184. Zahrgang Hy Erstes Blatt Samstag, 22. Dezember 1934 .25 Deihnachtsfnede A E gl ül l inj hl di a di I ft d« lii le ei 3 Unterbrechung und ein Nachlassen in der lii nicht duldet, zugleich aber der propagan- glückliche Erbschaft, die Barthou seinem Nachfolger überlassen hat, lebt deshalb wieder auf, weil sein Nachfolger Laval in seiner letzten Rede vor dem Senat wieder darauf zu sprechen kam, indem er die Einladung an Deutschland wiederholte, sich an den Verhandlungen über den Pakt zu beteiligen. Nun, eine solche Verhandlung hat Deutschland niemals prinzipiell abgelehnt. Es hat in seiner Septembernote an die an einem solchen eventuellen Pakt interessierten Mächte Einwendungen erhoben, Fragen gestellt und Vorschläge ge- macht. Soweit wir unterrichtet sind, hat sich jedoch daraus eins weitere Diskussion unb Klärung der Frage nicht ergeben. Ob weitere Besprechungen in o ... o M..i „Erzeu - ML lacht" des deutschen Bauern, durch die Luftversorgung Deutschlands auch für kriti- mischung in Zustände und Interessen, die Deutsch, land nicht unmittelbar berühren, kann es aus keinen Fall teilnehmen. Um einen naheliegew den Fall herauszugreifen: es würde eines Tages der latente Konflikt zwischen Polen und Litauen wegen der Wilnafrage zu einem kriegerischen Zusammenstoß führen. Dann wäre Deutschland, das in diesem Falle nur ein Interesse, nämlich das der Neutralität hätte, verpflichtet, nicht nur selbst Trup» pen zu stellen, sondern auch sein Land zum Aufmarschgebiet Frankreichs zur Verfügung zu halten, während in Polen und Litauen, also in bedrohlicher Nähe der deutschen Ostgrenze, sowjetrussische Truppen in Aktion treten die beiderseitigen Schutzbedürfnisse eine Art Ausgleich zwischen Amerika und England wenigstens hinsichtlich der Kreuzer und anderer sog. Hilfskriegsschiffe schafft. Einzelheiten sind noch nicht festgelegt, da der Flottenpakt ja noch zwei Jahre läuft. Keine Kündigung des Ilotten- abkommens durch Frankreich. Paris, 21. Dez. (DNB.) Eine Nachricht, die der Regierung die Absicht zusprach, das Washingtoner Flottenabkommen zu kündigen, wird von zuständiger französischer Stelle als unzutreffend erklärt. Bekanntlich g e - nügt die japanische Kündigung, um den Vertrag für den 31. Dezember 1936 außer Kraft zu setzen. Der französische Außenminister und der Kriegsmarineminister Pietri haben sich vor beiden Kammerausschüssen über die Haltung geäußert, die Frankreich bei den Verhandlungen über ein neues Flottenabkommen einzunehmen gedenke. Sie haben hervorgehoben, daß es für Frankreich nur eine Frage gebe, ob Frankreich nicht bereits jetzt seinen Standpunkt hinsichtlich der Grundlage künftiger Abkommen bekanntgeben solle, da der Washingtoner Vertrag niemals als etwas Endgültiges angesehen worden sei. Im Jahre 1936 werde Frankreich, wenn ein neues Abkommen nicht zustande kommen sollte, seine Handlungsfreiheit wiedererlangen. Ueber das Verhältnis der Flottenbauten würden Sonderhandlungen mit jeder der in Frage kommenden Mächte geführt werden müssen. Die Aufrüstung Deutschlands zur See, so hat Pietri dargelegt, bleibe entgegen den Rüstungen zu Lande (?) im Rahmen des Versailler Vertrages. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite Parteiorganisation selb st festgestellt worden sein. Sinowjew und Kamenew werden ferner illegale Beziehungen zur Gruppe S y r z o w (ehemaliger Vorsitzender des Rates der Volkskommissare Groß-Rußlands) und Rjutin (gewesener Sekretär der Moskauer Parteiorganisation) oorgeworfen, die sich in der Verbannung befinden, aber trotz aller Verwarnungen durch Einwirkung auf die Parteiinstanzen und die politische Polizei versucht haben sollen, innerhalb der Moskauer und anderer sowjetrussischer Parteiorganisationen Verbündete zu finden, um die Partei von dem Stalin-Kurs abzubringen. Kamenew und Sinowjew haben verwandtschaftliche Beziehungen zu Trotzki, dessen Anhänger aber in dieser Verschwörung keine Rolle zu spielen scheinen. Ueber der Elbmündung lag diesiges Wetter, als am Samstag gegen 3 Uhr der Hapagdampfer „N e u y o r k" m i t d en 16 geretteten norwegischen Seeleuten an Bord in Cuxhaven eintraf. Im Amerikahafen hatten sich trotz der frühen Morgenstunde Angehörige der Fahrgäste und der Besatzung eingefunden, um Freunde und Verwandte als erste auf deutschem Boden begrüßen zu können. Die Marinekapelle intonierte den Badenweiler Marsch und von der Reeling, die von Menschen dicht besetzt war, ertönte als Begrüßung der Ruf: Unserem deutschen Vaterlande, unserer Heimat ein dreifaches „Sieg-Heil". Die Fallreeps fielen. Einige Marineoffiziere unter Führung von Korvettenkapitän U d t k e begaben sich an Bord, um Kommodore Kruse zur großen seemännischen Tat ihre Glückwünsche auszusprechen, die er und seine Besatzung vollbracht haben. Zum Empfang der Besatzung der „Neuyork" ist um 7.30 Uhr der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler im Sonderzug in Cuxhaven eingetroffen. Auf dem Steubenhöft hatten Abteilungen der Reichsmarine des Standortes Cuxhaven sowie die Leibstandarte des Führers Aufstellung genommen. Außerdem hatten sich zahlreiche Volksgenossen eingefunden, die den Führer bei seinem Erscheinen mit stürmischen Heilrufen begrüßten. Der Führer begab sich sofort an Bord der „Neuyor k", um an den Empfangsfeierlichkeiten teilzunehmen und die Retter der Besatzung der „Sisto" zu ehren. ■ E er zii nicht duldet, zugleich aber de is hl Porbereitung der großen Norwegens Dank für die Nettungslat d?r „Neuyork". Der Geschäftsträger der Kgl. norwegischen Gesandtschaft in Berlin, Legationsrat Ulrich Stang, hat dem Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Grafen von Bassewitz, einen Besuch abgestattet, um den Dank der norwegischen Regierung auszusprechen für die heroische Rettungstat der Besatzung des Hapagdampfers „Neuyork". Bei diesem Besuche hat Legationsrat Stang das folgende an den Herrn Reichsminister des Auswärtigen gerichtete Schreiben überreicht: Herr Reichsminister! Die Besatzung des Hapagdampfers „Neuyork* hat in der Nocht zwischen dem 18. und 19. bs< Mts. südwestlich der irischen Küste unter Einsatz ihres Lebens in schwerster Seenot befindliche norwegische Seeleute des norwegischen Dampfers „Sisto" gerettet. Für diese heldenmütige Rettungstat der selbstlosen deutschen Seeleute, die stundenlang in der stürmischen Nacht heroisch aushielten, bis die schiffbrüchigen Norweger vor dem sicheren Tode vollzählig geborgen waren, beehre ich mich, auftragsgemäß, den aufrichtig st en und tiefempfundenen Dank der Kgl. norwegischen Regier r u n g auszusprechen. Durch ihr vorbildliches Verhalten haben diese deutschen Seeleute einen leuchtenden Beweis dafür abgelegt, was deutscher Gei st, deutsche Schulung und deut« sche Seemannstüchtigkeit leisten können. Der Führer begrüß! die Retter der „Äeuyork" Darris warnt. Garantien gegen die kommunistische Propaganda. Paris, 22. Dez. (DRB.-Funkspruch.) 3m „Malin" unterzieht Philipp Barres die französisch-russischen Beziehungen einer kritischen Betrachtung. Sowjetruhland sei in den Kreislauf der europäischen Politik zurückgeholl worden, nicht etwa, da die westlichen Völker den Kommunismus annähmen, sondern nur, da sie das Bedürfnis verspürten, ein Gegengewicht gegen die neue deutsche Macht zu erhalten. 3eht handele es sich darum, wie die Sowjetregierung ihre Rückkehr zu den internationalen Beziehungen auffasse. Rach französischer Auffassung setzten diese Beziehungen den Verzicht auf jede kommunistische Betätigung außerhalb Sowjelrußlands voraus. Die Rationen müßten die Gewißheit haben, daß sie es m i t Sowjetruhtand, aber nicht mit der kommuni st ischen Partei zu tun hätten, denn eine Entente mit Sowjetruhtand, beispielsweise eine französisch-russische Enlente, könne eines Tages gewisse Interessenvorteile dielen, aber nur dann, wenn es sich um ein Rußland handele, das nicht die Revolution in Frankreich begünstigen wolle. Die Vertreter Sowjetrußlands hätten seit Monaten Frankreich allerhand Versicherungen nach dieser Richtung abgegeben, aber Frankreich verlange mehr. Es gäbe in der Welt noch viele Umslurzherde, die von Sowjelrußland geschürl würden. Es gäbe auch in Frankreich eine kommunistische Partei und eine kommunistische Propaganda, die nur durch Moskau unterhalten würde. Die Sowjets müssen also formell die in Frankreich im Ramcn der Dritten Internationale getriebene Tätigkeit desavouieren. Menn auch der vorläufigen franzüsisch-sowjetrussi- schen Entente eine andere etwa in Form des Ostoder irgendeines anderen Paktes folgen solle, könne sie nur zur Richtlinie haben: Wohl mit Rußland, aber niemals mit dem Kommunismus. Das Attentat auf Kirow. Ein Schlag gegen die Opposition.—Wurden Sinowjew und Kamenew verhaftet? Moskau, 21. Dez. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Das Bundeskommissariat des Inneren (OGPU.) hat die Untersuchung gegen den Mörder Kirows, Nikolajew, abgeschlossen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Anschlag von einer illegalen Organisation vorbereitet wurde, die den Kreisen um Sinowjew und Trotzki angehörte und die sich zur Aufgabe gemacht hatte, durch Terrormaßnahmen die Parteileitung zu zwingen, den jetzigen politischen Kurs aufzugeben und die Sinowjew-Trotzkischen Ansichten in der Sowjetunion zu vertreten. Die Untersuchung hat bewiesen, daß sich die Organisation die besondere Aufgabe gestellt hatte, Kirow zu ermorden, weil er durch seine Maßnahmen die Auflösung der illegalen Organisation verfügt und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Machtmitteln die illegale Gruppe verfolgt hatte. Die gesamte Organisation stand unter Leitung von Katalinow. Bisher wurden 14 Verhaftungen vorgenommen, darunter Schazhi (ehemaliger Generalsekretär der Kommunistischen Jugend der Sowjetunion), Rumjanzew (ehemaliger Volkskommissar für Landwirtschaft), L e - w i n und Mantel st am m. Alle diese Verhafteten und Mitglieder der Partei. Sie wurden vor längerer Zeit wegen feindlicher Tätigkeit aus der Partei ausgeschlossen, aber dann wieder aufgenommen, nachdem sie erklärt hatten, den Parteianordnungen zu folgen. Die 14 Verhafteten wurden zur Verfügung des Militärgerichts- Hofes gestellt. Es bestätigt sich also, daß Kirow von einem Mitglied der Partei ermordet wurde und daß sich an der illegalen Verschwörung gegen die Partei zahlreiche Personen beteiligt haben, die früher bedeutende Aemter in der Regierung und der Partei eingenommen haben und die vor mehreren Jahren zur Elite der kommunistischen Garde gehörten. Ueber eine Verfolgung von Sinowjew und Kamenew wurde von amtlicher Stelle keine Mitteilung gemacht. Die sowjetrussischen Stellen haben allerdings Sinowjew und Kamenew öffentlich angegriffen und sie als die g e i ft t g e n Urheber für den Mord an Kirow verantwortlich gemacht. Die „Prawda" beschuldigt die Sinowjew- und Kamenew- Gruppe, daß sie die Partei von ihrem jetzigen politischen Kurs habe abbringen wollen. Die Partei denke nicht daran, sich mit der Politik dieser Gruppe abzugeben, sie würde vielmehr die allerschärf- sten Maßnahmen gegen sie ergreifen. In Charkow wurde vor kurzem eine Organisation unter Führung eines ausgeschlossenen Kommunisten namens Sokol festgestellt, die nach offiziellen Mitteilungen sich der Propaganda für den Faschismus schuldig gemacht und die Spaltung der Partei betrieben haben soll. Gruppen dieser Art sollen auch innerhalb der Amerikas künftige Flottenpolitik. Wunsch nach Verständigung mit Japan. - Enger Anschluß an England sagt, bt in den Januar verschoben worden ist. Delle i Ruhe und Frieden verpflichtende Charakter d e: Weihnachtswoche ist es natürlich nicht allein, der litin allgemeinen Waffenstillstand veranlaßt. $ leimt ist es das allen europäischen Regierungen gemcwune Gefühl, daß die am 13. Januar fällige Eni: !cre idung über das künftige Schicksal des itaarlanöes zugleich der Schlüssel für itiertD eitere Behandlung aller europäischem '?.obkme sein wird, daß diese Entscheidung geraiiDi,: das Gesicht Europas formen und bestimmen wird:. <->.le diplomatischen Pläne und Entwürfe, die m d>«> etzten Monaten das Feld der internationalen bewegten, vom Ostpakt angefangen, der i hrj die französisch-russische Vereinbarung vor- läufi'y lillgelegt wurde, über den neuen, in seinen Umriii noch nicht erkennbaren Friedenspakt M u!.1|j l i n l s, bis zu den direkten Aussprachen desduschen und französischen Frontsoldaten- tunr-nlle diese Versuche und Anregungen, Europa aus Gewitteratmosphäre der letzten Monate hin- ausMmern, werden erst mit klarem Ziel und Aussicht:!!! Erfolg wieder ausgenommen werden können,: rin die europäische Grundfrage des deutsch- f r an i’iöf i f cf) e n Verhältnisses durch die AbstM'.iung über die Saar beantwortet sein wird. E?!si jedoch an sich zweifellos schon ein gutes 3eid-fim einer bereits eingetretenen Entspannung, daß H Idi alle europäischen Regierungen sichtlich entschloß^! haben, das Ergebnis der Saarabstimmung a b 33,1 tu a r t e n, nachdem die zwischen Frankreich und 11 l^tschland getroffene Vereinbarung die Be- rejtfrtii der beiden zunächst interessierten Länder befugte hatte, alle lauten propagandistischen Stö- rungP der Selbstbestimmung der Saarbevölkerung zu lii Klaffen und so eine loyale Hinnahme des Ergebnis ie und feiner notwendigen Folgerungen zu crmihD|lb)en. Wenn wir in Deutschland von dem ein- deutiki^. Charakter dieses Ergebnisses überzeugt sind, so hiftr wir auch bestimmte und erfreuliche Symptome frrfür, daß die Berechtigung dieser deutschen 3uütejt in den meisten Ländern geteilt wird, auch bortü tu man sonst nicht leicht bereit war, für deutsche Hof schien und Interessen Verständnis zu zeigen. Wl:;esen dies vor allem aus englischen Stimmen; es mehren sich dort die Mahnungen sehr 2 listiger und einflußreicher Persönlichkeiten an die : ^geleitete öffentliche Meinung, das neue DeuÜ i>!:md mit einer größeren Vorur - te iliiilio f i g f e i t zu beurteilen, als dies bisher der ixpil: roar. Aber auch die Stimmung i n F r a n k- r e i c cheint sich immerhin so gewandelt zu haben, daß h Regierung, welche entschlossen ist, auch ein für mJnmfreid) ungünstiges Ergebnis der Saar- abftÄniung loyal anzuerkennen und in die künftige deuM-.ranzösische Politik einzubauen, keinen Wi- berfriithten in der öffentlichen Meinung begegnet. Bei iiggern Optimismus kann man sogar hoffen, daß., inter den Wirkungen der deutschen Bemü- hunklarium Frieden und Verständigung die Mehrheit !'l te| französischen Volkes eine gerechte Liquidierung r^r Saarfrage innerlich wünscht, weil sie öariüii toie beste Bürgschaft für ihren lebhaften Wuürymach Sicherheit, Ruhe und Ordnung erblickt. D)n Ltejs und Feiertags il i»i: Die Illustrierte le en Familienblätter ;i> i«nn Bild Die Scholle IT »r lr-vezugspretr: I) !■ n Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen rh rntejafgre gesichert werden soll, als wir sie emrrroeife in der letzten Vergangenheit zu ver- ze hh elhatten. Auch auf dem Gebiete der Außen- IiDro o m Ausland aus gesehen wird rhlTbas Bestreben deutlich, nach den vielerlei ifrttt-tngen, die die letzten Monate und Wochen, p I ||i ütt werden die Tage zwischen den Festen iö bqr irgendwelche neuen Aufgaben, noch eine rnt Veränderung der alten bringen. Die Zeit Peinlichkeit, der diese Festwoche in der Fami- gl'Kumet sein soll, wird sich auch auf das Staats- „Wohl mit Rußland, aber niemals mit dem Kommunismus." Paris spürt die Schattenseiten einer Entente mit Moskau. putsche Reichsregierung hat in einer z M°Äeihe wichtiger innerpolitischer Gesetze in le;-en Kabinettssitzung dieses Jahres ihre abgeschlossen und für das zweite £5 Bestehens des nationalsozialistischen S w isi'ilanzfertig gemacht. Die Weihnachtsferien w dimiDer Fortführung des großen Win ter - s-erks gewidmet sein, das seiner Natur Drecken und so, wie zu hoffen ist, diesen T -un i*n n friedlichen Charakter geben, den sie in fr b'lirt glücklichen Zeiten immer gehabt hat. zu lc'ffs . Das Zusammentreffen des österreichischen >eling. ‘RimDcjan^ers Schuschnigg mit dem ungari- __schech i'inifterpräfibenten © ö m b ö s , bas mit eipcii« ffreundschaststelegramm an Mussolini endet«,wird wohl für dieses Jahr den Abschluß ... einen: chr regen und vielseitigen diplomatischen eu oes Ai FLHIimmahme sein, deren unklare Ergebnisse als jf ju adjttf Wie in das nächste Jahr übernommen werden, üörr bie r. 'Zeitlichste Beweis dafür, daß in dem Kräfte- n ftnritfw fplel i Diplomatie eine Pause notwendig gewor- ijren ' den (itikft in der nun feststehenden Tatsache zu er« blick kl«. 2a ß der Besuch des französischen Außen- \\{ uns ju m&nifir Laval in Rom aufs neue unb, wie man ic । tti Nichterscheinen n enzelnen Nummern □ lg< höherer Gewalt ’ krisprechanschliisse tiuri-immelnummer 2251 ifhrt für Drahtnach- 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/ft mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« » _ _ __ w v v ___ gen 5 Rpf., Familienanzei- L) ler Anzeiger Gießen ~" O " ’ ^7 V Eli gen, Bäder-, Unterrichts- u. Mscheckkonto: behördliche Anzeigen6Rps. Ira|t?firt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts vuch- und Ziemdruckerei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: §chulstrahe 7 Mengenabschlüsse staffel 8 dem von Laval verkündeten Rahmen der Gleichberechtigung unb freien Entschließung ftattfinben werben, hängt also ganz von der Gegenseite ab. Herr von Neurath hat aber auch Grenzen gesteckt, innerhalb deren an eine deutsche Mitwirkung überhaupt gedacht werden kann. Der ursprüngliche Plan sieht für alle Teilnehmer am Pakt die Verpflichtung vor, im Falle des Konfliktes zwischen zwei ober mehreren ßänbern der zahlreichen Vertragsgruppe bewaffnet einzugreifen, unb ben gesamten territorialen Zustanb Osteuropas für eine unbegrenzte Dauer zu garantieren. An einer solch weitgehenben unb mit unabsehbaren Verpflichtungen belasteten Gin» Washington, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die amerikanische Regierung, so würbe am Freitag von hoher Stelle ausgesührt, ist über bas negative Ergebnis ber Londoner Flottenpaktbesprechungen sehr enttäuscht, hofft aber dennoch, daß im Laufe des nächsten Jahres sich noch e i n Weg z u einer tatsächlichen Verminderung der Seerüstungen finden lassen werde. Die Regierung hat sich während der ganzen Zeit darauf beschränkt, weiterhin eine relative Sicherheit zu verlangen, wie sie der Washingtoner Flottenvertrag von 1922 den drei Seemächten und der Londoner Vertrag den fünf Seemächten verschaffte. Nie jedoch hat die amerikanische Regierung in Worten oder Taten eine feindliche Haltung gegenüber Japan eingenommen, und sie bedauert es sehr, wenn jetzt aus der amerikanischen Presse oder aus Parlamentskreisen kriegerische Fanfarentöne kommen und wenn Japan mit starker Aufrüstung ober mit bem Ausbau bzw. der Neueinrichtung von Flotten st ützpunkten im Stillen Ozean gedroht wird. Ein derartiges Gerede ruft nur noch stärkere Antworten aus nationalistischen Kreisen anderer Länder hervor und verhindert jede Möglichkeit zu einer friedlichen Verständigung. Botschafter Davis hat kürzlich erklärt, Amerika stelle selbstverständlich jedem Lande frei, Verträge zu kündigen, die es als untragbar ober unvorteilhaft betrachte. Man bebauert zwar die Unterbrechung des Befriedungswerkes, aber man regt sich nicht weiter darüber auf; Amerika wirb sich in Zukunft nur noch enger an England anschließen und eine Verständigung zwischen den beiden Admiralitäten über ein Flottenprogramm erstreben, das jegliches Wettrüsten ausschließt, und mit Rücksicht auf . Kunst ini! A nfdjränfuiit- mfc [ehn durch die tiefgreifenden Wirkungen des Morijeir Attentats gebracht haben, eine P e - r f o i|) iio e r Sammlung und Ruhe eintreten it 4 Magen RM.1.95 |n t Illustrierte „ 1.80 ist tH'bühr.. würden. Eine solche Vorstellung genügt, um die ganze Unhaltbarkeit des Gedankens klarzumachen. Denn man dagegen einwenden wollte, daß ein solcher Fall ja nicht einzutreten brauche, nicht eintreten werde, weil ja durch den Pakt die Aufrechterhaltung des Friedens gewahrt werde, so ist dies wenig stichhaltig, denn jeder Staat hat bei dem Abschluß solcher Verträge die Verpflichtung, sie auf alle Möglichkeiten hin zu prüfen und seine Lebensinteressen nicht unter einen leichtsinnigen Optimismus zu stellen. Dieselben Bedenken sind gegen eine dauernde Garantie der territorialen Zustände im Osten geltend zu machen. Diese sind ein Ergebnis des Versailler Vertrages, von dem heute niemand mehr behaupten wird, daß er ein Werk staatsmännischer Weisheit und Gerechtigkeit war und Europa eine Gestalt gegeben hat, an der sich in alle Ewigkeit nichts mehr ändern wird. Wie die Landkarte Europas, insbesondere im Osten, wo politische Grenzen ohne Rücksicht auf Volkstum und wirtschaftliche Not- wendtgkeiten gezogen wurden, in zehn, fünf, fünfzig oder hundert fahren aussehen wird, weiß kein Mensch. Zu einem großen Teil ist Deutschland an der Bildung und Umgrenzung der kleinen ostischen Staatenwelt gänzlich uninteressiert, zum anderen Teil hat es dagegen, wie man weiß und niemals verleugnet werden wird, große Einwendungen zu erheben und unverjährbare Ansprüche zu stellen. Wir nennen bloß die Namen Danzig und Memel. Aber es hat unzweideutige Beweise dafür gegeben, daß es nicht daran denkt, den gegenwärtigen Zustand unter Anwendung von Waffengewalt zu ändern. In der heikelsten und gefährlichsten Frage der deutsch-polnischen Ostgrenze hat Deutschland durch sein Abkommen mit Polen den Frieden selbständig und freiwillig garantiert, ohne daß es dazu eines so komplizierten diplomatischen Apparates bedurfte, wie ihn der französische Ostpakt vorsieht. Deutschland hat damit, wie Herr von Neurath sagte, gezeigt, daß man Besseres und Konkreteres für den europäischen Frieden tun kann, als die in Mode gekommene Häufung und Verschachtelung von in ihrer Tragweite gänzlich unberechenbaren Verträgen. Laval hat es in seiner Rede so dargestellt, als ob der Ostpakt sozusagen fix und fertig fei und daß es nur an Deutschland liege, das ihn durch seinen Beitritt in Wirksamkeit setzen könnte. Man weiß jedoch, daß dies keineswegs so ist, denn auch Polen hat aus zum Teil ähnlichen Gründen wie Deutschland eine a b - wartende Stellung eingenommen und ist keineswegs bereit, das Schriftstück so zu unterzeichnen, wie es von Barthou und Litwinow gedacht und verfaßt wurde. Selbst die meisten kleineren Ostfeestaaten haben sich auf den Standpunkt gestellt, daß sie ihre Selbständigkeit und Sicherheit nicht gerne der etwas auffälligen Bemühung der dominierenden Großmächte verdanken wollen. Wir glauben also, daß es sich in Verhandlungen, wenn solche einmal wirklich eröffnet werden sollten, sehr bald Herausstellen würde, daß eigentlich niemand außer Frankreich und Sowjetrußland für den alten Plan zu haben fein wird. Allerdings, das eine wird von dem politischen Leitgedanken, der die Väter des Paktplanes beseelte, als neuer und wichtiger Faktor der europäischen Politik erhalten bleiben: die intime politische Zusammenarbeit zwischen der bolschewistischen Sowjetrepublik und der parlamentarisch- demokratischen Musterrepublik Frankreich, eine Verbindung, die nicht gerade natürlicher wirkt als die ehemalige zwischen dem Zarenreich und Frankreich, die aber denselben politischen Bedürfnissen und Zwecken entspricht, nämlich der Niederhaltung Deutschlands und eventuell der gemeinsamen kriegerischen Niederzwingung, wenn Zeit und Gelegenheit dafür reif sind. Öb diese Kombination, die ein Spiel mit dem europäischen Frieden darstellt, bereits die Form eines festen Bündnisses angenommen hat, wie dieser Tage ein englisches Blatt behauptete, oder nur auf einer Feststellung der Gemeinsamkeit der diplomatischen und politischen Linie beruht, wie sie in dem zwischen Laval und Litwinow in Genf abgeschlossenen Protokoll zum Ausdruck kommt, ist dabei völlig gleichgültig. Die beiden Mächte haben damit einen verhängnisvollen Schritt zurück in jene Atmosphäre getan, die zum Weltkrieg führte. Es wird Aufgabe einer wahren europäischen Friedenspolitik sein, diesen Marsch nach rückwärts aufzuhalten. Wir werden Ende Januar zum zweiten Male den Jahrestag der nationalen deutschen Revolution zu begehen haben, die die ungeheure Aufgabe übernahm, in einer Periode des vollkommenen Umbaus des inneren Staatslebens die internationale Stellung des Reiches vor gefährlichen Verwicklungen und Katastrophen zu schützen. Daß dies auch in schweren Momenten bisher gelungen ist, ist die beste Rechtfertigung für den Grundgedanken, daß d i e innere Einigkeit und Geschlossenheit eines Volkes zugleich die beste Bürgschaft seiner äußeren Geltung und seiner friedlichen Behauptung ist. Wenn nach der Saarabstimmung sich die Maschine der internatio- namen Diplomatie wieder in Bewegung setzt, dann beginnt für das neue Deutschland das dritte Jahr seiner Außenpolitik. Ihre Ziele bleiben dieselben: Gleichberechtigung Deutschlands im Kreise der großen Staatsvölker, Wahrung des Friedens durch die Möglichkeit der Verteidigung des heimatlichen Bodens und der Wahrung der Lebensinteressen des deutschen Volkes. Die Aussicht, dieses Ziel zu verwirklichen, ist, das dürfen wir uns in diesen Tagen der Ruhe mit Befriedigung sagen, nicht schlechter, sondern besser geworden. Kreisleiier-Appell Die Gauamtsleiter und Kreisleiter von Hessen-Nassau beimGauleiter.-Letzte Richtlinien für die Weiterarbeit 1935. Vorwärts immer—Rückwärts nimmer. GPA. Frankfurt a. M., 21. Dez. Was der letzten diesjährigen rhein-mainischen Kreisleiter-Tagung der Partei die besondere Note gab, war die Tatsache, daß hier kein Rück- blick, auch kein nach hinten schauendes lieber» prüfen des im Laufe des Jahres Geschehenen erfolgte, wie es im allgemeinen dem notwendig erscheint, der seiner Sache entweder etwas zu sehr oder aber zu wenig gewiß ist. lieber dem Inhalt dieses politischen Appells am Jahresende stand die starke Losung des Nationalsozialismus „Vorwärts immer — Rückwärts nimmer" als das Prinzip der kämpferischen von ihr rückhaltlos erfüllten Bewegung. Nach Fachreferaten des Gauschulungsleiters und des Gauschatzmeisters nahm Gauleiter Sprenger das Wort zu grundsätzlichen Richtlinien für die politische Arbeit im kommenden Jahr. Alle Gebiete des öffentlichen Lebens stehen mit dem politischen Werden so eng in Verbindung, daß sie in den Ausführungen des Gauleiters grundsätzliche Beachtung finden mußten. Ein einiges Volk hinter einer einigen Regierung. Ltnterredung eines englischen Korrespondenten mit dem Ministerpräsidenten Göring. Deutschland schätzt die britische Freundschaft. London, 21. Dez. (DNB.) Ministerpräsident General Göring gewährte einem Sonderberichterstatter des Reuter-Büros eine Unterredung, in der er u. a. erklärte: „Das deutsche Volk hat die größte Achtung und Freundschaft für das britische Volk, mit dem es durch Bande des Blutes verbunden ist. Es glaubt nicht, daß die britische Regierung oder das britische Volk irgendwelche feindseligen Gefühle gegen Deutschland hegen, und es ist sein dringender Wunsch, daß England und Deutschland in einem Verhältnis fester und ehrlicher Freundschaft verbleiben, natürlich a u f der Grundlage der Gleichberechtigung und das ist auch mein Wunsch für das Jahr 1935." Göring fuhr dann fort, er sei überzeugt, daß das kommende Jahr keine internationalen Fragen bringen werde, die nicht auf friedliche Weise gelöst werden könnten, und es gebe keine Regierung, die so wenig Verantwortungsgefühl habe, daß sie zur Erreichung ihrer Ziele zu dem Mittel des Krieges, „dieses schrecklichsten aller Schrecken" greifen würde, ganz besonders aber nicht die deutsche Regierung, die nichts weiter wünsche, als auf dem Wege des Friedens und der internationalen Zusammenarbeit fortzuschreiten. Deutschland braucht Luftschutz. Jede Furcht vor «her deutschen „Luftbedrohung" in England fei sinnlos, denn Deutschland habe, vom militärischen Standpunkt aus gesehen, gar nicht die technischen Mittel, um einen Luftangriff durchzuführen. „Natürlich", so bemerkte ber Reichsluftsahrtminister, „haben wir einige Versuchsmaschinen, aber davon zu sprechen, daß Deutschland Hunderte von Militärflugzeugen besitzt, ist lächerlich." Als alter Flieger wisse er, daß Zivilflugzeuge unmöglich in brauchbare Kriegsmaschinen umgewandelt werden können. Kein anderer Luftfahrtminister denke daher an eine solche Möglichkeit hinsichtlich seiner eigenen Luftrüstungen. „Wenn andere Völker für den Luftkrieg rüsten", so sagte der General, „dann müssen wir wenigstens das Recht haben, die technischen Vorbereitungen zu treffen, um später d l e notwendige Sicherheit für das deutsche Volk zu gewährleisten. Aber wenn andere Völker bereit sind, ihre Mililärlustflollen abzurüsten, so wäre Deutschland damit durchaus einverstanden. Obwohl im Augenblick kein Luftangriff auf Deutschland zu befürchten ist, so kann man doch nicht an der Tatsache vorbeigehen, daß Deutschland von Völkern umgeben ist, die sowohl zu Lande als auch in der Luft bis an die Zähne bewaffnet sind, und das macht Maßnahmen passiven Luftschutzes unerläßli ch." Der Reichsluftfahrtminister sprach in Ausdrucken großer Bewunderung von der Leistung von Scott und Black bei ihrem Flug von England nach Australien und sagte, Deutschland habe kein Flugzeug, daß diese Strecke in weniger als drei Tagen bewältigen könne. Er fuhr fort: „Deutschland ist niemals vor ein ähnliches Problem gestellt worben, denn unsere Interessen liegen in der lieber» querung des Nord- und Südatlantik. Ausschließlich im Hinblick hierauf arbeiten wir an der Verbesserung unserer Langstreckenflugzeuge. Im Verkehr auf dem europäischen Fe st» land sind unsere Maschinen, wie alle Welt weiß, in jeder Weise leistungsfähi g." Eine Regierung ohne Opposition. Auf die Innenpolitik übergehend, erklärte General Göring: „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, daß die SA. wie immer begeiftert und bedingungslos hinter dem Führer steht. Eine Wiederholung des 30. % nicht möglich, denn die SA. und SS. S einheitliches Ganzes und stehen 2 * geben hinter der Regierung." Göring fQgte .? '• fest fei er davon überzeugt, daß das'si zur nationalsozialistischen Reaj°.7 halte und daß 90 v. H. der Wählerschaft jn ü’ lebenswichtigen Frage wiederum für die ReoiW stimmen würde. „Es wird immer Mießmoch-^ Kritiker geben", bemerkte Göring, „und fie ' immer einen großen Lärm, während die Volksmaffen, die mit dem jetzigen Stand der r? zufrieden find, sich ruhig verhalten und es*' für nötig halten, ihre Meinung besonders ber>j heben. Der Unzufriedene schreit immer, möhrr Zufriedene feinen Mund hält. Das ist eine Vl\ bekannte Tatsache." Keinerlei Gegensätze innerhalb des Mim- Der Ministerpräsident erwähnte als Beispiel für die Volkstümlichkeit der Regierung die Kundgebungen, die ihm und anderen nationalsozialistischen Führern vom Volke ständig bereitet werden, wenn fie sich in der Öffentlichkeit zeigen, und fügte hinzu, daß er neulich beinahe totgedrückt worden fei, als er für die Minter- Hilfe gesammelt habe. „Unzufriedene Leute feiern keine Männer, die sie nicht schätzen!" Gegen die jetzige Regierung gebe es keinerlei Opposition, die innerpolitische Lage sei gefestigt. Line kommunistische Gefahr gebe es in Deutschland nicht, solange der Rakional- sozialismus an der Macht sei. Die Kommunisten hätten als organisierte Partei aufgehört zu bestehen. In Beantwortung der Frage, ob die E m i - grauten nach Deutschland zurückkeh- reu könnten, auch wenn sie Marxisten seien, erklärte der Ministerpräsident, es habe keine Bedeutung, ob jemand Marxist gewesen sei oder nicht. Der Emigrant, der sein Vaterland nicht verraten habe, könne ohne Furcht nach Deutschland zurückkehren und seinen Beruf wieder aus- üben, wenn er d i e Bereitwilligkeitzeige, wieder ein Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft zu werden. „Der Streit in der evangelischen Kirche, von dem sich der Staat vollkommen fern hält, ist in Wirklichkeit ganz anders, als er vielfach dargestellt wurde. Der Streit ging zu einem gewissen Grade auf die Machtgelüste gewisser Persönlichkeiten zurück, die eine heimliche Opposition zu bilden versuchten. Die Regierung mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Kirche. Sie schützt das Christentum und überläßt es jedem, nach feiner eigenen Fasson selig zu werden. Die Regierung schätzt aber diejenigen sehr wenig, die versuchen, den kirchlichen Meinungsstreit zu verschärfen und auf diese Weise ihre .christliche Nächstenliebe^ zu beweisen." General Göring erwähnte, daß kürzlich eine Anzahl von Parteigenossen und SA. ° Männern verhaftet worden seien. Er betonte aber, daß diese Männer keiner pol J scheu Vergehen schuldig gewesen seien J dem daß sie das bürgerliche Rechl.,' letzt hätten und daher auf dem gewe-. lichen Wege de st rast würden. Der tej Gauleiter von Schlesien, Brückner, z. P. [(1 J „moralischen" und nicht aus politischen seines Postens enthoben worden. Das Rechl is keine Rücksicht auf das Parteibuch ober qu»J Stellung, die jemand habe. Der Ministerpräsident dementierte entrüste! t ausländischen Presseberichte über Meinungsvc fchiedenheiten im Kabinett und brandmack als „infame Lüge" das Gerücht, daß erui)| D r. Goebbels sich angeblich nicht fd^it Er sehe Dr. Goebbels fast jeden Tag in Wesenheit des Führers und sie seien h besten Kameraden und Freund Die gleichen unwahren und grotesken vn mutungen habe man über feine 3k Ziehungen zu Dr. Schacht aufgeM dessen Verdienste um Deutschland der FSHm und die gesamte Regierung voll würdigten..!, bestehen keine Gegensätze im fiabh nett. Ls gibt dort nur vollkommei i Zusammenarbeit zwischen alle seinen Mitgliedern und blin-e, Vertrauen zum Führer. Eine einlgm Regierung gibt es nicht in ganz taropa* Der Ministerpräsident schloß die Untente; m: der Versicherung, daß Deutschlands wiMaÄt Lage, obwohl fie ernst sei, wie überall in Welt, sich in letzter Zeit erheblich Derben-.:: habe. Zahlreiche Industrien, so die Textiliite:. die Kraftwagenindustrie und der Baumarkl. Wirten ein großes Binnengeschäft und ten dauernd mehr Arbeiter ein. Der M ange :- Rohstoffen werde durch das Genie öerj:. schen Chemiker und Erfinder zunehmend übr wunden, und es sei kein Zweifel, daß im 3= 1935 weitere Fortschritte in Richtung auf die stellung von Ersatzmitteln für Rohstoffe g~ werden würden. Elastische Marktregelung das Ziel des preiskommiffars. Nie Hamsterpsychose verschwunden.—Gesunde Bedarfsdeckung.—Glatt unelastischer M bindungen infolge starker Ltebersehung in allen Berufen künftig elastische Anpassung derM Berlin, 21. Dez. (DNB.) Vor Pressevertretern erklärte der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. Goerdeler u. a.: Ich habe davor gewarnt, Hamsterkäufe zu tätigen. Ich habe die Hamsterer als ebenso unklug wie undiszipliniert bezeichnet. Mein Vertrauen in die Disziplin aller wirtschaftenden und kaufenden Schichten hat mich nicht getäuscht. Die Hamsterei ist verschwunden. Ebenso erfreulich ist, daß die gleitende beinah schon automatisch sich vollziehende Preis st eigerung, die eine Begleiterscheinung von Angst- und Hamsterkäufen ist, einer Stabilisierung der Preise gewichen ist, selbstverständlich mit Ausnahmen, die da nicht zu verhindern sind, wo vorübergehend gewisse Mangelerscheinungen auftreten können. Ich bin überzeugt, daß in der Weihnachtszeit keiner in der irrigen Annahme, es könnten gewaltige Revolutionen auf dem Gebiete der Preise stattfinden, sich von Einkäufen derjenigen Sachen abhalten läßt, die er zum Weihnachtssest ür sich oder seine Angehörigen gern haben möchte. Denn eine allgemeine, auf bestimmte Hundertsätze ich erstreckende Preissenkung im Sturmtempo herbeizuführen wäre höchst unklug, weil sie automatisch zu einer Verengung der Arbeitmöglichkeiten in den Produktionsstätten führen würde. Das Ziel dieser Preisüberwachung ist vielmehr gleichbleibend, auch ich an den alten Preis möglichst anlehnend, Kon- u m w a r e n sicherzustellen und dafür lieber in Kauf zu nehmen eine etwas stärkere Preiserhöhung, die bei den höhergeordneten Bedarfs- gegenständen das ausgleicht, was bei der Konumware zugelegt wird. Sehr wichtig ist es, das Preisgebäude elastischer zu gestalten. Denn wenn die Zahl der öffentlichen Aufträge zurückgeht, o ist an ein Einspringen der Maschinerie der Wirt- chaft aus eigener Kraft nur bann zu denken, wenn die Kaufkraft einer günstigeren Preis- g e staltung begegnet. Diesen Zustand herbeizu- ühren ist das w i ch t i g st e Ziel der gesamten Preisüberwachung. Als erster Schrill auf diesem Gebiete ist die Anmeldung von Preisbindungen eingeleitel. Vis jetzt liegen rund 1600 vor, die aber mehr als 1600 Warenkategorien erfassen. Der Generalplan geht dahin, an Stelle der unelastischen Preisbindungen eine e l a st i s ch e Marktregelung zu sehen. Mit der Preisbindung die deutsche Wirtschaft in Ordnung zu bringen, muh in dem Augenblick einen vollendeten Schiffbruch erleiden, wo die öffentlichen Aufträge wieder in den Hintergrund treten, weil dann eine gewisse Verengung der Kaufkraft eintritt, tritt in diesem Falle sofort ein Einspielen dieser Kaufkraft auf die festen gebundenen Preise in die Erscheinung. Das macht sich automatisch in einer Verringerung des Umsatzes bemerkbar. Die Preisbindungen beruhen im wesentlichen auf einer starken Uebersehung der Wirtschaft in allen Berufen. wird der Umsatz noch kleiner, so muhte nach dem bisherigen System der gebundene Preis noch höher werden, weil mit dem kleineren Umsatz das alle Volumen wieder herbeigeschafft werden soll. Es kommt darauf an, eine elastischere Anpassung der Preise an die Möglichkeiten des einzelnen Betriebes, an die Fähigkeiten des einzelnen wirtschaftenden Menschen herbeizuführen mit dem höchst notwendigen Erfolg für das deutsche Volk: sich der Fähigkeit seiner tüchtigsten Mitglieder bedienen zu können im Wettkampf um die Erhaltung seines Daseins. Diese Marktregelung soll unter starker Betrauung der Wirtschaft mit Selbstverwaltungs- s u n k t i o n e n erfolgen. Der Staat wird sich dieser Selbstverwaltung der Wirtschaft gegenüber beschränken auf die Beaufsichtigung in allen für das Ge- samtwohl des Volkes besonders bedeutungsvollen Entscheidungen. Als Vorläufer einer solchen Regelung, über die ich mit Herrn Dr. Schacht vollkommen einig bin, ist eine Verordnung über Wettbewerb heute ergangen. Sie ist die unerläßliche Voraussetzung für eine Freimachung der Preise, wenn wir nicht zu einem sinnlosen Wettbewerb in unserer Wirtschaft kommen wollten, der unendlichen Schaden anrichten würde. Die Marktregelung wird auch auf anderen Gebieten in der Richtung betrachtet werden, daß überflüssige und umständliche Warenwege und - Verteuerungen ausgeschal- t e t werden und daß das deutsche Volk über einen Wirtschaftsapparat verfügt, der es ermöglicht, die besten Leistungen auszunutzen und das Arbeitserzeugnis auf dem einfachsten und sachverständigsten Wege an den Verbraucher zu besten Preisen zu bringen. Sicherung eines gesunden Wettbewerbs. Eine Verordnung des Preiskommissars. Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat eine Verordnung erlassen, in der es heißt: Preise, die der Kaufkraft des Volkes entsprechen, entwickeln sich bei genügendem Angebot von Waren und Leistungen am sichersten und zuverlässigsten auf der Grundlage eines gesunden Wettbewerbes, der aber die Sicherung der Ernährung aus heimatlicher Scholle niemals beeinträchtigen darf. Außerdem kann Wettbewerb in Zeiten, in denen die Produktionsstätten und der Handel des Landes nicht NSKK. örbert die in vollem Umfange ausgenuht N • Gefahr heraufbeschwören, daß im Mik:'- Preise verlangt werden, aus denen 6uu*: und Löhne nicht gezahlt, die ©länger nicht befriedigt werden formen. - die Grundlage für einen auf Leistung uno antwortungsbewußtsein begründeten Wettbew^- schaffen und damit den für die Dolksw^'-- beften Preis nach Möglichkeit zu sichern,^ verordnet: . « Wer unter unlauterer Ausnutzung Mn65 J; dites oder böswilliger Nichterfüllung seiner ’ pflichtung gegenüber dem Staate, der ZeM seines Betriebes oder seinen Gläubigern in P meinschädlicher Weise Güter ober Leu gen z u Preisen anbietet, die I Selb st kosten nicht decken können * den Anforderungen einer ordnungsmäßigen - schäft widersprechen, wird mit Gefängn> . mit Geldstrafe in unbeschränkter Höhe ow * einer dieser Strafen bestraft; die Stroiver। . tritt nur ein, wenn der Schuldner Zahlungen eingestellt hat oder wen sein Vermögen das Konkurs vers ° öffnet worden ist. Die geschäftlichen über unlauteren Wettbewerb und die Enw mungen der Konkursordnung bleiben w1 Dr. Frick dankt der deutschen po«>^ Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der preußische Minister des Innern, Dr. u* y den Polizeibeamten für ihre Tätigkeit am Polizei in folgendem Erlaß: „An die deutsche Polizei! Kratt' ’ Wie mir gemeldet wird, ist das »j, < der Sammlungen a m „ X a 9 D e wä schen Polizei" als sehr g u t 4 nen. Ich spreche allen Polizeibeamten, ve i Tage der Polizei in den Dienst der -v schäft gestellt haben, meine besono ertennung und meinen Danr Reichsminister Frick Ehrenführer des Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der Führer bisherige Dienststellung „K o r p s f u Dienstgrad erhoben und Obergrup^, Hühnlein zum Korpsführer betoroe ■ @ui4, Dienstanrede lautet fortan „Korpssuy jr. zeitig ernannte der Führer Reichsinne bit Frick in Anerkennung feiner Derb' nste u Förderung des Korps zum Ehrens N bt- ~~~~ Zum Gruppenführer ro ^, _______Brigadeführer Max D e v« a (t b o u* ahrzsuginfpektor Mitte, Georg von ? fitfl- en, Führer der Motorgruppe £j‘Ia$otorbrigab! muth Oldenburg, Führer der Hochland. Hollands berühmtestes NuMUg verunglückt ii Dt Leiter der Landesgruppe We st mark ^| s:8undes der Saarvereine, Heinz Kel- >, rlläßt folgenden Aufruf: Eiiift bewundernswert, mit welchem Opfermut ei um mit ihrer Stimme das Saargebiet be- zu e - a ii rwinna ci i ( Kleine politische Nachrichten. Am 1. Januar wird der Reichsjugendführer Baldur von Schirach am Grabe des gefallenen Berliner Hitlerjungen Herbert N o r k u s an die gesamte deutsche Jugend seine Neujahrsbotschaft richten, die von 10 bis 10.45 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen wird. bo13)m vielen Fällen noch weitere Hilfe be- nontig werden. Jeder Volksgenosse sollte darum in f e in r r Nachbarschaft Umschau halten, ob boiH sein Abstimmungsberechtigter bei beit Betreuung von Aegehörigen, bei der Heber» wo««hnig des Hauses oder auch beruflich v e r t r e - t e bi werden muß. Diese Nachbarhilfe ist an den der Abstimmung Ehrenpflicht jedes Sthh-ien. 2c Bund der Saarvereine ist leider nicht in der nur voll!, t Z wisch« 'ern uni Führer, k ich! in ganz hloß die llic Deutschlands i sei, wie üie erhedlichn ien, fo bie unb bet te ningt/Qäll rein. Der Mc ich tos Äm er in Zweisl^' in n \üt Ml SM61.3anuarl935 einheitliche Reichsjustizverwaltung Der Reichs st atthalter für Anhalt und Braunschweig gibt bekannt, daß er anläßlich des Weihnachtsfestes die Volksgenossen, die wegen verleumderischer Beleidigung seiner Person zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden sind, begnadigt habe. Der Präsident des Evangelischen Bundes, Pfarrer i. R. D. Kreniers (Bonn) ist im 75. Lebensjohr gestorben. Er war feit 1909 Führer des Rheinischen Hauptvereins und auf der diesjährigen Generalversammlung des Bundes in Breslau zu seinem Präsidenten gewählt worden. Die französische Kammer Hot eine Interpellation der Marxisten über Maßnahmen zur Beibehaltung der Arbeit in den Citroen- Werken abgelehnt. Ministerpräsident Flandin erklärte, daß die Regierung sich nicht weigere, für die Arbeiter der Citroen- Werke zu sorgen. Die Regierung wolle jedoch nicht das Geld der Steuerzahler zum Wisderflottmachen von privaten Unternehmen verwenden. Die Kam- mer nahm dann den Haushaltsvoranschlag für 1935 mit 460 gegen 126 Stimmen an. OasneuesüdslawischeKabinett Belgrad, 21. Dez. (DNB.) Die Bildung des neuen Kabinetts Jeftltsch wurde um 18 Uhr bestätigt. Die wichtigsten Ministerien wurden wie folgt besetzt: Ministerpräsident und Außenministerium: Jeftitsch; Kriegsministerium: Zivko- witsch; Justizministerium: K o j i t s ch ; Finanzministerium: Stojadinowitsch; Innenpolitik: Welimir Popo witsch, Banus von Serajewo; Handel und Industrie: Wrbanitsch, Präsident der Agra- mer Handelskammer. Von der bisherigen Regierung Uzunowitsch wurden nur drei Minister, nämlich Jeftitsch, Zivkowitsch und Koji t s ch übernommen. Die neue Regierung besteht zum größten Teil aus jüngeren Persönlichkeiten. Der bisherige Ministerpräsident Uzunowitsch und seine Freunde haben offenbar einen völligen politischen Zusammen- b r u cf) erlitten. Das gleiche gilt auch von dem ehemaligen Außenminister Marinko witsch und seinem Anhang. Auffallend bei der Lösung der Kabinettskrise war ferner, daß dabei die Präsidenten der Skupschtina und des Senats nur eine g e - ringe Rolle spielen. Der Regentschafts, rat hat die Verhandlungen von Anfang bis IS V ,5 «11«? Grohfcuer bei einer englischen Texlilfirma. Ein Großfeuer äscherte einen Teil der Lagerräume einer Firma für Tuche und Stoffe hi L e ed s ein, die etwa 9000 Arbeiter und Ange- teilte beschäftigt. Die feuerfesten Wände und Decken verhinderten ein Hebergreifen der Feuersbrunst auch auf das Hauptgebäude. Der Schaden dürste trotzdem beträchtlich sein. Die älteste Hunsrück-Bäuerin gestorben. In der Ortschaft Reich (Hunsrück) st a r b kurz vor Vollendung ihres 9 9. Lebensjahres die älteste Bäuerin des Hunsrück, Frau Witwe Anna Margarete Rheingans. Bis vor wenigen Wochen noch erfreute sie sich einer ausgezeichneten körperlichen und geistigen Frische. Eine Grippe warf sie aufs Krankenlager, und der Tod hat jetzt ihrem langen Leben ein Ende gesetzt. u v ereits 18mal «die Strecke Amsterdam—Batavia n| Men Richtungen beilogen hatte, südlich von Rut- )t|f> in Sturm zur nächtlichen Notlandung n schießen müssen, wobei das Flugzeug gegen einen LH Lage, Vertretungskosten zu übernehmen. Der Bund hat die Durchführung der gesamten Abstimmunas- oorbereitung außerhalb des Saargebietes und Die Fahrt der Sonderzüge zu tragen, so daß ihm eine weitere Belastung unmöglich ist. Die Berliner Wirtschaftsführer haben sich bereiterklärt, ihren zur Abstimmung fahrenden Betriebsangehörigen den Lohn auch während der Reisetage weiterzuzahlen und diese Tage selbstverständlich auch nicht auf den Jahresurlaub anzurechnen. An die Wirtschaftsführer der Westmark richten wir die Bitte, sich diesem Vorgehen anzuschließen, zumal den meisten Abstimmungsberechtidten an sich schon durch die Fahrt ins Saargebiet erhebliche persönliche Opfer entstehen. An diesen Entscheidungstagen muß ganz Deutschland in einer Front mit den 800 0 0 0 Saarländern stehen. Es muß gleichsam ein Aufbruch der gesamten Nation fein, um die Brüder der Saar heimzuholen. Das Saarland darf nicht flaggen. Sarbrücken, 21. Dez. (DNB.) Die Regie- rungskommission des Saargebietes veröffentlicht eine Verordnung, durch die „die öffentliche A u s - stellungvonFahnen, Flaggen und Wimpeln in den Farben des Saargebietes sowie in den Farben der völkerrechtlich anerkannten Staaten und deren Teile bis zum Zeitpunkt der amtlichen Bekanntgabe des Abstimmungs- ergebnises verboten" wird. Ferner wird die öffentliche Ausstellung nationaler SymboleundHoheitszeichen sowie solcher Symbole, die einen „abstimmungspolitischen Charakter haben" untersagt. Die Bestimmungen der Verordnung finden keine Anwendung auf die Behörden der Regierungskommission, der Abstimmungskommission, auf die internationalen Truppen, sowie auf die Zollbehörden und die im Saargebiet akkreditierten konsularischen Vertreter. gebraucht wurden, aus eigener Kraft aufzubringen. Lord Rothermere betonte, daß ihn die historische Stätte des Braunen Hauses und die Organisation der NSDAP, außerordentlich interessiert habe. landesgerichtspräsidenten und Gene- r a l st a a t s a n w ä l t e n die auf den Reichsminister der Justiz übergeaangenen Zuständigkeiten in Demselben Umfange übertragen, in dem sie f ü r Preußen den entsprechenden Behörden übertragen sind. Professor D. Karl Barth dienstentlassen Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der ordentliche Professor der evangelischen Theologie in Bonn, D. Karl Barckh, gegen den der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ein Dienststrafverfahren eingeleitet hatte, weil er den für bie öffentlichen Beamten v o r g e s ch r i e b e- nen Eid auf den Führer und Reichskanzler nur unter Vorbehalten zu leisten bereit war, ist durch Spruch der Dienststrafkammer der Regierung in Köln mit Dien ft ent« laffung unter Gewährung einer Unterstützung in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Ruhegehaltes auf die Dauer eines Jahres bestraft worden. Gegen das Urteil ist die Berufung an das preußische Oberverwaltungsgericht in Berlin zulässig. ie, zu helfen. kichütternde Beweise der Treue wurden in bie» ,i;it offenbar. Sie geben uns die Gewißheit, $5 um bie beutsche Sache an der iirr gut befteUt ist. Denn hinter denen, bie ,ur jfoftimmung schreiten, steht bie Treue bes 1 (jji rien deutschen Volkes. An viele Volks- ^eiLtoim wird nun in den Tagen der Abstimmung )it! tufgabe herantreten, alleinstehenden Angehörigem i-yilflich zu sein, damit jeder Saarländer un- pe'||wt:t auf die entscheidungsvolle Reise gehen kann. Eß: len auch bie NS. -Frauenschaft unb andere Organisationen helfenb bereitstehen und sich v tip r ia Hem der Kinder annehmen, wirb füllst. St< Reichsjustizministerium hat nicht bie Absicht, bist Sachbearbeiter der bisherigen Landesjustiz- mjmUTien bei der nunmehr erfolgenden zentralen Fiii 'ung der Justiz auszuschließen. Es ist vielmehr de r I.unsch des Reichsministers der Justiz, einen grijo;?' Teil des Personalbestandes der Landesjustiz- miiiiiärien in d i e oberste Reichsjustiz- vkiir^altungsbehörde zu übernehmen. Siv'üd bereits in diesen Tagen 16 neue Sach - breiiüb eiter aus den Ländern in das Rlcli-sjustizministerium einberufen wiicöcn. ÄNtliche Aufgaben, die gegenwärtig den ober« ft Heu öß a n b e s j u ft i j b e p b r b e n auf bem ©e« bii iei ker Strafgesetzgebung unb ber ©traf« r «rh rs pflege einschließlich der Strafvoll- ziiZi: Verwaltung obliegen, werben den zu- ftctiizien Abteilungen des Reichsjustizministeriums inn toün übertragen. Auch in den Ländern, für bide Beauftragte bestellt finb, gleichzeitig mit ber UelfcKTitung ber Rechtspflege auf das Reich, wurden b ii iSiie b ö r b e n ber Staatsanwaltschaft i ringe samten Deutschen Reich verein- htkNicht. Die oberste Aufsicht unb Leitung ber Sdt^ianwaltschaften hat ber Reichsminister ber Jlürß! Nach seinen Weisungen arbeiten die General- sto ii Anwälte, Oberstaatsanwälte unb übrigen 23e« anininber Staatsanwaltschaft. 5, Len ßänbern Hessen, Braunschweig, 2In» Hanl. - ippe und Schaumburg-Lippe, für die Beauf- trcHr,nicht vorgesehen sind, werben den Qbfiia Reichsschatzmeister Schwarz gibt bekannt, baß die Ehrenliste der gefallenen Kämpfer der NSDAP, von der Hilfskasse der NSDAP, geführt wird. Keine Gliederung und keine Dienststelle der NSDAP, ist berechtigt, selbständige Aenderungen vorzunehmen. Alle bisher vorhandenen Listen sind daraufhin zu prüfen unb richtigzustellen. ♦ Lorb Rothermere besuchte in Begleitung seines Sohnes bas Braune Haus, wo ihn ber Stellvertreter bes Führers, Rudolf Heß, empfing und ihnen den Senatorensaal und die Karteianlage zeigte, weil die Organisation der NSDAP, das besondere Interesse des englischen Zeitungsverlegers fand. Reichsschatzmeister Schwarz sprach über die unerhörten Schwierigkeiten, die zu überwinden roatsn. um die großen Wittes iUL m der Äampfoett 2) Hin, 21. Dez. (DNB.) Am 1. Januar 1935 übiechhmen Reichsminister der Justiz Dr. Gür t- n nii ri-inb das von ihm geleitete Reichsju ft i z - mnirjfterium in allen deutschen ßän« d d r die unmittelbare Führung ber Iustiz. Der Reichsschatzmeister der NSDAP, gibt bekannt, daß die bis einschließlich 31.Dezember 1934 verfügte Zulassungs sperre für 23er» taufe ft eilen ber Reichszeugmeisterei der NSDAP, für parteiamtliche Bekleidungs- unb Ausrüstungsgegenstände sowie Abzeichen bis auf weiteres verlängert wirb. inner 9erlL" fh °us Politik' «yk $ iekrWinf ^menllerii^ MHe übet^ ineff unb ' ®erudj{, bö' angeblich oit, fast jeh und jit 5 en unb 5,, u und 1 über st« r. 5khnch,i DeulfchlM!: ’ung voll Aus aller Wett Elly Beinhorn in Washington. Die beutsche Fliegerin Elly Beinhorn ist mit ihrem Flugzeug in Washington (USA.) eingetroffen. Sie wurde von Mitgliedern ber beutschen Botschaft am Flughafen empfangen und anschließend von Botschafter Dr. ß u 11) e r begrüßt, ber ihr zu Ehren einen Empfang gab. Elly Beinhorn wirb sowohl im amerikanischen wie beutschen Runbfunk ihre Erlebnisse während ihres Amerikafluges erzählen. heftige Sturme über bem Atlantik. Ein heftiger Sturm tobt wieder im Atlantischen Ozean. Acht große Dampfer auf dem Wege von Neuyork nach Europa mit Weihnachtspost haben infolgedessen Verspätung erlitten, darunter die „Ascania" ber Cunarb White Star-ßine, bie „Europa", bie am Freitag in ßonbon eintreffen sollte, aber erst am Sonntag erwartet wird und die „Deutschland". Der Hapagdampfer „Neu- y o r k", der auf der Reede von Cowes vor Anker aing, hat bie 16 Mann Besatzung des norwegischen Dampfers „S i ft o" an Bord, die er in dem Atlantik-Sturm unter den Scheinwerfern der „Europa" gerettet hat. Die „Neuyork" wird die Mannschaft der „Sisto" mit nach Hamburg nehmen, von wo sie die Heimreise nach Norwegen fortsetzt. Die Schneeverhältnifse in den Alpen. — Roch keine Dintersporlmöglichkeit. Nach Mitteilung der Deutschen Bergwacht und des Verkehrsverbandes München und Südbayern haben bie Nieberschläge ber letzten Tage in ben Alpen in ßagen über 1400 Meter zu geringen Schneefällen geführt unb eine Schneedecke von durchschnittlich 10 bis 30 Zentimeter geschaffen. Skitouren und Abfahrten bis ins Tal sind gegenwärtig aber noch nicht möglich. Das erste Leistungsabzeichen der HI. in Berlin. Auf dem Gebiet Berlin wurde bem Kamerad- schaftsführer Hans ßindner von Bann 270 das bronzene Leistungsabzeichen der Hitler- Jugend von Bannführer Günther, dem Vertreter des Obergebietsführers Axmann, überreicht. Lindner ist ber erste Hitler-Junge des Gebietes Berlin und der 13. im ganzen Reich,^ber dieses Jugendleistungsabzeichen, das dem SA.» SportMeicheL gleichzujetzeg ist, erworben hot. Ende allein geführt. Kunst und Wissenschaft. Ein Gemälde von Vanher für das Museum der Universität Warburg. Universitätskurator Geh. Rat v. Hülfen hat aus der gegenwärtigen Weihnachtsausstellung Marburger Künstler ein von dem bekannten Maler Geh. Rat. Bantzer neugeschaffenes Gemälde „Alte Buchen am Waldesrand" für das Mufeum der Marburger Universität erworben. Der Erwerb diefes neuen Werkes unseres hessischen Altmeisters, das als ein Gegenstück von Böcklins bekanntem Gemälde „Das Schweigen im Walde" angesprochen werben kann, bedeutet eine neue wertvolle Bereicherung bes Museums. Alfred karrafch und Heinrich Anacker erhallen den Hamburger Dietrich-Eckhard-Preis. Der Hamburgische Senat hat auf Vorschlag bes Vertrauensmänner - Kollegiums ben Dietrich- Eckharb.Preis ber Freien unb Hansestadt Hamburg für das Jahr 1934 zu gleichen Teilen an Alfred K a r r a f ch unb Heinrich Anacker verliehen, ber als nationalsozialistischer Lyriker bekannt geworden ist. Die Ehrengabe für Werner Deubel. Die Gesellschaft ber Bücherfreunde zu Chemnitz hat ihre Ehrengabe 1 9 3 4 in Höhe von 500 Mark bem in Affolterbach im Dbenroalb lebenben Schriftsteller Dr. Werner Deubel (früher lange Jahre Feuilleton-Rebakteur ber „Frankfurter Nachrichten") verliehen, von dem bisher der Roman „Götter in Wolken" und die Bücher „Deutsche Kulturrevolution", „Weltbild der Jugend" unb „Schillers Kampf um bie deutsche Tragödie" erschienen sind. Ddi^ndesjustizministerien werden an diesem Taae zuy b dehen a u f h ö r e n. In ben Ländern H e s- f e r; Braunschweig, Anhalt, Lippe und Schaum- buhjSippe gehen die Aufgaben ber obersten San« beiichs izbehörden auf das Reich unmittel« b dar iüber. In ben übriaen Ländern nehmen bie öooüiem Reichsminister Der Justiz bestellten B ili| :'ir a g t e n ihre Tätigkeit auf. Insgesamt sind ..Jliuaer Beauftragte bestellt worden, für 1. Bayern, 2. ! ÖJirttemberg und Baden, 3. Sachsen und Thü- rirr? , 4. Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg urtii Mecklenburg. Sie werden dafür sorgen, daß biille U’berjentralifation der Geschäfte aufhört und baNl!-ie Abgabe aller hierfür geeigneten Geschäfte a i irr ii i e Provinzialjustizbehörden er» folü.E)ie Geschäfte der Justiz werden zwischen ber oblMtrii Reichsjustizbehörde und den Provinzial- beitänen so zu verteilen sein, daß einerseits das R^Wustizministerium die Gewißheit hat, feinen Wille.bisindieuntersteJustizbehorde Ö uuife feen zu können, unb baß andererseits bidfc C:i)efs der Provinzialjustizbehörden die Mög- lpth!-i haben, in weitem Umfange die Geschäfte deüirLilstiz in eigener Verantwortung zu D ilastiß« e ausjei’il in, daß in erben, aus J1''- ez°h".d" at ©erbenk n auf * jearünbeten - n für die' r NusnutziE NichteM n seinen 3üter oi'1 anM1 be-re«5 T orbnunp d VK ’S«»' ’Ä» SL tx denk Sfif :laßi 8 % iV'< Büchertisch. — Pampayaco. Deutsches Forscherleben im Urwalb Südamerikas. Von Eduard P o e p p i g. 72 Seiten. 0,90 Mark. Akademische Derlagsgefcll- schaft Athenaion m. b.H., Potsdam. — (617) — Das Büchlein behandelt einen Schauplatz, der sich für Poeppigs botanische Forschungen als besonders ergiebig erwies. Die Hacienda von Pampayaco am Ostabhang der Anden bildete 1829/1830 den Aufenthalt Poeppigs, der hier das weite Urwaldgebiet erforschte. Das Buch bringt in feiner klaren Sprache nicht nur Naturbeschreibungen von hohem Reiz, sondern auch packende Erlobnisschibderungen auf dem farbigen Hintergründe der tropischen Landschaft. Pveppig war einer der ersten, der hierher Dorgrang, unb seine Erkenntnisse sind auch von der heutigen Wissenschaft noch nicht überholt. — Borisav Stankovic: „Hadschi Gajka verheiratet ihr Mädchen". Roman. Aus dem Serbischen von S. D. Zeremski. Leinen 4,80 RM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. — (576) — Dieses Buch eines Dichters, ben bie Serben als ihren besten Erzähler feiern, führt ben Leser an bie Grenze zwischen Europa unb Kleinasien. Die kleine Stabt, an ber sich slawische, griechische, türkische unb altrömische Einflüsse mischen, ist ihm bie Welt. In kraftvoll großen Silbern zeichnet er ben Balkan zu ber Zeit, ba bie alte stäbtische Aristokratie verfällt, ba ein Geschlecht unverbogener, berber Bauern sich anschickt, bie Macht zu ergreifen. Es ist eine Welt sehr ursprünglichen Lebens, bie Stankovic schilbert, aber boch herrschen in ihr Gesetze, bie zu erfüllen finb, gegen bie ber einzelne wohl anrennt im stürmischen Wollen, sich selbst burchzusetzen, gegen bie er aber boch machtlos bleibt. Solche Gesetze gibt bie Sippe, bie Umwelt, das Herkommen, der Brauch, aber auch das eigene Ich in seinem Ehrgefühl oder in ber Kindesliebe ober was immer das Handeln der Menschen bestimmt. Slawische Weichheit und orientalische Wildheit mischen sich in -ben Gestalten biefes Buches auf eigentümliche Weise. Die Schilderung eines großen Hochzeitsfestes, bie Zeremonien ber kirchlichen Feier, bas Mahl, bie Musik ber Zigeuner mit ihren aufreizenben unb wehmütigen Rhythmen. Unvergeßlich bleibt bem Ohr ber wehe Klang bes Hochzeitsliebes: Habschi Gajka verheiratet ihr Mäb- chen... ! Verheiratet wirb das Mäbchen, es barf selbst nicht wählen, wem es seine Jugenb und Schönheit schenkt, die bald im grauen Alltag ber Ehe mit einem ungeliebten Mann dahinschwinbet. „Habschi Gajka verheiratet ihr Mäbchen..." wehmütig hebt bas Lieb an unb enbet in bitterster Traurigkeit. Es herrscht bie Sippe unb ihr Gesetz, vor dem der Einzelne, vor allem die Frau, nichts gilt. — Nourrain e. Roman von Fred Neu- m e y e r. Ganzleinen 4,80 Mark, kart. 3,80 Mark. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main. — (593.) — Nourraine ist ein Bauer aus dem Rumäni- schen, von der Mündung eines lieberbefungenen Stroms. Wie er eine Erbschaft macht, sein Haus vernagelt, die Welt seiner Heimat hinter sich läßt, brennend vor Neugier in das Babel Berlin eindringt, wie er sich mit allem Fremden kindlicherstaunt und trotz vieler Widrigkeiten geläutert nach Hause fährt — das ist bie einfache, mit Phantasie geschriebene Fabel dieses Romans. — August Messer: Glauben unb Wis - s e n. Geschichte einer inneren Entwicklung. Neue Folge. Brosch. 1,50 RM. Ernst Reinhardt Verlag, München 1935. — (531). — Unter dem Titel „Glauben und Wissen" veröffentlicht ber bis vor kurzem an ber Landesuniversitckt lehrende Philosoph und Pädagoge Professor Messer 1919 eine Anzahl Briefe an eine Freundin, die, ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmt, Rechenschaft geben sollten über Welt- unb Lebensanschauung bes Briefschrei- bers. Zahlreiche Zuschriften zu biefer Veröffentlichung legten die Vermutung nahe, daß ber in dem Buche geschilderte Entwicklungsgang für deutsche Menschen um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts einigermaßen typisch war. Die neue Folge von Briefen über Glauben und Wissen finb an einen Stubenten gerichtet — im Glauben an deutsche Zukunft unb deutsche Jugend. Die hier zusammengefaßten acht Briefe behandeln in zwangloser und leicht verständlicher Form allgemeine Fragen philosophi- scheu und weltanschaulichen Charakters, z. B. Glau- bensprobleme; „Entfremdung vom Leben durch Wissenschaft": das Ethos ber Volksgemeinschaft; objektive Gültigkeit unserer Wertschätzungen; Freiheit, Unsterblichkeit, Gott. Wettervoraussage. lieber Skandinavien hat sich in Verbindung mit dem russischen Hochdruckgebiet ein kräftiges Teilhoch entwickelt. Demgemäß bringen von Osten her langsam kältere Luftmassen über Deutschland westwärts vor, zumal sich die bis auf den Ostatlantik entwickelnden Wirbel in der Hauptsache südostwärts verlagern. Aussicht für Sonntag: Vielfach neblig und überwiegend bewölkt, im ganzen trocken, bei östlichen Winden weitere Abkühlung und vereinzelt auch schon leichter Frost. Lufttemperaturen am 21. Dezember: mittags 6,4 , Grab Celsius, abends 6,2 Grad; am 22. Dezember: morgens 5,2 Grad. Maximum 6,6 Grad, Minimum : 5,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter \ Tiefe am 21. Dezember: abends 6,2 Grad; am 22. Dezember: morgens 5,6 Grad Celsius. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor , Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch« und Steindruckerei R. Lange, K.«G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. rnehr^ Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ . mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zkit. tftjßreisltfts L Juli. 123 n wv; E< n 'M. 6^ [06011 n. Tannen- ? ! Wen SB , , erb.wirv.Postt. fürdenHaushalt Mi it-r erbrüt Edlmfle Dioisic lwsgevommen werden. I«®ie6ea< lmeiaers 10,— 8,- 4 — Wn, daß d DiefÖrille sitzt! ’iiht ga/gt volkstümliche, preiswerte cVoqel6estimmungs6ücfjer! um vwuiam Hugo Dermühler Verlag * Berlin-Lichterfelde BZ1_ Von Fachoptikern beraten und angepaßt, garantiert für gutes Sehen und Tragen 12,- 30,- -W •re® 7 — 5,— 04 yM&täfhttrk! tPie koM- I 'nurWS'f.wtd fäßfl die Mal (iM.dwv\ Fritz Euler, Hammstraße 16. Televhon 2095. ’n N Dibuo e feil Edgar Borrmannf Eisenhandlung, Gwßen, Mönstadt 5. Illlllllllllllllllllllllllllll Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt eich ! 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Am Leben liegt einem mehr als an Schönheit, und so begnügten sich die waffenstarrenden Legionen des alten Rom ebenso wie die vom Kopf bis zu den Zehen bepanzerten Ritterhaufen des Mittelalters mit geringer Zierde. Erft als Panzer, Schild und Visier sich gegen die modernen Feuerwaffen unwirksam erwiesen, bildete sich eine von der bürgerlichen Kleidung streng unterschiedene Soldatentracht heraus. Als die Landsknechte Frundsbergs in der Schlacht von Pavia den speergespickten „Igel" der R'tter öffneten und die Scharfschützen des Marschalls Pescara die in ihren kostbaren Harnischen prunkenden französischen Adeligen blutend in den Sand werfen, da regte sich zum ersten Male in der neueren Geschichte da- Selbstgefühl des eigentlichen Soldatenstandes. Die deutschen Lands knechte bildeten eine eigene Tracht aus, deren wehende Federn, aufgepuffte Wämser und geschlitzte Pluder- Hosen, deren bunte Farbenfreude ihren tollen Wagemut und ihre Lebenslust verkündeten. Der soldatische Zug der Kleidung wirkt in diesen kriegerischen Zeiten bis zum Ausgang des Dreißigjährigen Krieges bestimmend auf das ganze Kostüm ein, und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts beherrscht die malerische Wildheit der Krieger die Männertracht, die sich an riesigen Federhüten, breiten Spitzenkragen und mächtigen Reiterstiefeln nicht genug tun konnte. Die Versuche, in diesen ersten stehenden Heeren eine einheitliche Kleidung durchzuführen, mußten manches Vorurteil, vor allem auch die Disziplinlosigkeit der Truppen überwinden. Im Mittelalter galt gleichförmige Kleidung als Schimpf, und die Söldner bekundeten gerade ihre Unabhängigkeit in der üppigen Prahlerei ihrer Ausstaffierung. Nur wer in den Dienst eines Herrn trat, also damit seine Freiheit aufgab, nahm die „Farbe" des Vorgesetzten an, und diese „Livree" verkündete seine Unfreiheit. Deshalb erklärten z. B. die Ratsherren der freien Stadt Magdeburg im Jahre 1293 denjenigen für unfähig, im Rat zu sitzen, der „eines Fürsten Kleidung nähme". Allmählich aber drang die „Leibtracht" der hohen Herren, die ihre Macht versinnbildlichte, auch bei den Soldaten der Fürsten durch, und man begann, diese Kleidung mit einem gewissen Stolz zu tragen. Im Gegensatz zu dem wilden Durcheinander des Landsknechtwesens, dessen ungebundene Tracht zu der geringen Manneszucht paßte, konnte jetzt der Gedanke Geltung gewinnen, durch eine bestimmte Kleidung Ehrbegriffe und Disziplin zu heben. Schon in der Renaissance wird gelegentlich gleichmäßige Kleidung der Soldaten gefordert, und zwar soll sie schwarzweiß-rot sein, „denn schwarz bedeutet Festigkeit und Verschwiegenheit, weiß Reinheit und Freudigkeit, rot Strenge und Schlachtenmut". Schon die ersten Verkünder der allgemeinen Wehrpflicht um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert legten Wert auf gleichförmige Tracht. So verlangte z. B. der Landgraf Moritz von Hessen: „Die Kleidung muß nach Farbe und Schnitt gleichartig sein: die Regimenter sind durch die Farben des Beinkleids, die Kompanien durch ein Abzeichen an den Röcken, die Befehlshaber durch Feldbinden und Federbusch zu unterscheiden." Zugleich verbot er die Auswüchse der damaligen Soldatentracht, die bunten Federn am Hut, die „Bäuche" der Wamse, die pludrigen Hosen. Auch Johann von Nassau erklärte es in seiner Dienstordnung von 1608 als wünschenswert, daß die Leute gleiche „Liberey" tragen, denn „sie hebt den Mut und fördert den Respekt". Die wüste Soldateska des Dreißigjährigen Kriegs wurde schließlich aus Gründen der notwendigen Unterscheidung dazu gezwungen, für gewisse Abzeichen zu sorgen. So wurde in einzelnen Regimentern gleiche Kleidung eingeführt. Die But- lerschen Dragoner z. B. trugen rote Röcke, die Holk- schen Jäger grüne Röcke mit weißen Litzen. Im schwedischen Heer gab es ein blaues und ein gelbes Regiment, die so nach der Rockfarbe genannt wurden. Die Feldbinden, die zuerst bei den Generalen Karls V. auftraten und jetzt allgemein Mode wurden, dienten ebenfalls zur Heraushebung. So trugen die Schweden bei Lützen grüne Schärpen und die Kaiserlichen rote. In der Schlacht bei Warschau 1651 steckten sich die Brandenburger Eichenzweige an die Hüte, während - sich die verbündeten Schweden durch Strohbüschel kennzeich- e Lchoolkes. ni itfDer, Romantik. Kühnheit und Wagemut, Auh.V ir i» Verschlagenheit, Ritterlichkeit und über- iett Lebensfreude machen ihn zum Abgott »c Einfach und klar erscheint dem Laien jS$e seine Kampfwesie: „Drauf und durch!" ichniuß wirkliches Können, reiches Wissen Hnmß wirkliches Können, reiches Wissen irti ten des Stellungs- und Materialkrieges ü. E>h i ^Grundsätze, die Erfahrung über Dn Reitermassen, leichten Trup die Ver- Truppen ver- il. ehen, zu verblassen. Und doch sind sie 5 irHieior hundert und tausend Jahren die glei- cifoii’ine oder Motore ihnen die nötige Beert., im nbg. 573Ü einheitlich, überraschend an entschei- einzusetzen. Dabei ist es ganz gleich- l ic ich arte. Sich, 617Ü schnelle Divisionen. fr Oberstleutnant a D Benarv. •Viütw (taer Wti n a»; bstg. nein rann M. nien lerh. um. ö.A. at atm, Dgl, ein., An- Mk. dK.- sucht ltwe vecks en,, nstl. 5990 jhtj. frier- atm, u, wri > -L5 den Flieger umwitterte r i jeher W Zweites Blatt ■I—I Ji’totn, ei!i>i' unabänderlichen. Es geht darum, ihre t- Zihelllrbeit hinter ihr stehen, soll sie zum Ziel < i. ichts ist dankbarer, als Kavalleriemassen, l7|tn;glid)e Truppen zu führen. Aber nicht ? ilijunbert gebiert Männer vom Schlage -er itz, eines Zielen. »ttdiese Gefechtskraft, wie zu der Ritter- e: ngeiten in der blqnken Waffe, in Schwert a^zoder in der neuzeitlichen Feuerwaffe, in iMaschinengewehr und Geschütz, besteht, ftl. heu flUhg '•Ich *h«lt ’or, 'S,,, poit. 'S„, lhr,j tu. ruck. 'M«, •ertl ker»| 2251 5lltb , *5* 19 Üib tet.i rn „ k 1 t ....... .... To., k gl chlteiWerleihen. 16 fei 1 '■ ~ M j rten stjjiciiier-, Nachrichten- und Nachschubverbän- n. Di < lalbmotorisierte Kavalleriedivision zählt gegen? zwi Kavalleriebriqaden zu je zwei Kaval- teregnM tern, ein Regiment Dragons portes, ie P! anerkraftwagenabteilung, eine Kraftrad- kadroit,, lin reitendes leichtes Artillerieregiment miib ein s otorisierte schwere Artillerieabteilung so- • • * '2' ie mo:ßa ierte Pionier-, Nachrichten- und Nach- Bfle,.,onDe^)iibDerr6ci3e. Ein Bataillon Dragons portös setzt lhnl .iT-ji) zustMien aus drei Schützen- und einer Be- '"^°° '^eitwa'Eskadron und besitzt ohne Troß- und igbess^‘7unitic-7-ne ir3euqe eine Gefechtsstärke von 124 lÄKa^hliTfetij^-1 ä nb cCijtt1 i6en Kraftwagen, 41 Krafträdern zum mi i 'iwagen, 36 leichte Maschinengewehre, '«7m schw:«c! Maschinengewehre, zwei leichte Minen- lerfer, ' Geschütz und rund 630 Köpfe. erSchwiifl**11---------—-——--------------------------------------- FrlniMj Sttoit Panzer zur Uniform, b.rgerftra»** L ber Soldatentracht. / Man nsi zwar, das Kleid mache den Mann, luflinS her mdnrinnte mit ebensoviel, ja, mit mehr Recht -«kßMf'agen, titqi b e r Mann das Kleid macht. SÄ iedemaick inden sich für beide Anschauungen Bei- ?. Spiele ti ii !::r Geschichte der Soldatentracht. Eine rnus fiii das Kleid des Kriegers der deutliche BeE.iusdrücÄ'i iner Persönlichkeit und seiner Kampf- arten ^oeise, Berufes und seiner Eigentümlichkeiten, die B^Dann cik: gewinnt die Tracht gleichsam Macht M. l'^iber deii« Soldaten: sie zwingt ihn in ein gleich- .,sörmige^s-rhema und schließt die Truppe zu einer W'cinheitli' iciit Masse zusammen, in der der einzelne iröcrt, seine JniKn Dualität aufgibt und das Kleid ihm Ehre :rn SBt^'unb Wüujkj seines Stanbes verleiht. lten. Der g’|rö Wert, ber in ber Geschichte bes Kriegs- ikM/'->wesens''to-lmch auf bie Kleibung gelegt worben ist, 25 wftat e in tieferen Sinn, benn ber Anzug bes Soldaten Sprint einen Einfluß auf ben Geist, der ihn beseiü.IDoch mußte zwischen den verschiedenen ,j.; Mnforbe innz;en an die Soldatentracht, dem Verlan- ’^en na«H taktischer Brauchbarkeit, nach Einheit- ichkeit ck nach Schmuckwert ein Ausgleich ge- chasfen tdfben, und dies ist erst verhältnismäßig pät gel lUAn, als sich nämlich die moderne Uniform us bei m :en Kriegstrachten herausbildete. JjJ Die 5Ke.er-Kleidung ist zunächst in erster Linie titie c-mutztracht gewesen. Man wollte sich mch Miiiglchkeit gegen die Gefahren des feindlichen (ngriffijsiiiigern. Daher steht der Panzer am Mlnfang^I- kriegerischen Ausrüstung. Sowohl der ömischc e hchlit wie der mittelalterliche Ritter treten im Pal-n^ mit Schild und Helm auf, und ihre rächt irniiiehr Bewaffnung als Bekleidung. . scheint der Soldat nicht in vollen Wehr und so unterscheidet sich sein Aeußeres kaum r Htm dem des friedlichen Bürgers. Neben Ibiefer f llr-nben Schutztracht gibt es aber freilich !ouch schiho m- den Heeren des Altertums ein leich- 8 i/6>tere5 KlD das die Truppen anlegen, die mehr 311m Vcio^ß und zur Verfolgung bestimmt sind. lHier übikriegt ebenfalls der praktische Nutzen: der . Schleuder! der Träger des Wurfspießes, sie schaf- mlHpen sich : knappe, bequeme Kleidung, die zu den IHllk^'chi-N -:fen paßt, und so entsteht das sich an- |O| • schmiegelederne Wams, das bequem sitzende Mfleid, die feste Umwicklung der Beine -vy □ $rtßcinl Dien fieiöen das Uebergewicht zu fällt, hängt LSnbi berl i^räumlichen Lage des Landes, in dem Ämtt.,^iisie< ! Visionen aufgestellt oder verwendet wer- iflil m?1*' solli'N.ivon ihrem Wegenetz, von dem Stande mS Mastlll.ierung ihrer Wirtschaft, von dem Stande it LftKter en- und Kraftwagenindustrie ab. r a iL ei cf) verfügt zur Zeit sowohl über ms', brr^torisi'.'tt als halbmotorisierte Schnelle (Kaval- tiu *9lüö.'.-.*?ie ) T)b. einen. Die motorisierte Division gliedert m.» 20M>> in -'n in Brigade Dragons portes (d. i. Dra- im feier vM igeländegängigen Kraftwagen) zu zwei V nimetiL'.’• zu je drei Bataillonen, einem Kraft- ngst. Tie^DfahrkiM.llon, einem Panzerkraftwagenregiment b73v Ei> Ms Kamps^wagen-(Tank-)Regiment, einem höeri.ri iment auf Selbstfahrlafetten, motorisch ri Schritte dröhnen über das Erdreich: die it r lexanders, die Triarier Roms, die Gre- chiedrichs, bie Alte Garde Napoleons tritt lEdipf, entscheidet die Schlachten Hufe klap- 8ai!' wirbelt auf: Die Reiter Hasdrubals, vr Wärme des Ostens, Hunnen, Mongolen, Bayreuther Dragoner, bie Chasseurs ii bi 6 3 üben W is sind al n Frankreichs Vauernium kämpft um fein L Don unserem Z.-Äerichierstaiier. rein Fa- wie $ ron d' - i sind, 1 einzubürgern begannen. Kannte man in früheren Jahrzehnten den leuchtenden Tannenbaum eigentlich nur vom Hörensagen oder höchstens als Ausschmückung von Sälen und größeren Gaststätten, so kann man jetzt regelmäßig an vielen Stellen den würzigen Harzgeruch der zum Verkauf aufgestellten Tannenbäume verspüren. Und am Heiligen Abend wird man, wenn man durch die stillen Stra- milien diese Tage in ähnlicher Form begeht etwa Ostern oder Pfingsten. tan kann n b rn i r t Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Paris, Dezember 1934. Als fünfundzwanzibtausend Bauern durch Paris zogen, über die Boulevards schritten, in derber Tracht und mit Pappschachteln, in denen sie ihre Lebensmittel trugen, schreckten die Pariser einen Augenblick auf. Die Bauern demonstrierten im luxuriösen Weichbild von Paris, sie kamen als geschlossene Macht, protestierten gegen die niedrigen Preise und mahnten Flandin an sein Wort, die Erzeugerkosten landwirtschaftlicher Waren zu heben, ohne die Verbraucher zu belasten. Man hatte in Paris gehört, daß in den Provinzen die Bauern aufsässig geworden waren und sich von den Radikalsozialisten getrennt hatten. Aber die Journalisten spotteten über diese Parteineugründung, die kommenden Politiker, die in diesen Kreisen ol I M Monte i munbtne ’S i Volks- uni i MchlSsjigte * kennuny V V Aodenarbei n auftragte ! n lande beste s roohl aber H Aräste eist nimmt de Sie biÄe W. J. Amsterdam. Die Weihnachtsvorstimmung beginnt in Holland sehr frühzeitig. Schon Mitte November machen sich, besonders in der Kinderwelt, die Vorzeichen des Weihnachtsmonats bemerkbar. Zwar besitzt man auch in Deutschland in der Advents-Feier einen Vorboten für die im Anzug befindliche Weihnacht, aber in Holland ist doch das hier an die Stelle des Advents tretende St. Nicolausfest von weit größerer Bedeutung und Volkstümlichkeit. Vielfach kennt man ja überhaupt m holländischen Familien die Sitte der Gabenverteilung unter dem Weihnachtsbaum nicht. Stattdessen wird bei ihnen die Bescherung bereits zum „S i n t e r k l a a s" - Tage, am 5. Dezember, vorweggenommen. Das eigentliche Weihnachtsfest beschränkt sich dann auf eine kirchliche Feier, während man innerhalb der versinken könnten, trotz heulender Winterstürme, mag der Heilige Abend des Ehepaares, das das „Sonnblick - Obfervatorium" in 3500 Meter Höhe betreut, gerade deshalb besonders traulich sein. Und hätte der nächtliche Besucher noch Zeit, dann müßte er natürlich auch nach Wien fliegen. Da könnte er zum einzigen Male im Jahr die „Pummerin", die große Glocke der altehrwürdigen Kirche von St. Stephan, zur Mitternachts-Mette läuten hören. Der Stephansturm ist über alten Katakomben, auf unterhöhltem Grunde gebaut, und sein schlanker Turm wäre zu zart, um das mächtige Ausschwingen der großen „Pummerin" an jedem Sonntag aushalten zu können. Früher hatte man sie oft geläutet, doch da zeigten sich dann immer bedenklichere Sprünge im Gemäuer. Und darum muß die „Pummerin" jetzt das ganze Jahr schweigen und darf nur einmal in zwölf Monaten das Fest des Friedens einläuten. Möge ihr heuriges Geläute den wahrhaften Frieden künden allem deutschen Land diesseits und jenseits der Reichsgrenze! „Ginterklaas" und „Schwarzer Piet". di Man freut sich auf den seit Kindheit Ämn- lieben Zauber des Weihnachtsfestes S dann, daß er ausbleibt. Man sieht dok nachten ein deutsches Fest ist JÄ scheu, nordischen Landschaft geboren ft mernde Natur, Schnee, Kälte, frühe Däirw das winterliche Deutschland fehlt uns * Nachtsstimmung. Deutsche Weihnacht unter Palm denkbar. Gewiß — man stellt sich einen bäum, der keiner ist, ins Zimmer, m etwas länger, weil die Nacht erst fpöt J1 Dämmerung kommt und zündet dann die V die sich vor Hitze biegen. Jede Einzelheji■ ? schroffen Gegensatz des nordischen Feste?? tropischen Umgebung, der alle freudige stimmung hemmt. Und trotzdem feiern ml] wieder unsere Weihnacht. Ein Freudenüsin für den Ausländsdeutschen in den Tropen. I Sie ist aber etwas, was für ihn und feine« ] menhalt mit der Heimat ungleich wichtig-! ist das F e st seines deutschen h e'i J Das ist der Inhalt, der der Deutsche feii3 nachten hier geben kann. Dem Brasils kann das nordische Fest jedoch nur als m2J Einfuhrware erscheinen. Aus Frankreichs für die kleinen Kinder den „Papa Noel'« Da man ihn den Kleinen aber schwer nachtsmann im von Schneeflocken bcbeifJ begreiflich machen könnte, verachtet ntanri konkrete Vorstellung von ihm. Als blutlcerrl kann er dem Fest keinen Inhalt qeber man auch im kinderlieben Brasilien r?i*J schenkt, >die „Bescherung" mit ihren und Geheimnissen kennt man kaum. $Q5l1 des Festes, die M i t t e r n a ch t sm esi, 1 überdies so im Vordergrund, daß alles es J sich am Weihnachtsabend gründlich nu^J um zur Messe wieder wach zu sein. Die Ld werden den Kindern eben irgendwann 2 Man Fann dem Brasilianer aus dieser St3 feit seiner Weihnachtsbräuche gewiß ^31 wurs machen. Die innere Beziehung zu bieijl den Fest, bas ihm auch noch in verwässerte! importiert wurde, muß ihm ja fehlen. Jnstinktbegabte Brasilianer haben das fefrJ anerkannt und haben versucht, dem brnfiW Weihnachten die Gebundenheit an $olt urii zu verschaffen, die es allein zu einem Fest machen könnte. Aus solchen (BebanfrJ heraus ist die Gestalt des „vovo Indio“ asj des „Urväterchens Indio", die an die eit „Papa Noel" treten soll, um dem DeHnqj eine volkhafte Verwurzelung zu geben, Schriftsteller haben sich schon im letzten M • Dienst dieser „Nationalisierung" der Weiher,- stellt und versucht, durch Kinder-Erzählun:-: durch Bilder vom „vovo Indio“ die neue (L ’l propagieren. Ob dieser, wenn auch ItmiK:-?. Ersatz einer nicht vorhandenen Irabition bure-\ intellektuelle Schöpfung sich durchsetzen t:.-.1 ■ freilich zweifelhaft... heranwachsen, sind Advokaten, Aerzte ober >' fer und vor allem dazu Journalisten unb 'c! Die neue Agrarpartei aber ist ständisch ü : den und daher fern der Pariser Zioilisa»: ist dos ganz andere F r a n k r c i d),i 1 zwischen so erstarkt, daß sie sogar nach Jr die Straßen geht, und wenn die *Stöbü: hören wollen--der Paysan wird ihnen: nächsten Wahlen dafür eine Quittung präte i die manchen städtischen Politiker, der nur f. i1 kreisen aufs Land geht, erbleichen lassen r:: Immerhin hatte man selbst in den S.'-" merkt, daß die übersteigerten Pr: > Lebenshaltungskosten — Franb-' 1 ziemlich das teuerste Land Europas — i” '' Verhältnis z u den Preisen stehen Bauer für seine Erzeugnisses dem Vorsitz des Lord • Leutnants der Grafschaft auch die Mobilmachung und alles, was damit in Verbindund steht, oorzubereiten haben. Die etwa 30 Mitglieder umfassenden Ausschüsse zählen zu ersteren auch Vertreter der Grafschaft, der Städte, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie auch verabschiedete Offiziere. Dieses Gremium bietet die Gewähr für eine reibungslose Zusammenarbeit aller dazu Berufenen. Die Kommandeure der Territorialtruppenteile sind Mitglieder der verschiedenen Unterkomitees der Ausschüsse. Sie sind besonders verantwortlich für die Rekrutierung und die Auswahl der jüngeren Offiziere Der Lord- Leutnant als Vorsitzender des Grafschafts - Ausschusses hat als Stellvertreter des Königs das Recht, die Anwärter für Subalternoffiziersstellen zu be- zeichnen. In der Territorialarmee herrscht derselbe Stolz und derselbe Korpsgeist wie bei den regulären Regimentern. Vielfach dienen in demselben Truppenteil die Söhne wie ihre Väter. Zusammengefaßt kann gesagt werden, daß dos englische Landheer, In den letzten Jahren hat sich allerdings eine Weihnachtsfeier in der Art, wie sie in Deutschland üblich ist, auch in den Niederlanden mehr und mehr (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) nächtlicher Weihnachtsflug. Dr. A. Wien. Weihnachten ist der Deutschen ureigenstes Fest. Wem denn sonst läge die Zartheit seines Friedensgedankens, die Poesie seiner Familientraulichkeit, die Idylle von Licht, Schnee und Heimlichkeit näher als dem Volk der Dichter und der Denker? Und dennoch hat jeder deutsche Stamm seine besonderen Bräuche. Wollte einer an diesem Tag alles deutsche Land umspannen und machte er sich mit einem Flugzeug auf, um von Norden nach Süden zu ziehen — er müßte lo viel Innigkeit, Schönheit und Herzlichkeit sehen, daß ihm schier das Herz zerspränge. Und flöge er dann über die Grenzen nach Oesterreich... an diesem gottseligen Tag merkte er nicht, daß sich zwischen Bodensee und Böhmerwald ein Grenzwall zieht. Ja, käme er nach Oesterreich, er müßte zuerst zum Ort der feierlichsten Weihnachten im deutschen Land: Zu Obernberg an der Salzach im Salzburger Land, dem alten Schiffer- und Flößerort hatte vor 100 Jahren der greife Pfarrer Mohr einen begnadeten Einfall. Er schrieb den Text eines Weihnachtsliedes fein säuberlich auf ein Papier und schickte es seinem Nachbarn, dem Lehrer und Organisten Gruber hinüber. Der dachte und probierte am Spinett zwei Tage lang, und nach diesen zwei Tagen war das innige Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht" erstanden. Darauf sind die Dbernberger unfaabar ft oh. Darum ziehen die Frauen am Heiligen Abend ihre feierlichen alten Gewänder an, die Männer nehmen die mittelalterlichen Schiffer- und Flößertrachten aus dem Schrank, und dann ziehen die Dbernberger in feierlicher Prozession zu Der Kirche, von deren Orgel vor 100 Jahren zum erstenmal die ehrwürdige Weise erklang: „Stille Nackt, heilige Nacht, alles schläft, einsam wacht..." Und heuer werden die Dbernberger eine besonders festliche Weihnacht haben. Denn in diesem Jahre haben sie eine Kapelle erbaut, die dem Liede geweiht ist. In ihr wird auch die alte Drgel ausgestellt sein... Der nächtliche Gast könnte nicht lange verweilen, denn er müßte zu dem Drt, wo die h ö ch st e deutsche Weihnacht gefeiert wird. Das Ehepaar, das dort den Christbaum entzündet, hat schon vor zwei Monaten seine Weihnachtsgeschenke einkaufen müssen, und auch der Weihnachtsbaum mußte schon vor der gleichen Frist in dem 2000 Meter tieferen Wald geschlagen werden. Es mag den beiden nicht leicht gefallen sein, ihre Geschenke in den zwei knappen Räumen, die jetzt im Winter ihr Leben umschließen, voreinander zu verbergen. Aber trotz des Schnees ringsum, in dem Menschen dl in der S ibmirilOT rr en. kam J MU. 8 Lpnbcsb iti-Na \ I rotnbe in bi cf 3torbrar bü Lauerns Infamen. ?n kurze, ilbepauernfii T|tinen Hof; ■bflin auf iSchulung bi : Gobann c Hühners, Stc rven Ttanb t »Seine auffd ßen geht, aus vielen Fenstern den jedem Deutschen so vertrauten Lichterglanz des Weihnachtsbaumes wahrnehmen. Den Weihnachtsmann aber findet man in Holland im allgemeinen noch nicht. An feiner Stelle erschien meist bereits am 5. Dezember der „Sinterklaas" mit seinem Knecht, dem „Schwarzen Pie t", und bereitete den artigen Kindern freudige Überraschungen; die unartigen aber strafte er mit der Rute. Schon mehrere Wochen vorher hatten die Kinder nachts ihre Schuhe vor den Kamin gestellt, in der wiederholt auch in Erfüllung gegangenen Erwartung, daß der „Schwarze Piet" bei feinen Streifzügen über die Dächer der Häuser die eine oder andere Süßigkeit in den Schuh fallen lassen würde. Angesichts dieser Zweiteilung in St. Nicolaus- Fest und Weihnachten, die auch bezüglich der Bescherung in Erscheinung tritt, beginnt die Weihnachtskonjunktur in der Geschäftswelt schon erheblich früher als in Deutschland. Schon seit Ende November standen alle Schaufenster im Zeichen der bevorstehenden St. Nicolaus- und Christtage, und in den Nachmittags- und Abendstunden herrschten in den hell erleuchteten Geschäftsstraßen der großen Städte ein geschäftiges Treiben und eine anheimelnde Vorweihnachtsstimmung. Den typisch deutschen Weihnachtsmarkt, an den sich besonders der Ausländsdeutsche mit Wehmut erinnert, wird man freilich in Holland vergebens suchen. Das echte deutsche Weihnachtsfest findet man, trotz aller Anklänge, doch nur unter den in Holland ziemlich zahlreich ansässigen Reichsdeutschen. Hier erleben wir sowohl im Kreise der Familie, wie in den Gemeinschaftsfeiern der deutschen Kolonien und Vereine die erhebende Bescherung unter dem Weihnachtsbaum, und auch der Weihnachtsmann und die schönen deutschen Weihnachtslieder fehlen hierbei nicht. Seit dem vorigen Jahre ist auch das Christfest in stets wachsendem Maße mit der Winterhilfe und der Sorge für die bedürftigen Volksgenossen verbunden worden. Und der neue Geist deutscher Volksgemeinschaft und gegenseitiger enger Verbundenheit tritt an diesen Tagen auch unter den Ausländsdeutschen besonders eindrucksvoll in Erscheinung. Weihnachtsemkäuse bei 40° Hitze H. B. R i o de Janeiro. Haben Sie schon Ihre Weihnachtseinkäufe im weißen Leinenanzug und Strohhut gemacht und nach dem Abklappern der sonnendurchglühten Kaufstraßen Rios versucht, sich bei einer gehörigen Portion E i 5 abzukühlen und allmählich in Wrihnachtsstim- mung zu kommen? Zur Abkühlung kommt man — vielleicht — aber zur Weihnachtsstimmung sicher nicht. Eher zu einer Art Weihnachtskater. Das Bild der alten Heßmat mag in den Rio-Deutschen während des ganzen Jahres durch die quellende und strahlende Naturschönheit seiner neuen Heimatstadt verblaßt gewesen sein, die Weihnachtswochen aber wecken die Sehnsucht nach drüben wieder. magenbataiffone und 13 Jnfanteriebataillone außer Divlstonsverband gehören. Diese reguläre Armee verfügt über eine Reserve von 150000 Mann, Die als militärisch vollwertig angesehen werden rönnen und eine Verstärkung der regulären Armee um sieben bis acht Divisionen bedeuten. Als dritter beachtlicher Faktor des Landheeres ist die Terri- torlalarmee anzusehen. Nur aus Freiwilligen bestehend, bildet sie 14 Divisionen, deren Drgani- !nn?nr Xer • ber regulären Armee entspricht. Seit 1907 sind im allgemeinen jedem regulären Linien- regiment zwei Territorial-Bataillone anqeschlossen Organisation und Ausbildung sind voneinander getrennt. Erstere ist den Grafschafts - Territorial- ausschusten übertragen, Die dem Kriegsministerium otrxf tCn‘ Ausbildung dagegen erfolgt im Schluß an die der regulären Armee. Uebrigens hot Irland feine Territorialarmee. Die Verwaltungsaufgaben her Territorial- aus sch ü ss e decken sich im allgemeinen mit denen fcer früheren deutschen Intendantur, sie erstrecken sich aber nur auf den Bezirk einer Grafschaft. Ihre -oefugniffe gehen aber über rein verwaltungsmäßige oaqieur, oer o Aufgaben dadurch erheblich hinaus, weil sie unter | ebenbürtig ist. um 1° ( mbauen ‘ Sri id n Lauern m - auf im -i t sich di ip er, aber nr esehte K 2IiKen halt' j. uDC111 ■btr Pr ; t ab. Er j piWT,‘ dtiumpi- betzere ; >ge. die Anflug h inM-i Die drei Könige. Eine deutsche Weihnachtslegende. Von Georg Britting. Der Schnee fiel schon seit Stunden, und so war nicht zu sehen, ob es Kartoffelfelder waren, die sich da hindehnten, ob Weizensaat hier keimte oder lunger Roggen. Ein glanzweißes Dorf, nicht allzu fern, sah aus, als habe ein großmächtiger Maulwurf einen überschneiten Berg aufgewühlt, und vielleicht würde er, der unsichtbare, schwarze Dier- pfotenschaufler, den Berg noch höher wölben, immer höher. Und immer noch fiel Schnee, das würde nimmer aufhören heut, morgen auch nicht, vielleicht übermorgen, wenn überhaupt je. Drei Männer kamen die Straße daher, und es war wunderbar genug, daß sie immer noch die Straße unter den Füßen hatten, sie wußten auch nicht, ob es immer noch die Straße war, vielleicht gingen sie schon längst querfeldein. Bis an die Knie reichte ihnen der Schnee, und besonders der schwarze Balthasar, der Neger, der vlattnäsige, krashaarige, litt unter der Kälte, an die er nicht gewöhnt war, und sein roter Mantel sah blutig aus und auffallend, hätte besser zum gelben Wüstensand seiner fernen Heimat gepaßt als zu dieser weißen Winterlandschaft, aber er ging unverdrossen hinter Kaspar und Melchior drein. Was die aushielten, ertrug er auch! Kaspar hatte einen langen spitzen Bart, weiß wie der Schnee, er trug einen schwarzen Mantel, der geräumig um ihn wogte, und Melchior war bartlos und faltenfrei im Gesicht, und sein Mantel war gelb, dottergelb. Sie aingen im Gänsemarsch, einer trat in die Fußtapsen des anderen, und da zeigte es sich, daß der Neger die kleinsten Füße hatte von den dreien, denn seine silbergeflochtenen Schuhe hätten gut zweimal Platz gehabt in den tiefen Gruben, die seine Vorgänger traten. So gingen sie und sahen manchmal zum Himmel auf. Der war nicht zu sehen, nur Schnee sah man herunterfallen, aber der Himmel war schon noch da, o ja, unerschütterlich, der Himmel, denn sie sahen den Stern, der sie führte. Klein zwar nur, laternenlichtklein, zartrojafarbig war der Stern, ein Sternlein nur, winzig im schwarzgrauen Flockenfall, aber er war da und führte sie. Das Dorf, das Maulwurfsdorf, blieb auch schon zurück, und sie gingen immer noch weiter, und Balthasar, der schwarze Mohr, schüttelte den Rot- uiantel, ihn von der Schneelast zu befreien, und der spitzbärtige Kaspar blies in die erstarrten Hände, sie aufzutauen, und der dicke Melchior stampfte mit den Füßen, weil sich an fein i Absätzen Schneeballen bildeten und zu kugeligem Eis wurden, was das Gehen erschwerte. Zur linken Hand an der Straße, wenn es noch die Straße war, auf der sie gingen, stand ein starker Baum mit vielen Aesten, knorrigen und luftig verdrehten, und als sie bei ihm waren und wieder einmal zum Himmel aufschauten, war der Stern schon noch da, der rosa Stern war schon noch da, aber er glühte plötzlich stark auf, wie ein riesiges Katzenauge, funkelte, es war zum Fürchten, einen Augenblick lang waren Baum und Himmel und der unendliche Schnee rosarot, weithin alles rosarot, dann erlosch er, der Stern, er war weg, wirklich, er war weg, fort, und der Schnee wieder weiß. Der Mohr im roten Mantel schrie: „Habt ihr gesehen?" Sie hatten es natürlich alle drei gesehen, blieben alle drei unterm Baum stehen. „Dann muß es hier sein, irgendwo in der Nähe", sagte Kaspar, „aber nie?" „Wir warten hier", entschied Melchior. Sie ließen sich unterm Baum nieder, breiteten eine Decke aus auf dem Schnee und setzten sich und hüllten sich fest in ihre Mäntel, daß sie waren wie drei merkwürdige Vögel, ein blutroter, ein rabenschwarzer und em dottergelber. Sie sprachen nicht, der Schnee fiel lautlos, und der junge Balthasar wiegte den Kopf hin und her, immer hin und her, daß die goldenen Ringe in seinen Dhren klirrten. Dann hielt er den Kops ruhig, die Ohrringe schwiegen, da war nur mehr der lautlose Schnee. Wahrscheinlich waren sie eingeschlafen und erwachten von einer Stimme, die sie anrief. Da stand oor ihnen ein Mann, der hatte einen grauen Bart, grau wie das Fell des Esels, den er am Zügel führte, und auf dem Esel saß eine Frau. Das Tier schnappte mit weichem Maul nach dem roten Mantel des Mohren, und der Mann fragte: „Ist hier kein Dorf in der Nähe? Es wird Abend und wir sind müde und suchen ein Unterkommen." So fragte der Mann, und Balthasar, der ihn scharf beobachtete, bemerkte doch nicht, daß sich irgendwas hätte bewegt in dem Gesicht des Fragers. Denn, wenn auch seine Lippen vom Bart verdeckt waren, hätte man doch diesen, den Bart, sich rühren sehen müssen oder die Wangen sich heben oder die Nasenflügel, aber das alles geschah nicht, das Gesicht des Mannes blieb sttll und unbewegt, auch während er sprach. Das sah Balthasar und verwunderte sich und stand auf, und da standen die beiden anderen auch auf, unb Kaspar sagte: „Da hinten ist ein Dorf, eine halbe Stunde zurück, und ihr werdet dort schon finden, was ihr sucht." Der Mann nickte dankend, unb die Frau nickte, und der Mann trieb den Eses an, der den roten Mantel ungern aus dem Maul ließ, und dann verschwanden Mann, Frau und Tier im Schneetreiben. Balthasar dachte darüber nach, ob wohl seine beiden Gefährten es auch beobachtet hätten, daß der Graubart mit stummen Lippen hatte reden können, und wollte sie fragen, da sagte Kaspar: „Sie sind's!" — „Wer?" fragte Melchior. „Wer?" fragte Balthasar und rieb an seinem Mantelärmel, der feuchtwarm war von der Eselmaulnässe. „Sie sind's", wiederholte Kaspar und bekam ein ganz frommes Gesicht. Balthasar schrie wütend: „Sie sind's! Sie sind's! Ein Mann war es und eine Frau und ein Esel! Aber wir suchen doch ein Kind!" Der zornige Mohr drehte die Augen, daß man das Weiße sah. Und plötzlich wie flehend sagte er mit leiser Stimme: „Ein Kind doch suchen wir!" „Ihr habt nicht gesehen", fragte der Kaspar, der Weihbärtige; fragte sanft, fragte zart jubelnd, und lächelte dem Neger ins Gesicht, „ihr habt nicht gesehen, daß die Frau gesegneten Leibes war?" Der Mohr wurde selig bleich, Melchior fing eine Schneeflocke, glücklich wie eine Hoffnungstaube, und der weiße, scharfäugige Kaspar fragte: ,?)abt ihr eure Geschenke noch?" Und sie holten aus den Manteltaschen Gold in blanken, runden Stücken, würzige Hölzer und Dele in kostbaren Flaschen. So hockten sie da, gelb und schwarz und blutrot, im Schneewirbel, und vor ihnen lagen die Geschenke im Schnee, und die Flocken tanzten herüber, aber keine einzige ließ sich darauf nieder, nicht eine, und sie glänzten unberührt, die Geschenke, bis sie zuletzt wie in einer Mulde lagen, wie in einer Schneeschüssel, mit weißen Schnee Westrändern. Die drei Könige hockten die ganze Nacht, sie froren nicht, fangen leise Lieder vor sich hin, Balthasar ein seltsam verschnörkeltes, helles afrikanisches, Kaspar ein brummendes, dumpfes, und Mechior ein pfeifendes, mäusewisperndes, und fangen und erwarteten den Morgen. Der kam, die Sonne kam, es schneite nicht mehr, der Baum glänzte im Licht, und aus der Tiefe der Schneeschüssel leuchteten die Geschenke. Sie nahmen sie an sich, und Kaspar rief: ,Hetzt vorwärts!" Sie drehten um, Kaspar voran, dann Melchior, dann der schwarze Balthasar im roten Mantel, und nahmen die Richtung auf das Dorf, auf das Maul- wurfsdorf, das sie gestern gesehen hatten. Und der plattnasige Mohr, der jüngste der drei, fast wie ein Jünglina noch, blieb plötzlich in einer Stapfe stehen, Silberschuh vor Silberschuh, weil ihm wieder eingefallen war, wie der Graubart gestern hatte reden können, ohne daß fein Gesicht sich rührte. Wenn sie jetzt auf ihn trafen, wie zu hoffen war, wollte er sich das genau betrachten. Er lachte, wenn er daran dachte, und sie weiter, die drei Könige, zurück in bas Ir , hieß Bethlehem. Zeitschriften. Amann und Hans Sachs. — — „Berliner Monatshefte - zur Vorgeschichte und Geschichte des _ y.*.": herausgegeben von Dr. Alfred /Hu*?; 1 auf oer inucrrei|e naaj ;aud‘u',v - .. machen, um Kaiser Wilhelm gege in finrniiA hrinfTPn". Mit dies wurde, finden wir eine lebendige der Westfront 1917. Vom übrigen 3no . . genannt zwei Gedichte von Hermann Felix Braun, eine Geschichte aus den v - . und eine Bildseite aus dem „(Stänhebua) 12. Jahrgang 1934, Dezemberhest / Berlin 15) bringt einen intimen Ar ! - Nikolaus II. an seine Schwester wahreno , Krieges. Dieses sehr offenherzige 21. Dktober 1899, in Wolfsgarten bei ■• schrieben, zeigt, daß der Zar, der zwei - her in einem Manifest zur ersten V fl.n ip • n» niiFn»riifon VvnHP tTtit deNI ..AAN konserenz aufgerufen hatte, SjT nia^ feine Truppen in Turkestan nach dnoi ^ zu lassen. Und als die nüchterne , i sagte, daß Rußland für einen solchen 0 genügend vorbereitet fei, do e 5:: auf her Rückreise nachRußland „in Harnisch zu bringen". Mit die auch heute noch auftauchende fl ^sen abgetan, wonach es Kaiser Wilhelm 6 p soll, der während des Burenkrieges gegen England aufgehetzt habe. — Das Weihnachtsheft des „5nfel,’tr wird eingeleitet durch eine Sammlung oo" zeitgemäßen wie interessanten und übrigcis fach wenig bekannten Aeußerungen Soethf? Schiller (zu dessen 175. Geburtstages. Da"" wir eine schöne Weihnachtslegende „Die i^ Aegypten" von Felix Timmermans, hübsche Plauderei von Fritz Kredel über w , baten zu dem früher von uns besprocheneli den neuen Jnselbändchen „Wer will unter baten?". Von Carossa, besten Bi!b schmückt, gibt es ein besinnliches PrasaM - einem Tagebuch". Der berühmte Pianit - Fischer hält eine kleine Ansprache über o: musik an seine lieben Freunde der ifrauTrJ', Die weihnachtliche Szene im „Land aM , von Friedrich Schnack stammt aus f'-1f jus' kürzlich hier angezeigten neuen Qnfjg-flo Kriegserlebnissen des Grenadiers Mviui ( als der „Offenbarer Schreiber wurde, finden wir eine lebendige Tu Der Sarin1 ' pressen t 'adfmurqer - verurteilte ' liessen) ist i worben, r t Art hg, ' ^braud) 1 löffln, Q1 i hacke ersch ) bie 3 i BiS°hncrn ■ W«' nnte 88? 5 ö de- L Mei R iS- im . Ä' . 00 Äl : ltegenb! Jy'lWöofjner S°sth. ’ Wk bc3 f ; S*. F°h> auf Ad" xHren des Ueberschusses an Weizen und ip Kl st rr^braucht, und daher drohen die, die erkann- n it Frankfurt a. M., 21. Dez. Das zweite SMl komrvHe "5-iiiern schließlich dem herrschenden Liberalis- a immer entfremdete. In Frankreich voll- illojiiin einer Berufsorganisation allein das Heil ,|oi*n mit einem Bauernaufstand. Stän- " hrnt der Zulauf aus dem Millionenheer derer Rhein-mainisches Bauernthing 3m Zeichen der Verbundenheit von Volk und Führung. VO Indio“ K Q d wenn z L anbrnpn 7, I Den. eindrucksvollen Schlußvortrag hielt der Hauptschulungsleiter des SS.-Abschnitts XI, Landwirt Metz, der in weitausholenden eindeutigen Darlegungen über die Sünde wider das Blut sprach. Bei allen Teilnehmern hinterließen seine rückhaltlosen Ausführungen einen starken und sicherlich bleibenden Eindruck. ii. nbenbeif i* « . „ ... allein ur n e ' Kraft zu verstehen, muß man sich vor Aus galten, daß der französische Paysan sich soll, um b? jelung zu er schon im k alifierung8 V. arch MtV; 'ns Aroli. in nn denen heute noch riesige Vorräte unab- ai'stid, ist die diesjährige Ernte in den beiden sreugnissen Frankreichs erst recht unv erlich. Und wenn die hauptstädtischen Blätter icj das Anwachsen des Viehstandes Rr?n, so steht demgegenüber der Rückgang lud tisch en Fleischverbrauchs, er« irrihe’ durch die Abstriche an den Löhnen und t feen, wodurch naturgemäß die Erlöse für Vieh feil gesunken sind. Eine unsinnige und rein ilsc- Politik hat dazu dem Bauern neue i ( lasten aufgeladen. Alles das war Grund ■ä'ii S l . Mi an rY'iv , die i'is^er den alten Worten ihrer Deputierten lenb grünJuB ufe schenkten und nunmehr erkennen, daß es ®ad) iu Yb f.'id als eben Worte. qin ann diese Bewegung mit dem Bund der nl b: i r t e im Vorkriegsdeutschland vergleichen. Im Wer Caprivi-Zeit die deutschen Erlöse der bivli:schaft nicht zureichten, um deren Leben zu e ir, iam jene Standesorganisation, die den beut« f:i die Bewegung über ein Menschenalter tek cker ihr Ziel ist das gleiche. Um diese spät )?5 „vovo i die n x H ST! W er Qlkk '"'e at Un 7« rnih? ]rruc igtiii unt, vtitn xjiiu -uuioul ui iKuicm deii!-^^- err >oriot" malt, sich gegen Modernisierungen trberte5 ann. tieMnUnr 9 mit n man .te t,i 'ernach..?i ~ ’iirunb, u", u ’enh J . --a ®ad) zn^-'i .. eben iraE< l'Qner aus § 5bräuAe $ ?och in । 'hm ja f?-<(f) n »thfp ii. im ihn zum ersten Mal in geschlossener i»eiganifation zu formieren; eine Tatsache, i mi Io überraschender ist, als der französische r bc i mug haben schließlich die Geduld des Fran- m i t Gewalt von den Vorrechten anderer befreite, während die preußische Bauernbefreiung in aller Ruhe und Ordnung vor sich aing, daß der Bauer Frankreichs zur vollen Durchführung seiner Befreiung von 1789 bis 1792 nicht weniger als sieben Bauernkriege veranstaltete und erst durch Bonaparte sich bändigen ließ, aus der Wildheit der Jacquerie in bas ruhige Gleichmaß zurückkehrte und, nachdem er sein Schäflein ins Trockene gebracht hatte, gesättigt — Napoleon die Kinder für seine Feldzüge lieferte. Die schönen Phrasen der Verfassung kümmerten ihn nur so lange, als er sie benutzen konnte, um feine Lage zu verbessern, nachher ging er zu jedem Tüchtigen, der ihn davor bewahrte, daß seine Lage sich verschlechterte. So machte er die Julirevolution mit und ebenso die von 1848, um nachher d i e Reaktion zu stützen, die Napoleon III. gegen die Majorität eines im übrigen konservativen Parlamentes nicht zuletzt mit den Bauern durchführte, die mit der Waffe des allgemeinen Wahlrechts ihm, dem Mann der Ordnung, eine überwältigende Mehrheit gaben. Und nach 1871 haben die gleichen französischen Bauern k o n« f e r d a t i d gewählt. Es waren ihre Söhne, mit denen die Kommune niedergeworfen wurde, ihre Abgeordneten bildeten die Mehrheit in allen Parlamenten und verhinderten den Sieg der radikalen Städte ... Man muß dieses Schwanken zwischen Jacquerie und dem nachfolgenden tiefen Ruhe- und Friedensbedürfnis des französischen Bauern voll ermessen, um die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Dou- m e r g u e, der lediglich auf die Staatsform schaute, hatte dabei vergessen, daß die Nöte der Bauern immer größer wurden. Sein Nachfolger Fl and in faßt die Sache anders an. Aber kann er mit dieser Kammer und diesem Senat fein Programm der Bauernhilfe verwirklichen? Er wenigstens hat erkannt, daß man schon z u lange zögerte und will die spekulativen Elemente beseitigen, die zwischen landwirtschaftlichem Produzenten und Verbraucher sich eingeschoben haben und den Rahm abschöpfen. Wie weit diese Kammer, in der gerade die Männer sitzen, die eine bauernfeindliche Politik trieben, hier mitgeht, davon hängt schließlich nicht nur Flandins Schicksal ab. Wer das andere Frankreich: die Provinz, nicht darüber vergißt, weil er Pariser ist, kennt die Gefahr. riil-sbauernthing der Bauern Hes» . - । Jn li-rN f f a u 5 fand am Tage der Wintersonnen- °r* x roenille’n der kleinen hessischen Gemeinde Richen 8 sicy m am ,strande des Odenwaldes statt. Hier waren ____ di« Wcrrnführer des ganzen Gaues zusammenge- fraftroagen einen Lieferwagen und per«' sperrte damit einem entgegenkommenden Wagen den Weg. Nur der Geistesgegenwart des Führers des in Richtung Frankfurt fahrenden Personenkraftwagens war es zu danken, daß ein größerer Unfall vermieden wurde. Er steuerte seinen Wagen über die Randsteine und suhr gegen eine Mauer. Der Wagen — der einem Gießener Kaufmann gehört, würde schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Personen kamen nicht zu Schaden. ♦ Nieder-Bessingen, 21. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag feiert der ä l t e st e Einwohner unseres Ortes, der Altveteran und Förster i. R. Georg Blei, mit seiner zweiten Frau Katharine, geb. Koch, das in unserem Dorfe bisher seltene Fest der Goldenen Hochzeit. Kreis Schotten. ch Groß-Eichen, 21. Dez. Im Saale von Gastwirt F a u st wurde gestern ein wohlgelungener Elternabend von der hiesigen Schule veranstaltet. Die Beteiligung war so groß, daß der Saal die Menge der Besucher kaum fassen konnte. Lehrer Appenheimer begrüßte die Erschienenen. Er wies darauf hin, wie richtig es fei, daß Schule und Elternhaus Zusammenarbeiten und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis besteht. Ein dreistimmiger Schülerchor sang sodann Luthers Weih- nochtsued: „Vom Himmel hoch". Ein Streichtrio von „Lübeck" folgte, vorgetragen von Lehrer Appenheimer, Groß-Eichen, (Cello), Lehrer Bell, Groß-Eichen, (Violine) und Lehrer Müller, Lardenbach, (Violine). Darauf fang der Schülerchor dreistimmig das Lied „Es ist ein Ros entsprungen". Es folgte ein zweistimmiger Gitarrenchor (ausgeführt von Schülerinnen), ein Streichtrio von „Corelli" (zwei Geigen und Cello) und der Schülerchor „Wie schön leuchtet der Morgenstern". Im Mittelpunkt des Abends stand das Märchenspiel „Schneeweiß und Rosenrot", das gut gespielt wurde und allgemeinen Beifall fand. Volkstänze, Blockflöten- und Gitarrenchöre vervollständigten das Programm. Mit dem Liede „All mein Gedanken" unter Cello- und Geigenbegleitung und einem Sieg- Heil auf den Führer schloß die mit großer Befriedigung aufgenommene Veranstaltung. Kreis Alsfeld. < Nieder-Ohmen, 20. Dez. Die Sammlung vom Eintopfgericht am vorigen Sonntag ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 33 Mark. £ Groß-Felda, 21. Dez. Unser Kirchturm wird zur Zeit zum größten Teile neu geschiefert. In schwindelnder Höhe sind die Arbeiter am Werk, um den stark beschädigten Turm mit neuen Schiefern zu belegen. Wie notwendig diese Ausbesserungen waren, kann man daran sehen, daß die alten Schiefer noch mit handgeschmiedeten Nägeln angeschlagen sind. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Turmhahn heruntergeholt, um neu „vergoldet" zu werden. Als er von seinem hohen Standort geholt wurde, war es anscheinend für die Zuschauer aufregender als für den beteiligten Dachdecker. Nach alter Sitte wurde gestern der Hahn, in neuem Glanze strahlend, von den Dachdeckern durch den Ort getragen, wobei neben klingender Münze auch allerlei Lebensrnittel gesammelt wurden. Meist ist es üblich, Eier oder Speck zu spenden. Die Sammler kehrten reich beladen von ihrem Beutezug zurück. Anschließend wurde ein „inhaltsreiches" Frühstück eingenommen. Der Hahn, mit bunten Papierbändern geschmückt, wird dann wieder an seinen alten Platz gebracht. Die Dorfjugend begleitete die Dachdecker mit lautem Kikeriki' auf ihrem Gang durch die Straßen des Dorfes. preuhen. Kreis Wehlar. * Wißmar, 22. Dez. Der 57jährige Hilfsarbei- ter Ehr. S ch n e p p von hier erlitt dieser Tage einen Betriebsunfall. Er zog sich erhebliche Bru st Verletzungen zu und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden. * Lützellinden, 22. Dez. Der 24 Jahre alte Bergmann Wilhelm S ch a u ß von hier erlitt bei der Arbeit so erhebliche innere Verletzungen, daß er in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden mußte. * Lützellinden, 22. Dez. Gestern wurde der hiesige Einwohner Johannes Hoffmann auf der Straße zwischen Klein-Linden und Gießen von einem Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Der bedauernswerte Mann erlitt Kopfverletzungen, eine Gehirnerschütterung und außerdem Hautabschürfungen. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Kreis Biedenkopf. $ Bischoffen,' 21. Dez. Die Eintopf» s a m m l u n g am vergangenen Sonntag brachte in unserer Gemeind den Betrag von 41 Mark. — Für das Winterhilfswerk wurden in Bischoffen 10 Zentner Roggen abgeliefert. Familientragödie rechtzeitig verhindert Frankfurt a. M., 21. Dez. (LPD.) In der vergangenen Nacht versuchte ein 35jähriger Mann in der Böttckerstraße sich, seine Frau, seine drei Kinder und seine Schwiegermutter mit Gas zu vergiften. Nach einem voraufgegangenen Fa- m i 1 i e n ft r e i t öffnete er den Gashahn, um die Tat auszuführen. Die Schwiegermutter hatte jedoch rechtzetig das Ausströmen des Gases bemerkt, und so konnte das Vorhaben des Mannes rechtzeitig vereitelt werden. Der Mann wurde f e ft genommen. Ein Förster als Wilddieb. Seine drei Söhne als Helfershelfer. teil. Obecheffen „Vorwärts, vor- Heute mittag er- Ab° anwurde der Abend geschlossen. * Klein-Linden, 21. Dez. ir Won ck r eine OuN i Politik«, ta; lt, erbleichen in selbst in V fteigerteil kosten-!' and (W- nPreisti ! Erzen" getreten und wurden vom Gauleiter besichtigt. Den Tag beschloß ein Deutscher Abend, dessen zahlreiche Besucher nur mit Mühe Platz im großen Saal des Gemeindegasthauses fanden. Der Gesamteindruck des Tages stand im Zeichen eines auch das gesunde Standesbewußtsein fördernden nationalsozialistischen Bekennens zum bewußt gepflegten Volkstum. Gauleiter Regierungsrat Reiner am Thing so daß auch in diesem kleinen Kreis der Geist lebendiger Volksgemeinschaft von Stadt und Land stark zum Ausdruck kam. In Richen waren Ordnungen aller Gliederungen der Bewegung die Zuschauer mit dem Beifall nicht kargten. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann dankte der HI. für ihre Darbietungen und sprach davon, daß die Gedanken unseres Führers nirgends besser verkörpert seien als in der Jugend, die den Namen des Führers trage. Diese Jugend werde der Garant dafür werden, daß nie wieder ein Tag, wie der 9. November 1918 für unser Volk kommen werde. Mit 100grm nur 0,25 Tabletten nur 0,20 ßr|a !nrzen Einführungsworten begründete Lan- deeb um nführer Dr. Wagner, der in Richen feine|(mof hat, Ort und Zeit des Things und kam bann uuf die Grundlagen nationalsozialistischer SchMu g des Bauerntums zu sprechen. ©iii)3ic n gab der Beauftragte des Reichsbauern- Der Gauleiter und Reichsstatthalter, dem der Landesbauernführer die einzelnen Teilnehmer am Thing oorgeftellt hatte, weilte mit feinen Begleitern nach dem Thing als Gast bei Dr. Wagner. Neben Amtsleitern des Gaues und dem später erscheinenden Staatsminister Jung nahmen u. a. der Treuhänder der Arbeit, der Landesobmann der Deutschen Arbeitsfront, sowie der stellvertretende * dem gemeinsam gesungenen Lied: wärts" und mit dem Sieg-Heil auf den Führer daran W nige, : knalldampfendes Gewehr, mH dem fein Vater und feine Brüder öfters auf Wild schössen, und zwar an einer Stelle, die sie extra zu diesem Zweck hergerichtet hatten. Das Vertrauen des jungen Mannes zu dem Fremden ging so weit, daß er einige Tage später in de'semGegenwart trotz Schonzeit auf ein Schmalreh schoß, es aber nur weidwund traf. Auf diese Weise gelang es dem Ermittlungskommissar schließlich, Eingang zur Familie zu finden, was dazu führte, baß" er für das Ende feiner „Sommerfrische" im Hause der Angeklagten Wohnung nahm. Im Verlaufe der Zeit gelang es ihm, den Vater und die beiden anderen Söhne zu beobachten, wie sie trotz Schonzeit in fremdem Revier Rehe und Hasen schossen. Auch er erhielt sein Teil davon, das er bann, allerdings nur zum Zwecke des Beweises, an die geeignete Stelle sandte. Als Gegenleistung ließ er aus Berlin aus „seinem eigenen Betriebe" — er hatte sich doch als Metzgermeister ausgegeben — gelegentlich einmal ein paar Schinken kommen. Nach dem durch den Ermittlungskommissar hinreichendes Material zusammengetragen war, griff die Polizei ein, worauf überraschend Haussuchung, Beschlagnahme sämtlicher Jagdutensilien und Verhaftung aller Beteiligten erfolgte. Im Verlaufe der ersten richterlichen Vernehmung wurden drei der Beschuldigten auf freien Fuß gesetzt, während gegen den Vater und einen Sohn Haftbefehl erging. 3n der gestrigen Hauptverhandlung gaben die Inhaftierten zu, gewildert zu haben. Ersterer — der Vater — will einen Hasen geschossen haben, während der Sohn den Abschuß eines Rehes zugab. Beide bestritten aber entschieden, früher gewildert zu haben, die hier zugegebenen Straftaten wollen sie auf Veranlassung des Ermittlungskommissars begangen haben. Alle Angeklagten bekundeten übereinstimmend, daß der Ermittlungskommissar sie durch Versprechungen zur Begehung der Straftaten verleitet habe. Dieser stellte als Zeuge die Behauptungen der Angeklagten, daß er ihnen Versprechungen gemacht habe, entschieden in Abrede. Er gab noch einmal eine genaue Darstellung der von ihm gemachten Feststellungen und bezeichnete das Tun der Angeklagten als Aasjägerei schlimmster Art. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sah vier Angeklagte als überführt an und beantragte Verurteilung des Vaters, als des Haupttäters und Verführers feiner Söhne, wegen gewerbsmäßigen Wilderns, sowie wegen Untreue zu drei Jahren Gefängnis, 100 Mark Geldstrafe und 3 Jahre Ehrverlust, gegen zwei Söhne wegen gewerbsmäßigen Wilderns zu je 9 Monaten Gefängnis. Hinsichtlich der Tochter lautete der Antrag auf Freisprechung. 3n später Abendstunde wurde das Urteil verkündet. Es lautete gegen den Vater auf zwei 3 ahre Gefängnis, gegen einen Sohn auf 3 Monate Gefängnis unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft; ein weiterer Sohn erhielt 7 Monate Gefängnis, während der vierte Sohn wegen einfachen 3agdvergehens 50 Mark Geldftrafe bekam. Die Tochter wurde freigefprochen. Sämtliche beschlagnahmten Gewehre, Pistolen und Munition, sowie eine Anzahl Geweihe und Reh- decken verfielen der Einziehung. eignete sich hier ein Verkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen, der von der linken auf die rechte Straßenseite fahren wollte, wurde von einenz Gießener Lastkraftwagen angefahren und schwer beschädigt. Der Führer des Personenkraftwagens, der zunächst das Bewußtsein verlor, kam glimpflich davon. Er erlitt nur geringfügige Verletzungen. Am Lastkraftwagen wurde durch den heftigen Zusammenstoß der Kühler eingedrückt. Y Großen-Linden, 21. Dez. In der vergangenen Nacht wurden an mehreren Stellen in Großen-Linden Einbrüche verübt. So weit bis jetzt festgestellt werden konnte, hatten die Diebe nur in einem Falle Erfolg. Bei einem Arbeiter am Adolf- Hitler-Platz, der kurz vorher geschlachtet hatte, konnten sie 16 frische Hausmacherwürste erbeuten. Beim Einsteigen der Einbrecher in die Speisekammer eines Wohnhauses in der oberen Bahnhofstraße erwachten die Bewohner aus dem Schlafe, zu Boden fallende Gegenstände in der Speisekammer hatten starke Geräusche hervorgerufen. Auf die Hilferufe der Frauen ergriffen die Spitzbuben die Flucht, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. An anderen angrenzenden Wohnungen wurden ebenfalls Spuren des nächtlichen Diebeszuges wahrgenommen. ohne daß es auch hier zu dem von den Einbrechern erwünschten Erfolg geführt hätte. Man schien es in der Hauptsache wohl auf die Erbeutung von Lebensmitteln abgesehen zu haben, weil in fast allen Fällen die Speisekammern der Hauptanziehungspunkt waren. Y Großen-Linden, 22. Dez. Gestern nachmittag ereignete sich am südlichen Ortsausgang ein Verkehrsunfall. In der scharfen Kurve an der Universitätsmühle überholte ein Personen- 5ir Mörder Kiefer hingerichtet. Dlnrmftabt, 21. Dez. (LPD.) Das Staats» pr «jfiuamt teilt mit: Der am 21. Juni 1934 vom Schvm^ericht Mainz wegen Mordes zum Tode oeruiiMdte Valentin Kiefer aus Horchheim (Rhein- heffetzbjiift heute in Butzbach hingerichtet moriiin nachdem der Reichsstatthalter in Hessen erflcta :r)atte, von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebiinvch machen zu wollen. Kiefer hatte die Stief- mutirck, seiner Braut, um sie aus dem Wege zu schasisii^ auf freiem Felde durch Kopfhiebe mit einer HacMc, schlagen. Landkreis Gießen. OO!i l e i n • ß i n b e n, 21. Der Die Hitler- j it gi| irii) des Unterbanns IV/116 hatte unsere EinrMknerschast für Donnerstagabend in den Saal des i ßchhauses „Zur deutschen Eiche" zu einem W e hi) abend eingeladen. Nach flotter Marsch- musiMrs Spielmannszuges marschierte die HI. mit ihrem Bahnen in den Saal und nahm auf der Bühqn Aufstellung. Karl Haas, der mit der Füh- runtrbor hiesigen Gefolgschaft beauftragt ist, be- grüßjs iie Volksgenossen und sprach über den Zweck des Ämds, der darin bestehe, den Eltern und den EiniMbnern zu zeigen, was in der HI. gearbeitet wurM Unterbannführer Textor (Großen-Linden) fd)iliibil dann in längeren Ausführungen die Ent- wickÄ.i! des Dritten Reiches durch Adolf Hitler, den i Ü7nn, den Gott in erster Linie unferm Volk unb:4 .'rüber hinaus der ganzen Welt geschenkt habe, beminZnoIf Hitler sei es gewesen, der Deutschland undü Vv ganze Welt vor dem Bolschewismus be- roahfa iabe. Ihm hätten wir es zu verdanken, daß wirn vieder ein Volk seien. Eine neue Jugend mürfi ^zogen werden, die das Werk unseres Füh- rers»Mende. Von dieser Jugend, die nach unserem Fütlpicl ihren Namen trage, hänge das Schicksal des beuÄi Volkes ab. Nationalsozialist sein verpflichte, itt so zu handeln, als wenn die Augen des FütK) 7 dauernd auf uns gerichtet seien. Die Vor- traxtzhye des Abends brachte Konzertstücke einer fleirüm! Kapelle, Lieder aus der Bewegung, ein voM-irüsches Spiel „Die mit heißem Herzen nach der fernnat schauen" und einen Sprechchor „Volk im .’rrgen". Sämtliche Darbietungen waren gut DorbbiExiet und wurden vortrefflich gespielt, so daß ? 'Hitei honte die Schwierigkeiten, welche das über» no mc 1 ' loumbr • System gerade auf diesem Gebiet der , Aolkis- mnd Bodenwirtschaft fast bewußt durch Nack'wbjigkeit hinterlassen habe. Besondere Aner- fenntar fand der Minister für die vorbildlichen BodsemZbeiten im Rhein-Main-Gebiet. Der Be- aufhrace Darr6s stellte offiziell fest, daß hierzu- ! lanbre hffer gearbeitet worden sei, als anderswo, wohil cs er sei überall der Wille vorhanden, bessere KräWeiünzusetzen. Der nicht alltägliche Fall, daß ein Gemeinde- förfter mit feinen Söhnen wegen Wilddiebe- r e i unter Anklage gestellt ist, fand gestern vor dem Schöffengericht in Wetzlar in später Abendstunde seinen Abschluß. Angeklagt waren wegen gewerbsmäßigen Wilderns der Gemeindeförster Müller aus Altenkirchen und feine zwei Söhne, deren einer ebenfalls den Beruf feines Vaters ausübt, gegen einen weiteren Sohn und eine Tochter lautete die Anklage auf einfaches Jagdvergehen bzw. Hehlerei. Die Vernehmung der Angeklagten, von denen zwei aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurden, wo sie sich seit 13. Oktober 1934 befinden, ergab nichts Wesentliches. Lediglich der Vater, der heute im 59. Lebensjahr steht, schilderte, daß er seit über 30 Jahren im Amt ist. Früher im ehemals besetzten Gebiet tätig gewesen, wurde er 1922 anläßlich des passiven Widerstandes, nachdem er von den Franzosen festgesetzt worden, ihnen aber wieder entschlüpft war, aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen. Seitdem bekleidete er in Altenkirchen das Amt des Gemeindeförsters. Als solcher versah er auch für den Jagdpächter von Altenkirchen den Dienst als Jagdaufseher gegen eine Vergütung von jährlich 300 RM., während er die kleine, 120 ha große Jagd des Nachbarortes Bellersdorf gepachtet hatte. Schon seit 3ahren bestand in der Bevölkerung der Verdacht gegen den Angeklagten, daß er wildere. Im Jahre 1930 fand gegen den Angeklagten schon einmal eine Hauptverhandlung vor dem Strafrichter wegen Jagdvergehens statt, doch endete diese mit seiner Freisprechung. Als im letzten Jahre im Altenberger Jagdrevier ein auffälliger Rückgang des Wildbestandes sich bemerkbar machte, wandte sich der Jagdpächter an den Deutschen Jagdschutzverband, worauf ein Ermittlungskommissar in das Jagdrevier Altenkirchen entsandt wurde. Dieser, ein Mann vom Fach, der schon große Erfolge dieser Art im Reiche aufzuweisen hatte, ließ sich in Wetzlar nieder. Von dort aus machte er mit seinem Motorrad Streifen in das von ihm auszukundschaftende Revier. Der „Zufall" wollte es, daß er eines Tages infolge einer fingierten Panne mit seinem Motorrad vor dem Forsthause Altenkirchen, der Wohnung der Angeklagten, halten mußte und nicht weiter konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde er mit dem jüngsten Sohne des Angeklagten bekannt. Im Verlaufe der Unterhaltung gab er sich als ein Erholung suchender Metzgermeister aus 23er« lin aus, lobte die Gegend und verabredete mit dem ortskundigen jungen Mann für die nächste Zeit eine Fahrt mit dem Motorrad in die Umgegend. Was lag näher, als daß der junge Mann mit Freuden auf die beabsichtigte Motorradtour einging. Pünktlich am 24. Juni traf der „Sommerfrischler" ein, und die Fahrt begann. Rach kurzer Fahrt sichteten sie ein Reh. Der Er- mitttungskommissar hielt sofort an und knüpfte eine Unterhaltung über Wild und 3agd an. Als er sogar den Wunsch äußerte, gelegentlich einmal etwas zu schießen, war der junge Mann so unvorsichtig, dem Freunde zu sagen, hier in diesem Bezirk könnten sie — die Familienangehörigen — alle schießen, obwohl in diesem Altenkirchener Revier ein anderer Pächter und der Vater über diesen Bezirk 3agdhüter war. Dabei erwähnte er, zu Hause besäßen sie ein Nach dem Weihnachtsessen D- ■»-. * _ » « nicht vergessen DUIIFl€11 *JdfZ ifNf, .heft te* eine 60®* '«Honten» AeuhkY '5. Geburt-'' aijtsV; Fritzi jon linken ,Il< befind*' r beruf- e W greiinr ne < stanm < n neuef- ■ • ärennY r Sft1 1Y im w/ > ooY dem P % «'M Mm Arch fuhniisi Staatsminister Rike, einen Bericht über u Sotoä- den Simd des Landeskulturwerks im ganzen Reich. itt ist Y' Seir-i laufschlußreichen Darlegungen gipfelten in ler W. „keine politische Freiheit e jttilHK ohne die Rahrungsfreiheit". ' X)er ft)ann,ber auszog bie (j na c!) fsßimmu ng zu fucljen die 23 sah Jahr habe stimmung. seinemSchreibtisch umblätterte, und wie jedes Jahr zu sich weiß nicht, in diesem ich so gar keine Weihnachts- zwei Kindern, die all die Herr« lichkeiten betrachteten, Herrlichkeiten, die sie gewiß nicht haben konnten. Oa nahm er die beiden Kinder bei der Hand und ging in den Laden hinein / Die w//y was Es war einmal ein Mann, der hatte sich nicht unterkriegen lassen wollen. Gr . hatte die Zähne zusammengebissen und gearbeitet und gekämpft tagaus, togein, manches Jahr hindurch. Gr hatte die Arbeit allem anderen vorangestellt, sich Freuden versagt, Freundschaften einschlafen lassen, da er „nie Zeit hatte", sie zu pflegen. Gr hatte alles beiseite geschoben bis auf den Gedanken: 3d) will durchhalten, ich will vorwärtskommen / Uni) wieder ♦ einmal kam der Oezembertag, da er am Morgen das Kalenderblatt auf Er dachte müde an die Geschenke, die morgen da sein würden, den Baumkuchen von Tante Gmma, wie jedes Jahr, die Brieftasche von Peter und den unausbleiblichen Kalender, den sein liesse ihm schicken würde. Aber Weihnachtsstimmung wollte nicht kommen / Da fing er an, seine üblichen Weihnachtsgaben herzurichten, nahm Geld aus seiner Kaffe, Briefumschläge vom Schreibtisch und begann mit dem Gilberstück für den Hausmeister. Aber die Weihnachtsstimmung kam ttotzdem nicht. Oa ließ er es fein und ging hinaus in die Stadt, entschlossen, die Weihnachtsfiimmung zu suchen / Als er, wie seit langer Zeit nicht mehr, ziellos durch die Sttaßen ging, umgeben von frohen Menschen, die mit Paketen beladen an ihm vorüberströmten, da merkte er erst, wie allein und freundelos er war, und so konnte er die Weihnachtsstimmung nicht finden. Oa woltte er wenigstens Pakete haben, wie sollte, so lose waren seine Beziehungen zu den Menschen geworden / Gerade als er verzweifelt sich sagte: „Gs gibt für mich keine Weihnachts- stimmung mehr", da fand er sich vor einem großen Spiel- warenladen und sah im Spiegel die leuchtenden Augen von die anderen. Oa aber merkte er, wie er von Schaufenster zu Schaufenster ging, baß er garnicht wußte, : er schenken strahlenden Augen über dem Märchenreich von Gisenbahnen, Puppen, Zinnsoldaten und Baukästen ließen ihn rasch die Lieblingswünsche erkennen, und bald wußte er auch, was die große Schwester sich wünschte, was Mutter brauchte, und was Dater so gerne gehabt hätte / Lind als er die beiden Kinder paketbeladen vor ihrer Haustür abgesetzt hatte, und der alte Taxtchauffeur sagte: „Das nenn' ich mal richtiggehende Weihnachten", da merkte er erst, daß er nicht mehr zu suchen brauchte, sondern schon mitten darin war in der verlorengeglaubten Weihnachtsstimmung. Da wußte er auch auf einmal, was er den Menschen, die ihm geblieben waren, schenken solle. Denn Weihnachtsstimmung macht hell- sichttg. Sie kommt vom Schenken (und Sichverschen- ken) und nicht vom Geschenke bekommen ♦ i .Ltzy Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 22. Dezember eihnachtsbescherung für Halbwaisen. O? M ■ AH- V E M (an schöne und stimmungsvolle Weihnachtsfeier f nip fftern abend in der Krippe des Evangelischen hVtrrnhauses statt. Der Hessische Fecht- r e i e n „W aisenschu tz", Zweigverein [! f n » hatte die von ihm betreuten Halbwaisen a iftr diesem Jahre zu einer Weihnachtsfeier u düT.cherung eingeladen. Ein schöner Christbaum mori gtchmückt worden, und als die Kinder an der H nil» nr r Mütter den Saal der Krippe betraten, fd irjir rt ihnen der Glanz vieler Kerzen entgegen. «erwattungsamtmann Kertzer d r ß.-irer des Zweigvereins, hieß die Kinder und 6ffreim lltern herzlich willkommen, sprach kurz von dßn t^wierigkeiten, die für die diesjährige Weih' nachlts scherung bestanden hatten, gab aber seiner Fre ^»Darüber Ausdruck, daß es trotzdem gelungen sei. il»L Kindern auch in diesem Jahre wieder ein prammes Geschenk geben zu können. Er dankte allei^i inen, die zu Mithelfern am schönen Werk wurüe! dankte vor allem den Mitgliedern, die durch ihres Ürue zum Verein diese Feier ermöglichten. 9jiitprn Wunsche, daß im Interesse der Halbwaisen dieses 'reue auch fernerhin bewahrt bleibe, schloß er fmlr kurze Ansprache. iE! «clchöne Bereicherung erfuhr die Feier in die- senl 1 ssigre dadurch, daß Schwestern des Evangelisch'^» Schwesternhauses ein Weihnachtslied mehrslim mi zu Gehör brachten und dadurch die weih- nachiElicr Stimmung im Saale vertieften. Pfarrer Ausfew, der ihre Gabe, die sie dankbaren Herzens in Empfang nahmen. Insgesamt wurden 36 Kinder beschert, die auch in diesem Jahre mit guten, vorher angemessenen Schuhen, bedacht wurden. Hocherfreut gingen die Kinder nach Hause. Auch für die Eltern der Halbwaisen dürfte diese Weihnachtsbescherung eine Freude gewesen sein. Jn kleinerem Kreise wies Amtmann K e i tz e r auf den Sinn der Arbeit des Fechtvereins Waisenschutz hin. Er betonte, daß der Fechtverein nicht in Konkurrenz mit der NSV. trete, sondern auf das engste mit ihr zusammenarbeite. Die NSV. sei im Vorstand vertreten. Zweck des Vereins fei die Betreuung der Halbwaisen; er diene diesem Zwecke schon seit 40 Jahren. Der Verein habe ursprünglich den Bau eines Waisenhauses vorgesehen, dieser Plan sei aber gänzlich fallen gelassen worden, da ein Bedürfnis sich nicht erwiesen habe. Die Form der Betreuung der Halbwaisen sei jedem einzelnen Zweig- verein überlassen. Eröffnung des Anerbengerichis Büdingen Vom Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen, Justizpressestelle Gießen, wird uns berichtet: Am 17. Dezember fand im Sitzungssaal des Amtsgerichts Büdingen in Anwesenheit aller Anerbenrichter, des Vertreters des Kreisbauernführers Oberheffen-Weft, des Kreisleiters, des Ortsunterbii'f sich mit den Kindern in sehr anschauliche e Zeise über den wahren Sinn des Christ- fefteixfoine Erzählungen und Darstellungen fanden ausu.M ame Hörer. Seine Fragen, die er an die kleim-N'Gäste richtete, wurden ihm gerne und mit Antit.'^ geantwortet. Ein weiteres Lied der Schwe- p-crrh liib das gemeinsam gesungene Lied „O, du sröhM Weihnachtszeit" beschlossen die eigentliche WeijhnHtsfeier. Stri Webenraum war der Gabentisch aufgebaut roorirter: vor den nun die Kinder traten, um die Ge- scheiMrn Empfang zu nehmen. Der Tisch war auf das v gichtigste hergerichtet. Aus Tannenzweigen wararn Lichthalter gefertigt worden, jedes Paket war- [crin eingepackt, überall lagen Lebkuchen und eine' g,ße Tüte mit Backwerk bei den Paketen, so d «ß:oas Ganze einen überaus freundlichen Ein- brud? nachte. Beim Kerzenschein erhielten die Kingruppenleiters, des Vertreters des Kreisamts, des Bürgermeisters, des örtlichen Fachberaters und zahlreichen Publikums die feierliche Eröffnung des Anerbengerichts Büdingen statt. Der Vorsitzende leitete die sich anschließende größere Sitzung mit einer Ansprache ein, die auf die Bedeutung des Erbhofgesetzes und die Wichtigkeit des Anerbengerichts für eine dem Gesetz gerecht werdende Auffassung des Bauerntums hinwies. Der Vertreter des Reichsnährstands erwiderte hierauf in Verbindung mit einem geschichtlichen Rückblick. Amtsgericht Gießen. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit befaßte sich das Gericht in seiner gestrigen Sitzung mit dem S. B. aus A. wegen Beleidigung. Der Angeklagte, der wegen ähnlicher Delikte schon vorbestraft ist, näherte sich in unsittlicher Weise einem Mädchen unter 14 Jahren. Nach anfänglichem Leugnen gab der Angeklagte die Tat au. Das Gericht erkannte auf eine Gesamtgefängnis st rafe von 6 Monaten. Da Fluchtverdacht besteht, wurde gegen den Angeklagten sofort Haftbefehl erlassen und der Verurteilte dem Landgerichtsgefängnis zugeführt. Ein Metzger aus einem Orte im Kreise Gießen wurde mittels Strafbefehls mit einer Gelb- ft r a f e von 30 Mark evtl, sechs Tagen Gefängnis belegt, da er feinen gewerblichen Betrieb in unsauberem, den Anforderungen der Gesundheit entgegenstehendem Zustand führte. Der Angeklagte, der wegen derartiger Verstöße früher schon bestraft worden ist, legte gegen den Strafbefehl Einspruch ein. Vor Eintritt in die Hauptoerhandlung nahm er seinen Einspruch zurück, so daß es bei der vorerwähnten Strafe verblieb. 9JL-$poTt Gegen Sensationen bei Hatlensportfesten. Die Pressestelle des Reichssportführers teilt mit: Es werden neuerdings wieder Hallensportfeste vorbereitet, die sich in keinem Punkte von den gleichen Veranstaltungen der früheren Jahre unterscheiden. In sensationeller Weise werden Wettkämpfe der sogenannten „Sportkanonen" angekündigt, die somit wiederum als Anreißer mißbraucht werden. Derartige Veranstaltungen sind mit einer gesunden Sport- aüffassung unvereinbar, abgesehen davon, daß sich eine Halle mit kleinem Jnnenraum für die Austragung von Laufwettbewerben nicht eignet. Laufwettbewerbe gehören ins Freie und nicht in die Halle! Für solchen sportlichen Kitsch, der nur zu einer Herabwürdigung unserer Leibesübungen führen kann, ist im neuen Reichsbund für Leibesübungen kein Platz. L'ppert (1900) für Deutschland repräsentativ. Es steht nunmehr endgültig fest, daß der Verteidiger der Spielvereinigung 1900, Lippert, in der Deutschen Nationalnachwuchsmannschaft am 27. Ja- nurar in Luzern gegen die Schweiz kämpft. Nordheffens Fußballelf für den Pokalkampf gegen Berlin. In der Vorrunde um den Fußball-Pokal hat der Gau Nordhessen am 6. Januar in Fulda gegen den Gau Brandenburg zu spielen. Die Nordhessen haben für dieses Treffen folgende Mannschaft aufgestellt: Tor: Sonnrein (Hanau 93); Verteidigung: Eufinaer (Hanau 93), Lippert (Gießen 1900); Läufer: Israel (Kassel 03), Maintz, Strasser (beide Borussia Fulda); Stürmer: Markert (Kassel 03) oder Lämmerzahl (Hessen Hersfeld), Kammerl (Bor. Fulda), Wohlgemuth (FV. Wetzlar), Leugers (Bor. Fulda), Kleim (Kassel 03). Gpielvereinigung 1900 Gießen. Morgen empfängt 1900 auf eigenem Platz die Ligaelf vom Turn- und Spielverein Naunheim zum Meisterschaftsrückspiel. Die Gießener haben hierbei eine Scharte auszuwetzen, denn bekanntlich ging das Vorspiel in Naunheim bei denkbar schlechten Platzverhältnissen nach einem unglücklich geführten Kampf mit 4:1 verloren. Bei Ausnutzung des Vorteils des eigenen Platzes sollten diesesmal die Chancen der Blauweißen eigentlich besser stehen. Zu bedenken gibt aber der gute Tabellenstand der Gäste, die zur Zeit mit den Hiesigen auf gleicher Höhe den zweiten Tabellenplatz einnehmen. Deshalb ist am morgigen Sonntag auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe ein entscheidender Kampf zu erwarten. Der Platzverein wird in bewährter Aufstellung antreten, muß aber sein Hauptaugenmerk daraus richten, die schnellen und gefährlichen Flügelstürmer der Gäste (Keusch!) nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Gießener werden diese Begegnung bestimmt nicht auf die leichte Schulter nehmen. In flacher Zusammenarbeit ist auch dieser Gegner zu bezwingen und spielkulturell sollte 1900 den Gästen doch einiges voraus haben. Die zweite Jugend trägt am goldenen Sonntag ein Pflichtspiel gegen Steinbachs erste Jugend auf eigenem Platz aus. Das Olympische Dors im Werden. 134 Häuser für 2680 Aktive. Das Organisations-Komitee für die XI. Olympiade nahm am Donnerstag Gelegenheit, im Rahmen einer Pressebesprechung einige Ausführungen zu den laufenden Vorbereitungen auf die Olympischen Wettkämpfe zu machen. Gaufachamtsleiter Fürft- ner beschrieb eingehend die nunmehr vorliegenden Baupläne für das Olympische Dorf, deren Bau und Verwaltung von der Wehrmacht des Deutschen Reiches übernommen wurde. 3n einem landschaftlich reizvollen Gelände, 14 Kilometer vom Reichssportfeld, entfernt, entsteht in Döberih dieses Olympische Dorf auf einem 530 000 Quadratmeter großen Gelände, das gleichzeitig den Vorzug hat, eine größere Anzahl von Teilnehmern als das Olympiadorf in Los Angeles aufzunehmen und auch in sich geschloffen ist. Mit der Planung und Durchführung der Bauten ist vom Reichswehrministerium Regierungsbaumeister Werner March, der Schöpfer des Reichssportfeldes beauftragt worden. Die vorgelegten Pläne bieten ein getreues Bild von der Schönheit und Zweckmäßigkeit der Anlage. Am Eingang foes Dorfes wird das Empfangsgebäude liegen. In diesem befinden sich alle Räumlichkeiten, die den persönlichen und organisatorischen Bedürfnissen der Sportgeräte dienen, wie Empfangszimmer, Büros der Mannschaftsleiter, Fernsprecher, Post, Bank, Verkehrsbüro, Kasse, Halle der Nationen, dazu eine Gastwirtschaft für Besucher, denen im Interesse der Athleten, ebenso wie in Los Angeles, der Zutritt zum Dorf nicht gestattet wird. Durch das Tor des Empfangsgebäudes hat man den Ausblick auf eine weite, grüne Fläche, rechts und links davon befinden sich die Wohnhäuser für die Aktiven. Von diesen, die je etwa 20 Mann (je zwei in einem Zimmer) aufnehmen sollen, werden 134 errichtet werden. Im Hintergründe wird sich das Wirtschaftsgebäude befinden. Es enthält vierzig nationale Küchen mit ebensoviel Speisesälen. Jede Mannschaft kann ihre eigene Küche und ihren eigenen Koch haben. Die Küchen werden außerdem nach den Wünschen eingerichtet, die von den einzelnen Nationen gestellt werden. Ferner enthält das Gebäude Anlagen für Wäscheversorgung, Proviantlieferung, Personal, Feuerwehr, Garagen usw. lieber das Dorf verteilt befinden sich mehrere Badehäuser mit Friseurstuben. Diese Badehäuser werden außerdem auch ein finni« 'sches Schwitzbad, die „Sauna" ausweisen. Eine eigene Sportplatzanlage genau nach den Maßen der olympischen Kampfbahn, im Nordosten des Dorfes gelegen, dient zum Training. Daran schließt sich ein M: Weihnachtsfeier in Lhilago 23on Dans ZRiebau WN rprachen, da uns einmal wieder gar nichts Bessre: einfiel, über „Beruf und Charakter", und es trn-ii ein langweiliges und sich nur mühselig vor- wArflll! quälendes Gespräch geworden, wenn nicht Hugizis ganz beiläufig gesagt hätte: „Artisten sind übriiji:. sehr gemütsrohe Menschen." D i : Satz rief sofort Karrf auf den Plcm, der, beoew ein schlechter Schauspieler wurde, ein guter ArtWrar und nunmehr an seinen alten Beruf wie an verlorenes Himmelreich zurückdachte. Kein $3ur!rk:. daß Karrf die These von der Gemütsroheit feinen?!duftigen Kollegen mit aller Schärfe durüd= roies:$ Jiein Wunder, daß Hugo, durch eben diese SchoL^gereizt, nun seinerseits auf den Tisch schlug, unb 1 srnrnre zu einem ausgesprochenen Krach ge- tomtor wenn nicht plötzlich Pundsack, Amateur- athletil-iid begeisterter Freund aller Artistik, seinen Schchrwart gedreht und mit seiner Bärenstimme geruisn hätte: „Kinder, haltet's Maul. Ich will Euch eine) :cji)e erzählen, die ich Weihnachten neunzehn- hundtenbbreißig in Chikago erlebt Hobe, und wenn ich t:)cn t fertig bin, wird keiner von Euch mehr die Öraiig! aifroerfen, ob ein Artist ein lNann mit oder ohne» Bimüt ist." „2Mfol los!" riefen wir (indes Hugo und Karrf nertmj? schwiegen), denn wir wußten, die Ge- schidchn die Pundsack zu erzählen pflegte, waren nid)iti:|El, und vor allem: sie waren zumindest zu fünfte loom Hundert wahr. „Wo paßt mal auf!", fing Pundsack an. „Am zweMizwcmzigsten Dezember war ich nach Chikago geraten, ein schlechter Zeitpunkt für einen Deut- fd)e:in2-m Heiligen Abend hatte ich denn auch noch nid)W.iien einzigen Menschen näher kennengelernt, undü lief ich, um die Gefahr des heulenden Elends Dorttenö zu bekämpfen, durch die City von Chi- kagcip Aotzlich bleibe ich wie gebannt stehen. Ich bin, i ti Ihr wißt, nie in meinem Leben Polizei- bea ruih gewesen. Aber so ein bißchen Hüter der Drb'jm > ist im Grunde jeder gute Deutsche, und was- pHba sah, mußte nun allerdings alle verborgenen i stäzeiinstinkte auf den Plan rufen. Wenige MetÜii vn mir entfernt nämlich machte sich, als ob sich ü |i Äwas von selbst verstünde, ein baumlanger Meiücd aaran, die Fassade eines zehnstöckigen Hauses zu c ex tern." „üEmrmetter!", murmelte die Tafelrunde. „Aus- gereirc am Heiligen Abend!" Anfuhr Pundsack fort und zwirbelte an seinem SchrMoart, „ausgerechnet am Heiligen Abend. Natürlich konnte ich so etwas nicht ruhig mit ansehen. .Hallo!', rief ich, ,runter da!' Der baumlange Mensch drehte den Kopf und sah nach unten. Dann sprang er, als ob er gewichtslos wäre, wie eine Heuschrecke vom ersten Stock auf die Straße. ,Sie wünschen?', fragte er. Diese Frage brachte mich ein wenig aus der Fassung. ,Benutzen Sie doch lieber das Treppenhaus', murmelte ich, ,es sieht besser aus, und außerdem —‘ ,Wen geht denn das alles nichts an?', lächelte der baumlange Mensch. ,Sind Sie Polizist?' ftftein!' r^alten Sie mich für einen Einbrecher?' ,3a.7 .Ausgezeichnet!', rief der Fassadenkletterer. .Dann will ich versuchen, Sie von Ihrem Irrtum zu überzeugen.' Ja, und dann geschah es ..." „Was geschah?", rief die Tafelrunde, denn Pundsack machte eine überlange Pause. „Ihr wißt", fuhr er schließlich fort, „ich bin ein starker Kerl, früher war ich im Boxverein, später habe ich Jiujitsu gelernt; aber hier, in Chikago — ehe ich auch nur einen Gedanken fassen konnte, hatte der baumlange Mensch ein wenig an meinen Handgelenken geknackt, dann war ich gefesselt, dann lag ich mit meinen hundertundachtig Pfund über seiner Schulter, und dann kletterte er — stellt Euch das, bitte, vor! — mit mir die Fassade des zehnstöckigen Hauses hinaus." „Haha!", lachte die Tafelrunde, und sogar Hugo kullerten die Tränen über die Backen, als er sich den Transport des dicken Pundsack vorstellte. Der aber machte eine Handbewegung: „Das ist alles noch gar nichts, Herrschaften, es kommt noch ganz anders. Also, der Kerl brachte mich im Verlaufe einer Viertelstunde bis zum achten Stock. Dort klopfte er an ein erleuchtetes Fenster. Ein Vorhang wurde zur Seite geschoben, das Fenster öffnete sich, und der Faffadenkletterer sprang in das Zimmer. Dort saßen an einem runden Tisch sieben Männer und spielten Karten. Sie beachteten uns gar nicht, und es schien, als ob der Weg durch das Fenster in diesem Kreise zu den Dingen gehört, über die man weiter kein Wort verliert. Erst als der Fassadenkletterer mich von meinen Fesseln befreit und an den Tisch geführt hatte, legte der Aelteste von den Männern die Karten weg und rief: .Hallo, Jim, du kommst nicht allein?' .Wie Ihr seht', lächelte Jim, .ein alter Freund von mir, er mochte sich gern ein wenig an unserer Weihnachtsfeier beteiligen und hat uns auch etwas Schönes mitgebracht.' Dabei zog er mir aus meinen Manteltaschen nacheinander zwölf ausgewachsene Flaschen Whisky. Ich sperrte Mund und Nase auf. Denn erstens — damals war noch Prohibition in Amerika — hatte ich, solange ich m den Staaten mar, nicht einmal eine Whiskyflasche gesehen, und zweitens waren meine Manteltaschen so klein, daß ich nicht eine einzige Flasche hätte hineinzwängen können. Die sieben Männer aber waren keineswegs erstaunt. Im Gegenteil, sie wurden, bevor sie auch nur einen Schluck getrunken hatten, außerordentlich vergnügt. Ein kleiner schwarzer Herr kam auf mich zu. .Ich sehe', lächelte er, .auch an den Korkenzieher haben Sie gedacht', und er zog aus meiner Jackett- tasche — einen Korkenzieher, denkt Ihr? Aber nein, ein Bettuch, zwei mal eineinhalb Meter groß. Während mir der kalte Schweiß auf die Stirn trat, faltete der schwarze Herr das Bettuch mehrfach zusammen, legte es über die nebeneinanderstehenden Whiskyflaschen, und als er es wieder fortnahm, waren alle zwölf Flaschen — entkorkt. .Setzen Sie sich doch', sagte der Aelteste von den Männern, .Sie zittern, wie ich sehe. Weihnachten ist ein Fest, das den Deutschen ein wenig an die Nerven geht. Auch ich bin, müssen Sie wissen, ein Deutscher.' Ich setzte mich und trank mechanisch ein großes Glas Whisky aus. ,Jim', rief da einer der Männer, ,hast du den Weihnachtsbaum nicht mitgebracht?' .Wie konnte ich es nur vergessen', schlug sich Jim gegen die Stirn. Dann griff er in die linke Brust- tasche und zog einen ein Meter großen buntglitzernden Weihnachtsbaum mit leuchtenden Kerzen heraus. Ich stieß einen gurgelnden Laut aus, trank noch einen Whisky, hielt einen Finger über eine der Kerzen und zog ihn mit einem ,Au!' zurück. Die Kerzen brannten." „Junge — Junge ...", murmelte die Tafelrunde. „Es kommt noch besser", fuhr Pundsack fort, „also paßt auf. .Wir wollen jetzt unseren Gast beschenken', sagte, nachdem wir ein Lied gesungen hatten, der Aelteste von den Männern. .Bitte, schließen Sie genau drei Sekunden lang die Augen.' Ich schloß die Augen, zählte einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig und öffnete sie wieder. Der kleine Tisch, auf dem der Weihnachtsbaum stand, war mit Geschenken überladen. .Alles für Sie', sagte Jim und grinste. Ich beugte mich über den Tisch und sah: Meine Uhr, meine Brieftasche, meinen Füllhalter. Und was hing dort über der Stuhllehne? Kein Zweifel — ich mußte mich bereits mit meiner Hose beschäftigen — dort hingen meine Hosenträger neben meinen Schnürsenkeln, die sie mir aus den Schuhen gezogen hatten. Ich fühlte, daß ich weiteren Ueberraschungen so wenig gewachsen war, wie etwa einem weiteren Glase Whisky (das zu alledem, ohne daß jemand eine Flasche anrührte, immer wieder gefüllt vor mir stand). .Verzeihung', flüsterte ich, nachdem ich Kravatte, Schnürsenkel und Hosenträger wieder an Ort und Stelle gebracht hatte, ,es war mir ein Vergnügen, aber ich muß jetzt gehen.' .Schade', sagte der Präsident, .wir hätten uns gern noch ein bißchen mit Ihnen unterhalten. Aber so eine Weihnachtsfeier ist, muß ich selbst zugeben, nicht allzu interessant. Anders hingegen ist es Neujahr. Dürfen wir Sie zur Silvesterfeier der A r t i ft e n • löge .Magi e' hiermit ergebenft einlaben?' Ich nickte und ging mit schlotternden Knien zur Tür. .Aber Sie können es doch viel bequemer haben!', rief da Jim, der baumlange Fassadenkletterer, stieß das Fenster auf und — warf mich hinaus in die stille Weihnachtsnacht. Ich fühlte, wie ich fiel. .Aus', dachte ich, .alles aus. Kein Traum. Keine harmlosen Artisten, sondern Verbrecher.' Aber ich war wiederum auf dem Holzweg. Plötzlich fiel ich nicht mehr, sondern schwebte. Die Kerle hatten mir — was sagt Ihr dazu? — einen Fallschirm um den Bauch gemogelt." „Junge — Junge!" murmelte wiederum die Tafelrunde. Als aber Hugo einen unpassenden Vergleich mit dem seligen Münchhausen anbringen wollte, wurde er — indes Pundsacks Stirnadern ein wenig anschwollen — zur Ruhe verwiesen. „Also, um zum Schluß zu kommen", fuhr Pundsack fort, „ich schwebte sacht und leise wie eine Schneeflocke in die Tiefe, und als ich auf der Straße angekommen war, wer stand da und war im Begriff, einen Nervenchok zu bekommen? Ein Po» liceman. Schließlich aber faßte er sich und zog sein Notizbuch. .Woher kommen Sie?' fragte er scharf. Ich öffnete den Mund und schloß ihn wieder. Sprechen konnte ich nach alledem, was ich erlebt hatte, nicht mehr. Aber auch dieses hatten die Kerle da oben im zehnten Stock richtig mit einkalkuliert. In meiner Manteltasche fing es an zu schnurren, und bann gab eine allerliebst zirpenbe Spieluhr bem nunmehr erschütterten Policeman bie Antwort: .Vorn Himmel hoch — ba komm' ich her' ..." Pundsack schwieg. „Puh", machte bie Tafelrunbe, „bas war ja eine tolle Geschichte". „Ganz recht", nickte Punbsack. „Ich wieberhole: .Vorn Himmel hoch, da komm' ich her', spielte bie Musikuhr mitten in ber Weihnachtsnacht in Chikago. Wagt nunmehr noch jemanb" — Pund- sack krempelte sich bie Aermel hoch — „erstens ben Vergleich mit bem Freiherrn von Münchhausen und zweitens bie Behauptung zu wieberholen, Artisten hätten kein Gemüt ...?" Niemanb wagte es. es aber doch zufriedenstellend im Wirtschaft r iAus b Sranrrurt a. M. ■Öen.,. 6fiS- börse 20.12. | 21-12. 97-25 102-25 102,25 Banfnoletu r,9 7.9 96-9 98-9 102-9 97,13 98,75 96-9 98-9 102-13 97,25 94,25 ' 94 102,5 94 94 94.25 95-5 96 96 104-4 97,25 94,5 94 Roggenmehl hochwertiges etwas Kauf- 95,25 96 96 104,4 97.25 94-5 95.5 96 96 104,4 63,14 80,54 33,80 102-25 94 94 94-5 95,5 96 96 104,4 24 1,05 6,25 6 6 10-75 Oben: $ Paketcmii ioufenbe von1 kaum verkäuflich, während sich für Weizen-Auszugsmehl vorübergehend interesse zeigte. 23,9 1,05 6,1 6 6 11 24.5 1.13 6.2 6 11,25 geringerer Beschickung (164 gegen 484) bei gleichbleibenden Preisen ausverkauft. Beste Schafe notierten 2 Mark höher. Am Schweinemarkt wurde die stärkere Beschickung von 5932 (4335) flott verkauft, besonders für beste und geringe Tiere bestand lebhafte Nachfrage, während mittlere Sorten etwas vernachlässigt wurden. Die Preise blieben ziemlich unverändert. Devisenmarkt Berlin — Jranffort^. Rundfunkprogramm Sonntag. 23. Dezember: 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: 24,4 1,1 6,3 5,9 11,25 M J ir,Z ii ■ M zi .y 61,71 Am Rauhfuttermittelmarkt erfuhren die Preise für Stroh eine Erhöhung auf 4,70 bis 5 (nach 4,50 bis 4,70) Mark pro 100 Kilogramm. Das Mehlgeschäft nahm weiter e^nen schleppenden Verlauf, insbesondere war *% Oesterretchtsche Goldrente.... 4'20% Oesterretchtsche Sllberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Vi% desgl. bon 1913.......... 6% abgest. Goldmextkaner bon 99 4% Türkische Zollanleihe bon 1911 S"9dadbahu-Anleihe Aranksurker Vuttermarkk. F r a n k f u r t a. M., 21. Dez. Bei unverän^ Preisen nahm das Buttergeschäft zunächst lebl^ später etwas ruhigeren Verlauf. Die Ansicht in deutscher Butter dürsten etwas reichliche? Dieser gewisse Mangel wurde aber durch reichende Zufuhren von holländischer, dänisch-/ österreichischer Butter seitens der Reichsste^ geglichen. Besonders gefragt blieb wegen ihre. 1 erstklassigen Qualität holländische Butter, fJ’ man auch die etwas höheren Preise bewilligt. ' notierten in RM. pro 50 kg frei Frankfurt (Großhandelsverkaufspreise): Deutsche Markes" 145, feine deutsche Molkereibutter 143 bis ■ deutsche Molkereibutter 140 bis 142, ßanhd 130, Kochbutter 120. Holländische Markenbuttvl bis 148, dänische und österreichische Mars 145. Frankfurter Liermarkt. 6* IS* 1L' ü.ü ie,N i«ä 1.« haben. Die Gäste stellen eine kräftige und wuchtige Mannschaft ins Feld, die alles daransetzen wird, um den Platzbesitzern den Sieg schwer zu machen. Wieseck, im Vorspiel siegreich, wird gut daran tun, den Gegner nicht zu unterschätzen. Vor diesem Spiel stehen sich Wieseck II und Garbenteich I im Rückspiel gegenüber. Im Vorspiel konnten die Gäste einen knappen Sieg für sich buchen. Wieseck muß reichlich Ersatz einstellen und wird sich mächtig anstrengen müssen, wenn eine hohe Niederlage verhindert werden soll. Die Jugendmannschaft wird am zweiten Weihnachtsfeiertag ihr fälliges Rückspiel in Watzenborn- Steinberg zum Austrag bringen. Ob es hier zu einem Siege reicht, hängt von der Vollzähligkeit der Mannschaft ab. (Sportverein 1928 Garbenteich. Am morgigen Sonntag fährt die erste Mannschaft des Sportvereins 1928 Garbenteich nach Wieseck, um dort gegen die 2. Mannschaft des Platzvereins anzutreten. Garbenteich wird auf einen starken Gegner stoßen. Das Vorspiel in Garbenteich endete damals mit 4:2 für die Platzelf. Handball im Kreis XIII (Lahn-Oill). Schiedsrichleransehungen für den 30. Dez. 1934. Lollar — Ruttershausen (Zörb, Großen-Linden); Dorlar — Wißmar (Luh); Dutenhofen — Wetzlar II (Becker, Gießen); VfB.-Reichsbahn — Lang-Göns (Bodenbender, Ruttershausen); Lützellinden II — Wetzlar-Niedergirmes (Bender, Bergwerk); Münchholzhausen II — Krofdorf II (Hahn, Klein-Linden); Dornholzhausen — Atzbach (Seyb, Gießen); Krofdorf — Hörnsheim (Krausch, Gießen); Wetzlar 05 Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die in der Vorwoche nur zögernd eingetretene Entspannung auf dem Getreidegroßmarkt trat in der verflossenen Woche etwas deutlicher in Erscheinung. Das Angebot in Brotgetreide war reichlicher als in den letzten Wochen. Weizen war sogar zeitweise überreichlich vorhanden. Roggen war ebenfalls stärker als bisher am Markt und wurde noch gut gekauft, später machte sich aber angesichts der Feiertage Zurückhaltung im Einkauf bemerkbar. Das Futtergetreideangebot blieb dagegen noch sehr knapp. Hier wird in den meisten Fällen noch Angebot von der Gegenlieferung von Kleie und insbesondere von Oelkuchen abhängig gemacht, doch sind derartige Geschäfte kaum zustande gekommen. Für Hafer fehlt das Angebot fast gänzlich. In Mühlenabfällen und Kraftfutter- mitteln waren Angebote der Mühlen und Oel- fabriken wieder nicht vorhanden, während die Nachfrage unvermindert stark blieb. Man behalf sich deshalb notgedrungen weiterhin mit Ersatzfuttermitteln, wie Johannisbrot, Melassefutter und Kartoffelflocken. Der Absatz hierin ließ aber später nach. litrana 58,9 0,98 1.0g VL* 63-40 U,# 33> ' Es steht ^achtsiesi i mii Wmfi|(id)en t Festig Wui, bas Hcnes Gcri, Mhrhtinber, MJiU. Was o-JSuten, j)Q glichen, Ski 1 rS ^voy husche. i Dät bem Kr Söeihn T? Riemer ;;;,;ber 3 • l'Nlt dk nknud '??■ Pku SSf Mi S.f’Ü’nan Uute. *1 ih 1 U;V. alte Weihnachtslieder. Gesungen vom Nunb'M 22: Alpenländische Weihnachten. 22.30: Mihna - konzert. Glaube, Hoffnung, Liebe. 24 bis 1: 10 ■ 1 mette aus der Erzabtei Beuron. turd 20.12. Datum 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 6y8% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös..SchuId mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6Yi% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ltqut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6Ki% ehem. 4yt% Franks. Hvp^ Bank-Liqu.-Psandbrtese....... 6H% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank.Liqu.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 8% ehem. 7% Pr. LanoeSpfand- briesanstalt, Psandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs.. Serlin,21 .Dezember Amerttamicye .................... Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schwing Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten..... Spanische Noten. Ungarische Nota» börse 21-12. 97,13 98,9 102-9 .yraniiu . U. Berlin Schlußkurs Schlupf. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag, börse Datum 20-12. | 21-12. 20-12- 21-12. 4% desgl. Serie 11 ............. 7,9 4 3,55 30 24,75 77 93 68,5 69-25 71 146 26-25 131,65 97,75 111,5 75-75 106 99-75 94 135-5 108 84,5 100,75 59 7,7 3.95 3-55 30,5 24,65 28,9 77,25 93,25 69 70 72,5 147 26,4 132,75 98,25 112,9 75,75 106,5 100 94,5 136,5 108 85 100,65 60 99 115,13 74,75 73,75 _ _ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . - 2^% Anatolier ............... 6.3 3-65 30,25 24-65 21-75 28-65 77,75 93,5 68,5 69,25 71,5 145,9 26 131,9 97,75 112 75,75 105-75 99,75 94,25 135.5 108,5 85 100 6,25 3,65 30,75 24,65 21,25 28,9 77-75 93,5 68,75 70 72,25 147,13 26,65 132,65 98.25 113 76 106,5 100,25 94-75 13 25 108 85,65 99,75 Hamburg-Amerika-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschifs...........o Norddeutscher Lloyd ......... o A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank...... o Reichsbank ............. 12 A.E.G........... 0 Bekula.....................0 Elektr. LteferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 6 Fellen & Guilleaume......... O Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5 Schuckert L Co...............5 Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Co.............10 Buderus ........... O Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener..............0 59,25 98 76-75 148.5 115.65 72,75 73,13 60 99,25 77,9 150 116 74,9 73.75 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. O Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............0 Mannesmann-Röhren ...... O 98 115.75 72,75 73.65 Frankfurt a.M. Serkin Schlußkurs Echlußt. Abend- börse Schlußkurs Schlußk Mittagbörse Datum 20-12- | 21-12- 20-12- 21-12- Mansfelver Bergbau .. .......0 — 80 — 79,9 Kokswerke........... .......0 — 93 93,5 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen .......0 47 48 47,25 48 .....10 209 210 208 210 Nheinstahl........... .......0 86,25 86,5 86 86 Vereinigte Stahlwerke. .......0 39-25 39,75 39,5 40 Otavi Minen ........ .......0 12,5 13 12-25 13,13 Kaliwerke Aschersleben. ......5 107 107.5 107 107 Kaliwerke Westeregeln . .......5 107-5 108 107 107,5 Kaliwerke Salzdetfurth .....?y- 142-13 3. G- Farben-Industrie c 133,5 133,75 132,9 133,5 Scheideanstall........ ......v 200 201 Goldschmidt ......... ......0 89,4 89 89 89 RütgerSwerke........ ......0 93-5 94 93 75 94-25 Metallgeiellschaft...... .......0 83,75 83 83,75 83 PbÄpp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. =! 76 107 133 76 106,5 132 77 - 76,25 Schultheis Patzenhofer ......0 _ _ 99,13 103,4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O 47,5 47,5 47 48,5 Bemberg............ ......0 111 111,5 111 111 Zellstoff Waldhof ..... ......0 46,25 46 46,75 46,5 Zellstoff Aschaffenburg ......0 64.25 63,25 64 64 Dessauer Gas 1...... ......7 — — 119,75 120,5 Daimler Motoren ...... ......0 48,25 47,75 48 47,9 Deutsche Linoleum..... ......0 62,25 62,25 62,13 62,4 Lrenstetn & Koppel .... ......0 87 87 Leonhard Tietz ........ ......0 31,5 31,25 31,4 31,25 Chade ................ ......10 191 5 188,75 191 188.75 Acrumulatoren-Fabrkk.. ......0 152,5 152,25 153,5 Conti-Gummi......... ......0 135,13 137,4 135-25 137,25 Gritzner.............. ......0 26,5 26,75 27 __ Mainkraftwerke Höchst a.M-... 4 73,5 83 Süddeutsch«. Zucker... 170 164,51 170 165 20-Dezember 21^1 Amtliche Notierung Geld | Dries Bm'lM > (SdP___ Buenos Atre- Brüssel----- Rio de Ian. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelstngforS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo.....: Wien....... 0,628 58,17 0,204 3,047 54,85 81,22 12,285 5,425 16,405 168-18 21,30 0 716 5,649 61,74 48,95 11,165 63,35 80,72 34,02 10,40 2,487 0,632 58,29 0,206 3,053 54,95 81,38 12,315 5-435 16,445 168,52 21,34 0.718 5,661 61,86 49,05 11,185 63,47 80,88 34,08 10,42 4,491 0.628 । 58,17 0,204 3,047 54,82 81.22 12,275 5.42 16,405 168,24 21,30 0,716 5,649 61,70 48,95 11,16 63,31 80,72 34,04 1040 2,488 Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Reuyork... Ä R- » ■ ( j I I *-• t i «•» s» U7> e< Samstag, 22. Dezember 1054 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) er Weihnachtsmann im Gießener Postpaketbetrieb ganz andere Gründe. Dieses und !yört auf den Weihnachtstisch, weil Beuron- rW V leiten ein Ägyptern ä il'i derer Beliebtheit erfreuten sich die vor allem früher stark gewürzten Pfeffernüsse. Ohne Aepfel und Nüsse können wir uns ein Weihnachtsfest nicht oorstellen. Sie gehören auf jeden Weihnachtsteller. Schon St. Nikolaus, der Sendbote des Christkindes, läßt sie durch Knecht Ruprecht an die artigen Kinder verteilen. Bei den Feierlichkeiten der Wintersonnenwende gaben die Gottheiten unseren Altvordern für freundliche Aufnahme und Bewirtung Apfel und Nüsse als Gegengeschenk. Haselnußstrauch und Apfelbaum waren den Göttern geweiht. Aepfel und Nüsse aßen die Himmlischen und die gefallenen Helden in Walhall, denn diese Früchte verliehen ewige Äugend und Schönheit. Dem Donnergotte Donar gehörte der Haselnußstrauch, dessen Zweige bargen Wunderkräfte. Daher pflanzte man ihn um die Wohnstätte und steckte seine Zweige an den Feldrain, um von allem Hab und Gut Blitz und Hagelschlag fernzuhalten. Selbst den Toten streute man Haselnüsse in die Gruft. Bekannt ist der Apfel als ein Zeichen der Herrschaft und Gewalt. Daran erinnert der Reichsapfel, ein Stück der Reichsinsignien früherer Kaiser. Die1 fprograi] 23. Dezember rt. 8.15: Na lblasen. 9: Sa s SchahkW 10.15: llhorzn estohlene Hriß stoiyert I. eil Mnatytn N in« Weit. 1 15 oon (Btqq r de; ttü. 1 chMttützÜM! nidf. 17.30: ft ifinb". fcfo üot\ guirfti 6er. 19: W lert. SteM lie". fyiM'1 alt 20.50: > achtsspiel. ft * dem StB- >4. De]* 6.15: EM- it ttj llj -j AN mehr jr. Putenbraten übergingen. Vielleicht auch aus HAeAmäßigkeitsgründen. Herrn Mümmel- m a n ' Feistzeit fällt in den Winter, und in der VorwMirrichtszeit wird er am stärksten gejagt. Da tlt es!i piz natürlich, daß der graue Geselle den SpeischiiÄ der Weihnachtstage bereichern hilft. Zur.ii .nistenden Weihnachtskaffee gehört der C h r i I!f:a l l e n, und beim Plauderstündchen unter dem X"96:::rbaum greift man so aern auf den Teller mit P? müssen, Aepfeln, Nüssen, Marzipan und anderira chönen Dingen. I kannten schon unsere heidnischen Dor- Obern:?Die Gießener schenken! Seit Tagen haben die Beamten an der Pak'er nähme alle Hände voll zu tun. — Mitte: Auf dem Bahnsteig, iaulife'ie von Paketen werden ein- und ausgeladen. — Unten: Berge vi Weihnachtspaketen im Gießener Postamt vor der Zustellung 0,632 58,2? 0,20 3,0 541 2,31? .435 ,445 *8 >1,34 71 i,60j 1,6 j,05 1g 1,06 Ml .461 Bahnhof wie Gießen, als bedeutsamer Knotenpunkt auch für den Postoerkehr von besonderer Wichtigkeit ist — stramm im Gange ist, wird in den Packsälen des Postamts in der Bahnhof- st r a ß e im Verlaufe der Nacht nicht minder eifrig gearbeitet. Auch hier rollen zu allen Nachtstunden vom Bahnhof her die mit Paketen hochbeladenen Wagen an und bringen große Mengen Weihnachts- fi-nbungen aus allen Teilen des Reiches für die Gießener Empfänger, aber auch für die Volksgenossen innerhalb des Landbestellbezirks des Gießener Postamtes. Vom späten Abend bis zum anderen Morgen wird in den weiten Packräumen ebenfalls ein Paketberg neben dem andern auf- geschichtet, zugleich wird auch schon in gewissem Umfange von den Beamten Vorarbeit für die flotte Abwicklung der Paketabfuhr am anderen Morgen geleistet. In den frühen Morgenstunden erscheinen dann die Beamten des Paketbestelldienstes, nehmen an langen Tischen in den Packräumen Platz und beginnen mit dem verantwortungsvollen und mühsamen Geschäft der Sortierung der Paketkarten nach dem Verlauf ihrer Bestellfahrt. Wenn diese Aufgabe erfüllt ist, gehen die Beamten an das Einreißen der Paketberge, d. h. es wird in den langen Packhallen die straßenweise Sortierung der Pakete vorgenommen, damit das Einladen in die Bestellautos nach dem Verlauf der Route möglich ist. In dieser Zeit stehen dann auf dem Posthofe die bekannten Paket-Kraftwagen in langer Front nebeneinander aufgefahren, und wenn schließlich die letzten Pakete verstaut sind, beginnt die Fahrt in die Stadt und nach den Orten des Landbestellbezirks, wobei nun der Weihnachtsmann durch die Beamten unseres Postamts in die Häuser kommt und dorthin Freude bringt In den Packhallen des Postamts, sowie an den großen Abfertigungsstätten am Bahnhof ist am Morgen nach dem harten Großkampf der Nacht nichts mehr von irgendeinem Paketberg zu sehen, dank der vorbildlichen und anerkennenswerten Arbeitsfreudigkeit aller Beamten ist überall restlos aufgeräumt worden, damit der Reigen der Arbeit nun wieder von neuem beginnen kann. Weihnachtsfreude in deutschen Familien, glückerfüllte Stunden für jung und alf! Wir alle haben sie in hohem Maße mit zu verdanken den wackeren Männern unserer Post, die gerade in diesen Tagen vor dem schönsten Feste des ganzen Jahres vom obersten Leiter bis herab zum letzten Posthelfer ihre Berufsehre dafür einsetzen, daß die riesige Arbeitsfülle in sämtlichen Abteilungen des Post- dlenstes unter Anspannung aller Kräfte pünktlich und gewissenhaft bewältigt wird, um den deutschen Menschen den herrlichen Zauber der deutschen Weihnacht ganz zuteil werden zu lassen. Daran wollen wir in den Stunden der Festfreude denken und den Männern der Post gerne unsere volle Anerkennung bekunden! Der Weihnachtsmann benötigt viele Hilfskräfte, um feiner großen Mission gerecht zu werden. Wochenlang vor seinem Erscheinen sind allerorten schon unzählig viele Menschen in seinen Diensten tätig Da wird überall geschafft, gestaltet und befördert. Von dem Entstehungsort der Weihnachtsgaben geht es hin zu den Geschäften, die das Verbindungsglied über den Weihnachtsmann zu den kleinen und großen Empfängern der aus liebevoller Gesinnung dargebrachten Gaben sind. Eine wichtige Station auf dem Wege des viel beschäftigten Weihnachtsmannes ist allerorten das P o st a m L Hier kann man kurz vor dem Besuchstage des Weihnachts-Freudebringers sogar von einer Großkampf st ation sprechen, deren Schauplatz in der Hauptsache die Pak «fbefär - derungs st eklen sind. Welchen großen Umfang der Dienst in diesem Abschnitt der Dorweihnachts- zeit annimmt, offenbarte uns in den jüngsten Tagen ein Blick in den Paketbeförderung s- dienst beim P o st a m t Gießen. Was da in eifriger, ununterbrochener Arbeit bei Tag und bei Nacht oon allen nur irgendwie verfügbaren Postbeamten und von zahlreichen Hilfskräften an Aufgaben bewältigt wird, erfordert die größte Hochachtung. Da werden in den wenigen Tagen vor Weihnachten alltäglich viele Hunderte von Paketen und dazu noch große Mengen Päckchen in vielfach gegliedertem Arbeitsgang behandelt, um schließlich in pünktlicher Wahrnehmung aller Zugverbindungen, wie auch mit Einsatz aller Beförderungsmittel in der Stadt und auf dem Lande, rechtzeitig den Empfängern zugestellt zu werden. Hochbetrieb herrscht schon an den Paketan - nähme st ellen, an denen vom Morgen bis zum Abend in ununterbrochenem Strom die Pakete auf» gegeben werden. Obwohl hier schon mit zahlreichen Kräften der Post gearbeitet wird, staut sich ständig eine große Menge mit Paketen aller Art. Es kommt dabei sogar vor, daß der Beobachter wieder das „Schlangenstehen" — eine wenig angenehme Erinnerung an schwere Jahre unseres Volkes — bemerken kann. In den weiten Packräumen türmen sich die Pakete in kurzer Zeit zu Bergen. Ständig sind weitere Kräfte am Werk, diese Stapel mit Hilfe von Postkarren abzutragen und den weiteren Arbeitsstätten des Beförderungsdienstes neues Material zuzuführen. Die Hauptpost und die Stadtpost schaffen ihre Paketladungen in regem Fahrdienst zu der großen Abfertigungshalle am Bahnhof zwischen der Eilgutabfertigung und den Schwarzschen Kolonnaden. Hier herrscht Tag und Nacht ohne Unterbrechung das Gesetz des emsigsten Schaffens. In der langen Halle sind nach Eisenbahnrouten gegliederte Abteilungen geschaffen, in denen die Pakete sogleich bei der Anfuhr aufgestapelt werden bis zu der Stunde ihres Abtransportes mit der Bahn. Hier kann man, namentlich in den späten Abend- und in den Nachtstunden, in allen Abteilungen große Paketberge sehen, die dann auf die bekannten Postkarren geladen und zu den Bahnsteigen geschafft werden. Schon lange vor der Abfahrt des Zuges stehen bann auf dem Bahnsteig in dichten Reihen hintereinander die bis zur äußersten Ladegrenze belasteten Karren, von denen immer mehrere Beamte in emsiger Arbeit Stück um Stück in das Innere des Bahnwagens reichen, wo sogleich wieder die Untersortierung entsprechend der Ortsfolge auf der Strecke vorgenommen wird. Und in dieser Weise geht es nun schon mehrere Tage und Nächte lang unermüdlich und tatfroh in der Erfüllung der Dienstpflicht, die unsere Postbeamten in vorbildlicher Weise wahrnehmen. Während dort am Bahnhof der Abfertigungsdienst nach außerhalb — der gerade auf einem Ali 4tS| ^verändert ■ "'S pro TtüjM ■ Deutsch, Je ■ ®l> bis MW 111. ÄlzmiW io-MlaI >l"ch>viehMW ‘ftrieb: 7 UM •21 Kälber, ftB Pro 50 IcxM ) 25 bis ! 30- c) 18 W iS 38, b)30ifl >s 42, c) 28 H ois 53, c) 48 M geringer UebrW Weine mäßig M irft am 28. fahren. Die Wintersonnenwende war ihnen eine weihevolle und schicksalsschwere Zeit, da die Götter aus Walhall zu ihnen herniederstiegen, um zu segnen ober zu strafen. Um ben Gottheiten einen roürbigen unb geziemenben Einzug unb Willkommen zu bereiten, sie geneigter zu machen, würben bie Wohnstätten mit Mistelgrün geschmückt unb an heiliger Stätte Opferbrote gebacken. Manche Opferbrote zeigten bie Gestalt eines Mannes ober Reiters unb versinnbilblichten ben roilben Reiter Woban, ber um biefe Zeit auf feinem Schimmel Sleipner unb mit einem geräuschvollen Gefolge burch bie Lanbe ritt. Währenb bas Christentum manch heibnifchen Brauch ausrottete unb verfemte, hat es aus biefen Kuchen- aeftalten einen St. Nikolaus ober St. Martin geschaffen. Noch heute gibt mnn bem Weihnachtsgebäck irgenbeine Tier- ober Menschenform, vielleicht in unbewußter Ahnung an bie Sitte unserer Vorfahren. Dieses ober jenes Rezept für unser Weihnachtsbackwerk mag viele hunbert Jahre alt fein. Dafür spricht, baß auch heute noch bie verschiebensten Gebäckarten mit Honig verarbeitet werben, was bei unseren heibnischen Ahnen auch geschah. Beson- ^melöungm. Ü stiihtonzeri. )ten. 10.45: Haus. 1145: l es PhilhaM kuchena,L?pfel unb Nüsse? Das eine ober bas an» bere ItoDTn finbet sich an biesem Tage auf bem Tischen Mitü sein Karpfen am Heiligen Abenb beginnt ber 2 Gii nachtsschmaus. Unb warum das? In frühereseit pflegte man vor dem Feste des Lichtes ge.iiyr end zu fasten. Ersatz für Fleisck war von jeher Fisch, vorzugsweise der Karpfen. Heuer ist es NN dem Weihnachtsfasten längst vorbei, aber der M!d> Achtskarpfen hat sich zu behaupten gewußt Das-i Prunkstück des Weihnachtsmahls bleibt immer: k$ die knusperige Gans, ein abgebalgter Mümruttriann, in anderen Gegenden wieder eine Oben: Viele Pakete, viele Paketkarten! Beim Sortieren ber Paketkarten nach ben Sfraßenkursen ber Postwagen. — Mitte: Die Pakete werben nach Straßen (wie bie Postwagen sie passieren) verteilt. — Unten: Fünf Postwagen bringen bie Weihnachtsfreube in die Stadt. Verwendung von Aepseln und Nüssen zu Liebesorakeln ist wohl sehr alt und heute in verschiedenen Landesteilen noch Sitte. Es gab sogar einmal eine Zeit, in der das Darbieten eines Apfels als Liebeserklärung und seine Hinnahme als Er- hörung angesehen wurde. Dem Brautpaar trug man im Mittelalter auf dem Kirchgang ein Körbchen mit herrlichen, ausgesuchten Aepfeln voraus. Bekannt ist ber Brauch, ben lebige Mäbchen am Sylvesterabenb üben, inbem sie befonbers gute Aepfel schälen unb bie Schale als Ganzes rückwärts über bie Schulter werfen. Aus ber Lage ber hingefallenen Apfelschale wollen sie ben Namensanfangsbuchstaben ihres Zukünftigen erkennen können. Was die in einem Wasserbecken schwimmenben leeren Nußschalen zu bebeuten haben, braucht wohl nicht gesagt zu werben. Namenszettel ober Lichtlein befinben sich barin. Stoßen zwei Schalen zusammen, so gibt es Liebesglück, schaukeln sie auscinanber, Liebesleib. In manchen Gegenben werfen Ehe- ober Brautleute Walnüsse ins Feuer; verbrennen sie lautlos unb still, bleibt bie Ehe frieblich, ohne Zank unb Streit, knallen unb krachen sie, gibt es Krach auch in ber Ehe. Seit einigen hunbert Jahren haben sich Aepsek unb Nüsse auch ben Christbaum erobert. Schon in einer Straßburger Chronik aus bem Jahre 1605 finben sich Nachrichten, baß man Tannenbäume mit Aepfeln unb Nüssen geschmückt hat. Wenn wir nun roieber am leuchtenben Lichterbaum sitzen, wollen wir einmal baran benfen, baß Karpfen, Puten, Hasen, Weihnachtsgänse, Aepfel, Nüsse unb Pfefferkuchen eine lange Vergangenheit haben unb uns manches aus ber Kinbheit unseres Volkes zu erzählen wissen. Zur Abstimmung an der (Saar. Das Kreisarnt Gießen gibt im jüngsten Arntsverkünbigungsblatt folgenbes bekannt: „Wie ber Herr Reichs- unb Preußische Minister bes Innern bekanntgegeben hat, gilt nach ber Ver- orbnung ber Regierungskommission vom 29. November 1934 für bie Einreise in bas Saargebiet für bie Zeit vom 27. Dezember 1934 bis zum 26. Januar 1935 einschließlich folgenbes: a) Die Personen, bie in ber oben angegebenen Zeit in bas Saargebiet einreifen, müssen im Besitz 1. eines orbnunasmäßigen Reisepasses, 2. einer be- sonberen Einreisegenehmigung in bas Saargebiet sein. Der Antrag auf Einreisegenehmigung ist unter Ueberfenbung bes Reisepasses an bie Regierungskommission, Abteilung bes Innern in Saarbrücken zu richten. Bei Stellung bes Antrags erfolgt zweck- bienliche Beratung burch bie Vertrauensleute unb Ortsgruppen bes Saarvereins. Die Einreisegenehmigung ist innerhalb 24 Stunben nach ber Einreise der Ortspolizeibehörde des Saargebiets vorzulegen. leckere solle. Wer es mit seinen Finanzen, seinen Weihnrchsgratifikationen, seine Schlußbilanz ver- einbarn»! kann, bevorzugt die Gans. Gänseleber war Wn ijefjer eine Delikatesse, und Gänseschmalz ist aundiLute noch gut für die Fettöpfe der Küche, lieberes mar die Gans feit uralten He fulinaiTcier Genuß. Schon den alten A, . galt Mi Jans als beliebter Feftbraten. Aus dieser Zeit ( drc’funbene Inschriften unb Bilber beweisen bas 3 |t Genüge. Die:.'E Je, zu Weihnachten eine Pute aus ben Tisch p «bringen, stammt von unseren englischen Detter r, vie vor Jahren eine knusperige, mit Maronen g itttie ©ans genau so schätzten wie wir heute bie ai lalnefüüte, bann aber nach Verbreitung ber teils sstnausgebehnten Putenmästereien mehr unb iKLffAuits Iler provinzialhaupistadl. fft Weihnachtsherrlichkeiten. Von Heinz Kütinq. 19: Der - Es jftl nun einmal fest, baß aerobe bas Weih- qelkonzerl' nachts Hl mit kulinarischen Genüssen am stärksten beulte IW bedach:^ niirb. Das erklärt sich nicht nur aus ber bihnfliH ßemütl® n Häuslichkeit, aus dem dolce far niente hie ^ul|N des F j-ju-ges, ober gar aus behäbiger Langeweile, luMI Ä: nein, . h< hat ganz andere Gründe. Dieses und hinaen jenes i k:ichl gehört auf den Weihnachtstisch, weil * chten $ jahrhusl.tctealte Tradition es nun einmal so haben naan:.k,will. M. wäre das Weihnachtsfest ohne Karpfen, PutenA.ssasen, Gänse, ohne Christstollen, Pfeffer- 51'2 ui \4 । ß ,i-* r r ♦ Arbeitsbeschaffung durch die Reichsbahn Sie berechtigt zu wiederholter Einreise tn das Saargebiet, innerhalb des in dem Genehmigungsvermerk bezeichneten Zeitraums. Personen, denen die Genehmigung zum vorübergehenden Aufenthalt tni Saargebiet schon jetzt erteilt ist, müssen die Genehmigung vor dem 27. Dezember 1934 erneuern, bie erneuerte Genehmigung berechtigt sie zu wiederholter Ein- und Ausreise in das Saargebiet. Mit Geldstrafe bis zu 750 Franken oder mit entsprechender Haft wird bestraft, wer diesen Bestimmungen zuwiderhandelt. Die Gebühr für die Einreisegenehmigung beträgt 20 Franken, die Gebühr für erneuerte Genehmigung 2 Franken. Die Gebühr kann in begründeten Fällen, insbesondere bei Bedürftigkeit der einreisenden Personen, falls ein dringlicher Anlaß zur Einreise besteht, erlassen werden. b) einer Einreisegenehmigung bedürfen dagegen nicht: 1. außerhalb des Saargebiets wohnende abstimmungsberechtigte Personen. Für sie genügt der von der Abstimmungskommission ausgestellte Abstimmungsausweis in Verbindung mit dem Reisepaß. 2. Personen, die im Besitz eines saarländischen Reisepasses oder eines saarländischen Personenausweises sind. 3. Personen, die die auf Grund der Verordnung der Regierungskommission vom 27. Januar 1932, betreffend die Arbeitszentral- stelle für das Saargebiet ausgestellten Legitima- tionskarten sowie die Grenzausweise gemäß Protokolle über die Gebrauchsrechte an der saarländischfranzösischen Grenze vom 13. November 1926 besitzen. Weihnachtsfeiern der NSDAP, in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen-Nord veranstaltet am morgigen Sonntag um 18 Uhr auf dem Landgraf-Philipp-Platz eine öffentliche Weihnachtsfeier, bei der der Musikzug der SA.-Standarte 116 mitwirken wird. Die Ortsgruppe G i e ß e n - O st begeht eine gleiche Feier am morgigen Sonntag von 17 Uhr ab vor der Volkshalle, bei ungünstiger Witterung wird die Feier in der Liebigshöhe stattfinden. Die Ortsgruppe G i e ß e n - S ü d begeht ihre Volksweihnachtsfeier am morgigen Sonntag um 16 Uhr vor der alten Klinik in der Liebigstraße, in Verbindung damit findet eine Bescherung der Hilfsbedürftigen statt. Die Ortsgruppe Gießen-Mitte veranstaltet um 18 Uhr an der Ecke Plockstrahe-Johannesstraße ihre öffentliche Weihnachtsfeier. Zu allen Feiern sind alle Volksgenossen herzlich eingeladen. Der Dienst der Reichspost an den Weihnachtsfeiertacien. Für die Weihnachtsfeiertage sind bei der Reichspost folgende Dienstzeiten festgesetzt: Der Schalterdienst vollzieht sich am Sonntag (4.Advent) wie an Sonntagen, außerdem ist die Annahme von Paketen in der Zeit von 14 bis 19 Uhr beim Postamt in der Bahnhofstraße vorgesehen. Am Montag (Heiligabend) findet Schalterdienst bis 16 Uhr wie werktags statt, ab 16 Uhr können nur noch Telegramme und Gespräche entgegengenommen werden. Am Dienstag (1. Feiertag) und am Mittwoch (2. Feiertag) vollzieht sich der Schalter- dienst wie an Sonntagen. Die Br iefkastenleerung erfolgt am Sonntag wie üblich, am Montag wie an Werktagen, nur fallen die beiden letzten Leerungen aus. Am Dienstag und Mittwoch erfolgt die Leerung der Briefkästen wie an Sonntagen. Für Dienstagvormittag ist eine Frühleerung um 5.45 Uhr vorgesehen. Die Ortsbriefzustellung erfolgt am Sonntag wie üblich, am Montag wie werktags, am Dienstag wie Sonntags und fällt am Mittwoch aus. Die Ortsgeldzustellung fällt am Sonntag, am Dienstag und am Mittwoch aus. Am Montag geschieht sie wie an Werktagen. Je eine Ortspaketzustellung sind vorgesehen am Sonntag, am Montag und am Dienstag, am Mittwoch findet keine Paketzustellung statt. Im Verlaufe des Jahres 1934 hat die Reichsbahnverwaltung durch die Reichsbahn-Betriebsämter in Gießen für deren Amtsbereich wiederum, wie schon im Vorjahre, große Geldmittel für die Zwecke der Arbeitsbeschaffung und der Verbesserung der Bahnanlagen zur Verfügung gestellt. Wie wir auf Anfrage an der zuständigen Stelle hören, beläuft sich die Gesamtsumme der vom Reichsbahnbetriebsamt I in diesem Jahre verausgabten Gelder, die der Arbeit und der Wirtschaft in der engeren Heimat zuflossen, auf rund 1 100 000 Mark. Die Aufwendungen in dieser Höhe entsprechen un- aesähr den Ausgaben des Vorjahres für den gleichen Zweck. Von dem Gesamtbetrag wurden für laufende Unterhaltungs arbeiten etwa 100 000 Mk. ausgegeben, auf Grund von besonderen Bewilligungen für Unterhaltungs- und Erneuerungsarbeiten, sowie für Neubauten wurde für Material und Arbeitslöhne im ganzen rund eine Million Mark aufgewendet. Von den größeren Bauausführungen im Bereich des Reichsbahn-Betriebsamts I — der Bezirk umfaßt die Strecken Niederwalgern bis vor Nauheim, Gießen—Burg- und Nieder-Gemünden, Lollar— Grimberg, Gießen mit Bergwerkswald—Dutenhofen, Gießen bis kurz hinter die Fabrik von Gail, Niederwalgern—Herborn — feien folgende hervorgehoben: Arbeiten in Gießen: Umbau- und Unterhaltungsarbeiten am Verwaltungsgebäude der Betriebswerkstätte mit einem Aufwand von 6000 Mark, Umbau der Rampen an der Güterhalle, Kosten 9000 Mark, Umbau im Lokomotivschuppen 22 000 Mark, Einbau einer neuen Drehscheibe auf dem Bahnhof Gießen 70 000 Mark, Umbau der Bahnunterführung in Richtung Wetzlar kurz vor Klein-Linden 100 000 Mark, Erneuerung der Zufuhrstraßen zum Bahnhof Gießen 5000 Mark, Wasserleitungsbauten rund 30 000 Mark, Fertigstellung des elektrischen Betriebs des neuen Stellwerks im Oberhessifcken Bahnhof 10 000 Mark, Verbesserung von Fayrstraßen (Weichen usw.) 5000 Mark. Für Instandsetzung von Beamten- und Arbeiteraufenthaltsräumen wurden etwa 8000 Mark aufgewandt. Die Land Zustellung geschieht am Sonntag wie üblich, am Montag wie werktags, für Dienstag ist die Zustellung von Zeitungen, Briefsendungen und Paketen vorgesehen. Am Mittwoch fällt die Zustellung aus. Die Verzollung der Weihnachtspakete kann am Sonntag und am Dienstag von 9 bis 11 Uhr erfolgen; am Montag wie an Werktagen. Am Mittwoch werden keine Verzollungen vorgenommen. Der Theaterspielplan bis Silvester. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 23. Dezember, 15 Uhr, das entzückende Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt" von Bassewitz; 19.15 Uhr die Walzeroperette: „Alt Wien" von Lanner, Leitung: „Wrede-Cuj6- B ä u l k e. Dienstag, 25. Dezember, 19 Uhr, zum letzten Male, die romantische Oper „Der Freischütz", von C. M. von Weber in der Inszenierung und Besetzung der Erstaufführung mit Generalmusikdirektor Stöver, Bad-Nauheim, als Gast am Dirigentenpult. Mittwoch, 26. Dezember (2. Weihnachtstag), 15 Uhr, Wiederholung der Operette „Das Land des Lächelns", von Lehar und Maria Perry und Heinz W e i - s e r sowie Hansi S a l z m a n n in den Hauptrollen; 19 Uhr, auf vielseitigen Wunsch und auf Grund der Nachfrage, die romantische Operette „Der Zigeunerbaron", von Johann Strauß, in der Besetzung der Eröffnungsvorstellung. Donnerstag, 27. Dezember, 16 Uhr, das Weih- Arbeiten auf dem Lande. Von den Arbeiten auf den Strecken außerhalb von Gießen feien folgende verzeichnet: Errichtung einer neuenWegüberfuhrung bei Kirchgöns, Kosten 35 000 Mk., Ausbau des Bahnwärterhauses Friedel- Hausen 3700 Mk., Verstärkung der Widerlager im Personentunnel in Lollar 4000 Mk., Errichtung eines Nebengebäudes auf Bahnhof Weidenhaufen 4000 Mk., Uebersichtlichmachung von Wegübergän- aen auf der Strecke Niederwalgern — Herborn 9000 Mk., Verbesserungen auf der Strecke Gießen — Rödgen 5000 Mk., Verbesserung des lichten Raumprofils auf den Strecken 11 000 Mk., Instandsetzung von kleinen Brücken, Durchlässen usw. 5000 Mk. Besonders sei erwähnt, daß für die laufende Unterhaltung und Verbesserung an den Gleisen und Weichenanlagen in diesem Jahre rund 480 000 Mk. aufgewendet wurden. An Schotter aus oberhessischen Steinbrüchen wurden rund 27 000 Tonnen für die Gleisunterhaltung bezogen, ferner wurden rund 660 Tonnen Zement verbraucht. Es ist erfreulich, daß die Reichsbahn an ihrem Teile so wirksam beiträgt zur Beschaffung von Arbeit und damit zur Wiederbelebung der Wirtschaft. Das Reichsbahn-Delriebsamt II — zuständig für die Strecken kurz hinter der Gailfchen Fabrik bis kurz vor Gelnhausen, Friedberg — Hungen—Mucke, Friedberg—Nidda—Scholten — hat im Jahre 1934 für die Unterhaltungsund Erneuerungsarbeiten eine Gefamtfumme von rund 250 000 Mk. ausgegeben. Davon entfallen auf kleinere Unterhaltungsarbeiten rund 50 000 Mk. Im einzelnen wurden u. a. an Arbeiten durchgeführt: Umbau der Drehscheibe in Nidda 20 000 Mk., Pflasterung der Laderampe in Lich 4000 Mk., Umbau der Wetterbrücke bei Lich 10 500 Mk., Umbau der Niddabrücke bei Nidda 15 000 Mk., Umbau des Befehlsft.ellwerks in Nidda 4 000 Mk., Sichtverbesserungen der Wegübergänge auf den Strecken 8000 Mk. Für die Unterhaltung und Verbesserung des Oberbaues und der Weichen wurden insgesamt rund 150 000 Mk. ausgegeben. An Schotter wurden 6500 Tonnen aus oberhessischen Werken bezogen. nachtsmärchen: „Peterchens Mondfahrt", von Bassewitz. Freitag, 28. Dezember, Karl Ludwig Lindt als Autor, Regisseur und Schauspieler: „Parole: Heiraten!". Samstag, 29. Dezember, 16 Uhr: „Peterchens Mondfahrt", das Weihnachtsmärchen, von Baffe- witz. Sonntag, 30. Dezember, 15 Uhr: „Peterchens Mondfahrt"; 19.15 Uhr: „Das Land des Lächelns". Am Montag, 31. Dezember, traditionelle Silvestervorstellung mit Einlagen und Ueberraschungen, Erstaufführung der Biedermeier-Posse mit Gesang und Tanz: „Die vier Schlaumeier", von Walter W. Goetze; Leitung dieser Jahresabschluß-Dorstellung: Hub-CujS-Bäulke. Mit Rücksicht auf den Tag Anfang 20.30 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. Die Steuerkarten. Die Stadtverwaltung weist in der heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß die Steuerkarten für das Jahr 1935 zugestellt worden sind. Arbeitslose Personen wollen die Steuerkarten sorgfältig aufbewahren, da die Ausstellung einer neuen Karte nur gegen Zahlung von 1 RM. erfolgt. Aus Seite 4 der Steuerkarte ergeben sich die Bestimmungen Über die Höhe der Bürgersteuer. Die Anforderung der Bürgersteuer gilt mit der Zustellung der Steuerkarte als bewirkt. Das Gailsche Spritzenhaus in der Neustadt verkauft. Von dem Kommando der Freiwilligen ql, Feuerwehr wird uns geschrieben: Das Spritzengebäude mit dem Hofe der % ligen Gailfchen Feuerwehr in der Neustadt^ über der früheren Gailfchen labatfabrif kurzem in den Besitz der Fa. I. B. Häuf'/' gegangen. Das vor dem Kriege vom Haufe Gail o- modernste erbaute Spritzenhaus diente berr* Gailfchen Feuerwehr über 20 Jahre als kunft für ihre Gerätschaften. Der große jj? für das Exerzieren vorzüglich geeignet. 1 Durch die ungünstigen wirtschaftlichen msse der letzten Jahre ist es dem Protei Wehr, der für die alleinige Unterhaltung. wörtlich ist, nicht mehr länger möglich / das große Anwesen zu hallen. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich bara»; gewiesen, daß die Freiw. Gailsche Feuerwek- Fabrikfeuerwehr, sondern eine der Behörde stellte freiwillige Wehr ist, die der Allgem' dient, wie sie es auch immer bewiesen wurde im Jahre 1855 von dem damaligen'!! fabrikanten Gail aus Gießener Bürgern 41 det und von dem jeweiligen Chef des Hach-I unterhalten. Durch dieses in Deutschland noch dastehende Wohltätigkeitswerk blieb der heit und insbesondere dem Gießener Steu^' im Laufe der letzten acht Jahrzehnte die Z düng ungeheuerer Summen für das fouc'1 wesen erspart; außerdem kam das segensreich.u ken der Wehr der Bevölkerung zugute. Die übergroße Opfertätigkeit für die All■' rnännischen Verbeugung. „Also bitte keine Geschichten!" Professor & shwin nahm jetzt seinen scharfen Ton zu M dem er gegen unbotmäßige und eigenR- Kranke vorzugehen pflegte. „Gehen Sie jetzt, $' ronet, sonst ..." _ Er griff nach dem Arm des Baronets, olr vo ' er ihn herausziehen. k Da kam ein heiseres Gurgeln aus der »ehle" ' Betrunkenen. „W—was, Sie w—wollen miffl c fassen?" brüllte er. Seine Augen rollten wie in W' Wahnsinnsanfall. Ehe Professor Gershwin es - versah, hatte er einen furchtbaren Stoß por Brust bekommen. Rückwärts taumelte er OJ -■ Schon krachte die Tür hinter ihm zu. ®er • t wurde vorgeschoben, der Schlüssel zweim« Schloß gedreht. Professor Gershwin saß aus - Fußboden draußen vor der verschlosst"" chielt sich seine schmerzende Brust. unj. Da drinnen ging ein wahnsinniges ©nj f „Da drin ..." Gershwin wies mu , Hand auf dee verschlossene Tür. „Da orr Sie — der Baronet!" „iAt ur!i:': Der Assistenzarzt konnte ein Lächeln n>°) drücken. „Ach so, der Ungefährliche", sagte er. Gershwin fuhr wütend herum: if ®r „Reden Sie nicht! Sehen Sie lieber' z - ihn ruhig kriegen. Man muß ihn jjtri „Da müssen mir wohl die Tür auf jßärW Professor", meinte -einer der herberg" ,(fr siii' „Anders kommen wär nicht ran. Dre t • ja auch vergittert." __ beobacht'. „Zwei Mann vor die Fenster gr6rfe u">< agte der Professor. ,F)ie anderen h brechen die Tür auf/ den W Er selbst lief mit zitternden Knien durch ridor ums Haus herun^. . (Fortsetzung folgt!- r/o. o/ zo/> o .<•' -z- Ober- 1 auch Kirchliche Nachrichten 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: von Bei Kirchenbehörde wegen Scharlach aus. Gleen. 18: Christvesper. pflichtmäßige Leibesübungen in den hessischen Berufsschulen kenmg wird I hr bebauen, irfen für bit I i ßeml) r in Erinnerungen und Vorstellungen weiterlebt, die eine früher getätigte körperliche Ertüchtigung in der Schule hat ent- bzw. bestehen lassen, da kann es nur ein unbeirrtes und entschlossenes Vorwärtsschreiten geben. Die Ministerialabteilung II (Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum) des Hessischen Staatsministeriums hat auf vorstehend gekennzeichnetem Boden nach eingehendster Ueberprüfung sich entschlossen, eine Wochenstunde Leibesübungen in den Berufs- und Gewerbeschulen einzuführen. Bei den Vorbereitungen zu dieser Maßnahme war die Feststellung erfreulich, daß die Vertreter des Handwerks vollstes Verständnis zeigten. Sie haben erkannt, daß pflichtmäßige schulische Leibesübungen die Erziehungsarbeit der Berufsschulen weitgehendst fördern und vollwertiger machen. Mit der Einführung von Leibesübungen hat Hessen im Berufsschulwesen einen beispielhaften Schritt getan, und es darf angenommen werden, daß mit der hessischen Regelung der Neuordnung im Reich auf diesem Gebiet stärkstens vorgearbeitet ist. Es besteht kein Zweifel, daß mit einer Stunde Leibesübungen pro Woche nicht alle Erfordernisse in dieser Richtung erfüllt sind. Wenn man aber bedenkt, daß diese Zeit ohne Mehraus- gaben und auch ohne eine stärkere Mehrbelastung der Gesamtunterrichtszeit freigemacht werden konnte, dann muß die hessische Regelung zweifellos als gegenwartsgerecht bezeichnet werden. Evangelische Sladtmission. Löberstraße 14. 6 Uhr: Sonntagsschul-Weihnachtsfeier, katholische Gemeinden. Samstag, den 22. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Von 16 bis 21 Uhr wird ein fremder Priester Beichte hören. — Lich. 15 bis 17 und 20 bis 21: Beichte. — Hungen. 17.15 bis 19: Beichte. Spenden für dasMnterhilsswerk Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Winlerhilfswerk 1934/35 betreffen (Spende^ Strahenfammlungen, Haussammlungen, Eintopfgerichte ufro.), sind nur auf Konto der Vezlrksfparkasse Gießen, Jtr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt a. Ul. Ar. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen. Hochamt mit Predigt. Baptisten-Gemeinde. Gartenstraße 13. Sonntag, den 23. Dezember. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 15: Kindergottes- dienst-Weihnachtsfeier; 20.30: Prediger Lotz. Neuaposiottsche Gemeinden. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. Sonntag, den 23. Dezember. 9.30 Uhr: Gottesdienst. Oeffentttcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. A e rzte : Dr. Wolf, Dr. Neumann-Spenge!. Zahnarzt: Dr. Geyer. Apotheke: Hirschapotheke. 9,22. Dtp Zum letztens er Neustadt me vorläufig rüheren Mch Inwerkstätte bringen. (Fs üe Pflichten l etätigung für r r <• Nischen Schwierigkeiten bei der Einführung Leibesübungen gerade in den Berufsschulen, entsprechender Bereitschaft und zielbewußtem Einsatz sind diese in den allermeisten Fällen zu beheben. Wo man sich aber nicht lösen kann von einer überwundenen Zielsetzung der Schularbeit, nämlich der überbetonten Wissensvermittlung und außerdem Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 23. Dezember. 4. Advent. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Trapp; 15: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 17: Weihnachtsfeier der Kinder- kirche der Matthäusgemeinde, Pfarrassistent Balz. — Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Pfarrer Bechtolsheimer. Musikalische Abendfeier. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrer Anthes. — Pelruskapelle. 9.30: Pfarrer Becker; 17: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Petrusgemeinde, Pfarrer Trapp. — UJiefetf. 9.45: Hauptgottesdienst; 11: Kinderkirche. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst (1. Abteilung); 15: Weihnachtsfeier der Kinderschule; Kollekte. — Klein- Linden. 10: Gottesdienst. 11: Kindergottesdienst; ** Den Besuch der Berufsschule Gte - ßen durch auswärtige Schüler betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht. ** Weihnachtsgratifikation. Die Angestellten des Textilhauses Graf erhielten, je nach ihrem Alter, eine Weihnachtsgratifiaktion von 40 bis 50 Mark ausgezahlt. ** Der Neujahrsglückwunsch. Zu Neu- jahr ist mit einer außergewöhnlichen Zunahme des Briefverkehrs zu rechnen. Damit die Neujahrsglück- wünsche rechtzeitig eintreffen, ist es unbedingt erforderlich, daß alle Neujahresbriefsendungen eine einwandfreie Anschrift tragen. Dazu gehören: Straße, Hausnummer, Gebäudeteil und Stockwerk, bei Großstädten außerdem Postbezirk und Zustell, postamt. Alle Angaben müssen deutlich niederge- schrieben sein. Notwendig ist auch, auf der Sendung jedesmal die genaue Absenderangabe niederzuschreiben. Mit dem Markeneinkauf sollte man nicht bis zum letzten Tage warten. Man decke seinen Bedarf frühzeitig und vermeide so unnötiges Anstehen an den Postschaltern. ** Unfall. Ein Händler von hier kam gestern abend in einer Gastwirtschaft zu Fall und erlitt schwere Gesichtsverletzungen, die seine Uoberfüh- rung in die Klinik notwendig machten. ieberroolF 787): Siek- IS: Kinderschulfeier; 17.30: Kindergottesdienstfeier. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottesdienst; 13: Katechismuslehre. — — Wahenborn-Sleinberg. 10.15: Gottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 16: Weihnachtsfeier der Kleinkinderschule, 17: Weihnachtsfeier im Krankenhaus. — Jlieber-Beffingen. 9.30: Gottesdienst mit Beichte und heiliges Abendmahl, Pfarrer Strack, Münster. — Langsdorf. 10: Kindergottesdienst; 19.30: Abendmahlsfeier für die Jugend. — Bettenhausen. 10: Hauptgottesdienst. — Virklar. 9.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 10.45: Kindergottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst. — Göbelnrod. 9: Kollekte. — Harbach. 10.30: Kollekte. — Veiksberg. 12.30: Kollekte. — kirlorf. Kinder- und Hauptgottesdienst fallen mit Genehmigung der Kirchenbehörde wegen Scharlach aus. — Ober-Gleen. 9.30: Kindergottesdienst; 10.20: Hauvtgottesdienst; 18: Weihnachtsfeier (Kindergottesdienst). io raut 9 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Hiim 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8 bis 9, l-rikohl 15 bis 25, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat O W 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis v,Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4 Pf., erZentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 9-is 15 Pf., der Zentner 9 bis 15 Mark, Birnen, »rfPfund 8 vis 10 Pf., Honig 45 bis 50, Nüsse 0 :Ü5 50, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 9 «5 80, Gänse 80 bis 90, Enten 80 bis 90, Tauben, a^Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 60, En- iom 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, icj-rie 10 bis 30 Pf. Vornottzen. Tageskalender für Samstag: >t:ittheater, 20 bis 22 Uhr „Opferstunde". (Ge- f hl sene Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde — Hi- Deutsche Bühne). — Lichtspielhaus, Bahn- föfrafje: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich .." - - Utoria-Lichtspielhaus, Seltersweg: „Auf Leben r n!:Tod". — Reichskammer der bildenden Künste, her ÄS* L'K ys ryS taten •* "Wer von bem h *ilh 9-en ChefK 5 ,n Deutich^' >rt Sftj dein @ie|.,nöa! B? kl-«- b* 75jk : Feuers re.8»lf#8> 'I'5 Mcki,! orengeben. hr nicht abiKt lr bie ibeolh er ÄomnuntV pupe Gießen, „Hindenburg", Weihnachtsfeier. Tageskalender für Sonntag: L )r gruppe Gießen-Nord, 18 Uhr, Landgraf-Phi- Sonntag, 23. Dezember. 4. Sonntag im Advent. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Prediat; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lautrach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 14: Vortrag und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 24. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. — Lich. 17: Beichte. Dienstag, den 25. Dezember. Gießen. 5 Uhr: Christmette; 5.30: Beichte; 6: Messe; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Vesper; 16.30 und 19: Beichtgelegenheit. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 6: Christmette; 7: Messe; 10: Hochamt und Predigt; 14: Vesper. — Lich. 6: Christmette. 10: Hochamt; 14: Vesper. — Nidda. 5 lrmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts- SluiieUunfl. — Deutsche Stenographenschaft, Orts- । sc Kühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis L, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, 2r. hier zu H :narzt nieiw Zimmer (g erzogen, W e Baronet S Gewiß ist dieser Jugend im Rahmen der HI - Schulung auch das Gebiet der Leibesübungen erschlossen. So wenig man sich aber an einem Tag für die ganze Woche sattessen kann, so wenig kann die einmalige sportliche Tätigkeit, auch wenn sie sich über mehrere Stunden eines Tages erstreckt, als ausreichend angesehen werden. Wie weit wir bei all dem immer noch von dem entfernt bleiben, was der Führer als Notwendigkeit bezeichnet, das sagen uns zwei Sätze aus seinem Buch „Mein Kampf": „Die Schule als solche muß in einem völkischen Staat unendlich mehr Zeit freimachen für die körperliche Ertüchtigung"--„Es dürfte kein Tag vergehen, an dem der junge Mensch nicht mindestens vormittags und abends je eine Stunde lang körperlich geschult wird." Wir wundern uns nicht, wenn bei der Erfüllung dieser vom Führer aufgestellten Forderungen da und dort mangelnde Einsicht, ja Gegenkräfte sich zeigen. Wir verkennen nicht die mancherorts gegebenen schultech- Militarverforgungsgebuhrnisse für Januar 1935 wird am 28. Dezember und mit der Auszahlung der Invaliden- und Unfallrenten am 29. Dezember begonnen. ** Backerlaubnis für bie beiden nächsten Sonntage. Das Gewerbeaufsichtsamt hat der Bäcker-Innung die Genehmigung zum Backen für die Stadt an den beiden Sonntagen, 23. und 30. Dezember, von 17 bis 22 Uhr und fürs Land von 14 bis 22 Uhr erteilt. ** Die Badezeiten im Städtif chen Dolksbad während der Feiertage betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. ** Die Museen im Alten und im Neuen Schloß bleiben am Sonntag und am ersten Feiertag geschlossen. Am zweiten Feiertag sind sie zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des 4. Abschnitts betrifft eine Bekannt- machung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders aufmerksam machen. ** Das Leseholzsammeln in den städ- tischen Waldungen ist ausnahmsweise am kommenden Donnerstag, 27. Dezember, gestattet. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung der Bürgermeisterei ersichtlich. l ipMatz, öffentliche Weihnachtsfeier. — Orts- cppe Gießen-Ost, 17 Uhr, vor der Volkshalle, : O machtsfeier. — Ortsgruppe Gießen-Siid, 16 1 Ich vor der alten Klinik, in der Liebigstraße, 3 ^Weihnachtsfeier. — Stadttheater, 15 bis 17.45 1 IP,„Peterchens Mondfahrt", 19.15 bis 21.45 Uhr „ Ll/Wien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,^Jch kDich nicht und liebe Dich ..." — Astoria- £ichpiele, Seltersweg: „Auf Leben und Tod". —, 9!e2 5tammer der bildenden Künste, 11 bis 13, 16 :5 18 Uhr, Turmhaus am Brand, Weihnachts- a Li--ellung. » *' Das Fest der goldenen Hochzeit k »nm am kommenden Montag, 24. Dezember, der y)obeihauptwachtmeister i. R. Hermann Schäfer u rid^Ehefrau Luise, geb. Arnold, Licher Straße 21 vicfthaft, in körperlicher und geistiger Frische be- g edc.i. Das Jubelpaar ist seit 50 Jahren ununter- b roten Bezieher des Gießener Anzeigers. Schulpersonalien. Ernannt wurde der 8 iWgehilfe auf Probe an der Oberrealschule m Wilhelm Bender zum Amtsgehilfen an bitf - Schule mit Wirkung vom 1. November 1934 o t — 3n den Ruhestand versetzt wurden auf Nächst ichn der Lehrer an der Volksschule zu Bauern- h «r (Kreis Friedberg), Jakob Iser, der Lehrer 9 8ii:elm Fischer zu Bingenheim (Kreis Büdin- g|Kn die Lehrerin Emilie Mahr zu Eberstadt (, Darmstadt), sämtlich unter Anerkennung ihrer b en: Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom l .vcnuar 1935 an. 'Der Dienst beim Kreisamt am 24. u i n 31. Dezember. Nach einer Anordnung d tzscherrn Staatsministers findet am 24. und am 3 8 Dezember bei dem Kreisamt Gießen nur Eil- bfiert statt. Es kann daher nur in ganz besonders biiir enben Fällen von 10.30 bis 12.30 Uhr vor- g Köchen werden. •' Hessische Handwerkskammer. Die 9 Sri 5 der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt fi'cD. ihrer Nebenstellen bleiben in der Zeit vom 2!i! ozember 1934 bis 2. Januar 1935 geschlossen. "iVorzeitige Auszahlung der Mili - t! im ersorgungsgebührnisse und der 8 8i:: a I i b e n ■ und Unfallrenten durch dl) irsP o st a n st a l t e n. Mit der Auszahlung der Lpd. Das Staatspresseamt teilt mit: Der Durchbruch der Bedeutung der körperlichen Ertüchtigung aus ihrer Aschenbrödelstellung hinein zur Schlüsselstellung in der Erziehung zum deutschen Menschen verlangt es, daß Überall dort, wo deutsche Jugend zu schulischer Arbeit zusammenkommt, pflichtmäßig Leibesübungen zu betreiben sind. Mit dieser Forderung kann daher auch nicht mehr an solchen Schulen vorübergeaangen werden, in denen die berufstätige Jugend zwischen 14 und 18 Jahren vereinigt ist. Was die Pflege der Leibesübungen anlangt, ist die Jugend beiderlei Geschlechts in den höheren Schulen im Vergleich zur Verufsschuljugend wesentlich günstiger gestellt, obgleich die beruflich-körperlichen Verhältnisse der letzteren eigentlich den umgekehrten Zustand rechtfertigen. Montag, den 24. Dezember. Heiliger Abend. Stadtkirche. 17 Uhr: Christvesper, Pfarrer Becker. — Johanneskirche. 14.30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer; 15.30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Christvesper, Pfarrer Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 15.30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Luthergemeinde; zugleich Christvesper, Pfarrer Anthes. — Petruskapelle. 17: Christvesper, Pfarrer Trapp. — Albach. 18: Christoesper. — Steinbach. 19: Christvesper. — Heuchelheim. 7: Weihnachtsspiel der Konfirmanden; Kollekte. — Mainzlar. 18: Kollekte. — Watzenborn-Steinberg. 20.15: Liturgischer Gottesdienst. — Garbenteich. 17.30: Christandacht, Schülerchor. — Hausen. 19: Christandacht, Schülerchor. — Langsdorf. 18.30: Christfeier, Kollekte. — Virklar. 19.30: Christfeier, Kollekte. — Hungen. 19: Christabendgottesdienst. — Langd. 17: Christfeier. — Beltershain. 16: Christvesper, Kollekte. — Wirberg. 18.30: Christvesper, Kollekte. — Kirtorf. Christvesper fällt mit Genehmigung der Ic-^r an 13.47, Friedelhausen 13.51, Fronhausen 0.i3 und Niederwalgern an 14.01 Uhr. Dieser Zug ICH.in Niederwalgern Anschluß an den Personen- 3376 in Richtung Gladenbach—Herborn (Nie- erialgern ab 14.13 Uhr). fier nach Butzbach neu eingelegte Zua (Pz. 9; fährt Gießen ab 13.32 Uhr, Großen-Linden »11341, Langgöns 13.47, Kirchgöns 13.52 und fcubad) an 14.01 Uhr. Gleichzeitig wird auch zwischen Niederwalgern in Gießen ein neuer Zug (Pz. 796) mit folgern ler Plan eingelegt: Niederwalgern ab 13.04 Uhr, fnhausen an 13.08, Friedelhausen 13.13, Lollar 13'8 und Gießen an 13.27 Uhr. Der Zug hat in Bip?n Anschluß an den genannten Pz. 798 (Gie- pe ab 13.32) in Richtung Butzbach. Die Züge Bi^en — Niederwalgern, Gießen — Butzbach und Uji.erwalgern — Gießen fahren nur an Werk- laie n. Gießener Tvochenmarktpreise. 'Wießen, 22. Dez. Auf dem heutigen Wochen- M=t kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis .5' Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 Pf., la das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 14, (inlän- eschichten! ' scharf tmäßige gte. „Ak Mesche. ng b« AM ng bti usmärtigen L Fachschulen i1- >ie die 6fr r e dem imA en gezwUr fc er liegend^ der Elleckc ; mit der W r wyfr i neue M gern und Ein guter 7217 A । iruw1*'// chien M Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (am Kugelberg 23), den 22 Dezember 1934. Die Beerdigung hat in der Stille stattgefunden. Gießen, den 22. Dezember 1934. 7618 D Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben, unvergeßlichen Mutter sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Georg Kirschbaum. Füllhalter das macht Freude! Wir gravieren auch gleich den Namen des Besitzers hinein HarOy Kowecq u. Pelikan Markenhalter schon v. 2.70 an Große Auswahl auch in Schreibmappen und Unterlagen Niederhausen & Co. Bahnhofstr. gegenüb. 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Dezember, Mittwoch, den 26. Dezember 1934, und am Dienstag, dem 1. Ian. 1935, bleibt das Bad geschlossen. - An allen übrigen Tagen ist das Bad wie bisher geöffnet. 7591D SALAMANDER ALLEINVERKAUF: Schuhhaus 08IT6 Gießen, Seltersweg 87 SKI STIEFEL NUR VON r Offener Sonntag > Bahnhofstraße 14 V' . Telephon Nr. 4215 Horst-Wessel-Wall 35 M Verlobte A * 7572 D Ihre Verlobung geben bekannt fi! H- VW M r.. Koblenz > morß [t ni keines t 7571 D ,'t' Stott Karten! Sogen ,>viV Alten-Bufeck Verlobte 7570 D Gießen Guntersblum Card'/ 25 Mg. 7605 V 2hre Vermählung zeigen hiermit freundlichst an Apfelwein 05958 aus der 7*10 0in neues Gießen, Am Kugelberg 51, den 22. Dezember 1934 ffefdjenkßudj 7427 D für cNaturfreunde Äalthasar Nuhn^ Zimmermeister ß Dollar, den 22. Dezember 1934 7608 D wenn Sie täglich etwas Kleinanzeigen ihr lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||i||||||||||||||||||||||;|| ZU Postscheckkonto j FranHiun a.m. 28100 1l » __: arru Wintertiilfswert desDeutschenvolke^ G a c ^OQWIIpJpuQ.saQ pimsjptpatuiQi Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht! Im Ausschank: St Augustin-Fasten -Bier der Augustiner-Brauerei München Das leistungsfähige reelle Fachgeschäft seit 1898 40-507« mehr Eier legen Ihre Hühner Weihnachts- Einkäufe machen! > Apfel-Süßmost Trauben-Süßmost Prima Apfelwein Schotten Dezember 1934 Karl Binz Gertrude Binz, geb. Schneider Elfriede Abendroth Erich iKiemer Heute, morgen, übermorgen Für die mir an meinem so. Geburtstage erwiesenen Aufmerk, samkeiten sage ich hiermit besten Dank Or. med. Maria Grüne Or. med. Hans Hammermann 3 a •e Ludwig Kohlermann Inh.: L. Weiderich, Bleichstraße 14. 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Weihna biöflS beutid ^erzenssrc gebracht, < Itiunfl von (»Seiten hi, M die fiii h|d)önften J mein beu rrteijrt, dos i!iln bie bei bftaltet fie; t:lbeul|d)e 3 LTott"). I Man f- Mchn in eötniflrt. j ; d Mer, bi Meihnach, ^hundert 5 ! ü wieder Q1 Wbrud unb V deutscher L^Ntr •Wn vol MHI auck .r Nikolaus' Meine 0Qb gw auch 1 JlRirÄe zu \ f05 Diegc üas auf5 tel'8 fe Meine »5 s VW» Wütten ünrn^xe \eti^en a«1 Son"1®’ Vtiel . ...fifl «'e'n rtu\eidu,, ’S*?!1- SSlNAfOttK LMKU Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels 154 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit er- lauternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Oeegener, Universität Berlin. Preis: karton. Reichsmark 3.90, gebund. Reichsmark 4.80. Jn meisterhaften Lichtbildern hat hier einer der feinsinnigsten Beobachter die wunderbarsten Natururkunden jener kleinen Tierwelt zusammengetragen, deren Lebensgewohnheiten im allgemeinen sehr wenig bekannt sind. 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