Nr. 19 Erster Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 23. Januar 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 'Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernsprechansch!üfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: firanffnrt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Untverfilätr Such- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/zUhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Npf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Npf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Npf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Npf. je mm WillJapan den Frieden in Ostasien? VombenanschlagausdenSchnellzugWien-Agram men abgeschlossen werden könnte, so werde es sich Der Wagen Berlin-Suschak durch eine Höllenmaschine vollständig zertrümmert. Drei Todesopfer.-Ein Berliner Arzt schwer verletzt geborgen. EmeDiererkonserenzdereuropäischenGroßmächie zur weiteren Wandlung der Abrüstungssrage? T o k i o , 22. Ian. (DNB.) Die japanischen Flottenbehörden machen zur Zeit in Ito Versuche mit einem Zwergunterseebot, das nur neun Meter lang ist und eine Besatzung von vier Mann hat. Der Querschnitt beträgt 2,50 Meter. Es wird von werden sollen. Die Konferenz dürfte eine Woche dauern. Wie der Berichterstatter des „Daily herald" in Singapore meldet, werden an der Besprechung der Kommandeur der malaiischen Halbinsel und der Befehlshaber der Gruppen, die in Singapore liegen, teilnehmen, da besonders über die Befesti- gungen von Singapore verhandelt werden soll. Der Berichterstatter verzeichnet ferner ein Gerücht, wonach Feldmarschall Lord A l l e n b y an Bord des Kreuzers „Kent" angekommen fei, was jedoch geheimgehalten werde. Ls gingen auch Gerüchte um, daß Großbritannien aus Sorge um einen japanischen Angriff mit Holland zu Zwecken der Verteidigung Zusammenwirken wolle. Großbritannien soll dafür Holland den Besitz seiner ost indischen Gebiete garantieren. Andererseits werde behauptet, daß die Frage der Verteidigung Australiens auf der Konferenz • die meiste Zeit beanspruchen würde. Em japanisches Zwergunterfeeboot. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Ls konnte bisher nur festgestellt werden, daß durch die Explosion der Höllenmaschine das Gas entzündet wurde, das zur Beleuchtung des Wagens diente. Dadurch breitete sich das Feuer mit fo außerordentlicher Geschwindigkeit aus. 3m Augenblick der Explosion befanden sich im Berliner Wagen 13 Personen, von denen sich neun retten konnten. Die Höllenmaschine war in einem Abteil unter einem Polstersih verborgen worden. Der direkte Wagen VerUn— Suschak hatte Vertin am 21. Januar um 7.50 Uhr verlassen und war auf dem Wiener Westbahnhof um 20.30 Uhr eingetroffen. Der Wagen hatte einen einftünbigen Aufenthalt in Wien. Um 21.30 Uhr fuhr er vom Südbahnhof aus mit dem Agramer Schnellzug weiter. 3n einer amtlichen Erklärung wird gesagt, daß die Höllenmaschine schon im Auslande in den Wagen gebracht worden sei. Daher sei verfügt, daß alle direkten Wagen, die aus Oesterreich nach Süd- sluwien kämen, an der Grenze durch südslawische Wagen auszutauschen feien. Die Persönlichkeiten der drei verkohlten Leichen konnten noch nicht festgestellt werden. vermutlich darauf beschränken, daß die Rüstungen auf ihren gegenwärtigen Stand belassen würden. Ein solches Rüstungsstillstandsabkommen würde eine Sicherheitsklausel enthalten, wonach die Unterzeichner sich alle Handlungsfreiheit vorbehalten, falls einer der Unterzeichner aufrüste. Alle diese Gerüchte müßten übrigens, so fügt man in französischen Kreisen hinzu, mit Vorsicht aufgenommen werden; aber man müsse sie immerhin wegen ihrer politischen Tragweite verzeichnen. 3ur deutschen Antwort. Die „Times" berichtigt sich. London, 23. Ian. (DNB.-Funkspruch) „Times" stellt ihre gestrige Meldung richtig. Sie sagt, die Reichsregierung versuche zwar das Bekanntwerden des Inhalts ihrer Antwortnote zu verhindern. Sie habe aber niemals gewünscht, diese der britischen Regierung vorzuenthalten. Der britische Botschafter habe eine Abschrift der Note erhalten, die am Montag im Londoner Foreign Office eingetroffen fei. Ferner berichtigt „Times" eine Meldung aus Paris. Sie stellt fest, daß Deutschland keineswegs sofortige Gleichheit in der Luft mit Frankreich fordere. Deutschland verzichtet auf Bombenflugzeuge, allerdings nur unter der Bedingung, daß die anderen Länder bereit seien, sp ä t e r auch auf ihre Bombenflugzeuge zu verzichten. Die beiden hauptsächlichsten Schwierigkeiten zwischen Frankreich und Deutschland seien die Zahl der Soldaten, die Deutschland besitzen soll (300 000 ober 200 000) und Deutschlands Forderung nach Haubitzen, Flugabwehrgeschützen und Flugzeug en mit beschränkter Flugweite. Ein politisches Attentat? Belgrad, 22. 3an. (DRV.) Auf den Schnellzug Wien — Agram wurde am TUontag in den frühen Morgenstunden, am Eröffnungstage der Agramer Konferenz der Kleinen Entente, zwischen den Stationen Rann und Gurkfelb ein Bombenanschlag verübt, ber verheerenbe Wirkungen anrichtete. Unter bem birekten Wagen Berlin — S u - f ch a k explobierle um 5.50 Uhr eine Höllenmaschine. Der Wagen geriet in Brand unb würbe voltstänbigvernichtet. Auch ber hinter bem Wagen gekoppelte Schlafwagen würbe stark beschäbigt. 3n bem Wagen befanben sich vier Reif enbe zweiter Klaffe, von benen drei in ben Flammen ben Tob fanben, währenb der vierte schwer verletzt ins Krankenhaus nach Rann gebracht wurde. Der Schwerverletzte ist ber Berliner Arzt Dr. 3ohann Fritsch. Die drei verkohlten Leichen würben aus ben Trümmern des verbrannten Wagens geborgen. Nachdem der vernichtete unb ber Schlafwagen abgekoppelt waren, konnte ber Zug mit großer Verspätung bie Fahrt nach Agram fortsehen. Äip aride" unb die „schwarze" Seschr. Von Dr. Paul Rohrbach. Es gibt Schlagworte, denen man ins Gesicht sehen muß, um sie zu erkennen. Vor vierzig Jahren ging ein Wort um: Völker Europas, wahrt eure heiligsten Güter! Gemeint war die „gelbe © e = f a h r", in einem Sinn, als ob sie die europäische Zivilisation bedrohe. Es war nicht leicht zu sehen, wie das geschehen sollte. Chinesen, wie Ku hung- ming, auch Inder, wie Gandhi, würden darauf wahrscheinlich antworten: dazu brauchen nicht erst wir Asiaten zu kommen, das besorgen die europäischen Völker schon allein durch ihre Selbstzerfleischung im Krieg und im „Krieg nach dem Kriege!" Die Hineinziehung der farbigen Völker Asiens in den Weltkrieg durch die Ententemächte hat aber zur Folge gehabt, daß die Achtung vor den Europäern in ganz Asien gesunken ist. Man kann jetzt tatsächlich davon sprechen, daß eine Art von asiatischem, namentlich ostasiatischem und indischem G e • meingesühl gegen bie Weisen im Werden ist. Die Führung dabei möchte Japan übernehmen. Die Japaner stellen jetzt eine Art von asiatischer Monroe-Doktrin auf, eine Nachahmung der amerikanischen, die bekanntlich lautet: Europa hat in Amerika politisch nichts zu suchen! Von chinesischer Seite wird behauptet, der damalige Premier- und Außenminister Tanaka habe im Juli 1927 dem Kaiser von Japan ein Memorandum Überreicht, das folgende Punkte enthielt: Politische unb wirtschaftliche Durchdringung der Mandschurei und Mongolei, Führung Chinas, Kontrolle Asiens, Erhebung Japans zur ersten Weltmacht. Man kann sagen, daß dies — wenigstens die ersten drei Punkte — das faktische Programm der stärksten Persönlichkeit in der jetzigen Regierung Japans ist, des Kriegsministers A r a k i. Ohne Zweifel ist dabei Japan als Vormacht der gelben gegen bie weiße Rasse gedacht. Es gibt ein Wort von Araki: „Der Geist Japans muß über die sieben Meere und die fünf Kontinente verbreitet werden". Um das zu erreichen, muß Japan „zu dem Geist, den Idealen und der moralischen Tradition" der alten Zeit zurückkehren unb „aller Lässigkeit, Korruption, Verschwendung und neuzeitlichen Weichlichkeit" abschwören. Das heißt soviA, wie daß die asiatische Monroe- Doktrin des japanischen Imperialismus gestützt werden soll durch Wiederherstellung der von parlamentarischer Parteiwirtschast und kapitalistischer Charaktererweichung, diesen üblen Gaben Europas, angefressenen heroischen Ethik Alt-Japans. Ein bekannter japanischer Marinepolitiker, Suotsuja, hat Bekenntnisse in diesem Stil noch durch eine offenherzigere Aueßerung unterstrichen, die viel Aufsehen gemacht hat: die weiße Rasse sei „der Feind Japans, Amerika sei der nächste Gegner, für den Kampf mit ihm müsse Japan sich rüsten, und die Aussichten seien günstig — wenn die Nation ihre ganze Kraft einsetzt!' । Man muß also damit rechnen, daß die japanischen ; Schiffsneubauten über das im Washingtoner Flot- , ten-Abkommen festgesetzte Stärkeverhältnis 3:5:5 ' (Japan — Amerika — England) hinausgehen. Wird Japan stark genug sein, die Politik ’ des Tanaka-Memorandums durchzuführen? Zahlen- ' mäßig wohnt in Ost-, Südost- und Südasien die i Hälfte der Menschheit, rund 950 Millionen. Fragt man aber, wie groß ihre wirtschaftliche Kraft ist, so zeigt sich, daß diese 950 Millionen insgesamt auf dem Weltmarkt nur soviel zu kaufen imstande sind, wie 70 bis 75 Millionen Mittel- i europäer. Fünf Japaner, achtzehn Inder, einunb- ' zwanzig Chinesen bebeuten wirtschaftlich erst soviel, , wie im Durchschnitt ein Deutscher im Reich, ein Oesterreicher ober Schweizer. Heroismus kann viel leisten, aber nicht alles, es gehören auch Finanz- unb Wirtschaftskraft bazu, unb bie Finan- Paris, 23. 3an. (DRV. Funkspruch.) 3n gut unterrichteten französischen Kreisen erklärt man über den ersten Eindruck, den die deutsche Antwort auf die französische Denkschrift in ber Abrüslungsfrage gemacht hat, daß die Reichsregierung an ber Forbe- rung der unverzüglichen Gleichberechtigung sowohl hinsichtlich ber e f f e k t i v e n V e - stänbewie hinsichtlich besMaterials fefthatte. Der beutfche Text werbe eingehend unb verstandi- gungsbereit geprüft werben. Die französische Antwort über bie ber Ministerrat zu beschließen hätte, dürfte vermutlich Enbe b i e f e t Tß o d) e z u erwarten fein. Auch über ben Ausfall dieser Antwort hört man schon bie ersten Andeutungen. Die französische Regierung werde dem Vorsitzenden ber Abrüstungskonferenz Henderson mitteilen, daß die üom Büro der Abrüstungskonferenz empfohlene Methodeder direktenverhandlungen leider nicht die e r ro a r t e t e n 6 r g e b n i f f e gezeitigt habe. Auf Grund dieser Mitteilung konnte dann das Kleine Büro in feiner Sitzung vom 10. Februar in London alle zweckmäßigen Entschlüsse hinsichtlich der F o r t f e h u n g der Abrüstungs-Arbeiten treffen. Außerdem könnte bann bie von Sir 3ohn Simon gegebene Anregung einer Konferenz b e r v i e r G r o h m ä ch t e Deutschland, Eng- lanb, 3tatien unb Frankreich in Paris roieber in ben Dorbergrunb treten, obwohl man ihr in französischen Kreisen gegenwärtig im allgemeinen noch nicht viel Sympathie entgegenbringe. 3edensalls scheine sich jetzt febe Hoffnung auf eine wirklich greifbare Abrüstung — wenn nicht noch ein unvorhergesehener Umschwung eintrete-immer mehr zu entfernen, öenn Überhaupt noch ein allgemeines Abrustungsabkom- Der neue ber Kammer vorgelegte Marine- haushalt sieht Ausgaben in Höhe von 284747000 Dollars vor. Hiervon entfallen 33619334 Dollars auf neue Kriegsschiffe, unb zwar hauptsächlich Flugzeugmutterschiffe unb vier Kreuzer, 18 880 000 Dollars entfallen auf bie Abteilung Seeflugzeug, bavon 6131000 für neue Flugzeuge Ein Ersatzbau für bas Luftschiff Akron ist nicht vorgesehen. Der Chef ber Marineleitung, Konteradmiral Stanbley, erklärte, auch bas Luftschiff Los Angeles fei nicht mehr in ber Lage, Fahrten auszuführen unb werbe außer Dienst gestellt werben. Stanbley begrünbete weiterhin bie Notwenbigkeit einer M o - bernifierung ber neuen Panzerschiffe. Der Zustanb ber Panzerschiffe unb noch mehr ber Zerstörer fei fo unbefriebigenb, baß man an ber Kriegsverwenbungsfähigkeit biefer Schiffe zweifeln müsse. 3n Sorge um den britischen Besitz im Pazifik. Britisch-australische Marinekonferenz in Singapore. London, 23. 3an. (DRV. Funkspruch.) heute Tokios offizieller Kurs. Eine Friedensrede des Außenministers. Tokio, 22. Jan. (DNB.) Der Minister des Auswärtigen, H i r o t a , sprach im Abgeordnetenhaus über die japanische Außenpolitik. Hirota begann seine Ausführungen mit einem Rückblick auf Japans Austritt aus dem Völkerbund am 27. März 1933, der notwendig geworden fei, weil sich Japan mit dem Völkerbund in der mandschurischen Angelegenheit über die zur Aufrechterhaltung des Friedens im Fernen Osten notwendigen Maßnahmen nicht habe verständigen können. Das bedeute jedoch nicht, daß Japan f i ch von der Gemeinschaft der Nationen trennen wolle. In diesem Zusammenhänge gab Hirota der Hoffnung Ausdruck, daß China in der Lage sein werde, seine Bemühungen um Frieden unb Stabilisierung mit benen Japans zu vereinigen. Die tatsächliche Lage wiberspreche allerdings solchen Hoffnungen. China habe feine j a - panfeindliche Politik noch nicht eingestellt. In den Beziehungen zu Rußland, die seit dem Pekinger Vertrag von 1925 normal gewesen seien, mache sich leider in letzter Zeit ein Wandel geltend. Es sei überraschend und bedauerlich, daß die Sowjetregierung im Rundfunk und in der Presse Gerüchte über Japan in Umlauf setze wie z B., daß Japan an der russisch-mandschurischen Grenze neue militärische Vorbereitungen treffe. Nichts davon sei wahr. Japan werde auch in Zukunft wie in der Vergangenheit Sowjetrußland im Geiste der Billigkeit und Loyalität gegenübertreten. Japan wolle die schwebenden russisch-japanischen Fragen auf friedlichem Wege lösen und werde keine Truppenverstärkungen in die Mandschurei senden, obwohl kürzlich an der Grenze sowjetrussische Militäreinheiten zusammengezogen worden seien. Auf jeden Fall aber müsse man der antijapanischen Propaganda begegnen, da sie sogar bei Staatsmännern wie Herriot und Bulitt, dem amerikanischen Botschafter in Moskau, auf fruchtbaren Boden zu fallen scheine. Zwischen ben Vereinigten Staaten unb - Japan schwebe berzeit keine Frage, beren Lösung s irgenbwelche Schwierigkeiten bieten könnte. Japan z habe nicht ben Wunsch, trgenbeinen , Konflikt mit ben Vereinigten Staaten zu ent- ( fesseln, es sei im Gegenteil lebhaft um ein freunb- schaftliches Verhältnis zu Amerika bemüht. lieber die Beziehungen zum Britischen Reich erklärte Hirota, die uberlieferungsmäßige Freundschaft, die ' beide Mächte verbinde, bestehe auch heute noch unvermindert fort. Zum Schluß der Rede wirb auf bie allgemeine wirtschaftliche unb politische Unsicherheit in ber Welt hingewiesen, bie jeben Augenblick bas internationale Gleichgewicht zu zerstören brohe. Das Vertrauen zwischen ben Nationen der Erbe habe beträchtlich abgenommen. Trotzbem habe man beim Versuch ber Regelung jeher beliebigen internationalen Frage fein er lei un = Überwindliche Schwierigkeiten zu furchten, so lange jebes Volk bestrebt sei, ber Lage anderer Völker Gerechtigkeit wiberfahren zu lassen. Er habe die Ueberzeugung, daß auch bie anderen Mächte die Lage Japans, wie sie d u r ch d i e N a - tur unb durch die Entwicklung gegeben sei, schließlich so zu verstehen lernten, wie sie verstanden werden müsse. Arakis Hircklrittsgesuch noch nicht angenommen. Tokio, 22. Jan. (DNB.) Der Kaiser hat bas Rücktrittsgesuch bes Kriegsministers Araki noch nicht angenommen. Die Zeitung „Asahi" schreibt, baß durch einen Rücktritt bes Kriegsministers bie Lage des Kabinetts Saito gefährbet sei. Die Zeitung „Chozio" ist ber Ansicht, baß bas Rücktritts- qesuch Arakis auf seinen Gesunbheitszustanb zuruck- zuführen sei unb betont, baß als Nachfolger Lhasas ch i in Aussicht genommen sei. Dieser sei ein sehr populärer Offi 3 ier ber Wehrmacht. Die übrige japanische Presse glaubt, daß Araki nach Wiederherstellung seiner Gesundheit auf seinen Posten Zurückkehren werbe. Das Flottenwettrüsten. Amerika will 120 neue Kriegsschiffe für 600 Millionen Dollars Oanen. Washington, 23.3an. (Reuter. Funkspruch.» 3m Flott-nausfrchuß des Repräsentantenhauses empfahl der stellvertretende Marineminister ch. L. Roo evelt die baldige Jnkrastsetzung einer Vorlage, die den Bau von 120 neuen KrIegSsch i fr - fen mit einem Kostenaufrwand von rund 616 Millionen Dollar vorsieht. Der Vorsitzende de- Ausschusses, Vinson, sagte zu, die Borlage so bald wie möglich zu behanbeln. Von ben Anhängern bes P^lldentenRoosevelt wirb betont, ber Hauptgrunb, weshalb bas Weiße Haus bie Flotte auf ben nach bem Fo- tenab kommen von Washington zulas. sigen Höchststanb ausbauen will, wurzele in ber Ueberzeugung, baß Äapa » sur das Jahr 1936, wenn der Flottenvertrag erlischt,ei ne ebenso große Flotte erstrebt wie sie die Vereinigten Staaten oder Groß britannien besitzen Die Vorlage findet, so wird weiter betont, die „u n e i n g e s ch r a n k t e Billigung des Präsidenten. Der Marineminister erklärte, die Vereinigten Staaten konnten der Welt nicht länger als Abrüstungsbeispiel dienen. zen Japans sind schon überspannt. Gewiß ist Amerika zur Zeit schwer behindert durch bie Wirrnis von Wirtschaftskrise, Wirtschafts- unb Währungsreform — aber trotzbem hat es ben Draht nach Moskau gelegt, sicher nicht ohne babei an Japan zu benfen. Besser als Amerika steht Englanb ba, bas sich sichtbar erholt, unb bie Englänber finb sich über bie japanische Gefahr, zunächst von ihrer hanbelspoliiischen Seite her, burchaus klar. Man mürbe irren, wenn man glauben wollte, baß sie nichts weiter tun werben, als zusehen, wie Japan mit Hilfe seiner bis auf 60 v. H. entwerteten Währung immer größere Stücke bes ohnehin zusammengeschrumpften Weltmarktes erobert. Wenn bie „gelbe Gefahr" jetzt so befiniert werben kann, baß es sich babei um ben Ausschluß ber weißen Rasse aus bem Gebiet ber asiatischen Großvölker unb um rücksichtslose Han- belskonkurrenz auf bem Weltmarkt hanbelt, so ist bem entgegenzuhalten, baß Japan nur eine geringe Wirtschaftskraft besitzt, unb baß politisch nur ein gemeinsames Hanbeln ber zumeist bebrohten weißen Völker bazu gehört, um bie Gefahr zu bannen. Man spricht neben ber gelben auch von einer schwarzen Gefahr unb meint bamit bas „Erwachen" ber Schwarzen in Afrika. Es soll also eine hoppelte Bebrohung ber weißen Rasse existieren, insofern zu befürchten sei, baß eines Tages bie Schwarzen sie aus Afrika vertreiben. Düs ist eine bloße „Vorbeifahrer"-Weisheit, hiervon ben oberflächlichen Einbrücken sogenannter, duf Grund flüchtiger Einbrücke urteilenber ,Jlfrifafenner" stammt. Die schwarze Rasse ist gar nutzt fähig, sich zu organisieren, sie ist auch nidV fähig, auf sich selbst gestellt, wirkliche Kulturleistungen zu oottr bringen. Sie muß von ber höher veranlagten, schöpferisch benfenben weißen Rasse geführt werben. Gegen Eingeborenen-Aufstänbe gibt es heute Flugzeuge. Hätten wir 1904 bis 1905 hn vormittag beginnt in Singapore an Bord des Kreuzers „Kent" eine Konferenz britischer, australischer unb neuseeländischer ..... ..... 2ldmirale, auf der Fragen von gemeinsamem 3n- elektrischen Batterien getrieben unb soll bis auf runb tereffe für die Seestreitkräfte des britischen Reiches 160 Meter Tiefe gehen können. in 3nbien, Australien und Reuseetand besprochen! -------- Hereroaufstand schon ein halbes Dutzend Flugzeuge gehabt, der Krieg wäre in einer Woche zu Ende gewesen. Dies Mittel allein ist schon ein genügendes Rezept gegen die vermeintliche „schwarze Gefahr". Eine Reichsorganisation der deutschen Milchwirtschaft Berlin, 21. Jan. (VdZ.) Die 15 Milwirtschaftsverbände werden in allernächster Zeit zu einer Bereinigung zusammengeschlossen werden, die die Reichsorganisation der gesamten deutschen Milchwirtschaft darstellt. Mit der Bildung der Verbände ist zwar noch nicht die vollkommene Ordnung auf dem Milchmarkt eingeführt, aber das spekulative Moment auf dem Milch-, Butter- und Käsemarkt ist dadurch heute bereits ganzaus- ge schaltet. Die Neuorganisation gibt die Möglichkeit, Erzeugung und Absatz genau zu überblicken, und es wird deshalb demnächst eine Bestands- aufnahme der Milch-, Butter- und Käseerzeugung erfolgen. Der Preiswettbewerb wird in Zukunft durch den L e i st u n g s w e t t b e w e r b abgelöst werden, wobei die Herstellung von Markenware besonders gefördert werden soll. Die letzte Aufgabe der Marktverbände aber wird der Dienst am Verbraucher sein. Der Reichskommissar wird es als seine Hauptaufgabe betrachten, darüber zu wachen, daß die Marktoerbände ihre Arbeit im Sinne des Gemeinwohles führen und daß die bäuerliche Veredlungswirtschaft nie wieder in Abhängigkeit von Händlertum und Wirtschaftsliberalismus gerät. Adolf Wer spricht zu den SA-Führern. Oie weltanschauliche Erziehung zum neuen Staat. Berlin, 22. Jan. (DNB.) Die SA.-Führer- tagung, die am Sonntag in Friedrichsroda begonnen halte, fand am Montag, wie die NSK. meldet, in Berlin in Anwesenheit des Führers ihren Abschluß. Bei einem gemeinsamen Mittagsimbiß ergriff der Stabschef Röhm das Wort und brachte dem Führer die entschlossene willensmäßige Einheit zum Ausdruck, mit der das Führerkorps der gesamten SA. und SS. in unverbrüchlicher Treue hinter ihrem Führer steht. Am Nachmittag begrüßte der Führer die versammelten Tagungsteilnehmer zunächst in persönlicher Unterhaltung und hielt anschließend eine Ansprache, in der er in großen Zügen die innenpolitische, wirtschaftspolitische und außenpolitische Lage Deutschlands umriß, um an ihr die großen nationalpolitischm Aufgaben aufzuzeigen, die der nationalsozialistischen Bewegung und der von ihr vertretenen Weltanschauung für die Zukunft gestellt sind. Dabei stellte der Führer u. a. als Zielpunkte dieser Zukunstsarbeit heraus: Die grundlegende weltanschauliche Umerziehung des deutschen Menschen, die Verankerung des Prinzips der A u t o r i t ä t im aanzen deutschen Volke, sowie der immer stärkere Ausbau der Stellung der Partei zum absoluten Repräsentanten und Garanten der neuen politischen Ordnung in Deutschland. Der Führer betonte im Laufe seiner Ausführungen auch, daß Fragen der äußeren Staatsform heute belanglos seien gegenüber der entscheidenden Aufgabe der weltanschaulichen Fundamentierung des neuen Staates. Im Zusammenhang damit behandelte er dann eingehend das erzieherische Wirken der SA. - Führer, die Sachwalter und Bürgen des kostbaren Gutes der Nation seien. In seinem Schlußwort dankte der Stabschef dem Führer für seine außerordentlich eindrucksvollen Worte und schloß die SA.-Führertagung mit einem Treuegelöbnis zu Adolf Hitler in guten und schlechten Tagen. Das Ende der Baseler Vankräuber. Selbstmord im Margarethenpark. — Sieben Menschenleben als Opfer der jugendlichen Verbrecher. Vasel, 22. Jan. (DRV.) Wie die Schweizerische Depeschenagenlur ergänzend mitfeilt, haben die beiden Baseler Vankräuber im 5L Marga- reten-Park in Basel Selb sl mord begangen. Am Sonntagabend in der elften Stunde wurde eine Spur der Flüchtlinge gefunden, die nach dem Mar- gareteu-Park führte. Um Mitternacht war der Park von einem großen Polizeiaufgebot u m ff e 111. Als die beiden Räuber feststellten, daß an ein Entweichen nicht mehr zu denken fei, richteten sie die Waffe gegen sich. Wie über die Auffindung der beiden Bankräuber bekannt wird, ist die Polizei durch ein junges Mädchen auf die Spur aufmerksam gemacht worden, mit dem die Räuber während ihres Baseler Aufenthaltes bekannt geworden waren. Das Mädchen erhielt am Sonntagabend einen telephonischen Anruf, wonach es Nahrungsmittel in den Mar- aareten-Park bringen sollte. Das Mädchen schöpfte Verdacht, erstattete der Polizei Meldung und erklärte sich bereit, die Nahrungsmittel in den Park zu bringen, um bei dieser Gelegenheit festzustellen, ob es sich tatsächlich um die Gesuchten handelte. Auf den Bericht des Mädchens hin wurde der Park von sämtlichen in Basel verfügbaren Mannschaften umstellt. Etwa um 1 Uhr hörten die Beamten neun Schüsse fallen. Am Morgen kurz vor 8 Uhr drangen die Polizeibeamten vorsichtig in den Park ein und sanden die Leichen der beiden Mörder. Bei dem einen der beiden Toten fand man noch acht, bei dem anderen sechs Patronen. Die beiden jugendlichen Räuber haben insgesamt sieben Todesopfer auf dem Gewilsen. Nachdem die beiden Banditen, die auch den Raubüberfall auf die Weverbank verübt haben, auf gestohlenen Fahrrädern aus Basel geflohen waren, hatte man in Klein-Basel ihre Spur verloren. Sämtliche verfügbaren Polizeikräfte wurden alarmiert und sämtliche Grenzübergänge verständigt. Zahlreiche private Kraftwagenbesitzer stellten ihre Wagen der Polizei zur Verfügung. Am Samstag um 15 Uhr wurden die Flüchtenden beim Besteigen des „Blauen" gesichtet, jedoch gelang es ihnen, in der Dunkelheit wieder zu entkommen. Bei der Verfolgung wurde ein junger Bursche versehent - l i ch von Polizeibeamten erschossen. Der Chef des Baseler Kriminalkommissariats hat in einer Pressebesprechung Einzelheiten über das Ende der Baseler Mörder gegeben. Don der Stuttgarter Kriminalpolizei sei mitgeteilt worden, daß es sich bei den beiden Verbrechern um die Söhne rechtschaffener Eltern in Wuppertal handele. Beide hätten die väterliche Wohnung im November verlassen. Die Leichen würden auf Verlangen der deutschen Kriminalpolizei nach Deutschland gebracht werden. Das neue preußischeZagdgeseh. Wald und Wild sind Volkseigentum. — Große Naturschutzgebiete für Hegung aussterbender Wildarten. — Neuorganisierung der Jäger. — Das Ende der »Flintenträger-. Berlin, 22. Januar. (DNB.) Das preußische Staatsministerium hat ein Jagdgesetz beschlossen, das bereits mit dem 19. Januar d. I. in Kraft getreten ist. Eingangs zählt das neue preußische Jagdrecht b i e jagdbaren Tiere auf. Eine Trennung des Jagdrechtes von Grund und Boden kann als dingliches Recht nicht stattfinden. Bei Grundstücken, an denen ein Nießbrauch, oder ein erbliches, oder zeitlich nicht begrenztes Nutzungsrecht besteht, steht das Jagdrecht dem Nutzungsberechtigten zu. Dem Jagdscheinantrag ist u. a. die Mitgliedskarte des Verbandes der preußischen Jäger oder eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, daß dem Eintritt in diesen nichts im Wege steht, beizufügen. Das Gesetz enthält ferner umfangreiche Vorschriften über die Jagd- und Schonzeiten und die Einrichtung von Schutzgebieten. Zur Erhaltung und Hege des Elchwildes ist in der Provinz O st p r e u ß e n ein Elchschutzgebiet gebildet. Ferner sieht das Gesetz im Gebiet der Nordsee, soweit sie an die Schleswig-Holsteinische Küste angrenzt, eine Reihe von Schutzgebieten zur Erhaltung der Robben vor. Die weiteren Abschnitte regeln u. a. den Jagdschutz, umschreiben die verbotenen Jagdarten und sehen Vorschriften für den Wildhandel vor. Der vorletzte Abschnitt sieht die Einrichtung eines ehrengerichtlichen Verfahrens vor. Dabei wird grundsätzlich fest- gestellt, daß die Jägerschaft sich selbst von Personen reinzuhalten hat, die den Grundgedanken dieses Gesetzes und den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit verständnislos gegenüberstehen. Zu diesem Zweck wird bei jedem Provinzjägermeister ein Ehrengericht eingesetzt. Die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes gelösten Jahresjagdscheine behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablauf, jedoch nicht über den 31. März 1934. Das Gesetz gegen Waldverwüftung. Berlin, 22. Jan. (DNB.) Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht den Wortlaut des Gesetzes gegen Waldverwüstung vom 18. Januar 1934, dessen Vorschriften f ü r alle nicht staatlichen Waldungen gelten. Zur Erhaltung des Waldes und zur Sicherung der Erzeugung des für die deutsche Volkswirtschaft notwendigen Holzes verbietet das Gesetz die Abholzung hiebunreifer Nadelhochwaldbestände und in Waldungen von über 10 bis 50 Hektar die Abholzung von mehr als ein Zwanzigstel, in solchen von über 50 Hektar bis 100 Hektar die Abholzung von mehr als ein Dreißigstel und in solchen von über 100 Hektar die Abholzung von mehr als ein Vierzigstel der zu einer Betriebeinheit gehörenden Hochwaldfläche. Als hiebunreif im Sinne des Gesetzes sind Nadelhochwaldbestände von noch nicht 50 Jahren anzusehen. .Ist zweifelhaft, ob ein Bestand hiebreif ist, so ist vor Ausführung des Hiebes die Entscheidung der zuständigen Behörde einzuholen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft. Die Verfolgung tritt nur auf Antrag der zuständigen Behörde ein. Der unter Zuwiderhandlung gegen das Gesetz abgetriebene Wald ist binnen zwei Jahren wieder aufzüforsten. Ministerpräsident Göring erläutert das neue Gesetz. Zu dem Jagdgesetz gab Ministerpräsident G ö - ring der Presse längere Erläuterungen. Das Gesetz gehe von der Anschauung aus, daß das Wild nicht ein Ding an sich sei, über das man frei verfügen könne, das dem einzelnen gehöre, sondern daß auch die Tiere in der Natur ein Bestand- teil des Volkseigentums seien. Ebenso wie der Wald gehegt und gepflegt werden müfse, sei es auch notwendig, alles, was zum Walde gehöre, zu hegen und zu pflegen. Es habe Reviere gegeben, in denen ein vernünftiger Besitzer einen großen und hervorragenden Wildbestand aufgebracht habe. In wenigen Jahren sei dann das edle Wild auf mehrere Hundert angewachsen. Aber ein ober zwei Jahre unkontrolliert der Willkür preisgegeben, habe sich der Wildbestand katastrophal gelichtet. Hiergegen wolle das neue Gesetz grundsätzlich vorgehen. Es solle nicht nur das, was noch an edlem Wild vorhanden sei, gerettet, sondern es solle neu aufgebaut werden. Der Ministerpräsident feilte mit, daß in Deutsch- land einigewenige.aberganzgrohe Raturschuhgebiete geschaffen werden Die deutsche Bäuerin auf -em ersten Reichsbauerntag. Auch für die deutsche Bäuerin war dieser Tag ein wichtiger Markstein für ihre Stellung im deutschen Volk. Klar hat ihr der Reichsbauernführer R. Walther Darre ihren Platz zuaewiesen und sich damit erneut zur altgermanischen Wertung der Frau bekannt. Durch seine Verfügung über die Vereinheitlichung des Reichsnährstandes wurden auch alle deutschen Bäuerinnen und Landfrauen in diesen Stand eingegliedert. Der Reichsoerband landwirtschaftlicher Haussrauenoer- eine, bisher der Berufsverband der deutschen Landfrauen, hörte damit an diesem Tage auf zu bestehen. So wurde auf diesem Weimarer Reichs- bauerntage ein Kapitel Landfrauenarbeit abgeschlossen, um sogleich ein neues beginnen zu lassen, das weit in die Zukunft reichen wird. Rückblickend kann man wohl sagen, daß Elisabeth Boehm, die Erweckerin der deutschen Landfrauen zu ihren Pflichten gegen Volk und Scholle, vieles erreicht hat. In einer Zeit, in der die Arbeit am deutschen Acker gering gewertet wurde, haben die Landfrauen unter ihrer Führung in den Landwirtschaftskammern das ländlich-hauswirtschaftliche Schulwesen, das Lehrlingswesen ausbauen können, haben eine planmäßige Fachberatung für die Hausfrau auf dem Lande geschaffen — und doch blieb ihnen der eine große Erfolg versagt: Alle Landfrauen durch ein einigendes Band zu umschließen. Zur Erreichung dieses Zieles konnte erst der Nationalsozialismus führen. Er hat unter Führung Adolf Hitlers und R. Walther Darre dem deutschen Volk erst wieder das Bewußtsein gegeben, daß das Bauerntum der Urquell seiner Kraft ist. In diesem Bauerntum als Träger und Erhalter der volklichen Eigenart der Deutschen wird der Frau Höch st e Verantwortung zugewiesen. Die deutsche Bäuerin ist Trägerin der erbgesunden Rasse. In ihrer Hand liegt zum großen Teil die Pflege von Brauchtum und Sitte, die Erziehung des ehrbaren Bauern. Der Reichsbauernführer würdigt diese Aufgabe, wenn er sagt, daß die Erziehung der Bauerntochter wichtiger sei als die Erziehung des Sohnes auf dem Bauernhöfe. Die Eingliederung öfter Bäuerinnen und Landfrauen in den Reichsnährstand ist nur die naturnotwendige Folge dieses Wortes. Damit ist die Pionieraufgabe der landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine erfüllt. Am Vortage des Reichsbauerntages sammelte sich der Kreis der alten Landfrauenführerinnen und der Frauen, die berufen sind, die Bäuerinnen im Dritten Reich zur Erfüllung der ihnen vom Führer gestellten Aufgabe zu erziehen, um Elifabet Boehm. Sie führte diesen Kreis Frau von Rheden zu, die der Reichsbauernführer zur Reichsabteilungsleiterin der Hauptabteilung I bestimmt hat. Durch die Stimme von Frau Boehm zitterte zwar der Schmerz, von ihrem Werk Ab. fchie dnehmen zu müssen, aber auch ihren jung gebliebenen Augen leuchtete die Freude über die Einigung des deutschen Volkes unter Adolf Hitler, die die Vorbedingung auch zum Werke des Reichs- bauernführers ist. Als Vertreterin der alten Zeit — so bezeichnete sie sich selbst — legte sie ihr Werk in die Hand der jungen Zeit. Man erlebte in ihren Worten mit, wie nun nach den harten Kämpfen der letzten 15 Jahre ihr Lebensabend wieder Freude am Vaterlande heißt, die ihre Jugend überstrahlt hatte. Frau von Rheden legte vor den Führern der deutschen Bauern in der großen Weimarhalle ein Bekenntnis ab, wie die Aufgabe der Bäuerin im Dritten Reich aufgefaßt werden muß. Aus warm empfindendem mütterlichem Frauenherzen heraus verstand sie es, diese bäuerliche Frauenaufgabe ihren Zuhörern vor die Seele zu stellen. Begeisterte Zustimmung antwortete ihr. Im Mittelpunkt ihrer Rede stand die Wertung des Reichserbhof g e s e tz e s. Scheinbar hart, fordert es von der Bäuerin und der bäuerlichen Tochter Entsagung, und doch rückt es die Frau auf bem Bauernhof roieber in bie alte germanische Königinstellung. Dieses Gesetz wertet bie Frau nicht nach Geld und Gut, sondern nach ihrer deutschen Seele und ihrem erbgesunden Körper. Beim Bauerntum beginnt die Wiedergewinnung der deutschen Volksseele, und am heimischen Herd gewinnt der Bauer die Kraft zur Erfüllung dieser Aufgabe. Gewiß — so führte Frau von Rheden aus — muß die Frau zur Erfüllung ihrer verinnerlichten, mütterlichen Aufgabe am deutschen Volk auch praktische Kenntnisse erwerben, denn nur der geordnete und gut geführte Haushalt wird ihre Kraft für die hohe Verantwortung, die von ihr gefordert wird, freimachen. Sie muß vor allen Dingen aber wieder eingesührt werden in die Geschichte ihres Volkes, ihres Dorfes, sie muß den alten Familienbesitz werten können, sie muß wissen, daß die Gestalten ihres Hauses auch das Dorfbild entscheidend beeinflussen. Plastisch stellte der Versammlung noch einmal der Film von „Blut und Boden" die hohe Aufgabe der deutschen Bäuerin als Trägerin eines erbgesunden Nachwuchses vor Augen; als Grundton schwang diese Wertung durch die Ausführungen des Ministerpräsidenten a. D. Granzow über die Schaffung eines neuen Bauerntums. So stellte der Reichsbauerntag in flammender Weife der deutschen Bäuerin ihre hohen Aufgaben: Schulter an Schulter mit dem deutschen Bauern ist sie berufen, das herrliche Gebäude eines neuen deutschen Reiches als Heimathaus für ihre Kinder mitzubauen. foUfen, die gleichzeitig große Wildparks barffeUen. Ls handele sich dabei um ganz gewaltige Komplexe bis zu 150 000 Morgen Größe mit vollkommen freienWildbahnen. Zu solchen Schutzgebieten sollten erklärt werden: die Schorfheide, der Dars in Pommern, die Romintener Heide in Ostpreußen und das große Elchgebietbei Tilsit. Besonders solle die Arbeit zunächst der Schorfheide gelten. Hier solle versucht werden, alle Wildarten, die einst in märkischen Wäldern vorhanden waren, anzusiedeln, und zwar nicht nur in wenigen Exemplaren, sondern in einem Ausmaß, daß eine g e - sunde Zuchtgrundlage vorhanden sei, um in wenigen Jahren zu einem annehmbaren Wildbestand zu kommen. Der Ministerpräsident gab bekannt, daß er die wenigen reinrassigen Wisente, deren er habhaft werben konnte, aufgekauft habe, in einer Zahl, bie bie Hoffnung zulasse, bei einigermaßen günstiger Fortentwickelung einen Wisentbe- ftanb von etwa 50 Exemplaren in 10 bis 30 Jahren zu erhalten. Der E l ch werbe ebenfalls schon in diesem Jahre in bie Schorfheide gebracht. Aus bem Elchgebiet in Ostpreußen würben so viele Elche hierher gebracht, baß eine ausreichende Zuchtgrunblage vorhanben sei. Ferner sollten in ber Schorfheibe das Muffelwild, das wilde Schaf, angefiedeck werden, außerdem der Biber, der Fisch- und der Seeadler. Damit auch die Bevölkerung von diesem Wildbestand etwas zu sehen bekomme, sollten die Zuchtgatter, hinter denen das Wisent, der Elchhirsch, das Muffelwild, Damhirsch usw. gezogen würden, an die Peripherie der Schorfheide gelegt werden. Der Dars in Vorpommern und die anderen Gebiete würden in ähnlichem Sinne ausgebaut werden. Es sollten große Reservate geschaffen werden, auf die immer wieder, wenn die Wildbestände gelichtet worden seien, zurückgegriffen werden könne. Die ganze For st Verwaltung werde in nächster Zeit neu gestaltet und dabei die neuen Formen und neuen Bezeichnungen mit den uralten Titeln kommen. Auch die Uniformfrage werde einheitlich festgelegt. Vor allem würden dem Förster seine Rechte gegeben, die ihm zukommen, in Sonderheit in seiner Stellung zu den Privatförstern. Der Privatbesitzer werde angehalten, sowohl für seinen Wald, wie für sein Wild die gleichen Voraussetzungen der Betreuung zu schaffen, wie es der Staat getan habe. Ministerpräsident Goring wies auch auf die volkswirtschaftlichen Gesichtspunkte des Gesetzes hin. Der Wert des deutschen Wildes sei ein außerordentlich hoher. Bei der Auswahl und der qualitativen Verbesserung des Wildes, wie sie das neue Gesetz vorsehe, würden sich auch hier ganz erhebliche Wert st eigerungen ergeben, die sich nicht nur in einem qualitativ besseren Wild, sondern auch in einer mengenmäßigen Vermehrung ausdrückten. Der Minister erhofft eine so starke Vermehrung des Wildbestandes, daß Wild auch in solchen Gebieten angesiedell werden kann, wo es vollständig ausgerottet war. Ministerpräsident Göring wies schließlich noch darauf hin, daß es eine selbstverständliche Pflicht des nationalsozialistischen Staates sei, bei großen Privatjagden einzugreifen, die heute nicht mehr von ihren Besitzern gehalten werden könnten, um den Tierbestand zu erhalten. Mit den anderen Ländern sei bereits die Fühlungnahme über die Anlehnung ihrer Gesetzgebung an das preußische Gesetz ausgenommen worden. Von ihnen sei nur das preußische Gesetz abgewartet worden, lieber die einzelnen Ländergesetzgebungen werde das Reichsrahmengese tz gespannt werden. Eine Verschärfung der Wilder ergesetzge- bung sei vorläufig nicht geplant. Für den Wilderer werde es in Zukunft viel gefährlicher sein zu wildern, als bisher: sobald er mit der Waffe in der Hand betroffen werde, könne er auf keine Nachsicht rechnen. Oberforstmeister Schertinger gab einige Daten über die in Deutschland bestehenden I a g d v e r- eine und die ausgegebenen Jagdscheine be» könnt. In Deutschland seien etwa 140 bis 150 000 Jagdscheininhaber gemeldet, von denen aber nur etwa ein Drittel organisiert gewesen sei. Die abseits stehenden Kreise seien zum Teil bar jeden Verantwortungsgefühls gegenüber der Allgemeinheit des Volkes gewesen. Diese „Flintenträger" habe man bisher nicht fassen können. Das neue Gesetz gebe nun diese Handhabe. Jeder Jagdscheininhaber in Preußen werde ohne weiteres i n bie Fachschaft der preußischen Jäger eingegliedert. Wer sich den Regeln nicht unter- ordnen wolle, die im Gesetz für die Fachschaft im Interesse unseres Volkes gegeben feien, werde nach einem ehrengerichtlichen Verfahren entweder ausgeschlossen, ober nicht ausgenommen — und damit erhalte er keinen Jagdschein. Die Spitzen dieser Fachschaft seien die Kreisjägermeister als unterste Spitze, die P r o v i n z j ä g e r m e i st e r als mittlere Spitze, und die Landesjägermeister als höchste Spitze. Mit der Bezeichnung „Jägermeister" werde ein uralter mit dem deutschen Waidwerk verbundener Titel wieder eingeführt. Besserung im Befinden des Reichspräsidenten. Vertin, 22. Jan. (DRV.) Heber das Befinden des Reichspräsident en von Hindenburg wird amtlich mitgeteilt, daß der Herr Reichspräsident, der auch während seiner Erkältung seine laufenden Dienstgeschäfte weitergeführt hat, sich aus dem Wege der Besserung befindet. Oie Frage der Giaatsform fteht nicht zur Nebatte. Eine Erklärung des Gnuleiters Grohs gegen die „Kaiserbewegung". Köln, 20. Jan. (DNB.) Gauleiter Staatsrat G r o h 6 veröffentlicht folgende Erklärung: „In Bonn hat sich eine Ortsgruppe der fo genannten „K a i s e r b e w e g u n g" (H o - henzollernbund) aufgetan, die in Aufrufen und Werbeschriften behauptet, die Wiederherstellung der Monarchie sei das „letzte Ziel unseres Führers und Kanzlers Adolf Hitler". Es wird weiter behauptet, die Gründung der „Kaiserbewegung" sei „von der Führung der NSDAP, gutgeheißen". Die V e r° breitung solcher unwahren Behauptungen kann nicht geduldet werden. Der Führer hat niemals erklärt, die Monarchie wiederherstellen zu wollen, sondern in seiner programmatischen Rede am 23. März 1933 im Reichstag ausdrücklich erklärt, daß die Frage, „Republik oder Monarchie" undiskutabel sei. Die NSDAP, hat auch niemals ihrEinverständnis mit derGründung einer „Kaiserbewegung" gegeben. Abgesehen von den angeführten unwahren Behauptungen, gegen die fchärfftens protestiert werden muß, muß den Bestrebungen der „Kaiserbewegung" an sich entgegengetreten werden. Dabei bleibt die Frage, was das deutsche Volk dem Hohen- zollernhaus zu danken hat, völlig außer Betracht. Ausschlaggebend ist, daß alle Dinge von nicht grundsätzlicher Bedeutung — zu denen auch die Frage der (Staatsform gehört — wenn sie die notwendige Einigkeit des deutschen Volkes beeinträchtigen, aus der öffentlichen Diskussion auszuschalten sind. Das deutsche Volk will als Nation leben, und Untersuchungsrichter hat gegen ,hn Klage wegen De- ^iU. Der Polizeikommissar Bayard und der PvUzei- trügerei, Vertrauensmihbrauch und Verstoß wider Inspektor Bvny sind vom D i e n st e s u s p e n - das Gesetz belr. Gründung von Aktiengesellschaften ; Aeichs' gab Un- Un- Einzelterroraktionen den gewalli f ' b Sohn mit der Tat in keinem Zusammenhang d-ruLr°aüch L ArL^S Lst-ht, datz °i°lm°hr die Schwiegertochter dcn d i e r t worden, bis ihr Full vor dem Drsziplinar- rat erledigt ist. Der Kommissar der Gemeindepolizei von Bayonne Gibret ist a b g e s e tz t. Schriftliche Aufklärungen über gewisse Fälle, die die Untersuchung zutage gefördert hat, sind angeforoert worden von einem Pvlizeikvmmissar und von einem Kommissar der Gerichtspolizei der Präfektur. Ein Kommissar von der Kontrollstelle für gerichtliche Untersuchungen, chennet, ist zur D i s p o s i t i o n ge- P a r i s. 22. Ian. (DKB.) Während der Stavisky- Skandal die Gemüter in Erregung hält, wird bereits eine neue Betrugsangelegenhelt ans Tageslicht gezerrt, die der Polizei und dem Gericht schon seit längerer Zeit bekannt gewesen zu sein scheint. Ls handelt sich um den Direktor der Beamtenbank, Georg Alexander, gegen den Vorführungsbefehl erlassen worden ist. Alexander ist seit Montag aus seiner Wohnung verschwunden. Lr betrieb vor Iahren in der Provinz einen Trödelladen, bis er auf den Gedanken kam, in Paris eine Bank zu gründen, die den Beamten und Festbesoldeten gegen geringe Zinssätze Darlehen gewährte. Das Gründungskapital bestand inZeichnungenvon Beamten, die einen Ieil ihres Einkommens zur Verfügung stellen mutzten. Auf diese Weise soll Alexander nicht weniger als fünfzig Millionen Francs zusammengebracht haben, für die er auf seinen Kamen ausgestellte Obligationen ausgab. Wit dem so beschafften Geld beteiligte er sich an einer Reihe inzwischen bankrottgegangener Unternehmungen und gründete eine Reihe eigener Gesellschaften, die ebenfalls inzwischen bankrott gemacht haben. Wan behauptet, datz die Summe, um die die kleinen Sparer durch Alexander geschädigt worden sind, 2 0 0 Willis- nen Francs beträgt. Bekanntlich trat auch S t a v i s k y zeitweise u n - (er dem Kamen Alexander auf, was dazu führte, datz auch die Beamtenbank des wirklichen Alexander in Zusammenhang mit der Stavisky-An- gelegenheit genannt wurde. Alexander hat sich Mon- (agnachmittag den Gerichten gestellt. Der Ermordung des Hamburger Polizeiwachtmeisters Knies zum Tode verurteilt worden ist, sowie der Arbeiter Prinz und der Bote I r m s ch e r, die wegen versuchten Mordes bzw. wegen Totschlages an drm Hamburger Polizeihauptnxachtmeister Lauten- m a n n zu 15 Jahren bzw. lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden sind. Dem jetzigen Prozeß liegen drei Straftaten zu Grunde. Die erste war ein vollendetes Sprengstoffattentat am 1. April 1933 gegen ein SA.-Lokal in der Barmbecker Straße. Als Täter kommen 13 Angeklagte in Betracht. Sie warfen drei Bomben in das Lokal, von denen eine explodierte und erheblichen Sachschaden anrichtete. Personen wurden nicht verletzt. Die zweite Straftat war ein versuchtes Sprengstoffverbrechen. Am 6. April 1933 wurde in das SA.-Lokal Mühlen- kamper-Fährhaus eine Bombe geworfen, die aber nicht explodierte. Hier waren acht Täter beteiligt. Im dritten Fall wurde im Keller eines SA.-Lokals in der Schuhmannstraße eine Brandbombe gelegt, die aber nicht funktionierte. In diesem Falle lautet die Anklage gegen die drei Täter auf versuchte Brandstiftung, in den übrigen Fällen auf Verabredung, Vorbereitung und Ausführung von Sprengstoffoerbrechen. Sechs Angeklagte werden beschuldigt, von den geplanten und verabredeten Verbrechen keine Anzeige gemacht zu haben. Der Prozeß wird etwa 10 Tage dauern. Aufregende Flucht aus einem amerikanischen Gefängnis. Wie Reuter aus Lansing (Arkansas) meldet, sind sieben Sträflinge aus dem dortigen Gefängnis entwichen. Die Absicht der Gefangenen war zwar rechtzeitig erkannt worden, doch gelang es ihnen, in dichtem Kugelregen über die Gefängnismauern zu steigen und in die Wälder zu entkommen. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung der Flüchtlinge auf. Drei von ihnen wurden wieder festgenommen. Ein Sträfling ist bei dem Fluchtversuch ums Leben gekommen. Die Schwiegermutter mit der kohlenschaufel erschlagen. den Wilde» cher fein zu t Waffe in keine Nach» i einige Da» Iagdver» cheine be» bis 150 OOP aber nut t qetoefen m Teil bar bet Mye» intenträger* tonnen. Das Jeder Jagdweiteres i n en Jäger i nicht unter» Fachschaft im , werde nach liweder aus« _ unb damit jnföen dieser 1 elfter als neisterols er meiner jng tschen Waid« hrt. Paris, 22. Jan. lDNB.) Im Ministerrat der Ministerpräsident einen Ueberblick über die tersuchung der Stavisky-Angelegenheit. Da die tersuchungen der Gerichte und der Kontrollämter des Handels-, Arbeits- und Finanzministeriums noch nicht abgeschlossen seien, könnten die sich daraus ergebenden Maßnahmen erst in einigen Tagen getroffen werden. Ferner hat der Ministerpräsident den Entwurf des Gesetzes für die Reorganisation der Polizei in großen Zügen bekannt gegeben, das er heute in der Kammer einbringen Paris hat einen neuen Mllionenskandatz ©er Direktor einer Deamlenbank wegen Riesenschwindeleien verhaftet. isforrn >a9 die^chti<' beeilt- .,11 ’leW»' ln,n ! ge. Derk e 'n ihren genfer * Freud! verstrahlt ‘^rern der lNe ein *in im iU5 warnt en, heraus Mb-ihren 'sterte 3U, Jn(t ihrer lchserb. es oon der ^tsagung, ,f°uernho llung. Die! Geld und und ihrem beginnt die le, und am Klaft zur 1° führte iu zur Er» a Aufgabe Kennt- le und gut hohe 93er» freimachen, eingesührt res Dorfes, Ö werten alten ihres beeinflussen, einmal der lufgabe der ?rbgesunden >n schwang 's Minister» lffung eines jsbauerntag äuerin ihre r mit dem errliche Gells Heimat» W Bef*" nbenbutfl r MsM' illung l«in‘ t»eil=rs ’ her SeHc' Dreißig Kommunisten im Hamburger Sprengstoss- Prozeß angeklagt. Vor dem Hanseatischen Sondergericht in Hamburg begann ein Prozeß, der sich mit den S p r en g- stoffanschlägen veschäftigt, mit denen die Kommunisten nach der politischen Neuordnung in Deutschland Anfang 1933 im Nahmen zahlreicher Einzelterroraktionen den gemaltfatnen Um In Lienz (Osttirol) wurde die Witwe Karoline Stauder mit eingeschlagenem Schädel in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Nach den Angaben der Schwiegertochter der Ermordeten hat der Sohn der Frau, der bereits zweimal im Irrenhaus war, im Streit die Mutter mit einer Axt erschlagen. Der Schwiegersohn war daraufhin festgenommen worden. Die Erhebungen haben aber ergeben, daß SODENER | HE IS ER 1 13 1JMINERAL-PASTI LLE N Tracht Prügel verabreicht worden: im Gedränge hatte er nicht die Zeit gehabt, seine Papiere hervorzuholen. Auch einige Journalisten sind bei der Ausübung ihres Berufes von den Schlägen der Polizisten nicht verschont geblieben. An mehreren Stellen wurden wieder kleine Bomben in die S t r a ß e n b a h n s ch i e n e n gelegt, die bei der Explosion dichten Rauch entwickelten. Auf dem Boulevard Raspail wurden auf der Terrasse vor einem großen Hotel mehrere Stühle in Stücke geschlagen. In derselben Gegend wurde ein Kraftwagen umgeworfen. Die Insassen kamen nicht zu Schaden. Mehrere Straßenlaternen sind ein Opfer der Kundgebung geworden. Kleinere Kundgebungen haben auf der Place de la Concorde und der Rue Madelaine stattgefunden. Zusammenrottungen auf der Etoile wurden sofort auseinandergetrieben. Unter den fe st genommenen Demonstranten befand sich auch der Leiter der Action Fran nenfcheindauer 7% Stunde._________________ _ Berlin, 21. Jan. (DNB.) In der Oeffentlichkeit \ -ist dis Frage erörtert worden, ob durch das Gesetz ^ur Einschränkung der Eide das bisher bestehende Wahlrecht zwischen der religiösen und foer weltlichen Eidesformel beseitigt sei. Die Reichsregierung ist sich dahin schlüssig geworden, daß eine Beseitigung des Wahlrechtes nicht in ihrem Sinne liege. Der Reichsjustizminister tat dies den Reichsstatthaltern in einem Schreiben zur Kenntnis gebracht. Es gibt also, wie es in dem Schreiben heißt, gegenüber Zeugen und Sachverständigen keinen Zwang, den Eid mit der «Schlußformel: „Ich schwöre es, so wahr nur Gott helfe" zu leisten: Zeugen und Sachverständige kommen vielmehr ihrer gesetzlichen Pflicht schon dann mach, wenn sie erklären: „Ich schwöre es". Die INeichsreqierung geht jedoch davon aus daß d e r 'religiöse Eid in einem Staat von betont chnst- llicher Prägung durchausdieRegel sein wird. 'Es würde daher den Absichten der Reichsregierung micht entsprechen, wenn Zeugen oder Sachverstan- ibige durch eine besondere Belehrung tiUf das Recht, den Eid in weltlicher Form zu leisten, hingewiesen würden. stellt worden. Wie „Petit Parisien" zu wissen glaubt, werde sich Ministerpräsident Chautemps gegen die Einsetzung des von der Rechten geforderten parlamentarischen Untersuchungsausschusses wenden. Er sei aber für ein „Ehrengericht des Volkes" unter der Bedingung, daß dieses Gericht durch Gesetz eingeführt werde und daß keine Einmischung der Exekutive in die gesetzgebende Gewalt erfolge. Während der Beratungen Visses Ehrengerichtes würden jedoch keine Mitteilungen ausgegeben werden. Prügelei zwischen Rechtsanwälten. Paris, 22. Jan. (DNB.) Die Stavisky-Ange- legenheit führte am Montag zu einem Zwischenfall in d e n Wandelgängen des Justiz- pa la st es. Bekanntlich hat der radikalsozialistische Abg. Hesse seine Wiederwahl zum Vizepräsidenten der Kammer abgelehnt, weil er Stavisky als Rechtsbeistand beraten hat. Hesse erschien nun im Justizpalast in der Anwaltsrobe und wurde deswegen von seinem Kollegen Lh er mitte zur Rede gestellt. Ein Wort gab das andere, bis Lhermitte an Hesse die Aufforderung richtete, unverzüglich den Justizpalast zu verlassen. Hesse antwortete ihm mit einem Fau st schlag ins Gesicht. Die Streitenden wurden schließlich durch herbeieilende Rechlsanwälte und Beamte des Justizpalastes getrennt. Der Vorfall wurde vorn Vorsitzenden der Pariser Anwaltskammer zu Protokoll genommen und dürfte weitere Folgen haben. Mord begangen hat. Sie wurde verhaftet und g e ft a n d nach längerem Leugnen, daß sie ihre Schwiegermutter, mit der sie schon seit längerer Zeit in Unfrieden gelebt hatte, nach einem Streite mit einer Kohlenschaufel erschlagen hat. Die Anzeige wegen des Mordes wurde an das Standgericht geleitet. Schwere Erdbebenverheerungen im Königreich KepaL Die Befürchtung, daß das indische Erdbeben auch im Königreich Nepal große B e r ro ü ft u n g e n angerichtet hat, bestätigt sich. Die drei größten Städte des Königreiches Nepal, nämlich die Haupt- cadt Phattnandu sowie Banda und Patna find fast vollkommen z e r ft ö r t worden. Ueber die Zahl der Todesopfer liegen nähere Angaben noch nicht vor, da die Verbindungen nur langsam wiederhergestellt werden können. Der Zugverkehr ist völlig eingestellt worden. Einer amtlichen Schätzung aus Patna zufolge soll die Zahl der Todesopfer in der Provinz Bihar unter 4000 liegen. es weiß, daß es in der Welt schon gute Republiken und gute Monarchien gegeben hat, so daß also eine erfolgreiche Staatsführung unter - beiden Formen denkbar ist. Nachdem aber nach der auf die verschiedensten Ursachen zurückzuführenden Zerrissenheit unseres Volkes nur die nationalsozialistische Weltanschauung imstande ist, die Einheit der Nation wiederherzustellen, wird diese Einheit der Nation für die Zu- ( kunft auch nur im Sinne der nationalsozialistischen gesichert werden können. Die Frage „Republik oder Monarchie" ist mithin überholt. Ihre Debattie- rung kann nur als Versuch angesehen werden, das 1 Rad der Geschichte zurückzudrehen und erneute । Streitobjekte in unser Volk hineinzuwerfen. Der Führer des deutschen Volkes ist Adolf H i t - l e r. So Gott will, wird er uns noch mehrere Jahrzehnte erhalten bleiben. Seine Nachfolgefchaft wird nach den Prinzipien bestimmt, die der Führer selbst fest legt. Der Nationalsozialismus hat die Einigung des deutschen Volkes unter so schweren Opfern nicht erkämpft, damit nunmehr irgendwelche nicht mitgekommene kleine Cliquen unter Mißbrauch des Namens der NSDAP, und des Führers völlig unnötige Streitfragen aufwerfen. Die Einigung der Nation ist aber auch kein Spielzeug für Leute, die für ein besseres Betätigungsfeld offenbar unfähig find. Wir werden deshalb nicht nur die weitere Verbreitung der unwahren Behauptungen unterbinden, sondern auch gegen jede Betätigung dieser ,Kaiserbewegung' einschreiten." Oie Eniwicklunq der ^ozalversicherun« 1932/33. Berlin, 23. Jan. (DNB.) Das Reichsversiche- rungsaml gibt soeben die von ihm bearbeitete „Statistik der Sozialversicherung 1932 mit einem Blick auf das Jahr 1933" heraus. Das Jahr 1933 brachte auch In der Entwicklung der Sozialversicherung durch erfolgreiche Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine Wendung zum Besseren. In' der Unfallversicherung ist für 1933 mit rund 310 Millionen Mk. Ausgaben zu rechnen. Wegen der Aufwärtsbewegung der Lohniumme und der Berminderung der Ausgaben üvolge des Rückganges der Zahl der Unfälle wird sich die Beitragsaufbringung erleichtern. In der Invalidenversicherung werden mehr als 670 Millionen Mk. an Beiträgen eingehen. Hier brachte das zweite Halbjahr 1933 ein erfreuliches Ansteigen. In der A n g e st e 11 t e n v e r s i ch e r u n g erreichen die Einnahmen 433 Millionen Mk., die Ausgaben 276 Millionen Mk. In der k n a p p- schaftlichen Pensionsverficherung sind, obwohl sich die Lage besserte, noch in erheblichem Umfange Zuwendungen des Reiches nötig gewesen. In der Krankenversicherung hat der Krankenstand im Jahre 1933 mit Ausnahme der Monate Januar und Februar sich unter dem bereits sehr niedrigen Stand des Borjahres bewegt. Eme -größere Anzahl Kassen hat ihre Beiträge herabfetzen können. Neben diesen vorläufigen Zahlen und Betrachtungen für 1933 bringt der Bericht das endgültige finanzielle Ergebnis der gesamten Sozialversicherung; für 1932. Für die Gesamtheit aller Zweige der Sozialversicherung mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung beliefen sich die Beitragsein nah - men i'm Jahre 1932 auf 2,4 Milliarden Mk.: «einschließlich der Bermogenserträgnisse und der ton« -stjqen Einnahmen ergibt sich eine Gesamteinnahme Don 2,7 Milliarden Mk. Die Gesamt aus ga- zb e N hatten die gleiche Höhe, von ihnen entfielen 2,5 Milliarden Mk. auf die Pflicht- und freiwilligen Leistungen, das sind 93 v. H. aller Ausgaben oder 107 v. H. der Beitragseinnahmen. Für die Berwal- itunqskvsten wurden 10 v. H. der Beiträge verwendet. Das Bermögen steht Ende 1932 mit 4,6 Milliarden Mk. zu Bud). Bei den einzelnen Zweigen war idie Entwicklung verschieden. Das Bermögen der Jn- walidenversicherung nahm ab, dasjenige der Ange- Pellten-Bersicherung zu, so daß es Ende 1932 /-v Des Gesamtvermvgens der Sozialversicherung umfaßte. Einen Einnahmeüberschuß hatten im ^sahre 1932 nur d i e Kranken - und Singe» fstelltenversicherung aufzuweisen. Oie Eidesformel. Das Rätsel einer Frühlingsnacht Vornan von Gert Rothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Derlag, Halle, Saale 6 Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Es war kein Geist. Es war Leben in ihr. Heißes, herrliches, pulsierendes Leben!" Das blieb das Endergebnis seiner sich jagenden Gedanken. Leise, liebkosend strich seine Hand über die seidenen Kissen. „Lelia?" Hier hatte doch ihr blondes Köpfchen geruht? Hier hatte er sie geküßt! Der Schloßherr von Härtlingen verließ das Zimmer. Sorgfältig verschloß er die Tür. Das kleine Teehaus sollte von jetzt an sein Heiligtum sein. Er wollte jeden Abend hierher gehen. Vielleicht erschien ihm Lelia noch einmal? Die Morgensonne schien golden auf den Mann herab, der wie ein Träumender die gewundenen Wege entlang schritt. Auf der Veranda stand Gormann mit dem Tablett. Zwei Tassen? Rudolf Härtlingen lachte laut auf. Aber dieses Lachen zerriß dem alten Gormann das Herz. Ratlos blickte er auf die zwei Tassen und das lecker zubereitete Frühstück. Mit wem hatte er nur drüben frühstücken wollen? Und so jungenhaft froh hatte er gelacht. Genau so, als sei er wieder der sorglose fröhliche Mann von einst. Als liege nicht ein erschauerliches Erlebnis zwischen einst und jetzt! Und nun? Was war das nun wieder? Graf Härtlingen stand an der Tür und sagte: „Trage das Frühstück wieder weg, Alter!" Schweigend tat Gormann, wie ihm geheißen worden war. Aber in der Küche sank er auf den harten Stuhl, schlug die Hände vor das Gesicht und weinte. Erschrocken beugte sich seine gute Frau über ihn. „Wilhelm! Aber Wilhelm! Nun sage doch bloß, was du hast?" Er wischte sich die Tränen ab. „Mutter! Das Drama von Schloß Härtlingen ist noch nicht zu Ende. Ich glaube jetzt selbst, daß er wahnsinnla geworden ist." Weiter sagte der alte Gormann nichts. Er stand auf und ging still hinaus. „Lieber Gott! Laß unserem armen Herrn nicht noch das Schwerste beschieden sein! Er hat es nicht verdient, daß ihn so viel Unglück trifft!" betete die alte Frau. Graf Rudolf Härtlingen aber ging in fein Arbeitszimmer. Hier entnahm er einem Fach verschiedene Schlüssel. Die Schlüssel zu Lelias Gemächern! Zum ersten Male lenkte er seine Schritte seit ihrem Tode wieder dorthin. Dann stand er in dem kleinen, schönen Wohnzimmer. Dieses Zimmer, das noch immer Lelias bisweilen recht bizarren Geschmack zeigte. Aber das Geniale, das ihr eigen gewesen, durchwehte das Ganze, daß man sich nicht veranlaßt sah, irgend etwas tadeln zu wollen. Das Körbchen mit den Handarbeiten! Wie viele Male, wenn Lelia sich langweilte, oder besser gesagt, es sich einbildete, sich zu langweilen, hatte sie solch eine feine Handarbeit angefangen, um sie doch schon nach einigen Stichen beiseite zu werfen. Er hatte dann gelacht, hatte sich diese Arbeiten erbettelt. Dort ihr Sessel, in dem sie am liebsten saß! Die mit weißer, geblümter Seide bezogene Chaiselongue, auf der sie so gern ruhte, wie ein Kätzchen zusammengekauert — ober sich schlafend stellend, wenn er ins Zimmer trat. Gras Hertlingen ging weiter, betrat das Schlafzimmer. Alles war in Ordnung. Die Gormanns schafften mit nimmermüden Händen. Legten still die Schlüssel wieder an ihren Platz. Es war alles so wie einst. Dieses Zimmer, das allein ein Vermögen verschlungen — er hatte es selbst gezeichnet und zusammengestellt. Das edle Holz der Möbel gab diesen feinen Geruch von sich, der durch das Zimmer wehte und den Lelia so gern gemocht. Dort auf dem Nachttisch lagen noch die Bücher, in denen sie vor dem Einschlafen gern las. Alles war wie einst. Und doch — wie seltsam! Der Mann, der geglaubt hatte, er müsse zusammenbrechen, wenn er dieses Zimmer je wieder betrat, er blickte mit fremden, fragenden Augen auf all die vertrauten Gegenstände. Es war, als besichtige Graf Härtlingen etwas, was man ihm zur Besichtigung empfohlen hatte. Seine braune Hand strich über die seidene Bettdecke des großen Doppelbettes. Dann verließ er mit großen Schritten das Zimmer. Er arbeitete bann in feinem Zimmer brüben an bem wissenschaftlichen Werk. Aber biesmal fanb er nicht bie nötige innerliche Ruhe, um schreiben zu können. Untätig hatte er nach einiger Zeit schon mieber bagesessen. Er schloß bie Arbeit mieber fort. Hastig durchmaß er bas Zimmer. Sein Traum! Dieser Mürchentraum, der ihn nicht mehr los ließ! Und wie vor einem Wunder ftanb er vor ber Tatsache, baß gerabe biefer Traum es war, ber in ihm bas furchtbare Leib um Lelia mittler werben ließ. Wie seltsam das mar? Rubolf Härtlingen ging mieber hinüber. Noch einmal durchquerte er Lelias Zimmer. Weshalb ging er mieber hierher? Eine Weile später saß er vor bem kleinen, zierlichen Schreibtisch. Der silberne Schlüssel lag in bem kleinen Behälter. Mechanisch nahm er ben kleinen silbernen Schlüssel an sich. Betrachtete ihn genau. Hielt ihn lange, lange in ber Hanb. Dabei übte ber kleine Schlüssel eine ganz besondere Anziehungskraft auf ihn aus. Gras Härtlingen schloß ben Schreibtisch auf. Nichtigkeiten, roie Lelia sie geliebt unb bann achtlos beiseite gemorfen. Briese! Seine Briese, bie er mährend ber kurzen Brautzeit an sie geschrieben. Ein Zettel, einzeln, achtlos meggelegt. „Rubolf ist furchtbar eifersüchtig! Ich fürchte mich vor ihm! Sei vorsichtig!" Wohl eine Stunbe mochte vergangen sein. Aber noch immer saß Härtlingen an Lelias Schreibtisch, starrte auf ben Zettel mit bem unverständlichen Inhalt. Plötzlich flog polternd der Stuhl zurück. Hoch aufgerichtet ftanb Härtlingen ba, ben Zettel hielt er in ber Faust. Den Zettel, ber mie Feuer brannte. Hatte man nicht seinerzeit alles hier burchsucht? Von biefem Zettel mar niemals bie Rebe gemefen. Aber roenn man ihn auch gefunben, märe er nicht vielmehr ein Dokument zu ber Schulb bes Gatten gemefen, anstatt ihn zu entlasten? Wer mar biefer Mann, ben Lelia gemarnt hatte burch biefe Zeilen? Lelia — hatte mit einem Manne in Verbinbung geftanben?! Lelia — hatte ihn — betrogen? Lelia? Das? Sollte bas nun noch bas Enbe von allem Schmerz, aller Verzmeiflung fein, baß er ihre Untreue erfuhr? Lelia? Sie — hätte — einem anberen Manne genau so liebe Worte gesagt wie ihm? Lelia hätte einen — anberen Mann geküßt? Wie bas Stöhnen eines cermunbeten Tieres klang ber Laut, ber aus ber Brust bes Mannes stieg. Wer — war — ber — anbere? Niemanb gab ihm Antwort. Lelia lächelte auf bem Silbe, bas drüben auf bem Ziertlsch ftanb. Süß unb betörenb lächelte sie. Es war eine anbere Aufnahme als bie, bie auf feinem Schreibtisch ftanb. Aber auch hier lächelte Lelia ihr süßes, berückenbes Lächeln. Voll Haß unb Grauen ruhten bie Augen bes Mannes auf bem schönen hellen Gesicht. Wer war Lelia? Hatte er sie je richtig gekannt? War er nicht vielmehr blinb unb toll vor Liebe in biefe Ehe hineingetaumelt? War Lelia — nein! Er durfte diesen Gedanken nicht zu Ende denken. Er stürzte hinüber zum kleinen Tisch, riß bas Bitt) Lelias empor. „Was bist bu für ein Rätsel, Lelia? Wenn bu es nicht wert wärst, baß ich an bir zugrunde ginge, Lelia?" Süß unb berürfenb lächelte die schöne Frau aus bem Rahmen heraus. Der Zettel?! Wem hatte ber Zettel gegolten? Kein Frember war in Härtlingen gewesen. Wenn — ber furchtbare Gebaute sich bewahrheiten sollte, mußte es ein Mensch fein, ben Lelia von früher her gekannt hatte. Dann hatte sie sich mit irgenbeinem Manne getroffen, ber ihrer Vergangenheit entstammte. Ober — hatte sie ihrem Vater boch mieber heimlich Gelb gegeben? War er ber Mann? Unb Lelia schrieb bem Vater ben kleinen Zettel, meil es boch immerhin leicht möglich mar, baß er, ber Gatte, einen Liebhaber vermutete unb sich voll eifersüchtigen Jähzorns auf ihn stürzte? Die Hänbe bes Grasen krampften sich um bas Bitt). Das Glas zerbrach, unb bie Scherben schnitten in feine Hänbe, baß bicke Blutstropfen herab- rannen. Er spürte es nicht. Der körperliche Schmerz mar nichts im Vergleich zu ber seelischen Qual, bie in ihm roütete. Hatte Lelia ihn mit irgenbeinem Menschen betrogen? Das Bilb fiel zu Baben. Rubolf Härtlingen ging schweren Schrittes noch einmal an ben zierlichen Schreibtisch zurück. Seine blutenben Finger mühlten zwischen all ben Papieren unb zierlichen Nichtigkeiten. Eine Gewißheit! Um Gottes willen — jetzt irgenbeine Gewißheit! Es fanb sich nichts. Nichts als biefer mysteriöse Zettelnder Höllenqual verursachte und doch wiederum nichts bewies! Völlig erschöpft, in sich zusammengesunken, saß ber junge Schloßherr von Härtlingen auf einem Stuhl unb starrte vor sich hin, ben Zettel mit Lelias feiner, ein bißchen schnörkeliger Schrift zwischen ben blutenben Fingern. „Gewißheit! Gewißheit will ich haben! Was ist bas für eine geheime Korrefponbenz? Wer ftanb mit Lelia in irgenbeiner Verbinbung, von ber ich abseits ftanb? Fürchtete Lelia meinen Zorn, weil sie bem Vater boch mehr zukommen ließ als bie Rente, bie ich ihm ausgesetzt? — Ober...? Dieses Oder roar entsetzlich. Dieses Oder war das Ende? Denn wenn diese Möglichkeit bestand, bann zerbrach bas Letzte, bann war sein Heiligtum zerstört, bann war Lelias Anbeuten für immer in feinem Herzen gefchänbet. (Fortsetzung folgt.) Achten Sie abe*.beim MAGGI8 ERZEUGNISSE WÜRZE SUPPEN FLEISCHBRÜHE 8in neues ffefcfjenköudj in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 448D Der Vorstand. für ' cNaturfreunde Oer technische Leiter: Sauer. 443 D 0401 |Stellenangebote| (Verschiedenes] Aus unseren Angeboten nennen wir: 50 Gieben (Roonstrabe 14), im Januar 1934. an 0384 50 an 90 schuhe von an 445 A Ifettll iroerf is zu 0393 vermieten. GIESSEN Schenken Sie unseren Fenstern besondere Beachtung! Schr. Anfrag. it. 454D a.b.G.A. Besirf fittMen der MM CetaulMs-MOfM 3d) labe alle Lehrscheininhaber zu einer wichtigen Besprechung auf Samstag, ben 27.3anuar 1934,17.15 ühr, ins Hotel Köhler, Horst-Wessel-Wall, ein. Erscheinen ist Pflicht. Heute morgen 5.45 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Karl Körber, Bahnarbeiter im Alter von 45 Jahren. In tiefer Trauer: Sophie Körber, geb. Stiehl nebst Kindern und allen Angehörigen. Alten-Buseck, den 22. Januar 1934. Beerdigung: Mittwoch, den 24. Januar, nachm. 2 Uhr. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag * Berlin-Lichterfelde Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unsrer Heben Entschlafenen sprechen wir unsern verbindlichsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Wilh. Lemp. Gieben, den 23. Januar 1934. 1861-1911. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, Sie von dem Heimgange unseres lieben Alterskollegen Herrn Friedrich Schmidt in Kenntnis zu setzen. Die Trauerfeier findet Mittwochnachmittag um 2V2 Uhr Statt Karten! Wir danken allen herzlichst, die in wohltuender Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen unser gedachten. Marie Müller und Kinder | Vermietungen] Migsll.b8 2.51011 5 Zimmer, Bab, Balkon, Zubehör aus den 1. Avril anderweit-m vermieten. Anzus. zwischen IM u. 3-5 Uhr. Näber. Allcenstr.43. 19d auch für jeden anderen Zweck geeignet billig zu Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Or. Oeegener, Universität Berlin. Preis: karton. Reichsmark 3.90, gebund. Reichsmark 4.80. Jn meistcrhasten Lichtbildern hat hier einer ber feinsinnigsten Beobachter die wunderbarst« Ttatururkunden jener «einen Tierwelt zusammengetragen, deren Leben-gewohnheiten im allgemeinen sehr wenig bekannt sind. Auch in den kleinsten Dingen offenbart dieAatur ihre Schönheiten, die und Menschen tief beglücken können, wenn wir sie zu sehen verstehen. Derlangen Sie kostenlos das bebilderte Derbeblatt ist es, wenn Sie die wenigen Tage unseres Inventur-Verkaufs noch ausnutzen. Hllllllllllllllllllllllllll 2 große 0390 ParlermuiDß mit Küche und Keller, sowie Laden, Lagerraum, unb Garage, zu lammen oder getrennt, verl. Februar zu verrn. Näheres Frankfurter Str. 84 I. '|H!||||||||||||||l||||||l Mietgesuche] junges Ehepaar (kinderlos) sucht zum 1.4.34 eine Mimin.- Wohnung Südstadt bevorz. Beamter in fester Stell. Schr.Ang. u.4440 a.b.G.A, 1-2 Mmer mit Küche sofort gesucht. Eilt sehr. ^Lchriftl. Angeb. unt. 0396 an den Gießen. Anzeig. Cinloö Mulein evang., Ans. der 30er, i. all. Haus- arb.perf.,a.Ber- ständnis für Garten, möchte gut., wenn auch älter. Herrn (evtl, mit Kind), fürsorgl. Gattin u. Mutter sein. Kleiner Beamt. bevorzugt. Gegenseit. Ber- schwiegh.Ehrens. Schrift!. Angeb. unt. 0398 an ben Gießen. Anzeig. HHHttH staöttWi Gieße« 375D Mittwoch, 24.1., 19.30-22 Uhr 16.Mittw.-Abon. Gewöhn!. Preise Allegeg.Einen- Einer für Alle. Schauspiel in 4 Akten von Forster-Burggraf. MHHMM Danksagung. Für die uns in so reichem Mabe entgegengebrachte Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teueren, un- vergeblichen Entschlafenen sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Otto Lenz und Kinder. Hof-Haina, 22. Januar 1934. Dam.-Spangenschuhe schwarz, braun und Lack..........von Herren-Halbschuhe in unseren bekannt guten Qualitäten.........von Kinderschuhe Spangen- und Schnüren bester freier Lage 6-8-3imme[- Woonnng m.Heizung,Bab, Loggia u. allem Zubehör i. ersten Stock eines ruh., von Garten umgebenen Hauses zum 1. April zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 0383 an d. Gieß. Anzeiger. 5-6-ZimmJoha. Heizung u. Bad vart ob. 1.Stock, zum 1 Avril zu vermieten 032s Hindenborgw. 22. Saubere zuverl. Kvau f. Freitag vorm. ges.NäheAulw.- Liebigstr. Schr. Angeb. u.0395 a. b. Gieß. Anzeig. Für 15. 3 34 zwei zuverlässige ehrliche ttta f.GießenerWirt- schastsbetrieb (Büfett) gesucht. Bewerbung mit Gehaltsansvr. u. 0385 a. d. G. A. Braves, fleißig., zuverl., i.Haush. u. Küche erfahr. flWtn zu alt. Ebep. gesucht. Schr.Ang. unt.457Dan den Gießen. Anzeig. llr.W Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 2Z.Zanuar W Kälte gegen Erkältungen Funk- Nachtgedanken eines Souffleurs. Witwe geworden ist. Es war unheimlich, daß jeder gelebt, die sich ganz gewiß nur durch eigene Kältefestigkeit den Rheumatismus vom Leibe gehalten Die Hochzeit mit dem Baum. Ein chinesisches Gericht hat sich mit einem merk- würdigen Rechtsstreit zu befassen, dessen Lösung selbst der sprichwörtlichen Weisheit des Chinesen eine Schwierigkeiten bereiten dürsten. Es handelt sich um die Geschichte der ehrenwerten Li Kou, einer reizenden Chinesin im Dorfe Po Lo an den ihrer Gatten kurz nach der Hochzeit starb. Als sie sich zu einer fünften Heirat entschloß, suchte sie „den Rat eines weisen Mannes in der Umgebung", del ihr riet, zuerst „einen Baum zu heiraten", damit der neue Ehegatte nicht auch den Weg der anderen gehen müsse. So wurde die Hochzeit von Li Kou mit einem Mango-Baum im ehrwürdigen Alter von hundert Jahren feierlich begangen. Zwei Tage nach dieser Zeremonie aber wurde dieser Baum schon von einem schrecklichen Sturm zerstört. Der Eigentümer, der seine Einwilligung zu der seltsamen Hochzeit zwischen seinem Pflanzenliebling und Frau Li gegeben hatte, ließ die Chinesin festnehmen. Er behauptet, daß der Baum nicht den göttlichen Mächten zum Opfer gefallen sei, sondern daß sein Tod nur auf die unselige Verheiratung mit Frau Li zurückzuführen wäre. Nun soll das Gericht entscheiden, ob Li Kou Schadensersatz zu zahlen hat. Es befindet sich in einem verständlichen Dilemma. Immerhin ist der Mango-Baum Frau Lis „Gatte" gewesen, aber andererseits hatte der Eigentümer in die Hochzeit gewilligt. Der künftige „Gatte aus Fleisch und Blut", der in Geduld gewartet hatte, während Li einen Baum statt seiner heiratete, hüllt sich in Stillschweigen. Es erhebt sich nun die Frage» ob Frau Li ihn als Ehemann Nr. 6 hätte heiraten dürfen, wenn der Sturm den Mangobaum, Nummer 6, nicht gefällt hätte. Oie nordische Hoffe bei den Indogermanen Asiens, (gm neues Fucf) von Hans S. K Girntker*. Noltenius gekommen, die er in der „Medizinischen Welt" mitteilt. Während eines jahrelangen Aufenthaltes in Argentinien hat er Gelegenheit gehabt, festzustellen, daß die Erkältungsmöglichkeiten in diesen „Sonnenländern" — für Zugereiste we- ' nigstens — sehr viel größer sind als bei uns. Da in einem Land, in dem die Wintertemperatur selten unter 5 Grad Wärme fällt, in der Regel nicht geheizt wird, bekommt der Körper selbst die Aufgabe der Wärmeregulierung zugewiesen. Die Einheimischen, besonders die Leute vom Lande, müssen das Instinktiv fühlen, denn sie wagen sich nur ungern in ein geheiztes Zimmer, aus Furcht, sich zu erkälten. Wer sich aber bisher vor jedem Kältereiz ängstlich gehütet hat, muß erleben, daß die Regulierungsvorrichtungen der Haut eingeschlafen sind, so daß bereits ein „Zug", eine geringe Durchnässung der Füße, eine kleine Temperaturschwankung zur Krankheit führen. Es gilt also, die Eigenregulierung des Körpers zu üben. Diesen Zweck verfolgen die Kaltwasserprozeduren, die Kneippschen Kuren, die täglichen kalten Duschen der Engländer und die heißen der Japaner. In Südamerika machte nun Dr. Nol- tenius zunächst den Versuch, sich durch warme Kleidung vor Rheumatismus zu schützen. Dann entschloß er sich aber, den entgegengesetzten Weg einzuschlagen: er zog sich also im Winter genau so leicht an wie im Sommer, ja, er setzte sich absichtlich der Kälte aus und erreichte, daß der Rheumatismus allmählich verschwand. Dr. Noltenius weist zum Vergleich auf die Beobachtungen hin, die im Weltkrieg gemacht wurden. In den letzten Kriegsjahren waren die Erkältungskrankheiten im Feldheer nicht häufiger, sondern seltener als im Frieden, obwohl oder gerade weil die Soldaten den Unbilden der Witterung unvergleichlich viel stärker ausgesetzt waren. Oder ein anderer Vergleich: selbst in , der Eiszeit haben doch Menschen im deutschen Klima Für die Gesunderhaltung der körperlichen tionen sehen viele Menschen als erste Vorbedingung eine genügende Versorgung des Organismus mit Nahrung an. Das ist richtig, führt jedoch oft zu Uebertreibungen. Aus der Besorgtheit wird nicht selten eine Ueberbesorgtheit. Man wendet lieber etwas zu viel als zu wenig an. In diesem Zuviel liegt dann eine Gefahr, wenn daraus eine Gewohnheit wird. Neuerdings find von einem amerikanischen Gelehrten zahlreiche Personen auf ihre Ernährungsgewohnheiten hin beobachtet und untersucht worden. Die Untersuchung erstreckte sich namentlich auf die Nahrungsmittelmengen, die mehr eingenommen wurden, als es der tatsächliche Bedarf des Körpers verlangte. Es ergab sich dabei die überraschende Feststellung, daß beinahe sämtliche der beobachteten Personen fast zwei Drittel mehr Nahrung zu sich nahmen, als zur ausreichenden Versorgung des Organismus genügt hätte. Der Gelehrte hatte für feine Untersuchungen die chemischen Grundlagen als ausschlaggebend gewählt. Um die über- Aeue Wege für den Dienst am Kunden Das Werbegesetz eine Verpflichtung für Einzelhandel und Handwerk. Don Dr Hans Schmidt. Der Zerfall der indogermanischen Volkheiten, das zeigt Günther, stand immer in Wechselwirkung mit dem Aussterben und dem Aufgeben der Rassenreinheit der überwiegend nordischen Geschlechter in- Alteuropas, ju - - einen Einschlag nordischer Rasse. Besonders anziehend behandelt Gunther die rassischen Grundlagen beim Buddhismus und Mazdaismus und bringt über die vor- und fruhgeschichtliche Zeit hinaus den Beweis, daß auch heute noch bei verschiedenen Völkern Asiens nordische, aus langst vergangenen Jahrhunderten stammende nordische Rassenelsmente festzustellen sind. ,, . Vor allem wird entschieden der Auffassung ein, »einer Wissenschaftler widersprochen, die heute noch das Jndogermanentum als Wanderhirtentum aftatt- Wohnkultur. In der Landwirtschaft hat man ebenfalls die Erfahrung gemacht, daß die Hühner in viel höherem Maße an Erkältungskrankheiten zugrunde gingen, wenn man ihnen schön geheizte Ställe baute. Es ist gar kein Grund dafür vorhanden, daß man sich im Winter im geheizten Zimmer wärmer anzieht als im Sommer. Ebenso wie sich übertriebene Kleidung eher schädlich auswirkt, sind auch überheizte Räume der Gesundheit durchaus unzurräglich Die deutsche Hygiene schreibt als Normalzimmertemperatur 18 Grad vor. Wieviel Nahrung braucht der Mensch? trennen sind. Es wird gezeigt, daß auch den Satem- Jndogermanen ursprünglich die Bäuerlichkeit anhaftet. Besonders geht dies aus der Schilderung des Mazdaismus der Perser hervor. Im Mesolithikum haben die Vorväter der Jndogermanen die Menschheitsstufen der Sammler, der Jäger und Fischer wahrscheinlich erst erklimmen müssen; als sie aber Jndogermanen waren, hatten sie bereits die Stufe der Pflugwirdschaft erreicht und waren adels-bauer- liche Krieger. Ein Wanderhirtentum der Jndogermanen muß grundsätzlich abgelehnt werden. denn unter meinen Händen wird das Glöcklein zur Sturmglocke und das dünne Holz zum Heroldstabe. Kaiser und Könige treten mit Zittern und Zagen auf, wenn ich nicht unten sitze in meiner Höhle, und selbst der Fürst der Hölle, der Mephisto, ist ein armer Teufel ohne mich. Aber, GPlage! dein Name ist „Souffleur". Mehrere Jahre hindurch arbeite ich schon bei der Lampe und habe während dieser Zeit ein Lied singen gelernt, dessen Thema das Theater ist. Variationen könnte ich darüber machen. Variationen, daß man die Ewigkeit davon in Noten setzen könnte. Nägel zu meinem Sarge sind die neuen Tragödien und Dramen. Sonst ainqen die Stücke still und ruhig, wie eine kleine Mondnacht vorüber, jetzt möchte man schon nach der Expositionsszene ein neues Hemd anziehen. In der ersten Szene geht ein Aprilwetter los, welches mit Donner, Sturm und Blitz fortfährt und die kleinste fitz ich nun schon unten in dem Loche, um die Löcher Ufern des östlichen Flusses bei Kanton, die bereits des Vortrages zu flicken. Ich kann sagen: Arm und viermal die Freuden der Ehe genossen hat klein ist meine Hütte, aber wenn ich abends darin und die nach allzu^kurzem^Ehegluck^ereits viermal sitze, eingekeilt von so und so viel dampfenden Lam- *'*'*'** ’f‘ <"4' x~6‘ pen, dann wird sie zum Altar, woran sich die Gedächtnissünden schmiegen, dann wird sie zum Fels, woran sich die Schiffbrüchigen klammern, die oben herumschwimmen, bis ich sie wieder mit dem Steuerruder der Zunge in den Hafen der Ruhe und Sicherheit einführe. Ich bin das Oel der Theateruhr, ja ich bin eigentlich die Triebfeder, und wenn ich einmal aushaken, wenn ich einmal zu früh ablaufen sollte, so würde man augenblicklich willen, wie viel es geschlagen hat. Rühre ich mein Glöcklein ober meinen Stab nur an, so rühren sich alle Hände, Das Werbegesetz verpflichtet; zunächst die Presse, für die es in erster Linie erlassen wurde. Es soll sie vor unlauterer gegenseitiger Konkurrenz schützen, es soll ihre Zusammenarbeit mit den Unternehmungen klären, es soll aber auch Wert und Wirkung der Insertion erkennen lassen, durch den Zwang zur Bekanntgabe der Auflagenhöhe. Wie die Presse dadurch zur rückhaltlosen Offenheit veranlaßt wird, so liegt auch für den Kunden im Werbegefttz eine Verpflichtung. Sie trifft in erster Linie den mittel st ändischen Einzelhandel und das Handwerk. Diese Feststellung mag auf den ersten Blick befremdlich erscheinen, nachdem Handel und Handwerk in einem Reichsstand zu einer unlösbaren Einheit verbunden wurden. Sie besteht aber zu Recht, weil der mittelständische Einzelhandel und das Handwerk vor der Vereinigung in einem Reichsstand keineswegs ihrer Bedeutung entsprechend an die Öffentlichkeit getreten sind. Sie blieben als die kleineren Einheiten des Handels und der Fabrikation gegenüber ihren größeren Konkurrenten stark zurück. Nachdem jetzt durch die Vereinheitlichung der Interessen und Ueberbrückung der Gegensätze eine gemeinsame Plattform für den ganzen Stand geschaffen wurde, muß er auch nach außen in seiner Gesamtheit in bie* Erscheinung treten. Diese Pflicht besteht für den einzelnen z u n ä ch st sich selb st gegenüber. Das ist nicht etwa ein Widerspruch zu dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß der Dienst am Volke im Vordergrund alles Interesses liegt. Dienst am Volke ist in erster Linie Einsatz aller persönlichen Kräfte. Die Pflicht zur Oeffenttichkeit ist für Handel und Handwerk auch deshalb gegeben, weil sie für das Wohl und Wehe Hunderttausender von Angestellten und Arbeitern verantwortlich sind. Nur wenn ein Stand seine Existenz verteidigt, kann er sie erhalten. Nur wenn er seine Bedeutung stets erkennbar macht, kann er gewinnen. Die Oesentlichkeit übergeht nämlich den, von dem sie nichts weiß und hört. Das ist Gesetz; nur der wird beachtet, der von sich redet ober reden macht. Wie war es früher? Jrn Jahre 1918, nach Ausbruch der Revolution, wurde in Deutschland das Wort vorn sterbenden Mittelstand geprägt. Durch die Inflation und die Umkehrung aller Wertbegriffe wurde es zur bitteren Wahrheit Einzel- und Kleinhandel, und Betriebe des Mittelstandes überhaupt, gerieten in die Gefahr, von den Mächtigeren zermalmt zu werden. Der Preisdruck des Stärkeren kam der schwindenden Massenkaufkraft entgegen und beschleunigte den Verfall. Preiswahrheit und Preistreue wurden häufig zü Worten ohne Inhalt. Es ist das Verdienst des Führers, ihnen wieder die Geltung verschafft zu haben, die für unsere Wirtschaft und ihre Fortentwicklung unerläßlich ist. Der Kaufmann soll nicht Händler, er soll D i-e - n e r a m D o l k e sein. Diese Berufsauffassung ist zu neu^ als daß sie schon Gemeingut der Gesamtheit sein könnte. Noch sieht auch der Käufer allzusehr in Handel und Handwerk den Gegner im Kampf um den Preis. Diese Auffassung^ ist leider in der Vergangenheit hier und dort durch schlechte Beispiele genährt worden. Sie wurde aber auch durch die Hetze profitgieriger Agitatoren gefördert, die trennten, wo Einigkeit not tat, und Zwietracht predigten, wo allein Zusammenarbeit helfen konnte. Das soll nun anders geworden sein? Fast unfaßbar für den Menschen unserer Zeit, der Staat und Wirtschaft bisher nur als zusammenhanglose Gebilde feindlicher Interessengruppen kannte. Es ist also zunächst die Aufgabe des mittelstandi- schen Handels und Handwerks, die Oef f entlich- keit über s i ch selb st auszuklären, ihr zu sagen, daß der gesamte Reichsstand eine Einheit ist, scher oder südosteuropäisch-westasiatischer Herkunft auffassen. Ebenso tritt Günther den Vertretern bestimmter „Kulturkreislehren" entgegen, welche die Urheimat der Jndogermanen „irgendwo im Osten" suchen. Eine Ableitung der nordischen Rasse aus Asien ist nicht allein gegenüber dem alten Menschenbilde Jnnerasiens unmöglich, sondern auch durch keinerlei rassenkundliche Funde aus dem Boden Asiens zu stützen. Nach G ü n t h e r ist auch die Ansicht von Eickstedts, der die Tocharer als „protonordisch" ansieht, deswegen falsch, weil sie ihrer Her- Während sich die Schauspieler oben auf der Bühne im vollsten Rampenlicht bewegen, übt der Souffleur unten in seinem Kasten sein nicht unwichtiges Hand- ober besser Munbwerk aus, aber wohl verborgen, ben Blicken bes Publikums ängstlich entzogen. Der „Einbläser", wie man früher sagte, spielte auch heute noch beim Theater eine wichtige Rolle, wenn man auch alles baran setzt, ben Zuschauer baoon nichts merken zu lassen. In früheren Zeiten ist ber Souffleur manchmal ungenierter hervorgetreten, beim bie Zahl ber „Schwimmer" unter ben Schauspielern, bie auf feine Hilfe allzusehr angewiesen waren, war größer. Auch in ber Theaterliteratur würbe ber .Kastengeist" früher mehr beobachtet unb ihm manches Loblieb gesungen. Ein berartiger lustiger Hymnus finbet sich im Jahrbuch bes Russischen Theaters in Gera aus bem Jahre 1858. Der Souffleur läßt sich ba mit fol- genben „Nachtgebanken" vernehmen: „Manches Jahr schüffigen Mengen zu ermitteln, würbe bas Minimum an stickstoffhaltigen unb stickstofffreien Substanzen, bie zur ungestörten Weiterarbeit ber körperlichen Funktionen unb zur Forterhaltung bes körperlichen unb geistigen Leistungsvermögens er- forberlich ist, als Norm gewählt. Mit biefer Norm kommt man vollstänbig aus, um ben Organismus vor einer Schmälerung ber Funktionskräfte zu J schützen. Ein mäßiges Plus ist für bie Zeit bes Wachstums unumgänglich notroenbig, wenn nicht Erscheinungen ber Unterernährung unb Störungen bes Wachstums auftreten sollen. Gefährlich jeboch wäre es, biefe zulässigen Zusatzmengen überschreiten zu wollen. Als Folgen einer berartigen lieber- lastung würben sich nach unb nach krankhafte Störungen ber Verbauungsorgane unb ähnliche Nachwirkungen ergeben. Es muß allerbings zugegeben werben, daß bie Mäßigkeitsgrenze zu ziehen, schwerer ist, als bas Mäßigkeitsprinzip für bie Ernäh- rung aufzustellen. Nichts ist mehr inbivibuell als ge- rabe ber Mäßigkeitsbegriff. Die Mäßigkeitsgrenze bem persönlichen Leistungsvermögen richtig anzugleichen, bazu bebarf es sehr langer Erfahrungen : bes Arztes. Die Natur verfügt wohl über Kräfte, bie von sich aus bie Bebarfsmenge automatisch re- : geln ober wenigstens bem Empfinbungsleben mehr ober minber beutliche Zeichen geben, wenn bie Gren- ’ zen überschritten werben, bie von ber jeweiligen kör» perlichen Konstitution unb von ber persönlichen Tragfähigkeit gezogen werben. Aeußerungen biefer bem Organismus eigenen Selbstregulierung treten : jeboch nicht immer so beutlich hervor, baß sie als : unbebingt zuverlässiger Grabmesser anzusehen wären. : Es wäre vor allem ba, wo bas normale Emp- : finbungs- unb Gefühlsleben burch Uebermäßigkeit ; Schaben genommen hat, von boppelter Gefahr, biefe ■ „Klingelzeichen" bes Organismus erst abzuwarten. : Wo es noch nicht zu einer Beeinträchtigung bes : normalen Gefühlslebens gekommen ist, wirb sich ■ beispielsweise bei überreichlichem Alkoholgenuß bie - Empfinbung ber Übersättigung im Organismus : noch zur rechten Zeit bemerkbar machen. Kommt es baß bie Gegensätze endgültig begraben würben unb alle auf gleicher Basis stehen in dem Bestreben, Dienst am Volke nach dem Willen bes Führers zu leisten. Worte allein vermögen jedoch nicht zu überzeugen; sie müssen durch Taten bewiesen werden. Deshalb ist der Kundschaft wieder und wieder vor Augen zu führen, was und zu welchen Preisen sie beim Mittelstand heute kaufen kann. Sie muß fühlen, daß sie gerade im mittelständischen Einzelhandel und Handwerk einen zuverlässigen Führer und Berater, einen Treuhänder ihrer Interessen hat. Leider ist in den vergangenen Jahren unb auch noch in letzter Zeit allzusehr der Ruf nach Staats- Hilfe erklungen. Der Staat hat geholfen, so weit es die berechtigten Lebensinteressen anderer Stände zuließen. Er hat Ungleichheiten im Kampf um die Existenz, sofern sie allein auf der Macht des Stärkeren beruhten, beseitigt. Er hat durch Verordnungen unb gesetzliche Maßnahmen erreicht, daß der ganze Reichsstand des Handels unb bes Handwerks heute in seiner Preisgestaltung von einer gleichen K a l k u la t i o n s b a s i s a u s g e h e n kann Der Einwanb bes billigeren Einkaufs gilt nicht mehr! Soweit er noch möglich ist, bleibt er bas gerechtfertigte Verdienst des einzelnen. Staatshilfe muß in diesem Falle versagen, in dem einzig und allein S e l b st h i l f e entscheidet. Die Selbsthilfe endet aber keineswegs beim Einkauf, vielmehr beginnt sie hier erft Ohne Absatz i bleibt auch ber vorteilhafte Einkauf zwecklos. Verkaufen und umsehen sind also die weiteren Erfordernisse, auf die sich mitlelständi- fcher Einzelhandel und Handwerk nach ihren größeren Vorbildern einstellen müssen. Nicht als ob dieser Grundsatz ihnen bisher fremd gewesen wäre, keineswegs! Nur überwog vielfach noch die Meinung, als ob die Kundschaft vonselbst käme. Das ist ein Irrtum! Der Kunde, der kauft und zahlt, muß auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Er muh über die Qualität der Ware, über den besonderen Wert fachmännischer Handwerksarbeit aufgeklärt werden. Dienst am Kunden und Werbung um den Kunden sind Verpflichtungen, denen fich kein Ge- fchäftsmann mehr entziehen kann. Er mag sich vielleicht damit entschuldigen, daß ihm bisher die geeigneten Werbemittel fehlten. Sie haben aber immer bestanden für den, der sich ihrer zu bedienen wußte sie sind nur — ebenfalls durch die Initiative ber Regierung — bedeutend vervollkommnet worden. Das neue Werbegesetz gibt jedem die Möglichkeit, Dienst am Kunden unb damit am deutschen Volke zu treiben. Wern aber staatliche Autorität ein Mittel in bie Hand gibt, für sich unb seinen Stand zu kämpfen, ber muß es auch benutzen, will er sich nicht fahrlässiges Verschulden vorwerfen lassen. ♦ Professor Dr. H a n s F. K. Gun t h e r . Die nordische Rasse bei den Jndogerma n e n Asiens. Zugleich ein Beitrag zur Frage »°» der Urbeimat unb Rass-nherkunst der Was gibt es Neues in der Medizin ? Von Dr. p. Wöiffel. Die Konzertsängerin Lore Fischer (Alt), die hier kürzlich im Weihnachtsoratorium mitwirkte und demnächst wieder in Gießen fingen wird. Die aus Stuttgart stammende junge Künstlerin wurde ursprünglich als Pianistin und Geigerin ausgebildet unb wibmete sich bann bem Studium bes Sieb er- unb Oratoriengesanges. Lore Fischer hat sich vor allem burch ihre Mitwirkung beim Kölner Bachfest einen Namen gemacht. Episobe in Alarm bringt. In jebem Akte müssen ein paar Personen ben Weg alles Fleisches gehen, obgleich roeber Fleisch noch Blut im ganzen Stück ist. Da wirb erschossen, geräbert, vergiftet unb gehängt, baß bie Bühne zu einem Spital unb Kirchhof wirb, ehe man bas Blatt umroenbet. Reißen bie Rezensenten einen Schauspieler herunter, so fährt biefer bem Souffleur auf ben Hals und spricht: „Sie haben nicht richtig angeschlagen!" Am Ende macht mir noch die Sängerin Vorwürfe, wenn ihr Ton überschnappt, und ber Ballettmeister, wenn ihm eine Pirouette nicht gelingt." Zu recht interessanten Ergebnissen auf dem Ge- haben. Die fo überaus häusige Plage der Erkal- biete der Erkältungskrankheiten ist Dr. Friedrich tungskrankheiten ist alsa vor allem eine Frage der Ein neues Buch von Günther schilbert bie Geistesgeschichte unb vor allem bie Fragen bes Glaubenslebens bei ben indogermanischen Völkern Asiens unb zeigt, baß bie hier hervortretenben Züge für bie völkische Eigenart besond-rs wichtig und durch die H^Ktalischm Kreise der indo- Rassenseelen bedingt sind. Immer wieder werden Bölker, also von Mitteleuropa nicht zu die Zusammenhang-des gesamten Jndogerma- S^ani^ - -• -■ nentums betont unb hervorgehoben. Er behandelt nur bie sprachwissenschaftlich-völkerkundlich als „Jn- bogermanen" bezeichneten Volker und zwar von diesen nur die in der Dor- und Frühgeschichte nach Asten eingeroanberten, also bie Jndoiraner (Jnber, Perser unb Verwandte, b. h. bie arische Gruppe ber Jnbogermanen), bie Säten, bie Tocharer, bie Armenier unb kleinere verwanbte Völker- ober Stanbe- splitter. Die Hettiter, bie sprachlich neuerbings auch zu ben Jnbogermanen gerechnet werben, sowie bie Philister werben nicht behandelt. . Günther will in seinem Buche ben Beweis bafur erbringen, baß sich in ber HerrenschM ber mbo- germanischen Völker Asiens stets em Einschlag nor- . 3n den (äg>ftfd)aftürtney^enm^n^rtesramitern "erhalb^eA ^„es^ches^mach^ Günther darauf PA kern indogermanischer Sprache m Alteuropa P * gemeinsam ein Elnsch^g aus dem Schnurkeramiter Familien vorwiegend nordischer Rass- liegen tum nordischer Rasse. Erscheinen die ^^ss^lk°ramiker «M«» $ Bildungswert- für dies- Volker im .er saft re.ne nord, 4- M-nsch-nyrupp- B önfntumä und insonderheit für !° hatten d,- Bandk-ram.ker wenigstens jm Hellenen-, Romer-, nnr 1 pr unb im früheren Germanentum ruhen. ,,3n jebem ber großen JndogermanenVölker haben fich einzelne Werte ber nordischen Rassenieele besonders beispielhaft und vorbildlich ausgebrückt." Der Vorzug des Werkes liegt in der klaren, verständlichen und fesselnden Art der Schilderung von Fragen, die sonst nur in schwer zugänglichen wissenschaftlichen Werken abgehandelt werden und in ber Bebeutung, welche gerabe biefe Fragen heute mehr benn je für ben rassischen Aufstieg ober Untergang bes beutschen Volkes besitzen. Die beigegebenen zahlreichen Abbildungen erhöhen die Anschaulichkeit ber Ausführungen. Im Ganzen ist das Werk -in in lebendiger Gestaltungskraft und Geist mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Liebe germa"nen F"L°hmänns"Ver,äa7Münch°n. Mit g-schrieb-ner grundlegender Beitrag zur G-sch.cht- 88 Abbildungen, geheftet 6 Mark, Leinwände,nband | der nordischen Rasse. ^r. K r ° n z (Gi-tz-n). 7,50 Mark. — (636). Wirtschaft . rr-’ << s. «X . ___ vuii tYIUU)» uuu vei LUUJICU, uci in wen ngni« v«*/- bis fünf Monaten Eigelb derbeifugen außerordentlich stark zurückgegangen war, durch und damit vorbeugend gegen die Rachitis wirken. Gewährung von Anbauprämien zu fordern. Diese Freilich wissen wir noch wenig darüber, ob im El- Bestrebungen haben schon einen ersten Erfolg zu gelb zu allen Jahreszeiten dieses O-Vitamln gleich- verzeichnen. Die Herbsteinsaat für Winterraps stellte mäßig enthalten ist. Für die Entstehung der Rachl- 1933 auf 31 300 Hektar, gegen 5200 Hektar im Abendbörfe ruhig. Pommern, Schlesien und -der württembergische Donaukreis. Der Krastwagenabsah 1933 erhöhl Woche soll die Arbeitszeit noch 1932 1933 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a ZU. Banknoten. Serlin, 22.Jonuar lich 1% nächster werden. Union mit 85 v. H., RWE. mit 83 v. H. und 1951er Stahlverein mit 78,50 v. H. genannt. Das Geschäft ist durch die neuen Deckungsvorschriften an der Frankfurter Börse etwas ruhiger geworden. Neubesitzanleihe eröffneten um 20 Pf. fester, dagegen Altbesitzanleihe 0,50 v. H. schwächer. Späte Reichs» schuldbuchforderungen lagen mit 94,75 v. H. behauptet. Bon Auslandsrenten Rumänen und Ungarn bis 0,13 v. H. höher. Der Aktienmarkt hatte einige Spezialbewegungen. So gewannen Accumulatoren 4,25 v. H., Elektr. Lieferungen 1 v. H., daneben Gesfürel 0,50 v. H., AEG. 0,40 v. H., Schuckert lagen behauptet. Montanwerte freundlich, Mansfeld 1,25 o. H., Rheinstahl 1,50 v. H., Klöckner und Phönix je 0,50 v. H. fester. Unverändert eröffneten IG. Farben und Scheideanstalt, auch Reichsbankanteile gut behauptet. Transportwerte a b s a tz sind die teiligt: Soweit die bisherigen Meldungen erkennen lassen, wird auch im Januar 1934 der Automobilabsatz den hochgespannten Erwartungen der am Kraftverkehr beteiligten Wirtschaftskreise voll entsprechen. krankheit erklärt ist, das ist noch nicht unbedingt erwiesen. Man bedenke, daß nach dieser Anschauung jeder Säugling im Winter rachitisch werden müßte, da kein einziger Säugling diese ultravioletten Strahlen normalerweise erhält. Es ist gar kein Zweifel, daß hier noch andere Ursachen mitwirken und daß eine dem Wachstum nicht angeglichene Nahrung, wie sie namentlich jede unnatürliche Ernährung (Kuhmilch) darstellt, für die Entstehung der Rachitis Fwd. Die Reichsregierung ist bestrebt, den Anbau von Flachs und Oelfrüchten, der in den letzten Jah- aufstehen, sonst schlägt der stärkende, positive Schlaf leicht in schwächenden, negativen um, wie sich in ungezählten Fällen bestätigen läßt. Nötig ist, sagt Stockmann, daß die zuständige Wissenschaft durch exakte Versuche, deren Zahl nicht groß genug sein kann, einwandfrei, fachmännisch genau feststellt, ob es ein Naturgesetz der Schlafzeit von der Urnatur aus gibt ober nicht. Die augenblickliche Undurchführbarkeit einer Idee darf nie und nimmer ihre wissenschaftliche Erforschung hindern. Die Forschung lohnt sich, denn der nächtliche Schlaf ist die Quelle des täglichen physiologischen Lebens, je vollkommener er ist, um so vollkommener ist dieses Leben. befestigt, so Hapag um 0,50 v. H., AG. für Verkehrswesen um 0,75 v.H. Bau- und Cementaktien fest, vor allem Holzmann (4- 2,40 v. H.), Eement Heidelberg (+ 1 v. H.). Auch Zellstoffwerte lagen höher, so Aschaffenburg um 0,90 v. H. Im übrigen lag der Aktienmarkt zwar ruhig, aber allgemein Frankfurter Schtachrvelzmarkt. Frankfurt a. M., 22. Jan. Auftrieb: Rinder insgesamt 1337 (gegen 1398 am letzten Montags» markt), darunter 380 Qchsen, 128 Bullen 424 Kühe, 405 Färsen. Kälber 568 (580), Schafe 96 (182), darunter 90 Hämmel, Schweine 3854 (3718). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 31, b) 29 bis 30, c) 26 bis 28, d) 22 bis 25. Bullen a) 29 bis 30, b) 26 bis 28, c) 24 bis 25, d) 22 bis 23. Kühe a) 27 bis 28, b) 24 bis 26, c) 18 bis 23, d) 12 bis 17. Färsen a) 30 bis 31, b) 28 bis 29, c) 25 bis 27, d) 22 bis 24. Kälber a) 38 bis 40, b) 31 bis 37, c) 26 bis 30, d) 18 bis 25. Hämmel bl) 29 bis 30, c) 27 bis 28, d) 25 bis 26. Schafe nicht notiert. Schweine a) 46 bis 49, b) 45 bis 49, c) 44 bis 49, d) 42 bis 47, e) 40 bis 45, g) Sauen 38 bis 42. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt gaben Ochsen und Färsen je Franr, u ei ^elreidebürfe. Frankfurt a. M., 22. Jan. Am Getreidegroßmarkt war das Geschäft weiterhin nur schleppend, zumal das Angebot durch das Herankommen der Schiffsware merklich größer geworden ist. Das Mehlgeschäft blieb schlecht, auch Futtermittel hatten nur kleine Umsätze. Hafer blieb fest gestimmt. Die Preise für Weizen und einige Futtermittel bröckelten etwas ab, während Hafer 1 Mark per Tonne gewann. Weizen 196, Roggen 172,50 bis 173,50, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 147 bis 149, Weizenmehl (Spez. 0, mit Austauschweizen) 29,10 bis 29,65, (ohne Austauschweizen) 27,60 bis 28,15, Roggenmehl (0—60 v. H.) 23,50 bis 24, (füdd., Spez. 0) 24, Weizenkleie 10,75, Weizenfuttermehl 11,75, Roggenkleie 10,65, Sojaschrot 15,25, Pal Ölkuchen 15,50, Erdnußkuchen 16,75 bis 17,15, Treber 17,60, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Heu 7, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 2,20 bis 2,30, (gebündelt) 2 bis 2,10. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 2,50 bis 2,60 Mark (zuletzt 2,60 bis 2,65) per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. schlecht geschlafen hat, spürt das schon am nächsten Tag. Wer häufiger schlecht schläft und kränklich ist, klappt bald zusammen. Die Methode bestand m der Regel darin, daß die Versuchspersonen zunächst ihre Gesamtschlafzeit früher leaten, sie dann verkürzten, wenn die Natur darauf hindrangte, und schließlich auch die Mitternachtlinie überschritten. Versuche mit Kindern und sehr jugendlichen Personen waren nicht möglich. Rechtzeitiger Schlaf läßt sich nichl erzwingen, sondern nur, meist mühsam, planmäßig erwerben. Zunächst ist immer nur eine Fruhver- legung der Gesamtschlafzeit zu erstreben, die Verkürzung stellt sich in der Regel ganz von selbst em. Derjenige aber, der ausgeschlafen hat, muß sofort * 1000 Neueinstellungen bei Adam Opel AG., Rüsselsheim. Wie der Fwd. hört, beginnt sofort die volle Produktion für die neuen Opelwagen, wodurch ab 22. d. M. die mit 10 000 Mann "über den Winter gehaltene Belegschaft um 1000 Mann erhöht wurde. Die bisher verkürzte Die Abendbörfe eröffnete sowohl am Aktien-, als auch am Rentenmarkte in sehr stiller Haltung. Von fügten Basis zeigte sich jedoch eher etwas Kaufneigung, so daß die Berliner Schlußkurse im allgemeinen gut behauptet blieben. Herstellung einer neuen Textilfaser durch Glanzstoff? Wie dem DHD. aus Anfrage von Verwaltungsseite der Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG. bestätigt wird, hat die Gesellschaft in Gemeinschaft mit führenden Unternehmungen der schlesischen Textilindustrie (Gruschwitz Textilwerke AG., Erdmanns- dorfer Flachsgarnspinnerei AG. und P. Rinkel AG.) erfolgreiche Versuche zur Herstellung eines neuen Textilwerkstoffs unternommen. Es handelt sich öa= bei um einen der zahlreichen Versuche, neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen, um einen Versuch, über dessen künftige Bedeutung sich jetzt ein abschließendes Urteil noch nicht geben lasse. Die neue Textilfaser soll durch Verspinnung von Flachs mit Kunstseide gewonnen werden. Die schlesische Flachsindustrie verspricht sich von einer Durchführung dieses neuen Verfahrens eine merkliche Belebung und eine Unterstützung der Bestrebungen, den heimischen Flachsanbau und damit die Verwendung heimischer Rohstoffe wieder stärker zu fördern. ©er Anbau von Flachs und Raps. eine große Rolle spielt. Gibt es eine naturgesetzliche Gchlofzeit? Studienrat Theodor S t ö ck m a n n - Duisbutg nimmt in der „Medizinischen Welt" zu der Frage Stellung, ob von einer naturgesetzlichen Schlafzeit gesprochen werden kann oder nicht, d. h. ob von der Urnatur aus eine bestimmte Lage und Länge des Schlafes besteht, oder ob es einerlei ist, wann und wie lange man schläft. Da theoretisch und kri-; lichen Grundstimmung am Aktien-, wie auch am tisch dieses Problem nicht gelöst werden kann, hat Rentenmarkt. Für gute Papiere hielt das Kauf- Stöckmann zur Lösung des Problems planmäßige Interesse der Bankkundschaft an. Versuche durchgeführt. Es liegen jetzt 22 ungefähr § Die Spekulation ist nach wie vor im Handel von restlos durchgeführte Versuche vor. Eine Dame aus umgetauschten Reichsmark-Obligationen ziemlich Sachsen, früher gemütskrank und „schlaflos", wurde rege; hier wurden bei leicht erhöhten Kursen Ren- durch die Schlafzeit von 20 bis 3 Uhr geheilt. Ihr tenbank-Kreditanstalt mit 87,75 v. H., Rhein-Elbe- Am gesamten deutschen Automobil- " ‘ “ fünf Hauptfirmen wie folgt be- Arbeitszeit wird für die Gesamtbelegschaft auf täg- Stunden in der 5-Tagewoche erweitert. Ab Im Verlaufe waren JG.-Farben bei geringem Umsatz 0,25 v. H. freundlicher. U. a. notierten: Neu- besitzanleihe 19 bis 19,10, Altbesitzanleihe 95,75, Schutzgebietsanleihe 9,80, Reichsbank 163,50, Gelsenkirchen 56,75, Mannesmann 59,75, Phönix 44, Stahlverein 37,25, Aku 41,25, AEG. 27,50, (Konti Gummi 154,50, Licht 8c Kraft 99,13, JG.-Farben 123,75 bis 124, Gesfürel 88,50, Lahmeyer 109,50, Schuckert 100'50, AG. für Verkehrswesen 65,25. Arzt hatte ihr geraten, wenn sie absolut nicht schlafen könne, möchte sie lieber bei Nacht aufstehen, als sich im Bett wegen der Schlaflosigkeit Gedanken zu machen. Die Dame befolgte den Rat, und richtete sich, unabhängig von der Uhr, lediglich nach ihren Müdigkeitsgefühlen und gelangte so zum Schlaf von 20 bis 3 Uhr. Sie stand dann stets sofort auf und war von ihrem Leiden gerettet. Wenn auch dieser Fall nur relativen Wert hat, so ist doch recht bemerkenswert, daß andere Personen völlig unabhängig voneinander das gleiche bzw. ein ähnliches Ergebnis gefunden haben. Die Versuchspersonen waren fast oder völlia erwachsene und individuell sehr verschiedene Menschen. Sogar erheblich kranke befanden sich darunter. Bei der Länge der Versuche — teilweise bis zu fünf Jahren — hätte Suggestion und Autosuggestion sicherlich versagt. Wer Bullen, Kühe und Hämmel lagen unverändert Marktverlauf: Rinder schleppend, Ueberstand (215 Stück). Kälber schleppend, Hämmel und Schale ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand (244 Stück). Fleischgroßmarkt. Beschickung: 634 Viertel Rindfleisch, 33 ganze Kälber, 5 ganze Hammel, 305 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 50. Bullenfleisch 47 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 68, III 52 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 65. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleifchgroßmarktes: ruhig. fortwährend zu einem Mißbrauch, so wird sich, wie eben infolge jeder anderen mißbräuchlichen Betätigung, mit der Zeit das Uebersättigungsempfinden immer mehr verlieren. Die Folge davon ist, daß die Normale Selbstregulierung schließlich ihre Funktionen vollends einstellt. Ihren vollen Wert erhält die natürliche Selbstregulierung des Körpers erst durch eine ausreichende Selbsterfahrung. Trotz scheinbar gleicher Konstitution können bei zwei Menschen die Mäßigungsgrenzen unter Umständen ganz erheblich verschieden sein. Sogar bei dem gleichen Menschen können sich diese Grenzen, je nach den Einflüssen, die mitspielen, sehr bald bedeutend verschieben. Größere Schwankungen können auch durch Temperatursteigerungen, durch psychologische Einwirkungen oder durch ähnliche Ursachen hervorgeru- fen werden. Für jedes Genußmittel, welcher Art es auch sei, ist die mäßige Anwendung die Vorbedingung eines gesundheitsfördernden Einflusses. Bei manchen Genußmitteln treten die automatischen Warnungszeichen des Organismus erst dann deutlich genug in Erscheinung, wenn die Folgen des Mißbrauches bereits die Schädlichkeitsgrenze überschritten haben. Für den noch in der Entwicklung befindlichen Körper ist diese Erkenntnis ungeheuer wichtig. Gemüsekost und Rachitis. Don Renten waren Neubesitz nach etwas niedrigerem Beginn im Verlaufe leicht erholt, während Altbesitz um 15 Pf. nachgaben. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen bei 94,75 v. H. gut behauptet. Dollar-Bonds und umgetauschte Reichsmark-Anleihen hatten bei etwa behaupteten Kuvsen nur kleines Geschäft aufzuweisen. Der Erfolg der Maßnahmen der Reichsregierung zur Förderung der Kraftverkehrswirbschaft ist durch den starken Auftrieb der Automobilindustne 1933 bekannt. Zu den bisherigen Schätzungen der Ab'satz- ziffern übergibt die Adam Opel AG. anläßlich der Vorführung ihres Jahresproqramms 1934 das umfaßende Ziffernwerk über 1933 der Öffentlichkeit. INit 82 104 fabrikneu zum Verkehr zugelasienen Personenkraftwagen überragt das Jahr 1933 die drei vorhergehenden Jahre um 98 bzw. 47 bzw. 2 v. h. Die Zulaffungszahlen des Jahres 1929, das auch in der Kraftverkehrswirtschaft die höchsten Abfatzzahlen gebracht hatte, werden zwar noch nicht wieder erreicht, aber es muß dabei in Rechnung gestellt werden, daß die Maßnahmen zur Förderungdes Kraftverkehrs in 1933 sich praktisch erst seit Mitte April auszuwirken begannen. Der Liefer- und Lastwagenmarkt hat Im Jahre 1933 ebenfalls eine erhebliche Belebung erfahren, die in der Zulassungszahl von 10 166 fabrikneuen Liefer- und Lastwagen (ohne Dreiräder) zum Ausdruck kommt, gegen 6766 gleichartige Fahrzeuge im Jahre 1932. Die Gesamtzahl der Zulassungen erreicht fast die Höhe von 1930 und übertrifft die der Jahre 1931 und 1932 um 35 bzw. 91 v. H. Die übliche Saison- tendenz wurde diesmal von der ständigen konjunkturellen Besserung fast vollständig überdeckt. An dem Personenwagenabsatz sind die fünf Firmen Adler, Auto-Union, BMW., Mercedes-Benz und Opel mit über 80 v. H. beteiligt. Von dem Rest entfallen rund 9 v. H. auf ausländische Fabrikate. Frankfurter Börse. Mittagsbörfe: freundlich. Frankfurt a. M., 22. Jan. Zum Wochenbeginn lag die Börse ruhig, da nur wenig Kund- sch'aftsaufträge Vorlagen. Die bessere Beurteilung der außenpolitischen Situation führte zur freund- Der Anteil der Adlerwerke am Absatz fabrikneuer Personenwagen ist 1933 auf 9,1 v. h. gefallen gegen 11,4 v. h. in 1932. Die Auto-Union hat ihren Anteil von 16,2 v. h. auf 20 v. h. steigern können, BMW. verfügte 1933 über einen Marktanteil von 6,5 (6,1) v. H.» Mercedes- Benz über einen von 9,6 (12,9) v. h. Der haupt- anteil entfällt auch 1933 wieder auf Opel mit 35,1 v. h. Am Lieser- und Lastkraftwagenmarkt betrug der Anteil der fünf genannten Firmen nur 49,7 0. H. des Geisamtabsatzes, während die ausländischen Marken 15 v.H. für sich in Anspruch nehmen. An dem Rest sind Büssing, Hansa-Lloyd und Magirus am stärksten beteiligt. Auto-Union und BMW. spielen am Liefer- und Lastwagenmarkt eine untergeordnete Rolle, und auch Adler hat mit 2,5 (3,1) v. H. nur geringes Interesse an diesem Markt. Die Haupt- fabriEate sind hier Mercedes-Benz mit 24,1 v. H. und Opel mit 20,9 v. H. Marktanteil. tts spielt zweifellos der Mangel gewisser Lichtstrahlen ^ert)rt 1932. Noch vor fünfzig Jahren war die ge-der Kundschaft lagen kaum Kaufaufträge vor, auch eine ausschlaggebende Rolle. Insbesondere ift es Der Anbaufläche für Raps und Rübsen auf dem bie Kulisse übte in Anbetracht der Rückgänge im ultraviolette Anteil der Sonnenstrahlung, Die so- heutigen Reichsgebiet rund 25mal so groß und die Mittagsschlußverkehr Zurückhaltung. Auf der erma- Profesfor H. R i e t s ch e 1 - Würzburg weist in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" darauf hin, daß die Gemüsekost allein im Säuglingsalter keine antirachitische Wirkung hat. Die Beigabe von Gemüse ist natürlich anzuraten, für die Heilung der Rachitis aber ist sie nicht wirksam. Wir kennen nur zwei Nahrungsmittel, denen antirachitische Wirkung zukommt, nämlich: den Lebertran und das Eigelb. Es ist allerdings die Beachtung vonnöten, daß der norwegische Lebertran durchaus nicht immer den antirachitischen Faktor enthält, öfters wenigstens nur in geringem Maße, so daß die Behandlung mit Lebertran gar nicht so selten Versager bringt. Dies hat dazu geführt, standardisierten Lebertran einzuführen. Daß das Eigelb von frischen Eiern den antirachitischen Faktor besitzt, ist sicher. Man kann also sehr gut bei Säuglingen von vier genannte ,,Domo-Strahlung , die antirachitisch Anbaufläche für Flachs zwanzigmal so groß, wie wirkt. Da dieser Stahlenanteil im ©rnter bei uns im ernte;af)r 1933. Diese Kulturen starben selbst in von der Erdatmosphäre so gut wie völlig absorbier j ^^als wichtigen Anbauzentren fast völlig aus. wird, so kommen diese Strahlen im Winter nicht, Solche Gebiete sind beim Flachsbau hauptsächlich 3ur Wirkung. Es ist bekannt, daß wir die Licht- Ostpreußen, Hessen, Osthannover und die Um- wirkung durch andere Stoffe ersetzen können. Db, Don Bielefeld (Sitz der Leinenindustrie), damit die Rachitis restlos als eine Lichtmangel-> Rapsanbau Schleswig-Holstein, Mecklenburg, „«-MX*-«- iW rinrh ntrhf itnhontnnr r , -r , Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt betch lossenen Dwidende an — Reichsbankdiskom 4 0 H Lombardzinsfuß 5 0. H. ilmerifanildie Noten.............. Belgische Noten Dänische Noten ....... Englische Noten französische Noten ............ Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische 9?otm............... Schwedische Noten Schweizer Noten .... Spanische Noten Ungarische Note» leicht befestigt. Im Verlaufe blieb die Haltung an allen Märk-, o----- - . - ■ , ten zuversichtlich. IG. Farben blieben bei kleinen 1 Mark, Kälber 2 bis 4 und Schweine 2 Mark nach, Umsätzen gut behauptet, Harpener befestigten sich "v f 1 um 0,50 v. H. Von später zur Notiz gekommenen Werten blieben Südd. Zucker mit 187 v. H. unv., Lahmeyer gewannen 1 v. H., Dt. Erdöl 0,50 v. H. Gegen Schluß der Börse schwächten sich die Kurse fast allgemein etwas ab, so u. a. IG Farben 123,75 (125), Accumulatoren 176,50 (178,25), Dt. Erdöl 100,25 (101,50), Schuckert 101 (102), Siemens 144,25 (145), Reichsbank 164,25 (165), andererseits Scheideanstalt 170 (168), Chade 150 (148,50). Am Rentenmarkt waren Altbesitz von 96,50 auf 97 v. H. befestigt, gingen aber später auf 96 v. H. und Neubesitz von 19,30 bis 19,50 auf 19 v. H. zurück. Dollar-Bonds und Reichsmark-Anleihen blieben gehalten. Länderanleihen ruhig, dagegen Stadtanleihen gesucht und etwa 1 v. H. fester. Goldpfandbriefe lagen vereinzelt etwas höher, Liquidations- Pfandbriefe und Komm.-Obl. gut behauptet. — Tagesgeld 3,50 v. H. nach 3,25 v. H. Opel 33,5 v. H. 30,6 v. H. Auto-Union 17,9 „ 14,1 ,, Mercedes-Benz 11,2 „ 13,6 „ Adler 8,4 „ 10,3 „ BMW. 5,8 „ 5,4 „ ftraniiun a. Dl. Serin Schluß- turS Schluß!. Abendbörfe Schluß- turs Echlußk Mittag- börfe Dalum 20-1. 22.1. 20-b 22.1. Mansselder Bergbau....... .. 0 27,75 28,5« ► 28 28,9 Sokswerie ......... .. 0 — — 86,5 86,25 Phönix Bergbau .......... Rheinische Braunkohlen .... .. 0 . 10 44,5 198,5 44 199 44,5 198,5 44 199 Rheinstahl ...... .. 0 36,25 86 86,25 86 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 37 37,25 37,4 37,4 Olavi Minen ........ .. 0 11 11 11,13 11 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 109 108,5 109,5 109 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 112 111 111 110 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7V, — 146 — 146 3. ®. Karben-Industrie..... Scheideanskalt............. .. 7 125 124 124,75 123,75 .. y 168 170 — —— Goldschmidt ............. .. 0 48 48,25 — 48,25 RütgerSwerke ............. .. 0 51,4 51,5 51,75 51,5 Melallgesellichaft........... .. 0 66,5 65,5 66 65,5 Phtltpp Holzmann ......... - 0 65,5 67,5 67 67,75 Zementwerk Heidelberg ...» Zementwerk Karlstadt....... .. 0 - 0 83 92,5 sÄ — Schultheis Payenhoser .... .. 0 — — 90,25 90,75 Aku «Allgemeine Kunstseide) .. 0 42,25 41,25 42,5 41 Bemberg .......... .. 0 43,65 43,75 42,75 43 Zellstoff Waldhos .......... .. 0 47,25 47,75 47,5 47 Hellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 34 34,9 — 34,4 Dessauer GaS .......... .. 7 — — 112,25 113,25 Daimler Motoren.......... .. 0 38,25 38 38 37,65 Deutsche Linoleum......... .. 0 46,75 47 47 47,5 Orenstein L Koppel ........ .. 0 — — 59 60,25 Leonhard Dietz ........... .. 0 16,13 17 16,25 16,5 Lbave ................. ..10 152 150 150 148 Arcu mulatoreu-Fabrü...... .. 0 174 176,5 174 177,5 Lonti-Gumm»............. .. 0 152 154 154 154,5 Gritzner.................. .. 0 20,75 I 20,75 20,75 - Mainkraftwerke Höchst a,M>. .. 4 66,65 1 — — Süddeutscher Luiker ....... .. 8 187 1 187 1 185 187,5 .frranhur u. jji Öerii । Trantiun 0. JD1 Berlin Schluß- turs Schluß!. Abend» börse Schluß- turs Schlußk Mittag» börse Schluß» kurs Schluß«. Abend» börse Schluß» turs Schlußk. Miitag» börse Datum 20-1- | 22.1. 20.1. 22-L Datum 22-1. 22-1. 20-1. 22-1, •% Deutsche Retchsanleihe v 1927 S°/<> ehem.7°/„ Dl. Retchsanl. v. 1929 6yt% Doung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit Auslos.-Rechten ....... DeSgl. ohne Auslos.-Rechte ..... 6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 13 6%% Hess Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liaui vberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar big 1935 <% ehem. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 Wi% ehem. h nach Kräften geholfen wird. Der Spender weiß I-tzt, daß feine Gabe in die richtigen Yande fommt. toeine Leistung ist immer noch freiwillig, aber sie soll nicht mehr eine herablassend «-reichte Gabe, sondern em Opfer fein. Der Gedanke der Volksgemeinschaft wird unablässig vertieft und hat das ganze Volk, ers ß. Die Mäuler und Meckerer sind freilich auch letzt Aus Oer Provinzialhauptttavt. Oie Liebe zu den Bäumen. Im Kriegsjahre 1916 war ein mir gut bekannter Bauer gerade dabei, in feinem Hof einen Kirschbaum zu setzen. Er hatte ihn angebunden und betrachtete noch einmal die zurückgeschnittene Krone, als der Briefträger kam und ihm die Nachricht von dem Heldentod seines ältesten Sohnes überbrachte. Ehe er in das Haus trat, schaute der Bauer noch einmal stumm nach dem eben gesetzten Baum, dann schüttelte er den Kopf, als ob er es nicht glauben könnte, und ging in die Wohnstube. Nach Jahren stand ich einmal auf seinem Hof, aerobe unter bem Kirschbaum, ber voller Früchte hing, ba erzählte er mir bas. Unb als er so in bie junge, schöne Krone bes Baumes schaute, ba wußte ich, an wen er bachte. Der Baum war eine Erinnerung an die schwerste Stunde seines Lebens, unb beshalb war ihm gerabe auch biefer Baum so ans Herz gewachsen. Wie hatte er ihn gepflegt, wie oft hatte er in ben trockenen Sommern Wasser herbeigeschleppt, bamit er nicht oerborrte! Er erzählte mir auch, baß sein Schwiegersohn, der ben Hof vergrößert hatte, ben Kirschbaum um» Westen, wie von Osten her stets gleichstark bebroht. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich ber Rebner an Hanb von Lichtbilbern mit ben ver- schiebenen Arten ber Bomben (Spreng-, Gas- unb Branbbomben), ihren Wirkungen unb ben möglichen Schutzmaßnahmen. An Hanb von instruktiven Zeichnungen würben wertvolle Anregungen für ben Bau von Schutzräumen gegeben. „Luftschutz ist Selbstschutz!" — mit biesem einbeutigen Ausspruch beschloß ber Rebner seinen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag. Bürgermeister Dr. Hamm machte befonbers barauf aufmerksam, baß bem Gießener Hausbesitz unb ber Bevölkerung im Gaswerk burch Fachleute jebe einschlägige Beratung gerne zuteil werbe. Im weiteren Verlaufe bes Abenbs sprach Frei- her von Massenbach noch über das Thema Wie schützt der Hausbesitzer fein haus vor dem verfall? Der Rebner wies hierbei auf die Möglichkeiten des Schutzes bes Houses burch zweckmäßigen Anstrich hin, machte barauf aufmerksam, baß ein ungepflegtes Haus eine Wertminberung unb einen effektiven Vermögensverlust bo/stelle, obwohl mit ben einfachsten unb geringsten Mitteln, im rechten Augenblick eingesetzt, mancher Schaben verhütet werben könne. Der Rebner beschäftigte sich ferner kurz mit bem Thema ber Hauszinssteuer. Erst wenn bie Hauszinssteuer beseitigt unb bie Zwangswirtschaft gefallen sei, werbe ber Hausbesitz roieber zu einem störten Pfeiler ber beutschen Volkswirtschaft werben unb sich in vollem Ausmaß in ben Dienst ber Arbeitsbeschaffung stellen können. Zwei kleinere Filme ergänzten bie Ausführungen bes Rebners in bra- ftifcher Weife. Der Führer bes Hausbesitzervereins beschloß mit Worten bes Dankes unb mit einem breifachen „Sieg-Heil!" auf ben Führer Abolf Hitler bie Veranstaltung. hauen wollte, weil er im Wege staub. Der alte Bauer aber gab nicht nach. Der Baum gehörte ihm unb bem Anbeuten an seinen ältesten Sohn. Ich kenne eine Straße, bie schuurgerobe von einem Dorf zum anbern führt. Bei einer Steigung, an ber links ein mit Gros bewachsener Weg in bie Felber führt, sprubelt eine kleine Quelle hervor. Ringsum stauben immer einige Weibeu- unb Erlen- büsche. Wer sie gepflanzt hot? Niemanb weiß es. Sie waren einfach ba. Vor einigen Jahren sah ich bann, wie aus biesem Gebüsch etwa sieben bis acht schlanke Erlenbäumchen herauswuchsen. Der Straßenwärter hotte hier wohl bie übermütigen Zweige zurückgeschnitten, unb so wuchsen nun biefe jungen Bäume hinein in bie Laubschaft. Ich rastete bamals mit meinen Kiubern an biesem schönen Plätzchen. An ben feuchten ©rabenränbern blühten Pfefferminze unb Vergißmeinnicht in einer nie gesehenen Pracht. Die Bäume mit ihren bichteu Kronen gaben guten Schatten. Die Straße war immer, wie man sagt, langweilig gewesen. Nun brachte biefe Gruppe von Bäumen Abwechslung hinein. Sie riefen bem müben Wanberer zu: Raste ein wenig, hier ist es schön! Als ich so in bie Kronen ber Bäume schaute, fiel mir mein Nachbar ein, unb ich erzählte meinen Kiubern bie Geschichte von bem Kirschbaum. — Vor einigen Tagen nun kam ich auf einer längeren Wanberung roieber vorbei unb sah, wie auf jebem ber jungen Bäumchen ein weißes Kreuz auf- gemalt war. Ich fragte ben in ber Nähe arbeitenben Straßeuwärter: „Was bebeuten biefe Kreuze?" „Den Tob!" sagte er lakonisch. „Wieso?" „Die Bäume sollen umgemacht werben, weil sie niemanb Nutzen bringen." Der Mann war sehr wortkarg. Ich merkte bas sofort unb fragte beshalb: „Haben Sie nicht selbst biefe Bäumchen großgezogeu?" Er bejahte, fügte aber bann hinzu: „Sie wachsen ja nicht auf ber Straße, fonbern schon im gelbe. Da Hobe ich nichts zu suchen. Leib tut mirs aber boch." Ich hotte schon bovon gehört, baß alte, abgängige Obstbäume so gezeichnet würben, bamit sie bie Besitzer entfernen können. Aber baß nun biefe Erlen- bäume, die im besten Alter, stauben, auch sterben sollten, bas ging mir ans Herz. Dem Straßenwärter sicher auch. Auf mein Zureben versprach er schließlich, baß er noch einmal ben Versuch machen will, bie Bäume zu retten. Nochbenklich setzte ich meinen Weg fort unb nahm mir vor, auch Schritte zu tun, bamit bie Bäume erhallen bleiben. Sie stehen, wie gesagt, an einer Stelle, an ber ein Felbweg in spitzem Winke! abbiegt. Von beiben Seiten laufen hier grasbewachsene Gräben zusammen in benen bas Wasser leise murmelnb rauscht, gür Erlen unb Weibeu also ein hervorrageub geeignetes Plätzchen. Wem schaben biefe Bäume? Niemanb' Aber sie bringen keinen Nutzen, sagte ber Straßenwart. Ja, muß benn alles Nutzen bringen? War es nicht schon sehr schabe, als bie Bächlein, die sich burch bie Wiesengrünbe schlängelten, links unb rechts von Büschen unb kleinen Bäumen umsäumt, burch bie Felbdereiuiguugen gerabe gelegt würben unb baß babei olle Hecken unb Busche nicht in Frage. Den Gesuchen, bie durch bie Schulleitungen bis 5 Februar 1934 unmittelbar an uns (nicht mehr an bie Direktion des Pädagogischen Instituts in Mainz) eiuzureichen sind, müssen beigefügt werben: 1. ein Lichtbilb aus neuester Zeit: 2. ausführlicher, eigenhänbig getriebener Lebenslauf mit Angabe des Religionsbekenntnisses; 3. kreisärztliches Gutachen; 4. Staatsangehörigkeitsausweis; 5. Beglaubigte Abschrift bes Reifezeugnisses (gegebenenfalls nachzuliefern); 6. polizeiliches Leumunbszeugnis; 7. Nachweis ber arischen Abstammung; 8. Nachweise über bie Betätigung in Jugendbewegung, Hitlerjugend, SA. ober SS,. Bescheinigung ber Eltern ober Erziehungsberechtigten, daß bie für bie Ausbildung notwendigen Mittel aufgebracht werden können; Nachweis über musikalische Befähigung; Stempelgebühr von 1,50 Mark unb 12. genaue Anschrift (Straße und Hausnummer) Im übrigen tritt eine Aenderung ber Jeter gültigen Bestimmungen (Fragebogen und Gutachten der Direktion) gemäß obigem Ausschreiben nicht em. — Hiller schafft Arbeit! weitere bewilligte Arbeltsbeschaffungsmaßnahmen im Rhein TNain-Gebiet: TNaßnahme: Tagewerke: Erweiterung von Kanal- und Versorgungsanlagen 3000 Teilweise Neuverlegung und Erweiterung des Rohrnetzes und Ofenersahbau 2400 Kanalisation der Ortslage Seulberg 7500 Regulierung des Seemenbaches unterhalb des Ortes 5000 Gasrohrverslärkungen 4500 Aufforstung von zirka 7 ha huteflächen und Kahlflächen Oberförslerei Meißner 400 Kanalisierung und Ausbau der verlängerten Eleonorenslrahe im Gebiet des ehemaligen Jorfs Hessen in Rlainz-Kaslel 3770 Ausbau von Landstraßen im Regierungsbezirk Wiesbaden zirka 2547 faffung ist das Problem der indischen Kinderehe behandelt. Schöne Bilder von indischen Bauten, von religiösen Festen usw. vertiefen diesen Teil des Films. Dann ersteht vor den Zuschauern das Reich der Mitte: China, hier wird in klarer Folge gemildert, wie ein junges Mädchen, in einer Mis- ionsschule erzogen, ohne Vorwissen von den Eltern erheiratet wird, ihren Ehemann erst mit dem Tage der Hochzeit kennenlernt und keinerlei Einwand erhebt, weil sie des stoischen Glaubens ist, daß die Eltern nur ihr bestes wollen. In weiteren Bildern wird die Hochzeit geschildert, die ganz im Zeichen des Ahnenkultes steht, der Frau aber gleichzeitig die nebensächlichste Rolle zuweist: sie wird nur einmal der Hochzeitsgesellschaft gezeigt, um von nun an jener Bedeutungslosigkeit anheimzufallen, die der chinesischen Frau Schicksal ist. Freundliche Bilder bringt der letzte Abschnitt des Films, der das paradiesische Leben auf der Insel Bali schildert und in feinen Bildern die hoheitsvolle Grazie der Frauen dieses Jnselvolkes veranschaulicht. ** Stenografische Leistungen an den deutschen Schulen. In der ersten Hälfte des Februar findet unter Teilnahme aller kurzschriftpflegenden Unterrichtsanstalten ein Schülerleistungsschreiben statt, das unter Billigung der Ministerien von der Deutschen Stenografenschaft veranstaltet wird. Das Schreiben soll für die Schuljugend ein Ansporn sein zur Erlernung und Fortbildung in der Kurzschrift, die heute jeder Schulentlassene braucht, gleichviel welchen Beruf er ergreifen mag. Das Schreiben soll bei den Schülern Freude an ihren eigenen Leistungen hervorbringen und die Liebe zur Kurzschrift vertiefen. Die Preisträger erhalten Urkunden, die, von Jahr zu Jahr ergänzt, einen wertvollen Nachweis der kurzschriftlichen Leistungsfähigkeit darftellen. Den Besten winken außerdem noch Bücherpreise. Deutsche ohne Winterhilfe. Oberheffen Konzert eingeladen. Wie zu erwarten, war die Texte wurde aufs beste durch den Chorleiter, Musiklehrer Fritz Leib (Gießen), und die willig folgende Sängerschar bargeboten. Berufsschullehrer Geng- nagel gab ein anschauliches Bild vom Leben und Schaffen Silchers und kennzeichnete ihn als den Meister der Komposition für das Volkslied, bei dem Wort und Ton völlig ineinander aufgehen. Eine dreiaktige Operette „Aennchen von Tharau", wobei zu Bentheim-Steinfurth, Fürst zu Castell, Fürst zu Wächtersbach, Graf Georg zu Solms-Laubach, Graf Wilhelm zu Solms-Laubach, Prinz Ernst Heinrich zu Stoiber g-Roßla, Prinz Ludwig zu Solms-Lich, die Landgräfin von Hessen, Fürstin Carl zu Psen- burg-Büdingen, Prinzessin Marie zu Dstnburg-Bü- bingen, Prinzessin Ludwig und h^lne zu Solms- Lich, Gräfin zu Dohna-Schlobitten, Stiftsdechant Kahn entbot mit dem 121. Psalm die Grüße und Wünsche der Kirche, August Freiherr v. Löw diejenigen der Fürstlichen Beamten und Angestellten, Bürgermeister Geil sprach im Namen der Gesangverein „Einheit", Allendors a. d. Lahn, der demnächst auf eine 10jährige Dirigententätigkeit Wesens allgemein beliebt. = Leihgestern, 22. Jan. Am Samstagabend hielt der hiesige Kriegerverein im Gasthaus „Zum Löwen" seinen diesjährigen Winterfami- l i e n a b e n b als Gedenkfeier der Reichsgründung ab. Zu der Feier war auch ein Vertreter der Bezirksleitung Gießen der Kriegerkameradfchaft „haffia" erschienen. Er überbrachte die Grüße der Bezirksleitung und betonte, daß der Kriegerverein Leihgestern einer der treuesten und besten sei. Aus der überaus reichen Vortragsfolge fei besonders hervorgehoben die von hohen vaterländischen Gedanken durchzogene Begrüßungsansprache des Herrn Postschaffners 'Georg Held. In dem zweiaktigen einleitendem Armeemarsch begrüßte Sturmführer Burger- Münzenberg die vielen Gäste und dankte insbesondere den förbern« Erbprinzessin ausbrachte. Am Abend brachten bie Feuerwehr und Gesangvereine, denen sich eine Anzahl anderer Vereine angeschlossen hatte, im Schloßhof dem erbprinzlichen Paar ein Ständchen dar. Nach den Chören des Kirchengesangvereins und der „Cäcilia" hielt Pfarrer D r a u d t eine Ansprache und brachte ein hoch auf den Erbprinzen und seine Gemahlin aus. Der Erbprinz dankte und forderte zum dreifachen Sieg-Heil auf den Führer des deutschen Volkes auf. Zwei Chöre des Rothschen Männerchors beendeten die Feier im stimmungsvollen, von Lampions und Fackeln erleuchteten Schloßhof. Am Abend vereinigte eine einfache Feier im Schloß das junge Paar mit den Gliedern der Familie und Verwandten. l'cuiDtreiä (Rieften. Stadt. Ein zwangloses Beisammensein schloß sich ...... m ... - - an, bei dem Fürst Reinhard ein hoch auf die! sich würdig seinen -^argangern an. • - - - - - ' I Grünberg, 22. Jan. Der hiesige Mannerchor, der in diesem Jahre auf ein lOOjähriges Bestehen zurückblicken kann, veranstaltete am vergangenen Sonntag in der Turnhalle ein Konzert, das sich eines guten Besuches erfreute. Der Abend war dem großen schwäbischen Chormeister und Liederkomponisten S i l ch e r gewidmet und brachte daher ausschließlich Chöre von ihm: Natur-, Liebes-, Soldaten- und Abschiedslieder. Die Grundstimmung der ** Eine Kundgebung für den studen- tischen Arbeitsdienst findet am morgigen Mittwochmittag, auf Einladung von Rektor und Studentenschaft, in der Neuen Aula der Landesuniversität statt. Als Vertreter des deutschen Arbeitsdienstes wird Gauarbeitsführer Neuerburg (Kassel) sprechen. Gleiche Kundgebungen werden morgen zu derselben Zeit an jeder deutschen Hochschule veranstaltet. ** Die Schnakenbekämpfung in den Kellern betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Bauamtes in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders aufmerksam machen. ** Si l b e r n e Hochzeit. Obermaschinenmeister Heinrich Muth und Frau, Klinikstraße 3 e, können heute das Fest der Silberhochzeit feiern. ** Verkehrs st örung auf der Bieber- talbahn. Am Sonntag gegen 18.45 Uhr kam es auf der Biebertalbahn kurz vor dem Bahnhof Rodheim zu' einem unfreiwilligen Aufenthalt eines Zuges. Ein Worderrad eines vollbesetzten Wagens geriet gegen eine Weichenspitze, so daß der Wagen mit den Vorderrädern aus den Schienen sprang und wieder aufgegleist werden mußte. Der Zwischenfall hatte keine ernsteren Folgen. Nach 20 Minuten Aufenthalt konnte die Fahrt fortgesetzt werden. ** „D a s Weib bei fernen Volker n." Der Film, der gegenwärtig im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße über die Leinwand geht, kann Anspruch darauf erheben, ein Kulturfilm genannt zu werden. Nach einer Idee von Dr. A. B a e ß l e r, der gleichzeitig mit der Filmvorführung Vortrag hält, ist ein Bildstreifen zusammengeftellt worden, der in einer überraschenden Fülle der Bilder und Gesichte das Leben fremder Völker in wesentlichen Ausschnitten nahebringt. Da ersteht Afrika vor dem geistigen Auge, die Frau in der Dorfgemein- schaft, als Mutter in ihrem häuslichen Wirkungskreis, bei der Schönheitspflege usw. Mit großem Interesse folgt man dem streng eingehaltenen Brauchtum bei der Hochzeit des Fischers mit der schönen Jnamangua, an der, wie das in Afrika meist üblich ist, das ganze Dorf teilnimmt. Dann führt der Film nach Indien und bringt Bilder aus dem Leben der Kols, eines indischen Volksstammes, der feine Eigenarten in starkem Maße erhalten hat. Hier sieht man insbesondere ein mimisches Tanz- spiel der Frauen und Männer, das in seiner reizvollen Bewegtheit den ganzen ursprünglichen Sinn dieser Bevölkerung erkennen läßt. In ernster Auf- Am 26. Januar sammelt der „Volksbund für das Deutschtum im Ausland" im ganzen Reich für die Winterhilfe des deutschen Volkes. Seine jugendlichen Helfer verkaufen an diesem Tage das alte Volksdeutsche Zeichen, die blaue Kornblume. Jeder Deutsche soll sie an diesem Tage tragen und sich durch sie bekennen zur Schick- T Großen-Linden, 22. Jan. Der infolge die musikalische Leitung vom Goetheorchester gestellt eines Unglücksfalles ums Leben gekommene Chor- wurde, vervollständigte den wohlgelungenen Abend, leiter Heinrich Köhler wurde unter außergewöhn-1 Wie stets bei den Veranstaltungen in der Turn- lich starker Beteiligung seiner Freunde und Sanges- ‘ Halle üblich, wurde auch diesmal wieder eine Büchbrüder aus nah und fern hier zu Grabe getragen. I fenfammlung für das Winterhilfswerk ver- Jn feiner Grabrede schilderte der Pfarrer den Ver-: anftaltet, die einen namhaften Betrag erbrachte, ftorbenen als einen von Gott mit hohem mufikali-1 ch Lich, 22. Jan. Für Samstag abend hatte der fchen Können ausgestatteten Chorleiter. Die Liebe SS.-Sturm 1/4/33 in die Turnhalle zu einem und Achtung, deren sich der Verstorbene erfreute, 61 ~ - * - - * -*• ---K:- kam in den vielen Ehrungen durch die von dem Verblichenen geleiteten Gesangvereine der umlie- Man braucht nur über die Gebirgskämme der Sudeten zu gehen in deutsches Land jenseits der Grenzen, in die Täler des Erzgebirges, des Adlergebirges, des Böhmerwalds, nach Südtirol, nach Ostoberschlesien, da findet man diese Inseln deutscher Not, Deutsche ohne Winterhilfe. In den Heimarbeitergegenden Sudetendeutschlands wütet der blanke hunger. Menschen, die auf kargem Boden sitzend seit Jahrhunderten in vierzehnstündiger Heimarbeit mit Spitzen, Spielwaren, Handwebe ein immer schon hartes Brot verdienten, stehen vor dem Nichts, weil alle Märkte ihren Waren verschlossen sind und weil sie von einer statlichen Unterstützung von 1,50 Mark in der Woche nicht leben können und doch nicht sterben wollen. Kartoffeln und Wurzeln sind ihre Nahrung. Diele Schulen sind längst geschlossen, weil die vom hunger entkräfteten Kinder den Schulweg nicht mehr machen können und weil ihnen Kleider und Schuhe fehlen. Und es ist in Ostoberschlesien nicht anders und in vielen Gegenden, wo deutsche Menschen leben. Deutsche Kinder, die vor hunger sich nicht mehr außerhalb des Hauses bewegen können . . . das ist ein Bild, zu dem sich eine einzige Zahl gesellen soll: die Selbstmordziffern der Deutschen sind in der Tschechoslowakei doppelt so hoch wie die der Tschechen! Das ist ein stummer Verzweiflungsschrei deutscher Not, den man hören muß, überall, wo Deutsche wohnen. In China leben 4000 Deutsche. Als der Aufruf zur Winterhilfe des deutschen Volkes erging, veranstaltete die Landesgruppe China der NSDAP, eine einmalige Sammlung unter diesen 4000 Volksgenossen. Und die Sammlung erbrachte 112 000 Mark, die der Heimat überwiesen wurden. Deutsche in Brasilien sammelten 45 000 Mark. 15 000 verwendeten sie zur Unterstützung erwerbsloser Deut- cher in Brasilien; 30 000 gingen nach Deutschland. Rührend ist dieses Beispiel: Vertriebene Rußland- deutsche, die sich in Argentinien angesiedelt haben und wahrlich schwer um ihr Brot ringen, anuneln für die deutsche Heimat, für notleidende Volksgenossen. Aus deutscher Not erwuchs die deutsche Schicksalsgemeinschaft, nicht nur im Reich, andern überall, wo Deutsche wohnen, und über alle politischen Grenzen hinweg schließt sich zusammen und erstarkt die große deutsche Nation der hundert Millionen. Der in Argentinien siedelnde Rußlanddeutsche, der seine sauer erübrigten Gro- chen ins Reich schickt — das er nie gesehen hat — der fragt nicht nach der Staatszugehörigkeit. Er ist Deutscher, und der andere jenseits des Ozeans, dem es noch schlechter geht als ihm, der ist auch Deut- cher, der ist sein Bruder. Und das genügt. Wenn aus ärmlichen deutschen Siedlungsgebieten, etwa aus der jugoslawischen Batschka, aus dem Banat oder aus Siebenbürgen keine Ströme von Geld nach Deutschland fließen, dann besagt das nicht, daß dort ein Teil der deutschen Volksgemeinschaft die Forderung der Winterhilfe nicht gehört hat. Das besagt nur, daß sie dort mehr Löcher zu stopfen haben, als sie selber stopfen können. Aber ie sammeln und helfen genau so wie wir im Reich und tun ihre Pflicht. Denn es ist nicht wichtig, wohin das Geld geht; wichtig ist, Drama „Aus Sibirien zurück" oder „Für tot erklärt" zeigten alle Mitwirkenden ihr bestes Können. Ergreifend war das Spiel des Kriegsgefangenen Paul Werner (Herr Wilhelm Schmitt). Emilie W a l l b o 11 als Frau des Rückkehrers hatte die schwierige Rolle der zweimal verheirateten Frau psychologisch gut erfaßt. Ihre Darstellung fand reichen Beifall. Die lebenden Bilder „Gefallenenehrung" und „Es geht mit gedämpftem Trommelklang" in ihrer vorzüglichen Darstellung lösten bei den alten Kriegern schmerzvolle Erinnerungen aus. Die Kapelle ,Großhaus" erfreute durch schneidige Militärmärsche. Der diesjährige Familientag reihte Einzug desneuvermähtten Erbprinzen-! paares in Lich. Ic; „ ■ ....... "" ' ' = ßid), 22. Jan. Am Samstagnachmittag hielt ©angeroeremtgung Dr. Hermann Otto, Erbprinzzu Solms- imh hör fi.r Hohensolm-Lich mit seiner jungen Gemahlin Gertrud geb. Freiin zu W e r t h e r n seinen feierlichen Einzug in Stadt und Schloß Lich, die beide reich mit Fahnen geschmückt waren. Die jahrhundertelangen engen Beziehungen zwischen Schloß und Stadt kamen bei dieser Gelegenheit wieder zum vollen und erfreulichen Ausdruck. An der Gemar- kungsgrenze von einer Reiterabteilung in Empfang genommen und begrüßt, fuhr das junge Paar im Viergespann in Lich ein. Arn Eifenbahnübergang in der Butzbacher Straße hatten die Handwerker und Geschäftsleute unserer Stadt Aufstellung genommen und brachten durch Bäckermeister I h r i n g und dessen Töchterchen Ilse Marie Willkomm- gruß und Blumengebinde dar. Die Bevölkerung hielt die Straßen sehr zahlreich besetzt und grüßte das einziehende Paar sehr freundlich mit dem deutschen Gruß. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich die Begrüßung unmittelbar am Eingang zum Schloßhof, wo junge Mädchen Spalier bildeten und Blumen in den reichgeschmückten Wagen warfen. Um 16 Uhr schloß sich dann der offizielle Empfang im Schloß an. Eine größere Anzahl von Gästen war dazu aus Stadt und Bürgerschaft geladen. Don auswärtigen Gästen waren mit ihren Gemahlinnen erschienen: der frühere Großherzog von Hessen, der Erb großherzog, Fürst Gesangverein „Eintracht", Hörnsheim, Nationale o______’ 'v j „Eintracht-Harmonie", Klein- Linden und der Kirchengesangverein von Leihgestern; ferner widmeten noch je ein Männergesangverein von Groß-Rechtenbach und Watzenborn-Steinberg, die der Verstorbene vorübergehend geleitet hatte, Kränze. Am Grabe sangen Sänger und Sängerinnen Weisen, die Herr Köhler einst mit ihnen eingeübt hatte. Heinrich Köhler war ein Chorleiter mit edelster Kunstauffassung, allzeit bemüht, nur hervorragendes zu leisten. Trotz seiner erst zehnjährigen aktiven Tätigkeit als Chorleiter hatte er mit seinen Vereinen schon ungezählte Ehren- und erste Preise und zahlreiche Dirigentenpreise errungen. In Dirigenten- und Sängerkreisen war er wegen seines allzeit fröhlichen und echt deutschen 1918, der Separatisten und der Franzosen, das Reich zu zerstören und eine Rheinische Republik unter französischer Herrschaft zu gründen, seien glänzend an den festen Grundmauern des Werkes Bismarcks gescheitert. Nachdem nun die Parteien beseitigt sind, die Volksverbundenheit an Stelle des Klassenhasses getreten ist und Reichspräsident von Hinden bürg Adolf Hitler am denkwürdigen 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte, fei ein fester Treuebund zwischen dem alten nationalen Deutschland und dem jungen revolutionären Deutschland geschaffen, so daß eine vollkommene Vereinheitlichung des Deutschen Reiches, somit eine Vollendung des Werkes Bismarcks, in allernächste Nähe gerückt sei. Das jetzige Dritte Reich bedürfe der Mitarbeit aller Volksgenossen. Der Sparerbund, der während der Wirren der Inflationszeit im Jahre 1923 entstanden fei, habe feit feiner Gründung bei jeder Gelegenheit sich zur Aufgabe gemacht, für den nationalen Freiheits- und den deutschen Rechtsgedanken zu werben. Es gebe kein Gebiet, das nut Geld, Besitz und Eigentum in Verbindung gebracht werden könne, zu dem die Sparerbewegung nicht ihr Material im Interesse des Gemeinwohles zur Verfügung gestellt hätte. Mit der Aufforderung, an der Einheit des Reiches mitzuarbeiten, und mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unsere beiden Führer Reichspräsident von Hindenburg und Volkskanzler Adolf Hitler schloß Pg. Witt seine interessanten Ausführungen. An Hand zahlreicher Lichtbilder erläuterte dann Herr Lorenz noch einmal eingehend die Gründung des Deutschen Reiches bis zur Gegenwart. Auch dieser Redner behandelte zum Schlüsse feiner fast einstündigen Ausführungen die Notwendigkeit des Sparerbundes, des einzigen großen Kampfbunds der deutschen Sparer. Das demokratische Zeitalter, in welchem die alten Systemparteien glaubten, die Sparerbewegung vernichten und verächtlich machen zu können, sei nach der Mackt- ergreifung Adolf Hitlers als überwunden zu betrachten. Die Rechte der 20-Millionenfront der deutschen Sparer zu vertreten, fei nur im Interesse der gesamten deutschen Wirtschaft, somit auch des Volksganzen gelegen. Gleichgültigkeit gegenüber dem Aufbauwerk der jetzigen nationalen Regierung zu zeigen, fei genau so zu verurteilen, wie offene Gegnerschaft. Mit Recht brachte Volkskanzler Adolf Hitler kürzlich zum Ausdruck: „Wer nicht kämpfen will in dieser Welt, der verdient das Leben nicht". Nach den mit Beifall aufgenommenen Ausführungen brachte Herr Reiber noch verschiedene geschäftliche Mitteilungen über den Stand der Rentnerversorgung, Dollarklausel und Organisationsfragen, worauf die Veranstaltung geschlossen wurde. BornoNzen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis nach 22 Uhr „Bob macht sich gesund". — Deutsche Arbeitsfront, 19.30 Uhr, Volks- Halle, Massenverfammlung. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Weib bei fernen Völkern". — Aus dem Stadttheaterbureau: Morgen, Mittwoch abenb, das Schauspiel „Alle gegen Einen — Einer für Alle von Forster-Burggraf. (Siehe heutige Anzeige.) Iltuycu UHU uuiu, fic. vukuiv» — «p«.- falsgemeinfchast des deutschen Hundertmillionen- ü0^C5e Veranstaltung aus unserer Stadt und auch aus ________ Nachbargemeinden gut besucht. Die Musik mürbe genben Orte zur Geltung. Es legten, burch ihre von dem Mufikzug der SS. -Standarte 33 Vertreter ehrende Nachrufe widmend, Kränze nieder: ausgeführt. Nach ..... ME y /' W v |SÄ H den Mitgliedern der SS., die durch ihre Unter- stützung das Konzert ermöglichen halfen. In das auf unseren Volkskanzler und Führer Mols Hitler ausgebrachte Sieg-Heil stimmten die Anwesenden begeistert ein. Die reichhaltige Vortragsfolge brachte in der Hauptsache unsere alten Armeemärsche, die mit starkem Beifall ausgenommen wurden. Diese, wie auch die schönen Konzertstücke ließen erkennen, mit welcher Sorgfalt und Gründlichkeit bei großem Musikverständnis Musikzugführer Spangen- macher fein Amt als Leiter der Kapelle versieht. Als in einem Volks- und Vaterlandsliederpotpourri das Deutschlandlied gespielt wurde, erhob sich die Menge und sang begeistert mit. Stiftspfarrer Draudt, der Ortsgruppenwalter der NS.-Dolkswohlfahrt Lich, sprach über die Aufgaben des Winterhilfswerks und ermahnte, nicht nachzulaffen im opfern für unsere notleidenden Volksgenossen. Der an das Konzert sich anschließende Tanz hielt alt und jung noch für einige Stunden beisammen. Kreis Büdingen. A Nidda, 22. Jan. Am Samstagabend hielt der hiesige Zweigverein des VHC. feinen diesjährigen Familienabend, verbunden mit Auszeichnungsfest, im „Gambrinus" ab. Nach einem flott gespielten Eröffnungsmarsch hielt der Führer des Zweigvereins, Reichsbahnobersekretär Becker, die Begrüßungsansprache. Bei gemeinschaftlich gesungenen Wander- und Daterlandsliedern und schönen Musikvorträgen einer Kapelle, die sich aus sieben musikbeflissenen Mitgliedern in dankenswerter Weise unter Leitung von Berufsschullehrer i. R. Bopp gebildet hatte, entwickelte sich bald eine festliche Stimmung. Ein Theaterstück und ein reizendes Duett boten viel Anlaß zur Heiterkeit. Interessant war auch die Auszeichnung von 22 Wanderern und Wanderinnen des Vereins, die sich im letzten Jahre durch fleißige Beteiligung an den Ausflügen besonders hervorgetan hatten. Eine größere Anzahl von ihnen hatte schon in früheren Jahren mehrfach Auszeichnungen erhalten, darunter stand an erster Stelle der Führer Becker selbst zum 15. Male. Sanitätsrat Dr. Koch überreichte jedem der Ausgezeichneten das wohlverdiente Wan- derzeichen (entweder einen Ring an den Wanderstab oder ein Plakett), mit einem von ihm selbst für jeden einzelnen besonders verfaßten Verslein. Im Namen der Geehrten dankte Justizoberinspektor i. R. Geiger dem Vorstand und dem Verfasser der sinnigen Verse herzlich. Nach einem Schlußmarsch der Kapelle und dem Gesang des Dogelsberglieds schloß der Führer mit warmem Dank an alle, die durch Musik und sonstige Darbietungen die Feier sch Sn gestaltet hatten, die Vortragsfolge, der ein Tanzvergnügen folgte. Wie in früheren Jahren, machten die Festgäste am folgenden Tage noch einen gemeinsamen Ausflug nach Bad-Sal,zhausen. T Aus dem Niddatal, 22. Jan. Das Beite l u n w e s e n , das nach den energischen Maßnahmen der Regierung so gut wie aufgehört hatte, ilt jetzt wieder stark im Zu nehmen begriffen. Namentlich an Sonntagen ist die Plage groß, und ein gutes Dutzend d"r Fechtbrüder passiert die Hausschwelle. Auf den Hinweis, daß das Betteln verboten sei, meinen sie, man dürfe sich nur nicht erwischen lassen. Kreis Schotten. * Schotten, 22. Jan. In den K r e i s a u s • s ch.u ß des Kreises Schotten ist Oberforst- meister Karl D e u st e r aus Schotten als Nachfolger des von hier verzogenen bisherigen Kreisausschußmitgliedes Dr. med. Kopitfch als Mitglied ein« getreten. y. Schotten, 22. Jan. Die Musikkapelle der hessischenLandespolizei gab vergangenen Freitag hier ein großes Konzert. Nachmittags fand vor dem Rathaus ein Platzkonzert statt, abends war die Turnhalle sehr stark besetzt. Unter der Stabführung des Musikmeisters B u s l a u fanden die wertvollen musikalischen Darbietungen begeisterten Beifall. Bürgermeister Menge! sprach den Dank und Willkommensgruß aus. — Die Schnakenplage hat in den letzten Jahren auch im Vogelsberg überhandgenommen. Besonders im letzten Jahre war sie zu verspüren. Unter Mitwirkung der Stadt und sonstiger Stellen will man an die planmäßige Vertilgung und Bekämpfung dieser Plagegeister alsbald Herangehen. — Auch eine durchgreifende Säuberung s- und Spritzaktion der Ob ft bäume wird mit Hilfe zweier Kolonnen von Arbeitslosen burdp geführt werden. Obstbauinspektor Metternich wird diese Maßnahme, wie im Kreise Büdingen, auch in unserem Kreis durchführen. — Die Bürgermeistereien sind mit der Zusammenstellung der Erb- Verkäufe üä Jl BB*® ihre Unter» 3n das auf >lf Hitler Anwesenden folge brachte Märsche, die iben. Diese, en erkennen, bei großem Spangen« teile versieht, derpotpourri hob sich die rerDraudt, ilkswohlsahrt Winter» chzulassen im genossen. Der inz hielt alt nsammen. gabenb hielt h ss. seiner i mit 2lu5« Nach einem der FWer ät Decker, MftUch ge» trn und schö- sich aus sie» »ankenswerter Mehrer i. R. ,d) bald eine und ein rei- Heiterkeit. In« M 22 Wan. 5, die sich im ung an den hatten. ®l,w i in früheren alten, darum Zecker selbst h überreichte rdiente nDandersiav ; bm selbst M Derslein. Inspektor ' N. ' raiiebs W»B an di- urch . eteier schon der ein W Kipn. E«-'- Ä | | ie Plaae groß' »"A" et M-ch- hr ??%« lln* J L«" ,n «'■ l0 V’ ä ub '2, -'"l- > reit' Preußen Kirche und Schule Stta Anzeigen-Aktiengesellschast Gießen - Schulstraße 7 ÄchmWklei» Ihre Geschäfts- j|| sestgestellt worden, daß Miß- Drucksachen Hessischer Boi 3oi »5 WiiB <4 GeMils- unö CogerrQnme Millwoch, den 24 Januar: 1 MettelsnroeUitiilliilipeSg Höhere technische, j Lehramt aH « Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften bracht habe: ,Gott, Ehre, Vaterland!" Es folgte dann die Rechnungsablage durch den Rechner Kamerad Krebs. Die Rechnung wurde gutgeheißen und dem Borstand Entlastung erteilt. Da der erste Der« einssührer Georg Zimmer infolge Arbeitsüberlastung sein Amt niedergelegt hatte, mußte ein neuer Führer des Vereins bestimmt werden. Es wurde ein- morgen/Mittwoch in denen seither mit sehr großem ‘ ' _..j Möbelhandluny bewürbe, auch f. Gronhand- leeignete Räume, ver „34 su vermieten, (cs« Gießen, Plockstrasre 14. Aufbau der Knochen notwendigen Mineralsalze, wie die Vollmilch, beibehalten hat und im übrigen durch das in ihr enthaltene Fett der Kakaobohne das fehlende Fett der Milch ersetzt. Zudem ist die Kakaomilch, wenn molkereimäßig bearbeitet, wie das bei der Abgabe von Schulmilchgetränken der Fall sein soll, gut verdaulich und leicht bekömmlich. Hinzukommt, daß die Milch von weittragendster Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft ist. Die jährliche Milcherzeugung stellt einen Gesamtwert von etwa 3 Milliarden Mark dar und steht damit an erster Stelle vor der deutschen Getreideerzeugung, sogar vor der Roheisen- und Kohlenerzeugung. Für jeden noch so kleinen Bauernbetrieb ist das tägliche Milchgeld, das die einzig ständig fließende Einnahmequelle für den Bauern darstellt, natürlich besonders wichtig. Den TNilchverbrauch zu erhöhen, liegt also genau so im Interesse des deutschen Bauerntums, wie er aus Gründen der Volksgesundheit anzustreben ist. An die deutschen Hausfrauen und Mütter geht daher die Mahnung, zu ihrem Teil zu dem Gelingen des Planes, möglichst vielen Schulkindern ein Milchfrühstück zu geben, beizutragen. Etwa 3V$ Millionen Schüler haben wir in Deutschland. Wenn nur 1 Million dieser Schüler täglich ein Milchgetränk von V4 Liter bekommen könnten, würde das einen Tagesverbrauch von 250 OOO Liter und einen Jahresverbrauch bei 220 Schultagen von 55 Millionen Liter Schulmilch — sei es nun Vollmilch oder entrahmte Milch — ausmachen. Daß diese Milch so billig wie möglich abgegeben wird, dafür wird von den zuständigen Stellen gesorgt. Ingenieuraulbildung in Maschinenbau, Elektrotechnik, Eüenhochbau, Auto-, Flugzeug- und Landmasdiinen-Bau. V Prospekte kostenlos I itöCHSTGEWINN^ Q Q Sofortiger Gewinn entscheid Aus gut. Hause eich.SclilaIzimnieF und andere Sachen zuverk. Wo,sagt dieGeschäftsst.d. Gieß.'Anzeig.0392 Holzversteigerung im dürft zu Solms-Draunfelslchen Forstrevier Hungen, D'stntt Klafterfchiag bei Langsdorf am Donnerstag, dem 25. d. o ° sammenkunst 10 Ühr am Langsdorf-Ronnenrother Weg. Zum Verkauf kommen: <5jD 101 Rm. Buchen-Scheiter 99 Rm. Buchen- u. Hainb.-Knupp. 4 Rm. Gichen-Scheiter 13 Rm. Eichen-Knüppel 22 Rm. Fichten-Knüppel 18 Rm. Duchen-Stöcke 68 Rm. Buchen- und Hainbuchen- Reiserknüppel 432 Rm. Buchen-Rst- und Stamm- reiser und Schlagraum 86 Stück Fichten-Reisstangen 4. u. 5. Klasse 210 Stück Fichten - Bohnenstangen. brauch mit Beikarten getrieben wird. Rur Angehörige einer und derselben Familiengemeinschast dürfen auf eine Äeikarte die Gisoahn benutzen. Miß- bräuchliche Benutzung von Seifarten ist als Betrug strafbar. Es wird künftig strengste Kontrolle geübt und Personen, die sahungswidrig Äeikarten verwenden, werden zur Anzeige gebracht. 446 D Der Dereinsführer. Meine Praxis befindet sich jetzt Großer Stein weg 21 Haltestelle der Straßenbahn Moltkestraße — Ludwigsplatz Fernsprech-Anschluß Nr. 2415 J. Schetter, Dentist 447 D zur großen Armee abberufen wurde. Ihm zu Ehren sangen die Anwesenden das Lied vom guten Kameraden. Dann richtete der Redner einen Ausblick auf das Jahr 1934 und mahnte, treu und soldatisch-männlich zu bleiben. Im Vertrauen auf Gott und unfern Führer Adolf Hitler soll auch in den Kriegervereinen die Arbeit im Jahre 1934 beginnen, dem Vaterland zum Segen, dem Volk zur Ehre. Mit einem Sieg-Heil und dem Gesang der Nationallieder schloß Kamerad Armbrecht seine Worte. Sodann wurden 23 Kameraden vom Vereinsführer durch Handschlag verpflichtet. Der hiesige Kriegerverein zählt damit zur Zeit 54 Mitglieder. Nachdem der Kassenwart den Kassenbericht erstattet hatte, wurden noch mancherlei Anordnungen der übergeordneten Derbär e bekanntgegeben. Die Mitglieder beschlossen, eine Bundesfahne zu beschaffen. Da die Errichtung eines Schießstandes schon früher beschlossen war, wurde ein Ausschuß bestimmt, der in Verbindung mit dem hiesigen Turnverein an die weiteren Vorbereitungen und den Ausbau des Standes herantreten soll. Nach der reichhaltigen Tagesordnung hielt der Dereins- führer einen Vortrag über „Warum eine Reichsgründungsfeier?" Er ging dabei besonders auf die drei Deutschen Reiche in der Geschi dte ein. Ein Vergleich zwischen Bismarck und Adolf Hitler zeigte, daß unserem Deutschland in Zeiten der Not vom Himmel Führer geschickt wurden, die aus sich heraus kamen und den Weg fürs deutsche Volk gingen. Ein Sieg-Heil! schloß die mit großem Interesse aufgenommenen Ausführungen des Kameraden Armbrecht. Bei altem Soldatenhumor und dem Gefgng der Soldatenlieder faßen die Kameraden dann noch lange beisammen. * Kinzenbach, 22. Jan. Der 9 Jahre alte Sohn des hier wohnenden Gießers A l t wurde von einem Hofhund, den der Knabe geneckt hatte, angegriffen, wobei das Tier dem Jungen in das Gesicht sprang und ihm erhebliche Bißverletzungen beibrachte. Nach erster ärztlicher Hilfeleistung mußte das Kind der Chirurgischen Klinik zu Gießen zugeführt werden. ♦ Reiskirchen, 22. Jan. Die hier wohnende Witwe Luise Ludwig kam bei der Arbeit so unglücklich zu Fall, daß sie einen Unterschenkelbruch erlitt und der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden mußte. lipp Walter am 9. Juli, Wilhelm Müller am 5. Oktober, Ludwig Launspach am 19. Oktober und Johannes Schön am 23. Oktober ? Linden st ruth, 22. Jan. Die Kirchen- statistik für 1933 weist folgende Zahlen auf: Taufen 5 gegen 10 im vergangenen Jahr, Beerdigungen 3 gegen 4 in 1932, Trauungen 3 gegen 2, Konfirmanden 5 gegen 1 im Vorjahre. + Grünberg, 22. Jan. Unsere zweite P f a r r st e l l e, die nach der Pensionierung von Pfarrer Grauling etwa ein Jahr lang von Pfarrvikar Scheuer verwaltet wurde, ist nach dessen Weggang nach Frankfurt wieder definitiv besetzt worden. Auf einmütigen Beschluß des Kir- chenvorstandes hat die oberste Kirchenbehörde die Stelle Pfarrer Matthäus (Ehringshausen, Kreis Alsfeld) übertragen. Am Sonntag hielt dieser nach der Amtseinführung durch Dekan Schmidt feine Antrittspredigt. Kreis Schotten. ± Groß-Eichen, 22. Jan. Gestern sand hier eine Sitzung der Kirchengemeindevertretung statt. Der Vorsitzende, Pfarrer König, gedachte zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Mitgliedes Altbürgermeister Müller (Klein- Eichen). Er sprach alsdann die Hoffnung aus, daß das Jahr 1934 auch der deutschen evangelischen Kirche die Beseitigung aller Differenzen und eine feste Einheit bringen möge. Hierauf wurde das neu- eintretenbe Mitglied, Wilhelm Hoffmann (Klein- Eichen) verpflichtet und in sein Amt eingewiesen, ebenso wurden auch alle anderen Mitglieder durch Handschlag auf die Verfassung der deutschen evangelischen Reichskirche verpflichtet. Der Vorsitzende trug dann den Bericht über den religiös-sittlichen Zustand der Kirchengemeinde aus dem Vorjahre vor. Der Voranschlag für das Rj. 1934 wurde einstimmig gutgeheißen. Er schließt in seinem ersten Teil mit 2068,70 Mark in Einnahmen und Ausgaben, im zweiten Teil mit 1809,86 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab. U. a. wurde noch beschlossen, die alte Sitte des Vortragskreuzes bei Beerdigungen wieder einzuführen. Ständesaal statt Stadtverordnetensaal LPD. I d st e i n (Taunus), 22. Jan. Auf Anregung des kommissarischen Bürgermeisters Zim- pelmann wird der seitherige Stadtverordnet e n s i tz u n g s s a a l mit der zum Frühjahr bevorstehenden Wiederbenutzung des vor sechs Jahren durch einen Felssturz dem Einsturz nahegebrachten 200 Jahre alten Rathauses als Stände- s a a l eingerichtet werden. Die sämtlichen in Idstein und Umgebung heimischen Stände, die Bauernschaft, das Handwerk, die Kaufmannschaft usw., werden hier Gelegenheit haben, Tagungen abzuhalten. Die Kennzeichnung als Ständesaal wird in einer dem Charakter des alten Rathauses angepaßten Weise geschaffen. Nachdem die bauliche und äußerliche Wiederherstellung des Rathauses beendet ist, bedarf es nur noch der inneren Wiederherstellung. Eine unheimliche Fahrt. Am Steuerrad vom Tode überrascht. Hanau, 22. Jan. (LPD.) Der Ehormeister Mathes aus Bieber bei Offenbach erlitt, als er am Freitag mit feinem Auto nach Oberrodenbach fahren wollte, kurz vor Niederrodenbach eine Autopa n n e. Der Lenker eines vorüberkornrnenden Sornborner Autos wollte Mathes behilflich fein und fetzte sich zu ihm in den Wagen. Beide fuhren durch Niederrodenbach, und als dem Somborner kurz vor dem (Einbiegen in die Straße nach Oberrodenbach die Fahrtgeschwindigkeit unverantwortlich schien und Gefahr drohte, mit einem Bauernwagen oder einem Telephonmast zusammenzustoßen, nß er geistesgegenwärtig das Steuerrad plötzlich nach rechts und bremste, so daß das Auto zum Stehen kam. Zu feinem Schrecken gewahrte der Somborner Fahrer, daß Mathes gestorben war. Der Arzt stellte Tod infolge Herzschlag fest. streie Wetzlar. csd Kinzenbach, 22.Jan. Der hiesige Kriegerverein hielt seine diesjährige Hauptversammlung im Gasthaussaal Peusch ab. Vor Beginn der Tagesordnung wurde jedem Kameraden die Hakenkreuzbinde mit Mitgliedskarte überreicht. Der Ver- einsführer Armbrecht begrüßte dann die Kameraden zur ersten Dereinssitzung im neuen Jahre. Er gab einen Ueberblick auf das vergangene Jahr 1933. Dabei gedachte er auch eines Kameraden, der Das Milchfrühstück in her Schule Von Dr. Ellen John, Serlin. Als vor kurzer Zeit große Notizen über „(Eine gewaltige Aktion für die deutschen Schulkinder" erschienen waren, gab es unendlich viele Anfragen bei der zuständigen Stelle dem Reichskommissariat für die Milchwirtschaft, was geplant sei. Kurz gejagt, ist es dies, daß versucht werden soll, möglichst vielen Schulkindern ein Glas Milch oder Kakaomilch während der Schulpause zukommen zu lassen. Natürlich ist es nicht damit getan, daß Anordnungen von den Schulbehörden erlassen und Richtlinien für eine einfache und zweckmäßige Durchführung des Schulmilchausschanks herausgegeben werden. Vor allem ist es notwendig, die Bevölkerung — und dabei in erster Linie natürlich die deutschen Mütter — davon zu überzeugen, wie wichtig dieses tägliche Milchfrühstück ist. Wichtig nämlich in zweierlei Beziehung, einmal — und das wird selbstverständlich den Müttern, die für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen haben, die Hauptsache sein — weil die Milch einen wesentlichen, ja sogar überragenden Faktor der Ernährung darstellt und von weittragender Bedeutung für die Volksgesundheit ist. Gerade die Kinder brauchen dieses Nahrungsmittel, weil die Milch alle notwendigen Aufbaustoffe in nahezu vollkommener Zusammensetzung enthält und dazu in einer Form, die weiteste Ausnutzung gewährleistet. Aehnlich liegt es mit der Schokoladenmilch, die zwar mit entrahmter Milch hergestellt wird und daher nur wenig Milchfett enthält, die im übrigen aber die gleichen Nährstoffe, vor allem das hochwertige Milcheiweiß, den Milchzucker und die zum Mittwoch, den 24. Januar 1934, nachm. 2 Uhr, versteigere ich da« hier,Neuenweg 28,,Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 1.1 Tisch, 1 Sofa,2Sessel,! Kon- folschrank.lMaterialienschrank,eine Truhe, 1 Elektromotor mit Schleifmaschine, 1 Schreibmaschine, eine Nähmaschine,80 Flaschen Rotwein. II. Bestimmt: 1 eintiir. Kleiderschrank, 1 Kommode, 1 Radioapparat mit Lautsprecher (2 Röbren), 2 Anodenbatterien,! Akku,1 Photo« avvarat mit 3 Kass. (Störio 9/11), 1 Klappkamera mit3Metallkassett. und 1 Filmpack-Kassette (Sirius), 1 Eichenstamm zu Brettern ge« schnitten mit 26 mm Stärke. «sD Lunker Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesecker Weg 16, Telephon 3383. Landkreis Gießen. Z Alten-Buseck, 22.Jan. Am Freitagabend wurde im hiesigen Gotteshaus durch die Basler Mission ein Missionsfilm von Ostafrika, „Andrea, der Sohn des Zauberers" vorgeführt. Nach einleitenden Worten unseres Ortsgeistlichen, Pfarrer Naumann, rollten vor den Augen der Zuschauer unter den erläuternden Worten von Missionar Weißer von der Basler Mission die schönen und lehrreichen Szenen des Films ab. Sie zeigten die landschaftliche Schönheit des einst uns gehörenden Landes und die Einfachheit, aber auch oft Grausamkeit der Sitten feiner Bewohner. Durch das große Werk der christlichen Mission sollen auch diese Menschen aus der Dunkelheit des heidnischen Aberglaubens geführt werden. Pflicht eines jeden Christen ist es daher, durch Unterstützung an diesem Werk mitzuarbeiten. Der Film dürfte aber auch bei jedem Besucher verstärkt den Wunsch wachgerufen haben, die Kolonien, die uns 1918 unter dem fadenscheinigen Vorwand geraubt wurden, Deutschland könne keine Kolonien verwalten, baldmöglichst unserem Vaterland wiederzugewinnen. Pfarrer Naumann dankte zum Schluß Missionar Weißer für seine Ausführungen. ? Reiskirchen, 22. Jan. Aus der Kirchen- statistik für 1933 ist folgendes zu entnehmen: laufen 16 gegen 12 im Vorjahre, Beerdigungen 10 gegen 8, Konfirmanden 12 gegen 19. Es wurde im vergangenen Jahr die neue Kirchenheizung in Gebrauch genommen. Die Anlage, ein Warmluftheizung, funktioniert sehr gut. Die Kosten betragen etwa 2800 Mark und sind durch freiwillige Spenden zu einem großen Teil aufgebracht worden. Es ist weiter zu berichten, daß in unserer Gemeinde nicht weniger als 55 alte Leute über 70 Jahre leben. Der älteste Einwohner, Herr Hemrick Hahn, der letzte Veteran von 1870/71, wird in diesem Jahre 88 Jahre alt. Nicht weniger als sieben Einwohner vollenden in diesem Jahre ihr 8 0 Lebensjahr. Es sind dies: Margarete Damm am 30.Juni, Karl Herrn. Peter am 17. Juni. Margarete Schneider am 7. Juli, Phi- Sleioprelle mit Zubehör für Schwemmsteine zu verkaufen.ass« Karl Hofmann, Baumaterial Oberndorf, Wetzlar-Land. National- Registrierkasse gut erh., verrück., elektr.,mit einem Hauptzählwerk, 4 Postenzähl. u. Scheckdrucker, ist weg. Geschäfts- aufg.bill.abzug. Schrift!. Angeo. unt.460D an den Gießen. Anzeig. | Kaufgesuch.. | Stauchmaschine Reilenbieomaschloe Ambofl.Schraubstock gut erh., zu kauf. ges.Sckr.Angeb. unt. 0389 an den Gießen. Anzeig. Höfe beschäftigt gewesen. Im Kreis Schotten fallen rund 14 50 Erbhöfe unter das neue Erbhofgesetz. Die Zahl wird voraussichlich noch vermehrt werden, da manche Bauern noch durch Erwerb weiterer Grundstücke, Erbschaften u. bergt, nach der Anerkennung als Erbhof streben. — Alle 14 Tage hält hier in der Turnhalle die NSDAP. Schulungskurse ab, die in der Bevölkerung sehr beliebt sind und gern besucht werden. — Der Turnverein Schotten will mit Hilfe der Baukostenzuschüsse seine neue Turnhalle noch besser ausbauen, insbesondere soll ein Dielen der Halle baldigst erfolgen. £ Schotten, 22.Jan. Im Bereich des Sanger kreis es „Niddatal" bestanden seither zwei Untergliederungen, der Niddatal-Sängerbund (Sitz Eichelsdorf) und der Sängerbund „Mittleres Niddatal" (Sitz Geiß-Nidda). Beide Unterbünde waren bereits vor dem Kriege vorhanden, lebten in der Nachkriegszeit wieder auf und trugen wesentlich dazu bei, den Männergesang in unseren Tage zu heben und aufwärts zu entwickeln und echte Sangesbrüderlichkeit zu pflegen. Nach der Neueinteilung der Provinz Oberhessen in Sängerkreise, die nach wirtschasts- unb verkehrspolitischen Gesichtspunkten zusammen- gefaßt wurden, hatten die seitherigen Unterbünde ihre Bedeutung verloren. Sie wurden durch Beschluß ihrer Vorstände in der vergangenen Woche aufgelöst. Das vorhandene Barvermögen wurde 3um Teil der Winterhilfe, zum Teil dem Sängerkreis Niddatal (Sitz Ober-Schmitten) überwiesen, der auch die Akten in Verwahrung nimmt. ± K r o ß - E i ch e n, 21. Jan. Gestern abend fand bei Gastwirt Merz die 41. ordentliche Hauptversammlung des Veteranen- und Militärvereins statt, die von 54 Kameraden besucht war. Zunächst wurde des im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden Rudolf Bär, sowie der Gefallenen des Weltkriegs und der für das Dritte Reich Gefallenen in der üblichen Weise gedacht. Der zweite Vereinsführer August Zimmer hielt alsdann eine kraftvolle Ansprache; er schloß mit den Worten: „Man kann dem Volkskanzler Adolf Hitler gar nicht genug Dank sagen, daß er im Vaterland den alten deutschen Grundsatz wieder zur Geltung ge- 1889 Gedern hielt am Samstag eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Hermann S t ö h r betonte u. a., daß der Turnbetrieb für die Zukunft lebhafter werden müsse; es müsse alles daran gesetzt werden, daß gemäß den Bestimmungen des Reichssportführers v. Tscham - m e r und Osten auch der hiesige Verein zu höchster Leistungsfähigkeit gebracht werde. Sodann wurden einige interne Vereinsangelegenheiten erledigt. Zur Vereinfachung der Verwaltung wurden noch einige Mitarbeiter für die einzelnen Verwaltungsgebiete in den Vorstand berufen. Um den Handballsport wieder auf die Höhe zu bringen, wurde der verwaiste Posten des Handballobmanns von dem Turner Karl Carl neu besetzt. Gebildet wurde ferner eine Alte-Herren-Mannschaft unter der Führung von Förster Ziegler. Weiterhin wurde eine Jungmädchengruppe gegründet, die der Leitung von Frl. Euler untersteht. Da die Jungens des hiesigen Jungvolkes geschlossen dem Turnverein beigetreten sind, hat sich die Zahl der Schü- (ertumer auf etwa 70 erhöht. Zum Abschluß der Versammlung sang man noch einige Turnerlieder. 'zu& SU& Ist durch die Ehestands - Darlehen leichter gemacht Alles was Sie für die Küche an Hausgerät brauchen, bekommen Sie preiswert auf Ehestands- Darlehens - Scheine bei J, B. Häuser Am Oswaldsgarten 279a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 timmig Wilhelm Schmidt II. vorgeschlagen. Der eitherige Vorstand bleibt für ein weiteres Jahr in einem Amt, ebenso auch der Vereinsdiener K. st a u l. Die Aufstellung einer Schießhalle wurde dem Vorstand übertragen. Weiter wurde beschlossen, die Summe von 300 Mark für einen Sterbefonds bereitzustellen, dessen Zinsen den Hinterbliebenen verstorbener Kameraden zugute kommen sollen. Der Vorsitzende schloß dann mit Worten des Dankes an den seitherigen 1. Vereinsführer und einem Sieg- Heil auf den Reichspräsidenten und den Volkskanzler den offiziellen Teil der Versammlung. Die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes wurden mit Begeisterung gesungen. (Ein gemütliches Beisammensein schloß sich dann an. l. Gedern, 22. Januar. Der Turnverein stellen dieVerbindung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllll Wer leiht Ml 1 geg. Sicherheit? Schr.Angebunt. 0386 a. d. G.A. llllllllllllllllllllllllllllll Valins Eishockey-Triumph über die Kanadier 9JL-$port n 'M aber ie bat besonderes die zu In gej oft f ui Da' aUi in Ci Ü! re bii er erke w den und I im Ml geb sche ruf rur fü( lid di de de w bi Ul A amtierte nicht sehr glücklich. Holzheim I — Wohnbach I 3:3 (2:3). Am Sonntag hatte der hiesige Turnverein erste Mannschaft vom Turnverein Wohnbach ni Ar
NR6=31 5)cis Qrossjormat verlängert denQenussf MIT BILDERN’ WIE DIE ANDEREN GEROSTET SIND!.. TROTZ VERTRAGLICHER ABROSTUNGSPFLICHT. ORIENTALISCHE CIGARETTEN COMPAGNIE ^OS/W^ G M 8-H • BREMEN einiiil 8Qr t doch »°r i Z°t deut Mt s 6 2)as sieht man auf den ersten 5dlick,denn sie ist von stattlicher C/rösse, dick und rund!... Qtnd man stellt es noch mehrjest, wenn maru sie näher kennenlemi, denn ihre edlen 3äbake. durch die sie so tang- dauernden, köstlichen (jenussspendet, heben sie auf eine besondere tStufe ! „Rund um Schotten" am 8 Juli. Das große Motorradrennen „Rund um Schotten" wird in diesem Jahre zum zehnten Male durchgeführt. Die Veranstaltung ist für den 8. Juli vorgesehen. 375 Meldungen für die Skiläufe. der Deutschen Winlerkampfspiele Mit nunmehr insgesamt 375 Meldungen für die fkisportlichen Wettbewerbe bei den IV. Deutschen Winterkampfspielen, die vom 26. bis 29. Januar in Braunlage zur Abwicklung kommen, ist eine Zahl erreicht worden, die beweist, daß die Deutschen Winterkampfspiele ein machtvolles Bekenntnis der deutschen Sportjugend zum Volkssport sind. Aus allen Gauen Deutschlands nehmen 348 Läufer und Springer und 27 Damen an den Kämpfen teil. Insgesamt 37 Meldungen sind für die Deutschen Bobmeisterschaften abgegeben worden. 17 Bobs bestreiten die Zweier- und 20 Bobs die Vierer-Meisterschaft. Erste Deutsche Meisterschaften im Wasserspringen. Am Sonntag wurde die erste deutsche Meisterschaft im Kunstspringen vom 1-Meter-Brett der Schwimmer in Halle zum Austrag gebracht. Bei den Herren beteiligten sich insgesamt 11 Springer, von denen sich der Deutschböhme Seifert-Teplitz als der Beste erwies. M a r a u h n - Poseidon Berlin und G r e u s i n g - Spandau belegten die nächsten Plätze. Bei den Frauen war der deutschen Meisterin Frau Jentsch/Jordan - Berlin Der Sieg nicht zu nehmen. Sie gewann die Meisterschaft mit 55,56 Punkten sicher vor der brandenburgischen Meisterin Frl. Schieche- Spandau. Neuorganisation des Segelflugwesens im Dillgebiet. Das Segelflugwesen im Dillgebiet hat durch eine grundlegende Neuorganisation einen bedeutenden Aufschwung genommen. Es wurde ein Segelfliegersturm gebildet, dem mehrere Fliegerhorste in den Kreisen Dill und Biedenkopf unterstehen, und zwar: Dillenburg, haiger, Herborn, Hörbach, Straßebersbach, Biedenkopf, Wallau, Eiershausen, Arborn und Hirzenhain. Der Segelfliegersturm gehört in seiner Gesamtheit zur Ortsgruppe Hirzenhain des Deutschen Luftsportoerbandes. Die Führung hat Lehrer M i t t l e r (Lixfeld). Die führende Stellung, die das Dillgebiet im westdeutschen Segelflugsport besitzt, dürfte durch diese Zusammenfassung der Kräfte noch befestigt werden. Fuhballergebmffe aus den Gauen Güdwest und Bayern S ü d w e st: FSV. Frankfurt — Phönix Ludwigshafen 3:1; SV. Wiesbaden — Eintracht Frankfurt 2:0; Wormatia Worms — Kickers Offenbach 6:3; FK. 03 Pirmasens — Borussia Neunkirchen 6:0; Sportfreunde Saarbrücken — FSV. Mainz 05 0:2. Bayern: Bayern München — ASV. Nürnberg 3:1; 1860 München — Schwaben Augsburg 3:0; 1. FC. Nürnberg — Jahn Regensburg 6:2; FC. Bayreuth — Wacker München 0:2; FC. Schweinfurt 05 — FC. München 4:0; SpVgg. Fürth gegen Würzburg 04 5:1. , M.Teutonia * Watzenborn-Steinberg „Teutonia" Wahenborn-Zleinberg - Wetzlar2:4 (0:2). Die Teutonen lieferten diesmal ihr unglücklichstes Spiel. Wetzlar stellte eine karnpffreudiße Mannschaft doch als Verbandsspiel aus. Bieber ging überraschend schon in der ersten Minute in Führung. Es standen sich zwei vollkommen gleichwertige Gegner gegenüber. Bieber bekam in der Mitte der ersten Halbzeit einen Handelfmeter zugesprochen, der zwar sehr gut geschossen wurde, aber infolge des starken Windes seine ursprüngliche Richtung verlor und an dem Querpfosten abprallte. Mit 1:0 ging es in die Halbzeit. Erst kurz vor Schluß erhöhte Bieber auf 2:0. Krofdorf gelang es jedoch in der Verlängerung, das verdiente Ehrentor zu erzielen. Der Schiedsrichter leitete gut. Handball im Gau XII der DT. OSL. I — Beuern I 5:3 (0:2). Das Verbandsspiel des Sonntags gewann der OSC. sicherer als das Resultat besagt. Durch großes Schußpech der OSC.-Stürmer gelang es Beuern mit 0:2 in die Halbzeit zu gehen. In der zweiten Halbzeit waren die OSCer fast immer überlegen und erzielten in gleichmäßigen Abständen fünf Tore. Das Spiel wurde fair ausgetragen. Der Schiedsrichter m Si taej erft i ft ft und daß sie den Sieg in Steinberg errangen, ist dem wuchtigen Einsatz jedes einzelnen der Gästemannschaft zuzuschreiben. Steinberg war während dem ganzen Spiel von nicht zu übertreffendem Pech verfolgt. Das Resultat des Spieles konnte auch genau umgekehrt heißen. In der ersten Halbzeit sah man ein in feder Hinsicht ausgezeichnetes Spiel. Während bei Steinberg die sichersten Chancen verpaßt wurden, mußte Happel im Tor zweimal ungefährliche Bälle passieren lassen. Wetzlar hatte den Vorteil, daß es bei gegnerischen Angriffen seine Leute immer wieder durch größere Schnelligkeit in die Verteidigung zurückzog. Die von Fett getretenen Strafstöße konnten der aufgebauten Mauer gegenüber ihr Ziel nicht er- reichen. Bis zur Pause verhielten sich die Zuschauer trotz des 0:2 recht sportlich. In der zweiten Hälfte gelang es den Gästen, auch noch einen dritten Erfolg zu buchen. Nun drehten die Teutonen auf, wurden überlegen und drückten die Gäste in ihre Hälfte zurück. Dem Rechtsaußen S ch m a n d t gelang es, auf Vorlage von Fischer, den ersten Erfolg zu buchen. Schon ging Steinberg zum Endspurt über. Doch Lang wurde immer wieder im Strafraum in sicherster Schußstellung durch hartes Angehen um den Erfolg gebracht. Bald gelang es Buß mit schönem Schuß das Resultat auf 2:3 zu stellen. Das Spiel nahm immer schärfere Formen an; die Gastgeber spielten leicht überlegen. Lang ging wieder mit Ball am Fuß zum Tor, der Ausgleich...?! Lang wurde abermals im Strafraum hart am Schuß verhindert. Die Sühne blieb auch diesmal aus und er gab resigniert auf. Trotzdem erwartete man noch jeben Augenblick den Ausgleich. Anschließend machte sich Wetzlar frei. Steinbergs Hintermannschaft brachte den Ball nicht fort. Geplänkel norm Tor! Das vierte Tor für Wetzlar fiel und das Spiel wan damit entschieden. Die Teutonen verloren das Spiel, trotzdem jeder Einzelne seine Schuldigkeit tat. Spiele der Gießener unteren Mannschasten. Die zweite Mannschaft des VfB. Gießen schlug die gleiche des Sportvereins Lollar mit 3:0 Toren. Die Gäste, die nur mit neun Mann erschienen, konnten trotz aller Aufopferung den VfBern nie ernsthaft gefährlich werden. — Die erste Jugend konnte in Steinbach mit 2:1 das bessere Ende für sich behalten. 1900 II. — Watzenborn-Steinberg II. 8:0 (2:0) Die Blauweißen überfuhren die Gäste, die das Vorspiel noch Unentschieden (1:1) gestalten konnten, mit diesem hohen Ergebnis. Bis zum Seitenwechsel leisteten die Teutonen noch einigermaßen Widerstand, dann aber war es vorbei. 1900 riß das Spiel vollständig an sich und schnürte die Gäste ein. Best war in bester Schußlaune, er brachte allein fünf Treffer auf sein Konto. Alle Gießener waren sehr eifrig und die Zusammenarbeit recht gut. Die Spielleitung des fairen Treffens war befriedigend. 1900 III. — Vetzberg I. 5:2 (4:1). Die dritte Mannschaft wollte nicht zurückstehen und fertigte auch ihren Gegner ab und zwar mit demselben Resultat wie im Vorspiel. Bei diesem Ergebnis ist aber zu berücksichtigen, «daß die hiesigen ständig nur zehn und später gar nur neun Spieler im Feld stehen hatten. Sportverein 1929 Aieber. Bieber I — Krofdorf I 2:1 (1:0). Der angesetzte Schiedsrichter war nicht erschienen. Erfolg. Beide Mannschaften kämpften mit zäher Beide Mannschaften einigten sich auf einen Schieds- Energie, das Spiel für sich zu entscheiden. Erst richteranwärter von Krofdorf und trugen das Spiel I drei Minuten vor Schluß kam es durch Strafstoß "—