Samstag, 20. Januar 1934 Nr. 17 Erstes Vlatt 184. Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint täglich, außer JW Ä A. A Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags >^^^k für die Miltagsnummer Beilagen: Die Illustrierte j Ja ▲ Ä Kä A H AA WH Ak Ak, Ak Ak Ak Ak AA bis Z'/^UHr des Vormittags Gießener Familien blätter ■ WA T JWWv Jw ■■ 4W «!▼ WH Awk1 W Ava Grundpreise für 1mm Höhe Heimat im Bild Die Scholle «B ^B^M ■ M W M I ■ I ^B H |B 3 Sß M W B M H M ^B W für Anzeigen von 22 mm Monats-vezugspreis: BBVI &< B< W ■ BZ W /I II BZ HR H Bf H Breite 7 Rpf., für Text- Mit 4 Beilagen RM.1.95 WB W ■ ■ ■ ■ V ■ ■ ■ H Z ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ anzeigen von 70 mm Breite Ohne Illustrierte „ 1.80 V ■ K W W B H BL. 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Der „Völkische Beobachter" erklärt: Die Franzosen sind auf dem Standpunkt vom 14. L>kt. stehengeblieben, oder sie haben sich nur wenig von ihm entfernt. Sie haben uns eine entehrende Bewährungsfrist zugemutet. Verteidigungswaffen sind uns ebenso zugestan - den wie die Erhöhung der Heeres- stärke, darüber braucht also grundsätzlich nicht mehr gestritten zu werden. Es bleibt als strittige Kernfrage die übrig, zu welchem Zeitpunkt Deutschland seine bescheidenen Forderungen nach Sicherheit erfüllt sehen wird. Für Frankreich ist es sehr einfach, sein Heer von einer sowieso kurz dienenden Mannschaft in eine noch kürzer dienende umzuwandeln. Deutschland aber soll das Reichsheer, das sich aus Soldaten zusammenfeht, die zwölf Jahre lang dienen, in ein Milizheer umwände l n. Erft in einer zweiten Etappe sollen nach den französischen Vorschlägen dann die erforderlichen Waffen für dieses neue Milizheer beschafft werden. Man mutet uns also eine nochmalige Abrlist u ng zu, denn es ist klar, daß durch eine derartige Umorganisation unsere Wehrkraft noch weiter vermindert werden würde. Es ist wesentlich, daß Frankreich das deutsche Milizheer zuerst o h n e die notwendigen Waffen umorganisiert sehen will und erst zu einem noch absolut nebelhaften Zeitpunkt uns die notwendigen Verteidigungswaffen zugestehen will. Es ist absolut unmöglich, daß um solcher Forderungen bundsrats in Fragen des Saargebiets Stimmenmehrheit vorschreibt, anstatt der sonst nach Artikel 5 des Völkerbundspakts vorgesehenen Einstimmigkeit. der Franzosen besorgen, um sich ein Asyl zu erhalten. Aber die Regierungskommission und ihre anrüchigen Helfershelfer sind ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Was sonst vielleicht nicht ohne Meinungskämpfe und Gegensätze im eigenen Lager gelungen wäre,, haben die brutalen Gewaltmethoden der Regierungskommission zuwege gebracht: wie eine Mauer steht die in der „Deutschen Front" zusammengeschweißte Bevölkerung des Saargebiets gegen ihre Machthaber und brennt darauf, ihnen frei das stolze Bekenntnis zum Deutschtum entgegen- schleudern zu können. Die gänzliche Aussichtslosigkeit ihres Kampfes hat die Franzosen nicht entmutigt. Freilich ihr erstes Manöver in Genf, Deutschland mit dem Lockköder der Saarabstimmung wieder an den Ratstisch So hatten wir durch unseren Einspruch auch nicht verhindern können, daß der Völkerbundsrat die Regierungskommission in ihrer alten Zusammensetzung mit dem sich im Saargebiet besonderer Unbeliebtheit erfreuenden Präsidenten Knox an der Spitze für das angebrochene letzte Jahr ihres Regimes bestätigte. Hinter den Kulissen läßt Paul- Boncour alle Minen springen, um die Engländer für seine weiteren Pläne zu gewinnen. Worauf sie ins einzelne hinauslaufen, ist vorerst aus Versuchsballons der französischen Presse, deren Genfer Berichterstatter die zweckentsprechende Stimmung machen, noch nicht klar ersichtlich. Ein Hauptrequisit der französischen Saarpolitik ist die internationale Polizeitruppe, die man einmal der Regierungskommission zur Verfügung stellen möchte, damit sie ihren Gewaltmaßnahmen gegen das Deutschtum an der Saar noch mehr Nachdruck verschaffen fann; die aber auch gleichzeitig Abstimmungspolizei fein soll und als solche ein neues Mittel zur Einschüchterung der Abstimmungsberechtigten. Um die Notwendigkeit einer solchen Polizei nachzuweisen, läßt Frankreich landesverräterische Subjekte wie den Marxistenhäuptling Matz Braun in den Genfer Couloirs aufmarschieren, ein Beweis, wie Frankreich alle Scham fallen läßt, wenn es ihm wie jetzt in Genf um die Durchsetzung seiner imperialistischen Ziele geht. Daß die Franzosen im Saargebiet heute schon auf verlorenem Posten kämpfen, bezeugt die prachtvolle Haltung der „Deutschen Front" an der Saar, die trotz wirtschaftlichem Terror und Gesinnungsknebelei sich anschickt, dem Kranz stolzer deutscher Abstimmungssiege ein neues Ruhmesblatt einzuflechten. R d 2 n C "HS auf dem Wege der Befriedung Europas bedeute. Der in Genf weilende Außenpolitiker des „Petit Parisien" will aus der Tatsache der gestrigen Ueberreichung der deutschen Antwort schließen können, daß eine Vertagung des Hauptausschusses der Abrüstungskonferenz bis zum 19. Februar ausreichen würde. Er fügt allerdings hinzu, daß man sich fragen müsse, ob sich dies verwirklichen lasse angesichts gewisser englischer Einwendungen und angesichts der verschiedenartigen Erwägungen, auf die das Büro der Abrüstungskonferenz Rücksicht nehmen müsse. „I o u r n a l" berichtet, daß der im Laufe der Nacht in Paris eingegangene Text der deutschen Antwortnote sofort dem französischen Außenminister nach Genf übermittelt worden ist. Im übrigen begnügt sich das „Journal" mit dem Abdruck einer Meldung seines Berliner Berichterstatters, der behauptet, Deutschland nehme n i ch t klar Stellung, weil es durch die französischen Anregungen in Verlegenheit gebracht worden sei und weil es in seinem Interesse liege, Verhandlungen nicht abreißen zu lassen, sondern sie fortzusetzen. Der' Berliner Berichterstatter des „M a t i n" i meldet, daß der französische und der englische Botschafter in Berlin noch am Freitagabend ihre Eindrücke über die deutsche Antwort ausgetauscht | hätten. , der Abrüftungsfrage zu verzeichnen; sie kennzeichnet ihren Inhalt etwa in der gleichen Weise wie der Berliner Vertreter der „Agence Havas", dessen Ausführungen bereits mitgeteilt wurden. Von abweichenden Einzelheiten sei erwähnt, daß nach dem „Petit Parisien" Deutschland allmählich völlige Abschaffung der Militärflugzeuge der Nachbarländer fordert. Der „Parisien" bemerkt, erst nach genauer Prüfung der Antwort werde man feststellen können, ob der deutsch-französische Notenaustausch ein Fortschritt daß sich diese Kontrolle ebenfalls auf alle ähnlichen Organisationen in den anderen Ländern erstrecke. Was schließlich die Frage der Luftstreitkräfte anlange, so halte man deutscherseits die Herabsetzung der französischen Luftstreitkräfte um 50 v. H. für ungenügend, bzw. bedeutungslos, wenn Deutschland über keinerlei Luftflotte verfügen dürfe. Außerdem wünsche man deutscherseits Aufklärung darüber, was aus den anderen 50 v. H. Flugzeugen würde, die man nicht abschaffen wolle. Erstes pariser Echo. Deutschlands Antwort auf die französische Abrüstungsdenkschrist KeineBewährungsfrist-BeiUmwandlung derReichswehrsind 200 OOO Mann ungenügend. (Sofortige Zubilligung von Verteidigungswaffen. — Was wird mit Frankreichs Luftflotte? Paris, 20. Jan. (DNB.-Funkspruch) Die genpresse begnügt sich heute im großen und ganzen damit, die Ueberreichung der deutschen Antwort in 2.s n 2 c d willen die deutsche Sicherheit weiter in Frage gestellt werden soll. Die Welt muß und wird einsehen, daß der deutsche Standpunkt in der Abrüstungsfrage logisch, klar und unanfechtbar ist. Der Reichsregierung ist selbstverständlich eine Abrüstung der anderen auf unseren Status am liebsten. Die Verantwortung liegt nicht bei uns, sondern bei den anderen. England und Frankreich sind unsere Schuldner in der Abrüstungspolitik geworden, wir sind die Gläubiger. Unsere Forderungen sind gut und gerecht. Die Berliner „B ö r s e n z e i t u n g" unterstreicht, daß das grundsätzliche Hauptziel der deutschen Politik nach wie vor die Abrüstung der hochgerüsteten Mächte ist und daß die deutsche Forderung nach einer Anpassung des deutschen Rüstungsstandes an die primitivsten Verteidigungsnotwendigkeiten keine Aufrüstungsforderung, sondern eine Mindest» foröerung deutscher Gleichberechtigung ist. — Die „Deutsche Zeitung" sagt: Sollen die Verhandlungen das nicht nur von Europa, sondern von der ganzen Welt gewünschte Ergebnis haben, nämlich freundliche Beziehungen zwischen Deutschland und den Nachbarländern herbeizuführen, dann muß man auch auf der anderen Seite mit Ernst und freundschaftlichem Wollen an diese Verhandlungen Herangehen. Das Versöhnliche und Verständnisbereite der deutschen Antworten an England und Frankreich bietet die beste Grundlage hierfür. In der „K r e u z z e'i t u n g" wird festgestellt, daß die Argumente, mit denen Frankreich seine zweifelhafte Haltung verteidige, heute weniger durchschlagend denn je seien. Allmählich habe es sich in der Welt herumgesprochen, daß Deutschland gerade unter seiner neuen Staatsführung nur noch friedliche Absichten habe und daß im Berlin, 19. Ian. Amtlich wird mif gefeilt- heute nachmittag empfing der R e i ch s m i n i st e r des Auswärtigen den französischen Botschafter Franxois Poncet und übergab ihm die deutsche Antwort auf das von dem französi- chen Botschafter am 1. Januar überreichte Aide memoire in der Abrüstungsfrage. Der Reichs- Minister erläuterte dem Botschafter den Inhalt des Schriftstückes. Ebenso empfing Freiherr von Reurath den englischen Botschafter Sir Eric .3t)ipp s und übergab ihm bie Antwort auf das Memorandum, das dieser im Auftrage der königlich englischen Regierung dem Herrn Reichskanzler am 20. Dezember o. 3. überreicht hatte. Wie wir Horen, handelt es sich bei der dem französischen Botschafter übergebenen Antwort um ein umfangreichesSchriftstück, das 14 Schreibmaschinenseiten umfaßt. Ls ist in entgegenkommendem Tone gehalten und kommt daher der Forderung der von beiden Seiten gewünschten Verständigung entgegen. Seine Tendenz ist die Fortsetzung und Vertiefung der begonnenen Aussprache. Deutschlands Einwände. Ein Havasbericht über die deutsche Abrüstungsnote. Paris, 19. Jan. (DNB.) Der Berliner Vertreter der französischen Nachrichtenagentur Havas erklärt, daß die deutsche Antwort in dem gleichen verträglichen Tone gehalten sei, wie die französische Denkschrift. Sie sei sehr gewissenhaft ausgearbeitet und enthalte sehr ausführliche Einzelheiten über die Haltung der Reichsregierung gegenüber den französischen Vorschlägen. Die deutsche Antwort halte sich im großen und ganzen im Rahmen der bisherigen deutsch-französischen Besprechungen. Man habe deutscherseits außerdem Wert auf den Hinweis gelegt, daß die Fortsetzung der Besprechungen im beiderseitigen Interesse nützlich sei. Lin Punkt der französischen Denkschrift habe jedoch deutscherseits grundsätzliche Einwände hervorgerufen. Wenn auch in dieser Denkschrift das Wort „Probezeit" nicht mehr vorhanden sei, so wisse man doch, daß Frankreich daran festhalte. Deutscherseits erklärt man dazu, daß alles, was einer solchen Probezeit ähnele, eine Diskriminierung Deutschlands darstelle und eine Verletzung seiner Ehre sei. Man sei deutscherseits der Ansicht, daß die Abrüstung nicht in zwei Abschnitten durchgeführt werden könne. Ein andere deutscher Einwand betreffe d i e Effektiv st ärke des künftigen deutschen Heeres. Man betone, daß 2 00000 Mannnicht genügten, bie Sicherheit Deutschlands z u verbürgen. Unter diesen Umständen sei das augenblickliche Berufsheer mit (einem geringen Lffektivbestand noch mehr wert. Das neue deutsche Heer müßte außerdem über alle Waffen verfügen, die als Verteidigung sw affen anerkannt worden seien. Es scheine, als ob der Reichskanzler der Kontrolle über bie so g. militärähnlichen Organisationen zugestimmt habe, vorausgesetzt, praktischeGleichberechtigung Berliner preffestimmen zur Antwortnote. feit zum deutschen Vaterland und der Verbundenheit mit dem großen nationalen Erleben der Brüder im Reich bedeutete, dieser widerrechtliche Gesinnungsterror der Regierungskommission ist es ja grabe gewesen, der jene politische Hochspannung im Saargebiet erzeugt hat, über die man sich in Genf und Paris nun scheinheilig beklagt. Hätte die Regierungskommission ihre hohe Ausgabe so gewissenhaft aufgefaht, wie z. B. die beiden letzten Dölkerbundskommissare der Italiener Gra- vina und der Däne Rosting ihre ähnliche Stellung in Danzig, dann hätte sie nicht dulden dürfen, daß die französische Bergwerksverwaltung ihre wirtschaftliche Macht brutal mißbrauchen konnte, um mit Kindern der von ihr abhängigen Beamten und Arbeiter die französischen Schulen zu füllen, dann hätte sie mit allen ihr zu Gebot stehenden Mitteln verhindern müssen, daß landfremde Gesinnungslumpen, die ihr Volkstum verraten haben, sich unter den Augen der Treuhänder des Völkerbundes ungestraft anjchicken können, den Separatiftenfpuk zu wiederholen, der vor zehn Jahren im besetzten Rheinland an der Treue der deutschen Arbeiter, Bürger und Bauern so kläglich gescheitert ist. Aber die Regierungskommission hat ja nicht nur die Hände in den Schoß gelegt, sondern unter rücksichtslosem Einsatz ihrer Machtmittel gegen die ihrem Schutz anvertraute deutsche Bevölkerung des Saargebiets Partei ergriffen, wobei ste sich nicht scheute, sich der Hilfe von politischen Strauchrittern und entwurzelten Desperados zu bedienen, Die der Steckbrief deutscher Kriminalbehorden über die Grenze getrieben hat und die nun hier im Saar* gebiet mit dem erbitterten Kampf gegen ihr ebenes, von ihnen verratenes Volkstum dis Geschäfte c • tP y* ? *2 20'» 3 zu bringen, ist mißglückt. Deutschland hat abgelehnt. Es muß dem Völkerbund die volle Verantwortung für eine unparteiische Abstimmung im Saargebiet überlassen. Die Franzosen sollen nicht glauben, daß wir mit dem Verzicht auf eine Teilnahme an der Genfer Ratssitzung uns auch des Rechts begeben hätten, mit aller durch die trüben Erfahrungen bei früheren Abstimmungen ähnlicher Art gebotenen Wachsamkeit, die Maßnahmen des Völkerbundes scharf unter die Lupe zu nehmen. Wir sind heute außerhalb der Genfer Atmosphäre stärker, als am Ratstisch, wo Deutschland jederzeit majorisiert werden könnte, da der Versailler Ver- trao im 5 40 der schon erwähnten Anlage zu Ar- Endkampf um die Saar „Bei Ablauf einer Frist von 15 Jahren nach Inkraftsetzung des vorliegenden Vertrags soll die Bevölkerung des Saarbeckengebiets aufgefordert werden, ihren Willen wie folgt kundzutun: Eine Abstimmung findet nad) Gemeinde und Bezirk über die drei folgenden Möglichkeiten statt: a) Aufrechterhaltung der durch vorliegenden Vertrag und vorliegendes Protokoll errichteten Verwaltungsordnung. b) Vereinigung mit Frankreich. c) Vereinigung mit Deutschland. Stimmberechtigt ist ohne Unterschied des Geschlechts jede Person, die zur Zeit der Abstimmung älter als 20 Jahre ist und zur Zeit der Unterzeichnung des Vertrags in dem Gebiet gewohnt hat. Die andern Regeln, die Art und Weise und der Tag der Abstimmung werden vom Rate des Völkerbundes festgesetzt, und zwar derart, daß eine freie, geheime und unabhängige A b - ft i m m u n g gewahrt bleibt." Wir haben den § 34, Kapitel 3 der Anlage zu den Artikeln 45 bis 50 des Versailler Vertrages hier einmal im Wortlaut angeführt, weil er die alleinige und unbedingt verpflichtende Richtschnur sein muh für die wichtigen Entscheidungen, die der Völkerbundsrat in diesen Tagen in Genf zu treffen hat. Will der Völkerbundsrat die ihm hier zuge- miefene Aufgabe getreu den eindeutigen Bestimmungen des Vertrags und in aufrichtiger Loyalität als Treuhänder der feinem Schutze anvertrauten Bevölkerung des Saargebiets durchführen, so muß er alles tun, um die freie Meinungsäußerung der Saarländer sicherzustellen und alle Hindernisse zu beseitigen, die einer unabhängigen Willenskundgebung entgegenstehen. Wie sehr das gegenwärtig an der Saar herrschende System diesen Grundsätzen ins Gesicht schlägt, sehen wir Tag für Tag an den Verordnungen der Regierungskommission, die, statt als Beauftragte des Völkerbundes die Rechte der ihr anoertrauten Bevölkerung zu schützen, offen die Hand dazu bietet, daß ähnlich wie vor zehn Jahren in den Städten und Dörfern des besetzten Rheinlands landfremdes Separatistengesindel mit marxistischen Emigranten gemeinsame Sache machen kann, um die Saarländer einem unerhörten Terror auszusetzen in der vergeblichen Hoffnung, Den unbezwingbaren Willen des kerndeutschen Saargebiets zur Rückkehr ins Reich durch solche Methoden lähmen zu können. Mit einer Geschichtsfälschung begann die Tragödie des Saargebietes, als Glemenceau auf der Pariser Friedenskonferenz mit feinem Märchen von den 150 000 „Saarfranzosen" Wilsons Widerstand gegen eine Loslösung des Saargebiets von Deutschland brach. Als Unterlage hatte eine Adresse an Poincarö, den damaligen Präsidenten der französischen Republik, dienen müssen, aber Clemenceau verschwieg wohlweislich, daß die Unterschriften für diese Adresse in Lothringen gesammelt worden waren, während im Saargebiet niemand etwas von einer Derartigen Adresse wußte. Und so kommt es zu der „Feststellung" Wilsons, „daß in diesem ehemals französischem Lande es eine zu große Zahl ein- geroanberter beutscher Elemente gebe, als baß bie sofortige Vereinigung mit Frankreich statthaft sei". „Wir haben nicht alles erreicht", triumphiert Tar- Dieu, bamals dlemenceaus rechte Hanb unb bamals wie heute schärfster Vorkämpfer bes französischen Imperialismus, „bie Franzosen ber Saar sind befreit, biefe 150 000 Saarlänber, ebensogut Franzosen im Herzen unb nach ihrem Willen, wie bie Elsässer unb Lothringer." So sollte eine Kette von Lug unb Trug bazu bienen, unter bem Schein bes in Wahrheit aufs schänblichste verratenen unb preisgegebenen Selbstbestimmungsrechts ber Völker ein urbeutsches Lanb gegen ben klaren Willen feiner Bewohner anberthalb Jahrzehnte hinburch unter Frembherrschaft zu stellen, um es für bie gänzlichen Annexion reifzumachen. Seitbem ist atterbings bie Lüge von ben 150 000 Saarfranzosen zerplatzt wie eine Seifenblase. Trotz ber eifrig geförderten Zuwanberung aus ben benachbarten französischen unb lothringischen Gebieten hat bei keinen Wahlen roeber bie französische, noch bie von französischen Drahtziehern gegrünbete separatistische „neutrale Arbeiter- und Bürgerpartei" auch nur einen einzigen Sitz erhalten. Inzwischen hat man auch in Paris bie Hoffnung aufgegeben, bas Saargebiet für sich zu gewinnen. Frankreichs Interesse wendet sich nun ber Möglichkeit zu, bie im Versailler Vertrag für bas Jahr 1935 vorgesehene Abstimmung so lange wie möglich hinauszuschieben, um in ber so gewonnenen Zeit burch einbrückliche Bearbeitung ber Saarlänber bas für Frankreich verlorene Lanb wenigstens für bie Aufrechterhaltung bes gegenwärtigen Völkerbunbsregimes reifzumachen. Frankreichs Taktik in Genf zielt also barauf hin, den Einbruck zu erwecken, als ob bie politische Hochspannung im Saargebiet in absehbarer Zeit eine „freie, geheime unb unabhängige Abstimmung", wie sie ber Versailler Vertrag vorschreibt, nicht gewährleiste, so baß es tunlich sei, ben Termin ber Abstimmung hinauszuverlegen unb inzwischen burch Aufstellung einer internationalen Polizeitruppe bie „Pazifizierung" bes Saargebiets burchzuführen. Das ist ein schlau ersonnener Plan, ber bamit rechnet, baß bie Mitglieber bes Genfer Völkerbunbsrats über bie wahren Verhältnisse unb bie tatsächlichen Begebenheiten im Saargediet genau so schlecht unterrichtet sinb wie einst vor 15 Jahren bie Mitglieber bes Rats ber Fünf auf der Pariser Friebenskonferenz. Die angeblich neutrale unb treuhänberische Regierungsk o m - pufft on hat für biefen französischen Plan schon wertvolle Vorarbeit geleistet. Denn ihr unerhörtes Gewaltsystem, bas jebe Meinungsfreiheit knebelte, sobald sie eine Willensbekunbung der Zugehörig- *crP h £ P *2pJ t.r.rtC- n y'. - ® <- rs : 7JW - o' < C- r» e# ^1 > -erp Xö 2? r' p spS'"'' 7 —"ti: 2. »*! >p 52.58s 5.^5 d p rf' H s S c PS; ,5 2 *1 s y - 2: e^C'r- So Cr' o"oE^=: r. «'-cz&Süi §35^5; WM AW . 5^5- ' r. Cf - x-® C ff ; sc-so c flS '22p ' O 2 P HS ; Cf ri X -"5 5 O 0 SWM 6 p d S.i - £ fi 2 2-2 ", » 2 - ; r. h2‘ O- fi C: *1 ■ 1 4 n. ■SssT'- st h 3 *h 5.^5; Vordergründe unseres Interesses die Arbeiten für den inneren Aufbau stehen. Man muh endlich auch der Tatsache Rechnung tragen, dah das Sicherheitsbedürfnis des deutschen Volkes nicht mit anderen Mähst üben gemessen werden darf, als das anderer groher Völker. — Der LOkalanzeiger stellt fest, dah nunmehr die Entscheidung wieder vollständig an die Gegenseite übergegangen sei. Die entscheidende Frage, von der alles weitere abhänge, sei die V e w ä h r u n g s f r i st vor der Durchführung der Gleichberechtigung, die für uns selbstverständlich nicht nur praktisch, sondern a u ch m o r a l i s ch u n a n n e h m - bar sei. Großes Znteresie in London. Simon kehrt aus Genf zurück. London, 20. Ian. (DNB.-Funkspruch.) Der englische Außenminister ist aus Genf nach London abgereist, es verlautet, Simons Abreise sei teilweise durch die Benachrichtigung beeinflußt worden, daß die deutsche Antwort auf das französische Aide memoire überreicht worden ist. Simon wünsche in London zu sein, um sich mit den anderen Kabinettsmitgliedern über den Text der deutschen Antwort zu beraten. Die Überreichung der deutschen Antwortnote wird von der englischen Presse in großer Aufmachung gemeldet. Die Blätter berichten übereinstimmend, daß die Note in höflichem Ton gehalten sei und heben insbesondere hervor, daß sie den Wunsch nach einer deutsch-französischen Besprechung zum Ausdruck bringe. Der Berliner Berichterstatter der „Times" sagt: Man könne annehmen, daß Deutschland seine hauptsächliche Forderung, den sofortigen Besitz von Defensivwaffen, au^rechterhalte. Der Weg für weitere Verhandlungen bleibe offen, aber, so betont der Korrespondent nochmals, Deutschland verlange die praktische Anerkennung seines Rechts auf R ü - stungsgleichheit jetzt und in späteren Jahren. Selbsthilfe in Oesterreich. Beim Abtransport ins Konzentrationslager befreit. Wien, 19. Jan. (DNB.) In K r i e g l a ch (Steiermark) kam es bei der Ueberführung eines Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Wölkersdorf zu einer großen nationalsozialistischen Kundgebung. 400 Personen suchten d i e Zugänge zum Bahnhof zu sperren. Einige legten sich auf die Schienen, um den Abgang des Zuges zu verhindern. Die Gendarmerie, die der Menge nicht gewachsen war, sah sich daher zur Freilassung des Verhafteten gezwungen. Nachdem jedoch Verstärkung eingetroffen war, ging die Gendarmerie mit Bgjonetten vor, wobei 2 Personen schwer verletzt wurden, eine durch fünf Stiche in die Bauchgegend, eine andere durch einen Stich in die Genickgegend. Trotz de- neuerlichen Eingreifens der Gendarmerie konnte der Abtransport verhindert werden. Der Häftling wurde im Triumph auf die Straße zurückgebracht. Unglaubliche Zustände auf den französischen Eisenbahnen. Scharfe Kritik in der Kammer. Paris, 19. Jan. (DNB.) Die französische Kammer hat den Staoisky-Skandal noch nicht erschöpft und beschäftigt sich inzwischen mit einer anderen Skandal-Angelegenheit. Das schwere Eisenbahnunglück bei Lagny war durch den Stavisky-Krach in den Hintergrund gedrängt. Nichtsdestoweniger kam es auch bei der Katastrophe von Lagny zu einem Skandal, der um so bedauerlicher ist, als es sich nicht bloß um Geld, sondern um mehr als 2 0 0 Menschenleben handelt, die durch unverantwortliche Leichtfertigkeit zugrunde gingen. Jules Mach, der als Fachmann für Eifenoahnfragen gilt, kritisierte das Signalsystem, die Organisation und das Material. Auf dem Streckennetz der Ostbahn hätten sich i n einem Jahre 2 7 0 Unfälle ereignet, von denen jeder einzelne eine Katastrophe hätte herausbeschwören können. Er erinnerte an eine ganze Reihe von einwandfrei festgestellten Nachlässigkeiten, für die nicht der Lokomotivführer, sondern die leitenden Beamten verantwortlich zu machen seien. Man habe aus Ersparnisgründen so viele Arbeiter und Ange st eilte ent- l a sse n, daß ein ordnungsmäßiger Betrieb überhaupt nicht mehr möglich gewesen sei. Aus einem Bericht der Chefingenieure der französischen Staatsbahnen gehe hervor, * daß die Mountain- Lokomotiven, die neuerdings auch bei der Ostbahn verwendet werden, ungeeignet seien. Die letz- ten Eisenbahnunglücke hätten dies zur Genüge bewiesen. Außerdem müßten die Holzwaaen durch Stahlwagen ersetzt werden. Zum Schluß wies der Aba. Mach auf die vollkommen nuzureichende Organisation der er» sten Hilfe bei dem Unglück von Lagny hin. Der erste Rettungszug sei erst 2 Stunden 20 Minuten nach dem Unglück eingetroffen. Moch forderte die Verstaatlichung'der Eisenbahnen mit der Begründung, daß sich der augenblickliche Uebelstand nicht nur auf eine einzige Eisenbahn, sondern aus das ganze Eisenbahnsystem erstrecke. Eine schweizerische Faschistengruppe in Mailand. Bern, 19. Jan. (DNB.) In Mailand fand die Gründung der ersten schweizerischen Faschistengruppe im Ausland statt. Die Versammlung wurde geleitet vom Präsidenten der Schweizerischen Han- delskammer in Italien Otto Bühler. Einer der Referenten erklärte u. a., daß die f a s ch i st i s ch e Aktion in der Schweiz nach einem einheitlichen Programm für die ganze Schweiz arbeite. Die Schweiz dürfe nicht eine Beute der Freimaurerei und des Marxismus werden. Der Vorsitzende Otto Bühler wurde zum O b e r ch e f des schweizerischen Faschismus für Oberitalien ernannt. Weitere Gruppen sollen i n Rom und Florenz gegründet werden. Heber die Gründung erstattete im Bundesrat der Vorsteher des Eidgenössischen politischen Deports- ments, Bundesrat Motta, eingehend Bericht. Nach einer längeren Debatte stimmte der Bundes- rat einmütig der bekannten Auffassung des politischen Departements zu, wonach die Bildung politischer Gruppen von Schweizern im Auslande als u n st a t t h a f t erachtet wird. Roch keine Einigung über die Saarabstimmung. England und Italien widersehen sich im Völkerbundsrat den Wünschen Paul-Boncours und der Regierungskommission. Genf, 19.Ian. (DRV.) Der Völkerbundsrat hat Freitag abend über eine Stunde in ge- Heimer Sitzung über die Saarfrage verhandelt. Dabei fand ein eingehender Meinungsaustausch über das ganze Problem statt. Der Präsident der Saarkommission, Knox, soll die Lage im Saargebiet als außerordentlich ungünstig und bedenklich geschildert haben. Da der Präsident der Regierungskommission bekanntlich in allen Fragen einseitig Partei ergriffen hat, können diese Auskünfte in keiner Weise eine geeignete Grundlage für die Entschlüsse des Rates bilden. So haben sich denn auch im verlaufe der Sitzung starke Gegensätze gezeigt. Es ist nicht gelungen, zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen. Grundsätzlich wurde allerdings beschlossen, dem Berichterstatter Aloisi (Italien) noch vier weitere Ratsmitglieder zuzuteilen, um so einen Fünferausschuß zu bilden, der die vorbereitenden Maßnahmen für die Volksabstimmung treffen und dem Rat für feine Mai-Tagung entsprechende Vorschläge unterbreiten soll. Die Namen der vier beigeordneten Ausschußmitglieder stehen noch nicht endgültig fest. Der Berichterstatter wurde beauftragt, die Verhandlungen über diese Frage bis zu der für Samstag nachmittag vorgesehenen Ratssitzung zum Abschluß zu bringen. Auch der Bericht selbst ist am Freitagabend nicht fertigoeskellt worden, ein Beweis dafür, daß sich starke Widerstände gegen den schon vorliegenden Verichtsenkwurf gezeigt haben. Auch hierüber sollen vor der Ratstagung am Samstag abschließende Entscheidungen gefällt werden. Nach englischen Blättern sind die erheblichen Meinungsverschiedenheiten darüber entstanden, ob die Abstimmung im nächsten Jahre oder zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden soll. Paul-Voncour schlug vor, der Völkerbundsrat solle eine Erklärung entwerfen, daß er für eine gerechte und faire Behandlung der Saarbevölkerung und für die Garantierung eines völligen Schuhes bei der Ausübung ihres Wahlrechtes sorgen wolle, sowie dafür, dah die Saarbevölkerung nicht „verlassen" werde. Paul-Voncour schlug ferner vor, daß der Fünferausschuß Anweisungen erhalten solle, die ihm die Aebernahme seiner Pflichten in voller Kenntnis der Wünsche des Völkerbundsrates ermöglichen würden. Paul-Voncour soll ferner den Wunsch gehabt haben, nach einer Veröffentlichung der nationalsozialistischen Bemühungen die Saarbevölkerung für eine Stimmabgabe für Deutschland zu veranlassen. Aber weder der englische noch der italienische Vertreter seien für ein solches Verfahren gewesen. Simon und Aloisi hätten ihrerseits die Abhaltung einer öffentlichen Sitzung vorgeschlagen, in der die Frage einfach einem Ausschuß überwiesen würde. Einer der Gründe für diese Stellungnahme sei die gegenwärtige Abrüstungslage, man sei der Ansicht, daß jede weitere Veröffentlichung über die „organisierte nationalsozialistische Propaganda" nur zu einer Erschwerung der gegenwärtigen Gegensätze zwischen Deutschland und Frankreich führen würde. Sir John Simon wünsche, daß man über die Genfer Polemik zwischen der Saarländischen Abordnung und Matz Braun und Genossen den Schleier des Stillschweigens werfe. Paul-Voncour dagegen stehe auf dem Standpunkt, daß man der Debatte nicht ausweichen dürfe. Er wolle den Präsidenten der Regierungskommission in die Lage versehen, den Saarländern zu beweisen, daß der Völkerbund die Achtung ihres Selbstbestimmungsrechtes zu gewährleisten beabsichtige. Der Präsident der Regierungskommifsion habe in der nichtöffentlichen Sitzung erklärt, die Polizei st reit- kräfte, über die er im Saargeblet verfüge, feien schon jetzt unzureichend. England und Italien hätten sich der Schaffung einer internationalen Polizei fehr abgeneigt gezeigt und noch mehr der Entfendung franzöfifcher Truppen. Am Samstag soll der Text einer öffentlichen Erklärung ausgearbeitet werden. Paul-Voncour habe sich die Möglichkeit vorbehalten, in die Debatte einzugreifen, wenn ihn dieser Text nicht vollständig befriedige. Man werde übrigens alles tun, um eine Intervention Paul-Voncours zu vermeiden, weil man Deutschland nicht das Vergnügen der Feststellung bereiten wollte, dah sein Weggang von Genf ni ch t genügt habe, um wieder die volle Eintracht herzuslellen. DasSaargebietisidlAtschesLand Erne ehrliche französische Stimme. Paris, 19.Jan. (DNB.) Die bereits im zweiten Jahr erscheinende Monatsschrift „Le Franciste“, das offizielle Organ einer jung französischen Bewegung, die faschistischen Tendenzen zuneigt, das parlamentarische Regime beseitigen will und eine loyale Verständigung mit dem neuen Deutschland erstrebt, schreibt zum Saarproblem: Für uns ist das Saargebiet nach Rasse, Ku l t u r u n d lieber» li eferung deutsches Land. Es hängt am Vaterland und muß durch eine vernünftige Regelung seines endgültigen Status das Bindeglied zwischen zwei großen Ländern bilden, die besseres zu tun haben, als sich alle fünfzig Jahre zu bekriegen. 95 v. H. der Saarländer wol» l e n trotz der dickköpfigen Verblendung unseres Regierungspräsidenten und trotz der verwunderlichen Enquete von Leuten, die ihre Wünsche für Wirklichkeit nehmen, zum Reich zurück. Ein Elsaß- Lothringen hat genügt. Die Saar zu einer neuen Jrredenta machen zu wollen, wäre ein Verbrechen. Ohrfeigen und Duettforderungen. persönliche Auseinandersetzungen über den Stavisky-Skandal in der Kammer. Paris, 19. Jan. (DNB.) In den Wandelgängen der Kammer kam es Freitag vormittag zu einem tätlichen Angriff des Abgeordneten L a g r o - silliers von der Sozialistischen Partei mit dem Abgeordneten Dssirö F e r r y , dem Direktor der nationalistischen „L i b e r t 6", wegen eines Donnerstag in diesem Blatt erschienenen beleidigenden A r - tikels gegen Lagrosilliers. Lagrosilliers verabreichte seinem Gegner eine Reihe von O h r f e i st e n. Ferry konnte nicht entsprechend antworten, wen sofort Angestellte der Kammer die Gegner trennten. Ferry ist auch Vorsitzender der Vereinigung französischer Reserveoffiziere. Ferry hat seinem Gegner eine Duellforderung überbringen lassen. Die im Anschluß an die Kammersitzung vom Donnerstag erfolgten Zusammenstöße zwischen dem Interpellanten H e n r i o t und Unterrichtsminister d e Monzie bilden das Tagesgespräch von Paris. Der Abgeordnete Henriot hatte bei der Begründung seiner Interpellation u. a. behauptet, daß 1926 eine Bande von Betrügern verhaftet worden war, unter denen sich ein gewisser Comby und ein Fräulein Simon befanden, die später Frau Stavisky wurde. Fräulein Simon sei seinerzeit im Gefängnis von zwei Rechtsanwälten besucht worden, die heute auf der Regierungsbank säßen. Der Abgeordnete ließ ironisch durchblicken, daß die Betreffenden — es handelt sich um Anatole d e Monzie und Paul-Boncour — vielleicht nicht nur in ihrer Eigenschaft a l s Rechtsanwälte den fraglichen Besuch im Gefängnis abgestattet hätten. Unterrichtsminister de Monzie, der mit einer schweren Grippe zu Bett lag und der Sitzung nicht beiwohnte, wurde von dieser Aeußerung des Interpellanten verständigt. Er machte sich eiligst trotz seiner Erkrankung zur Kammer auf, wo er in den Wandclgängen mit seinem Widersacher zusakfimen- stieß. Die Gegner sollen sich au Acutzerungen haben hinreißen lassen, deren Wiedergabe kaum möglich ist. Die Angelegenheit endete damit, das Unterrichtsminister de Monzie dem Abgeordneten Henriot eine Duell forderung zugehen ließ. Die Zeugen der beiden Gegner haben sich nicht einigen können und den früheren Minister Pi 61ry als Schiedsrichter angerufen. Unterrichtsminister de Monzie besteht darauf, daß Henriot seine Beschuldigungen von der Kammertribüne aus widerrufe, andernfalls ein Duell unvermeidlich sei. Außenminister Paul-Boncour, der mit de Monzie zusammen angegriffen worden ist, hat seinen Reglerungskollegen von Genf aus gebeten, eine Erklärung zu verlesen. Paul-Boncour verwahrt sich gegen die „beleidigenden Anspielungen" Henriots. Er habe unter durchaus ehrenwerten Umständen auf Drangen ihrer Familie 1926 die Verteidigung von Frl. Simon übernommen, die die Nichte eines alten Freundes und Tochter eines auf dem Felde der Ehre gefallenen Kriegskameraden sei. Er habe aber den H a u p t u r h e b e r der Angelegenheit, ln die sie damals verwickelt wurde, nicht g e k a n nt und auch nichts von feiner späteren „Berühmtheit" gewußt. Ebenso wenig habe er ihn jemals zu Gesicht bekommen. Eine neue Gefahr für Ehautemps Die Opposition erneuert die Angriffe auf das Kabinett. Paris, 19. Jan. (DNB.) Der Abg. P b arne- gar ay hat erneut einen Antrag auf Einsetzung ein-es Parlamentsausschusses zur Untersuchung der Stavisky-Angelegenheit eingebracht. Ein Antrag gleichen Inhalte«' mar von der Kammer nach Stellung der Vertrauensfrage durch Ministerpräsident Ehautemps bekanntlich abgelehnt worden. Pbamegaray hat angekündigt, daß er nicht nachgeben werde. Pertinax meldet dem „Daily Telelgraph", in französischen parlamentarischen Kreisen glaube man, daß das Kabinett Chau- temps möglicherweise am kommenden Dienstag g e - stürzt werde, wenn der Abg. Ybarnegaray den Vorschlag für die Einsetzung eines parlamentarischen Untevsuchungsausschusses über den Stavisky-Skan- dal erneuere. Die Sozialiste n würden das Kabinett wahrscheinlich nicht mehr unter stützen. Auf den Pariser großen Boulevards fanden am Freitag Kundgebungen von Studenten und anderen jungen Leuten stand, die sich in lauten Rufen gegen die Regierung unter Hinweis auf den Staoisky-Skandal Luft machten. Zu Zusammenstößen ist es, soweit bisher bekannt ist, nicht gekommen. Die Kundgebungen standen im Zusammenhang mit den neuen Angriffen der Opposition gegen die Regierrung in der Kammer. Die bulgarischen Angeklagten erfreuen sich bester Behandlung. Leipzig, 19. Jan. (DNB.) Der Offizial- Verteidiger der bulgarischen Ange- kl a g t e n im Reichstagsbrandprozeß, Rechtsanwalt Dr. Teichert, veröffentlicht am Freitag folgende Erklärung: „Zu allzu durchsichtigen Zwecken wird heute (Freitag) in der Auslandspresse die Nachricht verlautbart, der im Reichstagsbrandprozeß an- geklagte Dimitroff liege im Sterben. Diese Mitteilung bildet, wie alle Meldungen über a n - gedliche schlechte Behandlung der Bulgaren Dimitroff, Popoff und Taneff, nur eine Fortsetzung der Reihe infamer Lügen, wie sie im Zusammenhang mit dem Reichstagsbrand von interessierter kommunistischer und marxistischer Seite verbreitet und im Prozeß in aller Oeffentlichkeit re ft los widerlegt worden sind. Ich stelle auf Grund meines persönlichen Augenscheines und meiner heutigen längeren Rücksprache mit den drei Bulgaren fest, daß an allen diesen Meldungen auch nicht ein wahrer Buchstabe ist, daß die drei Bulgaren in der Schutzhaft auch nach ihren eigenen Angaben ftets d i e beste Behandlung erfahren haben, tadellos verpflegt sind, von dem Recht des Rauchens ausgiebig Ge- brauch machen und sich bester Gesundheit erfreuen, Dimitroff auch regelmäßig die Besuche seiner nahen Angehörigen empfängt. Anderslautende Nachrichten sind hetzerische Entstellungen der Wahrheit." Günstige Gestaltung der hessischen Staatsfinanzen. Weitere Verminderung des Fehlbetrags. LPD. D a r m st a d t, 19. Jan. Am 1. D e z e m < ber 1933 stellten sich die Einnahmen und Aus- gaben des Landes Hessen im Rechnungsjahr 1933 nach dem November-Ausweis wie folgt: Ordent- licherHaushalt: Einnahmen aus Reichssteuern 21,374 Mill. Mk., aus Landessteuern 26,109 Mill. Mk davon Ueberweisungen an Gemeinden 10,067 Mill Mk, verbleiben 37,416 Mill. Mk., Ueberfchüsse der Betriebe 0,218 Mill. Mk., aus der Rechtspflege 1 594 Mill. Mk., aus Schulwesen, Wissenschaft, Kunst Kirche 0,162 Mill. Mk., und aus der übrigen Landesverwaltung 8,876 Mill. Mk., zusammen 48 266 Mill. Mk. Die Gesamtausgaben betragen 51,789 Mill. Mk. und zwar für allgemeine Verwaltung einschließlich Polizei 7,825 Mill. Mk., Rechtspflege 4,755 Mill. Mk., Verkehrswesen 0,136 Mill. Mk., Schule, Wissenschaft, Kunst, Kirchen 15 946 Mill. Mk., soziale Maßnahmen und Gesundheitswesen 3,337 Mill. Mk., Wohnungswesen 0,001 Mill. Mk., Schuldendienst 2,641 Mill. Mk., Ruhege- hälter 10,712 Mill. Mk. und Sonstiges 6,436 Mill. Mk. Im außerordentlichen Etat sind 0,881 Mill. Mk. Einnahmen und 1,812 Mill. Mk. Ausgaben (darunter 1,217 Mill. Mk. für Wohnungswesen) verzeichnet. Der November-Ausweis bringt wiederum em erfreuliches Ergebnis. Der darin erscheinende Fehlbetrag von 3,5 Mill. Mk. ist, wie das Staatspresseamt betont, wieder geringer gern o r b e n als der der Vormonate und beträgt noch nicht einmal die Hälfte des Fehlbetrages im entsprechenden Monat der Vorjahres. Die günstige Voraussage, die in den Betrachtungen der Ergebnisse der Vormonate zum Ausdruck gebracht wurde, findet damit eine erneute Bestätigung. Die Aussicht, das Rechnungsjahr 1933 ohne Fehlbetrag zum Abschluß zu bringen, erhöht sich dadurch naturgemäß umsomehr, als der Abschluß des Rechnungsjahres auch durch die Verlegung der Gehaltstermine eine weitere wesentliche Entlastung erfahren wird. Nie ersten Urlauberzüge für „Kraft durch Freude". Tausend Berliner Arbeiter fahren nach Oberbayern. Berlin, 19. Jan. (DNB.) Wie das Propagandaamt der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" mitteilt, sind die Verhandlungen zwischen dem Amt für Reisen, Wandern und Urlaub und der Reichsbahn soweit gediehen, daß man sie als abgeschlossen bezeichnen kann. Die Verwaltung der Reichsbahn hat sich in entgegenkommender Weise bereit erklärt, dem Amt für Reifen, Wandern und Urlaub Sonderzüge mit einer ganz er» hedlichen Verbilligung d e s Fahrpreises zur Verfügung zu stellen. Die Deutsche Arbeitsfront trägt die restlichen Kosten. Schon im Februar werden biß ersten Ur- lauberziige fahren. Von Berlin aus fährt ein Zug mit 1000 Berliner Arbeitern nach Oberbayern. Auf Veranlassung Dr. Leys, des Führers der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" wird bei der Abfahrt dieses ersten Zuges ein festlicher Akt stattfinden. Die Verhandlungen mit den zuständigen Hotels und Kurverwaltungen sind nahezu abgeschlosi sen. Die Preise für Unterkunft und Verpflegung werden f o niedrig gehalten fein, wie es überhaupt möglich ist. Darüber hinaus aber besteht die Absicht, verdienten Arbeitern, die in großer wirtschaftlicher Bedrängnis leben und die selbst diese niedrigen Preise nicht aufzubringen vermögen, durch einen Zuschuß die Möglichkeit zu geben, ihren ehrlich verdienten Urlaub in den schönsten Gegenden unseres Vaterlandes zu verbringen. SA- und SS-Siedlungen. Berlin, 20. Jan. (VdZ.) Das Baureferat der Deutschen Arbeitsfront und der Verband sozialer Baubetriebe planen, den bewährten Kämpfern des Nationalsozialismus eigene Heime zu schaffen und dabei gleichzeitig diese besonders wertvollen Teile der Bevölkerung mit dem deutschen Boden noch fester zu verwurzeln. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront, der NSBO. und der SA. ist bereits praktische Arbeit geleistet worden. Bei der SA.-Siedlung Frankfurt a. d. O. stehen bereits 50 Doppelhäuser kurz vor der Vollendung, und die Stadt Liegnitz hat durch Holzgestellung und Landhergabe ermöglicht, daß in ihrem Bereich 100 SA.-Männer im kommenden Frühjahr ein eigenes Heim bekommen. Der Verband sozialer Baubetriebe hat die nötigen Mittel zum Bau weiterer Siedlungen im ganzen Reich herbeigeschafft. Es ist Pflicht aller, denen es mit der Erfüllung einer Dankes- und Ehrenpflicht ernst ist, umgehend mit den örtlichen SA.-Stellen zwecks Aufbau weiterer derartiger Siedlungen in Verbindung zu treten und dann in gemeinsamer Arbeit mit dem Verband sozialer Baubetriebe und dem Baureferat der Deutschen Arbeitsfront im Frühjahr an das Aufbauwerk zu gehen. Das örtliche Handwerk soll dabei zu seinem Recht kommen. Staatsrat Görliher spricht im Reichsbund der Beamten. Berlin, 18. Jan. (DNB.) In einer Versammlung des Reichsbundes der Beamten im neuen Schöneberger Rathaus erklärte der Berliner stellvertretende Gauleiter Staatsrat G ö r l i tz e r u. a.: Die Reaktion, wie sie sich in Freimaurerlogen und gewissen Beamtenklubs zusammenfand, glaubt, die Zeit sei gekommen, durch passiven Widerstand etwas gegen den verhaßten Nationalsozialismus zu unternehmen. Es gibt Amtsstuben, wo man versucht, die neuen Gesetze abzubiegen oder überhaupt nicht aus- zuführen und die Absichten Hitlers den Volksgenossen zu vermiesen. Da jeder Volksgenosse die Gesetze nach dem beurteilt, wie sie für ihn lebendig werden, können wir derartiges nicht durchgehen lassen. Wenn die Beamtenschaft sich nicht der nationalsozialistischen Führung unterwirft, provoziert sie ein neues Beamtengesetz, das nicht notwendig wäre, wenn ein Teil der Beamtenschaft aus Vorsatz oder Schwerfälligkeit nicht die neuen Gesetze sabotierte. In den gleichen Kreisen grassiert in den letzten Wochen eine ganz neue Krankheit. Man hat -es im Sportpalast für richtig befunden, einen Zuruf zu machen: „Hitler hat manches geleistet, aber er soll uns unseren Kaiser Wilhelm wieder holen." Ich halte es weder für lebenswichtig für uns noch für ihn, daß der Hohe Herr nach Deutschland zurückkehrt. Aber es ist ebenfalls verkehrt, uns zu Kunst und Wissenschaft ein Wunder. Aus aller Welt " * borgen sind. Schwere Schneestürme in Kroatien und Bosnien. ™In mÄ Wk Sn Kroatien und Bosnien wüteten in den letz- Lin neuartiges Mikroskop. — S500fache Vergrößerung. der die ten Tagen starke S ch n e e st ü r m e, die auch eine zeitweise Unterbrechung des Eisenbahnverkehrs zwischen Belgrad und Agram zur Folge hatten Auf der Strecke waren bei Slawomsch-Brod 5UU Telegraphenmasten vom Schnee geknickt worden. In Bosnien und in der Lika sind mehrere Zuge auf offener Strecke eingeschneit. Hilfszüge blieben ebenfalls in den Schneemassen stecken. Der Kraftomnibusverkehr mußte eingestellt werden. Die Fernsprechleitungen sind zum großen Teil zerstört. In Bosnien fiel ein Meter Neuschnee. Im Gebirge erreicht die Schneedecke eine Höhe von zwei Metern. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyviot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch'und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. für die nationale Erhebung einge- t r e t e n sind, in ihren Dienststellen besonders Die Strafanträge im Vilderfälfchungs-Prozeß Hauser. unternehmen. In der Zwischenzeit probt jedoch bereits eine neue Schauspielertruppe, um im Theater der Nation ein anderes klassisches Drama der deut- chen Literatur den schaffenden Berliner Volksgenossen zu vermitteln. Auch diese zweite Truppe wird nach ihrer Spielzeit in Berlin ihre Aufführungen auf einer großen Deutschlandreise fortsetzen. In Berlin selbst wird sodann eine dritte Truppe an ihre Stelle treten. Diese dritte Truppe wird, wenn sie ihrerseits Berlin verläßt, wieder von der ersten Truppe abgelöst. Für den Kenner des Theaterlebens, der die furchtbaren Krisen und verhängnisvollen Zersetzungserscheinungen beim deutschen Theater zur Zeit des Novembersystems erlebte, wirkt die im Staate Adolf Hitlers verwirklichte neue Blütezeit des deutschen Theaters fast wie -es ersten Reichsbauerniages in Weimar. Weimar, 19. Ian. (DNB.) Der Eröffnung des ersten Reichsbauerntages in Weimar ging ein Begrüßungsabend voraus. Die große Weimar-Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, als Reichsminister und Reichsbauernführer Darre, Reichsstatthalter S a u ck e l, Staatsminister W ä ch t l e r und Vertreter der thüringischen Regierung erschienen. Staatsrat und Landesbauernführer P e u ck e r t begrüßte die Minister und den Reichsstatthalter. Die Äugen aller deutschen Bauern, so führte der Landesbauernführer aus, feien im gläubigen Vertrauen und voller Hingabe auf die Stadt Weimar gerichtet. Weimar ist auf das engste verknüpft mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Auf Saaleck schrieb der Diplom- und Koloniallandwirl Darre sein grundlegendes Werk „N euer Adel durch Blut und Boden". Hier erhielt er vom Führer den Auftrag, die Bauern zu organisieren. Im Jahre 1931 fand die erste deutsche Reichsbauernkundgebung der NSDAP, in Weimar statt, auf der Adolf Hitler sein Bekenntnis zum deutschen Bauern ablegte. Diese Tagung soll nicht nurderTagderdeut- fchen Bauernbefreiung sein, sondern auch der Tag der endlichen Bauerneini- gung. Dieses Werk der Einigung ist heute abgeschlossen. Das deutsche Bauerntum steht wie ein Mann hinter seinem Führer. Das Vertrauen, das der oberste Führer in Darre setzte, hat dieser auf der ganzen Linie gerechtfertigt. Die bisherigen Erfolge des Reichsnährstandes waren nur möglich, da er in vollster Geschlossenheit dasteht. Der Reichsnährstand hat nichts zu tun mit den Interessengruppen, die früher den Bauern führten. Er faßt seine Aufgabe auf als D i e n st am Volk und an der Neugestaltung des deutschen Lebens. Eine Warnung -es Reichsbauernführers. Keine unbefuaft Propaganda gegen die Einfuhr ausländischer Lebensmittel. London, 19. Ian. x—Y;- - Bericht des 1932 ernannten Ausschusses zur Prüfung der Sterilisierungsfrage empfiehlt die g e s e tz- liche Zulassung freiwilliger Sterili- s i er-un g bei Personen mit vererbbaren schweren geistigen oder körperlichen Schäden. Dagegen spricht sich der Ausschuß entschieden gegen eine zwangsweise Sterilis i e ru n g und erklärt, die Maßnahme müsse als em Recht, nicht aber als eine Art von Strafe betrachtet werden. „Mormng Post" bemerkt dazu, die Regierung werde aus^diesen Bericht hin keine gesetzgeberischen Maßnahmen vorschlagen, sondern erst eine gründliche Untersuchung der moralischen und ethischen Erwägungen veranlassen, die mit dieser Frage eng zusammenhängen. Die Mitglieder des Ausschusses seien medizinische und soziologische Sachver- ständige und hätten dieses vielseitige Problem vom Standpunkt ihres besonderen Berufes aus beurteilt. Berlin, 19. Jan. (DNB.) Die P r e f f e a b t e i° lung des Reichsnährstandes teilt mit: Es mehren sich die Zeichen, daß von einzelnen unverantwortlichen Stellen im Reiche, insbesondere auch unter der Bauernschaft, Propaganda dafür gemacht wird, daß bestimmte ausländische Einfuhrartikel nicht mehr verbraucht werden sollen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Reichsbauernführer und der Reichsnährstand die Einfuhr ausländischer Lebensmittel genau überwachen und im Sinne einer organischen Marktregelung und Bedarfsdeckungswirtschaft regeln. Sie sind mithin für die Beurteilung der Frage, welche Art von Einfuhr dem deutschen Volk und insbesondere dem deutschen Bauerntum zuträglich ist, allein maßgebend. Es erscheint aus diesem Grunde im höchsten Grade unerwünscht, wenn einzelne Stellen aus oft nicht kontrollierbaren Motiven sich hier unbefugte Eingriffe erlauben. Solche sind um so weniger statthaft, als eine einseitige Propaganda in dieser Beziehung für unsere Auslandpolitik vor allem eine organische Außenwirtschaftspolitik, sowie auch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung im Inland f i ch äußer st'schädlich a u s w i r k e n und zu unliebsamen Konflikten führen können. Ferner ist zu bedenken daß dadurch auch das gute Einvernehmen zwischen Bauerntum und Industrie und insbesondere zwischen dem deutschen Bauern und dem deutschen Arbeiter empfindlich gestört wird. , Das deutsche Bauerntum besitzt ein hinreichendes wirtschaftliches Verständnis einmal dafür, daß der deutsche Arbeiter, als stärkster Abnehmer landwirtschaftlicher Erzeugnisse des Binnenmarktes besonders geschützt werden muß und da seine lebenswichtigen Interessen Beachtung verdienen und zum anderen auch dafür, daß der deutsche Außenhandel, welcher augenblicklich dimer zu kämpfen hat und zum größten Teil auf den Austausch ausländischer Erzeugnisse gegen deutsche Fertiqfabrikate angewiesen ist ebenfalls eine Berücksichtigung seiner Interessen verdient. Aus allen diesen Gründen muß es allein dem Reichsbauernfuhrer und Reichsnährstand überlasten werden, die zur Regelung der Einfuhr von Lebensmitteln notwendigen Maßnahmen zu Dobunglück bei Bozen. — Ein Toter, 7 verletzte. Bei einem Bobrennen in Tefero im Fleimsthal ereignete sich, wie aus Bozen gemeldet wird, ein schweres Unglück. Bei der Einfahrt ins Ziel wurde ein Bob mit sechs Personen aus der Bahn geschleudert und raste in die Zuschauermen q e und den Standplatz der Rennleitung hinein Der Leiter des Rennens, Präsident V a n z a, erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf st a r b. Sieben andere Zuschauer trugen mehr oder weniger schwere Verletzungen davon. Petroleumkönig Sinclair der Untreue beschuldigt. Der bekannte amerikanische Petroleumkönig S i n- clair der gleichzeitig Vicepräsident der Exchange Trust Company in Tulsa (Oklahoma) ist, wurde, ebenso wie 24 weitere Direktoren und Angestellten dieser im März vorigen Jahres geschlossenen Gesellschaft der Veruntreuung von rund 23 000 Dollar beschuldigt. Die Veruntreuungen sollen durch betrügerische Machenschaften an den Treuhander- konten verübt worden sein. Reuter berichtete aus Tulsa daß gegen Sinclair und die übrigen Beschuldigten bereits Haftbefehle erlassen worden seien Das Newyorker Büro Sinclairs, der sich zur -oeit Im Hauser-Prozeß in Berlin erörterte Staatsanwalt zu Beginn seines Plaidoyers Frage, ob man Hauser wenigsten den guten Glauben zubilligen könne. Er kam zu dem Ergebnis, daß Hauser in einer ganzen Reihe von Fällen keineswegs gutgläubig gehandelt habe und sich darüber klar fein mußte, daß seine Gutachten jeglicher Grundlage entbehrten. Was die Frage der Zurechnungsfähigkeit Hausers anbelangt, so sei auch diese zu bejahen, wenn man auch Hauser zubilligen müsse, daß er durch seine Morphiumsucht minderwertig sei. Diese Minderwertigkeit könne aber in keiner Weise auf seine geistigen Qualitäten bezogen werden. Der Staatsanwalt bezeichnete es als notwendig, Sicherungsverwahrung gegen Hauser zu verhängen, um eine erneute Morphium-Entziehungskur Äurchzufüh- ren. Er beschäftigte sich sodann im einzelnen mit ver- schiedenen in der Hauptverhandlung hauptsächlich erörterten Schwindeleien und bezeichnete den Fall Spitz-Spencer als den krassesten, bei dem es sich geradezu um ein Gaunerstückchen handele, wie man es eigentlich nur aus Magazinen und Büchern gewohnt sei. Es handelt sich bei den angeklagten Kunsthändlern umeinSchwindelkonsortium schlimmster Art und es sei bedauerlich, daß ein Mann von der Stellung Hausers sich damit überhaupt eingelassen habe, um Geld zur Befriedigung seiner Mor- phiumsucht zu bekommen. Dann beantragte der Staatsanwalt gegen Professor Hauser zwei Jahre Gefängnis, gegen den Kunsthändler Borchardt unter Versagung mildernder Umstände drei Jahre sechs Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen den Kunsthändler Joseph zwei Jahre sechs Monate Zuchthaus und gegen den Kunsthändler Rosenthal ein Jahr Gefängnis. Meine politische Nachrichten. Der jüngste Sohn des englischen Königs, Prinz Georg, hat sich nach Südafrika emgeschifü Als Vertreter des Königs wird er eine Reife bis Afrika machen, die ihn über 17 000 Meilen fuhren wird. * Anläßlich des schweren E r d b ehe n u n g l u ck s in Indien hat Reichspräsident von Hindenburg an Seine Majestät den König England ein in herzlichen Worten ge- haltenes Beileidstelegramm gerichtet. Das Kleine Präsidium der A b r ü st u n g s k o n- f e r e n z hat am Freitag nachmittag kurze Zeit getagt Es mußte seine Arbeiten aber unterbrechen, da Generalsekretär Avenol an der Ratssitzung tell- nehmen mußte. Eine neue Sitzung wird Samstag ftattfinberu in Florida aufhält, erklärte zu den Anschuldigungen, daß Sinclair Tulsa bereits vor etwa 20 Jahren verlassen habe und sich seitdem nicht mehr aktiv mit der Leitung der Trust Company beschäftigt habe. , „ Wildernde Hunde töten 120 Schafe. Ein wandernder Schäfer hatte seine Schafherde — insgesamt 240 Schafe — über Nacht in der Nähe von Mayen (Eifel) eingepfercht, um sie am anderen Morgen weiterzutreiben. Im Laufe der Nacht drangen plötzlich wildernde Hunde ein, die die Tiere auseinanderjagten und schließlich in einen Bach trieben. 107 Tiere ertranken, während ungefähr 13 Schafe von den Hunden zerrissen wurden. Zahlreiche Tiere haben Knochenbrüche und andere Verletzungen davongetragen. portugiesisches Dorf durch Giftgase bedroht. Durch ein in einem portugiesischen Phosphorberg' werk ausgebrochenes Großfeuer entwickelten sich Giftgase, die in großen Schwaden nach dem Dorfe Lusa getrieben wurden. Das Dorf wurde sofort von sämtlichen Bewohnern fluchtartig verlassen. Von Lissabon ist eine große Anzahl von Gasmasken nach der bedrohten Gegend entsandt worden. Schwere Unwetter in Südafrika. Verheerende Sommerstürme und Unwetter haben in verschiedenen Teilen der Südafrikanischen Union große Verheerungen angerichtet. Hagelkor- ner haben im Oranje - Freistaat allein über 4000 Schafe getötet. Große Mengen von Vieh sind in den durch die Regengüsse verursachten Ueberschwem- mungen ertrunken. An mehreren Stellen wurden große Uferdämme von den Fluten durchbrochen. Zwei Eingeborene wurden durch Blitzschlag getötet Insgesamt wird der Sachschaden auf 200 000 Mark geschätzt. Der viertgrößle Diamant der Welt verkauft Der kürzlich bei Elandsfontain (Südafrika) gefundene viertgrößte Diamant der Welt, der 726 Karat wiegt, ist, wie aus Johannesburg gemeldet wird, an Ernest Oppenheimer für fast 70 000 Pfund Sterling verkauft worden. Wettervoraussage. Nach Abzug der Skandinavienstörung ist der Luftdruck sehr schnell angestiegen. Der hohe Druck, der mit seinem Kern noch über den britischen Inseln lagert, breitet sich östlich nach Deutschland aus und bringt ruhigeres und kälteres Wetter mit sich. Wohl tritt infolge Zufuhr von Nordwestluft noch wechsel- hafte Bewölkung auf, doch führt der hohe Druck auch zu Aufklaren, wobei infolge ungehinderter Ausstrah- lung nachts Frost eintritt. Aussichten für (Sonntag: Teils wechselnd- bewölkt, teils aufklarend, nachts leichter Frost, meist trocken. M Aussichten für Montag: Noch Zunahme des Nachtfrostes, weiterhin bewölkt mit Aufklaren, trocken. Lufttemperaturen am 19. Januar; mittags 6,7 Grad Celsius, abends 3,5 Grad: am 20. Januar: morgens 1,1 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Januar: abends 0,6 Grad: am 20. Januar: morgens — 0,1 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm. — Son- nenscheindauer lho Stunde. Amtliche Wintersportnachricht. Sauerland. Winterberg: Wolkig, — 3 Grad, 22 cm Schnee, 1 bis 2 cm Neuschnee, verharscht; Sportmöglichkeit mäßig._______________________ treffen. Beförderung verdienter nationaler Kämpfer bei der Reichsbahn. Berlin, 19. Jan. (DNB.) Der Pressedienst der Reichsbahn teilt mit: Hat die Reichsbahn oisher schon hervorragende Verdienste um ine ■nationale Erhebung in einzelnen Fällen durch bevorzugte Beförderung oder Anstellung als Beamter anerkannt, so hat sie jetzt allgemein Derfugt, daß alle die Reichsbahnbeamten und -arbeiter, Die d o r d e m 3 0. Januar 1933 als Angehörige der SA., SS. und des S t a h l h e l m s o d e r als Amtswalter der Politischen Organisation der NSDAP, durch Tat und Wort besonders befördert werden können, sofern sie die dienst- lichen Voraussetzungen erfüllen. Solche Beamte werden in erster Linie befördert, Beamtenanwärter vorzugsweise angestellt und verdiente Arbeiter werden durch entsprechende Maßnahmen I Die Vergrößerung sfähigkeit unse- besser gestellt. rer Mikroskope war bisher begrenzt durch die Oer neue hauswirtschasttiche f erleidet. Im Hochspannungsinstitut der Technischen Ql Veriiug. Hochschule Berlin ist nun mit Unterstützung der Not- Berlin, 19. Jan. (VdZ.) Der stellvertretende gemeinschast der deutschen Wissenschaft und der Leiter des Sozialamtes der Deutschen Arbeitsfront, „Gesellschaft der Freunde der technischen Hochschule' Dr. Daeschner, nimmt Stellung zu dem neuen ein Mikroskop gebaut, bei dem man mit völlig an® hauswirtschaftlichen Muster-Lehrvertrag, deren Mitteln arbeitet. An die Stelle des Lichtes der zwischen den Berufsverbänden der Hausfrauen find die Kathodenstrahlen getreten, an die und Hausgehilfen für hauswirtfchaftliche Lehrlinge der Linsen elektrische Felder. Man fußte dabei auf abgeschlossen wurde und der mit Genehmigung des der Erkenntnis, daß die Kathodenstrahlen sich mit= Relchsarbeitsministeriums für das ganze Reich tels der elektrischen oder magnetischen Felder gleich maßgebend sein soll. Die vorgesehene Probezeit den Lichtstrahlen aus ihrer Bahn ablenken, aus- von sechs Wochen sei gerechtfertigt. Die Pflichten I breiten ober verengern lassen, und auf den vielen der Lehrfrau zur Unterweisung in allen Hauswirt-1 erfolgreichen Versuchen, die in den letzten Jahren fchaftlichen Arbeiten einschl. des Kochens, der Haus-1 auf diesem Gebiet zur Entwicklung einer ganzen wirtschaftlichen Rechnungsführung usw. hätten na- E l e k t r o n e n o p t i k geführt haben. Da unsere türlich zur Voraussetzung, daß die Hausfrau selbst Sinnesorgane die Kathodenstrahlen nicht direkt die Gewähr biete, daß der junge Mensch nicht um wahrzunehmen vermögen, so ist man bei Benutzung zwei wertvolle Lebensjahre betrogen werde. Es be-1 solcher Elektronenstrahlen auf Verwendung von dürfe größter Sorgfalt in der Empfeh- Leuchtschirmen bzw. photographischen Platten ange- lung geeigneter Haushaltungen. Viel-> wiesen. Das Elektronenmikroskop weicht selbstver- leicht könnte der Reichsoerband deutscher Haus- stündlich in seinem ganzen Aufbau vollständig von frauenoereine durch seine örtlichen Stellen jeweils I den bekannten Mikroskopsystemen ab. Kondensa- Klarheit schaffen lassen durch einen Besuch bei der toren haben die Ausgaben des alten Glaslinsenzukünftigen Lehrfrau. Das fei auch wichtig deshalb, fystems übernommen. Die Untersuchungsobjekte weil an keiner Stelle die Gefahr einer Ausnutzung werden nun intensiv von schnellen Elektronen durch- des jugendlichen Menschen so groß sei, wie in einem I strahlt, die so entstehenden Bilder mittels magne- Haushalt, der dem Auge der Allgemeinheit weni- tischer Spulen von „kurzer Brennweite" in zwei ger zugänglich ist, als ein Betrieb. Der vorgesehene Stufen vergrößert und endlich auf einem Leuchtachttägige Urlaub erscheine reichlich kurz, zumal schirm sichtbar gemacht. Verzerrungen und ahn- der Urlaub eines Lehrlings für eine zu fordernde liche Hindernisse der Vergrößerung fallen bei Ver- zwei- ober breiwöchige Erholung nicht einen so fühl- wendung der Kathodenstrahlen vollkommen weg, baren Ausfall an Arbeitskraft bedeute, wie der so daß jetzt schon e i ne 8 5 0 0 f a ch e V e rg r ö ß e- eines erwachsenen Hausgehilfen. In der Frage berLung erreicht werden konnte. Es ist aber auch mit Vergütung empfiehlt der Referent bezirkliche den heute bekannten Mitteln bereits durchaus mog- Regelunq eines, Mindestsatzes. Ebenso wünscht er lieh, eine 20 000= bis 30 OOOfache Vergrößerung zu klarere Festlegung der Gleichheit d e r B e k ö - erzielen. tigung mit der Familien ko st, wie bereits ^ie Räuber" im „Theater der Ration". ür die Wohnung des Lehrmädchens Mindest- qu ber ersten Aufführung der „Räuber" im beftimmungen vorgesehen sind. Analog dem Gesetz berliner ®ro&en Schauspielhaus teilt das Propa- zur Ordnung der nationalen Arbeit sollte schließlich qanbaamt „Kraft durch Freude" mit, daß die Möglichkeit geschaffen werden, auch ungeeig» Darbietung des Schillerfchen Werkes in dem neten Lehrfrauen das Recht zur Betreuung t)aus-- \ m Theater der Nation umgeftalteten Großen wirtschaftlicher Lehrlinge abzusprechen. Schauspielhaus dreißigmal in derselben vorzüglichen Arbeiter und Bauer im Rundfunk. ^dah^O 000 schaffend Menschen der Reichshaupt- Die Reichsrundfunkkammer führt in den kom- jtaöt Kraft durch Freude erleben werden. Nach den wenden Wochen Werbeaktionen durch, die sich be- Aufführungen in Berlin soll das ganze Ensemble sonders an die Bauern und Arbeiter wenden roer« e[ne Reise durch die größeren Städte Deutschlands den. Vom 27. Januar bis 4. Februar werden in' Verbindung mit der Funkschau auf der „Grünen Woche" die Gaufunkwarte in den ländlichen Bezirken für den Gedanken des Rundfunks werden. Der Rundfunk selbst wird in dieser „Woche des E'ÄÄ'SS-a =■• — «*£,$?,*■» ÄÄÄfti «- schen Arbeitsfront wird vom 4. bis 10. Februar Aufgaben des deutschen Kurzwellen- unter dem Leitsatz „Nach der Arbeit" der r u n d f u n k s von zuständiger Stelle dahw be Rundfunk als Freudenbringer für die Feierstunden stimmt, daß es gelte, die in der ganzen Welt ver- unleres deutschen Arbeiters gestaltet werden. Hier- streut lebenden Ausländsdeutschen vom bei wird der Rundfunk in seinen Abendprogrammen Schaffen und Geschehen im "euen Deutschland le- feine innige Verbundenheit mit dem deutschen Ar- bendig und zutreffend zu unterrichten Und das beiter und der Gemeinschaft aller Schaffenden be- Band zwischen Ausländsdeutschen und Heimat en- künden. Am 11. Februar, dem Sonntag vor Rosen- ger zu knüpfen. Lugenmeldungen über Deutsch, montag werden in den Häusern des Rundfunks land mußten durch die tägliche Arbeit des Kurz- die Geister und Kobolde der Faschingslaune ihr wellensenders von selbst wirkungslos ftch zusam- keckes Spiel treiben. Der Rundfunk selbst wird in menbrechen, wo immer fie .ausgestreut werden. 1 einfdhaftsfent)unaen der Freude" sich zum Seit Ende vorigen Jahres habe der deutsche Kurz- Träger und Gestalter des. Faschings machen. Wenn wellensender vier gesonderte ^uslandsprogramme de7 Rundfunk ini vergangenen Jahr besonders der für die vier verschiedenen Sendezonen: Afr a- Ost- ÄÄben m“Einem "8e,t freuöe emleiten. * deutschen Besitzungen und die südafrikanische 11 ‘gestellt, der au«- toan^Sud- p?° Z7° m m ° zur H°e b u ng d ° r s 7z i°. ^Nordamerika geht von Kanada tu- etwa zum len Lage der freien Künstlerschaft in Panamakanal. den nächsten drei Monaten dient. Damit ist es Die Opfer des Allgäuer Lawinenunglucks möglich geworden, die im vergangenen Jahr er- noch nicht geborgen. orderlich gewesenen Programm-Zusammenschlüsse Rach einer beim Gebirgsjäger-Bataillon in Kempaufzuheben und den einzelnen Sendern wieder die jen am Freitagabend eingegangenen Meldung von Selbständigkeit der Programmgestaltung zu sichern. öer Stelle des Lawinenunglücks bei der Der Betrag wird demgemäß für die Ausgestaltung Wengenalm ist es bis zum Abend nicht gelungen, der Rundfunkprogramme unter vermehrter Heran- 6ie beiden verschütteten Reichswehrsoldaten A ck e r • ziehung der freiberuflichen Künstlerfchast verwendet mann und Wutschke zu bergen. Das mächtige werden und van der Reichsfendeleitung entsprechend Lawinenfeld wird jetzt von den (Sebirgsjagern den Bedürfnissen der kulturellen und sozialen Lage systematisch mit Gräben durchzogen und mit Son- auf die einzelnen Sender verteilt. dievstangen abgesucht. Die Jäger fo^en. Jo lange Keine zwangsweise Sterilisierung in L> iwm sebiet bl-ib-n. bi- Verschütteten ge- empf^b.n, ihn zurückzuholen, um das zu leisten, was j)itler noch nicht geleistet habe. Wenn nun schwungvolle Kaiser-Wilhelm-Geburtstagsseiern veranstaltet werden und zu Sammlungen für den Kaiserdank aufgeforbert wirb, damit von Doorn aus für die Notleidenden gesorgt werde, die von uns übersehen seien, dann ist das Sabotage am deutschen Volk und nicht nur am Nationalsozialismus. Wir verbitten es uns auch, wenn der Hohe Herr in Doorn in einem Briefe schreibt, man möge dafür tätig sein, daß Deutschland durch die Rückkehr zur Monarchie endlich wieder glücklich werde. Wir werden die Menschen, die sich zu Trägern solcher Versuche machen, genau so behandeln wie die anderen, die glaubten, für Moskau Propaganda machen zu dürfen. Sie sind noch gefährlicher als diese, da sie an die Jntelektuellen herankommen und uns brauchbare Leute für die Mitarbeit wegnehmen. Die Staatsform ist für uns Nationalsozialisten ja egal. Man soll es aber unterlassen, durch solche Mätzchen, wie sie unternommen werden, unsere Arbeit zu stören. Ich befürchte von diesen Dingen keine Gefährdung von Format für die nationalsozialistische Bewegung. Aber es ist unsere Pflicht, die Augen offenzuhalten, und wir tragen dem Führer gegenüber die Verantwortung für die Entwicklung. Der Beamtenschaft, die nicht freudig zu uns steht, möchte ich noch sagen: Es hat keinen Zweck für sie, zu tun, als gebe es keine nationalsozialistische Regierung. Wir verlangen praktischeArbeitfürdenNational- sozialismus von ihnen. Wir wollen erreichen, daß Hitler Deutschland gerade so fest in der Hand hat wie die Partei, und wir werden auch.erreichen, daß Deutschland wieder vorbildlich in der Welt da- steht. Oie (St Öffnung Vermietungen Brennholz-Versteigerungen der Stadt Gießen. A. Dienstag, Öen 23. Januar 1934, 9S Uhr beginnend, aus den Abt. 12,16 und 20 (Jerneroalb) und 89 Stadtwald), Försterei Hochwart 390C 30,0 rm Buchen- und Hainbuchenscheiter 1. und 2. Kl. 37,6 rm Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 3,0 rm Kiefernscheiter 2. Kl. 23,0 rm Buchen- und Hainbuchenknüppel 42,0 rm Eichenknüppel 17,0 rm Kiefern-, Birken- und Fichtenknüppel 2030 Wellen Buchenreisig 2. und 3. Kl. * 42,2 rm Eichen-, Fichten- und Aspereisig 1. Kl. 3,0 rm Birkenreisig 4. Kl. (Befenreisig) ( 14,6 rm Buchen- und Eichenstöcke 120 Fichtenderbstangen 2. Kl. 1100 Fichtenreisstangen 5. Kl. 430 Fichtenreisstangen 6. und 7. Kl. (Bohnen- stangen) 1 Ulrnen-Derbstange 3. Kl. (Deichsel). Das Holz aus den Abt. 16 und 20 (Fernewald) und Abt. 89 (Stadtwald) kann nicht vorgezeigt werden; vorherige Besichtigung wird daher empfohlen. Zusammenkunft: Kreuzung Hauptschneise—Pfarr- schneise (Fernewald). B. Jreitag, den 26. Januar 1934, 9% Uhr beginnend, aus den Abt. 61. 65, 107 und 111 (Stadtwald), Försterei Gießen: 3,8 rm Buchen-, Eichen- und Erlenscheiter 1. Kl. 47,7 rm Kiefernscheiter 1. Kl. 9,5 rm Fichtenscheiter 1. und 2. Kl. 10,8 rm Buchen- und Eichenknüppel 26,8 rm Kiefernknüppel 36,0 rm Fichtenknüppel 3,2 rm Fichtenreisig 1. Kl. 50 Wellen Aspenreisig 2. Kl. 36,2 rm Kiefernstöcke 6,4 rm Eichennutzscheiter (Gartenpfosten, 2,20 m l lang) r 108 Fichtenderbstangen 1., 2. und 3. Kl. 71 Fichtenreisstangen 4. Kl. > 61 Fichtenreisstangen 5. und 7. Kl. 5 St. Fichtenlangholz, N, la und 1b = 0,72 km. Zusammenkunft: Licher Straße — 1. Schneise. Gießen, £en 19. Januar 1934. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Bartholomäus. Gtammholz-Versteigerung im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Eichwald, Cisenkaute, Zappenau, Fichtenkopf, Sauloch und Kleinhäuserberg werden nach vorheriger Zusammenkunft an der Provinzialstraße Lich—Hattenrod am Pflanzgarten am Freitag, dem 26. Januar 1934, vormittags 10 Uhr, versteigert: Eichen-Stämme 2. Kl. 12,48 fm ,, 3. „ 20,33 „ „ 4. „ 13,00 „ 5. „ 28,28 „ „ 6. „ 12,20 „ Fichten-Stämme 3d- „ 0,84 „ „ 4a» „ 10,16 „ „ 4b, „ 4,03 „ 5. „ 9,90 „ „ 3b- „ 1,13 „ (Douglas) Kiefern-Stämme 3b- „ 2,18 „ „ 4a- „ 11,80 „ „ 4b» „ 7,68 „ „ 5. „ 1,02 „ Das Kiefernstammholz ist Schnittholz, das Fichtenstammholz nur zum Teil. Das Eichenstammholz in Erfenkaute 32 und 34 und Zappenau wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft über Eichenstammholz erteilt Förster Textor, über Kiefern- und Fichtenstammholz der Forstgehilfe Böcher in Lich. Nächste Holzversteigerung am 1. und 2. Februar 1934. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich. den 18. Januar 1934. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Die elften 9oiioetfteigetunoen der Fürst zu Solms-Lichschen Oberförsterei Lich. Montag, den 22. Januar: Schwarzwald-höhler: rm Scheitholz: Bu. 137, Ei. 56; Knüppel: Bu. 40, Ei. 29; Knüppelreiser: Ei. 27; Stockholz: Bu. 40, Ei. 28; Wellen (Roish.): Bu. 2900, Ei. 900 (z. T. gute Forst- wellen); km Schnittholz: Ei. 4. u. 5. Kl. 11; Bu. 4. Kl. 3; rm Gartenpfosten 6; einige Fi.-Derbstangen 1. u. 2 Kl.; Bohnenstangen: 1500 Stück. Zusammenkunft: 10 Uhr, hinter dem Albacher Hof. Dienstag, den 23. Januar: Meilbach: rm Scheitholz: Bu. 6, Ei. 17; Knüppel: Bu. 101, Ei. 49, Fi. 21; Wellen (Reish.): Bu. 6200 (meist sehr gute Forst- wellen): fm Schnittholz: Ei. 4. u. 5. Kl. 2; Stammholz: Ei. 1. u. 2. Kl. 4; Linde 1. u. 2. Kl. 1; Derbstangen: Fi. 1. u. 2. Kl. 15 — 200 St., Esche 10 St., Hainbuche 3 St.; Gartenpfosten: Ei. 250 St.- Bohnenstangen 500 St. Die Forstwellen sitzen meist an der Straße Lich— Hattenrod. — Zusammenkunft: 10 Uhr ebendort Stadtwaldgrenze. ^Weitere Versteigerungen: 29.1. Brunnenwald usw., 30.1. Riedwald. 243D Holzversteigerung. Dienstag, den 23. Januar, werden aus dem Forstort Eichwald des Schutzforstes versteigert- 1 Cichen-Stamm Kl. 4 = 2,— fm; Derbftanqen- 9 Elche 2. Kl., Fichte 6 St. l.Kl., 5 St. 2. Kl • Nuh- Auppel: Eiche (geeignet für Gartenpfosten und Werdepfahle), 3,5 rm 2 m lang und 20 rm 1,80 m lang. 369D Brennholz, rm: Scheiter: Buche 550, Birke 2 Aspe 2, Fichte 6; Knüppel: Buche 200, Eiche 40, Birke 5 Kiefer 6, Fichte 10; Knüppelreisig: Eiche 14; Reisia Buche 900; Stöcke: Buche 15. 9‘ Zusammenkunft 10 Uhr am Jagdhaus. Das mit 00 gezeichnete Holz wird nicht versteigert. Vorherige Besichtigung wird empfohlen, da spätere Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Londorf, den 18. Januar 1934. Hessisches Forstamt Rabenau. Holzversteigerung der Gemeinde Laubach am Donnerstag, dem 25. Januar d. 3., aus den Distr. Gaulskopf, Höll und Buchwald. 3891) Bu.-Schett: 600, Eiche 4, Erle 5, Fichte (rund) 40. Knüppel: Buche 360, Hainbuche 5, Eiche20 Birke 2 Erle 2. Stöcke: Buche 45. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Die Versteigerung findet ab 10 Uhr vormittags im „Schützenhof" statt. Laubach, den 18. Januar 1934. Hessische Bürgermeisterei. Högy. MiuimÄ m. all. Zub. z. 1. 4. Nähe Univ, z. verm. Schr. Angebote unter 0367 a. d. G. A. H-Zinim.-WobD. Heizung u. Bad, pari. od.l. Stock, zum 1. Avril zu vermieten 0328 Hindenbnrgw. 22. 5-3lnl.Mn. Liebigstr. 461 sos. z. verm. Näheres A. Becker, Kep- lerstr. 9. 25s D 7-M.WU Wilhelmstr. III zu verm 25s D A. Becker, Kev- lerstraße 9. 6-3im.-lDolifl. Walltorstr. 48 p. links per 1. 4. zu verm. 257 D A. Becker, Kevlerstr. 9. Große 259 D 6-31m. W. Moltkestr. 27 p. v. 1. 4. zu verm. Näh. A. Becker, Kevlerstratze 9. Jnbest.zentraler Lage schöne 5-Zifflm.-VohnuD0 auch kür Geschäft od. Praxis geeignet, mit Heizung sof. od später zu verm. Schrift!. Angebote u.0287 andenGiesi.Anz. £leölflftr.68 2.5W 5 Zimmer, Bad, Balkon, Zubehör auf den 1. Avril anderweit zu vermieten. Anzus. zwischen 11-1 u. 3-5 Uhr. Näber. 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Küche u.Zubeh., un Zentrum der der ausrichtet, beschwichtig au,s neue en - stammt und zum Siege fuhrt. Und er leg,ihm deutlich, daß sich in «L^dkm er bem Sieg er t ntfdjeibenb ift. S^-ne des^Sch^ gab jch Schweben nicht _ ATELIER STANZIQ gutem Geschmack in Anlage und Auswahl des Pflanzenmaterials offenbaren. Man dulde hier kein Unterdrückung, Kampf aller gegen alle und Eigen- Gießen tm Rhein-Mainiscken Äorantieverband °>n°n gründlichen Um,chwung durchzuführen, b-darf ‘ . ! es rechtzeitigen Eingreifens, damit das Frühjahr für Deutschen in Elsaß-Lothringen, im Saargebiet der Zu in dieser Form der Lot- Gie- KZ u ‘UHL nmuiliuj lll XU V UU 1A.IJL , l live . Rahmen an würdiger Stelle vertreten, und wir Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand, logisches Institut, 11.30 Uhr, öffentlicher Vortrag über Physiologie. — Stadtkirche, 18.30 Uhr und 2tm Schlüsse gedachte man noch in Lied und Wort *20 Uhr, Missionsfilm aus Ostafrika. — Infanterie- aus dem betreffenden Land in seiner Heimatsprache vortrug. Unser Hessenland war natürlich in diesem — Tageskalender für Sonntag: Stadt» theater, 19 bis 22 Uhr, „Die lustige Witwe". — gleichzeitig mit der Reichswinterhilfe-Lotterie ein gutes Werk getan wird. Ii Die Stadt Gießen ift1 dem Rhein-Mainischen Garantieoerband G. m. b. H. beigetreten. Ausschließ- Zu bedenken ist, daß der nach der Straße zu gelegene Vorgarten ähnlich wie die Vorderfront nutz sind Um unter einer jo wüsten Pflanzengejellschaft Kameradschastsabend des Kameradschastshauses der lHiehener ^tudenienA'aff Rittersporne, Flammenblumen und anderes, an dem man nach Herzenslust für Vasensträuße und zum Verschenken schneiden kann, ohne daß davon der Garten eine Verarmung an Blumen erkennen läßt. die damit verbundene Neugestaltung nicht zu kurz wird Um zunächst einmal Raum für Besseres zu schaffen, für dessen späteres Gedeihen der ausgesaugte und verarmte Boden tief umgearbeitet und gedüngt werden muß, sind noch Hunderte von Händen vorhanden, die entweder noch keine oder nur ungenügende Beschäftigung haben und für ein solches Großreinemachen zu gebrauchen sind Oberflächliches Aufräumen mit Nachpflanzen in den Gärten, die Veifallserscheinungen der hier geschilderten Art aufzuweisen haben, ist so gut wie vergeblich. Was man unter solchen Umständen auch pflanzen mag, zeigt kein Gedeihen und verkümmert. Man sorge bei der Neueinteilung vor allem für Sonne und Luft. Wo Wildbäume bisher in der Nähe geduldet wurden, sind sie zu fällen, für Sitz-, Vielerlei, das vielleicht sonstwo am Platze wäre, keine Wege, die niemand begeht, vor allem keine verschnörkelten, keinerlei Rasenstreifen, die nicht zu mähen sind, weil sie nicht die nötige Breite dafür haben und die nichts als Aerger bereiten, wenn man sie nicht selbst abzusicheln in der Lage ist. Auch lasse man Blumenbeete fort, bei deren alljährlicher Bepflanzung gespart werden soll, weil die Mittel für derartige Ausgaben nicht reichen. Passend sind kleine frischgrüne Koniferen, die nicht zu hoch werden, eine niedrige, sauber geschorene Hecke, ein Band mit niederen Rosen, eine chinesische, schön blühende Paeonie, längs der Wand Schlinggewächse, ein Weinstock oder Wandpfirsisch und frischgrüner, mit Sense oder Maschine rechtzeitig gemähter Rasen, in dem kein Unkräutchen aufkommen darf. Im übrigen hüte man sich vor lieber- ladung, richte sich nach der Lage, denn es gibt sowohl für sonnige, wie auch schattige mancherlei Auswahl. Man scheue sich nicht, den Rat eines Fachmannes einzuholen. Trotz der unmißverständlichen Fassung dieser Bestimmung sind bei vielen Geschäftsinhabern Zweifel darüber entstanden, ob die Plakate, die die N S. - Volkswohlfahrt im Rahmen der bevölkerungspolitischen Aufklärungsaktion an Schaufenstern, Verkehrsmitteln, Hausfluren und Haustüren aushängen läßt, weiterhin gestattet sind. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und der Präsident des Reichswerberates machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß diese, einem gemeinnützigen Ziele dienenden Plakate der NS.-Volkswohlfahrt von dieser Be- auch für eine lauschige Ecke durch Anpflanzen schön- und reichblühender Ziersträucher ist Sorge zu tragen. In jedem Hausgarten gehören außerdem ein reicher Frühlings-, Sommer- und Herbstflor, weiter Rojen, Nelken, Dahlien und Sommerblumen, schöne konnten manche bekannte Dichtung unserer oberhessischen Heimatdichter hören. Mit Begeisterung wurde auch die oberhessische Nationalhymne „Siehste net" gesungen. mat in Lied und Sprache, Ernstes und Heiteres" stand. Sehr zahlreich waren die eingeladenen Dozenten erschienen an ihrer Spitze der Rektor der Landesuniversität, Herr Professor O. B o r n k a m m. Der Abend wurde eingeleitet durch ein Andantino von Martini-Kreißler für Klavier, Violine und Bratsche, das sehr ansprechend vorgetragen wurde. Nach diesem Musikstück begrüßte der Führer des Kameradschaftshauses, Herr Paul Seipp, im Namen der Kameraden die zahlreich erschienenen Gäste und führte u. a. folgendes aus: ..Allw chentl'ch Donnerstagsabend veranstalten die Insassen des Kame- radschaftshauses einen Kameradschaftsabend, zu dem terie ein gutes Werk zu tun, sollte sich niemand entgehen lassen! Anschlag der bevöl erungspolitischen Plakate allgemein erwünscht. Dsr Werberat der Deutschen Wirtschaft hat in der zweiten Bekanntmachung vom 1. November 1933 den wilden Plakatanschlag verboten. Für ieden Einsichtigen, der diese Bestimmung aufmerksam liest, ist ohne weiteres klar, daß es sich hierbei nur um Wirtschaftswerbung handeln kann. Es ist also verboten, daß ein Handeltreibender in den Schaufenstern seines Ladens Werbeplakate ganz anders gearteter Gewerbebetriebe oder Handelsunternehmungen aushängt, mit denen er und seine eigene Leistung nichts zu tun hat. Solche Plakate gehören an die „dafür bestimmte Stelle". Veranstaltungen von Vereinen anmelöen! Kreisleiter Dr. Harth gibt folgende Mitteilung Der Kreisleitung Gießen über die "23 er» Borrrotizcu. — Tageskalender für Samstag: Stadt- theater, 20 bis nach 22 Uhr, „U-Boot 116". — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Schwarzwaldmädel". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der König der Arena" und „Das flammende Schwert". — Gesangverein Frohsinn, Quartett-Verein 1884, 20 Uhr, „Stadt Wetzlar", Jahres - Hauptversammlung. — — 224er, 20.30 Uhr, Zusammenkunft bei Kam. Wenner. — Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP., 20.15 Uhr, „Graf Zeppelin", Zelle 2, Block 1 und 4, Blockabend. 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarzwaldmädel". — Physio- 10. Februar in der Gegend Alten - Buseck geplante Winterschießen des Bataillons fällt aufgrund höherer Weisungen aus." Masienveriammlung der Deut '^en Arbeitsfront in &i ßen. Die Kreis-Betriebszellenleitung Gießen, Kreisleitung der Deutschen Arbeitsfront, kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil eine Massenversammlung der Deutschen Arbeitsfront am nächsten Dienstag abend in der Volkshalle zu Gießen an. Gaubetriebszelleninspekteur Pg. Göbel (Frankfurt a M.) wird über das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit sprechen. Alle Angehörigen der Wirtschaft sind zu der Versammlung eingeladen. Man beachte die heutige Anzeige. wer Gluckstreffer aut der Straße. Die Reichswinterhilfe-Lotterie, die gegenwärtig durch ihre Glücksmänner im grauen Mantel auf den Straßen und in den Lokalen unserer Stadt ihre Lose anbieten läßt, hat gestern zwei Loskäufern eine große Freude gebracht. Beide Käufer gewannen für ihr 50-Pfennig-Los je den lOOfachen Betrag, also je 50 Mark. Die Freude bqr glücklichen Gewinner war groß, und das um so mehr, als ja und in Siebenbürgen, von denen Vertreter gegen« wärig hier im Kameradschaftshaus weilen. Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Abends besichtigten die Gäste das Kameradschaftshaus. Der zweite Teil des Abends vereinigte Dozenten und Studenten in kameradschaftlicher Weise, wobei noch manches Ernstes und Heitere, diesmal aus dem Munde der Dozenten, vorgetragen wurde. Nur allzu früh beendete der Zapfenstreich diesen Kamerad- schaftsabend. Bei dieser Gelegenheit sei schon auf die kommenden Abende hingewiesen, die jeweils unter dem Motto „Arbeitertum", Soldatentum", „Germanische Götter- und Heldensagen", „Deutschland" aufgezogen werden. lArbeMMaffung in den Sans- und Vorgärten Nicht nur die durch Geschäftselend und Arbeits- Spiel-, Turn-, Bleichplatz, für den einen oder an- losiqkeit vergrämten Gesichter der M e n s ch e n deren Steinobstbau, Naschobst, namentlich Erdbeeren ! haben sich wieder aufgehellt, auch die W o h n h ä u - und — wo die Umstände dafür günstig sind — . . ' . r- i -i.r. .t:.... i - _c -E.1 . -X. F.".*. "; Hr rf n hiirrti 'llnnffnn lon nn« Die Führung des Kameradschaftshauses der _ ßener Studentenschaft hatte zum Donnerstag in das Studentenhaus zu einem Kameradschaftsabend eingeladen, der unter dem Leitgedanken „Deutsche Hei- j stimmung nicht betroffen sind. Die Geschäftsinhaber und Hausbesitzer werden aufgefordert, dem entsvrechenden Ersuchen der Ortsgruppen der NSDAP, und der NS.-Volkswohlfahrt nach Aushang solcher Plakate bereitwillig weiterhin Folge leisten. liche Ausgabe dieses Unternehmens ist die gemeinnützige Förderung von Arbeitsgelegenheiten, um die Arbeitslosigkeit im Gebiete des Treuhänders der Arbeit für Hessen zu mildern. Kern Winter chretzen un eres Bataillons Vom Kommandeur unseres Bataillons wird uns, mitgeteilt: „Das für die Zeit vom 30. Januar bis ' 1 Februar in der Gegend Erda und vom 1. bis ' anftaltungen von Vereinen bekannt: '----------- - , .. . . Im Einverständnis mit Pg. Soldan, dem Kreis- s er, soweit sie vom Arbeitsbeschafsungsplan erfaßt obmann des REV., ist folgendes vereinbart worden: wurden, find freundlicher und heller geworden. Die- 1. Sämtliche Veranstaltungen sind bei der Kreis- ses vorteilhafte Aeußere steht aber noch nicht überall leitung (für Gießener Vereine, sonst bei den poli- mit der Umgebung im Sinflang^ weil noch fein tischen der NSDAP.) anzumelden, um das Zu- Mensch an die dringend notige n eu erring sammenfallen mit den Veranstaltungen der NSDAP. , der Haus- und Vorgart en gedacht hat. Auch zu vermeiden. I sie haben wahrend der langen Kriegs- und Nieder- 2. Bei sämtlichen Veranstaltungen (Fasching, gangsjahre Not gelitten. Allerlei Gestrüpp von wil- Winterseste und ähnliche) sind 75 Prozent des dem Flieder, der niemals vluht, wildem Holunder, Reingewinns an das Winterhilfswerk abzu-! Schneebeeren und anderes verwildertes Gesträuch, liefern. Bei Veranstaltungen kultureller Art, bei ungepflegte Hecken, überalterte Obstbaume und ~ •* “*<:•****' Vereinen, die gemeinnützige Ziele verfolgen (Sport, i Beerenstrauch r deren Abernten., nicht mehr lohnt,i des Hauses der Repräsentation zu dienen Gesang) brauchen nur 50 Prozent des Reingewinns > verwucherte Goldru en und unschöne Staudenastern, ha und darum keine Vernachlässigung erleiden - . v nicht zu vergessen die ausdauernden, zwischen ihnen sollte. Hier soll sich Einfachheit, verbunden Mit heimisch gewordenen Unfräuter bilden oftmals eine gutem Geschmack in Anlage und Auswahl des sie jeweils die Dozenten nach Fakultäten einladen. Dieser Donnerstag hat seine besondere Bedeutung, weil er mit dem Reichsgründungstag zusammenfällt. Wir hoffen, daß wir aus einem bestimmten Blickpunkt heraus die Größe und die Tiefe dessen, was Deutschland und was deutsch heißt, erkennen könn"n. Wir wollen dabei daran denken, daß dieses Deutschland schon seit Generationen in den Herzen der Besten lebte, aber erst am 18. Januar 1871 Wirklichkeit wurde. Bei den Darbietungen auf unferen Kameradschaftsabenden handelt es sich nicht um künstlerische Darbietungen Einzelner, sondern um die Arbeit einer Gemeinschaft, an der wir Sie teilnehmen lassen wollen, um den Gemeinschaftsgeist zu erleben. Wenn heute abend mehr Heiteres geboten wird, dann liegt das in der Natur der Sache, denn es ist nun einmal das Merkmal unserer Heimatdichtung, daß sie sich in heiterem Gewände mit den ernstesten Dingen abgibt." Die Dortragsfolge wurde durch einen Sprechchor eingeleitet, der wirkungsvoll den Leitgedanken des Abends vermittelte. Nach dem gemeinsamen Lied „Schleswig-Holstein meerum'chlungen" trugen Kameraden Sachen von Rudolf Kinau und Fritz Reuter vor. Nach dem „Kennt ihr nicht das neue Lied" kam wieder ein Sprechchor. Dann wechselten gemeinsam gesungene Lieder mit Einzelvorträgen, von verschiedenen Kameraden zu Gehör gebracht, ab. So vermittelten alle diese Lieder und Vorträge einen Eindruck von den verschiedenen Dialekten und Eigenarten unserer deutschen Gaue und Länder. Besonders interessant war es, daß jeweils ein Kamerad abgeliefert zu werden. 3. Vereine und Gesellschaften unterliegen bei grö^ v- „ , ... feeren Veranstaltungen, auch wenn diese nicht öffent- Gemeinschaft, deren Hauptmerkmale gegenseitige «< « i * z->—. . । . . - f i a/ (K 11 Vi tfrl I HA W A Hl TI T rtll OT* A Ö/T ö TI A11 ö 1T TT .o fr ! A OH - lich und ohne Eintritt erfolgen, der Anmeldung. a gegen g 4 Fortjegung Nachdruck verboten! Rentmeister Berndt stand vor dem Tore und be= m c r • i — n c. x öernui war oer sruyere iztenimeiner von Hart- glaubten, Serrn (Strafen st. etwas Mg-stoßen, und linqen, der auch jetzt noch treu und unentwegt über ba - d° - wollte ich doch - lieber nachsth-n. die Gelder des Grafen Zärtlingen wachte, wie er Der Graf erhob (id) ging auf einen Diener zu, e5 Mützer getan hatte. Er wußte nicht, daß der Graf legte ihm die Hand auf die Schulter. ihn nur behalten hatte, weil er ihn nicht auch mit „Ich weiß schon, was du gefürchtet hast, Gardes Grafen. Jetzt verschwand er im Walde „Hab' ich dummes Zeug Ottilie! Man wird eben doch Eilig ging er davon. Seine schüttelnd nach. geredet? Vergiß es, langsam alt." Frau blickte ihm köpf. immer ein fleißiger Landwirt war, wenn er daheim in Schloß Härtlingen weilte. Gormann sah prüfend in das Gesicht seines geliebten Herrn. Dessen Augen blickten klar in die Grau und schwer senkte es sich wieder auf ihn, nieder, und draußen war doch noch immer lachender sonniger Frühling. Behutsam stellte der Graf bas Bild wieder auf seinen Platz zurück. Dann ging er langjam hinaus. Auf der Veranda deckte Mutter Ottilie den Tisch mit flinken, geschickten Händen. Blütenweife war das feine Tuch. Das Geschirr blitzte. Ein guter, angenehmer Geruch von starkem Kaffee und von fri-- schem Kuchen durchzog die Luft. Gormann stand da in seiner braunen Livree und mit weißen Handschuhen: er wartete. Wartete, bis er bedienen durfte. Hatte er nicht noch eine Arbeit in feinem Schreibtisch liegen, die er bereits ein ganzes Stück vor- wärtsgebracht und von der Lelio ihn voll eifersüchtiger, spielerischer Laune stets wieder fortgeholt hatte? Diese Arbeit wollte er jetzt vollenden. Schreiben war eine Arbeit, bei der man keinen Menschen brauchte, bei der man still für sich dahinleben konnte. Für einen Menschen, dessen Seele wund und weh war, die rechte Beschäftigung! Und Graf Härtlingen ging in sein Arbeitszimmer. Hier war alles sauber, peinlich geordnet. Die Gor« manns hielten ihm mit Liebe und Umsicht sein Eigentum in Ordnung. Die beiden alten Menschen, die doch irgendwo in einem stillen Winkel der Ruhe pflegen könnten. Gedankenlos hatte er diese Treue hingenommen. „Herr Gras, ich kann es nicht sagen, wie mich das freut, daß Herr Graf endlich wieder wissen, wie schön Wenn er käme! Wenn er plötzlich wieder zu ihm träte: „Da bin ich, Rudolf." Ein Geschenk wäre das Kommen des Freundes. Der einzige Mensch, nach dessen Händedruck er sich sehnte. Würde er noch einmal zu ihm kommen? Doch! Der Glaube blieb, daß er ihn noch einmal sehen und sprechen würde. Langsam erhob sich Graf Härtlingen. Langsam schritt er zwischen dem jungen Grün weiter. Duster blickte er auf all bas Werden um sich. Auf einmal stieg der Gedanke vor ihm auf: --Wenn ich wieder reifte? Wenn ich doch wieder unter Menschen ginge? Gerade auf Reisen kann ich mir die Leute aussuchen, mit denen ich verkehren will. So kann es doch schließlich auch nicht weitergehen." Graf Härtlingen horchte in sich hinein. Was war das? Ihn verlangte es fort? Fort aus der freiwillig gewählten Einsamkeit? „Weshalb arbeitest du nicht, Rudolf Härtlingen? Weißt du nicht, daß die Arbeit über vieles hinwea- trösten kann?" Wieder diese geheimnisvolle Stimme, die aus seinem Innern kam. Arbeiten? Augenblick schon hinausgegangen „Du alter Getreuer", sagte der Graf. Und um dieses alten, wartenden, mit feierlicher L^ö„. ™ uct vvlu Miene dastehenden Mannes willen aß und trank her auf das Vorwerk zuführte. Er zuckte zusammen, hör Kmlnnnorr nun finftT«wz>am m.if ___i _«. tst, Gespenst ° u ’ Herr Graf! Machen Sie, daß Sie fortkommen, Kuhn — fix!" i Rentmeister Berndt ging dem Grafen entgegen. 1 Respektvoll verbeugte er sich schon in einiger (Entfernung. (Er ging an seinen Schreibtisch zurück und schloß die Arbeit fort. Dann trat er an eines der breiten, hohen Fenster. Still sah er eine ganze Weile hinaus. Die Heimat! Seine Heimat! Er hatte sie doch noch lieb. Vielleicht würde die Arbeit doch imstande sein, auch ihn mit der Zeit zu trösten über bas, was er verloren. Gras Härtlingen wanbte sich ins Zimmer zurück. Sein Blick suchte bas große Bild auf feinem Schreibtisch. ßelia! Mit ihrem berücfenben Lächeln lehnte sie an einem hohen Spalier weißer Rosen. Der Graf war mit einem Schritt am Schreibtisch, rtfe bas Bilb an seine heißen Lippen, keuchte: „Dich vergeßen, Lelia? Niemals!" Schweigenb begleitete er seinen Herrn bis durch den Wald. Der Händedruck, den der Graf dann mit seinem alten Rentmeister wechselte, war fest und voll gegenseitigen Vertrauens. Berndt stand noch lange da und blickte dem Grafen Härtlingen nach. „Er hat kein schlechtes Gewissen. Es war Sünde, ihm die Tat zuzutrauen. Aber ein todunglücklicher Mann ist er!" Frau Berndt sah ihren Mann traurig an, als er chr sagte, daß der Graf die kleine Einladung nicht angenommen hätte. (Fortsetzung folgt) Frau Gormann war entsetzt, und ihr gutes, durchfurchtes Gesicht sah vor Angst und Schrecken ganz blaß aus bei ihres Mannes Worten. Der alte Gormann erwachte wie aus einem Traum, erschrak, stotterte: mann, aber ich glaube, das ist vorüber. Ich habe nämlich gearbeitet. Hat Frau Ottilie vielleicht einen guten Kaffee fertig? Ich würde ganz gern auf der Veranda sitzen, die Sonne scheint noch so verführerisch." Das Rätsel einer Krühlingsnacht Vornan von Gert Nothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Derlag, Halle, Saale | Der Gras kam auf ihn zu, gab ihm die Hand. „Na, Berndt, da wäre ich einmal wieder. Ich । wollte einiges mit Ihnen besprechen." | Noch immer voll grenzenlosen Staunens ging der alte Berndt neben seinem Herrn her. Aber der redete ganz klar und verständig mit ihm über die Einstellung eines gewissenhaften Försters und auch darüber, daß nach Ablauf des Pachtvertrages dieser nicht wieder erneuert werden solle, da er selbst die Bewirtschaftung wieder übernähme. Graf Härtlingen setzte sich. Seine schönen, großen, grauen Auchen blickten wieder lebhaft. Die düstere Gleichgültigkeit war nicht mehr darin. Seine Arbeit! Da lag sie vor ihm. Seltsam! Nur einige Zeilen hatte er gelesen, ba ftanb roieber alles lebhaft vor ihm. Alles, was er bamals hatte schreiben wollen. Gras Härtlingen arbeitete feit Stunben. Der alte Gormann beriet sich mit seiner Frau. „Er ist nie lange dort oben geblieben in seinem Arbeitszimmer. Es ist mir unheimlich. Ob ich doch nicht lieber mal nach ihm sehe, Ottilie?" „Tue es, Alterchen. Wenn ..." Die beiden sahen sich an, in beider Augen lag das Entsetzen. Dann ging Gormann auch schon mit Der alte Gormann faßte sich endlich: „Mutter, es ändert sich etwas. Hoffentlich ist es zum Guten. Dieses Leben kann er doch nicht immer führen, dazu ist er doch viel zu jung und zu kraftvoll. Ja, wenn er alt wäre wie wir! Es wäre so gut, wenn er wieder unter die Menschen ginge! Dieser Weg zu Rentmeister Berndt erfüllt mich mit einer ganz bestimmten Hoffnung. Und ich will es noch erleben. Der Herrgott soll mich noch so lange leben lassen, bis der Herr Graf das verfluchte Weib vergessen hat." „Wilhelm — aber Wilhelm, du sprichst von einer Toten! Und was sind denn das überhaupt für Worte? Was hast du denn gegen unsere arme, gnädige Frau Gräfin?" Ja, gewiß! Er würde wieder arbeiten. Den Päch- neDIpn ter konnte er vorläufig nicht fortschicken, der hatte fP; ' ' seinen Kontrakt auf fünf Jahre in der Tasche Aber < m „ ,f . c er konnte sich schriftstellerisch betätigen Er hatte 165 roar m Ordnung. das bereits früher getan, trotzdem er eigenMch auch S™ orgr,ff p‘°81^ b,es^anb *e.,ne5 $"rn' immer ein k eib aer Landwirt mar men " brU(tte. bl? S'PPen barauf und war ,m nächsten großen Schritten davon. I der Schloßherr von charstinqen west er die, n treuen Äs Ä Droben «opste er ^rf.chttg an. Das erstaunte Menschen und feine Lebensgefährtin nicht kranken I ,j)er „fjetein des Grafen ertönte. | mochte. Und doch war ihm das Herz wieder schwer.! men, Ku Gormann atmete auf. Gott fei Dank, er lebte! Die wilde Sehnsucht nach Lelia war wieder da mit Es war nichts geschehen! Daß es nun ein paar , unverminderter Kraft. ärgerliche Worte des Herrn Grafen über diese1 Am Nachmittag des anderen Tages folgte dann Störung geben würde, das war nichts im Vergleich noch eine neue grOfje Ueberraschung für die alten dagegen, daß nichts geschehen roar. Nicht das Grüß- (Bormanns. Der Graf kleidete sich an, sagte, er liche, was feine gute Alte und er bereits befürchtet, wolle zu Rentmeister Berndt gehen. Er habe einiges Gormann trat ein, verbeugte sich tief. mit ihm zu besprechen. „Herr Graf verzeihen di- Störung, aber wir, Berndt war der früher- Rentmeister von Hart- sprach mit einem der Schäfer den Verkauf einiger fetter Schafe. Auf einmal hielt er die Hand vor die Augen und sah den Weg entlang, der vom Walde entlassen wollte gleich den vielen anderen, jüngeren Leuten. So hatte der Graf bestimmt, daß Berndt i »--M «• --- «w,... Kirisch wurden noch zwei große Schafherden gehal- v früher, hatte er zuweilen eine - ten. Dazu waren zwei Schäfer da. Frau Berndt . Familie des Rentmeisters getri hielt noch zwei Ziegen, eine Kuh und einige r":-" Schweine. Früher hatte er zuweilen eine Tasse Kaffee in der Familie des Rentmeisters getrunken. Er war immer gut gegen seine Leute gewesen. Der Rentmeister wagte nach langem Zögern die Einladung, Dorthin begab sich am anderen Tage der Graf. I aber 1)0 sagte Graf Härtlingen: Gormanns sahen ihm nach, noch immer stumm vor „Ich muß mich erst nach und nach wieder an Die Staunen. Drüben am Walde ging die hohe Gestatt Menschen gewöhnen. Vorläufig möchte ich lieber des Grafen liefet nerldimonh pt im ^TRnlhp wieder nach Hause gehen." Der alte Berndt sah in das noch so junge, düstere Gesicht, und er hätte am liebsten laut geheult. Dos zeig« N zeige 6d m mi lu! ßu & Ae sp" N uni) W- DOh1 Jlili jB- bel. sehen die Unte: men. ©ei go"e gejtl lobt 8?n giiet tritt marl 1,45 ÜJlai Gier bis 15,i 25 t Noj 10. toff 3'1 15, 65 40 5t D r Ql w 1. 1. M Rc ti h 3 c f I I t V 2 8 e; ti tt kl „( b de 19 de: fin bit foi s TI d a 31 sek tc kkih 15. «bei hie bch schci hier öen Uno Oberheffen zeige.) marti loptien: 'öutjiuyniuuLiei, uus -piunu 1,45 Mark, Landbutter 1,15 bis 1,20, Kochoutter 1,— fli/nrr ilVntto 90 hic; 95 9 VlUU t VIP -LV, (Sier (inländische) 11 bis 12, Wirsina, das Pfund 15 bis 20 Pf., Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 18, Rosenkohl 30, Feldsalat 1,— bis 1,50, Zwiebeln 8 bis 10 Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 25, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3%, der Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 20, Birnen 10 bis 15, junge Hähne 80, Suppenhühner 70 bis 80, Gänse 65 bis 70 Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 40 bis 50,' Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch kaute ihre erste Brennholzversteigerung ab. Zu der Versteigerung hatten sich 500 bis 600 Steigerer eingefunden. Zum Verkauf kamen 800 Raummeter Buchen- und 11 Raummeter Eich:n- scheiter, 110 Raummeter Buchenknüppel, 5300 Stück Buchenwellen und 140 Raummeter Buchenstöcke. Es wurden durchschnittlich erzielt: für Buchenscheiter 9,50, Buchenknüppel 6,50, Buchenstöcke 5 Mark je Raummeter, für Astreisig 7 Mark für je 50 Wellen. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 19. Jan. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete gestern im großen Saale des „Hessischen Hofes" anläßlich der Reichsgründungsfeier einen Deutschen Abend, der mit der Weihe der Fahne der Ortsgruppe verbunden war. Nach Begrüßung durch den Ortsgruppenleiter, Forstassessor Schneider, dem Vortrag von Gedichten und von Musikstücken der Sturmbannkapelle, sowie des Orchesters der Oberrealschule fand die feierliche Fahnenweihe durch den Adjutanten des Kreisleiters, Pg. Vieth- Friedberg, statt, der in eindringlichen Worten die Fahne als das Zeichen der neuen Zeiten schilderte und sie dem Ortsgrupvenleiter übergab. Dieser übergab sie dann dem ältesten hiesigen Parteimitglied, Oberpostschaffner Reitz, zur getreuen Aufbewahrung. Als zweiter Redner hielt Pg. Pfarrer Lenz- Mün- zenberg eine Ansprache, in der er Bezug auf die Reichsgründung vom 18. Januar 1871 nahm, um dann in zündenden Worten auf die Neuzeit überzugehen und das Werk des Führers zu schildern. Die bann von Schülern der Weidig-Werner-Ober- realschule aufgeführte Rütli-Szene aus „Wilhelm Tell" muß in jeder Beziehung als muftergültig bezeichnet werden. Die Veranstaltung übte auf die große Versammlung einen starken Eindruck aus. Kreis Büdingen * Büdingen, 19. Jan. In dem Gemeindewald unseres Nachbarortes Diebach am Haag verunglückte gestern der 43 Jahre alte Arbeiter Gottschalk von Diebach beim Holzfällen töd- l i ch. Der bedauernswerte Mann wurde von einem stürzenden A st so schwer am Kopfe getroffen, daß er bald darauf o e r ft a r b. Kreis Schorlen. I Groß-Eichen, 19. Jan. Verbunden mit einem Schulungsabend derN S D A P. fand gestern in der Schule eine Reichsgründungsfeier statt. Pg. Lehrer B o p f sprach in anschaulicher Weise über die Volkwerdung der germanischen Stämme und die drei deutschen Reiche. Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied schloß die Feier. Gonterskirchen, 18. Jan. Gestern abend fand hier der erste Schulungsabend im neuen Jahre statt. Ortsgruppenschulungsleiter Pg. Braun /Laubach) sprach, nachdem die Versammlung durch Zellenwart Hofmann eröffnet war, über „Deutschlands Schicksalsjahr, Rückblick und Ausblick." Er erläuterte insbejonbere noch bie wahren Ideen bes Nationalsozialismus unb forberte bie Partei- unb NSBO.-Mitglieber auf, nach ben von ihm vorgetragenen Darlegungen bebingungslos im neuen Jahre zu hanbeln. Pfarrer erhalten. Diese Gemeinben hielten jeber Verfolgung ftanb in ber unzerstörbaren Hoffnung auf Gottes ewige Gerechtigkeit, bie auch sie noch einmal ben Tag ber Freiheit sehen lassen werde. Das Elend des Deutschtums im Baltikum, an dessen Herz — Riga — sich der Name unseres unvergeßlichen Schlageter knüpfe, fei unsagbar groß. In Helsing- fors, Finnlands Hauptstadt, endete die Reise, in dem Lande, das in letzter Stunde unsere Baltikumkämpfer von der roten Mordflut der Bolschewiki befreiten. Im Herzen der Stadt, in der kein Mensch deutsch verstehe, sei ein schlichter Block zu sehen, darauf in deutscher Sprache die Namen und die Worte „Den gefallenen deutschen Befreiern das dankbare Volk" zu lesen seien. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen s. Beuern, 19. Jan. Hier wurde eine unserer ältesten Einwohnerinnen, die Wwe. Katharine Henß, zu Grabe getragen. Sie stand kurz vor Vollendung ihres 8 6. Lebensjahres. Ihr Großvater hatte sogar das hohe Alter von 95 Jahren erreicht. <£ Hungen, 19. Jan. Dieser Tage hielt der Gefangverein „Liederkranz" im „Darmstädter Hof" feine jährliche Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Joh. Röder, hieß die zahlreich erschienenen Mitglieder willkommen. Der Jahresbericht wurde von dem Schriftführer P. Heiß bekanntgegeben. Im Jahre 1933 hat der Verein 13 neue Mitglieder aufgenommen. Bemerkenswert ist noch, daß sich der Verein bei allen Veranstaltungen und Kundgebungen unter fast vollzähliger Beteiligung in den Dienst der guten Sache gestellt hat. Im Verlause des Abends mürben für 25jährige Sangestätigkeit bie Sangesbrü- ber August Walz und Wilhelm Sehrt ausgezeichnet. Die Rechnungsablage erfolgte durch den Rechner Hch. Haas. Als Rechnungsprüfer wurden Gg. D e b u s und Otto Schmalz bestellt. An Spenden hat der Verein 30 Mark für die Winterhilfe und 30 Mark für die nationale Arbeit gezeichnet. Da weitere Anträge aus der Versammlung nicht vorlagen, konnte der 1. Vorsitzende bald zum Schlußworte kommen. Er dankte allen Sangesbrüdern für ihre bisherige treue Mitarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sie auch fernerhin ihre ganze Kraft zum Wohle des Vereins und unseres geliebten Vaterlandes zur Verfügung stellen. Mit „Sieg Heil!" auf das deutsche Lied und den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler wurde : die Versammlung geschlossen. Lich, 19. Jan. Die Stadt Lich hielt gestern - in den Distrikten Zappenau, Mönchköpfe und Eisen- Gemeinderat in Grünberg. + Grünberg, 18. Jan. Bürgermeister Dr. M i l d n e r eröffnete die Sitzung mit einem kurzen Rückblick auf das Geschehen des verflossenen Jahres und würdigte die Anstrengungen der Regierung, bei den Gemeinden wieder gesunde Verhältnisse herzustellen. Er schloß mit dem Gelöbnis, daß Stadtverwaltung und Gemeinderat im Sinne der Reichsregierung im nationalsozialistischen Geiste ihre Arbeit zum Wohle der Stadt leisten würden. Der Bürgermeister teilte dann mit, daß auf die in der Sitzung vorn 3. Mai 1933 erfolgte Ernennung bes Reichspräsibenten von Hindenburg unb bes Reichskanzlers Abolf Hitler zu Ehrenbürgern ber Stabt Grünberg zwei Dankschreiben eingegangen seien, eins vorn Reichspräsidenten mit besten Unterschrift und ein vorläufiges aus ber Kanzlei bes Reichskanzlers, bem später noch ein persönliches Schreiben bes Reichskanzlers folgen werbe. Zunächst beschäftigte man sich mit ber Festsetzung der Anliegerbeiträge. Wie der Bürgermeister hierzu mitteilte, ist eine vollständige Umarbeitung des aus dem Jahre 1900 stammenden Ortsbaustatuts wohl zwecklos, da Aussicht bestehe, baß bie Reichsregierung in absehbarer Zeit ein Reichs- stäbtebaugefetz schaffen werbe. Es fei baher aus- Wegen schwerer Beleidigung eines Wpen schäftsmannes wurden zwei Hausangestellte bier XU 40 bzw. 30 Mark Geldstrafe ben Kosten bes Verfahrens verurteilt. Die Angeklagten warfen bem Geschäftsmann emmal polt» tische Unzuverlässigkeit, zum anderen schw-r- Ve^ khlunaen innerhalb seines Betriebes vor. -Da sie *fd)t imftanbc waren, einen Beweis zu erbringen, mußten sie verurteilt roerh»» Geme nderat in Laubach. ß a u b a d), 19. Jan. Der Gemeinderat beschloß bie Ausweisung eines nach bem Weltkriege zurückgebliebenen französischen Staatsangehörigen. Der von bem hiesigen Forstamt vorgelegte Voranschlag über die Ausführung von Notstanbsar- beiten (Aufasten, Hegepflege und Herstellen von Stangenhorden) in unserem etwa 860 Hektar großen Stadtwald wurde genehmigt. Die Zahlungsbedingungen für die kommenden st ädtischenHolzver st eigerungen wurden wie folgt festgesetzt: Bei Zahlung bis zum 1. April 1934 wird 3 v. H. und bei Zahlung bis zum 1. Juni 2 d. H. Skonto gewährt. Der allgemeine Fälligkeitstermin ist Martini 1934. In diesem Jahr sind 351 Haushaltungen zum Bezüge von Losholz berechtigt, im Vorjahre 360. Falls sich Ortsbürger weigern sollten, die B ü r g e r - steuer zu zahlen, wird für sie ber Losholzbezug gesperrt. Hiervon ausgenommen finb biejenigen Fälle, bei welchen die Bürgersteuer aus Billigkeits- gründen vom Gemeinderat erlassen wird. Am Donnerstagnachmittag hielt Regierungsbaurat Steinbach vom Kulturbauamt Gießen vor dem Gemeinderat im Rathaussaale einen lehrreichen!), vorerst einen Nachtrag zu dem bestehenden Ortsbauslatut zu beschließen. Dieser wurde in folgender Weise beschlossen: Die Anlieger tragen zum Hauptkanal pro laufenden Meter 4 Mark bei, ^uu, ^uuvuuv. x,w ... v------., .zu den Kosten der Straßenherstellung unb bes Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 10, Gossenpflasters werden sie mit je einem Drittel ‘ " "" herangezogen. Bei Einrichtung der Straßenbeleuchtung muß jeder Straßenanlieger bis auf 50 Meter Entfernung von der Lampe 6 Mark Kostenanteil klärt. . , ** Denkmal Fußartillene-Regiment Generalfeldzeu am eiste r" (Brandenburgisches) Nr. 3. Man schreibt uns: Anläßlich bes 7Ö Gründungstages bes Regiments soll im Jahre 1934 in ber einstigen Garnison Mainz eine Wie- derlehensfeier aller ehemaligen Branbenburger stattfinden Am gleichen Tage wird zur Erinnerung an dieses schöne Regiment und feiner sämtlichen Feldformationen ein Denkmal aus Stein unb Erz enthüllt werben. Dieses wird nach bem preisgekrönten Entwürfe des Kameraden Architekt Schneider (Mainz) auf stolzer Höhe im ehemaligen Fort Josef errichtet werden. Kameraden, es fehlen aber noch fast alle Bausteine! Drum „ans Zugtau", gebe jeder nach seinem Können! Der Denkmal-Ausschuß unter dem Vorsitz des Herrn Oberst a. D. D e g n e r richtet an alle ehemaligen Regimentsangehongen die herzliche Bitte, durch Ueberweisung einer wenn auch noch so kleinen Spende auf das Postscheckkonto Nr 396 00 Frankfurt a. M. des Herrn Obeistadt- fetretärs i. R., Paul Lappe (Oberursel i.T.) ihr Scherflein beitragen. Kameraden, „Zugleich!" ** Schluß der Hasen- und Fasane n- ia ab in Preußen. Die Jagd auf Hafen und Fasanen ist mit dem 15. Januar in Preußen be- enbet. Safanen höhn- hülfen Dom 16. 3™uar b>s 15 Avril nur mit be anderer Erlaubnis des Regierungspräsidenten geschossen werden. Die Jagdzeit für den Edelmarder endet nut bem 31. Januar. Von ben Wilbenten (außer Eiderenten) dürfen Erpel ebenfalls noch bis 31. Januar geschossen werben; bie Enten haben bereits vom 1. Januar ab Schonzeit. Amtsgericht Giehen Regiment 17, Graf „Barfuß, 15 Uhr, „3um Scyipkapaß", Zufammenkunst. — Aslona-Licyt- spiele, Settersweg: „Der König ber Arena unb Jias Hammenbe Sa-wert". u 5 o e m öiabttljeaterburo wirb mitgeteilt: Morgen, Sonntag, bie Operette „Die lustige Witwe" von Franz Lehär. — Dienstag: ßuitipiel „Bob macht sich gesund". — Mlttwocy: Scyau piel „Alle gegen Emen — Emer für Alle . Donnerstag: Deutsche Bühne, „Der betrogene Kadi" und „Die Dtürnoerger Puppe". — Freüag: Schauspiel „O-Boot 116". — Samstag: Doltstüm- lim^sKonzert.—Sonntag: Operette „Wiener Blut". — Mifsionsfilmvorfüyrung aus O ft - a f r i f a. Arn morgigen Sonntag veranstaltet bie Basler Million, deren Arbeiter wesentlich aus Sud- uno Mitteldeutschland (auch Hessen) kommen und deren Arbeit deui|che Missionsarbeit ist, eine Fürn- voriührung, die A.rika zeigt, wie es wirklicy ist. Mistionsveranstaltungen fmo nach Verfügung des R.la-sleiters der Wmternothilfe nicht nur erlaubt, sondern liegen im Interesse des Reichs, da nach Aeußerung des Herrn Reichsministers des Aeugern ber Zufammenbruch der deutschen Mission das Ansehen des Reichs schwer schädigen würde unb ba bie Erträgnisse ber Missionsveranstaltungen dem Unterhalt oeutscher Missionsarbeiter, also unseren Volksgenossen und ihren Angehörigen, zu Gute kommen. Vortragender des Abends ist Missionsprediger W e i s s e r - Stuttgart, der auch im Vormittags- gottesdienst der Stadtkirche predigen wird. (Siehe gestrige Anzeige.) - — D e r Hausbesitzeroerein Gießen lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem Film- unb Lichtbilderoortrag ein. Neben den Mitgliedern haben auch intere-fberte Nichtmitglieder Zutritt. Näheres in der Anzeige. — Hessen-Skikurfe im Hochallgäu. Das Sporthaus Schwan gibt im heutigen Anzeigenteil die Termine unb Vergünstigungen für bie Hessen-Skikurfe im Hochallgäu bekannt. (Siehe An- pb. Butzbach, 19. Januar. In ber gestrigen Stadtratssitzung würben zunächst bie vom Hessischen Staatsministerium als Ratsmitalie- ber berufenen Herren Kaufmann Viktor August Kraft und Kaufmann Wilhelm S e i p p e l in ihr Amt eingeführt und verpflichtet. Sodann wurde beschlossen, die Straße „Am Bollwerk" auszubauen, und das in bie Straße fal- lenbe Gelände, das im Feldbereinigungsverfahren bereits besonders vermessen unb als selbstänbige Parzellen ausgesteint ist, von ben Anliegern gemäß ben Bestimmungen bes Ortsbaustatuts zum Preise von 0,50 Mark pro Quabratmeter zu erwerben Die in bie Straße faUenben Obstbäume werben befonbers entschäbigt. Sämtliche Kosten bes Erwerbs jrägt bie Stabt. Ferner würbe beschlossen, nachdem die Verhandlungen wegen Erwerbs de? Grundstücks Flur VHI Nr. 23-/,° = 50 Quadratmeter, das in dieselbe Straße fällt, erfolglos geblieben sind, die Einleitung des Enteignungsverfahrens zu beantragen. Die Besitzerin, Gustav Freitag Ehefrau hatte eine Entschädigung von 5000 Mark gefordert. . Bei der Durchführung der Stadtrandsiedlung sollen die Arbeiten, soweit sie nicht von den Siedlern selbst ausgeführt werden, als Notstands- arbeiten durchgeführt werden. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten von etwa 5000 Mark werden zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung auf die Stadtkasse übernommen. Als erste Hypothek werden für die Stadtrandsiedlung je 350 Mark dlung, im ganzen 6300 Mark, bei bem Tlatbilbenftift m Butzbach aufaenommen, unb an die einzelnen ö_d= ler als erststellige Hypothek weitergegebem Der Vertrag zwischen der Deutschen Bau- und Boben- banf in B"rlin unb ber Nassauischen Heimstätte in Frankfurt a. M. hinsichtlich der B"will'gung eines Darlehens im Betrage von ^500 Mark ttir bie Stabtranb^blung vom 8 Januar 1934, bzw. bie barin für hi- &abt Butzbach enthaltene Ver- vflichtunq, bie Obligationen ber Nassauischen Heimstätte zu übernehmen, falls biefe zu deftehen au^ hört, ober mit ber Erfüllung ihrer Verpflichtungen w'"derbolt in Verzug kommt, wurde genehmigt tritt- hen Ausbau ber Straße „A m Soll- wkr k" stt der Stobt von ber Deutschen Renten- bank ein Krebit von 15 000 Mark bewilligt worben. Die Ausstellung bes Schulbscheins hierüber geneh- mi^iteerbinStqa?nre6migle der Gtahtrat den 'Beitritt des Städtischen Elektrizitätswerks beten E l e k t r ° - G e m e i n s ch ° f t unb beschloß gleichzeitig bie Ausnahme eines SB erei tf d) a f _s- krebits für bie Finanzierung von elektrischen Anfchafsunqen und A r- beiten in flöhe bis zu 5000 Mark beim Matlnl- benftift Bubbach. Für Kreditgewa rung an dw ^>che die Versammlung geschlossen. Die ®^7ageWbk W UWu^ finden. Versammlung wurde umrahmt von Musikvortragen Maffen-Verrfanrmluns der Deutschen Arbeitsfront am Dienstag, dem 23. Januar 1934, in der Volkshalle zu Gießen — Gs spricht der Gau-Äetriebszellen-Inspekteur pg. Göbel, Zranksurl a.M.Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit An alle Arbeiter und Angestellten, an alle industriellen Unternehmer und Wirtschafisführer, an alle in Handel, Handwerk und Gewerbe tätigen Volksgenossen, an alle Mitglieder der NSÄO., der NS.-Hago und der Verbände der Deutschen Aroeitsfront ergeht der ifiuf, Beginn: 19.30 Upr vollzählig diese Versammlung zu besuchen. Muflk wird von der Kapelle des Sturmbannes I/X116 ausgeführt. 3HD (Sinfritt: 20 Rps. Hermann Wagner, Kreis-Betriebszellenabteilung, Gießen / Kreisleitung der Deutschen Arbeitsfront. Teppiche und Gardinen kauft man im Inventur-Verkauf Brumlifc Inh. H. Ludwig, H. Geise, K. Pfaff Frankfurt a.M., Liebfrauenstr.1-3 Amtlich zugelassene Annahmestelle für Ehestandsdarlehen und Bedarjsdeckungssdieine Sesrfiäftswerlcgung Ab heute Der verehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung, sowie meiner werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich mein Geschäft ab heute, den 20. 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Januar 1934 auf meine beiden Söhne übertragen und bitte, das mir entgegengebrachte Vertrauen auch auf diese übertragen zu wollen August Rohm Oberhessischer Kunstverein Der für Sonntag, den 21. Januar, angekündigte Ein führungs vor trag über Deutsche Plastik des Mittelalters muß wegen Erkrankung des Redners verlegt werden. Er findet Samstag, den 3. Februar, nachmittags 4 Uhr. in der Ausstellung im Turmhaus bei kostenlosem Eintritt für alle Besucher statt. 4i0d DER VORSTAND. Wir haben ab 1. Januar 1934 das von unserem Vater geführte Zimmergeschäft u. Sägewerk übernommen und bitten bei Zusicherung gewissenhafter fachmännischer Arbeit und reeller Bedienung um gleiches Vertrauen Gebrüder Rohm Wieseck, Fernsprecher: Gießen 4119 Hartholz p.Wng. 5 Ztr. 5.-NM. Anmachholz pro Wag. 6 - NM frei ans Haus. Sägemehl zum Nänchern sow. Streuen billig _ abzugeb. 605oD o. Well böser, Marburg.Str.24 Hessen-Skikurs nach Jungholz 1100 Meter, im Hochallgäu Zeiten: 2. —15. Februar, 11. — 24. Februar, 16. 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Am Klavier: Prof. Dr. Stefan Temesvary. Lieder von Schubert — Schumann (Frauenliebe und Leben) — Brahms. Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau Bahnhofstraße 76. rhÄr k,Sen.\ Mk4 1'50’ S-nd 3-00 bei Ernst karten RO Pf ^nds an der Kasse. Studentenkarten «0 Pt. bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studenten haus gegen Ausweis. Mitglieder ine und Erwerbslose 30 Pl an der Abendkasse gegen Aus weis. 3701 > Haistiesilzervereine.V.,GieBen Montag, den 22. Januar 1934, um 20 Uhr, findet im Caf6 Leib ein Film- und Lidttbimer-Vohra^ 12 Polstersessel.... ä Mk. 11 50 12 Polstersessel.... ä Mk. 12.50 6 Polstersessel.... ä Mk. 22.50 3 Couches........ä Mk. 75.00 Nur während der Inventur-Verkauf stage Vortragender ist Major a D. Freiherr von Massenbach, Berlin, vom Reichsausschuh für Sachwerterhaltung Unsere Mitglieder sowie alle sonstigen interessierten Kreise werden hierzu eingeladen. Eintritt frei! Der Vereinsführer: H Launspach. I Lichtspielhaus > gießen I Der Riesen-Erfolg! Die ganzeStadt ist begeistert W von - der Aufführung der ersten deutschen ■ Heimat-Tonfilm-Operette Schwarzwaldmädel mit dem bekannten u. beliebt, neuen Filmstar ■ Maria Beling Hans Söhnker Walter Janssen I Nur noch 2 Tage ! Heute Samstag und Sonntag SH 4, 6 u. 8.30 Uhr 3, 3.50 u. 8.30 Uhr Morgen Sonntag den 21. Januar, auf der Liebigshöhe Konzert mitTanz Anfang 8.00 Uhr abends Geschichten aus aller Welt Wie man in Pompeji wählte. Dor ist zu arm geworden, um sich ihre Träume und Märchen etwas kosten lassen zu können. useum in Moskau das Manuskript. Die Sache mit den Hunden. (c.) Bukarest. chen in Wer b»st du? Don Wildeim von Scholz. ° Dome I a unoergeffenen G-d-nk-n- den. man do- : WS m a nn. 1900 Jahren, nämlich man, wie wir an Hand (k.) Rom. Anno 33 n. Chr. der Ausgrabungen in Pompeji. die Wahl damals Aber auch bescheidenere Leute die vielleicht durch die Schuld leichiAöubig sich T«ufch-nder er t: m . r Rolle gedrängt wurden, stnd dabei, so vor mcyr lanaer Zeit der Buchdrucker B r u n a i. den Frau n n p r 1 □ für ihren verschollenen Gatten «ÄunVberMe K te. bLgestellten Ge. lehrten nicht ungern übernommen haben mag.Jo 4,1) I v UvVl , IV» l H I . j * eines Erbschlichs etwa, besteht und mir durch unser Zeugnis, unsere Aussage den Mann, den mir da wiedersehen, erst zu dem machen sollen, der er zu sein behauptet? Ich habe mich mehrmals bei Leuten, auch Jugendfreunden, die ich nach Jahren und Jahrzehnten wiedersah, genau geprüft, ob ich ihre Identität bei einem Betrugsverdacht bestimmt behaupten würde, und bin fast stets zu einem Zweifeln gelangt, zu einem „Non liquet“ Mordtag in Jekaterinburg und ihrem versuchten Selbstmord im Berliner Spreekanal, bei Naundorfs in feiner ganzen Lehr- und Wanderzeit als Uhrmacher, bei dem Professor Canella und Daubmann in der Zeit des Vermißtseins im Kriege. Dies Dunkel umfaßt meist viele Jahre, liegt verhüllt in Verborgenheit, aus der keine Zeugnisse beizubringen sind — noch weniger lebende Zeugen — in der sich nach den Erzählungen fast immer romantische Abenteuer abgespielt und schwere Krankheiten in die Erinnerung der Bewerber klaffende Lücken geriffelt haben sollen. Natürlich! sagt der Auferstandene mit Schein des Rechtes: wäre dies Dunkel nicht in meinem Leben, so brauchte ich ja nicht den Beweis meiner Identität zu erbringen! Natürlich! sagt der Skeptische, hat der falsche Erbe oder Thronanwärter dies Dunkel nötig, weil sonst der Nachweis erbracht werden kann, daß er der nicht ist, der er zu sein behauptet. Wer bist du? Die scheinbar einfachste, leicht und klar zu beantwortende Frage wird zur verwickeltsten, dunkelsten, schwierigsten, wenn man einmal an die Grenzmöglichkeiten rührt, die das unerschöpfliche Dasein immer wieder anspielt, immer wieder als Rätselgeschick zwischen die ruhigen, sicher bestimmten Alltagsleben wirft. (—) London. Die Wirtschaftskrise greift allmählich auch auf die entlegensten Gebiete über, die bisher kaum in ihrer beschaulichen Ruhe gestört wurden. Wer kennt nicht die durch D e f o e bekannte Insel im Stillen Ozean, auf der R o b i n s o n Crusoe seine Abenteuer erlebte? Die Wenigsten haben sich aber oielleicht klar gemacht, daß dieses sagenhafte Eiland, diese Märcheninsel unserer Jugend, wirklich existiert Tatsächlich leben dort 67 Einwohner, gewissermaßen im Paradies, denn die Ruhe in Juan Fernandez wird nur einmal im Jahr gestört, und zwar zu Neujahr, wenn das Touristenschiff Besucher aus England und dem nahen Chile bringt Diese „Störung" ist den Einwohnern indessen durchaus erwünscht, denn sie bringt Verkehr und natürlich auch Geld Die Besucher besichtigen alle Sehenswürdigkeiten, die sie aus den Büchern Defoes in der Erinnerung haben, sie krie-- in England Die Umwege, die das Manuskripl machte, ehe es in den Besitz des Museums kam, führen durch verworrene Zeiten und waren nicht immer ganz ohne Man sprach nicht von Parteien, sondern man wies auf einzelne Personen hin. Dabei hob man, je nach dem Typ des zu wählenden Mannes, immer etwas Besonderes an ihm hervor. Zitieren wir eine kleine Auswahl aus diesen Aufrufen: Wir wählen Obonius Priscus, den Freund der Landwirte und des Ackerbaues." „Dem Pansa Deine Stimme! Er trinkt nicht und war nie berauscht!" „Sabinus ist ein edler Mann, wählt ihn!" „Alte Leute wählen bringt keinen Segen! Quirinus ist ein junger Mann, wie er sein muß!" „Wehe über uns, wenn Camilus Tiremius nicht gewählt wird!" Und so geht es weiter. Bald drohend, bald schmeichelnd, bald empfehlend, bald fröhlich und hoffnungsvoll. Aber alles ging sehr nett zu Man zankte sich nicht übermäßig. Man vergraulte sich den Tag nicht mit solchen Wahlen, man empfahl sich, aber beschimpfte nicht den anderen. Doch eine Kuriosität müssen wir noch erwähnen. Die Frauen im alten Rom hatten zwar kein Stimm- und Wahlrecht. Aber wie fast überall in der Welt sanden sie doch Gelegenheit, ihren Einfluß geltend -zu machen. Auch hier war man vornehm und nicht aggressiv. Niemand wird behaup- üenen" Hunde gestohlen waren? Ja, das kommt davon. zurückschrieb: Leider bin ich im Augenblick nicht im Besitze einer Summe von 40 Dollar, um Ihre Ansprüche befriedigen zu können. Um aber nicht Ihr Schuldner zu bleiben, werde ich Ihnen dieser Tage eine dritte Kuh zur Ausgleichung meines Saldos zusenden " Was nicht nur beweist, daß es den amerikanischen Landwirten ziemlich mäßig geht, sondern daß sie auch Galgenhumor besitzen. Wciieä aus Robinsons Reich Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Das Totenauto. (i) Neuyork. Diese Geschichte hätte Edgar Allan Poe schreiben können Sie ist aber vom Leben geschrieben: In der Stadt Maloern (Arkansas) sahen Fußgänger kürzlich ein elegantes Privatauto in großer Geschwindigkeit durch die Stadt flitzen, wobei es jedoch bedenklich von rechts nach links schlingerte. Plötzlich fuhr der Wagen gegen den Straßenrand, kippte um und blieb, die Räder nach oben, liegen Die Passanten sprangen sofort hinzu Belm Oeft- nen der Wagentür mußten sie eine grausige Entdeckung machen: Das Auto barg — vier Leichen. Die Insassen waren nicht etwa durch den Unfall getötet worden, sondern tot ohne jede äußerlich sichtbare Verletzung Lediglich ein fünftes Wesen kroch lebend ins dem Auto hervor: ein kleines Mädchen, das angab, vier Jahre alt zu sein, und Cline Smith zu heißen Die vier Mitinsassen kannte es nicht, konnte auch keine Auskunft darüber geben, wie es in dies Auto gekommen war — Bei der polizeilichen Untersuchung des rätselhaften Falles gab ein Landarbeiter an, er habe kurz vor der Stadt jemanden aus dem Auto springen sehen Die ärztliche Untersuchung ergab, daß die vier Insassen wahrscheinlich vergiftet worden sind. Ihre Identität ist noch heute nicht festgestellt Teurer Huhhandei (i) S t. Louis Zeitschriften. — „Berliner Monatshefte", herausgegeben von Dr. Alfred von Wegerer, 12. Jahrgang 1934, Januar-Heft. (Quaderverlag, Berlin w 15, Preis des Heftes 1,50 Mark. Der 12. Jahrgang der „Berliner Monatshefte" beginnt mit einem Geleitwort des Herausgebers Dr. von Wegerer: „Versailles und die Ehre der Nation". Wegerer weist darauf hin, daß die drei Worte: Ehre, Gleichberechtigung und Frieden nicht nur die Wahlparole für den 12'. November waren, sondern daß hinter ihnen, wie die Zukunft lehren wird, der unbeugsame Wille einer in sich geschlossenen Nation steht. In dem Aufsatz: „Der Vertrag von Versailles und der deutschen Osten" schildert der Königsberger Historiker, Professor Rothfels die Entstehungsgeschichte der heutigen Grenzregelung im Osten und zeigt, wie die nur auf Schwächung Deutschlands bedachte realistische Politik Frankreichs den Sieg davontrug über eine mehr idealistische im Sinne der Befriedung der Welt durch Gerechtigkeit. Professor Roloff (Gießen) untersucht an Hand des Werkes von Oncken: „Das Deutsche Reich und die Vorgeschichte des Weltkrieges" die Beziehungen zwischen Deutschland und England vor dem Kriege und Graf Max M o n t g e l a s behandelt in dem Aufsatz: „Frankreich im Jahre 1917" den 9. Band her Erinnerungen Poincares Bürgermeister Haug begrüßte die Gäste. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß Gauleiter Sprenger selbst dieses erste Brot im Gau Hessen-Nassau verteilen wolle. Der heutige Tag stelle eine neue Offensive im Kampfe gegen Hunger und Kalte dar, der 15 Jahre nach Abschluß des großen Volkerringens ausgenommen worden sei, um die Not zu besiegen Keine Almosen seien es, die hier verteilt würden, sondern jeder Volksgenosse habe das Recht auf diese Gaben wenn er unverschuldet in Not geraten sei. Der Obermeister der Bäckennnung überreichte dem Gauleiter das erste Brot und Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs übergab das Brot- An gewisse, heute gottlob überwundene Zustände in der jüngsten deutschen Vergangenheit erinnert eine kleine Geschichte, die aus St Louis berichtet wird und die ausgezeigt, in welcher wenig beneidenswerten Lage sich die amerikanische Landwirtschaft befindet: Ein Farmer aus der Umgebung von St. Louis hatte zwei Kühe auf den dortigen Markt gefonbt. Nun muh man misten. daß di- Viehmärkte ■ „nb ,ufricbcni benn j,tz, ist auch das letzte in den Vereinigten Staaten unter staat icher Regie U^Itrjnt des Walter Scott in feinem Verbleib flehen, die nicht nur den Verkauf in Abwesenheit, ad)' ie(en So baf die arme Seele Ruh — und rüstete erfahren haben, zu einer Wahl LPD. Frankfurt a. M., 19. Jan. Im Frankfurter Römer fand heute morgen die er ste Brot- , Verteilung des Winterhilfswerkes im Gau Hessen-Nassau statt. In der festlich geschmückten Römerhalle hatten die Fahnenabordnungen der SA., SS., HI., Jungvolk und der Backer- zunft Aufttellung genommen, sowie die Volksgenossen, an die das Brot verteilt wurde Mit dem Deutschlandlied, gespielt vom Spiel- mannszug des Jungvolks, wurde die Feier eröffnet. Der Gauführer des WHW., Freilich hatte für Pompeji keine große Bedeutung mehr, denn die Stadt wurde durch den Vefuvausbruch verfchluckt. Aber dieser Vesuvausbruch hatte insofern etwas Gutes, als er uns die letzten Wahlmalereien erhielt So geben uns die auf der Kalkwand zu lesenden Ausrufe ein sehr interessantes Bild von der Psychologie, mit der man damals die Wähler bearbeitete. Herr Norsilan war em Kavalier vom Scheitel bis zur Sohle. Er hatte keinen rechten Beruf, dafür aber tadellose Lackschuhe und die schnittigsten 'Bügelfalten und die kecksten Seidentücher im Jackett. Dor allem aber war dieser Herr ein Hundekenner und Hundeliebhaber Das wußte ganz Bukarest. Wer einen schönen Hund haben wollte, brauchte nur Herrn Norsilan einen Besuch abzustatten Dort wurde er gut beraten Herr Norsilan hatte eine eigene Geschastsmethode. Er setzte recht breit gedruckte Anzeigen in den Annoncenteil der meistgelesenen Zeitungen Da war zu lesen: „P Norsilan hat seinen Drahthaarterrier verloren. Abzugeben gegen hohe Belohnung " Am nächsten Tage schon kamen unzählige Menschen zu dem wartenden „Hundeverlierer Jeder führte einen weißen Drahthaarterrier an der Leine. Nur zwei Männer, die mit Promenadenmischungen zu kommen wagten, warf Herr Norsilan rücksichtlos heraus Den anderen zahlte er die hohen Belohnungen aus Die Sache rentierte sich, denn Herr Norsilan verkaufte die „gefundenen" Tiere zu gewaltigen Preisen an zahlungsfähige Liebhaber Und nicht 'nur Drahthaarterrier. Auch Barsois, Pekmg- hündchen, Malteser, Schäferhunde u. a m. Herr Norsilan zeigte jedesmal seinen Verlust an, unh mindestens fünfundzwangzig ehrliche Finder brachten das verlorene Gut wieder zurück Eines Tages jedoch wurde der gute Mann „geschnappt" Nun steht er vor Gericht und wundert sich. Was kann er schließlich dafür, daß die Eim wohner von Bukarest so außergewöhnlich ehrlich .. . ’ —.. - , ... ____l. htö noniti: Durch die Blätter ging einmal die Nachricht, daß die angebliche Zarentochter, Großfürstin Ana- ft a fi a , wegen Verfolgungswahn in eine Irrenanstalt gebracht worden sei. Ein solcher Ausgang des Kampfes um die eigene Persönlichkeit wäre nicht verwunderlich, selbst wenn die Betroffene mag sie nun Prinzessin oder Betrügerin fern - nicht durch ungeheuerliches Erleben und Erleiden schon vorher zermürbt worden wäre. Ich meine: die Seele auch des gesundesten Menschen kann mit Verlieren der geistigen Klarheit antworten, wenn ihr durch längere Zeit die Lebenslust des anerkannten Jchs bestritten wird oder sie selbst vor der Welt um Behauptung eines fremden Jchs ringt. Die Frage, wer man sei, scheint auf den ersten Wirf die simpelste der Welt, mit ein paar Angaben — nicht einmal allen, die für den Paß notwendig sind — bündig und klar zu erledigen. Die meisten von uns leben in einer festen geordneten Umgebung, im Berus und einem bestimmten Kreis von Menschen. auch m einem räumlich nicht allzu ausgedehnten Gebiet. Man wird, wenn der Zufall je bei ander Zweifel darüber, wer man ist, erweckt sich immer leicht ausweisen und durch Zeugen seine Identität feststellen lassen können. Die Vorstellung, daß das plötzlich nicht mehr gelingen sollte, ist im alltäglichen Leben nicht recht zu erfassen Ebenso wenig die umgekehrte Vorstellung: es wurde je- "anbem in mittlerer Lebenslage glucken sich mtt Erfolg für einen anderen auszugeben, als der .r ift. Wenn auch die Daseinsbedingunaen, m denen iokbe ftälle sich begeben, nicht gerade die alltäglichen sind so sind sie doch durchaus nicht selten Alle die ich wen g mit diesen Fällen beschäftigten, sich kaum n liP bineinverfetzt haben, werden zunächst „gar nprüehen tönnen", wie es möglich ist, daß sich n $ ^llte mit unwiderleglichen Beweisen bartun Xe dieser Persönlichkeiten -inzuschleichen versuchen bist du?" am meisten in Herrscherhäusern ereignen, ift leicht zu begreifen Da hat der Zweifel hüben und drüben Helfer; da diktiert das Interesse gewiß o oiel Aussagen wie die Wahrheitsliebe; da hat man gegen jedermann, auch gegen die Behörden, ichere Wege der Vertuschung. Da ist stets eine Gruppe, die durch den angeblichen Wiedererstande- nen des Throns, großer Vermögen oder sonstiger Rechte verlustig geht. Sie ist natürlich mit allen Kräften bestrebt — wenn sie gegen sich ehrlich ist — nicht zu glauben; sonst: auch gegen ihre bessere Ueberzeugung mutig die Nichtidentität des Bewer- bers zu behaupten Aus dessen Seite stehen alle Gegner der in der Macht Befindlichen, weil ste bei dem Auf getauchten auf Stellungen und Belohnungen rechnen können. Dazu kommt, daß die Mitglieder der Herrfcherfamilien weithin das Volk und seine Phantasie beschäftigen, weithin bekannt, aber ungenau bekannt, und mehr als andere Menschen von Klatsch und Gerüchten umgeben sind ten wollen, daß es eine unhöfliche oder unfaire Karnpfesweise sei, wenn eine Großmama eine große Mauerfläche mietet, um für ihren Enkel, den sie sehr liebt, wie sie selbst mitteilt, Stimmung zu machen. In einem andern Fall empfiehlt die Gattin ihren Mann als den Jdealehemann und verheißt entsprechende Eigenschaften für seine Regierungsfähigkeit. Des weiteren meint eine gewisse Asilina, daß ihr Lucius Secundus ein anständiger Mann und deshalb auch gewiß ein guter Staatsmann fei. .... . Nach der Wahl kamen dann die Abwascher und verrieben die schönen weißen Kalkflächen mit den farbigen Aufschriften zu einem trüben Grau. Bis zum letzten Mal. Da kam man nicht mehr zum leberstreichen. Die Vulkanasche war schneller, als die Geschäftigkeit der Plakatinstitute in Pompeji vor 1900 Jahren. Athens, gesehen zu haben. Große Sache! 400 Polizisten werden alarmiert, die Zugänge zur Stadt gesperrt, sämtliche Autos kontrolliert — aber kein Räuberhauptmann ist zu finden. Die weniselistische Presse wettert in dicken Lettern und spaltenlangen Artikeln: „Wieder hat man den Kerl laufen lassen, die Regierung ist im Bunde mit dem Räuber, das ist totsicher! Triumph! Jetzt haben wir den untrüglichen Beweis!" , Doch schnell kommt Licht in das Dunkel. Der auf dem Omoniaplatz Gesichtete war gar nicht der Räuberhauptmann, sondern ein biederer Athener, der das Pech hat, dem richtigen Räuberhauptmann sehr ähnlich zu sehen. Dieser vermeintliche Rauberhauptmann besitzt eine „Taverne", eine Gastwirtschaft, in der man gut essen und trinken kann. Dazu hat er jetzt die schönste Reklame gratis. Nun lädt er großmutig alle Athener dazu ein, ihn in seinem Lokale aufzusuchen, damit sich jeder überzeugen kann, daß er Tavernenwirt und keineswegs Rauberhaupt- m<2)a5 Attentat auf Weniselos aber ist bis heute ungeklärt. mefser, wobei er betonte, daß diese Feier wieder einmal beweise, daß die Nationalsozialisten S o • 3 i a i i ft e n der Tat feien und nicht des Wortes. Sauleiter Sprenger bezeichnete diesen Akt als eine symbolische Darstel- lung dafür, daß der Nationalsozialismus der Ga- rant dafür sei, daß jeder deutsche D o l f s g e■ • nasse fein verdientes Brot erha11e. Als der Nationalsozialismus die Macht im Staate er- griff, habe er mit Recht die Gestaltung des Schick- fals des deutschen Volkes in die Hand genommen. Der Nationalsozialismus werde dafür sorgen, daß jeder Volksgenosse wieder fein Brot selbst verdienen könne. In seinem Gau, so erklärte Gauleiter Sprenger, werde er wie ein Familienvater darüber wachen, daß keiner hungern müsse. Hierauf schnitt er den ersten Laib Brot an und eröffnete die Brotverteilung, die von ihm und Oberbürgermeister Krebs durchgeführt wurde. Ein Sieg- Heil auf den Führer und das Horft-Weffel°Lied beendeten die Feier. Von dem verbackenen Mehl hat das Winterhilfswerk des Kreises Oberlahnstem allein 1200 Zentner aufgebracht. Landrat Lange war selbst erschienen, um der ersten Brotverteilung beizuwohnen. stehen, die nicht nur den Verkauf in Abwesenheit । -^u'^'p des Besitzers besorgt, sondern auch die entstehenden | Museum Transportkosten und Gebühren vorschießt Der Far- i mer wartete nun daheim auf den klingenden Erlös * für feine beiden Kühe. Statt dessen aber erhielt er die Mitteilung, daß die Marktbehörde ihn mit 40 Dollar belasten müsse, weil der Ertrag aus dem Verkauf der Tiere nicht zur Deckung der Gebühren und Transportkosten ausreiche Worauf der Farmer noch dies oder jenes zur Erinnerung. Die besten Geschäfte aber machte bisher die Post, denn die von Markensammlern vielbegshrten Postzeichen werden stets so reichlich getauft, daß der Ertrag die Verwaltungsspesen für ein ganzes Jahr deckt. — Glückliches Eiland! wäre man versucht auszurufen, doch im vorigen Jahre hat die Wirtschaftskrise auch hier ihren Einzug gehalten. Es ist nämlich kein Neujahrs- schiff auf Robinsons Insel eingetroffen! Die Welt Genau nach 65 Jahren war man an einen verstaubten Winkel in dem Museum vorgedrungen und hatte den Schatz dort ausgegraben Die Literatur- forscher sind zufrieden, denn jetzt ist auch das letzte “man oermtzl |o leicht die Bedeutung des Um,ton- acffen hat um die eigenen Schulerinnerungen wach- SÄ” man oas Gegenüber dann zwangs- läufig einbezieht. Ein Fall solcher behaupteten und bestrittenen Identität ist neben dem Fall Anastasia der des Uhrmachers Naundorf f. Naundorfs tauchte um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Küstrin auf und gab an, das angeblich im Temple zu Paris gestorbene Söhnchen Ludwigs XVI zu fein, also Ludwig XVII Anerkennung und Ablehnnung ferner Echtheit hielten sich etwa die Waage. Sein Grab in Holland trägt den von der niederländischen Regierung anerkannten Namen „von Bourbon" Auch hier bietet sich dasselbe Bild wie bei Anastasia: ein Teil der Verwandten hat den Bewerber nie sehen wollen, und zwar genau der Teil, der durch Anerkennung viel verloren hätte; so feine Schwester, die Herzogin von Angouleme, die auf dem Sterbebette gestanden haben soll, sie hätte gewußt, daß Naundorfs ihr richtiger Bruder gewesen sei. Dasselbe Bild wie bei dem ganz identitatslosen Findling Kaspar Hauser: eine Anzahl von Attentaten, die man auf die ehemals königliche Familie zurückführte, wurde gegen den unbequemen altneuen Bourbon unternommen. Auch wurde, wohl durch Machenschaften, der von ihm in Paris angestrengte Prozeß um feinen Namen nie durchgeführt Kennzeichnend ist für alle diese die Menschheit aufregenden Fälle stets ein Umstand gewesen, der den Glauben an Fälschung und Betrug in hohem Maße unterstützt und gegen die Bewerber Stimmung macht: daß sich nämlich bei jedem von ihnen ein langer und sehr dunkler Zeitraum findet, in den hinein, wie in einen Tunnel, auf der einen Seite das abbrechende Jugendleben der behaupteten Person schwindet und aus dem heraus dann Jahre später unvermutet der Mensch tritt, der nun di? Öffentlichkeit mit seinen Ansprüchen beschäftigt. Dieser Zeitraum liegt bei Anastasia zwischen dem Mehr und mehr bestätigt sich bei der ^schäfti- ist un,ere Identität fatzt nur em künstliches außE Kleid, das uns entriffen werden kann Die Ver bre-ber luchen es oft um unkenntlich zu fein, ao- zuwerfen und mit einem beliebigen anderen ju oer- taufchen Die Weltgefchickste wie Krmnnalgefchich - formt mffinierte Betrüger, die sich eine vesinnmie eines Toten für länger oder kurzer bemächtigt. Ein verschollenes Manuskript von Walter Scott gefunden. k Moskau. Während die Literaturgeschichte mancherlei Schönes von Walter Scott zusammenzutragen verstand, war es ihr seit langen Jahren nicht möglich, das Originalmanuskript des „Talisman" irgendwo auf- zuftöbern Da ermittelten die Scott-Gesellschaften aus Umwegen, daß man in Moskau das Original gefunden habe. Man fragte nach Es stimmte: im Moskauer Historischen Museum hatte man die Sachen in einer verstaubten Ecke entdeckt Und mit Hilfe der beigefügten Belege erfuhr man auch, dnß im Jahre 1868 der Graf Orlov-Davidoff das Driginalmanuffript von einem „Unbekannten", der in großer Not war, zum Preise von tausend Pfund in London erwarb Damals war nämlich der Graf russischer Botschafter Defoes in der Erinnerung haben, sie kne- woyner von 7 'c' Robinsons Holste und kaufen zum Schlich sind? Wie konnte er auch ahnen, daß die „gefu^ ___ ________ -------— ---- Wie aber, wenn hi-r der Verdacht eines Betruges, Daß.sich die Falle des Nr°it-s^ über^das „Wer Jedem deutschen Volksgenossen fein verdientes Brot. Aeichsstoichalter Gauleiter Sprenger verteilt das erste Brot des Winter« tnlfswerks im Gau Heffen-Tiaffau. Bei oberflächlicher Bekanntschaji vrauchi nicht einmal viel Zeit vergangen zu fern, um zu tauschenden Eindrücken zu kommen. Em Maler a o ein Mann des Auges, erzählte mir em kleines aufschlußreiches Erlebnis aus einer Meraner Pension, in der auch ich gewohnt hatte und in der wegen vieler alter Damen das Rauchen ungern gesehen war, so gingen die Herren nach dem Abendessen noch brauten mit der Zigarre ein paar Schritte spazieren. Bei einem solchen Wandel auf der Straße, zwischen Weinbergen und Billen, hatte der Maler mit einem anderen rauchenden Tischgast der Pension (so'glaubte er) ein paar gleichgültige Worte gewechselt, wie man sie mit jedem Fremden suchest kann.Der andere verabschiedete sich, um noch welterzuschlenderm her Maler kehrte zurück — und fand den, mit dem er eben geplaudert zu haben glaubte. 'M Lesezimmer über Zeitungen Der draußen war em Frem- “er gewesen Gesetzt den Fall, an dem Zeugnis des Malers hatte füi die Aufklärung emes >L°rbr-chens hie Entscheidung gehangen, m welche Zweisei uoer die Identität des Begegnenden wäre er geraten. Berliner Filmpremieren. Borkriegspanorama. Zur Zeit sind alte Filme im Schwange, wir sahen neulich welche in der Kamera und in dem Beiprogramm eines Ufa-Theaters einige Aufnahmen aus dem Zerverschen Filmarchiv aus den Jahren 1900 bis 1917. Daß sich solche alten Bilder gerade am Ende des vergangenen und am Beginn des neuen Jahres zeigen, hat heute seinen besonderen Grund; man schaut nach einem solchen Jahre, wie wir es erlebten, wohl einmal zurück und erinnert sich des Gewesenen. Eine solche Rückschau wirkt zunächst komisch: Londons Straßen im Jahre 1900: lauter Pferdefuhrwerke, Pferdeomnibusse, Pferdedroschken, und nur ein einsamer Autobus flitzt als Sendbote der kommenden Technik zwischen den Tieren hindurch. Kommende Technik: die ersten Flugversuche Farmans. Pariser Moden: Wespentaillen und Riesenhüte. Kniserparade in Berlin: der Kaiser am Halleschen Tor, an der Spitze seiner Fahnenkompanie, die alten Schutzmänner mit Riesenschnau^ bärten. Aber es hat schon lange aufgehört, komisch zu wirken. Denn die Kinder, die da, umgeben von Bonnen, „Diabolo" spielen, sind wir selbst gewesen, und nun marschiert unsere eigene Vergangenheit an uns in verregneten Bildstreifen vorüber^ die Kaiserbesuche in allen Ländern, die historische Stätte, an der die Schüsse des Mörders Princip fielen — sie entfesselten den Weltkrieg — die Kriegsbegeisterung vor dem Berliner Schloß, Auszug &er Truppen: das haben wir alles bewußt und sehenden Auges miterlebt. Ein Besuch des Kaisers bei Hindenburg im Kreuznacher Hauptquartier endet die Bildfolge, die zum Schluß in die tragisch-große Geschehen des Krieges ausklingt ... Modernste Technik. In einem anderen Ufa-Theater ein schöner Film, den die neueste Wissenschaft und Technik geschaffen haben: „Abenteuer auf dem Meeresgrund e". I. E. W i l l i a m s o n, der die Unterwasserkammer konstruierte, hat diese Aufnahmen ermöglicht, unter denen sich auch einige farbige Bilder befinden. Herrliche Farbenspiele: Schneeweißer Meeressand, rötlich-phantastische Korallengebilde und dazwischen die wehenden grünen Wasserfarne, alles sehr deutlich, klar, vom Kegel des Scheinwerfers übergossen, unablässig flimmernd, funkelnd, treibend und fließend. Schwärme abenteuerlicher Fische, Kämpfe mit den gefräßigen Haien, ein Film ohne eigentliche „Handlung", dennoch so spannend und erregend wie alles natürliche Geschehen, in dem man das Sinnbild alles Werdens und Vergehens erkennt. Auch hier fehlt ein tragischer Ausklang nicht. Taucher steigen zum Friedhof der Schiffe hinab, die auf dem Meeresgründe aneinander ruhen. Man sieht die mächtigen Bordwände, die Reste der eisernen Kessel und Maschinenwellen, die zersplitterten Schiffswanten, durch die das Wasser geht: Aufnahmen von einer wild-phantastischen Schönheit. Die Taucher werden von einem Riesenpolypen umklammert, einer gerät in Treibsand und wird gerettet, es werden aus den Luken eines Schiffes Goldbarren geborgen, alte Dinge, von Muscheln umwachsen, werden gefördert — und mögen hier auch manche Szenen „gestellt" worden sein, das ganze hat einen eigentümlichen Reiz, weil es von den Lockungen und Gefahren des großen Abenteuers umwittert ist t>o’ „Viktor und Viktoria." Die Ufa, Renate Müller und Reinhold Schünzel haben gemeinsam einen großen Erfolg zu verzeichnen. Die Geschichte von Viktoria und Viktor ist weder besonders originell noch interessant, aber was Reinhold Schünzel aus ihr herausholte und an Grazie in sie hineinlegte, erscheint mir vorbildlich. Renate geht in Hosen durch den Film; der Zufall verlangt, daß sie einen erkrankten Damen- Jmitator eines Abends vertritt, und das Schicksal will, daß dieser Zufall ihr Schicksal wird. Alles was sie auf der Bühne tut, jedes Mißgeschick wird zum Erfolg: stolpert sie, glaubt das Publikum an eine gewollte Wirkung, es schüttelt sich vor Lachen. Sie wird entdeckt, bekommt Engagements, und Viktor und Viktoria bereisen zu zweit die ganze Welt. Ueberall glaubt das Publikum an den Mann, der eine Frau darstellt und in Wirklichkeit gar kein Mann ist. Doch wie das so geht im Leben und im riilm, wenn die Liebe kommt .. dann werden die Dinge verwickelt und bekommen ein neues Gesicht. Die Hosen, sonst mit Freude getragen, werden Renate von Tag zu Tag lästiger. Sie spielt das alles so entzückend, daß es wirklich eine Freude ist, ihr Aufna.hmeiechmkdesTonfilms Von Pafetti Sobald die Drehbucharbeit abgeschlossen ist, die schon allein ein Kapitel für sich bildet, und sobald sämtliche Rollen des Films besetzt sind, geht der Herstellungsleiter ins Atelier oder begibt'sich auf Reisen zu den jeweils erforderlichen Außenaufnahmen. Von diesem Zeitpunkt an muß jedenfalls sein Schlachtplan genau festgelegt sein. Dieser Schlacht- plan besteht aus einer wohldurchdachten Verteilung der etwa sieben- bis neunhundert fortlaufend numerierten Einstellungen, in die der ganze Filmstoff zerlegt ist. Diese Verteilung erstreckt sich auf die vorgesehene Anzahl der Aufnahmetage. Die entsprechenden Atelierbauten, also die einzelnen Spielplätze der Szenen, sind nach Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit aufgestellt, ohne Rücksicht auf die chronologische Reihenfolge der Einstellungen. Dies bedingt für den Darsteller jene absolut erforderliche besondere Konzentrationsfähigkeit, die ihm gestattet, sich rasch von einer Situation in die andere umzustellen, ohne daß dadurch die Linie seiner Gestaltung beeinträchtigt wird. Don einer Aufnahme der Szenenfolge in der gleichen Anordnung, wie sie aus der Leinwand beim fertigen Film ablaufen, kann also gar keine Rede sein. Heber die einzelnen Dekorationen der Szenen werden jeweilig, ganz nach Anweisung des Tonmeisters, Tuchbahnen gehängt, die zur Regelung der Raumakustik dienen. Im Atelier stehen sämtliche Geräte zur Verfügung, die man zur gleichzeitigen Aufnahme von Bild und Ton benötigt. In erster Linie die schalldicht eingekapselte Kamera (schon das minimalste Geräusch käme bei dem äußerst empfindlichen Mikrophon einer Beleidigung gleich) und die Mikrophone. Außerdem eine ansehnliche Reihe von Beleuchtungskörpern, die nach Anweisung des Kameramannes verteilt sind. Der Laie ist gewöhnlich über die Lichtfülle erstaunt, die bei jeder Filmaufnahme seiner Aus der Wett des Ulms. zu folgen, bis sie zum Schluß in die Arme des Geliebten fliegt. . , _ , Hermann Thimig bringt so viel Heiterkeit und echte Drolerie mit, daß dieses Paar sich auf das harmonischste ergänzt und ein Kabinettstück filmischen Humors hinlegt, wie man es selten zu sehen bekommt. Auch alle übrigen Darsteller waren am richtigen Platz. „Volldampf voraus!" Diesen Film, der uns den echten deutschen Seemannsgeist vor Augen führt mit feinem Ernst und feiner Fröhlichkeit und uns aus der Enge der Heimat in die deutsche Weltpolitik Ausschau halten läßt, muß man dankbar begrüßen. Freiherr von Spiegel hat aus seiner enormen Kenntnis heraus ein Volksstück im besten Sinne geschaffen, dem die Herzen der Seeleute und der Landratten entgegenfliegen. Wir werden, wenn wir diesen Film sehen, Marinefachleute und lernen die Spannung der Kampfbereitschaft, wie den Alltag an Bord kennen. Besonders spannend die Flottenmanöver mit dem Donnern der schweren Geschütze und dem aufregenden Spiel der Torpedoboote. Für Wasserscheue ist durch eine Liebeshandlung zwischen einem Matrosen und einem schwärmerischen Mädchen gesorgt. Die Besetzung ist glücklich gewählt und verstärkt den Erfolg. Der außergewöhnlich starke Beifall, mit dem der Film im Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt wurde, galt vor allem dem Schöpfer des Films, aber auch den verdienstvollen Darstellern, unter ihnen besonders Carl Ludwig Diehl, Margot Wagner, Hans Junkermann, Peter Erkelenz, Christine Grabe und Max Koste. Glückliche Fahrt diesem wahrhaft vaterländischen Film! D. Chinesen filmen in Reubabelsberg. Unterredung mit Gustav Ucicky, dem Regisseur der „Ilüchtlinge". Wie oft bin ich schon enttäuscht gewesen, wenn ich einem „Prominenten von Bühne ober Film" gegenübergesessen habe. Star-Allüren wirken meistens distanzierend, es kommt kein Zusammenklang zustande, und das Frage- und Antwortspiel bleibt kalt und fremd, die Unterhaltung bleibt an der Oberfläche haften. Wie anders, wenn man Gustav Ucicky, dem bekannten Regisseur der Ufa, gegenübersitzt. Hier merkt man den seelischen Gestalter, ja, wenn der Ausdruck gestattet ist, den Mitdichter des Films. Denn nur, wenn der Regisseur die Ideen des Dichters wirklich seelisch nachempfinden kann, wenn er vom Stoff gepackt ist, wird er dem Inhalt des Filmdramas, des Drehbuches, wirkliche Gestalt geben können. Und daß Ucicky von dem Stoff von Gerhard Menzels „Flüchtlingen" innerlich gepackt ist, geht aus jedem Wort feiner Rede hervor. Ucicky ist ein Regisseur, der im neuen Filmdrama mehr als eine optische, eine technische Angelegenheit sieht. Das Kunstwerk ist es, die Dichtung, die er als Künstler mit den Hilfsmitteln höchstentwickelter Technik gestalten will. Er ist der Mann, der die Gedanken des Dichters optisch und akustisch unseren Sinnen wahrnehmbar macht. Und zwar so wahrnehmbar, baß bas Gedankliche und Dichterische nicht vom Technischen erschlagen wird, sondern vollendet zum Ausdruck kommt. „Wissen Sie", sagte Ucicky zu mir, „daß ich eigentlich derjenige war, der Menzels Begabung für das Filmdrama entdeckt hat?" „Sehen Sie", fuhr er fort, „wir arbeiten außerordentlich harmonisch zusammen, Menzel und ich, wir verstehen uns ausgezejchnet, oft ohne daß wir der Worte bedürfen. Diese glückliche Zusammenarbeit wird und muß sich bei dem Film „Flüchtlinge" auswirken, denn nur so ist eine dem Dichtwerk kongeniale Gestaltung würdig." „In welcher Weise unterscheidet sich der Film nun von dem Roman „Flüchtlinge"? Sind starke Aende- rungen notwendig gewesen?" „Eigentlich ist nur der Schauplatz verändert. Aus dramatischen Gründen haben wir die Handlung von der einsamen Eisenbahnstation Puhai nach dem Güterbahnhof der Stadt Chardin verlegt. Die Handlung des Romans ist fast völlig dieselbe geblieben, die Personen ebenfalls. Rur mußte das Geschehen aus dem Epischen ins Dramatische gewissermaßen übersetzt werden: diese Aufgabe bot dem Dramatiker Menzel keine Schwierigkeiten. Die dramatische Ballung, die Erzeugung von Spannungen ist ausgezeichnet gelungen." „Haben Sie die Spielhandluna nun mit wirklich historischem Geschehen verquickt?^ „Der Film spielt im Jahre 1928 während der chinesischen Generalskriege. Während die Bewohner mit ihren Habseligkeiten flüchten, suchen von den Bolschewiken verfolgte Wolgadeutsche auf dem Güterbahnhof eine letzte Zuflucht. Run entwickelt sich die Handlung fast genau so wie im Roman; bas Blockhaus, in bem sich die Deutschen einquartierten, ist ein verlassenes Stellwerk." „Das Völkergemisch bes Fernen Ostens barzustel- len, muß boch filmisch ein besonders dankbares Problem gewesen sein?" „Gewiß, und wir haben hierbei einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Wir lassen einen jeden in feiner Muttersprache sprechen, den Russen also russisch, den Franzosen französisch, den Engländer englisch, und den Chinesen sogar chinesisch. Kein Wort wird verdolmetscht, und doch wird alles dem Zuschauer völlig verständlich sein. Trotzdem verliert dieser durchaus naturalistische Film nichts von der tiefen Symbolik, die dem Filmdrama seinen künstlerischen Wert verleiht. Es sind neue Wege, die wir in den „Flüchtlingen" aufzeigen." „Da haben Sie also wirkliche Chinesen als Darsteller gewonnen?" „Selbstverständlich; es war übrigens nicht leicht, die Chinesen zu besorgen. In den letzten Jahren sind infolge der Wirtschaftskrise fast alle ausgewandert, und so sahen wir uns gezwungen, uns die Leute aus Amsterdam und Rotterdam zu holen. Dort leben zur Zeit einige tausend Söhne des Reiches der Mitte, größtenteils' Schiffsmannschaften, sowie eine Anzahl kleiner Handwerker." „Wieviele Chinesen haben Sie für Ihren Film gebraucht? Wie wurden sie untergebracht, und wie haben sie sich als Filmschauspieler bewährt?" „Etwa dreihundert Chinesen, darunter auch Frauen und Kinder, haben wir importiert. Zuerst waren sie arg mißtrauisch. Für ihre Unterkunft hatten wir umfassende Vorbereitungen getroffen. Sie sollten möglichst alles so finden wie in ihrer Heimat. Schlafräume wurden in den Sälen eines Babelsberger Restaurants geschaffen. Für alles andere, Küchen, Eßräume, Baderäume ufw. wurden Baracken auf dem Aufnahmegelände errichtet. Besonders interessant war die Küche. Nicht weniger als acht Kessel mußten eingebaut werden. In jedem wurde der Reis auf besondere Weise zubereitet. Dann wurden diese verschiedenartigen Sorten von Reis wieder in einem großen Kessel gemischt und so gewissermaßen als Eintopfgericht mit großem Appetit verspeist." „Da müssen sich die Chinesen doch bei Ihnen recht wohl gefühlt haben!" „Außerordentlich. — Ihr anfängliches Mißtrauen schwand bald völlig. Besonders als sie die für die Aufnahmen aufgebaute Stadt Charbin mit ihren chinesischen Aufschriften sahen, glänzten ihre Augen, und mit Begeisterung entzifferten sie die heimischen Schriftzeichen." „War die Verständigung mit den Chinesen nicht recht schwierig?" „Nun, wir hatten ja Dolmetscher zur Verfügung. Interessant war es, daß ich bei der ersten Besprechung mit ihnen nicht weniger als sechs Dolmetscher benötigte. Denn die Chinesen stammten natürlich aus den verschiedensten Provinzen des Reiches der Mitte, und die Dialekte waren derart verschieden, baß sie sich untereinanber absolut nicht oerftänbigen konnten. Drollig war es übrigens, als sie sich zum ersten Male vor bie Aufnahmeapparatur stellen sollten. Denn noch keiner von ihnen hatte boch bisher eine Tonfilmapparatur gesehen. Aber sie fanden sich außerordentlich schnell hinein. Was mich besonders sympathisch berührte, war die vaterländische Begeisterung dieser Chinesen, die durchweg den arbeitenden Schichten entstammten. Ehe sie sich zur Aufnahme bereit erklärten, wollten fie genau wissen, ob der Inhalt des Films nicht etwa dem Rufe ihres Vaterlandes schaden könne. Erst als ich ihnen nach- roies, daß bie „Flüchtlinge" bie Billigung ber chinesischen Gesandtschaft gefunben habe, erklärten fie sich zur Mitwirkung bereit. Eine bezeichnende Episode muß ich Ihnen noch erzählen. Als ich einmal zu ihrem Küchenchef, einem früheren Schiffskoch, tarn und ihn um eine Kostprobe seines Reisgerichtes bat, war er überglücklich. Und er ließ mich nicht eher fortgehen, bis ich ihm zusicherte, daß ich abenbs mit bem gesamten Aufnahmestab als Gäste bei seinen Chinesen erscheinen würbe. Unb so würbe es denn Ansicht nach verschwendet wird, und meint nicht selten, er selbst brauche für seine Photoaufnahmen mit der Liebhaberkamera nur einen ganz geringen Bruchteil davon. Er bedenkt natürlich nicht, daß1 seine Platte oder sein Film nur für ein einziges Bild belichtet werden, während bei der Filmaufnahme vierundzwanzig Bilder in einer einzigen Sekunde zur Belichtung gelangen. Für die Beleuchtung werden Glühlampen und Bogenlampen verwendet, letztere sind an der Strom- abnahmeftelle abgedrosfelt, damit fie die üble Gewohnheit des „Singens" während der Aufnahme gänzlich ablegen, denn absolute Geräuschlosigkeit im Atelier ist die Grundbedingung der Tonfilmtechnik. Jede Szene wird nun mehrmals geprobt, bevor Bild- und Tongeräte in Tätigkeit treten. Der Tonmeister prüft dabei in seiner schalldichten Kabine die akustischen Vorgänge auf Tonstärke und Tonreinheit, nachdem er im Atelier die Mikrophone am zweckmäßigsten und mit besonderer Rücksicht auf den gewählten Bildausschnitt unteraebracht hat. Sind nun Spielleiter, Tonmeister und Kameramann, jeder auf seinem Spezialgebiet, von den Proben befriedigt, dann kann endlich das Spiel beginnen. Die Synchronmotoren des Ton- und Bildgerätes werden auf ein bestimmtes Zeichen der Signalapparate in Betrieb gefetzt. Jede belichtete Rolle des Ton - und Filmstreifens, die bis zum fertigen Schnitt getrennt bleiben, wandert sofort in die Kopieranstalt. Während der weiteren Aufnahmearbeit wird diese Arbeitskopie einer umständlichen und verantwortungsreichen Prozedur unterworfen. Dies geschieht in des „Cutters" abseits gelegener stiller Werkstatt, die mit einem Abhörtisch mit Bildbetrachtung ausgestattet ist. An diesem Arbeitstisch laufen noch getrennt Ton- und Bildstreifen in beliebiger Schnel- ligteit ab und gewähren dadurch die Möglichkeit einer gründlichen Sichtung bes vorhandenen Materials der Arbeitskopie, die nach verschiedenen Phasen zur feingeschnittenen Kopie gelangt Nach Vollendung des Feinschnittes geht die Arbeitskopie, die jetzt eine Musterkopie geworden ist, zusammen mit dem ganzen Negativ zur Kopieranstalt, wo das Negativ seinerseits nach der Muster- kopie geschnitten wird und zur Herstellung der Massenkopien auf einem einzigen Filmband mit Tan und Bild für den Betrieb benützt wird. Unbekannte „FUmsterne". Von £o Beyer. Rote Lampen glühen an den Türen des Filmateliers. Aufnahme. Wie ein Krokodil hat die Synchronklapper zugefchnappt. Das Mikrophon hängt wie eine exotische Spinne yerade über den Köpfen des Liebespaares. Das Pärchen steht auf einem Bahnhof und nimmt Abschied. „Ich liiiiiebe dich, ich liiiiiiiebe dich." Zwischen den Kulissen geht der Requisiteur Meier mit leisen Schritten auf und ab. Zufrieden lächelt er vor sich hin. Wenn er nicht märe, könnte das Liebespaar hier nicht mitten im Atelier auf einem echten Untergrundbahnhof Abschied nehmen Wenn er nicht wäre, bann könnte ber ganze Film nicht gebreht werben. Meiers Auge 'sieht alles, Meiers Hänbe holen alles, Meiers Munb verspricht alles. Ob eine echte Zugbrücke aus ber Raubritterzeit, Goethes Pantoffel, bie Tonne bes Diogenes. Napoleons Dreispitz, ein Taschentuch ber Cleopatra, bas Telephon bes Fraueneroberers Casanova ober bas Kochbuch eines Menschenfresserhäuptlings gewünscht wirb, ist Meier gleichgültig. Für ihn ist nichts unmöglich. Meier ist sehr stolz auf feine Fähigkeiten als Requisiteur, aber viel stolzer ist er auf etwas anbe- res. Meier hat Ähnlichkeit mit Emil Hannings. 3a, unb er hat auch einmal gefilmt. Es würbe ein zweiter Jannings gebraucht. Und da hat Meier sich selbst gebracht, als sein eigenes Requisit. Die Szene war sogar gefährlich, furchtbar gefährlich. Ein Box- auch: die Darsteller mit Albers, Kloepfer, der Nagy an der Spitze, die Architekten, die Operateure, kurz, der ganze Aufnahmestab als Gäste bet den Chinesen zu einem nach heimischer Art ^bereiteten Abendessen und die Leute aus dem Fernen Osten freuten sich wie die Kinder, uns auch einmal bewirten zu können. Unsere ganz befanden Lieblinge waren übrigens die wirklich reizenden Chi- nesenkinder — es waren etwa zwanzig — die sich mit einer drolligen Zutraulichkeit an uns drängten." „Unter solchen Umständen muß doch den Chinesen der Abschied von Babelsberg sehr schwer geworden sein?" „Und wie schwer! Sie versicherten uns immer wieder, daß es ihnen noch nie in ihrem Leben so gut ergangen wäre! Und als wir zum Schluß noch einige von ihnen für mehrere Tage länger benötigten als die anderen, die vorab heimtransportiert wurden, da meldeten sich alle ^dreihundert, so gut hatte es ihnen bei uns gefallen!" „Wie beurteilen Sie den Erfolg und die Aussichten des Films?" „Es steht mir nicht zu, ein Urteil über einen Film zu äußern, der unter meiner Leitung entstanden ist. Eines aber darf ich sagen: Selten hat mir und uns allen die Arbeit an einem Film so viel Freude gemacht wie die an den „Flüchtlingen". Film-Angriff auf das Ungeheuer von Loch Aeß. Das Ungeheuer von Loch Neß gibt England keine Ruhe. Die Gegend von Jnverneß ist der Treffpunkt vieler wißbegieriger und abenteuerlustiger Söhne Albions geworden. Die ehrgeizigsten unter ihnen ziehen allein aus, möglichst in den einsamsten Stunden, um den Ruhm der Entdeckung nicht mit anderen teilen zu müssen. Meistens aber findet man ganze Gruppen auf der Streife nach dem Fabelwesen. Darunter sind Jäger, die ihre Erfahrungen in der afrikanischen Wildnis oder im Dschungel Indiens gesammelt haben, Photographen, die auf den großen „Schnappschuß" ihres Lebens warten, .und Reporter. Die ganz nüchternen verfolgen zum mindesten interessiert die weitere Entwicklung und sind gespannt, wie weit die menschliche Phantasie gehen kann. Mit einemmal aber erfährt die englische Oeffentlichkeit, daß eine schottische Filmgesellschaft in Glasgow in aller Heimlichkeit der Erscheinung viel näher auf den Leib gerückt zu fein glaubt, als man bisher vermuten konnte. Am 12. Dezember des vorigen Jahres bereits wurde von dem Ungeheuer von Loch Neß, nachdem man sorgfältige Vorbereitungen getroffen hatte, ein Film aufgenommen, der inzwischen im Londoner Phönix-Theater in kleinerem Kreise vorgeführt wurde und von dem auch eine Einzelphotographie in der „Times" veröffentlicht worden ist. Der Teil des Films, in dem die Erscheinung, die man für das Ungeheuer von Loch Neß hält, auftritt, dauert allerdings nur ein bis zwei Minuten. Man sieht das Tier, anscheinend nicht sehr deutlich, sich nach der rechten Seite fortbewegen und vermutlich in dem Augenblick untertauchen, als es aus dem Blickfeld der Kamera verschwindet. Der kleine, aufgerichtete Kopf und der lange Hals sind das undeutlichste, aber die Hauptmasse des Körpers, die noch am besten zu erkennen ist, scheint sich ein größeres Stück fortzusetzen, das zum Teil oberhalb und zum Teil unterhalb der Wasseroberfläche ist. Die Photographen der schottischen Filmgesellschaft behaupten, sieben oder acht Höcker auf dem Rücken des Ungeheuers gesehen zu haben, von denen einige im Film zu unterscheiden sind. Die Bewegungen des schwanzartiaen Endes treten am deutlichsten hervor. Die allgemeine Farbe des Tieres wird mit grau, die des Schwanzes mit schwarz angegeben. Nicht genau feststellbare Veränderungen bes Wassers an den Seiten des Ungeheuers werden auf Floffenbewegungen zurückge- führt. — Das bisherige Ergebnis befriedigt nicht vollkommen. Man will sich weitere Gewißheit verschaffen. So ist der Plan aufgetaucht, dem Tier eine Photofalle zu stellen. Einige erfahrene Jäger und Photographen haben sich zusammengetan, und eine solche Falle konstruiert, die bereits an der Stelle aufgestellt worden ist, an der die angeblichen Spuren des Ungeheuers — eines Wesens, das „unter der Tierwelt Englands bisher nicht entdeckt wurde" — gesichtet wurden. Man hofft, daß der aufregende Bewohner des Wassers von Loch Neß so viel Verständnis und Zutraulichkeit aufbringt, um an diesen Platz zurückzukehren, und endlich zu seinem Teil an der Lösung des Rätsels beizutragen. kämpf. Und Meier wurde beim Boxkampf verletzt ~ er J)atte sich einen Splitter eingetreten. Aber leine Ähnlichkeit mit Jannings war verblüffend. N^n, er ist wirklich nicht mit Jannings verwandt, nicht im allergeringsten. * Gr et ch en, die Aufwartefrau, ist gar nicpt eingebildet. Sie hat eine Ähnlichkeit mit gennj Porten ober Greta Garbo, finbet fie. Trotzbem ist Gretchen eine niebliche, kleine Frau. trägt Dauerwellen. Ihr großer Stolz. Aber Gretchen möchte unentbecft bleioen, denn zu Haufe sitzt ihr braver Mann. „Na, wenn der wüßte, was beim Film los ist. Und alle nennen mich hier ,(Bret» a)ßn!‘ Und ,Du<. Morgen dürfte ich nicht wieder kommen. Die Filmmanieren kennt er nicht. Mein Mann^ dürfte nicht ins Atelier. Ich traue keiner urau.' Gretchen nimmt einen Besen, wirft einen mißbilligenden Blick auf eine Gruppe junger, ge- ichmmkter Komparsinnen, und fängt zu fegen an. JJcit „Denen" tauscht fie nicht, sagt Gretchen. Und trotz „Du" und „Gretchen" darf ihr kein Mann -u nahe. Immer hübsch drei Schritt vom Leibe. Jawoll. * Der Kantinenkellner Emil kennt die Freuden unb Leiben eines Bankiers. Morgens, kurz nach acht Uhr, nahen sich ihm als Griechinnen, Hof- p Negerinnen, Tanzgirls kostümiert mit ko- Cetten Bewegungen unb schmeichlerischen Stimmchen Die kleinen Komparsinnen. Ach, nur eine Brühe ober • lnt Kaffee auf Krebit. Das Gelb haben sie in ber Garberobe „vergeffen". In der Mittagspause wird bezahlt. Am Nachmittag hat Emil noch kein Gelb. Es brennt „rotes Licht^ an den Ateliertüren. Aufnahme. Aber auch bann, wenn bas rote Licht erlW)*n ist, bekommt Emil seinen Kaffee nicht be- Das Kaffeegelb muß erst verbient werben. Es liegt noch in der Kasse der Filmgesellschaft, und Emil muß bis zum Abend warten, wenn nicht noch eine Freundin zwanzig Pfennig hat. Emil wartet, er hat ein weiches Herz für zwanzig Pfennig, Emil ist Kavalier' Uheuer l°epftr en, bip ^1 >ls ®äÄ S»«. L"S 3enben Chj, -LS ?Ä6 A immer g J*en io =^lll6 »och ,7»» beno. Importiert ,b"t 1° gut Anchich. n“*10 einen «itung ent. :^el'en Hot Mm fo eiet klingen". ibt England ne& ist der 'enteuerlustj. ehrgeizigsten ■ w den ein» . Entdeckung leistens aber Streise nach ier, die ihre dnis oder im Photographen, ihres Lebens chternen ver. weitere Ent- t die mensch- lemmal aber J eine schotti. Her heimlich- den Leib ge- )er vermuten n Jahres be- m Loch Neß, igen getroffen inzwischen im in Kreise vor- eine Ein^el- ntlicht worden ! Erscheinung, och Neß hält, s zwei Minu- nd nicht sehr > fortbewegen untertauchen, i verschwindet, er lange hals inptmaii'e des len ift, scheint as jum Teil Wasserober- tischen F'üm- it Höcker auf ,u haben, von Den sind. Die )es treten am e Farbe des ichwanzes mit tftellbare Beriten des Unge« igen zuruckge- befriedigt nicht Aewißheit ver- cht, dem Der -fahrene Jäger mengetan, und lereits an der Die angeblichen Wesens, das r nicht entdeckt hofft, daß der oon Loch N° (teil ** und endlich zu >(5 beizutragen. rau, ist g°r SlftS £& rZs rA- St«; fei*1 ngtuoll- „ßetW- "S° *NXu«!mioi ONKEL PFIFFIG SPRICHT: (2) Das Gpflüaelfutter in richtiger Zusammensetzung Bergisches KräfttunerwerK u.m.o.n. DüsseldorhHäfen Dienst-Kleidung SA., SS., PO. nach Maß I. Ausführung mit Anproben (keine Maßkonfektion nach den neuen Preisen der Reichszeugmeisterei I Trikot Uniform Mk. 78 - Rock Mk. 54.— Breeches Mk. 26.— II Melton Uniform Mk. 68.- Rock Mk. 48.— Breeches Mk. 22.— HI Melton Mantel Mk. 60— IV Melton Mantel Mk 50.— Die führende Maß-Schneiderei Unilormanfertigung seit 1904 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Vrenn- und Autzholzversleigenmg im Gemeindewald Langsdorf. Zwangsversteigerung. »-» Am Freitag, dem 26. Januar 1934, vormittags 10 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 112, das im Grundbuche von Gießen der Auguste Unverzagt, geb. Horn, Ehefrau des Ernst Unverzagt in Gießen, zugeschriebene Anwesen Stein- strahe 37 £ 74080 Flur II, Tlx. 256/io =211 qm hofreite, Flur II, Tlx. 2525/ioo = 98 qm Grabgarten, geschätzt 17 980 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt. Gießen, den 5. Dezember 1933. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 11. Januar in Treis (Lda.) ist genehmigt. Ausgabe der Absuhrschetne vom 22. l. M. ab bei den Kassestellen, Überweisung mit Zusammenkunft vormittags 9 Uhr bei der Försterwohnung Treis, und erster Fahrtag: 23. Januar. Gießen, den 19. Januar 1934. 395D Hessisches Forstamt Gießen. Bekanntmachung. Die nächsten Viehmärkte in Gießen finden statt: Dienstag, den 23. Januar 1934, Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt, 361C Mittwoch, den 24. Januar 1934, Schweinemarkt. Auftriebszeit an beiden Markttagen oon 8 bis 9 Uhr vormittags. Auf dem Rindoiehmarkt wird sämtliches Vieh gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Gießen, den 20. Januar 1934. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Bartholomäus. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Kohlenbezugsscheine (3. Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung, sowie für verschämte Arme erfolgt am: Dienstag, dem 23. Januar 1934, für die Buchstaben A bis K, Donnerstag, dem 25. Januar 1934, für die Buchstaben L bis Z in der Zeit von 8.30 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr in der Auszahlungsstelle, Wetzsteingasse 32 (früheres Säuglingsheim). 358D Gießen, den 17. Januar 1934. Städtisches Wohlfahrtsamt. Im Vorderwald in den Forstorten Weckrnanns- scheuer, Höllenfritz, Alten Landen, Hainköppel und Seekopf werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang des Nonnenröther Weges am Mittwoch, dem 24. Januar 1934, vormittags 9% Uhr, versteigert: 366D Brennholz. Scheiter, rm: Buche 513,7; Eiche 37,7; Hainbuche 6,8; Fichte und Kiefer 32,9. Knüppel, rm: Buche, Erle und Eiche 13,3; Fichte und Kiefer 14,3. Knüppelreisig, rm: Eiche 4,5; Kiefer 38,9. Stöcke, rm: Eiche 4; Fichte 8; Kiefer 2,6. Verschiedene Schlagräumungen mit Kiefern- und Fichtenreisig. Nutzholz. Derbstangen: Fichte 1. Kl. 26 St.; 2. Kl. 232 St.; 3. Kl. 1295 St Vaumpfähle: 40 St. (geschält). Reisslängen: Fichte 4. Kl. 638 St.; 5. Kl. 231 St.; 6. Kl. 33 St.; 7. Kl. 86 St. Nuhfcheiter: Buche 2 rm; Linde 1 rm (3 m lang). Ruhreisig: Fichte 26,3 rm; Weymouthskiefer 4,5 rm. Gute Abfuhrlage. Günstige Zahlungsbedingungen. Langsdorf, den 18. Januar 1934. Hessische Bürgermeisterei Langsdorf. 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Dazu machte sein sonniges Wesen die von ihm erteilten Singstunden zu einer wahren Freude. Wir verlieren in dem’Entschlafenen einen hervorragenden Chorleiter, einen echtdeutschen Sangesbruder und einen treuen Freund. Sein Andenken wird von uns stets in Ehren gehalten werden. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren geliebten einzigen Sohn, Bruder und Schwager Am 15. Januar verschied plötzlich infolge eines Unglücksfalles unser verehrter Chorleiter Gärtnerei Schwarz Rufen Sie 1082 an. — Sie werden sorgfältig und rasch bedient. Gesang-Verein „Einheit" Aliendorf a. d Lahn Gesang-Verein „Frohsinn“ Hochelheim Gemischtes Chor Hochelheim Nationale Sängervereinigung Eintracht-Harmonie Klein-Linden Gesang-Verein „Eintracht“ Hörnsheim Kirchen-Gesangverein Leigestein HOCHSTOEWINN RM öreniiW'WsleWiM im Albacher Gemeindewald. Mittwoch, den 24. Januar, werden in den Distrikten Ehenhand uno Kreuzbolz versteigert: Getrocknete Früchte Röstkaffee Vertreter, d.die Läden besucht, v.HamburgerImvorthaus ges. Hinsch Gebrüder, Hamburg 79. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Vogt Lieh, den 18. Januar 1934. Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den 21. Januar, nachmittags 31/* Uhr. Für die liebevolle Anteilnahme an unserem Schmerz, sowie für die Ehrung unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Gustav Schreiner sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank. 1. N. d. trauernden Hinterbliebenen: Lina Schreiner, Hebamme Wieseck, im Januar 1934 Herren - Bekleidun gsgeschäft mit Maß-Anfertigung und Stoff-Lager Es wird mein Bestreben sein, meine Kunden fachgemäß und preiswert zu bedienen. Meine langjährige Tätigkeit im Fach bietet Gewähr für beste und zeitgemäße Arbeit. Heinrich Helf, wiiheimstr. 11 [Verschiedenes] Grüni». Unterricht im Zuschneiden u. Anfertigen v. Damen- u. Kindergarderobe, Wäschenähen u. 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Gestern abend 81/, Uhr entschlief nach langem schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Christine Dietz, geb. Häuser im Alter von 32 Jahren. In tiefer Trauer: Otto Dietz nebst Kindern Familie Johannes Dietz Familie Wilhelm Häuser III und alle Angehörigen Leihgestern, den 20. Januar 1934. Knüppel 170 Rm. Buche u. Eiche Wellen 4000 Stück Buche u. Eiche Stöcke 100 Rm. Buche und Eiche. Erstklassiges Holz, gute Abfuhrwege,günstig.Zahlungsbedingungen. Zusammenkunft 9% Uhr an der Eisenhand am Eingang des Waldes. Albach, den 19. Januar 1934. Hessische Bürgermeisterei. Lenz. 409 D Schreinermeister auf dem Lande, mit Maschinen eingerichtet, liefert SoMl'SWWMlZUMM. Mel'SWsWMl ZU 120 mt. Man schreibe vertrauensvoll unter 362D an den Gieh. Anzeiger. Mehrere hundert Rm. erstklassiges Duchenscheitholg aus Försterei Lumda freihändig abzugeben. 414D Hessisches Forstamt Grün berg. ......■ - "«W ■ 1 J ........... "'■! WM; W W W ••; *M UWM/h > ' 's »• D G» ■: ff >■ - - ■ i Samstag, '0 Januar W34 Kr.tZ viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Llnwetter-Ierwüstungen an der Küste von Kalifornien. Me erste Thealervorstellung„krast durch Freude" er ich iger eiswert ihr für lHK d-u. Spalier« f) 3830 zchwarz — Sie wer* S‘”X „'S«» .Ser erbetew 5SSS nta .n» M»>> xi,enha"i> ' Luche L'che l/z Hg Oaldes. ft f (Ine4ter <090 SJlxfpori für - Ablaus. Mr Den 'oiniorn^auf oer i= am Freitag durchgeführt wird, hab i. * apmelihet. Der morgige Sonntag soll wieder acht Mannschaf-1 Mannschaft der Sp!elveremigun.g in ihren Leistun- n der Bezirksklasse in Verbandsspielen im Kampfe gen in letzter Zeit nicht sehr konstant war. Jedenfalls >hen leben. Man hofft, daß sich die Verbandsspiele müssen die Blauweißen den Kampf von vornherein Die Wintersport-Veranstaltungen für den kommenden Sonntag sind im ganzen Reich fast ausnahmslos wegen des Tauwetters abgesagt worden. * Ellsworth Dines trug in Cleveland über William Tilden mit 6:3, 3:6, 6:3 einen neuen Sieg davon. Bismarcks Studentenkneipe unter dem Hammer. An der Küste von Kalifornien ereignete sich eine schwere Sturmkatastrophe, die mit heftigen Regenfällen und Ueberschwernrnungen verbunden war. 32 Menschen verloren dabei das Leben; der Sachschaden geht in die Millionen. — Unser Bild zeigt 2lutos, die in dem angeschwemmten Schlamm versacken. Mit einer Festaufführung von Schillers „Räuber" in dem wiedereröffneten Großen Schauspielhaus in Berlin begann die Organisation „Kraft durch Freude" ihre Ziele zu verwirklichen. Unser Bild zeigt unter den Zuschauern von links nach rechts den Führer der Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr.Ley, Staatssekretär Dr. Funk, die Reichsminister Rudolf Heß und Dr. Goebbels. Die erste Jugend der Spielvereinigung hat gegen die erste Jugend von Wieseck anzutreten. Die zweite Jugend tritt auf des Gegners Platz gegen die erste Jugend von „Teutonia" Watzenborn-Stemberg an und hat kaum Chancen auf Sieg. Die Schuler . - ' < ztx . r. ... cn..r^»4> um hart nonöYt Wie bereits berichtet, ist von den 1900ern . morgen ein süddeutscher Gegner, der Sport-Club Mainz verpflichtet worden. Es handelt sich hierbei um einen zur Zeit in außerordentlich guter Form befindlichen Gegner. Deutlich für die Spielstarke der Mannschaft spricht, daß sie in ihrer Verbandsrunde mit 7 Spielen ungeschlagen die Spitze einnimmt mit einem Torverhältnis von 85:5! Die 1900er werden sehr auf der Hut sein müssen, wenn sie keine unangenehme Ueberraschung erleben wollen, zumal die' Mannschaft seit über vier Wochen ahne Spiel gewesen ist. Die Einheimischen beabsichtigen, in stärkster Aufstellung anzutreten mit: Lott; F'unke, Birkenstock; Mann, Hoffmann, Cremers; Schott I, Steines, Schüler, Krüger, Betz. Daten für Tarnstag,2st. Januar. 1813: Der Dichter Christoph Martin Wieland in Weimar gestorben (geboren 1733). — 1859: Die Schriftstellerin Elisabeth (Bettina) von Arnim in Berlin gestorben (geboren 1785). Daten für Sonntag, 21. Januar. 1804: Der Maler Moritz von Schwind in Wien geboren (gestorben 1871). — 1815: Der Dichter Matthias Claudius in Hamburg gestorben (geboren 1740). — 1831: Der Dichter Ludwig Achim von Arnim in Wiepersdorf gestorben (geboren 1781). — 1851: Der Komponist Albert Lortzing in Berlin gestorben (geboren 1801). — 1867: der Schriftsteller Ludwig Thoma in Oberammergau geboren (gestorben 1921). — 1872: Der Dichter Franz Grillparzer in Wien gestorben (geboren 1791). Wieseck I. — Heuchelheim I. Wieseck I. und Heuchelheim I. im Verbandsspiel Morgen stehen sich Wieseck I und Heuchelheim I im Verbandsspiel gegenüber. Im Vorspiel mußte Wieseck unter sehr ungünstigen Umständen eine 7:1* Niederlage einstecken. Im bevorstehenden Spiele, zu dem die Voraussetzungen für beide Gegner wesentlich günstiger liegen, wird sich zeigen, ob Heuchelheim den Siegeszug weiter fortführen kann. Vor diesem Kampfe stehen sich Wieseck II und Klein-Linden I. im Freundschaftsspiel gegenüber. Die Spiele der Gauliga. Die Gauliga des Gaues XII hat vier Begegnungen für den morgigen Sonntag auf dem Programm. Es stehen sich folgende Mannschaften gegenüber: Chattia Kassel — VfB. Friedberg; FC. Hanau 93 — Kurhessen Marburg; Borussia Fulda — Kassel 03; Sport Kassel — Kurhessen Kassel. Handball der Sp.-Bg. 1900. SC. Mainz in Gießen zu Gast. Der Mball-Sporibetrieb des Sonntags Lier Verbandsspiele der Bezirksklasse. Der Deutsche Ski-Verband hat als neues Zeichen der inneren Verbundenheit feiner Mitglieder ein Abzeichen geschaffen, das am Arm getragen werden kann. Für die Erwachsenen trägt das Abzeichen die Farben Schwarz-Weiß-Rot, für die Jugendlichen ist es in den Farben Blau-Weiß gehalten. Jeder Skiläufer soll auch dem Wunsch des DSV. dieses Abzeichen tragen und damit zum Ausdruck bringen, gemeldet. Vorgesehen sind folgende Begegnungen: VfB. Gießen — Spv. Lollar. Germania Marburg — FC. Groß-Karben. DfR. Butzbach — Spielvereinigung 1900. FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg — Wetzlarer Sportverein. Das Spiel VfB. Gießen — Spo. Lollar auf dem Platz der Grün-Weißen sollte den Gast- gebern nicht zu nehmen sein. Die Lollarer haben in ihren letzten Spielen nicht glücklich kämpfen können. Sie mußten eine Niederlage nach der anderen hinnehmen. Selbst auf eigenem Platze und bei dem auf- gebotenen härtesten Widerstand gelang es ihnen in ihrem jüngsten Spiel gegen Watzenborn-Steinberg nicht die Punkte zu halten. Auch für den Kampf auf dem Waldsportplatz bleiben kaum Chancen. Die VfB.-Mannschaft ist in ihrem technischen Können doch so weit voraus, daß die Differenz auch durch noch so großen Eifer nicht aufzuheben fein wird. Zudem treten die Gießener mit einer Mannschaft an, die, insbesondere im Schlußdreieck, von den Gästen kaum zu überwinden sein wird. Die Mannschaft hat folgendes Aussehen: Becker; Leutheuser, Bingel; Lehrmund, Kapeller, Fenster; Ranft, Wilhelm, Heß, Haupt, Fehling. Schiedsrichter ist K. F r i e d r i ch (Friedberg). Spielvereinigung 1900 in Buhbach. ernst nehmen. Der Kampf wird von folgender Mannschaft bestritten: Balser: Zeiler, Lippert; Heinbach, Heilmann, Langsdorf; Luft, Günther, Koch, Schmelz, Roth. Spielleiter ist P f c i f f e r (Hanau). Teutonia Watzenborn-Steinberg — Spv. Wetzlar. Die Teutonen empfangen einen schweren Gegner. Das Vorspiel hatten die Steinberger hoch verloren. Wie das Treffen des morgigen Sonntags ausgehen wird, ist nicht vorauszusehen. Die Wetzlarer sind besser als die Gastgeber. Die Teutonen haben durch das eigene Publikum und durch den eigenen Platz günstigere Bedingungen, die in der Verbindung mit ihrer bekannten Kampfkraft und Zähigkeit, mit der sie ihre Kämpfe führen, ausschlaggebend werden können. Vielleicht gelingt den Teutonen sogar eine Revanche. Germania Marburg — Groh-Karben. Die Marburger werden sich auf eigenem Platz von den Gästen den Sieg kaum nehmen lassen. Spiele der unteren Mannschaften. Die zweite Mannschaft des VfB. empfängt auf eigenem Platz die zweite Elf des Sportvereins Lollar zum Verbandsspiel. Die zweite Els der Spielvereinigung hat die zweite Mannschaft des FC. „Teutonia Watzenborn-Steinberg zu Gast und sollte den Sieger stellen Das Vorspiel endete mit 1:1 Toren. Die dritte Elf hat die erste von Vetzberg zum Gegner und sollte ebenfalls einen Sieg landen können. Der Neuling unterlag schon zu Hause mit 4:2 Toren. 3ugenbfpiele. Das Dortmunder Sechstagerennen wurde von den Franzosen Broccardo-Guimbretiere vor den Mannschaften Schön-Jppen und Lohmann- Dinale gewonnen. Die Saskatoon Quaakers, Kanadas Vertretung für die Eishockey-Weltmeisterschaft, siegten in Stockholm über Schweden mit 5:2. lleberschweniniung eines Talsperrenbaues. Herborn, 19. Jan. (LPD.) Durch das anhaltende Regenwetter, verbunden mit der Schneeschmelze, sind die zahlreichen Gewässer des Westerwaldgebiets stark angeschwol- l e n. Besonders schwer wurden die großen Erdarbeiten beim Talsperrenbau in der Nähe von Driedorf von der Ueberschwemmung betroffen. Gewaltige Wassermassen haben das aus- geschachtete Gelände in weitem Umfang überflutet. An mehreren Stellen sind die Feldbahndämme unterspült worden und die Gleisanlagen zusammengebrochen. Das gesamte Baugelände bietet ein trostloses Bild, lieber 200 Arbeiter sind zunächst zum Feiern gezwungen. Von der Bauleitung wird der Schaden als sehr erheblich bezeichnet. ten — —„-------... t r .-. stehen sehen. Man hofft, daß sich die Verbandsspiele diesmal durchführen lassen, vornehmlich, wenn sich das Wetter wenigstens etwas günstiger gestaltet und die Plätze dadurch in etwas bessere Verfassung kommen. Die letzten beiden Sonntage haben die Termine ziemlich über den Haufen geworfen. Handball im Gan XII der OT. In der ^-Kreisklasse fällt am kommenden Sonntag in der Gruppe Gießen, mit den Spielen in Heuchelheim und Hochelheim, die Entscheidung in der Frage nach dem Meister. Heuchelheim — Ahbach. Im Vorspiel erlitt Heuchelheim eine Niederlage von 4:2 Toren. Zeigt der Platzbesitzer das Können des vorsonntclglichen Spieles, dann haben die Gäste keinen leichten Stand Hochelheim — Krofdorf. Für Krofdorf wird wohl in Hochelheim nicht viel zu holen sein. Sämtliche Mannschaften der Kreis- klasse sind dort klar geschlagen worden. Die Hochel- heimer entscheiden die meisten Spiele auf eigenem Gelände bereits in der ersten Halbzeit durch die eminent schnellen Angriffe ihres Sturmes. Burggemünben — Vernsfelb. Auch in diesem Treffen sollten die Platzbesitzer einen sicheren Sieg landen. In Allendors a. d. Lahn kommt, auf neutralem Gelände also, ein Protestspiel zwischen Hörnsheim — Lützellinden zur Durchführung. Die Frage nach dem Sieger in diesem Kamps bleibt offen. In der B; und C-Klaffe stehen folgende Treffen auf dem Programm: _ u r Gießener Turnerschaft II. — Burkhardsfelden OSC. Gießen — Beuern Heuchelheim II — Erda I. Krofdorf II. — Launsbach. Im Spiel der Gießener Turnerschaft sollte man den Gästen kaum Chancen geben können, wenn- qleich sie keinen leichten Gegner barfteUen. Der OSC. empfängt eine gleichwertige Mannschaft, gegen die das Vorspiel mit einem Unentschieden von 4:4 Toren endete. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagen. Io. Lang-Göns I — 3. Kompanie I. Die erste Handballmannschaft des Turnvereins Lang-Göns empfängt zu einem Freundschaftsspiel die Mannschaft der 3. Kompanie der Gießener Reichswehr. Die Soldaten haben ausgezeichnete Kräfte in ihren Reihen. Wenn die Gastgeber an die in den letzten Spielen gezeigte Form anknüpfen, sollte mit einem Kampf gleichwertiger Gegner zu rechnen sein. Kurze Sportnotizen. In ungarischen Fußballkreisen läuft man augenblicklich Sturm gegen eine Beteiligung Ungarns an der Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Versammlung der ungarischen Ligavereine stand völlig unter dem Eindruck der Niederlage der Nationalmannschaft in Frankfurt und beschloß die Absage zweier für Holland vorgesehener Treffen. Bezüglich der Weltmeisterschaft wurde ein endgültiger Beschluß nicht gefaßt. Der „Schwarze Bär", die berühmte Göttinger Studentenkneipe, kommt im Februar zur Zwangsversteigerung. Die Kneipe, die schon die Stürme de» Dreißigjährigen Krieges über sich ergehen ließ, sah im letzten Jahrhundert Bismarck und Windthorst neben anderen berühmten Persönlichkeiten in ihrer Studentenzeit zu Gast. Das Meldeergebnis. Für die Winterkampfspiele liegt ein stattliches Meldeergebnis vor. Für den am Freitag stattfindenden 18-Kilometer-Langlauf wurden 103 Meldungen abgegeben, den großen Sonder-Sprunglauf am 28. Januar bestreiten 86 Springer, während einen Tag vorher im Sprunglauf 87 Springer zusammen- treffen. Das abschließende Ski-Dauerlaufen über 50 Kilometer am Montag sieht 50 Teilnehmer am Ablauf. Für den Slalom-Lauf der Damen, der auch ...... * 3en 12 Damen daß er in der Front des Deutschen Ski-Verbandes steht. Erste nationalsozialistische Winterkampfspiele. In der Zeit vorn 26. Januar bis 6. Februar 1934 finden in Braunlage und Schierke die deutschen Winterkampfspiele statt. Diese Veranstaltungen stellen die ersten Kampfspiele auf dem Gebiet des deutschen Wintersports im nationalsozialistischen Deutschland dar. Im Zusammenhang mit den Kampfspielen werden die Meisterschaften im Bob-, Eis- und Rodelsport ausgetragen. Ferner werden die Kampfspielmeister im Ski-Langlauf, Sprung» und Slalomlauf ermittelt. Die örtlichen Verhältnisse sind soweit getroffen, daß in sportlicher Hinsicht alle Voraussetzungen für eine reibungslose Abwicklung der Spiele erfüllt find. Es ist mit einer ungeheuren Anteilnahme aller sportlichen Interessenten zu rechnen. Schon jetzt sind Sonderzüge aus Berlin, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Halle, Leipzig usw. gemeldet. Auch im Gau Hessen-Nassau ist für diese Winterkampfspiele regstes Interesse vorhanden, so daß auch hier die Zusammenstellung eines Sonder- zuges in Frage kommt. Dr. Goebbels führt die Olympia-Propaganda. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Freitag die Mitglieder des Olympischen Komitees zu einer Besprechung über Propagandafragen der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Nach Festlegung der Richtlinien für die Olympia-Propaganda übernahm Reichsminister Dr. Goebbels die Leitung für die Vorbereitung und Propaganda der Wettspiele. Oer Gportbeauftragte für den Bezirk III im Gau XIII. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat mit Wirkung oom 12. Januar 1934 den Sportreferenten der SA.-Gruppe Hessen, Studienreferendar Hans L i m p e r t, zu seinem Beauftragten für den Bezirk III im Gau XIII ernannt. Der Bezirk III umfaßt die hessischen Provinzen Rheinhessen und Startenburg und vorn preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden den Rheingaukreis, den Main-Taunuskreis und die Stadtbezirke Frankfurt und Wiesbaden. Scharführer L i m p e r t ist schon lange Zeit die rechte Hand des Gaubeauftragten Polizeipräsident B e ck e r l e und ist selbst aus dem aktiven Sport hervorgegangen. Ein Arm-Abzeichen des OGV. Die Mannschaft des VfR. Butzbach ist zwar nicht mehr ganz die Mannschaft von früher, immerhin aber auch heute noch ein beachtlicher Gegner, der insbesondere auf eigenem Platze sehr schwer zu nehmen ist. Das Vorspiel konnten die 1900er nur knapp mit 3:2 Toren gewinnen und mußten sich dabei sehr. uhu .j«i 1«-» -■■■ - v . - bj anstrengen. Ob die Wiederholung des Vorspielsteges fahren nach Großen-Buseck, um gegen möglich ist, ist kaum oorauszusagen, zudem diel Schüler zu spielen. Err «Balte: denz seit g von Stellt beseh: estU eine Deuts Deuts wichti stellen tisch Staab fet kc Deutsc dort । Deutfi listisch Lerdö B Im'B auch Anhö fleg Das gegei Derfd der! «Bei bet jeiei bit blu W der Leh spr nid Sp per Drei nich übe; Fall Ma! Ma in W Le hc> al hc k. al Wirtschaft 'VUjy /^y&nr&VAV^v /lÄ-vxz für Rundfunkprogramm Vs. fester, lagen Reichsanleihen, Neubesitz erneut 30 lag sehr Macht Kinder froh! Werdet Winterhilfs-Paten! geschäftslos. Am Aktienmarkt überwogen geringfügige Kurs- befferungen. Die leicht erhöhten Außenhanbelszi'f- fern dürften hierbei etwas mitgesprochen haben. Montanwerte durch die neueren Eisen- und Stahlberichte freundlicher, und zwar Klöckner 0,50, Stahlverein und Phönix je 0.25. Harpener 1 v. H. fester. IG.-Farbenindustrie 0,25, Deutsche Erdöl 0,13 v. 5). höher. Am Elektromarkte gewannen Schuckert 0,50, Siemens sowie Gesfürel lagen unverändert, Bekuta 0.75 v. H. leichter. Transportwerte nur wenig verändert, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher. Schifffahrtswerte blieben behauptet. Im einzelnen bröckelten Reichsbankanteile und Aku je 0,25 v. H. ab. Zellstoffwerte und Zementaktien lagen gut be- 10 75 bis 11,50, Weizenfuttermehk 12,40 bis 12,50, Biertreber 17,50 bis 17,65, Sojaschrot 15,30 bis 15,40, Trockenschnitzel 10,10 bis 10,20. Altbesitz nach vorüberaehender Abschwächung um 0 65 auf 97 v. $)• befestigt. Sväte Reichsschuldbuch- forderunaen blieben zu 94 65 behauptet. Reichs- mark-Dbliaationen zwar ruhiger, aber voll behauptet. Der Vfandbriefmarkt lag sehr still und infolge von Tauschonerationen gegen Reichsmark-Anleihen eher weiter etwas gedrückt. Kommunal-Obligationen waren bauegen gut behauptet, z. T. leicht erhöbt. Stadtanleiben waren meist angeboten und schmachten sich weiter ab. etwas stärker 6 v. S). Darmstadt und 6 v. $). wertbest. Frankfurt v. 26. die bis 2 v. S). verloren. Staats- und Länderanleihen unverändert und ruhig. Der Aktienmarkt blieb im ganzen still, aber ziemlich behauptet. Es traten nur minimale Veränderungen nach beiden Seiten ein. au&er Daimler Motoren, die bei relativ lebhaftem Geschäft non 35 75 auf 37,75 lTaa-saewirm 3 v. $)> anzoaen Soweit no* Kurse zur Erstnotiz kamen, lagen sie meist etrvas höher, schmäler lagen ober CH ade, die 350 Mark einbüßten AG. für Verkehrswesen zogen später um 2 v. 5). an. * Tagesgelb blieb ,zu 3,25 v. H. unverändert. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse verzeichnete infolge der herrschenden Zurückhaltung zwar nur kleine Umsätze, die Grundstimmung blieb aber im Anschluß an den Mittagsverkehr freundlich. Am Aktienmarkt könnten sich die Berliner Schlußkurse gut behaupten. IG.-Farbenindustrie zogen geringfügig an, anderseits eröffneten AEG. 0,38 v. H. regung erfahren hatte, ist erheblich stiller geworden. Der Verbrauch an Futtergerste ist auffallend gering. Man verlangt für die Tonne etwa 170—175 RM. Hafer konnte seine stetige Tendenz behaupten. Das Angebot seitens der Landwirtschaft ist klein. Beste Qualitäten Weiß- und Gelbhafer zu Saat- zwecken fanden einige Beachtung. Die Notiz stellte sich auf unverändert RM. 146.00 bis 149,00 per Tonne. Braugerste verzeichnete weiterhin starkes Angebot, das den Preis drückte, der um erneut 2,50 RM. auf 175,00 bis 177,50 RM. per Tonne nachgab. Der Kraftfuttermarkt zeigte weiter nach- qebende Preise, und zwar ergaben sich durchschnittliche Rückgänge um 10 bis 20 Pf., bei Treber um 25 Pf. je 100 Kilogramm. Besonders Soyaschrot war stärker angeboten. Gut behauptet blieben lediglich Trockenschnitzel. Je 100 Kilogramm in RM. notierten: Weizenkleie 10,75, Weizenfuttermehl 11,90 bis 12, Roggenkleie 10,65, Soyaschrot 15,25, Palm- kuchen 15,6'5, Erdnußkuchen 16,55 bis 17,15, Treber 17,60, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40. Kartoffeln lagen ruhig, großer Bedarf hat sich bisher nicht gezeigt. Fndustriekartoffeln hiesiger Gegend wurden mit unverändert RM. 2,60 bis 2,65 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug notiert Am Rauhfuttermittelmarkt blieb der in der Vorwoche auf 7,00 RM. erhöhte Preis für Heu unverändert. Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt und gebündelt blieben zu RM. 2,20 bis 2,30 bzw. 2,00 bis 2,10 behauptet. Wochenbericht vom frankfurter Gchlachtviebmarkt. Das Geschäft an den Schlachtviehmärkten hat seit Beginn des neuen Jahres noch keine erkennbare Besserung gezeigt. Am Frankfurter Markt war der Auftrieb von Schweinen in der abgelaufenen Woche mit 4818 (gegen 5051) zwar etwas geringer, für den derzeitigen Bedarf blieb er aber immer noch zu groß. Während die Preise anfangs der Woche noch relativ gut gehalten waren, ergab sich später eine Einbuße, so daß gegen die Vorwoche eine Preisminderung um 1 bis 2 Mk. eintrat, von der auch fette Schweine nicht verschont blieben. Das Geschäft nahm einen schleppenden Verlauf, es verblieb wieder Ueberstand. Am Rindermarkt war die Zufuhr 1434 Stück um 145 Tiere geringer, trotzdem erfuhr das Geschäft keine Besserung, vielmehr verblieb nach schleppendem Handel Ueberftanb. Indessen konnten sich beste Ochsen und Färsen um 1 bis 2 Mk. verbessern, Bullen und Kühe behaupteten die Preise der Vorwoche. Am Kälbermarkt erhöhte sich der Zutrieb um 128 Stück auf 1598 Stück. Die Preise gingen wieder merklich zurück, nämlich um 2 bis 4 Mark gegenüber der Vorwoche. Nach langsamem Handel konnte der Markt geräumt werden. An den S ch a f m ä r f t e n ist die Situation vorteilhafter geworden, obschon die Zufuhren seit etwa sieben bis acht Monaten sich ständig vermehrt haben im Vergleich zur selben Zeit des Vorjahres. Wenn auch die erzielbaren Preise sicher noch nicht voll den Wünschen der Landwirtschaft entsprechen dürften, so haben sie doch immerhin eine Verbesserung um etwa 3 bis 5 Mark gegenüber dem Vorjahre gebracht. Der Austrieb in dieser Woche betrug 376 gegen 389 Stück. Nach ruhigem Geschäft wurde der Markt zu unveränderten Preisen ausverkauft. 1932/33 vorliegen. frankfurter Börse. rNltlagsbörse freundlicher. werden. , . *SüddeutscheZuckerAG., Mannheim. Wie der Fwd. erfährt, findet die Bilanzsitzung am 23 d. M. statt. Ihr wird der Vorschlag einer Dioidendenerhöhung um 1 Proz. auf 9 Proz. für hauptet. Im Verlaufe blieb das Geschäft auch weiterhin nur auf wenige Spezialwerte beschränkt. Lebhafter ♦ Umschuldung der 6 (7) p r o 3 e n 11 g e n Schatzanweisungen der Stadt Frankfurt a. M. von 1931. Zur Vornahme der Umschuldung sollen die Inhaber der am 1. März 1934 fälligen ausgelosten 2,39 Mill. Mk. 6(früher 7)pro- zentiaen Schatzanweisungen von 1931 ihre im Besitz befindlichen Stücke einreichen. Für 100 Mk. alte Schatzanweisungen werden 100 Mk. 4prozentige Schuldverschreibungen des Umschuldungsoerbandes deutscher Gemeinden ausgegeben. Die Verzinsung beginnt mit dem 1. April 1934. Den Inhabern, die das Umschuldungsangebot annehmen, werden ferner Stückzinsen in Höhe von 4 Prozent jährlich vom 1. März 1934 bis zum 31. März 1934, abzüglich Zinsen, zum jeweiligen Reichsbankdiskontsatz für den gleichen Zeitraum bar vergütet. ♦ Wieder 5 Prozent Dividende bei Charlottenburger Wasser. In der Bilanzsitzung des AR. der Charlottenburger Wasser- und Jndustriewerke AG. wurde beschlossen, der GV. am 17 Februar für 1932/33 aus dem Reingewinn von 2 987 811 (3 458 965) Mark nach angemessenen Rückstellungen die Ausschüttung einer Dividende von 5 Prozent wie im Vorjahre oorzuschlagen. Der Gewinnrest, von 200 997 (327 021) Mk. soll vorgetragen niedriger und auch Schuckert bröckelten um 0,25 v H ab. Etwas mehr Geschäft erhielt sich am Markte der Reichsmark-Anleihen bei gut behaupteten Kursen. Dollar-Bonds lagen größtenteils fester, besonders 6proz. Preußen mit 56 (plus 2 v. H.), wobei man Hoffnungen hegt, daß auch dieses Papier auf RM. umgestellt werden wird. Von Reichsanleihen gingen Neubesitz mit plus 10 Pfennig etwas lebhafter um, Altbesitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlverein- Bonds lagen behauptet. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, das Geschäft erfuhr aber keine Belebung und auch die Kurse waren nicht mehr verändert, lediglich JG.- Farben zogen nochmals leicht an. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18,90, Altbesitzanleihe 97, 6proz. Stahlverein-Bonds 72,25, Schutzgebietsanleihe 9,50, Reichsbank 165, Buderus 72,25, Harpener 85, Mannesmann 58,75, Phönix 43,50, Stahlverein 36,75, Aku 41,65, AEG. 26,50, Daimler 37,75. Kölner Butterrnartt. Köln, 19. Jan. Deutsche Markenbutter 133 bis 136 (unv.); deutsche Molkereibutter, 1. Qualität, 132 (unv.); deutsche Molkereibutter, 2. Qual., 127 (unv.) Mainzer Getreidernartt. Mainz, 19.Jan. Bei stiller Allgemeintendenz notierten (Großhandels-Einstandspreis je 100 Kilo loko Mainz) in Mark: Weizen 19,60 bis 19,70, Roggen 16,70 bis 17, Hafer 14,60 bis 14,85, Braugerste 17,75 bis 18,35, Jndustriegerfte 17,60, Malzkeime 14,25 bis 14,50, Weizenmehl, füdd. Spez. 0, 29,80, Roggenmehl, 0- bis 60 v. H., novdd., 23,50 bis 23,75, dasselbe, füdd., 24 bis 24,50, Weizenkleie, fein, 11 bis 11,10, Weizenkleie, grob, 11,65, Roggenkleie Nachmittagskonzert I. Dichtung wird Volkslied. 17: Nachmittagskonzert II. „Leichte heitere Kammermusik". 17.45: Zeit und Leben. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Deutsch für Deutsche. 19: Fahnenweihe der Hitler-Jugend in der Potsdamer Garni- sonkirche durch Reichsjugendführer v. Schirach. 20.10: Wanderer ins Jenseits. Aus stillen Heimen und Betsälen. 21: Ludwig van Beethoven. 8.Symphvnie, F=Dur, op. 93. Ausführende: Das Orchester des Deutschlandsenders. Dirigent: Erwin Lindner. 21.30: Minna Magdalena. Eine Szene von Karl Götz. 23: Kammermusik, Ludwig van Beethoven. 0.15 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag, 25. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 8.25: Frauenfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40: Jugendfunk. 16: Nachmittagskonzert. 17.45: „Freiherr vom Stein und Bismarck", Vortrag. 18: Warum Familienforschung? 19: Märsche und bunte Volksmusik. 20: Griff ins Heute. 20.10: Märsche und bunte Volksmusik. 20.50: „Beethovens Neunte", Versuch einer Deutung der „Neunten" aus einem Nachlaßfragment Nietzsches. 21: Ludwig van Beethoven. 9. Symphonie, O-Moll, op. 125. Ausführende: Das Münchener Rundfunkorchester. Leitung: Siegmund von Hausegger. 22.20: Du mußt wissen. 22.40: „Worüber man in Amerika spricht", Vortrag. 23: Ludwig van Beethoven, Klaviersonate op. 109, gespielt von Walter Rehberg. 23.30: Aeltere Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Freitag, 26. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert.- 8.25: Frauenfunk. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde der Frau. 16: Nachmittagskonzert. 17.45: „Die Verkaufs-Organisation eines industriellen Großbetriebes", Bericht. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Englischer Sprachunterricht. 19: Stunde der Nation: Volkslieder aus zwei Jahrhunderten. 20: Griff ins Heute. 20.10: Fronleichnam 1916 — 120 Tote. Kurz- hörfpiel von Werner Plücker. 20.30: Stimmen der Zeit, oder die Bunte Stunde des Zeitfunks. 21.15: Konzert für Violoncello und Orchester von Anton Dvorak. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Ein deutscher Kaufmann auf der Suche nach Troja, Vortrag. Samstag, 27. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 8.25: Frauenfunk. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 10.50: Eröffnungsfeierlichkeiten der „Grünen Woche". 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunde der Jugend. 15.10: Lernt morsen. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.35: Stegreifsendung. 19: Stunde der Nation: Die Teufelsbraut. Ein Tiroler Faschingsspiel. 20: Saarländische Umschau. 20.10: Großer bunter Abend. 22.35: Alte Tänze. 22.50: „Garmisch. Partenkirchen am Tage der Weltmeisterschaft im Viererbob". 23.40: „Auf dem Pressefest". Das Mikrophon im Münchener Fasching. 24: „Neue Tänze". 1 bis 2: Nachtmusik. Frankfurt a.M., 19.Jan. Die Börse freundlicher, allerdings waren die Umfätze nur , . gering, da wegen der unverkennbaren Versteifung in der außenpolitischen Lage sowohl, als auch in der Auseinandersetzung über die Abrüstungsfrage Zurückhaltung seitens der Bankkundschaft und der Kulisse vorlag. Im wesentlichen war Geschäft nur in einigen Spezialwerten. Auf höhere Auslandkurse zogen Reichsmark-Obligationen 1 bis 2 v. H. an. So Rhein-Elbe-Union bis 84, Bewag bis 82,25, Rentenbank-Kreditanstalt 86,75 bis 87, 1947er Stahl- ocrein 75,75, 1951er Stahloerein 77,75. Reichsanleihen ebenfalls freundlich, Neubesitz um insgesamt 30 Pf., Altbesitz 0,38 v. H., späte Reichsfchuldbuchfor- berungen 0,38 v. H. freundlicher. Stahlverein-Obligationen gewannen 1,65 v. H. Auslandrenten lagen Wochenbericht vom frankfurter Vroduktenmarkt. Der Frankfurter Getreidegroßmarkt hatte in der verflossenen Woche allgemein nur sehr schleppenden Umsatz zu verzeichnen. Die Preise neigten überwiegend zur Schwäche. Es lagen keinerlei Anregungen vor. Ganz besonders stark war das Angebot in Weizen. Der Weizenpreis erfuhr daher einen leichten Rückgang auf RM. 196—197 per Tonne nach RM. 197 in der Vorwoche. Roggen lag dagegen wesentlich stabiler, um so mehr, als sich die Zufuhren in engen Grenzen hielten. Die vorwöchige Notiz von RM. 172,50 bis 173,50 per Tonne blieb jedoch gut behauptet. Das Futte r g e treidegefchäft, das wahrend der kalten Witterung noch einigermaßen An- Sonntag, 21. Januar. 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.45: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde der Schassenden. 10: Katholische Morgenfeier. 11: Führer und Front, Vortrag. 11.30: „Alles nur nach Gottes Willen", Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Unterhaltungskonzert. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.10: Mittagskonzert. 14.20: Zehn Minuten für die Landwirtschaft. 14.30: Stunde des Landes. 15: Konzert. 16: Bunte Kinderstunde. 17: Nachmittagskonzert. 18: Bettina von Arnim. Zu ihrem 75. Todestag. 18.30: Fröhliches Zwischenspiel. 19: Wunder der elektrischen Klangfarben. Vortrag. 19.30: Bamberg — ein Stück ewigen Deutschlands. Vortrag 20: Großes Konzert. Ausführung: Das Rundfunk-Orchester. Leitung: Hans Rosbaud. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Nachtmusik. 23: Ludwig van Beethoven. Konzert. 24 bis 1.15: Nachtmusik. 1.15 bis 2.10: Musik aus klassischen Operetten. Montag, 22. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde des Liedes. 16: Nachmittagskonzert. 17.45: „Die Brüder Grimm und der deutsche Gedanke". Vortrag. 18: Jugendstunde. 18.25: Französischer Sprachunterricht. 19: Bunter Abend. 20.10: Festkonzert des Singchors der Württ. Staatstheater. Chordirektor Hubert Heinen. 21: Ludwig van Beethoven. 6. Symphonie F-Dur, op. 68, Pastorale. Ausführende: Das Münchener Rundfunkorchester. Leitung: Prof. Hans Pfitzner. 21.45: „Deutsche Gegenwart und klassisches Altertum", Zwiegespräch. 22.20: „Die deutschen Winterkampfspiele 1934 und ihr Schauplatz", Vortrag. 22.45: Fünf Stockwerke. 23: Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert. 24 bis 1: Nachtmusik. Dienstag, 23. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde der Frau. 16: Die Urahnen des Horft-Weffel-Liedes. Inge Wessel spricht. 16.30: Kammermusik. 17: Sinfoniekonzert. 17.45: „Die neuen deutschen Handelsverträge", Gespräch. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 19: Großes Orchester-Konzert des Westdeutschen Rundfunks. 20: „Verteidigungswehr für Deutschland", Vortrag. 20.10: Bunt ist die Welt. Eine Spielerei mit Scballplatten ans aller Welt. 21: Ludwig van Beethoven. 7.Symphonie, A=Dur, op. 92. Ausführende: Das Leipziger Sinfonie-Orchester. Dirigent: Generalmusikdirektor Hans Weisbach. 21.40: Worte Beethovens. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Nachtmusik. 23: Ludwig van Beethoven. Kammermusik, gespielt vom Wendling-Quartett. 24 bis 1: Von deutscher Seele. Gedächtnisstunde zum 130. Geburtstag des Malers Moritz von Schwind. Mittwoch, 24. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert I. Ausführung: Das Rundfunkorchester. 13.35: Mittagskonzert II. Zeitgenössische Musik. 14.40: Zehn Minuten Verkehrserziehung. 14.50: Kleine Unterhaltung. 16: Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beich lossenen Dividende an — Reichsbankdiskoni 4 0 H Lombardzinsfuß 5 v. H.____________________ Zrankmr u. Dl Berlin Franklur« a.Äl Serlln Frani'ur a. M Serlb- Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a !N Schluß- hirt Schlußk. Abend- bSrse Schluß- furd Schlußk. Wittag- bSrse Schluß- furd Schluß«. Abend- bSrse Schluß- turd Schlußk. Mittag- bSrse Schlußkurs Schluyf. Abend- borfe Schlußkurs Schlußk. Minag- börfe 18.Januar 19.Januar Amtliche Notierung frei-' | 8rie Amtliche Jiotierunn Geld | ?ric Datum 18.1 19-1 18.1 19.1 Datum 18-1 19-1 18-1- 19.1. Datum 18.1- 19.1. 18-1 19-1 HelsingforS.. Wien ...... Prag ...... Budapest .,. Sofia ...... Holland .... Oslo ...... Kopenhagen. Stockholm London ..... Buenos Aires Reuyork .... Brüssel..... .Italien..... Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan ...... Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon .... 5,794 47,20 12,465 3,047 168,83 65,83 58,54 67,58 13,105 0,705 2,602 58,39 22,02 16,44 81,07 34,72 81,42 0,781 0,224 5,664 11,94 5,806 47,30 12,485 3,053 169,17 65,97 58,66 67,72 13,135 0,709 2,608 58,51 22,06 16,48 81,23 34,78 81,58 0,783 0,226 5,676 11,96 Bantnoten 5,794 47,20 12,48 3,047 168,73 65,83 58,54 67,58 13,095 0,713 2,627 58,39 22,00 16,44 81,02 34,69 81,44 0,784 0,224 5,664 11,94 5,806 47,30 12,50 3,053 169,07 65,97 58,66 67,72 13,125 0,717 2,633 58,51 22,04 16,48 81,18 34,75 81,60 0,786 0,226 5,676 11,96 •% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6% efoem.7% Di. ReichSanl. v. 1929 6Vi% Doung.Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.»Ablöi..Schuld mit Auslos.-Rechten ....... Desgl. ohne Auslos.»Rechte...... 6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ..... 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6¥i% Hess LandeS-Hypolbeken» bank Darmstadt Ltaui. . Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auelos.»Rechten Deutsche Komm Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten .6% ehem 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks.. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 i%% ehem 4Vj% Franks Hyp.» Bank-Liau.-Psandbriese 6y,% ehem 4ft% Rheinische Hyp.-Bank-Ltou.-Goldpse. 6% ehem 8% Pr LandeSpsand- briesanstalt, Psandbriese R 19 6% ehem. 7% Pr LandeSpsand» briesanstalt, Psandbriese R. 10 Steuerautsch Verrechnungskurs 4% Veiterrerchtsche Goldrente. 4,20% vesterreichische SUberrentr 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *yt% deSgl. von 1913 6% adgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I..................... 95 100,13 95,5 96,4 18,25 94,25 93 92,75 92,5 96,4 93 93 92,13 92,5 94 94 97 19,5 0,90 5,4 5,2 5,13 5,25 5,5 95 100,10 95,4 97 18,90 94,5 92,5 92,75 92,5 96 92,5 92,5 92 92,25 94 94 97 19,25 0,90 5,25 5,2 5 5,3 5,5 95,4 100,30 95,25 96,25 18,20 94,25 96,25 94 94 97 0,90 5,45 5,20 7,65 95,25 100,30 95,5 97 18,75 94,65 93 96,25 94 94 97 0,90 5,30 5,30 5,05 7,5 5,30 5,5 4% desgl. Serie II .......... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Numän.vereiah.Renkev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. »%% Anatolier ... vamvurg-Amertka-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Hansa» Dampfschiff.........o Norddeutscher Lloyd ......... O ’2L®. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz» und Privat-Bcmk . o Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ o Dresdner Bank.......... o Reichübank ............"f,. zx A.E.G....... o Betula..................... o Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft . g Fellen & Guilleaume.......o »5^llsch.s.Elektr. Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität .... ß Schuckert «Co......... 5 Siemens L Halske...... 7 Lahmeoer L Lo............. ,y Buderus . ................0 Deutsche Erdöl.............4 Gelsenkirchener............0 Harpener ............ 0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Zlse Bergbau g Ilse Bergbau Genüsse ........ < Klöcknerwerke ............ g Mannesinann-Röbren ........ C 5,5 4,025 6,5 3,45 26,5 28 29,5 61,5 87,5 48,5 54,5 60 167 25,75 120,25 91 99 52 87,75 101,5 142 109,9 71,5 100 55,5 84,5 107,65 56 58,9 5,5 4,025 6,5 3,40 26,5 27,5 28,75 63,25 87,5 48,5 54 60 165 26,5 119,75 90 98 52 87,5 101,25 142 110 72,25 100,13 56 85 108 j 56,25 1 58,75 3,9 6,25 3,30 26.5 28,13 24,75 29,5 61,4 88 48,5 54,5 60 166,5 26,13 120,25 90 98,5 51,5 17,13 39,5 100,5 142,5 110 71,4 99,5 55,5 84,5 65,25 107,5 56 58,25 5,25 4 6,5 3,30 26,4 27,5 23,5 28,5 63,5 87,5 48,5 54 60 165,65 26,9 119,5 89,75 98 52 87,4 101,5 142 109,5 71,5 100 56 85,25 65,65 136,5 107,5 56,25 58,9 ManSselder Bergbau......... O Kokswerke 0 Phönix Bergbau............. 0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl 0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavt Minen ...........0 Kaliwerke Aschersleben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7Vt 3. G. Farven-Jnvusme....... 7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ......... O Rülgerswerke ........ 0 Metallgeselllchaft...... O Philipp Holzmann ...........0 Zementwerk Heidelberg ......O Zementwerk Karlstadt......... O Schultheis Payenhoser ...... O Aku