Montag, 22. ZanuarMH 18<. Jahrgang Nr. 18 Erstes Blatt Oie Spannung im Kernen Osten furl a Z 40 jl M |7 Sranhud am^rnain 11636 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatr Buch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristlertung und Geschäftsstelle: Zchutftrahe 7 3.053 169. J 65- 7 58-66 67.72 13.125 0,71 2,633 58.51 22. 16- 81-8, 34.75 81-60 0,78» 0.22 5.66, 11-96 Mandschurei durch Japan zu zerstreuen. Der japanische Außenminister Mirota brachte ebenfalls die Genugtuung Japans über die Thronbesteigung Puyis zum Ausdruck. Die Einführung des tnonar- chischen Systems im Mandschukuo-Staat sei dazu angetan, die Unabhängigkeit des neuen Staates weiterhin zu festigen. willigungsbehörden die Anträge auf Reichszuschüsse in den letzten Tagen noch weiter erheblich zugenommen. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70m m Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Latz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm T806 47.30 12.50 Frühkonzert, atschläge für L40: Jugend- steiherr vom Warum Fa- )unte Volks- Märsche und ms Neunte", i" aus einem )ig van Beet- Äusführende: Leitung: Sieg- mußt wissen, icht", Vortrag, mate op. 109, Aeltere Tanz- 3. Die Möglichkeit einer internationalen Luft- polizeimacht solle zwar erörtert, die Wichtigkeit dieser Frage aber der sofortigen Festlegung der nationalen Streitkräfte auf einen vereinbarten Stand n a cf) g e ft e II t werden. Der praktische Wert einer solchen internationalen Luftmacht sei nach englischer Ansicht schwer festzustellen, da in einem Notzustand keine Garantie für die Verwendung sogenannter „internationaler" Flugzeuge für nationale Zwecke durch die Behörden foeS Landes, in i, dem sie stationiert seien, vorhanden sei. „Times" erklärt, die britische Regierung werde sich in den nächsten Tagen entscheiden müssen, ob sie positiv in die Besprechungen zwischen Deutschland und Frankreich eingrei- s e n will. Voraussetzung sei dabei, daß sie amtlich Kenntnis von dem Inhalt der französischen und deutschen Mitteilungen erlange. Ohne genaue Kenntnis dieser Schriftstücke könne sie über die Aussichten auf einen Erfolg der Verhandlungen nicht die Frage beurteilen, ob und wie ein direktes Eingreifen Englands förderlich wäre. Es könne angenommen werden, daß weder die Pariser noch die Berliner Regierung ihr letztes Wort gesprochen hätten. Die Bewäh- r u n g s f r i st, so sagt die „Times" weiter, soll aus den französischen Vorschlägen verschwunden sein. Es sei ganz klar, daß für eine allgemeine und sofortige Verminderung der Rüstungen auf den ,794 7,20 2,48 1.047 i8- -7.56 1,095 i,627 iS,39 Ä $ ,1.44 ,784 ,22 5-6^ 11> olkslied. 17; ' Kammer- Stunde der Fahnen- imet Garnistrach. 20.10: nen und Bet- 'Symphonie, Orchester des ndner. 21.30: arl Götz. 23: . 0.15 bis 1: Das amerikanische Flotten- Programm. Tokio, 20. Jan. (DRB.) Die japanische Presse beschäftigt sich eingehend mit dem neuen Flotten- bauprogramm der Vereinigten Staaten. Die Zeitung Chozi, die gute Beziehungen zum japanischen Ma- rineministerium besitzt, schreibt, daß die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika demnächst neue Kredite für die amerikanische Marine in Höhe von 100 Millionen Dollar erhalte. Es gebe in Ame- rika z. Zt. zwei F l o 11 e n b a u p r o g r a m m e. Das eine sehe den sofortigen Bau von zwei Fluggeschwadern, sechs U-Booten, 12 Zerstörern, einem großen Kreuzer und zwei kleinen Kreuzern vor. Das zweite Programm, das biszumJahre 1 939 ausgeführt werden solle, umfasse den Bau von 102 Kriegsschiffen, wodurch eine d ö 11 i g n e u e Lage sowohl im Stillen Ozean als auch im Atlantik geschaffen würde. Die Zahl der Mannschaften in der amerikanischen Flotte solle von 80 000 auf 100 000 Mann erhöht werden. Das Blatt schließt, daß im Jahre 193 9 die Vereinigten Staaten wohl die größte Flotte der Welt von 156 modernsten Kriegsschiffen besitzen und somit eine stärkere Flotte als England haben werden. — Die Mitteilungen haben in Tokio beträchtliche Auf- merksamkeit erregt. Bor einem neuen englischen Abrüstungsvorschlag Oie Prüfung der deutschen Antwort im Sonderausschuß des Kabinetts. — Oie preste kündigt eine englische Initiative an. Mhkonzert. 14.40: Stun% 45: „Sie Ler- i Grohbetrie- . 18.25: Eng- der Nation: 20: Grift ins ro Tote. Kurz- Stimmen der itfunks. 21.15: er von Anton » 45: Unterhal- ■ Vom Schick- Her Kaufmann .—£60 5 47 ,52 • 16'1$ 16,46 *8 »1,96 65-93 & 19.30^^ ■_____ Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Flühkmzert. tjulfunf. JO ® i ®od)t , 2; juqend. 15-1U- । 18: Stimme , q • Stunde der iler Fasching 20.10: Großer 50- „Garmisch' ^eilterschaii mi s»D°s Mikro- Mue Tänze. London, 22. Jan. (DRB.-Funkspruch) Unter der Überschrift „Reue Hoffnungen auf eine Rüstungsvereinbarung" schreibt „Daily Telegraph" u. a.: Der Abrüstungsausschuß d e s Kabinetts wird sich am Montag mit zwei wichtigen Dokumenten befassen, mit der deutschen Antwort auf das britische Ersuchen um Aufklärung gewisser Punkte in den ursprünglichen Vorschlägen des deutschen Reichskanzlers und mit der Antwort der deutschen Regierung auf die letzte französische Denk- ch r i f t. Die britische Regierung wird dann i n Zusammenarbeit mit deritalienischen Regierung den nächsten Schritt zu prüfen haben, der geeignet ist, die Beilegung der deutsch- ranzosischen Meinungsverschiedenheiten zu fördern. Dies gilt als unentbehrliche Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Abrüstungskonferenz. Am 13. Februar werden Henderson und seine Mitarbeiter in London überdenZeitpunktdesZusam- mentritts des Büros beraten. Dringender aber ist die Frage, ob Aussicht a u f eine deutsch-französische Rüstungsvereinbarung besteht. Amtliche Steuerungen liegen bri- tischerseit's noch nicht vor. Die Meinungsverschiedenheit in der Frage der Stärke der künftigen deutschen Armee (300000 oder 200000 Mann) ist lösbar. Die wichtigste Streitfrage aber bleibt die deutsche Forderung nach sofortiger Gleichheit, die in dem Besitz aller defensiven Waffen in noch zu vereinbarender Menge Ausdruck finden soll. Diese deutsche Forderung werde noch immer von Frankreich abgelehnt. „Observer" meldet, daß nach der Überreichung der deutschen Antwortnoten an London und Paris der Zeitpunkt für eine englische Stellungnahme zum deutsch-französischen Meinungsaustausch gekommen sei. Der Hauptpunkt der englischen Vorschläge werde in einer Anregung zu sofortigen Verhandlungen über die Festsetzung einer oberen Grenze für die Heeres -, s Marine- und ßuftftreitträfte, und zwar i in erster Linie für Deutschland, Frankreich, Italien und England, bestehen. Die englischen Vorschläge wurden sich ferner auf die drei hauptsächlichsten deutsch- französischen Streitpunkte erstrecken, nämlich die Ablehnung der sogenannten Probezeit für Deutschland, die deutsche Forderung einer 100- prozentigen anftatt einer 50prozen- tigen Herabsetzung der französischen Luftstreitkräfte und die französtsche Forderung nach einer fortschreitenden „Sicherheits- maschinerie" einschließlich der Bildung einer internationalen Luftpolizei als Bedingung einer gleichlaufenden Rüstungsherabsetzung. Es bestehe Grund zu der Annahme, daß Die englischen Anregungen in diesen drei Punkten folgende sein würden: 1. Die Forderung nach einer „Probezeit könne nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg aufrcchterhalten werden. Das w'ch- tigste Ziel sei die Erreichung einer Rüstungs- beqrenzung auf der Grundlage der Gleichheit, so daß ein Rüstungswettren- nen vermieden werde. 2. Die einzige praktische Grundlage für eine Begrenzung der Luftmacht sei die eines „Ein- m a ch t st a n d a r d s". Auf dieser Grundlage sollte es für Deutschland ein leichtes fein, die Enstchlie- Kuna für das Verbot des Bombenabwurfes amu» nehmen und die Begrenzung würde nur lurMili- tärflugzeuge anwendbar sein. Wenn diese Grenz- sestsetzungen angenommen würden, wurde der Streit um eine 50prozentige oder lOOprozentige Herabsetzung bedeutungslos werden. Auswirkung der Arbeitsbeschaffungs- maßnahmen in Heffen. Darrnffabf, 20. 3an. (C13D-) 3n der Zeit vom 15. Oktober bis 31. Dezember *933 wurden, wie das Staatspresseamt mitteilt, im Volksstaat Hessen 22 488 Anträge auf Bewilligung von Reichs- 3 u f d) ü f f e n g e n e t) tn i g t. Die Summe der bewilligten Reichszuschüsse beläufti sich auf rd. -4 3954)001 Reichsmark. Die mit diesen Reichszuschussen dem Handwerk in Hessen zugeführten Betrage erreichten die ansehnliche höhe von über 17 909 000 RUI Er- freulicherweise haben nach den Meldungen der De- Araki tritt zurück. 1 London. 22. Jan. (DRB. Funkspruch.) Wie Reuter aus Tokio meldet, hat der Kriegsminister General Arakl aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied eingereicht. Als Rachfolger hat er General Senjurjo hayafhi, den Generalinspektor des militärischen Schulungswesens, in Vorschlag gebracht. — General A r a k i galt als Vertreter der schärfsten nattonalistischen und anttparlamenlarischen Richtung innerhalb des Kabinetts. Er genoß das besondere Vertrauen des Heeres und der Ularine. puyi nimmt Die mandschurische Kaiserwürde an. Tokio, 20. Jan. (DRB.) Wie Reuter aus Tschangtschun meldet, hat der mandschurische Ministerpräsident am Samstag dem bisherigen Präsidenten Puyi in feierlicher Form den mandschurischen Kaiserthron angeboten. Puyi hat die Kaiserwürde von Mandschukuo angenom« m e n. Der Wortführer des japanischen Auswärtigen Amtes weift gleichzeitig auf die Erklärungen der Mandschukuo-Regierung hin, wonich die Errichtung Les monarchischen Systems keine Wiederherstellung der Mandschu-Dynastie bedeute. Auch hätten die Mandschukuo-Behorden eindeutig erklärt, daß keine Grenzveränderungen beabsichtigt seien, so daß insbesondere die Besorgnisse vor einem Einfall in Nordchina als unbegründet bezeichnet werden müßten. Japan beglückwünsche die Mandschukuo-Regierung herzlichst zur Thronbesteigung P u y i s , die im übrigen d i e Tatsache der Unabhängigkeit Monds ch u k u o s offenkundig mache und geeignet sei, die grundlosen Gerüchte einer Annektion der haben. . Jedes Mittel, das Baltentum zu treffen, war den allrussischen Kreisen in Petersburg recht. Dazu gehörte auch die Verhetzungder Landbevölkerung gegen das Baltentum und gegen alle Deutschen überhaupt. Diese Saat trug üppige Früchte. Die russische Regierung übersah aus Freude darüber die schnell und stark anwachsende sozialistisch-anarchische Bewegung und schritt gegen diese erst energisch ein, als sie sich nach dem russisch-iapa- nischen Krieg an die Öffentlichkeit wagte und versuchte, sich von der Russenherrschaft durch Bildung eines eigenen Staatswesens zu befreien. Der lßers such mißglückte bekanntlich, aber die innere Schwache des Zarenreichs war erkannt. Wohl fah man damals bei der Regierung ein, daß man Den Balten durch ihre Bedrückung schweres Unrecht getan hatte und versuchte ihr Los zu erleichtern, aber es war schon zu spät. Der der Landbevölkerung von den Russen eingeimpfte Haß gegen alles Deutsche sa schon zu tief. Die besten, zuverlässigsten, kulturell wertvollsten Staatsbürger des russischen Reiches kämpften heroisch und unermüdlich um ihr Deutschtum gegen eine übermächtige deutschfeindliche Welt. Der Weltkrieg schlug dem baltischen Deutschtum ungeheure Wunden, vielleicht noch mehr die nachfol- aenden Jahre — man wird es nie erfahren. Dem baltischen Landadel wurde durch entsprechende Aararaesetze des neuen Staates um den legalen Schein zu wahren, der größte Teil seines Bodens genommen. Nur in den Städten halten sich die Balten noch, haben dort sogar mit größten Opfern ein deutsches Schulwesen neu erachtet und sind den Staaten, in denen sie wohnen, genau so zuverlässige und wertvolle Staatsbürger, wie unter dem russischen Regime. Es wäre ia Selbstmord, wenn Die Balten sich m politische Umtriebe einlassen wollten, sie mürben sich Damit nur Das eigene Grad schaufeln. Aber wie nunmehr falt überall, macht sich auch in Den baltischen Rand- standen eine nationale Bewegung als zwangs- mäftiqe Reaktion gegen den marxistischen Sozialls- mus bemerkbar, die g-witz manches nut dem Sa- ickismus und dem Nationastozlailsmus natürlich den Eigentümlichkeiten des betreffenden Balkes und Staates angepaßt, gemein hat. Daraus nun schtte- sten ,u wollen, es handle sich um reichsdeutschen Import ist absolut abwegig. Wenn es sich ,edoch darum handelt, dem Deutschtum emen,Sch ag ver- fpüpn ah können bann heiligt Der Zweck Die Mittel. Gelangtes den Randstaaten tatsächlich, das b°- denstündige Deutschtum in ihren Grenzen radikal auszurotten, mas dann? Wer als Soldat wahrend des Krieges im Baltikum gewesen st. wird überall auf Schritt und Tritt auf deutsche Spuren gestoßen sein. Die StaDtbilDer sinD rem deutsche, deutsche Geistliche unD Lehrer haben Das FunDa- ment für Den Aufbau neuer Kulturen gegeben ,-a, wenn seinerzeit mit Den Deutschen Rittern unD Kaufleuten a u ch D e u t s ch e B a u e r n m- Lmd gekommen wären, Dann wäre Das LanD langst germam- fiert unD sicherlich nicht zu seinem SchaDen. Die Drei kleinen Volker Der RanDstaaten zusammen runD sechs Millionen Einwohner zahlend, kennen Die b o l s ch e w i st i s ch e G e f a h r Die ihneni noÄi immer Droht, sehr wohl, sie bemühen sich trotz trahi Deutsche AolimIallenlMd. Von B. Beyer. Ernste KunDe bringt roieber einmal aus Dem SaltenlanDe zu uns. Welche DeutschfeinDliche Tendenz in Litauen Platz gegriffen hat, nicht erst , feit gestern, geht aus Den MelDungen hervor, Die von Entlassungen Deutscher aus Aemtern unD Stellungen berichten, nur Damit Diese von Litauern besetzt werben können. Augenblicklich steht ber kleine eftlänbische Staat, er zählt nur etwas über eine Million Bewohner, im Vorbergrunbe ber Deutschenhetze. Man will, wie in ßettlanb, bie Deutschbalten, bie trotz ihrer kleinen Zahl einen wichtigen Faktor in ben Drei RanDstaaten Darstellen, nicht nur wirtschaftlich, fonDern auch politisch m u n D t o t machen. Angeblich sinD Diese Staaten vom Nationalsozialismus beDroht unD Dieser kann nach Ansicht Der Staatshüter nur aus DeutschlcmD Durch Vermittlung Der Deutschbalten Dort Eingang gefunDen haben. Verhaftungen von Deutschen sinD an Der TagesorDnung unD Die sozialistischen Zeitungen im Baltikum überbieten sich an VerDächtigungen gegen alles Deutsche. Wie ist Die Lage? Die Lehren eines Marx haben im Baltikum in Der inDuftriellen Bevölkerung, Doch auch auf Dem flachen LanDe verhältnismäßig früh Anhänger gefunDen, Die zunächst ihre PropaganDa gegen Das russische Regiment richteten. Das äußerst scharfe Vorgehen Der russischen Polizei gegen Die Sozialisten, Die kurzerhanD nach Sibirien verschickt roerhen, konnte jeDoch nicht verhinDern, Daß Der Funke unter Der Asche weiter glomm. Mit Dem Versa ssungsbruch Des Zaren Alexander 11!., Der Die in Der baltischen LanDesverfassung feierlich verbrieften Rechte einfach negierte, begann bie LeiDenszeit Des Ba11entums. Das blühenDe Deutsche Schulwesen mit Der einzigen Deutschen Universität im russischen Reich, Dorpat an Der Spitze, wurDe russisiziert, hunDerte von Deutschen Lehrern, Die sowohl Deutsch, wie auch in Den LanDes- sprachen unterrichteten, murDen wegen angeblich nicht genügender Beherrschung her russischen Sprache auf Die Straße gesetzt. Man hätte am liebsten auch gleichzeitig für Den evangelischen Gottesdienst Den russischen Sprachgebrauch geforDert, wenn nicht ein mutiger PreDiger Dem Gouverneur gegenüber Die Befürchtung ausgesprochen hätte, in Diesem Falle könnten Die russischen Kirchen teer bleiben. Man sah Daher Davon ab, aber Dafür regnete es Maßregelungen Der evangelischen Geistlichkeit' Der in vielen Fällen vorgeworsen wurDe, Die zur russischen Kirche übergetretenen evangelischen Esten unD Letten gleichwohl noch seelsorgerisch beeinflußt zu Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschliifse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Die Verwattungskoslen erreichten eine geradezu phantastische höhe. Die Anklage wirft u. a. Hirtsief er und Den Mitangeklagten Untreue bei der Beschaffung des dritten Ehren- d o k t o r t i t e l s für hirtfiefer durch die Universität Graz vor. Diesen Titel hat die „Reichszentrale" mituichtwenigerals22000 RUI. bezahlt. Für das F r ü h st ü ck, mit dem dieses neue Ehrenprädikat gefeiert wurde, wurden allein über 1 80 0 RIN. ausgegeben. Ein Betrag von fast 35 000 RUI. wurde vom 2Tli- nisterium widerrechtlich der „Reichszentrale" beim Jahresabschluß überlassen und unter „Verwaltungskosten" verbucht. Auf Wunsch des Damaligen Ministerpräsidenten Braun war durch Bermittluna von Hirtfiefer die frühere sozialdemokratische Abgeordnete Paula O e st e r r e i ch e r bei der Reichszentrale untergebracht worden. Sie hat dort insgesamt eine Einnahme von 12 000 bis 14 000 Mark gehabt. Als Gegenleistung hat sie während der Dienststunden fast nur ihre persönlichen Angelegenheiten erledigt. Später beschränkte sie sich Darauf, nur zu erscheinen, um ihr Gehalt abzuholen unD schließlich nur noch telephonisch an dessen Uebersendung zu erinnern. Das Bild der Mißwirtschaft wird dadurch abgerundet, daß aus der Kaffe der „Reichszentrale" Fahrgelder und Unkosten für Parteibuchbeamte und deren Angehörige und Bekannte bestritten wurden. Womit Hirtfiefer feinen Ehrendoktor bezahlte. Der Fonds der Neichszentrale Landaufenthalt für Stadtkinder. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Nachdem der frühere preußische Wohlfahrtsminister, Abgeordnete und dreifache Ehrendoktor Hirtjiefer vom Landgericht Bochum kürzlich wegen Untreue zu einer Ge- fängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden ist hat nunmehr Die Staatsanwaltschaft Berlin e r - neut gegen Hirtfiefer Anklage erho- b e n. Wie die Justizpressostelle Berlin mitteilt, handelt es sich um geradezu unglaubliche Mißstände in dem früheren preußischen Ministerium für Volks- Wohlfahrt und in dem mit ihm in enger Verbindung stehenden Verein „Reichszentrale Landaufenthalt für Stadtkinder und terljo« lungspflegedeutsHerKinderimAus- land e". Angeklagt sind Der Staatssekretär a. D. Professor Dr Scheidt und mehrere hohelNini- st e r i a l b e a m t e. Rach Den Feststellungen Der Staatsanwaltschaft sinD von Der „Reichszentrale" allein für Reisekosten Der Angeklagten jährlich Zehntaufende ausgegeben worden. StanD Deutschlands gegenroärtig keine praktische Möglichkeit gegeben sei. Kür eine Viererkonferenz. Mussolini warnt das uneinige Europa vor den weltpolitischen Gefahren. London, 22. Jan. (DNB.-Funkspruch.) „Corning Post" weiß aus Nom zu melden, nach italienischer Auffassung sollte nicht zugelassen werden, daß die deutsch-französischen Verhandlungen sich in die Länge ziehen. Es sollte vielmehr eine Zusammenkunft der vier We st möchte abgehalten werden, um die europäische Lage „von einem höheren Gesichtspunkt" aus zu prüfen. Mussolini glaube, daß eine Rüstungspause und eine Regelung europäischer Streitigkeiten notwendig seien, um Europa in ben Stand zu setzen, in Einigkeit ben von außen h e r drohenden wirtschaftlichen und politischen Gefahren gegenüber z u treten. Dje unmittelbarste Gefahr für ein uneiniges Europa sei seiner Meinung nach „Japans Drang nach Dem Weste n". Auch Der römische KorresponDent Des „Daily Telegraph" berichtet, Daß nach italienischer Ansicht der Augenblick gekommen sei, Die bisher zwischen DeutschlcmD unD Frankreich geführten VerhanDlrm- gen auf Italien unD Großbritannien auszuDehnen unD eine Rüstungspause zu vereinbaren. in; tioneller Unstimmigkeiten, sich wirffchasttich und politisch zusammenzuschtteßen. wozu auch alle Vcram [afiunq vorttegt. Und. wenn die Herren Vertreter der drei Lander sich zu gemeinsamen Besprechungen zusammensetzcn und sich verständigen motten dann sprechen sie Die Sprache, Deren Kenntnis von j e be m Osteuropäer, Der auf gute BilDung Anspruch erhebt, als selbstverstänDlich vorausgesetzt wird, s i e sprechen Deutsch. Wollen Die RanDstaaten sich Der kommunistischen unD slawischen Fluten erwehren, so werDen sie klug handeln, wenn sie bei Der ^.^'^ung Des Schutz malles gegen Osten auf Die Mitarbeit Deutscher Baumeister unD VerwenDung Deutschen nicht verzichten. Im Sinne Des Deutschen Reiches liegt Die Erhaltung Der SelbstanDigkett unD Unab- bängigfeit Der baltischen RanDstaaten, nut Denen uns kulturell so viel oerbinDet. Sin Saarausschuß des Bölkervundsrats. Drei Ratsmitglieder sollen unter italienischem Vorsitz die Abstimmungsvorbereitungen für das kommende Zahr treffen. Genf, 20. Jan. (DNB.) In den Wandelgängen des Völkerbundshauses wurde kurz vor 16 Uhr bekannt, daß der Rat sich auf eine gemeinsame Erklärung über die Behandlung des Saarproblems geeinigt habe. Der Rat trat dann noch einmal zu einer kurzen Geheimsitzung zusammen und begab sich darauf in die Glasveranda zur öffentlichen Tagung, auf deren Tagesordnung als dritter Punkt stand: „Vorbereitende Maßnahmen im Hinblick auf die Volks- abstimmung im Saargebiet". Dabei nahm der Präsident der Regierungskommission des Saarge- bietes am Ratstisch Platz. Der italienische Berichterstatter Baron Aloisi verlas nach der Eröffnung der Sitzung den als Kompromiß zwischen der französischen und der englisch-italienischen Auffassung zustande gekommenen Bericht, in dem folgende E r k l ä r u n g'd es Rates enthalten ist: „Der Völkerbund billigt die Schlußfolgerung des Berichtes. Er drückt seinen Willen aus, alle Pflichten zu erfüllen, die ihm im Hinblick auf die Vorbereitung der Durchführung der Volksabstimmung im Saargebiet im Iahre 1935 obliegen, mit dem Ziele, die freie, geheime und ehrliche Wahl zu sichern. Er fordert besonders feinen Ausschuß auf, im Hinblick auf den Bericht, den der Ausschuß ihm vorlegen soll a) die Maßnahmen zu prüfen, durch die unter Anwendung aller geeigneten Mittel die Ord- n u n g s m ä h i g k e i t des Wahlganges gesichert werden kann: b) das Studium solcher Mittel ganz besonders in Betracht zu ziehen, durch die die Bevölkerung vor jedem Druck und vor der Aus- führung jeder Drohung geschuht werde, die die Ehrlichkeit der Abstimmung beeinflussen könnte; c) Anregungen zu prüfen, die ihm die Regierungskommission des Saargebietes unterbreiten könnte, soweit sie die Aufrechterhaltung der Ordnung während der Periode der Volksabstimmung betreffen. Der Rat beschließt, die 20 000 Schweizer Franken für die ersten Ausgaben, die durch Befragung von Sachverständigen entstehen könnten, zur Verfügung zu stellen." In dem von Aloisi verlesenen Bericht selbst wird zunächst der § 34 des Kapitels 3 des Versailler Vertrages wörtlich zitiert, der die Bedingungen der Saarabstimmung enthält. Der Bericht weist dann auf die Verantwortung hin, die dem Rat durch diese Bestimmungen zugefallen sei. Die Abstimmung müßte im Einklang mit dem zitierten Text des F r i e d e n s v e r t r a g e s im kommenden Jahre stattfinden. Es wird also vermieden, irgendein bestimmtes Datum anzugeben, oder auch nur hervorzuheben, daß die Abstimmung unter allen Umständen schon in der er st en Hälfte des Januar 19 3 5 stattfinden muß. Immerhin hebt der Bericht hervor, daß es notwendig sei, schon jetzt vorbereitende Maßnahmen zu treffen. Nach Verlesen des Berichtes schlug Aloisi das argentinische Ratsmitglied C a n t i l o und das spanische Ratsmitglied M a d a r i a g a als die beiden anderen Mitglieder des Dreier-Ausschusses vor. Der französische Außenminister Paul-Bon- c o u r ließ es sich nicht nehmen, daraufhin in längeren Ausführungen den Ratsbericht und die Erklärungen des Rates vom französischen Standpunkt aus zu erläutern und auf die Punkte besonders hinzuweisen, auf die Frankreich Wert legt. Die Abstimmung würde illusorisch sein, wenn zu dieser Zeit die Ordnung nicht aufrecht erhalten werden könnte. Nach seiner Auffassung habe der nun ernannte Ausschuß alle Vollmachten, um dem Rat später alle hierfür notwendigen Maßnahmen, auch, wie er betonen wolle, außerordentlich schwerwiegende, vorzuschlagen. Er wies darauf hin, daß der Rat schon früher für den Schutz der Beamten gesorgt habe. In gleicher Weise müsse auch die Bevölkerung geschützt werden. Deutlich spiegeln sich in diesen Worten die irreführenden und alarmierenden Darstellungen wider, die durch den Präsidenten der Saarkommission, Knox, selbst und durch die hier anwesenden Vertreter der saarländischen Landesverräter gemacht worden sind. Im übrigen billigte Paul-Boncour den von Aloisi verlesenen Bericht. Nach Paul-Boncour sprach noch der Vertreter Englands, Eden, ganz kurz. In deutlicher Distanzierung an den französischen Außenminister betonte er, daß er bewußt davon absehe, den gemeinsam angenommenen Bericht noch zu kommentieren. Man dürfe dem Bericht des Ausschusses nicht vorgreifen. Im übrigen unterstützte er aufs wärmste die Ausführungen des Berichterstatters, die alles nötige enthielten. Schließlich konnte auch der tschechoslowakische Außenminister B e n e s ch sich nicht enthalten, noch einige Worte zu sagen. Er betonte, daß es sich im Rat darum handele, die Bestimmungen des Friedensdiktates durchzuführen. Dann wurde der Bericht angenommen und die Benennung der Mitglieder des Vorbereitungsausschusses gebilligt. Festliche Eröffnung der Kölner GaaraussteUung. Köln, 21. Jan. (DNB.) Mit einer eindrucksvollen Feierstunde wurde am Sonntagvormittag die Ausstellung „Die deutsche Saar" eröffnet. Diese Ausstellung, die bereits in vielen süddeutschen Großstädten für den Saargedanken geworben hat, wird von Köln aus den Marsch durch die ganze Rheinprooinz antreten, um der westdeutschen Bevölkerung einen Ueberblick über die Bedeutung der Saar zu geben. Die Eröffnungsfeier, zu der u. a. der Führer der Saarvereine, Gauleiter Staatsrat Simon- Koblenz, der Protektor der Ausstellung, Gauleiter Staatsrat G r o h e, der Vertreter des Staatsrates, Spaniol, Dr. Schneider und zahlreiche Vertreter der politischen Organisationen und Behörden erschienen waren, wurde von dem Oberpräsidenten der Rheinprooinz, Staatsrat Frei Herrn von Lüninck, eröffnet. Gauleiter Simon, Dr. Schneider, Bürgermeister Brandes und Freiherr von Lüninck sprachen in eindrucksvoller Weise über die Verpflichtung eines jeden Deutschen, den Brüdern an der Saar zu zeigen, daß hinter ihnen eine ganze Nation stehe. Der Weimarer Reichsbauerntag. Oie Aufgaben des Reichsnährstandes im neuen Reich. Weimar, 21. Jan. (DNB.) In der festlich geschmückten 3000 Personen fassenden Weimar-Halle, die bis auf den letzten Platz besetzt war, wurde am Samstag der Deutsche Reichsbauerntag feierlich eröffnet. Staatssekretär W i l l i k e n s begrüßte im Namen des Reichsbauernführers die Teilnehmer. Er betonte, daß am heutigen Tage das gesamte deutsche Bauerntum diesseits und jenseits der deutschen Reichsgrenzen nach Weimar blicke, wo der Reichsnährstand zum ersten Male im neuen Reich seine Ziele und seine agrarpolitische Gesamtrichtung bekanntgeben wolle. Im Namen der thüringischen Staatsregierung hieß für den erkrankten Ministerpräsidenten Marschler Staatsminister W ä ch t l e r die deutschen Bauern und ihre Führerschaft in Weimar und Thüringen herzlich willkommen. Nachdem sodann Hauptabteilungsleiter Motz mit kurzen Worten die Bedeutung des F i l m e s „B l u t und Boden" geschildert hatte, folgte eine mit großer Begeisterung aufgenommene Vorführung dieses Filmes. Es folgten dann die vorgesehenen Fachreferate. Der Leiter des Stabsamtes des Reichsbauernführers Dr. Reisch le hielt dann einen Vortrag üb.er das Thema „Das Reichs- nährstandgesetz". Er führte u. a. aus: Während der Höchstkonjunktur der Jahre 1927 bis 1929 hatten wir verhältnismäßig hohe Agrarpreise. Dennoch ging die Verschuldung weiter. Wäre das Erbhofentschuldungsgesetz bereits Tatsache, wäre eine Verschuldung des bäuerlichen Grund und Bodens aus der Erbauseinandersetzung nicht mehr möglich. Auch eine Bodenverschuldung aus anderen Gründen kann nach dem Gesetz nur mit Zustimmung der Anerbengerichte eintreten. Damit ist j e d e n e u e D e r- schuldung des bäuerlichen Bodens abgeriegelt. Gleichzeitig verringert sich die Boden- verschuldung. So wird nach einigen Jahrzehnten der bäuerliche Boden unbe- belastet und unbelastbar sein. Die nicht unter das Erbhofgeseh fallenden Betriebe freilich werden dauernd stärker auf den Markt angewiesen bleiben. Aus diesen Gründen ergab sich die Notwendigkeit einer Marktordnung und der Preisreg e- lung für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Dann sprach Landgerichtsrat Dr. Wilh. Saure, der Leiter der Rechtsabteilung im Stabsamt des Reichsbauernführers, über „Die Grundgedanken des Reichserbhofrechtes". Er bezeichnete den Bauernhof als die unveräußerliche Lebensgrundlage des Bauerngeschlechtes, den der jeweilige Bauer als Treuhänder seines Geschlechtes und seines Volkes zu verwalten habe. An diese Auffassung vom Eigentum an Grund und Boden knüpfe das Reichserbhofrecht wieder an. Es verhindere, daß die Bauernhöfe weiterhin zerschlagen würden. Am Samstagabend fand in der Weimarhalle ein thüringischer Heimatabend statt, der die innere Verbundenheit des Bauern mit Blut und Boden, Sitte und Brauchtum zeigte. Eine Fülle alter Trachtentänze, Bauernlieder und Bauernsitten gingen einem Bauernschauspiel von Walter Troege (Weimar) voran, das die Leiden des deutschen Bauern und sein Wirken und Kämpfen im 30jäh- rigen Kriege wirkungsvoll zur Darstellung brachte. Reichsbauernführer Darre bezeichnete in einer von stärkstem Beifall aufgenommenen Ansprache diesen Heimatabend alsdasschönsteGeschenk für alle seine Arbeit. Den Abschluß des Abends bildete eine Saarkundgebung, wobei Saarbauern und Saarbäuerinnen Lieder von der Saar fangen und Tänze aus ihrer Heimat vorführten. Als sie eines der schönsten Lieder anstimmten, erhob sich die Versammlung wie ein Mann, um dieses Bekenntnis zur Saar stehend und mit erhobenem Arm anzuhören. Am zweiten Tage des Weimarer Reichsbauerntages hielt Reichsernährungsminister und Reichs- bauernführer R. Walter Oarr6 eine Rede über die Grundsätze nationalsozialistischer Bauernpolitik und ihre zukünftigen Aufgaben. Der Reichsbauernführer ging davon aus, daß man am ersten deutschen Reichsbauerntag der deutschen Geschichte feststellen könne, daß wohl auf keinem innenpolitischen Gebiet die Totalität des nationalsozialistischen Führeranspruches so in die Wirklichkeit habe umgesetzt werden können. Der besondere Dank gelte daher den alten Kämpfern der Bewegung, die treu und unbeirrt als Gefolgsleute Adolf Hitlers in den schwersten Jahren ihre Pflicht erfüllt hätten, um damit den totalen Durchbruch nationalsozialistischer Agrarpolitik zu ermöglichen. Die disziplinierte Zusammenfassung des deutschen Bauerntums habe die legale Durchführung der Revolution garantiert und damit unsägliches Leid von unserem Lande ferngehalten. Zum ersten Male hätten sich vor drei Jahren gleichfalls in Weimar die Bauernvertreter der NSDAP, versammelt, wobei zum ersten Male erklgrt worden sei, daß das wirtschaftliche Moment im Rahmen der agrarpolitischen Probleme in zweiter Reihe und der Bauer als Mensch in erster Reihe zu stehen habe. Diese Zusammen- ^unft sei das Signal zur Sammlung des ganzen deutschen Bauerntums unter einem Symbol gewe- betrachtet, sei der erste Reichsbauerntag der Abschluß einer unseligen Epoche der deutschen Bauerngeschichte und zugleich der Beginn einer neuen Zeit. 21u5 dem letzten Jahrtausend der deutschen Geschichte rage immer wieder der Gegensatz des deutschen Bauern zu den Repräsentanten der einürin- genden Uebevfremdung hervor. Unserer Jugend aber habe man die deutsche Geschichte als ein glanzvolles oder dusteres Bilderwerk ohne jeden organischen Zusammenhang dargestellt. Als die Hohenstau - fen vergessen hätten, daß der Schwerpunkt ihrer Macht in ihrer deutschen Heimat lag, habe der Elendsweg des deutschen Bauerntums begonnen. Diese Abkehr von ihrem Blut und Boden hätten die Staufen damit bezahlt, daß der letzte Hohen- staufe unter dem Henkerschwert in Italien gestorben sei. Auch in der jüngeren Geschichte, als Bismarck, der in seiner Politik immer bäuerlich dachte, gehen mußte, und ein junger Kaiser unter Caprivi einen „neuen Kurs" verkündete, da habe zum zweiten Male in der deutschen Geschichte jener Weg der Hohenstaufen begonnen, der unzweifelhaft über kurz oder lang in innerpolittfchem Chaos enden muhte. Es ist mir ein Bedürfnis, fo erklärte der Reichsbauernführer weiter, an dieser Stelle Adolf Hiller den Dank des deutschen Bauerntums dafür zum Ausdruck zu bringen, daß er das nationalsozialistische Deutschland bewußt a u f dem Bauerntum aufbaut und damit eine neue Epoche deutscher Geschichte einleitet. Der Reichsbauernführer beschäftigte sich dann eingehend mit den wirtschaftspolitischen Fragen und erklärte, wenn * der Reichskanzler dem deutschen Bauerntum durch das Reichserbhofrecht eine Sonderstellung eingeräumt habe, jo deshalb, weil er in dem Bauerntum d i e Quelle der Nation erblicke. Der Grundsatz des Nationalsozialismus „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" sei eine Erkenntnis von ungeheurer Tragweite, und erst, wenn man sich klar und eindeutig zu dieser Grunderkenntnis bekenne und von ihr aus die Bedeutung des Landvolkes zum Gesamtvolk überprüfe, könne man die nationalsozialistische Agrarpolitik verstehen. Es gehe niemals um den Sondernutzen eines Standes, sondern um das Wohl des gesamten Volkes. Die Einigung der Bauernschaft sei die erste und die Einheit zwischen Bauernführer und Mini st er die zweite Voraussetzung zu dem Agrargesetzeswerk gewesen. Das Reichsnährstandgesetz sei die Voraussetzung gewesen für das Gesetz über die Getreidefestpreise. Der Bauer sei durch die sinkenden Preise immer mehr der Verelendung anheimgefallen. 3n dieser gefährlichen Lage habe man die grundsätzliche Umschaltung gewagt und den Preis für die wichtigsten Erzeugnisse in gleicher Staffelung nach Raum und Zeil feff- gelegt, in gerechter Abwägung nach den Interessen des Erzeugers und des Verbrauchers. Man habe damit nicht nur den Bauern vor einem weiteren Preisverfall geschützt, sondern auch den Verbraucher vor ungerechter Preiserhöhung bewahrt. Mit dem festliegenden Preise ändere sich auch das ganze Wirtschaftssystem mit einem Schlage. Wenn man liberalistisch eingestellt gewesen wäre, hätte man angesichts des Preisverfalls Stützungsmaßnahmen ergriffen, um den Preis zu halten. Das wäre aber nur den Getreide- fpekulanten zugutegekommen, und der Staat hätte auf feinen Getreidevorräten fitzen bleiben müssen. Aus dieser Erkenntnis heraus habe man das kapitalistifch-liberaliftische System in der Landwirtschaft beseitigt. Aus den gleichen Erkenntnissen fei auch das Reichserbhofgeseh entstanden, das dem Bo den den Charakter einer Handelsware nähme. Bejahe man die Abwendung von der kapitalistischen Wirtschaft, dann bejahe man auch folgerichtig den Gedanken der Unveräußerlichkeit, der Unteilbarkeit, der Unverschutd- barkeit des Bodens, wie er im Reichserbhof- gefeh verankert fei, und zugleich die Festpreise. So sehe man den Aufbau einer völlig neuen, unkapitalistifchen, in sich geschloffenen wirtschaft. Zu dem Bestreben nach festen Preisen und festen Löhnen geselle sich das Bestreben nach einem f e ft e n Zinsfuß. Hier liege allerdings die schwierigste Aufgabe. Denn es handle sich ja schließlich darum, das Kapitel aus der kapitalistischen Wirtschaft herauszulösen. Daß dieses Ziel, das ja nichts anderes bedeute als die Brechung der Zinsknechtschaft, allen Nationalsozialisten unverrückbar vor Augen stehe, sei selbstverständlich. Es stehe fest, daß es an der deutschen Bauernschast nicht liegen solle, zur Brechung der Zinsknechtschaft bis zum letzten beizutragen, da sie ja am stärksten darunter gelitten habe. Der Reichsbauernführer schloß in der lieber» zeugung, daß unsere Nachfahren einmal erklären würden: Die Bauernführer aus der Zeit der großen deutschen Revolution haben in hingebungsvoller Arbeit ihrem Volke und Landstande gedient und haben sich dabei erwiesen als das unerschütterlichste Fundament unseres Führers Adolf Hitler. Reichsjugendführer Baldur von Gchirach legte bann den Bauernführern den Sinn und die Notwendigkeit der Eingliederung der Bauernjugend in die Hitlerjugend klar und dankte dem Reichsbauernfüher für sein verständnis» oolles Eingehen auf diese Notwendigkeit. Die Einordnung der Bauernjugend bedeute keine Wegnahme dem vielmehr ein Bereitmachen dieser Jugend für ihre großen Aufgaben im Dienst des Bauerntums, denn tzen Aufgaben im Dienst des Bauerntums, denn nur eine Jugend, die erst durch die Ideenwelt des Nationalsozialismus hindurchgegangen fei, könne im Kampf um den deutschen Bauern und für das deutsche Bauerntum ihren Mann stehen. Mit besonderer Betonung erklärte der Reichsjugendführer erneut, daß er es sich zur Aufgabe gesetzt habe, die gesamte' Jugend aller Stände und Konfessionen zu einer Einheit zusammenzu sch ließen. Er werde von keiner Seite Eigenbröteleien dulden, auch von der Seite der Reaktion nicht. Denn wenn der Marxismus den Tod aller nationalen Erziehungsarbeit dargestellt habe, so bedeute die Reaktion deren Pest. Gegen 13 Uhr konnte Staatssekretär Willikens die Beratungen des Reichsbauern- tages schließen. Treugelöbnis der Bauernschaft an den Führer. Weimar, 20. Jan. (DNB.) Der Reichsbauern- führer sandte aus Weimar an den Reichskanzler folgendes Telegramm: „Die im ersten Reichsbauerntag der deutschen Geschichte in Weimar versammelten deutschen Bauernführer entbieten ihrem F ührer undDolks- kanzler Adolf Hitler ihren Gruß. Sie sind ftoh, im Dienste am Volk und an der Heimat unter Ihnen ihre Pflicht tun zu dürfen. Das deutsche Bauerntum gelobt Ihnen in dieser geschichtlichen Stunde erneute Treue, Sie, mein Führer, können sich auf das deutsche Bauerntum verlassen. Gez.: R. Walter Darr ö." Neue Wege und Aufgaben des Zugenvherbergswerkes. Berlin, 21. Jan. (DNB.) Der Reichsverbaich für Deutsche Jugendherbergen hielt im Herrenhaus feine Hauptversammlung ab. Im Namen des Reichs» lugenWhrers Baldur von Schirach, der sein reg» stes Interesse am Jugendherbergswerk aussprechen ließ, und der den Abteilungsleiter H. der Reichs» jugendführer Gobietsführer Rod atz zum Reichs- veröandsführer ernannt hat, begrüßte Obergebiets, führer Jahn- Berlin die Vertreter der Behörden, der SA. und des Stahlhelms. Gebietsführer Rodatz gab einen Ueberblick auf die Neuordnung und nannte einige der nächsten Aufgaben. Man werde an einen weiteren Neubau von Jugendherbergen in allen Tellen des Reiches Herangehen. Am 8. April werde imHamburgerHa» f c n die schwimmende Jugendherberge mit über 500 Betten ihrer Bestimmung übergeben werden, ein umgebauter 2000-Tonnen-Segler. Mit aller Kraft werde auch an die Durchführung des Reichs- werbe - und opfertages gegangen, mit dessen Hilfe die übernommene Schutt) en la st, eine Folge der früheren Mißwirtschaft, verringert werden soll. Mit der Durchführung des Schulpfennigs fei der Jugendherbergsarbeit ein neuer Aufschwung gesichert. Mit frischem Mut gehe der Neichsverbänd an die neue Aufgabe im neuen Staat heran, um unsere Jugend in den Dienst von Volk und Vaterland zu stellen. Deutsche und englische Fugend Obergebietsführer Nabersberg über seine Londoner Reise. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Obergebietsführer N a • bersberg, gewährte einem Mitarbeiter des „8 Uhr Abendblatt" eine Unterredung über feine Reife nach London. Die Reife, die mehrtägige Verhandlungen mit den Führern der englischen Jugendverbände und ähnlicher Organisationen zum Ziele hatte, ist für alle Teile zufriedenstellend verlaufen. Von deutscher Seite mußte in erster Linie dem verhängnisvollen Irrtum zu Leibe gegangen werden, daß die Hitler-Jugend eine militärische Organisation sei, die die Erziehung der jungen Menschen zu nichts mehr als zu reinen Soldaten im Auge habe. Es konnte von deutscher Seite in den Verhandlungen klar und deutlich zum Ausdruck gebracht werden, daß die Hitlerjugend nicht im geringsten auf militärischer Basis er» 3 o g e n werde. Sie sei vielmehr eine Gemeinschaft, die im echten nationalsozialistischen Geist die Ideale hochhalte, die die Jugend am stärksten begeistern. Das Ziel sei, in ihren Reihen Menschen heranzubilden, die fest und kraftvoll im ernsten Lebenskampf ihren Mann zu stehen bereit wären. Niemals aber fei auch nur im entferntesten daran gedacht worden, gar kriegerische Haß- oder Revanchegedanken in das Herz der Jugendlichen zu verankern. Weiter richteten sich die Verhandlungen auf einen regeren Austausch der Jugendlichen beider Länder. In nicht ferner Zeit sollen englische Jungens und Mädels gegen deutsche ausgetauscht werden zu einem Aufenthalt, der es beiden Teilen ermöglichen soll, von einander zu lernen und mit jugendlicher Begeisterungsfähigkeit alles an sich aufzünehmen, was neu und wertvoll ist. Die Besprechungen sollen bald fortgesetzt werden, um das Verständnis für die Erfordernisse der einzelnen nationalen Jugend- gruppen zu fördern. Arbeitsdienst ist Ehrenpflicht der deutschen Jugend. Staatssekretär Hierl vor den Berliner Studenten. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Am Samstagvormittag fand in der Aula der Berliner Universität eine Kundgebung der Studentenschaft für den Arbeitsdienst statt, an der in erster Linie die Studenten teilnahmen, die in den kommenden Semesterferien ihrer studentischen Arbeitsdienstpflicht genügen werden. ReichsarbeitsführerStaatssekretär Hier! führte über die grundsätzlichen Fragen der Arbeitsdienstpflicht u. a. aus: Arbeitsdienstpflicht ist Ehrenpflicht der deutschen Jugend. Große öffentliche Arbeiten mit volkswirtschaftlichen, kulturellen und anderen staatspolitischen Zwecken sollen durchgeführt werden. Zwei Arbeitsaufgaben stehen im Vordergrund: G e • minnung neuer Provinzen innerhalb unserer Grenzen im Frieden, um uns von der Einfuhr lebensnotwendiger landwirtschaft- kicher Erzeugnisse unabhängig zu machen, sowie Umsiedlung unseres Volkes innerhalb unseres Lebensraumes, damit unser Volk aus der totbringenden Verstädterung losgelöst wird. Höher aber als die materiellen Arbeitsleistungen ist die e r z i e h e r i s ch e W i r k u n g d e s Arbeitsdienstes einzuschätzen. Hier liegt nach dem Willen des Führers d e r K e r n der Idee. Aus dem eigenen Erleben des Arbeitsdienstes soll der junge Mensch d i e rechte Auffassung vom sittlichen Wert der Arbeit und die rechte Einstellung zur deutschen Arbeitsgemeinschaft gewinnen. Die allgemeine gleiche Arbeit s d i e n st p f l i ch t als Ziel steht von Anfang an für alle arbeitsfähigen jungen Deutschen feft, so fuhr der Redner fort. Voraussetzung für ihre Einführung ist jedoch die seelische Bereitwilligkeit der deutschen Jugend, diese Pflicht auf fick Zu nehmen. Ein Ruhmesblatt wird es stets in der Geschichte der deutschen Studentenschaft bleiben, daß sie von sich aus ohne jeden staatlichen Zwang den Eintritt in den Freiwilligen Arbeitsdienst zur Pflicht erhoben hat. Der Führer der deutschen Studentenschaft, Dr. Stäbel, warnte reaktionäre Saboteure des deutschen Aufbauwerkes vor den Fäusten der SA. und gelobte dem Staatssekretär Hierl die treue Gefolgschaft der gesamten Studentenschaft. Er hob besonders hervor, daß keinerlei Trennung einzelner Gruppen von dem gemeinsamen Ziele des Arbeitsdienstes in Frage komme, sondern daß die Studentenschaft in allen ihren Gliedern am selben Strange ziehe. Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer das Deutschlandlied und das Horst- Wessel-Lied hallten gewaltig durch den hohen Kuppelraum. Erkältung des Reichspräsidenten. Berlin,20.Jan. (DNB.) Reichspräsident von Hindenburg leidet zur Zeit an einem l t u n g s k a t a r r h und hat infolgedessen die für gestern und heute vorgesehenen Empfänge und Besprechungen abfagen müssen. zu dem öffnet werden. * Verlangen Sie kostenlos u. portofrei Probe vom Elchtostnt-Kontor, BerUnLZS ssriedrtchstr. 237 In allen Apolheken erhältlich Am 1. Februar wird in Kairo König Fuad den W e l t p o ft k o n g r e ß eröffnen, zu dem man De - legierte aus 93 Ländern erwartet. Ziel des Kongresses ist die Revision des internationalen Postabkommens. Die Beratungen werden voraussichtlich zwei Monate beanspruchen. Während des Kongresses wird in Kairo ein Postmuseum er- Dollfuß sucht neue Bundes genossen. Gegen Gicht, Rheuma, Hexenschub und JschiaS all- bewährte« Mittel. Mehr als 15000 freiwillige. notariell beglaubigte Anerkennungen. Die politischen Soldaten der Ration Kameradschaft und Manneszucht die Grundlagen der politischen Schicksalsgestaltung. „Wir sind kein bürgerlicher Klub, sondern eine Vereinigung entschlossener politischer Kämpfer. In der LA. wird und muß diese revolutionäre Linie im Geiste der rückliegenden Zeit eingehalten werden. Ich will keine Lämmer führen, die den Spießern gefallen, sondern Revolutionäre, die ihr Vaterlandvorwärtsreitzen." Das neue Deutschland müsse, so fuhr der Stabs- chef fort, immer geistig jung bleibe n und dürfe nie ein bürokratischer Staat werden. Wenn Träumer und Reaktionäre, politische Eunuchen das nicht begreifen sollten, so würden sie durch die SA. darüber eindeutig belehrt werden. Das Ergebnis eines jahrelangen, blutigen, innerpolitischen Kampes werde nur eine disziplinierte Käme- radschaftderRation sein. Kameradschaft und Manneszucht seien die Grundlagen nicht nur der oldatischen Gemeinschaft, sondern erst recht der er- olgreichen politischen Schicksalsgestaltung. Diese Kamerad chaft habe namentlich auch Geltung nach unten. Die im Kampf durch Blut gekittete Der- bundenheit von Führer und Mann sei die Stärke der SA. bisher gewesen und werde sie auch künftig bleiben. Die gesamte SA. in Men ihren (Blieberungen fei eine ® e m eii n f oft von Kämpfern und fj.erren. Anstelle des Skla- nenaeiftes, des Geistes schwächlicher Demut, die ver> qangene Zeiten dem deutschen Menschen einsutmp- fen versucht hätten, erziehe die SA, bewußt Herren- naturen. Der Stabschef betonte weiter, dag der deutsche Aufbau die ganze straffe Zusammenfaf- fung aller Kräfte erfordere, die gewillt seien, bedingungslos für dieRation einzutreten unter einem Führer, einem Willen, einem Ziel. Es werde künftig keine selbständig nebeneinander ziehende Kolonnen mehr geben, sondern nur die vollkom- meneEinheit aller politischen So l- dalen der Ration, die — gleich in chren pflichten und darum auch gleich in ihren Rechten — beseelt feien von eiserner Energie, von vorwärts stürmendem revolutionärem Schwung und von glühender Vaterlandsliebe. Aufeinander eingeschworen, vom obersten SA.-Fuhrer bessern. r Die gesamte ausländische Presse hat gegen die allen internationalen journalistischen Gepflogenheiten widersprechende Ausschließung von Presseempfang Einspruch erhoben. bis zum letzten SA.-7Nann, seien die braunen Bataillone die revolutionären Willensträger des Führers, des natonalsozialiftifchen Staates, die das Vertrauen des Führers mit unbedingter, hingebungsvoller Treue erwiderten. Soldatische Verbundenheit, eiserne Disziplin und unerschütterliche Kameradschaft, die Grundlagen wahrer Volksgemeinschaft, fänden in der SA. ihre beste Verkörperung. Der Stabschef schloß seine eindrucksvolle Rede mit dem Appell an die versammelten SA.-Führer, diesen Geist der Volksgemeinschaft, den der Führer gepredigt habe, auch künftig d i e Grundlage der Erziehungsarbeit der SA. sein zu lassen. Dann werde die Ration das deutsche Schicksal meistern und damit den tiefsten Sinn des Nationalsozialismus erfüllen. Mit einem Heil auf den Führer schloß der Stabschef die SA.- Führertagung, die in ihrer Geschlossenheit das Band des Vertrauens, das zwischen dem Stabschef und den SA.-Führern besteht, überzeugend zum Ausdruck brachte. SA. und Partei. Berlin, 21. Jan. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, nimmt in dem heute erscheinenden Heft der NS.-Monatsheste, das als SA.-Sondernummer erscheint, das Wort zu dem Thema: SA. und Partei. Er betont, daß nicht etwa das Thema so aufzufassen sei, als stände hier die SA. und dort die Partei, wie aus der Tatsache der Ernennung des Stabschefs der SA.- und des Stellvertreters des Führers zu Reichsministern fälschlich geschlossen werden könnte. Vielmehr seien SA. und SS. Teilgebiete der NSDAP., die als geschlossenes Ganges der Führung Adolf Hitlers unterstehen. Sowohl der Stabschef als auch der ihm unterstellte Reichsführer der SS., Himmler, fühlten sich, wie der Stellvertreter des Führers selbst, allem voran als Nationalsozialisten, als alte Kämpfer der Partei. In bezug'auf seine eigene mehr politisch gefärbte Tätigkeit und die Tätigkeit des Stabschefs und des Reichsführers der SS. betont der Stellvertreter des Führers: Die „Parteigenossen" Röhm, Himmler und Heß denken nicht daran, etwa sture Inter- essenvertreter der von ihnen verwalteten Teilorganisationen unter Außerachtlassung des Gesamtinteresses der Partei zu sein. Stets sind sie bereit, Lasten für die SA. auf der einen Seite, für die übrigen Organisationen der NSDAP, auf der anderen Seite auf sich zu nehmen, wenn es das Wohl der Partei erfordert. Denn die Partei ist heute Deutschland, und wahre Nationalsozialisten sehen in all ihrem Denken und in all ihrem Handeln vor sich nur: Deutschland. Die Angehörigen der verschiedenen Organisationen kämpfen für das gleiche Z i e l.Schulter an Schulter wie einst, gemeinsam leidend, die Siege feiernd, für einander Opfer tragend, geeint in der einen Partei. Sie gab ihnen den Lebensinhalt, sie gab ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Heute wirken alle Untergliederungen der NSDAP, als Teile der Partei für ihren Staat, der ihr durch die Jahre gleich gebliebenes Wollen und j Hoffen dereinst erfüüt. Der italienische Besuch in Wien Euvich über die italienische Politik im Donauraum. W i e n, 21. Jan. (DNB.) Unterstaatssekretär S u- vich hat Wien verlassen. Zum Abschied hatten sich am Südbahnhof Bundeskanzler Dr. Doll- uß, Vizekanzler Fey und andere Persönlichkeiten ungesunden. Außerdem waren der italienische Ge° andte und Mitglieder der italienischen Kolonie er- chienen. Vor dem Bahnhofsgebäude hatten ein Bataillon Hilfspolizei Aufstellung genommen, auf dem Bahnsteig eine Ehrenkompanie des Jnfanterie- Reaiments 3. Vor feiner Abreise erklärte Suvich der Presse, ein Besuch in Wien sei ein neuerlicher Beweis der großen Sympathie und Freundschaft, die Italien dem österreichischen Volk entgegenbringe. Die Bedeutung, die Oesterreich in seiner Stellung im Donaubecken in einem größeren Maße zukomrne, als es seinem territorialen Umfang und feiner Bevölkerungszahl entspreche, sei offensichtlich. Damit Oestereich seine Mission ausüben könne, sei es vor allem notwendig, daß dem Lande die normalen Verhältnisse eines unabhängigen und ruhigen Lebens gesichert werden. Diese Auffassung vertrete Italien seit längerer Zeit auf Grund unveränderter Richtlinien sowohl auf politischem, wie auf wirtschaftlichem Gebiet. Die italienische Negierung habe noch kürzlich in einem eine breitere Regelung der Wirtschaft der Donauländer vorsehenden Vorschlag die Formen angedeutet, die der ganzen österreichischen Wirtschaft von besserem Nutzen sein könnten. Oesterreick habe in den letzten Zeiten auch dank der Maßnahmen seiner gegenwärtigen Regierung schon begonnen, einen gewissen Aufstieg zu zeigen und biete die sichere Gewißheit, daß die Lage in Oesterreich bald wieder hergestellt werde, sofern die allgemeinen und zwar nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die politischen Umstände sich wurde sie beschossen. Dabei wurde ein Kriminalbeamter aus Basel getötet und ein weiterer Beamter durch Kopfschuß schwer verletzt. In Basel ist man stark beunruhigt, zumal sich die Zahl der Opfer einschließlich des Ueberfalles auf die Wever-Bank nunmehr auf vier Tote und zwei Schwerverletzte erhöht hat. Die Täter, zwei jüngere Burschen, flüchteten auf gestohlenen Fahrrädern. Die von der Stuttgarter Kriminalpolizei sofort ausgenommene Verbindung mit Basel und Nachforschungen in Stuttgart ergaben, daß es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um die gleichen Täter handelt, welche am 18. November 1933 in Stuttgart-Gab- lenberg den Werkmeister Feuer st ein und am 5. Jan. 1934 in Basel die zwei Beamten der Wever- Bank erschossen haben, nämlich um den Techniker Sandwig, geboren am 3. August 1910 in Wuppertal-Lengerfeld und den Techniker Waldemar Veite, geboren am 6.August 1916 in Barmen- Wuppertal. Die Stuttgarter Kriminalpolizei hat sofort umfassende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Sechs Verletzte bei einem Strahenbahnnnsall in Wiesbaden. In Wiesbaden löste sich an einem von Dotzenheim nach der Stadt fahrenden Straßenbahnzug die Kupplung zwischen dem Motorwagen und den beiden Anhängern. Der Motorwagen fuhr erst allem weiter; als er zum Halten gebracht war, rannten die auf der abschüssigen Straße nachrollenden Wagen auf den Motorwagen auf. Sechs Personen, die durch den Zusammenstoß Verletzungen erlitten hatten, wurden ins Krankenhaus gebracht. Autounglück in Dänemark. — Ein Toter, drei Schwerverletzte. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Landstraße zwischen Sorve und Hing- fted auf der Insel Seeland. Ein Personenwagen stieß mit einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lastkraftwagen so heftig zusammen, daß der Personenkraftwagen saft vollständig zertrümmert wurde. Das aus dem Betrie'osftoffbehälter unübersichtlichen und schlechten Räume baldmöglichst gegen andere einzutau-schen. Der Besuch des Reichsministers löste bei den Filmschaffenden große Begeisterung aus. Gerüchte um den „Codex Sinaiücus“ Aufsehenerregende Gerüchte waren in London während des Wochenendes im Umlauf, wonach Die vor kurzem vorm Britischen Museum für 100 000 Pfund erworbene Bibelurschrift „Codex Zinaiticu- pin? Fällckuna sein sollte. Ein russischer Diplo» SÄ“b,S.DS'Si-“'Jr: Sä sää«« Museums erklären ebenfalls, daß essich auf keinen Fall um eine Fälschung handeln tonne. Stabschef Röhm auf der SA-Führeriagung. Friedrichsroda, 20. Jan. (DNB.) Die SA.- Führertagung in Friedrichsroda nahm, wie die RSK. meldet, am Samstag nachmittag ihren Fortgang mit Besprechungen organisatorischer Natur. In einer abschließenden Rede faßte Stabschef Röhm das Ergebnis der Tagung in großen Umrissen zusammen. Er erklärte dabei u. a.: Dem Jahr des Sieges folge das Jahr der Bewahrung. Die nationalsozialistische Revolution stelle uns über das bisher Erreichte hinaus noch große und wichtige Aufgaben, durch deren Erfüllung die deutsche Erhebung ihre Krönung erfahren müsse. Vor der Gefahr des Stagnierens und des geistigen Verspießerns bewahre die Nation der revolutionäre Schwung der SA. als der Garantin der Revolution. Aus oller Well. Zwei Baseler Polizeibeamte erschossen, zwei weitere schwerverletzt. Im Zusamenhang mit der verschärften Ueber- wachung der Gasthöfe und Pensionen in Basel, die infolge des kürzlichen Raubüberfalles auf die Wever-Bank durchgesührt wird, wurde in einer Pension von Klein-Basel von zwei Polizisten eine Durchsuchung vorgenommen. Als die Beamten die Pension betraten, wurden sie mit sechs Revolver- schüssen empfangen. Ein Beamter wurde tödlich getroffen; der andere erhielt einen schweren Rücken schuß. Die Verbrecher haben sich in den Jura hinaufgeflüchtet und werden dort von den Volizeikräften der vier Kantone Bern, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Land eingetreift. Als eine Polizeitruppe den Verbrechern auf den Fersen war. Die Genfer Ralslagung beendet. Eine Beschwerde des Deutschen Bolks- bundes abgewiesen. Genf, 20. Jan. (DNB.) Der Völkerbundsrat hat in feiner Samstag-Nachmittagssitzung das Programm feiner 78. Tagung beendet. Die Ratsver- : tretet verlassen am Samstag und Sonntag Genf. Vorher wurde eine Beschwerde des Deutschen Dolksbundes in Oberschlesien behandelt, die sich gegen das Verbot des „Oberschlesi - scheu Kurier" und der „Kattowitzer Zeitung" in Ostoberschlesien richtete. Aus Vorschlag des Berichterstatters, des Spaniers Mada- r i a g a, beschloß der Rat, der Beschwerde keine Folge zu geben. Er nahm dagegen Kenntnis von den Bemerkungen der polnischen Regierung, die geltend gemacht hat, daß man nicht nur gegen diese Organe der deutschen Minderheit eingeschritten sei, sondern auch gewisse Artikel, die i n polnischen Zeitungen erschienen seien, verboten habe. Die Blätter der Minderheiten seien deshalb, wie die polnische Regierung feftfteUe, nicht Gegenstand einer unterschiedlichen Behandlung gewesen. — Der Völkerbundsrat fordert den Dreier- Ausschuß des Rates, der sich in Südamerika befindet, auf, d e n Ehacao ^Streit im Auge zu behalten und bis zur nächsten Tagung alle notwendigen Maßnahmen zu treffen. Düs Kleine Präsidium der Abrüstungskonferenz vertagt sich. Genf, 20. Jan. (DNB.) Das Kleine Präsidium der Abrüstungskonferenz hat sich Samstag mittag nach ergebnislosen Verhandlungen auf d e n 13. Februar vertagt. Im Übrigen hat man sich über feinen weiteren Termin endgültig einigen können, insbesondere nicht für den Wiederzusammentritt der Konferenz selbst. Die Einberufung des Kleinen Präsidiums am 13. Februar soll voraussichtlich nach London erfolgen. Gleichzeitig hat man die Einberufung des Präsidiums selbst für die sich daran anschließende Woche ins Auge gefaßt. Meine politische Nachrichten. Der Reichspressechef der NSDAP., Dr. O. Dietrich, ist vom SS.-Oberführer zum SS.-Brigadeführer befördert worden. ♦ Die Presseabteilung des Reichsnährstandes teilt mit: Der Landesbauernführer Luder der Landesbauernschaft Bayern hat auf Grund des von ihm gegen sich eingeleiteten Ehrenverfahrens gebeten, bis zum Abschluß des Ehrengerichtsverfahrens von dem Posten als Landesbauern- führer beurlaubt zu werden. Der Reichsbauernführer hat diesem Antrag entsprochen und den landwirt chaftlichen Gaufachberater (GFB.) Schuberth, MdR., Kulmbach (Oberfranken), mit der kommissarischen Führung der Landesbauernschaft Bayern beauftragt. * Auf Anregung des Reichsministers des Inneren, Dr. Frick, fanden am 17. Januar zwischen den beteiligten Stellen Beratungen über die Durchführung der Eingliederung der evangelischen Jugend in dieHJ. statt. Die Beratungen wer- den in den nächsten Ta—n fortgesetzt werden, um iiie von ollen Seiten ersehnte Einigung der deutschen Jugend beschleunigt herbeizuführen. ♦ Der rumänische Außenminister T i i u l e s c u und der tschechoslowakische Minister des Auswärtigen, B e n e s ch , sind in Agram zur Konferenz der Kleinen Entente eingetroffen und von dem südslawischen Außenminister Je f titsch und hohen Beamten des südslawischen Außenministeriums begrüßt worden. Der Herrscher von Transjordanland, Emir Abdul 1 a h und der König des Hedfchas Ibn Saud werden binnen kurzem eine freundschaftliche Zusammenkunft in Akaba am Ostende des Roten Meeres haben. Die beiden Monarchen werden wahrscheinlich einbritischesKriegsschif f al s neutral e n B o d e n für die Konferenz wählen. Kunft und Wissenschaft. Architekt Professor Paul Troost f. Architekt Prof. Paul Ludwig Troost, der vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hat, ist jetzt in einem Münchener Krankenhaus g e ft o r b e n. Er mar als ein bedeutender Innenarchitekt bekannt, dem die Ausgestaltung aller großen Lloyd-Dampfer, zuletzt der „Europa", übertragen war. Durch Den Führer wurde er mit neuen Aufgaben betraut, so mit dem Bau des Hauses der Deutschen Kunst in München, mit den Neubauten tn der Utnaebunq des Braunen Hauses und für das Haus der^Aerzteschast in Berlin. Prof. Troost stand m der Mitte der 50er Jahre. prof. Hauser freigesprochen. Nach dreitägiger Verhandlung verkündete der Vorsitzende der IV. Großen Strafkammer am Landgericht Berlin unter großer Spannung das Urteil im Prozeß Hauser. Der Angeklagte Hauser wird auf Grund des § 51 des Strafgesetzbuches frei gesprochen. Seine Unterbringung in eine Entziehungsanstalt für Morphiumsüchtige bis zur Dauer von zwei Jahren wird angeordnet Der An- aetlaate Paul Rosenthal wird gleichfalls frei- aesprochen Es werden verurteilt der Angeklagte Kaufmann Willy Borchardt wegen Betruges m drei Fällen schwerer Urkundenfälschung und borsenrecht- licker Untreue zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, der Angeklagte Kunsthändler Alfred Joseph wegen Betruges m drei Fällen und schwerer Urkundenfälschung zu zwei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Die Untersuchungshaft wurde den verurteilten Angeklag- ten angerechnet. Reichsminister Goebbels bei den ^UmFomparfeti. Reichsminister Dr. G o ebb e l s suchte dies er Tag e den Arbeitsnachweis für Fllmkomparfen m Berlin auf. Der Besuch war in keiner Werfe angesagt und kam sowohl den Beamten des Arbeitsnachweises, als auch den Arbeitsuchenden vollkommen unerwartet. Dr. Goebbels ging durch alle Raume, denen die Stellungsuchenden sich aufhalten. Bei dieser zweistündigen Besichtigung wurde eine Reihe von Mangeln festgestellt, die in der nächstenabgestellt werden sollen. Einige Änderungen rmder Organisation der Arbeitsvermittlung selbst sollen in zweckmäßige" und zielstrebiger Form zur Zeit noch bestehende Härt-p W entströmende Benzin entzündete sich, und im Nu landen der Personenkraftwagen und der vordere Teil des Lastkraftwagens in hellen Flammen. Der Führer des Personenkraftwagens konnte nur als verkohlte Leiche geborgen werden. Sein Mit- ahrer erlitt fo ernste Brandwunden, daß an einem Aufkommen gezweifelt wird. Die beiden Jn- assen des Lastkraftwagens wurden ebenfalls chwer verletzt. Hitzewelle in Buenos Aires. In Buenos Aires herrscht eine ungewöhnlich tarfe Hitze. Das Thermometer zeigt nicht weniger als 40 Grad im Schatten. Man verzeichnet zahlreiche Fälle von Hitzschlag. Das verheerende Erdbeben in Indien. Das verheerende Erdbeben in Indien hat, wie man jetzt befürchtet, auch die 80 000 Einwohner zählende Hauptstadt von Nepal, Katmandu, zum großen Teil dem Erdboden gleichgemacht. Nachdem die Stadt fünf Tage lang vollkommen von der Umwelt abgeschnitten war, läßt die jetzt erst aus dem Jagdlager des Maharadscha von Nepal eingelaufene Meldung auf große Verwüstungen und Menschenverluste schließen. Der Maharadscha von Nepal ist aus seinem Jagdlager in einer entfernten Ecke von Nepal sofort nach der Hauptstadt zurückgekehrt. Die indische Regierung hat fieberhafte Bemühungen unternommen, die Verbindung mit Katmandu wiederherzustellen und der Stadt Hilfe zu senden. Da man jetzt glaubt, daß die dichtbevölkerten Täler von Nepal sogar das Zentrum der Erdstöße waren, wird nach Wiederherstellung der Verbindungen mit weiteren Nachrichten über große Menschenverluste gerechnet. Drei Knaben unter Erdmassen verschüttet und erstickt. In der Gustav-Adolf-Schlucht unweit der pom- merschen Stadt Wolgast, wurden drei Knaben in einer selbstgebauten Grube verschüttet und getötet. Drei weiteren Knaben gelang es, sich aus der zusammengestürzten Grube zu befreien und Hilfe herbeizuholen, die jedoch zu spät kam. Englischer Dampfer gestrandet. — Neun Seeleute ertrunken. Der englische Dampfer „Oakland" ist, wie aus Amsterdam gemeldet wird, in der Nähe der Insel Ter- chelling auf ein Riff gelaufen. Neun Mann von der Besatzung sind t o t geborgen worden; zwei Mann werden noch vermißt. Als das Schiff gestrandet war, war ein holländisches Rettungsboot an die Unglücksstätte gefahren. Die elfköpfige Besatzung weigerte sich jedoch, von Bord zu gehen. Im Laufe der Nacht war die Mannschaft aber gezwungen, die Rettungsboote zu besteigen. Die Boote kenterten jedoch. Als sich wieder ein holländisches Rettungsboot zu dem gestrandeten Dampfer begab, befand sich kein Ueberlebenber mehr an Bord. Zugzusammenstoß bei Torgau. — Ein Bahnbeamter getötet. Im Güterbahnhof Falkenberg bei Torgau stießen ein einfahrender Güterzug und ein ausfahrender Güterzug auf einen stehenden Zugteil auf. Die Maschine des einen Zuges wurde aus dem Gleise ge- drückt. Das Fahrpersonal kam mit dem Schrecken : davon. Mehrere Wagen schoben sich ineinander und übereinander. Der Zugführer, der sich in seinem : Dienstabteil im Postwagen befand, wurde emge- quetscht und getötet. Es ist bisher noch nicht , gelungen, seine Leiche aus den Trümmern zu be= . freien. Der Sachschaden ist sehr groß. Die Gleise , sind teilweise zerstört. Die Untersuchung über die . Ursache des Unglücks ist im Gange. Im ganzen sind , zwölf Güterwagen umgestürzt und zertrümmert. > Bei dem Unfall wurde noch ein Schaffner leicht • oer l etzt.___________________________________________ , Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. - Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. Wien, 20. Jan. (DNB.) Die gesamte Wiener Systempresse fordert jetzt die Gewinnung der sozialdemokratischen Arbeiterschaft für die Regierung Dollfuß. Die Erklärungen des Bundeskanzlers vor dem Christlich-Sozialen Parteivorstand werden dabei als Ausgangspunkt einer Neuorientierung der Innenpolitik hm- gestellt. In unterrichteten Kreisen läuft die Behauptung um, daß dieser Kurswechsel auf italienische Wünsche zurück gehen soll. Die amtliche „Wiener Zeitung" schreibt unter der Ucber- schrift: „Neue Aspekte", es handele sich um ein erlösendes Wort, an das die berufenen Führer der Arbeiterschaft antnüpfen könnten, wenn sie guten Willens zur Mitarbeit wären. Der Bundeskanzler habe alle Abseitsstehenden und Schwankenden eingeladen, in die große Front der österreichischen Unabhängigkeit und des Aufbaues einzutreten. Im „Neuigkeitsweltblatt" heißt es, der Bundeskanzler habe einen deutlichen Appell an die Arbeiterschaft gerichtet, die er jedoch mit der Sozialdemokratie nicht verwechselt haben wolle. Von dieser Partei wolle er keine Antwort oder Zustimmung. Was diese Partei denke, sei bereits uninteressant geworden. Die „Politische Korrespondenz" wendet sich scharf gegen die Sozialdemokratie. Sie sei schuld daran, daß Teile der Arbeiterschaft während des großen Kampfes Oesterreichs um feine Freiheit abseits ständen. Die Ständeidee kenne weder Lieblinge, noch Stiefkinder. Der sozialdemokratische „Abend" teilt mit, daß der Parteivorstand der Sozialdemokratie bereits in den j nächsten Tagen endgültig seine Stellungnahme — dem Appell des Bundeskanzlers festlegen werde. Das Raffel einer Frühlingsnacht ZRoman von Gert Rothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle, Saale 5. Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Aber ich bin froh, daß er so weit ist. Jetzt wird er ja so nach und nach wieder die Menschen verstehen und mit ihnen leben lernen!" meinte der Rentmeister und langte zufrieden nach seiner Tabakspfeife. „Er wird es ihnen kaum vergessen, daß sie ihn alle einer solchen Tat für fähig halten konnten!" sagte seine Frau. „Na ja! Du hast ja recht! Aber schließlich: er muß zugeben, daß es ein dummer Zufall war, daß er eher von der Zusammenkunft wegfuhr. Wer soll denn nur auch ein Interesse daran gehabt haben, die schöne junge Frau zu töten? Es wird eben doch ein Unglück gewesen sein und kein Mord. Für ihn eines so schrecklich wie das andere. Denn er hat sie sehr geliebt!" meinte Berndt bedächtig. Nach einer Weile setzte er hinzu: „Ich bin zufrieden, daß er wenigstens wieder Interesse für seinen Besitz hat. Damit ist schon viel gewonnen." „Vielleicht! Aber froh kann er sich doch nie wieder fühlen, solange er sich diesen Makel nicht abwaschen kann", sagte Frau Berndt bekümmert. Der alte Beamte antwortete seiner Frau nicht mehr, und das war das Zeichen für sie, daß für ihn die Unterhaltung beendet war. Er langte sich jetzt seine Rechnungsbücher vom Brett herunter und war nun für einige Stunden für niemanden zu sprechen. * Graf Härtlingen ging zum erstenmal wieder seit langer Zeit mitten durch den Wald, der ihm gehörte. Ohne es zu wissen, verließ er ihn auf der Seite, an die der See grenzte. Der See, der Lelias blühendes Leben vernichtet hatte. Still, ruhig, mit leisem Wellenschlag, blau, fast durchsichtig, lag er vor ihm. Härtlingen starrte auf das Wasser. Wie auf einen Todfeind! Nach dem Waldrande zu war der See mit Schilf bewachsen. Ein Stück weiter schwammen Wasserrosen still und weiß auf ihrem grünen Untergrund. Am Steg schaukelten sich die Kähne. Einer davon war dabei gewesen, als — als — Lelia starb. Als der See ihr herrliches, blühendes Leben vernichtete! Wie er ihn haßte, diesen stillen, durchsichtigen See. Bei einem Gewitter hatte Lelia aus diesem See gerudert. Sie, die sich vor Gewittern so sehr fürchtete. Schon diese Tatsache blieb ein Rätsel. Hier kannte Lelia kaum jemanden. Er, Rudolf Härtlingen, in seiner blinden Liebe und Eifersucht, hatte sie ganz für sich haben wollen. Er gönnte keinem anderen einen Blick von ihr. Wenn er sich auch sagen mußte, daß er eines Tages Lelia mit den Nachbarn zusammenbringen mußte. Er konnte die heißblütige, schöne Frau doch nicht wie eine Gefangene behandeln. Aber er zögerte, schob den Zeitpunkt, wo er Lelia den Nachbarn oorstellte, immer wieder hinaus. Dann kam Venjo Holm. Nichts geschah! Venjo blieb kühl und treu, vermied jedes Alleinsein mit Lelia! Und auch Lelia benahm sich tadellos. Die Eifersucht in ihm erlosch. Er war Lelias Liebe und Treue sicher. Im August sollte ein wundervoll ausgedachtes Gartenfest mit anschließendem Sommernachtsball in Schloß Härtlingen stattfinden. Die Einladungen waren bereits verschickt. Lelia bat immer wieder um Geld, und er gab es ihr mit vollen Händen. Lelia sollte glücklich sein! Schade war es, daß Venjo einige Tage vor dem Fest abreisen mußte. Lelia hätte ihn so gern für verschiedene Veranstaltungen gehabt. Doch er blieb fest. Mochte der Himmel wissen, was ihn wieder einmal in die Welt hinaustrieb! Zwei Tage vor dem Fest, auf das sie sich so gefreut, ertrank Lelia! Graf Härtlingen preßte plötzlich die Stirn an den schlanken, hellen Stamm einer Birke und stöhnte in Schmerz und Sehnsucht: „Lelia, warum starbst du?" Die hellen schimmernden Wasserrosen leuchteten still zu ihm herüber. Graf Rudolf Härtlingen ging am Rande des Sees hin, starrte ins Wasser und dachte: „Wozu will ich mich noch einmal aufraffen? Wozu? Es ist doch ganz gleich, in wessen Hände mein Hab und Gut fällt, ganz gleich ist es, weil doch Lelia nicht mehr bei mir ist. Nie mehr!" „Nie mehr!" glucksten leise die blauen Wellen. „Nie mehr!" rauschten die Bäume. „Nie mehr!" schien der kleine Vogel zu klagen, der hier auf dem niederen blühenden Strauch saß und ihn mit dunklen Perlaugen ansah. Langsam, fast mühsam, wie ein Schwerkranker, ging der Schloßherr von Härtlingen wieder nach Hause. Das war sein erster Ausflug aus seinem Einsiedlerleben. 4. Kapitel. Eine Frühlingsnacht! So still, so herb, so duftend und so geheimnisvoll, wie eben nur Frühlingsnächte sein können. Der Mond stand als helle volle Scheibe am tiefdunkelblauen Himmel. Nur ab und zu wanderten Wolken vorüber. Dann war er minutenlang dunkel, und der Park von Härtlingen wirkte fast düster. Der ruhige, feste Schritt des jungen Schloßherrn erklang auf den mit Kies bestreuten Wegen. Von der Dorfkirche drüben schlug die Turmuhr hell und klar die Mitternachtsstunde an. Jetzt waren die dunkeln Wolken vorüber. Hell beschien der Mond die Figuren im Park. Und geheimnisvoll huschten Blätterschatten über die Wege. Hell beschienen war auch das große Tor mit den beiden goldenen Kugeln rechts und links. Rudolf Härtlingen zuckte zusammen. Das — war doch Lelia? Lelia, die dort am Tor lehnte? Die Frauengestalt am Tor hob die Hände. Härtlingen stürzte hin, riß das Tor auf: ,Lelia!" Die schlanke Gestalt floh an der Mauer hin. Mit ein paar großen Schritten hatte er sie erreicht, riß sie an sich, küßte sie wie wahnsinnig und stöhnte: „Lelia! Ich habe dich wieder! Du bist es ja doch, Lelia! Warum fliehst du vor mir, Lelia?" Regungslos lag das junge Weib in seinen Armen. Er küßte, streichelte, liebkoste sie. „Lelia! Ich habe es ja gewußt, daß meine Liebe nicht einsam und voll Sehnsucht bleiben würde. Du bist wiedergekommen, du, du ...!" Seine überreizten Gedanken waren nicht mehr klar. In diesem Augenblick nicht, in dem er glauben konnte, daß er Lelia wirklich in seinen Armen halte. Aber kein Gedanke kam ihm, daß es eine andere Frau sein könne. Die Aehnlichkeit war zu groß. Seine krankhafte Verlassenheit sah und spürte nur Lelm. Lelia, die doch längst tot war, und die drüben auf dem Dorffriedhof in der Familiengruft der Härtlingen für immer schlief. Härtlingen sagte leise, leidenschaftlich: „Weshalb wolltest du fliehen, Lelia? Weißt du denn nicht, wie sehr ich dich liebe?" Ein Laut des Entsetzens schlug zu ihm empor. Die schlanke Frau in seinen Armen wehrte sich gegen ihn mit der Kraft der Verzweiflung. Doch was waren ihre Bemühungen, von ihm fortzukommen, im Vergleich zu seinen Riesenkräften? Er hob sie empor, daß er sie küssen konnte; seine Arme umschlossen sie fester: „Lelia! Ich liebe dich! Nur dich liebe ich! Du bleibst bei mir! Du gehst nicht ein zweitesmal von mir!" Das Tor fiel hinter den zwei Menschen zu. Schnell schritt der Graf mit seiner leichten Last zum Teehaus hinüber. Und wieder wehrte sich die Frau. „Ich bin nicht Lelia! Lassen Sie mich fort!" Ein helles, fast knabenhaftes Lachen: „Du bist Lelia! Du hast ihr goldenes Haar, h-ast ihren Mund, ihre Gestalt. Und wenn es nur für diese eine Nacht ist, Lelia — du bist noch einmal zu mir gekommen!" Und wieder brannten seine heißen Küsse auf dem Zuckenden Frauenmund. Wie süßes, berauschendes Gift senkte sich auch ihr die Liebe ins Blut. Die Liebe zu dem hochgewachse. nen Manne, der sie für die andere hielt — für Lelia! * „Frühstück, Alter! Ich trage es selbst hinüber! Ich frühstücke im Teehaus." Die fröhliche, glückliche Stimme fuhr dem alten (Bormann in die Glieder. Er blickte seinen jungen Herrn fassungslos an. „(Bormann! Schnell! Spute dich doch! (Bormann -ging. Hell schien die Sonne. Sie beschien das Teehaus. Ihre Strahlen küßten die noch mit Tau befeuchteten Blüten im (Barten. Graf Härtlingen strich sich über die Stirn. Was hatte er da eben getan? Frühstück bestellt? Für wen denn? Für — Lelia? Aber sie war doch tot? Sie trank doch nie mehr mit ihm drüben im sonnendurchleuchteten Zimmer des kleinen Teehauses aus den kleinen bemalten Tassen, die sie so geliebt hatte? War es denn nur ein Traum gewesen, daß er sie wieder in den Armen hielt, sie küßte, wie einst? Er sah an sich herunter. Er hatte ein Bad genommen, sich umgeklmdet. Sein Bett im Schlafzimmer war noch unberührt und drüben im Teehnus wartete — dort wartete doch Lelia auf ihn? Lelia, die ihn geküßt und gestreichelt hatte? Ein Traum? Ein Traum?! Hatte er es gebrüllt? Da jagte er auch schon durch den Park. Das Teehaus! Die Tür stand offen. Er stürmte hinein, sah sich um, sank im nächsten Augenblick auf dem Ruhebett in sich zusammen. Hier sollte Lelia gewesen sein? Still, leer, einsam war der kleine, intime Raum! Alles lag glatt und sauber da. Jedes Deckchen, jedes Kissen. Eine Rose lag am Boden. Eine der blassen, zarten Rosen, wie sie zuweilen schon ein warmer Frühling hervorbringt. Lelia! Graf Härtlingen taumelte empor. Hatten die Verwandten recht? War er wahnsinnig? Warum rief er Lelia, die nie mehr zu -ihm kommen konnte? Die längst tot war? Er —- hatte sie geküßt! Ja, aber es war ein Traum gewesen. Alles, was ihn so selig gemacht, war ein Traum. Oder war Lelia ein letztesmal zu ihm gekommen? Die Rose! Von wem war diese schöne, blasse Rose? Flüchtig dachte er, daß er, wenn er hier gesessen und geträumt, die Rose vielleicht mitgenommen, als er auf dem Wege hierher war in der gestrigen Nacht. (Fortsetzung folgt.) Der 430 L Lollar, Rudolstadt, Sao Paulo (Brasilien), Essen, den 21. Januar 1934 Oie von 0378 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Walter Dickox£, Oberregierungsrat presse und Wissenschaft anerkannte Münchener Hellseherin Slaire Reichard Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Januar, 15.45 Uhr, in Lollar statt 038> Lehrmädchen f. Herrenartikelgeschäft sofort gesucht. Selbstgeschriebene Os- rertenm.Lebens- lauf unter 416D andenGieß.Anz. Die unterzeichneten Gießener Sortiments - Buchhandlungen sehen sich infolge der erneuten intensiven Werbetätigkeit auswärtiger Vertre er veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß sämtliche Zeitschriften durch sie — im Abonnement wie auch einzeln (ohne Bindung!) - erhältlich sind. Dies gilt vor allem auch für Rundfunkbläiter, für die z. Z. teilweise unter bewußt falschen Angaben (Mißbrauch der Partei bzw. des Winterhilfswerks) gewoi ben wird. \\ ir bitten, den ortsansässigen Buchhandel auch beim Kauf un-i Bezug von Zeitschriften zu berücksichtigen und skrupellosen Werbern die Tüi* zu weisen. [419d Ferber'sche Univ.-Buchhandlung Goethe-Buchhandlung Kurt Holderer Univ.-Buchhandlung (vorm. A. Frees) Pfeiffersche Univ.-Buchhandlung Ricker’sche Univ.-Buchhandlung Heute entschlief nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere gute, treubesorgte, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau CarolaDickore, geb. Walter Wwe. des Geheimen Sanitätsrats Dr.F.C. Dickorä zu Lollar Am Samstag nachmittag 4 Uhr verschied nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater. Großvater und Bruder Friedrich August Schmidt im Alter von 72 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen (Bruchstraße 8), Wieseck, Guntersdort, Koblenz, Offenbach, Lemgo, Hamburg, den 22 Januar 1934. Die Einäscherung findet Mittwoch, den 24. Januar, 2’/2 Uhr nachmittags, auf dem Neuen Friedhof statt. ______________________________________________437 D Oberhessische Geschichtsverein veranstaltet Donnerstag, den 25. Januar, 81/« Uhr. im Kunsthistorischen Institut (Ludwigstraße 34) als Jahrhundertfeier hält z. 3- in Frankfurt a. M., Weiteraustraße 15 (Haltestelle: Linie 12), Güntersburgpark Spr echstunden von 12 bis sühr (auch Sonntags) Völkischer Beobachter schreibt: Cl. X verdient angesichts der Klarheit und Zuverlässigkeit ihrer Gesichte unter allem v elleicht weitaus am meisten gehört zu werden. einen Vortragsabend, bei dem die Univ.-Prof Dr Roloff u. Dr Theod. Mayer über Geschichte und Bedeutung des deutschen Zollvereins sprechen. Auch Nichtmitglieder sind als Gäste willkommen. kvWeMer Men-Wein, Gießen Donnerstag, 25. Januar, im Cas6 Leib: Berfamnilüiig Her oderliess. Mnenmellie 2 Uhr: Vortrag B. Jeev (Reichsführer im Frauenwerk): Die vostsmissionarische Verantwortung der evangelischen Frau XM Uhr: Vortrag Iran Lönnies (Reichsführerin im Mütterdienst): 4ibd „Mutter und Volk". I Kasperle i ist da! 4,508 Liebe Kinder! Wir wollen am Mittwoch, dem 24. Januar 1934, 3'/, Uhr, im Kathol. Vereinshaus meine vergrößerte Bühne ein- weihen! Kommt alle! Eintritt 15 Euer Kasperle Larifari. Dienstag, 23.3an. 1934,14 Uhr, sollen im Löwen hier, lieuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 1 Roto-, 1 Bohr- und Schreibmaschinen, eine Schnellwaage, Stoffe, Klaviere, 1 Toi- lette-Sviegel, 1 Grammophon, Radios, 1 Violine, Pelzmützen, Standuhren, Ladenkassen, ein Jagdgewehr, Kassenschranke. Ganz bestimmt: 1 Flügel, einen Elektrolux-Wascher. «aoD Srhavmanrr, Gerichtsvollzieher k. A. - Gießen Walltorstrabe 48, Telephon 3108. KMgW. (eHelle für 17jährigen jungen Mann mit gutem Abgangszeugnis d.Oeffent- lichen Handelslehranstalt zu Ostern, mögl. in Fabrik od.Großh. gesucht. Schriftl. Ang. u. 0379 a.Gieß. Anz. 6dine9etlh9etf0 0.55| Frische Seefische empfiehlt heute eintreffend Nachfolger: Mäusburg 15 43«d Telephon 3612 4290 Gesucht ein älteres,gewandt. MW» erfahren in allen Häusl. Arbeiten zum 1. März. 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Nachdem Schmitt beobachtet worden war, wurde er nunmehr f e st genommen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Schmitt, der bis zur Umstellung in einer kommunistischen Druckerei beschäftigt war, fand man schwer belastendes Material Neben Schreiben an die Regierungskommission, in denen er seine Dienste für" besondere mit der Abstimmung im Zusammenhang stehende Fragen anbot, wurde u a auch ein Schreiben an den früheren französischen Major L a n r e z a c gefunden, der getarnt in der Bergwerksdirektion in Saarbrücken sitzt, in Wirklichkeit aber von dort aus die französische Propaganda betreibt. An L a n r e z a c hat Schmitt unter Hinweis auf seine durch die Revolution herbeigeführte Stellungslosigkeit u. a geschrieben, er stünde ihm auch für andere Dinge, die Zum Vorsitzenden des Bundes deutscher Gebrauchsgrophiker berufen LPD. Frankfurt a. M., 21. Jan. Die Landesstelle Hessen-Nassau für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit, daß der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste zum Vorsitzenden des Bundesbezirks Hessen-Nassau des Fachverbandes „Bund deutscher Gebrauchsgraphiker" in der Reichskammer der bildenden Künste den bekannten Frankfurter Maler und Graphiker Albert W i n d i f ch berufen hot Banner- statt Frauenarbeit. LPD Kelsterbach a. M., 20. Jan. Die Bestrebungen im Sinne nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik, da wo es möglich ist, Frauenarbeit durch Männerarbeit zu ersetzen, sollen nun auch in der deutschen Das Lawinenunglück im Allgäu. >. Es ist nunmehr gelungen, die Leiche des Oberschützen Alexander W u t s ch k e vom III. Bataillon des Infanterie-Regiments 14 in Konstanz, der beim Lawinenunglück im Daumengebiet verschüttet wurde, zu bergen. Die Leiche wurde im unteren Teil der Lawine durch Sondierstangen gefunden. Wenig später wurde auch der zweite verschüttete Reichswehrangehörige, der 20 Jahre alte Oberschütze Johann Ackermann vom gleichen Truppenteil etwa 100 Meter von seinem Kameraden entfernt aufgefunden. Die Leichen der beiden Verschütteten wurden zu Tal gebracht. — Unser Bild zeigt die Rettungsmannschaft beim Bau von Stollen durch den Lawinenschnee. Kunstseidenindustrie verwirklicht werden. So stehen bei allen Konzernwerken der Vereinigten Glanz st off-Fabriken A. G. nach dieser Richtung durch Verhandlungen des Treuhänders der Arbeit Dr. L ü e r - Frankfurt a. M. und der Werkleitung neue Arbeitsbedingungen bevor. Man will in die Zwirnerei und in der Spulerei die Arbeitsplätze der Frauen durch Männer ersetzen. In allen Arbeitszweigen ist eine Umbesetzung nicht ohne weiteres möglich. Dieses Vorgehen bedingt eine tarifliche Neuumbildung, und zwar soll der" seither gezahlte Tariflohn für Frauen für die an ihre Stelle tretenden jugendlichen männlichen Arbeitskräfte gezahlt werden. Diefe Tarifregelung gilt für die Arbeitskräfte bis zum 21. Lebensjahr, von da ab tritt der übliche Tarif für Männer für die neuen Arbeitskräfte in Wirksamkeit. Die angeftrebte Auswechselung der Arbeitskräfte verlangt naturgemäß eine bestimmte Lehrzeit der jugendlichen männlichen Arbeitskräfte. Die Vereinigten Glanzstoff-Fabriken A. G. werden infolgedessen zunächst in ihrem Werk in Kelsterbach eine Werkschule einrichten, in der die männliche Jugend angelernt und ausgebildet werden soll. Die Gesellschaft" wird für die etwa halbjährige Ausbildungzeit den Werksschülern d i e L e h r- zeit durch besondere soziale Leistungen ermöglichen. Man ist gewillt, die bisher beschäftigten Frauen nicht ohne weiteres zu entlassen, sondern ihnen evtl, im Falle der Verheiratung durch Gewährung von Ehestandsbeihilfen entgegenzukommen. Erfahrungen einer ständisch durchorganisierten Architektenschaft, die von einheitlichem Willen durchdrungen ist, für die Kulturpolitik des Staates unentbehrlich. Der Staat erwartet von der Baukunst die Repräsentation der nationalen Macht und die vollkommenste Erkülluna Mi umrittener vraktischer Aufgaben Städten — in jeder Stunde und an jedem Ort. Ja, i sie drängt sich uns auf, wenn sie eine schlechte und . protzenhafte ist. Malerei betrachten wir vielleicht in seltenen Stunden in den Räumen einer Kunsthalle wir müssen sie aufsuchen. Sogar der Musik, die das ; Radio Millionen von Menschen bringt, müssen wir uns zur Verfügung stellen. Schalten wir den Apparat aus, so ist sie nicht mehr vorhanden. Die Baukunst aber ist um uns auf Schritt und Tritt: sie ist die immerwährende Bildnerin des zivilisierten Menschen im Unbewußten. Aus dieser Allgegenwärtigkeit fließt der stille, aber eindringlich wirkende Einfluß dieser Kunst, von der Alfred Rosenberg gesagt hat, daß sie vor allem berufen fei, eine nationale Kunst zu sein und zu werden. „Sie wird es in um so höherem Maß sein können, als sie sich bewußt ist, daß sie Ausdruck des Zeitgeistes ist, der Deutschland von Grund aus erregt Nun ist beileibe nicht jede Architektur Kunst: sie strebt aber nach diesem Idealbild und wird ihm nahekommen, wenn sie Ausdruck der geistigen Haltung einer Epoche und eines Kulturkreises zu werden vermag. Hieraus ergaben «ich ;ui Oen Faschismus Oie Normen für die Lösung seiner typischen Bauaufgaben Für diese Planung hat das neue Italien die Gemeinschaftsarbeit zwischen den Fachleuten aus den einzelnen Zweigen des staatlichen Wirkungsbereichs und den Architekten organisiert Damit soll erreicht werden, daß der Architekt mit den Baubedürfnissen des Staates vertraut wird. Trotz aller vom Staate aufgestellten Richtlinien bleibt es seine vornehmste Berufspflicht, den Bau in natürlichem Zusammenhang mit Boden und Landschaft zu gestalten Der Einzelbau aber soll an seinem Ort und in seiner Umgebung eindrucksvoll die Macht des Staates verkörpern, denn der Faschismus will auch in der ärmsten Ortschaft Siziliens gegenwärtig fein. Für das Projekt eines Fafcio-Haufes wurden z. B. drei Typen, und zwar für die Großstädte, Mittelstädte und kleine Stadtgemeinden ausgearbeitet, und zwar so, daß der kleinste Typ bestimmten Mindestforderungen der faschistischen Erziehungsidee genügen mußte. Die Aufgaben der geistigen Erziehung, der körperlichen Ertüchtigung und der volitischen Aktivierung müssen auch noch in> diesem kleinen Rahmen erfüllt werden können. Aehnlich gelagerte Bauaufgaben ergeben sich bei Schulen und Studentenheimen, Theatergebäuden und Konzerthallen. Bibliotheken und Museen, Sportplätzen und öffentlichen Parks Ein ebenso weites Feld eröffnet sich auf dem Feld der Sozialpolitik, sowie der öffentlichen Fürsorge und des staatlichen Gesundheitsdienstes und im Bereich der allgemeinen kommunalen Baubedürfnisse. - Die Bedeutung Des faschistischen Bauprogrammes liegt in der Zusam menführung von Staat und Einzelarchitekt im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft und in dem Vorteil, die gesamte Bevölkerung zum mindesten der an dem Bauprojekt interessierten Gemeinde an der Entwicklung der staatlichen Bauaufgaben teilney- men zu lassen. Es handelt sich um einen ersten kühnen Vorstoß zur zukunftsreichen Klärung des Verhältnisses Staat und Kultur zur P anmaß.gen Erneuerung der italienischen Baukunst, letzten Endes um eine große Erziehungsaufgabe. Deshalb erscheint es-nur als folgerichtig, wenn ein Staat — wie der faschistische in Italien — mit seinem Totalitätsanspruch der Entwicklung ferner Baukunst nicht gleichgültig gegenuberstehen kann. Der Grundsatz der Planung verlangt auch hier die Zusammenfassung aller geistigen und materiellen Kräfte der Nation, um die Vergeudung und Zersplitterung in unzulänglichen Einzelleitungen zu vermeiden. Das Zusammenwirken von persönlichem Schöpfertum und staatlicher Zielsetzung kann nur ein von der Spitze sich nach unten Derbreiternber ständischer Aufbau gewährleisten. Deshalb. ist idie Bereitstellung der fadimännifchen und kumtlernchen Staat und Baukunst. Von Dipl.-Ing. tzerberih Tlofb, Äerlin Der Verfasser hielt dieser Tage zur Eröffnung der Ausstellung „Junge faschistische Baukunst" in der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg einen Vortrag, der sich mit den Grundsätzen des faschistischen Staates für die Lösung seiner typischen Bauaufgaben befaßte. Die Baukunst ist die sozialste Kunst, denn keine ragt so tief in die menschliche Gesellschaft und in ihr Alltagsleben hinein wie sie. Die Architektur umgibt uns — und nicht nur in den großen tzlück uni> Ende eines Abenteurers. Die Sucht nach Abenteuern ist auch in unserer nüchternen Zeit noch keineswegs ausgeftorben. Einen eigenartigen Beweis dafür liefert das Tagebuch eines jungen Franzosen Michel Vieuchange, der bei einer Expedition nach der „verbotenen Stadt" Srnara, einer sagenhaften Wüsten-Oase, den Tod gefunden hat. Vieuchange war, wie das von feinem Bruder der Veröffentlichung oorangeschickte Lebensbild bestätigt, der Typus des modernen Menschen, der, von der Zivilisation angewidert, nach Abenteuern und romantischen Taten lechzt und lieber einem Phantom nachjagt, als sich mit einer banalen Wirklichkeit zufrieden zu geben. Er hatte sich zunächst der Literatur gewidmet und schrieb einen Roman, dessen Held den Ausweg aus dem Materialismus der Großstadt in phantastischen Erlebnissen sucht. Aber dieses Phantasiegebilde konnte ihm nicht genügen, und so zog er selbst aus, angeblich, um Srnara, die fabelhafte Wüftenftadt im Hinterland von Spanisch-Marokko zu finden, tatsächlich aber auf der Suche nach sich selbst und nach seinem Heldentum. Er lebte unter den elendsten Bedingungen und größten Gefahren, kämpfte sich ruhrkrank durch die Wüste nach Tisnit durch, wurde dann im Flugzeug nach Agadir gebracht und starb hier, glücklich, sein Ziel erreicht zu haben, in den Armen seines herbeigeeilten Bruders. Der Dichter Paul C la u d e l ehrte sein Andenken durch die Vorrede, die er der Tagebuch-Veröffentlichung mitgab. Und was hatte Vieuchange erreicht? Was war Srnara, die verbotene Stadt? Nichts weiter als ein verlassener Trümmerhaufen mit einer einzigen kleinen Moschee, die nicht mehr benutzt wird. Von Zeit zu Zeit hausen hier Nomadenhorden und überlassen die Stätte dann wieder der Einsamkeit. Wenn der Forscher irgendein märchenhaftes Wunder orientalischer Pracht vermutete, so mußte er arg enttäuscht fein. Aber ihn befriedigte das gefahrenvolle Abenteuer, das er zur Lösung dieses Rätsels bestanden. Als Berber-Frau, dann wieder als amerikanischer Goldsucher verkleidet, hatte er sich durch die wilden und räuberischen Beduinenstämme von Süd-Marokko und Rio bei Oro hindurchgeschmuggelt, war den Dolchen argwöhnischer Scheiks entgangen, und war in elenden Hütten von Läusen fast zerfressen worden. Er nährte sich von Kamel- und Ziegenfleisch, von unreifen Datteln und Heuschrecken: er wanderte mit zweifelhaften arabischen Gefährten Tausende von Kilometern in Sonnenglut, fast verschmachtend vor Durst, und fand schließlich in einer Wüste von Sand und Stein ein paar verfallene Mauern, alles, was von dem fabelhaften Srnara übriggeblieben war ... Öocbfdiulnarhfitbten. Nachdem sich bereits die Frankfurter Studentenschaft an den Kultusminister gewandt hat mit der Bitte, Professor Dr. K ri e ck zu beeinflussen, seinen Ruf nach Heidelberg nicht anzunehmen, hat sich jetzt auch die Frankfurter Dozentenschaft unter Führung von Dr. G i r n d t mit der gleichen Bitte an den Kultusminister gewandt. Auch die Dozentenschaft vertritt die Ansicht, daß, wenn Professor Dr Krieck diesem Rufe folge, Frankfurt einen im vollsten Sinne des Wortes unersetzlichen Verlust erleiden mürbe. Um die enge Verbundenheit der Hygiene sowohl mit der Kurortwissenschaft als auch mit der von medizinischen Gesichtspunkten geleiteten Klimaforschung zum Ausdruck zu bringen, hat der Preußische Kultusminister erstmalig die Angliederung einer staatlichen Forschungsabteilung für Kurortwissenschaft und medizinische Klimatologie in das hygienische Institut der Universität Marburg genehmigt. Zwecks Durchführung derartiger Forschungen verfügt die Forschungsstelle der Universität Marburg über eine klimatologische Musterstation sowie über eine Reihe meteorologischer Beobachtungsstationen zweiter Ordnung in Hessen» waldeckischen Kurorten. Die Angliederung der For- schungsabteilung, welche unter Leitung des Direktors des hygienischen Instituts, Prof. Pfannenstiel, steht, bedeutet eine wertvolle Bereicherung der Philipps-Universität. Der Direktor des Instituts für gerichtliche Medizin an der Universität Leipzig. Professor Dr. Richard K o ck e (, ist im Alter von 69 Jahren g e • st o r b e n. Prof. Kockel war als hervorragender Gelehrter auf dem Gebiete der kriminalmedizinischen Wissenschaft bekannt. Es ist vielleicht noch erinnerlich. wie er in dem Falle des Versicherungs- mörbers Tetzner durch seine überraschenben Feststellungen an den verkohlten Leichenresten von Tetzners Opfer ben Mörder zu überführen vermochte. Die ordentlichen Professoren an der Abteilung Maschinenbau der Technischen Hochschule Braunschweig, Dr. Otto D e n e ck e und Geh. Hofrat Dr. Karl Friedmann, sind von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worben. Wirtschaft Tb lieferungen vor. Die Preise haben teilweise, beson- Devisenmarkt Berlin — Jranffurl a. M Banknoten. «ir Noten e Note«, Unaarifdie Note» ••«••••••••••••« Stapel liefen im dritten Viertel des verflossenen dern erst bei steigender Flut und wenn der Wind Jahres insgesamt 90 Schiffe mit 132 000 Brutto- der weltwirtschaftlichen Belebung seine Segel wie- registertonnen, dagegen im vierten Quartal 71 > der geschwellt haben wird, ist für den deutschen ders für billige Sorten, eine leichte Erhöhung erfahren. Das Geschäft nahm einen relativen guten Verlauf. Es notierten in Pf. je Stück frei Frankfurt a. M.: deutsche Frischeier Kl. S 13,50, Kl. A Schiffbau die Zeit gekommen, sein Arbeitsfeld abzustecken und sich den erreichbaren Absatzmöglichkeiten anzupassen. Oer nationale Sozialist opfert für das Winterhilfewerk. abhängig sein. Mit Recht hat daher der Vorsitzende des Vereins Deutscher Schiffswerften, Dr. Scholz, kürzlich die Forderung gestellt, daß, ähnlich wie die Schiffahrt auch der von ihrer Entwicklung ganz und gar abhängige Schiffbau, d. h. also Zahl, Umfang und Leistungsfähigkeit der deutschen Werften, an die veränderten Verhältnisse angepaßt werden müßte. Gerade weil diese Neuordnung des deutschen Schiffbaues noch bevorsteht, ist es von großer Bedeutung, wenn festgestellt werden kann, daß der Tiefpunkt des Absinkens der Beschäftigungskonjunk- tur der Werften und der Schiffbauaufträge endlich erreicht und überschritten ist, daß die Entwicklung also nunmehr wieder aufwärts geht. Denn selbstverständlich darf bei der Anpassung der Leistungsfähigkeit des deutschen Schiffbaues an den Bedarf und die Nachfrage der Reedereien nicht von dem tiefsten Stande in der Krisenzeit ausgegangen werden. Erst wenn der Weltschiffbau, der ja das Feld für die geschäftliche Betätigung der deutschen Werften ist, wieder einen einigermaßen normalen Stand erreicht haben wird, wird man mit genügender Sicherheit beurteilen können, welche künftigen Entwicklungsmöglichkeiten sich dem deutschen Schiffbau bieten. Nicht beim Abebben der Weltkonjunktur, son- äW ,gc"-910 avungen. MiesenZl Mitehe »k d Überfüll! Mgenbl' ftrtable wasser-. eine reu flem nie fljängen: wenn n mieten. Der Niedergang des Welthandels hat die Lage der internationalen Seeschiffahrt und damit auch die der Seeschiffswerften katastrophal gestaltet. Die Weltauftragsbestände der Werften, die schon Ende 1932 nur noch mit insgesamt rund 766 000 Bruttoregistertonnen beziffert wurden, sind bis zum 30. Juni 1933 weiter bis auf rund 732 000 Tonnen gesunken. Von da ab hat aber auch auf diesem Gebiet eine Belebung eingesetzt. Am 30. September 1933 wurden die Auftragsbestände aller internationale^ Werften bereits wieder auf annähernd 757 000 Tonnen berechnet, und im vierten Vierteljahr des verflossenen Jahres ist diese Zahl fast unverändert geblieben. Betrachtet man allerdings die Zahl der bestellten Schiffe, so hat sich diese im letzten Quartal des verflossenen Jahres sogar noch um 10 auf insgesamt nur 206 Einheiten vermindert. Das ist aber darauf zurückzuführen, daß in dieser Aufstellung von Lloyds Register nur diejenigen bei den Welt- werften in Auftrag gegebenen Schiffe gezählt werden, mit derem Bau an dem Zahltermin bereits begonnen worden war. Aus der Zunahme der neu in Arbeit genommenen Schiffe von 66 im dritten auf 78 im vierten Quartal 1933 ergibt sich unzweifelhaft eine Belebung der Schisfbautätigkeit. Vom Die Lage am Holzmarkt. Dieder stärkeres Interesse für deutsche Eiche. — Ausländisches Holz tritt zurück. Das f eigenem 6er Berl hundert mu behau Das Hal ebenso vi ier Zoo bunten Trachten ihrer Heimat, die unter dem Beifall der Gäste einen Sonderwalzer tanzten. Unter den zahlreichen Ehrengästen des Abends bemerkte man ferner Staatsminister Jung, Landeshauptmann T r a u p e l, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, Treuhänder der Arbeit, Handelskammerpräsident Dr. L ü e r, Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, Gaubetriebszellenleiter Becker, sowie die Spitzen der übrigen Behörden und ausländischen Vertretungen. Alles in allem war der „Abend der Presse" ein voller Erfolg für alle Beteiligten, wobei auch das Winterhilfswerk nicht zu kurz kam. Allein im Opferbuch des Frankfurter Winterhilfswerks, das in einem Nebenraum auflag, wurden 255 Mark gezeichnet. nochmals bis 0,75 v. H. Chadeaktien zogen um 2 Mk. an. Soweit sonst noch erste Notizen festgestellt wurden, ergaben sich Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Darüber hinaus gewannen AG. für Verkehr und Accumulatoren sowie Conti Gummi je 2 v. H., Scheideanstalt nach Plus-Ankündigung 2,50 v. H. Reichsbank gaben ihren Gewinn wieder ab. Am Rentenmarkt waren Altbesitz zunächst um 0,65 v. H. befestigt, später mit 97 v. H. jedoch nur noch gut behauptet. Neubesitz gewannen erneut 10 Pf., späte Schuldbücher, Reichsmark-Anleihen und Dollar-Bonds etwa behauptet. Pfandbriefe lagen ruhig, teilweise traten leichte Erhöhungen ein. Stadt- anleihen waren um ca. 0,25 bis 0,50 v. H. erholt. Staats- und Länderanleihen lagen kaum verändert. Stahlverein-Bonds tendierten fest und gewannen 1 v. H. Fremde Werte lagen sehr still. Tagesgeld blieb zu 3,25 v. H. unverändert. Frankfurter Eiermarki. F ra n f f u r t a. M., 20. Jan. Die Zufuhren in deutschen Eiern haben noch keine Verstärkung er- Schiffe mit fast 175 000 Tonnen. Aus der Zahl der bisher bekanntgewordenen Neubestellungen, deren Ausführung freilich im alten Jahre größtenteils nicht mehr in Angriff genommen werden konnte, geht deutlich hervor, daß der Auftragsbestand des Weltschiffbaus in der Zunahme begriffen ist. Im Gegensatz hierzu scheint die Schiffbautätigkeit der deutschen Werften noch darniederzuliegen. Lloyds Register verzeichnet für den 31. Dezember 1933 nur einen Auftragsbestand der deutschen Wert- ten von 17 Schiffen mit 22 510 Bruttoregistertonnen gegenüber 32 Schiffen mit rund 80 000 Tonnen vor einem Jahre. Aber auch in diesen Ziffern kommt die wirkliche Lage des deutschen Schiffbaues nicht richtig zum Ausdruck. Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms sind auch an die deutschen Werften bedeutende neue Bauaufträge vergeben worden. Außerdem hat die englische Anglo- Saxon Petroleum Co. den Bau von drei Tankschiffen deutschen Werften übertragen, ein Auftrag, der in der obigen Statistik noch nicht erfaßt ist. Hierzu kommt, daß an die deutschen Werften zu Arbeits- beschafsungszwecken umfangreiche Schiffsumbauaufträge vergeben worden find, die in Lloyds Register nicht mitgezählt werden, die aber doch den deutschen Werften eine bessere Beschäftigung gewährleisten. Es unterliegt hiernach keinem Zweifel, daß sich die Lage des deutschen Schiffbaues seit September vorigen Jahres recht erheblich gebessert hat. Die Besserung beruht auf staatlichen Förderungsaufträgen. Im Vergleich zu dem Bedarf der deutschen Seeschiffahrtsgesellschaften ist die Kapazität der deutschen Werften noch immer viel zu groß. Diese werden noch auf Jahre hinaus von der Finanzierung der Schiffsbauprogramme durch staatliche Beihilfen Frühjahr. * * Die Großhandels-Indexziffer. Die Reichsrichtzahl der Großhandelspreise für den 17. Januar ist mit 96,3 gegenüber der Vorwoche (96,4) wenig verändert. Die Richtzahlen der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,8 (—0,7 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,1 (+0,3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 114,1 (+ 0,1 v. H.). * Weitere neue Schatzanweisungsemissionen. Angesichts der Verflüssigung am Geldmarkt konnte am Samstag eine neue Schatzanweisungsemission per 15. April 1935 zum unveränderten Satz von 4,40 v. H. aufgelegt werden. Frankfurter Börse. Freundlich. Frankfurt a. M., 20. Jan. Im Hinblick auf die noch schwebenden außenpolitischen Fragen herrschte an der Wochenschlußbörse zwar Zurückhaltung, immerhin wird die Lage etwas besser beurteilt, und die Stimmung war durchaus zuversichtlich. Die festere Tendenz wurde noch durch eine ganze Anzahl günstiger Nachrichten aus der Industrie unterstützt, so durch die weiter steigende Rohstahlerzeugung, das lebhafte Eisengeschäft nach den Preiserhöhungen und die Aufwärtsbewegung in der Stein- und Braunkohlenindustrie. Da Angebot kaum mehr vorlag, zumal die spekulativen Engagements anscheinend abgewickelt sind, ergaben sich sowohl am Aktien- als auch am Rentenmarkt Kursbesserungen im Ausmaße von etwa 0,25 bis 0,75 v. H. im Durchschnitt. Abgesehen von einigen Spezialbewegungen nahm aber die Umsatztätigkeit kein größeres Ausmaß an, immerhin war das Geschäft im ganzen etwas belebter als in den letzten Tagen. Bei Börsenbeginn waren besonders Elektrowerte bevorzugter, der steigende Stromverbrauch wurde mit Befriedigung vermerkt. Gesfürel gewannen 1,25 v. H., die übrigen Werte dieses Marktes 0,50 bis 1 v. H. Montanwerte lagen ruhiger, aber ebenfalls höher, so u. a. Gelsenkirchen 0,50 v. H., Harpener 0,75 v. H., Stahlverein 0,50 v. H., Mansfeld 0,25 v. H., Rheinstahl 0,40 v. H. Klöckner 0,65 v. H. Farbenindustrie eröffneten gut behauptet, Deutsche Erdöl 0,90 v. H. und Metallgesellschaft 1 v. H. fester. Schiffahrtsaktien bis 0,50 v. H. freundlicher, ferner erhielt sich weitere Nachfrage nach Daimler (+ 0,25 v. H.). Von Einzelwerten lagen Aku 0,65 v. H., Reichsbankanteile 0,50 v. H. und L. Tietz 0,25 v. H. höher. Schwächer lagen nur Kali Aschersleben (—1 v. H.). Am Rentenmarkt waren besonders wieder Reichsmark-Obligationen beachtet und um 0,50 bis 1 v. H. fester, während Dollar-Bonds zwar gut behauptet, aber wesentlich ruhiger lagen. Von Reichsanleihen Neubesitz weiter befestigt (+ 20 Pf.), Altbesitz dagegen 0,25 v. H.) leichter, späte Reichsschuldbuchforderungen gut behauptet. Stahlverein-Bonds +■ 0,25 v. H. Im Verlaufe erfuhr die Tendenz eine weitere Befestigung und das Geschäft war verschiedentlich leb- Hafter. Montanwerte traten mehr hervor und zogen überwiegend nochmals um 0,25 bis 0,75 v. H. an, ferner gewannen AEG., Schuckert und Siemens Die , $re5> i-asM „ Für Unters in Uni ■ bas m sagen, - Hoffen, ,! hatte t Aste r bient, t : schick p wii Der Ur | ?ahre ’n Unt, Üionen d ®ie Men Treppen hie Strc i ous aüf kn sie . eililinde • »nendes : dllltos. ' brandet bem w nach G neue 9 der 61 Wie Zeit a Friedr denz d die St ser m burger Hallesc am f)t toafy. • imgsfri j V'mblid i stunden wo dr i glühen 3m ? im S einoei innen dem Straf] 1902 ersten benutz Sabre Halle! von h 12,50, Kl. B 12, Kl. C 10,25. Holländer und Flandern Kl. S 13, Kl. A 12,25, Kl. B 11,50, Klasse C 11. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 20. Jan. Die starken Zufuhren inländischer Butter hielten an, während die Einfuhr von Auslandsbutter immer kleiner wird. Das Geschäft blieb auch m der abgelaufenen Woche sehr gering und beschränkte sich nur auf Käufe des notwendigsten Bedarfs. Die Preise für deutsche Butter liegen mit Mk. 135 bis 138 weiter etwas gedrückt, dagegen blieben sie für Holländer und Dänen mit 140 bis 145 Mk. unverändert. Die Preise sind Großhandelsverkaufspreife und verstehen sich per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. Frankfurter Schlachtviehrnarkt. Frankfurt a. M., 22. Januar. Um 10 Uhr mar folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1337 Rinder (380 Ochsen, 128 Bullen, 421 Kühe, 405 Färsen), 568 Kälber, 96 Schafe, 3854 Schweine. Es kosteten Ochsen 20 bis 32 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 32, Kälber 20 bis 42, Hämmel 23 bis 30, Schafe 20 bis 25, Schweine 40 bis 49 Mark. — Marktverkauf: Rinder langsam, Kälber, Hämmel und Schafe ruhig. Allgäuer Butter- und Käsebörse. Kempten, 20. Jan. Allgäuer Molkereibutter 1. Qualität 125 (letzte Notiz 125), 2. Qualität 123 (123), Sennbutter 116 (116), Bauernbutter 86 (86). Die Preise sind Erzeugerpreise und verstehen sich ab Lokal oder Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund in Rpf. U3( Buntes Allerlei. Ein englischer Schauspieler erzählt Geschichten. Don allerlei merkwürdigen Leuten, berühmten und unberühmten, mit denen er zusammengetrof- fen ist, plaudert der bekannte englische Schauspieler Sir John Martin-Harvey in seiner kürzlich erschienenen Selbstdarstellung. Der große Tragöde Henry Irving kümmerte sich um alle Einzelheiten bei der Regie und richtete seine Leute ab, auf jede Kleinigkeit zu achten. Als Martin- Harvey 1916 den Hamlet spielte, gab" er dem unter Irving geschulten Beleuchter einige Anweisungen und sagte: „In diesem Augenblick konzentrieren Sie alle Lichter auf meine Hand." „Sehr schön," erwiderte der andere, „aber wenn ich mir die Frage erlauben darf: auf welchen Finger?" Bei einer Gastspielreise traf Martin-Harvey mit einem Studienkollegen in Victoria in Britisch-Co- lumbien zusammen. Dieser stammte aus einer vornehmen, aber völlig verarmten Familie und brachte sich mit allen männlichen Gelegenheitsarbeiten durch, häufig auch mit dem Reinigen der Fußböden. Abends zog er sich dann manchmal gut an und ging tanzen. Einmal bewunderte feine Tänzerin, wie glatt das Parkett fei, worauf der junge Mann sich verbeugte und sagte „Danke sehr für das Kompliment, ich habe es gebohnert." Die gegenwärtige günstige Holzabsatzlage kam äus der kürzlich abgehaltenen forstlichen Tagung in Regensburg zum Ausdruck. Teilweise soll der Einschlag bereits bis zu 95 v. H. des normalen Hiebsatzes untergebracht worden sein. Bezüglich der Preisfrage wurde, wie der Reichsverband Deutscher Waldbesitzer-Verbände (RDM.) Berlin, mitteilt, einheitlich die Meinung vertreten, daß im Durchscknitt die Rundholzpreise die als Ziel angegebene Aufbesserung von 20 bis 25 v. H. nicht überschritten haben. Wenn verschiedentlich höhere Erlöse erzielt worden sind, so ist es nur auf besondere Verhältnisse zurückzuführen. Don einer ungesunden Preistreiberei auf dem Rundholzmarkt kann aber nicht gesprochen werden. Um die auch weiter anhaltende Rundholznachfrage zu befriedigen, sind sogar gewisse Ueberhiebe vorgesehen. Die S ch n i 11 - holzmarkt steht unter dem Einfluß der Preis- Frische Brise im Schiffbau Von unferm volkswirtschaftlichen Mitarbeiter. 'S Zwischenspiels von Leni Wüst „Die gedruckte Menagerie", die Südwestfinken, Berthold Ebbecke und Harry Codier, sowie Darbietungen John Gläsers, Lya Justus, Emil Seidenspinners und Karl Pisto- rius'. Dann begann in allen Räumen der Tanz. In den Nebenräumen hatten die verschiedenen Frankfurter Redaktionen ihren Ausschank aufge- fchlagen und beim Klang von Tanzmusik, Schram- melkapellen usw. entwickelte sich ein frohes Treiben, das sich bis in die frühen Morgenstunden hinzog. Eine besondere Ueberraschung brachte Ministerialrat Ringshausen mit. Er erschien im Laufe des Abends mit vier Hessenmädels in den Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Oer zuletzt deich lossenen Dividende an. — Reichsdankdlskont 4 o H Lombardztnsfuß 5 o. H. b o l a, deren Haupttreffer ein herrlicher Wanderer- Wagen war, erfreute sich eines regen Zuspruchs. In kürzester Frist waren sämtliche 9000 Lo,e oer- kauft. Den Hauptgewinn erhielt ein SA.-Mann, der unter seinen vier Losen das Gewinnlos- sand. Pünktlich um 20 Uhr eröffnete die Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauße das Programm mit einem ausgezeichneten Konzert. Die Gebietsspielschar Hessen-Nassau der Hitler-Jugend brachte hierauf einen Dorsvruch zum Vortrag, der von ihrem Leiter Wilhelm Maria Mund versaßt war. OerFühreröesRhein-Main-ÄerbandeS der Deutschen presse, Woweries begrüßte zunächst den Gauleiter und dankte ihm für seine tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung des Festes. Ihm und seiner Gemahlin sei in erster Linie der Erfolg des Abends zu verdanken. Pg. Woweries unterstrich dann die Bedeutung dieses Abends der Presse. Stärker und symbolhafter als hier könne nicht bewiesen werden, wie nachdrücklich die Presse auch in Frankfurt in der neuen Volksgemeinschaft stehe, die alle Gutwilligen umschließe. Noch nie habe es einen solchen Abend gegeben, an dem sich ein Staatsminister, Staatsministerialräte und Regierungsräte, Kammerpräsidenten und Wirtschaftsführer alle bei der Presse gesellig zusammenfanden und sich gern und selbstverständlich als deutsche Volksgenossen fühlten, mit all den Männern und Frauen vom „Allerheiligsten" einer Hauptschriftleitung bis zu den als Ehrengästen hier anwesenden Vertretern der technischen Belegschaften. „Kraft durch Freude" sei darum auch unser Wort an diesem Abend. So stehe das Fest unter den Fahnen der Bewegung, im Zeichen der Zukunft, einer Zukunft, die gerade in diesen Tagen auch feste Formen für die Presse geschaffen habe. Nach einem Sieg-Heil auf das deutsche Vaterland, seinen greifen Präsidenten und den Führer des deutschen Volkes, Adolf Hitler, folgte die erste Strophe des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes. Dann führte Jörg Mager seine elektro- akustische Orgel vor, die in einem kleinen Ausschnitt eine Probe der unendlichen Möglichkeiten dieser Musik zeigte. Im heiteren Teil des Programms folgten dann Tanzaufführungen, die besonderen Beifall erntende Aufführung des heiteren „Abend der^rankfurierpreffe" Bei vielseitigem Programm glänzender Verlauf des Festes. Lpü. F r a n k f u r t a. M., 21. Jan. Dem Frank- furter Pressefest dürfte selten ein so glänzender Er- folg beschieden gewesen sein wie in diesem Jahre unter der nationalsozialistischen Führung. Sämtliche Räume des Zoo waren schon lange vor Beginn des Festes bis zum letzten Platz gefüllt und immer noch hielt der Zustrom der (Säfte an. Die Leiter des Festes hatten auch alles aufgeboten, um diesen „Abend der Presse" zu einem Ereignis für Frankfurt zu machen. Ein reichhaltiges Programm, bei dem die Städtischen kühnen und der Südweftfunk mitwirkten, sorgte für die Unterhaltung der Gäste Die reichhaltige Tom- entwicklung des Rundholzes. Die Forderungen für fahren, und auch aus Holland und Belgien liegen Kieferschnittmaterial werden langsam erhöht. Die infolge der knappen Einfuhrscheine nur mäßige An- Lagervorräte der Händler werden zu den gegen- --- l'-'u märtigen Preisen hie und da ergänzt, da auch sie wahrscheinlich damit rechnen, daß die Schnittholzpreise sich dem Rundholzpreisstand weiter angleichen. Die Umsätze in Möbelholz nehmen zu. Dabei gewinnt die Käuferschaft wieder stärkeres Interesse für deutsche Eiche. Ausländisches Holz, namentlich das seither vorherrschende Kaukasisch-Nußbaum, tritt zurück. Die Ehestandsdarlehen beginnen sich allmählich in einer stärkeren Möbelbeschaffung auszuwirken Auf dem B a u h o l z m a r k t, der z. Zt. verhältnismäßig still ist, rechnet man mit einer fühlbaren Belebung und ansteigenden Preisen im Berlin, 20-Zanuar Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten .......... Englische Noten ............... Französische Noten holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Noten Slustro s1 heute i 3n fr 'M bc j '0'Nfler ’öiet die i |LUr selb ! I schrieb ;?°*f fe •Men hc ft. frns !Sq 11 unb $ronitun a. 1)1. Serim Schluß» furt Schluß!. Abend- börse Schluß» fUT6 Schluß? Minaa- börse Datum 19.L 20-1- 19.1 20-1- Mansfelder Bergbau .. ......0 27,25 27,75 27,25 28 KokSwerke .... ....... 0 — — 85,75 86,5 Phont; Bergbau...... ......0 43,5 44,5 43,75 44,5 Rheinische Braunkohlen .....10 198,25 198,5 198,5 198,5 Rheinstahl ....... 0 85,4 86,25 85,75 86,25 Bereinigte Stahlwerke. ......0 36,75 37 37 37,4 Otavi Minen ......0 10,5 11 10,75 11,13 Kaliwerke Aschersleben. ......5 110 109 110 109,5 Kaliwerke Westeregeln . .......6 112 112 111 111 Kaliwerke Salzdetfurth ..... — 145 5. E. Karden. ö 6% abgest. Goldmexikaner von 99 — — 7,5 7,25 Ilse Bergbau ............ 67,75 4% Dürkische Zollanlethe von 1911 4%Lürkilche Bagdabbahn-Anleihe 5,3 5,30 5,30 5,45 Ilse Bergbau Genüsse........- Klöcknerwerke ........... 0 108 56,25 108 57,5 107,9 57,5 Serke 1..................... 5,5 5,45 5,5 __ 58,75 59,75 58,9 60.13 19.Januar 20-Januar Amtliche <»eir Notierung Sri e Amtliche Notierung Geld Frie ^elfingfor».. 5,794 47,20 5,806 47,30 5,794 47,20 5,806 47,30 Prag....... 12,48 12,50 12,475 12,495 Budapest ... — Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,73 169,07 168,48 168,82 etio ...... 65,83 65,97 65,88 66,02 Kopenhagen. 58,54 58,66 58,54 58,66 Stockholm... 67,58 67,72 67,58 67,72 London ..... 13,095 13,125 13,11 13,14 Buenos Aires 0,713 0,717 0,690 0,694 Neuvork .... 2,627 2,633 2,617 2,623 Brüssel..... 58,39 58,51 58,34 58,46 Italien..... 22,00 22,04 21,98 22,02 Paris ...... 16,44 16,48 16,44 16,48 Schweiz .... 81,02 81,18 81,07 81,23 Spanien.... 34,69 34,75 34,69 34,75 Danzig..... 81,44 81,60 81,42 81,58 Japan ...... Rio de Ian. . Ingostawieu. 0,784 0,786 0,784 0,224 0,786 0,224 0,226 0,226 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon.... 11,94 11,96 11,94 11,96 Selb '■ Sriel 2,57 2,59 58,18 58,42 58,28 58,52 13,065 13,125 16,40 16,46 168,06 168,74 21,86 21,94 65,72 65,98 — — _ 67,41 67,69 80,89 81,21 34,55 34,69 — — Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) llr.fr Drittes Blatt Tagewerke: 900 Wf. 2160 aus Aus der Provinzialhauptstadt Oer Bock wird auSgesioßen. b nutzen 'flirt 16200 2800 19 ►5 4770 1620 ll i 10 X K n im Rhein Main-Gebiet: Mahnahme: Lawinen. Don Otto Mühlenhoff Der folgende Beitrag dürfte im Zusammen, hang mit dem Lawinenunglück im Allgäu, über das wir an anderer Stelle berichten, besondere Beachtung verdienen. stickunastod herbei. Solche Lawinen entstehen meistens auf den Windschattenseiten der Bergabhange. Die Grundlawinen gehen meistens im Frühjahr nieder, wenn sich unter den Einwirkungen der Sonnenstrahlen der Boden erwärmt. Wie mir bet solcher Witterung beobachten können, daß der Schnee von den Dächern rutscht, so kommen auch die Schneemassen auf Bergen und Abhängen in Bewegung. Der beste natürliche Schutz gegen Lawinen ist der Wald, doch lassen sich Wälder in große- ren Höhen nicht mehr anlegen, weil dort die Baume nicht mehr wachsen. Am höchsten als Lawinenschutz ist die Arve anzupflanzen, ein zur Familie der Kiefer gehörender Baum, der in den Alpen noch in einer Höhe von 2200 Metern wächst. Lärchen und Fichten sind nur bis zu 1900 Metern anpflanzunqs- fähig, der Bergahorn versagt bereits in einer Höhe von mehr als 1400 Metern. Große Lawinen treiben einen gewaltigen Luftdruck vor sich her. Es ist schon beobachtet worden, daß noch nach dem Abrollen einer Lawine im Tal der Luftdruck so groß war, daß feste Gebäude, die einige hundert Meter vor der Lawine standen, hinweggefegt wurden. Vielerlei Schutzbauten sind gegen die Lawinengefahr errichtet worden, und doch richten sie immer wieder Schaden an. Häufig sind die Eisenbahnlinien im Hochgebirge an den gefährdeten Stellen durch besondere Galerien gegen die Lawinen geschützt. Diese Galerien sind so angelegt, daß die Lawinen darüber hinwegbrausen müssen. Häufig sind auch keilförmige Lawinenbrecher aus Rasen und Steinen aufgerichtet. Dadurch werden die Lawinen zerteilt und abgelenkt. Da das Material zu diesen Bauten meistens mühsam in die Höhen gebracht werden muß, sind derartige Bauten allerdings fast immer recht kostspielig. Noch immer werben in den Alpen jährlich gegen hundert Menschen unter Lawinen begraben. Manchmal sind es noch m-chr, aber niemals hat die Zahl der unter Schnee- stürzen Begrabenen eine solche Höhe erreicht, wie in den vier Wintern des Weltkrieges. Gegen 50 000 Soldaten büßten ihr Leben durch Lawinensturz ein. Neuerdings wird der Beobachtung der Lawinen und der Anwendung der von ihnen ausgehenden Gefahren eine besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Besonders Professor Dr. Paulcke von der Technischen Hochschule in Karlsruhe kann als einer der besten Kenner aller Fragen gelten, die mit den Lawinen zusammenhängen. Auch in dem wissenschaftlichen Institut, das in 3470 Meter Höbe auf dem Iungfraujoch errichtet wurde, werden alle Erscheinungen genau beobachtet, die mit den Lawinen in Zusammenhang stehen. die sich voll Teilnahme dahin aussprachen: „Für d' Ritzberger-Loni is aber 's Jahr vieradreißgt do scho ganz hundshäutern o'ganga." Hitler schafft Arbeit! Weitere bewilligte Arbeitsbefchaffungsmaßnahmen 47.30 12.40J 3,053 168,« 66, 58,6 67.72 13.1} 0.694 2,62 58.46 «.02 16-$ 81-K 34. 81. 0,786 0.A 11.9° Vollendung des Umbaues des Ordinariatsgebäudes zu Limburg, Jnstand- fehung der kirchlichen Gebäude zu F r a n k f u r t a. 7N.- h a u s e n Erweiterung der Pfarrkirche zu L l t v i i l e Ausführung von Wasserleitungsarbeiten in Drommershausen Teilkanalisation mit Kläranlage für die Gemeinden Hofheim und Kriftel Ausführung einer Straßenentwässerung Ausbau der Diele und Verbesserung der anliegenden Wiesenflächen Die Reichspost hat jetzt zum erstenmal eine Dienst- Briefmarkenserie herausgebracht, die im Mittelfeld das Symbol des neuen Deutschland, das Hakenkreuz, zeigt. Ä 20.3^2^— -7^7MtN>Ng tW —* 794 '.20 ,475 .047 ,54 7.58 2,1' ,690 ,617 8,34 1,98 ,44 07 4,69 "is 11.94 67-6} 11-2 j4J9 säufst nöt, stirbst a. — Also säufst!" ist geschichtlich nicht nachgewiesen. Bockbier ist bekanntlich ein Starkbier, weil ihm eine geistige Kraft innewohnt, die es auf seine Genießer überträgt. Pantoffelhelden werden dadurch zu Wortgewaltigen und die prosaischsten Menschen zu Schönrednern und Witzbolden. Doppelmalz und Doppelhopfen sind so die Befreier eines zweiten Ichs, dem es in die Krone steigt, so daß ein Kapitaler daraus wird. Der Seemann spricht von einem solchen Zustand als „schwerer Schlagseite". Sei lieber ein stiller Genießer! Freue dich der Würde, mit der ein Bock ein paar Stunden der Frohlaune vorzugaukeln vermag. Denn was ist schließlich die schönste Herrlichkeit, wenn andere sie genießen? ^9- Freude macht hilfsbereit! Das hat ganz richtig die Straßenlotterie der Winterhilfe erfaßt. Sie schickt freundliche, schmucke, graue Pelerinenmänner in die Stadt, die mit vergnügten Gesichtern und fröhlichen Worten die glückverheißenden braunenßosbrief e desWin - terhilfswerkes der NSDAP, verknusen. Der Gewinnentscheid ist sofort. Und der Gewinnplan verrät ansehnliche Summen. Das bescheidene 50-Pfennig-Los kann 5000 Mark gewinnen, die sofort an der Lotterie-Geschäftsstelle der NSDAP., oder an allen staatlichen Banken, Sparkassen, öffentlichen Lotteriegeschäften auszahl- bar sind. Schließlich bleibt noch jedem ßotteriebeteihgten — auch wenn er vorläufig eine Niete zog — der rechts ■r Anbeter: Zuspruch,. L{LN Der. A’hann, [innio5. fand. Ebener l9 von Ober. J E einem "«lschar hes- hieraus 'hrein Leiter erbandes verles dankte ihm der Durch. Gemahlin sei u verdanken. !utuna dieses dolhafter als nachdrücklich 'er neuen e Gutwilligen olchen Abend ister, Staats, tammerpräfi- i der Presse i und selbst- fühlten, mit „Allerheilig. en als Ehren- er technischen i d e" sei dar- :nd. So stehe ictnegung, im die gerade in bie Presse ge- f das deutsche und den Füh- er, folgte die nd des horst« e elektro« einem kleinen Möglichkeiten Teil des Proben, die be,on bes heitert \ebrudte M- Ebbecke und Mn Mstrs, d Karl Pistolen der Taig. verschiedenen sschank aufge« musik, Schram- rohes Treiben, tunden hiWS te Min'isterial' ,jcn im Lause dels inden iat,bie unter oolzer tanzten. 1 des Abends Jung, rbürflermeifter er der Arbeit, Bezirksleiter :ieb^enleiUr igen Behörden -W lRithbtt ftg'nnde'z 1‘ S- eb.oten, Ehrei«nis i, hll'9 r die Wohnungen gähnen dich an. Die großen Wohnungen sterben langsam aus. före Inhaber haben entweder über die Hintertreppe dis Weite gesucht oder sind in kleinere Wohnungen otogen. Dreißigtausend Wohnungen fönen sich nach Mietern. Bei der letzten Wohnungs- zchlung gab es in Berlin 1,3 Millionen Wohnungen. Noch in den Jahren 1929/30 sind 69 000 Wöhningen neu hinzugekommen. Wenn man sich diese Nesenziffer vor Augen hält, so sind dreißigtausend ll?rstehende Wohnungen gar nicht viel. Während bie großen Wohnungen leerstehen, sind die kleinen ü»erfüllt. Das Ideal des Durchschnittsberliners ist augenblicklich eine reizende, behagliche und kom- frtable Zweizimmerwohnung mit Küche und Warm- nasser. Wer als Junggeselle ein Zimmer sucht, hat eine reiche Auswahl — es gibt fast kein Haus, an bim nicht zwei oder drei Schilder übereinander hingen: „Zimmer billig zu vermieten". Man kann, nenn man Glück hat, schon für zwanzig Mark nieten. Oas Hallesche Tor - zweihundert Jahre alt. Das Hallesche Tor — wer diesen Platz nicht eigenem Erlebnis kennt, wird schwer begreifen, was I r Berliner bei dieser Nachricht empfindet: zwei- „Ausgestoßen" ist eigentlich ein Sprachschnitzer. Denn gewöhnlich werden Böcke geschossen, beispielsweise in der Schule. Das gibt bann rote Striche am Hestranb unb eine schlechte Zensur. Im übrigen wirb ber Bock auf bem Anstanb erlegt. Hat man ihn jeboch gefehlt, kann man ihn auch beim Wild- brethänbler kaufen. Denn man braucht schließlich nicht alle Böcke selbst zu schießen. Neben Rehböcken gibt es Ziegenböcke, die, weil sie männliche Ziegen sind, keine Milch geben und sonst die unangenehme Eigenschaft haben, nicht nach Kölnischem Wasser zu riechen. Sie springen einen jetzt häufig aus Plakaten an, auf denen sie im Schmucke ihrer Ziegenbärte Reitübungen auf Bierfässern veranstalten, wobei ihnen ihre sprichwörtliche „Bocksbeinigkeit" anscheinend keine Schwierigkeiten bereitet. Diese Bierfaß-Jockeis sollen aus Bayern stammen. Eine Eigenart dieser Böcke, die in diesen Wochen in den Gehegen neben der Straße anzu- treffen sind, ist, daß sie kein Gras, sondern Hopsen unb Malz als Nahrung zu sich genommen haben unb bemzufolge Bockbier geben. Wie dieser Veredelungsvorgang zustande kommt, wissen nur die Braumeister zu sagen. Das ist ihr Berufsgeheimnis und ihre spezielle Kunst Die sogenannten „echten Bocke sind heilige Tiere. An ihrer Wiege haben fromme Männer ten an den Müggelsee und nach Waltersdorf zu gelangen. Grüne Woche — heute neu. In den Ausstellungshallen am Kaiserdamm, die zuletzt der „Kamera" und der Spielzeugwarenschau gewidmet waren, regen sich tausend geschäftige Hände. Hunderte von Arbeitern sind am Werk, um den Rahmen für die große landwirtschaftliche Ausstellung zu schaffen, die am 27. Januar eröffnet werden soll. Die „Grüne W o ch e" mit ihren sensationellen Reitturnieren gehört seit je zum eisernen Bestand der Berliner Ausstellungs- trabition. Reichspräsibent von' Hinbenburg ließ es sich nie nehmen, biefer gewaltigen Schau lanbwirtschaftlicher Erzeugnisse unb bäuerlicher Lebenskultur beizuwohnen. Das Bild war in den letzten Jahren immer dasselbe: ungeheurer Zustrom aus der Provinz, lebhafte Nachfrage nach Quartieren, voll besetzte Hotels, ein buntes Gewoge auf den Straßen, in der Untergrundbahn eine Fülle bäuerlicher Trachten und verschiedenster Dialekte. Und trotzdem fehlte etwas, es fehlte die Harmonie zwischen Stadt und Land, die echte Verbundenheit, die Gemeinsamkeit eines aufrichtigen nationalen Gefühls. Das ist mittlerweile anders geworden. Die Menschen in Berlin haben heute für die wirtschaftlichen unb ethischen Bedürfnisse der deutschen Bauernschaft das größte Verständnis. So werden in diesem Jahre nicht so sehr die Erzeugnisse der landwirtschaftlichen Industrie im Mittelpunkt des Interesses stehen, sondern der deutsche Bauer als solcher, seine Wesensart und die Merkmale seiner kulturellen Haltung. Die Grüne Woche wird dazu dienen, die Beziehungen zwischen Stadt und Land so eng zu gestalten, wie es überhaupt möglich ist. Das Grundmotiv der Ausstellung ist die Bedeutung des deutschen Bauern für die Zukunft der Nation. In der Ehrenhalle erhebt sich auf einem Sockel das Abbild eines Pfluges aus altgermanifcher Zeit. Die Inschrift lautet „Blut und Boden sind die Lebensgrundlagen unseres Volkes." Eine Sonderausstel- lung bäuerlicher Kultur bietet ein Bild des deutschen Bauerntums in Vergangenheit und Gegenwart. Sie zerfällt in die Unterabteilungen: Hof und Dorf, germanische Kultur, ferner Brauchtum, Sitte und Gesittung, das Bauerntum in der deutschen Geschichte, bäuerliche Handwerkskultur und der bäuerliche Mensch und das deutsche Gesicht. In einer ganzen Reihe von Sonderschauen wird alles dargestellt, was nur irgendwie mit der Landwirtschaft und dem deutschen Bauernstände zusammenhängt. Berlin im Karneval. Die Monate Januar und Februar bringen den Berliner in arge Verlegenheit. Wenn er Lust verspürt, sein Tanzbein zu schwingen, so ergeht es ihm, wie jenem armen Mann, der vor lauter Stühlen nicht wußte, wohin er sich setzen sollte. Wenn wir nur einen flüchtigen Blick in den Ballkalender werfen, können wir zu unserer Freude feststellen, daß die Lust am beschwingten Dreivierteltakt noch lange nicht ausgeftorben ist. Freilich ist manches anders geworden. Es ist noch nicht allzu lange her, daß Polizeibeamte mitten in den Freudentaumel entfesselter Ballbesucher einbrangen, die Säle besetzten und allzu liebestrunkene Pärchen zu Paaren trieben. Wer in diesem Jahre ein Schäferstündchen verbringen will, wird gut daran tun, zu Hause zu bleiben. In zahllosen Ballsälen Berlins ist wieder die gute alte Gemütlichkeit eingezogen. Die Zeit des Faschings steht im Zeichen einer schlichten, einfachen und ungezwungenen Lebenshaltung. Schon die Namen mancher Veranstaltungen kennzeichnen die neue, veränderte Einstellung. Da ist em Ball unter dem Motto: „Alt-Berlin im Karneval". Die Schule Reimann, die Reichsfachschaft Film, die Bäckerinnung, die Fleischerinnung, ber Klub ber Rheinlänber, ber Kamerabschaftsbunb ber beutschen Pvlizeibeamten, bie Zentrale ber Hausfrauenvereine, ber Verbanb ber Berliner Kegelklubs unb bie Drogisteninnung veranstalten ihre Bälle im neuen Geist. Mne Wochen - frohe Feste in Berlin Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstadt. ber Berliner Gelegenheit, 3um Xiere. 21n iprer ’^iege gaoen nu i.u. £ ■jjiaie ' das schnellste Verkehrsmittel zu Pate gestanden Der heilige Benno. z. Broder der nutzen: die Untergrundbahn. Vor etwa drei heilige Salvator und noch andere^ Denn cnhren ist auf bem Lanbwehrkanal die Reederei sprunglich war ;a das Starkbler em zusätzlicher Lsches Tor entstanden, bie ben Berlinern auch Fastentrank^ Ob diese s— nm hier aus bie Möglichkeit bietet, mit Motordoo- ben Spruch gekannt hab.n. „Säufst, stirbst, Kellnerin Loni hinan. , f . Freilich würbe es durchs ganze Dorf ais em seltener Beweis echter herzensgute gerühmt daß der Austrägler Gerhardmger dem halbzermalmten Mädchen auqenblicklich erklärte: 51,!jfui: unjuatj D' Matschen is mir nur bloß danebengcmga. Doch fehlte es anderseits auch nicht an Stimmen, Gerhardmger bei seiner Truppe eingetroffen war, 1 ber ganzen Schwadron mit Einschluß bes Rittmei- i ters" all'sogleich die Augen aus den Höhlen, und | ber Schwabronschef fragte scharf unb schnarrend: Sie sinb boch auf einem Schimmel weggeritten, Gerhardinger? Wie ist es möglich, daß Sie auf einem Rappen zurückkommen?" Heber diese Möglichkeit goß nun der Gerhar- dinger Wastl das Licht der Kausalität also aus: Der ihm auf ber Lanbstraße begegnenbe Fremde habe ihm ben Rappen, ein übrigens ausgezeichnetes Tier, wenn cs auch augenblicklich auf bem rechten Vorberfuß etwas lahme unb auf bem linken Auge blinb fei, zum Tausch gegen ben Schimmel anäeboten, unb weil bas Putzen eines Schim- m-’Is ein» bekannt unbankbare, zeitraubende unb schweißtreibende Sache, bas Putzen eines Rappen aber ein Kinbersviel unb schier eine Lust Jet, so habe er ben Tausch angenommen Unb dieses intensive Licht reichte auch noch für bie ärztliche Untersuchung hin, ber man alsbalb ben Reiter Gerharbinger unterstellte, ja, es zeigte den Wastl zuletzt, nach längerer Beobachtung seines GeisUs- zu'tandes, in einer bermaßen unheimlichen Helle, baß seine Entlassung aus bem Heer verfugt wurde. Er hätte aber anscheinend gern weiter dem Da> terkmbe als Solbat unb Reiter gebient; beim noch heute kann er es nicht vertragen, wenn ihn einer an ben Roßtausch erinnert. Das zeigte sich wieder einmal einwandfrei am vergangenen Neuiahr^ag in der Gastwirtschaft Ritzberger "Zum . bayerischen Löwen", wie denn derartige Unstimmigkeiten überhaupt sich nicht ungern ereignen, wenn feier« täglicherweile bie Bauern längere fteit bie nuß unterm Wirtstisch haben. Als nämlich ba beim Nachmittagsbier so ein junger Maulaufreißer den alten Gerharbinger fo recht zubrmglich U.ägte, ob benn ein Rappe wirklich um so $u putzen sei benn ein Schimmel, duckte sich der unzarte Frager eben noch schnell genug vor der weit ausbolenben, breitflächigen, alles .überschattenden Watschenhand des Sebastian Gerharbinger. Solcherweise aber flog in unserer Welt der kompletten Ungerechtigkeit die unaufhaltsame Maulschelle mit voller Schwung- und Schlagkraft an bie, w e schon gesagt, völlig schuldlose, in dem verhängnisvollen Augenblick jedoch gerade die Schußlinie passierende Die in den Ebenen und fern vom Hochgebirge wohnenden Menschen erfahren höchstens einmal etwas über Lawinen, wenn eine niedergegangen ist und großen Schaden angerichtet, vielleicht auch Menschenleben vernichtet hat. Das sind jedoch gewissermaßen die Ausnahmelawinen, denn die meisten gehen nieder, ohne erheblichen Schaden anzurichten. Die Zahl der jährlich allein im Alpengebiet niedergehenden Lawinen ist nämlich so groß, daß tn vielen Gegenden menschliche Ansiedlungen unmöglich wären, wenn sie alle größeren Schaden verursachen würden. In einem einzigen Jahre wurden in der Schweiz gegen 17 000 Lawinen gezahlt. Ihr Absturz beginnt bereits im Herbst, wird nach und nach häufiger und ist am größten im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze. Aber nicht allein in den Alpen gehen Lawinen nieder, auch in den Pyrenäen im Riesengebirge sowie im Schwarzwald fehlen sie nicht ganz. Einige Täler in Graubünden sind besonders durch Lawinen gefährdet. Man unterscheidet verschiedene Arten, so vor allem die Staublawinen und die Grundlawinen ober auch Feuchtschnee- unb Trockenschneelawinen. Man spricht auch von Rutsch- unb Sturzlawinen, von kalten unb warmen Lawinen. Die sogenannten warmen Lawinen entstehen fast immer auf ben Subseiten unb Westseiten ber Bergabhange. Der Schnee ber- artiger Lawinen ist burch Zusammensinken nach einem Tauwetter immer sehr schwer, solche Lawinen haben baher auch immer eine große Wucht. Hat ein Kubikmeter neugefallener Schnee ein Gewicht von höchstens 150 Pfunb, so wiegt ein Kubikmeter zusammengesackter Schnee bis zu 1500 Pfund. Die Staublawinen sind sehr gefährlich für die draußen weilenden Menschen und ganz besonders für fremde Wintersportler, die weder mit den ort- : liehen Verhältnissen, noch mit den Wettererscheinun- gen einigermaßen vertraut sind. Der von diesen Lawinen' ausgehende Schneestaub bringt in Mund unb Nase ein und führt bann recht oft den Er- Schlimmer Jahresanfang. Son Michael Kohlstaas. Für die Ritzberger Loni, die sich aber eigentlich Uriterseher schreibt und beim Gastwirt Ritzberger It Unterdarching nur als Kellnerin dient, ist Heuer ks neue Jahr sehr schlimm, man kann schon fast Icqen, über alle Maßen ungerecht angegangen, hoffentlich geht es nicht in der Fasson weiter. Das bitte die brave Loni, die sich für die Ritzberger- Qüfte noch die Füße wegrennt, denn doch nicht verdient wie sie ja auch an dem tragischen Neujahrs- a schick völlig schuldlos ist, was sich alsbalb zei- ffn wirb Liegt boch, von allem anderen abgesehen, fcr Ursprung der Geschichte mehr als fünfzig sichre zurück,' allwo die Ritzberger-Loni, wie man ir Unterdarching sagt, noch mit den Mucken geflo- q n ist, und der Urheber des beklagenswerten Un- fclls, der Sebastian Gerhardinger, noch nicht alter 21iistragsbauer war, sondern jung, und, wie er hi ute noch glaubt, bildsauber. In seiner Jugend und Schönheit nun ritt dazumal das ist Ende der siebziger Jahre, der Gerhardinger Wastl auf einem hochbeinigen Apfelschimmel die Tegernseer Landstraße dahm; denn er war m selbigen Zeit Kavallerist - Schwerer Reiter Garnison München, oder genauer ausgedruckt und ®°e feine Mutter auf ihre Speckseitensendungen fdirieb „in der Kürassierkaserne beim Adelmann SnLff" mnmit sie behufs UN ehlbarer Qrien- RÄs Wbotenbie inber Mh° b°t R°it°r- Mern? gelegene gleichnamige B,erwirtschaft ange- toben hätte. Der Wastl ritt an dem betreffenden Vormittag acnzlich unkavalleristisch gemütlich - mit einem ^orbÄatzenbuckel, den Händen m den Hosenta- feen unb ben Zügeln weiß Gatt wo - bie Land- ftafte babin’ benn erstens war es sehr heiß unb ßbung V^r^änÄeit feinen SiÄSVAÄivS* fcr einen Rappen am Zügel führte i'" ml . Schweren Reiter sogleich eine soamegende ia b(F riefenbe Unterhaltung über Pferde, Me Vor Ze unb Mängel, anknüpfte daß, als endlich d. btiben wieder voneinander schieden, der Wastl s bim Rappen saß unb der andere den ararialischen Schimmel davonführte Ob Wem ^rbenfp urb -wechsel traten mbes. kaum daß ber Retter am Los befindliche Prarnienschein, der bis zur Verlosung im März aufgehoben werden mutz, da er bie Aussicht hat, noch eine Gelbprämie von 5000 Mark zu erzielen. 30 Serien Lose sind im Umlauf. 30 mal besitzt man bie Möglichkeit, zweimal 5000 Mark zu gewinnen! Aber jebes Los enthält als Trostpreis brei schone Bilbpostkarten mit Schilberungen aus Deutschlanbs größten Zeiten der Geschichte und Kultur. Freude gewinnt man also stets bei dem Ziehen eines Losbriefes ber Winterhilfe. Wenn viele sich solch' lachende Freube holen, so eifert das zur Nachahmung an, unb die Freude des Losziehens macht dann im wahrsten Sinne des Wortes hilfsbereit. Jeder schlichte braune ßosbrief verschafft Mittel zu tatkräftiger Hilfe den ärmsten Deutschen während der rauhen Winterszeit! Keine Ausstellung von Empfehlungsschreiben für geschäftliche Zwecke. In einem Erlaß an bie Schulverwaltungen wird von ber Ministerialabteilung für Bilbungswesen gesagt: „Wie wir festgestellt haben, treten häufig Ge- schäftsleute ober private Wirtschaftsunternehmungen an bie unterstellten Behörden heran, um von ihnen Empfehlungsschreiben ober dergleichen für rein private, geschäftliche Zweckezu erlangen. Ohne bie gemachten Angaben auf ihre Richtigkeit zu prüfen, ober bie Zuverlässigkeit unb Glaubwürbigkeit bes Antragstellers festzustellen, werben bann bie erbetenen Empfehlungen ober Bescheinigungen ausgestellt, nur um sich vor ber Zubringlichkeit ber Gesuchsteller zu retten. Oft werben so unter betrügerischen Angaben Empfehlungsschreiben von Behörben erlangt, mit denen dann Mißbrauch getrieben wird. Um dies in Zukunft zu verhindern, untersagen wir hiermit sämtlichen unterstellten Behörden die Aus- ftellung von Empfehlungsschreiben, Bescheinigungen und dergleichen, die offensichtlich dazu bestimmt sind, Wie sah es am Halleschen Tor in der guten alten feit aus? Es wurde im Jahre 1734 angelegt, als Z-iedrich Wilhelm I. zur Erweiterung seiner Resi- dmz die alten Befestigungsmauern niederreißen und ds Stadtmauern weiter hinausrücken ließ. In bie= jic neuen Mauer würben außer bem Brandenburger, Potsbarner unb Schlesischen Tor auch bas -Illesche Tor errichtet. Noch im Jahre 1780 hielten am Halleschen Tor „Zietensche Husaren" Haupt- lluche. Im Siebenjährigen Kriege unb im Befrei- ingsfriege war bas Hallesche Tor Angriffspunkt Endlicher Truppen. Wo heute in manchen Abenb- jtinben ein lebensgefährliches Gebränge herrscht, en die Lichtreklamen über hohen Häuserfronten oiühen, war in jenen Zeiten noch alles Ackerland, 'm Jahre 1867 wurde das gesamte Gelände hier im Süden Berlins Anbaufläche und der Großstadt emoerleibt. 1873 fuhr die erste Pferdebahn in der i-meren Stadt, unb zwar vom Halleschen Tor nach dnn Potsdamer Tor. 1896 wurde die Elektische Eitraßenbahn eingeführt und schon im Jahre l»02 hatte jeder Berliner Gelegenheit, eifften Male 1 ? 4agt 2 -.Januar 1934 i ändert Jahre alt! Und da gibt es noch Leute, die i behaupten wagen, Berlin hätte keine Tradition. ! as Hallesche Tor ist im Berliner Volksmund ein e enso vertrauter und aeläufiger Begriff wie etwa ir Zoo, der Alex ober der Potsdamer Platz. . ?ute wissen nur sehr wenige Berliner, daß bas . allesche Tor eine ehrwürbige Vergangenheit hat. i Le kennen es nur als eine ber populärsten Statinen der Untergrundbahn, als Umsteigeplatz, wo : e Menschen in dichten Knäueln die ^unterirdischen 1 reppen hinauf- und hinunterhasten. Sie sehen nur 2 Straßenbahnen, die dort in unaufhörlicher Folge is allen Richtungen zusammenkommen, als wür- n sie an unsichtbar laufenden Bändern durch- Inanöer gleiten. Sie hören nur ihr nie verstum- renbes Klingeln unb bas gebämpfte Hupen ber tutos. Da, wo bas Hallesche Tor ist, wogt unb fr anbet ber Verkehr, unb an ber Normaluhr unter bim wuchtigen Torbogen treffen sich die Paare nach Geschäftsschluß, während die U.-Bahn immer nue Menschenmassen ausspeit und die Haltestellen tur Straßenbahn ständig umlagert sind. < < > K nur der geschäftlichen Werbung zu dienen und empfehlen, etwaige Gesuchsteller an uns zu verweisen." Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34. Kreisführung Gießen. Vetr.: Kohlenmeldung, Serie E (rote Karte), Giehen-Land. Indem ich auf die Anordnung 3 Punkt 4 verweise, in welcher ich ausdrücklich bekanntgeaeben habe, daß die dort beiliegende rote Karte sofort an die Gauführung des WHW. Frankfurt a. M., Taunusstraße 11, eingesandt werden sollte, mußte ich heute durch dieselbe erfahren, daß dem nicht zu dem festgesetzten Termin entsprochen worden ist. Eine weitere Belieferung der ländlichen Ortsgruppen mit Kohlen und Brikett hängt von der so« f artig en Einsendung der erwähnten roten Karte (durch Eilboten) an die Gauführung ab. Sollte durch die nicht terminmäßige Absendung der Karte Schwierigkeiten in der Kohlenbelieferung entstehen, Dann mache ich die Ortsgruppenwalter hierfür verantwortlich. Heil Hitler! aez. Mo Haupt, Kreisgeschaftsführer des WHW. Amt für Beamte der NSDAP. Kreis Gießen. Zwecks Aufnahme in das Amt für Beamte der NSDAP., Kreis Gießen, fordere ich letztmals alle Parteigenossen im Kreis Gießen, die als Beamte Mitglieder des „Reichsbundes der Deutschen Beamten" sind, auf, sofort mit Postkarte an meinen Stellvertreter, Pg. Gustav Ulrich, Gießen, Liebigstraße 103, zu melden: a) Bor- und Zuname, b) Amtsbezeichnung (Beruf), c) Wohnort, Straße und Hausnummer, d) Ortsgruppe, e) Eintritt in die NSDAP., f) Mitgliedsnummer. Zur Meldung verpflichtet sind auch alle Partei- a n w ä r t e r, sobald sie in den Besitz der Mitgliedskarte gelangt sind. Ich behalte mir vor, diejenigen Parteigenossen von der Aufnahme in das Amt für Beamte auszu- s ch l i e ß e n , die unter Verstoß gegen obige Anordnung keine Meldung abgeben. P a r t e idiszd p li n gilt auch für die Beamten! Gez. Heß. Das Probejahr der Referendare in Hessen. In einem Ausschreiben der Ministerialabteilung für das Bildungswesen über das Probejahr der Referendare wird angeordnet: 1. Das Probejahr kann nur an Vollanstalten abgeleistet werden. Der Referendar ist jedoch nicht als Entlastung etwaiger Lehrkräfte zu betrachten, er bedeutet im Gegenteil für die Lehrer, denen er zur weiteren Ausbildung anvertraut worden ist, ein erhöhtes Maß von Verantwortung. 2. Wird ein Referendar aus der Seminaranstalt zur Ableistung des Probejahres einer anderen Vollanstalt überwiesen, so hat der Seminarleiter dem Direktor der betreffenden Vollanstalte einen Bericht über die Eignung des Referendars zuzustellen. 3. Nach Schluß des Probejahres übergibt der Direktor der Dollanstalt, an der der Referendar fein Probejahr abgeleistet hat, dem Seminarleiter sämtliche Unterlagen (Berichte der Lehrer, denen der Referendar zugewiesen war, und Protokoll der Prüfungslehrstunden). 4. Es wird erwartet, daß die Referendare im Probejahr nur solchen Lehrkräften zur weiteren Unterweisung zugeteilt werden, die Erfahrung in dieser Hinsicht besitzen. „Andrea, der Sohn des Zauberers.-' Ein Alissionsfilm. Die Basler Mission vereinigte gestern abend in der Stadtkirche eine stattliche Gemeinde zu einer Filmvorführung, die zu einem schönen Erlebnis wurde. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied und nach Gebet hielt Missionar Groh eine kurze Begrüßungsansprache: Mission zu treiben, sei, so führte er ü. a. aus, christliche Pflicht. Wir Christen wollten die ersten sein, wenn es gelte, der Nation ein Opfer zu bringen. Es werde in dieser Zeit viel und freudig geopfert. Neben den nationalen Aufgaben habe der Christ aber auch übernationale Ausgaben. Der Christ hckbe den Befehl erhalten: „Gehet hin in alle Welt!" Das sei keine private Sache des einzelnen, sondern die Pflicht aller Christen, die im Dienste des Reiches Gottes stehen. Der Film möge, so schloß der Redner, unsere Herzen weit machen für die große Ausgabe der Mission. Sodann sprach Missionar Weiße (aus St. Ge- orgenstadt), der sich gegenwärtig nach langjähriger Tätigkeit in Ostafrika zu einem Erholungsurlaub in der Heimat befindet. Er sprach kurz von der Verpflichtung des deutschen Volkes zur Mission und erläuterte dann in feiner Weise den Film. Der Filmstreifen vermittelte in zum Teil aanz ausgezeichneten Bildern eine Fülle von Eindrücken aus der Missionsarbeit in Ostafrika. Eine sehr glücklich gefügte Handlung schuf die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen. Andrea, der Sohn eines Zauberers, der aus dem finstersten Heidentum kam, wirkte als Gehilfe eines Missionars am Njassa-See, reiste mit dem Missionar durch die Lande und auf diesem Wege begegnete ihnen überall das Christentum, das von den Missionaren in das Land getragen und in schöner Weise gepflegt wurde. So sah man im Filmbild das Leben in den Missions- ftationen, die gläubigen Eingeborenen und die Kirchen und Schulen, die die Missionare in den verschiedensten Gebieten als Zentralen ihres Wirkens errichteten. Der zweite und dritte Teil des Films zeigte in aufschlußreichen Bildern das tiefe Dunkel der heidnischen Sitten- und Götzenlehren, die Schrecken des Kindesopfers, den Irrglauben der Abhängigkeit des Lebens eines Stammes von Götzen und die sinnlosen Opfergebräuche der in ihrem Wayn befangenen Eingeborenen. Demgegenüber wurde die Arbeit der christlichen Nächstenliebe und ihre Auswirkung gezeigt. Mit besonderem Interesse konnte man sehen, wie gute alte Gebräuche und Tänze der Eingeborenen (zum Beispiel als Erntefestreigen) von der christlichen Religion übernommen wurden. Nachdem man noch einen Einblick in das Leben in einer Missionsschule getan hatte, sand der Film mit dem schönen Ereignis der Bekehrung jenes Stammes, in dem Andreas Vater, der Zauberer, der mächtigste Mann war, feinen Abschluß. Gemeinsam gesungene Liederverse, die in ihrem Sinn dem Missionsgedanken angepaßt waren, verbanden die einzelnen Akte des Filmes, und ein Gebet, von Missionar Weiße gesprochen, beschloß den Abend. Am späten Nachmittag wär der Film auch den Kindern gezeigt worden. Daten für Montag, 22. Januar. 1729: Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing zu Kamenz in der Lausitz geb. (geft. 1781). — 1788: Der Dichter Lord Byron in London geb. (geft. 1824). — 1849: Der Dichter August Strindberg in Hausfrauen in Front! Don Martha Voß-Zieh. Das Bestreben unserer Regierung, dem deutschen Volke Arbeit zu verschaffen und die Erzeugnisse der deutschen Landwirtschaft entsprechend zu verwerten, ist von den deutschen Hausfrauen, besonders von den in der Reichsoereinigung Deutscher Hausfrauen organisierten, schon immer freudig begrüßt und mit aller Macht unterstützt worden. Die Regierung hat in ihnen eine nicht zu unterschätzende Hilfstruppe, ihre Pläne ourch- zuführen, denn 17 Millionen Hausfrauen find ein wesentlicher Faktor, der für den Verbrauch deutscher Waren eingestellt werden muh, wenn das Riesenwerk des Ausbaues gelingen soll. Wenn die Weltpresse jetzt Lobeshymnen anstimmt über die nationale Handlungsweise der englischen, amerikanischen, neuerdings auch der dänischen und der französischen Frau und die über ein Jahrzehnt alten Bestrebungen der deutschen Hausfrau übergeht, so ist das ein charakteristisches Zeichen für die stille, pflichtgetreue Arbeit der deutschen Hausfrau, die Jahr für Jahr still und bescheiden ihre Pflicht tat. Das war etwas Selbstverständliches für die deutsche Frau. Wir deutschen Hausfrauen wollen nicht gerühmt werden, aber unsere Regierung soll in diesem schweren Kampfe wissen, daß sie sich auf die deutschen Hausfrauen verlassen kann, daß es Ehrenpflicht für diese ist, mit dazu beizutragen, daß keine Devisen für entbehrliche Waren ins Ausland gehen. Der bevorzugte Verbrauch deutscher landwirtschaftlicher und industrieller Erzeugnisse ist eine Ehrenpflicht für uns deutsche Frauen. Wäre es nicht eine Schande, wenn eine einzige deutsche Kartoffel umkäme, die Erzeugnisse von demselben Wert und derselben Güte liefert wie das Maiskorn, das auf fremdem Boden wächst, wenn auch nur ein einziger Apfel verdürbe, weil eine deutsche Hausfrau sich einbildet, ein amerikanischer Apfel schmecke besser? Keine deutsche Stoffabrik darf stillgelegt werden, die deutsche Frau hüllt den Körper nicht in französische Stoffe. Keine deutsche Schneiderin darf arbeitslos gemacht werden, während die französische Konfektion Triumpfe feiert. Das ist der artbewuhten, der verantwortlich- keitserfüllten deutfchen Hausfrau in all den Notjahren, die hinter uns liegen, von ihren Führerinnen immer und immer wieder — 15 Jahre im Kampfe gegen eine blinde Regierung, jetzt, Gott sei Dank, Hand in Hand mit der Regierung — ge- sagt worden. Die deutsche Hausfrau hat zum großen Teil ihre volkswirtschaftliche Pflicht begriffen und ist der Mahnung: „Kauft deutsche Waren!" gefolgt. Wie wäre auch sonst die fallende Menge der Einfuhr fremder Lebensrnittel erklärlich? Es muß und es wird weiter gekämpft werden, damit die Befreiung Deutschlands, damit die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gelingt. Die Regierung und die Landwirtschaft dürfen überzeugt sein: Die organisierten deutschen Hausfrauen stehen hinter ihnen, unterstützen ihren Kampf und reißen die noch Abseitsstehenden, die Lauen mit sich! Deutsche Not die an -en Grenzen nicht haltmachi. Die Opfer der Grubenkatastrophe zu Osseg — sie waren zu Hälfte deutsche Bergleute, Glieder der deutschen Volksgemeinschaft. Und unsere Anteilnahme konnte deshalb nicht geringer sein, weil sie einem fremden Staatsoerband angehörten. Die neue Weltanschauung der Deutschen unterordnet den Staat der höheren, gottgewollten Einheit der Ration. Der Staat kann Grenzen haben, die von Menschenhand gezogen sind. Die Ration aber hat ihre Grenzen dort, wo der Mensch aufhört, deutsch zu denken, deutsch zu fühlen. Und so wuchs in der Erkenntnis der sich besinnenden deutschen Menschen das im Reich gebundene 60- Millionen-Dolk zur großen volksdeutschen Gliederung einer Nation, die hundert Millionen Menschen umfaßt. Die Macht des Staates hört an feinen Grenzen auf. Das im Reich gebundene deutsche Volk konnte unter Führung des Staates den Grundsatz durchsetzen, daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe und daß kein Deutscher zu hungern und zu frieren brauche. Das letzte Drittel der deutschen Nation, das jenseits der deutschen Grenzen lebt, untersteht nicht dem organisierten Willen des neuen Reiches. Aber roehn die Macht des Staates auch an den Grenzen aufhört, das Gefühl der Verbundenheit, der Not- unb Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen, das im Volke lebt, braucht geographische Grenzen nicht zu kennen. Deutsche Rot, wo immer sie ihr grausames Antlitz zu uns erheben möge, ist Rot der ganzen deutschen Ration, ihre Linderung ist der Gemeinnutz. der vor den Eigennutz geht. Denken wir uns die schützende Hand des Deutschen Reiches, seine organisierende Kraft hinweg von den Stätten deutscher Not im eigenen Lande — so grausam und unbarmherzig, wie diese Not bann wäre, so ist sie jetzt in beutschen Gebieten, die kein deutscher Staat betreut, die ein fremder Staat oft gewollt und bewußt vernachlässigt und zurücksetzt. Sehen wir über die Grenzen nach Sudeten- deutschlanb: Don 3,5 Millionen Sudetenbeut- schen ist mehr als bie Hälfte auf inbuftriellen Erwerb angewiesen. Von drei Ernährern ist einer ohne Arbeit. Das heißt, daß mehr als eine Million Subetenbeutscher angewiesen ist auf die Fürsorge des Staates. Und der Staat? Der Staat löst unter dem Vorwand der Bekämpfung des „staatsgefährlichen Nationalsozialismus" eine deutsche Gewerkschaft nach der anderen auf. Die Gewerkschaft konnte dem Familienvater wöchentlich 8 bis 15 Mark Unterstützung bezahlen. Jetzt beschlagnahmt der Staat die Vermögen der Gewerkschaften. Und seine eigene Fürsorge sieht so aus, daß er den Erwerbslosen den Bettelpfennig eines „Lr- nährungsgelbes" hinwirft, bas einen Wert hat von einer Mark und fünfzig Pfennig — in der Woche! Das ist nicht bie allgemeine Not des tschechoslowakischen Staatsbürgers. Das ist die deutsche Not. Denn von hundert deutschen Männern, Frauen, Greisen, Kindern, sind 8,5 ohne Arbeit. Und von den Tschechen nur —2,5! Das kommt wohl daher, daß die Industrien in den deutschen Gebieten sitzen. Aber auch daher, daß tschechische Besitzer ihre Werke ins tschechische Gebiet verlegen, um nicht Deutsche beschäftigen zu müssen. Schlechter noch, viel schlechter als dem organisierten Industriearbeiter ergeht es den Heimarbeiterfamilien in den Gebirgstälern des Erzgebirges und des B ö h m e r w a l d e s. Sie haben immer schon ein karges Brot gegessen. Sie sind kleine Häusler mit schmalem Besitz auf schlechtem Boden. Sie haben immer schon in vier- zehnstündiger Heimarbeit von Kind und Kegel einen Bettelpfennig verdienen müssen mit Spitzenklöppeln, Spielzeugschnitzen, Schachtelnfalten, Handschuhnähen und dergleichen. Jetzt bleibt auch dieser Erwerb aus, weil bie Absatzgebiete fehlen. Ihre Not ist, an reichs- deutschen Verhältnissen gemessen, unsagbar groß. Die Schulen stehen im Winter leer, weil bie Kinder Hunger leiben unb zu schwach finb, den oft sehr weiten Weg zur Schule zu gehen. Kartoffeln unb Wurzeln finb ihre tägliche Kost. Schlimmer können bie Verhältnisse auch am Ausgang des Dreißigjährigen Krieges nicht gewesen sein. Und in Ost-Oberfchlesien ist es nicht besser. Wenn eine polnische Zeitung kürzlich schrieb, in Deutsch-Oberschlesien ginge es den Polen viel besser, sie brauchten nicht in Erdhöhlen zu wohnen unb Hunger zu leiben, so meinte sie ihre polnischen Volksgenossen in Polnisch-Oberschlesien unb nicht bie Deutschen, benen es noch schlechter geht. So mögen biefe Zeilen nur an zwei Beispielen von beutscher Not jenseits der deutschen Grenzen sprechen unb beitragen zu ber Erkenntnis des beutschen Volkes, baß seine Not nicht an ben Grenzen aufhört. Am 26. Januar sammelt der „Volksbunb für bas Deutschtum im Ausland" im ganzen Reich für die Winterhilfe des Deutschen Volkes. Seine jugendlichen Helfer verkaufen an diesem Tage das alte volksdeutsche Zeichen, die blaue Kornblume. Jeder Deutsche soll sie an diesem Tage tragen und sich durch sie bekennen zur Schicksals- gemeinschaft des deutschen Hundertmillionenvolkes. Stockholm geb. (geft. 1912). — 1850: General v. Litzmann geb. Vornonz.cn — Tageskalenber für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 16.30 unb 20.30 Uhr, „Das Weib bei fernen Völkern". — Hausbesitzeroerein: 20 Uhr, Cafe Leib, Film- unb Lichtbildervortrag. — Frauenschaft Gießen-Mitte, -Süd und-Ost: 20.15 Uhr, Turnhalle des Gymnasiums, Turnstunde. — Aus demStadttheaterbureau. Morgen. Dienstag, zum erstenmal das Lustspiel „Bob macht sich gesund" von Axel Ivers. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Vortragsvereinigung (Goethe- Bund, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein) veranstaltet am kommenden Donnerstag ihren vierten Vortragsabend, bei dem der U-Bootskommandant im Weltkrieg Kapitänleutnant Freih. von Spiegel über U-Bootsfahrten und Abenteuer im Weltkrieg" sprechen wird. Näheres in der heutigen Anzeige. ** In den Führerrat der Reichs- mufikkammer berufen. Das Staatspresse- amt teilt mit: Der Landesleiter des Fachverbandes B „Reichsmusikerschaft" der Reichsmusikkammer, Stadtrat Kammermusiker Paul F i ch t m ü l l e r, hat den Referendar Schriftleiter Ernst R e h b o ck in Darmstadt zum Geschäftsführer ber Lanbesleitung für Groß-Hessen ernannt, ßanbesleiter Paul Ficht- müller ist in ben Verwaltungsbeirat (Führerrat) ber Reichsmusikkammer berufen worben. * Po st Personalien. Ginberufen würbe als Postschaffner ber Versorgungsanwärter Wießner in Butzbach; übertragen würben Postsekretärstellen ben Poftassiftenten Erna Beyer in Gießen, Wilhelmine Kliffmüller in Bad-Nauheim eine Post- affiftentenftelle dem Postschaffner Rodamer in Lauterbach, Oberpoftschaffnerstellen ben Postschaff- nern o ck unb Kaiser in Gießen; planmäßig an» geftellt würben als Telegraphenwerkführer der Telegraphenmechaniker Lochmüller in Friedberg, als Postschaffner die Hilfspostschaffner A p p e l in Friedberg, B ä h r in Stockheim, M ö I s in Bad-Nauheim, Schnell in Lauterbach unb Wörsborfer in Gießen. ** Keine geheimen Abstimmungen nach bem Volksschulgesetz. In einem Mini- sterialerlaß wirb angeorbnet, baß bie nach Art. 9 Abs. 2 bes Volksschulgesetzes vorn 25. Oktober 1921 vorzunehrnende Abstimmung in Zukunft nicht mehr in geheimer Wahl, fonbern offen zu erfolgen hat. " Eine Versammlung ber oberhessi - schen Frauenvereine findet am kommenden Donnerstag in Gießen statt. Es werden sprechen ber Reichsführer im Frauenwerk D. Jeep unb bie Reichsführerin im Mütterbienft Frau Lönnies. — Siehe heutige Anzeige. ** Verschärfte Richtlinien über bie Durchführung ber Deutschen Kurzschrift bei. ben Behörben. Nach ben neuen Richtlinien bes Reichsministers bes Innern wirb von allen neu eintretenben Beamten unb Beamtenanwärtern von Besolbungsgruppe 10 an aufwärts bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift verlangt. Bereits angestellte Beamte von ber gleichen Besolbungsgruppe aufwärts haben sich, soweit sie am 1. Oktober 1934 bas 38. Lebensjahr noch nicht voll- enbet haben, bis zu diesem Zeitpunkt bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift anzueignen. Den übrigen wirb empfohlen, bie Deutsche Kurzschrift lesen, wenn möglich schreiben zu lernen. Der Reichsmiyister bes Innern bat bie Behörben, bie erforderlichen Maßnahmen so zu treffen, baß ber 1. Oktober 1934 als Zeitpunkt für bie erweiterte Anwenbung ber Deutschen Kurzschrift unbebingt innegehalten werben kann. ** Mainzer Fr e mb e n sitz un g unb Rosenmontagszug werben burch ben Rundfunk übertragen. Bekanntlich war es fraglich, ob auch in diesem Jahre wieder ein Ausfentlic Moli mdjjt HD- «oknir Killer Lz Ard ß-st SinP 0$' Br Geir Ild den irüiirti S' llfor jPbtr, k d"» iy !,tW Wä? Btoty Mes 1 kalten- fciin 2 3" W die WeSk IHO unc t. o tiruP Ar ©■ mb. W Udos n‘ |W ■igebo' jfünbui Undes »lird) Fi ßeimal Wsdilt jftr Re! Mele de iMm Te >?ergv KeTfr Mrabitk marmo Wialij i Lehr loerbur Brtenn ken Kr mjegum tauf die Wt zei : Wtarnti unitbe Wut Werg Jto. ^fprut ffi« Üfi n» i« F? ie? 5 0 K wch-u herrß Finali; Wnlbern Wie. ' ■oir de SDoribr Mt)as ? seine : Men ur Uwisä MBei A Kroße .QDrfsbi l'Ilscher Hbrnrht Üfiefdiid II Mh rrrann. nunter Ueimo r«um g e n herein« Nreuds mn A tonberf schnitt aus dem Mainzer Karnevalsbetrieb durch ben Runbsunk einer größeren Oeffentlichkeit zu. qänglich gemacht würbe. Dem Eingreifen bes Reichs, statthalters Sprenger ist es zu verbanken, bafc nunmehr bie Frembenfitzung bes Mainzer Karneval- Vereins burch den Südwestdeutschen Rundfunk übertragen wird. Auch ber Rosenmontagszug wirb, wie in früheren Jahren, von bem Runbfunk als Sendung übernommen werden. "Zigeuner feftgenommen. Am Samstag wurde durch die Gendarmerie eine Anzahl Zi- qeuner festgenommen und dem Richter in Hungen vorgeführt. Die Zigeuner wurden wegen Zuwider- Handlung gegen das Zigeunergesetz zu Geldstrafen verurteilt. Oderheffen. 100 Jahre „Oberhessischer Anzeiger-. LPD. Friedberg, 21. Jan. Der „Ober, hessische Anzeiger" begann am 1. Januar 1934 das zweite Jahrhundert seines Erscheinens. Aus diesem Anlaß hat der Verlag jetzt eine Jubi- läumsnummer herausgegeben, in ber burch zahlreiche Artikel bie Bebeutung ber Zeitung als ausgesprochenes Heimatblatt hervorgehoben wird. Massenkundgebung der Deutschen Arbeitsfront. ♦ Friebberg, 20. Jan. Friebberg stand heute abend im Zeichen einer großen Kundgebung der Deutschen 'Arbeitsfront. Die Reithalle war schon lange vor Beginn bis auf ben letzten Platz besetzt. Nach bem Einzug ber Fahnen eröffnete Kreisbetriebszellenleiter Ertl bie Versammlung. Der fteUoertretenbe Bezirksleiter ber Arbeitsfront Pg. Singel als Rebner bes Abenbs wies zunächst auf bie ungeheure Arbeit hin, die bie Reichsregie, rung im Laufe bes vergangenen Jahres geleistet hat, unb sprach sobann über bas Gesetz zur Orb- nung ber nationalen Arbeit. Mit dem Deutschland- unb bem Horst-Wessel-Lieb fanb bie Kunbgedung ihren Abschluß. ttiHDtretö Gicken. * Watzenborn-Steinberg, 21. Jan. Der hiesige Turnverein „Gut-Heil" hielt im „Golbenen Löwen" feine Jahresschlußversammluna ab. Aus bem Turnbericht war zu entnehmen, daß der Verein wieder ein gutes Stück vorwärts gekommen ist. Die Kasse weist einen günstigen Stand auf. Zu Ehrenmitgliedern wurden anläßlich ihrer 25jährigen Mitgliedschaft bie Turner Gg. Fink, Karl K o l m e r unb Ludwig Heß. Otto Jung III. wurde zum stellvertretenden Führer, W. Zipfe zum Oberturnwart und Karl Häuser zum Di et« und Werbewart ernannt. > Holzheim, 20. Jan. Durch der N S B O., Dienststelle Holzheim, wurden 103 Aufnahmen in bie Deutsche Arbeitsfront vorgenommen. Der erste Schu- lungsabenb ber DAF. fanb am Donnerstag auf bem Rathause statt, wobei ber Ortsgruppenleiter ber NSBO. Pg. Sauber einen sehr lehrreichen Vor« trag hielt. — In ber Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember vorigen Jahres, würben hier im Ob» bachlosenheim, welches sich im Rathaus befindet, runb 600 Personen Nachtguartier gewährt. ser zum Diel h der RSM lusnahmen in bi . Der erste Schv Donnerstag at gruppenleitcr b? lehrreichen $o: . Januar bis n hier im Ob n Rathaus befb achtquartui Der Kriegen auptoerfammliit: erab W. Knös ’t, Kamerad &• einsamen Gesen Ehren“ eine ft* greulichen 933 in i/nleM ifte des oberfln m weiteren Au- enen Kamerabei igs'ähriaen M • den Verein f« fort hat, herM q gedachte er bs t Toten des bei» in traten im wj ) 17 au&erorbw Zedenten des 1» Redner feine w iingen. Karner Serlouf der A ; Vereins, to j oob 3“r Ifi L sich » » lt interne W die Serfamm * auf den M ■ foraie mit » D. and dem N eiliger Heimatgedichte durch Kinder, sprach Lehrer Praß, ausgehend von Adolf Hitlers Wort: „Das Wesentliche einer Revolution ist nicht die Erringung bet Macht, sondern die Erziehung der Menschen", zmächst über Erziehung und Volksbildung im heu- tijen Staut unter besonderer Betonung der im Hei- mtgedanken verankerten bildenden Kräfte. Die Zsündung des Propagandaministeriums, des Kampf- bpdes für deutsche Kultur, des Bundes „Kraft bi-cf) Freude" und des Reichsbundes Dslkstum und Himat feien sichtbarer Beweis für die ernsten vrksbildnerischen Bestrebungen unserer Regierung. Dr Redner verbreitete sich dann über Zweck und Ale des Reichsbundes Volkstum und Heimat, mit bin Seite an Sette unser Heimatverein, der G l e i- b.rgverein, marschiere, der mit großen Buch- ftoen auf feine Fahne dieselben Ideale geschrieben habe und der fast 100 Jahre die Gleiberg- trifoition wahre, das Alte aber nun auch in bester fyrmonie mit den Aufbauzielen unseres national- shnalistischen Staates vereine. Zehner P r a ß , der aus dem Gefühl der Heimat- ve dundenheit heraus und durchdrungen von der Kenntnis der in Heimat und Volkstum verankerte! Kräfte, schon längere Jahre in der Heimatbe- v-zung tätig ist und sein Augenmerk hauptsächlich Clr die heimatgeschichtliche Vergangenheit gerichtet |(r. zeigte dann einen mit großer Sorgfalt zusam- Mnqestellten Filmstreifen aus dem Krof- dv r f e r Dorfleben, dessen klare Bilder starken Mang sanden. Beginnend mit einer Gesamtan- fidt, sah man die ältesten Häuser des Ortes, dann fpirtere schöne Fachwerkbauten, alte Türen, das Tlu-fbackhaus, Pappeln am ehemaligen Brand weih er, |)$. Kriegerdenkmal von 1870/71, Amtsgebäude, eiie Schmiede, alte Leierbrunnen, sämtliche Schule! und eine Reihe von Bildern von dem Kirchlein. iÄv-ischendurch tauchten eine Menge Ortsbewohner be Arbeit und Muße, Pferde im Pflug usw. auf. ©Dfie Heiterkeit erregte das Bild des „rappelnden' Oi sdieners, wozu ein humorvolles Gedicht in treff- |fdK>r Weise den Inhalt der Bekanntmachungen br chte. An die einzelnen Bilder schloß der Redner tze-bickt heimatkundliche und heimatgeschichtliche Be- iuchtungen an, so daß die Zeit mir zu schnell Der- trn. In passenden Liedern der ersten Schulklasse inr er Leitung von Konrektor Drescher klang der > mat wohlverdientes herrliches Lob. So konnten zun Schluß Rektor Echtem acht und Direktor Ms n k e n (Kinzenbach) der Führer, des Gleiberg- Dei«eins, der der Veranstaltung beiwohnte, ihre Zr^ude über den außerordentlich gelungenen Abend zun Ausdruck bringen und an die Beteiligten, in- forderheit an Lehrer Praß, den Dank abstatten. Hlrers Wettl^r fenbS.li sd 'M Im Vereinslokal „Postkeller" fand am Samstag-1 abend die Generalversammlung der Spielvereinigung 1900 statt. Jln Mittelpunkt der Versammlung! stand die Berichterstattung der einzelnen Fachwarte über die sportliche Tätigkeit im Jahre 1933, sowie die Wahl des Vereinsführers. Der bisherige 2. Führer des Vereins, Herr Keiner, leitete die Versammlung mit herzlichen Worten der Begrüßung ein. Sodann wurde durch den Schriftführer des Vereins Herrn Ehrhardt der Jahresbericht des Vereinsführers Dr. Gujot verlesen. Der Bericht gab eine große Ueberschau über die Lage des Vereins und schloß mit den besten Wünschen für das Jahr 1934. Herr Keiner gab kurz Kenntnis von der Mitgliederbewegung innerhalb des Vereins. Trotz mancherlei widriger Umstände habe der Mitgliederstand erhalten werden können. In reger Sitzungstätigkeit fei die Verwaltung des Vereins in bisheriger mustergültiger Weife gehandhabt worden. Nachdem verschiedene interne Fragen Erledigung gründen hatten, erstatteten die Fachwarte die Jahresberichte. Der Leiter des Fußballausschusses, Herr Reininq, gab eine Ueberschau über die rege fußballsportliche Betätigung, gab aber auch von den mancherlei Schwierigkeiten Kenntnis, die einer voll befriedigenden Füßballtätigkeit im Verein im Wege stehen. Aller- dings sei festzuhalten, daß auch der Geist innerhalb der Mannschaft nicht so sei, wie man ihn ich wünschen möchte. Ein Teil der Mißerfolge ei darauf zurückzuführen. Mit der Neuregelung innerhalb der Bezirksklasse, mit der Zusammen- tellung der Mannschaften habe man zufrieden sein können. Das Gesamtergebnis der fußballsportlichen Tätigkeit der Spielvereinigung ist aus folgender Aufstellung ersichtlich: _ Mannsch. 1. 2. 3. 4. Die VfBer stellten die technisch bessere Elf. Der Sturm zeigte sich leider nicht aktiv aenug. In der Läuferreihe fiel der 42jährige Kapeller angenehm auf. Das Schluhdreieck war nur schwer zu überwinden. Die Lollarer ließen im Aufbau fast jedes System vermissen, waren außerdem in der Ballbehandlung nicht sicher genug. Sehr lobenswert war der Eifer, mit dem die Mannschaft den Kampf betritt. Allerdings mußte sie, wie man hörte, mit viel Ersatz antreten. Der Tormann war der beste Mann seiner Els. Der Kampf wurde fair ausgetragen. Der Schiedsrichter leitete im ganzen gut, pfiff aber etwas zu viel. Tore 110:32 52:36 22:49 184:117 mtgen von feinen persönlichen Erlebnissen auf dem IMBoot. Es stellte sich heraus, daß Herr Kratz «u dem von dem bekannten Kapitän-Leutnant ^r-iherr von Spiegel kommandierten Boot full*, der bei einem schweren Gefecht mit einem ^tarnten englischen Kriegsschiff über Bord gespült Birhe und in englische Gefangenschaft geriet. Frei- ietr von Spiegel, der jetzt auf einem Gut im fiflsn Deutschlands lebt, ist ein Sohn des um die ^LHrhundertwende hier wirkenden staatlichen Ober- (öfters Freiherr von Spiegel. SPD R o d h e i m a. d. B i e b e r , 20. Jan. Ein Einspruch der Gemeinde Rodbeim gegen die be° Mchtigte Aufhebung der Gerichtstage ves Sutsaerichts Gladenbach in Rodheim V den gewünschten-Erfolg gehabt. Es wurde ent- ff)geben, daß das Amtsgericht Gladenbach nach wie 13: in Rodheim S p re ch t age abhalt und rar für die Ortschaften Rodheim, Bieber, Fellings- trifen, Frankenbach und Krumbach, die feit ber r-isreform im Oktober 1932 zum Kreis Wetzlar sl Ören. Nur bte Gemeinde Königsberg wurde dem Irrtsgerichtsbezirk Hohensolms zugeteilt. <$roäfcucr auf dem Westerwald SPD. Dillenburg, 20. Jan. In der Nacht un Samstag wurde der Westerwaldort Made- i ü h l e n von einem G r o ß f e u e 5 ^eim^esucht. m der mit Heu und Stroh reichgefullten Scheune ?s Landwirts Gustav Bretz war Feuer ausge- nchen, das sich mit Windeseile auch auf das an- Mzende Wohnhaus ausbreitete. Das gesamte’ Am de en brannte bis auf die Grundmauern meder. tid) Vieh kam in den Flammen um. Das Mobiliar nmte zum Teil in Sicherheit gebracht werden. Das euer hatte auch ein anderes Anwesen in '^'tleidem tz-.ft gezogen, jedoch konnte hier das Feuer rasch nqedämmt werden. Die Brandursacke üt noch nicht Oie Verbandsspiele in Aordhessen. Da das Wetter in den letzten Tagen etwas beständiger geworden ist, konnten im Gau Nordheffen diesmal sämtliche angesetzten Spiele zur Durchführung kommen. Dabei gab es keine einzige lieber- raschung, alle Spiele endeten mit normalen Ergebnissen. Hanau 93 fertigte Kurhessen Marburg überlegen mit 6:1 ab, Borussia Fulda blieb über den SC. 03 Kassel mit 4:0 erfolgreich und der VfB. Friedberg holte sich bei Chattia Kassel mit 3:1 die beiden Punkte. Auch bas Kasseler Lokaltreffen zwischen Sport unb Kurhessen enbete mit einem erwarteten 4:2-Sieg ber Kurhessen. In der Tabelle hat sich demnach in der Reihenfolge nichts geändert. Hanau führt weiter mit 22:6 Punkten vor Borussia Fulda mit 21:5 und den beiden Kasseler Vereinen SC. 03 und Kurhessen mit je 18:10 Punkten. Um die Allgäuer Skimeisterschasten. Reichswehr und nationale Verbände beim Patrouillenlaus. In Nesselwang begannen am Freitag mit dem Patrouillenlauf des Reichsheeres und der nationalen Verbände die Wettkämpfe um die Allgäuer Skimeisterschaft 1934. Der Lauf, der wegen des in tieferem Gelände eingetretenen Tauwetters meist in über 1000 Meter Höhe durchgeführt wurde, versammelte 12 Patrouillen des Reichsheeres und 18 Mannschaften der nationalen Verbände am Start der 20 Kilometer langen Strecke. Als Sieger ging die Mannschaft der 1. Komp, des 7. Pionierbat.' München in 2:13,23 aus der schwierigen Prüfung hervor. Bei den nationalen Verbän- ben belegte der Sturm 31/20 Oberstaufen in der guten Zeit von 1:57,57 den ersten Platz. Kurze Sportnotizen. Der Fußballkampf Berlin — Prag endete auf dem Preußenplatz der Reichshauptstadt vor 35 000 Zuschauern mit einem überlegenen 5:0- (2:0) Sieg der Tschechen. UngarnsNationalmannschaft,die am Vorsonntage in Frankfurt gegen Deutschland 1:3 unterlag, spielte an diesem Sonntag in Paris als Budapester Stadtmannschaft gegen die Stadtelf Paris. Die Ungarn siegten nach überlegen geführtem Spiel mit 3:1. D i e Saskatoon Q u a k e r s , die für die Eishockey-Weltmeisterschaft bestimmte kanadische Mannschaft, konnte im Berliner Sportpalast ben Berliner Schlittschuh-Club, ber sich ganz ausgezeichnet schlug, nur mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) bezwingen. Beim Magdeburger Hal-lensportsest gewann Syring den 1500-Meter-Lauf in der für die Halle guten Zeit von 4:10,8. Min. vor Dr. Peltzer (4:11,3) und dem Wittenberger Böttcher. Im Sprinterdreikampf blieb Buthe-Pieper (Duisburg 99) vor Stein-Halle und Liersch-Charlottenburg in Front. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Sckriftleitungz h. Sch. in h. Es ist nicht zulässig, daß ein Kauf- mann mit einem festen Preis ausgezeichnete Gegenstände höher verkauft, falls die Auszeichnung des Preises nicht irrtümlich erfolgt ist. Stellt der Auszeichnungspreis den Marktpreis bar, so können Sie auf Lieferung des Gegenstandes gegen Zahlung des ausgezeichneten Betrages bestehen. Verweigert der Verkäufer die Lieferung der Kauffache zu dem ausgezeichneten Preis und verlangt er, wie in Ihrem Fall, einen weit höheren Betrag, so können Sie Anzeige wegen Wuchers erstatten. Es dürfte sich auch empfehlen, einen entsprechenden Bericht unter Darlegung des Sachverhalts bei der NS - Hago einzureichen, die dann von sich aus das weitere veranlassen wird. Saoddall: 19001.-6<£.Äain$l.9:5(7:5) Mit der Verpflichtung der SC. Mainz, der zur Zeit spielstärksten Mainzer Mannschoift, hatten die 1900er keinen schlechten Griff getan. Dor einer verhältnismäßig ansehnlichen Zuschauerzahl wurde ein rassiges Spiel vorgeführt, bas stets in Bann zog. Mit bem Wind im Rücken, jedoch gegen die Sonne pielenb, gingen die Einheimischen sofort zur Offen- ive über unb brachten auch Des öfteren die gegnerische Verteidigung in Verwirrung. Die zugesprochenen Straswürfe führten jedoch zunächst zu keinem Erfolg. Nach etwa zehn Minuten Spieldauer wurde der Bann durch den 1900er Mittelstürmer gebrochen. Die gegenseitigen Angriffe wechselten nun immer schneller, und bald konnte auch ein gut freigespielter Mainzer den Ausgleich erzielen. Fast unmittelbar darauf erhöhte 1900 wieder auf 2:1. Aber ein verwandelter Strafwurf der Gegenseite stellte die Partie erneut Remis. Das war das Zeichen für die Spielvereinigungsleute aufzudrehen. Die Mannschaft zeigte auch nun bis zur Halbzeit ein ganz prächtiges Spiel. Die Ausbeute waren fünf weitere Tore, denen die Gäste nur eines entgegenzusetzen Gwße alte Bäume, die für das Weichbild des O;1es charakteristisch sind, bleiben naturgemäß er- hclten. — Für bas W i n t e r h i l f s w e r k mürben in unserem Dorfe 86 Zentner Kartoffeln und flO Zentner Frucht gesammelt. Dazu kamen noch für die Umrechnung der Naturalien in Geld 32 Mk. De Spenden vom Eintopfgericht betragen zwischen 4(i und 50 Mark. | Ft. Ober-Gleen, 19. Jan. Die hiesige O r t s - giuppe der NSDAP, hielt dieser Tage in br Gastwirtschaft Ruppert eine Versammlung ot Pg. Robert Schmitt (Steinheim) sprach über bös neue Reichserbhofgesetz, während der Ehrenbürger unseres Ortes, Pg. Alfred K l o st e r m a n n, üter Wirtschaft-, Innen- unb Außenpolitik sprach. Bilden Rednern wurde lebhafter Beifall zuteil. preutzen. Oer Führer als Ehrenpate. LPD. Biedenkopf, 20. Jan. Im Kreisort A o m m e l sh a u s e n hat der Reichskanzler Adolf Hitler beim 10. lebenden Kinde Rudolf Adolf bei Arbeiters Gustav Heck die Ehrenpaten- s ih a f t übernommen. Heimatabend in Krofdorf. D Krofdorf, 21. Jan. Unsere Schule schenkte der Gemeinde am gestrigen Samstag einen schönen uhd denkwürdigen Heimatabend. Mit welchen Eiwartungen man der Veranstaltung entgegensah, zeigte ber bis in biß letzte Ecke vollbesetzte Moossche Äal. Nach Begrüßungsworten bes Schulleiters, RUtor Echternacht, und nach dem Aufsagen Tore 70:90 67:86 53:44 ________38:16 Insgesamt 94 42 13 39 228:236 Die Jugend Mannschaften, über deren Tätigkeit der Jugendwart, Herr Lösch berichtete, hatten folgende Ergebnisse aufzuweisen: Halbzeit zum Ausdruck. Das Spiel begann zunächst mit einem sehr vor- sichtigen Tasten beider Mannschaften. Das dauerte allerdings nicht lange. Allmählich wurden die Grün- weißen überlegen, drückten immer wehr, unb Die Gäste mußten alles zur Verteidigung aufbieten In der 10. Minute etwa kam es zu einer ganz kritischen Situation vor dem Lollarer Tor. Ein schöner Schutz von rechts her wurde vom Tormann abgewehrt, prallte ins Feld zurück, wurde durch einen glanzenden Kopsball wieder zum Tor gebracht und von dem Lallarer inI B-ll"p°n Feufter getreten, entschied das Spiel end. ihr^ Hälfte eingeschnürt. E- k-m zu heftigem | gültig Mannsch. Sviele gern. unentsch. verl. Tore V 1932 32 18 1 13 199:164 1. 1933 30 21 1 8 230:142 2. 1932 13 4 0 9 56:83 2. 1933 17 9 1 7 102:83 Jnsges. 1933 47" 30 2 15 332:225 Mannsch. Spiele gew. unentsch. verl. 1 24 16 3 5 2. 19 11 2 6 Schüler 22 6 4 12 Insgesamt 65 33 9 23 Bekanntmachungen des Personalamtes. Ernannt wurde: der Polizei-Hauptwachtmeister Adam Schneider zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 zum Polizeimeister. Ueberlragen wurde: dem Lehrer Karl Stephan zu Dietzenbach, Kreis Offenbach, mit sofortiger Wirkung die Leitung der Volksschule dortselbst unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Rektor" für die Dauer dieser Tätigkeit; am 5. Januar 1934 der Lehrerin Mathilde Derbe r i ch zu Bingen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Neu-Isenburg, Kreis Offenbach, mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an; dem Gewerbelehrer Karl Geiß an der Berufsschule im Bezirk Guntersblum, Kreis Oppenheim, eine Gewerbelehrerstelle an der Berufsschule im Bezirk Reinheim, Kreis Dieburg, vom 8. Januar 1934 an; dem Lehrer Anton Kaiser zu Zotzenheim, Kreis Alzey, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Bosenheim, Kreis Alzey; dem Lehrer Wilhelm Theiß zu Bosenheim, Kreis Alzey, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Zotzenheim, Kreis Alzey; am 6. Januar 1934 dem Lehrer Karl Müller zu Pohl-Göns, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Kirch-Göns, Kreis Friedberg; dem Lehrer Gustav Otto zu Kirch-Göns, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Klein-Linden, Kreis Gießen; | dem Lehrer Walter Guthier zu Wiesoppen- \ heim, Kreis Worms, eine Lehrerstelle an der F Volksschule zu Seibelsdorf, Kreis Alsfeld; ' dem Lehrer Paul Stieler zu Seibelsdorf, Kreis Alsfeld, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Herbstein, Kreis Lauterbach; am 9. Januar dem Lehrer Heinrich Arnold zu Utphe, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Großen-Linden, Kreis Gießen, sämtlich mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an. In den Ruhestand tritt: auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli/19. Dezember 1923 in der Fassung des Gesetzes vom 8. Oktober 1925 der Förster Leonhard Walther zu Hüttenthal mit Wirkung vom 1. Februar 1934; dem Ausscheidenden wurde aus diesem Anlaß die Anerkennung der dem Staate geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. In den Ruhestand verseht wurden auf Nachsuchen: am 30. Dezember 1933 der Rektor an der Volksschule zu Bickenbach, Kreis Bensheim, Wilhelm Sattler; die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz, Dorothea Scheuer; die Lehrerin an der Volksschule zu Darmstadt, Anna Sieger; der Lehrer an der Volksschule zu Worms, Joseph Back; der Lehrer an der Volksschule zu Bensheim, Adolf Berthold; der Lehrer an der Volksschule zu Worms, Karl Blum; der Lehrer an der Volksschule zu Worms, Georg Büttner; der Lehrer an der Volksschule zu Worms, Johannes R h e i n f u r t h ; der Gewerbelehrer an der Berufsschule zu Reinheim, Kreis Dieburg, Georg S t ü h l i n g e r ; der Lehrer an der Volksschule zu Frei-Laubersheim, Kreis Alzey, Karl Zimmermann; die Lehrerin an der Volksschule zu Worms, Helene F a u st; die Lehrerin an der Volksschule zu Bodenheim, Kreis Oppenheim, Anna Fleck; die Lehrerin an der Volksschule zu Winterkasten, Kreis- Bensheim, Klara von d e r B e ck e ; die Zeichenlehrerin an der Volksschule zu Mainz, Wilhelmine Wilhelm; sämtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an; der Verwaltungssekretär Peter H^inz in Bingen mit Wirkung vom 1. April 1934 an; der Gewerbepolizeikommissar Wilhelm S ch ä - fer zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1934 an; auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933: am 6. Januar 1934 der Oberlandwirtschaftsrat in Alsfeld, Dr. Leonhard S ch ü l mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an. Umgeändert wurde: am 30. Dezember 1933 die am 28. April 1933 ausgesprochene Ruhestandsversetzung des Rektors Georg Gröninger zu Worms mit sofortiger Wirkung in eine Entlassung nach § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933. Entlassen wurden: auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 der Polizei-Hauptwachtmeister Alois Thum zu Lampertheim; am 6. Januar 1934 der Justizsekretär in Darmstadt, Karl Heinrich Koerchens; beide mit sofortiger Wirkung aus dem hessischen Staatsdienst. Berliner Frühbörse. Berlin, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der vorbörsliche Frühverkehr lag zum Wochenbeginn still, aber freundlich, obwohl bei den Banken nennenswerte Orders des Publikums noch nicht eingetroffen waren. Man rechnet aber im Anschluß an die feste Haltung der Samstagbörse mit weiterem Kaufinteresse für Renten und Aktien, insbesondere für die umgetauschten Reichsmarkobligationen. Am Valutenmarkt war der Dollar mit 2.63K etwas erholt, das Pfund stellte sich auf 13,18/, und London gegen Kabel auf 5. Wettervoraussage. Der hohe Druck hat sich weiter verstärkt und nimmt Deutschland in seinen Bereich. Daher bleibt das trockene und meist heitere Wetter fortbestehen, wobei infolge ungehinderter Ausstrahlung der Frost nachts noch etwas zunimmt. Aussichten für Dienstag: Meist heiter, nachts noch zunehmender Strahlungsfrost, trocken. Aussichten für Mittwoch, Fortdauer der Hochdruckwetterlage. Lufttemperaturen am 21. Januar: mittags 3,6 Grad Celsius, abends —1,1 Grad; am 22. Januar: morgens —3,9 Grad. Maximum 4,1 Grad, Mini- mum —4,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Januar: abends — 0,3 Grad; am 22. Ja» nuar: morgens —0,4 Grad Celsius. — Sonnenschein, dauer 8 Stunden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Montag, 22. Januar. Kirchberg-Lollar. 20 Uhr: Evangelisch-kirchlicher Frauenverein Mainzlar. Dienstag, 23. Januar. Kirchberg-Lollar. 20 Uhr: Evangelisch-kirchlicher Frauenverein Lollar; Filmoortrag über das Baltikum. — Watzenborn-Steinberg. 20: Evangelisch, kirchlicher Frauenverein. Mittwoch, 24. Januar. Kirchberg-Lollar. 20 Uhr: Evangelisch-kirchlicher Frauenverein Staufenberg. — Watzenborn-Steinberg. 20: Evangelischer Mädchenbund. • Donnerstag, 25. Januar. Kirchberg-Lollar. 20 Uhr: Evangelisch-kirchlicher Frauenverein Daubringen; Filmvortrag. Massenversammlung -er Deutschen Arbeitsfront am Dienstag, -em 23.Januar 1934, in -er Volkshalle zu Gießen / ! .. 1 Es spricht der Gau-Betriebszellen-Inspekteur pg Göbel, Frankfurt am Main, üben Das Gesetz zur Ordnung -er nationalen Arbeit An alle Mitglieder der Arbeiter- und Angestellten-Verbände der Deutschen Arbeitsfront ergeht der Ruf, vollzählig an der Versammlung teilzunehmen. 439D Oie Kreisverbandsteiier der Arbeiter- und Angestellten-Verbände der Deutschen Arbeitsfront. Beginn 19.30 llhr Eintritt: 20 Rpf. Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Alsfeld. Die Stellvertretung in der Ergänzungsfleisch« beschau für die Orte Lehnheim, Atzenhain. Flensungen, Ilsdorf Merlau mit Kirschgarten und Wettsaasen ist vom 1. Februar 1934 ab dem praktischen Tierarzt Dr. H e r d t in Grünberg übertragen worden. (4350 Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 4260 Am 6. Ianuar 1934 bei der Firma 3. Pirr & Eomp. in Großen-Linden: Geschäft nebst Firma ist auf Kaufmann Albert Keßler in Butzbach übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft ist erloschen. Johannes Keßler X. ist durch Tod und Julius Walter Witwe Anna Elisabethe, geborene Pirr, durch Kündigung ausgeschieden. Albert Keßler führt das Geschäft unter seitheriger Firma als Einzelkausmann weiter. Am 8. Januar 1934 bei der Firma Josephine Slckel- mann in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 9. Ianuar 1934 bei der Firma August kll- binger Nachf., Inhaber I. G. Höste, in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 10. Ianuar 1934 bei der Firma Ludwig Herbert in Gießen: Geschäft nebst dem Rechte der Weiterführung der seitherigen Firma ist mit Wirkung vom 1. Januar 1934 auf Annemarie Herbert in Gießen übergegangen. Am 16. Ianuar 1934 bei der Firma Theodor Köhler in Gießen.- Dem Kaufmann Otto Pitz in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 20. Januar 1934. Hessisches Amtsgericht.J Husten? WörishoIerBrust- nnd Husten - Tee geg.alt.Schleim, Katarrh ufro. 0374 Tees gegen alle Selben v. 65 Pf. ab.Jachm.Berat. 0Kränterhaus JUNG Gießen In d. Schulstraße. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Therese Kubl in Gießen soll nunmehr die Schluß' Verteilung erfolgen. Nach Nefrie' bigung der bevorrechtigten Jorde« ningen steht ein Betrag ö. 1985,43 RM. den nichtbevorrechtigten Gläubigern mit 5432,41 RM. tut Verfügung, so baß eine Ausscbiit' tung von 36,5° o erfolgen wirb. . Das Schlußverzeichnis liegt am der Geschäftsstelle bes Hess. Amts' gerichts Gießen zur Einsicht auf. Gießen, den 20. Januar 1934. Der Konkursverwalter: _________H. Kirchner. 433p Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 18. Januar 1934 bei der Firma Commerz- und pri- vat-Vank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen in Gießen folgendes eingetragen: Ludwig Berliner ist aus dem Vorstande ausgeschieden. 427D Gießen, den 19. Januar 1934. ________________Hessisches Amtsgericht._______________ Mtz-un-Vrennholzversteigenmg im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Rehtränksberg, Fichtenkopf und Eichwald werden nach vorheriger Zusammenkunft an de Grenze Mailbach—Stadtwald an der Hattenröder Straße am Donnerstag, dem 25. Ianuar 1934, vormittags 10 Uhr, versteigert: 388D Scheiter, rm: Buche 454, Eiche 90, Fichte 18, Linde 9. Knüppel, rm; Buche 94, Eiche 37, Fichte 7. Reisig, Wellen: Buche 4030, Eiche 650 und fünf Schläge Eichen- und Fichtenreisig. Stöcke, rm: Buche 84. Stämme: Hainbuche 3. Kl. 0,68 im, Elsbeere 0,28 im. Derbstangen: Fichte 1., 2. und 3. Kl. 93 Stück. Eichcn-Nuhscheit: 30 rm. Reuausgabe zu 10.— Reichsmark Adreßbuch Stadt und Kreis Gießen Großstädtisch ausgestattetes Nachschlagewerk von 556 Seiten Umfang, mit steben Städten und 74 Landgemeinden von etwa 100000 Einwohnern Stadtplan von Gießen, ergänzt bis in die letzte Zeit Sorgfältig bearbeitete Anschriften., Straßen- und Geschäftsverzeichnisse, Abschnitt über alle Behörden, Vereine, Standes- und öffentlichen Einrichtungen Mahnung. Die Zahlung der für den Monat Dezember 1933 rückständigen Beiträge zu unserer Kasse wird mit Frist bis 31. Ianuar 1934 gemahnt. 4280 Nach diesem Termin erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. Samstags können Einzahlungen nicht getätigt werden. Gießen, den 20. Januar 1934. Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Land. Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen Schulstraße 7 Fernsprecher 2251 Stammholz-Verfleigerung im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Eichwald^ Eisenkaute, Zappenau, Fichtenkopf, Sauloch und Kleinhäuserberg werden nach vorheriger Zusammenkunft an der Provinzialstraße Lich—Hattenrod am Pflanzgarten am Freitag, dem 26. Ianuar 1934, vormittags 10 Uhr, versteigert: Lichen-Stämme 2. Kl. 12,48 im „ 3. „ „ 4. „ 5. „ n 6. „ Fichten-Stämme 3b- „ „ 4a» „ „ 4b» „ „ 5. „ 3b» „ Kiefern-Stämme 3b» „ „ 4a» „ 4b» „ 20,33 „ 13,00 „ 28,28 „ 12,20 „ 0,84 „ 10,16 „ 4,03 „ 9,90 „ 1,13 „ (Douglas) 2,18 „ 11,80 „ 7,68 „ „ 5. „ 1,02 „ Das Kiefernstammholz ist Schnittholz, das Fichtenstammholz nur zum Teil. Das Eichenstammholz in Eisenkaute 32 und 34 und Zappenau wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft über Elchenstammholz erteilt Förster Textor, über Kiefern- und Fichtenstammholz der Forstgehilfe Böcher in Lich. lO^chste Holzoersteigerung am 1. und 2. Februar Günstige Zahlungsbedingungen. Lich. den 18. Januar 1934. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Konkursverfahren. lieber das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Firma Dampfmolkerei Frey & Eo. in Lang- Göns, Kreis Gießen, wird heute am 18. Januar 1934, 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da die Gemeinschuldnerin zahlungsunfähig ist und ihre Zahlungen eingestellt hat. Der Geschäftsführer Hermann Kirchner in Gießen, Am Nahrungsberg 16, wird zum Konkursverwalter ernannt. 425V Konkursforderungen sind bis zum 6. Februar 1934 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag, den 16. Februar 1934, 8% Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 101, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 6. Februar 1934 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Kaufmanns Karl Frey in Lang-Göns, Kreis Gießen, persönlich haftender Gesellschafter der Firma Dampfmolkerei Frey & Co. in Lang-Göns, wird heute am 18. Januar 1934, 13 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Schuldner zahlungsunfähig ist und seine Zahlungen eingestellt hat. 4240 • Der Geschäftsführer Hermann Kirchner in Gießen, Am Nahrungsberg 16, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 6. Februar 1934 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag, den 16. Februar 1934, 9% Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 101, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 6. Februar 1934 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. h- H Hit 2: - tr-" 8S* L» & «js: ~ L. £’ s e- 0 s J k c: % r 5 ••Sag l K 6 L * E