184. Jahrgang Eichener Anzeiger Das Genser prototoll über den Oftpakl h c ,ni i g t e i t vom Ausland zu machen. Daß bic > -- volkswirtschaftlich und politisch betrachtet — < 4YX . V . - 1 - - 1 fk . (» k (X <1 S ie erhielt, 'llil |O h ! i mgeheurer Bedeutung ist, geht schon daraus d:, daß noch in diesem Jahre schätzungsweise 1 Milliarden Mark landwirtschaftliche Erzeug- sprungen sind. . 2. Zu diesem Zweck wird jede der beiden Regierungen die andere über jeden Vorschlag deutsch-französische Annäherung im internationalen Rahmen ist eine wirkliche Ariedensbürgschaft. Möge Deutschland davon überzeugt sein, möge es dementsprechend handeln. Dann wird ein großer Schritt in Richtung aus die notwendige Der- söhnung unserer beiden Völker getan sein. Deutschland wird bei den kommenden Verhandlungen sich zu äußern haben und wird sagen, ob es an den geplanten Kollektivpakten Anteil nehmen will. Es wird auf diese Weise imstande sein, sein Solidaritätsgefühl zu bezeugen. Wir schließen vor keiner Gefahr die Augen, aber wir verzichten auch auf keine Hoffnung. Wir bewahren die Ueberzeugung, daß in der heutigen Zeit etwas Dauer haf- t e s nur auf einer aufrichtigen und wirklichen internationalen Zusammenarbeit begründet werden kann." Reichsnährstandes berangezogen. Ferner haben sich die Beamten der wissenschaftlichen Institute ebenso freudig und freiwillig in den Dienst dieser großen Aufgabe gestellt wie die landwirtschaftlichen Beamten der Düngemittelindustrien. Darüber hinaus wird auch jedem Privatmanns, der in besonderen Gebieten größere Erfahrungen besitzt, Gelegenheit gegeben, aufklärend zu wirken. Diese Vorträge, die gegebenenfalls durch Filmvorführungen zu unterstreichen sind, werden durch Rundfunkvorträge an allen deutschen Sendern ergänzt. Daß die Presse sich während der ganzen Dauer der Erzeugungsschlacht mit diesen wichtigen Problemen beschäftigt, ist eine Selbstverständlichkeit. Um aber auf dem Dorfe selbst für die richtigen Gedanken zu werben, werden dort besondere Tafeln aufgestellt, die auf die Wichtigkeit der einzelnen Maßnahmen Hinweisen. So. wird der Bauer immer und immer wieder daran erinnert, wie und zu welchem Zwecke eine Vermehrung seiner Erzeugnisse angestrebt wird. Daß der Reichsnährstand außer dieser Aufklärung „Dir werden", so fuhr Laval fort .»sehr bald unsere Unterhaltung mit Deutschland wieder aufnehmen. Ich habe bereits gesagt, daß Deutschland aufgefordert werden werde, mit uns und den übrigen Ländern unter den gleichen Bedingungen und mit gleichem Recht (au meme titre) zu verhandeln. Deutschland wird aufs neue ausgefordert werden, sich diesem Kollektivpakt anzuschließen, in dessen Rahmen es versichert ist, die gleichen Garantien zu erhalten, die er den übrigen beteiligten Ländern gewähren wird." Zum Schluß betonte Laval, daß Frankreich einzig und allein auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit handeln wolle und bereit sei, auf diesem Gebiet mit allen zusammenzuarbeiten. Frankreich betreibe eine Friedenspolitik; eine solche Politik sei gegen kein Land gerichtet. Laval erklärte: „Ich schließe auch niemanden aus. Ich werbe im Gegenteil um den Beistand aller, die guten Willens sind. Wir haben uns um sie bemüht, wir bemühen uns auch jetzt noch um sie. Die französische Regierung wird niemals etwas tun, was Deutschland zu dem Glauben berechtigt, Frankreich wolle ihm gegenüber eine Politik der Vereinsamung betreiben. Die London, 18. Dez. (DNB.) Der linksradikale „S t a r" veröffentlicht Einzelheiten über ein französisch-sowjetrussisches Militär- und Handelsabkommen. Die Gerüchte über das Bestehen eines derartigen Abkommens tauchten nach der Rede des französischen Abgeordneten Ar- ch i m b a u d in der Kammer auf. Die französische Regierung sah sich damals zu einem Dementi veranlaßt. Nunmehr veröffentlicht der „Star" den angeblichen Inhalt des Abkommens unter genauer Wiedergabe der einzelnen Artikel. Der Militärpakt hat eine Laufdauer von fünf Jahren und kann um weitere fünf Jahre verlängert werden. Artikel 3 und 4 sehen engste Zusammenarbeit in Luftfahrtfragen vor. Artikel 2 soll Andeutungen darüber enthalten, daß I a - p a n und Deutschland d i e mutmaßlichen Widersacher der beiden Unterzeichnermächte sein würden. Gleichzeitig wird in Artikel 1 der Pakt als reinen Verteidigungszwecken dienend bezeichnet. Ein Zusammenwirken zwischen beiden Generalstäben ist vorgesehen. Das Material über die militärtechnischen Fortschritte soll ausgetauscht werden. Außerdem wird sich eine französische M i l i t ä r m i s s i o n nach Sowjetrußland und eine sowjetrussische Militärmission nach Frank- die Fragen auch nur innerhalb eines Landkreises gleichmäßig zu behandeln. Keine theoretischen Heber- legungen werden hier angestellt, sondern rein praktische Gebiete werden behandelt, die für jeden Bauern von größtem Interesse sind. Zum Beispiel wird gezeigt, wie durch bessere Bodenbearbeitung, durch zweckmäßige Düngung und einwandfreies Saatgut die Erkäge von Acker, Wiese und Weide erhöht werden können, wie die Futterversorgung des Viehes in eigener Wirtschaft gesichert wird, wie mehr Textilrohstoffe (Flachs, Hanf und Wolle) zu erzielen sind, wie die Leistungen aller landwirtschaftlichen Nutztiere, auch der Kleintiere gesteigert werden können usw. Insgesamt werden auf diese Weise 14 verschiedene Fragen behandelt. Soll eine derartige Schulung des Bauern mit Erfolg durchgeführt werden, so dürfen zu diesen Sprechabenden natürlich nur einwandfreie und mit guten praktischen Kenntnissen ausgerüstete Kräfte berangezogen werden. Diese Kräfte stellt der Reichsnährstand zur Verfügung. Außer den Lehrern der bäuerlichen Werkschulen werden sämtliche Fachbearbeiter des noch viele andere Maßnahmen getroffen hat, die Erzeugungsschlacht zu einem vollen Erfolge werden zu lassen, ist selbstverständlich. So wurden z. B. 14,5 Millionen Mark zum Bau von Ein- säuerungsbehültern zur Verfügung gestellt, die restlose Abnahme einer Flachsernte von 50 000 und die einer Hanfernte von 5000 Hektar wurden garantiert und die für die Verarbeitung notwendigen Industriebetriebe in Gang gesetzt, das für den Anbau nötige Saatgut beschafft, die Düngemittelpreise für Kali und Phosphorsäuredünger herabgesetzt, wenig ertragreiche und widerstandsfähige Sorten der Kulturpflanzen aus dem Handel gezogen, das Früchtepfandrecht verlängert und vieles andere mehr. So sehen wir also an dem Beispiel der Erzeugungsschlacht, welche gewaltigen Aufgaben dem Reichsnährstand bevorstehen und wie sie mit Hilfe der umfangreichen Organisation gelöst werden, Aufgaben, die um so schwerwiegender sind, als sie nicht einen einzelnen Berufsstand, sondern schlechthin das gesamte deutsche Volk betreffen. gen gemeinsam Abschluß der vor- Geheimes MMabkommen zwischen Paris und Moskau? Veröffentlichungen eines englischen Blattes. - Angeblich gegen Deutschland und Japan gerichtet. rm die die Erzeugnisse des Bauern vertreiben, er> iic^t worden, sondern vertritt gleichzeitig auch | i t interesfen der Verbraucherschaft. Lasseste Beispiel hierfür ist die Marktord- N i n und die daraufhin erfolgte Einführung der $ rh- und Festpreise. Trotzdem werden heiMeiaoch Stimmen laut, die sich gegen die Errich- lim uner derartig umfangreichen Organisation, die M letzten Dorf und Bauernhof reicht, aus- spr^chn und behaupten, die gleichen Erfolge auch au cnbere Art und Weise erreichen zu können. fe :id)tig aber gerade die Erfassung aller La ^Wirtschaftlichen Kräfte in einer anLßi Organisation ist, geht aus der Durch- |üm:iu n g der Erzeugungsschlacht hervor, Hi cis j dazu dient, uns hinsichtlich der Nahrungs- «iitkreschaffung möglichst frei von der Ab- sictz nur schwer zu einer Umstellung seiner Wirt- fdjHfn und zu Neueinführungen bewegen. Hinzu fDihniü;, daß er oft genug Nackenschläm ronmer die Ratschläge geschäftstüchtiger Leute oder Oie Lücke im französischen Kollektivpakisystern. Laval fordert Deutschland erneut zur Teilnahme auf.-Annäherung und Zusammenarbeit, aber — im internationalen Rahmen. M Erzeugungsschlacht N deutschen Bauern : Onn Or. Schünemann (Reichsnährstand). >e! Reichsnährstand als Organisation des natio- ia somlistischen Staates ist nicht nur für die Be- tii gelber landbautreibenden Bevölkerung und der Paris, 18. Dez. (DNB.) Der Senat befaßte sich mit dem Haushalt des Außenministeriums. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschußes, Senator Börenger wünschte vor allem Aufklärung über die Verhandlungen mit Polen, der Sowjetunion, der Kleinen Entente und Italien und über das mit der Sowjetunion unterzeichnete Protokoll. Er nahm auch Bezug auf die Fühlungnahme zwischen den Vertretern französischer und deutscher Frontkämpfer. Außenminister Laval begann mit einem Bericht über die Beschlüsse des Dölkerbundsrates zu der Saarabstimmung. Wenn er in der Kammer bereits erklärt habe, daß Frankreich sich einer zweiten Abstimmung gegebenenfalls nicht widersetzen würde, so habe er die Genug- tung, feststellen zu können, daß die Ansichten der französischen Regierung über dieses heikle Problem mit denen des Dreierausschusses überejnstimmten. Die Interessen Frankreichs fielen mit den Interessen des Friedens zusammen. Damit aber Frankreich seine Vernunft durchsetzen könne, müsse es geachtet werden und um geachtet zu werden, müsse es st a r k s e i n. 3n allen laufenden Verhandlungen verfolge Frankreich kein egoistisches Ziel, wenn es auch die berechtigte Sorge um die Sicherheit hege. Für den festen Ausbau des Friedens feien die Verhandlungen zum Abschluß eines O ft p a k t e s und zu einer engeren Zusammenarbeit mit I lallen aufgenommen worden. Wie Frankreich, so habe auch Mussolini Freundschaften, denen er treu z u bleiben gedenke. Von der Uebereinftimmung zwischen beiden Regierungen hänge die Aufrechterhaltung einer eng mit den Interessen des europäischen Friedens verknüpften politischen Ordnung in Mittelund Osteuropa ab. Da die Freundschaft Frankreichs unerschütterlich sei, müsse die Kleine Entente im voraus alles, was die französische Regierung mit der italienischen Regierung planen könnte, als vollständige Uebereinftimmung ansehen mit der Auffassung, die die Regelung ihrer (der Kleinen Entente) eigenen Interessen Frankreich vorschreibe und immer vorschreiben werde. Die Verhandlungen über den Ostpakt würden fortgesetzt, Frankreich sei bestrebt, sich die Z u * ftimmung Polens zu sichern. Frankreich habe Polen ebenso herzliche wie genaue Aufklärungen gegeben. In Polen könne kein Zweifel darüber bestehen, daß Frankreich bestrebt sei, den berechtigten polnifchen Wünschen Rechnung zu tragen. reich begeben. Die sowjetrusssiche Regierung übernimmt ferner die Herstellung französischer Flugzeugrnotore-, die technische Leitung wird in französischen Händen liegen. Von den neuen französischen Zwergtanks werden vierhundert Stück nach Sowjetrußland befördert, um die Erfahrungen der französischen Tankfabrikanten auch Sowjetrußland nutzbar zu machen. Für die ständige drahtlose Verbindung zwischen den beiberfeitigen Generalstäben ist ein Geheimcobe ausgearbei- t et worden. Sollte Sowjetrußland von Japan angegriffen werden, dann wird Frankreich ohne besondere Aufforderung Kriegsmaterial im Werte von vier Milliarden Francs an Sowjetrußland liefern. Im Falle eines französisch - deutschen Krieges werden die Sowjetrussen Frankreich mit einer entsprechenden Menge Getreide versorgen. Frankreich und Sowjetrußland verpflichten sich ferner, keine zweiseitigen Verträge mit Deutschland abzuschließen. Es sei keine Bestimmung über die Entsendung von Truppen von einem Land zum anderen enthalten. Wahrscheinlich würden beide Länder die Lage hinsichtlich Polens später überprüfen. bidehuDeifungen nicht lanbwirtschastsfreunblicher BWHen befolgte. So setzt er bewußt ober unbe- wiiw'li allen Fortschritten — selbst wenn sie gut mi'ic?' — einen gewissen Wiberstand entgegen unb bl !i: Bei seinen alten, heute zum Teil überholten otümim minbeften nicht mehr zweckmäßigen Wirt- schhctnnethoben. I H greift nun der Reichsnährstand ein um! «ieginnt mit einer ungeheuren Aufklärungs- enrtii: die zunächst den Zweck verfolgt, dem Bauern flökeyu weisen, auf denen er ohne besonders große Mü-Belastung höhere Erträge aus seiner MÜ's mft erzielen kann. Die Erzeugungsschlacht gli:i.!c:t sich also in zwei Abschnitte, jn die Schulungsarbeit durch die Be- cmten des Reichsnährstandes : 2r die Ausführungsarbeiten durch die j | lmdbebauende Bevölkerung selbst. Slsen die Arbeiten von Erfolg gekrönt sein, so miwe bei der Aufklärung unbedingt all die Ratsch ilz unterbleiben, aus deren Befolgung für den Biül^m ein Risiko entstehen kann, weil er anberm faiili halb bas Vertrauen verlieren unb seinen alten GüGisätzen treu bleiben würbe. 2n große Plan ber Erzeugungsschlacht wurde oaii ^raumer Zeit vom Stabsamt in Verbindung mniilin: Hauptabteilung H des Reichsnährstandes auasjuirbeitet. Dieser ist in den großen Linien rich- tunr|c:benb für sämtliche Landesbauernschaften und roniÄ ihnen vor kurzem zur Weiterbearbeitung ü6t>!G?ben. Die Landesbauernschaften beauftragen num' n Hand der Richtlinien die einzelnen Kreis- boittchschaften mit der Durchführung des Aufklä- ruii Feldzuges. Die Hauptarbeit liegt also in den einzelnen Kreisen. Hier werden — soweit w möglich in jedem Dorfe — in vierzehntägigem Ai Ittiib je zwei Vorträge an einem Ei):r;chabend während des Winters ab- getton, in dem von erfahrenen Fachleuten den $!$ci?Tn Rede und Antwort gestanden wird. Durch biiiefraffe Organisation des Reichsnährstandes ist Si:LP getragen, daß auch der entfernteste B!! iüsr erfaßt wird. Dadurch daß der Vortra- genie selbst zum Bauern in das Dorf ti'unmt, erreicht man, daß einmal jeder Bauer sich avitli'len Sprechabenden beteiligen, zum anbe» reitrauer, baß ber Vortragenbe sich vollkommen auf di iswrhältnifse ber betreffenben Gegenb einstel- [ e m iann Unb gerabc dies erscheint außerordent- licL richtig, sind doch die Wirtschafts-, Boden- und Kk!l Verhältnisse innerhalb Deutschlands so auher- orihilidjt verschieden, daß es oft nicht möglich ist. auf dem Laufenden halten, der eine derartige Tragweite haben könnte, auf gleich welchem Wege er ihr von einer der in Frage kommenden Regierungen unterbreitet werden würde. Diese Verpflichtungen gelten für b i e Dauer bes laufenden diplomatischen Unternehmens (entreprise) unb aller folgenden Unternehmen, die gemäß der gleichen allgemeinen Auffassung und mit der gleichen Absicht an feine Stelle gesetzt werden töneten. Beide Regierungen verpflichten sich, auf diese Unternehmen nicht zu verzichten, ohne durch gemeinsame U e b e r e i n f o m m e n fe ft ge|t eilt zu haben, daß es nutzlos wäre, sie weiter zu verfolgen. In diesem einen Falle würden sie über bie neuen Versicherun- g e n beraten, bie sie sich in dem gleichen Geist unb zum Zwecke eines gleichen Gegenstandes zu geben für zweckmäßig erachten würben. Die beiden Regierungen sind überzeugt, daß eine solche Garantie ber Kontinuität unb ber Wirksamkeit in der diplomatischen französisch-russischen Zusammenarbeit den Erfolg der laufenden internationalen Verhandlung erleichtern und gleichzeitig dazu dienen wird, allgemein den Geist des gegenseitigen Vertrauens in den amtlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Im Vertrauen darauf haben die Unterzeichneten, die von ihren Regierungen hierzu ermächtigt waren, das vorliegende Protokoll unterzeichnet. Genf, den 5. Dezember 1934. (Unterschriften.) Gez. Litwinow. Gez. Laval. pisise ' i n g e f ü h r t werden, die ebenso gut im fcnH 'Dnretisch läßt sich nachweisen, baß unsere Land- wiirlstaft bas gesamte deutsche Volk aus eigener SciiZol' ernähren kann, allerbings unter ber Vor- auil>|eiung, baß Boben und Viehbestand so a i e n u tz t werden, wie es heute schon in den ?lvif l eleiteten Betrieben geschieht. Zwei- elib-ohie hat auch jeder Bauer das Bestreben, seinem Srund und Boden bie höchsten Erträge abzu- geipirien. Das Interesse bes Bauern läuft also mit ber» Jaeftrebungen bes Staates parallel. Es müßte bemild) durchaus nicht allzu schwierig sein, das gciiiic.'e Ziel — gesicherte Ernährung des Volkes aio is io gen er Scholle — zu erreichen, wenn — ja, tminntibie genannte Voraussetzung erfüllt sein würde. Dck.sift aber durchaus nicht der Fall. ®ain nun aber der Bauer demselben Ziele — nne ^allerdings aus persönlichen Gründen — nach- ftriteb: so muß doch ein Grund vorliegen, der das (FPtWQen dieses Zieles verhindert. Unb bas ist tcttWlich ber Fall. Tag für Tag, Woche für Woche anibe:bt ber Bauer schwer unb hart, oft 10 bis 14 SlMi-en am Tage, ist bauernb körperlich ange- fpiiir • unb hat keine Zeit unb Gelegenheit, sich eirigtiicnb um bie Fortschritte seiner B e- r u frg e n o ff e n zu kümmern. Er übernimmt bie WÜllchaftsmethoben seiner Vorfahren uneinge« fdniäitt, hält fest an biefen Anschauungen unb läßt r.296 (Elftes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 19. Dezember 1954 ä Annahme von Anzeigen chnil täglich, außer Ä " für bie Mittagsnummer nrags unb Feiertags ▼ ▲ A. • ▲ A A bis 8'/,Uhr des Vormittags MiÄ AH Afrt vl tt "y1 AWfernnmmw in im Bild'Die Scholle ■ B Md 1 > B B B f I II III ÄJr B für Anzeigen von 22 mm M-- QJivnvIlvl 4lnvWU ----- Ich bei Nichterscheinen N ■ WM Ermäßigte Srundpreife: » unzelnen Nummern f Stellen:, Vereins-, gemein« lWM General-Anzeiger für Oberheffen tlkte:. Anzeiger Gießen v w 1 behördliche Anzeigen 6Rpf. ÄX11686 Druck und Verlag: Srühl'sche Univerfiläts-Such- und Steinörudmi R. Lange in Stehen. Schriftleitung und S-schSstrstelle: Schulftratze r M°ng°n°b|ch,üsi°s.°ff°l8 Außenminister Laval kündigte im Senat die Veröffentlichung des von ihm und Litwinow in Genf unterzeichneten Abkommens über das Verhalten beider Regierungen während der Ostpaktverhandlungen an. Das Protokoll hat folgenden Wortlaut: „Der französische Außenminister und der sowjetrussische Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, die in Genf einen Gedankenaustausch über den Stand der Verhandlungen zum A b - schluß eines O st p a k t e s, für den von ihren Regierungen die Initiative ergriffen worden ist, geführt haben, sind zu der Feststellung gelangt, daß beide Regierung"- t» entschlossen sind, den , _v gesehenen internationalen Pakte zu betreiben. Sie sind in dem Augenblick, in dem die Verhandlungen eine aktivere Wendung genommen haben, übereingekommen, im Namen ihrer Regierungen folgende Haltung einzunehmen: 1. Keine der beiden Regierungen wird sich mit den Regierungen, die zur Teilnahme an dem Ostpakt aufgefordert worden sind, und insbesondere mit denen, die ihren grundsätzlichen Beitritt noch nicht erklärt haben, in Verhandlungen einlassen, die zum Abschluß von zwei- oder mehrseitigen Verträgen führen könnten, die die Vorbereitung und den Abschluß des regionalen O st p a k t e s und der mit ihm verbundenen Verträge kompromittieren könnten ober bie d e m Geiste wibersprechen, dem sie ent- A Er- an, alle anderen Mächte enthält, deren solidarische Haltung die versöhnlichen internationalen Lösungen ermöglicht habe. Durch die Entschließung stimmt der Senat ferner den glücklichen Ergebnissen der letzten Völkerbundsratssitzung zu, nimmt mit Befriedigung von den Erklärungen Lavals über den Ostpakt und die italienisch-französischen Verhandlungen Kenntnis und beglückwünscht den französischen Außenminister zu seiner Festigkeit und seinem Takt. Ein Senator forderte die Festsetzung eines Zeitpunktes für feine Interpellation über die libysche Grenze. Italien wolle das ganze Gebiet bis zum Tschadsee haben, um bis Afrikapolitik. Der Senat schloß sich der außenpolitischen klärung Lavals mit einer Entschließung die eine Anerkennung für England, Italien und Die neuen Mitärkredite von der französischen Kammer bewilligt. Wie steht Frankreich zur Kontrolte der Waffenindustrie? Paris, 18. Dez. (DNB.) Die französische Kammer begann am Dienstag die Beratung der Zusatzkredite in Höhe von 800 Millionen Franken für das Kriegsministerium. Der radikalsozialistische Abgeordnete Pierre C o t stellte gleich zu Beginn Antrag auf Vertagung. Die Regierung müsse sich zunächst einmal darüber äußern, welche Maßnahmen zur Kontrolle der Waffen- herstellung von ihr getroffen worden seien. Man habe während des Krieges gesehen, wie auf der einen Seite Männer für Frankreich Blut und Leben gaben, starben, während andere große Gewinne einstrichen. Der Völkerbund habe deutlich das kriegshetzerische Treiben der Rüstungsindustrie verurteilt. Er und seine Freunde seien bereit, die für die Landesverteidigung notwendigen Kredite zu bewilligen, nicht aber die Hand zu bieten, um den Leuten zu noch größeren Gewinnen zu verhelfen. Daß man gegen die Kriegsverweigerer vorgehe, fei vollkommen in der Ordnung. Aber zuerst müsse man allen Bürgern die Sicherheit geben, daß man von ihnen nicht das Opfer der Freiheit und ihres Lebens verlange zum Nutzen der R ü ft u n g s i n d u st r i e. Zu fordern sei bei der Ueberwachung der Rüstungsindustrien vor allem die ihrer Reklamehaushalte, z. B. desjenigen der Gasmaskenhersteller. Der politische Feldzug über die Gefahren der Luftangriffe gehe von den Gasmaskenherstellern aus. Ministerpräsident F land in erwiderte: Auf französischen Vorschlag hin sei die A b r ü st u n g s - konferenz mit dieser Frage befaßt worden, der technische Ausschuß der Konferenz habe den Entwurf einer Entschließung ausgearbeitet. Die Zustimmung Frankreichs stehe fest. Es sei gefährlich, eine Unterscheidung zwischen Rüstungsindustrie und Friedensindustrie zu machen. Immerhin könne man es nicht zulassen, daß in einem Kriegsfall die einen ihr Blut hingäben und die anderen Gewinne einstrichen. Es sei die Frage, ob in Friedenszeiten die staatlichen Arsenale billiger arbeiteten als die privaten Gesellschaften. Die Erfahrung lehre aber, daß d i e Verstaatlichung nicht ratsam sei. Die Organisierung des Friedens sei für Frankreich die Hauptsache. Gegenwärtig müsse man mit den R ü - st ungen der anderen rechnen. (Flandin sprach in diesem Zusammenhang von einer Großmacht, die Frankreich in den letzten hundert Jahren dreimal angegriffen habe.) Die Gewährung der Militärkredite sei eine Versicherugsprämie für die Zukunft. Pierre C o t zog seinen Verta*gungsantrag zurück. Nach längerer Debatte, in der ein sozialistischer Antrag auf Verstaatlichung der Waffenherstellung abgelehnt wurde, nahm die Kammer mit 460 gegen 130 Stimmen die Regierungsvorlage über 800 Millionen neuer Militärkredite an. Der Senat billigt Lavals Außenpolitik. Eine unbequeme Anfrage über Italiens Gießener Gtadttheater. Carl Maria von Weber: „Der Freischütz". Verfolgt man den unvergleichlichen Siegeszug von Carl Maria von Webers „Freischütz" über die deutschen Bühnen und stellt dem gegenüber, wie diese Oper im Auslande sich einmal die schwersten Eingriffe der Zensur gefallen lassen mußte (der Samiel erregte den stärksten Anstoß; an einer Stelle wurde er in ein ,chöses Fatum" gewandelt und ihm „Titania" als „Beschützerin der Unschuld" entgegengestellt, oder gar in der ersten Aufführung in Paris, wo man dem Geschmack des Publikums die unverzeihlichsten Konzessionen machte), dann erst wird man am deutlichsten ermessen, wie unendlich tief dieses Werk in der deutschen Volksseele verankert ist. Groß ist die Zahl der Stimmen, die in bem „Freischütz" „Deutschland selbst" erkennen, von Richard Wagner angefangen, dem in schwerster Pariser Leidenszeit der „Freischütz" tiefes Heimweh erweckt, bis zu unserer Zeit. (Hans Pfitzner.) Schon das Werden dieser Oper läßt uns Einblicke gewinnen. Eine Zeit schwärmerischen romantischen Ungebundenseins, die Weber in Mannheim, Heidelberg und Darmstadt verlebte, führt den Komponisten zum erstenmal an den Freischützstoff. Als er mit seinem Begleiter Alexander von Dusch Stift Neuburg besucht, da finden sie ein neu erschienenes Buch, „Das Gespensterbuch" von A p e l und L a u n. Unter den vielen Kuriositäten nimmt eine Erzählung die beiden gefangen, „Der Freischütz, eine Volkssage." Schon entwirft man das Szenarium einer Oper, deren Text Dusch schreiben soll; aber noch ist der Plan nicht reif, und erst mit Beginn seiner Dresdener Zeit kann sich Weber mit dem Opernplan befassen. Jetzt aber um so intensiver und gründlicher. Gleich die erste Teilnahme an der literarischen Gesellschaft Dresdens, dem „Liederkreis", schlingt das Band zu dem Juristen Johann Friedrich Kind; die Verhandlungen werden immer bindender, und bald liegt der Textentwurf vor. Die ursprüngliche Erzählung läßt tue Braut der Kugel zum Opfer fallen, den Bräutigam im Jrrenhause enden. Dieser Ausgang wurde im Sinne einer neuen ethischen Idee gewandelt, ebenso wie eine Reihe von neuen Figuren in das Geschehen hineingestellt wurden. Die in der damaligen Gegenwart spielende Handlung wurde in die Zeit kurz nach dem 30jährigen Kriege verlegt, und so gewannen die Mächte des Aberglaubens und des Wunderglaubens ihre historische Glaubwürdigkeit. Der Textdichter Kind hatte zwei Szenen zwischen dem Eremiten und Agathe vorangestellt. Aber Webers? för.oui# CaroUm BxgyLt* wagt« mit Hauptquartiersschwadron und drei gemöbr, Schwadronen. Die Hauptquartiersschwadron p aktuell- in folgende Züge: 1. Hauptquartierszug, ban Signalabteilung; 2. Verwaltungszug; 3. (fc dungszug; 4. Mörserzug. Der Erkundungszug? mit leichten Kraftwagen für jej? Mann ausgerüstet sein. Die Kraftwagen n» Panzerschutz für Motor und 2er Chor waren mit Gewissenhaftigkeit und ' am Platze. . Solcher Aufführung gebührt zweifellos ein besetztes Haus. Jeder Akt brachte berechtig mische Hervorrufe. Bom Buchdruck in SmmsW in eine Kraftwagentruppe umgetii delt werden. Es wird eingeteilt werden in ®et ' Der! nolist 5 on ein bitnftlii ersten ’M'ffir Setfnmr Detektiv renn c lleberse! -rere lil -eit A, DIitarbe xroßen ihm hat hervorra spannen! plündert, des Mite, früher mi v Än b de San deuts lianisch deutsch, schen s lamme ban i Menü (Entroi, habt k „De und a das D terw obbruc nach: Buch ( schmal! lung; Vie un Aus Iroue: loten Gefeit Kirche jungen sietluna '°"zl porer p mc /leichsa, pienben *5)0 »wijt Nb bie tw jjji "W Jh «■% M i «liebe bie Q h & «ine , 5'tteli Jfiidr bes z an. , Die Mel 5-h'-ht Ntieint J?Qnn ein Dom des Lovb gei* eine/ der-'/ oerben triegrbl »stpreuh öimcn. teeren n llseinan uftoll ;amnue^ xie lan' nenn uerben. 6in t $er im Tci rflr des ei Lchl iefiei- t ntfcheid, lussi' nerben ,on Wie izt, die ntscheidl em n, zm Nach einer Mitteilung des b r itifdjenftrii- amtes wird im nächsten Jahre das br Regiment Königshusaren versucht Unter dem Titel „Der BuchdruckinDar i stadt 1 605 — 1 7 64" hat der Lerlagsle-ne: - L. C. Wittichschen Hofbuchdruckerei in Dr. Hermann B r ä u n i n g - O k t avio, M . nographie erscheinen lassen, die in ihren W f; und Vorstudien bis in die Vorkriegszeit zur// und in der vorliegenden Form burd) bie . des hessischen Prälaten Professor D. Dr. ul *-. Helm Diehl entscheidend beeinflußt ®ur/ ( Seiten mit 32 Tafeln und einer Ahnentasel u - - läge, L. C. Wittich Verlag, Darmstadt 1931--^.., Es handelt sich um eine auf Archiv- studien gegründete Darstellung der ..n, Wittichschen Hofbuchdruckerei und ihrer-/» zurück bis zum Jahre 1605, in bem Buchdrucker in Darmstadt niederließ. 2i’e neuen roia agen Materials in allerletzter o eine Fortführung dieser Entwicklung über “ ' r 1764 hinaus bis in die Gegenwart zu einem w \ Zeitpunkt erhoffen, wie denn der Verfasseif n wort seine Arbeit überhaupt als uotwenog * studie für eine später zu schaffende Darsd größeren Zusammenhang aufgefaht wn . Immerhin ist in der vorliegenden \ ■ Material ans Licht gezogen und Derarbeitci , das erheblich über den Rahmen etwa eine ! . Firmengeschichte (das Buch erschien jum -?i Jubiläum der Wittichschen Druckerei)> Y ., und, zum mindesten innerhalb des hefW^. und Kulturkreises, allgemeingeschichtlich u historisch reizvoll und bedeutsam crj$cinL6 M-'r bildet die Geschichte und Vorgeschichte / ,-,.r Wittich das Kernstück der Darstellung, ave? doch von hier aus die mannigfachsten. ^<1 regenden Beziehungen über das hjnf'f- hinaus und in größere Zusammenhang Außerordentlich belebt wird die c robuyer die Beigabe eines reichen, vorzüglich rep (jn>v Bildmaterials, das mit Druckproben schriften, Titel- und Textseiten, Korrerw . und Zeitungsköpfen, Noten und „Ehrenfa unmittelbare Vorstellung von W des Darmstädter Buchdruckes im/eichn , raum vermittelt. Eine Ahnentafel des RU Hard Ludwig Wittich (182-5—1906) igl2V' nanb Philipp Ludwig Carl Wittich (1 gänzt die Darstellung 'N einer beson-^ um die Gewinne der Nüstungssirmen In e^l Zeiten auf 6 v. H. ihrer Kapitalanlage W schränken. Das Kriegsamt habe sich in- V JI genannte Vertragsform entschieden und Mitglieder der Rüstungsfirma Dupont W '■ gutgeheißen, jedoch außerdem eine Sonde I gütung befürwortet, um einen 2lnrei 1 ■ Befchleuniguny der MunitionshersteQ' I schaffen und die Erfindungsgabe anzuregen Durch eine P r 0 b e m 0 b i li sj eruno I 8. türkischen Division wurden in V« nachts um 3 Uhr die Bewohner etwas tm* I dem Schlaf geweckt. Nicht nur, daß Lastam! I schlagnahmt, größere Häuser zur Räumung reitet und Radioapparate versiegelt würd'W wurde auch ein Verbot erlassen, feine $Q(F I? herzustellen. Die Reservisten in Ankara Uni I den umliegenden Dörfern wurden ebenfalls' I Dienstleistung herangezogen. Gegen Mittag I dann alle Maßnahmen wieder aufgehoben m-1 In Kaisseri fand vor kurzem ein ähnlicher t] f att. Heber einen Aufrüstungsplan der,, chischen Regierung berichtet die Athens 1 tung „Wradyni". Auf sechs Jahre verteilt ■ J etwa a ch t Milliarden Drachmen^ aufgebracht werden. Soweit wie irgend i»;1 sollen damit zusammenhängende Bestellung der griechischen Industrie getätigt werden.^., lich liegen Angebote großer Rüstu/ firmen — wahrscheinlich handell es'fi* amerikanische — schon vor. Das aus den?'! lande zu beziehende Material soll auf dem 1 des Warenaustausches beschafft weg haben. Die drei gewöhnlichen Schwadronen p-J len in je drei Züge zu je drei Korporalschajter Korporalschaft erhält ein leichtes Maschineng,: ? so .daß die drei Schwadronen über Maschinengewehre verfügen. Kleine politische Nachrichtk: Die Reichssendeleitung teilt mit: Me h Sender übertragen am 31. 2) e 3 e mb er 19. bis 2 0 Uhr aus Freiburg im BreisW tine 5 des Reichsministers für Volksaufklärung mb V: paganda, Dr. Goebbels, zur Jahreswenbr. Der Reichsarbeitsminister hat im Einvernr.'a mit den übrigen Reichsministern den Oberprä" ten im Ruhestand, Staatsrat Dr. Melcher,:x . Sondertreuhänder zur Nachprüfung - Arbeitsverhältniffe in den öffenlliii: j Verwaltungen und Betrieben des M ches, der Länder und der Gemeinden bestellt. * Der Leiter der saarländischen Pol! , Ministerialrat H e m s l e y hat dem PräHentei^1 - Regierungskommission Knox sein Rücktritt- such eingereicht. Zu seinem Nachfolger iß englische Major Hennessy ernannt wo-. Hennessy gehört zu den schon seit einiger Zeil Saargebiet weilenden Polizeioffzieren und war ' Präsidenten der Regierungskommission finorf sönlich zugeteilt. Er gilt als ein sehr bemähnr. I fizier und kennt Deutschland aus äp1" Anschauung. In Moskau hat eine Zusammenkunft bn ' treter der staatlichen Getreidewirtschvi!-^-'' Deutschlands, Polens und der Uü:/ stattgefunden. Nachdem sich die UDSSR, in die Nähe von Kamerun zu gelangen und vom Völkerbund das bisherige französische Mandat über dieses zu bekommen. Außerdem plane Italien den Bau einer Bahn nach dem Kongo, bie bie größte Eisenbahnstrecke der Welt werben und den französischen Plan einer Transsaharabahn burchkreuzen würde. Die presse lobt Laval. Italien und Lstpakt die Pfeiler des französischen Systems. Paris, 19. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Erklärungen bes Ministerpräsidenten Flandin in der Kammer über bie Notwenbigkeit ber Lanbesver- teibigung unb ber außenpolitische Bericht Lavals im Senat werben als Ausbruck bes Sicher- heits- unb gleichzeitig Friebenswil- lens Frankreich gewertet. Die Bewilligung der zusätzlichen Militärkredite in Höhe von 800 Millionen Franken durch bie Kammer unb bie Glück- wunschadresse bes Senats an Laval gelten als einmütige Zustimmung ber Nation zu den Grundfesten, die beide am Dienstag vertreten haben. Die Presse ist deshalb bes Lobes voll. Sie hebt besonbers hervor, baß ber Anerkennung bes Senats für Laval eine ganz besondere Bedeutung zukomme, weil feit dem Bestehen ber dritten Republik bisher nur ein Mann, Georg Clemenceau, im Jahre 1919 eine ähnliche Ehrung durch den Senat erfahren habe. Das beweise bie hohe Achtung, bie Laval im Parlament genieße unb bas verleihe ihm am Vorabenb wichtiger Verhanblungen, bie bie Regierung im Hinblick auf eine engere Zusammenarbeit mit Italien unb für ben Abschluß eines Ostpaktes zu führen habe, ein erhöhtes Ansehen unb b i e notwenbige Autorität, um im Namen ganz Frankreichs mit ber wünschenswerten Energie aufzutreten. Die Italien - unb Ostpaktver- hanblungen finb nach Auffassung ber Presse die beiden T r a g f e i l e r, auf denen bas französische Friebensgebäube errichtet werben müsse. Die Ausführungen Lavals über bie Verhanblungen mit Deutschland in diesem internationalen Rahmen finden die Zustimmung der Blätter allerdings nur deshalb, weil dabei die Annahme bes Ost Paktes burch Deutsch- lanb zur Bebingung gemacht worben sei. Nur bas „Echo be Paris" macht Bebenken gegen bie Politik Lavals geltenb. Laval werbe zwischen zwei Dingen hin- unb hergezogen. Einerseits fürchte er, burch bie Organisierung ber Friedensfreunbe Deutschlanb ben Einbruck ber Einkreisung zu geben; anderseits wolle er gegen die deutsche Brutalität (!) die Sicherheit seines Landes gewährleisten. Zwischen beiden Gefühlen zögere er unb schwanke wie der Esel Buribans. Paris dementiert. Die auch vom Reuterbüro verbreitete Veröffentlichung bes „Star" wirb in französischen unb sowjetrussischen Kreisen Lonbons kategorisch dementiert. Auch in zuständigen Pariser Kreisen wirb bie Meldung des englischen Blattes über ein französisch-sowjetrussisches Militärabkommen dementiert. I^üstungspläne in aller Wett. Oberstleutnant Harris vom amerikanischen K r i e g s a m t teilte dem Rüstungsuntersuchungsausschuß mit, daß das Kriegsamt Pläne zu einer raschen Mobilisierung von etwa 21 0 0 0 privaten Munitionsfirmen im Kriegsfälle ausgearbeitet habe. Die hierzu notwendigen Gesetzentwürfe und Lieferungsvertragsentwürfe seien gleichfalls fertiggestellt, so daß sie nach einer Kriegserklärung sofort dem Kongreß unterbreitet werden könnten. Das Kriegsamt habe zwei Arten von Vertrügen geprüft. Die eine Vertragsform sehe einen Festpreis vor, während die andere eine Art Vergütung in Aussicht nehme, sicherem Bühneninstinkt den entscheidenden Schritt: „Weg mit diesen Szenen, mitten hinein ins Volksleben mit dem Beginne der Volksoper. Lasse sie mit der Szene vor ber Waldschenke beginnen!" Die Durchgestaltung wirksamer Einzelbilder war dem Textdichter gelungen; nicht in dem gleichen Maße aber die Charakterentwicklung der Hauptpersonen. Um so größer und bedeutender ist Webers Musik, die alle Schwächen des Textlichen vergessen läßt und uns immer wieder von neuem beglückt. Weber hat sich einmal mit Christian Heinrich Lobe über das Werden der Freischützmusik ausgesprochen. „In dem Freischütz liegen zwei Hauptelemente, die auf den ersten Blick zu erkennen finb: Jägerleben und das Walten dämonischer Kräfte." Hörner gaben bie Farbe für den Wald mit feiner Welt. „Die wichtigste Stelle für mich waren bie Worte bes Max: „Mich umgarnen finstere Mächte". An biese finsteren Mächte mußte ich bie Hörner so oft als möglich durch Klang unb Melobie erinnern, sehr oft bot mir ber Text bie Gelegenheit bazu, sehr oft aber auch beutete ich ba, wo ber Dichter es nicht unmittelbar vorgezeichnet hatte, durch Klänge und Figuren hin, daß dämonische Mächte ihr Spiel treiben. Neue düstere Klangfarben erscheinen auf der Palette des Musikers, die tiefen Klarinettentöne, dumpfe Paukenschläge, grell auf- leuchtende Pikkoloflöten u. a. m. Diese peinliche Gewissenhaftigkeit unb das hohe Verantwortungsgefühl gegenüber der durch das Werk gestellten Aufgabe bestätigen Webers Aeuße- rung von dem eigentümlichen Zuge deutscher Kunst, „jenem wahren Eifer, im stillen eben bie Sache um der Sache willen zu tun". Alle die vorausgegangenen Schöpfungen der großen deutschen Opernmeister trugen durch ihr Gebundensein an ein fremdländisches Milieu mehr eine universale Sprache. Der „Freischütz" atmet bie Luft des deutschen Vaterlandes. Deutsche Gemütstiefe und Innigkeit, deutsches Familienglück und zum allermeisten deutsches sinniges Naturerleben. Die Bühnenszene ist nicht mehr Staffage, sie gibt den Grundton an, auf dem unb aus dem die Handlung im einzelnen erwächst. Und nur einem Musiker wie Weber, der mit jeder Faser sich dem Werk verbunden fühlte, der, wie er einmal betonte, selbst „Tonarten roch und Gerüche hörte", war das Bekenntnis zum Deutschtum in der Oper möglich, und so wurde die Uraufführung des Freischütz in Berlin zu einer gewonnenen Schlacht gegenüber dem in Berlin sich unter Spontini breit machenden Jtalienertum. Ja, man sprach von Weber als dem „Blücher der vaterländischen Tonkunst". Generalmusikdirektor Walter Stöver (Bad- Äauheuch-a. Ä. gab aU berufener geistiger Führ« ber Inszenierung ein ganz besonberes Gepräge. Schon bie Ouvertüre mit ihrem weitgebehnten Adagio unb bem bynamisch überaus mobulations- fähig behanbelten Unisono der Violinen wie auch dem abgetönten Hörnersolo, das erfreulicherweise dem langen Vorschlag wieder sein Recht gab, ließ erkennen, was eine erfahrene Hand dem an sich schon oft bewährten Orchester abzugewinnen vermag. Der liebergang zum molto vivace mit ausladendem Crelcenbo ließ bie Welt des Dämonischen ahnen. Scharf gegliedert und doch großzügig gefaßt das Allegro — gesteigert die Coda. Den Kontakt mit der Bühne wahrte ber Dirigent energisch mit feinem Nachgeben, nie bas Vermögen ber Stimme unterdrückend. Die Ensemblefätze, z. B. bas Terzett mit Chor bes ersten Aktes, waren bis ins einzelnste durchgearbeitet und überaus sauber artikuliert. Unter solchen Bedingungen trat die szenische Neubearbeitung Paul W r e b e 5 um so wohltuenber hervor, da sie durch geschickte Aufgliederung in einzelne Bilder manches Vielgehörte und abgegriffen Erscheinende wieder neu belebte unb ins Blickfeld zog. So mußten im engsten Anschluß an bas gigantisch ausgesteigerte Musikalische bie Schrecken ber Wolfsschlucht in stärkster Unmittelbarkeit jeden einzelnen durchschauern. Szenenbilber (Karl Löffler) unb Beleuchtung (Ludwig Keim) und Musik ließen hier eine überraschende Einheitlichkeit Tatsache werden. Maria Perry (Agathe) lebte sich mit Innigkeit und Hingabe in ihren Part hinein. Ihre große Arie hätte sich mehr aus dem Szenischen entwickeln lassen; im Ensemble gliederte sie sich organisch ein. Die Kavatine im dritten Akt war gesanglich mit ihre beste Leistung, die sie bisher in Gießen gezeigt hat. Sprühend war das Aennchen von Leni Gehrig a. G. Herzhaft in Gebärde und Spiel, gewandt in der szenischen Durchgestaltung, frisch und musikalisch ausgeglichen mit sympathischem Stimmklang. Beachtliches Stimmaterial hat Heinz Weiser als Max, stellenweise wohl etwas spröde, aber um so akzentreicher im Forte. Er legte erfolgreich besonderen Wert auf die dramatische Durchbildung feiner Rolle mit schauspielerischen Fähigkeiten. In der Maske teuflisch, gesanglich mit bewährter Routine gab sich Richard Stahl a. G. als Caspar. Ein stärkerer Zug ins Dämonische wäre sicher von Vorteil gewesen. Groß war seine Szene im letzten Akt. Karl Tank (Ottokar) ein Fürst voll Würde; Otto Ebelmann a. G. (Cuno) mit besorgter Väterlichkeit unb Wärme bes Stimmklangs; Franz Valcken. berg (Eremit) rundeten jeder zu seinem Teil mit bestem Können den Kreis der Mitwirkenden. Als Kabinettstück in spielerischer Durchgestaltung kann PM Wreöes tiiliau ßelten. LrautzunAru uni) Mgierungskrisis in Belgrad. Das Kabinett ilsunowitsch zurückgetreten. - Man erwartet die Betrauung des bisherigen Außenministers Zeftitsch. Belgrad, 18. Dez. (DNB.) Die seit längerer Zeit erwartete Kabinettskrise kam am Dienstagmittag zum Ausbruch. Sie wurde durch den Rücktritt des Außenminister Jeftitsch eröffnet, mit dem sich auch der Landwirkschaftsminister Der jugoslawische Ministerpräsident Usunowitsch. Kositsch solidarisch erNarte. Darauf ist das Ge- famtkabinelt Usunowitsch zurückgetreten. Die amtliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut: Die RUnister K 0 j i t s ch und Jeftitsch überreichten heute den Rücktritt von ihren RUnisterposten. Aus diesem Anlaß überreichte auch der INinisterprasident Usunowitsch dem Regentschaftsrat den Rücktritt der Gesamtregierung. Der Rücktritt wurde genehmigt. Die Regierung Usunowitsch wurde mit der Fortführung der Geschäfte bis zur Bildung der neuen Regierung betraut. Der Präsident des Senates T 0 m a s ch i t s ch und der Präsident des Skupschtina Kumanudi wurden vom Prinz- regenfen Paul in Audienz empfangen. * Der Rücktritt des südslawischen Kabinetts wird in Paris mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Obwohl man sagt, es handele sich um eine rein innerpolitische Angelegenheit, läßt man doch durchblicken, daß die Lösung der Krise starke Rückwirkungen auf b le außenpolitische Lage haben könnte. Man möchte bie Annahme nicht von ber Hanb weisen, daß die Genfer Verhandlungen über ben sübslawisch-ungarischen Streitfall zur Beschleunigung ber Krise beigetragen haben. Beispielsweise hält es das „Journal" für eine besorgniserregende Tatsache, daß das Ergebnis von Genf, statt in Südslawien Genugtuung auszulösen, zu einer Spaltung innerhalb der Regierung geführt habe. Man rechnet damit, daß I e f - titsch mit der Bildung ber neuen R e - gierung betraut unb es ihm gelingen werde, ein Kabinett der nationalen Einheit zu bilden, das schon bem verstorbenen König Alexan- ber als Jbeal vorgeschwebt habe. Diese Lösung wäre nach französischer Auffassung um so mehr zu begrüßen, als Jeftitsch als Anhänger einer e n g e= ren Zusammenarbeit zwischen Südslawien, der Kleinen Entente und Frankreich und sogar einer südslawisch- italienischen Entspannung gelte. Den mit Jeftitsch unzufriedenen Kreisen um Marin- k 0 witsch unb General Zivk 0 witsch wird übrigens vom marxistischen „Populaire" Sympathie für bas nationalsozialistische Deutschland vorgeworfen. 1 3 : * Di r o ieit. Ueberall ihren hat. nister t)il im Er sminito M Pf. mtsiM Weich i er jur AchMI n beit ö\\ti mb lei ©emeiiM 9' ei Die Weihe der Christnacht und der lichterstrahlende Baum sind für uns so sehr zu einer Vorstellung verschmolzen, daß wir verwundert aufhorchen, wenn uns berichtet wird, daß sich die Sitte, am Weihnachtsabend einen Christ bäum anzuzünden, im katholischen Mittelalter geschweige im altgermanischen Heidentum noch nicht nachweisen läßt und daß für den Versuch, sie aus den mittelalterlichen Paradiesfpielen oder dem heidnischen Fruchtbarkeitszauber abzuleiten, keine Belege vorhanden sind. Wohl sind uns recht bunte und lebendige Schilderungen weihnachtlicher Feste überliefert worden, aber der Baum im Lichterglanz spielte darin keine Rolle. Die erste zuverlässige Mitteilung über geschmückte, aber noch nicht mit Kerzen versehene Tannenbäume stammt aus dem Elsaß aus einer Art Reisetagebuch vom Jahre 1605 und lautet: „Auf Weihnachten richtet man Dannenbäum zu Straßburg in den Stuben auf, daran henket man Rosen aus vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold, Zucker usw." Daß die Kirche diesem Brauch gär nicht wohlgesinnt war, beweisen die Bemerkungen des bekannten Straßburger Geistlichen Johann Konrad Dannhauer in den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts: „Unter anderen La- palien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begeht, ist auch der Weihnacht- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben mit Puppen und Zucker behängt und ihn hiernach schüttelt und abblümen läßt. Wo die Gewohnheit Herkommen, weiß ich nicht. Ist ein Kinderspiel ... Diel besser wäre es, man weihte die Kinder auf den geistlichen Cedernbaum Jesum Christum." In katholischen Gegenden hat, wie Otto L a u f f e r in seinem Büchlein „Der Weihnachtsbaum in Glauben und Brauch" ausführt, der Widerstand länger gedauert als in protestantischen. Aufschlußreich ist die Tatsache, daß der Christbaum im Tiroler Pustertal und Antholzertal e r st i m I a h r e 1902 Eingang fand, und daß er in Italien und Spanien auch heute noch nicht verbreitet ist. Seine Entstehung, die sich im Schoß der häuslichen Sitte vollzog, ist auf das Zusammentreffen einer Reihe von Einzelzügen in Glauben und Brauch zurückzuführen, in denen die uralten Vorstellungen von den unheilvollen Geistern der Mittwinterzeit weiterleben. Jedenfalls gehört der Weihnachtsbaum in den Anschauungsunterricht der sogenannten Zwölften, d. h. der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, in der Menschen und Vieh nach den noch lange wirksamen Ueberlieferungen den Mächten der Finsternis am meisten ausgesetzt sind. In diesen Tagen, wenn die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht hat, ist die Welt erfüllt von dem bedrohlichen Treiben der entfesselten Schreckgestalten, vor denen man immer wieder nach Schutz und Abwehrmitteln gesucht hat. Zu den hilfreichen Kräften gegen die bösen Geister der Zwölften haben nun auch seit jeher das pflanzliche Wmtergrün und das Licht gehört. Aus der Verbindung beider ist dann später der Weihnachtsbaum hervorgegangen. Den Nadelhölzern legte der Volksglaube eine u n h e i l w e h - rende Kraft bei, weil es wie ein Wunder erschien, daß sie trotz Eis und Schnee weiter grünten, während die übrigen Bäume den Stürmen der Winternächte kahl und frierend ausgesetzt waren. Andererseits herrschte die Verbindung von Zwölften und Lichterglanz in ganz Deutschland schon seit dem Mittelalter vor. Zunächst galt die Aufstellung jedes beliebigen Leuchters als wirksame Kraft, die bösen Geister zu verscheuchen. Bald mag man dann dazu übergegangen sein, einzelne Stücke zu besonderem Gebrauch in der Weihnachtszeit herzurichten. Es entstand so ein buntes Durcheinander vielgestaltiger Formen, das in Thüringen zur Entwicklung von der Lichterkrone zum „Reifbaum" und beispielsweise in Schlesien zur Verbreitung der bekannten Lichterpyramiden führte. Aus der Verschmelzung dieser Anwendung verschiedenartigster Lichter mit dem winterlichen Grün wurde unser Weihnachtsbaum. Die erste Aufzeichnung über den weihnachtlichen Lichterbaum bezieht sich übrigens nicht auf den Tannenbaum, sondern auf Buchsbäume. Im Jahre 1708 schrieb nämlich Liselotte von der Pfalz, anscheinend in Erinnerung an ihre Jugendjahre auf dem väterlichen Schloß zu Heidelberg, von einem „noch jetzt in Deutschland üblichen Spiel, man nennt es Christkindel": „Da richtet man Tische wie Altäre her und stattet sie für jedes Kind mit allerlei Dingen aus, wie neue Kleider, Silberzeug, Puppen, Zuckerwerk und alles mögliche. Auf diese Tische stellt man Buchsbäume und befestigt an jedem Zweig ein Kerzchen. Das sieht allerliebst aus, und ich möchte es noch heutzutage gern sehen." Also auf zwei Wegen ist der Volksbrauch aus der gemeinsamen Quelle eines tiefen Schutzbedürfnisses vor den bösen Geistern der Mittwinterzeit schließlich zu unserem heutigen Weihnachtsbaum gelangt. „Da, wo die Entwicklung in erster Linie vom Wintergrün ausging, führte sie zum Weihnachtsreis, dann zum Schmuckbaum und endlich zum Lichterbaum. Im Osten und im Norden aber knüpft die Formgestaltung zunächst an den Gebrauch des Lichtes, und sie führt demnach zum Weihnachtsleuchter, zur Lichterkrone und endlich zur — mehr oder minder mit Grünzweigen geschmückten — Lichterpyramide. Es sind also die beiden verschiedenen Möglichkeiten, die sich hier ergaben, in den verschiedenen deutschen Landschaften zunächst in verschiedener Weise ausgenutzt. Erst in den neueren Jahrhunderten sind die Verschmelzungen von beiden eingetreten, wobei der Weihnachtsbaum in zunehmendem Maße die Vorherrschaft gewonnen hat." idle M Ng teilt mit: n 31. Deze iburq im 8m r VolksaiWr. els, zurZch : men soll. gii Postwertzeichen für das Winterhilfswerk im Los. Zur deutschen Weihnacht gehört die deutsche Familie. Dieses Fest ist immer ein Ausdruck des deutschen Gemütes und der deutschen Seele und damit ein Ausdruck der Elternliebe gewesen, denn erst in der Summe der seelischen Kräfte der deutschen Mutter und des deutschen Vaters zeigt sich die deutsche Seele. Die nationalsozialistische Weltanschauung seht alles in Beziehung zur Gemeinschaft und betrachtet als Urzelle der Gemeinschaft die Familie. Beim diesjährigen Weihnachtsfest soll aus diesem Denken heraus im Rahmen des WHW. das Fest in der Familie ganz besonders berücksichtigt werden. Die Verteilungsstellen des WHW. find deshalb angewiesen worden, den bedürftigen Familien die für das Weihnachlsfest zugedachlen Gaben am Vorabend des Festes auszuhändigen, damit die Familien ihren Weihnachtsabend selbst gestalten können und die Kinder ihre Gaben aus den Händen der Eltern erhalten. Zeder deutsche Mensch, der im Erwerb steht, soll in den Tagen vor dem weihnachtsfest an feine Kindheit denken und an die Freuden, die er am heiligen Abend in seinem Llternhause empfangen hat. Er soll, wenn er seinen Lieben zum Feste Gaben kauft, auch daran denken, daß viele deutsche Menschen sich heute noch in Rot befinden und soll dem „Winterhilfswerk des deutschen Volkes" Liebe s g a b e n - P a k e t e zur Verkeilung an Bedürftige zur Verfügung stellen. rlänbiVv r t) fyd deiD SW, stin einem Nachd nnessy trr ?n schon (eü $ Polizeiofszitma erungstomri": lt als ein fti'- eutschlaüb- Die Dienststellen des „Winterhilfswerkes des deutschen Volkes" sind auch gern bereit, einsamen Menschen bedürftige Familien der Kinder zur Bescherung zuzuweisen. Es finden sich unter den Bedürftigen aber auch einsame Menschen, alleinstehende ältere Frauen oder Männer, die Arbeit und Leid müde gemacht hat. Auch hier sind die Dienststellen des WHW. bereit, diese Menschen Familien zuzuweisen, in deren Kreis sie den heiligen Abend verbringen können. Die Urkräfte eines Volkes finden ihren Ausdruck am reinsten in der Liebe einer Mutter und eines Vaters. 3n jedem deutschen Menschenherzen schwingt diese Liebe, und sie ist so groß und gewaltig, daß sie über den Rahmen der Familie sich ausdehnt auf das ganze deutsche Volk. Jeder deutsche Mensch gebe Raum dieser Liebe und bekenne sich zum Gedanken der Volksgemeinschaft dadurch, daß er still hintritt zum deutschen Bruder und zur deutschen Schwester, die Rot leiden, und ihnen nach besten Kräften hilft. Warte nicht, bis das Wunder der Volksgemeinschaft zu dir kommt. Dieses Wunder kannst du erst erleben, wenn du den er st en Schritt zur Volksgemeinschaft tu st. hast du diesen Schritt aber getan, dann wird dir bewußt, daß Weihnachten das Fest der deutschen Seele ist und daß Freude des Herzens nur aus dem Dienen kommen kann, dem Dienen am deutschen Menschen. Das Fest der deutschen Seele. Don Erich Hilgenfeldt, Deichsbeauftragtem für das Winierhilfswerk. nalsozialistischen Sinne geschaffen. Sie schenkten ihre Kunst dem Volke aus reinem Idealismus. Sie erhielten keine Bezahlung und schufen sich ihre Theaterrequisiten aus eigenen Mitteln und durch mühevolle Arbeit während ihrer Freizeit. Ueberall waren die „Camper" gern gesehene Gäste, die cs verstanden, durch ihre volkstümliche Kunst und^ihre niederdeutsche Sprache die Verbindung mit der Seele des Volkes herzustellen. Eine besondere Bedeutung kommt der Laienspielbühne auch dadurch zu, daß sie eine Reihe von Uraufführungen herausgebracht hat, u. a. auch die „Swienskomädie" von Ludwig Hinrichs, die dann später als „Krach um Jolanthe" Siegeszug durch ganz Deutschland angetreten h „Camper Speeldeel" war eine Laien- s;p!r!ibühne im besten Sinne des Wortes. Ihre 9Jlieber setzten sich aus den Angehörigen aller SiicZ-ten des Volkes zusammen. Hier wirkten ne- bc» i! :ander der Arbeiter und der Bauer, der Kauf- m n -i.unb der Handwerker. So war die Grundlage füüirne wirkliche Gemeinschaftsleistung im natio- i;n.tr»PF„ 6 'MM 'n unb fei, P'Wrsfei jauptquartittm ^rwaltungsp.,' 9; D-r (Sri* timagen si, 'n- Die firoht-. ’ Motor ii': [nlidjen ie drei Corpore ; in leichter U- chwodroi,!! Oie Entstehung des Weihnachtsbaumes Aus neuen volkskundlichen Forschungen. e ann auch nach dem Ausland benutzt werden, iv die erforderlichen Zusatzmarken aufgeklebt HO tofirim. Cit Bronzerelief von Tannenberg. /den jjAj* ^eit Engende J? ;le getätigt ^ lnJ$ wtl fhKftr ist. Dieser Wertstempel ist auf 4 0 ver- f () ilb e n e n Ansichtskarten aufgedruckt. Die tjrrn müssen vor der Versendung mit der Post ii smnber getrennt werben. B e i den Post - i i selten ober den Verkaufs st ellen für 5 urilermarfen ist die Karte nicht erhältlich. rurf in da'» erBuchd^ f hat der W E ibenb 6'"E eine auf * “ÄÄ S-g-n-°Ä S« zur Rettung machen. In der Nacht trafen weiter ein: der britische Dampfer „ A u r a n i a ", der Hapagdampfer „New Dort" und der Lloyd- dampser „Europa". Alle Schiffe pumpten während der Rettungsarbeiten der „New Port" Oel ins Wasser. Die Scheinwerfer der „Aurania" und der „Europa" erhellten die Nacht. Um 2 Uhr telegraphierte die „New Dork", daß sie alle Schiffbrüchigen wohlbehalten geborgen habe. Hierauf traten die übrigen Dampfer ihre Weiterreise an. Schwerer Sturm im Kanal. — Zahlreiche Schiffe in Seenot. Auf dem Atlantischen Ozean und im Aerrnelkanal herrscht zur Zeit außerordenlich st ü r rn i s ch e s Wetter, unter dem die Schiffahrt schwer zu leiden hat. Diele Schiffe auf hoher See haben S O 8 = Rufe ausgefanbt. Der norwegische Dampfer „S i ft o", bem im Orkan bas Ruder gebrochen ist und der jetzt vor dem Winde treibt, wartet in höchster Not auf die Ankunft von sechs in der Nähe befindlichen Schiffen, die auf die 808-Rufe hin sofort ihren Kurs geändert haben. Die Rettungsboote des nur 1100 Tonnen großen Dampfers sind von der rasenden See weggespült worden; die Kommandobrücke ist völlig zertrümmert. „Graf Zeppelin" wieder daheim. „Graf Zeppelin" ist unter Führung Dr. Eckeners von feiner Weihnachtsfahrt aus Südamerika zurückgekehrt. Das Luftschiff landete glatt auf dem Werftgelände in Friedrichshafen. Berlin im Rebel. Am Dienstagvormittag herrschte in Berlin, wie schon häufig in diesem Winter, sehr starker Nebel. Die Sicht war streckenweise auf wenige Meter beschränkt. In den Außenbezirken mußten die Kraftfahrzeuge bis gegen Mittag mit Licht fahren. In Pankow ereignete sich ein Verkehrs- des nationalsozialistischen Staates nichts mehr zu tun habe mit dem liberalistischen und marxistischen „Herr-im-Hause-Standpunkt". Voranstehe vielmehr bei den Betriebsführern im Dritten Reich die F ü r f o r g e p f l i ch t gegenüber den Mitgliedern der Gefolgschaft. Unsoziale Betriebsführer mögen sich hinter die Ohren schreiben, daß es im Dritten Reich unmöglich ist, deutsche Arbeitsmenschen zur Zielscheibe von Ehrenkränkungen und Beleidigungen zu machen oder ihre Arbeitskraft in ungebührlicher Weise auszunutzen. Der Maudacher Doppelmord erneut vor dem Schwurgericht. — Scheuermann abermals zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht Frankenthal (Pfalz) verhandelte nochmals über den Maudacher Doppel- morb, der im April d.I. großes Aufsehen erregt hatte. Wie erinnerlich, wurden seinerzeit die Landwirtsehefrau Amberger und ihre 20jährige Tochter von zwei Männern im Schlafe überfallen und getötet. Mit einigen hundert Mark Beute ergriffen die Mörder die Flucht. Das Schwurgericht verur- teilte die bald nach der Tat festgenommenen Verbrecher Baumann und Scheuermann zum Tode. Das Reichsgericht veranlaßte auf die Revision des Scheuermann Neuoerhandlung vor dem Frankenthaler Schwurgericht, während das gegen Baumann ausgesprochene Todesurteil durch die Entscheidung des Reichsgerichts endgültig rechtskräftig wurde. Das Schwurgericht verurteilte jetzt Scheuermann abermals zum Tode unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer. Wegen Mordes zum Tode verurteilt. Das Dresdener Schwurgericht verurteilte den 44jährigen Gottfried Aloysius Fast aus Zeithain wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Angeklagte wurde beschuldigt, in der Nacht zum 27. Juni 1934 den ebenfalls in Zeithain wohnenden öljährigen Arbeiter Thomas Harder, mit dessen Frau er ehewidrige Beziehungen unterhielt, durch Beilhiebe ermordet zu haben. Der Angeklagte will gegen das Urteil Revision einlegen. Vater ersticht seinen Sohn. In Eggenstein bei Karlsruhe spielte sich ein entsetzliches Familiendrama ab. Die beiden Söhne Julius und Albert des 54jährigen Friedrich Stern kamen nachts nach Hause, fanden die Haustür verschlossen und mußten daher durch das Fenster in die Wohnung einsteigen. Dort machten sie dem Vater, mit dem sie auf gespanntem Fuß lebten, Vorhaltungen, begaben sich aber schließlich zur Ruhe. Als sich am anderen Morgen der etwa 20jährige Julius Stern waschen wollte, versetzte ihm plötzlich der Vater von hinten mehrere Stiche in die Lungen- und Rückenmarkgegend. Der junge Mann starb später im Karlsruher Krankenhaus. Der Vater wurde verhaftet. Wurde Dr. Ritter auf den Galapagos-Jnseln vergiftet? Nach den letzten Berichten ües Kapitäns H a n ■ cocks sollen die geheimnisvollen Todesfälle auf den Galapagos-Jnseln in einem Streit um einen Piratenschatz ihre Aufklärung finden. Dr. Ritter habe das Versteck des Schatzes gekannt und sei deswegen vergiftet worden. Die Baronin Wagner und Philippson feien auf der Flucht verhungert. Ritter habe vor feinem Tode der Frau K o e r w i n Mitteilung von dem Schatz gemacht. Hancocks will nun auf Grund der Angaben der Frau den Schatz im Innern der Flo- reaner-Jnfel, das gebirgig ist, suchen. Sven hedins Expedition. Sven H e d i n traf mit feiner Expedition in der chinesischen Stadt Sutschau (Provinz Kansu) ein. Er hatte die Stadt Urumtschi (Provinz Hsin-Tschian) am 20. Oktober verlassen und erreichte über Hami am 30. Oktober Ansi. Sodann beschäftigte er sich mit der Erforschung zweier alter Seidenhandelsstraßen aus der Zeit der Han-Dynastie. Er nahm auch Vermessungsvorarbeiten für eine Autostraße vor, die entlang der alten Kaiserstraße durch Kansu gebaut werden soll. 29. Dezember an veranstaltet die National- r näistische Deutsche Arbeiterpartei im Rahmen Dinterhilfswerks 1934/35 eine Straßen- ' ßütrief-Lotterie, bei der jedem Los zwei s omenhängenbe Ansichtspostkarten beb fiH fein werden. Bei einem Teil der Lose ist t-e-Rarte mit einem 6 - P g. - P o st w e r t - ituen versehen, das eine Hand mit Schale zs i< Aus ihr lodert eine Flamme empor, hinter beir in von einem Strahlenkreuz umgebenes Herz SS mH 'S»«- $ nUr hni^ Qte £ \\ 1 * "" V fiel® man Vertreter des Reichsstatthalters sowie der Rilehamtsleitung der NS.-Kulturgemeinde. Super- in Klient Cruf ius hält die Gedenkpredigt. Rektor Golfte, der Leiter der „Camper Speeldeel", roi'iuMqt in plattdeutscher Sprache die Bedeutung utiiühie Verdienste der Entschlafenen für Volkstum urn.! Heimat Niedersachsens. Nack der Trauerfeier roiiLö n die vierzehn Särge von SA.-Männern unter bei H uleläut sämtlicher Kirchenglocken hmausgetragen auirtie mit Tannengrün geschmückten Leiterwagen düiiLÄmper Bauernschaft. Langsam geht der Trauer- W\ um Friedhof, wo zwei große Sammelgräber erntaben sind. Mit sämtlichen Gauamtsleitern ist ani Wauleiter Staatsrat Telschow erschienen. Ränner tragen die Särge zu den Gräbern. „lU» r allen Wipfeln ist Ruh" hallt es leise über biilu (nräber. Obergruppenführer Brückner hat billü Hinterbliebenen der Opfer in das Regierungs- gcr.iOe gebeten, wo er ihnen des Führers unb R kH kanzlers inniaes Beileid ausspricht und ihnen ei ir größere Geldspende zur Linderung der un- nw.oaren Notlage überreicht. Obergruppenführer Wiifiner kündigte ferner eine größere Stiftung bsüe-führens zur Unterstützung der Hinterbliebenen ann lunfl unb Wissenschaft. D norwegische Schriftsteller Sven Elvestab f. El bekannte norwegische Schriftsteller unb Jour- ncTi: Sven E l v e st a b ist im Alter von 50 Jahren ar i nem Schlaganfall gestorben, als er sich bi Mich in Skien befand, um an der Reise des er ’ti Dampfers der neu errichteten norwegischen P inalinie teilzunehmen. Elvestad hat unter dem Dl k irnen Stein-Riverton eine große Anzahl von Dl ckmvromanen herausgegeben, die auch in mehre 7 eil anderen Sprachen, darunter in deutscher Ulkcetzung, erschienen sind, daneben ferner mehre re literarische Werke, u. a. Gesellschaftssatiren. fee’ itlllnfang d. I. war Elvestad vom langjährigen MÄrbeiter zum Ches des Nachrichtendienstes der grpjjin Zeitung „Tidens Tegn" aufgerückt. Mit ibn :iat die norwegische Journalistik einen ihrer belbnragenbften Männer verloren. Einige feiner fp^n-imben Romane — „Der Mann, der die Stadt pl :in!: rte", „Spuren im Schnee", „Das Geheimnis bei» Olten" und „Der rätselhafte Feind" — sind friühe mit großem Erfolg im „Gießener Anzeiger" et'ir^lmen. I Brasilien ehrt die deutsche Wissenschaft. Hübern berühmten botanischen Garten von Rio de i cimeiro fand eine einzigartige Ehrung der i)iüii'|d)en Wissenschaft durch die brasi- Iuni:-i)e Regierung statt. In Anwesenheit des besinnen Gesandten wurde ein Denkmal des beut» sch ^Naturforschers Martins enthüllt, ber zu- fa «n mit den Botanikern Eichler und U r - b । «üburch fein grundlegendes Werk „Flora Brasil üttis" einen ausschlaggebenden Anteil an der EiEcklung ber brasilianischen Naturforschung ge= hcillchat. J-ir Bismarck von Korea" als Buch erschienen. „,1 »r ® i 9 m a r cf vonKore a", der spannende uriti benteuerüdje Roman eines Vorkämpfers für boisDeutschtum im Fernen Osten, von Olaf Bou- t er Ni e ck , den wir in unserer Illustrierten im 23or= abb'IrJtf brachten, ist unter dem Titel „Schreckens- ncch:auf Korea" im Frigga-Verlag, Berlin, als B Ivyierschienen. Der 240 Seiten starke Band in ge- sch^vollem Ganzleinen ist durch jede Buchhand- iuimu beziehen. LA Opfer des Langwedeler Derkehr^- iLglücks zur letzten Uuhe gebettet. L allen Gebieten Niedersachsens sind große Iilimiraborbnungen nach Stade gezogen, um den Iilati. der „Camper Speeldeel" das letzte Ollrii, zu geben. In der altehrwürdigen Wilhardi- Ki!!i.h stehen 14 Särge, reich geschmückt mit um gäj .fren Kränzen und einem Meer von Blumen. SM-:«iänner halten die Ehrenwache. Fahnönabord- nrAyin haben zu beiden Seiten des Altars Auf- steiliU genommen. Der Führer unb Reichster- ler hat seinen Adjuvanten, Obergruppen- fü ifie Brückner, als Vertreter entsandt. Ferner Wettervoraussage. Nach dem Durchzug eines ausgedehnten und mit kräftigem Luftdruckfall verbundenen Regengebietes hat sich auch bei uns bereits wieder durch Druckanstieg Witterungsbesserung eingestellt. Da wir aber vorerst immer noch im Zufuhrbereich feucht-milder Ozeanluft verbleien, ist volle Beständigkeit noch keiineswegs wahrscheinlich. Aussichten für Donnerstag: Anfänglich verbreiteter Regen, bann wechselnd bewölktes Wetter mit nur noch vereinzelten Regenfällen, bei südwestlichen Winden mild. Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis West noch unbeständig und verhältnismäßig mild, doch nur vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen am 18. Dezember: mittags 5,3 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 19. Dezember: morgens 5,5 Grad. Maximum 5,6 Grad, Minimum 3,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Dezember: abends 5,6 Grad; am 19. Dezember: morgens 5,6 Grad Celsius. — Niederschläge 4,2 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thynot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Aus aller Welt. Rettung von Schiffbrüchigen durch den hapagdampfer „Reujork". Wie Kommodore Kruse vom Hapagdampfer „Neuyork" ber Hamburg-Amerika-Linie berichtete, ist ihm die Rettung der 16 Mann starken Besatzung des norwegischen Dampfers „S i st o" südwestlich der irischen Küste trotz sehr stürmischen Wetters geglückt. Das Schiff befand sich in sinkendem Zustand, es war aber noch an der Wasseroberfläche. Nur noch ein schwaches Licht brannte auf dem Dampfer. Erst in der Nacht um 2 Uhr konnte die „Neuyork" ihre Reise fortfetzen. Sie wird voraussichtlich am Donnerstag um 21 Uhr in Cherbourg eintreffen. An Bord der „Neuyork" ist alles wohl. An der Unglücksstelle war als erstes Schiff bei britische Tankdampfer „Mobile Oil" eingetroffen, ber den ganzen Tag über Oel auf bie riesigen Wellen pumpte, um eine Rettung ber Besatzung zu ermöglichen. Der Tankdampfer blieb in ber Nähe des fteuerlos treibenden Norwegers, konnte aber von sich aus keinen Versuch Unfall. Dort fuhr ein Straßenbahnzug infolge des unsichtbaren Wetters auf einen andern, an der Haltestelle wartenden Straßenbahnzug auf. Zehn Personen wurden leicht verletzt. Die Wagen wurden so schwer beschädigt, daß sie abgeschleppt werden mußten. Die Straßensammlung der Berliner Polizei' für die Winterhilfe wurde des außer- ordentlich nebligen Wetters wegen erst gegen Mittag eröffnet. Aberkennung der Velriebsführereigenfchaft gegenüber einem unsozialen Unternehmer. Der erste Fall, mit dem sich das Ehrengericht für den Treuhänderbezirk Brandenburg zu beschäftigen hatte, betraf einen Kohlengroßhändler, der sich trotz wiederholter Verwarnungen hartnäckig geweigert hatte, seinen Kutschern unb Fuhrleuten Tariflohn zu zahlen. Der Antrag bes Treuhänbers ging auf Aberkennung ber Betriebsführereigenschaft. Das Ehrengericht schloß sich diesem Anträge an. Der Treuhänder der Arbeit betonte, daß das Führerprinzip ff r :-.e gemeinsame Regelung der Ausfuhr von Rog- gih :nb Roggenmehlen ausgesprochen hatte, wurde tu relibart, daß die gemeinsame Ausfuhrregelung bi rc die Getreidewirtschaftsstellen der drei genann- k t üänber mit bem 1. Januar 1935 b e - ne ZchnimB en GetBs- olens unbJW' MenhaM gebürt i«# Akt brachte fr D( NSDFB. (Stahlhelm) hat sich bereiterklärt, , l annenberg-Nationalbenkmal bie ilur es Solbatenturms unb auch ein Bronzerelief leis Ichlachtfelbes von Tannenberg zu stiften. Das R'lli bas bie Bewegungen ber Truppen in ben nttfciibenben Stunben zeigt, soll oben in ber llj« icht bes Solbatenturms ausgestellt D'irl'n unb so georbnet sein, baß man an Hanb >c!«Richtungspfeilen bie Schlachtorte fin- > 11 troie in ben Geschehnissen ber Schlacht eine so rmc ibenbe Rolle gespielt haben. Daburch wirb ie!srlWunsch sehr vieler Besucher entsprochen wer- 'e iMumnl zu biefer Aussicht eine leichte Auf- tiMriöglichkeit bereits geschaffen wurde, nämlich lii'lfe te stufenlose Rampe wie im Fahnenturm. So ‘Tbn auch ältere Personen, vor allem auch ieä beschädigte, sich die wunderbare, typische süd- pkßische Landschaft, das Schlachtgebiet, ansehen Valer-Vender-Seim als Zugendherberge. Erschließung des hohen Vogelsbergs auch für Zugendwandern. Grebenhain; es erhielt als Geschenk für die Wintersporttreibenden eine auch für Anfänger geeignete Sprungschanze. Die Eröffnung der Jugendherberge vollzog sich in einem schlichten Akt, bei dem sämtliche Partei- und behördliche Stellen sowie die Vereine vertreten waren. Für den Gau Rhein - Main - Lahn - Fulda sprach Gebietsführer Geisler dem Vogelsberger Höhen-Club den Dank für die großzügige Schenkung aus. Ebenso wie die neue Jugendherberge in Gersfeld (Rhön) ist auch dieses Vogelsberger Jugendheim aus Mitteln des Schulpfennigs der dringend notwendigen baulichen Wiederinstandsetzung und Ausgestaltung für feine neuen Zwecke unterzogen worden. Architekt Jüngst (Frankfurt a. M.) hat diese Arbeiten in vorbildlicher Weise ausgeführt. Es wurde die dringend notwendige Neufundierung geschaffen, eine Unterkellerung mit Heizung für das ganze Haus angelegt, sowie die notwendigen Wirtschaftsgebäude und andere Ergänzungen hinzugefügt. Für den Vogelsberger Höhen-Club sprach Rektor Dern (Offenbach) die Glückwünsche zu dem rnuster- JUGENDHCRBERGE HERCHENHAIN IM VOGELSBERG TT»HW..... LPD. Herchenhain, 18. Dez. Das an einem der schönsten Punkte des Vogelsberges, auf der Herchenhainer Höhe, in 730 Meter Höhe gelegene Vater-Bender-Heim ist jetzt als Jugendherberge unter der Trägerschaft des Gaues Main - Rhein - Lahn - Fulda wiedererstanden. Der Vogelsberger Höhen-Club, der bisher Eigentümer dieses schönsten Wanderheims im Vogelsberg war, hat es in großzügiger Weise der wandernden deutschen Jugend zur Verfügung gestellt. Mit der Eröffnung dieser schon mehr alpenhüttenartigen, höchstgelegenen Jugendherberge im Gau, die über eine Bettenzahl von annähernd hundert verfügt, dürfte gleichzeitig ein sehr wichtiger Schritt zur Erschließung des in seinem landschaftlichen Reiz einzigartigen hohen Vogelsberges geschehen sein. Der Zeitpunkt der Uebergabe ist um so besser, als gerade auch im Winter der obere Vogelsberg von den wintersporttreibenden Wanderern immer zahlreicher aufgesucht wird. Das Vater-Bender-Heim liegt im Zuge der Skiabfahrten vorn Hoherodskopf über Herchenhain nach Hartmannshain, oder über haften Ausbau des Vater-Bender-Heims aus. Er freue sich, daß das Heim in Hände gekommen fei, die aus ihm das machen konnten, was allen Angehörigen des VHC. als Ideal vorgeschwebt habe, und er gab die Versicherung, daß das Dater-Bender- Heim von der Frankfurter und von der Büdinger Seite auch weiterhin vom VHC. ebenso stark besucht werde, wie bisher. Rektor Dern überbrachte gleichzeitig auch die Glückwünsche des Reichswanderführers, Professor Dr. Werner (Darmstadt), und erinnerte an die Verdienste der deutschen Gebirgs- und Wandervereine als Wegbereiter der deutschen Jugendherbergen. Preußen. Kreis Wetzlar. <3 Niederkleen, 18. Dez. Dieser Tage verstarb in der Klinik zu Gießen das Söhnchen des Arbeiters Wilhelm K r e u t e r von hier. Die für ihn durch den Tod feines Kindes ausfallenden Arbeitsschichten wurden durch gemeinsames ßängerarbeiten der Arbeits - kameraden nachgeholt. Ein Beitrag zur Volksgemeinschaft der Tat! — Dieser Tage fand in der Gastwirtschaft von Ohly eine Versammlung der Schäfereigenossenschaft statt. Zur Aussprache stand insbesondere die in der hiesigen Schafherde ausgebrochene Seuche, der durch Impfung entgegengetreten werden soll. <3 Oberkleen, 18. Dez. Von dem Stützpunkt Oberkleen, Ebersgöns und Niederkleen wurde in der hiesigen Turnhalle zu Gunsten der Winterhilfe ein Deutscher Abend veranstaltet. Die Feier wurde mit dem Sängergruß (Leitung Lehrer Schüler- Oberkleen) eingeleitet. Stützpunktleiter und Gauredner Pg. Mack hielt die Begrüßungsansprache und wies auf den Sinn des Abends hin. Gesangliche Darbietungen und Theateraufführungen unterhielten im weiteren Verlaufe des Abends die sehr zahlreichen Teilnehmer. Einige Volkstänze, zu den Klängen der Ziehharmonika getanzt, fanden starken Beifall. Um die Ausgestaltung des Abends machte sich neben der Spielschar Dornholzhausen auch der Gesangverein „Liederkranz" (Niederkleen) verdient. kreis Biebentopf. § Gladenbach, 18. Dez. Bei der Cintas fammlung gingen hier (einschließlich ©ehnC 146,45 RM. ein. 1 ei)lnb9 Zn Schuhhast genommen. LPD. Offenbach a. M., 18. Dez. Wie „Offenbacher Nachrichten" melden, sammelte i gestern abend vor dem Hause des Postinin-»? Willi Bergmann eine große Menschenmenge da bekannt geworden war, daß Bergmann ein* auswärts bestimmtes Wunschpaket an» NSV. abgeliefert hat, dessen Inhalt aus ,L vollständig zerrissenen Hose, einem ebenfalls Z ständig zerrissenen Herrenrock, einem Paar bir löcherten Herrengamaschen, einem fthnwt^ Taschentuch und zwei total verdreckten strJ?‘ unterröcken bestand. Da die Haltung der immer drohender wurde, erschien das Heben? kommando und nahm den Postinspektor in Sch»'.' haft. Rundfunkprogramm. । Donnerstag, 20. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik l. Gymnastik II.. 6.45: Frühmeldungen. 7: ftrüM- Zert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 10: Nachricht 10.15: Schulfunk. 10:45: Praktische Ratsch^ Küche und Haus. 12: Mittagskonzert I. 13: sj. dienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten, aus nJ Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert U. 14.15: richten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrch?! der Gauleitung. 15.15: Kinderstunde. 16: Nach^-I tagskonzert. 18: Katechismus für GprachiünV ■ 18.10: „Die Schneeschuhe." Eine Funkfolge. 18.$। Mit Hitler auf der Feste Landsberg. Von Mar i, lenbach. Zur Erinnerung an die Entlassung h, Führers aus der Festungshaft am 20. De.zeiA > 1924. 18.50: Doppel-Konzert. 19.35: Weltpolii"'^ > Monatsbericht. 20: Nachrichten. 20.10: Saar-ll''. schau. 20.30: Lanner-Strauß-Konzert. tBeton-; und Unbekanntes aus ihren Werken. 22: Nachr> ten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22v Deutsche Mütter. 23.30: Kammermusik. 24 bis r Nachtmusik. ganz große Auswahl... riesig billig ... hat natürlich Gebr. Imheuser am Markt -......... 748» A Die unterzeichneten Geldinstitute geben hiermit bekannt, daß ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume Montag, den 24. Dezember1934,von 8 bist Uhr (Reichsbank nur bis 12 Uhr) geöffnet sind Commerz- und Prlvat-Bank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen Deutsche Bank und Dlsconto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen Dresdner Bank, Zweigniederlassung Gießen Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H., Gießen Reichsbankstelle Gießen __7473 D Unsere Schalter sind Montag, den 24. Dezember 1934, geschlossen. Einzahlungen im Kontokorrentverkehr, insbesondere durch Geschäftsleute, können in der Zeit von 8 — 12 Uhr vormittags getätigt werden. Gießen, den 18. Dezember 1934. Bezirkssparkasse Gießen 7475 D Ein guter 7217 a Füllhalter das macht Freude! Wir gravieren, auch gleich den Namen des Besitzers hinein Haro, Koweco u. Pelikan Markenhalter schon v. 2.70 an Große Auswahl auch in Schreibmappen und Unterlagen Niederhausen & Co. Bahnhofstr. gegenüb. Hotel Schütz. Waschbütten stabil, nicht zu- sammensallend, das Weihnachtsgeschenk für die Frau. 747bD Küferei Sommerkorn Bleichstraße 12. Gunst. 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Die letzte Verhältnis- itärg mildeste Temperatur der letzten Jahre hatten »1111928. Aber solch ein Dezember wie heuer — tlichundert Jahre einmal! — Ja, hier irrte sich die tour. Khrung für Geheimrat Sommer. s.» einer Ehrung des langjährigen früheren -Mors der Universitäts-Nervenklinik, Geh. Medi- Aus der Provinzialhauptstadt. Die Wunder des Dezembers. Sie Natur ist buchstäblich aus den Fugen geraten! Bq einmal, verehrter Zeit- und Volksgenosse: Siebst d u daran, daß wir uns gerade rüsten, Minier Anfang, Weihnachten und Silvester zu feiern? id nicht! Ich warte nur darauf, daß ich endlich luwache und erkenne; die Vorahnung dieser nahende Feste war nichts als ein Wunschtraum und jdpicr Wahn; in Wirklichkeit ist längst der rsiz- D-olfte Frühling! Kann ja gar nicht anders sein! Die Saaten stehen iiit räftigem Grün, hier und dort treiben die Bäume Sträucher grüne Schößlinge — der Lenz ist da! 'm Ernst gesprochen: sowohl in der Stadt, wie ! altem Lande ist leicht zu erkennen, daß die Wet- erUdung dieses Winters völlig anormal verläuft, fr.ft haben wir noch gar nicht kennengelernt, im lern teil, aus den verschiedensten Teilen des Reiches »e-'ien wahre Naturwunder gemeldet! So ist es in i itfem Tagen wiederholt vorgekommen, daß auf dem ■!!qtz die Angehörigen der Medizinischen Fakultät leilUnioerfität mit dem Jubilar zu einer gefeilten i fe,r, an der auch die Frauen der Fakultätsänge- k O ien teilnahmen. Bei einem gemeinsamen Abend- efsi würdigte der Dekan der Medizinischen Fakul- t itlber Direktor der Chirurgischen Klinik Prof. 5)rsAischer, in einer kurzen Ansprache die Per- sinchkeit und das vielseitige verdienstvolle Wir- f tenlOes Jubilars, der auf die ehrenden Worte mit eins kurzen Dankesansprache erwiderte. Im weite- r eniBerlaufe des Beisammenseins erschien als Ver- t 'kl- der Studentenschaft eine Abordnung der M?'zwischen Fachschaft, die mit mancherlei ge- [ Ihm und humorvollen Darbietungen den Abend meriiQÖnte. Eine Sammlung, die von Studenten AM Besten des Winterhilfswerks oorgenommen üouiae, fand allenthalben vollen Anklang und be- r ? billige Gebefreudigkeit. (irnennungen und Beförderungen an nationalen Feiertagen. 3 den Ernennungen und Beförderungen von 2 taten, Angestellten und Arbeitern an nationalen sM lagen hat der Reichsminister des Innern i ifilrm 6. November 1934 — wie die „Hessische (tainbe=3eitung" in Nr. 18 vom 15. Dezember rmitiilt — an bie Reichsstatthalter und Landes- r eg rungen folgenden Runderlaß gerichtet, den der Irische Staatsminister allen Staats- und Gerne debehörden zur Kenntnisnahme und Beachtung r mibteilt hat: „um die Verbundenheit der Beamtenschaft mit dien, Führer und Reichskanzler und der national- j iiMstischen Bewegung bei jeder sich bietenden CMqenbeit besonders zu betonen, erscheint es mir zM mäßig, Ernennungen zu Beamten, Beförde- rurcn sowie gegebenenfalls Verleihung von Titeln und« Charakteren, ferner Höhereinstufungen nach divi!Tarif bei Angestellten, Lohnempfängern und Zeichen mehr als bisher zu den Gedenk- und gic: tagen der Nation auszusprechen. Insbesondere gjhias für Ernennungen, Beförderungen usw., die rsWgsweise für Verdienste um die nationalsozia- I InHiie Erhebung stattfinden. Als Feiertage der 9Hit:m gelten: der 30. Januar, 20. April, 1. Mai, SIN töeptember, 9. November. hier diesen Feiertagen wird bevorzugt der 2!< !|lpril, der Geburtstag des Führers, zu berürf- frf ft:gen fein. Der 1. Mai wird in erster Linie für ^Einstufungen usw. von Arbeitern und Ange- fildttn, der 30. September für Ernennungen, Best Dirungen usw. von Beamten, Angestellten und Hpdern im Dienste der Landwirtschaft in Frage filmien. I Ernennungen, Beförderungen usw. werden oi in iien genannten Gedenk- und Feiertagen mit 8Ö mg von dem zurückliegenden Zeitpunkt aus» z ststi-chen sein, von dem an die betreffende Stelle n Küchen wird. Benachteiligungen der Beteiligten fofr&i durch diese Regelung nicht veranlaßt werden. }d ersuche ergebens!, in Ihrem Geschäftsbereich ff Giftig nach diesen Grundsätzen zu verfahren und dibichzu Notige veranlassen zu wollen." Bau von Schwimmbädern it!b Erfaffung der Nichtschwimmer. t>G5 Staatliche Turn- und Sportamt des Hessi- s« Äsii Staatsministeriums hat den Kreisobmännern ffulias Schwimmen mitgeteilt: ,3-ie Kreisämter find durch besondere Schreiben bdt Steifbeinige nhaus HM eßen, fldlnng, * 'Vorlagen ßetfiKtfrf Serbin* laufet Der Tag der Polizei in Gießen. Sammlung — Fackelzug — Platzkonzert. Polizeidirektor Heine beim Sammeln. Der „Tag der Polizei" fand gestern auch in unserer Stadt schönste Auswirkung. Die Polizeibebeamten, die sich in den Dienst des Winter- hilfsroerfes stellten, waren mit großer Freude bei der Sache. Im Mittelpunkt des gestrigen Abends stand vor allem der F a ck e l z u g der Polizei, der sich vom Landgra's-Philipp-Platz aus durch die Brandgasse, über den Kirchenplatz, Markt und Mäus- burg, durch den Seltersweg, über Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße und Neustadt zum Oswaldsgarten bewegte. Der Zug setzte sich um 17 Uhr in Bewegung und war bald von einer stattlichen Menschenmenge umgeben. Den Fackelzug begleiteten ferner zahlreiche Beamte der Polizei in Zivil mit der Sammelbüchse des Winterhilfswerke s in der Hand. Unter den schneidigen Klängen des Mufikzuges der Standarte (Leitung: Musikzugführer Herrmann) bewegte sich der Zug durch die Stadt. Das flackernde Licht der Fackeln brachte eine neue Note in das Straßenleben, das um diese Zeit sehr stark war. Die sammelnden Polizeibeam- ten hatten infolgedessen auch ein reiches Feld der Betätigung. Es wurde wieder sehr gerne gegeben. Da die Polizeibeamten durch ihre tägliche enge Berührung mit dem öffentlichen Leben vielen Einwohnern der Stadt gute Bekannte sind, so gab mancher der Zuschauer bei dem Fackelzug zwei- und dreimal. Viele Kinder begleiteten den Fackelzug und die Musik bis zum Oswaldsgarten, auf dem sich ebenfalls viele Volksgenossen eingefunden hatten. Der Musikzug der SA. nahm auf dem Platz Aufstellung, die Polizeibeamten gruppierten sich mit ihren Fackeln um die Musik, die nun mit einigen schönen Darbietungen aufwartete. Man hörte zunächst ernste Musik aus „Sigurd Jorsalfar" von Grieg, dann die Jubelouvertüre von Bach. Zwei Märsche beschlossen das Platzkonzert, daß allen Besuchern große Freude bereitete. Die Sammler machten auch hier die Runde und haben dabei sicherlich noch manche Mark für das Winterhilfswerk erhalten. Neben den Sammlungen auf der Straße suchten die Beamten auch die Wohnungen und Geschäfte auf und bemühten sich hier um Spenden. Die Sammlung wird heute fortgesetzt. Heute von 18 bis 19 Uhr findet an der Ecke Seltersweg und Horst-Wessel-Wall ein zweites Platzkonzert statt, das von dem Musikkorps der Reichswehr ausgeführt wird. Beamte der Kriminal- und der uniformierten Polizei mit den Sammelbüchsen. Oberheffen firete Alsfeld. berg, mit der gleichzeitig der Abschied der gäste verbunden war, gestaltete sich für alle Li' nehmer rii pinpm frhnnpn OrrTphnic (T;m ,r, U* Adventsfeiern -er NGFrauenschast =•= Homberg, 18. Dez. Die Weihna feierber Arbeitsdienstabteilunn 25 Jahre Pfarrer. * Hausen, 19. Dez. Am heutigen Mittwoch, 19. Dezember, kann unser Ortsgeistliche Pfarrer Steiner sein 25jähriges Amtsjubi- l ä u m begehen. Pfarrer 'Steiner wurde am 19. Dezember 1909 in Rochenberg, Dekanat Erbach im Odenwald, ordiniert. Neue Bürgermeister und Beigeordnete im Kreise Gießen. < Queckborn, 18. Dez. Am Sonntag hielt die hiesige NS. - Frauenschaft einen wohlge- lungenen Advents- und Weihnachtsabend ab. Zwei symbolhafte Lichtsviele des BdM. sollten darstellen, wie durch die Geburt Christi im Stall zu Bethlehem das Licht in die Welt gekommen ist. Es fehlten auch nicht das Christkind und nehmer zu einem schönen Erlebnis. Ein . Arbeitsdienstkapelle Alsfeld (Leitung: Musiki? rer Rheinländer) leitete die Veranftaltuno Nach einem Gedichtvortrag hielt Oberfeldmei"' S ch n e i d er die Begrüßungsansprache und boS allen Spendern von Homberg und Umgebung - die überaus zahlreichen Geschenke. Nach einer kalischen Darbietung und einem gemeinsam qej? genen Lied brachten die Arbeitsmänner einen’, drucksvollen Sprechchor zur Aufführung. Der ' sang des Saarliedes wurde zu einem Bekennt Nach einem weiteren Marsche folgte der ,%? schwur der abstimmungsberechtigten Saardeutsch^' Mit dem Gesang des Deutschlandliedes fand > erste Teil des Abends seinen Abschluß. Der toi Teil der Veranstaltung wurde mit einem nachtslied eingeleitet. Ein Gedicht und ein h von Walter Flex gelangten sodann zum Vortz» Nach einem Lied der Arbeitsdienstmänner wu: eine von nationalsozialistischem Geiste getra» Szene aufgeführt. Große Freude bedeutete sch-, lich für die Arbeitsdienstmänner die Beschsri, Jeder Arbeitsdienstmann erhielt ein Geschenk, $ gemeinsames Lied und ein herzliches Schlundes Oberfeldmeisters Schneider beendeten 1 Abend. Viehzucht. Bäuerliche Betriebe im eigentlichen Sinne sind es etwa 160. Die Viehzählung hatte folgende ...... ««u, uu= unu Ergebnisse: Pferde 100, Jungvieh 111, älteres der Nikolaus, die in humorvoller Weife die kleinen Rindvieh 747, Milchkühe 494, Rindvieh insgesamt1 und größeren Kinder beschenkten. Advents- und Wurst, Hülsenfrüchte, Obst, Gebäck, Schuhe usw. befanden, konnten nach Offenbach übermittelt werden. oo Eberstadt, 18. Dez. Im Saale „Zum Schwanen" fand ein Lichtbilder-Vortrag statt, der vom Verein für das Deutschtum im Ausland veranstaltet wurde. Der Abend wurde durch Gedichtoorträge und Lieder der Schüler eingeleitet. Lehrer R e u h l hielt eine kurze Ansprache. Sodann berichtete der Vortragende des Abends, Berthold Weiß, ein Siebenbürger Sachse, von den Erlebnissen einer Reise durch Oesterreich, Ungarn und Rumänien nach Siebenbürgen. Er schilderte die Not der Siebenbürger Sachsen, die durch die Rumänen , hart bedrängt seien, und forderte im Zusammenhang damit auf, das Deutschtum im Auslande tatkräftig zu unterstützen. Eine Sammlung für die schwer bedrängten deutschen Volksgenossen im Ausland brachte einen stattlichen Geldbetrag. In den Pausen hörte man auf Schallplatten siebenbürgische Volkslieder. Zum Abschluß des Abends dankte Lehrer R e u h l dem Redner für seine interessanten Ausführungen. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer klang der Abend aus. c5 Obbornhofen, 18. Dez. Wie schon immer, so beteiligte sich unsere Ortsbevölkerung auch jetzt wieder freudig an dem großen Hilfswerk unseres Volkes. Es wurden 38 Weihnachtspakete mit allerlei nützlichem Inhalt zurechtgemacht und an hilfsbedürftige Familien in Offenbach versandt. — Die gesammelten Ersparnisse vom Cinto p f s o n n t a g beliefen sich auf 29,70 Mark. — Ein für diese Jahreszeit wohl seltenes Ereignis konnte man hier feststellen. Auf dem Grundstück des Altbürgermeisters Philippi stand ein Zwetschenbäumchen in schönster Blüte. csd Langsdorf, 18. Dez. Die kürzlich durch- gelührte Viehzählung brachte volkswirtschaftlich ungemein belangreiche Ergebnisse, besonders wenn man daneben die Ergebnisse einer Zählung aus früheren Zeiten stellt. Wir zählen etwa 220 Haushaltungen, die fast alle an der Viehzucht irgendwie beteiligt sind, wenn auch nur in Klein- 858. Schweine 991, Ziegen 43, Kaninchen 212, Gänse 89, Enten 14, Federvieh insgesamt 2796. Bienenvölker 50. Zum Dergleicy ziehen wir eine Zählung vom Jahre 1826 heran. Die Zahl der Haushaltungen betrug damals etwa 150. Mit Tierzucht waren sie alle beschäftigt. Wieviel rein bäuerliche Betriebe es waren, läßt sich nicht genau sagen, ihre Zahl wird nahe an 150 herankommen. Da ist der Unterschied in der Viehhaltung erstaunlich groß: Pferde 20, Rindvieh insgesamt 384, Schafe 647, Schweine 220, Ziegen 3. Das Kleinvieh ward nicht gezählt. Diese Zahlen beweisen schlagend, daß die Land- und Diehwirtschaft seit 1826 einen ganz gewaltigen Auftrieb erfahren hat. — Die Arbeiten in unserem Walde sind bereits vor einem ersten Abschnitt angelangt: in der nächsten Woche kann die erste Submission auf Stammholz (Nadelholz) eingelegt werden. Unsere 40 Holzhauer sollen eine Menge don 4800 Festmeter bewältigen. Es sind u. a. im Hegerich 8 Morgen zum Abtrieb vorgesehen, um das noch längst nicht befriedigte Landbedürfnis zu erfüllen. Durch die Waldarbeit sind alle Arbeitslosen beschäftigt und viele Kleinbauern haben einen zur Aufrechterhaltung ihrer Wirt- schäft notwendigen Verdienst. Im vergangenen Jahr hat man schon 8 Morgen Waldwiese im Langen-Rod-Seis aufgeforstet als Ersatz für ein abgetriebenes Stück im Hegerich. Kreis Schotten. W e t t e r f e l d, 18. Dez. Zum kommiss a- nschen Beigeordneten unserer Gemeinde wurde Georg A ß m a n n von hier bestellt. Trohe, 18. Dez. Die hiesige NS.-Frauen- schäft veranstaltete am Samstagabend ihre Adventsfeier im festlich geschmückten Saale der Wwe. K. Schwarz. Die über 65 Jahre alten Ein- wohner waren dazu eingeladen worden; der BDM. und die Kinder der Mitglieder der Frauenschaft nahmen ebenfalls teil. Die Führerin der NS.- Frauenfchaft, Frau Emma Rühl, hielt zur Gr» Öffnung eine kurze Ansprache. Ein gemeinsam gesungenes Adventslied, ein Gedichtoortrag sowie Lieder der Frauenschaft und der Kinder unter- hielten ausgezeichnet. Aus festlich gedeckten Tischen wurde dann mit Kaffee und Kuchen aufgewartet. Der Tisch der betagten Einwohner wurde mit einem besonderen ADventskranz geschmückt. Im weiteren Verlaufe des Abends und zum Abschluß hielt Blockwart A. Becker eine kurze Ansprache und brachte ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler aus. CD Lollar, 17. Dez. Gestern nachmittag veranstaltete die hiesige NS. .Frauenschaft im Saale des Gasthauses „Zum Schwanen" eine schöne Adventsseier. Es galt, den Alten unserer Gemeinde eine besondere Freude zu bereiten. Unter dem strahlenden Adventskranz, an schön gedeckten Tischen wurden die Einwohner von über 70 Jahren und auch eine Anzahl Kinder mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Man konnte es den Gesichtern der Gäste ansehen, daß sie sich bei der Frauenschaft wohlfühlten, zumal ihnen auch noch eine schöne Unterhaltung geboten wurde. Nachdem die Führerin, Frau Dr. Schlapp, alle herzlichst begrüßt hatte, wurde durch Mitglieder der Frauenschaft ein ergreifendes Theaterstück, „Des Kindes Weihnachts- träum", aufgeführt. Gedichte und Gesangsvorträge schlossen sich an. So vergingen schnell die Stun- den, die auf die lieben Alten sichtbar tiefen Eindruck machten. Ernannt wurden zu Bürgermeistern: Hemz Rebholz in Großen-Buseck, Hans Will in Leihgestern, Hartmann Friedrich Dietz in Utphe, zu Beigeordneten: Philipp Botz III. in Bersrod und Heinrich Raab in Utphe. Lehrertagung in Lo lar. J) Lollar, 18. Dez. Die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" des NS.-Lehrerbundes der Bezirke Lollar und Londorf tagten gemeinsam in der hiesigen Schule. Der Leiter, Lehrer Eberle (Lollar), machte nach kurzer Begrüßung die Mitteilung, daß der Assistent des Oberhessischen Museums in Gießen, Herr Czech, zu einer Vortragsreihe über Vorgeschichte gewonnen sei, an die sich dann als Abschluß eine Besichtigung der vor- geschichtlichen Abteilung des Oberhessischen Museums anschließen soll. Hierauf hielt Herr Czech den ersten seiner Vorträge über „Jüngere Steinzeit und Bronzezeit". Der Vortragende verstand es, in zweistündigen Ausführungen unter besonderer Berücksichtigung der Funde unserer Heimat den Zuhörern ein klares Bild der genannten Erdperiode zu vermitteln. Lichtbilder der verschiedenen Funde ergänzten den Vortrag. Eine rege Aussprache förderte noch manches Bemerkenswerte zutage. Eine Bezirksversammlung im Gasthaus „Zum Schwanen" unter Vorsitz von Lehrer Emme! (Staufenberg) schloß sich an, bei der eine Reihe geschäftlicher Angelegenheiten ihre Erledigung fand. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 18. Dez. Schon seit einer Reihe von Jahren tritt bei uns einmal das Gießener Stadttheater auf, und zwar am erstenTagdesneuenJahres. Auch diesmal werden wir das Vergnügen haben, an diesem Tage eine Aufführung in der Turnhalle, die sich dazu sehr gut eignet, zu erleben. Es wird die Operette „Das Land des Lächelns" gegeben, ein Stück, das mit großartiger Inszenierung und spannender Handlung sicherlich bei den Heuchelheimern Interesse erwecken wird. S Alten-Buseck, 18. Dez. Am Samstag wurden durch die Ortsgruppe der NSV. Alten-Buseck 76 Weihnachtspakete zum Versand gebracht. Es entfielen auf Zelle Alten-Buseck 44, auf Rödgen 24 und auf Trohe 8. Außer einigen größeren Paketen mit Kleidungsstücken wurden zum größten Teile Lebensmittel gespendet. Sämtliche Pakete waren geschmackvoll und mit großer Sorgfalt verpackt und werden bei den Empfängern viel Freude bereiten. In aufopferungsvoller Weise hatten sich die Frauenschaften und die Amtswalter der NSV. zur Verfügung gestellt. Die Pakete wurden in Großen-Buseck zum Versand gebracht und nach der Ortsgruppe Offenbach-Bürgel verfrachtet. — Am Tage der Nationalen Solidarität sand eine Haussammlung statt, die den Betrag von nahezu 100 Mark ergab. Einige Tage vorher wurde eine Listensammlung für das Winterhilfswerk durchgeführt mit einem Betrag von 21,90 | Mark. Das Sammelergebnis vom Eintopfgericht betrug insgesamt 66,40 Mark, davon entfielen auf Alten-Buseck 29,70, auf Rödgen 26,70 und auf Trohe 10 Mark. Alle diese Spenden sind ein erneuter Beweis für den Opfersinn unserer Einwoh- ; nerschaft. ° Rödgen, 18. Dez. Die hiesige Familie Wil- 1 Helm Iost ist sehr schwer heimgesucht wor- ' den. Nachdem erst kürzlich die Eltern der Frau an einem Tage gestorben sind, ist heute Herr I o st, der an einer Lungenentzündung gestorben ist, zu Grabe getragen worden. Er war Gärtner und stand beinahe vierzig Jahre im Dienste der Stadt Gießen. Die aanze Gemeinde nimmt herzlichen Anteil an dem schmerzlichen Geschick der Familie. # Lollar, 18. Dez. Die hiesige Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft veranstaltete eine Sammlung von Weihnachts-Paketen für bedürftige Volksgenossen. Es wurden im ganzen 68 Pakete abgeliefert, von denen 60 in der Gemeinde Lollar und 8 in Ruttershausen gespendet worden waren. § Mainzlar, 17. Dez. Dieser Tage wurden die Wunschzettelpakete im Rahmen des Winterhilfswerkes hier eingesammelt und nach Offenbach gesandt. Es kam die stattliche Anzahl von 7 8 Pa- Feten zusammen, die insgesamt ein Gewicht von zirka 3>2 Zentner ergaben. < Queckborn, 18. Dez. Dieser Tage konnten 28 große Weihnachtspakete, gespendet von Einwohnern des Dorfes, den Ortsgruppen Offenbach-Bürgel und Offenbach-Altstadt der NSV. zur Verfügung gestellt werden. > Holzheim, 18. Dez. Die Eintopf-Ersparnisse vom Sonntag, die von der Frauenschaft gesammelt wurden, brachten den Ertrag von 61,90 RM. — In der vorigen Woche wurde hier von der politischen Leitung aufgefordert, Weihnachtspakete für notleidende Offenbacher Volksgenossen anzufertigen. Eine große Anzahl solcher Weihnachtspakete, in denen sich hauptsächlich Lebensrnittel, wie Mehl, Reis, Weihnachtslieder wechselten ab. Die Feier war - die ganze Gemeinde ein Erlebnis. + Lauter, 16. Dez. Am Sonntag hielt 1 hiesige NS. -Frauenschaft ihre Advents!- i ab. Nach Begrüßung durch die Führerin mur.V gemeinsam die beiden ersten Strophen des ßi^i „Wie soll ich dich empfangen" gesungen. hielt Pfarrverwalter Grünewald (Querfbo.t eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung Weihnachtsfestes hinwies. Danach wurden z»« Theaterstücke von Mitgliedern der Frauenschaft von den Schulkindern aufgeführt. Die Spielleitr-i lag in den Händen von Lehrer R 0 e s d) e n. Frauenschaft trug einige Lieder zur Verschönet der Feier vor. Am Schluß fand eine Beschew der Kinder statt. Die Einnahmen stossen dem terhilsswerk zu. ZReinhardshain,17. Dez. Gestern abJ feierte die NS. -Frauenschaft ihre Chri- f »i e r mit einer anschließenden Bescherung für! Kinder. Der Schulsaal, ausgeschmückt mit Tannt grün und den Farben des neuen Reiches, mar r.:. auf den letzten Platz besetzt. Nach der Begr^ durch die Ortsfrauenschaftsleiterin, Frau Köiim und dem Gesang des Liedes „Macht hoch die ui, die Tor macht weit", hielt Pfarrer Volz eine k: Andacht. Im Anschluß daran trugen die ©rfjuffidi Gedichte und mehrstimmige Lieder unter Stabid rung von Lehrer Müllet vor. Nach dem gerne samen Gesang des Frauenschaftsliedes kam de: Nikolaus, der jedes der Kinder mit einer klein-1 Gäbe bedachte. Der Abend nahm einen schönr 1 Verlauf. D Weickartshain, 18. Dez. Am Sonnte: 1 abenb fand eine der heutigen Zeit anqepah: Advents feier der N S. - Fr auen fcha unter Mitwirkung der Jungmädcl in dem w ' nächtlich geschmückten Schulsaale statt. Nachdem । Führerin, Frau Melchior, in schlichten Wo:.: die Besucher begrüßt und den Sinn des Mbeni 1 erhärt hatte, fang die NS.-Frauenschaft „Wie ! ich dich empfangen". Den Höhepunkt bildete ;; Freude der Kinder der Nikolaus, der mit z« Körben voll Geschenken erschien. Gar manches frr.' Verslein konnte man da von Kindesmund hör" um dann ein Weihnachtsgeschenk in Empfang r men zu können. Zwischendurch fangen die Ihnen mit Haut und Haaren." 19 ^ortleftung Nachdruck oerbohm: den Sie dann sagen?" en Er । Kate zog ein Mäulchen. ihr I „Muß das denn gerade heute abend fein, Mister Archie? Das finde ich gar nicht nett von Ihnen. „Oh, Mister Archie, wir hatten gar nicht erwartet, daß Sie noch frommen! Wollen Sie mitessen?" „Gern!" sagte Mac Lean und nahm in einem kleinen Korbsessel neben Kate Platz. Eine Bedienstete des Gasthauses brachte schnell noch ein Gedeck. Und bald saß er im fröhlichen Geplauder mit der Familie und Kate, die ihre Augen von Mister Archie nicht ablenken konnte. Aber der Abend sollte „Bob, und wenn ich nun Ihre Hilfe brauchte in einer sehr schwierigen Angelegenheit, wenn niemand mir dabei helfen könnte als Sie — was roür- Er hielt das Motorrad einen Augenblick an. In diesem Augenblick ertönte ein geiferndes Bellen hinter der Mauer. „Und ich finde es nicht nett von dem Motorrad, daß es heute abend gerade geölt werden will. Aber ich muß morgen früh vielleicht sehr zeitig heraus, erwarte einen Anruf meines Arbeitgebers drüben in Middlefvrd. Da kann ich nicht am Morgen mich lange mit der Instandsetzung des Motorrades aufhalten. Es muß schon sein. Wir haben ja noch meh- rere Abende vor uns. Kates hübsches Gesicht hellte sich auf. Sie war kein Mensch, der unabänderlichen Dingen lange nach- trauerte, und Mister Archie sagte ja selbst, sie hätten noch einige Abende vor sich. „Wenn Sie mich nicht verraten, Bob — ja!" Bobs Augen wurden immer runder: „Ich verrate Sie bestimmt nicht. — Das ist ja interessant! Sind Sie vielleicht gar von Scotland Yard?" Mister Archie mußte lachen. Scotland Yard schien ja so der Inbegriff von allem für einen Jungen wie Bob zu fein. „Nein, Bob, von Scotland Yard bin ich nun gerade nicht. Aber immerhin ornn Fach. Ich heiße Mac Lean!" Mac Lean sagte es ganz leichthin. Aber die Wirkung, die nun eintrat, hatte er nicht erwartet. Bob sprang auf, wie von einer Tarantel gestochen. Er wich ein paar Schritte zurück, als wagte er es gar nicht, in der Nähe Mac Leans stehenzubleiben. Und nun, von der sicheren Entfernung aus, machte er eine ungeschickte Verbeugung nach der anderen. „Mister Mac Lean!" stammelte er. „Der berühmte Mac Lean? Der sind Sie?" Mac Lean stand lächelnd auf, reckte den Arm und zog den aufgeregten Jungen am Knopf feines Arbeitskittels heran. „Na, und wenn \d)‘s schon bin, Bob — das ist doch kein Grund, vor mir auszureißen!?" „Ich reiße ja gar nicht aus, Mister Mac Lean; ich bin nur ..., ich bin nur so furchtbar erschrocken, daß Sie der Mac Lean sein sollen." „Nun, bin ich denn so zum Fürchten, Bob?" Der Junge wurde wieder feuerrot: „Nein, nein! Es ist doch nur — also weil wir Jungens im Dorfe uns nichts so heiß gewünscht haben, wie Sie einmal in Wirklichkeit zu sehen." Er sah Mac Lean bewundernd an. „Also, Mister Mac Lean, was ich mich freue! Das ist ja — das ist ja ... Hurra!" schrie er plötzlich und legte dann erschrocken die Hand auf den Mund» Mac Lean fuhr weiter nach dem Ort Middleford, wo er angeblich zu tun hatte. Dort ging er zu dem Postoorsteher und hatte ein längeres Gespräch mit ihm. Er zeigte ihm seine Ausweispapiere und bat ihn um Schweigen über seinen Besuch. Der Postvorsteher, ein ruhiger, vernünftiger Mann, sagte: „Es geht mich nichts an, Herr, was Sie hier zu tun haben. Da Sie mir aber ein Schreiben der Londoner Polizei vorlegen, so bin ich natürlich bereit, Ihnen alle Unterstützung zu gewähren. Bitte, ver- fügen Sie über das Telephon! Meine direkte Amts- leitung kann von niemand abgehört werden." Damit ließ er Mac Lean in seinem Amtszimmer allein. Mac Lean führte ein dringendes Gespräch mit Scotland Yard. Er verlangte Inspektor Bruce und hing nach einer längeren Unterhaltung sehr befriedigt ab. „So!" sagte er. „Nun sind mir ein gutes Stück weiter!" Es war inzwischen Abend geworden. Ein milder und schöner Sommerabend. Mac San fuhr langsam mit seinem Motorrad Lominghton wieder zu. In der kleinen Fliederlaube des Gartens saß die Fa- milis Both bereits beim Abendbrot. Diensteifrig ging Bob neben Mister Archie der Garage zu, wo neben dem grünen Laubfrosch das Motorrad untergebracht war. Bob gefiel Mister Archie besser und besser. Er hatte so wunderhübsch von London und der Welt erzählt. Er mußte weit herumgekommen sein als Monteur und schien ein Mensch mit viel Wissen. Bob, der selbst eine leidenschaftliche Sehnsucht hatte, die Welt kennenzulernen und weiterzukommen, als es ihm hier in der Gastwirtschaft möglich war, freute sich über Mister Ar- chies Bitte. Er schloß den Schuppen auf, zog seinen Rock aus und den Arbeitskittel an. „So, Mister Archie, nun können wir losgehen. Oel habe ich, Kanne auch; also ‘ran an den Speck!" Aber Bob wurde sofort in großes Erstaunen verseht. Mister Archie nahm ihm die Oelkanne aus der Hand, drückte ihn auf einen Kasten nieder. Dann sagte er, sich neben Bob setzend: „Hören Sie, Bob, Sie sind doch ein Mann!" Bob wurde feuerrot. Seine Mutter sagte ihm oft genug, daß er noch ein grüner Junge märe. Und auch der Vater mar durchaus nicht bereit, Bobs Männlichkeit anzuerkenncn. Rot wie eine Pelargonis und unendlich geschmeichelt sagte tu M W» um 600. Vornan von Rainer Helden Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) „Brav, Bvb! Und ich vertraue Ihnen doB!:"' men. Was wir sprechen, bleibt unter uns. W wenn wir die Aufgabe, die ich hier habe, g-lci haben, dann besuchen Sie mich einmal in ßonCon. Dann werde ich Ihnen einmal London zeigen, ®ii ich es kenne." „Mister Mac Lean, könnten Sie mir nicht lieber einmal zeigen, wie man Detektiv wird? Das nämlich mein größter, mein allergrößter WuniÄ „Das kann man nicht so ohne weiteres zeige». mein Junge. Dazu gehört Begabung. Aber ich so den Gedanken, als ob du Verstand und Fing' keit genug hättest, um ein Detektiv zu werden. Wenn du mir jetzt hilfst, will ich auch später dir nach besten Kräften helfen. Und nun höre." Er beugte sich zu dem atemlos zuhörenden 3®' gen herunter und entwickelte ihm seinen Plan, »ob hing förmlich an den Lippen des Detektivs. Seine Augen glänzten. Er nickte immer nur mit bew Kopfe. Seine Hände waren eiskalt, so aME war er. Als Mac Lean geendet hatte, atme« ®oD tief auf. , „Auf mich können Sie bauen, Mister Mac Aaa. 10. Kapitel. Am nächsten Tage begab sich folgendes: Ein älterer Herr in unauffälliger Kleiduntz,tin Aktenmappe unter dem Arm, kam mit dem uede' lanbauto und stieg vor dem Gasthause von 000 aus. Gerade als er zur Tür herein wollte, kamMi'r Archie auf seinem Motorrad von feiner Aro» zurück. A „Guten Tag — schönes Wetter heute!" sag» beiläufig, während er den.Motor abdrosselte. „Schönes Wetter heute!" gab der Mann mit bet Aktenmappe zur Antwort. „Ich will noch, m1 nachmittag weiter." Damit war die Unterredung beendet, und W* Archie ging hinauf in fein Zimmer. Nach j“ 5 Zeit kam er mit einem Handwerkskasten wreoe^ „Daß die Arbeitgeber doch auch nie richtig scheid sagen, was sie alles gemacht haben wo» 2 sagte er ärgerlich im Dorübergehen zu Jjn Both. „Da kommt dieser Hausbesitzer m M ford plötzlich noch mit ein paar Renovationen, denen ich wieder andere Werkzeuge brauche. schönste Arbeitszeit verfährt man, um das n » Handwerkszeug beieinander zu haben. Na will ich mal wieder weiter!" Er grüßte freundlich, nickte zu dem 5en!terulnb ersten Stock hinauf, wo Kate gerade stano, . fuhr davon. (Fortsetzung folgtI) •fIeinnn^a!e I Bob sah den Fragenden groß an. Dann versetzte enden. Sie hatte geglaubt, noch einen kleinen Abend- . er entschlossen- 1 0 jpa3iergang mit Mister Archie machen zu können j würde sagen, wenn es nichts Unrechtes ist, S°$pJa9rnVDare,f ?em fßrtl0' stund was Sie von mir verlangen, Mister Archie, bann \ : gehe ich mit Ihnen durch bick unb Dünn." „Horen Sie, Bob! Wurden Sie mir einen Ge- „ _ . - M , " - — — 1 „Bravo, mein Junge! Mister Archie nahm Bobs Jungenhand und schüttelte sie kräftig. „Sie sind ein Boy, wie man ihn brauchen kann. Es ist ganz gewiß nichts Unrechtes, was ich von Ihnen verlange, scheucht. Würden Sie mir” ein bißchen 'helfen,"es ?.m ^,9ent[eit;s®ie l°‘Ien mjr helfen, ein furchtbares wieder flott zu machen?" 1 Unrecht aufzudecken, dem ich auf Der Spur bin." I „Auf Der Spur?" Bobs Augen wurden ganz groß und rund: „Sie sind vielleicht gar kein Monteur? Sind Sie vielleicht ein Detektiv?" „^aturlid) bin ich ein Mann, Mister Archie!" I „Ach, (o! Ich darf ja nicht fa laut schreien -1 2®?,s hab- -ch gewußtI -...... fall ja still sein. Also, Mister Mac Lean, masti Mister Archie mckte anerkennend. Und dann jagte ich tun? Ich verspreche Ihnen hiermit: Ich «in er leiser: Ihnen mit Haut und Haaren." Er bör-te, wie zwei Hunde in rasendem Lauf in- , ... .. nerhalb des Gartens an der Mauer entlang tob- Mister Archie auf unbjagte: ten und dies wütende Bellen ausstiehen. Mac Lean > Sic, naiven nm einen vye= konnte die Hunde nicht sehen, ebensowenig, wie sie fallen tun? — Das Motorrad Mister Sandnings ihn sehen konnten. Aber er war Hundekenner genug, scheint seit Adams und Evas Zeiten nicht mehr ge- um zu wissen: ein solches Gebell vollführten nur sehr ölt worden zu sein. Es quietscht derartig in allen große, sehr starke Wachhunde. Es waren vermutlich Gelenken,^daß man^ geradezu Die Vögel Damit ver- dänische Doggen, Die bas Grundstück bewachten. Mac Lean fuhr weiter. Hier war nichts zu erhoffen. Es mußte auf andere Weise geschehen. Er fuhr an der Mauer entlang und bog links von i',. ab. Nun kam der Wassergraben, von Dem Kate erzählt hatte. Und jenseits des Wassergrabens sah man den Turm aufsteigen. Er war rund und massig. Von der Wasserseite her hatte er keinerlei Eingang. Offenbar war er nur vom Grundstück aus durch eine Wendeltreppe zu erreichen. Mac Lean fühlte ein Zittern in seinen Nerven — es war Das Zittern Des JagDfiebers. Er kannte dieses Symptom ganz genau. Aber er mußte sich im Zaune halten. Ein wenig zu früh — unD alles war verloren. Ein stahlhartes Leuchten war in seinen Augen, als er nun weiterfuhr und sich rasch von Black Castle entfernte. / seines ( Glückes < Schmie« W Kaust J ) . ... M I - Zum Weihnachtsfest Damentaschen, Stadttaschen Geldbörsen, Hosenträger usw. Wilhelm Brühl. Sattlerei Gießen 72iVd Neustadt 19 Mitin selbst gefertigt waren, gelang es, die Zu- ,ei6=-b^ ensch-s 3 lii) Gesänge fröhlicher Lieder, wobei die alten ituen freudig mitsangen, und bei angeregter h|te naltung nahm das Beisammensein einen eingingen. Kreis Wehlar. Kaninchen- und Geflügel-Ausstellung in Vußbach irtnb wurden die Teilnehmer durch reichhaltige Tauben. Bettvorlagen Kolter Telephon 4195 Löwengasse 18 7490 A 7460 D 1425 Stück 1297,18 fm ohne Rinde ge- »*1.5 00 kauft, und Griedel. Weiße Du sollst geben, damit Tausende hoffen können. Nimm ein Arbeitsbeschaffungs-Los! Ziehung am 22. und 23. Dezember. Pfarrer Volz ch an trugen die LH |e Lieder unter 6 Chr. Müller, Gambach. Kleinfilber (schwarz)? 1. Pr. K. Einhäuser, Kirchgöns, K. Ohlernotz, Gam^ bach, W. Ulrich, Wölfersheim, G. Preis, Butzbach; 2. Pr. dieselben. Kleinsilber (gelb): E. H. Hofmann, Schwalheim: 1. Pr. derselbe, G. Preis, Butzbach, Fr. Süffer, Ober-Rosbach: 2. Pr. O. Fischer, Friedberg. Kleinsilber (braun): E. Gerh. Lummen, Vilbel; 1. Pr. H. Weinrich, Vilbel, K. Hofmann, Rieder-Weisel; 2. Pr. dieselben, I. Stengel, Ober - Rosbach; 3. Pr. dieselben. Holländer (schwarz-weiß): E. K. Stein, Dorheim. Blaulohl. E. Fr. Eckhardt, Heldenbergen. Schwarzlohr E. Fr. Eckhardt, Heldenbergen, Fr. Genzel, Bad- Rauheim, G. Stimmen, Vilbel, R. Scheurig, Butzbach, K. Rern, Kirchgöns; 1. Pr. dieselben, W. Langsdorf, Kirchgöns, 21. Schwab, Dorheim, G. Findling, Schwalheim; 2. Pr. dieselben, K. Kolling, Kirchgöns, W. Langsdorf, Kirchgöns. Hermelin: E. H. Harder, Butzbach, W. Hensel, Dorheim, Fr. Haas, Friedberg, K. Schneider, Klein - Karben; Pim Verlauf. Am Abend veranstaltete die NS.- »Mschaft im Strackschen Saale eine gut besuchte e neindefeier Die Begrüßungsansprache Üiiie Führerin der Frauenschaft, Frau Hedwig i tim e r. Die Feier wurde durch mancherlei ixbige von Mitgliedern der Frauenschaft und des i9j sowie der Singschar der Frauenschaft, in rtisiflicher Weise verschönt. — Eine gleiche Ver- ficjung fand auch im benachbarten Nonnen- 1 statt. <-:8 i r f I a r , 17. Dez. Für den gestrigen Sonn- hchnb hatte die hiesige NS. -Frauenschaft ewr Adventsfeier in den Saal des Gast- I*8 Unb Um1'1' Idente. Al <£ Rodheim a. b. B., 18. Dez. Wir haben schon wiederholt über die stille, von tiefem sozialen Empfinden getragene Arbeit unserer N S. - Frauenschaft berichtet und ihr und besonders ihrer rührigen Leiterin, Frau Anna Eintz, ge- Lärchen-Schnitt- uns Stammholz Submission. , 18. Dez. Am er eufigen Zeit W tiiiM NMäücl Ä h 2 statte or, in schicht den Sinn di-1 r.-Frauenschast J i Höhepunkt bilde Nikolaus, her it chien. Gar momt:: von KindesWd eschen! in «durch fangen hii f vor. Nach hem: lenschaftsliedest Binder mit eniei! nd nahm einen Ü 1 neuen Reiches, : Öt Nach der 8. Januar 1935, vormittags 9 Uhr. daselbst. Graf Görtzisches Jorftamt, Schlitz (Oberhessen) bei JuUhl Heldenbergen. Abteilung 2: Einzeltiere. Weiße Wiener: E. H. Becker, Alaska: 1. Pr. G. Böck, Gambach. cht so laut [djrfiir ter Mac Lean, k inen hiermit: 34 ■en." vertraue Ihnen' bleibt unter j die ich hier mich einmal ui; und London jr; irid) Keil III. Zu Beginn sangen die Mitglie- ;35 Frauenschaftslied. Herr Schwedes legte nl k.:zen Worten dar, welch' tiefer Sinn im deut- Bersiesgerung. Freitag, den 21. Dezember 1934, nachmittags 2.30 Uhr, werden im Erdgeschoß des Finanzamts Gießen. Lessingftrahe 1, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert: 74810 verschiedene Damen- und Herrenmäntel, Stoffe für Damenkleider und Herrenanzüge, Damast-Bett- unb Kissenbezüge, eine Anzahl Rehgehörne, einige Bücher (Deutsche Geschichte, Kultur- und Sittengeschichte, Kunstgeschichte), ein Photoapparat und verschiedene Pakete eiserne Nieten für Schmiede und Schlosser. Die Gegenstände sind sämtlich neu und kommen bestimmt zur Versteigerung. Fi na nzamt Gießen. Vollstreckungsstelle._______ Fr. Bröder, Gambach: 1. Pr. R. Kretschmar, Dorheim, Fr. Haseneier, Klein-Karben; 2. Pr. K. Matern, Butzbach. Deutsche Riesen-Schecken: E. K. Nern, Kirchgöns, O.Nikolaus, Dorheim; 1. Pr. A. Bopp, Griedel; 2. Pr. derselbe und P. Boller, Gambach. Englische Widder: 1. Pr. Ph. Hasser, Nieder - Weisel. Französisch Silber: 1. Pr. W. Kissel, Vilbel, Joh. Michel, Nieder-Erlen- bach: 2. Pr. R. Groß, Vilbel, H. Kullmann, Bruchenbrücken. Weiße Wiener: E. Ph. Liebel, Klein-Karben, H. Steinbock, Butzbach, Ehr. Bächtle, Vilbel; 1. Pr. H. Bäcker, (BneM, W. Schmidt. Gambach, K. Wirth, Nieder-Wöllstadt, Fr. Haseneier, Klein-Karben; 2. Pr. Hch. Kullmann, Bruchen'-rücken, W. Schmidt, Gambach, Ph. Liebel, Klein-Karben. Blaue Wiener: E. H. Wagner, Nieder-Weisel, W. Wenzel, Griedel; 1. Pr. dieselben, Gebr. Frank, Butzbach; 2. Pr. G. (Borg, Klein-Karben. Japaner: E. M. Giehl, Kirchgöns: 2. Pr. L. Ehrhard, Kirchgöns; 3. Pr. F. Kräh, Ober-Rosbach. Englische Schecken: E. PH. Hofmann, Schwalheim; 1. Pr. A. Reifer, Ober-Rasbach. Alaska: 1. und 2. Pr. Gu. Böck. Gambach. Hasenkaninchen: 1. Pr. Fr. Becker, Ostheim; 2. Pr. H. Linkmann, Butzbach. Marburger Feh: 1. Pr. Pb. Hasser. Nieder - Weisel, K. Schneider, Klein - Karben, H. Reuhl. Klein-Karben; 2. Pr. dieselben ; 3. Br. dieselben. Klein-Cbinchilla: E. H. Dietrich, Klein-Karben, W. Ulrich, Wölfersheim. H. Jung, Kirchgöns, I. Groß, Heldenbergen, W. Welche, Wöl- ^rsbeim; 1. Pr. dieselben; 2. Nr. dieselben. Fr. Schuhmacher, Klein-Karben, W. Rentmeister, Kirch- aöns; 3. Pr. dieselben. A. Krause, Klein - Karben, a Steppdecken Eaargarnlänfor Daunendecken Haargarnteppiche IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHI Ihre Geschäfts-Drucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen, Ge- echäftskarten Ihres Hauses beurteilt. — Lagen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druckarbeiten. Wir bieten eie Ihnen I Srühl’sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Htir etwas von der Gemütstiefe des Märchens ; eb:n zu lassen. Am Schluß erschien der Nikolaus r > irfreute alle anwesenden Kinder durch kleine >ikf«en mit allerlei Süßigkeiten, die die Frauen- hn.fig gespendet hatte. AW illingen , 18. Dez. Die hiesige NS.- ; l t!irenschast hatte am Sonntag die älteren eg nachtsfeier eingeladen. Die Gäste, die t amtlich der Einladung gefolgt waren, wurden rtcher Weise mit Kaffee und Kuchen bewirtet. 31 iCtigenoffen unseres Ortes zu einer schlichten den. Hieran schloß sich eine Christbescherung der Schulkinder der Gemeinde Muschenheim und Hof- Güll, um die sich die Führerin der Frauenschaft und die Vorsitzende der Frauenhilfe, Frau Pfarrer Doering, besonders bemüht hatten und die für die Kinder den Höhepunkt des Abends bildete. In einem von Bürgermeister Schäfer gesprochenen Schlußwort dankte dieser den Veranstaltern des Abends und gab seiner Freude über den schönen Verlauf des Abends und das harmonische Zusammenwirken der beiden Frauenverbände in der hiesigen Gemeinde Ausdruck, indem er damit den Wunsch verband, daß dies auch für die Zukunft so bleiben möge. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Führer des deutschen Volkes nahm der wohlgelungene Abend seinen Abschluß. > Holzheim, 17. Dez. Die NS. - Frauen - schäft hatte für den Sonntagabend zu einer A d - vents - und Weihnachtsfeier eingeladen, die im Saal des Pg. Sarnes stattfand und einen sehr guten Verlauf nahm. Der Saal war so dicht besetzt, daß fast kein Platz mehr für die zuletztge- tommenen Besucher vorhanden war. Die Frauenschaftsleiterin Frau Sophie Jung hielt die Begrti- ßungsansprache. Der Gesangverein „Harmonie" trug Advents- und Weihnachtslieder vor. Eine Gesangsabteilung der Frauenschaft unter Leitung des Dirigenten Sarnes brachte einige Lieder zu Gehör. Don den Jungmädeln des BdM. wurde ein Weihnachtsspiel aufgeftihrt, das großen Beifall fand. Das Hauptstück des Abends „Christrose", ein Weihnachtsspiel in zwei Aufzügen, bei dem auch einige SA.-Männer mitwirkten, erntete ebenfalls reichen Beifall. Zellenwart Pg. Kuhl hielt die Schlußansprache. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und dem zweiten Vers des Deutschlandliedes fand die sehr gut verlaufene Veranstaltung ihren Abschluß. Am Ausgang wurde für das Winterhilfswerk gesammelt, wobei 8,20 RM. Bei Bedarf in Betten und Polstermöbeln lassen Sie sich ohne jeden Kaufzwang von mir beraten rail föecfö Betten- und Polstermöbel-Werkstätte Jetzt steht er sicher! Nicht nur das. Ein Eisen-Ständer für den Christbaum schmückt auch den Tisch. In vielen Ausführungen gibt es Christbaumständer bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 7177a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 iri*U einei"V >e e i e r im Saale des Gastwirts ÄS’ " .......“ e die N in l. .Wit. f. g. 1 und g. Abteilung 6: Hefisch e Kröpfer: K. Boller, Gambach, befr.; W. Schmidt, Gambach, s. g. 1. Brünner- köpfe: K. Boller, Gambach, s. g. 1. Koburger Lerchen: ders. s. g. 1 und s. g. Straßer (blau): W. Schmidt, Gambach, s. g. 1. Am Montag, dem 17. Dezember, abends IO1/, Uhr, »verschied nach einem arbeitsreichen Leben im fast ^vollendeten 68 Lebensjahr mein lieber Mann, unser •treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Georg Müller Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Müller, geb Al bach Familie Heinrich Müller Familie Wilhelm Müller ö Gießen (Steinstraße 38), 'Mümling-Grumbach, den 18. Dezember 1934, jDie Beerdigung findet am Donnerstag, dem 20. De- izember,nachmittags 3Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _______________ _________________05974 Bekanntmachung. Betr.: Wochenmarkt. Durch die bevorstehenden Festtage treten in der Abhaltung der Wochenmärkte folgere Aenderung^en für Dienstag, den 25. Dezember 1934, findet der Wochenmarkt am TNontag, dem 24. Dezember 1934, für Dienstag, den 1. Januar 1935, findet der Wochenmarkt am Montag, dem 31. Dezember 1934, statt. Gießen, den 19. Dezember 1934. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. nie« Sie mif» DetiltiD -M in allergriWl. °hne Begabung. du Verstand i in Detektiv/ will i-h. Und nun :*.-s ;<•»** .enüet itf „Zur Traube" des Pg. W. Engel singe- je Die in schönster Weise verlaufene Feier u ir mit dem Gesang des Chorals „Macht hoch i 5ür" eingeleitet. Hierauf richtete die Führerin r 'esigen Frauenschaft, Frau M. Engel, herz- i<3egrtißungsworte an die zahlreichen Besucher, Apfel-Süßmost 05958 Trauben-Süßmost Prima Apfelwein Ludwig Kohlermann Inh.: L, Heiderich, Bleichstraße 14, > J7- Dez. (Befte? vi> "schäft ihre { ve enden Lescherun: ßic ... . , 'Sgeschmückt mit' 1" tc'denen sich auch viele Kinder befanden. An> ledn TePPiCh von j'DcnsiQttep SÄ S O ’ÄÄ dankt für Ihre opferbereite Liebe, die immer wieder in wohltuender Zurückhaltung da in Erscheinung tritt, wo es gilt, der Not zu steuern und Tränen zu trocknen, aber auch Freude zu geben. Darum war es wohl selbstverständlich, daß auch einmal der alten Mütterchen unserer Gemeinde besonders gedacht werden würde. Der vorige Sonntagnachmittag war diesem Zwecke gewidmet. Alle über 70 Jahre alten Frauen waren zu einem Nachmittagskaffee in Benders Saal eingeladen, der durch fleißige Hände in geschmackvoller Weise weihnachtlich geschmückt, ein strahlendes Festkleid trug. Da leuchteten die alten, müden Augen der lieben Gäste, und manches gramdurchfurchte, den Stempel schwerer Arbeit und Sorge um das Wohl der anderen tragende Gesicht erhellte sich beim Anblick der kerzengeschmückten stattlichen Kaffeetafel, lieber® all griffen die Hände der Gastgeber zu, dienend, gebend, helfend. Mit warmen Worten begrüßte die Leiterin die Gäste, zu deren Unterhaltung sich dann ein fein zusammengestelltes Programm abrollte. Da sang eine Mädchenschar die lieben alten Weihnachtslieder, führte eine frohgestimmte Kinderschar niedliche Tanzreigen vor, wurden Gedichte und Musikstücke vorgetragen, alles Weihnachtsliebe und -freude kündend. Und zuletzt tappte sogar der gute alte Weihnachtsmann durch den Saal, zur Freude der Alten und Jungen reichlich Aepfel, Nüsse und Plätzchen spendend. So verliefen die Stunden gar zu schnell, und die nimmermüden alten Hände sehnten sich nach der häuslichen Tätigkeit. Aber lange noch wird die Freude über den schönen Sonntagnachmittag in den Herzen der 16 alten Mütterlein nachklingen. Und als dann die Leiterin der Frauenschaft die Feier mit einem Hinweis auf unseren Führer, der unserer Liebe und Mildtätigkeit erst recht das Tätigkeitsfeld wies, die wohlgelungene Veranstaltung schloß, da sangen sie, die zitternden Hände zum deutschen Gruß gehoben, begeistert mit das Deutschlandlied und das Lied Horst Wessels. Herzlichen Dank, ihr wackeren deutschen Frauen, im Namen jener, die euch nicht mit schönen, wohlgesetzten Worten ihre Freude und Dankbarkeit aussprechen konnten, die es euch aber nicht vergessen werden, daß ihr ihnen soviel Liebe und Freude gabt. gespendet. ,>Dber-Bessingen, 16. Dez. Heute abend c r faltete die hiesige NS.-Frauenschaft 1. Pr. dieselben; 2. Pr. dieselben, I. Kreh, Ober- Rosbach, W. Schultheis, Butzbach, K. Matern, Butzbach. Angora: 1. Pr. R. Scheurig, Butzbach: 2. Pr. derselbe, K. Nagel, Gambach; 3. Pr. dieselben, G. Vogt, Vilbel. Weiß-Rex: IPr. O. Koch, Södel. Chinrex: 1. und 2. Pr. Fr. Eckhardt, ruAgHereitet, zu der die Mitglieder der NS.- Fllfruimschäft in großzügiger Weise gestiftet hatten vmtb "imit den Kindern eine besondere Freude be« reiiifcclm. Mit einem kurzen ermahnenden Schlußwort der Frauenschaftsführerin an die Kinder toilinb der in allen Teilen schön ausgestaltete Abend abihe': stossen. Muschenheim, 18. Dez. Am Sonntag v" ii (Hafteten die hiesige NS. -Frauenschaft umb iiie Evangelische Frauenhilse im Sei-ab der ÄZitwe Engel eine gemeinsame A d - n- rissfeier. Nach einem Begrtißungswo^ der Fi'!. Hin der Frauenschaft, Frau Emma W " - s e l, jv । ii vr OrHge'sfsiche ein" Ahn."ntsnn^ro''be die vom nässenden Liedern umrahmt war. Sodann c ' ritcn zwei Weihnachtstviele der b"id"n Schuft' 1 „Der W"ibnachtsmonn 'n h^r Schuf"" und i B"h d r M"tter", ?**■■ Auffübrnno. hi" hie bellik Lehrer Saun und Pharo mit den Kintz l'ii iiv bt hatten und di" allgemein B'ttall fon= itti-tungen erfreut; Jungmädels des BdM. brach- leiterin?grau ^Cl*11 a- unter ^^'fung von Frl Wagner das ies „Mackt borfi' MKl xnfpiel „Schneewittchen" ausgezeichnet zur mr. - n LlilKsiorung. Im Anschluß an das Märchensttick tnninl den Kindern eine schöne Weihnachtsbesche- Riesen: E. K. Matern, Butzbach. Deutsche Riejenschecken: E. K. Nern und W. Jung, Kirchgöns, G. Findling, Schwalheim. Klein- jilber (schwarz): 1. Pr. W. Niegelhuth, Gambach. Kleinsilber (blau): H. Hofmann, Schwalheim. Abteilung 3: Hühner, Zuchtftämme. Leghorn (weiß): s. g. 2 Geflügelfarm Lud- wigshohe, Butzbach. Italiener: W. Ester, Butzbach, s. g. 3. Rheinländer (schwarz): ders. Kraienköppe: Gg. Hothum, Butzbach, s. g. Brahme (hell): PH. Haffer, Nieder-Weisel, s. g. 1. Wyandottes (rebh.): O. Volk, Gambach, s. g. Rhodeländer: W. Schmidt, Gambach, und G. Karber, Gambach, s. g.; H. Wächter und G. Karber, Gambach, g. Barnevelder: Fr. Schulz, Nieder-Weisel, g. und befr. Augsburger: G. Watter, Butzbach, s. g.; ders. gb. Kraienköppe: Gg. Hothum, Butzbach und K. Ohlemotz, Gambach, s.g.; ders. s. g. 2. Italiener (schwarz): A. Lotz, Gambach, s. g.; ders. g. Italiener (gelb): K. Hofmann, Nieder-Weisel, und A. Rosenbaum, Gambach, s. g.; dieselben g. Leghorn (weiß): Geflügelfarm Butzbach s. g.; K. Haub, Nieder-Weisel, s. g. und g. Hamburger Silberlack: A. Metzger, Gambach, s. g. Silberbrackel: W. Ester, Butzbach, s. g. und g. Abteilung 4: Zwerghuhner. Langschan («schwarz): Fr. Becker, Ostheim, s. g. und g. Plymonth : R. Schenrich, Bukbach, l. g. und g. Wyandottes: A. Metzger, Gambach, s. g.; H. Schlier, Butzbach, s. g. und a. Holländer Weißhauben: G. Watter, Butzbach, s. g. und g. Silberlack: Ehr. Melchior, Butzbach, s. g. und g. Federfüßige Zwerge: Fr. Bröder, Gambach, s. g. und g. Bantam: Gebr. Frank, Butzbach, j. g. 2, s. g. 1. Abteilung 5: Enten. Khaki Campbell: H. Bauer, Butzbach, Aufarbeitung nach preuß. Homa messen und ungeschält. Vorzeigung nach vorheriger Benachrichtigung. Losverzeichnisse mit Holzverkaufs- und Zahlungsbedingungen kostenfrei. Schriftliche Gebote mit Erklärung, daß Bieter sich den Bedingungen unterwirft, bis Montag, den 7. Januar 1935, abends, an das Forstamt. Oeffnung: Dienstag, den iWi $ die Führeli»: fn Strophen d« e" Ölungen.; unetnaii) (i. ' die SBebnm wonach Halils 9‘Mrt Die fc s 8«lier jur F fand eine ,Qlmen floffen fe L; + Butzbach, 17. Dez. Am Samstag und Sonntag veranstaltete hier in der Turnhalle die Kreisfachgruppe Friedberg die letzte Kreisgruppenschau der Kleintierzucht, die mit einer erweiterten Gefltigelausstellung verbunden war. Fast 350 Ausstellungsnummern zeigte die Schau, durchweg Spitzenleistungen des Kreises Friedberg, worauf bei der Eröffnung der Ausstellung der Leiter des Ortsvereins, Gg. Hothum, besonders hinwies. Er betonte weiter, daß diese Kleintierschau die letzte Kreisschau sei, da der Kreisvcrein Friedberg nach der Umoraanisation in der Großkreis- gruppe Oberhessen aittgehe und die einzelnen Orts- vereine bereits den Betritt zu dieser Organisation erklärt hätten. Eine Ansprache hielt noch der Bürgermeister der Stadt Butzbach, Dr. Scheller, der zugleich die Grüße des dienstlich verhinderten Kreisdirektors von Friedberg überbrachte. Die Ausstellung hatte Samstag und Sonntag recht guten Bestich aus der ganzen Provinz aufzuweisen. Als Preisrichter fungi"rten Haas, Friedberg. Streb, Dffenbad), und (Brünn, Ottenbach. Aus den Prämiierungsergebnissen seien hier die wichtigsten n-nannt (E. — Eh^ennreis; 1 = 1. Preis; 2.Pr. --- 2. Preis: 3. Pr. = 3. Preis; s. g. = sehr aut; g. = gut): ?tbfeilung 1: Kaninchen. G"samtlristunasvreis der Stadt Bürbach erhielt Fri"drich Eckhardt, H"ldenbergen. B »lgische Riesen: E. W Nies, Vilbel; 1. Pr. Ph. Hofmann, Schwalheim. Weiße Riesen: E. Fr. Häffner, Vilbel, K. Petrie, Gambach, niti einige Weihnachtslieder. Mit dem Ruf „Heil ) Ec!", der allseits erwidert wurde, verließ der itfoiuß den Schulsaal. Abwechselndes Vortragen ic i Aedichten und Liedern verschönte den Abend, h I>t: Langohr verstand es, durch mahnende I rtiSBorfe den Ernst der Adventszeit zu erläute^. irfi^rn die Führerin allen Mithelfern gedankt Aus fertigem Einschläge des Graf Görhischen Jorftamtö in Schlitz (Oberhessen) werden auf schriftlichem Gebote rund 1297 fm Lärchenschnitt- und Stammholz Klasse 1b—5 in 35 Losen losweise ver- ' ' 7483D »säht ro L mil 2 d!«riMärchen liegt. Danach wurde das Märchen- Unb;, l,!iei.„2Rarientint)" aufgeftihrt. Durch Spiel, Ge- b?‘t x-QnnM» a>i.igund Reigen und durch vortreffliche Btihnen- .yienftmL' ciiisptung und Kostüme, die alle aus einfachsten Pen, r "r‘ e 1 ' - - LÄ 39 Hiei/Äl^. vl: ich! ßes8llschallsverein e. V. (Hoi) Radio Fachmännische Beratung, Reparaturen Teilzahlung! 7457D Gießen, Seltersweg 52 7458D Suchen Sie sich also recht bald so ein schönes Geschenk aus bei Werbeblatt kosten!. J. B. 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Flö fährt mit seiner Schar runter nach Krummhübel, Helmut und ich bleiben oben. Vier Stunden ist Hans schon weg. Seppel und Bolle sind noch bei der Wiesenbaude. Wir anderen bearbeiten das Telephon. Langsam, grausam gehen die Minuten vorbei. Wir haben noch zwei Hoffnungen. Seppl und Bolle auf der Wiesenbaude und Flö in Krummhübel. Jetzt verspüren wir auch alle einen schlimmen Kohldampf. Kunststück, wenn man seit früh bloß 'ne ordentliche Portion Aufregung im Magen hat. Es folgt eine zackige Abfahrt nach Krummhübel, und dann sitzt die ganze Rettungsexpedition bei einer Orangeade für die letzten 30 Pfennige, die das viele Telephonieren verschont hat, im Hotel „Drei Berge" und lauscht beglückt der Tanzmusik. gewesen ist. In der Nähe ist ein Landjahrheim. Daher die grauen Uniformen. Gestern nachmittag lachten und spotteten sie über uns und fragten, ob es auch Lagerwache gäbe. Der wollten sie bestimmt in der Nacht graue Haare verschaffen." Den Brief, den die non uns bekamen. Ich weiß nicht, ob sie darüber gelacht oder sich geärgert haben. Wir haben angefragt, wann wir uns Sie grauen Haare abholen fallen. kommen grab mit ernsten _ , , kann geholfen werden. Alle vier quasseln wir los und schütten unsere übervollen Herzen aus. Wir gehen zurück ins Zelt, um endlich beruhigt zu fchlafen. Um halb sechs Uhr wecken. Jetzt geht die Fragerei los: „Was war eigentlich los?" Ich Saar steht und gläubia nach Deutschland schaut. Denkt an sie und ihren Kampf, wenn V, " euren Gruppen am Sonnenwendfeuer steht, wenn Heimfahrt aus dem Winterlager. Gott sei Dank! Das Schlimmste ist geschafft! Aus dem Nebel taucht die Wiesenbaude vor uns auf. „Also, Hans (das ist unser immer noch etwas unsicherer Skisäugling), jetzt machst du die letzten 50 Meter noch Schußfahrt, verstanden! In der Baude warten wir auf die 2. Schar!" Wir gehen in die Baude hinein, machen es uns bequem und warten. Da merke ich, daß Hans nicht da ist. Also raus. Hier ist er auch nicht. Ich den Affen auf, Brettel an, und ab zur Hampelbaude. Ich halte die entgegenkommenden Fahrer an:„Haben Sie einen 13jährigen Jungen mit Affen gesehen?" Der eine sagt „3a , der andere „Nein", der dritte „Es ist möglich". Es ist zum Verrücktwerden. — Hampelbaude! Hier ist er nicht! Nun geht mir schon langsam die Luft weg. Um Gotteswillen, wo kann der Kerl nur stecken? — Ich lasse den Affen in der Baude und gehe wieder los. Der Sturm wird immer stärker. Der Reif an den Augenbrauen gefähr alles beim Alten geblieben. Aber bekanntlich haben die Erwachsenen da auch ein Wörtchen mitzureden, denn sie sind ja die Spender all der Spielzeugherrlichkeiten, ihr eigener Spieltrieb macht sich sogar mitunter so herrisch geltend, daß das Kind selbst gar nicht mehr recht beikommen kann. So gibt es z. B. aus dem 17. und 18. Jahrhundert Puppenhäuser, die so zauberhaft kostbar und so wundervoll erhalten sind, daß bestimmt kein Kind an sie rührte. Das sind nicht Puppenstuben in unserem heutigen Sinn, es sind peinlich genaue Nachbildungen ganzer großer Haushaltungen im Zwergformat, heute noch ein Entzücken für jeden Kunsthistoriker, aber von Anfang an unantastbar für kleine Hände. Manchmal hatten diese „Dockenhäuser" einen Lehrzweck, den Mädchen wurde an ihnen der Haushalt erklärt, und sie beschäftigten sich damit, bis sie Bräute wurden. Sehen wir uns heute in einem Spielwarenladen um, so finden wir lauter Puppenbabys und Puppenkinder. Ihre späteren glücklichen Besitzer spielen mit ihnen Puppenvater und Puppenmutter, sie selbst stellen die Erwachsenen vor, die Puppen sind die Kleinen. Wir finden dieses Verhältnis so selbstverständlich, daß wir nur schwer begreifen, daß erst unsere Zeit das Puppenkind entdeckte, während in allen früheren Jahrhunderten die Puppen e r - wachsen waren Jungens hatten von jeher ihr eigenes, männlicheres Spielzeug. Schon die Jugend des 13. Jahrhunderts ließ Spielzeugritter einander bekämpfen. Der Zinnsoldat wurde populär in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, er war die Ausstrahlung des Kriegsruhms Friedrichs des Großen ins Spielzeugreich. Seine Verbreitung auf der ganzen Welt wurde möglich durch ein besonderes Zinngießverfahren, das ein Koburger Meister, Heinz Hilpert, erfand und ausbeutete. Das Sammeln von Zinnsoldaten ist bekanntlich auch eine Liebhaberei von Erwachsenen geworden. * Neben Holzspielzeug, wie es in den letzten zwei Jahrhunderten in Oberammergau und Berchtesgaden, im Grödner Tal in Südtirol, später dann vor allem in Thüringen und im Erzgebirge hergestellt wurde, neben Puppen und ihrem Zubehör und neben Zinnsoldaten und Burgen gab es natürlich auch schon in früheren Jahrhunderten mancherlei anderes für Kinder. Als Octavio Piccolomini 1650 nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs und dem Abschluß der Friedensverhandlungen in Nürnberg war, erschienen vor seiner Wohnung über 1400 Knaben auf Steckenpferden, die alle Wir wieder raus in den Sturm. Prinz-Heinrich- Baude! „Ist hier der Glogauer Junge?" — „Nein. — „Können wir telephonieren?" — „Bitte/ Wir läuten zur Wiesen-, Hampel-, Teichbaude, Schlesierhaus. Nichts. Mir ist scheußlich zumute. Verdammt, geht das auf die Nerven. Dazu die guten Ratschläge der Leute und die vorwurfsvollen Blicke. Heja Tyskland. Auf Fahrt in Norwegen. Zum zweitenmal pfeift das Gellen der Schiffsirens durch das neblige Grau der Nordlanddämmerung. Noch ein letztes Mal schwanken die Stauerleute über die Laufplanke des „Erling Jarl", mit Kisten und Ballen. Auf dem Kai steht ganz Honningsvaag versammelt. Es kommt ja nicht alle Tage ein Dampfer hier herauf in das kleine Fischernest unter dem Nordkap. Und nun sind gar diese sieben Jungen mitgenommen, die da hinten auf der Back des „Erling Jarl" zwischen Kisten und Fässern hocken. Wo mögen die her sein? Norweger sind es nicht. Musikinstrumente haben sie bei sich. Und da bittet auch schon einer: „Musiken, Musiken!" Die Jungen fingen deutsche Seemannslieder. Die Norweger stehen da, stumm, die Hände in die Hosentaschen vergraben. Weiß Gott, sie verziehen keine Miene, kein Beifall. Aber das Spucken hört auf, und das ist viel! „Tysker — Deutsche!", ruft ein Norweger. Ein deutsches Volkslied klingt auf, getragen und ein wenig schwermütig, wie es die Nordländer Heben. Die einfachen, wetterharten Menschen rühren sich nicht vom Fleck. Sie merken kaum, daß der Dampfer schon los- gefeilt ist und langsam vom Kai abtreibt. Da ruft einer von ihnen mit dem harten Akzent der Nordländer: „Deutschland über alles!" Die Jungen nehmen Haltung an und fingen. Nie vorher haben mir das Lied so gesungen wie hier oben, zweitausend Kilometer fern der Heimat. Die Leute von Honningsvaag, sie verstehen die Worte nicht, aber sie fühlen sie. Da nimmt einer die Mütze vom Kopf und noch einer, und dann stehen sie alle barhäuptig. Wir Jungen aber fingen. Das Schiff entfernt sich langsam vom Land. Noch einmal heult die Sirene auf. Und dann kommt es vom Land: „Heja Tyskland — Heil Deutschland!" Die ruhigen Norweger gehaben sich wie toll, schwenken ihre Mützen durch die Luft: „Heja Tyskland! Heja Tyskland!" Wir antworten über das Wasser: „Heja Norge — Heil Norwegen!" Das Ufer verschwindet im Nebel. Aber noch klingt es zu uns herüber: „Heja Tyskland!" Heinz O. A. M ö 11 e r. Weihnachten. I lieber geht ein Jahr zu Enbe. Tage ber Ruhe, iai bes Besinnens werben kommen; für kurze |si> werben wir innehalten in ber rastlosen Auf- trrbeit, bie bie Kräfte, ben Einsatz aller Deut- werkrustet unb vereist bie Augen. Jetzt kommt mir meine Schar entgegen. „Habt ihr Hans?" — „Nein, wir benken, er ist bei bir in ber Harnpeldaube?" — Ich steh ba, überlege: Was tun? „Seppl, bu benachrichtigst sofort von Harnpeldaube telephonisch bie anberen Hoch- Wer sich zu uns mag stellen.. Wer sich zu uns mag stellen, ben darf kein Wagnis fällen. Von unfern großen Fahrten finb unsre Knie voll Scharten, boch keiner bleibt zurück! Wer sich zu uns mag stellen, ben bars kein Fährnis fällen. Wenn's immer heißt marschieren, ba woll'n mir stark uns führen, bis mir bas Ziel erreicht! Wer sich zu uns mag stellen, ben barf nicht Weichheit fällen. Was wir als Heil gewahrten, barf nimmermehr entarten, solang' wir Hüter finb. W. Pommerening. Nächtliches Abenteuer. Das Lagerfeuer glimmt nur noch, es wird dunkel unb falt. Ein letztes Lieb und bann ins Zelt. Großer Rat! Müssen wir eine Wache aufstellen? — „Ist nicht nötig, unser Wimpel ist so angebracht, baß niemand 'ran kann, unb unsere Sachen nehmen wir mit ins Zelt." Rudi und ich legen uns ganz vorn hin, wir werden schon hören, wenn was los ist. Bald verkünden Schnarchen unb tiefe Atemzüge, daß alles schläft. Auch Rudi und ich versuchen zu schlafen. Es ist doch so ein eigen Ding um die Verantwortung; sonst schlafe ich immer wie ein Murmeltier. Ab und zu leuchte ich auf die Uhr. Rudi guckt hoch. „Schlaf doch!" Es geht nicht. Plötzlich ein Schuß ganz in der Nähe. „Was ist los?" „Ach Rudi, jemand auf der Jaad." — „Nein, es klingt anders." Wir setzen uns hoch und horchen. Wieder ein Schuß und wieder. Rudi schleicht im Dunkeln vors Zelt und gibt Nachricht zurück. „Dicht vor uns ist es, es ist ein Luftgewehr, ich höre es am Laden." Ich gehe auch vors Zelt und leuchte die Gegend ab, — es ist nichts zu sehen, aber da — wieder ein Schuß. „Rudi, komm" und nun drauf los. Langsam, zehn, zwanzig, dreißig und vierzig Schritte vor, immmer bas Gelände ableuchtend. Da sehe wir vier Schritte vor uns etwas Dunkles. Blitzschnell kommt mir der Gedanke: Sind es mehrere, die da zusammengekauert liegen? Ich weiß nicht mehr, wurde es plötzlich in der hohen Rhön nachts um ein Uhr so heiß, oder lag das an mir? Wieder leuchte ich und entdecke einen' Busch, und hinter dem Busch vier Beine in langen Hosen, zwei junge Burschen in grauer Drillichuniform. Und nun entlädt sich die ganze Spannung in einem Redeschwall. Die beiden Schützen sind so sprachlos, daß sie platt liegen bleiben. Dann aber richten sie sich auf, stottern im Davonlaufen eine Entschuldigung und, haft du nicht gesehen, laufen sie schleunigst den Berg hinunter. In einer ganzen Reihe von Führerinnen-Schulen ferische Gestaltungskraft der Mädel sollen des BDM. laufen Webkurse unter Leitung von werden. Daneben wird den Mädeln Gelegenheit ge- Fachkräften. Formen- und Farbensinn, sowie schöp- geben, sich neue Berufsmöglichkeiten zu erarbeiten. köeit wann spielen Jungens mit Soldaten? fiwrin uns ein Zauberteppich viertausend Jahre aiiTil'H an die User des Nils, ins Land der alten SllHipipter tragen könnte, wir wären einsam und fffitoo inmitten der strengen Tempel, der geheimnis- tv)£cn Sphinxe und der ragenden Pyramiden. Die-- f; Gi tflemmenbe Gefühl, es ließe uns gewiß lange mil los — bis wir zu einer Schar fpielenber $ Enter kämen. Da würben wir plötzlich merken: Kinber finb ja gar nicht so verschieben von u Serien eigenen, ihre Spiele erinnern wahrhaftig anbie Spiele von Hans unb Peter zu Hause unb il hl?-Spielsachen könnten beinahe aus bem Thürin- airt Sßalb ober aus bem sächsischen Erzgebirge stam- NM Die kleinen Holzkühe, bie ba so ein kleiner, binmer Bursche im Sanb aufstellt, bas müssen bilii Allernächsten Verwanbten jener Arche Noah- 2Men sein, bie jahrelang unsere eigene Kinber- sftiti beherrschten. Unb bas nicht ganz saubere GEd55 aus Holz unb ein paar Stofflappchen im Lllm bes bunkelhäutigen kleinen Aegyptermabels, dllc-muß ein Geschwister jener Puppe Rosa fein, Wil l Gretes Herz alle zärtlichen Gefühle für sich bikstiagnahmte. Lrklich, wir täuschen uns nicht, bas einfache, t pimtiDe Spielzeug, an bas sich bie ersten Kmber- t r;r5d)e klammern, es ist durch Jahrtausende das- fi|d( geblieben. Wir brauchen das nicht in der LWn Theorie festzustellen, wir haben Funde, tue 61 i .ins unzweifelhaft beweisen. Aegyptische Holz- ilirc en aus dem Jahre 2000 v. Ehr., außer bemal’ t lhr in den Schein der Welhnachtslichter schaut. Weiam höher wie ein Freudenschrei, Denkt an die Jahre des erbitterten mnerdeutschen //Men rings das Land mit Licht Ringens, das uns zum Volk zusammenschlaß und I i Mimmen hoch, dem Himmel zu, wie ein Gebet. ”or allem denkt an das Ziel. Dann wird all das < -itütreben auf wie heil'ge Sehnsucht I I lm/leuchten still voll Kraft, wie ein Bekenntnis. I Eünden weit des Lichtes Sieg ■ llnlffien Beginn der Sonnenzeit. ihie^infternis und Dunkel ward überwunden, C 5 uchten Flammen auf zur Sonnenwende. Hanna Gramatke. Da, der Hausdiener: „Ein Herr Maul aus Glo- gau ans Telephon!" Schon bin ich draußen. „Hatto, hier Koks! Bist bu's Flo?" „Was, er ist da! Mensch, knorke, ich muß mich erst mal setzen. Also, Hans ist gleich durchgefahren und sitzt seit drei Stunden in Krummhübel. Na, Hauptsache, daß er da ist; aber hauch ihn in meinem Namen mal dott an. Ohne Befehl einfach loszufahren! Wiedersehen morgen in Glogau. Schluß." — Erleichterung! Seppl und Bolle it ernsten Gesichtern. Na, ihnen s. fre erfordert. Wir werden zurückschauen auf die S |r!fe Weges, die wir in diesem Jahr gegangen fi mtiunb in uns wirb es still werben, weil wir in biiefi Dezembertagen einmal roieber tief unb un= nnitilbar bas spüren, was stärker ist als Menschen- f rcr Ijintcrfonnenroenbe — Weihnachten, ^Dt Feste, bie bas Lichte und Frohe, das Stille u »^Besinnliche in sich tragen. Beide gehören zu tme1 ©onnenroenbe will bie größere Gemeinschaft, Ljeimachten ber kleine Kreis. Sonnenwenbe bringt btte iiellen, lobernben Flammen, Weihnachten ben r ’ilpen, warmen Lichterschein. Sonnenwenbe ruft am ju neuer Tat, neuem Einsatz; Weihnachten aber ifn ätiUe, Besinnen, gibt innere Kraft. I € hat ein jebes Fest seinen eigenen Sinn; beibe m» es eint bas Licht, beim es ist Mittelpunkt ber ™-n wie ber kleinen Gemeinschaft. Nur scheinbar itz Mit bie Bebeutung ber alten Zeit bes Julfestes b tt zwei Feste verschiebenartigen Gepräges aus- e rdbergeriHen worben. Stark unb tief ist im (f irlbe ber 3ufammenflang. Was verschüttet würbe im an zurückliegenben Jahrzehnten ber Zersetzung, d is-.oat nunmehr roieber ursprüngliche, krafterfüllte ^'priien gewonnen. Ach etwas aber schafft bas Gemeinsame zwischen gemachten unb Wintersonnenwenbe. Ob wir TMül braußen am lobernben Feuer stehen ober b ifrim im Schein ber Lichter sitzen, immer wirb rrtbi allem persönlichen Erleben, neben Freube u ^Wissen um bie Gemeinschaft ber Gebaute an Dl«li:chlanb in uns sein. Unsere Zeit ist so hart u«!>kgroß, baß sie mit ihren Forberungen immer !u «S rückhaltlos vor uns stehen muß. Ein Tor ist, tr:er glaubt, sich heute vor biesen Forberungen auch u ir rür Stunben unb Tage verstecken zu können. Q Not unb bie Notwenbigkeit unserer Zeit wirb jeiöei zu finben wissen. Whl bringen bie letzten Tage bes Dezembers 3ilu!) unb Besinnung mit sich. Aber unmittelbar d «Men steht boch roieber eine Forberung, bie uns a U mgeht: Wir sollen Kraft unb Mut zu neuem T Aim aus bieser Ruhe, aus biesem Sich-Besinnen nleimen, benn Kraft unb Willen zum Einsatz wer- b AWir alle brauchen im fommenben Jahr. K:jt schauen mit wachen Blicken auf bas Reich. üßiiDalle wissen: Saarlanb will heim. Durch K - otfjf und Leid sind die Saardeutschen während H tnnr Jahre gegangen. Das hat sie zusammenge- fiiz: zu einer festen Gemeinschaft, die nur den e in Willen kennt: Zurück zum Reich. Wir brau» djtiTnicfjt zu erinnern an jene, die dort unten an b er:5aar für Deutschland zu sterben wußten, da- tui, als das Reich noch zerrissen von Partei- f iiri'jen war. Wir wissen, daß sich nur durch Not uiebSSIut solch eine verschworene Gemeinschaft zu- frim-iienfügen läßt, wie sie jetzt dort unten an der einen silbernen Friedenspfennig, auf dem ebenfalls Steckenpferdchen aufgeprägt waren, erhielten. Das Steckenpferd muß sich demnach schon damals höchster Beliebtheit erfreut haben. Auch Spielzeug aus Papier, vor allem die heute noch gern gekauften Ausschneidebogen sind schon Jahrhunderte alt. Dagegen ist Spielzeug aus Blech erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts aufgekommen, die ungeheure Fülle technischen Spielzeugs aller Art ist vollends eine Errungenschaft unserer eigenen Zeit. F. H. Am Wendeseuer. Als wir im vergangenen Jahr um das Feuer standen, war unsere Gruppe noch klein. Es sind diesmal viele dabei, die noch nie eine Sonnenwendfeier miterlebt haben. Singend marschieren wir hinein in die Nacht, zuerst durch Felder, dann durch den verschneiten Wald. Gerade hindurch läuft der Weg; rechts drüben liegt der See, lang zieht er sich hin. Immer leiser sind unsere Lieder geworden; nun sind wir ganz still ... Wir hören nur noch den Schnee unter unseren Füßen knirschen. Jetzt lichtet sich der Wald. Im Viereck stehen Mädel mit leuchtenden Fackeln, wir reihen uns ein, bann spricht bie Führerin. Das Wenbefeuer wirb anaezünbet. Wir stehen schroeigenb, niemanb von uns rührt sich. Hellauf lobert bas Feuer, weit fällt sein Schein über unsre Gruppe hin. Die Gesichter ber Mäbel sinb ernst unb nachbenklich. Sie lauschen den Worten der Führerin, die ihnen erzählt vom Brauchtum einer vergangenen Zeit, das während langer Jahrhunderte von artfremden Kräften verschüttet worden ist. Dann spricht sie von der Gegenwart, von Sinn und Aufgabe unseres Bundes. Sprechchöre und Lieder klingen durch die Nacht. Noch immer lodert das Feuer ... Und dann erhalten die Neuen unserer Gruppe Fahrtentuch, Knoten und Abzeichen. Sie sind damit ausgenommen in unsere Gemeinschaft, .n unseren Bund. Noch einmal spricht die Führerin zu uns, spricht davon, daß wir Erlebnis und Kraft mitnehmen sollen vom Feuer, daß es Verpflichtung für uns alle bedeutet. Dann klingt das Lied: Heilig Vaterland. Wir geloben beim Singen: „Du fällst bleiben, Land, wir vergehen." Nun brennt das Feuer nicht mehr so hoch und leuchtend. Wir Mädel springen mit einem Feuerspruch durch die Flammen, schließen den Kreis, reichen uns die Hände und fingen: „Wenn alle untreu werden!" — und schweigend geht es durch ben Walb zurück... iden es d Eil N. dem e öffnet, 'en Sie las vorz1 r oll würz: e Kuli >alon he iubin di ind das ).H.L. Gi ?i der U r öttentl igt werde n daher ii Ite Klinik), linen Schi |en sie ze zur S.jl.-'fpOTt Wirtschaft Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse HM I yubau Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.K Franksuri a.2)l. Berlin SZ'uß. SIS* turg börle furü börse 17-12. | 18.12. Datum 17.12. 76 7 " 173,5 Die hinter öen i| n angeführten Ziffern 63,19 80,54 33,78 24,25 6,25 6,15 6 11 0 4 0 0 0 6 6 0 0 99 46 111,5 46,4 63,13 118,65 48,13 61,75 86 31,5 189,5 152,5 133,25 SRan i che P< .ichers ustun >kNN ni isl bet einen mit £131,5 87 92,5 81,25 Buenos tiire Brüssel----- Rio de Jan. . Sofia Kopenhagen. Danzig London HelsingforS.. Päris Holland ... Italien 3iwan...... Jugoslawien Oslo : Wen Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag Budapest ... Reuyork... Dividende an. — Retchsdankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 o. Sy lagen uneinheitlich, schwächer waren aber Harpe- ner (— 2 v. H.), Klöckner (— 0,75 v. H.), Mannesmann (— 0,50 o.5).), während Mansfelder, Rheinstahl, Gelsenkirchen und Stahlverein unveränderte Kurse hatten. Sonst eröffneten noch u. a.: Deutsche Linoleum, Zellstoffaktien, Feinmechanik Jetter bis 0,25 d. Sy, Bank für Brauindustrie 0,75 v. Sy und Kunstseide AKU. 2 v. Sy schwächer. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr ruhig und nachgebend, besonders wieder Altbesitz mit "102,25 (102,90 d. Sy). Ferner gaben Reichsmark-Anleihen durchweg 0,50 v. Sy, Stahlverein-Bonds 0,25 v. Sy, späte Reichsschuldbuchforderungen und Zinsvergütungsscheine je 0,13 o. Sy nach. Kommunal-Umschul- dung waren dagegen etwas lebhafter und auf weitere Käufe für den Anleihestock um 0,13 v. Sy befestigt. Bon fremden Werten eröffneten 5 v. Sy Goldmexikaner mit 11 v. Sy unverändert, während Silbermexikaner bis 0,25 d. Sy nachgaben. Nachdem nach den ersten Kursen zumeist weiter leichte Abschwächungen eingetreten waren, wobei Farbenindustrie bis auf 128,75 und die übrigen Werte etwa 0,25 v. Sy nachgaben, trat in der zweiten Börsenstunde bei der Kulisse etwas Deckungsbegehr auf, wodurch in den meisten Fällen leichte Erholungen zu verzeichnen waren. Schiffahrtswerte nochmals 0,25 bis 0,50 v. Sy, Reichsbank 0,75 v. Sy Farbeninduftrie 1,25 v. Sy (130), Montanaktien 0,25 bis 0,50 v. Sy ufw. befestigt. Kunstseide AKU. Werbeabend des Tv. „Gut Heil" Kinzenbach. Einen stark besuchten Werbeabend der Knaben- und Mädchenabteilunq führte der Verein am Sonntag im Saalbau Peusch durch. Der Abend war aus- gefullt mit Geräteturnen, Freiübungen, Spielen und Reigen und hinterließ einen gefälligen Eindruck. Die Kleinen waren mit Eifer und Begeisterung bei der Sache und ließen die Veranstaltung zu einem schönen Erlebnis werden. Vereinsführer L Bepler eröffnete den Abend und sprach zum Schluß über den Wert der Leibesübungen. Handball im Männerturnverein (NT). Die erste Mannschaft des Männerturnvereins Gießen verlor am vergangenen Sonntag ihr Ver- bandsfpiel in Roth 5:2. Trotz der Niederlage kämpften die Mtver mit großem Eifer, sie waren ihrem Gegner in der ersten Halbzeit weit über- egen, erreichten aber bis zur Pause durch zwei schone Tore des Halbrechten und des Rechtsaußen nur ein 2:2. Die gegnerische Hintermannschaft vereitelte weitere Erfolge des Mtv. nur durch eine ungemein starke Abwehr: von den gegebenen Strafwürfen konnte auch nicht einer verwandelt werden Das lag in erster Linie daran, daß der Mtv. auch Mainz, 18. Dez. Auftrieb : 39 Ochsen üum Schlachthof direkt 6), 41 Bullen, 341 (4) Kühe 233 (8) Färsen, 424 (3) Kälber, 43 Schafe, 1022 (38) Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 34, sM bis 29; Bullen a) 33, b) 28 bits 32, c) 25 bis, 27 Kühe a) 33 bis 35, b) 26 bis 32, c) 20 bis 25, d) 10 bis 19; Färsen a) 37 bis 40, b) 32 bis ^5, c) 25 bis 31, d) 18 bis 24; Kälber a) 44 bis b) 36 bis 43, _c) 28 bis 35, d) 19 bis 27. Schck nicht notiert. «Schweine a) 53, b) 51 bis 53, c) 48 bis 53, d) 45 bis 51. Marktverlauf: Rinder mitte!' mäßig, geräumt. Kälber rege, ausverkauft. Schweim mäßig belebt, kleiner Ueberftand. — Der nächste Markt findet am Freitag, 21. Dezember, statt. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M., 18. Dez. Infolge der milderen Witterung blieben die G e m ü s e - Zufuhren weiter stark, während die Nachfrage sehr schlecht war. In den meisten Artikeln verblieben lieber stände. Die Preise liegen sehr gedrückt. Reichliches Angebot bestand auch in ausländischem Blumenkohl und Salat, doch war hierfür das Geschäft bei allerdings sinkenden Preisen lebhafter. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 9 bis 18 Stück 3,00 bis 3M italienischer, Eskarol, groß 8 bis 10, klein 3 bis 6, Steige 24 Stück 2,50 bis 3,00, holländischer, Feldsalat, groß 15 bis 20, klein 50 bis 60, Karotn 3 bis 4, Kopfsalat, Steige 24 Stück 2,75 bis 3Ä spanischer, Meerrettich 20 bis 25, Römischkohl!- bis 5, Rosenkohl 12 bis 14, Rotkraut 4,5 bis 7, M Rüben 3 bis 4, Sellerie, je nach Größe 8 bis M Spinat 4 bis 5, Schwarzwurzeln 12 bis 18, Weih' kraut 2,80 bis 4,00, Wirsing 2,50 bis 4,00, Winter' kohl 3 bis 4, Zwiebeln, 50 kg 5,50 bis 6,00. Am Obftmarkt blieb das Aepfelangebot reich' lich, in Birnen war es geringer. Goldparmänen, Boskop waren bei anziehenden Preisen lebhalt geragt. In geringen Qualitäten verblieben lieber- tände. Apfelsinen, Nüsse, Mandarinen sind reichlich am Markt, für Nüsse ließen die Preise nach, sonst blieben sie unverändert. Aepfel I 15 bis 18, H 10 bis 12, Goldparmänen I 16 bis 18, Boskop - 15 bis 18, Birnen I 15 bis 18, II 12 bis 14, Apelsinen 11,5 bis 14, spanische, kernlos 15 bis 18, spanische- Erdnüsse 26 bis 30, Haselnüsse, rund 27 bis 32, lang 35 bis 40, italienische, Mandarinen 15 bis 18, spanische, Trauben, Steige 10 kg 4,50, spanische, Walnüsse 20 bis 22, 25 bis 40, italienische, 23 bis 30, rumänische, 20 bis 25, bulgarische. tie 2,461 58,25 54,92 12,29 16.42 168,52 21,1t 6L83 24,5 1,05 6,2 5,95 6,13 11 Frankfurter Börse. Alillagsbörfe: schwächer. Frankfurt a. M., 18. Dez. Infolge der anhaltenden Geschäftsunlust, die noch durch die Nähe der längeren Börsenpause gefördert wird, bröckelten die die Kurse an der heutigen Mittagsbörse überwiegend weiter ab. Von nachteiligem Einfluß auf die Gesamthaltung war auch die neuerliche Schwäche der Valutapapiere, die im Anschluß an die Abwärtsbewegung von gestern Abend wieder mehrprozentig schwächer genannt wurden. Daneben vermutete man für die Schwäche einzelner deutscher Aktien immer noch Abgaben der Auslandsarbitrage. Bei der herrschenden Geschäftsstille verursachten schon verhältnismäßig kleine Verkäufe stärkere Abschläge. Anderseits fehlten aus der Wirtschaft Anregungen, so daß von dieser Seite keine Stütze vorlag. Etwas fester eröffneten am Chemiemarkt IG. Farben mit 129,90 (129,75), dann aber wieder 129,25, ferner Scheideanftalt mit 201 (200,50), während Deutsche Erdöl 1 v. H. verloren. Auch Schifffahrtsaktien waren nach der gestrigen Schwäche wieder etwas erholt, Hapag 23,75 "bis 23,65 (22,75), Noröd. Lloyd 28 (27). Etwas freundlicher lagen außerdem Reichsbankanteile mit 144,50 (144). Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich aber durchweg Rückgänge im Ausmaß von etwa 0,50 bis 1 d. H. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 63,45 80,86 33,92 24,5 1,05 6,4 6,25 6,13 10,5 A.E.G o Bekula Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Llcht und Kraft g Felten & Guilleaume o Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität 6 Schuckert L Co 5 Siemens L Halske ’ 7 LahmeyerLCo 10 Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Spogg. 1926 Leihgestern I gegen VfB. Krofdorf-Gleiberg I 6:1 (5:0). 2lm Sonntag sah man wieder einmal einen Sieg der Blauweißen. VfB. Krofdorf-Gleiberg wurde mit 6:1 geschlagen. Schon bei der Pause war die Niederlage der Gäste besiegelt. Die Blauweißen kämpften recht gut und waren auch technisch auf der Höhe. Vielleicht ist die Umstellung der Mannschaft als glücklich zu bezeichnen. Vom Anstoß an spielte Leihgestern feldüberlegen und Arnold konnte auf Vorlage des Rechtsaußen durch wuchtigen Drehschuß das Führungstor der Platzherren erzielen. Noch vier weitere sehr schöne Tore wurden noch vor der Pause angereiht. In der zweiten Hälfte stellten die Gäste ein etwas dichteres Schlußdreieck, indem sie noch weitere Spieler in die Verteidigung zogen. Die Gäste konnten auch ein Tor aufholen, das nicht unhaltbar war. Aber kurze Zeit danach erhöhte der Halbrechte auf 6:1. Leihgestern hat verdient gewonnen. Der Schiedsrichter war gut. Vor diesem Spiel trafen sich die zweiten Mannschaften von Leihgestern und Steinberg, das erwartungsgemäß mit 3:0 für die Gäste endete. Dem Spielverlauf nach hätte das Ergebnis leicht höher lauten können. Handball im Lahn-Oillkreis (Gau XII) Bezirksklasse. Tv. Kirchgöns — Tv. Münchholzhau- s e n 6:7 (3:3): Im Kampf um die Tabellenführung, standen sich beide Mannschaften in Kirchgöns gegenüber. Das Spiel selbst löste allgemein großes Interesse aus. Es war in der Tat ein fesselnder Kampf, der erst mit dem Schlußpfiff zu einem glücklichen Gaftesieg wurde. Münchholzhausen hat damit die Führung der Tabelle übernommen, die bisher die besiegte Mannschaft innehatte. Bis zum Wechsel teilten sich die Gegner mit 3:3 in die Tore. Den Gewinn der beiden Punkte hat der Gast, der etwas mehr vom Glück begünstigt war, durch sein tapferes Durchhalten verdient. T v. R o t h — M t v. G i e ß e n 5:2 (2:2): Gießen hat sich durch diese Niederlage seine Position in der Tabelle weiter verschlechtert und steht nur noch im Schatten seines einstigen Könnens. * Cin der Kreisklasse fielen alle angefetzten Spiele infolge des am Sonntag durchgeführten Schiedsrichterlehrganges aus. 2,441 58,01 54,70 12,25 16,36 167,84 21,06 61,59 24 1,05 6,1 5,9 5,9 11 torte Wi W Nil W Ql J'en f 'i|' i?1 get ur ,(j. 1JN »! (’30%“"i".)9CftCrn abmb' ,erner 29,y Am Rentenmarkt konnten sich Altbesitz um ni» v. Sy erholen, Kommunal-Umschuldung blieben U,4° verändert, während die übrigen variablen Ran^' keine Veränderung aufwiesen. Pfandbriefe v! Stadtanleihen lagen still und nur unwesentlich n ändert, auch Staatsrenten waren zumeist unn ' ändert, weiter schwach und ohne jegliche Tore ah ' 6 v. Sy Dollarschatzanweisungen von 1923. 6 aDet Tagesgeld blieb zu 3,75 v. Sy unverändert. Abendbörse knapp behauptet. Die Äbendbörse nahm einen sehr ruhigen lauf, da keine Unternehmungslust bestand und au* feine Orders vorlagen. Die im Mittagsschlußoerk-? eingetretenen Befestigungen konnten sich im qr0U und ganzen etwa behaupten, eine Reihe von ten bröckelten aber um 0,25 bis 0,50 v. H. Qfo gaben Farbenindustrie 0,75 v. Sy, Montan- un! Elektropapiere bis 0,50 v. Sy nach, anbererieit« waren Hapag um 0,75 v. Sy befestigt, auch Gessün notierten 0,50 d. Sy höher. Weiter schwach m J dagegen Kunstseide AKU. mit 44,75 bis 45 (je” i während für die übrigen Auslandswerte eher Kam neigung bestand. So gewannen 4 d. Sy Schweiz I Bundesbahn von 1912 mit 156,50 2,50 v.H., z«I v. H. do. wurden mit 148 um 2 d. Sy höher tariertI und auch Chade-Aktien nannte man 1 Mark fester Renten lagen ebenfalls sehr still bei etwa geaalte. I nen Kursen. Etwas beachtet blieben Kommunal, Umschuldung. U. a. notierten: Altbesitz 102,75, 6 v. H. Stat!> verein 90, 6 v. H. Stadt Mainz von 1926 89, 4H d. Sy Jrrigationsanleihe 7,50, Reichsbank 145 75 Gelsenkirchen 59, Rheinstahl 84,65, Stahlverein 39 AKU. 44,75 bis 45, Bekula 129,75, Scheideanstast 200,75 Licht & Kraft 110,50, IG. Farben 131 bis 130,75, Gesfürel 106, Lahmeyer 107, Holzmann 76 Siemens 134,50, Reichsbahn-DA. 116,75, fianna 24,75. F 9 Rindermarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in 0if. I ßen standen 795 Stück Großvieh, 154 Fresser unb 185 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühr oder hochtragende Kühe 1. Qualität 330 bis 450 Mark, 2. Qualität 210 bis 270, 3. Qualität 100 bis 150. Schlachtkühe a) 160 bis 260, b) 50 big 100. Rinder V2- bis V^jährig 50 bis 80, 3/<- bis zwei- jährig 70 bis 150, tragend 170 bis 320 Maik. Kälber, das Pfund Lebendgewicht 18 bis 26 Marktverlauf: Schleppend, Ueberftand. Mainzer Schlachtviehmarkt. notierten 46,25 (48,25) — 46,75 — 46,13, ferner -----, —v , lagen Chade-Aktien mehrere Mark schwächer. Schuckert je 0,25 0. Sy Montanpapiere । Schweizer Bahnanleihen nannte man ca. 2 bis 3 $.1 nenn’0 peliagt Ziehen Heimat Von [Oltt 4 Ohne- Zapell! W von e mW unter- ff SU»611 il poröeru I hielte Unb a k versucht, l aus der i »rlanss I ö r r ® I hird) i IWfo h 1 Mwx i lei Dar' I unpcnti I »leid: I Berti nb 1 Nchtigu 1 3 a b r । 9 wir!! 0 wisserir senw V bemmti hier i Trage n unter iu l welches I $eihor I zunoch : non bi <% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterretchtsche Silberrente <% Ungarische Goldrente 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 i¥a% desgl. von 1913 6% abgest. Goldmexikaner von 99 *% Türkische Zollanleihe von 1911 *% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I nicht einen Strafwurfspezialisten besitzt. Die Rother gingen zunächst mit 2:0 in Führung; trotz großer Überlegenheit holten aber die Mtver nur zwei Tore auf. Nach der Pause war ein Spielen in der Mitte des Platzes kaum noch möglich, da man im Morast zu versinken drohte. Trotzdem diktierten die Mtver das Spiel, bis zehn Minuten vor Schluß durch die ungeheuren Anforderungen, die der grundlose Boden an die Spieler stellte, die Kampfkraft der Mannschaft nachließ. Die Platzmannschaft, mit den Platzoerhältnissen vertraut, verstand es nun, durch schnelle Durchbrüche noch drei Tore zu erzielen, die eine völlig unverdiente Niederlage des Mtv. besiegelten. Trotz dieser unglücklichen Niederlage zeigten aber die Mtver kein schlechtes Spiel; es fehlt ihnen lediglich an fchußkräftigen Stürmern, an dem kämpferischen Einsatz und der nötigen Härte, die bei den jetzigen Verhältnissen leider erforderlich ist, um Punkte zu erobern. Eine zufammengeftellte Mannschaft aus fünf Spielern der 2., einigen Jugendspielern des Mtv., sowie Schiedsrichtern des Kreises trat auf dem Sportplatz des Männerturnvereins zu einem Schirilehrspiel gegen die erste Mannschaft des VfB.- Reichsbahn Gießen an und verlor 14:3. Die Gäste, die ein sehr gute Spiel zeigten, hatten es unter diesen Umständen leicht, einen so hohen Sieg zu erringen. Boxkampf Gchmeling gegen Hamas^geschloffen. Der Ausscheidungskampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Max Schmeling und Steve Hamas ist jetzt endgültig abgeschlossen, nachdem Hamas' Manager dem Hamburger Veranstalter den Kontrakt-Abschluß bestätigt hat. Auch der 10. März als Termin wurde beibehalten, der Austragungsort steht allerdings immer noch nicht fest. Gegen diesen Vertrag will der Madison Square Garden, an den Hamas gebunden ist, bei Gericht Protest einlegen, da er den Schmeling- Hamas-Kampf selbst im Februar in Miami veranstalten wollte. Preisverteilung zum Europarundflug. In Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten nahmen Verkehrsminister Butkiewicz und Oberst Kwiecinski in Warschau die Preisverteilung für den Europa-Rundflug und den Gordon-Bennett-Wettflug vor. Der siegreiche (Europaflieger Bajan erhielt sechs Preise, darunter den Preis des Ministerpräsidenten Göring. P l o n c z y n s k i (Polen) wurde u. a. der Preis der Stadt Berlin übergeben. Von den deutschen Preisträgern erhielt Seidemann den Preis des polnischen Außenministers, des polnischen Städteverbandes und der Stadt Köln. ! Ofterkamp kam in den Besitz des Preises des ' Stadtpräsidenten von Warschau und des polnischen : Aero-Clubs, Pasewaldt wurde mit dem Preis : des Wojwoden von Schlesien ausgezeichnet und I Franke mit dem Preis des Präsidenten des | Internationalen Flugsport-Verbandes. 1 2 d. Sy und Felten mit minus 1,50 v. H. mehr gedrückt, sonst verloren Bekula 0,75 v. Sy, AEG., Lahmeyer und Schuckert je 0,25 d. Sy Montanpapiere I He Rin, l®PQni aber | «Rn 5n0tei dikuot freien. 2)Qb( ’n bem tjflu'n 8?n Q1 Staate OQfar . Ehrung eines verdienten Turnerführers Der Turnkreis Wetterau-Vogelsberg hat die Verdienste des Obersteuerinfpektors Wilhelm O e r t e l In Nieder-Wöllftadt dadurch besonders anerkannt, daß er ihn ehrenhalber in den Turnkreissührerring berief. Wilh. Oertel, der schon lange in der Turnerschaft ehrenamtlich arbeitet und immer dem Kreise angehörte, der insbesondere die völkischen und erzieherischen Aufgaben der Turnerfchaft stark betonte, hat sich als Kassenwart des ehemaligen Hessengaues durch treue und gewissenhafte Pflichterfüllung ganz besondere Verdienste um das Turnwesen unserer Heimat erworben. BfB. Srieöbcrg spielt in Frankreich. ^Fünf Spiele in Frankreich hat der VfB. Friedberg für Weihnachten und Neujahr abgeschlossen. Die Hessen treffen in Mittel- und Nordfrankreich auf Vereine der ersten französischen Ama- teurklasse. Sie spielen in Raisnes, Bruay en Artois, Le Mans, Tours und Brest. Olympia-Eisstadion eröffnet. Am Sonntag wurde das neuerbaute Olympische Eisstadion in Garmisch-Partenkirchen feierlich eröffnet. Als die Olympiakämpfer in das Stadion ein- marfchierten, hatten sich etwa 4000 Zuschauer eingefunden. Gustl Müller führte die Skiläufer an, Bobweltmeister Hans Kilian die übrigen Gruppen. Nach der Uebertragungber Feier aus dem Berliner Opernhaus hielt Dr. Ritter von Halt eine Ansprache, bei der er auch die Grüße des Reichssportführers übermittelte. Danach leistete Hans Kilian den Eid für die versammelten Olympiakämpfer. Kurze Sportnotizen. Bereits 2 5 0 0 0 Vorbestellungen auf Karten liegen für den am 27. Januar in Stuttgart stattfindenden Fußball - Länderkampf Deutschland gegen die Schweiz vor. Die Sitzplätze I und II sind sogar überzeichnet, so daß Zuteilung erfolgen muß. 16 Meistertitel wurden im Jahre 1934 im Motorsport vergeben. In diese 16 Titel teilen sich elf Fahrer. Am erfolgreichsten schnitt L o o f (Godesberg) ab, der auf Jmperia vier Meisterschaften errang. Je zwei Meistertitel holten sich W. Winkler (Chemnitz) auf DKW. und Hans Stuck, der auf seinem Wagen der Auto-Union die deutsche Straßen- und Bergmeisterschaft gewann. Zu den Deutschen Heeres-Ski-Mei- st erschuft en, die gemeinsam mit den Deutschen Skimeister,schäften in Garmisch-Partenkirchen entschieden werden, wird auch die finnische Wehrmacht eine Abordnung entsenden, die aus einem Offizier, einem Unteroffizier und drei Mann bestehen wird. Der 1. F C. Nürnberg unternimmt über Weihnachten eine Spanien-Reise, auf der er zwei Spiele und zwar gegen den FC. Madrid austrägt. Dr. W. S ch o m b u r g k, der Leiter des Fachamtes Tennis und Führer des Deutschen Tennis- Bundes, hat jetzt im Alter von 52 Jahr er das Goldene Sportabzeichen erworben. Schomdurgk erfüllte die geforderten Leistungen im 25-Kilometer-Gepäck- marfch, 300-Meter-Schwimmen, 100-Meter-Lauf, Weitfprung und Steinstoßen. Hans Nüßlein traf in Barcelona auf den früheren Weltmeister Martin-Plaa-Frankreich und schlug ihn in drei Sätzen klar 6:3, 6:0, 6:1. Um den Europa-Eishockey-Pokal spielte am Samstagabend im Berliner Sportpalast der Berliner SC. gegen die Wembley Canadians 0:0. Der SC. Rießersee traf in München auf den HC. Mailand und holte ebenfalls ein Unentschieden (1:1) heraus. Im Freundschaftskampf am Sonntag dagegen besiegten die Bayern die Mailänder mit 3:2. A ch t Deutsche werden an den vom 13. bis 18. Februar in der Hohen Tatra stattfindenden internationalen Skiwettbewerben im Lang-, Sprung-, Dauer- und Staffellauf, den sogenannten FIS= Rennen, teilnehmen. Begleiter der Mannschaft ist Baron Le Fort. Ein „Club der Meister" hat sich unter dem Vorsitz des Speerwurf-Olympiasiegers Matti Järvinen in Finnland gebildet. Die Mitgliedschaft kann nur unter bestimmten Voraussetzungen erworben werden. Zu diesen Voraussetzungen gehören zweimaliger Gewinn einer finnischen Meisterschaft, (Erringung eines olympischen Preises ober die Erreichung bestimmter Mindestleistungen. Sch'vß. DL'- aß obz! n nege mn sich ibni?, egra er 3| jcht da uf der hne j Ergeb en zwi trofebri i,) wu Icreitur li er un 5 >it ulb oe echti iistuiig fete M inter ereil fi liirt, da fine U- Datum 4% Desgl. Serie II ............. 5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.i9ig 4% Rumäniscke vereinh. Rente .. 2%% Anatolier lern, ; Die bi< L »05 !| atr Icht, stecht! als au, uni de te Berlin,18__________________ Amerika»-.,a,e Roien.............. Belgische Roten Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deuftch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Note» Buderus Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Harpener Hoesch Eisen—Köln-Neucs,en Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ' ManneSmann-Röhren tamburg°Amertta°Pakel o amburg-Südam. Dampfschiff. 0 Han,a-Dampfschiff q Norddeutscher Lloyd o A.G. für Berkebrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto. Gesellschaft 0 Dresdner Bank 0 Reichsbank 12 l ».Dezember Amtliche ME Geld ------57632 58,29 0,206 3,053 54,96 81,34 12,315 5,435 16,44 168,60 21,34 0,719 5,676 61,87 49-05 11.185 63,48 80,88 34,08 10.41 2.493 Datum 6% Deutsche Reichöanleihe v. 1927 6% ehem.7^> Dt. Reichsanl. v. 1929 6/2% Doung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös..Schuld mit Auslos.-Rechten Desgl. ohne AuSlos.-Rechte 6% et)em.8% Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6¥2% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ligui Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlvs.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6/1% ehem. 4¥i% Franks. Hyp.. Bank-Ltqu.-Pfandbriefe V¥t% ehem. 4%% Rheinische HyP.-Bauk-Ltqu..Goldpfe 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 B% ehem. 7% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 18-12. 8Ö" 93 46,9 207 84,75 39,4 11,9 108,25 107,25 I 143 Franl'ur, a. 2)i. 2}eniii Schlußkurs Schluß! Abend- börsc Schlußkurs Schluß! Mittag- vörse 17-12. | 18-12. 17.12. 18.12. 97 96,9 97,13 97,13 — — - 98,25 98,5 98.75 98,75 102,9 102,75 102,75 102,8 — — — — 97 97 97 97 94,5 94,5 94,5 — 93,75 — — — - — — — 102,75 102,75 102,9 102,9 94.25 94,25 — — 94,25 94,25 — — 94,65 94,75 — — 95,25 95,5 95,5 95,5 96 96 96 96 96 96 96 96 104,4 104,4 104,4 104,4 jraniiur, u. DL (J V* • V y* vv |u Berlin Schlußkurs Schluß! Abendbörse Schlußkurs Schluß! Mittagbörse 17-12. | 18.12. 17-12. 18.12- 17-Dezember Amtliche Notierung Geld | Sric 0,628 0,632 0,628 58,17 58,29 58,17 0,204 0,206 0,204 3,047 3,053 3,047 54,90 55,00 54,86 81,18 81,34 81,18 12,295 12,325 12,285 5,43 5,44 5,425 16,40 16,44 16,10 168,14 168,49 168,26 21,30 21,34 21,30 0,717 0,719 0,717 5,664 5,676 5,664 61,76 61,88 61,75 48,95 49,05 48,95 11,175 11,195 11,165 63,40 63,52 63,36 80,72 80,88 80,72 34,02 34,08 34,02 10,39 10,41 10.39 2,488 2,492 2,489 .Dezember Banknoten. Geld 1 7,9 7,9 — 7,7 Mansfelder Bergbau....... .. 0 80 80 80,13 4 4 — 4 Kokswerke................ .. 0 92,25 6 6 6,25 — Phönix Bergbau........... Rheinische Braunkohlen .... .. 0 46,75 46,75 46,65 3,6b 3,65 3,75 3,65 . 10 206,75 1 206,25 207 30,25 29,25 30.13 29,25 Nheinstahl................ .. 0 84,25 84,65 84,25 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 39 39 39 L 25 22,75 24,75 22,75 24 Otavi Minen ............. .. 0 12,75 12,13 12,5 24,25 20,9 Kaliwerke Aschersleben...... Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 .. 5 108 108 107,5 107,5 108 108 27 — 27,25 28,4 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1¥2 143 143 143 74,5 74 74,5 74,9 92,25 92,75 93 93 G. Farben-Jnduslrie..... 129,75 130,75 129,65 68,5 68,5 68,5 68,5 Scheideanstalt............. .. V 200,5 200,75 70 Goldschmidt .............. .. 0 86 87 85,5 70 70 70 Rütgerswerle............. .. 0 92,75 92,25 93 73,5 73 73,5 73 Metällgcsellschaft........... .. 0 82 83 144 145,75 145 145,75 Pbüipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... .. O 76 76 76 26,13 26,13 25,9 26,25 . 0 103,5 - 129,25 129,75 129,13 130,25 - O 134 134 - 98 98 98 98 110,5 110,5 110,5 111 Schultheis Payenhoser .... . 0 _ _ 98 74,5 73 74 73,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) . 0 48,25 44,75 49,65 105,5 106 105,5 105,5 Bemberg................. . 0 113 112 113,5 — 99,75 100 99,75 Zellstoff Waldhof .......... . 0 45,5 45,5 45,5 92 92 91,75 92 Zellstoff Aschaffenburg ..... . 0 63 63 135,5 106,25 134,5 107 135 106 135 107,25 Dessauer Gas ............. Daimler Motoren.......... . 7 . 0 47,75 47,65 117 47,65 1 Deutsche Linoleum.......... . 0 61,75 61,65 62 ' 84 84 84 84 Orenstein & Koppel......... . 0 84,25 99,75 99,4 99,75 98,75 Leonhard lieg ............. . 0 30,75 30,75 30,9 58,5 59 58,5 59 Cbade ..................... .10 — 189 98 96,5 98 97 Aeeumulatoren-Fabrik....... . 0 154 154 | — 75,5 76,25 Conti-Gummt.............. . 0 132,5 133 —• — 146,5 1 146,5 117,5 117 117 116,5 Gritmer................... . O| 26,65 26,75 1 83 71,75 71,75 71 71,5 Mainkraftwerke Höchst a.M... . 4 82,5 72,5 72,9 71,75 72,65 Süddeutscher Zucker ........ 175 ! 173,25 1 174;