einem f e ft e n Block zu vereinigen, den es kontrollieren würde, und der unabhängig von seinem wirtschaftlichen Charakter vom politischen Standpunkt aus eine beträchtliche Bedeutung Haven würde. Wenn es sich darum handele, die Grundlagen für eine Gesamtorganisation der Donau- floaten zu schaffen, der alle interessierten Mächte beitreten würden, könnte man diese Bemühungen nur mit Sympathie verfolgen. Aber von verschiedenen Seiten werde die Befürchtung laut, daß ein italienisch-öfterreichisch-ungarischer Block sich unwiderruflich dem Block der Kleinen Entente entgegen stellen werde; das aber würde eine neue Gefahr Hervorrufen, anstatt die jetzt bestehende Gefahr zu beseitigen. Daß man sich bemühe, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Oesterreich und Ungarn zu beleben, verstehe sich von selbst. Aber etwas anderes wäre es, die beiden Länder durch eine wirkliche Wirisch a f t s u n i o n zu vereinigen. Wenn die Verträge Oesterreich die Verpflichtung auferlegen, seine politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren, so beziehe sich das nicht nur auf eine mögliche Vereinigung mit Deutschland, sondern auf jede Vereinigung, die zur Folge hätte, das Schicksal dieses Landes mit dem eines anderen Staates zu verbinden. Die Möglichkeit einer von Italien inspirierten und kontrollierten österreichisch- ungarischen Wirtschaftsunion rufe im voraus lebhafte Reaktionen seitens der Kleinen Entente hervor. Die jetzt notwendige Politik bestehe darin, Italien und die Kleine Entente im Hinblick auf ein gemeinsames Werk für das Interesse Mitteleuropas einander näherzubringen. Oie Verfaffungsreform in Oesterreich. Die Christlich-sozialen gegen die Hcimwehren. Wien, 22. Febr. (DNB.) Die Bundesratssrak- tion .der Christlich-Sozialen Partei beauftragte den Verfassungsrninister Dr. Ender, mit dem Bundeskanzler Dollfuß über den weiteren Regierungskurs in Verhandlungen zu treten. Aus christlich-sozialen Kreisen erfährt man über die Beseitigung der politischen Parteien und die Neuordnung des Staates, daß die Christlich-Soziale Partei eine Auflösung nur unter der Bedingung annehmen könnte, daß gleichzeitig die automatische Auflösung der Heimwehren erfolge. Die Heimwehren seien als eine politisch- militärische Organisation gleicherweise eine politische Partei wie die Christlich-Sozialen. Sonst werde nur eine einzige politische Partei, und zwar die Heimwehren, bestehen bleiben, und diese die al l e i n i g e Macht im Staate ausüben. Die Neuordnung in den Bundesländern, insbesondere die Neuwahl der Landeshauptleute, die gegenwärtig fast ausschließlich der Christlich-Sozialen Partei an= gehören, könne nur auf dem versa ssungs- mäßigen Wege durch Mehrheitsbeschluß der Landtage erfolgen. (Bekanntlich k>at die Christlich- Soziale Partei in den meisten Landtagen die absolute Mehrheit.) Die grundsätzlichen Gegensätze zwischen der Heimwehr und der Christlich-Sozialen Partei kommen hier also in aller Schroffheit zum Ausdruck. Es bleibt abzuwarten, welche Stellung- nähme der der Christlich-Sozialen Partei eng verbundene Bundeskanzler Dollfuß in dieser Auseinandersetzung um die entscheidende Machtposition im Staate einnehmen wird. EinersterErfolgOoumergues Die Finanzgesetze von der französischen Kammer verabschiedet. Paris, 23. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die französische Kammer hat in einer Nachtsitzung die Haushaltsberatungen beendet und die Finanz- gesetze mit 4 6 9 gegen 123 Stimmen verabschiedet. Der Haushalt für 1934 stellt sich wie folgt: Einnahmen 48 477 000 000 Francs, Ausgaben 48 418 000 000 Francs. Theoretisch ist also ein Ueberschuß von 59 000 000 Francs vorhanden. Durch die Vollmachten, die die Kammer der Regierung erteilt hat, ist diese ermächtigt, f ü r den Fall eines Einnahmerückganges neue Streichungen am Ausgabehaushalt vorzunehmen, um das Gleichgewicht sicherzustellen. Der Haushalt wird am Montag vom Senat in Angriff genommen werden und dürfte am Mittwoch in einer Nachtsitzung endgültig in zweiter und dritter Lesung verabschiedet werden. Die beschleunigte Verabschiedung des Haushalts wird von der Presse als besonderer Erfolg der Regierung Doumergue verzeichnet. Sämtliche Blätter mit Ausnahme des „Populaire" und der „Hu- manite" begrüßen d i e Einigkeit der Kammer und geben dem Wunsche Ausdruck, daß die nationale Einigung recht lange zum Wohle des Landes andauern werde. „Echo de Paris" unterstreicht die Tragweite der besonderen Vollmachten für die Regierung, die auf finanziellem Gebiet fast unumschränkt seien. Auch die radikalsozialistische „Ere Nouvelle" weist darauf hin, daß es Pflicht eines jeden ehrlichen Franzosen sei, das Burgfrieden-Kabinett auch in den kommenden Monaten zu unterstützen. Löon Blum im „Popu- laire" ist natürlich anderer Ansicht. Er spricht von einem doppelten Anschlag auf das re- publikanische Recht und die Oberhoheit des Volkes. Doumergue habe in zwei Wochen „ein schönes Gemälde zurecht gemacht", ohne das Volk zu befragen. Er habe die Aussprache über die Kredite abgeschafft und er werde in Kürze die Kammer auf mehrere Monate nach Hause schicken. Der Sozialistenführer erneuert schließlich RM6 Erster Vlatt M. Jahrgang Zreitag, 23. Zebrnar 1934 fährt nach Rom weiter Oie Entscheidung liegt nach wie vor in Paris Der Hauptwert der Besprechungen ist, daß jetzt die deutsche Haltung in der Frage der Paris, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Frei- lagsmorgenbläller befassen sich wieder in spalten- langen Artikeln mit der rätselhaften Ermordung des Appellations-Gerichtsrates p r i n c e. Alan begrüßt es, daß die Regierung für die Aufklärung eine Belohnung von 100 000 Franken ausgesetzt hat. Innenminister Sartauf erklärte Pressevertretern, er persönlich glaube an das Bestehen einer regelrechten 2N a f f i a. Daher werde er alles tun, um das Geheimnis zu lüften. Die Untersuchung werde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchgeführt. Am Donnerstag sind jedoch keine Fortschritte gemacht worden. Man weiß bisher lediglich, daß der T e l e p h o n a n r u f, der prince nach Dijon lockte, nicht aus Dijon gekommen ist, Eden Luft- gewesen, daß man erklärt hätte, das Memorandum komme als Basis überhaupt nicht in Frage; von dieser Möglichkeit fei jetzt nicht mehr die Rede. Allerdings beständen große Schwierigkeiten, auch für Deutschland, hinsichtlich gewisser Punkte, z. B. der Luftfahrt. Die Berliner Verhandlungen hätten manche unrichtigen Auffassungen beseitigt und seien auch in anderer Hinsicht von wirklichem Wert gewesen. Eden erwartet hinsichtlich der französischen Stellungnahme erst von seinem zweiten Pariser Besuch ein endgültiges Ergebnis. Er wird morgen vormittag nach Rom abreifen. sondern aus Paris. Die Polizei sucht jetzt insbe- \ Rach der Annahme seiner Familie sei prince a u f sondere nach dem Unbekannten, der prince voriveranlafsung derer beseitigt worden, kurzem auf der Straße ansprach und zum Früh- die einen unbequemen Zeug en los fein stück einlud. Ferner ist beim Verlassen des Bahn- wollten. Hofes in Dijon prince, der eine Kraftdroschke neh-1 --------- men wollte, von einem Mann angesprochen worden, der ihn dann wieder in den Bahnhof z u - rückbegleitete. hierüber liegt die Aussage des Kraftdro.chkenführers vor. Auch dies sieht jetzt im Mittelpunkt der Untersuchung. Der Sohn des Ermordeten hat einem Mitarbeiter des „Echo de Paris" erklärt, fein Vater habe des öfteren zu ihm davon gesprochen, daß in die von ihm bearbeitete Angelegenheit hohe politische Persönlichkeiten verwickelt feien, sogar einige Minister. Auch der frühere General- siaatsanwalt p r e s f a r d, gegen den die Rechtspresse im Zusammenhang mit dem Stavisky-Skan- dal Sturm gelaufen war, sei in den Akten feines Vaters beruflicher Verfehlungen bezichtigt worden. bebte Der „Temp s" wendet sich dagegen, daß sich die italienische Politik in dec österreichischen Frage z u weit vorwage. Das Blatt schreibt, Italien versuche offenkundig, Oesterreich und Ungarn z u waffe, der SÄ. und SS. usw. in allen Einzelheiten kennt. Der deutsche Standpunkt ist vollkommen klar, und es darf mit einiger Zuversicht gesagt werden, daß das Problem trotz der Aufrechterhaltung gewisser Forderungen nicht mehr ganz so schwierig aussieht, wie vorher. Es ist anscheinend ganz sicher, daß Deutschland aufrichtig an dem Abschluß eines Abkommens interessiert und bereit ist, im Rahmen des Möglichen dabei m i t z u h e l f e n. In deutschen Aeuherungen zeigt sich die Neigung, anzunehmen, daß eine französische Zustimmung zu den britischen Abrüstungsoorschlägen so gut wie ausgeschlossen ist und daß der einzig mögliche Kurs in Richtung einer kurzfristigen Regelung liegt, die die Rüstungen so lange begrenzt, bis sich die Aussichten für eine wirkliche Verminderung gebessert haben. Auf diese Annahme ist es anscheinend zurückzuführen, daß die Deutschen sich der vorgeschlagenen zehnjährigen Gültigkeit des Abkommens widersetzen und dem italienischen Sechsjahresplan zuneigen. Es muß aber beachtet werden, daß diese Annahme bei Edens Berliner Besprechungen keine Rolle gespielt hat. Die Besprechungen sind strikte auf der Grundlage der britischen Denkschrift mit ihren Abrüstungsbestimmungen geführt worden, die zum mindesten von der französischen Regierung bis jetzt nicht a b - Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/zUhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Rpf..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm MM Druck und Verlag: vrühl'sche Unlverfitätr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: "Schulstrahe 7 B u d a p e ft, 22. Febr. (DRB.) Zwischen Staatssekretär Suvich und den ungarischen Staatsmännern wurde die Schaffung eines Organifations- ft a t u t s zur Festlegung einer einheitlichen außenpolitischen Linie für die drei Staaten Italien, Oesterreich und Ungarn beschloffen, in der gleichen Meise, wie die Kleine Entente seinerzeit gegenseitig bindende Marschrouten in einem Organisations- ftatut sestgelegt hat. Da die Kleine Entente durch dieses Organifationsstatut die Bedeutung einer Großmacht erreicht habe, müsse dem mit gleichen Mitteln begegnet werden. Die vorbereitenden Besprechungen sind abgeschlossen, die UnterEdens Berliner Besuch befriedigend abgeschlossen. Verständnisvolle Klärung beider Auffassungen in der Abrüstungsfrage.-Oer britische Gast Einheitliche außenpolitische Marschroute für Italien, Oesterreich und Ungarn. Das Ergebnis von Budapest. — Unterzeichnung eines Statuts in Rom. Eden empfängt die presse. lieber das Ergebnis des Berliner Besuches befriedigt. Berlin, 22. Febr. (DNB.) Der englische Großsiegelbewahrer Eden empfing Donnerstagabend die Vertreter der deutschen Presse, vor denen er sich sehr befriedigt über seine Berliner Verhandlungen äußerte. Er erklärte, seine Mission auf dem Kontinent bestehe darin, festzustellen, inwieweit das englische Memorandum von den einzelnen Regierungen angenommen werden könne und .inwieweit nicht. Eine Möglichkeit sei Mtzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Zeichnung des Organisalionsstatuts wird i n Rom erfolgen. Um 13 Uhr empfing der Reichsoerweser den italienischen Staatsmann in feierlicher Audienz. Rach der Audienz gab der Reichsverwefer zu Ehren Suvichs ein Frühstück. Um 17 Uhr hat der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses zu einem Empfangstee in das Reichstagsgebäude geladen. Freitag mittag wird Suvich die presse empfangen. Das Rätsel von Oijon. Noch keine Spuren zur Entdeckung des seltsamen Mordfalles. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen London, 23. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Freitag-Morgenblätter spiegeln den günstigen Eindruck wieder, den der Lordsiegelbewahrer Eden bei seinen Besprechungen in Berlin mit den deutschen Staatsmännern empfangen hat. So berichtet der Berliner Korrespondent der „Daily Mai l", daß Eden sehr zufrieden sei. Die Deutschen hätten die britische Denkschrift nicht abgelehnt, wenn es auch Punkte gebe, die die deutsche Regierung nicht annehrn^n könne. Man habe den Eindruck, daß Deutschland aufrichtig den Abschluß einer Konvention wünsche. Eden werde Berlin mit einer deutlichen Vorstellung von dem deutschen Standpunkt verlassen und zweifellos habe er eingesehen, daß Deutschlands Wünsche nach Sicherheit und Gleichheit in sehr maßvollen Formen Ausdruck finden. Eden sei auch insbesondere über d i e freundschaftliche Haltung erfreut, die Reichskanzler Ädols Hitler ihm gegenüber gezeigt habe. Der Lordsiegelbewahrer sei, wie verlautet, der Meinung, daß sein Besuch in Berlin sehr nutzbringend gewesen sei. — Der Berliner Korrespondent des „Daily Telegraph" betont, unter den zahlreichen internationalen Konferenzen der letzten Zeit sei keine, auf der von Anfang bis zu Ende eine größere Harmonie geherrscht hätte. — Der Berliner Korrespondent des „Daily H e r a l d" will den vielleicht bedeutungsvollsten Umstand darin sehen, daß Eden auf der Rückreise nochmals in Paris Halt, machen werde, um dort neue Besprechun-^gelehnt worden sind. Es darf als gewiß g e n zu führen. > trachtet werden, daß der gleiche Grundsatz auch Der Berliner Berichterstatter der „Time s" sagt: \ Besprechungen in Rom beherrschen wird. Sehr befriedigtes Scho der englischen Preise Deutschlands Standpunkt vollkommen klar und aufrichtig. Der Lordsiegelbewahrer Eden hat seine europäische Rundreise fortgesetzt. Er hat nach allem, was man hört, über seine Eindrücke einen sehr «Positiven Bericht nach London geschickt, und «auch die deutsche Regierung, die mit ihm gerade mach der persönlichen Seite sehr rasch Fühlung ge- »vann, scheint von dem Gang der Verhandlungen ßehr befriedigt zu sein. An irgend welche Ab- madjungen war von vornherein nicht zu denken. Das entsprach nicht dem Auftrag, den Eden mitbekommen hatte. Er sollte nur hören und vergleichen. Dabei ist der maßgebende Unterschied zwischen Paris und Berlin, daß er vom Kabinett Doumergue kaum mehr als ein schlecht verhülltes Nein zu hören bekam, während die Berliner Unterhaltungen von beiden Seiten auf das Ziel einer Verständigung abgestellt waren. Der englische Minister hat die Ueberzeugung gewonnen, daß niemand in Deutschland eine Aufrüstung will, daß auch niemand daran denkt, die Ab- .-üftu*3S-?onferenß etwa zu sabotieren, daß vielleicht Deutschland, eben weil es für die nächsten Jahre i eine ganze Kraft dem inneren Wiederaufbau widmen will und muß, nur das eine Interesse kennt, 'fräs Abrüstungsproblem aus der Welt zu schaffen, allerdings in einer Form, die den Bedürfnissen unserer nationalen Sicherheit und unserer Selbstachtung Rechnung trägt. Gerade deshalb ist das Programm, das von I deutscher Seite schon in dem Schriftwechsel mit Frankreich vertreten wurde, denkbar bescheiden ge- mlfen. Wir verlangen keinerlei Offensivwaffen । inb haben auch bei den Defensivwaffen nicht den Lhrgeiz, sofort den Rüstungsstand der anderen I Nächte zu erreichen. Wir sind bereit, selbstverständ- | tief) auf dem Grundsatz der Gegenseitigkeit, eine | Kontrolle zuzulassen, um nachzuweisen, daß die k pgen. militärähnlichen Verbände keinen militäri- * schen Charakter haben. Das sind Forderungen, die Icuch in England Verständnis gefun- ! e n haben. Sie decken sich zum wesentlichsten Teil ! p mit den Vorschlägen, die im englischen Memo- oanbum enthalten sind, allerdings in dem einen fünfte nicht, daß England damals noch von der I Annahme einer allgemeinen Abrüstung usging, die sich inzwischen als irrig erwiesen hat. .nsofern also wird der englische Außenminister sich u einer Korrektur entschließen müssen und wird :e)r allem nachprüfen, ob nicht der Vorschlag Mussolinis aus den gegebenen Verhältnissen eine größere aktuelle Bedeutung hat. Das wird sich vermutlich jetzt bei den Besprechun- ■ taen in Rom ergeben, von denen aber ebenfalls «och keine Entscheidung zu erwarten ist. Auch mit teen Italienern wird der Lordsiegelbewahrer nur f kns allgemeine Programm durchsprechen können, tun dann nach Paris zurückzukehren und vielleicht mit Herrn Barthou noch einmal Fühlung zu nehmen. Erst wenn er dann wieder in London dem mglischen Kabinett berichtet hat, wird sich zeigen binnen, inwieweit diese Reise Früchte getragen lat, inwieweit es vor allem möglich ist, etwa die Denkschriften Englands und Italiens zu einem ciemeinfamen Programm zu verarbeiten, tns dann den übrigen Staaten vorzulegen wäre. Sciis dahin bleibt alles in der Schwebe, bis dahin fnt es aber auch keinen Sinn, von irgend welchen Zmnferenzen zu reden, deren Schicksal ja in der Lift hinge, wenn nicht vorher über ein Mindest- p-ogramm eine Verständigung erzählt wäre. Das Lichicksal einer solchen Verständigung liegt genau näe bisher in Paris. Oie amtliche Mitteilung. r»otz der Schwierigkeiten find Fortschritte gemacht. Berlin, 22. Febr. (DRV.) Reichspräsi - -?nt von Hindenburg empfing am heutigen Nachmittag den zur Zeit in Berlin weilenden königlich Britischen Lord-Gcheimsiegelbewahrer LD e n, der von dem hiesigen britischen Volschafter begleitet war. Die Aussprachen zwischen der Reichs- regierung und Herrn Eden über die Abrüstungs- rage gelangten heute zum Abschluß. Herr Eden hcitte während seines Aufenthaltes in Berlin zwei längere Besprechungen mit dem Reichskanzler 'crote verschiedene Unterhaltungen mit dem i ch s a u ß e n m i n i st e r. Die Besprechungen imrben in einem freimütigen und freund- i oi a s t l i ch e n Geiste geführt und zeigten, daß dc de Regierungen den Wunsch haben, sobald als n igiich zu einer allgemeinen Verständi - ö a n g über die Abrüstungsfrage zu gelangen. Ob- v hl die Unterhaltungen eine endgültige Vereinbarung über den Inhalt einer Abrü- ümgskonvention nicht zum Gegen st and 'c ten, führte die gemeinsame eingehende Prüfung e: Fragen dazu, daß jede der beiden par- cSen den Standpunkt der anderen r r ch a u s o e r st e h e. Cs wurde beiderseits der »»druck gewonnen, daß trotz der Schwierigkeiten, sir sich dem Abschluß .einer Abrüstungskonoention roJ) entgegenstellen, Fortschritte gemacht reiben sind. Del Kamps um die Weltanschauung glichen hinaus, verzehrte er seine Kräfte Sache, der er freudigen Herzens und aus für die werden sich voraussichtlich bis zum 30. Juni erstrecken. Im Werdegang der siegreichen nationalsozialistischen Bewegung zeigte sich ein tiefes Mysterium des seine Forderung auf Auflösung der Kammer und Ausschreibung von Neuwahlen. Die Radikalsozialistische Kammerfraktion befaßte sich mit der möglichen Beurlaubung der Kammer nach der endgültigen Verabschiedung des Haushaltes. Hierüber hat eine freundschaftliche Aussprache zwischen den radikalsozialistischen Ministern und dem Ministerpräsidenten stattgefunden. Es wurde eine Einigung erzielt. Die Kammer soll nicht in die Ferien geschickt werden, bevor nicht eine eingehende Aussprache über die Getreidepreise stattgefunden hat. Die Radikalsozialisten hatten sich vor kurzem gegen jede vorzeitige Beurlaubung der Kammer ausgesprochen. Sie haben also ein Zugeständnis gemacht. Die Ferien des Parlaments Versuch der deutschen Selbstbesinnung. Wieder bemühte sich der Deutsche, auf die Urgründe seines Jchs der deutschen Gemeinschaft, der europäischen Völkerfamilie zurückzugehen. Man forschte nach den leiblichen Gesetzen und seelischen Geboten dieser Gemeinschaften, und zeigte, daß man Leib und Geist nid;1 voneinander trennen konnte. Diese neue Naturerkenntnis bedeutet ein großes menschliches Erwachen wie einst, als die europäische Naturwissenschaft nach einer 1500jährigen „toten Zeit" feit dem Sterben der antiken griechischen Welt sich Rechenschaft abzulegen begann über das Gesetz der kreisenden Gestirne ebenso wie über die Gesetzmäßigkeit des Blutkreislaufes im menschlichen Körper. Wenn in diesen vergangenen Jahren erklärt wurde, daß die Rassenkunde a n t i ch r i st l i ch sei, so können wir heute mit Befriedigung feststellen, daß das Hakenkreuz sowohl von katholischen wie vonprotestantischenKirchen herabweht, daß somit die äußere Anerkennung vollzogen wurde und die Kirchen bereit seien, der neuen Wisenschaft ihr Recht zuzusprechen. Die neue Geschichtsauffassung mißt die Größe der Männer und Frauen der Vergangenheit auf allen Gebieten danach, mit welcher Kraft, und Vollkommenheit sie Blut und Lodender deutschen Ration e c h a l te n, in welchem Meine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident empfing den Ge« neraloberst Freiherrn von Hamm er st ein« Equord zur Entgegennahme seiner Abmeldung und sprach bei dieser Gelegenheit dem Generalober« sten nochmals seinen Dank aus für die dem Reichsheer geleisteten Dienste, insbesondere in seiner Stellung als Chef der Heeresleitung. Soldat, ein Charakter von lauterer Gesinnung und vorbildlicher Pflichtauffassung, ein deutscher Mann und Patriot von glänzender Vaterlandsliebe — so stellte er sich unter rückhaltslosem Einsatz seines ganzen Jchs in den Dienst der deutschen Revolution. Persönlich bedürf« nislos, hart gegen sich selbst bis über die Grenzen des Mp..... ganzer Seele diente. Er kannte nur einen Gedanken: Pflichterfüllung für Deutschland und Adolf Hitler. Dem Uebermaß an Arbeit, welches er auf fein« Schultern genommen hatte, zeigte sich sein Körper nicht gewachsen. Seine Kräfte reichten nicht mehr aus, die tückische Krankheit, die ihn vor einigen Monaten befiel, abzuwehren. Nun streckte ihn im 48. Lebensjahre der Tod auf die Bahre. Er hat sich in Treue und Pflichterfüllung aufgeopfert. Trauernd breitet die Schutzstaffel die rote Hakenkreuzfahne mit dem Sinnbild ewig sich erneuernden Lebens über das, was an Gruppen- führer Seidel-Dittmarsch sterblich war. Sein Geist der Hingabe an das Vaterland aber lebt weiter in seinem Werk! Marxismus predigte damit die Minderwertigkeit für alle, die Herabdrückung jeder großen Persönlichkeit auf das Niveau des Allerunproduktivsten und Allerminderwertigsten. Wir erklärten dazu, daß der Begriff des Eigentums fein Werturteil daraus bezieht, ob dieses Eigentum ehrlich oder unehrlich erworben fei. Der Eigentumsbegriff ist eine Eha- rakterfrage. Die lebensfeindliche marxistische Theorie aber äußerte sich in der marxistischen Praxis dann auch so, daß die größten Diebstähle zum berechtigten Eigentum erklärt wurden. Wenn ich hier den Marxismus so ausführlich behandelte, so aus der tiefen Ueberzeugung heraus, daß keinem Volk eine klare Entscheidung erspart bleiben wird. Rede Nation hat zwar ihren Charakter, ihre ureigene Ueberlieferung, aber das Problem an sich „Volkstum und Marxismus" muß von allengelöst werden. Das Aufflackern scheinbar wirtschaftlicher Streiks, politischer' leidenschaftlicher Ausbrüche in fast allen Zentren Europas,yeigt daß für alle Europäer — und nicht nur für sie — die höchste Zeit gekommen ist, dem 20. Jahrhundert wirklich ins Auge zu sehen. Ein Volk aber, das dieses Problem nicht sehen will und deshalb auch nicht lösen kann, wird in zuckenden Aufständen von Blut und Tod die Nichtachtung der Fragen unseres Jahrhunderts zu bezahlen haben. Die Eharaklerhallung gegenüber dem Schicksal und den Mächten der Politik und Kultur gilt zunächst von einem einzigen, aber entscheidenden Bekenntnis aus. Von dem Bekenntnis nämlich, daß Blut und Charakter, Raffe und Seele nur verschiedene Bezeichnungen für das gleiche Wesen sind. Alfred Bosenberg spricht über neue Gesichtspunkte der Seschichts- und Kulturbetrachtung. Oer Reichsführer -er SG. zumTo-e -esGruppenführers Geidel-Oittmarfch. Berlin, 22. Febr. (DNB.-Funkspruch) Der Reichsführer der SS., Heinrich Himmler, hat dem verstorbenen Gruppenführer Seidel-Dittmarsch folgenden Nachruf gewidmet: Am 21. Febr. riß der Tod den SS.-Gruppen- führer Staatsrat Siegfried Seidel-Dittmarsch aus unseren Reihen. Die Schutzstaffel verliert in ihm einen Führer, der als Chef des S S. - A m t e s in rastloser, pflichtgetreuer Arbeit hervorragend mit dazu beigetragen hat, die schwarzen Standarten Adolf Hitlers zu dem zu machen, was sie heute sind. Ein in Krieg und Frieden voll bewährter Berlin, 22. Febr. (DNB.) Im Reichstagssitzungssaal im Gebäude der Kroll-Oper sprach vor einer großen Zahl geladener Gäste, unter denen man die Spitzen der Behörden, der Wissenschaft und der Wirtschaft bemerkte, Alfred Rosenberg, der vom Führer mit der geistigen Schulung der Partei beauftragt worden ist, über das Thema „Der Kampf um die Weltanschau u n g". An Stelle des verhinderten Führers war der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ferner die Reichsminister D a r r ö und Dr. Frick, die Staatssekretäre Feder und H i e r l, der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, sowie zahlreiche Gauleiter, unter ihnen Reichs- statthalter Sprenger erschienen. Zeigte der Reichspressechef Dr. Dietrich die neue Sinngebung der Politik auf, so gab jetzt Alfred Rosenberg die neue Richtung der deutschen Geschichtsbetrachtung und des kulturellen Lebens Deutschlands. Alfred Rosenberg zeigte die deutsche Geschichte und das Werden aller kulturellen Werte der Welt in einem neuen Gesichtswinkel. Er wies auf die ganz anders gearteten Ergebnisse hin, die sich durch diese neue natürliche Betrachtungsweise ergeben, und zog daraus die Folgerungen für Deutschland. Er führte in seinem Vortrag u. a. folgendes aus: Heute, glaube ich, geht ein immer stärker anwachsendes Raunen durck; Millionen und aber Millionen Menschenseelen als Aeußerung eines tiefen Wissens, daß wir in einer der größten Zeiten- und Weltenwende leben, in einer Epoche, die einen bis in die Wurzeln gehenden Umbruch nicht nur auf einigen Gebieten des Daseins, sondern für das ganze Lebensgefühl bedeutet. Wir alle standen in einem Ringen verschiedener geistiger Systeme. Wir nennen die Weltanschauung des 18. und 19. Jahrhunderts in anderen Staaten immer wieder aufflackernden kommunistischen Bewegungen ihren tiefsten Dank dafür auszusprechen, daß es ihnen möglich ist, ungehindert in ihren Kirchen zu predigen. Wir hoffen, daß diese zu fordernde innere Dankbarkeit sich nach und nach bei allen Pfarrern und Priestern einstellen wird als Voraussetzung für eine wirkliche, von allen Gutwilligen angestrebte Befriedung des ganzen politischen und geistigen Lebens Deutschlands. Der höchste Wert, um den heute gekämpft wird und der die geheimnisvolle Kraft der nationalsozialistischen Bewegung ausmacht, ist die nationale Ehre. Dieser geheimnisvolle Kern wird der nationalsozialistischen Weltauffassung auch als Staat weiter die aufbauende Kraft fchenken. Wir glauben, daß kein Gott von uns mehr verlangen kann, als auf allen Gebieten des Lebens in diesem Sinne zu wirken, als Vermächtnis für alle, die noch kommen werden, im Dienste für die einzige Idee: Das ewige Deutschland. Notverordnung gegen Preissteigerungen in Prag. Prag, 23. Febr. (DNB.-Funkspruch) Da sich in der Tschechoslowakei nach der Abwertung der Tschechenkrone allenthalben Absichten zur Steigerung der Preise geltend machen, hat das Kabinett eine Notverordnung zur Bekämpfung von Preissteigerungen genehmigt. Die Notverordnung sieht Strafen bis zu 50 000 Kronen und Gewerbeentzug für die Verteuerung von Bedarfsgegenständen, Kettenhandel, Verabredungen zur Verteuerung, Ankauf von Vorräten usw. vor. absieht. irgendeinen Druck in der Zinssenkungs- frage auszuüben. Das zweite Moment, das vielleicht die deutschen Sparer in den letzten Tagen anläßlich der Ab- Wertung der Tschechenkrone beschäftigt hat, ist die Frage nach der Stabilität der Mark. Ich bin von der Notwendiakeit, den deutschen Export im Interesse der Arbeitsbeschaffung zu steigern überzeugt. Dennoch kann ich mich nicht dazu verstehen, eine Abwertung der Mark vorzunehmen. Der deutsche Export beruht zu einem großen Teil auf der Veredelung ausländischer Rohstoffe, die durch eine Abwertung der deutschen Mark sofort verteuert würden. Durch eine Markabwertung würden wir die Schrumpfung des Welthandels doch nicht beheben und unseren Anteil an diesem schon zusammengeschrumpften Welthandel nicht über das normale Maß steigern können. Das System der zusätzlichen Exporte und die Jnzahlung- nähme von Sperrmark billigen deutschen Aus- landsbonds und Scrips erstattet uns immerhin einen gewissen Teil dessen wieder, was die englische und amerikanische Valutaentwertung uns weg- nimmt. Dieses System ist noch durchaus ausbau- fähig. Ich möchte des halb abschließend mit allem Nachdruck feststellen. daß der Wille der Reichsregierung, dem Arbeiter und Sparer feine Kaufkraft zu erhalten, nicht im geringsten erschüttert ist und daß von einer Abwertung der Mark nicht die Rede sein kann. Troß aller Literaten und Projektemacher dürfen Sie sich darauf verlassen, daß diese Regierung auf dem Gebiete des Geldwesens keine Experimente machen wird. Gerade diese Regierung, die durch ihr eigenes Zugreifen auf dem Arbeitsmarkt der Wirtschaft neues Leben gibt, bedarf des Sparwillens des deutschen Volkes in höchstem Maße. 7Nit der Notenpresse kann jeder bürgerliche oder marxistische Stümper regieren, die nationalsozialistische Regierung kann und will es n i ch t. Sie will regieren mit dem Vertrauen des Volkes. den Reichssendung um 20,25 Uhr. Übertragung einer SA. -Kundgebung aus dem Sport- p a l a st B e r l i n. Es spricht Pg. Dr. G o e b b e l s. Am Samstag spricht anschließend an ein volkstümliches Wagnerkonzert aus Berlin um 19,45 Uhr Reichsleiter Pg. Alfred Rosenberg über alle deutschen Sender. Um 20.05 Uhr beginnt die große Reichssendung des RS.-Reichssymphonce- o r ch e st e r s unter Leitung des Kapellmeisters Franz Adam, mit Erich Kloß als Solist. Um 21.30 Uhr werden im hofbräufeft- saal die allen Kämpfer zur Erinnerung an die erste Versammlung vor 14 Jahren an gleicher Stelle vereinigt sein. Der Führer wird das Wort ergreifen. Am Sonntag beginnt das Nundfunkpro-gramm um 7.30 bis 9 Uhr mit der Uebertrngung einer Standmusik aus der Feldherrnhalle. Während sich die Amtswalter in München und dem gesamten Reich zur Vereidigung versammeln, beginnt der Rundfunk eine Feierstunde zu Ehren der Toten und Helden der Bewegung und ihrem Vermächtnis: „Wir sind bereit". Um 10.20 Uhr beginnt der Hörbericht von der Vereidigung auf dem Königsplatz. Es sprechen der Gauleiter München-Oberbayern, Pg. Adolf Wagner, der Reichsjugendführer Baldur von Schirach, der Stabsleiter der Obersten Leitung der PO. Dr. Robert Ley und de.r Stellvertreter des Führers, Pg. Rudolf Heß. Diese Uebertragung dauert bis 12 Uhr. Es schließt sich dann eine T o - tengebentfeier an, übertragen vom Ehrenmal in Berlin. München, 23. Febr. (DNB.) Am 24. Februar 1920 gab Adolf Hitler im Hofbräuhaus in München das Programm feiner Bewegung mit den bekannten 25 Punkten heraus. Jetzt ist diese Bewegung durch Gesetz zur Trägerin des Staatsgedankens erklärt, die Partei zur Körperschaft öffentlichen Rechts erhoben worden. Die organisatorischen Formen sind abgeschlossen. Sie zeigen die politische Organisaion (PO.) einerseits, die Formationen der SA. und SS. andererseits, ferner die Hilfsorganisationen (NSBO., NS.-Hago, Frauenschaften, Berufsgruppen usw.). Die Politischen Leiter haben ebenso, wie SA. und SS. das Recht zum Tragen der Uniform erhalten. Damit hat der Ausbau der einzigen in Deutschland bestehenden Partei mit ihren verschiedenen Gliederungen seine feste Gestalt gewonnen. Diese Tatsache wird mit der Vereidigung der Politischen Leiter unterstrichen. Die Politischen Leiter und die Amtswalter der übrigen Gliederungen (zu denen auch die Hitler-Jugend, der Bund'Deutscher Mädels, der Arbeitsdienst, die Ar- front usw.) gehören, geloben dem Führer Adolf Hitler unverbrüchliche Treue und den von ihm bestimmten Führern unbedingten Gehorsam. Auch das Rundfunkprogramm hat sich den Feierlichkeiten anläßlich der Vereidigung der Politischen Leiter angepaßt. Am Freitag wird in der Stunde der Nation um 19 Uhr der T o'd e s t a g H o r st W e s s e l s begangen. Anschließend spricht der Leiter der PO., Dr. Ley, von München aus über alle deutschen Sender. Ein Konzert deutscher Klassiker leitet über zur anschließen- Die Freier der Vereidigung der politischen Leiter der NSDAP Das Programm der Festtage in München im Rundfunk. Berlin, 22. Febr. (DNB.) Im Großen Aus- 'chuß des Zentralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes führte Reichsbankpräsident Dr. Schacht u. a. aus: Das Bankwesen ist leider kein sehr populäres Gewerbe und dock) ist es ein sehr notwendiges und ür das Gemeinwohl nützliches Gewerbe, wenn es richtig geführt wird. Es ist die große gemeinnützige Aufgabe der Banken, dieGelderderSparer, die bei dem einzelnen ungenutzt liegen würden, durch die Zusammenfassung in der Bank der ge- amten Volkswirtschaft im Kredit- wege zuzusühren. Das deutsche Bankwesen wird heute getragen nicht von wenigen reichen Leuten, sondern von einer Unzahl von klei - n e n und klein st enSparern und G e - ch ä f 15 I e u t e n. Selbstverständlich haben die Banken auch immer noch ansehnliches eigenes Kapital, aber hier handelt es sich noch weniger um privaten Reichtum einzelner. Es wird die Oeffent- lichkeit interessieren, wenn ich hier einmal feststelle, daß von sämtlichen deutschen Aktienbanken mit einem Grundkapital von 10 Millionen aufwärts über 70 v. H. des Kapitals sich mittelbar oder unmittelbar in den Händen des Reiches ufw. befindet. Der Reichsbankpräsident beschäftigte sich dann mit der Zinsenfrage und stellte fest, daß es der Reichsbank gelungen fei, das Kursniveau sämtlicher festverzinslichen Werte an der Berliner Börse in den ersten zwölf 2Uo- naten der nationalsozialistischen Regierung um 13 v. h. zu heben. Wenn in den letzten Tagen das Interesse am Rentenmarkt nachgelassen habe, so sei der eine der beiden Gründe hierfür das dauernde Gerede von einer bevorstehenden, mit mehr oder minder großem Druck verbundenen Rentenkonvertierung auf einem niedrigeren Zinsfuß. Die Reichsregierung aber, betonte Dr. Schacht, legt den größten Wert darauf, daß jede Zinskonversion von der freudigen und freiwilligen Mitarbeit der großen Sparer- massen getragen wird und daß sie davon Ausmaß sie die hohen Werte germanischen Ehrgefühls beschirmt und wie ihre Schöpferkraft das geistige Deutschland gestählt und verklärt hat. Wir glauben, daß es im Sinne der Rassen-Seelenkunde keine Welt-Geschichte gibt, 8. h. keine Geschichte, wonach alle Völker und Rassen gleichsam zu einer einzigen planvollen Auflösung hingeführt werden. Wir glauben, daß die Geschichte der Völker einen Lebe n s k r e i s für f i ch darstellt. So steht auch die deutsche Geschichte vor uns in einem anderen Licht als bisher. Der Träger der deutschen Reichsidee ist für uns nicht Karl der Große, sondern sein erbittertster Gegner, der Sachsenherzog Widukind. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ist nicht die Vorstufe zum nationalsozialistischen Dritten Reich, sondern die Vorläufer zu diesem erblicken wir in allen großen Rebellen gegen das erste Reich, ob sie, wie der unbegreiflich große Friedrich II., der Hohen- staufe, inmitten einer Idee der universellen Monarchie wirkten, oder ob sie dagegen aufstanden, wie Heinrich der Löwe, Friedrich von Brandenburg, Luther, Hutten, Friedrich der Große oder Bismarck. Heute an einer Jahrtausendwende können wir erklären, daß, wenn Herzog Widukind im achten Jahrhundert unterlag, er im 20. Jahrundert in Adolf Hitler gesiegt hat. Auf dem Gebiet der gesamten Kunst vollzieht sich die gleiche Umwandlung der geistigen und weltanschaulichen Haltung. Der gesunde Instinkt der nationalsozialistischen Bewegung erlebt die Pallas Athene verwandt mit jenen Frauen, die Tizian malte, aber auch als wesensgleich mit Gudrun und Goethes Dorothea. Er erblickt eine tiefe Verwandtschaft zwischen Gestalten des Achilles und Diomedes mit Siegfried und Faust. Und langsam wendet sich die neu erwachende Seele ab von der Krankheit der Vergangenheit und stellt in den Mittelpunkt ihrer Formen nicht mehr den problematisch zerquälten Menschen, der täglich seine Seelenwunden betastet, sondern den starken und gesunden, feinen Kampf und feinen Sieg, aber auch seine heroische Niederlage. Auf dem Gebiet der Philosophie und des religiösen Lebens ist die Haltung unserer Bewegung vorn ersten Tage an eindeutig gewesen. Die NSDAP, hat immer erklärt, daß sie jedes echte religiöse Bekenntnis, das nicht den germanischen Werten widerspricht, anerkennt und zu schützen gewillt sei. Die wirkliche innere Achtung vor jeder tieferen religiösen Ueberzeugung ist weiter nichts als die neue Anerkennung einer altgermanischen Charakterhaltung, wonach um eines religiösen Bekenntnisses willen Menschen nicht in Zwietracht und blutige Kämpfe gestürzt werden dürfen. Wir achten den Glauben der staatlich anerkannten Kirchen, aber auch jenes Streben, das nach neuen religiösen Formen sucht. Wir wissen nicht, ob die Bestrebungen zu einer deutschen Nationalkirche Erfolg haben werden oder nicht, wir begreifen und achten es, wenn die Ablehnung dieser Reformversuche deutlich ausgesprochen wird von den anderen Konfessionen, aber sprechen uns nicht das Recht zu, weder als Bewegung noch als Staat, Führer dieser Bestrebungen als unreife Heißsporne hinzustellen. Deshalb werden wir, falls jemand von uns sich mit religiösen Fragen oder Debatten besaßt, diesem das Braunhemd verbieten. Keinem Nationalsozialisten ist es gestattet, öffentliche religiöse Diskussionen in der Uniform seiner Bewegung zu führen. Die nationalsozialistische Partei hat nicht um religiöse Dogmen gekämpft und wird auch nicht um diese kämpfen. Adolf Hitler hat mit seinem Siege ganz Deutschland vor dem Kommunismus und die ganze abend- ländische Welt vor dem Versinken in ein blutiges Chaos gerettet. Wir glauben, daß die Kirchen und alle anderen geistig- kulturellen Institutionen, selbst wenn sie an dem einen oder anderen Kämpfer unserer Bewegung Kritik glauben üben zu müssen, doch alle Ursache hätten, dem Führer dieses Staates angesichts der Reichspräsident von Hindenburg empfing den türkischen Botschafter Kemal-Ed« d in -Sami Pascha, der ihm das Bild des türkischen Staatspräsidenten Ghazi Mustapha Kemal im wertvollen Rahmen überreichte als Dank des Präsideten für die ihm anläßlich des 10jährigen Bestehens der türkischen Republik seb tens des Herrn Reichspräsidenten und der Reiche regierung erwiesenen Aufmerksamkeiten. nicht mehr blutgebundene „Proletarier" zusammenfanden und beide Opfer wurden einer utopischen und volksfeindlichen Ideologie, die wir die marxistische Bewegung nennen. Wenn der Marxismus von einer Solidarität aller Proletarier der Welt sprach, so hatte er die Axt an die Lebenswurzel des deutschen Arbeiters gelegt, denn solange die Völker lebendig sind, ist der Arbeiter, der Bauer oder Handwerker mit seinem Schicksal unlösbar an Blut und Boden gebunden. International fint) im Verlauf der Weltgeschichte immer nur Gaukler, Scharlatans und Volksbetrüger gewesen. Die zweite Theorie des Marxismus war die Predigt des Klassenhasses. Das war der größte Betrug, der an dem deutschen Arbeiter verübt wurde, auch wenn das Urteil der Geschichte den kapitalistischen Klassenkampf genau so verurteilen wird, wie den marxistischen von unten. Beide sind s dpi Id am Elend der deutschen Nation. Drittens war die Predigt des Pazifismus die notwendige Folge dieser beiden Begriffsverwirrungen. Eine besonders liefe seelische Vergiftung war fchliehttch die Leugnung des Eigen- kumsbegriffes. Der Marxismus hatte nur ein hingeworfenes Wort von Proudhon aufgegriffen und erklärt: Eigentum ist Diebstahl. Der Keine währungspolitischen Experimente! Eine Klarstellung des Reichsbankpräsidenten Schacht. die liberalistische, sehen am Ende dieses 19. Satyr« ...... —. Hunderts die marxistische hochkommen, erblicken Blutes, das scheinbar im Weltkrieg gestorben durch alle diese Zeiten hindurch Formen des Mittel-> war und doch in dieser neuen Bewegung wieder ge- alters noch immer ihren Platz behaupten. Als (Er boren wurde. Die Rassenkunde ist in ihrer gebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung sehen Tiefe weiter nichts als ein ganz weit ausholender wir, daß sich der wurzellose Intellektuelle und ber Sie feierliche Beisetzung des Königs der Belgier ♦ 9s* Buntes Allerlei uch) \ Darum der Igel sich selbst bespuckt. ' lluch bei Tieren, die dem Menschen schon se DittmoD Menschen schon seit von Lorn wahrscheinlich, daß der Igel sich selbst bespuckt, an sseinen Igelgeruch durch einen Geruch zu ver- \W octEn, der für die Jgelseinde kein Interesse hat he"deshalb nicht ihre gefährliche Aufmerksamkeit ’ 'rrelt. Oemonstrationszug der Raucher. lckerndr n Dor. 56. W c hofft sich nc em eii wirklich iung Dech I, die beits- ledars Höch- jeder lieten, i und l dm roirt ifional- e na« ’ Ker» falfung Sraft n uni liefen , a\s erden, wlge 'jette. , dotz der allein eichs. seine n et« Jet« König Viktor Emanuel. Nie Bittschrift auf Baumrinde. Der Große Rat der Huronen-Jndianer von die Üebermalung zu entfernen. Aber mit der Ueber- malung verschwand auch der „echte Raffael" und zum Vorschein kam ein ganz wertloses Porträt r- Ach !?■ chniei^ n Teil le, di; fofotl lerhin; 'anbei- diesem nidji ls Cy chlungl merhii nglisch wex. lusbay. ir.icr Zeit nahe vertraut sind und die von ihm Tier wieder beobachtet wurden, gibt es noch ncTidje Rätsel, die der Lösung harren. Der Igel 3-, der so leicht zahm und dayer öfters in Ge- a^enschast gehalten wird, scheint durchaus nicht -l dumme Geselle zu sein, für den man ihn bisher ei. Konrad Werter, der in den „Zoologischen ilrbüchern" sehr genaue und eingehende Gefangen- mists-Beobachtungen an europäischen Igeln mit» iilv hat an seinen beiden Häftlingen bemerkens- eÄe Proben von Intelligenz gefunden. Vor allem beschäftigte ihn eine noch wenig beobachtete, etunre Erscheinung, die unter allen Säugetieren M n der Igel ausweist: das Selbstbespucken. Wenn sfr war wie eine türkische Rargileh mit Tabak gefüllt. Schlauchleitungen, an deren Enden Mundstücke befestigt waren, hielten die Begleiter der Hobelbank und rauchten daran. Auf einem anderen Wagen war ein mächtiger Kachelofen aufaestellt, ebenfalls mit Pfeifentabak geheizt. Die Raucher sorgten durch die Schlauchleitungen, daß der Ofen Zug hatte. Viel Spaß machte auch ein Dudelsack mit Tabak, an dessen Enden 40 Mundstücke befestigt waren, so daß aus dieser Mammutpfeife 40 Raucher zu gleicher Zeit ihren Nikotinhunger stillen konnten. peinliche Ueberraschung. Ein reicher Amerikaner reiste nach Italien, um dort Bilderschätze zu entdecken. In Florenz teilte ihm sein Führer mit, daß dort ein alter Gelehrter wegen Geldmangel einen echten Raffael aus Fa- milienbesitz verkaufen wolle. Man wurde Handelseins, der Amerikaner bekam das Bild und zahlte 150 000 Lire in bar dafür. Das italienische Gesetz verbietet aber die Ausfuhr von Kunstwerken. Der Amerikaner ließ das Bild kurzerhand übermalen. Man sah nun darauf eine Sennerin, die eine Kuh molk und im Hintergrund den Turm von Pisa im Sonnenschein. Kein Grenzwächter erkannte in dem Bild ein Kunstwerk. Als der Amerikaner nach Hause kam, beauftragte er einen Restaurator damit, dat -Gruppl : - Dill tassel vl hes ler W- e schwär? en, was' bewW mungv' eut|> njen»i sich "" Hs m! lich * ie ®«n! ; ine «rf i unö °> tn S-d« & » retteoiUe in der Nähe von Quebec hat an den britischen Generalgouverneur eine Bittschrift gerichtet, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß ihr Häuptling Ludger Basken einen Sitz im Senat von Kanada erhalte. Die Eingabe ist nach altem indianischem Brauch auf Baumrinde geschrieben und in einen aus Gräsern geflochtenen Rahmen gefaßt. Oben in der Mitte befindet sich eine farbige Zeichnung der kanadischen und der französischen Fahnen, sowie ein Biber, das Toten-Tier des Stammes, an der rechten Seite ein Jndiancrkvpf; auf der linken Seite find drei Ahorn-Blätter angebracht. Die Bittschrift spricht zunächst die Freude des Huronen- Stammes darüber aus, daß die Regierung eine Gedenkfeier an die vor 400 Jahren erfolgte Entdeckung Kanadas abhalten wolle; die Huronen feien stets treue Verbündete des „Großen Onvnthia", des englischen Königs, gewesen. Das Fest, durch das die Ankunft der Bleichgesichter in diesem Land gefeiert werde, biete eine günstige Gelegenheit, um das ehrwürdige Alter ihrer Rasse und den Wert ihrer Dienste dadurch anzuerkennen, daß ein Mitglied des Huronen-Starnrnes zum Senator erhoben werde ... Brüssel, 22. Febr. (DNB.) Die Trauerfeier- Ichkeiten zu Ehren des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Königs der Belgier fanden |eute ihren Höhepunkt und Abschluß. In einem imposanten Trauerzuge wurde König Albert I. vom Schloß in Brüssel nach der Residenz in Lacken übergeführt und dort in der Gruft ter belgischen Könige beige fe^t. Die Beteiligung war gewaltig. Zahlreiche Fürst- lchkeiten, mehrere Staatschefs, hohe Abgesandte ileler Staatsoberhäupter, die Diplomaten und Nililär-Attachss fast aller Länder nahmen teil. Me Bevölkerung umdrängte in dichten Massen die Straßen, durch die der Zug seinen Weg nahm, jfenfter und Balkone waren seit den frühe- jien Morgenstunden dicht besetzt. Bis zum Beginn des Trauerzuges, der sich kurz vor 12 Ahr in Bewegung setzte, defilierten seit den frühen Morgenstunden 4 0 0 0 0 ehemalige Kriegsteilnehmer mit ihren Fahnen vor dem auf der offenen Freitreppe des Schlosses aufgebahrten einfachen Sarg, der, nur mit einer großen Fahne bedeckt, mitten in einem Meer von Blumen und Kränzen aufgestellt war und an dem Generale der Armee die Ehrenwache hielten. inzwischen versammelten sich auf der Freitreppe tes Schlosses der Hof und die amtlichen Per- sinlichkeiten. Dann trat die hohe Geistlich - Is i t, an ihrer Spitze der Kardinalerzbi- jti) o f von Mecheln, aus dem Schloß. Auf das ^sichen zum Aufbruch klang von der nahegelege- i-n Kirche das Totengeläut. Es verkündete, daß l r König feine letzte Fahrt angetreten hatte. Militär eröffnete den Zug, an dessen Spitze sich, h'ch zu Roß, der Oberstkommandierende der beb tzsschen Armee, Generalleutnant van Emelen, rit seinem Stabe setzte. Unmittelbar dahinter tmen kleinere Abteilungen der im Weltkriege oer- i j n i) e t e n Heere: italienische Fußtruppen; c alische Dragoner und Matrosen; Infanteristen Mio Flieger der französischen Armee, sodann grv- H re belgische Truppenabteilungen c er Waffengattungen in feldmarschmäßiger Aus- rfstung. Die Erinnerung an den Krieg wurde noch ,ft rfer durch die folgende Gruppe wachgerufen, in fci Kriegsveteranen, Kriegerhinterbliebene, »Mische Gefangene aus der Zeit der Besetzung um. marschierten. Es folgten Abordnungen sämt- lyer Dienstgrade des belgischen Heeres, der Ge- nralftab und die Fahnen sämtlicher Regimenter. Ss kam nunmehr die Lafette mH dem Sarg, vor dem der Kardinalerzbischof von Mecheln, umgeben von zahlreichen höheren und niederen Geistlichen, schritt. Rechts und links vom Sarge gingen der Minifter - Präsident, die Präsidenten der Kammer und des Senates, der Jusiizminister, der Innenminister, sowie zwei Generäle. Dem Sarge wlgte, von einem Kammerdiener geführt, das Leibpferd des Königs. Gesenkten Hauptes schritt Kronprinz Lev - s ld in Generalleutnantsuniform, begleitet von seinem Bruder. Nunmehr schloß sich das offizielle 5inuergefolge an, sehr viele, namentlich die frem- ier Prinzen und Fürstlichkeiten, in Uniform. Man fat den König von Bulgarien, den Prin- -cm von Wales, den italienischen Thron- loper, den Kronprinzen von Schweden, den Künzen Axel von Dänemark, den Prinzen Ä'olaus von Rumänien, einen Prinzen von <5 am und den Prinzgemahl der Nieder- lcmd e. In ihren Reihen schritt auch der Präsi- iit t der französischen Republik, Lebrun. Als Vertreter des Reichspräsidenten und der Leichsregierung bemerkte man den Botschuf- ter von Keller. Ls folgten die Mitglieder des Diplomatischen Korps, darunter der deutsche Militärattache in London, Oberst Freiherr Geyr von Schweppenbnrg.in Reichswehruniform. Eine Gruppe französischer Generäle in Uniform, geführt von General Weygand. Der französische Kriegsminister, General P 61 a i n , war gleichfalls zu sehen. Von der englischen Admiralität und Generalität waren Sir Roger K e y e und Lord A l l e n b y erschienen. Weiter kamen das ganze Kabinett, sämtliche ehemaligen Staatsminister, die Abgeordneten der Kammer und des Senates, der Oberste Gerichtshof und die Spitzen aller Militär- und Zivilbehörden. Der Trauerzug führte zunächst zur Kathedrale Sainte Gudule. Hier las der Kardinal ein feierliches Seelenamt und erteilte die Absolution. Nach dem Requiem erfolgte die Ueberfüh - rung nach Laeken. Der Hof und die Trauer- aäste folgten in ihren Wagen dem Sarge. In Laeken erfolgte der Vorbeimarsch der Truppen, die vom Schloß in Brüssel bis nach Laeken Spalier gebildet hatten, sowie der Abordnungen der fremden Truppenteile. Alsdann wurde der Sarg von dem Kardinal in die Krypta geleitet und nach kurzem Gebet dort neben den Gräbern Leopolds I. und Leopolds II. beigefetzt. Eine Salve von 21 Kanonenschüssen schloß die Feier. Zusammenstöße in der belgischen Kammer. Brüssel, 22. Febr. (DNB.) Die Kammer trat am Donnerstagabend zu einer geheimen Sitzung zusammen, um den Text einer Huldigungsadresse für den neuen König zu beraten. Gleich zu Beginn der Sitzung forderte der Abgeordnete der flämischen Nationalisten Borgt- non die Öffentlichkeit der Sitzung, da Fragen behandelt würden, die für die Öffentlichkeit von Interesse seien. Die Person des Königs, so fuhr er fort, ist uns gleichgültig, doch erfordert die Debatte die Oeffentlichkeit. Als der Abgeordnete die Behauptung aufstellte, daß keiner der ersten drei belgischen König die Initiative zugunsten der Rechte des flämischen Volkes ergriffen habe, erhob sich unter den Abgeordneten ein Entrüstungssturm, und der Minister Vancauwe- l a e r t legte schärfste Verwahrung gegen die Aeuße- rung des Abgeordneten ein. Als daraufhin der kommunistische A b - g e o rb n e t e Motte auf Gerüchte anspielte, wonach König Albert I. Selb st mord verübt haben soll, kam es zu heftigen Zusammenstößen. Einer der kommunistischen Abgeordneten wollte sich auf einen marxistischen Abgeordneten stürzen. Nur mit Mühe konnte er von den Saaldienern zurück- gehalten werden. Der Präsident sah sich schließlich genötigt, die Sitzung aufzuheben. In einer neuen Kammerfitzung wurde die Huldigungsadresse für den neuen König angenommen. Sieben Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei, drei Kommunisten und sämtliche Abgeordnete der flämischen Nationalisten haben gegen die Adresse gestimmt. Die Ausführungen des flämischen Nationalisten Borguinon haben nicht nur bei den Abgeordneten der anderen Parteien, sondern auch bei den übrigen flämischen Abgeordneten schärfsten Protest hervorgerufen. Wie sich aus dem Sitzungsprotokoll ergab, hat der kommunistische Abgeordnete Motte bei der Erwähnung des Todes König Alberts lediglich von merkwürdigen Umständen gesprochen. Zu der Frage der Todesursache hört man übrigens noch, daß sie wahrscheinlich noch die Justiz beschäftigen werde; der Juftizminister werde demnächst mit dem General- staatsanwalt in Besprechungen darüber eintreten. S c „Deutsche Raucherbund" hat sein 50jähnges IjJJlaum gefeiert und dieses Fest würdig ver- qumt. Der Bund umfaßt heute 132 verschiedene ! Hrcherklubs . mit insgesamt 4000 Mitgliedern, tyll IXrtd diesen 4000 sind auch einige Nichtraucher, die |ba Sahnhok-Hotel Lenz b 1118 D i V1 Dos. -.97 -.75 n b 6 guten Alten. MM- wutgul' / Ql bi .50 .48 45 63 n b b 9 Geschäfts karten bei Brühl, Schulstr.7 ki Linsen..... Erbsen . . . . » ff. Tafelreis . . . Bohnen . . » . . Gemüse-Erbsen . Brechbohnen . . Schnittbohnen . . Gernisc .. Gemüse Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom liebsten, was man hat, muß scheiden. KRUPP Lastwagen Geschänsdrucksachen Rechnungen T ni n ten, öffnete. „Guten Abend, mein Herzenskind! --------- die Tante mit einem forschenden Blick in das erhitzte Gesichtchen. „Schon daheim?" „Ja Tantchen! Ich hab mal die elektrische Bahn benutzt; es regnete zu sehr." „Oder konnte es meine Rosemie nicht erwarten, heute nach Hause zu kommen?" fragte die Tante Rosemarie machte, während ihr diese Gedanken durch den Kopf schossen, schon eifrig Toilette. Sekundenlang tauchte sie das Gesicht in das kalte Wasser und rieb und rumpelte, als habe sie sich wochenlang nicht gewaschen. Da hing ja ein zartrosa, duft, aus matt schimmerndem Chiffon in ihren Schrank? Rosemarie hatte es auch in der Schneiderstube vorher nicht gesehen. Vielleicht eine Umarbeitung, dachte sie schließlich. Oh, wenn sie heute in diesem Kleid zum ersten Ball gehen dürfte! Die feinen, zierlichen hellrosa Rosen am Ausschnitt! Mit behutsamen Fingern strich sie über den Stoff, das war ja kein Kleid mehr, das war ja ein Gedicht in den Augen der jungen Rosemarie. Aber da! „Warum mußte meine Mutter nur so jung sterben?" sagte sie wehmütig. „Ich erinnere mich ihrer noch dunkel. Ich glaube, sie war sehr schön unb fein. Aber... Tantchen, es ist seltsam, immer wieder sehe ich, wenn ich an meine Mutter denke, ein großes, schönes Haus und einen herrlichen Park... Glaubst du, Tantchen, heute weiß ich oft nicht, habe ich das, als ich noch ganz klein war, einmal sehr lebhaft geträumt, daß ich es nie wieder vergessen konnte — oder ist es irgendwie Wirklich, keit gewesen?" Tante Berta war ganz ernst geworden. Sie wegen geheiratet hatte? Diese Frau, ihre Schwester, deren reines Herz sie bis in seine tiefsten Regungen kannte und die ihre glänzende Laufbahn als BH nenkünstlerin ihrer Liebe zu dem feinsinnigen Maler ohne Zögern geopfert hatte? Rein, sie wollte es nicht und durfte es nicht, wenn Rosemarie ihre wundervolle innere Ruhe behalten sollte, denn dann hätte sie ihr auch sagen müssen, daß ihre schöne Mutter aus Gram über des geliebten Mannes geistige Zerrüttung gestorben war und daß Ehrenhard Neuß in seinem finsteren Wahn das ganze riesige Vermögen, ohne seine; einzigen Kindes zu gedenken, scheinbar in alle Winde zerstreuen ließ. Sie wußte nur, daß eines Tages die Nachricht kam, daß Neuß in einer Ner- venheilanstalt gestorben war unb Rosemarie nur eine mäßige Erziehungsbeihilfe hinterlassen hatte. Berta Bergmann dachte oftmals in dumpfem Schmerz an den Mann, der das Kind der geliebten Schwester so ganz mittellos zurückgelassen hatte, an dessen Wiege doch Schönheit und Glanz un- Reichtum so vielversprechend Pate gestanden hatten. „Guten Abend, Tantchen!" rief Rosemarie fröhlich, indem sie die Tür zu dem kleinen „Atelier", wie sie die kleine Schneiderstube oft scherzhaft nann- Sie hatte nun doch noch eine ganze Stunde Zeit. Um so schöner. Da konnte man sich noch so recht freuen. Aber in einer plötzlichen Wendung der Gedanken nahm sie noch einmal den Faden da auf, wo die Tante ihn vor dem Essen so jäh abgerissen hatte. Dann öffnete sie den Schrank, um das Hellgrüne herauszunehmen. Aber — Rosemarie traute ihren Augen nicht. Was war das? Hatte Tante sich geirrt? learbeitetes Kleid Gedankenaustausch will Beamter 40er, mit Dame, Witwe ohne An- bang angenehm, zwecks spät. Heirat. Diskr. zuge- sichert. Schriftl. Angeb. unt.0950 an o. Gieß. Anz. ich doch wirklich mit nichts verdient, daß du mir heute so eine große Freude machst. Wie oft hast du da bis nach Mitternacht gesessen und für mich genäht? Ob ich dir das alles jemals danken kann?" Frau Bergmann wehrte beschämt ab. „Wer spricht denn nur immer vom Danken, Rosemie. Du hast mir gedankt genug. Was wäre denn mein Leben ohne dich? Jahre ohne Sonne. Und so? So hat mein Leben wenigstens noch einen Sinn. Ach, wie oft habe ich es dem lieben Herrgott gedankt, daß ich dich armes, schutzlose- Kind, als damals dein Mütterchen so plötzlich starb, an mein Herz nehmen konnte. Ja, meine liebe, junge, begabte Schwester ...", schloß sie sinnend. „Aber komm, wir wollen jetzt erst mal ein bissel was genießen, sonst fällst du mir heute abend um." Rosemarie griff gehorsam zu. Wie geschmackvoll Tantchen die einfachen Mahlzeiten doch immer bereitete! Aber heute abend konnte sie den Speisen beim besten Willen nicht die genügende Ehre antun. Ihr Herz klopfte in mädchenhafter Erwartung des großen Ereignisses, und ihre Kehle war wie sinönueaiei Gießen io^d Samst., d.24.2. 20-23 Uhr Deutsche Bühne Reihe 2: Gerade Mitgl.- Nummern Julius Cäsar Trauerspiel in 5 Auszügen von Shakespeare. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Frau Minna Stern. Heute nachmittag nahm Gott der Herr meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende, unvergeßliche Mutter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Heller, geb. Triebert wohlversehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche, im Alter von 50 Jahren, zu sich in die Ewigkeit. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Heller, Werkmeister. Gießen, Oppershofen, Rockenberg, den 21. Februar 1934, Die Beerdigung findet am Samstag, dem 24. Februar, 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt — Das Seelenamt am Montag, dem 26. Februar, um 7 Uhr, in der Katholischen Kirche. Sic läßt Schwan | im Haushalt walten! Ein billiger HESSENSKIKURS nach Davos (Schweiz) Parsenn, die größten Skifelder der Alpen (Weißfluh Strela), Eisbahnen, Gesellschaftliche u. sportliche Veranstaltungen. Unterbringung in zentralgeheizten Zimmern. RM. 147.- einschließlich der gesamten Reisekosten mit Skiunterricht. Nächster Kurs 28. Februar—13. März 1934. Sporthaus Schwan, Gießen Mäusburg 16, Telephon 3234. _ . Pfd. . Pfd. . Pfd. . Pfd. V1 Dos. Vi Dos. */i Dos. KAISERS« Kaffee beliebte Sorten Pfd. von 2. - an 3% Rabatt in (auf olle Waren äusser Lhompson's öt.-ioan, das seit über 50 Jahren im Haushalt bewahrte Seifenpuloer sum Linweichen. Waschen, Scheuern, Reinemachen. Paket 24Pfg. HäDüaewebe Ausstellung IhrHeim-IhrKleiil im Caf6 Ebel, Burggraben verlängert »-so bis einschliebl. Sonntag den 25. Februar 1934. t Generalvertretung r ___ Gustav Keu-ev, Svausfuvt a.LN. Hanauer Landstraße 200, Nuf: (Sarvlus 41987/88. liosrv [Verschiedenes] Stühleu.Körbe werden gut und billig geflochten. Bestell, werden abgebolt. oesi CI. Schäfer Kaiserallee 103. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Februar, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck, vom Trauerhause Gießener Straße, aus statt. 1135 D Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute nacht mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Julius Stern nach schwerem Leiden im Alter von 59 Jahren entschlafen ist. Aber Schwan bin ick im Bilde, < sagt voll Stolz auch die Mathilde! Sie hält treu am llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Kraulern 17 Jahre alt, zur Erlernung des Geschäfts, für sofort gesucht. ES kommen nur Damen aus guter Aamilie in Frage. Vorerst nur schriftliche Angebote mit Abschrift des Schul-Zeugnisses erbeten an Wer'» Wee-GeWst. «Men Mäusburg insD WMIVWWWW Vortrags-Vereinigung Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein 5. VORTRAGS-ABEND Montag, den 26. Februar 1934, abends-8 Uhr.Neue Aula Lichtbildervortrag d. bekannten Himalaja-Forschers PAUL BAUER Führer der Gruppe II des Relchssportftthrerringes, ausgezeichnet beim Literatur-Wettbewerb der Olympischen Spiele 1932 mit der höchsten Auszeichnung, der Goldenen Olympischen Medaille. Im Kampf um die höchsten Gipfel der Erde (Die deutsche Himalaja-Expedition 1929 31). Eintrittskarten: Mitglieder der drei zusammengeschlossenen Vereine freien Eintritt gegen Gutschein Nr. 5 (bzw. Nr. 2 gelb und braun. Gutscheinheft f.G.B.), Verbandsmitglieder, Volkshochschule, NS.Lehrer- bund 60 Pf., Nichtmitglieder Mk. 1.00. ChaUier und Saalkasse, Studenten 30 Pf., Kameradschaftshaus, Leihgestemer Weg 16. uieD dicht in den Augen der jungen ^ernane. ziocr oai — jn Lesern Augenblick, wie schon so oft, mit .^"Zettel. Ach, ber ®unbltL 91101 roU^ sich.^Sollte sie dem Kinde erzählen, daß ihre junge sie ihn gleich. Und ste las. Schwester die einst so gefeierte Schauspielerin Heloa y & “.yte-'l e^ten Ball. Tante Berta Rosemarie hatte ja recht, es war kein Traum, tze Rosemarie stand wie benommen da. In diesem . üc il)re errte Kindheit auf dem herrlich gelegen«-. Kleid sollte sie heute abend zwischen fröhlichen Mdofiartinen Besitz Friedenau verlebt, den bt: Menschen sein, sollte Musik hören, wurde vielleicht Kunstmaler seiner schönen, jungen Gemahlin zuni einmal zum Tanz geholt werden? ■ Hochzeitsgeschenk gemacht hatte. Aber wozu die Vergangenheit wecken? Wozu verständnisvoll. „Auch das, Tante!" gab Rosemarie ehrlich zu. Während die Tante das einfache Abendbrot zubereitete, war Rosemarie hinübergegangen in das saubere, freundliche Schlafstübchen, das sie mit ihrer Tante teilte. Ob das hellgrüne Kleid, das sie im Sommer stets Sonntags getragen hatte, für einen so großen Ball auch wirklich hübsch genug war?, dachte Rosemarie in aufsteigendem Zweifel. Noch vorgestern hatte ste mit Ilse Ringlein beraten, und die hatte ihr ganz zuversichtlich gesagt, daß sie sehr nett darin aussähe. Sie selbst trug freilich an diesem Abend ein feines zartblaues Seidenkleid, das ihre Eltern bei Tante Berta extra für diesen Abend hatten anfertigen lassen. Rosemarie hatte es einmal heimlich probiert und sich sehr hübsch darin gefunden, aber ohne Groll hatte sie es schnell wieder weggehängt. Schließlich war sie drei Jahre jünger als Ilse Ringlein. Wenn sie zwanzig Jahre alt war, hatte sie vielleicht auch mal solch ein schönes Ballkleid. „Liebe, liebe Tante Berta!" rief sie in aus- __v„ , brechendem Jubel und drückte liebkosend die zier- t>em Kinde das Herz schwer machen und es mit lichen silbernen Brokatschuhchen an die glühende ejner Sehnsucht füllen nach Dingen, die es einmal erwiderte Wange. Mit hastigen Sprüngen war sie nebenan besessen, als es noch kaum denken konnte, die aber .. i bei der Tante und umhalste sie so stürmisch, daß ! für ewig verloren waren? Wozu sollte sie Rose- 1 sie fast keine Luft mehr bekam. ; marie sagen, daß ihr Vater, der seine Frau ab» Was ist denn nur los, Rosemie? Du erdrückst göttisch liebte, plötzlich den klaren Verstand verloren mich ja." Die Tante machte sich mühsam frei. /hatte und von dem furchtbaren Wahn befallen "®U lieb dubist,.Tantchen! Wie gut! Da- habe wurde. d°b^ seine Frau chn nur setnes Re.chi« zn Ehren der im Kriege und in der Freiheitsbewegung Gefallene! Sonntag, den 25. Februar 1934. mittags 12 Uhr.i der Neuen Aula der Universität. Gedenkansprache: Universitätsprofessor Dr.Dultf Weiter wirken mit: Bauerscher Gesangverein. 1/ tung Universitätsprofessor Dr.St.Temesvary, Ob* musikmeister E. Krauße, Musiklehrer Job. Nebelig Die Einwohnerschaft Gießens wird zur Teil nähr herzlich eingeladen. Ziu* Deckung der Unkos* wird am Ausgang eine freiwillige Spende erbei^ Die Ausgabe der Platznummern, die aut die W gramme gedruckt sind, erfolgt am Eingang. — 8*^ Öffnung 11.30 Uhr. Volksbnnd Deutsche Kriegsgräberfttrsorge Landesverband Hessen, Bezirksgrnppe GleN Abends 8 Uhr in der Stadtkirche: Kirchenmusikalische Passion»-Andad Gedächtnisfeier lür die im Weltkrieg und in # Freiheitsbewegung Gefallenen. U24d Eintritt frei für beide Veranstaltung^ Dr. Erwin Schliepbake verreist vom 26. Februar bis 20 März -.28 -.22 -.32 -.16 -.20 -.15 -.55 Als sie im Innern des überfüllten Wagens faß, war sie doch froh über ihren raschen Entschluß. Nun blieben ihr wenigstens noch zwei Stunden Zeit. Sie konnte sich in Ruhe vorbereiten für ihren ersten Ball. Rosemarie hatte gar keine rechte Vorstellung davon, wie es auf so einem großen Fest zugehen konnte. Ihre Freundin Ilse Ringlein hatte ihr ja allerhand erzählt. Sie hatte so etwas schon öfter mitgemacht. Ilse Ringleins Vater war Buchhalter bei den Chemischen Werken, die alljährlich für ihre Angestellten ein Vergnügen gaben. „Feine Herren sind da, Rosemarie. Die Doktoren aus dem ganzen Betrieb. Nicht etwa bloß die jungen Männer aus den Büros." Ilse Ringlein war drei Jahre älter als Rosemarie und konnte das schon beurteilen. Inzwischen war die elektrische Bahn schon am Ziel angelangt. Leichtfüßig sprang Rosemarie vom Perron herab und lief in schnellem Schritte die wenigen Schritte zu ihrer Wohnung. „Berta Bergmann, Damenschneiderin!" stand auf dem schmalen Schild an ihrer Wohnungstür im dritten Stock. Hier wohnte Rosemarie Neuß bei ihrer Tante. (Rosemarie, Rosemarie... Roman von Käthe Metzner. Nachdruck verboten 1. Kapitel. Es goß in Strömen. Mit bösem Heulen fegte der . Hsrbftwind durch die Straßen der Großstadt, schüttelte die letzten gelben Blätter von den Bäumen und rüttelte an allem, was nicht ganz niet- und nagelfest war, bis es seinen gierigen Händen zum Opfer fiel. Sechs Uhr. Endlich war der Dienst zu Ende. Rosemarie Neuß stülpte hastig den Deckel über ihre Schreibmaschine und ging dann eiligen Schrittes in die Garderobe, wo sich die anderen bereits fertigmachten. Mit einer Hast, die sonst keiner an ihr kannte, nahm sie ihr billiges, dünnes Mäntelchen vom Haken und setzte die kleine Baskenmütze keck auf die blonden Locken, die das schöne schmale Gesicht mit den unwahrscheinlich blauen Augen um- ramten. Wie eine Priezessin sieht sie immer aus!, dachten ihre weiblichen Kollegen mißbilligend, während sie selbst eifrig bemüht waren, ihren blassen Gesichtern und welken Lippen durch künstliches Rot einen Anflug von Charme zu geben. Rosemarie hatte das nicht nötia. Trotz der schlechten und staubigen Luft in dem Fabrikbüro hatten ihre weichen Wangen immer einen zartroten Hauch, und zwischen ihren blühenden Lippen leuchteten die regelmäßig weißen Zähne wie frischgefallener Schnee. Sie hatte es sonst nicht eilig, die kleine Rosemarie. Also mußte heute schon etwas Besonderes sein. Die Kolleginnen zerbrachen sich den Kopf darüber und Überboten sich in häßlichen Vermutungen. „Na, die wird mit ihren siebzehn Jahren nun auch endlich eine Liebschaft haben!" sagte die häßliche, schlecht gewachsene Anna Lobe mit einem bissigen Lächeln, und dann fügte sie hinzu: „So wie die sahen wir alle einmal aus. Aber das verliert sich." Viele stimmten zu, andere wieder lachten. Sie hatten alle schon ihre Erlebnisse hinter sich, diese Mädelchen, die hier in dem dunstigen Fabrikbüro mühsam ihr Geld verdienten. Rosemarie hatte die Bemerkungen der Kolleginnen nicht mehr gehört. Mit einem leisen „Guten Abend!" war sie schnell davongegangen. Ob ich ausnahmsweise mal die elektrische Bahn benutze?, überlegte sie, genauestens rechnend. Ihr Gehalt als Anfängerin war so winzig, daß sie mit jedem Pfennig rechnen mußte. Aber schließlich regnete es so sehr, daß es vielleicht schon mit diesem Umstand zu entschuldigen war.___________________ Statt Karten Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns beim Heim- 6ange unseres lieben, unvergeßlichen ntschlafenen zuteil wurden, danken hiermit herzlichst Im Namen der tranerndenHinterbliebenen: Frau Margarete Blei, Wwe. und Kinder. Gießen, den 23. Februar 1934. __________________________095! ADHWiitioiweteMM Sonntag, den 25. Feb nachmittags 3'/< Ulst im Saale des Rau Vereinsbanses Sovtrrag von Herrn Dr.C-ibulka übt Uettolin, öas neue BW mittel. Mit Lichtbildes Ferner Mitteilungen über Schädlingsbekämvstl" im Garten. 1123D Gäste Willkomm^ Kr. 46 Zweites Blatt Gtetzenel Anzeiger (Generalanzeiger für Gderyegen, Freitag, 23. Februar 1934 WirWastsoptlMSmus in Südamerika, pause im Gran-Chaco-Streit.—Roosevelt vermittelt zwischen Ecuador und Peru. Brasilien gegen das Versailler Siktat. Don unserem ’n n •• — 1 H 2,49 Sämtliches Holz ist ohne Rinde gemessen und wird von der Gemeinde entrindet. Ferner ist das Holz vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Lose bis spätestens Montag, den 26. Februar nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. 1133V Beuern, den 21. Februar 1934. Hessische Bürgermeisterei Beuern. Hahn. Der vom Gemeinderat durchberatene und genehmigte Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für 1934 Rj. liegt vom 23. Februar ab eine Woche lang auf dem Gemeindehaus zur Einsicht offen, woselbst auch Einwendungen dagegen erhoben werden können. Es wird eine Umlage erhoben, zu welcher auch die Ausmärker beizutragen haben. Fstm. 2 Stück 0,48 1 „ 5,63 > „ 6,29 ! „ 1,85 5 0,48 ' ,, 2,77 „ 34,85 i „ 16,30 t „ 38,90 ► „ 36,42 5 „ 19,29 : „ 36,21 । „ 16,63 5 ff 3,76 HUhlm von sehr ruhiger Familie z. 1.4.34 gesucht evtl, auch früher. Schr.An- aeb. u. 0955 an o. Gieß. Anzeig. Besserer Herr den ganz. Tag a. Reisen, sucht el. mööl. Simmet mitZentralheiz., mögl.fließ.Wass. fürl4Tage sofort zu mieten. Ang. an L. Beckers Hotel Schütz Gießen, ni»v Beamtenehepaar sucht zum 1. 3.34 Leinf.möbl. Zimmer m.Kochgel.mögl. i. Geschäftsviert. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 0960 a. ü. G. A. MMaus in bester Lage zu oerhnifen. Schriftl. Angeb. unt. 0964 an den Gießen. Anzeig. 111111111111111111111111111111 Büfett, Solu 6 Stühle billigst 0959 zu verkaufen. Neustadt 1. Illlllllllllllllllllllllllllll Stellenangebote! Junger Bäekev- gehttfe unter 20 Jahren gesucht. Schriftl. Bewerbung.unt. 1125V a.d.G.A. Für morgens ein braves 096i MW für klein. Haushalt gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Gießen. Anzeig. 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Das ist eine Behauptung, der wir Nationalsozialisten bewußt entschieden entgegentreten müssen. Der deutsche Offizier hat immer auf seinem Posten gestanden, auch während des Weltkrieges. Wir haben den besten Offizier der Welt gehabt und haben ihn heute Golt sei Dank wieder. Hätten wir während des Weltkrieges eine Volksgemeinschaft gehabt wie heute den Nationalsozialismus, jeder ein und dasselbe Brot gegessen, niemals hätte Deutschland besiegt werden können. (Stürmische Zustimmung.) Dann kam die Zeit der Knechtung und der Unehre, hervorgerufen durch die Uneinigkeit des deutschen Volkes. Auch hier zeigte sich das ungeheure Verhängnis des Standes- und Kastendünkels. Deshalb lautet unsere Parole als Nationalsozialisten: hinweg mit jedem Standesdünkel und Klassengeist. Wir lehnen es ab, den deutschen Menschen nach seiner Arbeitskraft zu beurteilen, sondern wir hallen es für richtig, den deutschen Menschen nach seinem inneren Kern und nach seinem Charakter zu beurteilen. Wir haben dafür zu sorgen, daß jener verhängnisvolle Geist der Vergangenheit für immer der Vergangenheit angehört. Wenn früher aus jenem Geist heraus Fehler gemacht worden sind, so müssen wir diesen deutschen Menschen jetzt zeigen, daß sie ebenso deutsche Volksgenossen wie jeder andere sind. Die Aufgabe des Bürgers und Intellektuellen muß es insbesondere sein, die Brücke zu den einfachen deutschen Menschen zu schlagen, ihnen die Hand entgegenzustrecken und sie als vollwertige Volksgenossen und Mitträger des Staates heranzuziehen. Wenn diese einfachen deutschen Menschen wieder empfinden, daß sie als vollwertig zum Staate herangezogen werden und ihnen Gerechtigkeit zuteil wird, dann ist Deutschland gerettet für alle Zukunft. (Starker Beifall.) deinen Raum. Denunzianten verfallen der Verachtung, Anonymes dem Papierkorb. In diesem Reigen verdienen die „Stammgäste" benfalls erwähnt zu werden. Sie kommen auf die Dienststellen, sprechen von Wind und Wetter und wenn sie gehen, fragt man vergebens, warum sie Zekommen sind. Hier könnte vielleicht die Ansicht Aufkommen, daß es sich um Zeitgenossen handelt, l*ie sich gerne bekannt und beliebt machen. Volksgenossen, entziehen Sie nicht oberflächlich oder gedankenlos die Dienststellen der Partei und deren Politische Leiter ihren eigentlichen Aufgaben durch ewige ellenlange Eingaben und Schriftsätze! Wenn nach gewissenhafter Prüfung die Notwendig- !»it eines Verkehrs mit den Dienststellen vorliegt, 'd wenden Sie sich im Interesse einer schnellen, ordnungsmäßigen Erledigung gleich an die richtige Stelle. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. D i e '.LSDAP. ist zum Gemeinnutz da! Köpfe, die Deutschland je gehabt hat, erstrebt. Bismarck schuf zwar das Deutsche Reich, aber es gelang ihm nicht, gleichzeitig auch ein einiges deutsches Volk zu schaffen. Diesem Ziel stellte sich damals innerhalb des deutschen Volkes Oie Aufbauarbeit der NSDAP. Große Kundgebung der Gießener Parteiorganisation im Cafe Leib Die Ortsgruppe Gießen der NSDAP, trat gestern abend mit einer eindrucksvollen Kundgebung im Caf6 Leib vor die Oeffentlichkeit. Der große Saal war schon lange vor Beginn der Ver- ammlung vollbesetzt. Schneidige, instrumental hervorragende Musik der Kapelle der SA.-Reserve unterhielt die Besucher bis zum Beginn der Kundgebung in schönster Weise. Die SS. versah in gewohnt strammer und ausgezeichnet disziplinierter Art den Ordnungsdienst. Der Auftakt zu der Kundgebung ließ keinen Wunsch offen ... Mit dem Einmarsch der SS. und anschließend der Fahnengruppen begann die Kundgebung. Dann aab der Versammlungsleiter Pg. Schmelz, der Kreispropagandaleiter unserer Kreisleitung, bekannt, daß der als Redner angekündigte Gaupropagandaleiter Müller-Scheld infolge plötzlicher Berufung nach Berlin in letzter Stunde absagen mußte. An seiner Stelle sprach der stellvertretende Gaupropagandaleiter Müller in etwa l'/sstündiger temperamentvoller und zündender Rede, in der er u. a. sagte: Ein Jahr nationalsozialistischer Macht- und Kraftentfaltung liegt hinter uns. In diesem ersten Jahre ist an positiver nationalsozialistischer Arbeit ungeheures geleistet worden, so viel, daß auch diejenigen, die bei unserer Machtübernahme uns noch höhnisch oder lächelnd gegenüberstanden, ihr Urteil schon lange geändert haben. Die damals führenden Leute der SPD. behaupteten, der Nationalsozialismus werde in sechs Wochen abgewirtschaftet haben. Das Zentrum gab uns sogar acht Wochen Zeit. Nun ist ein Jahr vergangen, und der Nationalsozialismus ist in Deutschland immer noch an der Macht. Dieselben Herrschaften, die damals jene Urteile fällten, sagen heute, daß sie der nationalsozialistischen Weltanschauung als Regierungsbasis in Deutschland bereits eine Lebensdauer von 70 bis 150 Jahren geben. Jene Leute hinterließen uns keinen geordneten Staat, sondern einen Trümmerhaufen, ein total verschuldetes Volk, eine gewaltige Arbeitslosenarmee, bis zum Wahnsiny gestiegene Konkursziffern. Heute nach einem Jahr sieht es in Deutschland ganz anders aus. Rein wirtschaftlich gesehen, ist es dem Nationalsozialismus gelungen, innerhalb kurzer Zeit über zwei Millionen Arbeitslose in Arbeit und Brot zu bringen. Die Stabilisierung der Wirtschaft kann sich natürlich nicht ohne weiteres bis zum letzten Glieds hin bemerkbar machen. Die Konkursziffern von 1933 liegen bereits 50 bis 80 v. H. unter den Ziffern von 1932. Die deutsche Auslandverschuldung ist von 19,5 auf 12 Milliarden zurückgegangen. Wir wollen natürlich nicht behaupten, daß wir das deutsche Volk schon aus aller Not befreit hätten. Durch diese wirtschaftlichen Erfolge haben wir aber den Weg gezeigt, der unser Volk aus der Not und dem Ehaos herausführt, und mit unserer bisherigen Arbeit haben wir die Grundlagen für den Wiederaufbau geschaffen. Politisch und kulturell ist zu sagen: früher hatten wir nur einen Parteienstaat, überall nur Jnter- essentenhaufen, jeder Wirtschaftszweig war nur für sich selbst und seine eigenen Interessen organisiert. Früher wurde vom Mittelstand über die Löhne und Gehälter der Arbeiter, Angestellten und Beamten geschimpft. Die Löhne und Gehälter wurden abgebaut, die Beamtengehälter sogar auf Stottern gezahlt. Aber diejenigen Leute, die damals die Löhne und Gehälter bekämpften, haben damit nur sich selbst bekämpft, denn die Kaufkraft der Bevölkerung sank immer mehr, und mancher Geschäftsmann hatte am Abend keine Tageskasse mehr. Viele konnten sich dann nicht mehr halten. Aehnlich war es auch bei allen anderen Ständen. Der Nationalsozialismus hat es als dringende Notwendigkeit erkannt, Schluß zu machen mit dem gegenseitigen Bekämpfen und dafür die deutsche Einigkeit zu schaffen. (Starker Beifall.) Keine der früheren Parteien hatte ihre Aufgabe darin erblickt, die Einigkeit im deutschen Volke zu fördern. Um der Schaffung dieser Einigkeit willen gab es für den Nationalsozialismus nur eine Losung: Vernichtung sämtlicher früheren polit-ischen Gebilde von den Kommunisten über das Zentrum hinweg bis zu den Deutschnationalen. Hätten wir diesen reinen Tisch nicht gemacht, dann hätten wir die Einigkeit im deutschen Volke nicht so weit ge- i bracht, wie wir sie heute haben. Deutschland konnte auch nicht mehr von einer eigenen deutschen Kultur sprechen. Ueberall war die Verjudung festzu- stellen, die bestrebt war, den inneren deutschen ; Wesenskern zu vernichten. Innerhalb eines Jahres ; haben wir mit jenen Herrschaften aufgeräumt. Durch dieses radikale Durchgreifen war es uns 1 möglich, die Einigkeit des deutschen Volkes herzustellen und den größten Tag der deutschen Es wurde bisher oft gesagt, daß die nach dem 3 0. Januar zu uns gekommenen Menschen nicht vollwertig, keine Nationalsozialisten seien. Ich möchte doch sagen, daß es zum mindesten als grundfalsch,' wenn nicht sogar als Verbrechen an der Volksgemeinschaft zu bezeichnen ist, die Behauptung aufzustellen, jene Volksgenossen seien nicht vollwertig. Die nationalsozialistische Bewegung hat 14 Jahre lang um die Seele des deutschen Volkes gerungen. Der Augenblick, wo wir diese Seele gewannen, bedeutete den größten Sieg des Nationalsozialismus. Warum waren die jetzigen Millionen nicht vorher schon bei uns? Dazu ist zu sagen, daß die meisten bis zur Machtübernahme den Nationalsozialismus in seiner Tiefe überhaupt nicht kannten, sondern ihn nur auf Grund der Lügen oder der Zerrbilder unserer Feinde ansahen. Nach der Machtübernahme erkannten jene Menschen durch die Flucht und die Korruption ihrer Führer, wie auch durch den Schwung der nationalsozialistischen Revolution und die Taten der nationalsozialistischen Regierung, daß sie jahrelang irregeleitet worden waren. Sie sahen jetzt Dinge geschehen, für die sie jahrelang selbst gekämpft hatten und für die sie Mitarbeiten wollen. Es wäre ein Wahnsinn, diese Menschen, auch wenn sie vorher Kommunisten waren und nur das Bestreben hatten, Mensch zu sein, jetzt abzulehnen. Auch die Z e n t r u m s w ä h l e r, die bisher an die Phrasen ihrer Führer glaubten und Angst um die Religion und die Kirche hatten, erkannten bei der Machtübernahme durch uns ihren Irrtum. Auch sie stellen die Taten des Nationalsozialismus jetzt den Zentrumsführern gegenüber, von denen sie nun sehen, daß auch sie korrupt gewesen sind. Die ehrlichen Menschen und früheren Zentrumswähler kommen zu uns, weil sie aufrichtig mitarbeiten wollen. Deshalb wäre es ein Verbrechen, diese Volksgenossen als nicht vollwertig zu erklären. Soweit sie bis jetzt noch nicht voll und ganz Nationalsozialisten sind, ist es unsere Aufgabe, sie geiftig umzuge st alten und z u erziehen. Allerdings waren nicht alle, die nach dem 30. Januar zu uns gekommen sind, von ehrlichem Wollen beseelt. Die politischen Konjunkturritter, die sich immer auf den Boden der Tatsachen stellten, kamen auch zu uns und glaubten, sie könnten nun ihre alte Profi t j ä g e r e i unter der Flagge des Nationalsozialismus betreiben. Diesen Menschen sagen wir schärfsten Kampf an, weil sie durch ihre Handlungsweise ein falsches Bild vom Nationalsozialismus geben. Wir haben nichts zu tun mit jenen Menschen, die wohl nach außen hin als Nationalsozialisten sich geben, aber innerlich keine Nationalsozialisten sind. Schon innerhalb kurzer Zeit wird es uns möglich sein, diese Elemente auszuscheiden und ihnen klarzumachen, daß das deutsche Volk sie a b l e h n t und sie in der deutschen Volksgemeinschaft isoliert stehen. (Beifall.) Der Nationalsozialismus wird immer nur durch die T a t bewiesen. Eine andere Kategorie sind die Leute von der schwarzen Couleur, die für ihr Handeln immer nur die Kirche und Religion vorschieben, obwohl die Religion und die christliche Kirche nichts zu tun haben mit ihrer Handlungsweise. Das sind die Leute, die in O b e r s ch l e s i e n ihren eigenen Weg gehen, es im Rheinland mit dem Separatismus hielten und auch von der M a i n l i n i e sprachen, die immer nur ihre Sonderpolitik trieben. Die anständigen Zentrumsführer stehen heute längst in der nationalen Aufbaufront, und die Zentrumswähler selbst haben nichts zu tun mit jenen Menschen, die die Religion und die Kirche zu ihrer politischen Geschäftemacherei herunterzogen. Im nationalsozialistischen Staat werden die Kirche und die Religion geschützt und gefördert mit allen Mitteln. In unserem Staate sollen Kirche und Religion berufen sein, die kulturellen, religiösen und sittlichen Belange des deutschen Volkes zu wahren und auszubauen, nicht aber als Deckmantel für Sonderbestrebungen zu dienen, um die Einigkeit des deutschen Volkes zu stören. Durch das Konkordat sind Kirche und Religion geschützt, aber nicht gewissenlose Hetzer, die die Gemeinschaft des deutschen Volkes stören wollen. Wir denken nicht daran, die Einigkeit unseres deutschen Volkes stören zu lassen. Mit Recht hat Dr. Goebbels erst kürzlich betont, daß unsere Geduld nunmehr zu Ende ist und wir den Wühlmäusen Vie Zähne abbrechen werden. (Starker Beifall.) Wohin die Tättgkeit dieser Leute führt, sehen wir jetzt zur Genüge in O e st e r r e i ch, wo das Volk leidet wie in keinem anderen Lande der Welt. Von dort wird von jenen Herrschaften mit den g r ö b st e n Lügen und Verleumdungen gegen uns gearbeitet. Demgegenüber können wir nur sagen, daß wir es nicht nötig hatten, Galgen auf- z u r i ch t e n und daß wir auch keinen schwerverletzten Menschen auf der Tragbahre zum Galgen gebracht haben, um ihn zu hängen. (Pfui-Rufe.) Daran kann man jene Leute erkennen. In Oesterreich haben jene Leute noch immer nicht den Mut gehabt, das Volk zu befragen. In Deutschland hat das Volk seinem Führer schon nach wenigen Monaten unserer Arbeit in überwältigender Weise sein Vertrauen bekundet. Das österreichische Volk dagegen würde den Westen- taschen-Napoleon Dollfuß zum Teufel jagen. Eine dritte Kategorie von Volksgenossen möchte bei uns gerne wieder d i e Verhältnisse herbeiführen, unter denen Kaisers Geburtstage gefeiert wurden. Diese Leute sind nicht weiter ge- fäbrlich, und wir hätten sie auch unbeachtet gelassen, wenn sie nicht neuerdings eine Propaganda entwickelt und Aussprüche unseres Führers für ihre Propaganda mißbraucht hätten. In unserem Deutschland können wir keinen Führer gebrauchen, der sich bald so und bald so beraten und auch ab« schienen läßt, sondern wir brauchen einen Führer, der selbständig handelt und entscheidet und seine Taten durch den Erfolg unter Beweis stellt. Es geht hier nicht um die Person des früheren Kaisers. Es geht darum, daß wir nicht wieder die Herrschaft kleiner Cliquen in Deutschland haben wollen. Die Staatsform bestimmt das deutsche Volk selbst, nicht aber eine Clique von Leuten, die ein gewisses Interesse daran haben. Wir denken nicht daran, eine Propaganda dieser Leute zu dulden, wir werden diesen Herrschaften genau so scharf auf die Finger klopfen, wie den Kommunisten. Wir Nattonalsozialisten haben nicht 14 Jahre lang gekämpft und gerungen, um den Kaiser auf den Thron zu sehen, sondern wir haben den Kampf geführt, um unserem Führer Adolf Hitler die Macht zu geben, damit er Deutschland retten kann. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Wir wollen t>en deutschen Geist der E i n i g k e i r und der Volksgemeinschaft noch stärker als bisher in den Vordergrund stellen, wir wollen im- me mehr den Zusammenhalt aller deutschen Volksgenossen fördern, um dem Ausland zu zeigen, daß das deutsche Volk sich wieder gefunden hat. Wir haben die nationalsozialistische Revolution durchgeführt, um die deutsche Ehre zu retten und sie für alle Zeiten zu sichern. Deshalb fordern wir auch die volle Gleichberechtigung mit den anderen Völkern, und wir werden von dieser Forderung nicht um ein Haar abgehen. Wir haben alles zu tun, um unseren Führer zu stützen und zu stärken, damit er die Gleichberechtigung für uns erringen kann. Das Jahr 1933 war für uns das Jahr der ersten Vorbereitung. Das deutsche Volk hat keine Zeit, bei den bisherigen Erfolgen auszuruhen, sondern es muß noch größere Aktivität entfalten, als bisher. Mit regstem Eifer muß an der Verwirklichung der nationalsozialistischen Ziele gearbeitet werden. Es geht darum, in Deutschland den Boden zu schaffen, in dem die kommende Generation Wurzel schlagen kann und der Deutschland seinen berechtigten Platz unter den Völkern roie- dergibt. Jetzt gibt es für uns nur die eine Pflicht, für die Gröhe unseres deutschen Volkes alles einzusehen. Wenn jeder in diesem Sinne seine Pflicht tut, wird es gelingen, unserem deutschem Volke für alle Zeiten seine Zukunft zu sichern. Das deutsche Volk war immer unbesiegbar, wenn es einig war. Wir müssen der Welt ein solches einiges Deutschland entgegenstellen, ein deutsches Volk, das st a h l h a r t und w e t t e r f e st zusammengeschweißt ist im nationalsozialistischen Geiste. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Kreispropagandaleiter Schmelz ermahnte zum Schluß, mit vollem Vertrauen immer den Blick auf den Führer zu richten, der uns allen ein gutes Beispiel ist und uns zeigt, wie man als Deutscher zu denken und zu handeln hat. Als äußeres Zeichen des Gelöbnisses der engsten Verbundenheit mit dem Fiihrer stimmte die Ver- sammlung begeistert in die dreimaligen Sieg-Heil- Rufe auf den Führer ein. Zum Schlüsse wurde ge- meinfam das Horst-Wessel-Lied gesungen. Volksgenossen und Parteidienststellen. G.P.A. Die NSDAP, in ihrem heutigen Aufbau und in ihrer Gliederung ist die anerkannt beste Organisation der Welt. Jede Gliederung, Dienststelle, Amtsleitung und Abteilung hat ihre festumrissene Bestimmung und Aufgabe. Daß dabei ein Nebeneinanderarbeiten vermieden und das ge- ( meinsame Ziel in allen Fällen erreicht wird, ist ; Aufgabe der Hoheitsträger (Gauleiter, Kreisleiter, Ortsgruppenleiter). Hier laufen die Fäden^ Zusammen. Daß ein Hoheitsträger dabei alle Arbeiten , und Maßnahmen bis zu einem gewissen Grade , von hoher Warte aus betrachten muß, ist , selbstverständlich. Hier das Wesentliche von dem . Unwichtigen zu sichten, ist Aufgabe der Amtsleiter । und Abteilungsleiter. Der hoheitslräger bestimmt alles Grundsätzliche ; und zieht zur fachlichen Betrachtung von Ein- zelfällen jeweils den zuständigen Amtsleiter mit heran. Die eigentliche Bearbeitung erfolgt durch die jeweiligen Amtsleitungen, bei wichtigen Angelegenheiten im Sinne der Entscheidung des Hoheitsträgers, in weniger wichtigen Fällen, bei denen die Grundsätzlichkeit der Bearbeitung schon festgelegt ist, durch den Amtsleiter oder seine Abteilungsleiter. Hieraus ergibt sich ein ganz natürlicher, vernunftsmäßiger Arbeitsgang, dessen Beachtung seitens der Parteigenossenschaft und der Bevölkerung noch immer nicht genügend gewürdigt wird. Direkte Schreiben an den Gauleiter oder gar an den Führer bedeuten eine Mißachtung des Dienstweges. Solche Schreiben werden immer' wieder an die zuständige Stelle zurückgeleitet. Die Disziplinlosigkeit derartigen Verhaltens ist also nicht nur erfolglos, sondern sogar nachteilig für den Schreiber. Auch beim Inhalt derartiger Schreiben hat sich eine gewisse Norm herausgebildet. Sie zeichnen sich durchweg aus durch einen Umfang von mindestens zwei Seiten, möglichst dazu noch in fast unleserlicher Handschrift. Meistens genügt es dann, wenn mit Rotstift ein einziger Der 99 Sätze unterstrichen wird, um den Sinn des Schreibens so festzulegen, wie es der Schreiber tun sollte. Was wird nun alles geschrieben? Am meisten handelt es sich um Gesuche nach wirtschaftlicher Unterstützung. Dabei wirkliche Notlage von „notorischen Bettlern" zu unterscheiden, ist eine praktische Unmöglichkeit. Es erfolgt daher fast durchweg eine Weiterleitung an das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung oder an die NS.-Volkswohl- iahrt. Die Partei ist eine politische Organisation. In diesen politischen Rahmen gehört allerdings auch das wirtschaftliche Wohlergehen der Parteigenossen und des gesamten Volkes, nicht jedoch die Sorge um eine E i n z e l e x i st e n z. Hier setzt die Aufgabe der Volkswohlfahrt ein, die jedem Hilfe gibt, dem es am Lebensnotwendigen fehlt. Darüber hinaus steht dem Parteigenossen das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung zur Verfügung. Aber auch hier ist unbedingt der Dien st weg einzuhalten. Während im allgemeinen die Kreisdienststellen hier zuständig sind, erfolgt für die „alten Kämpfer" durch die Gau- dienststelle eine besondere Überwachung der Arbeitsbeschaffung. Bei dieser Gelegenheit wird auf eine beliebte Redewendung hingewiesen: „Ich bin ein alter Kämpfer, alter Parteigenosse". Wenn man nachforscht, stellt sich heraus, daß es sich nicht selten um Jahrgang 1932 handelt. „Alle Kämpfer" find ein für allemal die Parteigenossen unter 300 000, „alle Garde" nur die Parteigenossen bis 100 000 oder aus der h.-J. gekommene Parteigenossen. Was an die Dienststellen und vornehmlich die Gauleitung sonst noch schriftlich und mündlich ifjerangetragen wird, spottet aller Beschreibung. Die 'Partei soll Anwesen aufkaufen, die vor einigen !Jahren zwangsversteigert wurden, sie soll zwischen i unfriedlichen Ehegatten vermitteln, soll in Ehescheidungen eingreifen, soll private Geschäfte finanzieren, soll „Erfindungen" fördern, soll „unent- ideckten Kräften" zum Aufstieg verhelfen und soll »gerichtliche Entscheidungen anfechten, die vor eini- igen Jahren nur deshalb nachteilig für den Antragsteller gewesen sein sollen, weil der Richter ein Hude war. Nein, bei allem ehrenvollen Vertrauen, sso geht es nicht: hierfür sind die staatlichen Ein- irichtungen, Institute, Berufsverbände und besten- jfalls die zuständigen Amsleitungen der Partei i)(Rechtsberatung, Kreisgericht, allerdings nur1 für $gg.) zuständig. Ein weiterer Uebelftand ist das Berufen auf den wnb den „Prominenten", mit dem man dann und Wann das und das erlebt haben will. Die Partei khält sich allein an die auf dem Dienstwege beige- brachten Leistungszeugnisse. Ueberhaupt ist die Belästigung der Hoheitsträger und Amtsleiter mit Privaten Angelegenheiten ober Dingen, die außerhalb des Sonderarbeitsgebietes liegen, zu einer Belastung geworden. Dies trifft besonders für die Politischen Leiter zu, die durch den jahrelangen Kampf im Gau als Redner o. a. von Zehntausen- Den gekannt sind. Auch hier mehr Disziplin! Die Gattung der Wichtigtuer sollen nicht verges- j i'en werden. Meistens lassen sie bei stundenlangem Redefluß ihre „Persönlichkeit" wirken. Auch „Beschwerdeführer" erfreuen sich zweifelhafter Beliebtheit. Mit aller Eindeutigkeit sei hier gesagt: Der Spruch: „Warum zum Schmittche, wenn der Schmitt da is" hat in der NSDAP. eine lebendige geistige Mauer entgegen: der Standes- und Kastendünkel. Durch dieses Verhalten des Bürgertums und der Intelligenz wurde der deutsche Arbeiter in die Internationale hineingetrieben. Dadurch kam der Marsch von Millionen deutscher Arbeiter in den volks- und wesensfremden Marxismus. Der Weltkrieg Hal bann gezeigt, daß trotz allem der einfache arbeitenbe deuifche Mensch bluts- verbunden mit feinem Volke geblieben war, das deutsche Volk hat durch seine Großtaten im Kriege bewiesen, daß es in seinem innersten Wesenskcrn noch nicht angekränkelt war von dem Geist der Zersetzung. Dann kam der Zusammenbruch 1918. Dabei hat sich erneut gezeigt, daß das deutsche Volk immer nur durch sich selbst besiegt wurde. Keine Macht 9.1-fpori Wirtschaft die Devisenmarkt Berlin — Frankfurt jjj Banknoten. Türkische Zoll anleihe von 1911 Türkische Bagdadbahn-Anleihe 4% Zürfijt 78,5 109,75 62,25 95,25 117,5 65,65 67,13 79 110,5 61,75 94,5 19 6,4 6,3 6,3 9,65 6,75 6,4 23 in e s besiegte Cochet anläßlich des Tennisländerkampfes der Berufsspieler zwischen Amerika und Frankreich mit 6:4, 4:6, 6:3, 6:3. Da auch Tilden sein Spiel gegen Plaa gewann und Tilden- Vines im Doppel Cochet-Plaa schlugen, führt Amerika nach dem ersten Tage mit 3:0. 19,9 1,3 6,85 6,4 6,45 9,9 6,7 Rugby-Nationalmannschaften von Deutschland und Frankreich zum 9. Male gegenüber. Die Bilanz dieser Spiele ist für uns sehr ungünstig, denn nur einmal — am 15. Mai 1927 in Frankfurt — vermochten wir die Franzosen knapp mit 17:16 zu schlagen. Alle übrigen sieben Kämpfe wurden von unseren westlichen Nachbarn, zum Teil mit beträchtlichen Differenzen, gewonnen. Die Gesamtbilanz der bisher ausgetragenen Spiele mit Frankreich zeigt bei acht Spielen sieben deutsche Niederlagen und einen Sieg und ein Gesamtpunktverhältnis von 207:46 zugunsten der Franzosen. Um für den neunten Kampf bestens gerüstet zu sein, finden am 10. und 11. März in Hannover zwei Uebungs- 19,5 1,25 6,7 6,5 9,75 6,65 6,3 Wettbewerben des Turniers genannt. Vor einem Rugbykampf Deutschland - Frankreich. In Hannover stehen sich am 25. März 19,5 1,3 6,7 6,4 9,75 6,5 6,25 Zum Ehrenführer des Deutschen Luftsport-Verbandes wurde durch den Reichsminister für Luftfahrt, Hermann Göring, Ministerialdirektor Brandenburg ernannt. Einen neuen Flugweltrekord für Landflugzeuge über eine Distanz von 100 Kilometer stellte der Amerikaner James R. Wedell mit einer Stundengeschwindigkeit von 426 Kilometer auf. 78 110,5 61,75 94,75 76 140 119,25 64,4 67,25 78,131 110 i 62,65 I 95,75 I 77,25 118,75 65,4 67,65 118,5 64,5 67 *% Oesterretchtsche Oolbrente.... 4,20% Oesterreichtsche Sllberreuke 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.......... •% abgest. Goldmexikaner von 99 Sprunglauf Gustl Muller- Bayerischzell unser bester Vertreter. Er konnte den 15. Platz belegen. Kurze Gportnotizen. Berlins Amateurboxer besiegten am Mittwochabend in Neunkirchen eine Saarstaffel überlegen mit 11:5 Punkten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzi beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardztnsfuß 5 o. H. spiele der deutschen Mannschaft statt. Am 10. März spielt eine deutsche Mannschaft — in gleicher Aufstellung wie in Lyon und Paris — gegen die Stadtmannschaft von Linden, am Tage darauf, gegen die Stadt-Fünfzehn von Hannover, wird bereits die Mannschaft spielen, die für den Länderkampf in Aussicht genommen ist. Norwegischer Sieg bei den kI8-Rennen Gustl Müller auf dem 15. Platz. In Solleftea erreichten am Donnerstag die internationalen FJS-Rennen mit dem Sprunglauf zur Kombination ihren Höhepunkt. Es war nach den Ergebnissen des Langlaufes am Vortage nicht anders zu erwarten, als daß die Norweger die ersten Plätze der Kombination unter sich ausmachen würden. Dies traf auch in vollem Umfange ein. Die ersten vier Plätze belegten Norweger. O. Hagen, Kolterud, Vinjarengen und Ole Steenen zeigten ausgezeichnete Sprungleistungen, bei denen die Finnen, die zwar überragende Langläufer sind, nicht mitkamen. Der erste Finne kam daher erst auf den fünften Platz. Schon als Siebter erschien als bester Mitteleuropäer der Pole Stanislaw Marusarz. Die deutschen Vertreter waren stark vom Pech verfolgt. Zu einer Zeit, als die später wiederhergestellte Hallstabergschanze in schlechtester Verfassung war, kamen im ersten Gang u. a. der deutsche Meister Stoll, der Kampfspielsieger Bogner und Matthias W ö r n d l e zu Fall und begruben damit ihre guten Chancen auf Kombinationsplätze. Bester deutscher Springer war der junge Partenkirchener Anton Eisgruber, der 54 und 58 Meter stand. Aber Eisgruber war im Langlauf zu mäßig gewesen. So blieb mit seinen guten Durchschnittsleistungen im Lang- und minus 0,25, Nordd. Lloyd minus 0,50 v. H. Kunstseidenpapiere blieben gut behauptet, AKU 53,75, Bemberg 53 (plus 1 v. H.). Im einzelnen lagen Reichsbankanteile und AG. für Verkehrswesen je 0,65 v. H. freundlicher, dagegen Cement Heidelberg 0,50 und Zellstoff Waldhof 0,25 v. H. niedriger. Fast ohne Geschäft eröffnete der Renten- markt, wo Reichsanleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen unverändert blieben. Auch Industrie- und Reichsmark-Obligationen lagen ohne nennenswerten Umsatz bei behaupteten Kursen. Im Verlaufe blieb das Geschäft an allen Märkten äußerst still. Montanwerte unterlagen kleinen Schwankungen und wiesen per Saldo leichte Erhöhungen auf, ferner waren Cement Heidelberg um 0,50 v. H. erholt und Bemberg gewannen erneut 0,50 v. H., anderseits gaben Siemens 0,65 v. H., Laurahütte und Rütgerswerke bis 0,25 v. H. nach. Farbenindustrie schwankend, ohne jedoch sich wesentlich zu verändern, 132,50—132,75—132,25—132,50. Am Kassamarkt lagen von Brauereiaktien Hennin- der fest und gegenüber der letzten Notiz vor etwa 8 Tagen 6 v. H. höher, wobei noch der inzwischen abgegangene Dividendenabschlag zn berücksichtigen ist. Ferner zogen Glanzstoff Elferfeld um etwa3 auf 88,50 v. H. an. Am Rentenmarkt gaben Altbefitzanlerhe zunächst um 0,40 v. H. auf 96,50 v. H. nach, waren dann wieder auf 96,75 v. H. erholt. Neubesitz befestigten sich um 10 Pf. auf 19,70 und schlossen mit 19,65 behauptet. Ohne nennenswertes Geschäft und ziemlich unverändert waren auch heute wieder Staats-, Stadt- und Länderanleihen. Freundlich und meist fester war die Gesamtlage am Pfandbriefmarkt. Goldpfandbriefe gewannen bis 0,25 v. H., darüber hinaus Nass. Landesbank Wiesbaden plus 1 v. H. Liquidationspfandbriefe zogen bis 0,65 v. H., Kom- munal-Obligationen bis 0,50 v. H., Nass. Landesbank 1 v. H. an. Von fremden Werten lagen Schweiz. Anleihen leicht gebessert, im übrigen traten kaum Veränderungen ein. — Tagesgeld unv. 3,50 v. H. Abendbörse: ruhig. Da von den Ausführungen des Reichsbankpräst- denten auf der heutigen Sitzung des Zentralverbandes während der Abendbörse nichts bekannt wurde, verkehrte diese in zwar starker Zurückhaltung, zumal von der Kundschaft nur kleine Aufträge vorlagen, die Grundstimmung war aber unentwegt freundlich. Neben der gebesserten außenpolitischen Situation regte auch die weitere Besserung der Reichssteuereinnahmen im Januar etwas an. Am Aktienmarkt lagen die Kurse gegen den Berliner Schluß meist gut behauptet, teilweise auch 0,25 bis 0,50 v. H. darüber. Im Verlauf war die Haltung etwas uneinheitlich, die Abweichungen nach beiden Seiten hielten sich aber in engen Grenzen. Farbenindustrie gaben ihren 0,25prozen- tigen Anfangsgewinn wieder ab. Der Rentenmarkt erhielt etwas Stimulus von dem bis jetzt günstigen Zeichnungsergebnis auf die 4V2prozentigen preuß. Schatzanweisungen. Lebhaftere Umsätze hatten umgetauschte Dollar-Bonds bei 0,25 bis 0,50 v. H. höheren Kursen. U. a. nannte man Rhein-Elbe-Union mit 87,25 bis 87,75, RWE. mit 84 bis 84,50, 1951er Stahlver- ein mit 80,50 bis 81, 1947er Stahlverein mit 79,50 80 und 6proz. Preußen-(Dollar)Bonds mit 60,50 v. H. Deutsche Anleihen lagen anfangs ruhig, später entwickelte sich lebhafteres Geschäft bei leicht anziehenden Kursen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,65 bis 19,75, Altbesitzanleihe 96,65 bis 96,75, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,40, 6pryz. Stahlverein-Bonds 70,75, Reichsbank 170,50. Schweinemarkt in Grünberg. 4- Grünberg, 22. Febr. Es waren 222 Ferkel aufgetrieben. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis 6 Wochen alt 18 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 22 bis 26 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 26 bis 30 Mark. Marktverlauf lebhaft, fast ausverkauft. Schweinemarkt in Nivda. * Nidda, 22. Febr. Der gestrige hiesige Schweinemarkt war mit 342 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Das Handelsgeschäft nahm bei guten Preisen einen flotten Verlauf. Man bezahlte für 4 bis 6 Wochen alte Ferkel bis zu 16 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 17 bis 20 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte Tiere 20 bis 22 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Febr. Auftrieb: Rinder 86 (gegen 56 am letzten Donnerskagmarkt) darunter 12 Ochsen, 11 Bullen, 14 Kühe und 49 Färsen, Kälber 900 (925), Schafe 220 (153), darunter 136 (77) Hammel, Schweine 634 (718). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 44 bis 45, b) 39 bis 43, c) 33 bis 38, d) 27 bis 32; Lämmer und Hammel bl) 34, c) 31 bis 33, d) 28 bis 30; Schafe e) 27 bis 29, f) 25 bis 26; Schweine a) 46 bis 48, b) 44 bis 47, c) 43 bis 47, d) 41 bis 45, e) 36 bis 43. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt notierten Kälber 1 bis 2 Mark und Hammel 1 Mark höher, Schafe und Schweine lagen unverändert. Marktverlauf: Kälber, Hammel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine ruhig, geringer Üeberstand. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1005Viertel Rindfleisch, 164 ganze Kälber, 37 ganze Schafe bzw. Hammel, 696 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 42 bis 50; Bullenfleisch 45 bis 50; Kuhfleisch II 34 bis 40, III 24 bis 30; Kalbfleisch II 60 bis 68, III 48 bis 60; Hammel- fleisch 62 bis 70. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleifchgroß- Marktes ruhig. Der meineidige Wäschereisende. LPD. Frankfurt a. M., 22. Febr. Der zu- letzt für eine Frankfurter Firma tätige Wäscherei- reisende Chaim Laub pflegte die Landbevölkerung aufzusuchen und seine Ware anzubieten. Es scheint so, daß er mit Vorliebe dann ins Bauernhaus kam, wenn der Landwirt nicht zu Hause weilte und nur die Frau oder Mutter anwesend war. Der Reisende, der 25 v. H. Provision bekym, aber alle Spesen tragen mußte, verfuhr bei der Einholung von Aufträgen nicht immer reell. Er legte den Leuten zwar einen Bestellschein zur Unterschrift vor, aber vielfach blickten die Frauen nicht hin, und so kam es vor, daß sie nachher bei Empfang der Ware und der Rechnung enttäuscht waren, denn sie bekamen mehr geliefert, als sie bestellt hatten, und dann stimmte es mit den Preisen nicht, die ihnen von L. angegeben waren; sie waren meist höher als erwartet. Im Jahre 1930 erschien L. auch im Kreise Schotten in den Dörfern Klein- und Groß-Eichen und Lardenbach. Er gab an, daß er von der Bauernkammer geschickt sei und daß er Mitinhaber der Frankfurter Firma sei, was beides nicht zutraf. Wieder kam es vor, daß eine Bewohnerin von Lardenbach mehr Ware und teurer als bestellt erhielt. Die Frau zahlte nicht, und der Firmen- inhaber verklagte sie auf Erfüllung des Inhalts des Bestellscheins. Als die Frau die Richtigkeit des Bestellscheininhalts bestritt, wurde der Reisende hierzu vernommen. Er beschwor, daß alles so stimme, wie es auf dem Schein stehe, wobei er auch noch Angaben über angeblich von der Bestellerin gemachte Aeußerungen über das Einkommen ihrer heiratsfähigen Töchter machte. Wie sich aus einer gegen L. jetzt geführten Schwurgerichtsverhandlung ergeben hat, waren diese Angaben zum Teil wissentlich unwahr, so daß sich L. des Meineids schuldig machte. Es kamen für ihn aber die Strafmil' derungsgründe des § 157 in Betracht, da er sich bei wahrheitsgemäßer Beantwortung der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt hätte. Es wurde aüf 1 Vi Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust erkannt. Das Treiben des Angeklagten bezeichnete das Gericht als gemeingefährlich für die ländliche Bevölkerung. Voller Erfolg der preußischen Schatzanweisungsanleche. Obwohl die Zeichnungsfrist für die neuen 4,5 v. H. preußischen Schatzanweisungen erst gestern endigte und das Ergebnis endgültig erst in den nächsten Tagen festgestellt werden kann, steht schon fest, daß die Emission vollen Erfolg gehabt hat. Die aufgelegten 150 Millionen sind auf jeden Fall gezeichnet, wahrscheinlich sogar überzeichnet. Das Bankenkonsortium, das 120 Millionen fest übernommen hatte und für den Rest von 30 Millionen eine Option hat, wird diese Option ausüben. Zu einem erheblichen Teil hat die Zeichnung durch Umtausch der am 1. März fälligen preußischen Schatzanweisungen stattgefunden. Dieses überaus günstige Ergebnis ist nicht nur ein Erfolg für die preußische Finanzverwaltung, sondern vor allem ein großer Schritt vorwärts auf dem Wege zur organischen Zinssenkung. Das Vertrauen zur Staatsführung, das die anlagesuchenden Kreise durch diesen Anleiheerfolg bekunden, eröffnet die Möglichkeit, durch weitere Emissionen zu gleichartigen Bedingungen allmählich die noch umlaufenden, noch höher verzinslichen Anleihen durch niedriger verzinsliche zu ersetzen und damit ohne Zwangseingriffe zu einem Zinsniveau zu kommen, das den gesamten langfristigen Kredit auf eine gesunde Grundlage stellt. Frankfurter Börse. rNittagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 22. Febr Die Börse eröffnete bei kleinsten Umsätzen mit einer überwiegend freundlichen Grundstimmung. Das Publikum und auch die Kulisse halten im wesentlichen an ihrem Besitz fest, übten aber stärkere Zurückhaltung, da man mit Spannung die angekündigten Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und des Staatssekretärs Reinhardt erwartet. Wenn trotz der Geschäftsstille die Stimmung meist zuversichtlich blieb, so ist dies mit günstigen Meldungen aus der Wirtschaft zu begründen, wo insbesondere Dividendenerhöhungen und gesteigerte Stromabsatzziffern bei einigen Gesellschaften anregend wirkten. Daneben wurde der Verlauf der Verhandlungen mit dem englischen Lordsiegelbewahrer Eden für die weitere Entwicklung der außenpolitischen Situation zuversichtlich beurteilt. Am Aktienmarkt hatten nur Farbenindustrie etwas größeres Geschäft zu verzeichnen und der Kurs lag bei Beginn 0,50 v. H. höher. Montanaktien lagen uneinheitlich bei Schwankungen bis zu 0,50 v. H. nach beiden Seiten, nur Klöcknerwerke 1 d. H. und Kali Aschersleben 1,13 v. H. schwächer, aber Rheinstahl 0,75 v. H. fester. Elektrowerte tendierten sehr ruhig bei nur geringprozentigen Veränderungen. AEG. minus 0,40, Siemens plus 6,65 v.H. Schiffahrtsaktien lagen weiter abbröckelnd, Hapag Neues vom Handballsport. Pokalspiele und Deutsche Meisterschaft. Bei den Deutschen Kampfspielen werden auch die Handballer ihr Können zeigen. Die Deutsche Meisterschaft wird allerdings nicht bei den Kampfspielen vergeben, sondern dort geht es um den Kampfspiel-Pokal, den DSB.-Handballpokal in neuer Gestalt. Während sich um den DSB.-Pokal die Mannschaften der alten sieben Landesverbände bewarben, kämpfen um den Kampfspielpokal Auswahlmannschaften der 16 Gaue. Die Vorrunde wird am 15. April ausgetragen, am 17. Juni folgt die Zwischenrunde, am 28. Juni folgt in Nürnberg die Vorschlußrunde und am 29. Juli das Endspiel. Um die deutsche Mei st erschuft findet die Vorrunde am 29. April statt, an ihr sind die Meister der 16 Gaue beteiligt. Die zweite Runde folgt am 13. Mai, und die Vorschlußrunde wird am 27. Mai ausgetragen. Das Endspiel findet am 10. Juni statt. An diesem Tage wird auch das Endspiel der Frauen ausgetragen. Für die Vorrunden der Frauen wurden noch keine Termine festgelegt, weil abgewartet werden muß, wieviel Gaue überhaupt einen Frauenmeister melden. Opieioereinigung 1900 Gießen. 5p.-B. Heuchelheim 1. 3gb. — 1900 Gießen 1. 3gd. 1:6 (0:3). In einem von Anfang bis Ende spannenden Treffen holte sich am Sonntag 1900’s 1. Jugend zwei weitere Punkte. 1900 trat mit zwei Ersatzleuten und nur mit 10 Mann an. Heuchelheim hatte bei Beginn ebenfalls nur 10 Mann zur Stelle, vervollständigte sich aber nach 10 Minuten. Die Gäste hatten seit langer Zeit wieder ihren alten Torhüter zur Stelle, der jeder gefährlichen Situation gewachsen war. Verteidigung war ebenfalls auf voller Höhe, machte nur manchmal den Fehler, zu weit aufzurücken und dadurch kam, durch blitzschnelle Durchbrüche der Gastgeber, das Tor öfters in Gefahr. Aus einem solchen Durchbruch resultiert auch das Ehrentor der Gastgeber. Die ersatzgeschwächte Läuferreihe befriedigte. Im Sturm machte sich das Fehlen des elften Spielers bemerkbar. Bei Halbzeit stand das Spiel bereits 3:0 für Gießen. Die Tore fielen in regelmäßigen Abständen. Bei den Gastgebern gefiel das Verteidigerpaar und der Torwächter. An den erzielten Toren waren sie ohne Schuld. Läuferreihe und Sturm konnten gegen ihren Gegner nichts ausrichten. Hervorzuheben wäre das beiderseitige faire Spiel. Die Gäste nahmen ihre Niederlage mit Würde entgegen. Das Endresultat lautete 6:1 für Gießen. Die 1. Jugend von 1900 Gießen führt nunmehr in der Tabelle der Jugendspiele bei sechs Spielen, sechs gewonnen mit einem Torverhältnis von 41:4 Toren. 1900 Gießen 1. Schüler — Spv. Heuchelheim Schuler 1:0 (0:0). Die Kleinsten erledigten ihr Rückspiel auf dem Platze £ui der Liebigshöhe zugunsten der Platzbe- fitzer mit 1:0 Toren. Sas Frankfurter Reit-Turnier. Wie im vergangenen Jahre findet anläßlich des großen Reitturniers in Frankfurt eine Auktion edler ostpreußiicher Pferde statt, die dem weitgehenden Bedarf Rechnung tragen. Während im letzten Jahre vorwiegend junge, wenig gearbeitete Tiere angeboten wurden, kommen aus der berühmten deutschen Pferdeprovinz diesmal nur fertige, volljährige Pferde, die geritten und großenteils auch gefahren find. Sofortiger Gebrauch im Betrieb und Sport ist damit vorweg gesichert. Dies werden vor allem auch die Reiterstürme begrüßen, die diese günstige Gelegenheit, ihre Pferdebestände zu verbessern, willkommen heißen. Eine ganze Anzahl der durch den bewährten Pferdemann Hugo Steinberg zur Auktion kommenden Tiere ist in offenen Das „W intersportfest des deutschen O st e n s" hat mit 400 Meldungen für die Ski-Wettbewerbe ein ganz ausgezeichnetes Nennungsergebnis gefunden. 14 deutsche Skiläufer werden sich an den großen Holmenkollen-Rennen vom 3. bis 5. März beteiligen. * Sonja Henie, die achtfache Eiskunstlauf- Weltmeisterin, startete am Mittwochabend im Berliner Sportpalast und erntete dabei großen Beifall des ausverkauften Hauses. Ein Eishockeyspiel zwischen dem Berliner SC. und den „Grosvenor House Canadians“ endete mit 5:2 für die Kanadier. ■öuDrrui ........... o Deutsche Erdöl ............... Gelsenkirchener.............. 0 Harpener .......... q Voesch Eisen—Köln-Neuessea O Ilse Bergbau ...............4 Ilse Bergbau Genüsse........e Klöcknerwerke ................ ManneSmana-Rübrev. ..... 0 Frankfurt o. Ul. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schluß!. Ulinag« börse Datum 21.2. 22-2- 21-2. 22-2. Marisfelder Bergbau .. 0 37,25 37 37,5 37 Kokswerke ... 0 — — 90 89 Phönix Bergbau...... 0 49,5 49 49,75 49 Rheinische Braunkohlen 10 204 203,5 204,4 204 Rheinstab! ......... 0 90,25 90,75 91,25 90,65 Bereinigte Stahlwerke. 0 42 41,4 42,25 41,4 Otavi Minen ....... 0 14,5 15 14,75 14,75 Kaliwerke Aschersleben. 6 116 116,5 115,25 Kaliwerke Westeregeln . 6 116 115,5 116,5 115 Kaliwerke Salzdetfurth 154 154,5 154,5 154 I.G. Farden.Jnbustrw M M M MMMM 7 132 132,5 132,65 132,4 Lcheideanstalt........ 9 184 182 Goldschmidt ....... O 59 59 59,5 59,25 Rütgerswerke ........ O 56,5 56 56,75 56,13 MetaUgesellschaft...... 0 76,9 77,25 76,75 Philipp Holz mann .... 0 70 70,25 92 Jj 70 70 Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. •••••• 0 0 92,5 Schultheis Payenhoser 0 — _ 99,25 99,25 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 53,75 53,25 52,5 53,75 Bemberg........... 0 52 53,75 51,5 53,5 Hellstoff Waldhof ..... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ...... ....... 0 0 47 38 46,75 38,25 46,75 37,5 46,5 37,65 7 — —— 120,75 120,75 Daimler Motoren..... O 45,75 45,5 46 45,13 Deutsche Linoleum .... 0 47,25 47,65 46,5 47,5 Oren stein & Koppel ... 0 — — 70 70 Leonhard Dietz ....... 0 19,25 19,25 19,75 19,5 Lhade ............... IO 165 163,5 165 163,75 Attumulatoren-Fabrü. 0 182,5 184,75 184,5 184,9 Louth-Gum m»........ ••••••• 0 155,25 154,5 155,5 154 Gritzner............. 0 29,4 28 29 28 Mainkrastwerke Höchst o.®L... 4 74,75 Süddeutscher Zucker . L 180,75 180,5 181 180,6 FranNur. u. Ul. Berlin Frankkurl a.M. Berlin Schluß« kurs Echlußk. Abendbörse Schluß« kurs Echlußk Mittag« börse Schlußkurs Echlußk. Abend« börsc Schluß« kurs Echlußk. Mittag» börse Datum 21-2. | 22.2. 21.2. 22.2. Datum 21-2. 22.2. 21-2. 22-2- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 97 97,13 96,75 96,75 4% desgl. Serie 11 ............ 6,3 5,2 6,4 5,25 6,5 5 6% ehem.7°/o Dt. Reichsanl.v. 1929 100 99,9 99,9 99,9 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 5,4 6¥i% Boung-Anleihe von 1930 .. 93,35 93,5 93 93,65 4)r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 7,75 7,5 7,5 7,4 Deutsche Anl.-Adlos.-Schuld mit 96,75 96,75 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4,3 4,25 4,4 4,25 AuSlos.-Rechten ...... 96,6 96,75 19,65 2%% Anatolier 30,75 30,5 30,7 31 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolköstaat 1929 19,6 19,75 19,5 vamvurg«Amettka«Paket ..... O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O (rückzahlb. 102%) ............ 94 94 94,25 94,4 28 28 28,25 25,65 [ 27,5 6% Hess. Landesbank Darmstadt 25,75 Gold R. 12............ 91,5 91,75 91,25 __ Hansa-Dampfschisf.......O — — — 5Vi% Hess. LandeS^Hypotheken« Norddeutscher Lloyd ......... O 32 30,75 31,75 30,75 bank Darmstadt Ligüi....... 90,25 90,5 91.®. für Verkehrswesen Akt. .. o 64,4 65 64,5 i 65,9 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Berliner Handelsgesellschaft .. 4 94,5 94 94 i 94,5 AuSlos.-Rechten 92,5 91,75 _ Commerz, und Privat-Bank ... 0 51,25 50,75 51 50,75 Deutsche Komm. Sammelabl. An- Deutsche Bank und Dtsconto« leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 94,75 94,75 94,75 94,75 Gesellschaft................ o 65,75 65,25 65,75 I 65,25 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Dresdner Bank........ O 67 67 67 1 67 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 92 91,75 92 — — Reichsbank ................ 12 170,13 170,5 170,75 1 171 Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 91,75 — — A.E.G......................o 29,75 128,4 29,5 128,5 99,25 102,75 30,13 128,65 99,5 103,25 29,25 128,65 99,13 102,13 6%% ehem. 4'/,% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Pfandbriefe....... Bekula.....................o 90,75 91,65 Elektr. LieferungSgesellschäft... 6 Licht und Kraft ..... c 6%% ehem. 4%% Rheinische 103,25 Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ... 92,13 92,4 — — Fellen & Guilleaume ......... 0 Gesellsch.f.SIeklr.Unlernehmung. 5 59 59 58,75 59 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand« 94 94 98,5 89 99,4 98,5 briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 94 94 Rheinische Elektrizität ........ 5 96 96 96,4 6% ehem. 7% Pr. Landespfand« briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Schlickert« Co............... ß 102,5 102,5 102,75 102,75 94 94 94 94 Siemens L Halske........... 7 150 150 150 149 5 Steuergutich. Verrechnungskurs.. 97,13 97,13 97,13 97,13 LahmeyerLLo............. 10 115,75 117 115,25 116'25 21.Februar 22Febtuar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Gelb Brie Gelb 1 Brie _ Helfingfmch.. 5,644 5,656 5,674 5,686 Wien....... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag....... 10,38 10,40 10,38 Budapest ... Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,53 168,87 168,55 168,89 Oslo....... 64,29 64,41 64,44 Kopenhagen. 57,14 5L26 57'29 57'41 Stockholm... 65,98 66,12 66,13 66,27 London ..... 12,795 12,825 12,825 12,855 Buenos Aires 0,648 0,652 0,648 0,652 ’ Neuyork.... 2,527 2,533 2,522 2,528 Brüssel..... 58,39 58,51 58,41 58,53 Italien..... 21,88 21,92 21,90 21.94 Paris...... 16,49 16.53 Schwei- .... 80,92 81,08 80'88 81,04 Spanien.... 33,95 34,01 33,95 34,01 Danzig..... 81,67 81,83 81,67 81,83 Jaoan ...... 0 7 §9 0 761 Rio de Jan. . 0'214 0'216 0,214 0,216 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon.... 11,65 11,67 11,68 11,70 Berlin, 22-Februar Geld Briefs Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten ............... 2,475 58,25 57,04 12,78 16,45 168,13 21,78 64,27 65,97 80,70 33,81 2,495 58,49 57,26 12,84 16,51 168,81 21,86 64,53 66,23 81,02 33.95 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i IOC Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ........... .. Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Note» ©■flÄW rtfrfit frt «i.a Statt öfcfcr ®porft>