!tr. *l\ Erstes Blatt 184. Jahrgang Samstag, 24. Marz M4 (Er|d)emt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©ießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt jjernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen postschecktonto: gronlfvrt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfi1St§-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. 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H., die Anzahl seiner D i v i s i o ne n um W v.H., seine Truppenbestände um 25 v. H. nb — vom Juni 1932 bis Juni 1933 — seine ,'Landesverteädigungskredite um 2,5 Milliarden verringert habe. Die französische Legierung würde sich nicht dazu entschließen kön- !«n zuzulassen, daß Deutschlands Austritt i u s dem Völkerbund, der in der Arbeit des Völkerbundes schwere Störungen verursacht hat, Deutschland neue Rechte verschaffen und für Frank- isich neue Opfer herbeiführen würde, unter denen licht seine Landesverteidigung leiden könnte. Die Legierung der Republik hat stets eine k o n t r o l - leerte Herabsetzung der Rüstungen ins iZuge gefaßt, die schrittweise bis zu einem Stande lurchgeführt werden sollte, der die Verwirklichung der Gleichberechtigung in ifinem S y st e m der Sicherheit ermöglicht, dieses System stieß auf die Schwierigkeit, daß Deutschland fortlaufend das Programm durchführte, das es feit langen Jah- i-n verfolgt hat, um feine Rüstungen auf einen viel l-öheren Stand als den durch die Verträge zuge- Ii [jenen zu bringen. Frankreich kann weder verstehen, noch zugeben, daß die übertriebenen Aufrüstungsansprüche, die von einer Seite erhoben werden, als Begründung dafür dienen können, von anderen Mächten Rüstungsverminderungen zu verlangen, die dem Interesse ihrer Sicherheit zuwiderlaufen. Die britische Regierung hat auch die Ungerechtigkeit dieser Methoden selbst eingesehen und das für die abgerüstelen Staaten enthaltene verbot einer militärischen Luftfahrt vorläufig aufrechterhaltem Die französische Regierung schließt sich diesem Standpunkt vorbehaltlos an. Dagegen hält sie sich für verpflichtet, zu der Forderung der deutschen Regierung, ihre Armee unverzüglich und .ohne vorhergehende Prüfung des gegenwärtigen Standes dieses Heeres auf eine Zahl von 300 000 Mann (mit dem entsprechenden Material) bringen zu können, die e n t f ch i e - den st en Vorbehalte zu machen. Die französische Regierung weiß die Bemühungen biT britischen Regierung hinsichtlich der Militär- ähnlichen Verbände sehr zu schätzen. Die deutsche Regierung gibt heute zu, daß es nötig if:„ festzulegen, welche Betätigungsarten diesen Verbänden untersagt werden müssen, dcmit sie den Charakter einer militärischen Organisation verlieren, der sie jetzt nach Form und Satzung nichgebildet sind, um sich a u f das politische 8 e b i e t zu beschränken. Nichtsdestoweniger bleiben m ch wichtige Punkte zu klären: Sie beziehen sich auf die vormilitärischen Verbände, die Modalitäten dir Kontrolle, die Uebergangsmaßnahmen, die llusgabenbeschränkung und ganz besonders die Erstellung von-Kriegsmaterial. Die Vorschläge über eine Konsultation dec Mächte bedeuten einen Schritt vorwärts: über ist eine Verpflichtung zur Konsultation bei Verletzung des Abkommens geeignet, A b - Hilfe gegen eine f e ft g e ft eilte Verfehlung zu bringen? Die französische Regierung glaubt dies nicht. Die Signatarmächte müssen anerkennen, daß sie verpflichtet sind, gegen eine durch die Kontrolle aufgedeckte Vertragsverletzung unverzüglich mit allen Mitteln des Druckes vorzugehen, wobei das Ausmaß der Sanktionen der Schwere ber Vertragsverletzung anzupassen wäre. Wenn die festgestellten Vertragsverletzungen die $i- cherheit eines anderen Staates gefährden, muh ein solidarisches Vorgehen der Mächte stattfinden, um zugunsten des bedrohten Staates das gestörte Gleichgewicht iviederherzustellen. Diese Solidarität müßte sich iim so stärker auswirken, wenn die vertrags- »erlehung zum Angriff ausarten würde. Frankreich seht nach wie vor sein Ver- Irauen in die Garantien, die der Locarnover- Irag festgestellt hat. Aber das geplante Wommen hat einen so weitgehenden internationalen Lharakter, daß die französische Regierung sich ben Sorgen anderer Mächte nicht entziehen lann, die berechtigte Befürchtungen hinsichtlich ihrer Sicherheit haben. Letzten Endes muß immer wieder auf ben V öl - kerb und zurückgegriffen werden. Frankreich hat daher auch freudig begrüßt, daß die britische Regierung die Rückkehr Deutschlands in len Völkerbund zu einer wesentlichen B e - iingung für ein Abkommen über die Rüstungen H hat. Deutschland könnte bessere Garantie Gleichgewicht der Mächte geben, als seine fiel von allem Zwang erfolgende Rückkehr in die Kcatengemeinschaft, in die es ausgenommen worden ist. Die Regierung der Republik kann keinen Vorschlag annehmen, der die A b r ü st u n g Frankreichs verschärfen würde, indem er gleichzeitig Deutschland eine sofortige und schwer zu begrenzende Legalisierung einer Aufrüstung zubilligt, die es schon jetzt unter Verletzung der Verträge durchführt. Washington stark enttäuscht Washington, 24. März (DNB.) Im Staatsdepartement und im Weißen Hause hat die französische Abrüstungsnote starke Enttäuschung bereitet. Paris hofft auf mit den klein Paris, 24. März. (DNB.-Funkspruch.) Französische Kreise versuchen, die Antwort an England trotz ihrer kategorischen Ablehnung der englischen und indirekt auch der italienischen Vorschläge als einen „pofitioenfon ft ruttipen Beitrag" zum Abrüstungswerk hinzustellen. Das Dokument entspreche der' öffentlichen Meinung Frankreichs. Man zweifele auch nicht, daß die Gedankengänge der französischen Note mit den entsprechenden. Richtlinien der K l e i n e n E n t e n t e und P o l e n übereinstimmten, und erwarte, daß Außenminister Bar- thou bei seinem Besuch in Brüssel auch die Zustimmung des belgischen Außenministers erhalten werde. Der „Petit Parisien" behauptet, diese „vom reinsten Patriotismus" getragene Antwort fei „positiv und konstruktiv" hinsichtlich der Mittel, um im Rahmen des Völkerbundes die Verpflichtungen aus Artikel 8 (Abrüstungsartikel) die Beschlüsse der Abrüstungkonferenz und gleichzeitig auch die Deutschland durch dis Entschließung vom 11. Dezember 1932 bewilligte „Gleichberechtigung in der Sicherheit" zu verwirklichen. — Das „Journal" glaubt, die Schlußfolgerung der französischen Note sei, nach England will die V Oie französische Note wird als a London, 24. März. (DNB.) Wie Reuter erfährt, ist man in London der Ansicht, daß die französische Note nicht so beurteilt werden kann, als ob damit die Tür endgültig zugeworfen würde. Das Ziel der englischen Regierung ist es, klarzulegen, ob es eine Möglichkeit gibt, den Standpunkt Frankreichs mit dem Deutschland zu versöhnen. Die Zeit, bis zu dem auf den 4. April festgesetzten Zusammentritt des Büros der Abrüstungskonferenz, wird im Sinne dieses Zieles ausgenutzt werden. Die britische Regierung betrachtet die französische Note nicht als letztes Wort, sie wird deshalb die Abrüstungsfrage im Lichte der deutschen und der französischen Note mit größter Sorgfalt prüfen und untersuchen, ob die Möglichkeit besteht, entweder Frankreich oder Deutschland irgendeine Konzession oder Abänderung vorzuschlagen, die die beiden Länder einander näherbringen könnte. Nach einer Prüfung zusammen mit der deutschen und italienischen Antwort werde man den diplomatischen Meinungsaustausch zwischen London, Paris, Rom und Berlin fortsetzen. Weitere Rückfragen in Paris werden mit „Mißverständnissen" über gewisse Punkte in der französischen Note begründet. Die französische Note, so erklärt „Daily Telegraph", sei in mancher Hinsicht außergewöhnlich unklar. In manchen Punkten zeige sie merkwürdige Mißverständnisse hinsichtlich des Umfanges und der Auswirkung sowohl der englischen Vorschläge als auch der deutschen Forderungen. So sage Frankreich, daß eine sofortige Aufrüstung Deutschlands bei einer gleichzeitigen sofortigen Abrüstung Frankreichs unannehmbar sei. Demgegenüber sei zu betonen, daß der englische Plan lediglich Vorschläge, daß Deutschland innerhalb eines Zeitraumes von mehreren Jahren seinen verhältnismäßigen Anteil an Verteidigungswaffen erhalte, bei gleichzeitiger schrittweiser Umbildung der Reichswehr in eine kurz dienende Miliz. Gleicherweise sei die Beseitigung der schweren französischen Angriffswaffen auf eine Reihe von Jahren verteilt. „Will Frankreich nicht das sorgfältig abgestufte Herabsetzunckeschema annehmen, das der englische Plan enthält oder zum mindesten den versöhnlicheren deutschen oder italienischen Vorschlag? Damit will man von Frankreich nicht mehr verlangen als eine Begrenzung seiner R List u n g e n auf den jetzigen Stand." „Times" sagt, die französische Note gleiche einer für öen i n n e r p o l i t i s ch e n Gebrauch bestimmten Regierungserklärung. Die französische These zeige nicht die geringste Neigung, ein neues System auf einer neuen Vereinbarung zu begründen. Sie ziehe es vor, auf den französischen Rechten, auf der Völkerbundssatzung und dem Versailler Vertrag fteb*n zu bleiben. Wenn Frankreich sein Mißtrauen damit be- Mcm könne nicht verstehen, weshalb die französische Regierung hartnäckig an der alten These der Sicherheit festhalte, anstatt ebenso wie alle anderen Großmächte im Interesse der Erzielung einer Einigung etwas nachzugeben. Die französische Note wende sich in der Hauptsache gegen England, das man zu einer strengeren Beachtung des Versailler Vertrages zurückbringen wolle. Amerika dagegen halte das britische Memorandum für einen sehr geeigneten Kompromißvorschlag und halte die darin empfohlenen Maßnahmen zur Angleichung der deutschen Rüstung für durchaus vernünftig. Einverständnis en Vasallen. Genf zurückzukehren, um festzustellen, ob Deutschland bereit sei ober nicht zur Annahme der Bürgschaften, ohne die weitere Verhandlungen undenkbar wären. — Das „Echo de. Paris" meint, vielleicht mache Barthou sich zu große Illusionen über den Wert des Rheinpaktes. Hoffentlich lasse er sich nicht von den Hirngespinsten seiner Vorgänger anstecken, wenn es gelte, die Sicherheitsgarantien näher zu bestimmen. Nur der Anspruch auf direkten, von langer Hand schon in Friedenszeiten vorbereiteten und durch eine starke englische Ausrüstung unterstützten militärischen Bei st and könnte Frankreich veranlassen, von seiner Haltung abzugehen. — Der sozialistische „Populaire^ (L6on Blum) würde die französische Note begrüßen, wenn es sicher wäre, daß der Hinweis auf den einzigen Ausweg zurück nach Genf nicht als Ausfluchtmanöver, sondern als entschlossener Wille zur rettenden Tat gewertet werden könnte. Sei dies nicht der Fall, bleibe nur noch eine Hoffnung, die heilbringende Intervention Rußlands an Stelle des versagenden Frankreich. Hergewöhnlich unklar bezeichnet. gründet, daß Deutschland die militärischen Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht gehalten habe, so sei da gegenüber zu erklären, daß Deutschland die Vertragsbestimmungen überhaupt nie freiwillig angenommen habe, aber praktische Vorschläge für eine allgemeine Abrüstungsbegrenzung gemacht habe. Die italienischen Vorschläge bewegten sich sehr stark [n der Richtung der deutschen. Ls müsse daher eine beträchtliche Enttäuschung in England herrschen, daß Frankreich sich bisher nicht zu einer besseren Erwiderung in der Lage gesehen habe. Barthou greife auf die alte Idee einer allgemeinen Bürgschaft für d i e Sicherheit der Grenzen zurück. Selbst wenn man alle gegenwärtigen Grenzen als richtig betrachten würde, wäre ein derartiges Versprechen für Enaland z u läftig und die Möglichkeit seiner Ausführung zu weit entfernt. Demgegenüber müsse die Ausführung einer Abrüstungsvereinbarung eine Angelegenheit für alle sein. Jeder müsse bereit sein, im Falle ihrer bewiesenen Verletzung zu Maßnahmen zu greifen. Aber selbst diese Verpflichtung sei so schwer, daß sie nur auf Grund des ungeheueren Vorteils übernommen werden könne, der eine wirkliche allgemeine Rüstungs - Herabsetzung auf den Verleih igungs- ft a n b für bie zivilisierte Welt bebeuten würbe. Die Verpflichtung zum Handeln würde außerdem wahrscheinlich gebietlich begrenzt werden müssen. Auf der anderen Seite sei es klar, daß alle anderen Länder der Tatsache offen ins Gesicht blicken sollten, daß Deutschland moralisch, wenn nicht sogar rechtlich, zum Besitz der Mittel für seine Selb st Verteidigung berechtigt sei. Es sei sicher, daß Deutschland kein Abkommen annehmen würde, das ihm nicht das Recht zum Besitz von Verteidigungswaffen gäbe. „Es muß die Esienz jedes Abkommens fein, daß jeder Staat in der Lage sein soll, seine eigene Verteidigungsausrüstung an Mannschaften und Material zu haben." Die konservative „M o r n i n g P o ft" spricht von verlorener Liebesmühe und sagt, daß die französische Antwort nichts anderes als eine höfliche Ablehnung des englischen Memorandums ist. — „D ailt) Expreß" erklärt, Frankreich hat in rund 2070 ein glattes und endgültiges Nein auf den englischen Abrüstungsplan erklärt. In der Domningftreet werde bie französische Antwort a I s Leichenbegängnis ber Abrüstungskonferenz betrachtet. Schaff« Arbeit! Die Arbeitsschlacht 1934 ist eröffnet. Der Führer hat bas Zeichen zur Erneuerung bes Angriffs gegen bie furchtbare Geißel bes mobernen Wirtschaftslebens gegeben. Ein ganzes Volk ist angetreten, bereit, in enger Arbeitsgemeinschaft von Kopf unb Hanb, in fugenlosem Jneincmbergreifen bes großartigen Räberwerks seiner nationalen Wirtschaft bas in bie Wirklichkeit umzufetzen, was bie Führung ersann unb plante, um roieberum von Millionen Volksgenossen ben Druck erzwungener Untätigkeit zu nehmen. Der Kanzler hat bas neue Arbeitsbeschaffungsprogramm ber Reichsregierung von ber Baustelle Unterhaching ber Reicysauto- bahnen verkünbet unb mit ber Wahl biefes Ortes schon symbolisch bas zum Ausbruck gebracht, was er auch in seiner Ansprache an bas ganze fdjaffenbc Deutfdjlanb als Grunbsatz feftlegte: Initiative unb Mittel bes Staates können heute noch nicht entbehrt werben, um bie Arbeitsbeschaffung, von so breiter Basis in Gang zu setzen, wie es nötig ist, um bie Gesamtwirtschaft zu befruchten. Aber bie Zwischenschaltung bes Staates unb ber Einsatz öffentlicher Mittel soll unb kann nur bazu dienen, auf dem Wege über dem Schaffen neuer Kaufkraft die private Unternehmerinitiative zu beleben und das Wirtschaftsleben wieder auf eigene Füße zu stellen. Als wichtigste Tragpfeiler der nationalen Wirtschaft hat der Kanzler mit Recht den Bauernstand und den gewerblichen Mittelstand bezeichnet. Sie durch gesetzgeberische Maßnahmen wieder auf gesunde Grundlagen zu stellen, war eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Dauererfolg im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Das erste Jahr der nationalsozialistischen Revolution hat diese Voraussetzungen geschaffen. Die Zunahme der Sparkasseneinlagen um rund eine Milliarde Reichsmark wäre ohne die neue Fundamentierung der beiden wirtschaftstragenden Stände und ohne die damit eng verbundene Wiederherstellung des Vertrauens in bie Stabilität ber politischen Führung unmöglich gewesen. Der Kanzler nimmt bie tätige Mithilfe ber in biefen Stänben vor anberen begriffenen Masse ber kleinen Sparer eminent ernst. Er weiß, baß Vertrauen bas A unb O jeher Kapitcll- bilbung ist, unb betont beshalb mit befonberem Nachbruck bie Achtung vor Eigentum unb Vertragsrechten, ben Schutz bes Ertrags jeber ehrlichen Arbeit und redlicher Ersparnisse. Auch den lebensfremden Theoretikern und leichtsinnigen Wirtschafts- Hasardeuren, bie noch immer hier unb ba ihre gefährlichen Rezepte anzupreisen unb an ben Mann zu bringen suchen, erteilt ber Kanzler eine scharfe Absage unb betont erneut ben entliehenen Willen ber Reichsregierung, bie Währung gefunb unb bie Staatsfinanzen in Orbnung zu halten. Diese Erklärungen bes Kanzlers haben schon in einer erneuten Bekunbung bes Vertrauens ihre praktische Auswirkung erfahren. Am Rentenmarkt war bereits am Tage her Kanzlerrehe eine Steigerung ber Kurse zu verzeichnen, bie bei weiterem Anhalten hie Aussichten auf eine weitere organische Senkung bes Zinsniveaus eröffnet. Damit würbe eine ber wichtigsten Vorbebingungen für eine Heranziehung bes beutfchen Kapitalmarktes zur Finanzierung ber Arbeitsbeschaffung gegeben fein. Bebarf unb Erzeugung in Einklang zu bringen, hat her Führer als Grunblinie nationaler Wirtschaftspolitik bezeichnet. Die Kaufkraft bes Heeres ber Verbraucher muß mit ber Probuktionsfähigkeit unb Probuktionsleistung steigen. Das Angebot von Arbeitskräften unb bie Nachfrage nach Waren müssen wieher ihren Ausaleich finben. Feiernbe Hänhe müssen wieher mit ftiügelegten Probuktions- ftätten zusammengebracht werben, auf Absatz war- tenbe Warenläger müssen wieher mit bebürftigen Verbrauchern Zusammentreffen. Da jeher wieher in Arbeit gebrachte Volksgenosse gesteigerte Gütererzeugung, aber auch erhöhten Bebarf bebeutet, so dienen die für bie Arbeitsbeschaffung eingesetzten Mittel ber öffentlichen Hanb ber Stärkung ber Kaufkraft unb bamit ber Bebarisweckung. Die Ein- ntieberung von 5 Millionen Arbeitslosen in ben Probuktionsprozeß setzt her Kanzler her Erhöhung ber Konsumkraft um insgesamt 5 Milliarben im Jahre gleich. Erhöhung ber Konsumkraft bebeutet Anreaung bes Bebarfs, bebeutet weiter Steigerung ber Probuktion. Um biefen volkswirtschaftlichen Kreislauf zu schließen unb in ftänbiger Zirkulation zu erhalten unb um schließlich bie nur zur Ankurbelung behelfsmäßig erfolgte Finanzierung mit Öffentlichen Mitteln durch privates Kapital zu ersetzen, fordert ber Kanzler, haß ber Ertrag ber erhöhten Probuktion in erster Linie wieher zur Einstellung neuer Arbeitskräfte Verwendung findet. „Lohn unb Dioibenbe", so sagte ber Kanller, „sie müssen, so schmerzlich es in biefem ersten Fall auch sein mag, zurücktreten gegenüber ber überlegnen Erkenntnis, haß wir erst bie Werte schaffen müssen, hie wir bann zu verzehren geb^nken." Erst eine völlige Gesunbung bes volkswirtschaftlichen Kreislaufs führt zu einer echten Vermehrung bes Arbeits-' ertrage, her zur Verteilung gelangen kann unb den Lebensstandard des ganzen Volkes erhöhen wird. Seinen grundsätzlichen Darlegungen über Sinn unb Zweck bes Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung hat ber Führer die praktischen Maßnahmen angefügt, bie mit Hilft non R"ichs- mitteln zur Ankurbelung ber Wirtschaft vorgesehen sind. Zieht man frühere Ausführungen des Sach- bearbeiters im Reichsfinanzministerium, des Staats- fekretärs Reinhardt, zur Ergänzung hör Au stütz, rungen des Kanzlers heran, so ergibt sich, daß für die Reichsautobahnen unb ben Ausbau ber Zu- brinaerstraßen in diesem Jahre 70n Millionen \ut Verfügung stehen. Von T-en 500 Millionen für Ge- bäudeinstanhsetzungszuschüsse ist noch ein beträcht, licher Rest unausgenützt geblieben. Eine Reihe von flfll zusteht a) b) c) d) e) ommen ßemittigur gestellt roe: ommensbi entsprechen ines S ommen an Die Fortführung der Reichs reform. 1- Bei Steuerpflichtigen, denen keine Kinderermäßigung nach dem Einkommensteuergesetz zusteht >6cf)lad)t Mum 30. S- Zeitrau geführte S- Mheins als nuf weitere« viehums, viehmär Bogen. We ^^eugnissen hierzu »ellichen V Wolle, Regelung j7 üuOrer zum Ziele gesetzt hatte. Persönliche Ytefe‘fen dürften bei einem Werk von so ?.Hübschem Ausmaß keine Rolle spielen. Im übrigen werde bei der Neugliederung auf d i e J\r.e J!e n ö e r Wirtschaft gebührende nj.Ucr'l' genommen werden. In ausdrück- • lichem ^'uverständnis mit dem Führer gab Reichs- Minister Dr. Frick bekannt, daß für d i e Beamtenschaft der Länder- auf Grund der bevorstehenden Neuordnung des Reiches kein Anlaß zur Beunruhigung bestehe. Besondere Bedeutuna legte Reichsminister Dr. Frick der im Zuge der Neuordnung liegenden Die Fortsetzung des Gesehgebungswerks der Reichsgesetzgebung. 6in Gesetz zur Erhaltung und Hebung der Kaufkraft. Dor Tausenden von Eisenbahnb^amten und Arbeitern auf dem Gaugebiet Mecklenburg-Lübeck gab der stellvertretende Generaldirektor der Reichsbahn, Kleinmann, bekannt, daß nur noch eine Per- sonalordnung durchgeführt werde; die Dienstdauer' Vorschrift werde zur Zeit nicht geändert In aller« nächster Zeit würden die neuen Lohntarife bekanntgegeben werden, die zwar manchem Enttäuschungen bereiten würden, die aber in allererster Linie di« Aufgabe hätten, die Löhne der schlecht- bezahlten Eisenbahnarbeiter zu heben. Demnächst werde es bei der Reichsbahn unkündbare Eisenbahnarbeiter geben. Oie Neuregelung des Glraßenwefens. ..Berlin, 23. März. (DNB.) Bei dem Gesetz über die einstweilige Neuregelung des Straßen- roefeng und der Straßenverwaltung wurde, da der künftigen Gestaltung des Reiches nicht vorgegriffen werden kann, eine Lösung gewählt, die auf dem bestehenden Zustand aufbaut und alle Möglichkeiten für die endgültige Gestaltung der Straßenverwal« tung offen läßt. Die Straßen werden in Kraftsahr« bahnen, Reichsftraßen und Landstraßen 1. und 2. Ordnung eingeteilt Für die Reichsstraßen ist Träger der Straßenbaulast bas Reich,' für die Landstraßen 1. Ordnung sind Träger dök Straßenbaulast die Länder und preußischen Provinzen. Für die Landstraßen 2. Ordnung ist dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen die d i e Finanzämter erfolgen. Eine sehr wichtige und wesentliche Maßnahmi ist die Aufhebung bzw. Milderung der in früheren Jahren vorgenommenen Einbehaltung iirxh Kürzung von Dien st bezögen. Diele Länder und Gemeinden haben früher zur Ausgleichung der steigenden Haushaltsfehlbeträge neben der Kürzung der Einkommen der Beamten Einbehaltungen von den Dienstbezügen vorgenommen und die Auszahlungstage hinausgeschoben. Durch eine einmalige Maßnahme im Rechnungsjahre 1934 soll es den Ländern und Gemeinden erleichtert werden, ihre Vorschriften über die Kürzung, Einbehaltung und Auszahlung von Dienstbezügen denjenigen des Reiches wieder anzugleichen. Oie Aenderung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Berlin, 23. März. (DNB.), Das vierte Gesetz zur Aenderung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums bringt eine Verlängerung der griften der Paragraphen 5 und 6. In den einzelnen Verwaltungen ist es nicht gelungen, das Berufsbeamtengesetz bis zum 31. März d. I., bis zu welchem Tage es bisher befristet war, feinem Zweck entsprechend vollkommen durchzuführen. Es hat sich infolgedessen als nötig erwiesen, die Möglichkeit, einen Beamten im Interesse des Dienstes z u versetzen oder ihn in den Ruhest and treten zu lassen (Paragraphen 5 und 6), noch bis zum 30. September d. I. z u verlängern. Die Bestimmung der Paragraphen 2 bis 4 (Entlassung von Parteibuchbeamten, Marxisten , Nichtariern und p o li t i f t Unzuverlässigen) werden hierdurch n i chi berührt. Der entscheidende Paragraph 7, Abs. 2, Satz 1, lautet also nun: Die Verfügungen nach Paragraphen 2, 2a, 3 und 4, Abs. 1, müssen spätestens am 30. September 1933, die Verfügungen nach Paragraph 4, Abs. 2, spätestens am 31. März 1934, die Verfügungen nach Paragraphen 5 und 6 spätestens am 30. September 1934 zugestellt werden. Außerdem eröffnet die Novelle im Artikel 1, Ziffer 1b, das Recht, die auf Grund des Berufsbeamtengesetzes getroffenen Maßnahmen zur Entlassung von Beamten, die nach den P a r a g ra- phen2,2abis4 erlassen worden sind, zugunsten der davon betroffenen Beamten bis zum 30. September 1934 dann zurückzunehmen ober z u andern, wenn sich nachträglich herausgestellt bat, daß die erlassene Verfügung sich in dem Einzel- falle nicht rechtfertigt. Um bereits ausqe-i sprochenen Aufhebungen von derartigen Entlassungs-I Verfügungen Rechtskraft zu erteilen, ist dem Artikel 2s der Novelle rückwirkende Kraft bis zum Tage des Inkrafttretens des Berufsbeamtengesetzes, am 8. April 1933, erteilt worden. Nie Ordnung der nationalen Arbeit in öffentlichenBe rieben Berlin, 23. März. (DNB.) Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit in öffentlichen Verwaltungen u. Betrieben sieht Erlasse von Dienstordnungen durch den Führer der Verwaltungen oder Betriebe vor. Die Dienstordnung entspricht etwa der Betriebsordnung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit. An Stelle der Treuhänder der Arbeit treten in dem neuen Gesetz Sondertreu- bänber für den öffentlichen Dien ft, die vom Reichsarbeitsminister im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministern bestellt werden und oder Tarifordnungen erlassen können. Für öffentliche Verwaltungen, die Hoheitsbefugnisse ausüben, sieht das Gesetz einen Vertrauensrat nicht vor. Im übrigen werden in Verwaltungen und Betrieben der öffentlichen Hand Vertraue ns- r ä t e in gleicher Weise wie in der Privatwirtschaft gebildet; ihre Befugnisse entsprechen im großen unh ganzen denen der Vertrauensräte nach dem GestS zur Ordnung der nationalen Arbeit. Auch dir Vorschriften über die soziale Ehrengerichts- b a r f e i t und den Kündigungsschutz sind mit geringfügigen, durch die besondere Stellung der öffentlichen Verwaltungen und Betriebe gebotenen Abweichungen enthalten. »vor. Eine und Berlii ' Märkte fü sind nunir mit Tierei lichen Gru weiteren fi . tigen Geb," i trnr/en De. i^l'e „Reichs ' W in bei ' dem bei be ; lichen Vers 1 Erzeugnisse werden. D Steuersenkungen lauft auch im Jahr« 1934 weiter, dazu kommt die Senkung der Arbeitslosenhilfe um rund 230 Millionen, erwähnt sei noch Die Steuererleichterung bei Beschäftigung von Hausgehilfinnen und die energische Fortführung der Aktion, erwerbstätige Mädchen durch Gewährung einer Ehestandsbeihilfe aus dem Produktionsprozeß zu nehmen und die von ihnen eingenommenen Arbeitsplätze für erwerbslose Familienernährer frei zu machen. Schließlich kommen im laufenden Jahre der Wirtschaft für rund 300 Millionen Steuergutscheine zugute als erste Rate der insgesamt in Höhe von etwa 1300 Millionen gewährten Steuerrückvergütungen. Diese 300 Millionen werden wie die gewährten Steuererleichterungen den privaten Kapitalmarkt befruchten und die Produktion an- regen. Die Aufhebung der Kraftfahrzeugsteuer und die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen, bei neuerlich teten Kleinwohnungen und Eigenheimen sind in ihrer belebenden Wirkung ja Beispiele für den Erfolg einer produktionsfördernden Steuerpolitik. Wo setzt nun die neue Arbeitsoffensive, soweit sie aus öffentlichen Mitteln gespeist wird und daher klar zu überblicken ist, ein? Einer Der wichtigsten Angriffspunkte sind die Reichsautobahnen und eine Reihe ergänzender vertehrspolitischer Planungen, wie Straßen- und Bahnbauten, Brücken und Ueberführungen. Die Reichsautobahnen werden an 22 Baustellen zugleich begonnen werden. Für das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet besonders bedeutsam ist dabei neben der Fortführung der Strecke Frankfurt—Mannheim Die Inangriffnahme Der Ausfallstraße nach MittelDeutschlanD Frankfurt—Eisenach. Der Bau Der Autobahnen gestaltet ein neues Deutschland. Die durch sie erst ermöglichte Motorisierung des Verkehrs führt zu einer Dezentralisation und Auflockerung Der großen Jndustriebezirke. Die Massen, Die im Zeitalter Des Hochkapitalismus in Die graue Trübseligkeit steinerner Straßenschluchten Der Großstädte gepreßt wurDen, werden wieder hinaus aufs Land gebracht in gesunde Wohnbezirke, die dank Der schnellen Verbindungen mit Auto und Straßenbahn von der Arbeitsstätte bequem zu erreichen sind. So wird das flache Land wieder bevölkert werden und ganz Deutschland ein anderes Bild gewinnen. Diesem gleicheck Zweck dienen auch die städtebaulichen Planungen im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms. Für Frankfurt hat Gauleiter Sprenger Die Auflichtung Der AltftaDt und Gründung neuer Siedelungen angekündigt. Aehn- lich ist in Hamburg bas Nieberreißen des berüchtigten Gängeviertels in Angriff genommen, in Magdeburg und Düsseldorf die Beseitigung ungesunder Wohnviertel geplant. Verkehrspolitisch wichtig ist noch die Erweiterung und Verbesserung des Wasserstraßennetzes sowohl für Landwirtschaft wie für den Kohlen- und Erzbergbau. Das gewaltige Schiffshebewerk von Nie der-Finow ist auf diesem Gebiet das sichtbarste Zeichen der geleisteten Arbeit, aber eine Reihe zwar weniger in die Augen fallender aber für ihre Landschaft nicht minder wichtiger Projekte werden in Angriff genommen. Hoffen wir, daß auch für die Fortführung der Lahnkanalisierung bis Gießen nun bald die Stunde Der Erfüllung schlägt. Der Bau einer Reihe neuer Brücken über Rhein und Elbe und die Planuirg eines neuen Verkehrs- slughafens in Frankfurt am Schnittpunkt der Autobahn gehören noch in Die Reihe Der verkehrs- politifchen Maßnahmen. Einen befonDers breiten Raum im Arbeitsbeschaffungsprogramm nehmen mit Fug und Recht Die Landeskulturarbeiten ein, denn welch größere Aufgabe konnte es für Die Schaffung neuer volkswirtschaftlicher Werte geben, als Die Landgewinnung, die in Verbindung mit Siedlung vielen Tausenden deutscher Menschen buchstäblich Boden unter den Fußen gibt. Auch bei dieser für die innere Gesundung unseres Volkes fo ungeheuer wichtigen Aufgabe steht unser Gau Hessen-Nassau unter Der tatkräftigen unD umsichtigen Führung Des Reichsstatthalters mit Der RieDentwäsferung in vorderster Linie. Wie hier in zäher Arbeit der Grundstein für neue Dörfer gelegt wird, so wird durch ähnliche Maßnahmen auch in Schlesien, Brandenburg und in der Provinz Sachsen neues Siedlungs- land gewann n. Durch Eindeichungen großer Gebiete an Der Westküste von Schleswig-Holstein werden Dem Meere weite LanDstrecken abgerungen werDen, Die ebenfalls Deutschen Bauern eine wirtschaftliche Existenz bieten sollen. Diese Liste der Dau-, SieDlungs- unD Kultivierungsvorhaben, die auf Vollständigkeit keinen Anspruch macht, beweist, mit welcher Energie überall die Möglichkeiten fruchttragender Arbeitsbeschaffung aufgefpürt, auf ihre Durchführbarkeit und Zweckmäßigkeit hin geprüft wurden, um dann mit Umsicht und Tatkraft in Angriff genommen zu werden. Das ganze Volk hat der Führer in feinem Appell am Tage des Frühlingsanfanges, am (Erinnerungstage von Potsdam, aufgerufen, sich einzugliedern in die Front der Kämpfer gegen den Drachen Arbeitslosigkeit. „Schafft Arbeit und damit Brot und Leben!" rief der Führer uns zu. Arbeit sei unser tätiger Dank an den Führer, Arbeit sei unser Versprechen an die Millionen Volksgenossen, die heute noch abseits stehen müssen vom Schaffen und Wirken, aber ohne Bitterkeit im Herzen dem festen Glauben leben, daß die Stunde nicht mehr fern ist, wo auch sie wieder tätiges Glied der großen deutschen Arbeitsgemeinschaft werden. Stärkung der Autorität der Reichs- regierung bei, die sich im Verhältnis zwischen Reich und Ländern schon als Folge des Wegfalls fachlicher Gegensätze und wegen der Gemeinsamkeit des großen Zieles ergebe. Weiter machte der Minister in besonderem Auftrag des Führers grundsätzliche Ausführungen über die Zusammenarbeit von Partei und Staat und über die unbedingte Wahrung der Staats- a u t o r i t ä t. Sine Warnung des Werberats. Keine eigenmächtige Einwirkung auf die Auhenrektame. Berlin, 23. März. (DNB.) Dom 2ß erb erat der deutschen Wirtschaft wird zur Zeit eine eingehende Regelung des Anschlagwesens vorbereitet. Durch diese Maßnahme werden Richtlinien für eine planvolle Ordnung und grundlegende Vereinheitlichung auf Dem Gebiete Der Außenreklame geschaffen werden. Zugleich sollen bestehenDe Auswüchse beseitigt unD für Die Zukunft Verunstaltungen Des Heimat- bilDes unmöglich gemacht werden. Der Werberat Der Deutschen Wirtschaft würde es Daher lebhaft bedauern, wenn vor dem Erlasse der in Aussicht genommenen Regelung des Anscklag- wesens von Dritter Seite irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden sollten, Die s i ch wirtschaftlich höch st unerfreulich auswir - ken, vor allem in Den Betrieben Der Reklame- inDustrie zu schweren Beunruhigungen und zur Entlassung von Volksgenossen führen könnten. Der Werberat Der Deutschen Wirtschaft würde es weiterhin besonders bedauern, wenn Reklameschilder ohne Rücksicht auf bestehende Verträge und ohne Einschaltung der zuständigen Betrag von 3000 Mark übersteigt, 6,5 v. H. Des jeweils gewährten Arbeitslohnes. 2. bei Steuerpflichtigen, Denen Kinderermäßigung für ein oder zwei Kinder nach Dem Einkommensteuergesetz zusteht, a) wenn Der Arbeitslohn im Monat Den Betrag von 500 Mark, aber nicht Den Betrag von 700 Mark übersteigt, 3 v. H.; b) wenn her Arbeitslohn im Monat Den Betrag von 700 Mark, aber nicht Den Betrag von 3000 Mark übersteigt, 4 v. H.; ö c) wenn Der Arbeitslohn im Monat' Den Betrag von 3000 Mark übersteigt, 5 v. H. Des jeweils gewährten Arbeitslohnes. Die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe beträgt 1 5v H des Arbeitslohnes, wenn Dieser nach M a ß'g a b e einer her G e h a 11 s k ü rZ u n g s v e r o r d - nungen zu kürzen war. Die Länder, Gemeinden und Ge- meinDeoerbänDe können Das Aufkommen an Abgaben zur Arbeitslosenhilfe von ihren eigenen Beamten insofern selbst verwenden als sie Kürzungen oder Einbehaltungen Der Dienst' bezöge, die über die Gehaltskürzungen Des Reiches hinausgehen, rückgängig machen oder im Rechnungsjahr 1934 vermeiden aber die Aus Zahlung sta g e für Bezüge an Die Auszahlungstage Des Reiches a*ngleid)en. Die Senkung Der Arbeitslosenhilfe bringt eine Erhöhung Des Reineinkommens Der Ge famtyeit her Lohn. unD Gehaltsempfänger um runh beginn auf 4V2 Uhr morgens vorverlegt. Zugleich wirb her Verkaufsbeginn für Bäcker- unb Konditorwaren einheitlich auf frühestens 6 Uhr morgens festgesetzt. Das Austragen ober Ausfahren zur Belieferung von offenen Verkaufsstellen ist frühestens um 5V< Uhr morgens zulässig. Für Jugendliche unter 16 Jahren bleibt es bei Dem jetzt zulässigen Arbeitsbeginn um 5 Uhr morgens. Die Einschränkung des Nachtbackoerbots soll der Landwirtschaft die Möglichkeit geben, einen höheren Absatz an Weizenmehl zu erzielen. Die Einschränkung wurde begrenzt bis zum 30. September 1934. Oie Senkung der Arbeiis- lofenhiife. Berlin, 23. März. (DNB.) Das von der Reichsregierung verabschiebete Gesetz zur Erhaltung und Hebung der Kaufkraft behandelt in Abschnitt IU Die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe. Die Abgabe wird von dem Arbeitslohn erhoben, der für die Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1935 gewährt wird. Maßgebend ist der rohe Arbeitslohn. Zum Arbeitslohn im Sinne dieses Gesetzes gehören nicht Abbauentfchädi- gungen, Abkehrgelder und sonstig« Kapitalabfindungen, die aus Anlaß der Auflösung eines Dienstverhältnisses gezahlt werden. Von der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe befreit sind: 1. Steuerpflichtige, Denen Kinderermäßigung für Drei oder mehr Kinder nach Dem Einkommensteuergesetz zusteht ohne Rücksicht auf Die Hohe Des Arbeitslohnes. 2. Steuerpflichtige, Denen Kinderermäßigung f ü r ein Kind oder zwei nach dem Einkommensteuergesetz zusteht, wenn Der Arbeitslohn im Monat Den Betrag von 500 Mark nicht übersteigt. 3. Alle übrigen Steuerpflichtigen, wenn Der Arbeitslohn den Betrag von 100 Mark im Monat nicht übersteigt. Oie Abgabe beträgt: 300 Millionen Mark gegenüber Dem bisherigen Zustande. Um Die Wirkung dieser Maßnahme mog, liehst groß werden zu lassen, ist die Senkung nach bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten erfolgt. An einem SchaubilD ist Die Auswirkung Dieser Maßnahme besonders klarzumachen: Ein Steuer, pflichtiger mit vier Kindern hatte bei einem Gehalt von 750 Mark bisher 43,12 Mark Arbeitslosenhilfe zu zahlen, während er künftig frei ist. Ein Steuerpflichtiger mit zwei Kindern und 750 Mark Einkommen zahlt küns. tig anstelle von 43,12 Mark 30 Mark Arbeitslosen. Hilfe. Ein verheirateter Steuerpflicht i. ger ohne Kinder ober ein unverheirateter Steuerpflichtiger mit 145 Mark Monatseinkommen zahlt statt 3,62 Mark nur noch 2,17 Mark. Ein Volksgenosse mit nicht mehr als 100 Mk. Monatsein, kommen zahlte bisher 1,50 Mark, während er künftig frei von der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe ist. Die Einhebung wird künftig nur noch durch Berlin, 23. März. (DNB.) Unter Dem Vorsitz des Reichsinnenministers Dr. Frick fand eine Besprechung sämtlicher Ministerpräsidenten und Innenminister der Länder statt. Reichsminister Dr. Frick führte aus, daß die Durchführung der Reichs- reform Die größte Aufgabe unserer Zeit sei. Die Herstellung der Einheit bes Reiches fei eine geschichtliche Aufgabe, wie sie in Iahr- taufenben nur einmal an bie Nation gestellt werde. Eine Ueberstürzuny der Reform sei weder «nötig, noch beabsichtigt; der Neuaufbau pes Reiches werde aber mit der gleichen E n t- f^l offenbeit durchgeführt werden, mit ?Ir ’n &er kurzen Zeit Der nationalsozialisti- fajen ßührung des Reiches zahlreiche Maßnahmen getroffen wurden, deren Verwirklichung sich der Führer zum Ziele gefetzt hatte. Persönliche Interessen Dürften bei einem Werk nnn fn Horben willkürlich entfernt würden. Vor derartigem Vorgehen kann nicht Dringend genug gewarnt werden. Oer Einzelhandel stellt 30000 Arbeitslose ein. Berlin, 23. März. (DDZ.) Die bei der Haupt- gemeinschast des deutschen Einzelhandels von Den Firmen und Verbänden eingelaufenen Angaben über die beabsichtigten Mehreinstellungen bis zum 1. Juli 1934 haben die Zahl von rund 30 000 Personen ergeben. Dis tatsächlichen Mehreinstellungen werden noch großer fein, da diese Ziffer nur die organisierten Firmen umfaßt. Die Einstellungen betrugen im vergangenen Halbjahr über 35 000 Personen. Auch hierbei ist der nicht- organisierte Teil des Einzelhandels nicht berücksichtigt. Ebenso sind die im Winter erfolgten erheo- lichen vorübergehenden Einstellungen nicht eingerechnet. Oie„Äoff Ztg."stelltihr Erscheinen ein? Die „Vossische Zeitung" veröffentlicht am Samstag eine Mitteilung des Verlages Ullstein an die Leser des Blattes, in Der Der Verlag bekannt gibt, daß er, Da nach feiner Ansicht die Aufgabe eines Blattes vom Stil Der „Voss. Ztg." beenDet fei, aus freien Stücken Den schmerzlichen, aber folgerichtigen Entschluß gefaßt habe, bie „Voss. Ztg." nach Ende des Monats März nicht mehr erscheinen zu lassen. Damit würden, wie es in Der Mitteilung weiter heißt, sachliche Kräfte und Mittel des Hauses für die übrigen Zeitungen und Zeitschriften Des Verlages, sowie für neue Aufgaben frei. Die „Voss. Ztg. Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen — gegründet 1704" wird noch einen Rückblick auf ihre lange Geschickte und Bedeutung im deutschen Geistesleben veröffentlichen. ■Ä Sji* )ie Wa. r LE *»£ l "'der LW wenn der Arbeitslohn im Monat den Betrog von 100 Mark, aber nicht den Betrag von 150 Mark übersteigt, 1,5 v. H.; wenn der Arbeitslohn Den Betrog von 150 Mark, aber nicht den Betrag von 300 Mark übersteigt, 2,5 v. H.. wenn Der Arbeitslohn im Monat den Betrag von 300 Mark, aber nicht Den Betrag von 700 Mark überfteigt, für die ersten 300 Mark 2,5 v. H., für den Restbetrag 5,75 v H.; wenn Der Arbeitslohn im Monat Den Betrag von 700 Mark, aber nicht Den Betrag von 3000 Mark übersteigt, 5,750.5).; wenn her Arbeitslohn im Monat ben Be- i rütfiidj Berlin, ®tei9neten Menen rüi °°üer sqi, *“ntl tarnen "egeln^ °°ngetru 'Efe ÄS äj l't Der 1 ! Diurbe. L te Eine ne :atfü'W bs 2*enV« R?Ä p ij* BerN' Förderung ' ben. bie WÜ Oesrau stc clsAr ' «Der ausZ .ßintun a 11 • 4 b nicht restlos der Eintom daß ö,e 6h' plange n« .nicht Lorfchnsten tntnstWu Die Na fleifll «' gewährten 191485. Ui > genügen 31 Durchsch lehen hei bis Ende , ' lehen betra Hal nicht r blieb als gunflsb .zusetzen । ine Stocki i m Apr j un gsb 1 auf der ei Idarlehen a Berlin, 23. März. (DNB.) Das Reichskabinett verabschiebete in seiner heutigen Sitzung ein Gesetz zur Erhaltung unD Hebung der Kaufkraft. Dieses sieht in seinem ersten Teil eine ® om trolle der Finanzgebarung der juristischen Personen des öffentlichen Rechts und ähnlicher Verbände und Organisationen vor. Die Vorschriften dieses Gesetzes gelten nicht für die Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände, für die Träger der Sozialversicherung, für die Reichsbank und Reichsbahn, für die Reiigionsgefellfchaften des öffentlichen Rechts und für die NSDAP. Sie finden Dagegen AnwenDung auf Verbände und Organisationen, die sich in der einen ober anderen Weise an bie NSDAP, anlehnen und auf besondere Anordnung der Reichsregierung auch auf Verbände und Organisationen, die zwar nicht juristische Personen des öffentlichen Rechts find, wenn an ihrer Finanzgebarung und an Der Erhebung von Umlagen und Beiträgen durch sie ein öffentliches Interesse besteht. Das Gesetz sieht eine weitgehende Finanzkontrolle der Einnahmen und Ausgaben der genannten Verbände und Organisationen vor, ebenso eine Kontrolle der Umlagen und Beiträge, die von diesen Verbänden und Organisationen erhoben werden. Der zweite Teil des Gesetzes besaßt sich mit der Erhebung von Spenden, die in Zukunft der Genehmigung des Stellvertreters des Führers der NSDAP, im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister bedarf. Der dritte Teil enthält Bestimmungen über die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe, wonach eine wesentliche Beschränkung in der Abgabe- pflicht bzw. eine völlige Befreiung von der Abgabe eintritt. Zu dem Gesetz über die Erhaltung und Erhöhung der Kaufkraft ist eine Begründung gegeben worden, in der u. a. darauf hingewiesen wird, daß die Beiträge und Umlagen, die von ver- chiedenen Körperschaften, Verbänden und Organi- ationen erhoben werden, teilweise viel z u hoch ind. Dadurch werde der Verbrauch verringert und Die Nachfrage nach Gütern und nach Arbeit kleiner. In Fällen, in Denen her Beitrag nach Der Höhe Des Einkommens g e - ft a f f e 11 werde, stelle er eine Art Einkorn- menfteuer Dar. Die Steuererhebung sei jehoch ausschließlich S a"ch e Des Staates, es Dürfe niemanD mit Diesem in Wettbewerb treten. Ferner genehmigte Das Reichskabinett ein Gesetz, wonach Steuerermäßigungen bzw. Steuerbefreiungen für Kraftfahrzeuge aus Dem Aus - l a n D e festgesetzt werben, um Den FremDenverkehr zu fördern. — Das Gesetz über Die Erhebung einer Abgabe her Aufsichtsratmitglleder schafft keine neue Belastung, fonbern behüt lebiglich bie bisher unter Der Bezeichnung „Zuschläge ber Aufsichtsratmitglieder" bestehende ©onberbelaftung auf die Zeit nach dem 31. März 1934 aus. — Ein Gesetz über die Bildung eines Anleihe- t 0 ckes bei Kapitalgesellschaften be- timmt, daß bei Ausschüttung von 6 v. H. und mehr )er gegenüber dem Vorjahr erzielte Mehrbetrag i n Anleihen des Reiches, der Länder ober ber Ge- meinben angelegt werden muß. — Das Reichskabinett genehmigte ferner u. a. ein Schlacht ft euergefetz, durch das die jetzt noch bestehenden großen Verschiedenheiten Der geltenDcn Gesetze beseitigt werDen, ein Gesetz über Beaufsichtigung und Anerkennung gemeinnütziger Wohnungsunternehmungen, das mehrere an sich selbständige gesetzgeberische Grundgedanken zwecks Vermeidung besonderer Einzelgesetze zusammenfaßt, ein Gesetz zur Aenderung der Vorschriften des Strafrechtes und des Strafverfahrens, durch das die Vorschriften gegen den Hochverrat, gegen Den LanDesverrat unD gegen Den Verrat militärischer Geheimnisse zusammengefaßt, übersichtlich gestaltet unD Die Strafbestimmungen verschärft werden, ein Gesetz über Reichsoerweisung von Ausländern unh schließlich die Aushebung d->s Gesetzes über Die BefrieDung Der ©«bäuDe Des Reichstages und Der ßanDtage, Das heute überflüssig geworden ist (Bannmeilengesetz). — Die nächste Kabinettssitzung findet erst nach der Osterpause statt. Oie Aenderunq des Nochibackverbots. Berlin, 23. März. (DNB.) Auf Wunsch des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft ist eine vorübergehende Aenderung des Nachtback- gefetzes erfolgt. Der zulässige Arbeitsbeginn in Bäckereien und Konditoreien, der jetzt frühestens um 5 Uhr morgens liegt, wird für Das Anheizen Der Oefen und Die Teigbereitung um eine StunDe auf 4 Uhr morgens, der Arbeits- les über wor- MHw 19 ms. vierte U 'erhersteLc htiaiji Zraphen ungen \\\ । 'tengesetz b, hem Tage; entspreche Es hat s ! Möglich!- s Diensil Ruhestai i und 6), in I. zu v, aragraphea !)beamte । politil rdurch ui; -pH 7, Abs. iigunqen n müssen spi DersügW am 31. M: phen 5 ibi! gestellt merl' m Artikel ) des Ben men zur k Paragr int), juqur um 30. ii: m e n:nWM t dem Mel aft M/engesetz diesige Nachfrage nach Ehestandsbeihilfe Neue Bestimmungen. Berlin, 23. März (DNB.) Das Gesetz Förderung von Eheschließungen ist geändert t-n. Während ursprünglich als Voraussetzung sur iie Gewährung des Ehestandsdarlehens die künftige (hefrau sich verpflichten mußte, eine Tätigkeit als Arbeitnehmerin solange nicht wieder aufzunehmen, als der künftige Ehemann kinkünfte von mehr als 125 Mark monatlich bezieht und das E h e st a n d s d a r l e h n richt restlos getilgt wurde, tritt jetzt an die Stelle i>r Einkommensgrenze von 125 Mk. die Vorschrift, aß die Ehefrau eine Tätigkeit als Arbeitnehmerin -lange nicht ausüben darf, als der Ehemann Laicht als hilfsbedürftig im Sinne der Vorschriften über die Gewährung von Arbeitslosen- Maßnch ,ln früher, tung ui 9 Sitle $ ^usgleichu. ben ber Ä nbehaltun» mb die ji, ue einmal^ fall es »erben, j. Haltung ui Qen des % ;< Dtenf160; „I 5" lW * nt Demi5' >6l,: 'herlgr We o ich Kt >it »W üb fWti. wart. « ■ Monats^ während 11 °d) hu. iono'/i ton Dienff. m gen ober ncht etivo J bnung -ander der t inbertrij en Ditt' vernelMen 1t werden ■ lassen köi^ iheitsbM rauensrnt r saltungen ’ ertraue ßriofllwirn* im große»' adi dem eit. Auch .ngeri)' Stellung, lebe gebot" M ien^> v \■; N& »i" s > s» ÄW rdN""^es<" Interstützung betracht^L wird." Die Nachfrage nach Ehestandsdarlehen ü b e r- feigt alle Erwartungen. Die Zahl der xrwährten Ehestandsdarlehen betrug bis zum März 191 485. Um der großen Zahl der gestellten Anträge genügen zu können, mutzte eine Senkung der ^urchschnittshöhe der Ehestandsdarlehen herbeigeführt werden. Die Summe der ts Ende Februar 1934 gewährten Ehestandsdar- lchen beträgt 120,5 Millionen Mk. Die Nachfrage tot nicht nachgelassen, so daß nichts weiter übrig lieb als die Herausgabe von Bewilli- xiungsbescheidenbis zum 31. März aus- I. s e tz e n. In der Bearbeitung der Anträge ist ie Stockung dadurch nicht eingetreten. Es werden i April wahrscheinlich 5Ö 000 Bewilli - m gsbescheide zu versenden sein. Während so f der einen Seite die Nachfrage nach Ehestands- rlehen alle Erwartungen übersteigt, ist das Auf- mmen an Ehestandshilfe, da zahlreiche Billigungen von vornherein nicht in Rechnung stellt werden konnten, unter dem geschätzten Auf- nmensbetrag zurückgeblieben. Um dem zu entsprechen, sieht das Gesetz die Schaffung e nes Sondervermögens aus dem Auf- k-mmen an Ehestandshilfe in bestimmten Grenzen Eine NeichssteNe für Tiere und tierische Erzeugnisse. B e r l i n , 23. März. (DNB.) Nach Regelung der Märkte für Getreide, Milch, Butter, Käse und Eier frib nunmehr durch das Gesetz über den Verkehr uit Tieren und tierischen Erzeugnissen die gesetzlichen Grundlagen für die Marktregelung auf einem ll-iteren für die Bauernwirtschaft besonders wich- üien Gebiet geschaffen worden. Nach dem Gesetz dürfen Tiere und tierische Erzeugnisse nur durch iis „Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeug- Hse" in den Verkehr gebracht werden. Entsprechend bin bei den bereits bestehenden Reichsstellen üblichen Verfahren werden künftig Tiere und tierische ^ Zeugnisse durch die neue Reichsstelle bewirtschaftet verden. Dies gilt sowohl für Inlandsware als auch ftr Auslandsware. Für inländisches Schlachtvieh ist eine Uebergangsregelung bis iim 30. September 1934 vorgesehen. Während die- ser Zeitraums gilt das den Schlachtviehmärkten zu- g-führte Schlachtvieh nach Ausstellung des Schlußsteins als von der Reichsstelle übernommen. Bis ckf weiteres werden allerdings nur die S ch l a ch t - v! ehumsätze auf 32 größeren S ch lacht - v e h m ä r k t e n erfaßt werden, sowie Darme und Nagen. Weitere Arten von Tieren und tierischen Erzeugnissen sollen erst dann bewirtschaftet werden, wenn hierzu ein Bedürfnis vorliegt und die erforderlichen Vorbereitungen getroffen sind. Für Wolle, Häute und Felle ist eine besondere Regelung in Aussicht genommen. Härtere Bestrafung rücksichtsloser Krastwagenfahrer. Berlin, 23. März. (DNB.) Än der letzten Zeit eigneten sich wiederholt Kraftwagenunfälle, bei denen rücksichtlose Fahrer in Arbeiter- o). e r Marschkolonnen hineinfuhren iirib schwere Schäden anrichteten. Es handelte sich regelmäßig um solche Fahrer, die häufig in L,getrunkenem Zustande von irgend- Mlchen Vergnügungen kamen und durch groben Leichtsinn das Leben hart arbeitender Volksgenossen vernichteten oder ihre Gesundheit schwer schädigten. D>e Strafen für derartige Rücksichtslosigkeiten stunden vielfach in keinem erträglichen «srhältnis zu dem großen Leichtsinn d;r Täter und zu den schweren Folgen ihres Verhaltens. Besonderes Aufsehen erregte es daß ei,! Autofahrer, gegen den Untersuchungshaft verengt worden war,' nach Zahlung einer Sicherheit t ber Untersuchungshaft verschont 1"ser' preußische Iustizminister Serri hat daher bit Staatsanwaltschaften angewiesen, derartige Straftaten r ü ck s i ch t s l o s a u s z u k l a r e n , für die Verhaftung der Tater und die schnelle Durchführung des Verfahrens zu sorgen und sir e n q e S t r a f e n zu beantragen, die der Leicht- eltigkeit der Fahrer und den schweren Folgen der Tot entsprechen und geeignet sind, Gleichgesinnte obzuschrecken und dem verletzten Volksempfinden Cichne zu verschaffen. Eine neue englische Ziel-Rechenmaschine für Lustabwehrgeschütze. London, 24. März. (DNB.-Funkspruch.) Der Rarine-Mitarbeiter des „Daily Telegraph meldet, M die englische Flotte einen Kontra l l a p p a rat für Luftabwehrgeschutze emsuhrt, des- im Verwendung d i e Zahl der Treffer a u sliegende Ziele von drei vom Hundert au !«rnrähernd 15 vom Hundert erhöht hat. Bei den versuchen mit dem neuen Kontrollapparat, der den Bornen ..P r e d i c t o r" trage und bereits von der «werikanischen und anderen ausländischen Flotten rtnaorben sein solle, sei ein fliegendes Ziel beschos- |in worden, das sich mit über 300 Stundenkilometer In einer Höhe von etwa 1600 Meter vorwärts be- ve,t habe. Unter diesen schwierigen Umständen Bestimmung der Träger der Straßenbaulast vor- ehalten. Die Träger der Straßenbaulast tragen ie Kosten der Unterhaltung und des Ausbaues der Ztraßen. Die Verwaltung und Unterhaltung der ieichsstraßen wird von den Ländern im Auftrage es Reiches, die der Landstraßen 1. Ordnung als lngelegenheit ihrer eigenen Verwaltung ausgc'.bt. Die Regelung der Verwaltung und Unterhaltung her Landstraßen 2. Ordnung bleibt dem General- ifpektor überlassen. Ihm steht ein Aufsichtsrecht ber alle Straßen zu. Die finanzielle Auseinander- chung zwischen den bisherigen und zukünftigen Trägern der Straßenbaulast soll nach Neueinteilung Straßennetzes geregelt werden. seien 29 vom Hundert Treffer erzielt worden. Der Kontrollapparat werde von sechs Mann bedient und sei in seiner Wirkung eine A r t Rechenmaschine, die die Höhe und Geschwindigkeit des fliegenden Zieles mit großer Genauigkeit und Zuverlässigkeit angibt. Oie Schweizer Krisis. Nach dem Rücktritt Musys. Genf, 23. März. (DNB.) Die schweizerische Presse läßt erkennen, daß der Rücktritt des Bundesrats M u s y unerwartet kam. Die große radikale Presse, wie der „B u n d", die „Neue Zürcher ZePtung" und die Genfer „S u i s s e", läßt erkennen, daß die Beziehungen zwischen den Radikalen und den Christlich-Konservativen recht ge- pannt sind. Die Tätigkeit Musys wird negativ leurteilt. Vor allem wird betont, daß sein Rücktritt ür die Reaierung eine Entlastung bedeute. Die „Neue Zürcher Zeitung" spricht von einer Reinigungskrise im Schweizer Volk, die aber noch nicht abgeschlossen sei. Eine weitere Umbildung des Bundesrats sei zur Wiederherstellung des Vertrauens unbedingt notwendig, nur so könne die politische Atmosphäre von dem chleichenden Gift des Mißtrauens befreit werden. Der „Berner Bund" ist der Meinung, daß eine ruhigere Führung der Finanzen in Zukunft nur nützlich fein könne. Das der Frontenbewegung nahestehende „Berner Tagblatt" bedauert den Rücktritt Musys, der durch seine Reformpläne immerhin gewisse Berührungspunkte mit der Frontenbewegung hatte. Bundesrat M u s y, der Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements, ist zurückgetreten. ■ Das Blatt kritisiert das Zusammengehen der Radikalen mit den Sozialdemokraten bei den gestrigen Wahlen. Die Mitteilung, daß nun auch der Rücktritt von Bundesrat Motta und S ch u l t h e ß I zu erwarten sei, wird in der übrigen Presse dementiert. Als aussichtsreichster Nachfolger Musys gilt der katholisch-konservative Ständerat Etter aus Zug. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wichelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. K., sämtlich in Gießen. Weisse und * gesunde Zähne die drei anderen ohne nennenswerte Schäden davon- ‘amen. Später konnte auch die Frau des Skimei- ters Czech geborgen werden. Doch waren ihre Der- etzungen so schwer, daß sie kurze Zeit darauf t a r b. Infolge der Dunkelheit mußten die Versuche, auch den letzten Skilpufer auszugraben, abgebrochen werden; er dürfte ebenfalls tot sein.. Zwei schwere Explosionen in USA. — Acht Tote, 19 verletzte. Durch eine schwere Explosion in Rosita (Texas) wurden acht Personen getötet und 12 Bergleute, die in einem 130 Meter unter Tag gelegenen Kohlenschacht arbeiteten, verletzt. Die ganze Stadt wurde durch die Explosion erschüttert. In Rosita befindet sich die größte mexikanische Fabrik für Nebenprodukte von Kohle. * Die „Affäre der weißen Walfische". Ein kommunistisches Idyll in Südfrankreich. Ein riesiger Betrugs - und Korruption s- Prozeß, der sich von ähnlichen derartigen Vorkommnissen durch eine wahre Operettenkomik unter- cheidet, wird gegenwärtig zu Aix-en-Provence verhandelt. Der Volksmund hat der Anklage, die aegen den Bürgermeister Pioch und 17 andere Personen eingeleitet worden ist, auch bereits einen passenden Namen verliehen. Man spricht nur von der „Affäre der weißen Walfische", denn große Summen sind verausgabt worden, die angeblich zum Fang von Raubtieren dienen sollten, die der Fischerei schädlich sind. Unter diesen wurden neben Haifischen auch geheimnisvolle „weiße Walfische" angeführt, für deren Vernichtung beträchtliche Gelder angefordert wurden. Der Hauptangeklagte Pioch ist Bürgermeister des malerischen Fischerdorfes Saintes-Maries de la Mer in der Nähe von Arles. Fast alle Einwohner des Oertchens, rund 1400, bekannten sich zum Kommunismus und beschlossen, im kapitalistischen Frankreich ein kleines Sowjetp^radies zu schaffen. Sie wählten Herrn Pioch zu ihrem Bürgermeister. Herr Pioch, ein junger Mann von 35 Jahren, war sehr gewandt, sehr geistreich und witzig, allgemein beliebt, und er schien wie fein anderer geeignet, die blassen Theorien des Edelkommunismus mit Leben zu erfüllen. Die Sache klappte ausgezeichnet. Die Armut verschwand aus dem Ort, alle Gemeindemitglieder konnten sich eines gewissen Wohlstandes erfreuen. Als die Gemeinde Herrn Pioch zum Bürgermeister wählte, das war vor etwa zehn Jahren, balancierte der Gemeindeetat mit 283 000 Franks. Heute beziffert sich der Etat auf 10,5 Millionen Franks. Unter dem Regiment des Herrn Pioch hat der Staat an die Gemeinde 28 Millionen Franks Zuschuß gegeben. Nun wurde vor einiger Zeit von den Aufsichtsbehörden eine Kassenrevision vorgenommen. Es mußten nach dem Stand der Bücher 1,4 Millionen Franks vorhanden sein. Es waren aber nur lumpige 30 000 Franks aufzutreiben. Herr Pioch geriet in eine schwierige Situation, denn der Kassenprüfer legte die Stirn in ernste Falten und fragte, w o das Geld geblieben fei. Da es die Mäuse nicht gefressen hatten, mußte es einen Weg gegangen fein, den Herr Pioch kannte. Er wurde unter Anklage gestellt und der Unterschlagung beschuldigt. Herr Pioch gab ruhig zu, daß er falsche Quittungen ausgestellt habe, Rechnungen erhöhte usw. Aber er berief sich in einer großen Rede auf das höhere Wohl des Volkes im allgemeinen und der ihm an- vertrauten Gemeindemitglieder im besonderen. Der Zweck heilige alle Mittel, und wenn er das unterschlagene Geld der kommunistischen Parteikasse zu- geleitet habe, so sei das nur ein schofles Mittel für einen heiligen Zweck. Nach Ansicht des Herrn Pioch. Aber wie kamen die Gemeindemitglieder zu Wohlstand? Es wurde, wie bereits erwähnt, eine Aktion zur Ausrottung von Haifischen im Meer eingeleitet und für den Fang von Haifischen große Prämien ausgesetzt. Für jeden Haifisch zahlte die Gemeinde ein Fanggeld von 50 Francs. Die Vertilgung von Haifischen dient sicher dem Gemeinwohl, denn Haifische sind unsympatische und gefräßige Biester. Aber sie kommen an der französischen Küste, wenn überhaupt nur äußerst selten vor. Trotzdem gingen die Gemeindemitglieder eifrig auf den Haifischfang aus, und es spricht nur für ihre zoologischen Unkenntnisse, wenn sie statt Haifischen Seekatzen fingen. Diese Haifischseekatzen wurden der Gemeinde abgeliefert, und der mutige Haifischfänger erhielt pro Stück feine 50 Francs. War er bei der Gemeinde gut ungeschrieben, dann konnte er im Abrechnungsformular aus 3 eine 13 machen, aus 5 eine 15, er bekam für fünf harmlose Seekatzen die Fangprämie für 15 Haifische ausbezahlt, 15 mal 50 Francs. Gehörte er nun im Kreis der Gemeinde zu den besonders Vertrauten, bann konnte er sich leicht noch eine Extraprämie verschaffen. Auf dem Wege von der Ablieferungsstelle zur Gemeindekasse brauchte er nur in der Zahlungsanweisung eine kleine Korrektur vorzunehmen. Lautete die Anweisung beispielsweise auf 500 Francs, dann hatte er nur nötig eine Null anzufügen und erhielt 5000 Francs. Wie soll es einer Gemeinde nicht gut gehen, wenn soviel Geld unter die Leute kommt? Die Geldbeschaffung war die Sorge des Herrn Pioch. Für die Verhandlungen mit dem Departement und der Regierung hatte er feine „bezwingende Liebenswürdigkeit", für die Beseitigung kleinerer Kalamitäten andere Methoden. Pioch war übrigens bereits im Jahre 1931 abgesetzt worden, aber er wurde von seiner Gemeinde einstimmig wiedergewählt, weil sie sich begreiflicherweise unter seiner freigebigen und großzügigen Verwaltung sehr wohlfühlte. Der ganze Prozeß dreht sich um die Frage, ob der gute Bürgermeister ein selbstloser Wohltäter seiner Gemeinde war, der mir von Geschäften und Zahlen nichts verstand, oder ein gerissener Betrüger. Jedenfalls bieten die Einzelheiten der Verhandlungen ein wirklich tragikomisches Bild. Die Freunde des Bürgermeisters führten ein behagliches Leben; jeder erhielt eine einträgliche Beschäftigung zugewiesen. Mr. Fabre bezog ein Gehalt für die Säuberung des Kanals, der der Obhut von Saintes-Maries de la Mer anvertraut war. Mr. Fabre war aber während der ganzen Zeit seiner angestrengten Tätigkeit bettlägerig. Mr. Dijol, der Sekretär der Stadthalle, wurde Fachmann für Baumpflanzungen. Nach den verausgabten Geldern zu schließen, müßte Saintes- Maries mehr Bäume besitzen als jeder andere Ort in Frankreich, meinte der Vorsitzende des Gerichts, auf seinem Weg durch das Städtchen habe er aber keine Spur davon entdecken können. „Sie sind noch alle zu jun g", flüsterte Mr. Dijol. — Auch zur Belebung der schönen Küste wurden in Saintes-Maries erhebliche Kosten aufgewendet. Eine Ausführung der „Carmen" verscblang über 3000 Mark aus dem Staatssäckel. Mit Der Wahrung der kulturellen Belange hatte man bei dieser Aufführung einen Schlächtermeister, Mr. Beck, beauftragt. Man sieht, es ging großzügig zu in Saintes-Maries. Der famoje Bürgermeister wurde zu fünf Jahren 0 e f ä n g ni s und 1000 Francs Geldstrafe verurteilt. Acht weitere Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen von sechs Monaten, vier zu zwei Jahren mit Strafaufschub, neun Angeklagte wurden freigesprochen. Aus aller Well. Der letzte Nachkomme Josef von Eichendorffs gestorben. An den Folgen eines Gehirnschlags starb in Altenbeuern bei Rosenheim Freiherr Karl von E i ch e n d o r f f, ein Enkel und letzter Nachkomme des großen deutschen Romantikers und Dichters Josef von Eichendorfs. Karl von Eichendorff wurde 1862 in Aachen geboren und schlug nach Absolvierung des Gymnasiums die Offizierslaufbahn ein. Seine Ruhejahre verbrachte er in Altenbeuern am Inn. Die Leiche wird im stillen Jnselfriedhof auf Frauenchiemsee beigesetzt werden, wo für seine Schwester, die Fürstäbtissin Hedwig, und seinen Bruder der Grabstein errichtet ist. Zwei amerikanische Scheckschwindler auf der „Europa" verhaftet. Das Schiffskommando des Schnelldampfers „Europa" vom Nordbeutschen Lloyd, der am Freitag in Bremerhaven eintraf, übergab der Kriminalpolizei zwei Amerikaner, die während ber Ueberfahrt von Neuyork nach Bremerhaven als Scheck schwindler entlarvt worden waren. Es handelt sich um die beiden amerikanischen Staatsangehörigen Charly M a t \ o n und Richard King, die im letzten Augenblick vor der Abfahrt der ,/Europa" in Neuyork auf dem Neuyorker Büro des Norddeutschen Lloyd erschienen waren und den Leiter der dortigen Agentur veranlaßten, sie an Bord zu bringen. Die beiden angetrunkenen Amerikaner bezahlten ihre Passage 1. Klasse mit einem Scheck. Die „Europa befand sich bereits auf See, als sich ergab, daß für den Scheck keine Deckung vorhanden war. Das Schiffskommando der „Europa" wurde funkentelegraphisch veranlaßt, die beiden Amerikaner in Gewahrsam zu nehmen und sie in Bremerhaven der Polizei zu übergeben. Sie werden sich hier wegen Betruges bzw. Scheck- schwindels zu verantworten haben und bei nächster Gelegenheit nach den Vereinigten Staaten abgeschoben werden. 3nfuü auf dem Wege nach Port Said? Der Kapitän des griechischen Dampfers „Attiki", der in Port Said eintraf, berichtete, daß er Funksprüche der „Maiotis" aufgefangen habe, gus denen hervorgeht, daß sich das Schiff 150 Meilen von Alexandrien entfernt befindet und dort neue Anweisungen von den Rechtsberatern I n s u l l s in Griechenland erwartet. Im übrigen ist in Port Said das Gerücht verbreitet, daß die „Maiotis" den Hafen von Port Said anlaufen werde. Lawinenunglück in der Tatra. — Zwei Tote, zwei Schwerverletzte. In der Nähe von Zakopane in der Tatra ereignete sich, wie aus Kattowitz gemeldet wird, ein schweres Lawinenunglück. Als eine Skigesellschaft von sieben Personen, darunter der polnische Skimeister Czech und seine Frau, auf Schneeschuhen einen Paß überquerten, ging plötzlich eine Lawine nieder und begrub sämtliche Touristen unter sich. In der Nähe befindliche andere Skiläufer alarmierten sofort zwei Rettungskolonnen. Nach stundenlangen anstrengenden Arbeiten konnten fünf Verschüttete freigelegt werden. Zwei von ihnen hatten schwere Verletzungen baoongetragen, während In dem Kabarett neben dem Hotel „Embassy" in Chikago erfolgte eine Explosion, durch die sieben Personen verletzt und ein Schaden von 75000 )ollar angerichtet wurde. Die Gäste des Hotels lüchteten Hals über Kopf durch das raucherfüllte, tellenweise brennende Gebäude. Ob es sich um eine Jasexplosion oder eine Bombenexplosion handelt, teht bisher noch nicht fest. Zwei Tote, 18 Verletzte bei einem Autobusunglück in Böhmen. Unweit von Komotau in Nordwestböhmen fuhr ein Autobus, der mit 28 Personen besetzt war, auf der abschüssigen Straße in den Straßengraben. Die meisten Insassen sprangen aus den Wagen- enftern. 14 Personen erlitten leichte, vier schwere Verletzungen. Ein Inspektor der Grenzwache und die Frau eines Wachbeamten wurden g e - tötet. Das Unglück ist auf Versagen der Bremsen zurückzuführen. Einsiurzunglück bei einer spiritistischen Sitzung. — 33 verletzte. In der Dorfschenke einer kleinen Ortschaft in der italienischen Provinz Teramo hatten sich ungefähr 150 Personen zu einer spiritistischen Sitzung ver- ammelt. Die beiden Hypnotiseure hatten die Teilnehmer durch ihre Experimente in ihren Bann gezogen, als der Fußboden plötzlich nachgab und die ganze Gesellschaft in den unter dem Lokal befindlichen Kellerraum versank. Es gelang, die Verunglückten aus dem dunklen, feuchten Gewölbe zu befreien, wobei sich 33 als verletzt erwiesen, drei von ihnen lebensgefährlich. Japanischer Dampfer im Taifun gesunken. Der japanische Dampfer „Ueda Maru" ist in der Nähe von Hakodate in einen Taifun geraten und gesunken. Auf dem Dampfer befanden sich insgesamt 82 Personen einschließlich der Besatzung, lieber ihr Schicksal liegt bisher noch keine Nachricht vor. Angeblich auch Millerand ein Kunde Gtavislys. Paris, 24. März. (DNB. Funkspruch.) Der parlamentarische Stavisky-Ausschuß soll daran denken, die Einberufung des eben erst in die Ferien gegangenen Parlaments für die kommende Woche zu beantragen, damit die parlamentarische Immunität der schwer belasteten Senatoren Odin und Puis und der Abgeordneten Hulin und Proust noch vor Ostern auf gehoben werde. Odin bezeichnete einen früheren Präsidenten der Republik als Stavisky-Kunden. Nach längerem Zögern erklärte er, es handele sich um Mi11erand. Der frühere Ministerpräsident Chauternps behauptete, weder Stavisky noch Allette Simon, die spätere Frau Staviskys, gekannt zu haben. Der Untersuchungsrichter hat nunmehr den Bericht der Aerzte über die zweite Obduktion der Leiche des G e r i ch t s r a t e s P^ince erhalten. Dieser Bericht schließt die Möglichkeit eines Selbstmordes völlig aus. Gerichtsrat Prince hat durch den über ihn hinwegfahrenden Zug den Tod erlitten, doch wurde er in betäubtem, bewußtlosen Zustande auf d i e Schienen gebunden. Die in der letzten Zeit aufgetauchten Aussagen von Personen, die den mutmaßlichen Mörder Princes gesehen haben wollen, scheinen sich nicht als stichhaltig herauszustellen. So konnte einem Zeugen aus Dijon, der nach Photographien den Sekretär Staviskys, Romagnino, als verdächtig erkannt haben wollte, entgegengehalten werden, daß Romagnino als Mörder Princes keinesfalls in Frage komme, da Romagnino in der fraglichen Zeit als Zeuge vom Pariser Untersuchungsrichter verhört wurde, was aktenmäßig festliegt. Wettervoraussage. Nach Beseitigung der Störungstätigkeit hat sich nun hoher Druck über Deutschland durchgesetzt. Infolge absinkender Luft wird das Wetter vorerst vielfach heiter sein, wobei die Temperaturwerte zwischen Tag und Nacht stärkere Gegensätze erfahren und in Der Nacht bis unter den Gefrierpunkt zu liegen kommen. Durch Das VorDringen warmer Luft an Der Südseite Des JslanDtiefs entstehen späterhin zeitweise DunstbilDungen. Aussichten für Sonntag: Stellenweise Frühnebel, sonst vielfach ausheiternd, tagsüber sehr milD, Nachttemperatur Rückgang bis unter Den Gefrierpunkt, trocken. Aussichten für Montag: Im wesentlichen noch FortDauer Der HochDruckwetterlage, Doch zeitweise starke DunstbilDungen. Lufttemperaturen am 23. März: mittags 9,2 Grad Celsius, abends 2,6 Grad; am 24. März: morgens 0,9 Grad. Maximum 10,5 Grad, Minimum — 1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. März: abends 5,8 Grad; am 24. Mürz: morgens 2,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 272 Stunden. 1 Verkäufe be- fährt in sein GiücZi . RM.4.80. Oanzleinenba d.. iiiiimiiiiiiiiiiiniiiiiiiii [01608 [01614 wert Ghgutet5dilaf Gartenm.Häus- chen a. Nahrgsb. Warum ? Weil der Gießener Anzeiger einfach von jedermann gerne gelesen wird. Weil ihm von tausenden von Familien durch ganze Geschlechterfolgen hindurch die Treue gehalten wird. Diese enge Verbundenheit aller mit ihrer Heimatzeitung sichert den Erfolg der Anzeigen. — Das Vertrauen macht’s! Amtsverkündigungen aus dem Kreise Wetzlar Die nächste unentgeltliche Beratungsstunde für Nerven- und Seekenkranke findet am Dienstag, dem 27. März 1934, nachmittags 2 Uhr, in dem Untersuchungszimmer des Neuen Kreishauses statt. ... das Ehestandsdarlehen der Reichsregierung und einige „Kleine Anzeigen“ haben ihm dazu verhalfen. Freilich führen „KleineAnzeigen“ nichtimmer gerade ins Glück, aber ein „Großer Erfolg" werden sie stets sein, wenn sie in der Zeitung der Heimat erscheinen. Beerenobft- hodiltämme Beerenobststräucher, Himbeerstrauch. Brombeersträucher, edle Flieder, Blütensträucher, empfiehlt vreis- Näheres: [isaeD A. Becker, Kevlerstraße 9, Telephon 3804. Für den Gustav-Adolf* Frauenverein: Frau H. AIbach. Illlllllllllllllllllllllllllll Nettes, fleißig., ehrliches Wohnung mit Zubehör, im I. St., ab 1. Juli 1934 zu vermiet. Täubert, [1798D Seltersweg 7011 Für Büro I a gelbfleisckige Speise-Kartollel empfiehlt billigst Kartoffelhandl. H. 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So müssen also sämtliche Empfänger von Vorbescheiden, die bis jetzt zugestellt worden sind, do, wo noch nicht geschehen, sofort mit den Arbeiten beginnen. 1814C Die mit der Ausführung der Arbeiten beauftragten Handwerker, die in der Handwerkerrolle eingetragen sein müssen, sind dem Arbeitsamt Wetzlar zu melden. Denken Sie an STOFFE/ denken Sie an BERNARD Das von der Firma Lehfeldt & Schäfer seither innegehabte große, dreistöckige LAGERHAUS Bleichstrabe 4 mit Büroräumen, ist per 1. Juni oder später anderweitig zu verpachten. ____________________18120 Motorrad zu verk. [01597 Schottstr. 19 p. Mittelschwerer Kuh wagen und eine Fegemühle, betont), zum Reinig, von Oelsamen geeignet, zu verkauf. Rodheim a.d.B. Grabenstraße 18. Oeffentliche Handelslehranstalt Gießen Liebigstraße 16, 2. Stock 1. Zweijährige Handelsschule für Schüler und Schülerinnen mit achtjährig. Schulbesuch. Abschlußprüfung mit „mittlerer Reue*. 2. Höh.Handelsschiüef. 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April 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abf. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 20. März 1934. Hessisches Amtsgericht._______________ oder Wxls 2-3 fck). Parterreräume, beste Geschäftslage, m.fl. Wasser, Heizg., Gas, Elektr., z. 1. Juli zu verm. Bahnhofstr. 4611 llllllllllllllllllllllllllli Lager m.Büro 100 qm zu verm. (oieoi SAllMslk. 111111111111111111111111111111 ca. 1100 qm, u. 2 Mora. Wiesen «■Zimmer aSSSS 3Zini. W»hn. von ruh. Meter zum 1. 7. ges., evtl. Tausch. Schr. Ang. unt. 01624 a-d.G.A. llllllllllllllllllllllllllli Suche für sofort eine 2-3HWI Uoünnng od.Teilung einer größeren Wohnung mir dem jetzigen Wohnungsinhaber. Zu befragen bei Wmierhoff Kreuzvl.1v.i83o 11111111111111111111111111111); Gesucht 2- b. 3- 1 Z.-Wohn., auch ■ geteilte Groß- i wohn., Gart. od. । Nebenhaus be- ■ vorzugt, Abteilung bzw. 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Aber sie können die vordere ucyen -Piieytn, __ihrps ftnrnrr« enkreckt aufrichten, und IN nderbare jr können n, warum id elend« /ersagen nacht die standsfä- e gesund. Nerven1 lundson iden gib1 jftigungj1 , Flasdie >5 RM, 1,50 RM istehendc rankt Str. atz 9*10. lltlL'Säüld Wms-ht ei Der nähere Umgang mit See-Elefanten hat mich im Laufe der Zeit vom harmlosen Charakter dieser Tiere überzeugt, die weder temperamentvoll noch reizbar angriffslustig sind und auch keine besonders entwickelten Sinne aufweisen. Erst zu Beginn des A ... Si. .(a u? • a» amvahm am I Q115' Geheimrat Dr. Reinhard v. F r a n k, der Münchner Strafrechtslehrer, starb im Alter von 74 Jahren. Sein Hauptwerk war der in vielen Auflagen er* schienene Kommentar zum Strafgesetzbuch. Frank war von 1890 bis 1900 Professor an der Universität bei andauernder Gesundheit zu stattlichem Umfang entwickeln: Roland mißt beinahe fünf Meter und ist wohl reichlich 45 Zentner schwer, eine in jebcr Hinsicht „repräsentative" Kostbarkeit unserer Berliner Tiersammlung. Hälfte ihres Körpers senkrecht aufrichten, und in dieser Haltung hat Roland gar etwas rührend Anmutiges, besonders, wenn er sich mit den Zehen seiner Vorderflossen die genarbte Brust bekrabbelt. Manchmal denke ich, so hätten die verzauberten Meerweiber ausgesehen, die Fabelwesen, von denen ich als Kind oft geträumt habe, und ich freue mich, wenn dann der Pfleger seinen Roland liebevoll auf die Flanken tätschelt, eine derb-zutrauliche Unterhaltung mit ihm beginnt. Massa, chop live plenty to much! Es ist massenhaft Essen da! Alle Trägergesichter strahlten! Da kam ein Träger: Massa, me be sick for belly! ich habe Leibschmerzen! — Ricinus! Und ein anderer hatte große offene Beinwunden, man begriff nicht, wie er Überhaupt laufen konnte: Zinksalbe, ein paar Tage appliziert, und die Wunde war sauber. ym »erunei See-Elefant „Roland nehmungsgeist aus Mt MS.,/Pionier nach Kamerun. „3d? höre es riechen." Von Or. Paul Rohrbach, ui. Die Neue Kirche in Delft, die Grabstätte des Hauses Nassau-Oranien, in der am Dienstag die Königin-Mutter Emma der Niederlande zur letzten Ruhe bestattet wird. . Als ich 1907 den berühmten Häuptling I 0 j a von Bamum, oben im Grasland, besuchte, kam er mir schon eine Stunde von seiner Residenz in Husarenuniform, mit hohen gelben Reitstiefeln, Offizierssäbel und Reiherbusch entgegen, begrüßte mich mit einem mächtigen Händedruck und wußte eine bezaubernde Mischung von Liebenswürdigkeit und Selbstbewußtsein in die Worte zu legen, mit denen er sich vorstellte: Me be Jo ja, King for Bamum! Ich bin Joja, der König von Bamum! Und weiter: Me like to much look tor Germany! Ich würde so gern Deutschland sehen! Der arme Joja — noch Jahre nach dem Kriege hat er auf die Rückkehr der Deutschen gehofft, bis ihn schließlich die Franzosen wegführten und in Jaunde, in Süd-Kamerun, internierten. Dort ist er im vorigen Jahr gestorben. Was für eine naive Komik und Bildhaftigkeit steckt in dem Ausdruck „Savs-Box" für Kopf! Das Savö kommt aus dem Portugiesischen: Wissen, Verstehen, also: die Box, in der der Verstand steckt! Allmählich dringen etwas mehr Worte aus dem richtigen Englisch ein, und die englische Mandatsverwaltung bemüht sich auch, das „Pidschen" durch die reine Sprache zu verdrängen, schon aus dem Grunde, weil niemand so schwer Pidschen zu sprechen lernt wie der Engländer selbst. Welchem Engländer sollte es auch einleuchten, daß wenn der Schwarze sagt „I find him, but I no look him", es heißen soll: „Ich suche ihn, aber ich kann ihn nicht finden! Das Kommando bei unseren afrikanischen Schutztruppen war überall deutsch, aber die Verkehrssprache war in Kamerun auch mit den Soldaten Pidschen, gewürzt durch militärische Kraftausdrücke deutscher Herkunft, deren sich die Kameruner Schwarzen noch heute untereinander bedienen, wenn die Unterhaltung lebhafter wird. Ein kurzes Wort, in dem das halbe Afrika der alten Kolonialzeit steckt, heißt „Muff!" (vom englischen to move), dessen stimmliche Variationen ihm den Sinn vom einfachen militärischen „Abtreten" bis zum grimmigen „Scher dich zum Teufel!" geben können. Pidschen ist die Verständigungssprache an der Westküste seit hundert Jahren. Seine Schwestersprachen werden in China und in der Süd- s e e gesprochen, wo englische Seefahrer und Kaufleute auch die ersten Europäer waren, die mit den Einheimischen in Verkehr traten. Irgendein einfaches Verständigungsmittel für den engsten, primitivsten Kreis der Beziehungen: Handel, Reise, Bedienung mußte geschaffen werden. Das Englische ist an sich schon so einfach, daß es auch noch der weiteren „Vereinfachung" zum Pidschen fähig war: mit keiner anderen europäischen Sprache hätte man diese Prozedur vornehmen können. Höchstens wäre das ällmähliche Einschrumpfen des H 0 l l ä n d i < schen in Südafrika zur ursprünglichen Burensprache eine Analogie dazu. Jetzt ist die „Taal" oder das „A f r i k a a n s" auch schon wieder zur Schriftsprache bereichert und zurückentwickelt, aber in früherer Zeit, als der Gedanken- und Sprachhorizont der einfachen Treck- und Veldburen auf das bescheidenste Maß reduziert war, konnte ihre Sprache von den Eingeborenen in Südafrika zur Verständigung mit den Weißen angenommen werden. Der'alte Hendrik Witbooi, allerdings ein ungewöhnlicher Kopf, hat in der alten Taal sogar ein ausführliches Tagesbuch geführt, das vor einigen Jahren von einer südafrikanischen wissenschaftlichen Gesellschaft veröffentlicht wurde. I hear them smell! — Wieviele Lagerfeuer auf langen Märschen durch das alte Kamerun, wieviel stramm-treuherzige Meldungen von meinen beiden Begleitsoldaten im dichten Urwald und im Grasland, tauchen wieder in meiner Erinnerung auf! Meist ging es dabei ums Essen und um die Träger. Chöp no live — es ist kein Essen zu finden, war eine melancholische Sache, wenn nach langem Tagemarsch irgendein kleines Buschdorf erreicht war, wo die Einwohner selbst hungerten, weil die Planten (Mehl-Bananen) noch nicht reif waren. Ein anderes Mal kam der Soldat freudig grinsend: D'.ens- -5 Uhr ‘i’ und ?such. >e". •iun-j / kbitül Gigantischer Gee-Elefant. Don Paul Eipper. Als ich vor zehn Jahren zum erstenmal einen voll erwachsenen See-Elefanten-Bullen erblickte, als der prustende Fleischberg naß, dunkel und bedächtig aus dem Wasser hochkam, da stockte mir der Atem. So müssen Urweltlarven ausgesehen haben; so türmten vielleicht die Priester längst vergangener Welten ihre Molochgötzen auf: Wahngebilde aus schwarzem Marmor, aus Lavamasse, aus gold- sunkelndem Metall. So brennend starrt mit übergroßen Augen das dumpfe Sein ins Licht der Sonne, titanenhafte, noch gänzlich unbeseelte Form. Eine unglaubliche Heilhaut haben diese Leute. Chop — Palaver, Träger — Palaver, welcher alte Kameruner kennt sie nicht, diese zwei Kreuze der Ur* waldwanderung! Und nun geht alles nur n 0 cy per Auto, Afrika lebt geschwinder, als in alten Zeiten, nur nicht schöner. Doch, da es nun einmal fein muß: Auf zur Autofahrt! T i k 0 , März 1934. Gestern um Mitternacht kam von ferne das Leuchtfeuer von Kap Formoso auf der Insel Fernando Po in Sicht. Am letzten Abend vor dem Ende der Fahrt pflegen Passagiere und Schiffsoffiziere sich zu einem kleinen Abschiedstrunk zu- sammenzusetzen. In solch einer Tropennacht ist es an Deck immer noch etwas weniger schwül, als im Salon beim Becherlupf, und während ich, Lust schöpfend, an der Reeling stand, trat auch unser Kapitän hinzu. Das Feuer von der Insel blinkte auf und verschwand, blinkte auf und verschwand, und mit einem Male kam leise jener aus dem Rauch der Hüttenfeuer und anderen unnennbaren, afrikanischen Ingredienzien gemischte Geruch herübergeweht, der für eine Afrikanernase schon die Stimmung des schwarzen Erdteils heraufbeschwört. „I hear (Hern smell", sagte der Kapitän auf Pid- schen-Englisch; „i ch höre den Geruch"! Dies kleine Sätzchen genügte für uns beide, um dem Geruch fein richtiges afrikanisches Leben zu geben. Das Negerenglisch von der Westküste ist eine seltsame Sprache. Es sind nur ein paar hundert Worte, mit einer unmöglichen Grammatik, die nach dem Sprachempfinden' der Schwarzen zurechtgestutzt ist. Einzelne Ausdrücke stammen noch aus der Portugiesenzeit; in den alten deutschen Koloniep ist auch etwas Deutsch hineingemischt, und das alles ist durchtränkt mit einem "fo erschütternden unfreiwilligen Humor, daß man Tränen lachen kann, wenn so ein alter Westküstenmann, der den Jargon beherrscht, z. B. die Schöpfungsgeschichte auf Pidschen erzählt. Was in Ostafrika Kisuaheli ist, das ist auf der Westseite Pidschen-Englisch. Kein Mensch weiß, wo der Ausdruck herstammt. Die Engländer schreiben „Pigeon", aber die Taube hat in keinem Fall etwas damit zu tun. Auch vom Schwein (pig) stammt es nicht. Manche meinen, es stecke ein verderbtes „busi- netz" dahinter, aber dies Wort können die Schwarzen glatt aussprechen. Gleichviel, die merkwürdige Sprache ist da, und sie ist ein brauchbares Verständigungsmittel bis ziemlich tief ins Innere. Lufifpori im neuen Deutschland Ein Jahr Deutscher Lustsport-Verband. Dnn Präsident Bruno Loerzer, Führer des deutschen Lufisherts. >nM'D Am «HOT W C <*20 |Ä<" C «Ä I ricbfen. D. Ernst Joh außen, Dozent für Mission und Prunitivreligion in Afrika in der Theologischen Fakultät der Universität Marburg, ist tm 70. Lebensjahre gestorben. “ Der ao. Professor Dr. Werner Jensen in der Medizinischen Fakultät ber Universität Berlin ist Zum orbentlichen Professor in berfelben Fakultät ernannt worben. Dr. Walther Meißner, Privatbozent für Physik an ber Universität Berlin, hat einen Ruf auf ben Lehrstuhl ber technischen Physik an ber Technischen Hochschule München angenommen. Die ao. Professoren an ber Technischen Hochschule in München, Dr. Karl L. Sachs unb Dr. Kurt Trautwein, würben auf Grunb bes § 6 des Berufsbeamtengesetzes in den dauernden Ruhestand versetzt. Dr. Ernst G r ü n t h a l, Privatdozent für Psycho- logie und Neurologie an ber Universität Würz, bürg, ist auf Grunb bes § 3 bes Gesetzes zur Wieberherstellung bes Berufsbeamtentums aus dem bayerischen Staatsdienst entlassen worden. Oberheffen Geschickten aus aller Welt ie geglaubt, daß er einem das Leben retten und da- William French hatte nie anderen Menschen jemals das —................ mit der Held dieser Geschichte vom braven Nachbarn Jahren durch Amerika und England geschleift wurde und die ihm etliche 150 Jahre andichtete, wird man den noch immer rüstigen alten Herrn „höchstens auf 120 Jahre zu veranschlagen haben. Er hat heute ein bescheidenes Pöstchen als Türhüter im Rathaus von Istanbul, und die 50 Pfunde oder 100 Mark, die er dafür bekommt, erscheinen ihm zu gering, um damit auch noch eine Eheweib zu ernähren. Aus diesem Grunde hat Zaro Agha eine Eingabe an die Stadtbehörde gerichtet, um eine kleine Aufbesserung seiner Bezüge zu bekommen. Er hat, als er über die Wahl seiner Zukünftigen befragt wurde, erklärt, daß 40 Jahre das Höchste an Jahren sei, was er seiner Frau zubilligen könne! Voraussichtlich wird Zaro Agha eine Gehalts« erhöhung bekommen, denn er steht bei seiner vorgesetzten Behörde in dem ihm gebührenden Ansehen; welche Gemeinde würde auch nicht einen Türhüter pfleglich behandeln, von dem die ganze Welt weiß, daß er ein im Dienst so rüstig ergrauter Mann ist? Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Musik stört den Verkehr. (th) Neuyork. Uebertriebene Liebe zur Musik kann sich störend auswirken und oft sogar schlimme Folgen haben. Hier sind Autotaxen besonders beliebt, die Rundfunkgeräte haben, so daß der Fahrgast jederzeit einschalten und Musik ober Vorträge hören kann. Diese Beliebtheit hatte die Inhaber der nicht „musikalischen" Taxen dazu veranlaßt, auch ihrerseits die Genehmigung für Empfangsapparate nachzusuchen und ihre Wagen damit zu versehen. Aber nun brach eine wahre Lawine von Zusammenstößen und Autounfällen über die Stadt herein, und nach einigem Suchen kam die Polizei auf den Gedanken, die Musik könne daran schuld fein. Deshalb erging die Verordnung, die Empfangsapparate seien im Innern der Wagen so anzubringen, daß der Fahrer durch die Musik nicht abgelenkt werden könne. Aber wozu gibt es eine Technik! Die Fahrer leiteten den Empfang so um, daß sie auf jeden Fall ihre Musik hörten. Dabei überhörten sie aber Vieles, und weil die Unfälle sich mehrten und kein Ende nahmen, machte die Polizei mit der übertriebenen Musikliebhaberei kurz Schluß, indem sie alle musikalischen Taxen verbot. Die Fahrer werden sich nun wieder ohne liebliche Gesänge an die disharmonischen Töne des Straßenverkehrs gewöhnen müssen, aber die Fahrgäste werden bestimmt sicherer an ihr Ziel gelangen. Irrtümlich zum Lebensretter geworden. (—) Boston. werden könnte. Da wurde also dem Nachbarn Medlock die Frau vor einigen Monaten sehr ernstlich krank. Sie mußte ins Hospital. Und schließlich stellte sich heraus, daß nur eine Blutübertragung sie retten könnte. Aber bei der Blutübertragung muß man ja, nach den Blutgruppen sorgsam unterschieden, den Blutspender aussuchen. Nun aber ergab sich, daß alle Blutspender nicht mit der Blutgruppe der Frau Medlock harmonierten. Es stand wirklich sehr schlimm um die Frau Nachbarin. Da bat der jammernde Medlock den William French, er möge ihn zum Krankenhaus bringen, denn allein ertrage er den^ Jammer nicht. French wollte im Krankensaal nicht stören und wartete deshalb auf dem Korridor auf feinen traurigen Nachbarn Medlock. Inzwischen aber waren Aerzte dabei, wieder einige Blutspender zu untersuchen, die für Frau Medlock geeignet sein könnten. Als sie French aus dem Gang stehen sahen, holten sie ihn — sie hatten es eilig — rasch in den Untersuchungsraum. Ehe French, der überhaupt ein wenig schwer sprechen konnte, den Tatbestand zu erklären vermochte, hatten sie ihm eine Blutprobe abgenommen. Und siehe — French hatte die passende Blutgruppe. Er protestierte gegen alles, was mit ihm geschah. Erst als er hörte, daß er geeignet sei, seiner Frau Nachbarin, der kranken Gattin des traurigen Medlock, das Leben zu retten, war er einverstanden. Und Frau Nachbarin ist gerettet: Hoch klingt das Lied vom braven Nachbarn! Der Chirurg, der kein Blut sehen konnte. (kn) Wien. Als kürzlich der berühmte Wiener Chirurg Professor Freiherr v. Eiselsberg aus den Erinnerungen seiner Tätigkeit vortrug, erlitt eine ältere Dame bei der Schilderung einer Operation einen Schwächeanfall und wurde ohnmächtig. Professor v. Eiselsberg selbst eilte ihr zu Hilfe und reichte ihr das Wasserglas von seinem Pult. Der Vorfall veranlaßte ihn, eine Geschichte aus seiner Studentenzeit zu erzählen, die man kaum glauben würde, wenn sie nicht aus dem Munde des berühmten Gelehrten elbst käme. Die Geschichte hatte aber ihre Pointe darin daß er als Student der Medizin kein Blut habe sehen können. Immer wieder mußte er bei den chirurgischen Vorlesungen, in denen Operationen vorgeführt wurden, den Saal fluchtartig verlassen. Spater hat er sich allerdings daran gewohnt und, das brauchte er ja nicht erst zu erzählen, ist einer der bedeutendsten Chirurgen Europas geworden. Generalsäuberung bei den Navajo-Jndianern. (—) Holl ywood. Hugh, sie haben die Friedenspfeife mit den Rothäuten vergebens geraucht: Jimn^ Walker, Mury Pickfovd, Douglas Fcnrbanks, Ramon Novarro, Jackie Coogan und wer solch noch zu der Schar der Ehren-Jndianer vom Stamme der Navajos gehörte. Hinweg mit den bunten Federn, die ihre filmgewohnten Häupter schmückten. Weil die Ra vajos sich entschlossen, zu emer Generalsauberung ihres Stammes zu schreiten. P"-Pu - nannten die Navajos diese Großaktion, durch die alle alten Ehrenbürgerschaften aufgehoben wurden, durch .b jeber aus dem Stamme ausgestoßen ist, der: n ch von Geburt ein Navajo ist. Man hat ben ^Orenburgern das in sauberer Maschinenschrift mitge teilt, und nun wissen sie, daß sie keine Indianer honoris causa mehr sind. Hugh! . Aber es ist noch zu erwähnen, weshalb man ausgerechnet im Frühjahr 1934 zu diesem hartes gen und der Pfundabwertung bei dem gleichzeitigen Sturz der Preise einigermaßen behaupten konnte. Wer ist aber heute m England noch reich? Dabei muß man davon ausgehen, wer dort überhaupt als „reich" angesehen wird. Der Besitzer eines Einkommens von vielleicht 100 000 Mark gilt drüben immer noch als „nur" wohlhabend, aber -nicht als reich. Dazu muß er mindestens ein Einkommen von 200 000 Mark versteuern, und zu dieser Klasse gehören heute noch knapp viertausend. Das sind aber noch keine Millionäre, die hier nach Pfunden und nicht nach Schillingen gerechnet werden, wobei sich die vielstelligen Zahlen nicht nach dem Vermögen, sondern nach dem Einkommen richten. Millionär kann aber nur der sein, der „ohne mit der Wimper zu zucken" im Jahre 50000 Pfund verbrauchen kann. Davon gibt es heute in England noch 333, und nach der Statistik sind das 12 7 weniger als i m Vorjahr. Diejenigen aber, die etwa 100 000 Pfund und mehr für sich ausgeben können, ohne das Bankkonto zu überanstrengen, haben sich in den letzten zehn Jahren von 208 auf ganze 94 verringert Die größten Scharten schlug in die Vermögen d i e Erbschaftssteuer, die einem Erben einer Pfundmillion nur 600 000 Pfd. beläßt. Erbt er aber gar zwei Millionen Pfund, so wird das Vermögen durch den Steuerfiskus glatt halbiert. So ist allmählich der Tod eines solchen Millionärs in Eng- einer Aufbesserung ihrer täglichen Mahlzeit empfanden, hatten sich zusammengerottet und waren gemeinsam nach dem Staatsforst getrabt, wo sie beim Morgengrauen eine regelrechte Treibjagd veranstalteten. Sie erbeuteten dabei zahlreiche Hirsche, Hasen und Fasanen. Man kann sich vorstellen, welche Folgen diese Jagd für die Besitzer der Hunde haben wird. Zaro Agha auf Freiersfiitzen. (web.) Istanbul. Der „älteste Mann der Welt", der ehemalige Istanbuler Lastträger Zaro Agha, will wieder heiraten. Er bat in seinem langen Leben zwar schon neun Frauen gehabt, die entweder vor ihm gestorben sind ober von denen er sich hat scheiden lassen — aber nun will er sich den Lebensabend mit einer zehnten Lebensgefährtin verschönen, lieber das Alter des türkischen Methusalem gehen die Meinungen auseinander: von der marktschreierischen Reklame abweichend, mit der der Jubelgreis vor einigen tänzen bestanden, nahm der Abend einen guten Verlauf. Durch Ortsgruppenleiter Spengler und Propagandaleiter Harder wurde Pg. Heinrich H ö ch st das Ehrenzeichen der Alten Garde überreicht. Der Reinertrag des Abends flieht dem Winterhilfswerk zu. * Harbach, 23. März. Unser Mitbürger Wilhelm Herzberger konnte kürzlich auf sein 25jähriges Jubiläum als Gastwirt zu- rückblicken. Während dieser langen Zeit war er auch immer ein treuer Anhänger des Gießener Anzeigers. "Y Watzenborn - Steinberg, 23. März. Im vollbesetzten Saale des Gasthauses „Zum Grü- nen Baum" in Steinberg begingen die hiesige Frauenhilfe und der Eoana. Mädchenbund den Abschluß ihrer diesjährigen Winterarbeit mit einem wohlgelungenen Schlußabend. Nach dem Gesang des Chorales „Lobe den Herren, o meine Seele" hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Staub ach, die Ansprache. Er gab seiner Freude Ausdruck über das harmonische Verhältnis der einzelnen Körperschaften in unserer Gemeinde und rief auf zur Treue für die gute Sache, unfern Führer und das deutsche Vaterland. Anschließend sang man zwei Strophen des Deutschland-Liedes. Unser rüh- riger Mädchenbund gestaltete den weiteren Verlauf der Feier zu einem bunten Abend, der viel sonnigen Humor auslöste. Besonders eindrucksvoll war die vom Vorstandsmitglied Habermehl verfaßte dichterische Schilderung über „des Leawe eam Frauenveroin". Nicht endenwollende Lachsalven ertönten, zumal der Vortrag durch die Mädchenbundesschwester M. Blank sehr wirkungsvoll war. Gemeinsame Lieder und noch manch frohes Wort ließen die Stunden nur zu schnell dahinschwinden. Daß eine Sammlung für das Winterhilfswerk stattfand, war selbstverständliche Wicht. Um Mitternacht konnte Pfarrer Sta ubach das Schluß, und Dankeswort sprechen und mit dem Bundeslied „Kein schönres Land" schloß der schöne Abend. 4- Lang-Göns, 22. März. Am Sonntag feierte die ältesteEinwohnerin unseres Dorfes, Frau Kath. Br ückel, geb. Wenzel, ihren 9 5. Geburtstag. Sie besitzt trotz ihres hohen Alters noch außerordentliche körperliche und geistige Regsamkeit und geht noch täglich ihrer gewohnten Hantierung nach. Kreis Schotten. l. Gedern, 23. März. Im Ortsgruppenbereich Gedern erbrachte die Straßensammlung am 11. März 80,02 Mark, am 18. März 101,18 Mark. An Zwilli n g s Pfennigen wurden 3,44 Mark gespendet. Im März wurde eine Plakette zu 20 Mk., eine andere zu 1 Mark verkauft. Für das Winter- Hilfswerk wurden ferner 344 Laib Brot und 2500 Eier durch das Jungvolk gesammelt. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 23. März. Die Stadtschule veranstaltete im großen Saale des „Deutschen Hauses" einen Elternabend zu Gunsten des Winterhilfswerks. Eine bunte, geschickt zusammengestellte Vortragsfolge unterhielt die sehr zahlreich erschienene Zuhörerschaft aufs beste. Nach einem einleitenden Sprechchor hielt der ßeiter der Schule, Rektor U s i n g c r , eine Ansprache, in der er nach herzlichen Begrüßungsworten an die Zuhörer mahnende und verantwortungsbewußte Aus- sührungen über die Erziehung der Jugend im Dritten Reich machte. Viel Beifall fanden die exakt und mit großem Eifer ausgefichrten Turnübungen der kleinen Buben und die reizenden Volkstänze her- älteren Mädchen. Musikalische Darbietungen eines kleinen Orchesters umrahmten die Vortragsfolge. Den Abschluß der Vortragsfolge bildete die Aufführung des vaterländischen Weihespiels „Germa- nias Auferstehung", das von Lehrern und Schülern der Anstalt eine lebendige und wirkungsvolle Darstellung erfuhr. Die Zuhörer spendeten für den interessanten Abend reichen Beifall. Für die Winterhilfe konnte erfreulicherweise eine größere Summe als Reinertrag des Abends zur Verfügung gestellt werden. N Flensungen, 23. März. Am Mittwochabend wurde in feierlicher Weise die Orgel unserer Kirche ihrer Bestimmung übergeben und von Lehrer N e b e l i n g (Gießen) zum ersten Male gespielt. Dekan Schmidt (Grünberg) hielt die Weiherede und übermittelte der Gemeinde die Grüße des Oberkirchenrats D W a-g n e r. Der evangelische Jugendverein und der Frauenverein trugen mit einigen Liedern zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. land zu einem Ereignis von nationaler Bedeutung geworden, und der Schatzkanzler pflegt bei feinem Voranschlag für das Budget mit monotoner Stimme von den voraussichtlichen Einnahmen zu sprechen, die der Staat durch den Tod seiner Reichen wohl Haden wird. Erst im vergangenen Jahr „erbte" die Steuer durch den Tod des Schiffsreeders Sir John Ellermann auf einen Schlag acht Millionen Pfund als „erste Anzahlung", die die Erben der hinterlassenen 17 Millionen Pfund dieses Geldmag- naten zu leisten hatten Die Spitze dieses „Hochadels" der Finanz halten heute noch Morris, der englische Ford, sowie die beiden Fabrikanten der bekannten Goldflake-Ziga. rette, Mills und Lord Rothermere, und schließlich die Besitzer der größten ererbten Vermögen, der Herzog von Westminster, unbe- jtrittener Herr ganzer Wohnviertel in London, und der Earl o f D e r b y. So hat in den letzten, zum Teil recht mageren Jahren — allein gegen das Vorjahr hat die Zahl der Steuerpflichtigen in England um 100 000 abgenommen — die Erbschaftssteuer die bei der Einkommensteuer entstandenen Fehl- betröge oftmals ausgleichen müssen. Ob aber der hier fortgeführte Satz, daß Reichtum nun auch zum Sterben verpflichtet, damit der Fiskus von dem Vermögen den Rahm abschöpfen kann, auf die Dauer auch der allgemeinen sozialen und kulturellen Schichtung Englands dienlich ist, wenn so die großen Vermögen allmählich verschwinden, das wird die Zukunft lehren müssen. Preußen. Kreis Wetzlar. p. Bieber, 23. März. Bei Gastwirt Schlierbach fand dieser Tage eine Versammlung der Viehkasse statt. Als Vertrauensmann war Pg. Schneider aus Rvdheim erschienen. Der Versammlung wurden die für die Gleichschaltung her» ausgegebenen Richtlinien zur Kenntnis gegeben. Die Kasse und die Bücher wurden in bester Ordnung befunden. Dem langjährigen Kassierer, Holzhauer- meister Schmidt, wurde das vollste Vertrauen bekundet. Die Generalversammlung der Kasse findet demnächst statt. □ Aus dem Hü11enbera, 23. März. Die im Rahmen des Winterhilfswerks durchgeführte Eiersammlung für bedürftige Volksgenossen hatte folgendes Ergebnis: Dornholzhausen 168 Stück, Niederkleen 294 Stück, Großrechtenbach 325 Stück, Hörnsheim 268 Stück, Hochelheim 270 Stück, Kleinrechtenbach 308 Stück, Münchholzhausen 220 Stück und Lützellinden 344 Stück Schritt entschloß: Im Weißen Hause ist ein Ge° etz eingebracht worden, niemand dürfe mehr die — oft an Filmgrößen — ehrenhalber verliehenen Militärwürden tragen. Als die Navajos das horten, überlegten sie, daß die Ehre, Indianer zu sein, mindestens einer Würde in der amerikanischen Armee entspreche. Und so kam es eben ... Ueberhaupt rebellieren die Indianer ein wenig. Alle Stämme, vor allem aber die rund um Hollywood, haben die Aktion des Navajos begrüßt. Sie selbst sind aber nicht so mächtig wie die Navajos. Sie haben sich damit begnügt, gegen die Beschäftigung von Negern und Mexikanern in Jndianer- rollen zu protestieren, während die Indianer hungernd umherliefen. Früher sah eine Rebellion der Indianer anders aus; — heute machen sie eine Eingabe ober sie werfen Jimmy Walker und Mary Pickford aus ihrem Stamm hinaus. Der „schwarze Adler" und der ^flinke Bär" aber drehen sich stöhnend um und um in ihren Grüften ... Der Undankbare von der Teufelsinsel. (u) Paris. Eines Morgens erschien Jeanette, das schöne Mädchen von Martinique, bei der Polizei in Trinidad und teilte mit, sie wisse, wo Jean Duverney sei. Und sie nannte sein Versteck: — ihr eiaenes, kleines Haus. Dort holten sie ihn heraus, fesselten ihn und legten ihn im Polizeigefängnis in Ketten. Denn mit Jean Duverney wollte man nun keinen Aerger mehr haben. Seine Akten kannte man. In Paris hatten sie ihn 1924 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Zwanzig Jahre Guayana genauer gesagt. Er hatte in Paris eine Frau umgebracht. Zehn Jahre stand er in glühender Sonne, im Sumpf, ein Opfer der Stechmücken der Moraste. Dann entfloh er mit sechs Gefährten in einem Jndianerkanu. Zwei Wochen trieben sie in dem kleinen Boot, halb verdurstet, verhungert, entkräftet. Bis sie nach Trinidad kamen. Man gestattete ihnen, so Ringe auf der Insel zu bleiben, bis sie sich erholt hätten. Er hatte sich in der Hütte des Mädchens Jeanette versteckt. Dort suchte ihn niemand. Sechs Monate blieb er dort. Das Mädchen formte für ihn und pflegte ihn. Bis er eines Tages einen Stock nahm und sie zu erschlagen drohte, als sie nicht genug Zigaretten für ihn herbeischaffen konnte. Da ging das Mädchen von Martinique zur Polizei und meldete, wer bei ihr wohne. „Diese Weißen sind zu undankbar für ein Mädchen von Martinique —", sagte sie dem Polizeikommandeur. „Wenn Sie sich die Sträflinge von Guayana aussuchen, um Dankbarkeit zu erproben — freilich!" erwiderte ihr der Kommandeur. Da brachten sie auch schon Jean Duverney, den man nun mit einem Schiff ab schieb en wird. Eines Tages wird er wohl wieder in Guayana fein ... Verpuffte Sensation. (m.) R o in. Das italienische Städtchen Aquasanta wurde vor einigen Tagne in helle Aufregung versetzt. Vom Felde heimkehrende Bauern hatten geheimnisvolle Blutspuren bemerkt, die von der Straße aus au einen Brunnen außerhalb des kleinen Orts führten. Da die Bauern annahmen, daß es sich um ein Verbrechen handeln könnte, benachrichtigten sie die Polizei des nächstgelegenen größeren Ortes. Diese nahm sich sofort der geheimnisvollen Affäre an und rückte mit einem Stab von Polizei- und Kriminalbeamten zum Tatort. Zunächst versuchten die Sachverständigen vom Brunnenrand aus dem Tat- bestand näher zu kommen, doch war bad Brunnen- wasser burch ben Regen ber vorhergegangenen Tage so getrübt, daß man von oben aus auch nicht das geringste erkennen konnte. Nach langem Hin und Her entschloß sich die poli- zeiliche Obrigkeit, den Brunnen ausschopfen zu lassen. Unter den Augen der Gesetzeshüter und einer sensationslüsternen Menge, die den Brunnen umstand, wurde dieser mit vieler Mühe geleert Ein mutiger Bauer wurde alsdann an einem Seil in den dunklen Brunnenschacht hinabgelassen, um das im Schlamm versunkene Opfer ans Tageslicht zu befördern. Nach langem Wühlen in dem knietiefen Morast gelang es dem Mann, im Dunkeln den Körper eines Lebewesens zu fassen. Doch die Sensationslust der umstehenden Menge wurde enttäuscht. Statt eines Menschen tarn der Körper eines überfahrenen Schäferhundes zum Vorschein! Unbefriedigt von dem mageren Ergebnis der Aktion zogen Polizei und Zuschauer ab. Hunde machen sich selbständig. (tz) Lodz. In Petrikau, einer Kreisstadt der polnischen Wojewodschaft Lodz, scheinen die Hunde ein besonders ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl zu besitzen. Eines Morgens machten die Hundebesitzer von Petrikau nun die überraschende Entdeckung, daß über Nacht ihre vierbeinigen Wächter verschwunden waren. Eine große Suche setzte em, aber erst der Nachmittag brachte des Rätsels Losung. Aus dem benachbarten Staatsforst rief nämlich ein Förster an und forderte die Hundebesitzer höchst energisch auf, ihre Hausgefährten abzuholen, wid- rigenfalls diese erschossen werden müßten. 87 Hunde, denen ihr bisheriges Dasein offenbar zu i langweilig geworden war ober die Sehnsucht nach Ein Winterhilfe-tleberblick. K Münzenberg, 23. März. Mit dem Verkauf der Glasplaketten ist das große Winterhilfswerk 1933/34 abgeschlossen. Großes wurde geleistet, viel wurde geopfert und gesammelt, viel wurde gegeben und geholfen, viel wurde gearbeitet und geschafft. Das Gesamtergebnis an Geldgaben beträgt für unsere Gemeinde, die 953 Einwohner hat, von denen knapp 40 Familien und Einzelpersonen mit zusammen ungefähr 120 Personen betraut wurden: 685,39 Mark, nämlich 231,90 Mark der monatlichen Sammellistensammlung, 327,30 Mark der Eintopfsammlungen, 102,19 Mark der Straßensammlung und des Plakettenvertriebs, 21 Mark Neujahrsgave ber Gastwirte, 3 Mark für Briefverschlußmarken. Das Enbergebnis ber Zwillingspfennigbüchsen in ben Lebensmittelgeschäften wirb erst Enbe März festgestellt unb ist bann noch mitsamt bem Glasplakettenerlös, ber ungefähr 20 Mark betrug, zum oben angegebenen Gesamtergebnis hinzuzufügen, so baß Der Gelbertrag mit runb 7 00 Mark angesetzt werben kann. Zu bie{en Gelbgaben finb noch bie Abzüge ber Beamten, Angestellten unb Arbeiter bei ihren Behörben hinzuzurechnen. An Naturalien gingen ein 473,35 Zentner Kartoffeln unb 120,16 Zentner Frucht, nämlich 61,46 Zentner Korn unb 58,70 Zentner Weizen, bazu 150 Laib Brote zu je 4 Pfund und 912 Eier, womit wir unser Eiersoll von 950 Stück beinahe, wie nur wenige Gemeinden, erreichten. Die Brockensammlung erbrachte eine Unmenge an Kleidungsstücken. Wenn man die augenblicklichen Naturalpreise ansetzt, so stellen vorstehende Naturalgaben einen Wert dar von 1088,70 Mark für Kartoffeln, 491,70 Mark für Korn, 557,70 Mark für Weizen, 87 Mark für Vrot, 54,70 Mark für Eier. Das ergibt eine Naturaliengabe im Werte van 2279,80 Mark, so daß der Wert der gesamten Winter- hilfsgaben in Münzenberg bei Außerachtlassung ber Broaensammlung fast 3000 Mark ist, bas finb auf den Kops der Bevölkerung 3,16 Mark. Ausgegeben wurden an Unterstützungen für bie laut Erhebung festgestellten Bedürftigen unserer Gemeinde: 82 Zentner Steinkohlen, die mit dem von der Winterhilfe angesetzten Großhandelspreis von 1,36 Mark pro Zentner einen Wert van 111,52 Mark darstellen, und 177 Zentner Braunkohlen- brifetts im Werte von 184,68 Mark bei einem Ansatz von 1,04 Mark pro Zentner. Weiter 12 Zent- ner Kartoffeln im Werte von 27,60 Mark, 2,13 Zentner Weizenmehl zu 49 Mark, 85 Lebensmittelscheine zu je 1 Mark gleich 85 Mark, 36 Pfund @rünfern zu 13 Mark, 39 Pfund Schweineschmalz zu 31,20 Mark, 39 Pfund Grieß zu 12,50 Mark, 39 Pfund Bohnen zu 6 Mark, 40 Pfund Zucker zu 16 Mark. Zusammen ist das ein Unterstützungswert von 295,60 Mark für Kohlen und 240,30 Mark für Lebensmittel, alles in allem: 535,90 Mark. Die ausgegebenen Brocken (Kleider unb Schuhe u. a.) finb habet nicht einbezogen. Welche gewaltige Arbeit zu leisten war, geht nur zum kleinen Teil aus ber Zahl von 152 Runb- schreiben unb etwa 50 Mitteilungen u. a., von denen alle beträchtliche Arbeit brachten, hervor. An Berichten u. a. wurden vom hiesigen Ortsführer der Winterhilfe, Pg. Pfarrer Lenz, in dessen Händen die gesamte Arbeit lag, bis jetzt 188 geschrieben. Wenn man zu ben Sammlungen ber Winterhilfe, bie in unserer Gerneinbe einen Wert von knapp 3000 Mark (brei Viertel in Naturalien unb ein Viertel in Gelb) ergaben, noch bie freiwilligen Kollekten unb Gaben in ber Kirchengerneinbe Münzenberg, ohne Trais-Münzenberg, für befonbere Nöte in Höhe von fast 2800 Mark (fast nur Gelbgaben) hinzurechnet, so wirb ersichtlich, baß in unserer Gerneinbe zur Linberung mannigfaltigster Nöte unseres Volkes Beachtliches unb Erhebliches g e ■ t a n würbe. Landkreis (Ziesten $ Alten-Buseck, 23. März. Am Mittwochabend hatte die N S. - F r a u e n s ch a f t im Schulsaal der Oberklasse eine Zusammenkunft, in der Frau Haas einen lehrreichen Vortrag über m o - berne Säuglingspflege hielt. Nachdem bie Vortragende wichtige Ratschläge über „Verhalten während der Schwangerschaft" gegeben hatte, folgten praktische Vorführungen über Körperpflege, Ernährung unb zweckmäßige Bekleidung des Säuglings. Die Leiterin der Frauenschaft bankte Frau Haas für bie wertvollen Ausführungen unb versprach, noch weitere berartige Vorträge folgen zu lassen. Großen-Buseck, 23. März. Bei dem durch- geführten Glasplakettenverkauf gingen im Bereiche der Ortsgruppe Großen-Buseck 91,53 Mark ein. Dies verteilt sich auf die einzelnen Zellen und Blocks wie folgt: Großen-Buseck 40,85 Mark, Alten-Buseck 19,78, Trohe 4,30, Rödgen 1060, Dp- penrob 6, Burkhardsfelden 10 Mark. Der Turnverein Alten-Buseck stiftete als Ueberschuß von einem abgehaltenen Vergnügen 19 Mark, die Frauenschaft Alten-Buseck 7,25, so daß der Kreiskasse des Win- terhilfswerks 117,78 Mark überwiesen werden konnten. 4- Grünberg, 22. März. Am Mittwoch veranstaltete die hiesige NS. - Frauenschaft einen Deutschen Abend in der Turnhalle. Die große Halle war dicht besetzt. Die Übertragung ber Rebe des Führers im Rabio würbe angehört. Pg. Pfarrer Matthäus sprach bann in packenden Worten vom wahren Geist des Nationalsozialismus. Durch Mitwirkung einer SA.-Kapelle, sowie durch Darbietungen ber einzelnen NS.-Organisationen, bie in Gedichtvorträgen, Chören, Reigen unb Volks- ffiosemarie, ffiosemarie... Roman von Käthe Metzner. Schluß. Aber, das macht mich froh, daß es Ihnen gelungen ist, den Beweis für Rosemaries Unschuld zu erbringen. Sahen Sie, wie ihre Augen erst ungläubig schauten, und wie sie dann ganz groß und strahlend wurden? Das war das schönste Geschenk, das Sie ihr machen konnten, Herr Doktor Wangenheim. Gleich morgen werde ich bei dem neuen Intendanten vorsprechen, um Rosemaries Ehre restlos wiederherzustellen." Gegen drei Uhr morgens erst hatten sich Lueberg und Wangenheim getrennt. Der letzte Abend kam heran, an dem Rosemarie in Vertretung der Tinius spielte. Schon am Nachmittag war Wangenheim m der Brunnerschen Villa zu Gast. Immer noch einmal mußte er Rosemarie ganz ausführlich erzählen, wie es ihm möglich gewesen war, die Lobe zu einem Geständnis zu bringen. „Mein Onkel Bachstedt läßt dich herzlich grüßen, Rosemarie. Er war tief erschüttert, als er den wahren Zusammenhang der Dinge erfuhr, und hat sich bis heute noch Vorwürfe gemacht, daß er die Sache damals nicht gründlicher untersuchte. Aber der Schein war allzusehr gegen dich, armes Kind. Ich habe heute morgen sofort mit ihm telephoniert. Meine Verwandten sind glücklich, daß ich dich gefunden habe. Und wir dürften ja nicht vergessen, sie zu besuchen, hat er mir noch ausdrücklich mehrmals gesagt." r . . „Bachstedt & Co....", sagte Rosemarie sinnend. „Nie hätte ich gedacht, daß mein Fuß je die Heimat wieder betreten könnte, geschweige denn, daß ich meinen alten Arbeitsplatz noch einmal wiedersehen würde. Aber nun kann ich ja zurückkommen. Du, Wolfgang, du allein hast den Makel auf meinem Namen gelöscht." „Glaubst du, daß ich nur einen Augenblick an deiner Unschuld gezweifelt hätte, als ich nach Wochen von meinem Onkel erfuhr, was geschehen war?" fragte Doktor Wangenheim ernst. „Aber ich — ich habe an deiner Liebe gezweifelt, Wolfgang. Lange habe ich an jenem naßkalten Herbstabend auf dich im Parkpavillon gewartet. Immer noch hatte ich gehofft. Aber du kamst nicht. Da dachte ich, du hättest keinen Glauben mehr an mich. Das hat mich getrieben, die Heimat zu verlassen, irgendwo unterzutauchen im großen Berlin. Ach, furchtbar waren die Jahre! Nach außen schien mein Leben das glücklichste, das man sich denken konnte. Selbst Doktor Brunner, der um meine Liebe zu dir wußte, hat nicht geahnt, wie manche Nacht mein Kopfkissen von Tränen naß war." Und mit einem unendlich lieben Blick auf Tante Berta fugte sie hinzu: „Auch Tante Berta nicht. Ganz nicht/ Frau Bergmanns Gesicht wurde übersonnt von einem gütigen, zufriedenen Lächeln. „Kind, Kind!" sagte sie nur; aber all ihre Liebe und Sorge um Rosemarie lagen in diesen zwei Worten. „ „Ja, und das alles geschah, wahrend ich voller Angst heimfuhr zu meinem schwerkranken Vater. Wir tragen alle einen Teil Schuld. Manchmal — nein überhaupt, die Menschen sollten mehr aneinander glauben!" sagte er grübelnd. Dann huschte ein glücklicher Schein über sein Gesicht. „Aber wir wollen nicht von dem Vergangenen mehr reden. Die Zukunft gehört uns." Und in seligem Plaudern verrannen die Stunden. Wolfgang malte ihr Leben daheim. Nur einmal wurde sein schönes Gesicht noch sehr ernst, als er von der schweren Krise sprach, die seine Werke durchmachen mußten, und die noch nicht restlos überwunden war. „Ich hatte keinen Mut mehr, Rosemarie. Was nützte all mein Schaffen? Für wen?" Endlich aber war es Zeit, aufzubrechen. Zum letzten Male fuhr sie der Wagen aus dem vornehmen, stillen Westen hinein in den Weltstadttrubel zum Großen Schauspielhaus. „Abschiedsvorstellung von Rosemarie Bergmann! — kündeten die Anschläge an den Plakatsäulen. Das Haus war ausverkauft. Noch einmal in dieser Spielzeit gab man den „Faust", und noch einmal schuf Rosemarie ein unsterbliches „Gretchen". Nun, da über Nacht seligste Erfüllung in ihre Seele gekommen war,'schwanden die letzten Hemmungen. Wanqenheim, der mit dem Justizrat und Tante Berta in der Loge saß, war tief ergriffen. Das war nicht mehr Rosemarie, seine kleine Rosemarie, das war eine ganz große, gottbegnadete Künstlerin. Das Schauspielhaus erlebte an diesem Abend einen beispiellosen Erfolg. Blumen über Blumen schleppte man auf die Bühne. Immer wieder mußte Rosemarie hervortreten. „Wiederkommen! Wiederkommen!" schrien die Berliner. Plötzlich war Ruhe. Rosemarie stand inmitten ihres riesigen Blumenhains und sprach ein paar Worte: „Ihr lieben Menschen? Ich danke euch von ganzem Herzen. Ich gedenke in diesem Augenblick meiner toten Mutter, die ebenso wie ich bei ihrem Scheiden so viele ehrliche Freunde zurückließ, aber ich gedenke auch des kürzlich verschiedenen Leiters dieses Hauses, Doktor Brunners, der es mir durch seine väterliche Hilfe erst ermöglichte, hier als Nachfolgerin meiner Mutter zu wirken. Wenn ihr mir eure Teilnahme beweisen wollt, so schenkt eine kurze Minute des Gedenkens diesen beiden Menschen, die mir über alles teuer waren." Rosemarie schwieg und senkte den Kopf in stiller Andacht. Während ihrer Worte war kein Auge trocken geblieben. Große Bewegung ging durch das Haus, während sich alle Köpfe zu einer Minute des Gedenkens senkten. Dann prasselte der Beifall noch einmal auf und hielt noch an, als sich der eiserne Vorhang schon lange gesenkt hatte. Keiner von allen Anwesenden, auch keiner vom Personal des Theater, ahnte, daß an diesem Abend der neue Intendant, Doktor Brunners Nachfolger, im Parkett unter den Zuschauern saß. * Doktor Wangenheim wollte die Verlobung nicht einen Tag mehr hinauszögern. „Ich muß dich endlich gewaltsam binden", sagte er lächelnd, „sonst läufst du mir eines Tages wieder fort, Liebling." Es war eine ganz stille Feier in Brunners Villa, an der außer Justizrat Hohl niemand teilnahm. Merkwürdig!, dachte Wangenheim im stillen, als er mit Hohl zu Rosemarie fuhr, ein alter Jurist bleibt doch ein alter Jurist. Schleppt der Mann selbst zu einer Verlobungsfeier seine dicken Aktenbündel in der Mappe mit. Wahrscheinlich aus Vorsicht. Vielleicht hat er Angst, daß sie ihm im Hotel inzwischen gestohlen werden könnten. Und .er lächelte über den sonderbaren Kauz. Doktor Wangenheim hatte aber nicht bemerkt, daß der Justizrat seine Verwunderung wohl gesehen hatte und nun seinerseits auch über Wolfgang Wangenheim lächelte. Der würde staunen! Der brave Junge bekam nicht nur eine schöne Braut, sondern auch eine Braut, deren bedeutendes Vermögen ihn sofort wieder „flott" machen konnte. Aber — er lachte leise in sich hinein! — das war vorläufig sein Geheimnis. Ein ergreifender Augenblick war es, in dem Wangenheim den goldenen Ring über den zarten Finger schob. Welche Dornenwege der Liebe waren die beiden gegangen, ehe sie das launische Schicksal endlich zueinander geführt hatte! Das launische Schicksal?! „Gottes Wille!" sag'te Tante Berta, der die Tränen über das liebe alte Gesicht liefen. Als man das Glas erhob, um auf das glückliche Brautpaar zu trinken, waren aller Augen feucht. Eine Minute Schweigens entstand.__________ Diesen Augenblick aber nutzte Justizrat Hohl. Er legte seine schwere Aktenmappe auf den Tisch, die den ganzen Abend nicht von seiner Seite gewichen war, und machte eine ganz feierlich ernste Miene. Keiner konnte sich sein rätselhaftes Benehmen er- klären. Was wollte er denn nur jetzt in dieser Stimmung? Aber ohne ein Wort zu sagen, hatte Hohl seine Mappe geöffnet und nahm ein dickes Aktenbündel Neuß—Bergmann" heraus. Dann sagte er.ernst, während er jedoch Mühe hatte, die eigene freudige Erregung zu unterdrücken: n , „Mein sehr verehrtes, gnädiges Fräulein! Ich habe Ihnen an diesem Tage eine ganz wichtige Eröffnung zu machen. Es handelt sich um den Nachlaß Ihres seligen Herrn Vaters, des bekannten Kunstmalers Ehrenhard Neuß • ■ Und nun verlaß er das seltsame Testament, das Ehrenhard Neuß im halben Irrwahn schon verfaßt hatte, und nach dem seine Tochter das große Vermögen einschließlich des wundervollen Landsitzes Friedenau erst dann erhalten sollte, wenn ein Mann um ihrer selbst willen um sie warb ... Rosemarie schluchzte. Zu viel war auf sie em- gestürmt in den letzten Tagen. Hatte das Schicksal ihr erst alles, alles genommen, um nun sein Füllhorn über sie auszuschütten, daß es sie fast zu erdrücken drohte? Aber auch Tante Berta war ganz blaß und still. Jahrelang hatte sie einen Groll genährt gegen Ehrenhard Neuß, weil sie glaubte, daß er sein Vermögen und Friedenau in alle Winde habe zerstreuen lassen, ohne seines einzigen Kindes zu gedenken. Lange wurde kein Wort gesprochen. Friedenau... Friedliche Aue! Klang das nicht wie Heimat? Rosemarie sah im Geiste das Bild von Ehrenhard Neuß, „Sommerabend im Park", vor dem sie lange mit Wolfgang gestanden hatte, und von dem sie sich nicht hatte trennen können. Also war doch alles nicht Traum, sondern Wahrheit, was sie aus ihren Kindertagen in dunkler Erinnerung trug... Wieder hatten ihre Augen den Ausdruck einer Seherin, aber sie schien nur Glück und Sonne zu schauen. Und wirklich. Rosemarie sah sich einige Tage später mit Wolfgang Wangenheim in Friedenau. Wie glückliche Kinder liefen sie durch den herrlichen alten Park und standen vor dem See, der wundersam im Schein der untergehenden Sonne vor ihnen lag. Glockenklang schwebte über das Wasser. In der Ferne sang eine süße Mädchenstimme das Lied ihres Lebens: „Rosemarie, Rosemarie...!" Aber kein Schmerz mehr durchzitterte die Melodie. Ende! 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Der Dank an den Mann, der seit 27 Jahren in der Verwaltung unserer Stadt tätig war und davon -und 20 Jahre allein als Oberbürgermeister wirkte, ft von der NS.-Fraktion und von anderen Spre- hern auch mit einer Würdigung der Tätigkeit des 'cheidenden Oberbürgermeisters verbunden worden, )ie jedermann erkennen ließ, wie bedeutsam das Walten des Führers gewesen ist, der jetzt aus der Front zurücktrat. In seinem aroßangelegten Rückblick auf dieses Wirken lenkte der nationalsozialisti- che Fraktionsführer H a h n den Blick über eine olche Fülle von aufwärts gerichteten Werken des cheidenden Kommunalpolitikers, wie sie in unserer Stadt bisher noch mit keiner leitenden Person der städtischen Verwaltung verbunden war. Die stärkste Leistung des scheidenden Oberbürgermeisters bildet die Tatsache, daß ihm die Gesunderhaltung unserer städtischen Finanzwirtschaft trotz aller Schwierigkeiten der letzten Jahre und trotz vielfacher Versuche zum Abgleiten von dieser Bahn gelungen ist. Damit hat er das wirtschaftliche Rückgrat unserer Stadt unversehrt erhalten und dem Neuaufbau im Dritten Reich im Rahmen unserer Gießener Verhältnisse eine gute Wegbereitung hinterlassen Bei der umfassenden und sachlich gerechten Würdigung des Wirkens des scheidenden Stadtoberhauptes in jener lokalgeschichtlich denkwürdigen Sitzung vom vorigen Montag bleibt der Presse als Zeitchronistin des öffentlichen Geschehens nur noch wenig zu sagen übrig. Jeder Mann in der Bürgerschaft kann sich voll und ganz dem Dank und der Anerkennung anschließen, die dem zurückgetretenen Oberbürgermeister in so reichem Maße ausgesprochen wurden. Dabei werden mancherlei Erinnerungen lebendig, aus denen zu erkennen ist, welcher Mann und Kommunalpolitiker von Format Oberbürgermeister Dr. Keller während seiner Gießener Amtsführung gewesen ist. In unserer nahezu 12jährigen Beobachtung der kommunalen Arbeit aus nächster Nähe konnten wir immer wieder feststellen, daß dieser Verwaltungschef bei aller Liebenswürdigkeit von Mensch zu Mensch eine erfreuliche Unnahbarkeit für solche Projekte an den Tag legte, die mit seinem obersten Grundsatz der Aufrechterhaltung einer gesunden Finanzwirtschaft der Stadt nicht in Einklang zu bringen waren. Dadurch wurde er in der Zeit des früheren Systems ein Mann, an dem sich die Linke oft rieb, um damit kundzutun, daß dieser Oberbürgermeister mit dem starken Druck des Daumens auf den städtischen Geldbeutel kein Mann nach ihrem Sinne mar. Das hinderte ihn erfreulicherweise jedoch nicht, in Ueber- einstimmung mit der Mehrheit der früheren Stadtratsversammlungen an seiner außerordentlich vorsichtigen und weit vorausschauenden Finanzgeba- runq festzuhalten. Den Nutzen dieser Führung unserer Kommunalgeschäfte können wir heute mit besonderer Genugtuung feststellen, und wir werden ihn in Zukunft noch bei vielen Gelegenheiten angenehm empfinden. Oberbürgermeister Dr. Keller war auch kein Freund der Gespreiztheit vor den Augen der Oeffent- lichkeit. Von manchem Mitbürger konnte man frü- her gelegentlich im Tone des Vorwurfs die Bemerkung hören, der Oberbürgermeister mache mit Vorliebe die Stadtratsarbeit nur in den Kommissionen ab. Es ist richtig, daß der Oberbürgermeister die Arbeit in dem kleinen Kreise der Kommissionen und Deputationen den häufig parteipolitisch geführten Auseinandersetzungen im Stadtratsplenum vor- 30g. Aber einen Vorwurf deswegen zu erheben, ist falsch. Der Oberbürgermeister als guter Menschenkenner wußte eben genau, daß mit manchem rabiaten Parteipolitiker im stillen Kämmerlein der Kommissionen viel besser zu Rande zu kommen war, als wenn man es vor den Augen und Ohren der Oeffenlichkeit zu tun hatte. Damals war ja leider oft für manchen entscheidend, daß er aus Popularitätsgründen in der öffentlichen Stadtratssitzung rednerisch auftreten, oft auch — wie man halt so sagt — vom Leder ziehen konnte und dabei bei seinen gläubigen Anhängern den Eindruck erweckte, daß man doch ein Mords-Mann sei, während sich „im stillen Kämmerlein" zu derartigen Schauspielen keine Gelegenheit bot. Daß die Hinneigung des Oberbürgermeisters zu der stillen Arbeit in den Kommissionen se.ine volle Berechtigung hatte, wird jedermann bestätigen können, der früher häufig Gelegenheit hatte, die „Rederitis" im Stadtratsfitzungssaale anzuhören. Es ist daher verständlich, daß Oberbürgermeister Keller als Mann der sachlichen Arbeit, als rechnerisch kühler Verwalter der Stadt sich mit der Arbeit möglichst oft in das „stille Kämmerlein" der Kommissionen zurückzog. Daß diese Einstellung unserer Stadt schädlich geworden wäre, vermag niemand zu behaupten, der gerecht und sachlich zu urteilen sich befleißigt und gewohnt ist. Wie ernst und schwer Oberbürgermeister Kel- l e r feine Verantwortung als Leiter unseres Gemeinwesens nahm, tonnte man namentlich fest- stellen, wenn es sich um große, in die Zukunft hineinreichende Projekte handelte. Dabei verfuhr er mit außerordentlicher Bebachtsamkeit, immer nur geleitet von dem obersten Gesetz seines Handelns, die städtische Finanzwirtschaft unter allen Umstanden in Ordnung zu halten Dieser inneren Verpflichtung entsprechend nahm er es auch auf sich, lieber einmal als Bremfer bei der kommunalpolitischen Fahrt zu wirken, anstatt das Tempo zu steigern Diese Einstellung trat in den letzten Jahren besonders bei der Lösung der Frage des Straßen- bahnbaues nach Wieseck zutage. Der Oberbürgermeister verkannte nicht, daß dieser Straßenbahnbau einem bedeutsamen wirtschaftlichen Erfordernis Rechnung tragen werde, und er knüpfte an dieses Unternehmen auch weiterreichende kommunalpolitische Kombinationen, deren Auswirkung er nach allen Richtungen hin sorgfältig abwog. Er war auch nicht gewillt, einem gesunden Fortschritt sich zu widersetzen, aber die ganze Angelegenheit war für ihn nicht spruchreif, solange die Frage nicht geklärt war, welche Rückwirkungen das Projekt auf die städtische Finanzwirtschaft haben würde. Erst als auch nach dieser Richtung hin eine annehmbare Regelung gefunden war, erklärte er sich mit der Durchführung dieser Straßenbahnerweiterung einverstanden. In gleicher Weise behandelte er alle anderen Projekte, deren Zweckmäßigkeit für unser Gemeinwesen auch von ihm erkannt worden war, für deren Durchführung jedoch zur Zeit angesichts der Finanzlage noch keine Möglichkeit besteht. Diese Einzelbilder zeigen die Grundlinie des zwei Jahrzehnte langen Wirkens des Oberbürgermeisters Dr. Keller an der Spitze unserer Stadt auf. Dieses Wirken war Dienst an der Gesamtheit im besten Sinne des Wortes. Es war frei von persönlichem Geltungsbedürfnis, unbeeinflußt durch unsachliche Gesichtspunkte, immer nur getragen von dem Leitgedanken, daß das Gemeinwohl der ausschlaggebende Faktor bei aller Arbeit und bei allen Entscheidungen sein muß. Mit diesen Grundsätzen .ihres Oberbürgermeisters ist unsere Stadt Gießen in guter Weise über die Klippen und Schwierigkeiten der hinter uns liegenden Jahre hinweggekommen. Bei der weiteren Beachtung dieser Grundsätze wird sie auch in Zukunft gut bestehen können. Damit wird sich das vorbildliche Aufbauwerk des Oberbürgermeisters Dr. Keller für die Zukunft unserer Stadt in. segensreicher Weise auswirken und den Namen seines Schöpfers für alle Zeiten leuchtend mit unserer Stadt verbinden. Daten für Samstag, 24. Marz. 1830: der Dichter Robert Hamerling Kirchberg am Wald geboren; 1844: der dänische Bildhauer Bertel Thorwaldsen in Kopenhagen gestorben. Daten für Sonntag, 25. März. 1801: der Dichter Novalis in Weißenfels gestorben; 1907: der Chirurg Ernst v. Bergmann in Wiesbaden gestorben. Keilte «euer Roman in täglichen Koviketzrmsen! «eubestettev erhalten de« Gletzenev Slnreisev bis zum Ende des Monats kostenlos Dann kam der böse Tag, an dem man Franz Graven. den Prokuristen der Mertenschen Fabrik, einsperrte wegen schwerer Unterschlagung Alles sprach gegen ihn, und auch sein guter Freund Wolfram trat nicht für ihn ein Frau Graven starb vor Aufreguna am Herzschlag, das Kind, die dreizebnjäbrige Regina kam zu Fremden in Pflege, und Franz Graven saß ein halbes Jahr stellte Dann gab es eine böse Auseinandersetzung zwischen den ehemaligen Freunden vor Zeugen. Franz Graven verzieh es dem anderen nie. daß er nicht zu ihm gehalten in seinen schwersten Stunden Er starb sehr bald und unversöhnt mit Fritz Wolfram Aber die beiden Mädchen Hingen anein- SMe ecfute und die fa Iscfie $>oralies Roman von Anny von Panhuys. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) Doralies Wolfram ging nachdenklich durch die Straßen der kleinen Stadt Doralies kannte ganz Mooshausen, und ganz Mooshausen kannte sie. Auf ihren Vater, den berühmten Schriftsteller, waren die Mooshausener sogar sehr stolz. Er wohnte draußen vor der Stadt, im sogenannten Schlößchen Plötzlich stand sie Regina Graven gegenüber, die eben um eine Ecke gebogen war. Die beiden Mäd- ch?n begrüßten sich herzlich. Sie waren ziemlich gleich groß und schlank, auch waren beide blond; aber das Blond Reginas schimmerte rotgolden. Ihr Gesicht hatte fast ein wenig strenge Linien, von griechischer Reinheit, die aber gemildert wurden durch die tiefblauen, etwas schwärmerisch blik- kenden Augen und den weichen, schön geschnittenen Mund Die Mädchen reichten sich die Hände. Doralies fragte: „Haft du immer noch keine Arbeit gefunden. ander und hielten zusammen. Fritz Wolfram wußte es, aber er mischte sich nicht ein; es bedrückte ihn zuweilen, Reginas Vater Unrecht getan zu haben, aber der hätte ihm seine allzu bitteren Wahrheiten nicht vor anderen lagen dürfen Das hatte ihn gedemütigt. darüber empörte er sich n-ch jetzt, wenn -r daran dachte Sie waren ja einmal Schulfreunde gewesen — Franz Graven und er Aber er war früh in die Welt hinausgefahren, ein bißchen Vermögen hatte ihn freigemacht, fein . Leben so zu gestalten, wie e* ihm' aefiel. Die ganze Welt hatte er bereift, sich in Amerika mit einer reichen, exzentrischen Frau verheiratet, die sich in seiner Heimat, nachdem er sich hier das sogenannte Schlößchen gekauft, gar nicht wohlgefühlt und ihm schließlich davon- mrr orfübrenbe anmelden! Die Landestilrnstelle Südwest der NSDAP., Frankfurt a. M., Bürgerstraße 9 bis 11 ersucht auf Anordnung der Reichsfilmkammer alle Personen, Gesellschaften, Vereine, Stiftungen, Körperschaften, Anstalten, Wanderoorführer, Filmvortragsreisende Der Glaube an die im Grunde ungebrochene Kraft des Volkes habe geholfen. Der Führer habe uns alle anders denken gelehrt.^ Zu lange habe sich jeder als Privatmann gefühlt. Adolf Hitler sei tragstellers. Genaue Angabe des Materials, das gesucht wird, und der Namen und Daten, die schon bekannt sind. Auf Grund des Vorhände- nen Materials find die noch ausstehenden Animmer wieder prüft und untersucht, ob der Grund auf dem er weiterbauen will, auch fest ist. Wer an fein Können glaubt, der wird schon an sein Ziel gelangen. , - , Ob er den Pflug im Felde führt, ob er Kaufmann wird oder ob er ein Handwerk erlernt, das ist ganz einerlei. Eins müssen freilich alle: Arbeiten. Vergnügen, Feiertage und die viel erhoffte „Freiheit", von der die Jugend träumt, sind nur bann für uns da, wenn wir treu unsere Arbeit geleistet So wie man den Dauern im Staate nicht entbehren könne, könne man auch den Menschen aus dem Handwerkerhaus nicht entbehren. Der kluge Mensch werde sich den Nationalsozialismus zu Herzen nehmen im Sinne einer inneren Umkehr und neuer großer Geisteshaltung. Erst Werden später hinaus die Pfarrämter in Anspruch genommen, dann empfiehlt sich: Schriftlicher Antrag. Diesem Antrag ist unter allen Umständen beizufügen: a)Name und genaue Anschrift des An- Weibe der Iabne des Fähnleins Allemannen, Gießen. beainnen. So müsse auch die zweite Arbeitsschlacht fröhlich begonnen werden. Alle Arbeit müsse von Glauben erfüllt sein. Ein arbeitswilliges Volk von 63 Millionen, mit viel Bedarf und unbändiaer Arbeitskraft, müsse sich helfen können. Noch klage das Handwerk über schmußige Konkurrenz. Scbon sei viel durch die Beutezüge des internationalen Kapitals vernichtet worden. Mit dem verbliebenen Volksvermögen aber müsse haushälterisch umaeganqen werden. Was noch beseitigt werden müsse, gelte es in organischer Weise in neue Formen überzuleiten. Das Bekenntnis zum Nationalsozialismus müsse uns für immer verpflichten. Niemand dürfe Kitsch und Schund ver- Adols Hitler verwirkliche nun sein Programm Punkt kür Punkt. Eine Aufgabe sei nach der and-ren ge- (Eigenes Wissen, das durch das von Angehörigen und Verwandten ergänzt werden kann. Aufzeichnungen in Familienbibeln und Gebetbüchern in Familienbesitz. Grabsteine a u f Friedhöfen, die meist viele Aufzeichnungen über Geburt und Tod tragen. Bürgermeistereien und Standesämter, die seit den 70er Jahren auch alle Einträge in eigenen Büchern führen. Das geschehe, mülle getan werden für den Bau des deutschen Hauses und für die deutsche Zukunft. Mit einem dreifach „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler schloß Kreisleiter Pg. Schimmel die Kundgebung. Gemeinsam wurde der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Im Restaurant „Siebigshöhe" fand gestern abend eine außerordentlich stark besuchte Versammlung der NS-Hago im Kreise Gießen statt. Schneidige Marschmusik des Musikzuges der SA.- Reserve leitete den Abend ein. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches wurden die Fahnen der NS.-Hago eingebracht. Kreisleiter Schimmel eröffnete die Kundgebung und erteilte sofort dem ersten Referenten des Abends das Wort. Gauredner pg. Dr. Höder-Gießen führte u. a. folgendes aus: Adolf Hitlers Wort „Fanget an!" habe tiefe symbolische Bedeutung bekommen. Deutschland habe auf dieses Wort gewartet. Das Volk der Arbeitsfreudigkeit habe schwer unter der ?,ast der Arbeitslosigkeit gelitten. Deshalb habe das ' j'ort Adolf Hitlers fasziniert. Das Größte aber, das uns der Führer habe geben können, sei der Glaube des deutschen Volkes an sich selbst gewesen. Vor zwei Jahren habe niemand gewagt, irgend etwas auf lange Sicht zu beschließen. Niemand wußte, was werden sollte. Nur eines sei gewesen: die nationalsozialistische Bewegung und der Glaube an den Führer, der Glaube, daß der Nationalsozialismus das deutsche Schicksal sei. Im ersten Teil seiner Darbietungen brachte er Humoresken, Märchen und Schwänke. In bunter Reihenfolge wechselten die Stoffe und das Inhaltliche der Erzählungen. Jeweils ließen die Stücke den gesunden deutschen Humor burchblirfen, gewürzt mit Satire -und alter Lebensweisheit. Die Geschichte von dem Weizenkorn von Busch und das Märchen „Die verliebten Pfefferkuchen" von Manfr. Küber gaben dem ersten Teil des Abends eine gute Einführung. Hatte schon allein durch diese Vortragsstücke der Künstler erneut die Herzen seiner Gießener Zuhörer gewonnen, so war es ihm durch die folgenden Darbietungen ein leichtes, weiteren starken' Beifall zu ernten. Die Titelnovelle „Die schöne Frau" von Barth, sowie die Anekdote „Belle Alliance" von Wilh. Schäfer zeigten Emil Kühne in seiner naturgetreuen Nachahmung und Schilderung eines braven Ehemanns und des ehrwürdigen alten Fürsten Blücher von der besten Seite. Im zweiten Teil des Abends zeigte sich der Künstler von einer ganz anderen Seite. Mit kaum zu übertreffender Komik brachte er alte Soldaten- und Studentenlieder zu Gehör. Das altbekannte norddeutsche Lied „vom Loch im Topf ..." und die Zugabe: „ vom Herrn Pastor sin Kauh" wurden mit begeistertem Beifall ausgenommen. Immer wieder stellte Kühne unter Beweis, mit welchem Feingefühl und mit welch' schöner Nuancierung er jedes Lied anzupacken und zu bringen weiß. Die Wiedergabe der Erzählung von Frau Schulze von Wagners „Parseval" löste starke Lachsalven aus. Auf den ersten Anhieb konnte man feststellen, daß die Berliner Mundart Emil Kühne angeboren ist. Denn mit dieser Orginalität kann schwerlich ein Fremder eine waschechte Berlinerin dialektisch nachahmen. Mit der Geschichte von dem Vogel und dem Kater von Busch beendete der Künstler seine genußreichen Darbietungen. . .. Die Vortragsoereinigung kann als Ergebnis für sich verbuchens mit diesem schönen Abend die Reihenfolge der Vortragsveranstaltungen für diesen Winter würdig abgeschlossen zu haben. Jedermann jein eigener Stammbaum- forscher. EPH. Kaum ist ein Gesetz so sehr dazu angetan, Ordnung in das personelle Leben unseres Dritten Reiches zu bringen, wie das Gesetz, welches den Nachweis der arischen Abstammung erfordert! Fällt der Hauptanteil dieser Forschungen den Pfarrämtern zu, so unterziehen sie sich gerne diesen Anforderungen der neuen Zeit! Denn was kann unserer Kirche lieber sein, als wenn sie auf die vielfältigste Weise am Aufbau des Dritten Reiches mitwirken darf! Immerhin aber muß von den Volksgenossen erwartet werden, daß sie -den Pfarr- ämtern entgegenkommen und sie bei der Erforschung der Stammbäume und der verschiedensten Daten mitwirken, soweit es ihnen nur möglich ist! In den meisten Fällen dürfte es möglich sein, die Namen und sämtliche Daten bis zu den Großeltern selber zu finden! Quellen dafür sind: wenn der Geschäftsmann ein Charakter und nicht nur ein Geschäftemacher sei, werde er Ansehen haben und erfolgreich fein, lieber den „Geschäftemacher" werde die Zeit hinweggehen. Er habe in der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz. Den Weg zum Frieden und zum Cinssein mit unserem Herrgott und der Natur gehen wir in Gläubigkeit und Freudigkeit, eines Herzens mit unserem Führer Adolf Hitler! (Anhaltender lebhafter Beifall.) pg. Wagner-Frankfurt a M. als zweiter Redner des Abends, führte u. a. aus: Im Mittelstand fei man sich nicht immer recht dessen bewußt gewesen, was es heiße, „Arbeiter' fein. Arbeiter fein, heiße „Schaffender" sein. Eine fremde Geisteshaltung habe den Begriff „Arbeiter' verunehrt. Nicht die Materie forme den Geist, son- dem der Geist die Materie. Allzulange sei uns fremder Geist aufgedrängt worden. Wir alle seien überzeugt, daß die vergangenen 14 Jahre übelstes Erlebnis gewesen seien. Aber schon seien wieder reaktionäre Kräfte am Werk, die die „gute, alte Zeit" erstehen lassen möchten. Jene „gute alte Zeit", in der der Klassenstaat geboren wurde, der eben erst zerschlagen worden fei. Von jener Zeit her sei das deutsche Volk zerrissen gewesen. Die Unterschiede in den Klassen, b'e aufgerissen worden seien, habe auch Bismarck nicht überbmrfen können. Allzulange habe man an den Begriffen Bauer, Preuße, Hesse, Sachse usw. feftgehalten, anstatt sich als deutscher Volksgenosse zu fühlen. Schon in der Erziehung seien diese Schranken und Grenzen aufgerichtet worden. Auch unter sozialdemokratischer Macht habe sich hier nichts geändert. Wohl niemand glaube, daß in einem 15. Jahre der Macht der Sozialdemokratie etwas besser gemacht worden wäre, als in den vorhergeaangenen 14 Jahren. Dann sei Adolf Hitler aefommen. habe an die ®uten, Mutigen, Opferbereiten novelliert. Und jene der reinen Gesinnung seien zu ihm gestoßen. Der Geist der Wenigen habe den Ausschlag gegeben und nicht die Materie, nicht die Zahl. Die Idee der Volksgemeinschaft fei ihren Weg zu Millionen gegangen. zu seinem Vaterlande znrückaeführt habe. Nun ftebe man vor der zweiten Arbeitsschlacht in hem Glauben und sicheren Wissen, daß wieder Mlllion-n in den Arbeitsprozeß eingeglied"^t werden. Der Glaube an den Führer werde den Sieg sichern. Das deutsche Volk habe am 12. November bewiesen, daß es allen Kampfes wert gewesen sei. (Lebhafter Beifall.) Im Schlußwort forderte Vq. Nr. !R6?)er auf, dazu beizutragen, das große deutsche Haus zu bauen, das weit und geräumig sein müsse, viel Sonne hereinlasse und ein großes starkes deutsches Volk in sich vereinige. Der Weg sei klar. Das Volk sei Einheit, der Handwerker fei ein anderer gewor- gaben leichter zu finden. c) Von der Ortsgruppen-, Kreis- oder Gauleitung ordnungsgemäß beglaubigter Nach- Die Krühjahrsschlacht gegen die Arbeitslosigkeit hat begonnen Meldet jede freie Stelle dem Arbeitsamt haben. . , Und wohl dem, der seine Arbeit hat! Schützt die Heimatnatur! für sie fielen und die Lebenden ihr folgen, ist sie die Brücke zwischen unserer irdischen und der ewigen Heimat. Der Weg der Jugend zur Unsterblichkeit führt durch die Fahnen. Ibn. 1/116. Zwei Stunden der Freude. Die Vortragsvereinigung (Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein und Gewerbe-Verein) hatte zu ihrem gestrigen letzten Vortragsabend in diesem Winter den auch hier bestens bekannten Vortrags- meifter Emil Kühne- Berlin gewonnen. Die Besucher dieses ausgezeichnet gelungenen Abends kamen zu einem seltenen Genuß. Der Künstler verstand es wieder, über zwei Stunden die Zuhörer in seinem Bann zu halten. und solche Firmen, die Werbefilme vorfuhren, Mr Anmeldung zur Reichsvereinigung deutscher Lichtspielstellen,' ihre Anschrift sofort bekanntzugeben und Anmeldeformulare anzufordern. Tagung des Provinzialtags. Der Provinzialtag der Provinz Obevhefsen wird am Mittwoch, 28. März, vormittags 11 Uhr, im Sitzungsfaale des Regierungsgebäudes zu Gießen zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung^ zusammentreten und folgende Tagesordnung erledigen: 1 Verwaltungsbericht des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen über den Stand der Pro- vinzialoerbandsangeleaenheiten und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oder- Hessen im Rj. 1932. 2. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rj. 1934. 3. Rechenschaftsbericht des Provinzialausschufses über die Verwaltung des Wasserwerks Inheiden und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden im Rj. 1932. 4. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden für Rj. 1934. 5. Rechnungsabschluß über die Verwaltung des Ueberlandwerks Oberhessen für das Rj. 1932. 6. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Ueberlandwerks Oberhessen im Rj. 1934. Der Schutz der Sonn- und ^eierfaae. In einer Verfügung der Mimsterialabteilung la (Polizei) wird in Verfolg der Verordnung betr. Schutz der Sonn- und Feiertage u. a. mitgeteilt: Die Hessische Verordnung, die Stempelabgaben von öffentlichen Darstellungen usw. betreffend, vom 19. Dezember 1899 wird nach pflichtgemäßen Ermessen der Kreisämter und Ortspolizeibehörden überall dort Anwendung finden, wo auf Grund der seitherigen Uebung Tanzveranstaltungen und sonstige aus dem Rahmen fallende Lustbarkeiten an bestimmten staatlichen ober kirchlichen Feiertagen nicht st a 11 h a f t waren. Für die Karwoche wird von dieser Möglichkeit weitgehend Gebrauch zu machen sein. NS.-DolkSwohlfahrt wirbt! Der Begriff des Wohlfahrtsstaates gehört der Vergangenheit an. Aus den Pflichten des Staatsbürgers ergeben sich feine Rechte. Diese Pflichten und Rechte so zu b^anbeln, daß alle Entschlüsse dem Volksganzen dienen, ist die Aufgabe der N S. - Volkswohlfahrt auf dem großen Gebiet der Organisation der Gefundheitsführung, der Wohlfahrtspflege und der Rechtsberatung; darüber hinaus fallen die großen Sonderausgaben des Winterhilfswerks des deutschen Volkes und die bevölkerungspolitische Aufklärung in den Arbeitskreis der NS.-Volkswohlfghrt. Aus diesem. Arbeitsumfang ergibt sich die Notwendigkeit, daß jeder volksbewußte Deutsche Mitglied der NS. - Dolkswohlfahrt wird. Jeder muß sich dem Staat und der Nation gegenüber verantwortlich fühlen, und jeder muß so handeln, als hinge von seinem Handeln das Wohl des ganzen Staates und der Nation ab. Wer Mitglied der NS. - Dolkswohlfahrt wird, zeigt, daß er ein Sozialist der Tat ist. Die Gauwaltung der NS. - Volkswohlfahrt. Sie Vertrauensräte nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschafts- Der Schutz unserer Heimat ruft uns heute mehr denn je auf den Plan. Die gewaltigen Veränderungen, die heute in der deutschen Landschaft Wirklichkeit werden, verursachen bedeutende Verluste an wertvollem Heimatgut. Die Erde muß dem Menschen nutzbar gemacht werden, doch darf man nicht gedankenlos unersetzliche Werte rein wirtschaftlichen Zwecken opfern. Die Verwüstung und Zerstörung der Schönheitswerte der Heimat war mit die Ursache des äußerst beklagenswerten Schwindens der Liebe zur Heimat. Im Sinne des nationalsozialistischen Kulturwillens, der aus Blut und Boden eine neue Weltanschauung erwecken will, ift es Pflicht der Heimatnatur, auch die Reichhaltigkeit und Schönheit zu bewahren. Heute darf die deutsche Heimat nicht mehr nur Gegenstand der Ausbeutung fein. Auch einseitige Interessen dürfen und können nicht mehr berücksichtigt werden, lieber dem Eigennutz steht der Nutzen für die Gesamtheit. Die modernen Werke der Technik dürfen nicht vom grünen Tisch aus geschaffen werden, sondern müssen in sinnvoller Einfügung zum Landschaftsbilde stehen. In jedem einzelnen Falle muß mit aller Sorgfalt geprüft werden, ob der Untergang von wertvollem Heimatgut auch verantwortet werden kann. Die Landschaft in vollkommener Ursprünglichkeit zu erhalten, also jeden Einfluß des Menschen zu entziehen, ist nur in besonderen Fällen angebracht, wo es sich um die Erhaltung von besonders gefährdeten, bezeichnenden Gebilden der heimatlichen Natur handelt. Die Naturschutzbestrebungen wollen das Rad der Entwicklung nicht zurückschrauben, sondern Volkswirtschaft und Heimatschutz versöhnend zusammenbringen und in unserem Volke wieder die schlummernde Liebe zur Natur erwecken. Die Beschäftigung mit der Natur ift eine der edelsten Bttäti- gungen des Menschen und bildet das stärkste Band zur Heimatliebe; ohne Heimatliebe keine Vaterlandsliebe. Luser neuer Vornan. In der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers beenden wir den Abdruck des mit so außergewöhnlich großem Erfolg ausgenommenen Romans „Rosemarie, Rosemarie..." von Käthe Metzner. In der gleichen Nummer unseres Blattes beginnen wir mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes, das eine nicht minder begeisterte Aufnahme bei allen unseren Leserinnen und Lesern in Stadt und Land zu finden verdient. Handelt es sich doch hier um die noch unveröffentlichte Arbeit einer Autorin, die seit langem zu den erfolgreichsten Mitarbeiterinnen unseres Blattes und zu den erklärten Lieblingen des Lesepublikums gehört. Der neue Romsn heißt: „Sie echte und die falsche Ooralies" von Anny von panhuys und darf geradezu als das Musterbeispiel eines zündenden Zeitungsromanes bezeichnet werden. Anny von Panhuys hat ja mit ihren zahlreichen, früher bereits in unseren Spalten erschienenen Arbeiten — wir nennen nur die Romane „Die auf den Platzen und in den Straßen sollten überall vorzulegen Die obengenannten Beauftragten (Landin ausreichender Menge Papierkörbe zur Verfü-1 räte be;ro Bürgermeister) sind auch ermächtigt, van aung stehen, damit der Bürger die Papiere und! fid) au5 in ben' Fällen des § 9, Absatz 2 des Ge- Abfcille, die er gern lvswerden möchte, nicht lange rcue5 zur Ordnung der nationalen Arbeit einzu- "'^erumschleppen muß. greifen und selbständig zu entscheiden. Der Schrei nach dem Paplerkorb verdient daher ' volle Beachtung seitens der Behörden, und es ist durchaus nicht gleichgültig, in welcher Weise man ihm gerecht zu werden versucht. Der Papierkarb muß in erster Linie praktisch, zweckmäßig und haltbar fein; er soll aber weiterhin in Form und gegebenenfalls auch in Farbe angenehm wirken und damit einen gewissen Anreiz für den Benutzer geben. Eine solche „angenehme Wirkung" ist meistens ausgeschlossen, wenn der Inhalt des Korbes allzu deutlich von außen sichtbar ist; sie wird dagegen erhöht durch die Beigabe eines freundlichen Zuspruches. der wohl auch humoristisch gehalten sein kann. Wichtig ist die Art und Weife, wie der Dapierkorb draußen anaebracht ist. Wenn in den Straßen der Städte die Masten der elekrischen Leitungen gleichzeitig als Träger von Papierkörben benutzt werden, so wird man dies als in der Ordnung finden; wenn aber in Parken und Anlagen die Stämme der Bäume im gleichen Sinne in Dienst gestellt werden, so darf man dies getrost als anstößig bezeichnen. Wenig erfreulich ist es auch, wenn Pavierkörbe aus Drahtgeflecht, deren doch nicht immer appetitlicher Inhalt in feiner ganzen malerischen S^önheit von außen sichtbar ist, unmittelbar an den Ruhebänken angebracht sind. Wär i 1934 (RaBl I S 187) Streitigkeiten, die bei eine Gesundung gefordert. , her (Lnennuna von Vertrauensmännern auftreten, Wenn nun die Parole „Fanget an! wieder neu Einen größeren Tag als den 21. Lenzing hätte sich das Fähnlein zu feiner Fahnenweihe nicht auswählen können. Schon lange war die Sehnsucht der Jungen, die sich Fähnlein nennen, eine Fahne zu besitzen, um die man sich schart. Der große Tag, der die Verdoppelung aller Kräfte aufrief, um neue Arbeit beginnen zu können, wird sich in feinem tiefen Sinn mit dieser Fahne verbinden. Wo diese Fahne umgeht, da muß noch ernsthafter gewirkt werden als bisher; da muß eins immer mehr in den Herzen brennen: unsere Ehre? An einer Waldecke war ein Holzstoß aufgescyichtet, der bald loh brannte. Die Stille der Jungen offenbarte feierliche Ehrfurcht. Da war keiner, dem nicht der hohe Sinn dieses abendlichen Dienstes ganz klar vor der Seele stand. Beim Singen spurte man die Erlebnisfreude und Trotzigkeit aller. Der Fahn- leinführer sprach klar und jungenhaft einige Verse, die eigentlich jeder ungereimt selbst erlebte. „Voran weht die Fahne, des Sturmes Kraft, knatternd und flatternd am Eschenschaft." Der Standortfuhrer E. Hasenzahl weihte die Fahne und forderte die Jungen zur Treue dieser Fahne gegenüber auf. Das Lied der Jugend, das ja auch die Fahne allem voranstellt, beschloß die Feier. Des Reichsjugendführers Worte, die er in Potsdam sprach, standen über diesem Ereignis des Fähnleins: Die Ehrfurcht vor der Fahne ist das erste Gebot der neuen Jugend. Da unsere Toten einem Schlage durch Gesekesverordnung behoben werden könnten Verhältnisse seien aber nie von oben her zu ändern, sondern immer nur aus der inneren Umwandlung jedes einzelnen. Das Handwerk habe in den letzten Jahren viel Last und Kampf getragen. Der einzelne habe sie kaum tragen können.' Deshalb fei die Gemeinschaft nötig geworden. Der Zweifelnde und Verzweifelnde werde -«i +>uiui. v.me ziu>guue |ei nuu; uec unu^ien ge= es nie zu etwas bringen. Der Erfolg gehöre ’ töft worden. Des Führers arößtes Verdienst sei es, immer nur denen die mit Fröhlichkeit ihr Werk f daß er den deutschen Arbeiter zu seinem Volk und gebiet Hessen teilt mit: Durch Erlaß des Reichsar- --------- beitsminifters vom 13. März 1934 Illb 3271/34 find Aaste non Zweilinden , „Em Lied vom $ur Unterstützung des Treuhänders der Arbeit bei ©lüft', „Durch fremde Schuld und ,,-Ler ®reis i ber erstmaligen Bildung der Vertrauensräte im Zehnte" — hinlänglich bewiesen, daß sie vom ersten Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern Kapitel an ihre Leser zu fesseln und sie bis zur,bie Qeit bi5 ,um 31. Mai 1934 die Landräte lebten Zeile in Atem zu halten versteht, -vchr iung=, beiro kreisfreien Städten die Bürgermeister als fter Roman, mit dem wir heute beginnen, wird die Beauftragte des Treuhänders der Arbeit im Sinne große Zahl ihrer Verehrer noch vermehrem Hier beg § 21 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen wird gewinnend geschildert, rote die überraschenden Arbeit bestellt worden. Die Beauftragten haben die Folgen eines ausgelassenen Streiches entscheidende Aufgabe, in Vertretung des Treuhänders der Arbeit Bedeutung für die Liebes- und Lebensfchickfale - ~ -..... «>•.< in allen Streitigkeiten zu entscheiden, die die Bildung der Vertrauensräte betreffen, unter Beachtung ÜS-Ä’Ä*L.VSS,» ergangenen Ausführungsbeftimmungen vom 10. Gemeinschaftsgefühl als die V j tz 9 ___, y । ti s.:. c. rtivtA (flolimniinn notnrnpr r der Ernennung von Vertrauensmännern auftreten, Wenn nun Die ^role ganger an: « find daher nicht dem Treuhänder der Arbeit fern- -^gerufen werde' auch der Mtt els^nd dem den zuständigen Landräten bezw. in kreisfreien dabei sein Noch glaubten viele in^ Deutschland Städten bei den Bürgermeistern zur Entscheidung/daß bestehende unzulängliche Verhältnisse mit Oiuuien oei ueii auiH« i o ■ ' ■ ’ • pnl hurrh Ge ekesverordnuna behoben . ... den, stehe zum Teil in der SA., sei voll Kratt und kaufen, niemand, besonders die Hausfrau nicht,, Schwung und so ein Träger der Macht. Immer dürfe Kitsch und Schund kaufen. Durch die Unter- müßten wir beseelt sein von dem Willen, unser ttützung des Warenhauses werde das deutsche ..........' " " Handwerkerhaus und sein wertvolles Menschentum vernichtet. 'ichen lUttl: Volk ohne Jugend nbi. in An- trag ist les An- mit dreimaligen >en Möbelhaus föuhL MO Weil Gießen nur JHarfttstraße 29 Will. Wallenfels Soho, Weo, Brau^asseö Haus der guten Weine und Schnäpse. 1778 D 1823 D I589D als passende Geschenke Asi* Gießen, Bahnhofstr. 23 teieo ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ 1832 A Gießen 1774 A [ s, bas len, bie irfjanbe« len Anleitung : Nach- nbes- ich alle Briefpapiere Füllfederhalter Besuchskarten 1 den diesen kann die ieiches 1 den Pforr- Trfor. ensten m An merben 5 für Rei> diesen ■ meist ü Tob Verreist bis 15. April 1934 Dr. med. Knauf Vertreter die Herren: Dr. Malech / Dr. Mehl Weinert, Neuenweg 9. IIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIII Erfülle Deine Pflicht! Kämpfe gegen die Arbeitslosigkeit. ,nb nicht Ansehen Geschäfte' habe in itz. De' unfern aubiqW !M M' »eifall.) Gutgepflegte, feine 29er JKatur weine Wer nur von seinem Lieberfluß spendete, gab nichts. Opfern heißt: Bewußt verzichten! aus und schloß die Kundgebung mit dreimalig, begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf bi 25, Weißkraut 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 35 Pf., Feldsalat 1,— bis 1,20 Mark, Tomaten 50 Pf., Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kartoffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,80 bis 3,— Mark, Aepfel, das Pfund 12 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 20, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 35 bis 50, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bund 15 Pf. ** Justizperfonalie. Landgerichtspräsident Dr. Maurer in Gießen ist nach einer Bekannt- Ein Freudenlied stimmt Osterhase an. — Worüber er so froh ist, meinen Sie? — Er weiß jetzt, wo er seine Oster- Gesehen ke einkaufen kann. Preiswert u. gut. Er geht zu getan, 'ritten 5 ben stelle. Der Körper eines deutschen Mannes und einer deutschen Frau gehöre nicht ihnen selber, sondern dem ganzen deutschen Volke. Im nationalsozialistischen Staat sei der einzelne gar nichts, das ganze Volk alles. Jeder Deutsche habe die Verpflichtung, den gesunden Fortbestand der Gemeinschaft des deutschen Volkes zu fördern und zu sichern. Der Kindersegen einer Kation sei das größte Gottesgeschenk für ein Volk. Der Nationalsozialismus, der für die Ewigkeit unseres deutschen Volkstums arbeite, erhebe die Forderung an alle deutschen Volksgenossen: Schenkt Deutschland Kinder, denn Deutschland muß leben! (Starker Beifall.) Der Versammlungsleiter, Fachschaftsleiter Pfeil, sprach dem Redner den Dank der Versammlung ) sein, Groß. getreten, weil durch die Fortschritte der medizini- nischen Wissenschaft eine starke Steigerung des Durchschnittsalters in Deutschland Platz gegriffen habe. Angesichts des weit verbreiteten Geburtenstreiks, der von den reichen Schichten unseres Volkes ausgeganqen sei und sich immer mehr ausgedehnt habe, bestehe die größte Gefahr für den Fortbestand einer gesunden, lebenskräftigen deutschen Nation. Diesem Geburlenslreik müsse mit aller Tatkraft entgegengetreten werden, damit rechtzeitig Vorsorge getroffen fei, daß die Lasten unseres Staates immer wieder auf jüngere Schultern gelegt werden könnten. Unsere Aufgabe als Volk und Kation bestehe vor allem darin, daß der Kinderreichtum der deutschen Familien gesteigert werde, damit einff einem starken Kach- wuchs als Träger der deutschen Zukunft beruhigt die Fahne des Hakenkreuzes übergeben werden könne. Der Redner wies sodann auf das starke Anwachsen der gelben Rasse im Fernen Osten, insbesondere der Japaner hin, und hob hervor, daß der asiatische Mensch heute schon eine große Gefahr für Europa geworden sei. Dazu komme für uns Deutsche noch das erhebliche Wachstum der slawischen Völker in Mitteleuropa, an dem unser Volk nicht gleichgültig vor» übergehen dürfe. Das deutsche Volk im Herzen Europas müsse durch eine weitausschauende und kluge Bevölkerungspolitik so stark gemacht werden, daß es mit Erfolg dem Andrängen der östlichen Völker widerstehen könne. Die französische Revolution, die das Recht der Einzelpersönlichkeit aufgestellt habe, sei durch den Nationalsozialismus überwunden worden, der an die Stelle des Rechts des einzelnen das Recht der Gesamtheit in den Vordergrund Drahtgeflechte, Stachel-und glatten Draht, Drahtspanner, Schlaufen u; Nägel billig bei $)as ist natmlidi seht ividitii: 1 Wir liefern Qualitätsarbeit 2. Wir haben große Auswahl. 3. Wir haben besonders günstige Preise 4. Wir liefern bis 100 km frei Haus 5 Wir machen erleichterte Zahlungsbedingungen 6. Wir nehmen Bedarfsdeckungsscheine der Ehestandsdarlehen Schulranzen kauft man bei Berth. Kühne Seltersweg 26 Edgar Borrmann Eisenhandlung GabardinesMäntel von 40.50 RM. an Loden® Freys Mantel von 32 RM. an Der blaue Festanzug in verschiedenen Preislagen Erstklassige Maß • Schneiderst kür Zivil und ünilereen Führer. Gemeinsam wurde der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. a. aus: r recht < beüer" । i. Eine j rbe'üer' | ist, \v fei u6 ille fei» übelstes j n wieder | jute, alte llteZeit, öer eben , it her je linier- ■ den feie", men. Ml« . Preuße, 'als beut' der Er- en aufae- okratOcc Wohl we- m Mlht ht worden 4 Jährende on.d't . Und |ene ; ißen- lusfM .le M en MS - I! $s II M, n de" fiß 0»^ Notlage der Hausbesitzer wende man in Regierungskreisen große Aufmerksamkeit zu. So groß noch vor Jahresfrist die Hoffnungslosigkeit gewesen fei, so habe sich doch inzwischen schon wieder viel Vertrauen zur deutschen Kreditwirtschaft angebahnt. Schwierigste Frage im Problem des Neuhausbesitzes sei neben der steuerlichen Entlastung die Frage einer der inzwischen eingetretenen Wertminderung entsprechenden Schuldenherabsetzung. Mit allen diesen und einer Fülle weniger an der Oberfläche liegender Fragen habe sich der Landesverband Hessen des Reichsoerbandes der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler eingehend beschäftigt. Es könne nicht angehen, daß die Interessen eines breiten Kreises von einzelnen verfochten werden. Vielmehr müsse hier eine Organisation die Probleme aufgreifen, um die Vorschläge zu ihrer Lösung an nd-r«,9, "n't I" 5 ■ Stott »>- s®*" 1, nK fön h™ ler'Deif^ Vogtsche ?rivat-Handelsschulen Gießen • Herborn Beginn des neuen Schuljahrs 16. April Einjährige Höhere Handelsschule für Schüler mit Ober- Sekunda- und Prima-Reife Zweijährige Handelsschule für Schulentlassene m.8|ähr. Schulbildung. Zieh mittlere Reife (früh. clnjähr.-Examen genannt) Ein- u. halbjährige Handels- fach schule Abendkurse für Berufstätige in Maschinenschreiben, Stenographie und allen Handelsfächern. Anmeldungen u. Auskünfte in Gießen jederzeit im Schulgebäude öoethesrr. 32 in Herborn vormittags v. 8-1 imSchulgebäudeSchTageter straße 11. den zuständigen Stellen vorzutragen. Daß nicht alles, was gewollt ist, von heute auf morgen erreicht werden könne, liege in der Natur der Dinge, klar fei aber, daß schon manches erreicht sei. Wen« mehr erreicht werden solle, so müsse sich jeder in der Organisation einsetzen und an der Behebung der Not mithelfen. Es gehe nicht an, daß Werte von 20 Milliarden Mark unter durchaus kranken Verhältnissen Hunderttausende von Menschen belasteten, wenn es Möglichkeiten gebe, diese Nöte zu beheben. Architekt Nicolaus unterstützte kne Aus- füyrunaen des Redners und regte die Gründung einer Ortsgruppe des Reichsoerbandes der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler an. Im Verlaufe des Abends gab ein Teil der Anwesenden die Beitrittserklärung ab. Die Bildung des Vorstandes soll einer späteren Versammlung überlassen bleiben. BornoNzen. — Tageskalender f ü r Samstag: Deutsche Bühne, 20 bis 22.15 Uhr, im Stadttheater: „Schneider Wibbel". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Hans Westmar". — Astoria-Lichtspiele Seltersweg: „Hotel auf dem Ozean". — Freiwillige Gail'sche Feuerwehr: 20.30 Uhr im „Sckipkapaß", Bahnhofstraße 7: ordentliche Hauptversammlung. — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr: Ausstellung. — Tageskal e n der für Sonntag: NSDAP., 9 Uhr, im Hotel Hopfeld: Versammlung der PO. für sämtliche Ortsgruppenleiter, Stütz- 4iunktleiter und Kassenwarte der Ortsgruppen und -Stützpunkte. — Stadttheater, 19 bis 21.45 Uhr: ^.Julius Cäsar". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ^,Hans Westmar". — Astoria-Lichtspiele Seltersweg: Hotel auf dem Ozean". — Obst- und Gartenbau- werein Gießen, 15.30 Uhr, im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts, Senckenbergstraße 15: ÄZortrag mit Lichtbildern. — Stadtmission, Löber- istraße 14, 20.15 Uhr: Vortrag. — Oberhessischer Äunstverein, 11 bis 13 Uhr: Ausstellung. — Aus dem Stadttheaterbüro: Sonntag, 25. März, das Trauerspiel „Julius Cäsar": Dienstag, 27. März, Opernabend, „Der Evangeli- nnann" von Wilhelm Kienzl (Oaftfpiel Kammer- Isänger Ramms, Frankfurt a. M. und Franz Wolf, Berlin): Mittwoch, 28. März: Wiederholung des Opernabends ,Der Evanqelimann"; am Karfreitag, 30. März, bleibt das Theater geschlos- ffen. Sonntag, 1. April, (1. Osterfeiertag): Wiederholung des Opernabends „Der Evangelimann". — Frauengruppe des Volksbundes ff ü r Deutschtum im Ausland. Am Diensttagabend wird in der Stadtkirche von der Frauen- g nippe des Volksbundes für Deutschtum im Ausland und dem Gustav-Adolf-Frauenverein ein Vortragsabend gehalten, der einem sehr wichtigen Stützpunkt des Deutschtums im südöstlichsten Europa gilt. Frau V e l l h o r n aus Stanislau (Galizien) wird an Hand von Lichtbildern über die dortigen Zöcklerfchen Anstalten aus eigener Anschauung berichten. (Siehe heutige Anzeige.) machung des Hessischen Personalamts auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Beru)sbeamtentums aus dem hessischen Staatsdienst entlassen worden. ** Durchgehende Arbeitszeit bei allen staatlichen Behörden und A n - stalten in Hessen. Der hessische Staatsminister hat angeordnet, daß mit Wirkung vom 1. April 1934 die durchgehende Arbeitszeit bei allen staatlichen Behörden und Anstalten eingeführt wird. Die Dienststunden sind festgesetzt vom 1. April bis 30. September von 7 bis 15 Uhr, Samstags von 7 bis 12 Uhr, und für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März von 8 bis 16 Uhr, Samstags von 8 bis 13 Uhr. Die Mittagspause darf eine halbe Stunde nicht übersteigen. ** Aufgehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Provinzialstrahe „Ortsdurchfahrt Garbenteich" im Zuge der Provinzialstraße Garbenteich—Llch, Garbenteich—Watzenborn und Garbenteich—Dorf-Gill ist wieder ausgehoben. ** Das Schlachten von Geflügel. Das Kreisamt Gießen macht in einer Bekanntmachuna im Amtsoerkündigungsblatt darauf aufmerksam, daß das Schlachten von Geflügel dadurch erfolgen kann, daß dem unbetäubten Tier mit einem Beilhieb auf einer hölzernen Unterlage der Kopf abgeschlagen wird. Es ist jedoch verboten, den Hals des Tieres mit einem Messer durchzuschneiden. Eine derartige Schlachtmethode verstößt gegen das Schlachtverbot und ist als.Tierquälerei anzusehen. * Das Museum im Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Höhere Prioatschule Gießen. Am Donnerstag unterzogen sich — wie man uns berichtet — 9 Oberprimaner der Anstalt der Reifeprüfung an der hiesigen Oberrealschule. Oberschulrat Dr. Leip führte den Vorsitz. Sechs Oberprimaner bestanden die Prüfung. Von den 16 Oberprimanern, die an den drei höheren Schulen Gießens die Reifeprüfung versuchten, haben somit 13 bestanden. Bei den strengen Anforderungen ist dies ein erfreulicher Erfolg. Ebenfalls am Donnerstag fand an der Schule die Reichsoerbandsprüfung unter dem Vorsitz des Prüfungskommissars Dr. Busse aus Halle statt. Zwei von drei Prüflingen bestanden das Examen. ** Unbestellte Warensendungen. Wie die Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet mitteilt, gehen ihr in letzter Zeit wieder Klagen darüber zu, daß unbestellte Warensendungen Privatpersonen ins Haus geschickt werden. Die Kammer macht darauf aufmerksam, daß der Empfänger solcher Sendungen nicht verpflichtet ist, falls er nicht etwa sonst in geschäftlichen Beziehungen zu dem Absender steht, diese Waren abzunehmen, oder zu bezahlen. Er wird gut daran tun, sie lediglich einige Zeit aufzubewahren. Selbstverständlich darf er sie nicht irgendwie in Benutzung nehmen. ** Versammlung der Neuhausbesitzer. Unter Leitung von Herrn Sprengel (Bad-Nauheim) fand im Hotel Hindenburg eine Versammlung der Neuhausbesitzer statt. Rechtsanwalt Dr. N e u s ch ä f f e r (Darmstadt) hielt einen Vortrag und wandte sich hierbei zunächst der Entwicklung des Reichsoerbandes der Neuhausbesitzer und Eigenheim-Siedler, sowie der bisherigen Arbeit des Landesverbandes Hessen zu. Sodann ging er auf die verschiedenen speziellen Nöte jener Hausbesitzer ein, die in den Jahren von 1924 bis 1930 gebaut hatten Die Organisation habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Ursachen dieser Schwierigkeiten nachzugeben und durch entsprechende Folgerungen diesen Nöten zu steuern. 1924 bis 1930 seien mit Hilfe von hochzuverzinsenden fremdländischen Kapitalien Neubauten entstanden, die ganz besonders teuer zu stehen kamen. Mangels besonderer Einkommen sei es den Besitzern kaum möglich gewesen, die Zinsen zu zahlen, geschweige Kapital abzutragen. Das Hauptaugenmerk der Organisation habe deshalb der Schuldenseite zugewandt und auf eine Senkung der Lasten, insbesondere der Steuerlasten, hingewirkt werden müssen. In dieser Hinsicht habe der Neuhausbesitz tatsächlich schon manche Erleichterung erhalten. Darüber hinaus müsse man sich nun für eine Herabsetzung der Zinssätze einsetzen. In den Jahren 1924 bis 1932 seien 19,9 Milliarden für Neuhausbauten aufgewandt worden. Davon seien aber nur 2,9 Milliarden eigenes Kapital der Bauenden gewesen. Der übrige Betrag ruhe als Hypothekenlast auf den Hausbesitzern. Gegenüber dem Atthaus- besitz sei dieses Verhältnis sehr ungünstig Aus den genannten Zahlen ergebe sich gleichzeitig die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Neuhausbesitzes. Der tal mehr Fullergersle Wir empfehlen z. Srübiabrssant: 1. Hohenfinower vierteilige Sommergerste, anerkannte II. Absaat, ansvruchslos, ertragreich. 2. Bethges XIII Sommergerste, anerkannte I. Absaat, standfest und lehr ertragreich. teisD Aul Wunsch gebeizt i MeWlS-MfMWl .Unterer Hardthof" bei Gießen. Der 29er Wein wird rar, Da er ein guter Jahrgang war Versorge Dich beizeiten! Bei einem gemeinsamen Fachschaftsabend der Beamten-Fachschaften Der Reichssteuerverwaltung, der sonstigen Reichsverwaltungen, der kommunalen Verwaltungen und der sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts sprach gestern Abend im Saale des Caf6 Leib der Kreisschulungsleiter pg. £>r. Schmidt-Darmstadt in fesselnder Weise über das Thema: „Volk ohne I u g e n b". Der Redner betonte einleitend, daß die lieber» nähme der Staatsmacht durch die NSDAP, zu einer Weltenwende des deutschen Schicksals geworden sei und die ßelftuengen im ersten Aufbaujahre der nationalsozialistischen Revolution Adolf Hitler das Vertrauen des gesamten deutschen Volkes gebracht hätten. Adolf Hitler sei der Retter eines schaffenden INillionenvolkes geworden. Was ihn jedoch von den Staatsmännern der letzten Jahrhunderte turmhoch unterscheide, sei die Tatsache, daß er nicht nur die Not der Gegenwart beseitigen wolle, sondern schon jetzt nach Möglichkeiten suche, neue und bessere Grundlagen für die deutsche Zukunft auf Jahrhunderte hinaus zu schaffen. Die Zukunft der deutschen Nation werde davon abhängen, wie sich das deutsche Volk zum Kinde e i n st e l l e. Es müsse eine Generalmobilmachung der deutschen Familie stattfinden, um alles zur Förderung des deutschen Familienlebens zu tun. Don der Regierung Adolf Hitlers habe in Deutschland eine tiefe Kluft zwischen Jugend und Alter geklafft, beide hätten sich nicht mehr verstanden. Jahrzehntelang sei das Kind auch nur als ein notwendiges liebel angesehen worden. Jetzt dagegen stehe das deutsche Volk seiner Jugend ganz anders und richtiger gegenüber. Der nationalsozialistische Staat sehe das Kind nicht als notwendiges Uebel, sondern als das höchste Kapital des Volkes an. Kur das Volk werde auf die Dauer lebensfähig bleiben, das über eine gesunde Jugend verfüge und dessen Kachwuchs Schritt halte mit dem Wachstum der Völker ringsumher. Deutschland müsse dafür sorgen, daß es rechtzeitig einen gesunden Kachwuchs erhalte, um nicht eines Tages als schwaches und sterbendes Volk von anderen kräftigeren Völkern niedergedrückt zu werden. Da% alte System sei anzuklagen dafür, daß es dem Volke jahrzehntelang die Wahrheit über feine Lage in bevölkerungspolitischer Hinsicht verschwiegen habe. Deutschland sei nicht mehr ein Volk ohne Raum, sondern schon b e i nahe ein R a u m ohne Volk. Das alte System habe kein Interesse dafür gezeigt, von Staats wegen die Gesunden zu fördern und die rassisch Minderwertigen von der Fortpflanzung auszuschließen. Mit diesem bevölkerungspolitischen Unsinn mache der Nationalsozialismus endgültig Schluß. Er sorge dafür, daß die mit erblichen Gebrechen belasteten Minderwertigen von der Fortpflanzung ausgeschlossen werden. Im Interesse einer guten Zukunft unserer Nation müßten die Geldmittel des Staates für die Kinder erbgefunber Familien aufgewandt werden, nicht aber für schwachsinnige und idiotische Menschen, die sich nach den früheren Praktiken der Staatsführung ungehemmt vermehren konnten. Das Absterben unserer Nation sei bisher nur um deswillen nicht so deutlich in Erscheinung weis, daß dte Angaben für Parteizwecke benötigt werden. Jeder Volksgenosse möge bedenken, daß täglich auf den großen Pfarrämtern Dutzende neuer Gesuche einlaufen. Jeder Volksgenosse erbittet sofortige, dringliche Erledigung seiner Bitte! Das geht natürlich nicht! Die Gesuche können nur dem Eingang nach berücksichtigt werden, wie das auf jedem amtlichen Büro auch der Fall ist! Darum, wenn die Angaben nicht sofort einlaufen: Nicht gleich schimpfen oder gar mit Maßnahmen drohen! Die Pfarrämter erledigen alle Anträge gerne, doß muß jeder Volksgenosse wissen, daß auch ein Pfarramt nicht alles über dem Knie abbrechen kann! Durch gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Einordnung werden alle Nachweise erledigt werden! Vor allem aber sei jeder fein eigener Stammt) aumfor- fdjer. Gietzener Wochenmarktpreise * Gießen, 24. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing, das Pfund (gelb) 18 bis 20, (grün) 20 bis llllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllll Zi Osten d. lonfinnaljon Foto- und Poesiealben 1831 A Vornehm! Geschmackvoll! 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Lebensjahre Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Cappeller Gießen, den 23. März 1934 Die Beeidigung findet am Montag, dem 26. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 015 1 Gicht, Nerven- und Erkältunps- schmerzen, Gl.e- derreißen. Hexenschuß ist Reichels Electricum v.schnellschmerz- befreiender durchgreifender Tiefenwirkung. Viele Anerkennungen. Fl. von M i.- an. In Drog. u. Apoth. erhältlich. sonst durch OTTO REICHEL Berlin - Neukölln. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Heute nachmittag ist unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter,Frau Pfarrer Wilhelmine preuschen Wwe. geb. Beckurts im 98. Lebensjahr nach längerer Krankheit sanft entschlafen 3m Namen der Hinterbliebenen: 3n tiefer Trauer Helene preuschen Gießen, den 22. März 1934 Oie Beerdigung findet Montag, 26. März, um 2.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 1801 D In FRANKFURTa. 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Mit der Ausbeute für einen neuen Vogelfilm konnten wir voll zufrieden fein. Noch fehlten aber die Aufnahmen von Gemsen und Steinböcken. Wer je Hochgebirgstouren unternommen hat, weiß aus eigener Erfahrung, daß Gemsen und Steinbocke, diese tierischen Kletterkünstler, das scheueste Wild darstellen, das Europa überhaupt besitzt. Interessante Dogelaufnahmen am Nest sind schon schwer, der Vogel ist doch aber immerhin wenigstens durch seine Eier oder Jungen im Nest an einen festen Punkt gebunden. Selbst wenn durch eine Unvorsichtigkeit Der Filmleute der Vogel mal auf die Kameraarbeit aufmerksam wird, so kann man ihn durch besondere Vorsicht in vielen Fällen doch wieder dazu bekommen, zum Nest zurückzukehren, da die Liebe zur Brut besonders stark ausgebildet ist. Auch das Wild hat bestimmte Wechsel, die beim morgendlichen oder abendlichen Auf- oder Abstieg bevorzugt werden. Passiert aber hier den Kameraleuten einmal das Malheur, von den Tieren erspäht zu werden, so ist es mit ziemlicher Sicherheit in diesem Revier für immer aus. Gemsen und Steinböcke sind ja nicht wie der Vogel an einen bestimmten Platz gebunden, sie verlegen ihren „Einstieg" und ihre Aesungsplätze einfach mehrere hundert Meter, wenn nicht mehrere Kilometer, weit fort. So ist denn das, was die Kameraleute M a h l a und S u ch n e r in den Karawanken in Slowenien und dem königlichen Jagdgebiet der Diva Grabo- viya in der Herzegowina auf der Filmjagd auf Gemsen und Steinböcke erreicht haben, nicht hoch genug anzuerkennen. Nicht nur der Jäger und lierfreunb, sondern auch die Kinobesucher der ganzen Welt werden an diesen einzigartigen Wildaufnahmen ihre Freude haben. Nur die wenigsten ahnen freilich, welche wochenlangen Entbehrungen und Gefahren überstanden werden mußten, um für zehn Minuten dem Kinobesucher das Alpenwild in freier Natur so groß vor Augen zu führen, wie' es selbst der Waidmann nur in den seltensten Fällen zu Gesicht bekommt. Aus der Wett des Ulms Wiegenlied." der ihea Wieck Ein tüchtiger Schnittmeister vermag sogar durch geschickte Aneinanderfügung der einzelnen Abschnitte Man nehme fünfzehn Meter Wolken, dreißig Meter Brückenübergänge, zweiundzwanzig Meter Straßenbiegungen, achtzehn Meter eines erregten Mannes am Steuer eines Krankenwagens, dazu noch fünfzehn Meter eines Insassen dieses Wagens, der während der Fahrt heftig hin und her geworfen wird. Man schüttle diese Ingredienzen mit dramaturgischem Geschick durcheinander und ordne sie dann zu einer dynamischen Reihenfolge. Das Ergebnis wird eine atemraubende Filmszene der abenteuerlichen Entführung eines absolut nicht kranken Mannes in einem Krankenwagen fein, das winzige Bruchstück eines Filmgeschehens, dessen Einzelteile zu beliebigen Zeiten, an beliebigen Orten ausgenommen worden sind, ohne jedwede Rücksicht aus chronologische Reihenfolge, einzig nach Maßgabe der technischen Zweckmäßigkeit. Man bedenke, daß nach dem gleichen Verfahren und unter den gleichen Ver- hältnissei! die etwa achthundert Einstellungen oder Teilszenen aufgenommen und zusammengesetzt werden, in die ein ganzer Filmstoff zergliedert ist, und schon gewinnt man dadurch eine gewisse Vorstellung von der Arbeit des Schnittmeisters beim Film. B r a u s e w e t t e r , Frank, Loos, Zesch- Ballot, Fink, Leibelt, Legal, Püttjer und B e h m e r werden von Wegener zu einem wirklichen Ensemble zusammengefaßt. Der Erfolg ist groß und echt. Man geht um ein Erlebnis reicher nach Hause. s ch n i t t e s dient. Diese Arbeit vollzieht sich an einem sogenannten Abhörtisch, der mit einer Art Grammophon zur Verfolgung des akustischen Teils und mit einer Abrollvorrichtung versehen ist, die, motorisch betrieben, Ton- und Bildband synchronisch laufen läßt. Eine besondere, oft schwere, doch immer wichtige Aufgabe hatten die Wochenschauen auf dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung zu lösen. Es war ja nicht damit getan, einen ersten Spatenstich, eine Einweihungs- rebe, ein Stück Oedland, das einmal fruchtbarer Acker werden sollte, zu filmen. Hier galt es besonders, den Geist, die Idee zu erfassen. Die Operateure versuchten das Gesicht des deutschen Arbeiters, der endlich von der Erwerbslosigkeit erlöst ist, den geschlossenen Marschtritt der spatentragenden Kolonnen, die Köpfe alter, mühebeladener Männer neben jungen, lebensfreudigen Menschen festzuhalten, wie es vor allem in Frankfurt bei dem Baubeginn der ersten Reichsautobahn gelungen ist. Oder das Thema mußte erweitert und umfassender gestaltet werden, um zu zeigen, wie Industriezweige durch diesen einen Bauplan Antrieb erhielten. Beispiel: der Bau der Wasserleitung vom Harz nach Bremen. Neben den Bildern vom Aufbau des neuen Reiches soll in der Wochenschau auch weiter das unterhaltende Bild, der Humor, der Sport gedeihen, denn der menschliche Geist verlangt nach Entspannung. Er ist später um so aufnahmefähiger für die großen entscheidenden Fragen, die heute das ganze Volk bewegen. denen er kaum dreitausend Meter für die Länge eines normalen abendfüllenden Films wählen, herausschneiden und zusammensetzen soll. So kann der Schnittmeister beim Film mit einem geschickten Mosaikkünstler verglichen werden, der die unzähligen bunten Steinchen einer Mosaikplatte derart abzuschleifen, zu ordnen und zusammenzu- fügen hat, bis die künstlerische, harmonische und dynamische Wirkung des ihm anoertrauten Werkes vollauf erreicht ist. Paset*. Gerhart Hauptmanns schon im stummen Film. sessenheit, sein Ringen gegen die Verständnislosig- gesehen und kann sich dem Eindruck nicht entziehen, | feit von Jndustrieleuten und Bonzen. Er kennt sich kommt. Langsam — und jetzt erlebt Hannele das Wunder: es kommt in den Himmel. Dabei stehen alle Märchen auf. Sie selbst liegt in seidenen Gewändern in einem gläsernen Sarg und wird von den sieben Zwergen getragen. Hansel und Gretel, Rotkäppchen und Frau Holle säumen den letzten Pfad. Dann tuen sich die Himmelstüren auf. Man hat die Traumdichtung Umwege über die Kopieranstalt erhält, so zusam- menzufügen hat, daß jede Szene in dem für den Film erforderlichen Tempo verläuft. Während der Atelierarbeit bzw. der Freiaufnahmen erhält der Schnittmeister die einzelnen Filmstreifen, die nach und nach aufgenommen find. Diese Schwanken der Stimme. Sie lüftet nur ein wenig Öen Schleier, der über dem Schicksal von Menschen ausgebreitet liegt. Diese Kargheit des Spiels weht uns'an wie der Wind ihrer skandinavischen Heimat, ohne Schwüle und ohne Uederschwang. Das Publikum hat für die Echtheit der Leidenschaft und den Adel der Seele eine feine Witterung; es findet in der Abkehr von der großen Geste den Geist unserer Zeit wieder, die des Lärms und Prunks überdrüssig ist, die aber auch den Alltag und die kleine Begebenheit hinausgehoben wissen will in den weiten Raum der Weltgeschichte. kb. Berllner Filmpremie en. „Der schwarze Walfisch/' Man hat aus einer kleinen Novelle einen Film herausgearbeitet, der allen Anforderungen eines guten Volksstückes gerecht wird. Erstaunlich ist, daß man diese Gattung nicht viel mehr pflegt, denn wo sie mit dem Publikum in Berührung kommt, findet sie bereitwilligst Aufnahme. Fritz Wendhausen hat eine Regieleistung geliefert. Er verstand auch da, wo im' Manuskript Längen auftauchen, die Spannung zu halten und für Tempo zu sorgen. In einer kleinen Hafenstadt verliebten sich zwei junge Menfchen ineinander. Das Mädchen bekommt ein Kind, während der Junge bereits seiner Sehnsucht nach Der Ferne gefolgt ist. Hannings spielt den Vater dieses Davongelaufenen, er zeigt sich m seiner ganzen Größe als Darsteller eines menschlich-warmen, erdnahen Charakters. Das Mädchen w-rd von einem gütigen, älteren Mann geheiratet. Wie der ehemals Geliebte zurückkehrt und den Ehefrieden bedrohen will, setzt sich der Vater mit der ganzen Wucht seiner Persönlichkeit gegen ihn ein, vowohl er ihn liebt. Das Mädchen spielt Angelika S a 11 o k e r , die ein erstaunlich ausdrucksvolles Gesicht und starke Empfindungskraft mitbringt. Es ist schwer, an Jannings Seite zu stehen und nicht zum Schatten zu werden. Diese Frau zwingt es. Ihr Partner ist schlicht und frei von unnatürlichen Gesten. Der Erfolg ist groß und echt. Der „schwarze Walfisch" wird überall, in Stadt und Land, interessieren; er zeigt ein Stück Leben, wie es wirklich ist. unter Umständen aus einem schwachen Film etwas recht Brauchbares zu machen, genau so wie unter seinen Händen selbst die beste Regiearbeit verderben kann. Auch im Kleberaum, der eigentlichen Werkstatt des Schnittmeisters, hört die für j den Tonfilm charakteristische Kollektivarbeit nicht ! auf. Hier wird der Schnittmeister vielmehr vom Regisseur und vom Komponisten in seiner Tätigkeit unterstützt, auf daß die schöpferischen Realifie- Der MsAMsller im Kleberaum Kleine Plauderei aus der Werkstatt des Film-Schnittmeisters. Oie Wochenschau im neuen Deutschland. Die Wochenschau war niemals nur eine Schau der Woche, eine mehr oder weniger zufällige Anhäufung von Ereignissen in gedrängter Wochenübersicht. Die Hersteller des aktuellen Beiprogramms wußten, daß ein wenig Humor, ein wenig Sensation, ein kleiner liebenswürdiger Tierbilderbogen das Publikum zwischen den oft trockenen Begebenheiten des Tages erquickt. So entstand zuweilen ein buntes Magazin, reichlich roeri entfernt vom eigentlichen Sinn der Wochenschau, ohne bestimmte Linie und Zielsetzung. Dieser Zweck — an sich zu loben, wenn man die Wochenschau lediglich als leichten Unterhaltungsteil wertet — trat mit dem Erwachen und Erstarken des nationalen Gedankens in den Hintergrund. Die Wochenschau wurde, wie die politische Zeitung, eine wichtige Waffe im Kampf um ein neues Deutsch- land. Betrachten wir das Inhaltsverzeichnis der Ufatonwoche der letzten Jahre, so ist ein auffälliges Anwachsen politischer und kulturpolitischer Bilder festzustellen. Die meisten Aufnahmereisen der Ufatonwoche wurden nach einem ganz bestimmten Plan angelegt, es wurde mit wahrer Entdeckersreude eine Landschaft nach der anderen im weiten Deutschen Reich nach alten Sitten und Bräuchen, nach Stam- meseigenheiten und Charakterköpfen abgesucht, selbst wenn man hierbei zuweilen dem Kulturfilm ms Gehege kam. Gewiß, es liegt noch vieles brach auf diesem Gebiet. Volkstum ist unerschöpflich und ewig neuschöpfend, und es gibt noch manchen ungehobenen Schatz. Die hier getane Arbeit geschah planmäßig, und die Zusammensetzung der Wochenschau wurde mehr und mehr dem Zufälligen entzogen. Bei allen großen Kundgebungen des Jahres 1933, bei wichtigen Reden des Führers und seiner Minister, bei' den gewaltigen Aeußerungen deutschen Volkswillens am 1. Mai, in Nürnberg, auf dem Bückeberg, überall wurden die Kameraleute und Tonmeister der Wochenschauen angesetzt. königlichen Jagdgebieten mit unserer Filmkamera zu jagen, obwohl wir kein Hehl daraus machten, daß wir „sechs Mann hoch" mit sehr viel Gepäck erscheinen würden. Da wir erstmalig auch eine Tonapparatur mit hatten, war die Menge unseres Filmgepäcks auf 58 Kisten mit 3800 Kilo angewachsen. Zuerst ging es in das Vogelgebiet der Obedska Bara, das königliche Jagdgebiet an den Altwässern der Save, etwa 100 Kilometer südwestlich von Belgrad, in dem seit Jahren auf höchsten Befehl kein Schuß mehr gefallen ist. Unser Aufnahmebereich entpuppte sich als ein etwa 15 Kilometer langes und 500 Meter breites Sumpfgebiet, das durch feine Grundlosigkeit und ein schier undurchdringliches, viele Meter hohes Weidendickicht ein Herankommen zu den Nestern überhaupt unmöglich machte. Vom Lande aus war kein Einblick in die Vogelkolonie zu erhalten, weil dieses Gebiet Jugoslawiens eine einzige weite Ebene darftellt. Durch das Entgegenkommen des Kriegsministeriums konnten wir vom benachbarten Militärflugplatz Zemun aus einen Erkundungsflug unternehmen, bei dem mein Kameramann Stanke gleich gut- gelungene Luftbilder von Belgrad, den Savewindungen und dem Vogelparadies kurbeln konnte. Nachdem wir so von der Luft aus ausgekundschaftet hatten, von welchen Stellen wir am besten zur Hauptkolonie vorstoßen konnten, hieß es zunächst, mehrere hundert Meter weit mit Säge und Beil unter Wasser die hohen Weidensträucher abzuschneiden, um eine schmale Fahrrinne bis zu den Nestern zu gewinnen. Um die Telekamera mit den beiden Kameraleuten M a h l a und S u ch n e r und dem Tonmeister Braun mit seinen sechs schweren Tonkoffern möglichst dicht an unsere tierischen Stars heranoringen zu können, wurde ein schwimmender Ponton aus mehreren Booten mit zwei Etagen errichtet, in dessen oberem Stockwerk die eigentlichen Kamerajäger Platz fanden, während der „Ton" sich mit der Beletage begnügen mußte. Beide Stockwerke waren natürlich dicht mit Rohr verkleidet, um die Filmleute den Blicken der Vögel zu entziehen. Um 3 Uhr wurde es hell, so hieß es also wochenlang um 2 Uhr aufzustehen, damit wir alle pünktlich vor dem Erwachen der Vogelwelt im schützenden Aufnahmeponton waren. Dunkel wurde es erst nach 20 Uhr. Um die brütenden Vögel nicht für immer zu verscheuchen, durften wir bis 21 Uhr, auf kleinstem Platz zusammenqekauert, ausharren und dann erst so leise wie möglich in den Fahrrinnen zu unserer Unterkunftshütte zurückfahren, Für den Feinschnitt wird der Film nochmals vorgeführt, wobei die erforderlichen Verbesserungen, Bilderumstellungen„Kürzungen usw. nach Maßgabe der laufenden Nummern, die noch immer im Grobschnitt die einzelnen Szenen bezeichnen, aufnotiert werden. Am Abhörtisch erfolgt dann die weitere Bearbeitung an Hand der Aufzeichnungen. Der Schnittmeister ordnet, schneidet, stellt Bilder um, die Kleberin klebt die Filmstreifen aneinander. Die M u ft e r f o p i e ist nun fertig und wandert zusammen mit dem ungeschnittenen Negativ 3ur Kopieranstalt. Hier wird das Negativ nach der Muster- kopie zurechtgemacht, und die Massenabzüge für den Verleih können nunmehr hergestellt werden. | In der Regel wohnt der Schnittmeister sämtlichen Ausnahmen bei, sei es als Beobachter ober auch als Regieassistent. Dadurch wird er, noch bevor er an sein eigentliches Werk herangeht, in die Lage versetzt, sich mit dem Filmstoff und den Realisierungsabsichten des Spielleiters vertraut zu machen. Unter seinen Augen werden etwa dreißigtausend Meter Negativ belichtet, von Filmkamera im Tierparadies. Don Dr. Ulrich K. T Schulz, Leiter der Jugoslawien-Expedition der Ufa. Wenn wir im Winter eines jeden Jahres auf der Suche nach einem neuen Land für unsere alljährlichen Kulturfilrnexpeditivnen sind, so ist es für uns stets eine der wichtigsten Fragen: Gibt es dort auch Gelegenheit, eine Reihe interessanter Tier- filme herzustellen?! Es wird nämlich — das müssen wir ganz offen gestehen — immer schwerer, noch Gebiete in Europa ausfindig zu machen, die in landschaftlich neuartiger Umgebung uns die Möglichkeit zur Kamerajagd auf seltene Tiere bieten. Mit nicht allzu großen Hoffnungen unternahm ich eine mehrwöchige Informationsreise durch Jugoslawien. Vom sonstigen Balkan her waren wir es gewohnt, daß trotz vorhandener Jagdgesetze eigentlich jedes Tier vogelfrei ist, daß jeder Bauer und Fischer schießen kann, soviel ihm nur vor seine Flinte kommt. Aus der zoologischen und weidmännischen Literatur war mir bekannt, daß in bestimmten Gebieten der ehemaligen Donaumonarchie sowohl für Gems- und Steinwild als auch für seltene Vertreter der Vogelwelt wahre Tierparadiese vorhanden sind. Wie sah es nun in diesen seit 1918 zu dem Vereinigten -rönigreich der Serben, Kroaten und Slowenen gekommenen Gebieten aus? Ich n-uß offen gestehen. Daß wir in jeder Beziehung aufs angenehmste enttäuscht waren. In erster Linie ist dies König Alexander von Jugoslawien zu verdanken, der die wichtigsten Tierparadiese zu königlichen Jagdgebieten erklären ließ und dank seiner tüchtigen Hofjagddirektion in Belgrad die besonders gefährdeten Gebiete wie Heiligtümer schützen laßt. Der Filmfreundlichkeit dieses Monarchen war es auch zu verdanken, daß wir ohne große Schwierigkeiten die Erlaubnis bekamen, in den schönsten Greia Garbo. Die nordische Königin des Ulms. ' Im Reich des Films dreht sich das Glücksrad vielleicht noch schneller als sonst im Leben. Glanzvollem Aufstieg folgen in schnellem Wechsel Gnh thronung und Vergessen. Wo die Menge eben noch mit rauschendem Beifall nicht sparte, ist sie jetzt gleichgültig. Wir haben Filmgrößen wie Kometen auftauchen sehen, die schon nach einigen wenigen Jahren hinter dem Horizont versanken. Der Stern der Greta Garbo aber steigt höher und höher und macht manchen Zweifel, der in der letzten Zeit — besonders nach den „Menschen im Hotel" __laut geworden sein mag, verstummen. Schon erscheint es den Zeitschriften als eine Plattheit, den Namen der großen Schauspielerin unter ihre Bilder ,u etzen: man kennt sie überall. Und doch ist sie stiller als die meisten ihrer Kollegen und Kolleginnen. Sie. versucht, sich scheu den Fallen der rasenden Reporter aller Erdteile zu entziehen Von ihr hören wir nicht die laute Reklametrommel, mit der manche Filmgrößen zweiter und dritter Ordnung auf den Straßen nach Ruhm und Anerkennung rufen Nun — vernehmen wir die Spötter — das ist ja gerade der Gipfel raffinierter Reklame eine Wichtigtuerei mit dem Geheimnis! Diese Menschen können nicht einsehen, daß nach „dem grellen ßid)t der Jupiterlampen und dem Rausch der Massen- begeifterunq ein kleines Stück schlichter Welt und ein bißchen Stille bereit fein müssen, damit neue Kratt 3U echtem Erlebnis wächst. Ä Greta Garbo feiert jetzt mit ihrer „K o n l g i n C h r i ft i n e" in London beispiellose Triumphe. Gewiß, die Rolle dieser irrlichternden Schweden- köniain kommt ihrem Wesen entgegen Das sagt ade/nichts über die Kunst derGarbo. Wie lost sich das Rätsel ihres Erfolges? Man hat mit aller Beachtung des Unterschiedes zwischen Buhne und s^ilm den Vergleich mit her Eleonore Düse gewagt. Greta Garbo hat nicht die Gewalt des großen Pathos und die Magie des leidenschaftr chen ÄusbLchs in Schmerz und Freud-'Wie eine Maske wirkt dieses Gesicht auf den ersten Anbli . was sich hinter ihm abspielt, Dauben wir mehr zu ahnen als zu sehen; wie die feinen blauerAed r- chen hinter einer Haut von mattem Alabaster verraten sie nur verhalten den wilden Kreislauf d Blutes. Die große Schwedin besitzt das ldeheimn der Andeutung mit der kleinen Geste, *lncm kaum bemerkbaren Runzeln der Stirn, als obnur ein Schatten darüber binqinqe, und einem iei|.n wesen fort. Gewöhnlich. versucht man drüben, einen Typ umzuwandeln. Aus einer Dame wird ein Vamp, aus einem Girl eine ernsthafte Frau usw Hier hat man die einmal beschrittene Bahn beibehalten und Frau Wieck wieder die mütterlich empfindende reine Frau spielen lassen. Es geschieht eigentlich wenig. Ein Dorfmädchen geht ins Kloster und bringt einen Teil seines Lebens dort als Betreuerin eines Findelkindes zu. Aber die Schönheit dieses Gesichts, Lächeln und Augenausdruck halten den Beschauer völlig gefangen' Wunderbar, wenn sie sich zu dem Kinde neigt, das sie liebt, und dann später, wenn der Mann in ihr Leben kommt und es erfüllt. Die übrigen- Schauspieler sind nur zum Teil gut. Das Liebespaar ein wenig blaß, dafür ist die heitere Partie ausgezeichnet. Kostbare spanische Bauten untermalen den Film wirkungsvoll. Photographie und Bildwirkung sind vorbildlich geglückt. Das Publikum ist begeistert und freut sich, einen seiner Lieblinge wieder zu sehen. Trotzdem märe zu wünschen, daß man Dorothea Wieck bald einmal wieder vor andere Aufgaben stellt, denn hier ist ihre starke Begabung noch lange nicht erschöpft. „Hanneles Himmelfahrt." aus in diesem Leben. Er hat oft genug selber darin gestanden und scheut vor keiner Ehrlichkeit zurück. Karl Ludwig Diehl Ist der geldgebende Sportsmann. Dieser ausgezeichnete Darsteller besitzt soviel männliche Vornehmheit, daß er auch in der um sympthischen Rolle noch sympathisch bleibt. Jessie V i h r o g ist die launenhafte Primadonna. Ihre Komik ist von schlagender Wirkung. Doch sollte sie eine Nuance weniger geben, das wäre noch mehr. Käthe von Nagy steht als leuchtender Stern in dem Ensemble. Hier müssen wir noch einmal dem Regisseur Wegener danken, daß er es fertig brachte, diese begabte Frau aus dem oberflächlichen Operettenstil ihrer ersten Filme zu erlösen. Ihr Spiel ist von einer menschlichen und fraulichen Wärme, die ungemein wohltuend ist. Immer bleibt sie sparsam im Ausdruck und in der Geste. Filmstreifen werden von seiner Afsistentin, Kleberin, in der Reihenfolge aussortiert, die das Drehbuch vorschreibt, d. h. jeder Filmstreifen (Ton und Bild getrennt) trägt, photographisch bzw. akustisch ausgenommen, die laufende Nummer der Szenenfolge. Und da jede in der Regel mehrmals ausgenommen wird, so erhält der Schnittmeister sämtliche Aufnahmen jeder einzelnen Einstellung zur Verarbeitung. Aus diesem Material entsteht das erste Negativ, dessen Kopie den beteiligten Mitarbeitern vorgeführt wird zwecks Sichtung und Auswahl der bestgelungenen Aufnahmen. Nach dieser Sichtung entsteht das zweite Negativ mit entsprechender Kopie, an der die eigentliche dramaturgische Arbeit des Schnittmeisters mit Bildumstellungen, Kürzungen, Ergänzungen usw. beginnt, bis 3ur Fertigstellung des sog. Grobschnittes, d. h. der Arbeitsphase, die zur Vorbereitung des Fein- daß die Wirkung damals stärker war Die Besetzung der Hannele-Rolle ist ein Fehlgriff. Dieses blonde. Mädchen, Inge Landgut, ist das strahlende Leben. Sie hat' so gar nichts von einem verhärmten Proletarierkind, dem die Todessehnsucht schon aus den flackernden Augen leuchtet. Klein-Rogge als Vater war gut. Käthe Haack spielt die gütige Schwester und ist unter dieser Regie etwas verweichlicht worden Ueberhaupt glaubt man Tragik öfters durch Sentimentalität ersetzen zu können. Frau von Harbou zeichnet für diesen Film verantwortlich. Sie ist wie immer, Meisterin in der Beherrschung von Äußerlichkeiten. „Die Freundin eines grohen Mannes." Paul Wegener führt die Regle. Eigentlich sollte man diesen Worten nichts hinzufügen. Wer ihn kennt, wer seine Filme kennt, die er vor zehn, zwölf Jahren gedreht hat, der weiß, daß in diesem Menschen unerhörte künstlerische Energien lebendig sind. „Die Freundin eines großen Mannes" ist der Titel eines bekannten Theaterstückes. Wegener wählt das Milieu des Kleinstadt-Theaters. Er zeigt seinen Kampf um das Dafein, seine fanatische Kunstbe- Ein Kind will sich in einem Eisloch ertränken, wird gerettet und von lieben Menschen der kleinen u UUD vlc Dorfgemeinde gepflegt. In seinen ynebertraumen rimqsabsichten Zu voller Geltung gelangen, durchlebt es alle Schrecken, die es in den Tod trei- u 1 ' 0 ben wollten: der immer betrunkene, brutale Vater, der es mißhandelt, wo es ihm nur unter die Augen > Bei dem Schnitt und der Zusaminensetzung eines mn ,nm nur unier ttuueH, ^Urns spielt der Schnittmeister sozusagen die Rolle verklären sich die Traumbilder,' eines Dramaturgen der die einzelnen Abschnitte, ■ - die er aus Atelier- ober Außenaufnahmen auf dem Man muß sich diesen Film ansehen, um Doro-1 ~ ' spielen zu sehen. Ihr erster großer Erfolg in „Mädchen in Uniform" trug ihren Namen über Deutschlands Grenzen hinaus: Amerika horchte auf und holte uns dieses holde Menschen- S.l-fpor/ Keine sportliche Veranstaltung am (Sonntag' Wie uns vom Kreisführer des Kreises Gießen im Gau XII des DFB., Hugo Henkel (Gießen) mitgeteilt wird, fallen aus Aulaß des hessischen Bußtages am morgigen Sonntag, 25. März, sämtliche sportliche Veranstaltungen aus. Der für diesen Sonntag vorgesehene Waldlauf, wie auch das Fuß- ball-Auswahljpiel, gelten als abgesagt. Gchachklub Gießen 1858. Dieser Tage spielte der Schachklub Gießen 1858 gegen den Nauheimer Schachverem an zehn Brettern. Acht Partien wurden gewonnen, eine unentschieden gespielt, eine verloren. Es gewannen die Herren in Reihenfolge der Bretter Gerichtsreferendar Wagner, Ministerialdirektor a. D. Ur ft ad t, Amtmann Rothammel, Schäffer, Studienrat Dr. Gerhard, Amtmann K e i tz e r , Pfleger Diegel; es spielte unentschieden Studienrat Schonebohm am vierten Brett; die Partie am ersten Brett ging verloren. Tisch-Tennis der Sp.-Ag. 1900. 1900 Gießen in Barmen. Nachdem die 1. Tischtennismannschaft der Spvgg. 1900 nordhefsischer Gaumeister geworden ist, hat sie am Sonntag in Barmen gegen die Meister von Westfalen, Mi'ttelrhein und Niederrhein zu den Vorrundenspielen zur Deutschen Tlschtennismeister- schaft anzutreten. Es sind dies Hagen 05, Blau-Rot Bonn und Grün-Weiß 29 Düsseldorf. Im ersten Spiel haben die Gießener Bonn zum Gegner, der Sieger spielt dann gegen den Gewinner des Spiels Hagen-DMeldorf. Erst der Sieger dieses Spieles ist weiter zu der Teilnahme an den Meisterschaftsspielen berechtigt. Wie die 1900er abschneiden werden, ist nicht vorauszusagen, da Vergleichsmöglichkeiten fehlen. „Das schwerste Hindernisrennen der Welt." Das englische Programm der Galopprennsaison hatte am Freitag wieder ein ganz besonderes Prunkstück aufzuweifen. Die „Grand National Steeple Chase" in Liverpool, die anerkannt das schwerste Hindernisrennen der Welt darstellt und für die Sieger einen Betrag von 9000 Pfund auswirft, stand zur Entscheidung an. Vor rund einer Million Zuschauer kam es wie schon immer auf dem 7200 Meter langen, mit schwersten Hindernissen gespickten Kurs, zu einem harten Kampf, aus dem schließlich der Favorit Golden Miller unter G. Wilsen mit fünf Längen Vorsprung vor dem Amerikaner Delaneige (Moloney) und Thomond II (Hardy) als Sieger hervorging. Geeignete Handball-Lehrer gesucht. Die deutsche Handball-Leitung ist im Rahmen der Olympiavorbereitungen bemüht, in allen Gauen geeignete Handball-Lehrer heranzubilden. Zu diesem Zwecke finden vom 3. bis 15. April auf der deutschen Hochschule in Berlin ein Handball-Lehrer- kursus statt, der unter Leitung des ausgezeichneten internationalen Kaundynia steht. Wesentlich ist, daß Reichssportführer von Tschammer und Osten den Lehrgang weitgehendst unterstützt und sich auch bereit erklärt hat, zur Behebung etwaiger Urlaubsschwierigkeiten der Teilnehmer beizutragen. Krötzsch turnt in Frankfurt. Die Freunde des Kunstturnens werden am 15. April in Frankfurt a. M. ein ganz besonderes Ereignis erleben können. Im Rahmen eines Kunst- turn-Dreistädtekampses Frankfurt — München Leipzig wird es zu einer Begeanung zwischen dem Turnfestsieger Kurt Krötzsch (früher Neurössen) und dem Zweiten von Stuttgart, Ernst Winter (Frankfurt) kommen. Achterkampf Neutschland —England. Nach einer Mitteiluna des Dänischen Ruder-Ver- bandes liegt in Kopenhagen die feste Zusage des London Rowing Club vor, im ersten Achter und Vierer ohne Steuermann auf der Kopenhagener Ruder-Regatta am 14. und 15. Juli an den Start zu gehen. Dieses Achter-Rennen um den Langebro-Pokal wurde in den letzten 12 Jahren fast ständig von deutschen Ruderern gewonnen Da Die Engländer vor dem 15. Juli kaum außerhalb Englands an den Start gehen werden, nach diesem Kamps aber bereits das deutsche Meisterschaftsrudern folgt, so werden wahrscheinlich mehrere deutsche Achtermannschaften in Kopenhagen starten, um ihre Kräfte dort mit denen der Engländer zu messen. Kurze (Sportnotizen. 1'3 0 0 Saars portier werden am Karfreitag zu einer großen Saarkundgebung in Berlin erwartet Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Fußballtreffen zwischen einer brandenburgischen Auswahlmannschaft und einer aus Spielern von Borussia Neunkirchen und Saar 05 Saarbrücken ausgewählten Saar-Mannschaft. * Der „T a a des deutschen Rudersports" wurde für den 15. April festgesetzt. An diesem Tage finden in allen deutschen Gauen die Anrudern in festlicher Weise statt. Die Ruderer der 650 deutschen Rudervereine werden an diesem Tage die Saison eröffnen. Die Radrundfahrt durch Italien wird vom 19. Mai bis 10. Juni durchgeführt. Die Fahrt führt über 17 Etappen, von denen zwei als Zeitfahren durchgeführt werden, und hat eine Gesamtlänge von 3615 Kilometer. An der Prüfung werden auch wieder deutsche Straßenfahrer beteiligt sein. * Nach Brasilien abgereist ist wieder der einstige deutsche Meister und Rekordmann im Weitsprung, Dobermann (Köln). Der Kölner wirkt bekanntlich seit einigen Jahren mit bestem Erfolg dort als Sportlehrer und hielt sich jetzt einige Monate in seiner Heimat auf. Wirtschaft. Wochenbericht tom Frankfurter E>chlacbtviebmarkt Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt nahm in der abgelaufenen Woche einen relativ befriedigenden Verlauf. Verschiedentlich zogen die Preise etwas an, im großen und ganzen lagen sie aber unverändert. Erne merkliche, allerdings nur saisonbedingte Preissteigerung wies der Kalbermarkt auf, an dem sich trotz der erhöhten Zufuhr um 34 auf 1667 Stück bei guten Kälbern eine Erhöhung um 2 Mark und bei den geringen Tie.ren eine solche von gar 6 Mark durchsetzen konnte. Nach mittelmäßigem Handel wurde ausverkauft. Auch Schafe verzeichneten eine Preisverbesfe- rung um 3 bis 4 Mark, wobei die verminderte Beschickung (181 gegen 223 Stück) von Einfluß war. Lämmer und Hammel blieben bei mittelmäßigem Geschäft auf der vorwöchentlichen Basis unverändert. Am Schweinemarkt trat noch keine Besserung ein, jedoch konnten sich die Preise ziemlich unverändert gestalten. Das Geschäft nahm einen ruhigen Verlaus. In geringen Tieren verbi'"b Ueberftanb Die Beschickung war mit 4676 um 242 Stück vermindert Bei Großvieh tagen Kühe 1 Mark höher. Bullen gaben 1 Mark nach, während Ochsen und Färsen unveränderte Preise hatten. Nach ruhigem Geschäft wurde der Zutrieb von 1349 (plus 50 Stück) nahezu ausverkauft. Wochenbericht Dom Frankfurter vroduktenmarkt. Nachdem schon die in den letzten Wochen erschienenen bedeutsamen getreidewirtschaftlichen Maßnahmen den Getreidemärkten einen festeren Grundton verliehen hatten, löste die neue Festpreisregelung, die mit dem 1 April in Kraft tritt, eine durchaus feste Tendenz aus. Die Mühlen nahmen in erhöhtem Umfange Käufe in Weizen vor und bewilligten ohne weiteres eine Mehrforderung von 2 bis 3 Mk. per Tonne, so daß die Notiz sich am Ende der abgelaufenen Woche auf 199 bis 200 Mark stellte. Das Angebot der Landwirtschaft hat sich weiter verringert. Der R o g g e n m a r 11 lag dagegen weiter recht ruhig. Die Grundstimmung war zwar etwas angenehmer, doch kam dies preismäßig nicht zum Ausdruck. so daß die letzte Notiz von 172,50 bis 173 Mk. per Tonne unverändert blieb. Der Gerstenmarkt liegt weiterhin sehr still. Die Preise für Braugerste erfuhren eine Ermäßigung um 2,50 Mk. auf 172,50 bis 177,50 Mk. per Tonne. Futter- und Jndustriegersten waren etwas beachtet, wobei etwa die letzten Preise noch zu erzielen waren. Hafer tendierte in stetiger Haltung, das Angebot blieb klein. Die Befestigung der Brotfruchtpreise übte keinen Einfluß aus, die Notiz stellte sich auf unverändert 157,50 bis 160 per Tonne. Das Mehlgeschäft hat bisher noch keine nennenswerte Neuabschlüffe zu verzeichnen. Dos Angebot in norddeutschem Roggenmehl hat sich verringert, so daß die kürzlich oorgenommene Preisermäßigung um 0,25 Mk. pro Sack wieder in Fortfall kam und die Notiz auf wieder 23,50 bis 24 lautet. Weizenmehl und füdd. Roggenmehl blieben unverändert. Am Kraftfuttermittel-Markt waren Mühlennachprodukte bester beachtet und notierten etwas freundlicher, ferner hat sich Soyaschrot weiter befestigen können, auch Erdnußkuchen zeigte erhöhte Forderungen, während Palmkuchen und Treber weiter abbröckelten. Bei sofortiger Lieferung kamen einige Abschlüsse zustande. Die Woche schloß je 100 Kilogramm in Mark: Weizenkleie 10,25, Weizenfuttermehl 11 bis 11,25, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,45 bis 15,55, Palmkuchen 14,65 bis 14,90, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,50, Treber 14,90 bis 15, Trockenjchnitzel 9,60 bis 9,70. Don Rauhfutter Mitteln schwächte sich Heu um 0,40 Mark auf 6 Mark je 100 Kilogramm ab. Die Strohpreise blieben unverändert. Sranffurfzr Börse. Mittagsbörse: erholt. Frankfurt a. M., 23. März. Zu Beginn der heutigen Börse war festzustellen, daß nach den gestrigen scharfen Rückgängen eine Beruhigung auf allen Märkten eingetreten ist. Sowohl das Publikum, als auch die Kulisse drückten ihre Zuversicht durch das Eingehen neuer Engagements aus. Als anregendes Moment ist wohl vor allem die beabsichtigte zweimalige Auslosung der Altbesitzanleihe am 1. April und 1. Oktober jedes Jahres zu betrachten. Bei lebhaftem Geschäft konnte sich der Kurs um 1 v. H. befestigen, während die übrigen Papiere am R e n t e n in a r f t vernachlässigt waren. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen allerdings mit 93,75 bis 94 v. H. gut behauptet, Neubesitzanleihe bröckelten um 10 Pf. auf 22,40 v. H. ab. Umgetauschte Dollar-Bonds waren weiter gefragt und erhöhten sich um 0,25 bis 0,50 v. H. Am Aktienmarkt waren Kunstseideaktien bevorzugt, vor allem Bemberg konnten um ca. 5 v. H. anziehen und auch Aku lagen 2,5 v. H. fester. Daneben waren Montanwerte allgemein freundlich und bis 1 v. H. höher. Darüber hinaus gewannen Harpener und Mannesmann je 1,25 v. H., Phönix 1,13 v. H. und Kali Aschersleben 1,50 v. H. Auch Laurahütte waren nach dem in den letzten Tagen eingetretenen Kurssturz um 2,13 v. H. erholt. Arn Chemiemarkt waren IG. Farben bei Beginn noch etwas angeboten und 0,50 v. H. leichter, Deutsche Erdöl dagegen holten 1 v. H. ihres gestrigen Verlustes wieder auf. Auch der Elektromarkt lag meist fester, Siemens gewannen 2,50 v. H., Schuckert 1,65 v. H., Geffürel 1,25 v. H. und AEG. 0,65 v. H. Bon den Nebenwerten waren Autoaktien fest, Daimler Motoren plus 2,50 v. H. Zellstoff Waldhof zogen in Auswirkung des aufgestellten Arbeitsbeschaffungsprogramm um 1,50 v. H. an. Reichsbankanteile lagen um 0,75 v. H. freundlicher. Außerdem waren ÄG. für Verkehrswesen gesucht und 2 v. H. fester, während Schiffahrtspapiere nur etwa behauptet lagen. Im Verlaufe blieb die Stimmung an allen Märkten weiterhin freundlich. Aktien lagen zumeist auf den ersten Kursen gut behauptet, nur vereinzelt waren Befestigungen festzustellen, so bei Gelsenkirchen (plus 1 v. H.), Rheinstahl (plus 1 v. H.), Phönix (plus 0,40 v. H.), Reichsbank (plus 0,25 o. H.) und Aku (plus 0,75 v. H.). IG. Farben lagen bei 139, nachdem sie vorübergehend etwas fester lagen, wieder 0,50 v. H. niedriger. Auch AG. für Verkehr gaben 0,25 v. H. nach. Später notierte man Lahmeyer 2,75 v. H., Elektr. Lieferungen 2,50 v. H., Rheag 2,25 v. H., Licht 6- Kraft 1,50 v. H., Rüt- gerswerke 1 v'. H. und Deutsche Linoleum 1 v. H. höher. Am R e n t e n m a r f t war Alt- und Neubesitzanleihe auf den ersten Kursen gut gehalten, auch späte Schuldbücher zeigten keine Veränderung. Stahlverein-Bonds gingen später um 1,25 v. H. zurück. In Staatsanleihen war das Geschäft bei behaupteten Kursen gering. Stadtanleihen waren etwas gesucht bei teilweise um 0,50 v. H. erhöhten Kursen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen lagen voll behauptet, Liquidationspfandbriefe zeigten uneinheitliche Entwicklung bei Abweichungen von 0,50 v. H. nach beiden Seiten. Von Auslandsrenten waren Rumänen eine Kleinigkeit leichter, Ungarn und Mexikaner lagen behauptet. — Tagesgeld blieb zu 4 v. H. unverändert. Abendbörse still. Mangels besonderer Anregungen verkehrte die heutige Abendbörse in stiller Haltung. Vom Publikum lagen nennenswerte Aufträge nicht vor, während die Kulisse angesichts des bevorstehenden Wochenschlusses Zurückhaltung bekundete. Die Grundstimmung blieb aber freundlich und die Berliner Schlußkurse lagen meist gut behauptet. Etwas Nachfrage zeigte sich nach Daimler Motoren, auch IG.-Farben, Deutsche Erdöl, AEG. unL einige an- öere Papiere konnten sich bis zu 0,65 v. H. erhöhen. Anderseits lagen Buderus Eisen auf den neuerlichen Dividendenausfall 2 v. H. schwächer. Im Verlaufe hielt das Geschäft bei allerdings gut gehaltenen Kursen unverändert an. Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls sehr still. Von deutschen Anleihen bröckelten Altbesitz 0,25 v. H. ab, Neubesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut behauptet. Von Stadtanleihen konnten sich 6 (7) v. H. Frankfurt von 26 um 0,90 auf 87 v. H. befestigen Unter anderen notierten: Neubesitzanleihe 22,40, Altbesitzanleihe 96,50 bis 96,65. 6proz. Stahlverem- Bonds' 74,50, Schutzgebietsanleihe v. 1914 9.60, Reichsbank 153, Buderus 78,75, Gelsenkirchen 68,25, Harpener 96, Stahlverein 45, Rheinstahl 95 Mainzer Getreidemartt. Mainz, 23. März. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis) per 100 Kilogramm loko Mainz: Weizen 19,90 bis 20, Roggen 17,10 bis 17,20, Hafer 15,75, Braugerste 17,40 bis 17,75, Jnduftriegerste 17 bis 17,25, Malzkeime 13 bis 13,50, Weizenmehl südd. Spez. 0 30,10, Roggenmehl 0- bis 60proz. nordd. 23,50, do. südd. 24, Weizenkleie fein 10,40, do. grob 10,90, Roggenkleie 10,30 bis 11, Weizenfuttermehl 10,60, Biertreber 14,85 bis 15, Soyaschrot 15,40, Trockenschnitzel 9,60. Allgemeintendenz ruhig bis stetig. Der nächste Getreidegroßmarkt findet in 14 Tagen, am 6 April, statt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 25. März. Palrnarum. Landes-Buß- und Bettag. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfarrassistent Balz. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienft, Beichte und hl. Abendmahl für die Mllitärgemeinde, 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrasfistent Balz.— Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: P r. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. — Wiefeck. 9.45: Hauptgottesdienft; Kollekte; 11: Kinderkirche. — Alten-Bufeck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 19.30: Passionsandacht. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Großen-Bufeck. 10.30: Gottesdienst; Kollekte. — Oppenrod. 9: Gottesdienst; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst, Kollekte, 14: 2. Buß- und Bettag- Predigt. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: 1. Kindergottesdienst; 13: 2. Kindergottesdienst. — Kirchberg 10; 11: hl. Abendmahl für die jungen Männer und Frauen aus Lollar; Kollekte für die hessische evangelische Diaspora; 13.30: Kollekte. — Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottesdienst; 13: Nach- ! Mittagsgottesdienst mit Predigt. — Klein-Linden. ! 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst.— Dahen- j born-Steinberg. 10.30: Hauptgottesdienst; Kollekte; 11.30: Kinderkirche .— hausen. 13: Gottesdienst. — ! Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; Kirchengesangverein; Kollekte; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt; Kollekte. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Langd. 11.15: Gottesdienst. Katholische Gemeinden. Samstag, den 24. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Von 16 Uhr an wird ein fremder Priester Beichte hören. Sonntag, den 25. März. Palmsonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt (vor dem Hochamt ist die Palmenweihe); 11: Messe; 17.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünbcrg. 9.45. Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe (vor der Messe Gelegenheit zur Beichte von 8 Uhr an). — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 26. März. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 27. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch hen 28. März. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Oefsentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. Geyer, Dr. Wolf. Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Hirschapotheke. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Dei zuletzt veichlosienen Dividende an — Relchsbankdistvni 4 o n Lombardzlnsfuh 5 o H. FranNur u. JDI Berlin tVranHur« a. Sertin ftronirur a. 1’1 Sertt (Ödilup- kurS Schluß!. Abend, börse Schluß- lurs Schluß! mittag- börse Schluß- kurS (Schluß!. Abend- börse Schluß» lurS (Schluß! Mittag- Vörie Schlußkurs Schloßt. Abend- börje Schluß» iure Schluß! Mi nag^ börse Datum 22.3 23.'3- 22-3- 23-3- Dalum 22-3- 23-3- 22-3- 23-3- ■Datum 22-3- 23-3- 22-3- 23-ö- 6% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6% ef)em.7% Tt. ReichSani. v. 1929 6y,% Doun,;.'Anleihe von 1930 Deutsche A-'i.-Mlöi.'Schuld mit AuSlof.-Rechte» Desgl ohne Auslo).-Rechte ..... 6% ehem.8% Hess. iHolHftaat 1929 (rückzahld. 102%) 6% He,i. ßanbeeban! Darmsiadl Gold R. 12 6V4% Hess Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Clqut Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit AuSlvs.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 •% ehem. 7% Franks Hyp.-Bank Boldpse. 16 unkündbar üb 1936 Wi% ehem. 5% Ruinan vereint). Rente v. 1903 4H%Rumän.vereint;.Renten.1913 4% Rumänische vereint). Rente 8%% Anatolier vamvurg-AmeNka-Paket o Hamburg-Sübam Dampfschiff O Haiija-Dampfschifs .... O Norddeutscher Lloyd .......O A-Ä. für Verkehrswesen Akt. O Berliner Handelsgesellschaft 4 Commerz- und Privat-Bonk . O Deutsche Bank und D'sconto- Gesellschaft............... o Dresdner Bant.............. O Reichsbank ........... zr A.G.G.....................o Betula..................... o Slektr. öieferungSgesellschast... 6 Licht und »ros, .. e Fellen L Guilleaume...... O Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ...... 6 «chuckert & (Xu........... 5 Ziemens S Halske........... 7 öabmeve, » Lo............ 10 Buderus ........ 0 Deutsche Srdvl .............. 4 Gelsenkirchener.............. O Harpener ............... 0 voesch Eisen—Köln-Neueften .. O Ilse Bergbau - 3l(e Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ...............0 ManneSmanv-Röbre» ........ 0 6,75 ,5 4,5 30,9 29 33,13 67,5 88,5 49,75 63,5 65,5 152 29,65 100 103,75 61,75 101,5 95,75 104,25 145,75 115 80 114,25 66,25 95 119,5 66,75 68,5 6,75 5,5 4,4 30,9 28,5 33,4 69 88 49,75 63,5 64,5 153 30,9 129 102,5 105,75 61,75 102,25 98 105,5 147 117,75 78,75 116,75 68,25 96 141,5 118 67,5 69,75 5,65 8,25 4,45 30,65 28,75 29,4 33,13 66,75 88 49,75 63,5 65,5 151,75 29,65 128,75 100 103,75 61,25 101,25 95 104,25 145,75 114 80 113,65 66,5 95,25 76,5 143,25 119,75 66,25 68,5 5,5 8,1 4,4 28,65 28 3 3,4 68,5 87,5 49,75 63,5 64,5 153 30,5 128,75 101 106 61,5 101,13 97,5 105,5 148 117 80,5 117,5 68 96,4 78,25 141,5 118,25 67,5 69,5 Mansselder Bergbau ........ O Koköwerke O Phvnir Bergbau .......... O Rbeinijche Braunkohlen ..... 10 Rheinilahl ....... O Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen O Kaliwerke Aschersleben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........ 6 tialiroerfr Salzdetfurth ..... I G. Farven-Industrie....... 7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ...... O RütgerSwerke ...............O Melallgeiellschaft ............ O Philipp Hotzmann ..........O Zementwerk Heidelberg ......O lernentwerk Karlstadt.........0 Schnli-eiS Patzenvoser .....O Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg 0 Sellstofs Waldhof .......... O Zellstoff Aschaffenburg ....... O Dessauer Gas 7 Daimler Motoren ............0 Deutsche Linoleum........... 0 Oren stein & Koppel .......... 0 Leonhard Dietz ........... 0 Ibade...............10 iUrumulatoren-Fa-rü........ 0 SonMhimmt 0 Grttzner ................... Mainkraftwerke Höchg O.SL.., 4 Süddeutscher Zucker ......... | 52,13 .08,5 94,75 44,25 15 115,75 116 147,5 140 183,5 58,25 59 74,3 105 58,5 61,5 52 41,75 47 51,5 21 158 182 151,5 27 74,25 173 53,65 205,13 95 45 15 116,5 117 149 139,75 184 60 61,13 83 76,5 101 108 61,4 65 53,5 42,25 52 52,65 22 181,5 153 26 74,5 71,75 97,5 52,65 206 94 44 14,75 115 115,75 147 139,25 58 58,9 84 744 104,5 58,5 62,25 52,75 41 119 47,4 51 69,25 21,5 159,5 182,70 151,25 1 26i! 1 172,25 72 97,9 53,25 205 95,25 45,13 14,9 116,75 117,5 149 139,5 59,25 60,60 = 106,5 61,13 65,75 53 42,9 119,5 51,4 52,5 70,4 21,9 156,5 181 153 27 170^5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 2Ü Banknoten. 22- MöN 23-Mörz Amtliche Rotierun» Amtticho Jlotierunn '»elf I Srie Geld Srie Helsingfor» .. 5,634 5,646 5,639 5,651 Wien .... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag ..... 10,38 10,40 10,38 10,40 Budapest ... — — — 3,047 3,053 Vollen* .... 168,83 169,17 I68?93 16% 27 Oslo ..... 64,04 64,16 64,19 64,31 Kooenhagen. 56,94 57,06 57,04 57.16 Stockholm 65,73 65,87 65,83 65,97 London . . 12,745 12,775 12,775 12,805 Buenos Aires 0,632 0,636 0,631 0,635 Reunori .... 2,497 2,503 2,502 2,508 Brussel..... 58,40 58,52 58,40 58,52 .Italien..... 21,49 21,53 21,51 21,55 Paris ...... 16,50 16,54 16,50 16,54 Schwetz .... 80,92 81,08 80,92 81,08 Spanten.... J4,25 34,31 34,25 34,31 Danzig .... 81,66 81,82 81,62 81,78 Japan ..... 0,754 0,756 0,754 0,756 Rio de Jan. . 0,211 0,213 0,211 0,213 .Zugoslawier». 5,664 5,676 5,664 5,676 V'iiiaboe .... 11,61 11,63 11,63 11,65 Lettin, 23. März Geld Brief Amerikanische Roten.............. Belgische Roten ................. Dänische Roten ................ 2,455 58,24 56,79 12,73 2,475 58,48 57,01 12,79 Englische Roten ................. Französische Roten............... 16,46 168,51 21,44 64,02 16,52 169,19 21,52 64,28 Holländische Roten ............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Roten ............... 65,67 80,74 34J1 65,93 81,06 34,25 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noir» Wrestagung des Heff. evgl.Fmsorgeverbandes r Obstzüchter 01513 Alten-Buseck (Gietzen-Land). Rücken Bergische* Kreftfutterwerk G. m. b. H., UfCDQCDRUCKSACHEN W t KD EmBrühl'sche Druckerei M.129. । Erstlingsmehl u.Kükenkörnerfuffer « Uni00/ Hier- ande- m 19 Achten Sie genau auf die anerkannt gute Marke i hervorragend bewährt bei IRheum a 'Gicht Kopfschmerzen Ischias. Hexenschuh u. Erkältungskrankheiten. Stark hamsäurelösend, bakterientötendI Absolut unschädlich! Ein Versuch überzeugt! Fragen Sie Ihren Arzt ^0-Lahresfeier der Gießener Oeffentlichen Handelslehranstatt Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag aochmittaa qefdilofien Küche und Keller im Schiff Es reist fich gut m-U den Schiffen der rerkollegium sehe seine besondere Aufgabe darin, in enger Verbindung mit der HI. zu bleiben und Verbindungen zur Praxis herzustellen. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied und nach einem schneidigen Marsch hielt der ehemalige ohne Schenkelriemen, ohne starren Stahl- oder Eisenbügel! Für ganz schwere Hodenbrüche meine ..Patent"-Bandage, Ferner: Spezial-Bandagen mit und ohne Feder. Für jeden Fall individuelle Maßanfertigung! Keinerlei Risiko, da kostenlose Änderung, evtl. Zurücknahme laut Garantieschein zugesichert wird. Bandagen Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h.in St. Zu 1: Durch das Gesetz zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Invaliden- usw. Versicherung vom 7. Dezember 1933 (Reg -Bl. I S. 1039) ist bestimmt, daß sich die Invalidenrente künftig aus Grundbetrag und Steigerungsbetrag — wozu gegebenenfalls noch der Kinderzuschlag tritt — zusammensetzt. Während der Grundbetrag für alle Klassen gleich hoch ist, sind die Steigerungssätze verschieden. Für jede ordnungsgemäß verwendete Beitragsmarke wird bei der Rentenberechnung der Steigerungsbetrag aus der entsprechenden Klasse berücksich'tigt. Je mehr Marken Sie entrichten, je höher ist somit Ihre spätere Rente. Zu 2: Ja, der Antrag kann gestellt werden. „Bei Lucullus zu Gast sein*, sagt man, und an die Hamburg-Amerika Linie werden Sie dabei denken, wenn Sie auch nur einmal auf einem der vielen Schiffe gereist'sind, die auf regelmäßiger Fahrt nach allen Weltteilen oder auf Vergnügungs- und Erholungsreisen nach Nord und Süd die Hapag- Flagge übers Meer tragen. Seeluft und gute Küche... was könnte Ihrer Gesundheit förderlicher sein? Achtung! Achtung!... Die Arbeitsschlachl schafft weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Unglücksfällen werden! Täglich lesen und hören wir von Unfällen, denen Menschen zum Opfer fielen, oder bei denen sie fchwer verletzt wurden. Nur zu oft liegt die Ursache an den Betroffenen selbst, die leichtsinnig, nachlässig oder unzweckmäßig gehandelt haben. Denke daran, wie leicht auch Dir ein Unglück zu- stohen kann, wenn Du Dich gehen läßt und Dich auf Deinen guten Stern verläßt. HAMBURG-AMERIKA LINIE Vertretung in Gießen dg. Hapag-Reisebüro Kreger, Seltersiveg 89 1310 V in Amtsgericht Gießen. Zwei Einwohner von Wieseck hatten-einen zum Verkehr nicht zugelassenen Lastkraftwagen gefahren, bzw. mit einem Kennzeichen versehen, das den Anschein erwecken konnte, als sei der Wagen zugelassen. In einem Strafbefehl erhielt ein Angeklagter wegen unberechtigten Fahrens 20 Mark, der andere 50 Mark Geldstrafe. Das Gericht erkannte auf den Einspruch auf 20 bzw. 100 Mark Geldstrafe. Wegen Entwendung von Fichtenreisstangen erhielten drei Leute aus Watzenborn-Steinberg einen Strafbefehl über je 3 Mark. Das Gericht sprach den einen der Angeklagten frei, die beiden anderen behielten die im Strafbefehl festgesetzte Strafe. Ein Kaufmann aus Gießen unterließ es als Hausbesitzer, bei Glatteis genügend zu streuen. In einem Strafbefehl wurde er deshalb mit 10 Mark Geldstrafe belegt. Dagegen legte der Angeklagte Einspruch ein. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte wohl gestreut hatte, jedoch nicht ausreichend Das Gericht setzte die Strafe auf 2 Mark herab. Wegen Diebstahls erhielt eine Angeklagte aus Trohe eine Woche Gefängnis. Es wurde ihr bedingter Strafaufschub zugesprochen. Die Angeklagte entwendete am 30. Dezember 1933 aus einem Bäckerwagen ein Brot. Zwei Männer aus Watzenborn schlachteten ein Schwein, ohne es vorher der amtlichen Trichinenschau unterworfen zu haben. Sie erhielten deshalb je 15 Mark Geldstrafe. fei die Erziehung zum deutschen Menschen, durch unterscheide sich die Anstalt von keiner ren. Mehr als ein Drittel aller Stunden diene diesem Ziele. Die OeHL. unterscheide sich von anderen Schulen aber dadurch, daß sie die jungen Menschen fachlich schule, ihnen eine vollständige Berufsausbildung vermülle. Es fei Aufgabe der Schule, die Schüler mit dem Wesen der Wirtschaft vertraut zu machen. Sie sollten aus jedem Unterrichtsfach heraus begreifen, daß die Wirtschaft das ganze deutsche Volk umfasse. Die Schule wolle Menschen erziehen, denen das Wort „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" kein Lippenbekenntnis sei. Die Jugend in der OeHL. solle die Bedingtheiten und Notwendigkeiten der gesamten deutschen Wirtschaft kennenlernen, damit sie klar die Aufgaben erkenne, die ihr im Rahmen der Nation zukomme. Die Praxis vermittle höchste Fertigkeiten, die Schule aber wolle eine Gesamtschau geben, wolle Verständnis für das gesamte wirtschaftliche Geschehen erwecken. Eine gründliche Berufsschulausbildung in der Jugend sei durch nichts anderes zu ersetzen. Schule und Praxis müßten sich ergänzen. In klar abqestecktem Rahmen wolle die OeHL Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln bzw. entwickeln, die für das Wirtschaftsleben notwendig seien. Die Schule wolle keine Händler ausbilden, sondern Wirtschaftsführer. Das Leh- zert. 18: „Hermann Bang", Vortrag. 18.15: „Der Himmel im April." Vortrag. 18.35: „Und kommt vom linden Süden der Frühling übers Land... 19.20: Sportnachrichten. 19.30: Opernkonzert. 21.10: Ofterspiel: „Die Neunte Stunde". 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen. 22.25: Nachrichten. 22.40: Zwischenprogramm. 23: Nachtmusik. Der heitere Lortzing. 24 bis 2: Nachtmusik. Nlonlag, 26. INärz. 6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10: Frühkonzert. 8.25: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.15: Nachrichten. 13.35: Mittagskonzert II: Operetten- Musik. 14.40: Stunde des Liedes. 15.50: Wirtschafts-. bericht. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: „Maler Müller." Vortrag. 17.45: Ope- retten-Lieder. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Französischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Stunde der Nation: O müßt ich doch den Weg zurück. 20: Nachrichten. 20.10: Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus: Tosco. Musikdrama in 3 Akten. 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen ... 22.20: Tosca, 3. Akt. 22.50: Zwischenprogramm. 23: Nachtkonzert. 24 bis 1: Nachtmusik. kräftig und gesund durch Rundfunkprogramm Sonntag, 25. März. Kennen GieflüssigeS Obst? Apfelsiißmosl Garantien naturrein, alkoholfrei, unvergorenes Gesundheitsgetränk für Jung und Alt. Probe gratis. - Postkarte genügt. H. Gruber & Sohn Ihr Rriirh-Band darf nicht ■ ■ ■■ W» IMWII lästig und hindernd sein! Hat ihr Arzt einen Bruch festgestellt, dann empfehle ich Ihnen,sich für meine gesetzlich geschützten 3„Heila“-Modelle d.r.G.m■ Konstruktion - zu interessieren. Darunter 1 Modell: ohne 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25* Morgengymnastik. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Des Minnesanges Frühling. 10.15: Evangelische Morgenfeier. 11: Weltliches und geistliches Volks» lied in der Klaviermusik. 11.30: Reichssendung: „Ich gehe und suche mit Verlangen". Kantate von Joh. Seb. Bach. 12.15: Mittaqskonzert. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Tingel-Tangel zum fidelen Sebannes. 14.20: Zehnminutendienst für die Landwirtschaft. 14.30: Stunde des Landes. 15: Konzert. 16: Kinderstunde. 16.25 Uhr: Rugby-Länderkampf Deutschland — Frankreich. 17.10: Nachmittagskon- KreisfchulungSleiier pg Michel eine Ansprache und überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Kreisleitung der NSDAP. In seinen Ausführungen erinnerte er an die Kampfzeit der nationalsozialistischen Bewegung, für deren Ziele die Jugend erzogen werden müsse. Der Redner beschäftigte sich ferner mit den Erziehungsidealen und den Erziehungsgrundsätzen im neuen Reich. Es komme nicht mehr allein darauf an, daß eine Schule trockenes Wissen vermittle, sondern vielmehr darauf, daß sie den Hauptwert auf Charakter, auf Herzensbildung und die Pflege der Volksgemeinschaft lege. Nur jene Schule arbeite im nationalsozialistischen Sinne, wenn sie ihre Schüler so bilde, daß sie brauchbare Volksgenossen werden. Die Lehrer an der OeHL. seien immer bestrebt gewesen, nicht nur Wissensvermittler, sondern vor allem Erzieher zu sein. Sie seien immer Freund und Berater gewesen. Er, der Redner, erinnere sich gerne der Zeit, die er vor Jahren an der OeHL. verbracht habe. Mit einem Appell an die Schüler, bedingungslos hinter dem Führer zu stehen, beschloß er seine Ausführungen. Als Vertreter der Eltern betonte Dr. Kiefer, daß es für die Eltern immer besonders wohltuend gewesen sei, daß zwischen Lehrern und Schülern ein freundschaftliches Verhältnis herrschte und die Lehrer den Kreis ihrer Aufgaben weiter gefaßt hätten, als es der Name „Handelslehranstalt" eigentlich besage. Er dankte dem Lehrerkollegium für die geleistete Arbeit und wünschte der Schule, daß sie sich auch weiterhin bewähren möge. Im weiteren Verlauf der Feier wurden durch den Schulleiter verschiedene Schüler und Schülerinnen, die sich an dem für ganz Deutschlcpid veranstalteten großen Schülerleistungsschreiben im Schnell-, Schön- und Richtigschreiben beteiligten, ausgezeichnet. Buchpreise erhielten: Herta Kempf, Kate Dietsch, Irmgard Schalch, Heine Happel, Karl Heintz, Käte Alb ach, Hilde Jung. Die übrigen Teilnehmer, fast alle Schüler der Anstalt, wurden mit Diplomen bedacht. Ferner überreichte der Schulleiter 10 Bücher („Heer und Marine") an solche Schüler, die sich in der Hitler-Jugend betätigt hatten. Ferner gab er die Namen der Schüler und Schülerinnen bekannt, die. die mittlere Reifeprüfung mit Erfolg bestanden. Mit besten Segenswünschen entließ er dann die abgehenden Schüler und ermahnte sie, sich das Wort des Führers als Richtschnur für das Leben zu nehmen: „Alles für Deutschland!" Mit einem dreifachen „Sieg-Heil! auf unseren Führer und mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes und des Deutschlandliedes wurde die Feier geschlossen. Am Donnerstag beging die Oeffentliche Handelslehranstalt im Schulgebäude (Liebiastraße 16) die Feier ihres 10jährigen Bestehens. Gleichzeitig war damit die Entlassung der abgehenden Schüler verbunden. Zahlreiche frühere Schüler und viele Eltern waren anwesend. An der Feier nahmen ferner Vertreter der Stadt, der NSDAP., der HI., des NSLB., des Kaufmännischen Vereins, der Deutschen Stenographenanstalt, der Gewerblichen Berufsschule, des Realgymnasiums, der Heeresfach- schuk' und des Hessisch-Nassauischen Bauernstandes teil. Ein schneidiger Marsch (HJ.-Musikzug) und ein Dorfpruch der Schülerin Käthe Dietsche leiteten die Feier ein. Der Schulleiter, Dipl.-Kaufmann und Dipl.-Handelslehrer Dr. Kruse schon von 10 Mark an. Kostenlos zu sprechen in 1782D Grünberg: Dienstag, 27. März, von 8-11 Uhr vorm., im Hotel Hirsch. Gießen: Dienstag, 27. März, von 1-6 Uhr, im Bahnhof-Hotel Lenz. Butzbach: Mittwoch, 28.März, von 9-12Uhr, im Hotel Hessischer Hof. C. A. Steinberg, speziaibandagist, Freiburg i. Br. Werdende und stillende Mütter nehmen das milchfördernde Biomalz, nicht stopfend und fehr leicht verdaulich! Verlangen Sie das Biomalz. Kochbuch gratis von den Biomalz - Werken, Teltow. Es bringt Ihnen viel Nutzen! Süe Biomalzsorlen in Apotheken yyh Drogerien zu haben. Erfolge erzielt werden. Auch die Unterbringung von Pflegekindern, 33 im ganzen, in besonders schwierigen Fällen ist zu nennen. Ganz besonders wurde der Arbeitsbereich der Adoptionsvermittelung s st e l l e ausgebaut. Im Berichtsjahr wurden 62 Adoptivkinder untergebracht. Gerichtlich abgeschlossene Verträge fanden 58 statt, während noch in 80 Fällen Verhandlungen schweben. Die Zahl der geführten Vormundschaften beläuft sich zur Zeit auf 32. Mit 105 Elternpaaren wird zur Zeit wegen Aufnahme eines Kindes verhandelt. Zur Adoption gemeldet find nach Berücksichtigung der notwendigen strengen Bedingungen 84 Buben und 9 Mädchen. In den Anstalten des Verbandes wurden im Berichtsjahr 104 Jugendliche betreut, während die Zufluchten in Darmstadt, Mainz und Gießen 1270 Aufnahmen mit 20 123 Berpfte- gungstagen aufzuweisen hatten. Nach der Ausfprache über den Jahresbericht hielt Direktor Pastor Wolff vom Stephansftift in Hannover, zugleich der 1. Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fürsorgeerziehungstages, einen Vortrag über das Thema: „Welche Aufgaben erwachsen der freien Jugendhilfe im Dritten Reich?" In scharfer Durchdringung des ganzen Fragenkomplexes unter nationalsozialistischen, wie theologischen Gesichtspunkten gelang es dem Vortragenden, in seinem zweistündigen Referat die gespannt lauschenden Zuhörer zu fesseln, indem er klar und scharf das Verhältnis der freien evang. Jugendfürsorgearbeit zur NSV. herausarbeitete und auf Grund der neusten Verhandlungen ein klares, übersichtliches Bild zeichnete, wie im Dritten Reich unter Führung der NSV. die evang. Jugendfürsorgearbeit die ihr zugewiesene Arbeit zu leisten hat, auf Grund ihrer Erfahrung, ihrer Sachkenntnis, wie ihrer Leistung und Einsatzbereitschaft. Mit herzlichem Dankeswort für alle geleistete Arbeit in opferbereiter Liebe und »selbstloser Treue schloß der Vorsitzende die Versammlung, die ebenso wie die vorhergehenden zukunftsweisend und ermutigend für die Arbeit auf alle Teilnehmer wirkte. EPH. In FrankfurBW. M. fand unter starker Be- retligung der Mitarbeiter tn der freien Jugendfürsorge, sowie der Vertreter der Behörden von Stadt- unb Kreisjugendämtern und tfcr Kreisfürsorgerinnen und der Freunde der evang. Jugendfürsorgearbeit die Jahreshauptversa mm l u n g des Hess. Evang. Fürjorgeoerbandes statt. In seinem Grußwort wies der Vorsitzende, Pfarrer Grein (Arheilgen), auf die Bedeutung des Berichtjahres für die gesamte freie Jugendfursorge- arbeit hin, die sich damit vollzog, daß das lidera- listisch-individualistisch verstandene Recht des einzelnen Kindes auf Erziehung in leiblicher, seelischer und geistiger Hinsicht abgelöst ist durch das zum Durchbruck; gekommene und freudig bejahte Recht des Staates auf Erziehung der gesamten Jugend. Aus dem Jahresbericht des Landesjugendpfarrers Lic. von der Au ging hervor, daß vom Landesverband der Dekanatserziehungs- vereine 823 Zöglinge gegenüber 995 vom Vorjahr betreut werden. Der Grund für den Rückgang der Gesamtzahl liegt teils in der Auswirkung der Maßnahmen, die FE. mit 19 Jahren aufzuheben, teils in der Abwanderung vieler Jugendlicher zum FAD. oder in die Landhilfe, aber ebenso auch in der Tatsache, daß mit Rücksicht auf die schwierige Finanzlage heute seltener als früher Fürsorgeerziehung durchgeführt wird. Der Herkunft nach verteilen sich die betreuten Jugendlichen auf die einzelnen Provinzen: aus Starkenburg 476, O b e r h e s s e n 234, Rheinhessen 95, außerhessische 18. Untergebracht sind in Starkenburg 337, in Oberhessen 442, in Rheinhessen 44. Außerdem wurden noch etwa 180 Kinder von evang. Pfarrern außerhalb der Dekanatserziehungsvereine betreut. Besonderer Erwähnung bedarf die hohe Anzahl der von Dekanatserziehungsvereinen betreuten Mündel. Bet der Landesgeschäftsstelle beim Ev. kirchl. Landesjugendamt waren im Berichtsjahr 767 Jugendliche zur Unterbringung und Betreuung gemeldet, 163 männliche und 604 weibliche. Trotz aller Schwierigkeiten — hochgradige Gefährdung durch Verkrüppelung, Geistesschwäche oder Willenslosigkeit und dadurch bedingte erschwerte Unterbringungsmöglichkeit — konnten dankenswerte hieß die Festversammlung willkommen und verlas die Begrüßungsworte des Gründers der Anstalt, Prof. Dr. Friedrich Feld (zur Zeit Berlin). In feiner weiteren Ansprache schilderte der Schulleiter die Entwicklung und das Wesen der Schule, das nicht etwa lediglich darin bestehe, den Schülern Maschinenschreiben und Stenographie beizubringen, sondern sie zu Berufsangehörigen von umfasfendem Wissen und Können zu machen. Bestand ursprünglich die Aufgabe der Handelsschule darin, die Jugend zu tüchtigen führenden und dienenden Betriebsgliedern der Wirtschaft zu machen, so habe sich glücklicherweise mit der. neuen 'Reit das Erziehungsziel gewandelt unö nuu, emem w«*™. bedeutend geweitet. Das oberste Ziel der OechL.I Schüler der OeHL, la rindslederne allerbililgst. Carl Schunck Bahnhofstraße 64. 1779 D Bandsäge- Biälter vorrätig o. 8 bis 40 mm Breite sowie la. schweb. Bandsäge-Feilen Oeberg - Eskils- tuna'für Hand u. Maschine. LötenvonBand- fäßeblättern.iissD Im Mert Schlossermeister Löberstraße 2. Sie Feier der Arbeit auf der Arain-Wrler-Me. t s M Blick in die Halle während der Kundgebung. Anläßlich der Rundfunkübertragung der Rede des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler fand am Mittwoch eine eindrucksvolle Kundgebung auf der Main-Weser-Hütte Lollar statt. Um 10.45 Uhr war die gesamte Gefolgschaft des Werkes >n einer großen Halle angetreten, die feit 1. Oktober v. I. neu eingestellten Arbeiter und Angestellten in besonderer" Gruppe. Von der hohen Gicbelwand der geräumigen Halle grüßte das lebensgroße Bild des Führers, umrahmt von festlichem Tannengrün und den Fahnen des Dritten Reiches. Das Wert hat für Rundfunkübertragungen eine neue große Lautsprecher-Anlage angelegt, die erstmals in Gebrauch genommen wurde. Oer Werksführer, Direktor Zanhen, richtete an die Gefolgschaft u. a. folgende Worte: In einigen Minuten dürfen wir die Rede des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler hören, die er von der Baustelle einer Reichsautobahn in der Nähe von München an das gesamte schaffende Deutschland halten wird Mit dieser Rede wird der zweite Kampfabschnitt gegen die Arbeitslosigkeit eröffnet. Bereit? im ersten Kampfabschnitt ist ein gewaltiger Rückgang der Arbeitslosigkeit um über 2X> - Millionen erreicht worden. Heute gilt es der Geißel der Arbeitslosigkeit weiter tatkräftig enl- gegenzutreten und nicht locker zu lassen, bis der letzte arbeitslose Volksgenosse wieder einen Arbeitsplatz gefunden hat Zu meiner großen Freude kann ich fesistellen, daß die Maßnahmen der Reichsregierung für unser Werk sich , dahin ausgewirkt haben, daß feit 1. Oktober v. 3. über 600 neue Arbeiter, darunter viele, die früher schon lange Jahre bei uns gearbeitet hatten, wieder eingestellt werden konnten. Diesen neueingestellten Arbeitskameraden gilt heute mein besonderer Willkommensgruß. Es ist Ihnen allen bekannt, daß in unseren hiesigen Betrieben nunmehr ziemlich alle vorhandenen Arbeitsplätze wieder besetzt sind, so daß mit weiteren Neueinstellungen vorläufig nicht zu rechnen ist. Die Firma hat aber beschlossen, die Arbeitsbeschaffung weiter dadurch zu fördern, daß sie allein für das Werk Lollar einen Betrag von über 400 000 Mark für größere Instandsetzungen, Reuanschafsungen und Ergänzungen von Formeinrichtungen und Maschinen bereitstellte. Die Arbeiten sind teilweise schon angefangen und werden im Laufe des Sommers zur Durchführung gelangen. Wenn mir hierdurch auch unmittelbar nicht mehr Arbeiter in unserem Werk aufnehmen können, 'jo werden durch diese Maßnahmen doch mittelbar wieder viele Arbeitssuchende einen Unterhalt finden. Es handelt sich nach dem Willen unserer Reichsregierung heute nicht darum, die Sonderinteressen eines kleinen Kreises von Nutznießern wahrzunehmen, sondern es geht um das Gedeihen und den Fortbestand des gesamten Volkes. Voller Hoffnung und Zuversicht treten wir und mit uns alle deutschen Volksgenossen in den neuen Kampfabschnitt ein. In Treue und Pflichterfüllung wollen wir unsere ganzen Kräfte einsetzen, um unser Teil dazu beizutragen, daß auch die zweite Arbeitsschlacht mit einem vollen Siege endet. Dem Führer und Volkskanzler ein dreifaches Sieg-Heil Der stellvertretende Kreisbetriebszellenleiter pg. Hahn wies dann darauf hin, daß es heute gelte, alle schaffenden Kräfte des Volkes einzusetzen für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes. In der Vergangenheit hätten wir Deutsche uns wohl in der ganzen Welt umgesehen, die Sitten und Gebräuche aller fremden Erdteile und Völker studiert, nur in der eigenen Heimat habe man die Seele des Menschen, der Tag für Tag arbeitet und schafft, in Vergessenheit geraten lassen, so daß diese Menschen auf ine Dauer mehr und mehr im eigenen Vaterland das Gefühl der Heimatlosigkeit ergriffen habe. Nur so sei es zu verstehen, daß ein großer Teil unserer Arbeiter der marxistischen Irrlehre verfallen konnte. Don dem wirtschaflsführer erwarte der heutige Staat weitgehendes soziales Verständnis, f Gefühl für die Röte der Schaffenden, anderseits müsse die Gefolgschaft sich bewußt sein und erkennen, daß von dem Gedeihen und der Erhaltung unserer Betriebe ihr eigenes Wohl abhängig sei. Der Führer hat die Verantwortung, die Gefolgschaft muß in Pflichterfüllung und Treue hinter ihm stehen und ihm ihr Vertrauen schenken. Der Geist der Kameradschaft soll in den Betrieben und Werkstätten seinen Einzug halten. Kleinliche Nörgelei und Besserwisserei muß ausgeschaltet sein und bleiben. Anschließend wurde die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels und dann die Rede des Füh. rer 5 und Reichskanzlers Adolf Hitler angehört. Mit dem Gesang des Horft-Weffel- und des Deutsch. fand-Liedes schloß die Kundgebung. W . X ♦ i 6 Das „Sieg-Heil!" auf den Führer. Kreis Wetzlar. Groß-Rechtenbach, 23. März. Am Montagabend fand im Saale der Gastwirtschaft Beppler ein Schulungsabend des hiesigen Stützpunktes derNSDAP. statt. Nach Eröffnung der Veranstaltung durch den Stützpunktleiter Pg. Lang erstattete Lehrer Knoche (Klein- Rechtenbach) den Wochenbericht über die außen- und innenpolitische Lage, der vom Schulungsleiter Pg. Bürgermeister Dr. Neumann ergänzt wurde, lieber das neue Preußische Jagdgesetz sprach Pg. Amtsobersekretär Sänger. Anschließend gab Pg. Stützpunktleiter Lang ein Rundschreiben der Reichsführung der NS.-Volkswohlfahrt über die Unterbringung von erholungsbedürftigen Kindern in Familien-Pflegestellen bekannt. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer und dem gemeinsamen Gesang der ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes wurde der Schulungsabend geschlossen. Ortsgruppe Gießen-Güd. Betrifft: Lebensmittelausgabe. Am Samstag, 24. März, wird ab 14 Uhr in der Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, an jede aus dem Winterhilfswerk unterstützungsberechtigte Fa- milie aus der Ortsgruppe Süd 1 Laib Brot gegen Zahlung von 10 Pf., sowie verschiedene andere Lebensrnittel ausgegeben. Gez.: Z ö l l, stellv. Ortsgruppenwalter. Man geht zu KOHLER Oberhessens größtes Spezial-Fachgeschäft für Herr.-u. Knabenkleidung Allein-Verkauf der weltbekannten Marken - Mäntel „ERES“ und „W ISO“ in großstädtischer Auswahl! 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