der Familie, warf ihre Schatten in weite Kreise der Bevölkerung. Düstere, atembeklemmende Hoffnungslosigkeit, Nacht und Grauen geisterten über Deutschland. In der größten Not trat Adolf Hitler auf den Plan, sieghaften Glaubens, größten Mutes, stahlharten Willens, mit dem Schlachtruf: Deutschland erwache! Am 30. Januar 1933 erfüllte sich in Glanz und Herrlichkeit der Leitspruch: „Siehe, ich mache alles neu!" In herzlicher Dankbarkeit erkennen und gestehen wir: für uns! Deutschland ist kein Land mehr des Dahinsiechens. Knospen und Svrießen, Wachstum auf der ganzen Linie. Diese Lebenszeichen sollen uns Ansporn fein, weiter zu kämpfen ohne Unterlaß, auf daß neues Leben, neue Hoffnung und neue Zuversicht in allen Kreisen unseres Volkes einziehe. Die beglückende Kraft starken Wollens — durch Gottes Wort geweckt — erwache und keime in unseren Herzen, keime und gewinne an Größe und Stärke und bestimme unser ganzes Tun. Und als Wirkung wird sich offenbaren, neues Leben und Kraft zu gestalten. Jedem einzelnen fällt diese Auf-, gäbe zu, in der Familie, in der Werkstatt, auf der Arbeitsstätte auf feine Umgebung heilsam einzuwirken zum Segen für Volk und Vaterland. „Siehe, ich mache alles neu!" Der Redner umriß dann die Aufgabe der evangelischen Kirche. Ihr obliegt die Verpflichtung, den nationalsozialistischen Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" zum Allgemeingut jedes Volksgenossen zu machen. Uns erwachse daraus die erste Pflicht, den Sinn des Bibelwortes zu erfüllen: „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst". Kraft und Macht zu allem Guten und Edlen spendet das Christentum. Unserem Volk ist mit Worten nicht gedient, noch geholfen. Das gute Beispiel begeistert! Aufgabe der Kirche ist es, das Gewissen zu schärfen. Die evangelische Kirche, deren Begriffsinhalt nicht die Gebäude und die darin amtierenden Geistlichen, sondern Männer, Frauen und Kinder — durch den feierlichen Akt der laufe in die Kirchengemeinde eingegliedert — umfasse, habe eine frohe Botschaft: „Siehe, ich mache alles neu!", die alles Volk trage und ihm durch die überzeugende Tat verkündet werden müsse. Die evangelische Kirche müsse den Ruf ertönen lassen: Zuruck zu Gott! dem Schöpfer Himmels und der Erden, „zurück au Jesu!" Im Bereich der Kirche müsse lebenspendende Kraft verbreitet werden zum gesegneten Aufbau des Staates. Das Fundament, der Glaube Martin Luthers, fordere den täglichen Beweis für den wahren Lebenswandel im Sinne Christi. Das praktische Christentum, das Christentum der liebevollen Tat lehne das mittelalterliche Einsiedlertum ab, fordere vielmehr die wegweisende Betätigung im Volk. In ihm erwachen dann auch die heilsamen Kräfte und strahlen aus, auf daß das Leitwort aufs neue Wahrheit werde: „Siehe, ich mache alles neu!" Als Willensbekundung fangen die Besucher dann gemeinsam das Lied: „Ich hab mich ergeben". Im Anschluß an die Ansprache erfreute die christliche Mädchenvereinigung mit packenden Aufführun» gen, ebenso stellte sich der Frauenchor in dankenswerter Weise in den Dienst der Veranstaltung. Die Aufführungen, auf die mit Rücksicht auf die Raum- Verhältnisse hier nicht näher eingegangen werden kann, stellten wirkungsvoll die hohen Werte und die starken Kräfte des praktischen Christentums, des Dienstes an den Aufgaben der Nächstenliebe heraus. Starker Beifall bekundete die dankbare Anerkennung der Besucher. Weiter erfreute eine Tanzgruppe mit schönen Darbietungen, ebenso brachte eine Verlosung frohe Stimmung, da über 200 schöne Gewinne zur Verfügung standen. Der Reinertrag der Verlosung soll als kleiner Baustein zu der geplanten neue Kirche verwandt werden. Studentenpfarrer Sucker knüpfte in einer Ansprache an die Eindrücke der vielseitigen Darbietungen der Vortragsfolge an. Er betonte, daß Christus und Gott auch für unseren Alltag größte Bedeutung hätten. Alle Christen sollten dem Beispiel der Männer des neuen Deutschland folgen und sich innerlich wandeln. Der Redner wünschte zum Schluß, die Petrusgemeinde möge immer eine Gemeinde von Christen sein, die die Herrschaft Jesu Christi und des Heiligen Geistes anerkenne. Freilich müsse allezeit bekundet werden, daß der Quell der treibenden Kraft einer Gemeinde nur im Gotteshaus zu finden fei. Wohl dem, der das Brot des Lebens effeiv dürfe, der getränkt werde Die Eröffnung des Mnchener Oktoberfeffes. MMM -f-.. M A-M ■ ;: •/»¥>/< i\ MM flk* ,A .w :>vt Der Wagen des Löwenbräu im Festzuge, mit dem das alljährlich stattstndsnde Münchener Oktoberfest in traditioneller Weise eröffnet wurde. Jürgen Wullenweber, der letzte Hanseat. , Von Gart Wehner. Im Scheitelpunkt hansischer Wirtschaftsgröße und politischer Macht steht die Gestalt und das tragische Schicksal des Lübecker Bürgermeisters Jürgen Wullenweber. Er war der deutschen Hanse getreuester Sohn, wie er auch deren unglücklichster war. Als er im September des Jahres 1537 das Blutgerüst bestieg, da endete das Richtschwert des Henkers nicht nur das Leben eines nordischen Staatsmannes, es war vielmehr, als hätte zu Wolfenbüttel der große hanseatische Städtebund selber das Haupt vor die Füße gelegt bekommen. Wellenweber, einem Hamburger Kaufmanns- und Seefahrergefchlecht entsprossen, war als eifriger Verfechter der lutherischen Kirchenreformation bis zu den höchsten Aemtern Lübecks aufgerückt. Im Februar 1533 ist er einer der vier Bürgermeister dieses „hansischen Vororts". Seine staatsmännische Kunst verfolgte zweierlei Ziele: er wollte dem Protestantismus im Norden zum Siege verhelfen, und wieder sollten die Macht der Hanse und die Han- helspolitik der Kaufmannsstädte zum beherrschenden Faktor in Nordeuropa werden. So sehen wir ihn denn die protestantische Partei Dänemarks aktiv unterstützen, um den entthronten König Christian II. wieder in seine Rechte einzusetzen (die sogenannte „Grafenfehde", im Bündnis mit dem Grafen Christoph von Oldenburg). Seine handelspolitischen Absichten richteten sich vor allem auf die Ausschaltung des direkten Handels, den die Niederlande, aber auch England mit der Ostsee und den skandinavischen Ländern betrieben. Aber Jürgen Wullenweber rechnete mit einer Einigkeit und einer Willenssammlung in hansischen Kreisen, die es längst nicht mehr geben konnte. Zwei Jahrhunderte lang hatten Macht und Ansehen der deutschen Hanse mit auf dem Zwischenhandel beruht, den sie, unter Ausschluß Fremder, als Mittler zwischen Ost und West betrieb. In jenen Jahrhunderten waren die Handelskontore entstanden, darunter als wichtigste die zu Nischni-Nowgorod, Bergen, Brügge und London. Lübecks eigene Stadtgröße aber hatte darin gelegen, daß es erfolgreich einen Stapelzwang für den Güterverkehr nach Osten und Westen aufrecht hielt und die Führung in den siegreichen nordischen Kriegen übernahm. Die erstarkenden skandinavischen Nationalreiche hatten das Bild verändert. Immer mehr Vorrechte gingen verloren. Noch 1524 hatte Lübeck im Verein mit Danzig die Auflösung der skandinavischen (Kalmarer) Union zu erzwingen vermocht. Zehn Jahre später erwiesen sich unter, Wullenweber die Machtmittel des Bundes als zu klein, um die Seeherrschaft wieder an die Hanse zu bringen. In Lübeck erhob sich die Gegenpartei, unter dem einst grollend ausgewanderten, katholischen Bürgermeister Brömse. Am 7. Juli 1535 erließ das Reichskammergericht zu Speyer ein Exe- kutorialmandat, das die Rückgängigmachung der von Wullenweber getroffenen Neuerungen unter Strafe der Reichsacht verfügte. Dem Hansetag blieb nichts übrig, als sich dem Machtanspruch zu beugen. Während Brömse im Triumph heimkehrte; nicht ahnend, daß er hinfort nur noch die Trümmer der Bundesmacht zu sammeln haben werde, reifte Wullenweber, neue Pläne schmiedend, zur Anwerbung von Landsknechten nach dem Lande Hadeln. Unterwegs ließ ihn der Erzbischof von Bremen verhaften und übergab den Gefangenen dem Herzog von Braunschweig. In Wolfenbüttel wurde dem letzten Hanseaten der hochnotpeinliche Prozeß gemacht. Das öffentliche Landgericht, das ihn am 24. September 1537 zu schmählichem Tode und zur Vierteilung fei- ! nes Leichnams verurteilte, zieh ihn der Verräterei und Wiedertäuferei, Anklagepunkte, die von einer schreienden Ungerechtigkeit waren. So starb Jürgen Wullenweber, der Hanse ge- । treuester und unglücklichster Sohn, auf einem deutschen Blutgerüst. Unaufhaltsam war seitdem der Abstieg des mächtigsten Städtebundes des Mittelalters. Kain und Abel im Krautsalat. Von Martha von Zobeltih. Als unsere Großmutter aus dem Elsaß heiraten kam, brachte sie noch ihr Brautgut auf einem Wagen mit: Truhen über Truhen, bas Bett oben quer gebunden. Sieben Kinder, die in die Welt zogen, und endlich der Krieg sorgten, daß nur eine letzte Truhe übrigblieb, aus der nunmehr die Enkelgeschenke bezogen wurden. Auf unfern Anteil fiel ein Salatbesteck; die Löffel zierlich aus Horn gedrechselt, die Griffe aber beileibe kein „geblasener Schund", im Gegenteil. Wir nannten sie „Kain und Abel" und hielten sie für getarnte Totschläger. Nun begab es sich, daß wir unerwartet ein schüchternes junges Paar zum Abendtisch behielten. Settche, die Magd, ebenfalls ein Enkelerbe aus Großmutters Heimat, steuerte die Fischmayonnaise versehentlich mit dem grünen Galaltthsalatbesteck aus, und der zum Braten gedachte rote Krautsalat stand hilflos und unbelöffelt da, „ein Anblick, gräßlich und gemein." „Settche", kommandierte mein Mann, wie nur gereifte Eroberer und sehr junge Ehemänner es können, „Settche, gib mal Kain und Abel rüber!" Settche machte ein ängstliches Gesicht, indem sie die silbernen Brüder mit einer Vorsicht, als seien es Granaten, in den Krautsalat bohrte. Mit höflichem Lächeln schob der schüchterne junge Gatte mir den Napf zu, im gleichen Augenblick kriegten jedoch Kain und Abel das Uebergewicht, und ihre Schaufeln warfen einen Blütenregen Krautsalat in die Luft. „O Gott, Süßer, wie bist du ungeschickt!" zwitscherte die junge Frau und begann eifrig mit spitzen Fingern die Schnipsel vom Hellen Atlas- milieu aufzusammeln. Settche wischte die Brudermörder ab und bohrte sie wieder in die Schüssel. „Nur keine Bange!" ermunterte mein Mann. „Sowas kann jedem passieren, mir schließlich auch!" Und wie auf Kommando machte Kain sich selbständig und stürzte rücklings aufs Parkett, und als mein Mann sich danach bückte, schoß Abel koppheister hinterdrein. „Männe, bist du ein Doofback!" sagte ich mit elegischem Tonfall und nahm die frischgereinigten Löffel entgegen. „Dieser Krautsalat ist nämlich eine Spezialität unseres Hauses — Sie müssen ihn wirklich probieren!" wandte ich mich jetzt an die junge Frau. Die Schale stand friedlich aussehend neben ihr. Ihre Hände beschlichen sie sozusagen von rückwärts wie ein scheues Wild. Schon senkten sie sich über die Silbernen, da sagte Abel gleichsam entschuldigend „Klick" und rollte mit hingebender Bewegung in meinen Schoß. In diesem Augenblick tat Settche. was uns schon längst hätte einfallen sollen: sie brachte die abgewaschenen Galalithlöffel. Leider nützte es nichts mehr, denn der Krautsalat hing restlos verteilt auf dem zartfarbigen Milieu, unfern Blusen und den Manschetten der beiden Herren. Am nächsten Morgen hielt Settche sorgenvoll das Milieu gegen das Licht. „Ob die Fleckcher all nausgehe?" erwog sie. „Eechentlich e ganz hibsch Muschter! Madam, ich wärsch schlicke ..." Und das tat sie bann wirklich. „3igeuner6lut// Dieses Lustspielchen, ein ABC-Film der Europa, ereignet sich nicht, wie man vermuten könnte, in Budapest ober in ber ungarischen Pußta, sonbern in einem Hotel in Kitzbühel, wo bie Tänzerin Jlonka und ein eifersüchtiger Zigeunerprimas die Gäste in beträchtliche Aufregungen stürzen, und wo überdies die galanten Abenteuer der beiden Grafen Leopold und Poldi Stauffenstein nach allerlei Wirrnissen und Mißverständnissen ihren von ber fürstlichen Großtante gesegneten Abschluß finben. Der Regisseur Charles Klein verbrämte die harmlose Angelegenheit mit hübschen Winterlandschaften und Sportszenen. Adele Sandrock, die vor kurzem ihren 70. Geburtstag feierte, diktiert mit bem sonoren Organ ber geborenen Heroine ihre Memoiren. Georg Alexanber, der leiber nicht besonbers viel zu spielen hat, und ber Komiker R. A. Roberts, Grit Haid unb Margit Symo als ungarische Tänzerin heben sich im Ensemble hervor. * Das vielseitige Beiprogramm des Lichtspielhauses bringt u. a., worauf besonders hingewie- sen sei, in einem Sonder bienst ber Ufa einbrucks- volle Bildberichte vom Reichsparteitag. — Außer- bem gibt es einen Filmschwank unb Ankünbigungen zu ben fommenben Neuerscheinungen, bem „Schimmelreiter" unb „Charleys Tante". Kampf der Flugzeuge gegen den Nebel. Einem Mr. Henry E. Hougthon vom Institut für Technologie in Massachusetts ist es gelungen, einen Apparat zur Zerstreuung von Nebel über Flughäfen zu erfinben. Der Apparat besteht in einem Gitter von Rohren unb Spritzrnünbungen, aus benen vorn Flugzeug aus eine Losung von Calciurn-Chlorib in ber vernebelte Luft gesprengt wirb. Die Calcium-Losung zieht bei ihrer Affinität zu Wasser kleine Teilchen bes Nebels zu großen Tropfen aufammen, wodurch ein Niederschlag verursacht wird, der eine 2000 Meter breite Bahn durch ben Nebel zum Flughafen öffnet. Das Hauptproblem besteht barin, eine gleichmäßige Verteilung ber Calcium-Chlorib-Losung zu erzielen, anberer- fcits müßten bie sich bilbenben Tropfen fo schwer fein, daß sie nicht in der Luft schweben, sondern möglichst schnell zu Boden sinken, um die Sicht nach unten rechtzeitig vom Flugzeug aus zu ermöglichen. Nach der Ansicht des Erfinders würde Calcium- Chlorid in Pulverform noch wirksamer sein. Er kann keinen Grund sehen, warum es nicht möglich sein sollte, es gegen den Grundnebel von oben mittels ähnlicher Apparate zu verwenden, wie man sie gebrauche, um an von Insekten befallenem Getreide diese durch ein bestimmtes Pulver zu vernichten. Wenn sich die Erfindung in der Praxis bewährt, würde sie einen großen Fortschritt für die Sicherheit der Luftschiffahrt bedeuten. Noch eine andere Verwendungsmöglichkeit würde sich dabei eröffnen. Auch für die Schiffahrt wäre damit ein Mittel gefunden, ihren größten Feind, als welcher der Nebel bei allen Seeleuten gilt, zu überwinden. Natürlich würde der Apparat für Schiffe eine andere Konstruktion haben müssen, die aber bei dem Gegenwärtigen Stande ber Technik halb gefunden fein, bürste. Wirtschaft 'UV: Frankfurter Getreidebörse. schäft in ölhaltigen Futtermitteln bei knappem Ang^ bot befriedigend. Gute Nachfrage finden auch 1 Tr°cken,chmtz°l, doch hatten di- Abgeb-r wegen der Am Nent'enmarkt wurde das Geschäft in deutschen Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Beutner. sich von früheren Käufen gut eingedeckt. Am Futtermittelmarkt wird das wenige Angebot in Kleie zu Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Sept. Auftrieb: Rinder insgesamt 1266 (gegen 1429 am ätzten Montagsmarkt) davon 419 Ochsen, 107 Bullen, 373 Kühe, 367 Färsen. Kälber 626 (494), Hammel 28 (45), Schafe 6 (10), Schweine 4490 (4103). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen b) 34 bis 36, c) 31 bis 33, d) 26 bis 30. Bullen a) 34 bis 35, b) 32 bis 33, c) 29 bis 31, d) 24 bis 28. Kühe a) 33 bis 34, b) 29 bis 32, c) 24 bis 28, d) 14 bis 23. Färsen b) 35 bis 36, c) 31 bis 34, d) 25 bis 30. Kälber a) 50 bis 52, b) 42 bis 48 c) 33 bis 41, d) 25 bis 32. Lämmer und Hammel b2) 32 bis 33, c) 29 bis 31. Schafe nicht notiert. Schweine a) 53, b) 51 bis 53, c) 47 bis 53, d) 44 bis 51, gl) 48 bis 50, g2) 42 bis 47. Im Preisoergleich zum letzten Montagsmarkt zogen Rinder durchweg 1 bis 2, Kälber in besten Qualitäten 2 bis 4, im übrigen 1 bis 2 Mark an, Hammel und Schweine blieben unverändert. Marktverlauf: Rinder rege, nahezu ausverkauft. Kalber, Hämmel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine anfangs rege, zum Schluß abflauend, geringer Ueber- stand. 100 Kilogramm) tn RM.: Weizen W IX 198, W XIII 202, WXVI 206, Roggen ir IX 158 R XII! 162 R XV 166, Futtergerste GIX 160, GXI 163, GXII Sd5—c3+ und Sd5Xf4+ ufw. Lösung des Problems 31r. 374. Von J.J. Rietveld. 1. Dc2—e4! (droht Sc4Xa3+), Kb5Xa4. 2. Sc4 vH. Die Kundschaft und Kulisse geht ganz offen-, f 24 Sept. Für Weizen hielt ShsSB fesESsas? sri-dig-nd- Nachsrage gut dov, wogegen Futtergerste war Ms Ang-bo knapp, w B umrändert zum bei starker Nachfrage kaum angeboten wirb. Brau- ™ “br'9cn 1 und Jndustriegerfte bleiben o-rnachlasstgt. Das Meh - ^tzt-n M ttwoch. Tonne, alles übrige je «'M Ä Kilo ramm,'in RM.: Weizen WIX 198, W Xlil von Belang. ... Auch am Rentenmarkt herrschte sowohl für deutsche wie für ausländische Anleihen fast völlige Stagnation, wobei mexikanische Anleihen sowie Mazedonier etwas abbröckelten. Etwas höher waren Oesterr. Silberrente mit 1,30 (1,25), auch 4prozen- tige Schweiz. Bundesbahn v. 1912 zog um 0,90 auf 195,90 v. H. an. Goldpfandbriefe und einzelne Stadtanleihen konnten sich um 0,50 v. H. erhöhen. Am Kassamarkt war das Geschäft ebenfalls minimal. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 98,13, 6proz. Stahloereins-Bonds 80, 6proz. Stadt Frankfurt v. 26 81,75, 6proz. Franks. Hyp. Bank Gold R 1—15 91,75, Schutzgebietsanleihe 9,20, 5proz. innere Mexikaner 7,25, 4'^proz. Bewässerungsanleihe 10 90, Commerzbank 67, vv-Bank 72, Dresdner Bank 74,50, Reichsbank 145,75 bis 146, Gelsenkirchen 62,75, Harpener 104,90, Mansfeld 77,25, Rhein- siahl 92, Stahlverein 41,13, AKU. 65, AEG. 27,50, Bekula 148,13, Gement Heidelberg 118,25, Deutsche Erdöl 114, Scheideanstalt 217,50, JG.-Farben 142,25, Goldschmidt 93,75, Holzmann 81, Lahmeyer 122,50, Rheag 103, Schuckert 94,25, Reichsbahn-BA. 111,65 165, Hafer H XIII 158, H XIV 160, Weizenmehl W XIII 26,90, W XVI 26,90, Roggenmehl R IX 2d, R XIII 23,35, R XV 23,75 alle Mehlpreise mit Plus 0,50 RM, Frachtausgleich, Weizenkleie W XIII 10,du, WXVI 1050, Roggenkleie R XIII 9,48 RXV 9 72 Sojaschrot 12,80, Palmkuchen 13,10, Erdnußkuchen 14,30, Treber 17,25 bis 17,35 ^u 11, Weizen- mid Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 3,60 ms 3,75. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,20 W JJ •, gelbfleischige hiesiger Gegend 3 RM. per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. * Devisenbescheinigungen für unedle Metalle. Die Ueberwachungsstelle für un- edle Metalle macht darauf aufmerksam, daß bei Anträgen auf Devisenbescheinigungen außer den bei den Handelskammern erhältlichen Formblättern auch die von der Ueberwachungsstelle für unendle Metalle herausgegebenen Antragsvordrucke Nr. 1 betr. Einkaufsgenehmigung oder BedarfsbefcheiNl- gung, welche die für die metallwirtschaftliche Beurteilung des Antrages entscheidenden Fragen enthalten, zu verwenden sind. Mit Wirkung vom 24. September verlieren alle von der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle ausgestellten Einkaufsgenehmigungen ihre Gültigkeit und sind als verfallen zurückzureichen. Frankfurter Börse. Her und die anfangs schwächeren Ungarn waren etwas fester. — Tagesgeld blieb zu 3,25 v. H. unverändert. ^endbörse widerstandsfähig. Die Abendbörse erwies sich gegenüber der außerordentlichen Geschäftsstille als recht widerstandsfähig. Der große Mangel an Aufträgen aus der Kundschaft verursachte bei der Kulisse starke Zuruckhaltung, so daß die Umsatztätigkeit auf keinem Marktgebiet ein nennenswertes Ausmaß annapm. Im Vergleich zum Berliner Schluß lagen die Kurse Zumeist gut behauptet; kleinen Abschwächungen bis etwa 0,25 v. H. standen ebensosche Besserungen gegenüber. In Reichsbankanteile schien das Angebot verebbt zu sein, jedenfalls zeigte sich auf dem ermäßigten Kurs Nachfrage, so daß insgesamt eine zwar mäßige Erholung um 0,50 v. H. auf 146 v. H. eintrat. Farbenindustrie lagen mit 142,25 v. H. unverändert, von anderen lokalen Werten konnten sich Scheideanstalt um erneut 0,50 v. H. erhöhen. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille unvermindert an und die Kurse brachten keine Veränderungen —c4, $5—14 und aewinnt. Lösung des Problems TXx. 373. Von Johann Berger. 1. Le8-c6, -Lfl-h3. 2. Sd5Xe3+, Ke4Xe3. 3. Da8—a3+ und matt. n 1 . , Tbl—al bzw. Lei—d2 oder e2—elD. 2 Sd5X$4+, Ke4—$4. 3. Da8—$84- und matt 1 Ke4—d3. 2. Lc6Xb54-, Kd3—c2. 3. Da8 bauen am Reiche Softes, ben Namen MugroBju machen als die Quelle unserer Kraft und w'tzuhel fen, daß das neue Reich den Geist finde, den es erwarte: die enge Verknüpfung der Keimzellen zur Gemeinschaft, gespeist aus dem Brunnen höheren Mi?einem kurzen Hinweis auf die feierliche Einführung des Reichsbischofs in sein hohes Amt fand der Gemeindetag sein Ende. Die Gememde ist ihrem Gemeindepfarrer und feiner Gattin fow e all n Mithelfern und Mitwirkenden herzlich dankbarsur die Vorbereitung und Durchführung der schonen und erhebenden Feier des Gemeindetags. De5—c7 24 Sc3—e4, S$6-d5. 25 Le3-g5, ThS -h2 26 Se4—f2, Sd5-$6. 27. De2-e3, Dc7-d7. 28. Lg5X$6, g7X$6. 29. d4—d5, Ke8—e7! (29. ...» c6Xd5 scheitert an 30. Lc4—b5.) 30. d5Xe6. (Dorzuziehen war S$2-g4, was noch zu einem ür beide Teile schweren Kampf geführt hatte.) !0. ..., Dd7—d4. (Der entscheidende Gewinnzug. Der Schachfreund erkennt jetzt aber auch die Notwendigkeit des 29. Zuges von Schwarz Weiß könnte sonst jetzt e6X$74- ufw. spielen 3L Oe3-b3 b7-b5! 32. Db3-b44-, Td^-d6 33. e6X$7, Dd4 Xc4+. (Nicht Dd4X$2 wegen 34. $7—$8D+, Ke7 X$8. 35. Db4Xd64- und Weiß gewinnt.) 34 Ob4 Xc4, b5Xc4. 35. S$2-e4, Td6-e6. 36. TglX$6, Ke7X$7. (Nunmehr folgt ein lehrreiches Endspiel mit mustergültiger Gewinnführung von feiten Schwarzen.) 37. Tg6-gl, a7-a5 38 Tgl-n, Kf7—gö. 39. Tgl—dl, Th2—g2. 40. Tdl—d4, $6 —$5. 41. Se4—d2, c6—c5! 42. Td4—d5. (Falls Td4Xc4, fo folgt Te6—e2 und der Springer d2 geht wegen der Mattdrohungen verloren.) 42 . , te6-el+. 43. Kcl-c2, Tg2-gl. 44. §d2Xc4, Tel—C14-. 45. Kc2—b3, Tgl—$1. 46 Td5-<13, Kg6-g5. 47. Sc4Xa5, Kg6-$4. 48 Sa5-c4 Til X$3. 49. Td3X$34-, K$4X$3. 50. a4-a5 K$3-e2 51. a5—a6, Tel—al. 52. Sc4—a3, Tal—hl. 53. Kb3 TNillagsbörfe: Renten fest, Aktien vernachlässigt. F r a n k f u r t a. M., 24. Sept. Auch zum Wochenbeginn stand an der Börse der Rentenmm:kt wieder im Vordergrund, an dem sich sowohl die Kulisse, als auch die Kundschaft mit Vorkaufen auf den bevorstehenden Kupontermin beteiligte. Das Geschast in der Altbesitzanleihe (plus 0,40 o. H ) und in der 4-o H. Anleihe des Kommunal-Umschuldungsver- dandes (plus 0,25 o. H.) war recht lebhaft, auch Etahlverein-Bonds zogen bei etwas größeren Umsätzen 0,13 d. H. an. Dagegen waren spate Reichsschuldbuchforderungen vernachlässigt und mit 9a v. H. nur behauptet. Der Aktienmarkt war weiter sehr still und vernachlässigt. Offenbar hat die Enttäuschung über den Ausfall der Zwischendividende bei der Reichsbank (minus 0,90 v. H.) weiteres Desinteresse für Aktien, zumindest aber starke Zuruckhaltung bei gleichzeitiger Bevorzugung für den Rentenmarkt verursacht. Trotzdem war die Haltung relativ widerstandsfähig, wobei die weitere Besserung der Reichssteuereinnahmen und ein neuer türkischer Auftrag für die deutsche Industrie in Höhe von 22 Millionen Mark eine Stütze boten. Die Veränderungen nach beiden Seiten gingen nur selten über 0,50 bis 0,75 v. H. hinaus. Ueberdurchschnittlich gedrückt waren Farbenindustrie, die auf 142,50 (143,75) nachgaben, auch Deutsche Erdöl verloren 1 v. H., während Scheideanstalt 1 v. H. und Rut- gerswerke 0,40 v. H. gewannen. Am Elektromarkt überwogen die Abschwächungen, AEG. 0,13 v. H., Licht 8- Kraft 0,90 v. H., Gesfürel 0,75 v.H., Siemens 0,50 v. H. leichter, dagegen Rhein. Elektro und Schuckert gut behauptet. Der Montanmarkt brachte meist etwas festere Kurse, so für Gellfenkirchen (plus 0,75 v. H.), Klöckner (plus 0,50 v. H.), Harpener und Phönix je plus 0,25 v.H. Fester eröffneten außerdem Gement Heidelberg mit plus 1,25 v. H., AG. für Verkehrswesen (plus 1 v. H), Aku (plus 0,25 v. H.), Auch Zellstoffwerte und Daimler-Motoren läge bis 0,50 v. H. höher, während Schiffahrtswerte kaum behauptet blieben. Am Auslandrenten- markt setzten Mexikaner ihre Aufwärtsbewegung bei lebhaften Umsätzen bei bis zu 1 v. H. höheren Kursen fort, so 4,50 v. H. Irrigation 11,40 (10,50), 4-v. H. Gold von 1904 11,30 (10,25), 5-v. H. äußere Gold 15 (14,75), 5-v. H. Tehuantepec 9,13 (8,40), nur Silbermexikaner waren unverändert; 5-v.H. 7,25, 3-v. H. 6,65. Weiter erhöht waren außerdem Salonik Monastir mit 6 o. H. (5,25). Im Verlaufe war der Aktienmarkt überwiegend schwach, besonders Reichsbank waren gedrückt und gingen auf 145,50 nach 147,65. Daneben verloren Farbenindustrie 0,75 v. H., Siemens 1 v. H., ferner Akkumulatoren 1,50 v. H. und Südd. Zucker 1,25 Problem Jlr. 375. Von G.A.L. Bull, Durban. Weiß 4 Steine: Kb2; Dh2; Ta6; Lg2 Schwarz 4 Steine: Kc5; Sbl; S$7; BbL Weiß zieht und fetzt in drei Zugen matt. Problem Tlx. 376. Von vr. Z. Mach, Prag. Weiß 4 Steine: K$4; D$3; Td8; Sc8. Schwarz 3 Steine: Kb8; Ta8; La6. Weiß zieht und setzt in zwei Zugen matt. Partie Tlx. 261. Dem verstorbenen Meisterspieler Dr. Leo Grimm zum Gedächtnis. Gespielt in der VII. Runde des Emser Osterturmers am 2. April 1934. Weiß: O. Zentner, Frankfurt a.M. Schwarz: Dr. ßeo Stimm, Höchst a.M. —a4+ und matt. t ,, 1 ...2...., Kd3—c4. 3. Sd5—e74- und matt. 1. ..., Ke4-^$5. 2. Da8—e8 mit der Drohung d2+ und matt. 1 KbS—b4. 2. Sc4Xa5+ und matt. 1’ Sa5Xc4. 2. De4—b7+ und matt. Aus der Schachwelt. Arn 26.August d.I. ist Dr.ßeo Grimm, Höchst am Main, plötzlich verstorben. Er war Aus- landsdeutscher und 1901 in Petersburg geboren. Mit ihm verliert der Landesverband nicht nur einen Spitzenspieler von hervorragender Spielstarke, son- dem auch einen ebenso glänzenden Organisator. .Der Aufbau des Bezirkes Main-Taunus ist fast aus- schließlich sein Werk. von bem ßetwnsmafl«, bas Jesu grifft anbiete in seinem Wort! Pfarrer Trapp als Seelsorger der Petrusgemeinde dankte in seinem Schlußwort herzlich allen Mithelfern an der schonen Veranstaltung, ferner den Bäckermeistern der Gemeinde, die durch die Stiftung von Brezeln der Jugend eine große Freude bereitet hätten. Weiter dankte er der Gemeinde Stumpertenrod, die in freundlicher Weise die Gewänder zur Aufführung des feierlichen Weihetanzes zur Verfügung gestellt hatte. Schließlich rief der Gemeindepfarrer die Gemeinde eindringlich auf, immer tatkräftig mitzu- Renten etwas ruhiger, die Kurse bröckelten verschiedentlich etwas ob, so Altbefitz 93,40, Kommunal- Umschuldung 80,75 bis 81 nach 81,13 v. H. Stahl- verein-Bonds zogen aber erneut 0,13 v. H. an. Goldpfandbriefe lagen meist unverändert, Liguidati- onspfandbriefe etwas uneinheitlich, Kommunal-Obli- gationen und Stadtanleihen aber überwiegend bis 0,50 v. H. fester. Mexikaner setzten ihre' Steigerun-, uuncu.ium ™ “T“?; r"0'/" :r. gen um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. fort, auch Anato- den Festpreisen gern gekauft, daneben ist das Ge- 1. C2-C4, c7—c6. 2. Sgl-f3, d7—'15. 3. d2—d4, Sg8—f6. (Aus Umwegen ist nunmehr üie slawiM Verteidigung des Damengambits entstanden Von Bedeutung hierbei ist, daß Weiß Sgl—$3 und nicht Sbl—c3 gezogen hat, da Schwarz sonst mit 67—eo ein Bauernopfer anbieten könnte und gleichäbittg jede Entwicklungsschwierigkeit überwunden hatte. Die Annahme des Bauernopfers erscheint wegen 4 d4 Xe5, d5—d4! 5. Dd8—a5+ nebst 0a5Xe5 nicht ratsam. Die Theorie empfiehlt als 4i. Zug c4Xd5 ) 4. Sbl—c3, d5Xc4. (Die moderne Behandlung dieser schwierigen Verteidigung.) 5. a2—a4 (Schwarz kann sonst den Rückgewinn des c-Bauern durch b7 b5 verhindern), 5. ..., Lc8-$5. 6. SfS-e5, Sbß-dd. (Ueblicher ist 6. ..., Sb8—d7, was den weißen Vorpostenspringer sofort zu einer Erklärung zwingt Man schlägt dann mit dem Springer auf c4.) 7.12 _f3, e7—e6. 8. e2—e4, L$5—g6. 9. U1XC4. (Dieser Zug gewinnt mit Tempovorteil den c^Sauern zurück und ermöglicht die sofortige weiße Rochade. Trotzdem wurde dieser Zug von anderer Seite getadelt, da er die Entwicklung der schwarzen Dame nach a5 zuläßt. Statt dessen wurde 9. Se5Xc4 empfohlen. Welchem von beiden Zugen der Vorzug einzuräumen ist, ist im Augenblick mcht zu beurteilen. Vielleicht untersucht der Schachfreund selbst einmal die Vor- und Nachteile der beiden Zuge^) 9 , Dd8—a5. 10. 0—0, Ta8—d8. 11. Lei—e3, Sa6—b4. 12. Ddl—e2, L$8—d6! (Schwarz hat richtig erkannt, daß die strategische Lage seiner Truppe eine energische Maßnahme erforderte, da Weiß im Begriff war, sich eine Positionen überlegene Angriffsstellung aufzubauen, wobei der Vorpostenspringer e5 gute Unterstützungsdlenste leistete. Die Bedrohung des Springers geschieht im richtigen Moment; außerdem schafft dieser Zug eine Fülle von Möglichkeiten, die den Weißen vor emen schwerwiegenden Entschluß stellen.) 13. Se5Xg6!? (Hoppla! Weiß hat gewählt und stürzt sich in wilde Verwicklungen. Dieser Entschluß wird vielleicht der momentanen Kampflage nicht ganz gerecht; jedenfalls war der Rückzug Se5—d3 bedeutend sicherer, und Schwarz hätte in seiner beengten Stellung sehr vorsichtig spielen müssen und keine Gelegenheit zur Ergreifung der Jnitiattve gehabt.) 13. ..., Ldb Xh2+! (Halb beabsichtigt, halb erzwungen!) 14. KglXh2, h7Xg6+. 15. Kh2—gl, Da5—h5. (Schwarz, bisher in der Verteidigung, hat plotzilch emen scharfen Angriff erhalten und zwingt Weiß in die Verteidigung.) 16. Kgl—$2! (Die einzige Möglichkeit zur sofortigen Klärung. 16. Le3—$4 hätte nur zu weiteren Unklarheiten geführt.) 16. .., Dh5-h4+. 17. g2—g3! (Sonst konnte Schwarz sofort ein Remis erzwingen.) 17. .. Oh4-h2-i-. 18 K$2—el, Sb4—c2+. 19. Kel—d2, Sc2Xal. 2o" TflXal, Dh2Xg3. (Don der Beurteilung dieser Stellung wird es abhängen, ob der Entschluß dev Weißen im 13. Zug berechtigt war oder nicht- Weih kann einen kleinen Materialvorteil für sich buchen. Allerdings ist die weiße Königsstellung etwas unsicher, was Gefahrenmomente für die weiße Partie mit sich bringt.) 21. Tal-gl, Dg3-c7 22. e4-e5? (Ein bedauerliches Versehen! Weiß sollte hier 22 $3 —$4 spielen, worauf der Kampf noch sehr '^eressant geworden wäre.) 22. ...» Dc7Xe5. 23. Kd2 c , Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Der Hahn. Der Dichter Grabbe war zu seiner Zeit bekannt und gefürchtet wegen feiner scharfen Kritik. Daß er dabei witzig war, kann niemand leugnen. In Düsseldorf gastierte an drei Abenden ein berühmter Tenorist namens Hahn. Grabbe sollte als Korrespondent einer auswärtigen Zeitung über dieses Gastspiel kurz berichten. Sem Bericht lautete: „Und als der Hahn zum dritten Male krähte, ging Petrus hinaus und weinte bitterlich." Der moderne Arzl. Großvater erzählte mir: Ein Landwirt wird zur Zeit, da in Oberhessen das Schneeschuhlaufen noch ganz ungewöhnlich war, in eine einsame Gebirgsgegend zur Entbindung gerufen. Um fchnell hinzu- kommen, fährt er auf Skiern. Im Dörfchen angelangt, schnallt er die Schneeschuhe ab und nimmt sie auf den Rücken. Als die vor der Haustur stehende Mutter der Wöchnerin den Arzt kommen sieht, schlägt sie die Hände überm Kops zusammen unö bricht entsetzt in die Worte aus: „Ei, du leider Gott, wenn doas die Instrumenter sein, dann iS die Liesbeth verloren!" Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v.H. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende am ÄerNn Zranksuri a.M. $ranqun u. JJ(. Zkrii.i 24-Sepiember Schluß- ZL'lSchluß. AL 'urs börfe | fur,j börse Amtliche Notierung 3rie' Geld Oatum 95,25 95,5 95,13 95,25 93,4 93,75 93 93,25 98,13 98,13 98,1 98,13 94 94 94 94 91,5 91,25 91,25 90,75 91 102 100,4 100 100,5 100,25 81 91,5 91 91,5 91 91,5 91,5 2,475 2,479 2,475 Banknoten. 91,25 91,4 91,5 Lerltn, 24-September 91,5 93 93 93 93 130,5 131 29,4 29,5 192 8 8 Berlin — Frankfurt a. M. 32,75 1,15 86,75 114 62,75 104,9 29,4 217,5 65 66,5 49,13 69,25 7,25 7,65 14,75 1,25 7,85 7,25 7,25 14,6 170 128 81 74,5 86,5 113,75 62,75 105 75,9 171,5 126,75 81,4 74,65 65,5 66,5 49 69 50,5 56,5 112,75 65,75 134,25 49,65 69,5 126,75 51,25 56,5 90,55 29,9 218 63,41 81,46 34,05 86,4 115 62,25 104,5 58,665 0,201 3,053 55,25 81,98 12,375 5,46 16,535 170,02 21,52 0,739 5,726 62,18 49,05 11,225 63,80 81,83 34,25 10,44 63,67 81,78 34,19 86 114,9 62,9 104,5 76,75 170,5 128,25 81,25 74,75 112 64,9 134,5 48,4 69,25 125 50,75 56,13 90,5 29,5 219,5 178 130,65 50,75 56 93 101,75 94 101,75 93 101,75 93 101,75 81 118,25 132,5 171,25 126,5 80,75 74,9 7,f 7,25 7,25 15 0,655 58,545 0,199 3,047 55,13 . 81,82 12,345 5,45 16,495 169,68 21,48 0,737 5,714 62,06 48,95 11,205 63,68 81,67 34,19 10,42 193,5 I 192,25 1 192,75 l 22 9. I 24.9. |,22-9. | 24.9. 82,13 117 132,5 I 0,654 58,545 0,199 3,047 55,04 81,77 12,33 5,44 16,495 169,68 21,47 0,737 5,714 61,96 48,95 11,19 63,58 81,64 34,19 10,42 32,5 1,2 7,9 7,15 7,13 14,8 Gritzner Ol Mainlraftwerle Höchst a.M.... 4, Süddeutscher Zucker.........8 Philipp Hotzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. 2,447 58,625 55,11 12,335 16,515 169,94 21,43 62,04 Amerikanische Wüten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Note» 0,658 58,665 0,201 3,053 55,16 81,93 12,36 5,45 16,535 170,02 21,51 0,739 5,726 62,08 49-05 11,21 63,70 81,80 34,25 10J4 2,479 Buenos Airee Brüssel..... Rio de Jan. . Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Heljingfors.. Paris Holland .... Italien Japan ...... Jugoslawien Oslo : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... Schultheis Pahenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Beinberg...................0 Zellstoff Waldhof 0 Zellstoff Aschaffenburg O Dessauer Gas...............7 Daimler Motoren O Deutsche Linoleum O Lrenstein & Koppel O Leonhard Tietz..............0 Chade......................10 Accu niul atoren-Fabrü 0 Conti-Gummt...............O Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6y2% ehem. 4*4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese....... 6Vi% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs.. Geld 2,427 58,385 54,89 12,295 16,455 169,26 21,36 61,80 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 b'/r% Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos. -Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6y,% Hess. Lander-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhesjen Provinz-Anleche mit 30 219 178 130,5 I BuderuS O Deutsche Erdöl 4 Gelsenkirchener O Sarpener...................0 oesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klvcknerwcrke ........ O Mannesmann-Röhren 0 vranlfun u.JH. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Oatum 22.9. 24-9. 22-9. 24-9. 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente V.1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4»/«, Rumänische vereinh. Rente .. 2 y4% Anatolier............... Hamburg-Amerika-Paket .....O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampfjchiff...........O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prtvat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft............... O Dresdner Bank..............O Reichsbank ................12 A.E.G......................O Bekula.....................0 8 4,9 7,5 4,65 38 25,75 28,75 77,5 96,25 67,5 72,75 75 1 148,5 28,13 148,75 101,5 119,9 75,75 111 103 94 146,5 123 8 4,95 7,5 4,65 38,5 26 29,13 79 96,25 67 72 I 74,5 I 146 I 27,5 148,13 4,8 7,4 4,6 38,13 25,5 25 28,9 77,65 96,5 67,5 72,75 75 148 28,13 148,65 102 119,75 75,75 110,65 103 94.25 146,5 123,5 5 7,7 4,6 38,65 26,25 25 29,4 79 96,5 67,25 72 74,5 145,5 27,75 148,4 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 6 Felten & Guilleaume.........C Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. Rheinische Elektrizität ........ Schuckert LEo. . ............ Siemens L Halske............ Lahmeyer L Eo............. 1( 101 119 75,5 110 103 94,25 145,25 122 102 119 75,75 110 94 146 122 22-September Amtliche Notierung (Seih I Srie' Schlußkurs Schlußk.! Abend« I börse 1 Schlußkurs Schlußk. Mittag- börle Oatum 22.9. 1 24-9- 22.9. 24-9 77,25 77,25 77,5 77,25 — — 100 100 48,25 48,4 48,5 48,4 Rheinische Braunkohlen .....10 .......0 245 92,25 241 92 243 92,75 240 92,25 .......0 41,25 41,13 41,25 41,13 13,5 14 13,4 13,75 Kaliwerke Aschersleben. .......5 — 127 127,25 126 126 126 127,25 .....7V3 157 157,5 Kaliwerke Salzdetfurth I. G. Farben-Jndustrie r 1143,75 142,25 143,75 142,25 .......9 216 217,5 — — 94 93,75 94,5 93,5 1 42 43 42 43,25 Metallgesellschaft............. 1 90,75 91,65 90,5 92 ltt. 224 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Dienstag, 25. September 1934 Luftschutz iui not! Das Ergebnis der Lustschutz-Echulungswoche in Gießen. ► h > Der Eingang des Schutzraumes ist verschüttet. Die Insassen verlassen nach dem Angriff den Schutzraum durch das Kellerfenster. Bergung einer Verletzten. — (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Der Luftschutz-Lehrtrupp 7 der Inspektion hat nach seiner achttägigen Arbeit Gießen wieder verlassen, um in Wetzlar seine segensreiche Tätigkeit fortzusetzen. Zurückgeblieben aber sind hundert begeistertste Anhänger des Luftschutzgedankens, Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, die jetzt wissen, was der zivile Luftschutz für unser wehrloses Vaterland bedeutet; die aber jetzt auch wissen, daß man sich und w i e man sich gegen die Gefahren der Luft erfolgreich schützen kann. Sie haben sich in opferwilliger Bereitschaft für das Wohl der Gesamtbevölkerung und in echter Kameradschaft bei anstrengender Arbeit die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben, die sie nun befähigen, bei der Schulung der Gießener Bevölkerung tatkräftig mitzuhelfen. Mögen, angeregt durch ihr gutes Beispiel, recht bald viele weitere Hundert unserer Mitbürger sich zur Schulung im Selbstschutz der Zivilbevölkerung anmelden. Diese Anmeldung kann jederzeit erfolgen auf dem Geschäftszimmer des RLB. Gartenstraße 2, Seitenbau, oder auf den Polizeirevieren. Deutscher Mann, deutsche Frau, denke daran: Luftschutz tut not! wohnt waren, aus der Zwietracht des deutschen Volkes ihre Gewinne zu erzielen. Jeder, der heute in Deutschland lebt, hat aber das unbedingte Gefühl, daß das Deutschland von heute doch ein ganz anderes Deutschland ist als das Deutschland von gestern. Wenn in früheren Jahren Untugenden als Tugenden angesprochen wurden, wenn Ungerechtigkeit mit Gerechtigkeit verwechselt wurde, wenn man die Sprache des Blutes nicht verstehen wollte, so ist es heute Aufgabe der lebenden Generation, wieder gutzumachen, was angebliche Politiker vor der Machtübernahme an dem deutschen Volk versäumt haben. Es sollte sich daher jeder, der deutsches Blut in seinen Adern verspürt, über seine Pflichten, die er gegenüber kommenden Geschlechtern zu erfüllen hat, im klaren sein. Was nun im Leben eines Volkes die Familie bedeutet, das bedeutet im Wirtschaftsleben der Betrieb. Von der Gesunderhaltung der Betriebe hängt die Gesunderhaltung der deutschen Wirtschaft ab. Wenn seither der Betrieb im Selbstzweck gegründet wurde und eine Stätte war, wo sich die Gewinnsucht jeglicher Schattierung austoben konnte, ohne Rücksicht auf die Mitarbeiterschaft, geschweige denn auf Volk und Staat, so werden heute die Begriffe des soldatischen Lebens eingeschaltet. Es ist ein jeder Wirtschaftsführer für sein Tun und Handeln in seinem ihm anvertrauten Betrieb dem deutschen Volke voll und ganz verantwortlich. Kameradschaft, Opferbereitschaft, Pflichterfüllung und Treue müssen die Grundpfeiler der Gemeinschaft bilden. Die Deutsche Arbeitsfront hat hier eine hohe Mission zu erfüllen, nämlich als Treuhänder das gegenseitige Vertrauen in den Betrieben zu vertiefen. Nachdem nun Pg. Hahn eingehend über den Aufbau der Deutschen Arbeitsfront gesprochen hatte, führte er aus, daß es im nationalsozialistischen Staate nicht darauf ankomme, welchem Stand oder Beruf oder welcher Konfession der einzelne angehöre, sondern vielmehr darauf, daß jeder von dem Platze aus, auf den ihn das Schicksal berufen hat, als Aktivum mitgestalten hilft an der sittlich-moralischen Neugestaltung des deutschen Volkes. Die Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Mit Sieg-Heil auf Volk, Führer und Vaterland wurde die eindrucksvolle Versammlung geschlossen. Bei den Didier-Werken in Mainzlar. Der Versammlungsraum im Wohlfahrtsgebäude der Didier-Werke ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Arbeitskameraden der Faust und der Stirn sind fast vollzählig erschienen. Kurz nach 12.30 Uhr betritt der stellvertretende Kreisbetriebszellenleiter Hahn mit zwei Mitarbeitern in Begleitung des Führers des Betriebes und des DAF.-Ortsgrup- penwalters den Versammlungsraum. Der Orts- gruppenwalter eröffnet die Sitzung, begrüßt den Kreisamtswalter auf das herzlichste und übergibt ihm das Wort. Pg. Hahn versteht es nun in mustergültiger Weise als Korporal und Offizier der Arbeitskameraden in schlichten eindrucksvollen Worten zu seinen Kameraden zu sprechen. In atemloser Spannung lauschen alle seinen Ausführungen. Ausgehend vom Erlebnis des Nürnberger Parteitages streift er in großen Zügen die Zeiten vor und nach der nationalsozialistischen Revultion, sowie die verschiedenen Wirtschaftsepochen und ihre Folgeerscheinungen. Er kommt dann auf das Gesetz der Nationalen Arbeit und auf den Aufbau der Arbeitsfront zu sprechen. Man merkt, hier spricht kein Gewerkschaftler von früher, sondern ein Kamerad und Mensch, der den Arbeiter versteht und der mit allem Elan versucht, unserem großen Führer Adolf Hitler auch den letzten Mann zu gewinnen, damit die Volksgesolgschaft eine hundertprozentige werde. Seine Ausführungen wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Nach herzlichen Worten des Dankes an den vortrefflichen Redner, schloß die Versammlung mit einem dreifachen ;,Sieg-Heil!" auf den Führer. Gemeinsam wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Man nahm aus der Versammlung heraus den Eindruck mit, daß die Arbeitsfront auf dem besten Wege ist, die ihr gestellten Aufgaben zu meistern. Anschließend folgte noch ein Gang durch den Betrieb. 60 SA.-Mimer fahren durch Deuifchlaud. Aufenthalt und Verpflegung in Gießen. «MM« Bewegungsübungen unter der Gasmaske (Aufnahme: Photo-Pfaff.) 7 Ar ‘•*7. ; Sicherung eines Kellerfensters durch Sandsäcke gegen Splitterwirkung. Die Deutsche Arbeiissrout geht in die Betriebe. Große Betriebsversammlung bei der Fa. Karl Bänninger. Vergangene Woche sprach im großen Speisesaal runserer Firma der stellvertretende Kreisbetriebs- -zellenobmann Pg. Hahn zu der vollständig ver- fsammelten Belegschaft. Er führte u. a. folgendes saus: Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschau- ung. Er lehrt den einzelnen Menschen tatsächlich ein neues Schauen der Welt, nicht ein neuer Zweckoerband, sondern ein neuer Mensch ist das Ergebnis der neuen Denkart. Ws ist das Wesen einer Weltanschauung, daß sie nid) nicht auf ein Gebiet oder auf eine Frage beschränken kann, sondern daß sie zu allen Tatsachen und Erscheinungen des gesamten menschlichen Levens Stellung nehmen muß Zwei Dinge scheiden deshalb für den Jlational- sozialismus von vornherein aus, Zwei Begriffe. die den Parteigebilden der vergangenen Zeit so sehr ihren Stempel aufdrückten, gibt es für eine Weltanschauung nicht: Kompromiß und Toleranz. Deshalb kann der Nationalsozialismus nichts, was bisher bestand, ungeprüft in die Zukunft übernehmen, sondern es ist seine Aufgabe, dafür zu sor- jen. daß alle Gebilde und Einrichtungen in Deutschland in ihren Grundgedanken und in ihrer Orga- isation den Erkenntnissen und Forderungen der k'.euen Weltanschauung entsprechen. Wenn im vergangenen Zeitalter in Deutschland gewerkschaftliche Organisationen vorhanden waren, !iiie nichts kannten als das Feilschen und Handeln mit Arbeitgebern um Arbeitszeit und Arbeitslohn, stellt die Deutsche Arbeitsfront ganz bewußt in isn Vordergrund das Zusammenschmieden von Virtschaftsführer und Wirtschaftsgefolgschaft. Denn (Jein von gegenseitigem Kennen- und Verstehen- Iirnen hängt letzten Endes das Wohlergehen beider ^eile und somit' das Gesunden von Volk und Wirt- fyaft ab. Sie müssen sich wieder kennenlernen der deutsche Arbeiter der Stirn und deutsche Arbeiter der Faust, denn keiner bestünde ohne den anderen. Der neue deutsche Staat ist nationalistisch und sozialistisch. Er erkennt die Notwendigkeit, die Nation gegenüber der Welt zu schützen, ebenso an, wie die Aufgabe, in seinem Innern für das Wohl jedes einzelnen Volksgenossen Sorge zu tragen. Daraus gehl hervor, daß der Nalionalsozialis- mus das, was dem einzelnen schaffenden Menschen auf Grund feiner Leistungen gebührt, nicht als ein Almosen oder ein Geschenk betrachtet, sondern als einen Anteil an den Gütern der Nation, auf den der einzelne entsprechend seiner Leistung ein Recht hat. Es wird dahin im Arbeitsleben kommen, daß wenn jeder seine Pflicht und Schuldigkeit tut gegenüber Volk, Führer und Vaterland, daß der Begriff von Arbeitsrecht umgestaltet werden kann auf Recht auf Arbeit. Die Ausführungen wurden öfters beifällig unterbrochen und am Schluß mit anhaltendem dankbaren Beifall gelohnt. Der Betriebszellenobmann Pg. Diehl schloß mit einem Treuegelöbnis auf den Führer Betriebsversammlung bei Bahnbetriebswert der Reichsbahn/ Gießen. Am vergangenen Dienstag sprach hier der stellvertretende Kreisbetriebszellenobmann Pg. Hahn in einer Betriebsversammlung. Er führte u. a. folgendes aus: Ganz Deutschland steht heute noch im Zeichen des Nürnberger Parteitages. Jener gewaltigen Demonstration der nationalsozialistischen Organisationen und somit des deutschen Volkes. Wenn es seither in Deutschland noch einige Menschen gab, die an der Einheit von Volk, Staat und Partei Zweifel hegten, so geschah es nur aus Unkenntnis oder auf der anderen Seite bewußt, weil sie seither geGestern gegen 14 Uhr passierte eine Kolonne von 60 SA. -Männern a u f Fahrrädern unsere Stadt. Die stattliche Gruppe lenkte allgemein die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Die Mannsck)aften kamen unter der Führung ihres Standartenführers Lange von Heuchelheim her in Gießen an und setzten, nachdem sie im Gießener Standartengebäude verpflegt worden waren, ihre Fahrt über die Marburger Straße nach Marburg fort. Bei den Tourenfahrern handelt es sich um 60 SA.-Männer aus Zwickau, um Bergleute (also durchaus keine ausgesprochenen Radsportler), denen der Standartenführer Lange, ein alter Kämpfer, prächtiger Kamerad und Führer, Deutschland zeigen will. Insgesamt will die Gruppe, der es weniger auf die sportliche Leistung ankommt, als auf die Tatsache, ihr deutsches Vaterland kennenzulernen, 2 5 0 0 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen. Die SA.-Männer gehören der Zwickauer SA.-Standarte 133 an. Sie begannen ihre Fahrt am 15. September, fuhren zunächst in einer Nachtfahrt bis nach Marktredwitz in Bayern (126 Kilometer), bann bis Landshut (212 Kilometer), von hier aus bis Mittenwald (182 Kilometer) nach Ulm (220 Kilometer), nach Heilbronn (152 Kilometer), nach Mainz (164 Kilometer) und von Mainz aus über Koblenz und Limburg nach Gießen. In Marburg wollen die Deutschlandfahrer über Nacht bleiben. Am Gebäude der Standarte 116 wurden sie herzlich willkommen geheißen. Jeder erhielt einen tüchtigen Schlag Suppe und Warkkaroni mit Schinken zum Mittagessen. Dann fetzten sie die Fahrt fort. Die Fahrer waren über die gastfreundliche Aufnahme und Bewirtung in Gießen sehr erfreut und schieden mit den besten Eindrücken. Die Touristen befanden sich durchweg in ausgezeichneter Verfassung und in bester Laune. Eine besondere Freude wurde der Kolonne zuteil, als in der Nähe der Wellersburg an der Marburger Straße eine Gruppe von Arbeitsmännern, die durch unseren Photographen Pfaff auf die Fahrer aufmerksam gemacht worden war, links und rechts der 4 3» Die Gruppe der SA.-Fahrer vor dem Gebäude der Standarte 116. Auf der Marburger Straße: Der Arbeitsdienst begrüßt die Fahrer. T i ■ 't * • *'? W- & ten Artikel deklinieren? Das nimmt mich wunder! Hosentasche einen alten Tuchbeutel von fragwür« gleiten sollte. schlugen in Göden kroch hinein und tarn mit drei Tonpfeifen wieder zum Vorschein. Wittmütz langte aus feiner Deutsche Arbeitsfront. NS.-Gemeinschaft „(traft durch Freude-. An alle Ortswarte „Kraft durch Freude", an alle Betriebsgemeinschaftswalter im Kreise Gießen. Das Reichsamt benötigt die ungefähre Feststellung, wie der Bedarf an Urlaubsplätzen für dieses Ur- laubsjahr noch ist. Wir bitten daher alle Ortswarte .Kraft durch Freude" bzw. Betrlebsgememschafts- walter, umgehend die Zahl der Personen fest- zustellen, die bisher noch keinen Urlaub hatten, und wieviele davon sich an den Fahrten der NS.«Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" beteiligen wollen. Meldetermin ist der 28. September. Der Termin muh eingehalten werden. Oie Anmeldungen zum Arbeitsdienst. Von dem Meldeamt für den freiwilligen Arbeitsdienst in Gießen wird uns geschrieben: Die Anmeldungen zum Arbeitsdienst finden vorläufig nur Montag, Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr auf dem Meldeamt Liebigftr.16 statt. An Papieren find mitzubringen: Leumundszeugnis von Geburt bis heute, SA.- oder ähnlicher Ausweis und, falls die Bewerber noch nicht 21 Jahre sind, eine beglaubigte Genehmigung des Vaters den Heimweg ein — Fritz hatte durch die lachende Aufnahme des Uznamens die Sympathien seiner unter oem .11 h rh p Haeckler (Darmstadt) trat das H e s NI ch e Sondergerich gestern im Sitzungssaale des Amtsgerichts Eichen zu einer R-" Die Anklage vertrat Staatsanwatt — — dächtnis haften. Nun kam die Reihe an feinen Vetter und zuletzt an ihn selbst. „Dein Name?" „Fritz Reuter." „Geburtsort?" „Staoenhagen." Nun erst bemerkte der Konrektor, daß Fritz bei den Antworten seelenruhig sitzengeblieben war. „Aufstehen!" rief er ihm zu, lauter und fchävfer, als er es vielleicht beabsichtigte. „Jawoll", brüllte Fritz zurück und fuhr wie der Blitz in die Höhe. Unterdrücktes Lachen wurde in der Klaffe laut, das der Konrektor mit einem barschen „Ruhe" verwies. „Der Schüler hat sich bei jeder Antwort vom Sitz zu erheben", belehrte Dr. Bossert nun in ruhigem Tone den Neuling und fragte ihn darauf nach seinen französischen Kenntnissen. „Ich habe Voltaires Histoire de Charles douze gelesen", antwortete Fritz stolz. „So! Na, dann dekliniere mir einmal den unbestimmten Artikel." Fritz begann: „un — un“, stockte und schwieg verlegen. Der gute Uhrmacher Droz, sein bisheriger Mentor im Französischen, hatte eben mehr Wert auf die flüssige Konversation als die trockene Grammatik gelegt. „Du willst den Charles douze gelesen haben und kannst nicht einmal das Einfachste: den unbestimm- 1534: Pabst Clemens VII. (Giulio de Medici) in Rom gestorben (geboren 1478); — 1555: Abschluß des Augsburger Religionsfriedens; — 1793: durch die zweite Teilung Polens fallen da ' Posener Land, — * ~ • ««—..t—• _ 1878: der Kartograph August Petermann in Gotha gestorben (g^ boren 1822); — 1931 der klassische Philologe Ulrich von Wilamoritz-Möllendorf in Charlottenburg ge- torben (geboren 1848). Neue Bürgermeister und Beigeordnete in Oberhesien. Das Personalamt der Hessischen Staatsregierung gibt bekannt: Ernannt wurden zu Bürgermeistern: Fritz Schneider in Nieter-Erlenbach, Karl Wilhelm Walther in Ossenheim, Josef Seitz m Vilbel, sämtlich Kreis Friedberg. . Johann August Hofmann m Fleschenbach, Leonhard Sippe! III. m.Hartershausen, August Drtroein in Holzmühl, Heinrich Karl Hoppe N. in Schadges, Heinrich K ö 11 n e r m Vaitshain, Hch. HabermehlVI. in Willofs, amtlich Kreis Lau- 6od)fd)ulnad)rid)ten. Professor Dr. Ernst Rudolf Huber, Ordinarius an der Universität Kiel, hat einen Ruf aus oen Lehrstuhl für öffentliches Recht an der UniDerim» Tübingen abgelehnt. . Professor Dr. Walter B l u rn e n b e r g von oer Universität Bonn hat einen Ruf als Ordinär für Hygiene an der Universität Breslau ang Professor Dr. Kurt Sprehn vom Tierseuchen Institut der Universät Leipzig erhielt einen als Ordinarius für 23eterinärparafitologie an türkischen Universität Ankara. . _ (fn Dem Privatdozenten Dr. Michael Saoo 1 v (Mathematik) an der Technischen Hochschule lin wurde auf Grund des § 6 bes Berufsbeamten. gesetzes die Lehrbefugnis entzogen. Die große juristische Staatsprüfung im Herbst. Der Hessische Staatsminister Jung hat durch eine Verordnung über die große juristische Staatsprüfung im Herbst 1934 folgendes angeordnet: Die Prüfung beginnt am 1. Oktober 1934. Die mündliche Prüfung kann schon stattfinden, ohne daß die christlichen Arbeiten beurteilt und bewertet sind. Den Kandidaten soll zu Beginn der schriftlichen Prüfung eröffnet werden, an welchen Tagen die mündliche Prüfung stattfindet. An einem Tage dürfen auch mehr als sechs Kandidaten geprüft werden. Für diesen Fall bestimmt die Prüfungskommission, ob dem einzelnen Mitglied für die mündliche Prüfung ein Zeitraum von mehr als 45 Minuten zur Verfügung steht. Die Verordnung ist mit ihrer gestrigen Verkündung in der amtlichen „Darmstädter Zeitung m Kraft getreten. Schiller-Gedenkfeier in den Schulen. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung gerichtet: . Der Herr Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat folgendes angeordnet: „Am 10. November d.J. vor 175 Jahren ist Friedrich von Schiller geboren. Die unvergleichliche Bedeutung Schillers für das deutsche Geistesleben und die Gestaltung deutschen Wesens laßt ihn gerade in unseren Tagen deutschen Erwachens und als großes Vorbild deutscher Gesinnung, heldischen Ringens und idealistischen Strebens erscheinen. In diesem Sinne ist er der deutschen Jugend aller Schulen durch würdige Feiern am 10. November und im Unterricht vorher und nachher nahezubnn- gen." ,, , Wir ersuchen, dieser Anordnung zu entsprechen. Verbot des öffentlichen Auftretens von Angehörigen jüdischer Zugend- verbönde. Gondergericht in Gießen. 3“VS“ “SÄ Fritz Renier in -er Schule. Von Werner Siebold. Wir entnehmen den folgenden Abschnitt mit Erlaubnis des Verlages Emil Roth, Gießen, dem kürzlich erschienenen Buche „Unser Fritzing"; wir haben auf dieses Lebensbild des mecklenburgischen Dichters bereits in einer Besprechung empfehlend aufmerksam gemacht. Durch das mächtige Backsteintor der ehrwürdigen Landstadt Friedland rumpelte der Wagen des Bürgermeisters Reuter, und das Rütteln über das holprige Kopfsteinpflaster der Straße munterte die von der langen Fahrt ermüdeten Insassen auf. Der Kutscher wandte sich vom Bock zurück und fragte: „Nah de Achterstrat, Frölen, so wirt' doch?" „Jawoll, Friedrich", antwortete Tante Christiane. Nach kurzer Zeit hielt der Wagen vor der Wohnung der Konrektorswitwe Schulz in der Achterstraße. Tante Christiane schälte sich und ihre beiden Neffen Fritz und August aus den Decken, in die sie sich während des letzten Teiles der Fahrt durch den schon recht frischen Herbstnachmittag immer fester eingewickelt hatten. Zehn Stunden waren sie unterwegs gewesen und außer der anderthalbstündigen Mittagspause nicht vom Wagen gekommen. So war es verständlich, daß die Verbeugungen der Knaben vor ihrer zukünftigen Pensionsmutter, die sie mit herzlichem Willkomm begrüßte, recht fter und ungelenk ausfielen. Die rundliche Dame führte ihre beiten Pflege- Straße Aufstellung nahm und die Fahrer stürmisch und herzlich begrüßte. Don Marburg aus wird die Fahrt weiterfuhren nach Detmold, von dort aus nach Nienburg und Verden an der Aller, schließlich nach Bremen. Don Bremen aus werden die Fahrer mit einem Dampfer nach Helgoland fahren und in Hamburg wieder an Land gehen, lieber Salzwedel werden fte Berlin erreichen und dort voraussichtlich vom Führer empfangen und zu ihrer Fahrt beglückwünscht werden. Ueber Dresden kehren sie bann in ihre Heimat zurück. Am 2. Oktober wollen sie wieder in Zwickau fein. Unter den Fahrtteilnehmern ist der jüngste SA..7Nann 18 Jahre alt, der älteste 54 Jahre. Die Kolonne wird von einem Kraftwagen begleitet, der als Reparaturwerkstätte eingerichtet ist und in dem Pannen sofort beseitigt werden, so daß Fahrer und Kolonne ohne Zeitverlust reisen können. Em Arzt begleitet die Mannschaften ebenfalls, so daß auch für das gesundheitliche Wohl der unternehmungslustigen SA.-Männer gesorgt ist. Ein^ Kameramann nimmt bei dieser Gelegenheit die schönsten Punkte der Reise auf, um sie für Die Kameraden als Erinnerung festzuhalten. ♦ Der Führer der Deutschlandfahrer, Standartenführer Lange, der der alten Garde angehort, gründete im Jahre 1923 die Ortsgruppe Bremen der NSDAP. Am 1. Mai vergangenen Jahres unternahm er bereits mit einigen feiner Kameraden einen Fußmarsch von Zw i cf au nach B e r - I i n und überbrachte dabei dem F u h r e r ols Symbol der Ergebenheit und der bergmännischen Arbeit im sächsischen Industriegebiet eine brennende Grubenlaterne. Aus her provinzialhauptsiadi. Ausschmückung der Schaufenster zum Erntedankfest. ^^‘purpurrotem Kopf sank Fritz in feine Bank zurück. „Sag ihm, wie es heißt, Rievers", forderte ter Konrektor ten in der gleichen Bank sitzenden kleinen Rievers auf. „Un — d’un — ä un —= un“, schnurrte der Kleine herunter, und daran anknüpfend nahm Dr. Bossert den französischen Unterricht auf. Doch bald klep- perte eindringlich vom Schulhofe her eine blecherne Schelle — die Stunde war zu Ende. Kaum hatte der Lehrer die Klaffe verlassen, erhob sich befreit ein schallendes Gelachter. „Korl Duß — Korl Duß", rief es in Plattdeutsch von allen ©eiten. Fritz, verblüfft, wollte sich zuerst ärgern, lachte bann aber selbst mit. „Charles douze? — so übel ist der Name nicht, es gibt schlimmere. Auf jeden Fall ist er besser als Kratzefuß, wie sie mich zu Hause gerufen haben", flog es ihm durch den Sinn. Niemand wußte, wer ten Namen zuerst gerufen, aber Fritz erhielt so in der ersten Stunde seinen Spitznamen, der ihn durch sein ganzes Leben be- Schülern der Tertia, in die sie eingereiht werden ollten. Fritz, frisch und stämmig, verlor bald bie^ Schüchternheit. Er reckte seinen Kopf mit dem blonden Haarschopf, feine großen blauen Augen musterten lebhaft die neuen Kameraden. Da trat ter Konrektor Dr. Bossert ein. Die alten Schüler sprangen auf ihre Plätze und empfingen tehend iyren Lehrer. Ein kurzer Wink, und die Klasse setzte sich. Der Konrektor wies Fritz und einem schwarzbraunen, schmalen Vetter Plätze auf )er letzten der sechs langen siebensitzigen Schulbänke an. Dann begann er mit der gewissenhaften Umständlichkeit des Pädagogen das Klassenverzeichnis aufzustellen. So hatte Fritz Muße, seine Mitschüler zu betrachten und sie mit Namen kennenzulernen. „Also der Lange in der ersten Dank" memorierte er, „heißt Rudolf Göden", und setzte bei sich dazu „fixen Jung". Nun folgten zwei Frank, der eine aus Woldegk, ter andere aus Malchin. „Demnach keine Brüter", dachte Fritz und weiter „der dicke Wittmütz gefällt mir, hat so lustige Augen." Wilhelm Mayer, Fritz Runge, Wilhelm Hilgendorff aus Gr. Tetzleben bei Treptow und der kleine Rievers aus Roga blieben ihm noch im Gebiger Reinheit, knotete ihn auf, und nun wurden die Pfeifen mit sachverständiger Feierlichkeit gestopft. Göden schlug Feuer, rauche eine der Pfeifen an und sagte zu Fritz und August: „Wir wollen euch in unseren Bund aufnehmen. Versprecht uns, nichts zu verraten und immer treu mit uns zusam- Klassenkameraden gewonnen. Am Nachmittag nach der Zeichenstunde holten der lange Göden, der dicke Wittmütz und Franz Runge die Vettern aus ihrer Pension ab und liefen mit ihnen hinaus auf die „Grot Wisch' ein weites Wiesengelände, das sich südlich ter Stadt unabsehbar ausdehnte. Nach einer halben Stunde erreichten sie einen dichten Wach older knick. Wittmütz übernahm die Führung durch das Dickicht, aus dem einzelne Wacholderbüsche wie riefige, über doppelmannshohe Kerzen herausragten. Wie die Indianer folgten die Jungens im Gänsemarsch. Gin Stück Rehwild polterte fort, zwei Häher schimpften ärgerlich über die Störung. Zwischen^ten Wacholdern wuchs weiß und schlank eine Birke heraus. Unter ihr hockte, halb zusammengesunken eine anspruchslose, aus Zweigen zusammengesteckte Hütte, gut ausgepolstert mit trockenem Gras — ber Schlupfwinkel der Knaben. tretens von Angehörigen jüdischer Jugendverbände erlassen: _ ., Auf Grund des § 1 der BO. des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 wird für das Gebiet des Landes Hessen im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung den Angehörigen der jüdischen Jugendverbände bis auf weiteres untersagt: 1. Jedes geschlossene Auftreten in der Oefsentlich- teit; 2. das öffentliche Tragen von Bundestracht oder von Kleidungsstücken oder Abzeichen, das sie als Angehörige der jüdischen Jugendverbände kenntlich machen. Unter diese Verbotsordnung fällt auch das Tragen von Bundestracht oder zur Kluft gehörigen Kleidungsstücken und Abzeichen unter Verdeckung durch zivile Kleidungsstücke (z. B. Mäntel), sowie jede sonstige einheitliche Kleidung, die als Ersatz ür die bisherige Buntestracht anzusehen ist; 3. das Mitführen oder Zeigen von Wimpeln oder Fahnen in der Öffentlichkeit; 4. der öffentliche Vertrieb oder das öffentliche Verteilen von Presseerzeugnissen der jüdischen Jugendverbände (Jugendzeitungen, Jugendzeitschriften, Flugblätter); 5. Gelände- und wehrsportliche Uebungen jeter Art, sowie gemeinsame Auf- und Ausmarsche in feldmarschmäßiger Ausrüstung. Nicht unter dieses Verbot fallen dagegen die sportliche oder volkssportliche Betätigung, sowie zwanglose Spaziergänge und Ausflüge bzw. Wanderungen in kleinerem Rahmen, sofern ihnen jeder demonstrative Charakter fehlt. Geschlossenes Marschieren ist dagegen unzulässig. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach §4 der DO. des Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 bestraft. Zuwiderhandelnde, werden ferner in Schutzhaft genommen und unerlaubt getragene Kluft ober Abzeichen, unerlaubt geführte Fahnen, Banner oder Wimpel, sowie unerlaubt zur Verteilung gelangende Presfeerzeugnifse und Flugblätter beschlagnahmt und eingezogen. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Daten für Dienstag, 25. September. Die Reichspropagandaleitung der NSDAP, gibt in Verbindung mit ber Reichs- fachschaft Deutscher W e r b e f a ch l e u t e (NSRDW.) unb ber Hauptgemeins ch a f t des Deutschen E i n z e l h a n b e l s tee Richtlinien für bie Ausschmückung ber Schaufenster zum Erntebankfest 1934 — am 30. September — nach- stehenb bekannt. Alle Einzelhanbler haben biefe Richtlinien genau zu beachten. Die Schaufenster sollen, ber Bebeutung bieses Tages entsprechenb, in festlicher unb roürbiger Form ausgeschmückt werben. Wo bies aus technischen Gründen erforderlich ist, wird empfohlen, mit der Ausschmückung am Samstag, dem 29. September, zu beginnen. Für die Dekorationen ist vor allem an den Außenfronten frischer Grun- schmuck, wie Fichte, Tanne und Eiche zu verwenden. Dieser frische Grünschmuck ist jedoch frühestens erst Samstag, den 29. September, abends anzubringen. Die Dekorationen der Schaufenster sind am Dienstag, dem 2. Oktober, wieder zu entfernen. Der Leitgedanke für die Schaufensterdekorationen soll die Verbundenheit von Stadt und Land sein. Insbesondere soll an diesem Tage ber Dank b e s Stäbters an ben land - schaffenben Volksgenossen zum Ausdruck gelangen. In geschmackvoller Form sollen bie Erzeugnisse ober Symbole bes deut- schen Bauern ihre Würbigung finben. Erwünscht sinb babei Hinweise auf bie Zusammenarbeit ber einzelnen Wirtschaftsgruppen mit ber Landwirtschaft im Rahmen bes Wieberaufbaues. Besonderer Wert ist auf bie Ausschmückung ber Geschäfte zu legen, bie in ben Anmarsch- straßen für bie Festzüge liegen. In ben Dekorationen sollen f r i s ch e Blumen, Kornähren, Erntebankbänber unb bgl. Verwendung finden. Wo dies aus technischen Gründen nicht möglich ist, wird die Anwendung von künstlichen Blumen zugelassen. Unbedingt abgu- sehen ist von der Anbringung von Bildern und Büsten der nationalsozialistischen Führer und von allen dekorativen Hilfsmitteln, die das Gebiet des nationalen Kitsches streifen. Qu”ä gerade noch zum Abendessen zurecht. Der KoliM' tnrin fiel wohl bas blasse Aussehen unb ter geW Appetit ihrer Pfleglinge aus, sie schob es aber aui den Trennungsschmerz und schwieg darüber. terbach. ZuBeigeordneten: Heinrich König in Büdesheim, Peter F r e i in Harheim, Karl H o r a d in Reichelsheim i. b. W., sämtlich Kreis Friebberg. ~ - Karl Faber in Lang-Göns, Wilhelm Re ich» darbt II. in Robheim a. b. H., Heinrich Gustav R u b l o f in Trais-Horloff, sämtlich im Kreis Gießen. Heinrich H o f f m a n n in Holzmühl, Kurt E ur i ch in Hutzborf, Karl S ch n ä g e l b e r g e r m 2anben- hausen, August Köhlerin Radmühl, Karl Rausch in Schadges, sämtlich Kreis Lauterbach. Johannes Düdert IV. in Betzenrod, Kreis Schotten. Täglich wieder dritte Briefzustellung in Gießen. Das Postamt Gießen teilt uns mit: Mit dem 1. Oktober wird in Gießen bie b ritte O r t s . briefzustellung an Werktagen eingerichtet. Die Zustellung wirb um 16.15 Uhr beginnen. (Bekanntlich wurde vor einigen Jahren Die tägliche dritte Briefzustellung auf Anordnung der Poft aufgehoben. Die jetzige Wiedereinführung dieser Briefzustellung ist nur zu begrüßen. D. Red.) Monatliche Beitragszahlung bei allen Verbänden der OAF. LPD. Die Gaukassenwaltung der Deutschen Arbeitsfront Hessen-Nassau teilt mit: . Die Einzelmitglieder der DAF. zahlen ihre Beiträge monatlich. Die Mitglieder ter seitherigen Verbände zahlen teilweise noch wöchentlich. Nach Em- glieterung der Verbünde in die DAF. werben die Beiträge genau wie bei der Einzelmitglieberorgani- sation monatlich erhoben. Es gelangen nur Monats« marken zur Ausgabe. Die monatliche Zahlung de- deutet für die Mitglieder im Jahr eine Ersparnis von vier Wochenbeiträgen. föhne in das für sie bestimmte, nach dem Haus- garten gelegene freundliche Zimmer. Friedrich unb Stine, die Hausmagd, brachten die großen Holz- toffer, von den Jungens scherzhaft Buntesladen genannt, herauf. Tante Christiane half mit vielen guten Ratschlägen beim Auspacken und Unterbringen der Sachen, und bald darauf vereinte ein reichlich gedeckter Abendbrottisch die Konrettvrin mit ihren Gästen, von denen die beiten Jungen nun für einige Jahre ihre ständigen Hausgenossen sein sollten. Bürgermeister Reuter, dessen Wunsch es war, sich von seinem Sohne einst im Amt ab lösen zu lassen, hatte sich entschlossen, da der Hausunterricht durch mehrmals wechselnde Hauslehrer Fritz zu wenig förderte, ihn auf die hohe Schule nach Friedland zu geben und ihm seinen gleichalttigen Vetter August zugesellt. . Am nächsten Morgen, dem Michaelistag 1824, standen die neugebackenen „Gymnasten", wie es im Volksmund hieß, recht schüchtern zwischen ten Nun folgte eine Neliaionsstunte bei Prorektor Karl Horn, Darauf eine Lateinstunde bei Konrektor Gesellius, unb in der letzten Stunde unterrichtete Rektor Johannes Zehlicke Deutsch. Damit war der Vormittagsunterricht zu Ende. Die beiden Vettern Begleitung einiger Mitschüler munter g ein — Fritz hatte durch die lachende Wegen schwerer Beleidigung des nattonalsozia- listischen Staates, insbesondere ber Polizei, wurde ber schon vielfach vorbestrafte Reinhard K r o ll aus Rainrod, z. Z. w-g-n einer anderen Sache in Untersuchungshaft, zu einer ® e f haben. Ein bißchen unheimlich war das doch. Wie ! eine Ahnung kommenden Unglücks bedrückte es sie. Lange lag sie schlaflos. — Und im obersten Stockwerk, in einem der einfachsten Zimmer, lag Detlef Westkamp ebenfalls schlaflos. Donata hatte er verloren, darüber war er sich klar; sie gehörte nicht mehr zu ihm. Sie gehörte zu Menschen von der Art des Prinzen. Freiwillig mußte er zurücktreten! Es war das schwere Gebot der Stunde, der er gehorchen mußte. Neunundzwanzig st es Kapitel. Frau Steffi fuhr erschreckt aus dem Schlafe hoch. Das Hotelzimmer, das sie gemeinsam mit Donata bewohnte, war erhellt. Die Deckenbeleuchtung war eingeschaltet und vor ihrem Bett stand Donata im Mantel, den Hut auf dem Kopf, fix und fertig zum Ausgang. Ehe die verwunderte Frau eine Frage tun konnte, beugte sich Donata zu ihr nieder. „Es ist ein Viertel über fünf Uhr, Mutter, und ich wollte dich eigentlich nicht wecken, wollte dir nur einen Zettel auf den Nachttisch legen. Aber jetzt ist das nicht nötig. Ich möchte nämlich nach Besinn «sieuer am 22. Oktober 1934 1. ‘Alöhtlge SousWitungMuie 2. V.löbrlger SoiDlutfus Anmeldungen:2lliceschule,Stein- straße 10, werktags von 11-13 Uhr. vV\ ] führt, hatte aber in Schiedsrichter Deiß (Nau- born) einen überragenden Leiter, der es stets in den Grenzen des Erlaubten hielt. Aber gerade wegen des Kampfcharakters war das Treffen sportlich' sehr wertvoll und interessant anzusehen. Der Platzverein dürfte daher endlich die richtige Mannschaftsaufstellung herausgefunden haben. Unb die lautete in der zweiten Spielhälfte: Balser (der sich mit Schlarb ablösen wird); Zeiler, Lippert; Mank, Roth, Hainbach; Wilhelmi, Heilmann, Schmelz, ein, galt es doch, aus 13 Bewerbern die besten vier herauszuschälen. Für die Endrunde wurden als die drei Gruppensieger 1885 Gießen, Wetzlar-Nieder- girmes und Wiesecks 1. Mannschaft ermittelt, wahrend die punktgleichen 2. Mannschaften von Gießen und Wiefeck als beste der Gruppenzweiten noch em Ausscheidungsspiel, um den Teilnehmer an der Endrunde zu ermitteln, austragen mußten. Wieseck erwies sich schließlich als besser. Die Ergebnisse der Enorunde: Glrmes — Wieseck I 8:2, Wieseck II — 1885 3:8, Girmes — 1885 2:5, Wieseck I — Wieseck II 6:3, Girmes — Wieseck II 3:1, 1885 — Wieseck I 7:1. Sieger: 1885 Gießen I 8 Punkte, 2. Wetzlar- Niedergirmes I 4 Punkte, 3. Wieseck I 2 Punkte, 4 Wieseck II 0 Punkte. Die Erste von 1885 war ist, und einem großer Energie wurde Angriff auf Angriff ein geleitet. Die Gäste hatten viel Abwehrorbelt zu leisten. Der Platzverein bevorzugte jetzt die Fluge, Durcb die angesetzten ernteDantfeft-5eierIid)teiten Iin^der^Mtte'allein durch und § am kommenden Sonntag können die Rundenspiele v unhaltbar in die rechte Ecke zum 2:0 Nach nicht zur vorgesehenen Zeit ausgetragen werden, '^raievollem Spurt erhöhte Schmelz (1900) .auf Die Vereine werden deshalb aufgefordert, sofort die * ... ba(b ^reihende 4. Treffer war tn seiner notwendigen Schritte wegen Vorverlegung — soweit . ^b Ausführung das schönste Tor des möglich auf den Vormittag — einzuleiten. Sollten »es Aus dem eigenen Strafraum trieben die sich Schwierigkeiten ergeben, fo haben sich die topieb Qieac,ener den Ball in flacher Kombination bis vor warte wegen Absetzung des Spieles mit mir Jnnt bas Säftetor unb, ohne baß ein gegnerijcher Spieler Verbindung zu setzen. Ein allgemeines Spielverbot berührte, landete er hinter dem durch wurde nicht erlassen, da wir an sich schon mit Ter-- aei[marm geschickt herausgelockten Gästehüter im minschwierigkeiten zu kämpfen haben. b ^örr hatte den letzten Rest besorgt. Damit L u h, Kreisspielwart. | ba9 Spiel entschieden, und die Blauweißen mürben etwas sorgloser. Watzenborn - Ste.nberg hatte dies bald heraus und machte einige Mehr- anftrengungen. Als man im Gießener Strafraum den Ball unbekümmert hin und her schob, waren die Gäste blitzschnell dazwischen und hatten zum verdienten Ehrentor eingelenkt. Der Sieg 1900s war redlich verdient. Die Gäste hinterliehen einen sehr sympathischen Eindruck. Grünberg I — 1900 II 0:3. Noch nie hat man in Heuchelheim ein Spiel gesehen, wobei die Platzmannschaft von einem derartigen Pech verfolgt war, wie die diesem. Die Hiesigen lagen, bis auf einige gelegentliche Durchbrüche der Gäste, dauernd vor dem Tor der Gegner. Die Heberlegenheit der Heuchelheimer machte sich schon sofort nach Anstoß bemerkbar. Torschuß auf Torschuß wurde abgegeben, jedoch keiner ging zunächst ins Tor. Nach etwa 20 Minuten Spieldauer fiel der erste Treffer, das Tor wurde von jtrane. dem Schiedsrichter aus Lollar jedoch nicht gewertet, sie den Beim Stand von 0:0 ging es in die Pause. ,luulllwulu lul.b ..'.cht Nach der Halbzeit waren die Heuchelheimer wie- mehr so widerstandsfähig. Die bei 1900 vorgenom- der sofort tonangebend, sie schossen aus allen mög- 3 stück 1O Pf g- Erprobtes Rezept Vayrisch-Kraut. (Für 4 Personen.) Zutaten: 2 Pfund D^ßkohl, 4 Eßlöffel (80 g) Fett, '/r Liter Fleischbrühe aus 2 Maggi s Fleisch- brühwürfeln, Pfeffer, Salz, Kümmel, feingehackte Zwiebel, Ging l« nach Starke, 1 Eßlöffel (20 g) Mehl, 1 Teelöffel Zucker. Zubereitung: Den Weißkohl putzen, hobeln oder feinschneiden, im heißqemachten Fett aufs Feuer sehen. Die Fleischbrühe dazugießen, Gewürze, Essig und Zwiebel beifügen und 'wgeschloffendn Top bei kleinem Feuer 1 Stunde qardämpfen. Das Mehl mit etwas kaltem Waffer anrühren, dazugeben und gut durchkochen lasten. Oann nut Zucker abschmecken. Beilage: Kaßler Rippespeer. Lw. E. °7 (a) /1934. Beschluß. Heber den landwirtschaftlichen Betrieb des Philipp Hofmann und dessen Ehefrau Elisabethe, geb. Vonarius, in Trohe wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesek zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 9 Hhr 50 Minuten vormittags eröffnet. Die Landesbauernkaffe Rhein-INain-Neckar in Frankfurt am Main wird zur Entschuldungsstelle ernannt. 55480 Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 10. November 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen' bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 18. September 1934. Hessisches Amtsgericht. Kohlen Koks a„D Briketts Eiform Happel&Co. MJhlstr.18,Ruf3925 Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Drucker» wi&s&i - Bleyle-Kleldung fUr Kinder Ist nicht nur haltbar und gesund, sondern zugleich auch wirklich schön. Verlangen Sie bitte den Bleyle-Katalog. Namenschilder bereit, gibt bill.ab ■ereil, gioi uui.au - . Mlahrz.-Reparatur !9Qfi|pn E.A&mann UUoUlöIl Gießen, Tel 3248 HitlirwaU 7 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermähl ungsanzelgen Geburtsanzeigen bei BrUhl, Schulstr. 7 llllllllllllllllllllllllllllll Verkäufe | Wohn« und Geschäftshaus m. Hintergebde., hyvothenfr.,zentral geleg. ift zu verk. Anz. 25000 Jt. Sdir. 9lng.it. 5385Oa.d.G.A. Gut erhalt, säuisch Umzugs halber billig abzugeben _ Wieseck, ww Ludwigstratze23. Mädchen v.Lande,das selbständig arbeitet, kinderlieb ist, nähen u. stärk, kann, sucht Stellung. Käthe Schmidt, z.Z. F-rankf.-M., Palmstr.14. 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Amtsverkündigungsblatt für die provinzial-irektto« Oberheffen und für das Kreisamt Gießen )!r. 49 Erscheint Dienstag und Freitag. 25. September Nur durch die Post zu beziehen. 4934 Inhaltsübersicht: Beginn der Fasanenjagd. — Straßensperre. — Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. — Förderung der Deutschen Jugendbühne durch die Schulen. — Dienstnachrichten. Bekanntmachung, betreffend Beginn der Fasanenjagd. Vom 19. September 1934. Auf Grund des § 3 der Verordnung, die Ausführung des Jagdstrafgesetzes, insbesondere Anordnungen wegen der Hegezeit betreffend, vom 2. April 1930 (Reg.-Bl. S. 41) wird der Beginn der Schußzeit auf Fasanen für das ganze Land Hessen auf Montag, 1. Oktober, 1934, festgesetzt. Darmstadt, den 19. September 1934. • Der Hessische Staatsminister: Jung. Bekanntmachung. Betr.: Straßensperre. Wegen Ausführung von Walzarbeiten wird die Provinzialstraße Schotten—Laubach (Gemarkung Schotten) vom 26. September 1934 ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Einartshausen—Rainrod—Eichelsachsen. Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu beachten. Gießen, den 21. September 1934. Hess. Provinzialdirektion Oberhessen. Betr. Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. An die Bürgermeistereien des Kreises. Wir verweisen Sie auf die Bestimmungen des Artikels 39 Absatz 1 Ziffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 (Regierungsblatt 1904, S. 282) und empfehlen Ihnen dringend, im Interesse einer guten Feldbestellung . im Einvernehmen mit dem Rat eine ausreichende Sperrzeit für Tauben anzuordnen. Gießen, den 19. September 1934. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Krüger. Betr.: Förderung der Deutschen Jugendbühne durch die Schulen. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Die abschriftliche nachstehende Verfügung des Hess. Staatsministeriums, Mmisterialabteilung Ha, vom 17. September 1934, Rr. V. 35 505, teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Bekanntgabe an sämtliche Lehrkräfte mit. Gießen, den 20. September 1934. Kreisschulamt Gießen. I. V.: R e b e l i n g. Das Bestreben der unter der Schirmherrschaft des Reichsjugendführers Baldur von Schirach stehenden Jugendgruppen der RS.-Kulturgemeinde Deutsche Bühne nach wahrer Kunst und deutscher Theatergestaltung bedarf weitgehendster Förderung durch die Schulen. Wir machen es daher allen Lehrkräften zur Pflicht, die Bestrebungen der Deutschen Jugendbühne zu fördern und mit den Obleuten der Deutschen Jugendbühne in geeigneter Weise zusammenzuarbeiten und deren Tätigkeit zu unterstützen. Dienstnachrichten des Kreisamts. Bürgermeister Pih, Heinrich Schmidt IV., Karl Reih IV., Heinrich Keil und Heinrich Traum wurden als Feldgeschworene für die Gemeinde Lauter bestellt und verpflichtet. Die Ministerialabteilung I b des Hessischen Staatsministeriums hat genehmigt: 1. dem Kuratorium der Marie-Seebach-Stiftung in Weimar 6000 Lose zu 0,50 RM. der 7. Marie-Seebach-Lotterie in der Zeit vom 10. September 1934 bis 26. Januar 1935 im Volksstaat Hessen zu vertreiben; 2. dem Reichsverband deutscher Gebirgs- und Wandervereine Darmstadt, in der Säule XI des Reichsbundes für Leibesübungen die Genehmigung erteilt, unter der Bezeichnung I. Geldlotterie des Reichsverbandes deutscher Gebirgs- und Wandervereine, 500 000 Lose zu je 0,50 RM. in der Zeit vom 1. September bis 14. Dezember 1934 im Volksstaat Hessen zu vertreiben. littwoch, 26. September 193§ er Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /, Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Grmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einseitige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Tchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 : deutschen Alpen. cke größte Sorgfalt auf die Ableitung Innauenbäche gelegt, diese zusammen- und damit der Hochwasserspiegel gesenkt , führt doch nach reiflicher Ueberlegung die hn dort nicht über, sondern unter den estehenden Verkehrswegen der Eisenbahn und aatsstraße hindurch. ) die Reichsautobahn München — Landeswerden aber auch neue bis jetzt dem Frem- ehr wenig zugängliche Gebiete, die noch nbunden blieben, erschlossen. In fünfzig t e n kann nach ihrer Fertigstellung von jen aus der Chiemsee erreicht .Der Schliersee und der T e g e r n s e e iertel Stunden, Bad Reichenhall und rrchtesgadener Land mit dem Königeineinhalb Stunden. — Für den Verkehr «ringerstraßen ist eine Reihe von A n sch l u ß- n vorgesehen. Von den 65 Millionen Mark Voranschlag sind bisher 30 Millionen Mark trägen vergeben. Sie bringen Beschäftigung 3 Tiefbauunternehmungen, 16 Brückenbau- n und 18 Lieferfirmen. deutschen Alpenstwße O i S U. co ct *. z O X x d z *5 /^Gütm-Ste v ,, tu 7 < j Zins Zae Z f ?‘REIT XX^BERCHTES- ----'YALEP? 3 *•' «1 GADEN *5 '■ 5 KONIGSSEE TIERREICH von Lindau bis Berchtesgaden gebaut eckenführung 105 Brücken, 15 Tunnels uf rund 135 Millionen Mark berechnet illionen Schichten Arbeit geben. rin Glück. Druck der Drübl'schen Tlniversitäts. Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Die Schweiz fordert Ersah eltkrieg erlittene Schäden N 99 9 für tm Erregte Auseinandersetzung zwischen Motta und Barthou im Dölkerbundsrat Verbindung Bild vom mittelbar miterleben, ja sich selbst als Fluggast fühlen. Ein Fallschirmpilot wird während eines Absprunges mit Hilfe eines kleinen für diesen Zweck besonders konstruierten Kurzwellensenders zu den Hörern sprechen. Im Rahmen der Sendung sollen auch die Stimmen unserer toten Flieger, die auf Schallplatten festgehalten sind, ertönen. Funksendung aus dem Flugzeug. Der Deutschlandsender bereitet für Samstag, 6. Oktober, 20.10 Uhr, eine in ihrer Form völlig neuartige Sendung vor. Die Sendung geht von einem Flugzeug aus, das zu Beginn der Sendung in Köln startet und am Schluß im Flughafen Tempelhof landet. Der Funkberichter, der sich in der Maschine befindet und mit dem Kopfhörer aus dem Funkhaus neben feinem eigenen Bericht auch den Sprecher im Sendesaal hört, so daß die Möglichkeit eines Gegensprechens besteht, tritt während des Fluges durch eine Kurzwellenstation mit vier Punkten auf der Flugstrecke und mit dem Funkhaus in g. Der Hörer wird also ein lebendiges Verlauf des Fluges erhalten, diesen un- Genf, 25. Sept. (DNB.) Bundesrat Motta behandelte vor dem Völkerbundsrat den Anspruch der Schweiz auf Entschädigung für die im Weltkrieg erlittenen Verluste. Es handele sich erstens um Schäden, die schweizerische Bürger unmittelbar im Zusammenhang mit militärischen Operationen erlitten hätten, zweitens um Schäden, die durch Requisitionen in besetzten Ge- bieten entstanden seien, und drittens um Schäden durch Beschlagnahmen innerhalb der kriegführenden Staaten. Die Entschädigungsansprüche richteten sich gegen Großbritannien, Frankreich, Italien und das Deutsche Reich. Im ganzen habe die Schweiz einen Verlust von rund 50 Millionen Goldfranken erlitten. Motta schlug vor, ein Gutachten des Haager Ge- iwiu[|uiuu (ju uei (lunuiycii, |u |ta e» [ui yiuinteiu) doch unmöglich, dieser italienischen Forderung stattzugeben. Barthou könne unmöglich noch einmal in den Fehler Paul-Boncours und de Jouvenels verfallen, die durch den Abschluß des Vierer- paktes den Verlust der Zusammenarbeit mit Polen herbeigesührt hätten. Das Blatt ist in Uebereinstimmung mit allen großen Blättern der Ansicht, daß sich der französische Außenminister in Ermangelung eines besseren wahrscheinlich darauf beschränken werde, von Italien und England eine Wiederholung der bereits am 17. Februar abgegebenen Erklärung zugunsten der öster- reichischen Unabhängigkeit zu fordern. Der Kleinen Entente soll anheimgestellt werden, sich dieser Erklärung anzuschließen. Erst in Rom würde Barthou dann versuchen, die italienische Regierung zu einer Aenderung ihrer bisherigen Haltung zu bewegen. Das „Oeuvre" wirft Italien vor, eine Hegemonie in Oesterreich zum Scha- r i ch t s h o f e s Über die Forderungen der Schweiz einzuholen und gleichzeitig einen B e r i ch t e r st a t - ter zu ernennen, der sich mit den Fragen befasse und sie später zur Entscheidung vor den Rat bringe. Eden bestritt, daß die Schweiz Anspruch auf die von ihr geltend gemachten Entschädigungen habe. Die Frage gehöre nicht vor den Völkerbund. OerfranzösischeAußenministerBarthou lehnte dann in ausgesprochen erregter Stimmung jede Anerkennung des schweizerischen Anspruches ab. Dabei gebrauchte er Schärfen gegen Motta, die im Zuschauerraum Bewegung auslösten. Barthou wurde schließlich so erregt, daß er mehrmals m i t der Hand auf den Tisch schlug. Er bestritt der Schweiz jedes Recht, diese Forderung auch nur floaten zu tun? Wo bleibt England, dessen Vertreter in Genf soeben erst erklärte, daß die Frage der Behandlung der verschiedenen Volksteile ein Barometer für den zivilisatorischen Stand des betreffenden Staates fei, und das doch sonst so gern für Gerechtigkeit schwärmt? Wo bleibt Frankreich, das — wenn es auch innerhalb seiner eigenen Staatsgrenzen die Existenz fremder Volksgruppen leugnen möchte — sich selbst oft als „Hüter der Volkstumsrechte" bezeichnet hat und immer wieder betont, daß Verträge heilig find? Der Notruf der Memelländer zeigte nicht nur an, wie unhaltbar die Lage im Memelgebiet ist, sie nimmt auch den Signatarstaaten jede Berechtigung und jeden Vorwand, die bisherige Methode des Sich- tot-stellens weiter fortzusetzen — es fei denn, sie selbst bezweckten, unter Beweis zu stellen, daß sie ihrerseits Verträge, für deren strikte Innehaltung sie sich höchst persönlich verbürgten, für nicht mehr halten als einen Fetzen Papier, es fei denn, sie billigten ihrerseits das litauische Verfahren des nackten Vertragsbruches. »yvt». UU| V.V../UHVV.I VHIHI VIV lUebergriffe der litauischen Machthaber und die prak- ische Vernichtung von Recht und Gesetz auf allen Hebieten zusammengestellt. Im einzelnen wie ins- I gesamt stellt sie eine ungeheuerliche A n - jlage gegen den litauischen Staat und diejenigen dar, die dies alles zuließen. Und *mmer wieder zeigt sich in den von den litauischen Machthabern durchgeführten Aktionen, welche „Gro- rrsken die Jagd auf angebliche „Staatsfeinde" zei- igte. Da wurden bei hochnotpeinlichen Haussuchungen in den memelländischen Schulen alte Landkarten über die „Gedanken und Erinnerungen" Bismarcks beschlagnahmt. Sogar das „Braune Buch" von ! Hermann Löns, dem friedlichen Heidedichter, verfiel !-em Häscher; denn der Name dieses Buches verrät । !'u0ch schon, daß es sich um ein — nationalsozialisti- iches Propagandawerk handelt. Da werden nicht । r:ur Studentenrapiere und sonstige Erinnerungs- ü ücfc bei friedlichen Bürgern als gefährliche, der litauischen Staat bedrohende Waffen beschlagnahmt, hnbern auch Jagdgewehre, deren Inhaber sich am besitze rechtsgültiger, vom litauischen Kriegskom- rianbanten genehmigter Jagdscheine befinden. Und hlche „Beweisstücke" dienen eben dazu, die Inhaber m die litauischen Gefängnisse zu verschleppen. Was gedenken die Unterzeichner st aaten: iias Britische Reich, Frankreich, Italien und Japan ! t"u tun, um die Bestimmungen, über die sie mit | Litauen „übereingekommen" sind, wieder in Kraft fetzen? Was gedenken sie zu tun, um beut- sch e s Volkstum — das sinnlos genug vom knitschen Mutterlande abgetrennt wurde, um dem ^roergftaat Litauen den Hasen Memel zu über» antworten — vor weiterem Terror zu schützen? Was gedenken sie zu tun, um einen Vertrag, der abgeschlossen wurde und von dem Unterzeichner Litauen täglich gebrochen wird, zu sichern? Die memelländische Beschwerde stellt an | ihrem Schluß, unter Berufung auf die Autonomie- biftimmungen, in klarer Form fest, was zu geschehen hit, um den Rechtszustand im Memelgebiet wieder tnzuführen. Es sind höchst bescheidene Forderungen, b» die Memelländer aufgestellt haben, und sie be- 9mnen damit, daß die beiden wichtigsten Organe bT Autonomie (Direktorium und Landtag) i n ü re verfassungsmäßigen Rechte einrreich auf dem toten punkt, iens und der Schweiz. er anderen benachbarten Staaten errichten ien. „Matin" wird die Haltung der Schweiz Frage der Rekrutierung einer Saarpolizei rurteilt. Das Blatt erklärt, daß die Schweiz te Mal, da man sich im Interesse des Frie- i sie wende, auf ihre Neutralität poche und ;r moralischen Pflicht zu entziehen versuche, etit Parisien" fügt hinzu, diese übertriebene beweise eine Jnteressenlosigkeit, die schlecht Pflicht einer freundschaftlichen Zusammen- zugunsten des Friedens vereinbar sei, die uci louiferbunb jedem seiner Mitglieder auflege. Zu der Ungehaltenheit der französischen Presse gegenüber der Schweiz kommt noch die Mißstimmung, die die Antwort des italienischen Vertreters auf die französische Saardenkschrift ausgelöst hat. Die Ablehnung Aloisis, sofort Beschlüsse über d i e zukünftige Regelung gewisser Fragen zu fassen, wird vom „Echo de Paris" als eine bewußte Antwort auf die französischen Forderungen in der österreichischen Frage ausgelegt. Es scheine, so schreibt das Blatt, als ob Aloifi noch unter dem Eindruck der Auseinandersetzungen über die österreichische Unabhängikeit gestanden habe. Barthou habe dies dem italienischen Vertreter in einer privaten Aussprache auch zu verstehen gegeben und ihn gefragt, ob der Umstand, daß in der österreichischen Frage gewisse Meinungsverschiedenheiten beständen, genüge, sich auch noch in der Saarfrage zu streiten. gji. * ran Uv 3 Stück 1O Pf9- Ruf Nr. 2145/2146 Gießen Rk Gießen - Ruf Nr. ziu/ziw Gute Motorrad, fahr- Gut erhaltener Tafplänfpl 9iiiwii-‘i* ntcrbVene 1 QiCIUpIvl Kraj||ahrZ/ Reparatur .IQfljpfl ausAlten-Buseck p AbniSnn UuöUluil in tiorfmtfpn D.AÖlliaulJ hen u. stärk, kann, ausAlten-Buseck *** Kohlen Koks ,„jD Briketts Eiform fert mei trag Will mt intr Sta ab( ter' 6ti Bi ze' mi Me mer Ich zu kauf.ges. «««-r Seltersweg 40 fi zc Zwei nut erhalt. Saueröreunet desgl. drei irische Lesen zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 5546D an den GH. Anz. Gut erhalt. Kautsch Umzugs halber billig abzugeben Wieseck, Ludwigstrahe23. Verlangen Sie bitte den Bleyle-Katalog. 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Vonarius, in Trohe wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldoerhältnisse vom 1. Ium 1933 heute um 9 Uhr 50 Minuten vormittags eröffnet. Die Landesbauernkaffe Rhein-INain-Aeckar in Frankfurt am Main wird zur Entschuldungsstelle ernannt. 5548V Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 10. November 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die nt ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen' bei Meldung der in § 11 2lbj. 2 bes Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 18. September 1934. hessisches Amtsgerichts_______________ [Verschiedenes | RM. 200.- von Selbstgeber gegen Sicherheit und hohe Zinsen für einige Mon. ÄÄ. Gauamt für Handball, Kreis l Lahn-Dill. Durch die angesetzten Erntedankfest-Feierlic am kommenden Sonntag können die Runde nicht zur vorgesehenen Zeit ausgetragen n Die Vereine werden deshalb aufgefordert, fof notwendigen Schritte wegen Vorverlegung — möglich auf den Vormittag — einzuletten G sich Schwierigkeiten ergeben, so haben sich die warte wegen Absetzung des Spieles mit t Verbindung zu setzen. Ein allgemeines Spie, wurde nicht erlassen, da wir an sich schon mi minschwierigkeiten zu kämpfen haben. Luh, Kreisspielr Jußball-Ergebniffe aus den Kn klaffen im Bezirk Sießen-Oili Heuchelheim—VfB. II Lollar—Krofdorf Wieseck—Leihgestern Grünberg—1900 II Vetzberg—Hohensolms Treis—Wißmar Grohen-Buseck—Lich Lich II—Steinberg II Grünberg II—1900 III Wieseck II—Leihgestern II Albshausen—Leun Allendors—Lollar II (Lollar nicht angetrete Launsbach—Krofdorf II (Krofdorf mcht ano Braunfels—Leun II Allendorf—Holzhausen Ulm—Bissenberg II 19001. gegen Watzenborn-Sieinberg I. 4:1 (1 Das dritte Meisterschastsjpiel sah die ®i Dlauweißen wieder in ausgezeichneter Verst Mit einem solchen Ernst und Eifer, gepaa wirklich hervorragenden Leistungen, hat mar selten die Ligaelf 1900s ein Meisterschastssp streiten sehen. Der Gegner, die Stemberger tonen, gaben sich die erdenklichste Muhe, aber diesen technisch und taktisch, sowie auch kam; überlegenen Partner mußten sie notgebrungi terlieqen. Rur ihrem zähen Willen ist es zuzt ben, "daß die Niederlage nicht höher ausgesal Das Spiel wurde beiderseits temperamentv, führt, hatte aber in Schiedsrichter Delh born) einen überragenden Leiter, der es st den Grenzen des Erlaubten hielt. Aber wegen des Kampfcharakters war das Treffen lich sehr wertvoll und interessant anzuseher Platzverein dürfte daher endlich die richtige ! schaftsaufstellung herausgefunden haben. Ui lautete in der zweiten Spielhälfte: Balser (d mit Schlarb ablösen wird); Zeiler, Lippert; Roth, Hambach; Wilhelms, Heilmann, Si Hammer, Dörr. Don Anbeginn an war 1900 felduberlegei hiesigen hatten mit dem Wind und mit der aewählt und lagen soaleich in des Gegners Hälfte Angriff auf Angriff rollte gegen da der Teutonen. Die Gießener Verteidigung ho der Mittelfeldlinie Stellung gefaßt und li Gäste überhaupt nicht zur Entfaltung ko zumal der Steinberger Halbrechte Lang ftanl dritter Verteidiger in der Abwehr mitwirk war deshalb für die Gießener Stürmerreih schwer, diese massierte Abwehr zu uberwmdc freies Schußfeld zu schaffen. Trotzdem gab e diese Gelegenheiten in großer Anzahl, Feh und Schüsse auf den Mann wechselten ab Zudem hatte Happel im Steinberger Tor ganz großen Tag. Drei-, viermal glaubte mc Ball schon im Netz, aber immer wieder gelar die Abwehr. Endlich brach der Bann. Aus Getümmel vor dem Gästetor erwischte nach facher Abwehr der Gießener Linksaußen D ö i Ball und schoß entschlossen über den fal Gästehüter hinweg ein. 1900 hatte sich mit 1 Führung erkämpft und so wechselte man at Seiten. , u , Der scharfe Abwehrkampf der Stemberger den heftigen Wind ging wohl über ihre ! Sie waren in der zweiten Halbzeit, wo s Rückenwind zum Bundesgenossen hatten, lam mehr so widerstandsfähig. 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