ft. 274 Erster Blatt 184. Jahrgang HntJ 'i=6ri. ’9< ßreitag, 2".November 1934 Ntit Güdslawiens Note an den Völkerbund beschuldigt Ungarn Für Rückgabe .teiiMv, die 1.6 der südslawischen Regierung erwähnten Tatsachen wegen ihres außergewöhnlich schwerwiegenden Charakters die Tschechoslowakei und ihre gutnachbarlichen Beziehungen zu Ungarn unmittelbar berühren und dadurch in Gefahr bringen, sowie die allgemeinen Bedingungen, von denen der Friede in Mitteleuropa abhängk, sch lieht sich die tschechoslowakische Regierung als Mitglied des Völkerbundes vollinhaltlich der Eingabe der südslawischen Regierung an. Den gleichen Schritt wie die Tschechoslowakei hat Rumänien unternommen. garn aufgehallen habe. Die ungarische Regierung als Vertreterin einer L. EnMe Marburger er, braun: . Silber, imb Otto M Schä- tzMen, m, W' wie vor d i e gl eiche Hilfe genossen haben wie vorher, und dah dieses Verbrechen nur। dank dieser Hilfe ausgeführt werden konnte.' Tatsächlich findet man unter den Komplicen des Mörders die T e r r o r i st e n, die b e - i teils den Gegenstand der Beschwerde der südslawischen Regierung bei der ungari-; schen Regierung gebildet haben, und durch ihre Erklärung ist festgestellt, dah sie in Ungarn nicht nur ein Asyl gefunden haben, sondern dah sie auch als Gruppe bis zum Vorabend des Attentates auf ungarischem Gebiete sich aufgehalten haben. Die Ergebnisse der Untersuchung beleuchten in besonders ernster und eindrucksvoller Art die Verantwortlichkeit der ungarischen Regierung für die Hilfe und Unterstützung, die der terroristischen Aktion gewisser emigrierter südslawischer Untertanen gewährt worden ist." lich stimmen und den Vertrag und wahrscheinlich auch den Völkerbund auffliegen lassen würde. Außerdem würde dadurch die Behauptung unserer Staatsmänner Lügen gestraft, wonach der Weltkrieg für England keinerlei territorialen Gewinn mit sich gebracht habe! Ueberdies ist es auch, ganz abgesehen von der Rechtsfrage, die Pflicht und Schuldigkeit der Welt, das deutsche Volk, welches in einem so kurzen Zeitraum in seinen Kolonialgebieten so bemerkenswerte Erfolge auf allen Gebieten der Organisation und der Verwaltung, des Handels und Gewerbes, der Medizin und der Gesundheitspflege erzielt hat, wieder in die gemeinsame Front der überseeischen Arbeit einzureihen! Ich wiederhole, es liegt im ganz besonderen Interesse des britischen Weltreiches, dem deutschen Volk einen vernünftigen Spielraum für koloniale Ausdehnung zu geben! In dem Bestreben, den Lebensraum des deutschen Volkes unnötig zu begrenzen, vermehren wirunfere eigenenSchwie- rigkeiten über See. Wenn wir weiterhin versuchen, uns dem Recht Deutschlands auf den Besitz eigener Kolonien zu widersetzen, überlassen rote der nach uns kommenden Generation außer dem schreienden Unrecht und der Belastung in den Beziehungen zwischen Deutschland und England eine tragische Erbschaft politischer Reibungspunkte und eine Quelle ständiger Beunruhigung, welche unser Land niemals zur Ruhe kommen las- fen werden!" Die pariser presse stimmt der Hofe zu. Paris, 23. Rov. (DRB. Funkspruch.) Die Ueber- reichung der südslawischen Note wird von der Pariser Morgenpresse eingehend besprochen. Man stimmt dem südslawischen Schritt zu, wenn man sich auch nicht verhehlt, daß er im Januar zu ernsten Schwierigkeiten Anlaß geben könnte. „Echo de Paris" gibt der Auffassung Ausdruck, Ungarn fordere absichtlich die sofortige Beratung der Sache, da es wisse, daß es, gestützt auf Italien, nichts zu befürchten habe. Auf alle Fälle müsse man damit rechnen, daß Ungarn und die Kleine Entente sich in den nächsten Monaten schärfer denn je gegenüber st ehen würden. Der „Petit Parisien" meint, die südslawische Klage sei zwar für Ungarn erdrückend, aber nicht angriffslustig. Die Erklärungen des ungarischen Delegierten seien sehr verlegen. Bei der öffentlichen Beratung des Falles, die wahrscheinlich am 10. Ja- Der Verfasser des Artikels berührt auch die internationale diplomatische Seite der Frage, indem er die Ansicht ausspricht, daß die französische Politik deshalb gegen die Rückgabe der Kolonien sei, weil dadurch am besten die dauernde Verfeindung Deutschlands mit England gesichert sei und England im Fahrwasser der französischen Politik gehalten werde. Wir wollen diesem englischen Urteil nicht weiter folgen; es ist möglich, daß solche überklugen Erwägungen bisweilen in der französischen Diplomatie spielen; es gibt aber auch Franzosen, die es gern sehen würden, wenn England durch einen Akt der Großzügigkeit und des Verzichts zur Entspannung der Verhältnisse auf dem Kontinent beitragen würde, indem es Deutschland Raum und Gelegenheit zur Entfaltung seiner überschüssigen Kräfte bietet, die Frankreich ja gerade am meisten fürchtet! Jedenfalls liegt die Initiative in dieser Frage durchaus auf Seiten Englands. In seiner offiziellen Politik ist allerdings von einer solchen vorläufig nichts zu verspüren, aber die beachtenswerte Stimme aus feiner öffentlichen Meinung heraus, die wir als volitisches Stimmungsbild festgehalten haben, zeigt immerhin, daß die Frage der Rückgabe der deutschen Kolonien, oder sagen wir allgemeiner, die Frage des Wiedereintritts Deutschlands in die Reihe der Kolonialmächte eines Tages von einer prinzipiellen Forderung zu einem Gegenstand praktischer Politik werden kann. b jr i't. 3 lche Folgerungen zieht nun der englische Ver- feifr aus dieser Rechtslage? Es wäre sehr uneng- liifc wenn er aus der Verletzung des Rechts allein dl-Verpflichtung zur Wiedergutma- chfirzg ableiten würde; so etwas verlangt auch der nripincinenbe Engländer nur von andern! Ei-rstillt also zunächst die Frage nach den Vor- tiütli-n, die aus der Rückgabe der deutschen Ko- (amn erwachsen würden und kommt zu folgenden S^iHen: Ein in Mitteleuropa zusammengepreßtes De/schlund mit ungefähr einer halben Million Klchc-, die jährlich in das Mannesalter einrücken uiti Arbeit verlangen, fei zweifellos eine größere Das Echo der Belgrader Beschwerde H'l F tausendjährigen Ration, deren Geschichte den politischen Mord niemals als Mittel zur Geltendmachung der Wahrheit der Ration anerkannt hat, protestiert feierlich gegen das Vorgehen der südslawischen Regierung und ro e i ft Beschuldigung der Teilnahme Genf, 22. Nov. (DNB.) Der südslawische Außenminister I e f t i t s ch hat Donnerstagnachmittag im Völkerbundssekretariat die angekündigte Note überreichen lassen, in der die Untersuchung der politischen Verantwortlichkeiten des Marseiller Attentats verlangt wird. Die Note erinnert an die Verhandlungen vor dem Völkerbundsrat im Juni. Damals bereits habe die südslawische Regierung auf die verbrecherischen Umtriebe terroristischer Elemente in Ungarn und deren Unter st ützung durch ungarische Behörden hingewiesen. Sie habe damals erwartet, daß die ungarische Regierung die notwendigen Maßnahmen treffen würde, um der Unterstützung, der sich die terroristischen Elemente in Ungarn erfreuten, ein Ende zu machen. Nur in diesem Geiste seien Verhandlungen mit der ungarischen Regierung ausgenommen worden, die am 21. Juli zu einem Abkommen in Belgrad geführt hätten. „Die Ergebnisse der Untersuchung des Mordes an König Alexander und an Barthou in Marseille", so behauptet die Denkschrift, „haben bewiesen, daß dieses Verbrechen unter der Ministerpräsident Gömbös protestiert gegen die Verdächtigung Ungarns Ungarn für unverzügliche Klärung vor dem Völkerbund. Gefahr für den Frieden Und die Sicherheit der Welt, als ein Deutschland, dem die Möglichkeit kolonialer Unternehmungen gegeben wird. „Stellen wir doch diese Frage ganz klar: Wird Deutschland mehr Anlaß haben, den Frieden der Welt zu brechen, wenn es Kolonien besitzt oder wenn es keine solchen hat? Uns Engländern erzählt man doch dauernd, daß unser Reich nicht allein den Willen zum Frieden, sondern gerade mit Rücksicht auf seine ungeheuer ausgedehnten überseeischen Verbindungen und auf seine zerstreut liegenden Kolonien vor allem auch ein Interesse an einem dauernden Frieden hat!" Man erinnert sich, daß der Führer und Kanzler vor einiger Zeit in einem Interview die Meinung ausgesprochen hat, daß die ehemaligen deutschen Kolonien eine schwere finanzielle Bela st ung für England darstellen. Auch diese Meinung wird in dem Artikel bestätigt. Der augenblickliche Zustand sei untragbar, vor allem auch für die an die Mandatsgebiete angrenzenden englischen Kolonien. Es würden diesen Leistungen von vielen tausend Pfund auferlegt, für welche sie wenig erhalten oder auf deren Rückzahlung sie ganz verzichten müssen. Durch die völlige Unsicherheit darüber, wer die oberste Autorität habe, werde Jeber Unternehmungsgeist gehemmt; die natürliche Folge seien ungeheure Verluste. Die Alternative sei also Annexion oder Rückgabe; sie wird folgendermaßen beantwortet: „Unser Land wird keine Annexion durch-- führen, da eine solche Handlung Deutschland feind- einer gewichtia-m, nicht ZU überhörenden Esimme wird es also offen zugegeben, daß es nach d!tzi Völkerrecht nicht hätte zu einem Kampf Weist! je' gegen Weiße auf afrikanischer Erde kommen d iism und daß am Anfang dieser Kolonialtragödie, biitriiit dem Raub der deutschen Kolonien endigte, e h flagranter Rechtsbruch steht, bei dem d je Hauptschuld auf das Konto Englands zu schrei- $ unter Me bis I Teilnahme derjenigen nach An-s^ote der gleiche ist wie der der gegen Ungarn garn geflüchteten terroristischen hetzenden Presse. Diese Presse hat nämlich sofort (Elemente organisiert und ausge - nach der Verübung des Mordes, somit zu einer führt worden ist, die in diesem Lande nach Zeit, als noch keinerlei Anhaltspunkte - - - " " dafür vorhanden sein konnten, wer die Organisatoren und die Ausführenden des Anschlages waren, zur Bloßstellung Ungarns eine politische Hetze eingeleitet, die von vorherein geeignet war, den europäischen Frieden zu gefährden. Die ungarische Regierung lenkt die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf die politische Tendenz der südslawischen Note, besonders darauf, daß sie ihre Beschuldigungen gegen Ungarn ohne ins einzelne gehende Kenntnis der Sache und unter Berufung auf die angeblich zur Verfügung stehenden bisher nicht nachprüfbaren Beweise stützen will. Die Haltung der südslawischen Regierung ist um so unberechtigter, weil sie es bisher nicht einmal für notwendig hielt, sämtliche als Grundlage der Beschuldigung dienenden Schriftstücke der ungarischen Regierung mitzutei- l e n. Die ungarische Regierung hätte diese ebenso Lügen gestraft wie jene Behauptungen, daß der Mörder vor Begehung des Anschlages sich in Un- ;el, M t raügige und allgemeine Revision der grund- ultheib,.. tigriiben Versailler Vertragsbestimmungen vorwegrank, (L1 c jenimmen werben kann. Die Wiebereinreihung r, 6. 0ro5' .üchschlands in bie Aufgabe ber Kolonisation kann 1. fc ülar einen Ersatz bilden für die Schwächungen an «, luatenaler und wirtschaftlicher Kraft, die Deutsch- V, Mich llfn! in Europa hat hinnehmen müssen und deren r, (Men, äßiciergeroinnung nur durch Zerstörung unterdessen 1. Mm. l jtei skräftig gewordenen Staaten möglich wäre. unb f)ugo 2iß dieser Gedanke nicht etwa eine deutsche Heinrich utojiie ist, sondern in der politischen Diskussion )nrab Vie-ajiutw des Auslandes eine Rolle zu spielen Mmerlad, tlegi ut, zeigt ein interessanter Aufsatz, den die l!sche Wochenschrift „W o r l d" veröffentlicht. Ihr " di- beste «Mer deutschen Kolonien. Ueb’Vh'l3ie Forderung der Rückkehr der ehemaligen deut- x ßiPii„ Kolonien gehört in den allgemeinen Komplex Revision des Versailler Vertrages schon des- . icü. weil der Raub mit der berüchtigten Kolo- sjagmorgeni it 11 ü g e begründet wurde, mit der bewußt un- r( Vogel,GMche Wochenschrift „World" veröffentlicht. Ihr ließen, E.bielir ist kein Beliebiger, sondern Herr Vernon tlctt, der im englischen Rundfunk mit der ..... ellung der außenpolitischen Wochenübersichten W: ut ist, also gewiß kein Außenseiter und (Ein« firner der englischen Meinung, sondern ein Mann, er «ungefähr weih, was man dem englischen | ufritum sagen darf und was ihm verschwiegen *.QÖ eröff.galten Behauptung, daß sich Deutschland in der binnen berSeroaltung seines überseeischen Besitzes nicht fähig eines Fan-«,! würdig gezeigt habe, bei der Ausgabe der Er- Waren.hung und Zivilisation der Länder und Völker ^vrt, hob»it»uvirken, die noch außerhalb des herrschenden ^olksernäh.Wnrkreises stehen. Wir wissen aber, daß wie alle Kenner«fc.Ten Revisionspunkte auch diese Frage schließ- Don benenmeine Machtfrage ist, die nur ein wieder- 4n9 gezeigtH^ktes Deutschland, gestützt auf fein gutes Recht ^chen noch W in Derfechtuna seines Anspruches auf Gleichen, Tie. srchtigung durchsetzen kann. In diesem langen 'N Rein. M schwierigen Prozeß, ber eine Ausgabe von Migrationen ist, steht bie Forberung ber Rückgabe Schau war Lr Kolonien gewiß nicht an erster Stelle, weil, wie selbst her. V Tagesfrage ber beutschen auswärtigen Politik, den Veiioll Rückgliederung bes Saarlandes zeigt, alle Kraft Ehrenpreis M W auf bie Wieberherftellung unb Sicherung em gleichen:es deutschen Lebensraumes in ber europäischen oon ArRiw konzentriert werben muß. Dennoch kann biese Beachtunm überraschenber Plötzlichkeit zur aktuellen m .. , *3el utung werben, nämlich bann, wenn bie Gegner Mr ^'-^'Ichlanbs, bie sich jetzt noch gegen seine gleich jeflUte Wiederbehauptung im Kreise ber großen ■Prei5J iRente sträuben, einzusehen beginnen, baß biese Mefoen, je iiabrgegebene Entwicklung auf frieblichem Wege MPltltn! im internationalen Interesse nur burch eine Die Note fünbet bie Einreichung weiteren Materials an unb fährt bann fort: Es hanbelt sich nicht um ben politischen Morb als Werk eines vereinzelten Jnbivibuums, es hanbelt sich nicht mehr um bie Asylgewährung für bie Emigranten, fonbern darum, daß auf dem Gebiet eines fremden Staates Berufsverbrecher ausgebildet und geschult werden, die den Auftrag haben, eine Reihe von Attentaten und Morden z u einem beftimmten politischen Zweck auszuführen. Angesichts der Schwere dieser Tatsache sieht sich die südslawische Regierung aus Sorge für die Aufrechterhaltung des Friedens und im Vertrauen auf die Autorität des Völkerbundes gezwungen, unter Berufung auf Artikel 11 Absatz 2 des Völkerbundspaktes d e n Völkerbundsrat mit dieser Lage zu befassen, bie in ernster Weise bie Beziehungen zwischen Sübslawien und Ungarn bedroht und den Frieden und das gute Einvernehmen zwischen den Nationen zu ft ö r e n droht. Die Kleine Entente unterstützt die südslawische Beschwerde. Auch Noten Numänieus und der Tschechoslowakei überreicht. Genf. 22. Rov. (DRV.) Der tschechoslowakische Außenminister Dr. B e n e s ch hat an bas Völker- bundssekretariat eine Rote gerichtet, in der er auf den südslawischen Schritt Bezug nimmt und sodann erklärt: Angesichts dessen, dah die in dem Antrag Budapest, 23. Nov. (DNB.) Ministerpräsident G ö rn b ö s hat dem Ungarischen Telegraphen-Büro zu der südslawischen Note an den Völkerbund erklärt: Die ungarische Regierung sieht in dieser Note nichts anderes als die Fortsetzung des auf die Untergrabung der Stellung U n - garns gerichteten Pressefeldzuges. Sie sieht mit Befremden, daß der Ton der am Mord z u r ü ck. Da die ungarische Regierung durch das Vorgehen der südslawischen Regierung den europäischen Frieden als gefährdet ansieht, hält sie es auch ihrerseits für wünschenswert, daß der Völkerbund behufs dringender und objektiver Klärung der Sache jeden Schritt unverzüglich unternehme. Sie wünscht dies umsomehr, weil es den Anschein hat, daß Südslawien und seine Freunde im Bewußtsein ihrer im Sinne der Friedensoerkräge ihnen einseitig zugestaudeneu überlegenen militärischen Kraft den heiligen Gedanken des europäischen Friedens gefährden. Der ungarische Hauptdelegierte beim Völkerbund, Tibor von Eckhardt, hat folgende Erklärung abgegeben: „Ich erfahre mit Genugtuung, daß die Angelegenheit des fluchwürdigen Attentats von Marseille vor die unparteiische Gerichtsbarkeit des Völkerbundes gebracht worben ist. Wir wünschen, baß bie Angelegenheit bringlich behanbelt wirb, und von unserer Seite wird nichts unterlassen werben, bamit ber Fall unb seine Hintergrünbe in aller Objektivität vor bem Völkerbund völlig geklärt werben. Selbst nach bem Verleurn- dungsfeldzug, ber in ben letzten Wochen mit Hartnäckigkeit geführt worben ist, überraschen und empören uns bie Behauptungen ber südslawischen Note, die den guten Namen Ungarns vor ber Welt schäbigen sollen. Ich proteftiere in aller Form und mit allem Nachdruck gegen diese Verleumdungen. Die südslawische Note ist nach Inhalt und Ton nur eine neue Etappe einer planmäßigen Aktion gegen Ungarn. Ihr Ziel ist klar: Sie will die Aufmerksamkeit von den wirklichen Ursachen des Attentats ablenken und Ungarn moralisch vernichten, das man in seinem abgerüsteten Zustand für eine leichte Beute hält. Ich protestiere energisch gegen diese Tendenzen, die ich als internationalen Terrorismus bezeichne." ietaen soll. Jir Aufsatz erinnert zunächst an einen Vorgang p Beginn bes Krieges, ber auch in Deutschland lief mehr allgemein bekannt ist, nämlich, baß bie fodt nach ben Kriegserklärungen eröffneten feinb- lich" Angriffe auf’bie beutschen Kolonialgebiete fflriinb. e n offenen Rechtsbruch ber Mächte dar- - Karl hrn- s 'El. .'n, bie sich nicht genug über ben beutschen Einmarsch in Belgien entrüsten konnten. Die ? imb Shri IP' 9 o a 11 e vom 20. Februar 1885 bestimmte . x" ßflr a^irf) in ihrem Artikel II, in Kriegszeiten bie a o (Br 911■ tralität des Kongobeckens unb bes Gebie- •G- M d 15 seiner Nebenflüsse zu wahren. Noch interessan- M 'Ä t ri inber ist bie Erinnerung an bie Schußsitzung V M hlet $ o n g o f o n f e r e n 3 , in ber Bismarck oll dki Vorsitz führte unb bie Teilnehmer zum Ab- ' q des wichtigen Vertragswertes beglückwünschte. I. M q E ngte, die liebel bes Krieges würben eine sehr bb Auswirkung haben, wenn bie Eingeborenen r n! a galten würben, bei Streitigkeiten ber zivilisier- Ernst tm Mächte Partei zu ergreifen. Bismarck fuhr bin fort: „Im Interesse von Hanbel und Zivilisa- Ifjehn ti-11 haben Sie Wege gesucht, einen großen Teil dnfrikanischen Kontinents aus dem Span- —■ —rriing s f r e i s der großen Politik her- 0! u z i e h e n unb bort den Wettbewerb der ™ nen der friedlichen Ausbreitung von Handel irrt Industrie zu Überlasten." Der Artikel im „ Eotlb" schildert sodann die Vorgänge nach SUre^ausbrucf) folgendermaßen: „Der letzte Krieg Id.HL bfr um erstenmal’Gelegenheit, diese lobenswerten ----utz moralischen Grundsätze anzuwenden. Aber Mächte, die ein gutes Beispiel hatten geben STwtimw st Di, kehrten s i ch nicht daran. Bei Kriegs- a u;biud) fragte die deutsche Regierung an, ob das Ä ’Haralitäteabfommen für Zentralafnka beachtet 0,2« tclitte. Anfangs schienen die belgische und fran- zistlcie Regierung damit einverstanden, als aber 5^ E'^ctt and sich weigerte, diesem Bersprel zu ftllffffey, zogen die beiden anderen Staaten ihre Em- 5,tf v- tsttmdniserklärung wieder zurück. So wurde bie 16'^ ff initije Bevölkerung dieser ©iebiete in ben Kampf HVn,gezogen." 0,721 ' zF 49.« 1 111« : 63. ! U< ! |0* nuar ftattfinben werbe, würben die Minister der Tschechoslowakei, Rumäniens, Sowjetrußlanbs, ber Türkei unb Frankreichs ben sübslawischen Schritt unterstützen. Für bas „Oeuvre" ist ber ungarisch-sübslawische Zwischenfall ein Beweis für bie Nützlichkeit bes Völkerbunbes. In biplomatischen Kreisen in Genf sei man einigermaßen oerrounbert über bie Haltung Frankreichs. Man habe erwartet, baß sich bie französische Regierung ebenso wie bie Regierungen ber Kleinen Entente bem Schritt Sübslawiens angeschlossen hätten, zumal ein französischer Außenminister bei bem Marseiller Anschlag ben Tod gefunden habe. Lebmaschung in Gens. Genf, 22. Nov. (DNB.) Die südslawische Note an ben Dolkerbunb hat hier einen ungeheuer starken Einbruck hinterlassen. Besonbers in französischen Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Rps.,Platzvorschrift ober schwieriger Satz 25°/n mehr Ermäßigte Grundpreise: jer « V & 99 Z1A < < ** Stellen-., Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Oberhessen ZZMZ 3Rüh9 Nwen: Anzeiger Gießen V *7 I I l ! gen,Bäder-,Unterrichts- U. ।. p® Oes voNickeckkonto: _ . behördlicheAnzeigenüRpf. K|fe'(^Qnl,8«inhurt am Main liess Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverfitatZ-Vllch- und Zteindruckerei n. Lange in Gietzen. §christ!eitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Mengenabschlüsie Staffel 3 uni, " ’ e“"i unb D chemt täglich, außer MU Ä Siitntags und Feiertags ■ ▼ M Gießener Anzeiger s/Qoinj innige höherer Gewatt r u5n N« Fernsprechanschlüffe peil.vrer Sammelnummer 2251 -^'^herrNsschrifl für Drahtnach- mit den Bruchbuden und „Knochenmühlen" im n» । tionalsozialistischen Deutschland! Schafft Arbeit ' ri'iiL___ S.____ Ctvnifhn nn hto 9frr> f des ZU °plwtt n< trieben! fielt Hitler!" i | Wirtschaftspolitische Umschau l ihr den Weg zu Den Weltmärkten Derb nehmendem Maße überspringen wird. Prager polizeibeamte für das Saargebiet. Soll Sii’l Prag, 22. Noo. (DNB.) Sieben Polizeibeamte aus Prag und neun tschechoslowakische Gen barmen sind am 19. November in das Saargebiet abgereist. Die für die internationale Saarpolizei Angeworbenen reisen als Privat- Personen; sie fahren über Oesterreich und die Schweiz nach Straßburg, wo sie Waffen und Uniform erhalten. Die Beamten wurden in der Tschechoslowakei für zwei Monate pensioniert; nach ihrer Rückkehr werden sie den Dienst in der «t2'n will, Umständen seine Verpflichtungen geaen Staat und seine Gefolgschaft erfüllt, um überhaupt auf die Dauer im Geschäft bleiben zu dürfen.hierzu wird den Verbänden, deren Preisbindungen aufgehoben sind oder die die Aufhebung freiwillig beantragt haben, das Recht gegeben, bei den zuständigen Stellen der Ainanzverwaltung und der Arbeitsfront jederzeit Erkundigungen einzuziehen und die Kalkulation solcher Berufsgenossen, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, durch eine neutrale Stelle genau nachprüfea zu lassen. Ls wird mit allen Mitteln darauf hingewirkt werden, daß künftig von den Möglichkeiten, welche die Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und der Konkursordnung bieten, in wirksamster Weise zur Bekämpfung gemeinschädlicher Preis- schleudere! Gebrauch gemacht wird. Wer in seiner Preisgestaltung unredlich war, wird in Zukunft keine Möglichkeit haben, sich die Vorteile eines Vergleichsverfahrens zunutze zu machen. Rötigen- falls wird auch eine Verschärfung der geltenden Strafbestimmungen in dem Sinne erfolgen, daß die einer Zahlungseinstellung vorhergegangene rücksichtslose Preisunterbietung, die zur Verschleuderung anvertrauter Werte geführt hat, als besondere, strafbare Handlung gewertet wird. Bei solchen Sicherheiten liegt die Wahrung der Standesehre dann nicht mehr in der Innehaltung eines irgendwie vorgeschriebenen Preises, sondern in der Innehaltung der klar umrissenen Bedingungen für den Wettbewerb. Für Selbstdisziplin und Fleiß, Arbeitskraft und Arbeitsleistung ist dann der Weg zum Erfolg freigemacht. N wir il'°n noch Der in ’ Unteren lies die Begehet Schärfste Bekämpfung gemeinschädlicher preisschieuderei Der preiskommiffar zur Aufhebung der Preisbindungen. Saardeutschen Beamten jede Betätigung für die Abstimmung untersagt. Llnglau^icher Erlaß der Regierungskommission. 1 f?9 gibt patter, i gufen, ui kchusch; ' fugen wc hundertzim wenn nick Besucher i Gebern richtige, b tnats ein, er sei un ausgekoir wünschen Besuche v fordern Die deutsche Steinkohlenförderung hat im Monat Oktober einen neuen Rekordstand erreicht. Die arbeitstägliche Förderung ist von rund 406 000 Tonnen im Monat September auf 423 000 Tonnen ißd6 S** «erlist stätten, in denen jeder mit Freude an die Arterf geht! Gebt nicht nur den Maschinen, was sie brav chen, gebt dem arbeitenden Volks genoi- f en, was feiner würdig ist: Einen stm» lichen, gesunden Arbeitsplatz. Weg mit den iw digen Umkleide-, Wasch- und Aborträumen, «4 mit dem Dreck und Gerümpel in den Fabrikhoi^ weg mit ollem, was früher einmal die Arbeitssw ten verhaßt gemacht hat. Der Betriebssichrer M sich als wahrer Führer, sorge für das Wohl leime Gefolgschaft während der Arbeit und in den W sen. Männer und Frauen der Gefolgschaft, M euch als Nationalsozialisten, packt mit an und MM euch schöne Arbeitsstätten! Der Wettbewerb um die Schönheit der Arbeit» ginnt! Die Abteilung „Schönheit der Arbeit W bereit. Wartet nicht, bis Mißstände ans Tagest? gebracht werden, handelt von selbst! Schönheit der Arbeit in allen deutschen w menhalten. Die neue Verordnung der Saarregierung, die an den Gefühlen und an den bürgerlichen Rechten einer großen Gruppe von Abstimmungsberechtigten auch hier ohne weiteres vorbeigeht, wird im Sinne des Aufrufes der Landesleitung der Deutschen Front mit selbstverständlicher Disziplin ausgenommen und befolgt werden. Allerdings wird der Saarbevölke- rung nicht verübelt werden können, wenn sie diese Maßnahme ebenso wenig begreift, wie die vorangegangenen weit- und volksfremden Methoden der Regierungskommission. Die Beamtenschaft ... ------ - . des Saargebietes bildet einen Teil der s a a r-I Tschechoslowakei wieder antreten. Unter den Be- deutschen Bevölkerung und ist nicht zu amten, es sind die ersten aus der Tschechoslowakei, verwechseln mit der dortigen unmittelbaren Be- die ins Saargeblet fahren, besinnen sich Die beiden amtenschaft des Völkerbundes. Auch von der deut-jg r o ß t e n Prager Schutzleute. Llnd die Emigranten? Saarbrücken, 22. Nov. (DNB.) Die Regierungskommission hat auf Ersuchen der Abstimmungs- kommisfion den Staatsbeamten untersagt: 1. in oder für Vereinigungen, die eine Einwirkung auf die Volksabstimmung bezwecken, irgendwelche Parteifunktionen oder irgendeine Agitation s a r b e i t auszuüben; 2. politische Versammlungen zu veranstalten, zu leiten ober in diesen als Redner aufzutreten; 3. in Druckschriften die Volksabstimmung zum Gegenstände der Erörterung zu machen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bestraft. Die Verordnung weist daraus hin, daß Beamten bei ihrer Betätigung im politischen Leben bereits durch ihr Amt Rücksichten auferlegt sind, die für andere Staatsbürger nicht in Betracht kommen. Außerdem müsse der Beamte auch bei politisch Andersdenkenden das Vertrauen auf feine Unparteilichkeit erwecken. Dieses Vertrauen sei nicht denkbar, wenn er in den politischen Kampf eingreife. Es sei Pflicht der Abstimmungskommission, dafür zu sorgen, daß keiner Partei im Saargebiet die Möglichkeit gegeben werde, unter Berufung auf die öffentliche Staatsgewalt politische Ziele zu verfolgen. Sofort nach Bekanntwerden der Verordnung hat der Landesleiter der Deutschen Front bestimmt: Damit nicht auf einen Schlag eine Reihe von Ortsgruppen, Zellen usw. führerlos werden, haben alle in Frage kommenden Personen sofort i h r e n Nachfolger zu ernennen. Für die gesamte Mitgliedschaft der betroffenen Ortsgruppen und Zellen gibt es nur eine Schlußfolgerung. Die Person spielt gar keine Rolle. Unsere Parole heißt nun erst recht Disziplin und brüderliches Zusam- Devisen und im Auslande befindE Dermögensstücke anzeigen! Berlin, 22. Nov. (DNB.) Bis 31. W® 1934 muß jeder, der am 1. Juni 1933 Devi!« oder im Ausland befindliche Deriv", gens stücke gehabt hat, diese Werte dem t nanzamt a n z e i g e n. Durch ordnungsE Anzeige wird Straffreiheit erlangt wegen«- Steuer- und Devifen-Zuwiderhandlungen, Die ™ den angezeigten Werten mittelbar oder unimtM Zusammenhängen. Diese Wirkung tritt auch "v ein, wenn bereits ein (Ermittlung^- oder fahren eingeleitet worden ist. :. 1. Hat jemand vor dem 17. Oktober 19M . Devisen-Zuwiderhandlung begangen^, stehen ihm diese Werte noch sur füflunq, so wird Straffreiheit dadurch daß die Werte bis zum Ablauf des 31. Dezenz, 1934 der Reichsbank ober einer Devisenbank a ntt boten werben. 2. Hat jemanb vor dem 17. Oktober I934. Devisenzuwiderhandlung begangen, hat er I über die Werte vor dem 17. Oktober 1934 fü g t und ist dadurch die A n b i e tun g . Werte unmöglich geworden, so tritt freiheit nur dann ein, wenn die Deoisenzuw Handlung bis zum Ablauf des 31. Dezembei • b e r Reichsbank angezeigt und f außerdem innerhalb einer von der Reichs bestimmenden Frist Devisen (Ersatzdevi! Hohe eines Betrages angeboten werden, Reichsbank bestimmt. . , ... nn]i 3. Devisen, die der Reichsbank bereit boten worden sind, ober bis 31. angeboten werben, sind der Anzeigepflicht B e r l i n, 22. Nov. (DNB.) Zur Frage der Preis- bintmngen in der Wirtschaft gibt derPreiskom- missar für Preisüberwachung folgende Erklärung ab: . ., Eine meiner wichtigsten Aufgaben erblicke ich darin, die Wirtschaft von sylchenBinbun- q e n z u b e f r e i e n , die der Entwicklung und Verwertung der Gaben und Fähigkeiten des Menschen entgegen stehen. Es versteht sich von selbst, daß ich hierbei nicht einem zügellosen Wettbewerb, dem jedes Mittel recht ist, den Weg frei machen will. Ebenso selbstverständlich ist es, daß viele Bindungen der landwirtschast- lichen und industriellen Urproduktion und auch manche andere als nationalwirtschaftlich notwendig anzuerkennen sind. Wenn ich auf Gebieten ber Erzeugung nnb des Handels Bindungen, die ich auf Grund meiner Erfahrung und Prüfung als volkswirtschaftlich überflüssig und schädlich ansehe, aufhebe ober lockere, so werden die notwendigen wirtschaftlichen Sicherheiten geschaffen werden. In ber Notzeit der Nachkriegsjahre haben sich unleugbar vielfach Formen und Methoden des Wettbewerbes entwickelt, die mit Berufsehre und geschäftlichem Anstand unvereinbar sind. Preisunterbietungen, die nicht zu Lasten des eigenen, sondern fremden Risikos erfolgen, sind bas, was man liberalistisch nennen könnte. Die Möglichkeit auf Kosten Dritter (Staat, Gefolgschaft und Geldgeber) mitPreisenzu schleudern, gilt es, scharf zu beschneiden. Hierin, sowie in der Ueberwachung einer der Kaufkraftlage richtig angepaßten Qualitätshaltung sehe ich heute die wichtigste Aufgabe b e r s a ch l i ch e n S e l d st v e r - w a 11 u n g, nicht aber in ber Festlegung unb Verteidigung eines starren Preissystems. Die hierzu nötigen Voraussetzungen sind in folgendem gegeben: Ls muh die Sicherheit gegeben fein, dah jeder Wettbewerber unter allen gungsausschusses in Wellington (Neuseeland) eingetroffen, um mit ber neuseeländischen Regierung Reichsverteidigungsfragen zu erörtern. Die Verhandlungen in Wellington werden Zusammenarbeit Neuseelands und Australiens und Angleichung ihrer Verteidigungsmaßnahmen sein. „Daily Herald" macht ironisch darauf aufmerksam, daß Premierminister Mac Donald letzte Woche im Unterhaus in Beantwortung einer Anfrage erklärt habe, Sir Maurice Hankey reise in persönlichen Angelegenheiten und verfolge kein politisches Ziel. Oie Prager Deutsche Universität soll die Gründungsinsignien ausliefern. Prag, 22. Nov. (DNB.) Das Prager Schulmini- sterium hat in Durchführung des Universitätsgefehes vom Jahre 1920 an den Senat der Prager Deutschen Universität die Forderung gerichtet, die aus dem 14. Jahrhundert stammenden Gründungs- infignien der Universität dem Rektorat der tschechischen Universität auszuliefern. Dieses Verlangen hat unter der deutschen Studentenschaft Prags, im Senat der Deutschen Universität sowie im ganzen Sudentendeutschtum begreifliche Erregung hervorgerufen. Der Senat der Deutschen Universität hat in einer Entschließung das Verlangen der tschechoslowakischen Behörden als unannehmbar bezeichnet und den Rektor beauftragt, über die endgültige Lösung der Frage entsprechende Verhandlungen zu führen. Die deutsche Studentenschaft überreichte dem Senat eine Entschließung, in der sie ihr unbedingtes Vertrauen zu den deutschen akademischen Behörden Prags zum Ausdruck bringt Ungarische Studenienführer in Berlin. Zehn ungarische Studentenschaftsführer trafen zu einem fünftägigen Besuch in Berlin ein, wo sie von Vertretern des Propagandaministeriums, ber Deutschen Studentenschaft unb bes NS.-Studentenbundes begrüßt wurden. Die ungarischen Studentenschafts- sührer haben bereits HR ü n cf) e n , Nürnberg, Jena unb Rud 0 lstabt besucht unb werden über Breslau unb Oberschlesien die Rückreise in ihre Heimat antreten. Die ungarischen Gäste werden u. a. vom Reichserziehungs- minifter Rust unb Reichsjugenbführer von Schi- rach empfangen werben. > voraus w 5 fiembärme. .Wien, w men Re J emperatui i 'Mn, ja, ! xmps, fQ| '«‘1 feine frr Seif *fe ®ie Während bas Weihnachtsgeschäft einsetzt, hat bt Preiskommiffar Dr. Goerdeler eine Bestimmu-g erlassen, wonach die Preise, die Preisspannen uh die Zuschläge ausschließlich dem Reichskommisjj» unterstellt werden. Damit ist die Tätigkeit der $1. Hörden und die Regulierung der Preise auf ein, einheitliche Linie gebracht worden. Nach bir Verordnung vom 12. November sind neue PreÄ« bindungen und neue Markenartikel ohne Genehnr!» ung des Preiskommissars Untersaat. Inzwischen ind Festpreise für Butter festgesetzt wo-, den. Die Butterpreise sind nicht, wie die ©etreita preise, auf einen längeren Zeitraum festlegbar, fr die Buttererzeugung je nach Saison un; Fütterung verschieden ausfällt. Wir habe?, z. B. im Frühjahr regelmäßig eine Butterschwemn» mit dem Beginn des Weideganges vermehrt fa das Angebot an Butter, während die Nachfrage n Frühjahr nicht so groß ist wie im Winter, to Stallfütterung usw. den Butterertrag erhebt inten lassen. Innerhalb dieser Pole, also Hebe-, chwernrnung des Marktes und Verknappung de Erzeugung, sind allerdings noch verschiedene lichkeiten. So hat die geringe Futtermittelernte LB Sommer unzweifelhaft die Buttererzeugung U!t, günstig beeinflußt und der Bauer, ber zumeist den ersten Heuschnitt Verzicht leisten mußte, öjrg in diesem Winter seine Kühe nur mit Sorge trachten, da er vielfach unter der Futtermittels in seiner Handlungsweise beschränkt ist, obgl^ alles getan wird, um die erforderliche Mei^ Futtermittelstoffe bereitzustellen für den Fall, bie er in einem reinen Notstandsgebiet liegt. Nun war es üblich, seitdem im Januar die B» terpreise fixiert wurden, die Butterpreise wöchenj l i ch durch eine Kommission zu notieren. Ne» nensroerte Verschiebungen des Preisgefüges si« nicht eingetreten, mit Ausnahme des Monats App, wo die Butterschwemme eine Preissenkung herb» führte. Als Ende Juli die Preise abermals fixier wurden, stellte sich heraus, daß diese Preise in te Folgezeit nicht abgeändert zu werden brau^ ten. Für beste deutsche Markenbutter war im Sm mer also ein Höchstpreis von 1,60 Mark im Kim verkauf vorgesehen und dieser Preis ist auch nu) der neuen Festsetzung ber verpflichtende W preis für die erste Sorte Butter. Durch den iud mehr geschaffenen Preisrahmen ist in erster Lm der Derbaucher vor jeglichen Preisübersoidi rungen geschützt, während gleichzeitig der Erzeug einen Mindestpreis für seine Ware zugesichert ® hält. Hierdurch wird die soziale Bedeutung der D> ordnung offenbar, die es nicht mehr zuläßt, btq einer der am Butterverkehr beteiligten Stände ch Kosten des anderen seine Geschäfte treibt. Daduch aber, daß die Preisspanne unten festgelegt und nch oben begrenzt ist, besteht ein Spielraum für ba Handel zur Durchführung der billigsten und M!> mäßigsten Verteilung, die durchaus nicht übenl die vorgesehene Höchstspanne in Anspruch nehmi muß. Die nunmehr gegebene Preisbindung ist all, nicht das Ergebnis einer Zwangswirtschaft, sondern bringt für den Butterverkehr die Ordnung, roelöi notwendig ist, um die Existenz der Seteiügten 11 sichern. Schönheit der Arbeit. Ein Wettbewerb in allen deutschen Betrieben. Berlin, 23. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Der formationsbienft" veröffentlicht folgenden Aufrn| Der Deutschen Arbeitsfront, NS.-Gema^ schäft „Kraft durch Freude", Abteilung „Schöchkt der Arbeit". London, 22. Noo. (DNB.) Der Sekretär britischen Reichsverteidigungsausschusses Sir Maurice Hankey ist am Mittwoch, von Sidney kommend, in Begleitung des australischen Außenministers, des australischen Generalkontrolleur für Munition und des Sekretärs des australischen Verteidi- I p-jchsreser Iw““* K-i i er Reiches I paganban Der Reichsbankpräsident und kommissarische Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht hat in Stuttgart nochmals die Aufforderung an die deutsche Wirtschaft gerichtet, den Export mit allen Mitteln und mit dem Einsatz der Energie jedes einzelnen Unternehmers zu fördern. Er hat dabei darauf hin- aewiesen, daß die Hemmnisse, die heute der Ausfuhrsteigerung entgegenstehen, hauptsächlich in der Schwerfälligkeit des bürokratischen Apparates begründet sind. Da dieser Apparat aber in der Zeit der Devisen- unb Rohstoffbewirtschaftung leiber n 0 t ro e n b i g ist, so bleibt nichts anberes übrig, als bie Hemmnisse burch verdoppelte Energie und Geduld der export- willigen Wirtschaft zu überwinden. Erfreulicherweise findet diese Notwendigkeit auch bei denjenigen Prägern der Wirtschaft Verständnis, denen die gebesserte Binnenmarktkonjunktur den Absatz ihrer Erzeugnisse erleichtert. So will z. B. die Zementindustrie jetzt dem Beispiel der Automobilindustrie folgen und die Ausfuhr zentral durch die Verbände organisieren. Die Erfolge, die bisher bereits durch eine systematische Exportförderung erzielt worden sind, und die auch die Außen- handelsstatistik aufweist, berechtigen zu der Erwar- tung, daß die Exportwirtschaft die Hindernisse, die !w«s Sn°|en, b, gestiegen. Ebenso hat sich die K 0 k s e r 3 e g u n g weiter erhöht. Die Zahl der Feierschichten betrug im Oktober nur noch 1,66 je Mann der Belegschaft gegenüber 2,14 im oorangegangenen Monat. _ Im Braunkohlenbergbau hat die arveitstägliche Förderung gleichfalls zugenommen. Dagegen ist die B r i- ketterzeugung hier nach dem Inkrafttreten der höheren Winterpreise etwas zurückgegangen. Der Siegerländer Erzbergbau weist ständig steigende Förderungsziffern auf. Er vermag heute schon seine Kapazität nahezu voll auszunützen. Da- durch hat sich natürlich seine Rentabilität wesentlich gebessert. Seine Belegschaft hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Endlich berichtet auch der Mansfelder Kupferschieferbergbau über eine fast 15prozentige Steigerung seiner Exportförderung. — Am internationalen Kupfermarkt haben sich die Aussichten auf eine Einigung zwischen den amerikanischen und den afrikanischen Produzenten günstig gestaltet. Die Weltbestände an Kupfer haben beträchtlich abge- lxportwirtschast Die Hinoermye, Die nommen, so daß ein Versuch, die Kupferpreise zu den Weltmärkten verbauen, in zu- festigen und nach unb nach wieder zu erhöhen, jetzt aussichtsreicher als früher erscheint. Kreisen und in Kreisen der Kleinen Entente ist eine starke Verlegenheit unverkennbar; denn solche schweren, gegen Ungarn direkt gerichteten Anschuldigungen hatte man nach den letzten Verhandlungen zwischen dem französischen Außenminister und den Vertretern der Kleinen Entente nicht erwartet. Obwohl in der Note nur Ungarn genannt worden ist, empfindet man, daß sie zu einer neuen erheblichen Spannung auch zwischen Südslawien und Italien beitragen werde. Jedenfalls wird sie nicht ohne Rückwirkung bleiben auf die A n - näherungsbestrebungen zwischen Italien und der Kleinen Entente und Frankreich. Diese unmittelbare politische Wirkung der südslawischen Note ist vielleicht wichtiger als die Frage der Behandlung des südslawischen Schriftstücks in Genf selbst. Auch Loudon von der Schärfe der Aote überrascht. London, 23. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die südslawische Note hat in allen Blättern lieber- raschung erregt wegen der Schärfe ihres Tones und der Anschuldigungen gegen Ungarn. „News Chronicle" will wissen, daß ein Satz, in dem Ungarn der Krieg angedroht worden sei, im letzten Augenblick aus der Note weggelassen worden sei. „Daily Herald" dagegen berichtet, daß die Not trotz Lavals Bemühungen nicht geändert worden sei. Der Genfer Vertreter der „Times" sagt: Der scharfe Ton der Note wird auf die aufgeregte Stimmung der südslawischen Oeffen11ich - feit zurückgeführt. In ungarischen Kreisen hat das Vorgehen Südslawiens, der Tschechoslowakei und Rumäniens große Empörung verursacht. Bei den verschiedenen Abordnungen scheint der erste Eindruck zu sein, daß die Note beträchtlich weiter gehe, als für politisch kluggehalten werde und 0 daß ihr Ton und Wortlaut der Würde Abbruch tue, die Südslawien bisher unter sehr schweren Umständen gezeigt habe. Die Anschuldigungen und der Ton der Note sind derartig, daß es für sehr wenig wünschenswert gehalten wird, sie dis zum Januar unbeantwortet zu lassen und dadurch die politische Umwelt zu vergiften. Für Erneuerung des Drererpakts. London, 23.Nov. (DNB. Funkspruch). „Daily Mail" sagt, eine Vereinbarung über bas Saarproblem werde nirgendwo so herzlich begrüßt werden wie in Großbritannien. Das englische Volk habe von Anfang an bie Torheit mißbilligt, einen Beamten bes Foreign Office 3um Vorsitzenben ber Saar« f ommiff ion 311 ernennen. Dem Gefühl ber Besorgnis unb Furcht, bas einer schnellen wirtschaftlichen unb inbuftriellen Erholung ber Welt so verhängnisvoll sei, müsse ein Enbe gemacht werben. Dies würbe am besten geschehen burch ein enges Einvernehmen Mischen ben vier Großmächten West- unb Mitteleuropas: Großbritannien, Frankreich, Italien unb Deutschland Großbritannien fei befonbers geeignet 3U einem Vermittler zwischen Frankreich unb Deutsch- lanb. Hitler zeige unstreitig große Mäßigung unb staatsmännische Fähigkeit. Seine Festigkeit habe Europa vor ber großen kommuni st ischen Revolution gerettet. Es sei zu hoffen, baß bie vier Mächte sich möglichst halb zusammenfänben. In einem engen Einvernehmen zwischen ihnen unb nicht in irgendwelchen Verhandlungen in Genf liege die wirkliche Hoffnung auf Frieden. Die vollkommene Unfähigkeit des Völkerbundes, das „ungebärdige" Paraguay (im Chaco-Konflikt) zur Ruhe zu bringen, fei der sicherste Beweis der außerordentlichen Machtlosigkeit des Völkerbundes. „in persönlichen Angelegenheiten." Sir Maurice Hankey in Neuseeland. 1.-N* {[{bitt i -öhevo" litlung ö Moli । pM» . P°i s"r d Ifrfn’V n und d hciuhaltsplc I Mhie Reg' I And) der Dei neuer Ge hile eingek 1 gruppe ist i; purbe doi 1 nicht em] Perpräsiden! r perprasiden! 1 von Mar i den sei un ügey mi 1 ein Wid i zialistis ! Regierung i denken, do I; Dienstz < dürste. D' ' Honen F ft ä r t u r Befesti gedacht. Die Ka bk Berat Redner e Änbign „Betritzbsführer unb Gefolgschaft! Der Kampf um bie nationalsozialistische tung ber Betriebe hat begonnen! Die Abteilui-1 0 „Schönheit ber Arbeit" ber NS.-Gemeinschi.i Ö „Kraft burch Freube" wird bas gesamte schaffet 0 Deutschlanb barüber aufklären, baß Arbeit!' I freube nur in bem Betriebe herM 9 wo für Gesunbheit, Orbnung, Sauban 0 feit unb Schönheit gesorgt wirb. Dann J überprüft eure Arbeitsstätten! Mj - schen Beamtenschaft ist selbstverstänblich Pflichterfüllung in ihrem Amt zu verlangen. Eine Neu- tr alität aber, bie zu einer entsprechenben Interesselosigkeit unb Jnbis f erenz gegenüber bem Kampf um bas Saarbeutschtum ausarten unb sich entsprechend) äußern würbe, kann jeboch bieser Beamtenschaft nicht zugemutet werben. Wenn jeboch Abstimmungskommission unb Regierungskommission glauben, biefe natürliche Zusammengehörigkeit zwischen ben saarbeutschen Beamten unb ber übrigen, ebenso wie sie auf ben 13. Januar mit froher Zuversicht eingestellten saarbeutschen Bevölkerung mit papiernen G e - setzen brechen zu können, so befinben sie sich i n einem schweren Irrtum. Es bleibt nun interessant abzuwarten, ob sich bie vorliegenbe Verordnung auch auf jene Beamten erstrecken wird, bie gerabe in ben ihnen zuaewiesenen Politiken Stellen st ar f ftes Aer gernis im Saargebiet Hervorrufen: Die von bem Prasibenten Knox eingestellten Emigrant en-Beamten in ber Regierungskommission, bie in ben Augen der saarbeutschen Bevölkerung Dinge mit ihren Amtspflichten zu vereinbaren wußten, bie allem anberen als ber ihnen auferlegten Neutrali- tät entsprachen. Es sei hierbei nur an bie letzte Denkschrift ber Deutschen Front erinnert, bie über bie Spitzeltätigkeit gewisser Beamten auf der Polizeibirektion interessante Mitteilungen machte, unb über beren Stichhaltigkeit bemnächst bas neutrale Abstimmungsgericht in bem Prozeß der Regierungskommission gegen die Führer bes Saarbeutschtums in aller Gewissenhaftigkeit — befinben haben wirb. Mühlen Um die klare Kreuzform der europäischen Frage nich re. J M'r:. &. gibt bereits, nicht verwunderlich, Hofbericht- Irtüfer, die ständig mit dem Thermometer herum- 2ii'rn, um festzustellen, ob nicht vielleicht doch Difini f d) n i g g um 2 Grad weniger warm emp- 3ü(sn worden sei, als G ö m b ö s, und schon im irtius wissen, daß sich Laval sozusagen in hiröärmeln auf dem Kapitol bewegen werde j»sn, wohingegen der Abgesandte des deut- Ctm Reiches, sofern er käme, mit einer kühleren liweratur rechnen müßte. In angesehenen Zei- ivn, ja, in Regierungsorganen wie dem Pariser (T^5, kann man lesen, daß Herr Oömbös zum cp.iorf nach Rom befohlen worden sei, um sich tgiit seiner im deutschen Auftrag erfolgten War- liuer Reise zu verantworten. Danach läßt sich er- fm, wie der österreichische Bundeskanzler be- i’telt wurde. Dagegen ist es für den in Sonder- ilfbm nad) Rom reisenden oder zurückreisenden trni de Cyambrun keine allzu schwierige Aufgabe, i Nordischen Knoten der Adriaftage, nein, der oltM Einen nit d» 'träume n die W ebsW 19 W-i! d in t mw- . ^r A- r ans 24 deW heil $ : brß ! 31.» .933 Ae -rt- h jrbnunr langt ung^ .der < tri« 4 ober c »W® > ch jÄ w utioertdüngiges und tausendarmiges Fabelwesen, ü.’n nicht ein Gott ober Götze, der für jeden 6- icher das auf Lager hat, was er haben will. Stiem gibt er und für jeden hat er das irrige, das erwartete Wort. Oder hätte schon je- iiHQis einer dieser modernen Rompilger behauptet, .ir ei unbefriedigt aus dem Palazzo Venezia her- imuefommcn Und dennoch, sonderbar, kommt dieses iOlsschereiche Europa nicht vom Fleck und alle !8-«che wiederholen sich in mehr ober minder Horchern Rhythmus. Adriaftage gesellt sich die Revision, auf die Mussolini auch nicht verzichten will, die aber Frank- reich so lange nicht zulassen kann, als es an die kleine Entente gebunden ist. Von Rom aus sieht das alles fast banal aus, die Besucher Mussolinis wissen es auch — ein Glück, daß das gegenwärtig so beliebte internationale Kombinationsspiel aus der Selbstverständlichkeit eine interessante Lektüre zu machen versteht. gründ des Marseiller Dramas anftrebt, wirklich zunii Tribunal werden sollte, so werden die Völker einen abgründigen Blick hinter die Kulissen tun. Das Echo de Paris drückt sich noch recht bescheiden aus, wenn es meint, die Lage zwischen Rom und Paris sei wenig günstig. Das ist aber nicht erst seit dem Tode Barthous so, wenn es oft auch anders scheint. Unüberbrückbar klafft die Adria zwischen Rom und Paris. Eher starrsinnig als begreiflich sei die Politik Mussolinis, schreibt man am Quai d'Orsay und verrät damit eine merkwürdige Verkennung per Gefühle, wie sie im ganzen italienischen Volk leben, nur gebändigt durch die militärische Disziplin der Presse, die aber schon wie eine nicht viel länger mehr ertragbare Fessel empfunden wird. Als dieser Tage die Belgrader Presse die ehrenvolle Fußballniederlage der Italiener in London als „sportliches Caporetto" (Karfreit) bezeichnete, wurde eine Explosion nur mit Mühe vermieden. in bewegten Worten zur politischen Jugendbewe- gung des neuen Staates bekannte. Die eindrucksvollen Stunden mit dem Führer und Reichsminister Dr. Goebbels gaben Zeugnis von der innigen Verbundenheit der Jugend mit ihrem Führer und seinem Stab. Ehrensold nur für die Hinterbliebenen gefallener Kämpfer der NSDAP. Der Reichsschatzmeister der NSDAP, weist darauf hin, daß der Eh re ns old der NSDAP, gemäß Verfügung des Führers vom 9. November 1934 so- wie meiner Ausführungsbestimmung hierzu vom 13. November 1934 nur für Hinterbliebene der auf der Ehren litte der gefallenen Kämpfer der NSDAP, verzeichneten Toten der Bewegung bestimmt wurde. Die Hinterbliebenen der Gefallenen des Welt- kriege s sind daher in diese Verordnung nicht miteinbezogen. angeblichen deutschen Rüstungen und erklärte dann, die letzten französischen Ma- n ö v e r hätten gezeigt, daß es den Reservisten an der nötigen Uebung und Ausbildung fehle. Wenn das französische Heer das erste der Welt bleiben wolle, so müßten die Neservisten besser ausgebildet werden. Der marxistische Abg. Planche bedauerte es, daß der Atmosphäre des Bürgerkrieges eine solche des Krieges gegen eineAußenmacht folge. DerRüstungs- wettlauf habe begonnen. Wenn man behaupte, daß die Sicherheit von der Macht abhänge, so fordere man den Gegner heraus, ebenso zu handeln. Wenn man selbst nicht abrüste, so legitimiere man die Rüstungen der anderen. Der Abgeordnete forderte weitgehende Einsparungen und erklärte, man spare bisher an der Beförderung der Urlauber, denen man die Freifahrt verweigere. Kriegsminister General Marin unterbrach den Redner und rotes diese Behauptung scharf zurück, er erklärte, die Familienväter und minderbemittelten Soldaten verfugten heute noch über dieselben Freifahrten wie ftüher, dazu habe man die Mitarbeit des Abgeordneten nicht nötig gehabt. Die scharfe Art, in der General Maurin den Abgeordneten zurecht wies, veranlaßte einen kommunistischen Ab- aeorbneten zu dem Zuruf: „Planche, stillgestanden!" Der marxistische Abg. Planche erwiderte dem Kriegsminister, die Kammer sei kein Regiment. Ein anderer marxistischer Redner erklärte, aus dem Rüstungswettlauf könne kein Friede hervorgehen, sondern nur aus einer allgemeinen Abrüstung. Marschall Fach habe 1927 vor dem Heeres- ausschuß der Kammer ausdrücklich festgestellt, daß Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt den Verpflichtungen des Versailler Vertrages nachgekommen sei. Unter diesen Umständen müsse man sich fragen, welchen Fehler die Verbündeten begangen hätten, um die Abrüstungsbesprechungen zum Bankerott und zum Rüstungswettlauf zu führen. NerBerlinerNundfunkprozeß Im Berliner Rundfunkprozeß wurden der Anstellungsvertrag und die Gehaltsbezüge des Angeklagten Dr. Flesch, des ehemaligen Frankfurter Rundfunkintendanten, durchgesprochen. Flesch bekam insgesamt 4000 Mark Bruttoeinkommen monatlich. Als der Vorsitzende den Gehalts- vertrag zur Erörterung stellte, kam heraus, daß über Die Zusammensetzung dieser 4000 Mark im einzelnen unter den damals am Abschluß dieses Vertrages beteiligten Rundfunkleitern völlige Unklarheit herrschte. Der Angeklagte Dr. Bredow erklärte, er habe den Vertrag selbst diktiert, dabei aber versehentlich unterlassen, 1000 Mark von diesen 4000 Mark Gesamtbezügen a l s Tantieme zu bezeichnen. Er habe dann später in einem Schreiben an den Wirtschaftsdirektor Knöpfte angeorbnet, baß b i e Spesen, bie Flesch auf seinem Jntenbantenposten machen burfte, 10 0 0 Mark monatlich nicht über ft eigen bürsten. Flesch behauptete, er habe immer angenommen, in biefem Vertrage seien die 1000 Mark Tantieme bereits enthalten gewesen. Der Angeklagte Magnus erklärte, er habe seinerzeit leider auch diesen Fehler im Vertrage Fleschs übersehen. Flesch erklärte, daß seine Bezüge nach seiner Ueberfiebehmg nach Berlin unter Berücksichtigung der verschiedenen Notverordnungen schließlich im Januar 1932 2800 Mark betragen hätten, zu diesem Betrage seien bis April 1932 noch 500 Mark monatliche Einnahmen als Mitarbeiter der Zeitschrift „Die Funkstunde" hinzugekommen. Flesch schilderte dann weiter, daß er 1931 „plötzlich" 12 000 Mark Steuerschulden bezahlen mußte und dabei sein Konto bei der Funkstunde AG. überzogen habe. Als Knöpfte ihn hierauf aufmerksam gemacht habe, habe er um einen Vorschuß gebeten und 7000 Mark erhalten. Flesch hatte b e - reits vorher Vorschüsse von etwa 1 7 000 Mark erhalten, die ihm laufend in Beträgen von 1000 Mark monatlich abgezogen wurden. Flesch wollte dann später unter Inanspruchnahme eines Bankkredites feine Vorschüsse abdecken, erfuhr aber, daß Knöpfte eine Tantieme bekommen hatte, und forderte unter Hinweis auf die ihm zugebilligte gehaltliche Gleich st ellung mit Knöpfte ebenfalls Die Auszahlung dieser Tantieme. Er erhielt darauf 12 OOOMark, mit denen er feine Verpflichtungen abdeckte. Vorführung neuartiger Feuerlöfchbomben. Im Hofe der Feuerwehr-Fachschule der Rheinprovinz in Koblenz fanden interessante Löschversuche mit neuartigen, automatisch wirkenden Feuerlös ch b o m b e , für die das Deutsche Reichspatent erteilt wurde, statt. Die zahlreichen Löschoersuche zeigten vorzügliche Ergebnisse und waren von zuverlässiger Wirkung. Das Feuer wurde in jedem Falle schlagartig gelöscht. Zusammenstoß im Nebel. — Ein Toter, zwei Schwerverletzte. Auf her Rückfahrt von einem Besuch in Ohlau (Schlesien) verunglückten bei Grebelwitz am Bußtagabend ein Motorradfahrer und sein Mitfahrer aus Breslau. Infolge des dichten Nebels fuhren sie in ein Milchfuhrwerk hinein, das wenige Minuten vorher von einem überholenden Kraftwagen angefahren worden und umgestürzt war. Der Motor- raofahrer erlitt schwere Verletzungen, sein Mitfahrer wurde auf der Stelle getötet. Auch Der Kutscher des Milchfuhrwerkes wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Auto fährt bei Nebel In marschierende SA. — Vier TTCann schwerverletzt. Schleudern, streifte einen Baum und brach einen weiteren Baum glatt ab. Die die dieser Höhe marschierenden SA.-Männer wurden von dem Anhänger eine steile Böschung hinuntergeschleudert. Der Lieferwagen blieb schließlich an einem Baum hängen. Eine Anzahl SA.-Männer wurde leicht verletzt. Vier SA.-Männer mußten mit schweren Verletzungen dem Krankenhaus zugeführt werden. TBUbererbanbe feffgenommen. Seit Wochen fand man in den Wäldern von Seligenstadt am Main Spuren von Schlingenstellern. Nachforschungen blieben zunächst ohne Erfolg. Die Wilderer, die ihren Standort ständig wechselten, konnten ungestört ihr nächtliches Treiben ausüben. Jetzt hat einer der Wilddiebe, der mit feinen „Kollegen" schwere Differenzen gehabt hatte, die ganze Bande auf der Polizei angezeigt. In den Wohnungen der Beschuldigten wurden überraschend Haussuchungen vorgenommen. Dabei entdeckte man Drahtschlingen sowie Ueberrefte von zerlegten Tieren. Drei Männer wurden von der Gendarmerie in Haft genommen. Zwei von ihnen sind bereits wegen Wilddieberei vorbestraft. Gefährliche Rauschgift-Schmugglerbande in Wien unschädlich gemacht. Die Rauschgiftstelle der Wiener Polizei konnte einer gefährlichen Schmugglerbande das Handwerk legen, die seit 1928 große Mengen Heroin in alle Welt versandte. Es handelt sich um drei Ostjuden und die Frau eines derselben, die infolge eines raffinierten Tricks jahrelang ungestraft ihr Handwerk treiben konnten. Sie pflegten nämlich dieses Rauschgift in jüdischen Gebetbüchern zu verbergen und große Massen dieser Bücher hauptsächlich nach Amerika zu versenden. Die Bande hat auch Menschenleben auf dem Gewissen, denn einige Leute, die in ihr verbrecherisches Handwerk eingeweiht waren und die von ihr schonungslos im Augenblick der Gefahr preisgegeben wurden, begingen Selbstmord, fo ein Wiener Apotheker, der sich vergiftete, und ein Pelzhändler, der sich in Neuyork die Kehle durchschnitt. Die Bande wurde mit einem Schlage gefaßt und ihre Mitglieder haben bereits Geständnisse abgelegt. Riesenwaldbrände in USA. Im Süden von Westvirginia wüten mehrere Hochwaldbrände, die ungeheuren Schaden an- richteten. Die Stadt Beckley, die 10 000 Einwohner zählt, ist völlig vom Feuer umzingelt. Bei der Bekämpfung des Feuers sind Tausende von Männern tätig. Leider ist ein Todesopfer bei den Rettungsarbeiten zu beklagen. unterworfen, wenn die Devisen, nach dem Stand L>m 1. Juni 1933, zu den im Ausland befindlichen r. ermögensftüden gehörten. Hitlerjugend-Führer beim Führer. Berlin, 22. Nov. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute in den Mittags- funben im Kongrehsaal der Reichskanzlei den ^ichsiugenbführer Baldur von Schirach, den biabsführer Hartmann Lauterbacher, die ’ieidjsreferentin des BDM. Trude Mohr, die Abteilungsleiter der Reichsjugendführung und sämtliche Gebietsführer aus dem Reich. Nachdem Baldur von Schirach seine Mitarbeiter 1 in Führer vorgestellt hatte, unterhielt dieser sich i zwangloser Ansprache über verschiedene Jugend- fugen. Im Anschluß daran waren die Hitler- Jugend-Führer Gäste des Führers. Kurz vor- | r hatte Reichsminister Dr. Goebbels den kLichsjugendführer und seine Mitarbeiter im Pro- pganbaminifterium empfangen, wo er sich erneut ohne Deutschlands nichts zu machen ist, die Türe stehe für jeden offen*, Der noch eintreten wolle. Das wurde von Mussolini rote Schuschnigg ebenso auffällig betont, wie das Wort von der Unabhängigkeit Oesterreichs geflissentlich vermieden. Es ist klar, daß es deshalb nicht ausgesprochen wurde, weil es in Deutschland den üblen Beigeschmack eines Vorwurfs, aber keine Existenzberechtigung in diesem Sinne mehr hat, seit die deutsche Regierung Erklärungen abgegeben hat, insbesondere durch den „Versöhnungsgesanoten" von Popen, die jeden befriedigen müssen, der nicht bösen Willens ist. Mussolini hat daraufhin ebenso feierlich erklärt, Italien denke nicht daran, in Oesterreich etwas zu suchen, was man als Einmischung ansehen konnte. So wäre also Europa, Mitteleuropa, über eine gefährliche Klippe glücklich hinweg und in der Tat konnte dieser Tage ein unverdächtiges, ungarisches Blatt seinen römischen Korrespondenten schreiben in Rom festgestellt wird. Wir kommen uns manchmal vor, als seien wir selber der Kranke, der vor lauter Meinungen schon keine eigene mehr bat. Und es muß leider einmal gestanden werden, daß mancher tatsächlich keine haben darf. Hier ist, nebenbei gesagt, einer der gefährlichsten Brandherde der europäischen Politik. Vor allem i m französischen Zeitungslager empfindet man es als eine Selbstverständlichkeit, daß die Zeitungskorrespondenten in Rom nicht etwa objektiv berichten, sondern französische Politik treiben. Daher, um nur ein Beispiel zu nennen, jenes schiefe Urteil über die Reise des ungarischen Ministerpräsidenten. Bleiben wir, bis einmal Mussolini selber seine Memoiren schreibt oder bis wir es tun dürfen, sachlich. Was läßt sich nach den jüngsten Besprechungen mit dem Duce zu dem Dreier-Abkommen addieren? Nicht Diel. Es ist, als sei der 25. Juli schon in historische Entfernung gerückt. In nichts yat die tragische Episode das Bild im Donauraum gewandelt. Die hochgehende Flut ist verebbt, heute wie im Frühjahr heißt es, in der Erkenntnis, daß ,k| ‘hum ien ir tiniifi I ejr >elj tz Bei Schwerte (Westfalen) begegnete eine SA.- Kolonne, Die sich auf einem Gepäckmarsch befand, in dichtem Nebel einem Lieferwagen mit Anhänger. ----- ........ Auuqpuiiuenini iiyinut:» Als der Wagenführer versuchte, fein Fahrzeug zum lassen, Hitler habe im Sommer (infolge Schlie« I Halten zu bringen, kam der Anhänger i n s t kqlsozialistische K a m m e r f r a k t i o n 2 06? hl beschlossen, fünf Mitglieder zum Kriegsminister er ex' tiB zum Ministerpräsidenten zu entsenden, um bei flefügu 1 Ihren für bie Wiedereinsetzung der ur• Monats» strünglich für die neuen Festungsbau. lung: \ tm und das Kriegsmaterial bestimmten riM-" hu 380 Millionen neugekürzten Kredite in den ßreife j Hmshaltsplan vorstellig zu werden. Die Abordnung st die Regierung davon verständigen, daß die ra- idiulsozialistische Fraktion Wert darauf lege, daß sich der Verabschiedung des Haushaltsplanes fein ki! uer Gesetzentwurf über Militärkre- b 4 e eingebracht würde. Der Schritt der Kammer- gr ppe ist indessen fehlgeschlagen. Die Abordnung nnröe vom Kriegsminister überhaupt n ch t empfangen. Ihre Aussprache mit Mini- fiiipräfibent Flandin war sehr kurz. Der Mini- fleyräfibent erklärte, daß der Heereshaushaltsplan -'N Marschall P 61 a i n t a u f g e ft e 111 wurde sei und daß man sich seiner Autorität f ig e n müsse. — Man neigt der Annahme zu, daß eil Widerspruch aus hem rodikalso- liu (i ft i f d) e n Laaer gegen die Vorschläge der Rzierung nach der Andeutung des Ministerpräsi- freften, daß oorerft an eine Erhöhung der Dm? n ft g e i t nicht gedacht sei, nicht erfolgen friste. Die Nachtragskredite in Höhe von 800 Milli" en Franks sind in erster Linie für die 23er- • ]t mr f u n g des Spezialiftenkorps für die J 7 Befestigungsanlage an der Grenze zeucht. Die Qualitäfsmarke zuj-edemKaffee sammln Oberheffen Kreis Büdingen. gen den Versammelten einige frohe Stunden erntete dafür reichen Beifall. An den unterha^,' den Teil schloß sich Tanz an. Preußen anschließt, wird eindringlich erörtert. — Margit Vetters: Um eine Liebe 70. Lebensjahr steht. Kalte Tage! "Zwei volkstümliche, preiswerte Uogelßestimmunqsßütfi^ 0Ptt ?au?ünser'. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Hugo Bennühler Verlag » Berlin - LichterfeN < «titel 6te xoteni ♦ Sttrmfittet Me Gvsve» ü Am tag $01 Lai PREIST S5; D> WM K? § ^ggfc Don links nach rechts: Landesbischof Dr. Meis er (München), Professor Dr. Morehead (Neuyork), Landesbischof Dr. Mahrahrens (Hannover), Propst Dr. P e h r s s o n (Göteborg), Prof. Dr. Boe (Minnesota), Pfarrer Dr. Jürgensen (Kopenhagen). Brandschaden ist Landschaden! Ein Mahnruf der Nassauischen Brandversichemngs-Gesellschast. Bon der Nassauischen Brandversicherungsanstalt Wiesbaden geht uns eine Abhandlung zu, die als Dienst an der Volksgemeinschaft zu werten ist und es daher verdient, nachstehend zur allgemeinen Kenntnis gebracht zu werden: Der Winter naht, und damit müssen die Feuerungsanlagen wieder in Betrieb genommen werden. Die Erfahrung lehrt, daß dies eine Zeit bedeutend erhöhter Gefahren für die Feuersicherheit ist. Als Ausfluß unserer Verpflichtungen der Allgemeinheit und der Familie gegenüber müssen wir ständig und eifrig darum besorgt und bemüht sein, diese Anlagen in peinlicher Ordnung zu halten und dadurch Gefahren für Leben und Eigentum unserer Volksgenossen fernzuhalten. Leider wird diesen Dingen noch immer nicht überall d i e Bedeutung beigemessen und d i e Aufmerksamkeit zugewandt, die ihnen bei ihrer Wichtigkeit für das Volksganze und das Nationalvermögen zukommt. Wer in diesen Dingen nachlässig ist, versündigt sich an der Allgemeinheit. Bedauerlicherweise muß festgestellt werden, daß gerade auf dem Lande die Feuerungsanlagen vielfach nicht sorgfältig unterhalten werden, und so mehren sich die Brände während der Heizungszeit in erschreckender Weise. Obwohl man weiß, daß die Ofentür entzwei, das Rauchrohr undicht, der Schornstein verbesserungsbedürftig ist, stellt man oft aus Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit den kleinen Mangel nicht ab, weil der Schaden schon lange besteht und es bis jetzt immer gut gegangen ist. Vielfach ist man auch durch den Bezirksfchörnfteinfeger, oder die Brandschaukommission an die Abstellung des Mangels vergeblich erinnert worden. Wer auf solche Mängel aufmerksam gemacht worden ist, kann sich beim Ausbrechen eines hierauf zurückzuführenden Brandes nicht mehr auf Schuldlosigkeit berufen. Er ist dem Verdachte ausgesetzt, den Brand gewollt zu haben und ist daher in Gefahr, als Brandstifter in Untersuchungshaft zu kommen. Wer die Austandsverbesserung ablehnt, also der günstigen Einflußnahme auf die Umstände der Gefahr widerstrebt, hat einen erheblichen Anteil an der Verantwortung für daraus entstehende Brände und kann sich nicht auf eine widrige Verkettung unglücklicher Umstände herausreden. Grobe Fahrlässigkeit in den eignen Handlungen, oder wesentliche Mängel in der hausväterlichen Beaufsichtigung der Angehörigen müssen in jedem Falle den Einzelnen treffen und belasten. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die Strafbestimmungen für vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftungen erheblich verschärft worden sind. Nichts ist falscher, als der so oft gehörte Satz: „Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt". Fragt diejenigen, die es selbst haben erfahren müssen. Wenn auch alle Anstrengungen gemacht werden, um die Schäden auf das kleinste unvermeidbare Maß herabzudrücken, geschädigt ist neben allem andern immer die Allgemeinheit, die Volksgemeinschaft. „Brandschaden ist Landschade n". An alle Volksgenossen ergeht der dringende Mahnruf: Bedenkt, daß jeder Brand wertvolles Volksvermögen unwiederbringlich zerstört und uns noch ärmer macht. Alle Brandschäden müssen von den Beiträgen der Versicherten bezahlt werden. Große Brandschäden machen also eine Erhöhung der Beiträge erforderlich. Es ist daher jedermanns Pflicht, darauf zu achten, daß Kraftwagen nur in vorschriftsmäßigen Garagen untergebracht werden, Fachwerke an Gebäuden zugemauert sind, Rauchen in Scheunen und Ställen unterbleibt, alle Feuerungsanlagen, Schornsteine und Räucherkammern in Ordnung sind und gehalten werden, Asche nur in festen Behältern, die mit einem eisernen Deckel versehen sind, aufbewahrt wird, beim Dreschen alle elektrischen Leitungen (Kabel) in Ordnung sind und gehalten werden, der Raum um die Lokomobile, den Motor und unter diesen frei von Strohresten ist, ein Kübel mit Löschwasser und Eimer stets bereit stehen. Auch Holzbearbeitungswerke bedürfen als erhöhte Gefahrenquelle besonderer Aufmerksamkeit. Hier ist peinlichste Ordnung oberster Grundsatz für alles. In den Lokomobilhallen und Kesselhäusern dürfen keine größeren Brennstoffvorräte lagern und keine Bretter zum Trocknen aufgestellt werden. Abfälle, Sägespäne und dergleichen müssen täglich sorgfältig und gewissenhaft weggeräumt werden. Die Derbindungs- türen zwischen Kesselhaus und Sägehalle müssen feuerbeständig sein. helft Brände verhüten! Jeder muh mithelfent Jeder muß sich immer und überall feiner Pflichten der Volksgemeinschaft gegenüber bewußt sein und danach handeln. Meldet alle feuergefährlichen Mängel, die ihr bei anderen entdeckt und für deren Beseitigung der Volksgenosse trotz Mahnung nicht sorgt, der Ortspolizeibehörde. Diese wird für Abhilfe Sorge tragen. Das ist keine Angeberei, sondern Pflicht im Dienst- an der Volksgemeinschaft. Oer Stand der Arbeitöschlacht im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen. Der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen in Frankfurt a. M., Kretschmann, macht in der neuesten Nummer der „Rhein - Mainischen Wirt- schastszeitung" interessante Angaben über den Stand der Arbeitsschlacht im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen. Danach hat die freie Wirtschaft ohne Unterbrechung ständig Arbeitskräfte, und zwar zumeist in Dauerstellungen ausgenommen. Fast 40 000 Menschen (67 v. H.) sind in der Eisen- und Metallerzeugung und -Verarbeitung wieder untergekommen. In den übrigen maßgebenden Konjunkturgruppen stellte sich die Abnahme wie folgt: Holz- und Schnitzstoffgewerbe rund 11 000 (62 v. H.), Bekleidungsgewerbe rund 9000 (60 v. H.), Ledererzeugung und -Verarbeitung rund 5300 (55 v. H.), Nahrungs- und Genußmittelgewerbe rund 4500 (53 v. H.), Spinnstoffgewerbe rund 2200 (74 v. H.), Chemische Industrie rund 1600 (60 v. H.). Die Gruppe der häuslichen Dienste hat seit Januar 1933 von rund 13 800 um rund 10 000 abgenommen. Der Arbeitsmarkt der Angestellten, der im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen besonders ungünstig liegt, hat eine ständige, wenn auch langsame Besserung erfahren. In den letzten 1% Jahren sind über 15 000 (rund 45 v. H.) Angestellte wieder in Arbeit und Brot gebracht worden. In maßgebenden Saisongruppen betrug die Entlastung bis zum 31. Oktober 1934: Baugewerbe rund 25 000 (60 v. H.), Industrie der Steine und Erden rund 10 000 (65 v. H.), Landwirtschaft rund 6300 (65 v. H.). Von den ungelernten Arbeitern konnten rund 24 000 (41 v. H.) wieder Beschäftigung finden. Mit der immer stärker steigenden Aufnahmefähigkeit der freien Wirtschaft wurde die Zahl der N o t - standsarbeiten im Sommer 1934 bewußt verringert, um sie im Winter wieder zu verstärken und die Saisonschwankungen zu mildern. Der verstärkte Einsatz im Winter wird dadurch erleichtert, daß einmal der Kreis der zu fördernden Maßnahmen, insbesondere durch Einbeziehung von Forstarbeiten, erheblich erweitert, zum anderen die obere Grenze des Förderungssatzes inzwischen wieder auf 3 Mark heraufgesetzt ist. Ferner können zum ersten Male zusätzliche Maßnahmen privater Unternehmungen gefördert werden, wenn sie den Ersatz ausländischer Erzeugnisse durch inländische bezwecken. Der augenblickliche Stand von über 17 000 Notstandsarbeitern wird damit wesentlich erhöht werden. Durch die mit diesen Kräften durchgeführten Meliorationsarbeiten — die größten werden im hessischen Ried durchgeführt —, Feldbereinigungs- und Umlegungsarbeiten, Wegebauten und ähnliche Maßnahmen wurden außerdem für die deutsche Volkswirtschaft neue produktive Werte geschaffen. Die Durchführung der Verordnung über die Verteilung von Arbeitsplätzen stellt an dis Beteiligten nicht geringe Anforderungen. Es ist ein erfreuliches Zeichen für den guten Willen und dis verständnisvolle Zusammenarbeit der Beteiligten, daß bisher im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen von dem Beschwerderecht noch kein Gebrauch gemacht worden ist, obwohl die Durchprüfung der Betriebe ziemlich weit fortgeschritten ist. Die Ergebnisse der Prüfung können sich naturgemäß im Spätherbst und Winter, wo Wirtschaft, Arbeitsdienst und Landhilfe wenig aufnahmefähig sind, nur in verhältnismäßig geringem Umfang auswirken. Die vollen Auswirkungen werden sich erst im nächsten Frühjahr zeigen, wenn die freie Wirtschaft wieder einen erhöhten Bedarf an Kräften haben wird und außerdem Arbeitsdienst und Landhilfe stärkere Unterbringungsmöglichkeiten bieten. So werden im Winter die bisherigen großen Erfolge derArbeitsschlacht behauptet werden. Darüber hinaus werden alle Vorbereitungen getroffen, um im Frühjahr den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit so entscheidend zu führen, wies dem Willen des Führers entspricht. Verbesserung der Straße Gießen — Watzenborn-Steinberg. Die Landstraße Gießen—Watzenborn-Steinberg, auf der sich ein reger Fährverkehr — fast der ganze Fuhrverkehr aus der Wetterau — abspielt, ist im Laufe der Jahre in einen wenig erfreulichen Zustand geraten. Infolge der starken Beanspruchung durch Lastkraftfahrzeuge, wie auch durch schwerbeladene Fuhrwerke haben sich auf der Straße Schlaglöcher gebildet, die angrenzenden Bankette haben sich fast aufgelöst, so daß im Sommör die Staubplage sehr groß ist und im Winter, bei nassem Wetter, viel Schlamm das Befahren der Straße erschwert. Zwar wurde im vergangenen Sommer eine Fahrbahn für Radfahrer yergerich- tet, die jedoch in ihrer bisherigen Verfassung noch nicht den Bedürfnissen entspricht. Die Provinzial- Verwaltung hat nun die Absicht, die Straße im kommenden Frühjahr neu walzen zu lassen. Der Schotter für diese Arbeit soll im Winter geschlagen werden. Bisher war die Inangriffnahme dieser Arbeit nicht möglich, da der Provinzialverwaltung die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung standen. Helene Böhlau. Ium 75. Geburtstage der Dichterin. Von Johann Luzian. In einem kleinen oberbayrischen Dörfchen, in Widdersberg am Pilsensee, beging die Dichterin Helene Bühlau am 22. November ihren 75. Geburtstag. Sie wohnt dort in einem freundlichen Häuschen, das von Hecken und Buschwerk umrankt und von hohen Nußbäumen überragt ist, und mit ihr wohnen dort die Stille und der Segen eines von Arbeit erfüllten Lebens. Wer das Glück hat, Helene Böhlau näher zu kennen und sie in diesem Waldhaus, das sie jedes Jahr vom ersten Frühlingstag bis zum letzten Herbsttag seit zwei Jahrzehnten bewohnt, zu erleben, der wird ergriffen sein von der stillen, fraulichen Güte, von dem bereitwilligen Aufgeschlossensein fremden Schicksalen gegenüber, der Freude, zu helfen, sich für andere den Kopf zu zerbrechen, zu raten und Anteil zu nehmen. Ihre „Ratsmädelgeschichten" schließen mit dem Satz: „Gut sein miteinander!" Und dieses Gutsein spürt man bei ihr als letzte Weisheit eines Lebens, das ungewöhnlichen Erschütterungen und Einflüssen ausgesetzt war. Neben ihrer reichen Phantasie sind es die verschiedenartigsten wirklichen Erlebnisse gewesen, die ihrem Schaffen eine solche Mannigfaltigkeit der Stoffe gegeben haben. Dor allem die „A l t w e i m a r i s ch e n Geschichten" und die „Ratsmädelgeschichten" der Helene Böhlau werden noch in hundert Jahren genau so lebendig sein wie sie es vor vierzig Jahren waren, als sie erschienen und den Ruhm der jungen Dichterin mit einem Schlage begründeten. Denn sie sind gewachsenes Leben. Sie sind empfangen worden aus lebendigem Munde und sind weitergegeben worden mit liebender Hand Und welch eine Zeit des Geistes und der Kunst, welche Hochzeit deutschen Lebens haben sie zum Stoff! Gestalten wie Goethe, Schiller, Herder, Schopenhauer, Wieland, Herzog Karl August, Frau von Stein, Herzogin Amalie wandeln in ihrer Menschlichkeit mit all ihren Vorzügen und mit dem, was uns verehrungswürdig scheint aber auch mit ihren menschlichen Schwächen und Schnurrigkeiten über die Gassen des alten Weimar. Und wie lebendig sind sie gezeichnet, wie klug abwägend und wie humorvoll. Die Böhlau hat einen herzlichen Humor und ihre Gestalten sind wirkliche Menschen, sie sind keine blassen Schein- figuren, wie sie weniger begabte Schriftstellerinnen gezeichnet haben würden. Gerade bei diesem Stoff, der einer empfindungsreichen, warmerzählenden Frauenseele entgegenkommt, hätte leicht ein Wachsfigurenkabinett statt einer lebensfrischen Gesellschaft entstehen können. Und so darf man Helene Böhlau wohl allein dieser beiden Bücher wegen, die zu unserer besten deutschen Frauendichtung gehören, den größten Erzählerinnen unseres Volkes zugesellen, einer Marie von Ebner-Eschenbach, einer Luise von Francois, einer Isolde Kurz, und auch an manche Erzählungen der Lagerlöf mag man denken, wenn man Geschichte von der Böhlau liest wie etwa „D i e Kummerfelden" oder „Das G o m e l ch e n" oder „P e l z ch e n" oder „3 m alten Rädchen z u W e i m a r". Helene Böhlau hat kaum einmal etwas Autobiographisches geschrieben, ihr Leben ging ein in ihre Dichtungen, und auch in dem Roman „I s e - bi es", der von einem jungen Mädchen erzählt, das aus der ruhigen Weimarer Patrizierluft in ein bewegtes Dasein hinaustritt, und dem viele Kämpfe auferlegt werden, zuletzt an der Seite eines geliebten Mannes, hinter dem das Bild des Philosophen Omar Al Raschid Bey auftaucht, des Gatten der Dichterin, der als Deutschrusse zum Islam übergetreten war, — auch in diesem persönlichstem Werk der Böhlau ist das eigene Erlebnis nicht nur berichtend niedergeschrieben, sondern in freier Form dichterisch gestaltet. Es heißt dort am Schluß: „So bietet Jsebies eine Hand voll Wasser aus dem unerschöpflichen Meer ihres Lebens und aus dem Meere ihres Leides und aus dem Meere ihrer Liebe und ihrer Seligkeiten, das bis hinauf in die Ewigkeit rauscht." In diesem Satz liegt etwas Bezeichnendes, denn wenn wir vorhin von der Lebensfrische und dem Humor der Böhlauschen Gestalten sprachen, so sei hier sowohl der psychologische als auch die übersinnliche Tiefenschau erwähnt, die man in vielen Büchern gewinnt. Wer die Böhlau nur für eine volkstümliche Erzählerin hält, tut ihr nicht Genüge, sie ist oft viel zu sehr Philosophin, in manchen Romanen stört sogar hie und da etwas Ueberstei- gertes, das durch metaphysische Konstruktionen in ihre Lebenswelt geriet. Aber oft hört man dann auch wieder wahre geistige Leidenschaft und einen inneren Flügelschlag „bis hinauf in die Ewigkeit raüschen." Neben den Altweimargeschichten muß man unbedingt ihren ernsten Roman „Der Rangier- b a h n h o f", eine in München um die Jahrhundertwende spielende Künstlergeschichte, noch zu den hervorragenden Leistungen der deutschen Frauendichtung rechnen. Er erzählt von einer jungen Malerin, die das Höchste in der Kunst erstrebt und sich dabei in kurzer Zeit selbst verzehrt. Olly, die junge Malerin, ist.eine ergreifende Gestalt, es heißt einmal von ihr: „Wenn ein Weib sich einer Sache hingibt., so gibt sie sich grenzenlos hin. Das liegt in der Natur des Weibes: sie gibt sich der Kunst hin, wie sie sich btr Liebe hingibt, auf Tod und Leben." Auch in -dem Roman „Das Haus zur Flamm" und in manchen Erzählungen zeigt sich, daß Helene Böhlau sich zu dem, was ihr als geistiges Erbe in den Weimargeschichten zugefallen war, eine völlig neue Welt hinzuerobert hat, in der für die Freiheit der Frau gegen erstarrte Begriffe und Vorurteile der Vorkiegsgesellschaftsmoral gekämpft wird, ohne daß die Böhlau aber damit „Frauenrechtlerin" geworden wäre. Nein, sie bringt von Hause aus eine sehr gesunde, konservative aber nicht starre Anschauung mit von dem, was Frauen ziemt, und sie hat als Gattin und Mutter die Höhen und Grenzen einer Frau mit viel zu klaren Augen gesehen, um übertriebenen Theorieren uyd Schlagworten nun vergangener Jahrzehnte zu huldigen. Aber auch dort, wo sie für dieses und jenes kämpfte, was in der Richtung der Zeit lag, bleibt sie immer Dichterin, und sie weiß, daß manche Zeittendenzen leeres Stroh waren und wie sie es in ihrem Roman „Im Garten der Maria Strom" eingangs einmal erwähnt, daß „eine Zeit, die leer mahlt, zu fürchten ist." Im letzten Jahrzehnt schrieb Helene Böhlau noch mehrere Romane, darunter „Föhn", der in der Inflationszeit in einem bayerischen Dorfe spielt, wo die aus der Bahn geworfenen Bauern sich mit Millionenscheinen die Pfeife anzünden, und „Die leichtsinnige Ehe liebste", einen Roman aus der Zeit des jungen Goethe in Weimar, der viel Schönes enthält. Was Helene Böhlau in den „Ratsmädelgeschichten" schrieb: „Solange man ein Herz im Leibe hat, solange bleibt alles neu, als geschähe es zum ersten Male", das mag auch für viele ihrer Erzählungen und Romane gelten. Solange deutsche Menschen auf nichts anderes in der Dichtung lauschen, als was sich wesenhaft deutsch zeigt, was zum seelischen und geistigen Besitz unseres Volkes gehört, solange wird man auch die Böhlau lesen und lieben, und sie wird lebendig fortleben, weil alles, was von solchem Leben genommen ist, dem Leben auf eine tiefe Weise gehört. Mexikos größter Bandit. Als ein Mann, „der sich Cäsar in der Herrschaft über die Menschen und Dschingis Khan in seiner wilden Grausamkeit nähert", wird der mexikanische Bandit Emiliano Zapata von seinem Biographen, dem amerikanischen Journalisten H. Dünn, in einem Buche geschildert, dem er den auffälligen Titel „Der scharlachrote Narr" gegeben hat. Zapata war ein indianischer Krieger mit einem leichten Einschlag spanischen Blutes. Er „heiratete" 20 Frauen, darunter wenigstens eine rechtmäßig, soll 250 Personen mit eigener Hand ermordet haben und beging mit seiner Bande Räubereien und Untaten, wie sie Europa seit Attila nicht mehr erlebt hat. Er arbeitete sich schnell zu einem mächtigen Banditen empor. Im Jahre 1900 war er ein unbekannter Strauchdieb, der auf frischer Tatt ertappt und vor die Wahl gestellt wurde, erschossen zu werden oder in das Heer des Diktators Porfiric» Diaz einzutreten. Er wählte natürlich den Soldaten- dienst. Bald brachte er es zum Sergeanten, obwohl er weder lesen noch schreiben konnte. Er wandte seine Zeit gut an, denn als er im Jahre 1911 auf die Hacienda seiner Familie zurückkehrte, hatte er einen Geldbetrag im Wert von 250 000 Mark, 1000 Gewehre, 1000 Machetes oder große Messer und 2 Millionen Patronengürtel mit Munition zusammengebracht. Mit dieser stattlichen Sammlung glaubte er, schon etwa anfangen zu können. Da kam ihm der großartige Gedanke, sich an die Spitze der unterdrückten Indianer gegen Diaz zu stellen. In kurzer Zeit hatte er tausend Anhänger, nahm selbst den Beinamen des „Patrioten" an und nannte seine Räuberbande ebenso grundlos die „Todes-Legion". Acht Jahre lang gab er einem Drittel von Mexiko mit einer Bevölkerung von 2 bis 4 Millionen Gesetze, und die Schäden, die er durch seine Räubereien anrichtete, hat man amtlich auf 700 Millionen Mark geschätzt, die Summen noch nicht eingerechnet, die ihm verschiedene Präsidenten zahlten, um sich seine Hilfe zu sichern. Die schauerlichen Schilderungen, die Dünn von den Ab- fchlachtungen und Folterungen gibt, enthalten die grausigsten Einzelheiten, so wenn Gefangene mit Oel getränkt und verbrannt oder in Ameisenhaufen eingegraben wurden. Das Ende des großen Räuberhauptmanns wird in der Erzählung feiner letzten Frau, einer Indianerin vom Otomi-Stamme, mit- geteilt. Zapata wurde von dem Oberst Guajardo, einem Anhänger Carranzas, getötet. Er focht mit feinem großen Messer gegen das Schwert des Obersten, der ihm feine Waffe schließlich mitten durchs Herz stieß. „Guajardo stützte sich einen Augenblick auf fein Schwert, nachdem er es aus dem Körper herausgezogen hatte", berichtet die Indianerin. „Dann schlug er meinem Manne den Kopf ab und hob ihn an den Haaren hoch empor, damit feine Leute ihn sehen konnten. Mein Vater und ich flüchteten mit den anderen Leuten des Otomi-Stammes, die noch nicht zu alt zum Laufen waren, in den Urwald, denn wir wußten, daß die Carranzisten uns sonst alle töten würden. Sie Derbrannten alle Häuser, töteten einige alte Männer und Frauen. Andere starben in den Flammen. Unser Dorf wurde dem Erdboden gleich gemacht." Zapatas Kopf wurde an einer Mauer aufqehänqt Sein Besieger erhielt 100 000 Pesos und' wurde General. Aber dann begann er einen Aufstand unb wurde dabei erschossen. Carranza, der zwei Jahre spater mit feinen Schätzen floh, wurde ermordet. Das war das Ende des „Patrioten" von Mexiko Wirtschaft Se6; Sd5; Tc7 2. e7Xf8T!, Kh7-g7. 3. Se5 Df8 2. e7—e8S!, Se5—f7 oder und mott. 2. e7—e8D, L beliebig. 3. Problem Ar. 379. Don F. G i e g o l d, Leopoldsgrün. 7 Steine: Kf8; Lai; Lh3; Sa6; Aus her Schachwett. Das Turnier um die Schachmeisterschaft der Stadt Frankfurt a. M. hat begonnen. Es beteiligen sich insgesamt 18 Herren daran, nämlich Dr. Bahrenfeld, Benkner, Bernardi, Dahlmeyer, G. Deschauer, O. De. schauer, Ditter, Eyink, Hornstein, Krehl, Kinne, Jäger, Menger, Roß, Dr. Sauer, Schikora, Sterner, M. Bergens. Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Benkner. Schwarz 7 Steine: Kc5; Tc2; Lf3; Lh6; Sf5; Bb6. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen mott, Partie Ur. 263. Ein überraschendes Damenopfer! Lösung des Problems Ur. 378. Von H. Iohner. 1. Te7—e5! (droht Te5—15+ und matt.) Xg74- und mott. 1. Lg7Xf8. Xd7+ und matt. 1. Sd7Xe5. —d7. 3. Df8Xg7+ 1. ..„ Lg7Xe5. —g84- und mott. Bb5, d2. Schwarz 4 Steine: Kd6; Bb6, d5, h5. Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Problem Ur. 380. Von I. Neumann, Debrezin. Weiß 13 Steine: Ka7; Dg3; Td4; Th5; Leb; Lf2; Sc6; Se2; Ba3, b5, c4, d2, d7. sollen.) 11. Tal—dl, Sa5-<4. 12. Le3—cl, b7—b5. 13. Le2—f3, Lc8—b7. 14. b2-b3, Sc4—b6. 15. Lei—b2, 0—0. (Schwarz sollte d6—d5 spielen, was hier noch ohne entscheidenden Nachteil möglich war, denn noch 16. e4—e5, Sf6—d7 kann der weihe k-Bauer vorerst nicht vorstoßen. Grundsätzlich ist zu sagen, daß Schwarz in der Sizilianischen Partie unbedingt den Zeitrumsvorstoß d5 oder e5 durchsetzen muß, da er sonst in Nachteil kommt.) 16. g2—g4, Tf3—d8. (Räumung, um den leichten Figuren von e8 oder f8 aus die Verteidigung der Bauern g7 und h7 zu ermöglichen.) 17. g4—g5, Sf6—c8. 18. Ddl—g3, Le7—f8. (Schwarz wird zurückgedrängt. Es drohte bereits f4—f5 nebst f5—f6!) 19. Tfl—f2, e6—e5. 20. Sd4—f5, e5Xf4. 21. Dg3Xf4, d6—d5. 22. e4—e5, Lf8-c5+. 23. Sf5 —d4, b5—b4. (Diese Aktivität am Damenflügel ist nicht berechtigt. Schwarz sollte lieber den Läufer b7 über c8 nach e6 spielen.) 24. Sc3—e2, Sb6—d7?? (Schwarz begeht ahnungslos Selbstmord!) 25. Df4 Xf74-Ü (Ein eleganter und überraschender Entscheidungszug, den Schwarz nicht im entferntesten geahnt hat, sonst hätte er wohl kaum den Springer nach d7 gezogen.) 25. ... Kg7—17. (Auf Kg8—h8 entscheidet Lf3—g4 mit der Drohung Lg4Xd7 und Df7—f8+ und matt.) 26. Lf3Xd5+, Kf7—g6. 27. Ld5-f7+, Kg6Xg5. 28. Lb2-cl+, Kg5—g4. 29. Tf2—f4+, Kg4—g5. 30. Tf4—e44- und matt. Fern von seinen Truppen wird der schwarze König matt gesetzt. Die unglückliche Postierung der schwarzen Figuren macht jede Hilfeleistung unmöglich. Zu- sammenfassend kann gesagt werden, daß Schwarz, beseelt von dem Gedanken, sich auf dem Damenflügel ein Uebergewicht zu schaffen, den Schutz seiner Königsstellung arg vernachlässigt hat. Auch mußte Schwarz von vornherein in der Brettmitte viel aktiver vorgehen. Die Angriffsführung des Weißen ist tadellos und beispielgebend zu nennen. Lösung des Problems 3lt. 377. Von K. Hannemann. 1. Tc6—c7!, Sd7Xf8. 2. e7Xf8LI, Kh7—g8. 3. Tc7 tioniert werden mußten, lagen die 3Vrproz. mit 163 v. H. um Vi v. H. erholt, und IG. Chemie-Basel volle waren zu 154 sowie Chade Lit. D zu 204 unverändert. _ ~ , U. a. notierten: Altbesitz 104,50, 6 v. H. Stahlver- ein 85,75 bis 85,65, Schutzgebietsanleihe 9,60, 4 v. H. Ungarn Gold 7,40, 5 o. H. innere Mexikaner 4,75, Braubank 102,25, Commerzbank 68,25, DD-Bank 70, Dresdner Bank 72,50, Buderus 81,25, Gelsenkirchen 56, Harpener 101,50, Klöckner 70,75, Mannesmann 71,50, Phönix 44, Rheinstahl 85,50, Bem- berg 134,50, Conti Gummi 130,50, Scheideanstalt 207,50, Licht und Kraft 116, IG. Farben 135, Ges- fürel 105,50, Holzmann 75, Junghans 58, Metallgesellschaft 80, Rheag 99, Schuckert 91,25, Reichs- bahn-Vorzugsaktien 113,75, Hapag 27, Norddeutscher Lloyd 29,75. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Nov. Auftrieb : Rinder 43 (gegen 61 am letzten Donnerstagmarkt), davon 33 Ochsen, 5 Bullen, 1 Kuh, 4 Färsen. Dem Schlachthof direkt wurden zugeführt: 1 Kuh und eine Färse. Kälber 575 (952), Schafe 152 (443), Schweine 214 (400). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber, Sonderklasse —, andere a) 53 bis 56, b) 43 bis 52, c) 36 bis 42, d) 27 bis 35. Hämmel b2) Weidemast 34 bis 36, c) mittlere 31 bis 33, d) geringere 26 bis 30; Schafe e) beste —, k) mittlere 24 bis 29, g) geringe 15 bis 23. Schweine al) und a2) —, b) 50 bis 53, c) 50 bis 53, d) 49 bis 52, der Rest nicht notiert. Gegen den letzten Donnerstagmarkt zogen mittlere und geringe Kälber, sowie mittlere Schweine um 2 bis 3 Mark an, Hämmel gaben um 1 bis 2 Mark nach, Schafe blieben unverändert. Marktverlauf: Kälber ruhig, ausverkauft. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine rege, ausverkauft. Rinder wurden nicht notiert, es verblieben 24 Stück Ueber- stand, davon 20 Ochsen, 3 Bullen und eine Kuh. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren: Beschickung des Fleischgroh- marktes: 907 Viertel Rindfleisch, 147 ganze Kalber, 11 ganze Hämmel, 768 Schweinehälften. Preise pro 50 Kilo in Mark: Ochsenfleisch b) 58 bis 62, Bullenfleisch b) 54 bis 58, Kuhfleisch b) 42 bis 48, c) 28 bis 38, Färsenfleisch b) 58 bis 62, Kalbfleisch c) 66 bis 72, d) 58 bis 64; Hammelfleisch b) 70 bis 75; Schweinefleisch b) 72 bis 75. Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 80 bis 83, Flomen 90. Marktverlauf: ruhig. Schweinemarkt in Marburg. H Marburg, 22. Nov. Dem heutigen Schweinemarkt waren 741 Ferkel und 17 Läufer zugefahren. Bei flottem Handel kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 12, 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 16, bis 10 Wochen alte 16 bis 20 und Läufer 20 bis 33 Mark pro Stück. Gespielt in den Mannschaftskämpfen in Wiesbaden am 28. August 1934. Weiß: Dr. Rödl (Bayern). Schwarz: B l ü m i s ch (Sachsen). 1. e2—e4, c7—c5. (Sizilianische Verteidigung! Diese ist außerordentlich schwierig und verlangt vom Nachziehenden ganz genaues Spiel. In der Turnierpraxis der letzten anderthalb Jahre wurden mit dieser Verteidigung sehr schlechte Erfahrungen gemacht, was allerdings nur für ihre Schwierigkeit spricht, denn sie ist durchaus als korrekte Verteidigung anzusehen.) 2. Sgl—f3, Sb8—c6. 3. d2—d4. (Dieser sofortige Zentrumsvorstoß ist das beste. Andere Spielweisen sind merklich schwächer.) 3. c5Xd4. 4. Sf3Xd4, Sg8—f6. (Der Abtausch 4. ..., Sc6Xd4 ist nicht zu empfehlen. Er läßt Weiß im Vorteil. Gegen 4. ..., g7—g6 empfiehlt Maroczy 5. c2—c4!, Lf8—g7. 6. Lei—e3, Sg8—f6. 7. Sbl—c3, d7—d6. 8. Lfl—e2, 0—0. 9. f2—f3 nebst Sc3—d5! Sollte Schwarz 4. ..d7—d5 versuchen, so antwortet Weiß mit 5. e4Xd5, Dd8Xa5. 6. Lei—e3! und Schwarz steht etwas schlechter.) 5. Sbl—c3, d7—d6. (Falls Schwarz als 5. Zug g7—g6 spielt, so bekommt Weiß mit 6. Sd4Xc6, b7Xc6. 7. e4—c5, Sf6—g8. 8. Lfl—c4 oder Ddl—13 das bedeutend bessere Spiel.) 6. Lfl—e2, e7—e6. (Diese Spielweise hat Dr. Lasker 1924 in Neuyork mit gutem Erfolg versucht. Sie erfordert jedoch ein. sehr gutes Spiel in der Verteidigung, was den weniger geübten Schachfreunden sicher einige Schwierigkeiten bereiten wird. Deshalb ist auch das Einlenken in die sog. Drachenvariante mit o. ..., g7—g6, Lf8—g7 und 0—0 vorzuziehen.) 7. 0—0, Lf8—e7. 8. Lei—e3, Dd8—c7. (Schwarz, der auf einen weißen Bauernsturm vorbereitet ist, zögert die Rochade hinaus. Allerdings muß er jetzt zur Sicherung der Damenstellung a7—a6 spielen, was ein wichtiges Tempo kostet, zumal er später ja doch nach der Königsseite rochieren muß. Eine schwarze Rochade nach der Damenseite kommt in der Sizilianischen Partie nur in den allerseltensten Fällen in Frage.) 9. f2—f4, a7—a6. 10. Ddl—el, Sc6—a5. (Das sofortige 10...., b7—b5 verbietet sich wegen 11. Sd4Xc6, Dc7Xc6. 12. e4—e5, Sf6—d5. 13. Le2—f3 usw. Schwarz hätte besser mit Lc8—d7 seine Entwicklung fortsetzen * Elektrizitäts-AG. vorm. W. Lah- meyer & C o., Frankfurt. Die Generalver- sammlung genehmigte den Abschluß 1933/34 mit i (8) v. H. Dividende aus 1,78 (2,02) Millionen RM. Reingewinn. Seit der Fertigstellung des Berichtes tm September sind irgendwelche wesentlichen Peränderungen bei der Gesellschaft nicht eingetreten. Die Zunahme im Stromoerkauf und in der Anzahl der beförderten Personen hat auch weiterhin angehalten. Frankfurter Börse. Mittagsbörse: lustlos und schwächer. Frankfurt a. M., 22. Nov. Die Börse eröffnete nach der Verkehrsunterbrechung durch den Bußtag in ausgesprochen lustloser Haltung und infolge einiger Abgaben, für die keine plausible Erklärung vorlag, allgemein schwächer. Obwohl das Angebot keinen nennenswerten Umfang hatte, gaben die Kurse bei manchen Papieren relativ stark nach, was auf die allgemeine Zurückhaltung zurückzuführen ist, da Aufnahmeneigung so gut wie nicht vorhanden war. Der deutschen Rentenmarkt lag zwar ebenfalls sehr still, im ganzen aber doch gut gehalten. Altbesitzanleihe und 6 v. H. Stahlverein-RM.-Bonds gingen allerdings um je 0,13 o. H. zurück; für letztere blieb demnach die Bervorlegung der Reichsgerichtsverhandlung in der bekannten Streitsache auf Mitte Dezember statt Ende Januar nächsten Jahres ohne Eindruck. Zinsvergütungsscheine und Kommunal- Umschuldung lagen auf dem befestigten Niveau der Dienstagsabendbörse voll behauptet, auch späte Reichsschuldbuchforderungen blieben mit 97,40 v. H. unverändert. Bon fremden Werten waren Mexikaner gehalten, während im Freiverkehr Russenwerte weiter abbröckelten. Einige günstige Wirtschaftsnachrichten machten auf den Aktienmarkt kaum einen Eindruck. Selbst die überraschend gekommene Dividendenerhöhung um 0,50 o. H. auf 6,50 v. H. bei Licht und Kraft blieb für dieses Papier ohne Wirkung, vielmehr gab es um 1 v. H. nach. Siemens büßten 1,50 v. H., Lahmeyer 0,50 v. H., Schuckert 0,65 v. H. ein, nur Gestürel lagen 0,50 v. H. freundlicher. Stärker angeboten waren IG. Farben, die 1 v. H. verloren, auch Deutsche Erdöl gingen um 1,50 v. H. zurück. Der Montanmarkt brachte anfangs verhältnismäßig widerstandsfähige Kurse, nach der ersten Notiz ergaben sich aber auch hier Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H., besonders bei Rheinstahl 85,65 bis 85,25 (86,25). Angeboten und schwach waren außerdem Süddeutscher Zucker (— 2 v. H.), Kunstseide AKU. und Moenus-Maschinen mit je minus 1 v. H. Schiffahrtspapiere lagen etwa behauptet. Fester notierten abermals Reichsbank mit plus 1,25 v. H., ferner zeigte sich etwas Interesse für Reichs- bahn-VA. mit 113,90 bis 114 (plus 0,25 v. H.). Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an, doch war die Haltung nicht weiter schwächer. Bei einigen Papieren bröckelten die Kurse nach der ersten Notiz noch leicht ab. Später zeigte sich jedoch eher etwas Kaufmeinung und für Farbenindustrie und manche Montanwerte ergaben sich geringprozentige Besserungen. Die verspätet zur Notiz gekommenen Werte waren nur wenig verändert gegenüber der Abendbörse vom Dienstag. Am Rentenmarkt bröckelten die variablen Anleihen dagegen ab, Kommunal-Umschuldung, Zinsvergütung und Altbesitz gaben je 0,13 v. H. Stahl- verein-Bonds 0,40 v. H. nach. Goldpfandbriefe blieben unverändert, Liquidationspfandbriefe bei kleinen Abweichungen uneinheitlich, dagegen Kommunal- Obligationen zumeist um 0,25 v. H. fester. Nachfrage zeigte sich auch wieder für Stadtanleihen bei durchschnittlichen Erhöhungen um 0,25 bis 0,50 v. H. Staatsrenten lagen ruhig und wenig verändert. Von fremden Werten bröckelten Mexikaner später bis 0,25 v. H. ab, Schweizer Bundesbahnen waren angeboten und mehrprozentig niedriger. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert und leicht. Abendbörse: Etwa behauptet. Nach der schwachen Haltung im Mittagsverkehr zeigte die Abendbörse zwar keine Erholung, aber auch keine Abschwächungen mehr. Die Stimmung blieb infolge der außergewöhnlichen Geschäftsstille ausgesprochen lustlos. Die Berliner Schlußkurse waren zumeist etwa behauptet, Farbenindustrie, Bemberg, einige Montan- und Elektrowerte lagen noch mäßig leichter. Etwas Nachfrage zeigte sich für Rheinstahl (plus 0,25 v. H.). Auch das Rentengeschäft war sehr ruhig bei kaum veränderten Kursen. 6 v. H. Stahlverein-Bonds waren etwas beachtet. Die offenbar im Zusammenhang mit den tschechoslowakischen Devisenzwangsmaßnahmen heute mittag schwachen Valutapapiere lagen heute abend nicht ganz einheitlich. Während 4proz. Schweiz. Bundesbahn mit 171,25 (172,50) erneut Bries ra- Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionSttscb. Die welle. Drei Engländer schlossen eine Wette ab. Wer die größte Lüge erzählte, sollte von den beiden anderen zehn Pfund bekommen Der Erste begann: „Da lebte mal in Schottland ein außerordentlich freigebiger Mann —" Stumm erhoben sich die beiden anderen, legten jeder zehn Pfund auf den Tasch und gingen. Der kluge Mann baut vor. „Würden Sie mir ein geneigtester leihen?* „Gewiß — aber sonst nichts!" Der Kaffee des Grafen von Waldeck. Der Rittmeister Graf von Waldeck von den 14. Husaren war ein gastfreundlicher Herr, am be- rühmtesten aber war sein Kaffee. Der war so ausgezeichnet, daß es oft vorkam, daß nach nächtlichen Liebesmählern im Kasino noch sämtliche Leutnants mit in sein? Wohnung kamen, um sich an dem köstlichen braunen Gettänk „wieder aufzurichten". Der Bursche Jakob, ein Schwälmer Bauernjunge, mußte dann jedesmal aus den Federn, um den Kaffee aufzugießen. Das freute Jakoben aber gar nicht. Und Jakob hat es denn auch eines Tages, oder besser gesagt eines Nachts, fertig gebracht, für immer von dieser lästigen Pflicht entbunden zu werden. Und das kam so. „Wie machen Sie eigentlich den großartigen Kaffee, Jakob?" fragte der lange Leutnant von Dörnberg. „Ach, ech filter'n bord) 'm Herrn Grafen seim Schtrump!" erwiderte der Bursche Jakob. Worauf der Graf Waldeck schreckensbleich aufschrie: „Ist das wahr, Jakob?" Jakob aber, der merkte, daß er zu weit gegangen war, versuchte den Grafen zu beruhigen: „Ach, Herr Graf, ech nemm jo beileib kein neue Schtrump doderzu, ech nemm immer nur en gebrauchde!" Schwerer Motorradunfall bei Mörfelden. Ein Toter, ein Schwerverletzter. LPD. Mörfelden, 22. Nov. Donnerstagfrüh gegen 4 Uhr ereignete sich auf der Chaussee Groß- Gerau — Mörfelden ein folgenschweres Motorradunglück. Der auf der Fahrt von Nauheim nach Mörfelden befindliche 21 Jahre alte Heinrich G e r n a n d t, Sohn des Gastwirts Ger- nandt in Mörfelden, fuhr mit seinem Motorrad hinter dem Forsthaus Klipstein gegen eine Telegraphen st ange. Gernandt wurde dabei auf der Stelle getötet, während der auf dem Soziussitz mitfahrende 21jährige Friseur Schulmeyer aus Mörfelden schwer verletzt wurde. Schulmeyer wurde in das Stadtkrankenhaus Groß-Gerau gebracht. Wie das Unglück entstanden ist, ist noch völlig ungeklärt. 4 9 jährige Autodiebe. LPD. Frankfurt a.M., 22.Nov. Der 19jäh- rige Franz Bornemann und der gleichaltrige Heinrich Z e u ß e n entwendeten in Bingen einen Personenkraftwagen und gingen damit flüchtig. Mit dem Wagen hatten sie auf der Fahrt einen Unfall und ließen ihn stehen. In Rüdes- heim entwendeten sie erneut ein Auto und fuhren nach Frankfurt a.M. In der Offenbacher Landstraße ließen sie auch diesen Wagen stehen. Später eigneten sie sich in der Moselstraße einen weiteren Wagen an, fuhren damit nach Höchst und stellten ihn dort ab. Jetzt konnten die beiden jugendlichen Räuber ermittelt und fest genommen werden. Rundfunkprogramm. Samstag, 24. November. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen- sprach — Choral 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nachrichten. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. 15: Jugend-Stunde. 16: Nachmittagskonzert des Funkorchesters. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Tagesspiegel. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.45: Stegreiferzählung. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Großer heiterer Abend. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Boxkampf Deutschland — Polen. 23: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt desch lofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. 'Datum 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ef)em.7% Di. Reichsanl. v. 1929 bVi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8°/„ Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6%% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6Vi% ehem. 4/t% Franks. Hyp.» Bank»Liqu.»Psandbriefe....... 6K3% ehem. 4>/3% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand» briesanstalt, Pfandbriefe R. iv 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt, Psandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs. - i% Oesterreichische Goldrente.... 4^0% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yt% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zoll anleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbaha-Anleihe Serie I..................... 5ranrtun a. Di. Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abend» börlc Schlußkurs Schluß!. Mittag- börse 20.11 22-11. 20.11 22-11. 96,25 96,25 96,4 96,25 — 96,5 96,25 96,75 96,4 104,75 104,5 104,7 104,6 — — — — 96,5 96,5 96,5 96,5 93 93 93 93 — — — — — — — — 101 100,75 101,25 101,25 93 93 93 92,75 93 93 — — 93,25 93,13 — — 93,75 93,5 93,75 93,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 102,9 102,9 102,9 102,9 27,25 27 47,5 27 1,2 1,2 1,1 1,15 7,5 7,4 7,5 7,3 7,10 7 7,05 6,9 7,2 7 — 7 12,13 12,25 12,5 11,9 - — M5 — — jranifur a. M. Berlin Schluß- kurs Gchlußk. Abendbörse Schluß« kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 20.11 22-11 20-11- 22-11- 4% desgl. Serie 11 ............. 8,4 8,13 — — 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4,3 4,25 — — 4)4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,8 6,8 7 7 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4 4 3,9 3,9 2 Anatolier ............... 33,5 33 — 32,75 Hamburg»Amerika»Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 28 27 28,25 27,4 23 Hansa-Dampfschiff...........0 — — •— — Norddeutscher Lloyd .........0 30,5 29,75 30'5 29,75 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 76,25 75,5 —— 75,5 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 93,25 93,25 93,75 93 Commerz» und Privat-Bank ... 0 68,25 68,25 68,25 68,25 Deutsche Bank und Dis conto» Gesellschaft................o 70,5 70 70 70 Dresdner Bank..............o 73,25 72,5 73,25 72,5 Reichsbank .......... 12 148 149,25 148,5 149,13 A.E.G......................0 26,4 26,13 26,4 26,25 Bekula.....................o 139,75 139,25 139.65 139,4 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 97 96 96,5 94,75 Licht und Kraft ............ e 116,5 116 116,25 115,5 Felten & Guilleaume.........0 71,5 71,5 71,9 71,13 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmuug. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5 105,5 105,5 106 105.9 99 99 99,25 99.25 Schuckert L Co...............6 92 91,25 92 91,25 Siemens L Halske............ 7 137,5 135 137,5 135 Lahmeyer LLo.............10 119,5 119 119,25 119,25 Buderus ......... 0 81,5 81,25 82 81,5 Deutsche Erdöl ..............4 99,65 98,13 99 99,25 Gelsenkirchener........ 0 57 56 56,9 55,9 Harpener...................0 102 101,5 102 102 Hoesch Eisen—Köln-Neuesse» .. 0 — — »4,65 73,75 Hlse Bergbau ............... 6 149 — 149,5 —- Zlse Bergbau Genüge........ 6 — 116,75 116,75 117 Klöcknerwerke ........ 0 71,75 70,75 72 70,75 MaoneLmann-Röhrea........ 0 72 71,5 72 71.75 Frankfurt a. 201. 28 er,in Schluß- kurs Gchlußk. Abend» börsc Schluß- kurs Gchlußk. Mittagbörse Datum 20-11- 22-1L 20.1b 22-11- Mansfelder Bergbau .. e e e ■ • » « 0 75,75 75,5 76,5 76,75 Kokswerke........... 0 — — 92,75 91,65 Phönix Bergbau...... 0 44,5 44 44,5 44 Rheinische Braunkohlen 10 213 210,4 212,5 212,5 Rheinstahl........... 0 86,25 85,5 86 85,25 Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ 0 37,9 37,5 38,25 37,5 0 12 12 11,9 11,65 Kaliwerke Aschersleben. 6 108 107 Kaliwerke Westeregeln. 5 107 105,75 106, 105,5 Kaliwerke Salzdetfurth .....v/t 149 150,5 149,25 151 3. G. Farben-Jndustrie 7 136 135 135,75 135,13 Scheideanstalt........ e e e ä * ä • 9 207 5 207,5 Goldschmidt ......... 0 89,5 87,75 89,75 88 0 37,4 37,5 93,13 92,5 0 80 80 80 Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. 0 76 75 76 75,13 •••••• 2 110,75 111 135 Schultheis Patzenhofer 0 _ _ 101,6 100 Mu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 57,9 56,65 58,9 56,5 Bemberg............ 0 135,5 134,5 136 135 Zellstoff Waldhos..... 0 45,5 45,25 45,25 45,25 Zellstoff Aschaffenburg 0 62,75 62 63,25 62,13 Dessauer Gas ........ 7 — ■— 118,75 118 Daimler Motoren..... 0 45 44,5 44,9 44,4 Deutsche Linoleum.... 0 60,25 60,5 60,25 60,5 Orenstein & Koppel ... 0 — — 86,25 85 Leonhard Tietz....... 0 30,9 31 30,65 30,5 Cbade............... 212 207 212,5 207 Lttumulatoren-Fabrü. 0 160 161 Conti-Gummi........ 0 132,75 130,5 133 130,5 Grttzner............. Mainkraftwerke Höchst 0 27 27,13 27,5 27 l9L... 4 81,75 82 Süddeutscher Zucker .. 8 177 174,25 177 171 Devisenmarkt Berlin - - Frankfurt m 20-November 22-November Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld i ?rie. Geld | 25rle Buenos Aires 0,628 0,632 0,628 0,632 Brüssel..... 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. . 0,204 0,206 0,204 0,206 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,26 55,38 55,47 55,59 Danzig..... 81,07 81,2 81,07 81,23 London ..... 12,38 12,41 12,425 12,455 HelsingforS.. Paris ...... 5,465 16,38 5,475 16,42 5,485 16,38 5,495 16,42 Holland .... 168,02 168,36 168,10 168,44 Italien..... 21,30 21,34 21,30 21,34 Jaoan ...... 0,721 0,723 0,724 0,726 Jugoslawien 5,694 5,706 5,694 5,706 Oslo..... : 62,19 62,31 62,42 62,54 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .... 11,235 11,255 11,29 11,31 Stockholm... 63,83 63,95 64,07 64,19 Schweiz .... 80,65 80,81 80,55 80.71 Spanien.... 33,97 34,03 33,97 34,03 Prag....... 10,375 10,395 10,375 10,395 Budapest ... — — — Neuyork... 2,487 2,491 2,489 2,493 Banknoten. Berlin,22. November Geld Brie«____ Amerikanische Noten....... 2,441 2,461 Belgische Noten........... 57,91 58,15 Dänische Noten .......... 55,32 55,54 Englische Noten .......... 12,39 12,43 Französische Noten........ 16,34 16,40 Holländische Noten........ 167,68 168,36 Italienische Noten......... 21,08 21,16 Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling 62,26 62,50 Rumänische Noten........ Schwedische Noten........ 63,90 64 16 Schweizer Noten.......... 80,37 8C.69 Spanische Noten.......... 33,83 33,97 Ungarische Not« ......... hen? f. gegangen n. iffl. d kein neue nur en )ei auf her Soziussitz eyer aus Dchulmeyei Teran ge- i ift not) r Wh- chÄK'V e n einen n damit er Fahrt üdes- Ö fuhren ix £anb» n. Später > weiteren d [teilten \tnblid)en , weben Trafen he Mb. leich auf. erstagftüh -e Troß, rnfchweres fahrt non iiahre alte oirts Ger- orrad hin. Hf«. '-di, °°" d„ ' ?m bh r.l° ous. Men -'utnonts betn Achten*, lertliunge, ? den ■3 -tdaes ,T unartigen nant von 80-j g i'i 58.9 0,2g 3,053 55, 81,23 12,Z 5,495 ?:S 0,726 5,7g 62, J 49,J ik I. m 5: Morgen- ) bis 8.45: nchten. 11! Dlittaflstoj- HO: Nach- olittagsko«' r durch bk' »chmittE der TrE egel. 18^ ählung.N hau. 20.15 •2.15: N Sottoffl 24 bis i ttr. 274 Drittes Blatt An alle Vereine im Gan Hessen-Nassau. Betrifft Weihnachtsfeiern. Das weihnachtsfest ist ein Jeff der Familie. Ich richte daher an alle Vereine im Gau Hesten-Nastau die Aufforderung, auf öffentliche Weihnachtsfeiern in diesem Jahre zu verzichten und etwa geplante Bescherungen von Vereinsmitgliedern im engsten Kreise vorzunehmen. Dagegen werden die vereine gebeten, ihre ganze Kraft und Aufmerksamkeit auch in der Weihnachtszeit dem Winterhilfswerk zuzuwenden. heil Hitler! 3. 2t.: 2N üller- § cheld Gaupropagandaleiter und Landesstellenleiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Aus der Provinzialhauptstadt. Wilhelm Meigen als Botaniker. Von Universitätsprofesior Or. G Funk, Leiter der Botanischen Abteilung des Zorst- instituts der Universität Gießen. In der vergangenen Woche haben wir Wilhelm Meigen die letzte Ehre erwiesen. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der wegen seines stets hilfsbereiten Wesens viele Freunde besaß. Als Professor der Chemie hat er bis vor wenigen Jahren an unserer Landesuniversität gelehrt, bis ihn ein Harles Geschick ans Krankenlager fesselte. Für ihn, der von Jugend auf von hoher Begeisterung für die freie Natur erfüllt war, der nicht nur Erholung in Wäldern und Auen und oben in den Bergen suchte, sondern dabei sich auch eingehenden botanischen Studien widmete, mag das jahrelange Kranksein einen besonders schweren Schicksalsschlag bedeutet haben. Wilhelm Meigen entstammte einer westfälischen Gelehrtenfamilie, in der die Pflege der Naturforschung Tradition war. Sein Großvater Johann Wilhelm Meigen (1764 bis 1845) war einer der bedeutendsten Jnsektenforscher. Ihm verdankt die Wissenschaft eine Reihe mit herrlichen Tafeln ausgestatte- ter Werke, in denen zahllose neue von ihm entdeckte : Jnsektenarten beschrieben und das bunte Reich der 1 Schmetterlinge und Fliegen in ein wohlgeordnetes System gebracht wurde. Auch als Verfasser einer Flora von Deutschland und einer Darstellung des gestirnten Himmels ist er hervorgetreten. Ebenso war auch Meigens Vater als Botaniker und Zoologe tätig; er wirkte als Oberlehrer in Wesel, wo Wilhelm Meigen am 12. Juni 1873 geboren wurde. 1 Später siedelte der Vater nach Freiburg i. Br. über, • und nun begann für den jungen Naturforscher eine । emsige Tätigkeit nicht nur in dem erwählten Haupt- 'schaffungsgebiet der Chemie, für das sich Wilhelm Meigen 1901 an der Freiburger Universität habili- itierte, sondern zugleich auch auf dem Gebiet der 'Pflanzenkunde. Schwarzwald, Kaiserstuhl und be- i nachbarte Gaue unseres Vaterlandes sind es in »erster Linie gewesen, deren herrliche Pflanzenwelt iihn anzog und die er als feinsinniger Naturfreund i jahraus jahrein durchstreifte. Nach wissenschaftlichen - Grundsätzen hat er sich dabei ein großes Herbarium »usammcngetragen, seine Beobachtungen in genauen : Aufzeichnungen niedergelegt und die schönsten und interessantesten Pflanzen unserer Heimat in ihrer natürlichen Umgebung in treffenden photographi- schenAufnahmen festgehalten. DerBadischeBotanische Verein war der Kreis, in dem er von seinen Exkur - ' sionsergebnissen berichtete und schon früh im Sinne i der Naturschutzbewegung wirkte. Sein Interesse für Pflanzengeographie führte ihn i mit Eichler, dem Botaniker am Stuttgarter Na- i Oichterabend in der Aula. Herbert Böhme liest aus eigenen Werken. Die NS.-Kulturgemeinde, der Goethe-Bund, die ! Hitlerjugend und die Gießener Studentenschaft hat- iten gestern zu einem Vortragsabend in die Neue Aula eingeladen: der junge nationalsozialistische !Dichter Herbert Böhme, der vor kurzem zum i Führer der Reichsfachschaft deutscher Lyriker beru- |fen wurde, las aus eigenen Werken. Gießener Hit- llerjugend leitete den Abend mit zwei kräftig gesun- igenen Liedern, „Wildgänse rauschen durch die Macht" und „Herbei, herbei zum Kampf", sowie »einem kurzen markigen Sprechchor würdig ein. ♦ Herbert Böhme ist heute 27 Jahre alt; er Htammt aus Frankfurt an der Oder und hat von Der ostdeutschen Landschaft seiner engeren Heimat Sdie ersten entscheidenden Eindrücke erhalten, die noch wielfach in seinen Gedichten spürbar sind. Als Sech- zzehnjähriger schon schrieb er sein erstes Drama, einen „,Epaminondas", den er mit Schulkameraden in «der Aula aufführte. Wenig später folgte ein Schauspiel „Um Brandenburg". Als Student veroffent- lllichte er die ersten Gedichte, von denen das auch ^gestern abend vorgetragene „Langemarck und Morgenrot, Deutschland" schnell bekannt und an Dielen Orten gesprochen wurden. Em Arbeitslager- Moman „Sommersonnenwende" steht, wie wir Horen, vor der Vollendung; ein Drama „Volk bricht □auf" wurde in Böhmes Heimatstadt mit viel Er- iisolg aufgeführt, ein anderes, „Sieger von Byzanz , iiift Dom Stadttheater Frankfurt an der Oder zur Mraufführung angenommen worden. Das Schauspiel „Die Gassenschänke" und ein Hörspiel „Der -Spion" sind noch nicht im Druck erschienen. Herbert Böhme darf als ein dichterischer Werkünder des neuen Reiches gelten, der aus den Meihen der jungen Generation heroorgegangen ist: Dalles, was er bisher geschrieben hat, jedenfalls alles, mas wir gestern von ihm zu hören bekamen, wurzelt in Gesinnung und Gedankengut des neuen Deutschland. Ueberall kehren die Begriffe und Vor- stellungsweisen wieder, die heute die Grundlage Lind die innere Voraussetzung dichterischen Schaffens Lilden. Er begann mit einer Reihe von Gedichten, die mlle, so verschieden sie sein mögen, aus dem gleichen Wesensbereich hervorgegangen sind. Das bereits isrwähnte, vielfach veröffentlichte Gedicht „Langemarck" war an den Anfang gestellt; es ist offenbar ganz unter dem Eindruck des für die Nachknegs- generation schon ins Mythische erhobenen Erleb- Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld. Abschiedskundgebung für Kreisdilektor Or. Stammler. □ Alsfeld, 21. Nov. Arn Montag fand im „Deutschen Haus" dahier unter Leitung des Kreisobmannes der Kreisabteilung Alsfeld im Deutschen Gemeindetag, Bürgermeister Dr. Völsing, eine kommunalpolitische Tagung statt, mit der eine Abschiedskundgebung für den am 1. Nov. dieses Jahres in den Ruhestand getretenen Kreisdirektor des Kreises Alsfeld Dr. Stammler verbunden war. Im geschäftlichen Teil der Tagesordnung hielt der Kreis-Amtsleiter der NSV. für den Kreis Alsfeld, Paul Götz, einen Vortrag über das Winlerhilfswerk 1934/35. Der Redner führte einleitend aus, wenn man über das Winterhilfswerk der NSV. spreche, so bedeute dies nichts anderes als nationalsozialistisches Wollen und nationalsozialistische Weltanschauung zu verkünden. Der Führer habe es verstanden, das deutsche Volk für das Winterhilfswerk zu mobilisieren, ein einzig in der Welt dastehendes Werk, um das uns das Ausland beneidet. Wer dieses Werk untergrabe oder aus selbstsüchtigen Beweggründen nicht dafür opfert, habe keinen Anspruch auf den Ehrentitel Volksgenosse. Mit dem Winterhilfswerk solle nicht die Schaffung eines neuen Wohlfahrtsstaates bezweckt werden; im Dritten Reich soll sich jeder durch ehrliche Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen, so lange dies aber noch nicht möglich sei, müsse das Winterhilfswerk eingreifen. Deshalb der Ruf des Führers an seine Amtswalter und an das Volk, mitzuhelfen, daß niemand zu hungern oder zu frieren braucht. Kreis-Amtsleiter Götz gab anschließend einige nähere Mitteilungen über das bisherige Ergebnis der Spenden zum Winterhilfswerk im Kreise Alsfeld. Von Interesse war dabei die Feststellung, daß im kreise Alsfeld an Kartoffeln 6333 Zentner aufgebracht wurden, wovon 5943 Zentner nach der Stadt Offenbach a. 2TL gingen. Der Redner sprach sodann über das Saarurlauber- werk im Kreise Alsfeld und stellte fest, daß alle Saardeutsche im Kreise Alsfeld die herzlichste Aufnahme gefunden haben. Er schloß mit einem Appell zur Opferbereitschaft. Im weiteren Verlaufe der Tagung überreichte der Vorsitzende im Auftrage des Deutschen Gemeindetages Ehrenurkunden an verschiedene, bereits 25 Jahre im Amt befindliche Bürger- m ei ft er des Kreises Alsfeld, zugleich mit dem Wunsche für ein noch langes, segensreiches Wirken zum Wohle der ihnen anvertrauten Gemeinden. Nach Erledigung der offiziellen Tagesordnung fand eine Abschiedskundgebung für den in den Ruhestand getretenen Kreisdirektor Dr. Stammler statt. Bürgermeister Dr. Völsing gedachte in herzlichen Worten des langjährigen, verdienstvollen und segensreichen Wirkens von Kreisdirektor Dr. Stammler im Kreise Alsfeld. Er habe im Jahre 1917 in schwerer Zeit den Kreis Alsfeld übernommen, ihn immer mit größter Einfachheit und Sparsamkeit geführt, und sei allezeit ein Vorbild muster- aültiger Pflichterfüllung gewesen. Als Vertreter der Aufsichtsbehörde gegenüber den Bürgermeistern des Kreises sei er diesen stets ein wohlwollender Berater gewesen und überall habe zwischen ihm und den Bürgermeistern das beste Einvernehmen bestanden. Auch als Mensch habe er sich infolge seiner schlichten Einfachheit und Hilfsbereitschaft im Verkehr mit seinen Untergebenen allgemeine Hochachtung und Wertschätzung erworben. Er habe zwar während seiner Tätigkeit in Alsfeld auch bittere Stunden erleben müssen, und zweimal habe die ihm feindlich gesinnte hessische rote Regierung, der er wegen seiner politischen Einstellung unbequem gewesen sei, versucht, ihn aus seinem Amte zu entfernen. Er möge diese Ereignisse vergessen und dürfe überzeugt fein, daß ihn der ganze Kreis Alsfeld nur mit großem Bedauern scheiden sehe. Als äußeres Zeichen der Verehrung und Dankbarkeit überreichte ihm der Vorsitzende namens der Bürgermeister des Kreises ein würdiges Erinnerungsgeschenk. Kreisbauernführer Geiß dankte namens des Kreisausschusses dem scheidenden Kreisdirektor für alles, was er während seiner langen Wirksamkeit für diesen getan habe. Kreisleiter Kirchner wies in seiner Ansprache darauf hin, daß man auf den Kreis Alsfeld immer stolz gewesen sei. Dieser sei allezeit ein Hort des nationalen Widerstandes gegen alle diejenigen Kräfte gewesen, die gegen den Nationalsozialismus aufgetreten seien. Dr. Stammler sei immer ein stiller Bundesgenosse der nationalsozialistischen Bewegung und mit seinem Herzen immer bei der Partei gewesen, trotz der Schwierigkeiten, die seine Stellung mit sich brachte. Es sei für ihn eine große Genugtuung gewesen, daß er unter der neuen hessischen Regierung feinen Einzug wieder in Alsfeld halten konnte. Regierungsassessor Seibert dankte dem scheidenden Kreisdirektor namens des Kreisamts und der kreisangehörigen Bevölkerung für das vorbildliche Einvernehmen, das während der 17 Jahre seiner Amtsführung im Kreise Alsfeld zwischen ihm und der Bevölkerung bestanden habe. Kreisdirektvr Dr. Stammler dankte in bewegten Worten für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Die ihm dargebrachten Dankeskund- gebungen müsse er an den Kreis Alsfeld, seine Bevölkerung und an seine Mitarbeiter zurückgeben. Die einzige Grundlage für ein gedeihliches Zusammenarbeiten zwischen Kreisamt und Bürgermeistern sei das Vertrauen. Er dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünschte weiter ein gutes Zusammenarbeiten mit dem Kreisamt und der Kreisleitung. Dr. Stammler schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kreis Alsfeld. Ein gemütliches Beisammensein der Bürgermeister und der sonstigen Gäste, darunter auch die Beamten und Angestellten des Kreisamts Alsfeld, bildete den würdigen Abschluß der Veranstaltung. Sie wurde belebt durch schöne Unterhaltungsmusik, die von Mitgliedern der Gruppenkapelle des Arbeitslagers in Alsfeld ausgeführt wurde. turhistorifchen Museum, und dem Geographen Gradmann in Erlangen zusammen, mit denen er eine gewissenhafte pflanzengeographische Durchforschung von Württemberg, Baden und Hohenzol- lern in Angriff nahm. Von 1904 bis 1927 arbeitete er an diesem Werk mit, dem für die wichtigsten Pflanzenarten zuverlässige Verbreitungskarten beigegeben sind. In der gleichen Zeit schrieb er als Beitrag zu einem größeren landeskundlichen Handbuch eine übersichtliche Darstellung der Pflanzenwelt Badens (2. Aufl. 1912). Als er 1921 nach Gießen berufen wurde, hat er auch hier floristischen Fragen sein Interesse zugewandt, und es war erstaunlich, wie er über die Pflanzenwelt Hessens Bescheid wußte. Noch 1929 gab er zusammen mit Professor Spilger (Darmstadt) in den Berichten der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde eine „Aufforderung zur pflanzengeographischen Durchforschung Hessens" heraus, in der wichtige Anregungen enthalten sind. Hatte er sich somit als Autor auf einem Gebiet der Botanik betätigt, das heute im Rahmen einer allgemeinen Hsimatforschung wieder besonderen Wert erhält, so förderte er auch durch die Tat diejenigen Institute unserer Landesuniversität, die dieses Gebiet pflegen. Als 1927 die Botanische Abtei- nisses entstanden und klingt vierfach in den Kehrreim „ewiger Melodie" aus: Deutschland! Auch die „Gräber des Krieges" sind aus der gleichen Erlebnissphäre heroorgegangen; Freiheit und Nation sind die immer wiederkehrenden begrifflichen Grundpfeiler, um die Gedanke und Gedichtform kreisen. In den Strophen des „9. November" schafft Böhme die bedeutungsvolle Verbindung zwischen den Gefallenen an der Feldherrnhalle und den Gefallenen vor Verdun, vor Douaumont und am „Toten Mann". Im Gedicht „Der Führer" bekennt die junge Generation, der Böhme angehört, ihre Gefolgschaftstreue, Hingen Trommeln und Fanfaren einer neuen Zeit. Im „Volk" faßt er die Verkörperung seiner Nation in der Dreiheit „Wir sind der Bauer, der Denker, der Held", und dieses „Wir sind" enthält, wie uns scheint, auch noch in einem anderen Sinne das Bekenntnis zu gegenwärtigen , Formen des Denkens und Trachtens und zugleich die Abwendung vom Individualismus von gestern. Aus einer Ahnung des ewigen Reiches der Deutschen erwuchs das Gedicht „Der neue Dom", während das „Sonett an die Kameradschaft" ein zeitnahes Erlebnis in die alte, längst klassisch gewordene Form gießt. Einen andern Akkord schlagen die Verse des „Liedes der Bauern" an: hier schreibt er das Danklied des ländlichen Menschen an „unfern Herrn und Gott", und in den Worten „der Acker unser Heiligtum" kündet sich das Wissen des Dichters um die segenspendenden Kräfte der mütterlichen Scholle. Verwandt klingt das Gedicht „An die ostdeutsche Landschaft"; hier ergießt sich Böhmes Heimatgesuhl in eine strenge lyrische Form. Im „Nachtgebet" für Volk und Vaterland scheinen Erinnerungen an Goethes Weimarer Mondlied nachzuklingen. In der „Ewigen Mutter" wendet sich das lyrische Empfinden wiederum den großen Inhalten Volk und Gemeinschaft zu, zu denen Böhmes Gestaltungen immer wieder zurückkehren. „Morgenrot, Deutschland" endlich heißt der hymnische Gesang, der vom Glauben an Pflug und Altar getragen wird. ♦ Im zweiten Teil des Abends gab Herbert Böhme eine Probe seines Prosawerkes: er las aus einem Novellenbande „Der Großwendbauer" die Geschichte „Die Pfuhlberta". Die Motive zu dieser Dorf- und Bauerngeschichte sind dem Dichter offenbar wiederum aus einem engumgrenzten Umkreis heimatlicher, ostmärkischer Landschaft zugewachsen. Hier wird vom Schicksal eines armen geschlagenen Dorfmädchens berichtet, das nach einem frevelhaft heraufbeschworenen, aber in der Phantasie spukhaft zugespitzten, mystisch aejteigerten, nächtlichen Erlebnis ein jähes und schmerzloses Ende findet. Märchenhafte Motive und helle, greifbare Wirklichkeit im naturhaft umhegten, kleinen Bezirk bäuerlicher Gemeinschaft sind in der eindringlich zu Gehör gebrachten Erzählung merkwürdig ineinander verwoben. — Die leider nicht sehr zahlreiche, überwiegend jugendliche Hörerschaft dankte mit herzlichem Beifall. —X— Hamburger Hafen. Don Hans Leip. Der verzwickte herrliche Lärm eines Hafens wird nirgends ein so augenhaft, ja mit allen Sinnen oerknüpfbarer runder Begriff wie in Hamburg. Der dröhnende, hämmernde, kreischende Arbeitsgang der Werften, der überraschende Anblick dockender Ozeanriesen, das Wunder der selten gewordenen Schoner, Briggs, Barks und Viermaster, deren Topp bis 60 Meter hoch ragt, die außen und innen so mustergültigen und modernen Ueberfeer der Hapag und die 'nicht weniger blitzsauberen der Hamburg-Ame- rika-Linie, die der Woermann-, der Ostafrika-, der Slomann-Reederei und wie sie alle heißen, auch die Frachtdampfer des Norddeutschen Lloyd und fast aller deutschen und ausländischen Schiffahrtsgesellschaften, sie zeigen ihre National- und ihre Kontor- slagge allhier, die großartigen Vermittler von Ein- und Ausfuhr über See, die an den Rampen mächtiger Kais, an klug angelegten Piers, zwischen Schuppen, Silos, Krähnen, Leichtern und Schuten loschen oder laden in dem großen Umschlagverkehr vom Seeschiff ins Flußschiff ober in die Eisenbahn und umgekehrt. Tönende, dunstende, prickelnde Augenweide überall: Das Spiel der schnurrenden, rasselnden Laufkatzen, die unheimlichen Getreidesauger, die aussehen wie urweltlich ungeheuerlich aufgerichtete Insekten, dazwischen Finkenwärder Fischerewer unter braunen Seils, Schwärme von Gemüsekähnen aus den Elb- dörfern, die den Markt der Stadt beschicken, das Gewühl des Führ- und Bugsierbetriebes, der Barkassen und Kleinfahrzeuge, dazwischen weiße Jachten, Ausflugdampfer, Blechmusik, winkende Tücher, überbrüllt von großen und kleinen Bässen, von Sirenen, von hell schmetternden Schleppersignalen, von Pfeifen, Brummen, Gemecker, Kreischen der Weltschiff- fah'rts- und Hafenstimmen. Mitten im Getöse hin und wieder noch die winzigen Fischerjollen alt- niederelbischer Prägung, deren asiatisch anmutenbes kreisförmiges Wurfnetz wie eine auseinanber- praüenbe Krinoline in ben aufgewühlt giftige, braunglasige Flut fällt. Sreitag, 25. November 1954 hing des Forstinftituts gegründet wurde, kam er freudig zu Hilfe und gab fein wertvolles Herbarium, große Teile feiner botanischen Bücherei und Hunderte von Negativen seiner prächtigen Vegetatisns- aufnahmen als Geschenk. Aus letzteren hat das Institut viele Diapositive Herstellen können, die gerade dem pflanzengeographischen Unterricht zugute kommen. Und darum ist es nicht zuletzt die Botanische Abteilung des Forstinstituts, die Wilhelm Meigen als einem ihrer treuesten Förderer stets dankbar bleiben wird. * Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf bert von Dr. E. W. geschriebenen Nekrolog für Professor Meigen in Nr. 264 bes Gießener Anzeigers vom 10. November 1934. D. Red. Ode an die letzten Blätter. Ihr seid sehr tapfer. Ihr wißt, daß ihr sterben müßt, aber ihr wehrt euch. Auch bas letzte bißchen Leben soll euch abgetrotzt werben, unb ihr lehnt es stolz ab, kampflos unb mübe zur Erbe Heber» zusinken, wie bas sicher einfacher wäre, aber bestimmt auch weniger mutig. Man möchte sagen, baß ihr fast so etwas wie Charakter habt, aufrecht unb selbstbewußt, Charakter in einem morschen Leib, ber eigentlich schon gestorben ist. Unb so müßte man ben Hut gemessen vor euch ziehen, vor euch kleinen, bürren Fetzen, an benen ber lärmenbe Winb höhnisch herumtobt unb roütenb zerrt: „Wollt ihr wohl vom Ast herunter?" Aber ihr wollt nicht. Gewiß gibt es schone botanische ober physikalische Erklärungen bafür, warum an einem Baum, ber bie Masse feiner Blätter längst unb zwar innerhalb von ein paar Tagen verloren hat, noch Wochen um Wochen ein paar bunte Blättlein hängen bleiben. Diese Erklärungen mögen, wie gesagt, sehr ein- leuchtenb sein. Aber es ist sicherlich befriebigenber, zu benfen, baß biefe kleinen trotzigen Läppchen Mut unb Tapferkeit haben, baß sie brave kleine Solbaten sind, bie auch bann noch unverzagt weiterkämpfen, wenn sie auf verlorenem Posten stehen unb sich besten sogar klar bewußt finb. Sie geben sich gewiß große Mühe, mit ihren grausam gelichteten Reihen eine ganze, grüne, taufrische Blattarmee abzugeben. Unb bas ist nicht nur angesichts bes machtvollen Herbststurms beraum bernswert, fonbern auch in anberer, sozusagen seelischer Hinsicht erfreulich. Denn solange auch nur ein schäbiger Rest an ben sonst so kahlen Aesten hängt, solange brauchen wir noch nicht recht an ben Winter zu glauben. Es ist sicherlich nur ein bürf- tiger Abglanz von vergangener, sommerlicher Pracht, aber eben boch ein Abglanz, stark genug, ein Eckchen Seele an ihm zu wärmen. Ohne Zweifel ist auch bas in Massen abfallenbe Laub schön gewesen. Man hat es bes öfteren und mit gutem Recht besungen, wennschon es in ber Stabt nicht viel anberes als eine kräftige Mehrarbeit für bie Straßenfeger bebeutet. Aber zum minbeften für bie Kinber ist es ein Quell harmloser Freuben. Ganz zu schweigen von ben Wäldern draußen, in deren tiefen Laubbetten genießerisch zu schlurfen auch für ben Erwachsensten unter uns ein para» biesisches Vergnügen ist. Auch in ben steinernen Straßen kann man sich, ist man nur jung genug dazu, einen Laubhaufen mit Eifer zusammenscharren, unb ber Verwenbungsmöglichkeiten ergeben sich bann viele. Wie überhaupt berjenige, ber von seinem Fenster aus in einen Garten sehen kann, an bem raschelnben, leuchtenben Teppich unter Kastanien unb Birnbäumen boch allerlei vom Herbste hat. Unb bennoch wiegen zehn Pfund vtm diesem Laub, herabgefallen im großen Verein, nicht so viel wie nur der brüchige Stiel eines Blattes, das jetzt erst zur Erde taumelt. Nicht nur, daß der Vereinzelung sowieso ein gewisser, eigentümlicher Wert innewohnt — dieses Laubstück setzt immer unb immer roieber bem rauhen Norbost einen zähen Willen entgegen, um bann erst, ehrenvoll unb groß, selbst im Fallen, vor einem übermächtigen Feind unterzugehen. Der Sturm, ber jetzt Nacht für Nacht über bas Lanb braust, spielt keine überragenbe Dahinter bie gitterigen Hellinggerüste ber Werften, bie steilen Mauern ber Docks, bie Tanks, Fabriken, Schlote ber Freihafen - Jnbustrie, ber Speicherfluchten, ber Duckbalben, Höfte, Pontons, bazu bie Stabtsilhouette eng an biefe Wirbel gebrückt, ein toll zerklüftetes, in ben Stilformen mancher Jahrhunberte gemengtes, hochbahnüberschnittenes, fabelhaft bewegtes, immer neu erregen» bes Gemälbe, bas zusammengehalten wirb von bem Qualm ber tausenb Schlote, vom Dunst ber Luken unb Labungen, biefem Runb-um-bie-Erbe-Dunst, und von der sonderbaren, an gewaltigen Wolkenstimmungen reichen, graufeuchten, schweren, irisierenden, möwendurchflitzten, perlmutterfarbenen Hamburger Luft. Unvergeßlich zumal ist dieser Eindruck in der frühen, langanschwebenden Herbst- und Frühlingsdämmerung mit dem unausschöpflichen Spiel und Widerschein der Lichter, Lampen, Positionslaternen, Blink-, Blitz- und Leuchtfeuer. Wer die dicke, feucht- dampfige Luft der Wasserkante, von der manche Binnenländer behaupten, sie sei in Streifen geschnitten und gerostet besser verdaulich, von Kindesbeinen an genossen hat, der wird nicht aufhören, diese Landschaft wie eine unwahrscheinliche Seeräubergeschichte zu lieben, lieber die Straßen- schluchten Hamburgs bis in die fernen Vororte brummt und summt immer das Gefühl von Hafen, Wasserwind und weiter Welt, so dicht liegen die großen Seeschiffe am Herzen dieser Stadt. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Johannes H i e l s ch e r von der Universität M ü n st e r ist zum Ordinarius für Philosophie in Münster ernannt worden. Privatdozent Dr. Paul Hart eck, der bereits einen Lehrauftrag für physikalische Chemie an ber Universität Hamburg hatte, ist zum Ordinarius für physikalische Chemie in Hamburg ernannt worden. Professor Dr. Hans-Heinrich Berg, Extraordinarius an der Hochschule für Lehrerbildung in Dortmund, hat einen Ruf auf den durch die Emeritierung von Professor Dr. Brauer frei gewordenen ordentlichen Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Hamburg erhalten. Dr. Hans Bernhard von Grünberg ist zum Ordinarius in der Rechts- unb Staatswistenschaft- lichen Fakultät ber Universität Königsberg ernannt worben. Der Privatbozent Dr. Karl Michaelis von ber Universität Göttingen erhielt eine Professur für Bürgerliches, Römisches unb Zivilprozeßrecht an ber Universität Kiel. Nove gegenüber diesen kehlen VMttkein, die nicht aufhören wollen, ihrer Mission zu dienen, und vielleicht ist auch deshalb nur sein Fauchen so besonders grimmig, Tyrannenart, sich in Verlegenheiten Luft zu machen. Man soll über das schließliche Absinken dieser botanischen Triarier nicht melancholisch werden. Dazu war beim Massenabfall die richtige Zeit. Man sollte sich vielmehr selbst aufrichten an diesem Unter- gang, der nicht aus müder Resignation geschieht, sondern gewissermaßen mit vollen Segeln vor sich geht. Wo so viel Beharrlichkeit war, da muß schließlich auch wieder ein Frühling sein. Deshalb eben sollte man nicht immer nur der letzten Rose, sondern auch einmal dem letzten Blatt em literarisches Denkmal setzen. Gewiß ist es be- merkenswert, von einer verglühenden „Marechal Niel" Abschied nehmen zu müssen, aber auch in der Unschembarkeit verbirgt sich oft ein gut Teil wahrer Größe. Selbst das kümmerlichste Blatt einer Roßkastanie ist aller Ehren wert, wenn es nur um seinen Bestand gestritten hat und nun das letzte ist, das letzte in der langen Reihe frühverzagter Brüder. H. C. v. M. Die Beförderung von national verdienten Beamten. Der Hessische Sbaatsminister macht in einer Bekanntmachung auf die genaue Beachtung der Anordnung über die Beförderung von Beamten, die sich im Kampfe um die nationale Erhebung verdient gemacht haben, aufmerksam. In einer Verfügung des Reichsinnenministers wird angeordnet, daß Beamte, die sich im Kampfe um die nationale Erhebung besonders verdient gemacht haben und die Gewähr bieten, daß sie auch fernerhin vorbildlich und erzieherisch im Sinne der nationalsozialistischen Bewegung wirken werden, nach Maßgabe verfüg- barer geeigneter Stellen außer der Reihe zu befördern sind. Voraussetzung für die Beförderung ist, daß die Beamten nach Lebensalter und ihren dienstlichen Leistungen und Fähigkeiten den Anforderungen des höheren Amts voll entsprechen. Lebens- und Genußmittel einwandfrei ausstellen! Von der Polizeidirektion Gießen wird Uns mitgeteilt: Seit längerer Zeit werden von Inhabern von Lebensmittelgeschäften häufig Lebens- und Genußmittel an Stellen, die dem Publikum allgemein zugänglich sind (Verkaufsräume, Platz vor dem Laden auf der Straße, Ständen auf der Straße usw.) derart aufgestellt, daß sie Verunreinigungen durch Straßenstaub und Ausscheidungen von Menschen und Tieren ausgesetzt sind. Eine derartige Aufbewahrung von Lebensmitteln, hauptsächlich solchen, die ungekocht oder auch ungewaschen genossen werden und nicht mit Glas oder mit einer sonstigen durchsichtigen, aber undurchlässigen Masse so bedeckt sind, daß eine Verunreinigung ausgeschlossen ist, fällt unter das Verbot des § 3 Absatz 1 des Levensmittelgesetzes vom 5. Juli 1927 und ist nach § 12 desselben Gesetzes strafbar. Gaarkinder-Tlachmittag in Gießen. Die Kreisamtsleitung der NS.-Volkswohlfahrt veranstaltet am Dienstag, 27. November, 14 Uhr, im Cafe Leib, einen Saarkinder-Nachmittao, an dem alle Kinder von der Saar teilnehmen sollen, die sich gegenwärtig in Stadt und Kreis Gießen zum Ferienaufenthalt befinden. Der Nachmittag soll ein unterhaltsames Programm bringen, das zu einem großen Teil durch Vorführungen der Hitlerjugend und des VdM. getragen fein soll. An der Veranstaltung sollen nicht nur die Kinder, sondern auch die Pflegeeltern der kleinen Gäste von der Saar teilnehmen. Aus parteiamtlichenBekanntmachungen Die Ortsgruppe Gießen-Mitte veranstaltet am kommenden Montag, 26. November, 20.30 Uhr, im Cafe Leib, eine Versammlung, zu der alle Partes» und Volksgenossen Im Ortsgruppenbereich eingeladen sind. Redner: Sturmhauptführer Ott. Die NS. - Frauenschaft Gießen-Nord hält am kommenden Montag, 20.30 Uhr, im Caf6 Ebel ihre Monatsversammlung ab, zu der die Liederbücher mitzubringen sind. Die NS. - Frauenschaft Gießen veranstaltet am nächsten Mittwoch, 20.30 Uhr, im Caf6 Leib eine öffentliche Kundgebung mit der Gaufrauenschaftsleiterin B r i n k h o f f (Frankfurt-M.) als Rednerin. Ferner wirken an dem Abend mit: Frau W e y l, Frau L u l e y und Frl. Zimmer. Zur Deckung der Unkosten werden 20 Pfennig pro Person erhoben. Deutsche Arbeitsfront, kreiswattung Gießen. Jungarbeiterinnen und BD7N. Freitag, um 20.15 Uhr, findet im Saale der Deutschen Arbeitsfront die Eröffnung der hauswirtschaftlichen Kurse statt. Das Erscheinen ist Pflicht für alle Teilnehme- rinnen der Koch- und Nähkurse in der Stadt Gießen. Die Kochkurse fallen an diesem Abend aus. Heil Hitler! Hahn, stellv. Kroisbetriebszellenobmann. F.d.R.: Gretel Reich^r^d, Kreisjugendreferentin Rechtsberatungsstelle Gießen. Die Sprechstunden der Rechtsberatungsstelle am Montag, 26. November, in N i d d a und B ü d i n - g e n fallen aus und finden statt am Mittwoch, 28. November, und zwar in Nidda von 10 bis 12 Uhr im Rathaus und in Büdingen von 15 bis 17 Uhr im Braunen Haus. Mitgliedsbeiträge und Fragebogen. Die Verwaltungsstelle 19 Gießen der DAF. macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß die Beiträge von den Mitgliedern, die bis jetzt noch nicht kassiert wurden, bis zum 27. November im Hause Schanzenstrahe 18 (Kartei) entgegengenommen werden, ferner die Fragebogen ausgefüllt abzugeben sind. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen. Ein alter Ostafrikakämpfer spricht vor her Schuljugend. Dem Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, der nicht nur die Aufgabe hat, deutschen Volksgenossen in Südwest- und Ostafrika im Kampf um ihr Deutschtum beizustehen, sondern auch den Kolonialgedanken in der Heimat zu wecken und zu pflegen, war es — wie man uns berichtet — gelungen, Herrn Oberstleutnant Kraut vor Gießener Schuljugend sprechen zu lassen. Oberstleutnant Kraut, der neun Jahre in Afrika zugebracht fjat und den Krieg restlos miterlebte, sprach in lebendiger Weise zuerst von dem Heldenkampf der Schutztruppe und ihrer treuen Askaris. Die deutsche Schutztruppe in Ostafrika unter Führung Lettow- Vordecks hat insgesamt 2000 Gefechte gegen 300 000 Engländer, Belgier und Portugiesen geliefert, wurde nie besiegt und hat sich trotz überwältigender lieber- macht gehalten. Als nach Abschluß des Waffenstillstandes auch die Schutztruppe ihre Waffen niederlegte, erhielt sie diese wieder zurück, womit die Engländer bezeugten, daß sie den Feind nicht zu besiegen vermocht hatten. Im zweiten Teil zeigte Oberstleutnant Kraut an Hand eigener farbiger Lichtbilder, die zu den besten gehören, die wir haben, die ostafrikanische Landschaft, ihre Bewohner und deren Sitten, die Schutztruppe im Frieden und Krieg, ferner die Hauptwildarten und die Erzeugnisse des Landes; Kokospalmen, Kaffee-, Tee-, Bananen- und Sifal- pflanzungen zogen im Bild vorüber. Wie es heute in Ostafrika aussieht, konnte man ebenfalls sehen und hören. Sind doch 3000 Deutsche wieder drüben, die sich in rastloser Tätigkeit eine Existenz aufbauen, meist als Pflanzer. Auch Bodenschätze be- itzt Ostafrika, wie Kohlen, Erze, Gold, Diamanten^ Natron. Der Redner schloß mit der festen Hoffnung, daß uns dieses wertvolle deutsche Land, geweiht durch viele deutsche Heldengräber, einstmals wieder ganz gehören möge. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Ortsgruppe Gießen-Ost, Zelle 1. 20.30 Uhr, „Germania", Lichtbildervortrag „Der Weg des Hakenkreuzes in der Welt". — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Alt- Wien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schloß Hubertus".— Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Volldampf voraus". — Stadttheater Gießen: Heute Wieder- holung der Walzeroperette: „Ast Wien" von Josel Lanner. Leitung Paul Wrede, musikalische Leitung Kapellmeister C u j 6. (Siehe gestrige Anzeige.) — Deutsches Volksbildungswerk in der NS.-Gemeinschaft „Äraft .durch Freude" (Volkshochschule) Samstag, 24. November, beginnt die Volkshochschule ihre diesjährige Winterarbeit mit Verschafft der deutschen Fugend Heime und unterstützt dadurch den Aufbauwillen der Hitlerjugend! einer Eröffnungsveranstaltung im Großen Hörsaal der Universität. Die Lehrkräfte werden in kurzen Vorträgen über ihre Arbeitsgebiete sprechen. Musikalische Darbietungen eines kleinen Kammerorchesters (Musiklehrer Joh. N e b e li ng und Schülerinnen der Studienan statt) werden den Abend bereichern. Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt statt. Die Lehrgänge beginnen Montag, 26. November. Näheres in der heutigen Anzeige. — Weihnachtsausstellung der Künft- l e r. Die Gruppe Gießen der Reichskammer der bildenden Künste (Gau Hessen-Nassau) veranstaltet vom kommenden Samstag ab im Turmhaus am Brand ihre diesjährige Weihnachtsausstellung. Zu der Eröffnungsfeier find die Freunde der bildenden Kunst eingeladen. Die Ausstellung, die als Verkaufsausstellung gedacht ist, wird — wie man uns schreibt — einen interessanten Ueberblick über das rege künstlerische Schaffen in unserer engeren Heimat bieten und dadurch beim Publikum hoffentlich lebhafte Beachtung finden. (Siehe heutige Anzeige.) — Weihnachts-Vastelkurseim Frö- b e l f e m i n a r. Das Fröbelseminar veranstaltet ab Montag, 26. November, an fünf Abenden Weih- nachts-Bastelkurse für Mütter. Auf die heutige Anzeige fei aufmerksam gemacht. — Koch- und Backkurfe in der Alice- schule. Um den berufstätigen Frauen Gelegenheit zu geben, ihre Kenntnisse im Kochen und Backen zu erweitern, laufen an der Aliceschule entsprechende Abendkurse. (Siehe heutige Anzeige.) * ** Das Ergebnis der Eintopfgerichtsammlung in Stadt und Kreis Gießen vom vergangenen Sonntag ist, wie wir auf Anfrage bei der ftreisamtsleitung der NSV. erfahren, sehr gut. Eine genaue Zahl läßt sich allerdings noch nicht mitteilen, da die Ergebnisse aus verschiedenen Ortsgruppen bis heute vormittag noch nicht Vorlagen. **Die Gefallenen - Gedenkfeier am To t e n f o n n t a g. Die Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine fordert im gestrigen Anzeigenteil zur Teilnahme an der am kommenden Sonntag (Totensonntag) auf dem Neuen Friedhof stattfindenden Gefallenen-Gedenkfeier auf. Im heutigen Anzeigenteil lassen der Artillerieverein und der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten die gleiche Aufforderung an ihre Mitglieder ergehen. Aus die Anzeigen fei besonders hingewiesen. ** Ernennung in der Heil- und Pflegeanstalt. Ernannt wurde die Schwester Anna Luise Lohmann bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen mit Wirkung vom 1. Nov. 1934 unter Berufung In das DeamtenverhäktiiK zur Oberpflegerin bei dieser Anstalt mit der Amts- bezeichnung „Oberschwester". " Schülper,onallen. Übertragen murle der Lehrerin Katharina Sturm zu Lindenfels Kreis Bensheim, zur Zeit kommisiarisch Qn ^er mV toriaschule in Darmstadt, eine Lehrerstelle an Volksschule in Darmstadt; dem Lehrer fteinrik Groß zu Großen-Linden, Kreis Gießen, eine rerftelle an der Volksschule zu Leihgestern, Kre« Gießen; dem Lehrer Georg Reck zu Holzheim Kreis Gießen, eine Lehrerftelle an der Volksschule zu Großen-Linden, Kreis Gießen, alle drei mit Wir- hing vom 16. November 1934 an; dem Lehrer Al- bert Nies zu Sichenhausen, Kreis Schotten, unter Zurücknahme der Versetzung nach Meiches. Kreis Schotten, eine Lehrerftelle an der Volksschule zu Eichelsachsen, Kreis Schotten, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts. — In den Ruhestand Der- setzt wurden auf Nachfuchen die Lehrerinnen an der Volksschule zu Darmstadt Käthe Leeder unb Else Escher sowie der Lehrer an der Volksschule zu Echzell, im Kreise Büdingen, Georg Schuch; sämtliche unter Anerkennung ihrer dem Staate ge- leisteten Dienste und mit Wirkung vorn 16. November 1934 an. ** Warum mitHandgepäckschleppen? Im Interesse einer glatten Abwicklung des Reise- Verkehrs, sowie zur Verhütung von Unfällen unb um Mitreisende vor Belästigungen zu schützen, hat die Deutsche Reichsbahn ihr Zug- und Bahnhofspersonal angewiesen, auf den Umfang des Handgepäcks der Reisenden zu achten. Da immer noch zu beobachten ist, daß in vielen stark besetzten Schnellzügen das von den Reisenden mitgenommene Handgepäck in den Abteilen nicht untergebracht werden kann und in den Seitengängen verstaut wird, erinnert die Reichsbahn daran, daß nur so viel Handgepäck zur Mitnahme in die Züge zugelassen ist, wie der Reisende über und unter seinem Sitz unterbringen kann. Mitnahme von übermäßigem Handgepäck in die Abeile aus Sparsamkeitsgründen ist schon darum unnötig, weil der Gepäcktarif am 1. Mai d. I. um etwa 30 v. H. gesenkt worden ist. ** Bei der Arbeit verletzt. Der 20jährige Arbeitsmann Heinrich Born mußte gestern mit einer schweren Fußverletzung, die er sich bei der Arbeit zugezogen hatte, von Oer Freiwilligen Sani« tätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden. ** DieAltersvereinigung 1869/1919 hielt am Samstagabend im „Bayerischen Löwen" bei gutem Besuch die Schlußfeier ihres 65. Geburtstages ab. Unter dem Vorsitz des Photographen-Ober- meifters Chr. Zimmer entwickelte sich bald eine gemütliche Tagung, bie durch gehaltvolle Ansprachen der Alterskameraden Pfarrer Müller, Val. 9 r et) und Hch. Stimmer, sowie durch gern e-infame Lieder und humorvolle Vorträge vortrefflich aewürzt waren. Eine Sammlung zum Besten des Winter- hilfswerks erbrachte 22 Mark. ** Altersvereinigung 1885/1935. Am Dienstag fand — wie man uns berichtet — im Gasthaus „Germania" eine Versammlung von. Alterskameraden des Jahrgangs 1885 zwecks Organisation der Altersvereinigung 1885/1935 statt. Als Miteinberufer der Versammlung hieß Alterskamerad Lokomotivführer Heinrich R e y die Versammeltem willkommen. Er wies dabei auf die bisherigem Altersvereinigungen hin und betonte, daß diese kameradschaftlichen Zusammenschlüsse vor allem berufen feien, den Gedanken der Volksgemeinschaft im Sinne unseres Führers Adolf Hitler in die Tat umzufetzen und in das Volk hineinzutragen. Hierauf wurde ein vorläufiger provisorischer Vorland gewählt und gleichzeitig beschlossen, die eigentliche Gründungsversammlung am 8. Dezember im Gasthaus „Hindenburg" abzuhalten. Die Alterskameraden des Jahrgangs 1885 werden jetzt schon auf diese Versammlung hingewiesen mit dem Er- uchen, sich diesen Abend für die Gründungsver- ammlung freizuhalten. Nach gemütlichem Beisam- menfein wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Beim öo, idos (itueifi? Roman von Klothilde v. Stegmann. 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Robby zuckte zusammen. Hätte er nicht für Margaret auch seinen Kopf gewettet? Aber was für ein Unrecht, in diesem Zusammenhang jetzt Margaret neben Edelgard zu stellen. „Also sehen Sie zu, Herr Schöttner, daß wir der Sache möglichst bald auf den Grund kommen. Spione im Werk, das ist schlimmer als Bankerott." Er erhob sich. Beide Männer gingen mit ernsten Gesichtern dem Ausgang zu. „Ach so", sagte Robby, „ich habe uns ja eingesperrt." Und er schloß nacheinander die Tür von seinem und vom Nebenzimmer auf. Nachdem er den Detektiv hinausbegleitet hatte, beschloß Robby, nach Wannsee zu fahren. Er hatte Sehnsucht nach Edelgard. Die eigentümliche Frage Schöttners hatte eine leise Unruhe in ihm geschaffen. Er schalt sich deswegen und konnte doch nicht darüber hinwegkommen. Am klügsten, er machte sich sofort auf den Weg. Der Spuk war am besten zu bannen, wenn er Edelgard wiedersah. Er sehnte sich nach ihr, nach ihrer lieben Stimme, ihren klaren Augen. Und jetzt, während er schon in seinem Wagen Wannsee entgegenfuhr, konnte er bereits über die Frage des Detektivs lachen. Diese Leute hatten eigentlich einen traurigen Beruf. Es gab nichts, was ihnen heilig war. Er ließ den Wagen an der Ecke stehen und ging die paar Schritte bis zu dem Kavalierhäuschen. Unterwegs überlegte er sich, welchen Grund er für feinen Besuch angeben sollte. Nun, es konnte ja etwas eiliges Geschäftliches sein. Da er überdies die Fertigstellung des Baues oft genug selbst kontrollierte, ließ sich sein Hiersein damit zwanglos erklären. Jetzt stand er vor dem Kavalierhäuschen. Er drückte auf die Klingel. Eine alte Dienerin erschien. „Fräulein von Dönitz zu sprechen?" fragte er. „Melden Sie bitte Direktor Herman! Vielleicht kann ich auch der gnädigen Frau meinen Besuch machen. „Die gnädige Frau ist nicht zu Hause", sagte die alte Dienerin, „aber das gnädige Fräulein. Wollen Herr Direktor eintreten?" Robby überlegte einen Augenblick. Es widerstrebte ihm, so ohne weiteres zum ersten Male ins Haus zu kommen, wenn Frau von Dönitz abwesend war. „Bitte, fragen Sie erst Fräulein von Dönitz! Ich warte hier solange." Nach einigen Augenblicken erschien die alte Dienerin wieder. Ihr Gesicht zeigte äußerste Bestür- -ung. „Entschuldigen Sie, Herr Direktor", sagte sie stockend, „das gnädige Fräulein — Fräulein Edelgard, sie ist — ich habe es nicht gewußt — sie muß fortgegangen sein." Robby fühlte sofort, die Alte log. Edelgard war im Hause. Aber warum kam sie nicht herunter? Warum ließ sie sich verleugnen? Das Herz wurde ihm plötzlich so schwer. Angst legte sich lähmend auf ihn. Und plötzlich sah er wieder vor sich das Gesicht Schöttners, die Frage in seinen Augen und den Schein des Mißtrauens. „So?! Fräulein von Dönitz ist nicht hier? — Nun, danke!" Er grüßte kurz und ging. * - Arn nächsten Morgen wurde Robby Herman in seinem Hotelzimmer durch ein scharfes Klingeln geweckt. Er war von der Fahrt hierher und der Unruhe um die geheimnisvolle Farbenphoto-Affäre ziemlich nervös gewesen. Lange hatte er keinen Schlaf finden können, und nun weckte ihn dieses verrückte Telephongeklingel. Was für ein Idiot unten in der Telephonzentrale hatte denn da falsch verbunden? So etwas konnte auch nur im Hotel passieren. Es war wirklich Zeit, daß man ins eigene Heim kam. Er wollte sich herumdrehen und den Anruf überhaupt nicht beachten. Aber das Telephon schrillte immer weiter. „Wer ist da?" fragte er ärgerlich, und bann noch einmal: „Wer? Herr Kriminalkommissar Schöttner? Ja was gtbfs denn mitten in der Nacht? Haben Sie schon etwas heraus?" Statt einer Antwort fragte Schöttner am anderen Ende der Leitung: „Darf ich vielleicht sofort zu Ihnen kommen, Herr Direktor? Es ist sehr dringend." „Selbstverständlich! Ich erwarte Sie." Robby Herman zog sich schnell an. Er bestellte Frühstück auf sein Zimmer. Kaum war er fertig, da wurde auch schon Schöttner gemeldet. „Also stimmt es doch mit der Spionage? Haben Sie den Kerl?" Robby Herman schob Schöttner einen Sessel hin und setzte sich ihm gegenüber. „Sie machen ja so ein komisches Gesicht. Also, wer ist es?" „Herr Direktor" — Schöttners Stimme klang sehr zögernd —, „die Nachricht, die ich zu bringen habe, ist nicht sehr angenehm; aber es ist doch wichtig für mich, zu wissen: Nehmen Sie an Fräulein von Dönitz ein persönliches Interesse?" „Warum fragen Sie?" Statt einer Antwort entnahm der Kriminalkommissar seiner Tasche einen Brief. „Lesen Sie, bitte!" Robby Herman las, und seine Augen wurden immer entsetzter. An Herrn Kriminalkommissar a. D. Schöttner. Sie brauchen nicht weit zu suchen, wenn Sie den Werkspion bei den Internationalen Farbenfilm- Werken finden wollen. Fragen Sie Fräulein Edelgard von Dönitz: erstens, ob sie nicht zum Zweck der Erlangung von Betriebsgeheimnissen mit den jeweiligen Direktoren des Werks befreundet ist. Bei Herrn Direktor Kutfchner hat es angefangen, und bei Herrn Direktor Herman hört es auf. Jedenfalls ist es auffällig, daß keiner vom anderen weiß. Fräulein von Dönitz versteht es sehr gut, immer den augenblicklichen Verehrer im unklaren darüber ZU lassen, wie sie mit dem vorherigen gestanden bat. Ob sie die Nächte in dem Büro wirklich an der Schreibmaschine gearbeitet hat ober ob sie versucht hat, für ihre Spionagezwecke tätig zu fein, werben Sie ja halb genug herausbekvmmen. Ebenso, wo bie Summen hingekommen sein mögen, bie sie für ihre Dienste von auswärtigen Interessenten erhal- ten hat. Robby Herman hatte ben Brief zu Enbe gelesen. Sein Gesichtsausbruck war ber eines tief erfchüt- terten Menschen. Der Kriminalkommissar beobachtete ihn schwei- genb. „Es tut mir furchtbar leib, Herr Direktor — die Sache scheint Ihnen nahe zu gehen." Robby stand auf. "Daß man doch nie aufhört, an Frauen zu glauben." Er sprach es wie zu sich selbst. Er ging zum Fen- ster, mit dem Rücken zum Zimmer starrte er hinaus — lange, schweigend. Der Kriminalkommissar Schöttner wartete ganz still. Dem Manne dort mußte man Zeit geben. Für den war die Entdeckung von der Untreue dieses Mädchens offenbar zum Schicksal geworden. Nach einer Weile wandte sich Robby um. Etwas Stahlhartes blitzte in seinen Augen. „2ch bitte Sie, Herr Kriminalkommissar, vorderhand Ihre weiteren Nachforschungen ganz diskret zu behandeln. Niemand im Hause darf hier etwas erfahren. Fräulein von Dönitz wird ihren Dienst bei mir weiter versehen. Daß sie nur belanglose Schriftstücke in bie Hänbe bekommt, bafür werbe ich sorgen. Bitte, geben Sie uns einen zuverlässigen jüngeren Detektiv in ben Betrieb hinein. Ich werbe ihm eine Stellung verschaffen, in ber er bas übrige Personal unauffällig beobachten kann. Wir müssen ehen, wie weit bie gäben schon gesponnen sind. Ich berichte heute noch in einem Kabel nach Neuyork. Ich mochte die Angelegenheit erst den Behörden übergeben, wenn die Generaldirektion in Neuyork informiert ist." Schöttner erhob sich. „Wie Sie wünschen, Herr Direktor. Unb für den Beobachtungsposten bei Ihnen wüßte ich schon je- wanden. Ich habe da den jungen Gaßnow — ein fixer Junge, aus gutem Hause. Der Vater ist Arzt. Der Junge hat eine leidenschaftliche kriminalistische Neigung. Er wird es zu etwas bringen. Bis jetzt habe ich ihn in der letzten großen Spieler- Affäre dringehabt. Da hat er mir sehr viel genützt. Dem entgeht so leicht feine Fährte." „Gut, schicken Sie ihn sobald wie möglich!" „Wenn ich von hier telephonieren darf? Dam kann er sofort kommen." Eine halbe Stunde später kam ein schlanker, vergnügt aussehender, blonder Junge von 24 Jahren zu Schöttner und Robby. Schöttner weihte ihn in feine neue Aufgabe ein. Der intelligent aussehende, frische Junge gefiel Robby sofort. „Sie können bereits morgen bei uns anfangen, Herr Gaßnow. Verstehen Sie etwas von kaufmännischen Dingen?" „Ich habe die Handelsschule besucht, korrespondiere in fremden Sprachen: französisch, englisch, spanisch. Auch die slawischen Sprachen beherrsche ich." „Famos! Herr Direktor Studczynski klagte gerade darüber, daß seine Abteilung überlastet wäre. Der junge Korrespondent Wagner soll zwar sehr tüchtig sein; aber er kann es nicht allein schaffen." „Na schön, Herr Direktor, bann helfen wir eben. Wir werben bas Kinb schon schaukeln." * Am Vormittag bieses Tages begab sich folgenbes: Direktor Robby Herman fanb bas Zimmer Edel- garbs leer. Sie hatte telephoniert, baß sie krank wäre unb nicht kommen könnte. , Robby lächelte bitter, als er bas horte. Wie sie sich verriet! Gestern hatte sie sich nicht sprechen lassen. Heute war sie krank. Das böse Gewissen ließ sie tausenb Grünbe finben, um ihm nicht zu begeg* nen. Vermutlich war boch schon etwas durchgesickeä unb sie sah sich umstellt. Um zehn Uhr hatte sich ber Aushilfekorresponbent Gaßnow in ber Abteilung Stubczynski gemeldet. Um zwei Uhr telephonierte Robby Herman, daß man ihm jemand zur Aufnahme eines Diktats für die spanische Filiale schicken mochte. „Na, können Sie ja gehen", sagte ber Abteilung-' leiter zu Gaßnow. „So können Sie sich gleich Ihre Sporen verdienen." Gaßnow nahm Stenogramwhest unb Papiere unb ging eilig hinaus. Dor ber Tür stand er einen Augenblick still und dachte nach. Er hatte eine Entdeckung gemacht, die immerhin wichtig war. Als er um die Ecke des Ganges bog, kam ihm sehr rasch ein großgewachsener dunkler Herr entgegen. Peter Gaßnow wäre beinahe gegen ihn angerannt „Nehmen Sie sich doch in acht!" sagte der Herr mit scharfer Stimme. „Können Sie denn nicht sehen?" (Fortsetzung folgt!) Oberyeffen des Reichsnährstandes, SJl.-fpOTt Im die unge gegen spröde Haut ACREME Fulda — Kreismannschaft . . Hersfeld — Kreismannfchast. Stadt Stadt Stadt er 2:1 3:2 7:1 Banker, w 24 Jahre !ihte ihn - j ; anfange n faufma? WO*' 15 WlUfk itn oiel zrA öglich!' larf? San ♦ Grünberg, 22. Roo. Die Kartoffel- sammlung für die Winterhilfe innerhalb der Ortsgruppe Grünberg des Reichsnährstandes, die unter Leitung des Ortsfachberaters Gr o ß h a u s Heuchelheim I — Biebertal-Elf 4:1. Die kombinierte Biebertal-Elf trat nur mit neun Mann an, so daß Heuchelheim auf elf Spieler ergänzen mußte. Besondere Leistungen wurden im Verlaufe der ersten Halbzeit nicht gezeigt. Rach der Pause gingen die Einheimischen mehr aus sich heraus und schnürten die Gäste fast vollständig in ihrer Hälfte ein. Dor diesem Spiel machte der Der- einsführer vom Spv. Heuchelheim in einer kurzen Ansprache auf den Zweck dieser Spiele aufmerksam. Die Tageseinnahme in Höhe von 41 Mark wurde der Ortsgruppe der RSD. zugewiesen. Die erste Jugendelf von Heuchelheim, welche durch einige Spieler von Kinzenbach verstärkt war, konnte eine kombinierte Jugendmannschaft von Krofdorf- Wißmar erwartungsgemäß mit 5:1 schlagen. Weitere wichtige WH W. -Spiele am Bußtag brachten folgende Ergebnisse: Frankfurt — Offenbach 2:3, Wiesbaden — Frankfurt 0:1, Pfalz — Saar 3:2, Mannheim — Frankfurt 7:3, Karlsruhe — Württemberg 2:2, Stuttgart — Baden 4:6, München — Rürnberg/Fürth 1:1, Würzburg — Nürnberg 2:2, Nordhessen Nachwuchs — Borussia Fulda 2:3, Trier — Köln 2:0, Stettin — Berlin 3:2. 1. Mannschaften von „Teutonia" Watzenborn-Steinberg und der Spielvereinigung Leihgestern auf dem Platz Leihgestern zum Winternothilfespiel. 800 Zuschauer waren erschienen. Zwei alte Rivalen kämpften um den Sieg. Nach etwa anderthalb Jahren gelang es dem Platzverein wieder einmal, diesen Gegner zu schlagen. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Der Spielverlauf. Leihgestern fand sich sehr schnell, und bereits in der 10. Minute fiel das erste Tor für den Platzbesitzer. Leihgestern spielte auch weiterhin überlegen. Erfolge blieben aber aus. Dann zogen die Gäste alle Register, aber Fischer im Tor der Blauweißen wehrte sehr gut ab. Dann übernahm wieder Leihgestern das Kommando und kam schließlich auch durch Schneider zum zweiten Erfolg. Die Teutonen gerieten dadurch etwas außer Fassung. Die Blauweißen hatten Gelegenheit, den Torvorsprung zu vergrößern, die Gästehintermannschaft wehrte aber sicher ab. Die Leihgesterner ließen dann etwas nach. Ein verschuldeter Elfmeter für Watzenborn-Steinberg wurde von Fischer gehalten. Mit 2:0 für Leihgestern ging es in die Pause. Nach der Pause gestaltet sich das Spiel offener. Die Teutonen gingen in der Folge mächtig aus sich heraus und erzielten nach prächtiger Kombination durch den Linksaußen ein Tor. Leihgestern kam aber bald darauf durch Arnold wiederum zu einem dritten Erfolg, so daß die Tordifferenz wieder hergestellt war. In den letzten zehn Minuten ließen die Gastgeber, im Gefühl des sicheren Sieges nach. Fünf Minuten vor Schluß verkürzte Happel II mit einem Bombenschuß auf 3:2. Für den Rest spielten die Einheimischen auf Zeit. Die Mannschaft des Siegers spielte sehr einheitlich und hatte kaum einen schwachen Punkt. Die Gästemannschaft hatte darunter zu leiden, daß jeder einzelne Mann im Sturm zu eigenmächtig spielte. Der Tormann bewahrte die Gäste vor einer höheren Niederlage. Der Schiedsrichter Z i tz e r (Gießen) leitete gut. Spleloereinigung Leihgestern I schlägt Dahenborn-Sleinberg 3:2. Dienste der Winternothilfe stellten sich Nordhessen-Süd — Hanau-Stadt 5:0 (3:0). Die bunt zusammengewürfelte Hanauer Stadtmannschaft hatte in diesem Treffen, das in Hanau vor 800 Zuschauern durchgeführt wurde, nicht viel zu bestellen. Die eifrig spielenden Jungmannen errangen einen klaren und durchaus verdienten Sieg. VfB. Friedberg — Bezirksklasse Friedberg 4:2 (2:1) Marburg — Kreismannfchast korrep f), enB । beherrp tagte ger^ wäre.?; r sehr j* chasftn. n wir ebri ijgs nfl •t«. ®i(* fit ip«’ «*»; li #1“** !i 8< erfliaw . Diktats ■ Abteils -K e61 0 ■ W illll jr *|il W । uli <5 23 Hungen, 22. Noo. Hier wurde der älteste Einwohner und zugleich der letzte Veteran aus dem Kriege von 1870/71, Friedrich Wilhelm Graf, zu Grabe getragen. Er hatte ein Alter von 90 Jahren erreicht und erfreute sich stets bester Gesundheit. Mit seiner vor zwei Mona- ten verstorbenen Frau konnte er am 3. April 1930 das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Der Kriegerverein, dem der Verstorbene über 50 Jahre lang angehörte, geleitete ihn zur letzten Ruhe. Bürgermeister Zimmer legte einen Kranz nieder. Die Bergleute der Grube Abendstern, in der der Verstorbene lange Jahre tätig war, ehrten ihn ebenfalls durch einen Kranz. — Im hohen Alter von 84 Jahren st a r b dieser Tage der Bergmann Wilhelm Streb von hier. kreis Alsfeld. * Alsfeld, 22.Nov. Zum kommissarischen Beigeordneten unserer Stadt wurde Friedrich Ehrenklau jun. bestellt. O Deckenbach, 22. Nov. In den letzten Tagen wurde hier mit der Holzhauerei begonnen. Es wird etwa die Hälfte mehr an Holz als im Vorjahre gefällt werden. £ Groß-Felda, 22. Nov. Am Sonntag gastierte hier im Auftrage der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Lehrer Kraus-Ruhlkirchen mit seiner Laienspielschar. Es gelangte der „Totentanz" zur Aufführung. Ein wundervolles Spiel nach alten Vorlagen, das den Tod als den unbezwingbaren Herrscher über die Menschheit darstellt. Besonders eindrucksvoll war das Spiel von Lehrer Kraus, der den Tod darstellte. Die Bevölkerung unseres abgeleaenen Vogelsberges ist der NS.-Gemeinschaft besonders dankbar, daß ihr derartige Genüsse geboten werden. Vielleicht läßt es sich ermöglichen, daß die Eintrittspreise gestaffelt werden, damit auck für die ärmere Bevölkerung ein solcher Genuß erschwinglich wird. Wenn mehrere Glieder einer Familie einen solchen Abend besuchen wollen, so ist das für unsere Bevölkerung selbst bei 40 Pfennigen Eintritt eine beträchtliche Ausgabe. § Mainzlar, 22. Nov. Dieser Tage rollte von hier ein Waggon mit 2 4 0 Zentner g e - sammelten Kartoffeln nach Frankfurt ab. Die Sammlung wurde für das Winterhilfswerk von den Ortsbauernführern mit Unterstützung der NSV. im Ortsgruppengebiet Mainzlar (Daubrin- gen, Staufenberg, Mainzlar) durchgeführt. — Die Eintopfsammlung am vergangenen Sonntag ergab in unserer Ortsgruppe (Mainzlar, Dau- bringen, Staufenberg) den Betrag von 120,75 Mk. > Queckborn, 22. Nov. Am Montagabend wurde durch die N S. - G a u f i l m st e l l e im Gemeindesaal der Film „Die letzte Kompanie" vorgeführt und von den zahlreichen Besuchern mit größtem Interesse verfolgt. — Am Dienstag wurden die hier gespendeten 200 Zentner Kartoffeln f ü r das Winterhilfswerk verladen. Die Schulkinder hatten den Wagen mit Tannengrün geschmückt und mit einigen auf die Volksverbundenheit zwischen Stadt und Land hinweisenden Sprüchen verseyen. Die Kartoffeln waren für Frankfurt bestimmt. Nachwuchs Aordhesfen — Borussia Fulda 2:3 (2:2). Zu diesem Spiel in Kassel hatten sich etwa 3000 Zuschauer eingefunden, die in technischer und taktischer Beziehung von beiden Mannschaften einen hochstehenden Kampf zu sehen bekamen. Nord- yessens Gaumeister trat mit dem Leipziger Wacke- raner Kozion auf dem Posten des Sturmführers an und zeigte eine sehr flüssige Zusammenarbeit, die schließlich auch den verdienten Sieg bewirkte. Nach acht Minuten gintz der Nachwuchs Nord durch den Linksaußen Klein in Front, doch nach zwanzig Minuten hatte Borussia durch Leugers ausgeglichen. Es dauerte nur kurze Zeit und der Nachwuchs lag durch einen Treffer Wohlgemuths 2:1 vorne. Kammer! sorgte aber wieder für den Ausgleich. Nach dem Wechsel lag Borussia weiterhin im Angriff, jedoch glückte der Siegestreffer erst in der 85. Minute. Böhnig (Kassel) leitete gut. '69/1919 wi Löwen" 55. Geburt-» °phen-vb?i, h bald ei« Mnfprodjr Aal. Frei infame & ich gewiin »es Wick 1 935. H htet - nlung a wecks Dre 5 N tb trsfumirab Amelien ishnitzen diese tiltm be- Minschast er in die yu/ragen. her Lorie eigen!« rmder Im ie Alters- bem 6t«; 'lungeoet' I Zeilarn« üblityn Jugendopferspiel Gießen-Stadl — Gießen-Land 2:2 (0:2). Das Spiel war insofern eine Enttäuschung, als man von der einheimischen Elf bedeutend bessere Leistungen erwartete. Die Gießener Elf war fast nie eine Einheit, während sich die Leute aus dem Kreis sehr gut zusammenfanden. Sehr gut waren hier Tormann, Mittelläufer und der gesamte Sturm. Bei den Hiesigen hoben sich nur Torwart und Mittelläufer von den anderen etwas ab. In der ersten Halbzeit hatten die Gießener kaum etwas zu bestellen. Die Gäste spielten munter und tadellos zusammen. Sie waren stets feldüberlegen. Mittelläufer und Mittelstürmer dirigierten das Spiel mustergültig. Der erste Treffer ließ nicht lange auf sich warten, dem Mitte der ersten Spielzeit der Gießener Jung für die Landmannschaft noch einen zweiten anreihte. Mit diesem 2:0°Ergebnis ging es in die Pause. Eine klare Chance Schäfers im Gießener Angriff blieb ungenutzt, da er einige Schritte vor dem Tor unfair abgedrückt wurde. Schäfer (Gießen) hatte durch schönen Schuß den Abstand auf 1:2 verkürzt. Durch eine Umstellung kamen die Stadtleute groß in Fahrt und erzielten auch unter drückender Ueberlegenheit fast mit dem Schlußpfiff den verdienten Ausgleich. FE.»Teutonia ^Watzenborn-Steinberg gegen VfB.-R. Gießen 1:1 (0:1). Bereits am Sonntagvormittag standen sich Allen- dorf a. d. Lahn 1. Mannschaft und Watzenborn- Steinberg 2. Mannschaft im ersten Punktekampf der Nachrunde auf dem Platz der Teutonen gegenüber. Das Spiel endete 4:3 für Allendorf, obwohl sich die Kampfhandlungen fast immer in des Gegners Hälfte abspielten, und in der 2. Halbzeit waren die Platzbesitzer so drückend überlegen, daß ein Sieg für sie verdient gewesen wäre. Doch hatten die Gäste einen Torhüter zur Stelle, der die sichersten Erfolge vereitelte. Schiedsrichter H. R ü s p e l e r leitete korrekt. Am Nachmittag, leider bei sehr schlechtem Fußballwetter, lieferten sich die Ligamannschaften von DfB.°R Gießen und Teutonia Watzenborn-Steinberg einen spannenden Punktekampf. Die Gießener fanden sich schneller und hatten auch in der 1. Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Angriffe beiderseitiger Stürmerreihen scheiterten vorerst an den vorzüglichen Hintermannschaften. Eine von den Teutonen schön herausgearbeitete Torchance konnte leider der Linksaußen infolge der schlechten Bodenverhältnisse nicht ausnützen. Kurz vor Halbzeit gelang es dem Gästemittelstürmer Birkenbiel, einen Eckball von rechts zum Führungstor einzuschießen. In der 2. Halbzeit sah man die Platzmannschaft wesentlich im Vorteil, doch zu Erfolgen schien es nicht zu reichen. VfB. verteidigte geschickt und verlegte sich nur noch auf Durchbrüche. In der Stürmerreihe der Teutonen wollte es nicht klappen, und wieder schien eine knappe Niederlage festzustehen. Euler, der aufopferndste Spieler, ging aus der Verteidigung vor in den Sturm, und ihm gelang auch etwa 10 Minuten vor Schluß der Ausgleich. Spielvereinigung 1900 Gießen. Am Sonntag stand die Ligareserve auf eigenem Platze der ersten Elf vom Verein für Rasenspiele Lich gegenüber. Sonderbarerweise traten die Gäste nur mit acht Spielern an. Die Hiesigen ließen sich dadurch verleiten, an einen leichten Sieg zu denken. Die Licher taten aber in solchem Falle das einzig Richtige und verteidigten mit fast sämtlichen Leuten. Die Gießener hatten Mühe, das jedesmal vom Gast vorgelegte Tor auszugleichen, und da der Sturm der Blauweißen unter aller Form spielte, blieb es auch bei dem gerechten Unentschieden 2:2. Die dritte Mannschaft 1900s trat nachmittags der gleichen Elf vom VfB.-Reichsbahn gegenüber und erlag aus diesmal mit 2:0 dem ungeschlagenen Tabellenführer knapp. Das Treffen war fair und verlief sehr interessant. Fußball im Turnverein Treis a. d. £ba. Der Tv. Londorf weilte am Sonntag zum ersten Verbandsspiel der Nachrunde in Treis. Für die Platzbesitzer hatte das Spiel eine ganz besondere Bedeutung, hieß es doch die Niederlage in Londorf auszugleichen, und es gelang. Treis siegte nach schönem Spiel verdient mit 4:2 Toren. — Die Jugend erhielt zwei weitere Punkte, da Steinbach nicht antrat. Terminliste für die Rückspiele der Kreisklaffen der Gruppe Gießen. Kreisklasse I. 2. Dezember: VfB. II — Grünberg, Heuchelheim — 1900 II, Wieseck — Lollar. — 9. Dezember: Grünberg — Leihgestern, Lollar — Großen-Buseck, Lich — VfB. II. — 16. Dezember: Heuchelheim — Wieseck, 1900 II — VfB. II, Großen-Buseck — (Brünberg, Lich — Lollar. — 23. Dezember: Grünberg — Lollar, Leihgestern — Großen-Buseck, Wieseck — Lich, Krofdorf — Heuchelheim. — 30. Dezember: VfB. II — Krofdorf, Leihgestern — 1900 II, Lollar — Heuchelheim, Großen-Buseck — Wieseck, Grünberg — Lich. — 6. Januar: Krofdorf — Leihgestern, 1900 II — Grünberg, VfB. II — Lollar, Großen-Buseck — Heuchelheim. — 13. Januar: Heuchelheim — Lich, Leihgestern — VfB. II, Lollar — 1900 II, Wieseck — Krofdorf. — 20. Januar: 1900 II — Großen-Buseck, VfB. II — Heuchelheim, Lich — Krofdorf, Leihgestern — Wieseck. — 27. Januar: Großen-Buseck — VfB. II, Heuchelheim — (Brünberg, Wieseck — 1900 II, Lich — Leihgestern. — 3. Februar: 1900 II — Krofdorf, Grünberg — Wieseck, Lollar — Leihgestern. — 10. Februar: Krofdorf — Lollar, Heuchelheim — Leihgestern. — 17. Februar: Krofdorf — Großen- Buseck. — 24. Februar: (Brünberg — Krofdorf. 2. Kreisklasse, Gießen A. 2. Dezember: Garbenteich — Leihgestern II, Steinbach — Allendorf. — 9. Dezember: Allendorf — Wieseck II, Lollar II — Steinberg II, Leihgestern II — Steinbach. — 16. Dezember: Leihgestern II — Steinberg II, Garbenteich — Lollar II, Steinbach — Wieseck II. — 23. Dezember: Steinbach — Steinberg II, Wieseck II — Garbenteick, Allendorf — Leihgestern II. — 30. Dezember: Leiy- geftern II — Wieseck II, Allendorf — Lollar II. — 6. Januar: Leihgestern II — Lollar II, Wieseck II — Steinberg II, Steinbach — Garbenteich — 13. Januar: Garbenteich — Steinberg II, Wieseck II — Lollar II. 20. Januar: Allendorf — Garbenteich. durchgeführt wurde, erbrachte insgesamt 325 Zentner Kartoffeln. Die Kartoffeln wurden nach Frankfurt verladen. <£ Beltershain, 22. Nov. Am Dienstagnachmittag machten sich hier einige Buden an einer Dickwurzmühle zu schaffen. Dabei geriet der älteste Sohn des Heinrich E r b in das Getriebe des Schwungrads, wobei ihm die Finger der rechten Hand schwer gequetscht wurden. Ob der Junge ohne dauernden Schaden davonkommt, ist noch ungewiß. Der bedauerliche Vorgang sollte allen Eltern und Kindern zur Warnung dienen. Präsident Lewald über die Vorbereitungen der Olympischen Spiele. Auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer in Deutschland sprach der Präsident des Organisationsausschusses für die Olympischen Spiele in Berlin 1935, Staatssekretär Dr. Lewald. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß es erst im Doriaen Jahre, nachdem der Führer die Schirmherrschaft über die Olympischen Spiele übernommen habe, möglich geworden sei, die Voraussetzungen für ihre wahrhaft großzügige Ausgestaltung zu schaffen. Lewald schilderte dann zunächst die Vorbereitungen für die olympischen Winterspiele, die in der Zeit vom 6. bis 16. Februar 1936 in Garmisch-Partenkirchen stattfinden. Man rechnet dabei mit einer Teilnahme von etwa 20 Nationen. Die Hauptspiele finden in der Zeit vom 1. bis 16. August 1936 im Reichssportforum statt, auf dem Gelände, auf dem sich früher das alte Stadion und die Grunewald- renndahn befanden. Das Gelände ist größer als die Hälfte des Tiergartens. Präsident Lewald schilderte eingehend die Ausgestaltung des Reichssportforums, das insgesamt Plätze für 102 000 Zuschauer auf- weisen wird. Großer Wert werde auf die Schaffung einwandfreier Verbindungen von der Stadt zum Stadion gelegt. Die mächtige olympische Glocke, mit der die Spiele eingeläutet werden, wird auf der großen Freifläche hinter dem Stadion ihren Platz finden. Das ganze Gelände des Sportforums wird von einem großen Sportpark umgeben. Die 3000 aktiven Teilnehmer, mit denen gerechnet wird, werden in festen Häusern untergebracht. Das Rudern wird in (Brünau ver- anftaltet, wo 60 bis 80 000 Zuschauer die Wettkämpfe verfolgen können. Das Segeln findet in Kiel statt. Zu den olympischen Spielen sind etwa 50 Länder eingeladen worden, von denen bis heute 41 zugesagt haben. Als besonders dankbar, so erklärte Präsident Lewald, empfinden wir die Zusage des amerikanischen olympischen Komitees, das die Einladung einstimmig angenommen habe. Neben den offiziellen Wettkämpfen werden noch besondere Vorführungen veranstaltet; als deutscher Sport wird der Gleit- und Segelfluq gezeigt werden. Vorgesehen ist ferner u. a. eine Tagung der Sportärzte sowie Kunstausstellungen von Werken, die irgendeine Beziehung zum Sport haben. Der erste der 3000 Läufer, die das olympische Feuer nach Berlin tragen, wird in Olympia (Griechenland) so rechtzeitig starten, daß der letzte Mann am Samstagmittag mit der brennenden Fackel eintrifft. Reichsbahn- und Schiffahrtslinien werden für die Besucher aus dem Auslande Fahrtermäßigung gewähren. Die olympische Hymne wird von Richard Strauß komponiert. Staatssekretär Lewald schloß mit den Worten: „Diese Spiele sollen in einer Welt des Friedens und des Verständnisses abgehalten werden. So ist unser Wille!" WinterM-Fußball im Reich. In breiter Front marschierten am Bußtag in allen deutschen Gauen die Fußballspieler auf, um sich in den Dienst des großen Winterhilfswerkes 1934/35 zu stellen. Durch ihre Mitwirkung in Auswahl-Mannschaften der Gaue, Bezirke und Kreise, in Städtemannschaften und in Vereinsspielen trugen sie ihr Teil zur Linderung der Not armer Volksgenossen bei. Alle Spiele waren denn auch erfreulicherweise sehr gut besucht, so daß der materielle Erfolg nicht unbedeutend fein dürfte. Nationalelf — Stadlmannschaft Berlin. Die deutsche National-Fußballelf spielte am Bußtag zu Gunsten der Winterhilfe im Berliner Post- stadion vor 40 000 Zuschauern gegen eine Berliner Stadtmannschaft und gewann verdient mit 4:2, nachdem die Berliner bei der Pause noch mit 1:0 in Führung gelegen hatten. Die Tore der Nationalelf schossen Kobierski (zwei), Siffling und Conen. Für Berlin waren Raddaz und Ballendat erfolgreich. Nef? S»er tz <1 Ar irtuhn 0 ^stand De| ennne/; Schuch Staate J 10. Nove» ll.ePPent INen, L ^nWspetl Wgtpätii $ 3u deck Wgepäj '"den fünt erinnert di- Gepäck ju ne der A "“erbringt! nbgepäd ii Mn darun U un -r 20jähr,g| Hern mil !>ch bei bei %n Sani, r Chirurg Besserer Aufstieg zum Wirberg. ♦ Göbelnrod, 22. Nov. Der Kirchen- v f a d, der vom Wasserhäuschen aus auf den Wir- berg führt, befand sich in einem äußerst schlechten Zustand. Er soll einst von Konfirmanden, die die Konfirmandenstunde auf dem Wirberg besuchten, hergerichtet worden sein. Allmählich aber geriet er in Verfall. Das Holzgeländer, das an der einen Seite zum Schutze vor abschüssigen Stellen angebracht worden war, wurde morsch und zerfiel, und das Regenwasser, das von der Bergseite her auf den Pfad herunterfloß, schwemmte immer mehr Grund weg und spülte die Steine frei, so daß sehr abschüssige Stellen entstanden. Da der Kirchenpfad von der Gemeinde Göbelnrod sonntäglich zum Kirchgang nach dem Wirberg benutzt wird und be° anders den älteren Leuten der Aufstieg auf den johen Berg zu der Kirche durch den schlechten Zu- tond des Pfades immer beschwerlicher wurde, war eine gründliche Instandsetzung unumgänglich geworden. Seit Anfang voriger Woche haben nun Staat und Gemeinde gemeinsam diese Aufgabe in Angriff genommen. Der ganze Pfad wuroe mit Erde und z. T. mit Steinen frisch auf- gefüllt, an manchen Stellen bis zu einem halben Meter hoch. An der Berqseite wurde ein Abflußgraben für das Regenwasser gezogen, und in Abständen leiten kleine Quergräben, die mit Holzbrückchen überdeckt sind, das Wasser nach der Abhangseite ab. Das Geländer wurde neu hergericktet. Außerdem soll eine Holzbank aufgestellt werden, damit man unterwegs kurze Rast halten kann. Bei den Arbeiten ist man auch auf eine Sandader gestoßen. Früher führte ein noch wesentlich steileres Pfädchen vom Fuße des Berges auf die Höhe. Es wird auch heute noch manchmal von einzelnen benutzt. Interessant ist, daß auf diesem noch steileren Pfädchen früher die Särge mit den in unserer Gemeinde Verstorbenen nach dem auf dem Wirberg gelegenen Friedhof der Gemeinde Göbelnrod getragen wurden. Heute hat die Gemeinde Göbelnrod ihren Friedhof nahe beim Ort, während auf dem Wirberger Friedhof nur noch die in Wirberg Verstorbenen begraben werden. Die Wiederherstellung Des Kirchenpfades wird von unserer Gemeinde lebhaft begrüßt. Ebenso werden die Wanderfreunde und Wandervereine, die so oft den schönen, sagenumwobenen Wirberg besuchen, dafür dankbar fein. Fischzug im Merlauer Teich. t (Brünberg, 22. Nov. Fast ganz von Wald umgeben liegt in der Gemarkung Lehn he im, nicht weit von der Bahn (Brünberg—Mücke, ein 13 Morgen großer fiskalischer Teich, der im Volksmunde den Namen „Merlauer Teich" trägt. Er dient als Fischteich und wird meist im Zeitraum von je drei Jahren gefischt. Das letztemal geschah dies im Jahr 1930. Im vorigen Jahre hätte daher der Fischzug normaler Weise erfolgen müssen; da aber das Forstamt Nieder-Ohmen, dem der Teich zugehört, keinen Großabnehmer für die Fische fand, wurde davon Abstand genommen. Allein auch in diesem Jahre war es nicht möglich, einen Großabnehmer für die Fische zu finden. Da ein nochmaliges Verschieben des Fischzuges um ein weiteres Jahr aus verschiedenen Gründen nicht ratsam war, wurde der Teich heute ausgestscht. Schon zwei Tage vorher war mit dem Ablassen des Wassers begonnen worden, so >daß heute morgen nur noch in der Nähe der Schleuse eine kleinere Fläche einen Rest Wasser enthielt. Hier hatten sich die Fische angesammelt und wurden nun von Arbeitern, die lange Gummistiefel trugen, mit Netzen gefangen. Der Fischfang hatte eine zahlreiche Zuschauermenge angelockt, u. a. waren auch einige Schulen aus den Nachbarorten erschienen, um das interessante Schauspiel anzusehen. Die Ausbeute des Teiches belief sich auf annähernd sechs Zentner, davon etwa vier Zentner Karpfen, 60 Pfund Schleie. und 130 Pfund Hechte, außerdem noch eine große Menge junge Brut. Von der Beute wurden 1,5 Zentner an eine Fischhandlung nach Gießen abgegeben, 1 Zentner ■ wurde von der Verwaltung der Grube Atzenhain als 1 Sammelbestellung für die Belegschaft ab genommen, während der Rest sofort nach dem Fischzuge zum Verkaufe kam und restlos abgesetzt wurde. Das Pfund Spiegelkarpfen wurde zu 45 Pf., das Pfund ■ Schleie zu 55 Pf. abgegeben. Ein von dem Forstamt vorsorglicherweise vorgesehener Verkauf am Nachmittag im Schloßhofe zu (Brünberg, bei dem । der Preis um 5 Pf. je Pfund höher liegen sollte, .brauchte nicht mehr stattzufinden. Noch zahlreiche Liebhaber mußten ohne Fische nach Hause gehen. ' Auch die zahlreiche junge Brut wurde von den anwesenden Fischpächtern zum Einsatz in ihre Fische- : reien übernommen. Der Teich soll jetzt zunächst nicht wieder gestaut, 1 sondern erst einmal gründlich gereinigt werden, was ■im Wege von Notstandsarbeiten geschehen soll. Ob ibann im Frühjahr der Einsatz von Fischbrut wie- iber erfolgt, oder ob erst die Fläche eingesät und ietn Jahr als Grünland liegen bleibt, darüber ist mach nicht entschieden. Landkreis Gießen. X Wieseck, 21. Nov- Den langegehegten Wün- jschen unserer Hitlerjugend entgegenkommend, «wurden durch Bürgermeister Karl E u l e r die K e l- Veranlagen der neuen Schule zur Errich- ttung eines HI. - Heimes freigegeben. Diese Räume eignen sich durch ihre besondere Lage und lGrößenverhältnisse besonders für diesen Zweck, wurden sie doch in früheren Jahren schon zu Wohn- Nwecken benutzt. Die Hitlerjugend richtet nun an oaüe Wiesecker die Bitte, ihr bei der Ausstattung ühres Heimes behilflich zu sein und irgendwie ent- Sbehrliche Gegenstände, Möbel usw. zu spenden selbst nmenn sie z. T. nicht mehr in ganz einwandfreiem ; Zustande sind. ,X Wieseck, 22. Nov. Die Sammlung für das ^Eintopfgericht am vergangenen Sonntag betrug in unserer Gemeinde 257,85 RM. — Die IBorarbeiten zur Errichtung des K r i e g e r e h r e n- nm a l e s sind nunmehr soweit gediehen, daß im meuen Jahre bestimmt mit der Ausführung gerech- met werden kann. Der zu diesem Zwecke nach dem Kriege gesammelte Betrag ging durch die Inflation Verloren. Der hieraus sofort wieder angesammelte j^onbs sollte durch den damaligen Gemeinderat für ckie Erbauung einer Turnhalle verwendet werden. Dieser Plan kam jedoch durch die Zeitumstände micht zur Ausführung, und der neue Gemeinderat führte sofort die Summe wieder ihrem ursprüng- Glichen Zwecke zu. Die Geldmittel sind inzwischen soweit angestiegen, daß eine für unsere Gemeinde würdige Gefallenenehrung ermöglicht werden wird. Lis beftgeetgnetfter Platz für diesen Zweck wurde loie Südecke des Friedhofes Ecke Rabenauer- und Altenbufecker Straße bestimmt. 2. SrelsNasse, Gleßen B. 2. Dezember: Grünberg II — Alten-Buseck, Londorf — Wißmar, Treis — VfB. III. — 9. Dezember: 1900 III — Gründern II, Alten-Buseck — Treis, Wißmar — VfB. III. — 16. Dezember: Treis — 1900 III, Grünberg II — Londorf, VfB. III — Alten-Buseck. — 23. Dezember: Alten-Buseck — 1900 III, Grünberg II — Treis. — 30. Dezember: Londorf — 1900 III, Wißmar — Alten-Bufeck, Grünberg II — VfB. III. — 6. Januar: Wißmar — Treis, Alten-Bufeck — Londorf. — 13. Januar: Wißmar — 1900 III, VfB. III. — Londorf. Oer Stand der Spiele in der Bezirksklaffe Marburg. In der uns benachbarten Bezirksklaffen-Gruppe Marburg gehen die Spiele der ersten Serie ihrem Ende entgegen. Die Mehrzahl der Vereine hat die erste Hälfte der Spiele hinter sich. An die Spitze der Tabelle hat sich wiederum der vorjährige Meister, Fußballverein Wallau, gesetzt, dem der VfB. Kurhessen Marburg hart auf den Fersen folgt. Die Marburger tragen am kommenden Sonntag ihr letztes Spiel gegen den SC. Gladenbach aus. Ein klarer Sieg steht außer Frage, so daß die Wallauer dann rein punktmäßig erreicht sind. In der Tabelle folgen Bottenhorn und Ockershausen, die ihre Stellung in der Spitzengruppe halten werden. FV. Wallau Gew. Unentsch. Verl. Tore Pkte. 6 2 1 25:11 14:4 VfB. Kurhessen 5 2 1 29:10 12:4 Bottenhorn 5 1 3 30:24 11:7 Ockershausen 4 2 2 18:12 10:6 Biedenkopf 3 3 2 30:7 9:7 Germania 08 3 2 4 25:13 8:10 Breidenbach 2 2 4 16:22 6:10 Sarnau 2 2 4 14:28 6:10 Gladenbach 1 1 5 8:45 3:11 Gemünden 1 1 6 11:32 3:13 Gladenbach — Vollenhorn 2:4. Am Buß- und Bettag wurde auch in Gladenbach ein Spiel für die Winternothilfe ausgetragen. Es standen sich die Mannschaften von Gladenbach und Bottenhorn gegenüber. Die Gäste konnten Spiel mit 4:2 Toren für sich entscheiden. Dem Winterhilfswerk konnte ein Reinertrag von 21 Mark überwiesen werden. Handball im Gau XII Lahn-Oillkreis. Kreisklasse I. To. Li ch — VfB.-Reichsbahn Gießen 4:9 (2:4). Das Spiel war zunächst ausgeglichen. Gießen machte sich allmählich frei und konnte bis zur Pause eine 4:2-Führung erringen. Die Mannschaft spielte sich nach dem Wechsel in eine immer bessere Form und siegt zum Schluß recht hoch. To. Alb ach — To. Holzheim 7:3 (3:2). Einen erwarteten Erfolg brachte dieses Spiel in Albach. Die Mannschaft des Gastgebers bot eine geschlossene Leistung. Die Gäste wurden überrumpelt. Die Gastgeber lagen innerhalb 10 Minuten mit 3:0 in Führung. Bis zur Pause holten die Gäste noch zwei Treffer auf. Die zweite Halbzeit sah Albach mehr oder weniger im Angriff und das Resultat auf 7:3 zu verbessern. Tv. Hörnsheim — Tv. Dornholzhausen 10:4 (7:2). Die Platzherren waren gegen den Dor- sonntag kaum wieder zu erkennen. Die Mannschaft arbeitete schon in der ersten Hälfte überlegen und hatte bis zum Wechsel schon sieben Tore vorgelegt. Die Gäste leisteten wohl harten Widerstand, standen aber auf verlorenem Posten. Während der zweiten Hälfte ließ die Schnelligkeit des Spieles etwas nach. Mit drei Toren bzw. zwei Toren wurde das Spiel beim Stande von 10:4 für die Gastgeber beschlossen. KreisNasse II. Tv. Dutenhofen — Tv. Cleeberg 7:3 (6:1). Die Platzmannschaft kam zu einem erwarteten verdienten Sieg. Das Spiel war schon zur Pause durch eine 6:1-Führung der Platzherren entschieden. Tv. Erda — To. Nauborn 2:5 (0:4). Auch in diesem Spiel vermochte die einheimische Mannschaft keinen Punktgewinn zu erzielen. Dazu verlor die Mannschaft bald nach Beginn einen Spieler durch Herausstellung. Der Kampf war keine Offenbarung. Die Gäste gewannen auf Grund ihres besseren Sturmes verdient. Tv. Dorlar — Tv. Launsbach 7:5 (3:2). Das Ergebnis besagt genug. Es war ein harter und fast nahezu offener Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften. Die erste Hälfte brachte nahezu offenes Spiel, wenn auch die Platzbesißer stets etwas besser waren und vor allem im Felospiel ein Plus | hatten. Die Gäste glichen dieses durch die weit größere Gefährlichkeit ihrer Angriffe aus und lagen beim Wechsel nur mit 2:3 im Rückstand. Eine Entscheidung stand lange Zeit in Frage. Schließlich erhöhte die Platzmannschaft unter Aufbietung ihres ganzen Könnens die Torzahl auf 7 und konnte den Vorsprung bis zum Schluß halten. To. Wetzlar II — Tv. Garbenheim 5:1. Eine große Ueberraschung brachte diese Begegnung in Wetzlar. Der bisher ungeschlagene Tabellenführer dieser Staffel mußte eine verdiente Niederlage einstecken, die dem Spielverlauf entspricht. Wetzlar bot eine gute Leistung und führte bereits zur Pause mit 2:1 Toren. Nach dem Wechsel wurde die Torzahl erhöht. Der gute Schlußmann der Gäste verhinderte eine höhere Niederlage. Kreisklasse III. Tv. Lützellinden II — Tv. Holzheim II 6:1 (2:1). Das Spiel kam infolge des glatten Bodens in der ersten Hälfte nicht in Fluß und zeigte nichts besonderes. Nach dem Wechsel vermochte Lützellinden durch seine gute Gesamtleistung weitere vier Tore zu erzielen, während den eifrigen Gästen Erfolge versagt blieben. Außerordentliche Versammlung des Tv. 1862 Wieseck. Der Turnverein Wieseck hatte seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung in das Vereinslokal eingeladen. Nach Eröffnung der Versammlung begrüßte zunächst Dereinsführer D a u - pert die erschienenen Turnfreunde, um alsdann in einem längeren Vortrag über „Entwicklung von Turnen und Sport" in diesem Jahre zu sprechen. Er führte u. a. aus, daß die Zeit der vielen Verbände eine glückliche Ueberbrückung gefunden hätte und dadurch das Gegeneinander unter den Verbänden, dank der neuen Negierung, ausgeschaltet sei. Man kenne heute nur noch eine große Einheit im deutschen Sport, welche von Reichssportführer von Tschammer und Osten betreut würde. Diese Einheit im Turn- und Sportleben sei wieder unter- gegliedert in 23 Fachsäulen. Schon in unserem Orte sei durch den Zusammenschluß der bell, n Turnvereine eine Einheit geschaffen, die eine frie - liche turnerische Betätigung gewährleiste. Der De- emsfuhrer sprach alsdann noch über die Olymps Werbung. Auf dieser großen Veranstaltung tat Jahre 1936 müßte gezeigt werden, daß nicht nur Spitzenkönner aus der breiten Masse herausgewach. sen seien, sondern Leistungen ganzer Dolksteiie müßten in den Vordergrund treten. Turnbruder Euler erläuterte nach dem aemeii- sam qesunaenen Lied „Turner auf zum Streite" den Begriff Dietwart und Dietarbeit. Alsdann referierte er über das Thema: „Volkstum". Er b?» faßte sich besonders mit der nordischen Rasse urb brachte in großen Umrissen ein anschauliches Bild deutscher Geschichte. Dieser erste Dietabend, der sehr anregend verlief, fand allgemeinen Anklang. Der Vereinsführer machte zum Schluß noch auf die kommenden Veranstaltungen aufmerksam. Kunstgerätewettkampf Lollar — Waldgirmes—Launsbach in Launsbach. Am kommenden Samstag, 24. November, findet in Launsbach ein Kunstgerätewettkampf zwischen den Mannschaften der Turnvereine von Lollar, Waldgirmes und Launsbach statt. Man erwartet einen spannenden Kampf. Lollar und Waldgirmes, die schon mehr Erfahrung in diesen Kämpfen haben, werden sich wohl um den ersten Platz streiten, doch wird auch Launsbach bemüht sein, ehrenvoll zu bestehen. Kurze Sportnotizen. Die ungarische Ringer-National, st a f f e l bezog auch in Schifferstadt eine Niederlage, gegen den DfK. Schifferstadt verlor sie mit 4:3 Punkten. * Einen neuen deutschen Schwimm- r e k o r d stellte der Bremische SV. in der Großen Schwellstaffel (100, 200, 400, 200, 100 Meter) mit 12:09,9 Minuten auf. Der alte Rekord von Sparta Köln stand auf 12:15,8. 40 Kandidaten haben der Deutsche Ski-Der. band und der Reichsverband Deutscher Turn- und Sportlehrer für die ab 10. Dezember am Oberjoch bei Hindelang stattfindenden Berufsskilehrer-Prü- fung zugelassen. 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Dez. Geöffnet Sonntags: 11 bis 1 und 4 bis 6 Uhr werktags: 4 bis 6 Uhr 6853 D Die Mitglieder des Ortsgewerbeverein können bei Herrn H. ERLE (L. Kalkhof Nachfl.) Ausweiskarten der Vortragsvereinigung zum Vorzugspreis von Mk. 3.00 erhalten; dieselben berechtigen zum Besuch aller Vorträge bis zu drei Personen. 6860 D I Astoria - Lichtspiele Heute Freitag bis Sonntag, 25. November Carl Ludwig Diehl Margot Wagner in dem neuen Marinefilm Volldampf voraus! Bilder von seltener Schönheit im Rahmen einer an dramatischen Höhepunkten reichen, aber auch humorvollen Handlung. 6857A Gates Beiprogramm. Ufa-Woche. Tägl. 4 u. 8.30, Sonntag 3,5.30,8.30 Uhr. Jugend zugelassen! Samstag, den 24. November 1934. abends 8 Uhr, im „Caf6 Leib“ 1. POicbfversaiBnilang _______Der Obermeister. g8B6p Oeutstves SolksbUdungswevk in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" (Volkshochschule). EvSfftnruss- Vevanftaltung Samstag, 24. Nov., 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität. Es sprechen die Lehrkräfte über ihre Arbeitsgebiete. Musikalische Darbietungen eines kleinen Kammerorchesters l Musiklehrer Foh.Nebeling und Schülerinnen der Studienanstalt). 6860d Eintritt frei! Eintritt frei! ( Die Lehrgänge beginnen Montag, 26. Nov., in den Räumer der Um- versitä.Anmeldungen daselbst od.in der Geschäftsstelle, Wolfstr. 20 p.) Äliceschule Koch- u. Vack-Abendkurse Beginn 27. Nov., Dauer 6 Wochen mit je 4 Wochenst., von 187? oder 19V, Uhr an. Schulgeld 5- NM. Essensgeld u. Backgeld zum Selbstkostenpreis. Anmeldungen sofort in der Äliceschule, Steinstraße 10, HäMn liir Wer im Fntetaer Beginn: Montag, 26.Nov.,20 Uhr. Fünf Abende: Anfertigung von Adventsschmuck für die Kinderstube, Herstellen und Reparieren von Spielzeug für den Weihnachtstisch. 6846d Teilnehmergebühr: 1.50 NM. Anmeldungen: Gartenstraße 30. Mtlevvirh- Auktion von hochtragenden u. frischmelkenden z. 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