Nr. 275 Erstes Blatt 184. Jahrgang Donnerstag, 22. November 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanfchliiffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahttiach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: grantfurt am Main llbss Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilStsSuch- und Steindruckerei «.Lange in Sieben. Schristieitung und SeschSftrftelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 m m Breite 60Rps.,Platzvorschrist oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B An alle Krauen und Mädchen tm Gau Hessen-Nassau. In der Zeit vom Samstag, dem 24. November 1934, bis Sonntag, den 1. Dezember, finden durch die NSDAP, in allen Ortsgruppen des Gaues 23er- sammlungen statt, die nur für Frauen und Mädchen bestimmt sind. Alle Frauen und Mädchen werden nochmals dringend eingetaden, die im Bereich ihrer Ortsgruppe angefehte Versammlung zu besuchen. heil Hitler! 3. 2t.: Gez.: M ü l l e r - S ch e l d, Gaupropagandaleiter. • ErißlandsMsormpolM in Indien. Old Stanley Baldwin hat in diesem Sommer, seine kurze Pfeife langsam von einem Mundwinkel in den anderen schiebend, einmal erklärt: „Wenn wir diesen Schritt nicht tun, so sehe ich schwarz, was die Zukunft der englisch-indischen Beziehungen angeht." Mit dem „Schritt" meinte der Stellvertreter Macdonalds im britischen Kabinett die Annahme der Vorschläge, die in dem von dem I n - dienausschuß der englischen Regierung zusammengestellten Weißbuch enthalten sind. Während der Sommertagung des Unterhauses wurde die Aussprache über diese Vorschläge, die in einer Reform ider bisherigen Verfassung Britisch-Jndiens gipfeln, ! bekanntlich vertagt. Aus den Reihen der Konfer- -vativen Partei selbst, d. h. auf dem rechten Flügel, «erhob sich lebhafter Widerspruch gegen neue Zuge- Istündnisse an das Verlangen der Inder nach weiterer Demokratisierung und stärkerem Ausbau der Selbst- werwaltung. Die Diehards wollten nicht einsehen, Daß die schönen Zeiten endgültig vorüber sind, da der Dichter des britischen Imperialismus, Ruydhard Kipling, das frisch-fröhliche Herrendasein jedes Writen in Indien feierte und das stolze Wort prägen konnte: ,,But the west is west And the east is east And never the thwain shall meet ..." („Westen ist Westen — Und Osten ist Osten — lllnd niemals werden sich die beiden finden...") Der Weltkrieg hatte Kiplings Verse zu einem Traum gemacht, an dem die Diehards noch hängen, Ober aber damit nicht an Wirklichkeit gewonnen hat. Der Führer der Konservativen, eben Stanley Bald- «vin selbst, wies die Unzufriedenen in seinen eigenen Meihen in die Schranken, wenn er auch nicht ver- chinderu konnte, daß ihre Vertreter bei der jetzt zu »rwartenden Debatte des Unterhauses über das Weißbuch des Jndienausschusses noch einmal die Isschöne, alte Zeit der autoritären Herrschaft Englands ifin Indien heraufbeschwören werden. Für die Vl n n a h m e des Indienberichtes wird sich danach zweifellos eine große Mehrheit des Unterhauses bereitfinden, schon aus der einfachen Er- «vägung heraus, daß England von dem seit geraumer Zeit eingeschlagenen Weg seiner Jndien- spolitik nicht mehr abweichen kann. Wie werlief dieser Weg und welche Erfolge hat England tauf ihm erzielt? Die Beantwortung dieser Frage fführt uns am besten und sichersten zu einem Urteil über den Jndienbericht selbst. * Der Weg ist vorgezeichnet durch die Erklärung, Vie der damalige britische Staatssekretär für Indien, T. P. M o n t a g u am 20. August 1917 im Unterhaus abgegeben hatte und die gleichsam ein D a n- kesversp rechen Englands für die indische Hilfe im Weltkriege darstellte. Sie i.autete: „Die Politik Seiner Majestät geht darauf vinaus, Inder zu jedem Verwaltungszweig heran- !,uziehen und die Einrichtungen der Selbstverwal- mng allmählich auszubauen, und zwar im Hinblick »uf die fortschreitende Verwirklichung eines sich als Teil des Britischen Weltreiches selbstverantwortlich regierenden Indiens. Erfolg- eich kann diese Politik nur bei schrittweisem Vorgehen sein. Der britischen und indischen Regierung, :iuf denen die Verantwortung für die Wohlfahrt und das Gedeihen der indischen Völker ruht, muß :>ie Beurteilung über Tempo und Ausmaß jeder weiteren Maßregel überlassen bleiben." Im Sinne d ieser Erklärung die geradezu das Grundgesetz der mglischen Jndienpolitik bildet, wurden durch die Montagu-Chelmsford-Akte (Chelmsford war damals Äizekönig von Indien) 1919 die ersten Reformen eingeführt. Sie befriedigten die Erwartungen •er Inder nicht, konnten sie auch kaum befriedigen, !«>a sie den Forderungen nach Selbstverwaltung und Selbstregierung nur in sehr engen Grenzen I tintsprachen. Die Folge war die große nationale llufstandsbewegung unter Führung 9 a n dhis und der sogenannten Swarajisten, die Indien bis in seine Grundfesten erschütterte. Die Schlagworte jenes Aufstandes: nomcooperation, .«affiner Widerstand und Gewaltlosigkeit („ahimsa") fmd heute noch in frischer Erinnerung, zumal sie in eine Zeit fielen, in der auch Europa durch den K '.luhreinbruch der Franzosen die schwerste Krise der Nachkriegszeit durchmachte. Der Aufstand brach zusammen, nicht zu- l tzt, weil England zu weiteren Reformen wirklich breit war, sich sein Entgegenkommen aber nicht larch aktiven oder passiven Terror abpressen ließ. 2 ie unmittelbare Folge der schweren Auseinander- s:tzung war die Entsendung einer Studien- k« m m i s s i o n unter Leitung Sir John Simons. 2« er Bericht, den Simon nach feiner Rückkehr ver- Das Osipakiprojeki soll voran getrieben werden. Besprechung zwischen Litwinow und Laval in Genf. — Sowjetrußland wird ungeduldig. Polens Antwort steht noch aus. Genf, 21. Nov. (DNB.) Der französische Außenminister Laval hatte Mittwochoormittag eine Unterredung mit dem sowjetrussischen Volkskommissar Litwinow, die sich auf die weitere Behandlung der O st p a k t f r a g e, insbesondere auf die angekündigte Antwortnote an Polen bezogen haben soll. Außerdem haben zwischen den verschiedenen hier anwesenden Hauptvertretern Zusammenkünfte stattgefunden, so zwischen Litwinow und Eden sowie Laval und Eden, ferner zwischen Laval und dem türkischen Außenminister. * Die Genfer Unterredung Lavals mit Litwinow steht in der Pariser Morgenpresse im Vordergrund des Interesses. Obgleich amtlich nichts bekanntgegeben wurde, stellen die Blätter die verschiedensten Vermutungen auf. Die Meinungen gehen dabei auseinander. Während die einen behaupten, der französische Außenminister teile die Ansicht Litwinows über die Notwendigkeit des Ostpaktes und habe ihm beschleunigte Verhandlungen hierüber zugesagt, vertreten andere den Standpunkt, Laval denke gar nicht daran, die anderen Verbündeten Frankreichs der französisch- russischen Zusammenarbeit zu opfern. Litwinow soll versucht haben, Laval in die Enge zu treiben, indem er den französischen Außenminister immer wieder auf die Möglichkeit hingewiesen habe, die d e u t s ch - r u s s i - der polnische Außenminister sei überhaupt noch nicht in Genf erschienen. „Echo de Paris" übt Kritik an der Politik Lavals. Alle Welt in Genf frage sich, welche Politik der französische Außenminister überhaupt verfolge. Man könne behaupten, daß der neuen Polttik des ftanzö- sischen Außenamtes Klarheit fehle. In der Frage der südslawischen Denkschrift über den Marseiller Anschlag benehme sich Frankreich wie ein mehr oder weniger interessierter Zuschauer und denke gar nicht daran, daß auch der französische Außenminister B a r t h o u dabei seinen Tod gefunden habe. — Der in Gens weilende Außenpolitiker des „Paris Soir“ Sauerwein behauptet, daß die Unterredung Laval-Litwinow wirkliche Fortschritte gezeitigt habe. 3m wechselnden Genfer Spiel des Gleichgewichts fei Soro- jetrußland ein Hauptfaktor geworden. Es wäre übertrieben, ihm eine Schiedsrichterrolle zuschreiben zu wollen, aber entsprechend seiner Einstellung änderten sich die Verhältnisse. Sowjetrußland nehme allmählich seine Rolle als Beschützer der über Europa ver st reuten Slawen wieder auf. 3e mehr man in Moskau Polen mißtraue, um so mehr wolle man sich auf Belgrad, Prag und Bukarest stützen. Ein französischer Korrestwndent des „Dtzily Telegraph" meldet aus Genf, die lange Besprechung Lavals mit Litwinow hänge eng mit den Zweifeln der Sowjetregierung hinsichtlich der wirklichen Haltung Lavals in der Frage des Ostpaktes zusammen. Moskau habe wissen wollen, ob Laval beabsichtige, seine Bemügungen um den Ostpakt fortzusetzen und bei Ausbleiben der polnischen Unter st ützung die Mitarbeit Sowjetrußlands zu gewinnen, oder ob seine Simmung s o lauwarm sei, daß er sich von den zahlreichen Schwierigkeiten abschrecken lassen werde. Es bestehe Grund zu der Annahme, so meint der französische Korrespondent, daß Lavals Aeußerungen Litwinow befriedigt hätten. Neue Sitzung -es Dreierausschuffes in Rom. Nach pariser Meldungen eine BerhandlungSgrundlage gefunden. scheu Beziehungen wieder in Gang zu sehen. Litwinow soll zu verstehen gegeben haben, daß sich Sowjetrußland dieser Möglichkeit auf die Dauer nicht werde verschließen können, wenn die französisch-russische Zusammenarbeit nicht sehr bald bestimmte Formen annähme. Das „Journal" hält die Forderungen Rußlands für unangebracht und betont, daß Rußland durch die versck)iedenen Abkommen genügend geschützt sei. Man würde Laval schlecht kennen, wenn man glauben wollte, daß er so ohne weiteres eine nso dornenvollen Weg wie den des Ostpaktes einschlagen werde. Der französische Außenminister scheint jedoch seinem russischen Kollegen versprochen zu haben, die französische Antwort auf die letzte polnische Denkschrift zu beschleunigen, um die endgültige Haltung Polens in dieser Frage kennnenzulernen. „Oeuvre" behauptet sogar, diese Antwort sei bereits abgeschickt. Das Blatt weist ebenfalls auf die Möglichkeit einer deutsch-russischen Annäherung hin. Der „Petit Parisien" glaubt zu wissen, der französische Außenminister werde sich gegenüber Polen zu gewissen Zugeständnissen bereit erklären, um es für die Teilnahme am Ostpakt zu gewinnen. Laval habe sich außerdem viel von einer persönlichen Aussprache mit dem polnischen Außenminister Beck versprochen. Es habe ursprünglich auch den Anschein gehabt, als ob man polnischerseits den gleichen Wunsch habe. Bisher bestätige aber nichts diese Ansicht. Denn Rom, 22. Nov. (DNB.) Am Mittwoch sind die Besprechungen über die Saarfrage unter Hinzuziehung der beiderseitigen Sachverständigen wieder ausgenommen worden. Der Sonder-Berichterstatter des „Matin" in Rom unterstreicht, daß die Mittwochsitzung nicht nur sehr freundschaftlich verlaufen sei, sondern sogar herzlich. Die Tatsache, daß diese Beratungen auf beiden Seiten von gutem Willen getragen seien, habe in diplomatischen Kreisen einen recht guten Eindruck gemacht. Man stelle mit Befriedigung fest, daß ei ne Verhandlungsgrundlag e g e f u n d en sei und daß trotz der vorläufig nod) bestehenden Meinungsverschiedenheiten Hoffnung für eine Verständigung bestehe. Die „Iournee Industrielle" schreibt u. a., die Verschiebung der Saartagung des Völkerbundsrates bedeute nicht, daß die Besprechungen des Dreierausschusses in Rom keine Fortschritte machten. Das Gegenteil s ei der Fall. Der französische Außenminister wünsche nicht, sich von der interessierten Propaganda der Emigranten ober internationaler Kreise beeinflussen zu lassen. Die Saarfrage werde dadurch von einem Bazillus befreit, der sie bisher vergiftet habe. Es sei schon ein gutes Zeichen, daß man in internationalen Kreisen über den 13. Januar nicht mehr als einen gefährlichen Tag spreche. Ein merkwürdige«- Haftbefehl. S a a r b r ü cf e n, 22. Nov. (WK.) Die Saarbrücker Polizeidirektion teilt mit: Der Generaladvokat beim Obersten Abstimmungsgericht hat gegen die Stenotypistin Maria C a r s e n i u s einen Haftbefehl wegen „Verbrechens nach §§ 92a und 92c l und II StGB." erlassen. Frl. Carsenius, die bis vor kurzem bei der Regierungskommission in der Abteilung des Emigrantenkommissars Ritzel beschäftigt war, hat bei einer eidlichen Vernehmung bekundet, daß Ritzel mit Emigranten, mit Vertretern der Emigrantenpresse und überhaupt mit rückgliederungs feindlichen Elementen Hand in Hand gearbeitet habe. Außerdem hat sie auck) gegen Heimburger belastende Aussagen gemacht. Man scheint jetzt durch einen Haftbefehl diese außerordentlich peinlichen Aussagen offiziell diffamieren zu wollen. Es wäre besser, wenn man den Emigrantenkommissar Ritzel solange vom Amte suspendieren würde, bis die Angelegenheeit restlos aufgeklärt ist. Die wahren Schuldigen zu finden, scheint nicht der Wunsch der Regierungskommission zu sein. 530000 Abstimmungsberechtigte. Die separatistischen Masseneinsprüche unbegründet. Genf, 21. Nov. (DNB.) Die Abstirnrnungs- k o rn rn i s s i o n für das Saargebiet hat dem Völkerbundssekretariat einen ausführlichen Bericht über ihre Tätigkeit im September und Oktober zugehen lassen. Darin wird u. a. mitgeteilt, daß die Gesamtzahl der in die Wählerlisten eingetragenen Personen am Stichtag des 26. September 532 740 betrug, von denen 55 794 außerhalb des Gebietes wohnen. öffentlichte, sah auf dem Gebiet der Verfassungsreform lediglich die Eingliederung der nominell unabhängigen Fürstenstaaten in den zu schaffenden indischen Bundes st aat vor. Nun war es der damaligen Arbeiterregierung Mac Donald vollkommen klar, daß ein so beschränkter Vorschlag unmöglich die Grundlage der von ihr geplanten Konferenz am runden Tisch sein konnte, wollte man nicht die Inder von vornherein vor den Kops stoßen. Das Programm wurde also bewußt über die Beratung des Simon-Berichts hinaus erweitert, und so konnte im Dezember 1930 die erste round-table-Konferenz unter Vorsitz Mac Donalds in London zusammentreten. Ihre politische Bedeutung war von vornherein gering, da ihr die indischen Nationalisten, so auch Gandhi, ferngeblieben waren. Ihre Beschlüsse, die die Schaffung einer Art „United States of India" vorsahen und Indien den Charakter eines Halbdominions einräumten, standen auf dem Papier. Erst als es dem neuen Vizekönig von Indien, Lord Irwin, gelungen war, Gandhi und mit ihm die Nationalisten durch geschickte Diplomatie wenigstens zur Verhandlungsbereitschaft zu bewegen, konnte an dem Reformwerk praktisch weitergearbeitet werden. Gandhi erschien im Herbst 1931 auf derzw eite n Ko n f erenz am Runden Tisch, die nun die Beschlüsse der Konferenz vom November 1930 zu behandeln hatte. Zu einer Verständigung gelangte man indessen auch diesmal nicht. Die Inder bemängelten wohl alles, was die Engländer vorschlugen, konnten aber über ihre Wünsche keinerlei substantielle Angaben machen. Um die ganze Lage noch mehr zu verwirren, warf Gandhi im Sommer 1932 die Frage der Parias in die Debatte, zu deren Anwalt er sich, ein Angehöriger der Brahmanen- Kaste, plötzlich aufgeworfen hatte. Woran den Engländern am meisten lag, den Schutz der vielen religiösen und ethnischen Minderheiten in den einzelnen Staaten zu gewährleisten, d. h. eine Majorisierung dieser Minderheiten in den geplanten Provinziallandtagen zu verhindern, stieß auf den stärksten Widerstand der Inder. Schließlich griff London am 17. August 1932 auf dem Verordnungswege ein und bestimmte die Zahl der Vertreter der einzelnen Kasten und Völkerschaften in den Provinzialparlamenten. Die Parias erhielten ein Sonderwahlrecht, gegen das nun wiederum Gandhi mit dem Hungerstreik protestierte. London blieb indessen fest, überließ die Debatte über die alten Reformvorschläge erst einmal den Indern und ging seinerseits daran, neue Reformpläne auszuarbeiten. Sie liegen jetzt dem Parlament in Form des Weißbuches vor. Wird ihnen ein besseres Los beschieden sein als ihren Vorgängern? Der Bericht des Parlaments-Ausschusses. London, 21. Nov. (DNB.) Der Bericht des gemeinsamen Ausschusses beider Häuser des englischen Parlamentes zur Frage der indischen Verfassungsreform wurde am Mittwoch veröffentlicht. In dem Bericht wird ein all - indischer Bund mit parlamentarischer Regierung in allen den Teilen Indiens befürwortet, wo nicht besondere Umstände die Ausübung ausschlaggebender Vollmachten durch den Generalgouverneur oder den Gouverneur erfordern, Elf britisch- indische Provinzen werden in einem Bundessystem mit d en indischen Sta a- t en verknüpft. Bundesregierung und Provinzregierungen werden aus Ministern gebildet, die ihren gesetzgebenden Versammlungen in ähnlicher Weise verantwortlich sind, wie das britische Kabinett dem Parlament. Die Befugnisse der Regierungen werden durch besondere Vorbehalte und Bürgschaften eingeschränkt. Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten, Kirchenfragen und die Verwaltung von Britisch-Beludschistan unterstehen der unmittelbaren Verantwortlich- teit des Generalgouverneurs. Burma und Aden werden vonIndien abgetrennt. Burma erhält eine ähnlicher Verfassung wie Bri- tisch-Jndien. Der Bericht, der gleichzeitig in London und Indien veröffentlicht wurde, ist von einer großen Mehrheit des Parlamentsausschusses gebilligt worden. Er wird zweifellos das Unterhaus im Laufe feiner jetzigen Tagung eingehend beschäftigen, jedoch glaubt man nicht, daß sich erheblicher Widerstand gegen die Vorlage erheben wird. Enllä'uschuua m Indien. London, 22. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Reuter meldet über die erste Ausnahme des Berichtes in Indien folgendes: Die Inder bemängeln, daß der Ausschuß die Gewährung der Dominien- Verfassung an Indien ablehnt und durch seine Vorschläge die Entwicklung einer wirklichen freiwilligen Zusammenarbeit zwischen dem britischen und dem indischen Volk verhindert hat. Die Inder erhoffen jedoch, falls in England eine Arbeiterregierung ans Ruder kommt, eine Revision der Verfassung. Die Führer des Kongresses (Unabhängigkeitspartei) haben beschlossen, schon die bloße Erörterung des Berichtes a b z u l e h n e n. Sie erklären, bei den jetzigen Wahlen habe es sich um die Verwerfung des Berichts gehandelt, und die Stimme des Volkes habe für den Standpunkt des Kongresses entschieden. Das Blatt des Kongresses „Bombay Chronicle" sagt, der Kongreß werde keine Verfassung anneh- men, die nicht die völlige und wirksame Kontrolle des Heeres, der Finanzen und der auswärtigen Angelegenheiten einschließe. Eine solche Verfassung könne Indien nur erhalten durch eine indische Nationalversammlung, die aus Wahlen des erwachsenen Teiles der Bevölkerung hervorgegangen sei. Die indischen Blätter Kalkuttas bezeichnen die Vorschläge einstimmig ab reaktionär. Eingehend und mit deutlicher Kritik erörtert der Bericht die Masseneinsprüche, die von den beiden separat! st iscken Organisationen „Einheitsfront" und „Arbeitsgemeinschaft" gegen die Eintragungen in die Wählerliste erhoben worden sind. Außerdem wird erklärt, die Abstimmungskommission habe bei verschiedenen Gelegenheiten feststellen können, daß die örtlichen Behörde n in ihrer Mehrzahl offenkundig Sympathien für die Deutsche Front hätten, daß ihre Arbeit in technischer Hinsicht aber nichtsdestoweniger korrekt und gewissenhaft gewesen sei. Es müsse auch festgestellt werden, daß dort, wo mehrfache Eintragungen derselben Personen vorgekommen seien, diese Personen selbst in vielen Fällen die Berichtigung der L i st e n verlangt hätten. Hinsichtlich des Ganges des Abstimmungsfeld- zuges wird u. a. erwähnt, daß wiederholt der Wunsch an die Abstimmungskommission herangebracht worden sei, das Recht zum öffentlichen Auftreten in Waylversammlun- gen auf die Abstimmungsberechtigten zu beschränken. Die Abstlmmungskommission habe nicht geglaubt, diesem Wunsche entsprechen zu können, schon aus dem formalen Grunde, da nach den Bestimmungen der Abstimmungsordnung die Abstimmungsberechtigung jedes einzelnen erst am 17. Dezember endgültig feststehe. Auch habe die Kommission die Tatsache berücksichtigen wollen, daß eine derartige Beschränkung die Redefreiheit zahlreicher Personen beeinträchtigen würde, die zwar nicht abstimmten, aber doch sehr wichtige Interessen an der Zukunft des Saargebietes hätten. In einem Ergänzungsbericht wird die bereits bekannte Aufstellung über die zahlenmäßige Bedeutung und die Art der Erledigung der Einsprüche gegen die Abstimmungslisten mitgeteilt. Es geht daraus insbesondere hervor, daß von den über 46000 Einsprüchen gegen die Eintragung von Stimmberechtigten nur 7200 begründet waren. Wichtig für Saarabstimmungsberechtigte, deren Eintragung in die Abstimmungslisten noch nicht feststeht. Berlin, 16. Mod. (BJIB.) Der Bund der Saar vereine teilt mit: Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweifen, daß die Rekurse gegen die Entscheidung eines Kreisbüros auf den amtlichen, von der Abstimmungskommiffion herausgegebenen weißen Formularen einzulegen find. Diese müssen au das sorgfältig st e ausgefüllt werden. Der Abstimmungsberechtigte läuft sonst Gefahr, daß der Rekurs wegen formeller Mängel verworfen wird. Wem ein solches Formular nicht zugegangen ist, wende sich an den Vertrauensmann, die Ortsgruppe oder die Geschäftsstelle des Bundes der Saarvereine, Berlin SW 11, Slrefemannstr. 42. Die genannten Stellen sind auch bei der Ausfüllung der Formulare behilfich. Eröffnung des britischen Parlaments. Oie Preisüberwachung wird zentralisiert. Eine Anordnung des Reichskommiffars Or. Gördeler. Berlin, 20. Nov. (DNB.) Der Reickskommissar für Preisüberwachung hat bestimmt, daß Preise, Preisspannen oder Zuschläge aller Art in Zukunft iur noch durch den Reichskomm i s sar für Preisüberwachung festgesetzt werden. Allen anderen Stellen wird jegliche Preisfestsetzung verboten. Soweit Preise nur begrenzte räumliche Auswirkungen haben, kann die Festsetzung im Einverständnis mit dem Reichskommissar auch durch die obersten Landesbehörden erfolgen. Die Befua- nisse zur Schließung von Betrieben steht auch den Regierungspräsidenten zu. Künftig sind auch Ordnungsstrafen gegen Unternehmungen, in deren Geschäftsbetrieb eine Zuwiderhandlung begangen worden ist oder gegen die schuldigen Personen bis zu 1000 RM. für jeden Fall der Zuwiderhandlung vorgesehen. Die Preisüberwachungsbehörden find vom Reichskommissar gebeten worden, bei der Preisüberwachung mit den Gau- und Kreisleitern der NSDAP. Fühlung zu halten. An die Gau- und Kreisleiter hat der Reichskommissar die Bitte gerichtet, b e - stimmte Amtsleiter zu bezeichnen, deren Aufgabe es ist, die bei den Gau- und Kreisleitungen etwa eingehenden Beschwerden zu sammeln und nach Sichtung der nächsten zuständigen Heber* wachungsbehörde der allgemeinen Landesverwal- tung zuzuleiten. Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat die zuständigen Stellen angewiesen, dafür Sorge zu tragen, daß irgendwelche Einzelaktionen auf dem Gebiete der Brei«, festsetzung nicht mehr stattfinden. Anmeldepflicht von Preisbindungen. Berlin, 20. Nov. (DNB.) Um eine Nach, Prüfung darüber zu ermöglichen, ob Preisbindungen aller Art mit dem Wohle des Volksganzen in. Uebereinftimmung stehen, wird verordnet: All« Festsetzungen, Verabredungen oder Empfehlungen von Preisen, Mindestver- arbeitungsspannen, Mindesthandelsspannen, Höchst- Nachlässen oder Mindestzuschlägen im inländischen Geschäftsverkehr für lebenswichtigeGegen- stände des täglichen Bedarfs oder lebens»] wichtige Lei st ungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs, die a) seit dem 1. Juni 1933 neu vor genommen oder b) seit dem 1. Juni 1933 zum Nachteile des Abnehmers verändert worden sind, müssen bis zum 15. Dezember 1934 b ei dem Reichskommissar für Preisüberwachung, Berlin W 9, Voß-Straße 8, a n g e, meldet werden. Ausgenommen find lediglich Fälle, in denen frühere Preisbindungen unverändert verlängert worden sind. Preisbindungen aller Art, die a) auf Grund des Gesetzes über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes und der dazu ergangenen Verordnungen getroffen worden sind, b) der Regelung des Reichskultur- kam m e r g e s e tz e s unterliegen, werden von dem Reichsnährstand und von der Reichskulturkammer unmittelbar dem Reichskommissar für Preisüberwachung angezeigt. Oie Verstärkung der Rüstungen Englands. London, 20. Nov. (DNB.) Der Beginn der neuen Pprlamentstagung am Dienstagabend stand im Zeichen dichten Nebels. Sogar die Prozession des Königs und der Königin vom Buckingham-Palace nach dem Oberhaus zur Verlesung der Thronrede mußte abgesagt werden. Statt dessen fuhr das Königspaar zum ersten Mal in einer Limousine zum Parlamentsgebäude, und zwar auf Befehl des Königs recht langsam, damit die große Menschenmenge, die seit Stunden auf der Straße auf die Goldene Staatskarosse und Leibgardebedeckung gewartet hatte, nicht allzu sehr enttäuscht wurde. Nach der Verlesung der Thronrede durch den König begann die Ausspracke über die Antwortadresse. Im Unterhaus benutzte der Führer der Opposition Lansbury die Gelegenheit, um dem schärfsten Gegner der Regierung in der Frage der indischen Verfassungsreform, Churchill, rundweg zu erklären, daß die Arbeiterpartei zwar versuchen werde, die Regierungsvorlage im Sinne der Opposition abzuändern, daß sie aber nichts tun werde, um „auch nur den geringsten Fortschritt Indiens auf dem Wege zur Selbstregierung zu hemmen." Lansbury bedauerte die erhöhten Rüstungsausgaben Englands und betonte, daß der nächste Krieg das Ende der Zivilisation bedeuten würde. Es wird über Pakte gegen eine große Nation, gegen Deutschland, geredet. Man hat diese Nation bereits in den Staub gestoßen und sie zerschmettert, wie keine andere moderne Macht je zerschmettert worden ist. Für die gegenwärtige Lage sind die Friedensverträge in hohem Maße verantwortlich. Man muß sich fragen, ob es nicht an der Zeit sei, einen Plan auszuarbeiten, der es den Staatsmännern der Welt ermöglicht, aus dem gegenwärtigen Wirrwarr einen vernünftigen Ausweg zu finden, statt daß Deutschland und Frankreich gegeneinander rüsten und Großbritannien wer weiß gegen wen fein Kriegsmaterial verstärkt. Ministerpräsident Macdonald gab zu, daß die gegenwärtige politische Lage unsicher geworden sei. Trotzdem werde die englische Regierung ihren Einfluß dahin geltend machen, daß die Schwierigkeiten a u f friedlichem Wege gelöst werden.Die Lage der Abrüstungskonferenz ist nicht allzu hoffnungsvoll. Wir sind entschlossen, noch etwas wesentliches aus den Beratungen herauszuschlagen. Inzwischen müssen wir uns mit der Verteidigung unseres Reiches befassen.Wir haben der Welt bewiesen, daß unsere Rüstungen keinen angriffsmäßigen Charakter tragen. Wenn sie o er ft ar ft werden müssen, so geschieht dies nur, weil die Bedürfnisse der Nation diese Rüstungen erforderlich machen. Churchill hat einen Abänderungsantrag zur Antwortadresse eingebracht, der besagt, daß die Stärke der nationalen Verteidigungskräfte, insbesondere in der Luft nicht ausreichen, um den Frieden, die Sicherheit und die Freiheit der britischen Untertanen zu gewährleisten „Englands Grenze liegt am Mein." Der holländische Gesandte bei Baldwin. Haag, 20. Nov. (DNB.) In der Zweiten Kammer erklärte Außenminister de Graeff, der niederländische Gesandte in London habe sich bei einem zufälligen Zusammentreffen mit Baldwin von diesem eine Auslegung der aufsehenerregenden Erklärung über die „Hinausschiebung der englischen Grenze bis zum Rhein" geben lassen. Baldwin habe dargelegt, daß er nichts anderes zum Ausdruck habe bringen wollen, als daß weg en der Überschnellen Entwicklung des Luftverkehrs Warnungen vor einem bevorstehenden Luftangriff auf das englische Jnselreich bereits dann ergehen müßten, wenn die Flugzeuge am Rhein signalisiert würden, und nicht erst dann, wenn sie bereits bis zur englischen Grenze gelangt seien. Er habe jedoch keineswegs damit sagen wollen, daß mit Holland oder mit einem anderen Lande eine enge Zusammenarbeit zwecks Anlegung englischer Militärflugplätze außerhalb des englischen Gebiets stattfinden müsse. Außenminister de Graeff betonte, daß er dieser Auslegung nichts hinzuzufügen habe. Dennoch wolle er im Hinblick auf die „ebenso unsinnigen wie hartnäckigen Gerüchte" über militärische Vereinbarungen zwischen Holland und anderen Ländern nochmals nachdrücklich feststellen, daß Holland niemals seine traditionelleUnabhängig- keitspolitik preisgeben werde, und daß, es einen Trugschluß bedeute, wenn man annehmen wollte, daß über holländisches Gebiet zum Zwecke der Verteidigung eines anderen Staates verfügt werden könnte. Holland wünsche nicht, in das Fahrwasserirgendeineseuropäischen Staates ober einer bestimmten Staatengruppe zu geraten. Oesterreich fordert Gleichberechtigung. Eine kurze Gihung des Präsidiums der Abrüstungskonferenz. Genf, 20. Nov. (DNB.) Das Präsidium der Abrüstungskonferenz ist unter dem Vorsitz Hendersons unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu seiner Tagung zusammengetreten. Henderson begann mit einem kurzen Nachruf für König Alexander, Barthou und Dollfuß. Dann erinnerte Henderson an seine Vorschläge vom 5. November. Falls das Präsidium feinen Vorschlägen zustimme, werde er sich mit den Vorsitzenden der Ausschüsse für Waffenhandel, für Offenlegung der Wehrhaushalte und für allgemeine Bestimmungen in Verbindung setzen, um den Zeitpunkt festzulegen, zu dem ihre Arbeiten wieder aufgenommen werden können. Er werde ihnen dafür Mitte Januar vorschlagen. Das Präsidium werde sich später mit den Berichten dieser Ausschüsse zu befassen haben, um ein endgültiges Abkommen auszuarbeiten, das dann dem Hauptausschuß unterbreitet werden müsse. Der amerikanische Vertreter Wilson kündigte die Vorlage eines Entwurfes zur Regelung des Waffenhandels und der Waffenherftellung an. Es soll ein autonomer Sondervertrag über Waffenherstellung und Waffenhandel abgeschlossen werden, ohne Rücksicht auf ein später abzuschließendes allgemeines Abkommen. Der amerikanische Entwurf sieht ein System der Kontrolle für die Waffenherstellung und den Waffenhandel i n d e n betreffenden Ländern selb st vor, verstärkt durch eine zweite Kontrolle, die von Genf selb st ausgeübt wird. Hierfür soll der zu bildende ständige Abrüstungsausschuß zuständig sein. Ein Unterschied zwischen staatlicher und privater Waffenherstellung wird nicht gemacht. Schließlich sehen die amerikanischen Vorschläge noch die Veröffentlichung aller Wehrhaus- halte vor. Die Arbeit der ständigen Abrüstungs- kommission soll sich nicht nur auf die Kontrolle der Waffenherstellung und des Waffenhandels beschränken. Er würde die Aufgabe haben, alle Auskünfte, die er erhalte, zu sammeln, zu prüfen und zu veröffentlichen und, soweit möglich, auch Fragen an die Regierungen zu stellen. Der Vertreter Oesterreichs, Baron Pflügt, erklärte, keinem Abrüstungsabkommen zusllmmen zu können, ehe nicht auch Oesterreich die Gleichberechtigung wenigstens hinsichtlich der Verteidigungswaffen erhalten habe. Das Scheitern der Konferenz würde eine Gefahr für den Frieden bedeuten. Dieser Lage müsse Oe st erreich Rechnung tragen. Oesterreich befinde sich gegenwärtig jeder Sicherheit beraubt gegenüber von Rüstungen, die sich noch vermehrten. Oesterreich müsse seine Unabhängigkeit verteidigen. Kein anderer Staat habe ihm bisher noch gezeigt, wie man in dieser Lage stark bleiben könne, ohne geeignete Mittel und ohne Gleichberechtigung hinsichtlich der Verteidigungskräfte. Der britische Lordsiegelbewahrer Eden billigte die Vorschläge Hendersons und auch die angekündigten amerikanischen Vorschläge. — Der italienische Delegierte Marchese di Soragna erinnerte daran, daß die italienische Delegation sich am 8. Juni der Stimme enthalten habe. Seitdem habe sich nichts ereignet, das Veranlassung biete, diese Haltung Italiens zu ändern. Er lege Wert barauf, die Entschlußfreiheit seiner Regierung im Hinblick auf die vorgeschlagenen Teilabkommen vorzubehalten. Den Nutzen einer ständigen Abrüstungskommission könne er nicht einsehen. — Der Vertreter Frankreichs M a s s i g l i erklärte, daß die drei Fragen zusammengehören, auf deren Lösung die französische Delegation immer bestanden habe. Er stimme daher den Vorschlägen des Präsi- deuten zu. — Litwinow erklärte, die Freundschaft zwischen Sowjetrußland und Frankreich sei ein Grundstein des Weltfriedens. Rußland könne den Vorschlägen der Amerikaner ohne weiteres zuftim- men, da feine Waffenherstellung öffentlich und geregelt sei. Könne man aber ohne Universalität auf diesem Weae bleiben? Er habe deshalb vorgeschla- gen, einen Organismus zu schaffen, der sich nicht nur mit Abrüstung befasse, sondern auch mit der S i * ch e r h e i t. Die Gründung einer ständigen Abrü- stungskonferenz und die eines Organismus für Sicherheit und Frieden dürfe nicht getrennt von einander behandelt werden. Das Präsidium beschloß, den „Ausschuß für verschiedene Bestimmungen" sowohl mit der Frage der Errichtung eines ständigen Abrüstungsausschusses entsprechend dem Vorschlag Hendersons, wie auch mit dem Vorschläge Litwinows zu befassen. Gleichzeitig wurden alle übrigen Vorschläge Hendersons angenommen. Die Tagung des Präsidiums der Abrüstungskonferenz hat damit bereits ihr Ende gefunden. OreieinhalbMittiarden Francs für die Modernisierung der französischen Luftflotte. Paris, 22. Nov. (DNB.) Luftfahrtminister General D 6 n a i n teilte dem Luftfahrtausschuß der Kammer mit, daß er von den ihm für den Wiederaufbau des französischen Flugwesens zur Verfügung gestellten 980 Millionen Francs bisher 5 0 0 Millionen ausgegeben habe. Für die restlose Modernisierung der Luftflotte seien dreieinhalb Milliarden Francs notwendig, abgesehen von den laufenden Haushaltsausgaben. Verhandlungen seien zwischen England, den Vereinigten Staaten und Frankreich wegen verschiedener Ozeanin-seln im Gange, auf denen man Stützpunkte für den Transozeanverkehr errichten wolle. Der „Petit partfien“ schreibt: D6nain habe mit Nachdruck die phanta st ischen Gerüchte über die angebliche deutsche 2111- litärluf tf ahrt dementiert. Er habe erklärt, daß Deutschland vor 1934 überhaupt über keine Militärluftfahrt verfügt habe. Die Uebernahme des Luftfahrtmlnisteriums durch General Göring habe der deutschen Luftfahrt zwar neuen Auftrieb gegeben, aber es sei übertrieben, zu behaupten, Deutschland verfüge über Tausende und Abertausende von Flugzeugen. General Dsnain versicherte sodann, daß er die französische Luftfahrt in sehr kurzer Zeit technisch auf die gleiche Höhe bringen werde wie die deutsche, wenn man ihm di e notwendigen Kredite gewährte. Der Ausschuß bewilligte dann für die Modernisierung der französischen Militärluftfahrt 3,5 Milliarden Franken auf drei Jahre verteilt. Dazu kommen die jährlichen Haushaltsausgaben für das Luftfahrt- minifterium in Höhe von 2,5 Milliarden Franken. Der Ausschuß hat beschlossen, die für den laufenden Haushalt nicht verbrauchten Mittel in Höhe von etwa 450 Millionen Franken auf den kommenden Haushalt zu Überschreiben. Oer Ehaco-Konflikt vor dem Völkerbund. Paraguay lehnt den neuen Vermittlungs- Vorschlag ab. Genf, 20. Nov. (DNB.) Die außerordentliche Völkerbundsversammlung, die zur weiteren Behandlung des Chaco-Konfliktes einberufen wurde, ist Dienstag nachmittag unter starkem Andrang von Publikum und Presse im Gebäude des Völkerbundssekretariats zusammengetreten. Der vorläufige Präsident, der tschechoslowakische Außenminister Dr. B e n e s ch, widmete den beiden Opfern )es Marseiller Attentats einen Nachruf. Der süd- lawische Außenminister Jeftitsch sprach wenige Worte des Dankes. Der französische Außenminister Laval rühmte König Alexander als Soldat und gleichzeitig als Friedensfürsten. Er werde sich bemühen, Dem Beispiele Barthous zu folgen, sein Merk fortzusetzen und die Zusammenarbeit mit allen hier versammelten Staaten weiterzuführen. Die drei Gedächtnisreden enthielten keinerlei politische An- pielungen. Zum C h a c o - K o n f l i k t stellte Benesch dann est, daß alle bisherigen Schlichtungsbemühungen gescheitert seien, und daß die Versammlung mit der Annahme der vorgesehenen Empfehlungen den beiden Parteien die Möglichkeit gebe, wieder a u f d e n R e ch tsboden desVölkerbunds- Paktes zurückzukehren. Zur Herstellung einer günstigen Atmosphäre sei die E i n st e l l u n g der Feindseligkeiten und die Schaffung einer kontrollierten neutralen Zone unbedingt notwendig. ♦ Der Präsident von Paraguay erklärte dem Havas-Dertreter in Asuncion, die Vorschläge des Chaco-Ausschusses beruhten auf falschen Voraussetzungen. Es sei unmöglich, die Truppen um 50 Kilometer zurückzuziehen, denn sie müßten da stehen bleiben, wo Möglichkeiten ür ihre Versorgung mit Lebensmit- te In und besonders mit Wasser beständen. Paraguay habe deshalb auch die Forderungen des Völkerbundes abgelehnt und seinem Vertreter in Genf entsprechende Anweisungen gegeben. Eüdslawienö Aktion in Genf. Genf, 21.Nov. (DNB.) Wie verlautet, ist bei den Besprechungen zwischen der Kleinen En« tente und Laval vereinbart worden, die südslawische Denkschrift zum Marseiller Mord am Donnerstag dem Völkerbund zu überreichen. Südslawien wird beantragen, di« Frage der „politischen Veranwortlichkeiten" Des Anschlages auf d i e Tagesordnung einer der nächsten Tagungen des Völkerbundsrates zu fetzen. Diesem Anträge muß nach der Völkerbundssatzung ohne weiteres, insbesondere ohne vorherige Aussprache, stattgegeben werden. Eine Erörterung der ganzen Angelegenheit ist daher erstfürIanuar nächsten Jahres zu erwarten. Der Wortlaui der südslawischen Denkschrift soll in einigen Tagen veröffentlicht werden. Ein Marsch auf Washington? Der Plan eines Militärputsches zur Errichtung einer Diktatur in USA. Neuyork, 21. Nov. (DNB.) Die Ev erring Post hat Berichte über einen angeblichen Putsch» p l a n veröffentlicht. Es handelt sich um einen Militärputsch, der zur E r i ch t u n g einer Diktatur inWashmgton führen sollte. Danach soll der Mitinhaber einer bekannten Neuyorker Maklerfirma Gerald MacGuire im Austrage einiger reicher Bankiers an den früheren Oberbefehlshaber des Marinekorps General Butler herangetreter fern, um ihn zur Hebernahme der Leitung des Putfches zu veranlassen. Butler sollte nach bent Plan mit einem Heer von Kriegsveteranen nach Washington marschiere^ die Regierung zum Rücktritt zwingen und eine faschistische Militärdiktatur errichten General Butler hat, da er die Pläne ablebnte sofort die Behörden v e r st ä n d i g t. Die Unter-' suchungskommission des Senats hat sich bereits mit der Angelegenheit beschäftigt. General Butler hat erklärt, daß man ihm drei Millionen Dos- lar versprochen habe, falls er den Marsch auf Washington durchführen würde. Der Vorsitzende : Dickstein kündigte an, daß in den weiteren Verhandlungen noch bekanntere Namen als der Butlm im Zusammenhang mit dem Putsch genannt roeröm würden. Gerald MacGuire be ft reitet energisch, an Butler mit dem genannten Vorschlag herange- treten zu sein. Mißbrauch des Afylrechts. Schweizer Blätter gegeu Erika MannS Züricher Kabarett. Bern, 20.Nov. Das „Berner Tageblatt" be- schästigte sich mit Züricher Kundgebungen gegen Erika Manns Kabarett „Pfeffermühle" und mit der Aufführung des Tendenz- stückes „Professor Mannheim" im Züricher Schauspielhaus und sagt: Die „Pfeffermühle" ist ein ausgesprochenes Emigrantentheater von künstlerischer Bedeutung, das aber die künstlerischen Qualitäten seiner Mitglieder mißbraucht, um Zustände im Lande ihrer Herkunft auf das gehässigste z u persiflieren. Darin sieht der objektiv empfindende Schweizer einen Mißbrauch des Asylrech- t e 5 und neigt der Auffassung zu, daß er sich nicht als geistige Nahrung zu bieten lassen braucht, was das Nachbarland aus irgendwelcher Heberlegung über die Grenze spuckt. Ein Züricher Schaulspiel- theater hat sich feit dem Hmschwung in Deutschland zu einem besonderen Tendenztheater ausgebildet und bringt am laufenden Band Stücke, die der Hetze gegen unseren nördliche» Nachbar st aat bienen. Gegen alle biese in uü' ferem ßanbe zuminbesten unangebrachte auslir dische Miesmacherei hat sich keine einzige BelM gewanbt. Auslänbischen Schauspielern wirb weitestgehender Weise Betätigungsmöglichkeit ge- boten, berweil unsere schweizerischen Künstler stein- peln müssen. Unb je gepfefferter ihre Darbietungen sind, um so größere Scharen laufen ihnen zu. Auch die Kunst kann zur politischen Dirne erniedrigt werden. Im übrigen möchten wir solche ausländische Kunst dorthin verwiesen sehen, wo sie einzig angebracht ist, ins hemmungslose Reich der Respektlosigkeit Sowjetrußlands. Die Neue Basler Zeitung schreibt: Man begreife ohne weiteres, daß die nationalge- sinnte Jugend gegen die in ein künstlerisches Gewand gekleidete und von unseren Behörden ge» duldete Hetze der Emigranten gegen ihr einstiges Vaterland demonstrierte. Das Kabarett treibe immer unoerhüllter politische Agitation gegen das nationalsozialistische Deutschland und gebe den Haßgefühlen der deutschen Emigranten immer hemmungsloser im schweizerischen Gastland Ausdruck. Es wäre nunmehr an der Zeit, daß D™ Bundesbehörden der agitatorischen Tätigkeit D6w SOnn,. SS K 3uni i9$ .1934 d, •Isübtt 5 on»., "««tanbti n U n a e r Petzes übe, Aes uni rojfen von Kultur, ponbe, lwrtammei für Preis geblatt"! echis Man«i " Vertrelik eben. T ^enf. M Ist bE nen Gib '.die ffib.! eitler Mo, bunb n tragen, li n" des »r. ngil ches i^ning Putsch- inen Ni« : Dilta- Mach B ?r Maklei je einig! jehlshab- mgetrete hing bi nach bei gsoete unb einij rrid)ten. lernte,' ie Unter' mite mit W V mM* MM ev: DoM iteren D ber Luv >nnt wen ; t energ ag hem trage m? iteres, W ifpraji, terung k e3anyn t Wenigen L lagt: smig1; ’utung,. r MilO ibe ih>! > zu P! empfi^ >lsylk" er sich- raucht-r UeberlJ; Schaw!, in 21 s- örbM liefe m bte aU i e S- । wird qlichke'« Znftler )arb>e^ ien e ernF ausl< ' e,r& jer * ir*,? K V deutschen Cmtgrcmten, ble Immer fühlbarer werde, ihre Aufmerksamkeit schenken würden. Die Schweiz dürfe nicht zum Schauplatz von Kundgebungen weder für, noch gegen das nationalsozialistifche Deutschland werden. Die Züricher Zwischenfälle haben gezeigt, wie gefährlich es fei, wenn die Behörden die deutschen Emigranten Unruhe und Unfrieden im Lande verbreiten lassen. Die von den sozialistischen Behörden der Schweiz geschützten Emigranten, welcher Nationalität sie auch sein mögen, dürften das ihnen gewährte Asylrecht nicht weiter zur Vergiftung der schweizerischen Beziehungen zu den Nachbarstaaten mißbrauchen. Konferenz der Landeskirchenführer. Berlin, 20. Noo. (DNB.) Eine Konferenz der evangelischen Landeskirchenführer findet Freitag, den 23. November, am Sitz der Reichskirchenregierung in Berlin statt. U. a. wird dabei der Fragenbereich erörtert werden, der sich mit der Bildung eines g e i st l i ch e n Ministeriums befaßt. Die Taaung des Kir- chenfenats der A l t p r e u ß i sch e n Union ist nunmehr endgültig auf Samstag, den 24. Nov., festgesetzt. Braunschweigischer Landesbischof. Berlin, 20. Nov. (DNB.) Wie kirchenamtlich mitgeteilt wird, hat der braunschweigische Landes- kirchentag den von seinem Präsidenten Staatsrat Bertram verlesenen Antrag der Kirchen- regierung, den bisherigen kommissari- schen Kirchenführer Dr. Johnsen zum Landesbischof zu wählen, einstimmig a n - genommen. Da die kirchliche Lage es erfordere, daß der Landesbischof wichtige Entscheidungen treffen könne, ohne vorher die Stellungnahme des Landeskirchentages einholen zu müssen, über- trug der Landeskirchentag auf Antrag des Landgerichtsdirektors Gerhard mit sofortiger Wirkung widerruflich seine Befugnisse auf den Landesbischof. — Nach der Wahl richtete Staatsrat Bertram eine kurze Ansprache an den Neugewählten. Landesbifchof Johnsen verpflichtete fick, sein bischöfliches Amt nach den lutherischen Grundsätzen zu führen, wie sie in Artikel 28 der Augsburgischen Konfession niedergelegt seien. In der Sitzung der Kirchenregierung wurde die Ernennung des Kirchenrats Röpke zum G e i st - lichen Oberkirckenrat beschlossen. Oberkirchenrat Röpke wird sein Pfarramt in Beddin auch weiterhin beibehalten. Kleine politische Nachrichten. Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg weilt bekanntlich seit einigen Wochen in Dresden in einem Sanatorium zur Kur. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hit- l e r stattete ihm am Mittwoch von München kommend im Sanatorium einen Besuch ab. * Bundeskanzler Dr. Schuschnigg ist am Mittwochnachmittag auf dem Flugfeld in Aspern eingetroffen. Außenminister Freiherr von Ber- ger-Waldenegg ist in Mailand geblieben, um dort einen Vortrag zu halten. An der ungarisch-tschechoslowakischen Grenze wurde ein20jahriger Landstreicher ver- haftet, der im Verdacht steht, am 26. Mai d. I. iden polnischen Innenminister Pieracki in Warschau ermordet zu haben. Der Mann gab an, nur Augenzeuge des Mordes gewesen ^u sein, mit dem Mord selber aber nichts zu tun zu haben. Demgegenüber stellte die Gendarmerie ssest, daß der Landstreicher unmittelbar nach der Er- unordung Pierackis die Grenze überschritten hatte. * Dem französischen Ministerrat legte Staatsmini- sster Herriot die Vorschläge des Ministerausschusses loor, der mit dem Schutze der französischen lArbeitnehmer betraut war. Die Vorschläge ssehen eine Zusammenlegung der Arbeitsnachweise sfür ausländische Arbeiter und Verringerung der । ausländischen Arbeitskräfte vor. Die Frage der ^Saisonarbeiter wird später geregelt werden. Lie- sferfirmen für öffentliche Arbeiten sind verpflichtet, nur französische Arbeitnehmer zu beschäftigen. -(Die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer betrug 11932 1500 000 und ist 1934 auf 914 000 gesunken. Demgegenüber gibt es zur Zeit noch 366 000 Ar- lbeitslosenunterstützungsempfänger.) Der Minister- irat hat diese Vorschläge gebilligt. ♦ Die Finanzkrise des Kantons Genf unter dem ^sozialdemokratischen Regime Nicole hat sich so iweit verschärft, daß der Staat sich gezwungen sieht, !die Bezahlung der Gehälter für das Lehrpersonal zu verschieben. Vertreter ver Sozialdemokratischen Partei Genfs sind i n Bern oor ft eilig geworden, haben aber von den Bundesbehörden keine Finanzhilfe erlangen können. Griechenland will in Abständen insgesamt 25 0 Militärflugzeuge bestellen. Weiter wurde beschlossen, eine Anleihe von 200 Millionen Drachmen aufzunehmen und mehrere Flug- Häfen zu bauen, die dem internationalen Verkehr Kienen sollen. * Nach einer Aussprache des japanischen Innenministers G o t o mit dem Vertreter der S e j u k a i - Partei glaubt man, daß die Partei Sejukai gemeinsam mit der Minseito-Partei beabsichtige, ein Mißtrauensvotum gegen das Kabinett O k a d a zu beantragen. Der Ministerpräsident wird den Pcrktelen Vorschlägen, wögen der gegenwärtigen außenpolitischen Verhandlungen das Parlament bis Mitte Januar zu vertagen. Sollten die Parteien diesen Vorschlag nicht anneh- men, so würde Ministerpräsident Okaka dem Kaiser das Dekret zur Auflösung desParlaments unterbreiten. Neuwahlen würden erst im n ä ch - st en Jahre stattfinden. Die Regierung werde sich m der Zwischenzeit mit der Reorganisation der Verfassung beschäftigen. Der Auswärtige Ausschuß der franzöösischen Kammer hat sich für die Annahme eines Gesetzesvorschlages ausgesprochen, in dem erklärt wird, daß Louis Barthou sich um das Vaterland wohlverdient gemacht habe. Ferner befürwortet der Ausschuß die Schaffung einer Univer- fitätsftiftung, die den Namen „Alexander I. - S t i f t u n g" tragen soll. Kunst und Wissenschaft. Professor Dr. Franz Ludwig Hörth f. Professor Dr. Franz Ludwig Hörth, Oberspielleiter der Berliner Staatsoper und Lehrer an der Hochschule für Musik, ist gestorben. Als Sohn eines Schriftleiters am 14. November 1883 in Frankfurt a. M. geboren, studierte er Musik, wurde Aus all Feierlicher Einzug der Prinzessin Marina in London. Dichtester Nebel hüllte die Straßen Londons ein, als die Prinzessin Marina von Griechenland am Mittwoch ihren Einzug in die Hauptstadt ihres neuen Heimatlandes hielt. Der König und die Königin von England hatten sich selbst auf den Bahnhof begeben, um ihre neue Schwiegertochter zu begrüßen. In Begleitung der Prinzessin befanden fick Ihre Eltern, Prinz und P r i n z e s - fin Nikolaus von Griechenland, ihr Verlobter, der Herzog von Kent sowie ihre beiden Schwestern, Prinzessin Paula und Gräfin Toer - ring. Nach herzlicher Begrüßung begaben sich die Fürstlichkeiten durch die von einer festlich gestimmten Menge umsäumten Straßen zum Buckingham-Palast. Südslawische blinde Passagiere auf einem englischen Dampfer verhaftet. Sieben südslawischeblinde Passagiere wurden in Vancouver (Britisch-Columbia) an Bord des britischen 4900-Tonnen-Dampfers „Langleetarn" entdeckt. Sie sollen in Algier an Bord gekommen fein. Fünf von ihnen wurden von der Polizei unter dem Verdacht, mit der Ermordung des Königs Alexander von Südflawten in Verbindung gestanden zu haben, in Haft genommen. Die beiden anderen entkamen. Entsetzliche Bluttat in Litauen. — vier Menschen getötet. Im litauischen Kreise Utcna verübte ein gewisser Iucys eine furchtbare Bluttat. Wegen eines alten Familienzwistes geriet er mit feinen Angehörigen in einen Streit, in dessen Verlauf er seinen Bruder, dessen Frau und feine Schwester, die bei ihrem Bruder zu Besuch weilte, ermordete. Noch im Blutrausch rannte er zu seinem Schwager, dem Ehemann der ermordeten Schwester und tötete auch diesen. Dann ergriff der Massenmörder die Flucht. Er konnte bisher noch nicht festgenommen werden. von der eigenen Frau und der eigenen Tochter erschlagen. In Steiermark ist ein furchtbarer Mord verübt worden. Der Besitzer Johann Bracke aus St. Anton war seit einigen Tagen auf unerklärliche Art verschwunden; alles Suchen nach ihm war vergebens. Ein sechsjähriger Knabe fand nun in einer Talmulde zwischen den Feldern eine Leiche, die furchtbare Verletzungen aufwies und als die des vermißten Besitzers Bracke erkannt wurde. Die Untersuchung ergab, daß Bracke, der mit feiner Frau seit langem in Zwietracht gelebt hatte, von dieser mit Hilfe der 15jährigen Tochter des Ehepaares während der Nacht erschlagen und dann von beiden aufs Feld hinausgezerrt worden war, die auf solche Weise einen Unfall oder Raudüber- fall vortäuschen wollten. Frau und Tochter haben, unter der Last des Beweismaterials zusammenge- brachen, den Gatten- und Vatermord eingestanden; sie wurden dem Gericht eingeliefert. Mord aus Habsucht. Am Bußtag wurde in der Nähe des Bahnhofes Wittensdorf bei Chemnitz ein Mann tot aufge» fanden, der offenbar einem Mord zum Opfer gefallen war. Die Sonderkommission, die sofort am Tatort erschien, stellte in dem Toten den Heilpraktiker Oskar Heidevogel aus Chemnitz fest. Der Mörder konnte bald festgestellt werden; Es ist der 34jährige Heilpraktiker Kurt Erich Röhler, der Heidevogel getötet hat, um sich dessen besser bezahlte Stellung zu verschaffen. Er lauerte Heidevogel auf und gab auf ihn zwei Schüsse ab, von denen einer den' Ueberfallenen sofort tötete. Fünf Arbeiter in einer Sandgrube verschüttet. In einer belgischen Sandgrube bei Bethanes (in der Nähe von Verviers) ereignete sich ein schweres U n g l ü ck. In der Grube waren fünf Arbeiter beschäftigt, als plötzlich gewaltige Sandmengen herabstürzten, die die Arbeiter unter sich be- gruben. Die sofort in Angriff genommenen Ber- Schauspleker, Kapellmeister, Dramaturg, Schauspiel- und Opernregisseur. 1913 war er Oberregisseur an der Metropolitan Opera in Neuyork. In Berlin war er zunächst Oberspielleiter der Staatsoper und wurde später zum Direktor der Staatsoper ernannt. Hörth hat sich auch dem Rundfunk zugewandt und vornehmlich Einfluß auf die künstlerische Entwicklung der Sendeoper gehabt. Joachim Ringelnah f. Der bekannte deutsche Dichter, Kabarettist und Maler Joachim R i n g e l n a tz ist im Alter von 51 Jahren geftorben. Seine Einäscherung hat in Berlin in aller Stille stattgefunden. Ringelnatz, dessen eigentlicher Name Hans Bötticher war, hatte testamentarisch festgesetzt, daß sein Tod erst nach seiner Einäscherung bekanntgegeben werden dürfe. — Ringelnatz hat von jeher — unbeschadet eines stattlichen Kreises von Verehrern — für einen Sonderlina gegolten und eine Sonderstellung in der deutschen Literatur eingenommen. Von seinen Bü- chern sind vor allem die um ihrer höchst merkwürdigen Einfälle und skurrilen Ideen bemerkenswerten Gedichtsbände „Kuttel Daddeldu", „Turngedichte" und „Allerdings" zu nennen. Auch hat er, nicht ohne Erfolg ein Stück geschrieben, „Die Flasche", und in dem Buche „Als Mariner im Krieg" seine persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen aus der Zeit vor zwanzig Jahren ausgezeichnet. er Wett. gunsarbeiten hatten keinen Erfolg. Die fünf Arbeiter gelten als verloren. Eine der größten französischen Uhrenfabriken eingeäschert. In Rouen wurde eine der größten Uhrenfabriken Frankreichs, die fast 400 Arbeiter beschäftigt, durch Großfeuer zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf 2 000 000 Franks. Acht Monate Gefängnis für Kindesmihhandlung. Ein Einwohner von Bad Kreuznach hatte sich wegen schwerer Mißhandlung seines neunjährigen Sttefsohnes vor dem Koblenzer Gericht zu verantworten. Bereits vor aeraumer Zeit war der Angeklagte wegen des gleichen Delikts zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Zeugenaussagen ergaben, daß der unmenschliche Stiefvater nach Verbüßung seiner Strafe sich ohne jede Ver- anlaffuna zu neuen Mißhandlungen seines Stiefsohnes hatte hinreißen lassen. Er bedrohte den Jungen mit Halsabschneiden, wenn er andern Leuten etwas von den „Züchtigungen" mitteilen würde. Die Mißhandlungen mit Lederriemen, Besenstiel und Schüreisen waren aber derart, daß das Kind andern Leuten sein Leid klagte. Das Gericht verurteilte den entmenschten Stiefvater zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten. Der europäische Automobilexport. Nach einer aus englischer Quelle stammenden Aufstellung hat Großbritannien in den ersten sechs Monaten des Jahres 1934 insgesamt 47 866 Kraftwagen exportiert. Der französische Export betrug demgegenüber nur 12 955 Wagen, während Deutschland mit einer Ausfuhr von 6924 Wagen an dritter Stelle steht. Es folgt dann noch Italien mit einem Export von 4253 Wagen. Ganz anders gestaltet sich das Bild jedoch, wenn man nur den Automobilexport nach europäischen Ländern ins Auge faßt. Denn die englische Ausfuhr richtet sich vorwiegend nach Asien, Australien und Neuseeland sowie nach Afrika. Nach europäischen Ländern hat England im ersten Halbjahr 1934 nur 12303, also nicht viel mehr als ein Viertel feines Gesamtexports geliefert. Deutschland steht hier an zweiter Stelle, denn es hat nicht weniger als 6320 Kraftwagen nach europäischen Ländern ausgeführt, während der deutsche Export von Automobilen nach anderen Erdteilen nur sehr gering ist. Frankreichs Ausfuhr nach europäischen Ländern betrug nur 6254 Wagen. Es ist also auf den europäischen Märkten von Deutschland überholt worden. Dafür hat Frankreich allerdings 5843 Kraftwagen nach Afrika, also in der Hauptsache wohl nach seinen afrikanischen Kolonien exportiert. Italiens Ausfuhr nach europäischen Ländern betrug 3450 Kraftwagen, während weitere 388 italienische Wagen nach Afrika und 364 nach Asien geliefert wurden. Lesewut — ein Scheidungsgründ in England. Vor drei Jahren hatte er sie tennengelernt. Die hübsche junge Dame saß auf einer Bank im Hyde- Park und las einen Roman von Zola. Der Londoner Musikprofessor John Mawyer nahm auf der gleichen Bank Platz und bewunderte die hübsche eifrige Leserin, die sich nicht im geringsten in ihrer Lektüre stören ließ. Es war für den geistreichen und gewandten Professor nicht schwer, seine Nachbarin, als sie gerade ein Kapitel beendet hatte, in ein Gespräch zu vertiefen, das sich natürlich auf die Literatur bezog und worin sich der Musikprofessor als ein oielbelesener Mensch in das beste Licht zu stellen wußte. Die junge Daisy fand Gefallen an dem Mann, der wie das interessanteste Buch zu unterhalten verstand und nicht lange dauerte es, da war sie seine Frau. Es zeigte sich schon in den Flitterwochen, daß Daisy von einer f a ft krankhaftenLesewutbefallen war. Man konnte ihr zwar nicht vorwerfen, daß sie die Wirtschaft vernachlässigte, aber täglich besuchte sie die Leihbibliothek und versah sich dort mit neuen Büchern. Was dem Musikprofessor besonders schmerzlich war, sie hatte gar kein Verständnis für Musik, vielleicht, weil die sie nur vom Lesen abhielt. Der Gatte, der sich ganz überflüssig vorkam und es auch war, wenn seine Frau mit Lesen beschäftigt mar, wurde immer reizbarer und schließlich sah auch Frau Daisy ein, daß sie ihre Lektüre wenigstens so lange unterbrechen müßte, bis sie von ihrem Mann vom Gericht geschieden war. „Hätte ich sie bloß damals im Hyde-Park nicht beim Lesen gestört!" klagte sich der unglückliche Ehemann vor Gericht selbst an. Buntes Allerlei. Der singende Seehund. 4, -bem Flugplatz Le Bourget bei Paris ist kürzlich aus Amsterdam ein seltsamer Gast in der französischen Hauptstadt eingetroffen. Er ist auf oem Erdboden ziemlich unbeholfen und doch von äußerster Gewandtheit, wenn er seine Jongleur- kunste zeigt; auch ist er der Sprache nicht mächtig, wohl aber mit einer Gescmgesstimme begabt. In. ber Pariser Musikhalle wird er mit seiner Meisterin^ einer jungen Chinesin namens Fu-lio-San einem Monat lang allabendlich Konzerte geben, sein Narno^ prangt schon an allen Anschlagsäulen. Acua, derl „Singende Seehund", die große Sensation des, Programms! ist da zu lesen, und sicher wird del^ Andrang der Zuschauer zu der Konzertkasse nicht aenng sein. Jedenfalls hatten sich zu Acuas Begrüß ßung auf dem Flugplatz schon einige Reporter eingefunden, die sogleich ein kleines Interview mit den Ankömmlingen veranstalteten. Wenn es ihnen auch nicht gelang, Acua zu einer Probe seiner Gesangs-' kunst zu bewegen, sondern nur zu einem kräftigen weithinschallenden Niesen zu reizen, so waren sis doch von feiner Liebenswürdigkeit sehr begeistert.^ Mehr Glück in der Unterhaltung hatte der tierJ Imitator Dorville, der seit Jahren mit leinen Dar^ bietungen den größten Beifall findet, wenn er beit Ruf ber Seehunbe im Zoo nach einer Fischmahte Zeit nachahmt. Er verstanb sich sofort mit Acua, unb nachbem er in Seehundsprache bem Ankömmling bie Bitte vorgetragen hatte, boch ein paar Takts vorzusingen, ließ Acua wirklich eine halbe Ton» leiter erklingen. Ein Musikreferent, ber sich ebenfalls zu biesem Interview eingefunden hatten äußerte zwar bescheiden die Meinung, daß Acu« wohl besser jongliere als finge, aber vielleicht mar* ber Seehund nur durch die Luftreise ein wenig in« disponiert, denn fein eigentliches Element ist ja bas Wasser. Wenn er in seinem Bassin erst wieder einmal tüchtig getaucht, geschwommen unb gebadet hat, wird er sicher auch auf dem Gesangspodium wieder in großer Form fein! Keilers verlorene Schuhe. Gottfried Kellers Schwester war eine außer« ordentlich gewissenhgste und sparsame Wirtschafterin. Als sie eines Tages zwei Paar Schuhe ihres Bruders vermißte, sagte sie, daß die offenbar gestohlen wären. Auf den Rat ihres Bruders machte sie der benachbarten Polizei eine Anzeige. Am folgenden Tage brachte ein Polizist ein Päckchen mitt olgenbem Polizeibericht: „Polizist Ha. sah gestern, nachts 1 Uhr, Herrn Alt-Staatsschreiber Keller in nicht ganz einroanb- freier Haltung nach Hause zurückkehren, bemerkte, wie berselbige Herr Alt-Staatsschreiber Keller sich auf die Treppe hinsetzte oder sich von höherer Ge-' walt hinsetzen ließ, hierauf die Schuhe auszog unb dieselben eigenhändig auf die Straße hinauswarft offenbar in dem Glauben, der Herr Alt-Staats- schreiber befinde sich in seinem Schlafzimmer. Wil? übermitteln Ihnen hiermit das zierliche Paar Schüh- lein, indem wir annehmen, es möchten die beredten zwei Paar bei ähnlichem Anlasse von dem Herrn Staatsschreiber verworfen und von weniger ehrsamen Händen aufgehoben worden fein. Das Polizeibüro Zürich.* Vettervoraussage. Die Wirbeltätigkeit über Nord- und Osteuropa hat sich erheblich verstärkt, so daß von Norden her auch in Deutschland sich mildere Luftmassen südwärts ausbreiten. Unser Gebiet bleibt an der Grenze unter Hochdruckeinfluß, so daß im Norden unb Osten geringfügig Regen auftreten wird, im Westen und Süden im wesentlichen aber der seitherige Witterungscharakter erhalten bleibt. Die Nacht zum Donnerstag brachte vornehmlich Süddeutschland wieder stärkere Froste, so daß sich die Temperaturen teilweise zwischen minus 5 bis 8 Grad bewegten. Aussichten für Freitag: Besonders nach Norden und Osten zu neblig und meist bewölktes Wetter mit Neigung zu geringfügigem Regen, etwas milder, in West- und Süddeutschland, abgesehen von Nebelbildung, vielfach heiter und Nachtfrostgefahr, schwache Luftbewegung. Aussichten für Samstag: Wieder überwiegend Hochdruckeinfluß, aber nicht durchweg trocken, vor allem tagsüber wieder etwas kälter. Lufttemperaturen am 21. November: mittags 0,8 Grad Celsius, abends 0 Grad; am 22. November: morgens 1,1 Grad. Maximum 1,2 Grad, Minimum — 2,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. November: abends 1,8 Grad; am 22. November: morgens 1,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 1,1 Stunden. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkausspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. » RUNDE SORTE « im runden Aegypferformat — mit Stickereien Schlafanzugflanelle Frau Lina Schmitt, geb. Valentin durch einen sanften Tod von ihrem langen Leiden im 53. Lebensjahre erlöst Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Karl Schmitt Gießen, Schützenstraße 11 (Fischerhof), den 22 November 1934. 05577 Anna Manß und Kinder 3 Krofdorf, November 1934 6837 D PlöiMMlWMeiWWle K'seidem Satin. RM 28.— K'seidem Satin RM 15.25 K'seidem.Satin,RM 31.— K'seidem Satin,RM 17.80 K'seidem Satin,RM 21.75 K'seidem.Satin,RM 38.— Schafwollfüllg, RM. 49.— K'seidem Satin,RM 25 — Bahnhofstraße 31 6836 A orlragsvereininung: lioethe-Bund, KauImäBn.Verein 2. Vortragsabend 6829 u MV Verschiedenes 4>: MW Marktftratzc 28 KAISER S GESCHÄFT Allen Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme, di? sie uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen bewiesen haben, innigsten Dank Mittwoch früh, s/410 Uhr, wurde meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwägerin und Tante Größte Auswahl auch in Daunensteppdecken Beachten Sie bitte meine Schaufenster Sie Deuische Arbeitsfront. A.S.-Semeinschaft „Kraft durch Freude" Kreis Gießen. Spezialgeschäft für Teppiche und Gardinen Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Briefumschläge bei Brühl, Gießen Mantel-Crewls Mantel-Boucles Mantel-Flausche Kamelhaar-Mantelstoffe Aparte Duvetines und Velours Krimmer und Fell-Imitationen für Mäntel, Jacken und Besatz erhalten diejenigen Volksgenossen, die sich von ihrem Bank- oder Postscheckkonto einen festen Spendenbetrag abbuchen lassen. Telefon 2417 6830 A gute, jahrelang bewährte, indanthrenfarbige Qualitäten in vielen gedruckten und gewebten Mustern,80cm breit p. m -.98 - 94 -.88 -.85 -.82 -.74 -.72 -.58 Fein wird das! Auch Ihr Junge würde gern Weihnachts - Arbeiten basteln. Schenken Sie ihm eine Laubsäge- oder Werkzeuggarnitur, Einzelteile, Holz. Alles ist ja sooo billig bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten *gi’5a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Die Beerdigung findet Freitag, den 23. November, nachmittag 21', Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Kvische Seefische z. Kochen i.Anöschn. Pfd.v. 35-§an z.Brat.FiletMke.„Fifi"Pfd.v.40-za. Flußhechte, frischer Zander, Heilbutt, grüne Heringe, ebenf. billigst. A.KochKachfolgev Mein ob urg 15 Fernsprecher 3612 Montag abend« auf dem Wege: Liebigstr.-Bahn- Hof-Bahnhofstr.' Horst-Wessel- Wnll ein kleines Bündel' schmutz. Wäsche verloren. Abzugeb. a. dem Fundbüro d. Polizei geg. Belohn ZuderamToten- sonntag stattfind. Gefal enew gedenkfeier stehen die Vereine mit Fahnen pünktl.!0.50Ubr auf dem Linden- vlatz. Zahlreiche Beteiligung ist Ehrensache. 681’o Arüeiksiemeili' fdjaft Oer MM u. Kem- erelve Äietzea | Kaufgesuche | Dichtung! Komme a.Dienstag,d.27.Nov.v. ausw. u. kaufe ab- gel.Lerrenkl,wie Anzüge, yinz.Ho- sen und Sakkos. Schr. Angeb.|mit ausfüh.Angab. u. 05578 a.d.G.A. Montag, 26.Nov. 1934, abds. 8Uhr, in derNeuen Aula Lichtbilder-Vortrag des Direktors des Zoologischen Gartens Berlin. Dr. LlltZ H©Ck! Aul der BroHleriäoi-Eipeffliiou In Osialiiha (Aus der Muis in den Zoo) Die Mitglieder des Goeihebundes und des Kardmänn. Vereins erhalten bis zu 3 Plätzen freien Eintritt gegen Einlösung des Gutscheins bzw. Kontrollabschnittes Nr. 4 aus der neuen Mitgliedsausweis- kaite an der Abendkasse. Für Verbandsmitglieder (V olkshochschule, NS.Lehrerbund) zum Preise von 60 Pf. und für Nichtmitgl. zu 1/25 Mk. b. Öhallier u. an der Saalkasse. Studenten-u.Schülerkarten zu30Pi. Sämtliche Plätze sind an diesem Abemi ununmeriert. II Mitglieder des früh. Gewerbe-Vereins erhalten 11 eine Vortragsausweiskarte, die zu freiem Besuch | mit 2 weit, l ersonen deräVorträge berechtigt, zu 11 3 M, bei L. Kalkhof Nacht., Horst-Wessel Wall 5. Amtliche Bewnmmachung des Kreisamts Gießen. Betr.: Verkauf von Kränzen und Blumen am Totensonntag. Gemäß §§ 146, 162 Hess. Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung wird der Verkauf von Kränzen und Gärtnereierzeugnissen durch Blumengeschäfte und Gärtnereien im Bezirk der Stadt Gießen am Totensonntag, dem 25. November 1934, für die Zeit von 9 bis 17 Uhr zugelassen. 6-7-lWiig. mögl.m. Garten Garage-Zentral- heizg.bald.,spät. f.1 .Avril gesucht, nicht für Praxisräume bestimmt. Schriftl. Ang. an Dr. Spanier Fohannesstr. 7. Jilets u. Kochfische m größter Auswahl Heilbutt, Steinbutt, Tarbutt, Notzungen lebende Karpfen und Schleien Sitobew# „Suxbeeett", Asm« ««frenen ktmD Freitag, 23.Nov. 20 bis 22.30 Ubk 8. Freit -Abonn. Operettenvreiie. Alt-Wien. Operette in 3B von?>oi.Pann$: ckÄWMMM sich einen schönen, gediegenen Pelzmantel oder ßpoi tpelz leisten, meine Herren! Ob Sie fertig kaufen oder sich in unserer erstklassigen Maaß- Schneiderei einen Pelz nach Ihren Wünschen und Angaben anfertigen lassen, wir zeigen Ihnen gern den Weg. wie Sie billig zu einem schönen qualitätvollen Stück kommen.cmlA BITTE BESUCHEN SIE ÜNSI STOFFSPEZIALHAUS BERMARD Gießen Plockstraße Nr.16 6846 A 6841 A Fernsprecher 3565 .Klüfldmch Freud eV Äeisetzareii! Das Reichsamt „Reisen, Wandern und Urlaub" der R S.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat KslsLsvKvSavSen eingeführt, damit alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront im Laufe des Jahres sich einen Betrag ansparen können, der ihnen die Teilnahme an einer „Krafl-durch-Freude-Ferienreise" ermöglichen soll. Die Ausgabe der Reisesparkarten erfolgt durch die Orts- und Betriebswarte der R.S.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Kreise Gießen, sowie am Schalter der Dezirkssparkasse Gießen. Ab heute sind die Sparkarten zu haben. Die Ausgabe der Sparmark n, die auf den Betrag non 0.50 RM. lauten, erfolgt vor rst nur an den Sparschaltern der Bezirkssparkasse Gießen gegen bar. Sie werden fachmännisch beraten und gut bedient beJ£ MLsMSZ. Seltersweg 71 im Spezialgeschäft für gute Qualitäten Mantelstoffe in großer Auswahl und Preiswürdigkeit Etraasierliaus Jun® Naturheil- und Gesundkost- Fachgeschäft jetzt in der Mausburg Voranzeige Bahnhofgaststätten 6835 D Freitag, den 30. November Schlachtfest Bekanntmachung. Befr.: Straßenbahnbelrieb nach dem Reuen Fried- Hof. Ab Mittwoch, den 21. d. 2H., bis inkl. Sonntag, den 25. er., wird der Straßenbahnbetrieb nach dem Neuen Friedhof wie folgt ausgenommen: 6832U RNttwoch von 11.00 Uhr vormittags ab Bahnhof: Marktplatz ab 11.07. Letzter Wagen ab Friedhof 17.05 Uhr. Donnerstag und Freitag von 13.00 Uhr ab Bahn- Hof: Marktplatz ab 13.07 Uhr. Letzter Wagen ab Friedhof 17.05 Uhr. , Samstag von 9.00 Uhr vormittags ab Bahnhof: Marktplatz ab 9.07 Uhr. Letzter Wagen ab Fneo* Hof 17.20 Uhr. Sonntag (Totensonntag) von 9.22 Uhr vormittags ab Bahnhof: Marktplatz ab 9.30 Uhr. Letzter Wagen ab Friedhof 17.20 Uhr. Gießen, den 20. November 1934. Direktion der Städtischen Straßenbahn Gießen. Gez.: Hotz. RABATT in Marken (wenige Artikel ausgen.), 3 Reklame - Kaffees__Pfund Mk. 2- / 2.40 / 2.80 CAAl/AlHflan Schmelz, Milch, Milchnuß, Mokka, Kaiser S Schokoladen Krokant, in verschiedenen Preislagen / Pralinen preiswert und in bekannt guter Qualität Kaiser’s Konsum - Keks Hasel- und Paranüsse, Haselnußkerne, Mandeln, Südfrüchte knicov’c DAnLAnc 1/4 Pfd. 15 bis 25 Pfg., Kokos- Kaiser S Bonbons Pocken mit und ohne Schokolade, Schokoladen-Creme-Pralinen 1/4 Pfd. 18, 20, 24 Pfg. Kleine Geschenkartikel, gefüllt mit Dragees, Stück 5 u. 10 Pfg. Ab Freitag, 23. Nov. b. Weihnachten, jeweils wöchentl., erhalt. Sie von Kaiser’s Quartettspiei 6 Kart. (v. sed. Quartett 1 Karte) - solange Vorrat- b. Fink. v. 50 Pfg. art in Kaiser’s Schokoladen, Süßigkeiten, Backwaren. Gegen Mno MMWein Liter 70 Pf. MkliMer rot, Liter 70 Pf. Mlzer weiß, Lit. 80 Pf. MÜNNl Liter 90 Pf. MWM Liter 2.20 Mk. 5teinöäsec Liter 3.50 Mk. Mtsell 7, Fl. 1.00 Mk. Itauörnfeit 71 Fl. 2.00 Mk. » Me Pfd.45, 30U.25 BlBMi.E ö:tiö. Pfund 45 Pf. zrMrvm Pfund 85 Pf. AiM suiüttfe Liebigstrasre66 Tel. 3685. (f)638D Nezir sspattaffe G.eßen _________________6843 D Weiß emailliert. Herd gegen Kasse zu kaufen gesucht. Schr.Angeb.unt. 05572 clö. | Verkäufe | Benz- Lastwagen 3-37 »Tonnen zu verkaufen. 05575 Autoverkehr Beuern Telefon 58. Guterhalt.graue PersianeFjacke zu verkaufen. Zu erfrag, in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 055-4 Mietgesuche Ruhiges Pataimmer möglichst °Nähe Oswaldsgarten, Nordanlage per sofort von ruhig. Mieter gesucht. Schr. Ang. unt. 05571 a.d.G.A. I As8oria-Lich8spieäe | I Nur noch honte Donnerstag, 4 und 8.30 Uhr: P Der mit großem Beifall aufge- g nommene herrliche Tonfilm aus i I 6842a dem afrikanischen Urwald B Congorilla Afrika, wie es wirklich war s 1 C. A. Diehl, der einzige deutsche Ka- I Imeramann, der an der Expedition teil- I nahm, ist persönlich anwesend und spricht I einleitend zur Aufführung sein. Film werks I Gutes Beiprogramm! Jngend ist zngelassen! e Die viereckge Hüvslürplakelle (Monat November) SeffischerHos Heute Donnerstag MkSWWI mit Konzert! 682?d -t—Fr ■Hara a.lan.Haare, Lebenleck., Lh'utter- mal Narben, Pickel, Sommer- 'Pron. uiro entt u. Gar. I. immer. 12 Fabre Piaris. Frau B. Gulden. Spreck)ft.Frenag Gießen, Binden- bnrgwail 16. 8—7 Uhr durchgehend. Kanarienvogel entflogen. Abzugeben gegen Belohnung. 05579 Marktlauben- ftraße 0 HI. WMUW öööer r Beamter sucht zum 1. Dezember gut möbliertes, gemütliches Zimmer mit Heizung, ev. 2 Betten. Schr. Angeb. mit Preis unter 6828D an denGietzen.Anz. ITC öbl. Zimmer mit 2 Betten zu vermieten. 05576 Landgraf - Phil.- Platz12H l. Stellenangebote| Tüchtig, erfahr. Mädchen für 51üche und Hausarbeit ges. Württemberger Ao f 05568 Bahnbofstr. 15. Mädchen für Haushalt vormitt. 4'/s St. gesucht.Frübslück und 20 Mark. Schriftl. Angeb. unter 05573 a. d. Gieß. Anz. erb. 13 Ä Hl Ur. 273 Zweites Blatt GiHener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Donnerstag, 22. November (934 W • Y If J ■ SO! genug damit: Lini ist, wie wir ferner erfahren, eine .'M aber auch die technische Leistung der Kameraleute :1. Die Werks . V i i.i'.iVs Zur Feier des Tages der deutschen Hausmusik hatte sich die Oberstufe der G o e t h e s ch u l e in der Turnhalle eingefunden In einem einleitenden Vortrag mies Schulverwalter 3 u ft i n auf die Bedeutung der Hausmusik und der Musik überhaupt hin, als dem Spiegelbild der deutschen Volksseele, für Familie und Volk, die Träger deutscher Kultur und damit deutscher ! „Schloß Hubertus" als Film. und frischen Einsätzen non Ensemble und Orchester ke.nene malerisch erschlos -n zu haben, dl« ja gerat)« dirigiert, Dom Bühnenbildner Löffler aber höchst b-- emem Stofs wie diesem non ausschlaggebender anmutig im altfrankisch-behöbigen Stil des Wiener! und sozusagen m,tsp,-lender Bedeutung ist. Ab- Biedermeier um 1840 ausqeftattet; besonders die!«^°" 'iem "sthetischen Eindrücken muß rro:..«.__. ...r, .1. . '___ '..... . nnor mirh htt» tumni mp itptmmn hör ßnmnrniaiiia Hansi Salzmann war eine muntere Lini, ein echtes Naturkind aus dem Volke, das sich mit burschikosen Temperamentsausbrüchen zum enfant ter- rible im gräflichen Hause entwickelt. Herr Wrede als Franz! war mit seiner originalwienerischen Partie so recht in seinem Element. Herr Hub machte den Nußberger mit animierter Aufgeräumt- heit und breiter Komi'' in Gesang und Gebärde. Maria Perry gab die Felicitas in gesanglich ge- Wirtsgarten im ersten und letzten Akt bildeten in ihrer kleinbürgerlichen Romantik einen recht greif- baren Kontrast zu der kühlen Eleganz des gräf- lichen Interieurs im zweiten Bild.' Und der gute dicke Märchenmond zog beruhigend durch die Lämmerwölkchen am vorstädtischen' Abendhimmel. Wochenendlehrgänge, die teilweise schon stattfanden, an ihre Berufskameraden wenden. Die weiblichen Angestellten fanden sich bis jetzt zu einem Dichterabend „Hermann und Matthias Claudius" und zu einem hochinteressanten Film „Fleißige Hände" zusammen. Besondere Aufmerksamkeit wird zur Zeit der Entwicklung der Uebungswirtschaft in Gießen gewidmet. Die Betriebsführer wurden aufgefordert, ihre jüngeren Angestellten in die Uebungsfirmen der Reichsberufsgruppen der Angestellten zu entsenden, wo ihnen berufliches Können durch wahrheitsgetreue und wirklichkeitsnahe Arbeiten vermittelt werden soll. Eine Anzahl von Uebungsfirmen arbeitet bereits in Gießen und hat die Verbindung mit den Uebungsfirmen des ganzen Reiches ausgenommen. Besonderen Zuspruches durch Aufträge und Anfragen erfreut sich die Uebungshandlung in Büromöbel und Schreibmaschinen. Durch ungeheuren Fleiß wurde weiter eine Textilfirma ins Leben gerufen. In einem Werbebüro werden die Ideen des einzelnen Berufskameraden zu Papier gebracht Der Lehrgang in Plakatschrift bildet die Ergänzung hierzu. Was bei dem einen figürlich dargestellt wird, findet bei dem anderen die passende Beschriftung. Die sich ergebenden Rechtsschwierigkeiten werden durch die Rechtsanwalts-Uedungs- büros behandelt und zur Erledigung gebracht. Während zur Zeit nur ein Uebung-Rechtsanwaltsbüro in Gießen besteht, ist die Gründung eines zweiten in Aussicht genommen und wird in den nächsten Tagen erfolgen. Anmeldungen hierzu liegen bereits in entsprechend großer Zahl vor. Auch eine Uebungs- Ortskrankenkasse soll in Gießen erstehen, um sämtliche Uebungsfirmen im gesamten Bezirk Mittelhessen von Gießen aus versicherungstechnisch zu verwalten. Unter vorzüglicher Leitung arbeitet eine Anzahl Jpng-Techniker in einem Maschinenbau- unb Konstruktionsbüro, dort erstehen, genau wie in der wirklichen Wirtschaft, Planungen ausführbarer Projekts. Es ist weiter geplant, die Arbeiten der Uebungsfirmen in Gießen, genau wie dies in Kürze bei dem Bezirk in Frankfurt erfolgen soll, auszustellen, um dadurch immer mehr die Bedeutung der Uebungswirtschaft klarzumachen. Es wäre zu wünschen, daß noch recht viele Volks- genosien den Weg zu den Bildungsveranstaltungen der Reichsberufsgruppen der Angestellten finden möchten, um durch Leistung der Wirtschaft dienen zu können. Auch der Führer sagte: „$n der Wirtschaft darf nur das Können ausschlaggebend sein". Um aber in der Wirtschaft feinen Mann stellen zu können, ist dauernde Verbindung mit seinem Beruf durch Meinungsaustausch mit feinen Berufskameraden notwendig, die durch die Arbeit der Reichsberufsgruppen der Angestellten gewährleistet wird. Das ist ja doch wohl em Roman, jetzt ist die bevorstehende Verlobung der Lini mit ihrem Soldaten, dem Stelzer-Franzl, natürlich auf äußerste gefährdet und ein übrigens wahrhaft zeitgemäßer Konflikt geschaffen, denn die Familie derer von Tutzing-Ga- ratshausen wehrt sich sogleich mit allen Fasern ihrer aristokratischen Gemüter gegen den vorstädtischen Familienzuwachs. Es soll hier nicht näher beschrieben werden, mit welcher Großzügigkeit das Dreimännerkollegium der Autoren die Lösung dieser erschütternden Schicksalsfügung herbeiführt. Begnügen wir uns mit der Feststellung, daß am Ende alles in schönster Harmonie ist, und daß die Musik von Josef Lanner mit den fünften und gefälligen Rhythmen des Dreivierteltaktes die Ereignisse wohltuend und stilsicher um- spielt; die Namenstagsfeier und das improvisierte Ständchen im 2. Akt, das der Franzi ganz rea- ""sich mit einer angebiffenen Fleischwurst dirigiert, unö das abschließende, ausgelassene Trio mit großem und kleinem Ballett bilden unbestritten die Glanzstücke der Partitur. Das Haus war stark besetzt und in bester Stimmung. Es gab viel Beifall und mehrere Wiederholungen. hth. Musik. Er schloß seine Ausführungen mit einem eindringlichen Aufruf an die deutsche Jugend zur weiteren Erhaltung und Pflege der deutschen Hausmusik. Im weiteren Verlaufe der Feierstunde folgten Chorgesänge und Einzeldarbietungen von den Mädchen der 2 M. und den Knaben der 2. Kl., geleitet von Lehrer Dietrich, der durch zwei Sologesänge begeisterte. Instrumentalmusik wurde bargeboten von den Schülern E. Koch (2. Kl), K W e h r m a n n (1. Kl.), den Schülerinnen A. Herrmann, E. Simmermacher, I. Müller und den Gebrüdern Wick.ert. Das Schülerorchester spielte unter Leitung von Lehrer Göbel das „Wiegenlied" von Zilcher Den Abschluß der fast zweistündigen Feier bildete ein humoristisches Singspiel „Die sieben Schwaben", ausgeführt von Mädchen der 2 M. unter Leitung von Frl. Leyerzapf. Mit einem Schlußwort des Schulleiters K r a u s ch und einem gemeinsamen Lied nahm die Feier ein würdiges Ende. warteten ferner mit hübschen Leistungen auf; auch alle übrigen waren mit Eifer bei der Sache. ausgewählt und gegeneinander gestellt ist. Im Mit- telpunkt steht auch im Film die markante Erscheinung des Grafen Egge; ihn spielt Friedrich Ulmer, ein bisher ziemlich unbekannter Darsteller, dem aber die Rolle wie auf den Leid geschrieben ist, und der es versteht, die im Roman häufig etwas störenden, allzu schroffen und überspitzten Züge der Figur an- genehm zu vereinfachen und zu vermenschlichen. Für die Kitty, das „Geislein", hat die Ufa in Hansi Knoteck eine sehr geeignete und begabte Nachwuchsschauspielerin gefunden und ihr in Hans S ch l e n ck einen sympathischen jungen Liebhaber an die Seite gestellt. Paul Richter, den man lange nicht mehr gesehen hat, dessen sich viele aber noch aus dem Nibelungen-Film erinnern werden, spielt den Jäger Franz, H. A. von Schlettow den Schipper, Arthur Schröder den Tassilo und Margarete Parbs das Fräulein von Kleesberg. — Der Film erschien gestern zum erstenmal im neuen Programm des Lichtspielhauses und sand ein großes und offenbar recht interessiertes Publikum. Aus dem Beiprogramm ist ein unterhaltsames Lustspiel der Ufa zu erwähnen. leibhaftige Komtesse und stammt aus einem gräflichen Hause von blauestem Blut. Guter Ansatz der Berussditdungsarbeit in den Reichsbenrfsgruppen der Angestellten in der NAI., Ortsgruppe Gießen. Die Aufführung wurde vom Spielleiter Wrede mit Gemüt und Humor und wienerischer Leichtigkeit geleitet, vom Kapellmeister C u j £ mit Schwung Gießener Giadtiheaier. Zoses Lanner: „Alt-Wien". Was wäre dieOperette alten und neuen «Stils ohne die Welt der habsburgischen Doppelmonarchie, ohne die ungarische Pußta. und ohne die Kaiserstadt Wien mit der Donau, mit dem Prater, mit Grinzing, mit dem Heurigen unter ewig blühenden Bäumen und dem unsterblichen Wiener Walzer? Ein armseliges Nichts, ein Wesen, dem seine eigentliche Essenz, sein Aroma, sein Lebensnerv und Lebensrhythmus fehlte. Man kann sich Oesterreich und insbesondere die weinfrohe und liederselige «Stadt Wien nicht von der .Landkarte der deutschen und europäischen Theater- -geographie gestrichen denken, ohne sie eines ihrer lunentbehrlichsten und eigentümlichsten Schauplätze ;zu berauben. Die drei Akte der Operette „Alt-Wien" von Gustav !.Kade Iburg, Julius Wilhelm und A. M. Wei ko ne wären in einer anderen Umgebung (schlechterdings undenkbar: es würden ihr die elemen- ttarften Voraussetzungen und die natürlichsten Le- Übensbebingungen entzogen sein. Gut die Hälfte des sersten Aktes besteht allein aus der Zustandsschilde- urung eines kleinbürgerlichen Feierabends in der Wiener Vorstadt bei Wein und Gesang unter blühenden Kastanienbäumen, in einer offenbar durch inichts zu erschütternden Beschaulichkeit und Gemüt- »ichkeit; denn das sich einer so nach und nach einen vFeiertagsrausch anbubelt und in dieser angeregten Verfassung einen andern vor die Tür setzt zum Gau- BmUm oHer Anwesenden, das gehört zu solcher Wiener iVorstadtgemütlichkeit einfach und unweigerlich mit Ldazu. (r ' Hochschulnachrichten. Professor Dr. Rolf H e y, Ordinarius für gerichtliche und soziale Medizin an der Universität Greifswald, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Frankfurt a. M. berufen worden. Professor Dr. Gottfried Ewald, Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Greifswald, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Göttingen berufen worden. Kartoffelausgabe des Winterhilfs- an die Hilfsbedürftigen erfolgt am Freitag von 13 Uhr a b am Güterbahnhof. Transportmittel (Säcke und Handwagen) find mitzubrin- Aus dem dickleibigen Roman „Schloß Hubertus", der sicher zu den gelesensten und auch wohl den besten unter Ganghofers Büchern gehört, ist nach dem Drehbuch von Willi R a t h, L. M. M a y - ring und Peter O st e r m a y r ein flüssiger und fesselnder Spielfilm geworden, der mit unbestreitbarem Geschick viele Härten und Uebertreibungen des Originals gemildert hat und trotzdem sowohl die Charaktere als auch die Handlung in Grundzügen und Umrissen unverändert läßt, sich aber auf einige der wesentlichsten und für die Kamera brauchbarsten Hauptmotive beschränkt: so ist eine selbständige Leistung entstanden und dennoch dem Buch in keiner Weise Gewalt angetan worden; und was schon spannend und wirkungsvoll zu lesen war, hat durch die Bildfassung eigentlich nur gewonnen. Vor allem ist es ein unbestreitbares Verdienst der Regie (Hans Deppe), eine große und bestechende Landschafts- Erst als man schon anfängt, besorgt zu sein, wie Das denn nun drei Akte lang weitergehen soll, da platzt die Bombe, da bekommt tatsächlich die allgemeine Gemütlichkeit und das goldene Wiener Herz leinen Stoß, da erscheint die Polizei, da beginnt der Roman, und einer steigt auf den Stuhl und liest ihn laus der Zeitung vor Aus der provmzialhaupistadi. Gießener Einzelhändler werben! Die vielbeachtete Sonderseite mit den Empfehlungsanzeigen vertrauenswürdiger Unternehmungen des Gießener Einzelhandels bringt heute in ihrer geschichtlichen Abwandlung des deutschen Einzelhandels im Bild einen Ausschnitt, der ein Handelskontor um 1680 darstellt. Aus dieser bedächtigen Stille heraus, wie sie in der Darstellung zum Ausdruck kommt, ist der Begriff des ehrbaren Kaufmanns entstanden, ein Ruf des deutschen Handels, der im neuen Reich wieder zu Ehren gekommen ist. Der Gießener Einzelhandel hat sich dieser Parole angeschlossen und betrachtet es als seine wichtigste Ausgabe, der aufstrebenden Wirtschaft bei dex Steigerung und Inganghaltung des Güterkreislaufes nach Kräften zu helfen. Deshalb: kaufe beim Einzelhändler! Tag der Deutschen Hausmusik. Die Veranstaltung der Ortsmusikerschaft Gießen tm Saale des Gesellfchaftsvereins am Dienstagabend war ein erfolgreicher Abschluß des Werbefeldzugs zugunsten der deutschen Hausmusik. Das bewies der sehr zahlreiche Besuch besonders aus den Kreisen unserer Jugend, und hoffentlich werden die warmen Worte des Vorsitzenden, Herr Kasten, sich wieder mehr als bisher der Musik zu widmen, gerade bei ihr auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Welch reiches musikalisches Erbe wir zu verwalten haben, bewies die Vortragsfolge, die nur ein kleiner Ausschnitt aus dem schier unerschöpflichen Schatz der Meisterwerke sein konnte. Sie zeigte klar und eindeutig, in welch verantwortungsbewußten Händen die Ausbildung der musikübenden Jugend gerade in Gießen liegt. Dieser Musikerschaft ist für ihre Zöglinge das Beste gerade gut genug Man geht nicht ausgetretene Pfade, sondern manch seltene Kostbarkeit wurde an das Licht der Öffentlichkeit gezogen. Daß unsere großen Meister mit ihren Werken den größten Teil der Folge ausmachten, ist nur recht, denn ihnen, die uns zu einem Gipfelpunkt deutschen Musikschaffens führten, sind wir besonders verpflichtet. Was die Ausführung anbetrifft, so kann ruhig gesagt werden, daß sie durchweg sehr gut war, sich stellenweise auf eine Stufe erhob, die auf Künst- lerschaft Anspruch machen kann. Es ist also keineswegs so, wie Herr K a st e n bescheiden sagte, daß die Leistungen nicht hohen Ansprüchen genügen wollten und könnten. Der Beifall, der sich mit Recht über den Damm des Verbots hinwegsetzte, bewies das Gegenteil. Alle die tapferen Streiter für die gute Sache zu nennen, ist nicht im Sinne der Veranstaltung, ebenso wenig kann aus den selben Gründen auf Einzelleistungen eingegangen werden. Alle haben erfolgreich in vorderster Linie gekämpft und der guten Sache einen sehr großen Dienst getan. Es war aber sehr aufschlußreich, zu beobachten, wie die Eigenarten der einzelnen Schulen bei den Ausführenden deutlich zu erkennen waren, ein Beweis, daß nicht einer, sondern viele Wege zum Ziel führen. Das Entscheidende ist und bleibt allemal der Lehrer, der sich im Laufe seiner Tätigkeit aus den Erkenntnissen heraus seine Methode selbst schafft. Wir freuen uns dieses erfolgreichen 2Ibejr,bs und sind überzeugt, daß nach dem Verklingen des herrlichen Forellenguintetts niemand die reichhaltige Folge als zu lang empfunden hat. Mancher wird sich nun hoffentlich auf feine Geige ober Klavier ober feine schöne Stimme be- finn-m unb in bie R^ihe b"r"r rintrefen. bi<> um die Erhaltung eines unserer köstlichsten Güter kämpfen und damit ein" nationale Pllicht erfüllen Keine Einseitigkeit im Ehorgesang! SBK. Wir lesen in einem Bericht über bie Gautagung bes Gaues Hessen in der „Deutschen Sänger- bunbeszeitung" folgerte grunbsätzliche Ausführungen: Nachdem sich eine Verständigung bezüglich des Singstundenbesmys zwischen SA., SS. unb DSB. angebahnt hat, gilt es nun, die Jugend zu gewinnen durch die seelischen Kräfte, aus denen heraus das Lied geboren ist. Um aber zu dem Ziel zu gelangen, dem Lied im Volke wieder den ihm gebührenden Platz zu erobern, den ihm auch der Führer geben wolle, muß von allen Mitarbeitern im Sängerbund, vom Führer bis zum letzten Gefolgsmann, der Weg der Pflichterfüllung bis zum Letzten gegangen werden. Die musikalische Organisation der letzten Zeit will sowohl die Volksmusik neu erstehen lassen, von der ganz besonders die Jugend erfaßt wird, als auch dem Konzertleben neue Kraft und Daseinsberechtigung geben. Erst eine breite Volksmusikpflege schafft bie Voraus- setzung für die Veranstaltungen, die den höchsten Zeitschriften. — Das Nooemberheft von „Volk und R e i if (Berlin: Volk und Reich Verlag, Einzelpreis 1,50 Mark) behandelt zwei Probleme, die in der Ostpolitik voraussichtlich noch eine Rolle spielen werden: Litauen unb die polnisch-tschechischen Beziehungen. Die Denkschrift des Tschechen Kramars vom Juni 1914 zur Neugestaltung Europas und Zerschlagung Deutschlands wird besprochen und durch Karten erläutert. Zur Beurteilung der britischen Situation verdienen die Aufsätze über die iriscyen unb schottischen Volkstumsprobleme Beachtung. Das Heft wirb abgeschlossen burch einen Bericht über die Genfer Saarverhandlungen und eine Stellungnahme zur soziologischen Erforschung des Deutschtums in Ostmitteleuropa. Das „Saargebiet" wird in instruktiven Karten und graphischen Darstellungen als „Land der Arbeit" gezeigt. Von den Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF., Unterbezirk Mittelhessen, Sitz Gießen, wird uns berichtet: Die Berussbildungsarbeit der Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF. hat auf allen Gebieten in Gießen eingesetzt. Eine größere Anzahl von Lehrgängen erfaßte eine bedeutende Zahl von Interessenten. In Kurzschrift mußten über den Rahmen des Vorgesehenen Lehrgänge eingerichtet werden, da das Bedürfnis hier außerordentlich stark ist. Auch Maschinenschreiben muß in mehreren Lehrgängen gelehrt werden, da auch hier rkoch bedeutende Mängel aufzuholen sind. Weitere Lehrgänge mit guter Besucherzahl laufen in Buchführung, englische Handelskorrespondenz, Textilwarenkunde, wirtschaftliches Rechnen unb Schriftverkehr, sowie Plakatschrift — Plakatentwurf usw. Diese Kurse finben reges Interesse bei den zur Teilnahme gemelbeten Berufskameraden. Auch bie Fachgruppen Textil- und Bekleidung, sowie Lebens- und Genußmittel konnten ihre Arbeit mit Erfolg aufnehmen. Besonders die Fachgruppe Textil und Bekleidung findet an ihren Arbeitsabenden jeweils eine beachtlich große Zahl von Wissenshungrigen. Es wird also allgemein auf die Vorbereitung der Kaufmannsgehilfen-Prüfung hingearbeitet, unb man hofft, daß in diesem Jahr das Ergebnis günstiger sein wird, als im vergangenen Jahre, denn die Bildungsmöglichkeiten, die die Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF. durch ihren Plan gewährleisten, dürfte bei der Ausnützung zu einem erheblichen Teil zum Gelingen der Prüfung mit- helfen. Aber nicht nur die Berufsgememschaft der Kaufmannsgehilfen hat einen derartig schwungvollen Ansatz gebracht. Auch die Berufsgemeinschaft der Techniker setzte mit Lehrgängen, wie technisches Rechnen unb Allgemeines aus ber Elektrotechnik, ein. Hochinteressante Vorträge brachten die bis jetzt veranstalteten Monatsversammlungen. Wir er» innnern hierbei nur an „Weltpolitische Auswirkungen der Technokratie" von lielmann und „Mit Lettow-Vorbeck im Kampf um Deutsch-Ostafrika" von Gg. H e ß. Auch in den Monatsversammlungen der Berufs- Gemeinschaft der Werkmeister wurden bis jetzt äußerst interessante Themen, wie „Kampf zwischen Mensch unb Maschine" unb „Aus der Geschichte der Wehr- und Waffentechnik", behandelt. Ein Lehrgang über Gewerberecht und Unfallverhütung vermittelt das hier erforderliche Wissen. Die Berufsgemeinschaft der Büro- und Behördenangestellten setzte mit einem Vortrag des Bezirksreferenten Pg. Brandes ein und wird sich durch Meisterwerken der deutschen Kunst dienen wollen. Der Chorgesang steht in der Mitte zwischen beiden Kulturen unb muh sich dieser Stellung herauf# werden. Auch die Vereine sollen den einstimmigen und zweistimmigen Gesang pflegen und dadurch helfen, das Lied wieder rasch unb grünblich in alle «reife des Volkes zu tragen. Aber daneben behält die alte Aufgabe ber Pflege der Mehrstimmigkeit ihr volles Recht. Es ist nicht beutfche Art, Kunst- werke nur flüchtig herunterzufingen, halb pfuschend, sondern die Ehrfurcht vor dem Meisterwerk verpflichtet dazu, in gründlichster unb sorgfältigster Ausarbeitung unb anspruchsvoller Wiedergabe die Chöre zu gestalten. Jede Einseitigkeit ist hierin verderblich, unb es muß zur wertvollen Weiterarbeit Beruhigung geschaffen werben, bie nicht durch Heißsporne gefährdet werden darf, die nach der einen ober anderen Seite übertreiben wollen. Vorbildliche Spende für die Winterhrlfe. Wie uns von der Kreisamtswaltung der Winterhilfe des Kreises Gießen mitgeteilt wird, hat bie Stempelfabrik Josef Kreuter in Gießen für die Zwecke des W i n t e r h i l f s w e r k s den Betrag von 5 00 RM. gestiftet. Die anerkennenswerte Spende möge viele Nachahmer finden! Amt für. AolkswohSfahrt, Ortsgruppe Gießen-Süd. hoch gerühmt werben: eine ber eindrucksvollsten Szenen des Romans, die Gewinnung des Adler- neftes an unzugänglicher Felswand auf schwindelnd hohen Leitern und ber Kampf mit dem Adlerweibchen, ist eine erstaunliche und überaus geschickt bewältigte Präzisionsarbeit, die unendlich viel Mühe, Ausdauer und Energie gefordert haben muß. Der gesamte Handlungsablauf ist auf diese Szene hin gesteigert, um dann in versöhnlichen Akkorden auszuklingen. Auch sonst haben die Bearbeiter des Buches und der Spielleiter sich, unter Vermeidung schwächerer und überflüssiger Partien im ausladenden Gefüge des Romanaufbaues, jener Szenen unb Konflikte bemächtigt, die das Publikum noch heute unmittelbar ansprechen. Hinzukommt, daß.bag verhältnismäßig kleine Ensemble mit sicherem Blick für die Charaktere der Ganghoferschen Hauptgestalten Nämlich, das ist so: die Lini Stöckl, die bisher uls die richtige und eheliche Tochter des „bürgen küchen Fragners" Andreas Johann Nepomuk Stöckl gegolten hatte, in dessen freundlichem Dorstadtgarten sich die Ereignisse (wenn man es schon so nennen vill) vorerst abgespielt haben, ist gar nicht Stöckls leibliche Tochter, sondern, wie der Fragner alsbald r.nter allgemeiner Anteilnahme und Ergriffenheit gestehen muß, ein Findelkind, das ihm eines Tages auf wahrhaft romantische Weise in seinen kleindür- pflegtem und darstellerisch gewandtem Stil. Herr gen. (Siebener Wochenmarktpreise. * Gießen, 22. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 big 10, Eier (inländische Kühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 8, Grünkohl 15 bis 18, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat 50 big 80, Zwie- beln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 40 bis 50, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 65 bis 70, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 big 50, Salat 5 big 10, Endivien 5 big 15, Oberkohlrabi 5 big 8, Lauch 5 big 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. Vornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Ortsgruppe Gießen-Ost, 20.30 Uhr, „Germania", Zelle 4 und 5, Lichtbilder-Vortrag „Das deutsche Volk will den Frieden". — Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF., Berufsgemeinschaft der Techniker, Fachgruppe Baugewerbe, 20 Uhr, Lony- straße Nr. 18, Zusammenkunft mit Vortrag über „Teerprodukte in der Bauindustrie" — Pestalozzi- schule, 20 Uhr, Elternoersammlung der HI. und des BdM. — NS.-Kulturgemeinde, Goethebund, Hitlerjugend, Studentenschaft, 20.30 Uhr, Universi- tätsaula, der Dichter Herbert Böhme lieft aus eigenen Werken. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schloß Hubertus". — Astoria-Lichtspiele, Selters- weg: „Congorilla". — Die Vortragsvereinigung (Goethe- Bund und Kaufmännischer Verein) veranstaltet am kommenden Montag ihren zweiten dieswinterlichen Lichtbildervortrag. Der Direktor des Zoologischen Gartens Berlin, Dr. Lutz Heck, spricht über das interessante und erlebnisreiche Thema „Auf Groß- tierfang-Expedition in Ostafrika". (Siehe heutige Anzeige.) * ** Der Buß- und Bettag, den wir gestern zum ersten Male als Reichs- Buß- und Bettag gerlichen Grünkramhandel beschert wurde. Und nicht Kühne und Frau S ch u b e r t - I ü n gl i n g als k :x. £ ----- das adelsstolze gräfliche Paar, Herr Tank als Seefpitz, Herr Geiger als Stöckl, Herr V o l ck als Kommissar und Herr Dieten als Dominik des Weltempfongs erobert der TELEFUNKEN' »Meistersuper« im Hondumdrehen die Welt. Er ho den 4 fachen Superschutz und die trenn besseren H-Eisenspulen. Das macht ihn so trennsicher, spielsicher, zukunftssicher. Er kostet einschl. Röhren RM 284,- bzw. RM 28?,-* TELEFUNKEN ®ee DtutiCMi weitMAtK Oberhessen ’öroen" Aus. nannt. die Kosten des Verfahrens. Amtsgericht Gießen 1 1 zur Beseitigung dieser schlimmsten Krankheit am Volkskörper an. Besonders stürmischen Beifall erntete Pg. Klo st ermann mit seinen Ausführungen, die sich mit dem Kirchenstreit befaßten. Am Schlüsse seiner Rede sprach der Redner von der Zukunft des Dritten Reiches, das in unserer heutigen Jugend seinen besten Garanten besitze. Durch langanhaltenden stärksten Beifall dankte die Versammlung für die vortrefflichen Ausführungen. Das „Sieg-Heil!" auf den Führer sowie das Saar-, das Horst-Wessel- und das Deutschlandlied waren das Bekenntnis zur Volksgemeinschaft. Kreis Büdingen. y. Nidda, 20. Nov. Landwirtschaftsassessor Dr. Günther verläßt nach mehrjähriger Tätigkeit die ' hiesige Bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle der Landesbauernschaft, um in Schotten die hauptamtliche Geschäftsführung der etwa 30 Dörfer umfassenden Bauernschaft zu übernehmen. Einem hiesigen Einwohner wurden in der Nacht zum Sonntag von einem bis jetzt noch unbekannten Täter fünf fast schlachtreife Gänse in roher Weise die Hälse umgedreht,, wodurch sie in elender Weise zugrunde gegangen waren. Kreis Alsfeld. —Homberg, 20. Nov. Unsere Gäste von der Saar unternahmen im Verlaufe ihres Aufenthaltes in unserem Städtchen auch einen Ausflug nach Marburg, der ihnen alle Schönheiten dieser Stadt offenbarte. Am Abend sahen die Gäste in der hiesigen Stadthalle noch den Film „SA.-Mann Brand". Am Samstagabend fand die Abschiedsfeier statt. Herr Götz- Alsfeld hielt eine kurze Ansprache, die SA.-Kapelle wartete mit schneidiger Musik auf, Mitglieder des Arbeitsdienstes brachten Lieder und Sprechchöre zu Gehör und gaben ferner einen Einblick in das Lagerleben des Arbeitsdienstes. Die Vorführungen unter der Leitung des Kameraden Lessel, eines Saarländers, fanden ungeteilten Beifall und lösten viel Heiterkeit aus. Der Sprecher der Saarländer sprach allen Gastgebern und denen die sich um die Unterhaltung bemühten, herzlichen Dank aus. Im weiteren Verlauf des Abends kennzeichnete Herr Ries von Ober-Ohmen in Prosa und Poesie die Geschichte des deutschen Volkes. Noch lange Zeit blieb man an diesem Abend kameradschaftlich beisammen. Am Sonntagmorgen galt es Abschied zu nehmen. Die SA.-Kapelle gab auf dem Marktplatz das Abschiedskonzert und gemeinsam marschierte man bann zum Bahnhof. Den Gästen von der Saar fiel der Abschied sehr schwer. Die Scheidenden wurden von Bürgermeister Schweicker, sowie von den Her- ren Götz und Steuernagel bis Nieder-Gemün- den begleitet. Auch die SA.-Kapelle fuhr mit. Bei Kundgebung der NSDAP, int Rahmen der Werbung für das Winterhilfswerk sprechen. + Grünberg, 21. Nov. Der dem hiesigen Forstamt Nieder-Ohmen unterstellte Teich in der Gemarkung Lehnheim, im Volksmunde „Mer- lauer Teich" genannt, der eine Größe von drei- zehn Morgen besitzt, wird am Donnerstag, 22. November, gefischt. Während sonst die Fische meist an Großfischhandlungen nach Frankfurt verkauft wurden, war diesmal kein Verkauf der Fische nach dorthin möglich. Nur eine Gießener Fischhandlung und das Arbeitsdienstlager Burg-Gemünden er- halten je etwa 1,5 Zentner: der Rest wird nach dem Fischzug sofort am Teich bzw. später im Schlohhof zu Grünbtzrg unmittelbar an die Ver- Ausstellung (Schw. Rheinl.) mit 1,0 Sehr gut, 2,0, Sehr gut und Ehrenpreis, 0,1 Sehr gut, 2,0 Sehr gut und 1. Preis. (1,0 - Hahn; 0,1 - Henne). Die Viehhändler L. E. aus Kesselbach und W. W. aus Virnheim wurden durch Strafbefehl zu je 40 Mark Geldstrafe verurteilt, da sie außerhalb des Diehmarktgeländes handelten. Auf den Einspruch beider Angeklagten wurde die gegen W. erkannte Strafe beibehalten, während die Strafe gegen E. aus 30 Mark herabgesetzt wurde, da letzterer von W. zum Stehenbleiben gezwungen wurde. Die Angeklagten bestritten zwar, gehandelt zu haben. Ein vernommener Zeuge erklärte jedoch bestimmt, beide beim Handeln angetroffen zu haben. Da die Angeklagten verurteilt sind, haben sie auch die Kosten des Verfahrens zu tragen. in der Gemeinschaftserziehung in der HZ. geboten werden. Der Lehrfilm „Unser Schwan" machte die Zuschauer mit dem Leben unseres stolzen Teichbewohners bekannt. Den breitesten Raum der Vorführungsfolge nahm der Film „Der weiße Rausch ein. Die Zuschauer wurden in den winterlichen Zauber einer Hochgebirgslandschaft geführt und lernten die Reize des Schneeschuhsportes kennen. Eine aufregende Fuchsjagd auf Schneeschuhen, bei der die kleinen Zuschauer feststellen konnten, wie spielend leicht von gewandten Skiläufern alle Bodenschwierigkeiten überwunden werden, brachte viele heitere Szenen mit sich, so daß die Besucher, sichtlich erfreut, voller Spannung bis zum Ende aus- harrten. Dieselben Filme werden am Donnerstag den übrigen Schulen unserer Stadt vorgeführt. Am Freitag finden die gleichen Darbietungen inGrün- b c r g für die Schulen von Grünberg und Um« gebung, am kommenden Montag für den Bezirk Lich in Lich und am Nachmittag für den Bezirk brauchet abgegeben. Zum Vergleich sei die Anbeute des letzten Fischzuges (1930) angegeben: 464 Pfund Karpfen, etwa 2 Zentner Schleien und 40 Hechte. D Weickartshain, 20. Nov. In der hiesigen Kirche fand eine Versammlung statt, in der Pfarrer Diehl (Freiensten) über «die Lage der Kir ch e sprach. — Im gut besetzten Saale der Gastwirtschaft von Hock veranstaltete die NS.-Gaufilmstelle eine zweite Filmvorstellung, bei der drei Filme gezeigt wurden. Die Hauptvorführung brachte den Film „Die letzte Kompanie". Filmwart S ch röder (Grünberg) teilte zum Schluß mit, daß im Dezember der Tonfilm „SA.-Mann Brand" vorgesührt werde, hierauf schloß er den Abend in der üblichen Weise mit einer begeistert aufgenommenen Huldigung für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. An bem Abend nahmen sämtliche Formationen der Briefkasten der Redaktion. Krofdorf R. Der Direktor des Geologischen Änsti- tuts der Landesuniversität, dem wir Ihren Stein zur Begutachtung übermittelten, teilt uns mit, daß er das Erzstück für wertlos hält. Man könne aber, fo bemerkt er, eine Erzlagerstätte nicht auf Grund ein«; derartigen Stückes beurteilen. Eine Analyse tönnt beim Geologischen Institut der Universität nicht an« gefertigt werden. Er empfiehlt, sich deswegen an Dr. L. Möser, Gießen, Johannesstraße, zu wenden. Rundfunkprogramm. Freilag. 23. November. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. _ 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkon- zert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: Nachrichten. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12:Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt« schafsbericht für die Saar. 15: Nachrichten. 15.10: Für die Frau! Das Brautpaar. Ein Querschnitt durch vier Jahrhunderte. 16: Musik am Nachmittag. 18: Jugendfunk. 18.15: Von der Seegurke und anderen Hexenmeistern. Eine naturkundliche Plauderei. 18.25: Japan an die Herren Europäer. Zwiegespräch. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.50: Politischer Kurzbericht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. „Totentanz". Hörwerk von Richard Euringer. 21.13: Klavierkonzert. Werke von Beethoven. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Saarländer sprechen. 22.30: Der Zeitfunk bringt die Sportschau. 23: Unterhaltungskonzert. 23.30: Mitternachtszauber unter Büchern. Ein Hörspiel. 24 bis 2: Nachtmusik. Schließlich stand der O. R., zur Zeit in Untersuchungshaft, vor den Schranken des Gerichts. Gegen den Angeklagten, dem Zuhälterei, Zechbetrug und falsche Namensführung zur Last gelegt war, wurde die Verhandlung vor einiger Zeit zwecks Anstellung weiterer Ermittlungen ausgesetzt. Die Hauptverhandlung am Dienstag ergab, daß der Angeklagte, von München kommend, ohne jegliche Mittel in Bad-Nauheim ein Zimmer mietete und nach dem Genuß von Speisen und Getränken verschwand, ohne feinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dabei bediente sich der Angeklagte eines falschen Namens. Das Gericht erkannte gegen ihn unter Freisprechung wegen Zuhälterei auf eine Gesamtgefängnis st rafe von 6 Monaten. Soweit der Angeklagte verurteilt ist, fallen ihm die Kosten zur Last, im übriaen wird die Staatskasse mit den Kosten des Verfahrens belastet. cxd Eberstadt, 21. Nov. Die Sammlung vom Eintopfgericht am vorigen Sonntag, die von unseren aktiven SA.-Männern durchgeführt wurde, erbrachte 27 Mk. Aus dem Verkauf von Astern, den die SA.-Referve vornahm, wurden 14 Mk. erlöst. Z Rodheim a. d. Horloff, 20. Nov. Im Rahmen einer öffentlichen Versammlung, zu der die hiesige Ortsgruppe mit den Zellen Steinheim und Rabertshausen eingeladen hatten, sprach in der Wirtschaft Reichardt Pg. Kloster m a n n. Ortsgruppenleiter Pg. Rudel (Rodheim) eröffnete die Versammlung. Pg. Klo st ermann gedachte einleitend der Zeit der Machtübernahme durch Adolf Hitler und zeigte, welch ungeheure Aufgaben von der nationalsozialistischen Regierung zu bewältigen waren, wie hier Probleme gelöst werden mußten, die eiserne Nerven, ein großes Maß von Können und viel politische Klugheit von den neuen Männern verlangten. Nicht im Niederreißen, sondern im Aufbau, im Bessermachen mußte sich der Nationalsozialismus als Meister zeigen, wenn er sich die Herzen der noch Mißtrauischen erobern wollte. Und dies fei ihm auch zum größten Teile gelungen. Diejenigen, die wieder anfingen, zu kritisieren, feien daran erinnert, daß das Werk des Aufbaues noch nicht vollendet fei. Die weiteren Ausführungen richteten sich an die Bauern. Erwähnung fanden die Hilfsmaßnahmen, die zur Rettung des Bauernstandes getroffen wurden. Pflicht des Bauern fei es, treu an der Seite des Führers zu stehen. Auch das Arbeitslofenproblem streifte der Redner und deutete Maßnahmen der Regierung NSDAP, geschloffen teil. o r > Lich, 20. Nov. DerKriegervereinLich hielt fein diesjähriges Probe- und Preis- fchießen am vergangenen Sonntag auf dem Schießftand der Schützengefellfchaft Lich ab. Die Beteiligung war recht gut, es wurden durchweg recht beachtliche Schießerfolge erzielt. Von fünf Teilnehmern wurden je 33 Ringe mit drei Schuß erreicht. Den 1. Preis errang Kamerad Wilh. Berk (Lich). Es gelangten 13 wertvolle Preise zur Verteilung, der letzte Preis wurde mit 29 Ringen errungen. Die Preisverteilung fand Sonntagabend im Hotel „Zum statt. An diese schloß sich die H a u p t versa m m l u n g des Vereins an. In dieser wurden vom Vereinsvorsitzenden, Stadtrechner Häu - s e r (Lich), die Aenderungen im Kriegervereins- wesen und die Eingliederung der Kriegervereine in den Kyffhäuserbund bekanntgegeben. Er führte insbesondere aus, daß diejenigen Vereinsmitglieder, die nicht bereits einer SA.-Formation angehören, in der SA.-Reserve II zusammengefaßt werden sollen. Vaterländische Pflicht jedes ehemaligen Soldaten sei es, auch hierbei dem Führer des Kyffhäuferbun- des Gehorsam zu leisten und alsbald den Beitritt zur SA.-Referve II schriftlich zu vollziehen. Dieser Beitritt sei weder mit besonderen Kosten, noch mit erheblichem Zeitaufwand verbunden. Nach einigen weiteren Ausführungen schloß der Vereinsvorsitzende die Versammlung mit dem Gruß an den Führer. Lich, 21. Nov. Bei der Sammlung vom Eintopfgericht am vergangenen Sonntag in unserer Stadt konnte dem Winterhilfswerk der Betrag von 265,40 Mark zugeführt werden, um 11,10 Mark dem Vormonat gegenüber mehr. einem letzten kameradschaftlichen Beisammensein in der Gastwirtschaft Södler sprach Bürgermeister Schweicker herzliche Worte des Abschieds. # Ober-Ohmen, 20. Nov. Ein vor einigen Tagen hier im Dorfe gesichteter Fuchs, der sich damals feinen Verfolgern entziehen tonnte, ist jetzt von einem Bauern in einer Scheune erlegt worden, wohin sich das Tier verkrochen hatte. Es handelt sich um ein von der Räude befallenes Exemplar, das man landläufig als sogenannten „schiewigen" (schuppigen) Fuchs bezeichnet. £ Groß-Felda, 20. Nov. Ein schönes Bei- spiel von 0 e m e i n f t n n legte eine Reihe von Bürgern und Burschen unserer Gemeinde ab. Der Platz vor unserer Kirche, der in früheren Jahrhunderten auch als Kirchhof diente, war von einer Trockenmauer umgeben, d. h. die Mauersteine waren ohne Mörtel aufgesetzt. Die Mauer war aber völlig in sich zusammengefallen. Aus Veranlassung des Ortspfarrers wurde nun die Mauer von Grund auf neu aufgesetzt. Freiwillig waren täglich junge Burschen und Männer unter Aufsicht von invaliden Maurern tätig, und in we« nigen Tagen war die Mauer neu aufgelesen, fo daß die Umgebung der Kirche schon wesentlich freundlicher aussieht. Wieder einmal ein Beispiel, daß Verschönerungen des Ortsbildes nicht immer an der Kostenfrage scheitern müssen. Praktischer Nationalsozialismus! Es ist beabsichtigt, den Platz gärtnerisch auszugestalten. — Am Montag wurde im Bezirk des Forstamtes ©bringen mit den H o l z- fällerarbeiten begonnen. Allenthalben wurden in den letzten Tagen Aexte geschliffen, Stiele geschnitzt, Sägen geschärft. Kommt es doch sehr auf die Güte der Werkzeuge an, da die Entlohnung nach Akkordsätzen erfolgt. Unsere Maurer besam sonders, die im Winter feiern müßten, finden so einen Verdienst. Es wird davon gesprochen, daß über 7000 Festmeter geschlagen werden sollen, so daß die Holzfäller bis in März hinein wohl Arbeit finden. Da Deutschland nicht mehr mit ausländischen Hölzern überschwemmt wird, können deutsche Arbeiter im deutschen Wald lohnenden Verdienst finden. Preussen. Kreis Wehlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 21. Nov. Am Samstag und Sonntag hielt der hiesige Geflügel- und Kaninchenzuchtverein im Saale der Gastwirtschaft Cd. Moos eine lokale Werde- schau ab, die mit 63 Nummern (53 mit Hühnern und 10 mit Tauben) und einer Werbeabteilung der Kaninchengruppe recht sehenswert war und die von zahlreichen einheimischen und auswärtigen Freunden iber Geflügelzucht besucht wurde. Die Auswahl aus -dem Zuchtmaterial der einzelnen Rassen läßt auf einen hohen Stand der Geflügelhaltung in den Reihen der Vereinsmitglieder schließen, -deren Bestreben es ist, neben einer gewissen Liebhaberei an ihrem Teil an der Hebung der deutschen Volkswirtschaft mitzuhelfen. Eine wertvolle Bereicherung fand die Ausstellung in einer Kollektion Musterfellen, die Zeugnis ab legte über die mannigfaltige Verwendbarkeit der Kaninchenfelle von den verschiedenen Zuchtarten. Ein Preisschießen im Saale fand starken Zuspruch, >da wertvolle Tiere herausgeschossen wurden. Mit der Schau war eine Prämiierung verbunden, die folgende Ehrenpreise einbrachte: 1. Willi Pfaff (Schwarze Rheinländer Henneh 2. Karl Stork (Blaugold-Wyandotte-Henne), 3. K. Würtz (Zwerg-Plymouth-Henne), 4. Karl Weber (Helle Sussex-Henne), 5. K. Schmidt (Weißer Leghornhahn), 6. Wilh. Suchan (Gelber Italiener-Hahn), 7. Karl Bittendors (Schönheitsbrieftaube), 8. Lucas Bender (Schönh.-Brieftaube). Erringer der Fachschaftsplakette, die als Zuchtpreis vergeben wurde, war Willi Pfaff auf die vier besten Tiere der wg. Großen-Buseck, 21. Nov. Die Sammlung der Spenden vom Eintopfgericht vom vorigen Sonntag erbrachte im Bereich der hiesigen Ortsgruppe den Betrag von 121,62 Mark. — Gestern wurde das Schleifen des Stammholzes aus dem hiesigen Gemeindewald in verschiedenen Losen an den Wenigstnehmenden vergeben. Es wurden für den Festmeter 49 bis 80 Pf. bewilligt. — Auf dem hiesigen Hofgut von Efau wurde in den letzten Wochen eine Siloanlage _ - c .. .. । gebaut, in der etwa 320 Zentner Kartoffeln unter- Hungen dortselbst statt. gebracht wurden. ------- - 8 Beuern, 20. Nov. Am letzten Montag wurde törßfte ber weit über unser Dorf hinaus bekannte Stein- X-yII UjIUllilllvl | e$mei|ter Wilhelm Arnold unter großer Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit, wegen Ge- Beteiligung aus nah und fern zu Grabe getragen, fährdung der Sittlichkeit, beschäftigte sich die Kam- Pfarrer Schmidt würdigte die Verdienste des wer am Dienstag mit dem Franz Schuster aus Verstorbenen. Der Kirchenchor, dem der Verstorbene Assenheim, der wegen versuchter Blutschande und viele Jahre als Ehrenmitglied angehörte, sang letzte Vornahme unzüchtiger Handlungen an seiner zur Grüße, der Posaunenchor von Bersrod spielte Zeit der Tat 12jährigen Tochter angeklagt war. Trauerweisen. Mit Wilhelm Arnold verliert un- Das Gericht erkannte auf eine Gesamtzucht- fere Dorfgemeinschaft einen Mann, der wie kein Haus st rafe von 3 Jahren. Der Angeklagte anderer die Geschichte unseres Ortes kannte. Gern trägt außerdem die Kosten des Verfahrens. erzählte er aus alten Ueberlieferungen. Auch den Wegen Verbrechens im Sinne des § 176 Ziff. 3 Lesern des „Gießener Anzeigers" ist er durch seine RStGB. verurteilte das Gericht den in Mainz Schilderungen m „Heimat im Bild bekannt, die wohnhaften A. Sch. unter Annahme mildernder er mit Betragen volkskundlicher Art beliefert. Umstände zu 6 M o n a t e n G e f ä n g n i s und in Eifrig war der Verblichene allezeit bemüht, alte S - » - “■ - - - 'ton und Gebrauche zu erhalten. Namentlich auf kirchlichem Gebiet — er war viele Jahre lang Mitglied des Kirchenvorstandes — hielt er fest an dem, was unsere Vorfahren an Sitte und Brauch geschaffen hatten. Auch auf musikalischem Gebiet war er wirksam. Er spielte sein geliebtes Cello, und jahrzehntelang war er bemüht, in dem Posaunenchor nur gute Musik darzubieten. Seine Leistungen im Steinmetzberuf gingen weit über das hinaus, was gewöhnliche Steinhauerarbeit war. Er war Künstler auf diesem Gebiet und forschte fleißig nach Werken der Vergangenheit, wozu ihm die alten Grabdenk- imäler auf unserem Friedhof, die er in der „Heimat im Bild" des Gießener Anzeigers beschrieben hat, gute Gelegenheit gaben. Sein Werk lebt weiter in feinen Kindern. Einer seiner Söhne ist der bekannte Kunst-Bildhauer Wilhelm Heidwolf Arnold, der Schöpfer des 116er-Denkmals in Gießen. Reiskirchen, 22. Nov. Am heutigen Donnerstagabend wird Pg. Klo st ermann hier im Säule von Guntrum in einer öffentlichen feierten, gab unserer Stadt im Gegensatz zu früheren Jahren ein durchaus sonntägliches, feierliches Aussehen. Während früher die Straßen von geschäftigem Treiben erfüllt waren und in den Veranü- „ gungsftätten großer Betrieb herrschte, fanden gestern Führers DöHT Ott GrUNverg. vormittags und nachmittags Gottesdienste statt, im . . ~ m m ; n h e r a t übrigen stand auch sonst das Stadtbild völlig im s- Grun b e r g' Mosthluk Adolf Zeichen des hohen kirchlichen Feiertags. Die Gottes- hatte seinerzeit durch b^ r Stadt bienste waren überfüllt. In den Nachmittagsstunden H t l e r zum Ehr e n b g war bei dem schönen Spätherbstwetter besonders ber ®,r u nb er g €.rn?niJ*; J?1?! ™nnpmber 1934 datier- Fn-dhos stark besucht, ferner waren Feld und Wald Bürgermeisterei ein ^Nommb-r 1944 Mt.cr Sän8errnä*n Um0L'bU"8 1W# nerseh'ekes'Dan°kschresben ein,'das folgend?Wort- **DenStraßenbahnbetriebnachdem laut hat: m r ü n h o r o i n e f { e n eU ra7k° r°t7u^K d u r ch Ich Ze EhrenbüZgkrschast an' und bitte, F r e u b e". Sie Arbeitsfront, NSG. Jtraft dem ~ ^°bensten Dan- i°w.e h.irrh ftreuhe" Kreis Giessen und die Bezirksspar- meine besten Glückwünsche für das -vtuyen uno y>e Mk S^en neröffentü® en in unserem heutigen An- deihen von Grünberg au-spre^n ju dürfen, zeigenteil eine Bekanntmachung über die Ausgabe Mit deutschem Grutz. von Reise-Sparkarten zur Teilnahme an den Reisen Adolf Hitler. der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Inter- S^ikarineNMarkt M BuKback. essenten seien besonders auf die Anzeige hmgewie,en. NaiyariNenmaTl, Ul «CJMy vwm/. ** Straßensperre. Wegen Ausführung von Butzbach, 21. November. Der diesjährige Gleisarbeiten wird die Provinzialstraße Grünberg— Katharinenmarkt, der gestern und oor- Lumda am Bahnübergang bei Lumda vom gestern hier stattfand, erfreute sich eines sehr starken 26. November ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Besuches aus der näheren und weiteren Umgebung. Umleitung erfolgt über Beltershain—Stangenrod Der Vergnügungspark war diesmal nicht auf dem und umgekehrt. Diehmarktplatz, sondern auf dem Marktplatz m Der ** Aufgehobene Straßensperre. Die Stadt untergebracht. Die Derkaufsstande der Hand- Straßensperre auf der Provinzialstraßenstrecke j^r schlossen sich in die Weiseler, Wetzlarer und Homberg — Büßfeld ist wieder aufgehoben. ©riebeler Straße an. UeberaU herrschte lebhaftes ** Erweiterte Geltungsdauer der Markttreiben und abends in den Tanzlokalen zum Sonntagsrückfahrkarten zum Winter- ^eil Ueberfüllung. . spart. Für die Zeit vom 1. Dezember 1934 bis Der gestrige Schweinemarkt war mit 379 31. März 1935 wird die Geltungsdauer der fest F^keln beschickt. Es wurden gezahlt: für Ferkel aufliegenden Sonntagsrückfahrkarten verlängert, die bis 6 Wochen 10 bis 12,50 Mk., von 6 bis 8 Wochen zu Wintersportzwecken nach dem Vogelsberg 12,50 bis 17,50 Mk. Der Handel war glatt, der und der Rhön ausgegeben werden. Diese Karten Markt wurde geräumt. gelten: zur Hinfahrt - jeweils von Samstag Landkreis Gießen. je mens von Samstag 12 Uhr'b^Monlag 14 Uhr O0 Klein-Linden, 20. Nov. In Den letzten (spätester Antritt der Rückfahrt). Die Fahrkarten- Tagen wurden m der Frankfurter und der ausqabe Gießen gibt während dieser Zeit Fahr- Wetzlarer Sira he nahe der durch die vielen karten mit verlängerter Geltungsdauer nach Ge - Unfälle bekannten Straßengabelung, von der bern ober Schotten unb nach Schotten aus. Straßenverwaltung größere, weithin fidjtbare. Der Fahrpreis für Hin- unb Rückfahrt beträgt nachts leuchtenbe Schilber nut ber Aufschrift nadi Gebern ober Schotten 2. Kl. 5,10 Mark, 3. Kl. „Todesfälle" angebracht. Man glaubt, damit 3 50 Mark; nach Schotten 2. Kl. 3,90 Mark, 3. Kl. den großen Gefahren vorzubeugen, die an dieser 2 70 Mark Stelle den Fahrzeugen aller Art drohen. Ob mit '** Filmvorführungen für die Schu- dieser Maßnahme für die Zukunft wirklich den Unten Am Dienstagvor- unb nachmittag würben fällen gesteuert wirb, muß dahingestellt bleiben, durch bie Kreisfilmstelle im Lichtspielhaus ben Schu- zumal die an ber Straße aufgestellten Totenkopfe lern ber hiesigen höheren Lehranstalten, ber Volks- auch nicht bie Unfälle versilberten. Die einzige schulen unserer Stabt unb ber Orte Wieseck, Klein- sichere Maßnahme wäre bie Regelung des Verkehrs Linden unb Heuchelheim einige lehrreiche Filme burch einen B e r f ejjr s p 0 ft en unb bte Er - gezeigt. Der Film ,Mlerjugenb in ben Bergen mäßigung der ? e s ch w i n b i g k e i t e n sur brachte rounberbare Lanbschaftsaufnahmen und bie Kraftfahrzeuge bei ber Durchfahrt burch unser führte ben Besuchern das Leben und Treiben der Dorf. Auch die Anbringung einer Ve rkehrs - auf froher Wanderfahrt vor Augen. Man sah a m p e l mit verschieden farbigem Licht über einer die Jugend auf anstrengendem Gepäckmarsch die noch zu errichtenden Verkehrsinsel wäre m Erwa- Derge und Felsen erklettern, konnte sie beim Zelt- gung zu ziehen. bau und bei ber Zubereitung bes Mittagessens y G r 0 ß e n - L i n d e n, 20. Nov. In diesen beobachten unb burfte sich an bem frohen Spiel Lagen begann Pg. Dr. Speck (Großen-Linben) einer gefunb heranwachsenben Jugenb erfreuen. Die in ber Gastwirtschaft Hasfelbach mit der ersten sportliche Ertüchtigung im Turnen und Baden ließ Uebungsstunde eines S a n i t ä t e r k u r s e s für einen Einblick in die straffe körperliche Ertüchtigung bie Mitglieder der N S. - F r a u e n s ch a f t der der Jugend gewinnen, daneben gaben die Bilder Ortsgruppen Großen-Linben und Leihgestern. In aus dem fröhlichen Lagerleben mit feinem Sager* Meinen einleitenden Worten gab der Leiter der Hoffzirkus von den Freuden Kunde, die unserer Jugend nung QUj engste Mitarbeit und regstes Interesse . . - ' r , Xa*- Aot'r,tdM _^sorutf. — Am Montag wurden^ auf dem Bahnhof Großen - Linden zwei Eisenbahnwaaen mit Kartoffeln für das Winterhilfswerk nach Frankfurt verladen. Die Kartoffeln waren tn Großen-Linden und Leihgestern gefamelt worden. * Watzenborn-Steinberg, 22. Nov. Karl Schäfer III. von hier wurde zum Bürgermeister der Gemeinde Watzenborn-Steinberg er- Kuß-att-Opferspiel Gießen-Stadt gegen Land4:S. II Links oben: Die beiden Mannschaften. Im weißen Trikot die Vertretung des Landes, im dunklen Trifot die Mannschaft der Stadt. — Rechts oben: Kreis- führer Henkel (Zweiter von rechts) hält vor dem Spiel eine kurze Ansprache. — Unten links: Glückliche Abwehr! — Unten Mitte: Birkenbiels schöner Kopfball, der zum zweiten Tore führte. — Unten rechts: Ecke! Schlarb greift ein! Im Vordergründe links der Schiedsrichter, der die Szene mit größter Aufmerksamkeit beobachtet. Ruf und Aufforderung zum Besuch der Fußballopferspiele Gießen-Stadt gegen Gießen-Land verhallten nicht ungehört. Es fanden zwei Spiele statt. Zunächst sah man die Begegnung der beiden kombinierten Jugendmannschaften, die einen unentschiedenen Ausgang nahm. 2:2 lautete das Ergebnis. Schon zu diesem Kampfe waren viele Zuschauer erschienen, die dem Treffen der Jugendlichen mit großer Aufmerksamkeit folgten Im Anschluß daran betraten die aktiven Mannschaften den Platz. In der Pause zwischen den beiden Spielen machten die Jugendlichen im Sportdreß mit den Sammelbüchsen der Winterhilfe die Runde. * Das Spiel der beiden aktiven Kombinationen war sehr aufschlußreich und gleichzeitig in seinem ganzen Verlauf sehr interessant Es wurde, das sei zuvor gesagt, sehr fair gekämpft. Man merkte gleich: kein Spiel um Punkte! Sv hatte der Schiedsrichter Hohmann, der untadelig leitete, fein allzuschweres Amt. Die Mannschaften stellten sich in folgender Aufstellung dem Schiedsrichter: Land: Haas (Wieseck): Alfen (Großen-Buseck), Fett (Watzenborn-Steinberg); W Bingel (Bissenberg), Keul (Aßlar), Funk (Leihgestern); Oswald (Wieseck), Reul (Nauborn) K. Bingel (Bissenberg), Göbler (Krofdorf), W. Kreiling (Wieseck). Stadt: Schlarb (1900); Knaus, Lehrmund (MB.); Mank Heilmann, Hainbach (1900); Sauer (VfB.), Wilhelmi (1900), Birkenbiel (VfB.), Hammer (1900), Ritter (VfB ). Es standen sich in diesem Spiel zwei grundverschiedene Mannschaften gegenüber. Die Landmann- schaft kämpfte mit einem urwüchsigen Eifer, völlig ungekünstelt, mit einer natürlichen Frische, wenn auch nicht mit ausgefeilter Technik Jeder Spieler setzte sich voll ein. In diesem Sinne gebührt der Mannschaft ein Gesamtlob. — Die Stadtmannschaft spielte nicht so produktiv, war technisch den Gästen aber überlegen, gab meist den Ton an, ohne das Spiel jedoch zu diktieren Die Stadtelf war in der Verteidigung nicht sehr glücklich besetzt. Lipperts Fehlen machte sich sehr bemerkbar. Im Sturm konnte man sich nicht durchsetzen. Es fehlte der Draufgänger, den die Landmannschaft in ihrem Mittelstürmer hatte. Der Sieg ist der Landmannschaft nicht streitig zu machen, wenn auch berücksichtigt werden muß, daß die Stadtelf in der letzten Viertelstunde mit unerklärtem Pech kämpfte. Das Eckenverhältnis lautet für die Stadtmannschaft günstiger. Der (Spielverlauf. Die erste Halbzeit. Der Kampf begann ziemlich ausgeglichen und vollzog sich zunächst in Feldmitte. Das Land wurde dann aber agressiver. Es gab schon in der 6. Minute kritische Situationen vor dem Tor der Stadt. Schlarb hatte zur Ecke abzuwehren, mußte dann gleich noch einmal eingreifen und — sich durch einen sehr überraschenden Ball, aus dem Gewühl heraus (Kreiling), schlagen lassen. Das Spiel hatte tastend begonnen. Nun wurde es heftiger, rascher. In der 12. Minute fiel der Ausgleich. Wilhelmi hatte mit einem tadellosen Kopfball verwandelt. 1:1! Bald darauf brachte Birkenbiel einen schonen Schuß an. Haas hielt aber bravourös. Dann konnte die Landmannschaft abermals in Führung gehen. Schlarb hatte einen Ball abgewehrt, aber ein zweiter Schuß, diesmal von Oswald (Wieseck), fand den Weg ins Netz. Die Gäste legten dann einen weiteren raschen Angriff vor, im Eifer wurde aber hoch über das Tor geschossen. In der 26. Minute fiel dann wiederum der Ausgleich. Birkenbiel nahm eine schöne Flanke mit dem Kopf auf und dirigierte den Ball geschickt in die Richtung auf das Tor. Der Torhüter war herausgelaufen, konnte den Ball aber nicht erreichen, der Ball sprang einmal und rollte unbehindert in das Tor. Es gab enttäuschte Gesichter bei den Gästen. Aber sie ließen den Mut nicht sinken. Auf der rechten Seite wurde ein rascher Angriff vorgetragen, es folgte ein Flankenwechsel und wiederum war es Kreiling, der, ziemlich freistehend, entschlossen einschießen konnte. Abermals führte das Land! Ein Strafstoß für die Gäste ging knapp neben das Tor. Das war in der 27. Minute. Der Kampf ging lebendig weiter. Die Stadtmannschaft wurde auffälliger überlegen. Zu Toren kam es nicht mehr. Mit 2:3 wurden die Seiten gewechselt. Rach der Pause. Bald nach dem Wiederbeginn kam es zum dritten Male zum Ausgleich. Ritter gab eine schöne Flanke zu Birkenbiel, der wiederum mit einem tadellosen Kopfball verwandeln konnte. Aber die Gießener mußten die Landmannschaft dann zum vierten Male ziehen lassen. K. Bingel, der Mittelstürmer, konnte auf 3:4 erhöhen und so die Tordifferenz wieder Herstellen. In der Folge spielte aber die Stadtmannschaft druckend überlegen. Die Gäste legten sich mehr auf die Verteidigung, brachen aber auch verschiedentlich geschickt durch und schufen immer wieder gefährliche Situationen vor dem Tor der Hiesigen. Im Anschluß an einen Eckball vermochten die Gäste sogar auf 3:5 zu erhöhen. ! Wieder war es Bingel. Dieses Torverhältnis wurde lauae Zeit nicht geändert. Die Städter berannten in Der Folge mit großer Heftigkeit bas Tor der Ländrnannschaft. Aber die Gäste standen wie eine Mauer. Die Verteidigung arbeitete sehr geschickt, der Tormann hatte außerdem verschiedentlich viel Glück. Ecken für die Stadtkombination brachten nichts ein. Endlich, einige Sekunden vor dem Schlußpfiff, fiel noch ein Tor für die Stadt, das nahezu eine Viertelstunde lang in der Luft lag. Die Stadtmannschaft mußte Die knappe Niederlage hinnehmen. Das abwechslungsreiche Spiel nahm einen schonen Verlauf. Bleibt nur zu wünschen übrig, daß für den guten Zweck eine recht stattliche Summe abgeführt werden konnte. HandbaN-Eraebniffe aus dem (Sau XII (Kreis Lahn-DM). Kreisklaffe I: Tv. Lich — DfB.-R. Gießen 4:9 (2:4); Tv. Albach — Tv. Holzheim 7:3 (3:2); Tv. Hörnsheim — Tv. Dornholzhausen 10:4 (7:2). Kreisklasse II: Mtv. Gießen II — Tv. Grü- ningen I 10:4 Tv. Dutenhofen — Tv. Cleeberg 7:3 (6:1); Tv. Erda l — Nauborn! 2:5 (0:4); Tv. Dorlar I — Tv. Launsbach I 7:5 (3:2); Tv. Wetzlar II gegen Tv. Garbenheim 5:1 (2:1). Kreisklasse III: Tv. Lützellinden II — Turnv. Holzheim II 6:1 (2:1). (Berichte folgen!) Futzboll-Ergebnisse Oer Kre>sk i?r P Wolle, Handarbeiten Strümpfe, Strickwaren im Spezia lgeschäft Inh.Gustav Bergan jetzt Seltersweg Ur. 52 ________ un* Optiker JKagnus das Fachgeschäft für Optik und Photo Seltersweg 33, Ruf 3608 Sm Dienste des Einzelhandels als zuverlässiges Nachschlagewerk / steht das Lldvetzbuch der Stadt und des Kreises Gletzen Q r A r E die unübertroffene ITAIT deutsche Qualitäts- BBMBsa Nähmaschine versenkbar.... von RM. 160.- an H. KRAFT Fernsprecher 3369 :: Seltersweg 30 ---------------------------- __8.no Die Nähmasdiine für jedes Heim Mankos Original Victoria Seit 1863 allen voran! SEIM / Sonnenstrafse 31 ______________________LWJ Das Wahrzeichen deutscherWertarbeit 6milfilnfl,lienemofoi8 Prima nofenfom, Biumenfotil uno smroarjtauneln PELZE Mäntel, Jacken, Füchse, Felle, Maßanfertignng, Modernisierung Georg Schultheis Marktstraße 3 Femruf 3091 Gegründet 1832 Das Haus der guten Ausschank-Weine Ludwigsplatz 13, Telephon 2473 -----------------------iML Werbehilfe J. H. FUHR Sonnenstraße 25 Das älteste Handarbeitsgeschäft ihr Fischlieferant sei das Fachgeschäft Fisshhaus Cuxhaven C. L. LEIB ^irchstraße 7!r. 2 Ai4i r> D Kreueplalx BRÜDER SCHMIDT 607” D Das Fachgeschäft für Haus u. Küche Arbeitsgemeinschaft der Gießener Buchhändler Buchhandlung der Pilgermission Ferber'sche Univ.-Buchhandlung Goethe-Buchhandlung Univ.-Buchhandlung K. Holderer Pfeiffer'sche Univ.-Buchhandlung Ricker'sche Univ.-Buchhandlung Feinkosthaus u. Weinstuben Carl Schwaab das Fach-Geschäft seit 1878 Seltersweg 19 Fernruf 2227 Kunsthandlung Aelt. Fachgeschäft slir Einrahmungen Jakob Schupp Fahrräder, Motorfahrzeuge, Nähmaschinen, Reparaturwerkstätte Bahnhofstraße 29 u. Steinstraße 88 Fernruf 8281 Herren-Hemden, Binder, Socken Hüte, BItttzen Handschuhe Schirme, Stöcke /TGsnaxy Marktstrahe Nr. 23 / Telephon Nr. 2417 _________________________________6097 D Mdols Weber Mäusburg 19 / 5emruf 2636 / Eigener Gartenbaubetrieb: Arn Aahrungsberg 65 Edgar Borrmann Neustadt 6, Fernruf 4165 Haus- und Küchengeräte Herde und Oefen Ofenschirme,Kohlenfüller usw. 6IQQ D Bücher kaufen ist eine Angelegenheit des Vertrauens. Bücher kauft man daher nicht beim umherziehenden Verkäufer, sondern nur beim berufsausgebildeten Berater: beim Buchhändler Kohlen, Koks. Briketts Brennholz 6i42d Wohnung: Plockstrafje 8 / Fernruf 3900 Kontor und Lager: Wal!torstrafie53 Feine Thüringer Wurstwaren geräucherten Lachs, Spick-Aale bei besten Qualitäten preiswert Feinkosthaus Heb. Driesch Seltersweg 70 — Ruf 2481 _________________________________6096 D Audi Ihnen stehe Ich Immer tu Diensten I Zur Herstellung von Drude arbeiten aller Art für Handel u. Industrie,Vereine u.Behörden, für Haus u. Familie. Verlangen Sie unverbindliches Angebot mit Muster Wilhelm Herr# fließen Walltorstrabe 77 / Fernruf 3500 Buch- und Steindruckerei ______________________________________60 4 D Kränze und Blumen zum Toten-Sonntag _________________________________6083 D Unter gleicher Leitung ; Hotel Zur Bergschenke am Bergwerkswald ___________________________________6085 D Wilh.Kilbinger Nacht (Inh.Wilh.Bratherig), Seltersweg 69 _________________________________6125 D Moritz Semmler Glas, Porzellan, Kristall Geschenkartikel Walltors trabe 15 6143 D GIESSEN Fernsprecher 3671 • Seltersweg 77 BUCHER sind Nahrung für den Geist Kunstgewerbehaus selt1866 Jul.Bach Plockatr. Löwen-Drogerie g.egr-1897 , „ \WebraZ und Photohaus \e/ n 1 | Echt Silber, 800 nPQlPPaP Versilbert 100 g UÖOlUUnü Verchromt iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Rostfreier Stahl Größte Auswahl. Neueste Muster A. Reinig Inhaber W. Georg Fernspr. 3369 GIESSEN Seltersweg 30 _________________________________ 6092 D 6098 D Immer letzte Neuheiten MAGNUS BECKER in Qualitäts-Geschenken Edgar Borrmann Neustadt 5, Fernruf Nr. 4165 Bau und Möbelbeschläge Werkzeuge aller Art Schlittschune - Schlitten Rollschuhe ..,00d Carl August Faber Inhaber: Carl Faber Marktstr. 1, gegr. 1818 Haus- und Küchen »Geräte Beleuchtungsartikel ______________________________6 MO D Lang & Wiederstein Mäusburg 14 Tafel- und Kaffee-Service Geschenkartikel 6099 D Löwer& Bechstein Neustadt 2 und 4 Fernsprecher3484 Porzellan, Glas, Keramik Haus- und Küchengeräte Geschenkartikel _________________ 6088 D Eduard Klinkei Holz- u. Kohlenhandlung Bahnhofstr. 8, Telephon 2620 liefert Koks u. Kohlen in la Qualität zu den billigsten Tagespreisen __________________________________60°3D / Einzelhandels z^X / 'egriff chrbar 0 0 0 10 , 0 0 Sicherung der Düngemittel und Saatgutversorgung. 1.2 7,5 7,1 7,25 12,5 47,5 1,1 7,5 7,05 12,5 33, c) 24 bis 28; Kühe a) 30 bis 36, 29, c) 17 bis 24, d) 10 bis 16; Färsen 31 bis 36, c) 29 bis 30. Kälber b) 38 27,5 177 101,5 58,9 136 45,25 63,25 118,75 44,9 60,25 86,25 30,65 212,5 133 Datum .......0 .......0 0 10 0 0 ........ ....... ....... 5 .....iy2 27,25 1,2 7,5 7,10 7,2 12,13 75,75 44,5 213 86,25 37,9 12 107 149 Zu diesen Preisen sind Zuschläge zugelassen, und zwar ein Zuschlag von höchstens 3 RM. als Frachtausgleich, ein weiterer von höchstens 5 RM. bei Lieferungen von Molkereien an Einzelhändler mit höchstens fünf Verkaufsstellen und schließlich ein weiterer von höchstens 5 RM. bei Lieferung von ausgepfundeter Butter. Für den Verkauf noch nicht molkereimäßig hergestellter Butter gilt bei Abgabe an Wioderver- käufer ein Höchstpreis von 1,15 RM., und bei unmittelbarer Abgabe an den Verbraucher ein solcher von 1,35 RM. je Pfund. Der Verbraucher wird für molkereimäßig hergestellle Buller höchstens folgende Preise zu zahlen haben: 26,65 140 99 116,5 71,9 106 99,4 92,9 137,5 118,75 26,4 139,75 97 116,5 71,5 105,5 99 92 137,5 119,5 Buenos Sitte. Brüssel_____ Mo de Jan. Sofia...... Kopenhagen. Danzig London ..... HelsingforS.. Paris ...... Holland ... Italien..... Japan ...... Jugoslawien OSlo.....: Wien Lissabon... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neu hort ... 137 207,5 89,75 37,25 81 .. 6 6 . 0 >. 0 Mansfelder Bergbau .. Koksiverke ........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rhetnstahl........... Bereinigte Stahlwerke. Otavt Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth t®. Farben-Jndustrie cheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke . Metallgesellschaft...... U infr K w Uü't me jlTollü Mrioaltli hffi mür MhM L p-iw Kurfn Igkren filij e i n Jtjiartte« Bb in Betätig Üb ich Wnerat über Sol; M lag WM IMüchs! it>es de Wille I '"jrai. i'Bebeul aöeutV zaehell S'Mch matui li und bis 44, c) 31 bis 37, d) 22 bis 30. Schafe nicht notiert. Schweine a) 53, b) 52 bis 53, c) 49 bis 53, d) 47 bis 51. Marktverlauf: Großvieh langsam, Ueberstand. Kälber schleppend, langsam ausverkauft. Schweine mäßig belebt, in geringen Schweinen Ueberstand. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Rov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 43 Rinder (33 O asten, 5 Bullen, 1 Kuh, 4 Färsen), 575 Kälber, 152 Schafe, 214 Schweine. Es kosteten: Kälber 28 bis 56 Mark, Hämmel 28 bis 36, Schafe 17 bis 33, Schweine 46 bis 53 Mark. — Marktverlauf bei allen Gattungen mittelmäßig. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 20. Rov. Gemüse: Das Angebot war allgemein sehr gut, die Nachfrage blieb indessen unbefriedigend. Etwas gebesserte Nachfrage hatten Rosenkohl und Feldsalat, während Wirsing kaum verkäuflich war. Es verblieb Ueberstand in Wirsing, Eskarol und Spinat. U. a. notierten: Blumenkohl 15 bis 25, Eskarol 4 bis 8, Feld- und zwar für deutsche und gleichwerttge Ausland« butter. Soweit Verbraucherpreise bisher niedrig g e r lagen, dürfen sie nach dieser Anordnung nicht erhöht werden. Die Verletzung der Preisanordnungen ist unter hohe Strafe gestellt (Gefängnis oder Geldstrafe bi- zu 100 OOO RM.). ' Anderweit erfolgte Preisfestsetzungen für Butter verlieren durch diese Anordnung ihre Wirksamkeit. Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. DNB. Der Reichskommissar für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft hat mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichskommissars für Preisüberwacyung eine Anordnung über Festsetzung von Butterpreisen erlassen, die im Reichsanzeiger vom 20. November veröffentlicht ist. Demnach gellen vom 2 1. November ab bei 1,60 RM. je Pfund 1'57 „ „ „ 1-52 „ „ „ 142 „ „ „ 1'54 ,, rr » der Abgabe von 50 6 ilo Butter seitens ter 211 o l - kerei an Wiederverkäufer preise.- Belgische Noten..... Dänische Noten ................. Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten...... ........ Schwedische Noten Schweizer Noten................. Spanische Noten Ungarische Note» 4% Oesterreichische Gvlbrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Gvldrente ...... 4% Ungarische Staabs um te v. 1010 4'-% desgl. von 1013 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbohn-Anleihe Serie I ............. DNB. Im Rahmen der vom Reichsnährstand aufgenommenen „Erzeugungsschlacht" ist eine ausreichende Düngemittel- und (Saatgut- Versorgung der Landwirtschaft eine unentbehrliche Voraussetzung. Die Reichsregierung hat deshalb ein Gesetz erlassen, das für die Forderungen aus der Lieferung von Düngemitteln für die Ernte 1935 ein gesetzliches Pfandrecht an den Früch- ten der Ernte 1935 in gleicher Weise gibt, wie dies für die letzte Ernte der Fall gewesen ist. Denjenigen Bauern und Landwirten, die zu einer sofortigen Barzahlung der Düngemittel nicht in der Lage sind, wird die Möglichkeit gegeben, die Dünge- mittel auf den bisherigen Lieferungswegen gegen einen aus der nächsten Ernte abzudeckenden Kredit zu beziehen. Das Gesetz sieht das Früchte-Pfandrecht für die Forderungen aus der Lieferung derjenigen Düngemittel vor, die ab Dezember (bislang ab Januar) beschafft werden. Im Interesse einer Steige- runa der Erzeugung greift das Früchtepfandrecht Platz, wenn die Beschaffung und Verwendung „i m Nahmen einer ordnungsmäßigenWlrt- schaftsweise" erfolgt, also auch in denjenigen Fällen, in denen bisher gar nicht oder nur in unzulänglichem Umfang gedüngt ist. Es wird damit der Notwendigkeit Rechnung getragen, den deutschen Boden restlos auszunutzen und die Erzeugung an landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu steigern. Im übrigen entspricht die Ausgestaltung des Früchtepfandrechts der vorjährigen Regelung. Das Pfandrecht ist von dem Vollstreckungsschutz freigestellt, erftrerft sich aber nicht auf diejenigen Früchte, die zur Fortführung der Wirtschaft bis zur nächsten Ernte, bei Erbhöfen auch zur Unterhaltung des Bauern und seiner Familie bis zur nächsten Ernte erforderlich sind. Dem von den Düngemittellieferanten gewährten Kredit ist der zur Bezahlung des Lieferanten bei einem KrAütinstitut aufgenommene Kredit wie bisher gleichgestellt. In gleicher Weise ist ein gesetzliches Früchtepfandrecht für Kredite aus der Lieferung van Hochzuchtsaatgut und von anerkannter Saatware mit Ausnahme von Rübensamen vorgesehen. Heimer von hier. Ein besonderer Anziehungspunkt der Schau war die von dem Züchter Sommerlad selbst her- gestellte Wurst von Kaninchenfleisch, die den Beifall der Preisrichter fand und mit einem Ehrenpreis bedacht wurde, ebenso fand die von dem gleichen Züchter selbst verfertigte Pelzgarnitur von Muff und Kragen aus Kaninchenfellen große Beachtung. Anschließend folgt ein Auszug aus der Prämi- i e r u n g s I i ft e. (E = Ehrenpreis; LBEPr = Landesbauernschaftsehrenpreis; 1. = erster Preis:) Belgische Riesen: Georg Schellhas, Gießen, zwei E. Weiße Riesen: Emil Kern, Gießen, LBEPr und E. Deutsche Riesenscheck: Eberhard Vogel, Nordeck, 1. Deutsche Widder, weiß: Wilhelm Schultheis, Lollar, E und 1. Franz. Silber: Hans Frank, Grün- berg, E und Heinrich Lud. Lehr, Lollar, E. Groß- Chinchilla: Karl Kraus, Stangenrod, 1. Wiener, blau: Heinrich Zeiß, Holzheim, 1. Wiener, weiß: Georg Buß, Grünberg, LBEPr und E; Heinrich Richebäcker, Lollar zwei E; Karl Kirchner, Gießen, E. Japaner: Wilhelm Jung, Holzheim, 1. Rhein. Scheck: Karl Wilh. Burger, Steinberg, E und Hugo Weber, Inheiden, E. Hasen-Kaninchen: Heinrich Walther V., Daubringen, 1. Alaska: Konrad Biedenkopf, Grünberg, E und Wilhelm Sommerlad, Groß-Linden, 1. Marder-Kaninchen: Karl Vogel, Hungen, 1. Lux-Kaninchen: Otto Steg, Gießen, E. Klein-Chinchilla: Heinrich Müller, Leihgestern, LBEPr und Alex. Zaji, Lollar, E und 1. Englische Scheck: Ludwig Kreiling, Gießen, 1. Marburger Feh: Willy Zahrt, Gr.-Linden, 1. Silber, braun: Philipp Zimmermann, Gr.-Linden, E. Silber schwarz: August Rinker, Gr.-Linden E und Otto Aßmann, Gr.-Linden, 1. Silber, gelb: Albert Schäfer, Daubringen, zwei E; Willi Zahrt, Gr.-Linden, E und 1.; Karl Schneider, Steinbach, E; Karl Eich- Horn, Gr.-Linden, E und Karl Hofmann, Gr.-Lin- den, 1. Holländer: Wilhelm Magel, Steinbach, E; Heinrich Panzer, Trohe E und Karl Erbes, Stangenrod, 1. Schwarzloh: Otto Schäfer, Gr.-Linden, zwei E; Karl Bingel, Holzheim, zwei E; Karl Henkel, Grünberg, E und 1.; Karl Hofmann, Großen« Linden, E; Otto Rau, Großen-Linden, 1. und Christian Stühler, Grünberg, 1. Russe-Kaninchen: Karl Fißler, Gießen, E. Hermelin: Hans George, Gr.- Linden, zwei E; Justus Volz, Heuchelheim, E; Willi Zahrt, Gr.-Linden, E. Angora: Walther Horst, Grünberg, LBEPr und Wilhelm Wardega, Leihgestern, 1. Chin-Rex: Wilhelm Münch, Lollar, E. Schwarz-Rex: Rudolf Scherb, Lollar, 1. Lur Rex: Urstadt, Gießen, E. Jugendgruppe. Deutsche Widder: Rudolf Burk, Steinberg, E. Schwarz Silber: Ernst Burger, Steinberg, 1. Produkte. Kaninchenwurst: Wilhelm Sommerlad, Großen-Linden, E. ' .legen 1 flerrJi ! Deich )! bann ii natior s lllnd i ! Siebe ü lebens UM wopie sich l Wink, Wiche iter i axll titel! traut Änne r ui lublif jerbei Dvr H9i B ’n Ächt ! jöfort 8 sicher i «in I stellt 3 ffinn fl Kon i näml «Neu Bits se B ter a Uber J lln r Muh I! J |qi -böse ’ Bastelst 'den D Mn | * h -'des af miing Wtiione Worlb1 »* M J1' Ri Men, r JJsbruc ^jutra( tourbe. »fe Hamburg-Amerika-Pakct 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff ...........o Norddeutscher Llopd o ®l.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Eornmerz. und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diöconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank n Retchsbank *12 25rl 27459 58,15 55,33 12,385 16,40 168,25 21,16 62,27 A.E.G 0 Bekula Elcktr. Lieferungsgesellschaft6 Licht und Kraft ............. y Felten L Guilleaume 0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrszität ........5 Schuckert L Co....... .......5 Siemens L Halske ......7 Lahmeyer L üo ... 10 Dion (fbne- Schulthets Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas............. Daimler Motoren.......... Deutsche Linoleum..... Orenstein & Koppel ........ Leonhard Tietz ......... Chade .................... Attumulatoren-Fabrik Conti-Gummi............. v. H. Von fremden Werten blieben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 176,25 (176,50) angeboten, ferner gaben 5 v. H. Silbermexikaner weitere 0,13 v. H. auf 5 v. H. nach. Von Großbankaktien, die heute mittag durchweg fest notierten, waren vv-Bank weitere 0,50 v. H. fester. Es notierten: 5,50 v. H. Pounganleihe 96,50, Altbesitz 104,75, 6 v. H. Stahlverein 86, 6 v. H. Stadt Mainz von 1926 86,25, 4 v. H. Rumänien 4, Braubank 103,25, Commerzbank 68,25, vv-Bank 70,50, Dresdner Bank 73,25, Frankfurter Hypo- theken-Bank 79, Reichsbank 148, Gelsenkirchen 57, Harpener 102, Rheinstahl 86,25, AKU. 57,50, Bekula 139,75, Bemberg 135,50, Conti Gummi 132,75, Scheideanstalt 207,50, Deutsche Linoleum 60,25, Licht und Kraft 116,25, IG. Farben 136, Gesfürel 105,50, Holzmann 76, Metallgesellschaft 80, Rütgers 37,40, Schuckert 92, Süddeutscher Zucker 177, Schöf- ferhof 16d, Reichsbahn-VA. 113,75, Hapag 28, Norddeutscher Lloyd 30,50. Hinhermorft in Gießen Auf tem Rinder - Nutzviehmarkt in Gießen am Dienstag standen 909 Stück Großvieh, 285 Fresser und 202 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 420 Mark, 2. Qualität 210 bis 270 Mark, 3. Qualität 100 bis 150 Mark; b) Schlachtkühe 1. Qualität 160 bis 280 Mark, 2. Qualität 50 bis 100 Mark; c) Rinder, *?2- bis jährig, 50 bis 85 Mark, 3/<- bis 2jährig 80 bis 160 Mark, tragend 180 bis 320 Mark; d) Kälber, das Pfund Lebendgewicht 20 bis 38 Pfennig. Marktverlauf: Vormarkt sehr lebhafte Nachfrage nach guten Milchkühen; sonstiger Verlauf schleppend, es verbleibt Ueberstand. Mainzer Schtachtviehniarkt. Mainz, 20. Nov. Auftrieb: 50 Ochsen (direkt 12), Bullen 41 (2), Kühe 316 (8), Färsen 194 (14), Käl- ber 351 (9), Schafe (64), Schweine 812 (32). Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in Mark: Ochsen b) 30 bis 35, c) 24 bis 29, d) 20 bis 23; Bullen Kaninchen-Kreisgruppenschau in Großen-Linden. y Großen-Linden, 19. Nov. Vom 16. bis 18. November veranstaltete der hiesige Kanin,' chenzuchtverein in den Räumen des Gast, wirts Schaum die zweite Kreisgruppen« schau des Kreises Gießen. Als Schirmherr der Schau hatte sich Pg. Apotheker W r o n k a 3ur Verfügung gestellt. Die nicht leichte Mühe des Prämiierens hatten die Herren H o e f e l - Frankfurt a. M. - Praunheim, Rößler- Kassel und Streb- Offenbach übernommen. Sowohl von privater Seite, als auch von Geschäftsleuten und Firmen aus unserer Gemeinde, sowie aus der näheren Umgebung war eine stattliche Anzahl von Ehrenpreisen gestiftet worden, mit denen die besten Züchter bedacht wurden. Mit der Leitung der mit 260 Nummern beschickten Ausstellung war der Vorsitzende des Ausstellungsvereins Wilhelm Sommerlad betraut worden, der sich durch seine restlose Tätigkeit das Verdienst des vollen Gelingens der Schau erworben hat. Die Ausstellung wurde am Samstagmorgen durch den Ausstellungsleiter Sommerlad eröffnet, nachdem die Schüler und Schülerinnen der hiesigen Volksschule unter den Klängen eines Fanfarenmarsches des Jungvolkes einmarschiert waren. Anschließend nahm Pg. Wronka das Wort, hob den Wert der Kaninchenzucht für die Volksernährung hervor und machte auf die praktische Verwertung der Kaninchenfelle aufmerksam, von denen eine schöne Auslese in der Ausstellung gezeigt wurde. Im Verlaufe der Eröffnung sprachen noch der Kreisgruppenleiter Ludwig Kreiling, Gießen, Pg. Rektor Siegfried und Lehrer Rein- Diese Preise gelten einschließlich Faß und Gebinde ab Versandstation des Erzeugers für alle vom 21. November ab am (Empfangsort eintreffenden Sendungen. falat groß 18 bis 25, klein 40 bis 60, Gewürze! gr. Bdl. 25 bis 35, Karotten 3 bis 5, Kohlrabi ober 3 bis 5, unter 4 bis 5, Kopfsalat 4 bis 8, Römischkohl 5 bis 6, Rosenkohl 14 bis 16, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5 bis 7, Sellerie je nach Größe 8 bis 30, Spinat 4 bis 6, Schwarzwurzel 15 bis 20, Tomaten Freiland 15 bis 20, Treibhaus 40 bis 45, Weißkraut 2,75 bis 3, Wirsing 2,50 bis 4, Winterkohl 5 bis 6, Zwiebeln 6 bis 6,5. Am Ob st markt sind die Zufuhren etwas schwächer geworden, das Geschäft konnte sich etwas lebhafter gestalten, die Preise waren jedoch kaum verändert. Für besonders gute Auslese liegen sie 20 bis 30 Prozent höher. U. a. notierten: Aepfel I 12 bis 15, II 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 6 bis 8, Goldparmänen I 12 bis 15, Schafnase 6 bis 8, Apfelsinen Kitte 176, 200 und 216 Stück 20 bis 21, Birnen I 12 bis 15, II 7 bis 10, Kochbirnen 5 bis 6, Haselnüsse rund 30 bis 33 ital., do. lang 34 bis 36, Kastanien 11 bis 14, Mandarinen 16 bis 20 span., Trauben 46 bis 50 holl., Steige 10 Kilogramm 4,50 bis 5,00 span., Walnüsse 25 bis 30, 28 bis 40 ital., 30 bis 40 rumän., 25 bis 30 bulg., 27 bis 28 russische. * Gute Entwicklung der Lahnschiff- fa h r t. Nach der soeben veröffentlichten Statistik hat vie Lahnschisfahrt im Monat Oktober eine weitere günstige Entwicklung genommen. Im Oktober mürben an Gütern verfrachtet: zu Berg 1095, zu Tal 10 933, zusammen 12 028 Tonnen. Geschleust wurden im Benchtsmonat 96 Güterschiffe zu Berg und 95 Güterschiffe zu Tal, ferner je 20 Motorpersonenboote zu Berg und zu Tal, sowie 23 Kleinfahrzeuge zu Berg und 31 zu Tal. In früheren Jahren hatte der Monat Oktober stets eine Rückwärtsentwicklung bes Derfrachtungsgeschäftes zu verzeichnen; in die- fern Jahre konnte jedoch ein Rekord aufgestellt werden. Frankfurter Börse. Mittagsbörse knapp behauptet. Frankfurt a. M., 20. Nov. Die Börse eröffnete in sehr stiller Haltung. Gegenüber dem leb- basten Rentengeschäft im vorbörslichen Verkehr brachte sie eine Enttäuschung. Von der Kundschaft sind nennenswerte Kauforders ausgeblieben, während die Kulisse angesichts der Unterbrechung durch den morgigen Feiertag keine Unternehmungslust zeigte und teilweise zu einigen Realisationen neigte. Altbesitz eröffneten mit 105,13 (105), an ter Vorbörse noch fast 105,50, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 97,40 (97,65), 6proz. Stahlverein mit 86,13 bis 85,90 (86,50). Lediglich Kommunal-Um- schuldunb und Zinsoergütungsscheine konnten ihre vorbörslichen Gewinne mit je plus 0,13 v. H. aufrechterhalten. Wenn auch die Umsätze klein waren, so ist das Anlagebedürfnis am Rentenmarkt unverkennbar. Angeregt ist diese Bewegung durch die von zuständiger Stelle immer wieder betonte Förderung des Rentenmarktes, gleichzeitig stellt sich die Erörterung über die Konversionsreife des Marktes wieder ein. Der Aktienmarkt stagnierte nahezu vollkommen, die Haltung war zumeist nur knapp behauptet. Farbenindustrie lagen mit 136,75 bis 136,25 um 0,75 vom Hundert niedriger, Deutsche Erdöl verloren 1 v. H. Elektrowerte tendierten uneinheitlich; AEG. unverändert 26,40, Gesfürel und Siemens je plus 0,50 v. H., Schuckert minus 0,25 v. H., stärker gedrückt waren erneut Elektr. Lieferungen mit minus 1,25 v. H. Montanaktien gaben durchweg um 0,25 bis 0,50 v. H. nach, nur Harpener und Gelsenkirchen lagen behauptet. Auch Schiffahrtspapiere schwächten sich im Anschluß an die Abendbörse weiter ab, Hapag minus 0,25 v. H., Nordd. Lloyd minus 0,50 vom Hundert. Als fester zu erwähnen find Reichsbank mit plus 1,75 v. H., Hanfwerke Füssen mit plus 2 v. H., ferner Braubank mit plus 0,75 v. H., Deutsche Linoleum mit plus 0,40 v. H. und Moenus plus 0,50 v. H. In der zweiten Börsenstunde blieb die Umsatz- tätigtest sehr gering, da auch später keine Orders eingetroffen waren. Auf den meisten Marktgebieten bröckelten die Kurse um weitere 0,25 bis 0,50 v. H. ab, so bei Farbenindustrie, Montan- und Schiffahrtsaktien. Soweit Kurse später zur Notiz gelangten, lagen sie kaum behauptet. Erneut angeboten waren Südd Zucker, die mit minus-Zeichen erschienen und etwa 3 bis 4 v. H. niedriger lagen. Etwas befestigt waren Goldschmidt mit plus 0,50 v. H. Die Nebenmärkte lagen stark vernachlässigt und zumeist ohne Ersatznotiz. Auch am Rentenmarkt bröckelten die Kurse, mit Ausnahme von Zinsvergütungsscheinen, die gut behauptet blieben, weiter um 0,13 bis 0,25 v. H. ab, und das Geschäft war sehr klein. Gold- und Liqui- dationspfandbriefe blieben zumeist unverändert, Kommunal-Obligationen zogen bei kleiner Nachfrage meist um 0,25 bis 0,50 v. H. an. Auch für Stadt- anleifje zeigte sich Kaufinteresse bei überwiegend etwas höheren Kursen. Staatsrenten lagen sehr still. Don Auslandrenten bröckelten Mexikaner bis zu 0,13 v. H. ab. Von Industrie-Obligationen waren 6proz. Hartmann & Braun gesucht und mit 83 rat. um 1 v. H. fester. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert. Abendbörse: ruhig. Angesichts des gestrigen Feiertages konnte sich an Der Abendbörse kein nennenswertes Geschäft entwickeln. Die Grundstimmung schien nach der Abschwächung im Msttagsoerkehr etwas freundlicher, und auf Basis der Berliner Schlußkurse zeigte sich vereinzelt etwas Kaufneigung, die aber nur zu unwesentlichen Veränderungen führten. Der Rentenmarkt lag freundlich, die abermalige Ermäßigung des Privatdiskonts auf 3,5 v. H bot hierbei etwas Anregung. Altbesitz lagen 5 Pfennig, Kommunal - Umschuldung 10 Pfennig und Zins- Vergütungsscheine bei stärkerer Nachfrage um ins- oefamt 15 Pfennig fester, während späte Reichs- fchuldbuchforderungen mit 97,25 bis 0,40 vernach- lässigt blieben. Industrie-Obligationen waren meist 0,25 bis 0,50 v.H. höher. 6 v.H. Hartmann & Braun bei voller Zuteilung erneut 1 v.H. gesteigert auf 84,25 Schluß« kurs 19-11. 19-November Amtliche Notierung ^eit- | ?rlei I 6er : ?!lrfe s »le n ein ft 'b"> if eJSel Oper y, n AÄ $Wd)| Schluß- - ■ Abeno- Harpener Hoejch Ehen—Köln-Neuessen .. o Ille Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ....... Schlußk. Mittag« börle 20.11. 27 1 26,131 81,75 - 1771 1801 lurs 19-II. 6.w- ZT Grttzner....................oi 95 s | Mainkraftwerke Höchst 4 09 Süddeutscher Zucker 8j 18g j Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. enen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Oalum 6% Deutsche Reichöanlethe v. 1927 e°^el)em.7°/t»Tt.Retchöanl.v.iv2v bVi% Doung.AnIelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Mlüs.-Schuld mit Auölvs..Rechten ............. Desgl. ohne AuSlos.-Nechte...... 6% ehern.8% Hess. Aolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt (Sold R. 12.................. 6y*% Hess. Landeü-Hypotheken» bank Darmstadt Ltaui......... Oberhelsen Provinz-Anleihe mit Auvttos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Cammelabl. An- leihe Serie 1 mtt AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Kaldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehe in. 7% Franks. Hnp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6Vi% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-PfandbUefe....... 6/i% ehern. 4yt% Rheinische Hi)p.-Bank.Ltau.-Goldpfe 6% ebem. 8% Pr. Landespfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10 kteuergulsch. BerrechnungükurS jTianriun a. 1>|. Äerttn Schlußkurs Schlußk. Abend« börsc Schlußkurs Schlußk. Mittag» börse Datum 19.11. 20-11- 19.11. 20.11. 4% vesgi. Serie 11 ............. 8,1 4,25 6,75 4 33,5 8,4 4,3 6,8 4 33,5 4,3 7 4 33,5 7 3,9 5% Rumän. vercinh. Rente v. 1903 4^»%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2^% Anatolier ............... 96,25 96,5 96,4 —— — 96,5 96 96,75 104,75 105 104,7 — — — 96,5 96,13 96,5 93 92,75 93 — — — — — — 101 101 101,25 93 93 93 93 — — 93,25 — — 93,75 — 93,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 94,75 102,9 102,75 102,9 0,628 0,632 0,628 58,17 58,29 58,17 0.204 0.206 0,204 3-047 3.053 3,047 55,32 55,44 55.26 81,07 81,23 81,07 12,395 12,425 12,38 5,475 5,485 5,465 16.38 16.42 16,38 167,99 168,33 168,02 21,30 21,34 21,30 0,719 0,721 0,721 5,694 5.706 5,694 62,26 62,38 62,19 18,95 49,05 48,95 11,25 11,27 11,235 63,90 64,02 63,83 80,69 80,85 80,65 33,97 34-03 33,97 10,375 10,395 10,375 2,488 2,492 2,487 Banknoten. Berlin,2g.November Selb