MDW iw! . W -I ' ?J ^^KßMW ' »■4^y.'*' ■ ' ,- LLM MM ■ A K)^?Ä ' feS/'T-ÄS5* / xä tos Erster Blatt Dienstag, 18. Dezember 1934 184. Zahrgang W Gietzener Anzeiger ,:«! «7'zelnen Nummern '4A^ ;.e: höherer Gewalt —M M O * w ZÄ4k X X >fS General-Anzeiger für Oberhessen Battanunruhe H®: tein unserem G. S.-Berichterstatter. 8 «2?i äs 2?’*' Der Tag der deutschen Polizei «UHVUVlUHy |--— I / . sich brinc-n, läßt in Athen neuerdings ganz beson- Ätfl» st ies r 2.2 3® äe; 6> s'; r- ?£. 3E ö; 3 Ai2. 3.7S fit), hört man von allen Ecken des Balkans nrr oder weniger ernsten Konflikten, von jlcpud, auch mit Quellenangabe, verboten!) Budapest, Dezember 1934. kredite von 800 Millionen Franken für das Heeresmaterial mit Interesse entgegen. Diese Kredite verteilen sich wie folgt: 615,5 Millionen für d i e Artillerie und die Rüstungsfabrikation, 48 Millionen für d i e Pioniertruppen, 35 Millionen für das Inten - danturwefen, 15 Millionen für die S a n i - tätstruppen, 80 Millionen Franken für die Pulvervorräte, 6,5 Millionen Franken für das Militär-Eifenbahnwefen. Die Annahme der Vorlage ist trotz der Opposition der Sozialisten nicht zweifelhaft. Ministerpräsident Flandin hat am Montag im Senat auf die Forderung Lemerys nach Einführung der zweijährigen Dienstzeit eine mehr vorsichtig ausweichende Antwort erteilt mit der Erklärung, daß man der Zukunft nicht vorgreifen dürfe. Lemery hat aber nicht etwa seine persönliche Auffassung zum Ausdruck gebracht — wie „Petit Journal" feststellt —, sondern d i e im Großen Gene r a l st a b vorherrschende und von General Weygand restlos gebilligte Ansicht. Für Weygand sei ausschlaggebend die Sorge um einen plötzlichen deutschen Angriff. Der militärische Mitarbeiter des „Echo de Paris", der immer als Sprachrohr des Generalstabs gegolten hat, verlang heute wiederum die Schaffung eines Berufsheeres und die Herauf» n(2.ä8 ä u \ ii(iöd erboten wurde. Die1? i mannigfachen Konflikte Griechenlands mit ei ißiivr Nachbarn lassen es verständlich er- hein«.^,Laß seinerzeit der griechische Außenmini- cr fE’Ro-imos das Zustandekommen des Balkan- iftceir lifonbers eifrig förderte, und daß es ud) tti Grieche war, Papanaftafiu, der mit r Wciung der Formel: „Der Balkan den a l lit’ai d 01 f e r n !" eine bodenständige Balkan- ilitilö ir.iter dem Gesichtswinkel der unbedingten hl? dann werde man von ihnen Rechenschaft fordern. Je schlimmer die bulgarischen Schandtaten seien, um so strenger werde dann die Züchtigung ausfallen. Die Zeitung „Zaman" schrieb, man könne doch wieder einmal die Begehrlichkeit der Bulgaren auf Thrazien erkennen, so daß man befürchten müsse, daß früher oder später der Balkanfriede wieder gestört wird. All diese Entwicklungen, Vorfälle und Aeußerun- gcn lassen erkennen, daß gerade in diesem Teil des Balkans zwischen Athen, Sofia und Ankara trotz aller Verständigungsbemühungen des letzten Jahres die Spannungen im Wachsen sind und daß daher noch immer Gefahren für den Balkanfrieden da sind, deren Bedeutung man besonders im Hinblick auf etwaige Auswirkungen auf das übrige Europa hin nicht unterschätzen darf. SiWtMmns Enttäuschung. Erregte Kundgebungen gegen Ltalin und Ungarn. Belgrad, 17. Dez. (DNB.) In Belgrad kam es am Montagabend zu einer Kundgebung von solchen Ausmaßen, wie sie die südslawische Hauptstadt schon seit einer Reihe von Jahren nicht mehr erlebt hat. Etwa 10 0 0 Studenten aus Agram und Laibach, die die Degräbniskirche des Königs Alexander in Oplenatz besucht hatten, versammelten sich am Abend in der Belgrader Universität und zogen dann auf den Theaterplatz. Es sammelten sich in kurzer Zeit etwa 1 0 000 Angehörige der nationalen Verbände an. Mehrere Redner betonten, daß die nationale Jugend Südslawiens sich zum letzten Male auf eine Kundgebung beschränke, weil i der Wunsch, daß das Verhältnis zwisä^ rlänbern und den internationalen Itn Schuld des Systems. Der brutale Uebergriff, den sich ein Polizeioffizier englischer Nationalität in Saarbrücken erlaubt hat, hat in ganz Deutschland Helle Empörung hervorgerufen. Die Versuche der Regierungskommission, die Sache als einen alltäglichen Zwischenfall hinzustellen, bei dem womöglich die Schuld auf beiden Seiten liege, kennzeichnet das ganze jetzt noch im Saargebiet herrschende System. Es ist unwidersprochen festgestellt worden, daß der schuldige Offizier im betrunkenen Zustande und in Begleitung einer zweifelhaften Dame von einem Festge - läge zurückkehrte, das in einem befann» ten Emigrant en lokal ftattgefunben hat. Als er in diesem Zustande in eine Gruppe von Passanten mit seinem Auto hineinfuhr und mehrere Personen verletzte, hat er sich eingebildet, die Sache mit 50 Franken Entschädigung (in deutschem Selbe 8,20 Mark) a b t u n zu können. Als bas Publikum es verhinbern wollte, baß sich ber famose Herr mit feinem Auto aus bem Staube machte, ohne baß eine polizeiliche Untersuchung vorgenommen würbe, hat er zwei Schüsse abgegeben, burch bie eine weitere Person verwunbet wurbe.Wenn ber Polizeibericht ber Behörbe bes Herrn Knox bauen rebet, es seien „mehrere Schüsse aefallen", so will er wahr- heitswibrig ben Eindruck erwecken, als ob von „Die Ärbeitsbeschaffungslotterie, die zur Zeit in ber Presse, im Runbsunk unb in ben Kinos Propa- ganba für ihre Lose macht, würbe am 1. Mai 1933 auf befonberen Wunsch bes Führers ins Leden gerufen. Sie erfüllt ben Zweck, durch bie Seroinne einer zeitgemäßen Volkslotterie das Arbeitsbeschaffungsprogramm ber Reichsregierung zu förbern. Der Verwaltungsapparat ber Lotterie würbe so einfach rote möglich gehalten, unb bie Reichsleitung ber NSDAP, trägt dafür Sorae, baß jebe gefpenbete Münze ihrem eine 0 onaler^ n dtk« ic" ßfl" • sertoollc norbi Seitbem bie Obersten unb ber Zroeno-Kreis ben autoritären Kurs in Bulgarien einführten unb ber Parteimißwirtschaft ein Enbe bereiteten, ist Bulgarien nicht nur a u f bem Wege zur Sparsamkeit, fonbem hat mit verstärktem Nachbruck ben Kampf gegen bie kölsche- wistische Gefahr ausgenommen. Mit dieser Gefahr oerbanb sich bie JMRO., bie berüchtigte revolutionäre mazedonische Organisation, die Sofia, 17. Dez. (DNB.) In ber füdbulgarifchen Tabakstabt C h a s k o v o, die als berüchtigtes Korn- muniftenneft bekannt ist, hat die Polizei eine Verschwörung aufgeberft, wie sie in biefem Umfang in Bulgarien seit langen Jahren nicht festgestellt worben ist. lieber 500 Personen sind festgenommen worden, unter denen sich auch 175 Soldaten öer dortigen Garnison befinden sollen. In dem Archiv der Verschwörerzentrale wurde ein vollständiger Umsturzplan gefunden, aus dem hervor- aeht, daß die Kommunisten den bewaffneten Aufstand in Bulgarien vordereiten. In dem Plan heißt es u. a., daß sich die Aufständischen bei Aufnahme ber Kampfhandlungen sofort aller SB_ a ff e n l a g e r bes Heeres zu bemächtigen hätten. Sämtliche Offiziere unb Unteroffiziere seien zu ermorden. Der Führer ber Verschwörung soll ber berüchtigte Georgi Stoeff sein, der vor einigen Wochen mit sechs anderen Kom- munisten einen überaus dreisten Raub überfall auf die sübbulgarische Gemeinde O st r e tz unternommen hatte, wobei er die Gemeindekasse und die Häuser einiger wohlhabender Bauern ausplünderte. Wenige Tage später konnten die kommunistischen Räuber mit Stoeff an der Spitze in ihrer Berg- Hütte im Rhodope-Gebirge fest genommen werden. nistenführer verhaftet, aber bald darauf, omN'' tember, brach in Süd-Bulgarien ein ber nur mit Mühe unterbrückt werden fonnn folge ber Kriegsnot hatte ber Äommunisiw-, heimliche Fortschritte gemacht. In bem \ ■•«.«rn. m bewohnten ßanbe hat bie Sozialdemokratie^ eine erhebliche Rolle gespielt. Sie hatte sich/'., । urbes & Gruppen gespalten, in bie „engen" unb ten" Sozialbemokraten. Die engen ten waren ins kommunistische Fahrwa^ fl •• sie genossen bie offene Unterstützung ^Regierung, unb als bie Reaktion eiMir. Die britische Regierung lehnt jede Verantwortung ab. L o n b o n, 17. Dez. (DNB.) Im Unterhaus stellte ber Führer ber Arbeiter-Opposition, Lansbury, an ben Staatssekretär bes Aeußeren bie Frage, ob er eine Erklärung „über ben kürzlichen Bruch bes Friebens im Saargebiet, an bem ein britisches Mitglieb ber Polizei- ftreitfraft beteiligt war", abzugeben habe Simon erroiberte: „Die Saarpolizeistreitkraft steht unter ber alleinigen Befugnis ber Saar-Regierungskommission, auf ber weiterhin bie Hauptverantwortung für bie Aufrechterhaltung von Gesetz unb Orbnung im Gebiet ruht. Die britische Regierung hat natürlich keine V e r« antroortung für bie Anwerbung ober bie Auswahl von Mitgliebern biefer Truppe. Ich erfahre, baß bie Anwerbung im Ausland für diese Polizeistreitkraft jetzt aufgehört hat, weil es jetzt eine internationale Streitkraft gibt, bie keine Verbinbung mit ber S a a r p o l i» 3 ei hat, bie aber zur Verfügung ber Regierungskommission für ben Zweck ber Aufrechterhaltung ber Orbnung im Falle bes Bebarfs gestellt ist. Ich bebauere, zu erfahren, baß sich ein Zwischenfall in Saarbrücken ereignete, ber baraus entstaub, daß ein Kraftwagen, ber von einem Offizier ber Saarpolizei geführt würbe, auf ben Bürgersteig fuhr, mit bem Ergebnis, baß j e m a n b aus bem Publikum verletzt würbe. Die Menge nahm eine brohenbe Haltung gegenüber ben Insassen bes Kraftwagens ein. Es kam zu einer Schlägerei, unb ein ober zwei Revolver- f ch ü f f e würben abgefeuert. Die Menge fetzte bem Offizier zu. Die Regierungskommission hat besondere Anordnungen für eine rasche und gründliche 11 n - terfudjung erlassen, der in Betracht kommende Polizeibeamte ist bis zur Klärung der Angelegen- heit suspendiert worden. Da die Frage weiterhin „sub judice" ist, kann ich natürlich keine weitere Erklärung abgeben unb nur sagen, baß ein berartiger Zwischenfall zu biefer Zeit äußerst unglücklich ist. Es besteht kein Grunb, irgenbwelche politischen Verwicklun- gen zu erwarten. Ich habe es bereits klargemacht, baß weber bie internationale Streitkraft, noch bas britische Kontingent auch nur bie geringste Verbinbung mit biefer Angelegenheit haben." Lansbury bemerkte: Ich möchte unterstreichen, baß bie britischen Untertanen in ber Saarpolizei- ftreitfraft für biefe Polizeistreitkraft mit Z u sti m- mung ober minbeftens Kenntnis ber britifchenRegierung angeworben worden sind. Zum Vorteil aller würde es fein, wenn die Polizei oder die Soldaten, die im Saargebiet Dienst tun, unter bem Befehl bes Kommissars ftänben, ebenso wie bie Polizei ber Kon- trolle bes Innenministeriums unterstellt fei. Simon antwortete: Ich möchte es völlig klarmachen, baß bie Zahl unb bie Einreihung ber Leute, bie jetzt in ber Saarpolizei Streitkräfte Mengetragen, unb Abertaufenbe verzweifelte Erwerbslose kamen wieder in Lohn und Brot; sie sind heute freudig am Aufbauwerk der Nation tätig und marschieren tatenfroh einer besseren Zukunft entgegen. Das deutsche Volk soll und darf auch während des Winterhilfskampfes gegen hunger unb Kälte niemals bas schon im Werben begriffene Aufbauwerk seiner Wirtschaft vergessen, benn von seiner Vollenbung hängt ja zuletzt auch bie Beseitigung ber Erwerbslosigkeit ab. Darum steht es zu hoffen, baß jeber Volksgenosse zum Gelingen ber Ärbeitsbeschaffungslotterie beiträgt." Oie Aufgabe der NG-Kuliurgemeinde. DNB. Berlin, 17. Dez. Im Spiegelsaal ber Krolloper fanb eine Besprechung ber Neichsamts- leitung ber NS. -Kulturgemeinbe mit ben Formationen unb Verbänden statt, die Abkommen über Zusammenarbeit auf dem Gebiete der kulturellen Betreuung ihrer Mitglieder geschloffen haben. Reichsleiter Rosenberg wies auf die Grund- züge bes nationalsozialistischen Strebens nach einer neuen Dolkskultur hin. Die nationalsozialistische Bewegung habe feit ihrem Entstehen einen Zweifrontenkampf zu führen gehabt. Die eine gegnerische Front, bie bes Marxismus, fei zerbrochen. Die anbere Front habe f i ch ber nationalsozialistischen Bewegung angeschlossen unb bemühe sich, in ihrem Rahmen ihr Bestes zur Durchführung bes nationalsozialistischen Ausbaues bei» 3 u t r a g e n. Manche Kreise aber glaubten heute noch, bie nationalsozialistische Welle werbe verebben unb einer Fortsetzung ber alten bürgerlichen Kultur Platz machen. Gegen biefe Kreise müsse ein Kamps um bie Einheit bes Nationalsozialist i s ch e n (Bebantengutes kompromiß- los roeitergesührt werben. Unsere Ausgabe fei es, in langsamer Auslese bie positiven Kräfte zu finben unb zu förbern, die eine neue Heranwachsende deutsche Kunst im Geiste der Bewegung formen konnten. Dieser Aufgabe dürfe sich nicht nur der Kreis derjenigen unterziehen, sondern alle Kreise Kreis herjenigen unterziehen, die sich besonders ber Pflege Rr Kultur angenommen hätten, fonbem alle Kreise ber Bewegung, bes Volkes müßten baran teil« . nehmen. Der Amtsleiter ber NS.-Kulturgemeinbe, Dr. Walter Stang, sprach bann über bie praktische Arbeit ber NS.-Kulturgemeinbe. Wechsel in der Leitung der I^eichs- gruppe Industrie. Berlin, 17. Dez. (DNB.) Der mit der Füh- rung ber Geschäfte bes Retchswirtschaftsministe- riums beauftragte Reichsbankpräsibent Dr.Sch a cht hat an ben aus feinem Amte scheibenden Herrn Krupp von Bohlen unb Hal- bad) folgenbes Schreiben gerichtet: „Sehr verehrter Herr Krupp von Bohlen unb Halbach! Nachbem Sie Ihr Amt als Präsibent bes Reichs- ftanbes ber beutschen Jnbustrie niebergelegt unb mich wieberholt und auch jetzt wieder infolge Ihrer beruflichen Überlastung gebeten haben, von Ahrer Berufung als Leiter der Reichsgruppe Industrie abzusehen und Sie von der Leitung ber Hauptgruppe I ber gewerblichen Wirtschaft zu ent« b i n b e n, kann ich zu meinem lebhaften Bebauern nicht anbers, als Ihrem Wunsche e n t f p r e • chen. Ich ergreife aber biefe Gelegenheit, um Ahnen für bie bem nationalsozialistischen Staate selbstlos geleistete Arbeit unb Mühewaltung aufrichtigst zu banken unb ber Erwartung Ausbruck zu geben, baß ich auch in Zukunft auf Ihre wertvolle Unterstützung rechnen barf. Mit beutschem Gruß unb Heil Hitler bin ich Ahr sehr ergebener gez. Dr. Schach t." ♦ In Ergänzung bazu erfahren wir, baß Reichsbankpräsibent Dr. Schacht ben Leiter ber Reichs- toirtfchaftskammer, Regierungsrat a. D. Ewalb Hecker, Präsibent ber Industrie- und Handelskammer Hannover, gebeten hat, neben seinem Amt als Leiter ber Reichswirtschaftskammer auch bie Leitung ber Reichsgruppe I n - d u st ri e zu übernehmen. Der Weihnachtsurlaub der GA. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Die Oberste SA.° Führung teilt mit: Der Chef bes Stabes hat angeorbnet, baß bie Festsetzung bes Weihnachtsurlaubs ben Gruppen überlassen bleibt. Dieselben regeln baher f e l b ft ä n b i g bie Beurlaubung ber Einheiten. Die Dienststellen ber Obersten SA.-Führung bleiben vom 22. Dezember 1934 bis 2. Januar 1935 einschließlich nur insoweit besetzt, um unaufschiebbare Arbeiten erlebigen zu können. Der Schriftverkehr ist währenb biefer Zeit auf bie bringenbften Angelegenheiten zu beschränken. einen Staat im Staate bilbete unb burch Bruber- morb unb anbere terroristische Akte eine Macht war, bie vierzig Jahre lang alle Balkanstaaten er- schreckte. Ihr Ruhm ist verblaßt, bie Führer sinb entroeber verhaftet ober geflohen, bie Kämpfe ber beiben Gruppen ber JMRO., ber Michailovisten unb Protogerovisten, hatten gezeigt, baß bie JMRO. in s i ch gespalten war, es ist ber karten Diktatur bes Obersten Georgien gelungen, bie Organisation zu unterbrücken. Was niemanb gelang, konnte er wagen, bei bem harten Zufassen zerfiel bie gesamte Organisation. Aber bie zersetzenben Elemente arbeiteten weiter. Sie oerbanben sich mit ben Bolschewisten, ber bulgarischen Regierung ist es jetzt gelungen, gegen die Bolschewisten einen Schlag zu führen, wie er seit Jahren nicht geführt werben konnte. Es scheint, als habe bie Regierung rechtzeitig ben Ausbruch eines kommunistischen Aufstanbes verhinbert, ber abermals namenloses Elenb über bas Lanb gebracht hätte, bas eigentlich nie aus bem Kriegszustand nach außen ober nach innen herausgekommen ist. Diese boschewistische Verschwörung gemahnt an bas kommunistische Attentat auf bie Katbebrale von Sofia im April 1925. Am 16. April explobierte in ber Kirche Sveta Nedelja eine Höllenmaschine, bie in ber mit runb 2000 Personen besetzten Kirche ungeheure Verwüstungen anrichtete. Die eine ber beiben Kuppeln stürzte ein unb begrub bie Hunberte von Opfern unter sich. Damals ging ein Schrei bes Entsetzens burch bie Welt. Nur Moskau nahm für bie Mörber Partei, von benen sieben zum Tobe verurteilt würben. Die Anlage biefes Attentats ent- sprach ber bolschewistischen Verschwörer-Taktik. Als im Jahre 1923 bie Regierung Zankow gestürzt wurde, wurden gleichzeitig Die Kommu- fen, indem es die Sache so ruhig aufg^i Mit ihrer Forderung nach gründliche:: suchung des Zwischenfalles unb Bestie der Schulbigen — falls bie Untersuche gehöriges Auftreten feftftellt —, sind bi^ f cf) e n vollkommen in ihrem Arch: haben bie Unterstützung ber englischen öfr*" Meinung ohne Unterschieb ber Partei. Obv:' Angelegenheit keine politische ®ebeutung Iw' hüllt sie eine ber bebenklichen Sch"- ' einer internationalen Kontrolle burch interner* i Streitkräfte. Europa wirb erleichteri ------ atmen, wenn bie Saar zu Neulich »«LJV zurückkehrt, was burch bie Abstimmung Januar bestimmt zustanbe gebracht werde" ■“ WuNkitz H «>»<1 ,1 art -- Die Sache hat, wie man sieht, nicht nur ..... moralische, fonbem auch eine politische Seite. Herr Knox braucht weber seine Hänbe in Unschulb zu waschen, noch bie klare Sachlage burch bunkle Polizeiberichte zu verschleiern. Die Verantwortung trägt er selb st, benn er i st für bie Personalpolitik ber Regierungskommission bes Völkerbunbes voll verantwortlich. Herr Knox hat eine Reihe von fremben Polizeikräften eingestellt, barunter auch biesen Offizier. Herr Knox hat bie Unterstützung unb Begönnerung ber Separatisten unb Emigranten zum System erhoben unb in biefem Kreise hat ber Polizeioffizier auch ben Abenb zugebracht, an bem jenes schwere Unglück erfolgte. Es hat keinen Sinn, biefe Tat- lachen vor ber Welt zu verbunkeln unb es ist noch innlofer, wenn von auslänbischen Runbfunkfenbern behauptet wirb, ber Schulbige fei ein Offizier ber fetzt ins Saargebiet fommenben fremden Truppen. Vielleicht will man mit solchen Behauptungen von vornherein ein gespanntes Verhältnis zwischen ber Saarbevölkerung unb ben jetzt eintref- enben Militärkontingenten erzeugen. Deshalb muß wieberholt werben: ber von ber beutschen Öffentlichkeit angeklagte Offizier war ein Beamter bes Vorfitzenben ber Regierungskommission, Herrn Knox. Die „Deutsche Front" hat trotz ber verstänblichen Erregung ber Bevölkerung in ihrer letzten großen Kunbgebung in Saar« brücken burch ihren stellvertretenben Führer betont, baß sie nicht bas englische Volk für bie frivole Haltung jenes Offiziers verantwortlich mache. 23er» antwortlich ist ein landfremdes St) ft em, das bald zu Ende gehen muß. i Mitten 37 \ Schellt, da \ ii bet Utroin Arland, Boden. Aber schließlich gelang es dock x regten Menge, denTobenben 3 u b “ unb chn ber Polizei, bie inzwischen mit fallauto eingetroffen war, zu übergeben gen würbe auf bem Hofe ber Stäbtiu sichergestellt. Man fanb in ihm noch ein, w Gummtknuppel. de ' Ä *nhc6 IlMUS I toi >n 1 fch n Lehre* chließlict • । flranalen c Pgium Mi Erschief mb er eit 5 i(en. Di :ahme c ichisn fen fo en G« ch 1 Mmalist öii^nus, de ichen § englisches Blatt habe bie Berichte D rvorfall unter ber Ueberschrift oeröfei „ft’nglänber im Saargebiet anar f e N". py Sir John Simon im Unterhaus. K'x irgenb etwas zu tun haben. Die ir-J nale Streitmacht hanbelt unmlttelZ ben Völkerbunb, unb ich glaube, mit',, diese Angelegenheit ruhig in ben Händen M missars lassen. nib* bie 3 r iehu jietr li üe (kntschli |i i,,um übe tciltn, daß t csllemeinen üi.uiafe geben 1: nb gewisse ÜQiiöe wähne lil'n $nfereffen tilbtkn eine T'.uWn xo1 iMte tu! bi> Muv der Rongref nfilemente u A 1912, seit bem Balkankrieg, sind Ströme W 0 . .. Blutes geflossen, der Vertrag von NemUY ., 1919 schien Bulgarien das Todesurteil 3 J c-r: Aber das Volk auf verkleinertem ^aum wie Deutschland, nicht nur bie erdrossewoe mungen bes Friebensoertrags überlebt, > un6i,.- auch aus Parteiwirren, Mazeboniergreu Ichewistischem Terror zu einer aut Staatsform gelangt, bie mit ben ue e , ber Vergangenheit gründlich aufraumt. pJ.i bie Gewähr für eine gute Entwicklung ia istisch^ Xj iele, I0*1 j lichen ,:S?fung de 1t. internati ♦ gestellt kaust den Saar-Abstimmungskalender 1935! !S- 3rmb, Holland, Rumänien, Griechenland, Nor- ul ib Sich n □ *in«gä Saargebj^ia Aus aller Well Er- plizen. Todessturz ■ LV. Westmark: Gau Koblenz: Richard Brost, Winningen, gestorben 10. Juli 1932. Gau Pfalz: Franz Klinger, Wolfstein (Pfalz), gestorben 4. Juli 1933. LV. Westfalen: Karl Säuger, Niederscheiden, Kr. Siegen, gestorben 25. September 1934. Julius Spriestersbach, Gevelsberg, gestorben 16. Juli 1933. LV. Sachsen: Konrad Leutemann, Dresden, gestorben 11. November 1934. Fröhnel, Bautzen, gestorben 1. Mai 1926. Ernst Herklotz, Pirna, gestorben, 8. März 1933. LV. Nordsee: Kreis Unterweser: Friedrich Scher- mer, Jungmann, Loxstedt, gestorben 12. September 1925. Adolf Ehlers, Oldenbrok-Altendorf, gestorben 6. November 1931. LV. Bayern: Josef Zeltler, Plattling, gestorben 3. September 1933. LV. Pommern-Grenzmark: Werner Große, Ober- jungmann, Stettin, gestorben 25. Oktober 1931. Friedrich Bubeck, Plagow, Kr. Arnswalde, gestorben 17. August 1931. Trauerfeier fürdieOpfervonLangwedei Am Montagnachmittag erfolgte die Ueberführung der Opfer des schweren Autobusun- glucks bei Langwedel nach der Heimat. Die Trauerfeier erfolgte im Verdener Lehrerseminar, wo die 16 Särge aufgebahrt waren. Die Trauerrede hielt Pastor von Bremen. Ein Flieger 11 i ti e n Ideen: Korporativer Staat, Be- pjpji des Parlamentarismus, des Liberalismus, -•»>>«> »vJ ijitrnationalen Finanzwesens und des Marxis- yobe die Will . i&ses Land müsse seine völkische Eigenart be- )er Uebertoii-oa rjmiinb die hier angeführten Grundsätze seinen Saargebi. la oihas Tesch liltisckPiöEgoismus und den falschen bürgerlichen der, wie bm Egvi-zrr. und die soziale Ungerechtigkeit und be- um Ausdruit toitz lr£l konstruktiven Gedanken in der saschisti- )e, daß Tlgisch n tCrre". f ber Mi Schiiililich wurde von französischen, belgischen biet bestimmt und -mciwegischen Vertretern eine Entschließung M Juden frage zur Aussprache gestellt, m,.üeRztzi emlich heftigen Erörterungen Anlaß gab. ,n ” jief Giauchließung besagt, daß jedes Land souverän M mirh ,u 11 dber Fragen der Rasse und Moral zu ur- jüdische Frage jedoch nicht zu einem KkKfagertiitben Feldzug des Hasses und der Verfolgung TÄ&W Sben könne, daß sich aber zahlreiche Juden •krZ 'nb Wisse Gruppen von Juden im eroberten m i™.”“ßanbd( vtihnen unb den moralischen und materiel- tien üoioav en $ offen ihres Landes Schaden zufügen. Sie 9 nlöcteiiiiine Art von Staat im Staate und be- Mchienl • lu$te0bE wohltätigen Einrichtungen, ohne an den unrnttlrv ^||j(^,lt(n;rten3une^men Auch hätten diese (Elemente iernatior. ^Setrcoolution unterstützt. Daher wende sich [roifd)enfflllfn:-)Cr M^reß gegen die vernichtende Tätigkeit dieser an ber SMü'ZlemiL it! unb verpflichte sich, sie zu bekämpfen. Btt» Meder 28 Hinrichtungen ih auf in der Sowjetunion. 17 ‘ tn il > |p “ , UnhU,".*T< L_________________________ . 0c‘t umnj.a lii::en Bewegung um keine Kulturrivalitaten Vunb *d) Aiwa tu i<,i||onbern um bie allgemein-grunb- Uhln in l . . .. . - . . (~r V _ _ tRl______Mn. itl«,, '.'ufftSai 1 \t e t‘i« WJS Tti islau, 17. Dez. (DNB.) Das Militärkalle- n ö i'Üei Dberften Gerichtes der Sowjetunion hatte Sache |o nfflß n bie Akten der in d e r U k r a i n e ver- ng nach reu 117 Personen eingehend bearbeitet und sest- ,enfalles ^igesteM, :aß sie über Polen oder Rumänien nach — falls bieder Hin ne gelangt seien, um hier Attentate feststellt i,rQ u f Sowjetpolitiker zu verüben. Bei >en in i^ben nutinn Verhafteten sollen Revolver und Hand- ung ber euMgranaM gefunden worden sein. Das Militärkolle- ,schieb der W'gium ih! daher 28 Angeklagte zumTode durch politische Bedctz x s c hiß ß e n verurteilt. Die Urteile sind ebenfH^'b e r en it>• oollftrecft worden. Das Eigentum Kontrolle d^der Stifteten fällt dem Staat anheim. Die Akten i wirb erlii'ber nw anderen Verhafteten sind zur weiteren e Saar zli-Untenstsltung ausgesondert worden. $ d«ch * :®enwme Beschimpfungen des Führers s^5^.durüitemenEmigranteninBuenosAires — " B tarmo s - Aires , 17. Dez. (DNB.) Im t, Qberbalöör-Theato -omico kata es b e i b e r A u f f ü h r u n g d-Bulgarien j n en i :□ ü ft e n Tenbenzstückes des berüch- interbrütft tlgtenn Eiaigranten Ferdinand Bruckner zu Tupfte ber ^multeittnlrnter den Klängen bes Horst-Wessel-Liedes .Macht. ? zeigte (i la Bühnenbild eine ‘gemeine Karika - .f bie u r L-isvb rutschen Staatsoberhauvtes, “ fDielt Sk'fernem kiunfene SA. in Uniform. Die anwesenden M"' beutMa Volksgenossen, zutiefst erregt und empört „ Die eitf' über iibi schamlose Beschimpfung des Führers, bie t Fs Veräcr-^.machuna des Reichshoheitszeichens unb " i « des Wsl-Weffel-Liebes protestierten e n e r- ie.rnmeahio- gifchO im versuchten, bie Fortsetzung bes Stuckes ° L 2ufn( ünmöchck zu machen. In der Vorhalle des Theaters 3 ku m kam ei hu Zusammenstößen, worauf bie Polizei chte htQ cinschrm urnb die Fortsetzung der Aufführung un- >nhofte^l>.' tcr(agEji :Dq9 Theatro Comico wurde auf Anord- rläWF5 nung le• Stadtverwaltung polizeilich ge- B-n.«-!«' fchlmffM. Amerikanische SlrbeitsbeschaffungSpläne. Tins^ßf' Wellington, 18. Dez. (DNB.-Funkspruch.) ibes IDas ! für nationale Hilfsquellen hat dem Prä- igkeit st' ^'/sidsntiD Roosevelt einen 25-Jahrplan unterbreitet, )je ber ei in Gesamtausgabe von 105 Milliarden Dollar 5 (etwaa Milliarden Mark für öffentliche aber B ^-'Arb> eit?n vorsieht. Die Pläne schlagen u. a. vor: ;reif Jedes^r sichr sollen etwa acht Millionen Morgen verhäübiMäßig wenig ergiebigen Landes u n - ' < *, ■IMJ WHIIIBII „WMII nkiitQi m Vertreter faschistischer Gruppen folgen- n 21 $:)e ba^en nahmen teil: Italien, Oesterreich, Frank- ‘Mt » L pnnb, Holl nd, Rumänien, Griechenland, Nor- fl i m ° Kietze i, Schweden, Dänemark, Portugal, Spanien, m,öle }(jVi u in! Estland, Schweiz. Zweck der Zusammen- MM Nisse, Ereig schrei! berg, verso und CrH den-® veson! Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm ■„ Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W.L, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für öen nki Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: chan,ü verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: fle Kümmel. 2)21. XI. 34: 11500. Druck und^-i Brühl'sche Universitäts-Buch- und 6tein6*! R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis NM. 2,05 einfchlWch 25' Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 U ir< Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und (Samstags 15. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 Kmeri (529) von T. erschie vom : W In Ar Lufstc Die gteid W nan® bie„ press« ri&ilw w fciiali*. W inub klelle bilb. i ener chen timml lie Fr gcmei ist hie Zur Durchführung dieser Arbeit rechnen Mitarbeit aller derer im ganzen ßanbe h TI Wichtigkeit der Arbeit einleuchtet, und die I und in der Lage sind, die Uebertraguna M eines Kirchenbuches auf Zettel durchzufüdrlÄ sönliche Anleitung und erste Beihilfe der alten Schrift wird erteilt, die Zettel stehen zur Verfügung. In Anbetracht bet t? tung dieser Arbeit für das Volksganze b°» wohl in der Regel auf u n e n t g e l t l ichx ? Wirkung rechnen, natürlich unter Erich Auslagen. Es sollen zuerst diejenigen Arbeit genommen werden, an denen die A? ter aus persönlichen Gründen besonderes S haben. Damit möglichst bald mit der begonnen werden kann, melden sich alle nassen, die dafür Eignung und guten bringen, schriftlich oder mündlich bei dem ‘ tragten Leiter der Verzettelung, Professor 3R. Becker, Darmstadt, Stadtarchiv (Schl^ Wettervoraussage. Die Nacht zum Dienstag brachte bei heitere* mel auch unserem Bezirk kräftige Ausstrahlu vereinzelt zu leichtem Frost, aber fast allgem Nebelbildung führte. Inzwischen ist unter h« Luftdruckfall an der Vorderseite eines neuen land liegenden Sturmwirbels roartmfeudja tropische Luft über Frankreich vorgestoßen n dort bereits Anlaß zu verbreiteten Regens^ geben. Diese werden voraussichtlich noch im , i des Dienstag auch auf unser Gebiet üb ergreif ! Gesamtlage bleibt auch weiterhin sehr unbei ' AussichtenfürMittwoch: Nach cf!K ten Regenfällen, die voraussichtlich noch in- des Dienstag einsetzen, wieder zeitweilig aufh^ aber noch unbeständig, bei lebhafteren Z Winden mild. Aussichten für Donnerstag:^. \ zufuhr aus Süd bis West mild und einzelne * Ü schlage. Lufttemperaturen am 17. Dezember: mition G.ad Celsius, abends 2,4 Grad: am 18. De« morgens 3,7 Grad. Maximum 8,8 Grad, 2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm 17. Dezember: abends 5,3 Grad: am 18. de^ morgens 4,6 Grad Celsius. — Sonnenschein 1,8 Stunden. Obechessen Landkreis Giehen. * Watzenborn-Steinberg, 18. Dez. In unserem Orte wurden als Sammlung vom Eintopfgericht 127,25 Mark aufgebracht. Y Watzenborn-Steinberg, 18. Dez. Zu dem gestern gemeldeten Einbruchsdieb st ah l bei Ludwig Jung HL in der Nacht auf Sonntag ist, wie sich jetzt herausstellt, ein weiterer Einbruch bei Dr. Heil, Grüninger Straße, hinzugekommen. Hier stiegen die Diebe durch ein Kellerfenster und stahlen den Wintervorrat, wie Obst, Eier, Fleisch in großer Menge. Im Vorgarten fand sich ein Korb, der in der Nachbarschaft gestohlen worden war. * Lang-Göns, 17. Dez. Am Samstagabend beging die hiesige Freiwillige Feuerwehr ihr Stiftungsfest, das sehr gut besucht war. Die Kapelle Müller verschönte den Abend, der in echter Kameradschaftlichkeit aufs schönste verlief, mit zahlreichen Vorträgen von Märschen und guten Musikstücken. ? Lich, 16. Dez. Einen von echtem SA.-Geist getragenen Kameradschaftsabend veranstal- Das Arbeitsbeschassungs-Los hilft deinen erwerbslosen Kameraden und bringt dir Glück. Ziehung am 22. und 23. Dezember. tete gestern abend in Steins Saalbau der S A. - Sturm 33/R 11 6, zu dem alle SA.-Kameraden mit ihren Angehörigen erschienen waren. Eine besondere Note erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit des Sturmbannführers Pg. Hahn (Laubach). Pünktlich zur festgesetzten Stunde wurde mit der Abwicklung des umfangreichen Programms begonnen. Nach dem Einmarsch der Fahnen und einleitendem, mit herzlichen Worten entbotenen Willkommensgruß des Sturmführers Pg. Fr. Eise (Lich) hielt Kamerad R. H i l d eine Ansprache über echte, aufrichtige Kameradschaft. Im Anschluß hieran sprach Sturmbannführer Pg. Hahn in kurzen Ausführungen über das Werden und Wesen des Nationalsozialismus. Alsdann wickelte sich das weitere reichhaltige Programm ab. Konzert, gemeinsam gesungene Lieder, Sprechchöre, Gedicht- und Gesangsvorträge, eine Verlosung wechselten miteinander in bunter Folge ab. Ein selbstverfer- tigter Vortrag von Kamerad Sarnes in hessischer Mundart löste starke Lachsalven aus und erntete reichen Beifall. In schönstem Kameradschaftsgeist und echter Volksgemeinschaft blieben alle Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden beisammen. < Ettingshausen, 17. Dez. In der hiesigen Ortsgruppe wurden 80 Weihnachtsspendenbriefe an die Volksgenossen verteilt. — Der Radfahreroerein „W anderliebe" hielt unter Leitung des Dereinsführers Ernst Gerhard seine diesjährige Hauptversammlung ab. Zunächst wurde der Jahresbericht bekanntgegeben, hierauf erfolgte die Rechnungsablage, bei der die einwandfreie Kaffenführung des Rechners hervorgehoben und ihm Entlastung erteilt wurde. Anschließend berichtete der Vereinsführer über die Herbst-Bezirksversammlung in Gießen. Der Vorstand blieb in der bisherigen Zusammensetzung bestehen. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil vereinigten sich die Mitglieder noch zu einem kameradschaftlichen Beisammensein. Kreis Friedberg. + Butzbach, 17. Dez. Das Sammelergeb- n i s vom gestrigen Eintopfgericht ergab die Summe von 544,13 Mark. Mit dieser Summe übersteigt die Sammlung die erste Eintopfgerichtspende um rund 40 Mark und die zweite um fast 30 Mark. Kreis Schotten. □ Laubach , 15. Dez. Hier fand im „Schützenhof" unter dem. Vorsitz des Kreiswalters Rinker Das Staatspresseamt teilt mit: Zahllose Volksgenossen, die bisher als bloße Gegenwartsmenschen dahinlebten, sind heute zu eifrigen Sippen- und Ahnenforschern geworden. Dre Nachprüfung der arischen Abstammung hat ihnen die Augen über ihre Vorfahren geöffnet. Weite Kreise unseres Volkes haben erst hierdurch erfahren, in welcher unlösbaren Weife sie mit dem Volksganzen in der Vergangenheit und damit auch in der Gegenwart verwachsen sind. Sie suchen nun nicht mehr die wenigen Generationen auf, die für den Ariernachweis erforderlich find, sondern sie suchen ihre Ahnen und Sippen soweit in der Vergangenheit auf, wie es nur möglich ist. Verknüpfungen werden aufgedeckt, von denen niemand eine Ahnung hatte, Vererbungen persönlicher Eigenschaften finden oft eine überraschende Erklärung. Die Quellen für diese Forschungen sind vor allem die Kirchenbücher aller Konfessionen. Auf sie stürzen sich die Ahnenforscher vor allem. Mit schriftlichen Anfragen werden die Verwahrer dieser kostbaren Bücher überschüttet, und die Besuche zur persönlichen Einsichtnahme mehren sich von Tag zu (Nonnenroth) die Herbsttagung des Sängerbundes „C h a t t i a" statt. Nach Abgabe des Tätigkeitsberichts und Rechnungslegung wurde beschlossen, die nächstjährigen Wertungssingen in In- Heid e n und W e t t e r f e l d abzuhalten. Die angeregt verlaufene Versammlung wurde umrahmt von Liedern der vereinigten Laubacher Männergesangvereine „Eintracht-Harmonie". Kreis Alsfeld. Alsfeld, 15. Dez. Der Alsfelder Volkskindergarten veranstaltete in der Turnhalle feine diesjährige Weihnachtsaufführung. Nach einleitenden Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden, Dekan Bernbeck, wickelte sich unter Leitung der Kindertante, Schwester Fanny, ein abwechslungsreiches Weihnachtsprogramm ab, das bei den überwiegend jugendlichen Besuchern dankbaren und freudigen Beifall aus- löste. Mit liebevoller Sorgfalt waren eine Anzahl reizender Bühnenftückchen und lebender Bilder einstudiert worden, die die sehr zahlreichen großen und kleinen Zuschauer mit großer Freude und Aufmerksamkeit verfolgten. Die jugendlichen Helfer, alle mit großer Hingabe und mit beachtlichem. Geschick bei der Sache, waren den vielen Märchen- und Weihnachtsgestalten vortreffliche Darsteller. Weihnachtslieder und Musikvorträge füllten die Pausen und schufen echte Weihnachtsstimmung. Tag. Diese übermäßige Benutzung der Kirchenbücher ist zwar ein erfreuliches Zeichen, aber sie führt zum Verderb der Bücher. Das Jahrhunderte alte Papier ist brüchig, die Schriftzüge werden im Gebrauch abgegriffen. Es erhebt sich also die Gefahr, daß die Kirchenbücher mit ihrem unersetzlichen Inhalt zugrunde gerichtet werden. Um dieser Gefahr entgegenzuarbeiten, hat die Ministerialabteilung II (Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum) des hessischen Staatsministers sich entschlossen, für Hessen die nötigen Maßnahmen unter staatlicher Leitung treffen zu lassen. Wie man seit mehreren Jahren die „Verzettelung" der evangelischen Kirchenbücher von Darmstadt im Hessischen Staatsarchiv durchgeführt hat, so sollen jetzt möglichst viele Kirchenbücher im ganzen Hesfenlande „verzettelt" werden. Jeder Eintrag wird auf einen Zettel mit vorgedrucktem Schema übertragen. Denn man dann die Zettel nach dem Familiennamen ordnet, so ergibt sich viel bequemer der ganze Familienaufbau als bei Venuhung der Kirchenbücher. Die aus den Zetteln gebildete Sammlung (Kartothek) aber macht knüftig die Heranziehung der Kirchenbücher unnötig. Die Vereilstellung hessischer Ahnennachweise. Wer Hilst dabei mit? Wo kaufe ich meine Feitkudien und Weihnaditsftollen leben. oen 7445 d | Empfehlungen] ium Löwen) arzahlung zwangsweise gegen sow.Edkll-^ . „rr** um» 14. bis 1. Bezirk vorn GIESSEN'MÄUteUR QIC, | Kaufgesuche | 7438 D Römers"' Klein-Torpedo !SM Mitt»- 8°g Di Verkäufe Ein Quantum ihre Geschäfts-Drucksachen Fichte Stellenangebote Postscheckkonto seines 7441C FrcnKiuri a. m. 281 oo “bQo *dvv\ Scbeufen M i)ut und L Mittwoch, den 19. Tez. 1934, nachm. 2 Uhr, verst. ich dahier an Volksgenosse, deinem Handweckr Weihnachten einen Auftrag 3 AuiMgen E.M. o.V Handwerkskasten, Laub- Wieder billigen Koks in verbesserter Körnunq n. Siebung ans Kessel-Löschekoks! nur 7218a Wert auf gepflegte Druckarbeiten. Wir d • Brühl'sche Druckerei, Schulstraöe 7, *nl Ort und Stelle (Zusammenkunft der Steigerer im Versteigerungslokal Neuenweg 28, Zi zu Gerüststarrgen für Weißbinder geeign., verknust Betr.: Die Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung in der Stadt Gießen im Jahre 1935. Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich oorge- schviebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte (das sind Längen- und Flüs- sigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 Kilogramm) soll in der Stadt Gießen im Jahre 1935 wie folgt durchgeführt werden. Für die Einlieferung der Gegenstände beim Eichamt Gießen sind folgende Zeiten festgesetzt: Esche und Ahorn- Stämme und Stangerr 7432D Kttchenbttfett 1.40 lang, 30 mk.; Anrichte, 1.20 lg., 25 Mk.; Küchen* schrank, 1,45 lg., 25 mk.; Vertiko, nufib. pol., 9 Ulk.; Büchergest.,d.br. 12 Mk.; Aktenge- steli.eiche.SMk.; Porzellan n.a. 06966 Aulweg 48. Mietgesuche"] cemiMlN mit sev. Eingang für die Geschäftsstelle derWinter- bilfs-Lotterie gesucht. Schr. Ang. u.5951a.d.G.A. Zwei- o.Drei- Famil.-Haus mit Hofraum, b. 3000 Mk. Anzahl, und später. Auszahlung zu kauf, gesucht. 7440D P. Schrots Marburg. AaMst-. bei oMttW'' nobmwejtfj’ Gießen, den 18 Dezember 1934 __05956 Eichungen, die am Aufstellungsort der Gegenstände ftattfinden sollen, sind bis spätestens 28. Februar 1935 beim Eichamt zu beantragen, widrigenfalls der nicht ermäßigte Mindestgebührenzuschlag (5 Mark) in Ansatz gebracht wird. Auskunft erteill das Eichamt. Vermietungen) ftn herrschaftl. Emfarnil. - Haus 2-3 Zlm. u. Küche in Mansarde per 1.4 35 zu verm. Schr.Angeb.unt. 05953 a.d.G.A. z" billig" - : fen. Sertan' Seltersh r gegenüber m Caf6 tfettfc ■ Karl Appel Lehnheim bei Grünberg. Zu alleinstehend. Dame nach Bad- 'Ji'aubeinr für sofort besseres Mädchen oderSmistochter zur Aushilfe für 5-6 Wochen, bei Eignung evtl, für dauert, gesucht. Borzustellen mit Zeugnissen am 19.Dez.zw.15 u. 18Uhrb.Tr.Gail in Gießen,Bahn- hofstr.71II. 7424D MlanM mit modernem Schirm uud eine Henwiiu.-Lainpe billig abzugeben. 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Die Familie derer von Quintus Jcilius aber hat eine Reihe tüchtiger Männer hervorgebracht, darunter auch den 1885 zu Hannover verstorbenen, durch seine Untersuchungen über das Strahlungsvermögen der Körper bekanntgeworden^n Gelehrten dieses Namens Zeichnung der persönlichen Erlebnisse Hindenburgs. Des Verfassers Kenntnis von Hindenburgs Leben stützt sich auf Mitteilungen des Feldmarschalls selbst, ChnstbaumschmuckundWeihnachtStand Nicht mehr fern ist die Zeit, da wir wieder daran denken, den Tannenbaum zu putzen, der trotz aller lieben Mühe doch nie so schön wird wie damals, als wir selber noch jung waren und das Wunder erschauernd im Herzen erlebten. Ein verführerisch farbig illustrierter Aufsatz von Hanna Kronberger-Frentzen zeigt im Dezemberheft von Vel - Hagen & Klasings Monatsheften allerlei neuen Christbaumschmuck, wie er in treuer Entwicklung des Altüberlieferten neu aufzublühen begonnen hat. „In all den Wandlungen, die der Behang des Christbaumes erlebte, haben die Aepfel sich immer gleicher Beliebtheit erfreut. Auch heute noch, nach mehr als dreihundert Jahren, leuchten sie goldgelb oder rot und möglichst blankgerieben durch das dunkelgrüne Gezweig. Allerhand Backwerk hat sich bald zu ihnen gesellt: Kringel, Brezeln, Sterne, Lämmlein, Figuren aus knusperigbraunem Mürbeteig mit Rosinenaugen und Mandelverzierungen, vieles, was alte symbolische Bedeutung hat, die allmählich in Vergessenheit geriet, so daß es zuletzt nur noch „Schmuck" in des Wortes eigentlichem Sinne war. Dieses weihnachtliche Naschzeug ist nach und nach immer üppiger und vielfältiger geworden. Wie weit ist es von den einfachen Lebkuchenherzen und den Schaumkringeln der Biedermeierzeit bis zu den ausgeklügelten, in Stanniol verpackten Leckereien, mit denen nun seit Jahrzehnten in immer neuen, überraschenden Formen die Schokoladenfabriken den Markt beschicken! Nur mit unermüdlicher Entdeckerfreude und der üblichen festlichen Magenverstimmung ist es »allweihnachtlich möglich, diesen Süßigkeitswundern auch nur einigermaßen gerecht zu werden. Vieles von unserem Christbaumbehang scheint entstanden aus der Sitte, weihnachtliche Gaben, besonders Spielzeug, an den Baum zu hängen. So mögen sich jene Straßburger „Puppen" zu Weihnachtsengeln. in steif abstehendem Gewand mit langer, spitzer Taille gewandelt haben, wie es zur Barockifien >'u6k Auf dem Nordfriedhof zu Stockholm wurden die Urnen (im Vordergründe) mit der Asche der drei Polarforscher Andr 6 e, Strindberg und Fränkel, die im Jahre 1897 bei ihrem unglücklichen Ballonfluge den Forschertod im Polarois gefunden hatten und im Jahre 1930 wieder aufgefunden wurden, in einem zu diesem Zwecke errichteten Denkmal . feierlich beigesetzt. Hochschulnachrichten. Der Privatdozent Dr. Albert Wolfgang Schmidt von der Technischen Hochschule in Breslau ist zum ordentlichen Professor für chemische Technologie an der Technischen Hochschule in München ernannt worden. Friedrich 't'k: Dr. ms lta (in / Anzeige^ Inhalt ber feil MO. N s-Duch- unb > Mich in» 2,05 einsch' 1 Illustrierten ) Pf. und Soi rierten 5 Pf. r tr.2 vom simile-Beilagen geschmückt. Natur und Technik. — Wilhelm Bölsche: Was muß der neue deutsche Mensch von Naturwissenschaft und Religion fordern? Preis 90 Pf. Verlag Buchholz 8z Weißwange GmbH., Berlin-Charlottenburg II. — (530) — Der bekannte Vermittler zwischen den Ergebnissen neuzeitlicher Naturerkenntnis und dem schlichten Volksverstehen nimmt hier zum ersten Mal Stellung zu der Rolle dieser Naturwissenschaft in unserer neuen deutschen Volksverbundenheit. Sie soll sich nicht nur verbrei- Philosophie. — Reichspressechef Dr. Otto Dietrich: $ii e philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus. Mit einem Bilde des zeit Mode war. Das alte „Zischgold" knistert in den Faltenröcklein und breiten Flügeln dieser „Nürnberger Christkindl". Bescheiden hatten sie da und dort noch an einem altmodischen Christbaum weitergelebt, etwas stumpf und unansehnlich neben dem neuen Tand. Dann hat man sie wieder entdeckt — waren es nicht zuerst die Künstler, die sich ritterlich dieser Flügeldamen annahmen? —, und seither entstehen sie wieder in immer größeren Mengen in Nürnberg. Genau nach der alten Überlieferung werden sie von vielen fleißigen Händen in Heimarbeit hergestellt, glitzernd und gravitätisch-steif, Wesen aus einem einfältig-frommen Weihnachts- zauoerland." Erfolg «j bringt >Tirp*J nur in I** ten nur M jcrh.au* „Das verlorene Tal." Diesen im Hochgebirge spielenden Film hat die Terra nach einem Roman von Gustav R e n k e r gedreht, und es ist hier, wie es mehrfach in letzter Zeit zu beobachten war: man merkt der Produktion die literarische Vorlage an. Die Handlung — Drehbuch und Spielleitung: Edmund Heuberger — kommt vor der Kamera etwas schwerfällig und umständlich in Gang und sammelt sich erst gegen Ende zu einer gewissen szenischen Geschlossenheit und dramatischen Steigerungen. Auch lassen sich die recht verwickelten Handlungsmotive, in denen Gegenwärtiges mit teilweise zeitlich weit zurückliegenden Elementen mischt, nicht allenthalben mit gleicher Wirkung ins Bild übersetzen, wie das im ruhigen und gegliederten Fluß einer Erzählung zweifellos möglich war. Ein entschiedener Vorzug der Spielführung: die klaren und stimmungsvollen Tier- und Landschaftsbilder. Das Interesse des Beschauers kon- zentriert sich, hierneben, gegen Ende immer mehr auf eine Liebesgeschichte, in der zwei so tüchtige Darsteller wie Matthias Wiemann und die junge blonde Marie Luise Claudius mit ruhiger Sicherheit die wichtigsten Gegenspieler bilden. Von den übrigen Mitwirkenden nennen wir Harry Hardt, Lotte S p i r a und Olaf Bach, dessen norddeutsche Mundart sich allerdings nicht recht in die gebirglerische Umwelt einfügt. — Im Beiprogramm sieht man u. a. die neue Wochenschau. Deutsche Erzähler. — Hans Friedrich Blunck: DerFeuer- lir g. Eine Erzählung von deutschen Siedlern in Literika. Eugen Diederichs Verlag in Jena. — (W) — Die kleine Erzählung, die als Band 15 der rn Diederichs herausgegebenen „Deutschen Reihe" schienen ist, gibt eine eindringliche Schilderung um Leben und Denken, von den Sorgen und 'en Augen, klar wie Bergwasser, so freit der Kiecht Stoffel die Großbäuerin Agathe, ist nun fjrrenbauer auf dem Uhrenmichelshof und wird legt vom Schiltebachtal. Aber diesem Alemannen iij feiner großen sicheren Manneskraft will der Ingtsrorf nicht recht passen, lieber all der Plackerei ir Sippenwirtschaft und Engstirnigkeit kriegt cr's „Dann werde ich Ihn Jcilius heißen!" Don Matthäus Becker. Wer große König besaß unter seinen Offizieren nmchen tüchtigen Kopf, um den die Feinde ihn weideten. Der Hauptmann Karl Gottlieb Theophil ß.iichard aber war ein tüchtiger Kopf nicht nur M Offizier. Er war ein Mann mit gewandter Feder iro ein gründlicher Kenner der klassischen Literatur: nwjerhem mar er des Assyrischen und Chaldäischen nichtig, dazu des modernen Arabisch. An der alten Örioerfität Leyden hatte dem gelehrten Theophil, er Soldat geworden mar, die Aussicht auf einen k'irstuhl gewinkt: aber dann, als nicht durch feine faulb der Professoren-Talar ihm versagt geblieben ec.r, hatte er kurz entschlossen beim Regiment Her- ßi von Sachsen-Hildburghausen den Fähnrichsdegen zeiommen, um so auf andere Weise der Minerva zu innen. Mer lateinische Fähnrich fand gerade noch Ge- ipmheit, im letzten Teil des Oesterreichischen Erb- bLi;efriegs in den Niederlanden sich rühmlich auszu- fvhnen. Dann kam der Friede, und einige Jahre beer nahm er als Hauptmann Guichard mit dem iejiment Baden- Durlach den Abschied. Der Mann W Wissenschaft mar nicht umsonst Soldat gemeßen: kiie Forschungen galten fortan dem Kriegsrnesen V. Griechen und Römer. Er begab sich zur Doll- niung eines umfangreichen Werks nach Großbri- hinten und hatte dort soeben den Schlußstrich unter te. Ganze gezogen, da kam die Kunde vom Aus- Irtid) des dritten schlesischen Krieges. i$ür Theophil gab es kein lieb erlegen: bald lag Ig» Jnfelreich und das gesamte Kriegswesen der Riechen und Römer weit hinter ihm, er selbst aber iriifentierte sich dem großen König in dessen Winter- :mrtier zu Breslau. !.Es ist ein großer Entschluß, den Er da gefaßt lä‘“, meinte Friedrich wohlwollend. „Sire, ich habe Icieits fünf Jahre als Offizier ..." „Weiß ich", er= irrte der König. „Ich meine das mit dem großen krischluß anders. Er will den Leuten nun nicht von lei musterhaften Kriegstaten der Alten erzählen, hs wird Er nur verantworten können, wenn Er st'«st das Muster eines Kriegers abgibt!" !.Mir scheint, um mit Devotion so zu reden, Eure Fhjeftät verlangt das nicht nur von den Offiziers, über die Kriegskunst der Alten geschrieben ll-.en?" iftein, er mar nicht auf den Mund gefallen, der Icuptmanrr Guichard. Friedrich hatte im Winter- auf Unterlagen aus feiner Familie und auf Bern durch das „Büro des Reichspräsidenten". Verfasser bringt manche bisher unbekannte Züge aus diesem schon so viel durchforschten Leben, er legt ein besonderes Gewicht auf Hindenburgs weises, gütiges Menschtum, das ihm aus eigener miterlebter Anschauung vertraut ist. So wurde dieses ausführliche Lebensbild mit Liebe geschrieben und ist dazu bestimmt, ein Volksbuch zu werden. Der schöne Band ist mit 24 Bildtafeln und vier Fak- quartter Muße für geistreiche Unterhaltung, und so behielt er den gelehrten Offizier denn in seiner Umgebung. Und als der Kömg vor Beginn des Feldzugs von 1759 ein paar Monate in Landshut verbrachte, verkürzte der schlagfertige Theophil ihm auch dort die Zeit der Untätigkeit. Auf einem Spaziergang nach Schloß Trausnitz brachte Friedrich das Gespräch auf die Schlacht bei Pharsalus und das vorbildliche Verhalten der zehnten Legion. Dabei erwähnte er rühmend eines Centurio, der, wie des Pompejus Truppen ihm in die Seite fallen wollten, schnell zur schrägen Schlachtordnung überging, den Feind überflügelte und so, des Feindes Taktik vereitelnd, Cäsars Glück den Weg ebnete. „So denk' ich mir den Offizier", reif der König, ,/fo wie diesen Centurio Quintus Jcilius! Dergleichen geschickte Ueberflügelungstaktik ist nie wieder dage- wesen in der Geschichte." „Majestät wollen mir die Belehrung nicht verargen: dergleichen geschickte Ueberflügelungstaktik ist sehr wohl wieder dagewesen. In meisterhafter Weise angewandt hat die schräge Schlachtordnung in Verbindung mit der modernen Phalanx derjenige, der diese Kombination ersann: König Friedrich in der Schlacht bei Leuchen." Friedrich blieb stehen. „Ist das Verdienst des einfachen Centurio darum geringer? Guichard, komm' Er mir nicht mit Elogen!" „Elogen?" Der gewandte Guichard spielte den Bestürzten. „3m Gegenteil: ich bedauere, Eurer Majestät erneut eine Belehrung erteilen zu müssen. Einen Centurio Quintus Jcilius hat es nicht gegeben, wenigstens nicht bei Pharsalus." „Hat es nicht gegeben?" fragte der König überrascht. „Nein, Majestät, der Centurio hieß Quintus C a e cilius." „Um so besser, Guichard, dann werde ich Ihn Quintus Jcilius heißen. Damit ich immer weiß: der Caecilius ist der Andre. Die Namen von Jcilius, die Taten von Caecilius!" Der gute Theophil rang diesmal vergeblich nach einer treffenden Antwort. „Guichard", sagte der König, „Er soll sich nicht ärgern Im Gegenteil: ich habe Ihn so genannt, weil Seine geistige Schlagfertigkeit mit der kriegerischen des Centurio sonst sich stets gemessen hat!" „Jawohl — sonst!" rief der Hauptmann Guichard mit kornisch-verzweifeltem Gesichtsausdruck. „Da sehen Eure Majestät doch eben, wie sehr der Sieger von Leuthen dem Centurio aus der Schlacht von Pharsalus überlegen ist!" — „Er ist nicht klein zu kriegen!" lachte der König. Und dann setzte er noch hinzu: „Ein richtiger Quintus Jcilius!" An einem der nächsten Tage erfuhr Guichard bei der Parole, daß „der Hauptmann von Quintus unseres eigenen Volkes tatkräftigen Anteil nehmen. Das kann'sie aber nur, indem sie sich in Einklang setzt auch mit den tiefsten weltanschaulichen Forderungen in der Seele unseres Volkes. Sie muß sich freimachen vom Materialismus und sich versöhnen mit allen Empfindungen dieser Volksseele, also auch mit dem Kern des Religiösen. — Heinz Rangnow: Fünfzehn Jahr- Waldläufer. Ein Buch aus Wald und Flur, mit 64 künstlerischen Naturaufnahmen von W. Krause. In Ganzleinen 5.20 Mk. Verlag Grethlein 8z Co. Nachf. G. m. b. H., Leipzig. — (623) — Rangnow will aus seinem Leben in und mit der Natur erzählen. Und das tut er in so netter Form, daß man seine Tätigkeit als Waldläufer und Tierfänger mit immer mehr steigendem Interesse miterlebt. Pflege der Tiere in einer der Natur angepaßten Umgebung führt zu immer tieferem Verständnis, zur Liebe und Achtung der Geschöpf- Gottes und zur Schonung unserer Kleintierwelt. Rangnow ist nicht nur Tierfänger, er ist Tierfreund, Tierkenner und Tierheger. Wie der Jäger sein Großwild hegt, so pflegt er die niederen Tiere des Waldes und der Tümpel, die Lurche, die Frösche, die Ameisen und was sonst da kreucht und fleucht. Wohl ist es seine Aufgabe, täglich Hunderte von Futtertieren für deutsche und ausländische Aqua« Ächspressechefs und einem Nachwort von Alfred- fygemar Berndt. 61 Seiten. 1,50 RM. Ferdi- rnb Hirt, Breslau. —(641)— Die Schrift enthält be richtunggebenden Ausführungen des Reichs- siß das universalistische Denken treten, an die C?lle des mechanischen das universalistische 9Belt= ftö. Alle Wissensgebiete müssen ihre Einheit aus raer Wurzel gewinnen, die dem nationalsozialisti- tim Denken zugrunde liegt und ihr Weltbild be- immt: aus der Gemeinschaft. Dr. Dietrich d Freiheit der Persönlichkeit an, d. h. des pimeinfdjaft schöpferischen Menschen. Der si! hierfür das große Vorbild. am richtigen Ende zu fassen: Lieber den Pflugftert in der Faust als den Seidenhut zwischen den Fingern! — Otto Ehr hart- Dachau. Bobs und Bazi. Dom Maler und seinem Hund. Roman. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. —(610) — Ein Kunstmaler geht mit seinem Hunde in die Berge. Wie jeder für sich die stille, einsame Welt erobert, wie sie gemeinsam manche Gefahr bestehen und die langen Nächte am offenen Feuer verträumen, das ist der Inhalt dieses humvrübersonnten Buches. Das Eigentliche aber steht zwischen den Zeilen und ist das Hineinwachsen eines jungen Menschen in die Natur. Der Abglanz einer Siebe färbt den Klang der Erzählung, den man bewahrt wie die Erinnerung an ein selbsterlebtes Glück. — Fritz Kühn: Das Heilandskind. Sieben Legenden. („Das kleine Buch" Nr. 13.) 43 Seiten. Gebunden 1,10 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. —(605)— Wie wenn Kinder ihr Licht hinter die bunte Papierscheibe stellen, und die Krippe zu Bethlehem leuchtet dann in magischem Licht, so umstrahlen hier sieben Legenden das Geheimnis des Heilandskindes. Zarte Bilder einer nachfühlenden Künstlerin umschlingen die sieben weihnachtlichen Legenden. — Die Möller von Möllenbeck. Von Lene Bertelsmann. Roman. 379 Seiten. 4,40 RM. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. — (611) — Es wird hier die Geschichte jener dreißig Kriegsjahre erzählt: Als der weißblonde Möller hilflos im Stall zwischen den Pferden starb — das war 1620; als die Magdalena Müllerin den Reitern Kurbrandenburgs selbst das letzte Korn mahlte — das war im Jahre 1630; und als der leichherzige Sohn doch noch als Schützer der Heimaterde, geleitet vom letzten Schimmel, die ewige Ruhestatt findet auf einem Totenbrett — sie hatten keinen Sarg mehr, und ‘ fein Kind schrie in der Wiege — da war's 1648 an einem Herbsttage, wo sie den Frieden etn- läuteten, auch für die Möllenbeck. Zwei Seelen birgt die Ravensberger Landschaft: Lächelnde Anmut und die Schwermut wegloser Moore, die Herbe sandiger Heide und endloser Kiefernwälder. Wie die Menschen dieses Romans ihr Schicksal leben und zwingen, das ist Wittekindart und echtes Niedersachsen- tum. Biographisches. — Karl Heidkamp: Friedrich Wilhelm I. Ein deutsches Vorbild mit 20 Abbildungen. Brosch. 2,40 RM. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H. Potsdam. — (518) — Die Deutung des einzigartigen Lebens Friedrich Wilhelms in feiner ganzen Fülle und inneren Vielgestaltigkeit, die Karl Heidkamp mit feinem Buch gegeben hat, offenbart uns die außerordentlichen Lebenskräfte, die von diesem König ausgingen und sich lebendig in der deutschen Gegenwart auswirken. Eindeutig klare religiöse Verwurzelung und von da aus tiefstes Verantwortungsbewußtsein gegenüber Gott auf der einen und dem Volk auf der anderen Seite bestimmte das Leben Friedrich Wilhelms I. Nicht Familientragödien waren das Wichtigste im Leben des Königs, der ein großer und kluger Landwirt, hervorragender Soldat, vorbildlicher Kolonisator und „christlicher Staatsmann" mit letzter Konsequenz gewesen ist, sondern seine vorbildliche deutsche Gesinnung. Gerade dieses Deutschtum, das Friedrich Wilhelm mit der ganzen Kraft feiner Leidenschaft vertreten hat und mit dem er in feiner Zeit allein stand, gewinnt heute wieder Verständnis. — Gerhard Schultz-Pfaelzer: „Hindenburg". Ein Leben für Deutschland. Verlag Ullstein, Berlin. — (613) — Diese Biographie Hindenburgs erweitert das Lebensbild zu einem Geschichtsbild, das von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zur jüngsten Gegenwart reicht. Hindenburg hat eine Zeitspanne von ungeheurer Weite des Geschehens durchlebt. Das Buch folgt diesem gewaltigen Schicksalsbogen ebenso durch quellen- kundliche Schilderung wie durch sorgfältige Nach- LH Unent J4 WtüJW lUerh h; ■ iriinben > ' "Wih > unb «■ '»5*5: °OtaU5|agt Sri* ™irbel51* ssS bei $Onner5tö,. elt tnilb unb 4'. 2-4 ®rab; am ? Mum 8,8 *n in io, >'? Trab: am? ls'US. - Soirt I V na 17. Dez. Bei reich(i*er d Roggen entwickelt N? Wirtschaft 5. Kartoffeln: gelbfleiifchige, hiesiger Gegend 2,80 bis 2,90 (unv.) per 50 Kilo bei Wnggonbezug. Preußen NSV. 3 Weihnachts-Spen a k e t e Aus- Bom Kartoffelmarkt. Er verstand es, recht interessante Vorlesunm Hermann Löns, dessen Studienfreund & Rundfunkprogramm Mittwoch, 19. Dezember. 6 6.30: Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. jramiun a. JL 2)em . Sranffurt o.M. Devisenmarkt Berlin — Arankfurt 0.3t Berlin iure 103,65 102,9 102,9 75 01 o 105,25 0 134,5 Schultheis Patzenhoser c Grttzner 01 7,9 Bie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H, Lombardzinsfuß 5 o. H. 132,75 \ 82,25 I 176,5 ien über ^auroem 96,75 97,9 103,75 96 96 104,2 97 94,5 97 94,5 102,75 94.25 94,25 94,65 95,25 96 96 104,4 24,25 6,25 6,15 6 11 97 94,5 93,75 95,5 96 96 104,4 49,5 109,5 45,75 62,5 48 61,9 30,75 79,5 46,75 206 85,13 39,25 12,75 108 113 108 63,23 80,54 33,78 24 1,1 6,25 6,15 6,25 11,13 7 v 0 (i 0 keine Emir,44 58,01 54,74 12,26 16,36 467,72 21,06 61,60 24,5 6,3 6,13 6,13 11,25 131 200 86,25 93,75 83,4 -"236 58,25 54,96 12,30 16,42 168,40 2L 1< 61,84 zugeschlagen. Nach Weihnachten soll mit den dungsarbeiten begonnen werden. — Nach der ten Personen st andsaufnahme zählt hiesige Gemeinde 339 Häuser, 489 Haushaltun und 2009 Einwohner. Gegenüber der Dolkszäh im Jahre 1925 ist die Einwohnerzahl um 317 stiegen. — Die Viehzählung am 5. Deze ergab hier 42 Pferde, 656 Stück Rindvieh, Schafe, 629 Schweine, 265 Ziegen, 3158 hüh und 14 Bienenstöcke. Gegenüber der vorjähr' Zählung ist ein erheblicher Rückgang des Dich standes zu verzeichnen. Die Ursache dürfte wohl m der allgemeinen Futterknappheit zu erblicken fein. Kreis Biedenkopf. § Gladenbach, 17. Dez. Am Samstaz w« anstaltete die NS. -Kulturaemeinde, vüs» verband Gladenbach, im Saale vom Elmshechr einen Hermann -Löns-Gedächtnisabenb. Als Hauptredner des Abends war der Kreiskultm« wart, Prof. Säumens (Biedenkopf) erschienen. Dalum ....... o .......o ...... o 10 0 .......0 ...... 0 ......6 . 5 .... T/t Buenos ötrer Brüssel----- Rio de 3 an. . Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingsorS.. Paris Holland .... Italien Japan ...... Jugoslawien LSlo : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork... 63 49 80,96 33,« Mamkraftwerke Höchst a.M— Süddeutscher Zucker . ..... 8, 24,5 1,05 6,4 6,25 6,13 10,5 97,25 94,5 93,5 105,5 102,75 94,25 94,25 94,5 94,75 96 96 104,2 Ein „(Spenbcr* und Krau in Schutzhaft. LPD. Frankfurt a. M., 17. Dez. Das „Frankfurter Volksblatt" hatte am Samstag berichtet, daß der ehemalige hessische Kreisdirektor Dr. Mer k, der jetzt in Frankfurt im Ruhestand lebt und eine monatliche Pension von 710,73 RM. bezieht, der Frankfurt a. M., v. __ —•»*■■■■ Angebot in Weizen und Roggen entwickelte's^^ folge der bevorstehenden Feiertage kein nennen-' wertes Geschäft. Hafer und Futtergerste blieb- ziemlich knapp angeboten, die Nachfrage bestand vermindert fort. Die Lieferung von Hafer wird trr terhin von der Gegenlieferung von ölhaltig!'.' Futtermittel abhängig gemacht, doch kamen b»? artige Abschlüsse angesichts des völligen Fehlen« von Oelkuchen usw. nicht zustande. Auch Kleie un^ andere Mühlenabfälle waren weiter knapp. Mehlgeschäft blieb sehr unbefriedigend. Don Ra,.? futtermitteln haben die Strohpreise etwas ange;o Mansselver Bergbau .. Kokswerke ........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rhcinstahl Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth I G. Farben-Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt ........ Rütgerswerke Metallgcsellschaft . war, zu bringen. Den musikalischen Teil bestritten der Männergesangverein Gladenbach und einioe Solisten aus Biedenkopf und Gladenbach. Der Abend fand allgemeinen Beifall. — Das in der Woche vom 9. bis 15. Dezember für die Winterhilfe geschossene Wild wurde für den Teil des Kreiies Biedenkopf gesammelt. Es gingen 13 Rehe und 61 Hasen ein. 4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente <% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *'i% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 *% Türkische Zollanleihe von 1911 4'6erieJ^e ®aflbabba$n'’81nlc$e fleisch b) 72 bis 75. Roher Speck unter 7 bis 76, Flomen 90. Marktverlauf: ruhig. ** Frankfurter Getreidebörse. 58.21 0,208 3,053 55,00 81.34 "iS 16,44 168,49 21.34 0,719 5,676. 61,81 49.05 - 11,18! 63,52 80.88 34,01 10.41 2,492 Philipp Holimann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. 17. Dezember Amtliche Geld ! 58,50, Rheinstahl 84,25, AKU. 48,75 bis 48,25, Be- fula 129,25, IG.-Chemie-Basel volle 141, leere 114,50, Scheideanstalt 200,50, Licht und Kraft 110,50 ZG.-Farben 129,50 bis 129,75, Gesfürel 105,50, Holzmann 76, Lahmeyer 106,25, Rütgerswerke 92,75, ReichsbahnDA. 116,50, Hapag 22,75. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 17. Dez. Auftrieb: Rinder 1606 (gegen 1260 am letzten Montagsmarkt), darunter 606 Ochsen, 154 Bullen, 446 Kühe und 403 Färsen. Kälber 934 (579), Schafe 46 (230), Schweine 4412 (3965). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 38 bis 40, b) 33 bis 37, c) 28 bis 32, d) 22 bis 27. Bullen a) 34 bis 35, b) 31 bis 33, c) 27 bis 30, d) 24 bis 26. Kühe a) 32 bis 34, b) 26 bis 31, c) 19 bis 25, d) 13. bis 15. Färsen a) 38 bis 39, b) 34 bis 37, c) 28 bis 33, d) 22 bis 27. Kälber Sonderklasse —, andere a) 47 bis 52, b) 38 bis 46, c) 30 bis 37, d) 20 bis 29. Lämmer und Hammel b2) Weidemasthammel 35 bis 36, alles übrige einschl. Schafe gestrichen. Schweine al) 53, a2) 50 bis 53, b) 50 bis 53, c) 48 bis 53, d) 46 bis 52, e und f gestrichen, gl) 46 bis 48, g2) 40 bis 45. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt zogen beste Ochsen und geringste Kühe je 2 Mark, Hümmel 1 Mark an, geringste Ochsen und Färsen gaben je 2 Mark und geringste Kälber 3 Mark nach, alles übrige blieb unverändert. Marktverkauf: Rinder ruhig, lieber* stand (23 Ochsen, 4 Bullen, 12 Kühe und 28 Färsen). Kälber und Hämmel ruhig, geräumt. Schafe ruhig, Ueberstand (8 Stück). Schweine rege, ausverkauft. Großhandelspreise für Fleisch - und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 612 Viertel Rindfleisch, 93 ganze Kälber, 48 ganze Hämmel, 173 Schweinehälften, 11 Kleinvieh. Preise pro 50 kg in RM.: Ochsenfleisch b) 58 bis 62, c) 52 bis 56. Bullenfleisch b) 54 bis 56. Kuhfleisch b) 40 bis 46, c) 26 bis 36. Färsenfleisch b) 58 bis 62, c) 52 bis 56. Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweine- 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aur dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Dreimal 15 Minuten aus dein Sendebezirk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Aus Zeit und Leben. Aus der Chronik des schlichten Lebens. 18.50: „Hurra, die Siebziger kommen". Eine bunte Stunde mit Pauken und Trompeten. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Unsere vaor — den Weg frei zur Verständigung. 20.40: Stunde der jungen Nation. Wintersonnenwendfeier. 2110: Heiteres Abendkonzert des Leipziger 6infonieord)t* fters. 22.10: Nachrichten. 22.20: Nachrichten andern Sendebezirk. 22.30: Unbekanntes aus dem Leben und Schaffen von Joh. Brahms. Mitgetem von Dr. Karl Geiringer. 23: Tanzmusik. liche Elemente) berücksichtigt werden konnten — und einen Einblick in die Quantenmechanik. Die Probleme, die behandelt werden, sind schwer genug; Karlson versucht, so heiter und einfach von ihnen zu erzählen, wie es nur möglich war. Die vielen lustigen Bilder von Wilhelm Petersen verfolgen den gleichen Zweck. Wir glauben, daß d-isses Werk besonders die wißbegierige Jugend interessieren wird. Die mit dieser „Physik für jedermann" ihr Wissen auf eine leichte und doch gewissenhafte Weise entscheidend bereichert. — Dr. I. Schneider: Für oder gegen die Technik. Verlag Braun & Schneider, München, 1934. Geb. 2,50 Mk. — (609) — Hier spricht ein Kenner des Maschinenwesens, der, selber Techniker und Erfinder, sein Wissen weniger aus Büchern als im Umgana mit Maschinen erworben hat. Hier predigt einer, Der die Tyrannis der Technik empfunden hat, die Erlösung vom Seelenlosen, die Befreiung vom Zwang. Hier lehrt einer, der die Materie kennt, die Ueberwindung des Materialismus. Die „Technik von morgen wird erlöst sein vom Banne des Wesenlosen, beseelt und Fundament geworden für den Aufbau einer Menschheit, die ein freieres und glücklicheres Dasein führen kann als je zuvor". Auch an der Abendbörse bestand die starke Zurückhaltung von Kundschaft und Spekulation fort, so daß die einzelnen Märkte nahezu stagnierten. Die Haltung war mangels jeglicher Anregung ausgesprochen lustlos und auf Basis der schon ermäßigten Berliner Schlußkurse zeigte sich weiterhin eher etwas Abgabeneigung. Die wenigen Kurse, die zur Notiz kamen, waren meist nur knapp behauptet. Farbenindustrie konnten sich gegen Schluß wieder mäßig erhöhen. Unter Druck standen Kunstseide AKU. mit 48,75 bis 48,25 nach 49,65, auch Schifffahrtspapiere waren nicht behauptet, ferner gingen Reichsbankanteile um 1 v. H. auf 144 zurück. Der Rentenmarkt lag gleichfalls fast vollkommen geschäftslos, Altbesitzanleihe und Kommunal-Um- fchuldung waren indes um Bruchteile eines Prozentes höher, im übrigen konnten sich die Mittagsschlußkurse etwa behaupten. Schwach lagen sämtliche Schweizer Bahnanleihen. So notierten 4proz. Bundesbahn v. 1912 mit 157 (161), 3,50 v. H. do. 148 (152), 3,50 v. H. Gotthardbahn 135 (139), 3,50 v. H. Jura-Simpjon 133 (137). Sonst kamen u. a. zur Notiz: Altbesitzanleihe 102.90, 6proz. Stahlverein 90,65, 5proz. äußere auch andere Viehgattungen einbezogen werden. Sollte also auf einem Markt eine Ueberfüllung eintreten, während ein anderer frachtlich erreichbarer Markt eine Unterbelieferung aufroeift, ist es die Wirkung der Ausgleichsstelle, hier den Ausgleich zu schaffen. Viehhandel und Viehagenten haben die Möglichkeit, sich im Falle des Ausgleichsbedarfes über den zuständigen Marktbeauftragten sich dieser Einrichtung zu bedienen. Jeder Händler und Agent, der auf seinem gewohnten Markt die angemeldeten Schweine nicht unterbringen kann, kann daher über diese Ausgleichsstelle zur Belieferung eine- anderen Marktes zugelassen werden. Ebenso wird die Ausgleichsstelle bei ungenügender Belieferung den gleich vermitteln. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrio- i. 100 Kilo) in Mark: Weizen W IX 203,50 W 207,50, W XVI 211,50, Roggen R IX 163,50 R 167,50, R XV 170,50; alles Großhandelspreise Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtere? G IX 165,50, G XI 168,50, G XII 170,50 H H XIII 163,50, H XIV 165,50, alles Großhon preise ab Station. Bei Wasserverladung über i Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für B zwecke 200, Weizenmehl W XIII und W XVI 2 plus 0,50 Mk. Frachtausgleich, Roggenmehl R 23,60, R XV 24 plus 0,50 Mk. Frachtausgleich, zennachmehl 16,50, Weizenfuttermehl 12,75 zenkleie W XIII 10,58, W XVI 10,79, Roggen! R XIII 9,81, R XV 10,05, alles Mühlenfestpreise Mühlenstation, foweit sie in den Bereich der L desbauernschaft Hessen-Nassau fallen. Sojafchrot Monopolzuschlag (m. M.) 13, Palmkuchen m. M 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14.50, alles gabni, prei-se ab südd. Fabrikstation. Treber —, Trocken, schnitzel 9,30 bis 9,70; Heu, siidd., 11, Weizen- uni Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 4,70 bis rien. Zoologische Gärten und zu Studienzwecken zu beschaffen, aber er tut das stets unter Beachtung der naturgesetzlichen Notwendigkeiten. Unserer Jugend, die durch Wanderungen und Fahrten mit der Natur in nahe Berührung kommt, wird Rangnow bald ein Führer und Freund sein. Einen besonderen Wert hat bas Buch durch die Abbildungen; keine „gestellten" Bilder, alle sind der Natur abgelauscht. — Dr. Paul Karlson: Du und die Natur. Eine moderne Physik für Jedermann mit 165 Zeichnungen von Wilhelm Petersen. Verlag Ullstein, Berlin. — (612) — Im ersten Teil dieses amüsanten Buches, das in erster Linie für den Laien geschrieben ist, wird anschaulich und für jedermann verständlich vom Rohstoff der Welt erzählt — von Elementen, von Rutherfords Atom und vom künftigen Wärmetod des Kosmos; vom Wunder der Elektrizität und den Rundfunkwellen, von Licht- und Röntgenstrahlen und von den Begriffen und Gedanken der Relativitätstheorie bis zu ihrer etwas brutalen Folgerung des „zerplatzenden Weltalls". Ein zweiter Teil bringt das heutige Bild vom Atomkern und der Atomzertrümmerung — wobei die aufregenden Entdeckungen der letzten beiden Jahre — (positives Elektron, Neutron und künst- Ausgleichsstellen für Schlachtvieh. Fwd. Die Hauptvereinigung für Schlachtoiehver- Wertung hat für eine Reihe von Schlachtviehmärkten Ausgleichsstellen für Schlachtvieh geschaffen, und zwar die Ausgleichsstellen West, Süd, Mitte und Ost. Zuständig für die badischen und bayerischen Märkte ist die Ausgleichsstelle Süd mit dem Sitz in Frankfurt a. M., angegliedert der Bezirksvereinigung für Schlachtviehverwertung Hessen. Die Ausgabe der Ausgleichsstellen ist vorläufig der Ausgleich zwischen den einzelnen Märkten in der Belieferung mit Schweinen. Sobald ausreichende Erfahrungen vorliegen und Bedürfnis besteht, werden zur Verfügung gestellt hat, in denen sich ein Paar total zerrissene Damenschuhe, ein Paar in gleicher Weise zerrissene Herrenschuhe, flmei Hemden, von denen das eine total zersetzt war, und ein durchlöcherter alter Hut befanden. Für diese Lumpen hatte die NSV. natürlich keine Verwendung. Der Fall hat in der Frankfurter Bevölkerung starke Erregung ausgelöst, so daß sich die Polizei veranlaßt gesehen hat, den ehemaligen Kreisdirektor und feine Frau in Schutzhaft zu nehmen. Oie Ursache des Oberurseler Autounglücks. LPD. Oberursel, 17. Dez. Zu dem ferneren Autounglück, das sich am Freitagnachmittag in Oberursel ereignete, wird mitgeteilt, daß dem Wagenführer eine Blutprobe entnommen wurde. Es wurde festgestellt, daß er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte und auf der Fahrt nicht mehr nüchtern war. Das Unglück ist also auf Trunkenheit des Fahrers zurückzuführen. Kreis Wehlar. * Launsbach, 17.Dez. Am gestrigen Sonntag veranstaltete die NS. - Frauenschaft, Ortsgruppe Launsbach, eine Adventsfeier im Saale von Rinn. Der Saal war voll beseht und bot ein recht weihnachtliches Bild; unzählige Kerzen schmückten die vollbesetzten Tische. Nachdem die Führerin, Frau Emma Pfaff, die Besucher begrüßt hatte, trat die Frauenschaft geschlossen auf und fang bas Lied „Es ist ein Ros entsprungen". Es folgten bann abwechselnd Musik, ein lebendes Bild, Gedicht und einige wohlgelungene Kinderspiele. Frl. Emma Pfeiffer hielt eine sehr sinnreiche und eindrucksvolle Adventsrede, die der Veranstaltung das Geleit gab. Alle Darbietungen fanden verdientermaßen lebhaften Beifall. Nach verschiedenen gemeinsam gesungenen Adventsliedern wurde die Feier geschlossen. Der NS.-Frouenschaft, Ortsgruppe Launsbach, gebührt besonderer Dank für den schönen Abend. <£ Wißmar, 17. Dez. Der Gemeinderat hat die Ausführung der Notstandsarbeiten ..Rodung von 5 Hektar Wald und Ausbau des 0,50 v. H. auf 130,50 v. H. ab, Scheideanstalt waren zu 200 v. H. voll behauptet. Deutsche Erdöl erholten sich um 1,25 v. H. und Th. Goldschmidt um 0,75 v. H. Für Elektroaktien überwogen leichte Abschwä- chungen, so bei Bekula und Elektrischen Lieferungen mit je —0,65 v. H., Gesfürel (—1 v. H.) und Schuckert und Siemens (je — 0,50 v. H.). Licht & Kraft flogen unter Berücksichtigung des Nettodividendenabschlags von 5,4 v. H. um 0150 v. H. an, AEG. lagen unverändert. Am Montanmarkt konnten sich die Kurse zumeist gut behaupten, nur Har- pener gaben 0,75 v. H. und Rheinstahl 0,65 v. H. nach. Von Kaliwerten eröffneten Aschersleben mit 108 v. H. unverändert. Am Schiffahrtsmarkt lagen Hapag wieder 0,90 v.H. und Lloyd 1 v. H. schwä- cher. Fester setzten Reichsbankanteile mit plus 1,25 v. H. ein, wogegen auf den übrigen Marktgebieten weitgehendste Geschäftsstille herrschte. Am Rentenmarkt entwickelte sich bei gleichfalls uneinheitlicher Tendenz auch nur kleines Geschäft. Altbesitz lagen mit 103.20 um 55 Pf., späte Reichs- schuldbuchforderungen und Zinsvergütungsscheine je 0,13 v. H. niedriger, während Kommunal-Umschul- düng gut behauptet blieben und Stahlverein-Bonds sowie Reichsbahn-Vorzugsaktien je 0,13 v. H. höher eröffneten. Von fremden Werten lagen Silbermexikaner unverändert. Im Verlaufe litt die Börse stark unter der herrschenden Geschäftsstille. ObschondieKursbildungweiter etwas uneinheitlich war, lagen die Kurse in der Mehrzahl etwas schwächer. Stärker gedrückt waren erneut Schiffahrtsaktien, von denen Hapag auf 23 Brief (24) und Nordd. Lloyd auf 27,25 (28) zurück- fielen. Reichsbank büßten 1 v. H., IG. Farben 0,50 v. H. und die meisten übrigen Papiere 0,25 v. H. ein. Etwas höher lagen Ilse Genuß, Rheinische Braunkohlen, Mansfelder Bergbau und Mainkraftwerke. Am Kassamarkt blieben'Schnellpresse Frankenthal angeboten. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz auf 102,75, späte Schuldbücher und Zinsvergütung je 0,13 v. H. ab, Kommunal-Umschuldung blieben behauptet, Stahlverein-Bonds gewannen 0,25 v. H. Pfandbriefe, Stadt- und Staatsanleihen sowie Auslandsrenten lagen im ganzen wenig verändert und sehr ruhig. Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3,75 v. H. Abendbörfe lustlos. Schluß- hirt Mittag- Alu (Allgemeine ftutiftfeibe) .. o Bemberg...................o Zellstoff Waldhof o Zellstoff Aschaffenburg o Dessauer GaS ............ 7 Daimler Motoren o Deutsche Linoleum 0 Lrenstetn & Koppel 0 Leonhard Dietz..............0 Chade......................10 Aerumulatoreu-Fabrkk 0 Conti-Gummi...............o Frankfurter Börse. Nlittagsbörse: uneinheitlich. Frankfurt a. M., 17. Dez. Die außerordentliche Zurückhaltung, die der Börse schon seit einiger Zeit das Gepräge gibt, war auch zu Beginn der neuen Woche wirksam. Die Börse steht schon jetzt im Zeichen der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage. Die aktive Außenhandelsbilanz für den Monat November vermochte keinen stärkeren Anreiz zu neuer Unternehmungslust herbeizuführen, wenngleich ein günstiger Eindruck hinterblieb. Die Kursgestaltung war bei sehr kleinen Umsätzen immer noch uneinheitlich, doch zeigte sich gegenüber dem nur noch kleinen Angebot etwas mehr Widerstandskraft. Im Vergleich zur Samstagsbörse hielten sich dann auch die Abweichungen nach beiden Seiten in normalen Grenzen.. Teilweise Verkäufe dürsten noch zu Geld- beschaffungszwecken für den Jahresultimo, der in diesem Jahre eine Vorverlegung der Vorbereitungen bedingt, erfolgt fein. Kräftig erholt waren nach den letzttägigen Rückgängen am Kunstseidemarkt Bemberg mit 114,50 (Plus 5 v.H), auch AKU. lagen etwa 0,50 v. H. höher. IG. Farben bröckelten weiter, und zwar um 15-12- 97,13 «W Ä’- Erlentalweges dem Wenigstfordemden, Tiefbau- Goldmexikaner 11, Reichsbank 144, Gelsenkirchen ^Unternehmer Konrad Schauß in Ehringshausen, kurs 15.12. 17-12. 97,13 98.75 102,75 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen spruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gymnaskt 9: Werbekonzert. 9.15: Musik am Morgen. V’ Nachrichten. 10.15: Schulfunk: „Johann Sebastic: Bach". 10.45: Praktische Ratschläge für Küche uni Haus. IT.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert L Fwd. An den deutschen Kartoffelmärkten ist wesentliche Aenderung zu verzeichnen. Das _... kellerungsgeschäft kann als abgeschlossen gelten, so daß sich die Umsätze auf die Deckung des laufenden Bedarfs beschränken. Die milde Witterung trug dazu bei, die Kauflust der Verbraucher einzuschränken. Die Anlieferungen der Landwirtschaft waren nicht besonders umfangreich, angesichts der ruhigen Nachfrage aber völlig ausreichend. Soweit Nachfrage vorhanden ist, erstreckt sich diese vorwiegend auf Speisekartoffeln der Sorte „Industrie". Eine stärkere Tätigkeit des Handels ist erst zu erwarten, wenn eintretender Frost die Belieferung der Verbraucher unmittelbar durch die Erzeuger unterbindet. Das Fabrikkartoffelgeschäft verlief etwas lebhafter. Nach Futterkartoffeln bestand einige Kaufneigung, ohne daß es aber zu bedeutenden Umsätzen kam. Ameritamiche Wuicn Belgische Noten.................. Dänische Noten ... Englische Noten . Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten Datum 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 6y«% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne AuSlos.-Rechte 6% ehem.8% üefi. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6Vi% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltout......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6Yi% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriefe....... 6Ki% ehem. 4 yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe 8% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 8% ebcm. 7% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs. börse 17-12- 57 98,25 102,9 Schluß« kurs 15-12- .yramiur. u. dJt. 2)ernn Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Datum 15-12- 17-12- 15-12- 17-12- 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 Stz%Numän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket .....0 Haml)urg°Südam. Dampfschiff . 0 Hansa-Dampfschiff...........o Norddeutscher Lloyd .........o A.G. für Verkebrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ o Dresdner Bank.............. o Reichsbank ................ 12 '21.6-0....................... Bekula...................... Elektr. LieferungSgelellschaft... 6 Licht und Kraft .............ß Felten L Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elekmzität ........ 5 Schuckert L Co...............5 Siemens L Halske............ 7 Lahzpeyer L Co.......... 10 Buderus .................... Deutsche Erdöl .......... 4 Gelsenkirchener............... Harpener................. 0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessea .. 0 Ilse Bergbau ...............e Ilse Bergbau Genüsse........6 ÄJödnetroede........ 0 MamreSmcmn-Röhreu......... 4,05 6,1 3,55 30,5 24,9 29 74 91,75 68,25 70,25 73,25 144 26,13 130,4 117,5 75 107,75 99,25 92,5 136,25 107 84,75 99 59,13 - "1 72,251 7-i 6 3,65 30,25 22,75 27 74,5 92,25 68,5 70 73,5 144 26,13 129,25 98 110,5 74,5 105,5 92 135,5 106,25 84 99,75 58,5 98 117,5 71,75 72,5 4,05 6,1 3,7 30,3 24,75 21,5 28,75 74,25 92,5 68,25 70 73,25 144,5 26,13 130,13 98 117,5 75,5 107,13 99,75 92,5 136 107,25 84,13 99,25 59 98,5 76,13 148 117 71,5 72 6,25 3,75 30,13 22,75 24,25 27,25 74,5 93 68,5 70 73,5 145 25,9 129,13 98 110,5 74 105,5 100 91,75 135 106 84 99,75 58,5 98 75,5 146,5 117 71 71,75 Schluß'. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- bör'e 17-12- 15-12- 17-12- 80 80 80,13 92,9 92,25 46,75 46,9 46,65 206,75 207 207 84,25 84,4 84,25 39 39,5 39,25 12,75 12,9 12,5 108 108,5 108 108 108,75 103 143 143 143 129,75 131,13 129,65 200,5 —— — 86 86 85,5 92,75 93,5 93 — 83,25 83 1 76 75,5 76 ■■ 134 — — _ 98,5 98 48,25 50,25 49,65 113 111,5 113,5 45,5 45,65 45,5 63 63,25 63 — 117 117 47,75 47,9 47,65 61,75 62 62 —> 86 84,25 30,75 31 30,9 — 195 — 154 154 154 132,5 132,75 26,65 1 27 82,5 — I 1751 176,51 174 15-Dezember Amtliche Notierung Selb | Ariel 0,628 0,632 0,628 58,17 58,29 58,17 0,204 0,206 0,204 3,047 3.053 3,047 54,95 55,07 54,90 81,18 81,34 81,18 12,31 12,34 12,295 5,435 5,445 5,43 16,40 16,44 16,40 168,29 168,63 168,14 21,30 21,34 21,30 0,717 0,719 0,717 5,664 5,676 5,664 61,84 61,96 61,76 48,95 49,05 48,95 11,19 11,21 11,175 63,47 63,59 63.40 80,72 80,88 80,72 34,02 34,08 34,02 10.39 10,41 10,39 2,490 2.494 2,488 Banfnoten. ______Berlin,17.Dezember Geld I s HW ! ■"' W Dienstag, ?8. Dezember 1934 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) 205 Drittes Blatt Morgengymnastik im Schloßhof. Beim Dauerlauf. Jungjuristen marschieren. Im Schulungsraum: Der tägliche Vortw-. die ®\ni i das imnen in sinnvoller Ordnung Stunden und Die geistige Schulungsarbeit ZrontstlU ferner fehlten noch vier Vereine, bei denen zur Zett Sug alten '•) Tage, a Thema: — Die wasser". für bis das : btn Teil it: .nyn 13 jls! ätntiii* SB.' i liebte fen ernsten geistigen Teil des Schulungslagers« - die Lehrvorträge — haben wir bisher laufemd "richtet. Hier sei einmal kurz der Tages- o b 1 a:ii umrissen. Frühzeitiges Aufstehen haben sie allts iS lernt, denn der Lagerleiter P u l l m a n n ist UDWbÜtlich, so sehr er immer Kamerad ist. Der Frü Zsiort ist — nach rascher Wäsche — eine Willeckrpobe. Es ist morgens empfindlich kühl und die <5:»orilleibung ist dünn. Nach den gymnastischen Ueburt-S folgt ein Dauerlauf, der durch das Dorf Gleib«romach Krofdorf und in die nächste Umgebung t furt. Es werden immer etliche Kilometer gelausten: Burgwirt Niebergall hat inzwischen den sZiü'stückstisch richten lassen. In schweren, großem lamilienkannen fahren Kakao ober Kaffee auf. ÜOi! Handkäse gehört auf bem Gleiberg auch dazu jint— schließt den Magen. Damm^olgt ernste geistige Arbeit: Vortrag und !Zus spräche. Denn man ist schließlich nicht zum i-gpiM im Lager. Diese ernste geistige Arbeit macht:! iiWerblnbung mit dem urwüchsigen, natur- nahen! Men, mit der Abwechslung von straffster Disziplin und Freiheit das Lager zum Erlebnis. Daß ■ iLifir diesen Umständen auch eine herzliche KaltteiliiÜLHaft erwächst, ist selbstverständlich. PrcM'r Dr. Gallas sprach zu den Jung- juristemM Schulungslager auf dem Gleiberg über die Strafrechtsreform. Zulsui t wies er darauf hin, daß Bestrebungen zu e«kil: Strafrechtsreform schon seit dem Jahre 1906 i'Ditiianöen sind, die zu zahlreichen amtlichen und t'Mten Entwürfen und Vorschlägen führten, ohne ibj diese nachdrücklich Gesetzesform annah- men. "Iw/, war leicht zu verstehen, denn der Wei- maretm waat war neutral, ohne eigene Würde. Die SoziäKnokratie erkannte den Weimarer Staat nicht 'ckiihren Staat an, sondern benutzte ihn nur M oren Zwecken; sie hatte daher auch kein SntenT? .an einer energischen Bekämpfung der Verbriehm, insbesondere der Gewohnheitsver- brechsri Die damals herrschende Weltanschauung war ‘ei iGemisch von Humanität und Materialismus: . Pam betonte bas Schicksalhafte: Das Ver- brechein it bas Produkt von Anlage unb Milieu. Ein c zkv'ser Teil ber Presse ergoß sich vielfach in Berickchm' über bas Leiben ber „armen Verbrecher", ohne : ^Notwendigkeit ber verhängten Strafe an- zuerkÄmM, so baß vielfach Staatsanwalt unb Richter' 'n ber Öffentlichkeit als Uebeltäter, ber Derurrlilr aber als „Opfer ber kalten Justiz" hin- geftell Id rjurben. Daher kam auch rein äußerlich ein SLIp.fen ber Strafen: 70 v. H. aller Strafen warerirZlAbstrafen; Zuchthausstrafen waren minimal. 2^:1 war ber Strafvollzug verweichlicht. ErsA nit bem Siege bes Nationalsozialismus tonnte° Sch bie Strafrechtsreform roieber tatkräftig aufgeJnrmnen werben. Vieles Gute unb Richtige fonntiiie:is ben alten Entwürfen übernommen werden: । $: Nationalsozialismus gab bem Ganzen aber *ei Äie klare Linie unb bie Möglichkeit feiner Durdfif'i lung. Welche Forberungen stellt nun ber NatiMptiozialismus auf unb was folgt hieraus? Dert;rmai der Gemeinschaft vor dem einzelnen Für ben eblen Zweck bes Winterhilfswerks unsere hilfsbebürftigen Volksgenossen würben heute von ben Jagden im Kreise Gießen burch Forstamt Gießen insgesamt 314 Hasen unb 11 Rehe zur Verfügung gestellt. In ber Summe ber Hasen finb 136 Stück einbegriffen, bie Herr Fabrikant Lubwig Rinn als Gesamtergebnis ber Strecke feiner Treibjagb am vorigen Samstag in vollem Umfange bem Winterhilfswerk überwiesen hat. Wen soll mitlt, Sin* l Aufnahme ä er, 489 M nüber ber IM vohnerzahl lung am5A > Stiid Rinh^ Ziegen, 3158 h enüber ber cor; Rückgang bes! Ursache bürfiu Weit zu erblif entopf. ez. Am 6om uraemtinit, Saale vorn te ©ebäitnifei NSLB., Kreis Gießen. , Arbeitsgemeinschaft Musik. Nächste Orchesterprobe Mittwoch, 19. Dezember, 15.30 Uhr, im Singsaal des Lyzeums. Um 15.30 Uhr am Mittwoch wirb die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule", Gruppe II, im Hotel Köhler zu Gießen eine Tagung abhalten. Wild für das Winterhilfswerk. Paket? Ja, wenn liebende Sorgfalt' in das Paket hinein eine zweite Aufschrift gelegt hätte, wäre alles gut. Das ist sogar amtlich vorgeschrieben. 2lber, Hand aufs Herz, vielfach geschieht das nicht! In ben Postämtern sammeln sich bann bie Pakete ohne Aufschrift unb bie Aufschriften ohne Pakete. Manchmal hilft bie viel gerühmte und viel angezweifelte Finbigkeit ber Post. Allerlei Indizien helfen zur Erkenntnis ber Zusammengehörigkeit dieser Aufschrift mit jenem Paket. Der Postmann achtet zum Beispiel darauf, ob die Aufschrift genau auf ben bekleckerten Kleifterfleck der Verpackung paßt. Manchmal ist auf der Aufschrift noch ein? Äbsenderangabe, und man sucht bann nach einem Paket, dessen Postaufgabenummer den gleichen Ortsnamen trägt. „Hat ihm schon"! Leider nicht immer den Richtigen. Es kommen, wie auch sonst im Leben, manchmal Verwechslungen vor. Wer ist schuld daran? Wirklich die Post? Oder wer? Loens antwortet: „Denk mal darüber nach, Du — Du — Du!" Deutschs Arbeitsfront. Die Beitragszahlung der ehemaligen Mitglieder der Deutschen Angestelltenschaft. (LPD.) Die Pressestelle der DAF. teilt mit: Nachdem die verwaltungstechnischen Vorarbeiten zur Uebernahme der Mitglieder der Deutschen Angestelltenschaft in die DAF. abgeschlossen sind, befahlen bie ehemaligen DA.-Mitglieder ihre Beiträge an die DAF. Diejenigen ehemaligen DA.-Mitglieber, bie einem Betrieb angehören, besten Lohnbüro ben Beitragseinzug für bie DAF. bereits vornimmt, wollen sich umgehend unter Vorlage ihrer Ver- banbsbücher ober Mitgliebskarten bei ihrem zustän- bigen Lohnbüro melben. Alle anbern erhalten in den DAF.-Ortsgruppen Mitteilung, welche Verwaltungsstelle zwecks Beitragseinzug für sie zuständig ist. Berufsgemeinschasl der Techniker, Fachgruppe Baugewerbe. vgromm Dezember. 5: Ibungen. 6.55: rnzert. 8.15: fc' usik am W nt: itschläge fürr 12: Mittag 13.10: MW rittagskonztlt^ laftsbericfjt w 15 Minckn c. gsfonjert. 18: t it des schlich^' r kommens Irompe J J en. 20.10* indigunE -sonnenuE 22.20: »* Unbefannf«« °h. ;• W* Aus der Provinzialhauptstadt. Das Weihnachtspaket. Mit wieviel Liebe werden in diesen Tagen all die großen und kleinen, die kostbaren und bescheidenen Weihnachtsgeschenke eingekauft. Wieviel größer ist noch die Liebe, die in all die handgearbeiteten Geschenke hineingestrickt und hineingehäkelt wird! Mit welcher Behutsamkeit wird dann alles aufbewahrt, mit wieviel Geschmack unb Sorgfalt wird es am Heiligen Abenb geschmückt! Soweit es auf ben Familienweihnachtstisch kommt. Das Schicksal ber in bie Ferne zu versenbenben Geschenke ist vielfach ganz anbers, ist traurig. Es beginnt mit ber Suche nach einem Karton zum Verpacken. Gekauft wirb in vielen Fällen keiner, auch wenn ber Kaufpreis eines neuen im Verhältnis zum Wert bes Geschenks verschwinbenb klein ist. Nein, es muß ein gebrauchter fein. Selten paßt er. Einmal ist er zu klein, einmal zu groß. Entweder bekommt er durch sein würdiges Alter sowieso schon Zermürbte über die Zumutung, viel zu große und schwere Dinge „schützen" zu sollen, „die Platze", sei es nun sofort, sei es — aus Niedertracht — erst unterwegs. Oder es gähnt nach der Verpackung der Geschenke im Karton noch ein leerer Raum. Was tut man dann? Ausfüllen! Nicht jeder kommt auf diesen Ausweg. Mancher nur, weil die Postbeamten Pakete mit klapperndem Inhalt zurückweisen. Also: ausfüllen. Holzwolle wäre schön und zweckmäßig. Aber solch ein Rat ist ärgerlich. Wer hat Holzwolle im Hanse? Also muß altes Papier her. Leider ist das Papier als Verpackungsstoff und Füllsel ziemlich charakterlos. Es hält auch äußerem Druck nicht'stand. Aber das sieht zunächst niemand. Der in Packpapier einge- ! packte und umschnürte Karton sieht zunächst ganz -ordentlich aus. Halt, die Aufschrift fehlt noch. „Wie- der mal kein Klebstoff im Hause". Kindheitserinne- rungen helfen. Aus Mehl und Wasser kann man nicht nur Suppen, sondern auch Kleister Hersteller. Großartig klebt nun die Aufschrift. Natürlich hat man vergessen, den Aufschriftszettel schon vorher zu j beschreiben. Mit Tinte schreibt es sich jetzt schlecht. Also nimmt man Tintenstift. Die Schrift verwischt dann unterwegs so schön. Was so was alles für Umstände macht! Nun aber los zur Post. Armes Paket, arme Post! Für beide beginnt ein Leidensweg. Ist der Kleister erst trocken, dann ist es mit seiner Klebkraft vorbei. Hat er zu kleben angefangen, hat er zu kleben aufgehört. Dom Päckchen reißt sich stolz die Aufschrift. Sie stürmt ins Leben wild hinaus. Was wird dann aus dem armen — „Gemeinnutz vor Eigennutz" — ergibt eine Rcmg- änberung des Wertes der zu schützenden Güter: Die Staatssicherheit, die Würde des 'Staates und die Volksgüter müssen den Vorrang erhalten, während übertriebene Garantien des Individuums abgebaut werden müssen. Die völkisch-rassische Grundlage unseres Staates bedingt, daß Rechtsgüter, wie Familie, Raste, Volkstum heute in den Vordergrund treten. Auf dieser Grundlage baut sich auch die Aufgabe des Strafrechts als Auslese der Minderwertigen auf: Der biologisch und moralisch Minderwertige muß ausgeschieden werden, weil dieser nicht in der Lage ist, Rechtsgenossen und durch Rechtsvorstellungen beeinflußbar zu sein. Ueberhaupt müssen alle Abnormen so behandelt werden, wie es das Interesse der Gemeinschaft erfordert: Wo die Strafe als Vergeltung und Sühne für die verbrecherische Tot abprallt, müssen bessernde und sichernde Maßnahmen eingreifen, der triebhafte Gewohnheitsverbrecher etwa muß in Sicherungsverwahrung genommen werden; dieser Täter ist eine Strafe gar nicht wert. Hiermit kommen wir wieder zu einer Ethisie - rung der Strafe: Einem normalen Rechtsgenossen gegenüber, der gefehlt hat, gewinnt die Strafe wieder den Wert eines Werturteils darüber, wie weit er der Gemeinschaft gegenüber verantwortungslos gehandelt hat. Das Verbrechen des biologisch Gleichwertigen wird nicht mehr nur als schicksalhaftes Ergebnis irgendwelcher Tatsachen angesehen — verstanden — werden, sondern soll be- Zu Mittag gibt es — wenn sich ber Rebner bes Tages verabschiebet hat — einen kräftigen Schlag, ber in ber Gemeinschaft befonbers gut schmeckt. Die humoristischen unb musikalischen Talente, bie bem Lager angehören, entfalten sich währenb ber Mittagspause, unb zu ben Klängen eines „Maurertaniers" wirb manches rauhe Lieb gesungen. Manches Witzwort fällt, manche luftige Geschichte wirb aufgetischt unb geräuschvoll belacht... Dem Mittagsessen folgte eine kurze Schlafpause. Für ben Nachmittag ist meist roieber ein Vortrag angesagt, ber zur geistigen Auseinanbersetzung mit Problemen unserer Zeit heraussorbert. Vorträge über juristische Fragen erweitern bas Fachwissen. Der Ab^id bringt ben Insassen einige Stunben, über bie jeber frei verfügt. Der eine ober anbere schreibt ben Eletrn über bie Erlebnisse seiner Tage auf Gleiberg, anbere vertiefen sich in bie Literatur unb so klingt ber Abenb in Ruhe aus. Wenn bie Teilnehmer bes Schulungskurses bas Lager verlassen, wirb ihnen ber Abschieb wohl nicht leicht werben. Am heutigen Dienstag findet bas erste Schulungslager ber Jungjuristen seinen Abschluß. Die jungen Menschen aus ben verschiedensten Teilen unseres Hessenlanbes werben biese Tage nicht vergessen. Am gestrigen Montag unternahmen bie Schulungsteilnehmer einen Ausflug nach Wetzlar. Das Ziel waren bie Leitz-Werke. Unter Führung von Fachleuten würbe ben Jungjuristen ein großer Teil ber Fabrikationsräume gezeigt, in benen Mikroskope, Mikrotome unb Leica-Geräte hergestellt werben. Der interessante Runbgang ließ bie Teilnehmer hochwertigstes beutsches inbustrielles Schaffen kennenlernen. Mit einer großen Fülle ber mannigfachsten Eindrücke verließen bie Jungjuristen bie Werkräume, um balb barauf bie Rückfahrt zum Gleiberg anzutreten. Unser Strafensystem wird auch roieber ausgebaut werben in ber Richtung auf bie E.h r e n ft r a f e n : Es wirb roieber schärfer unterschieben werben zwischen Zuchthaus unb Gefängnis. Die Rechtsvorschriften des Strafgesetzbuches müssen sich roieber angleichen unb übereinstimmen mit ber Volksethik; die scharfe Trennung von Recht und Moral muß überwunden werden zugunsten einer engeren Beziehung zwischen Recht und Moral. Die nationalsozialistische Regierung hat diese Forderungen zum großen Teil schon gesetzgeberisch verwirklicht. Die endgültige Neufassung des Strafgesetzbuches und der Strafprozeßovdnun^ wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sache der Justiz ist es dann, hart aber gerecht ihre Pflicht zu erfüllen: Die Volksgemeinschaft wird geschützt vor dem Treiben hemmungsloser Menschen. Die Tat des voll Verantwortlichen aber wird gesühnt. Tagung des Kreises Ohm-Lumdatal des Hessischen Sängerbundes. + @ r ü'n b e r g, 17. Dez. Am Sonntag fand im „Hotel Hirsch" dahier eine Tagung der Chorleiter und Vereinswalter der im Sängerkreis Ohm-Lumdatal zusammengeschlossenen Gesangvereine statt. Die Zusammenkunft hatte die Aufgabe, das näch st jährige Wertungssingen vorzubereiten. Kreischormeister Lehrer Dönges (Merlau) gab die Richtlinien für Wertungssingen bekannt und erläuterte sie nochmals. Im Zusammenhang damit wurden alle musikalischen Fragen besprochen, die der Erneuerung des Chorgesanges dienen und dessen Erstarrung verhindern sollen-, wie neues Liedgut, Liedauswahl, Textbehandlung, das Singen mit dem Volke, Chöre mit Kindern und mit Instrumentalbegleitung u. a. m. An der Besprechung beteiligten sich besonders die Chorleiter K a st e n (Gießen), Daupert (Ulrichstein), Roth (Geilshausen), Leib (Gießen), der Kreiswalter, Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg), und der Ehrenvorsitzende Becker (Kesselbach). Anschließend wurde das Wertungssingen im Jahre 1 9 3 5 in seinen Grundzügen festgelegt. Wegen der weiten Ausdehnung des Kreises soll es an zwei Orten stattfinden. Die im nördlichen Kreisgebiet liegenden 12 Vereine singen am 12. Mai in Homberg, während die übrigen Vereine, annähernd 30, am 2. Juni in Lehnheim bei Grünberg zusammenkommen, da der dortige Verein die Feier seines 50jährigen Bestehens damit verbinden will. Als Pflichtchor ist freigestellt „Lied der Bauleute" von Karl Schüler, oder „Deutschland, heiliger Name" von Waldemar von Baußnern. Der Leitgedanke für den zweiten, frei zu wählenden Chor soll fein „Liedgut zeitgenössischer Komponisten". Damit ist den Vereinen ein weitgespannter Ramen gegeben, gleichzeitig sind alle Vereine gezwungen, sich mit neuzeitlichen Chören vertraut zu machen, soweit dies noch nicht geschehen ist. Außerdem ist eine große Abwechslung in der Liedauswahl möglich. Als Gesamtchöre für die jeweils mit dem Wertungssingen stattfindende Kundgebung wurden gewählt: „Lied ber Bauleute", „Deutschland, heiliger Name", ein Kanon unb bie beiben Sängersprüche „Grüß Gott" unb „Einig im Lieb". Nach einer kurzen Pause kamen bie Verwaltungsangelegenheiten bes Kreises zur Besprechung. Zunächst überreichte ber Kreiswalter, Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg) bem „Männerchor" Grünberg bie schön ausgeführte Ur- funbe bes Deutschen Sängerbundes für fein 100. Stiftungsfest im Jahre 1934. Aus der Fülle der Tagesordnung seien noch folgende Fragen erwähnt, die zur Besprechung kamen: die neuen Satzungen, die Bestandsaufnahme für 1935, Theateraufführungen ber Gesangvereine burch Laienspieler, SA.-Aus- roeife, Sängerwarte usw. Die Versammlung war sehr gut besucht. Bis auf einen Vereinen waren alle Kreisvereine vertreten, Spett lt>, ■ l{tlQl|(. 1 W '"“"8 TW "Ä W1}» Ä ÄS “'S Rch'kS ,UJ*. Ä >dd, 11, bei La rüge liegen in ben bleigrauen unb unfreund- 13 öar btrteL lieben membertagen bie Nebel in ben Tälern um (BiedeMMden GHüberg fest. Kaum baß sie um bie Mit- ssanteMiMnLtagsstnni etwas weichen, kaum ist Gießen zu er- tubieufiim!) MM kennen, nenn man vom Bergfried ber Burg in bie ikaW Ick M Ferne:! spM. Aber auf ber Burg Gleiberg, bie sonst BfafeM Md' um d lejt Jahreszeit nur selten eines Wanderers Gladenbach.!"! Ziel n:«ir herrschte in ben letzten zwei Wochen viel - Dq5 in h jungfriftfs Leben; 21 Jungjuristen haben in ngjuristen-Schulungslager Ein- ia:ten unb verbringen in ben ehrwürbigen Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 18. Dez. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfunb 1,50 bis 1,55 Mark, ßanbbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 14, (inländische Kühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rots Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 8 bis 15 Pf* Birnen 8 bis 10, Honig 45 bis 50, Nüsse 40 bis 50, junge Hähne 85 bis 90. Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 75 bis 80, Enten 85 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 wertet und gestraft werden als Versündigung gegen die Gemeinschaftsaufgaben. Je nach dem Grade ber durch die Tat offenbarten gemeinschaftsfeindlichen Willens wird die Strafe bemessen werden. Hiermit bewerten wir wieder und zwar den Willen, so daß es nicht mehr so sehr daraus ankommt, ob ber be= ,— abjichtigte Erfolg der Tat wirklich eingetrete» ist.1 die Saugestätigtett ruht. Unsere biesmonatliche Zusammenkunft findet am Dienstag, 18. Dezember, abends 8 Uhr, im Orts- aruppenheim der Berufshauptgruppen in der DAF., Lonyftraße 18, statt. Es spricht Reg.-Vaurat Steinbach über das „Aus der Praxis der Abwasserreinigung. Gewinnen von Trink- mäö Kebrauchs- 58,17 ' 0,20} I 3,017 । 1 54,90 i M i R M | !,« i fei: Ä 5,77 1' 10/5 Die Verjährung O.Jlxfport Au hören, die aus der Gegend des gefährlichen Ab- Zurückbleibenden zu, flog am nächsten Tag stiegs herkamen. Der Mann fuhr mit einigen Ar- -viermal in schwerem Wintergewitter, wurde jedoch Gin Vater von zehn Kindern arbeitete in einer Hanogritde, taten Ächtz« « VSL Mtzljch Mr-tss _ Polizei und Volk sind eins! Daher Tag der Deutschen Polizei! Tagung des Reichsbundes für Leibesübungen. |„!Mr Meführt Vier Bergsteiger kletterten in der Rax-Alpe, es war im letzten Frühjahr. Andere machen es sich leichter und fahren mit der Seilbahn. An jenem Tag fuhr gerade der letzte Zug der Bahn abends zu Tal, als der Schaffner glaubte, ferne Hilferufe zurückgeschlagen und rettete mit Not sein eigenes Leben. die lockeren Sandmassen von oben auf chn her- unter und verschütteten ihn vollständig. Kein Mensch sonst war in der Nähe, nur eines der Kinder hatte bei ihm gespielt und lief erschreckt ins Haus, um die Mutter zu rufen. Alles schien verloren, nur ein paar kräftigen Männern konnte die Rettung vielleicht gelingen. Die tapfere Frau aber griff sofort entschlossen selbst nach der Schaufel, arbeitete in wilder Hast wie eine Verzweifelte, grub und wühlte mit übermenschlicher Anstrengung und ließ nicht eher nach, bis sie ihren Mann, der schon das Bewußtsein verloren hatte, aus seinem Grab her- vorziehen konnte. Er kam mit leichteren Verletzun- gen davon — zehn Kindern war durch den Mut der Frau der Vater, ihr selbst der Mann vom sicheren Tode gerettet. die ausgedehnte soziale Fürsorge durch den: gebauten Hilfsfonds für den deutschen Spo?.- im Zusammenhang damit das Sportler-Erho.- abie ' Tndlil getomim 1846 fchl fallt hat W bv HM \\ Aritzrn ben L -iehum und ei rers 3 folge. Eifer alles i einer Brücke, und dicht vor ihm ging die Lawine nieder. Die Schienen wurden auf eine Strecke von 800 Meter mit einem 3 bis 4 Meter hohen Schneewall zugedeckt — darunter lagen die beiden Männer von der Bahn. Der eine wurde nach einstündigem Suchen tot aufgefunden, der andere blieb verschüttet. lllhci 18 ijo man । Jlt viele Silber Dueen Be|ud „9Bi /#3a iich m bas < brin f Etwas kastle i 2er . "!lbe xch es Df- L 2o 1 Hein < 20, L ko Bei dem furchtbaren Hotelbrand in Lansing war ein kleiner Hotelbursche einer der ersten, die die Gefahr merkten. Er hätte sich wohl noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können, aber er dachte keinen Augenblick an sein eigenes Leben, sondern rannte durch das Haus und warnte durch Klopfen an alle Türen die noch schlafenden Gäste vor der drohenden Katastrophe. Mindestens die Hälfte der Geretteten verdankten, wie sie nachher versicherten, dem Zungen ihr Leben. Ihn selbst sah man zuletzt eine in Flammen stehende Hoteltreppe hinaufrennen, um sein Rettungswerk fortzusetzen. Dabei ist er ums Leben gekommen. ♦ Die unbekannten Helden... Es sind nur ein paar gewesen, die wir hier noch einmal genannt haben. Aber jeder, der an dir vorübergeht, kann zu ihnen gehören. Man sollte öfters daran denken. G. H. Zeitschriften. — „D e r Naturforscher" vereint mit „Natur und Technik". Dezemberheft 1934. Vierteljährlicher Bezugspreis 2,50 Mark; Preis des Einzelheftes 1 Mark. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. — Im neuesten Heft legt der Vorkämpfer des deutschen Rassegedankens, Universitäts-Professor Dr. Hans F. K. Günther (Jena), in einem Aufsatz über „Die Verstädterung die Gefahren für Volk und Staat vom Standpunkt der Lebensforschung und der Gesellschaftswissenschaft eindringlich dar. Wundervolle Bilder von Schneekristallen haben $£* Dk LeLitzjch Uttd Dr. Sectari (Breslau) mit ** Vorbildliche Spende für die Winterhilfe. Für unsere hilfsbedürftigen Volksgenossen hat Herr Fabrikant Ludwig Rinn den Betrag von 3000 Mark als Spende dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. ** Weihnachtsspende bei der Firma Schunk & Ebe. Am Samstag vereinigten sich die Gefolgschaftsführer und die Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe zu einem kameradschaftlichen Beisammensein in der Turnhalle in Heuchelheim. Gefolgschaftsführer Schunk leitete den Abend mit herzlichen Begrüßungsworten an seine Mitarbeiter ein. Im Laufe des Beisammenseins gaben die Gefolgschaftsführer, Herren Schunk und Ebe, ihren Mitarbeitern Kenntnis von einer großzügigen Weihnachtsspende. Jeder verheiratete Mitarbeiter erhielt als Weihnachtsgeschenk den Betrag von 50 RM., jeder ledige Mitarbeiter den Betrag von 20 RM. Die Weihnachtsgabe wurde den Gefolgschaftsmitgliedern in Briefumschlägen mit einer sinnigen Weihnachtswidmung im Verlaufe der Feier überreicht. Im Namen der Gefolgschaft brachten die Mitglieder des Vertrauensrates, Herren Freitag und Schmidt, den Gefolgschaftsführern für die mit Freuden empfangene Weihnachtsspende herzlichsten Dank zum Ausdruck. ** D i e Erhebung der Umlage zur Bauernkammer betrifft eine Bekanntmachung des Kreisamts Gießen an die Bürgermeistereien und Gemeindekassen des Kreises. Es wird dabei, im Anschluß an ein Rundschreiben der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, den Bürgermeistereien und Gemeindekassen aufgegeben, auf die sofortige Einziehung und Ablieferung der rückständigen Um» laaebeträge bedacht zu fein. Es müsse alles daran gesetzt werden, daß der Termin zum 2. Januar 1935 eingehalten werde. Sollten sich Einziehungsschwierigkeiten ergeben, so sei nach den Weisungen des Reichsnährstandes zu verfahren. Das Kreisamt bemerkt noch besonders, es habe die Vollziehungsbeamten entsprechend angewiesen. ** Fristverlängerung für d i e Anmel- düng zur Meisterprüfung 19 35. Die Handwerkskammer gibt bekannt, daß auf Grund der immer noch zahlreich einlaufenden Meldungen zur Meisterprüfung 1935 der Schlußtermin für die Abgabe der Anmeldungen zur nächstjährigen Meisterprüfung endgültig auf den 31. Dezember 1934 verlegt ist. ** Goldene 5-Mark-Stücke. Vor kurzem wurde eine Briefkastenanfrage von unserem Gewährsmann dahin beantwortet, daß seit 1874 keine goldenen 5-Mark-Stücke mehr geprägt worden seien. beitem in einem Rüstwagen noch einmal nach oben. Sie hielten an der Stelle, wo die Rufe zu hören waren, befestigten ein Seil am Gerüst der Bahn, und ließen sich unter eigener Lebensgefahr hinunter. Nach vielem Suchen entdeckten sie, hilflos an emem Abhang liegend, zwei Männer und zwei Frauen, die nach langem Herumirren erschöpft hier, am „Gsaengerkogel", niedergesunken waren und seit vielen Stunden um Hilfe riefen. Unter vielen Muhen kämpften sich die Retter zu dem Abhang durch, brachten die Ermatteten nach oben zur Bahn und beförderten sie dann ins Tal herunter. Vier Menschen, die schon dem Tod verfallen waren, konnten weiterleben Spät am Abend wurde der römische Arzt Professor T. in seine Privatklinik gerufen, um eine schwere Operation vorzunehmen. Kurz vor Beginn wurde der alte Mann plötzlich von heftigem Unwohlsein befallen, die Umstehenden sahen, wie er die Zähne zusammenbiß; dann führte er die Operation bis zu Ende durch. Im selben Augenblick, als er fertig war, begann er zu schwanken, brach zusammen und war tot. Sein Pflichtbewußtsein hatte ihn aufrecht gehalten, bis sein Werk getan war. Neben dem Operationstisch sank er in sich zusammen. Die Geschichte des Eisbrechers „Tscheljuskin", die heroischen Rettungsversuche für die hilflos auf einer Eisscholle treibende Besatzung haben einen Augenblick lang die Welt aufhorchen lassen. Wir wiederholen nur ein kleines Teilchen aus der Kette heldenhafter Leistungen: Immer wieder tarnen nach Kap Wellen die 808-Rufe von der treibenden Scholle, die jeden Augenblick zu bersten drohte; aber Schneestürme rasten über die Landschaft und ließen jeden Hilfeversuch als sinnlos erscheinen. Endlich kam der verzweifelte Ruf: Holt wenigstens die Frauen und Kinder. Der Pilot Ljapidewski lag in schwerem Fieber, riß sich zusammen und startete mit dem Bordfunker Petarow — siebenmal war der Start vergeblich, es war ein wahnsinniges Unternehmen. Unb doch fanden sie beim achtenmal den Weg in den wilden Schneesturm — erreichten ihr Ziel und kamen mit zehn Frauen und zwei Kindern glücklich wieder. „Morgen komme ich wieder", rief der Pilot fristen d!e Reges. In 30 Jahren tz-M spielsweise bare Darlehen ober solche die durch einen besonderen Vertrag in lehensschuld umgewandett wurden, um sie J!1 kürzeren Verjährung zu schützen, ferner A auf eine Vertrags-(Konventional-)strafe scheine über den Gesamtbetrag einer Rechne deren Einzelbeträge kürzere Verjähre" laufen. (§ 195 BGB.) 9 "9 2. In Die r Jahren verjähren die An auf Zinsrückstände, Miet- und Pachtzinsen (bäuerliche) Auszugsleistungen, Besoldungen haltsbeiträge und alle regelmäßig wiederk- Leistungen. (§ 197 BGB.) 3. Bereits in zwei Jahren verjährenhb spräche der Kaufleute, Fabrikanten unb w werter für Lieferung von Waren usw. mii schluß der Auslagen, es fei denn, daß die & für den Gewerbebetrieb des Schuldners erdferner die Ansprüche der Land- und Forstwj^ die Lieferung ihrer Erzeugnisse, der Gastwin gewerblichen Arbeiter, der Lehrherren wegr Lehrgeldes, der Unterrichtsanstalten, der Aersir' ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Hebammen, der U anwälte, Notare, Gerichtsvollzieher u. a. m. , Die hier aufgeführten Ansprüche (§ igz Jj sind die des täglichen Lebens. Hilf tarn Ablauf des 31. Dezember 1934 J jähren sie alle, soweit sie noch im Iahre Ü entstanden sind. Jeder Geschäftsmann prüfe daraufhin uiwertj seine Bücher. Besteht die Gefahr der 23erjatj so sorge man schleunigst für eine verträgst j neute Anerkennung der betreffenden yorör I wenn irgendmöglich in schriftlicher -Z Man wandle sie in eine 2) ar le forderuna um (is. o. unter Nr. 1). Nn nehme man sie Hilfe eines Rechtsanwalts in j! sprach, der weiß, was zu tun ist, ober erwirk, Sofortige Zustellung eines amtsgerichtlichen |> lungsbefehls durch einen Gerichtsvollzicher. 11 Wer durch eigene Saumseligkeit gutes fiert, darf nicht das Gesetz, sondern nur sich w] verantwortlich machen. Anschluß an unseren gestrigen Bericht mstzukesten, daß sich das Befinden des schwerverletzt in die Chirurgische Klinik eingelieferten 19 Jahre alten Soziusfahrers Friedrich Hahn aus Dutenhofen erfreulicherweise gebessert hat. Der junge Mann ist, wie wir auf Anfrage in der Klinik hören, wieder bei Bewußtsein, wenn auch noch stark benommen. Man kann wohl annehmen, daß er den tragischen Unglücksfall gut überstehen wird. — Ebenso befindet sich der (wie gestern berichtet) beim Holzfällen im Walde schwer verletzte 29jährige Landwirt Carl Müller aus Maulbach auf dem Wege der Besserung. In den letzten Tagen des Jahres ist es insbesondere die Geschäftswelt, die tüchtig die Augen aufmachen muß, will sie sich nicht durch eine Unter» lassunassünde der Gefahr schwerer materieller Selbstschädigung aussetzen. Die Silvesterglocken läuten demnächst so manches Recht zu Grabe, das jahrelang, womöglich jahrzehntelang bestanden hat. Denn mit dem Ablauf des alten Jahres verjährt auch so manches Recht. Darum heißt es für manchen jetzt: „Tue die Augen auf, ober den Beutel." Ober: „Prüfe sogleich, ob mit dem Jahresschluß eines deiner Rechte — es kommen fast stets nur Forderungsrechte in Frage — erlöschen kann und, wenn ja, so tue die Schritte, die nötig sind, um dich vor Schaden zu bewahren!" Denn immer wieder wird an Gerichtsstätte die Einrede der Verjährung erhoben, und der Kläger, der vielleicht im besten Rechte steht, muß es erleben, daß er erfolglos, weil zu spät, gegen seinen böswilligen Schuldner vorgegangen ist und daß er zu allem Aerger und' Schaden auch noch die Kosten eines verlorenen Prozesses tragen muß. Es gibt eine ersitzende und eine erlöschende Verjährung. Nur von letzterer soll hier die Rede fein. Durch Zeitablauf wird nämlich die Unmöglichkeit begründet, einen Anspruch zu erzwingen, wenn sich der Schuldner auf die Verjährung beruft. Im folgenden soll auch nur kurz von der Verjährung des Bürgerlichen Gesetzbuches die Rede sein. Nach § 225 BGB. kann sie durch ein Rechtsgeschäft (Vertrag) weder ausgeschlossen noch er» schwerst werden. Bei Kauf- und Werkverträgen ist allerdings die vertragsmäßige Festsetzung einer be- sonderen Verjährungsfrist zulässig; sie kommt jedoch in der Praxis kaum vor. Wir haben noch von anderen Fällen au berichten, die sich in aller Stille wohl ebenso häufig abspielen und wo nachher nur noch ein Grabstein oder die Erinnerung der Geretteten als Zeugen übrig bleiben. Es war ebenfalls im letzten Frühjahr, an der Berninabahn, kurz vor der Station Berninahäuser. Da sahen eines Tages zwei Leute von der Bahn, wie von oben, vom Munt Pers, eine große Schneelawine in der Richtung auf die Bahnaleife zu rollen begann — und gleichzeitig vernahmen sie die Warnungszeichen des kommenden Zuges. Sie stürmten dem Zug entgegen und winkten Signale, damit er nicht mitten in die bedrohte Lawinenzone äinrinMti ta wurden tawertt. tat Zug Statt wi selbst dann nicht, wenn sich der Schuldner auf sie ausschweigt. Nur Zustellung eines Zahlungsbefehls ober Klageerhebung vor Fristablauf schützen den Gläubiger. Die Vorschriften über die Verjährung sind in dem § 194 BGB. geregelt. Der umfangreiche Gesetzes- te$t kann hier nicht zum Abdruck gelangen. Das Bürgerliche Gesetzbuch sollte in jeder Familie und in jedem kaufmännischen Kontor oder gewerblichen Betrieb zu finden sein. Äm § 194 BGB. heißt es: „Das Recht, von einem anderen ein Tun ober Lassen zu verlangen, unterliegt der Verjährung". Unter Tun ober Lassen ist stets eine sogenannte Leistung im Sinne bes § 241 BGB. zu verstehen. Eine Leistung im Sinne des bürgerlichen Rechts braucht nicht einen in Geld bestimmten Vermögenswert zu haben; es muß aber ein nach der Anschauung der menschlichen Gesellschaft schutzwürdiges, regelmäßig wirtschaftliches Interesse vorliegen und auch der Charakter einer rechtlichen Bindung ersichtlich sein. Reine Versprechen, die dem Gebiete des gesellschaftlichen Lebens, der Freundschaft, der Familie ober ber Religion angehören, kommen nicht in Frage. Hier fei nur kurz noch hingewiefen auf folgenbe Vorschriften: 1. Die regelmäßige Verjährungszeit beträgt 30 Jahre, jedoch bilden die kürzeren Verjährungs- Vornokizen. — TageskalenderfürDienstag. Stadt- theater: 20 bis 23 Uhr, „Der Freischütz". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das verlorene Tal". — Reichskammer der bildenden Künste: Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Ausstellung. — Lerufsgemeinschaft der Techniker, Fachgruppe Baugewerbe: 20 Uhr, Lonystraße 18, Zusammenkunft mit Vortrag von Regierungsbaurat Steinbach. — Stadttheater Gießen: Heute abend zweite Opernvorstellung dieser Spielzeit, am 148. Geburtstag des Komponisten, die romantische Oper „Der Freischütz" von Carl Maria von Weber. Die szenische Neubearbeitung hat Oberspielleiter Paul W r e d e; musikalische Leitung: Generalmusikdirektor Walter Stover (Bad-Nauheim) als Gast; d,e Agathe singt Maria Perry, den Max Heinz Weiser, den Kaspar Richard Stahl als Gast. ♦ ** Die Sprech st unde des Kreiswirt- fchaftsberaters bei der Kreisleitung Gießen ist an jedem Montag von 14 bis 15 Uhr auf der Kreisleitung, Ludwigstraße 12. ** Ernennung bei der Landesunver- f i t ä t. Ernannt wurde die Privatdozentin an der Landesuniversität Gießen Dr. Charlotte von Reichenau zur außerplanmäßigen außerordentlichen Professorin. fe K . n Mle |Wn Ott ■ IPenft , -lUn totere Das -ohit> Äotk . ..Sei 6er iii x hiii «Qftle & fr Sie 8u9en Wein ba6 der bei Re Mevi infanal den- ® baflmar Mich dein be freulichi baflmar @auligc Schwad fein bü es trotz aebrad; Auge mal in Auszeit Nab.i herein1 zu betr Der eine R schieben Mabch wurde Puppe Ä eine B b» sch .aufroar fükrlaui Um Kaninchen veröffentlicht Herrn. Fischer, ®DVd ; bekannte Zoologe Friedr. v. Lucanus (Berlin!^ begleitenden Worte geschrieben hat. Pro'. - Bastian Schmid (München) bringt eine bemcm' werte Beobachtung über das Nest ber füöam-j Nischen Beutelmeise. Der Naturschutz ist'? c;i neuen Heft mit einer Aufforderung „SW1 . Waldameisen!" von Forstassessor (9. Behrr-d- treten. In der Abteilung „Bilbwesen" ■ eine hervorragend bebilderte Abhandlung uyr Jnfrarotphotographie und ihre AnwendunE^ von Dr. Othmar Helwich. In das Reich der und Wirtschaft führt ein bebilderter Ml°v . Dr. Heinz Urack über „Neue Baustoffe>c5 kleine Beiträge und Beobachtungen bt|d)lieo ' wiederum außerordentlich gut ausgeMme des „Naturforschers". ,(x,. — Das Dezemberheft der Südbeui\ Monatshefte befaßt sich mit ber aI ,, Frage der Familienforschung «tai chivdirektor Dr. I. F. Knopfler behandelt dungsgebiete und -mittel, die viel mann>g!<^ sind, als der Nichtfachmann annehmen wur ' Familiennamen ist der Aufsatz von Archw dar Dr. Karl Puchner gewidmet. - Sinn unserer Familiennamen ist, sammengestellt, die Veränderung durch berung in ein neues Stammesgebiet DAr(>. ebenso durch die Willkürlichkeiten fr^rer 2^/ weise. Ueber „Wappenkunde und wiapp schreibt der Vorsitzende des bayerischen eins für Familienkunde, Egon Frhr. D01} Dp Seine Zeitsttlunterscheidungen sind tlar, t erschöpfend. Bezeichnend für die Methoo 3f, Ergebnisse der Familienforschung an emem tischen Beispiel ist „die Ahnentafel von g(j, Straußens Mutter" von Adolf Roth, der ' spiel aus der genealogischen Praxis iljenjDr' thodische Einleitung „Zur Praxis ^ü2flUung^ schung" voranstellt. Den aktuellen ^?^!,kofaeseS fragen nähert sich „Bauernehre und JHJ id von Dr. Hans Strobel, Äbteilungsv I Stabsamt des Reichsbauernführers. G o modernsten rassischen und Lebenserkenn -a|nyjtiv der Aufsatz „Biologische Fragen in De Sunfrltl Forschung" von Dr. Wich. Karl Prio- oo» « Llnbekannie Helden. Eine Heine Chronik des Jahres 1934. Unbekannt und namenlos geht die Mehrzahl der Menschen an dir vorbei, und gleichgültig gehst du an ihnen vorüber. Aber wer weiß, ob der Namenlose, der jetzt an dir vorbeigeht, nicht einer ist aus ber Zahl der stillen Helden, von denen weder Denkmäler noch große Schriften reden und die doch bei einer Gelegenheit im Alltag einmal beweisen konn- ten, daß sie nicht alltägliche, sondern ungewöhnliche Naturen sind, einer von denen, die etwas Großes getan haben und dann ohne viel Redensarten wieder untergetaucht sind in dem Leben der gewöhnlichen Stunden? Es wird kein Tag Vorbeigehen, ohne daß ein Namenloser sich so bewährt; hie und da, selten genug, bringt einmal etwas bapon an unser Ohr, von Bergführern, Küsten- Wächtern, Polizeimännern, unb im Getriebe bes lages vergessen wir ben „Zwischenfall" unb benken wieder an unsere eigenen Dinge. Wir sollten nicht so schnell vergessen; und wenn nun im folgenden ein paar dieser Unbekannten genannt werden, wie sie durch kurze Nottzen des vergangenen Jahres bekannt wurden, dann sollten wir bei ihnen etwas länger mit dem Gedächtnis verweilen und darin denken, daß jeden Tag Menschen sich mit dieser Selbstverständlichkeit opfern und daß jeder, dem wir begegnen, einer von ihnen sein kann. Nunmehr w!rd uns von einem langjährigen Abonnenten unseres Blattes in Berlin, der auch Numismatiker ist, mitgeteilt, daß die goldenen 5-Mark- Stücke nur 1877 und 1878 auf den damals neun (heute nur noch sechs) Münzstätten geprägt wurden: A (Berlin), B (Hannover), C (Frankfurt-M.), D (München), E (Muldenhütten), F (Stuttgart), G (Karlsruhe), H (Darmstadt), J (Hamburg). Die Münzstätten- B, C und H sind inzwischen eingegangen. ** 21 u f dem Wege der Besserung. Zu dem schweren Motorradunglück in der Frankfurter Straße in ber Nacht zum Sonntag ist heute im Die Verjährung selbst kann — sie muß es selbstverstänblich nicht — im Prozesse im Wege ber Einrebe geltend gemacht werben. Sie ist niemals bas lauterste Mittel im Kampfe ums Recht. Unb bennoch muß sie geltenb gemacht werben können. Denn ein Gläubiger soll eben nicht erst nach Jahr und Tag kommen unb seine Rechnung überreichen, bie längst aus bem Gedächtnis des anderen Teils geschwunden ist, und von der dieser überzeugt ist, daß sie längst erledigt sei. So trägt das Rechts- inftitut der Verjährung dazu bei, geordnete, sichere Zustände im Rechts- und Geschäftsleben zu schaffen, und deshalb hat es neben einer materiellen geradezu auch eine ethische Seite. Wer allerdings in Kenntnis der Tatsache, daß er bie Rechnung eines Lieferanten, eines Kaufmanns ober etwa auch eines Arztes noch nicht bezahlt hat, ben zu spät erhobenen Einspruch mit ber Verjährungseinrebe zunichte macht, wirb nicht von sich sagen bürfen, daß er hiermit vornehm ober auch nur anftänbig gehanbelt habe. Aber: Die Rechkssicherheit darf nicht nofleiben. Deshalb gibt es die Verjährung. Anbernsalls wäre niemand mehr nach langen Jahren vor einer Klage sicher, wenn alle Beweismittel, für ober nüber verlorengegangen, wenn alte Papiere vernichtet worben ober Zeugen gestorben finb. Der Verkehr erforbert klare, sichere Rechtsgrunblagen. Das bloße Bestehen der Verjährung zwingt ben Gläubiger, sich auf ihre Geltendmachung gefaßt zu machen und sich danach einzurichten. Jedermann muß wissen, baß bas einfache Ver- schicken ober bas Abschicken noch so bringender Mahnschreiben die Verjährung nicht unterbricht, hielt dieser Tage eine Arbeitstagung der Fachamts- leiter und Gaubeauftragten unter Leitung des Reichssportführers ab, an dem Vertreter des Reichsinnen- unb Reichspropagandaministeriums sowie ber Chef des Ausbildungswesens teilnahmen. Der Reichssportführer konnte in seinem einleitenden Bericht eine erfreuliche Uebersicht über die Ent- Wicklung des deutschen Sports im Jahre 1934 geben. Die straffe Zusammenfassung der deutschen Leibesübungen, die Aufgabe und Stellung des Reichsbundes für Leibesübungen, sowie die fort- ! reifende Organisations-Arbeit, harmonische Zu- ammenarbeit mit den Stellen des Staates und er Bewegung sind die Marksteine des Jahres 1934. Der Reichsportführer gab unter anderem bekannt, baß künftig alle Tagungen ber Fachämter in Berlin ftattfinben. Für ben März bes fommenben Jahres ist außerdem eine große gemeinsame Tagung aller Fachämter in ber Reichshauptstabt geplant. Er machte bann grundlegende Ausführungen über die Zusammenarbeit mit dem Reichsinnenministerium, dem Reichsnährstand, der NS.-Kulturgemeinde und der NS.-Ge- meinschaft ,Lraft durch Freude". Sturmführer B r e i t m e y e r, der Stellvertreter des Reichssportführers machte dann Ausführungen über die viel- fleftaltige Arbeit des Reichssportführers. Er betonte, daß durch den Aufbau ber Zentralisation unb burch bie Schaffung ber Ortsgruppen bes Reichsbunbes für Leibesübungen bie Voraussetzung für einen Einbau ber beutschen Leibesübungen in bas Volks- ganze gegeben seien. Besonbere Erwähnung verbient Mikroskop und Kamera eingefangen. Einer M-' ersten Fachmänner auf bem Gebiete ber Wissenschaft, Prof. Dr. med. et med. vet. b. - Uhlenhuth (Freiburg i. 23.), zeigt in feinem 21- „Die Bebeutung der Heil- unb Schuh'-'umbeb:'- lung bei Bekämpfung der Jnfektionskrankhe'--' j i den gegenwärtigen Stand der Sera-HerstM! j i und bie bisherigen Erfolge ihrer Anwendung, r- reizvolle Bilber aus bem Leben unserer ■ erfennung für bie vom Reichssportführer te • geleistete Aufbauarbeit. Ergebnisse der Mannschaft des Sqiiil Gießen beim Kunstturnwettkanip! Hessen-Saar. (Abkürzungen: B. -- Barren, Pf. = Pferd, ffr. = fr ■ Übung, R. = Reck.) Richard Busch, To. Limburg: B. 27, Pf. 2 Reck 28%, zusammen 83 Punkte. Ernst S ch ö f f m a n n, To. Wieseck: B. 27J4J 28%, Reck 26, zusammen 82 Punkte. Richard Seth, Tv. Großen-Linden: B. 2 । Pf. 27, R. 28%, zusammen 81 Punkte. Hans Fluck, Tv. Limburg B. 25%, Ps. 2' R. 27, zusammen 78 Punkte. Alfred Eckhardt, T. Nidda: B. 26,!-'- R. 24^, zusammen 76^ Punkte. Willi Sinnwell, Tgm. Bad-Nauheim:: -- Pf. 24%, R. 25%, zusammen 74 Punkte. Karl Schick, Tv. 1846 Gießen: B. 25, PU- Fr. 25^, R. 26, zusammen 73% Punkte ji- - Freiübung). Heinrich Herbert, To. 1846 Gießen: B- L- Der Reichsbund für Leibesübungen in Berlin heim Hohenlychen. Zum Schluß der Bormit. eit dieser Tage eine Arbeitstagung der Fachamts- sitzung sprach noch der Vertreter des fReifann. minifteriums, Oberregierungsrat Ritter von L, Mit seinen beifällig aufgenommenen AuMnwa i vermittelte er den Tagungsteilnehmern bie . heit, daß sich ber Reichsbunb für fieibesübunyr bem nationalsozialistischen Staat roeitge^ru . Förberung erfreue unb fand Worte besonderer! । : der I Ain einem einen musikc Deren Ä-- auf-D letz--" k S". lunami1 ionnte man nid 12, Fr. 27/4, R. 25, zusammen 69)4 Punkte F "7)4 Freiübung). !L Tberspächer, T. u. Spv. Marburg: B. 25, 9f. 19, Fr. 28, R. 24)4, zusammen 68)4 Punkte ger Veranstaltungen aus 180 toiege sei sogar durch ihre Mitglieder Otto Z 20 Nachdruck verboten! 181 fartlefcung e e Bei der konservativen reich ist dieser Schritt * der Winterhilfe hat- tb neigt, warf der Vereinsführer einen Rück- irfrnuf das im Jahre 1934 Geleistete. Er kam nqft auf die Fußballabteilung zu sprechen und Nrr feststellen, daß sich die Leistungen der Liga- le Fürsorge dr ür den deutsch« mit das Spon; im Schluß du ' Vertreter dr- erungsrat Ri« ifgenommenen lungsteilnehm -sbund für M !chen Staat a > fand Worte bit )m ReWA Winterfest Gpielvererniguns 1900 Gießen. F !28 Freiübung). Winrich Dechent, Tgnr. Friedberg: B. 22)4, Handball. In dem Handball-Pokalspiel der Bezirksklasse blieb der in kompletter Aufstellung spielende VfB. 05-Kurhessen mit 15:5 Toren Sieger über den Turn- und Sportverein 1860/85. Einen finnischen Olympiatrainer hat sich England für den Sommer 1935 verschrieben. Einstellung auf dem Jnsel- immerhin recht interessant. lrf.üv, R. 23%, zusammen 66 Punkte. (Diese Punkt- i ihlkam von dem Gesamtergebnis in Abzug.) NIVEA mild, leicht schäumend. ganz wundervoll im Geschmack. Jliin, und wenn es verkauft worden ist, kann mnn ?3 doch besichtigen." ,1tin,’ eben nicht mehr. Es haben schon sehr vi'iÄ fremde versucht. Denn es hat sehr wertvolle B läie und wertvolles Porzellan aus der Zeit der QilMi Ann. Aber der jetzige Besitzer hat jeden D'üchci streng verboten." Wm gehört denn Black Castle jetzt." ‘■it, das wissen wir alle in Lominghton eigentlich richt. Es soll ein reicher Ausländer sein, dem da»!c-chloß gehört. Er hat nur einen Verwandten drikii ritzen, der aber niemals ins Dorf kommt und sich mnz für sich hält. .Unter uns gesagt" — sie fpncj ganz leise, ihre fröhlichen Augen bekamen etr««g Erschrecktes —, „es soll irgend etwas in Black (JdHc nicht ganz geheuer fein." Di Monteur lachte. jl-er, Miß Kate, nun erzählen Sie mir noch, baut , 3 dort spukt — und dann ist alles richtig. Iähbtte Sie, nicht geheuer?! In unserer Zelt! Hofüi die sich da am Ende eine Art Schloßgespenst formiert Da muß ich doch lachen." ,Lchen Sie lieber nicht!" sagte das Mädchen änicilch. „Was Genaues weiß ich nicht. Aber Sahitute, die einmal spät am Abend von einer hodMt aus haringote vorbeigekommen sind, die haiki, gesagt, in dem Turm von Black Castle, da günpmn Geist um. Sie hätten ein weißes Gespenst genfoi.n, ganz deutlich, und Schreie gehört. Fi Irlich!" Sie schauerte zusammen. „Ne,n, ne eii was sage ich Ihnen, Mister Archie, um Black 6tlaÜ hat er's gesehen?" fragte der Monteur in ilte fiert. 5i! Mädchen schauerte wieder zusammen. ,ii5 weiß keiner." ji, warum denn nicht? Hat er es nicht er« 3äiit:r _ . fil schüttelte den Kopf. Jf konnte nichts mehr erzählen, Herr Archie, be tcif nämlich nicht wiedergekommen. Den haben sieii n gebrochenem Genick im Graben von Black Ec^ gefunden. Ich bitte Sie, Herr Archie, gehen <5t« car nicht hin! Es täte mir zu leid, wenn Sii» " , r, „ E? sprach nicht weiter, aber chre angstvollen sagten, was sie dachte. ^mr lchaft gegenüber dem Vorjahr wesentlich ge- |tfe:t hätten. Aeuherst erfreulich und auch dem ö!t r-m zur hohen Ehre gereichend lei die Tatsache, b feer Spieler Ernst Lippert schon mehrere Male b bl 6epräsentativkämpfen des Gaues Nordhessen mMsWirkt habe und auf dem besten Wege sei, zu 21 Nachmittag fand für die Kleinen und Kleinst cw ?ine Nikolausbescherung statt, bei der auch „JLsTnachten im Puppenhaus^ schon einmal auf« gefühlt wurde. Weihnachtsturnen der Kinder- o! eilungen des Tv. 1846 Gießen. Tillich war der sehnlichst erwartete Sonntag geissmmen, auf den sich die Turnerjugend des Tv. 18Machon wochenlang eifrigst vorbereitet und ge- freiutioatte. Eltern und Freunde füllten die Turn« batikte sonst vom fröhlichen Treiben der Jugend belK tbli ift, während diese nun auf der Bühne einen 3Wkl|Gn turnerischer Uebungsfolgen aufführte, die beita Beweis erbrachten, daß die körperliche Er- 3k^iuig der Jugend in guten Händen liegt. Musik ur.nii lünleitende Begrüßungsworte des Bereinsfüh- revi 121. Reining eröffneten die Vorführungs- fo ,'(ieiin der nun über 200 Buben und Mädel mit Eii^i und sichtbarer Freude auf führten, was sie altogeübt und gelernt hatten.________________ Mac Lean erschrak. Dieses Anerbieten paßte ihm gar nicht so recht in den Kram. Er mußte erst einmal allein das Terrain sondieren. Zum Glück erinnerte Mistreß Both ihren Sohn daran, daß er ja für heute eine Geflügellieferung für London zum Bahnhof zu bringen hätte. „Das tut mir leid", sagte Mac Lean. „Ich hätte mich natürlich gern von Ihnen fahren lassen, Mister Bob. Aber wenn Sie einen Motorradhändler wissen, der mir ein solches Gefährt anvertraut, dann geht es ja auch." „Da müssen Sie zu Sandning gehen, Mister Archie. Er wohnt fünf Häuser von uns entfernt. Der verleiht Motorräder." „Aber kommen Sie nicht zu spät wieder!" mahnte Kate lächelnd. „Bestimmt nicht, Miß Kate. Es wird ja heute noch nichts mit der Arbeit werden — muß erst mal Umschau halten." Bei Mister Sandning bekam Mac Lean nach einigem Hin- und Herhandeln ein einigermaßen gutes Motorrad. Es schien allerdings im Alter der Konstruktion dem grünen Laubfrosch von Bob Both nichts nachzugeben. Aber Mac Lean hatte schon auf den ungewöhnlichsten Vehikeln gesessen. Bald ratterte er davon und war schnell auf der Landstraße. Statt aber links nach Middleford einzubiegen, fuhr er rechts, bis er an einem kleinen Wäldchen angelangt war. Er hatte die Karte bereits daheim eingehend studiert. Sein Ziel war Black Castle. In ungefähr einer halben Stunde mußte er es erreichen. Er durchfuhr in mäßigem Tempo die Forrey Hills. Kate hatte recht. Es war wirklich eine reizende Landschaft hier. So recht zum Träumen und Sichaus- ruhen! Aber dazu hatte er keine Zeit. Es galt, sehr schnell hinter das Geheimnis zu kommen, das ihn beschäftigte. Black Castle lag inmitten eines kleinen Wäldchens. Eine hohe Mauer aus Sandstein umschloß es von allen Seiten. Man sah von dem Gebäude selbst hier von der Landstraße aus nichts. Nur ein Turm ragte hoch über das burgartig gelagerte Gebäude hinweg. Dieser Turm hatte drei vergitterte Fenster, die dunkel und lichtlos ins Land hinaussahen. Mac Lean fuhr langsam an Black Castle vorbei. Seine Augen spähten aufmerksam herum. Man konnte von hier aus tatsächlich nichts sehen. Wie war es nur dem jungen Burschen, von dem Kate so angstvoll berichtet hatte, möglich gewesen, an den Turm zu gelangen? Von hier aus bestimmt nicht. Die Sandsteinmauern waren oben von Eisengittern gekrönt, die in scharfen Spitzen ausliefen. Außerdem war, hinter dem Draht verborgen, noch etwas wie ein extra aufgehängte Drahtleitung. Aha?, dachte er. Alarmvorrichtung! Gut gesichert! Muß ein ängstlicher Herr sein, dieser neue Besitzer von Black Castle! (Fortsetzung folgt!) I«|bti)t und sei sogar durch ihre Mitglieder Otto (9 u = el (1. IN. Gießen) und Arthur Kilo drei- rrirlm der 30-Bestenliste des Reiches vertreten. Als Wtsiidjnung wurde den beiden die goldene DSB.« mib. überreicht. Am Ende feiner Rede dankte der kZ^rmsführer noch einmal allen Mitarbeitern, die |: hm Gelingen des Festes beigetragen haben. T weitere Verlauf des Abends brachte noch isReihe von unterhaltenden Darbietungen. 23er» irr ne tänzerische Aufführungen zweier junger fanden starken Beifall. Mit großer Freude roiii- auch ein Märchenspiel, „Weihnachten im P Lpmhaus", von Jugendlichen des Vereins auf« gefirt, aufgenommen. Humoristische Szenen und ei peißerlofung trugen ferner zur Unterhaltung bei, bi 5 chließlich die Kapelle Ärengel mit Tanzmusik oi Erntete. Der Abend nahm den denkbar besten ’23 Sxhuf. * Der Monteur nahm die kleine, warme Hand des Mädchens. „Haben Sie keine Angst, Miß Kate, mir passiert nichts. Untraut vergeht nicht." Und damit lenkte er das Gespräch von dem Thema ab, das die Kleine so in Angst und Schrecken zu versetzen schien. Er fragte nach Land und Leuten, nach dem Stand der Wirtschaft daheim. Und was dergleichen mehr das kleine Mädchen interessieren konnte. Im Innern war es Mac Lean nicht ganz behaglich zumute. Er mußte beizeiten abbremfen. Zuerst hatte er ja ganz absichtlich einen kleinen Flirt mit dieser hübschen jungen Kate angefangen. Wußte man doch, daß man viele kriminalistische Geheimnisse am schnellsten löste, wenn eine Frau einem dabei behilflich war. Aber daß sich diese kleine Kate ernstlich in ihn verlieben sollte, wollte er auf keinen Fall. Mac Lean war ein Mensch, der im Beruf gelernt hatte, sehr hart zu sein, wenn es nötig war. Er hatte Verbrecher der Justiz überliefert, ohne daß ihm auch nur das geringste Empfinden des Mitleids überkommen wäre. Frauen gegenüber aber war er von einer geradezu lächerlichen Weichheit, wie er sich selber oft sagte. Wenn er es irgend vermeiden konnte, kriminalistische Fälle aufzuklären, an denen Frauen besonders beteiligt waren, so tat er es. Er hätte sich vielleicht auch des Falles Friedrich Borglohs nicht so angenommen, hätte er gewußt, daß die Spuren zu einer Frau Hinweisen würden. Dies kleine Mädchen hier aber sollte nicht etwa ihr Herz an ihn hängen und durch ihn Kummer haben. So bemühte er sich denn, sehr freundlich, aber doch mehr väterlich zu sein. Und die Kleine, beglückt, mit einem so netten, vertrauenerweckenden Menschen plaudern zu können, empfand den feinen Unterschied zwischen vorhin und jetzt nicht. So verging die Zeit sehr schnell. Nach zweistündiger Fahrt durch die liebliche Hügellandschaft war man auf der kleinen Landstation Lominghton an» gelangt. Mac Lean hals Kate Both ritterlich ihren Koffer heraustragen. •,Unb wo geht's nun hin, Miß Kate?" „Da steht unser kleiner Wagen, Mister Archie. Kate deutele auf einen laubfroschgrünen kleinen Ford, der gegenüber dem Bahnhof wartete. „Und das ist Bob, mein Bruder." Sie winkte lebhaft einem jungen Burschen von fünfzehn Jahren zu, der vor dem Auto stand. Jetzt kam er in langen Jungenschritten auf die bei» den zu, sah mit Erstaunen und etwas mißtrauisch auf Kates Begleiter. m v „Guten Tag, Bob!" Kate aab dem Bruder einen Kuß. „Sieh mal, dies ist Mister Archie, der hier in der Umgegend als Monteur zu tun hat. Er will bei uns im Gasthaus wohnen." „Erfreut, Sie zu sehen!" sagte Bob Both und schüttelte Mac Lean freimütig die Hand. Ä 3af)re SS ®i>en jinb. fur eine «J to'ifllii ln eine j{. ,°- unter ■ 3U tun ist, oj ’ne* amt* en Gerichts. Mligteit^ sondern, „Gleichfalls sehr erfreut, Mister Bob." Der frische Junge gefiel Mac Lean auf den ersten Blick. Er hatte etwas Kluges, Waches in den Augen. Wer weiß, ob man ihn nicht irgendwie brauchen konnte? „So, nun steigen Sie bitte ein, Mister Archie." Bob öffnete die Tür des Autos. Mac Lean half Kate hinein, und der kleine „Laubfrosch" rollte davon. Er ging zwar ein wenig ftueferig und schien ein uraltes Modell zu sein; aber Bob wandte sich vom Führersitz stolz um und sagte: „Feine Limousine — was?" „Sehr fein!" lobte Mac Lean. „Ich bin noch nie so gut gefahren." Die Fahrt ging aus dem kleinen Städtchen hinaus auf die Landstraße. In der Ferne sah man eine kleine Ortschaft liegen. Eine Kirche grüßte herüber — weiße Häuser mit roten Dächern leuchteten in der Sonne. „Das ift Lominghton!" Bob wies in die Ferne. „Die Bahnstation liegt ein ganzes Ende von-uns. Darum ift es auch mit dem Publikumsbesuch nicht so sehr gut. Wer kein Auto hat wie wir" — er sah sich stolz um —, „der kommt scher an Lominghton heran." „Das Gasthaus „Zur weißen Rose" lag gleich am Eingang des Dorfes. Es war ein altertümliches Gebäude, niedrig und behaglich. Die weißen Mauern, vollkommen überwuchert von Efeu und Kletterrosen. Das Ehepaar Both, freundliche, ruhige Leute, stand vor der Tür und winkte schon von weitem Kate fröhlich zu. , r „Guten Tag, Vater! Guten Tag, Mutter!" rief Kate. „Da bin ich nun wieder heil und gesund. Und bringe euch gleich einen Gast mit." Sie stellte Mister Archie, wie sie ihn unbefangen nannte, ihren Eltern vor und erklärte den Zweck seines Hierseins. Herzlich bewillkommnet von den freundlichen Leuten, ging Mac Lean mit ihnen hinein in das Gasthaus. Man zeigte ihm ein hübsches Zimmer im ersten Stock. Es war einfach, aber sauber eingerichtet und hatte eine schöne Aussicht auf das grüne Hügelland. Mac Lean wusch sich und ging dann hinunter zum Essen. Umziehen kann ich mich ja nun lewer nicht!, dachte er lächelnd. Aber Kate schien ich ja auch so recht zu sein. Bei dem Mittagsmahl, das er auf seine Bitte mit der Familie zusammen einnahm, hatte Mac Lean Gelegenheit, unauffällig alles zu erfahren, was ihn interessierte. Und gleich nach Tisch sagte er: „So, nun will ich mal gleich hinübersahren nach Middleford, um mir meine Arbeit anzuschauen. Bekommt man hier irgendwo ein Motorrad geliehen?" Soll ich Sie vielleicht mit unserem Packard her- Übersahren, Mister Archie?", fragte Bob diensteifrig. 31n Samstag hatte die Spielvereinigung 1900 zu nun Winterfest eingeladen, das in allen Teilen nt wohlgelungenen Verlauf nahm. Nach einigen .. mhalifchen Darbietungen ergriff der Führer des 2|lerns, Studienassessor Hohmann, das Wort zu e nc kurzen Begrüßungsansprache. Er führte u. a. aiie:bafj von einer Weihnachtsfeier, wie sie in den l.kjtm Jahren üblich war, abgesehen wurde, da n tdiber jetzigen seelischen Einstellung unseres Vol° k s ie Weihnachtsfeier dem kleinsten Kreise, näm- ner Familie, vorbehalten bleiben müsse. Im itiilcf auf die Tatsache, daß sich das Jahr dem Oie 1. Jugend von 1900 Meister der Gruppe A. Am Sonntag lieferte die 1. Jugend von 1900 ihr letztes Pflicht- bzw. Meisterschaftsspiel. Trotzdem die Mannschaft mit nur 10 Mann und noch zwei Mann Ersatz nach Watzenborn-Steinberg fuhr, ist es durch gutes Kombinationsspiel gelungen, die Gastgeber 2:1 zu schlagen. Der Sieg ist in erster Linie daraus zurückzuführen, daß die Mannschaft zum ersten Male geschlossen mit einem großen Eifer von Anfang bis Ende gekämpft hat. Gleich am Anfang begannen die Gießener mit Angriffen auf das Steinberger Tor, die einen Elfmeter einbrachten. Der Elfmeter wurde durch den rechten Läufer unhaltbar verwandelt. Mit leichter Feldüberlegenheit drängten die Gießener immer wieder vor das Tor der Gastgeber. Ein schöner Schuß von dem Gießener Mittelstürmer brachte eine 2:0-Führung ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener. Die Gießener merkten den fehlenden 11. Mann. Die Gastgeber wurden immer gefährlicher mit ihren Angriffen, aber sie tarnen zu keinem Erfolg. Kurz vor Schluß fiel durch einen Elfmeterball für Steinberg der eine Gegentreffer. Durch diesen Sieg ist die 1. Jugend der Spieloer- einigung 1900 Meister der Gruppe A. Der Schiedsrichter Rispeler war dem Spiel ein gerechter Leiter. Die Mannschaft von 1900, die in aller Kürze um die Kreis- bzw. Bezirksmeisterschaft kämpfen wird, wird in folgender Aufstellung die Spiele bestreiten: Rahn; Jördens, Delemann; Weismüller, Jakob, Schellhaas; Erhard, Jung, Schmidt, Schäfer, Koch. Handball im Kreis VIII (Lahn-Dill). Schiedsrichleranfehungen für den 23. Dezember 1934. Hochelheim — Hörnsheim (Seyb, Gießen); Krofdorf— Dornholzhausen (Birkenstock, Gießen); Groß- Rechtenbach — Atzbach (Bauernschub, Wetzlar); W.-Niederairmes — Münchholzhausen II (Welker, Atzbach); Lang-Göns — Holzheim (Jacobi, Dornholzhausen); 2Ilbr*d) — VfB.-Reichsbahn, 10 Uhr, (Zörb, Großen-Linden); Tv. Wetzlar II — Dutenhofen (Brück, Dorlar); Erda — Cleeberg (Hellhund, Münchholzhausen); Garbenheim — Nauborn (Luh); Launsbach — Staufenberg (Becker, Gießen); Ruttershausen — Lollar (Schneider, Münchholzhausen); Grüningen — Mtv. Gießen II (Ohly, Holzheim); Hausen — Hochelheim II (Drols- bach); Homberg — Alsfeld (Ploch, Gießen); W.- Niedergirmes Jgd. — Mtv. Gießen Jgd. (Weller, Atzbach). Kurze Gporinotizen. Mit Stabübungen und Hebungen an der Spros-I senwand zeigten größere Knaben, und mit Körper- schul- und Keulenübungen größere, und an der Sprossenwand die ganz kleinen Mädchen wie der Körper gedehnt, gereckt und gestreckt und die Glieder tüchtig gebeugt, gestreckt und geschwungen werden. In mutigen Sprüngen über das hohe Pferd mit vorgelegtem Federbrett wetteiferten wieder andere Buben und Mädel, und es ist schwer zu sagen, wer es am besten gekonnt hat. Andere Mädel an drei Barren und eine Riege Knaben am Pferd warteten mit recht ansprechenden Leistungen an diesen Geräten auf. Zwischendurch erfreute eine Uebungsgruppe mit Stab und Ball und reizenden Volkstänzen, bei denen sich die Allerkleinsten einen Sonderbeifall verdienten. Alle Vorführungen zeugten von großem Eifer der Kinder, denen die Freude aus den Augen leuchtete, aber auch von tüchtiger Vorbereitungsarbeit des leitenden Oberturnwarts K. Erb, seiner Mitarbeiterin Jdel Hauck und ihren Helfern. Als dann nach einem reizenden Weihnachtsspiel mit Nikolaus, Christkind, Engeln und braven Kindern der Nikolaus mit großen Körben auf die Bühne kam, da herrschte großer Jubel. Freudestrahlend, mit Lachen und Plaudern verließen alle mit ihren Geschenkpäckchen die Turnhalle, die einige Stunden Zeuge reiner kindlicher Freude und weihnachtlichen Kinderglücks gewesen war. Turnerjugend-Weihnachtsfeier im VfB.-Reichsbahn. Am Sonntagnachmittag herrschte in der Turnhalle am Aulweg lebhaftes Treiben. Die Turnerjugend feierte Weihnachten. Sie hatte hierzu in den Tagen vorher eifrig, mit viel Liebe zur Sache den Saal weihnachtlich hergerichtet. Pünktlich um 18 Uhr wurde die Feier mit Begrüßungsworten des Abteilungsleiters Hans Köhler eröffnet. Der erste Teil des schön zusammengestellten Programms bestand hauptsächlich aus turnerischen Vorführungen an Barren und Pferd. Von den kleinsten bis zu den größten Mädels und Buben wurden mit steigender Schwierigkeit schöne, gut eingeübte Leistungen gezeigt. Zwischendurch ließ die Hauskapelle weihnachtliche Weisen erklingen. Die von 16 Mädels gezeigten Volkstänze gefielen so gut, daß sie wiederholt werden mußten. Der zweite Teil wurde von zwei Geschwistern mit einem vierhändig gespielten Klavierstück eröffnet. Diese musikalische Darbietung gefiel sehr gut. Dann kam Knecht Rupprecht. Wie strahlten die Augen der Kinder in Erwartung dessen, was er ihnen bringen würde. Jedes Kind erhielt ein kleines Weihnachtspaket. Zum Schluß dankte der Vereinsführer, Baurat Nieder st raßer, der Jugend für ihre Begeisterung zur edlen Sache, den Helferinnen und Helfern für" ihre Mühe und den zahlreich erschienenen Eltern für ihre Anhänglichkeit an den VfB.- Reichsbahn. Mit „Sieg-Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler wurde die schlichte, eindrucksvolle Feier beendet. Oie Spiele der Bezirksflaffe in der Gruppe Marburg. In der Bezirksklasse „Gruppe Marburg" nahmen die Spiele den erwarteten Verlauf. Das Marburger Lokalspiel zwischen Germania und Ockershausen endete unentschieden 2:2. Während Ockershausen die ganze erste Halbzeit mehr vom Spiel hatte, diktierte Germania in der zweiten Hälfte vollkommen den Verlauf des Spieles. Der VfB. 05 Kurheffen sicherte sich in Gemünden durch einen 7:3-Sieg zwei weitere Punkte. In Wallau schlug der vorjährige Meister die wieder zum Spielen zugelassenen Gladenbacher erwartungsgemäß mit 4:0. Das Lokaltreffen des Hinterlandes gewann der Platzverein FV. Breidenbach mit 5:1 gegen den VfL. Biedenkopf. Ein torreiches Spiel gab es in Sarnau, wo die Bottenhorner mit 5 5 nur einen Punkt erringen konnten. Der Sar- nauer Tormann ist an dem Ergebnis nicht schuldlos. Die Verpflichtung der Olympiaanwärter in Marburg. Die feierliche Verpflichtung der Olympia-Anwärter fand im Rathaussaal in würdiger Weise im Beisein der Vertreter der Behörden, der Partei, der SA., der Reichswehr, der Schulen, der Hitler- Jugend und der Turn- und Sportvereine statt. Ein- führungs- und Schlußwort sprach der Leiter der Olympia-Trainingsgemeinschaft Marburg, Dr. Wilhelm ©treib, der auch die Wettkämpfer(innen) durch Handschlag verpflichtete. ’ A. E. Iuhballergebniffe der Kreisklassen. Bissenberg II — Leun 6:3; Wetzlar III — Spfr. Wetzlar II 3:2; Oberndorf — Bonbaden 3:2; Bechlingen — Berghausen 1:4; Großen-Buseck — Grünberg 6:1; Garbenteich — Lollar II 6:0; VfB. III — Alten-Buseck 3:2; Leihgestern — Krofdorf 6:1; Leihgestern II — Steinberg II 0:3; Lich — Lollar 3:3; Rodheim — Vetzberg 6:0 (Gesellschaftsspiel); Oberbiel — Leun II 14:1; Heuchelheim — Wieseck 1:1; Grünberg II — Londorf 4:1; Tgde. Wetzlar — Naunheim II 4:1; Spfr. Wetzlar — Büblingshausen 6:1; Burgsolms — Aßlar 1:1. Steinberg Jugend — 1900 Gießen Jugend 1:2. Sportverein 4920 Heuchelheim. Spv. 1920 Heuchelheim I — Mieseck I 1:1. Heuchelheim hat in diesem Spiel bewiesen, daß die Tabelle zu Recht geführt wird. Es war ein rechtes Kampfspiel von der ersten Minute bis zum Schluß. Die Platzmannschaft spielte mindestens zwei Drittel der Spieldauer überlegen. Das Eckenverhältnis von 9:4 spricht für die Einheimischen. Daß die Hiesigen trotzdem nicht als Sieger aus dem Kampf hervorgingen, verdanken die Gäste ihrer erstklassigen Hintermannschaft. Das erste Tor fiel in der 36. Minute durch einen Eckball, den Heuchelheims Mittelstürmer mit dem Kopf einlenkte. Dieses Tor wurde aber nicht gewertet. Weitere Erfolge wurden in der ersten Hälfte nicht erziett. Zehn Minuten nach der Pause ging Wieseck in Führung. Eine Viertelstunde später erzielte Heuchelheims Mittelstürmer, abermals durch Kopfball, den Ausgleich. Kurz vor Schluß kam der hiesige Halblinke durch. Er schoß scharf und plaziert in die rechte Torecke. Der Schiedsrichter, welcher bei diesem Tor auf der Mittellinie stand, ließ sich von dem Abseitsrufen der Gäste-Zuschauer beirren und annullierte auch dieses Tor durch Abseitspfiff. So kam es, daß der Tabellenführer nur einen moralischen Sieg erringen konnte, bas Punkteverhältnis zwischen Heuchelheim und Wieseck ist dasselbe wie bisher. »FC.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg FL. Teutonia Wahenborn-Steinberg Jugend — 1900 Gießen Jugend 1:2 (0:2). Die Ligamannschaft der Teutonen war am vergangenen Sonntag spielfrei. Die 2. Mannschaft holte sich im Lokalkampf gegen Leihgestern durch einen sicheren 3:0 - Sieg die wertvollen Punkte. Auf eigenem Platze hatte die erste Jugendmannschaft die spielstarke 1. Jugendmannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen zum Verbandsspielgegner. Trotz des schlechten Bodens wurde der Kampf jederzeit temperamentvoll durchgeführt. 1900 ging durch Verwandeln eines Handelfmeters bald in Führung, und nach kurzer Zeit hieß es 2:0 für die Gäste. Nun wurden die Einheimischen besser und der Gästetorwart hatte alle Hände voll zu tun, doch konnten die Teutonen ihre Ueberlegenheit nicht durch Tore zum Ausdruck bringen. Lediglich ein Handelfmeter, verschuldet an dem in aussichtsreicher Stellung stehenden Mittelstürmer, brachte ihnen das Ehrentor. In den Dienst ten sich am Sonntag in Bochum sehr bekannte Fußballspieler wie Stuhlfauth, Hochgesang, Dr. Bauwens, Wieder, Schmidt, Flink und Swatvsch gestellt, die als „Alt-Internationale" gegen West- falia Bachum antraten und mit 1:0 Sieger blieben. Den einzigen Treffer fchoß der Er-Nürnberger Hoch- gefang. Dem Spiele wohnten 3000 Zuschauer bei, die von den „alten Kämpen" begeistert waren. MUMM». Vornan von Rainer Helden Ulvdr-errechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) r ationalen Wettkämpfen herangezogen zu wer- n.ößenn auch die Leistungen der übrigen Fuß- vMnnschaften nicht immer so seien, wie man sie lischt gerne sähe, so sei man doch auch hier auf mchesten Wege, durch eifriges Training zu er» inneren Resultaten zu kommen. Die erste Hand- Lliwnnschaft, die längere Zeit an der Spitze der HD^atabeUe stand, mache gegenwärtig eine —Hlächeperiode durch, die aber auch bald vorüber ejin oürfte. Auch die Leichtathletikabteilung habe ts. 7vtz weniger Veranstaltungen auf 180 Siege ImßmM «r6oor, ren, M R. - Rett) Wnng: VÄ A fünfte. n.Tv.AM en 82 PM j. Großen-M men 81 Ml. ‘imburg $. fil Punkte. T. Nidda: U / Punkte. Igm.!BoW immen 1i NJ 46 Wen: U nmen 73H N- JTD.1846jg i eingefangei^' f dem Cedüti r. med. et B.), zeigt" teil- und M der rtand der olge ihrel^ dem M“: ,t jjeritt. dr °. ** wX* »er das )er NatuW Auffolde^ •rsJ nd ih«H >ue * rR tel, W y-, ■Ä des , ■Ä! Ak Adventsfeiern der NGKrauenschast .64 -nhol'bU ■ Elnrahm en von Äilbern 6F-82a Kommen Sie zu // Drogerie Kreuzplatz 10 GIESSEN SELTERSWEG81 7321 A 7431 A 'Zwei volkstümliche, preiswerte cUogel6estimmungs6ü<6^1 Hugo Bermühler Verlag » Berlin-Lichterfelde JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER Baftsrr hier und be •rbeit, j Stellt einen guten Tropfen bereit! Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht hier — eröffnete die Feierstunde und erteilte Fräulein Else Gußmann das Wort. Deklamationen Das tuackt Tceäd&l Denn mit solchen praktischen Maschinen spart die Hausfrau viel Arbeit Schenken Sie ihr hiervon etwas: Brotschneidemaschine. . 5.70 Reibemaschine fDr Kartoffeln 2.50 Fleischhacker, verzinnt . 3.60 Wringmaschine m.Garant. 16.00 Schnellkochtopf, Milchkocher, Teppichkehrer, Staubsauger Von diesen praktischen Geschenken gibts noch mehr bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 7177a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 NSV. Betreuten, insbesondere die Mütter mit ihrv, Kindern, eingeladen. So zahlreich war der (h. ladung Folge geleistet worden, daß der Weihnacht lich geschmückte Steins Saalbau, in dessen ein schöner Adventskranz im Scheine brennend«! Kerzen erstrahlte, bis auf den letzten Platz gefütl war. Nach kurzen, herzlichen Begrüßungsworten b- • Frauenschaftsleiterin, Frau L. S ch ä f e r, die d." Freude über das zahlreiche Erscheinen und d-i Wunsche, daß diese Feier allen Teilnehmern!ü rechte Vorfreude für das kommende Christfest bri* f gen möge, Ausdruck gab, folgte das gemeinsam n- sungene Lied „Macht hoch die Tür", und Deklan» tionen der Kinder. Nach kurzer Pause folgte he Weihnachtsstück „Hans Wundersam im Weihnach:- wald", das von den Kleinen vortrefflich zur Cch» ! gebracht wurde. Nach dem mit großem Beifall aus- genommenen Spiel schloß die Feier mit einem leben- den Bild, mit Chorgesang und mit der Verteilung von Weihnachtstüten an die Kinder. der Deutschen im Saargebiet. Die Feier wurde in der üblichen Weise geschlossen. (D Grüningen, 16. Dez. Am Samstagabend fand in dem herrlich mit zahlreichen Hakenkreuzfahnen geschmückten Saale des Gastwirts Bender die Ad v e n t s f e i e r der hiesigen NS.-Fr a u en- schäft statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zu der Feier waren sämtliche Formationen und die Gemeinde eingeladen. Zur Verschönerung der Feier trugen bei: die NS.-Frauen- schaft, die Schulkinder der Ober- und Unterklasse unter den beiden Leherern Schaaf und E i f f. Die NS.-Frauenschaftsführerin Frau Schaaf begrüßte die Besucher herzlich und erklärte in einer kurzen Ansprache den Sinn und Zweck der Feier. Anschließend wurde das Frauenschaftslied gesungen. Dann kam ein Theaterstück zur Aufführung. Es folgten, von den Schulkindern der Unterklasse auf- gefuhrt, zwei Weihnachtsstücke. Nach einer Pause wurden Lose für die von der Frauenschaft gestifteten Gegenstände verkauft. Es wurde dann von der Oberklasse ein Theaterstück zur Aufführung gebracht. Weiterhin folgte ein von der Frauenschaft aufgeführtes Stück. Mit einem Prolog der Führerin und dem Lied „O du fröhliche, o du selige" fand der schön ausgestattete Abend sein Ende. ■ Hausen, 17. Dez. Die hiesige N S. - Frauenschaft hatte zu einer Adventsfeier in den Saal der Wirtschaft Fink eingeladen. An der Feier beteiligte sich auch die hiesige Frauen- Hilfe, wie überhaupt Frauenschaft und Frauenhilfe des öfteren regelmäßig zusammenkommen. Der Saal war festlich geschmückt und schuf echt vorweihnachtliche Stimmung. Fräulein Schäfer, die Führerin der hiesigen Frauenschaft, begrüßte in herzlichen Worten die Anwesenden. Ein Märchenfilm ließ die kleinen Kinder staunend aufmerken, und die Erwachsenen ließen sich gerne in das Kinderland zurückführen. Dann sagten die Kleinen ihre Gedichtlein und Gebetlein auf, um vom „Christkind" ihre Gaben zu bekommen. Im zweiten Teil des Abends vereinten sich die Erwachsenen zu einer gemütlichen Kaffeetafel. Bei froher Unterhaltung und dem gemeinsamen Singen von Volksliedern verging die Zeit rasch. Gegen Schluß dankte Pfarrer Steiner der Frauenschaft für den schönen Abend, den sie den Besuchern bereitet, und wies hin auf die Verbindung der Begriffe Weihnacht und Volksgemeinschaft. D Ruttershausen, 17. Dez. Wie überall im Reiche, so hielt auch die hiesige NS.-F rauen- schaft gestern im schön geschmückten Saale der alten Schule ihre Adventsfeier ab. Sie trug familiären Charakter und nahm einen harmonischen Verlauf. Die Führerin — Frau Gebhard von Gießen Bahnhofstraße 2-4 Deutsche; öcschM! 7443 A Deutschen, wie es zwar das Fest der Kinder il aber auch die Alten wieder jung werden lasse. J Krippenspiel und ein kleines Märchenspiel „Schiel! wittchen und die sieben Zwerge" ernteten durch nj! Darstellung und Ausstattung viel Beifall. Weirkl^ brachte das reichhaltige Programm, das mit eintJ I schönen Prolog von Frau Röhm eingeleitet murU einen Schneeflockenreigen, Chorgesänge der Frauu-I l schäft und Musikvorträge. Dazwischen folgten iyl alten Weihnachtslieder, die gemeinsam gefunq-J wurden. Große Freude gab es bei den Äleinri als zum Schluß Knecht Rupprecht erschien und ncil „ einer Ansprache jedem Kind eine Geschenktüte übc. l reichte. Frau Heutzenröder schloß die staltung mit einem Sieg-Heil auf unfern Führt-,! n + Lich, 16. Dez. Die NS. - F r a u e n schg! I Lich hatte für den heutigen Sonntagnachmittog r. einer schlichten Adventsfeier, die non b • Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 17. Dez. Am Sonntagnachmittag veranstaltete die NS. - Frauenschaft im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" eine schöne Adventsfeier. Ein kleines Orchester eröffnete mit weihnachtlicher Musik die Feier. Dann folgten Gedichtvorträge, von Schülern und Schülerinnen der hiesigen Volksschule dargeboten, und mehrstimmige Chöre einer unserer Volksschulklassen. Eine besondere Freude wurde den Eltern und Gästen durch die Schüler der Kleinkinderschule dargeboten, die unter Leitung von Schwester Lina Lieder und Gedichte weihnachtlichen Charakters vortrugen. Als schließlich noch ein Nikolaus erschien und die Kinder mit Geschenken bedachte, kannten die Freuden der Kleinen keine Grenzen mehr. Lehrerin Fräulein Keil, die stellvertretende Frauenschaftsleiterin, dankte allen, die zum guten Gelingen der Feier' beigetragen hatten. — Am Sonntagabend feierten die N S. - I u n g m ä d e l im Schulsaal ihr Weihnachtsfest. Schöne Theaterstücke, passend in die heutige Zeit, zeigten, wie auch schon die Kinder für die Volksgemeinschaft werben können. Eine kleine Musikkapelle spielte alte Weihnachtsweisen. Die Jungmädel bereiteten ihren Eltern und den übrigen Gästen einen schönen Abend. Sie können stolz auf ihre Leistungen sein, zumal sie alle Vorbereitungen allein getroffen hatten. Die stellvertretende Leiterin, Frl. Martha Rinn, sprach allen Mitwirkenden den Dank aus. Zum Schluß wurden alle Jungmädeln beschert. — Das Jungvolk hatte seine Feier am Samstagabend in der Gastwirtschaft „Zur Burg" abgehalten. Auch diese Feier nahm einen harmonischen Verlauf. s. Lang-Göns, 17. Dez. Nachdem die hiesige NS. - Frauenschaft dafür gesorgt hatte, daß am gestrigen Sonntag den Kindern der unteren vier Schuljahre der Nikolaus erschien und jedem ein kleines Geschenk überreichte, veranstaltete sie am Abend im Saalbau Hebbel eine Adventsfeier. Nach dem Vortrag eines Gedichtes begrüßte die Führerin, Frl. Schwinn, die Besucher, die musikalischen Darbietungen wurden von der Kapelle Müller (Lang-Göns) bestritten. Unter weiteren Vorträgen von Frl. K l ö ß, Frau Lang, einem Sprechchor und gemeinsam gesungenen Liedern verlief der Abend in anregender Unterhaltung. Während der Pause wurden gestiftete und selbst angefertigte Gegenstände verlost. Von der Führerin wurde ein großes Paket überreicht, in dem Strümpfe (von der NS.-Frauenschaft gestrickt) für bedürftige SA.-Männer enthalten waren. Sturm- führer Größer dankte in deren Namen. Anschließend sprach Bürgermeister Wenzel über den Sinn der nationalsozialistischen Bewegung und die NS.-Frauenschaft, Sturmbannführer Göbel (Gie- .Bohnern Gutes wechselten miteinander ab. Der Ortsgeistliche hielt die Andacht. Die Kinder wurden mit einem Weihnachtsbüchlein erfreut. Mit Dank für alle Mitwirkende schloß die Führerin die Feier. > Staufenberg, 17. Dez. Die hiesige N S. - Frauenschaft (Führerin: Frau Zecher) hatte die evangelisch-kirchliche Frauenhilse der Gemeinde zu einer gemeinsamen A d - v en ts feier eingeladen. Dieser Einladung waren so viele gefolgt, daß mit der vollzählig versammelten Frauenschaft der Saal von Gastwirt Zecher völlig besetzt war. Geboten wurden Einzelvorträge, zwei Adventsspiele, gemeinsame Advents- und Weihnachtslieder. Eine Teepause sorgte für leibliche Erquickung, an deren Schluß der Ortsgeistliche die Adventsandacht hielt und den Versammelten und dem deutschen Volke einen deutschen Advent und einen ch r i st l i ch e n Advent wünschte, weil beides zusammengehöre. Um die Gestaltung des Abends hatten sich noch verdient gemacht der Sozialwart der NS.-Frauenschaft, Gemeindeschwester Marie Oster- Held, und Lehrer Rabenau. □ Daubringen, 16. Dez. Heute Abend hielt die hiesige NS. - Frauenschaft unter Leitung von Frl. Schlapp ihre Advents feier ab. Die über 70 Jahre alten Gemeindemitglieder waren eingeladen und der Einladung gerne gefolgt. Der große Saal von Erb war dicht besetzt, die Versammlung bot das Bild echter Volksgemeinschaft. Die Führerin eröffnete mit ernsten, guten Worten die Feierstunde, Frauen und Mädchen trugen Gedichte vor, Adventslieder wurden gesungen, der Ortsgeistliche, Pfarrer G u ß m a n n, hielt die Adventsansprache. Im Mittelpunkt des zweiten Teils stand das von der hiesigen Lehrerin, Frl. Schminke, gedichtete Saarspiel, das einen tiefen Eindruck hinterließ. Zu der im dunklen Kerker liegenden, mit Ketten belasteten „Saar" kamen die Adventssonntage (junge Mädchen) mit „tröstendem Licht und Wort". Begeistert sang die stattliche Versammlung das Saarlied. Von der politischen Leitung der Gemeinde richtete Herr Stein eine ergreifende Ansprache an die Versammlung. Mit Worten des Dankes schloß die Führerin den harmonisch verlaufenen Abend. 8 Mainzlar, 17. Dez. Die hiesige N S. - Frauenschaft veranstaltete gestern nachmittag im Saale des Wilhelm Müller dahier eine in allen Teilen wohlgelungene Adventsfeier. Hierzu waren die Frauenhilfe, sowie alle Einwohner unseres Ortes über 65 Jahre eingeladen. Die Frauenschaftsführerin Helene Wehn bot den Willkommengruß. Anschließend folgten wohlgelungene Gesangstücke, lebende Bilder und Gedichtvorträge, sowie ein Adventsspiel. In den Pausen wurden die Besucher mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Herr Gerhard Klingelhöfer dankte im Auftrage der Altersgenossen für die schönen Gemeinschaftsstunden und herzliche, liebevolle Bewirtung. Mit dem Deutschland-Lied und einem Sieg-Heil auf unfern Führer nahm die schlichte, aber eindrucksvolle Feierstunde ihren Ausklang. * Der 91 H Ävh- und ■ Jeder ' il tucröen ifi i eiihung, w ’i* Ehihaltung jbtjnaenb ei ebenfalls r nren Zeilpu Die Gi Oomittags : Sind 9i hiach Anfor rühren;u I Sache de nnd die A Behörde, fon i tic Neig Tianbt, die a rMchn T t sonderen A' Gid)ung iisind bis öwidrigenso !' Ansatz get Ausku, Gießen Stta Slnzergen-Älkikenseie«schK Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zein < GLetzen / Sthulfivaße- jk Die | eichr «Die in :i unß der Silber 7446 d Kunstgewerbe nPVnr $ie slch entscheiden, lassen Sie UUVUI sich in der ö.H.L. Gießen beraten. Von jetzt ab darf bei der Lehre nur noch die Schulzeit in einer öffentl. Handelslehranstalt berücksichtigt werden. Privathandelsschulen scheiden daher in dieser Beziehung aus. Das monatliche Schulgeld für die Zweijähr. Handelsschule beträgt ab Ostern RM. 17.—. Nebengebühren gibt es nicht. Auskunft und Anmeldung in dieser Woche täglich von 8—12l/2 Uhr und von 15—18 Uhr. Öffentl. Handelslehranstalt Gießen Liebigstraße 16 (Alte Klinik), Fernruf 2480 Verlangen Sie einen Schulprospekt! 7436 D Einmal freut sich der Familienvater, wenn ihm der Weihnachtsmann eine gute Flasche Weinbrand bringt. Ferner ist bei dem jetzt wechselnden Wetter ein guter Tropfen die gewünschte Medizin. Westfälischer Korn. 32°/0 7i Fl. 1.85, 7, Fl. 1.00 Mk. Westfälischer Korn, 38% 7i Fl. 2.20, l/2 Fl. 1.20 Mk. Weinbrand Scharlachberq, eig.Abiull. l/iFl.3.25, «/-Fl. 1.75Mk. Doornkaat eig.Abfüll. Vi Fl. 3.10,72 Fl. 1.65 Mk. Wermutwein in ital. Bastflaschen, 2 Liter Inhalt..........2.90 Mk. Steinhäger — Doppel-Wacholder Asbach Uralt — Meisterbrand. § Harbach, 17. Dez. Gestern abend oeranfi, tete die NS. -Frauenschaft im hiesigen cf saal eine schlichte Vorweihnachtsfeier der alle Schulkinder eingeladen waren. Asz 1 gangslied wurde „Macht hoch die Tür" gejUn Dann folgten zwei Gedichtvorträge. Anschliebk, hielt die Ortsfrauenschaftsleiterin eine kurze 9? spräche. Nach dem Lied „Stille Nacht, heilige las sie „Die Geschichte vom Knecht Nikolaus" Luise Büchner vor. Nach zwei weiteren Gedichts, trägen erfolgte die Bescherung der Kinder. Schulkind erhielt eine Tüte mit Weihnachtsgebäck J außerdem ein praktisches Geschenk. Freudestrahi^ und dankbaren Herzens nahmen die Kinder Gaben in Empfang. Die harmonisch verlaus^ Feier wurde auf die übliche Weise geschlossen + Grünberg, 17. Dez. Am' Sonntagabm ■ veranstaltete die hiesige NS.-Frauenschg-M im Saale des „Rappen" eine Advents- u-, Weihnachtsfeier, die sich eines sehr z« 1 reichen Besuches erfreute. Pfarrer Matthä wies in feiner Ansprache darauf hin, daß bei | nem Volke das Weihnachtsfest so tief wurzele t mit solcher Innigkeit gefeiert werde wie bei i Dauern l,e f-rc x°rge Sende L0H ?n diese ?n abei ' «en 9r y'ch Me heimischen Singvogel Serausgegebcn von der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in *Pwl^ Mit 14 farbigen Tafeln, 60 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln, S Karten u» 11 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmars Der Text enthält kurz und übersichtlich Vorkommen, Kennzeichen, Gröhe, Nest und Nistolah, (Eier, ferne« Angaben ob Standvogel ober nicht u"d wu" geschützt. Die Tafeln bringen naturgetreue farbige Abbildungen der Vögel wie photographische Aufnahmen von besonders charakteristischen Nestern u-wrir, Die heimischsn Kaubvögel Don Dr. Martin Löpelmann. Herausgegeben von der Staatlichen Stelle Naturdenkma'pflege in Peutzen. Mit 9 farbigen und 16 Schwarztafem, » u tafeln unb^>6 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmar * Der Verfasser gibt ein umfassendes Lebensbild aller in Deutschland h«i"^ Arten, schildert ihre Bedeutung im Haushalt der Natur, Körperbau, w n Lebensweise, ihre geistige Verfassung uub vor allem den Flug. Eine Dcstim tobelle für Raubvogelfängc und Abbildungen von Federn bringen« , kommene Ergänzung des Textes. Zu beziehen durch lebe Ducyyan •st reich gefüllt mit den schönsten Stoffen für den Gabentisch Sie finden eine Riesenauswahl Kleiderstoffe in Wolle und Seide Mantelstoffe tätennd™shwerti0en °uali- mir0 ’ .6 2is von jeher bei mir gewohnt sind, und in -n- veränderter Preiswürdigkeit Kommen Sie u. wählen Sie Ein guter Stoff macht Immer Freudei Ein schöner Teppich verleiht Ihrem Heim Behaglichkeit undWarme. Oie größte Auswahl bei Kohlen Koks ,„6D Briketts Eiform HappeS&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 die preiswert und gut sind, machen als Geschenk immer viel Freude. 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