tir. 68 Erstes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 21. Marz 1934 Erjchemr täglich, außer Kenntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle monat$--Be)ugsprei$: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte w 1.80 Zustellgebühr.. „ —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zentsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn Postscheckkonto: Sranlfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-Vuch- und Zteindruckerei R.Lange in Stehen. 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Obwohl die Verwaltung und Erhaltung des Bestehenden, soweit es sich als nützlich für die Wohlfahrt des Staates und des Volkes erwiesen hat, sicher auch eine sehr bedeutsame und verantwortungsvolle Aufgabe darstellt und besonders in schwierigen Zeiten den vollen Einsatz der Kräfte bedingt, liegt das größere Schwergewicht für die Fortentwicklung des Individuellen oder des Gemeinschaftslebens doch bei den dynamischen Kräften, aus denen sich Wesen und Richtung des Fortschrittes in der Entwicklung ergibt. Auch die beste „Verwaltung" führt, wenn sie nicht von einem ständigen Durchbruch neuer fortschrittlicher Ideen und Leistungen begleitet wird, allmählich zu einer Erstarrung. Erstarrung aber, ei es in der Natur, sei es im sozialen oder wirt- chaftlichen Leben, führt zum Ab st erben und chließlich zur völligen Vernichtung. Diesem Vernichtungsprozeß zu entgehen und an seine Stelle eine Aufschwungsbewegung zu setzen, ist eben in erster Linie Angelegenheit und Aufgabe der schöpferischen Initiative, und sie nimmt unter den Bausteinen des nationalen Lebens einen ganz besonderen, wenn nicht entscheidenden Rang ein. Pflichtgefühl, Sauberkeit, Sparsamkeit, Wehrhaftigkeit und Wahrhaftigkeit — alles dies find unentbehrliche Tugenden für ein Volk, das seinen Plätz in der weltgeschichtlichen Entwicklung behaupten will. Aber würde dabei aus irgend welchen Gründen die schöpferische Initiative erlahmen, idann würde trotzdem der Weg zu einer größeren Wohlfahrt, zu einem höheren Kulturstand, zu einer wachsenden nationalen Geltung versperrt sein. Der Sieg des Nationalsozialismus in Deutschland beruht ausschlaggebend auf der schöpferischen Initiative, die sein Führer entwickelt hat, und dieses Beispiel beweist zugleich, daß sich der Begriff der schöpferischen Initiative keineswegs auf das rein wirtschaftliche Gebiet beschränkt, sondern selbstverständlich auch für das nationale und politische so gut Geltung hat wie für das kulturelle. Die Großtaten aus der Kultur- und Geistesgeschichte Deutschlands, die sich an Namen wie Beethoven und Wagner, Goethe und Schiller, Kant und Nietzsche, Stein und Bismarck knüpfen, sind im Grunde völlig wesensgleich den Großtaten auf dem technischen und wirtschaftlichen Gebiete wie sie etwa ein Borsig oder Krupp, ein Siemens oder Benz vollbracht haben. Und was als Groß taten in den Annalen der Geschichte und in den Lehrbüchern für die späteren Generationen fortlebt, das ist begleitet und muß begleitet sein von einer Vielfältigkeit und Gleichzeitigket zahlloser Schöpfungsakte zwar kleinerer, aber wegen der tau» sendfältigen Ansatzpunkte insgesamt doch von ebenso großer Bedeutung. Für das Gebiet der Wirtschaft hat der Reichskanzler Adolf Hitler in der Reichstagssitzung vom 23. März 1933 den Weg vorgezeichnet, der — von der staatlichen Wirtschaftspolitik aus gesehen — diesen Erkenntnissen gerecht wird: „Grundsätzlich wird die Regierung die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen des deutschen Volkes nicht über den Umweg einer staatlich zu organisierenden Wirtschaftsbürokratie betreiben, sondern durch die stärkste Förderung der privaten Initiativ e". Dieser Grundsatz steht in vollem Einklang mit dem Punkte der Reichskanzlerrede bei dem Staatsakt in Potsdam, daß die Regierung „alle die Erfahrungen berücksichtigen will, sowohl im Einzel- wie im Gemeinschaftsleben, wie aber auch in unserer Wirtschaft, die sich in Jahrtausenden als nützlich für die Wohlfahrt der Menschen erwiesen haben." Und ein drittes Wort Hitlers, das er in seiner großen programmatischen Rede auf dem Arbeitskongreß vom 10. Mai gefunden hat, muß in diesem Zusammenhang ebenfalls zitiert werden: „Wir wissen, daß eine Unzahl der Männer, die unsere Produktion begründeten, nicht etwa ursprünglich aus dem Besitz gekommen sind, sondern aus der Arbeit, daß sich in ihnen die Kraft der Faust zugleich erweiterte zur Genialität des Geistes, daß sie gottbegnadete Erfinder, gottbegnadete Organisatoren gewesen sind, denen wir und unsere Volksgenossen unser Leben mitverdanken." Gerade diese Feststellung wird dem besonderen Charakter der schöpferischen Initiative gerecht, die sich nicht aus der Tatsache des Besitzes, sondern aus der Kraft der Persönlichkeit als solcher entwickelt. Seinen Besitz, sein Privateigentum zu vermehren, setzt gewiß auch „Initiative" voraus, aber die wirklich schöpferische Initiative ist keine Angelegenheit des „Eigennutzes" — wiewohl dieser damit verbunden werden kann und im Rahmen des berechtigten Ertragsstrebends auch damit verbunden sein darf —, sondern eine Angelegenheit des Gemeinnutzes. Denn was an wirklich schöpferischen Werten geistiger oder materieller Natur geschaffen wird, das dient eben der Wirtschaft und der Volksgefamtheit, dem Kulturstand und der Wohlfahrt aller Dolksanaehörigen. Setzt schon die möglichste Erhaltung der A r - beitsftätten in Zeiten schwerer Krisen ein ungewöhnliches Maß an Krafteinsatz und an Initiative voraus, so ist die organische Arbeite- v e s ch a f f u n g erst recht eine Frage der Entschlußfreudigkeit, verbunden mit der notwendigen kaufmännischen und technischen Erfahrung oder auch — bei Inangriffnahme neuartiger Güterherstellung oder Anwendung neuer technischer Erfindungen — kommerziellen Wagemut. Natürlich findet die Freiheit der unternehmerischen Entfaltung geistiger oder materieller Kräfte ihre Grenze in den sittlichen Pflichten, die dem Unternehmer obliegen und an die er genau so gebunden ist wie jede Persönlichkeit, deren freies Schaffen der Staat durch seine Institutionen und wirtschaftspolitischen Grundsätze gewährleistet oder sogar ausgesprochen fördert. Je bewußter der Unternehmer den geschriebenen oder ungeschriebenen Pflichtenkodex gegenüber Staat und Gemeinschaft, Mitarbeiter und Volksgenossen achtet, und je unnachsichtiger das Unternehmertum im ganzen von Verstößen einzelner abrückt, um so eher wird sich auch das Unternehmertum die Wertung in der Oeffentlichkeit erobern, die es nach feinen Leistungen verdient. Die schöpferische Initiative in der deutschen Wirtschaft hat seit jeher die Achtung der Welt gefunden, und für das Ausmaß der deutschen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit legen nicht nur die Jahrzehnte vor dem Kriege, sondern auch die Nachkriegszeit, die Wirren der Jnflations- und Deflationszeit, beredtes Zeugnis ab. Es ist gerade auch jetzt Pflicht des Unternehmertums, feine schöpferischen Kräfte dem Wiederaufbau der Nation zur Verfügung zu stellen, und es wird dieser Aufgabe um so entschlossener entsprechen können, als auch die Reichsregierung die Bedeutung der ihm innewohnenden Kräfte voll erkannt hat. „Sie Leistung muß wieder zu Ehren kommen!" Oie Parole des Gauleiters zur Eröffnung der Frühjahrsoffensive im Mein-Main-Gebiet. Vorwärts, in die Arbeit! Die vom Führer eingeleitete Frühjahrsoffensive zur Ueberwindung der Arbeitslosigkeit findet das Rhein - Blain - Gebiet bestens gerüstet. Wahrend in den vergangenen Monaten das Winterhilfswerk hunger und Kälte bannte und damit Hoffnung, Glaube und Kraft des Volkes festigte, wurde unablässig an der Vorbereitung der zweiten Arbeitsschlacht gearbeitet. Kein Plan blieb unerörtert. Alles wurde überlegt, durchdacht und praktisch gestaltet. So können mit dem heutigen Tage an tausend verschiedenen Stellen die Hebel an- gesetzt werden mit einer Wucht, die unserer kampferprobten Bewegung Ehre machen soll und muß. Das Vertrauen auf die eigene Stärke wird im Bündnis mit der Gesamtheit des Volkes mit der Gröhe der gestellten Aufgabe wachsen. Wir haben bei der politischen Machtergreifung ganze Arbeit getan und werden diese Totalität auch auf wirtschaftlichem Gebiet gründlich und endgültig herbeizuführen. Rur eine Forderung haben wir an alle, für die der Kampf heute von neuem aufgenommen und bis zum Siege durchgefochten wird: haltet auch ihr, was ihr versprecht, wenn ihr in Arbeit sieht. Es kommt nicht darauf an, was einer arbeitet, sondern w i e er arbeitet. Die Leistung muh wieder zu Ehren kommen. Eure Arbeit ist ein Stück eurer Ehre, haltet sie rein, auf dah ihr bestehen könnt vor eurem Führer und vor' euch selbst. Arbeit ist Lebenskampf. Frankfurt a. M.» den 21.März 1934. Gez.: Sprenger. Das Rhein-Main-Gebiet für die Arbeitsschlacht gerüstet. Vom Gaupresfeamtder NSDAP, wird zum Beginn der zweiten Arbeitsschlacht im rhein-maini- fchen Wirtschaftsgebiet u. a. mitgeteilt: Grauenvoll war das Erbe, das der Nationalsozialismus im jetzigen rhein-manischen Wirtschaftsgebiet übernehmen mußte. Furchtbar waren die Wunden, die Handel und Wandel, Verkehr und Wirtschaft durch die verrückte Politik der verkrachten Systemparteien auf allen Gebieten geschlagen worden waren. Hunderttau^sende von Arbeitslosen lechzten nach Arbeit, während die gerade im vorerwähnten Wirtschaftsgebiet so zahlreich vertretene Industrie aller Art fast ganz zum Erliegen gekommen war. Zu all dem gesellte sich noch die politische Zerrissenheit, die an und für sich zusammengehöriges wirtschaftliches Territorium durch Landesgrenzen voneinander trennte. So war es für jeden klar, daß hier nur eine überragende Persönlichkeit das Trennende beseitigen und die Voraussetzungen politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit schaffen mußte, ohne die ein wirksamer Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im Gaugebiet Hessen-Nassau der NSDAP, unmöglich gewesen wäre. Diese Persönlichkeit war Gott sei Dank in der Gestalt unseres Gauleiters vorhanden. Die Zusammenlegung der politischen Gaue Hessen und Hessen-Nassau-Süd der NSDAP, war die Basis, auf der der Gauleiter zielsicher, unbeirrt und weitschauend schon im Zuge der nationalsozialistischen Revolution das r h e i n - mainische Wirtschaftsgebiet in die Erscheinung treten ließ. So wurde die Einheitlichkeit des Handelns auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet hergestellt, zu gleicher Zeit aber begann der Gauleiter schon sich die Organisationen und Waffen zu schmieden, die bereits im letzten Jahre im Kamps gegen die Arbeitslosigkeit allen sichtbar sich bewährten. Wer die Treue, Kameradschaftlichkeit und Verbundenheit des Gauleiters zu und mit seinen alten Kämpfern kannte, dem war es ohne weiteres klar, daß es ihm Ehren- und Herzenssache war, daß im Rahmen der Arbeitsbeschaffung zu allererst derer gedacht wurde, die ihre Treue zum Führer oft mit dem Verlust der Arbeitsstätte und damit des täglichen Brotes bezahlen mußten — der alten Kämpfer. Mit Genugtuung und Freude konnte der Gauleiter feststellen, daß seine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren und seine alten Kämpfer mit der Mitgliedsnummer 1 bis 300 000 fast alle wieder in Arbeit gebracht wurden. Ein hoffnungsvoller Auftakt zu der jetzt beginnenden Frühjahrsarbeitsschlacht ist die Tatsache, daß im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen, bereits im Monat Februar weitere 25 000 Arbeitslose untergebracht werden konnten. Als Beispiel für den überall verspürbaren wirtschaftlichen Aufschwung seien die Arbeitslosenziffern einiger Arbeitsamtsbezirke willkürlich herausgegriffen. So meldet das Arbeitsamt Mainz, daß allein im Februar die Zahl der Arbeitslosen von 16 713 auf 13186, das sind umrunb 22 Prozentherab- gesunken ist. Im Arbeitsamtsbezirk Offenbach konnten im Laufe des Monats Februar 2052 Arbeitslose in Dauerbeschäftigung untergebracht werden. Derselbe Stimmungsbericht kennzeichnet die Belebung des Arbeitsmarkts im Bezirk des Arbeitsamtes Niederlahnstein. Im ersten Jahr der Arbeitsschlacht ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Arbeitsamtsbezirk um 6 4,7 Prozent g e - ringer geworden. Von den 211 Gemeinden, die das Arbeitsamt zu betreuen hat, sind 49 bereits vollständig frei von Unterstützungsempfängern. Das Arbeitsamt Limburg meldet im Monat Februar einen Rückgang von fast 1000. Im Bezirk des Arbeitsamtes Darmstadt wurden im Februar 1934 1307 in Arbeit gebracht. Die Kalkindustrie des Lahngebietes, die fast ganz zum Erliegen gebracht ist, verzeichnet einen starken Zugang in Aufträgen. Die Arbeitsschlacht im Rheingau machte es möglich, bei 83 000 Tagewerken Rodungsarbeiten in den Weinbergen, 1114 Mann zu beschäftigen. Die Werkleitung der Adam Opel AG. hat im Jahre 1933 ihre Belegschaft von 6000 auf 10 000 Mann erhöht und diesen Stand den Winter über gehalten. Darüber hinaus aber hat die Opel AG. nur in ihrem Rüsselsheimer Werk seit Anfang Januar 1934 noch weitere 2000 Arbeitnehmer eingestellt, so daß die Belegschaft heute insgesamt eine Stärke von 12000 Mann erreicht hat. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden eines der gewaltigsten Werke, das auf Veranlassung des Gauleiters und des Landesbauernführers Dr. Wagner in Angriff genommen wurde: die Durchführung des Meliorations-Arbeits- und S i e d l u n g s p r o g r a m m s im Ried; ein Gebiet von rund 40 000 Hektar Fläche wurde in Angriff genommen. Neue Dörfer werden entstehen, Hunderte von Bauernsiedlerstellen errichtet und Tausende in der Durchführung dieser Arbeiten Arbeit und Brot finden. Der Weiterbau des gewaltigen in Frankfurt a. M. begonnenen Autobahnenprojektes wird weitere Kreise im Wirtschaftsleben ziehen und vielen Volksgenossen Arbeit geben. Bedeutet doch die Fertigstellung eines Kilometers dieser Straßenanlage 30 000 bis 40 000 Tagewerke Arbeit. Die aufgeführten Beispiele zeigen eindeutig an, daß die nunmehr beginnende Arbeitsschlacht das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet wieder in vorderster Stellung sehen wird. Der Gauleiter erklärte anläßlich einer Unterredung mit einem Pressevertreter: Ich werde den Hauptstoß für 1934 wieder gegen die Arbeitslosigkeit ansetzen. Die bisherigen Erfahrungen im Kampf gegen die Arbeits-, losigkeit haben gezeigt, daß diese Aussprüche des Gauleiters durch die Erfolge bestätigt werden. Wenn heute der Führer inmitten deutscher Arbeiter die Richtlinien und Parolen für diese Zweite Arbeitsschlacht bekannt gibt, so ist es uns unumstößliche Gewißheit, daß der Gau Hessen- Nassau die ihm vom Führer gestellte . ~wfgabe hundertprozentig lösen wird. Erinnerung und Tat. Von Zriedrich Wilhelm Heinz. Heute wird der Führer den Befehl zum neuen Großangriff gegen die Not der Arbeitslosigkeit geben. Ein Winter liegt hinter dem deutschen Volk, in dem zum erstenmal nach dem Willen des nationalsozialistischen Staates fein deutscher Volksgenosse zu hungern und zu frieren brauchte. In beispielloser Opferfreudigkeit hat die deutsche Nation das gewaltige Winterhilfswerk durchgeführt. Was keiner Regierung vorher auch nur annähernd gelungen war, das hat der nationalsozialistische Staat geschafft: durch fünf harte und bittere Wintermonate die Folgen der Wirtschaftsnot zu lindern. Nicht aber um die Symptome dieser Not geht es einer echten Revolution, sondern um die Ursachen. In maßvoller Planmäßigkeit hat sich Heute Fahnen heraus! Zur 2. Deutschen Arbeitsschlacht! langsam der Umbau der gesamten deutschen Staatsund Wirtschaftsstruktur vollzogen. Unter Zurückhaltung der Ausgaben, die nur durch Erfahrung und Erprobung organisch gelöst werden können, find zuerst einmal d i e notwendigen Ausgangs- st e 11 u n g e n für die Groß-Offensive des Frühlings 1934 geschaffen worden. Es ist für das geplante Werk der Arbeitsbeschaffung und großzügigen Wirtschaftsbelebung der Begriff der „A rb e i t ss ch la ch t" geprägt worden. Dieser bezeichnet schon länaft nicht mehr den rein kriegerischen Einsatz einer Armee zum Zwecke der Vernichtung eines militärischen Gegners, sondern er versinnbildlicht den soldatisch-kämpferischen Charakter, aus dem heraus der deut- j ch e A u f b a u vollzogen werden muß, er kennzeichn net Geist und Lebensstil des neuen Staates, der die Urstände der Nation, Soldaten, Bauern und Arbeiter, unter das Gesetz der „totalen Mobilmachung* stellt, um die Sicherheit des Staates und die Wohlfahrt des Volkes zu gewährleisten. Mit dem 21. März 1934 beginnt gewissermaßen das eigentliche politische Jahr. Die Frühjahrsoffensive des Jahres 1934 bedeutet also nichts anderes als die innerpolitische Fortführung und Vollendung des Werkes, das am 30. Januar 1933 begann und die Erneuerung der deutschen Nation samt allen ihren Lebensformen im Staatlichen, Wirtschaftlichen und Kulturellen zum Ziel hat. Trotzdem wollen wir für das Werk des Großangriffs gegen Arbeitslosigkeit und Not den Geist beschwören, in dem die deutsche Front- a r m e e am 21. März 1918 zum Kampf um die Entscheidung antrat. Damals offenbarte sich zum ersten Male in seiner ganzen Deutlichkeit das veränderte Weltbild des 20. Jahrhunderts. Eine ungeheure Willensanspannung konzentrierte die Kraft des Volkes in Waffen auf ein Ziel: den Durchbruch. Keiner aus der feldgrauen Millionenfront, der diesen Tag miterlebt hat, wird die gewaltige seelische Erschütterung vergessen, die die Vorberei- tung des Angriffs und der Angriff selbst auslöste. Monate hindurch war das Heer in härtester Schulung für feine Aufgabe erzogen worden. Damals erkannte zumal der junge Nachwuchs der deutschen Armee, daß der gute Wille und die richtige G e - sinnung allein nicht ausreichten, um den Sieg Zu erzwingen. Ein vielseitiges Können mußte von Führer und Mann erworben werden, um mit einiger Aussicht auf Erfolg den Sturmgang antreten zu können. Der „heroische Realismus" des echten Preußentums in seiner unpathetischen Sachlichkeit und in der Selbstverständlichkeit seiner Pflichterfüllung glühte noch einmal auf, ehe einige Monate später die Nacht des 9. November über Deutschland hereinbrach. Aber die gewaltige Erschütterung dieser Nacht vor dem Sturm mit ihren hastenden Kolonnen, der gigantischen Geschützfront, dem alles zermalmenden Trommelfeuer, dem verbissenen Abwarten auf die Sekunde des Sturmbeginns und schließlich dem erlösenden Aufschrei aus mehr als einer Million von Kehlen stürmender deutscher Frontsoldaten, diese letzte und größte Zusammenballung aller deutschen Kräfte im Weltkrieg blieb beschränkt auf die Grabenreihe zwischen Monchy, Cambrai, St. Quentin, La F6re. Die Heimat war führerlos geworden. Ihr fehlte der Wille zum Sieg und die Unerbittlichkeit des Durchhaltevermögens, weil der deutschen Staatsführung der Glaube an den Sieg und die deutsche Sache fehlte. Zwischen den deutschen Soldaten und der deutschen Staatsführung klaffte ein unüberbrückbarer Riß. Am 9. November 1918 siegte das „andere Deutschland", das fortan vierzehn Jahre lang die deutsche Erde mit Pesthauch des Verrats und der Schande erfüllte. Die nationalsozialistische Revolutton hat den Weg frei gemacht zum Durchbruch der soldatisch-preußi- scheu Lebenskraft in das Gesamtbereich des deutschen Daseins. Volk und Staat sind heute eins die Führung liegt in der Hand eines Mannes ' ber Frontsoldat und Arbeiter in einem war, die Machte der Zersetzung und der Dienst- Verweigerung sind unbarmherzig ausgetilgt worden. Es war ein harter und langer Weg vom 21. März 1918 bis zum 21. März 1934. Dazwischen liegt der 13. März 1920, an dem zum erstenmal der Versuch gemacht wurde, durch soldatischen Einsatz den Staat von Weimar zu überwinden, und liegt als stolzeste Siegesfeier der 21. März 1933, an dem an geheiligter Stätte, am Grabe Friedrichs des Großen, der Marschall des großen Krieges und der Führer und Kanzler des deutschen Volkes Vergangenheit und Zukunft Deutschlands ineinander- flochten und die preußisch-soldatische Staatlichkeit mit der deutschen Innerlichkeit unlösbar verbanden. Der 13. März 1920 ist das Musterbeispiel dafür, Laß selbst der beste Wille soldatischer Idealisten nicht ausreicht, einen Staat zu erneuern, wenn hinter diesem Willen nicht die leidenschaftliche Zustimmung und das seelische Ja des Volkes steht. Die zwsitau- send Sodaten, die am 13. März 1920 nach Berlin marschierten, handelten genau so einem inneren Auftrag gemäß, wie die Soldaten Adolf Hitlers, die den Zug an die Feldherrnhalle am 9. November 1923 wagten. Aber die Zeit der deutschen Revolution war noch nicht erfüllt, die Umwertung der Werte hatte eben erst begonnen. Das Schicksal mutzte das deutsche Volk zuerst durch das grauenvolle Tal der Arbeitslosigkeit und der Glaubenserschütterung führen, ehe ein neuer Glaube wachsen und die Nation zu sich selber zurückfinden konnte. Der 21. März 1933, der erste Sonnwendtag des nationalsozialistischen Deutsch- 5ands, wurde zum Symbol des Zurückfindens und der Selbstbesinnung auf die unzerstörbaren und ewigen Werte des deutschen Seelentums und der soldatisch-preußischen Staatlichkeit. Von diesem Tage an hat uns nicht nur der große Preußenkönig in Dienst und Pflicht genommen, sondern ist uns Soldaten wiederum das Erbe auferlegt worden, das Arnim der Cherusker weitergab an die Hohenstaufen und die Hohenstaufen weitergaben an die Ritterorden und den Großen Kurfürsten, das der Große Kurfürst weitergab an Friedrich den Großen und dieser an Bismarck, das Erbe und der Auftrag, für den zwei Millionen der grauen Kämpfer an der Front starben: das ewige Reich deutscher Nation, das durch die Taten der Staatskunst ebenso bezeugt wird, wie durch die großen schöpferischen Offenbarungen der deutschen Innerlichkeit, angefangen vom Nibelungenlied über die Mystik Meister Eckehards und das stolze Freiheitsbekenntnis Martin Luthers bis zu der Glaubenszuversicht im Werke Bachs, Mozarts, Beethovens, Schillers und Goethes, und schließlich zu der einsamen Verkündung des alternden Friedrich Nietzsche, der von der Pflicht der Deutschen zu einem „ins Geistige gesteigerten Fridericianis- mus" sprach. Die Frühlingssonnenwende 1934 stellt uns vor die Erprobung, dieser großen Vorbilder würdig zu sein. Die Arbeitsschlacht und die Frühlingsoffensive 1934, die jetzt anhebt, sie stellt nur einen Teilabschnitt dar jenes gewaltigen Kampfes, in den wir und die kommenden Geschlechter gestellt sind. Wir wollen, wie es die Soldaten am 21. März 1918 taten, ans Werk gehen. Wir wollen nicht große Worte vorher machen, und wir wollen unseren Blick nicht verschließen vor den ungeheuren Gefahren, von denen wir ringsum umgeben sind. Aber wir wollen aus dem ewigen Wunder des Frühlings, des Frühlings in der Natur und des revolutionären Frühlings des deutschen Volkes die Kraft und die Zuversicht schöpfen, unserer Aufgabe gewachsen zu sein. Hilfe für Rhön und Spessart. Berlin, 20. März. (DNB.) Um die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit aus die Notlage in den Gebieten Rhön und Spessart zu richten, hatte der Gauleiter von Main-Franken, Dr. Hellmuth, einen Presseempfang veranstaltet, auf dem er seinen Aufbauplan auseinander setzte. Er konnte durch eigene Anschauung feststellen, daß Städte und Dörfer übervölkert sind, während auf der anderen Seite das Land zu einem großen Teile brach liegt. Der Boden ist fruchtbar, aber die Höfe sind durch die vielfachen Erbteilungen so auseinandergerissen, daß beispielsweise ein Dauer 13 Kilometer zurücklegen muß, wenn er seine auseinandergerissenen Felder aufsuchen will. Der Führer hat den Gauleiter beauftragt, eine Denkschrift auszuarbeiten, damit die Durchführung der Pläne alsbald in die Hand genommen werden kann. Dr. Hellmuth kennzeichnete auch den Wahnwitz des noch immer bestehenden Wasser- und Wei de- rechts. Es könnten 6000 Erbhöfe dort geschaffen weroen. Deutschland könne es sich nicht erlauben, ein so fruchtbares Gebiet ungenutzt zu lassen, nur weil bisher politische und gesetzliche Hindernisse dazu nötigten. Der Gauwirtschaftsberater Haßlinge gab weitere Einzelheiten über das Rhön-Spesfart-Projekt. Das Ziel fei im wesentlichen, Ordnung z u schaffen, Damit die Gebiete sich entwickeln könnten, wie es ihrer klimatischen und geographischen Lage entspreche. Vor allem müsse die Landwirtschaft in Ordnung gebracht werden. Es müsse wieder eine Existenzmöglichkeit für die Landwirtschaft geschaffen werden durch die Errichtung von Erbhöfen. Der Bauer habe genug Absatzmöglichkeiten in den großen benachbarten Städten Frank- s irt, Würzburg, Aschaffenburg, Meiningen usw. Dem Landwirt Absatzmöglichkeiten zu schaffen, heiße weiter Existenz schaffen fürGewerbeundHan- d e l, die jetzt vollkommen ausgestorbey seien. Der Basaltindustrie müsse wieder Beschäftigung gegeben werden durch die richtige Verteilung der Aufträge. Wenn Landwirtschaft und Industrie in Ordnung gebracht seien, werde man sich dem Fremdenverkehr zuwenden. Durch die scharfe Trennung von Industrie und Landwirtschaft solle den dort wohnenden 250 000 Menschen die Möglichkeit gegeben werden, sich wieder selbst zu ernähren, während jetzt fast die ganze Bevölkerung auf zusätzliche Arbeit und auf Unterstützungen angewiesen sei. Die Reichsregierung habe weitgehendes Verständnis für die Pläne gezeigt, und sie habe den Willen, den wertvollen Dolksstamm zu erhalten. Zur Durchführung ist eine Zentralstelle zu schaffen, die die vollständigen Gebiete umfaßt, einerlei ob sie politisch Bayern, Preußen, Thüringen oder Baden unterstehen. Kulturämter, Bauämter, Forst- ämter, Gesundheitsbehörden usw. haben sofort die Einzelheiten des Planes nach den Richtlinien der Zentralstelle auszuarbeiten. .Für den Monat September ist eine Rhön-Wanderausstellung geplant, die ihren Ausgang von Berlin nehmen und sich über 'Das ganze Reich erstrecken soll. Frühling des deutschen Voltes! Oie Rede des Führers auf dem Münchener Revolutionsappell. München, 20. März (DNB.) Bei dem Revolutionsappell in den Ausstellungshallen am Montagabend ergriff nach dem Gauleiter Wagner, dem Reichsführer der SS. Himmler und dem Stabschef Röhm der Führer das Wort. Der Führer ging aus von der weltanschaulichen Grundlage der Nationalsozialistischen Partei, deren fundamentalen Unterschied von anderen Parteien er in die Definition zusammenfaßte: „Der Sieg einer Partei ist ein Regierungswechsel, der Sieg einer Weltanschauung ist eine Revolution, und zwar eine Revolution, die den Zustand eines Volkes tief innerlich und wesenhaft umgestaltet." Die Märzrevolution des Jahres 1933 sei in Wirklichkeit die Fruhlingsrevolution des deutschen Volkes geworden. Ein Frühling sei nun wieder angebrochen, in dem wir leben und in dem wir alle glücklich seien. Das deutsche Volk habe sich sreigemachl von der Eiszeit der Vergreisung und sei wieder jung geworden nicht nur geistig, sondern auch körperlich. Wer heute durch Deutschland gehe, der sehe andere Menschen vor sich als noch vor zwei Jahren. Das, was unsere Kämpfer schon vorher auszeichnete, und unsere SA.- und 5$.- Wänner und den jungen unter tausend anderen herauskennen ließ, daß er einen anderen Blick halte, den Kops stolz und höher l r u g, das sei heute für viele Millionen unseres Volkes Lebensausdruck geworden. „An was sich Jahrhunderte nicht wagten, woran ein halbes Jahrtausend scheiterte, was Generationen versuchten und was ihnen nicht gelang, das haben wir in einem Jahr geschaffen." Wir haben alles zehnmal überlegt und keinen Schritt zu viel getan. Es soll sich niemand in Deutschland beklagen. Wenn unsere Feinde von der roten Couleur zur Macht gekommen wären, dann würden wir bei uns wie anderwärts nur einen Trümmerhaufen sehen. Heute aber sehen wir in Deutschland blühendes Leben. Wir kämpfen für ein selbständiges deutsches Volk. Wenn Gott die deutschen Stämme schuf, so werden sie bleiben. Wenn nun jemand sagt: Was ist denn dann mit den einzelnen Staaten, die hat doch auch Gott gemacht? Nein die Staaten haben die Menschen gemacht! Staatsformen sind immer vergänglich gewesen. Blicken Sie 100 Jahre zurück, 200 ober 300 Jahre und sehen Sie auf die Landkarte und ihre Veränderungen! Und wenn mir aber jemand sagt: Aber von jetzt ab muß es so bleiben, so kann ich darauf nur antworten: Herr, wenn Sie steril geworden sind, so ist es deshalb noch lange nicht unser Volk! Das lebt noch und empsiudet sein errungenes Ziel, strebt diesem Ziele zu, und die Karte unseres Reiches wird sich daher weiter wandeln und weiter verändern. Einst zusammengefügt und zusammengeschweih! als Volk zu einer einzigen Einheit, so wie wir ste in unseren braunen Hemden äußer- lich symbolisch schon geschaffen haben. Line Farbe, eineFahne und einhoheits- Zeichen für ganz Deutschland. Ich nehme vor der deutschen Geschichte d e n K a m p s auf mit meinen Widersachern, ich nehme ihn auf vor der deutschen Nachwelt. Sie wird einmal unser Richter sein, und ich weiß es, sie wird uns einziehen lassen in das Pantheon der nationalen Geschichte. Sie wird feststellen und anerkennen: hier haben zum ersten Wale nach tausendjährigem Versagen und Irrwegen Wanner von innen heraus ein Volk geschaffen. Wenn mich jemand fragt: Welche Aufgabe stellen Sie den deutschen Stämmen, so antworte ich: Es gibt nur eine Aufgabe: Erzieht eure An- gehörigen zu den besten Deutschen, dann tretet ihr ein für unser ganzes Volk. Ganz Deutschland kann leben, wenn alle immer wieder an das ganze Deutschland denken. Dann wird jeder einzelne wieder stolzen Hauptes in Deutschland leben können. Ihr habt von hier einen deutschen Volkstribunen nach Berlin geschickt, und es ist mein Wille, daß mein Name einst unter den deutschen Reichskanzlern ehrenvoll bestehen kann. Ich bin als Mann aus dem Süden nach dem Norden gegangen mit einem Programm, von dem ich sagen kann, prüft es alle! Es ist ein deutsches Programm! Die Frühlingsrevolution, die von diesem Lande hier ihren Ausgang nahm, muß weitergehcn, muß werden zu einem herrlichen Sommer unteres Volkes. Die Ernte wird solange währen, solange unser Volk den Sinn dieser Revolution nicht vergißt. Erst wenn spätere Generationen einst diesen Sinn wieder vergessen sollten, dann würde wieder Herbstzeit, würde wieder Winter werden. Wöge dann die allmächtige Vorsehung dem deutschen Volke auch wieder einen neuen Frühling schenken! heute aber stehen wir mitten im Frühlingskampf gegen Wintersnacht, und die Wission dieser ältesten Stadt unserer Bewegung, die Ausgangspunkt war der neuen deutschen Erlösung, ist dies, eine K a m p f z e n - träte zu sein für eine große deutsche Zukunft. Sie, meine alten Mitkämpfer, haben das größte Wunder erlebt. Was wissen die Millionen der Neuen, die heute in der Bewegung stehen, von dem Wunder, das sich in Deutschland vollzogen hat. Sie kennen nicht den Weg der Disziplin, der von den paar Hundert Mann von einst bis heute führte. Sie haben keine Ahnung, welch bergeversetzender Glaube von 13, vor 10, vor 9, vor 8 oder sieben Jahren dazu gehörte, an die Bewegung zu glauben und für sie Opfer zu bringen, denn etwas anderes hat sie damals nicht zu vergeben gehabt. Es gibt keinen Roman der Weltgeschichte, der wunderbarer ist als die Entwicklung unserer Partei bis zu ihrer heutigen Größe. Es gibt kein Einzelschicksal, das staunenswerter wäre als das Schicksal, das uns betraf, das auch mich emporgeführt hat. Es ist ein Wunder der Entwickelung, das nur die ganz verstehen können, die dieses Wunder teilen. Und so bitte ich Sie, lassen Sie dieses Wunder wieder ganz in Ihrem Herzen aufgehen, wie auch der einzelne zu dem oder jenem tehen wird, was ihm nicht gefallen mag, so möge ich doch jeder sagen, daß wir ein Wunder erlebt haben, etwas Einziges, in der Weltgeschichte noch kaum Dagewesenes. So möchte ich denn an dem Tage der heutigen Revolutionsfeier Ihnen, meine alten treuen Mitkämpfer, allen noch einmal danken. Danken nicht dafür, daß Sie heute bei der Bewegung find, sondern dafür, daß Sie zu ihr i n der Zeit gekommen sind, in der es noch schwer war, Nationalsozialist zu sein. Ich möchte Ihnen danken für die Treue, für den Gehorsam und für den Mut von damals. Danken für die Opfer, die ihr gebracht habt, und ich möchte die Jungen bitten, daß sie sich die Alten zum Vorbild nehmen, daß sie erkennen, daß Nationalsozialist fein nichts Aeußerliches ist, daß es nicht an der Kleidung liegt, nicht an den Treffen und Sternen, sondern daß es am Herzen liegt, an dem. was jeder einzelne in sich trägt, was er bereit ist. als Bestes feinem Volke und feinen Kampfgenossen zu geben. Daran liegt es: an dem Geist der Kameradschaft, dem Opfersinn, dem Kampfesmnt, der Entschlossenheit, der Beharrlichkeit, der Treue und dem Geist des Zusammenhaltens. Daran liegt es und das ist es. was die Jungen überall den Alten absehen müssen. Sie mästen das erkennen und hineinwachsen in die große Gemeinschaft. Ich weih: Wan wird dabei nicht Nationalsozialist in einem Jahr, sondern es sind viele Jahre notwendig, und Generationen werden vergehen, bis wir das Siegeszeichen unseres Reichs eingegraben haben in alle Herzen. Und dann erst ist die nationalsozialistische Revolution gelungen und das deutsche Volk endgültig gerettet. Ohne deutsch-französische Verständigung kein Friede in Europa. Wo ist Hitlers Partner in Frankreich? Ein Görmg-Fnierview Berlin, 20. Wärz. (DNB.) „Le Jour" veröffentlicht eine Unterredung, die der preußische Wi- niflerpräsident Göring dem Berliner Vertreter des Blattes gewährt hat. In dieser Unterredung führte General Göring u. a. aus: Als wir vor zehn Jahren, 1923, den Putsch in Wünchen unternahmen, in dessen Folge ich ins Ausland fliehen mußte, glaubte ich, daß eine Aussöhnung mit Frankreich nicht möglich sei. Seitdem habe ich meine Ansicht geändert, heute bin ich überzeugt und erkläre das öffentlich, daß es keinen dauerhaften Frieden in Europa gibt, wenn die deutsch - französischen Beziehungen nicht geregelt werden. Zwischen Frankreich und Deutschland gibt es keine unüberwindlichen Hindernisse territorialer oder wirtschaftlicher Art. Wir haben nicht für die Eroberung wirtschaftlicher Absatzgebiete zu kämpfen und die elsaß-lothringische Frage ist endgültig geregelt. Es bleiben Imponderabilien und ein psychologisches Wißversiändnis übrig. Das ist zwar schwerwiegend, aber deshalb braucht dies nicht zum Kriege zu führen. Weiner Ansicht nach werde die ideale Lösung sein, daß die beiden führenden Staatsmänner unserer Länder sich treffen, um eine Lösung zu finden. Hitler kann im Namen ganz Deutschlands sprechen. Es gilt also, nur seinen Partner zu finden. Die Unterredung ging dann auf innerpolitische Fragen über. Der französische Journalist fragte den Winisterpräsidenten, was er von den Gerüchten über monarchistische Umtriebe halte und von der Behauptung, daß er der Vertreter dieser Tendenzen in der Reichsregierung sei. Die Antwort des Generals Göring lautete: Ich war Wonarchist. Jetzt bin ich nicht mehr Wonarchist, nicht Republikaner, ich bin nur ein Hitler-Wann. Ich ermächtigte Sie zu erklären, daß ich die monarchistischen Umtriebe ebenso wie die Umtriebe von links mit äußerster Strenge unterdrücken werde, wenn es nölig sein sollte. „Görings Oelzweig." Das Echo in England. London, 21. März. (DNB.-Funkspruch.) Die Londoner Blätter nehmen zu dem Interview des preußischen Ministerpräsidenten im „Le Jour" Stellung. Der Auszug des Interviews ist in der „Morning Post" überschrieben „General Görings Oelzweig". „Times" sagt: Mit einer ganzen Zahl Aeußerungen Görings könne jedermann einverstanden sein. Die Tugend der Kameradschaft, Pflichterfüllung und Opferbereitschaft spielten ihre Rolle auch auf anderen Feldern, als denen der Schlacht. Einige der Fragen, die Göring an Frankreich gestellt habe, hätten mehr als rhetorischen Wert. „Warum wollt ihr, daß wir nicht einmal Luftabwehrkanonen besitzen?" so habe er gefragt. Er habe ferner gefragt, weshalb Deutschland keine Jagdflugzeuge haben solle. Ferner habe er die Auffassung angenommen, so meint das Blatt, daß Deutschland keine Bombenflugzeuge bauen solle. Die „Times" schließt: Es ist tatsächlich nur vernünftig, daß Heere, wenn sie schon einmal vorhanden sind, die Luft ebenso wie die Erde beobachten. Weiter ist es vernünftig, wenn es auch nicht ganz logifck sein dürste, Aufklärungs- und Jagdflugzeuge nicht als Angriffswaffen zu bezeichnen. „News Chronicle" sagt, es fei die Aufgabe der deutschen Staatskunst, falls sie von den bewundernswerten Empfindungen Gorings erfüllt fei, einen Weg zu finden, um von vornherein Frankreich von der Grundlosigkeit seiner Befürchtungen zu Überzeugen. Der deutsche Staatsmann, der dies zustande brächte, werde Denkmäler in allen Hauptstädten Europas verdienen, das er gerettet habe. Welche Mgschasten fordert Frankreich für die Durchführung der Adrüsiungskonvenüon? Englische Rückfrage in Paris. Paris, 20. März. (DNB.) Havas meldet aus London: Nach der Ueberreichung der französischen Note hat die englische Regierung das Pariser Kabinett darum gebeten, seine Wünsche hinsichtlich der Sanktionen und der allgemeinen Garantien für die Abrüstung genauer anzugeben. Die Verhandlungen werden auf diplomatischem Wege geführt werden, und zwar sowohl hinsichtlich der Sicherheit selbst, als auch der Abrüstungsmaßnahmen, die Frankreich sofort annehmen könnte, wenn ihm Genugtuunng auf dem Gebiet der Garantien gegeben würde. „Oeuvre" behauptet, das englische Außenamt habe bereits am Dienstagabend eine Telegramm am Quai d'Orsay gesandt mit der Bitte um Aufschluß über die gewünschten Bürgschaften. Ein solcher Schritt sei nach Ansicht des „Oeuvre" eigentlich unnötig, da Henderson bereits seit Wochen die französischen Anregungen kenne: Ausschluß des Landes, das das Abkommen verletzte, aus dem Völkerbund, ferner finanzielle, wirtschaftliche und politische Druckmittel gegen den Verletzer des Vertrages, möglicherweise sogar Abbruch der diplomatischen Beziehungen und Krieg. „Excel- sior" hält die angebliche englische Anfrage für unangebracht, da England und nicht Frankreich Aufschluß über die Bürgschaften zu geben habe. Was vermag England noch zu Hefen? London, 21. März. (DNB.-Funkspruch.) Der französifche Wunsch nach sogenannten „Aus- führungsgarantien" für die geplante Abrüstungskonvention wird, Reuter zufolge, in London eingehend erwogen. Die englische Regierung habe jetzt zu überlegen, ob sie einen weiteren Meinungsaustausch darüber von Nutzen hält oder ob der nächste Schritt für die Ergänzung des englischen Abrüstungsplanes durch das Büro der Abrüstungskonferenz unter Berücksichtigung der Ansichten der anderen Mächte erfolgen soll. — „Daily Telegraph" sagt: Zwischen Frankreich und England gehe es hauptsächlich um die Frage der Sicherheit und der Sanktionen. Hier sei die Schwierigkeit, die selbst bei einer llebereinftimmung in allen anderen Punkten übrig bleiben würde. Großbritannien sei i m Locarnopakt bis zur äußersten Grenze gegangen und könne keine weitere endgültige Verpflichtung auf dem europäischen Festlande übernehmen. Es sei auch nicht klar, welche Grenzen England noch gewährleisten solle, nachdem Polen jetzt seinen eigenen Vertrag mit Deutschland habe. Von Mitteleuropa sei England noch immer wie im Altertum „durch eine ganze Welt getrennt". Das Verlangen, daß wir uns zu autoritären Sanktionen für den Fall einer Verletzung desAbrüstungs- abfommens verpflichten sollen, sei etwas anderes. Es sei aber nicht weniger gefährlich. Ließe sich eine Stufenleiter von Sanktionen aufstellen, die der Bösartigkeit der Vertragsverletzung entspreche? Und wenn ja, auf welche Weise solle die Bösartigkeit feftgeftellt werden? Automatische Entscheidungen und automatische Anwendungen von Sanktionen sei nichts für England. „News Chronicle" gibt feiner Enttäuschung über die französische Note Ausdruck. Er bedauert das Fehlen einer genauen Angabe darüber, welcher Art eine britische Bürgschaft fein f o H e, die Frankreich zufriedenstellen würde. Die britische Regierung würde schwerlich die notwendigen Bürgschaften verweigern, wenn sie dadurch das Abrüstungsabkommen retten könne. Der Pariser Vertreter der „Times" hält die Ansicht für begründet, daß bei Beginn der Beratung über die Antwortnote an England nicht wenige französische Kabinettsmitglieder bereit gewesen seien, sich mit einem gewissen Maß von deutscher Aufrüstung abzufinden oder wenigstens eine solche Möglichkeit zu erwägen, falls für eine automatische und wirksame Kontrolle und für eine kollektive Bürgschaft gesorgt würde. Japan sucht eine Aussprache mit Washington. Tokio betont seinen Friedenswillen. Washington, 21. März. (DNB. Funkspruch.) In Washington und Tokio wurde gleichzeitig ein Briefwechsel zwischen dem japanischen Außenminister und dem Staatssekretär Hüll veröffentlicht, in dem beide Staatsmänner dringend wünschen, daß die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefördert würden. In dem Brief sagte H i r o t ci, er hoste, daß die Freundschaft zwischen den beiden Ländern fortdauere. Zwischen den Vereinigten Staaten und Japan bestehe im Welthandel keine Konkurrenz; vielmehr sei jeder Staat ein guter Kunde des anderen. Er sei der Ansicht, daß zwischen den beiden Staaten keine Frage bestehe, die prinzipiell unlösbar s ei. Japan, das wolle er besonders betonen, wolle mit allen Staaten in Frieden und Harmonie leben und beabsichtige nicht, einen Streit mit irgendeiner anderen Macht zu entfesseln. In dem Antwortschreiben des Staatssekretärs Hüll heißt es u. a., er schätze die Aeußerungen Hirotas, die von freundschaftlichem Geiste zsugteH, sehr hoch und fei zu weitgehender Zusammenarbeit zum Zwecke einer Förderung der freundschaftlichen Beziehungen Japans zu anderen Mächten durchaus bereit. Amerika begrüße es, daß Japans Friedenswille betont worden sei, und er hoffe, daß alle am Fernen Osten interessierten Länder alle dort bestehenden oder auftauchenden Probleme in diesem Geiste zu lösen versuchten. Durch Vermittlung von Botschafter Saito werde er gern Vorschläge entgegennehmen, die vorauf hinzielten, Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung von Freundschaft und Frieden zwischen allen Nationen zu ergreifen. Streikunruhen in englischen Bergwerken bei Tientsin. London, 20. März. (DNB.) Aus Tientsin wird gemeldet, daß es Ende vergangener Woche zu schweren Streikunruhen in den in englischem Besitz befindlichen Kohlengruben der Kai- lan-Bergwerksoerwaltung östlich von Tientsin gekommen ist. Am Samstag verhaftete die chinesische Polizei zwei chinesiscke Agitatoren. Die Bergleute veranstalteten hierauf eine Kundgebung und erreichten die F r e i l a s s u n g der Verhafteten. Am Montag traten jedoch neue Unruhen auf. Die Streikenden umzingelten das Bürogebäude der Gesellschaft, löschten die Heizkessel, zertrümmerten die Fensterscheiben des Kraftwerkes und st o p p t e n die Maschinen. Die Polizei eröffnete schließ- lich das Feuer auf die Bergleute. Die Zahl der Toten ist noch nicht bekannt. Die Behörden haben nunmehr das Standrecht in dem ganzen Bezirk verhängt. Der Betrieb der Kohlengruben ist vorläufig e i n g e st e l l t worden. England protestiert gegen den lleber- fall in Ost-Turkestan. London, 20. März (DNB.) Der britische Gesandte hat wegen des Angriffs auf das britische Konsulat in Kaschgar am 2. März bei der Nanking-Regierung Protest eingelegt und unverzügliche Maßnahmen zum Schutze des Konsulats gefordert. Die chinesische Regierung hat ihr Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck gebracht aber erklärt, daß die Verbindungen mit Sinkiang seit einiger Zeit unterbrochen seien. Sie habe daher noch keine näheren Einzelheiten über die Angelegenheit in Erfahrung bringen können. Hat Stavisky Selbstmord verübt? Eine zweite Obduktion der Leiche wahrscheinlich. Paris, 20. März. (DNB.) Der Untersuchungsausschuß hat sich die von der Zensur verbotenen Filmstreifen vorführen lassen, die seinerzeit in dem Landhaus in Chamonix ausgenommen wurden, in dem Stavisky tot aufge- f u n d e n worden war. Unter den Ausschußmttglie- dern hält man eine neue Untersuchung über die genauen Umstände des Todes Staoiskys für erforderlich, da gewisse Feststellungen in Widerspruch zu den Berichten in den übrigen nicht vollständigen Akten der Sicherheitspolizei stünden. Auf den vorgeführten Filmstreifen war deutlich zu sehen, daß Stavisky aus Mund und Nase stark geblutet haben muß. Ein Ausschußmitglied, von Beruf Arzt, steht auf dem Standpunkt, daß eine solche Verwundung nur durcheinen aus mindestens einem Meter Entfernung abgegebenen Schuß aus einem Revolver mit starkem Kaliber herrühren könne. Das Vorhandensein einer Wunde an der Schläfe an sich g e n ü g e n i ch t, um die Annahme des Selbstmordes zu rechtfertigen. Mehrere Ausschußmitglieder treten deshalb dafür ein, däe Leiche Staoiskys einer zweiten Obduktion zu unterziehen. Der frühere Unterstaatssekretär im Kriegsministerium, H u l i n, und der Abgeordnete P r o u st, Der die Presse mit Unschuldsbeteuerungen und Protesten überschüttet hatte, muhten .zugeben, sehr enge Beziehungen zu Stavisky gehabt zu haben. Die Art dieses Verkehrs ist durch die Vernehmung nicht einwandfrei festgestellt worden; doch wurde dem Zeugen eine Reihe von Widersprüchen nachgewiesen. Daß der Abgeordnete Proust sich lebhaft für die Bewilligung der Aufenthaltserlaubnis an Julius Bar- m a t eingesetzt hatte, gab er nach längerem Hin und Her zu. P1anf Litauen einen neuen Bruch des Memelstatuis. Das Memeldirektorium zum Rücktritt aufgefordert ! KeineBerbindung mit demReich. Tilsit, 20.Marz. (DNB.) Nach zuverlässigen Meldungen aus Memel hat der Gouverneur des Memelgebiels am Montag dem Präsidenten des Direktoriums Schreiber ein Ultimatum gestellt, nach dem das Direktorium bis Dienstag um 12 Uhr zurücktreten solle. Offenbar um Meldungen hierüber zu unterbinden, hat Litauen bis Dienstag um 13 Uhr die Telephon v e r b i n d u n g zwischen Litauen und Deutschland unterbrochen. Ls war nicht möglich, mit Memel oder kowno Verbindung zu bekommen. Die Lage ist noch o ö H i g ungeklärt Landespräsident Schreiber hat sich mit aller Schärfe geweigert, dem Ultimatum des Gouverneurs, das durch nichts begründet ist, und einen flagranten Bruch des Memel st atuts bedeutet, nachzukommen. Kowno bestreitet. Kowno, 20. März (DNB.) Die Litauische Telegraphenagentur verbreitet folgende Mitteilung: Die in Deutschland verbreitete Nachricht, daß der Gouverneur des Memelgebietes den Präsidenten des Memeldirektoriums zum Rücktritt aufgefordert habe und ihm für den Fall der Weigerung mit der Anwendung von Zwangsmitteln gedroht habe, ist in allen »Stücken erfunden. Man wird die litauische Regierung beim Wort mehmen müssen. Jedenfalls ist zu hoffen, daß die Pläne, mit denen man sich in litauischen Kreisen •getragen hat, durch ihre vorzeitige Veröffentlichung Zum Scheitern gebracht worden sind. Der CRaf des Deutschen Hofen Kremes. Berlin, 20. März. (DNB.) Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herzog Carl Eduard von Sachsen-Koburg-Gotha i>at die ersten Berufungen in den Präsidialrat. und in den Großen Rat des Deutschen Roten Kreuzes vollzogen. In den P r ä s i d i a l r a t wurden berufen: Der Stabschef der SA. Reichsminister Roehm; der Amtsleiter des Amtes für Volks- Der Kolonialraub ein dreifaches Anrecht an Deutschland. Lord Rothermere fordert Uebertragung von Ostafrika, Togo und Kamerun als Mandatsgebiete an Deutschland. London, 21.März. (DJiB. Aunkspruch.) 3n seiner „Daily Mail" tritt Lord Rothermere für die Rückgabe einiger afrikanifcher Kolo- nien an Deutschland ein. Er erinnert daran, wie bei Beginn des Weltkrieges Premierminister Asquith als Kriegsziel die Gleichberechtigung aller zivilisierten Nationen verkündet habe, während nach Kriegsende Großbritannien und die Alliierten alle deutschen Kolonialbesitzungen a l 6 „M andat sgebiete" unter sich verteilt und Deutschland das Recht auf Kolonien verweigert hätten. Rothermere sagt: Wir fügten Deutschland somit ein dreifaches Unrecht zu, 1. raubten wir ihm die Rohstoffquellen, aus denen es vor dem Kriege 50 v. h. feiner Einfuhrrohsioffe bezog, 2. machten wir jede deutsche Einwanderung unmöglich und 3. beschuldigten wir Deutschland, ungeeignet zu sein, über Eingeborene zu herrschen. Das erste war ungerecht, das zweite war unklug, das dritte war unwahr. Dir haben Deutschland wiederholt versichert, daß wir seinen Anspruch auf Gleichberechtigung anerkennen. Welchen Werl haben solche Zusicherungen, wenn wir die Kolonien behalten, die Deutschland in Tanganjika, in dem heule als Britisch - T o g o - Land und Britisch -Kamerun bezeichneten Gebieten geschaffen hat? Ich schlage vor, daß die britische Regierung ihre Mandatsgebiete Tanganjika, Kamerun und Togo dem Völkerbund zurückgebe, damit sie an Deutschland übertragen werden können. Wenn auch dieser Vorschlag der Rückgabe der Kolonien an Deutschland nicht volkstümlich sein mag, so ist er bestimmt weise. Man kann nicht erwarten, daß eine Nation von Männern, wie die Deutschen, allezeit mit gefalteten Händen unter den Herausforderungen und Dummheiten des Versailler Vertrages ruhig fitzen bleibt. Deutschland braucht A t e m r a u m. Es ist lächerlich, dieser mächtigen Nation, die durch ihre organisatorischen Fähigkeiten und ihre wissenschaftlichen Leistungen hervorragt, den Anteil an der Arbeit zu verweigern, rückständige Gebiete der Welt zu entwickeln. Haltet das Bild unserer Heimat rein! Der Reichsbund „Dolistum und Heimat" ruft zum Großreinemachen auf. Berlin, 20. März. (DNB.) Der Reichs- bund „Volkstum und Heimat" und die NS.-Gem e i nscha ft „Kraft durch Freude" veröffentlichen zum Frühlingsbeginn einen Aufruf, in dem es heißt: „Deutsche Volksgenossen! Die Wochen vor dem Frühlingsbeginn sind rechte Zeiten der Bereitschaft. Wie die Natur in der heimatlichen Landschaft sich mit frischem Grün schmückt, so beginnt auch der Mensch überall in Haus und Hof das G r o ß - reinemachen, damit der Frühling uns gerüstet finde. Die nationalsozialistische Bewegung hat uns unsere enge Verbundenheit mit den Kräften unseres Volkstums, mit dem Heimatboden wieder bewußt werden lassen. Wir sehen die Erde wieder als lebendiges Ganzes, als unser gemeinsames Gut. Wir Nationalsozialisten wissen, daß der vom Boden entwurzelte Mensch entartet, und daß es daher unsere größte Aufgabe ist, dem deutschen Volke das Gefühl einer neuen Verbundenheit mit Heimat und Volksgemeinschaft zu geben. Wir können und wollen daher das Bild der heimatlichen Landschaft nicht von dem gewaltigen Werk der Volkserneuerung ausnehmen. Der Reichsbund „Volkstum und Heimat" und die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nehmen daher die Zeit des Frühlingsanfangs zum Anlaß, um eine Kampfwoche gegen die Der- schandelungder deutschen Heimat durch- stuführen, die eine ernsthafte Erziehungsarbeit für die R e i n h a l t u n g der deutschen Heimat in Stadt und Land von den Auswüchsen einer irregeleiteten Reklamesucht einleiten soll. Das Bauerndorf ist kein Reklamekatalog, der Baum ist keine Litfaßsäule, die Stadt kein Rummelplatz, das stille Tal und die Bergeshöhen sollen unserer Andacht und Fröhlichkeit Vorbehalten bleiben und nicht durch grelle, bunte Tafeln und auf« dringliche Andenkenanpreisungen entehrt werden. Die heimatliche Landschaft ist uns zu schade, um als Objekt der Ausbeutung des geschäftlichen Nutzens dienen zu sollen. Das ist keine Ablehnung der Wirt- schaftswerbunss überhaupt, der Kampf gilt nur oen Reklameauswüchsen einer nunmehr vergangenen Zeit. Einem verantwortungsbewußten Volk wird es nicht schwer fallen, neue Formen der Werbung zu finden, die das Bild unserer Heimat nicht verunzieren und verderben. Stärker denn je soll in dieser Zeit des Frühlingsanfanges in uns der Wille erstehen, unsere Heimat in unserem erneuerten Reich uns im Geiste echter Dolkskamerad- schaft zu eigen zu machen. Augen und Herzen auf, deutsche Volksgenossen! Haltet das Bild unserer Heimat rein! Wohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. der NSDAP. Hilgenfeldt; Der Ministerialdirektor im Reichsministerium des Inneren Dr. Güt t. In den Großen Rat wurden berufen: Der Führer des Reichsoerbandes der deutschen Presse Gruppenführer Weiß; der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Prof. Dr. Reiter; Der Führer der deutschen Aerzteschaft SA.-Sanitätsgruvpen- führer Dr. Wagner; der Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Berlin Pros. Dr. Magnus; der Ministerialrat im Reichsministerium des Inneren Dr. Bartels. Der Präsidalrat und der Große Rat sind mit dem Präsidenten Organe des Deutschen Roten Kreuzes und bilden zusammen dessen Hauptverwaltung. Während der Präsidialrat den Präsidenten in der Führung der Geschäfte berät, ist der Große Rat zu Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für das Deutsche Rote Kreuz zu hören. Dem Großen Rat liegt u. a. die B e - willigung des Haushalts und die Zustimmung zu Satzungsänderungen ob. Er besteht aus den Mitgliedern des Präsidialrats, 22 Abgeordneten der Landesvereine und höchstens 15 vom Präsidenten zu berufenden Persönlichkeiten. Deutschlands Teilnahme am Tode der Königin Emma. Berlin, 20. März. (DNB.) Alsbald nach Bekanntwerden der Nachricht über das Ableben Ihrer Majestät der Königin-Mutter der Niederlande haben das Auswärtige Amt, die Reichskanzlei und der Reichstag die Dienstflaggen auf Halbmast gesetzt. Der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, hat an den niederländischen Außenminister I o n k h e e r de G r a e f f ein in herzlichen Worten abgefaßtes Beileidstelegramm gerichtet und in ihm zugleich das Beileid der Reichsregierung ausgesprochen. Staatssekretär Dr. Meißner hat dem königlich niederländischen Geschäftsträger persönlich die Teilnahme des Reichspräsidenten übermittelt. Ferner hat der Chef des Protokolls dem niederländischen Geschäftsträger einen Beileidsbesuch abgestattet und hierbei die An- teilnabme des Reichsministers des Auswärtigen dem Geschäftsträger ausgesprochen. Reichspräsident von Hindenburg hat an die Königin der Niederlande nachstehendes Bei- leidtstelegramm gerichtet: „Die Nachricht vom Ableben Ihrer Majestät der Königin-Mutter hat mich tief bewegt Es ist mir ein Bedürfnis, Ew. Majestät und die königliche Familie meiner und des deutschen Volkes aufrichtigster Teilnahme zu versichern. Gez.: Reichspräsident von Hindenburg." * Die feierliche Beisetzung der sterblichen Hülle der Königin-Mutter wird aller Wahrscheinlichkeit nach erst Anfang nächster Woche, vermutlich am Dienstag, in der königlichen Familiengruft in der neuen Kirche zu Delft erfolgen, die auch das Grab Wilhelms des Schweigers, des größten Oraniers birgt Der erste Spatenstich für sieben neue Thingplähe. Rund 800 Schauspieler werden im Sommer 1034 wieder Arbeit finden. Berlin, 20. März. (DNB.) Zur Arbeitsschlacht auf dem kulturellen Gebiet gehört auch die von Ministerialrat Laubinger, dem Vorsitzenden des Reichsbundes der Deutschen Freilicht- und Volksschauspiele unternommene Errichtung von Thingplätzen für F r e i l i ch t s p i e l e und festliche Kundgebungen. Um diesen Zusammenhang zu bekunden, findet am 21. März der feierliche erste Spaten st ich zu sieben Thingplätzen statt und zwar in Braunschweig, Göttingen, Clausthal, Freyberg an der Unstruth, Sachsenburg, Torgau und Bad Schmiedeberg. In der zweiten Hälfte des Monats April werden sich über 60 Thing st ellen im Bau befinden, von denen die ersten bereits zum Nationalfeiertag am 1. Mai ihrer Bestimmung übergeben werden können. Die großen festlichen Spiele auf diesen Thingplätzen werden von den „S p i e l g e ° meinschaften für nationale Festge- staltung " mit Berufsschauspielern und großen Sprech- und Bewegungschören durchgeführt. Durch diese Maßnahmen werden im Sommer 1934 rund 8 0 0 Schauspieler mehr in ihrem Beruf tätig sein als im Sommer 1933, so daß auch auf dem Gebiet der Kunstpflege eine starke Abnahme der Erwerbslosen zu verzeichnen sein wird. Beförderung von Beamten, die sich um die nationale Erhebung besonders verdient gemacht haben. Berlin, 20. März (DNB.) Der Reichs- rn i n i st e r des Innern hat die obersten Reichs- । behörden und die Landesregierungen ersucht, Be- | amte, die sich im Kampf um die nationale Erhebung besonders verdient gemacht haben und die Gewähr bieten, daß sie auch ferner vorbildlich und erzieherisch im Sinne der nationalsozialistischen Bewegung wirken werden, nach Maßgabe verfügbarer geeigneter Stellen außer der Reihe zu befördern. In Zweifelsfällen wird vorheriges Benehmen mit dem zuständigen Gauleiter empfohlen. Voraussetzung für die Beförderung ist, daß die Beamten nach Lebensalter und ihren dien st- lichen Leistungen und Fähigkeiten den Anforderungen des höheren Amtes voll entsprechen. Die Landesregierungen sind ferner ersucht worden, darauf hinzuwirken, daß die Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechtes entsprechend verfahren. Oer Reichsbund der Deutschen Beamten xur Steuerreform. Berlin, 20. März. (VDZ.) Der Führer des Reichsbundes der deutschen Beamten Hermann Neef hat dem Reichsfinanzminister zu der Reform des Steuerwesens eine Denkschrift unterbreitet. Die Denkschrift tritt dafür ein, in dem Steuer- oerwaltungsgesetz auszusprechen, daß die Steuergesetze nach den Grundsätzen des Nationalsozialismus auszulegen feien. Weiter soll u. a. der bisherige Steuerausschuß durch einen S t e u e r b e i - rat ersetzt werden, der nur noch beratende Wirkung hat und der nach dem Führerprinzip durch den Vorsteher des Finanzamtes zu berufen märe. Seine Mitglieder sollten besonders sachkundig und ortskundig sein und einer Untergliederung der NSDAP, a n g e ■ hören. Auch sollten ihm der Leiter der örtlichen Behörden, der inneren Verwaltung und der Kreisleiter der NSDAP, zur Seite stehen. Vor allem wird der Einbau des neuen Staatsgefühls in das Steuerwesen gefordert, so daß also die laxe Steuer- moral der Systemzeit mit Stumps und Stiel aus- gerottet werde. Um dem Appell an die Steuerehrlichkeit Nachdruck ßu verleihen, wird u. a. vorgeschlagen die allgemeine Einsichtgewährung in Besteuerungsgrundlagen und Befugnis zur A u s k u n f ts e r t e i l u n g an die NSDAP. Hessens Finanzlage Ende Januar 1934. LPD. Darmstadt, 20. März. Nach dem amtlichen Ausweis über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen Ende Januar 1934 weist der ordentliche Haushalt folgende Ziffern aus: Gesamteinnahmen: 61,388 Mill. Mark, und zwar aus Reichs steuern 27,221 Mill. Mark, aus Landes steuern 32,368 Mill. Mark, wovon 12,514 Mill. Mark an die Gemeinden und Gemeindeverbände übermiefen mürben. Die B e - triebe rneisen eine Einnahme von 0,913 Mill. Mark aus, sämtliche Einnahmen aus der Rechts- pflege 1,952 Mill. Mark, aus Schulwesen, Wissenschaft, Kunst und Kirchen 0,249 Mill. Mark, aus der übrigen Landesverrnaltung 11,199 Mill. Mark. Die Gesamtausgaben betrugen zum gleichen Zeitpunkt 65,233 Mill. Mark, und zrnar für allgemeine innere Vermattung einschließlich Polizei 9,721 Mill. Mark, für Rechtspflege 5,921 Mill. Mark, für Verkehrsmesen 0,194 Mill. Mark, für Schulen, Wissenschaft, Kunst und Kirchen 19,797 Mill. Mark, für soziale Maßnahmen und Gesund- heitsmesen 4,454 Mill. Mark, für das Wvhnungs- mefen 0,001 Mill. Mark, für den Schuldendienst 3,369 Mill. Mark, für Ruhegehälter 13,639 Mill. Mark und für sonstige Ausgaben 8,137 Mill. Mark. Der außerordentliche Haushalt verzeichnet 1,305 Mill. Mark Gesamteinnahmen und 2,430 Mill. Mark Ausgaben (davon für Wvhnungs- rnefen 1,272 Mill. Mark). Der Vergleich mit dem Monatsausmeis für Dezember 1933 ergibt, daß durch die Einnahmen an Landessteuern sich im Monat Januar der Stand gebessert hat, zumal die Ausgaben sich in normalem Rahmen hielten. Oer Kyffhäuserbund ruft die alten Soldaten zum 5. Deutschen Reichskriegertag nach Kassel. Der Bundesführer des Deutschen Reichskrieger- bundes „Kyffhäuser", Oberst a. D. Reinhard, ruft die Kameraden zur Teilnahme am 5. Deutschen Reichskriegertaa vorn 7. bis 9. Juli in Kassel mit den Worten auf: „Ihr rnerdet auch in Kassel zur Stelle sein! Zrneirnalhunderttausend und mehr! Euch ruft auch hier die Pflicht, Ihr seid Soldaten! Es gilt, die Einigung und die innere Verbundenheit des Soldatentums mit dem deutschen Volke eindrucksvoll zu zeigen, es gilt, Zeugnis abzulegen dafür, daß jung und alt einig stehen für Deutschland und seinen Führer. Tretet geschlossen an!" Generalleutnant a. D. Fett, der Landesführer des Kyffhäufer-Landesverbandes Hessen-Nassau, schließt sich mit herzlichem Willkommen dem Aufruf des Kyffhäuserbundesführers an und läßt seinen Gruß an die Kameraden in den Worten ausklingen: „Fest, treu und einig! Dies Gefühl sei die höchste Heiligung des Kasseler Reickskriegertages, zu dem ich Euch willkommen beider Tagung der Obst-, Gemüse- und Lebensmittelhändler. Der Verband der Deutschen Ob st-, Gemüse- und L e b e n s m i t t e l h ä n d l e r hielt feinen 16. Verbandstag in Berlin ab. Man zählt heute in Deutschland etwa 65 000 Kleinhandelsgeschäfte der Obst- und Gemüsebranche. Einschließlich der Markt und Straßenhändler dürfte die Zahl an die Hunderttausend-Grenze herankommen. Die Umsätze dieser kleinen Verkaufsstellen betrugen 1933 durchschnittlich 15 000 RM. und gehen in den kleinsten Geschäften bis auf 5000 RM. herunter. Umsätze über 25 000 RM. sind verhältnismäßig selten. Das Jahr 1933 hat bei den kleinen Obstund Gemüsegeschäften einen Umsatzrückgang von mehr als 7 v. H. gegen 1932 gebracht. Der Ümsatz- rüefgang ist damit im Obst« und Gemüsegeschäft wesentlich stärker als bei den Lebensmittelgeschäften. Etwa 80 v. H. aller Geschäfte sind Familienbetriebe, die nur eine bescheidene Existenzmöglichkeit bieten. Der Reichshauptabteilungsleiter IV, Karl Vetter, erklärte, daß der ehrliche deutsche Kaufmann ein vollwertiges Glied innerhalb der Organisation des Reichsnährstandes fei. Es müsse dafür gesorgt werden, daß diesem Stand auch ein gerechter Lohn zukomme. Er werde sich in diesem Sinne einsetzen. Wettervoraussage. Noch immer befindet sich Störungstätigkeit über Deutschland, doch füllen sich die Tiefdruckgebiete langsam auf. Zwar bleibt das Wetter vorerst etwas wechselhaft, aber neben Dunst-, und Wolkenbildung kommt es zwischendurch auch zu Aufheiterung. Niederschläge werden nur noch vereinzelt und in leichteren Schauern auftreten und die Temperaturwerte dürften zwischen Tag und Nacht etwas stärkere Gegensätze erfahren. Vorhersage für Donnerstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung. Temperatur-Gegensätze zwischen Tag und Nacht sich etwas verschärfend. Nur vereinzelt etwas Niederschlag. Vorhersage für Freitag: Weitere Beruhigung der Wetterlage wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 20. März: mittags 9,2 Grad Celsius, abends 7,0 Grad; am 21. März: morgens 4,4 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum 2,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. März: abends 5,6 Grad; am 21. März: morgens 4,4 Grad. Sonnenscheindauer Vs Stunde. — Niederschläge 1,1 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G* sämtlich in Gießen. 'Rosemarie, fRosemarie... Roman von Käthe Metzner. 21. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Ein leichtes Frohgefühl war in ihm, als er an diesem Morgen Toilette machte. Erst in den letzten Monaten hatte er den Segen harter Arbeit und Pflichterfüllung an sich erfahren. Aber während Wangenheim sich seinen Betrachtungen hingab, rasselte plötzlich in seinem Schlafzimmer das Telephon. Ein Ferngespräch. So früh? .Er war gespannt. „Hier Justizrat Hohl." Der Hörer zitterte in Doktor Wangenheims Hand. „Guten Morgen, Herr Justizrat! Hier Wangenheim. Was gibts?" „Ich habe Rosemarie Neuß gefunden!" Ganz mechanisch machte Wangenheim mit der Hand eine Bewegung nach dem Herzen. Setzte sein Herzschlag aus? „Und wann... wann werde ich sie sehen können?" Der alte Justizrat lachte. Ein fröhliches, zuversichtliches Lachen!, dachte Wangenheim. Aber da hörte er schon seine tiefe, freundliche Stimme: „Wann Sie wollen, Herr Doktor! Heute... morgen..." Stand die Welt still? Wanaenheim hatte für Sekunden vergessen, daß der Justizrat auf seine Antwort wartete. „Ich bin hier in Berlin. Wenn Sie so schnell wie möglich hierher kommen wollen ..." Wolfgang Wangenheims Stimme überschlug sich: „Heute... sofort... ich komme mit dem nächsten Zuge!" Kaum hörte er noch, daß der Justizrat ihm das Hotel „Excelsior" als Treffpunkt nannte. In überschäumendem Jubel warf er den Hörer auf die Gabel. Er wußte nur das eine: Hohl hat sie gefunden! Sie lebt! Sie lebt! Wangenheim gab in aller Eile seine Anordnungen, ließ Koffer packen, bestellte seinen Wagen. Heber Landstraßen jagte der große, elegante Wagen, fraß Kilometer um Kilometer... Als Wangenheim endlich im D-Zug nach Berlin saß, kniff er sich wie ein Schuljunge in den Arm. War es Traum oder Wahrheit? Ganz allein war er in seinem Abteil. Das eintönige Geräusch ermüdete, und er hatte sich in den letzten Monaten so wenig Ruhe und Schlaf gegönnt. Der. Zug brauste durch den bitter kalten Wintertag. Wangenheim schlief ganz fest. Als er erwachte, war es fast Mittag, so daß er in den Speisewagen hinübergehen konnte. Die Nachmittagsstunden schlichen. Je mehr sich der Zug Berlin näherte, um so größer wurde seine Unruhe. Er würde sie Wiedersehen. Morgen vielleicht schon. Aber wie... und wo? Würde es noch die Rosemarie von damals sein? Wenn ihr Weg abwärts gegangen wäre aus Not und Verzweiflung? Endlich... Anhalter Bahnhof! Er hatte kein Auge für den Trubel der Weltstadt. Minuten später stand er vor dem „Excelsior". Im Vestibül kam ihm schon der Justizrat entgegen. „Sind Sie frisch, lieber Doktor?" „Aber ja! Ich habe ja stundenlang geschlafen!" „Also, dann kurz: Fräulein Neuß ist am Berliner Schauspielhaus beschäftigt. Gewiß wird sie heute abend im Theater sein. Wenn Sie sich schnellstens umkleiden, können wir es gerade noch schaffen. Eine Loge habe ich schon reserviert." Als im Großen Schauspielhause zum zweiten Male die Klingel den Beginn der Vorstellung an- tündigte, betrat Wolfgang Wangenheim in Begleitung des Justizrats die Loge. „Hier, hier also ist sie gelandet? Dazu ihre wunderbare Schönheit, um als kleine Statistin ihr Brot zu verdienen?" dachte er. Angst und Schmerz waren in seiner Brust. Fest, fast krampfhaft umschlossen seine Finger das Opernglas. Sie sah ihn nicht. Aber er, er würde sie sehen, würde jeden Zug ihres Gesichts studieren können. Für ihn genug, um zu wissen, welchen Weg sie ging. Da schrillte die Klingel dreimal durch das hohe Haus. Urplötzlich herrschte Ruhe. * Als der Fürst die Brunnersche Villt verlassen hatte, stand Rosemarie noch lange am Fenster und sah in den wirbelnden Tang der Flocken. Aber seltsam! Je länger ste stand und sann, um so mehr fühlte sie, wie trotz aller Trostlosigkeit, mit der die Zukunft ihr entgeaenblickte, eine Kraft in ihrer Seele erwuchs, die sie wunderbar erstarkte. Zum ersten Male dachte sie wieder ganz klar. Trotz und Stolz steiften plötzlich ihren Nacken. Acht Tage noch würde sie im Schauspielhaus spielen, ehe die Tinius wieder zurückkam. Ach Tage noch... Aber in diesen acht Tagen wollte sie noch einmal alles hergeben, was in ihr war. Protektion! hatte die Tinius gesagt. Stimmte das auch für die Presse? Marion Tinius hatte versucht, alles in den Schmutz zu ziehen, hatte selbst ihre liebe tote Mutter nicht verschont. Aber Rosemarie drängte in diesem Augenblick gewaltsam alle Gefühle zurück. Es mußte ihr gelingen, noch einmal solche Kritiken zu ernten, wie damals bei der Premiere zum „Faust". Dann würde es ihr leichter werden, ein gutes Engagement zu bekommen, und sie waren vor der bittersten Not geschützt. „Arme Tante Berta, ach, wärest du doch aus deinem stillen Frieden nie hierher 'gekommen! Wer sein Schicksal an das meine kettet, dem blüht fern Glück." Röfemarie hatte nicht bemerkt, daß Tante Berta ins Zimmer getreten war und ihre letzten Worte gehört hatte. „Rosemarie, Herzenskind, warum quälst du dich mit Vorwürfen? Mach dir um mich nur keine Gedanken! Wenn es auch nicht viel ist, aber ein paar Notpfennige habe ich noch. Doch das ist ja alles Nebensache. Die Hauptsache ist, daß ich bei dir fein kann, daß du in deiner Bedrängnis einen Menschen hast, der es gut mit dir meint." Zärtlich schmiegte Rosemarie sich in Tante Bertas Arme. Sollte sie der alten Frau sagen, daß sich ihr Schicksal in dieser Stunde hätte ändern können, wenn sie es nur gewollt hätte? Ja, sie konnte es getrost wagen. Bei Tante Berta fand sie Verständnis, und wenn es vom Herzen herunter war, ließ sich alles leichter ertragen. Und sie erzählte der aufhorchenden Tante von Fürst ßueberg und seinem glänzenden Antrag, den sie abgelehnt hatte. „Vielleicht war es nicht richtig, Tante. Vielleicht wollte das Schicksal wieder gutmachen, was ich bisher erdulden mußte. Und doch mag es mein Unglück sein, daß ich so gehandelt habe, Tantchen versteh mich, ich konnte nicht anders handeln. Noch heute ist meine Liebe zu Wolfgang Wangenheim ebenso groß wie damals. Ich weiß, daß ich ihn niemals vergessen kann. Und hätte ich ein Leben lang mit einem edlen, vornehmen Herzen ein falsches Spiel treiben sollen, hätte ich Gefühl heucheln sollen, wo mein Herz kalt blieb? Auf der Bühne bin ich vielleicht eine gute Schauspielerin — im Leben kann ich es niemals sein. Ach, als ich ihn gehen sah, so schmerzerfüllt, am liebsten hätte ich ihn zurückgerufen; denn ich empfinde eine wirklich herzliche Freundschaft für ihn. Es tat mir so weh... Aber, Gott verzeihe mir, seine Frau kann ich nicht werden." Rosemarie sprach leidenschaftlich erregt. Nun schwieg sie und wartete auf ein Wort der Tante. „Eine Krone harrte meiner kleinen Rosemarie? Eine Krone? Kronen bergen viel Leid und Weh... Er muß ein sehr, sehr guter Mensch sein, der Fürst. Und er muß sehr viel Liebe für dich haben ... und viel Glauben ... Das ist manchmal noch mehr." Tante Berta murmelte die Worte. Dann aber blickte sie zu Rosemarie auf und sah sie mit «ihren gütigen Augen an: „Und doch hast du recht gehandelt, Rosemarie! Nun, da ich weiß, wie es noch immer um dein Herz steht, hätte auch ich dich nicht freisprechen können von der furchtbaren Schuld, die du auf dich geladen hättest, wenn du des Fürsten Gattin geworden wärest, um deine Zukunft finanziell sicherzustellen." Rosemarie atmete erleichtert auf. Sie hatte bei den ersten Worten der Tante gebangt, aber nach und nach war ihr Gesicht immer heller geworden. Arm in Arm gingen die beiden Frauen hinauf in Rosemaries trauliches Zimmer. Keine Angst vor der Zukunft war mehr in ihnen. Und wenn es hart auf hart ginge, sie würden schon durchkommen. Ehrlich durchkommen! - „Ich bin gewiß", sagte Rosemarie überzeugt, „wenn Onkel Brunner sein plötzliches Ende auch nur kurz vorher geahnt hätte, ein kleines, ruhiges Plätzchen für uns beide hätte er uns in seinem Hause sichergestellt." Tante Berta nickte. Es mochte wohl sein. Und wieder weilten ihre Gedanken bei dem Heben Toten, der in Rosemaries Leben so schicksalhaft eingegriffen hatte, und dem es nicht vergönnt gewesen war, ihr auch weiter schützend zur Seite zu stehen. ... , Früh brach der Abend herein. Jetzt war es fünf Uhr. Um acht Uhr mußte Rosemarie im Theater ^Plötzlich schrillte die Klingel durch das stille Haus. Es klang unheimlich. Nicht lange danach klopfte der Diener und überreichte Rosemarie einen Bries mit einem Bukett herrlicher Rosen. Einen Augenblick drehte Rosemarie das Kuvert unschlüssig in der Hand. Sie wußte, wer der Absender war. Würde er noch einmal mit seiner Frage kommen? Hastig riß sie es auf und überflog die Zeilen: „... Wenn es in dieser Hinsicht noch eine Steigerung gäbe, so mühte ich sagen, daß Sie in meiner Ächtung noch höher stehen als zuvor. Ich weiß, eine Frau wie Sie liebt nur einmal in ihrem Leben. Daß ich der Auserkorene nicht bin, ist mein Schicksal. Aber trotz allem, Rosemarie, biete ich Ihnen meine Freundschaft und Hilfe. Vielleicht sind Sie doch nicht immer stark genug, sich gegen die Gemeinheit und Intrige zu schützen, die Ihrer Schönheit und Reinheit immer drohen, wo es Menschen gibt, die sie Ihnen neiden. Ich gebe Ihnen mein Wort, daß vergessen sein soll, was heute zwischen uns gesprochen worden ist. Aber Sie würden mich zu größter Dankbar- feit verpflichten, wenn Sie von meiner kameradschaftlichen Hilfe Gebrauch machen würden. Ich werde mir erlauben, heute abend mU meinem Wagen am Ausgang des Theaters auf Sie zu warten, und ich würde Ihnen dankbar fein, wenn Sie die Güte haben würden, zu einem kleinen Souper bei Cojazzi mein Gast zu fein ..." Halblaut hatte Rosemarie den Brief des Fürsten vorgelesen. Das war kein Liebeswerben mehr, hier bot ein Freund feine helfende Hand. Das konnte sie nicht abschlagen. Derselben Meinung war auch Tante Berta. Süß dufteten die Rosen durch das Zimmer. sFortsetzung folat.l Statt Karten! Ihre Vermählung zeigen an Gießen iMausburg 1), den 21. März 1934 17061’ Lichtspielhaus Gieren bannen usw. 1725D Eldro“ karte 6838D HansWestmai RC 271 lieh. 1545A Fllßlpirtpnripn Steht jederzeit besonders ausgebildete fach- I ruuiciuciiucu kundige Bedienung kostenlos zur Verfügung und 8.30 Uhr. 1715C GIESSEN Müll, Gerichtsvollzieher in Gießen, Ludwigstraße 33. — Telephon 3239. 80" Heute Mittwoch Premiere des größten und gewaltigsten Filmwerks der nationalsozialistischen Revolution Paket Mk. 1.10. Nur bei DrogerieElges Seltersweg 68a. Frühstücks- Kräutertee bewährtes, diätetisch. Genußmittel gegen Starkwerden! Verhütet löst. Fettbildung und erhält denKörperschlank und elastisch.Voll- kommen unschäd- Slla Anzeigen-Aktiengesellschast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gießen/Schulstraße 7 Anmachholz Bestell, erbitten wir direkt an uns, mögiickst v.Post- Or. Hans Jüngst, Genchtsassessor Tilla Jüngst, geb. Herbert in bester Harmonie durch von H. H. 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Baugeräte wie Gerüststangen, Bohlen, Baubude usw.,1 Klavier, ein Bücherschrank, 1 Schrankgrammoph., 1 Standuhr, versch.Schlösser, Schraubzwingen, Lagerböcke, 2 Kessel, 1 Kachelofen, Heugabeln,Kartoffelquetsch., 1 Räucherapparat, Zinkeimer, Zinkwannen, Sargbeschläge, Milchkann., Milchtöpfe, Wasserschiffe, Waffer- I€iner i>. yun Juhballabteilung des Tv. Kinzenbach. «"!'"" "i50 .” A Preisseite her ist eine Entspannung vorhanden. Nur der Auslandsabsatz liegt unter ziemlich scharfem Drucke. Das Geschäftsjahr 1933 bedeutet für die Gesellschaft an sich ein Gewinnjahr. Auch konnten die Bankschulden weiter gemindert werden, darüber hinaus kommt der Gesellschaft die Währungsentwertung ihrer Valutaschulden zustatten. Der Verlustvortrag von 5,7 Millionen Mark kann in der Bilanz 1933 stärker herabgesetzt werden. * Portland-Cement-Werke Heidelberg-Mannheim-Stuttgart AG., Heidelberg. Der Geschäftsverlauf 1933 war, besonders durch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung, durchaus zufriedenstellend. Das finanzielle Ergebnis läßt über die Abschreibungen hinaus einen Reingewinn zu. Man kann mit der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung rechnen, die sich voraussichtlich auf 4 v. H. stellen wird. Im ersten Aufstiegspiel trafen sich beide Mannschaften in Krofdorf. Das Spiel selbst nahm wider Erwarten einen überraschend hohen Ausgang zu- gunsten der Platzbesitzer. Die Mannschaft befanü sich in ausgezeichneter Form und spielte die durchaus nicht schlechten Gäste in Grund und Boden. Damit hat sich Krofdorf die ersten wichtigen Punkte in den Aufstiegspielen erobert. Tv. Heuchelheim — Tv. Launsbach 15:3. Launsbach weilte zu einem Gesellschaftsspiel in Heuchelheim und mußte eine unverdient hohe Niederlage hinnehmen. Das Spiel wurde ziemlich scharf durchgeführt und trug mehr den Charakter eines Punktekampfes als eines Gesellschaftsspieles. Die Platzbesitzer waren den größten Teil der Spielzeit überlegen, jedoch entspricht das Torverhältnis nicht ganz den Geschehnissen auf dem Spielfelde. Die Mannschaft der Gäste war keine 12 Tore schlechter und hatte mitunter auch viel Pech. ♦ AG. für Zellstoff- und Papierfabrikation, Aschaffenburg. Im abgelaufenen Jahre war sowohl Beschäftigung, als auch Auftragseingang besser als im Jahre vorher. Der wesentliche Ausstieg hat allerdings erst Mitte 1933 eingesetzt, so daß von dieser Zeit an die seit Mitte 1930 bestehende Krise in der Zellstoffindustrie als durchsetzte. Der Rentenmarkt litt heute erneut unter 145 185 62 ,65 Abgaben, besonders späte Reichsschuldbuchforderungen wurden hiervon betroffen und gaben 0,50 v. H. nach, Alt- und Neubesitzanleihen blieben etwa behauptet, während Stahlverein-Bonds 1,13 v. H., umgetauschte Dollar-Obligationen bis zu 1 v. H. und Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,40 v. H. verloren. Am 20,9 1,4 8,05 7,65 8 8,13 6,75 AfB.-Reichsbahn Gießen. VfB./Reichsbahn — Sportverein Groh-Karben 6:6 (3:4). Einen aufregenden und die Zuschauer bis zum Schluß in Spannung haltenden Kampf lieferten sich beide Mannschaften unter Leitung des Schiedsrichters Stumpf (Friedberg). Sechs Elfmeter lassen die hohe Torzahl verständlich erscheinen. Groß-Karben überraschte nach der angenehmen Seite, die Mannschaft spielte einen auf Erfolg eingestellten Fußball ohne technische Feinheiten vermissen zu lassen. Der beste Mann stand auf Rechtsaußen, der durch seine Schnelligkeit immer wieder gefährliche Situationen vor dem Gießener Tore schuf. Die Gießener standen: Becker; Leutheufer, Bender; Lehrmund, Knauß, Fe-uster; Michel, Haupt, Wilhelm, Heß, Fehling. Beide Mannschaften fanden sich sofort und brachten durch den Einsatz ihrer Flügel beide Tore in Gefahr. Ueberraschend ging DfB. in Führung. Der Ausgleich fiel im Gegenangriff durch Elfmeter. Erneut gingen die Gießener in Führung, mußten aber den Ausgleich und die Halbzeitführung an Groß- Karben abtreten. Mit unverändertem Tempo beginnt die zweite Spielhälfte, die Gießener nahmen Leutheuser in Sturm und konnten bis 7 Minuten vor Schluß eine 6:4-Führung herausarbeiten. Ein verschossener Elfmeter, dessen Verhängung, dem Verteidiger der 8.2 7,75 8,13 8,1 6,65 6,7 1,45 8 7,6 7,9 8 6,65 6,7 Man Felder Bergbau .. Kokswerke ... Phönix Bergbau Rheinische Braunkohleo Rheinstahl ..... Vereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ...... Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth A.E.». Bekula Deutsche öanl und Diskonto- Gesellschaft o Dresdner Bank o Reichs bank 12 aus dem Tore und Groß-Karben hatte auf 6:5 verkürzt. Eine Flanke des Halblinken sprang dem zurückgegangenen Leutheuser an die Schulter, der Unparteiische entschied Elfmeter und der Ausgleich fiel. Im Gegenangriff köpfte Wilhelm daneben. Ein Spiel, an Kampfbildern reich, hatte sein Ende gefunden. Die zweite Mannschaft verlor durch die Schußunfähigkeit seiner Stürmer gegen die gleiche des Sportvereins Wetzlar 3:0. Das Spiel der Dritten in Grüningen wurde wegen Spielunfähigkeit des Platzes nach 15 Minuten Spieldauer beim Stande von 0:0 abgebrochen» Im Lokalkampf schlugen die ersten Schüler, die nicht vollzählig erschienenen 1900er mit dem hohen Resultat von 7:1 Toren. „FC.Teutonia^Watzenborn-Gteinberg Teutonia II. — Wißmar I. 2:1. Die Reservemannschaft hatte die 1. Mannschaft aus Wißmar zum Verbandsrückspiel als Gegner. Das Spiel wurde in lebhaftem Tempo durchgeführt. Die weit überwiegende Spielzeit waren die Teutonen überlegen. Bei allem Eifer vermißte man aber doch die einheitlichen Handlungen. Der Sieg Vorher spielte die Jugend gegen die Gäste aus Heuchelheim. Zwei Mannschaften mit recht ansprechendem Können lieferten sich hier einen fesselnden Kampf und zeigten während des flotten Spiels schöne Kampfmomente. Bis zur Pause waren die Gastgeber zweimal erfolgreich und stellten den Sieg bis zum Schluß mit 6:1 sicher. Die Leistungen beider Mannschaften fanden reichen Beifall. Die erste Mannschaft war spielfrei und trägt das Norddeutscher Lloyd ...... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... . Commerz, und Prioat-Bank . 0 4% Oesterretchtsche Goldrenlr.... 4,20% Oesterretchische SUberrentr 4% Ungarssche Goldrente ...... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% deSgl. von 1913 5% abgeii. Goldmexikauer von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe 3. ®. Farven-Industrie Schetdeanstalt........ Goldschmidt .. RütgerSwerke Metallgesellschaft 80 | 116,5 69,65 I 97,13 ! 78,75 I 143 I 121,5 68,75 71 27,25 1 76| Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt geschloffenen Dividende an — RetchsdankDlskom 4 o.ft LombarDzinsfuß 5 o H Datum |l9-3- j 2Q.3- Buder»» .......... Deutsche Srdvl ........ Gelsenkirchener ....... barvener ............ hoeicti Eisen—Köln-Reuessen Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ............. Mannes mann-Röhren ..... {jener Mannschaft hatte man etwas mehr erwartet. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Schiedsrichter Drolsbach (Garbenteich) amtierte einwandfrei. Gießener Turnerfchaft II — Tv. Dorlar I 6:4 (5:3). Mit diesem Treffen konnte die zweite Elf der Gießener Turnerfchaft ihr erstes Aufstiegfpiel für sich entscheiden. Die Gießener, die mit einer stark verjüngten Mannschaft antreten mußten, kamen nicht an die Leistungen der Vovsonntage heran. Vor allen Dingen fand sich der Sturm, in dem man ein systemvolles Spiel vermißte, zu keiner einheitlichen Aktion. Halbzeit 5:3. Nach dem Wechsel raffte sich Dorlar zusammen und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Auf beiden Seiten fiel noch je ein Tor und fo endete der jederzeit anständige und faire Kampf, der eher einem Freundschaftsspiel als Punktespiel Sch'uß- Abendkurs 78,5 । 77,75 । Schultheis Patzenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg 0 Hellstoff Waldhof 0 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer GaS ............ 7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum ..... 0 Oren stein & Koppel ......0 Leonhard Tietz 0 Lhade .....................10 Sern mulaloren'Fabrik 0 Lonti-Gummi 0 Warum rudern? Von Ruderlehrer Kurt Brahm. Wenn sich die Strahlen der Märzsonne durch die Wolken drängen und in Wald und Flur die ersten Knospen zu schwellen beginnen, da erwachen auch die Bootshäuser der Ruderer aus ihrem Winterschlaf. Die Boote erblicken wieder das Licht des Tages, da regen fick fleißige Hände, die Boote und Riemen werden nacygesehen und instandgesetzt. Dann kommt die schöne Zeit, da der Ruderer keinen schöneren Weg kennt nach des Tages Arbeit, als den täglichen nach seinem Klubhaus, um sich seine Glieder in rhythmischem Ruderschlage und in Gemeinschaft seiner Bootskameraden in Licht, Luft und Sonne, vor allem aber auf dem staubfreien Wasser zu stählen. Welcher Ruderer kann nicht von herrlichen Rennen und Wanderfahrten auf deutschen Strömen und Seen erzählen? Das Rudern ist eine der gesündesten Sportarten, dazu männlich und hart. Wie oft kommen junge Leute schmal und engbrüstig zur ersten Ruderstunde, und nach zwei bis drei Jahren sind es stramme, breitschultrige Burschen geworden. Keiner von ihnen möchte mehr diesen edlen Sport, wenn er erst einmal dessen Wesensart erfaßt hat, missen. Das, was den Rudersport schon von jeher ausgezeichnet hat, ist Selbstdisziplin und strenge Manneszucht. Dazu gehört in erster Linie ein regelmäßiges Leben: reichliches, nicht übermäßiges Essen, alkoholische Getränke nur in beschränkten Mengen. Nach getaner Arbeit: die täglichen, regelmäßigen Uebungs- fahrten mit anschließender warmer Dusche und längstens um 11 Uhr ist „Zapfenstreich". Ein 7- bis 8stündiger Schlaf ist für den Sportler ebenso notwendig wie das tägliche Brot. Welch großen Wert man im neuerstandenen Deutschen Reiche auf den disziplinierten Sportsmann legt, geht aus den Maßnahmen des Herrn Reichssportführers von Tfchammer und Osten hervor, der die Trainingsvorschrift, die der Deutsche Ruderverband schon seit seinem Bestehen seinen aktiven Ruderern vorschreibt, als allgemeine Vorschrift für den gesamten deutschen Sport bestimmt hat. Darum ihr Eltern! schickt uns die Jugend in ihrer Freizeit, wir stählen . ihren Körper und erschließen ihnen die Schönheit der Flüsse und herrlichen Landschaften in unserem geliebten deutschen Vaterland. Gpielvereinigung 1900 Gießen. Spo. Wehlar — 1900 Gießen 9:1 (4:1). Die Höhe des Ergebnisses kommt einer vernichtenden Niederlage gleich. Sie kommt aber dem Eingeweihten nicht überraschend, denn die Begegnung fand unter Voraussetzungen statt, die die Gießener allzu sehr in Nachteil brachte. Solange die Gießener alle Kräfte auf das Spiel konzentrieren konnten, diktierten sie das Geschehen auf dem Spielfeld. Diese Kräfte ließen aber allzu schnell nach, und damit schwanden auch alle Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden. Beide Mannschaften pflegten ein grundverschiedenes System. 1900 flaches und engmaschiges Spiel, Wetzlar raumgreifendes, weites und hohes Zuspiel. 1900 war in der Abwehr schwach. In der Läuferreihe fiel Langsdorf zunächst als Mittelläufer und später auch als rechter Seitenläufer vollkommen aus. Der Angriff fpieste im Feld recht nett zusammen. Kaum glaublich ist es, daß dieser Sturm keine Tore erzielte, obwohl er zum mindesten genau soviel Chancen dazu hatte, wie der Gastgeber. Das Spiel war stets verteilt. Beide Tore kamen abwechselnd in Gefahr. Wetzlar hatte in dem wiedereingestellten Hüter Grunia eine überragende Kraft Die Verteidigung befriedigte. In der Läuferreihe fiel der alte Mittelläufer Schrader durch gutes taktisches Spiel auf. Im Sturm war der linke Angriffsflügel vorzüglich. Bei 1900 war der linke Läufer Heinbach der beste Mann, auch Grünwald und Roth gefielen. Schlarb im Tor war trotz der vielen Treffer, die er passieren lassen mußte, recht gut. Es erübrigt sich, über den Spielverlauf, in Anbetracht der besonderen Verhältnisse, Worte zu verlieren. Unter den vielen Treffern waren zum Teil leichtsinnig verschuldete, ein Eigentor von Schmelz und ein Zufallstreffer durch Anschuß. 1900s Erfolg resultierte aus einem von Roth sicher verwandelten Handelfmeter. Das Eckenverhältnis war ausgeglichen, die Spielleitung durch Schiedsrichter notierten Werten waren Ilse Bergbau Stamm fest und 4,25 v. H. höher, auch Reichsbankanteile waren um 1,50 v. H. erholt. Für Gement Heidelberg nannte man einen Kurs von 102 v. H. In Metallgesellschaft lag größeres Angebot vor und der Kurs ging um 1,25 v. H. zurück. Deutsche Anleihen blieben im Verlaufe unverändert, Altbesitz bröckelten jedoch geringfügig ab. Staatsanleihen waren ruhig und ohne wesentliche Veränderung. Stadtanleihen hielten sich auf gestriger Basis etwa behauptet. Am Pfandbriefmarkt gaben Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen durchschnittlich um 0,25 v. H. nach. Liquidationspfandbriefe blieben gut gehalten, nur vereinzelt bröckelten sie bis 0,40 v. H. ab. Fremde Werte lagen ruhig, 5prozentige äußere Goldmexikaner lagen etwas leichter. — Tagesgeld blieb zum Satz von 3,75 v. H. unverändert. Abendbörse fester. Die Abendbörse wies eine festere Stimmung auf, das Geschäft hielt sich aber im allgemeinen in engen Grenzen. Lediglich einige Spezialpapiere waren etwas lebhafter. So gewannen IG. Farbenindustrie 1 v. H., Daimler Motoren zunächst 0,65, Scheideanstalt 0,50 v H. Aus den übrigen Marktgebieten blieben die Berliner Schlußkurse gut behauptet. Aschaffenburger Zellstoff wurden von den gemeldeten Abschluß-Aussichten kaum berührt und lagen mit 43,75 kaum verändert. Laurahütte waren wieder angeboten und kamen nicht zur Notiz. Im Verlaufe blieben Daimler Motoren in Front und zogen nochmals 1 v. H. an, auch Adler-Werke Kleyer lagen im Freiverkehr mit 46,50 um etwa 1 v. H. hoher. Mit großem Interesse erwartet man- die morgigen Ausführungen des Führers zum Beginn der Arbeitsschlacht. Am Rentenmarkt zeigte sich kleines Interesse für Neubesitzanleihe, im übrigen lagen die letzten Kurse unverändert. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,40, Altbesitzanleihe 95,50, 6 v. H. Stahlvereins-Bonds 74,50, Schutzgebietsanleihe 9,50, Reichsbank 155, Gelsenkirchen ' 70, Harpener 98,90, Mannesmann 72,25, Phönix 55,25, Rheinstahl 98,50, Stahlverein 46,40, AKU 60,75, Bekula 133,50, Daimler 48.5Ö bis 49,50, Scheideanstalt 186, IG. Farben 145,25 bis 146 bis 145,50, Holzmann 78,50, Lahmeyer 121, Mainkraft 76, Schuckert 108,50, Norddeutscher Lloyd 36. ^indermarki in (Hießen Aus dem gestrigen Rinder- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 764 Stück Großvieh, 136 Fresser und 175 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe ober hochtragende Kühe: 1. Qualität 330 bis 470 Mark, 2. Qualität 200 bis 260, 3. Qualität 130 bis 180; b) Schlachtkühe 1. Qualität 120 bis 250, 2. Qualität 60 bis 120: c). Rinder, % bis jährig, 60 bis 100, bis 2iährig 80 bis 160, tragend 180 bis 350 Mark d) Kälber, das Pfund Lebendgewicht 20 bis 32 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: anfangs lebhaft, später abflauend, geringer Ueberstand. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 20. März. Auftrieb: 52 Ochsen, 27 Bullen, 573 Kühe ober Färsen, 353 Kälber, 864 Schweine. Notiert würbe pro Zentner Lebendgewicht in Reichsmark. Ochsen al) 27 bis 30, b2) 24 bis 25, d) 17 bis 24; Bullen c) 22 bis 26; Kühe a) 25 bis 28, b) 19 bis 24, c) 12 bis 18; Färsen a) 26 bis 33, b) 22 bis 25; Kälber b) 35 bis 44, c) 29 bis 34, d) 18 bis 28; Schweine b) 45 bis 48, c) 44 bis 47, d) 39 bis 46. Schafe nicht notiert. — Marktverlauf. Großvieh schleppend, langsam aus» verkauft; Kälber lebhaft, ausverkauft; Schweine ruhig, großer Ueberstand. Schluß!. JJiinag, bSrse 20-3 Gäste den Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidi- 1930 bestehende Krise in der Zellstoffindustne als gung einbrachte, war für'diese das Zeichen zum überwunden angesehen werden kann. Auch oon Der Endspurt. Der Rechtsaußen brach durch, Becker lief m—•" rc**t Frankfurt a. M., 20. März. Die heutige Mittagsbörse eröffnete in nicht ganz einheitlicher Haltung. Die Entlastungsverkäufe der Kulisse schienen noch nicht beendet zu sein, denn bei Börseneröffnung war die Stimmung etwas unsicher, da --- — ----- t---------. ,r-—— । größeres Angebot vorlag, das aber bei verhältnis- zu niedrig, zeigte aber das mangelhafte Schußoer- mäßig lebhaftem Geschäft Aufnahme fand. Die mögen der Stürmerreihe. . | außerordentlich günstigen Wirtschaftsmeldungen gaben der Börse eine gute Stütze, so daß sich nach den ersten Kursen überwiegend eine festere Haltung ttlettr Lieferungsg'esellschast * *' Licht und Kraf, ..... Selten & Guilleaume ~ Gesellfch.s.Eiektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität .... 5 Schuller, S Co.......... 5 Siemen» & £>akfc. .,1.’*’’^ ’ 7 LahmeverLCo..........I. 10 der Hauptsache wieder auf Spezialwerte und da auf sogenannte Rohstoffpapiere. So gewannen Deutsche Erdöl 3 v. H., Rütgerswerke 1,25 v. H., daneben IG. Farbenindustrie 1 v. H. und Scheide- 2,„2 Stark gesucht waren Cernent Heidelberg; eine Notiz kam zunächst nicht zustande, . . die Taxe lautete auf über Pari nach zuletzt 99 v. H. In einem fairen Gesellschaftsspiel trafen sich Andererseits blieben Laurahütte-Aktien stark ange- beide Mannschaften in Kinzenbach. Die Gäste waren 1 Zoten und ohne Aufnahme, und die Taxe ermäßigte nur mit 10 Mann zur Stelle, gaben aber erwar- sich auf Ca. 20 v. H. nach gestern Abend 24 bis 25 tungsgemäß einen kampfstarken Gegner ab. Die1D- H. und gestern Mittag amtlich 28 v. H. Montan- Mannfchaft spielte zweckmäßig und kam auch bald werte lagen überwiegend bis zu 1 v. H. fester, Har- zum ersten Treffer. Nachdem die Gäste mit einem pener gewannen sogar bis 2 v. H., nur Rhein. 2. Tor aufwarteten, kam Kinzenbach zum ersten Braunkohlen gingen" auf die letzttägigen Steige- ©egentreffer. Mit je einem Erfolg auf beiden Sei- rungen um 1,5 v. H. zurück. Elektroaktien konnten ten wurde die erste Hälfte beschlossen. Nach dem sich meist um 0,25 bis 0,75 v. H. freundlicher gestal- Wechfel glich die Platzmannschaft zunächst aus, i ten. Von den Nebenmärkten seien Aku mit plus 0,50 mußte aber im weiteren Verlauf noch zwei Tore i D H., AG. für Verkehr mit plus 0,25 v. H., ander- hinnehmen, die den Sieg der Gäste sicherstellten.1 feits Nordd. Lloyd mit minus 0,40 v. H. erwähnt. Der Platzmannschaft war nach der Pause wiederholt Verlaufe zog das Geschäft etwas an und die Gelegenheit gegeben, auszugleichen, jedoch zeigte der Kurse zeigten allgemein eine Befestigung von durch- Sturm ein derart hilfloses Spiel, daß Tore aus- schnittlich'0,50 v. H. So Verein. Stahlwerke, Gelsen- blciben mußten. kirchen, Klöckner, Phönix, Felten, Siemens, Zell- im ($au XII der DT ! stoss Waldhof und AG. für Verkehrswesen. Auch yanypail im VMU uer Farben lagen noch etwas freundlicher, Rhein- Turnv. Großen-Linden I — Spvg. Gießen 19001 ftabl bei größeren Umsätzen sogar um 1 v. H. be- 8:7 (4:4). festigt. Daimler xoaren nach etwas niedrigerer Er- Der überraschende Ausgang dieses Spieles zeigt, Öffnung später um 0,40 v. H. erholt. Von später Schluß» rurs 19.3. •% Deutsche RetchSanleihe v 1927 6% ehem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929 6y,% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ......... Desgl. ohne Auslol.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt «old R. 12 6Vi% Hess. Landes-Hypotheken- banl Darmstadt Llaul..... Oberwellen Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten ...... Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bi« 1935 •% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Boldpse. 16 unkündbar bis 1936 ehem. *'/,% Franks. Hyp.- Bank.Liqu.'Psandbriese W/o ehem eld Äne Geld Srie Helstnglor» . 5,639 5,651 5,644 5,656 Wien ..... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag ...... 10,38 10,40 10,38 10,40 Budaped ... — —— — —— Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,98 169,32 168,98 169,32 Cfllo ...... 64,19 64,31 64,29 64,41 stovenhage» 57,04 57,16 57,14 57,26 Liockholm 65,83 65,97 65,93 66,07 Landon .... 12,7? 12,80 >2,795 12,825 Buenos Aires 0,634 0,638 0,634 0,636 Weunod ... 2,512 2,518 2,510 2,516 Brüssel.... 58,47 58,59 58,47 58,59 Italien .... Paris ..... 21,49 21,53 21,51 21,55 16,50 16,54 16,50 16,54 schwetz ... 80,89 81,05 80,95 81,11 eDanten ... 34,31 34,27 81,80 34,19 34 25 Danzig ... 81,64 81,64 81,80 Iavan .... 0,754 0,756 0,756 0,212 0,758 'Mo de Ian. 0,212 0,214 0,214 Jugoslawien 5,664 5,676 5,664 5,676 Liliabo» ... 11,63 11,65 11,65 11,67 Berlin, 20-März Geld Brief Amerikanische Roten.............. 2,463 2,483 Belgische Roten ................ 58,31 58,55 Dänische Noten ................ 56,89 57,11 Englische Noten ................. 12,75 12,81 Französische Noten............... 16,46 16,52 Holländische Noten........ . . .. 168,56 169,24 Italienische Noten. .............. Norwegische Noten .............. 21,39 21,47 64,12 64,38 Deutsch Lesterretch, * 1OO Schilling Rumänische Noten............... — —— Schwedische Noten............... 65,77 66,03 Schweizer UloteB................. 80,77 81,09 Epanische Note»............ 34,05 34,19 Ungarische Note» Mittwoch, 2,. März b^ebs, Giehenn Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Ur. 68 Drittes Blatt verlegt. Gez.: Pape, Kreiskassenwart. KreisbetriebSzellen-Abteilung Gießen. keine er l a.lll Oie Frau als Fliegerin Etz- Vesser weniger säen und gut ackern, denn viel säen und wenig ackern. der der zur die -mm fest e waren J nannte Aschaft Wz um il-gangenen Jahre oder aus der Holzkohle vom ?r:ten Fastnachtsfeuer bestreut. Auck die Holzreste i es Baumes, der vom Blitz getroffen wurde, fin- I :ei dazu Verwendung. Der Pflüger, der als Letzter cm Hof zieht, muß sich auch gefallen lassen, daß ?in Pflug von den weiblichen Angehörigen des -Uffes mit Kehricht oder mit anderem häuslichen Un- L überschüttet wird. Auif diese Wei^e fall das Un- Ehrenbriefes der DT., in gebührender Weise anerkannt. Daneben war er auch mit dem Ehrenbrief des 9. Kreises (Mittelrhein) der Deutschen Turnerschaft ausgezeichnet. Viele Jahre lang stand er als Vorsitzender an der Spitze des Gesangvereins „Liederkranz", für den er sich gleichfalls mit aller Liebe und starker Kraft einsetzte und in dessen Rahmen er um die Ausbreitung , und Pflege des deutschen Liedes immer bemüht war. Unter Klings hervorwörtlich ausgeführt: Ich denke dabei an Vorgänge, die gerade in der letzten Zelt wiederholt und. aus verschiedenen Teilen des Reiches uns zur Kenntnis gegeben worden sind. Es haben Hausbesitzer und Handwerker zusammengewirkt. um unter Vortage fingierter zu hoher Rechnungen höhere Jnstandsehungszuschüsse 3U erzielen, als auf Grund der geltenden Bestimmungen zulässig sind. Wer so handelt, bell r ü g t nicht nur den Staat, sondern schädigt auch unsere ärmsten Volksgenossen, nämlich 11 -Videx an9$u. besann e durch, em Da, Punkte Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Altersvereinigung des Jahrgangs 1873 hatte in ihm ihren umsichtigen und tatfrohen Leiter. Das ganze Leben Georg Klings war erfüllt von reicher Liebe zu seinen deutschen Volksgenossen, von hingebender und opferbereiter nationaler Gesinnung und von steter uneigennütziger Dienstbereitschaft für Volk und Vaterland. Stets war er ein Mann von Charakter, freundlicher und offener Gesinnung und von Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft gegen jedermann. Das Andenken an diesen Schulmann und deutschen Volksgenossen wird immer in hohen Ehren Vom Gaupresseamt wird mitgeteilt: Am Frühlingsanfang, dem 21. März, wird der Führer wieder zu den deutschen Arbeitern sprechen. An diesem Tage, an dem die z w e i t e Arbelts- schlacht beginnt, werden in allen Betrieben, den Schulen, Arbeitsdienstlagern und Hörsälen, in den Fabriken und Kontoren alle deutschen Volksgenossen hören, was der Führer seinem deutschen Volke zu sagen hat. Dieser Tag bildet den Auftakt für ein riesiges neues Arbeitsbeschaffungsprogramm. Schon am 21. März werden tausende deutscher Volksgenossen der Arbeitslosigkeit entrissen und wieder in Arbeit und Brot gebracht werden. Millionen werden in den nächsten Monaten folgen. Unser Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger wird am 21. März an der Reichsautobahn-Straße 2 0 0 neue Arbeiter begrüßen. An dem neuen Verkehrsflugplatz find es 250 und im hessischen Ried wird der Gauleiter zu 450 neu eingestellten Arbeitern sprechen. Bald wird die Altstadtsanierung in Frankfurt beginnen. Ueberall in den Kreisen des Gaues werden bereits am 21. große Arbeiten Garantie für Kredite, welche bei einer Dank, Sparkasse oder Kreditgenossenschaft nachgesuchl werden, von dieser jedoch mangels ausreichender bankmäßiger Sicherheiten, oder sonstiger Voraussetzungen im allgemeinen nicht gewährt werden können. Die Kredite sollen im allgemeinen 5000 Mark für den einzelnen Kreditnehmer nicht übersteigen. Die Kredite werden in Wechselform gegeben und sollen im Laufe von zwei Jahren zurückgezahlt werden. Eine Garantierung von festen Hypotheken und Dauer- (Anlage-) Krediten ist nicht möglich. Da sehr viele Handwerker, Hausbesitzer und Gewerbetreibende für vorliegende Arbeitsaufträge, Hausinstandsetzungen, Wohnungsumbau, Wohnungs- Teilungen und sonstige Umbauarbeiten usw. dringend Kredite benötigen, seien sie auf die durch den Garantieverband geschaffene Möglichkeit einer erweiterten Kreditaufnahme hingewiesen. Die Kreditgesuche sind nicht unmittelbar an den Garantieverband, sondern an ein diesem angeschlossenen Kreditinstitut (Bank, Sparkasse oder Kreditgenossenschaft) zu richten, werden von diesem bearbeitet und an den Garantieverband weitergereicht. Weitere Auskünfte und Formulare für die Kreditanträge sind bei den Kreditinstituten erhältlich. Der Rhein-Mainische Garantieverba n d , der im Dezember 1933 seine Tätigkeit ausgenommen hat, kann in den wenigen Monaten seines Bestehens auf recht gute Erfolge Hinweisen. Bereits über 750 000 Mark Garantieanträge sind bei ihm gestellt worden, die zu einem erheblichen Teil genehmigt werden konnten. Tagtäglich gehen weitere Kreditanträge ein, die beweisen, daß der Garantieverband sich recht gut eingeführt hat, für die Kreditinstitute eine wertvolle Einrichtung für ihr Kreditgeschäft darstellt und die Gewährung^von Krediten ermöglicht, die ohne feine Garantie im allgemeinen nicht bewilligt werden können. Eine recht erhebliche Inanspruchnahme des Ga- rantieverbanves ist von den Gewerbetreibenden, Hausbesitzern und Handwerkern der Stadt Frankfurt a. M. und auch aus dem übrigen Nassau zu verzeichnen. Die Kreditanträge aus dem Lande Hessen waren bisher weniger zahlreich. Der Garantieverband, der auf Veranlassung des Treuhänders der Arbeit, Herrn Dr L ü e r, ins Leben gerufen wurde, ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung von Arbeitsgelegenheiten zwecks Milderung der Arbeitslosigkeit. Er ermöglicht die Finanzierung von Arbeitsbeschaffungs-Aufträgen durch llebernahme der nung auf, leinen in jalpapiere I. Farben- ächst 0,65, ’n Markt- ’e gut be- i von den rührt und itte waren Notiz. 5m Jront und dler-Werke um etwa «artet man- > zum Be- iteresse für tjten Kurse leihe 22,40, Üns-Bond; bank 155, inneemam Stahlomir •n(er 48,5b en 145.25 ZahMiM vde-Mer e unver. ügig ab. wesentliche us gestri- 'riefmarft Rationen ibations« >ereinzett üe lagen er lagen Satz von in Angriff genommen. Partei und Staat tun das Menschenmöglichste. Das große Werk muß und wird gelingen. Es genügt aber nicht, nur in lauten Worten seine Zustimmung zu geben, sondern hier muß auch der letzte Volksgenosse mitarbeiten. Jeder, der heute noch .einen Arbeitsplatz unbesetzt läßt, ist ein Volksverräter! Am 21. März werden von allen Straßen und Häusern Transparente auf den Beginn der zweiten Arbeitsschlacht Hinweisen. In allen Lichtspieltheatern unseres Gaues werden Sie einen Film sehen, der Ihnen Bilder von den großen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen innerhalb des Gaues zeigt. Aus jedem Schaufenster heraus wird Sie ein Plakat mahnen, mitzuhelfen an dem großen Werk. Im Winter wurde es erreicht, daß kein Volksgenosse mehr hungern oder frieren mußte. Im Frühjahr werden wir dafür sorgen, daß Millionen deutscher Volksgenossen wieder zu Arbeit kommen werden. Stellt eure Gesinnung unter Beweis: Schafft Arbeitsplätze! Pflügen und Säen im deutschen Brauchtum Don Albin Michel. Hitler schafft Arbeit! Die zweite Arbeitsschlacht im Gau Hessen-Nassau Gute Crsolge des Rhein-Mainischen Garantieverbandes Oie Möglichkeit der Finanzierung von Arbeitsbeschaffungs-Aufträgen. •:3. ^iel in >he Nie. .peinlich harokter Spieles. T_ Spiel- echältnig pielselde. e schlech- Das Staatspresseamt teilt mit: „In seiner Ansprache auf der Arbeitstagung deutschen Hausbesitzer am 3. März 1934 hat Herr Reichswirtschaftsminister die Hausbesitzer Mithilfe angerufen, daß sie im Glauben an Regierung den harten Weg mitgehen und in ehrlichem Ringen die allmählich kommende Erleichterung für den Hausbesitz auswerten möchten, um den deutschen Hausbesitz wieder zu dem Faktor zu machen, der er einst war. Im Anschluß daran hat Kreisleitung Gießen. Die Zusammenkunft der Kassenwarts der PO. des Kreises Gießen wird von Mittwoch, 21. März, auf Sonntag, 9 Uhr, im Hotel Hopfeld, ! Merkt in Fresser unb Milchkühe 30 bis 470 tat 130 bis 50,2. Duo* iiig, 00 bis Hb 180 W Gewicht 20 iber 9W abflaueN *8 Der für Mittwoch, 21. März, angefetzte Schu- lungskursus in Grünberg (Taunusbecker) fällt aus. Die Teilnehmer des Kurses haben von jetzt an jeden Samstag um 18.30 Uhr, in Gießen, Haus der Deut-. schen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, zum Schulungskursus zu erscheinen. In Grünberg finden also * ’ ' Kurse mehr »statt. Gez.: Hahn, Kreisbetr.-Schulungsleiter« man bei der Aussaat der Vögel gedenken und ihnen eine Handvoll Körner hinstreuen. Sicher noch auf die alte germanische Vorzeit geht ein Brauch in Schlesien zurück. Danach wird die Aussaat vor Schaden bewahrt, wenn eine alte Axt in das Saatfeld vergraben wird. Die Axt als das dem Wettergott Donar geweihte Werkzeug soll die Felder vor Unwetter schützen. Nach Schluß der Aussaat werden da und dort auch noch F l u r u m r i t t e abgehalten oder, wie' in katholischen Gegenden, man steckt geweihte Zweige in die Ränder der Felder. Merkwürdig sind noch einige Bräuche, die sich bei der Aussaat von Gartengewächsen erhalten haben. Beim Kürbisauslegen muß man tüchtig lügen, wenn die Kürbisse gut gedeihen sollen. Daher sagt man noch heute zu einer recht lügenhaft klingenden Nachricht: „Das kann nur eine alte Frau beim Kürbisauslegen erzählt haben!" Auch die Frau, die beim Auslegen von Kürbiskernen gründlich auf die „niederträchtigen Mannesbilder" schimpft, hat Aussicht, später schöne und große Kürbisse einbringen zu können. Recht lautes Schimpfen bei der Aussaat von Zwiebeln läßt auch diese gut gedeihen. Wer dagegen recht schöne Petersilie haben will, muß beim Hinausbringen laut lachen. Noch mehr als über das Pflügen gibt es Sprichwörter und Bauernregeln über die Aussaat. Viele davon rühmen vor allem eine nicht zu späte Aussaat, denn: Frühe Saat hat nie gelogen, allzu spät hat oft getrogen. Andere Sprichwörter wieder sollen darauf Hinweisen, daß nur gutes Pflügen den Boden für die Aussaat richtig empfänglich macht. So heißt es dann auch: ft. OÄen, « Kälber, W -r Lebend- L «« «26.8“ 18; HJ i K b>s A ,) 45 bis 48- t notiert - fiigsam QU5* ..9 Schweine NS.-Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Nord. Heute, Mittwoch, 21. März, findet ab 14.30 Uhr, im Gebiet der Ortsgruppe Gießen-Nord die Eiersammlung für Ostern statt. Jede Familie wird gebeten, pro Kopf ihrer Angehörigen mindestens ein Ei für die Bedürftigen zu stiften. Die Eier sind in Papier einzuwickeln und bereitzuhalten. Sie werden im Hause abgeholt. Heil Hitler! Gez.: Jöckel, stellv. Ortsgruppenwalter. Heute Vortragsabend im KOAZ. Der Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure (KDAJ.) Bezirksleitung Oberhessen, hält heute, 20.30 Uhr, im Caf6 Ebel einen Vortragsabend ab. SA.-Kamerad Univ.- Prof. Dr. Bötticher wird vor Mitgliedern und erwarteten Gästen über das Thema „Die Ordnung der nationalen Arbeit" sprechen. Was will die nationalsozialistische Bolkswohlfahrt? Die NS.-Volkswohlfahrt will nicht mehr und nicht weniger als eine umfassende Gesundheitspflege unseres ganzen 60-Millionen-Volkes betreiben! Maßgebend ist der Hauptgrundsatz des Nationalsozialismus: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Alles, was dazu dienen kann, diese schwere, aber auch dankbare Aufgabe zu verwirklichen, ist zwangs- mäßig Angelegenheit der NS.-Volkswohlfahrt. Von der staatlichen Beaufsichtigung des Säuglings bis zur Betreuung des asozialen Minderwertigen wird sie alles Menschenleben erfassen und leiten, materiell und kulturell. Die NS.-Volkswohlfahrt ist Sache des gesamten deutschen Volkes. Jeder Deutsche, der sich national und sozial nennt, ist in seinem Gewissen verpflichtet, auch tätige Mitarbeit zu zeigen, daß er die Not seines Volkes versteht und danach handelt. Wer den deutschen Sozialismus verwirklichen will, wird Mitglied der NS.-Volkswohlfahrt. Die Gauführung des Winterhilfswerks. Kampf den Volksschädlingen. geziefer vom Hof verbannt werden, das sich im Winter etwa festgesetzt hat. In der derben Bauernsprache freilich heißt es: „Die Weiber wollen die Flöhe vertreiben!" Auch das Ziehen der ersten Furche ist öfter mit Bräuchen verbunden. Es wird dabei ein Gebet gesprochen, man legt ein Ei, das uralte deutsche Sinnbild der Fruchtbarkeit, in die erste Furche oder auch ein paar Krumen Brot und einige Kupferpfennige. Das erinnert an die Opfergaben, die die alten germanischen Völker beim Pflügen und nach der Ernte den Göttern darbrachten. Weiter schreibt es der alte Brauch vor, daß trie beiden erften Furchen nicht nebeneinander gezogen werden, sondern einander überquerend, die erste Furche durchzieht die Länge, die zweite die Breite des Feldes. Auch viele Sprichwörter befassen sich mit Pflug und Pflügen. Sv heißt es in einem alten Spruch: Das beste Wappen in der Welt, Das ist der Pflug im Ackerfeld. Ebenso bestehen vielerlei Bräuche bei der Aussaat. Diele sind allerdings auch vergessen. Früher hieß es in alten Bräuchen und im Volksglauben, daß das Hinausbringen gewisser Aussaaten nur b e i zunehrnendernMond,das andere nur bei abnehmendem Mond geschehen dürfe. Auch waren für vermiedene Arten bestimmte Tage für die Aussaat ungeschrieben, wie Gregor!-, Benedikt-, Gertrudtag usw. Vielleicht gibt es da und dort noch alte Bauersfrauen, die sich bei der Aussaat in in dem ihnen unterstellten Reiche, im Gemüsegarten, noch an diese Vorschrift halten, die ihre Erbsen und Bohnen nur bei abnehmendem Mond auslegen und die den Gurkensamen nur am Abend van Walpurgis in den Boden bringen. Das Beten vor Beginn der Aussaat ist noch häufig üblich, ebenso will der Brauch noch, daß beim Aussäen gar nicht oder nur ganz wenig gesprochen wird, weil auch das Säen als eine feierliche Handlung angesehen wird. Häufig zieht sich der Sämann bei der Aussaat frisch gewaschene Kleidung an, auch soll das Säetuch ganz rein sein. Vereinzelt werden auch Aussaatfeuer angezündet. Symbolhaft soll dadurch der Acker von allem Unreinen befreit werden. Im Osten Deutschlands werden noch Brot und Geld in das Säetuch gebunden, wodurch nach dem Volksglauben die Aussaat fruchtbar gemacht werden soll. In Bayern wird häufig noch als Ausdruck der Hoffnung, daß der Samen eine innige Verbindung mit dem Acker eingehen möge, ein wenig Ackererde in den Samen gemischt. . In Ostpreußen erhält das Osterwasser nicht allem die Mädchen schön, es bringt auch Fruchtbarkeit, wenn es auf die Aussaat gesprengt wird. Auch soll Aus der Provinzialdauptstadt. Rektor Kling t- In der Nacht zum Dienstag ist nach kurzer schwe- ;i2r Krankheit der Rektor der Pestalozzischule m «Lietzen, Georg Kling, im 62. Lebensjahre verstorben. Mit ihm ist ein Mann in die Ewigkeit ab= Irrufen worden, der im öffentlichen Leben unserer ; 6tai)t an hervorragenden Stellen gewirkt hat und ' ets mit aller Kraft bestrebt war, in uneigem iitziger Weise dem Wohle der Allgememheit zu iienen. Georg Kling wurde am 13. Juli 1872 in Afungstadt geboren. Nach dem.Besuch des Gymnasiums in Darmstadt, das er mit dem Maturitätszeugnis verließ, erwählte er sich den Volksschulen enst zum Lebensberuf. Zuerst war er an der höheren Bürgerschule in Reichelsheim (Wetterau) i und an der Volksschule in Nieder-Weisel tätig. Dann Ium er nach Gießen, wo er über drei Jahrzehnte an der Stadtknabenschule (Pestalozzischule) segens- $ Eid) wirkte. Im Weltkrieg eilte er als Kriegsfrei- < williger zu den Fahnen und machte als Front- | timpfer den ganzen Krieg mit. In die Heimat zu- ; üickgekehrt, war er wieder als Lehrer an der Stadt- 'labenschule tätig, bis er im September 1929 zum Nektar und Leiter der Pestalozzischule ernannt Diurbe. Sein Wirken als Schulmann offenbarte ausge- ?ichnetes pädagogisches Geschick und große organi- «utorische Fähigkeiten, aber auch viel Liebe zu der «m anvertrauten Jugend, der er mit seinen edlen 1 haraktereigenschaften und mit seiner starken und inwandelbaren nationalen Gesinnung auch in den fahren des allgemeinen Niedergangs der Moral n Deutschland nur Bestes zu geben bestrebt war. Zahlreiche Mitbürger unserer Stadt, die selbst schon n der vordersten Front der gegenwärtigen Gene- intion stehen, haben in der Schule Georg Klings !$n Segen dieser vorbildlichen Lehrerpersönlichkeit ^fahren. Das Interesse des Heimgegangenen an inen Schülern war aber nicht mit dem Ablauf der Schulzeit der Kinder erschöpft, sondern blieb auch Der diese Jahre hinaus lebendig und führte dazu, Iriß Georg Kling für viele seiner ehemaligen Schü- irr noch oft ein wertvoller Förderer und hilssbe- :*iter Berater war. Schon vor seiner Ernennung zum Rektor der pestalozzischule war Georg Kling Mitglied des iiefigen Schulvorstandes. Von 1919 bis 1925 gehörte r der Gießener Stadtverordnetenversammlung an, hi der er im Rahmen der kommunalen Aufgaben i e von ihm allezeit mit Sachlichkeit und ehrlichem Mennermut vertretene deutschnationale Gesinnung Mr Geltung brachte. Als Stadtverordneter hat er Ich ebenfalls immer bemüht, in bester Weise den i ufgaben unseres Gemeinwesens zu dienen und da- Isi insbesondere den wirtschaftlich bedrängten Mit- Lirgern zu Hilfe zu kommen. Der evangelischen Gest mt-Kirchengemeindevertretung gehörte er als rühriges Mitglied an, ferner war er eine Reihe von führen Aufsichtsratsmitglied der Bezirkssparkasse Gießen. Einige Jahre versah er auch das Amt des Gießener Parteivorsitzenden der früheren Deutsch- izitionalen Volkspartei. Im gegenwärtigen Gießener (tadtrat hatte er auf Grund der von der Regierung in vorigen Jahre bestimmten Mandatsverteilung einen Sitz inne. Neben seinem Schuldienst galt seine besondere liebe und tätige Kraft dem deutschen Turnen. Der Rännerturnverein besaß in ihm seinen langjähri- rn und verdienstvollen ersten Sprecher. Unter ! I i n g s Leitung wurde im Sommer 1925 das c-oße mittelrheinische Kreisturnfest in Gießen ab- stchalten, das sich, trotz starker Ungunst der Witte- mng, für das Turnen selbst zu einem hervorragen- I-n Erfolg gestaltete. In alljährlichem Wechsel mit l m ersten Sprecher des Turnvereins 1846 versah Georg Kling auch wiederholt das Amt des Füh- i rs der Gießener Turnerschaft, für die er in Dieb ji (tiger Weise seine Kraft und sein Wissen stets uneigennützig einsetzte. Seine großen Verdienste um be Förderung der deutschen Turnsache wurden tnn der Deutschen Turnerschaft durch die Verleitung ihrer höchsten turnerischen Auszeichnung, des Frauen wie Thea Rasche, Marga von darf und Elly Beinhorn haben dazu beigetragen, dem Ruf des deutschen Flugsports in der Welt zu Ansehen und Glanz zu verhelfen. Erübrigt sich nicht schon deshalb die Frage nach der fliegerischen Eignung der Frau? Nein, sie muß dennoch gestellt werden, weil es für die Entwicklung des Flugsports und des Flugverkehrs — so wichtig auch die Spitzenleistungen sind — in erster Linie auf die Durchschnittsergebnisse und auf die Durchschnittseignung ankommt. Für das Gebiet des Berufsfliegens liegen Erfahrungen allerdings nicht vor, denn in Deutschland ist den Frauen jede berufliche Ausübung der Fliegerei verboten. Die Sportfliegerin ist jedoch, wie Hans-Georg Schulze, der Pressechef des Deutschen Luftsportverbandes, in seinem Beitrag zu dem in Leipzig erschienenen Buch „Deutsche Fliegerei" ausführt, an keine Grenzen gebunden. Bei Wettbewerben wird weder im Segel-, noch im Motorflug ein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern gemacht. Daß dieser Rechtsstellung auch ein gleiches Maß von Pflichten entspricht, ist selbstverständlich. Wenn ein großer Teil der Sportfliegerinnen versagt, so liegt das nicht nur an denen, die aus Sensationslust oder Eitelkeit zu diesem Sport stoßen — was auch bet dem männlichen Geschlecht Vorkommen soll —, sondern die Ursache muß auch in der Andersartigkeit der Frau gesucht werden, die wenigstens in der Segelfliegerei den gestellten Anforderungen seltener genügen kann, als dies für Männer zutrifft. Ein bekannter Sportarzt hat sich dazu geäußert: „Wenn ich dem Gleitflugsport für unsere männliche Jugend gern und mit persönlicher Wärme das Wort rede, so möchte ich doch die weibliche Jugend davon ferngehalten wissen... Wenn man unter Berücksichtigung des weiblichen Körpers an die durch das Segelfliegen sich ergebenden körperlichen Beanspruchungen denkt, wenn man sich Wirkungen der ,Bumslandungertt vorstellt, ebenso die Anstrengungen durch das Hinaufschleppen der Flugzeuge, so muß man als Arzt ohne weiteres zur Ablehnung kommen, auch wenn man für den nicht zu bezweifelnden Tatendrang bei einer großen Zahl unserer jungen Mädchen volles Verständnis hat." Für die Frage nach der Eignung der Frau für diese Art des Flugsports ist entscheidend, ob ihre Schulung zweckmäßig mit den männlichen Flugschülern zusammen erfolgt. Bei dem gemeinsamen Flugbetrieb haben sich erfahrungsgemäß häufig Unstimmigkeiten ergeben. Andererseits hat sich aber auch die Einrichtung von selbständigen Frauengruppen bald als unmöglich erwiesen, weil bestimmte Vorrichtungen, wie das Heraufschleppen der Maschinen und die Reparaturarbeiten, schlecht ohne männliche Hilfe auszuführen sind. Günstiger liegen die Verhältnisse im Motorflugboot, der mehr Sache des einzelnen ist. Der gute Orientierungssinn der Frau wird sogar als hervorragend gerühmt, wie die Worte des Leiters einer großen Sportfliegerschule zeigen: „Eines aber muß ich den Frauen einräumen, und das ist, wenn ich es einmal so bezeichnen darf, ihr sechster Sinn, ihr Orientierungssinn. Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit noch nicht den Fall erlebt, daß sich eine Frau bet ihren ersten Alleinflügen ,verfranztt hat, wie wir es bei unseren männlichen Flugschülern oftmals erlebten." ragender Mitarbeit erfolgte im vorigen Jahre der Zusammenschluß der beiden Gesangvereine „Liederkranz" und „Heiterkeit" zur „Sängervereinigung , , Liederkranz-Heiterkeit"; dabei wurde der Entschla- > fortbestehen, fene, der weiter als aktiver Sänger mitwirkte, zum I Mit dem Beginn des Pflügens im Frühjahr sind noch vielerlei Bräuche verbunden, die in weit zurückliegenden Zeiten entstanden. Manche dieser Bäuche mögen bereits so alt sein, wie bei den iXUtschen der Pflug alt ist. Besonders in rein bäuerlichen Gegenden, wo die Bauernfamilien oft joion seit Jahrhunderten auf ihren Hofen sitzen, ist das Pflügen im Frühjahr und wiederum das effte Furchenziehen eine feierliche Handlung, denn o ne Pflugziehen und Aussaat auch keine Ernte. 5n vielen bäuerlichen Bezirken werden noch heute bs Tiere, die den Pflug ziehen, am ersten Tage bas Pflügens bunt ausgeschmückt, mit farbigen Ländern behangen und mit dem ersten Grün ober bnn ersten Frühlingsblüten geputzt. Im Süden des «Ibmtschen Sprachgebietes gibt es auch noch Gegen- Ibm, wo es uralter Brauch vorschreibt, daß am eften Pflugtag ein besonderes Gebäck hergerichtet u rb, der Pflügerkrapfen. Davon sollen auch bi* Pflugtiere etwas in das Futter erhalten, lieber» betupf wird oft am ersten Pflugtag noch ein be» Inberes Essen aufgetischt und die Zugtiere er- )eilten ein Extrafutter. In Bayern gibt es noch Agenden, wo man die erste Ackerfurche gern von einem ledigen Pflüge^ ziehen laßt, der vorher fernen Herzensschatz geküßt hat. Wett verbreitet ifi der Brauch, Pflug, Pflüger und Zugtiere de m Auszug zum ersten Pflügen mit Wasser zu wprengen. Das ist eine sYmbo li s ch e Hanv- i ng, die andeuten soll, da zum Wachsen, Blühen nid Gedeihen außer Pflügen und Säen auch noch R gen gehört, und weiter, daß Pflüger, Pflug und 3-igtiere rein auf das Land hinausgehen. Im Westfälischen ist es noch Brauch, beim ersten Ausziehen der Pflüger im Frühjahr ein ganzes -Brot Inff den Pflug zu legen, der zuerst zum Hof hinaus- (wracht wird. In dieses Brot teilen sich dann drau- sin auf dem Felde nach dem ersten Furchenziehen Wger und Zugtiere. Häufig wird der Pflug auch uch mit der Asche des Ofterfeuers aus dem tit 47,3 10,40 3,053 4« 64,4' 57- 66,07 ! 12.82 ' 0,636 2,516 1 58,5 21- 16-5} 81- । 34 Z ' 0, ! 5,6 I 11-67 Me Arbelkslosen. well jede derarNge Manlpula- (ion unvermeidlich den arbeilfchafsenden Zweck beeinträchtigt. 3n dem Glauben an die hohe von unserem Führer gestellte Mission dürfen derartige niedrigen Gedankengänge keinen Raum finden. Hierzu sei bemerkt, daß die hessische Regierung gegen diejenigen, die sich etwa durck fingierte, zu hohe Rechnungen oder sonstige Machenschaften )ersonliche Vorteile zum Schaden des Staates und ;er Allgemeinheit verschafft haben oder zu ver» chaffen suchen, in schärfster Weise ein* chreiten wird." Baukosten pünktlich bezahlen? Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat in der „Rhein-Mainischen Wirtschaftszeitung folgenden Aufruf Der» öffentlich!: „Aus Kreisen der Wirtschaft »erden mir wieder» holt Klagen unterbreitet, wonach, besonders auf dem Lande, Baulustige, die den 2l) prozentigen Reichszuschuß zu Instandsetzunaszwecken erhalten haben, die Zahlung der restlichen notwendigen Mittel mit allen möglichen und unmöglichen Gründen hinauszuziehen versuchen. Teilweise wird dabei der Standpunkt eingenommen, daß die Lieferanten mit der Bezahlung der Ware so lange warten müßten, Auf zum Generalangriff gegen die Arbeitslosigkeit! Gebt Aufträge? bis sich die Verhältnisse bessern und die Gelder zur Verfügung stehen. Durch solches Vorgehen wird der Wirtschaft ein unendlicher Schaden zugefügt. Es verstößt in gröbster Weise gegen die Bestre» bungen der nationalsozialistischen Regierung, durch diese Bauzuschüsse Arbeit und Brot zu schaffen, und die Millionen arbeitsloser Volksgenossen wieder in den Fertigungsprozeh einzugliedern. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß über» nommene Verpflichtungen prompt und gewissenhaft erfüllt werden müssen. Es geht nicht an, daß die Lieferanten auf bessere Zeiten vertröstet werden, oder gar durch Anträge auf Umschuldungsverfah» gen, Berufungen auf den Dollstreckungsschuh u. a. m. Schaden erleioen. gez.: Liier." Tagung des Gießener Kreistages. Der Kreistag des Kreises Gießen wird am kommenden Samstag, 24. März, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes Gießen xu seiner diesjährigen Tagung zusammentreten. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Prüfung und Begutachtung der Rechnung der Kreiskasse und des Verwaltungsberichts des Kreisausschusses für Rj. 1932. 2. Voranschlag des Kreises Gießen für Rj. 1934 und in Verbindung damit Beschlußfassung über die Ausschlagssätze für die Kreisumlagen und die Kreissondergebäudesteuer für Rj. 1934. 3. Beitritt des Kreises Gießen zum Rhein-Maini» fchen Garantievcrband. 4. Auflösung der selbständigen Gemarkung Hof.Güll. 6. Verschiebens. Verhütet kindlichen Unfug in den Anlagen! Don der Bürgermeisterei Gießen wird uns mit» geteilt: Die Anlagen unserer Stadt werden in letzter Zeit durch spielende Schulkinder zerstört bzw. verunrei» nigt. Das Feldschutzpersonal ist diesem groben Unfug kaum noch gewachsen. Werden diese Kinder aus der einen Anlage fortgejagt, so sind sie innerhalb kurzer Zeit in einer anderen Anlage xu finden. Verwarnungen usw. sind bis jetzt ergebnislos verlaufen. Wir wenden uns daher in der Oeffentlichkeit an die Eltern dieser Schulkinder und fordern sie hiermit auf, dafür Sorge zu tragen, daß diesem Treiben Einhalt geboten wird. Sollte diese letzte Mahnung unbeachtet bleiben, so sehen wir uns zu unserem Bedauern gezwungen, die Kinder namhaft zu machen und zur Anzeige zu bringen. Die TlGKOV. kämpfi in der Arbeitsschlacht. Im Zuge der Arbeitsbeschaffuna wird am Mittwoch, 21. März, 14.30 Uhr, der erste Spatenstich zu der Frontkämpsersiedlung Darmstadt der NSKOV. vorgenommen. Es werden zunächst 35 Heimstätten für Kriegsbeschädigte, Frontkämpfer und alte Kämpfer der Bewegung errichtet. Das Siedlungsgelände befindet sich in Darmstadt, Michaelisstraße, Nähe Funkerkaserne. Der Reichsstatthalter von Hessen, Pg. Gauleiter Sprenger, wird mit dem ersten Spatenstich die Arbeit beginnen. Der Reichsführer der NSKOV.,Pg.Hans Oberlindober, MdR., Berlin, nimmt ebenfalls an dieser Feier teil lind wird über das Siedlungsproblem der NSKOV. sprechen. Die Nachentrichtung von Beiträgen zur Sozialversicherung. Durch das Gesetz vom 7. Dezember 1933 jur Erhaltung der Leistungsfähigkeit in der Angestellten-, Invaliden- und knappschaftlichen Pensionsversicherung ist die Möglichkeit geboten, baß etwa noch fehlende Beiträge zu den genannten Versicherungen, die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft erforderlich sind und bis zum 31. Dezember 1931 zu entrichten waren, noch bis zum 31. März 1934 geleistet werden können. Zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft sind notwendig: In der Ange st ellten Versicherung: Dom 2. bis 11. Jahre der Versicherung mindestens 8 Monatsbeiträge oder entsprechende Ersatzzesten. Dom 12. Versicherungsjahre ab mindestens 4 Mo- natsbeiträge oder Ersatzzeiten. In der Invalidenversicherung: Innerhalb 2 Jahren, vom Tage der Ausstellung der Quittungskarte an gerechnet, mindestens 20 Wochenbeiträge bzw. Ersatzzeiten. In der knappschaftlichen Pensions» Versicherung: Einmonatlicher Beitrag zu mindestens 50 Rpf. bzw. Ersatzzeiten. Zur Ergänzung fehlender Beiträge sind Marken der Klasse B zu 4 Mark in der Angestelltenversicherung und Marken der Klasse II zu 0,60 Mark in der Invalidenversicherung zu entrichten. Die Der- Wendung von Beitragsmarken mit höherem Wert ist zulässig Die Anerkennungsgebühr in der knapp- schaftlicl)en Pensionsversicherung beträgt 0,50 Mark monatlich. y-IS.April: „Woche des Berufes". Der Reichsberufswettkampf der berufstätigen deutschen Lugend. Der vom Stabsleiter der PO. und Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert Ley und vom Reichsjugendsührer Baldur von Schirach angeordnete Reichsberufswettkampf, welcher sich künftig alljährlich wiederholen soll, führt zum ersten Male die Jugend aller Berufe zusammen zum Kampf um die Bestleistung innerhalb jeder Berufsgruppe (es kämpfen z. B. die Metallarbeiter unser sich, nicht aber Metallarbeiter mit Angestelltenjugend). Trotz weitgehender Beschränkung für 1934 aus technisch-organisatorischen Gründen werden auf Grund der Mitarbeit der gewaltigen Organisation der Hitlerjugend und der Deutschen Arbeitsfront ein- chließlich Lehrerschaft und der Praktiker aus Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe in diesem Jahre rund l'/r Millionen Jugendliche beim Reichsberufswettkampf zu erwarten fein. Unter dem überwundenen System war der Berufswettkampf eine Angelegenheit weniger, nämlich der Angestelltenjugend, welche sich in jahrelanger Entwicklung in ihm b i e Form der freiwilligen Selb ft Prüfung geschaffen hat, welche mehr auf Können und Erfahrung beruht, als auf Wissen gerichtet ist. Durch das „Wie und Warum" unterscheidet sich der Reichsberufswettkampf grundsätzlich von jeder Schulprüfung und tritt in keinerlei Konkurrenz mit jeder Form von öffentlichen Prüfungen und Examen. Der national- ozialistische Staat macht den Berufswettkampf mene n seiner nationalpolitischen Bedeutung aur Sache des ganzen Volkes. Im Zeichen des Auf- baues ist der Reichsberufswettkampj ein Mittel, den Blick der ganzen Jugend und der ganzen Na- Hon auf die Notwendigkeit guter Berufsausbildung zu lenken. Nachdem die Zeit des politischen Kampfeinsahes vorüber ist, wollen wir neben die Gesinnungs- bildung oen Leistungsanspruch stellen. Diese Forderung gilt in erster Linie für den Beruf. Wer erzogen ist, eine Arbeit ordentlich und gut zu machen, dem wird Gewissenhaftigkeit und Echtheit zu einem Stück feines Charakters. Jeder deutsche Jugendliche soll wissen, daß er als Deutscher der bestausgebildete Arbeiter der Welt werden muß, damit deutsche Arbeit und Wirtschaft in der Welt führend sind. Dadurch, daß wir nicht den einzelnen zum beruflichen Leistungsstreben auffordern, sondern ihn mit allen seinen Kameraden zum Leistungswillen führen, soll erkannt werden, daß es nicht ein Strebertum und nicht den früheren Konkurrenzkampf der Individuen gilt, sondern die Ge- meinschaftsleistung, das deutsche Volk, den Dienst am deutschen Volk. Wir wollen die Wehrhaft- machung auf dem Gebiet der Arbeit: „wenn bu deinem Berufe dienst, dann dienst bu Deutschland!" Im Reichsberufswettkampf soll die deutsche Ju- gend von neuem tagelang den Herzschlag des über Stände und Klassen geeinten deutschen Volkes fühlen. Jugend und HI.-Führer, Lehrling und Meister, Jungarbeiter und Betriebsleiter, Schüler und Lehrer, Arbeitsfront und Reichsjugendführung, Wirtschaftsführer und Staatsführer sollen sich in diesem Willen zusammenfinden. Wenn innerhalb einer Woche jeden Tag mit demselben Glockenschlag Hunderttausende deutscher Jungen und Mädel in allen Orten zum Berufswettkampf antreten, einen halben bis einen Tag lang ihre Kräfte messen, heute die jungen Graphiker wettdrucken, morgen die jungen Holzarbeiter wettschreinern, am anderen Tag die jungen Baugewerbler wettbauen und wett- zirnmern, die jungen Bauern wettarbeiten, — dann ist dies alles ein gewaltiges Lied deutscher Arbeit und deutscher Jugend, ein neues Zeugnis für die zukunftsweisenden Ideen und Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung und des Dritten Reiches. Mit der Ehrung der Sieger im Reichsberufswettkampf am 1. Mai wird die innige Verbindung von Jugend und Alter von neuem dokumentiert und die Bedeutung des 1. Mai unterstrichen. Iungsoldaten der Arbeit! Der Anmeldetermin 2 4 März rückt näher! Kein deutscher Jungarbeiter darf seine nationale Pflicht oerfäu- men. Meldet noch heute eure Teilnahme bei den Verbänden der Deutschen Arbeitsfront oder bei HI. und BdM. an! Wir glauben, wir arbeiten! Alles für Deutschland! ♦ An die Führer der Betriebe! Die Leistung eurer Betriebsgefolgschaft ist die Leistung eures Betriebes. Eure schönste Aufgabe ist es, auch aus der deutschen Jugend eure besten Mitarbeiter zu erziehen. Deswegen muß euch die berufliche Ausbildung der Jugend besonders angelegen fein. So wird der gewaltige Appell zum Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend auch euer Appell. Unterstützt uns, indem ihr einen halben bis einen Tag lang, je nach Anforderung der betreffenden Betriebsgruppe der Deutschen Arbeitsfront, euren Lehrlingen und Jugendlichen die Teilnahme am Reichsberufswettkampf bei gleichzeitiger Lohnfortzahlung freistellt. Gebt fön einen halben bis einen Tag kleinere Teile eurer Werkstellen und Arbeitsräume für den berufspraktischen Teil des Wettkampfes, wenn ihr von den örtlichen Wettkampfleitungen darum gebeten werdet. Laßt eure prüfungserfahrenen Praktiker in den Wettkampfleitungen mitarbeiten. Seitens des Arbeitsamtes find während des Bezugs derHauptunterstützung Beiträge (Anerkennungsgebühren) nur bann zu entrichten, soweit diese zur Erhaltung der Anwartschaft erforderlich sind (§ 129 AVAVG.). Diese Bestimmung gilt nur bis zum 31. März 1933. Ab 1. April 1933 gelten Zeiten des Bezugs von Alu, Kru u. Wolu als Ersatztatsache. Der vorerwähnte § 129 AVAVG. ist ab 1. Januar 1934 außer Kraft gesetzt. Die in Betracht kommenden Versicherten seien auf diese Bestimmungen, insbesondere auf den bevorstehenden Ablauf der Frist zur Nachentrichtung der bis 31. Dezember 1931 erforderlich gewesenen Beiträge, hingewiesen. Stellenankündigung im Rundfunk. Im Rahmen des Sozialdienstes des Südwestdeutschen Rundfunks in Frankfurt a. M., werden künftig offene Stellen, die nicht örtlich von den Arbeitsämtern besetzt werden können, durchgesagt. Diese vom Landesarbeitsamt Hessen zusammengestellten offenen Stellen werden nach Bedarf täglich 11.50 Uhr und Dienstags, Donnerstags und Samstags 18.50 Uhr im Rundfunk gemeldet. Prüfungen an der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen. Dieser Tage fanden unter dem Vorsitz des Schulleiters, Dipl-Kaufmann Dipl.-Handelslehrer Dr. Kruse, welcher die Rechte eines staatlichen Prü- fungsfommiffars wahrzunehmen hatte, die Prüsun» gen an der Oeffentlichen Handelslehranstalt statt. Von der Deutschen Arbeitsfront waren in den Prüfungsausschuß entsandt: als Vertreter der Unternehmer Herr Kaufmann Hermann Siersleben, als Arbeitnehmer Herr Ernst Held von der Be- zirksfparkasie Gießen. Als Vertreter der Handelskammer nahm ihr Vorstandsmitglied Buchdruckerei- befiüer Christ teil. Von dem Lehrerkollegium wirkten, außer dem Schulleiter, Dipl.-Handelslehrer Dr. Heun und Dipl.-Handelslehrer Dehmer, staatlich geprüfter Lehrer für Kurzschrift und Tiit- illieb der staatlichen Prüfungskommission für Kurz- chriftlehrer, mit. Sämtliche Schüler der Oberklasse >er zweijährigen Handelslehranstalt haben die Prüfung mit Erfolg bestanden und erhalten das Zeugnis der mittleren Reife. Auch die Schüler und Schülerinnen der höheren Handelsschule bestanden alle die Abschlußprüfung und haben damit das Jahresziel der Schule erreicht. Damit erhalten sie auch gleichzeitig die Primareife einer Wirtschaftsschule, die für solche Schüler von Bedeutung ist, die an einer ausgebauten Schule in Baden ober Sachsen bie besondere Reifeprüfung für bas Hoch- schulstubium erwerben wollen. Schützt das Wild im heimischen Wald! Die in den Gießener Wäldern und Feldern oor- fommenben Wildarten, Hose, Fasan und Rebhuhn, bedürfen jetzt der besonderen Ruhe, da sie z. T. bereits ihre Jungen warten, oder ihre Brutstellen zum Eierlegen und Brüten beziehen. Es ist deshalb doppelt notwendig, daß alle Spaziergänger besondere Rücksicht walten lassen. Dazu gehört,daß die Hundebesitzer ihre vierbeinigen Lieblinge auf allen nicht öffentlichen Verbindungswegen stets an der Leine führen. Dabei fei erwähnt, daß fast alle durch die heimischen Wälder und Felder laufenden Wege zu jener Art gehören. Es ist allen Hundebesitzern anzuraten, im Zweifelsfalle Erkundigungen über die Art der Wege einzuziehen, um fick keinen Unannehmlichkeiten und Strafen auszusetzen. Besonders aber bedarf die Jugend jetzt einer Zügelung. Das Bergwerksgelände übt eine besondere Anziehungskraft aus. Es findet sich dort kaum eine Stelle, die nicht durchstreift wird, was sich natürlich mit der Schonung des Wildes auf bie Dauer nicht verträgt. Da nebenbei jenes Gelände viele ungesicherte alte Schächte, Löcher, tiefe Einschnitte, Höhlen und Steilabfälle birgt, so Ist das Betreten außerhalb der Wege mit nicht unerheblicher (Sefa b r verbunden. Dies allein schon müßte alle Eltern und Erzieher veranlassen, ihre Kinder vor dem Betreten bringend abzuhalten, benn fommenbe Unglücksfälle könnten bazu führen, daß eine Rettung unmöglich wird. Zum Schluß ergeht an alle Katzenbesitzer die Bitte, bie dem Jungwild schädlichen Räuber am Herumtreiben zu hindern. Daten für Mittwoch, 21.März. 1685: Joh. Seb. Bach In Eisenach geboren (gestorben 1750); — 1763: der Dichter Jean Paul (Friedrich Richter) in Wunsiedel geboren (gestorben 1825); — 1871: Eröffnung des ersten deutschen Reichstages in Berlin; Bismarck erster Reichskanzler; — 1921: Oberschlesiens Bevölkerung entscheidet sich für Deutschland; — 1933: Potsdamer Staatsakt zur Eröffnung des ersten Reichstages im Dritten Reich. VornoNzcn. — Tageskalender für Mittwoch: Stadt- theater Gießen, 19.30 bis 22.30 Uhr: „Der verlorene Walzer". — KDAJ., 20.30 Uhr, im Cafe Ebel, Vortrag von Prof. Dr. Bötticher über „Die Ordnung der nationalen Arbeit". — Christenae- meinschaft, 20.15 Uhr, im Cafä Schwarz: Licht- bUberoortrag „Das Christusbild im Wandel der Zeiten". — Reichsverband der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler, 20 Uhr, im Hotel Hindenburg ©rünbungsoerfammlung.— VfB. Reichsbahn: 20.30 Uhr, im Dereinsheim, Versammlung. — Oberhes- sischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Aus dem Stadttheaterbüro. Morgen Donnerstag abend Deutsche Bühne, Reihe 1, die drei Akte „Hokuspokus" von Curt Goetz. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Dortragsvereinigung (Goethe- bunb, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverem) veranstaltet am kommenden Freitag ihren letzten Vortragsabend dieses Winters. Der für einen Lichtbildervortrag gewonnene Fliegerdichter Dr. Peter Supf ist leider am Erscheinen verhindert, so daß an seine Stelle der heitere Vortragsmeister Emil Kühne aus Berlin einen heiteren Vortragsabend bieten wird. (Siehe heutige Anzeige.) — Eine Neuhausbesitzer - Versammlung findet heute, Mittwoch abend, im Hotel Hindenburg statt. Veranstalter ist der Reichsoerband der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler, Landesverband Hessen. (Siehe gestrige Anzeige.) — Der VfB. /Reichsbahn hält am heutigen Mittwoch im Vereinsheim auf dem Waldsport- platz seine erste gemeinsame Berfammlung ab. (Siehe gestrige Anzeige.) ** Silberne Hochzeit. Am heutigen Mittwoch begehen der Schreiner Johann H o r st und Ehefrau Katharine, geb. Graulich, das Fest der silbernen Hochzeit. Am gleichen Tage feiert Familie Horst das 25jährige Wohnungsjubiläum im Hause Weserstraße 15. ** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Karl V i e h rn a n n und Frau Marie, geb. Sauer, Docringftra&e 4, begehen am heutigen Tage das Fest der Silbernen Hochzeit. ** Höhere Privatschule Gießen. Die Oberprimaner der realgymnasialen Abteilung der Anstalt unterzogen sich am Gießener Realgymnasium unter dem Vorsitz des Herrn Ministerialrats G l ü rf e r t der ftaatlid)en Reifeprüfung. Alle sieben Schüler der Anstalt haben das Examen bc- ftonden. Die Anstalt sandte außerdem einen Schüler an das Gießener Gymnasium, der seine Reifeprüfung gleichfalls bestand. ♦♦ Weitere Landhelfer in Oberhessen. Am Montag trafen in Gießen wiederum etwa 40 Landhelfer ein. Die jungen Leute kamen von Dortmund, wurden hier verpflegt und setzten bie Fahrt um 13.38 Uhr nach dem Kreise Büdingen fort Große Strafkammer Gießen. Wegen versuchten schweren Diebstahls im Rück« fall wurde derJohannMomberger aus Gießen zu einem Jahr Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Außerdem sprach die Kammer gegen den Angeklagten die Sicherungsverwahrung aus. Der Ange, klagte versuchte in Klein-Linden mittels Nachschlüssels eine Haustüre zu öffnen. Gleichzeitig wurde dem Angeklagten eine Urkundenfälschung zur Last gelegt, von der er jedoch freigesprochen werden mußte. Gegen den Beschluß, der seinerzeit vom hiesigen Schöffengericht die Sicherungsverwahrung gegen den Paul Tilger aus Plettenberg ausfprach, legte der Angeklagte Berufung ein. Die Straftat mer hob den Beschluß des Vorgerichts auf und roits den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Sicherungsverwahrung, die Staatskasse mit den Kosten belastend, zurück. Amtsgericht Gießen. Ein Einwohner aus Steinbach und dessen Sohn machten sich insofern des Betrugs schuldig, als der Vater feinem Sohne in einer Arbeitsbescheinigung einen höheren Lohn ausstellte, als es tatsächlich der Fall war. Die Angeklagten dachten auf diese Weise eine entsprechend höhere Arbeitslosenunterstützung für den Sohn herauszuschlagen. Die Entscheidung des Gerichts ergeht am 26. März. Ein städtischer Arbeiter aus Gießen befuhr am 24. August vorigen Jahres mit dem Kehrauto dir Straße „Zu den Mühlen". Dabei hat er die Fahr- geschwindiakeit nicht so eingerichtet, daß er an der unübersichtlichen Straßenstelle in der Lage war, sein Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Stehen zu bringen. Daneben beachtete er nicht das Vor« fahrtrecht eines Lastkraftwagens und unterließ es, die Straßenpassanten auf die Fahrtrichtung auf. merksam zu machen. In einem Strafbefehl erhielt der Angeklagte 30 Mark Geldstrafe. Dagegen legte sr Einspruch ein. Auf Grund der gestrigen Beweisaufnahme erkannte das Gericht auf 10 Mark Geldstrafe. Oberbeffen Volkstag der Inneren Mission in Deutschland am 15 Apr'l )( Hungen, 20. März. Hier sand im „Solmstk Hof" unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obbornhofen) eine Konferenz der evangelischen Geistlichen unseres Dekanats statt. Sie wurde mit einer Andacht durch Pfarrer Herber (Wölfersheim) eingeleitet. Pfarrer Draudt (Lich) berichtete dann als Leiter des evangelischen Wohlfahrtsdienstes im Kreis Gießen und Dekanat Hungen über den für den 15. April in ganz Deutschland zur Durchführung kommenden Volkstag der Inneren Mission. Dieser Volkstag soll dazu dienen, bie breite Oeffentlichkeit mit den Aufgaben und Arbeiten der Inneren Mission bekanntzumachen und Kräfte und Mittel für die Sache der Inneren Mission zu gewinnen. Im Hauptgottesdienst am 15. April wird in allen Gemeinden des profan Werkes der Inneren Mission gedacht werden, nach Möglichkeit sollen am Abend vorher oder am Tage selbst auch Gemeindeabende stattfinden. Am 14. und 15. April werden Straßensammlungen und vom 16. bis 20. April Haussammlungen zum Besten der Inneren Mission veranstaltet. Der Ertrag dieser Sammlungen soll der evangelischen Liebestätigkeit in den Gemeinden (Schwesterftationen, Kinder schulen usw.) und den Anstalten und Verbänden der Inneren Mission, sowie der Volksmission zugute kommen. Die Sammlungen am Volkstag werde/? durch Kirchenoorsteher, Mitglieder der Fraum- vereine und anderer kirchlicher Vereine oorgenonv men werden. Es muß mit ollen Mitteln dafür ge- sorgt werden, daß der Volkstag ein überwältigendes Bekenntnis der Tat seitens unserer evangelischen Gemeinden zur Sache der Inneren Mission wird. Die Konferenz stimmte den Ausführungen zu und versprach, sich dafür einzusetzen, daß der Tag die Innere Mission zum vollen Erfolg führt. iiaiiomie Mi neu. * Großen-Linden, 19. März. Dieser Tagt verstarb im 79. Lebensjahre der Lehrer i. R. Christian D i e m e r im evangelischen Schwestern« Haus zu Gießen. Nach seinem Wunsche und ent- sprechend seinem bescheidenen Wesen wurde er in aller Stille beigesetzt. Er war 44 Jahre lang, fast während seiner gesamten Lehrtätigkeit überhaupt, in Großen-Linden im Amt. In der Zeit seiner Wirkens hat er es verstanden, sich die allgemein Liebe und dis Dankbarkeit zu erringen und M immer zu sichern. Er war auch über oen Ra HM Grohen-Lindens hinaus bekannt und geschätzt. Auch in Gießen, das er immer wieder aufsuchte, war er eine bekannte Persönlichkeit. Im Weltkrieg vek« lor er einen Sohn. Seine erste Stelle hatte Lehrer D i e m e r in Ermenrod inne. Im Jahre 1880 katn er nach Großen-Linden. Nach 44jähriger Tätigkeit wurde er im Jahre 1924 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Seinen Lebensabend verbrachte er bei feiner Tochter in Lang-Göns. Die Gemeinde Großen-Linden wird dem verdienstvollen Manne über sein Grab hinaus ein ehrendes Andenken bewahren. = Großen-Linden, 20. März. Der Kriegs« teilnehmer von 1870/71 Gastwirt Ludwig Men« ges vollendete gestern fein 8 6. Lebensjahr. <£ Holzheim, 20. März. Dieser Tage sprach hier im Saale von Sarnes der Kreisschulungs« (eiter Pg. Michel Nach der Eröffnung der Vev onftaltung durch den Zellenleiter Pg. Kuhl naht" der Redner das Wort zu begeisternden Ausführuw gen, die oft von Beifall unterbrochen wurden. Der Redner verstand es, den Zuhörern ein Jahr nativ« nalfozialistifcher Aufbauarbeit vor Augen zu führen Nachdem noch der Ortsgruppenleiter Wenzel von Langgöns einige besonders wichtige Punkte hervor" gehoben hatte, wurde die Versammlung mit denn Horst-Wesfel-Lied beschlossen. wg. G r o ß e n - B u s e ck, 20. März. Der hiesig*' evangelische Frauenverein hielt dieser' Tage den Abschlußabend für seine Winter» arbeit ab. Baronesse von Rabenau wies ini ihrer einleitenden Ansprache darauf hin, daß die evangelischen Frauenvereine stolz auf ihre Vergangenheit sein dürsten, weil sie schon zu einer in der der Gedanke der Volksgemeinschaft noch nid)" Allgemeingut gewesen sei, durch ihre Arbeit in dein Vor- und Nachkriegsja-Hren bereits die Volksgemein' schäften pflegten. Sie ermahnte die Frauen, den Verein in opferfreudiger Wense auch weiterhin IP iX?’ *11 K, t» Ld-n>> IMe ilLib«"1 1W ®el jkie»«., Ijubil« Heiib-nt W lidion lF*onr i vom vri I i noch me . p । oints un i Ucberrev । urkunde' | ben und I I rriaket ! fiten 10 i »ergange Idas Wn nnis von * Li' i am w. 0 löfung dc i Ml de j Dftern 19 i beiden § i es war I z Schon in mr 20 M sie < finun aber hstehung i o ©ägunge; j Schck u J des neuen B der anger i Üblich eil 3 Jahren r 1 den wirk I beiden i aus finai )(fiid Ifauner iisommlun. I sitzenden i||tr, de 3 reger lä 8 konnte, i 3 Dorian 1 MMbargt Wern, w Wietzen, ? 8Birtlar m nauf unbb llinb ftrai iltionolen' lMlle Mit Hhonen d iS'?. I stimmige I Mitarbeit l aemeinde Qfcmmtung uZofw uni Mhvr und S iw, datz Unb allen diente Ur fährt, ba1 junge M Inden ' = Li. R0nippe 6 «ersten 6d Ster fom W'es in j Wien Lu «Meiler Wern die Meilkriiste »In ö, Archi jJQU Don ßAusmechn «Sei L % Butzbacher Faselmarkt [tiitrn, wirkte bei 2 Standardwerke der Naturwissenschaft sind. Jahrgang 1933 LMce-Sthule Steinstrahe 10 1712D RM. 90.— Band II: Flüsse, Seen, Wiesen, Heide und RM. 90.- 1589 D Hugo Bermühler Verlag - Berlin-Lichterfelde i iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHUiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimniiiiii "f- Schon am frühen zur Prämiierung aufgetrieben 153 Schweine und 15 seinen Vorgängern würdig an. Morgen begann der Auftrieb der angemeldeten Tiere. Es wurden Stück Rindvieh, 101 Pferde, 16 Kochfische und Filets Fischhaus,Cuxhaven* Marktstr. 23 1703A Teleph. 2417 Donnerstag von 10.30 bis 18 Uhr Ausstellung von Arbeiten der Haushaltungsschule. Band I: Der Wald Teile Nein Brot mit den Hungernden! Werde Mitglied der IlS.-Volkswohlfahrt! ien. Men H Wchlichf, m W\t A- mnterftützm Entscheid, n befutjr Kehrauto er die Fc iß er an I ’ Lage tu \ zum Stc> chi dar & unterlieh e trichtung ou sbefehl tttif Dagegen le« eigen BoW : 10 Moi Beilage zum Gießener Anzeiger im Ganzleinen gebundener Sonderdruck d.uf holzfreiem Papier. Preis: 2RIR.1O.- Die Pflanzenwelt der deutschen Heimat und der angrenzenden Gebiete In Naturaufnahmen dargestellt und beschrieben von Dr. Kurt Hueck Herausgegeben von der staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen Mit 421 ein- und mehrfarbigen Tafeln nach eigenen Naturaufnahmen des Verfassers Rindvieh: Simmentaler, Färsen, erkennbar tragend: Ioh. Hch. Adami II., Rieder-Weisel, Will). Wörner, Ostheim b. B., je einen 1. Preis; Jak. Will). Bill, Hch. Mack, Gg. Käufer, Beruh. Christ, Rieder-Weisel, je einen 2. Preis; Konr. Adami, Ambr. Dill und Hch. Hasser II., Wilh. Chr. Haub, Gg. Ruppel, Rieder-Werfel, und Jirl. Löbrich, Ostheim b. B., je einen 3. Preis, sowie neun Anerkennungen. Hessisches Fleckvieh: 1. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern in Milch oder tragend: Chr. Häuser, Ostheim b. B., Ehrenpreis; Ioh. Hch. Adami, Rieder-Weisel, 1. Preis: Hch. Bopf, Griedel, und Herm. Wedemann, Eberstadt, je einen 2. Preis; Konr. Adami, Ambr. Bill, Peter Dill III., Rieder-Weisel, Friedr. Fauerbach, Eberstadt, Ludw. Haub II., Wilhelm Haub, Gg. Ruppel, Ad. Studt, Rieder-Weisel, je einen 3. Preis, sowie sechs Anerkennungen. 2. Kühe mit drei und mehr Kälbern in Milch oder tragend: Fried. Fauerbach, Eberstadt, Ehrenpreis; Ambr. Bill und Phil. Haub I., Rieder-Weisel, je einen 1. Preis; Hch. Bopp, Griedel, und Friedr. Marx Ww., Nieder-Weisel, je einen 2. Preis; Wilh. Haub, Karl Mack, Rieder-Weisel, Chr. Häuser und Wilh. Wörner, Ostheim b. D, je einen 3. Preis, sowie sieben weitere Anerkennungen. 3. Familien: Ioh. Hch. Adami II., Ambr. Bill, Fr. Mack Ww., Meder-Weisel, Fr. Fauerbach, Eberstadt, je einen 2 Preis, Wilh. Haub, Rieder-Weisel, und Wilhelm Wörner, Ostheim b. B., je einen 3. Preis, sowie fünf weitere Anerkennungen. 4. Kühe im Lei st ungswett bewerb. A. Jüngere Kühe bis zu 6 Jahren alt: Wilh. Wörner, Ostheim b. B., und Phil. Haub I., Rieder-Weisel, je 1 Ehrenpreis; Ioh. Adami, Rieder-Weisel, und Hch. Bopp, Griedel, je einen 1. Preis; Hch. Marx III., und Karl Mack, Rieder-Weisel, je einen 2. Preis; Ioh. Adam II., Nieder-Weisel, Hch. Bopp, Griedel, und Chr. Häuser, Osth-eim, je einen 3. Preis, sowie weitere vier Anerkennungen. B. Aeltere Kühe über sechs Jahre: Hch. Marx III., Rieder-Weisel, und Willi Schneider, Fauerbach v. d. H., je einen 1. Preis; Friedr. Mack Ww., Rieder-Weisel, Ernst Schmidt, Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 21. März. Johanneskirche. 18 Uhr: 6. Passionsandacht, Psar- rer Ausfeld. für Fußböden, Möbel, Stein, Marmor, Ledersachen«! Perwachs jetzt auch farbig zu haben! Kinderwagen kauft man bei Berth. Kühne Seltersweg 26 Teppichkehrer arbeitet ohne Strom u. Motor. Schon für 6.— RM bei J.B. Häuser, Gießen Am Oswaldsgarten, Ruf 2145/2146 Dorf-Gill, Robert Schepp, Griedel, Albert Tröster, Griedel, je einen 3. Preis, sowie weitere zwei Anerkennungen. 2. Stuten mit mehreren Nachkommen: Jok. Krämer, Rockenberg, Ehrenpreis, Buß, Gam- bach, 1. Preis; Gustav Schmidt 2. Preis; Engen Dietz, Griedel, 3. Preis, sowie zwei Anerkennungen. 3. Sichtbar tragende Stuten: Rud. Koch, Trais- Münzenberg, 1. Preis; G. Fr. Müller, Bellersheim, 1. Preis; Hch. L. Treut, Griedel, E. Seipp, Birklar, Otto Hch. Walter, Trais-Münzenberg, je einen zweiten Preis; Karl Burg, Trais-Münzenberg, G. H. Bender, Dorf-Gill, Otto Metzger, Münzenberg, Hrch. Sames, Dorf-Gill, W. Belten, Lang-Göns, H. Vissel, Griedel, je einen 3. Preis, sowie weitere 10 Anerkennungen. 4. Dreijährige Stuten und Hengstfohlen: Hch. Ludw. Dreut, 1. Preis; Gg. Hildebrandt VI., Rieder-Weisel, und K. Hch. Straßheim, Griedel, je einen 3. Preis. 5. Zweijährige Stuten mit Hengstfohlen: Paul Buß, Gambach, 1. Preis; G. H. Bender, Dorf-Gill, und Konr. Wilh. Jung, Lang-Göns, je einen 2. Preis; M. Bender Ww., Gambach, Karl Burg, Trais-Münzenberg, Gusto. Schmidt, Griedel, je einen 3. Pr., sowie weitere drei Anerkennungen. Hessisches Fleckvieh. Bullen, 15 bis 24 Monate: Hch. Wilh. Fay III., Grüningen, 2. Preis; Friedr. Fauerbach, Eberstadt, Wilh. Meiß, Klein- Karben, Ludw. Seip, Bellersheim, Gg. Rühl, Langsdorf, je einen 3. Preis, sowie weitere sieben An- erkennungen. Der Reichszuschuß für Instandsetzungsarbeiten ist verlängert Bis zum 31. März müssen die Anträge ein gereicht sein. — Brauchen Sie Gas* n. Kohlenherde, Oefen, Kesselmäntel, Knpferkessel usw. dann sehen Sie sich ohne jeden Kaufzwang mein Lager an. — Ich gebe Ihnen gern unverbindlich Kostenvoranschlag Edgar Borrmann Eisenhandlung • Gießen 1723 a Won Apl'l. i 1 im „Solms ekan Eng> evangelish Sie wurde c >er (Miln dt (ßidj) I elischen W und Dck n ganz Sem: Dolkstag I ll dazu di« Aufgaben i knntzunich : der Im otiesbiei'- n heg M [ werden, n« oder am To: den. Am 14 mWn ? >en zum Ach r Ertrag LiebestW onen, Kind Verbänden! Mission zu? rlkstag wei der Frai eine oorflem itteln dafür iberwältiger r eoangmsi Mission r rungen 3ii f ß der Tag> führt. n Ziegen. Der gleichzeitig abgehaltene F e r k e l m a r k t wies einen Auftrieb von 350 Stück auf. Durch die Gewährung von Sonntagskarten zu diesem Markttag konnte man auch eine pb. Butzbach, 16. März. Der diesjährige Faselmarkt reiht sich tSi 'oiNen , ,tQUS fc. eiStaii ^Q9kn ^ochschlU wurde L lur ^en Weil hiesig ’run9 gej ? ausspr 'eStrafko M und tu °uf Sig t den Kos. größeren kirchlichen Festen in feilten, Friedberg, Gambach, Rieder-Bessingen und Bi-flar mit. Im hiesigen Gottesdienst trat er 16mal Zorsihaus bei Echzell, Oberhessen. Gegr. 1809. Mr nehmen Ihnen d e Sorge für die Erziehung und Bildung Ihres Zungen ab. Bei allen Dorrügen eines Lan Heims lehrplanmäßiger, lorg- fälliger unterricht, in kleinen Klassen. Erziehung ,u selbständiger Arbeit. Frisches, kameradschaftliches Zusammenleben; viel Körperschule, (reria - Untersekunda - Oberreals-rule, Realgymnasium. Besse Empfehlungen, rrosp. frei durch Or.tnrinS. Fauerbach v. d. H., und Wilh. Wörner, Ostheim b. B., je einen 2. Preis, Karl Mack, Rieder-Weisel, einen 3. Preis. Vogelsberger: Bullen, 15 bis 30 Mon. alt: Gemeinde Lang-Göns 1. Preis; Hof gut Mühlfachsen 3. Preis. Färsen, erkennbar tragend: Hch. Hofmann, Hörnsheim, 1. Preis; Wilh. Wenzel, Lang-Göns 2. Preis; Hofgut Mühlfachsen und Keßler, Lang-Göns, je zwei 3. Preise, sowie weitere vier Anerkennungen. Aeltere Kühe, 3 bis 5 und mehr Kälber: Hof gut Mühlsachsen Ehrenpreis; Karl Müller, Lang-Göns, 1. Preis; Otto Heß, Lang-Göns, und Hofgut Mühlsachsen, je einen 2. Preis; Hch. Hofmann, Hörnsheim, Karl Sommer, Reinh. Spieß, Lang-Göns je einen 3. Preis, sowie drei weitere Anerkennungen. Jüngere Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: Hch. Müller V«, Lang-Göns, Ehrenpreis; Karl Keblowsky, Rieder- Bessingen, 1. Preis; Hofgut Mühlsachsen und Karl Keblowsky, Rieder-Bessingen, je einen 2. Preis; O. Heß, Karl Müller, Lang-Göns, je einen 3. Preis, sowie zwei weitere Anerkennungen. Familien: Hof gut Mühlfachsen Ehrenpreis; Keblowsky, Rieder- Bessingen, 2. Preis; Hch. Hofmann, Hörnsheim, und Karl Müller IV., Lang-Göns, je einen dritten Preis. Leistungswettbewerb, jüngere Kühe bis 6 Jahre alt: Hrch. Müller, Lang-Göns, Ehrenpreis; Karl Keblowsky, Rieder-Bessingen, und Otto Heß, Lang-Göns, je einen 2. Preis; Reinh. Spieß, Wilh. Müller V., Lang-Göns, und Keblowsky, Rieder-Bessingen, je einen 3. Preis. Aeltere Kühe über 6 Jahre alt: Hch. Hofmann I., Hörnsheim, und Otto Heß, Lang-Göns, je einen 1. Preis. Schwarzbuntes Riederungsviehr Bullen, 15 bis 24 Monate: Hrch. Bill, Rieder-Weisel, 1. Preis, Ioh. Karl Bill, Rieder-Weisel, 2. Preis. Färsen erkennbar tragend: Ioh. Karl Bill, Rieder- Weisel, 1 Preis. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern in Milch ober tragend: Hrch Bill, Ehrenpreis; Ioh. Karl Bill, Rieder-Weisel, 1. Preis. Schweine: Veredeltes Landschwein. Eber: Hch. Schwing, Burg-Gemünden, 1. Pr. und Ehrenpreis; Wilh. Stark, Wirberg, und Wilh. Görlach, Lang- Göns, je einen 2. Preis; Wilh. Stark, Wirberg, und Brückmann, Neuhof, je einen 3. Preis; Brückmann, Neuhof, und Hch. Klöß, Stangenrod, je einen vierten Preis. Sauen über 1 Jahr: Wilh. Görlach, Lang-Göns, 1. Preis, Karl Velten II., Lang-Göns, 2. Preis und Wilh. Brückel, Lang-Göns, 3. Preis. Sauen unter 1 Jahr: Karl Müller, Lang-Göns, 2. Preis. Edelschweine: Junge (Eber: Hrch. Schimpf, Ostheim b. D, 1. Preis, derselbe 2. Preis. Ziegen: Ziegen: 3 Jahre und älter: Otto Schwarz, Griedel, Ehrenpreis, Karl Kullmer, Hochweisel, 1. Preis, Ernst Hofmann, Hochweisel, 2. Preis 2jährig: H. Dreut II., Ehrenpr.; O. Schwarz, Griedel, 2. Preis. Jährig: Hch. Krausgrill, Niederweisel, 2. Preis, Wilh. Hch. Kopf, Griedel, 3. Preis, Karl Haub, Meder-Weisel, 4. Preis. Juchtviehversteigerung der Landesbanernschaft. Die LandesbauernschaftHessen-Nas- sau, Hauptabteilung II, Tierzuchtamt Gießen, veranstaltete gleichzeitig eine Zuchtviehoersteigerung. Diese war beschickt mit 24 Bullen. Verkauft wurden 13 Bullen von den Besitzern Ernst Kreuder, Brauer- schwend, zu 610 Mark nach Grüningen, von Willi Hanack, Zell, zu 420 Mk. nach Kirch-Göns, von Karl Schäfer I., Zell, zu 760 Mark nach Langsdorf, von Karl Marsteller, Grüningen, zu 330 Mark nach Selters i. O., von Eberh. Rumpf III., Gambach zu 490 Mark nach Niederkleen, von Ioh. Hch. Schütt, Rixfeld, zu 640 Mark nach Nieder-Weisel, von Hch. Müller VIII., Ober-Hörgern, zu 570 Mark nach Wenings, von Karl Häuser, Atzenhain, zu 580 Mk. nach Pohl-Göns, von Hrch. Bopp, Griedel, zu 670 March nach Appenrod, von Phil. Bärsch, Heuchelheim i. d. W., zu 570 Mark nach Birklar, von Karl Marsteller, Grüningen, Zu 470 Mark nach Klein- Karben, von Konr. Walter, Trais-Münzenberg, zu 470 Mark nach Ober-Schmitten, von Adam Hofmann, Langsdorf, zu 460 Mark nach Langenhain. Der Durchschnittserlös betrug 533 Mark. Ortsgruppenführer die Blockwarte, machte diese mit ihren Aufgaben bekannt und forderte sie nochmals auf, weiterhin für den Reichsluftschutzbund au werben. Er sprach auch die Erwartung aus, oah die Einwohner von Lich die Bedeutung des RLB. verstehen und den Blockwarten bei Ausübung ihrer Tätigkeit volles Verständnis entgegenbringen werden. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Volkskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. * Langsdorf, 20. März. Das dreijährige Töchterchen des Kraftwagenführers Roth von \ hier erlitt dieser Tage einen schweren Unfall | bedauernswerte Kind erlitt schwere Weichteil- Das Kind lies vom Elternhaus aus aus die Straße ^Verletzungen am linken Oberschenkel und und geriet dabei unter einen im gleichen Augen-1 mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gie- dlick anfahrenden, mit Holz beladenen Wagen. Das । ßen gebracht werden. eu> und brachte 14 Geburtstagskindern, Jubelpaaren Um' Kranken Ständchen dar. Auch bei großen nationalen Feiern stellte er sich freudig zur Verfügung, kill: Mitglieder sind bei den verschiedenen Forma- ho-en der NSDAP, eingegliedert. Der von dem tifi -gen Förderer und Rechner des Chors, Lehrer 1.9 Knöll, vorgetragene Kassenbericht fand ein» stnmige Genehmigung. Dechant Kahn sprach allen IßiDrbeitern den herzlichsten Dank der Kirchen- ■irieinbe und des Chores aus, und schloß die Ver- tormtung mit einer Andacht über die Losung des und ermahnte die Mitglieder zur Treue zu Ebir und Kirche. Ebenso gab er der Erwartung Aus- puff, daß der Chor auch von feiten der Gemeinde in’ allen in Betracht kommenden Stellen die verliehe Unterstützung für sein selbstloses Wirken er- ctjtt, daß insbesondere sich auch an Ostern wieder ikiiu;e Mitglieder zum Eintritt in den Chor bereit (inten. - Lich, 20. März. Dieser Tage hielt die Orts- jwope des Reichslustschutzbundes ihren irfiin Schulungsabend im „Holländischen Hof" ab. :komm. Örtsgruppenführer Pa. Maidhof ; Die in feiner Ansprache auf die Wichtigkeit des < vten Luftschutzes hin. Anschließend zeigte Schu- I Dsleiter Pg. Lehrer H i l d an Hand von Licht- l Ib rn die Bedrohung Deutschlands durch die Luft- 1 re-fräfte der Nachbarvölker und wies auf die ' htroenöigfeit des Selbstschutzes der Bevölkerung i it. Architekt Spahr sprach hierauf über den ! n von Schutzkellern. Die Vorträge fanden volle ' ismerksamkeit. Zum Schluß ernannte der komm. Die Vögel Mitteleuropas in allen Lebens- und Entwicklungsstufen photographisch aufgenommen und in ihrem Seelenleben bei der Aufzucht beobachtet von Dr. Oskar und Frau Magdalene Meinroth Herausgegeben von der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen Mit 159 Färb- und 352Schwarztafeln. 4 Bände in Halbleder gebunden RM. 270.—, in Ganzleinen gebunden RM. 235. — . Bei Einzelbezug Band I RM.90.—,Band II RM.58.50,Band III RM.85.50, BandlVRM.63.-.BezugauchinlOOLieferungen je RM. 2.50 bzw. RM 3.— möglich Ein Presseurteil i Das Werk steht in seiner Eigenart einzig in der Welt da und ist nicht zu überbieten. Kein anderer unter den heute lebenden Ornithologen hätte dieses Buch schreiben können, denn noch nie waren in so hohem Maße wie bei diesem Forscher - Ehepaar die Eigenschaften des gründlichsten, praktischen Vogelpflegers, des feinsinnigen Naturbeobachters, des kritisch arbeitenden Wissenschaftlers und des geübtenTierphotographen so glücklich und erfolgbringend vereint. Frankfurter Ztg. größere Besucherzahl wie in früheren Jahren feststellen. Das vorgeführte Zuchtmaterial war durchweg von sehr guter Beschaffenheit, so daß die Preisrichter längere Zeit brauchten, um die besten Tiere herauszufinden^. In der Mitagsstunde bewegte sich, wie alljährlich, ein Festzug durch die Straßen der Stadt, der einige recht nette Gruppen aufwies, wie eine Mädchengruppe in Hüttenberger Tracht von Niederkleen, Nieder-Weisel führte einen mit vier Simmentaler Kühen bespannten Wagen vor, auf welchem jungen Burschen Getreide droschen, die Molkereigenossenschaft Ostheim- Nieder-Weisel stellte einen Propagandawagen für ihre Erzeugnisse, Griedel hatte einen sechsspännigen Wagen mit Hitlerjugend, die auf Schaukelpferden ritten, hbrgerichtet, der allgemeine Heiterkeit auslöste, die Firma A. I. Tröster führte einige Säe- und andere landwirtschaftliche Maschinen mit im Zug und der ländliche Reit- und Fahrverein Butzbach und Umgegend hatte einigen seiner Reiter die alte sog. weiße Dragoner-Uniform angezogen, die an die ehemalige Reitergarnison erinnerten. Diesen folgten dann die mit Preisen ausgezeichneten Tiergruppen. Für die Preisrichter und die Faselmarktgesellschaft fand im Gasthaus „Zum Gambrinus" ein einfaches Essen statt, bei dem Bürgermeister Dr. Scheller sowie der Abteilungsleiter der Hauptabteilung II Wiesbaden, Gg. Sauerbier, kurze Ansprachen hielten. Als Vertreter des Kreisamts Friedberg war Regierungsrat Dr. Andres, seitens der Kreisleitung Kreisleiter Seipel (Fauerbach) erschienen. Da« Ergebnis der Prämiierung. Pferde: A. Für Belgier Pferde: 1. Stuten mit einjährigen Fohlen: Adam Hofmann, Langsdorf, 2. Preis; Ambrosius Bill, Nieder-Weisel, 2. Preis; Hrch. Steul, Mufchenheim, Ioh. Hch. Adami, je einen 3. Preis, sowie für weitere drei Besitzer An- erlennungen. 2. Stuten mit mehreren Nachkommen: Hch. Dreut II., Griedel, 1. Ehrenpreis; Ambr. Bill, Nieder-Weisel, 2. Preis; Adam Hofmann, Langsdorf, 3 Preis. 3. Dreijährige Stut- und Hengstfohlen: Aug. Petri, Dorn-Assenheim, 1. Preis; Wilhelm Wagner II., Kirch-Göns, 2. Preis; Peter Häuser I., Nieder-Weisel, 3. Preis usw. 4. Zweijährige Stut- und Henstfohlen: Hch. Dreut II., Griedel- Jak. Häuser, Nieder-Weisel, 2. Preis; Ferd. Schmidt, Birklar, 3. Preis. 5. Sichtbar tragende Stuten: Hch. Dreut, Griedel, Ehrenpreis; Gg. Phil. Krausgrill, Nieder-Weisel, 1. Preis; Louis Häuser, Rieder-Weisel, 1. Preis; Wilh. Marloff, Reichelsheim und Jean Wild, Rockenberg, je einen 2. Preis; Wilh. Wagner, Kirch-Göns, Hg. Huber, Nieder-Weisel, Jak. Krausgrill, Nieder-Weisel, Louis Klein, Wohnbach, Aug. Petri, Dorn-Asseicheim, je einen 3. Preis, sowie weitere acht Anerkennungen. B. Oldenburger Pferde: 1. Stuten mit einjährigem Fohlen: Gg. Fr. Müller, Bellersheim, Ehrenpreis; Gustav Gorr, Münzenberg, 1. Preis; Eugen Dietz, Griedel, 2. Preis; G. H. Bender, Der Bezug In Lieferungen ermöglicht jedem Naturfreund die Erwerbung dieser Prachtwerke ohne drückende wirtschaftliche Belastung schon für einen Betrag von RM. 1.50 bzw. 1.25 monatlich, bei Abnahme einer Lieferung aller zwei Monate. Verlangen Sie die bebilderten Werbeblätter! - Zu beziehen durch Jede Buchhandlung! urterstütztzn.Der Ortsgeistliche, Pfarrer Müller, hickt eine kurze Ansprache, in der er den Frauen, du im vergangenen Winter verlebten gemein^nnen Sunden in das Gedächtnis zruückrief. Mit einigen einsam gesungenen Liedern fand die Dersamm- ihr Ende. ('ist Treis a. d. L d a., 19. März. Das Fest der gcldenen Hochzeit konnten der Landwirt Hy. Becker VIII. und Ehefrau Katharina, geb. Stieger, im Kreise ihrer Angehörigen feiern. Der Jckilar ist 82, die Ehefrau 78 Jahre alt und sind beede noch geistig munter, wenn auch die körper- lide Kraft stark nachgelassen hat. Am Morgen war slsun eine Begrüßungsurkunde des Herrn Reichs- piisidenten eingelaufen. Am Nachmittag fand eine »rn Ortspfarrer gehaltene Einsegnungsfeier statt, tid) welcher dieser Glückwünsche des Landeskirchen- cir.ts und des evangelischen Kirchenvorstandes unter 11öerreid)ung von künstlerisch ausaeführten Ehren- tifunben überbrachte. Zahlreiche Glückwunschschrei- bn und Blumengeschenke zeugten von der Beliebt- t)fft des Jubelpaares in der Gemeinde. 4 Weickartshain, 20. März. Bei dem P akettenverkauf konnten hier für 50 Pla- keien 10.85 Mark gelöst werden. — Die Ende der vrgangenen Woche durchgesührte Sammlung für dcs Winterhilfswerk ergab das erfreuliche Ergeb- lü von 62 Laib Brot und 373 Eier. . Lich, 19. März. Der Leiter der hiesigen k)i Heren Privatschule schreibt uns: „Der ar 12. März erschienene Artikel über die Auflösung der hiesigen höheren Privatschule entspricht nij)t den Tatsachen. Die Schule wurde zu D^rn 1933 auf Wunsch zahlreicher Eltern mit den denen Klassen Sexta und Quinta gegründet, und esiwar beabsichtigt, sie bis Obertertia auszubauen. Sc on im ersten Jahre war die Schule von unge- fä'r 20 Kindern besucht, ein Beweis dafür, wie sei" sie zu den besten Hoffnungen berechtigte. Da IHM aber das Hessische Staatsministerium die Ent- fttrung neuer Privatschulen aus grundsätzlichen Er- wigungen ablehnt, wurde der weitere Ausbau der ule untersagt. Daß für die Sexta und Quinta bei neuen Schuljahres 1934/35 nur sehr wenig Kinde angemeldet wurden, ist selbstverständlich, da na- kü"ich eine Umschulung der Kinder schon nach zwei Jc ren von den Eltern als unzweckmäßig empfände wird. Ein Weiterbestehen der Anstalt mit den freien Klassen Sexta und Quinta allein ist daher en finanziellen Gründen nicht möglich." r ß i tf), 20. März. Der evangelische Posen n e n ch o r hielt dieser Tage seine Generalver- farmlung ab. Nach Begrüßungsworten des Vor- [if:nben erstattete der Leiter, stuck, theol. Schä - fr, den Jahresbericht, der von außerordentlich reer Tätigkeit des Chores im Jahr 1933 berichten tointe. Der Chor trat bei 71 Veranstaltungen (im do:gen Jahr 58) auf. Er veranstaltete in sieben !Rci)bargemeinben musikalische Passions- und Oster- Vom Besten das Beste, der Grundsatz für cotts Emulsion bei der Rohstoff wähl. £ »y | Herstellung seit 1898 in Frankfurt am Main. Ein bewährtes, deutsches Hausmittel für Mutter und Kind. In allen Apotheken u. Drogerien Frische Seefische leb. Spiegelkarpfen eingetroffen <£♦ G.rttlelnbenn Babnbolstt.61 »,iD Tel. 3866 Band III: Sand- u. Strandpflanzen, Unkräuter, Felsen-und Hochgebirgsvegetation (z. Z. im Erscheinen) ... RM. 90.— Bezug auch in 90 Lieferungen zu je RM. 3 — möglich Ein Presseurten t Das Werk hat in der pflanzenkundliehen Literatur nicht seinesgleichen und man möchte hoffen, daß es dazu beiträgt, Verständnis und Liebe für die heimische Pflanzenwelt in immer weitere Kreise hineinzutragen. Allgem. Deutsche Lehrerztg. 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Der Vereinsführer. 1708 D Der Vorstand und Turnrat des Männer-Turnvereins Familie Ban Familie Kreiling Familie H. Hieran bewahren. Gießen, den 21. März 1934. In tiefer Trauer: J. Fuld und Kinder Familie Wirbelaner Familie Erb Familie K. Hieran Zusammenkunft zur Beisetzung am Donnerstag, dem 22. März, nachmittags 1.45 Uhr, Ecke HitlerwalLLandgrafenstraße. Wieseck, Speyer, Wiesbaden, den 21. März 1934 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. März, 14.30 Uhr, vom Sterbehaus, Obergarten 4 aus statt Gießen, den 20. März 1934. Sängervereinigung „Liederkranz-Heiterkeit" 1837. _______________________1723 D Heute morgen entschlief nach kurzem schweren Krankenlager meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Berta Fuld, geb. Krämer Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß heute nacht, 1.15 Uhr, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Pate Herr Heinrich Bierau I. nach einem arbeitsreichen Leben im vollendeten 83. Lebensjahr sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen (Horst-Wessel-Wall 28 I), den 20. März 1934. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. März, nachmittags 3l/a Uhr, auf dem Neuen israelitischen Friedhof statt. DRAHT DRAHT DRAHT Hiermit erfülle ich die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem unerwarteten Ableben unseres unvergeßlichen Tumbruders und Führers des Männerturnvereins Gießen Herrn Georg Kling in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. März auf dem Neuen Friedhof statt. Die Mitglieder sammeln sich zur Teilnahme an der Beerdigung mit den Mitgliedern des Männerturnvereins um 13.45 Uhr EckeHitlerwall-Landgrafen- ht nachfolgenden Zachgeschäften: Schuhhaus Benner Schuhhaus Haas Schuhhaus Waldschnndt Schuhhaus Wolff Schuhhaus Bernhardt Schuhhaus Neumeier Schuhhaus Weidemann Schuhhaus Zurwonne Turnverein von 1846 Gießen. HÄUSER GIESSEN OSWALD SG ARTEN RUF 2145-2146 Am 20. März 1934 wurde unser langjähriges Mitglied Kamerad Georg Kling, Rektor zur großen Armee abberufen. Der Stahlhelm B.d.F. Ortsgruppe Gießen. Alle Gießener Kameraden in Uniform treten am Donnerstag, dem 22. März, 13.30 Uhr, am Stahlhelmheim an. Die Kameraden in Zivil schließen sich erst Plötzlich und unerwartet wurde uns unser Ehrenvorsitzender Herr Rektor Georg Kling durch den Tod entrissen. — Ganz dem Wesen seines Berufes entsprechend, hat er sich stets der besonderen Pflege echten deutschen Volkstums gewidmet, fast 40 Jahre war er führend im deutschen Männergesang. Echte Sangesbrüderlichkeit und treue Freundschaft zu pflegen, gehörte zu seinen besonderen Vorzügen. Durch seine edle Gesinnung und seinen lauteren Charakter war er stets Vorbild für uns. Wir beklagen seinen Heimgang auf’s tiefste. Ehrfurchtsvoll neigen wir uns vor seiner Treue, unsere Dankbarkeit bleibt ihm erhalten. Altersvereinigung 1872 — 1922 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere verehrlichen Mitglieder von dem am 19 März 1934 erfolgten Ableben unseres Alterskameraden und Vereinsführers Herrn Rektor Georg Kling in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. März, nachm. 2V» Uhr, von der Kapelle des Neuen Fried- hofes aus statt. Der Vorstand. __17140 Ein echtes deutsches Turnerherz hat aufgehört zu schlagen Unser Vereinsführer Rektor Georg Kling Inhaber des Ehrenbriefes des 9. Kreises (Mittelrhein) und des Ehrenbriefes der Deutschen Turnerschaft ist von uns gegangen. Worte vermögen nicht zu sagen, was wir Turner an diesem echt deutschen Manne und prächtigen Menschen verloren haben. 35 Jahre gehörte er unserem Vorstand an, davon leitete er 20 Jahre den M.T.V. als erster Sprecher. Mit nie erlahmender Tatkraft wirkte er für die Interessen der Deutschen Turnerschaft zum Wohle unseres Vaterlandes. Unserer Jugend gehörte sein ganzes Herz und für sie gab er sein Bestes. Die Lücke, die der Tod unseres Führers in unsere Reihen gerissen hat, wird kaum auszufüllen sein. In Turnertreue werden wir dem Heimgegangenen ein ewiges Gedenken Vertreter für BltlioelBiiMopoiie gesucht.Schr.Angeb.unt.Angabev. Referenzen unt. 1723D a. d. G. A. Rektor Georg Kling ist aus einem arbeitsreichen turnerischen Leben abberufen worden. Als vorbildlicher Turnerführer weit über die Grenzen seiner Heimat bekannt, mit den höchsten turnerischen Ehren ausgezeichnet, war er stets ein eifriger Förderer der deutschen Turnsache. Wir verlieren in dem Verstorbenen, der unserem Kreisführerstab ehrenhalber angehörte, einen Mitarbeiter, der durch seine hervorragenden turnerischen Eigenschaften und sein kerndeutsches, volkstümliches Wesen sich größter Wertschätzung erfreute Bei seinen Turnern und Mitarbeitern hat er sich ein bleibendes Gedenken gesichert Lw. E. 22 (a) / 34. Beschluß. lieber den landwirtschaftlichen Betrieb des wirts Georg Ockel II. und seiner Ehefrau Elisaber> geb. Bott, beide in Gießen, wird das Entschuldung verfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung landwirtschaftlichen Schuldoerhältnisse vom 1933 heute um 5.25 Uhr nachmittags eröffnet. Die Dezirksfparkasse Gießen wird zur EntO. dungsstelle ernannt. 1™' Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre spräche bis zum 20. April 1934 bei dem unters neten Amtsgericht anzumelden und die in E Händen befindlichen Schuldurkunden dem Ger>? einzureichen bei Meldung der in § 11 Abf. 2 ** Entschuldungsgesetzes angedrohten RechtsnachtE Gießen, den 15. März 1934. Hessisches Amtsgericht. Nachruf. Gestern verschied nach kurzer, schwerer Krankheit der Leiter unserer Anstalt Herr Rektor Georg Kling. Nahezu 40 Jahre hat er als Lehrer und Schulleiter unermüdlich, treu und pflichteifrig seine Kräfte unserer Schule gewidmet Seinen Schülern war er ein treuer Lehrer und Erzieher, ein väterlicher Freund und Berater, der über die Schulzeit hinaus regen Anteil an ihrem Wohlergehen nahm. Als schlichter, aufrechter Deutscher stand er mitten im Volke und diente ihm mit ganzem Herzen. Wir verlieren in ihm einen lieben, hilfsbereiten Amtsbruder und Vorgesetzten, dem wir über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Gießen, den 20. März 1934. Das Kollegium der Pestalozzischule. Todes-Anzeige Der Herr über Leben und Tod rief heute morgen VA Uhr meinen Heben Mann, Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Jobs. Faber L, Bahnwärter i. R. nach kurzem schweren Leiden im 69. Lebensjahre in die Ewigkeit ab Im Namen dy trauernden Hinterbliebenen: Marie Faber, geb. Pauli Familie Ernnt Faber und alle Angehörige Leihgestern, Großen-Linden, Watzenborn-Steinberg, den 20. März 1934 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. März, nachmittags um 3 Uhr, vom Sterbehause, Wilhelmstraße Nummer 13, aus statt 1718 D Zierkiese für Gärten u. Gräber i.grotz. Auswahl aüf Lager Torfmull in Ballen und Kleinpackung. 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