& IW’ 'M MM -WH ./ HU * z 500 Erster Blatt 184. Jahrgang Montag, 24-Dezember 1934 Vhlte Zu 1Q ttu >ot 1 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen I Mi 4 ekt agltd), aufeer Ä Annahme von Anzeige» li ig und Feiertags ■ ▼ für die Mittagsnummer in tu Die Illustrierte M .^k M .^k ^k ▲ bis 8'/,Uhr des Vormittags M Gietzener Anzeiger ss g|! '^rer Gewalt * Ä»» r w- aa Stellen-, Vereins., gemein- *ßs General-Anzeiger für Oberhe fen -DEL j:inT- WberDeutschland steht derWeihnachtsstern im t.c:en gegeben hat, der auf Mche erwachsen ist: „W^ Absicht von der Kirche ein issprengen versuchten: der Bund blieb und !»rr. g ii ff dem Boden der eihnachten". In Äthers Weihnacht. j Äon D. Dr. Georg Buchwald. gWwiel zu denken, daß das deutsche Volk itiiMien legte es zugleich das Heilige und das Öqigen verwandte Geheimnisumwobene, xojgen , Pfingst tag — aber Weih nacht! In der hohen Feste ist seiner Seele so innig fc iHe Weihnacht. ■ jinge, ehe auf deutschem Boden die Weih- iotiyaft erklang, waren die Tage, in die dann «i!der Geburt Christi fiel, von Wundern hfl i umwoben und von uralten Sitten und tljudjen erfüllt. Vieles davon mag dann von chwls heidnisch bekämpft und beseitigt, vieles mroorben sein — aber vieles blieb bis in [reuen tu dessen, was uns blieb, und find dankbar mt olllfrwrgfältigen Forschungseifer, der hier den Lchleietr weiter lüftet und uns Einblicke gewährt " «M. weil es innig mit der deutschen Volks- oMriachsen war oder weil es ohne weiteres A-— A' - — —"-ß, oder auch, weil es v i /ChrllteistMN. Und ob zu Zeiten widerchristliche ^iHlttlUliächlc ci diesem Bunde rüttelten, ja, ihn auf VllÄWinmeO w(|;. ' 7 ‘ ~...... I wurde a seirr. H A.Jede vlerochsen war oder we UllMine it'piiid)e Deutung zuließ, । Ifü jJnutJBttx }tfein und mit Absich . , christlili^köGepräge erhielt. Wie dem auch sei: Wir Wl Heinz " 1 ■ " ........... * SeltereweL auZ der Das) bmoeist mit in erster Linie d i e deutsche /tz»-tzlW e l hst-ms ch t. „Das Fest der Geburt Christi hat fßüJüMr05 Gemüt, die deutsche Innigkeit und Herzen: ssimde angezogen und zu reicher Entfaltung l gebraäch!.Qchon hier zeigt es sich, daß die Verbin- lleitMM hung Win Christentum und Deutschtum nach beiden . Seitenr hm fruchtbar ist: die deutsche Art dringt in die I fcdje und ihr Fest und macht es zu dem schonst7eir.^est der Deutschen; das christliche Fest wird ein di rißsches christliches Fest. Und umge- rADDldl Eehrt, ilc kirchliche Fest mit seinem Inhalt dringt ■ vppiwi jn ^je ätsche Seele ein, vertieft, prägt und ge° Jtaltet: fi die deutsche Seele wird eine christliche «eutsch^ rieele". (Heinz Pflugk in „Die Nation vor ©otryii Maüv rat oft gesagt, daß Luther deutsches Wesem h sich verkörpere. Das ist keine hohle Re- densaMt^s erweist sich als wahr auch daran, daß LutheMktr deutsche Mann, auch ein weihnachtlicher Menscchrar. Und will man unsere Zeit aus vielen Mißbiillm)en und Entleerungen wieder zur rechten Weihsnd, 5-feier führen, so wird man trotz der vier- hundeibtLahre, die von Luther uns trennen, immer wie bei im diesem Manne den persönlichsten Ausdruck i ii' das bleibende Vorbild echter und rechter deutfckHlWeihnachtsfeier aufzeigen können. Lutt^k! kannte von Kindheit auf die alten deutschen Mstümlichen Weihnachtsbräuche. Er hat wohl Hb als Kind der Sitte folgend dem heiligen Nikolülll-c gewissenhaft gefastet und dann gläubig seine höhnen erwartet und empfangen. Vielleicht hat er aujuas weihnachtliche „Kindelwiegen" in der Kirchen? in! Mansfeld gesehen und mit der fröhlichen Kindemishiir dem Christkind das „Susaninne , d. h. das W unlieb (Sause ninne sause!) gesungen. Und das aiiißsi ift ihm lieb und wert geblieben und hat dann tii einem Hause und im Kreise seiner Kinder Pflsgkei|s.sunden. Da brachte auch der heilige Nikolaus 2jir - Gaben. Und wenn Luther auch vom Äinbeabiiflen inderKirche — wo man doch zu- |nmmnei?Tmmt, um „Gottes Wort zu hören", — nichts^ v sen will, so hat er doch im Hause zu Wcihsnck:en seine Kinder sich daran erfreuen und sie bemcchristkinb das „Susaninne" fingen lassen. Unfk -schönstes Weihnachtslied ist eine Gabe Lutheav, jein „Kinderlieb auf die Weihnacht Christi: Dorn : nmel hoch da komm ich her". Dieses „Kinderlieb aber ist nichts anderes als ein echt evan- aelifckhi inb zugleich echt deutsches We i h n a ch t s- f P i eil! -eich an Gedanken aus der älteren deutschen Weihüncktsdichtung und alter deutscher Weihnachts- feier. Ji diesem Lied trug Luther die tiefste Weih- nad)ta=:£uibe ins beutsche Haus. Mit vollem Recht hat r-rarri biefes „Kinberlieb" zum „Gemeinbelied" aeinanq. Mur ist zu bedauern, daß unsere Gesang- bücheuiui wichtiges und besonders wertvolles Stück bararni nefeitigt haben. Sie lassen den vorletzten Vers ; Davon ich allzeit fröhlich sei. Zu springen, fingen immer frei Das rechte Susaninne schön Mit Herzenslust den süßen Ton. Durckch ilse Streichung verwischen sie das Derstänb- nis ith !öchlußverses: ßifc, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Ünr uns schenkt seinen eingen Sohn. >55 freuet sich ber Engel Schar Ifb finget uns solch neues Jahr. . In die uiTccn, die Volksseele widerspiegelnden Sitten ^sf ffvgraueri kltscher Vorzeit. Auch diese sind im Grunde h. 1' ilnd: l utsche Frömmigkeit ergriff die >>1 A»A>Weihn ickbbotschaft mit einer Innigkeit wie kaum 11 WIUihm ar.clfßs Volk. Nicht von heute auf morgen. Nelier $9 brdbaic: e Zeit und kostete Kampf, big das Herz i Dil5 ^as Ohr von fremden Boten aus fer- mm Cnnin vernahm. Aber um so inniger und —-^wfcftir TjiUöe der Bund zwischen Deutschtum und Sie täglich erlege»? iusHW jd. Lin^' ...... x d nte fcniti von anderen Völkern feinem liebsten Fest r«* iHi> i M ,-Foch Die Weihnachtsboischafi Von Dr. Ernst Haenchen, o. ö. Professor der Theologie an der Landesuniversttät Gießen. „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!" diese Weihnachtskunde ist als eine wirkliche Nachricht' gemeint, die uns alle unbedingt angeht. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn gewöhnlich verstehen wir sie ganz anders. Wir haben uns daran gewöhnt sie zu hören, wie man einem Märchen lauscht, einer schönen Geschichte, an der sich kleine und große Kinder freuen, weil sie so anmutig und finnig vom Leben zu plaudern weiß. Wenn man nun diese Geschichte wie ein Märchen hört, dann ist es auch ganz natürlich, daß man zum Christkind alsbald den Knecht Ruprecht hinzugesellt mit dem Sack voll Geschenken und dem Tannenbaum, und es wird eine gemütvolle und sinnige Feierstunde daraus für solche, die heute noch Sinn und Lust haben für solche Feiern. Ebenso selbstverständlich ist es dann aber, daß andere gar nicht einsehen wollen, warum man just von diesem Märchen soviel Aufhebens macht und mit dieser Feier. Weil sie den guten Willen haben, in der Weihnachtsgeschichte mehr zu sehen als eins unter vielen Märchen, wollen sie dem Weihnachtsfest aufhelfen, indem sie es als Bild für eine tiefe Wahrheit unseres Lebens beuten: in der Wintersonnenwenbe wirb bas neue Leben geboren, bas junge Jahr, das göttliche Licht, bas in uns allen glühe und immer roieber neu hervorbreche. Solche Versuche, bem Weihnachtsfest und der Weihnachtsgeschichte zu helfen, stammen sicher aus gutem Herzen. Aber die Weihnachtsbotschaft ist nun einmal viel einfacher: sie erzählt uns wie jede echte Kunde etwas, was wir nicht wissen und was uns alle unbedingt angeht. Das ist nun eine verwunderliche Sache: 1900 Jahre lang kommt diese Botschaft Jahr um Jahr und dennoch sollen wir nichts davon wissen? Haben wir sie nicht von frühster Kindheit an gehört, vielleicht bis zum Ueberdruß? Allein Gott hat es der Kirche aufgetragen, immer aufs neue diese Nachricht auszurichten. Da muß es doch mit bem Wissen, das wir alle haben, von Kindheit an haben — es kennen ja viele diese Geschichte auswendig! — besonders bestellt sein. Am Ende ist es noch gar nicht das rechte Wissen und das rich- t i g e Hören, dessen wir so sicher sind. Es gibt freilich Nachrichten, die einmal gehört nun gewußt werden. Wenn mir mitgeteilt wird, daß die Straßendurchfahrten zwischen Gießen und Butzbach freigegeben sind, dann weiß ich es nun. Wenn ich besonders vergeßlich bin, mag es noch einmal nötig fein, es mir zu wiederholen. Aber dann weiß ich darum und brauche die Nachricht nicht mehr. Und wer niemals den Weg von Gießen nach Butzbach zu fahren gedenkt, der braucht sie überhaupt nicht. Eine solche Nachricht kann veralten und geht mich nicht unbedingt an. Aber nun erinnern wir uns, daß es Ja auch noch andere Nachrichten in unserem menschlichen Leben gibt, die nicht so einfach aufhören und abgetan sind. Wenn in der Kriegszeit der Postbote zu einer Mutter kam und ihr die Nachricht brachte, daß ihr Sohn draußen gefallen war vor Verdun ober, in Flandern ober wo immer es war, bann ging eine solche Nachricht nicht mit dem Boten wieder fort. Sondern sie blieb bei ber Mutter und kam immer aufs neue zu ihr. Es war ja eine Nachricht, die das ganze Leben der Mutter traf und wandelte. Daß der Sohn gefallen war, bas war wohl einmal ge- schehen und dennoch nicht abgetan, sondern das wurde als immer neue Wahrheit immer wieder schmerzlich empfunden. Ober wenn einem Vater gejagt wird, baß ihm ein Stammhalter geboren ist, bann geht diese Nachricht nicht mit dem Boten fort, sondern sie bleibt. Es ist ja durch sie bas ganze Leben des Vaters anders geworden, wo er einen Jungen hat, der nach ihm den Hof übernehmen soll ober das Geschäft. Diese Nachricht hat eine Lebensgemeinschaft aufgerichtet und es gibt keinen Augenblick mehr, wo sie für den Vater bedeutungslos wäre. Sie geht ihn ganz und unbedingt an. Aber mit ber Weihnachtskunde muß es doch noch anders stehen. Denn die Nachricht, welche jene Mutter empfing oder dieser Vater, ging doch eben nur diese Menschen und einen vielleicht sehr kleinen Kreis so unbedingt an. Die Kunde vom Tob des Sohnes, die selber wie ein gewappneter Krieger bas Herz der Mutter anging und verwundete, konnte für das Leben aller anderen ja nicht di- gleiche Bedeutung haben wie für bas der Mutter. Ihre Bedeutung war also bedingt und beschränkt. Vielleicht kam in bas gleiche Haus eine Trauer» unb eine Jubelkunde zu der gleichen Zeit. Dem einen Menschen galt diese unb bem anberen jene. Mit ber Weihnachtskunde ist es anders: sie ergeht an alle und geht alle unbedingt an. Sie will einen jeden von uns in seinem Leben treffen und verwandeln, durch das ganze Leben de- gleiten und es immer aufs neue gestalten. Sie will für uns alle eine Lebensgemeinschaft begründen, die Tag um Taa sich erneuernd, nicht mehr aufhört. „Euch ist heute ber Heilanb geboren, ber Retter" 7~ das setzt voraus, daß wir alle irgendwie, aber in gleicher Weise ein en Helfer brauchen. Nun haben wir alle gewißlich Hilfe nötig unb sind dankbar, wenn wir in dieser oder jener Not einen Helfer finden Da ist ein Kind krank und ein Arzt muß herbei; dort soll die Miete bezahlt werden und das Geld muß beschafft fein, und wenn matt Dieser Gesang, meint Luther, ift das rechte „Susan- ninne", ber jubelnbe Lobpreis ber Liebe Gottes, bie sich im Christkinb offenbart. Und das ift für Luther der Inbegriff des Weih- nachtsfestes. Da er einmal zu Weihnacht mit feinen Freunden bei Tisch sitzt, wird er nicht müde, das „herrliche Fest" zu preisen, weil es „den Frommen die höchste Freude und den höchsten Trost" spendet. Don den alten deutschen Weihnachtsliedern war ihm das liebste: „Ein Kindelein so lobelich ist uns geboren heute". Oft weist er in seiner Predigt auf dieses Lied hin, weil es das „uns" betont Denn nicht ist Weihnacht eine Geschichte, die einmal geschehen ist, sondern eine Geschichte, die uns z u nacht haben wollen. Wir feiern cs als das Fest des Lichtes, das uns des Lebens Dunkelheiten erhellt, als das Fest der Freude in des Hauses stillem Frieden, als das Fest der Liebe, die segnend, tröstend und helfend Freude hinaustragen möchte weit über des Hauses engen Kreis, als das Fest des Friedens, vor dem aller Streit und Haß verstummen soll. Aber des Weihnachtsfestes Segen erschließt sich uns doch erst mit ber Weihnachtsfeier in Luthers Geist: damit, daß wir leuchten sehen „das ewige Licht", das der ganzen Welt, auch unserer kleinen Welt, „einen neuen Schein gibt", daß wir von neuem uns gründen auf den unwandelbaren, religiösen Grund wahrer Freude, Das Licht entbrach in einem Stall, Nun leuchtet Weihnacht überall: Es ward geboren Jesus Christ, Daß nicht der Mensch verloren ist. Des Friedens Wimpel ist entrollt, So hat es Gott, der Herr, gewollt. Zu allen Menschen kommt sein Kind, Wenn sie des guten Willens sind. Es klopft ans Fenster: Laßt mich ein, Ich will in Eurer Mitte fein; So sucht es schon Jahrtausend zween Die Herzen, die ihm offenstehn. Herr Josef blickt in feinen Bart, Die Heilige Jungfrau lächelt zart, Die Hirten knien, und süß im Kreis Vertönt der Engel Kyrieleis. Will Scheller. gut geschehen ist, die mit ihrem Segen für uns immer Gegenwart bleibt, eine Tatsache, die uns mit Gott verbindet. Unb darin liegt für Luther ber Grund aller Freude — denn wahre Freude ist, wie wahre Liebe und wahrer Friede: immer religiös, immer weihnachtlich. Sie gründet sich auf das im Glauben erfaßte „Evangelium", die frohe Kunde der Weihnacht, also auf die Gemeinschaft m it Gott. Sie schöpft immer aus Gottes Liebe, die ihr zum Trieb und zur Kraft wird, ihre Umwelt mit Strömen der Liebe zu segnen, zu jedem Opfer bereit. Sie ist unabhängig von ber ganzen Welt, trotzenb unb tirumphierenb, „und wenn Die ganze Welt voll Teufel war". Sie wahrt dem ehernen Helden das Kindesherz und läßt ihm bis zum Gang durch des Todes dunkles Tal leuchten den Weihnachtsstern. „Also hat Gott die Welt geliebt." Das ist der weihnachtliche Luther, der ups zeigt, wie wir Weihnacht feiern unb was wir an Weih- daß wir uns erwärmen lassen von der göttlichen Liebe, die das höchste Opfer für uns bringend, die treibende Kraft unserer Liebe wird, daß wir des Friedens mit Gott gewiß den Frieden wahren und unserer Umgebung Frieden bringen. „Friede auf Erden!" in Hunderten von Sprachen erklingt diese Weihnachtsbotschaft. Ob sie ja zur Wirklichkeit werden wird? Wie dem auch fei: was an unferm Volk und durch unser Volk in der Gegenwart geschieht, was es tut und erfährt in seiner Not, auch in diesem Winter, stammt aus weihnachtlichem Geist unb trägt weihnachtliches Gepräge. Dor ber Krippe zu Bethlehem schwinben alle Unterschiebe, auch die der Konfession. Möge dort unser Volk sich sammeln als ein Volk! Möge es von der deutschen Weihnachtsfeier hinaus» klingen zu allen Völkern: „Friede auf Erden!" Aber es gibt keinen Frieden ahne den Geist rechter Weihnachtsfeier. Weihnachten, Kupferstich von Albrecht Dürer, 1504. weiter fragte, käme wohl jedes mit einer besonderen Not heraus, für die er gerade Hilfe braucht. Aber alle diese verschiedenen Nöte sind es offenbar noch nicht, von denen hier die Rede ist. Gerade weil es verschiedene Nöte sind, hat der einzelne jeweils eine andere Hilfe nötig. Hier aber wird von einer Not gesprochen, unter der alle Menschen ohne Unterschied leiden sollen und gegen die sie darum alle ein und dieselbe Hilfe, ein und denselben Helfer brauchen. Diese gemeinsame Not muß also tiefer liegen als alle jene besonderen, ein» zelnen Nöte des Alltags. Und weil sie wirklich eine so tiefe Not ist, bleibt sie uns auch so leicht verbor- aen. Sie besteht darin, daß wir einen Herrn haben müssen. Nicht einen Herrn für uns Deutsche — den haben wir und sind froh und dankbar dafür — oder einen Herrn für die Italiener oder die Polen: wenn wir alle gemeinsam einen Herrn nötig haben, dann muß es sich um eine andere Herrschaft handeln als solche irdische. Wir brauchen alle einen Herren, weil wir alle unser eigener Herr sein wollen. Ob ich ein Deutscher bin oder ein Italiener oder Pole, in dem einen Punkt sind wir alle merkwürdig gleich: jeder Mensch will seineigenerHerr sein. Keiner will eine Herrschaft über sich dulden. Wir können dafür auch sagen: jeder denkt im letzten Grunde an sich. Nicht daß er n u r an sich dächte: bei Leibe nicht! Er kann viel für die anderen übrig haben, er kann alles für sie zu geben willig sein. Aber auch in solchem besten Wollen geht es uns Menschen immer wieder so, daß wir uns selber nicht wegzugeben, nicht hinzugeben bereit sind. Wir wollen uns behalten. Das kann sich auf tausenderlei verschiedene Weise äußern, je nachdem wir geartet und verschieden im Leben gestellt sind. Es kann ganz kraß zutage treten, wenn einem offensichtlich der Eigennutz vor Gemeinnutz geht. Und es kann in ganz feiner und verborgener Weife sich ereignen, wenn er seine Theorie, seine Idee allein zu sehen bereit ist und darüber nicht merken will, was der andere neben ihm erforscht und erkannt hat. Aber dies, daß wir uns nichts sagen lassen wollen, daß wir jeder selber der Herr sein wollen, ist nicht ein besonderer Fall, der hier und da einmal eintritt und dazwischen nicht vorkommt. Sondern diese Selbstherrlichkeit sitzt irgendwie im Kern unseres Wesens selber, und was wir davon zu spüren bekommen bei einzelnen Gelegenheiten, das sind nur die Auswirkungen dessen, daß wir innerlich so selbstherrlich sind. Freilich kommt es uns teuer zu stehcs:: wer selbst Herr sein will, der hat niemanden mehr über sich, den er um Hilfe angehen kann. Das leidet seine Stellung ja nicht. Der Herr ist es doch, der für die anderen zu sorgen hat. Aber wenn nun einer sein eigener Herr sein und niemanden mehr über sich anerkennen will, dann bleibt er allein. Unser Herrenstolz treibt uns Menschen damit in einer schauerliche Einsamkeit hinein. Wir wollen allein mit Welt und Leben fertig werden und das Ende vom Liede ist, daß wir allein und fertig, erledigt sind, daß wir hart und verbittert und verschlossen werden. Darin zeigt sich, was wir so ungern wahr haben wollen, daß wir uns selbst nicht zu beherrschen vermögen. Aeußerlich gesehen kann das natürlich glücken. Vielleicht kennt uns kein Mitmensch anders als freundlich, zuvorkommend und liebenswürdig. Wir gelten vielleicht als guter Kamerad. Soweit Menschenaugen sehen können, braucht der Kernschaden gar nicht sichbar zu werden. Aber er ist doch da und man macht uns und den anderen das Leben schwer. Denn aus dieser Icheinsamkeit des stolzen Herzens entspringt die Lieblosigkeit, die für die wirkliche Not des Bruders, des Volksgenossen kein Auge hat. Wer sein eigner Herr sein will, der muß ja alle anderen als heimliche Feinde und Konkurrenten ansehen und sich gegen alle wehren. In solcher Kampfstellung verbringen wir tatsächlich insgeheim unser Leben, in solchem unguten und rühmlosen Streit. Zu diesem Menschen nun, der ich bin und du bist und wir alle sind, zu diesem Menschen, der sich selbst Herr sein will und doch nicht kann und darum einen Herren braucht, kommt die Weihnachtskunde. Dieses ganze Leben, das wir führen, unsere ganze Existenz geht sie an: „Euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus der Herr!" Wir sollen nicht herrenlos bleiben in der Welt, sondern den Herrn bekommen, den wir brauchen: Gott selber. Das ist keine Nachricht, die nur für den einen Bedeutung hätte und für den anderen nicht, die nur für diesen Augenblick wichtig ist und nachher vergessen werden könnte. Sondern diese Nachricht will eine Lebensgemeinschaft begründen, die — sich Tag um Tag erneuernd — durch das ganze Erdendasein hindurch währen soll bis in die Ewigkeit. Wir sollen bei jeder einzelnen Aufgabe, vor die uns unser Leben und unser Beruf stellt, wissen, daß wir einen Herrn haben, und das heißt ja: wir sollen Gott in all unferm Handeln unfern Herrn fein lassen in treuem Gehorsam. Das ist keine Aufgabe, die heute gelöst, morgen nicht mehr da wäre, sondern jeder Tag stellt sie uns aufs Festzeiten sind Zeiten besonderer Gemeinschaft. Freude macht die Menschen einander gleich. Wehe den Armen, die beiseite stehen müssen; Not im Festtrubel tut besonders weh. Aber auch wehe denen, die aus seelischer Armut abseits stehen, weil keine Gedanken der Gemeinschaft in ihnen anklingen. — Wenn ein Fest geschaffen ist, deutsche Menschen zu einen, dann Das Weihnachts - f e st, an dem alle Deutschen die bleichen innigen Lieder fingen, in Millionen Familien die gleichen Tannen geschmückt werden, und das ein einziger Gedanke Durchzieht: Freude schenken! — — Hier erhält das Winterhilfswerk des deutschen Volkes seine tiefste, innerlichste Aufgabe: dafür zu sorgen, daß alle Menschen in Deutschland an der Festfreude teilnehmen können — ohne Ausnahme! — Wie das geistige Deutschland, wie Gelehrte, Dichter, Künstler zu diesem schönen Gedanken stehen, das zeigt eine Rundfrage, die wir veranstaltet haben. Gerhari Hauptmann: Hilfreich und gut. „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut": e i n kategorischer Imperativ, der nie zu erschüttern ist. Die Winterhilfe hat Recht und Pflicht, im breitesten Ausmaß mit ihm zu rechnen. Heinrich Mckert, Professor der Philosophie an der Universität Heidelberg: Solange auch nur einer da ist, dem es unmöglich ist, durch seine Arbeit das Unentbehrliche zu erwerben ... Es ist schwer, zugunsten des Winterhilfswerkes etwas zu sagen, was nicht viele schon gesagt haben. Einem alten Mann, der die Aufforderung, sich mit der Feder an der Propaganda zu beteiligen, nicht gerne ablehnen möchte, wird man vielleicht gestatten, daß er an Worte eines großen deutschen Philosophen der Vergangenheit anknüpft, den er feit mehr als 50 Jahren gut kennt, und von dem er schon in seiner Jugend viel gelernt hat. Fichte, der nicht nur national, sondern auch sozial dachte, sagt bereits in seiner ersten größeren politischen Schrift vom Jahre 1793: „Eine dem menschlichen Körper zuträgliche Nahrung in der zur Ersetzung der Kräfte nötigen Quantität, eine nach Verhältnis des Klimas gesunde Kleidung und feste und gesunde Wohnung muß jeder haben, der arbeitet: das ist Grundsatz". Von diesem Grundsatz wird gewiß auch unsere heutige Politik geleitet, und sie hat schon viel mehr erreicht, um die schwere Not in Deutschland zu lindern. Aber wer die sozialen Verhältnisse, wie sie sich nach dem Kriege bei uns entwickelt haben, einigermaßen kennt, wird sich nicht darüber wundem, daß in weiten Kreisen noch immer große N o t herrscht, und deshalb sind denn alle, die es vermögen, aus gutem Grunde aufgefordert worden, zu helfen. Die Höhe der Spende, die wir zu leisten haben, wird dabei in unser Ermessen gestellt und ist freiwillig. Fichte ging zu feiner Zeit viel weiter. Er neue. Diese Nachricht hören, heißt immer wieder an ihr zu lernen haben, jedes Jahr und jeden Tag. Nicht um ein Auswendiglernen geht es hier, sondern um ein Inwendiglernen, bei dem man zeitlebens ein Schüler bleibt. Wer es aber lernt, Gott feinen Herrn fein zu lassen, der hat ja dann den, dem er unbedingt vertrauen kann, der ist nicht mehr allein. Er braucht nicht in titanischem Ringen sich einsam mit der Welt zu messen, er bekommt die Sorge für sich selbst abqenommen und findet damit Zeit und Kraft für den Bruder. Darum ist es nicht bloß für den einzelnen, sondern für uns alle eine so frohe Kunde, beglückend und erlösend: „Euch ist heute ein Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr!" Möchten wir alle diese Kunde hören! spricht von den „Begünstigten", d. h. von denen, die mehr haben als das Unentbehrliche, und er sagt: „Solange auch nur noch Einer da ist, dem es um ihrer willen unmöglich ist, durch feine Arbeit dies (das Unentbehrliche) zu erwerben, muß ihr Luxus ohne alles Erbarmen eingeschränkt werden". Wir sollten heute unseren Stolz darein setzen, dafür zu sorgen, daß es bei freiwilligen Gaben bleiben kann, und daß nicht Zwangsmaßregeln von der Art notwendig werden, wie Fichte sie für unvermeidlich hielt. Insofern können die Sätze Fichtes auch für uns heute lehrreich fein. Professor Or. Max Planck, Präsident der Kaiser-Wlhelm-Gefellschaff: Wie in die dunkelsten Tage des Jahres das lichte Weihnachtsfest fällt und mit seinen Strahlen durch die Finsternis der Natur hindurchleuchtet, so setzt in der Zeit tiefer materielle? und seelischer Not das Winterhilfwerk des deutschen Volkes ein, eine T a t der Opferbereitschaft, die darauf abzielt, den darbenden Volksgenossen über die Entbehrungen des Winters hinwegzuhelfen und ihnen gleichzeitig das Gefühl der Sicherheit zu geben, daß sie von ihren bessergestellten. Brüdern nicht im Stich gelassen werden. Daher ist die Bedeutung des Winterhilfswerkes nicht allein wirt- schatflicher, sondern vor allem auch vaterländisch-sozialer Art, als ein Symbol der schönsten Tugend, der Nächstenliebe, welche Geber und Nehmer zusammenschließt und welche in höherem Grade als jede Gesetzgebung die Voraussetzung bildet für die fortschreitende Gesundung unseres öffentlichen Lebens. D. Adolf Oeißmanu, Professor der Theologie an der Universität Berlin: Als Friedrich Naumann, mein verewigter Lehrer und Freund, im Jahre 1895 feine national- soziale Wochenschrift mit dem Bannerwort „Die Hilfe" schmückte, hat er diese seine Losung vier- fältig gedeutet: Gotteshilfe, Selbsthilfe, Staatshilfe, Bruderhilfe. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes i st Hilfe in diesem vierfachen Sinn. Denn es ist eine gewaltige Selbsthilfe-Unternehmung des Staates für die bedrängten Volksgenossen durch eine unerhörte Mobilmachung werktätiger Brudergesinnung. Ein solches inneres Auf- aebot eines ganzen großen Volkes für feine Mühseligen und Beladenen ist aber mehr, als eine innenpolitische Staatsaktion. Handelt doch der Staat hierbei so, wie es der Apostel Paulus im Römerbrief gefordert hat: als „Gottes Handlanger zur Wohlfahrt". Darum liegt auf dem großen vaterländischen Hilfswerk zugleich ein Abglanz der Weihnacht. Prälat Steinmann, DompropstundGeneralvikarderOiöreseBerlin: Wohl fein Fest im Laufe des Kirchenjahres atmet fo tief den Geist der Liebe als gerade das bevorstehende Weihnachtsfest, da die ewige Liebe Weihnachten der Volksgemeinschaft. Stimmen des geistigen Deutschland zur Weihnachtsarbeit des Winterhilfswerkes f>ch f-sbst d-n Menschen schenkte und r erschien, der das „neue Gebot" der Liebe. „woran die Menschen erkennen sollten >9 seine Brüder seien". 1 n' Allen ohne Ausnahme soll hieu gehören, namentlich den von der Not 5U und jede ihnen erwiesene Liebe wird „wäre sie Ihm "getan. Unsere Staatsführung ruft im Winterkt SU einem großzügigen Feldzuq Bruderliebe auf. Jeder soll und wirbV’ feine Volksgenossen verantwortlich fühlen n/ 'l' dem Ruf des Vaterlandes um Hilfe für bie ' und Schwestern, welchen er sich in der grofc.V ' fchen Volksgemeinschaft verbunden weiß iF’ ' freudiger Gesinnung nachkommen. Im? : 1934/35 soll keiner hungern, keiner frieret ' heilige Weihnacht wird uns mahnen an bas jr‘ - wort: „Laßt uns Gutes tun allen". Hermine Körner, preußische Staatsschauspielerin! ' Wir wollen spenden In Zeiten der Not, Nimmer uns wenden, Teilen das Brot! Ein gütig Erbarmen Reiß’ auf dein Herz, Hilf dem Armen In all seinem Schmerz! Liebvoll bereite, Freudig bestreite Ein göttliches Werk: Winterhilfe! Professor Alfred Hoehn, Frankfurt am T, " ... ein höchst empfindsames (Bemifi,. \ das Wohlergehen feiner Nebenmen|che?i l Die Idee des Winterhilfswerks verwirklit- der schönsten menschlichen Empfindungen, b- Nächstenliebe. Betrachten wir die «j gemeinschaft als eine große Familie, so idealem und gerechtem Maßstabe der Wuniii Händen sein, jede Art von Not beseitigen zu h • infolgedessen ist es eine s e lbstverstünd Pflicht eines jeden Volksgenossen, nach K feit zur Linderung der Not Der Armen undh sten beizutragen. Es sollte daher jeder Dolkrs- bereits in der Jugend so sozial und national zogen werden, daß er zu jeder Zeit ein» empfindsames Gewissen für das Wohlergehen " Nebenmenschen zeigt. Denn jede Bereits - zu helfen, ist nicht nur allein eine menschlich.!?- I sondern auch eine eminent Polin-r nationale Tat. Dr. L Llbbelohde, Professor an der Technischen 6od)frfnito; Winterhilfe belebt die Wirtschaft. Das Winterhilfswerk hat die, welch» nen, in nie gesehener Zahl vereint, um bin • r leidenden Volksgenossen zu helfen. Dabei in man gewöhnlich nur von den Hunderten Millionen Mark, die aufgebracht werden. ! aber wenig an die Belebung, die bi.-* Fabrikationsstoffe durch den insch Sammeltätigkeit vermehrten Umsatz erfahren.!' mehrter Umsatz vermehrt aber auch! Rohstoffbedarf, den wir heute noch zur.. durch das Ausland decken müssen. Auf die r ■ > ! > i > ob dies wegen unserer Devisenlage möglich r an die Worte des Führers erinnert, der sagt. ¥ , deutschen Gelehrten und Techniker werben werr" erfinden, um die ausländischen Rohstoffe m inländische Rohstoffe und Produkte zu verdrbsf Um dies $u erreichen hat eine gemalt i Tätigkeit der deutschen wissensch: lichen und technischen Forschung " gesetzt. Teils unter Führung der ölotgemer r der Deutschen Wissenschaft sind Forschungen schäften gegründet, die die wesentlichen Rohste"' inzwischen schon so weit gelöst haben, d^ '' " Wenn und Aber gesagt werden darf: „Die 6®' sage des Führers erfüllt sich". Weihnachtslegendchen. Von Max Sidow. In jener Nacht, als der Engel den Hirten die Geburt des Christkindes verkündet hatte, war das Wissen um den Heiland auch in den Tieren, die der Verkündigung beigewohnt hatten, wach und mächtig geworden. Nun hatten aber die Hirten, ganz benommen von all der Herrlichkeit, die sie gehört und gesehen, ihrer Herden nicht mehr geachtet. Kaum daß der Lobgefang der himmlischen Heerscharen verklungen war, hatten sie die Weiden verlassen und waren eilend nach Bethlehem gelaufen, um die Wunderdinge zu schauen, von denen der Engel ihnen gesagt hatte. Wie sie nun zu dem Stalle kamen, den sie vor vielen Tagen leer verlassen, sahen sie ihn erfüllt von einem überirdischen Scheine, der sie blendete. Da wagten sie nicht näher zu treten, sondern fielen von weitem schon auf die Knie und beteten das Wunder an. Mählich erst, als ihre Stufen sich an den Glanz gewöhnt hatten, erkannten sie die Zeichen, die der himmlische Bote ihnen genannt. Sie sahen die Krippe, mit warmem Heu war sie gepolstert, und darin das in ärmliche Tücher gewickelte Kindlein. Sie sahen die liebliche Mutter, die auf Strohbündeln neben der Krippe lag, bedeckt von ihrem Mantel. Und bann sahen sie auch den Zimmermann, ein wenig unbeholfen mit gebogenem Rücken und herabhängenden Armen stand er abseits und schaute verwundert bald auf das Kind und seine Mutter, bald hinaus auf die Straße. Den Hirten erschien er wie der Ihren einer; das gab ihnen Mut und so baten sie ihn um die Erlaubnis näher zu treten und das Heilandskind anzuschauen. Während sie aber mit zögerndem Staunen der Krippe nahten und vor ihr knieten, füllten sich Straße und Feld mit den Herden, die herzudrängten, als wollten sie Gott durch ihre stumme Gegenwart loben. Nicht lange waren die Schafe verlassen auf den Weiden geblieben. Sie waren aus ihren Hürden gebrochen, und die Hunde hatten sie nicht zurückgescheucht. Langsam erst waren sie ihren Leittteren nach über die Felder gelaufen, dann aber, als Herde zu Herde stieß, hatten sie sich zu- sammengeballt, und endlich war eine mächtige Flut von Tierleibern gen Behtlehem gebrandet, getrieben von einem dumpfen Instinkt, auf der Flucht vor dem Dunkel der Nacht in die Sicherheit des un- irdischen Lichts. Erst kurz vor dem Ziele, als schon der himmlische Strahlenschein ihre goldgeränderten Augen auf« glühen ließ, hielten die Schafe inne, ihre anstürmende Flut staute sich, die Herden witterten ihre Hüter rmd lagert«, sich im Kreise um ben Stall. ! Kein Blöken war laut geworden. Die Hirten knieten noch immer an der Krippe, ganz versunken in ihr Schauen und Staunen, und schienen die ihnen anvertrauten Scharen völlig vergessen zu haben. Da aber sonderte sich aus der Flut der Schafe ein sanftes Muttertier ab, betrat furchtlos den glanzerfüllten Stall und suchte den Alten, der seiner zu hüten bestellt war. Als es ihn gefunden, trat es nahe zu ihm, zupfte ihn mit dem Maule am Kittel und stieß ihn mit Schnauze und Fuß so lange, bis er dessen endlich gewahr wurde und sich unwillig umwandte. Obwohl nun den alten Hirten die Störung seiner Andacht verdroß, fiel es ihm doch auf, daß er das Mutterschaf ohne sein Lämmlein sah. Denn er kannte jedes Stück seiner Herde und liebte sie alle. Noch freilich zögerte er, sich von der heiligen Krippe zu erheben. Er nahm das Tier in den Arm und kraute ihm in achtloser Zärtlichkeit den wolligen Hals. Aber als das Schaf ihn immer wieder mit der Schnauze stieß und klagend zu ihm aufsah, wurde er unruhig, stand auf und verließ den Stall. Das Mutterschaf war dem Alten voraus durch die Tür gelaufen. Nun stand es auf der Straße und äugte nach ihm zurück. Dann, als es sah, daß sein Hirte ihm nachgekommen war, drängte es sich durch die Herden, lief ein Stück aufs Feld, kehrte zurück, um wieder seinen Herrn am Rock zu zupfen und vorwärts zu ziehen. Da folgte der Alte dem Tiere, das den Weg nach den Weideplätzen einschlug; denn nun war er neugierig, was das seltsame Gebaren bedeuten sollte. So kamen sie zur Hürde, wo der Engel den Hirten erschienen war. Hier endlich blieb das Schaf stehen. Ein jämmerliches Blöken wurde laut, und als der Alte dem nachging, fand er das Lämmlein neben feiner Mutter; es lag am Boden mit gebrochenem Beinchen. Voller Mitleid beugte sich der Hirt nieder und hob das leidende Tier auf feine Arme. Er streichelte es und stand so eine Weile im Dunkel, bis es ihm vorkam, als wollte die treue Mutter ihn wiederum führen. Denn von neuem stieß es ihn mit der Schnauze, lief ein paar Schritte fort und sah sich häufig um, ob er auch folge. Da lud er sich das Lämmlein auf die Schulter, sorgsam bedacht, ihm nicht wehe zu tun, und so traten sie den Rückweg nach Bethlehem an. Im schlichten Gefühl des alten Hirten mischten sich Rührung und Staunen. Und doch, war nicht alles wunderbar in dieser geweihten Nacht? Wie sollte er dem Instinkt des Schafes nicht vertrauen, das nun zum zweiten Male furchtlos den Stall betrat und sich zur Krippe drängte, wo die Hirten noch anbetend knieten? Zu Füßen Marias legte es sich hin, das Mutte rtisr vor der Mutter Gottes» und hier fetzte auch der Alte feine Bürde ab, sie vorsichtig von den Schultern nehmend. Maria hob in zärtlichem Mitleid die Hand, rührte das kranke Lämmlein an und strich an dem ge- brochenen Beinchen entlang. Es hielt still und zuckte nicht. Kaum aber hatte Maria ihre Hand wieder hinweggenommen, da sprang das Tierchen mit heilen Gliedern auf und zur Mutter hin. Dann liefen beide demütig hinaus und mischten sich unter die Herde. Der Alte aber wischte sich bewegt die Augen und beugte das Knie, um anzubeten. Der Mohr. (Sine Weihnachtsgeschichte von Ruth Schaumann. Es war ein kleiner Knabe, nein fo: es war ein alter Mann, ein kleiner Knabe und ein winziger Mohr. Der erste schenkte dem zweiten den letzteren, und das Bübchen war aller Seligkeit voll. Es war der Christbaum darüber und unter dem Baum war die Krippe und an der Krippe zur Christnacht, verfrüht aber fromm, die Anbetung der Könige bei der Anbetung der Hirten und bei diesen Königen war der König Balthasar mit seinem kohlschwar- zen Angesicht. Darum ward auch der Spielmohr Balthasar genannt. Er hieß gerne Balthasar. Groß, wie die kleine Hand seines Herren, trug er Locken aus gekrämpeltem Pferdeschwanzhaar, seine Augen konnten nicht schlafen, nur schauen. So sah er den kleinen Knaben an, der kleine Knabe sah ihn an, Knaben küssen nicht, auch dieser tat nichts derglei- chen, er klebte der schwarzen Nacktheit seines kleinen Mohren einen roten, papierenen Rock. Der alte Mann machte eine goldene Halskette dazu, die kleinen Perlen dafür trennte er heimlich aus dem blauen Kirchgangridikül feiner alten Frau. Sie merkte es sogleich, aber sie sagte niemals, daß sie's gemerkt habe. Die alten Leute liebten den kleinen Knaben, der kleine Knabe liebte die alten Leute, mehr noch liebte er seinen Mohr. Einen blechernen Wagen erhielt Balthasar mit der Zeit, ein hölzernes Pferdchen, bezogen mit Handschuhleder, kam vor den Wagen, Balthasar fuhr auf dem gehöhnten Tisch spazieren, das war wohl das Morgenland. Alle Soldaten des kleinen Knaben dienten dem Mohren Balthasar. Sie kämpften für ihn miteinander und schossen ihm zu Ehren mit Zuckererbsen Salut, und das Kartenhaus, darin der Mohr thronte, fiel darüber zusammen. Balthasar bekam eine feste Burg aus Zigarrenkisten des alten Mannes, der kleine Knabe war voller Glück. Diese Zeit war so hell wie der kleine Mohr schwarz war, dann hob die Dämmerung an. Balthasar Wb sich tmb dem kleinen Knaben getreu, der kleinst Knabe aber schien ungetreu, er ward grofr :: 1 baten verschwanden, einen trug die ZmimniM, ihr Loch, er sollte sie vor der Katze beschüM Zuckererbsen waren verrollt, die Burg jeriid 8,1 Burg von Büchern war nun auf dem Ä r Glas mit Tinte dabei. Ein Abend fam, ber bef- r den kleinen Mohren Balthasar in der Lm Tisches. Das war die tiefe, tiefe Dunkelheit, M- wie der Mohr war, nein, noch schwärzer Der alte Mann war tot, er ward auA ,n// Lade gelegt, die alte Frau ging ihm noch. es immer getan hatte. w Wo ist der kleine Knabe? Hier: er fifit ® * Tische und schreibt, seine Hände sind groB_ Stirn ist hoch und füll, diese einst so kleine, Wr f Stirn, seine Augen liegen so tief barunter, wr Knabe ist ein Gelehrter geworden; die summt, die Feder zirpt, die Bücher riechen Moder. i ■ 4 it- Es ist Christnacht. Der gelehrte üUcnn Freunden. Es kommt wieder Weihnacht- Der gelehrte Mann steigt durch die , kaufen, auch er will kaufen. Immer aber, w die Labentür in ber Hand hat, schlagt 'T? anders als immer. Der gelehrte Mann F» ‘ ;.1r hat leere Hände. Bei der Lampe ftßfJL crr - die Stirn in die Hand. Es ist eine anders als sonst, sie möchte nicht in die ruhen? Wo möchte sie ruhen? Nuhen ye y , schlafen. Auch die Hand ist nicht V. - Sie will nicht schreiben, sie will nicht Bw) tern, sie zieht alle Laden auf, und ' ,» berum zu: an der obersten Lade ober, 0 ' neten, bleibt sie hangen. Darin liegt der■ ja* ■ Wo ist der gelehrte Mann? Hier: er Hp • kleiner Knabe und klebt seinem Mohren papierenen Rock. . Ist dies das Ende? Ach nein, es 'st der Es war ein gelehrter Mann, ein winzig und ein Mädchen. Der erste ?b * ben zweiten. Er hatte nichts anderes, -wirr > sein Herz hing daran. Balthasar lag in ^.1 dieser Jungfrau; er sah sie an, sie |aj WjL*/-i küßte sie ihn. Mädchen können wohl tune . ?: ben gelehrten Mann hat sie solches g Christbaum war darüber und unter war die Krippe, in der Krippe bas g * 1 Es hat alles gesegnet, damals und ye -rein'' auch hernach segnen, was kommt; etwa aüen, alten ^/rrn, feinen Enkel, Jnj[^ ben, den Mohren Balthasar — un5j*L(,nf wie Jungfrau, so selig über ein großes GWv war, die auch dies alles einfältig cri ■ Und das große Geschenk? Ich dachi - Balthasar sei so winzig gewesen. an ihm hing ein Herz. Keihna 'Brüt as itill eben w' $iC" Gri Es i die mi ersten Iflnnei heiqe kankt waren 6a||en 8m s lagen dult" i sich eb markt m ben Woche flung b weiter hinein, °uf Lch EWi "sichnei «arten *nts5eit f itauf j h uni bas bthn, klärt. Gab e< rben? ' i) Jahn ern 'st ihristnac >uf dem besang onnttn. -es N cm UN ■tcbfli 1 i“ ■W w Minen n, aber en 'ö$( halt brat ct Krieg gut des schlacht t ' j MA r einen, itr auf e Flank Wersbc ronte ie gehol rst der ierbe MN, do ebr noch jonn e ieinwt. nar es c iS schön Tratte r Mnach friedens eutlchen eutfchen iet heil -egangei do sich i Borne, i r en Sh Gtrcn v 17. Dezi Front e war die bereitet, fche ®e|e mitten n ders fta wurde a nachten langen i des yrü Heiligem Weihnaä stand. Ui beging ai schönste b in ber fy W aus den kommen leicht ai ununter Nordsee nen. '2h zuge mi waren stand t Die Lich Sagen nachtsli besgabe 9a, pfldjtei f° strc b°ch . $a|pei wurde San; - !>i L°r t "autne *'■ I A & JX;M -•^:"&..z:*v .:'• . ■ MsM UH Z ,;4 |k M &><*# M MH i ' >e ii 1 'rieger .' ilige Abend, pünktlich, wie es sich gehört, r e Zu derselben Zeit hatte ich die Veranstaltungen des Südbayerischen Volksbildungsverbandes künstlerisch zu leiten und darunter in demselben Rathaussaal auch eine dichterisch-musikalische Weihnachtsfeier. Jahre danach kamen die Münchner Kriegsweihnachten, bei der ersten war ich in einem Rekrutendepot der Pioniere, ich mußte einen Weihnachtsspruch für die Feier des Ersatzbataillons abfassen, ausgeliehen wurde ich außerdem von den Kraftfahrern, ja, als Dichter und Vortragender regelrecht dienstlich abkommandiert zu ihrer Weihnachtsfeier im Löwenbräukeller. In ledernem Chauffeurmantel, die Schildmütze mit Autobrille in der Stirn, mußte ich meinen Prolog zur Weihnachtsfeier im Schützengraben sprechen und später in diesem Kulissengraben auch noch Liliencronsche Gedichte deklamieren. Ein Jahr darauf war ich längst bei einer Feldkompanie, und doch darf ich diese Weihnacht in einem kleinen Vogesental unter dem wild zerschossenen Reichsacker- kopf auch zu den Münchner Weihnachtserinnerungen rechnen, denn das Herz dieser Feier war daheim, und ihre Form war münchnerifch-oberbayrisch, wie der Truppenteil, der sie feierte. Aus Felde heimgekehrt, geriet ich in die Münchner Wohnungsnot und erlebte in der Raumenge, in der Zeit des Hungers und der Armut die Bgrauer Heiligabend 1914 ersten deutschen Ariegsweihnachten im Schützengraben. Rj, f'sj; 3 ruft l I IX 4 treu, er lvardf en trug die ior der M1 ■ rollt, die A r nun aus jin Abend fr SalthaX -s-> n, noch 1®^ tot, er ntf rau ging $ abe? N:,? ie 9*1 diese-n^' nsot-es^ er g«S die M w jeder teigig Jen. M and W* elehrte^ >r W ?S ist H utien? ist "fc sie wV t autfV ’ten Dannas inn? &<> 5 0fr* mSf 11%.:- to w T se^nachten 1914 .. .1 Wie war es doch? Fast H’Bsir’s vergessen. Zwanzigmal ist seitdem das .2 hrilhtsfest zu uns gekommen, sechzehnmal, seit Sviiüen der Geschütze an den Fronten wieder Sille des Friedens gewichen ist. Friede auf er Ach, wir haben ihn auch heute noch nicht, 3eure nachher! Aber auf den nächtlichen Fel- r i t in diesen Weihnachtstagen die Stille der isnacht auch da wieder, wo damals keine Hirten l-m Felde die Stimme des Engels und den ii der himmlischen Heerscharen vernehmen «t.t, weil das Rasen der Schlacht die Stimmen s lebens verschlang — denn es war Krieg ninftie in der Heimat einsam und sehnsuchtsvoll it * wen Lichterbäumen saßen. Der Herbst war ki Mvien und gewichen, die Blätter waren gefal- i. eer der Krieg war weitergecjan- e i. ::d)0n seit langem wußte die deutsche Mann- >c sl uraußen im Felde, daß dieser Krieg ein lan- >r Liieg werden würde. Dem stürmischen Sieges- - August war die große Wende gefolgt, (t allein eine & eminent csif der anderen Seite versucht, dem Gegner Amte abzugewinnen, um sich doch noch vor i iir5beginn den Sieg zu holen. Nun waren d i e f ii r b e n ... Kj! war es hoch? Die Väter und Brüder und in-unseres Volkes lagen draußen auf den Fel- er i rankreichs und in den Sümpfen Polens, ein» tn.'o n in fremde Erde, mit den Gedanken bei Münchner Weihnachtsfeste. (hnnerungen von Hans Brandenburg. Omaren die Weihnachtsbräuche unserer Stadt, dioierich frühzeitig „eingemünchnert" haben. Die erftfir. froststeifen, schneeoerbackenen Fichten und Ichnrn kamen, und so schön bauten sich die Geh- ftetije! ber Straßen zu harzduftenden Alleen auf. Sliok Nikolaus und der kettenrasselnde Klaubauf wöicpi ihnen schon vorausgegangen und hatten atif (Wei und über Schwellen ihr Wesen getrieben. At!ki iSenblinger Tor unter den Bäumen der An- laiiyisentbreiteten sich die Buden der „Christkindl- bm:' uunb im alten Grabenzuge und Glacis reihte siäihcrienfalls von Baum zu Baum der Krippen- mria?!i an der Sonnenstraße. Und Krippen waren inn le i Kirchen aufgestellt, wechselnd von Woche zu Wiry mit dem Evangelium, von der Verkündi- gu^tins zur Darbringung im Tempel ober noch Wikie ins neue Jahr unb in bie Christuskindheit biiihii. und warf man ein Geldstück ein, so machte, auii Schienenrundlauf feine Klause verlassend, ein geystntztes Eremitlein Vergelts Gott. Durch den Dcmtfriieiten oder rauhreifversponnenen Englischen @jk3:cn aber ging man in dieser vorfeierlichcn Ad- veiirücit zum Nationalmuseum und in ihm gleich j)rni in den obersten Stock in die Krippensamm- lunq unb hatte bann ein ßanb der tausend Wundern, kas Wunderland einer ewigen Weihnacht be- tri tetr ein Land, das vom Norden 3um Süden re litt vor allem aber Süden im Norden ist und mn:;)en als Alpenoorstufe zeigt und Oberbayern altt-LJpenbrücke zum Süden, auf der sich nordische WSchuacht mit Kunst und Kult versöhnt und Der» kill«..Und endlich, in der Weihnachts-Mitternacht, gopl ;s die Christmetten in den Kirchen. "'Könitt N» ^streite thches Werfc. den würde; er führte selbst auch die Regie, Bernhard Stavenhagen schrieb die Begleitmusik und der Bildhauer Schreyögg betreute das Szenische. Die Aufführungen dieses „Deutschen Weihnachtsspiels" fanden im alten Rathausjaale statt, in dem gotischen Saal, der mit dem Himmel seines fternbenagelten Deckengewölbes durch die Jahrhunderte auf dies Mysterienspiel der Jahrhunderte gewartet zu haben schien. Das war Gemeinschaftsspiel und Laienspiel, obwohl wir Spieler an solche Schlagworte gar nicht dachten, ebensowenig wie an eine Jugendbewegung, da wir wirklich bewegte Jugend waren. Hans Prinzhorn, Hans Schwegerle, Maximilian K. Rohe, Max Unold, Dora Polster, Leo Greiner mit seiner Frau und Ernst Riemann waren ferner unter den Mltwirkenden, also Wissenschaftler, Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Architekten, Musiker, Schauspieler, die später ihren Weg machten. Und ich selbst vermaa nicht auszudenken, was meine Ergriffenheit vor diesem Spiel in mir begann und anregte: eine ganz neue Schau des Theaters, die sich ein Menschenleben lang in mir auswirkte und auswirkt. ii! Kunst und Kult waren hier noch um Weih- ni icltrn herum. Und wie das Fest Kunst strahlte, foö ckhlte die Kunst auf das Fest zurück und ging di nauch wieder selbständig von ihm aus. Ein Klöktheater im Kinderzimmer meiner Neffen nmb- der Anfang eines Unternehmens, das durch gi ^Deutschland und bis an den Hof der Kron- pilnz'ssin in Berlin bringen sollte. Aber vor allem rrv:-es immer roieber bie Krippenkunst, in ber D 8'^.iacht und Weihnachtsfeier erschienen, und zur $ h^ntunft gehört auch das Krippenspiel. Otto Ffiükenberg hatte es aus den alten Ueberliefe» nitnjm des Gebirges erneuert, lange bevor er sich trrimn ließ, daß er einmal Theaterdirektor roer- Welohk, Nischen M lebt die Wir! hat die, mel Zahl vereint n zu helfen.. von den j)n aufgebracht b Stltbung, I nt burd) ben >rten llmjah ech ehrt adn; en mit httit a .'en müssen. Jeoisenlax.-i :=> er inne:..1: Technikers -ländischen nd Produtti':: hat eini ji utschen wil*' ischen rhruna der haft sind ie wesentlichr^i eit gelöst bat-" werden darf:, !t sich- 6( c ai-ne Geschichte aufschreiben. Die schönsten Geschichten sollen mit Preisen bedacht werden. Hmrgen und Geschichte sind bis Montag, den r. Januar an die Schriftlettung des Gießener 'sningeu. '^'Wngsordßr ' vergeben enregulierung. Anzeigers, Gießen, Schulstraße 7, einzusenden. Jede Einsendung muß den Vermerk „WeihnachtS- Preisaufgabe" tragen. Dor- und Zunamen, Alter, Wohnort, Sttaße, Hausnummer und letzte Be- zugsquittung nicht vergessen! Die richtigen Lösungen und die Damen der Preisttäger werden am Samstag, dem 12. Januar, veröffentlicht. Die besten der mit Preisen ausgezeichneten Geschichten werden auf der nächsten Sonderseite „Junge deutsche Nation" abgedruckt. Selbstverständlich gibt es wieder schöne Preise. And nun nehmt die Feder, den Bleistift, den Buntstift zur Hand! Wer von Euch wird es wohl am schönsten und am richttgsteu machen? Euer ALtselonkeL 6if m Line nehniun der lehl mit ei ftüfiui | befassen ! 3d)b fen Da Cie in kant ;irks geführt Die rung tkn, d Tlol I Vescha Tlev den Deutsci wieher muß s ji off et dieses deutsch. Und 3obr d Dechna 0« Als' ren i inan^ Vciht 4cm « dcns [ i Erden I gliW'N wf ivl-röca ’ S* 5'inl «ber tiefer M) ! -ui eine alle ^al feit. ®'e die inn- einmal । Aus noblen Macht! 1.300 Drittes Blatt Montag, 24. Dezember 1934 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) des Hitler! (gez.) Lutze. fern Fest der Liebe, das das ganze deutsche unter dem Weihnachtsbaum im Glauben an Volk eine L'asZahr -es Aufbaus ton Franz Sel-ie, Reichsarbeitsminister. beispiellosen Disziplin der deutschen Bevölkerung trotz der Terrorakte der Emigranten und Separatisten solch weitgehende Schutzmaßnahmen für überflüssig hielt, hat der Bereitstellung der Truppen zugestimmt und damit ein großes Opfer gebracht zu einer friedlichen Regelung der Verhältnisse an der Saar. Ohne die deutsche Zustimmung wäre die Bereitstellung der Truppen ein Bruch der für das Saargebiet geltenden Rechtsordnung gewesen. Aus dieser Sachlage ergeben sich lichtere Zukunft vereint, verbindet sich die ganze SA. Deutschlands als Garant einer lebendigen Volksgemeinschaft mit heißem Herzen zu dem stahlharten Wollen: Rimmer zu lasses von den männlichen Tugenden, die die SA. groß gemacht und Deutschland befreit haben, die die tragenden Pfeiler sind, auf denen der Bestand und die Zukunft des neuen Deutschland sicher und unverbrüchlich beruht. — Jetzt und für alle Zeit das Wohldes Ganzen höherzu st eilen als das eigene Ich, jedem Volksgenossen ein leuchtendes Beispiel zu sein in der Treue zum Führer, und im Einsatz für eine wahre, aufrichtige Volksgemeinschaft, immer bereit zu fein, alles, selbst das Leben, freudig zu geben für das Volk, für Deutschland. In diesem Geiste der alten SA. frohe Weihnacht! Heil Beförderungen in der SG. Berlin, 22. Dez. (DRB.) Der Reichsführer der SS. hat vom Stabe des Führers zu Weihnachten befördert: SS.-Oberführer Julius Schreck zum SS.-Brigadeführer, SS.-Oberführer Julius Schaub zum SS. - Brigadeführer; SS. • Untersturmführer Dr. Brandt zum SS.-Obersturrn- führer. Außerdem wurden befördert die SS.-Oberführer Backe, Dr. Reifchle, Meinberg, W i l l i k e n s zu SS.-Brigadeführern, der SS.» Sturmbannführer Berndt (Adjutant des Reichspressechefs) zum SS.-Obersturmbannführer, SS.» Untersturmführer W e r l i n zum SS.-Obersturm» führer. — Der Führer des SS.-Oberabschnittes Südost SS.-Gruppenführer von Woyrsch ist mit Wirkung vom 1. Januar 1935 an zum SS.» Obergruppenführer ernannt worden. [ du) e r e Kriegsweihnachten, und doch Diiben es weitere vierzehn, noch schwefle und friedlosere Weihnachten, Hwine Fortsetzung des Krieges von außen und lir'-ii inneren Bruderkampf sahen. l'oer den deutschen Frontsoldaten verließ trotz Ice.ir schweren 18 Weihnachten nicht die Hoffnung taine friedvolle Weihnachten. Wir Frontsoldaten illii glauben fest an seine Auferstehung, genau so fefumie wir daran glaubten, daß unser Kampf um lieiünnere und äußere Freiheit Deutschlands doch mal von Erfolg gekrönt sein müßte. us solchen Gedanken heraus schrieb ich Weih- 1 arten 1932: „Kein Mensch und kein Teufel, keine Uli)t dieser Erde wird uns den Glauben an Weihnachtsbotschast des Shess des Stabes an die SA Vor dem Abstimmungstransport des schwedischen Truppenkontingents, das als Polizeitruppe während der Abstimmungszeit im Saargebiet eingesetzt wird, besichtigte König Gustaf in Begleitung seines Enkels, des Erbprinzen Gustaf Adolf (rechts hinter dem König), die für dieses Kommando be- stimmten Mannschaften. Berlin, 22. Dez. (DRB.) Die RSK. meldet: An die SA. erläßt der Chef des Stabes Viktor Lutze folgende Weihnachtsbotschaft: Weihnacht ist das Fest der Liebe, ist die hohe Zeit ewig sich erneuernden Lebens. Im Nationalsozialismus formte sich der Lebenswille des deutschen Volkes zum politischen Prinzip, seine tragenden Gedanken höchster, uneigennütziger Liebe, die Ueberwindung des selbstischen Eigennutzes zugunsten des allgemeinen Besten und die Riederreißung der trennenden Schranken zwischen Berufen und Konfessionen, zwischen Klassen und Ständen zur Verwirklichung einer wahren Volksgemein- schäft aller Deutschen. In der SA. wurden diese Ziele lebendige Tat. In dem vieljährigen Kampf der SA. um die Straße und um die Herzen der deutschen Menschen offenbarte sich eine Opferfreudigkeit, die nicht an Existenz und Lohn, nicht an bequeme Ruhe und persönliches Glück dachte, — die nur erfüllt war von einer heiligen Unrast und bereit, jede Stunde alles hinzugeben, selbst Blut und Leben, für Deutschland. Und in der Kameradschaft der SA. lebte die tätige Volksgemeinschaft sichtbar und überzeugend. In den braunen Bataillonen Adolf Hitlers trat ruhig und selbstverständlich der Student neben den Arbeiter, der Bauer neben den Erwerbslosen, der Prinz neben den Handwerker. Sie alle gleichen Rechts und gleicher Pflichten. Alle geeint durch einen Glauben, den Nationalsozialismus; eine Liebe, Deutschland, — eine Treue, die zum Führer Adolf Hitler. Mit diesen Wesens- roerten hat die SA. dem Nationalsozialismus den Weg zum Siege gebahnt. Und an diesem Tage der Geburt Christi, der Wende in der Natur zu neuem Leben — an die- um mit ihnen das Weihnachtsfest zu feiern. Staatssekretär Hierl, der begleitet wurde von der Leiterin des Frauen-Arbeitsdienftes, Scholz-Klink, dem Gauarbeitsführer Bormann und Amtsleiter Hilgenfeldt, wurde auf den freien Platz vor dem Lager geführt, wo eine Sonnwendfeier stattfand. Dann ging es hinein in das Unterkunftshaus, wo weiß gedeckte Tische, große Schüsseln mit Aepfeln und Nüssen, Berge von Kuchen fein säuberlich ausgerichtet die Kaffeetöpfe und Weihnachtsbäume in strahlendem Kerzenschein warteten. Weihnachtslieder erklangen, bis dann der Weihnachtsmann mit feinen vielen Helfern Einzug hielt und jedem etwas brachte. Die jungen Menschen, die in ihren Päckchen auch Bücher fanden, stürzten auf ihren Reichsarbeitsführer, bitten um ein Autogramm, und bald entwickelt sich ein derartiger Andrang, den ein Witzbold treffend kennzeichnet: „Reichsarbeitsführer auf Schreibstube kommandiert". Staatssekretär Hier! wandert lachend durch den Raum, plaudert hier, fragt dort, überall sieht er Freude und strahlende Gesichter. Manch einer von den jungen Menschen mag vielleicht in dieser Stunde an Jahre der Arbeitslosigkeit zurückdenken. Heute wissen sie alle, daß es im Reiche Adolf Hitlers entgegen. Des Reichsarbeitsfichrers Weihnachtsfest. Staatssekretär Hierl feiert Weihnachten im Arbeitsdienstlager. DNB. Berlin, 23. Dez. Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl weilte am Samstag in Ruhlsd 0 rf bei Teltow, wohin er sich, da er zu Weihnachten nicht allerorten sein konnte, dreihundert Kameraden und Kameradinnen des Arbeitsdienstes, die kein Elternhaus haben, zusammengerufen hatte, Bürcksl fordert Entfernung der Emigranten aus der Gaar-polizei. Wo bleibt der Beitrag der Regierungskommision zur politischen Entspannung? Sine Mitteilung des Gaarbevoll- mächtigten des Reichskanzlers. ime Reihe von industriellen und sonstigen llnter- lemungen haben in anerkennenswerter Weise in wehten Zeit Anfragen an mich gerichtet, die sich ni einer Absicht namhafter Unter- klungen des Kampfes an der Saar tefflfen. H bringe auf diesem Wege den beteiligten Krei- etiD anf und Anerkennung ;um Ausdruck. Dr in Frage kommenden Betrage werden dem R m t 0 „S a a r - f) i l f 5 ro e r f“ bei der V e - I ilf sfparkaffe Neustadt a. d. Hardt" zu- zechrt. iie Mittet dienen ausschließlich zur Besse- rng der sozialen Lage für solche Fami- IIt die in den Jahren der Abtrennung in bittere N kamen (Beseitigung von Elendswohnungen, Schaffung von Arbeitsplätzen ufro.). aeustadt a. d. Hardt, 24. Dezember 1934. gez. Vürckel, Saarbevollmächtigter des Reichskanzlers. Feine „Enterbten" und keine „Stiefkinder Glückes" mehr gibt. Ein Schreiben an Knox. Neuftadt a. d. H., 23. Dez. (DNB.) Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Gauleiter Dürckel, hat dem Präsidenten der Regierungskommission in Saarbrücken folgendes Schreiben zugehen lassen: „Herr Präsident! Der Aufmarsch der Polizeitruppen für das Saargebiet ist nunmehr erfolgt. Deutschland, das angesichts der Kriegsverletzten mit herzlichem Händedruck, und viele Tausende Hände im ganzen Saal streckten sich ihm so soll ihr Handeln uns Vorbild sein. Die deutsche Jugend sei berufen, das zu vollenden, was die Vorfahren begonnen hätten. Nach diesen Worten verteilten die SA.-Männer der Standarte 16 und die Reichswehrleute unter lautem Jubel die Gaben. Den Höhepunkt.aber erreichte der Jubel, als dann ganz unverhofft Reichs- minifter Dr. Goebbels persönlich im Saal erschien. Dr. Goebbels begrüßte die Veteranen und bei deutschen Endsieg nehmen können. Lckschlanb muß wieder hoch! In Deutschland muß ruiioer Sonne scheinen und durch deutsche Arbeit rru für jeden Deutschen wieder ein Dasein ge- pfpfen werden, daß es endlich wieder wert ist, Di(:-5 Leben in Deutschland zu leben. 1933 ^ift das deusche Schicksalsjahr!" mb es kam das Jahr der Entscheidung und das Zcr der Erfüllung, und ich konnte wiederum zu D^hnachten sagen: „Seit diesem Schicksalstage steht ei e geeinte Nation hinter seinem ehrwür- litm Reichsoberhaupt, dem Generalfeldmarschall »Hindenburg , hinter dem Führer Adolf Ji Iler. Seit diesem Tage weiß die Welt, daß l.utschland wieder auferstanden ist, •|r seit diesem Tage wissen wir nunmehr gewiß, unsere Arbeit in Krieg und Nachkrieg nicht inj sonst war, sondern ihren Lohn in sich selbst •onben hat. Ehre sei Gott in der Höhe und Dank ■jiii diese Schicksalsfügung. Dank aus tiefstem Her- je daß mir nun wieder ein freies deutsches Weih- Uchte n feiern können!" ii'em Jahr der Erfüllung folgt das Jahr des N fbaues, des Aufbaues im Innern mit der Dylichkeit eines friedsarnen Aufbaues nach außen. <:| ift mit ein Verdienst der deutschen Frontsoldaten, irin über Schützengräben hinweg nach 20 Jahren nun Frontsoldat zu Frontsoldat Brük- hin geschlagen werden zu den Männern, die lir:t in Waffen gegen uns standen, und die nun Io:0 nicht ewiger Feind bleiben wollen. Der tiefe iiikre ethische Wert des Frontsoldatentums erweist fd und es erweist sich auch, daß unter den anderen Ft" Pern ebenfalls Frontsoldaten leben. !i im Felde gewonnene Anschauung dieser Manner Mark und ernst genug, um Landesgrenzen über- Irftfen und ein starker Friedensfaktor für alle Völ- hroerben zu können. Als im November 1918 alles lmmmengebrochen war, glaubte ich an ben beut= r)7n Frontfolbatengeift, wußte ich, baß biefem H intfolbatentum bie große Aufgabe bes beutfchen Bi’beraufbaues vom Schicksal zugewiesen sein t!rbe. :'5 ist so gekommen. Ein Frontsoldat sillach die Bresche, und wir alle haben die ßwißheit nunmehr, daß der Frontsoldat Adolf hi-ler uns im Geiste jener in den Kriegsjahren geronnenen Erkenntnis und Kenntnis der wirklichen frige des Lebens führen wird. Unter der Führung jifoif Hitlers ist das deutsche Aufbauwerk im Jahre |9'U gewaltig gefördert worden. Die Politik hm e s echten Sozialismus zeigt Leistun- r, wie diejenigen der Arbeitsbeschaffung, des ß nterhilfswerks und es erfüllt mich mit Freude ir.i Stolz, daß ich sowohl als Sozialminister wie ih" Führer und Gründer des NS. Deutschen Front- Kppfer-Bunbes (Stahlhelm) in dem Kabinett 11 0 I f Hitlers mitarbeiten und im Sinne fe deutschen Frontsoldatentums mich betätigen lern. j'reue ist bas Fundament echten Solbatentums, t .:ue ber Frontsoldaten ist ein Ding an sich, steht 0 ? ein Fels im Meer, hält das gegebene Wort und ü unabhängig von Schwankungen fremder Kurse Ihr Konjunkturen. Wir haben dem Führer Adolf hJer Treue gelobt und werden sie als alte Front- |>tonten halten. Als wir mit tiefem Schmerze den Men Generalfeldmarschall und Reichspräsi- hinten von Hindenburg zu Grabe trugen, :2cn wir ihm als dem großen Führer der Nation liil letzte Ehre geben können, und bann bas Gelob- ti ber Treue von ihm auf ben Führer unb Reichs- l^lzler Ab 0 lf Hitler übertragen. Zu ihm haben d : uns bekannt, zu ihm hat sich das ganze deutsche ÜdHt bekannt, und zu ihm wird sich und zum deuten Vaterlanbe bas Saarvolk am Abstimmungstage ir 13. Januar 1935 bekennen. Dieses Bekenntnis zum Führer, zum deutschen EdlEe unb zum Deutschen Reiche ist die Parole |[:r 1 9 3 5. Zu unserem Wollen möge ber Allmächte? auch für das Jahr 1935 das Erfüllen unb das Volksweihnachi in der Reichshaupistadi. Zwölstausend Berliner Kinder, Veteranen und Kriegsverlehle werden von GA., Reichswehr und Winterhilfswerk beschert. Ds die deutschen Frontsoldaten vor zwanzig Jah- «1 im August 1914 in das Feld zogen, da sprach so Nt.cher Mund beim Abschied das tröstende Wort: ,schachten sind wir wieder zu Haus!" So man= t)ci war es unvorstellbar, daß das Fest des Friede ' mit feiner Weihnachtsbotschaft: „triebe auf 90 «s.. \ <7>io iWöiAckntinf Erm" draußen unter Kampf und Vernichtung be= । e Vr (DNB) Die ^lchshaupt- i-d qen werben könnte. Unb doch würben es oieri *ta^ hcr . arIl Eibenen Sonntag em -Bolfs- “ J weihnachtsfeft im wahrsten Sinne bes Wortes. Auf etwa hunbert Plätzen Groß-Berlins brannten Weihnachtsbäume, an langen festlich geschmückten Tischen wurden 12 000 Berliner Kinder beschert. Das Gaupropagandaamt hatte gemeinsam mit dem Winterhilfswerk die Vorbereitungsarbeit geleistet. UeberaU leuchteten freudige Kinderaugen und bewunderten sehnsüchtig die geheimnisvollen Tüten auf den Gabentischen, die die köstlichen Ueberraschungen entgelten. Die Hauptfeier veranstaltete die Standarte 16 für 3000 Kinder in Moabit. Die ganze Wiclefstraße hinunter stehen mitten auf der Straße, 711 Meter lang, Tische, gedeckt mit Gaben. Jedes Kind bekommt eine große Tüte mit Lebensrnitteln, Naschwerk und Spielzeug. Die Häuser tragen Flaggenschmuck. Erwartungsfroh die Menschen, noch gespannter die Kinder, die von beiden Seiten her an die Tische geführt werden. Das Lied „Ihr Kinderlein kommet" ertönt. Mit brausendem Jubel empfangen verweist Dr. Goebbels auf ben Wanbel, ber in biefem Arbeiterviertel vor sich gegangen ist, unb wirft bie Frage auf, wer bas vor zwei ober brei Jahren überhaupt für möglich gehalten hätte. „Wenn wir in früheren Jahren bavon gesprochen haben", so sagte er, „bann begegnete uns Gelächter unb Unverstanb, aber eher als bas selbst bie Optimisten unter uns für möglich gehalten haben, machten wir unsere Theorie zur Wirklichkeit. Nun erstrahlen in biefen Straßen, in benen Menschen wohnen, bie bas Schicksal nicht mit Glücksgütern gesegnet hat, bie Weihnachtskerzen. Alle Herzen hochgemut unb froh gestimmt. Der Sozialismus ber T a t ist Wirklichkeit geworben. Im Zeichen bes Weihnachtsfestes haben wir uns bie Hänbe gereicht zum gemeinsamen Denken unb Hanbeln. Wir wollten zu euch kommen, um euch zu zeigen, baß wir für euch ba sind. Es ist nicht wahr, was unsere Gegner sagen, daß wir euch Gewalt und Terror aufzwingen wollen, sondern so wie wir euch unser Herz geschenkt haben, so habt ihr uns auch euer Herz geschenkt. Wir glauben, daß wir uns euer Herz verdient haben durch unsere Arbeit unb unsere Leistungen unb daburch, baß wir uns für euch sorgen, bamit ihr nicht mehr allein eure Sorgen habt. Das Reich, bas wir gegrünbet haben, ist ein sozialistisches, unb bie Arbeit ist in ihm roieber z u Ehren gekommen. Dieses Reich führt den Frieden nicht nur im Wunde, sondern es ist auch bereit, ihn der Wett durch die Tat zu beweisen. Deshalb glauben wir, ein Recht zu haben, als friedliebendes Volk vor die Wett hinzu t r e t e n und von ihr auch den Frieden zu fordern. Wir sind nicht gekommen, um die Wett in Krieg zu stürzen, sondern um unserem Lande die Ehre und den wirklichen, dauerhaften Frieden zu geben. Deshalb richte ich hier im Angesicht tausender deutscher Kinder, tausender deutscher Wänner und Frauen, mitten im Arbeiterviertel Berlins an die ganze Welt den Appell zum Frieden und zur Eintracht in dem Sinne, daß wir so, wie wir unserem eigenen Lande Ordnung und Frieden gebracht haben, auch der Welt Ordnung und Frieden zurückgeben können. In biefem Sinne wollen wir uns vereinen, wollen wir uns stärken an bem Leuchten, bas uns heute aus ben Kinberaugen entgegenstrahlt, wollen wir uns erfreuen an ber Dankbarkeit, bie biefe Kinber« Herzen uns entgegenbringen. Wir wollen niemals vergessen, baß in biefen Kinbern unsere Hoffnung liegt, unb baß unsere Sorgen unb Arbeit nur ihnen, bem fommenben Volke, gelten. So wollen wir uns*bem Reich unb bem Volk verschworen unb wollen als einiges Reich vor bie Welt hintreten unb bem Weihnachtsfest seinen wahren Sinn zurückgeben, inbem wir als Volk über alle Schranken hinweg uns bie Hänbe reichen unb ber Welt entgegentr&en mit bem Wunsche: „ft riebe auf Erben ben Mensche n!". Brausenber Beifall bankte Dr. Geobbels. Nur mühsam konnte er sich ben Weg zu ben Tischen bahnen. Da spricht er mit ben Kinbern, bie ihm ihre Sachen zeigen unb bie Hänbe zum Heil!-Gruß entgegenreden, lange unb herzlich, unb als er sich bann mieber zum Wagen roenbet, umbranbet ihn Jubel, bes Dankes unb ber Freube. Dr. Goebbels verläßt Moabit, einen Stabtteil, ber im Kampf um Berlin gewonnenen Reichshauptstabt, ber nicht mehr wieberzuerkennen ist unb heute erfahren hat, was Sozialismus ber Tat ist. Zur gleichen Stunbe hatten sich, betreut von ber SA.-Stanbarte 16, im großen Saale ber Kr 0 11 0 per weitere 1000 Kinber unb zahlreiche Kriegsverletzte unb Veteranen von 1866 unb 1870/71 eingefunben. Anwesend waren u. a. eine Aborbnung ber Wehrmacht im Beisein bes Chefs ber Heeresleitung General ber Artillerie Freiherrn von Fritsch, Obergruppenführer von Jagow mit seinem Abjubanten, Staatsrat Görlitzer u. a. Unter strahlenben Weihnachtsbäumen lauschten sie ben Worten bes Propaganbaministers Dr. Goebbels, bessen Rebe aus ber Wiclefstraße übertragen wurde. Dann verwies der Lhes der Heeresleitung General d. Art. Frh. von Fritsch auf ben tiefen Sinn unb bie symbolhafte Bebeutung bieses Abenbs, wo bas ganze Volk zusammen st e h e in Glaube, Hoffnung unb Liebe. Diese brei Dinge wohnten in jedes Deutschen Brust. Der Glaube an den Führer unb sein Werk, baraus emporfteigenb b i e Hoffnung auf ben Wieberaufbau unsres Vaterlanbes unb schließlich eine tiefe Dankbarkeit für alle, bie zur Neugestaltung bes Reiches beigetragen haben, vor allem auch bie Dankbarkeit für bie Veteranen aus ben Jahren 1866 unb 1870/71 unb bie Kämpfer bes Weltkrieges, bie Leben unb Gefunbheit eingesetzt haben, um die Heimat zu lchützeu. Wen» wir auch sie heute unter uns feljen, ■ -Zewo l ' I hil Rpl ihres sie ° 'N t I - > dankte im Namen der Kommodore Kruse k lei u M Gches 3( *< fil*. Io Dahrhvn t Flagg sion o h 595 112 Mk. 155 000 Mk. Gesamtergebnis 850 000 Mk. WS! »1. , • *#l Speisungen armer Weihnachts- 5om löschen viel an! rien 1 Zesiec rschni Bargeld Weihnachtspakete (73 653) im Werte von et uni e Die tr ■=' ■■■.. ■' 4. : > tnnb hoben ner Bereit! hatten sich auf dem Bahnsteig versammelt. Wenn auch die Stadt heute infolge des Flaggenverbotes der Abftimmungskommil- ine jeden Fahnenschmuck in den Tag hineinsieht (sogar die französische Rr iie in bei i|t)ä e, aus n Laichen iM/® fti grauen „ , , „ , w , , , Bergverwaltung hat heute, woran mancher I’juiberien luch der i ilvaf noch inort ffiäfb Inmitten 6t Mn dem '1 "den west! ö Diel m । dieser t römische 't Osteuro pc ii die die ' i römischer i Bebeuhir ' Verkehr t erlangte, Ü Rolle bei Kultur i 1' Altertum I •- Kl Mnt Glänzendes Ergebnis des »Tages der Polizei". Berlin. 22. Dez. (DNB.) General der Landes- Polizei Daluege dankte der Presse für ihre tatkräftige Unterstützung des Tages der Polizei, die Zu einem Erfolg geführt habe, der von der Polizei nicht erwartet worden sei. Das Ergebnis sei der Beweis für eine wahre volksverbundene Polizei. r.n . . Die Mannschaft des norwegischen Frachtdampfers „Sisto", die aus schwerer Seenot von dem ^apag' dampfer „Neuyork" gerettet werden konnte. Das Rettungsboot stand unter dem Kommando o Zweiten Offiziers der „Neuyork", Alfred Wiesen (in der Mitte sitzend, in Uniform), der zur c lohnung für seine Leistung zum Ersten Offizier befördert wurde. Rechts neben ihm der KapiM ott „Sisto". _ VW ’S Maa,.N über Nord "der norbi "die Abschi cibiina zun Umhrroe komische, nordische i mündunl Der Führer und Reichskanzler, der zum Empfang des Hapagdarnpfers „Neuyork" in Cuxhava erschienen war, überreichte dort jedem einzelnen der Reiter persönlich die Rettungsmedaille sowie til Geldgeschenk. — Rechts der Kommandant des Rettungsbootes Alfred Wiesen. hat das Rettungsboot geführt." Auch die 82jährige Mutter des ersten Offiziers Wiesen, des Führers des Rettungsbootes, hat es sich nicht nehmen lassen, von Uelzen Pfundspenden (193 000 Pakete) im Werte von 96 900 Mk. durch die Ehrung der Rettungsmannschaft Dampfers „Neuyork" zuteil werde. „Unser Alfred uns! V.» *ßl Jle u Der Protest gegen das Flaggenverbot. Das Saargebiet zeigte Samstag reichen Flaggenschrnuck. Saarbrücken, 22. Dez. (DNB.) Das Verbot der Reaierungskommiission, vom 23. Dezember ab bis nach der Verkündung des amtlichen Abstim- mungsergebnisses weder Flaggen, Fahnen und Wimpel noch nationale Symbole und Hoheitszeichen zu zeigen, hat im Saargebiet starke Erregung heroorgerufen. Man empfindet es allgemein als eine ganz einseitige, gegen die Deutschdenkenden gerichtete Maß- nähme. Durch sie wird es der Bevölkerung unmög» lich gemacht, den gerade in der Verbotszeit herbel- eilenden abstimmungsberechtigten Freunden, Verwandten und Bekannten aus nah und fern ihre Freude zu zeigen und den Willkommen zu entbieten, der in den Farben des Mutterlandes, in dem Hoheitszeichen des Reiches Adolf Hitlers, seinen spre- chendsten Ausdruck findet. Das Gefühl des angetanen Unrechts hat heute die deutschen Bewohner des Saargebietes zu einem spontanen Pro- test veranlaßt: Im reichen Flaggen- und Fahnenschmuck prangen die Städte des ganzen Gebietes: Ein Gruß für die, die in den nächsten zwei Wochen zurückkehren, um mit dem Ab- stimmungszettel die Heimat zu verteidigen. Ein Willkomm für alle, denn heute darf die Freude sich noch zeigen. Das Verbot gilt erst vom 2 3. Dezember ab. Empfang her Saarländer aus Amerika. Saarbrücken, 23. Dez. (DNB.) Ein wahrhaft überwältigender Empfang wurde den etwa 3 50 Saar deutschen aus Süd- und Nordamerika bereitet, die am Sonntag von Bremen hier eintrafen. Tausende und Abertausende für den Fortbestand der Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft heraus die Bitte: „Stellt für Ostern 1935 der deutschen Jugend viel Lehr- und Ausbildungsplätze zur Verfügung? Die Ausbildung des Nachwuchses für alle Zweige der Berufe, der Wirtschaft und der Verwaltung ist keine Angelegenheit, die nur den einzelnen Betrieb angeht, sie ist eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes und der gesamten deutschen Wirtschaft. Meldungen von Lehr- und Ausbildunas- stellen für alle Berufe nehmen mündlich, schriftlich und durch Fernruf die deutschen Arbeitsämter (Berufsberatungsstellen) jederzeit entgegen. Dr. Hecker, Leiter der Reichswirtschaftskammer. Dr. Ley, Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Baldur von Schirach, Reichsjugendführer. Dr. S y r u p, Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung. Sonderweihnachtsspende der Eisenbahner für das Winterhilfswerk. Berlin, 22. Dez. (DNB.) Das Reichsbahnpersonal hat zu Weihnachten für das Winterhilfswerk eine Sonderspende von 500000 Mark zur Verfügung gestellt. Jee Büro Lei W ? Maren < vutfanb j Sft «Ntlini ;, Sdi J S^fonic V?1.tin' 4 1 ( ' »Nirn L " 8el- mii L"01,1 D°n rär i brihu dien vc I rien > berii hganbi Len l’w hing , jaiT b in ngft i> ia i von ;r r Ruit ji den c bescherungen aller Art. An Sachwerten noch Sven- den an warmer Kleidung, Brennmaterial, Scyuh- aeug, Wild, Fleisch- und Wurstwaren, Weihnachts- bäume, Kinderspielzeug usw. Dazu Verpflichtungen von einzelnen Polizeibeamten, die z. B. Saarkinder für die Zeit von sechs Wochen bei sich aufnehmen wollen. Die Polizei hat freudig gegeben unter vollstem Einsatz jedes einzelnen. Sie ist aber auch Der Führer begrüßt die Letter der „New yorf". Deutschlands Dank an die tapferen Seeleute. Daneben Tausende und Abertausende von Kin- derspersungen, Tausende und Abertausende von r-\ - nyy Kunst und Wiss-nschast „Um das Wenschenrechf^ — ein neuer Zöberleinsilm- In Berlin wurde der neue Großsilm M „Um das Menschenrecht" urausgem , Drehbuch und Manuskript stammen von b e r l e i n. Von ihm gilt, was auch schon DOn yj berleins Frontfilm „Stoßtrupp 1917" gall eI - „echt". Die Handlung des Films ist aufgebaut dem Schicksal von vier Frontkameraden. das tiefste Kameradschaftserlebnis Dcrbinbet, es geben kann, stehen sich in feindlicher v gegenüber, bis sie zum Schluß in der Hostnung eine bessere deutsche Zukunft und auf einen ö rer, der fein Volk endlich in einem echten rnus zusammenführt und einigt, sich mic6 Die einzelnen Bilder, mögen sie nun komm schen Massenversammlungen, die patriotische serkundgebung ober das Zusammenhocken ' Freikorpsunterkünften, das Vorgehen an oe ferfronten unter den peitschenden .mitten zeigen, sie alle sind Wirklichkeit. Die ' arbeit von Ludwig Schmidt-Wildy . uneingeschränktes Lob. Die Kämpfe, die S werden, stellen die Besreiungs Münchens Räteherrschaft im Jahre 1919 bar. 2KW' lebnis, das bem Film zugrundeuegt, N gültig. Es ist in Hamburg, in ^rün, * ^„den gebiet, kurz überall ba, wo es burchgem a) mußte, das gleiche gewesen. ♦ Mannschaft dem Führer. Sodann stellte, der Leiter der Rettungsaktion, der jetzige Erste Offizier Alfred Wiesen, dem Führer die Besatzung des Rettungsbootes einzeln vor. Unter dieser befinden sich auch 5 Männer vom Marinesturm 1 Hamburg, des ersten deutschen Marine-SA.-Sturmes. Der Führer überreichte sodann der elfköpfigen Besatzung des Rettungsbootes die Rettungsmedaille, dem Kommodore Kruse, dem Ersten Offizier und dem jetzigen Ersten Offizier Wiesen je eine goldene Uhr mit seinem Namenszug als Geschenk und den 10 Mannschaftsmitgliedern des Rettungsbootes je einen Umschlag mit einem Weihnachts- und Ur» laubszuschuß. Mit nochmaligem Dank an die Rettungsmannschaft verabschiedet sich der Führer und begibt sich mit Kommodore Kruse in dessen Kajüte, wo er sich den genauen Hergang der Rettungsaktion* schildern läßt. Nachdem der Führer und Reichskanzler das Schiff verlassen hatte, versammelten sich die Besatzung und die Fahrgäste der „Neuyork" auf bem Achterbeck, um hier den ruhmreichen Männern des Rettungsbootes „Neuyork" einen feierlichen Empfang zu bereiten. Die zehnköpfige Besatzung des Bootes hatte auf Deck Aufstellung genommen. Hinter ihnen waren die 16 geretteten Norweger angetreten. Die Betrieszellenobleute der Hapag- betriebe waren mit ihren Fahnen erschienen. Der stellvertretende Betriebsführer Dr. Hoffmann überreichte den Mitgliedern der Rettungsmannschaft ein Geschenk und dem Kapitän Kruse mit kurzen Dankesworten den Commodore - Stander. Sodann ein Kommando des Ersten Offiziers Wie- fen und unter den Klängen des Badenweiler Marsches ging der Commodore-Stander am Mast hoch. Der norwegische Konsul dankte im Namen der norwegischen Regierung den Seeleuten von ganzem Herzen für ihre Tat. „Es ist eine Freude", (o sagte er, „in den norwegischen Zeitungen zu lesen, wie hoch Ihre Tat eingeschätzt wird. Bei nächster Gelegenheit wird die norwegische Regierung den besonderen Dank des norwegischen Volkes zum Ausdruck bringen. Seien Sie versichert, daß Norwegen Ihre Taten beurteilt nach den Worten: ,Es lobt den Mann die Arbeit und die TatV Empfang im Rathaus. 3m Hamburger Rathaus fand eine Ehrung der Rettungsmannschaft der „Neuyork" durch den Senat statt. Auf dem Adolf-Hitler-Platz begrüßte eine riesige Menschenmenge begeistert die tapferen Seeleute. Reichsstatthalter Gauleiter K a u f m a n n, die Spitzen der Wehrmacht, insbesondere die Reichsmarine, der Reichs- und Staatsbehörden, der Partei und führende Persönlichkeiten der Seeschiffahrt. Regierender Bürgermeister Krogmann hieß Commodore Kruse, den ersten Offizier Wiesen und fein Bootsmannschaft herzlich willkommen und überreichte ihnen Ehrenurkunden des Senats. Den Dank der norwegischen Regierung und des norwegischen Volkes übermittelte Generalkonsul Birkeland (Hamburg). Die norwegische Regierung werde dem König einen Vorschlag für eine ihrer glänzenden Rettungstat entsprechende Anerkennung unterbreiten. Die Mannschaft des Rettungsbootes könne das ' 1 \ gezweifelt hatte — zum ersten Male feit fünfzehn Jahren — die Trikolore eingezogen), fo hat der herzliche Empfang doch den Heimkehrern ae- zeigt, daß ihre Liebe dahingehört, wo ihnen wahrhafte Liebe entgegengebracht wird. Weihnachtsfest mit dem Gedanken verbringen, daß sechzehn Männer es ohne ihren Einsatz nicht mehr mit ihren Familien hätten feiern können. Norwegen werde sich stets der kühnen Tat in Dankbarkeit und Anerkennung erinnern. Der Vorsitzende des Bezirksoereins bet Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger kündigte an, daß Kruse, Wiesen und der Mannschaft des Rettungsbootes die Rettungsmedaillen und Auszeichnungen der Gesellschaft verliehen werden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Hamburg - Amerika - Linie, Staatsrat H e l f f e r i ch, dankte für die hohe Auszeichnung, die auch der Hamburg - Amerika - Linie ebenso freudig unterstützt worden von den Volksgenossen, Die in der Lage waren, ihr zu helfen. Sie hat geopfert nach dem selbstverständlichen Grundsatz, daß der im festen Lahn und Brot stehende Beamte — und fei fein Einkommen noch so gering, — verpflichtet ist, mit seinem Opfer die größte Not bei den hilfsbedürftigen Volksgenosfen zu bannen. Was der Deutsche Polizeitag bewiesen hat, wird die Zukunft erhärten: Die Volksverbundenheit zwischen der staatlichen Exekutive und dem gesamten Volk ist hergestellt und sie wird bleiben in guten und in bösen Tagen. Ausruf zur Einstellung von Lehrlingen In wenigen Monaten, am 1. April 1935, verlassen wieder je 600 000 Knaben und Mädchen die Volksschulen und rund 100 000 Jugendliche die Fachschulen und höheren Lehranstalten. Die meisten von ihnen möchten Lehr - und Ausbildungs- stellen in Handwerk, Industrie, Handel und Verwaltung finben. Sie alle wollen etwas Tüchtiges lernen, um später mitzuhelfen, durch berufliche Leistungen die wirtschaftlichen Grundlagen bes beutschen Volkes zu sichern. Bereiten wir biesem anerkennenswerten guten Willen der beutschen Jugenb, sich einzugliebern in die Gemeinschaft Des werktätigen und schaffenden deutschen Volkes, keine Enttäuschung! An Lehrherren und Lehrmeister, Betriebsinhaber und Betriebsleiter sowie die verantwortlichen Stellen der Verwaltung im Staate und in den Gemeinden richten wir daher im Namen der deutschen Jugend und aus der Verantwortung M v \ ■ \ 7, auch für die Regierungskommission notwendige Folgerungen. Nach § 30 des Saarstatuts hat die Saarbevölkeruna einen Anspruch auf Örtliche Polizei. Aus dem Wortlaut der Bestim- mung ergibt sich einwandfrei, daß in die Polizei keine Kräfte aufgenommen werden, die nicht zur örtlichen Polizei gehören, also von außerhalb des Saargebiets kommen und der überwiegenden Mehrheit der Saarbevölkerung V e i n d l i ch gegenüberftehen. Diese Bestimmung hat somit vor allem auf bie Emigranten Anwendung zu finben. Soweit solche Personen aber bereits in bie Polizei eingestellt sinb, müssen sie kraft iroingenben Rechtes unverzüglich entfernt werben. Wenn bie Regierungskommission bisher bie Einstellung von Emigranten in bie Polizei glaubte mit bem Hinweis darauf begründen zu rönnen, daß die örtlichen Polizeikräfte nicht aus- reichen, fo fällt dieser Vorwand mit der Bereitstellung der Polizeitruppen selbstverständlich weg. Ich darf mich der Hoffnung hingeben, daß Sie, Herr Präsident, nachdem Deutschland der Entsendung der Polizeitruppen im Interesse einer Ent- ipannung der zwischenstaatlichen Beziehungen zuge- timmt hat, auchnun Ihrerseits zur Wieder- lerstellung der Rechtsordnuna im Saargebiet betragen und die Emigranten sofort aus Dem saarländischen Polizeidienst entfernen. Genehmigen Sie, Herr Präsident, den Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochachtung. (gez.) Bürckel. Die Feststellung des Abstimmungsergebnisses. Saarbrücken, 23. Dez. (DNB.) Die Regie- rungskornmission veröffentlicht eine Verordnung Der Abstimmungskommission über bie Feststellung bes Abstimmungsergebnisses, in der es heißt, baß nach Abschluß bes Wahlgeschäftes bie Urnen versiegelt unb mit ben Wahlprotokollen unter Aufsicht ber von der Abstimmungskommission j$u biesem Zweck zugeteilten neutralen Beamten nach Saarbrücken übergeführt unb ber Abstimmungskom- Mission übergeben werben. Mitglieder bes Wahlbüros, bie ben verschobenen Parteien angehören, werben bie Transporte begleiten. Die Ermittlung bes Wahlergebnisses wird in Saarbrücken am 14. Januar, um 8 Uhr, anfangen unter ber unmittelbaren, ausschließlichen Aufsicht der Kommission. Neutrale Beamte werben in Gruppen von drei die Zählung vornehmen. Vertretern der Saarbevölkeruna, Deutschlands, Frankreichs und der Presse rocroen Plätze in dem Saal, wo" die Ermittlung stattfindet, angewiesen. Die Kommission entscheidet über die Gültigkeit der Stimmzettel. Das Ergebnis wird erst bekanntgegeben, nachdem sämtliche Zählungen stattgefunden haben. Von der Kommission werden Maßnahmen getroffen, damit das Ergebnis nicht im voraus bekanntgegeben werden kann. ihrem Sohn nach Curhaven entgegenzufahren fitzen abends beim Tee", fo erzählt sie, ,als"b? Telephon schrillt. Meine Tochter geht zum &PPQt:t5 dann kommt sie ins Zimmer gestürzt unb tont kaum sprechen vor Erregung, als sie von ber ff,? nen Tat berichtet: „U n f e r Alfred hat hn» Rettungsbootgeführt!" Ich selbst habe [05, geheult, fo sagte die weißhaarige Mutter des erst» Offiziers, als ich nach der ersten Freude an Vu Gefahr dachte, in der mein Junge unb jein» Mannschaft geschwebt haben. Eine ganze Reihe doi Jahren pendelt er nun schon zwischen Hamburg Neuyork hin und her, fo erzählt sie weiter, auf „St. Louis", auf der „Albert Ballin" unb dies _ feine erste Reise auf der „Neuyork". Den Weiikri hat er auf der „Moltke" mitgemacht. Schon einigen Jahren ist mein Junge a n ber 9t tungstat bei bem Untergang besf)o ländischen Dampfers „A lkaid" in Nähe von Neuyork beteiligt gewesen." — mer wieder hört man aus den Worten ber rüfti alten Dame die Freude über die Rettungstat kühnen Bootsbesatzung. Des Führers Glückwunsch. Die Verleihung der Rettungsmedaille an alle Beteiligten. Wie am Samstag schon kurz gemeldet, hatte der Führer unb Reichskanzler es sich nicht nehmen lassen, bie tapfere Besatzung ber „Neuyork" bei ihrer Ankunft in Cuxhaven persönlich zu ihrer schneibigen Rettungstat im Atlantik zu be- gluckwünschen. Der Führer schritt burch bas Spalier ber Reichsmarine unb ber Marine-SA. aum Pier, wo Kommobore Kruse ben Reichskanzler erwartete unb auf bas Promenabenbeck ber „Neuyork" geleitete, wo in ber Halle bie Rettungsmannschaft sowie bie übrige Besatzung bes Schiffes Aufstellung genommen hatte. An sie richtete ber Führer folgende Ansprache: „Herr Kommodore! Ich bin gekommen, um Ihnen im Hamen der ganzen deutschen Hatton den Dank für Ihre hervorragende Tat auszusprechen. Das ganze deutsche Volk ist st o l z auf Sie! Und auch der deutschen Schiffahrt haben Sie große Ehre erwiesen! Sie haben vor der Welt bekundet, daß deutsche Schiffsbesahungen tapfer, furchtlos und heldenmütig find; Sie haben aber auch der Welt gezeigt, daß das deutsche Volk alle Zeit zu friedlicher Hilfe bereit ist. Ich gratuliere Ihnen, Herr Kommodore, zu einer solchen Besatzung, und ich beglückwünsche das deutsche Volk zu fo tapferen Wannern! Tn en Fi r 1J das 2! H i f die/ L i* Er ' n n 3ur lief T k j ter Mdü □ gelanj ;ä ® lieber: .. ' • ■ V'1 iö h MW sir, ;berl Mergentheim Rothenburg Mosbach Schwerverletzten befinden sich Krankenhaus Ul)ort. k 5-> Staatsanwaltschaft hat noch nicht einem Der pariser Besuch Simons rvu i" geschichtliche Tatsachen die Aufmerksamkeit rnis >enot u®11 in trägt tiefe Spuren seines ,Iaro" selbst ist skandinavischen englische Einflusses. gründlicher khre verkannt! Backnang. Die erste ärztliche Hilfeleistung wurde von Bahnärzten und Aerzten aus Sulzbach und Backnang geleistet; außer Feuerwehr und Sanitätskolonnen beteiligte sich auch der Arbeitsdienst an den Rettungsarbeiten. Die Reisenden des Zuges 1978 sind mit Sonderzug nach Stuttgart weiter- befördert worden, von Crailsheim und Stuttgart sind Hilfszüge abgegangen. Der Schnellzug 238, der von Berlin kommt, ist über Hessenthal nach Heilbronn, der Schnellzug D 117 nach Nürnberg über Aalen umgeleitel worden. Die Untersuchung der lisa '(Sc LMl ’.ren Mnl Recht betont der Engländer Allen Mawrer in fei= nem Buche über die Wikinger: „Das Rechtsbewußt' sein war stark im skandinavischen Geist, und oh unternommen werden, Sinowjews, Kamenews und Trotzkis verletzten Bahnunterhalkungsarbeilers Johann Roller und der Lokomotivführer Adolf S ch e e r e r aus Stuttgart, der den verunglückten Personenzug Nürnberg—Stuttgart geführt hat, ihren Verletzungen erlegen. Denig später erlagen auch der Bahnarbeiter Roller und der Zugschaffner Sinzinger ihren schweren Verletzungen. Die Zahl der Todesopfer hat sich damit auf zehn erhöht. Bei einem anderen Toten handelt es sich um den pensionierten Postassistenten Karl S t e i - freie aus Kinzelsau. Das Befinden der übrigen Schwerverletzten ist den Umstünden nach zufriedenstellend. Die schwierigen Aufräumungsarbeilen an der Anfallstelle sind mit größtem Rachdruck durchgeführt worden. Der regelmäßige Betrieb ist wieder im Gange. Ti5 im Sinne der eigenen '.uhrheit ist — man möchte mit Rücksicht Wgs Hfc:db denn von den alten Briten, die ein halber!!, ldhrtausend die römische Herrschaft über sich ertracijerhatten, so tapfer sie sich zeitweise dagegen Frankreichs völlig durch die S a a r a b st i m - m u n g und ihre politischen und wirtschaftlichen Probleme und die R o m r e i s e Lavals in Anspruch genommen sei. Die französische Regierung wünsche nicht, daß diese Fragen durch die Aufrollung des Abrüstunasproblems kompliziert würde. Zur Ostpaktfrage werde Deutschland binnen kurzem aufgefordert werden, Stellung 311' nehmen. Das Bewußtsein, daß Großbritanniens Standpunkt in dieser Frage sich mit dem Frankreichs decke, werde als Stärkung der Stellung Lavals bei den Verhandlungen betrachtet. „Daily Telegraph" berichtet, daß Sir John Simon den Ministerpräsidenten F l a n d i n und den Außen- Minister L a o a l zu einem baldigenBesuch in London eingeladen habe. Beide würden der Einladung gern Folge leisten, doch vor dieser Reise müsse die Saarabstimmung erledigt sein. Alles deute aber darauf hin, daß die Frage der A b r ü st u n g s- konferenz wieder aufgeworfen werden würde. Entgegen allen amtlichen Ableugnungen seien die Vorbereitungen zu einer Verlängerung der Militärdienstzeit in Frankreich vom nächsten Frühjahr ab in vollem Gange. statt ihn durch Wiederbelebung erneut für die Kräfteentfaltung aller seefahrende Mächte ausreichend zu gestalten. Lord Palmerston stritt einst den Deutschen jeden Anspruch auf Seegeltung rundweg ab: „Die Deutschen", erklärte er, „mögen den Boden pflügen, mit den Wolken segeln oder Luftschlösser bauen; aber nie seit Beginn der Zeiten hatten sie den Genius, das Weltmeer zu durchmessen, die hohe See oder auch nur Küstengewässer zu durchfahren." Tatsachen verschwinden nicht da- durch, daß man sie leugnet. Englang kann seine Seegeltung heute weniger als je dadurch behaupten, daß es den alten Römern nacheifert, statt sich durch eine bewußte Pflege unentrinnbarer Schicksals- gemeinschaft mit allem Nordgermanentum den Rückhalt zu sichern, ohne den es den über sein Weltreich heraufziehenden Gefahren nicht zu trotzen vermag. neigt, den jetzigen Stand der deutschen Rüstungen als Grundlage für einen Fortschritt in Richtung auf Begrenzung zu betrachten. Irgendwelche weiteren Schritte würden vorläufig kaum intellektuelle Verirrung moderner führender England fast sagen: leider! — daß kein Ir germanischen Völkerfamilie mehr Ursache i die Unberührtheit seiner wirklichen ii von römischer Alters-Kultur und -Ver- wlz zu sein, als gerade die „Angelsachsen". greifbaren Ergebnis geführt. 2Uan vermutet ein Versäumnis im Zugmeldeverfahren. Der Zusammenstoß der beiden Züge war so stark, fraß sich die Tender der Lokomotiven in den Führerstand schoben und die nachfolgenden Gepäck- und Postwagen mit dem ersten Personenwagen e i n wirres Durcheinander bildeten. Zu dem Unglück teilt die Reichsbahndirektion Stuttgart mit: Von den im Krankenhaus untergebrachten Schwerverletzten find die neunjährige Marianne Roller, Tochter des gleichfalls schwer Stuttgart, 22. Dez. (DRV.) Am Samstag um 9.20 Uhr stieß auf der eingleisigen Strecke Murrhardt-Backnang der Personenzug 1978 Hessenthal—Stuttgart aus der freien Strecke bei Haltepunkt Schleißweiler mit dem Rachzug zum Personenzug 1973 Stuttgart—Rürnberg zusammen. Das Gleis ist gesperrt. Festgestellt wurden dabei sechs Tote, 15 Schwerverletzte und eine Anzahl von Leichtverletzten. Unter den Toten ist der Zugführer B r a h e l aus Crailsheim. Die Schweres EisenbchlllmM in Württemberg. Zwei Personenzüge zusammengestoßen. — Zehn Tote, elf Schwerverletzte. ie : u m 5 zu erinnern, wo britische Handels- ko.oa in aller Welt Kapital daraus zu mmcht, daß sie den gemeinsamen römischen foi, „angelsächsischer" und romanischer „Zivi- »"dbetont und zu deutscher „Barbarei" in na bringt, die, wie die Londoner „Times" «sllihren Lesern an leitender Stelle ausein- Ms -, davon herrühre, daß die Deutschen nie» »c den Römern richtig unterworfen und mit Sbtur durchtränkt werden tonnten. Niemals ‘auflefilmi'.n, übrig, nachdem in den folgenden Jahr- ieM/' in 6i hundeuril vom Festlands her eine Erobererwoge unasmebaille nai^ wanderen über sie dahinbrauste? Ihr Land ) Sieltn. roar ,tw:i ungemein dünn bevölkert, größtenteils von "iBulbern und Sümpfen bedeckt. Die Römer bautei, Ätrahen und Festungen, erschlossen die Roh- ■g*™™ ftoffqrtilin des Landes dem damaligen Welthandel und h.'cobu trotz nachdrücklicher Ausbeutung zu eigener Wucherung den allgemeinen Wohlstand. Au-L stuggebend blieb aber für die Römer bei der B.hevmiciung der britischen Inseln deren strate- n i s ck> ^Bedeutung. Sie sicherten sich damit die ftontrxl über die Unterläuse von Seine, Schelde, Maa^Hein, Ems, Weser, Elbe und die Ausgänge der 9 Wi - und Ostsee. Die nichtbritischen Anrainer der n o:!:schen Meere waren eingekesselt und müßten die MUcneidung von der unmittelbaren Seeoerbindung i zr i Mittelmeer um so empfindlicher spüren, als d'i'i ilicheren Ueberlandwege zum nahen Orient in be n’Plafce verödeten, wie die römische Herrschaft den r D’ ;id)eren größere Sicherheit bot. Vic I :>ehr als örtlicher Bevölkerungsdruck erklärt dies ti Belagerungszustand, den die römistch! Weltherrschaft über Mittel-, Nord- und Osteu m. i verhängte, die A u f b r u ch s st i m m u n g, die t Diorbgermanen erfaßte, sobald der Druck römihdji Umklammerung nachließ. Die Überragende Sebeiclq g, die nach dem Entdeckungszeitalter der Verlor fr: mit der Neuen Welt für ganz Europa erlancgd läßt uns heute kaum mehr ahnen, welche Rolle) Ueberlandverkehr nach den Sitzen antiker Äultuie iir die nordischen Küstenbewohner schon im SIlteriHr spielte. Voidi Unde der Römerherrschaft bis wm Er- loschcwi ii?r Hansa waren die britischen Inseln nicht viel coinres, als biß Ueber-Nordfee-Kolo- n i e । Icrr Stammgermanen. Nachdem chau- kischeir„icHsische und nordische Seeräuber schon seit 5afrr!.'trillerten an den Küsten des römischen Reichs umbc^ctreift waren, konnte nach dem Abzug römi'ifi? Legionen nichts mehr das Vordringen norbii-T • Eroberer von den Küsten und Fluß- müntonien der Nordsee aus aufhalten. Die Nordsee norle zur Schiffsbrücke und Heeresftraße, über Die ziilyhft Angeln und Sachsen in solchen Schaurmin England eindrangen, daß die Halbinsel Jütlcllck verödete und den Dänen die Möglichkeit bot ; Jfji über Fünen und Langeland ungehindert auf .2ir Feftlande auszubreiten. Der sächsische Häux?ül:g H e n g i st wurde der Begründer des erfterlEieiDftänbigen Königreichs in England. Di teH'.mpfe und Leiden der von der Küste immer tiefen in! die Wälder und Sümpfe des Innern zu- rüifgi^ärrngten alten Briten landen in den Sagen unb Silanen vom König Arthur und feinem Krebs nrien späteren Niederschlag. Fast anderthalb Iahrubroerte dauerte das Ringen, in dem b i e k e l iiiilig. b r i t i s ch e Urbevölkerung auch auf .cjMb, in Wales, Cornwall unb im schottischen Hochifkue großenteils aufgerieben und jedenfalls völli g nn t e r b r ü rf t wurde. Es blieb von ihr, da Mil,ißarbaren" vom Festlande her immer neuen Zuz^pi Erhielten, schließlich nicht viel mehr übrig, als M Marne, den die Sieger mit einem Teil des KultMxctes, das die alten Briten von den Rö- mermiib den Aposteln des Christentums empfingen, . ü übernahmen. EiinU^idend für die Zukunft der britischen Inseln 'i Dir war, daß nunmehr Germanen, die von bischer Herrschaft im Kern unberührt gefrlM-bi waren, die Ausgänge der nordischen Tleeir geherrschten und weltoffenen Sinnes die freien Infaltung der Kräfte aller nordischen Küsten- bewochcr begünstigten. Den weiteren Einschlägen uraecrvcilischen Raffen- unb Seefahrerblutes im AeMiwi ber Wikinger war es zuzuschreiben, daß die Spuren der Römerherrschaft auf den british Inseln gründlicher verwischt wurden r selbst in Mitteleuropa, wo oft gerrrmüches Stammesbewußtsein nachträglich Ein- stüssc Mimischer Kultur erlag, nachdem die römische Mackhlchon längst zttsammengebvochen war. Mit London, 24. Dez. (DNB.-Funkspruch.) In den Aeußerungen der Pariser Berichterstatter der Morgenpresse über die Begegnung, die Sir John Simon am Samstag mit den französischen Staatsmännern hatte, wird zugegeben, daß bei einer Aussprache, die nicht länger als zwei Stunden dauerte, wenig mehr als ein allgemein gehaltener Ueberblick über die außenpolitische Lage in Europa möglich war und daß von Beschlüssen oder auch nur von eingehender Behandlung eines der durchgesprochenen Probleme keine Rede fein konnte. Indessen glaubt der Pariser „Times"-Korrespon- bent, daß die Frage der deutschen Aufrüstung den Hauptgegenstand gebildet habe. Die britische Politik ziele auf allmähliche Schließung der durch die französische Note vom 17. April geschaffenen Kluft ab. Großbritannien und Frankreich seien sich jetzt einig darin, daß Abrüstung eine wesentliche Voraussetzung der Erhaltung des Friedens fei, daß einseitige Abrüstung nicht in Frage komme und daß Verminderung oder Begrenzung der Rüstungen nur durch ein System garantierter Sicherheit zustande gebracht werden könne. Beide wünschten ferner Deutschlands Rückkehr nach Genf, feien aber über b i e Methoden verschiedener Meinung. Frankreich sei nach wie vor gegen die Anerkennung der deutschen Rüstung und fei nicht g e - Ursprungs und ersetzte das englische „boom". Derselbe Autor schreibt dänischem Einfluß eine Wandlung in der Auffassung' vom Verbrechen zu. Ursprünglich verstano man darunter einen Bruch des Friedens oder das Ergebnis eines Streites, der meist durch Geldentschädigung beigelegt werden konnte. Mit den Wikingern wurde der germanische Ehrbegriff nach England verpflanzt, der die Mitglieder einer Kampfgenossenschaft zusam- menbinbet. Ein Verbrecher galt hinfort als ein Mann, der sich der Kameradschaft in einem Verbände von Kriegern als unwürdig erwies und als solcher zu ächten sei. Nicht minder bezeichnend ist die größere Unabhängigkeit von Rom, in der sich das Christentum in England unter dem Einflüsse der Wikinger schon vor dem Zeitalter der Reformation entwickelte. Von der Mitte des 9. bis in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts hinein waren die Wikinger die eigentlichen Herren Eurovas. 'Sie geboten außerhalb ihrer skandinavischen Stammsitze in Irland, auf Man und anderen westlichen Inseln, England, in der Normandie und großen Teilen Rußlands; sie besiedelten Grönland und kamen bis an die Küste Nordamerikas; sie bereiteten als Normannen durch Eroberungen im Mittelmeer die Kreuzzüge vor. Ueberall erwiesen sich freilich die Nachschübe, die ihre Siedlungen erhielten, als zu schwach, die Masse der Besiegten dauernd in Schach halten zu können. Die großen Reiche, die sie begründeten, entschwanden wieder ihrer Führung, aber im Grund genommen bedeutete der S) an f ab unb, der im 14. Jahrhundert die Vorrangstellung in den nordischen Gewässern gewann, nur eine Schwerpunktsverschiebung nordgermanischer Meerherrschaft, und von weltgeschichtlicher Warte aus gesehen kann man sogar d i e See« Herrschaft Englands als eine Fortsetzung und Krönung der Wikinger-Sendung betrachten, zumal die Blutzufuhren aus den Kreisen der Fest- lanbgermanen auch nach den Zeiten Wilhelms bes Eroberers niemals aufbörten. Wen heute die englisch sprechenden Völker unter dem Sammelnamen der „Angelsachsen" zu- sammengefaßt werde, so ist das im Grunde ebenso irreführend, wie die Bezeichnung der Bewohner Englands unb Schottlands als „B vite n". Wie die alten Briten in den Angeln und Sachsen aufgingen, so diese in den späteren Eroberern aus den skandinavischen Ländern und der Normandie. In den Vereinigten Staaten unb Kanada wäre der „angelsächsische" Bevölkerungskern ohne starke Einschläge ton» tinentaleuropärsch-germanischen Blutes einer Zer- etzung durch fremdrassige Elemente schonungslos ireisgegeben; ebenso in Südafrika. Auf den briti- chen Inseln aber erlebt man in führenden Kreisen eine Art Rückfall in die Geistesverfassung spätrömischer Herrschaft, in die Neigung, die Entwicklung zur Freiheit der Meere rückwärts zu revidieren, von einem schrumpfenden atlantischen Verkehr kontinental- Wettbewerber möglichst auszujchliehen, isiiieitgemäh, an die Zusammenhänge w fj|i3i3er Eroberung Englands durch ie 9 loggermanyi und den durch diese herbei- ef histe. Zusammenbruch des römischen Aus aller Wett. Was gibt das deutsche Volk zu Weihnachten aus? Auch Weihnachten ist ein Wirtschaftsbarometer, denn, wenn auch die Lust des Schenkens in unserem Volke immer groß war, die wirtschaftliche Lage spricht schließlich doch das entscheidende Wort. Daß es dabei um riesige Summen geht, die für Weihnachten ausgegeben und auf der anderen Seite wieder eingenommen werden, steht fest, auch wenn es nicht immer möglich ist, die Beträge einigermaßen genau zu erfassen. Rechnen wir die Weihnachtsausgabe pro Kopf ber beutschen Bevölkerung von 66 Millionen auf durchschnittlich 3 Mark in diesem Jahr, was wohl kaum zu hoch gegriffen fein wird, so sind es fast 200 Millionen Mark, die für Geschenke ausgegeben werden, wobei auch die Ausgaben für Speise und Trank und für d e n Weihnachtsbaum mit feinem Schmuck darin enthalten find. Es werden im Jahr etwa 15 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland gebraucht, die selbst bei einem Durchschnittspreis von 50 Pf., d" wahrscheinlich zu tief gegriffen ist, immerhin 7,5 Millionen Mark ausmachen. Es handelt sich hier also um einen wichtigen forstwirtschaftlichen Nebenbetrieb. Der Bedarf an Weihnachtskerzen beträgt etwa 180 bis 200 Millionen Stück, die einen Wert von etwa 10 bis 11 Millionen Mark dar- stellen. Ein Weihnachtsbaum ohne Lametta ist eigentlich undenkbar, und tatsächlich wurden im vorigen Jahr 300 000 Kilogramm Lametta benötigt, die einen Wert von etwa 700 000 Mark haben. La- metta aus Vleiblättern ist dem aus Aluminium vorzuziehen, da das Bleilametta durch sein Gewicht sich besser legen läßt. Für den sonstigen Baumschmuck fehlt jede Unterlage, die für eine Berechnung des Wertes oernfenoet werden könnte, unb wenn auch bie Eiszapfen, Kugeln, Sterne meistens jährlich nur etwas ergänzt werden, es find gewiß sechsstellige Markbeträge, die dafür angelegt werden und was allein die Süßigkeiten anbetrifft, so geht deren Wert bestimmt in die Millionen. Aus alle dem aeht überzeugend hervor, daß das Weihnachtsfest für die Wirtschaft eine sehr große B e - d e u t u n g besitzt und jeder mit dem Schenken nicht nur sich und anderen eine Freude macht, sondern der deutschen Wirtschaft einen großen Dienst erweist. Der Christbaum für den Führer. Der Gcmeinderat Berchtesgaden hat dem Führer als Weihnachtsgeschenk einen besonders schönen Christ bäum übersandt, der mit kunstvoll geschnitzten Holzfiguren nach Entwürfen des Kunstmalers Reinhold geschmückt ist. Die Sendung ist mit einem Gedicht in heimischer Mundart begleitet, das Kunstmaler R a f p auf Pergament gezeichnet hat. Die Berchtesgadener hoffen, dem Führer mit dem schlichten und sinnigen Weihnachtsgeschenk eine große Freude zu machen. Ziehung ber vierten Arbeilsbeschaffungslollerie. 3n München begann die öffentliche Ziehung der vierten Arbeitsbeschaffungslotterie. Entsvrechend dem Charakter der Ziehung hatte der Saal weihnachtlichen Schmuck erhalten. Am ersten Tag wurden 2285 Gewinnerlose gezogen. Die 20 Hauptgewinnne entftillen fnit je 5000 Mark auf jede ber beiden Abteilungen folgender zehn Losnummern 66 542, 1 002 751, 1 300 296, 1 330 886, 1 345 475, 1 817 996, 2 306 400, 2 445 732, 2 519 960, 2 970 526. Die 20 Prämien zu je 2500 Mark entfallen auf jede der beiden Abteilungen der zehn zuletzt gezogenen 20-Mark-Gewinne. Es sind dies folgende Nummern: 412 652, 864 644, 1 174 025, 1 440 808, 1 550 946, 2 322 494, 2 460 275, 2 865 087, 2 925 516, 2 990 883. (Nummern ohne Gewähr.) Deihnachtsfpende für die Belegschaft bei Daimter-Venz. In allen Werken und Niederlassungen der Daim- ler-Benz-Aktiengesellschast wurden dieser Tage stimmungsvolle Weihnachtsfeiern veranstaltet. Ueberall hielten die Führer der Betriebe würdige Ansprachen, in denen sie die Geschehnisse des Jahres 1934 und die geleistete Arbeit beleuchteten, und die gemeinsame Pflicht für das große Aufbauwerk unseres Führers erneut betonten. Die Firma hat es, wie im vergangenen Jahr, auch diesmal durch eine Spende im Gesamtbetrag von rund 340 000 Mark ermöglicht, daß jedem Werksangehörigen ohne Unterschied vom Laufjungen bis zum leitenden Beamten ein einheitlicher Geldbetrag überreicht wurde. Reue Rekordzeit Berlin—Paris. Am 19. dieses Monats, 19.49 Uhr, erreichte die serienmäßige Adler-Trumpf-Limousine 1,7 Liter die Stadtgrenze von Paris. Die beiden Adler-Fahrer Paul von Guilleaume unb Frau Lotte Bahr waren am selben Tag 5.30 Uhr in Berlin gestartet unb hatten bie rund 1100 Kilometer lange Strecke in 15 Stunden und 29 Minuten zurückgelegt. Damit ist der vor 14 Tagen auf Adler Trumpf-Junior über dieselbe Strecke auf- ge ft eilte Rekord von 17 Stunden und fünf Minuten, den die gleichen Fahrer erzielen konnten, gebrochen. Bei dieser Leistung ist besonders hervorzuheben, daß trotz ungünstigster Witterungsverhältnisse eine Durchschnittsgeschwin- digkeit von 71 Kilometer pro Stunde herausgefahren wurde. Wenn nicht ein unfreiwilliger Aufenthalt am französischen Zoll und ein Reifendefekt eingetreten wären, hätten die beiden Fahrer eine noch günstigere Zeit erzielen können. Es wurden auf dem rein serienmäßig hergestellten Wagen bei dieser Fahrt nur 135 Liter Brennstoff verbraucht. Verfehlungen eines unsozialen Bekriebsführers. Vor dem Breslauer Ehrengericht hatte sich der Geschäftsführer der Glasfabrik Greiner & Co., Rietschen OL., Berthold Greiner, wegen unsozialen Verhaltens seiner Belegschaft gegenüber zu verantworten. Der Treuhänder der Arbeit legte dem Angeklagten zur Last, seinen Pflichten als Pe» triebssührer im nationalsozialistischen Staat nicht nachgekommen zu fein und seine Belegschaft böswillig ausgenutzt zu haben, da er die tariflichen Löhne und Lohnrückstände nicht zahlte, und die seinen Arbeitern abgezogenen V e r f i d) e • rungs - und Krankenkaffenbeiträge ihrer Bestimmung nicht zuführte, trotzdem aber beträchtliche Gelder für s i ch verbrauchte. Sein Gehalt hatte er auf 18 000 Mark im Jahre festgesetzt und später auf 15 00 bzw. auf 10 000 Mark reduziert, was in keinem Verhältnis zu dem Lohnabbau bei feiner Belegschaft stand. Greiner blieb seiner Gefolgschaft, 187 Männern und Frauen, insgesamt 21 000 Mark an Löhnen und der Krankenkasse und Invalidenversicherung rund 30 000 Mark an Beiträgen schuldig. Das Ehrengericht er- kannte Greiner die Fähigkeit zur Bekleidung des Betriebsführeramtes auf die Dauer von drei Jahren ab. Sinowjew und Kamenew doch verhaftet. Sie sollen mit fünf anderen Parteimitgliedern erneut verbannt werden. Moskau, 23. Dez. (DNB.) Wie erst jetzt amtlich bestätigt wird, sind Sinowjew und Kamenew am 16. Dezember im Zusammenhang mit der Ermordung Kirows verhaftet worden. Da aber, fo heißt es in der amtlichen Meldung weiter, die Untersuchung keine ausreichenden Beweise für ihre Beteiligung an dem Mord ergeben hat, werden sie n i ch t v o r ein Gericht ge st eilt werden. Ein Sonderausschuß wird vielmehr die Frage einer Verbannung Sinowjews und Kamenews auf dem Verwaltungswege prüfen. In gleicher Weife soll gegen die verhafteten Parteimitglieder Fedorow, Safarow, Woldin, Salutzki und Jewdominow verfahren werden. Dagegen kommen acht andere Parteimitglieder, Zarow, Kuklin, Faiwilowitsch, Bafa- jew, Gorschenin, Bulach, Gertin und Kostina, vor Gericht. Die erneute Verbannung von Sinowjew und Kamenew, ihre Aechtung durch die Parteipresse, die Anklageerhebung gegen 14 Verschwörer in Leningrad und 16 in Moskau, die sämtlich ehemalige Parteimitglieder sind und zum Teil wieder in die Partei ausgenommen wurden — alle diese Vorgänge stellen das einschneidenste Ereignis in der Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion dar, seit den schweren inneren Kämpfen mit der linksgerichteten Trotzkischen und der rechtsgerichteten Bucharinschen Opposition. In Leningrader Parteikreisen herrscht große Aufregung. Ehemalige Anhänger Sinowjews und Trotzkis versuchen, sich durch Bekundung ihrer Treue zu Stalin und durch Verrat ihrer früheren Genossen zu sichern. Auch aus anderen Städten der Sowjetunion wird Aehnliches gemeldet, insbesondere aus größeren Industriezentren, da die Anhängerschaft Wsachscn und Wikinger. Don Otto Sorbach. ^iiiömischen Adler im ersten Viertel des fünf, null) riftlid)en Jahrhunderts nach fast fünffrun- fciti’r Vorherrschaft sich von den britischen ln| zrückgezogen hatten, gerieten deren dama- 2 evlchner durch innere Wirren und Plünder- 1 re-ber Seeräuber in solche Bedrängnis, daß intniSrief nach Rom an den Feldherrn Aötius, i ef ger Attilas, sandten, worin sie unter der irMl: „Notschrei ber Briten!" um * Hefen. „Die Barbaren", jammerten sie, „ja- u is.-ins Meer, und das Me^ wirft uns zurück d r -urbaren. Wir haben nur die harte Wahl, ) b( Schwert oder in den Wellen umzukom- ' Römer konnten ihnen nicht helfen, selbst ii s dazu noch Neigung gehabt hätten; sie )e n chon in ihren Stammsitzen von denselben )(: t rinnen bedroht, die sich nun anschickten, das d-1 l^llwerk am Nordmeer in ihren Besitz zu leit. :5d)on Ende des dritten Jahrhunderts wa° -0^Waiblingen A |°n /Stuttgart # ®Essfingeri Hir.n.rlsstraße folgend, die Weichsel aufwärts, 4 phgten, durch mehrere andere Germanen- ire,~öie einen Teil der Vandalen, verstärkt, 1 le:-rroinbung der Wolhynischen Stümpfe den P l nitlang zum Nordrande des Schwarzen r£S.ölur ihre schon feit Jahrhunderten an Der cl üf bewährte Seetüchtigkeit machte die e Rpseit erklärlich, mit der sie von Pontus aus ^o-Aegäische Meer ihre Herrschaft westwärts r litrn und das römische Reich in seinen ii fern erschütterten. Krailsheinr 6 Hessen Heilbronn 8^7 I Gau- Statt Karten I 31 k geben ihre Verlobung bekannt Pie Orts vlks. notier ut telen L1 lii Gießen Asterweg 54 i ihn 1» Mnen i n 06023 - crin'4 iefpenb ~ " e Nacht Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Verlag des Gießener Anzeigers 7596 V .t* 06007 Gießen, Weihnachten 1934 06031 2hre Verlobung geben bekannt Statt Karten! Gießen, Weihnachten 1934 Ihre Verlobung geben bekannt Gießen, Weihnachten 1934 7631 D 05946 Nidda Lich ♦ V. Weihnachten 1934 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen 7597 V 06037 Ihre Verlobung geben bekannt !• *,nc zu f)t Noonstraße 30 Gießen Mühlaafse 1 Weihnachten 1934 06026 "! zeigen ihre Verlobung an Bremen Berlin Ihre Verlobung geben bekannt Ruttershausen, Weihnachten 1934 »■ • Weihnachten 1934 7-52 D 06004 Llebigstraße 75 Verlobte 06023 Trohe 7654 D 7598 P geben ihre Verlobung bekannt Gießen 7656 V 06029 Kaiser-Natron Gertrud Wisker Friedrich Gauterin Glückwunsch-Anzeige im Gießener Anzeiger £iefel Georg Georg Schwan Ema Hengst Karl Schmidt £ina Rau Karl Will Hilde Hespeler Karl Ringshausen viertel verkauf l Angel an d. An an Gießen, Weihnachten 1934 Steinstraße 73 Bestellungen der Anzeigen für die Silvesternummer möglichst frühzeitig erbeten Elisabeth Trechsler Wilhelm Euler, Malermeister Erika Scheppelmann Willy Veidt, Gerichtsassessor Berta Erb Otto Keiner Verlobte tli ■ h ,w l?*s? .» " Elly Schneider Herbert Voigt Verlobte Liselotte Koch Friedhelm Kahn, Forstassessor Getiefter n zu bi mbroienb b( Gießen, Weihnachten 1934 Vodhelmer Straße 41 Selbstmord aus Furcht vor Politik. In Liffre hat sich ein 30jähriger Grundbesitzer erhängt, weil er in den Gemeinderat gewählt werden sollte. Der Grundbesitzer, der als Vater von zwei Kindern in sehr glücklicher Ehe gelebt hatte, hatte sich bisher stets geweigert, sich irgendwie mit Politik zu befassen. Als er am Samstag erfuhr, daß er trotzdem endgültig auf die K a n d i d a t e n l i ft e für die kommende Gemeinderatswahl gesetzt worden sei, erhängte er f i cf) vor Kummer in seiner Scheune. 84jähriger Vater erschießt seinen Sohn. In der Nähe von Lens in Frankreich erschoß ein 84jährigcr Grundbesitzer seinen 50jährigen Sohn, weil er mit dessen Heiratsplänen nicht einverstanden war. Der Mörder erhängte sich sodann am Fensterkreuz. Gefängnisrevolte in Glasgow. In einem Gefängnis in Glasgow, in dem es schon in den letzten Tagen zu Zwischenfällen gekommen war,.brach eine Revolte aus. Eine Anzahl zu längeren Freiheitsstrafen verurteilte Gefangene und einige Fürsorgezöglinge versuchten, sich in den Besitz der Tabak- und Zigarettenvorräte zu setzen, auf die nur die Untersuchungsgefangenen Anspruch haben. Sie zertrümmerten mehrere Fensterscheiben, konnten aber von der Wache in Schach gehalten und in ihre Zellen zurückgeführt werden. Zwei Gefangene wurden verletzt. Riesige Einbrecherbeule in einer Pariser TNillionärswohnung. Ein schwerer Einbruchsdieb st ahl, der dem oder den Einbrechern Kunstgegenstände und Bargeld in Höhe von etwa drei Millionen Franken einbrachte, wurde in der Pariser Wohnung der geschiedenen Frau des amerikanischen Milliardärs G o u l d , Miß Hellen Margaret Kelly, verübt. Die Wohnungsinhaberin, die mit ihrer Dienerschaft das Wochenende außerhalb von Paris verbracht hatte, stellte bei ihrer Rückkehr fest, daß die Einbrecher ihre Wohnung von oben bis unten durch- sucht hatten. Neben einem wertvollen indischen Die „Ostpreußische Zeitung" stellt ihr Erscheinen ein. Nach einer gemeinsamen Erklärung des ijicWW l •ti 2L- -tanöart 3n Löbers Hof 3 Slelnstraße 74 Weihnachten 1934 Wettervoraussage. Entsprechend der europäischen ßufthn^ - Hochdruckgebiet über Nordosten "•'Chor Tipf-hrn^ nnm ,.Unö Herta Ebert Willy Lecker geben ihre Verlobung bekannt Burg-Gemünden Weihnachten 1934 , Jer< Ihre Verlobung geben bekannt Greiel Licher Heinrich Ruckelshausen Or. Margarete Ehallier Studienastestorin Or. Roland Kuhn Gerichtsaffeffor Lufttemperaturen am 23. Dezember- miitJ Grad Celsius, abends 3,3 Grad-, am 24 morgens 2,5 Grad. Maximum 3,5 Grad 2,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm 7:3 23. Dezember: abends 4,6 Grad; am 24 morgens 4,1 Grad Celsius. Ober-Ramstadt Weihnachten 1934 Bretzfeld (Württemberg) Nidda (Oberheffen) Weihnachten 1934 Radio (Mendel neu, m- Wechselstrom, ist gegen Radio mit Gleichstrom zu vertausch. 7649p sMec,riiLStt.o. MM serbelt bM"-i- verkaufen. rum Jahreswechsel beglückwünschen will wählt dazu am zweckmäßigsten eine Margarete Steffenhagen Otto Zingel jun. Verlobte Berlin, Langemarckstr. 21 Gießen, Neustadt 9 Weihnachten 1934 sehr ' jWdtn. He - Ort JPMolfs Emmi Schupp Emst Rohrbach Gderstraße 4 Ludwigsiraße 33 Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstaag'iNl mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 ( Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich WilhelmvÄ Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für len M Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: W verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen ?k Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck undL. Druhl Universitäts-Buch- und Ste nb^’i R. Lange, K.-G., sämtlich ie Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 K Einzelverkaufsvreis: 10 Rt. unh , r Ludwigstraße 5 Bahnhofstraße 16 digte Gebäude ist neben dem Emdener Rathaus eines der ältesten, architektonisch schönsten Gebäude Ostfrieslands. Schweres Unglück bei Holzfällerarbeilen in der Altmark. Einwohner des altmärkischen Dorfes Steinke sind zur Zeit mit Holzfällerarbeiten im Walde von Hei- dau beschäftigt. Eine Gruppe von vier Mann wurde dabei von einem schweren Unglück betroffen. Ein halb durchgesägter schwerer Baurn stürzte vorzeitig um und fiel auf drei der dabei beschäftigten Arbeiter. Der Holzfäller R e i n i ck e wurde sofort getötet, dem Holzfäller Haase wurden beide Beine abgeschlagen. Ein dritter Holzfäller erlitt leichtere Verletzungen. Der vierte Mann kam unverletzt davon. Zuchthausstrafen für die Berliner Kraftwagenräuber. Die 14. Strafkammer des Berliner Landgerichts verkündete das Urteil gegen die berüchtigte Bande, die, wie bereits gemeldet, in der Zeit vom Februar bis April dieses Jahres über 50 Kraftwagen gestohlen hat. Die Hauptangeklagten wurden wie folgt verurteilt: Der 20jährige dreimal vorbestrafte Emil Schulze erhielt fünf Jahre Zuchthaus, sein gleichaltriger Komplice, der sechsmal vorbestrafte Kurt Klemmt und der dreimal vorbestrafte 21jährige Friedrich Struck je vier Jahre zwei Monate Zuchthaus. Sämtliche drei Angeklagte wurden unter Polizeiaufsicht gestellt. USA-Jlugjeug mit sechs Menschen verunglückt. Ein vor mehreren Tagen in La Paz (Niederkalifornien) nach Mazatlan (Mexiko) gestartetes Verkehrsflugzeug mit sechs Insassen, darunter einem Säugling, ist verschollen und anscheinend das Opfer eines Unglücks geworden. Der Apparat mußte auf dem Meere niedergehen. Dort wurde er auch von einem auf die Suche geschickten Flugzeug gefunden. Die daraufhin gusgelaufenen Rettungsschiffe konnten aber, ebenso wie das später noch einmal gestartete Suchflugzeug, nichts mehr von dem Flugzeug entdecken. Die verunglückte Maschine war ein mit Schwimmern versehenes Landflugzeug. Man nimmt an, daß beim Aufsetzen auf hilft sofort bei Sodbrennen. Mögen, liure, lot besondere milde Im Oesehmack und sehr bekömmlich. Machen Sie bitte einen Versuch und verlangen Sie ausdrückllc b das echte Kaiser-Natron. Nur in grüner Originalpackung, niemals tose. In don meisten Oeschiften. Rezepte gratis. Arnold Holste Were, Bielefeld, Dresden/z.Z. AW Weihnachten 1934 leiters und Oberpräsidenten Erich Koch und des Reichsobmannes und kommissarischen Landesbauern- führers von Ostpreußen Wilhelm M e i n b e r g stellt die „O st p r e u ß i f ch e Zeitung", die offizielle Tageszeitung des Reichsnährstandes, Landesbauernschaft Ostpreußen, zum 1. Januar 1935 ihr Erscheinen ein, um auf diese Weise die Einheit der nationalsozialistischen Presse herbeizuführen. Internationales Schachturnier in England. Vom 27. Dezember bis zum 5. Januar 1935 wird in Hastings ein Schachturnier stattfinden, zu dem eine Reihe hervorragender ausländischer und englischer Meister gemeldet hat. Folgende fünf Ausländer haben die Einladung zum Turnier angenommen: Capablanca; S. Flohr, Prag, der Sieger der in Hastings veranstalteten Turniere in den letzten drei Jahren; A. Lilienthal, Wien; B 0 t w i n n i k, der die moderne russische Methode spielt, und Dr. Euwe, der betonte holländische Meister. Zu den britischen Spielern gehören u. a.: Sir George Thomas, der die britische Meisterschaft im vergangenen Jahr in Chester gewann, Miß M e n ch i k, die die Frauenweltmeisterschaft be- sitzt;R. P. Michell ; Milner-Baary und G. M. Norman. Außerdem findet gleichzeitig ein offenes Turnier statt, an dem jüngere Spieler aus England und vom Festland teilnehmen. Schadenfeuer in Ostfriesland. In Aurich entstand in dem Gebäude, in dem sich das Bannbüro des HJ.-Bannes Ostfriesland und mehrere Räume der SA. befinden, ein großer Brand, dem der Dachstuhl des Gebäudes zum Opfer fiel. Die in dem Hause untergebrachte Bibliothek des Lehrerseminars verbrannte. Den Flammen fielen ferner eine Reihe Pakete zum Opfer, die von der NS.-Frauenschaft für die Bescherung bedürftiger Volksgenossen bereits gepackt waren. Die Möbel der dort wohnenden Arbeiter konnten größtenteils ins Freie geschafft werden. Den Flammen fiel auch eine alte dort lagernde Orgel zum Opfer, die angeblich aus dem Kloster Ihlow stammen soll. Das durch das Feuer schwer beschä- Wilma Schleenbecker Georg Friedrich Anding Verlobte Kinzenbach/Gießen z. Z. Erfurt Weihnachten 1934 das Wasser die Schwimmer brachen, so daß das Dolch, der mit Smaragden und Din Flugzeug untorging. war, und einem großen, massw Öer Jungfrau Maria, das ebenfallsIM befett war, schleppten die Einbrech^'""''^"" lt,U schrank fort, in dem sich eine grobe K., geld, zahlreiche Wertpapiere und mehr?"15 uon Losen der französischen Staatslot te£ den. Em ehemaliger Diener h»r nr “e.r,e Ein t Ferkt solvii einig. Lau flrörf, H beim, No Str. 2 ei Eins M-Zi u. kl.M Südvie 18000 5 kaufen. Ang. im an 0. Gi patfetjer Tiefdruck vom Ostatlantik - jstt«,.°h Rußland stammende Luftmasse bereit» l’?1 iwrgestaßen. Dies hat auch in Deutfdilanh ZU leichteren Schneefällen, fast aUqemein , ! treten von Frost geführt. Die Dftftrömnn"1.1 °uch weiterhin erhallen, so daß auch im 2^ Süden des Reiches mit zunehmenden rechnet werden muß. ü ic^tcn f ür Dienstag: Bei » luhen Winden leichter Frost, sonst meist gelegentlich auch leichter Schneefall Aussichten für Mittwoch: Bei & Wmden wettere Frostzunahme, im mti1 trocken. wtle|Rj. Ilfln die k TrutWV ejtfu SW*. 8,1 Postelledumc^! s Die $ biÄ ° Bi liberal gdg auch h I l ortsg ci «nachl stitbüritig -s ^eihuac am ftanrn gefündestLck, läge in W ? in jeder » schon an vreW/r.: auch insgei. " 1’900 qm ). #•’ Beste Seleger.r des GenossenImW oor Lugen da jeder Sl ;|5inil . der LttM hg WÜS* L« del Mtt' wendD- ! » > fürsy^l 3u erst. i.W j tr fckäM^Äj! Ä eJJÄ; mit Backhaube NeuenBa htlelwr rec ßhrift rfommt [n «I l)< i ar.Gm M' MW MM MO * * .4- •'* * M MW W. Flihrera.!sischließend wurde das Horst-Wessel-Lied ^esungeix-i hierauf begann die Weihnachtsbescherung ■ ür die 1 ^-»bedürftigen Volksgenossen, denen durch- |"peg fitirl stattliche Geschenkpakete ausgehändigt wurden! überall sah man bei dem Empfang der Pakete 1 juje und leuchtende Gesichter. ; Die Wt sgruppe Mitte vereinigte zahl- Weihnachtsfeiern in den Kliniken. Weihnachtsfeiern in den Kliniken bedeuten für Patienten, Personal und Angestellte Erlebnisse besonderer Art. Kliniksleitung, Aerzte und Schwestern sind lange mit den Vorbereitungen beschäftigt. Lieferanten und Freunde der Anstalten hatten viele Gaben gestiftet, um jeden Insassen durch Ueberrei- chuna von praktischen Gegenständen und einen Teller Weihnachtsgebäcks eine Freude zu bereiten. Es liegen uns bis jetzt folgende Berichte vor: Am Freitagabend versammelten sich Patienten. Personal und Aerzte der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke im großen Saale des Klinikgebäudes zur gemeinsamen Weihnachtsfeier. Ein Streichquartett der Neichswehrtayelle eröffnete mit weihnachtlichem Vorspiel die Feier und begleitete auch die gemeinsam gelungenen Lieder. Ein Theaterstückchen, das die deutsche Weihnacht vp7yerrlicht, wurde durch Kinder der Angestellten 1 und Patienten vortrefflich gespielt. Pfarrer Müller verlas das Weihnachtsevangelium und hielt eine zu Herzen gehende Ansprache. Zum Schluß wurde allen Teilnehmern beim brennenden Christbaum beschert. In der Chirurgischen Klinik fand am Samstagabend eine Weihnachtsfeier statt. Zu Beginn spielte das Streichorchester der Reichswehrkapelle schöne Weihnachtsmusik. Kleine Patienten trugen Weihnachtsgedichte vor, die sie unter Anleitung der Schwestern einstudiert hatten. Der Kliniksgeistliche, Pfarrer Müller, sprach vom Segen und der Hoffnung der Weihnachten und ermahnte, dem Welterlöser als dem lieben Heiland, wie er uns als Kinder gelehrt wurde, das Herz zu weihen. Ein Schwesternchor umrahmte die Feier mit dem Vortrag alter Weihnachtslieder. Die Reichswehrmusiker begleiteten die gemeinsam gesungenen Lieder. Im Anschluß daran fanden auf den einzelnen Stationen die Feiern für die ans Krankenbett gefesselten Patienten und die Bescherungen statt. Die Heilstätte Seltersberg hatte für Samstagabend ihre Insassen zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Um die Feier besonders auszugestalten, hatte die hiesige Si^tmission einen kleinen Chor zur Mitwirkung in die Heilstätte, entsandt, der mit seinen beiden Gesängen „Heilige Nacht" und „Süßer die Glocken nie klingen" Weihnachtsfreude in die Herzen der Zuhörer erweckte. Reichswehrsoldaten brachten Weihnachtsmusik zum Vortrag. Pfarrer Müller sprach von dem Wunder des Sterns von Bethlehem. Ein Spiel „Die Wanderer nach Bethlehem", von Angestellten der Heilstätte zur Darstellung gebracht, wurde mit großem Interesse von den Anwesenden ausgenommen. Der Leiter der Heilstätte, Univ.-Professor Dr. Brüggemann, dankte zum Schluß allen Mitwirkenden und ermunterte die Patienten, sich an dem Stern zu Bethlehem, als dem Stern des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung, auszurichten. Zum Schluß wurden alle mit kleinen Geschenken bedacht. Am Sonntagabend feierte die Universitätsklinik für Hautkranke ihr Weihnachtsfest. Ein von Schwestern und Personal gebildeter Frauenchor sang unter Begleitung von Lehrer Klein am Klavier gut eingeübte Weihnachtslieder. Große Freude bereitete den Patienten das reizende Spiel „Zwerglein kommen zum Christkind" und ein Weihnachtsspiel in zwei Aufzügen „Wohltun bringt Glück". Das originelle Kinderspiel „Dr. Sägebein", ein Gegenstück zu Dr. Eisenbart, brachte fröhliche Stimmung unter die Zuschauer. Pfarrer Müller sprach von der rechten Weihnachtsfreude, die nur öem gelten dürfte, der sie in die Welt gebracht habe: Jesus Christus, dem Bringer des wahren Friedens. Er betonte ferner, daß rechte Weihnachtsfreude nur bann in unser Volk kommen könne, wenn unser Volk so auf bem Boden des Christentums stünde, wie unser Führer. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder umrahmten die Feier. Weihnachtsfeier der Betriedsgemeinschast derKliniken Kaum konnte das Katholische Vereinshaus die vielen Gäste fassen, die sich am Samstagabend zur Weihnachtsfeier der Betriebsgemeinschaft der Universitätskliniken eingefunden hatten. Schneidige Musik der Kapelle Einbrodt (Gießen) leitete die Feier ein. Sodann trug Frl. Emma I 0 st einen weihnachtlichen Prolog vor, der mit starkem Beifall ausgenommen wurde. Ein für die Feier besonders zusammengestellter Männerchor, aus Mitgliedern der Betriebsgemeinschaft bestehend, erfreute mit einem Weihnachtslied und einigen Volksliedern. Professor Dr. I e ß, der derzeitige Leiter der Betriebsgemeinschaft der Universitätskliniken, begrüßte die Anwesenden, besonders die Vertreter der NSDAP, und der Korporationen. Er sprach von Weihnachten als der deutschen Weihnacht, die aller Orten, wo Deutsche zusammen seien, gefeiert wurde, auch in den schweren Kriegsjahren hätten deutsche Soldaten ihr Weihnachtsfest in gebührender Weise gefeiert. Zusammenschluß aller zur fruchtbringenden Arbeit sei das Ziel der Betriebsgemeinschaft, die wie eine große Familie Zusammenarbeiten müsse zum Wohle der ihr anvertrauten Patienten. Jetzt nach der deutschen Einigung, die wir unserem Volkskanzler Adolf Hitler zu verdanken hätten, könnten wir wieder in Ruhe und Frieden das Weihnachtsfest feiern. Die Rede klang aus in dem Sieg-Heil auf unseren Führer. Das gemeinsam gesungene Deutschlandlied und das Horst- Wessel-Lied schlossen sich an. Kreisbetriebszellenleiter Wagner von der Deutschen Arbeitsfront ermahnte alle Anwesenden, Einkehr bei sich zu halten und sich zu prüfen, ob man sich innerlich vom Vergangenen freigemacht habe. Jeder einzelne müsse sich fragen, ob er alles getan habe, um die Btriebsgemeinschaft in die Tat umzusetzen, ob er auch wirklich im Mitarbeiter den Arbeitskameraden erblicke. Wir alle müßten uns als Schicksalsgemeinschaft zusammenfinden, im Glauben an unser Volk und unseren Führer Adolf Hitler zusammenstehen und ihm dafür danken, daß er die rechte Volksgemeinschaft in unser Volk hineingetragen habe. Jeder Deutsche müsse so leben, wie der Führer es vorschreibe, und allezeit zuerst und immer wieder nur an unser Volk denken. Der zweite Teil des Abends versetzte die Zuhörer zurück in die harten Jahre des Weltkrieges. Herr Fritz R a s p gab unter größter Aufmerksamkeit der Zuhörer eine Schilderung der Somme-Offensive im Jahre 1916. Ein dreiaktiges Weihnachtsspiel zeigte Szenen aus dem Weltkrieg und verherrlichte Kameradschaft und Treue unserer Soldaten, daneben die Liebe einer deutschen Mutter. Verlosung und Tanz beschlossen die Feier. Gießener Reichswehr beschert den Kindern. Weihnachten in aller Welt. Was unsere ständigen Berichterstatter davon zu erzählen haben. Weihnacht in der Heimat des Führers. Hart an der bayerischen Grenze in Oberöfterreich liegt Braunau am Inn. Bis 1672 war das Städtchen eine Grenzfestung Bayern, kam im Jahre 1779 an Oesterrich, 1809 abermals an Bayern und wurde 1815 wieder Oesterreich zugesprochen. Wie in der Stadt selbst Reste der alten Befestigungen, Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, alte Brunnen und Stadttore bis zum heutigen Tage erhalten blieben, so haben sich auch in und um Braunau, ja im ganzen Lande Oberöfterreich, Sitten und Gebräuche von Generation zu Generation vererbt. Nach Urväterart sind es besonders die Jahreszeiten, um die sich Überliefertes Brauchtum rankt. Eine unzerstörbare Naturverbundenheit tritt damit von Geschlecht zu Geschlecht in immer neues Bewußtsein und macht die großen Kirchen- feste zu jenen heiligen „Hochzeiten", die das Gemüt längst zur Ruhe gegangener Vorfahren mit heiliger Scheu und hoffender Erwartung erfüllten. Ist die Ernte eingebracht, find die Scheunen gefüllt, fesseln die ersten Schneeflocken und die langen Winterabende die Menschen ans Haus, dann geht es ans Erzählen. Schaurige und gruselige Geschichten werden lebendig, und die Ueberlieferung weiß viel von Teufelsbeschwörungen und Teufelsgefah- ren zu berichten. Damit rücken die Rauhnächte und mit ihnen die lichtbringende Heilige- oder Metten-Nacht näher und näher. Letztere verkündet nicht nur die Erlösung aus dunklem winterlichen Bann. Sie nährt den Glauben, baff bas Heil ber Menschen Gestalt gewonnen habe unb die Welt erlösen wird; sie bringt auch, reichlicher als zuvor „Knecht Ruprecht", liebe Bescherung für alt und jung. Darum übt auch kein anderes Fest im Jahre so tiefen Zauber aus wie gerade Weihnachten. Wenn frohes Kinderjauchzen ertönt, wird die eigene Jugend lebendig, und ein sonniges Leuchten bringt noch in bas trübselige Alltagsleben. Nach altem Brauch läuft man in ber Nacht vom 23. zum 24. Dezember mit einem Löffel Suppe vor bie Tür unb horcht, woher Hunbegebell ertönt. Dorthin kommt man im neuen Jahre! Am barauf- folgenben Weihnachtsfasttag, vor Anbruch bes Hei- ligen Abenbs, soll bie Sonne scheinen; scheint sie auf ben Tisch, so gibt es im folgenben Jahre viele Aepfel. Für bie Kinber kommt an biesem Tage bas „goldene Heiß l". Es läuft am First des Scheu- nendaches vorbei und wirft ynen Sack von Kletzen t treten ... SJL-'Spoit * I 1 r m n! J * *. w, i s»« 1-Lipp k ^ranfrui mb . Die 5 ■üS/flemcin 6t-portämtem 23 Fortsetzung. Nachdruck verboten! t : «it Der einer Geheimnummer aus Aber immer wieder hatte Leans, Talby, die gleiche für i fMrlttimas !|[Dli lieber de „Mister Mac Lean ist mit unbekanntem Ziel verreist. Ich weiß nicht, wann er wiederkehrt." Der Geschäftsführer von Gebrüder Selfridge, Mister Freeman, war empört: ungcn. etifi schon hatte man von Mac Lean angerufen, der alte Diener Mac Auskunft gegeben: Statt 'i. Die oerga nu’rwfln/. SB 3D lagt (ana lv \\6 | bötetoMt ' lEiÄausern 1 sie laufen 9 als die Gastgeber, spielen mit großem Einsatz, aber erfreulich fair, so daß es , Disharmonien kam. Ibi L ... .3b *, 5Ö H n Das ganze Sanatorium lag still. In allen Zim- mern war es dunkel. Nur in den Gängen brannte die matte, elektrische Nachtbeleuchtung. Auf einem Bett lag der junge Baronet Chaminade. Er schlief und atmete schwer. Der Wärter Dawson saß in einem Lehnstuhl. Er hatte zwei Stunden lang den Patienten beobachtet. Es war nichts Beunruhigendes zu finden. Der Puls war normal und der Schlag infolge des Alkoholgenusses und der Be- täubungsspritze tief. . . . .. ____________________ ,'ei irhim jeden gegnerischen Angriff abwiesen, tu 8m ,!! Friedrich Borgloh hatte die Tage seit der Abreise Mac Leans in wachsender Unruhe verbracht. Zuerst hatte er ja innerlich an Evas Schuld ge» zweifelt und Mac Lean auf falscher Fährte geglaubt. Aber je länger Mac Lean fort war, um so mehr grübelte Friedrich Borgloh wieder. Das Verhältnis zwischen ihm und Eva war nach einer kurzen Besserung wieder außerordentlich schlecht geworden. Eva war fast den ganzen Tag außer dem Hause. Und war sie zu Hause, war sie übellaunig und einsilbig. Dazu steckte sie ewig mit ihren Der- wandten zusammen, von denen Friedrich mit Sicherheit annahm, daß sie Eva gegen ihn aufhetzten. Nein, es war ein unerträgliches Leben. Es mußte zur Entscheidung kommen — so oder so! Auch bas Warenhaus Selfridge wartete sehnsüchtig auf die Rückkehr Mac Leans. Tagtäglich ■18* ija nicht gai iiLir. aber sroenn bann Mangel an ichaH die % u Dayer wirt nibahn nicht rSonntag o »laufen. >M und dann dürfen die Kinder — Gabentischen. Die Freude über die > beschreiblich. Ueberall strahlende Gesicht 7^1 schließlich noch Knecht Ruprecht erschein/ Kinder aus seinem großen Sack Naickm.!^ terlen, kennt der Jubel keine Grenzen » ' lich die Lichter am Baume verlöschen un? tzenden Augen überglückliche Kinder h - Name ist Mac Lean." , . Ä.. „Ich habe Ihnen doch gesagt, « . nichts vorlügen", fuhr der Beamte Y zählen Sie das einem andern, day 0 Luch d ü wird nun ' den dtshoc : Davos tei ' Gruppe I " Hoppers ai ,L$"eni Wanderers • Wn den O" Rönne । babiner ft Hüt. I ■ trl£e- 83 i »X rtf’-'i, Das Spiel war bestimmt von den lletai gen des Beginns. Für die Naunheimer er erste böse Ueberraschung, als Dörr bereits vierten Minute auf Linksaußen mit enljM Schuß zum ersten Tor verwandeln foß Gegenstoß der Gäste gab es einige HWF1 liche Situationen vor dem Tor der 2!^' reihe mit Hainbach, Heilmann und üllanto; nicht ungeschickt, mußte aber besonders in der: ^ufertfoftei ten Halbzeit in der Verteidigung viel mri meröei Von Sturm (Wilhelm!, Hammer, Schmii Dörr) sah man zu Beginn und in der etfta zeit ausgezeichnete Leistungen, in der pes ti-s Betragezeit aber geschah nichts rechtes mehr. In in Hinsicht war die Elf der Spielvereinigunxn los besser. Die Gäste, durchweg körperlich :! „Schön, wenn Sie darauf es ja auch einem andern e^anien. mir vielleicht einmal ein f b Scottland Yard gestattend (Farqe^-v iiitä) 3) - Die ' fl'<% Die Spielvereinigung 1900 hatte fol tretung zur Stelle: Schlarb, der sich mit Situation gewachsen zeigte und hoch p eingriff. In der Verteidigung ftanhtn mubti und Lippert, die beide unermüdlich röflte Ülo. uds in der fi nrganq „r ebis, z> mitten im Raum der große lichtergeschmückte Weihnachtsbaum. Er zieht die Blicke der Kleinen unwiderstehlich an. Und nachdem die Leiterin der Veranstaltung erschienen ist, wird von allen gemeinsam das altvertraute „Stille Nacht, Heilige Nacht" gesungen. Die älteren Kinder hatten sich in den Wochen vor dem Fest schon eifrig im vielstimmigen Singen der schönen deutschen Weihnachtslieder geübt. Daher klingt jetzt zur Feier der Gesang gerade auch der Kinder so hell, so schön voll und ergreifend. Sobald das erste Lied verklungen ist, wird das Weihnachtsevangelium verlesen Fußball an den Weihnachtsfeiertagen. 1900 und VfB.-Neichsbahn spielfrei. Während der Weihnachtsfeiertage herrscht im Gießener Fußball-Lager eine geradezu tödliche Ruhe. Ganz im Gegensatz zu früheren Jahren! Beide Vereine halten ihre Mannschaften spielfrei. Bemühungen um das Zustandekommen von Spielen waren zwar ausgenommen worden, Abschlüsse kamen aber nicht zustande. Sportverein 1920 Heuchelheim. Am ersten Weihnachtsfeiertag erwartet man in Heuchelheim die erste Elf von „Teutonia" Watzenborn-Steinberg zu einem Gesellschaftsspiel. Die Gäste von der Bezirksklasse, die in der diesjährigen Verbandsspielserie öfters vorn Pech verfolgt waren, stellen bekanntlich eine Mannschaft, die nicht zu unterschätzen ist. Die Hiesiaen werden voraussichtlich in der seitherigen Aufstellung antreten. Es dürfte ein spannender Kampf zu erwarten sein. Der Ausgang desselben ist nicht vorherzusagen. Spvgg. Leihgestern — VfB. Friedberg (Reserve). Am ersten Feiertay empfänat die erste Mannschaft der Spielvereimgung Leihgestern die Reserve des VfB. Friedberg zu einem Gesellschaftsspiel. Die Friedberger sind in Leihgestern keine Unbekannten, und man hofft auch, daß es ein spannendes Treffen um den Sieg gibt. Im Stillen hofft man aber auf einen Sieg, wenn er auch knapp ausfallen dürfte, der Blau-Weißen. Ein Spiel am zweiten Feiertag steht noch vor Abschluß. Die Jugendelf, die mit 16:2 Punkten als ungeschlagener Tabellenführer in Wetzlar antritt, wird es nicht leicht haben, dort den Kampf siegreich zu beenden. Der Kampf ist offen. Sportverein Garbenteich — Spv. Steinfurth. An den Weihnachtsfeiertagen spielen in Garben- teich zwei Mannschaften aus Steinfurth bei Bad- Nauheim, die einem süddeutschen Bezirk angehören. Die 1. und 2. Mannschaft des Sportvereins Steinfurth spielen guten Fußball, so daß die Platzbesitzer die Gaste nicht unterschätzen dürfen. Garbenteich wird zu den Kämpfen in stärkster Aufstellung antreten. Steinbach I — Meseck IL Am 1. Weihnachtsfeiertag wird die 2. Mannschaft des Turnvereins Wieseck zu einem Freundschaftsspiel in Steinbach antreten. Sie kommt damit einer Verpflichtung nach und wird sich anstrengen müf- sen, wenn sie den Gastgebern auf ihrem eigenen Platze ein gleichwertiges Spiel liefern will. Die Jugendmannschaft wird am 2. Weihnachtsfeiertag nicht in Steinberg, sondern auf eigenem Platze gegen die Jugend von Watzenborn-Steinberg ihr fälliges Pflichtspiel austragen. Die Gauligaspiele in Nordheffen. „Da läßt er uns nun in der GeslhD I1 Und wir kommen nicht weiter. Jemm ■ möchte ich nicht dazwischennehmen. Ni könnte die Spuren schließlich nur De* • können doch nicht jeden Tag diese den unwechselbaren Pfundnoten an Wm ■ - sen spielen. Wir sind zwar auf diese Wt §' Hand vor Schaden bewahrt worden, ibn j» ■' Entdeckung kommen wir doch nicht." „Aber wenigstens hat Mister Mac Le»" ' einen wertvollen Tip gegeben, meinte eine Abteilungsleiter. „Tatsächlich sind M r; wir sämtliche größeren Noten zur ZenM-m unterschicken, keine falschen Scheine f' . , fert worden. Und Mister Mac Leon ®irD ‘ kommen. Sie wissen ja, wenn er einmal. Fährte ausgenommen hat* läßt es ihn kone bis er die Angelegenheit bis zur endgültige' jung verfolgt fiat. ch So glatt die Reise des Wärters in j' weißgestreiften Kittel von Station Crom-^ 1 gegangen war, sie endete nicht ebenso M.1 dem Bahnhof von London war es , üblich, daß Krankenwärter in bWe#'1,;, Anzügen inmitten der anderen Reifende" liefen. Ein Kriminalbeamter, der auf i'iy ' besah sich den eigentümlichen Mann inw■ ‘ „Na, wo sind Sie denn ausgcbraH - Junge?" fragte er und hielt den Wlter a fest- Der lachte gemütlich: . -vj „Ausgebrochen? Nein! Aber eingeoroiy ich, wenn es Sie interessiert." Das Gesicht des Kriminalbeamten wur „Das interessiert mich außerordentlich Sie einmal mit!" „ „ u „Aber mit dem größten Vergnügen, Wärter und ging, fröhlich pfeifend, die f den Taschen, neben dem ^Beamten 6cr« Polizei dem Bahnhofsgebäude zu. Cme ' schenansammlung hatte sich sofort geblw folgte gespannt den Abgang der beioen. „Wer sind Sie? Und wie kommen fern Auszug hierher?" fragte der Knnn drinnen barsch, indem er fein Notizbuch „Aber bitte keine Ausflüchte und ket Namen!" . «ruHrt- ' „Wo werde ich denn?" sagte der m wenn Sie es genau wissen wollen, , p lege — darf ich mich Ihnen vors MWkiMiüMw. Romern von Rainer Seihen. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (6.) ihrer Eltern, aus deren oft'sorge'nzerfm^^ !Ä ür tem dann auch Festfreude strahlt, den M Vl sich ’S treten ... linr:a ---- 6 Tn K S geben. So wandert der Julklapp oft durch zahlreiche Hände und gelangt nicht selten schließlich zur Belustigung des ersten Empfängers an diesen zurück. In Schweden wird die Tradition der sogenannten Früh mette besonders auf dem Lande und namentlich in Dalekarlien (Provinz Dalarna) hochgehalten. Auf dem Marsch oder auf der Fahrt zur Frühmette, die gewöhnlich noch vor Morgendämmerung beginnt, werden brennende Fackeln mitgenommen und nach dem Gottesdienst zusammengeworfen. Eine andere Sitte, die sich auch in vielen schwedischen Städten lebendig erhalten hat, ist, in der Christnacht ans Fenster brennende Ker- zen zu stellen. Zweifellos geht diese Sitte auf alt- germanischen Brauch des Freudenfeuers am Jul- fest zurück. Das eigentliche Festgebäck in Schweden ist der I u l e b e r ober Julbock — ein aus feinstem Weizenmehl hergestelltes Brot. Auf dem Lande besteht vielfach noch die Sitte, Krümel dieses Brotes bis zum Frühjahr aufzuheben und dem Vieh oder den Knechten mit aufs Feld zu geben, damit die Tiere gut gedeihen und der Acker reiche Frucht trägt. Während der erste Feiertag mit besonderer Stille und Andacht gefeiert wird, setzt am zweiten Feiertag die eigentliche Festfreude und Geselligkeit ein. Man ergeht sich in Spiel, Tanz und anderen Vergnügungen, und es werden nicht selten alte Reigentänze aufgeführt, zu denen man altherge- brachte Lieder singt, die besonders von der Liebe handeln. Diese ausgelassene Fröhlichkeit hält vielfach bis zum Dreikönigstage und auch darüber hinaus an. In manchen Gegenden wird übrigens noch besonders der Stefanstag gefeiert, indem in Erinnerung an die Zeiten, da der Heilige Stefan noch als Schutzpatron der Pferde aalt, junge Burschen um die Wette auf ihren Gäulen zur Pferdetränke und zurück reiten. Am 13. Januar, am dem Heiligen Knut gewidmeten Tage, wird das Julfest, namentlich in den ländlichen Gegenden, endgültig „aus- getanzt". Mderjubel beim Deutschen Frauenbund zu Riga. v. K. — Riga. In her Vorstadt, nicht weit von den alten baumbestandenen Friedhöfen steht ein mehrstöckiges, scharsgiebeliaes Haus, dessen Fenster hell erleuchtet sind. Es ist Das Heim des „Deutschen Frauenbundes zu Riga", der größten deutschen Frauenorganisation Lettlands, die annähernd 3000 Mitglieder zählt. Heute soll für die in den Wohlfahrtsanstalten des Deutschen Frauenbundes untergebrachten Kinder das gemeinsame Weihnachtsfest gefeiert werden. Da strömen aus den verschiedenen, auch aus den entferntesten Stadtteilen die kleinen Erdenbürger, oft mehr als bescheiden angezogen, meist in Begleitung ihrer ebenfalls zu der Feier eingeladenen Eltern zusammen. Etwa 350 Kinder im Alter von einem halben bis zu 15 Jahren sind in den vier Krippen, sieben Kindergärten und vier Jugendhorten des Deutschen Frauenbundes untergebracht. Schon feit Wochen haben fleißige Hände, vor allem die Kindergärtnerinnen, aber auch viele andere deutsche Frauen Rigas, an der Vorbereitung dieses Festes gearbeitet, das gerade dem ärmsten Teil des Rigaer Deutschtums Licht und Freude zum Feste bringen soll. Nach Möglichkeit soll jedes Kind einen nützlichen Gegenstand, ein Kleid, fehlende Wäschestücke oder ähnliches erhalten. Daneben aber darf natürlich auch das Spielzeug nicht fehlen. Mittel zum Kaufen von fertigen Spielzeugen waren nur in verschwindend geringem Umfang vorhanden. Aber Not macht erfinderisch: aus Nähgarnrollen, Zündholzschachteln, Pappe, Sperrholz und Papier läßt sich viel herrliches Spielzeug anfertigen. Und so entstanden für die Knaben Lokomotiven, (Eifert« bahn- und Kraftwagen, deren bunte Lackfarben die Kinderherzen entzücken. Für die kleinen Mädchen aber sind, wenn auch oft nur aus Stoff, Puppen hergestellt und angekleidet worden ... Im lichten, hohen Saal des Vereinshauses steht blick. Nichts rührte sich. Da öffnete er schnell die Quertür, die unverschlossen war. Nun befand er sich in dem kleinen Extrakorridor vor Zimmer 32/33. Er suchte in der matten Helligkeit, die von der Nachtbeleuchtung ausging, an dem Schlüsselbund. Endlich hatte er was er brauchte. Lautlos glitt ein Schlüssel ins Schloß. Lautlos öffnete sich die Tür. Ein leiser Aufschrei einer Stimme von drinnen. Schon schloß sich die Tür. Der Wärter stand im Zimmer. „Nicht schreien", faate er leise und hastig. „Fürchten Sie nichts! Ich bin gekommen. Ihnen zu helfen." kr jni elvmdll 5 endete inj rechten 1 jg Itt ein :ch ^richte' Ich?er sie Haiti 1 * » lächter dachte noch einmal an die komische Saene, die fick da heute abgespielt. Wie der Professor da auf oer Erde gesessen und wie dieser Ba- (Dörrbimen) in den Hof. Um das „goldene Heißl" zu sehen, müssen die Kinder an diesem Tage fasten. Geht man am Heiligen Abend während des Gebetläutens zum Brunnen, um Wasser zu holen, so kann man dem begegnen, den man im kommenden Jahre heiraten wird; wäscht man sich während des Ave-Läutens, ohne sich abzutrocknen, dann sieht man in der Mette während der Wandlung die Ereignisse des künftigen Jahres. In der Mettennacht vom 24. zum 25. Dezember kann man auch sonst viel des Verborgenen und Zukünftigen ergründen: Tod und Heirat, Witterung und Fruchtbarkeit des nächsten, werdenden Jahres. In dieser heiligsten Nacht, in der zumeist eine ge- weite Kerze bis zum Morgen brennt und an der kein zweites Licht angezündet werden darf, reden selbst die unvernünftigen Tiere menschlich, heben sich tief in der Erde ruhende Schätze leuchtend aus dem Boden. Sie ist aber auch die Nacht, in der Teufel, Hexen und Zauberer ihr Unwesen treiben und frevelnde Menschen mit der Hölle sich verbinden. So sind in der Heimat unseres Fuyrers Weihnachtsgebräuche der Vorzeit in vielfacher Form lebendig geblieben und haben das menschliche Gemüt empfänglich erhalten für den unbeirrbaren Glauben an eine immer neue Wiederkehr des Heiles und des Lichtes. Kindheit und erste Jugend des Führers haben diese Sehnsucht nach neuem Aufstieg aus trübster Verlorenheit in sich ausgenommen, sie hat in seinem Herzen alle Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit überdauert und ihm die Kraft verliehen, Deutschland in unerhörter Entschlossenheit Schritt um Schritt einer welthistorischen Weihnacht, einem neuen Aufschwung zum Licht, einer besseren und freien Zukunft entgegenzuführen! „Mlapp" geht um. C. A.-Stockholm. Unmittelbar an das Fest des Heiligen Nikolaus knüpfte sich der in Schweden, auch in den Städten, noch sehr beliebte Brauch am Tage von S t. Lucia: Ein junges Mädchen mit langem aufgelöstem Haar zieht sich ein weißes Kleid an und schmückt seinen Kopf mit einem aus Tannengrün geflochtenen Kranz, aus dem brennende Lichter hervorragen. So tritt es mit einem Auftragebrett, auf dem eine Kanne Kaffee, Sahne, Zucker und frischer Lucia- kuchen, zumeist in Katzenfiguren und anderen luftigen Gestalten ausgeformt, an die Betten aller Hausgenossen und weckt sie mit ihren Leckereien frühzeitig auf. Auf dem Lande begibt sich das Mädchen gewöhnlich noch zu den Nachbarn und wird auf feinem Weg durchs Dorf von einem Gefolge junger Burschen und Mädchen begleitet, die mit drolligen Mützen geschmückt find. Auch in Schweden steht im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes, namentlich am Heiligen Abend, der Tannenbaum. In früheren Zeiten, noch ehe der Tannenbaum in Deutschland Eingang fand, war hier eine Art künstlicher Lichterbaum in Gebrauch, der aus einem hölzernen Gestell in Pyramidenform bestand. Daraus ging dann der dreiarmige Weihnachtsleuchter als Erinnerung an die Heilige Dreifaltigkeit hervor, der in verschiedenen Größen und oft auch mit mehr als drei Armen, aus Holz angefertigt, bunt angemalt und mit farbigen Kerzen bestückt, jetzt noch im schwedischen Hause bei Arm ober Reich neben dem Tannenbaum den Ehrenplatz einnimmt. Eine eigenartige schwedische Sitte, die sich auch in manchen Gegenden Norddeutschlands eingebürgert hat, ist der sog. „Julklapp": Es werden kleine Geschenke in mehrere Umhüllungen gewickelt und auf jede der Name eines anderen Empfängers geschrieben. Wer das so hergerichtete Paket überbringt, klopft an die Tür — daher der Name „klappen" — ober klingelt und wirft es unter bem Ausruf „Julklapp" in bie Stube. Der Empfänger findet aber nach Ablösung „feiner" Umhüllung eine anbere mit anberer Anschrift. Es ist nun seine Pflicht, bas Paket unverzüglich in betreiben Weise weiterzu- Ein ßanbgenbarm, der tief in der Nacht von Croydon zur Bahnstation radelte, sah einen Wärter der Anstatt vom Park aus auf die Landstraße kommen. Er wunderte sich ein wenig; aber was ging es schließlich ihn an, wenn die Angestellten des Professors Gershwin ihren nächtlichen Abenteuern nachgingen? Etwas mehr verwundert schon war der Vorsteher der Bahnstation, als dieser Wärter, so wie er war, im blauweißgestreiften Kittel ein Billett nach London verlangte. Na, da stimmt doch was nicht!, dachte er bei sich und sah den Mann mißtrauisch an. Fuhr der Kerl wahrhaftig so, wie er da war, los? — Na, wenn sie den unterwegs nicht für einen Sträfling halten und einsperren, dann weiß ich nicht!, dachte der Vorsteher und schaute noch einmal dem Zuge nach, aus dessen einem Abteil ein blauweitzgestreifter Aermel winkte. Hier konnte man vom Gartenfenster aus in bas Zimmer hineinsehen. Der Baronet hockte auf dem Schreibtisch. Er hatte sich bis aufs Hemd ausge- zoaen. Hinter feinen Ohren «hatte er sämtliche Bleistifte gesteckt, deren er hatte habhaft werden können. Er fang und brüllte laut. „0 Gott", sagte Professor Gershwin entsetzt, „er hat meine ganzen Krankenbogen heruntergerissen und durcheinoergebracht. Das sieht ja aus wie Sodom und Gomorra. Na, endlich!" sagte er erleichtert, denn er hörte vom Hause her lautes Klopfen und Schlagen. Man war offenbar Dabei, die Tür aufzubrechen. Als bie Krankenwärter durch bie erbrochene Tür ins Zimmer hereinkamen, saß inmitten des Durcheinanders von zerbrochenen Möbeln, heruntergeworfenen Aschenbechern, zertrümmerten Stehlampen und durcheinanderaewühtten Papieren der junge Baronet Chaminade. Er saß halbnackt mit hochmütigem Gesicht in bem Schreibtischsessel bes Professors. Das Hörrohr hielt er rote ein Zepter in der Hanb und sagte streny: „Ich bin Professor Gershwin! Wie können Sie es wagen, hier hereinzukommen, ohne anzuklopfen?" Dann plötzlich gähnte er. Das Hörrohr entfiel ihm. Der Kopf fiel vornüber. Er schlief schon halb, als die Wärter ihn nun an den Armen nahmen und in fein Zimmer brachten. Eine halbe Stunde später lag der junge Baronet in tiefem Schlaf. Er hatte die Beruhiyungsspritze, bie man ihm in bie Haut eingeiagt, nicht gespürt. „Der schläft garantiert vierundzwanzig Stunden durch", sagte der erste Assistennzarzt, der den Transport des Baronets und die Behandlung selbst übernommen hatte. „Aus jeden Fall, Dawson, bleiben Sie heute nacht hier. Wirb keine anftrengenbe Nachtwache. Der hat erst mal genug." seid und Germania Fulda gegenüber vergrößerte durch einen 2:0^2:O-)Siea Hessen Kassel seinen Vorsprung und ful Gau Nordhessen nach elf Spielen mit 19 vor bem Gaumeister Borussia Fulda der Spielen erst 16:8 Punkte Hut. Germs schos sich durch den 2:l-(0:O-)Sieg fi Hersfeld weiter nach vorn und liegt mit ten nur um einen Punkt hinter.Borussia bem Spielverein Kassel. Nur zwei Spiele in Bayern. Am „Oolbenen Sonntag" herrschte |m Gau Bayern nur wenig Meisterschafts-T, Die Punktkämpfe würben mit zwei fortgesetzt, bie aber ohne Bebeutung auf lenspitze waren., Wacker München kam warteten Sieg über Spvgg. Weiden, bei 6:0 (2:0) überraschend hoch ausfiel. 2Bai sich dadurch in der Tabelle vor Bayern allerdings mit einem Spiel mehr, setzen Treffen zeigte der BC. Augsburg, der schon mancher Spitzenmannschaft Punkte daß er fähig ist, auch auswärts Punkte gen. Durch das 1:1 (0:1) gegen ASB. kam der BCA. vom letzten Platz in weg, den jetzt Schwaben Augsburg einni Spielvereinigung 1900 gegen Naunheim 3:1 Dem Kampf sah man mit gesteigertem entgegen. Beide Mannschaften, punktgleich, um die bessere Position in der Tabelle.! verlor. Der Ausgang bes Kampfes konnte leicht mit kleinerem Torunterschieb lami- Schlachtenbummler aus Naunheim waren nung, baß ihre Mannschaft haushoch hc müssen. Diese Meinung braucht aber ni meingültig zu sein. Im Gau Norbhesien wurden am Sonntag nur Zwei Gauliga-Meisterschaftsspiele ausgetragen. Der Tabellenführer Hanau 93 gastierte in Kassel bei ___________ w„ Kurhessen und in Hersfeld standen sich Hessen Hers-'Schlarb mußte mehrfach und kurz hin thronet da drinnen getobt hatte — so etwas hatte man schon lange nicht erlebt. Ein Lächeln ging um feine Lippen. Allmählich wurde er müde. Er gähnte ein paarmal. Dann setzte er sich so recht bequem in bem Lehnsessel zurecht, schloß bie Augen. Balb verkünbete fein leises Schnarchen, baß er fest ein» geschlummert war. Der Patient in bem Bett atmete tief und regelmäßig. Es schien, als wollte er nie roieber erwachen. Ein paarmal warf er sich herum unb stöhnte leise vor sich hin, wie wenn Träume ihn quälten; bann lag er roieber ruhig. Nun warf er einen Arm zur Seite — bie Bettbecke knisterte leise. Der schlasenbe Wärter tm Lehnstuhl rührte sich nicht. Nun öffnete ber Patient im Bett ganz wenig bie Augen. Durch ben schmalen Spalt blinzelte er zu bem Wächter hinüber. Dann schob er sich bis an ben Bettranb, lauschte. Kroch aus bem Bett — lauschte roieber. Nun mit einem Satz, wie ein Raubtier anspringt, sprang er auf ben Wächter zu. Eine geballte Faust stieß in einem roohlgezielten Kinnhaken geaen ben schlafenben Wärter; ber sackte bewußtlos zusammen. Der Patient nickte befriebigt. Dann begann er bem Wärter bie blauweißgestreiften Beinkleiber sowie auch bie blauweiße Jacke auszuziehen. Es war nicht leicht; benn ber burch ben Kinnhaken vollkommen ohnmächtige Mann war wie eine Puppe, deren Glieder sich nicht dirigieren ließen. Endlich aber war es geschafft. Der Patient zog, so schnell er konnte, den blauweißen Anzug über und setzte sich die Mütze des Wärters auf, die an einem Garderobehaken hing. Dann lief er zurück zum Bett, begann das Bettuch in Stücke zu reißen und Hände unb Füße bes Wärters bamit zusammenzubinben. Schließlich zoa er in Eile bas Kopfkissen ab, zerriß es gleichfalls unb stopfte bem ohnmächtigen Mann einen Stoffballen als Knebel in ben Munb. Dann machte er sich baran, bie Taschen bes Wärters zu untersuchen. Er fanb barin ein Messer unb ein Schlüsselbunb, in besten Ringen kleine Namensplätten angebracht waren. Befriebigt besah er sich bas Schlüsselbund. Dann ging er leise zur Tür hinaus. In ben Korriboren war es vollkommen leer. Die Nachtwache in ber Etage sah flüchtig hinaus, als ein Schritt ertönte. „Ach, bas ist nur Dawson", sagte ber Wärter Stenbforb zu ber Krankenschwester Milbreb, mit ber er zusammen sich einen Kaffee in ber Nachtküche braute. „Der kommt jetzt doch nicht 'rein. Der geht ja zur Margaret ... Stenbforb lachte und umfaßte derb bie Hüften Mildrebs. In ber zweiten Etage lag an einem kleinen Extrakorribor, burch eine Quertüre getrennt, Zimmer 32/33. Der angebliche Wärter, ber jetzt leise ben Korribor entlang schlich, horchte einen Augen- ■„ Mit l & "rir um >lDt oeau. J ebW1 j - Vß üc1 oujbrä 3u Io: tam( g.§erh etjür d 6t J 'triobe Hera" u 11 hßsc n e o: N » iippert in Verbindung mit dem Tormann Hn 3:2 zu gönnen gewesen wäre. iU5 5?Qunhpir //jtrufT vuroy ilnehmen. Die Münchener c ! r eroo^rt worörBruppn zusammen mit Oxford und wir doch nii’)oppc imus Zürich. hat Mister! * n gegeben, r En st sche Hockeygäste,, die Beckenham atlachlich s^Dand!» ie.s, spielten am Sonntag in Wiesbaden » Men PZcgen^l li THC. Die Engländer zeigten glänzenden Scheues K.kn-'cn und siegten mit 3:1 (1:1). Die Wies- Riper Mac ibabcniM Lieferten ebenfalls eine ausgezeichnete Par- ja,t wenn . Mi!,! Unern 6:0-Sieg des SC. Rief- iheu ' s e r s i « begannen am Sonntag die Spiele um die e-jt um en die Naunheimer zu ihrem einzigen l t Halblinke brachte einen tadellosen Schuß Vx ben Gießener Torhüter unhaltbar war. iftunyn, in btt s Bi!Ii:tr:qes entgegengenommen. ÄÄ Eisbahn Rollschuhbahn. burthmea Ito Die ) ^gangenen Jahre haben die Eislaufer ni-i-n mi.^.rwöchiii Wenn man drei Jahre hintereinander vL la.'Iji una Schlittschuh laufen kann, dann wun- 0) \a\x, rt im vierten, wenn's zu Weihnachten itertrs'Cl r gibt. Aber die Unentwegten unter den lestMMtW^iÄäMr lassen sich vom Wetter nicht verdrießen, ür die Muckli's larn^i! Rollschuhe und spielen Rollhockey. Es ist hung, als flcni, nici^l:nnz so schön, so beschwingt wie auf dem Linksaußen U> is, (ie!c immerhin besser als gar nichts. Und Tor öeraanteienn nHam die übernommenen Meisterschaften aus e gab es einMang:eI in Eis nicht steigen können, so werden or dem lor kocf) d:>ßt »iollschuhwettkümpfe hierher übernommen, rfach und kMaherr lr!'b auch über die Feiertage die Rollschuh- inurt geschlossen. Am 2. Feiertag und am nun m ^°nntmpvor Neujahr wird in der Volkshalle geeicht weiter i?ufen.v Man beachte die heutige Anzeige.) lall*«* Kurze Sportnotizen. schließlich M" A er Münchener Eislaufverein eben Tag Mnirb tin noch an dem am Donnerstag beginnen- ;n °ft(oS or cd MÄi? - ' 2:1«M r D°rn und [j • / des Kämpft-! m lorunterlc. ^cjijch, forderte ihn im Anschluß an diese ri:ie noch einmal durch einen scharfen t)(3us, aber dann kamen die 1900er wie- i n Zug. Als in der 7. Minute das zweite i ec Hammer für die Spielvereinigung fiel, i h Gäste mächtig auf. Es gab Ecke auf r Naunheim. Aber keinen Erfolg! Die Gäste flc jedoch die Mühe nicht verdrießen. Mit iriüchsigen Spiel, aber auch mit beachtlicher i jei' Fertigkeit versuchten sie immer wieder iMf e in Gang zu bringen, Die Läuferreihe der * «wigung fing aber schon häufig den Ball £rteibigung der Platzbesitzer arbeitete un- ib Schlarb war ebenso sehr auf dem ... V.e Entscheidung des Kampfes fiel in der ijiu der ersten Halbzeit. Horz konnte auf rtt von Wilhelmi hin, durch einen schönen j :|um dritten Tor verwandeln. Bis zur fc man dann sehr ausgeglichenes Sviel. ^nüte Halbzeit unterschied sich sehr wesent- i bi ersten. Während man sich vor der Pause ihüum ein schönes Kombinationsspiel be- •d:lor der Kampf in der zweiten Halbzeit ec. Die Gäste wollten mit allen Mitteln , des Wös ’ von udete # inbon w«;.__ Dörfer i«{ r anderen ; ?amter, mlichen * e denn ® ______________________________ ) hielt de»' e% De«^,Meichsanleihe v. 1927 6% Reichsanl. v. 1929 , ^Anleihe von 1930 .. i! Deutschs ^l.-Ablös.-Schuld mit 'inf W AuSlu!» dichten ........... (fiert' , Deagl. ^ieUuslos.-Rechte...... ereil1'c 6% eheii^'i Heft. Bolksstaat 1929 iminaW10;;,-: (tüd^4biio2%)............ äußert ®0/^ ( Mdesbcmk Darmstadt ch ’ÄV* m“ „W Deutstrtz-kTMm. Sammeläbl. Am k'-tibt f >■' , sc 1 mit Ausws.-Rechten V 6 /0 t.% Franks. Hyv.-Bank sich K & «oldöt- .15 untünbb« bis i935 Zand 7 6% efrlleiFranks. Hyp.-Bank W.- ftjJjW- Oolbet ilS unkündbar bis 1936 b B” 'e'’1 Wo Franks. Hyp.. UQfltt BanE..Pfandbriefe....... Vk'ifi W/o : te i. 4Vi% Rheinische (f gfl) ” Hyp. rs: Ü-Ligu.-Goldpfe. .. ■M)" , 6°0 etyfctPr. Landespfand. * (i brief ifcc:, Pfandbriefe R. 19 . 6% eh' ici ’|% Pr. Landespfand. V Pyw, ■' brieften; Pfandbriefe R. 10 ■rfefi f-„rS- 6teuer2rc . Verrechnungskurs . AflW 1 . ft1 4% Oeilklrndchtsche Goidrenle... m «I 4,20% S etareidjifdje Silberrente ch Qitj <% Uriihitlme Goidrenle .... h/f < 6 v 4% Uiwrie StaatSrenle v. 1910 W , 4'/2% HMmon 1913 . . F / 6% abi igi eZoldmsxikaner von 99 duft 4% Zolianieche von 1911 ,J ® *% tOMl Bagdadbahn-Allieihe em! 1 Ergebnis, wenn auch den Gästen we- han mit Opi-, ^cnjs iin 3:2 zu gönnen gewesen wäre. Der ^i^aften bemühte sich sehr um gerechte Ent- •°n in ber . dl oh« ~ ^!^,iOer Spielzeit stand im Zeichen der Gäste. (O n n $-jeF Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2^% Anatolier ............... Das Neujahrs-Fußballturnier in Rom, an dem deutscherseits die Stuttgarter Kickers 7,9 3.95 3,55 30 A.E.G Betula Elektt. Lteferungsgefellfchast Licht und Kraft Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. 26,65 132,65 98,25 113 76 106,5 100,25 94.75 13 25 108 28,5 77 93,5 69,25 70,25 72 146 teilnehmen, bringt folgende Begegnungen: 30. Dezember: AS. Rom — Kickers Stuttgart, 31. Dezember: AC. Genua — FC. Bern. Am Neujahrstage spielen die Sieger um den ersten und zweiten, die Unterlegenen um den dritten und vierten Platz. Frankfurter Börse. Tendenz freundlich. Frankfurt a. M., 22. Dez. Auch die letzte Börse vor den Feiertagen bewahrte ihre freundliche Haltung, zumal in einigen Spezialwerten kleines Publikumsinteresse vorlag. Daneben boten günstige Nachrichten aus der Wirtschaft etwas Anregung und stärkten die feit einigen Tagen herrschende Zuversicht. Der Bericht des Instituts für Konjunkturforschung über eine angesichts der saisonüblichen stillen Zeit behduptete Wirtschaftslage fand Beachtung, auch die befriedigende Eisenausfuhr und der technische Jahresbericht der AEG. hinterließen einen guten Eindruck. Indessen blieb die Unternehmungslust doch klein, so daß den notierten Kursen wiederum nur kleinste Umsätze zugrunde lagen. Da aber anderseits die technische Lage der Börse infolge der Beendigung der Vorbereitungen für den Jahresultimo gut ist und auch der Geldmarkt eine weiter flüssige Haltung zeigt, rechnet man in den nächsten Tagen mit etwas lebhafteren Umsätzen. Am Elektromarkt lagen AEG. aus dem erwähnten Grunde 1 v. H. fester, ferner gewannen Felten in Nachwirkung der letzten Verwaltungsäußerung weitere 1,25 v. H., Gesfürel lagen 0,50 v. H. höher, dagegen Licht und Kraft 0,40 v. H. niedriger. Von Montanaktien fetzten Harpener 1 v. H., Gelsenkirchen, Stahlverein und Rheinstahl je 0,50 v. H. fester ein. Weiter befestigt waren außerdem auf die Auslassungen in der GV. Gebr. Junghans mit plus 0,75 v. H. Sonst fetzten noch ein: Westdeutsche Kaufhof 0,75 v. H., Reichsbank 0,50 v. H., Aku 0,50 v. H., Scheideanstalt 0,50 v. H. und Daimler 0,25 v. H. freundlicher, dagegen blieben Farbenindustrie bei minimalem Geschäft mit 133,50 (133,75), Feinmechanik Setter nur knapp gehalten. Südd. Zucker büßten weitere 1 v. H. ein, Schiffahrtsaktien lagen unverändert. Auch der Rentenmarkt war überwiegend freundlich, aber ebenfalls bei sehr geringen Umsätzen; öprozentige Sdahloerein-Bonds gewannen 0,40 v. H. Zinsoergütungsscheine und Kommunal - Umschuldungsanleihe bis 10 Pf., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,13 v. H. auf 97,65, während Altbefitz mit 102,75 (102,90) kaum behauptet lagen. Von fremden Werten setzten 4'/2prozentige Jrrigations- mexikaner mit 7 (7,65) v. H. ein. Im Verlaufe hatte das Geschäft keine Bedeutung mehr, doch blieb die Stimmung zuversichtlich und die Anfangskurse auf den meisten Marktgebieten voll behauptet. Soweit Kurse später notiert wurden, zogen sie von 0,50 bis 1 v. H. an, etwas mehr erhöht waren Holzmann mit plus 1,25 v. H., Rhein. Braunkohlen mit plus 1,50 v. H. Einzelne Die nächste Börse findet am Donnerstag, 27. Dezember, statt. Wichtig für Kriegsanleihebesiher. lieber 30 Millionen Mark ausaeloster Kriegsanleihebesitz sind anfangs dieses Jahres bei der Reichsschuldenverwaltung noch nicht zur Einlösung gekommen. Für diese Stücke gibt es seit dem Tage der Fälligkeit (seit dem Jahre 1926 jeweils der 31. Dezember) keine Zinsen mehr. Die Inhaber solcher Anleiheablösungsschuld werden von der Auslosung nicht benachrichtigt, wie dies vielfach angenommen wird, sondern müssen sich selbst darum kümmern. Die Auszahlung der am 3. Dezember ausgeloften Stücke erfolgt am 1. April 1935. Besonders bei älteren Leuten dürften noch erhebliche Beträge dieser Anleiheart liegen. Fristablauf der Vorkriegspfandbriefe. Nach den gesetzlichen Bestimmungen erlischt das Recht zur Teilnahme an der Verteilung der Teilungsmasse, wenn nicht bis zum 31. Dezember 1934 die teilnahmeberechtigten Pfandbriefe, Kleinbahnobligationen und Kommunalobligationen früherer Währungen bei den Hypothekenbanken eingereicht werden. Für in Verlust geratene Stücke ist im Aufgebotsverfahren die Kraftloserklärung zu beantragen und ebenfalls bis zum 31. Dezember 1934 der betreffenden Hypothekenbank Mitteilung zu machen. Im Interesse der aufwertungsberechtigten Gläubiger der Papiermarkpfandbriefe und sonstigen Papiermarkschuldverschreibungen (Anlehns- scheine, Kreditbrief) empfiehlt sich rechtzeitige Ein- reichung, um nicht durch Fristversäumung Verluste zu erleiden. Die Grvßstaffelläufe 1935 wurden nach einer Anordnung des Leiters des Fachamtes Leichtathletik, Dr. Ritter von Halt, einheitlich für den 16. Juni festgelegt. Mitglieder der Olympia- Kernmannschaften dürfen nicht in die Staffeln gestellt werden. 85 I 100,65 100,65 86 100,65 59,9 100 77,9 116 75,25 73,65 bayrische Eishockeymeisterschaft. Die Riesserseer standen im Kunst-Eisstadion in Garmisch-Partenkirchen der HG. Nürnberg gegenüber und gewannen mit diesem glatten Ergebnis. Hamburg-Amertta-Pake) Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschiff........... istorddeutscher Lloyd A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Ban! ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbank ........ ; 85,65 99,75 60 99,25 77,9 150 116 74,9 73-75 Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. „Na, wie sieht es auf der Jagd aus?" Wie oft wird diese Frage an uns Jäger gerichtet. Wir freuen uns Darüber, wenn wir sehen, daß auch der Nichtjäger Anteil an dem nimmt, was wir in unseren Revieren als ein mit unserer Heimat eng verbundenes, uns anvertrautes Gut unseres deutschen Volkes hegen und pflegen. Gern komme ich daher auch dem Wunsche der Schriftleituna des „Gießener Anzeigers" nach, einmal an dieser Stelle die Frage zu beantworten, wie es draußen in Wald und Feld mit unserem Wilde jetzt eigentlich stände. Wenn man über die heimatlichen Jagdverhältnisse reden will, so muß man sich vorher darüber klar sein, daß das Jahr 1934 ganz außerordentlich einschneidende Veränderungen des Jagdrechtes gebracht und vor allem die Grundrichtung geändert hat. Während bis dahin eine nicht geringe Anzahl von Jägern den Standpunkt vertrat, daß sie in ihren Revieren schalten und walten könne, wie es ihr beliebe, also abschießen könne bis zum letzten Stück, ober hegen könne ohne jede Rücksicht auf Forst- und Landwirtschaft, hat das Jagdgesetz der von weidgerechten Jägern schon immer vertretenen Auffassung Raum gegeben, daß jeder Deutsche Anspruch daraus hat, daß dem deutschen Wald sein Wild erhalten bleibt, und daß Der Jäger nur Treuhänder und Sachwalter ist, dem in Gestalt von Abschußplänen Jahr für Jahr vvrgeschrieben wird, was und wieviel er von bestimmten Wildarten (Rot-, Dam- und Rehwild) abschießen darf oder soll. Bald nach Aufgang der Jagd auf den Rehbvck kam diese Regelung auch in Hessen. Die Böcke hatten in diesem Jahre mittelmäßig geschoben, und durch die Abschußeinschränkung blieb mancher gut veranlagte Bock verschont von ber Kugel. Der Herbst brachte dem Wild eine starke Eichelmast. Um so begehrenswertere Trophäen werden jene Böcke im kommenden Jahre tragen. In den meisten Revieren war und ist das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Bock und Ricke unnatürlich. Viele Jäger brachten dem Rickenabschuß fein Interesse entgegen. Daher haben die Fvrstämter z. T. stärkere Abschüsse an weiblichem Rehwild ansetzen müssen, um Wild- beftanb und Fläche in ein richtiges Verhältnis zu bringen und gleichzeitig auch die Zahl der weiblichen Stücke zu vermindern. Der Gesundheitszustand des Rehwildes ließ nach meinen Beobachtung gen nichts zu wünschen übrig. Erwünscht wäre allerdings ein anderer Winterverlauf. Wenn der Winter so weich bleibt, findet eine natürliche Auslese der starken Stücke nicht statt. Vielmehr kommt alles schwächliche Zeug auch durch. Das ist im Interesse der Bestandshebung durchaus unerwünscht. Es will das Jagdgesetz aber gerade, daß ein gesunder und kräftiger Wildstand heranwächst. Beim Rotwild ist der Abschuß von Hirschen, besonders von guten Hirschen, noch viel stärker eingeschränkt worden, als der von Rehböcken. Dafür wird in den nächsten Jahren ein sehr starker Abschuß von Kahlwild gefordert werden müssen. Sauen spielen in unserer engeren Heimat keine Rolle, sollen dagegen im nördlichen Vogelsberg und im Taunus z. T. stark zu Schaden gehen. Dort wird daher Schnee sehnlichst erwartet, um das Schwarzwild mit Aussicht auf Erfolg bejagen zu kKtznen. Heber den Ausfall der Hasenjagd kommen aus vielen Teilen Deutschlands lebhafte Klagen. Wir können uns dem nicht anschließen, denn die Strecken sind in diesem Jahre erfreulicherweise normal, da Krankheiten nicht auftraten, die den Heger oft im Verlaufe weniger Wochen um die Jahresernte bringen können. Auch um dieser Gefahr, die bei nassem Wetter am größten ist, vorzubeugen, wären Frost umb Schnee erwünscht. Die Hühnerjagd war nicht viel schlechter als sonst auch. Man hat sich an den Gedanken gewöhnt, daß hier ein Rückgang vorliegt, dessen Ursachen man nicht vollkommen erkennt. Der Heger versucht nd- türlich, ihm durch Winterfütterung und Schutzmaßnahmen anderer Art entgegenzuarbeiten. Als Ersatz für das Huhn haben wir den Fasan in stärkerem Maße in unsere Reviere eingeführt. Ueberall, wo ihm das Revier einigermaßen zusagte ist an erfolgreiche Jagd auf Grimbart kaum zu denken. Daher ist mit einer Zunahme zu rechnen, die vielleicht über das für die Niederjagd erträgliche Maß hinausgeht, wobei keineswegs die Vorzüge verkannt werden sollen, die mit dem Vorkommen des Dachses im Waldrevier verbunden sind. Eine ohne weiteres vvrauszufehende Folge hat das Verbot der Verwendung jeder Art von Tellereisen gehabt: es kommen mehr Füchse beim Treiben vor. Leider ist die Fuchsräude geeignet, den Revierinhaber mit Sorge zu erfüllen. Denn sie greift immer mehr um sich und zerstört den Balg, beeinflußt dabei aber auch den Gesamtzustand des befallenen Stückes so, daß schwerkranke Füchse mitunter bis an die Dörfer kommen und erschlagen werden. Auch für seinen Dackel oder Fox muß der Jäger fürchten, wenn dieser im verseuchten Bau arbeitet. Die Hauptjagdzeit geht ihrem Ende entgegen. Dann wird die Sorge um das Wild und seine Pflege die Hauptaufgabe des Jägers fein. Wildhege ist heute gesetzliche Pflicht, nicht mehr der Ausfluß des guten Willens und des Mitgefühls mit der leidenden Tierwelt. Wer im Winter nicht füttert, macht sich straftbar und wird im Abschuß des kom- menden Jahres gekürzt. Das Jagdgesetz stellt zweifellos für viele Jäger einen Eingriff in ihre seitherige Selbstbestimmung in ihren Revieren dar, an den sie sich erst gewöhnen müssen. Mt dem System der Raubfagden, die es gestatteten, die Früchte der Hege anderer Leute an ben Grenzen zu ernten, ist es vorbei. Wem bas nicht paßt, dem wird nichts anderes übrig bleiben, als sich ein anderes Betätigungsfeld als die Jagd zu suchen, die in Zukunft weniger denn je eine Erwerbsquelle und ein Ueberschußunternehmen sein wird. Der Jäger aber, der seither schon gewohnt mar, dem Wilde zu Liebe Opfer zu bringen, sieht an der Jahreswende mit der Hoffnung in die Zu- Funft, daß die deutsche Jagd wieder eine Quelle der Freude und Erholung für waffenfrohe und natur« liebende deutsche Männer werden wird, die erfüllt sind von einem gleichen Gefühl weidmännischer Ehrauffassung und die stolz Darauf sind, Treuhänder ihres Volkes und Schützer Des deutschen Wildes fein zu Dürfen. Selten & Guilleaume o Gesellfch.f.Cleklr. Uniernehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schuckert L Co.............. Siemens L Halsk 7 Lahmeyer L Co 10 24,65 | 21,25 ' 28,9 77 75 93,5 68,75 70 72,25 147,13 Buverus Deutsche Erdöl .............. Gelsenkirchener ....... Harpener............ Hoesch Eisen—Köln-Neuesseo .. Ilse Bergbau .............. Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ............... .Vranflun a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- Schluß« tu re Gchlußk. Mittag« börre Datum 21.12. | 22-12. 21.12- 22-12. Mansfelder Bergbau....... .. 0 80 81 79,9 81 Koköwerke ................ .. 0 —— — 93,5 94,5 Phönix Bergbau........... .. Cl 48 48,25 48 47,65 Rheinische Braunkohlen .... . 10 210 211,25 210 210,75 Rheinstahl ................ .. 0 86,5 87,25 86 86,4 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 39,75 40,4 40 39,75 Ctaol Minen ............. .. 0 13 13,25 13,13 13,5 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 107,5 — 107 107,25 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 108 109 107,5 108 Kaliwerke Salzdetfurth..... IVt — — — 142,75 I. G. Farben-Industrie..... che Roten.............. 2,44 2,46 Belgische Noten.................. 58,01 58,25 Dänische Noten ................. 54,68 54,90 Englische Noten ................. 12,25 12,29 französische Noten............... 16,365 16,425 Holländische Noten............... 167,81 168,49 Italienische Noten................ 21-06 21,14 Norwegische Noten .............. 61,56 61,80 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Sloten............... _ _ Schwedische Noten............... 63,16 63,42 Schweizer Noten................. 80,54 80,86 Spanische Noten................. 33,80 33x94 Ungarische Noten Auskunft und Prospekte durch unsere Vertretungen und NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN In (neben: H. Kretzschmar, Selters weg 24 DREI herrliche »COLUMBUS« MADEIRA REISEN 1935 mit dem größten deutschen Touristendampfer 16. = 29. März, 4. = 17. April, : 2. Mai= 14. Mai *** Bremen-Liss ah on-G ihr alt ar Tanger - Tenerife-Madeira Villagarcia-Bremen : tahrpreis von RM. 250.- an Reisen Sie mit ins »Paradies vor Afrika« STADT-KAFFEE Am Donnerstag, dem 27.12., und Freitag, dem 28.12., nachm. 4.30Uhr u. abds. 8.30Uhr spielt der berühmte Zigeunerprimas SANDROLEMBA welcher mit so großem Erfolg im hiesigen Lichtspielhaus gastierte, zum Konzert und TANZ 06030 Wieseck 2. und 3. Weihnachtsfeiertag TANZ Wilhelm Dorfeld 7629 D Allgemeines WMeilverbot für Gesangvereine! Durch Selbsthilfe zur Selbständige« Rundfunkprogramm 1 bis 2: ■ Für die Festtage das edle Pilsner das dunkle Starkbier Ihring-Melchior Li aus der Brauerei 7632 D AM 2. FEIERTAG a 6; tio und zum Bauen Abcrmanv Angestelltenverhältnis die entsprechende Arbeitsplätzen für andere Volksgenossen ine Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 I. 6.30: Morgen- zert. Es spielt das Kleine Funkorchester. 17.30: Dr. Knust spricht über: „Archiv für Funkrecht". 17.40: Lieder von Hans Förster. 18: Katechismus für Sprachfünder. 18.10: Almanache und Kalender auf das Jahr 1935. 18.25: „1914. Zwischen Weihnacht «und Neujahr im Felde." Briefe, Gedichte, Schilderungen. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar — Den Weg frei zur Verständigung. 20.40: Neue deutsche Musik. 21.40: Melodramen von Franz Liszt. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Worüber man in Amerika spricht. Von K. G. Sell. 22.30: Lieder von Eduard Bornschein. 23: Die Welt ist groß, die Welt ist klein. Marco Polos Jahresreisen und der Rekordflug der englischen Australienflieger. Die Sorge um die Zukunft und das berufliche Fortkommen unserer Jugend lastete, insbesondere in der Nachkriegszeit, schwer auf dem deutschen Volke und erfordert daher weitgehendste Beachtung aller Kreise. Nicht allein die Familienväter, auch die Berufsverbände sahen dem Dorwärtskommen ihres Nachwuchses schwere Hindernisse entgegengestellt. Ganz besonders vor dem mittelständischen Einzelhandel stand die große Frage, ob dessen Angestellte, die Gehilfen und Lehrlinge später überhaupt in der Lage sein würden, ein Geschäft zu erwerben und als selbständige Kaufleute eine Existenz gründen zu können. In Anbetracht der zunehmenden Verarmung des Mittelstandes und seiner Zurückdrangung durch die großkapitalistischen Unternehmungen mußte die Frage, in vielen Fällen wenigstens, mit „Nein" beantwortet werden. Es fehlt zwar nicht an tüchtigen, gut ausgebildeten Kräften, diesen aber fehlt meistens das heute zur Geschäftsübernahme mehr denn je erforderliche Kapital. Damit entfällt aber für die meisten jungen Kräfte die Möglichkeit, ihr Ziel, die Selbständigkeit, zu erreichen. Die freiwerdenden Geschäfte finden vielfach keine Käufer, es sei denn in den Reihen der Groß-Konzerne, und werden in vielen Fällen aufgegeben werden müssen, was dann natürlich für den Inhaber den Verlust oftmals des Restes seines Vermögens bedeutet. Das Heer der Angestellten sieht aber sein Streben zur Selbständigkeit verbaut: die Liebe zum Beruf und die Arbeitsfreudigkeit müssen naturgemäß eine starke Einbuße erleiden, nicht zuletzt zum Schaden der Arbeitgeber. Diese Entwicklung und die damit verbundene Gefahr für den ganzen Berufsstand hat der Edeka-Verband, die Zentral-Wirtschaftsorganisation des deutschen Kolonialwaren- und Feinkost-Einzelhandels, richtig erkannt und darum nach Mitteln und Wegen gesucht, die es der Heranwachsenden Jugend ermöglichen sollten, als Nachfolger der bestehenden Geschäfte zur Selbständigkeit zu gelangen. Dieser Weg wurde in der Schaffung einer Selbsthilfeorganifa- tion der Jungkaufleute gefunden. Der Name derselben, „Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Jungkaufleute", läßt schon ihr Wesen erkennen. „Sparen und arbeiten", dieses besonders für den Einzelhändler seit jeher richtunggebende Wort, soll daher auch der Leitgedanke dieser Organisation sein. Es soll ae- !I L ! v I L spruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 9.15: Musik um Weihnachten. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. Kunstbericht der Woche. 18: Jugendfunk. 18.15: Die deutsche Automobilindustrie am Jahresende. Ein Zwiegespräch. 18.30: Ein Jahr geht zu Ende. Rückblick und Selbstbesinnung. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Heitere Tonkunst. 21: „Der Kanal". Ein Hörspiel. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Saarländer sprechen. 22.30: Der Zeitfunk bringt die Svortvorschau. 23: Menschen und Landschaft. Ein Querschnitt des Zeitfunks. 24: Konzert des Reichs-Symphonie-Orchesters. 1 bis 2: Nachtkonzert. In allen Aus schank-Lokal en erhältlich, auch in 5- und 10-Liter-Syphons und in Flasch werden. Der Edeka-Verband darf sich rühmte Gründung dieser Selbsthilfe-Organisarn n. Tat vollbracht zu haben, die nicht nur btt b schätzung und Anerkennung der deutschen d schaftskreise, sondern auch des Auslandes gr* hat. Diese praktische Selbsthilfeorganil'atic' nicht nur für die Berufsjugend des ßfk" Einzelhandels, sondern darüber hinaus oudirin gesamten Berufsstand und somit für dr Volkswirtschaft eine segensreiche Musroirfun:'-' Im Bürgerhoi am 2. Feiertag, von 11 bis 13 Uhr MMoppeoltoniert SBK. Die Reichsmusikkammer veröffentlicht soeben in ihrem „Amtlichen Mitteilungsblatt" eine Verfügung, wonach „die Veranstaltung von Gesangswettstreiten und die Teilnahme an solchen allen Mitgliedsvereinen des DSB. und des Reichsoerbandes der Gemischten Chöre mit sofortiger Wirkung verboten wird". Das Verbot ist die Bestätigung einer Anordnung, die der DSB. im Oktober 1933 für feine Mitgliedsvereine erlassen hat. Die Wettstreitfrage ist feit Jahren in den Kreisen des DSB. eifrig diskutiert worden. Immer mehr hat die lleberzeugung Platz gegriffen, daß eine Beurteilung gesanglicher Leistungen nach dem Wüster von Sportveranstaltungen dem Wesen und der Aufgabe des deutschen Lhorgesanges widerspricht. Bereits 1932 hat der DSB. Richtlinien erlassen, die an Stelle des Wettsingens ein Wertungssingen treten lassen. Die neue Verfügung der RMK. besagt weiter, daß an Stelle der Wettstreite nunmehr Wertungssingen unter Aufsicht der Fachver- bände treten, für die einheitliche Richtlinien noch erlassen werden. „Die Wertungssingen haben in der Hauptsache eine erzieherische und künstlerische Förderung der Vereine zum Ziel. Daneben sollen sie aber auch die Grundlage bilden für eine in Aussicht genommene wirtschaftliche Unterstützung solcher Vereine, deren Wirken im Sinne volkskultureller Arbeit besonders wertvoll erscheint." In diesem Zusammenhang ist es interessant, die seinerzeit vom Musikausschuß des DSB. aufgestellten Richtlinien kennen zu lernen, die im wesentlichen auch die Grundlage für die zu erwartenden neuen Bestimmungen bilden dürften: „Ein Wertungssingen kann nur dann seinen Sei- Anfang 5 Uhr nachmittags. 762gD A • »5 MsöWMWNg ab 4 LLHr nachmittags 7642D „Hessenquell“ „Doppelbock“ Am zweiten Feiertag: TAVNZ Manch alter Fachmann wird alt» r- mehr geschaute Bekannte roieberfinkn sonst wird mancher Freund der diienk tUni1' Eindrücke wieder erinnert werden stolzen deutschen Eisenbahner werden k h lichen Blatter em Vermächtnis ehemalig $ langst dahingegangener Berufskamerni>° heutige Tätigkeit bedeuten. Auch sein wird sich in den Blättern, die Vern und seiner Reichsbahn" gewidmet sinh geln. Wie „Eisenbahn und Wirtschaft" Wechselbeziehungen eng aufeinander sind, kommt in alten und neuzeitlichen zum Ausdruck. Alte Stiche und Steinzeichnungen lass»» wie schon vor vielen Jahrzehnten der ÖS genösse gern „mit der Eisenbahn ^,**1 Lande" fuhr. Die Reisen, die in diesem „mit der Reichsbahn durch deutsch" ßanh nommen werden, gelten dem deutschen Din denn die weitaus überwiegende Zahl d° die unter diesem Leitwort stehen, den i* leider oft noch zu wenig bekannten LoiM deutschen Ostmark gewidmet. Aber auch hi Bilder und Texte dieses Kennwortes sind gebiete in Süd und West vorgesehen die Leistungen der Reichsbahn bei den ar, anstaltungen des Staates und der ft» Wirken der „Reichsbahn im heutigen Sla in besonderen Blättern dargestellt. So wird die Brücke geschlagen, die sich deutsches Eisenbahn-Jahrhundert spann dieser historische Jahrgang wird wesentlich^ tragen, diesem Werk bei Alt und ^una Freunde zu gewinnen. Deutscher Reichsbahn-Kalender 1935. Vor uns liegt der Jahrgang 1935 des amtlich vom Pressedienst der Deutschen Reichsbahn herausgegebenen Deutschen Reichsbahn - Kalenders. 160 Blätter auf Kunstdruckpapier mit buntem Titelblatt Breis 3.20 Mk. Konkordia-Verlag, Leipzig, Goethe- straße 6 — (646). Das Jahr 1935 ist das Jubiläumsjahr der deutschen Eisenbahnen. Am 7. Dezember 1935 ist ein Jahrhundert vergangen, seitdem die erste deutsche Eisenbahn in Betrieb genommen wunde. So steht dieser 9. Jahrgang des Kalenders unter dem Leitwort: „100 Jahre deutsche Eisenbahnen". In einer umfassenden Rückschau über die verschiedensten Dienstzweige und Fachgebiete des Eisenbahnwesens wird in den einzelnen Entwicklungsstufen das „Einst" und „Jetzt" verglichen. Einen der interessantesten Ausschnitte bringt somit dieser Jahrgang aus deutscher Pionierarbeit im Dienste des Verkehrs, die in wirkungsvoller Weise verglichen wird Mit dem Streben der Reichsbahn, auch heute die ihr gestellten Aufgaben mit den technisch vollkommensten Mitteln durchzuführen. Das deutsche Eisenbahnwesen, so, wie es war und wurde in seinen mannigfaltigen Erscheinungsformen im Bahnbau, im Fahrzeugbau, im Verkehr, im Betrieb und in seiner Tarifentwicklung, zieht in den der Eisenbahn g e s ch i ch t e gewidmeten Blättern dieses Kalenders, denen über die Hälfte dieses Jahrgangs vorbehalten ist, am Beschauer vorüber und regt zu kritischem Vergleich mit den Bildern und textlichen Ausführungen über die heutigen Leistungen der Deutschen Reichsbahn an. Zweck ganz erfüllen, wenn alle beteiligten Sänger der gesamten Veranstaltung beiwohnen können. (Bei Wettstreiten häufig verboten!) Eine kurze allgemeine Beurteilung durch einen der Vertreter in Form einer Schlußansprache an die versammelten Sänger wird immer sehr anregend und werbend wirken. Die eigentliche Beurteilung und eingehende Kritik der Leistungen erfolgt danach in einer Aussprache mit sämtlichen Chorleitern der beteiligten Vereine unter Ausschluß der Presse. Die mündliche Wertung muß deutlich und ehrlich, darf aber nicht verletzend oder entmutigend sein. Sie soll nicht allein die Wängel und Fehler Herausstellen, sondern soll auch rühmend anerkennen, was als gut auffiel. Wo schriftliche Kritiken für die Einzelvereine gewünscht werden, ist auf unbedingte sachliche und maßvolle Abfassung sorglich zu achten. Die selbst- gewählten Chöre* der Vereine müssen durchaus wertvoll sein. Es ist Pflicht der Vereine, möglichst auch die zeitgenössische Literatur zu berücksichtigen. Kein Verein überschätze seine Leistungsfähigkeit! In den veranstaltenden Gauen oder Bünden haften die Mufikausschüffe bzw. deren Obmänner dafür, daß keine minderwertigen oder veralteten Chöre zugelasfen werden. Wit dem Vortrag selbstgewählter Chöre sollte man sich bei Wertungssingen nicht begnügen. Nicht derjenige Verein ist unbedingt der beste, der einen schwierigen Chor in unendlich vielen Proben mit unerhörtem Drillen einübt; viel eher gebührt derjenigen chorgesanglichen Leistung, welche die beste musikalische Schulung der Sänger erkennen läßt, die höhere Anerkennung." Bretter Sperrholz Latten 4676D Dachpappe Carbolineum Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 Dienstag, 25. Dezember: 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Weihnachtsmysterium von Rene Wirtz. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Wachet auf im Namen Jesu Christ, der Tag des Herrn gekommen ist. 10.30: Chorgesang: 11: Hausmusik. Weihnachtslieder. 11.30: Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian Bach G. A. Nr. 40. 12: Mittagskonzert I. 13: Soldaten erzählen von Weihnachten. 13.15: Mittagskonzert II. 14.30: Konzert auf der Barockorgel Ilbenstadt. 15: Kinderstunde. 15.50: Saarländische Jugend an die Jugend der Welt. 16: Nachmittagskonzert. 17: Hänsel und Gretel, Märchenspiel. 18: Reichs-Ring-Sendung. 20: Festkonzert. Werke von W. A. Mozart. 22: Saarländische Jugend an die Jugend der Welt. 22.10: Nachrichten. 22.20: Volksmusik. 23: „Das Gotschdorser Weib". Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Weltkrieg. 23.30: Volksmusik. 24 bis 2: Tanzmusik. * Mittwoch, 26. Dezember. 6.35 Uhr: Frühkonzert. 8.15: Konzert. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Von deutscher Innerlichkeit. Feiertägliche Gedanken und Klänge. 10.30: Konzert. 12: Mittagskonzert. 13: Musikalische Geschenke. 14: Kinderstunde. 15: Bunte Musik. 16: Nachmittagskonzert. 17.45: Lausbubenweihnacht. Märchenspiel. 19: Deutsche Weihnachten im Ausland. 19.45: Sportbericht. 20: Buntes Konzert. 21: Saardeutsche Weihnachten. 22: Nachrichten. 22.30: Heiterer Ausklang. Musik und Freude am zweiten Feiertag. 1 bis 2: Tanzmusik. Donnerstag, 27. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6,55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9.15: Heitere Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderstunde. 16: Nachmittagskon- meinschaftlich gespart und gearbeitet werden u auf dem Wege der Gemeinschaft das zu'2 was der einzelne gar nicht, oder nur sch^ langer Zeit erreichen kann. Die Mitgl,^ Spar- und Arbeitsgemeinschaft können freiwilligen Sparzwang unterwerfen pflichten, bestimmte monatliche Beträge qj , Sparkonto bei der Edekabank einzuzahk« dann mit vier Prozent verzinst werden. 5ton Spartätigkeit von mindestens zwei Jahren fe die Sparer, wenn sie sich als Lebensmittels Händler selbständig machen wollen, auf QrunH Spartätigkeit ein Darlehen bis zum zehnfch^ trage ihrer angesparten Summe beantragen.' L- ist dann ebenfalls mit vier Prozent ;u wrrl. und in vier bis fünf Jahren in monatlichen^!^ zurückzuzahlen. Allerdings wird bei der Ärrti! • Währung das Leistungsprinzip in den Sorbtrs | gehoben und sowohl an die Qualität bes wie auch an das zu erwerbende GeM/bch spräche gestellt. Dieser Weg der praktischen Sübsthilse unb darin zum Ausdruck kommende t Berufsstandes für seinen Nachwuchs W in Kreisen des letzteren stärkste Beachtung yisio So konnten in verhältnismäßig kurz« K Ortsgruppen im ganzen Reich gegründet unb ca. 4600 Berufsangehörige zufammengescho Aus dem angesammelten Sparfonds tonnt» I jetzt etwa 61 junge Kräfte durch ein Daile^i schäfte erwerben und sich selbständig matal mittelständische Geschäfte konnten dadurch 1720 und 61 Familien gegründet werden. Donezks« durch das Ausscheiden dieser jungen Leute eh H Wieseck D Am 2. Feiertag: TANZ bei Gastwirt H. Hermann Klein-Linden Gasthaus ZyrdeulitheöEiche, Am 2 Weihnachts-Feiertag TANZ - Anfang 4 Uhr Anfang 4 Uhr Musik ausgeführt vom I.-R. 1/1Ä. 2326 A 24: Konzert des Reichssymphoniorchesters. Nachtmusik. Freitag, 28. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: 300 Sechstes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Oer Goldene ®5^i Sonntag Gtimmungsvoller Vorabend des Weihnachtsfestes 1934 in Gießen v.. ?rohe Festvorbereitung. Kindersehnsucht vor den Fenstern. Letzte Einkäufe Hausfrauen vor einer Kunsthandlung. Käuferinnen vom Land bei der Schaufenstermusterung. Deutsches Christfest. süddeutschen Gemütstiefe beschreibt, ist, dem ermöglichen würde, die prägend, wie sie Dis Buben ßnd voll LegePenmg beim LLusjuchen. Groll uuü Mu bchchügea die HpisLwarenjchA« Evg. Joh. 1,16: „Von Seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade." Rinde um Pietros Herz, er fühlt die große Liebe, die ihm entgegengebracht wird, hat am Vater- und Mutterherz eine neue Heimat gefunden. Was der Dichter in seiner herzbewegenden, echt lr mit Augen voll freudiger Sehnsucht nach all ki Schätzen, die Eltern natürlich rechnend und Einzelfall des Weihnachtsliedes mit der sizilischen Volksweise gezeigt, ein Vorgang, der sich seit 1200 Jahren im deutschen Volksleben unablässig wieder« holt, ja den eigentlichen Glaubensinhalt des deut« scheu Lebens ausmacht: der Stoff des Evange« liums von Jesus Christus, dem einigen Gottessohne, läuft dem Empfinden des natürlichen, des unerlösten Menschen zuwider, ist „ein Zeichen, dem widersprochen wird". Darum muß dieser fremde Stoff, um seine Erlösungskraft entfalten zu können, jedem Geschlecht, jedem Volke von neuem in einer Gestalt nahegebracht worden, die seinem Begreifen, seinem Verständnis entspricht. Ohne daß dabei der ewig gleichbleibende Inhalt der biblischen Botschaft verändert werden kann. Darum sieht der Italiener den Heiland in italienischer Gestalt, der Engländer mit englischen Augen, ja die Missionare versichern uns, der verchristlichte Neger könne sich den Erlöser nicht anders vorstellen, als mit schwarzer Hautfarbe, weil ein weißer Heiland nicht zu seinem Herzen spräche. Verschieden bricht sich das ewige Licht in den verschieden gearteten Seelen der einzelnen Völker. Darum können auch wir Deutschen den Heiland nicht anders sehen, als mit deutschen Augen. Wohl haben wir vor anderen die große Fähigkeit, schon oft zu einem Unglück für uns geworden, uns mit richtigem Tastsinn in die Seel- fremder Völker einzuführen. Aber im tiefsten Anliegen des Menschenherzens, im Glauben, können wir doch von unserem besten deutschen Wesen nicht absehen. Darum kann man geradezu sagen, daß die Eindeutschung des Evangeliums eines der großen Hauptthemen deutscher Frömmigkeit war und die vielen guten Sachen mancherlei Art konnte. Jung und Alt hatten ihre Freude standen Mutter und Kinder, Väter und vor den lockenden Auslagen, die Kind- lknsche ihrer Lieblinge wenigstens teilweise ersinn zu können. Und wenn es auch nicht leicht ic:, es wurde doch möglich gemacht, daß die Augen ki Lieben hell leuchten können vor Freude am feinen Weihnachtsfest... Mer Kupferne und der Silberne Sonntag gaben In verheißungsvollen Auftakt, die Werktage boten Der badische Dichter Karl H e s s e l b a ch e r hat uns vor einiger Zeit wieder erfreut mit einer seiner gemütsinnigen kleinen Novelle, in denen er Meister ist: „Das Weihnachtslied des Waisenkindes". Das Büchlein beschreibt die Entstehung unseres trinitarischen Festliedes „O du fröhliche". Die Fabel ist ganz kurz folgende: Der Weimarer Waisenvater Johannes Daniel Falk nimmt einen verwaisten Jtalienerknaben in sein Haus auf, dessen Eltern in den Wirren der Befreiungskriege in Deutschland untergegangen sind. Das fremde Kind mit seinem ungemein feinen Empfindungsleben kann im kalten deutschen Norden nicht heimisch und glücklich werden. Vor seiner Seele stehen die leuchtenden Bilder der fernen sizilischen Heimat, die ihm die Mutter in glühenden Farben gemalt. In seinem Ohr liegen noch die halberwachten Klänge der heimischen Fischerlieder, die die tote Mutter ihm gesungen. Von einem weiß er noch ein wenig Wort und Weise, süß einschmeichelnd beginnt es, wie ergebener Festqlockenklanq steigert es sich: 0 sanctissima, O piissima dulcis virgo Maria“ ... Da faßt der Waiseavater Falk in seinem gütigen Herzen den Entschluß, seinen heimatkranken Pietro dieses italienische Lied in deutsche Worte umzudichten, um sein wundes Herz zu heilen und ihm eine Heimat für immer zu schenken. Und zum lieben Weihnachtsfeste singen die Waisenkinder zum ersten Male nach der sizilischen Weise Vater Falks Festlied „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit". Unter diesen Klängen aus der fernen Heimat am Südmeer bricht die die Ergänzung zum Weihnachtseinkauf, der gestrige Goldene Sonntag brachte den Abschluß. Und man kann wohl sagen, daß er keine Enttäuschung gebracht hat. Der Käuferverkehr im Geschäftsviertel unserer Stadt war wiederum sehr stark. Mit den Mittagszügen kamen viele Kauflustige aus der Umgegend, um hier die letzten Weihnachtsanschaffungen vorzunehmen. Die Reichsbahn hatte, wie schon an den beiden vorhergehenden Sonntagen, Großbetrieb und mußte die Züge mit höchster Belastung fahren. Ebenso herrschte auf den Kraftpostlinien und auf der Straßenbahn großer Andrang. In allen Geschäften konnte man flotten Betrieb bemerken, der seinen sichtbaren Ausdruck fand in den vielen Paketen und Paketchen, die in der Richtung zum Bahnhof, oder irgendwo nach der Stadt hin heimwärts getragen wurden. Das Straßenbild wurde am gestrigen Sonntag dadurch weihnachtlich gestaltet, daß in Verbindung mit den Volksweihnachtsfeiern der Partei an den Hauptverkehrsplätzen — Liebigstraße vor der Alten Klinik, und an der Plockstraße — außerdem aber auch auf dem Landgraf-Philipp-Platz und vor der Volkshalle an der Kaiser-Allee große Christbäume mit vielen elektrischen Lichtchen aufgestellt waren. Dieser weihnachtliche Schmuck bereitete nicht nur den Teilnehmern der Feier, sondern auch den vielen Straßenpassanten, die vom Weihnachtsmarkt in Gießen heimkehrten, eine dankbar empfundene Freude. Und damit fand der Goldene Sonntag, der Vorabend eines Weihnachtsfestes inmitten einer Stimmung der frohgemuten Wiederaufbauarbeit und der Zuversicht für Volk und Vaterland und alle Volksgenossen, seinen schönen Ausklang. Irihnachtszauber! Wer hätte ihn nicht empfunden n len letzten Wochen und Tagen, je näher das |j) :ifte aller Feste der Christenheit, das Weihnachts- |i kam? Er wurde schon lebendig, als das erste Si:it auf den Adventskranz gesetzt und angezündet »Ude, er übte auch seine starke Wirkung aus in ic: wunderbaren Taten der deutschen Volksgenossen tei den Weihnachtssammlungen des Winterhilfs- viks! Wieviel Liebe, wieviel Gemeinschaftsgefühl »Ude aus diesem Weihnachtszauber hineingetragen in:3ie Wohnungen unserer hilfsbedürftigen Volks- gcpffen und schufen dort Weihnachtsstimmung! In tc Tat: „O du fröhliche, o du selige, gnaden- Örngenbe Weihnachtszeit..." »•er Weihnachtsmarkt — wenn wir diese Bezeich- liqg einmal auf die Gießener Derkaufsverhältnisse senden wollen — hat aber auch schon reiche krfreude auf das liebe Weihnachtsfest gebracht. R* schön war es, wenn man an den einladend gerichteten Schaufenstern unserer Geschäftsleute |ew und kuuydern Ion. Da Hißeltern U 4 iL I t i U 1 i s |93 Ne' xn lein-K Mre »-r n LS^nu von am Die M Hand- ü!t |ifl lbe\O^ere 1 ll lchlü'ie, bu 1769: der Dichter Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen geboren (gestorben 1860); — 1923: Diet- vor der Verleihung der Ehrenkreuze noch einige Worte an l' "" ' * ' an. Eo liche Gliederungen der Bewegung teil. NS-Hago-Kandgebung. Die NS.-Hago, Kreisbetriebsgemeinschaft Zerleihung der Ehrenkreu^e i die Frontkämpfer. Er führte u.'a. etwa folgendes aus: „Soldaten! Diese Anrede mag wohl bei den Veranstaltungen der Alma mater ungewöhnlich sein. Aber diese Anrede ziemt sich allein zu dieser Stunde. Ich empfinde es als besondere i ftiW* 1 «BOT1 mH derG Winterhärte Tiere. Der Winterfrost macht manchem Tierleben ein Ende. Aber es sind dann entweder die vielzuvielen Lebewesen einer Art, deren ungeheure Vermehrung durch eine ebenso gewaltige Vernichtung wieder wettgemacht werden muß, oder es sind kranke und schwächliche Exemplare, die, um die Art nicht zu verschlechtern, besser eingehen als weiterleben. Für die Tiere aber, die dem Winter trotzen, die nicht wie die Zugvögel nach dem Süden fliegen, ist der Winter nicht so schlimm, wie man es sich meistens vorstellt. Eine ganze Reihe unserer einheimischen Tiere verbringt den Winter schlafend. Kröten, Eidechsen und Schlangen verstecken sich ins Moos, in Felsritzen, in Mauselöcher; als Eier, Larven oder Puppen überwintern die Insekten in Baumrinden und unter dem gefallenen Laub. Igel, Maulwurf und Eichhörnchen haben im Herbst genügend Futtervorräte in ihren Bau getragen, denn wenn sie sich auch die größte Zeit über ruhig verhalten, schlafen sie doch nicht die ganzen Monate hindurch. Es gibt aber auch Tiere, denen der Winter nicht nur nichts anhaben kann, die sich sogar in der Kälte besonders wohlfühlen. Der Eisvogel macht an eisfreien Stellen des Baches Jagd auf Fische, Enten suchen mit Vorliebe auch im Winter offene Wasserplätze auf, und die Wasser-Amsel sucht auf dem Grunde des Baches nach Gewürm. Ehrung der Frontsoldaten. Feierliche Lleberreichung der Ehrenkreuze an die Frontsoldaten der Landesuniversität Gießen. Hl W "fa lr 'n Her. Nifo gut droh Her i Mttn Der h5.mai 1 i der 'este l bereit; wir — sind gestorben für Deutschland. Das Wissen um diesen entscheidenden Unterschied zwischen uns lebenden Frontsoldaten und unseren toten Kameraden tut uns die Haltung kund, in der wir allein das Kreuz empfangen und tragen dürfen. Wir tragen es für uns, um uns von ihm mahnen zu lassen: Vergiß nie, daß du in dem Augenblick aufhörst unter die Frontsoldaten zu gehören, in dem du für dein Volk nicht mehr genau so geradestehst wie damals. Frontsoldat sein ist kein ein für allemal erworbener Ehrentitel; Frontsoldat heißen, ist eine Ehre, um die du bis zum letzten Atemzug kämpfen mußt. Wir tragen es für die Jungen in unserem Volk, damit es sie mahne: Seid bescheiden; all eure Bereitschaft ist erst Vorübung der einzigen letzten Bereitschaft. Und mir tragen das Kreuz für unsere toten Kameraden. Wer von uns hat nicht die Jahre erlebt, in denen er sein Eisernes Kreuz tief vergraben hatte, weil 'er sich geschämt hätte, es zu tragen vor einem Volk, das feine — unsere Toten vergaß. Geschämt vor diesen Toten. Wir tragen es für sie, damit es von ihnen, den Treusten, Kunde gebe: Wir und die Jungen, wir alle sind nichts vor euch, ihr toten Frontkämpfer. Kameraden! Ist es nicht das Größte, das uns der Krieg schenkte, daß wir so wie niemand im deutschen Volk wissen, was das ist: Kameradschaft über den Tod hinaus. Daß wir nie an die Toten des Weltkrieges und unsere Verpflichtung gegen sie denken müssen, ohne eines oder viele liebste Gesichter vor uns zu sehen. Denn wir die kreuze empfangen, geloben wir Mann für Mann, jeder fein kreuz für die toten Kameraden seiner Kompanie zu tragen; in ganzem Einsatz weiter zu bauen daran, daß der Sinn ihres Opfers sich immer tiefer erfüllt an unserem Volk. Dann tragen wir es so, wie sie es verdient hätten, dann tragen wir es in Wahrheit als Ehrenkreuz. Wir geben ihnen dieses Gelöbnis mit dem alten Soldatenlied, mit dem — seit es das Lied gibt — lebende Soldaten immer den toten Kameraden ihr Bestes gelobten." Alle Versammelten fangen darauf unter der Begleitung der Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden. Nachdem die Musikkapelle die Ouvertüre „Dem deutschen Volk" gespielt hatte, richtete der Vertreter der Wehrmacht werk und Handel in der DAF. veranstaltet am kommenden Freitag, 28. Dezember, 20.30 Uhr, im Saale des Caf6 Leib eine öffentliche Versammlung mit dem Thema „Die Arbeitsschlacht im Winter 1934/35". Zu der Versammlung sind sämtliche Mitglieder des Hausbesitzervereins, des Hausfrauenvereins und alle Interessenten für den Eigenheimbau eingeladen. Für die Ortsgruppen der NS.- Hago und der Reichsbetriebsgemeinschaften Handel 17 und Handwerk 18 ist der Besuch der Ver- fammlung zur Pflicht gemacht. Die grauen Glücksmänner kommen wieder. Loosverkauf auf der Straße zugunsten der Winterhilfe. — Losbrief 50 Pf. — Sofortige Gewinnauszahlung. — 1000-Mark- und 5000-Mark-Ge- roinne sind im vorigen Jahr in Gießen gezogen worden. — In jedem Losbrief Postkarten, teilweise frankiert, mit Abstempelung. — Sammelwert. — Außerdem in jedem Losbrief Prämienschein, der an einer Ziehung teilnimmt. Glänzendes Ergebnis der Winterhilfesammlung unserer Polizei. Das Sammelwerk unserer Gießener Polizeibeamten am „Tag her deutschen Polizei" zum Besten der hilfsbedürftigen Volksgenossen hat ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis gebracht. Es wurden von den Polizeibeamten rund 2500 Mark Bargeld und 9 Zentner Lebensmittelpa k s t e an den beiden Sammeltagen für das Winterhilfswerk zusammengebracht. Dieses überaus erfreuliche Resultat darf wohl als ein Beweis dafür angesprochen werden, daß das Band der Gemeinschaft zwischen unserer Gießener Polizei und der Bevölkerung sehr innig ist. Die Polizeibeamten haben diese große Gebefreudigkeit unserer Bevölkerung mit lebhafter Freude empfunden. Der Leiter der Polizeidirektion Gießen, Polizeidirektor Heine, spricht im Hinblick auf dieses schöne Sammelergebns allen Volksgenossen, die zu der Sammlung bei- steuerten, seinen und der Polizeibeamten herzlichsten Dank aus. Jahresende sein flügelloses Weibchen auf, und der Kreuzschnabel, der sich von den Samen der Nadelbäume nährt, zieht mitten in Frost und Schnee seine Brut auf. Darum sollte man nicht gar zu weich werden, wenn man sich die Tiere im verschneiten Walde vorstellt. Das Reh findet junge Knospen, der Hase läßt sich in seiner Höhle einschneien, und die Singvögel suchen die Baumrinden nach Kerbtier-Eiern und nach Puppen ab. Nur wenn die Kälte außergewöhnlich scharf wird und der Schnee besonders hoch liegt, wird es böse mit unserer Tierwelt. Dann darf der Mensch helfend eingreifen und an den Futterplätzen für die Vögel und das Wild sorgen. Taten für Montag, 24. Dezember. 1524: der portugiesische Seefahrer Vasco da Garna auf der Fahrt nach Kotschin gestorben (geboren um 1469); — 1824: der Komponist und Dichter Peter Cornelius in Mainz geboren (gestorben 1874); — 1837: Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in München geboren (ermordet 1898). Daten für Dienstag, 25. Dezember. 1742: Charlotte von Stein, die Vertraute Goethes, in Weimar geboren (gestorben 1827); — 1837: 1930)ia ^a9ner be’ Biagio geboren (gestorben Daten für Mittwoch, 26. Dezember. r 1 T Jo •l »Aodenb Achtung! Saar-Abstimmungsberechtigte! Es ist immer noch eine große Zahl- von Abstirn- mungsberechtigten nicht im Besitz des vorgeschriebenen Reisepasses. Die Abstimmungsberechtigten werden nochmals dringend gebeten, sich möglichst bald den Reisepaß ausstellen zu lassen. Es ist'dazu nötig ein Paßbild, nicht mehr zwei wie bisher. Die Anmeldung zur Ausstellung des Passes hat bei dem betreffenden Polizeirevier zu geschehen, wo der Ab- stimmungsberechtigte wohnt, und der Paß selbst ist vier bis fünf Tage später bei den Paßbüros der Polizeibehörden abzuholen. In allen Zweifelsfällen wenden sich die Abstimmungsberechtigten an die Saar-Obleute, oder an die Polizeibehörden, wo sie gerne Auskunft bekommen. m, Suswr i.;i5 czeich" • Ans unaHtsfeiert De bürg i liin 8tf«r‘ifr H PL. rifarl DU i Arbeitern .'Weizen r Firma K Mrbeiten " wg. Q »verein reine De abend. 'n Men E r und ein ® folgte ein 1 kchüler u i Ein Heü i* der stellc ” der die 1 y Dg ho - iurnoert er sich r u Wuchses in 6en • hänge du J turnen, i W den u|tt. ‘ erkennen i wir-, Dj d'Mg c i Ions uni ' schenk. ' drn Füh T kkreite- 5«z ter t-l. <1 1*. an der Landesunioersität Gießen Nachdem das des Ueberland- ek i g Der Pfarrassistentenstelle Viernheim mit 2vensitz in Lampertheim, Dekanat Zwingen- ■° nimmt, ersten bisher noch bis zum 31. Dezember Obecheffen Preußen immer: nur 0,20 inner rooor. Zauerchus, llernhaus. Feuer teilweise M a t e • in den befinden. >a e m TllerÄ«/s. ir zoMM/chtü nie nette wurden unterbunden, der Zugverkehr ist jedoch nicht gestört. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr, die von SA. und SS. tatkräftig unterstützt wurde, hatte den Brand um 23 Uhr in der Hauptsache gelöscht. Hofs aus bisher unbekannter Ursache aus. Die Decke einiger Räume wurde stark beschädigt, so daß erheblicher r i a l s ch a d e n entstand. Der Verkehr Wartesälen, die sich in diesem Flügel Her Zieh. 1 Hand in ies Baterl- —Aießener Eisverein, Dolkshalle, 10.30 bis lh Rollschuhlaufen. An Festtagen besonders wichtig Brand im Mainzer Hauptbahnhof. Mainz, 23. Dez. (LPD.) Heute gegen 20 Uhr brach im Nordflügel des Hauptbahn- ia- Silvester auf 6 Uhr festgesetzt worden ist. Meldeamt für den freiwilli- l» e i t s d i e n st ist vom 24. Dezember bis Landkreis Gießen. * 2J1; itii e r o b, 24. Dezember. Am zweiten Weih # Ober-Ohmen, 21. Dez. früher gemeindeeigene Ortsnetz der elektrischen Stromversorgung in den Besitz des Ueberland- wertes übergegangen ist, finden zur Zeit größere Instandsetzungen am Ortsnetz sowie bauliche Aen- derungen statt. Dadurch, daß das Ueberlandwerk jetzt die Einwohnerschaft direkt mit Strom versorgt, sind die Abnehmer auch der verbilligten Tarife a n g e l l s ch - t i r ch l i ch e Persono- ittemnt wurden der Pfarrer Otto Schaad «i nßarben, Dekanat Friedberg, zum Pfarrer □riä Kirch-Göns, Dekanat Gießen, mit Wir- : ic- 1. Januar 1935 ab; der Pfarrer Ludwig _ _.tf.u Pfungstadt — 2. Pfarrei — zum Pfaride : 'sten Pfarrei Pfungstadt, Dekanat Darm« X, m Wirkung vom 1. Januar 1935 ab; der staye esbiemtff^ rche erhobt? nmarfl^ r dem er, ? 2N'/ ri ti W' 9 615 M io, ! A 25 Kfy •*&: w w < mit dem r e seit W e der W -sreulicher Bj Freitag i Men M Stag * und W ; gebracht «W n’iilfomniA. ar rin? Friedrich Widmann zu Neuweilnau« mpr~- ' "el sa.. Dekanat Usingen i. T., zum Pfarrer der e i farrei der Martinsgemeinde (Westbezirk) cjrriabt, Dekanat Darmstadt, mit Wirkung ' A.iuar 1935 ab; der Pfarrverwalter Fried« o .rath zu Nieder-Wiesen, Dekanat Al- Wirkung vom 16. Dezember 1934 ab, zum t er:alter der erledigten Pfarrei Offenheim, LMzey. Beauftragt wurde: der Hilfs- g pr Ubolf Dahl zu Wiesbaden-Wallau, mit Bitfn i g Tom 1. Dezember 1934 ab mit der Ver- Bullrich-Sah =s. Kreis Schotten. # Vom Vogelsberg, 21. Dez. Wenn man jetzt durch die Wälder geht, macht man die Feststellung, daß mancher Baum im nächsten Frühjahr kein junges Grün mehr treiben wird. Ueberall in den Schlägen trifft man auf Bäume, die schon abgestorben, bzw. nm Absterben sind. Als Ursache wird von Fachkreisen die sommerliche Trockenheit angenommen. Unter diesen Umständen wird im nächsten Herbst mehr Dürrholz zum Einschlag kommen. ♦ Nie der-Seemen, 23. Dez. Der hiesige 34 Jahre alte Waldarbeiter Conrad R e u tz e l erlitt gestern beim Baumfällen im Walde schwere Verletzungen und mußte in i)ie Klinik nach Gießen gebracht werden. Kreis Büdingen. - Babenhausen I, 23. Dezember. Die hiesige Schule, zu der auch die Schulkinder der benachbarten Gemeinde Bellmuth gehören, hielt im Schulsaal ihre Weihnachtsfeier ab. Die Feier wurde eröffnet mit dem Liede „Heil dem Führer". Es folgten bann abwechfelnb Lieder und Gedicht- vorträge, Sprechchöre und eine kleine Erzählung. Besondere Aufmerksamkeit wurde den kleinen Kindern vom 1. und 2. Schuljahr für ihre Gedichtvorträge und Reigen aewidmet. Lehrer Hermann I a • kobi hielt eine Ansprache. In trefflichen Worten wies er .auf die Bedeutung des deutschen Weihnachtsfestes hin. Seine Ausführungen klangen aus in einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer, Volk und Reich. Zum Schluffe wurde noch ein Theaterstück aufgeführt, das einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Mit einem Weihnachtsliede wurde die Feier geschloffen. Hb er ne Hochzeit. Am 2. Weihnachts- a | imn das Ehepaar Heinrich Nikolaus, ih»fZu den Mühlen 6, das Fest der Silbernen ul »eiern. Das Jubelpaar ist langjähriger bt Gießener Anzeigers. C: :i ft m e 11 e i n der Kapelle des «!ßriedhofs fällt aus. Die Christ- ......, — « 1. Feiertag in der Kapelle des Alten 'ifer limmt ^iedkjo! muß wegen Erkrankung ausfallen. 2re Feierabendstunde an den > in ch t f e i e r t a g e n und an Sil- r.Die Polizeidirektion teilt mit, daß die Po- tonte, daß richtige Bearbeitung und Düngung des Bodens die Hauptfaktoren feien, um den Ertrag des Bodens zu steigern und die Nahrungsfreiheit eines Volkes zu garantieren. — Für das Winterhilfswerk wurden neun Wohlfahrtsteller zu 4,50 Mark verkauft. Die Frauenschaft verpackte die Kuchen, die an die Ortsgruppe abgeführt wurden. In unserem kleinen Dorf wurden 52 Napfkuchen gespendet. — Bei der Treibjagd der hiesigen Jagdgesellschaft wurden 75 Hasen geschossen. Es bedeutet ein knappes Durchschnittsergebnis. )( Lich , 22. Dez. Der hiesige Alicefrauen« verein (Frauenoerein vom Roten Kreuz) hält zur Zeit einen Kursus zur Ausbildung von Samariterinnen des Roten Kreuzes ab, an dem 21 Frauen und Mädchen teilnehmen. Die Leitung des Kurses hat in dankenswerter Weise Dr. Neunhöffer übernommen. )( Lich, 23. Dez. Heute nachmittag fand unter ,bem schön geschmückten Tannenbaum in unserer Stiftskirche die Weihnachtsfeier der hiesigen Kleinkinderschule statt. Unter den Klängen des Liedes ,Lhr Kinderlein kommet" zogen die Kinder, geführt von Schwester Lina und Frl. Marie Seim, ein, fangen freudestrahlenden Auges die alten Weihnachtslieder, sagten die Weihnachtsge-- schichte auf und kündeten in ernstem und heiterem Spiel von der Ankunft des Christkindleins auf Erden. Stiftsdechant Kahn hielt eine kurze, dem Verständnis der Kinder angepaßte Ansprache, die Gemeinde beteiligte sich mit entsprechenden Liedern. Zum Schluß konnten die Kinder mit schönen Geschenken und knusperigem Weihnachtsgebäck erfreut werden. — Anschließend fand im Städtischen Krankenhaus eine stimmungsvolle Feier statt, die durch Lieder der Chorschule unter Leitung von Lehrer Stein und durch prachtvoll zu Gehör kommende Solovorträge von Frau M. Wagner ver- schönt wurde. Die Ansprache hielt der Ortsgeistliche. Eine Bescherung der Kranken schloß die Feier ab. -.- N i e d e r - B e s s i n g e n , 22. Dez. Am zwei- ten Weihnachtstag kann — wie schon kurz gemeldet — Förster i. R. Johannes Georg Blei mit feiner Ehefrau Katharine, geb. Koch, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Beide Eheleute erfreuen sich trotz hohen Alters einer noch verhältnismäßig guten Gesundheit. Förster Blei hat an 9 Schlachten und Gefechten des Krieges 1870/71 teilgenommen und war vom Jahr 1876 bis 1924, also fast 50 Jahre, Gemeindeförster dahier. Die kirchliche Trauung ist im Anschluß an den Gottes- dienst am zweiten Feiertag vorgesehen, auch der Kriegerverein wird an diesem Tag seines verdienten Mitglieds in ehrender Weise gedenken. 0 Harbach, 21. Dez. Die Spenden für das Winterhilfswerk in der Dorweihnachts- z e i t erreichten heute ihren Höhepunkt in der Kuchensammlung. Eifrig waren in diesen Tagen die Frauen und Mädchen damit beschäftigt, für notleidende Volksgenossen schmackhafte „Formenkuchen" zu backen. So konnten heute von der Kreisleitung der Volkswohlfahrt annähernd 60 Kuchen abgeholt werden. Wenn man bedenkt, daß unser Dorf nur etwa 430 Einwohner zählt, dann muß man mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden sein. Nicht jeder kleine Ort wird eine derartige stattliche Zahl aufzuweisen haben. — Der überaus milde Winter hat manch seltenes nachtspakete angelangt. Daraufhin würben von Frauen ber NS.-Frauenfchaft und anberen edlen Spendern 17 Pakete mit allerlei gutem Inhalt, ber vornehmlich in Lebensrnitteln beftanb, zusammengestellt. Die am letzten Sonntag durchgeführtr Sammlung für das Eintopfgericht im Dezember brachte 56,77 Mark innerhalb der Ortsgruppe Kirtorf der NSV. Davon wurden im einzelnen fol- aenbe Ergebnisse erzielt; in Kirtorf 26,65 Mark, Lehrbach 16,77 unb in Erbenhausen 13,35 Mark. ss. Grebenau, 23. Dez. Dieser Tage hielt bis hiesige Ortsgruppe berNSDAP. im Partei- lokal eine Mitgliederversammlung ab. Ortsgruppenleiter Konrad Habermehl erläuterte die nationalsozialistische Weltanschauung und sprach über die gegenwärtige Lage. Anschließend erhielten einige Mitglieder ihre Mitgliedsbücher. Einige neue Mitgliedern wurden auf den Führer verpflichtet. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler des Deutschen Reiches und mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung beschlossen — Durch die gelinde Witterung der letzten Zeit, steht hier im Garten des Heinrich Seil II. ein R o s e n st o ck in voller Blüte. Naturereignis zur Folge. So steht in einem Sen Garten ein Rosenstoa mit prachtvollen sich e öffnenden Blüten. Daselbst befinden sich großblumige Stiefmütterchen im herrlichsten Blüten- schmuck. ch Lauter, 23. Dez. In diesen Tagen wurden durch die Gemeinde die Arbeiten am Verbindungsweg zwischen der Straße nach Laubach und nach Wetterfeld wieder aufgenommen. Seinerzeit wurden diese Arbeiten als N o t st a n d s a r b e i t e n ausge- führt. Da die Zahl der Tagewerke beendet war, konnte der Weg nicht fertiggestellt werden. Nun ist man daran gegangen, ihn zu vollenden. Den anliegenden Grundbesitzern wird dadurch eine gute Abfahrtsmöglichkeit für ihre Ernten geschaffen. Kreis Alsfeld. erhinfi näit aergt nmDomßanb, umstand. üaMckMhs ! t nachtÄfmr'tag begehen die Eheleute Heinrich B i n» 1Ie ß 'bebt: I. unb Ehefrau Katharine, geb. Pfeffer, " 3 in besirHcp n sprach sodann über die Stellung der Turn:®rine im dritten Reich. Ferner beschäftigte er sich iit der turnerischen Erziehung des Nach- mudf i 6 unb forderte die Eltern auf, ihre Kinder in beiQ Turnverein zu schicken. Don der Jugend höngEte Schicksal des deutschen Volkes ab. Boden- turnen \ Hebungen an Barren und Pferd, Pyramiden iriblbie den weiteren Abend ausfüllten, ließen erFenanni daß im Turnverein ernste Arbeit geleistet wird.: M Darbietungen wurden mit großer Befriedigung Msgenommen. Zum Schluß kam der Nikolaus j n überreichte jedem ber Kinder ein kleines Gescheut Mit einem dreifachen „Sieg-Herl!" auf den rubrer, und mit dem Liede „Turner, auf zum Streik'vfanb der Abend feinen Abschluß. — Ter F T. II 19'2 6 Großen-Buseck hielt im Gasthaus Gam 1 isinen F a m i I i e n a b e n b ab, mit dem eine ?8.ihnachtsfeier verbunden war. Die SA.-.'Nfülle bestritt den musikalischen Teil. Auch die 3ugerjnjriteilung des Vereins wirkte mit. Nach einemi Iwrspruch hielt der Dereinsführer Ludwig 23 r üii! : ine Ansprache. Er betonte, daß sinnvolle Leibessbmg im Dritten Reiche an Bedeutung ge» moiiraa Lunb für uns alle Mission geworden sei. Die rrsigefteüte Aufgabe müsse mit allem Einsatz zum i9oj( des Vaterlandes erfüllt werden. Hier fei DienHicm Verein gleichbedeutend mit Dienst am «Sporrt ;riel fei, die Glieder zu stählen, für Beruf unb Mmi. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Volk M n Führer beschloß er seine Ansprache. Ge- bid)tüW.nge der Schüler und einige Theaterstücke füllte'ton restlichen Abend aus und fanden regen BeifM * ; hgestern, 23. Dez. Der hier im Ruhe- ftanltö Krenbe Grubenbeamte Johannes Diehl begeht : n 2. Weihnachtsfeiertag in seltener körper- lichevrM geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag., I- war über 50 Jahre im Bergbau tätig, nimrir roch an allen Ereignissen des öffentlichen ßebeän liegen Anteil und ist in feinem hohe» Alter in we:pücklichen Lage, mit Leichtigket große Fuß- wanilt'L.igen zu unternehmen. ch ii lo:r f - Gi 11, 23. Dez. Hier fand im Rahmen der (lHeuigungsschlacht eine Bauernversamm- I u n i chitt, in der Dr. Heßler (Gießen) über „SotMitarbeitung und Düngung" sprach. Er be- 1934 verwendet werden. Nach einer neuen vierten Verordnung zur Ausführung des Milchgefetzes vom 20. Dezember 1934 ist die Geltungsdauer dieser Bestimmung bis zum 30. Juni 1935 verlängert worden. ** Nikolausfeier der Vogtfchen Pri- oat-Hanbelsfchule. Zu einer Nikolausfeier am Freitagabend im Caf6 Ebel versammelten sich die Schüler unb Schülerinnen unb deren Eltern der Vogtschen Prioat-Handelsschule in Gießen. Die vielen strahlenden Gesichter, durch die Vorbereitung recht neugierig gemacht, konnten es kaum abwarten, was ihnen der Nikolaus zu bringen hatte. Die Vor- tragsfolge nahm allein fünf Stunden in Anspruch. Unter ber schlagfertigen Ansage von Herrn Seitz unb den gut ausgedachten Improvisationen von Frl. Luft lief die Vortragsfolge reibungslos ab. Die herzlichen Begrüßungsworte des Inhabers der Schule, Herrn Vogt, und die eindrucksvollen Ausführungen über „Weihnachtsgedanken" von dem Leiter der Schule, Diplom-Handelslehrer H e y d e r , füllten den ersten mehr ernsteren Teil aus, der noch ergänzt wurde durch eine stimmungsvolle Tanz- ftubie „Gebet" unb einen Schattentanz, beibes getanzt von Frl. Zimmer. Der burch Diplom- Handelslehrer Dr. Schmidt gut einstudierte Sprechchor „Weihnacht" (Solostimme Frl. Keiner) erhöhte die Feststimmung und leitete zu dem Höhepunkt des Abends über: Der Nikolaus kommt! Nachdem er jedem einzelnen Schüler feine besondere Lektion erteilt hatte, auch manchmal kein Blatt vor den Mund nahm, packte er seine hunderterlei Sachen aus. Auch den Führer, das Vaterland, das Saar- gebiet und die NSV. hat er ebensowenig wie irgendeinen Schüler vergessen; unb ein Engel wurde von ihm beauftragt, die Sammelbüchse im Saal herumzureichen. Von den übrigen Darbietungen sind vor allem zu nennen: Die Schattenspiele „Wie wärsch' denn mit uus zwaa" (Frl. Fink und Herr Wagner) und Walzerphantasien. Frl. Mia Paul tanzte in einem sehr geschmackvollen Kostüm „Meißner-Porzellan" mit viel Grazie. Ein recht anmutiges Volkstänzchen, „Mädel wasch dich" tanzten sechs Schülerinnen der Oberstufe der 2. Jahresklasse. Viel Anklang fand auch ein selbstoerfaßtes Gedicht „Weihnacht" von dem Schüler Adolf Fritz. Es war eine Feierstunde im wirklichen Sinne des Wortes, in der auch erzieherische Arbeit geleistet wurde. ** Unfälle. Im Hause Walltorstraße 39 ereignete sich gestern ein Unfall. Die 73jährige Frau Katharina Simon stürzte, anscheinend infolge eines plötzlichen Schwächeanfalles, die Treppe hinunter und erlitt dabei einen komplizierten Arm- bruch. Die bedauernswerte Frau mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden. Die Verunglückte hat bis jetzt das Bewußtsein noch nicht wieder erlangt. — Der bei einem hiesigen Altwarenhändler beschäftigte Heinrich Triller von hier, Neuen Weg 6, erlitt bei feiner Arbeit einen Unfall. Ein schwerer Gegenstand fiel ihm auf den Fuß. Er mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Bon den Ettern in den Main getrieben LPD. Frankfurt a. M., 23. Dez. Die Justiz- pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: In der Strafsache gegen die Eheleute Höfeld und ihre Tochter, die die 14jährige Hilde Höfeld gezwungen hatten, in den Main zu springen, sind die Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft bis auf wenige geringfügige Einzelheiten nunmehr vollständig abgeschlossen. Bei der Ungeheuerlichkeit der in Rede stehenden Straftat bedurfte es einer eingehenden, bis in Kleinste dringenden Erörterung der Persönlichkeiten und der Umwelt der Beteiligten. Die Vernehmungen, die zum großen Teil von dem Oberstaatsanwalt selbst geleitet worden sind, haben nunmehr nach einer langwierigen Kleinarbeit ein völlig klares Bild der gesamten Sachzusammenhänge ergeben. Der Oberstaatsanwalt wird heute den gesetzlichen Vorschriften entsprechend den Antrag auf Eröffnung der Voruntersuchung gegen die Beschuldigten wegen versuchten Mordes bzw. wegen Beihilfe zum versuchten Mord bei dem Untersuchungsrichter des Landgerichts stellen. Es steht zu erwarten, daß die Voruntersuchung nur kurze Zeit in Anspruch nehmen wird, so daß in der ersten Hälfte des kommenden Monats die Anklage erhoben und die Straftat in der ersten Tagung des Schwurgerichts, die in die zweite Hälfte des Januar 1935 fallen wird, ihre Sühne finden kann. Kurzschluß durch Krähenschwarm. Fünf Dörfer ohne Licht. Lpd. Frankenberg (Eder), 23. Dez. Ein großer Krähen schwärm verursachte beim Niedergehen auf eine Wiese in der Nähe von Schreufa an der Stark st romleitung Kurzschluß. Ein großes Blinkfeuer erhellte die ganze Gegend, als die Drähte der Leitung zur Erde fielen. Sämtliche fünf an das Leitungsnetz angeschlossenen Ortschaften waren dadurch ohne Licht und Strom. Nach etwa einstündiger Unterbrechung konnte der Schaden behoben werden. Zwei Krähen ließen bei dem abendlichen Feuerwerk ihr Leben. Kreis Wetzlar. ■ Krofdorf, 24. Dez. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, mit ihren Gliederungen hielt am Sonntag nach Einbruch der Dämmerung im Zentrum des Dorfes eine weihnach11i ch e Feier ab. Zahlreiche Einwohner, vor allem die Kinder, versammelten sich um den großen, hellstrahlenden Lichterbaum. Unter Begleitung ber Krof- 9^)ud)( bto „R ek Id) ea" Hk^re ) 9t o l o ff auf Nachsuchen unter Aner- g Äner dem Staate geleisteten langjährigen S öroach annetek schliissil!, c '' " ' ' ' ~ w ' ch's Land t’ntt '■V Lw > (joT?.5 *• B : n der Lanbesuniverfitat. In It n/ w hon: i-fy'tanb versetzt wurde ber ordentliche Pro- ...... ‘ .............. teilhaftig geworben, bie bisher von ber Gemeinbe nicht gewährt werden konnten. # Ober-Ohmen, 23. Dez. Im Saal der Gastwirtschaft „Zur Krone" fand hier die Abschlußprüfung der Teilnehmerinnen des Haushaltungskursus statt. Die ausgestellten Arbeiten gereichten insbesondere ber Leiterin bes Kursus zur Ehre. Neben bem Kochen würbe auch bie Erlernung ver- schiebener Hanbarbeiten geförbert. Die teilnepmen- ben Gäste hatten insbesonbere Gelegenheit, bie Backkunst ber Schülerinnen zu berounbern. Bei Kaffee unb Kuchen fanb ein recht gemütliches Beisammensein statt, das von Liedern der Schuljugend, Rezitationen usw. umrahmt wurde. -ar Nieder-Gemünden, 21. Dez. Die N S. • Frauenschaft veranstaltete in Gemeinschaft mit dem hiesigen Evangelischen Frauenverein in der Wirtschaft Becker am vorigen Sonntag ihre Ab- vcntsfeier, bei ber Pfarrer Reichert bie Ansprache hielt. — Der BbM. hielt seine Weihnachtsfeier in ber Söblerschen Wirtschaft unb im Beisein ber Untergauführerin ab. Gebichte und Vorträge unb weihnachtliche Lieber wechselten miteinanber ab. Schöne unb praktische Geschenke lösten bei allen Mäbchen viel Freube aus. st. Kirtorf, 23. Dez. Der Tag ber Poli - z e i gestaltete sich im Bezirk ber hiesigen Genbar- merieftation zu einem großen Erfolg für bas Winterhilfswerk. In ben Orten bes Bezirkes würben insgesamt 30 Mark Bargelb aufgebracht. Ferner würben 189 Weihnachtspakete gegeben, bie nach ber Kreisstabt Alsfeld gebracht wurden. In Kirtorf wurden 30, in Lehrbach 32, in Erbenhausen 41, in Obergleen 65 Pakete gespendet, die übrige Zahl verteilt sich auf die Orte Wahlen unb Gleimenhain. st. Kirtorf, 19. Dez. Von Enbe November bis zum heutigen Datum des Monats Dezember wurden für das Winterhilfswerk folgende Spenden auf« gebracht: Die Reichssammelwoche für das Winterhilfswerk dojh 20. bis 25. November hatte in der Ortsgruppe Kirtorf ber NSV. ein Gesamtergebnis von 42,10 Mark aufzuweisen. Davon entfallen auf Kirtorf 14 Mark, Lehrbach 14,90 unb Erbenhausen 13,20 Mark. Der Verkauf ber Weihnachtsplaketten am 2. Dezember erbrachte 17,50 Mark; in Kirtorf 7 Mark, in Lehrbach 6,50 unb in Erbenhausen 4 Mark. Am Tage ber nationalen Solibarität betrug bas Sammelergebnis in ber Ortsgruppe Kirtorf 74,86 Mark. Vor einigen Tagen erfolgte bie Sammlung bes für bas Winterhilfswerk zur Abgabe aezeichneten Brotgetreibes. Es waren zusammen 38,42 Zentner Frucht gesammelt worben. Bei ber Dienststelle ber hiesigen Ortsgruppe ber NSV. waren von Frankfurt a. M. Wunschzettel für Weih- ä . ki. Außerdem erwies der Geschäftsbericht in allen Teilen einen erfreulichen Aufstieg. Aus den Erläuterungen konnte man feststellen, daß der Geschäftsbereich des Spar- und Darlehenskassenvereins Frankenbach in rührigen Händen ist. Nach kurzer Aussprache wurde dem Rechner sowie dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Dann wurden H. Christian Gerth jr. und H. Wilh. Runz- heimer jr. als Vorstandsmitglieder und S). Georg Decker als Aufsichtsratsmitglied einstimmig gewühlt. Zur Förderung der Landwirtschaft soll eine Ackerwalze angeschafft werden. Die Versammlung wurde mit einem dreimaligen „Sieg-HeiU" auf den Führer Adolf Hitler geschlossen. § Gladenbach, 23. Dez. Durch die Initiative des Ortsgruppenleiters der NSDAP., Pg. Humbert, ist es gelungen, mit den Gladenbachern Geschäftsleuten eine große Zinnsoldaten-Ausftellung, verbunden mit einer Gewerbeschau, zu veranstalten. Die Ausstellung war von 1700 Personen besucht. Die Einnahme betrug 224 Mark. Abzüglich der Unkosten konnten 170 Mark dem Winterhilfswerk über-1 wiesen werden. Die gleichzeitig zur Durchführung gebrachte Verkehrswerbung der Gewerbetreibenden erzielte ebenfalls günstige Ergebnisse und brachte einen Ueberschuß von 55 Mark, die einem Fond überwiesen werden, der dem im nächsten Jahre zu gründenden Verkehrsoerein zur Verfügung gestellt werden soll. — Durch die in der vergangenen Woche erfolgte Nachlieferung von Wild für das Winterhilsswerk haben sich die Endzahlen noch etwas geändert. Im südlichen Teil des Kreises Biedenkopf, SammelstelL» Gladenbach, gingen zusammen 15 Rehe und 75 Hasen ein, von denen der größte Teil an den Kreis Groß-Frankfurt geliefert wurde. Kreis Marburg Lpd. Marburg, 23. Dez. Der in seiner väterlichen Praxis in Laasphe mittätige Arzt Dr. H ö n e - mann jr. ist in der Marburger Klinik an den Folgen einer Blutvergiftung, die er sich bei der Ausübung der Praxis zugezogen hatte, gestorben. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember. Gießen. Stadtkirche. 9.30: Pfarrassistent Balz: Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde: 17: Pfr. Becker. — Iohannes- kirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer: 17: Pfarrassistent Balz. — kanelle des Alten Friedhofs. 6.30: Christ- mette; Pfr. Äusfeld: 9.30: Pfr. Anthes. — Petrus- kapelle. 9.30: Pfr. Trapp: 17: Pfr. Trapp. — Wieseck. 9.45: Hauptgottesdienst (Kinderchor): Kollekte: 11: Kinderkirche; 17.30: Christvesper. — Al- len-Vuseck. 9.30: Gottesdienst: Kollekte, 18.30: Weihnachtsfestspiel. — Steinbach. 10: Festgottesdienst: Mitwirken des Ev. Frauenchors: Kollekte. — Al- bach. 12.30: Festgottesdienst: Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors und des Konformandenchors: Kollekte: 16: Weihnachtsfeier des Kindergottesdienstes. 1. Abteilung: Kollekte. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst: 13.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Gottesdienst: 11: Hl. Abendmahl für die jungen Männer und Frauen von Staufenberg: Kollekte für die Heidenmission: 16: Christvesper: Kollekte. — Treis an der Lumda. 9.30: Beichte: 10: Hauptgottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für die Jugend. Kollekte. 18: Liturgische Weihnachtsfeier: Schülerchor, Posaunenchor, Kollekte. — Watzenborn - Steinberg. 13.45: Festgottesdienst: . Kollekte: 17: Weihnachtsfeier der Kinderkirche. — Garbenteich. 13: Gottesdienst: Schülerchor. — hausen. 10: Gottesdienst: Frauenchor. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn: 17: Weihnachtsfeier der Kinderkirche. — Nieder-Ves- singen. 10: Kandidat Uhrhan. — Langsdorf. 11: Festgottesdienst: Kirchenchor: Kollekte. — Dettenhausen. 9.30: Festgottesdienst: 18.30: Christfeier: Gesangverein: Kollekte. — Virklar. 13.30: Festgottesdienst: Kollekte. — Hungen. 9.45: Gottesdienst: anschließend Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls; nachmittags Hausabendmahle: 19.30: Christfeier. -- Langd. 13: Gottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Beltershain. 13: Gottesdienst, Kollekte. — Harbach. 16: Christvesper: Kollekte. — Veitsberg. 18.30: Christvesper: Kollekte. — Ober-Gleen. 9.30: Kindergottesdienst; 10.20: Festgottesdienst: anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls; 18.30: Krippenspiel: Kirchenchor. — Kirtorf. Kinder- und Festgottesdienst fallen mit Genehmigung der Kirchenbehörde wegen Scharlach aus: 14: Weihnachtsandacht auf dem Kirchplatz. 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 17: Pfarrassistent Balz, liturgischer Gottesdienst. — Iobanneskirche. 9.30: Pfarrassistent Balz; Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde; 17: Pfarrer Bechtolsheimer, liturgischer Gottesdienst. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Professor D. Bordier. — Petruskapelle. 9.30: Pfarrer Trapp. — Gemeindefaal der Luk^sgemeinde. 14: Taubstummengottesdienst, Pfarrer Bechtolsheimer. — Diefeck. 10: Hauptgottesdienst (Gesangverein „Eintracht"); Kollekte. — Alten-Bufeck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 14: öffentlicher Traugottes- dienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Konfirmandenchors: Kollekte; 16: Weihnachtsfeier des Kindergottesdienstes (2. Abteilung); Kollekte. — Klein-Linden. 10.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Trais a. d. Lda. 10: Haupt- gottesdienst; Kollekte. — Watzenborn - Steinberg. 13.45: Hauptgottesdienst. — Garbenleich. 10: Gottesdienst. — hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn. — Bieder-Befsingen. 14: Stiftsdechant Kahn. — Langsdorf. 11: Festgottesdienst, Kollekte. — Birklar. 9.30: Feftdottesdienft, Kollekte. — Bettenhausen. 13.30: Feftdottesdienft, Kollekte.— Hungen. 9.45: Gottesdienst. — Langd. 11.15: Gottesdienst. — Ober-Gleen. 10: Feftqottesdienst. — Kirtorf. Festgottesdienst fällt mit Genehmigung der Kirchenbehörde wegen Scharlach aus. — Rein- hardshain. 9: Kollekte. — Harbach. 10.30: Gottesdienst, Kollekte. — Veitsberg. 12.30: Gottesdienst, Kollekte. Evangelische Skadtmission. Löberstraße 14. 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember. 8.15 Uhr: Weihnachtliche Feier. katholische Gemeinden. Mittwoch, den 26. Dezember: Fest des hl. Stephanus. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt; 11: Messe: 17.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — bungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 14- , Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. —' Hochamt mit Predigt. UDÖa- Donnerstag, 27. Dezember: Fest des hl «w Gießen. 7.30 Uhr: Messe; vorher ®CiÄ Lich. 7: Hochamt, vorher Weinweihe. Neuaposlolische Gemeinden Gießen. Händelstraße 1 — Ederstraße 13 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember 9.30 Uhr: Gottesdienst, 16: Gottesdienst Baptislen-Gemeinde. Gartenstraße 13. 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember 9.45 Uhr: Prediger Lotz. Donnerstag, 27. Dezember. 20.30 Uhr: Bibelstunde; Prediger Falk. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur In drl^. Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notrui- fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Scha^ 8 bis 21 Uhr. 1 Stadtpostamt: Für Schlleßfachabl^ bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. 1. Weihnachtsfeierlag. Aerzte: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. Buchinger. Apotheke. Engelapotheke. 2. Weihnachtsfeiertag. Aerzte: Frau Dr. Marx, Dr. Schäffer Zahnarzt: Dr. Fischer. Apotheke: Pelikanapotheke. Neues für den Büchertisch. — Hermann Curth: „Volk und Wirtschaft in Lehre und Geschichte". Preis kart. 4,20 Mk. Hanseatische Verlagsanftalt, Hamburg. — (618)— Das Buch ist eine wirtschaftsgeschichtliche Darstellung, die auf der Grundlage der großen geistesgeschichtlichen Epochen der deutschen und abendländischen Geschichte beruht. Die katholische Ordnung des Mittelalters, die neuen Ordnungsformen der protestantischen und kalvinistischen Reformation, die gestaltenden Kräfte des Fürstenstaates, der Sinn und die Versuchung der bürgerlichen Gesellschaft und des Sozialismus werden durchleuchtet und mit treffenden Dokumenten belegt. Seinen Schwerpunkt erhält dieses Werk in der Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Besonders wertvoll ist auch die Darstellung der natürlichen Wirtschaftsordnung der Physiokraten. Auf di? m kung Mösers für die deutsche Volks- und $4 lehre wird eingehend hingewiesen. — Georg Sch ulze-Alten bürg: fahrt — Ahoi! Klaus Hollert geht jur« 247 Seiten. Mit vielen Bildern. (9amkinen V RM. Verlag Köhler, Minden i. W., — Es ist kein „Seemansgarn", kein wilder roman, sondern das Buch schildert die hmk -' doch schöne Schulschiffszeit des Verfassers aui l- Segelschulschiff des Norddeutschen Lloyd. Erleben mit, wie diese jungen Leute in Sturm - Wetter, unter glühender Tropensonne und in -. kalten Nächten, in stetem Ringen mit den Uck: der Natur zu ganzen, harten Männern weck- Noch schneller • AltLER TMJW 1,7 LTI! Der Meister der Kurve fährt: BERLIN V PARIS Generalvertreter: H. Wagener, Gießen Frankfurters^; Werbeblatt kosten!. e- Cai'dvy 25 P£g. ASTOR1A*LICHTSP1ELE ¥*NW1 Der Herr der Welt J. B. H AUSER, <*!£SS^ ferner: Ruf 2145-2146. GR€TM GZIRBO VornehmI Geschmackvoll! 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Beiprogramm undüfa-Tonwoche Anfangszeiten: Feiertag u. Sonntag 3,5.30, 8.30 Uhr, an Wochentagen 4. 6 u. &30 Uhr IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIII* Ätta Lfnzeigen-Älktiengesellf Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und ZeiM" Gletzen / SrhulstvaSe IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIliiiilllllllllH1!'1 LICHTSPIELHAUS GIESSE'NI Unser FbLlpTOFTLMM am 1. Feiertag Magda Schneider, Willy Forst in dem entzückenden Lustspiel lk.' Itllagt ;iefcenl eimat mom 0»4- ■'bneJ iulteflc !luch . von e> infolge Al^nl ftiiw Laufe d tsl holte, fe“* untern. SM jlrbeikss Mwv auf 2,35 tato d M SÜT Mwn Slrbfih gebiete fldegt schlacht onde anhält den Äl Ncichsi lersuch! gcbniA vchchlc naljnie ‘Stacie heute •lin 2 |i nb tüt jcitrschl »ort '21 r seihen, ÄC5 llal iung Vörde deilticl itQflni flf'am ffiba lchen Lohre; Vörde Ürbcti Zu vei Die Irbeii mäh der gt fic inj Horte Stant belruc nurn ben bessi trai es Nu nfl enomn ) und en 1 är t: dgenie atz Er ) Solist etchnei icttung. $ir 1 be M.1 ta -Kl pen Kr achtbar i das iin sü' ulen !> :n> Ei .ullsgen y1 .Mas Ur, u Job?n Oes SU D( , 3ni fartfti