Nr. 168 Erstes Blatt 184. Jahrgang Samstag,A.Zull 1954 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschliiffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen poftschecttonto: Frankfurt am Main 11086 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70mm Breite 60Rps.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 sllpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie 116er im Dienste des Vaterlandes. Erinnerungen an unser altes ruhmreiches Regiment aus Anlaß des Vierten 116 er-Tages in Gießen. Von Oberstleutnant a. D. Wegeli-Gießen. - Die Uniform der 116er. Das Bild zeigt einen Unteroffizier. Am 1. August 1934 wird sich zum 20 Male der Tag jähren, an dem der Deutsche Kaiser als Oberster Kriegsherr zu dem uns durch die Ententemächte auf- uezwungenen Kriege die deutsche Streitmacht zu Lande und zu Wasser zu den Waffen rufen mußte. Wir wissen jetzt, daß mit dem Mobilmachungsbefehl ein neuer Abschnitt der Weltgeschichte eingeleitet worden ist, dessen erste zwei Dezennien von so ungeheuren Ereignissen auf kriegerischem und politischem Gebiet erfüllt sind, wie sie in solcher atemberaubenden Gewalt und Schnelligkeit des Aufeinanderfolgens kein anderer Zeitabschnitt aufzuweisen hat. Das Gewaltigste von allem bleibt aber doch der Weltkrieg und in ihm die Leistungen des deutschen Volkes in Waffen. Dom deutschen Heere sagt der französische Marschall F o ch : „Fürwahr, nie ist ein besseres Heer in einen Feldzug gezogen, als das deutsche von 1914", und der schweizerische Kriegshistoriker Hermann S t e g e m a n n schließt -seine Geschichte des Weltkrieges mit den Worten vom deutschen Heere: „Die Kriegsgeschichte wird ihm, ob auch Deutschland den Krieg verlor, zu allen Zeiten und vor allen anderen Armeen den Lorbeer reichen." So sind es also stolze Erinnerungen an die Taten tm Weltkriege, die in den alten Frontkämpfern den Wunsch wachriefen, sich nach nunmehr 20 Jahren wiederzusehen. Unter den deutschen Regimentern, die im Weltkriege für ihr Vaterland kämpften und bluteten, steht unser einstiges Gießener Regiment Kaiser Wilhelm als eines der tapfersten und ruhmreichsten in den Blättern der Kriegsgeschichte verzeichnet. Auch seine Kriegsformationen, die Jnf.-Regimenter 186, 390 und 418, die Res.-Jnf.-Reaimenter 116, 222 und 254 und das Landw.-Jnf.-Regt. 116, haben Großes geleistet und ihrem Stammregiment volle Ehre gemacht. Die Ueberlebenden aller dieser Truppenteile wollen nun am 21. und 22. Juli in dem lieben alten Standort Gießen Zusammentreffen und ihre Erinnerungen austauschen. Wir wollen bei diesem Anlaß einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 werfen: Das Regiment gehört zu den ältesten des deutschen Heeres, ist es doch am 17. Juni 1813 als Hessisches Garde-Füsilier-Regiment gegründet worden, ja, seine Stammtruppenteile können ihre Geschichte sogar bis zum Jahre 1741 zurückführen. Seine Gründung fiel in eine ernste und für unser Hessenland traurige Zeit. Hessens Großherzog Ludwig I. war durch Napoleon gezwungen worden, dem Rheinbünde beizutreten und an der Seite des Erbfeindes gegen deutsche Brüder zu kämpfen. So mußte auch das neue Regiment am ersten Teile des Befreiungskrieges auf französischer Seite teilnehmen. Erst die Völkerschlacht bei Leipzig brachte dem Hessenlande die Lösung von dem schmachvollen Bündnis. Freudig trat der Großherzög auf die Seite der Verbündeten, um den verhaßten Korsen, die Geißel Europas, hinwegzufegen. Das Regiment kämpfte im hessischen Kontingent der verbündeten Südarmee im Süden Frankreichs. Nach Napoleons Abdankung kehrte es im November 1814 in feinen Standort Darmstadt zurück. Die Ruhe währte aber, nur ein halbes Jahr, denn als die Rückkehr Napoleons von Elba nach Frankreich erneut zum Kriege gegen den Usurpator führte, wurde auch das hessische Kontingent berufen, auf Seiten der Verbündeten gegen ihn zu kämpfen. Das Garde-Füsilier-Regiment hatte Gelegenheit, sich bei den Kämpfen um Straßburg gegen General Rapp hervorzutun. Nach Beendigung der Feindseligkeiten kehrte es in seine Garnison Darmstadt heim. Es folgte nun eine lange Friedenszeit. Das Regiment wechselte zweimal seinen Namen, 1820 in 2. Garde-Regiment und 1830, als sich Großherzog L u d w i g II. zu seinem Chef ernannte, in „Regiment Großherzog". In ziemlich eintönigem Garnisondienst, der nur durch kurze Herbstübungen unterbrochen wurde, verflossen die Jahrzehnte bis zum Revolutionsjahre 1848. Das Regiment wurde zur Unterdrückung des Aufstandes in Baden und Frankfurt a. M. verwendet. Während in diesem Jahre die Ruhe ohne wesentliche Opfer und Schwierigkeiten wiederhergestellt werden konnte, erforderte das Wiederaufleben des Aufstandes in Baden im Jahre 1849 einen regelrechten Feldzug, an dem auch die hessische Tupppen und mit ihnen unser Regiment im Neckar-Korps unter dem preußischen General von Peucker teilnahmen. Diesmal waren die Kämpfe um so schwerer, als auch ein nicht geringer Teil der badischen Truppen zu den Aufständischen übergegan- aen war. Das Regiment nahm an mehreren Gefechten mit Auszeichnung teil, was um so höher anerkannt werden muß, als in feinen Reihen ein großer Teil Rekruten mit nur achtwöchiger Ausbildung kämpften. In den nun folgenden 17 Friedensjahren war das wichtigste Ereignis für das Regiment feine Verlegung von Darmstadt nach Offenbach und Fried- : berg. Der im Jahre 1866 zwischen Preußen und Oester- I reich ausbrechende Krieg fand Hessen auf österreichischer Seite. Seine Truppen in Stärke einer Division wurden mit je einer württembergischen, einer badischen und einer gemischten österreichisch-nassauischen Division im 8. Bundeskorps vereinigti Das Regiment beteiligte sich am Gefecht bei Fronhofen tapfer aber ohne gegen die taktische und technische Ueberlegenheit der preußischen Truppen Erfolge erringen zu können. .'In dem weiteren nicht glücklichen Verlaufe des Feldzugs der Bundestruppen gegen die preußische Main-Armee kam das Regiment nicht mehr zum Eingreifen. Nach Beendigung des Krieges trat die hessische Division auf Grund der Militärkonvention des Norddeutschen Bundes als 25. (Großherzogl. Hesf.) Division zum preußischen XI. Armeekorps. Unser Regiment gehörte ihr als 2. Jns.-Regiment in der 49. Jnf.-Brigade an. Im Herbst 1868 wurde es nach Gießen verlegt, welches sein Standort bis zu seiner Auflösung blieb. Am Kriege gegen Frankreich 1870/71 nahm das Regiment im Verbände der 25. Jnf.-Division im IX. Armeekorps mit größter Auszeichnung teil. Es focht bei Vionville, Gravelotte, nahm an der Einschließung von Metz und dem Loirefeldzug teil. Ruhmbedeckt kehrte es am 26. Juni 1871 nach Gießen zurück, jubelnd von der Bevölkerung begrüßt. Es hatte ruhmreichen Anteil am Kampfe für die Einigung der deutschen Stämme im neuen Deutschen Kaiserreich gehabt. Die nun folgenden langen Friedensjahre wurden der gründlichen Ausbildung gewidmet. Das Regiment hatte auch hierin reichliche Gelegenheit, sich durch hervorragende Tüchtigkeit, besonders im Felddienst und im Schießen, auszuzeichnen. Das wichtigste Ereignis in der Geschichte des Regiments während dieser Friedensjahre war die Uebernahme der Chefstelle durch Kaiser Wilhelm II. am 12. September 1891, die höchste Auszeichnung, bie einem Regiment im Frieden zuteil werden konnte. Es erhielt die Bezeichnung „Infanterie-Re- qimentKaiserWilhelm(2. Großh. Hess.) Nr. 116". Mannigfache Ehren waren damit ver- bunden. Auf den Achselklappen trug es den kaiserlichen Namenszug, im Jahre 1898 wurden ihm vom Kaiser Fahnenbänder, vom Großherzog schwarze Haarbüsche verliehen. Alljährlich nahm das Regiment an der Truppenschau auf dem Mainzer Sand teil, stellte dabei die Fahnenkompanie und wurde bei der Parade von Sr Majestät dem Kaiser, der stets zur Truppenschau die Uniform des Regiments anlegte, am Großherzog vorbeigeführt. Mit den Ehren wuchsen aber auch die Pflichten, in der Ausbildung das Höchste zu leisten; sie wurden in vollstem Maße erfüllt. So stand das Regiment, als der Weltkrieg ausbrach, auf höchster Stufe militärischen Könnens Es hat in dem mehr als vierjährigen Ringen bewiesen, daß das in ernster Frie-, densarbeit Erworbene es zu den größten Leistungen vor dem Feinde befähigte. Es ist in dem engen Rahmen dieser Ausführungen nicht möglich, auf alle die Großtaten näher Die Fahnen des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. (Bildberichterstuttung: Photo-Pfaft.) ÄM -W z» i »d < Ein Soldat der Traditionskompanie in der Uniform der Reichswehr. A ■t ■ » \ »Äs einzugehen, die das tapfere Regiment im Kampfe um unser Dasein vollführt hat; wir können sie nur mit wenigen Worten streifen. Im Rahmen der 25. Jnf.-Div. fiel ihm das fchwerste Los zu, das einer Truppe im Weltkriege befchieden fein konnte: es hat den ganzen Krieg an der Westfront durchgekämpft. Besonders erwähnt fei die Feuertaufe am 22. August 1914 bei Anloy in der Schlacht bei Neufchäteau, wo das Regiment mehrfache Ueberlegenheit der Franzosen niederrang und an blutigen Opfern die Hälfte seiner Offiziere und 35 v.H. der Unteroffiziere und Mannschaften verlor. Hervorragende Heldentaten vollbrachte es in der Schlacht um Verdun, in der Somme- und in der F l a n d e r n s ch l a ch t. Gewaltiges leistete es auch im letzten Kriegsjahr in der großen A n gr i f f s fch l a ch t, die es von der Siegfried- Stellung bis über das alte Kampffeld an der Somme hinausführte. Als dann nach dem für die deutschen Waffen ungünstigen Umschwung der Kriegslage im Hochsommer 1918 die Rückzugs- kämpfe zur Antwerpen-Maas-Stellung einsetzten, tat es auch in diesen aufreibenden und seelisch niederdrückenden Kämpfen seine volle Pflicht in vorbildlicher Weise bis zum bitteren Ende. Ruhmbedeckt, wenn auch der Krieg verloren ging und das deutsche Kaiserreich durch die verruchte Nvvemberrevolte zerschlagen wurde, kehrten die geringen Reste der 116er am 13.12.1918 in die alte Garnison zurück, freundlich begrüßt von deren Einwohnern. Der Schandfrieden von Versailles brachte auch dem stolzen weißen Regiment die Auflösung, und nur Teile konnten in das neugebildete 15. Jnf.-- Regt. übernommen werden. Sein Ruhm lebt fort in den Herzen der alten 116er und der Gießener Bürger, seine Tradition bewahren treu die zweite Kompanie des 15. Jnf.-Regts. und die Standarte 116 der SA. Wir wollen diesen kurzen Abriß der Geschichte des einstigen Gießener Regiments nicht schließen, ohne des lieben alten Standortes Gieß e n zu gedenken, in dessen Mauern sich seine Angehörigen stets wohlgefühlt haben. Wer im Regiment gedient hat, lernte die Vorzüge der Stadt mit ihren teils mittelalterlich behaglichen, teils prächtigen Gebäuden, unter denen die schöne Zeughauskaserne und die hochragende stolze Neue Kaserne für uns Soldaten besonders erinnerungsreich find, mit ihrem gepflegten Anlagengürtel, dem vielen Grün, der lieblichen Umgebung, lieben und schätzen. Das Verhältnis zu den städtischen Behörden und der Bürgerschaft ist immer herzlich gewesen. Viele Gießener Familien gaben gern ihre Söhne dem Regiment zur Ausbildung im Frieden und zahlreiche Bürger der Stadt starben in seinen Reihen den Heldentod für das Vaterland. Alle ehemaligen 116er, die noch am Leben sind, gedenken in freudiger, mit Wehmut gemischter Erinnerung der schönen Zeiten, die sie im lieben Gießen im Soldatenrock verleben durften. Daß sie jetzt bei der Wiederfehensfeier im alten Standort frohe Stunden verleben werden, dessen sind wir gewiß, und jeder von ihnen wünscht der Stadt Gießen Blühen und Gedeihen im Dritten Reich als Standort eines Teiles unserer jungen tüchtigen Wehrmacht. Wehr und Waffen Die neuen Verteidigungswaffen der Schweiz !a"b b‘c „Erlaubnis" erhalten soll, fur seine Sicher- derttärker/n^^h"^ sie und in Verbindung heit, die nicht weniger bedroht ist als hi» hJ, « 0 'ta5Ee/^ Dotierung der Bataillone mit fd- b^ß" Staaten,, zu sorgen, dürfen diese ihre fiee™ eine gewa! drons des 7. Ulanen-Regiments unter dem Befehl des Oberstleutnants v. Pestel, der es in glänzender Weise fertigbrachte, mit seinen geringen Kräften die Grenze zu decken und durch Behauptung Saarbrückens die Versammlung der deutschen Armeen zu verschleiern. Das Gefecht bei Saarbrücken am 2. August 1870. VonGeneralmajora.O.RudolsMohr,Gießen. f.r ,, ' cm y'H.uiueiieojaffen: Minenwer- fe r u n d B e g l e i t k a n o n e. Die schweizerilcbe Infant-r,e erhalt durch sie und in Verbindung !?i »I hf rr-2..Bo^runfl der Bataillone mit schwe. Verstärkuna^-r^k eine gemtitige f»r m 9 b f Feuerkraft. Der neue Minenwer. Ü. außerordentlich leichte, bewegliche und ZH.MMLL.ÄL7L Ä fd)oHen40mne'^ *f'blden?an3erpIatten 9Iatt durch, neuen Lat-1»Neuerung besteht in den für d i e der Maschinengewehre nu/ (=?n Ft^^sterabwehr. Die leichte für M-Stellungen verwendbare Lafette des leichten Maschinengewehres gibt diesem die Präzision der ^°'lleust besonderes Kreiskorn er. lauot die sichere Anvlsierunq des gegnerischen Mua. neuartia^hnrSt0616 Maschinengewehr erhält eine Don ^aröstte? « zweckmäßige Fliegerabwehrstutze. ber tomeix^if*.8 lft da- zur Erneuerung oer lchwetLenschen Gebirgsartillsxis vorg« Maaten, zu sorgen, dürfen diese ihre Aeere ffpn0 X? ß?' T* £es 'bnen beliebt, selbst die kleinsten Staaten dur en das für ihre Sicherheit Notwendige ungehindert tun; sie dürfen ihr Ler vergrößern, Festungen bauen, für ihre Armee die mo- anschaffen, ohne daß ihnen jemand lo den Arm fiele. Ein besonders gutes Beispiel do- * *JS 3SÄ llÄ’Si mpnHHOrhUr3? in Thun aus Anlaß des Zusam- Sna^über^ht^?^^^0" beiber Räte zur Bera- Ausrüstuno bh! ^anzung der Bewaffnung und ben? schweizerischen Armee stattgefun- anfAnH.fn?hh9Ur?9 unb Vorführung der zur Neu- Militär h^^immten Waffen hatte ein für den KS mstruktioe- Ergebnis. Von beson" Oerer Emxragsamkeit war bie Vorjührung bet Und ebenso wie für den Ausbruch des Weltkrieges die bestochene und feile französische Presse einen großen Teil der Schuld trägt, so war es auch 1870 der Fall. Schrieb doch z. B. die Zeitung „le Gaulois": „Die Turkos lecken sich schon die Schnau- gen ab, da sie jeht auf das Wild losgelassen wer- den. Man wird ihnen keine Zügel anlegen, und es dürfen sich die Preußen auf das Stündchen freuen, das ihrer wartet, denn die Turkos werden die Männer niedermetzeln und Wagen voll Frauen nach Frankreich schleppen." — War es im Welt- krieg und im besetzten Gebiet viel anders?! — Und erst her französische Pöbel! In seinen Souvenirs schildert selbst ein französischer General du Baratt das tolle Gebaren der Pariser, die wie wahnsinnig auf den Straßen und in den Wirtshäusern die Marseillaise brüllten und ihr „ä Berlin“ heulten genau wie sie es 1914 getan haben. Die Stimmung in Deutschland bei Ausbruch des Krieges 1870 war zunächst eine außerordentlich ruhige und besonnene. Die süddeutschen Staaten, auf deren Anschluß Napoleon III. fest hoffte, waren zunächst nicht in Mitleidenschaft gezogen, da der 9-aÄ fawiaöfW Haß sich nur 'gegen Preußen richtete Das änderte sich sehr bald, als alle Bünd- "'Aussichten mit Süddeutschland schwanden und auch Oesterreich nach den siegreichen Schlachten bei Worth und Spichern und hauptsächlich infolge der Haltung des Zaren jede Lust verlor, sich an dem „französischen Spaziergang nach Berlin" zu be- «Ä?EN. Aber dadurch waren auch sämtliche franzö- sische Plane über den Haufen geworfen Zwar waren bereits am 14. Juli, also fünf Tage vorder ^nnpf*ifHdrUn9); bie "Frischen schwarzen Truppen eingeschifft worden und hatte am 16. Juli der Ab- ber °Etiven Truppen in ihre Aufmarsch. 9efb,ek begonnen, aber dadurch war eine ganz hell- fofe Verwirrung entstanden. Ohne Ergänzunas- Mannschaften ohne Kolonnen und Trains? ohne ™ Unb Prüfungsstücke standen die Trup- am 20 SbU"sahig an ihren Plätzen und noch «Vl' e,nem Zeitpunkt, zu welchem die deutschen Armeen in vollem Kriegszustände ihren Aufmarsch fast vollendet hatten, war die französische Armee immer noch ohne Reserven und stand'rott los auf ihren Aufmarschplätzen, an allem Mangel leidend und unfähig, sich zu rühren. 9 am 11. Juli 1870 wurde der bisherige b"i Armeen aufzustellen, fallengelassen und ann«U 19?nur»e n rs ^eeres befohlen, das die ganze 125 Kilometer lange Grenze überall vor einem Einfall des Feindes schützen sollte Alle ruhmredigen Offensivpläne waren damit aufae* lEen sich sammeln: I. Armeekorps bei etrafcbufg, II Armeekorps unter General Frossard (drei Infanterie- und eine Kavallerie-Division) mit bcm ro,r es hauptsächlich zu tun haben, bei' St. Avold und Forbach, III. Armeekorps bei Metz IV. Armeekorps bei Diedenhofen, V. Armeekorvs ffh*rnnT^nÜn9br unb VI. Armeekorps bei "'VH. Armeekorps bei Belfort, die Garde zuerst bei Nancy, später bei Metz. Am weitesten vorgeschoben war das II. Armeekorps Frossard ^Vision bereits am 18. Juli Forbach besetzt hatte Ihre Truppen waren es, die dem schwa- chen preußischen Grenzdetachement in Saarbrücken n gellenubertraten. Dieses bestand aus dem II. Bataillon Infanterie-Regiment 40 und 3 Esta- Die Lage der Stadt, die von den Franzosen nicht eingesehen werden konnte (denn Fesselballons ober Flugzeuge gab es damals noch nicht), war für diese Aufaabe sehr günstig. Ihre Hauptmasse lag damals im Tale des linken Saarufers, das sich zu einer zusammenhängenden Kette kleiner Berge bis zu 260 bis 298 Meter erhebt und etwa drei Kilometer lang sich mit dem linken Flügel bei St. Arnual wieder an die Saar lehnt. Das Gelände vor dieser Stellung nach Süden — also den Franzosen — zu bildet eine Talmulde, die von dem von den Franzosen besetzten Roten Berg und dem Stiftswald begrenzt wird und abgesehen vom linken Flügel bei St. Arnual -weite Uebersicht und gutes Schußfeld gestattet. Zur Besetzung dieser ausgedehnten Stellung standen nur 2 Kompanien zur Verfügung (7. unb 6./40). Die 8. Kompanie mußte in Bürbach bic Sicherung ber Straße nach Saargemünd gegen bas V. französische Armeekorps übernehmen, bie 5. Kompanie blieb als Reserve süblich bes Bahnhofes in der Stadt Verstärkungen 6er Stellung durch Schützengräben, Hindernisse usw. erfolgten nicht, ihre Anwendung war damals so gut wie unbekannt. Von Artillerie stand nur ein Zug, gleich 2 Geschütze der 6. Batterie 8. Feldartillerie-Regi- ments zur Verfügung, der auf ber gefährbeten Z'anke bei Brebach eingesetzt würbe. Als nächste Reserve stanben bei Raschphuhl, 2 Kilometer nörd- uch Saarbrückens, 1. unb 3./40 unb zwei Drittel ber 6 Batterie FAR. 8, bie übrigen beutschen Truppen waren noch weit zurück. In dieser Stellung hat bas Detachement Pestel lb Tage lang gestanben, täglich auf einen Angriff des gewaltig überlegenen Gegners gefaßt. Daß dieser nicht kam, lag an den bereits geschilderten kläglichen Zuständen bes französischen Heeres unb feinen unentschlossenen Führern, bie nicht einmal imftanbe waren, bie geringe Zahl ber ihnen gegen- überstehenden preußischen Truppen festzustellen, ge- fchweige benn, sie aus ihrer Stellung zu vertreiben. Trotzbem General Frossarb eine ganze Reiter- Dwiswn hatte, ist in ber ganzen Zeit vom 18. Juli bis 2. August auch nicht eine französische Kavallerie- Patrouille über bie Saar vorgegangen. Das hatte seinen Grunb auch mit in ber Art unb Weise wie Oberftleutnant d. Pestel feine Gegner zu täuschen wußte. Aus seinen Ulanen machte er mit vor- hanbenen Uniformen Kürassiere, Dragoner unb ^ufaren, bie sich täglich zeigten, unb erweckte so ben Anschein, als seien starke Kräfte in Saar- brurfen versammelt. So kam es nur zu vereinzelten schwachen Vorstoßen der Franzosen am 26., 27. unb 28. Juli bie ohne jebe Energie geführt unb ficts abgewiesen würben. Immerhin blieb bie Lage für bie schwache Abteilung Pestel eine sehr ge- abrbe e unb nur feiner Besonnenheit unb Zuver- ''cht tft es zu danken, daß es nicht zu der mehrfach erwogenen Räumung Saarbrückens kam, die zwei- felsohne ben Franzosen bas Erkennen ber ganzen Lage bebeutenb erleichtert hätte. H ö Am 28 Juli war Kaiser Napoleon III. in Metz eingetroffen und hatte bas Oberkommando übernommen. Der Zustand, in dem er die Truppen traf mar ein höchst ungünstiger. Es war kein Zweifel' die Armee roar zur Zeit nicht bewegungsfähig' Trotzdem entschloß sich der Kaiser, um enbl& wenigstens über die an der Saar gegenüberfteben- ben Grenztruppen etwas Sicheres zu erfahren au einer gewaltsamen Erkunbung gegen Saarbrücken unb beauftragte ben Marschall Bazaine mit be? v"^cÄ^"9' ?b^eich biefem sein eigenes III., bas V- Saargemünd unb bas II. Armeekorvs Rrnffarh ^ur Verfügung gestellt würben, gab er nur für fein °"n°n B°f°hl. ben beiben anberen übe" ließ er es, nach Gutbünken zu hanbeln. Sctzon Seßtnn bes Angriffs auf 10 Uhr Letzte, jedem Raschphuhl bas Feuer aufnahm unb bie Franzosen das Vorrücken bes III. Bataillons/40 von borther beobachtet hatten, befürchteten sie beim Herabfteigen in ben Talkessel in eine Falle gelockt zu werben. Man konnte unb wollte eben nicht baran glauben, daß lebiglich bie schwachen Kräfte, bie man aus Saarbrücken im französischen Artilleriefeuer zurück- ^ehen sah, einem ganzen Armeekorps allein gegen» übergeftanben hätten. Bis 14 Uhr waren auf ber AerZlerplatzhöhe nach unb nach 34 französische Ge- schütze, darunter eine der „berühmten" Mitrailleusen» Batterie, aufgefahren, die nach dem französischen Generalstabswerk 842 Granaten verschossen haben. Dort war auch der Kaiser Napoleon mit seinem Sohne erschienen und hier soll sich die Episode der Feuertaufe des Prinzen „Lulu" abgespielt Haden, der selbst em Geschütz abgefeuert hätte. Der Lulu- Stein auf dem Exerzierplatz bezeichnet die Stelle seines Debüts, das aber keineswegs erwiesen ist. Im übrigen ordnete Kaiser Napoleon, der an dem Tage heftig an Steinschmerzen litt, nicht das Geringste nach Fortnehmen der Höhen an Der Dberbefe^aber Bazaine war nicht aufzufinden, ‘ Armeekorps mar von Saargemünd aus nur 7 Kilometer vorgerückt und General Frossard, der siegreiche Eroberer der Höhenlinie, wagte nicht aus etgener Verantwortung nachzustoßen und die Saar 3U uberfdjreiten. Nicht einmal Saarbrücken wurde b(W- ^s tehrte wieder in die alten Lager zurück. -wahrend dieser Vorgänge war die 8. Kompanie unangegriffen am rechten Saarufer bei Brebach ge» dtteben. So lange es ihr möglich war, hatte sie sich flankierend am Kampf um St. Arnual und dem Wlnterberg beteiligt und eine auf ber Straße von Saargemunb vorfühlenbe französische Abteilung be- s r? en. 2lm Nachmittag war bie Kompanie eben- tabm^r'^'crt unb hatte unangefochten ben Anschluß an ihre Truppe erreicht. o Lanze französische Unternehmung war ein crvl.1 • lm» wahren Sinne bes Wortes gewesen. Jcicnt einmal ben Erfolg hatte sie aufzuweifen, baß sie bern kleinen preußischen Detachement starke Der- 3"6efugt hatte. Im ganzen hatten bie 5., 6. und Kompanie verloren: 15 Mann tot, 2 Offiziere unb 38 Mann verwunbet, 44 Mann vermißt, d h gefangen. Gewiß schmerzliche Verluste, aber boch gering in Anbetracht ber unenblichen Ueberlegen- beit bes Fembes. Frohen Mutes waren bie braven 40er in bas Gefecht getreten unb mit bem erhobenen Bewußtsein, baß jeber seine Schulbigkeit getan unb er ben Rückzug nur auf Befehl anae» roten hab- hatte der 2° August, das -?st° U: fammentreffen mit bem Feinbe zum Schutze ber ?ra«5' u; ^rie!"beX So war es unb so wirb es bleiben! Deutsch bie Saar — immerbar! Heil Hitler! Truppenteil, wie auf dem Exerzierplatz, ganz genau Ausbruch, Platz, Bewegung unb Stellung vorschrieb unb nur eines vergaß. Aufklärung gegen ben Feinb unb Nachrichten von biefem. In brei Treffen entwickelt sollte bas Armeekorps gegen bie Höhe von Saarbrücken vorrücken. In ähnlicher Weise hanbelten auch bie beiden anderen Generale. Beide schickten lediglich ihre Divisionen nach vorwärts strahlenförmig auseinander und befahlen ihnen, an bestimmten Orten „Stellung zu nehmen". Von dem Befehl für einen geschlossenen Angriff der drei Armeekorps, wie ihn der Kaiser Napoleon beabsichtigt hatte, kann gar keine Rede sein. Immerhin sind es 12 Infanterie- Divisionen und 4 Kavallerie-Divisionen gewesen, die sich am 2. August gegen das eine preußische Bataillon bei Saarbrücken in Bewegung setzten unb ben „Sieg bei Saarbrücken" erfochten, ber ganz Frankreich mit größtem Jubel erfüllte (Französisches Gen.-St.-Werk Bb. IV. S. 208.) Der Angriff bes II. französischen Armeekorps Frossarb, ber in gewaltigen Massen etwa 10 Uhr den preußischen Vorposten sichtbar würbe, schien bie schwachen Kräfte auf ben Saarbrücker Höhen erbrücfen zu wollen. Zwar gelang es auf ber ganzen bünn besetzten Linie zunächst rechtzeitig bas Feuer zu erroibern, bas bie Franzosen bereits auf 1000 Meter aufgenommen hatten, währenb bas preußische Zünbnabelgewehr nur etwa 400 Meter weit trug. Aber nun fehlte es sofort an Reserven. Die Unterstützungstrupps unb bie Reserve-Kompanie (5./40) lagen viel zu weit ab unb ihr Herankommen war burch bie Gärten unb Zäune bes steilen Abhanges gehemmt. So kam es sehr halb Sur Räumung ber Stellung zunächst bei St. Arnual durch seine schwache Besatzung (ein Zug bes 6./40). Daburch wurde aber ber Winterberg unhaltbar, wo ber schwer perrounbete Leutnant v. Konarski unb 29 Mann seines Zuges bem angreifenben französischen 67. Infanterie-Regiment in bie Hänbe fielen. Das Aufrollen ber preußischen Stellung setzte sich von rechts nach links über ben Reppertsberg bis ÄV^Ekerziervlatz fort. Die Franzosen machten zum Gluck von ihrer Ueberlegenheit keinen Gebrauch fte begnügten sich bamit, bie Höhen genommen zu haben, auf welchen sofort eine Batterie auffuhr unb ben Bahnhof beschoß. So konnten bie preußi- khen Schützen ohne größere Verluste bie Saar- inm in bßr Stabt erreichen, wo sie von bem UI. Bataillon Infanterie-Regiment 40, bas von Raschphuhl borthin vorgeschickt war, ausgenommen wurden. Kurz nach 12 Uhr waren bie Franzosen im un- beftrittenen Besitz ber Höhen bes linken Saarufers bie sie überall mit Artillerie besetzten Da aber gegen biefe eine preußische Batterie süblich von Am Tage ber Entscheibung über bas beutsche Saargebiet — 1935 — finb fast 75 Jahre verflossen, seit bie Franzosen im Jahre 1870 ben vergeblichen Versuch machten, sich mit Waffengewalt bes begehrten Lanbes zu bemächtigen. Ich glaube, es ist zeitgemäß unb befonbers für bie Jugenb wichtig, die Erinnerung an die damalige Zeit wachzurufen, die ja in vielen Punkten der heutigen Lage ähnelt, in einem aber völlig mit ihr übereinftimmt: der französischen Gier nach der Saar. Auch glaube ich, mit einer gewissen Berechtigung das bett. Thema behandeln zu dürfen. Ich habe im Jahre 1911/12 als Bataillons-Kommandeur im Infanterie-Regiment 174 in Forbach (ad)t Kilometer westlich von Saarbrücken) gestanden und nicht allein die eng zusammenhängenden Gefechtsfelder von Saarbrücken (2. August) und Spichern (6. August 1870) aus eigener Anschauung und Erforschung auf das genaueste kennengelernt, sondern auch über beide zwei „Führer über das Gesechtsfeld" geschrieben, die vor bem Weltkrieg eine weite Verbreitung ge- funben hatten, von ben Franzosen aber nach ihrem Einrücken in das Saarlanb sofort verboten wurden. Denn ebenso, wie das „ritterliche, unschuldige Frankreich" bzw. seine Regierungen die Wahrheit über seine große Mitschuld am Ausbruch des Weltkrieges unterdrückt, so hat es von jeher bezüglich des Krieges von 1870/71 gehandelt. Noch vor kurzem hat ber französische Außenminister Barchou „von bem Volke gesprochen, bas zweimal das friedliche Frankreich überfallen habe". Daß er damit die Wahrheit auf den Kopf stellt, ist ihm gleichgültig. Die ungebildete französische Masse glaubt noch heute bedingungslos das Märchen vom lieber- fall und Deutschlands alleiniger Schuld an beiden Kriegen, ihr genüat bie Tatsache, baß beibemal deutsche Heere tief in bas heilige Frankreich eingedrungen finb. Die wenigen anberen Stimmen verhallen unyehört. Daran hat auch bie 1903 erfolgte Veröffentlichung bes französischen Generalstabswerkes über ben Krieg 1870/71 nichts geänbert, trotzbem es mit einem offenen Eingeständnis an- fängt: „In Preußen war trotz ber Siege in ben Jahren 1814/15 immer noch ber Wunsch nach Rache für Jena vorhanben (?), währenb in Frankreich Napoleon III. gegen Preußen persönlich eingenommen war, weil er burch bie Bismarcksche Politik im Jahre 1866 mit leeren Hoffnungen auf Erwerb des linksrheinischen Gebietes geködert worben war. Alles wies barauf hin, baß ber Krieg zwischen beiben Völkern früher ober später zum Ausbruch kommen würde, unb ber Kaiser mußte baran ben= fen, sich für biefen Kriea vorzubereiten." Damit finb klipp unb klar die Vorbereitungen zugestanden, bie bann auch zur Kriegserklärung Frankreichs am 19. Juli 1870 an Preußen wegen ber angeblichen „Beschimpfung" bes französischen Botschafters in Bob Ems burch König Wilhelm I. anläßlich ber spanischen Thron-Kanbibatur bes Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen führte. Gerade das Umgekehrte war der Fall gewesen, aber selbst in dem doch objektiv sein wollenden Werke wagt der französische (Beneralftab es nicht, der Volksmeinung gegenüber die Wahrheit zu vertreten. Sv war es damals, und so ist es noch heute. Bude" unter diesen Anforderungen zusammen-, sechsten Mobrlmachungstag, um IbAä gebrochen Orden und Ehrenzeichen, Zulagen und I auf dem Guterbahnhof Karlsruhe ein. eianen barmlosen Kriegsabenteuer dieses Tages ein-lein Lied wie jedes andere. Was in mir nachklingt, br°ch°?hin und ?°r gerissen stand ich am Y-. ist die Stimme, °°n der .ch nicht weiß, wem fie öffneten Fenster und lauschte in den Jullabend hin-!gehört oder — gehört hat! " . V, ' .....-s. rufhör _ schwache Spiegelbild des vulkanhaft i Weltenbrandes war. Diese Spiele Eh' daß wir scheiden müssen Laß dich noch einmal küssen, Ich muß an Kaisers Seiten Ins ferne Welschland reiten ... In den Zeppelinen herrschte strengstes Rauchver- bot. Offiziere und Mannschaften waren darüber nicht erfreut. lieber London erhielt ein Zeppelin einen Volltreffer, geriet in Brand und stürzte ab. Aus den Trümmern wurden nur zwei schwerverwundete Lebende hervorgezogen. Der eine von ihnen erzählte später das Folgende: Als der Treffer einschlug, schoß sofort eine lange Stichflamme durch die ganze Länge des Schiffes. In die schreckensstarre Stille fuhr allein die schneidende Stimme des Komamndanten und rief: „Von jetzt ab ist das Rauchen an Bord erlaubt!" Wenige Minuten später lag das Schiff als rauchender Haufen auf einem Acker. Als der Juli des Jahres 1914 zur Neige ging, erstand für uns Jungen mit den plötzlich auftauchenden Kriegssvielen eine seltsam bewegte 3eit, freilich nur das \ ' Abschiedsiied. Von Hermann Bredehöst. Ich habe viele und große Tenöre singen hören, solche, die mit der Kraft ihrer Lungen und eines begnadeten Kehlkopfes die stärksten Orchesterwellen niederschrien, und solche, die über die zierlichen Bögen süßer Kantilenen den Strom ihrer Empfindsamkeit lenkten — aber nie vordem und seither hat mich eine Stimme mehr bewegt als die eines schlichten Arbeiters; weil sein Gesang aus innerstem Erleben geboren war und nicht einer künstlich geschaffenen Stimmung entsprang. Es war der Aufschrei eines Menschen, den das unerbittliche Schicksal sort- riß in den Feuerstrom des Weltgeschehens. Mir klingt er heute noch in den Ohren, nach 20 Jahren noch, denn er hat ein Kämmerchen meiner Seele gesprengt: da ich fortan wußte, was Abschied bedeutet. wostock nach Norden führenden Ussiribahn auszubauen. Blagowestschensk, die Stadt auf der Mitte der Strecke, ist anscheinend auch der Mittelpunkt der Verteidigungsanlagen. Zahlreiche Kanonenboote, die im zerlegten Zustande vom Schwarzen Meer nach Wladiwostock übergeführt sind, fallen mit ihrem Feuer vom Amur aus die Verteidiger auf dem Nordufer des Stromes unterstützen. Gerüchte wollen sogar von U-Booten wissen, die die Meeresgewässer mit dem Strom vertauscht haben. Auch in der gesamten russischen Küstenprovinz am japanischen Meere bis weit nach Norden herauf soll man, um die Landung japanischer Truppen zu verhindern und die ungehemmte Zufuhr von Kriegsmaterial aus Amerika zu sichern, am Bau von Verteidigungswerken und Küstenbatterien sein. By aus, der schwarz und im matten Glanz der Stern- über den fernen Häusern stand. Diese Hauser, die sich an den hohen Weserdeich kuscheln, wurden und werden noch heute von Werftarbeitern, Schiffern und kleinen Handwerkern bewohnt, solchen, die unterm eignen Dach und im eigenen Garten ihren Feierabend haben wollen. Jetzt aber waren auch fie von Unruhe erfüllt, ich hatte es ge ehen, als ich vorhin über den Deich nach Haufe gekommen war, wie die schlichten Leute in kleinen Gruppen beieinander standen, und einer von den jungen Mannern hatte gesagt, er werde den Franzosen mit einem Vorschlaghammer zu Leibe gehen, da liefert sie schon . Ein sanfter Wind strich kosend durch den Apfelbaum. Und eben wollte ick) das Fenster schließen, als aus dem Geflüster der Blatter eine Stimme fich lüfte eine schlichte, volle Männerstimme, die hell und wehmütig in der Stille stand^ Ich kannte das Lied das sie sang, es war eine blühende, beinahe süßttche Dur-Melodie, und der sachte Wind trug sie Ton für Ton und Wort für Wort von den kleinen Häusern am Deich zu mir ans Fenster: Und es klang darin von Mannestreue und von K-irnweh. von L°nd-kn°chtsg°beten und Liebes, tomüren eine qanze Welt mm Schmerz und bunker Lust'lag in diesem Lied, °°n dieser Manner- stimme an diesem Iuliabend gesungen. Und w,e der Sänger die schluchzenden Absch.edsworte klagte: Leb' wohl, leb' wohl, mein teures Lieb!. und fest und mühelos die H°he überwand, da wußte nlöhlid) weshalb meine Mutter heute geweint hatte "da wür^ es mir, als griffe die kalte Hand des Schicksals in meinen Nacken und raune mir zu: Junge, das Leben ist eine verdammt ernste Sache, und wenn du einmal em richtiger Soldat wirst, dann laß dich nie von falschem Ehrgeiz reiten wie heute. Und indem ich.das Fenster l-,: schloß fiel aller Leichtsinn von mir ab, denn ich ahnte, daß es pinnial andere Sorgen geben wurde als die um Schularbeiten und wegen der Schulmeister. Das Lied habe ich hernach in vielerlei Gestalt gehört: Gelungen, gepfiffen, auf dem Flügelhorn geblasen, von Karussellorgeln geschmettert, aber da war es Ein kleines Haus im Schatten einer Kirche, ein Zimmer, in das beim besten Willen kein Sonnenstrahl fallen konnte, ein Tisch, ein Stuhl, Aktenborde, ein eiserner Geheimschrank, ein vergilbter Kupferstich des alten Grohherzogs, ein Wandkalender des Tageblatts, das war die Arbeitstätte, an der ich in der südwestdeutschen Residenz ) i e Tage der Mobilmachung vor 20 Jahren verlebte. Ein Wachtmeister, dem Stubenluft und Aktenstaub jede Spur eines soldatischen Aeußeren geraubt hat, der in langjähriger Arbeit zum lebenden Nachschlagewerk in allen Mobilmachungsfragen geworden war, ein Gefreiter als Schreiber, der noch nicht einmal bis zu den Geheimnissen der Schreibmaschine vorgedrungen war, ein löjähriger Obertertianer im Pfadfinderhut und mit chwarzweißroter Armbinde, der seine Ordonnanz- )ienfte mir freiwillig angeboten hatte, das waren die Menschenkräfte, mit denen ich die Mobilmachung zu bewältigen hatte. Symbol scheint mir dies heute alles, mit wie geringen Mitteln das alte Heer das Höchste erreichte. Denn wie bei uns, beim Brigadestab in Karlsruhe, war es überall im Deutschen Reich. Aeußerste Sparsamkeit in allem und jedem, in Raum und Zeit, angespanntester Einsatz jedes einzelnen in seinem genau umgrenzten Wirkungskreis, ein Vorausdenken, das auch vor kleinen und kleinsten Dingen nicht Halt machte, eine Gewissenhaftigkeit, die an dem fehlenden Punkt in dem Mobilmachungskalender Anstoß nahm, das waren die Grundlagen jenes Wunderwerkes, von deutschen Generalstäblern erdacht, das sich Mobilmachung nannte und das, in den drei Einheitskriegen bewährt, von der ganzen militärischen Welt lange vor dem großen Kriege nachgeahmt worden war. Mobilmachung! Die Laien von damals und erst recht von heute in einem Deutschland, dem Mobil- mach'mgsvorbereitungen durch das Friedensdiktat versagt sind, waren und sind sich der Schwere, der Weite des Begriffs Mobilmachung schwerlich bewußt. Mobilmachung bedeutet für sie allenfalls di e Umformung des Friedensheeres in das K r i e g s h e e r, die Auffüllung des Mannschaftsbestandes feiner Friedenstruppenteile auf Kriegsstärke, die Aufstellung neuer Truppenteile, ihre Ausstattung und ihre Ausrüstung mit all jenen funkelnagelneuen Herrlichkeiten an Bekleidung, Bewaffnung und Gerät, die in Kammern und Lagerhäusern seit Jahren auf ihre Verwendung warteten, Mobilmachung bedeutet ihnen vielleicht noch die Heber« führung der Truppe mit der Eisenbahn auf den Kriegsschauplatz. Von den gewaltigen Vorarbeiten, die in ihr steckten, von den noch größeren Arbeiten, die während ihrer Dauer zu bewältigen waren, ahnt er nichts. Wer selbst an Mobilmachungsvorbereitungen mitgearbeitet hat, weiß es. Die Zeit von Weihnachten bis Ostern, wo sie sich Jahr für Jahr zusammen« drängten, kannte keinen Achtstundentag, richtete ihren Arbeitsrhythmus nach der alten militärischen Weisheit: „Der Tag hat 24 Stunden zum Arbeiten, und wenn die nicht ausreichen, nimmt man die Nacht zu Hilfe." Mancher jugendkräftige Generalstabsanwärter ist als Hilfsarbeiter in der „großen sehene neue Geschütz, das schwedische Modell Vofors. Es hat eine Reichweite von nicht weniger als 10 000 Meter, d. h. mehr als den doppelten Radius des bisher verwendeten, allerdings veralteten Geschützes. Die Elevation geht bis auf 50 Grad, auch das Seitenrichtfeld ist bedeutend größer. Sehr bedeutsam ist,, daß das Geschütz die Geschosse der Feldkanone verschießt, was einen großen Vorteil ausmacht. Großen Eindruck machte die Leistungsfähigkeit schwerer Motorgeschütze vom Kaliber 10,5 Zentimeter. Es wurden ein schwedisches Boforsge- fchütz und ein neues französisches Modell von Schneider-Creuzot vorgeführt. Diese modernen Langrohrgeschütze haben eine Schußweite von 17 Kilometer, die mögliche Schußzahl in der Minute 15 bis 20. Die bisher im schweizerischen Heer verwendete schwere Motorkanone, die allerdings 50 Jahre alt ist, konnte in der Minute nur einen Schuß abgeben und mußte nach jedem Schuß nachgerichtet werden. Das schwedische Geschütz, mit gefederter Achse und Vollgummibereifung, erzielt Marschgeschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometer. Giganten der Kriegstechnik. Das französische 52-cm-Geschütz. Die Franzosen haben längs ihrer Grenzen, vornehmlich im Osten und an der Kanalküste, zahlreiche weittragende Geschütze ausgestellt. Ihre Waffen- inbuftrie hat jedoch den Ehrgeiz, Geschütze hervorzubringen, die alles bisher Dagewesene, auch das berühmte deutsche Paris-Geschütz, in den Schatten stellen. Sie wetteifern auf diesem Gebiete mit den Amerikanern, die namentlich zur Verteidigung der Eingänge des Panamakanals Geschütze von enormen Abmessungen eingebaut haben. Aber Frankreich will nicht eine nur weitreichende Artillerie besitzen, es will auch, daß die Geschosse stark genug sind, um hochmoderne Befestigungsanlagen mühelos zu zerschlagen. Ihre Versuche, den fahrbaren Mörser fortzuentwickeln, sind fehlgeschlagen, weil sie erkennen mußten, daß schwerste Geschütze unter allen Umständen auf einen ftarfen Unterbau angewiesen sind. Aber auf die Beweglichkeit dieser Mörser kam es ihnen an. Infolgedessen nahmen sie sich wieder des Eisenbahngeschützes an. Es ist ihnen nun vor längerer Zeit gelungen, ein auf Eisenbahnschienen gesetztes Steilfeuergeschütz zu konstruieren, das 1400 Kilo gramm schwere Geschosse zu schleudern vermag und nicht weniger als 265 000 Kilogramm wiegt. Dieses Geschütz zeichnet sich durch ein Kaliber von 52 Zentimeter aus. Erbaut ist es von der Firma Schneider-Creuzot. Das Geschütz ruht auf einem etwa dreist i g Meter langen UntergefteH, das nicht breiter als ein normaler französischer Eisenbahnwagen ist. Durch besondere Vorrichtungen können für die Verankerung dieses Eisenbahngeschützes die Schwellen herangezogen werden. Trotz seines gewaltigen Gewichts kann das 52-Zentimeter-Geschütz auf allen wichtigen Eisenbahnlinien in Stellung gebracht werden. Bewnund Äsen im Fernen Osten. Mobilmachung - vor zwanzig Zähren! Erinnerungen an die Tage des Kriegsausbruchs 1914. Von Oberstleutnant a. O. Benary. soll der Ausbau dort vorgeschritten sein, wo der Sungarai, die Lebensader der Mandschurei, sich in den Amur ergießt. Hier soll alle 10 0 Meter ein betonierter Po st en st and sich erheben und je ein betoniertes Fort die Sperrlinie flankierend bestreichen. Ein hoher japanischer General, der sich kürzlich die Freiheit nahm, aus dem Flugzeug einen Blick hinter die Kulissen zu tun, hat seiner Regierung gemeldet: „Ich wußte zwar, daß die Russen ihre Verteidigung längs der Grenze ausgebaut haben, aber daß sie derart ganze Arbeit gelei- t e t haben, wußte ich nicht." Gefangene der GPU ind am Werk, die nördlich parallel zum Amur laufende Verbindungsbahn vom bisherigen Endpunkt des Nordstranges der Transbaikalbahn nach Chabarowsk, dem Endpunkt der von Wladi- Sonderurlaube gab es dafür nicht, nur das Gefühl der Befriedigung: Dank deines Wirkens, wenn auch an untergeordneter Stelle, klappt das Ganze. Mobilmachung in Zeiten der Masfenheere, der Volkskriege geht weit über den engen Rahmen der Wehrmacht hinaus. Wer überlegte sich im August 1914 oder etwa gar heute, daß sie zunächst eine gewaltige Kräfteverschiebung, kreuz und quer durch das Reich bedeutete. Der Westen Deutschlands war reich an Menschen, aber arm an Pferden. Im Osten war die Lage umgekehrt. So waren westfälische und rheinische Reservisten und Landwehrleute nach Ostpreußen und Posen, ostpreußische und posensche Pferde an den Rhein zu fahren. Die Grenzgebiete im Osten und Westen waren vom sofortigen Zugriff des Feindes bedroht. Ihre Bevölkerung, ihre für die Kriegswirtschaft wichtigsten, beweglichen Schätze mußten in Sicherheit gebracht werben. So rollten vom ersten Mobilmachungstage die Räumungszüge mit Frauen und Kindern aus den Festungen in Elsaß-Lothringen, die Räumungszüge mit den Hengsten und Stuten der Haupt- und Landgestüte aus Ostpreußen nach dem Innern des Reichs und trafen sich unterwegs mit den Zügen, die den Ueberschuß der wehrfähigen Jugend der Reichshauptstadt den Grenzregimentern zuführten. So rollten die Züge mit den Kohlen für die Flotte von Süd nach Nord, mit den abzuschiebenden österreichisch-ungarischen und italienischen Wanderarbeitern von Nord nach Süd. So rollten die Züge mit dem in das Aufmarschgebiet vorauszubefördernden Personal der Stäbe der zum Hand st reich auf Lüt- t i ch bestimmten, beschleunigt mobilgemachten sechs Brigaden nach Osten und Westen und durch alle diese Mobilmachungstransporte hindurch die Fülle der kleinen Einzeltransporte von Ort zu Ort, die noch größere Fülle der Einzelreisenden, die zu ihren Gestellungsorten eilten. Drei preußische Anekdoten. Von Franz Schauwecker, GOS. Als ein Zeppelin sich über London befand und im Begriff war, sich seiner Last von Bomben zu entledigen, geriet er in die konzentrierten Bündel der Scheinwerfer und gleich danach in die noch brutaler zusammengefaßten Explosionsfelder der Granaten. Nun — das war das gute Recht der Feinde. Nun — und das war die gute Pflicht der Gegner, jedem Recht der Gegner den eigenen Willen entgegenzusetzen. r . „ Infolgedessen fuhr der Zeppelin fort, seine Bomben abzuladen und beobachtete nicht ohne eine gewisse sehr sachliche und zugleich sehr grimmige Freude den unzweifelhaften Erfolg feiner eifrigen Tätigkeit. lieber all dem schwebte indessen das Knegsgluck, das wie jedes Glück auf die Dauer nur dem Tüchtigen sich preisgibt. Unb dieses Glück des immerwahrenden Krieges verlieh den Engländern einen Treffer, der etwa in der Mitte des starren Ballvn- körpers lag. Die Sekunden eines so entscheidenden kriegerischen Vorganges reihen unweigerlich dem Menschen sämtliche Hüllen ab, daß er ohne Widerstand gezwungen ist, sich auf der Stelle, an der ihm dergleichen geschieht, nackt zu zeigen. Er ist einfach in die Ecke gedrängt, aus der er nicht mehr flüchten kann. Er muh zeigen, was er ist oder was er nicht ist. In diesem Augenblick des Volltreffers zerriß das Krachen des brechenden Gerüstes sowohl die Luft wie die Nerven der Besatzung des Luftschiffes. Alles war wie gelähmt. Jeder stierte dem Untergang unmittelbar ins Gesicht. Die beiden Führer des Schiffes, der noch heute lebende Kapitänleutnant von Schiller und der gleichfalls noch heut lebende Oberleutnant zur See vonButtlar-Brandenfels, standen gerade nebeneinander, als der Moment der nahen Katastrophe das Schiff hochwarf. , Und während das Gestänge aus Aluminium krachte und die Goldschlägerhaut kreischte, sagte der Kapitänleutnant von Schiller zu Duttlar-Branden- fels, indem er den Kopf über die Schulter drehte: „Wollen Sie, wenn das Schiff jetzt auseinanderemporbrechenden aber erfaßten mich derart, daß ich immer nur an sie dachte und darum auch kaum erschrocken war, als ich eines Morgens meine Mutter weinend fand und sie mir sagte, mein Vater müsse gleich fort zum Garnisonkommando, und daß er bald in den Krieg ziehen werde. Nun weiß gewiß jeder Junge mit neun Jahren, daß der Krieg kein Fußballspiel ist, wo einer sich, wenn es schlimm kommt, das Bein brechen kann, ich war mir der Lebensgefährlichkeit eines solchen Unternehmens damals wohl bewußt, denn ich hatte schon Maschinengewehre knattern hören und auch manches Kriegsabenteuerbuch verschlungen, trotzdem aber berührte mich die Mitteilung meiner Mutter und ihr verhaltenes Schluchzen wenig. Höchstens, daß ich mich unbehaglich daheim fühlte und deshalb eilends hinauslief, mein Holz- gewehr und den blutigrot bemalten Dolch umzuhän- gen, denn ich war der Feldwebel und mußte pünktlich zur Stelle sein. . Erst am Abend, da ich den Vater nicht daheim gesunden hatte, weil sie ihn in der Kaserne noch festhielten, ward ich ein wenig unruhig und nachdenklich und wie ich nachher in mein Zimmer gestiegen 'war um zu Bett zu gehen, wandelte das Unbehagen sich in heimliche Trauer, tn bte ledoch immer wieder Gedanken an die Erlebnisse meiner Die (Erinnerung an den Stellungskrieg beeinflußt noch heute das militärische Denken der Menschheit. Sie scheint ihr die Wahrheit des Clausewitzschen Lehrsatzes zu bestätigen, daß die Verteidigung die stärkere Kampfform sei. So sehr man sich daher einerseits bemüht, dem Krieg der Zukunft durch Flugzeug und Kampfwagen wieder den Stempel des allein entscheidenden Bewegungskampfes aufzudrücken, so sehr ist man anderseits dabei, seinen Lebensraum durch Verteidigungsanlagen gegen feindliche Zugriffe z u schützen. Wir alle wissen um den Gürtel von Beton und Eisen, der sich an der französischen O st grenze vom Schweizer Jura bis nach Belgien hineinzieht und der seine Fortsetzung an der Nordgrenze und am Kanalufer finden soll. Wir wissen um Polens Festungen am Narew und an der Weichsel, um Italiens Sp rrforts am Brenner. Jetzt aber hören wir auch, daß man im Fernen Osten ähnliche Wege geht. Auf Hunderte von Meilen bildet dort der Amur die Grenze zwischen dem russischen Ost- ibirien und der japanischen Einflüssen unterwor- enen Mandschurei. Weithin an seinem Nordufer ollen sich die russischen Drahtverhaue entlangziehen, in mehreren Linien hintereinander sollen Stützpunkte, Maschinengewehrnester dahinter im Entstehen begriffen sein. Am weitesten bricht, den Befehl über das Voderschiff ober über das Heck übernehmen? Mir ist es gleich." Buttlar-Brandenfels fand im Augenblick feine Antwort, fast erwürgt von der zerreißenden Spannung der Sekunden. Das Schiff kam durch jenes Glück, das auf die Dauer nur dem Tüchtigen gehört, zwar schwer verletzt, aber ohne Opfer auf deutschen Boden davon. Buttlar-Brandenfels sagte später, dies sei der größte Beweis von Kaltblütigkeit, der ihm im Kriege jemals vorgekommen sei. Im großen Kriege erhielt ein noch sehr junger Leutnant den Befehl, mit seinem Zuge den notwendig gewordenen Rückzug des Bataillons zu decken. Der Leutnant bezog die ihm angewiesene Stel» lung und schrieb im Vergleich zu der ihm bekannten Lage folgende Meldung, welche durch feind große Jugend zu erklären ist: „Ich habe befehlsgemäß mit so und so viel Mann die Stellung da und da bezogen. Ich erlaube mir gehorsamst darauf hinzuweisen, daß angesichts unserer geringen Stärke, der nicht günstigen Lags und der allgemeinen Situation Jier gesamte Zug geopfert wird und sterben muß." Der Meldeläufer verschwand und kam dato Darauf mit der Antwort zurück. Sie lautete: „Dann j 1 Der Leutnant und sein Zug fielen innerhalb beM nächsten zehn Stunden. Insgesamt sind 20 800 Mobilmachungstransporte im Frieden vorbereitet worden, mit denen 2 070 000 Mann, 118 000 Pferde und 400 000 Tonnen Material befördert wuroen. Sie mußten gleichzeitig mit 1440 Transporten vorauszubefördernder Stäbe und Truppen bis zum 6. August im wesentlichen abgewickelt fein. Von diesem Tage an beanspruchten die Kriegstransporte, d.h. die Beförderung der mobilgemachten Masse des Heeres in das Aufmarschgebiet den größten Teil des Bahnnetzes und die Mobilmachungstransporte konnten sich erst vom 13. Mobilmachungstag an wieder breitmachen. Die Zahl der Kriegstransparte gibt bas Werk bes Reichsarchivs auf 11100 mit 3120 000 Mann unb 860 000 Pferben an, bas ist mehr als bas sechsfache der Kriegstransporte des Jahres 187 0. Wie reibungslos der Apparat arbeitete, dafür ein Beispiel aus dem eigenen (Erleben: Baden als pferdearmes Land konnte für die aufzustellenden Stäbe und Truppen meiner Brigade nicht genügend Zug- und gar keine Reitpferde liefern. Ein Transport aus Pofen sollte diesem Mangel abhelfen und genau zur vorgesehenen Minute, am sechsten Mobilmachungstag, um 15.43 Uhr, lief er waren wenig erbaut von der ihnen zufallenden, nach ihrer Ansicht wenig ruhmvollen Aufgabe. Die beiden Geistesheroen sahen sie als ihrer nicht würdig an, der Reitschüler — sein Brotherr ließ sich oerständigerweise überhaupt nicht auf meinem Geschäftszimmer blicken — machte ein völlig hilfloses Gesicht, als ich ihm seinen Kalender mit dem Tröste in die Hackd drückte, er finde dort alles Notwendige. Während die beiden Goistesheroen in den nächsten Tagen sofort angelaufen kamen oder den Fernsprecher in Bewegung setzten, wenn die geringste Reibung sich von ferne zeigte, habe ich van dem Hofmann und dem Reitschüler nie wieder etwas gehört. Sie waren als geborene Soldaten allein zurecht gekommen. Gab es nun gar keine Kritik an dem zu üben, was wir im Frieden vorbereitet hatten und jetzt ausführten? Leider rückschauend mehr als genug. Wir waren, bei Lichte betrachtet, nicht mit der Zeit mitgegangen, hatten die Entwicklung Deutschlands zu einem volkreichen Industriestaat nicht in unsere Rechnung eingestellt, waren in dem Schema der rein militärischen Mobilmachung eines volkarmen Agrarstaates steckengeblieben. So fehl- t e n oder waren nur kümmerlich angedeutet alle Vorbereitungen auf wirtschaftlichem, industriellem und finanztechnischem Gebiet. Es geschah nichts ober nur Ungenügendes zur Aufklärung der eigenen Öffentlichkeit, zur Beeinflussung der Meinung des neutralen ober gar bes feindlichen Auslandes. Im Augenblick drängten sich dem Soldaten nur die Folgen der fehlenden ober fehlgeleiteten Aufklärungsarbeit im Innern auf. Die hochgrabige, burch keinerlei amtliche Einwirkung gedämpfte Erregung der Bevölkerung machte sich in Spion- und Goldautojagden Luft. Gleich am zweiten Mobilmachungstage mußte ich in der Hauptstraße von Karlsruhe eine alte Frau in einen Laben in Sicherheit bringen, weil die Menschenmenge, die einen verkleideten französischen Spion in ihr sah, über sie herzufallen drohte, und meine erste Kraftwagenfahrt zum Befehlsempfang von Breisach nach Freiburg war mit die gefährlichste des ganzen Feldzuges, weil jeder Bahnschutzstrich und Brückenposten ohne weiteres die Knarre an die Backe riß, wenn man auf seinen Anruf nicht sofort hielt. Inmitten der Arbeitslast blieb uns genügend Zeit zur eigenen Mobilmachung. Aeußerlich war sie schnell vollzogen. Die Kriegsausrüstung lag ja : immer bereit. Der Kriegskoffer war rasche gepackt. Aber die innere Loslösung von Familie und Heim konnte sich umso harmonischer vollziehen und die häuslichen Verhältnisse in aller Ruhe so geordnet werden, daß man tatsächlich alles Persönliche hinter : sich werfen und sich ganz und gar nur auf die seiner harrenden Aufgaben einstellen konnte. Die Wogen vaterländischer Begeisterung gingen im Südwesten ■ des Reiches nicht so hoch wie tn seinem Norden und in seiner Mitte oder gar wie in Berlin, nicht daß 1 die Stimmung weniger entschlossen, weniger opfer- > bereit unb zuversichtlich gewesen märe, aber sie mar ! bei der Nähe der Grenze, der Nähe der Gefahr । ernster, verhaltener. Feierlich still die Verabschie- ■ düng unserer Regimenter durch den Großherzog. ‘ Unbemerkt, ungeleitet unser nächtlicher Marsch zum i Bahnhof. Der Krieg fiel vom ersten Augenblick an : mit seiner ganzen Schrnere auf unsere Seele. Die Verteilung der durch ihn uns angeführten Pferde mar eigentlich die erste und einzige Amtshandlung, die Den Brigadestab in den Wirbel der eigentlichen Mobilmachung führte, und zeigte, rnelche Arbeitslast auf ihren Trägern, den Batteriechefs unb ihren vornehmsten Stützen, den Wachtmeistern, Futtermeistern und Quartiermeistern lag. Im allgemeinen mußten mir uns den größten Teil des Tages auskunstsbereit auf unseren Geschäftszimmern aufhalten, rnurden aber in unserer beschaulichen Stille durch Rückfragen kaum gestört. Ergötzlich mar es zu beobachten, mie sich schon die Geister schieden, der Unterschied zwischen „Soldaten" und „M i l i t ä r s" scharf hervortrat. Hatte da die Brigade $mei Stäbe der Kommandeure der Artilleriemumtionskolonne eines aktiven und eines Reservekorps, mit einem aktiven Stabsoffizier und einem aktiven Oberleutnant als Adjutant an der Spitze, aufzustellen. Der Zufall hatte es gefügt, daß in dem einen Stab ein Artillerieoffizier von großem Friedensruf und ein hochgelehrter Kriegsakademiker, in dem zweiten ein gewandter, aber keineswegs übereifriger Hofmann und ein Reitschüler zusammenkamen, alle vier Abmarsch Hessische, heute nad Abmarsch Hessische, binden mar, wirkst, ßpcari die es hinbli Einlös wird vergeb Unte auf öi( OftpQff bsche f doch re Qu^enp, nicht q °uch sek unbfeit Stellung neranla ’annt, \ Ttabilis dos ch. ous. D den ers Äeinu! debatte °er va S’i guten Äei »'S etwa L»-hi LupP »ft uno M wahre' ist land gunk von 1 \# Zul°n der ö Deutsa 4» fjloto* ßen, o Handl"' thous mit 'N wird- t teiligun es gero nen se" o auss der bri Rom ui der sra Paktes sich jed Beistan Staatei land, I SiM an den Lachvei Engll zu eine wird, Sicherh ser Rel klärte „daß d lands Garan die W und d nünsti Gleich heil Bedn Pakt; syster tion baue tigen Gru, dem stärk Ol der Ptäl chosfi Ipam r iiftur Der, bat sic liniert) hattsp lassen denkt runge durch Bayo ausdi Abrüs allerb rüftun Zum £ Serbir Zugesti Gleicht lehnt i ' Pah, | geknüp mehr", transia franzö, immer Bücher von den Wundernder Kleinwelt Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm. Von K.O.Bartels.164Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben u. ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 DieMikroskopie.EineEinführung in gemeinverständlicher Darstellung von Dr. W.Effenberger. Mit Abbildungen auf 32 Kunstdrucxtafeln nach photographischen Aufnahmen des Verfassers......................................RM. 3.60 ElnfachsteLebensformendesTier-u. Pflanzenreichs. Naturgeschichte der mikroskopischen Süßwasserbewohner von F. Eyferth. Fünfte, von Prof. Dr. W. Schoenichen vollständig neu bearbeitete Auflage.Mit über 1500 Abbildungen. 2 Bände in Halbleder gebunden RM. 38.—. Neue Ganzleinen- Ausgabe RM. 30.— Die Infusorien des Süßwassers und Meeres. Hilfsbuch zum Bestimmen nebst einer kurzen Einführung in deren Biologie. Von Prof. Dr. I. Lepsi. Mit 550 Abbildungen. Gebunden RM. 4.— Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag ■ Berlin-Lichterfelde Damen und Herren die gewillt sind, durch leichte und vornehme Außentätigkeit sich eine Dauerexistenz zu gründen, zahlen wir neben Fahrtspesen und hohen Provisionen nach Einarbeitung feste Wochenzuschüsse. — Schriftliche Angebote unter 4243D an den Gießener Anzeiger. Werbung steht an der Spitze aller Vorbereitungen der Geschäftswelt zum Saisonschlußverkauf.Dazu gehört die Notwendigkeit, die sorgfältig und preisgünstig abgestimmten Verkaufsangebote in eindringlicher Form und umfassend an die Käuserkreise heranzutragen. Hier springt als wirksamer Mittler die Heimatzeitung ein. Sie dringt vor zu den Familien in Stadt und Land und wird mit besonderer Anteilnahme von den Hausfrauen gelesen. Was die Heimatzeitung bringt, findet aber auch die Beachtung aller; es wird gewissermaßen als eigene Angelegenheit des Lesers empfunden. Diese Verbundenheit von eingesessener Bevölkerung und Heimatzeitung kommt den Empsehlungs- anzeigen zum Saisonschlußverkauf zu statten. Der Anzeigentell des Gießener Anzeigers vom 28. Juli wird somit der richtunggebende Führer zum Einkauf jein. 4238 h Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer Heben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bremmer und für die schönen Chöre des Gesangvereins Eintracht sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Familie A. Engel, Zimmermeister. Hörnsheim, den 20. Juli 1934. Statt Karten I Gießen, den 21. Juli 1934. 03597 Dank allen denen, die uns beim Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen ihre Teilnahme erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wilhelmine Umbeer. 03605 Gießen Ludwigstrafce 8 Inhaber von Läden in guter Geschäftslage bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 4272D an den Gießener Anzeiger. Plissieren Kurbeln Schlacht-Autos Personen- und Lastwagen kauft und holt ab zu Höchstpreisen lirriv A. Mohr, Frankfurt a. M. Hanauer Landstraße 128. Deutsche Großreederei sucht Passage-Vertreter Anendeln von Spitzen Knopflöcher Liefer, sofort. Tägl. Postversand PliilierAnflall Sanier 4267 D Jetzt Herrenmoden-Richter Blockstraße 1 (Haus Bach) Daubring. Str. 21 Große Auswahl! Annahme von Ehebedarfs- decknngsschein. Tannensägemehl z. Streuen kann laufend kostenlos abgeholt werden Anmachholz im Sommer bill. Bestell, v. Postk. Dampfsägewerk Lollar B.Nuhn, A.-G. in Lollar. Achenbach- Garagen Detektiv K. Gerz Bad-Nauheim Knrstraße 17, er- led. alle vertrauliche Privat- und Geschäfts angele- genheiten, wie Auskünfte,Beobachtungen, Ermittelungen,Beschaffung vonBe- wetsmaterial in Straf- undZivil- vroz., streng diskret. Sprechst.: 9-12*/, u. 3-6 Uhr. Garbenbänder eig. Herstellung, feurig gefärbt, zu haben bei Seilerei Wilh. Nebhuth, Tel.3206.14282P Der Sommer fordert [oseis leichte Ernährung Machen Sie ein. Versuch im Vegetarisch. Speise- haus „Eiten“ Bahnhofstr. 56. SV J^^er^aue fe junge ” Rasse- ulandhühiier in jedem Alter lieferbar. 4207D Heinrich Münch 3. Großen - Buseck, Wilhelmstratze 2. u.al.läst.Haarew. nurd.dievonmir angew.,einz.sich. Meth. unt. Gar. imm.mit d.Wurz. schmerzl. entfernt 12Jabre Praxis. Frau B. Gulden. Svrechstd. jeden Freitag,Gießen, Hindenburgw.15 9-7 Ubr durchg. Asbest- Platten 1,2,3,4 u. 5mm, wieder am Lager. 2O1D Carl Schunck Wochenendhäuser, Schupp., Fahrradständer, zerleg- und versetzbar. 4018 V Gehr. Achenbach GmbH. Weidenau/Sieg Postfach.150. Klaviere, Z Harmoninms w. fachgemäß u.vreisw. gestimmt u.rep. titel‘JÄ, Gieren, Ludwißstrahe 5p. Teleph.2403. Verkanlo.neu u. gebr.Klav. Leupin-Creme und Seife seitJahr.bew.bei Flechten Hautjucken Ausschi.Wunds. usw.Löwen-Drog.W. KilbingerNachf.,Sel- tersw.69; Drog. Win- terhoff, KreuzplatztO [Verschiedenes] 2 Damen suchen kleine, gute, ruh. Won an od. im Walde, nicht unter 400m Sehr. Ang. unt. 4268Da.d.G.A. Möbel von Qualität, Formvollendung u.PreisöürdiSheit kaufen Sie bei Gewährleistung einer dauernd. Garantie ini 4269D GMöstSlIMS mit großem, modernen Laden (neuzeitlich) in bester Lage, Settersweg, günst. zu verkaufen. Schristl. Angebote unt 4265 D an den Gießener Anzeiger. KL Mercedes Mk.182.- monatlich Mk. 7.90 Franz Vogt & Co., Seltersweg 44. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei weil Sie plötzlich abgespannt und müde wurden, dann hilft als anerkanntes Kräftigungsmittel Doppelherz. Bei Schlaflosigkeit, Nervenschwäche,Mattigkeit * q Erschöpftsein und son- atnöAs st'9en Schwächezustän- Iv'Orfi den als Kräftigungsmittel unentbehrlich. Flaschen zu 1,95 RM, 3,70 RM und 4,65 RM. Doppelherz-Dragees 1,50 RM. Zu haben in den nachstehenden Drogerien: C. Seibel, Frankf. Str., 0. WinterhoH, Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Karl Schott u. sämtL Filialen. Ijaubach: Solms-Lau- bacher Drogerie K. Klein. 4039V Nordsee-Hotel Borkum führ. Haus, dir. am Meer. Volle Pens. v. 6.50 Mk. an. Fl. k. u. w. Wasser. Hotel-Prosp. i. d. Gesch. d. Zeitung und direkt frei. »fiOiV Pnvat-Jugend-Erholungsheini.Wettepfest' auf Norderney. - Ganzjährig. - Ich würde mich sehr freuen, in meinem wunderschönen Heim auch echte Gießener Buben u. Mädchen meiner Vaterstadt Gietzen und aus d. Hessenland betreuen zu dürfen. Erbitt. Sie Prospekt u. Bild. 3303D Toni Kübel. Heimleiterin. Dame kann in Gietzen f. 2500 ^sichExist. biet. Gesch. kauf. Schr. Ang. unt. 4264Da.d.G.A. Sichere KapiM anlage Suche5-6OOOMk. als erste Hnpo- thek für ein größeres Anwesen. Pünktliche Zinszahlung u. Rückzahlung n. Vereinbarung. Schr. Ang. unt. 03613 an d. Gieß. Anz. 1W-20ML gegen Sicherheit von Privat zu leihen gesucht. Schriitl. Angebote unter 03581 an d. Gieß. Anz. Oie unwahre Beleidigung gegen Fräulein Elisabeth Pflüger nehme ich hier mit dem groß» ten Äedauern zurück. 03598 ChristineMarhenke Kaplanftgasse 17. | Vereine"" llfierlflS Ehemal. Kriegsgefangene treffen sich Sonntag Nachmittag im „Schützenbaus". F.G.F. Sonntag,22.Juli 12 % Uhr mitt. Antreten a. Spritzenhaus (Neustadt). Uniform: Tuchrock, schmale Gurte u. Lederhelm 4254D DasKommando. Gießener Tiirnerschaft Zur Teilnahme aut nestzng b. 116er Treffen treten sämtliche Turner a. Sonntag, 13 Uhr, an der Turnhalle, Steinstratze, an. Weißer Turnanzug. [4258D SchiilzeovereiD Antreten zum Festzug a.Sonn^ taguml3.15Uhr b. Sckützenbrud. TivPel,Oswalds- garten. [4274D vom x Hof nachmitt. 5 Uhr. Sonntag: um 12 ¥> Uhr. Beteiligung ist Pflicht. 4L7QÜ Gießen Zweitägige Wanderung am 28. und 29. ^nli 1934. Siehe ausführll im Allsh. [42690 | Empfehlungen] | Vermietungen | [ Mietgesuche | [Stellenangebote Stellengesuche] 6 Simmet Tücht., ehrliches Mädchen Bekanntmachung Moderne 4262C mittags. Mittwoch, den 25. Juli 1934, Schweinemarkt. Auf- Vieh u s. bei mir zu melden. 4279 D Ludwig Stroh, Gandgaffe 11. Dampfsägewerk Abendstern 8J30D Erstklassige Jauchepumpen Die nächsten Viehmärkte in Gießen finden statt: Dienstag, den 24. 3uli 1934, Rindvieh- (Nutzvieh-) Rlarkt. Austriebszeit von 7 bis 8 Uhr oor- das alle Hausarbeiten versteht u. etwas kochen kann, ges. 14255D Prof. Behaghel, Liebigstratze 82. triebszeit von 8 bis 9 Uhr vormittags. Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches gegeH Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Gießen, den 21. Juli 1934. Bürgermeisterei Gießen: Bartholomä Jetzt günstiges Gelegenheits- Angebot Gr. Werkstatt tu. Büro, Seltersweg 61, auch a. Lager geeign., zu verm. [4276D Näh. A. Becker, Keplerstr. 9. Telephon 3804. Gut erhaltenes gebrauchtes Eisschränkchen z. kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unt. 4251D an d. Gieß. Anz. Oer Unterzeichnete, welcher vorn Amtsgericht Gießen als Abwesenheitspfleger der Sophie Kath. Gütz, geboren 6. Juli 4839, und der K a r o l. K a t h. Gütz, geboren 26.3uni 1842, bestellt worden ist, ersucht alle diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod der Obengenannten geben können, dies bis zum 31. Juli Ruch (Chinchilla und Blaue Wiener) 3 Monate alt, zu verkaufen. 03593 Kaiferallee38H. Gersten- Spreu abzugeben.4247D Unterer Hardthof. SUchteö Mensnilllel- Möst günstig zu verkaufen. Schrift!. Angebote unter 03563 an den Gieß. Anzeiger. Bess. Einfam.- Haus, 9 Zimm., in ruhiger Lage, mit schönem Garten, alsbald beziehbar, unter günstigen Bedingungen zu verk. Näh. A. Becker, Keplerstr. 9. Tel.3804. H278D 6-Zimmerwohnöog mit Badezimmer u. Balkon, Wil- Helmstr. 41p, z. 1. Sept. z. verm. Näh. A. Becker, ^evlerstr. 9. Tel.3804.14277D Redegewandte Verlreler (innen) zum Besuch von Viehhaltern gesucht. 4248V Provision wird sofort ausgezahlt Offerte Düssel- dorf,Postschlietz- fach 575. ^Aaus mit gutg. Wirtschaft u. Svez.- Gesch. z. verkauf, od. zu verpacht. Scbr. Ang. unt. 03607 a.d. G.A. Junges Ehepaar sucht sofort oder später 2 Zimm. 11. Köche in Gietzen oder Umgeg. Schrift!. Angebote unter 03591 an den Gieß. Anzeiger. AlM Irei! 2(liccnftr.28o3594 tViv frühen zum 1. August 1934 je einen Großer Verdienst Ohne Geld erricht. Strumpffabrik allerorts 5lomm.-Lager. Zuschr. an Käst, Frankfurt a.M., AufderPlatto4. Tel.94210.4246 D Gesangs- sthülev sucht z. 1. Sept, leeres Zimmer, event. mit Kost. Schr. Ang. unt. 03600 a. d. G.A. illlllllllllllllllllllllllllll 1 Zimmer, Küche u. Zubehör oder 2 leere Zimmer i.Neub.Kliniksv. a. alleinst. Dame z. 1.9.34 z. vm. Näheres: [ossoe Lahnstratze 21. Illlllllllllllllllllllllllllll 1. St., m. Balk., Badezimmer u. Mansardenzimmer, Landgrafenstr. 6, zum 1. September zu vermieten. 4281D Näh. bei Kröck, NodH. Str. 25. Baupläne in guter Lage, preiswert z. verkaufen. Schr. Ang. unt. 03614 a.d. G.A. 2 Zimmer m. Küche u. abgeschlossen. Korridor zum 1. Sept, gesucht. Näßeres zu erf. b.d.Hausbesitzer- verein, Alicen- stratze 34. sossoi Solides, fleißig. Küchenmädchen per sofort gesucht. 4263 D Gasth. Boller, Gietzen, Bahn- hofstratze 55/57 GutgehLYOcem- Motorrad steuer- u. führerscheinfrei, z. verkaufen. Anzuseh. Bismarckstr. 10 l von 17 bis 20 Uhr. Q3619 Mädchen vom Lande, et)., 20 Jahre alt, das schon in Stellung war, erfahren in Haushaltsarbeit, und Nähen, sucht Stellung zum 1. oder 15. August. Schrift!. Ang. u. 03592 and. G.A. Illlllllllllllllllllllllllllll Gute Kapitalanlage Bes.Umst.halber i. Südv. 4x7- Zimmerh.m.ger. Laden u. 500 qm gr. Garten billig zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 03610 a. d. G.A. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniin Gutgehende Metzgerei mit Wirtschaft z. verkaufen oder zu verpachten. Schr. Ang. unt. 03608a.d. G.A. Suche 4217D 4-s-Zimm.- Wohnung part.od.l.Etage, biete 4-Zimmer- Wohn. 3. Etage. AmNahrungsberglBlll Fernsprecher 3580 empfiehlt sich zur Lieferung sämtlicher Sägewerks Produkte Schulentlassener Junge für leichte Arbeiten gesucht. Schr. Ang. unt. 03609 a.d. G.A. Inspektor lütfitanfen- u. Eeöensuetlidterung gegen angemessene Bezüge. Schrift!. Angeb. mit Angabe von Referenzen an unsere Bezirks-Berwaltung in Gietzen, Goetbestratze 10. erbeten. 03599 Süöroeftöeutfdie Betfitherungsßn- Ilalto.®.f.Ielün.9anöroerterunö (Beroerüeirelöenöe, 3ranlfurl/m. TORPEDO nur RM. 188.- schon für 4,69d 7.90 monatlich Alleinverkauf Niederhausens Co. Bahnhofstraße ßeßenüb.Hotel Schätz Zuverlässiges Fräulein m.gut.Handschr. sucht zum 15. 8. Stellung a. Pri- vatkont. o.Büro. Kost u. Wohn. a. liebst, im Hause. Schr. Ang. unt. 4249Da.d.G.A. Land-Vevtveiev Wir baden d.ganz groh.Verkaufsschlager (Neuerung), ein. Artik., d. derLandw.immer gefehlt hatu.ihm so grotz. Nutzen bringt, datz ihn tat- sächl. alle,75v.H. sos. beim erst.Be- such kauf. Schr. Bewerbungen — bitte ausführl. halten, da nur die charnkterl.Besten,Herrenm. autzer- ordentl.Schaffensdr. u.Leistungs- will.,berücksicht.werd.könn.—sind z. richten u. 4287D a. d. Gietz.Anz. 3-Zimm.-Wohn. m.Bad,Zentralh. (^riedrichstr.) zu vermieten. Schr. Ang. unt. 03590 a. d. G.A. Unter Garantie kein Nachfüllen mitW asser, von 30 Mk. an empfiehlt 3460 d Karl Germer Pumpenmacher / Heuchelheim AlleinsPumpenfacheinschl. Reparaturen u. Ersatzteile unter billigster Berechnung und zur Ausführung von Zimmerarbeiten Kapitalanlage. Gut rentierend. Haus im Südviertel, 4 x5-Zimmer- wobnungen und Bad, zur Hälfte d. Friedenswert, verkäuflich. Schr. Ang. unt. 03617 a. d. G.A. 3MHn. mit Bad für sofort oder 1. September gesucht. Schriftliche Angebote u. 4239D an den Gietz.Anz. | Verkäufe ] Tragendes Bo- gelsbergerlv3606 Herdbuch- 3Rini> zu verkaufen. HermannBelten Göbelnrod. Zwei Prima vogelsdergei WW zu verkauf.4283D Burkhardsfelden Albacher Str. 9. Villa steuerfr., z. halb. Selbstkostenpreis zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 03618 a.d. G.A. ZZlVM m. bewohnbarer Mansarde oder 4-Zimmerwohn. f. spät. 1. Sevt. für Dauermieter (Beamter) ges. Schr. Ang. unt. 4284Da.d. G.A. Auto Brennab.-Lim. 6/25 sofort zu verkaufen, [oseos Blum,Bahnhofstraße^! u. 66. IGriihelHisl zu verkauf. 03004 Lindenvlatz 4. 6 Zimmer, I. St mitBadez.u. gr. Mans., nahe der Univ., auf l.Okt. zu verm. Sehr. Ang. unt. 4242 D a. d. Gieß. Anz. Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllliiiiiiiiilllllllllll 4000 Tonnen Mil Willi in großen Posten ab frachtyünstig gelegener Bahnstation preiswert abzugeben. Schriftliche Angebote unt. 4204V an den Gieß. Anzeig. SOlMleNW» zu Kauf- u.Entschuldunsiszwecken, Existenzgründungen, ber günstigen Bedingungen. «o?sv Zweüspar A.-S., Mainz General-Agentur: Otto.Wagner, Großen-Buseck, Adolf Hitlerstr. 4 Illlllllllllllllllllllllllllll Gutes, gesundes, trockenes [4252D Bin und BogpM neuerErnte,kauft zu Tagespreisen Reichsunterkunftsamt Butzbach. Einlieferungsort in Butzbach, Wetzlarer Str. 31 am Freitag jeder Woche von 9 bis 17 Uhr. Illlllllllllllllllllllllllllll loö.23immer mit Küche zum 1. 8. gesucht. Miete voraus. Schr. Ang. unt. 03595 a. d. G.A. Kleine Wohnung 1 Küche,! Zimm, gesucht. Schrift!. Ang. m. Pr. u. 03536 a.d. G.A. Pritschenwagen für 40 Zentner, und ein [o36ii Halbverdeck zu verk. Ausk.: August Fehl, Bahnhofstr.65. Illlllllllllllllllllllllllllll Wenig gebraucht. yetzüWM zu verkaufen. Wo?sagtdieGe- schäftsstelle des Gieß. Anz. 03580 Illlllllllllllllllllllllllllll Zelt gebraucht, zu kaufen gesucht. Scbr. Ang. unt. 03612a.d. G.A. r-9-Zim.-W. mit Zubehör per sofort oderspäter zu verm. 3180D A. Geitzner, Blockstraße 9. Schöne 6—7- Zimmer-Wohn. m. Badezimmer sowie Zubehör i. 2.St. ver l.Okt. zu verm. 03002 Wilbelmstr.8lH „Pholo- Ipparalen Löwen-Drogerie Wüh.KilbinfierNachf. Seltersw.69424w Illlllllllllllllllllllllllllll Stellen Suchenden wird dringend empsoh- lm,ihrenÄewerbungen keine UrsvrungSzeug' niste beizusugen.In vielen Fällen sind die Auf- Iragaeber von Ziffer- anzcigen unbekannt, u. es kann dann zur Wie- dererlangungverlormer Äewerbungsunterlagm nichts aetan werben.- Zeugnis- und ähnliche Abschriften, Lichtbilder usw. muffen stets auf der Mckseite dievollständige AnschrifidesBewerbers tragen. 7lur bei Beachtung dieser Anregungen können die Siesten SuchenbenausMcksen- düng ihre« Eigentums v^lechtswegenrechnen. Illlllllllllllllllllllllllllll | Kaufgesuche~| 5-Zimmer- Etagenhaus in guter Lage zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03616 a. d.G.A. Wohnungstausch vom en Hof Samstag: vünktl. 17 Uhv» Sonntag: vünktl.12 3/iU6is Beteiligung ist Pflicht. 4256 D N. 168 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 21.M 1934 f zeugung ist, die Karre müsse erst einmal so verfahren sein, daß die Mandarinen des „Foreign Office" keinen Ausweg mehr wissen. Es entbehrt nicht einer blutigen Ironie, daß M a c d n a l d , der zu diesen vernünftig Denkenden gehört, mehr oder weniger mit freundlichem Zwang in die Ferien geschickt wurde, als die englische Politik in eine neue entscheidende Phase eintrat Viel- rungsmehrheit ausgelegt werden könnte, selbst wenn die übrigen radikalsozialistischen Winister im Kabinett verbleiben würden. Die Entscyeidung liegt bei Doumergue, von dessen Umsicht die politischen Kreise einen Schiedsspruch erwarten, der den Burgfrieden wenigstens bis zum Herbst erhalten könnte. Wan verhehlt sich allerdings nicht, daß sich Doumergue, falls die Gegner zu unduldsam bleiben, entschließen könnte, zurückzutreten. „Matin", erklärt indessen, daß die politisch Besonnenen noch nicht die Hoffnung auf eine Beruhigung der Gemüter aufgegeben hätten. Die angesichts der Sage bestehenden Möglichkeiten umreißt „Journal" wie folgt: Aufrechterhaltung des status quo bis zum Wiederzusammentritt des Parlaments, oder Rücktritt Tardieus, der den Zorn der Radikalsozialistischen Partei besänftigen und ihr gestatten würde, im November dem Burgfriedenskabinett ihre Stimme zu geben oder weitestgehende Umbildung des Kabinetts, oder endlich Rücktritt der jetzigen Regierung und Bildung eines neuen Ministeriums, entweder unter Doumergue oder einer anderen Persönlichkeit. Daß Tardieu gerne ausscheiden wolle, um seine Handlungsfreiheit wieder zu erlangen, hält „Echo de Paris" für durchaus möglich, bemerkt aber, daß fein Rücktritt unter den gegenwärtigen Umständen als ein Sieg Lhautemps angesehen werden mühte. Selbstverständlich schwirren allerhand Gerüchte, die hier und da ihren Riederschlag auch in der Presse finden. Paris, 20. Juli. (DNB.) Die durch die Aussagen Tardieus vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß eingetretene innerpolitische Spannung zwischen den Radikalsozialisten und dem übrigen Teil des Regierungsblocks hat auch durch den Kabinettsrat keine Aenderung erfahren. Die Minister sind zu keiner Einigung gelangt, so daß der I u st i z m i n i st e r beauftragt werden mußte, sich nach Tourneveuille zum Ministerpräsidenten zu begeben, um ihn zu bitten, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. Justizminister C h e r o n, der Freitag Paris im Auto verlassen hat, um sich nach dem Landsitz Doumergues zu begeben, ist nicht nur beauftragt worden, dem Ministerpräsidenten über den Zwischenfall Tardie u—C h a u t e m p s und die dadurch geschaffene Lage Bericht zu erstatten, sondern ihn auch, wenn möglich, nach Paris zurückzuholen, damit er in einem für Dienstag oder Mittwoch vorgesehenen neuen Kabine t t s r a t den Streit schlichte. Die Regierungsmitglieder waren in der Tat von Anfang der Ansicht, daß nur Doumergue eine Entscheidung zustehe. Der Vorstand der Radikalsozlalistischen Partei war dem Standpunkt Lhautemps beigetreten, wonach Tardieus Vorstoß gegen die Radikalsozialistische Partei gerichtet gewesen sei und daß Tardieu damit den Burgfrieden gebrochen habe. Als Genugtuung müsse man den Rücktritt Tardieus fordern, andernfalls hätten sämtliche radikalsozialistischen Regierungsmitglieder die Konsequenzen zu ziehen. Tardieu soll sich indessen gegen den Vorwurf gewehrt haben, daß er die Radikalsozialisten habe angreifen wollen. Für ihn bestehe daher kein Grund, sein Amt niederzulegen, solange nicht Doumergue von sich aus dazu Stellung genommen habe. Barthou soll auf die Gefahren hingewie- sen haben, die seine Außenpolitik durch innere Schwierigkeiten erhalten könne. herriot hat sich zum Rücktritt bereit e r k t ä r t; die übrigen Witglieder der Regierung scheinen jedoch der Auffassung gewesen zu sein, daß vom Lande ein derartiger Schritt als die Loslösung der Radi- kalsoziallsten von der Regie- Oer Frontkämpfer Pierre Coi an Herrn Barthou. Paris, 21. Juli (DRV. Funkspruch.) Der frühere Luftfahrtminister Pierre Lot von der Ra- dikalsoziatistischen Partei unterzieht im „Ouevre" die Außenpolitik Barthous einer scharfen Kritik. Lr widerlegt vor allem die selbstgefällige Behauptung des französischen Außenministers, daß er die Politik B r i a n d s fortsehe. Barthou bteibe vielmehr dem Geist seiner berüchtigten Rote vom April freu. Diese Politik aber unterscheidet sich von derjenigen Vriands, Paul Voncours und Daladiers. Barthou hat gewiß in anerkennenswerter Weise England und Italien für seine Ansicht gewonnen. Aber beide Länder erklären Regionalpakte ohne Deutschland für undurchführbar und London wünscht auch nicht, daß diese Pakte als gegen eine Wacht oder gegen eine Mächtegruppe gerichtet, ausgelegt werden können. Daher lautet die Frage, ob Deutschlands Zustimmung erlangt werden kann, ohne gleichzeitige Verhandlungen über die Abrüstung und die Sicherheit, herriot hat Deutschland die fortschreitende Durchführung der Gleichberechtigung im Rahmen einer besser organisierten internationalen Sicherheit versprochen. Jetzt, wo man zur Durchführung der Sicherheilsorganisation Deutschlands Zustimmung verlangt, kann man nicht ernstlich daran denken, daß Deutschland dieses Versprechen vergißt. Für so „verrücktdarf man es nicht halten. Wenn andererseits die Paktpolitik mit keiner allgemein kontrollierten Rüstungsherabfehung Hand in Hand gehe, d. h., ohne Deutschland verwirklicht werden muh, dann muß man sie mit ihrem wahren Ramen nennen: Allianzenpolitik. Diese Politik aber wollen wir, schließt Eot, um keinen Preis. Weine Generation war 1914 18 Jahre alt. Wir haben nicht wie gewisse berühmte Persönlichkeiten zwei Kriege erlebt, sondern nur einen. Wir haben ihn nicht geführt, um zur Politik der Allianzen und zum Rüstungswettlauf zurückzukehren. Ich sage das rund heraus an die Adresse derjenigen, die dem Schauspiel unserer hingemordeten Jugend beiwohnten, und das ist für diejenigen, die nicht gewisse Jahre ihrer Jugend vergessen haben, der wichtig st e Einwand gegen die Politik Barthous. DieFrontkämpfer gegen Barthous Politik der Bündnisse. „Wir haben keinen Krieg geführt, um zur Bündnispolitik und zum Rüstungswettlauf zurückzukehren. Doumergue soll den Burgfrieden retten Roch keine Klärung der innerpolitischen Krisis in Frankreich. stärken." Ohne sich die Schwierigkeiten zu verhehlen, die der Verwirklichung der Barthou-Litwinowschen Pläne entgegenstehen, knüpft England an sie die Hoffnung, daß sie zur Beseitigung der Grund- spannckng der europäischen Politik, ber in der Abrüstungsfrage bestehenden Gegensätze, führen kann. Verpflichtende Zusagen von Frankreich hat sich England nicht geben lassen; auch m der . Unterhausrede Sir John Simons fehlt jeder An- ' hattspunkt dafür. Die Londoner Besprechungen . lassen mithin die Abrüstungsfrage offen. Frankreich denkt aber nicht im entferntesten daran, die Folge- < rungen aus der Unterstützung seiner Paktpläne : durch England zu ziehen. In seiner Rede in ( Bayonne hat Barthou die englische Auffassung ausdrücklich abgelehnt und jede Verbindung zwischen Abrüstung und Ostpakt abgeleugnet: „W. nn man allerdings von mir verlangt hätte, in der Abrüstungsfrage zu verhandeln, um die Zustimmung zum Ostpakt zu erhalten, so würde ich einer solchen Verbindung, die durch nichts gerechtfertigt ist, nicht zugestimmt haben." Frankreich will mithin von der Gleichberechtigung Deutschlands nichts wissen und lehnt die eigene Abrüstung ab. „Ein Sicherheits- • pakt, der an die Wiederbewaffnung Deutschlands geknüpft werden würde, wäre kein Sicherheitspakt mehr", so argumentiert beispielsweise der „L'Jn- transigeant". Damit wird das Doppelspiel der französischen Politik zweifelsfrei enthüllt. Wie immer verlangt Frankreich zunächst einmal Vorleistungen der an de ren, während es selbst bindende Zusagen nicht eingehen will. „Wenn einmal", so sagte Barthou, „die Regionalpakte verwirklicht sind, dann kann man mit dem neuen Locarno an den Beginn einer neuen Aera denken, die es auch erlaubt, die Tragweite der Verträge im Hinblick auf die Abrüstung zu prüfen." Auf bte Einlösung dieses französischen Zukunftswechsels wird die Welt nach den bisherigen Erfahrungen vergeblich warten können. Unter solchen Umständen erscheint im Hinblick auf die praktischen Folgen, die London von einem Ostpakt für die Abrüstungsfrage erwartet, die englische Hilfsstellung für die französischen Paktplane doch recht voreilig. Aber bei so eminent wichtigen außenpolitischen Entscheidungen kommt es natürlich nicht allein auf die praktischen Folgen, .sondern auch sehr wohl auf die M o t i v e an, die ein Land und seine Regierung zu irgend welchem Wechsel der Stellungnahme gegenüber wichtigen Problemen veranlaßt. Die französischen Motive sind bekannt, sie laufen mehr oder weniger auf eine neue Stabilisierung des Systems von Versailles durch das alte und gefährliche Mittel der Allianzen heraus. Dagegen find die englischen Motive aus den ersten'Blick weniger klar, weil bte öffentliche Meinung geteilt ist. Wenn bie letzte Unterhausdebatte und die Zustimmung der Parteiführer zu der von Sir John Simon eingeschlagenen Politik anscheinend auch ein einheitliches und geschlossenes Bild boten — die „Times" hat diese Tatsache aus guten Gründen nochmals unterstrichen —, so kann das keineswegs darüber hinwegtäuschen, daß diese Einheitlichkeit'sehr verschiedenen Motiveni entstammt Prüft man die Stimmen der öffentlichen Meinung Englands etwas genauer, so kann man etwa vier Gruppen feststellen. Die erste Gruppe umfaßt alle diejenigen, die außenpolitischen Fragen ohnehin wenig Interesse entgegenbringen. Diese Gruppe ist politisch einflußlos zahlenmäßig aber sehr stark. Außenpolitik ist gerade im demokratischen England keine Sache des "Mannes auf der Straße , sondern die sehr aristokratische Angelegenheit einiger weniger Männer, die außerdem untereinander ver- sippt und verschwägert sind. Wir haben also die übrigen Gruppen deren Motive für die engllsche Politik einflußgebend sind, in jener kleinen Schicht ^Am^inslußreichsten ist di- h°h° Beamten. schäft des Foreign Office, zu deren Wortführer sich Winston Churchill wiederholt im Unterhause gemacht hat. Churchills Gedanken- gänge sind etwa folgende: Wenn man die Abrüstung fordert, so ist es notwendig, den politischen und wirtschaftlichen Gründen, bie hinter ber Aufrechterhaltung von Armeen unb Flotten liegen, nachzu- püren. Es gibt nun gegenwärtig mehrere ernste politische Gefahren unb Gegensätze, bie sich auf feine Weise milbern lassen unb bie beshalb jebe Annäherung ber militärischen Macht Deutschland an bie Frankreichs ausschließen. Eine Aufrüstung Deutsch- lanbs hieße, ben Krieg herbeizuführen. Wenn es auch grunbfätzlich wünschenswert wäre, baß bie Funbamente bes gegenwärtigen europäischen Fne- bens moralischer wären, so ist boch zu erstreben, baß biete Funbamente nicht eher zerstört werben, ehe zu gegebener Zeit etwas Besseres an «hre Stelle tritt Churchill hat im Unterhaus bte französische Armee als einen ber stärksten ftabihjterenben Faktoren Europas bezeichnet unb erklärt: es wurde bie Gefahrenherbe in Europa nur vergrößern, wenn zu irgend einer Zeit der Abstand zwischen der nuli- täriichen Stärke Deutschlands und Frankreichs sich verringern wurde, hinter dieser Stellungnahme Churchills verbergen sich verschiebene Gebanken unb Empfinbunqen: einmal eine gewisse fenhmentale Hinneigung zu Frankreich, zweitens bie Abneigung, England noch einmal z. B. durch bte Aufrollung ber Revisionsfrage, in einen allgemeinen europäischen Konflikt hineinziehen zu lassen. L o n b o n, 20. Juli. (DNB.) Im Unterhaus fragte bas konservative Mitglieb Cunningham Reib ben Staatssekretär bes Aeußeren, ob eine Note ber deutschen Regierung bezüglich des M e - melstatuts eingegangen sei, unb wenn ja, welcher Art, ob Eben eine gesonberte Antwort ober eine Antwort gemeinsam mit ben anberen Unterzeichnern bes Memelabkommens vom Jahre 1924 beabsichtige unb in jebem ber beiben Fälle, was ber Tenor einer solchen Antwort sein werbe. Der Lorb- siegelbewahrer Eben erwiberte: Ja. Simon hat eine Note vom beutschen Botschafter erhalten, bie über verschiebene angebliche Verletzungen bes Statuts von Seiten ber litauischen Regierung unb insbesonbere über bie kürzliche Entlassung des Präsibenten bes Memelbirektoriums Dr. Schreiber aus seinem Amt Beschwerde führt. Vor ihrem Eingang war bie britische Regierung, die die Lage in Memel mit reger Aufmerksamkeit verfolgt, bereits in Verbindung mit den Mitunterzeichnern des Abkommens über die Memelfrage. (Eben fügte hinzu, Cunningham Reib sei sich zweifellos besten bewußt, baß ber einzige Stanbpunkt ber beutschen Regierung in bieser Frage aus ihrer Mitgliebschaft im Völker- bunbsrat hervorgehe unb baß alle Beschwerben angemessener Weise an biese Körperschaft gerichtet werben müßten. Memel unb Ostpakt — zwei Dinge, bie zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, aber boch innerlich oerbunben sinb. Denn ber Ostpakt will angeblich ben Frieben im Osten sichern, unb ber Memelkonflikt ist nur zu sehr geeignet biesen Frieden in die Brüche gehen zu lassen. Bedauerlicherweise haben die Bürgen der Memellandi- schen Selb st Verwaltung bisher alles unterlassen, um durch die Erfüllung der von ihnen eingegangenen Pflichten diesem Frieden im Osten einen Dienst zu erweisen. Eigentümlich ist es jedoch, daß England und Frankreich mit seltenem Schneid auf den Ostpakt lossteuern, jedoch davor zurückzucken, den Litauern ins Gewissen zu reden. Welch ein Unterschied in ihrem Auftreten. Wie unangenehm muß es auf jeden wirken, der noch nicht den letzten Rest des Vertrauens in die Vertragstreue und in das Bürgschaftsprinzip verloren hat, wenn er jetzt aus dem Munde Edens vernehmen muß, daß man zwar die Vorgänge im Memelge- Bunt» um den Aordvsipakl. Zwei Wochen sind vergangen, seitdem Barthou aus London zurückgekehrt ist. Das ist keine lange Zeit, aber sie reicht aus, um gegenüber den Ereignissen Abstand zu gewinnen und die Meldungen und Kommentare der ausländischen Presse auf ihren wahren Kern und auf ihre Tendenz zu prüfen. Es ist heute kein Geheimnis mehr, daß zwischen England und Frankreich anscheinend keine Einigung über biß praktischen Folgen bes von Barthou unb Litwinow vorgeschlagenen Pakt- systems besteht, daß vor allem in der Frage des Zusammenhanges zwischen einem Nord-Ostpakt und der Gewährung der vollen Geichberechtigung an Deutschland die Meinungen in Paris und London erheblich auseinandergehen. England empfiehlt den Nord-Ostpakt, ohne sich allerdings ihm anzuschließen, als Voraussetzung für neue Abrüstungsver- handlungen. Frankreich hat aus dem Munde Barthous kategorisch erklärt, daß es keinerlei Ostpakt mit irgendwelchen Abrüstungsmaßregeln bezahlen wird. England lehnt für sich selbst zwar jede Beteiligung an irgendwelchen neuen Pakten ab, aber es gewährt Frankreich bei seinen Regionalpaktplänen seine uneingeschränkte Unterstützung, und zwar so ausgesprochen, daß sie einer Mitverantwortung der britischen Regierung gleichkommt. In Berlin, Rom und Warschau hat sich England zum Dolmetsch der französischen Wünsche nach Abschluß eines Ost- Paktes gemacht. Die englische Unterstützung erstreckt sich jedoch nicht allein auf den Ostpakt gegenseitigen Beistandes zwischen dem Rätebund, den baltischen Staaten, Polen, der Tschechoslowakei und Deutschland, sondern auch auf die von Frankreich und Rußlayd gewünschte Beteiligung des Rätebundes an den alten Locarno-Vertragen, dem sogenannten Dachvertrag. England ist des Glaubens, daß sich Frankreich zu einer effektiven Abrüstung bereit finden lasten wird, wenn die Voraussetzungen einer erhöhten Sicherheit, wie sie Frankreich in dem Abschluß dieser Regionalpakte erstrebt, verwirklicht sind. So erklärte Sir John Simon in seiner Unterhausrebe, „baß ber Abschluß eines solchen Paktes unb Deutschland Teilnahme an biesem System gegenseitiger Garantien bie beste Gelegenheit abgeben würbe für die Wiederaufnahme der Abrüstungsverhandlungen und ben Abschluß einer Konvention, bie eine vernünftige Entwicklung bes Grunbsatzes ber beutschen Gleichberechtigung unter einem Regime ber Sicherheit für alle Nationen vorsehen würbe." Eine Bebingung für bie Unterstützung ber französischen Paktpläne burch Englanb ist bie, baß bas neue Pakt- system nicht barauf hinausläuft, „eine Kombination gegen eine anbere Kombination aufzubauen", vielmehr müsse ein „Ostpakt ber gegenseitigen Bürgschaften begrünbet fein auf ben strengsten Grunbsätzen ber Reziprozität unb abgefaßt sein mit dem ersten Ziel, die Grundlagen des Friedens zu Witt England sich drücken? Eine erstaunliche Erklärung Edens zum litauischen Rechtsbruch in Memel. gebiet längst kenne, daß aber die Reichsregie-- rung ihre Beschwerde in Genf vorzubringen habe. Das erklärt der Regierungsoertreter eines Staates, dessen Siegel unter die Memelkonvention gedrückt worden ist und der sich damit an diesen Vertrag gebunden hat. Nichterfüllung der eingegangenen Verpflichtungen der Bürgen, für die Achtung des Abkommens zu sorgen, ist demVertragsbruch gleichzusetzen. Wie aber will man sich noch zum Fürsprecher neuer, dazu außerordentlich weitreichender Pakte machen, wenn man nicht einmal bereit ist, einigen hundertausend Menschen so zu helfen, wie das vertraglich feftgelegt worden ist? England hat dem Bürgschaftsgedanken durch die Eden-Erklärung einen empfindlichen Stoß versetzt. Befremden in Berlin. Die Berliner Presse bezeichnet die Erklärung Edens als in jeder Beziehung befremdend. Sv schreibt bie „Berliner Börsenzeitung": Die Antwort bes Lorbsiegelbewahrers kann nur als außer- orbentlid) unbefriebigenb angesehen werden. Wenn der Lordsiegelbewahrer die Behauptung aufstellt, daß die englische Regierung sich jederzeit um die Lage im Memelgebiet gekümmert habe, so kann dem entgegengehalten werden, daß dann wohl die englische Regierung unbedingt von der s y st e m a t i s ch e n Entrechtung des Deutschtums im Memelgebiet Kennt- n i 5 erhalten mußte. Das hat sich aber bisher in keiner Weise ausgewirkt. Weiter hat der Lord- siegelbewahrer argumentiert, daß Deutschland nur s o lange ein Recht zum Einspruch in der Memelfrage gehabt habe, als es Mitglied des Völkerbundes war. Diese Darlegung geht natürlich völlig an den diplomatischen Gepflogenheiten vorbei, Die es erfordern, daß zur Regelung von internationalen Streitfällen jeder Staat das Recht hat, sich mit einem anderen auseinander- zufetzen. In der Memelfrage kommt noch erschwerend hinzu, daß die Signatarmächte ihre Pflicht bisher gröblich vernachlässigt haben und daß das Reich sehr wohl ein startes Interesse daran hat, dem abgetrennten Memelgebiet Unter st ützung unb Hilfe zu gewähren. Es bleibt uns unverständlich, wie ber Lvrbsiegelbewah- rer zu seinen Argumenten gekommen ist. lichkeit bie gewaltige Luftaufrüftung zu ver- treten, bie jetzt bas seines eigentlichen Hauptes beraubte Kabinett enbgültig beschlossen hat. Dieser Beschluß hat historische Bebeutung. Englanb zieht unter alle Hoffnungen auf eine tatsächliche Abrüstung ben Schlußstrich, lieber bie Konsequenzen ist sich bas ßonboner Kabinett wohl zweifellos klar: Gewährung ber vollen und uneingeschränkten Gleichberechtigung an Deutschland. So weist man in einem Blatt auf die ITC ö g - lichkeit eines Kabinetts Barthou und in einem anderen Blatt auf die Wöglichkeit von Reuwahlen hin. 3m allgemeinen vertritt aber die Presse die Auffassung, daß ein Bruch der Regierungsmehrheit um jeden Preis verhindert werden sollte. Es wird auch die Hoffnung ausgesprochen, daß es Doumergue gelingen werde, einen Ausgleich herbeizuführen. Kriegsminister P i 6 t r i, der eine Besichtigungsreise durch die französischen Kriegshäfen unternommen hatte, hat diese Reise in Cherbourg abgebrochen und ist nach Paris z u r ü ck g e r e i st. Er gab zu, daß seine Rückkehr mit der innerpolitischen Lage Zusammenhänge, glaubt aber versichern zu können, daß sich alles wieder einrenten werde. Die dritte Gruppe von gewisser politischer Bedeutung umfaßt den Kreis um Lord Rothe r me e r e und die mächtige Beaver brock presse die eine Revision der Versailler Friedensdiktate für unabwendbar halten, gleichzeitig aber eine schroffe Isolierung Englands von allen europäischen Fragen fordern. Die vierte Gruppe schließlich stellt heute die englische Regierung selbst Auch hier gehen die Meinungen zweifellos auseinander, aber als mittlere Lime laß sich d Bs'&sis. s1'* gen 6 Dieser Wunsch wird noch durch die Tatsache nprifnrff dak England im kommenden Jahre sich mit Problemen befassen muß (Flottenkonferenz), die es wünschenswert erscheinen lassen, baß auf bem europäischen Kontinent Ruhe herrscht, auch wenn nr xip Kircbbofsruhe unter bem Schutze ber französischen Saftnette ist. Bei jüngeren Beamten bes & Office, die sich nicht nur über die Zu- funft Europas, fonbern auch bes britischen Gmptre ernsthafte Sorgen machen, ist. man sich selbstver- stänblich schon seit langem baruber klar geworben, hi? französische Hegemonie auf bte Dauer 'M- ± i feine3 wi*tücbe9grieben«erung darstelit. qn hiXn Kreisen hat man es auch nicht vergessen, bie entente corbiale" England getastet bat- die Zerschlagung des europäischen Gleichge- mickiis die Nottenparität mit den Vereinigten 25?' imh fr absehbarer Zeit wohl auch mit Ja- An di- Zerrüttung der Weltmärkte und schließ- ttch bedenkliche Rifs- im. Gefüge des britischen Reichsoerbandes. Der Kreis der fo Urteilenden ift in Wahrheit großer, ° - -- -nMchM ZMun- dem Ministerpräsidenten genb°irn'Hintergrunb,^weil er vermEch der Ue?er-1 ersparen, vor bem Unterhaus und vor der Deffent- Oie Einsamen. Schicksalswege der soldatischen Genies. Von Gurt Hohe!. „Jener unbedenkliche Enthusiast für schöne groß- gewachsene Grenadiere, welcher, als König von Preußen, einem militärischen und skeptischen Genie — und damit im Grunde jenem neuen jetzt eben siegreich heraufgekommenen Typus des Deutschen — das Dasein gab, der fragwürdige und tolle V a - ter Friedrichs des Großen, hatte in einem Punkte selbst den Griff und die Glückskralle des Genies: er wußte, woran es damals in Deutschland fehlte, und welcher Mangel hundertmal ängstlicher und dringender war als etwa der Mangel an Bil- düng und gesellschaftlicher Form, fein Widerwille gegen den jungen Friedrich kam aus der Angst eines tiefen Instinktes. Männer fehlten..." Mit diesen Worten hat Friedrich N i e tz s ch e einmal den Sinn und die Aufgabe Preußens umrissen, die sich in dem Kampfe zwischen Vater und Sohn enthüllt. Friedrich Wilhelm I. wollte den soldatischen Menschen erziehen, den männlichen Deutschen, der keinerlei Zugeständnisse an das weichliche Jahrhundert billigte. Damit erfüllte der Soldatenkönig eine weltgeschichtliche Aufgabe. Es war damals notig, hart zuzupacken, denn der Einfluß franzöfifcker Sitten war schlimmer in dem Deutschland des 18. Jahrhunderts, als wir ihn uns gemeinhin vorstellen. Wir sehen die Geschichte Preußens und Deutschlands immer unter dem Gesichtspunkte des später Gewordenen, eben des Soldatischen, wie es in dem Großen Friedrich sich aufgipfelte. Wir sehen aber nicht das, was an Menschlichem-Allumenschlichem ringsum war, und was Friedrich in sich und in seiner Umgebung besiegen mußte. Nietzsche spricht von einem „eben siegreich heraufgekommenen Typus der Deutschen": es ist eben d e r s o l d a t i s che Ty p u s, den Friedrich Wilhelm I. mit Leidenschaft „züchtete". Und auf diesen Typus kam es im Rokokojahrhundert an. Es mußte sich gegen dieses Jahrhundert durchsetzen und den Fluch der „Barbarei" auf sich nehmen, ja den der Abgötterei, wie er später Friedrich den Großen auch traf. Man muß immer wieder einmal in jenem kleinen Gesprächsbüchlein lesen, in dem der damals noch junge französische Vorleser Friedrichs, Henri de Gatt, seine Erlebnisse im Hauptquartier des Königs ausgezeichnet hat. Man kann dort Tag für Tag in den Jahren 1758 bis 1760 beobachten, wie der große König fein Leben der täglichen Neuver- wirklichung dieses Soldatentums, das er sich abringen mußte, weiht. Wie er immer wieder zu den französischen Versen und dem Flötenspiel, zu der skeptischen Philosophie und der Antike zurückkehrt, um dann in bitterer Not seine genialen Schlachten gegen eine Welt von Feinden zu schlagen. In unendlichen Plagen bleibt der König standhaft. Er stürzt vom Pferde, ein gequetschtes Bein schwillt an, er überwindet den Schmerz, er sagt zu Catt: „Sie müssen zugeben, daß ich unglücklich spiele und schlecht bedient werde: wenn ich nicht an alles denke, denkt kein Mensch daran." Und später: „Als zuerst nicht alles gut ging, war ich untröstlich. Aber das Leiden macht uns zu Philosophen ... Wenn ich sehe, daß es keinen Ausweg mehr gibt, dann darf ich doch wohl mit mir machen, was ich will? Aber ich wäre ein Feigling, wenn ich es täte, solange ich noch eine Lücke sehe, durch die ich entkommen kann." Das ist jener heroische Pessimismus, der den König fähig machte, auch die schlimmste Lage zu überstehen. Aus dieser Einstellung zum Leben, zum königlichen Leben, sagte Friedrich eines Tages, mitten im Siebenjährigen Kriege zu Gatt: „Glauben Sie mir, ich lege mir selbst die strengste Rechenschaft ab auf dem Platz, aus dem ich stehe. Das ist geboten, und doch weih ich, daß ich fehle. So groß ist die menschliche Schwäche." Als ein halbes Jahrhundert später die preußische Monarchie von ihrer friderizianischen Höhe gesunken war unter dem Stoß der revolutionären Armee Napoleons, da sprach der geniale Gneisen au zu Friedrich Wilhelm III., der Gneisenaus Reorganisationspläne für „Poesie" erklärte: „Auf Poesie ist die Sicherheit der Throne gegründet, allerdings auf eine besondere Art von Poesie: man nennt sie auch Vaterlandsliebe ..." Da klingt wieder eine neue Weise jenes Heroentums auf, die ihrem Jahrhundert in Deutschland gemäß war. Wieder muhte sich der soldatische Mensch allen Gewalten zum Trotz durchsetzen. Wieder stand es verzweifelt um ihn inmitten der feigen und seichten Kompromißler, der faulen Diplomaten und resi- anierenden Hofleute. Scharnhorst und G n e i • fenau sind ebenso wie Stein „Revolutionäre" und als solche abermals verfemt bei denen, die nicht vom Geiste des Soldaten beseelt waren. Wieder erhebt sich gegen den Genius des Soldaten die Stimme der Kleinen, Feigen und Mittelmäßigen, wieder schilt man die Männer „Barbaren" und „Emporkömmlinge", die aus dem Geiste des Soldatentums Preußen und damit Deutschland retteten. Mit zäher schweigsamer Arbeit muh der offene und lautere Scharnhorst — sehr gegen seine Neigung den „Verschwörer" spielend — das preußische Heer neu aufrichten. Er leidet unter diesem verdeckten Spiel des „Krümpersystems" und aller seiner Nebenerscheinungen; aber er fühlt seine Sendung: er muß den preußischen Soldaten innerlich erneuern, er muß ihn aus Enge und Unoolkstümlichkeit befreien und das Volk in Waffen heranbilden. Es war der Soldat, der damals die preußische Reform, diese Wegbereitung für das kommende einige Deutschland, begann und ermöglichte. Wieder stellten sich Männer unter ein Gesetz, das sie sich selber auferlegten, jo wie der einsame große König einst sich selber besiegt hatte, um Preußen zu retten und fein Soldatentum zu bewähren. * Als der größte Denker über die Kunst des Krieges in neuerer Zeit, Earl von Elausewitz, sein einsames Leben vollendet sah, schrieb er an seine treue Frau und Mitarbeiterin: „Ich kann nicht sagen, mit welcher Geringschätzung des menschlichen Urteils ich aus der Welt gehe." Wieder spricht der Genius des Soldatischen eine bittere und keptische Sprache. Elausewitz, der geniale Soldat, der die Kriegskunst der Neuzeit auf ihre letzte Formel brachte, der ein neues Geschlecht von Strategen und Politikern erzeugte mit seinem Werk „Vom Kriege", dieser Elausewitz endete mit einem Zuge tiefer Menschenverachtung. Elausewitz wurde der Lehrer Moltkes, des großen Schweigers, er gab diesem aus dänischen Diensten ins preußische Heer übergetretenen Strategen die Mittel, die ihn später zu den weltgeschichtlichen Taten für Deutschlands Einheit befähigten. Auch Elausewitz war ein „Rebell". Er geriet bei Jena 1806 in französische Gefangenschaft, er sagte dem Könige von Preußen den Dienst auf, als dieser ein Bündnis mit Napoleon schloß, er trat in die deutsch-russische Legion ein, die gegen Preußen focht vor Norcks Schwenkung von Tau- roqgen. Clausewitz kämpft unter Einsetzung seines Lebens bei Borodino gegen Napoleon und erhalt einen goldenen Ehrensäbel vom russischen Zaren dafür. Und dann — verschwindet er im neuen preußischen Heeresbetrieb. Er erhält nie em großes Kommando, er muß im Hintergründe bleiben. Spater wird er in Berlin Direktor der „Allgemeinen Kriegsschule", der späteren Kriegsakademie. Dort aber hat er nicht zu lehren, sondern er steht nur an der Spitze der Verwaltung und regelt die di ziplinarischen Verhältnisse. Auch hat er die Quittungen über Vorschüsse an seine Offiziere zu ge- Frankfurt a. M., 20. Juli. (LPD.) Ueber den Besuch des Reichsstatthalters in Hessen Gauleiter Sprenger bei der Hitlerjugend übergibt das ©aupref feamt der Presse einen Bericht, in dem u. a. ausgeführt wird: Wir haben im Laufe des letzten Jahres vielerlei erhebende Zeugnisse und Belege des neuen Werdens kennen lernen dürfen und bewundert. Wenige Gebiete des öffenllichen Lebens bringen die Bedeutung der revolutionären Neugestaltung der deutschen Entwicklung schon so nachhaltig zum Ausdruck, wie das gegenwärtig festere Formen findende Werden der nächsten Generation. Wer noch einen Rest Jugendhaftigkeit in fein gleich wie hohes Lebensalter retten konnte, wird den neuen Geist unserer Jungens schon mit eigener Freude festgestellt haben. Dabei wissen wir alle, daß diese Fülle von frühem Eigenleben Anregungen und Begeisterung den jungen Menschenmost der Revolutionsgeneration ungestümer und weitaus lebhafter in Gärung geraten ließ, als es in normalen Zeiten der Fall war, doch schließlich wäre es auch nur Schuld der alten Küfer, wenn der junge Most die Fässer prengt. Die Führerschaft der nationalen Erhebung wird nach all ihren seitherigen Leistungen als Ge- olgsmänner Adolf Hitlers auch die bedeut- ame Aufgabe einer richtigen und energischen Betreuung der nächsten Generation zu lösen wissen. Jedenfalls ist die rhein-mainische Hitlerjugend des Gaues Hessen- Nassau im Gebiet XIII in dieser kraftvollen Betreuung aufgewachsen und ihrem weiteren werden der Partei im allgemeinen und dem Gauleiter im besonderen Jo durch Vertrauen verbunden, daß ein organischer und segensreicher Fortgang diese Entwicklung schon heute als durchaus sicherer Erfolg betrachtet werden kann. Daß auch dieser wie alle Erfolge nicht ohne Leistung und Kampf errungen wird, bewies die Besichtigung einiger der rund 50 Lager unserer rhein-mainischen HI. durch den Gauleiter. Die Besichtigung begann im Lager Mainflingen unweit Seligenstadt. Sieben stattliche Zelte mit je 30 Jungens Fassungsvermögen beleben den Lagerplatz, der sich zwischen niederem Unterholz und dem nahen Mainufer erstreckt. Das ganze Lager überragt der natürlich ebenfalls felbftgebaute acht Meter hohe Lagerturm mit feinem jungen blonden Posten, der zwei Stunden aufmerksam Ausschau halten muß. Ueberhaupt ist hier alles selb st gefertigt, der kühle Proviantkeller, die Sportbahn, die Lagerumzäunung, der Brunnen, das Wach- und Verwaltungshaus, schließlich auch das Essen. Alles mit Geschick und Sorgfalt hergerichtet, in Sauberkeit und Ordnung verwaltet, und so, trotz der zahlreichen jungen Mannschaft, ein gutes Leistungszeugnis für den noch neuen Bann 287. Nachdem der Gauleiter mit Gebietsführer Kramer und dem Oberbannführer Walter Bloch alle Einzelheiten besichtigt hat, auch der hohe Lagerturm zur Freude der Jungens vorschriftsmäßig bestiegen worden ist, spricht Gauleiter (Sprenger in zwanglos kameradschaftlicher Weise zu den ihm im Kreis umsitzenden Hitlerjungens „Nur der geht unter, der s i ch unterkriegen läh t", das ist der Leitsatz, den Sprenger ihnen gibt, ehe das schmackhafte einfache Mittagessen gemeinsam eingenommen wird und die Fahrt weitergeht,' dem Taunus zu. Hinter Königstein, in wundervoller Landschaft zwischen den Taunushängen, finden wir das Lager des Vannes 81 auf der Villtathohe. Das Lager entstand aus einer bereits vorhanden gewesenen Niederlassung der marxistischen Naturfreunde. Aber was hat die HI. inzwischen trotz ihrer bescheidenen Mitteln aus dieser mit reichlichen Mitteln schlecht hergestellten Anlage gemacht? Die alten Gäste dieses schönen Taunusfleckchens würden den Platz sicher kaum wieder erkennen vor all' dem, was Bannführer Hein hier aufgebaut hat. Der Gauführer spricht umgehend mit dem Lagerleiter, erkundigt sich nach zahllosen Einzelheiten und erfährt u. a. die bedauerliche Tatsache, daß die Lagerarbeit, und eine wirklich verantwortliche Arbeit ist so eine Lagerleitung auf alle Fälle, noch immer nicht genügend Entgegenkommen bei allen Arbeitgebern und Lehrern findet, besonders bei konfessionell einseitigen Lehrern. Gerade letztere sollten sich ernstlich überlegen, ob sie mit der wenig großen Achtung, die ihnen ihr engherziges Verhalten einbringt, nicht viel mehr Scha- den anrichten, als sie jemals wieder gutmachen können. Und der Arbeitgeber, der sich einmal die geringe und angenehme Mühe machen wollte, solch' ein Lager zu besichtigen, würde sofort erkennen müssen, wie gesund und in jedem Sinne letzten Endes auch „rentabel" in feinen Auswirkungen einige Wochen Lager sind. Ls ist noch Platz in den Zelten unserer HI.! Darin liegt nicht nur eine Aufforderung, sondern für die, die es angeht, ein bedauerliches Versäumnisurteit, ein Vorwurf! Macht ihn gut, und ihr fördert nicht nur eine nationalpolitisch wertvolle Arbeit, sondern festigt die Volksgemeinschaft! Die Zeit drängt uns wieder auf die Landstraße, fort vorn ungestümen Spiel der in der Höhenluft braungebrannten, selbstbewußten Jungens. In der Nähe von Niedernhausen am Taunus erwartet uns die Leitung der Oberbannschule I. Hier werden die hellen, luftigen Räume eines früheren Kindererholungsheimes in den wichtigen Dienst der Ausbildung von Kameradschaftsund Scharführern gestellt. Hier ergibt sich auch ein kommunalpolitisches Problem. Denn so erfreulich es an sich ist, oaß die nationalsozialistischen nehmkgen. Er tut das Im Zimmer seiner Frau, der geborenen Gräfin Brühl, die ihm seine Manuskripte schreibt. Sobald der Verwaltungsdienst zu Ende tft, beginnt er mit ihr die Weiterarbeit an jenem unsterblichen Werk, dessen Handschrift von seiner Frau verwahrt wurde, um erst nach feinem Tode herausgegeben zu werden. So wirkt der soldatische Genius in der flauen Zeit nach der Niederwerfung Napoleons wieder in der Stille. Er bereitet vor. Er lehrt dann doch den großen Schweiger M o 11 k e und gibt den Deutschen die Mittel, sich selber im Kriege zu behaupten: S ch 1 i c f f c n schöpft aus diesem Werke, das er das Gemeindeleitungen durch harte Sparmaßnahmen wieder Ordnung in die zerrütteten Etats gebracht haben, so bedenklich stimmt es, wenn man einen Vergleich zieht zwischen den früher allen möglichen und unmöglichen Bünden zugewendeten Mitteln und den heute der HI. zusließen- den wesentlich geringeren Beträgen für eine allein zahlenmäßig weitaus größere Zahl organisierter Jugendlicher. Ein einziger Blick in den zielbewußten Aufbau und die sparsame Zweckmäßigkeit der Jugendpflege unserer HI. des Gebietes Hessen-Nassau dürfte jedem Zuständigen gewiß eine etwas „offenere Hand" aufzwingen. Welch hohe Anforderungen stellt doch allein die Schulung des großen Führerkorps von 15 000 Mann an die Leitung. Das wird uns erst recht klar, als wir dann in Wiesbaden vor dem Haus der Gebietsführung XIII stehen. Auf der Schwelle des geräumigen Baues empfängt uns Stabsführer Rieger. Schon der äußere Eindruck dieser mächtigen Zentrale für 160 000 Hitler- jungen ist imposant. Auch der Gauleiter ist sichtlich überrascht. In 120 schlichten, zweckdienlichen Räumen arbeiten 80 Mann im Stabe der Gebietsführung. Wohl kann der Gauleiter aus der Fülle feiner Erfahrungen und Kenntnisse manche Anregung geben, auch nach dieser oder jener Einzelheit überraschend fragen, aber immer merkt man ihm dabei doch die helle Freude an, die Jugend feines Gaues in ebenso festen wie guten Händen zu wissen. Wenn die HI. weit über unfern Gau hinaus in Sprenger einen verständnisvollen, nicht nur rat- sondern auch tatbereiten Förderer der HI. erblickt, dann konnten wir gerade hier feststellen, mit welchem Ernst alle der HJ.-Führung zugewendeten und ihr dringend nötigen Mittel verwendet werden. 3n Lltville wartet die Belegschaft und Leitung der Gebietsführerschule auf ihren verehrten Gauleiter, der es sich nicht nehmen läßt, zusammen mit den Oberbannführern seines Gaues noch schnell an der Eltviller Au ein frisches Schwimmbad im freien Rheinskrom zu nehmen. Dann kommen wir in die prächtige Gebietsführerschule XIII, die betreut und mit Hingabe geleitet wird vom Junggenossen Fritz Handwerk, dem Bruder des von Marxisten ermordeten Frankfurter SA.-Mannes Hans Handwerk. Ein reiches Patrizierhaus mit allem Aufwand unmittelbar am Ufer des deutschen Stromes errichtet, stand seit zehn Jahren leer, dem langsamen Halle, 20. Juli. (DNB.) In einer Rede auf dem Halleschen Thingplatzgelände gab Ministerpräsident Göring einen Rückblick auf jene Zeit der Not und Schande, wo die Vertreter der regierenden Parteien sich dem Volke nur zeigten, wenn irgendeine Neuwahl vor der Tür stand. Wenn wir heute, fuhr der Ministerpräsident fort, nach der Machtergreifung trotzdem nicht davon ablassen können, immer wieder in Massenversammlungen vor das Volk zu treten, so deshalb, weil wir R e ch e n s ch a f t darüber ablegen wollen, was gearbeitet und geschafft wurde. Die stete Fühlungnahme mit dem Volk gibt uns jene Kraft, die wir brauchen, um die schwere Verantwortung tragen zu können. Aus dem Vertrauen der Millionen geboren, strömt die Kraft zum Führer, und so ist nun endlich das erreicht, was wir leidenschaftlich begehrten, daß d a s V o l k an die Spitze alles Wirkens, Fühlens und Handelns gestellt worden ist. Finstere Nacht lag in den vergangenen Jahren über unserem Volke, eine Nacht, in der das G e - würmder politischen Parteien hervor- kroch, um an des deutschen Volkes Ehre zu nagen. In dieser Finsternis gab es nur einen Mann, der aufrecht stand, als alle anderen feige zu werden drohten. Dieser Mann entzündete die Fackel des neuen Glaubens in Deutschland, und als Millionen von dieser Fackel angezündet wurden, da wurde es heller Tag in Deutschland und die Sonne neuen Lebens leuchtete über den deutschen Gauen. Es ist das furchtbarste Verbrechen, wenn es jemand zu unternehmen wagt, an dem Werk dieses Mannes zu rütteln: wenn jemand Verrat übt und damit Deutschland in die Gefahr bringt, wieder in Nacht und Finsternis zu stürzen. Der gleiche Mann, der Deutschland das Licht geschenkt hat, wacht, daß dem deutschen Volke dieses Licht weiter strahle. Wenn jemand die heilige Flamme des deutschen Lichtes auszulöschen droht, dann zieht der Führer das Schwert, wird siahlhart, dann schlägt er zu. Diese Worte des Ministerpräsidenten gingen in dem stürmischen Jubel und der begeisterten Zustimmung her Hunderttausende unter und erst lange Zeit, nachdem die Heilrufe abgeebbt waren, konnte Göring fortfahren. Das deutsche Volk hat selbst erkannt, daß sein Schicksal in treuer Hut liegt. Es weiß, der Führer wacht bei Tag und Nacht über fein Wohl. Für ihn heißt das oberste Gesetz: Gerechtigkeit. Und wer am Volk sündigt, der muß dieses schwerste aller Verbrechen mit dem Tod sühnen, gleichgültig, wer er ist. Nicht mehr der Kleine, der Große wird jetzt gehenkt. Das waren fürwahr bittere Tage, als immer deutlicher klar wurde, daß hier Verrat von geradezu gigantischem Ausmaß begangen wurde, ein Verrat, der ein dreifacher war: Verrat am Füh- größte nennt, was je über Kriegskunst geschrieben worden sei. * So gehen die Wirkungen des soldatischen Menschen in Deutschland immer aus jener verzweifelten Einsamkeit hervor, wo der geniale Mensch ganz auf sich selber geste111 blieb. Es ist immer derselbe Ton: bei Friedrich, bei Gneisenau, bei Elausewitz — immer leistet dieser soldatische Genius Preußens sein Bestes „im Zustande der zusammengebissenen Zähne", um mit Nietzsche zu schließen, der inmitten des europäischen Nihilismus fest an den soldatischen Deutschen glaubte. Zerfall preisgegeben. Ein vernichtendes Urteil gegen das System liegt in den Worten des jungen Schulleiters, als er uns diese Tatsache mit einem Hinweis auf die Not der Stadtjugend berichtet, sind heute leben hier statt einer exklusiven, wohlbegüterten Familie lausend 40 junge, aber schon diensterfahrene HJ.-Kameraden, jeweils drei Wochen zusammen, um sich hier die letzten Vorbedingungen zum Gefolgschaftsführer und Unterbann« sichrer zu holen. Hier wird in wohldiszipliniertem Tagesprogramm mit den ernsten Tagespflichten ein unvergleichliches Erleben der Schönheit des deutschen Stromes verknüpft, das dem jungen Kameraden immer unvergeßlich bleiben muß. Ein 120 Morgen großes Gelände, unmittelbar am Ufer, steht im Dienst der Schule, die hier auch einen Teil der Verpflegung selbst anbaut. Auf der.Terrasse des Hauses, das den Namen des ermordeten Hitler- jungen Größmann trägt, kennzeichnet Gauleiter Sprenger das Erlebnis dieser schönen Schule mit den Worten: „Was man hier Romantik nennt, ist in Wahrheit die größte Realität unserer Arbeit.- Als solche bedeutsame Realität hat der Gauleiter die Tätigkeit der HI. immer gewürdigt und so sitzt er auch hier über dem immer dunkler werdenden mächtigen Silberband des Rheinstromes auf der Terrasse der Gebietsführerschule und gar schnell sind zwei Stunden angeregter Unterhaltung mit den Jugendführern verstrichen. Auch als der Gauleiter einmal allein für eine halbe Stunde zu den schweigend lauschenden jungen Führern spricht und alle die Gebiete anschneidet, welche er als Reichs st atthalter und ftrenger Wah rer der Autorität des Staates vor dem allzu stürmischen Ungestüm der revolutionären HI. zu sichern hat, findet die Art seiner Ausführungen den richtigen Weg und so auch vorbehaltlose Zustimmung. Gerade diese Aussprache wird für Die zukünftige Ausgestaltung der nationalsozialistischen Jugendarbeit in Hessen-Nassau noch bedeutsame Folgen zeitigen, die der F e st i g u n g der organischen Verhältnisse zwischen Partei, Staat und Jugend dienen werden und den Reicksjugendführer stolz auf Hessen-Nassaus HI. machen sollen. Als wir uns schließlich verabschiedeten, ist es fast Mitternacht geworden, aber in uns ist es hell geblieben, heller denn je, weil es diesen jungen Menschen heiliger Ernst und tatkräftiger Wille geworden ist mit dem Bekenntnis: „U n d die Fahne ist mehr als der Tod!" rer, der selbst lebendige Verkörperung der Treue ist, Verrat am deutschen Volk und letzten Endes auch die schamlose Treulosigkeit gegenüber dem anvertrauten SA. - Mann, gegenüber dieser vorbildlich treuen Gefolgschaft. Das war das doppelt Schamlose. Damit wurden die Verräter zu Verbrechern an der SA. selbst und an den treuen SA.-Männern. klar hat jeder daraus erkannt, wohin es führt, wenn Männer auf Grund der Macht ihrer Stellung nicht mehr nach dem Führer schauen und so vermessen sind, zu glauben, sie hätten diese Stellung aus sich selbst heraus errungen. Rein! Ob SA.-Mann oder Ministerpräsident, alles sind wir nur vom Führer und durch den Führer! Entscheidend ist nur eins: Ob der Führer Vertrauen zu uns hat. Sein Vertrauen macht uns zum mächtigsten Mann, entzieht er es uns aber, so stürzen wir im gleichen Augenblick in Rächt und Vergessenheit zurück. Denn Adolf Hitler ist Deutschland! Jeder Tag, jede Nackt bringt für ihn Sorgen und schwerste Arbeit. Gr kennt nur den einen Gedanken: Wie nütze ich meinem Volk? Darum liebt das Volk ihn auch, weil es weiß: Hier steht ein Führer, gerecht und unsagbar gütig, aber auch eisenhart. Darum vertraut ihm das Volk. Dieses Vertrauen ist das feste Band, das Deutschland zusammenhält. Jeder Mann weih: Der Führer schafft Großes aus der Größe feines Herzens und der Leidenschaft feines Willens und der Güte feiner Seele. Das Vertrauen allein ist die Basis, auf der wir leben. Wagt einer, daran zu rütteln, begeht er dieses Verbrechen niedrigsten Verrates, dann muß er ausgelöscht werden, dann hat er aufgehört, ein Deutscher zu sein. Die Größe des Vaterlandes, das Glück des Volkes, das sind die festen Säulen, auf denen Adolf Hitler baut, und darum sind wir unserem Führer verbunden. Darum wollen wir auch hier an dieser heiligen Stätte, auf jenem Boden, der in den vergangenen Jahren unseren schweren Kampf miterlebt hat, darum wollen wir diese Kundgebung damit schließen, daß wir des Führers gedenken, daß wir zum Sternenhimmel schwören: Solange Adolf Hitler lebt, stehen und kämpfen wir mit ihm! Dem Führer unsere Wünsche, dem Führer unsere Herzen, dem Führer ein dreifaches Sieg- Heil! Bei den letzten Worten des Ministerpräsidenten flammten von den Bergen d ie Feuer auf und warfen ihr Licht auf die Hunderttaufende, die in dem weiten Rund versammelt waren. Zum heiligen Schwur erhoben sich die Hände, und aus allen Kehlen brausten die Heilrufe zum nächtlichen Himmel empor. Reichsstatthalter Sprenger besucht die Hitlerjugend Hessen-Nassaus. Eine Fahrt durch Lager und Führerschulen der HL. Verrat am Führer ist Verrat an Deutschland. Ministerpräsident Göring spricht in Halle vor Hunderttausenden begeisterter Volksgenossen. Arbeits-undpreiSlegelungindekFaserstoffindüstrie Fänge. würde —: der Hering ist unsterblich ... Aus aller Welt an Der Tage 8100 „Hoiho! Hering in Gicht!" Absprung aus 8100 Meter höhe. russische Pilot E v d o k i m o o , der dieser einen Fallschirmabsprung aus Meter Höhe ausführte, und damit den Die Taufe des Urlauberschiffes „Oer Deutsche". Im zweiten Teil der Verordnung wird für die betroffenen und verwandten Zweige der Faferstoff- wirtschaft ein Verbot ausgesprochen, neue B e - triebe zu errichten oder bestehende Betriebern erweitern, um eine Umgehung der Arbeitszeitverkürzung und eine Fehlleitung von Kapital zu verhindern; es sollen ober auch die meist kleineren, einstufigen Betriebe gegen eine weitere Ausdehnung von Konzernen und anderen mehrstufigen Betrieben geschützt werden. Im dritten Teil der Verordnung werden grundsätzlich Preiserhöhungen verboten, eine Anpassung an etwa steigende Weltmarktpreise aber gestattet und auch unvermeidbare Selbstkostenerhöhungen berücksichtigt. Eine scharfe Ueb erwach u n g wird von den Preisüberwachungsstellen und dem Reichswirtschaftsministerium selbst durchgeführt. Dieses kann selbst Ordnungsstrafen bis zu 10 000 Mk. femetzen, Betriebe schließen und Schuldigen die Eigenschaft aberkennen, Führer eines Betriebes zu sein. Fest des Volkes und derIugend! Oie Bedeutung der Deutschen Kampfspiele 1934. Von Werner Bekmann. man wehrt sich gegen Verkrampfung und möchte etwas, dessen transzendent bezogene Substanz jedoch fehlt. Dennoch ist als ein Ungewolltes, wenn auch ohne gemeinschaftlichen Gehalt, jener Aufschwung da wie zum Tröste der steinernen Gegenwart." In diesen Worten ist bereits das andeutungsweise vorweg genommen, was heute blühende Wirklichkeit ist. Denn heute ist „jene transzendent bezogene Sub- stanz" wieder vorhanden, der „gemeinschaftliche Gehalt" wieder gegeben durch die Neuordnung unsrer gesamten Daseinsform durch den Nationalsozialismus. Für die deutsche Leibeserziehung in ihrem umfassenden und durch dos Wort „Erzie- hung" auf das Geistige bezogenen Sinn ist wieder die feste Grundlage gegeben, die das Dolkhafte ebenso einbezieht in den Kreis aller körperlichen Erziehungsarbeit, wie das Geistige und Kulturelle. Nicht mehr neben- und gegeneinander wird gearbeitet, sondern mit- u n d f ü r e i n a n de r. Der Gedanke der körperlichen Ertüchtigung ist nicht mehr zu treuen von der Erziehung des Charakters, der Schulung des Willens und der Förderung aller derer Eigenschaften, die für den jungen deutschen Menschen heute richtungweisend sind: Disziplin, Pflichtgefühl, Kameradschaftsgeist, Hilfsbereitschaft und der Wille zum Einsatz. Nicht die Leistung an sich gilt, sondern die Lei- Die schon nach einhalbjähriger Durchführung so prachtvoll entwickelte Arbeit der NS.-Gem-mschaft „Kraft durch Freude" erreicht mit der feierlichen Taufe des neuen Urlauberschiffes „D et Deut» f ehe" in Bremerhaven einen Höhepunkt. Das schmucke weißgestrichene Schiff hatte schon am frühen Morgen am Südende der Columbus-Kaie angelegt. Um 9 Uhr traf der Z u a m i t b e n b a y e - rischen Urlaubern em, die sich sogleich Bord des Schiffes begaben. D r. Le y traf un Flugzeug von München kommend m Begleitung des Leiters des Reichsamtes für Resten und Wandern Dr. Lafferentz, auf dem Columbus-Pier ein. _ r r , . 9f[c prftgr ergriff sodann Dr. Lafferentz das Wort. Es seinem beglückendes Gefühl, feststellen zu können, daß in der kurzen Zelt des Bestehens der „Kraft durch Freude" sche Volksgenossen an See führte n hatten teilnehmen können. Es ist damit zu rechnen, daß schon im September z w e i w e l t e r e D a m p • - p r S. den Dienst unserer Sache gestellt werden, so daß dann zu gleicher Zeit immer 5000 Menschen sich dem Zauber des Meeres hingeben können. Der zweite Taufredner, Oberleutnant z.S. Beck, vom Chef der Reichsmarine mit ber Vertretung beauftragt, bezeichnete es als befonbers erfreuhrf), bafj der Taufakt bie Derbinbung.zwischen ber Reichsmarine unb ber Hanbelsmar.ne forbere unb ver- Hofe Dr Firle, der Generaldirektor des Norddeutschen' Lloyd, stellte seine. Ausführungen unter das Wort: „Nicht klagen, wieder wagen! Dr Ley nahm dann das Wort zur Taufrede. Immer wieder von Beifall unterbrochen, führte er u^aus Kraft durch Freude" solle in dem deutschen Menschen nicht einen Schein von Wohlstand und Reichtum erzeugen, sondern nach Erholung, Freude und Ausspannung den Weg weisen und die Fähigkeit wachrufen für den wieder aufzunehmenden Kampf um das tägliche Brot. Anschließend Ab und zu taucht die besorgte Frage auf, ob nicht diese alljährlichen menschlichen Raubzüge, vor allem wenn sie in einem Ausmaß wie sie dieses Jahr zu erwarten sind, vorgenommen werden, eines Tages die Hering ausrotten könnten. Das ist nicht zu besorgen. Die Heringsschwärme wachsen und wachsen auf geheimnisvolle Art; ihrer ist kein Ende; sie würden sich selbst dann noch immer wieder mehren, wenn Europa alljährlich das Zehnfache der bisherigen Mengen in seine Netze bergen bestehenden Rekord schlug, erklärte, er habe sich dazu seit März vorbereitet. Während des Fluges und beim Absprung benutzte Evdokimoo einen Sauer st offapparat. Als das zweisitzige Flugzeug auf 8100 Meter Höhe angelangt war, beschrieb der Pilot Kreise über dem Flugplatz. Das Wetter schlug plötzlich um, Wolken verdeckten die Sicht. Als Evdokimoo sich vom Apparat abstieß, wurde er sofort durch den starken Luftstrom herumgedreht und stürzte mit dem Kopf nach unten 3000 Meter tief. Die ersten 400 Meter drehte er sich mit ungeheurer Geschwindigkeit um sich selbst. Die erste Wolkenbank durchbrach er während seines Falles in 5500 Meter Höhe, bei 4000 Meter geriet er wieder in Wolken und sauste 500 Meter von Wolken umgeben weiter in die Tiefe. Um besser sehen zu können, riß er sich die Maske und Brille vom Gesicht. Erst 700 Meter über ber Erbe kam er aus ben Wolken zum Vorschein. Wie er später erzählte, kostete es ihn ungeheure Willenskraft, nicht eher als 142 Sekunben nach bem Absprung, wie er es sich oorgenommen hatte, den Fallschirm zu öffnen. 200 Meter über dem Boden zog ich, so berichtet er, an der Leine, worauf sich der Fallschirm sofort öffnete; glücklicherweise konnte ich auf einem Felde zu Boden gehen. Nach dem Absprung fühlte er sich vollkommen frisch, nur hatte er den Wunsch, sofort zu schlafen. Zugentgleisung auf ber Strecke Bozen—Trient. Am Freitag entgleiste der vom Brenner kommende fahrplanmäßige Nachtschnellzug auf der Strecke Bozen —Trient in der Nähe von Nave. Die Lokomotive, ber Gepäck- unb Postwagen, ein Wagen dritter Klasse und e i n durchgehender Wagen München — V e n- timiglia wurden aus den Gleisen gehoben. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß ein unmittelbar vor der Durchfahrt des Zuges niedergehender Wolkenbruch große Steine und Erdmassen in rund einem Meter Höhe auf den Bahnkörper gespült hatte. Der Heizer, der Zugführer und ein Fahrgast erlitten leichtere Verletzungen. Die Aufräumungsarbeiten werden in zwei Tagen beendet sein. Der Verkehr wird inzwischen über ein Nebengleis weitergefüyrt. Beim Paddeln ertrunken. Zwei junge Leute aus Ludwigshafen versuchten in der Nähe des Bellenkrappens den Rhein mit einem Paddelboot zu überqueren, tarnen dabei aber einem z u Berg fahrenden Schleppzug zu nahe. Nach einigen vergeblichen Versuchen, sich von einem Schleppzug abzustoßen, gerieten die Paddler an den einem Schleppkahn anhängenden Nachen, wodurch das Paddelboot kenterte. Während der eine der Insassen sich durch Schwimmen an Land retten konnte, versank der andere in den Fluten. 21larconi macht neue Versuche mit Kurzwellen. Senator M a r c o n i, der bekannte Erfinder und Präsident der italienischen Akademie der Wissenschaften, der sich zur Zeit an Bord seiner Jacht „Elektra" an Der Riviera zu neuen funktelegraphischen Versuchen aufhält, erklärte italienischen Pressevertretern, daß seine neuen Versuche besonders dem Gebiete der Kurzwellen gewidmet seien. Der besondere Vorteil dieser Kurzwellen liege darin, erklärte Marconi, daß sie keinerlei Störungen unterlägen. Insbesondere sollten die Versuche dem Studium eines Apparates bienen, ber Schiffen bei bidjtem Nebel ober in ber Dunkelheit sichere Navi- gatt o n ermögliche. Einem solchen Apparat komme hohe Bebeutung für bie See- unb Luftfahrt, vor allem in ben nörblichen Meeren, zu. Die bisher erzielten Ergebnisse seien sehr be- friebigenb. Sechs Kinder dem Ertrinken nahe. Auf ber Insel Nameby bei A n de r n a ch Seltersweg 89 3997 D Telephon 2396 Eintrittspreise für Ä: Meifterfinger und Parflfal (sÄbenöe) RM 60,- ß: Der gefchloffene Ring (4 Äbenöe) RM i£Oz- pauschalpreise für Hin= und Rückfahrt 2. oder 3. Klaffe Schnellzug foroie Unterkunft in befonöers guten Privatzimmern, Frühftück und Bedienung bei Bahnfahrt L. Klaffe 3. Klaffe für Ä: (3 Tage Aufenthalt) RM 57,15 RM 43,15 für ß: (6Tage Aufenthalt) RM 75,30 RM 61,30 Auskunft, Fahrharten, Gutfchelne Durch Dao M E R-= Relfebüro: Hapag-Reisebüro Kreger, Gießen Kömerberg^feUfpiele Reichswichtige Spiele roallenrtein/DieJunflfrauD.Orkans/Käti)d)enü.heilbronn Prospekte und Vorverkauf im Hapag-Reisebüro, Gießen Günstige Zugverbindung auch für dieRückfahrt nach Gießen- Frankfurt/Mam ab 0.05 Uhr, G i e ß e n an 1.07 Uhr 4224 D Rudolf Richter, Marktstr.24-26 Frdr. Levermann, Seltersw.71 Herrenmod.-Richter, Plockstr.1 Adolf Staudt, Kirchenplatz 18 Freilichtaufführung des Stadttheaters Gießen Mittwoch, den 25. Juli 1934 Samstag, den 28. Juli 1934 Was ihr wollt Lustspiel von W. Shakespeare Spielleitung: Intendant Hanns König Musikalische Leitung: F. Kerzisnik im Garten des Stadthauses Bergstraße Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. Preise: RM. 0.50, 0.80, 1.— Vorverkauf: Theaterkasse werktäglich von 10 bis 13 Uhr, Huntemann, Seltersweg 39. 42530 Zum116erTag ins Rheingold Ludwigstraße 6 428od Haltestelle Ludwigsplatz Schöne schattige Veranda Erstklassigespeisen u.Getränke bei billigster Berechnung Durchgehend geöffnet! Hessischer Hof Inh.: Alois Janson, Frankfurter Str. 7 Gutgepflegte Biere Gute bürgerl.Küche Das Speisehaus für Festteilnehmer und Familien 4275 D Im Ausschank: IÄainz.Aktien-Bier „Doppelrad“ Münch. Löwenbräu „Hellquell“ Kulmbacher Aktien-Bier,dunkel Wiesede Sonntag, den 22. Juli TANZ bei Wilhelm Dorfeld AbendsIlluininaljonJaDZ Eintritt frei! Eintritt frei! Ballonwettbewerb 4215 D W urstschnappen Eierlaufen / Sackhüpfen Anfang 15.30 Uhr Eintritt frei Morgen Sonntag fir.FiMoMen'Konzert ausgeführt vom Inf.-Regt. 15 unter Leitung von Korpsführer Wanitzek [«ssD SON NTA G den 22. Juli 1934 Stadtkaifee Jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag abend Tanz Gemütlicher, kühler Aufenthalt Inhaber: J. Doerrer 4?86D Bestgepllegte fietränke u. vorzügliche Verpflegung finden alle Festteilnehmer im Restaurant Germania __________am Festplatz. 42?3D Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Mnen-festspiele Bayreuth 1934 sh 'gsstelle in ds. S Nichts Sinne efQX für -'n den !llPe und ,rb habet "Regen. Vielen "t kann Nieder- werden ?nh, Dieb "a9e, ein. b*m Sehn, -^egelwert z. zu den Ole Tem- reu Teile en. 3uli 1934 ieg füdost. und meist noch |om. Jtdrucksall ungen zu feiler und mg. le wesent. 26,4 Grad •egens 19,3 15,3 Grad, n 20. Juli: 22,1 Grad. n Lange. h Wilhelm Lange, für ieigenleiter: ilt her An- • 100. Druch Buch- und in Gießen. Bit 4285 D eien len Jag 4027 D ligsplatz e Veranda 1U, Getränke echnung leöffn^ti if Hof kfurter Str. < s Biere .Küche ir Festteü' jen 4275 .DoppelreU“ '.SellE. Sler,ü°^bl irung fielen 04 ieare s Kön'fl Fisnik Hl** Uhr. von Ur. 168 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Samstag, 2'.)uli 1934 Den alten Soldaten zum Gruß! Der Führer der Standarte 116 Gießen, den 18. Full 1934 Sturmbannführer. WMK ■ MH Zum ersten Male feit der Übernahme der Macht durch Adolf Hitler treffen sich in diesem Fahre die Kameraden des ruhmreichen Regiments in der alten Garnisonstadt Gießen. Treue Kameradschaft und glühende £t'ebe zum deutschen Heimatboden und zum deutschen Volke waren einft die Leitsterne, die Euch im Kampfe gegen eine Welt von Feinden voranschwebten. Treuer Kameradschaftsgeist führt Euch auch dieses Mal in unserer Stadt zusammen. Sowie Ihr alle da draußen einst mit zähem Mut und unüberwindlicher Tapferkeit Euer Vaterland verteidigt habt, so wollen wir heute gemeinsam arbeiten und kämpfen für das neue Deutschland und den Weg gehen, den uns der Führerzeigt. 3m Geiste dieses Führers grüßen wir Euch und wünschen dieser Veranstaltung, die ein Zeugnis erhebender Kameradschaft darstellt, einen guten Verlauf. Kreisleitung der N.S.O.A.P. Klostermann. Heil Hitler! Vitt er, Oberbürgermeister. Oie S.A.-Standarte 116 heißt als Träger der alten Tradition „116* alle ehemaligen Kameraden vom stolzen Regiment 116 und seinen Nebenformationen in der alten Garnisonstadt Gießen auf das herzlichste willkommen. Oie Standarte 116, die mit Stolz die Nummer des alten Gießener Regiments trägt, erinnert sich auch anläßlich des diesjährigen 116er-Tages wieder der ruhmvollen Taten des Regiments im Weltkriege 1914-1918. Am 21. und 22. 3uli d. 3- veranstaltet der Verband ehemaliger 116 er in den Mauern unserer Stadt eine Gefaltenen-Ehrung und Wiedersehensfeier für die Kameraden des ehemaligen 3nf.-Regts. „Kaiser Wilhelm* (2. Großh.-Heff.) Nr. 116 und seiner Kriegsformationen. Viele ehemalige Angehörige des Regiments werden in der alten Garnisonstadt erscheinen, um die gefallenen Kameraden zu ehren, Erinnerungen aufzufrischen und kameradschastlich zusammen zu sein. 3ch begrüße die Teilnehmer recht herzlich und bitte überzeugt zu sein, daß die Stadt Gießen die enge Verbundenheit mit ihrem • alten Regiment, wie sie stets bestand, auch in Zukunst weiter pflegen wird. Oer Veranstaltung wünsche ich einen guten Verlauf. Die Traditionskompanie auf dem Marsch im Gelände (Bildberichterstattung: Photo-Pfasf.) Die Traditionskompanie auf der Rast während einer Gefechtsübung. Der Offizier links tm Bild der Kompaniechef Hauptmann Schiel. ■ Oie pflege der Tradition gewährleistet die Erhaltung der ewigen Soldatentugenden im Wandel der Zeit. Schön und ehrenvoll ist es für den aktiven Soldaten, die Tradition stolzer und ruhmreicher Regimenter führen zu dürfen- sie gibt ihm Kraft und Selbstbewußtsein- sie verpflichtet zu gleichen Taten. So gibt der Traditionstruppenteil den Angehörigen des Regi- ments „Kaiser Wilhelm* Nr. 116 und seiner Kriegsformationen als ihr Nachfolger am heutigen Ehrentag erneut die Versicherung selbstloser Hingabe für Volk und Vaterland. Wir wollen und werden uns unseres Stammregiments würdig erweisen. von Wachter, Oberstleutnant und Kommandeur des I. (Hess.) Latl.lS.Ins.-Mgts. m • .... . .... - , Sailer Wilbelm Nr. 116- 2. Kompanie I.Batl. Ins.-Regts. 15 in ParadeauMellung. Am rechten Mgel der Kompanie (im Bilde ganz links im Der TradltionstruppenteU des JnpRegts. Kaiser AiNyelm orr.r der Kompameches Hmiptmamr Schiel. . *-'■ V ' ■ Aus der Provinzialhauptstadt. Poesie der Warnungstafeln. Auf den ersten Blick scheint es, als würde kein wesentlicher Unterschied sein, ob man etwas „verbietet" oder „nicht erlaubt". Und doch wissen wir, daß wir uns über die vielen Verbote, die ja jeder Wanderer und Naturliebhaber auf Dutzenden von Tafeln zu Gesicht bekommt, nicht nur ärgern, sondern sie aus natürlichem Widerspruchsgeist heraus auch zum größten Teil nicht befolgen. Derartige Tafeln, aus denen dann immer steht, daß nach Paragraph soundso dieses oder jenes bei Strafe nicht unter soundsoviel verboten ist, verfehlen also ihren.Zweck, und deshalb sind findige Stadtverwaltungen, Gemeinderäte und auch Privatbesitzer in kluger Erkenntnis der menschlichen Eigenart auf die Idee verfallen, ansprechendere Verbotstafeln, zum Teil sogar in dichterischer Form, herzustellen. Diese verständige Abweichung vom Herkömmlichen hatte einen ausgezeichneten Erfolg. Man nahm sie mit Lachen zur Kenntnis, und sie wurden, was das Entscheidende ist — befolgt! Statt vieler Verbotstafeln, bei denen zuerst das Wörtchen „verboten" durch „nicht erlaubt" ersetzt wurde, hat eines Tages beispielsweise die Stadt K ü st r i n eine einzige Tafel mit folgendem netten Vers hingestellt: „Rauche nicht in diesem Haine, . führ die Hunde an der Leine! Scherben und auch Brotpapier dienen nicht zur Waldeszier. Halte ein die Wegesbahn, zünde auch kein Feuer an! Laß das Fahren und das Reiten dort, wo müde Wandrer schreiten! Laß dem Wald den Schmuck der Blätter, laß die Blumen, wo die Götter zur Zierde hingestellt —! lles dies ist durch Verbot auch mit Strafe noch bedroht!" Oder in Oderberg am Hohenzollernkanal liest man: „Lieber Leser, merk dir das: Geh auf dem Weg und nicht im Gras, damit man leicht und ohne Müh dich unterscheiden kann vom Vieh!" Na, das läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Eine ebenso scharfe und humorvolle Sprache spricht eine Verbotstafel in der Uckermark, die ein dortiger Gutsbesitzer anbringen ließ: „Ich glaube nicht, daß grade Sie gehören woll'n zu meinem Vieh. Auf dieser Wiese aber frißt Rindvieh nur, das meines ist!" Oder an einer Kanalböschung: ^Dieses Ufer, lieber Gast, leidet, wenn du's betreten hast. Drum bitte, bitte, sei so gut, leg deinen Mantel, deinen Hut, etwas mehr oben in das Gras — dir schadet's nichts und uns — macht's Spaß!" An einer kahlgebrannten Waldstelle hatte eine Forstverwaltung eine Tafel anbringen lassen, auf der man liest: „Bürger, du bezahlst nicht Steuer, damit ein Wald verbrennt durch Feuer. Dieser Brand entstand, wir wetten, durch ungelöschte Zigaretten!" Wir wollen über die Schönheit dieses Gedichtes nicht streiten, aber es ist sicher, daß der Leser dieser Tafel einen größeren Eindruck von dem niederträchtigen und gefährlichen Fortwerfen von feuergefährlichen Dingen erhält, als wenn da gestanden hätte, daß das Rauchen in Wäldern verboten ist. Im Westfälischen konnte man eines Tages im Walde eines beliebten Ausflugsortes auf einer Steintafel lesen: „Fühle dich hier wie zu Hause! Und wenn du daheim Zeitungen, Eierschalen und Butterbrotpapier auch auf den Boden wirfst, so laß dich auch hier durch nichts in deinen ,Heben' Angewohnheiten stören!" Die Verwaltung erzählt, daß diese Tafel einen solchen Erfolg zeitigte, daß dieser Ausflugsort, der bis dahin nach jedem Wochenende von Papieren und allerlei anderem nur so wimmelte, jetzt sauber ist und sich der besonderen Sorgfalt der Besucher erfreut. Nun zum Schluß noch etwas über eine Tafel, die in der Umgebung von Berlin stehen soll. Die Berliner, die ja gerne etwas Krakehl machen sollen, lasen eines schönen Tages: „Wem das Großstadtleben die Nerven zernagt, Wen Kummer und schlechte Laune plagt, Der sucht hier Ruhe, der haßt Gebrüll! Drum haltet die Schnauze und wandert still!" Offenkundig fühlte sich durch das etwas harte Wort „Schnauze" jemand beleidigt und kratzte es kurz entschlossen weg. Jetzt hat man eine kleine Tafel dazugestellt, auf der man als Antwort liest: „Wer hier das Wort .Schnauze' hat ausradiert, der hat ein töricht Stück vollführt. Daß die Schnauze das größte im Berliner Gesicht, weiß alle Welt, nur der Radierer nicht!" Gut gegeben, nicht wahr? Und nachdem nach einem berühmten Dichterwort „erlaubt ist, was gefällt", wollen wir in Zukunft verbieten, vielmehr nicht erlauben, daß man uns etwas verbietet, wie es uns nicht gefällt! Also: Dichter an die Front! Fahnengruß an die alten Soldaten? Die Leitung des Vierten 116er-Tages in Gießen hat vor einigen Tagen an die Gießener Einwohnerschaft die Bitte gerichtet, zur Begrüßung der alten Soldaten die Häuser mit Fahnen zu schmücken. Es sei heute an diese Bitte noch einmal erinnert in der Hoffnung, daß unsere Straßen zu ehren der alten Soldaten reichen Flaggenschmuck zeigen mögen. Oie Prediger beim Festgottesdienst. Anläßlich des F e st g o 11 e s d i e n st e s, der am heutigen Samstag, 21. Juli, um 18 Uhr am 116er» Denkmal ftattfinben und der mit der Weihe einer Gedenktafel für das Inf. - Rgt. 390 verbunden sein wird, sprechen Pfarrer Trapp und Kaplan D e u st e r. Weckruf zum Bahnhof. Der Empfangs- und Verkehrsausschuß des 116er- Tages teilt uns mit, daß die Empfangskapelle in der alten 116er-Uniform am morgigen Sonntag früh einen Weckruf zum Bahnhof ertönen läßt. Abmarsch 6.30 Uhr Ecke Moltkestraße und Kaiserallee, Marsch durch Kaiserallee, Ludwigsplatz, Ludwigstraße, Bleichstraße, Hindenburgwall, Frankfurter Straße, Liebigstrahe, Bahnhofstraße zum Bahnhof. Oie Aufstellung des 416er-Feffruges. Von dem Vorsitzenden des Zug- und Ordnungsausschusses wird uns mitgeteilt: Die alten Soldaten schließen sich ihren ehern. Kompanien an, wenn der einzelne auch nicht Mitglied eines Vereins oder Verbandes ist. Jeder Festzuateilnehmer hat den Vorteil, daß er den ganzen Festzug zu sehen bekommt. Die Marschzeit Des Festzuges dauert zirka eine Stunde und wird zum größten Teil durch schattige Straßen geleitet. Schmücken und Flaggen der Häuser ist Ehrenpflicht der Gießener Einwohnerschaft! Oie Tabakwarengeschäste morgen nachmittag geöffnet. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Auf Grund der §§ 41a und 105b der Gewerbeordnung in der Fassung der Verordnung vom 5. Februar 1919, sowie auf Grund des § 9 der Verordnung über die Arbeitszeit der Angestellten vom 18. März 1919 wird den Tabakwarengeschäften in der Stadt Gießen gestattet, ihre Ladengeschäfte am Sonntag, 22. Juli, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr offen zu halten. Die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen darf nur in der Zeit von 11 bis 13 Uhr stattfinden. Äon der Reichsbahn. Anläßlich des 116er-Tages verkehrt am morgigen Sonntagfrüh ein Zug ab Grünberg über Londorf — Lollar nach Gießen. Abfahrt in Grünberq 6.11 Uhr, Ankunft in Gießen 7.19 Uhr. Zur Rückfahrt wird ein Zug ab Gießen 23 Uhr über Lollar — Londorf nach Grün- berg geführt, dort Ankunft 0.01 Uhr. 20 bis 30, Zwiebeln 12, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln (alte), das Pfund 5% Pf., der Zentner 5,50 Mark, neue, das Pfund 8 bis 9 Pf., Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 8, Himbeeren 20 bis 25, Birnen 20 bis 35, Aprikosen 20 bis 25, Kirschen 20 bis 25, Heidelbeeren 25 bis 35, Stachelbeeren 12 bis 15, Johannisbeeren 15 bis 18, Pflaumen 15 bis 25, Mirabellen 30 bis 35, Junge Hähne 70 bis 100, Suppenhühner 60 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 2 bis 5, Ober- kahlrabi 8 bis 10, Suppengrünes 5, Rettich 5 bis 10, Radieschen, Bund 10 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Vierter 116er-Tag: 17.30 Uhr: Feierliche Einholung der alten Regimentsfahnen am Bahnhof durch die Traditionskompanie; 18 Uhr: Gottesdienst und Gefallenenehrung am 116er-Denkmal, Landgraf-Philipp-Platz; 20.15 Uhr: Volkshalle, Deutscher Abend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leise flehen meine Lieder". — Gießener Burschenschaft, 20.15 Uhr: Semester-Schlußfeier auf dem Germanenhaus. — 390er, 17 Uhr, im Andres, Sonnenstraße 29: Weihe der Gedenktafel. — Tageskalender für Sonntag. Vierter 116er-Tag: ab 7 Uhr Eintreffen der Sonderzüge; Empfang und Begrüßung der auswärtigen Kameraden; 10 Uhr: vor der Volkshalle auf dem Trieb Generalappell; 13.30 Uhr: Festzug; 16 Uhr: Volkshalle, Militärkonzert; in den Festwirtschaften am Trieb: Wiedersehensfeier bei Konzert und Tanz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leise flehen meine Lieder". — Bauerscher Gesangverein, 13 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal. Die älteste Keimatreituns Oberhessens und des Lahngebietes ist der Gießener Anzeiger in seinem 1S4.Iahrgang Das gute Llnieehattnnssvlatt ist die Montags und Freitags erscheinende Beilage „Gießener Familienblätter" Die wertvolle Vildveilage ist die eigens für das Heimatgebiet bearbeitete Oonnerstagsgabe „Heimat im Bild" Der sachverständige Ratsebee für Landwirtschaft, Gartenbau und Di'eh. zücht ist die Oienstagsbeilage „Oie Scholle" Die wahlfreie Wochenschrift ist„DieFllustrierte des GießenerAnzeigers" als billigste Bilderbeilage zum Wochenende Amtsgericht Gießen. Ein Ehepaar sammelte im Schiffenberger Wald verbotenerweise Holz. Die Angeklagten erhielten je 5 0 P f. G e l d st r a f e. Auf den Einspruch der Angeklagten erfolgte Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit. Gießener Jugendgericht. Ein Mädchen, das in Gießen in Beschäftigung stand, unterschlug im Laufe der Zeit mehrere Geldbeträge. Das Gericht sprach als Erziehungsmaß- regel eine Verwarnung aus. Ein Jugendlicher verging sich gegen die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des deutschen Volkes vom 4. Februar 1933. Außerdem hatte er sich wegen Einbruchsdiebstahls zu verantworten. Das Gericht erkannte auf zwei Monate Gefängnis und gewährte dem Angeklagten Bewährungsfrist. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Außerdem wurde die Fürsorgeerziehung veranlaßt. Oberheffen. Gtadtratssitzung in Buhbach. pb. Butzbach, 29. Juli. In der heutigen Stadtratssitzung wurde folgendes beraten: Das Baugesuch des Friedrich Leidig, der auf seinem Grundstück an der Gießener Straße ein Sägewerk errichten will, das außerhalb des Ortsbauplanes liegt, wird genehmigt. Weiter genehmigte man ein Baugesuch des Joh. Jak. H e i n - ft a b t für sein Grundstück Flur I Nr. 896 Hinter der Burg. Jedoch muß der Bauherr einen Revers unterzeichnen, wonach er ausdrücklich auf Zuführung von Licht-, Wasser- und Kanalanschluß sowie Straßenherstellung verzichtet, da das Wohnhaus außerhalb des Ortsbauplanes errichtet werden soll. Der Ortsbauplan über das Gebiet der großen Wendel st raße entlang dem Lustgarten ist noch nicht festgestellt. Für die im Lustgarten geplanten Bauten ist es jedoch nötig, daß die Linienführung der Straße sowohl als auch die Breite und Vorgartentiefe jetzt schon festgelegt werden. Nach dem Entwurf des Hochbauamts Friedberg ist eine Breite von 10 Meter vorgesehen, bei der Einmündung in die Griedeler Straße eine solche von 12 Meter. Mit der Linienführung ist der Stadtrat einverstanden, jedoch soll durchweg eine Straßenbreite von 14 Meter vorgesehen werden, um später beim Ausbau als Ringstraße auch Bäume pflanzen zu können. Für die S t a d t r a n d s i e d l u n g soll die Wasserversorgung vom Wasser-Hochbehälter der Prinzenbrunnen erfolgen. Die Zuleitung und die Hausanschlüsse werden von der Stadt ausgeführt. Der Kostenvoranschlag sieht hierfür 2000 Mark vor, die aus dem Voranschlag für Arbeitsbeschaffung für 1934 gedeckt werden. Nach Abschluß der Verhandlungen mit dem Reichsfiskus und dem hessischen Staat über den Erwerb des Luftgartengeländes genehmigte der Stadtrat die getroffene Vereinbarung, wonach das staatliche Gelände im Lustgarten vom hessischen Staat an den Neichsfiskus übereignet wird. Die Stadt Butzbach zahlt an den hessischen Staat für das abgetretene Gelände pro Quadratmeter 1 Mark. Der Kaufpreis ist in 15 Jahresraten zu tilgen. Verzinsung Reichsbankdiskontsatz, höchstens jedoch 4 v. H. Weiter beschließt der Stadtrat, die Haupt- schneise im Stadtwald vom Waldeingang bis zur Höhenschneise auszubauen. Die Kosten im Betrage von 10 395 Mark gehen zu Lasten des Voranschlags für Arbeitsbeschaffung. Schließlich beschließt der Stadtrat, zur besseren Einführung von elektrischen Koch- und Heizgeräten die Finanzierung dieser Geräte für die Stromabnehmer nach den beim lieber« landwerk gültigen Bestimmungen zu übernehmen mit der Maßgabe, daß der liefernde Installateur für die von ihm vermittelten Aufträge auf Verlangen des Elektrizitätswerks selbstschuldnerische Bürgschaft übernimmt. Es wird zur Finanzierung ein Kredit von 25 000 Mark bewilligt, der aus Betriebsmitteln, gegebenenfalls durch Kapitalaufnahme zu decken ist. Äorirag über Wohnheime für Studentinnen. Am Mittwochabend sprach in der Universität die Reichsreferentin für Gemeinschaftspflege und Wohnheime Dr. Ruth S t r e h l zu den Gießenern Studentinnen. Vertreter der Stadtverwaltung, der Führer der Studentenschaft und die Marburger Hauptamtsleiterin waren als Gäste anwesend. Da im Wintersemester 1934/35 ein Wohnheim eröffnet werden soll, wurde der Vortrag der Reichsreferentin besonders interessiert ausgenommen. Sie führte u. a. aus: Die Frage, ob die Frau überhaupt zur Gemeinschaft, wie sie im Wohnheim gefordert wird, fähig ist, glaubt sie aus ihrer Erfahrung heraus bejahen zu müssen. Die Wohnheime müßten allerdings unbedingt jede Voraussetzung für eine wirkliche Gemeinschaft erfüllen. Dazu sei nicht notwendig eine sehr elegante Inneneinrichtung, aber lebendigste Anteilnahme jeder einzelnen und die Möglichkeit für jede Kameradin, selbst mit gestalten zu helfen. Bloßes Zusammenwohnen sei nicht der Zweck dieser Wohnheime, das habe es auch schon lange gegeben. Das Ende eines solchen Unternehmens seien dann überintellektualistische Frauen gewesen, die, nachdem man sie aus der kleinen Gemeinschaft mit den Wirtsleuten herausgenommen hätte, jede Fühlung mit irgendeiner Gemeinschaft verloren hätten und für das Leben vollkommen unbrauchbar seien. Denn im „Wohnheim" alter Prägung habe man den Begriff der Gemeinschaft überhaupt nicht gekannt. Die neue Wohnkameradschaft übernehme einen Teil des Tages der Studentin für sich zur Gestaltung. Morgenkaffee und Abendbrot sollten gemeinsam eingenommen werden. Die Heimabende seien ein besonders wichtiges Band für die zu schaffende Gemeinschaft. Aus diesen Wohnheimen solle dann hervorgehen ein neuer Typ der Studentin, der in der Gemeinschaft des Wohnheimes erzogen sei zu der großen Gemeinschaft des Volkes, in der wir alle stehen müffen. Gictzener WochenmarkIPreise * Gießen, 21. Juli. Auf dem heuttgen Wochenmarkt rosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Matte 20 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S IOK, Klasse A 10, Klasse B 9S, Klasse C 9, Klasse D 8, Wirsing, das Pfund 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Tomaten ** Promenadenkonzert des Stadt- theater-Orchesters am Samstag, 21. Juli, von 18 bis 19 Uhr. Programm: 1. „Alte Kameraden", Marsch von leite; 2. Ouvertüre zur Oper „Zampa" von Herold; 3. „In lauschiger Nacht", Walzer von Ziehrer; 4. Fantasie über die Oper „Lohengrin" von Wagner; 5. „An des Rheines grünem Ufer", Einlage z. Op. „Undine", Solist: Rudolf Loh, Posaune; 6. Potp. aus der Operette „Bettelstudent" von Millöcker. ** Das Museum irn Alten und Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Eine Freilichtaufführung des Gießener Stadttheaters in den Gartenanlagen vor dem Stadthaus, Bergstraße, betrifft eine Anzeige in unserem heutigen Blatte, auf die besonders hingewiesen sei. (Näheres in der Anzeige.) ** Ein Promenadenkonzert unserer Reichswehrkapelle unter Leitung von Ober- must kmeister Krautze fand gestern abend am Hitlerwall vor dem Liebigdenkmal statt. Bei diesem Konzert war besonders bemerkenswert, daß der Spielmannszug und der Männersängerchor der 2. Kompanie mitwirkten. Die ausgezeichneten instrumentalen und gesanglichen Darbietungen verdienen vollste Anerkennung sie legten eindringlich Zeugnis dafür ab, wie stark das künstlerische Streben unserer Militärkapelle unter der Leitung ihres Obermusikmeisters K r a u ß e ist und wie eifrig und gut auch der Männergesang bei unseren Soldaten gepflegt wird. Das Konzert fand erfreulicherweise das starke Interesse einer sehr großen Besucherschaft, die für die genußreiche Feierstunde der Musik der Kapelle und ihrem Leiter in herzlicher Weise Dank und Anerkennung durch lebhaften Beifall zum Ausdruck brachte. ** B e r i ch t i g u n g. Zu dem gestern gemeldeten Verkehrsunfall in der Kaiserallee wird uns mit» geteilt, daß der 30jährige Elektrotechniker Willi Schlaudraff nicht als Beifahrer auf dem Motorrad saß, sondern mit einem anderen jungen Manne auf der rechten Straßenseite der Kaiserallee stand und hierbei von dem Motorradfahrer angefahren wurde. ** Diehmärkte in Gießen. Am Dienstag und Mittwoch nächster Woche finden in Gießen Vrehmärkte statt. Am Dienstag wird Rindvieh- (Nutzvieh°)Markt abgehalten, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. (Siehe heutige Bekanntmachung.) ** Billige Alpenfahrten werden in un- jerem heutigen Anzeigenteil von dem hiesigen Ha- pag-Roifebüro angekündigt. Man beachte Sie An- Schwerer Derkehrsunfatt. * Angenrod, 20. Juli. Ein schwerer 23 er- kehrsunfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich in der Nacht zum Freitag zwischen 24 und 1 Uhr in der Nähe des Ortes Angenrod. Der vom Prämiierungsmarkt in Kirtorf kommende, sich mit feinem Motorrad auf dem Heimwege befindliche 27 Jahre alte Rolf S ch i e r h o l z aus Alsfeld stieß auf der Provinzialstraße Kirtorf—Alsfeld mit einem Personenwagen, der aus entgegengesetzter Richtung kam, zusammen. Bei dem Zusammenstoß wurde Schierholz auf die Straße geschleudert und erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod aus der Stelle eintrat. Der Personenwagen und das Motorrad wurden beschädigt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Landkreis (tiicfien. T Lich, 19. Juli. Heute nachmittag stürzte auf der Gießener Chaussee unweit des Albacher See eine Frau beim Radfahren vom Rad, wobei sie sich erhebliche Verletzungen am linken Arm zuzog. Dr. Clauß (Lich) leistete die erste Hilfe. Zur weiteren Behandlung wurde die Verletzte dem hiesigen städtischen Krankenhaus zugeführt. Lich, 20. Juli. Die neue Eisenbeton- brücke über den Weidgraben ist jetzt fertiggestellt. Sie liegt bedeutend höher als die alte Holzbrücke. Ihr Bau war notwendig geworden, um öen Ausbau der Ringstraße in Angriff nehmen zu können. Die neue Ringstraße wird nach ihrer Fertigstellung die direkte Verbindung zwischen der Oberstadt und dem Bahnhofsviertel bilden. Zugleich ermöglicht sie den Landwirten in der Hintergasse und der Oberstadt die im Süden der Gemarkung Lich liegenden Aecker und Wiesen zu erreichen, ohne durch die Stadt fahren zu müffen. — Unser Storchennest auf dem Dach der Marienstifts- kirche beherbergt gegenwärtig neben den alten noch nier junge Störche. Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die Tiere im Fliegen üben und von den alten mit Futter versorgt werden. D Lich, 20. Juli. Unter großer Teilnahme der Bevölkerung unserer Stadt wurde am Mittwochnachmittag der weit über seine Heimatstadt hinaus bekannte Kaufmann Ferdinand Zimmer, der im 64. Lebensjahre an einem Herzschlag oer- jajieben war, zu Grabe getragen. Stiftspfarrer ■Dra“bt würdigte die Verdienste des Verstorbenen. Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr spielte Trauerweisen, die Sängervereinigung „Cäcilia" sang ihrem langjährigen Mitglied ein Grablied, -ßon der Wertschätzung, deren sich der Verstorbene erfreute, legten die vielen Ehrungen Zeugnis ab, Es legten Kränze nieder die Angestellten der Firma Zimmer, der Kriegerverein Lich durch feinen Vor« nach Bayern. ♦ Messe. Obergruppenführer Hühnlein. Mittwoch, 25. Juli. Zeich- Sie Sie 142 P. 57 „ 39 „ 28 „ 25 „ 16 t 12 N 10 „ 8 „ 5 * VfB. Kurhessen Marburg T. u. Spv. Fritzlar 1900 Gießen Mtv. Gießen Tv. Hersfeld USA. wird mit stärkstem Aufgebot zu den Olympischen Spielen nach Deutschland kommen. Nach einer Erklärung des Sekretärs der Amateur- Athletik-Association von USA., Daniel Ferris, ist damit zu rechnen, daß die amerikanische Olympiatruppe etwa 400 Aktive umfassen wird. Die alljährliche Hollandbecher-Regatta wird auch in diesem Jahre wieder mit deutscher Beteiligung vor sich gehen. Bis jetzt hat für die am 14. und 15. September stattfindenden Rennen der Bremer Skuller Horn gemeldet. Die Falle. Von 3o Hanns Rösler. Das Mädchen brachte eine Karte. „Ein Herr möchte Sie sprechen." Baumeister Brunmüller sah von seinen i die Was- hälter der g und die msgeführt. Mark vor, Fassung für mit dem über beit ) e s geneh- reinbarung, zarten vom übereignet n hessischen o Quadrat- 15 Jahres- kdiskontsatz, Haupt- 'atbeinga ng Kosten irr ii drs W ar Hesse- hen Koch- g dieser @e- beim lleber- übernehmen Installateur )e auf Der' chuldnensche inanzieruns >er aus Be- alaufnahme „9a". „Soeben hat Ihr Mädchen Sie verlassen. wird jede Minute hier sein." Da öffnete sich auch schon die Tür. „Herr Baumeister wollten mich sprechen?" Der Hausherr fragte: „Sie haben soeben telefoniert?" ^ftigun» eW "gsmah. Derord. 'es bem, 'em ^Worten. e iten Be, !I Jahre, veranlaßt. Mutigen eraten: - der auf säße ein Mb des weiter ne. ■4 ein« hinter n Revers luh sowie Wohnhaus -rden soll, t der gro- garten zarten ge- e Linien« Breite und )en. Nach 9 ist eine Einmün- ie von 12 Stadtrat Straßen- um später e pflanzen Mannschastskampf im Dolksturnen in Kinzenbach. Lollar — Heuchelheim — Odenhausen — Kinzenbach. Am morgigen Sonntag findet in Kinzenbach zwischen den oben genannten Mannschaften ein erster Mannschaftskampf im Volksturnen statt. Der Kampf kommt in 10 Konkurrenzen zur Durchführung und verspricht bei der guten Leistungsfähigkeit einer Anzahl bekannter Turner einen anregenden Verlauf zu nehmen. Eine Voraussage über den mutmaßlichen Sieger ist schwer zu treffen, zumal es 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Start gehen konnte. Nachstehend die genaue Tabelle: " Hessen-Preußen Kassel Turngemeinde Kassel Universität Marburg VfB./Reichsbahn Gießen Turngemeinde Fulda Die deutschen Rudrrmeifierschasten in Mainz GRS'VerbandSachter siegt im ersten Äorlauf. Die 15. Etappe der Tour de France führte die Fahrer am Freitag zum ersten Male in die Pyrenäen. Sieger der überaus schwierigen 158 Kilometer langen Etappe von Perpignan nach Ax les Thermes wurde Lapebie in 5:47,03 Stunden. Die Deutschen Stöpel und Geyer placierten sich als 10. und 11. ♦ 20 000 Zuschauer wohnten am Mittwochabend in Wien dem ersten Spiel der 2. Mitropacup- Runde zwischen Admira Wien und Sparta Prag bei. Die Wiener gewannen glatt 4:0 (3:0). faa sturS," Mü Lws ' Behänd^ » Sj-5 den au' ain rt hin^ A nififl /gro^'a weile Hafer und Weizen ebenfalls gereift. Velde' zeigen bei weitem nicht die gewohnte Entwicklung. Der ausgewinterte Winterweizen ist durch Sommerweizen ersetzt worden. Die Gesamtweizen - ernte dürfte weitunterdem Durchschnitt liegen. Stroh und Körner lassen viel zu wünschen übrig. Auf besonders trocken gelegenen Aeckern sind alle Getreidesorten sehr klein geblieben. Nur selten ist Lagerfrucht vorhanden, so daß die Erntemaschinen überall die Erntearbeiten wesentlich erleichtern helfen. Die Wintergerste ist bereits vorige Woche geerntet worden und wird gegenwärtig ausgedroschen. Der Körnerertrag bildet eine Mittelernte, das Stroh- ergebnis wird als weit unter dem Durchschnitt gewertet. kitten die Motor-SA. und -SS., die Fahrer der jolizei, darunter Polizeigeneral Daluege und Obergruppenführer Dietrich, die Reichswehr, so- C ie die Klub- und Fabrikfahrer Aufttellung genommen. Nach einer Ansprache, in der er besonders die krtreter der neun ausländischen Nationen, vor Jem die Angehörigen der Leibgarde der italieni- gen Regierung, begrüßt hatte, schritt Obergrup.'en- it)rer Hühnlein in Begleitung von Staatssekre- :r Funk vom Reichspropagandaministerium die j-ont ab. Unter den Klängen des Deutschland- und ts Horst-Wessel-Liodes gingen abschließend die Fah- -n der beteiligten Nationen an den Masten in die löhe. ___________________________ senden Stadtrechner Häuser, der Geflügelzucht- r:rein durch Herrn Alles und der Turnverein durch Herrn Volz. § Aus der nördlichen Wetterau, 2) Juli. In den letzten Tagen hat überall die G e - treibe ernte eingesetzt. Das trockene Hochsom- irermetter hat fast alle Fruchtarten schnell zur Reife ^bracht. Das Korn, das gegenwärtig geschnitten vird, weist allgemein, trotz der überaus trockenen Bitterung, befriedigenden Ertrag auf, sowohl an ?trotz, als auch an Körnern. Die Entwicklung der letzteren ist nicht so vollkommen, als bei normaler Bitterung. Die Gerste ist bereits geerntet. Sie blieb sehr klein, so daß ein Ausfall an Stroh stark tr Erscheinung tritt. Der Verlust an Körnern läßt sich ertragen. Infolge der großen Hitze sind mittler- VfB.-Iieichsbahn-Leichtathletik. Der Gau-Leichtathletik-Fachwart Junghenn, Kassel, hat jetzt die endgültige Gesamtwertung der Vereine bei den Gaumeisterschaften herausgegeben. Die Tabelle berücksichtigt den ersten bis fünften Platz, um auch so der Breitenarbeit mancher Vereine die gebührende Anerkennung zukommen zu lassen. Ueberraschend günstig schneidet dabei die Leichtathletikabteilung des VfB./Reichsbahn Gießen ab. Sie steht an vierter Stelle. Dieser Erfolg ist um so höher zu werten, da der VfB./Reichsbahn nur mit einer kleinen Truppe in Kassel an den „Ja, wirklich ich", sagte sie. „Sie hatten wohl Ihren famosen Kommissar erwartet? Der sitzt schon drei Stunden hinter Schloß und Riegel. Ich habe ihn verhaften lassen, als er mit seinen Komplizen die Wohnung ausräumen wollte. Sie haben es ihm ja durch die Uebergabe der Schlüssel sehr bequem gemacht. Brunmüller stierte mit großen Augen auf das junge Mädchen. „Ja, wer sind Sie denn dann?", stotterte er. „Ich? — nicht das Mitglied einer Einbrecherbande", lachte sie, „sondern Felizitas Feldes, Mitglied der Geheimpolizei, eigens deswegen zu Ihnen gekommen, um diesen Burschen dingfest zu machen. Aber jetzt entschuldigen Sie mich wohl — ich habe die ganze Nacht gewacht — ich fahre jetzt nach Hause — mein Dienstwagen wartet unten auf mich." „Schade", seufzte Brunmüller, „daß Sie uns letzt verlassen. Eigentlich waren Sie sehr hübsch." „Das weiß ich, winkte sie zum Abschied," das sagt mir mein Mann jeden Tag, deswegen will ich chn jetzt nicht länger warten lassen." Anmeldepflicht der Anschrift der Turn- und Sportvereine Heftens. Das Staatliche Turn- und S p o r t a m t in Heffen teilt mit: Sämtliche Turn- und Sportvereine in Hessen haben bis spätestens 1. August 1934 d?m Staatlichen Turn- und Sportamt (Hess. Staats- riunisterium zu Darmstadt) ihre genaue Anschrift so- ttie die Anschrift ihres Vereinsleiters mitzuteilen. Parade der rooo-km-Iahrer in Baden-Baden. Im Kurhausgarten fand am Freitagnachrnittaa die mit der symbolischen Flaggenhiss ung verbun- jene Parade der 2000-Kilometer-Fahrer vor Obergruppenführer H ü h nil e i n statt. In einem Rechteck düngen auf. Auf der Visitenkarte stand: „M. Müller, München." Der Baumeister schüttelte den Kopf. Dann sagte er: „Ich lasse bitten." Ein Herr trat ein. Er war von üblicher Durch- shnittserscheinung, ein wenig beleibt, sein Anzug jgien oft getragen. Seine Hand schien ungepflegt, während er anscheinend große Sorgfalt auf seinen L-chnurrbart verwendete. Der Baumeister bot ihm einen Stuhl. „Herr Müller?" Der Fremde lächelte: „Nein, ich bin nicht Herr Müller aus München/ „Aber Ihre Karte?" „Ja, das ist meine Karte", bestätigte der Frem- te, „aber ich heiße nicht Müller. Mein Name ist Alexander Lehner von der Geheimpolizei." „Geheimpolizei? In welcher Angelegenheit?" Der Kommissar zog einen Akt aus der Tasche und Uätterte darin. „Sie haben ein neues Hausmädchen?", fragte er innn. „Sie ist seit acht Tagen bei mir." „Ich weiß. Sind Sie mit ihr zufrieden?" „Meine Frau lobt sie." „Das glaube ich gern. Sie ist immer tüchtig. Auf eilen ihren bisherigen Posten war sie tüchtig. Sie nacht gründliche Arbeit." Der Baumeister erhob sich nervös: „Wollen Sie mir nicht endlich erklären —?" „Sofort", nickte der Kriminalkommissar. „Dieses Nädchen, das Sie in Ihrem Hause aufgenommen laben, wird nur noch drei Tage bei Ihnen sein, tm vierten Tag werden Sie sie vergeblich suchen imb noch manche Dinge dazu: das Silber, den Schmuck Ihrer Frau, eventuell auch Ihre Teppiche inb Ihre Anzüge, da Sie ja, wie ich sehe, die gleiche Figur Ihres Partners haben." „Das Mädchen ist —" „Ja, das Mädchen ist Mitglied einer Verbrecherlunde", vollendete der Kommissar, „der Einbruch hei Ihnen ist für Montag Nacht geplant, wie wir soeben erfahren haben." „Ja, aber was soll ich denn tun?" „Nichts. Verhalten Sie sich, wie bisher. Vor Auf der 1950 Meter langen Mainzer Regattastrecke im Floßhaven nahmen am Freitag die Deutschen- und Kampfspiel-Meisterschaften im Rudern ihren Anfang. Bei dem herrlischen Wetter, hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die äußerst spannende Rennen zu sehen bekamen. Den ersten Dorlauf zum Einer gewann Schäfer (Dresdener RV.) ganz glatt in 7:40 Min. vor Pirsch (Berlin). Im zweiten Vorlauf startete der Henley-Sieger Dr. Buhtz. Er traf hier auf G. von Opel (Rüsselsheim) und K a i d e l (RV. Schweinfurt), die ihm aber beide nicht den erwarteten Widerstand entgegensetzten. Buhtz siegte mühelos in 7:36,4 Min. vor von Opel mit 7:42 Min. und Kaidel 7:42,4 Min. Im ersten Vorlauf zum Zweier „ohne" blieben Braun-Möller (Wiking Berlin) gegen Botz-Cellarius (Köln) in 7:42,6 Min. erfolgreich, nachdem die Kölner anfangs geführt hatten. Den zweiten Dorlauf holten sich Eichhorn-Zahn vom Mannheimer RE. in 7:42,2 Min. vor Rückert-Holz (Danziger RV.) ill erervel. Menschenleben Nacht zM er Ahe des ierungsmarn Motorrad an e alte »> ,r Provinz^' rfonenwagen n, zusammen cholz auf »re Derletzu"' [e eintrat d wurden be t geklärt Min.; 2. Berliner Ruderklub am Wannsee 6:23,2 Min.; 3. Frankfurter Ruderoerein 6:31 Min. 3. Vorlauf: 1. Würzburger Ruderoerein 6:20,6 Min.; 2. Hellas Berlin 6:23'Min.; 3. Lübeck 6:26 Min.; 4. Mainz-Kastel 6:33 Min. Den ersten Dorlauf zum Vierer ohne Steuermann sah den WSD. Godesberg in 6:47,1 Min. vor Sturmvogel Spindlersfeld mit 6:49,4 Min. als Sieger. Der Würzburger RV. blieb im zweiten Vorlauf mit 6:41,2 Min. vor Hellas Berlin mit 6:46,6 Min. erfolgreich. Dr. Buhtz-Zim- mermann zogen ihre Meldung zum Doppel» Zweier zurück, dadurch kann das dritte Boot im zweiten Vorlauf am Sonntagvormittag noch einmal starten. Im ersten Vorlauf siegten Roßmann-Wö!» lert vom RE. Frankfurt (Oder) 1882 in 7:02,4 Min. leicht, vor Schmitt-Bayerswalter (RE. Bamberg) mit 7:07,4 Min. Den ersten Zwischlauf zum Achter sah den Berliner RE. in der Tagesbestzeit von6:06,8 Min. vor dem Mainzer RV. (6:07,6 Min.) und der Gießener R G. (6:08,6 Min.) erfolgreich. Im zweiten Zwischenlauf siegte der Würzburger RV. in 6:12,8 Min. vor RV. Hellas Berlin mit 6:17,8 Min. und dem Berliner RK. am Wannsee mit 6:21,8 Min. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 22. Juli. 8. nach Trinitatis. Gießen. Slaolkirche. 8 Uhr: fällt aus; 9.30: Pfr, Becker. — Johanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Propst Knodt; Bibelbespre- chung im Johannessaal um 20 Uhr fällt aus. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Sucker; zugleich Christenlehre für die neukonfiermierten Mädchen der Luthergemeinde. — Pelrnskapette. 9.30: Pfr. i. R. Wolf. — Wiefeck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christenlehre. — Alten-Vuseck. 10t Gottesdienst. — Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Christenlehre. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst; 9.30: Christenlehre. — Heuchelheim. 10.30t Hauvtgottesdienst; Pfr. Bremmer, Klein-Linden. — Kirchberg. 10: Vormittagsgottesdienst; anschließend Christenlehre für die konfirmierte männliche Jugend. — Wainzlar. 13.30: Gottesdienst. — Garbenteich« 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — , Klein-Linden. 9: Gottesdienst; 10: Kindergottes- i dienst. — Watzenborn-Steinberg. 13.30: Pfr. <5tei* ; ner, Hausen. — Dettenhausen. 14: Gottesdienst. — . Langsdorf. 20: Gottesdienst. — Hungen. 10.15: ' Gottesdienst. — Langd. 11: Gottesdienst. — ha» - bach. 9: Gottesdienst; anschließend Christenlehre — Deitsberg. 11.30: Gottesdienst; anschließend Christenlehre. — Wirberg. 14.30: Gottesdienst, an- . schließend Christenlehre. — Ober-Gleen. 9: Kinder- , gottesdienst; 10: Hauptgottesdienst. — Kirtorf. 13i , Hauptgottesdienst; 14.30: Kindergottesdienst mit hl. Taufe. katholische Gemeinden. sich um das ersten Zusammentreffen der Mann- chaften handelt. Gewertet wird der Kampf nach der 1000-Punkt-Wertung. Turnbrüderliche Gemeinschaftsarbeit in Marburg. In Auswirkung der von der Führung der Deut- chen Turnerschaft ausgehenden Bestrebungen, die Turnvereine in kleinen und mittleren Städten (wecks besserer turnerischer Arbeitsmöglichkeit zu- ammenzuschließen, haben die beiden Marburger Turnvereine, Turn- und Sportverein 1860 und Turngemeinde 1885, dem Beispiel von Vereinen anderer Städte folgend, den Zusammenschluß vollzogen. Der fn den vergangenen Jahren vielfach verzettelten turnerischen Arbeit in Marburg ist durch diesen Zusammenschluß der beste Dienst erwiesen. Der neue Verein hat die Bezeichnung „Turn- und Sportverein 186 0/188 5" erhalten. Alle Ehren-, passiven und aktiven Mitglieder der seitherigen beiden Vereine gehen auf den neuen Verein über. Der neue Vorstand wird aus Mitgliedern beider Vereine gebildet. Kurze Sportnotizen. Der M e r c e d e s f a h r e r Manfred von B r a u ch i t s ch , der beim Training zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring verunglückt war, hat sich wieder soweit erholt, daß er in acht Tagen das Bett verlassen kann. Von Brauchitsch begibt sich anschließend zur Erholung etwas bestellen." „Danke". Das Mädchen verließ das Zimmer. „Wollen Sie nicht den Fleischer anrufen?", sagte der Kommissar. Der Baumeister ließ sich verbinden. „Hier spricht Brunmüller", sagte er, „hat mein Mädchen mit Ihnen telefoniert? — vor fünf Minuten — nein? wirklich nicht? — danke." Der Kommissar nahm seinen Hut. „Morgen früh ist alles vorbei. Sprechen Sie nicht mehr mit dem Mädchen über die Angelegenheit und kommen Sie heute Nacht keinesfalls herunter. Ich wache für Sie. Gegen sechs Uhr hoffe ich, Ihnen Bericht erstatten zu können. Die Uhr schlug sechs. Baumeister. Brunmüller fuhr aus seinem Bett hoch. Er mußte doch einge- schlafen sein, und er lauschte angestrengt hinaus. Kein Laut kam aus den Zimmern. Er klingelte. Eine Weile blieb alles still. Dann hörte er schnelle Schritte. Die Tür öffnete sich. Das Mädchen trat ein. „Sie?", starrte Brunmüller. Das Mädchen lächelte: Ihnen am Montag Bericht erstatten. Haben Sitz bitte die Güte, mir jetzt die Schlüssel zu Ihrer Wohnung einzuhändigen." Der Baumeister zog aus der Tasche seinen Schlüsselbund und übergab einige davon dem Kriminalkommissar. „Würden Sie jetzt," sagte plötzlich der Kommissar, „einmal unauffällig Ihr Mädchen hereinbitten." Der Baumeister klingelte. Das Mädchen erschien nicht. Er klingelte nochmals. „Ich werde selbst nachsehen", sagte er dann. Nach kurzer Zeit kam der Baumeister aufgeregt zurück. „Das Mädchen ist verschwunden." Der Kommissar erhob sich schnell. Trat zum Fenster. „Sehen Sie dort zum Fenster hinaus. Sehen sie dort die Telefonzelle?" zeigte er hinunter. Samstag, 21. Juli. Gießen. 16 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 22. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6 Uhr: Beichte; Messe; 7: Messe; Kommunion der Pfarrgemeinde; 8: Messe; 9: Hochamt mit Predigt; Jubiläumsfeier; 11: Messe; 14.30? Andacht; 16: Jubiläumsfeier im Vereinshause. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 7.45: Hochamt mit Predigt. — Lich. 6.45: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, 23. Juli. Gießen. 10 Uhr: Dankamt. — Laubach. 7.301 Rettung einer Katze unter eigener Lebensgefahr. Einen Beweis tätigen Mitgefühls mit einer leidenden Kreatur gab kürzlich ein schlichter englischer Soldat, Sergeant Moult, der sich einen freien Nachmittag mit Angeln am Bovisand Beach bei Plymouth vertrieb. Er hörte ein klägliches Miauen und sah dreißig Meter über der Wasseroberfläche eine kleine Katze im Dornengestrüpp hängen, der ein schwerer Stein mit einem Strick an den Hals gebunden war. Offensichtlich hatte jemand das Tier mit einem Stein beschwert über die Klippe ins Meer werfen wollen, um es zu ertränken, und der Strick hatte sich so im Gestrüpp verfangen, daß die kleine Katze jämmerlich zwischen Erde und Wasser hing und sich nicht freimachen konnte. Sergeant Moult legte seine Angel beiseite und erkletterte mit viel Mühe die Klippe und befreite das vor Todesangst zitternde Tier. Aber als er herabsteigen wollte gab ein Felsstück, auf das er den Fuß setzte, nach, und in höchster Gefahr gelang es dem tapferen Retter mit seiner kleinen Katze gerade noch sich wieder auf die Klippe hinaufzuschwingen. Zunächst versuchte er nun sich an dem Strick herabzulassen, aber dieser reichte nicht bis zum Boden hinab, und so mußte der Sergeant sich mit dem Kätzchen wohl oder übel dort oben einrichten und um Hilfe rufen. Erst nach einer Stunde gelang es den herbeieilenden Strandbesuchern Herr und Katze herunterzuholen, die sich nun nicht mehr voneinander trennen wollen. Einen schönen Sieg errang die Gießener RG. im ersten Vorlauf zum Achter. Der Berliner RL. lag bis zur 1200-Weler-Warke in Front, hier konnte jedoch Gießen in Front gehen und mit 6:23,4 Win. das Rennen gewinnen. Im zweiten Vorlauf gab es einen äußerst harten Kampf zwischen dem Mainzer RV. und dem Berliner RK. am Wannsee, den die Rheinländer knapp in 6:23 Min. mit zwei zehntel Sek. Vorsprung vor den Berlinern zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Den dritten Platz belegte hier der Frankfurter RV. 1865 in 6:31,4 Min. Die Meistermannschaft des Würzburger RV. siegte im dritten Vorlauf in der Vorlaufsbestzeit mit 6:20,6 Min. vor Hellas Berlin, die 6:23 Min. benötigten. Die Ergebnisse der Vorläufe: 1. Vorlauf: 1. GRG. 6:23,4 Min.; Berliner Ruderklub 6:26 Min.; 3. Ulmer Ruderklub Donau 6:28,4 Min.; 4. Germania Königsberg 6:31 Min. 2. Vorlauf: 1. Mainzer Ruderverein 6:23 Montag haben Sie nicht das Geringste zu befürch- ten. Wir werden unsere Maßnahmen treffen. Montag vormittag werde ich noch einmal zu Ihnen kommen, um alles genau zu besprechen. Bis dahin äußerste Verschwiegenheit — nichts anmerken lassen — vielleicht wäre es auch besser, Ihrer Frau vorläufig nichts zu sagen, schon um sie nicht zu beunruhigen." Der Baumeister trat unruhig zum Fenster. „Sind Sie auch sicher, daß kein Irrtum vor- liegt?" „Irrtum?", lachte der Kommissar, „wollen Sie bitte diese Bilder betrachten?" Er legte zwei Photographien auf den Tisch, die in Form von Amateuraufnahmen Bilder des neuen Mädchens zeigten. Auf der Rückseite glänzten in Blau die Stempel des polizeilichen Geheimdienstes. Die Tage vergingen schnell. Am Montag bat das neue Mädchen beim Fruh- tück: , .... „Darf ich heute abend ausgehen, gnädige Frau? Die Hausfrau nickte. . Der Baumeister Brunmüller fiel em: „Heute nicht, Fanny. Es wäre nur lieber, wenn Sie heute abend zu Hause blieben. Das Mädchen machte eine überaus schnelle Hand- ^^Jch^möchte Herrn Baumeister^doch bitten, mich heute abend ausgehen zu lassen." Nein." ''Dann", sagte sie schnell, doch besann sie sich, „bann werde ich heute abend zu Hause bleiben. Es klingelte. Das Mädchen ging an die Flurtur E,He"r Müller möchte Herrn Baumeister sprechen." Der Kriminalkommissar trat hinter ihr ms Zimmer. Er grüßte überaus höflich die Dame des Hauses. "E?nen°EqeMick", bat der Baumeister und wandte sich an seine Frau, „Du erttschuldigst uns bitte einige Minuten. Es handelt sich um gefchaft liehe Dinge." Die Herren betraten das Rauchzimmer. „Nun?" „Keine Sorge," nahm der Kommissar in einem breiten Sessel Platz, „die Sache lauft wie oorausgesehen. Wir erwarten den Einbruch gegen drei Ähr früh. Untere Leute sind auf der Naße verteilt. Ich selbst werd- mit einem Be. amten diese Nacht in Ihrer Wohnung sein. Und was soll ich dabei tun. , "Nichts Ueberiaffen Sie die Angelegenheit voll- ■ kommen der Polizei. Sie legen sich zur gewöhn- ten Stunde schlafen, damit kein Verdacht erweckt wird. Sie taffen sich 'n der Nacht durch nichts . stören was Sie auch Horen mögen. Ich werde Hungen. 6.15 Uhr: Messe. Oeffentlicher SonnfagsMenfL Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. Mcllech, Dr. Steinreich. Zahnarzt: Dr. Haubach. Apotheke: Engelapotheke.______________ „Ich?" „Ich habe sie selbst gesehen. Wem haben < telefoniert?" Das Mädchen faßte sich schnell: „An unseren Fleischer", sagte sie, „ich mußte Das neue Reichsjagdgeseh. II. Die Jagdberechtigten eines gemeinschaftlichen Jagdbezirkes bilden eine rechtsfähige Jagdgenosse n- schäft des öffentlichen Rechts, deren Angelegenheiten gerichtlich und außergerichtlich ein Ja ad vor ft eher vertritt. Jagdvorsteher ist in der Regel der Gemeindevorsteher (Bürgermeister). Die Jagdgenossenschaft nutzt die Jagd in der Regel durch Verpachtung aus, die auf den Kreis der Jagdgenossen beschränkt werden kann. Der Jagdvorsteher kann auch angestellte Jäger verwenden und die Jagd mit Zustimmung des Jägermeisters ruhen lassen, ein Fall, der allerdings selten vorkommen dürfte. In der Regel findet I a g d Verpachtung statt. Der Ertrag der Nutzung ist an die Genossen grundsätzlich nach dem Verhältnis des Flächeninhalts ihrer Grundstücke zu verteilen. Ein Verzicht auf den Erlös ist zulässig. Die Ausübung des Jagdrechtes in seiner Gesamtheit im Wege der Verpachtung an Dritte ist zulässig. Der Verpächter kann sich einen Teil der Nutzung, die sich auf bestimmte Wildarten bezieht, vorbehalten. Der stets schriftlich abzuschliehende Pachtvertrag bedarf der Genehmigung des Kreisjägermeisters. Die Pachtzeit muß für Niederwildjagden mindestens neun Jahre, für Hochwildjagden mindestens zwölf Jahre betragen. Diese Bestimmung sichert die Heran- zucht eines qualitativ hochstehenden Wildbestandes. Die Zahl der Pächter kann beschränkt werden. Uebertragung des Jagdausübungsrechtes auf einen anderen ist wieder nur mit Zustimmung des Kreisjägermeisters zulässig. Der Jagdpachtung durch „Schießer" soll dadurch ein Riegel vorgeschoben werden, daß eine Jagd nur pachten darf, wer mindestens drei Jahre im Deutschen Reich bereits Inhaber eines Jahresjagdscheines gewesen ist und den Nachweis führt, daß er Mitglied der deutschen Jägerschaft ist, oder daß dieser Mitgliedschaft nichts im Wege steht. Ausländer bedürfen hierbei der Genehmigung des Reichsjägermeisters. Die Jagderlaubnis bedarf der schriftlichen Form. Die vorübergehende Ueberlassung der Jagdausübung gegen Entgelt wird noch durch eine Ergänzungsverordnung geregelt. Der Kreisjägermeister hat auch in dieser Beziehung weitgehende Befugnisse. Ein Jagdgast darf ohne Begleitung des Jagdausübungsberechtigten die Jagd f e l b st ä n d i g nur ausüben, wenn er den Erlaubnisschein des Berechtigten bei sich führt. Hiermit ist ein für alle Mal eine Frage geregelt, die in den Ländern ganz verschieden geregelt war und oft zu Mißhelligkeiten geführt hat. Jagdverträge, die gegen das Gesetz verstoßen, sind ungültig. Entsteht hierüber ein Rechtsstreit, so greift der Kreisjägermeister ein, der den Pächtern bis zur Beendigung des Streites die Jagd untersagen und für die Jagdausübung bis dahin sogar einen Berufsjäger bestimmen kann. Bei einem Wechsel des Grundeigentümers und einer Veränderung des Jagdbezirkes gelten besondere gesetzliche Bestimmungen, deren Erörterung an dieser Stelle zu weit führen würde. Stirbt der Pächter vor Ablauf der Pachtzeit, so kann der Erbe den Vertrag mit halbjähriger Frist auf das Ende des Pachtjahres kündigen. Sind mehrere Erben vorhanden, so können sie nur in der gesetzlich zulässigen Zahl die Jagd ausüben und soweit sie dem Kreisjägermeister von den Miterben benannt werden. Notfalls wäre deren Zahl durch einen vom Amtsgericht des letzten Wohnsitzes des Erblassers auszullellenden Erbschein dem Kreisjägermeister auf dessen Verlangen nachzuweisen. Vor Ablauf der Pachtzeit kann der Verpächter den Pachtvertrag fristlos kündigen, wenn der Pächter wegen Jagdvergehens, Wilderei und dergleichen rechtskräftig verurteilt wurde, wenn der Pächter sich grober Zuwiderhandlungen gegen das Gesetz oder den Vertrag schuldig macht, oder wenn er mit der Bezahlung des Pachtzinses länger als drei Monate im Verzug bleibt. Bleibt der Pächter länger als drei Monate mit der Erfüllung einer Wildschadensoerpflichtung rückständig, so kann ihm der Vertrag mit halbjähriger Frist gekündigt werden; außerdem hat er die Kosten einer Neuverpachtung zu tragen. Auch die Rechtsstellung der Mitpächter ist dementsprechend geregelt. Der Jagdschein. Jeder Jagdausübende muß zum Zwecke seines gehörigen Ausweises einen Jagdschein besitzen, der für das Jagdjahr vom 1. April bis 31. März ausgestellt wird. Der Schein, der für das ganze Reichsgebiet gilt, kann auch als Tagesjagdschein für fünf aufeinanderfolgende Tage erteilt werden. Er ist Personen unter 14 Jahren zu versagen, desgleichen Entmündigten und solchen Personen, die körperlich oder geistig unfähig sind, ein Gewehr sicher zu führen, ferner unzuverlässigen und leichtsinnigen Waffenhandhabern, zu Zuchthaus ftituierenbe Sitzung der Verkehrsabteilung des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages statt. Diese neue Organisation dient der Zusammenarbeit der Landesverbände des Verkehrsgewerbes im Bezirk des Industrie- und Handelstages, und dieser Einrichtung fällt auch die autoritäre Führung in den Fragen des Verkehrs zu. Sie faßt sämtliche Verkehrstreibende des Wirtschaftsgebietes zusammen und ist ein Organ des Industrie- und Handelstages. Sie besteht aus dem Führer, seinem Stellvertreter, dem Führerrat und dem Beirat. In dem letzgenannten werden alle wichtigen Fachzweige des Verkehrs im Rhein-Maingebiet angemessen vertreten sein. Zur Vertretung der örtlichen Belange werden bei den Hessischen Jndustrie- und Handelskammern und den Bezirksstellen der Verurteilten, Pollzeißeaufsichtigken und solchen, die sich nicht im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Die (Erteilung des Jagdscheins ist auch vom Nachweis einer Haftpflichtversicherung abhängig. Nach dem Jagdgesetz kann auch der Jagdschein einem weiteren Kreise unzuverlässiger Personen versagt werden. Personen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren kann ein I u g e n d j a g d s ch e i n erteilt werden, von dem nur in Begleitung zuverlässiger Personen Gebrauch gemacht werden darf, niemals jedoch auf Gesellschaftsjagden. Der Jagdschein kann entzogen werden. In bestimmten Fällen kann ihn die ausstellende Behörde für ungültig erklären und einziehen. In diesem Falle wird die Jagdscheingebühr nicht zurückerstattet. Das Wegerecht des in Jagdausrüsiung befindlichen Jägers ist gesetzlich geregelt. Land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke können mit besonderen Anlagen, Futterplätzen, Ansitzen und Jagdhütten nur mit Genehmigung des Grundstückseigentümers versehen werden, er ist unter Umständen aber auch zu ihrer Duldung verpflichtet. Krankgeschossenes Schalenwild ist im Falle des Ueberwech seins dem Nach- b a rn z u melden! Der Schütze hat sich für die Nachsuche zur Verfügung zu stellen. Die Wildfolge ist nur auf Grund vorheriger schriftlicher Vereinbarung zulässig. Auch die Wildsolge ist für Zweifelsfälle gesetzlich geregelt. Wildseuchen sind dem Kreisjägermeister zu melden. Der Jagdausübungsberechtigte ist verpflichtet, in der Notzeit für angemessene Wildfütterung zu sorgen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so kann der Kreisjägermeister die Fütterung auf Kosten des Pflichtigen vornehmen lassen. Für größere Jagdbezirke kann dem Jagdausübungsberechtigten die Verpflichtung auferlegt werden, Jagdhunde zu halten. (Schluß folgt.) würdigte in seiner Eröffnungsansprache besonders die Verdienste des Reichsstatthalters Sprenger um die politische und wirtschaftliche Einheit im Rhein- Maingebiet, die mit Errichtung der Verkehrsabteilung um einen weiteren Schritt vorwärts getrieben werde. Durch das Wirken des Statthalters fei die Grundlage für die neue wirtschaftspolitische Arbeit überhaupt erst geschaffen worden. Das Rhein-Main- gebiet sei als Durchgangs- und Mittlergebiet ein Verkehrsraum von europäischer Geltung. Es gäbe nun keine größere Selbstoerftädlichkeit als die, die vorhandenen Wirtschaftsorganisationen den natürlichen Notwendigkeiten anzupassen. Dr. Lüer setzte darauf Dr. N i e c z zum Führer der Verkehrsabteilung ein. Zusammenarbeit des Berkehrsgewerbes. Am 20. Juli sand in Anwesenheit des Herrn I Frankfurter Kammer Ortsgruppen als Organe der Reichsstatthalters Gauleiter Sprenger die kon-j Verkehrsabteilung errichtet. Präsident Or. Lüer Or. Will?. Ni-cz, Landesführer des.Verkehrsgewerbes im Wirtschaftsgebiet Hessen und Mitglied des Präsidialrates der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M., führte über die Notwendigkeit der Schaffung der Verkehrsabteilung und über den ihr gestellten Aufgaben- kreis aus: Die Größe der Aufgaben, die die Wirtschaft zu erfüllen hat, macht es notwendig, daß die einheitliche Führung sich Unterorganisationen schafft, die sowohl sachlich als auch regional gegliedert ebenfalls in ihrem Arbeitskreis unter eigener Verant- wortung arbeiten müssen. Gerade die Vielgestaltigkeit des "Nerkehrsgewer- des erfordert einheitliche Zielseh» g und Harmonie der Interessen, wenn dieses Gewerbe seine Funktionen voll erfüllen soll. Das kann nicht nur Sache der gesetzmäßigen Regelung sein, sondern die Wirtschaft hat selbst die Pflicht, im Geiste der Gesetzgebung weiter zu arbeiten. Das Gesetz zum vorläufigen Aufbau der organischen Wirtschaft hat in der Reichshauptgruppe XII eine Zusammenfassung aller verkehrstreibenden Unternehmungen gebildet, die in folgende Fach- gruppen gegliedert wurden: Spedition und ßagerex, gewerblicher Kraftverkehr und nicht motorisierter Fuhrverkehr Neben dieser fachlichen Gliederung wurde die regionale Gliederung vorgenommen derart, daß für jeden Treuhänderbezirk Landesverbände errichtet wurden. Die Grundsätze des Interessenausgleiches machen es aber notwendig, daß diese Landesverbände zwecks gedeihlicher Zusammenarbeit in eine Hand gebracht werden. Die dafür geeignete Organisation ist die Industrie- und Handelskammer, die ja von Anfang an dem Ausgleich der Interessen der Fachgruppen und dem Gemeinwohl zu dienen hatte. Von dem Gedanken der Zusammenarbeit der beteiligten Wirtschaftsverbände des Verkehrsgewerbes und der Kammern ausgehend wurde die Bildung der Verkehrsabteilung beim Rhein- Mainischen Industrie- und Handelstag in Angriff genommen. Sie stellt keine Zwangsmaßnahme dar, sondern wurde von der Verkehrswirtschaft als notwendig erkannt und gewünscht. Die Aufgaben, die fie vorfindet, bestehen zunächst in der Förderung und Entwicklung des Gewerbes sowohl in materieller als auch in ethischer Beziehung, unter Beseitigung aller überflüssigen Einrichtungen und aller jener Belastungen, die nur dem Einzelintereffe, nicht aber dem Gesamtwohl dienen. In der Frage der Preisgestaltung ist in Zukunft von starren Konventionen abzusehen, da eine gesunde Preiskonkurrenz durch Ausmerzung aller ungesunden Elemente und der Schleuderkonkurrenz ermöglicht wird. Es liegt weiterhin im Interesse des großen Aufbaugedankens, zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln, Eisenbahn, Kraftwagen, Flugzeug, ausgleichend zu wirken. Spezielle Aufgaben bilden die Schaffung einer geregelten Güteran- und -abfuhr, die Neuorganisation des Gütersammelverkehrs, die Beschleunigung des Fernverkehrs im Perfonentransport, die Unterstützung der um ihre Existenz ringenden Binnenschiffahrt, die Betreuung der Kleinbahnen usw. Gegen Durst BuHrich-Brause BuHrich-Salz. Für Seile von Sellen möglichst mit Sitz in Gtetzen suchen wir einen zielbewußten Großlebensfachmann als vezirtSteiter Bewerber müssen neben Zuverlässigkeit und guten Beziehungen ein über dem Durchschnitt stehendes Orgamsations- und Wcrbetalent besitzen und befähigt sein, die vorhandene Organisation zu betreuen und weiter auszubauen. Cs wird geboten: Direttionsvertrag mit feste» Bezügen. Beteiligung am BezirkSgefchäft und BeniionSberechtigung bei Bewährung. Angebote mit handschriftlichem Lebenslauf, Lrfolgsnach- weisen, Lichtbild und Referenzen sind mit dem Kennwort „Bezirksleiter" zu richten an die Beschwerden? Dann zu Fuß LThöt-Gießen Fernspr. 3252 Lieferant aller Krankenkassen I Zuverlässige Berufsschule Anfragen und Anmeldungen: Gießen, Goethestraße 32 nn • ^n^an9 I Vnntcnho Privat-Handalsschulen Deginn. Oktober | vogiscne Gleßen-Herborn für Industrie, a IlX Handel, Gewerbe 5 und Verwaltung 4241 A Karl Haardt Dillenburg 4121 o Größtes Lager in Arbeits-Geräten Feldbahn-Material Neue und gebrauchte Industrie-Maschinen Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndung her zu Ihren Erzeug- nlssen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brllhl'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Sanierungen StWülke Wommen durch Hermann Kirchner Fernruf 4167 Zweck-Bekämpfung oer Schwarzarbeit tonnen Arbeit-'Ange- bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vorlage desSewerbenachwcife- ousgenommen werden. Verlag desSiebenerAuzeiger« Von der Schönheit der deutschen Heimat und von ihrer Erhaltung und Pflege berichten in Bild und Wort die folgenden reich bebilderten Bücher: Wald weben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tiei- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes mit Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff.....Leinen RM. 4.80 Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 Norderoog. Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen u. vom Wattenmeer v. P.F. Weckmann-Wittenburg.Mit 64 Kunstdrucktafeln. Broschiert RM.3.-, gebunden RM 4.- Heimatschutz und Heimatpflege. Von Rektor Hermann Wille. Brosch. RM. 1.80, geb. RM. 2.95 Naturschutz und Ingenieurwerk.VonDr.W. Lindner. .. Brosch. RM. 2. -, geb. RM. 3.— Vom deutschen Weidwerk. Von Prof. Dr. Koepert. Broschiert RM. 2.50, gebunden RM. 3.50 Heimatschutz.V.E.Rudorff.Br.RM.2.-,gb.RM.3.- Naturdenkmäler aus der Vogelwelt. Von v. Lucanus. Brosch. RM. 2.—, gebunden RM. 3.— Die deutsche Landschaft. Von E. L. Schellenberg. Broschiert RM. 2.—, gebunden RM. 3.— Naturschutz undForstwirtschaft.Von Forstmeister Feucht. Brosch. RM. 2.—, geb. RM. 3.— Naturschutz und Arbeitsschule. Von W. Schoenichen.. .oiusch RM. 2.5 , geb RM. 3.50 Die Kamera im Dienste der Natur. Von Dr. Effenberger. . Brosch. RM. 2.50, geb. RM. 3.50 Umgang mit Mutter Grün. Ein Sünden- und Sittenbuch von W. Schoenichen............... .... Broschiert RM. 3 —, gebunden RM. 4 — Heimatmuseen. Wesen und Gestaltung. Von Dr. W. Schoenichen........Gebunden RM. 13.50 Diese Bücher können von jeder Buchhandlung bezogen werden Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Kameras heraus! ® Photographieren Sie am 11 Ger-Tag! Anleitung und Aufnahme-Material erhalten Sie von Photo 4257 A Kreuzplatz 9 .... und zum Bauen übermann. 404170 GEWINNE ,1O PRÄMIEN LI 5 O OOOO &»pjceUfRM. ZIEHUNG: 11.-21. JULI 1934 Soin jäfceoudöl xu •hoftwi / Lotterievertrieb ZigaiTenhailS E. Reilter (vorm.Buchacker) Bismarckstraße 6 GIESSEN Neuen Bäue 11 BOR Mein Lahor islmein Stolz! So bleibt’s frisch Im Sommer trocknet das Brot schneller aus. In einem gutschließenden Brotkasten bleibt es länger frisch. Und solche guten Brotkästen wie auch Brotschneidemaschinen, Messer, Brotkörbe usw. bekommen Sie preiswert bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 3965a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Vorbildlich ist es in 2 Etagen eingerichtet, schnell und präzis wird gearbeitet und doch wird jedem einzelnen Bild persönliche Sorgfalt gewidmet. Der Begriff „Dunkelkammer“ ist bei mir längst vergessen. Stellen Sie mich auf die Probe! Bringen Sie Ihre nächste Photoarbeit zu Photo 4245A Kreuzplatz 9 Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei Reise ohne Bargeld mit dem Reisekreditbrief der Bezirkssparkasse Gießen -----------Ä m. 168 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Samstag, 2l. Juli I b*r f 7 •* jt -. / -z 7 #’ Historisches vomFnf.-Ngt. flr.llö Das Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 in Paradeaufstellung vor dem Kaiser bei seinem Besuch im April 1913. Alte Uniformen des Gießener Regiments bei einer militärischen Vorführung bei dem Kaiserbesuch im April 1913. BI ■ I X's • lichen „Begreifens" (nicht Verstandes!) als Produkt lagen ruhig und mit 149,75 um 0,25 v. H. freund- des Zusammenwirkens der optischen, akustischen und " ' ~ r' Frankfurter Börse. Wittagsbörse fest. Frankfurt a. M., 20. Juli. Die Börse war weiter befestigt, da seitens der Bankkundschaft wieder Kaufaufträge Vorlagen, wenn sie auch keinen allzu großen Umfang hatten. Immerhin bewirkten sie, daß auch die Kulisse etwas aus ihrer Reserve herausging und kleine Meinungskäufe tätigte. Besondere Anregungen lagen nicht vor, offenbar haben die letzten günstigen Wirtschaftsberichte eine nachhaltigere Wirkung. Die Börse hatte heute wieder einige Spezialbewegungen. So waren Conti Gummi stark gesucht und zirka 4 v. H. höher, infolge Materialmangels kam ein Kurs zunächst nicht zustande. Die Erklärung der Verwaltung, daß bei ihr durchaus normaler Geschäftsgang fei, regte an. Fest lagen außerdem am Elektromarkt Licht & Kraft, die auf eine größere Order hin um 2,50 v. H. anzogen, daneben waren Elektr. Lieferungen in Nachwirkung der Bilanzbeschlüsse beachtet und etwa 2,25 v. H. fester. Auch AEG. begegneten größerem Interesse und stiegen um 1,25 v. H. auf 25,25 v. H. Die übrigen Elektropapiere lagen wenig verändert, aber meist mäßig höher. Erhöhtes Interesse erhielt sich auch noch für mit einer hohen geistigen Gabe und großartig entwickelten Instinkten ausgestattet worden, und er be- und Mansfeld-'- weist es in seinem Verhalten täglich vom kleinsten bis 0,50 v. H. bis zum größten Anlaß, daß er haushoch über der..... Lieferungen 97,75, JG.-Farben 149,25 bis 149,13, Goldschmidt 81,50, Holzmann 63,50, Schuckert 91,40, Siemens 148,50, Zellstoff Aschaffenburg 60, Reichsbahn-Vorzugsaktien 111, AG. für Verkehr 65, Hanfwerke Füssen 43, Lloyd 31,25. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 20. Juli. Arn Gemüse- markt hielt das starke Angebot von ausländischen Tomaten an, auch deutsche waren genügend vorhanden. Ferner war die Zufuhr von Gurken und Kartoffeln reichlich, im übrigen blieb das Angebot genügend, bis auf Bohnen, die gefragt sind. Für letztere zogen die Preise an, für Gurken, Kartoffeln und Tomaten sind sie gefallen, sonst ergaben sich keine merkliche Veränderungen. Die Nachfrage war zufriedenstellend. Es erzielten: Blumenkohl 20 bis 30, Buschbohnen (grüne) 12 bis 15, do. (gelbe) 12 bis 15, Stangenbohnen 18, Erbsen 25 bis 28, Es- karol 6 bis 10, Salatgurken 8 bis 25, do. (holl.) 10 bis 18, Karotten, Bündel 4, Kartoffeln, Erstlinge 6,50 bis 7,50, Kohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat 4 bis 8, Rettich 5 bis 7, Römischkohl 4 bis 6, Rote Rüben 6 bis 7, Rotkraut 9 bis 11, Spinat 9 bis 12, Tomaten I 12 bis 15, II 8 bis 10, ital. Tomaten 5 bis 7, holl. 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 5%, Wirsing 6 bis 7, Zwiebeln (Pfälzer) 7 bis 8, do. mit Schloten 4 bis 5. Am Obftmarft herrschte starkes Angebot in Birnen, Pfirsichen und Pflaumen. Die übrigen Obstarten waren gut bis genügend am Markt. Preise allgemein rückläufig. Nachfrage nur in besseren Qualitäten befriedigend, in mittleren und geringen Ueberftänbe. Es erzielten: Sommeräpfel I 15 bis 20, II 8 bis 12, Aprikosen I 20 bis 30, II 14 bis 18, Frühbirnen 8 bis 13, Brombeeren 30, Heidelbeeren 22 bis 25, Himbeeren 20 bis 30, Johannisbeeren 11 bis 13, Mirabellen 14 bis 18, Pfirsifche I 17 bis 20, II 12 bis 15, do. ital. 16 bis 30, Pflaumen 6 bis 12, Sufinen 25 (ital.), Reine- ftauben (unreif) 10, reif 12 bis 15, Spillinge 15 bis 18, Stachelbeeren 8 bis 12, Frühzwetfchen 16 bis 18. Frankfurter Eiermarkt. F r a n t f u r t a. M., 20. Juli. Die Zufuhren waren in her abgelaufenen Woche gering, sowohl deutsche und besonders holländische Eier waren gegen Wochenschluß knapp. Für letztere haben die Preise eine Erhöhung um 0,50 Pf. pro Stück erfahren. Deutsche Eier wurden zu den festgesetzten Preisen gehandelt. Das Geschäft hat eine wesentliche Belebung erfahren, so baß die angebotenen Mengen glatt abgesetzt wurden. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Klaffe 8 9,70, Kl. A 9,25, Kl. B 8,50, Kl. C 7,75, Kl. D 7; Holländer Klasse S 10, Kl. A 9,50, Kl. B 9; Dänen Klasse 8 9,50, Kl. A 9, Kl. B 8,75. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 20. Juli. Der Buttermarkt verkehrte in dieser Woche in fester Haltung. Die zugeführten Mengen zeigten infolge des starken Frischmilchverbrauchs eine erneut stärkere Produktionsabnahme, so daß die Anlieferungen in frischer Butter glatt verkauft wurden. Die Nachfrage des Konsums war erheblich besser als seither, besonders seine deutsche Molkereibutter ist gesucht, wofür teilweise Ueberpreise bezahlt wurden. Markenbutter ist noch etwas vernachlässigt, die Nachfrage hierfür dürfte sich ebenfalls bessern, besonders wenn die Knappheit in billiger Ware anhalten sollte. Die Großhandels-Einstandspreise blieben unverändert. Deutsche Markenbutter 127, feine deutsche Molkerei- butter 123 bis 124 pro 50 Kilo in Mark ab Versandstation. Auslandbutter liegt fest. Mainzer Getreidegrotzmarkt. Mainz, 20. Juli. Es notierten pro 100 Kilo in Mark: Hafer 19,50, Weizenkleie, fein 11,70, grob 12,25, Roggenkleie 13 bis 13,50, Weizenfuttermehl 13,25, Biertreber 17 bis 17,15, Sojaschrot 16. Tendenz: In Getreide hat sich noch kein Geschäft entwickelt; Kleie ruhiger. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Postaulos nach der Dergschenke sind bisher von dem die Konzerte veranstaltenden Gastwirt der Berqschenke jeweils vorher beim Postamt als Sonderfahrten bestellt worden. 2luf den Gang der Postautos war dann in den Zeitungsanzeigen besonders hingewiesen. Für das Konzert am. vergangenen Mittwoch war jedoch von dem Gastwirt ein Postauto nicht bestellt, und dementsprechend in der Zeitung am Dienstag, dem 17., die Bereitstellung eines Postautos auch nicht bekanntgemacht worden. Für das Postamt lag keine Veranlassung vor, von sich aus einen Wagen verkehren zu lassen, weil die bisherigen Fahrten unzulänglich besetzt waren. Postamt Gießen. Kurszettel frer Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v.H, Lombardzinsfuß 5 v. H. Franksur a. Ui. Berlin Frankfurt a.M Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börse Gchluß- kurs Schluß!. Abendbörse Gchluß- kurs Schlußk. Mittag- börse Datum 19.7. 20.7 19.7 20-7. Datum 19.7. 20-7 19-7. 20.7- •% Deutsche Retchsanleihe v 1927 6% el)em.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 67i% Doung-Anleihe oon 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit 93,13 90,75 95,5 93,25 90,75 95,4 93,5 91 95,65 93,5 95,65 4% desgl. Serie II 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4)4%Rumän.vereinh.Reytev.iS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. *67*% Anatolier ........ 7,6 4,25 7,2 4,15 35,45 7,6 4,5 7,25 35,7 4,5 7,4 4,2 35,25 4,4 7,4 4,2 35,5 DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 27,13 27 27,9 6% e6em.8% Hess. Volksstaat 1929 91,75 91,75 92 91,75 yamvurg-Amerika-Paket ..... 0 tzamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschifs ...... 0 27 22,5 6% Hess. LandeSbank Darmstadt — — — — Gold R. 12 89,75 89,75 89,75 89 Norddeutscher Lloyd ...... 0 30,9 31,25 30,75 31,13 6K% Hess Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaut 21.15. für Verkehrswesen Akt. .. 0 65 65,25 64,25 65,65 89,75 89,75 —— — Berliner Handelsgesellschaft ... 4 90,5 90,5 91 91 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Commerz- und Privat-Bank ... 0 57 57,25 57 57 Auslos.-Rechten ....... 95,5 95,5 —— —- Deutsche Bank und Dtsconto- 62 62,5 62 Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mttAuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyv.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 Gesellschaft ..............0 62 95,9 96,5 96,25 96,25 65 65 65 65 Reichsftank ____.......... 12 153 155 153,5 155 89,75 89,75 — 90 <% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1986 1%% ehem. 47i% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriese. ... 89,75 89,75 Q 9 TT-___-___0 24 25,13 24,25 25,25 — — (Hphilp ................0 143 143,5 143,4 143,5 89,65 89,9 — — Äektr. Lieferungsgesellschaft... 6 94,5 97,75 113,5 94,75 110,9 97 113 6y.% ehem 47i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltyu.-Goldpfe. 6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand, briesanstalt, Pfandbriefe St 10 tzteuerautsch. Verrechnungskurs.. 90,4 92 90,75 92 92 92 Licht und Kraft ■ 6 Felten & Guilleaume .......0 GeseUsch.s.Elektr.Unternehmimg. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 67,4 110,5 102,5 91 68 111 91,4 67,9 110,65 102,75 91,4 68,5 111,5 100,5 91,25 93 93 93 93 148,5 121 148,5 148,5 121,25 148,5 121,75 101,4 101,4 101,4 101,4 4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 26,4 1,25 7,4 26,25 1,15 26,65 1,2 7,15 7,5 7,25 27 1,25 7,45 7.15 7,2 _ . ______o 77,5 78 77 78,25 117,5 117 117,75 117,75 62,4 62,5 6M 62,75 4% Ungarische Goldrente 7,4 107,25 107,75 107,5 107,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1918.......... 7 7,13 7 7,13 Hoesch Eisen—»SIw-Neuesfe» - 0 165 168 75,75 165 76,75 168 5% abgest. Goldmexikaner von 99 9,13 9 9 8,85 Ilse Bergbau ...............• 128,5 75,25 67,75 128 74,4 128,5 74,9 4% Türkische Zollanlethe von 1911 *%tüdt|4e Bagdadhahn-Auleihe 7,5 7,75 7,9 —— Ilse Bergbau wraunv •••••••• ” 74,5 66,25 7,6 Klöckn erwecke •••••••••• • 66,25 67,65 Kerle 1..................... 7,6 7,6 Maanes manu-Röhre* mmm*, O ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________1 Frantfun a. M Berlin Devi enmartt Berlin — Frankfurt a. Bl. Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Minag- börse I8-3U1I 19-Juli Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brie Datum 19.7. 20.7- 19-7. . Meld Brie" Buenos Aires Brüssel .... Rio de Jan. Sofia..... Kopenhagen Danzig .... London.... Helsingfors. Parts ..... Holland ... Italien.... Japan ..... Jugoslawien Oslo..... Wien...... Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag...... Budapest .. Neuyork... 0,611 58,59 0,182 3,047 56,59 81,72 12,675 5,594 16,50 169,73 21,58 0,749 5,664 62,69 48,45 11,49 65,34 81,65 34,32 10,44 2,512 0,615 58,71 0,184 3,053 56,71 81,88 12,705 5,606 16,54 170,07 21,62 0,751 5,676 62,81 48,55 11,51 65,48 81,81 34,38 10,46 2,518 3anfno!en 0,613 58,58 0,184 3,047 56,55 81,72 12,665 5,594 16,50 169,73 21,58 0,749 5,664 63,66 48,70 11,49 65,31 81,64 34,32 10,44 2,512 0,617 58,70 0,186 3,053 56,67 81,88 12,695 5,6(6 16,54 170,07 21,62 0,751 5,676 63,78 48,80 11,51 65,45 81,80 34,38 10,46 2,518 ManSfelder Bergbau.........O Kokswerke O Phönix Bergbau............. O Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rhetnstahl................O Bereinigte Stahlwerke........O Olavi Minen .............O Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth..... 17* 3. 9. Sarden-Industri«.......1 Scheide anstatt..........—... 9 Goldschmidt ......... O RütgerLwerke...............O Metallgesellschaft.............O Philipp Holzmann....... O Zementwerk Heidelberg ...... O Lementwerk Karlstadt ........O Schutthe« Payenhoser ......O Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg................ O tzellstoff Waldbof ............O Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ........ 1 Daimler Motoren............O Deutsche Linoleum...........O Orenstein L Koppel O Leonhard Tietz ...........O Lhade ..................IC Akkumulatoren-Fabrik........O Lontt-Gummi ........ O Grttzner................ O Mainkraftwerke Höchst a.VL— 4 Süddeutscher Zucker.........• 77,25 49 243 92 42 13,75 124,5 124,5 165 149,5 207 79,5 39,25 88,5 62,5 108 62,5 67,25 48,25 64,25 48,9 60,13 22 200,5 177,5 132,75 23,13 74 77,65 49 244,5 92,75 42 14 123,75 122,5 149,13 208,9 81,5 39,25 88 63,5 108,25 126 62,4 67,13 47,5 60 47,9 60,25 21,75 204,5 176,25 137,75 23,5 74,75 77,5 94,5 49 92,25 42,25 13,9 124 122 165 149,25 79,4 39,25 89 117 62,25 67,25 48 62 128 48,13 60 72 21,25 200 177 133 1 23al 1 189,5 77,5 95,5 49,5 245 93 42,13 13,5 122,5 122 162,4 149,65 81,5 39 88 ? 117,25 62,65 66,75 47 61 126,4 47,65 60,5 75,4 21,25 204,5 177 137 24,75 Berlin, 19-Juli Geld Brief i 1 lmertkantsche Sloten.............. gelgtsche Roten.................. )üntsche Roten ................. mgltsche Roten ................. französische Roten............... holländische Roten ........... italienische Roten................ Norwegische Roten .............. )e»tjch Oesterreich, i 1OO Schilling tu mantsche Roten............... schwedische Roten............... Schweizer Roten................. spanische Rot.................. ügarische Roten 2,465 58,42 56,50 12,62 16,46 169,31 21,46 63,49 65,15 81,46 34,18 2,485 58,66 56,72 12,68 16,52 169,99 21,54 63,75 65,41 81,78 34,32 Wandern und Reisen ■ Bader und Sommerfrischen. Ponys auf den Hängen, auf denen sie — losgeschirrt von ihren Stuhlkarren, während wir den Berg besteigen — zwischen weidenden Ziegen spärlichen Graswuchs suchen. Kleiner und kleiner. Aus einem Felsen sitzen wir am Abhang des Klev. Wiese und Wald ist um uns herum, und drüben, an den Wänden des Tales uns gegenüber, stürzen schäumende Fälle hinab, deren Schleier kühl und naß bis zu uns herüberwehen. Oben aber breiten sich bunte Gärten um das Hotel. Tief in die Täler der Bergen-Bahn, über die waldigen Berghänge nach Boß und Binse hin weitet sich der Blick. Und nahe dem Hotel erzählt ein Bautastein von dem norwegischen Dichter Sivle. Stalheim, Gudvangen, Naeroedal — mit einer der schönsten Tage war es auf dieser norwegischen Reise. Auf der Felsenmauer des Blumengartens faßen wir hinter dem Hotel — und unten, tief im Wanderfahrten. Rodheim — Himberg — Schwalbenbachlal — Bubenrod — Altenberg — Bieber. Wir fahren auf Sonntagskarte Bieber mit der Biebertalbahn nach Rodheim. In der Mitte des Dorfes treffen wir die vom Vetzberg kommenden blauen Dreiecke, die uns zunächst durch ein enge Gasse abwärts in das Tal und jenseits am Frauenkreuz vorüber auf den bewaldeten Himberg und dessen Gipfel, den Königstuhl, eine alte Thingstätte führen. Rote Punkte leiten uns von hier hinab ins das idyllische Schwalbenbachtal, das mit schwarzen Dreiecken bezeichnet ist. Kurz vor dem Ende des Tales steigen wir hoch und gelangen nach dem bewirtschafteten Hofgut Bubenrod, wo wir rasten. Von hier gehen wir einen Feldweg aufwärts zum bewaldeten Bleidenberg (am Waldrand, wo wir rote Striche treffen, hübscher Rückblick) überschreiten diesen und gelangen über einen alten Rennweg zum Altenberg, von dessen Turm wir eine prachtvolle Rundschau haben. Zum Rückweg wählen wir gelbe liegende Kreuze, die uns, unterwegs schöne Blicke bietend, über d»n Großen Rothenberg nach unserem Endziel Bieber bringen. Wanderzeit etwa vier Stunden. Wandert — und ihr bleibt gesund! Tal, glitzerte wie ein silbernes Band der Fluß. Langsam, wie Riesenspielzeug anzusehen, fuhren die ersten Wagen wieder los — Richtung: Gudvangen. Wir aber saßen hier auf diesem friedlichen Berg. Vor Stunden war das. Und hier nun, faul und müde nach dem Erlebnis dieses Tages, liegen wir wieder auf dem Bootsdeck unserer „Cordoba". Langsam hat der Dampfer gedreht und dampft in den Sognefjord hinein, dessen Wände nahe vorübergleiten. Gudvangen verschwindet, kleiner und kleiner. Und drüben nur — eine letzte Erinnerung — traben auf schmalem Saumpfad an der steilen Bergwand, über dem Wasser, die falben Ponys. Irgendwo weit hinterher kommen ihre Herren. Aber auch ohne sie finden sie ihren Weg — zu dem nächsten Hof, ihrem Stall, ihrem Heu, nach dieses Tages Arbeit. Butzbach — Hausberg — Münster — Ziegenberg — Ostheim. Wir fahren mit Sonntagskarte nach Butzbach, überschreiten gleich am Bahnhof das Bahngleis und folgen schwarzen T, die uns zuerst die Taunusstraße aufwärts und hierauf in schönen Hochwald bringen. Rach etwa % Stunden kommen wir durch das anmutig gelegene Dörfchen Hausen und hierauf in mäßigem Anstieg über einige altgermanische Ringwälle hinauf zum 486 m hohen Hausberg, von dessen Holzturm sich ein prächtiger Blick auf die gesegnete Wetterau mit zahlreichen Ortschaften und Burg Münzenberg bietet. Zum Abstieg wählen wir blaue Striche, die uns nach einiger Zeit durch das tief eingeschnittene Jsseltal nach Münster (gute Einkehr) bringen. Das Zeichen führt uns weiter über einen aussichtsreichen Höhenrücken und durch ein liebliches Tal über das hoch über dem Usatal gelegene Schloß nach Ziegenberg (Wirtschaft „Zur Linde"). Den Weg zum Endziel Ostheim nehmen wir über Langenhain und Fauerbach. Dauer der Wanderung fünf Stunden. In Ziegenberg hab^ wir auch Gelegenheit, das Postauto nach Butzbach zu benutzen. Siuhlkarren und Rutebil. Notizen von einer Nordlandreise. Von Hans M. Hoffmann. e Von zweierlei Fahrzeugen wird die norwegische Landstraße beherrscht, dem Stuhlkarren und dem „Rutevogn". Jetztzeit der eine, der Rutevogn: Automobil, das hier im modernen Verkehr unentbehrlich ist, denn die weiten Strecken dieses langgezogenen Landes, die Bergstraßen, die durch Schluchten und Täler und über hohe Pässe führen — dafür ist im heutigen Verkehr nur der Kraftwagen ein einigermaßen zuverlässiges Gefährt. Er ist das Verkehrsmittel, das abseits der wenigen Bahnlinien das Land durchdringt. Der Stuhlkarren hingegen ist die Tradition des Landes. Falbe Nordlandponys traben davor gemütlich und unentwegt ihre Straße — den Karren, mit zwei hohen Rädern, hinter sich. Gemütlich und unbewegt, die Pfeife im Mund, im Arm die Peitsche und den prallen Heusack für sein Pony zwischen den Beinen, thront darauf der Fuhrknecht. Steigt ab und tippelt daneben her, wenn die Straße Steigungen nimmt, um das Gefährt zu entlasten. Kommste heute nicht, kommste morgen — Sinnbild abgeschiedener Zeitverlorenheit. Tempo gibt es hier nicht, Hetze und Hast, womit wir unsere Nerven plagen. „Zeit lassen" — grüßen ja auch bei uns die Aelpler. Weite Strecken „macht" man natürlich am besten mit dem Rutebil. Es ist erstaunlich, wie sicher diese Leute fahren, lieber steile Kehren jagt der Wagen, über Bergstraßen, die sich in S-Kurven und halsbrecherischen Serpentinen talwärts winden. Aber der Fahrer sitzt da — lässig, als ob er zu verkehrsstillster Zeit über einen breiten weltstädtischen Boulevard führe. Ost ist mir das bei diesen Ge- birgsoölkern schon aufgefallen, in den Alpen, in den balkanischen Gebirgen und wieder hier: Leute, Bauernjungens aus entferntesten Bergtälern, denen man in städtischer Überheblichkeit kaum einmal die Kenntnis eines Autos zutraute: Wie die Teufel fahren sie, so kühn und sicher, als ob sie keine Nerven hätten. Weite Strecken also mit dem Rutebil. Aber hat man Zeit, dann nehme man das landesübliche Gefährt. Ich sehe uns noch, wie wir xum ersten Male darin saßen. Von Gudvangen fuhren wir hinauf nach Stalheim, durch das Naeroedal, das auf mich einen der nachhaltigsten Eindrücke norwegischer Gebirgslandschaft gemacht hat. Auf einer Nordlandreise war unser Lloyddampfer „Sierra Cordoba" am Morgen vor Gudvangen vor Anker gegangen, und an die hundert standen die Stuhlkarren in dem kleinen Flecken bereit, die Passagiere des Dampfers nach Stalheim hinaufzubringen. Das ist ja eine der geringen Einnahmequellen der Menschen hier an den norwegischen Fjorden — der Touristenstrom, der sich Sommer für Sommer in das Land ergießt. Von weit her kommen, wenn ein Dampfer angekündigt ist, die Bauern mit ihren kleinen und zähen Ponys an die Landestelle. Sogar eine richtige Konzession haben sie hier für den Verkehr erwirkt, im Kampf mit dem Automobil, das ihnen viele Chancen wegnimmt: Bis zu einer gewissen Grenze bleibt der Verkehr ihnen überlassen, und nur, was darüber ist und von ihnen nicht mehr bewältigt werden kann, gehört dem Automobil. Der Lebenskampf dieser Menschen hier — mitten hineingestellt in grandiose, aber rauhe Natur — ist hart, und dieser Verdienst ist ihnen wohl zu gönnen. Aber vor allem: Dank dieser Maßnahme erlebt auch der Fremde dieses altnorwegische Gefährt — und wo er es sonst nur irgendwo auf einer Wiese, in einem Bauernhöfe stehen sah — nun sitzt er darin und schaukelt primitiv und romantisch durch die norwegische Landschaft. Gerade für diese Fahrt nach Stalheim ist der Stuhlkarren überhaupt das einzige Gefährt. Langsam, eindringlich erleben wir durch ihn die wilde Landschaft des Naeroedals, wo wir sonst mit dem Auto im —zig Kilometer-Tempo durch die Gegend flitzten, lieber die Geröllhalden eines Felssturzes hinweg, bald hinter Gudvangen, folgt die Straße langsam ansteigend dem gischtenden Lauf des Nae- roedalselv. Enger wachsen die Wände der Berge zusammen. Immer steiler türmen sie sich zu beiden Seiten des Tales. Kahl ragen die Riesen in den Himmel. Von unerhörter Wildheit und Wucht ist die Landschaft dieses Tales. Bis da auf einmal — nach einer Windung, die die Straße gemacht hat, noch ferne vor uns ein steiler, waldbehangener Fels quer vor dem Tale liegt, das er abzuriegeln scheint. Näher schiebt sich die Straße heran, höher wächst er, und in feinem dunklen Grün leuchtet hoch oben — wie irgend ein sagenumwobener Sitz nordischer Heldenmärchen — das rote Holzhaus des Stalheimhotels. Hinreißend konstratiert dieses Stalheim mit der wilden Zerrissenheit des Tales. Tief unten leuchten, als wir hinaufsteigen, die gelben Tupfen unserer „Es würde in der Welt alles viel besser gehen — wollte man mehr gehen", das ist ein altes wahres Wort. Versucht's an euch selbst. Ist der Kopf voll Sorgen, das Herz voll Kummer, die Seele voll Weh, der Körper krank — laß allen Acrger, alles Drückende, Trübe daheim, nimm Mantel, Stock und Hut und — — wandere! Und wenn deine Sorgen anfangs noch wie graue Schatten neben dir hergehen — wenn du da draußen in der Natur erschaust die lachende sonnige Au, wenn du mit aufmerksamen Ohren vernimmst das Jubilieren der Lerche, das Plätschern des murmelnden Baches, das Rauschen des hohen, hehren deutschen Waldes — Mensch, wie können dich bann noch Grillen plagen! Schreite frisch und munter aus, trällere ein frohes Wanderlied, nimm den Filz vom Kopf, laß dir die frische würzige Luft um Stirne, Hals und Brust wehen--Freund, schon kommt die — Gesundung! Weichen müssen alle quälenden, trüben Gedanken, Kopf und Herz werden frei von dem unangenehmen Druck, das Blut rollt lebendiger durch die Adern, Schlappheit und Müdigkeit weichen und lebensfroh blicken leuchtend die Augen all die Gotteswunder und Herrlichkeiten der Natur. Ja, rechtes Wandern bringt unbedingt eine Ertüchtigung unseres Körpers, und darum wird das Wandern von allen Aerzten als der vernünftigste und gesündeste Sport gepriesen und empfohlen zur Erhaltung der Gesundheit. Nicht warten, bis dich Gicht und Podagra plagen, bis dich Fettsucht und Luftmangel nicht mehr wandern lassen oder Verkalkung und Herzschwäche sich eingestellt haben, nein, d u Gesunder sollst wandern, wenn du kannst, täglich, mindestens aber so oft du Gelegenheit hast. Und weil das Wandern in hervorragender Weise den Körper stählt, Geist und Seele aufnahmefähig und frisch erhält, darum wurden die zuständigen Wander- vereine auch dem Reichssportführer von Tscham- mer und Osten zugeteilt, und sie fallen felbstver- ständlich unter die Sportvereine, deren Mitgliedschaft nach der sehr begrüßenswerten Verfügung des hessischen Staatsministers von allen Beamten erworben werden muß. Die Wandervereine sind es, die durch ihre mit vielen Kosten geschaffenen Wegbezeichnungen die schönsten Pfade unserer deutschen Mittelgebirge, durch das Errichten von Schutzhütten, Türmen, Unterkunftshäusern das Wandern durch die herrliche deutsche Heimat erst ermöglichen, und so durch das Erwandern und Kennenlernen heimatlicher Erde die Liebe zu Heimat und Vaterland wecken und pflegen. Darum ruft der. Reichsführer der deutschen Wandervereine, Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Ferdinand Werner, Darmstadt, allen Wandersleuten mit Recht zu: „Nicht heraus aus den deutschen Wandervereinen, sondern hinein! Hinein in diese Horte seelischer Aufwärtsentwicklung, hinein in diese Stätten edelsten Strebens und redlichsten Bemühens um den deutschen Aufbau! Wanderfreunde, Volksgenossen, die Heimat ruft euch: Wandern tut not!" Und von Prof. Werner, der vor seiner Berufung nach Darmstadt der geistige Führer des Vogelsberger Höhenclubs (V. H. C.) in Butzbach gewesen ist, gibt es ein herrliches Lied, das heute in allen Zweigvereinen des V. H. C. gesungen wird: Einen Bund will ich dir nennen, Wie ich schöner keinen weiß, Und mich froh zu ihm bekennen Als dem liebsten Freundeskreis. Wer den Zaubertrank empfunden, Den der V. H. C. uns reicht, Ist ihm immer treu verbunden. Bis der Tod die Wange bleicht. Wird's im Leben dir zu einsam, Und die Seele wund und weh, Willst du wandern froh gemeinsam, Freund, dann komm zum V. H. C. Reiseliieraiur. — Das Reichs-Handbuch der deutschen Fremdenverkehrsorte, Reichs-Bäder-Adreß- duch, herausgegeben im Auftrage des Bundes Deutscher Verkehrsverbände und Bäder E. V., einzig amtlich anerkanntes Nachschlagewerk für alle deutschen Fremdenverkehrs-Orte, Berlin W 9, Schelling- straße 1, beantwortet in seiner achten Ausgabe die große Frage nach dem „Wohin" der Reise. Nicht nur nach der rein schematisch-tabellarischen Seite hin, sondern auch nach der medizinischen Seite, soweit ßaien sie verstehen und Aerzte sie gestalten wollten. Die Zahl der vorangestellten Artikel vor den Gebieten ist gewachsen. Die alte Einteilung des Werkes konnte beibehalten werden, aber der innere Gehalt wurde sorgfältig geprüft. Die im Anhang mitgegebenen Organisatwnsplane sind auch für den Reisenden, der im Handbuch fern Reiseziel sucht, von Interesse und Wert. Die übersichtlichen Schemakarten der 18 Gebiete, die absolute Zuverlässigkeit des Inhalts sind die Merkmale dieses wertvollen Buches. Rundfunkprvqramm. Sonntag, 22. Juli. 6.15 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: 2000 - Kilometer- Fahrt durch Deutschland. An der Kontrollstatlon Frankfurt a. M., Festhalte. 8.25: Morgengymnastik. 8.45: Choralblasen. Veranstaltet von dem Amt für Kirchenmüsik, Frankfurt a. M. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein. Alemannischer Sommertag. 10.10: Stunde des Chorgesangs. 10.45: Bekenntnisse zur Zeit. „Land ohne Kinder — Land ohne Zukunft." Von Gotthold Mühlner. 11: Philipp Reis. 100-Jahr-Feier zu Ehren des Erfinders des Telephons. 12: Mittagskonzert I. 13: Von Baden-Baden: 2000-Kilometer-Fahrt durch Deutschland. „Am Ziel." 13.15: Mittagskonzert II. 14: „Kasperl im Schlaraffenland!" 14.50: Zehnminutendienst für die Landwirtschaft: 15: Stunde des Landes. Die Wiederauferstehung des Odal! 15.30: Fliegertreffen (15. Rhön-Segelflug-Wettbewerb). Funkbericht. 16: Von der Deutschen Meisterschaftsregatta. Staffelfunkbericht mit Kurzwellensender. Rennen der Vierer mit Steuermann. 16.15: Bunte Unterhaltungsmusik. 18: Fröhliches Zwischenspiel. 18.40: Von der Deutschen Meisterschaftsregatta in Mainz. Staffelfunkbericht mit Kurzwellensender. Rennen der Achter mit Steuermann. 19: Tiergestalten in deutscher Dichtung und Musik. 19.50: Sportnachrichten. 20: „Othello." Oper in 4 Akten von G. Verdi. 22.20: Nachrichten. 22.30 „Das Königreich Siam, einer der modernsten Staaten Asiens." Ein Dreigespräch. 22.50: 2000-Kilometer-Fahrt durch Deutschland. Schlußbericht. 23.10: Unterhaltungsund Tanzmusik. 1 bis 2: Nachtmusik. IHonfag, 23. Juli. 5,50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40t Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40t Gymnastik 10: Nachrichten. 10.30: Eigene Sendung. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Uebertragung nach Stuttgart: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. Mensch, ärgere dich nicht! 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde des Liedes. Kompositionen von W. A. Mozart. 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Friedrich List, der Vorkämpfer für eine deutsche Volkswirtschaft. Ein Zwiegespräch. 17.45: Kleine Unterhaltung. Lieder von Johannes Brahms. 18: Stunde der Jugend 18.25: Französischer Sprachunterricht. 18.45: Wetterbericht, Wirtschaftsmeldungen, Programmänderungen, Zeitangabe. 18.50: Das Leben spricht! Soziales Funkbild. 19: Militärkonzert aus unseren Gauen X. Reichswehrmärsche. 19.30: Saar- Umschau. 19.40: Fortsetzung des Militärkonzerts. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Humor entlang dem Rhein. Literarisch-Musikalische Hörfolge. 21: Der Vogelsberg. Ein Wald- und Bauernland. 21.30: Scherz- und Spottlieder aus Baden. 22: Kleine Unterhaltung. 22.20: Nachrichten. Dienstag, 24. Juli. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20: bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittaqs- konzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde der Frau. 15.35: Wirtfchaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 16.15 bis 17: Von Nürnberg: Die deutschen Kampfspiele. Eröffnungs - Feier. 17.30: Das berufliche Bildungswefen im Dienst der wissenschaftlichen und politischen Erziehung unserer werktätigen Jugend. Vortrag von Professor W. Heering. Berlin, Reichsreferent im NSLB. 17.45: Kleine Unterhaltung. Klaviermusik für die linke Hand allein. 18: Unsere Oberschlesien-Kinder kommen zurück! Die Begleiter des Ferienkinder-Zuges der NSV. erzählen. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Zehn Lieder aus dem Gaudeamus. Von Viktor v. Scheffel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Kleine Abendmusik. 20.45: Unterhaltungskonzert. 22: Kleine Unterhaltung. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45r* Nachrichten aus dem Sendebezirk. 3?>ad.rU]i£dungm fiitTUm uJbfcwe Luft-u. Kneippkurort Heigenbrücken,Spess. Hotel Hochspcfisart.3133d fUWass./kaltu.warm/Zentr.-Heiz., Blk.-Zim., herrl.Terr., m Blick ins Gebirge, wunderb. Berggart, mii Liegestühl. Idyll des Svess. Hier sind Sie, was Sie suchen. Pens.- Preis b. best Vervsi., Butterküche, Vorfall v. 3.80 an. Sie sind entzückt und komm. mied. Besitzer Jak. Röckina. Tel. 35. Vorbestell Pension Heinke, Eckarts 25 Min. v. Bad Brückenau, ruh. waldr.Gegd. Wiese rn.Liegeh.,sch. Fremdz.,eig.Landwirt., vorz.Ver- psieg.,4 Mahlz.,erstkl.Ref.Mäß.Pr. ll«henlnttknrortvnnan(Westerwaldl Jnschön.waldr.Geg.sind.Erholung- such. frdl. Aufnahme. Beste Vervsi 4reichl.Mahlz.: 3,25^Garn.Frühst tk.Nebenk.) Strandb.,Groß.Garten mit Liegestühl. Eig. Landwirtschaft Gasthof zur Post.Tel.Marienberg 9, L.Halmer Uvnsknltt Odenwald, Gasthaus'u. mUflUUl Pens. Breuberger Hof. Sonn., Herr!. Lage a.Fuße d.Burg Breuberg, ringsum Wald, gr. schatt. Gart. m. Hall. u.Saal, g. eing. ftrem- denz., Liegewiese a. der Mümling, Schwimmbad u. Bad i.H. Hausschl., ausgezeichn.Verpsi./p.Tag 3*^ bet 4 Mahlzeiten. Bes.H. Pilger» 3&hd I Pension Sonnenhügel, Amorbach,Odenw. Schönste.ruh., staub fr.Höhenl.a. Pl.Herrl.Fernsicht, ideal.Haus f. Erhol.-Touristen -Wochenende, Pens.4Mahlzeitv.3^an.Balkon. Autoh. Tel. 72. Prosp. frei. mnD LullkurorlÄuerbacha.d.B.lxÄ Ndyll.H.i.Gart.Pens.3.50u.4.-Fl. Wass.u. Ztrhz.l Dauerg. ges.) 898?D Bensheim an der BerWe Pension Schottenburg. 39mD TgeSv. 3.50-^Tauerh. 90^ mtl.fl. k- u. w.Wass. Z. H. gr.Gart.Sehr gut. K.,auchveget. Verl. Ausk. Referenz. bei Boppard / Pension Wirth Volle Verpflegung 3.25-3.50 Mk. 4 Mahlzeiten. Keine Nebenkosten. Herrliche Lage. - Nbein-Terrasie. Bad und WO im Hause. s4139v Hirzenhain SÄE Prlv.-PensionH.Nagel,Hirzenhain,Oberhess. AmSeem.herrl.Badegel.,ausged. ^?!^ungenLiegewiesen,g.u.retchl. Küche,auchDritt^MalzeitL-^siv Pension Mich frdl.ZimmAonn. staubfr. Höhen!., dir.a.Wald,i.schö- ner Spess.-Geg., Liegen)., 4 reicht. Mahlzeit., Mk.3. Keine Nebenkost. MOnchberg im Svessart.425»l) Kur- u. Erholungsheim,.Falkeneck“ Braunfels im Lahngebirge. Neuzeitl. Haus, inm. Park u. Wald, ßäderanl. f. ges. Natur- heilverf. Darmbäder, Dauerbrausen, Licht- u. Dermotherapie. Vorzügl. Küche, Heildiät. 13.-17.8.: Ernährungskurs d. W. Thiele.3838 q Prlvat-Penslon z. Weinberg, Obern- hoi-Lahn. Tel.Nassau 393.Rornant. herrl.gel.i.Lahnt. i. waldr. Gg.Scb. Svazierw. Aussichtsp. Gt. Verpfl. Pr. v. Tg. 3.50 o. Aufsch. 4 Mahlz. Sonniger Luf' hirott, 363 boc WiönewgJ Kreis Marburg la Pension, Person ProTag3M. (Kinder b. 12ft. 2 Mark). Auskunft Schwester Oberin, ftathol. Schwesternhaus £ufthitottllfeiiöornl.Bogel5öetg Erholungsheim Haus „Landfrieden" bietet guteErholg. Waldr.Gegd. u. geschützte Höhenlage. Vorzgl.Küche, a.W.Diätu.Rohkost,Pens.3^.N>77v Besucht die Perle des öhmtals Homberg, Ohm, Oberhessen Gute und reichliche Verpflegung, Auto-Garagen, große Terrassen, Angel- und Badegelegenheit, eigener Park, Kegelbahn. Zimmer mit fließendem Wasser. Frankfurter Hof *0&8d Besitzen Heinrich Deeg I. Erholungsheim Eichhof, Lanterbach (Hessen), 10 Minut. von Bad Salzschlirf, am Südostabhang des Eichbergs m. großen, in die Waldungen des Eichbergs übergehend. Parkanlagen. Neuzeitliches Schwimmbad in nächster Nähe. Ruhige, sonnige Höhenlagen sichern beste Erholung. — Volle Pension mit 4 Mahlzeiten EM. 3.50. [3484D Hotel und Pension „Arnsteiner Hof“ Seelbach b. Obernhof (Lahn). Tel. Amt Nassau 421. Modern. Haus. Bad m.fl. Wass., sonnig. Liegewiese, in unmittelbarer Nähe einladende Wälder u. Strandbad. Pensions- Preis 8,50 M. Keine Nebenkosten. eesaD im Vogelsberg Angenehmer Aufenthalt für Fa- milten und Sommerfrischler in nächster Nähe waldreicher Gegend mit Schwimmbad u. Ltegewiesen. Altbekannte, gute Küche (vier Mahlzeiten). — Metzgerei und Pension Ludwig Statt. Kinderlieini Nebel, Laubach ? am Wald-Schwimmbad 4120d für Kinder vom zartesten Alter an PensionAlteKlrvve,O.Schneider, Büdingen Overh.,Tet.311.Da dir. an gr. Wäldern geleg., biet. Ihnen m.Haus d. schönst. Erhol.-Aufenth. Schwimmb., Tennis. Butterküche, Diät. Aerztl.empf. Prospekte. 35820 PrivatPeDsion&SÄ läge 460 m, eig. Landwirtsch., gut einger. Fremdenz. m. el. L., Bad, 8 Min. v.Hause eig. Badestelle mit Liegeplatz u. Svrungst. a. gr.See, m. umlieg. Wald, gut. Vervsi. bei 4Mahlz. 3.30NM. Friedr.Föckel, Nieder-Moos, Bahnstat. Greben- hain-Crainfeld.Tel.Greb enhain21 Freie Abholung v. d. Bahn. smeo fiPthffPill (Vogelsberg) 455 m, Ijvlt flvlll Privatvension ft übel. Tel. 47, bringt erstkl.Pens. i. ©rinne* rung. Pensionspr.3.50^ inkl. assiD Sommerfrische, priv. Ruhe ».Erholung sind.Siei. wundersdi.geleg. Merkenfritz( Vogelsberg). Bahnstr. Stöckli.-Lauterb. Rundum m. Na- del-u.Buchenw.umg. Hausi.Wie- sengrund.dir.a.Wald geh Frdl.Zim^ anerk.g. Vervsi. b.4Mahlz.2.70.^. ftathacine Dielst. Mrkenfrltz LBogeisb. ftrhnlnnn für wenig Geld-schön- UllJUlUliy ster Sommeraufenthlt. LaudbausSeim, Lardenbach (Vogelsberg ),5 Min. v. Stat. Weickartshain, im sog. Seental, inrnitt.herrl. Wäld. u.Wies., inwohltuend. Stille, kurz die Erholungsstätte für iederrn. Reichlichste u. abwechslungsr. Küche. 4 Mahlzeiten nur 3-^vroTag. 35720 Deine. Seim, Carüenbath (öberheflen). Erholung in DoMdtaffl (Vogelsberg) Ruh.staubfr. Lg. dir. tu Walde. Anerk. g. K. (4 Mahlzeit.). Liegewiese a. Hause. Schwimmbad. Preis volle Pension 3.50^ Privatpension „Waldeslnst“PJ!eier Bahnstation Ilbeshausen. *edi>