Nr. 139 Erstes Blatt 1H Jahrgang Montag, 18-Znni (934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitätz Buch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. 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Wir Nationalsozialisten können nichts anderes tun, als unser Volk gegen diese Gefahr vorzubereiten. Wir sind entschlossen, uns hierbei' von Niemandem das Recht der Selbfterhaltung streitig machen zu lassen. Wenn uns jemand sagt: Wenn ihr Nationalsozialisten die Gleichberechtigung wünscht für Deutschland müssen wir mehr aufrüsten-, so können wir nur sagen: „Unferetwegen könnt ihr das tun, denn wir haben ja nicht die Absicht, euch anzugreifen. Allein wir wollen s o st a r k sein, daß auch jedem anderen die Absicht vergeht, uns anzugreifen.- (Langanhaltende minutenlange Heilrufe) Je mehr die Welt von Blockbildungen redet, umso klarer wird uns, daß man besorgt sein muh um die Erhaltung der eigenen Kraft. Wir haben keine Komplotte mit anderen Völkern geschmiedet, haben aber besorgt zu sein dafür, dah nicht Komplotte anderer eines Tages das deutsche Volk vernichten und es um den Segen seiner inneren Arbeit bringen. Da kann ich der ganzen Welt nur das eine versichern: So bedingungslos unsere Friedensliebe ist, so wenig Deutschland einen Krieg will, so fanatisch werden wir für die deutsche Freiheit und die Ehre unseres Volkes Sehen Sie. in unserer nationalsozialistischen Bewegung eine solche grohe Sicherung gegen den Geist des Klassenkampfes, des Klassenhasses und der Klassenspaltung. Sehen Sie in der nationalsozialistischen Bewegung und in ihren Organisationen eine grohe Schule der Erziehung zur Gemeinsamkeit. Die Partei, SA. und SS., die PO., der Arbeitsdienst, die Jugendorganisation, sie alle sind Wittel zum Zweck der inneren Zu- • sammenschweihung unseres Volks- körpers und damit zur Entfaltung der in unserem Volke liegenden Kräfte zu einer wahrhaft friedlichen, kulturfördernden und auch materiell segensvollen Arbeit. Was müßte kommen, wenn die kleinen Nörgler ihr Ziel erreichen würden. Deutschland würde wieder zerfallen, wie es früher zerfallen war. Das aber können wir sie versichern: Sie haben früher nicht die Kraft gehabt, die Erhebung des Nationalsozialismus zu verhindern, das wachgewordene Volk aber sollen sie nimmermehr wieder in Schlaf senken. Was ihnen heute gegenübersteht, ist nicht das feige und korrupte Bürgertum des Jahres 1918, sondern das ist die Faust des ganzen Volkes. (Brausender Beifall.) Das ist die Faust der Nation, die geballt ist und jeden niederschmettern wird, der es wagt, auch nur den leisesten Der- such einer Sabotage zu unternehmen. Denn das ist sicher: Obr wir sind oder nicht, ist gleichgültig. Aber notwendig ist es, dah u n s e r D o l k d a i st. Was jene aus unserem Volk gemacht haben, das wissen wir. Wir haben es erlebt. Sie sollen nicht sagen: Wir wollen es ein zweites Mal besser machen. Ihr habt einmal demonstriert, wie man es nicht machen darf und wir zeigen es Euch jetzt, wie man es machen muß! Deutschland soll leben? (Stürmischer, brausender Beifall, brausende Heilrufe.) Nachdem der Kanzler feine Rede beendet hatte, einlrelen. Die Well muh wissen: Die Zeit der Diktate ist vorbei. (Stürmische Zustimmung.) So wenig wir die Absicht haben, einem anderen Volke einen Zwang aufzuerlegen, so sehr wehren wir uns gegen jeden Versuch, das deutsche Volk auch weiterhin unter einen dauernden Zwang zu legen. Wir haben nicht das Gefühl, daß wir eine minderwertige Rasse sind, ein wertloses Pack auf dieser Welt, das von jedem getreten werden darf oder kann, sondern wir haben das Gefühl, daß wir ein großes Volk sind, das nur einmal sich selbst vergessen hat, das verführt von wahnsinni- gen Narren sich selbst um seine Kraft brachte und das aus diesem Wahnsinnstraum jetzt wieder erwacht ist. (Bravo.) Ich will Sie, meine Volksgenossen, immer nur bitten und ermahnen, sehen Sie die Stärke unseres Volkes i n unserer i n - neren Willenseinheit, in unserer einheitlichen Geistesauffassuna und unserem gemeinsamen Denken. Seien Sie überzeugt, daß die Stärke sich nicht so sehr ausdrückt in Divisionen, in Kanonen und Tanks, sondern daß sie sich letzten Endes ausdrückt in der Gemeinsamkeit eines Volkes Willen. Und seien Sie weiter durchdrungen von der Ueberzeugung, daß man diese Gemeinsamkeit den Menschen anerziehen muß und dah man dafür Sicherungen schaffen muß. das neue Deutschland will auch selber in Ruhe gelassen werden. - Des Führers Rede auf dem Geraer Parteitag. zur Befriedung der Wett gehen. Wir sind der Meinung, daß vor allem auch die Presse aller Länder diesen Beitrag zur Befriedung der Welt liefern sollte und sich nicht Elementen zur Verfügung stellt, die ganz andere Zie-le haben. Wir Nationalsozialisten kennen diese internationalen Elemente ganz genau. Wir wissen, wer heute keinen Frieden will, wer fortgesetzt wühlt und fortgesetzt hetzt und die Völker vergiftet. Was soll es heißen, wenn wir mit einem Volke den Frieden und die Verständigung wollen und dann in dieser Presse lesen müssen, man dürfe sich mit der deutschen Regierung nicht verständigen, weil das ein Erfolg für diese Regierung wäre! (Pfui-Rufe.) Also gibt man zu, daß das deutsche Volk glücklich wäre, wenn wir eine Verständigung bekämen, und dann wagt man trotzdem, dieses Volk vor der Welt zu verdächtigen. (Stürmische empörte Pfui-Rufe.) Wir haben nur den einen Wunsch, daß sich bei den anderen Nationen immer mehr diejenigen durchsetzen, die in Erinnerung an die Greuel des vergangenen Krieges ebenfalls eine aufrichtige Völkerversöhnung wollen. Denn das wissen wir: Wenn diese internationale Clique von Hetzern ihre Ziele erreichen würde, dann würde man wieder die Völker, Millionen braver und anständiger Menschen, aber vermutlich keinen dieser internationalen Hetzer auf dem Schlachtfeld finden. Or. Goebbels spricht auf -em Parteiappell. Gera, 17. Juni. (DNB.) Hier fand in Anwesenheit des Führers, des Reichsministers Dr. Goebbels und zahlreichen führenden Perfön- keiten der Partei der Gauparteitag Thüringens 1934 statt. Auf einem großen Appell am . Sonntag morgen sprach auch Reichsminister Dr. Goebbels. Er erklärte u. a.: lieber das Wunder der deutschen Einigkeit hinaus haben wir auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens Lei st ungen von gigantischem Ausmaß vollbracht. Diejenigen, die heute an dieser Leistung Kritik üben und herumnörgeln wollen, beweisen damit nur, daß sie an ihr weder einen inneren noch einen äußerlichen Anteil haben. Es sind das dieselben Kreise, die sich seither den Sorgen der Nation verschlossen haben. Vierhundert Tote und Zehntausende von Verletzten sind die lebendigen Blutpreise des großen heroischen Opfer- ganges, den unsere Bewegung zur Macht angetreten hat. Der Erfolg ist ein Erfolg der geschlossenen Einigkeit unser Bewegung gewesen. Nie hätte die deutsche Einigkeit vollzogen werden können, wenn nicht diese Bewegung auf allen Gebieten Vorbild und Beispiel dieser Einigkeit gewesen wäre. Wenn heute die Ueberklugen den durchsichtigen Versuch unternehmen, sich auf den Führer und seine Autorität zu berufen, um dann gegen die Bewegung oder eine ihrer Unterorganisationen Stellung zu nehmen, dann können wir nur erklären: Auf den Führer sich berufen, dies Recht steht nur uns Nationalsozialisten zu, denn er ist nicht nur unser Führer, er ist der Verkörperer der nationalsozialistischen Idee und der lebendige Träger der nationalsozialistischen Organisation. Wir sind von dem Willen beseelt, das Werk der Erneuerung bis zum letzten Punkt durchzusetzen und nicht zu ruhen, bis Bewegung, Staat und Volk in einer einigen Dreiheit die deutsche Nation insgesamt verkörpern. Und jetzt geht die Bewegung in kämpferische Front und nimmt den Angriff auf gegen die Saboteure, Nörgler und Miesmacher im Innern. Die ganze Bewegung hat im alten Kampfgeist Tritt gefaßt. Sie appelliert an die Nation und ist überzeugt, daß dieser Appell im Herzen der Nation einen Widerhall findet. Solange wir marschieren, marschiert Deutschland, solange diese Bewegung geschlossen bleibt, wird die Einigkeit des deutschen Volkes Tatsache sein. Deutschland ist nicht verloren, Deutschland ist in uns wieder auferstanden, denn wo wir stehen, da steht Deutschland. (Stürmische Heilrufe und langanhaltender Befall.) Vorbeimarsch vor -em Führer. Begeisterte Huldigung der Thüringer. Nach Beendigung des Appells zogen die Formationen durch die Feststadt hin zur Fürstenstraße, wo der Führer inzwischen, von einer vieltausendköpfigen Menge überaus herzlich begrüßt, eintrifft. Immer wieder jubelt ihm die begeisterte Bevölkerung zu, immer wieder ertönen Heilrufe. Da und dort bilden sich Sprechchöre der Jungen und Alten. „Die alte Garde grüßt ihren Kanzler" ,„Heil unserem Kanzler", so rufen sie ohne Unterlaß. Vorbei am Führer geht nun der schier endlose Zug in Neunerreihen: SA., SS., HI., Jungvolk, Arbeitsdienst, PO., Motor-SA. Leuchtenden Äugens und stolz grüßen sie, den Arm empor gereckt, ihren Führer, und stets von neuem jubeln die 20 000, die sich vor der Tribüne eingefunden haben, ihm enl- gegen. Erhobenen Armes grüßt der Führer. Ihm zur Seite stehen Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsstatthalter Sauckel, Ministerpräsident Marfchner, Stabsleiter Dr. Ley, SA.- Eruppenführer Lasch, Gebietsführer Blum. Freude zeigt sich in den Zügen des Kanzlers. Die Freude über die Disziplin seiner Kampfgenossen m Thüringen, die Freude über die kraftvollen Gestalten, die Freude über unsere Jugend. Fast vier Stunden dauert der Vorbeimarsch. Als die letzten Reihen Adolf Hitler begrüßt hatten, verließ der Führer die Tribüne, von der Bevölkerung auf seiner Fahrt durch die Stadt immer und immer wie-, der umjubelt. Der Führer spricht. Höhepunkt des Gauparteitages 1934 wurde die Riesenkundgebung am Sonntagnachmittag a u f dem Geraer Schützenplatz, auf dem Reichskanzler Adolf Hitler zum ersten Mal nach der Ruck-, kehr von seiner Jtalienreise sprach, lieber 70 000 Menschen hatten sich versammelt, um den Kanzler zu hören- SA-, SS., Arbeitsdienst, PO. HI. marschiert auf. Böllerschüsse verkünden das Kommen des Führers. Der Badenweiler M a r f d) erklingt und 70 000 grüßen wiederum stürmisch den Kanzler. Innerlich tief bewegt nimmt dann Reichsstatthalter Sauckel das Wort: Wir haben das unverdiente Glück, hier im Herzen Deutschlands den Führer nach feiner Rückkehr aus dem faschistischen Italien begrüßen zu können. Wir geloben ihm zu unserem Gauparteitag Gehorsam und unerschütterliche Disziplin, unter seiner Führung um Aufbau und Neubau des Reiches zu arbeiten ohne Rast und brachte Reichsstatthalter Sauckel ein dreifaches Siegheil auf Adolf Hitler und das Vaterland aus. Dann bekunden die 70 000 erneut ihre Treue mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst Wessel-Liedes. Der Gauparteitag 1934 hatte damit sein Ende gefunden. Der bayerische Ministerpräsident über die Jtalienreise des Führers. Lindau, 17. Juni. (DNB.) In einer Rede aus Anlaß der Eröffnung des Stadions führte der bayerische Ministerpräsident Siebert zur jüngsten Auslandreise des Führers u. a. aus: Als ich dem Führer am Tage des Abfluges nach Venedig die Hand zum Abschied drückte, da war er durchdrungen von dem Gedanken, daß seine Reise der Befriedung der Welt dienen solle. Am Samstag, beim Willkommaruß auf Bayerns Boden, da strahlte und leuchtete es aus seinen treuen Augen, als er sagte: „Es war schön und es war g u t". Ich habe es später auch von Herrn von Neurath gehört, wie schön der Besuch verlaufen ist. Wir wissen, fuhr der Ministerpräsident fort, daß nocheinweiterWegzur Befriedung der Welt ist, aber wir wollen der Welt durch Arbeit beweisen, daß wir die ersten sind, die ein- schlagen in die bargebotene Hand. Das Jestabzeichen für das Deutsche Zuaendfest. Berlin, 16.Juni. (DNB^) Der Stelloer« tretet des Führers, Reichsminister Heß, und der Reichsfinanzminister haben di« Erlaubnis zum Verkauf des Festabzeichens für das Deutsche Jugendfest am 23. Juni auf Straßen und öffentlichen Plätzen in der Zeit vom 18. bis 23. Juni erteilt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Abzeichen zahlreichen erwerbslosen Arbeitern der thüringischen Porzellanindustrie mehrere Wochen Arbeit gegeben hat, so daß jeder Käufer des Abzeichens dazu beiträgt, der deutschen Arbeitsschlacht zum Siege zu verhelfen. Ruh bis zum letzten Atemzug. Dann sprach der Führer. Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, deutsche Volksgenossen! Zum ersten Male nach dem Siege der Bewegung spreche ich wieder in dieser mir bekannten Stadt, und ich darf wohl sagen: Welch eine Wende! Es ist nicht nur eine äußere Umwandlung, nein, der bessere innere Kern unseres Volkes hat sich nach außen gewandt und das Schlechte nach innen zurückgetrieben. Eine Weltanschauung hat gesiegt. Und was wir früher so oft als wesentlich für den Sieg einer Weltanschauung voraussagten, ist eingetroffen. Wie oft erklärten wir früher, daß ein Parteisieg bloß ein Regiment verändert, der Sieg einer Weltanschauung aber ein Volk umgestaltet, das ganze Leben mit einem neuen Geist und Sinn erfüllt. Was hat es zu sagen, wenn bei 42 Millionen noch ein lächerliches Grüppchen glaubt, gegen ein Naturgesetz ankämpfen zu können! Was hat es zu sagen, wenn Menschen, die früher, da wir einsam und klein gewesen sind, uns nicht zwingen konnten, jetzt sich einbilden, unsere Bewegung hemmen zu können, da sie sich über Deutschland erhoben hat? Der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung dokumentiert sich nicht in äußeren Zahlen, nicht darin, daß wir Millionen Menschen heute mit ihren Stimmen für uns buchen können, sondern er dokumentiert sich darin, daß wir diese Millionen Menschen auch tatsächlich innerlich erfaßt haben. Deutschland, das 15 Jahre lang nur das Beispiel einer grauenhaften Zerrissenheit bot, ist heute wieder ein Volk, das einheitlich organisiert ist. Und nicht äußerlich allein. Nein: Es wächst in den Geist dieser Organisation innerlich hinein und ist im großen Teil bereits hineingewachsen. Es ist ein wunderbares Zeichen, wenn in einem Volk wie beim heutigen Vorbeimarsch stundenlang Zehntausende von Männern freiwillig diese Disziplin und Last auf sich nehmen, freiwillig tätig sind. Es ist das Zeichen einer inneren Gesundung, wenn sich auf diese Weise der Idealismus wieder eine Gasse bricht und denen Unrecht gibt, die da meinen, daß das Zeitalter des Geldes von jetzt ab alles beherrschen würde. Am Geld sind wir arm, am Volk sind wir heule reich! (Stürmische Heilrufe.) Es gab eine Zeil, da waren wir vermögend, ein reiches Volk und doch innerlich arm, zerrissen und uneinig, ein Volk, das mit seinem materiellen Reichtum nichts mehr anzufangen wußte, heute, da wir arm sind, sind Millionen Menschen glücklicher, denn sie sehen wieder ein großes gemeinschaftliches Lebensziel. And für dieses Ge- meinschaflsziel erziehen wir diese Millionen in allen unseren Organisalionen. Unseren Gegnern flehen heule nicht Zahlen gegenüber, sondern von einem Sinn und einem Geist erfüllte Menschen. Sie sollen uns nicht als Partei werten, sondern sie sollen in uns die Fanatiker einer neuen Ueberzeugung sehen. Sie sollen sich nicht einbilden, daß die Gewalt dieser Ueberzeugung etwa heute oder morgen oder übermorgen geringer sein wird als in der Vergangenheit. Im Gegenteil, all denen, die glauben, gegen den Staat angehen zu können, sage ich: Dieser Staat steht erst in seiner ersten Jugend. In Jahrhunderten soll er sein Mannesalter erreichen und Sie können überzeugt sein, daß ihn ein Jahrtausend noch nicht gebrochen haben wird. (Stürmischer langanhaltender Beifall.) Ein Volk ist zum Bewußtsein seiner Kraft erwacht. Wenn nun die andere Welt daran die Frage knüpft: Was wollt ihr damit? Dann können wir sagen: Nach innen alles, nach außen nur, daß ihr uns in Ruhe laßt. (Brausender, immer neu aufflammender Beifall.) Wenn mir die Frage vorgelegt wird: Was wollen Sie zur Befriedung der Welt tun? So sage ich: Wir haben das höchste getan, indem wir ein 70-Millionen-Volk nicht nur im Geiste der Selbstachtung, sondern auch im Geiste der Achtung der Rechte der anderen Nationen erzogen haben. Mögen auch die anderen Staatsmänner und Volksführungen den gleichen Geist vertreten, nämlich nicht nur ihr eigenes Recht wahrnehmen, sondern auch das Lebensrecht der anderen achten lernen. (Starker Beifall.) Wir haben ein großes Ziel im Innern vor uns: Eine gewaltige Reformarbeit an uns selbst, an unserem Leben, an unserem Zusammenleben, an unserer Wirtschaft, an unserer Kultur. Wir haben ein großes Werk vor Augen. Dieses Werk stört nicht die andere Welt! (Bravo!) Genau so, wie wir nicht das stören, was andere Völker bei sich tun; wir haben in unserem Hause genug zu schaffen und möchten meinen, daß auch die anderen Völker genug im eigenen Hause zu tun haben sollten. Ich glaube, wenn andere Staatsmänner einen Teil der Aufmerksamkeit, die sie den Vorgängen außerhalb ihrer Völker schenken, dem inneren Leben ihrer eigenen Völker widmen wollten, dann würde manches auf dieser Welt besser sein. Wir wollen uns jedenfalls fteihalten oorr diesen alten Menschheitsfehlern, die Splitter im Auge der anderen zu sehen und die Balken im eigenen Auge dabei zu vergessen. Wir möchten wünschen, daß die anderen sich ebenfalls um dis eigenen Balken kümmern und das Herausziehen unserer Splitter unsere Sache sein lassen. Wir Nationalsozialisten haben ein gigantisches Programm im Inneren. Das verpflichtet uns, Friede und Freundschaft mit der anderen Welt zu suchen. Das verpflichtet uns aber auch, genau so dafür zu sorgen, daß die andere Welt uns in Frieden und Ruhe läßt. Denn so wenig wir die Absicht haben, jemandem auf dieser Wett ein Unrecht zuzu- sügen, so wenig lassen wir uns in Deutschland vergewaltigen. Wenn jemand an uns die Frage bekämpfung und auf anderen Gebieten bahn- Kolonien und als Interesse deutscher als Lieferanten von Rohstoffen Absihgebiete sind. Es liege auch im der ganzen Welt, daß Deutschland, Geist, nicht länger in den Kolonialausgeschaltet bleibe. Gerade die Schnee weitausholend bis in die erste Zeit deutscher Kolonisation das Bild der deutschen Kolonialgeschichte. Namentlich begrüßte Dr. Schnee die erschienenen alten Kolonialkämpfer, denen er im Auftrage öes Reichspräsidenten eigenhändig von ihm unterzeichnete Bilder als Anerkennung und Erinnerung überreichte. Die hervorragenden Verdien st e der deutschen Marine würdigend, die diese an der deutschen Kolonisation und an dem Schutz der Kolonien hatte, ging Dr. Schnee ausführlich auf die Kolonialfrage ein. Gerade die Tage, die wir durchlebten, zeigten am deutlichsten, wie wichtig für uns die Koblenz, 17. Juni. (DNB.) Koblenz stand am Samstag uni) Sonntag im Zeichen des großen Appells der HI. der W e ft m a r k, der verbunden war mit dem S a a r t a g der Jugend und der feierlichen Grund ft einlegung der Gau- Th i n g ft ä t t e vor dem Schloß in Koblenz. Am Samstagnachmittag trafen in der im Feft- fchmuck prangenden Stadt mehr als 30 Sonderzüge mit Hitlerjungen und Jungvolk ein, darunter sechs Sonüerzüge mit etwa 8000 Hitlerjungen von der Saar. Am Abend marschierten 50 000 Hitlerjungen sowie zahlreiche Abteilungen der SA., SS., PO., des BdM. usw. zu der eindrucksvollen Feier der Grundsteinlegung der Gau-Thingstätte vor dem Schloßgebäude, auf. Oberfeldmeister Hirschfeld übermittelte die Grüße der Reichsleitung der NSDAP, und Überreichte die Urkunde, wonach die Arbeiten zum Gau- Thingplatz in Koblenz begonnen werden können. Der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Obergebietsführer Hartmann Lauterbacher, begrüßte unter stürmischen Heilrufen die Kameraden von der Saar. Gauleiter Staatsrat Gustav S i - m o n hielt die Weiherede. Der Sonntag war dem großen G e b i e t s a u f - marsch der HI. vorbehalten. Um 9.30 Uhr traf der Pelchsjugendführer mit Reichsminister R u ft und Gauleiler Staatsrat Simon aus Oberwerth ein. Reichsjugendführer Baldur von Schirach führte u. a. aus: „Wir haben unseren neuen Staat durch Blut und Wunden aufgebaut und 21 tote Kameraden für diesen Staat unseres Herzens auf die Bahre gelegt. Das ist jener heroische Stolz, den wir in dieser Stunde gemeinsam haben. Ihr habt dasJchineurerBru st auszulöschen und stattdessen das stolze Wir der Hitler- brechend waren. Die Regelung des Versailler Vertrages, die Deutschland von der Kolonisation ausnehme, lehnen wir ab. Wir verlangten die Rückgabe unserer Kolonien. Nachdem das Deutschlandlied verklungen war, ließ Reichsstatthalter Ritter von Epp die beut- sche Kolonisation im Zeitraum eines halben Jahrhunderts vorüberziehen. Stärker denn je fei der koloniale Gedanke heute im Volk. Gerade diese machtvolle Kundgebung zeige es am besten. Koloniale Tätigkeit sei kein R a u b r i t t e r t u m, fon- dem nichts als eine Größenerscheinung des Dol- kes. Nicht räuberischer Imperialismus sei es, wenn wir unser Recht auf Kolonien anmeldeten, sondern eine Notwendigkeit der Gleichberechtigung. „Die Fahne hoch, die Reihen festgeschlossen", so müsse es auch tm kolo- nialen Streben des deutschen Volkes heißen: „Das Volk marschiert in gleichem Schritt und Tritt!" — Mächtig brauste das Horst-Wessel-Lied durch die Halle. Glanzvolle Eröffnung der Kieler Woche. Oie Auffahrt der 500 Jachten. - Starke Beteiligung aus dem Ausland. gebieten Deutschen seien es gewesen, die der Seuchen- Große Reichskolonialtagung in Kiel. 3m Zeichen des Gedenkens an die Gewinnung der ersten deutschen Kolonien vor 50 Jahren. Aufmarsch der Mrjugend in Koblenz Grundsteinlegung der Thingstätte. Versuchsfahrt des „Fliegenden Hamburgers" von Berlin nach Köln. 575 Kilometer in fünf Stunden. — Starkes Interesse in England. Der englische Abgeordnete Chorlton, der zur Zeit in Begleitung des Chefinspektors der Londoner Nordostbahn zum Studium der neuen deutschen Schnelltriebwagen in Deutschland weilt, hat sich in einer Unterredung mit Reuter sehr befriedigt über die Leistungen des „Fliegenden Hamburgers" und der K r u f e n b e r g- scheu Schnellwagen geäußert. Diese Züge, so erklärte Chorlton, könnten ausaezeichnet in England verwandt werden. Mit diesen Stromlinienzügen, deren Fahrt sehr sicher und stoßfrei sei, und die 160 km in der Stunde zurücklegten, könnte die Strecke London—Manchester in 2‘A Stunden, die Strecke London—Edinburg in 4 Stunden befahren werden. — Auch die zweite große englische Eisenbahngesell- schäft London—Midland—Southern bezeugt starkes Interesse für die deutschen Schnelltriebwagen. jenen reichen, die gewillt sind, in gute Beziehungen mit uns zu treten. Die Rede des Reichssportführers klang in ein dreifaches Siegheil auf den Führer und den Reichspräsidenten aus. Darauf wurden das Deutschlandlied und das Horft-Weffel-Lied gesungen. Biesenfeuerwerk mit 1OOOOO Zuschauern. Etwa 100 000 Kieler und viele Besucher der Kieler Woche wohnten Sonntag abend einem von der NS.-Gemeinschaft ,,$ r a f t durch Freude" veranstalteten Riesenfeuerwerk bet, das einen schönen Abschluß des ersten großen internationalen Segelsporttages brachte. Das Zielschiff „Baden", auf dem das Feuerwerk abgebrannt wurde, war von vielen hundert mit Lampions geschmückten Booten umlagert. Sehr wirkungsvoll war auch das große Scheinwerferspiel, das die am Hafen liegenden Schiffe und Kreuzer der Reichsmarine durchführten. Spontan machte sich die Begeisterung der an beiden Ufern harrenden Menge Luft, als die Bilder des Reichspräsidenten und des Führers aus dem Dunkel aufleuchteten, der Männer, denen letzten Endes auch die Wiedererweckung der Kieler Woche zu verdanken ist. * Der Kieler Sonderberichterstatter des Pariser „Journals" schreibt über die überaus herz- l i cf) e Aufnahme, die die ausländischen Gäste auf der Kieler Woche gefunden hätten. Man müsse den Organisatoren der Veranstaltung die Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß sie nichts unversucht gelassen hätten, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Man brauche nur einen Wunsch auszusprechen, und er werde sofort erfüllt. Was die Regatta selbst angehe, so könne man sie als geradezu außerordentlich bezeichnen. Kiel, 16. Juni. (DNB.) Die große Kolonialtagung der im Reichskolonialbund vereinigten Verbände wurde am Freitag durch die Geschäftssitzung der verschiedenen Verbände eröffnet. Die Beteiligung der Kolonialdeutschen und der Kämpfer für den Kolonialgedanken aus allen Teilen des Reiches ist außerordentlich groß. Gouverneur a. D. Dr. Schnee eröffnete die Sitzung des Vorstandes im Rahmen des Kolonialgedenkjahres in Erinnerung an den Tag, an dem vor 50 Jahren zum ersten Male die Reichsflagge in Afrika gehißt wurde. Die Ansprache war das starke Bekenntnis zu einem neuen kolonialen Deutschland. Bei der Eröffnung der öffentlichen Versammlung der Deutschen -Kolonialgesellschaft begrüßte Dr. Schnee zunächst die Vertreter der Partei und der Regierung sowie zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Er wies Darauf hin, daß immer weitere Kreise auch in den früher feind- lichen Ländern einem Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe ber kolonisierenden Mächte günstig gegenüberstanden. Dies gelte auch von England, wie er dort bei einer kürzlichen Anwesenheit feststellen konnte, ebenso von Frankreich. Als nächster Redner erstattete SS.-Standarten- führer Oberleutnant a. D. Bauszus einen ein« gehenden Bericht über seine im letzten Winter unternommene Reise durch Süd n) e st - und £) ft a f r i t a zu einer Zeit, als das Land unter dem schweren Druck einer dreijährigen Dürre gestanden habe. Mit besonderer Genugtuung wurde die Feststellung aufgenommen, daß die Deutschen in Südwestafrika das Weimarer Interregnum niemals anerkannt hätten. Sie seien ihrer Heimat treu geblieben und hätten während dem Kriege in dem harten Lande Unerhörtes geleistet. In Dftafrifa, das seit 1925 den Deutschen wieder offen stehe, hätten seitdem 2500 Volksgenossen eine neue Heimat gefunden. Sie seien sich dessen bewußt, hier auf weit vorgeschobenem Posten zu stehen und Kämpfer für beut« jches Wesen und deutsche Geltung zu sein. Paris, 16. Juni. (DNB.) Gelegentlich eines privaten Aufenthaltes in Paris traf der Beauftragte der Reichsregierung für A b - rüftungsfragen von Ribbentrop den französischen Außenminister B a rt h o u, mit dem er eine längere Aussprache über die deutsch- französischen Beziehungen hatte. In einer Auslassung der Havasagentur wird erklärt, der Beauftragte des Reichskanzlers habe die deutschen Forderungen in der Rüstungsfrage in allen Einzelheiten erläutert Außenminister Barthou dürfte erwidert haben, daß Deutschland in den Völkerbund und die Abrüstungskonferenz zurückkehren müsse, wo seine Wünsche mit der erforderlichen Unparteilichkeit geprüft werden würden (?). Das „Echo de Paris" schlägt bereits Alarm und bestürmt den Außenminister, um keinen Preis in die „plumpe Falle" Deutschlands zu gehen. Deutschlands Standpunkt habe sich nicht geändert. Frankreich Hai noch nicht genug Bombenflugzeuge. Immer neue Rüstungswünsche. Paris, 18. Juni. (DNB.-Funkspruch.) „Echo be Paris" erhebt die Forderung nach einer großen Luftflotte von Bombenflugzeugen, die angesichts des Mißerfolges der Abrüstungskonferenz dringender denn je geworden fei. Selbst der französische Luftfahrtminister hätte in einer dramatisch verlaufenen Ausschußsitzung in der Kammer zugeben müssen, daß die französische Luftflotte eines Krieges zu % zerstört würde, be- vor sie Gelegenheit haben würde, in den Kampf einzugreifen. Gerade aus diesem Grunde habe man in das Aufbauprogramm an erster Stelle b i e Bombenflugzeuge eingesetzt. Leider frage man sich aber heute noch in zuständigen Kreisen, ob es wirklich notwendig sei, eine starke Flotte von Selten ist ein sportliches Ereignis mit derartiger Spannung erwartet und vom Ausland mit Aufmerksamkeit verfolgt worden, wie die Eröffnung der Kieler Woche 1934. Eine feierliche Flag- genhissung im Olympiahafen leitete den Eröffnungstag der Deutschen Kampfspiele 1934 ein. Von der Bellevue-Brücke richtete der Reichssportführer Begrüßungsworte an die Bevölkerung und an die Segelkameraden auf dem Wasser. Tausende von Zuschauern beobachteten vom Hindenburg-Ufer die Auffahrt der 500 Jachten, hinter denen die im Hafen liegenden Kriegsschiffe einen wundervollen Rahmen abgaben. Nach dem ersten Tage schon hatte man den Eindruck, daß Kiel auf dem besten Wege ist, im internationalen Segelsport bald wieder den alten Platz einzunehmen. Als Auftakt fand ein B e g r ü ß u n g s a b e n d statt, zu dem die Stadt Kiel die Vertreter der 14 auf der Kieler Woche startenden Nationen geladen hatte. Oberbürgermeister Behrens hielt die Begrüßungsansprache. Wir sind stolz darauf, so sagte er, daß die Kieler Woche einen internationalen Charakter trägt. Unter dem Hakenkreuzbanner des neuen Deutschland wird auch sie einen neuen Impuls im Sinne des Nationalsozialismus erhalten. Reichspräsident von Hindenburg, der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsminister Dr. F r i ck, Ministerpräsident Göring haben wertvolle Preise gestiftet. Dann sprach der Reichssportführer von Tscham- mer und Osten. Ich fehe in diesem Moment, jo führte er u. a. aus, keine Deutschen und keine Ausländer, sondern nur Segler schlechthin; denn der Gesamtrahmen der Kieler Woche soll ein durchaus loyaler und kameradschaftlicher sein. Wir haben auf einer guten alten Tradition wieder beste Beziehungen aufzubauen und mit dem jungen Blut eines neuen deutschen Staates unter Führung Adolf Hitlers der Welt zu zeigen, daß wir beide Hände Bombenflugzeugen km besitzen und daß mehrsitzige Kampfflugzeuge nicht genügten. Dazu müsse aber festgestellt werden, daß die Möglichkeit der Kampfflugzeuge für Bombardierungen nur sehr beschränkt fei Es folgt dann aus durchsichtigen Gründen die bei Blättern dieser Art schon zur Gewohnheit gewordene Unterstellung, daß Deutschland Verkehrsflugzeuge habe, die im Handumdrehen in Bomdenflugzeue umgewandelt werden konnten. Auch Italien, England, Rußland und Amerika verfügten über vorzügliche Bombenflugzeuge und deshalb dürfe Frankreich im Interesse seiner Landesverteidigung nicht zurückstehen. Starke Steigerung der Waffenausfuhr aus England London, 16. Juni. (DNB.) Daily Expreß veröffentlicht in großer Aufmachung einen Vergleich zwischen den amtlichen Ziffern der Waffenausfuhren aus England in den ersten fünf Monaten der Jahre 1933 und 1934. Daraus geht hervor^ daß England vom 1. Januar bis 31. Mai 1934 Waffen und Munition im Werte von 2 482 264 Pfund ausgeführt hat gegenüber 1 925 642 Pfund in den entsprechenden fünf Monaten des Vorjahres. Die stärkste Zunahme zeigt sich in den Ausfuhrziffern f u r Torpedos und Unter f e eboo15 m i nen, die von 28 854 auf 85 081 Pfund gestiegen sind. Die Flugzeugausfuhren beliefen sich m den ersten 5 Monaten 1934 auf 724 233 Pfund gegenüber 560 023 Pfund im Vorjahre. Die E m p f a n« g e r dieser Warenlieferungen sind unbekannt, da die englischen Behörden hierüber keine Auskunft geben. Sunday Expreß meldet, daß über Dreiviertel der gesamten englischen Waffenausfuhr in den ersten Monaten 1934 nach Rußland gegangen seien. Die von Rußland gegebenen Aufträge beziehen sich in der Hauptsache auf Maschinengewehre und Munition. Eine Aussprache Mbenirops mit Barthou Oie Abrüstungsfrage emeuf zur Erörterung. Am Sonntag wurde die erste offizielle Versuchsfahrt des Schnelltriebwagens der Reichsbahn, des „Fliegenden Hamburgers" von Berlin nach Köln durchgeführt. Pünktlich zur vorgesehenen Zeit um 12.20 Uhr traf der „Fliegende Hamburger" im Kölner Hauptbahnhof ein. Zuerst entflieg dem Schnelltriebwagen der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft Dr. Dorpmüller. Er bezeichnete die Fahrt des Schnelllrleb- wagens von Berlin nach Köln als einen Markstein In der Geschichte des deutschen Eisenbahnwesens. 575 Kilometer seien ohne Schwierigkeiten in knapp 5 Stunden zurückgelegt worden. Das bedeute eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 und mehr Kilometer. Dr. Dorpmüller stellte in Aussicht, daß schon im nächsten Jahr die Strecke Berlin—Köln in 41 /2 Stunden überbrückt werden könne. Wenn trie fahrplanmäßigen Züge hinter den Schnelltriebwagen zurücktreten müßten und wenn ferner besondere Gleisanlagen für den Schnellverkehr geschaffen würden, so sei es leicht möglich, daß eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometer erreicht werden könne. Die Motoren, die den Schnelltriebwagen fortbewegen, entwickeln 420 PS. Es sei aber der Bau von Schnelltriebwagen geplant mit einer Motorenstärke von 600PS, die natürlich eine noch höhere Geschwindigkeit erreichen würden. Sehr interejsant waren die Ausführungen Dorpmüllers über die wirtschaftliche Seite des Schnelltriebwagenverkehrs. Der Preis für den Brennstoff in Dampflokomotiven fei bedeutend höher als der Preis für den Brennstoff des Schnelltriebwagens; koste doch der Brennstoff- für die Fahrt Berlin—Köln nicht mehr als eine Fahrt zweiter Klaffe. Wenn die Dampfzüge ganz durch Schnelltriebwagen ersetzt wurden, so würde man nicht nur die Zugfolge verdoppeln, man würde auch eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 50 v. H. und dazu eine Ersparnis des Brennstoffes um 25 v. H. erzielen können. — Um 15,04 Uhr trat der „Fliegende Hamburger" die Rückreise nach Berlin an. Die Fahrt, die ohne den fleinffen Zwischenfall verlief und bei sämtlichen Beteiligten das Gefühl weckte, an einem seltenen Ereignis in der Geschichte der Verkehrstechnik persönlich teilnehmen zu können, beweist, daß die Deutsche Reichsbahn mit dem neuen Schnelltriebwagen ein Verkehrsmittel herausgebildel hat, wie es vorläufig fein zweites in der Welt gibt. Die Fahrtleistung ist um so höher zu bewerten, als sie ohne (Störung des fahrplanmäßigen Zugverkehrs abgewickelt wurde, weil der Fahrplan des Schnelltriebwagens so gelegt war, daß der fahrplanmäßige Betrieb auf den Strecken nicht gestört wurde. Trotzdem betrug die Fahrzeit des Zuges nur 4’A Stunden, während der schnellste D-Zug von Berlin nach Köln, der FD 22, mit einer Durchschnittsgeschwindig- jugend und des Nationalsozialismus zu bekennen. Ihr tut das nicht für euch. Es geht nicht um euer privates Glück, sondern um das Glück des einigen Volkes. Diese heutige herrliche Stunde soll uns wieder ein Bekenntnis jein der Treue zu unserer Heimat, zu unserem Vaterland und zu unserem Führer Adolf Hitler." Minutenlang brausten die Heilrufe über das gewaltige Stadion. Reichsminisier Rust betonte dann unter dem Begeisterungssturm der Jugend, daß der Kampf der Jugend um Freiheit und Wahrheit, der Kampf um das neue Deutschland für immer verbunden ist mit dem Namen Adolf Hitler. Ihr müßt Euch stets Eurer eigenen Verantwortung bewußt sein, einer Verantwortung, zu ber Euch das Schicksal zusammengeschmiedet hat. Wir wissen, daß die Revolution sich bei Euch in treuen Händen befindet. Bei Euch werden alle diejenigen an den Unrechten kommen, die von Euch etwas anderes wollen, als b i e große beutfche Volksgemeinschaft. Ihr braucht bie Revolution gegen bie ßebenben nicht zu gewinnen. Euch geht die Revolution der Zukunft an. Die alten Kräfte der Vergangenheit werden auch jenseits der Grenze sterben. Auch dort wächst eine neue Jugend heran. Wir kennen nur eine Fahne, bie Fahne Abolf Hitlers. Wir kennen nur eine Losung, die Losung Freiheit und Brot. Wir kennen keine verschiedenen Konfessionen, wir kennen und erkennen nur eines: Wir sind Deutsche. Die Rede klang in begeisterte Heilrufe au den Führer aus. Zum Schluß nahmen Reichsjugendführer Baldur v. Schirach, Reichsminister Rust und Gauleiter Staatsrat Simon den großen Vorbeimarsch der 50 000 Hitlerjugend ab. feit von 90 km 6V2 Stunden braucht, die normalen D «3 ü g e aber 8 bis 9 Stunden. Die Fahrtteilnehmer waren auch in der Lage, festzustellen, daß der Schnelltriebwagen bedeutende Vorzüge gegenüber normalen FD-Zügen besitzt. Er ist nicht nur in hohem Grade schüttelfrei, sondern er läuft auch viel geräuschloser, als dies bei normalen FD-Zügen der Fall ist. Man hat selbst bei Entwicklung der Höchstgeschwindigkeit des Wagens ein Gefühl absoluter Sicherheit und merkt kaum etwas davon, daß man mit fast der doppelten Geschwindigkeit der normalen D-Züge durch die Landschaft saust. lieber deutsches Schulunaswesen in den Kolonien sprach Kolonialstaatssekretär a. D. Dr. h. c. ß i n ö e q u i ft, der sich besonders kulturellen Fragen ber deutschen Farmer unb Pflanzer zu- roanbte. Die Hauptsache für bie Erhaltung eines gefunben Deutschtums sei bie Erhaltung eines völkischen Schulwesens. Weitere Vorträge befaßten sich mit ber ßage ber kolonialen Wirtschaft, bem hohen Stand der kolonialen Siedlung, der Pflege des kolonialen Gedankens in der Hitlerjugend und ähnlichen Fragen. Begrüßungstelegramme wurden gesandt an den Reichspräsidenten, den Reichskanzler, den Reichsaußenminister, den preußi- jchen Ministerpräsidenten und den Chef der Marineleitung. Den Höhepunkt ber Reichskolonialtagung bilbete eine große öffentliche Kunbgebung am Samstagabenb in ber Nordostseehalle. 25 000 Menschen legten hier das Bekenntnis für den deutschen Kolonialgedanken ab. Unter den vielen Uniformen leuchtete oft das Gelb ber Schutztrup p e heraus, bas Ehrenkleib ber alten Kämpfer für Deutschlands Kolonialgeltung. Unter ben Klängen bes Babenweiler Marsches nahmen über 200 Fahnen ber SA., SS., bes NSDFB., ber HI., bes Kyffhäuserbunbes, Krieger- unb Marinevereine, bes Neichskolonialbunbes u. a. Aufstellung. Sodann marschierte eine Abteilung Schutzpolizei in bie Halle. Reichsstatchalter Ritter von Epp gab feiner Freude darüber Ausdruck, jetzt einen Akt wiederholen zu können, der sich vor kaum vier Wochen in Berlin vollzogen habe, als die Tradition ber Polizeitruppe Ostafrikas an die ßandes- polizei „General Göring" übergeben worben sei. Die zweite Hundertschaft von Kiel übernehme jetzt die Tradition ber P olizei» truppe Kamerun. Polizeigeneral Strecker bankte für bie Trabitionsübergabe. Die Hundert- schaft gelobte, bie Tradition zu pflegen und sich einzusetzen für den kolonialen Gedanken. Anschließend entwickelte Gouverneur 0. D. Dr. OieLustämter nehmen ihre Tätigkeit auf Berlin, 16. Juni. (DNB.) Das ßustfahrtmini- fterium teilt mit: Mit dem 16. Juni nehmen die 16 ßuftämter Berlin, Königsberg, Stettin, Kiel, Breslau, Dresden, Magdeburg, Hannover, Münster, Köln, Frankfurt a. M., Weimar, München, Nürnberg, Stuttgart und D a r m ft a b t ihre Tätigkeit auf. Die Zuständigkeit der bisher mit ßuftfahrt- angelegenheiten betrauten ßandesbehörden ist damit beendet. Anträge, Gesuche usw. wegen Erteilung von Flugzeugführerscheinen, ßuftfahrzeug- zulassungen, Genehmigung von Veranstaltungen, Anlage von Flughäfen u. dgl. sind daher von diesem Zeitpunkt ab nur noch an die zuständigen ßuftämter zu richten. Karin Görings lleberfirhrung und Beisetzung. DNB. Berlin, 17. Juni. Am Mittwoch, 20. Juni, erfolgt die Beisetzung Karin Görings in ber Gruft, bie Hermann Göring in der Einsamkeit ber Sch 0 rfheibe für feine treue Gefährtin bei Karinhall geschaffen hat. Dem Adjuvanten des preußischen Ministerpräsidenten und Reichsluftfahrtministers, Major Bodenschatz, der als ehemaliger Gefchwaderadjutant Hermann Görings dessen Trauzeuge war, ist die ehrenvolle Aufgabe zuteil geworden, den Sarg Karin Görings aus Schweden in ihre zweite deutsche Heimat, für die sie an der Seite ihres Gatten so viel gekämpft und gelitten hat, zu überführen. Hermann Göring Uhr Ge- Ge- oder 5. Angeklagter Berg 750 RM. Geldstrafe oder Gegen den 70jährigen Angeklagten Wittreck wird gemäß dem Antrag des Generalstaatsan- 7. H 0 ltz 6 Monate Gefängnis, Schartzkopff 4 Monate Fahrenheim 3 Monate Jahresversammlung -es Llmversitätsbundes Marburg 4. Bestimmungen üb-er die Art, Höhe und Einziehung von Bußen, wenn solche vorgesehen werden. Gemäß § 28 S. 1 AOG. sind Bußen jedoch nur zulässig, wenn Verstöße gegen die Ordnung oder die Sicherheit des Betriebes oorliegen. Geldbußen dürfen die Hälfte des durchschnittlichen Tagesarbeitsverüienstes nicht überschreiten; für erhebliche bestimmt zu bezeichnende Verstöße können jedoch Bußen bis zum vollen Betröge des durchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes vorgesehen werden; die Bußgelder sind zum Besten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" 1. Angeklagter 2. Angeklagter fängnis, 3. Angeklagter fängnis, 4. Angeklagter notwendig es für die gesunde Entwicklung des reifenden jungen Menschen ist, daß er neben der Familie und der Schule in einer ihm ge- mäßen und von ihm selb st ge st alteten Gemeinschaft sich auswirken kann. Gern haben sie ihre Kinder an Veranstaltungen teilnehmen lassen, deren oolks- und jugenderzieherischer Wert von ihnen voll anerkannt wird. Sie haben die Sorgen, die sich aus der zeitlich einen erheblichen Umfang annehmenden außerhäuslichen Beanspruchung der Jur-end im vergangenen Jahr ergeben haben, zurückgestellt, da ihnen wohl bewußt war, welche Schwierigkeiten die Ausweitung eines solchen Werkes, wie es die Jugendarbeit in der Gegenwart dar- stellt, in den Anfängen mit sich bringt und wie gewisse Unzuträglichkeiten der Uebergangszeit in Kauf genommen werden müssen. Umso dankbarer sind wir, daß Sie in ihrer Verbundenheit mit uns als Vater die entstandenen Schwierigkeiten gebannt und der Familie wie der Jugend das gegeben haben, was beiden zur Pflege und Förderung der in ihnen ruhenden Werte im Interesse unseres gesamten Volkes als zeitlicher Rahmen notwendig ist. Sie dürfen, hochverehrter Herr Minister, versichert sein, daß von uns alles geschehen wird, um dem Sinn der von Ihnen getroffenen Maßnahmen zur Erfüllung zu verhexen und besonders die Jugend dazu 3 Wochen Gefängnis, 6. Angeklagter Pagel wird frei gesprochen, da seine unmittelbare Beteiligung an den Straftaten der übrigen Angeklagten nicht festzustellen ist, ■ Aufsehen erregt, da die Tatsache bekannt ist, daß der sozialdemokratische Schutzbund seine Tätigkeit im Geheimen fortsetzt und zahlreiche schwere Attentate der letzten Wochen auf die Tätigkeit geheimer Terrorgruppen des „Schutzbundes" zurückzuführen sind. Man fragt sich, welche Gründe die Regierung veranlaßt haben, g e r a de im gegenwärtigen Augenblick die Freilassung der sozialdemokratischen Führer ins Auge zu jassen und erörtert besonders die Frage, wieweit hierbei ausländischer Einfluß mitentscheidend gewesen ist. Sieben mecklenburgische Pastoren verurteilt. umfang der letztjäh rigen Ernte erreichen. Angesichts dieser Lage und der durch den Devisenmangel bedingten Notwendigkeit, die Futterversorgung in größtmöglichstem Umfang aus eigner Erzeugung zu sichern, hat die bisher zur Entlastung des deutschen Hafermarktes erforderliche Ausfuhr von Hafer im Austausch gegen Mais und Gerste ihren volkswirtschaftlichen Sinn verloren. Die Reichsregierung hat deshalb vorsorglich dieHaferausfuhrabl 5. Junigesperrt. Um Uebergangsschwierigkeiten zu vermeiden, ist bestimmt worden, daß Ausfuhrscheine zur Ermöglichung der Ausfuhr von Hafer auch in Form von Müllereierzeugnissen aus Hafer, wie bisher erteilt werden dürfen, wenn der Beweis erbracht wird, daß diese Ausfuhr auf Grund von Verträgen erfolgt, die vor dem 16. Juni 1934 abgeschlossen waren. Gnadenaktin Wollersdorf. — Aber nur für Sozialdemokraten. 3. Es ist festzulegen, innerhalb welcher Fristen und an welcher Stelle Einsprüche wegen Nichtübereinstimmung des bezahlten Arbeitsentgeltes geltend gemacht und Einsprüche gegen fehlerhafte Berechnung des Arbeitsentgeltes berücksichtigt werden. 4. Es ist festzustellen, innerhalb welcher Fristen die Gründe für eine Arbeitsbehinderung durch Krankheit oder sonstige Umstände der zuständigen Betriebsstelle anzuzeigen sind und innerhalb welcher Zeit erkrankte Betriebsangehörige eine ärztliche Krankhej^sbescheinigung vorzulegen haben. 5. Die Form der U r l a u b s r e g e l u n g ist in ihren Grundzügen festzulegen. 6. Es sind Bestimmungen über die Verhütung von Betriebsunfällen aufzunehmen. 7. Jeder Unfall ist sofort von dem Verletzten oder, falls dieser dazu nicht in der Lage ist, von dem Unfallzeugen dem Betriebsführer oder dessen Beauftragten zu melden. 8. Aufzunehmen ist ein Hinweis auf den obersten Grundsatz gegenseitigen Vertrauens in der B e t r i e b s g e m e i n - schäft, der Quertreibereien, Mißgunst und Nörgeleien unter den Arbeitskameraden und gegen die Anordnungen des Betriebsführers nicht zuläßt. Weiterhin ist ein Aufruf an alle Betriebsangehörige zur Mitarbeit an den Verbesserungen der B e tr i e b s e i n r i ch t u n - gen empfehlenswert. Am Sonntag traf die Gattin des Schahs von Persien mit Begleitung, über Neu-Bent- schen kommend, in B e r li n ein und setzte ihre Reise nach Basel fort, um sich zu einem längeren Aufenthalt nach der Schweiz zu begeben. Ein Mitglied des Auswärtigen Amtes begleitete die Königin auf ihrer Durchreise durch Deutschland. In Berlin wurde ihr im Auftrage des Herrn Reichspräsidenten ein Rosenstrauß überreicht. * Don Venedig kommend trafen Prinz und Prinzessin Kaya von Japan mit Gefolge in München ein. Das Prinzenpaar wird einige Tage in München weilen, die Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Umgebung besichtigen und dann eine größere Reise durch Deutschland mit dem näch- sten Ziel Berlin antreten. ♦ Bei einem Besuch der Marinestation Tiscornia wurde auf den kubanischen Präsidenten Mendieta ein Bombenanschlag verübt. Der Präsident wurde an der Hand leicht verletzt; ein ihn begleitender Offizier wurde getötet. Mehrere Personen erlitten Verletzungen. In Havanna haben Kommunisten einen Feu er überfall auf die faschistische ABC-Organifation verübt, bei dem dreizehn Personen getötet und 60 verwundet worden sind. Zwei Stunden lang war in den Straßen der Hauptstadt Kubas eine regelrechte Schlacht im Gange. Drei Todesstrafen im Prozeß wegen Ermordung der Berliner Polizeihauptleute beantragt. Berlin, 15. Juni. (DNB.) Im Mordprozeß wegen der Erschießung der beiden Polizei- Hauptleute Anlauf und Lenk beantragte der Staatsanwalt folgende Strafen: Gegen die Angeklagten Michael Klause, Friedrich B r ö d e und Max Mattern wegen Mittäterschaft beim gemeinschaftlichen Mord die Todesstrafe und den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Wegen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord gegen die Angeklagten Wichert und Zachow je 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Gegen Schünke 12 Jahre Zuchthaus und-10 Jahre Ehrverlust, gegen Balzer 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen Berthold 5 Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen B r o l l und H o l z je fünf Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Rudolf Konrad 4 Jahre Zuchthaus und 4 Jahre Ehrverlust, gegen Frau Hildegard Mattern wegen Begünstigung 10 Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt beantragte ferner, das Verfahren gegen die Angeklagten Kuntz und Tuhnert ein- zustellen. Bei Kuntz tritt die Amnestie vom Dezember 1932 in Kraft, während Tuhnert bereits im Zusammenhang mit den Bülow-Platz-Ereignissen vor längerer Zeit wegen Waffenvergehens verurteilt worden ist. Den Angeklagten Walter Säße beantragte der Staatsanwalt freizusprechen. Richtlinien des Treuhänders für eine Betriebsordnung. Wettervoraussage. Da sich das östliche Hochdruckgebiet nach den Babkanländern hin bewegt, kommen wir an seine Nordseite zu liegen, so daß westliche Winde vor- herrschen und feuchtere Luft nach dem Festland be- fördert wird, die Anlaß zu lokal bedingten Ge- witterstörungen geben kann. Im großen und ganzen wird aber das heitere und trockene Wetter noch anhalten und die Temperaturen werden tagsüber weiterhin recht hohe Werte erreichen. Aussichten für Dienstag: Heiter, jedoch zeitweise auch bewölkt, tagsüber heiß, aufkommende Neigung zu Gewitterstörungen. Aussichten für Mittwoch: Teils heiter, teils bewölkt, weiterhin Neigung zu Gewitter- störung. Lufttemperaturen am 17. Juni: mittags 28,6 Grad Celsius, abends 17,9 Grad; am 18. Juni: morgens 15,1 Grad. Maximum 29,8 Grad, Minimum 7,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Juni: abends 25,7 Grad; am 18. Juni: morgens 19,2 Grad. — Sonnenscheindauer 15,3 Stunden, „ Ohse 1000 RM. Geldstrafe 1 Monat Gefängnis, des Arbeitsoerhältnisses ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist erfolgen darf, soweit es nicht bei den gesetzlichen Gründen bewenden soll. 6. Die Verwendung der durch rechtswidrige Auflösung des Arbeitsoerhältnisses verwirkten (Entgelt« betrüge, söweit die Verwirkung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, in der Betriebsordnung oder im Arbeitsvertrag vorgesehen ist. B. Soweit in Sondergesetzen oder Verordnungen Vorschriften über den zwingenden Inhalt der Arbeitsordnung enthalten sind, die über die Vorschriften des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit hinausgehen, sind diese Bestimmungen in die Betriebsordnung aufzunehmen. waltes auf Grund des Paragraphen 153 Abs. 1 und 3 das Verfahren eingestellt mit Rücksicht auf das hohe Verdienst, das sich der Angeklagte als Auslandsdeutscher um das Auslandsdeutschtum erworben hat. Nie Ermordung des polnischen Innenministers. Der Täter noch nicht ergriffen. Warschau, 16.Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Nachricht, daß der Mörder des polnischen Innenministers P i e r a ck i bereits verhaftet worden sei, wird nicht b e st ä t i g t. Sie dürfte darauf zurückzuführen sein, daß in einem Hause der Okolnikstraße der Mantel und der Hut des Täters gefunden wurde. Der Attentäter hat außer dem Revolver, aus dem die tödlichen Schüsse abgegeben wurden, auch noch eine Bombe geworfen, die offenbar infolge eines Konstruktionsfehlers nicht explodierte. Zu Ehren des ermordeten Innenministers fand am Sonntag eine große Trauerkundgebung C. lieber die gesetzlichen Mindestvorschriften hinaus können in die Betriebsordnung Bestimmungen über die Höhe des Arbeitsent- g e l t e s, die fonftigen Arbeitsbedingungen, die Ordnung des Betriebes, das Verhalten der Beschäftigten in den Betrieben und die Verhütung von Unfällen ausgenommen werden. Insbesondere schlage ich die Aufnahme der folgenden Bestimmungen in die Betriebsordnung vor: 1. Klare Anordnung über die Betriebsstätte, den Beginn des Arbeitsverhältnisses (Beibringung der Arbeitspapiere ufw. bei der Einstellung) und seine Beendigung (genaue Festlegung der gegenseitigen Kündigungsfristen). 2. Es ist sestzustellen, daß eine E i n st e l l u n g auf Probe und zur Aushilfe zu ihrer Wirksamkeit schriftlich vereinbart werden muß; desgleichen innerhalb welcher Zeit sich ein derartig befristetes Arbeitsverhältnis von selbst in ein ordentliches Arbeits- oder Dienstverhältnis umwandelt. Schwerin, 16. Juni. (DNB.) Das Urteil des Schweriner Sondergerichtes im Prozeß gegen sieben mecklenburgische Pfarrer, die wegen Vergehens gegen Paragraph 110 StGB. (Widerstand gegen die Staatsgewalt, öffentliche Aufforderung zum. Ungehorsam) in Verbindung mit Paragraph 3 Äbs. 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung vom 21. März 1933 angeklagt waren, wurde am Freitag abend gegen 21.30 *" gefällt. Es lautet: wird gemeinsam mit dem alten Freund der Familie Staatssekretär Körner den Sarg seiner verstorbenen Frau in der Morgenstunde des 20. Juni im Hafen von Saßnitz erwarten und ihn dann im fahrplanmäßigen Schwedenzug bis Eberswalde be- Scu Cn‘ ° Uljr wird dann am 20. Juni eine Ehreneskorte der Landespolizeitruppe „General Goring" den Sara von Eberswalde nach Karinhall überführen, roo Die Beisetzung im engsten Kreise erfolgt. auf dem Marschall-Pilsudski-Platz statt. Abordnungen sämtlicher Krieger-, Legionär-, Schützen- und sonstiger Militärverbände marschierten mit umflorten Fahnen auf. Der Präses des polnischen Kriege teilnehmeroerbandes General G o r ck i würdigte die Verdienste des Toten um den Staat. Dann zogen die Verbände durch die Stadt zum Belvedere, wo P i l s u d s k i eine Huldigung dargebracht wurde. Dem Marschall wurde unverbrüchliche Treue gelobt. Der Umzug nahm drei Stunden in Anspruch. In allen größeren Städten Polens wurden ähnliche Trauerkundgebungen veranstaltet. Der polnische Staatspräsident hat den Ministerpräsidenten Kozlowski zum Innenminister ernannt. Oie Gaarabstimmungs- kommisiion. Genf, 16. Juni (DNB.) Auf Vorschlag des Dreierkomitees hat der Präsident Des Dölkerbunds- rats zu Mitgliedern der Abstimmungskommission für das Saargebiet bestimmt: Den Schweizer Victor Henry, Kommissar des Berner Jura und Präfekt des Bezirkes Pruntrut; den Holländer D. d e Jong, früheren Eisenbahningenieur und Bürgermeister von Samarang (Java), früheren Generaldirektor der Regierungsunternehmungen und öffentlichen Arbeiten in Niederländisch - Indien; den Schweden Alan Rhode, früheren Vorsitzenden der juristischen Abteilung des Außenministeriums in Stockholm, Gouverneur der Provinz Gotland. Als technische Sachverständige wurde der Kommission die Amerikanerin Miß Sarah Wambaugh beigeordnet, die nötigenfalls auch ein Mitglied der Kommission vertreten kann. Miß Wambaugh war Vertreterin der peruanischen Regierung bei der Vorbereitung der Abstimmung von Tacna und Arica und ist die Herausgeberin verschiedener Schriften über die nach dem Kriege stattgefundenen Abstimmungen. Kleine politische Rachrichten. Sonderverhandlungen Deutschlands mit der Schweiz über das Transferproblem haben zu einer vorläufigen Einigung geführt. Deutschland hat die Sistierung der Einzahlungen auf das Sonderkonto bei der Schweizerischen Nationalbank wieder aufgehoben. * Pg- Ernst Otto Lehmann, Abteilungsleiter des Amtes „Handel" der NS.-Hago in der Obersten Leitung der PO., wird mit sofortiger Wirkung zum Führer der Reichsbetriebsgemein- schäft „Handel" in der deutschen Arbeitsfront ernannt. Berlin, 16.3uni. (DNB.) Der Reichsprä s i d e n l hak auf Vorschlag des Reichskanzlers den I und preußischen Iustizminisler Serrl zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt Der Reichskanzler wird den Reichsminister ohne Geschäftsbereich furrl mit Aufgaben allgemeiner Art und mit Sonderaufträgen betrauen. Minister kerrl verbleibt in feinem Amt als preußischer Staatsminister und damit Mitglied des preußischen Kabinetts. Von seinem Amt als preußischer Justiz- minister hat der Reichskanzler den Minister fierrl auf dessen Antrag und auf Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten entbunden. Gleichzeitig hat der Reichskanzler den Reichsminister der Justiz Ie„ mung der Geschäfte des preußischen 1. Anfang und Ende der regelmäßigen Juslizministers beauftragt. täglichen Arbeitszeit und der Pausen; Seitdem Ministerpräsident Göring durch das Der- 2- Zeit und Art der Gewährung des Ar- trauen des Reichskanzlers an die Spitze der preußi- beitsentgeltes; hier sind die Dauer der Lohn- schen Staatsregierung gestellt worden ist, hat er bZw. Gehaltsperiode, die Tage, an denen das Ar- fich unablässig bemüht, die Vereinheitlichung beitsentgelt ausgezahlt wird, sowie die vom Ar- u n d ErneuerungdesReichesim national- beitsentgelt zu erhebenden gesetzlichen Abzüge anzu» sozialistischen SiNne von Preußen aus voranzutrei-! Leben. den. In dieser Richtung lag die vor kurzem auf 3- Sofern im Betrieb im Akkord oder Gedinge Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten er» gearbeitet wird, die Grundsätze für die Berechnung folgte Beauftragung des Reichsministers des In- der Akkord- und Gedingearbeit; bei Vorliegen einer nern Dr. Frick mit der Wahrnehmung der (Be- r a r H 0 r b n u n g sind zweckmäßigerweise die schäfte des preußischen Ministers des In- diesbezüglichen Bestimmungen der Tarifordnung in nern. In derselben Richtung liegt der nunmehr die Betriebsordnung zu übernehmen. Besteht eine vom Ministerpräsidenten Göring dem Reichskanzler Tarifordnung nicht, so muß die Betriebsordnung unterbreitete und von diesem angenommene Vor-1 die Bestimmungen enthalten, daß die Festsetzung der schlag, die Justizverwaltung des Reiches Akkorde in der Weise erfolgt, daß ein Arbeiter mit derjenigen Preußens in der Spitze zu o e r - durchschnittlicher Leistungsfähigkeit unter normalen binden. Arbeitsbedingungen ... v. H. über den Stundenlohn X— seiner Berufs- und Altersklasse verdienen kann. t>0t1 popcn auf Vir Aenderung bestehender Akkordsätze nach oben ober unten erfolgt nur wegen Veränberung der technischen Voraussetzungen ober wegen nachweislich falscher Voraussetzungen bei ber Errechnung der Akkordsätze. Wien, 16. Juni. (DNB.) Die österreichische Regierung hat den Aufenthalt der im Konzentrationslager Wölkersdorf befindlichen Sozialdemokraten zeitlich begrenzt. Eine Reihe von sozialdemokratischen Führern hat bereits die Mitteilung erhalten, daß sie im August auf freien Fuß gefetzt werden. 20 Sozialdemokraten sind entlassen worden. Dieser Schritt der Regierung hat M a r b ur g, 17. Juni. (LPD.) Der Unioer- fitätsbunb Marburg trat zu seiner 14. Jahresversammlung zusammen. Der Vorsitzende, Geheimrat Dr. h. c. Häuser- Höchst, wies darauf hin, daß die Universitäten sich eingefügt hätten in den nationalsozialistischen Staat. Der Bund sei der Ansicht, daß er auch in der neuen Zeit volle Bedeutung für Universität und Volksgemeinschaft habe. Er werde auf seiner bisherigen Basis zum Wohle der Universität Weiterarbeiten. — Dem Iah- '-LV.? ü» Ä" - — ........... werbungsaktion bei den Alten Herren ber Marburger Korporationen hatte ben Erfolg, daß anzuhalten, s i ch dessen würdig zu er- 100 neue Mitglieder geworben werden weisen, was ihr an Vertrauen und Hoffnung konnten. In 14 Bundesgruppen wurden 46 Vor- seitens der Staatsführung durch die Einrichtung träge von 24 Dozenten gehalten. Der Bund trat eines Staatsjugendtages entgegengebracht wird." weiter als Mittler zum Bau eines 120 Studenten , fassenden Unterkunftshauses der Uni- (321. Hilst bei Einvr nquna versitätsgeländesportschule in Neuhöf bei Marburg auf, die am 9. Juni ber Universität Der Ernte, übergeben wurde. Im vergangenen Jahre veraus- „ gabte ber Bunb als Beihilfe zu wissenschaftlichen M ü n ch e n, 16. Juni. (DNB.) Die Oberste SA.- Zwecken 18 600 Mark. Für gleiche Zwecke im Jahre Führung erläßt folgenbe Anorbnung: 1934 bewilligte bie heutige Verwaltungsratssitzung Mehrere Landesbauernführer haben der Obersten 16 000 Mark. ' SA.-Führung mitgeteilt, daß t e i l w e i s e g r o ß e r Den Höhepunkt ber Jahresversammlung bilbete Mangel an la nbwirtsch östlichen Ar- eine große Rebe bes Vizekanzlers von Pa-beit ern besteht. Dieser Mangel darf nun nicht pen über „Die Ziele der deutschen Revolution". Der durch unzweckmäßig en SA. - Dien st noch Rektor ber Philipps-Universität, Professor Dr. " er.gr o.ßert werden. Die diesjähre Ernte wird Bauer, dankte dem Vizekanzler. Er wies darauf an sich nicht besonders günstig ausfallen. Es muß hin, daß in der nächsten Woche an allen Hochschulen daher alles daran gefetzt werden, daß nicht auch die Arbeit für die Gemeinschastsfront Student-Ar- noch ein Teil infolge Mangel an Arbeitskräften beiter eröffnet werde, um den Studenten als fozia- verloren geht. Ich erwarte daher von listifchen Vorkämpfer für bie Umgestaltung des a l l e n SA. - D i e n st st e l le n, baß sie burch sozialen Lebens zu schulen. Die Universität Mar- entsprechen be (Einteilung des Dien- bürg werde in diesem Kampf in die vorderste N e a us demLande dieser Notlage der Bauern Front zu kommen suchen. Re chn u n g tragen und daß sich nötigenfalls je* i i * die SA. zur raschen und sicheren Einbringung ©er Giaatsmqenoiag. der Ernte zur Verfügung stellt. - , „ . ’ t . Der Stabschef. I. V.: v. Kr äusser. Der Evangelische Rerchselternbund an den e e <. - ' Reichserziehnngsminister. HaseMUSfUhr gesperrt. Berlin 16. Juni. (DNB.) Der Evangeli- Verträge können eingehalten werden, s ch e R e i ch S e l t e r n b u n d hat an Reichsminister m x . Ruft ein Schreiben gerichtet, in dem er den Dank , Jn'r J®’ (D^B^ Die Hafer- und bie freudige Zustimmung der Elternschaft du befta"J\e nad> Borratserbebungen ber in ber Münchener Reke angekündiqten E i n - Deutschlanb gegenwärtig etwa ebenso groß wie im richtung bes Staats jugenbtages unb ^rjabre also n o ch sehr be rach lich. Die ber Bestimmung bes Sonntags zum kommende Haferernte wird jedoch infolge der Tag der Familie bezeugt. „Väter und Müt-1 Trockenheit keinesfalls den Rekordum- ter," fo heißt es in dem Schreiben, „wissen, wie Gemäß § 32 ADG. gebe ich als Treuhänder ber älrbeit für bas Wirtschaftsgebiet Hessen nachstehenb Iustizminister Kerrl Reichs- Inungen bekannt: Diese Richtlinien sollen freilich nur Minister ohne Geschäftsbereich. st e h e n b e s Schema für bie Abfassung einer Be- Reichsjustizminister Dr. Gürtner mit der bÄfTe9 fcXn T WahrnehmungderGeschastedespreutzischen durch engstes Zusammenwirken zw?- Justizministers beauftragt. Betriebsführer unb Gefolgschaft joroie burd) freien Meinungsaustausch im Vertrauenrat alle bie Formen gefunben unb festgelegt werden, die der Eigenart des betreffenden Betriebes entsprechen. Den sozialen unb wirtschaftlichen Belangen jeber betrieb s gruppe ist nach gewissenhafter Beratung im Vertrauensrat bei ber Formulierung ber einzelnen Bestimmungen für bie Betriebsordnung R e ch- nung z u tragen. Die Gefolgschaft hat einer so gestalteten Betriebsorbnung, bie bem nationalsozialistischen Gedanken der Arbeitsgemeinschaft eines jeden Betriebes Rechnung trägt, nach den Grundsätzen der Treuepflicht und der Disziplin unbedingte Folge zu leisten. Treuhänder der Arbeit für das Wirtschafte gebiet Hessen, gez. D r. Lü e r. A Nach dem Gesetz zur Ordnung der nationa- -a Arbeit sind folgende Minde st Vorschriften Oberheffen Preußen In treuer Kameradschaft stehen wir an dem Grabe unseres a lieben Kameraden Wilhelm Belloff aus Beuern den der Tod so jäh aus unserer Mitte genommen hat Rödgen, den 18. Juni 1934. Der Führer desUnterbannes2/116 der Hitlerjugend Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juni, nachm. 2 Uhr statt Wilhelm Schneider. 3638 D Groben-Buseck, den 18. Juni 1934. 3631 D 3628 D Statt Karten lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Lollar i?.3uni 1934 3639 0 lUIIIIUlimHIIIIIIIHIIIinillllllllllllllllllllllllUlllllllIHHIlIHHIHIIlIHlIHni in 6i lie an toi lei to V Ql ict vl 2 ü tt u ei S n v ° b e € ei C le „Kraft durch Freude* zu gewähren. In diesem Jahre finden Arbeiter Berücksichtigung, die bereits 25 und mehr Jahre im Betrieb beschäftigt sind. Die ersten Urlauber fahren am nächsten Samstag zur Insel Usedom (Heringsdorf), wo sie acht Tage verbleiben. — Die Heuernte konnte mit der ablaufenden Woche fast allgemein beendet werden. Nur vereinzelt ist noch etwas Heu einzubringen. Infolge der lang anhaltenden Trockenheit macht sich der Mangel an Grün futter bereits bemerkbar. Der zweite Klee ist nicht nachgewachsen und die früh gemähten Wiesen sind von der Sonne verbrannt. Die Bauern mit größerem Viehstand sehen den kommenden Wochen nicht hoff- nungsfroh entgegen. Ein tüchtiger Regen könnte noch Wunder wirten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen, für die Kranzspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir innigen Dank. Familie Wagner und Rau Salzböden, den 16. Juni 1934. Büdingen ein eigener Dollziehungsbeamte bestellt werden. Kreis Schotten. * Gedern, 16. Juni. Gestern ertrank beim Baden im Gederner See infolge eines Herzschlags ein Hitlerjunge aus Beuern bei Gießen. * Ober-Schmitten, 16. Juni. Wie erst jetzt bekannt wird, hat auch die Betriebsleitung der Moufangschen Papierfabrik, die ihrer Arbeiterschaft schon immer sehr viel soziales Entgegenkommen zeigte, sich entschlossen, alljährlich je 10 Leuten ihrer Belegschaft kostenlose Reisen mit den Urlauberzügen der NS.- Gemeinschaft DienStaa, den 19. Juni 1934, 14 Uhr, sollen im „Löwen", hier, Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) Zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 1 Bohner-, 1 Roto-, 1 Notzhaarzupf- und Schreib» maschine(n), Lndenkassen, eine Bandschleifmaschine mit Motor, Kassenschränke, 1 Motor,Radios, Klaviere, 366 Rollen, verschied. Tapeten, Pelzmützen, Badeöfen, 1 Friseur-Ladeneinrichtung, eine Schleifbank, 1 Nivellierinstrum^ IGrammovhon, Schnellwaagen, Stoffe, 1 Pritschenwagen. 36?oD Bestimmt: 1 Registrierkasse, eine Dampfmaschine 2 PS, 2 Nachttischlampen, Warenschränke, Regale und Theken, noch neu. Scharmann,Gerichtsvollzieher k.A. Gießen, Walltorstr. 48, Tel. 3108. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verligs- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher14 Hugo BermOhler Verlag - Berlln-Llchterfelde Revolution den Ehrentitel einer revolutionären Studentenschaft erkämpft. Sie wird es sich jetzt zur Aufgabe stellen, den Ehrennamen einer sozialistischen Studentenschaft zu erwerben. Sie wird in einer Front mit dem Arbeiter den sozialistischen Typ jenes deutschen Menschen schaffen, mit dem die Zukunft des Gesamtvolkes auf Gedeih und Verderb verbunden ist. Die Verwirklichung der deutschen Volksgemeinschaft wird in weitem Umfang davon abhängen, daß Studenten- und Arbeiternachwuchs eine gemeinsame sozialpolitische Erziehung erhalten. Beide müssen zum Träger des deutschen Sozialismus werden und in ihren sozialpolitischen Ansichten darf es keinen Unterschied mehr geben. Es darf in Zukunft kein Student mehr die Hochschule verlassen, der nicht Sozialist ist. Lassen Sie mich namens der Frankfurter Studentenschaft in dieser Stunde das Gelöbnis ablegen: „Wir werden die wenigen, die heute noch nörgeln oder nicht verstehen können, davonjagen und unermüdlich mit Ihnen an unsere höchste und größte Gegenwartsaufgabe, die Vollendung des deutschen Sozialismus, gehen und all unser Handeln unter das Motto stellen: Student und Arbeiter feien eins." Der Landesobmann der NSBO., Pg. Becker, zeigte auf, daß im Weltkrieg der Grundstock zu dem deutschen Sozialismus gelegt worden fei. Deutscher Sozialismus ei tiestf empfangene Kameradschaft. Im Schützengraben vor Langemarck seien alle Standesunterschiede verschwunden. Dort sei die Saat gelegt worden, die erst unter Hitler zur Reife gelangen konnte. Es sei gerade bei den Intellektuellen und Akademikern notwendig, daß sie große Ideen erleben lernten, an Stelle ihrer wissenschaftlichen objektiven Betrachtung. Der Arbeiter mit seinem natürlichen Empfinden habe daher auch die Idee des Führers zuerst begriffen. Die deutsche Jugend, Student und Arbeiter hätten die Aufgabe, jeder an seinem Platze, dafür zu sorgen, daß unser Vaterland seinen Platz an der Sonne für alle Zeiten behalte. Dem Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley und dem Führer der Reichsschaft Deutscher Studierender wurden von dieser Bündniskundgebung Treuetelegramme gesandt. 350 Jahre „Hohe Schule" zu Herborn LPD. Herborn, 16. Juni. Die „Hohe Schule" zu Herborn, das Theologische Seminar der Evangelischen Kirche in Nassau, kann in den ersten Augusttagen dieses Jahres auf ein 3 50- jähriges Bestehen zurückblicken. Für die Jubiläumsfeier ist folgendes Programm vorgesehen: Es ist in Aussicht genommen, am Sonntag, den 5. August, in der evangelischen Kirche zu Herborn einen Festgottesdienst zu halten, bei dem voraussichtlich Landesbischof Lic. Dr. Dietrich predigen wird. Der Nachmittag soll frei bleiben, um den Gästen von auswärts Gelegenheit zuyi Wiedersehen und zur Aussprache zu geben. Abends soll P l a tz m u s i k auf dem Marktplatz stattfinden. Montag, den 6. August, vormittags 10.30 Uhr, wird in der neuhergestellten Aula der Hohen Schule eine akademische Feier die Spitzen der Behörden mit den Gästen von auswärts, vor allem mit den früheren Schülern des Seminars, vereinigen. Die Todes-Anzeige. Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden wurde am Samstagnachmittag unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante Frau Katharine Becker Wwe. geborene Hom im Alter von 81 Jahren durch einen sanften Tod von Gott dem Herrn heim gerufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Darlehen langfristig, unkündbar zu günstigen Bedingungen durch Kyffhäuser-Finanzierungs-Ges. m. b.H. Nürnberg. Unter Reichsaufsicht stehend. Kostenlose, unverbind- licheBeratung durchMaxHansen, Ostlar, Hauvtstraste 49. IsaisV llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Feierstunde wird mit einer Festrede und Begrüßungen ausgefüllt sein. Für Montag abend ist eine große Festversammlung für die Bürgerschaft vorgesehen, wenn möglich im Freien, auf dem Kornmarkt, bei der Szenen aus dem Studenten- und Bürgerleben vergangener Tage dargeboten werden, daneben musikalische und gesangliche Vorträge. Eine Gedenkausstellung, wahrscheinlich im Rathaussaal, wird die wichtigsten Bilder, Urkunden, Drucke aus der Zeit der Hohen Schule weiteren Kreisen zeigen. Die gesamten Vorarbeiten werden vom derzeitigen Direktor des Predigerseminars, Professor D. Schlosser- Herborn, geleitet. Nicht ausgeschlossen erscheint, daß auch der Reichsbischof L. Müller an der Feier teilnimmt. Oie erste Kinder-Landverschickung im Gau Hessen-Nassau. LPD. 5 r a n E f u r t a. TO., 16. Juni. Di- Kinder- Landverschickungsaktion der NS.-Volkswohlfahrt hat gestern im Gau Hessen-Nassau ihren Anfang genommen. Vom Frankfurter Hauptbahnhof aus fuhren etwa 900 Kinder aus Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Hanau und Worms i m Sonderzug nach Oberschlesien, um dort auf dem Lande Erholung und Stärkung zu finden. Die Verabschiedung der Kinder erfolgte in feierlichem Rahmen. Nachdem sich die von auswärts eingetroffenen Kinder mit den Frankfurter Kindern und deren Eltern vereinigt hatten, hielt auf dem Platz vor der Nordseite des Hauptbahnhofs der Gauamtsleiter der NSV. Bürgermeister Haug eine kurze Ansprache an die Kinder, in der er darauf hinwies, daß so wie beim Winterhilfswerk es auch heute Aufgabe jedes Nationalsozialisten sei, den Sozialismus der Tat bis in die letzte deutsche Hütte hineinzutragen. Die Kinder sollten in jeder Stunde daran denken, daß das nur möglich sei, weil Deutschland in zwölfter Stunde ein Retter in der Person des Führers gekommen sei. Der Adjutant des Gauleiters Pg. S t ö h r überbrachte die Glückwünsche des Gauleiters, der im Geiste mit den Kindern in deutsche Lande hinausfahre. Er erwarte von ihnen, daß sie sich für die Aufgaben und die Arbeit, die sie dereinst leisten sollen, draußen auf dem Lande stärken. Der nationalsozialistische Staat habe einzig und allein die Fürsorge für das körperliche Wohl des kostbarsten Gutes, das er besitzt, seiner Jugend, auf sich genommen. Er könne keiner Institution die Fürsorge für die deutsche Jugend überantworten. Der nationalsozialistische Staat nehme diese Fürsorge auf sich aus Liebe zum Volk und zum Vaterland. Jeder junge deutsche Mensch müsse daran denken, daß sein vornehmstes Ziel und seine vornehmste Aufgabe der Dienst an seinem Volke ist. Daß wieder Hoffnung in die Herzen der jungen deutschen Generation eingezogen sei, das danken wir dem Führer Adolf Hitler. Zum Schluß rief der Vertreter des Gauleiters den Kindern ein „Glückauf!" zu fröhlicher Fahrt zu, worauf unter Vorantrjtt eines Jungvolk-Spiel- mannszuges der Einmarsch in den Bahnhof erfolgte. Schnell waren die Kinder, denen die Freude aus den Augen leuchtete, in den Abteilen untergebracht, und um 11.30 Uhr setzte sich der Zug unter den Klängen des Spielmannszuges und dem Tücherwinken der Eltern in Bewegung. Nach etwa sechswöchigem Aufenthalt in Oberschlesien werden die Kinder wieder in der Heimat eintreffen. Nie Bündniskundgebung Student und Arbeiter in Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 16. Juni. Im überfüllten Hippodrom fand gestern abend die große Bündniskundgebung zwischen der Frankfurter Studentenschaft und der NSBO. statt. Der Führer der Frankfurter Studentenschaft E. Conrad führte in seiner Rede u. a. aus: Die Frankfurter Studentenschaft hat sich im Jahre der nationalsozialistischen Tagung des Kreisverbandes Schotten vom Hessischen Gemeindetag. Schotten, IQ. Juni. Gestern fand im Rathaussaal zu Schotten eine Tagung des Kreisverbandes Schotten des Hessischen Gemeindetages statt. Alle Gemeinden des Kreises waren vertreten, das Kreisamt durch Kreisdirektor Zürtz, Regierungsrat Schwan, Reg. Assessor D e n z e r, Derw. Inspektoren Müller und Alles. Nach Bearüßungswor- ten erstattete der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Menget- Schotten zunächst ausführlichen Bericht über die kürzlich in Mainz stattgehabte Tagung des Hessischen Gemeindetages. Die Geschäftsstelle des Hessischen Gemeindetages ist von Mainz nach Frankfurt verlegt und wird mit derjenigen des Hessen-Nassauischen Gemeindetages vereinigt. Vorsitzender ist Bürgermeister Linder, Frankfurt, Stellvertreter Oberbürgermeister Ritter- Gießen. Haftpflicht- und Unfallversicherung, Beitreibungsverfahren, Versicherungsanstalt, Leistungen der Gemeinden an die NSDAP., Arbeitsbeschaffung und bergt Fragen wurden behandelt. Eine Reihe von Ausschreiben und Verfügungen des Reichs, des Landes und Gemeindetages wurden bekannt gegeben. Sodann wurde eingehend die Frage des Luftschutzes besprochen. Assessor D e n z e r erläuterte den behördlichen Luftschutz und wies auf die Bedeutung des Reichslustschutzbundes hin. Gerichtsvollzieher Bittern, Ulrichstein, erläuterte dann näher, wie der Luftschutz im einzelnen in den Gemeinden zu organisieren sei. Die Hausböden sind zu entrümpeln, die Keller in einen ordentlichen Schutz bietenden Zustand zu versetzen. Hierzu werden Baukostenzuschüsse gewährt bis zu 50 Prozent. Eine Sirene ist ih den Orten anzulegen, die die Bevölkerung rechtzeitig auf einen drohenden Luftangriff aufmerksam macht. — Realschuldirektor Hahn hielt einen interessanten Vortrag über die ungeheure Wirkung der verschiedenen Arten von Brisanz-, Brand- und Gasbomben, die im Luftangriff Verwendung finden. Ein organisierter Schutz gegen diese verheerenden Wirkungen ist überall in den Gemeinden zu treffen. Der Kreis Schotten ist seither schon führend auf dem Gebiet des Luftschutzes vorangegangen, er wird weiterhin dieser wichtigen Angelegenheit seine vollste Aufmerksamkeit schenken und in jeder einzelnen Gemeinde einen genau organisierten Luftschutz schaffen. Die Bevölkerung wird aufgeklärt, den Bürgermeistereien gehen noch genaue Anweisungen über all die Vorkehrungen, Oie in jedem einzelnen Haus und in der Gemeinde zu treffen sind, zu. Kreisdirektor Zürtz wies ebenfalls noch auf die hohe Bedeutung des Luftschutzes hin und sprach noch über die Stelllrng und die Aufgaben des Bürgermeisters im neuen Reich. Führer sein heißt Massenbewegen und im Zusammenhang und in Verbindung mit dem Volk und den Angehörigen der Gemeinde bleiben. In strenger Gerechtigkeit, ohne Haß, ohne Bevorzugung müsse der Bürgermeister pünktlich, rein sachlich seines Amtes walten. Beifall und Dank folgte den treffenden Ausführungen des Kreisdirektors. Reg. Rat Schwan gab noch einige Ausschreibungen bekannt. Mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer schloß der Vorsitzende die anregende Tagung. Landkreis Metzen. ♦ Hattenrod, 18. Juni. Der 24jährige Former Heinrich Schäfer von hier erlitt gestern nachmittag einen schweren Unfall. Er wurde auf der Landstraße zwischen Lindenstruth und Reiskirchen von einem Motorrad angefahren und erlitt schwere innere Verletzungen. Der bedauernswerte junge Mann mußte sofort nach der chirurgischen Klinik in Gießen gebracht werden. Kreis Büdingen. * Nidda, 18. Juni. Laut Beschluß des Gemeinderates sollen bei dem diesjährigen Herbstmarkt am 3. September 1934 eine Verlosung stattfinden und 4000 Lose ä 50 Pfg. vertrieben werden. — Zur Betreibung der Rückstände bei der Stadtkasse soll für die Gemeinde durch das Kreisamt 9ü6netflaflen^,?AfHÄ! fenwirk.a.l.d.hartnäck.Fäll.todsich u.Gar.innerh.5-6Tg.restl.m.Wurz. beseit, d. Hühneraugen-Rapid. Best, erb.. Löwen-Drog.W.KilbinqerNachf. Seltersw.69 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Aus aller Welt. Das Opelbad in Wiesbaden eröffnet Das Opel bat) auf dem Nerobera bei Wiesbaden ist feiner Bestimmung übergeben worden. Das Bad wurde nach einem Entwurf von Prof. S ch u st e r - Frankfurt a. M., Architekt Fabry und Gartenarchitekt Hirsch- Wiesbaden erbaut. Im Namen der Arbeitsgemeinschaft begrüßte der Planverfasser Prof. Schuster die Gäste und dankte allen, die an dem Gelingen des Werkes mitgeholfen haben. Prof. Schuster übergab darauf das Bad dem Kurdezernenten der Stadt Wiesbaden, Bürgermeister und Kreisleiter Piekarski. Der Oberbürgermeister dankte im Namen der Stadt und des Stifters des Opelbades und übergab dann das Bad dem Leiter des Kur- und Badewesens, Gene- raldirektor von Wechmar. Im Namen der Stadt stattete Oberbürgermeister Schulze den Dank an Geheimrat Dr. Wilhelm von Opel ab, der durch seine hochherzige Finanzierung den Bau des Bades ermöglicht hat. Geheimrat von Opel gab den Dank mit Worten der höchsten Anerkennung an die Schöpfer des Bades weiter. Er wünsche, daß alle, die das Bad besuchen werden, hier die Kraft und Erholung finden, die wir zur Lösung der uns zum Wiederaufstieg des Vaterlandes gestellten Aufgaben benötigen. Landwirtsehepaar vom Blitz getötet. — Drei kleine Kinder elternlos geworden. Durch ein trauriges Schicksal wurden bei einenj Gewitter auf einem Felde bei Otting (Schwaben) der Landwirt Alois Kleinle und seine Ehefrau aus dem Leben gerissen. Frau Kleinle befand sich mit dem Knecht und der Magd beim Pflanzengie- ßen auf dem auf einem Hügel liegenden Felde. Vor dem plötzlich einsetzenden Regen suchten sie Schutz unter einem Wagen. Gleichzeitig kam auch der Landwirt Kleinle, der eine Hacke trug, auf das Feld zu. Als er sich bereits dort befand, brach das Gewitter los, und der erste Blitzstrahl traf den Mann und tötete ihn. Der Blitz war am Hinterkopf heruntergefahren, Schuhe und Kleider fielen vom Leibe. Ein Strahl des Blitzes traf auch die unter dem Wagen Sitzende. Frau Kleinle und der Knecht wurden sogleich zu Boden geworfen und betäubt. Die Magd und die vor den Wagen gespannten Ochsen blieben ohne Schaden. Der Knecht erholte sich rasch wieder, die Frau aber verlor das Bewußtsein und trug eine Verbrennung am Bein da- von. Die Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg mehr. Drei Kinder, von denen das älteste erst sechs Jahre alt ist, haben auf so schreckliche Weise ihre Eltern verloren. Heuschreckenplage und Dürre in Portugal. Riesige Heuschreckenschwärme haben die Gegend von Elvas, etwa 120 Kilometer von Lissabon entfernt, heimgesucht und auf den Ländereien und in den Gärten unermeßlichen Schaden an- gerichtet. Die Bauern haben die Regierung um Hilfe gebeten. Man befürchtet, daß die ganze Ernte zerstört wird, wenn die Trockenheit noch länger andauert. Hauptschrlftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. V.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11000. Druck und Verlag: Brühl'fche Univerfitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.^G.. fämtlich in Gießen. Elsa Mönnig Adolf Ludwig Rechtsanwalt Verlobte Ober-Ingelheim Gießen WL Sonntag früh 5 Uhr entschlief sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, mein lieber Gatte, unser lieber Vater. Schwiegervater Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Emil Heppert im 58. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Heppert, geb. Diemer, und Kinder Gießen, den 18. Juni 1934. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 20. Juni, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt nr.159 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, (8. Juni 1954 Dom Aufenthalt des Führers in Venedig. Der Führer wieder in der Heimat. WW Die Staatsmänner auf dem Balkon der Billa Reale in Stra bei Venedig. — Von links: Der Kanzler, Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, Mussolini und Sta- race, der Generalsekretär der Faschistischen Partei. Der jubelnde Empfang, den der Führer bei seiner Landung auf dem Flugplatz Oberwiesenfeld bei München fand. Neben dem Führer Reichsaußenminister Frei» Herr von Neurath, einer seiner Begleiter auf der Reise nach Venedig. Das Heer der 12000 Artisten. Besuch beim Vaneisagenten. Eine neue Jugendherberge am Neckar. >25> 'X6S£j ÄMW Die Jugendherberge aufdem Dilsberg bei Heidelberg, die jetzt eingeweiht werden konnte. Die schöne Schlichtheit des Baues, seine mustergültige Einrichtung und der wundervolle landschaftliche Rahmen werden das Haus zu einer der begehrtesten deutschen Jugendherbergen machen. . bin mit meiner Schleuderbrettdarbietung zur Zeit mit Riesenerfolg in Nürnberg engagiert und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Nummer in Berlin offerieren würden. Wir sind ab ersten frei. Aeußerste Gage 35 Mark und Reisezuschuß. Mit deutschem Gruß! Walter Lehmann, t. Fa. 6 Lehmanninis, die atemraubende Varietö- sensation". Eines der vielen Schreiben, die tagtäglich auf den Schreibtisch des bekannten Varietsagenten Walter W e h l e r, des kommissarischen Leiters sämtlicher deutschen Artistenagenten, flattern. Das Wartezimmer seiner großen Künstleragentur ist schon vor Beginn der angesetzten Sprechstundenzeit stark besetzt. „Also wissen Sie, Herr Kollege", beginnt ein Berliner Jongleur seinem Nebenmann, der am Abend als komischer Radfahrkünstler seine Künste zeigt, zu erzählen, „ich komme gerade aus Stettin. Ich sage Ihnen, ein Erfolg! Abend für Abend mindestens sechs Vorhänge. Und da kommt eines Tages der Direktor an und sagt, ich soll meine Nummer kürzen. Herr, hab ich ihm gesagt, Herr, solche Tricks wie ich mit meiner Partnerin sie mache, wird Ihr Publikum ja im ganzen Leben nicht mehr zu sehen kriegen..." „Ist ja unglaublich", unterbricht der anwesende Komiker seinen Arbeitskollegen und beginnt, von seinen Erlebnissen zu berichten. „Heut kömmt doch meine Tante Bertha zu mir und sagt: Karle, gib mir mal nen Rat. Sieh mal, ich hab hier auf der Oberlippe drei Warzen, drei kleine Knöpfchen, sag mir bloß, was soll ich denn da tun?" — Tante Bertha, t)ab ich ihr geantwortet, ich werd dir mal was Gutes sagen, mach die in die Oberlippe drei Knopflöcher, knöpf zu, dann hast du im Winter immer einen warmen Hals. Na, den Blick von meiner Tante hätten Sie sehen sollen. Sie ist gleich zum Doktor gegangen. Ein fabelhafter Arzt, sage ich Ihnen." Schallendes Gelächter der wartenden Artisten quittiert die Erzählungen des Komikers. Bald ist man auch mitHerrnWehler imGespräch underfährt, daß es in Deutschland ungefähr 12 000 Artisten gibt. Seiltänzer und Akrobaten,Tänzerinnen und Humoristen wechseln sich in der Kartothek mit Musikclowns und Zauberkünstlern ab. Die Vermittlungsfrage spielt in diesem Gewerbe eine nicht zu unterschätzende Rolle. Während früher sämtliche Artistenverträge durch die Parenna, einen paritätischen Arbeitsnachweis getätigt wurden, finden heute die Abschlüsse — sofern nicht der Artist Innenminister Oberst P i e r a ck i, gegen den in Warschau ein Revolverattentat verübt wurde. Der Minister wurde durch zwei Schüsse in den Hinterkopf schwer verwundet und erlag wenige Stunden später seinen Verletzungen. Matrosengeschichte. Von Waldemar Keller. Wir waren, als Matrosen auf einem norwegischen Dollschiff, zusammen über den Stillen Ozean gefahren, und beide hatten wir in Newcastle, dem australischen Kohlenhafen, abgemustert. Ein reiner Zufall, denn uns verband nichts Tom Riley war das, was man an Bord einen „alten Daddy" zu nennen pflegt; sicherlich hoch in den Fünfzig, lebte er abseits von den anderen, sprach fast mit niemand, doch ohne mürrisch zu sein, tat seine Arbeit, nahm keinerlei Vorrechte in Anspruch, erwies sich, kurz gesagt, als sonderbarer Einzelgänger, den wir Jüngeren schweigend respektierten. Der Altersunterschied war übrigens so groß, daß jeder von uns Tom Rileys Sohn hätte fein können. Er sah darüber hinweg, behandelte uns als gleichberechtigt, wie wir es nach Vertrag und Recht ja auch waren, und liefe er einmal feine Stimme hören, so war es eine sonore gütige Stimme, die allen Streit im Keim zu ersticken vermochte. Man stelle sich aber nun Tom Riley nicht etwa als eine Art Apostel vor, der unter die bösen Buben aufs Schiff gegangen ist. Der knochige breitschultrige Mann, nicht besonders hoch gewachsen, war der Typus des vereinsamten alternden Seefahrers vor dem Mast. Sein stets friedfertiges Herz deutete allerdings auf einen Menschen von außerordentlicher sittlicher Grundlage; auch schien mir, daß er bessere Tage gesehen hatte. Ich traf ihn am Abend nach der Abmusterung in einer Bar, wo er still in der Ecke vor einem Glas Stout saß. Wir kamen ins Gespräch. Merkwürdig: während der ganzen Reise von Chile nach Australien hatten wir keine drei Dutzend Worte miteinander gewechselt, und gewiß nicht nur deshalb, weil er zur anderen Wache gehörte. Nun fanden wir uns. Es war kein Gespräch, wie es sonst Seeleute führen. Menschliches Interesse wurde wach, wir umkreisten uns eine Stunde lang, bis mir die Worte entschlüpften, die bas Qualfeuer in dem alten Mann entzündeten. „Weiht du, Tom , sagtt ich, „was mir an die so gefällt? Du bist ein Mensch ohne Haß." Nie werde ich den Blick aus den unergründlichen stahlgrauen Augen vergessen, der mich festhielt. Tom hatte die Hände auf den Tisch gelegt, saß über sein Glas gebeugt und sah mich an. Eine ganze Weile. Ich wußte nicht, was ich tun sollte. Als er den Mund öffnete, war's wie Erlösung. „Mein Junge", begann er, „wenn du wüßtest, was du gesagt hast! Ich kenne dich. Alle hab ich sie gekannt an Bord. Aber du bist ein besonderer Schlag, wirst nicht vor dem Mast enden, du nicht. Sollst wissen, was du gesagt hast." Ich trank, schnell, mit feuerrotem Kopf. Solch einer Verwirrung hält' ich mich nie für fähig gehalten. Tom Riley rührte sich nicht. Er hatte den Blick gesenkt, als suche er in dem dicken braunen Schaum des Bieres nach Erinnerungen. „Hast du den Namen ,3matra‘ gehört? Nein. Bist noch zu jung auf dem Salzwasser. Die Zmcttra< war eine kleine finnische Bark, zuletzt mit Kohlen von Newcastle nach Pisagua. Hat ihren Bestimmungsort nie erreicht. Ich will dir erzählen, wie sie unterging." Was geschah mit Tom Riley? Seine harten männlichen Züge waren schlaff geworden, die Stimme hatte ihre Vollheit verloren und wanderte müde. Ich folgte ihr, willenlos. „Siehst du", sprach es auf mich ein, „da sitzt Tom Riley und ist ein Matrose. Aber das war er nicht immer. Jetzt muß er sich anschnauzen lassen; früher schnauzte er gern selber. Die Diermastbark ,Lyd- cate‘ hatte ihn zum Kapitän, ein Schiff, mein | Junge, wie unter tausend nur eins. Es fährt noch. I Gott segne die ,Lydcate<, sagt ein alter Mann. Als wir vom Pier in Liverpool ab legten, dachte dieser Mann nicht daran, daß es seine erste und letzte Reise als Kapitän sein würde." Ein Grammophon fing an, die schwermütige Melodie „Öl' man river" zu spielen. Tom Riley kniff die Augen ein und schwieg. Er fuhr erst fort, nachdem das Lied zu Ende war. „Wir hatten Stückgüter nach Sidney gebracht und bekamen Order, in Newcastle Kohlen für Pisagua einzunehmen. Hier in Newcastle begann es. Ich vergaffte mich in ein Mädel. Das, mein Junge, ist der Anfang aller bösen Geschichten, aber man soll nicht grimmig werden deshalb, es gehört zur Welt, wie wir dazugehören. Versteh', ich will mich nicht entschuldigen. Nicht ein bißchen. Ich bin auch fein Weiberfeind. Jeder werfe die Würfel mit aller Kraft, Mann und Frau. Wer den Kopf dabei verliert, ist der Geschlagene. So mein' ich's. Sie war eine Nurse im Hospital. Ich lag dort ein paar läge, weil sich seine alte Malaria meldete, und ich lag länger als notwendig, eben des Mädels wegen. Ein kleines Bekenntnis muß ich zwischendurch wohl machen: Frauen, die in Berufstracht gehen, haben immer einen starken Reiz auf mich ausgeübt, Verkäuferinnen in ihren weißen Kittelschürzen, schwarzgekleidete Serviermädchen mit Spitzenhäubchen. Und nun trat diese Krankenschwester an mein Bett, die obendrein bildhübsch war. Sie bezwang mich in Minuten. Der Plan, Doris zu heiraten und mit an Bord zu nehmen, war schon am ersten Abend fertig. Ich zögerte nicht. Ich fragte sie. Das Mädel lachte; auch heute noch bin ich überzeugt, daß Doris ein harmloser Mensch war, gewiß nicht tief, aber harmlos. Ihr Lachen entmutigte mich nicht. Im Gegenteil. Ich brachte mein Ansinnen immer dringlicher vor, und das Lachen wurde von mal zu mal leiser. Dann sagte sie halb zu. Wir wollten uns treffen, das Weitere bereden; aus dem Hospital mußte ich nun wirklich heraus. Fast einen Monat lang’ hao ich vergeblich versucht, mit Doris zusammenzukommen. Entweder hielt sie briefliche Abmachungen nicht ein oder sie behauptete, wenn ich hinging, daß der Dienst sie nicht los- lasse. Sehr ernst schien ihr die Sache nicht zu sein. Ich verrannte mich in Wut, der Tag der Abreise kam immer näher, die Wut schlug um in giftige Resigniertheit. Im Hafen lag auch die ,Jmatrcch Kapitän ein strohblonder Schwede. Als ich beim Verlader die Konnossemente zeichnete, hörte ich, daß Lindström — so hieß der Schwede — geheiratet habe und seine junge Frau mit sich nehme. Die Frau war Doris. Ich habe in dieser Nacht Whisky aufgeschüttet — es half nichts. Verhundertfacht saß mir die Wut in der Kehle, ich haßte das Weib, ich haßte Lindström, den ich kaum kannte, und so begann die Reise. Gott hat mich geprüft, mein Junge. Er hat mich zu leicht befunden. War es nicht eine Prüfung, daß die ,Jmatra<, ebenfalls nach Pisagua bestimmt, um dieselbe Stunde wie die »Lydcate* Newcastle verließ? Lindströms Schiff und meins, sie steuerten denselben Kurs, die Bark war flink, stets blieben wir in Sicht, und drüben an Bord war Doris..." Tom Riley wischte mit feiner schweren Hand über die Augen. Das Bier wurde schal. Er achtete nicht darauf. „Wir mußten, der Windverhältnisse halber, die Paumotus im Norden umfahren, hielten nun Nordost zu Ost und befanden uns etwa in der Mitte zwi- fchen den Palmerston-Inseln und Rarotonga. Du weißt, was das heißt. Bist zwar noch jung, immerhin ein Pazifikmann, und kennst die Karte. Wasser, Himmel, Wasser. Es hört sich so schön an: zwischen den Palmerston-Inseln und Rarotonga, aber die Entfernung von Eiland zu Eiland, schätze ich, ist gleichbedeutend mit der ganzen Breite des Mittelmeers, wenn wir's von Südgriechenland bis zur afrikanischen Küste messen. Tief ist hier die See. Ein sicherer Friedhof. Wir kreuzten. Möglich, daß ich mich geirrt habe; ja, es ist sogar wahrscheinlich. Damals jedoch hatte ich den Eindruck, daß mir Lindström seine Heber» legenheit in jeder Form beweisen wollte. Die Schiffe waren nahe beieinander, mit dem Glas konnte ich die Menschen an Bord erkennen, und die ,3matra‘ kreuzte so toll, daß kein Schlaf in meine Augen kam. Muß ein leichtsinniger Mann gewesen sein, der Lindström. Manchmal strich die Bark kaum hundert Iards vor unserer Nase vorbei. Dann sah ich durch das Glas, Doris stand oft auf dem Halb- deck, und einmal winkte sie mit einem weißen Tuch herüber. Das war gegen Abend. Die See ging hohl, bleiern drückte eine graue Schwüle. Ich konnte dieses Win- ten nicht loswerden. Glockenschlag um Glockenschlag hörte ich, immer noch sah ich das weiße Tuch, ein Hohn. Der Haß wollte platzen. Ich blieb an Deck, ich ballte die Fäuste, — o, wenn der Haß doch platzen könnte! Ich bin kein Mensch gewesen in jener Nacht. Alle teuflischen Instinkte, die wir in uns haben, brodelten wild auf. Da prüfte mich Gott zum letzten Mqle. Es dämmerte. Die ,3matra‘, ihr grünes Steuerbordauge uns zugewandt, tanzte heran, schnitt unseren Kurs. Man hätte hinüberrufen können, so nah war sie. Die ,Lydcate< lag dicht beim Winde. Am Ruder stand ein Junge. Jetzt hab' ich dich, schrie der Satan in mir, jetzt hab' ich dich! Ich stürze ans Ruder. Der Junge sagte später, ich hätte ihm zugebrüllt: »Abfallen!* Ich weiß es nicht. Ein Tier kann nicht zurückdenken. Ich reiße das Ruder nach Lee, die »Lydcate* nimmt Fahrt auf, sie stößt wie ein Geier auf die »Jmatra*, die nicht mehr ausweichen kann, groß wird das grüne Auge des Finnen, die See dröhnt, es kracht, es splittert..." Mit einer ausholenden Bewegung der Hand fegt Tom Riley fein Stoutglas vom Tisch. „Besoffen!" kreischt das Barmädchen. „Das Glas mußt du bezahlen!" Ich lege Geld hin, packe Riley am Arm, schleppe ihn auf die Hunter Street. Von einem kleinen Hügel blickt weiß das Hospital. „Siehst du", sagt er, an einen Laternenpfahl gelehnt, „so war es. So verlor Tom Riley seine Patente, ein Wunder, daß sie ihn nicht eingesperrt haben für Lebenszeit, das Seegericht nahm plötzliche Verwirrung an. Die »Lydcate* hielt sich und erreichte Papeete; die ,3matra‘ ging unter mit Mann und Maus. Und nun sag' niemals wieder, mein Junge, daß einer nicht hassen kann, wenn er milde ist. Weißt du, wieviele von den Milden so geworden find durch den Haß? Gute Fahrt." Langsam ging Tom Riley die Hunter Street hinunter. Eine Uhr schlug eins. - i- L ~ Die Mrlschaslsbelebiing im Lchn-Dill-Gebiei Wirtschaft t uenuen u i unuctuyii. «out -uciiuujc vmu un <*>■- o * , " — " ' ; - tienmarkt bei kleinen Schwankungen ruhig, meist eins an die Budsrusschen ElMwerke m Wetzlar, lagen die Kurse gut behauptet. — Am Renten- stillgelegt wurde, wodurch an die 600 bis 700 Ar- markt setzten sich die Steigerungen für deutsche An- beiter brotlos wurden. Den eifrigen Bemuhun- leihen fort, Altbesitz bis 97,50 (96,75), Neubesitz bis gen der NSDAP, und der Kreisoerwaltung m 23,25 (23,20), auch späte Schuldbücher und Stahl- Dillenburg ist es aber gelungen, bei den zuständigen bl er- h Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 20 ;Vranffurt 0. Di 156 | 16-6 15.6 16-6 ... 0 25 larvenei 24 0 179 1 179,75 ©Unartmann-8Ubcm ........0 :l eh ar Q\ 94,13 90 93,75 90,5 94 94 100 0 0 4 0 0 0 12 0 4 0 Schluß» furd 33,9 60,25 87 52,25 59,25 64,5 157,65 78,75 50,13 237 97,5 43,25 14,75 121,25 121,5 162 110,75 63,4 70,25 49,5 47,5 131,5 48,75 64,75 65 20,65 188 185 140 58,63 56,56 12,67 16,52 169,99 21,57 63.68 65,33 81,56 34,32 ei n 0 n ti b k d 96,5 99,55 91,75 97,13 23,2 91 90,75 89 96 96,75 90,25 90,25 89,13 90,25 94 94 7,15 8,85 7,75 8 96,65 99,7 91.5 95,8 23,05 91,5 90,25 9 0 0 0 147,25 209,5 68,25 40,5 87 61,25 107,5. 58,39 56,34 12,61 16,46 169,31 21,49 63,42 Hanja-Dampfschtff SlorDbeutfdier Lloyd 109,75 62,9 70 49,75 47,5 132,4 49,9 64,25 66,9 20,9 182 185,5 138 100,26 25 7,25 7,05 8,75 123,5 71,75 69,25 Schluß!. Abend» börsc 11 2 fii D m erfolgte Wiederinbetriebnahme der Eibelshauser Hütte ba fei Bl ten tot $1 A 6.40: 8.40: Rat- r n ul b( U d. 9‘ la 6 fl.®. für '-Berfebrsroefen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz» und Privat-Ban» . Deutsche Bank und Diskonto» Tesellschafr Dresdner Bank ......... Reichübank ........ bar 9e|d eine voll m w ob kl 2 a u 24,75 136,25 86,5 110,75 64 105,13 98,5 93,5 145 122 76,75 123,5 64,5 108,25 76 159 124 71,65 68,9 123 71 69,25 35,65 27,9 34,13 60,5 88 52,5 59,75 64,5 155 99,7 90.65 94,4 23 91,5 90,5 verein-Bonds waren erholt, ferner zogen Reichsmark-Obligationen nochmals 0,25 bis 0,50 v. S). an. Pfandbriefe lagen still und blieben meist nur behauptet, es lag teilweise etwas Angebot vor, das aber ausgenommen wurde. Stadtanleihen waren ebenfalls ruhig und etwas uneinheitlich, fest ten- tierten aber städt. Schatzanweisungen. Von fremden Werten gewannen 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 1 v. h. (160). Gegen Schluß wurde das Geschäft ruhiger, Aktien blieben voll behauptet, während deutsche Anleihen leicht zurückgingen. Altbesitz 97,13, Neubesitz 23,20. Tagesgeld blieb zu 3,25 v. 5). leicht und unverändert. frankfurter Schlachtviehmarkr. Frankfurt a.M., 18.Juni. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1931 Rinder (565 Ochsen, 171 Bullen, 550 Kühe, 618 Färsen), 559 Kälber, 38 Schafe, 4231 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 24 bis 34 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 14 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 35, Kälber 24 bis 48, Hämmel 33 bis 36, Schweine al) fette Speckschweine über 350 Pfund Lebendgewicht 50, a2) Fettschweine über 300 Pfund usw. 30 bis 42 Mark. — Wirtschaftskreisen die Winderinbetriebnahme zu erreichen. Wenn gegenwärtig auch nur ein Teil der früheren Belegschaft — etwa 400 Mann — wieder in Arbeit und Verdienst untergebracht werden konnte, so ist man dennoch zufrieden, daß wenigstens auch auf dieser betriebstechnisch bestens eingerichteten Hütte die Schornsteine wieder rauchen ... Mit Zufriedenheit hat es die Bevölkerung des Dietzhölze- Tales, die seinerzeit durch die Angliederungsmaßnahmen Hüttenverein-Buderus hart betroffen worden ist, begrüßt, daß auch die Neuhütte bei Straßebersbach in Betrieb geblieben ist und ebenfalls zahlreichen Menschen Verdienst gewährt. Voll beschäftigt war bisher auch die Ludwigshütte bei Biedenkopf, die zum Konzern-Buderus-Jung gehört. Leider konnte es noch nicht ermöglicht werden, die anderen zum Buderus-Jung-Kon,;ern gehörigen Hüttenbetriebe wieder in volle Tätigkeit zu setzen. Bestrebungen, um auch dies wieder möglich zu machen, sind im Gang. Eine bedeutende Entlastung für den Arbeitsmarkt würde dies ebenfalls bedeuten. Wenn es leider noch immer nicht zur Tatsache werden konnte, den Arbeitsamtsbezirk Dillenburg (Dillkreis, Kreis Biedenkopf und Oberwaldkreis) von Arbeitslosen völlig frei zu machen, so hat dies seine Ursache u. a. auch darin, daß der Eisensteinbergbau bis jetzt noch nicht den Dollbetrieb hat wieder aufnehmen können. Die Eisensieingruben des heimischen Bezirks sind wohl.wieder in Förderung gekommen, jedoch war es nicht möglich, alle arbeitslosen Bergleute unterzubringen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, daß in früheren Zeiten viele Bergleute des hiesigen Bezirks in den Grubenbetrieben des benachbarten Siegerlandes lohnenden Verdienst fanden. Durch die Notlage des Siegerländer Bergbaues ist natürlich eine Abwanderung ins Nachbargebiet nicht gut möglich. Ob es unter diesen Umständen überhaupt möglich sein wird, alle hier ansässigen Bergleute ihrem schweren Beruf wieder zuführen zu können, bleibt eine offene Frage. Einen gewissen Hoffnungsschimmer bieten jedoch die in Aussicht genommenen Aufschlußarbeiten, wegen deren Durchführung die zuständigen Stellen noch beraten. Glücklicherweise aber sind jene Zeiten vorbei, da ein früheres Regierungssystem achtlos und s-s öen reif ÖllS Nils 3 unt 7J 7,13 8,75 6,65 3,95 35,65 27,9 25,5 33,9 60,75 88 52,25 60 64,5 156,75 24,65 138,65 86,5 112,65 66,25 104,25 100.25 94,25 144,5 127,5 76,75 122,25 64,5 107,9 Neuregelung der Ausgleichsgebühr für Doggen. 96,4 99,6 91,25 96,25 23,1 92 90,75 89 96 95 90,25 90,25 89 90 94 94 100,25 * Dillenburg, 16. Juni. In jenem Gebiet an Dill und Lahn, wo mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Ofenerzeugung (insonderheit Zim- meröfen) hergestellt werden, haben sich die zu Beginn der zweiten Arbeitsschlacht gestellten hoff- nungssreudiZen Erwartungen auf eine weitere Belebung im heimischen Industriegebiet vollauf erfüllt. Dank der vielseitigen Maßnahmen unserer Reichsregierung blieb die Beschäftigungslage auf den großen Eisengießereien im Handelskammerbezirk Dillenburg ohne Unterbrechung, wie dies in früheren Zeiten zwischen den Jahren, wie auch in den ersten Monaten eines neuen Jahres, oft nicht der Fall war, gleich günstig dem Jahre 1933. Das erste halbzahr 1934 ließ alle Werke mit vollen, teils verstärk- ten Belegschaften arbeiten. Vielfach konnten sogar die Belegschaftsziffern diejenigen der Vor- kriegszeiten erreichen, eine Tatsache, auf die mit besonders freudiger Genugtuung hingewiesen wird. Der früher an den Tag gelegten wankelmütigen Stimmung, die ihre begründete Ursache hatte in der unsicheren politischen Lage der innerdeutschen Verhältnisse, ist die kühne Zuversicht gefolgt. Auf weile Sicht kann auch im „Land der Oefen und Herde" wieder disponiert werden und der Gefolgschaft droht nicht mehr das Gespenst der Arbeitslosigkeit, |lfe Bergbau Hie Bergbau (BenüfN Uödnetroerte ....... 63 70,25 50 48,5 50,25 64,65 21 183 188,5 138,5 24 73 79,5 50,5 238,5 96,75 43 14,75 122 121,5 163 147,9 209,25 68,9 40,75 86,5 61 108 24,75 137,5 86,5 112,75 64,4 105 101 93,5 144,75 128,5 75,75 122,9 64,5 109,5 76 155,5 123,5 72,13 69,13 bei Eibelshausen (Dillkreis), die bekanntlich zum Buderus-Jung-Konzern gehört und im Anschluß an 7,5 7 7,2 8,75 7,75 8 62,75 70 49,75 47,75 49,75 64,5 21 185,5 187,75 139 getroffen worden. Frankfurter Börse. 65.07 81,24 34,18 34 61 87 52,25 60 64,5 156.75 8 4,25 6,4 3,9 35,25 28 25 137,5 86,5 112,5 64 104,75 99,5 93,5 144,5 129 76 122,25 64,4 109 8 4,2 6,8 8,95 35,4 28 sätzen 0,65 v. h., Scheideanstalt 0,25 v. h. höher. Montanwerke lagen uneinheitlich, Gelsenkirchen, Mansfeld und Phönix etwas fester, dagegen Rheinstahl, Stahlverein und Klöckner bis 0,65 v. h. leichter, harpener gaben 1,25 v. h. nach. Auto-, Zellstoff-, Cement- und Kunstseideaktien zogen von 0,25 bis 0,50 v. h. an. Reichsbank gewannen 1 v. h., AG. für Verkehr auf den Dividendenausfall 1 v. h. leichter, Kaliaktien von den unveränderten Divi- <- „ , - denden fast unberührt. Im Verlaufe blieb der Ak- die Angliederung des hessen-Nassauischen huttenver- J ' , . ... z , - r. • ... (Vtipnmprrp irr V\SPR1 nF. ha bei M ob, ein s hd ni (Bi hä sto 5 tau mit er । (Ein tool toei. Höri Rundfunkprogramm Dienstag, 19. Juni. i: G Frankfurter ^iermarkr. Frankfurt a. M., 16. Juni. Das Geschäft war während der ganzen Woche ruhig, doch konnte das Angebot, das jetzt mehr und mehr zurückgeht, pldziert'werden. Der Konsum bevorzugte weiterhin die schweren Sorten wie Klasse A und S, während die kleineren Eier meist zur Einkühlung und Einkalkung gelangen. Die Preise blieben unverändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt am Main: Deutsche Frischeier Klasse S 10, A 9%, B 8%, C 8%, D iy2. Holländer S 93/«, A 9%, B 8%. Dänen und Flandern S 9%, A 9, B 8%. Frankfurt r \ :: Frankfurt a. M., 16. Juni. Die Butterzufuhren waren trotz des stärkeren Frischmilchverbrauchs ziemlich groß und konnten infolge der durch die warme Witterung beengten Konsumnachfrage nicht voll abgesetzt werden. Die Großhandels- Einstandspreise blieben unverändert. Deutsche Markenbutter 127, feine deutsche Molkereibutter 123 bis 125 Mark pro 50 Kilogramm ab Versandstation. »arvenet O ioeid) ®fen—»6ln-97euef1eu O Gntzner . O| — Matakraflwerre Höchst a.ßK—. 4 71,5 Süddeutsch« Buda 8| 178 I 8% Deutlche Retchsanlethe 0 192? 6% ebem.7% Dl. Retchsani. v. 1929 5%% Boung-Anlelhe oon 1930 Deutsche 51nl.-älblöf.»Sd)ulb mit Auslos.«Rechten Desgl. ohne Auslos.-Rechte ..... •% ebem.8% Heft. BoHSstaot 1929 (rückzahlb. 102%) 6% Heft. Landesbant Darmstadt Gold R. 12 6Yt% Heft LandeS^ypothelen» baut Darmstadt Llout Oberheften Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSloj.-Rechten 8% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Äolbpfe. 15 unkündbar bis 1935 1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bi-S 1936 iy*% ehem. <’/,% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu^Psandbriese |U% ehem. 4K% Rheinische Hyp.-Bank»Liqu.»®oldpse 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand» briesanslalt, Pfandbriefe R 19 8% ehern. 7% Pr LandeSpfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eleuerautich. Berrechnunaskurs 4% Oesterreichtsche Goldrente. 8,20% Oesterreichische Eilberrent» 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4Yt% beflgl. von 1918 6% abgest Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türttsche Bagdadbahn-Lnieihe Ml..................... das früher auch hier umherging und den vielen tausenden arbeitsfreudiger Menschen den Daseinskampf bitter werden ließ. Nichts haben auch die Führer der großen Betriebe unversucht gelassen, um der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit aller Energie entgegenzuwirken. Durch deren weitgehendes soziales Verständnis konnten viele Arbeitsplätze neu eingerichtet werden, war es möglich, den Arbeitsmarkt im Dillkreis und Kreis Biedenkopf erheblich zu entlasten. Durch umfangreiche Erweiterungsbauten der Betriebsstätten sind neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Günstig ausgewirkt auf den heimischen Arbeitsmarkt hat sich auch die unlängst Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die hohe Der zuletzi beschlossenen Dividende an - Reichsbankdiskonl 4 0 h.. Lombardzmsfuß 5 0. h. Der Reichswirtschaftsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat für den Rest des laufenden Getreidewirtschaftsjahres verschiedene Maßnahmen getroffen. Zunächst ist durch Verordnung vom 14. Juni 1934 bestimmt worden, daß der Ausgleichsbetrag von 2 RM., den die Mühlen bis jetzt nach § 7 der Verordnung vom 13. Mai 1934 an die Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse (RfG.) abzuführen hatten, soweit sie unmittelbar vom Erzeuger kauften, fortfällt. Soweit die Mühlen Roggen nicht vom Erzeuger kaufen, ist der Ausgleichsbetrag von 6 RM. auf 4 RM. ermäßigt. Diese 4 RM. sollen weiterhin den Genossenschaften und Händlern in voller höhe zugute kommen. Auch in diesem Falle braucht also an die RfG. der bisherige Teilbetrag von 2 RÄt. nicht mehr abgeführt zu werden. Weiterhin ist die RfG. mächtigt worden, aus den Mitteln, die ihr aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung stehen, in gewissen Fällen Frachtzuschüsse zu gewähren, um die Herausnahme von Roggen aus frachtgünstig gelegenen Ueberschußgebieten zu verbilligen und zu fördern. Die RfG. wird wegen der Neuregelung des Ausgleichsbetrages und der Gewährung von Frachtzuschüssen alsbald eine besondere Anordnung veröffentlichen. Soweit darüber hinaus in besonderen Fällen noch weitere Hilfen notwendig werden sollten sind die erforderlichen Vorbereitungen hierfür 24 bis 1: Nachtmusik. Mittwoch, 20. Juni: 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. Marschall von der Goltz Pascha, ein Vorkämpfer deut- scher Gedanken und deutscher Tüchtigkeit auf tür- kischem Boden. Hörfolge. 10.45: Praktische Rat- schlüge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Von Stuttgart: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: 3mal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 15.40: Wirtschaftsbericht. 16: Von Hamburg: Nachmittagskon^ert. 17.30: „Welche Aussichten hat ein junger deutscher Kaufmann heute in Südamerika?" Ein Zwiegespräch. 17.45: Stunde der Jugend. Der „Seeteufel' Graf Luckner erzählt Kriegsabenteuer. 18.20: Volks- bräuche am Johannistag. Don Hans Gäfgen. 18.35: Junge deutsche Dichtung: Ludwig hebold. 18.50: Griff ins heute. 19: Funktanz. Es spielt das Tanzfunkorchester. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung! 20.30: Opern- Konzert. 22: Nachrichten. 22.20: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Vom Deutschlandsender: Hörbericht vom Deutschlandflug 1934. 22.45: Kleine Unterhaltung. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Zum Tanzen und Mitsingen. sorglos den heimischen Bergbau seinem Schicksal glaubte überlassen zu können. Als ein günstiges Zeichen des Wiederauflebens des heimischen Bergbaues wird es angesehen, daß die Gruben schon seit längerer Zeit die Förderung, wenn auch mit verminderter Belegschaft, wieder ausgenommen haben und die seit vielen Generationen mit dem Bergbau verbundene Bevölkerung lebt der unbedingten Zuversicht, daß auch der Bergbau an Dill und Lahn in alter Blute wieder ersteht. Die gesamte Industrie an Dill und Lahn ist getragen von voller Zuversicht für em glückhaftes Gelingen des Vierjahresplanes unseres Führers Adolf Hitler. Tragen die Arbeitsbeschaftungsmatz- nahmen der Regierung (wie Förderung des Wohnungsbaus einfchl. Hausinstandsetzungen) zur wesentlich günstigeren Beschäftigung der Ofen- uno Herdfabriken auch bei, so muß andererseits doch hervorgehoben werden, daß in Verbindung mit der Unternehmer-Initiative, die an Dill und Lahn als vorbildlich bezeichnet und von maßgeblichen Stellen anerkannt wird, sowie durch die verständnisvolle Anteilnahme der Gefolgschaften an einer gesunden Entwicklung ihrer Arbeitsstätten, diese wesentlichen Erfolge im Jahre der ersten und auch in der zweiten Arbeitsschlacht erzielt werden konnten, auch weiterhin erzielt werden. Sehr beachtlich ist die Tatsache, daß auch die übrige Industrie des heimischen Bezirks, sowie Handwerk und Gewerbe, lebhaft beschäftigt sind, was seine Ursache darin hat, daß die großen Werke in voller Beschäftigung stehen und nicht nur selbst den Kleinbetrieben Aufträge zuweisen können, sondern auch viele sausend Arbeitnehmer als kaufkräftige Bestandteile eines geregelten Wirtschaftskreises auf dem Plan erscheinen und das heimische Wirtschaftsleben günstig lle- einflussen. So herrscht Zufriedenheit an Lahn und Dill, die sich zur vollen Freude gestalten wird, wenn auch der letzte Volksgenosse wieder in Arbeit und Verdienst sein kann. Minag- bdrfe 166. 78,5 99,9 50,5 237 97,13 43,5 14,65 122,4 124,9 160 147 68,25 40,4 88 I 61,5 Miller Brothers“ nennen. Jetzt hat man auch bei uns den Wert, das Können und die einzig dastehende Präzisionsarbeit der deutschen Artisten — die im Auslande schon längst anerkannt waren — schätzen gelernt." „Welche Darbietungen werden heute am meisten verlangt?" fragt der interessierte Besucher den fachkundigen Vermittler. „Vor allem sind es wohl die Komik- und Ex centrik nummern, die zur Zeit am stärksten gefragt sind. Aber auch die klassischen Akrobaten, die nach dem Muster der römischen Gladiatoren ihre Künste zeigen, werden genau so wie die wirklich künstlerischen Tanznummern immer wieder verlangt..." Da klingelt das Telephon. „Ich brauche per sofort einen guten bunten Komiker mit wirklich neuen Witzen", sagt ein Direktor aus Hamburg. „Einen Augenblick bitte", antwortet der Agent und blättert aus der Jagd nach einem Meister des Humors in seiner Kartothek Herum. Zwischen den Photographien von Tierdresseuren und Jkarikern, Stepptänzern und Vortragskünstlerinnen fällt sein Blick auf einen sächsischen Komiker. Schnell stellen die Helfer des Agenten fest, ob die Nummer augenblicklich frei ist und wie hoch die Gagenansprüche des lustigen Sachsen sind. Ein paar Minuten später bekommt der am Teglefon wartende Darietädirektor den endgültigen Beischetd. Plötzlich klopft es an die Tür. „Herr Wehler, wann komme ich denn dran? Ich muh noch zur Probe", beschwert sich ein bekannter Trapezkünstler. Um nicht länger zu stören, schlängelt man sich zwischen den wartenden Artisten zum Ausgang der Agentur, „hat ja so lange gedauert," mein ein junger Mann, der vermutlich als Tanzpartner auftritt. „haben wohl 'nen guten Vertrag bekommen..." H. M. selbständig das Engagement „perfektuiert" — durch die zugelassenen Vermittler statt. Im ganzen Deutschen Reich gibt es 38 behördlich konzessionierte Agenten. Die Hälfte von ihnen hat ihren ständigen Sitz in der Reichshauptstadt. Für ihre beruflichen Bemühungen erhalten die Agenten heute 6 v. h. der Gage, wobei der Artist ebenso wie der Acbeit- aeben, d. h. der Besitzer des Dergnügungsbetrie- bes je 3 v. h. bezahlen. Die Durchschnittsgage für eine gute Nummer beträgt heute 15 bis 25 Mark täglich. Leider gibt es jedoch noch eine große Anzahl von Artisten, die aus Angst, ein paar Wochen „frei" zu sein, zu einem Bruchteil dieses Lohnes abschließen. Das Wort „frei" scheint überhaupt das schwarze Schreckgespenst der internationalen Künstlerschaft zu sein. Während sich nämlich früher die Direktoren der Kabaretts und Darietös schon ihre Programme aus Monate hinaus vorbesetzten, ist es heute zum größten Bedauern der Artisten und Agenten leider vielfach üblich, erst im letzten Moment abzuschließen, um dadurch die noch unbesetzten Artisten für eine besonders kleine Gage zu bekommen. Der Hauptbetrieb auf den Agenturen setzt daher immer erst am Monatsende ein, wa die Direktoren in letzter Minute die Programme für den kommenden Ersten buchen wollen. „Der Wandel der Geschmacksrichtung des deutschen Publikums macht sich auch in der P r 0 - grammgeftaltung der Kleinst u n stbüh - 'nen bemerkbar", erzählt der Agent. „Während vor noch nicht allzulanger Zeit eine Nummer nur gut gefunden wurde, wenn ihre Mitglieder Ausländer waren, bekommt jetzt der Zuschauer endlich wieder Respekt vor den Leistungen der deutschen Artisten. Früher mußten sich die Akrobatenbrüder Paul und Willi Müller, wenn sie mit ihrer Darbietung in Berlin oder Leipzig Erfolg haben wollten, „The Schluß- IMS 15.6 78,4 98,65 50 237 96,5 43,13 14,65 121,75 122 165 147,5 67,75 40,5 87,13 I 61,25 Datum 4% ortgl. Serie 11 5% Rumän. vereint). Rente v. 1903 s^,%Rumän.verelnh.Renten. 1913 4% Rumänische vereint). Rente .. »%% Anatolier vamvurg-Amertka-Patel . 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . O (Schluil t®. Aarden.JnousMe cheideanstalt........ Goldschmidt Rülgerswerte IRetallfleklMdiaft- ... Philipp Hotz mann .... Zementwerk Heidelberg Irtneetoetf Karlstadt.. A.G.G.....................0 Betula.....................0 •Helft. LieferungSgesellschast ... 8 Licht und Kraft ... 6 Selten & Guilleaume O ÄeseUich.s.Elekft.Unternebmuna. 6 Rheinische Elektrtfttäl...... 5 Schulten &60............5 Siemen»8 Halste..... 7 Lahweyei L So............. 10 Berlin ÄwUlnfe. Schluß!. Mittag- dörse Buder»» Deutsche SrdLI Gellenkirche« Datum Mansfelder Bergbau O Kotöwerke ............ O Phönix Bergbau.......... O Rheinische Braunkohlen 10 Rheinstahl ..... O Bereinigte Stahlwerke O Ctaoi Minen O Kaliwerke Aschersleben 6 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth ty. 5.50 Uhr: Gymnastik. 6.15: Gymnastik. Frühmelüungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische schlüge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Mu- sikzuges der SA.-Standarte 156 Beuthen. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14 40- Stunde der Frau. Kinderreiche Mütter. 15.40: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: Goethe an Deutschlands Grenze. Ein Zwiegespräch. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18: „Der Pfennig rollt!" Ein Gespräch über das Sparen zwischen Dr. G. Plum, Dr. A. Speck und h. Mertens, Frankfurt a. M. 18.15: „Aus Wirtschaft und Arbeit." (Kurzberichte). 18.50: Griff ins heute. Frauenschwimmen, Zwiegespräch. 19: Militärkonzert aus unseren Gauen V. <20: Unterhaltungskonzert. 21: Szenen in einem Zug. Hörspiel. 21.40: Don München: Weltpolitischer Monatsbericht. Von Prof. Haushofer. 22: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.10: Nachrichten. 22.30: Vom Deutschlandsender: Hörbericht vom Deutschlandnug 1934. 22.45: Kleine Unterhaltung. 23: Nachtkonzert. Jranfiun a. M fÄ^u.6. Schluß'. «SdMufr- Abend» börsc 156 i 16-6 Schullhet» Payenhofer O 61hl e jugendliche Begeisterungsfähigkeit noch besäßen, in seinen Bann ziehe, der Unterschied zwischen alter und junger Generation unmaßgeblich sei. Es gelte nur noch d i e eine große Tat - und Opfer- Gemeinschaft. Da gerade die Jugend für Deutschland von größter Bedeutung sei, bilde ihre Formung und Erziehung die Hauptaufgabe der HI. Gerade heute komme es darauf an, daß die junge Generation sich in einer harten Schule für ihre Aufgaben vorderste. Wie vor der nationalen Revolution sich der Kampf der HI. gegen das System gerichtet habe, so erkämpfe sie jetzt die Einheit der deutschen Jugend. Auch auf kulturellen Gebieten lägen große Aufgaben für sie vor. Von eben diesem Wollen der HI. sei auch der heutige Abend beseelt. Die durch nichts zu trennende Zugehörigkeit zu dem ewigen Strom des deutschen Blutes sowie die Verbundenheit mit der deutschen Scholle seien die Grundpfeiler unseres Wissens, aus dem heraus Verpflichtungen und Aufgaben erwachsen. Die folgenden Darbietungen des Singkreises standen hinsichtlich ihres musikalischen Vortrages auf beachtlicher Höhe. Die Auswahl legte besonderen Wert darauf, altes und neues Volksgut zur Geltung kommen zu lassen. Als erstes tarnen die „Island- fischer", ein flämisches Volkslied des 16. Jahrhunderts, zu Gehör. Auf das bekannte Ostlandlied folgte der ausdrucksvolle Kanon „Flamme empor" in der Tonfassung des berühmten Kirchenmusikers Praeto- rius. Die nun folgenden Lieder entstanden zum größten Teil in den Reihen der HI. selbst („Wir ziehen auf stillen Wegen", „Der Himmel grau und die Erde braun", „Leuchtend bauen in die Ferne".) In der Pause bot eine Verlosung Gelegenheit, allerlei praktische Gegenstände zu gewinnen, die in anerkennenswerter Weise von Gießener Firmen und städtischen Betrieben gestiftet waren. Der Mu- sikzug wartete unterdessen mit fünf flott gespielten Märschen auf. Den zweiten Teil des Abends füllte die Aufführung des Spieles der „Steile Weg" von Brombacher. Die Schmach und Not der Nachkriegszeit, das Erscheinen des Führers, sein Kampf und der Sieg seiner Idee gelangten in dramatischen Bildern zur Vorführung. Der bühnentechnische Aufbau mit den optischen und akustischen Hilfsmittel war geschickt inszeniert. Hinzu kam, daß alle Darsteller mit größtem Ernst sich ihren Rollen einzufüaen wußten, und die Sprechchöre klanglich wie darstellerisch packende Ueberzeugungskraft verliehen. Reicher Beifall lohnte alle Darbietungen. Ein Schlußmarsch des Musikzuges sowie das gemeinsam gesungene Lied der Hitlerjugend bildeten den Ausklang des wohlgelungenen Abends. Oie ersten deutschen Frühkartoffeln. Die ersten deutschen Frühkartoffeln werden auf den Wochenmärkten der deutschen Hausfrau zum Kauf angeboten. Der deutsche Bauer hat mit großer Mühe und Sorgfalt im Frühjahr die Saatkartoffeln in den wohlvorbereiteten Boden gelegt und rechnete trotz der in der letzten Zeit empfindlich gewordenen Trockenheit auf eine leidliche Frühkartoffelernte. Mit einer gewissen Ungeduld erwartet er die Erntezeit für seine Frühkartoffeln, denn und von seinem Schwiegervater geerbt, dem seligen Kapitän Breitsprecher, der bis in seine Sterbestunde im Garten gerackert hatte und im Frühjahr gegen Abend tot unter den Himbeeren aufgefunden wurde. Nante Plunk hat Zeit seines Lebens nicht viel mit der Arbeit im Sinn gehabt. Wohl pusselte er am Hause herum, hielt auch den Garten einigermaßen in Ordnung, wusch auch die Badezellen am Fluß hin und wieder auf. Sonst aber saß er entweder zu Tisch ober in ber Laube. Was er vor seiner Hochzeit eigentlich getrieben hatte, ist nie herausgekommen. Er gehörte zu ben Menschen, bie wohl alles können, sich aber boch mit dem begnügen, was ihnen gerade in den Weg läuft. Manche betreiben bann im Winter eine Eisbahn ober eine kleine Vermittlung mit Inkasso ober sonst eine bescheibene Verrichtung, bie sie gerabe so leben läßt. Meist find bas lebenserfahrene und besinnliche Leuts, bie ihre viele Zeit zum Grübeln beWeinlaube gefrönt hatte, konnte nichts passieren. Auch ber Herr Bürgermeister, bie Herren Professo- Nante piunf. (Nn Porträt von Ulrich Sander. Die Bleiche, die Badeanstalt, einen Eiskeller das kleine Haus an der Stadtmauer hatte er Einnahmequelle, nämlich aus der gewinnbringenden Beschäftigung mit dem heimlichen Verkauf von Spirituosen und Rauchwaren. Nachdem der Poli- stoßen, immer aber den Reiz der Eigenart haben. Nante Plunk fand volle Befriedigung in seinem tausendfältigen Leben auf engem Raum. Bis vormittags 10 Uhr badeten die Damen, währenddessen er sich gefälligst in der Entfernung zu halten hatte. Einmal der Schicklichkeit wegen, dann aber — so wollte es seine ben Damen aufmartenbe Frau —, weil er nicht zu ben allerschönsten Männern gehörte Seine Hautfarbe war rotbraun, bie kleinen listigen Augen verschwanben unter mächtigen Buschen, bie Nase hatte sich unförmig erweitert unb glich einer glühenben Kartoffel. Dies nur scheinbar brummige Gesicht saß meist unter einer weißgeschirmten Leinenmütze unb mürbe abgeschlossen von einem hängenben Schnauzbart, ber ben Mund fast völlig verdeckte, vielleicht weil er nur ganz wenig gebraucht wurde. Merkwürdigerweise ging der breite, ein wenig schwere Mann immer in braunen Segelschuhen mit Lackkappen und Gummisohlen, von denen erzählt wurde, er nähe sie selber aus Autoreifen. Das mag gestimmt haben, denn er war ausnehmend geschickt. Was er anfaßte — es war nicht viel — aber es gelang. Wunderschön war die geteerte Bretterlaube, tief unter wildem Wein begraben, dunkel und schattig, so im Dämmern, daß man bet grellstem Sonnennutzen und zu Erkenntnissen kommen, die über den , .. ..... .. ...., . ... ___________ ... n____ Gesichtskreis des behaglichen Spießbürgers weit' zeiinspekteur selber dem unerlaubten Genuß in der hinausgehen, oft geradezu gegen den Brauch ver- Weinlaube gefrönt hatte, konnte nichts passieren. schein nicht sehen konnte, ob Nante Plunk auf ber Bank saß ober nicht. Es richtig zu sehen, hatte seinen Grunb, benn mancher Schuljunge wollte seinen Babegroschen sparen unb mit nassem Haar um bie Laube flitzen. Nante hatte es immer gemerkt, so baß meist ber Weg über bie Dächer ber Zellen genommen werben mußte, ber aber ben Nachteil hatte, baß ein gewisser, nicht gebecfter Raum übersprungen werben mußte, wobei ein Fehlsprung auf bie schmale Schlußwanb ganz ungeheuerliche Folgen hatte, jedenfalls aber ein sofortiges Reinigungs- oad erforberüd) machte. Außer ben laufenben Babegroschen hatte Nante , Plunk noch bie Extraeinnahmen einiger vermiet- ( barer Ruberboote unb bie Sonberzuwenbungen ber । Honoratioren für Aufbewahrung unb Umhängen * ber Babemäntel um oft recht beleibte Körper, von denen einige geeignet waren, ben kleinen Fluß aus i feinem Ufer zu treiben. Gerabe biefe Herren aber babeten mit solcher Inbrunst, ftanben halbe Stun- | ben lang plantschend auf den Treppen, oder ließen sich von den trägen Wassern treiben. Nante Plunk verfügte aber noch über eine dritte ren und freie Berufe fanden sich in der Laube ein, jedoch peinlichst nach Verkehrsgruppen getrennt. Kantor Baade stand auf und ging, wenn der Zeichenlehrer Stegemann von der Mädchenschule erschien. Und Oberzollkontrolleur Brinkmann trank seinen Korn aus, wenn Ratsschlossermeister Menk- witz erschien, weil sie sich im Kriegerverein erzürnt hatten. Am schönsten aber war bie Laube nachts im Sommer, wenn Stubenten sich bort mit ihren Mäd- chen küßten. Es buftete nach Wasser unb Teer, Klee, Heu unb Monbnebel. Da Nante jeboch nachts nicht mehr schlafen konnte, so mußte man gewiß sein, baß er plötzlich in ber Türe ftanb unb unver- stänbliche Worte murmelte. Als er eines Nachts gegen ein Mäbchen bösartig geworben war, mieb man bie Laube. Unb nun komme ich dabei auf Nantes Unglück, den Alkohol. Nante wurde mehr und mehr fein bester Gast, nur in der Laube, leider nicht im Wasser. Es kam so weit, daß in der Zeitung ein „Eingesandt" gegen ihn geschrieben wurde, er könne doch in einem solchen Zustand nicht seinen Dienst als Bademeister versehen! Wenn nun etwas passierte, was dann? Ginge er überhaupt noch ins Wasser? Wäre er überhaupt schon jemals nachgesprungen? Ob die Aufsitchsbehorde diesen skandalösen Zuständen nicht ihre Aufmerksamkeit schenken müßte? Und so weiter. Nante Plunk blieb der alte in seiner Laube. Sein Gesicht lief allmählich blauviolett an. Die Nase wuchs. Der Bart hing länger. Die Stimme wurde immer unverständlicher. Eigentlich war es nur noch ein Grunzen. Man konnte gar nicht mehr sehen, ob er die Augen auf hatte ober nicht. Es waren nur noch kleine Schlitze, aus benen unaufhörlich Wasser floß. Nur auf bie Babegroschen paßte er noch mit ber argwöhnischen Aufmerksamkeit eines Tieres auf. Als er begann, in ber Laube mit sich selber zu sprechen, als er mit feinem Feubel hinter Jungens herlief, bie gar nicht ba waren, würbe es bebenklich. Eines Abenbs ist er bann nicht mehr Hause gekommen. Die Frauensleute haben ihn vergeblich gesucht. Auch bie Polizei konnte ihn nicht finben. Er trieb schon im Fluß. Als wir eines Tages hinter ber Eisenbahnbrücke in ben Wiesen spazieren gingen, ruberte sich langsam ein Boot stromauf, hinter bem sich ein nasser Aermel aus bem Wasser erhob, an bem Nante Plunk angebunben war. Er war in ben acht Tagen beinahe bis ans Haff getrieben, unb ein Kahnschiffer hatte ihn bei Ahrensruh vor bem Schiff festhängen sehen unb gleich gewußt, um wen es sich hanbelte. „Kiek, boor schwemmt Nante Plunk!" Gekannt haben sie ihn alle . . . Erinnerungen an Stefan George. Friebrich von ber Leyen, ber Vertreter ber Literaturgeschichte an ber Universität Köln, veröffentlicht in ber bei I. B. Metzler in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „Dichtung unb Volkstum" Erinnerungen an seine Begegnungen mit Stefan George. Zum erstenmal sah er ben Meister zu Anfang unseres Jahrhunderts, als er einige seiner Gedichte hersagte: „Die Zuhörer saßen in einem halbbunklen Raum, von bort sah man burch zwei mieber halbbunkle in ein hellbeleuchtetes schmales Zimmer, in bem ein kleiner Tisch ftanb. Der Dichter erschien unb stellte sich so an ben Tisch, baß bie Hörer sein Profil sahen unb seine hohe schlanke Gestalt; in feinen Zügen lebte entschiebene junge Männlichkeit unb eine wundervolle reine Hingebung. Die Art des Herfagens, die aus dem Rhythmus und dem Klang ber Gedichte unb ihren Gesetzen sich ergab, und die feierliche und gleichmäßige Betonung war mir zuerst fremd, sie hatte, wie man weiß, etwas Psalmobierendes. Aber man konnte sich bald ihrem Eindruck und ihrem gebändigten Maß nicht entziehen und man fühlte die Ehrfurcht vor dem Wort, vor seinen Heiligkeiten unb vor seinen Wunbern." 1909 lernte von ber Leyen George dann person« lich kennen. Der Dichter klagte, „wie vereinzelt boch in Deutschland bie Guten blieben, wie sehr unsere Erziehung und Bildung darunter litten und wie Nietzsche eigentlich an dieser Vereinzelung zugrunde gegangen sei. Kein Genius könne überstehen, daß niemand ihm antworte. Don der Leyen sprach George dann öfter und faßt seinen Eindruck in den Worten zusammen: „Jedesmal war ich betroffen, wie einfach und klar, wie gütig und bescheiden und zugleich wie bestimmt er sich gab. Er halte seine eigene Welt und verwaltete feinen heiligen Bezirk wie ein echter Priester. Der Eintritt mar nur ben streng Geprüften gewährt, biefen aber gab er sich ganz. Unablässige Arbeit war die Bedingung, unermüdete Sorgfalt bis in das Kleinste. George kannte — feine Umdichtungen hatten es ihn gelehrt — bas Hanbwerk unb feinen Ruhm uno feine unbebingte unb saubere Ehrlichkeit, feine mühsam ZU erreichend Meisterschaft, seine Andacht vor dem Kleinen unb seinen frohen Stolz. Er wußte, daß Handwerk und Kunst eins das andere verlangen und voraussetzen und daß die Wunder der Sprache sich auch dem Berufenen nur allmählich erschließen. Sah George ernstes und ehrliches Bemühen, so war er die Güte selbst, er scheute sich nicht, mit dem Jünger auch die kleinsten und unscheinbarsten Dienste zu verrichten, die dessen Sache wollte. Dann entfaltete er eine Liebe und ein zartes Verstehen ohnegleichen, auf alle Frage und Zweifel und Sorgen der Jünger ging er ein, ja er verlangte sie zu hören, und er wußte dann zu klären, zu trösten und zu ermutigen wie niemand sonst. Kein Wunder, daß er unter den Seinen eine so grenzenlose Liebe unb Verehrung fanb." ßocf)fd>ulnothricbten Der ordentliche Professor Dr. Franz D e i e r 1« von der Universität Frankfurt a. M. ist ab 1. Oktober zum Ordinarius für deutsches Recht, bürgerliches Recht und Handelsrecht an der Universität Leipzig ernannt worden. Professor Dr. Albert von R u v i l l e, Extraordinarius für wittere und neuere Geschichte an ber Universität Halle, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Professor Hans E m g e von ber Staatlichen Hochschule für Musik in ft öl n wurde als Nachfolger von Professor Ernst Grenze back an die Staatliche Hochschule für Musik in Berlin berufen. der Deutschen Rechts-, ** Der B i - n-nz ü chte rv er« in G i-ß - n . < r.. Z v: _ i__..„s .. s. hiotf noffo m «ne Mltalieberver- r 5 n v c c r Zas mein eW war <1 Nachdruck verboten! 7 Forttetzung. b 'ß: 3 b t n u n E re Vornan von Klothilde von Gtegmann Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag -alle (6.) eil be T Ql fa fei m fta 81: seh tioi Bis hiel Mlf wir Str 9' d, Sachoerständigenwesen in l._ - . , , ront (vormals Reichsverband der beeidigten und iffentlich bestellten Sachverständigen Deutschlands e.V. Berlin-Charlottenburg, Milmersdorfer Str. 95) ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit bekundet hat. ** Der Tod in der Lahn. Gestern mittag forderte die Lahn ein Menschenleben zum Opfer. Der Eisenbahninspektor -ans Werner Reinheimer von hier, der unweit des Launsbacher Steges in der freien Lahn badete, versank in den Spieltisch, so schön sie auch sein mochten, doch nur die zweite Rolle spielten. Denn hier regierte ein Götze, der sogar über ihre Schönheit triumphierte — hier regierte das Geld... An einem der grünen Spieltische saß der junge bulgarische Attache Demidoff neben Madame de Lormes. Die schöne Frau war in einer Toilette aus mattrosa Chiffon, der sich wie eine Abendwolke um ihre Gestalt schmiegte. Sanfte weihe Perlen lagen in vielen Reihen um ihren schlanken Hals und den Maße. Das Hallenbad und die Lahnbäder würden allen Ansprüchen gerecht. Die Träger der zu erfüllenden Aufgaben seien die Sportorganisationen, die Schwimmerschaft, die Turnerschaft. Es sei die Garantie gegeben, daß die Reichsschwimmwoche in der Flucht der Erscheinungen nicht nur abrolle, sondern daß das vermittelte Wollen auch lebendig bleibe. Das erstrebenswerte Ziel sei „Jeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter!" Kreispropagandaleiter pg. Schmelz als Vertreter der NSDAP., führte u. a. aus, daß die NSDAP, der Reichsschwimmwoche in ihrer Bedeutung für die Gesundheit unseres Volkes erkannt habe. Wer jemals geglaubt habe, daß die sportliche Leistung im Dritten Reich nur eine untergeordnete Rolle spiele, sei nicht auf dem richtigen Weg. Vielmehr stehe die sportliche Betättgung mit in vorderster Linie. Die sportliche Tätigkeit der Jugend müsse noch viel lebhafter werden. Der Schwimmsache werde die größtmöglichste Unterstützung zuteil werden. Er, der Redner, wünsche, daß der Schwimmwoche ein guter Verlauf und ein großer Erfolg zuteil werden möge. Oberbürgermeister Witter hielt ebenfalls eine kurze Ansprache. Der Stadtverwaltung sei es ein Herzensbedürfnis, an der Reichsschwimmwoche mitzuhelfen. Sie wolle ebenfalls, daß das gesteckte Ziel erreicht werde. Schwimmen sei ein wesentlicher Faktor zur Ertüchtigung a: 9: D fa fo B fit bie hü b'Q ha w he hi 6lii Unter den schönen Frauen, die jetzt langsam von ihren Wagen her dem Strande zugingen, fiel eine besonders auf. Es war eine hochgewachsene, nicht mehr ganz junge Frau von vollendetem Wuchs. Sie trug ein königlichen Nacken. Ein Perlendiadem krönte das blauschwarze Haar, und ein Hermelinmantel lag lässig um die marmorweißen Schultern. Sie saß untätig da, die schönen Hände, an deren Fingern Perlen und Brillanten funkelten, leicht auf dem Spieltisch zusammengelegt, und beobachtete aufmerksam das Spiel ihres Nebenmannes. Der junge Attache spielte nervös. Seine Finger zitterten, wenn er ein Häufchen Ships nach dem anderen dahinschmelzen sah. Wieder rollte die Kugel, wieder griff die raffende Harke des Croupiers nach der Zahl, auf die Demidoff einen großen Betrag gesetzt. Schweißtropfen perlten auf seiner Stirn. Gerade wollte er wieder setzen, da legte sich die schlanke, kühle Hand Madame de Lormes leicht auf den bebenden Arm des jungen bulgarischen Diplomaten: „Hören Sie jetzt aus, Demidoff!" flüsterte sie leise, aber scharf. „Wollen Sie sich denn mit Gewalt ruinieren? Sie spielen ja um Kops und Kragen! Und das alles bei diesem blödsinnigen Roulette, wo nicht die Geschicklichkeit entscheidet, nicht der Kops und das Denkenkönnen, sondern nur der Zufall. Ich bin Ihnen ernstlich böse, Demidoff! Wenn Sie nicht sofort aufhören, haben wir uns das letztemal gesehen." Der junge Mann, der bis dahin wie gebannt auf die rollende Kugel gestarrt hatte, schrak zusammen. „Das kann nicht Ihr Ernst sein, Lou!" flüsterte er ihr jetzt zu. „Mein voller Ernst, Demidoff!" Mit diesen Worten stand die Frau auf und ging, ohne sich umzusehen, aus dem Saal hinaus, scheinbar nicht darauf achtend, daß ihr viele Blicke folgten. In einer Ecke des Saales stand der elegante Herr mit dem Raubvogelgesicht, der durch seine Länge alle anderen überragte. Madame de Lormes schien ihn in der Menge, die sich am Eingang drängte, nicht zu sehen. Aber als sie an ihm vorüberging, strich sie sich wie mit zufälliger Bewegung über das Haar. Der Herr mit dem Raubvogelgesicht nickte un- merklich. Madame de Lormes verließ ruhig den Spielsaal. Als sie gerade zur Garderobe ging, kam der junge Bulgare ihr nach. „Also, da sind Sie ja!" sagte die Frau und lächelte den jungen Mann an. „Gut, daß es noch ein Mittel gibt, Sie zu Verstand zu bringen, Demidoff." „Nachdem Sie mich um den Verstand gebracht haben, Lou!" raunte der junge, schlanke Mann heiser. „Warum spiele ich denn so verzweifelt? Doch nur, weil ich Sie erringen will, Lou! Sie kann man nur erringen, wenn man reich ist, viel reicher, als ich es bin." „Kommen Sie nun, Demidoff!" Madame de Lormes legte ihren Arm in den des jungen Mannes. „Weil Sie so brav sind und auf mich gehört haben, dürfen Sie mich zu Ritz begleiten und mich zum Fühlt Edele sich hier bei Ihnen zu wohl und geborgen, so könnten wir dann unangenehme Ueber- raschungen erleben, wenn sie mich heiraten soll. Sie könnte zum Beispiel erklären, daß sie lieber in Ihrer Obhut bliebe, als sich den Wünschen ihres verstorbenen Vaters zu fügen. Fühlt sie sich aber hier bei Ihnen nicht allzu glücklich, nun, dann wird ihr die Heirat, die ihr allen Glanz der großen Welt erschließen wird, um so lockender erscheinen. Darum keinerlei Abweichungen von den Regeln der stren- aen Erziehung! Auch keine Freundschaften intimer Art mit anderen jungen Mädchen! Einladungen für die Ferien sind auf keinen Fall zu genehmigen. Motivieren Sie eine Ablehnung einfach damit, daß für diese Dinge keine Gelder zur Verfügung stehen. — Haben Sie begriffen?" Er sah mit seinen kalten, harten Augen Miß Grab scharf an. Die nickte stumm. Was kümmerten sie die Marotten dieses Herrn von Liewen? Wenn sie nur zu ihrem Geld kam. Je mehr, desto besser! Als sich Liewen, unter Zurücklassung einer großen Anzahlung, von Miß Crab verabschiedete, wußte er, daß alles nach seinem Plan gehen würde. Er hatte Edele in den Händen, und er würde sie formen, wie er es für seine Zwecke brauchte. Zwei Tage darauf kam ein blasses, verhärmtes Mädchen in dem Pensionat von Miß Crab an; es ahnte nichts von den dunklen Gewalten, die fein Leben lenkten. Sechstes Kapitel. Zwei Jahre waren verstrichen. Es war Frühling — Frühling in Italien. Am Lido von Dendig promenierte die elegante Wett Europas und Amerikas. Es war, als hätte sich in diesem von Gott gesegneten Stückchen Erde alles zusammengefunden, was die Blüte der Schönheit und die Blüte des Reichtums darstellte. Die Badegäste, die in den eleganten Strandloka- kalen des Lido bei ihrem Vormittagsgetränk, einem Aperitiv nach französischer Art, saßen, nannten sich flüsternd die Namen der Männer und Frauen, die da in den neuesten Limousinen angefahren kamen. Es waren die Namen von. Millionären, von denen ein Wink genügte, um die Börsen der Welt in Un- orbnung zu bringen. Es waren Namen von Frauen, die über märchenhaften Reichtum verfügten — oder über den märchenhaften Reichtum ihrer Verehrer. Die Reichs-SchVimmwoche in Gießen ©er Auftakt! Werbemarsch und Kundgebung. Die Reichsschwimmwoche wurde am Samstagabend in unserer Stadt mit einem Werbemarsch eröffnet. An dem Marsch nahmen neben den Schwimmern ein Marinesturmbann der SA., Polizei, die Sanitäter, die beiden Feuerwehren (Freiwillige und Gailsche Feuerwehr), ein Zug der Technischen Nothilfe, Abordnungen der Gießener Rudervereine, ferner die Turnvereine und nicht zuletzt auch der BdM. teil. Die Feuerwehr und die Technische Nothilfe stellten Musik und Spielmannszüge. Von Oswaldsgarten aus führte der Marsch durch viele Straßen nach der Liebigshöhe. Die Kundgebung. Der mit der Durchführung der Reichsschwimmwoche beauftragte ©r. Krämer eröffnete die gutbesuchte Kundgebung und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Arbeit, die bisher in kleinerem Kreise geleistet worden sei, nunmehr in breiter Oeffentlichkeit zum Ausdruck kommen könne. Die Aufgabe sei klar: wir wollen, daß die gesundheitliche Bedeutung des Schwimmens allgemein erkannt werde. Gekrönt werde die Arbeit auf schwimmerischem Gebiet durch den Gedanken, aus jedem Deutschen einen Schwimmer zu machen und den Gedanken der Lebensrettung weiter zu fördern. Die Möglichkeiten, das Schwimmen zu betreiben, bestünden in Gießen in ausreichendem Abendbrot einlaben. Das wird immer noch billiger, als wenn Sie weiter in diesem törichten Roulette verlieren." „Haben Sie denn niemals diese wahnsinnige Spielleidenschaft gefühlt, Lou?" fragte Demidoff im Auto, das ihn neben Madame de Lormes in das Hotel Ritz tragen sollte. „Sie, eine Frau, die das Leben und seine Sensationen kennt — Sie sollten so kalt dem Spiel gegenüber bleiben?" In der halben Dämmerung des Wagens lächelte die schöne Frau ein rätselhaftes Lächeln. „Ob ich dem Spiel gegenüber kalt bleibe? Wenn es Roulette ist — ja! Denn ich verachte jedes Spiel, das nur durch den törichten Zufall entscheidet, und das die menschliche Intelligenz ausschließt. Aber ich bin eine leidenschaftliche Kartenspielerin — und ich habe mich schon beim Portier erkundigt, ob er nicht einen seinen, kleinen Privatzirkel weiß, in dem man spielen kann. Es ist auch viel angenehmer, privat zu spielen, als mit weiß der Himmel welchen Menschen an dem Tisch im Kasino Schulter an Schulter ZU sitzen." Sie schauerte zusammen, wobei sie wie aus Versehen die Schulter des jungen Mannes berührte. Diese leise Berührung war wie ein elektrischer Schlag für Demidoff. Mit einer leidenschaftlichen Bewegung griff er nach der Hand der schonen Frau, die wie eine kostbare, bleiche Blüte auf bem fließenden Chiffon bes rosafarbenen Kleides ruhte. „Lou", sagte er leibenschaftlich unb heiß, „alles ist mir gleich, alles ist mir recht, was mich meinem Ziele, Sie zu gewinnen, näher führt. Wünschen Sie, baß ich nicht mehr am grünen Disch spiele, so gehorche ich. Zeigen Sie mir einen anderen Weg, reich zu werben, um Sie zu erringen, um bich zu erringen, Lou, Geliebte, Schönste?" Seiner Sinne nicht mehr mächtig, schlang er seine Arme um den Hals ber verwirrend schönen Frau. Einen Augenblick duldete Madame de Lormes die Hände des jungen Mannes um sich, duldete einen heißen Kuß auf ihre Lippen — aber gleich darauf schob sie Demidoff mit einer energischen Bewegung zurück. „Haltung, Demidoff!" sagte sie scharf. „Wir sind gleich da! Ich habe also Ihr Versprechen, daß Sie Ihr Geld nicht wieder diesem Moloch Roulette opfern werden. Wenn Sie durchaus bem Glück den Finger reichen — schön, gehen wir einmal in einen Spielzirkel, ber solibe unb privat ist. Dort können Sie Ihrer Leidenschaft einmal die Zügel schießen lassen, vorausgesetzt, daß Ihr Kopf kühl bleibt. Dann haben Sie auch die Chance, zu gewinnen, benn ich bin überzeugt, Sie sind ein guter Kartenspieler." Sie schwieg. Der Wagen hielt vor dem Hotel „Ritz" — unb der in Scharlach und Gold gekleidete Portier eilte herbei, um dem eleganten Paar aus dem Wagen zu helfen. (Fortsetzung folgt.) ©iealtenRegimentsfahnen inButzbach. Die Traditionskornpanie des ehemaligen Infanterieregiments Nr. 168, dessen ehemalige Angehörige, wir berichten an anderer Stelle darüber, am Samstag unb Sonntag in Butzbach eine große Wieber- sehensfeier veranstalteten, brachte gestern vormittag gegen 9 Uhr bie Regimentsfahnen von ber Zeughauskaserne nach bem Bahnhof. Der Aufmarsch ber Reichswehr, bie mit Musik burch bie Straßen zog, würbe von ber Bevölkerung mit großer Aufmerksamkeit betrachtet unb löste große Freube aus. Am späten Nachmittag würben bie Fahnen in feierlicher Weise wieber eingebracht. Die 3. Kompanie unter bem Kommanbo von Hauptmann Caesar nahm vor bem Bahnhof Aufstellung unb währenb ber Präsentiermarsch erklang, marschierte bie Fahnengruppe an bie Spitze ber Kompagnie unb unter schneibigen Klängen ber Reichswehrkapelle bewegte sich ber Zug wieber zurück zur Zeughauskaserne. Eine große begeisterte Menschenmenge begleitete ben Zug unb ließ baburch erneut bie innige Verbunbenheit mit unserer Reichswehr erkennen. Den Abschluß bilbete bie feierliche Einbringung ber ehrwürbigen Reaimentsfahnen in bas Wachgebäube ber Zeughauskaserne. Bornotizen. — Tageskalenber für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Traum vom Rhein". ber Erlös soll ihn in ber jetzt so einnahmeknappen Zeit helfen, seine laufenben Ausgaben unb bie Kosten ber Getreibeernte zu bestreiten. So weit man bis jetzt urteilen barf, werben bieje Frühkartoffeln i von ganz befonberer Güte fein, ba sie trocken unb i warm gewachsen finb. Leiber muß man aber schon , festftellen, baß erhebliche Mengen auslänbischer Frühkartoffeln ber beutschen Hausfrau zum Kauf angeboten werben unb baß bie Hausfrau leiber , vielfach gebankenlos bie Auslanbsware nimmt. Bekanntlich ist ber Absatz von Frühkartoffeln , aller Art burch reichsgesetzliche Verorbnung vom ] 4. Juni 1934 ab geregelt. Der Reichsbeauftragte , für bie Regelung bes Absatzes von Frühkartoffeln ; wirb von jetzt ab ben Minbestpreis festsetzen, ben i in- unb auslänbische Frühkartoffeln beim Groß- , eintauf kosten müssen. Bis zum 6. Juni waren bie auslänbischen Frühkartoffeln noch nicht unter bie Anorbnung bes Minbestpreises gefallen. Vom 7. Juni 1934 ab gilt für alle auslänbischen Frühkartoffeln ber gleiche Preis wie für bie inlänbi- fchen, b. h. also ber Preis, ber vom Reichsbeauftragten für bie betreffenben Verkaufstage festgesetzt worben ist. Wer Frühkartoffeln billiger als zu bem am Tage bes Erwerbs gültigen Minbestpreis einkauft ober verkauft, wirb mit empfinblichen Strafen belegt. Der beutfche Frühkartoffelerzeuger richtet an bie stäbtifchen Hausfrauen unb Frühkartoffelverbrau- cher bie herzliche unb bringenbe Bitte, ihm feine Frühkartoffeln, fobalb er mit ihnen auf ben Markt kommt, auch abzukaufen. Auch gibt sich ber beutfche Bauer ber Hoffnung hin, baß sich kein beutscher Hänbler bereitfinben wirb, in bem Augenblick, in bem beutfche Frühkartoffeln auf bem Markt erscheinen, noch auslänbische Frühkartoffeln zu handeln ober feinen Kunben zum Kauf anzubieten. Die Mahnung „K a u s t b e u t s ch e W a r e !" müssen in biefem Falle Verbraucher unb Hänbler wie ein Mann befolgen. Wer darf HandelsNasseneier stempeln? Es besteht Veranlassung, barauf hinzuweisen, baß der beutfche Stempel auf Eiern ohne Befugnis weber benutzt, noch erworben bezw. veräußert werben barf. Es ist baher auch unzulässig, wenn Firmen Deutschstempel öffentlich in Tageszeitungen zum Verkauf anbieten. Nach § 8 ber Eierverorb- nung vom 17. 3. 32 unb 8. 6. 34 barf eine solche Kennzeichnung nur mit schriftlicher Genehmigung des Reichsnährstandes (Hauptabteilung 2 der Landesbauernschaft) angebracht werden. Verstöße dagegen werden mit Gefängnisstrafe bis zu 3 Mo- naten bedroht. Es wird gebeten, Verdachtsfälle der nächsten Polizeibehörde zwecks Beschlagnahme der Stempel und Bestrafung der Täter zu melden. Diese schließen sich selbstverständlich aus den Reihen des deutschen Eierhandels aus. ©er Sachverständige als Hechtswahrer Unter dem Vorsitz des Leiters der Reichsfachschaft für das Sachverftändigenwefen in der Deutschen Rechtsfront, Pg. Grevemeyer, fand in Berlin im Haufe der Deutschen Rechtsfront eine Arbeitstagung des Reichsausschusses für bie Neuregelung des Sachverständigenwefens statt. Nach einer eingehenden Erörterung der Rechtsstellung des Sachverständigen beschäftigte sich der Ausschuß vornehmlich mit den Mißständen auf dem Gebiete der Gutachtertätigkeit und behandelte die Maßnahmen zu deren Beseitigung. In Erwägung, daß diese Mißstände hauptsächlich durch die Verquickung der Sachverstänbigenpersän- lichkeit und Tätigkeit mit individuellen Erwerbs- interejfen heroorgerufen worden sind, wurde mit Nachdruck gefordert daß die Sachverständigen sich wieder fühlen und betätigen müssen als Diener unb Helfer am Deutschen Recht, als Rechtswahrer in bem höheren nationalsozialistischen Sinne ber Treuhänderschaft für die Allgemeinheit des Volkes. Es wurde in der Ausschußsitzung mitgeteilt, daß die größere Zahl der führenden Sachverständigen durch ihren Beitritt zu der Reichsfachschaft für das des Körpers. Mut und Wille würden gestählt. Sich einzusetzen auch für andere, sei die Pflicht eines jeden Nationalsozialisten. Hier sei jeder berufen, mitzuwirken an der Wiedererstarkung unseres Volkes. Lange Zeit habe die Frage gegolten: -üiirD unser Volk vom Abgrund, an dem es stand, zurück, gerissen werden? — Nun haben wir die Erkenntnis, daß durch den Führer Adolf Hitler unser Volk wieder dahin gebracht werde, wohin es kommen müsse. Es müsse erwartet werden, daß jeder Volks- genösse sich in den Dienst der großen Sache stellt: Wiederaufbau unserer Nation!" Noch stehe mancher abseits. Er. der Redner, sei gewillt, neue Wege 3U gehen und jedem bie Hanb zu reichen, ber mithelfen wolle. Der Arbeiter, ber bie Straße rein erhalte, sei mehr wert als ber Mann mit Lackschuhen unb einem Bankkonto, bas er nur dazu verwenbe, seine Mitmenschen auszubeuten. Wir alle müßten im Dienste bes Volkes stehen. Wir durften nicht glauben, daß das, was heute sei, Selbstverständlichkeit sei. Es könne in einem Jahre noch nicht gut gemacht sein, was 14 Jahre lang verdorben, und was vor dem Kriege am deutschen Volke gesündigt worden war. Unsere ganze Liebe müsse unserem deutschen Volke und unserem Daterlande gehören. Wir müßten alle bedingungslos hinter dem Führer stehen, wenn eines Tages der Satz zur Wahrheit werden solle: „Am deutschen Wesen wird bie Welt genesen!". Als Hauptredner des Abends sprach pfl. ©r. Äeisvw, Frankfurt a. M. Begeisterung für unsere Schwimmsache müsse, so führte er u. a. aus, immer neu lebendig werden. Schwimmen und Rettungsschwimmen sei unsere Pflicht. Wir dürften uns ihr nicht entziehen. Es sei nicht immer so gewesen, wie heute, daß die Be- Hörden dem Schwimmen Unterstützung zusagten. Es habe eine Zeit heftiger sittlicher Bedenken und ber Angst vor bem Ertrinken gegeben. Wenn sich heute bie Jugenb im Wasser tummle, bann wisse sie kaum mehr etwas bavon, baß Pionierarbeit geleistet werben mußte, bis es so weit gekommen sei. Schwimmen sei ein Abc, bas sich jeber Mensch an- eignen müsse. Der Rebner schilderte sodann in lebendigen Worten und an Hand charakteristischer eigener Erlebnisse ben Kampf um bie Behauptung unb bie Entwicklung bes Schwimmsportes unb kam bann schließlich auf ben Weltkrieg, auf bas Fronterlebnis zu sprechen. Er erzählte von einem benkwürbigen Schwimmfest am 28. Juni, 1914 in ber Müllerschen Babeanstalt. Er sprach ferner vom Zusammenbruch 1918 unb von ber Frage, bie sich mancher ber zu- rückkehrenben Solbctten vorgelegt habe: Warum finb mir übrig geblieben? Was können wir tun:? Wie können wir bem beutschen Volke helfen? Da sei bie Kraft in ber Jugenb gesehen worden. Ihr habt es zu helfen gegolten. Als er, der Redner, bie Leitung bes Deutschen Schwimmverbanbes übertragen bekommen habe, sei noch manche Gegnerschaft vorhanben gewesen. Verschiebene Organisationen hatten es vergessen, baß es auf bie Leistung ankomme. Die große Aufgabe von bamals lautete: dem deutschen Sport eine neue Seele geben! Hier sei es besonbers ber Schwimmsport gewesen, ber berufen war, neue Wege anzubahnen. Schwimmsport war Kampf gegen ein Element, ohne jebe Hilfsmittel, bazu oerbunben mit bem großen ethischen Gebauten ber Lebensrettung. So habe der Schwimmsport feinem Wesen nach turmhoch über allem Sport gestanden. Der Schwimmsport habe bie Führung übernehmen müssen. Sport unb Kampf seien von jeher deutsche Eigenart gewesen. Immer herrschte, man denke nur an die Germanen, unsere Vorfahren, der Wille, der erste zu sein. Leider aber entartete der Sport in den Jahren nach bem Kriege, geriet in fasche Führung, er sei ber Sensation ausgeliefert worben unb man habe vergessen, baß ber Geist im Sport bas Aus- schlaggebenbe sei. Richt ber Sieg an sich, sondern die Tat fei das wesentliche. Der Einsatz der sittlichen Kraft für । ein edles Ziel fei entscheidend. weißes Kostüm von raffiniertem Schnitt, ber in feiner gewollten Einfachheit jebe Linie bes vollenbeten Körpers beim Gehen nachzeichnete. Die weiße, eng anliegenbe, hoch gegürtete Jacke war verziert mit einer Krawatte aus echtem, weißem Zobel, unb bie Aermel schmückten weite Fechtermanschetten aus bem gleichen kostbaren Rauchwerk. Eine burftig weiße, feibene Bluse kam in weichen Volants aus bem Jäckchen heraus. Der hohe Kragen würbe von einer kostbaren Nabel mit einer erbsengroßen, grauen Perle abgeschlossen. Graue Perlen hingen wie silberne Regentropfen von den kleinen Ohren herunter. Das blauschwarze wie Seide glänzende Haar bauschte sich in Wellen unter bem kleinen Hütchen, bas nach Jägerinnenart schräg auf bem einen Ohr saß unb von einem kostbaren, feuerroten Reiher geziert war, ber wie eine Feuerflamme von bem Weiß herunter auf bas Blauschwarz ber Locken lohte. Die Füße steckten in hochhackigen roten Schuhen, bie, seitlich tief ausgeschnitten, ben weißen Seibenstrumpf unb ben langen, schmalen Fuß mit ber schmalen Fesselung unb bem sehr hohen Spann mehr enthülle als verbarg. Ein roter Sonnenschirm unb lange, rote Hanbschuhe vervollstänbigten ben raffinierten Anzug ber schönen Frau. Sie ging lässig zwischen zwei eleganten Kavalieren, unb währenb sie anscheinenb ben Erzählungen ber beiben Herren zuhörte, roanbte sie immer wieder ihre Augen über bie flanierenbe Menge — Augen, tief unb lockenb, wie ein Bergsee. Die Lippen brannten wie eine glühenbe Blüte in bem sehr weißen Gesicht, bas, im Gegensatz zu bem Munbe, kaum Schminke trug. Es wäre auch schabe gewesen, bie elfenbeinerne Schönheit bes fanft getönten Teints zu oeränbern. Ein für anbere kaum sichtbares Aufblitzen in ben veilchenblauen Augen galt einem sehr eleganten, schlanken, großen Herrn mit scharfen Augen unb einer Habichtsnase, ber, ohne scheinbar auf bie schone Frau zu achten, an ihr oorüberschritt. Im Kasino von Venebig waren alle Lampen an- gezünbet. Ihr Glanz fiel auf bie grünen Tische. Er fiel auf bie bleichen unb verzerrten Gesichter ber Spieler, auf ihre gierigen Hänbe, bie Ships unb Gelb zusammenrafften, hinwarfen, an sich rissen unb wieber fortwarfen, fiel auf bie gleichmütigen Gesichter ber Croupiers in bem tabellofen Abenb- breß, bie mit ihren kleinen Schaufeln Gelb, Glück, Schicksale an sich rissen, fiel auf die entblößten Schultern unb Hälse schöner Frauen, bie hier am unb Umgegenb hielt gestern eine Mitglieberver- fammlung ab, bie sich einer außerorbenttlchen Teilnahme erfreute, waren boch über 60 Mitglieber erschien. Altem Brauche folgenb, würbe bie Sommertagung nach auswärts, auf ben Stanb bes Mitgliebs Ebuarb Schäfer in Robgen verlegt. Nach ber Begrüßung legte ber Vereinsvorsttzenbe, Derwal- tungsfetretär Gott!. Bobenbenber (Gießen) bie Aufgaben bes Imkers im nationalsozialistischen Staate bar unb forberte bie Jmkergenossen auf, ihre ganze Kraft zur Erreichung bes gesteckten Zieles einzusetzen, bas beutfche Volk aus beutscher Ernte mit Bienenhonig zu versorgen. Bienenhonig, biese von Autoritäten anerkannte Nerven- unb Herznahrung müsse Dolksnahrungsmittel werben, bamit auch ben minberbemittelten Volksgenossen bie ihm innewohnenben hohen gesunbheitlichen Werte zuteil werben konnten. Die anschließenbe Stanbschau erweckte bas allgemeine Interesse ber Teilnehmer, unb man war ber Meinung, baß sowohl bie Lage selbst als auch bie Inneneinrichtung als mustergültig anzusprechen sei. Mitglieb E. Schäfer hielt bann einen lehrreichen Vortrag über neuzeitliche Maßnahmen zur rationallen Bienenwirtschaft unb führte babei alle interessierten Teilnehmer in die praktischen Methoben ber Königinnenzucht ein, inbem bie Besetzung bes Anbrütekastens unb bas Umlarven einzeln vorgenommen würbe. Auf Grunb seiner langjährigen imkerlichen Erfahrung würbe ber Wert unb ber Erfolg biefer auf hochgezüchtete Stockmutter hinauslaufenben Bestrebungen statistisch mit Zahlen belegt. Der Vereinsobmann gab bann noch Anweisung über bie Behanblung bes Bienenhonigs unb ermahnte bie Anwefenben, bem Wettbewerb bes Auslanbhonigs burch Lieferung von beutschem Ebel- Honig in allerbester Qualität unb in entsprechend Aufmachung zu begegnen. Nachbem noch einige innere Vereinsangelegenheiten erlebigt unb mitgeteilt worben war, baß bie Bienenzüchter nun als Reichsfachschaft beutscher Imker in ben Reichsnähr- toteges tn oer freien «u9n uuue.e, .......... .... stand eingegliedert feien, wurde die anregend rer- Fluten unb konnte nur noch als Leiche geborgen laufene ©ommertagung mit einem 9^tIlc^en ®ei' tperben 'sammensein auf ber „Walbeslust beschlossen. „Leiste Dein Bestes!" laute die Forderung. Unter den Händen des einzelnen müsse das Beste erstehen, das zu leisten er fähig sei. Die Rekordidee müsse von jedem einzelnen übernommen werden. Dann erst befinde man sich auf dem richtigen Weg. Und der einzelne wiederum sei nichts, wenn er seine Kraft nicht völlig in den Dienst der Allgemeinheit stelle. Der Mensch, der sich aus der Gemeinschaft ausschließe, sei wertlos. Der Mannschaftssieg stehe turmhoch über dem Einzelsieg. Und der einzelne offenbare wahre Größe, wenn er den eigenen Sieg zurückstelle um des Sieges der Mannschaft willen. Der Sport dürfe niemals mit einem materiellen Gedanken belastet werden. Der Lohn brauche nur in einem einzigen Lorbeerblatt bestehen und dann könne er mehr bedeuten, als eine goldene Uhr. Und ein dicker Strich müsse gezogen werden zwischen dem Sport und dem Verufsathletentum. Das tiefste und letzte in Adolf Hitler sei der Künstler, der aus dem Rohstoff der Massen ein Volk geschaffen habe. Es habe durch ihn erst der Marxismus aur Wirkungslosigkeit verdammt werden müssen, bevor die wahren Kräfte des deutschen Volkes frei wurden. Danken wir Gott, daß unser Volk in die Hände Adolf Hitlers gegeben wurde. Der Sportler stehe bei Adolf Hitler, denn er habe immer gewollt, was der Führer wollte. Alles was Turner und Sportler je wünschten, könne nun hineinströmen in das Meer, das da heiße „Das deutsche Volk!" (Lebhafter anhaltender Beifall!) Gemeinsam wurde nach einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer, der erste Vers des Horst-Wesiel-Liedes gesungen. Der weitere Verlauf der Veranstaltung brachte verschiedene sehr feine Darbietungen der Turner, Turnerinnen und Schwimmerinnen. Die Damen des Turnvereins 1846 führten in ihrer anmutigen langen weißen Tracht einen schönen Tanzreigen auf, der lebhaften Beifall fand. Die Herrenriege des Turnvereins 1846 zeigte außerordentliche turnerische Leistungen am Barren, während die Damen des Gießener Schwimmoereins und der Gießener Turnerschaft mit einem gymnastischen Beispiel aufwartet, das lebhaftesten Beifall fand und wiederholt werden mußte. Die Kapelle der Feuerwehr machte sich mit weiteren musikalischen Darbietungen um den Abend verdient. Ausflugssahrl der Schwerkriegsbeschädigten. Mit 70 Kraftwagen nach Gladenbach. Im Zusammenwirken mit dem DDAC., Ortsgruppe Gießen, und der Kraftwagenstaffel 1/147 veranstaltete die Nationalsozialistische Kriegsopferfürsorge für ihre Kameraden des Kreises Gießen am gestrigen Sonntag eine Vergnügungsfahrt nach dem schönen Gladenbach. Von vornherein darf gesagt werden, daß die Organisation, die seitens der Nationalsozialistischen Kriegsopfersürsorge in Händen des Bezirksgeschäftsführer Oberleutnant a. D. B o nh a r d lag, bei der Kraftwagenstaffel 1/147 von Adjutant und Oberscharführer L o t h und beim DDAC. von dem Sportleiter Geyer durchgeführt wurde, vorzüglich klappte. Rund 70 Kraftwagen, mit frischem Grün geschmückt, stellten sich auf dem Oswaldsgarlen den Fahrleitern zur Verfügung und pünktlich um 13 Uhr begann die Abfahrt. Frohgemut und festlich gestimmt nahmen die Kriegskameraden in den Wagen Platz und bei herrlichem Sonnenschein begann die unterhaltsame Fahrt. An der Veranstaltung nahmen u. a. teil der stellvertretende Kreisleiter der NSDAP. Hovfen- müller, der Bezirksobmann der NSKOV. Pape (Gießen), der Ortsgruppenleiter des DDAC., Sch ö l ch (Gießen), der Abteilungsleiter der Kraftwagenstaffel Bah m er (Friedberg) sowie der Geschäftsführer der Ortsgruppe Gießen des DDAC. Osmann-Bey. Eine große Zahl von Zuschauern hatte sich auf Oswaldsgarten eingefunden, die der An- und Abfahrt der Wagenkolonne interessiert zusahen. Wagen reihte sich an Wagen und in schier endloser Folge ging die Fahrt über Fellingshausen, „Eiserne Hand" und Frankenbach, über bewaldete Höhen, durch schattige Wälder nach Gladenbach. Das Städtchen Gladenbach hatte festlichen Schmuck angelegt. Straßen und Häuser waren mit frischem Grün und Flaggen geschmückt. Am Eingang des Ortes war eine Ehrenpforte errichtet, an der die SA.-Sturm- bann-Kapelle Gladenbach Aufstellung genommen hatte, um die Kameraden der NSMV. in festlichem Zuge zum Hotelrestaurant Blankenstein zu geleiten. Hier wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Die SA.-Kapelle nahm auf der Bühne Aufstellung und unterhielt mit ihren Darbietungen die Teilnehmer der Veranstaltung vortrefflich. Unermüdlich reichten BdM.-Mädchen die Kuchenteller herum und keine Kaffeetasse blieb leer stehen. So griff denn alles tapfer zu. Dann ergriff der Ortsgruppenleiter der NSKOV. und Stützpunktleiter der NSDAP. Lang (Gladenbach) das Wort, begrüßte die Gäste und hieß sie alle herzlich willkommen. Er gab in seiner Ansprache der Hoffnung Ausdruck, daß es allen Teilnehmern dieser kameradschaftlichen Veranstaltung in Gladenbach gut gefallen möge und daß man noch recht oft an diese schönen Stunden zurückdenke. Die Opfer des Krieges feien heule als die Ehrenbürger des Vaterlandes zu betrachten. In seinen weiteren Ausführungen richtete er Worte des Dankes vor allem an die NS.-Frauenschaft und an den BdM., die sich selbstlos in den Dienst der guten Sache gestellt und zum Gelingen dieses Tages außerordentlich viel beigetragen haben. Ferner dankte er den Bauern von Gladenbach, die die Milch lieferten, weiter den SA.-Kameraden, die den Parkdienst übernahmen und nicht zuletzt der 621.« Sturmbannkapelle Gladenbach. Bürgermeister Müller- Gladenbach entbot namens der Gemeinde den Teilnehmern die aufrichtigsten Grüße. U. a. führte er aus, daß die Veteranen von 1914/18 unser geliebtes Vaterland verteidigt hätten. Man solle nie vergessen, was sie für uns getan haben, sie hätten für uns gelitten und gestritten, gegen eine Uebermacht von Feinden ohnegleichen. Durch die Tatkraft unseres Führers befinde man sich nun auf dem Wege der Besserung und sehe wieder hoffnungsfreudig Der Zukunft entgegen. Seine mit begeistertem Beifall aufgenommenen Ausführungen klangen aus in einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler. Die Stunden vergingen im Fluge. Erinnerungen wurden ausgetauscht und man erlebte echte Kameradschaft und echtes deutsches Frontkämpfertum. Als Vertreter der Ortsgruppe Gladenbach der NSKOV. brachte Kamerad Best ein Gedicht zum Vortrag, das die Vorzüge, Eigenheiten und Zustände Gladenbachs in früherer und der heutigen Zeit schilderte, sodann richtete er zu Herzen gehende Worte an seine Kameraden, wobei er u. a. folgendes ausführte: Als wir 1914 hinauszogen in den Krieg, da taten wir es, um die Heimat zu schützen. Das wollten wir gedankt wissen. Heute lebten wir in einer neuen Zeit; in einer Zeit der Volksgemeinschaft. Die Volksgemeinschaft unter den Kriegsbeschädigten müsse und solle vorbildlich sein für das ganze deutsche Volk. Dank sei dafür zu sagen, daß man es noch erleben dürfe, wofür man in jungen Jahren gekämpft habe: ein einiges deutsches Vaterland! Zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen Kämpfer erhoben sich darauf die Kameraden des Krieges von ihren Plätzen, während die SA.-Kapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. Zum Schluß der mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache des Kameraden Best wurden der erste Vers des Deutschland- und des Horst Wessel-Liedes gesungen. Damit ging die Veranstaltung ihrem Ende entgegen. Bezirksgeschäftsführer Bonhard dankte im Namen seiner Kameraden für die Gastfreundschaft in Gladenbach. Der Tag, den man heute erlebt habe, möge dazu beifraaen, auch in Zukunft die Kameradschaftlichkeit und Volksgemeinschaft zu fördern. Fest zusammenstehen wolle man und weiter kämpfen für unser Vaterland und unseren Führer Adolf Hitler. Sodann wurde die Rückfahrt angetreten, die ebenso reibungslos oonftatten ging wie die Anfahrt. Reich beschenkt mit Zigarren und Zigaretten nahmen die Kriegsbeschädigten wieder ihre Plätze ein und unter dem Jubel der Bevölkerung ging es wieder der Heimatstadt Gießen entgegen. Heimattag auf dem Schiffenberg. Die Heimatvereinigung „Schiffenberg" hielt am gestrigen Sonntag auf dem Schiffenberg ihren alljahrigen Heimattag ab. Am Nachmittag fand ein Konzert der SA.-Reserve-Kapelle unter Leitung von Musikzugführer Herrmann statt. Das Programm brachte im ersten Teil Lieder aus der Kindheit, im zweiten Teil solche aus der Jugendzeit, während der dritte Teil der musikalschen Darbietungen vaterländische Motive zeigte. Dabei fanden die exakt durchgeführten Fanfarenmärsche sowie auch alle übrigen Musikvorträge besonderen Beifall. Den Schluß bildete der Große Zapfenstreich. Die Zwischenpausen wurden durch Darbietungen einer Oberklasse der Schule in Watzenborn-Steinberg, sowie durch Männerchöre des Gesangvereins Germania Watzenborn-Steinberg in bester Weise ausgefüllt. Im Laufe des Nachmittags wurde bekannt, daß Vizekanzler von Papen den Schiffenberg besuchen wollte. Nach vergeblichem Warten mußten sich die Festteilnehmer damit abfinden, statt des beabsichtigten Besuches lediglich nur das Flugzeug kurz nach dem Aufstieg vom Flugplatz sehen zu können. Bei eintretender Dunkelheit fand eine Illumination des Klosterhofes statt, die ein farbenprächtiges Bild bot Beim Abbrennen des Sonnenwendfeuers hielt Oberforstmeister Nicolaus die Feuerrede, außerdem trug Lehrer Mohr einen Feuerspruch wirkunsvoll vor. Wir werden morgen über diese Sonnenwendfeier ausführlich berichten. „öie Pflanzen unserer Heimat" Vortrag in der NS.-Frauenfchaft Gießen-VUtte. Die NS - Frauenschaft Gießen-Mitte hielt diesmal ihren Ortsgruppenabend 'm großen Hörsaal des Botanischen Instituts ab, weil Pg. Dr. Heidt, Assistent des Instituts, sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt hatte, die Anwesenden an Hand von Lichtbildern, Präparaten und gepreßten Pflanzen mit den wichtigsten „Pflanzen unserer Heimat" bekanntzumachen. m Nachdem die Ortsfrauenschaftsleiterin, Pg. Frl. H o ch si ä t t e r , die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder begrüßte und mit kurzen Worten auf die Vortragsfolge des Abends hingewiefen hatte, las Frau Ohly, die im Rahmen der Reichs-Verkehrs- Erziehungswoche herausgegebenen Richtlinien zur Verhütung von Verkehrsunfä?en vor, die allgemein Verständnis und größte Aufmerksamkeit fanden. Nach einem von Frl. A n n a ck e r vorgelefenen Gedicht „Laß stehen" von Trojan, das an den Spaziergänger und Ausflügler die dringliche Mahnung richtet, nicht alles, was draußen in Gottes freier Natur sproßt und grünt und dem naturverbundenen Menschen viel Freude bereitet, gedanken- und wahllos abzureißen und Heimzuschleppen, sondern besonders die selteneren Pflanzen als Gemeingut und zur Freude aller stehen zu lassen, ergriff Pg. Dr. Heidt das Wort zu feinem belehrenden und sehr interessanten Vortrag. Zunächst aab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß es den Anwesenden vergönnt sei, das Botanische Institut, das Bereich des Naturforschers auch einmal von innen kennenzulernen, und von dem sprechen zu dürfen, was zu feinem Arbeitsgebiet gehöre, die Erforschung der heimischen Pflanzenwelt. Der in drei ausgewählte, unterschiedliche Teile aufgebaute Vortrag belehrte die Zuhörerinnen zuerst über das vom Botaniker nach gewissen Naturerscheinungen eingeteilte Jahr, dessen Frühling im Gegensatz zum Kalenderjahr in Gießen durchschnittlich schon am 18. Februar, und zwar mit dem Kommen der ersten Frühlingsblüher, Haselnuß- und Weidenkätzchen beginne. Darauf wurde das erste außerordentlich reizvolle Kapitel der Frühlingspflanzen eingehend besprochen, die durch ihre gemeinsamen Merkmale: ihre unterirdischen Reservespeicher wie Zwiebeln, Knollen und Wurzelstöcke, alle für die Pflanze nötigen Ausbau- und Entwicklungsstoffe wohlweislich schon über den Winter hin angesammelt hätten, um im zeitigen Frühling, ehe Baum und Strauch Schatten werfen, blühen zu können. Dahin gehören die allen bekannten und nach den kalten Wintertagen besonders herzlich begrüßten Schneeglöckchen, Märzbecher, Zilla, Tulpen, Krokus, Lerchensporn, Scharbockskraut, Buschwindröschen, Huflattich, Maiglöckchen u. a., von denen einige, weil sie unseren Bienen die erste Nahrung bieten, Beachtung und unseren besonderen Schutz verdienen. Der zweite Teil des Vortrags war den in hiesiger Gegend am häufigsten vorkommenden Eß- und Giftpilzen und Giftpflanzen gewidmet. Nachtschatten-, Hahnenfuß-, Dolden-Lilien- und Mohnge- wächsen, dazu verschiedene Giftbeeren tragende Bäume und Sträucher wurden im Lichtbilde gezeigt und auf ihre mehr oder weniger giftigen Folgeerscheinungen hingewiesen, die bei Nichtbeachtung und Unkenntnis schwere Krankheiten wie die Holzzungenkrankheit und das im Mittelalter zeitweise seuchenartig auftretende Antoniusfeuer oder die Kribbelkrankheit hervorgerufen. Daneben wies der Vortragende auf die Verwendung einzelner dieser Giftpflanzen in der Arzneikunde hin, von Denen außer dem Fingerhut, von dem das Digitalis, der Berg-Wohlverleih, von Dem Des Arnika unD der Tollkirsche, von Der Das Atropin gewonnen wer- Den, besonders Das Mutterkorn (die schwarzen Körner an Der Roggenähre), zu nennen wären, dessen Giftstoffe eine blutstillende Wirkung ausüben. Im D r it t e n Teil seines Vortrags zeigte Pg. Heldk die ihres seltenen Vorkommnisies wegen unter Naturschutz stehenden und in der Zeitung schon des öfteren erwähnten Pflanzen, wie Enzian, Orchideen, Türkenbund, Bärlapp, Seidelbast, Kuhschelle, Arnika, Adonisröschen usw., die fast ganz von unseren heimischen Fluren und Feldern verschwunden sind und die zu erhalten, jedes vernünftigen Menschen oberstes Gebot sein muß. Mit dieser Mahnung und der Aufforderung, das Gehörte zu beherzigen, fand Der vielseitige, beleh- renDe und interessante Vortrag einen überaus dankbaren Beifall. Um Den Anwesenden nochmals Die Pflanzen in Der Natur zu zeigen, gab Dr. Heidt zum Schluß bekannt, daß am Sonntag, 24. Juni, um 10 Uhr, unter ihm eine Führung Durch Den Botanischen Garten stattfinDe. Ein Dreifaches Sieg- Heil auf unseren Führer ADolf Hitler beschloß Den Abend. Regiments- und Wiedersehensfeier der ehemaligen 468 er. pb. Butzbach, 17. Juni. In unserer festlich geschmückten ehemaligen Garnisonftadt trafen sich gestern unD heute Die ehemaligen 168er zu einer Wiedersehensfeier. Am gestrigen Abend fand in Der Festhalle am Wetzlarer Tor ein Begrühungsabend statt. Die Begrüßungsansprache hielt Der Leiter der Ortsgruppe ehemaliger 168er KameraD Finke. Weiterhin sprachen Der Führer Des Verbands ehemaliger 168er Oberst a. D. S ol D a n, Der Der Stadt und Der Ortsgruppe Butzbach Dank sagte unD Der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Stadt wieder Garnison erhalte, Damit Die Soldaten wieder wie vor Dem Krieg im sogenannten Lustgarten lüft« wandeln, D. h. exerzieren könnten. Bürgermeister Dr. Scheller begrüßte die alten Kameraden Der 168er und wünschte ihnen ein paar kameradschaftliche vergnügte Stunden in Den Mauern Der alten Garnisonftadt. Musikstücke Der SA.-Kapelle 222, Gesangsvorträge Der vereinigten Gesangvereine Orpheus-Eintracht sowie turnerische Aufführungen Des TSV. Butzbach umrahmten den Begrüßungs- abend. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß eine ganze Anzahl ehemaliger 168er aus Dem Saargebiet gekommen waren, um die Wiedersehensfeier mitzu- begehen. Am heutigen Sonntag fand nach voraufgegangenem großen Wecken zunächst am Ehrensriebhof durch eine Abordnung der Ortsgruppe zu Ehren der Gefallenen eine Kranzniederlegung statt. Um 10 Uhr traf, mit dem Eilzug von Gießen kommend, die Traditions-Kompanie 3/15 unter Führung des Hauptmanns Caesar ein, welche die Fahnen des Regiments 168 ein- brachte und auf den Kafernenhof marschierte, woselbst sie am Feldgottesdienst teilnahm. Nachmittags fand die Aufstellung des Feslzuges statt, an dem sich außer den Angehörigen Der Drei Bataillone Des Regiments 168 Der Kriegerverein, Der ReichstreubunD, Die Ortsgruppe ehern. 115er, Des Marinevereins, Die Schupo, Die Gesang- und Turnvereine, sowie Die Sanitätskolonne unD Der Reiteroerein Butzbach und Umgegend beteiligten. An Ehrengästen waren erschienen Se. Kgl. Hoheit Der Grohherzog nebst Gemahlin, weiterhin: General Fett, Oberstleutnant G e b h a r D t, Major v. D. Recke, Oberst v. Papen, Kreisbirek- tor Dr. Straub, Kreisleiter Der NSDAP. Seipel, Fauerbach v. D. H., StanDartenführer Schäfer, BaD-Nauheim, Ortsgruppenleiter S ch neide r u. d. a. Nach Einmarsch Der TraDitions-Kompanie mit Den Fahnen hielt Der VerbanDsführer ehern. 168er, Oberst a. D. SolDan, eine markante ReDe, in welcher er zunächst Daran erinnerte. Daß vor nunmehr 20 Jahren Das Regiment in Der Schlacht bei Le Cateau feine Feuertaufe erhielt, unD sich in allen Kämpfen, Die es mitgefochten, stets bewährt habe. Beweis Dafür feien Die Drei Regimentsfahnen, Die heute hier erschienen unD Die unberührt von FeinDeshand zurückgebracht worDen seien. Als Das gesamte Regiment im Dezember 1918 nach Butzbach zurückgebracht worDen fei, hätte man gehofft, Daß Die alte militärfromme GarnisonstaDt weiterhin Garnison bleiben mürbe, jeDoch fei es anDers gekommen. Zur Erinnerung an Die Zeit Der 168er habe die Ortsgruppe Butzbach eine Erinnerungstafel für das ehemalige 1/168 gestiftet, die nunmehr enthüllt wurde, um in den nächsten Tagen an Die Außenmauer Der Kaserne angebracht zu werben. Er erinnerte bann an bie vergangenen letzten Jahre, betonte, baß feit vorigem Jahr roieber bie Hoffnung im beutfchen Volke auf bessere Tage burch bie Machtübernahme Aböls Hitlers, ber ber ja auch ein Frontkämpfer unb Kamerab wie sie selber wäre, erwacht sei. Mit bem Wunsche, baß unter ber Führung unseres greifen Reichspräfibenten und Felbmarfchalls v. Hinbenburg unb bes Führers Aböls Hitler unser teueres Vaterlanb roieber besseren Zeiten entgegengeführt werbe, schloß bie Rebe mit einem breifachen Hurra, Vorauf bas Deutsch» lanblieb unb bas Horst-Wessel-Lieb gespielt würbe. Hieraus fand bes Abmarsch bes Festzuges burch 1900-W5.4:l(4:0) Das Spiel Der beiden Fußballmannschaften Der hiesigen Sportvereine Spielvereinigung 1900 unb VfB.-Reichsbahn brachte ein überraschendes Ergebnis. Die Mannschaft der Spielvereinigung siegte mit 4:1 Toren. Das Spiel wurde schon in der ersten Halbzeit entschieden, denn bereits in den ersten 20 Minuten waren nicht weniger Denn Drei Tore gefallen. Die Seiten wurden mit 4:0 Toren gewechselt. Während Die Spielvereinigung sich mit dem Halb- zeitergebnis als Endergebnis zufrieden geben mußte, gelang es den Grünweißen, während ber zweiten Halbzeit wenigstens das Ehrentor zu erzielen. lieber den Spielverlauf berichten wir noch. "Club" und „Knappen" im Endspiel 1934. Schalke 04-SB. Waldhof 5:2 (1:0) BiktoriaBerlin—l.FC. Nürnberg 1:2 (1:1) Wenn 7 0 000 Zuschauer kommen, muß es um Hohes gehen unb es ging um ein hohes Ziel in Leipzig unb Düfselborf. Aus langen Kämpfen schälten sich bie vier besten beutschen Fußballmannschaften heraus, unter sich auszumachen, wer feinen Vereinsnamen auf ber Viktoria andrin- gen barf, ber begehrtesten Trophäe im beutfchen Fußballsport. Noch ging es nicht um bie Entschei- bung, es galt, bie Entspielteilnehmer festzustellen. Wohl gingen ber 1 FC. Nürnberg unb S ch a l k e 04 als Favoriten auf bas Felb, bocy gerabe bie Weftbeutschen hatten einen gefährlichen Gegner im SV. Walbhof. Der B a b i s ch e Mei - ft e r lag 20 Minuten vor Schluß noch mit 2:2 aussichtsreich im Rennen, bann aber setzte sich bie größere Routine Der Schalter Knappen Durch, bie in machtvollem Enbspurt unb etwas Glück noch brei Tore erzielten. Aehnlich bie Situation in Leipzig. Die Berliner Viktorianer schienen unterschätzt worben zu fein. Der Club mußte fein ganzes Können aufbieten, um nach einem l:l-Halbzeitstanb boch noch mit 2:1 den Weg in das Endspiel finden zu können Fußball-Endspiel in Berlin. Das Endspiel um bie Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen bem FC. Schalke 04 unb dem 1. FC. Nürnberg findet am Sonntag, 24. Juni, in Berlin statt. Als Schiedsrichter für diesen Kamps wurde der Berliner B i r I e m bestimmt. Die große Grünauer Regatta. 156 Wander-Ruderer aus dem Ausland eröffneten mit einer Paradefahrt am Samstag die Große Grünauer Regatta, deren sportliches Niveau schon den ersten Höhepunkt erreichte. Den Großen Einer gewann erwartungsgemäß der Henley-Sieger Dr. Buhtz - Berliner RC. in 7.37 Min. mit einer Länge vor dem zum Schluß stark aufkommenden Dresdener Schäfer. Den Deutschen Vierer brachte Sturmvogel an sich. Ueberlegen siegte das deutsche Meisterpaar Braun-Mosler (Wiking) im Zweier ohne Steuermann in 7.52 Min. Der Büxen st ein-Ackter nahm einen interessanten Verlauf. Aus dem halben Wege führte der Berliner RC. knapp vor der Leipziger Renn- gemeinfchast. Da tarnen die Würzburger überraschend auf und lagen nach 1200 Meter in Front. Die Leipziger ließen die Berliner ebenfalls zurück und lieferten den Süddeutschen einen grandiosen Endkampf. Die Würzburger entschieden das Rennen um eine halbe Länge zu ihren Gunsten in 6:07,4 Minuten vor Leipzig und Berlin. Der Sonntag. Im Kaiservierer siegte der Berliner Ruder-Club vor Sturmvogel Spindlersfeld und im Verbandsachter unterlag ber beutsche Meister, Würzburger Ruberverein, bem Berliner Hellas mit eineinhalb Längen. Die &H&. bei der Grünauer Regatta. Die Mannschaft ber Gießener Rudergesellschaft hatte bei ihren Starts bei ber großen Grünauer Regatta gegen schwerste Gegner anzukämpken. Die Mannschaft hatte zum Büxen st ein-Achter gemeldet. Der erste Vorlauf des Rennens brachte folgendes Ergebnis: 1. Germania Königsberg 6:35 Min. 2. Gießener Rubergesellschaft 6:37,2 Min. 3. Berliner Rubergesellschaft 6:41 Min. Das Ergebnis muß für bie Gießener Ruberer noch als recht befriebigenb angesprochen werben, benn bie Mannschaft lag nur etwa eine halbe Länge hinter bem Boot bes Siegers. Im Verbanbsachter mußte sich im ersten Vorlauf bie Mannschaft ber GRG. ebenfalls mit einem zweiten Platz begnügen. Der hauptsächliche Gegner war hier bie bekannte Mannschaft bes Würzburger RV. Das Rennen zeitigte folgenbes Ergebnis: 1. Würzburger RV. 6:27,8 Min. 2. GRG. 6:31,1 Min. 3. Wicking Berlin 6:33,6 Min. In einem frei vereinbarten Rennen ber ausge» schiebenen Mannschaften konnte bie Vertretung ber Gießener Rubergesellschaft einen Sieg erringen. Nähere Einzelheiten über bas Abschneiben bes Gießener Derbanbsachters liegen noch nicht vor. Wir werben noch berichten. Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900. Jugendsiege in Frankfurt a. 2H. Der rührige und aufstrebende I.-G.-Sportverein Frankfurt a. M. führte am Samstag und Sonntag feine dritten nationalen Jugendwettkämpfe durch. Wie zahlreich die Meldungen abgegeben worden waren, geht aus der Tatsache hervor, daß das J.-G.-Jugendnationale das beste besetzte Jugenb- sportfest in dieser Saison im ganzen Reich war. Die Erfolge, die die Vertreter der 1900er Farben, nämlich Lotti Diehl in der Mädchenklasfe (Jahrgang 1918 und jünger) und Bertold G o ß in der Jugendklasse C (Jahrgang 1920 und jünger) errangen, verdienen daher alle Beachtung. Es wurden zwei erste und vier zweite Plätze belegt. Nachstehend die Ergebnisse: Mädchen: 100 Meter: 1. Lotti Diehl (Gießen 1900) 14 Sek.; 2. Ehly (I.-G.-Sportverein Frankfurt a. M.) 14,2 Sek.; 3. Herbst (SC. 80 Frankfurt) 14,3 Sek.: 4. Witzel (Eintracht Frankfurt). Die 1900erin, die schon in den Vorläufen die beste Zeit erzielt hatte, gewann auch den Endlauf sicher in ansprechender Zeit. Kugelstoßen (8 Pfd.): 1. Witzel (Eintracht Frankfurt) 8,43 Meter; 2. L. Diehl (Gießen 1900) 8,02 Meter; 3. Heuschmann (Nürnberger SC.) 7,70 Meter; 4. Thieraart (J.-G.-Sportverein Frankfurt). Die weitaus kräftigere Eintrachtlerin war nicht einzuholen. Jugend C: 50 Meter: 1. Kenner (VfB. Stuttgart) 6,5 Sek.; 2. Goß (Gießen 1900) 6,7 Set.; 3. Muller (SC. 80 Frankfurt) 6,8 Sek.; 4. Weidmann (Darmstadt 98). Kenner, der beste württem- bergische OJugendliche bewies hervorragendes Können. Bertold Goß lief ebenfalls gut. Jugend C : 10 0 Meter: 1. Kenner (VfB. Stuttgart) 12,7 Sek. 2. Goß (Gießen 1900) 13 Sek. 3. Müller (SC. 80 Frankfurt a. M.) 13,3 Sek. 4. Weidmann (Darmstadt 98). Die Plazierung war hier dieselbe wie beim 50-Meter-Lauf. Allerdings kam die Ueberlegenheit von Kenner und Goß stärker zum Ausdruck. Weitsprung: 1. Kenner (VfB. Stuttgart) 5,51 Meter. 2. Goß (Gießen 1900) 5,02 Meter. 3. Grünebaum (BSC. 99 Offenbach) 4,61 Meter. 4. Nau (BSC. 99 Offenbach). Die 5,51 Meter sind eine für die C-Klasse kaum für möglich zu haltende Leistung. Auch die von Bertold Goß erzielten 5,02 Meter müssen als ausgezeichnet angesprochen werden. Kugelstoßen (8 Pfund): 1. Goß (Gießen 1900) 11,78 Meter. 2. Kenner (VfB. Stuttgart) 11,60 Meter. 3. Schlicht (SC. 80 Frankfurt) 11 Meter. 4. Denzel (BSC. 99 Offenbach). Hier kam der Gießener auf Grund besserer Stoßtechnik zu einem verdienten und vielbeachteten Sieg. (Segelflug Darmstadt - Montmedy. Die Segelfliegerschule Darmstadt konnte am Samstag einen neuen Erfolg verzeichnen. Hans Fischer landete nach einem etwa neunstündigen Flug in Montmsdy (Frankreich). Die zurückgelegte Strecke beträgt 235 Kilometer. habe seine„Siege" immer nur erringen können durch die Entarteten der deutschen Volksgemeinschaft. Diesmal habe es sich aber verrechnet. Die Saar bleibe deutsch und kehre heim zum Stammlande. Unter stürmischer, begeisterter Zustimmung schloß Reichsdietwart Münch: „Wir aber wollen, wenn die Feuer von den Bergen zur hohen Zeit der Sonnenwende lodern, wenn ihr Schein von den Gebirgen am Rheine hinüberleuchtet in die grünen Täler der Saar, in die kohlen- und erzgesegnete Ebene des alten deutschen Landes mit hinüberschicken den Treugruß eines ganzen Volkes und dann, wenn in den Städten und Dörfern des altneuen Reiches ehrenhafte Fahnen wehen, vergelten Treue mit Treue!" Begeistert wurde von einer mehrtausendköpfigen Menge das Sieg-Heil auf das deutsche Saarland und das Saarvolk erwidert. Der Führer der Saarturnerschaft, Karl Burk (Saarbrücken), überbrachte die treudeutschen Grüße des Saaroolkes, das in freudiger Stimmung sei, nachdem der Abstimmungstag endlich festliege. Ohne Adolf Hitler und eine starke deutsche Regierung wäre das nicht erreicht worden, daß hinter, dem Saarvolk heute ein einiges und starkes deutsches Volk stehe, das gebe den Kämpfern an der Saar Kraft und Mut zum Endkampf. Das Saarvolk kenne nur eines in diesem Abstimmungskampf: Deutschland! Die Deutsche Turnerschaft stehe im Saargebiet in der vordersten Linie der Deutschen Front. Buntes Der Löwe ist los! Ein Löwe, der in den Straßen einer Stadt auf Beute ausgeht — und hinter ihm, fliegenden Haares, seine kühne Bändigerin im Nachtgewand, die ihn wieder in die Gefangenschaft zurückführt — das wäre so recht eine Szene aus einem Kolportageroman oder aus einem jener ersten Abenteurerfilme, die uns hin und wieder als zwerchfellerschütternde Schauerstücke aus der Rumpelkammer der Kinematographie vorgeführt werden? Und den- noch ist es keine Ausgeburt der Phantasie, sondern eine wirkliche Begebenheit, die sich kürzlich in den Straßen von Paris zutrug. Es war früh am Morgen, gegen sechs Uhr, und die Straßen waren noch wenig belebt. Da trabte auf die Place Bran- cion ein mächtiger Löwe, der aus einem in der Nähe befindlichen kleinen Zirkus entwichen war. Er hatte entdeckt, daß die Stäbe seines Gitters etwas locker geworden waren, hatte zunächst seinen Kopf hindurchgesteckt und dann mit einem Ruck seiner kräftigen Schultern die Gitterstangen soweit auseinandergebogen, daß er herausschlüpfen konnte. Sein Gebrüll aber hatte seine Bändigerin, die Kor- sikanerin Martha, die ihn allabendlich im Dressurakt oorführt, geweckt, und sie war ihm, mit einem Stück Fleisch und einer Peitsche bewaffnet, im Nachthemd nachgeeilt. Wie nötig diese Verfolgung war, erwies sich in Sekundenschnelle. Der Löwe Sultan hatte bereits einen vorübergehenden Soldaten niederqestreckt und stand gerade über ihn gebeugt, als Die gestrenge Herrin nahte. Während alle Porübergehenden in die Häuser flüchteten und kaum einen Blick durch die Türspalten wagten, an den Fenstern aber sich die schaulustigen Straßen- anwohner zu dieser blutigen Gratisvorstellung einfanden, gelang es Martha, ihren ungehorsamen Pflegling, der sich zunächst sehr unliebenswürdig auch gegen sie wandte, durch das Stück Fleisch zu besänftigen und den ihr folgenden Wärtern, die mit Revolver, Stange und Peitsche und einem fahrbaren Käfig kamen, zu übergeben. Der Zirkus hatte ursprünglich die Absicht' gehabt, an diesem Tag weiterzureisen. Nun aber nutzte er die billige Reklame — die Verletzungen des Soldaten waren glücklicherweise gering — um ausverkaufte Festvorstellungen zu veranstalten, bei denen sich bet von seinem eigenmächtig genommenen Urlaub zurück- geführte Wüstenkönig — der übrigens nie die Wüste sah, da er in der Gefangenschaft geboren ist — nun den Parisern von einer gefälligeren Seite zeigte. Als Oberkurnwart E. Krumb, der bewährte technische Leiter des Feldbergfestes, nach einem kernigen Schlußwort die Siegerehrung vorgenommen hatte, war ein Fest ausgeklungen, das als ein kraftvolles Bekenntnis zu Volkstum und Heimat, zur großen Volksgemeinschaft des neuen Reiches allen Teilnehmern und Besuchern ein unvergeßliches vaterländisches Erlebnis bleiben wird. (Siebener Erfolge beim Feldbergfest. Beim gestrigen F e l d b e r g f e st errangen auch Gießener Turner und Turnerinnen wieder schöne Erfolge. Die Emanuel-Schmuck-Staffel (5mal 100- Meter-Pendelstaffel um den Wanderpreis des ehemaligen Kreises Mittelrhein) gewann der Män- nerturnoerein in 61,8 Sek.; vorjähriger Sieger war der To. Hofheim i. T. Im Kampf um den Brunhildisschild kam die Turnerinnen-Mannschaft dem M t v. mit 44,7 Sek. auf den 3. Platz; Sieger wurde Stadtsportverein Frankfurt a. M., der erstmals auch den Völsungenkampf vor dem Verteidiger, Tv. Bieber, gewann. Auch bei den Einzelwettkämpfen fielen schöne Erfolg nach Gießen; u. a. wurde Erika Röhmig vom Mtv. 3. Siegerin im Turnerinnen-Dreikarnpf mit 71 Punkten. Erste Feldbergsieger wurden im Vierkampf der Männer gemeinsam V. Spielmann, Tgs. Seligenstadt (Gau XIII) und O. Werner, Tv. Weilmünster (Gau XII Nordhessen) mit je 96 Punkten. Allerlei. Deutsche Zoologie in Neapel. In einem schönen Park am Meer, inmitten eine» romantischen Umgebung, liegt ein langes, graues Gebäude, das eine wichtige Stätte deutscher Forschung beherbergt: die bekannte zoologische Station, die noch besser ausgerüstet ist als die wissenschaftlichen Arbeitsplätze gleicher Art auf Helgoland und in Rovigno. Das Aquarium in Neapel offenbart, wie Emil von S k r a m l i k in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" mitteilt, den großen Reichtum der bunten Tierwelt des Mittelmeers: seltsame platte Fische, Seeschildkröten, Polypen mit unheimlich langen Armen, verschiedenartige Krabben, wunderbar geformte und gefärbte Meereswürmer, die wie Seepflanzen aussehen und die märchenhaften Formen der durchscheinenden Glastiere. Für den Biologen, der sich nicht nur an der Farbenpracht dieser Meereswelt entzücken darf, sind diese Lebewesen ein wichtiges Material, das er in seinen zahlreichen Formen und Arten systematisch untersuchen muß. Das Meer bietet für diesen Zweck einen unerschöpflichen Reichtum an Farben, Formen und Lebensvorgängen. Es war zuerst sehr schwer, an dieses Material heranzukommen. Dem fühlbaren Mangel an Arbeitsmöglichkeiten, die eine unmittelbare Beobachtung der Meeresbewohner zu- lassen, hat für die deutsche Wissenschaft Anton D o h r n im Jahre 1872 dadurch abgeholfen, daß er auf dem Boden der Villa Reale in Neapel diese zoologische Station begründete, die in den ersten Jahren ihrer Entwicklung mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Erst allmählich konnten die Laboratorien durch Anschaffung notwendiger Apparate gebrauchsfähig gemacht und auch eine Bibliothek angelegt werden, die das wichtigste Fach- material an Zeitschriften und Büchern enthält. Dis Zahl der Arbeitsplätze beträgt augenblicklich etwas über 50; sie verteilt sich nicht nur ' auf die Physiologen und Zoologen, sondern auch auf die Anatomen und Botaniker. Die Station verfügt auch üeber einen eigenen Dampfer. Nach den großen Fortschritten auf dem Gebiete des Verkehrswesens bestehen feine Hindernisse mehr gegen den Transport von Meerestieren im lebenden Zustand in das Innere der Länder, so daß z. B. für Deutschland im Anschluß an das Berliner Aquarium eine zoologische Forschungsstätte größten Ausmaßes geschaffen werden könnte. Die Arbeitsstätte in Neapel wird dadurch niemals entbehrlich werden, weil das Tiermaterial hier reicher zur Verfügung steht. Das 81. Feldbergfest. Ein Turner- und Volksfest im Zeichen von Volkstum und Heimat. Bei herrlichem Bergwetter nahm am Samstag und Sonntag das 81. Feldbergturnen einen erhebenden, eindrucksvollen Verlauf. Ganz im Sinne der Väter des turngeschichtlich so bedeutsamen Volksfestes der Lande um Rhein und Main, trat neben den Wettkämpfen die altüberlieferte volkstümliche Wesensart stark in Erscheinung und gestaltete das beliebte Bergfest zu einer überzeugenden Kundgebung für Volkstum und Heimat. Sechs Mannschaften rangen am Samstag in herrlichem Kampfe um das historische Völsun- g e n f) o r n. Der Stadtsportverein Frankfurt a. M. gewann den spannenden Wettbewerb vor dem Verteidiger, Tv. Bieber. Eine große Gemeinde fand sich bis zum Abend aus nah und fern auf der Dergeshöhe ein; sie war Zeuge einer seltenen und einzigartigen Vergfeier, die mit der Uraufführung des Feldbergspiels „Das Völfungenhorn" auf der Naturbühne des Vrunhildisfteins geboten wurde. Der Verfasser, Oberstudiendirektor Wilhelm P h i - li p ps-Friedberg, hat in glücklicher Verbindung die um den Taunusgipfel webenden altdeutschen Sagen mit der Geschichte und dem tieferen Sinn der turnerischen Bergfeste verknüpft und mit der geistigen Haltung des neuen Reiches überzeugend in Beziehung gefetzt. Das inhaltoolle Spiel kam in vollendeter Form zur Darstellung und wurde von der großen Berggemeinde andächtig aufgenommen. Nach ganz im Banne des Erlebnisses des Feldbergspiels stehend, versammelten sich die Besucher im „Feldberghof" zu einem Deutschen Bergabend, den der Führer des Feldbergfest-Ausschusses, Hugo Pfaff- Frankfurt a. M., mit herzlichen Grußworten eröffnete. Besonderen Willkomm entbot er dm Ehrengästen. Turnbruder Philipps (Friedberg) war es, der dem Abend mit frohem Lied, Sang und Tanz die volkstümliche Note verlieh. Bemerkenswert war die mit großem Interesse und mit lebhafter Zustimmung aufgenommene Ansprache, die Ministerialrat NinqSbausen, der Führer der Landschaft Rheinfranken-Nassau- Hessen im Reichsbund Volkstum und Heimat, an die Turner und Turnfreunde aus nah und fern richtete. Die Beziehungen zwischen Turnertum und deutschem Volkstum in ausgezeichneter Weise aufzeichnend, führte er aus, wie in dem altüberlieferten Feldberg f e ft deutsche Kraft und Stärke einer ruhmreichen Vergangenheit und das Wollen und Wirken auf ein neues einiges und starkes Vaterland Zusammentreffen. Freudig stimmte die Festgemeinde dem Redner zu, als er zum Schluß begeistert ausrief: Es lebe Jahn, feine deutsche Turnerei, es lebe Adolf Hitler, die deutsche Zukunft! Reichsdietwart Kurt Münch-Berlin sprach im Laufe des Abends über die Dietarbeit in der DT. und die Uebertragung dieser völkischen Erziehungsaufgabe auf den kommenden Reichsbund für Leibesübungen. Der Redner gab dabei aufschlußreiche Mitteilungen über die parteiamtliche Anerkennung der Dietarbeit und über die zukünftige enge Zusammenarbeit der Dietwarte mit dem Reichs- bunb für Volkstum und Heimat. Der Sonntag begann in der Frühe mit einer Alorgenandacht, bei der Hugo Pfaff in herzlicher Weise den Gruß des Feldbergfest-Ausschusses entbot und Professor Keller (Friedberg) tiefempfundene Worte sprach. Die Feier klang aus in dem Choral: „Großer Gott, wir loben dich" Das turnerische Programm. Nach dieser feierlichen Einstimmung turnten die etwa 1400 Turner und Turnerinnen unter Leitung des Obertumwarts E. Ära mb (Bad Kreuznach) auf dem Ph.-Röbig-Platz die allgemeinen Freiübungen, mit denen nochmals der Gemeinschaftsgedanke anschaulich zum Ausdruck kam. Dann begaben sich die Wetturner in 44 Riegen auf die Kampfplätze. Die Wettkämpfe nahmen, umrahmt von frohem Lagerleben, in flotter Abwicklung und mit zum Teil sehr guten Einzel- und Durchschnittsleistungen einen ausgezeichneten Verlauf. Herrliche Bilder deutscher Jugend- und Manneskraft boten die Gepäckmärsche der aktiven Turner und Jugendturner. Nachmittags bildeten die spannenden S t a f f e l [ ä u f e um den Jahnschlld, den Schmuckschild und den Brunhildisschild den Abschluß der turnerischen Wettbewerbe. Dann fand das Fest seinen Höhepunkt in einer eindrucksvollen Saarkundgebung. Der Reichsdietwart und Dietwart der DT., Kurt Münch (Berlin), hielt dabei die begeisterte und begeisternde Ansprache. Er überbrachte die Grüße des Führerstabs der DT., vor allem des Reichssportführers v. Tfchammer und Osten und des Oberturnwarts Steding und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Grundlage turnerischer Arbeit, der völkische Gemeinschaftsgedanke, in den Heimatgebieten des Mittelrheins und des Mains in besonderem Maße lebe und Bestand habe. Mit Stolz erinnerte Redner an den letzten Kreisturntag des ehemaligen Mittelrheinkreises in Saarbrücken im Ostermond 1933, auf dem sich die Mittelrheiner offen und rückhaltlos zu Adolf Hitler, zum deutschen Blut und zu den politischen Grundlagen Jahnschen Turngedankens bekannt hätten. Herzlich dankte der Redner den Turnern von der Saar, daß sie in dem Kampfe für den deutschen Gedanken, für deutsches Volkstum, für die deutsche Heimat in vorbildlicher Einsatzbereitschaft vorangegangen seien. Frankreich Unter Garantie werden auch Jhre_____«SsSjl Vermietungen"} [Stellenangebote] Drogerie ommersprossen Lichtspielhaus-Gießen Heute Montag Premiere: Der großeherrl. Rhein- u.Heimatfilm: Ruhige, sonnige 4-5-Zimni.-Wohng. Et.-Heiz.,einger. 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Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Offenlegungsfrift, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bei dem Vorstand der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaschast in Darmstadt Einspruch erheben (§§ 1021—1023 der Reichsversicherungsord- nung). Der Einspruch schiebt die vorläufige Zahlungspflicht nicht auf. 3634D Gießen, den 16. Juni 1934. Derficherungsarnt der Stadt Gießen. Dr. Hamm. Kreuzplatz 10 Schöne S-ZimJohng. mitZuhehörzum 1. Juli d. Js. zu vermieten. 03122 Näheres Kaiserallee lOli.Lad.) | Verkäufe | Umzug-h.billigst zuverk.:l eisern. Bett m.Matrafi. 1 Gasbeizofen, eineßslam.clekt. Herrcnz.-Lamv., grünsUebergar- b inen f.Printer, 1 einteil. 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Dienstag, jy.Zlini 193< Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/n mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. .chuljtrahe 1 Mengenabschlüsse Staffel ö !N Veharmng. inkreichs Bündniepolitik. m Kabinettschef und dem rumänischen Ge- n Paris u wird sich auf seiner Durchreise nach dem im Dienstag kurze Zeit in Wien auf» Ein amtlicher Besuch bei der österreichi- peruna ist nicht vorgesehen. Doch steht noch , ob Bundeskanzler Dr. Dollfuß wäh- Durchreise Barthou in seinem Salon- einen Besuch abstatten wird. Zn i Kreisen wird angenommen, daß im Hin- die Zusammenkunft von Venedig eine Fühle zwischen Barthou und Dollfuß stattfin- ie. Da der Bundeskanzler sich am Montagig im Flugzeug zu einem zweiten Besuch irischen Regierung nach Budapest beit, wird die Entscheidung hierüber erst in nittagsstunden des Dienstag fallen. yfe in Toulouse. randfakeln gegen die Polizei. nonskranten, zwei große Benzinlankwagen :fen und ebenfalls anzuzünden. Von die,en »en Tankwagen warfen die Demonstranten randfackeln nach den Polizeien. 3n den späten Nachtstunden gelang es rxisten, einen der hauptplähe der Stadt i n Dunkel zu hüllen und B a r r i k a - errichten. Die Polizei wurde mit Steinen »olverschüssen empfangen. Bis gegen 1 Uhr lan bereits 40 Verletzte auf beiden Seiten, aflungen sind vorgenommen worden. Tetzner"? sechs Jahren verhaftet. rrderte die Frau Alberdings bei einer Ver- zsgesellschaft die Auszahlung der isversicherung ihres Mannes i n von 2 5 0 0 0 Mark an. Die Versiche- oeigerte sich damals, die Versicherungsauszuzahlen. Rach kurzer Zeit konnte die feststellen, daß die gefundene Leiche tat- nicht mit Alberding identisch rohdem gegen Alberding sofort ein Steck- lassen worden war, gelang es jahrelang nner habhaft zu werden. Jetzt wurde nun in Fulda bekannt, daß Alberding nach sechs Jahren in der Wohnung seiner Frau stet worden sei. Wie wir von der Polizei erfahren, ist Alberding am Abend gesehen , wie er die Wohnung seiner Frau betrat, diesen Zufall gelang es, den jahrelang ae- Verbrecher endlich zu verhaften. als ihre Presse den" Transferaufschub dahin auswertet, die Reichsregierung sei gewillt, die Markstabilität zu erhalten und eine Markabwertung zu vermeiden. Das trifft ins Schwarze, aber Air. Chamberlain hat sich, wie man auch in City-Kreisen weiß, daneben bewegt. England steht erst an der vierten Stelle unsrer Auslandsgläubiger, vor ihm rangieren die USA., Holland und die Schweiz. Während der Kapitaldienst bis zum 30. September 1934 für die USA., Holland und die Schweiz insgesamt 716 Millionen ausmacht, der Zinsendienft insgesamt 545 Millionen, entfallen auf England 107 bzw. 85 Millionen Mark, für Frankreich 42 bzw. 36 Millionen. Wenn sich England am entrüftetften zeigt, dann ist das immerhin merkwürdig bei einer Nation, die selber ihren Schuldverpflichtungen gegenüber den USA. nicht nachkommt, obgleich sie dazu durch ihr Gold- und Devisenpolster in der Lage wäre, während Deutsch- [qjiö dieses Polster nicht besitzt. Zudem ist der englische Außenhandel aktiv, der deutsche passiv. Eine Zwangsmaßnahme des Gläubigerlandes England könnte sich nur darauf gründen, daß im Handelsverkehr mit Deutschland England etwas zum Zugreifen in der Hand hat. Nun war im Vorjahr mit der englischen Insel unser Außenhandel mit 167 Millionen Mark aktiv, aus den Dominions bezogen wir aber für 150 Millionen Mark mehr Waren, als wir dorthin abfetzten. England verwies zwar darauf, die Dominions feien selbständige Wirtschaftsgebiete, das widerspricht aber den Beschlüssen der Londoner Regierung und der Dominions in Ottawa. Mit dem gesamten britischen Wirtschaftsimperium war also im Vorjahre unser Außenhandel nur um 17 Millionen Mark aktiv. Heute wird er passiv sein. Der Möglichkeit eines Clearing liegt also kein zureichender Grund unter. Daß eine Zwangsmaßnahme und eine Beschlagnahme des Guthabens deutscher Kaufleute zu deutschen Gegenmaßnahmen führen würde, liegt auf der Hand. Wir setzen nichts mehr im britischen Wirtschaftsgebiet ab, aber mir wären auch dessen Kunde nicht mehr, um so mehr, als wir die daher bezogenen Rohstoffe auch anderswoher beziehen können, da in keinem einzigen Fall, nicht einmal für Kautschuk, ümgiano ein Rohstoffmonopol mehr besitzt. Die Drohung Chamberlains findet sachlich keinerlei Berechtigung um so mehr, als Deutschland ja nicht zahlungsunwillig ist, sondern lediglich die technische Unmöglichkeit vorliegt,die Reichsmarkbeträge in Devisen zu verwandeln. Alle Kritik bewegt sich vom Kernproblem ab, wenn sie nicht den positiven Vorschlag enthält, wie Deutschland das Kunststück fertigbringen soll, in Devisen zu zahlen, ohne Devisen zu besitzen. Ferner muß doch festgestellt werden, daß wir heute für die Dawes-Anleihe im Durchschnitt 9,8 Prozent, für die Poung-Anleihe 9 Prozent zahlen sollen, das sind Zinssätze, die, gemessen am internationalen Zinsniveau, geradezu wucherisch sind. Die Note der deutschen Reichsregierung hat nicht nur noch einmal einen Ueberblick über die Gesamtlage gegeben, sondern auch darauf verwiesen, daß tatsächlich ein erheblicher Teil der deutschen Auslandverschuldung, rund die Hälfte, in Form von Tributen, also als rein politische Schuldentilgung, ins Ausland wieder zurückfloß und der deutschen Volkswirtschaft gar nicht zugute kam. Die Anleihegläubiger haben seit 1924 bis 1932 durchschnittlich 8 bis 10 Prozent Zinsen und ferner die fälligen Ratenzahlungen erhalten. Schon damals lag dieser Zinssatz um das Drei- bis Vierfache höher als die Gläubiger bei Kapitalanlage im eigenen Lande erhalten hätten: sie hatten also schon darin eine große Risikoprämie einkalkuliert und waren sich des eingegangenen Risikos wohl bewußt. Ferner ist es Tatsache, daß bei der Prosperity nicht nur in den USA. zur Zeit, da Deutschland die Anleihen aufnahm, in den Gläubigerländern ein nicht unterzubringender Kapitalüberfluß vorhanden mar und die Finanz diesen Ueberfluß allen möglichen deutschen Gruppen in Form von Anleihen geradezu aufdrängte. Die jetzige deutsche Regierung hat sich nicht geweigert, obgleich sie mit dem System der damaligen Anleihepoli'tik nicht das Geringste zu tun hat, die Verpflichtungen zu übernehmen. Aber die S i ch e- rungber Reichsmark i st das Primäre. Wir können nicht Deutschland einem wirtschaftlichen Chaos auslieftzrn und uns in den Schlund einer iüiagrung&aoujenuiiy ilul^vh nut, »«m« — landsgläubiger ihre übermäßig hohen Zinsen ein- stecken. Die englische und französische Regierung haben die Nichtbezahlung ihrer Schulden an die USA. ebenso wie die italienische damit begründet, sie dürften nicht durch eine solche Transferierung die Lebensinteressen ihrer Nationalwirtschaften verleugnen: sie haben auf die technische Unmöglichkeit hingewiesen, die bekanntlich für Deutschland in der Transferfrage in weitaus stärkerem Maße vorliegt. Gegenüber dieser harten Wirklichkeit sollte doch eigentlich eine sachliche Betrachtungs- w e i s e nützlicher sein, als aus dem Glashause heraus Steine gegen Deutschland zu schleudern. Wirtschaftliche Leistungen sind nur durch wirtschaftliche Mittel zu Erfüllen. Der verhängnisvolle Kreislauf der Zerrüttung des internationalen Güteraustausches durch den Kampf gegen die Produkte deutscher Arbeit auf den Auslandmärkten, der Unsinn, von Deutschland unerschwingliche Tribute zu verlangen, ist nicht von uns begonnen worden. Wenn die langerwartete Unfähigkeit Deutschlands, zu transferieren, die Gegenseite in größere Entrüstung setzt als die Tatsache, daß sie, obgleich wohlhabender als wir, selbst nicht zahlt, dann muß um so schärfer das Kernproblem beleuchtet werden, das daraus entstand, daß die Gläubigerländer Deutschlands durch ihre Wirtschaftspolitik Deutschland die Möglichkeit nahmen, seine Gläubiger in diesen Ländern zu befriedigen, wie es viele Jahre hindurch unter großen deutschen Opfern geschehen ist. Ribbentrops Zühtungnahme in Paris. Paris, 18. Juni. (DRV.) Rach einer halbamtlichen Verlautbarung ist der deutsche Beauftragte für Abrüstungsfragen von Ribbentrop, der am Samstag mit Außenminister Barthou zusammengekommen war, Montag um 18.30 Ahr von Ministerpräsident Dou- m e r g u e empfangen worden. siuslzöMe Heeresverstä'rkmg durch die Hintertür? Druck auf die Erwerbslosen. Paris, 19. Juni (DRB.-Funkspruch). Der marxistische „Populaire" spricht von angeblichen Absichten der französischen Regierung, auf Umwegen zu einer Erhöhung der jetzigen Effektiv st ärke des Heeres zu gelangen, ohne gezwungen zu fein, eine Verlängerung der Dien ft zeit vorzunehmen, die im In- und Ausland ungünstige Auswirkungen haben könne. Das Blatt behauptet, daß man in verschiedenen Kreisen des Generalstabes mit dem Gedanken spiele, der Regierung vorzuschlagen, die Arbeitslosen- u n t e r st ü h u n g für alle französischen Staatsangehörigen unter 30 Jahren fort fallen zu lassen. Auf diese Weise zwinge man gewissermaßen die Arbeitslosen, sich für den Militär- dienst anwerben zu lassen, weil sie sonst keine Möglichkeit hätten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Verbot einer unaarischen Zeitung wegen deutschfeindlicher Einstellung. Budapest, 18. Juni. (DNB.) Die ungarische Regierung hat das Erscheinen der Stuhlweißenburger Tageszeitung „F e h e r v a r" mit sofortiger Wirkung und für immer verboten. Das katholische legitimistische Blatt, das von dem katholischen Bischof von Stuhlweißenburg herausgegeben wurde und als Organ der Christlich-Sozialen Partei galt, hat in der letzten Zeit wiederholt heftige Angriffe gegen Deutschland gerichtet und u. a. den preußischen Ministerpräsidenten abfällig kritisiert. Der Bischof will im Oberhaus eine Anfrage wegen Freigabe des Erscheinens einbringen. Von zuständiger Seite verlautet indes, daß die ungarische Regierung auf keinen Fall .das Wiedererscheinen des Blattes gestatten wird. beste Zeit erzielt hatte, gewann auch den sicher in ansprechender Zeit. Kugel st aßen (8 Pfd.): 1. Witze! Frankfurt) 8,43 Meter: 2. L. Diehl (Gie 8,02 Meter; 3. Heuschmann (Nürnberger Meter; 4. Thieraart (J.-G.-Sportverein s Die weitaus kräftigere Eintrachtlerin wai zuholen. Jugend C: 50 Meter: 1. Ke Stuttgart) 6,5 Sek.; 2. Goß (Gießen 19C 3. Muller (SC. 80 Frankfurt) 6,8 Sek mann (Darmstadt 98). Kenner, der bes bergische OJugendliche bewies hervorraz nen. Bertold Goß lief ebenfalls gut. Jugend C: 100 Meter: 1. Kc Stuttgart) 12,7 Sek. 2. Goß (Gießen 19 3. Müller (SC. 80 Frankfurt a. M.' 4. Weidmann (Darmstadt 98). Die Plaz hier dieselbe wie beim 50-Meter-Lauf. kam die Ueberlegenheit von Kenner un ter zum Ausdruck. Dass Ein Turner- und Dolksf Bei herrlichem Bergwetter nahm ar und Sonntag das 81. Feldbergturnen hebenden, eindrucksvollen Verlauf. Gan, der Väter des turngeschichtlich so l Volksfestes der Lande um Rhein und neben Den Wettkämpfen die altüberlie tümliche Wesensart stark in Erscheinun stattete das beliebte Bergfest zu einer den Kundgebung für Volkstum und Sechs Mannschaften rangen am S herrlichem Kampfe um das historische g e n h o r n. Der Stadtsportverein Fran gewann den spannenden Wettbewerb vc Leidiger, Tv. Bieber. Line große Gemeinde fand sich bis zu aus nah und fern auf der Bergeshöh war Zeuge einer seltenen und einz Bergfeier, die mit der Uraufführung i bergspiels „Das Dölfungenhorn" auf turbühne des Brunhildisfteins gebofei Der Verfasser, Oberstudiendirektor Wilh« l i p ps-Fnedberg, hat in glücklicher Verb um den Taunusgipfel webenden altdeutsä mit der Geschichte und dem tieferen Sir nerischen Bergfeste verknüpft und mit d Haltung des neuen Reiches Überzeuger ziehung gesetzt. Das inhaltvolle Spu vollendeter Form zur Darstellung und der großen Berggemeinde andächtig auf Nach ganz im Banne des Erlebnisses bergspiels stehend, versammelten sich di im „Feldberghof" zu einem Deutschen Bergabend, den der Führer des Feldbergfest-Ausscht Pfaff- Frankfurt a. M., mit herzliä Worten eröffnete. Besonderen Willkomm dm Ehrengästen. Turnbruder Philipps (Friedberg) r dem Abend mit frohem Lied, Sang unt volkstümliche Note verlieh. Bemerkenswe mit großem Interesse und mit lebhafter Z aufgenommene Ansprache, die Ministerialrat BingShaus der Führer der Landschaft Rheinfrank Hessen im Reichsbund Volkstum und Heil Turner und Turnfreunde aus nah und fe Die Beziehungen zwischen Turnertum uni Volkstum in ausgezeichneter Weise ar führte er aus, wie in dem altüberliefert, bergfeft deutsche Kraft und Stärke ei reichen Vergangenheit und das Wollen u auf ein neues einiges und starkes Zusammentreffen. Freudig stimmte die Fe dem Redner zu, als er zum Schluß bege rief: Es lebe Jahn, seine deutsche Turner Adolf Hitler, die deutsche Zukunft! M' ä 3634V Gießen, den 16. Juni 1934. Unter Garantie 4 werden auch Jhre____ | Vermietungen | und In geeigneten Flllen euch ommersprossen Drogerie Kreuzplatz 10 Lichtspielhaus-Giel Heute Montag Premiere: •Der große herrl. Rhein- u.Heim Werben Sie mittetet der Zeltungei Versicherungsamt der Stadt Gießen. 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Marmelade 45 Pfennig, für Tortenüberguß 25 Pfennig. — Genaue Rezepte sind aufgedruckt. Achtung! Rundfunk! Sie hören während der Einmachzelt über alle deutschen Sender jede Woche den interessanten Lehrvortrag aus der Opekta-Küche „10 Minuten für die fortschrittliche Hausfrau". — Rezeptdurchgabe I Die genauen Sendezeiten ersehen Sie aus den Rundfunk-Zeitungen». •Aüt Ofiekta mIul Mauaetcule lUMigeb! Früher-ohne Opekta — nahm man auf SVa Pfund Erdbeeren etwa 2T/z Pfund Zucker; das waren zusammen 6 Pfund. Man mußte jedoch eine Stunde und noch länger kochen, bis die Masse endlich fest wurde; dann war aber durch das stundenlange Kochen ein Drittel bis fast die Hälfte eingekocht. Von ZV- Pfund Erdbeeren und 2V- Pfund Zucker, also von zusammen 6 Pfund, erhielt man nur etwa 31/! bis höchstens 4 Pfund Marmelade. Solche Kochverluste gibt es mit Opekta nicht mehr; denn die Kochzeit beträgt ja heute nur noch 10 Minuten. Und jetzt überlegen Sie einmal I Man erhält ohne Opekta: aus 3*1 a Pfd. Erdbeeren 4- 21la Pfd. Zucker ca. 34la Pfd. Marmelade mit Opekta: aus 3lla Pfd. Erdbeeren 4-31!aPfd. Zucker ca. *7 Pfd. Marmelade Wenn man Opekta verwendet, erhält man also so viel an Marmelade mehr, daß man das Opekta nicht allein ganz umsonst hat, sondern daß außerdem noch jedes einzelne Pfund Marmelade erheblich billiger in der Herstellung wird» e . . MnA 4000 tagt xlie ßduaflaü xLagui „Opekta kann man mit Appetit verwenden, da es ein natürliches Produkt ist, was sogar noch Aroma und Geschmack der Marmelade erhöht. Bin auf meinen Marmeladenschatz sehr stolz, besonders, da ich viel Geld gespart habe." L. B er iin-Rßi nkkend. .Engelmaimweg 79,14JCI.193L