A !btr s °>n IIS oniQis'* " "°ch h» Donnerstag, 18. Januar 1934 184. Jahrgang Ur. 15 Erstes Vlatt Lrsch-Mt "g"ch> °ub°r Äjl • A A< W ^"b^OTi^togsnummer KsSasis“ jlZf AMAifAM HDi*4Af AAil SX’ZÄ •ä£ |nlPkPIIPT zl IHr lllr I Bss M-s 'VlvQVllVl 4H1JVI|JW ßM MH General-Anzeiger für Gberheffen WM ridjten Anzeiger Eiehen Vereins- u. Tageskalender 8r-nW?m°mai°n liess Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr Such- und Sleindruckerei «.Lange in Sieben. Schriftleilung und SeschäftLftelle: Schulstrahe 7 im T-xtteii 12 Rps. je mm Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Reuter ow M Chines» n waren, gt n einen siich den für ihn ick zusammen Fahrqaste r ngedrückt, des n über A! le den half irgäfte jurW Reisenden g< ■ung qebrflt M i®fiet »'gW'1* K» Sfflg öffnete, um- 1)1 Zusried» fomm» ,n9e 'M, Frankreich. ■*en Xob DO) ereignete (rafee ooi 'nf Person» nernacht j, 8ahrt bt. u f. Rier jungen fieul- n sie ein go ‘ Aix, eingo k ums ßebeit Nprofeflori ib der (Eigen iffe kam mt1 davon. «inesischen pebition. ben „8ei| ’iai im J)im. >r ^'xtun?' Mg M n Bechib zischen ®R r jpebitioa uar ihre 8m alaja antrek* rutschen 2« Ingriff aus 0 Metern dü i, Die CkB jei Teilnehin!- n Ranga-P^ e waren Dl1 njriff ou| t« >j hotten an« ihre 1929 tf n i®tilcn.® > unternehm Iso beim M tatten W1 e Crleichtem 9 richtig (|t ^wacht. ft tauski 19 11 1 2 .844 '.20 ,455 ,04? 1,33 S.U J.9? 9,13 ,205 ,693 ,572 1,24 1,93 6-43 0,92 4,62 liS !Ä 2,04 fürt«^5L— —- 47.3° 12,47! 9,053 168- 66- 59,11 3,2? 13$ 0-g 2.53 5«. 4 21,9" 81-2 ri,U 81-51 0$ o,A 5-6$ 12.06 Gewalipläne gegen die Rückkehr des Gaargebiets in (traft getreten ist. Der Rat Hal gleichzeitig den I [a„ fRpnprriHpfrpfnr hp<« 'Böffprhunbe«; beauftraaf. dem — -____t ■ „ 1 Präsidenten und der Regierungskommission seinen Denn wir in oiejem xiayre uei ty 1 u » v « n y »v-, ! eutschen Zollvereins besonders gedenken, ter wohl die wichtigste Vorarbeit gewesen ist. Schon Saarbrücken, 18. Ian. (DNB.-Funkspruch) Herr Generalsekretär? Indem ich den Emv interessant, daß man auch in Völkerbundskreisen lediglich durchblicken läßt, daß es sich bei der Einladung Deutschlands vor allem um ein franzö- sisches Manöver gehandelt habe, das niemals einen praktischen Erfolg haben könnte, dessen einziger Zweck aber der war, Deutschland den Einwand zu nehmen, daß ihm keine Gelegenheit geboten worden sei, sich an den Vorbereitungen für die Abstimmung rechtzeitig zu beteiligen. daß die Vollmachten der Kommission ihr Ende finden, sobald das neue Regime im Saargebiet neu bestätigten Regierungskommission nichts gemeinsam haben, sie steht ihre fremd und in geschlossener Abwehr gegenüber. Wir wollen nicht verhehlen, daß unsere schwersten Bedenken auf der Tatsache resultieren, daß auch der jetzige Präsident Knox wieder bestätigt worden ist. In 'seiner Eigenschaft als Präsident begegnet er m der Bevölkerung einer Ablehnung wie sie einmütiger und nachdrücklicher noch keinem Mitglied der Regierungskommission bescheinigt worden ist. Daß die Bevölkerung erwartet hatte, er werde freiwillig auf eine Wiederernennung verzichten, zeigt, wie schroff sich im Urteil der Bevölkerung die Regierungspraxis des Einmütige Ablehnung der Wiederwahl der Regierungskommission im Saargebiel. 3um48.Jamtarl934. Von Dr. Theodor Mayer, o. ö Professor der Geschichte an der Universität Gießen. chungen über bie Vorbereitung an der Saarabstimmung auf einer anderen Basis. So nimmt man an, daß die deutsche Regierung z. B. sich nicht weigern werde, an einer Kommission teilzunehmen, die im Saargebiet selbst die Modalitäten der Abstimmung festlegen würde, sofern auch Frankreich in dieser Kommission vertreten ist. Deutschland würbe bann nicht als Ratsmacht, sondern nur als interessierte Partei mitwirken. Es ist im übrigen nicht un- stimmung, die unter fremden Bajonetten stattfinden soll. Auch außerhalb des Saargebietes wohnende deutsche Emigranten beteiligen sich an diesem üblen Spiel. Zur Unterstützung aller dieser Machenschaften ist heute vom Völkerbundssekretariat ein Schreiben des Präsidenten der Regierungskommission Knox an ben Völkerbundsrat be- Eanntgegeben worben gleichzeitig mit einer Denkschrift ber „Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung der saarländischen Interessen" und der „Saarländischen Wirtschaftsoereinigung", also ausgesprochen separatistischen Organisationen, die hier in Gens den Anschein erwecken wollen, als ob beträchtliche Kreise der Bevölkerung hinter ihnen stünden. Es handelt sich um ein winziges Häufchen von Landesverrätern, die in engster Fühlung mit der französischen Propaganda stehen. Diese Landesverräter warten nicht nur mit den bekannten Lügen auf, sondern „bitten den Rat, ber Regierungskommission des Saargebietes im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung sofort außerordentliche Vollmachten zu erteilen", damit diese u. a. in der Lage sei, die Unabsetzbarkeit ber Richter aufzuheben, bie lokalen Behörben und die Polizei zu reinigen, die Schul- beworben zu überwachen (!). Die Denkschrift dieser Landesverräter, die der Präsident der Saarregierungskommission, wie erwähnt, dem Völkerbundsrat als Unterlage für seine Beschlüsse vorgelegt hat, trägt folgende Unterschriften: Karl Kramer, Dr. Rupp, Busert, Dr. Marx, Schackmann, Johann Müller, Peter Wagner. Herrn Knox von ber seiner Vorgänger abhebt. — Die nationalsozialistische „S a a r f r 0 n t" hebt hervor: Herrn Knox ist mit der Verlängerung seiner Beamtung zugleich Dank und Anerkennung ausgesprochen worben, im gleichen Zeitpunkt, da in der Völkerbundshauptstadt' selbst die berufensten Vertreter der „Untertanen" ihre in drei Denkschriften niedergelegte Beschwerde, insbesondere gegen diesen Präsidenten mündlich zu erläutern und zu verteidigen erschienen sind. Das Echo in London. „Ein neuer schwerer Schlag für den Völkerbund." London, 18. Jan. (DNB.-Funkspruch.) „Daily Mail" schreibt in einem Leitartikel, Deutschlands Weigerung, anläßlich der Behandlung ber Saar- jrage nach Genf zu gehen, sei ein neuer schwerer Schlag für den Völkerbund. Angesichts dieser Lage sollte die britische Regierung vorsichtig fein. Es sei bedauerlich, daß sie die Wiederernen- nung von Knox zum Vorsitzenden der Saar- Iregierungskommission zugelassen habe. England würde es wohler sein, wenn der britische Saarkommissar zurückgezogen werden würde. Dank für bie Dien ff e auszusprechen, bie sie dem Völkerbund geleistet haben." * Es ist bezeichnens baß ber Regierungskommission nur für die übrigens höchst zweifelhaften Dienste gedankt wird, die sie dem Völkerbund geleistet hat, daß aber mit keinem Wort von ben Pflichten dieser Kommission gegenüber der von ihr unterdrückten Saarbevö1kerung die Rede ist. Im übrigen ist die Wiederwahl ber bisherigen Regierungskommission bezeichnend Man 1 wirb sich fragen: Hätte ber Austausch bes einen ober anderen einen Wechsel gebracht und den berechtigten Interessen ber Saarlänber gebient? Wenn dies bezweifelt werden muß, bann wirb letzten Enbes bie Aufgabe, bie bie Regierungskommission zu erfüllen hat, immer daran scheitern, baß bas System falsch unb bie Meth obe verfehlt ist. Eine aus Ausländern zusammengewürfelte Regierung paßt in deutsches Gebiet wie die Faust aufs Auge. Nicht im Saargebiet kann ein solches Gebilde seine Aufgabe erfüllen, eher in unerschlossenen Kolonialdistrikten. Angesichts der Tatsache dieses unwürdigen, aus dem Versailler Geist geborenen Statut bleibt die Personenfrage eine solche zweiten Ranges. Die Abiaoe an Genf. Deutschlands Antwort an den Bölker- bundsrat. Genf, 17. Jan. (DRV.) Der deutsche Konsul in Genf, Dr. Krauel, hat soeben dem Generalsekretär des Völkerbundes die folgende Antwort der Reichsregierung übergeben: fügung gestellt werben. Um für entsprechend Ratsbeschlüsse die notwendige Stimmung zu erzeugen, wird der angebliche Terror der Nationalsozialisten durch eine Fülle von Lügen, Entstellungen und Uebertreibungen glaubhaft zu machen versucht, dabei zeigt sich ein enges Zusammenspiel zwischen den berüchtigten kleinen landesverräterischen Cliguen im Saargebiet unb der Regierungskommission selbst. Nicht umsonst ist eine angebliche Saarabordnung unter Führung ber ßanbesoerräter Matz Braun und Petri in Genf eingetroffen, bie sich bemüht, Völkerbunbskreise unb die hier versammelten internationalen Presseleute in diesem Sinne zu beeinflussen. Dabei schwankt man noch zwischen ber Forderung nach Verschiebung der Ab st immun g um mehrere Jahre „bis zur Wiederherstellung einer freien Abstimmung" und einer Ab- ULUUjUlcycil 1/unc, UIUI ines anderen Volkes, er führte auf hohe Berge und rürzte dann wieder in dunkle Täler hinab. Hin und er gezerrt und gerissen, fehlte ihm die Gleichmäßig- !«it der Entwicklung. Als junges Volk haben die Deutschen die Führung bes Abendlanbes übernom- nen, haben aber biefe Last nicht zu tragen verlockst und sind staatlich zusammengebrochen. Und :od) leuchtet noch der helle Schimmer herrlichster Tradition aus den Zeiten ber großen Kaiser zu ins herüber, noch zehren wir vom Erbe bieser Zeit. Ihne Karl ben Großen und bie wunbersame Reihe :on Herrschergestalten im hohen Mittelalter hätten Dir heute kaum ein einiges deutsches Volk, sondern !ie Stämme hätten sich auseinanderentwickelt, so Die sich etwa bie Holländer von den Deutschen ad- :ezweigt haben. Ohne die Kaiser und bie Vereini- lung ber Kraft bes Gesamtvolkes märe wahrschein- i ch nie bie Kolonisation bes Ostens in einer Form möglich gewesen, baß dieser deutsche Kulturboden md) deutscher Volks-undStaatsboden geworden wäre. Und als das erste Reich zerfiel, war ein deutsches Iolk da, das in ben Freiheitskriegen einig war. lEnb bieses Erlebnis war nicht mehr auszulöschen, b unbequem es manchen Regierungen war, daß He Deutschen zu einem Reich zusammenkommen sollten. Wir nennen bas zweite Reich bas Reich Jismarcks. Mit Recht, er hat es geschmiebet, 1 c ber daß er es schmieden konnte, dazu waren noch riete Vorarbeiten notwendig. Es ist nur billig, Denn wir in diesem Jahre der Gründung des MbisherigeSaarregierungvom Völkerbundsrat wiedergewählt. G e n f, 17. Jan. (DRV.) Der Völkerbunds- rat trat heute vormittag um 10.30 Uhr wieder zu einer geheimen Sitzung zusammen. Als wichtigster Punkt stand die Wahl der Saarregierung auf der Tagesordnung, die terminmäßig fällig ist. Wie allgemein erwartet, wurde die bisherige Regierung einstimmig wiedergewählt. Die Saarreglerung besteht also weiter aus olgenden Mitgliedern: Knox (England), Ehrn- r 0 0 t h (Finnland), K 0 h m a n n (Saarland), 2H 0 - rize (Frankreich), Z 0 ritfchitfch (Jugoslawien). Die Informationsabteilung des Völkerbundes gibt weiter bekannt: „Der Rat hat festgesetzt, daß die Dauer der Ernennung der Regierungskom- misfion für das Saargebiet den Bestimmungen des Friedensvertrages entsprechen muß, der vorsieht, Separatisten und Emigranten wühlen in Gens Landesverräterische Lügenpropaganda für die Verhinderung einer freien Volksabstimmung. gebracht hat. Es ist zuviel, als daß es im einzelnen auch nur angedeutet werden konnte Nehmen wir nur einiges heraus, war von fafularer Bedeutung ist. 8aft als bas Höchste will mir scheinen, daß im Dritten Reich ber Arbeit ber ^rtaufenbealte Fluch genommen warb, baß b ie Arb e 11 geadelt wurde. Auf ber gleichen ßmie hegt bie politische Erneuerung. Wir haben eine Revolution erlebt unb alle unsere Nachfahren werben uns darum beneiden. Es war nicht eine Revolution, deren Tragweite sich aus der Zahl der @nnfp hip rollten ergibt, aber doch eine solche, die ka7'gan ° Leben^mg°statt°t bat Volk und Reich sind heute eins, ihr Baugesetz ist aber die Ge- olg schäft. Uralte deutsche Rechtsgedanken sind damit lebendig geworden, die im Staat einen Per- sonenverbanb sahen, zu dem man gehörte oder nicht, in den man aber nicht emfacf) eintrat, wenn man innerhalb bestimmter geographischer Grenzen wohnte. Die Gefolgschaft ruht auf der gegenseitigen Treue und auf Freiwilligkeit Wenn heute bie SA die ber sinnfällige Ausdruck des neuen Staatswillens und damit des Staates ist, durch die Straßen marschiert, so gibt sie ein Zeugnis von einem vorbehaltlosen, freien Willen zur Pflichterfüllung gegenüber dem Staat, zur Volksgemeinschaft und zur Treue. Sie verzichtet auf den Zwang Der 18. Januar, der Tag der Gründung des I Reiches Ottos von Bismarck, fall ein Tag b e s Dantes, den wir unseren Vorfahren abzustatten ,aben, fein, er soll ein Tag fein, an dem mir über I mfere Geschichte nachdenken, an dem wir uns er- - unern sollen, daß wir in der unübersehbaren Reihe ■on Generationen, die unser Volk ausmachen, nur ine sind, die wie alle anderen die Pflicht hat, das Lrbe der Väter zu übernehmen, zu bewahren und ~u pflegen, um es an die folgenden Geschlechter I veiterzugeben. Der geschichtliche Weg, den das deutsche Volk nrückzulegen hatte, war schwerer al» der irgend- im Jahre 1828 haben sich Preußen und Hessen zu- ? lammengefunben, und es wird ewig ein Ruhmes- , fctel Hessens sein, daß von ihm die Anregung ni einer Zollvereinigung ausgegangen ist, aber auch iin Ruhmestitel Preußens daß es trotz eines icht unbedeutenden materiellen Schadens aus na- tionalen Gründen auf diesen Vorschlag eingegangen ist. Als sich 1834 die süddeutschen Staaten anschlos- 2n, da war die wirtschaftliche Einheit Deutschlands m einer Form gegeben, wie sie noch nie in der Gerichte bestanden hatte und wie sie die sicherste Borftufe zur politischen Vereinigung war. Wir dur- $n in der deutschen Geschichte nie die Namen tu Thil und Motz vergessen. Der größte war C ber Friedrich List, denn er hat das deutsche Bolk auf die Einheit vorbereitet, von ihm führte ber Weg zum Jahr 1848, bas zwar wenig realen gewinn gebracht hat, wohl aber die Sicherheit, daß . as deütsche Volk den festen Willen zu einer polt- jschen Einheit hatte. Als die detstschen Heere im <1 at)re 1870 hinauszogen und aus den Schlachtfeldern 'tuteten, da war in den Herzen der Deutschen das Reid) schon da. Durch diese Feststellung wird das Verdienst Bismarcks nicht geringer, denn er tat diesem Reiche der Träume die staatsrecht- punkte zu ihrem Bedauern aus grundsätzlichen Erwägungen abfehen muß, an ben Beratungen der Tagung des Völkerbundsrates über Punkt 26 der Tagesordnung beizuwohnen. Genehmigen Sie ufw. gez. Freiherr von Reurath. In Kreisen des Völkerbundssekretariats erklärt man, daß man schon nach den bisherigen Meldun- aen aus Deutschland eine ablehnende Haltung, wie sie in ber Antwort der deutschen Neglerung zum Ausdruck kommt, erwartet habe. Man hebt aber gleichzeitig ben höflichen Ton bes deutschen Antwortschreibens hervor. Außerdem glaubt man daraus Hinweisen zu sollen, daß in der deutscher> Antwort 3mar jegliche Beteiligung am Volkerbundsr t strikte abgelehnt wird, nicht jedoch Bespre- und sie adelt dadurch ebenso den Dienst für Volk und Vaterland mie das der Führer mit seiner Rede vom 1. Mai in bezug auf die Arbeit getan hat In diesem Uebergang von der Pflichterfüllung aus Zwang zu der aus freiem Willen liegt der geistige Gehalt der deutschen Revolution. Das Ausland fürchtet diese SA., obwohl es weiß, daß sie nicht bewaffnet ist, es ahnt hier etwas Unbestimmtes, was unbesiegbar ist. Frankreich hat 1789 einen geistigen Vorsprung vor der übrigen Welt errungen, heute ist Deutschland voran, und die anderen können nicht nachkommen. Bei ihnen ist das alte System geblieben, denn es hat mit der Uederlegen- heit des Materials gesiegt Und fürchtet sich heute, weil das Material keine ewige Größe ist. Wir Deutschen wünschen keinen Krieg, denn mir haben ihn gesehen und seine Greuel miterlebt, aber mir fürchten i h n auch nicht, denn mir missen, daß ein Fellachendasein nicht lebensmert ist und daß unser Leben nicht mehr mert ist, als das der zmei Millionen Kameraden, die gefallen sind. Wir missen aber auch, daß die entscheidenden Kämpfe nicht nur auf den Schlachtfeldern geschlagen merden, sondern auch im Frieden Da siegt jenes Volk, das den festen Willen hat für den Kampf alles auf sich zu nehmen. Im Jahre 1918 ist der Staat des deutschen Liberalismus geschlagen morden, aber nicht der deutsche Soldat, der mar durch die Ueberanftrengung müde und, meil er keinen Führer hatte, vermirrt. Im Jahre 1933 ist der Rest des liberalen Staates entfernt morden und deshalb ist der Krieg mit all seinen Nachmehen als historische Erscheinung doch nicht verloren. Die Deutschen haben viele Schlachten auf dem Felde gewonnen und hinterher im Frieden wieder verloren, weil Regierung und Volk den Sieg nicht zu halten vermochten. Das wird von jetzt ab nicht mehr so sein, dazu hatten wir eine deutsche Revolution. Darin liegt die wunderbare Einheit in der Geschichte unseres Volkes in den letzten 20 Jahren. Deshalb waren die Toten im Weltkrieg die ersten Toten des Dritten Reiches und die gefallenen SA.-Männer die letzten Toten des Weltkrieges. Die Zeit von 1914 bis 1933 ist eine geschlossene, einheitliche Epoche in der Geschichte unseres Volkes, mit dem Jahre 1933 war sie abgeschlossen, und eine neue Epoche hat eingesetzt, die das Wertvolle und Lebendige und Gleichgeartete aus dem Zweiten Reich übernimmt und Volk und Reich weiterführt. Darum feiern wir in diesem Jahre im Reiche Adolf Hitlers wieder mit freier Stirne und mit froher Zuversicht die Gründung des Reiches Bismarcks. Das deutsche Volk hat das Erbe Bismarcks in feine eigene Obhut genommen! Zu der Wiederwahl der Regierungskommission schreibt die „Saarbrücker Zeitung" u. a.: Die Bevölkerung ist nicht in der Lage, das ,.....— -------- -z - j Vertrauen, das der bisherigen Regierungskommission fang Ihres Schreibens vom 16. 1. mit verbind- ausgesprochen wurde, vonsichauszubestä- lichem Dank bestätige, beehre ich mich, Ihnen da- Ligen. Sie kann sich n 0 ch weniger dem Dank w mitzuteilen, daß die deutsche Regierung bei a n s ch l i e ß e n, den der Völkerbund zum Ausdruck aller Würdigung der in der Sitzung des Völker- > gebracht hat. Die Erfahrungen des letzten Jahres bundsrales vom 15. 1. vorgebrachten Gesichts- zwingt sie vielmehr dazu, die Regierungskommission * • ••' in ihrer jetzigen Zusammensetzung mit aller g e- botenen Deutlichkeit abzulehnen. Sie wird und kann in Gefühl und Gesinnung mit der iche Erfüllung gegeben. Es kam eine Generation, die das Reich nicht neschaffen hatte und die es für eine Selbstverständlichkeit hielt, denn es war ihr ohne Mühe in den zchoß gefallen. Man nörgelte gar noch, denn man Hätte es ja selbst noch besser gemacht, wenn man k interher darüber redete. Man sah ja im Reich nichts anderes als einen Schützer der für heilig an- c esehenen Interessen des einzelnen. Wir wollen nicht verkennen, daß der Liberalismus des 9 Jahrhunders eine wichtige Funktion erfüllt ,at als er die überholten Formen einer erstarrten Gesellschaft wegräumte, aber er vermochte, geschichtlich betrachtet, nur wegzuräumen, nur negative Arbeit zu leisten, nur zu sagen, was alles nicht sein j ürfte. Das liberale Programm ist eine lange Ne- ' ö-ation des Bestehenden. Als es aber galt, das Volk I n'ufzubauen, versagte der Liberalismus, was er für 1 den Staat noch tat, mar nichts anderes, als daß ' (T heimlich doch die Erbschaft der vergangenen Zeit deließ Aber wo Staat und Volk nicht eines sind, öo der Staat etwas anderes ist als die politische »unktion des Volkes, da muß er versagen. Der liberale Staat hat die Feuerprobe des Weltkrieges nicht bestanden. Was übrig blieb, mar em isoliertes Bürgertum, das aus Angst vor Schlimmerem die Herrschaft des Marxismus ertrug, waren Marxisten, i ie wohlversorgte Bourgeois werben wollten, waren Regierungen, die zwischen der Angst vor dem Ausland und vor dem eigenen Volk hm- und herfchwank- ^a mar es ein Geist wie nach Tilsit, der sich all- nählich durcharbeitete und siegte, der (Seift der in den Freiheitskriegen den Deutschen ein Volks- bewufctfein und einen Willen gegeben hatte, der die Deutschen im Jahre 1870/71 beseelte der Geist 1 es Frontsoldaten, der Geist der Pflicht und Treue gegen Staat und Volk der Kameradschaft und der Ehre. Aus diesem Geist der Frei. 1 eitsfriege und des Krieges von 1870/71 ist auch las Dritte Reich geboren worben, deshalb s-tzt dieses das Reich fort, so wie Bismarck, Moltke tnb ber beutsche Solbat es geschaffen unb nicht wie iie nnbern es oerborben unb vertan haben. Am 18. Januar 1934 bürfen unb müssen mir bie Frage überlegen, was uns das Dritte Reich bisher Genf, 17. Jan. (DNB.) In Genf häufen sich die Versuche, den Völkerbundsrat zu veranlassen, „besondere Schutzmaßnahmen" im Saargebiet zu treffen, um die durch „nationalsozialistischen Terror" angeblich bedrohte Freiheit der Abstimmung zu sichern. Dabei hat man ganz ossen- • ~ ... . t , s , sichtlich utu Plu.i im Auge, die Fremdherrschaft im Generalsekretär des Völkerbundes beauftragt, bem (5aargebiet in her Abstimmungszeit durch Ent- ..-s s., sendung fremder Truppen oder von Polizeikräften noch zu verschärfen. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß auch der Montag hier eingetroffene Präsident der Regierungskommission, der Engländer Knox, in Genf darauf d r ä n g t, daß ihm derartige Machtmittel zur Der- Frankreich kündigt den deutsch- französischen Handelsvertrag. Oie Kontingentierung deutscher Waren um 300 Millionen Francs verringert. Oer weitergehende Abstrich wieder aufgehoben. Berlin. 17.Jan. (DJIB.) Die französische Regierung hat dem Auswärtigen Amt in einer Note mitgeteilt, daß sie den deulsch-französi- schen Handelsvertrag von 1 9 27 kündigt und zwar mit dem Tage des Inkrafttretens der deutschen Verordnung über die Kontingentierung französischer Waren, d. h. mit dem 19. Januar. Gleichzeitig hat die französische Regierung in der Note wissen lassen, daß sie zu Verhandlungen über eine Neuregelung des deutsch- französischen Warenaustausches bereit ist. Der französischen Botschaft ist darauf alsbald erklärt worden, dah bei der deutschen Regierung die gleiche Bereitwilligkeit besteht. Da in dem Handelsvertrag von 1927 eine Kündigungsfrist von drei Monaten festgesetzt ist, ergibt sich daraus, dah der Handelsvertrag mit dem 2 0. April 1934 außer Kraft tritt und dah für die in Aussicht genommenen Verhandlungen ein Zeitraum von drei Monaten zur Verfügung steht. In der französischen Note wird ferner mitgeteilt, dah die französischen Kontingentierungsstellen, um eine Verschärfung der Lage zu vermeiden, am 19. Ja- nuar die erforderlichen Anweisungen erhalten werden, um die Kontingentierung deutscher Waren auf den von Anfang an beabsichtigten Umfang z u r ü ck z u f ü h r e n, nämlich auf 300 Millionen Francs. Bekanntlich hatte die schematische Anwendung der französischen Kontingentierungsgesetzgebung am 1. Januar 1934 das Ergebnis gehabt, dah die Ausfuhr deutscher Waren nach Frankreich um rund 600 Millionen Franken verringert worden ist. Die französische Regierung hatte damals auf deutsche Anfrage mitgeteilt, dah dieses schematische Ergebnis nur vorläufig sei und dahin berichtigt werden würde, dah der Abstrich an der deutschen Warenausfuhr nach Frankreich nur dreihundert Millionen Francs betragen werde. Die erforderlichen Anweisungen an die französischen Kontingentierungsstellen waren dann aber zurückgestellk worden und werden nunmehr entsprechend der neuen Mitteilung der französischen Regierung ergehen. Englands Bedürfnis nach Sicherheit gegen Lustangriffe Churchill fordert den Einmächtestandard für die britische Lustflotte. London, 17. Jan. (DNB.) Winston Churchill hielt im Rundfunk eine Ansprache, die nach energischen Protesten nicht dem Zensor zur Genehmigung vorgelegt zu werden brauchte. Churchill erklärte u. a.: Wir sind niemals, zum mindesten seit Hunderten von Jahren nicht, so w e h r - los gewesen wie heute. Wir sollten also heute mindestens eine Luftflotte besitzen, die ebenso stark ist, wie die der stärksten Macht, die uns angreifen könnte. Ein trauriges Ende — so fuhr er fort — für die Hoffnungen der Freunde des Friedens und der Gerechtigkeit wäre es, wenn der Völkerbund, dieses große Werkzeug der öffentlichen Meinung der Welt und des öffentlichen Rechts Europas, in dem zunehmenden Wirrwarr der Jetztzeit zugrunde ginge. England müsse seinen Platz im Völkerbund einnehmen und gemeinsam mit anderen großen und kleinen Ländern seine Pflicht tun, und zwar nicht nur mit den Ländern, die am Kriege teilgenommen haben, sondern auch mit neutralen Ländern wie Holland, Dänemark und der Schweiz. England müsse seinen Teil an dem Aufbau eines Bundes von Nationen beitragen, der so stark sein müsse, daß zum mindesten in Europa kein Angreifer es wagen würde, ihn herauszufordern. Die Engländer haben bis in die letzten Tage hinein so getan, als ob der französische Vorschlag, fünfzig Prozent der Bombenflugzeuge aus dem Dienst zu ziehen, ein geradezu überwältigendes Opfer Frankreichs wäre. Im Innersten ihres Herzens haben sie natürlich das nicht einen Augenblick lang geglaubt, was ihnen die englischen Zeitungen auf einen Wink von oben her über die Bedeutung des französischen „Zugeständnisses" servierten. Winston Churchill hat nun in seinem Rundfunkvortrag erneut betont, daß sich England eine starke Luftflotte zulegen müsse. Er hat also damit offen ausgesprochen, dah das französische „Angebot" nicht ernst zunehmen sei und das jeder Engländer, dem die Sicherheit seines Vaterlandes am Herzen liege, schleunigst für die Bildung einer starken Luftflotte einireten müsse. Wir möchten annehmen, daß der Pariser Bluff mit der Halbierung der französischen Luft- armee nunmehr auch für die Engländer eine erledigte Angelegenheit ist, zumal im gleichen Augenblick das französische Militärblatt „France Mili- tuire" mitzuteilen weiß, daß der Luftfahrtminister Pierre Cot für das Jahr 1934 einen großen Aufrüstungsplan aufgestellt hat, der auch die Schaffung von Luftgeschwadern, die mit Geschützen ausgerüstet sind, vorsieht. i Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Wien, 15. Januar 1934. Die reine Demokratie unter klerikaler und austro- marxistlscher Kulör ist in Deutsch-Oesterreich sehr bald verfälscht worden. Der Präsident der Nationalversammlung war ursprünglich zugleich Staatspräsident, die Nationalversammlung das eindl9e ausschlaggebende Parlament, aber sehr bald W s 1 oas Zweikammersystem eingeführt und der Bundespräsident erhielt besondere Rechte zum Schutz gegen den Mißbrauch der Demokratie. So blieb aus der Tradition des alten Oesterreich im lebensunfähigen Nachkriegsstaat nur die Verwirrung die Schwerfälligkeit, die Komplikation und die perfide Politik der Schwarz-Gelben, das Deutsch- gefuhl und den Anschlußgedanken zu torpedieren ... Die Dollfuß und Fey und Starhemberg folgen nur einer alten Tradition, sind sich aber anschei- nend darüber nicht klar, daß ihre Methode den Machten dient, die ein Großdeutschland durch zer- fetzende und ideologische Prinzipien, dynastischen und konfessionellen hader verhinderten. Graf Taaffe hatte als österreichischer Ministerpräsident und Begünstiger der Slawen einst die Politik des .Fortwurstelns" befolgt, die, unterbrochen von Kammer- krawallen doch die Phäakenseligkeit, die heurigen- und Backhendlfreude nicht störte. Dieses Wien lebt !?“r l" ™,WcIi9cn Filmen, und wenn auch die österreichischen Federn weiter literateln und ein Dollfuß sich gebärdet wie Bonaparte nach seinem Staatsstreich, die sozialen und völkischen Gegen- wir ungen sind doch heute so stark, daß nur das konsequente Versagen der Volksbefragung dieses Dollfußsystem unter Entente- und Völkerbunds- anleihenpatronage fortwursteln läßt Aber die Wurzeln sind ihm abgeschnitten. Wäre dieses Dollfuß-System wirklich Willensausdruck des Oesterrelchertums dann würde es versuchen, im Wahlkampf sich legitimieren zu lassen, wie es der Nationalsozialismus in Deutschland getan. Statt dessen will man dem Nationalwillen, an den man nicht zu appellieren wagt, e i n e D e r f a f s u n g aufzwin- gen die em merkwürdiges Gemisch aus faschistischen deu schen und liberalistischen Elementen ist, auf jeden .jaU aber Oesterreich vom Reich endgültig trennen und einer habsburgischen Restauration die Wege ebnen soll. Das Volk Oesterreichs wird dabei nicht befragt. Die natürliche Zusammenfügung aller Deutschen zu einem Großdeutschland soll auf ewig verhindert werden: Oesterreich will nicht sein, was llhland in der Frankfurter Paulskirche 1848 vom österreichischen Volkstum behauptete „eine Pulsader lm Herzen Deutschlands". Uralte Pfiffigkeit, die zumeist beschränkten Geistern eigen, lebt wieder auf. Schon einmal aber erreichte sie das Gegenteil, band Deutschland zusammen Als am 4. Marz 1849 die deutsche Revolution in Oester- reich gescheitert war, Fürst Schwarzenberg eine Verfassung oktroyierte. Oesterreich ein Zentra- lismus geworden, richtete Schwarzenberg eine Note vom 9. März an die Frankfurter Nationalversammlung, die darauf hinauslief, das neue Deutschland zu einem durch Deutschland vergrößerten Oesterreich Deutschland damit aber zu einem, wie sich ein Geschichtsschreiber ausdrückt, „mi He n Io jen An- 9 ü n gsel des überwiegend slawischen und magyarischen Kaiserstaates zu machen". Damals schied sich Oesterreich von Deutschland. Am 12. März stellte Welcker, einer der feinsten Köpfe des Frankfurter Parlaments, den Antrag, die Reichsverfassung, wie sie vorliege, anzunehmen, dem König von Preußen die Kaiserwürde anzutragen. „Ich habe verhindern wollen', sagte er, „daß Oesterreich von der deutschen S aa^gemeinschaft ausgeschlossen werde, und wollte alle Mittel erschöpfen, um Deutschlands Integrität zu retten. Diese Mittel find erschöpft; es ist daher an der Zeit, mit Verzicht auf Oesterreich, welches nun einmal nicht zu halten ist, Deutschland zu einem festen Staatskörper zusammenzufügen." Nicht, wie ■ schwarz-gelbe Geschichtsschreiber logen, Bismarcks Politik schloß Oesterreich aus und verhinderte ein Großdeutschland, sondern Fürst Schwarzenberg, der in Dollfuß einen Nach- lM.er fand, dessen Methoden aber gemäß den Nlluren eines Parlamentarismus hemdsärmeliger und plumper sind als die jenes Aristokraten... Dollfuß hat durch den Bundesminister Dr. E n - oer letzt der staunenden österreichischen Oeffentlich- keit den Wechselbalg präsentiert, den diese geistigen Heroen des Kleinösterreichertums als künftige Ver- laliung ausgeheckt haben. Dieses Originalprodukt hat aber ausländische Väter und zeigt alle Züge der Bastardisierung. Statt des Parlamentarismus soll em sogenannter ständischer Aufbau ourchgefuhrt werden, ein Vierkammersystem, dessen topifce em ernannter „(Staatsrat" bildet. Darin olkn hervorragende Persönlichkeiten des öffent- lichen Lebens vertreten fein, ihm zur Seite steht em „L a n b e r r a t", der die Häupter der Landesver- Eungen, ihre Vertreter und die Finanzreferenten mfaßt. Eine „K u l t u r k a m m e r" wird die Ver- tretung der Priester, Lehrer, Advokaten und Aerzte, er Künstler und des Schrifttums sowie die Eltern- chaft umfassen und schließlich soll eine „Wirt- !~v a l ts k am m e r" den Ständen im engeren tomne die Möglichkeit geben, mitzuraten. Wien soll Bundeshauptstadt bleiben, erhält aber nicht mehr hX ^mpetenz ,etnes Bundeslandes und wird direkt höchst bleibt die Frage offen, wie diese moll-n v»erben soll. Die Parteien wollen nicht verschwinden. Will Dollfuß sie auflosen, von feiner Partei, den Christlich-Sozialen allaeme^n' frJ°Uten ^arafiri verüben? Nach dem Gele? m^-?'mnlrecht kann diese Verfassung nicht devv das erbitterte österreichische mie die TOnMnn11 r$ö?f?l9Qn9 benutzen, gleichgültig, biefes 6 fei' u™ seinem Abscheu gegen cvfLe5 -Aftern Luft zu machen. „Zittere bu arokes Oesterreich vor deinen kleinen Beamten" hatte schon SB”-?'*'»! "ewen Formalbürokraten. Monstrum von Derfassungsreform! ?Li?-^^rsystem würde eine vie7- topfige Hydra sein, deren Häupter ständig in Dollfuß und fein Verfaffungsmonstrum Von unserem rt -Berichterstatter. Kompetenzkonflikten liegen. Man nehme an, die Regierung will eine Steuerreform, eine neue Steuer ober eine Sanierung ber Finanzen vornehmen. Sie leitet die Vorlage der Wirtschaftskammer ßu, deren Mitglieder von den einzelnen Berufen gewählt werden. Der Staatsrat, bei manchen Vorlagen auch der Länderrat oder die Kulturkammer. müssen gehört werden, da manchmal auch deren Finanzinteressen in Frage kommen. Es gibt also eine Generalaus- sprache, wie man sie aus Oesterreichs Parlament genugsam kennt. Die eine Kammer jagt nein, die andere ja, die Wirtschaftler sind erbittert über die Bürokraten des Staatsrates, die Kulturkammer erbost sich über die mangelnde Opferwilligkeit der Wirtschaftler für Kulturzwecke, der Länderrat kämpft gegen Zentralisierungsbestrebungen ber Bundesregierung, alle fahren andere Geleise und gelangen bazu, irgenbwo ihre Kammerlokomotiven aufeinanderprallen zu lassen. Weil man autoritäre Scheinführung und parlamentarische Methoden miteinander vermengt. Aber pfiffig hat man einen Ausweg vorgesehen: Wenn alles gegeneinander geredet hat, kann die Bundesregierung eine neue Vorlage ausarbeiten und sie kann sie dann z. B. der Wirtschaftskammer zuleiten, die dann nur ja oder nein zu sagen hat. Statt eine vom Volke gewollte klare, nationale Führung, eine Vereinfachung, wollen die Dollfussianer eine Konfusion der Gewalten, die allerdings Oesterreich von Deutschland scheidet. Würde dieser Verfassungsvorschlag irgendwie Wirklichkeit, dann könnte sich Oesterreich rühmen, die verrückteste Verfassung aller Kulturnationen zu haben. Aber schrieb nicht der Altmeister der österreichischen Rechtswissenschaft, der kerndeutsche Joseph Unger: „Oesterreich ist ein Land, in dem, was unmöglich ist, zu geschehen pflegt!"? Maffenverhafiungen in Oberösterreich. Linz, 18. Jan. (DNB.-Funkspruch) Gegen den Sitz der oberösterreichischen Landesregierung in Linz, wo auch die Kanzleien des neuernannten Sicherheitsdirektors, Freiherrn von Ham- merftein, untergebracht sind, wurde am Dienstag gegen 20 Uhr von unbekannten Tätern ein Pa- p i e r b ö 11 e r geworfen. Durch die Explosion wurde eine Reihe von Fensterscheiben zertrümmert. Obgleich Haussuchungen bei vermeintlichen Mitgliedern der aufgelösten NSDAP, in allen Fällen ergebnislos verliefen, wurden gegen 30 Verhaftungen vvrgenommen, wobei festgestellt werden mußte, daß die Verhafteten mit dem Anschlag nicht nur in keinerlei Verbindung stehen, sondern daß ihnen auch nicht einmal eine Verbindung mit der NSDAP, nachgewiesen werden konnte; sie stehen lediglich im Verdacht nationaler Gesinnung. In ganz Oberösterreich sind auf Veranlassung des Sicherheitsdirektors zahlreiche Geiseln f e ft genommen worden. In dem Linzer Vorort Klein-München ist es in den letzten Tagen zu Ansammlungen von Arbeitslosen gekommen, die durch Ueberfallkommandos der Polizei zerstreut wurden. In der Bevölkerung macht sich eine wachsende Unruhe und Gärung bemerkbar. DieMeldepflichtösterreichischerStaatS- angehöriger. — Nur innerdienstliche Anweisung. B e r l i n > 17. Jan. (DJIB.) Amtlich. Durch die Abendpresse vom 17. Januar ist die Mitteilung verbreitet worben, daß einzelne Landesregierungen Anordnungen über eine besondere Meldepflicht der in Deutschland lebenden österreichischen Staatsangehörigen getroffen haben. Zur Vermeidung von Mißverständnissen stellt derReichsministerdes Innern est, daß es sich lediglich um eine inner- dienstliche Anweisung an die Polizeibehörden handelt, durch die auf Grund der vorhandenen Rachweisungen d l e Z a h l der österreichischen Staatsangehörigen in Deutschland ermittelt werden soll. Etwa darüber hinausgchende, besondere Anordnungen örtlicher Behörden wurden entsprechend berichtigt. Nationalsozialismus ist Lebensbejahung. Dr. Leh spricht auf einer Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Eine große Kundgebung aller Arbeitgeber uitd Arbeitnehmer des Nahrungsmittel gewerbes in der Deutschen Arbeitsfront fand am Mittwochabend im Sportpalast statt. Die Fachschaften der Bäcker, Konditoren, Brauer, Bötticher, Fleischer, Müller, Süßwaren und Gaststätten waren z. T. in ihren Berufskleidungen erschienen. In einer Rede erklärte ber Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley u. a.: Was wir heute erleben, ist ber Umbruch einer Na- tion unb die Revolution des einzelnen Menschen. Die Vergangenheit hatte als Grundmotiv die Lebensverneinung. Das galt für die Parteien und für die Weltanschauungen, die heuchlerischen Bußprediger und Asketen, die Prediger des Klaf- ynhasses, die Spießbürger und ewigen Besserwisser, die allein vom Volk profitieren wollten, die ober die Verantwortung scheuten, sie alle waren Träger der Lebensverneinung. Das Volk hatte keinen Glauben und keine Hoffnung mehr. Es haßte das Leben und die Nation Die Schuld an der Arbeitslosigkeit lag zum guten Teil in der Lebens- oerneinung unseres Volkes. Der Nationalsozialis- mus ist die Lehre der Lebensbejahung, der Treue und der Kameradschaft. Was Helsen alle Verträge — das hat uns die Vergangen- heit bewiesen — wenn sie von Menschen gemacht werden, die beim Abschluß dieser Verträge nur den einzigen Gedanken haben, den nämlich, wie sie die Verträge hintergehen können! (Stürmischer Beifall.) Andere Menschen müssen wir in unserem Volke heben, neue Volksgenossen. Wir werden den Unanständigen für alle Zeit ausrotten. Stellen Sie sich einmal vor: Einem Betriebsführer wird vom Ehrengericht das Recht aberkannt, feinen Betrieb weiterzuführen! Ein einziger Spruch dieser Art hilft mehr, als alle Tarifverträge! (Lebhafte Zustimmung.) Hinzu kommt das Gewissen ber Partei. Die beste Vertretung jedes deutschen Menschen ist die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Sie wird auch darüber wachsen, daß dieser aus Kameradschaft geborene unb von Treue getragene Sozialismus niemals mehr in unserem Volke untergeht. Wandlung des Strafrechts. Ein Bortrag des Staatssekretärs Freister. Berlin, 16.Jan. (DNB.) In der Berliner Universität gab auf Einladung der Verwaltungs- a fa.be mie ber Staatssekretär im preußischen Justiz, Ministerium Dr. Freister einen Ueberblick über die nationalsozialistische Strafrechtsauffassung. Gerade ber aktivistische Teil des deutschen Volkes habe die Strafrechtspflege zum Gegenstand massiver Angriffe gemacht, weil ber frühere Staat, der nach feiner Grundeinstellung alle mit gleichem Maße habe messen müssen, in der Rechtsprechung, ber Gesetzgebung und ber Verwaltung diese Grundsätze bewußt verlassen habe. Diese innere Unwahrhaftigkeit habe sich vor allem gezeigt in der Schonung der Hintermänner in den Korruptionsprozessen, in ber schleppenben Verhandlung unb in ber unzulänglichen Strafvollstreckung. Ein Teil biejer Kritik sei heute unberechtigt. Dafür sei b i e Gefahr einer f o r m a l ist i s ch e n Objektivität aufgetaucht, die bekämpft werden müsse. Das materielle Strafrecht sei volks- und artfremd und müsse von Grund auf gewandelt werden. Das alte Strafrecht enthalte nichts vom Geiste ber Front, nichts vom Soldatischen. Er habe keine sittliche Grundlage, es sei nur der Wertmesser der Wertlosigkeit. Erst wenn das Rechtsgut verletzt gewesen sei, habe das Recht ein- I gegriffen. Das nationalsozialistische Strafrecht müsse dort anknüpfen, wo das verbrecherische Treiben erkennbar werde, die Reaktion auf das Verbrechen da beginnen, wo das Leben unb der Arbeitsfriede des Volkes angegriffen werde. Das Strafrecht müsse sich gegen den gefährlichen Willen und nach Maßgabe ber Gefährlichkeit dieses Willens ent- wickeln. Minderwertigkeit dürfe nicht entlastend, son- bern müsse belaftenb sein. Wenn der Nationalsozialismus wirklich die Rückkehr zum eigenen Ich des Volkes fei, bann gebe es keine Einzelgüter, bann müsse bas gesamte Strafrecht unter der einen Anschauung stehen: Das Strafrecht ist vom Volk auf gestellt, um sein Leben zu sichern. Es müsse verlangt werden, daß ber Richter, nicht an die theoretische Norm gebunden, auch bann verurteilen könne, wenn lediglich ber Grundsatz des Tatbestandes zum Ausdruck gekommen fei. Nie Beschränkung des Hochschulstudiums. Berlin, 17. Jan. (VdZ.) Nachdem der Reichsinnenminister für 1934 die Zahl ber Reifezeugnisse für bas Hochfchulftubium auf 15000 begrenzt hat, ist es bem einzelnen Lanbe überlassen worben, die ihm zugewiesene Zahl auf die einzelnen Schulan st alten entweber voll umzulegen ober einen Ausgleich unter den einzelnen Anstalten herbeizuführen. Die Länber werben sich in fünefter Frist zu entscheiben haben, welchen Weg sie gehen wollen. Der sächsische Staats- Minister Dr. H a r t n a cf e, einer ber Vorkämpfer der jetzigen Maßnahmen, betont, daß er schon vor Jahren vorgeschlagen habe, einheitliche Auf- g a b e n zur Ermittlung ber geistigen Fähigkeiten gleichmäßig über bas Land ben angehenden Abiturienten zu stellen unb biefe Arbeiten einheitlich auszuwerten. Daburch werbe ein klares Bild gegeben, welchen Schulen man unbedenklich eine höhere Quote zubilligen dürfe und welchen man die Quote stark beschneiden müsse. Die entscheidende Auswahl sei bann Sache der Schule ober beg Prüfungskommissars. Der Minister hat in <5ad)fen bereits angeorbnet, ben Oberprimanern brei Arbeiten aufzugeben. Aus ben bisherigen Ergebnissen zieht ber Minister den Schluß, daß alle Aufmerksamkeit darauf gerichtet fein müsse, die befonbere Lage ber einzelnen Schulen richtig zu erfassen. Es komme barauf an, die Fähigen zu gewinnen unb die Nichtfähigen von ber Hochschule fernzuhalten. In ben Ländern, in denen man einheitliche Vor- sichtungsarbeiten nicht gestellt habe, werbe man Prüfungskommissare abordnen, die jeweils bie Prüfungen regional zusammengehöriger Schulen zusammenfassenb zu leiten haben. Wenn es in ber- selben Großstabt vorkommen könne, baß bei ber einen Schule 85 v. H. der Oberprimaner bie Hochschulreife hätten, bei einer anberen nur 18 v. H., so baß bort 82 v. H. ausgemerzt werben müßten, bann werbe man wohl balbigst von bem Verfahren einer mechanisch gleichmäßigen Umlegung abkommen unb zu inbivibueller Anpassung ber Reiflingszahlen an ben tatsächlichen Bestanb an Geeigneten kommen müsse. Nie Reichsbahn wird auch den Betrieb der Autobahnen übernehmen. Der Reichskanzler empfing die leitenden Ingenieure der Neichsautobahn. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Anläßlich einer vom Generalinspektor für bas beutsche Straßenwefen Dr. Tobt nach Berlin einberufenen Tagung würben die leitenben Bauingenieure unb bie D i - rektorenderReichsautobahnvom Führer in ber Reichskanzlei empfangen. Der Reichskanzler, auf dessen Weitblick unb Jni- tiatioe bie Verwirklichung bes großen Planes ber Reichsautobahnen zurückzuführen ist, betonte in einer Ansprache bie Bebeutung ber gewaltigen, verantwortungsreichen unb schönen Aufgabe, bie ben am Bau ber Reichsautobahnen beteiligten Ingenieuren übertragen fei. Der Reichskanzler wies bann befonbers barauf hin, baß die D e u t f ch e Reichsbahn, ber er ben Bau ber Reichsautobahnen übertragen habe, auch beren Betrieb über- neh m e n solle. Daburch werbe bas große e i n • -eitlicheVerkehrsunternehmen gefchaf- en, bas die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zweckmäßig st e Verwendung ber Transportmittel Auto unb Eisenbahn gewährleisten werde, wenn in sechs bis acht Jahren ein großmaschiges Netz von Reichsautobahnen über Deutschland gezogen fei, werde bie Nützlichkeit eines Sy- tejns hinbernislofer Kraftwagenbahnen erkannt werben. Schon heute fei ber Bau ber Reichsautobahnen von größter Volkswirtschaft- sicher Bebeutung als eines ber wirksamsten Mittel un Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit, zumal im Straßenbau auch ungelernten Arbeitern m größerem Maße Arbeit unb Brot gegeben werden könne. 8 y Generalbirektor Dr. Dorpmüller berichtete dem Reichskanzler über einige in ber letzten Zeit getroffene wichtige Maßnahmen zur Vorbereitung der Ausführung des Reichsautobahnnetzes. Bei der Tagung der Fachleute bes beutfchen Autobahnbaues rourbe über bie wichtigsten technischen Fragen der Anlage unb der Ausführung der Reichsautöbahnen in ausführlichen Referaten berichtet. rechts, Ä ÄS ,8 le ick?. ^PreL 'tot. Jj. „ "im i, """ in L HW? N. jJ U'stisch N't °L ?"d« 'de» werdx n ^i,le b,; "■ Er ’r ® = rt ' ?»»b« b R-cht eit "kcht miii ' Treiben er °>br°ch» ‘mwisftiek “’nen W Willens ent. Lastend, jon, "^tionalsoD inen Ich ;I9uter, bani er einen An. oom Soll tu sichern. Wer, nicht ai Mn oerurtei- satz des lüf, i. 19 ms. i der Reich- eifezeua. m auf 15 W ibe überlassen ls die ein- eher voll ch unter der Die Ländei Heiden haben * hsische Staat- t Aorkämpsei ; er schon cor :Iid)e Aus. n Fähigkeit« henden SIbitii' unheitliL n klares 2iß edenklich eine \ welchen nun entfäeibe nN le obtx fo t vn EaOs ein drei Är» n SrflebrM alle Ausmü- • die besondrn u erfassen. gewinnen und fernjuhalten cheitliche 2an », werde mon ' jeweils dir riger Schulen enn es in den daß bei b« mer die M ur 18 D.i), |i müßten, dann Zerfahren ein« Abkommen unö linqszahlen an neten tomoM auch den ahnen je leitenden tobahn. -[ich einer vB Straßenwes^ ,bKck «"d M xS: i-Äi. -Wt» ja o 31 e1$5 r-s/Kl Ä iSfef"' 1AS, 7-K-' Itldr1 NIVEA mild, leicht schäumend, ganz wundervoll Im Geschmack. 705 5 Ein neuer Naturschutzpark in der Schorsheide Erinnerung an Faschoda rerliehen. ♦ t Der Rührer der deutschen Rechtsfront, Reichsjustiz- lammt far ®r. Frank, hat den Wirbschaftspruser ^einobd Specht aus Dortmund m Anerkennung Hner Verdienste und im Vertrauen auf seine ge- missenhafte Mitarbeit an der deutschen Rechtserneue ung an die Akademie für Deutsches Rech Faschoda" gefeiert. Die Episode am Nil sollte für die europäische Geschichte noch ihre besondere Bedeutung bekommen. Frankreich hatte sich damals, während es von England durch militärische Rüstungen unter Druck ^halten wurde, hilfesuchend an Rußland gewandt. In Petersburg zeigte man aber die kalte Schulter, Del- casse zog daraus die Folgerung, daß eine Verständigung mit England unter allen Umständen erreicht werden müsse. So kam es zu dem bekannten Sudanabkommen, das das gesamte Sudangeblet in eine westliche, Frankreich vorbehaltene Zone, und Zurückhaltung, obwohl der Kongreß über die säumigen ausländischen Schuldner sehr aufgebracht ei. Bekanntlich hat Senator Johnson in einem Gesetzentwurf den Abbruch der finanziellen Beziehungen auf dem Anleihegebiet zu allen fremden Staaten gefordert, die mit ihren Schuldenzahlungen in Verzug geraten sind. Diesen Gesetzentwurf hat der Senat angenommen, ledoch hat die Regierung dafür gesorgt, daß er a u f d em Instanzenweg ft e cf e n bleibt, da es nicht im Sinne der Regierung ist, derartige scharfe Zwangsmaßnahmen gegen Europa zu ergreifen. Staatssekretär Hüll kehrt beschleunigt von seiner Reise durch Südamerika nach Washington zuruck, um den Abschluß zweiseitiger Zollverträge in die Wege zu leiten, deren Aussichten feiner Ansicht nach durch Roosevelts Schritt in der Währungsfrage sehr gestiegen sind. Irian d hat bereits einen hohen Beamten nach den Vereinigten Staaten entsandt, um über den Austausch von Hauten Textilwaren und Whisky gegen amerikanische Kohlen, Petroleum, Holz, Kraftwagen und Schweinefleisch zu verhandeln. Die irische Regierung will sich auf diese Weise wi i r t s ch a f t l i ch vonEng- land unabhängig machen, wozu die Verbilligung des Dollars wesentlich beitragen wird. Der nördliche Sturmwirbel wandert östlich weiter und befördert an seiner Südseite warme Luft bis nach Deutschland vor. Das Wetter bleibt daher mild, und bei wechselhafter Bewölkung kommt es noch zu Niederschlägen, die aber mehr schauerartig auftreten. Vorhersage für Freitag: Wechselnd wolkig, mild, noch schauerartige Niederschläge, südwestliche bis westliche Winde. Vorhersage für Samstag: Noch fern beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 17. Januar: mittags: 2,7 Grad Celsius, abends 5,4 Grad; am 18. Januar: morgens 7,1 Grad. Maximum 8,2 Grad, Minimum 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Januar: abends —0,2 Grad; am 18. Januar: morgens —0,2 Grad. — Niederschläge 2,1 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G . sämtlich in Gießen. berufen. Der italienische Unterstaatssekretär des Aeuheren, Suvich, ist zu einem offiziellen Besuch bei der isterreichischen Regierung in Wien e i "getr v f- se n. Auf dem Bahnhof hatten sich Bundeskanzler Dollfuß, die Mitglieder der Regierung und Ver- t-eter der Militär- und Zivilbehörden zum Emp- fang eingefunden. Nach der Begrüßung und dem Lbschreiten der Ehrenwache begab sich U"^rstaccks- i fretär Suvich in das Hotel „Imperial . Der Be- hch des Staatssekretärs Suvich gilt als eine Erwiderung auf die drei Besuche des Bundeskanzlers 2 ollfuß beim italienischen Regierungschef. Die neue amerikanische Währungs psiiiik und das Ausland. Der Unterstaatssekretär für den Krieg Earl Stanhops, ist zum Unterstaatssekretar für auswärtige Angelegenheiten als Nachfo^er des früheren Staatssekretärs Eden ernannt worden Stan- Hops ist 53 Jahre alt. Er hatte im Burenkrieg und im Weltkrieg bei den Gardegrenadieren gedient. 1915 wurde er Generalstab soff izier, 1918 parlamentarischer Sekretär des Kriegsministeriums. 1931 Unterstaatssekretär für den Krieg. -Zn Kuba bat Oberst Battista dem General Carlos M^n d l.ta’bie’UflbentfU der Republik °n- geboten. Dieser hat sie angenommen. Ueber d.e Insel ist der Belagerungszustand crilart worden. 15 amerikanische K r i e g s J d) i f f e mit rund 300 Marinesoldaten an Bord liegen einsatzbereit in Den kubanischen Gewässern, um gegebenen« falls zum Schutz von Leben und Eigentum der amerikanischen Staatsbürger eingreifen zu können. Aus aller Wett. 2000 Todesopfer im indischen Erdbebenaebiet. Die Zahl der Todesopfer im indischen Erdbeben- gebiet beträgt nach den letzten Feststellungen 2000 während ebenfalls etwa 2000 Personen verletzt wurden Allein in der Stadt Muzaffarpur in der Provinz Bihar wurden über 300 Menschen dbrch das Erdbeben getötet. Starke Polizeikrafte, Die in das Erdbebengebiet entsandt wurden, bemühen sich, die Verwundeten zu bergen und Vier Skiläufer im Allgäu verschüttet. Im Allgäu sind am Daumen zwei Lawinen niedergegangen. Die beiden Lawinen Überraschten zwei Skipartien. Insgesamt vier Personen, deren Namen noch nicht festgestellt werden konnten, wurden verschüttet. Die im vollen Gange befindlichen Rettungsarbeiten sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben. Die Ursache des Unglücks dürfte darauf zurückzuführen sein, daß plötzlich ein Witterungsumschlag mit Tauwetter eingesetzt hat. Amerika baut Den größten Stratosphärenballon. Die Heereslustfahrt unb Die Geographische Gesellschaft Der Vereinigten Staaten veröffentlichen Den Plan zum Bau eines neuen Stratosphärenballons, Der größer als alle bisherigen sein und alle RekorDe brechen soll. Der Riesenballon soll in eine Höhe von 24000 Meter ft eigen unb von Dort zu Versuchszwecken Luftproben mit nach unten brinaen. Führer Des Ballons soll Major William Kepner, ein befann- ter BallonsachverstänDiger Der amerikanischen Luftfahrt, sein, währenD Kapitän Stevens Die Aufgabe Des Beobachters übernehmen wird. Todesstrafe gegen sechs Angeklagte im INordprozeß Vloecker beantragt. In Dem Prozeß wegen Der ErmorDung Des Hamburger Hitler-Jungen Otto Bloecker vor Dem Hanseatischen SonDergericht beantragte Der Staatsanwalt gegen sechs Angeklagt e Die Tode s st r a s e , gegen Die übrigen Angeklagten wur- Den Strafen von insgesamt 144JahrenZucht- Haus unD sechs Jahren Gefängnis beantragt. Typhusepidemie in einer südbulgarischen Stadl. In Der süDbulgarischen Stadt Haskowo ist eine Typhusepidemie ausgebrochen, die in den letzten Tagen einen besorgniserregenden Umfang angenommen hat. Bisher sind 182 Personen erkrankt. Es handelt sich um Unterleibstyphus in zunächst wenig böshafter Form, so daß bisher nur wenige Todesfälle zu beklagen sind. Auf Anordnung der Regierung ist die Stadt vollkommen isoliert worden. Zwei Großfeuer in Der Rhön. In Eckweisbach (Röhn) brach aus noch unbekannter Ursache in Dem Anwesen Des Bauern Emil Stock ein Feuer aus. In wenigen Minuten stanD Die Scheune mit Den angebauten Wirtschafts- gebäuben in Hellen Flammen. Die Feuerwehren mußten sich Darauf beschränken, ein llebergreifen Des Feuers auf Die angrenzenDen Anwesen zu verhüten. An Den Löscharbeiten beteiligten sich auch Die Mannschaften Des nahegelegenen FAD.-Lagers Unterbern- harDs, Die Den Ortswehren tatkräftig zur Seite ftanDen. . Am Dreikönigstag brannten Die lanDtmrt- fchaftlichen Gebäude Des Bauern Heinrich Grob : in Dem Rhonort HerDathurm vollstänDig nieDer. Der ' SchaDen beträgt 12 bis 15 000 Mk. Die Entsteh- ! ftehungsurfache Des Feuers ist nicht bekannt. Wettervoraussage. den Müttern bei der Suche nach ihren unter den Trümmern ihrer Wohnstätten verschwundenen Kindern zu helfen. Die Krankenhäuser sind mit Verletzten und Sterbenden überfüllt Die Stadt Monghyr, die eine Bevölkerung non 36 000 Einwohnern hat, ist vollkommen D e m ErdboDen gleichgemacht roorDen. Besonders stark heimgesucht wurden auch Die Gebiete von NorD-Bihar. Drei Flieger, Die Das heimgesuchte Gebiet überflogen haben, berichteten, Daß mehrere Städte in Nord-Bihar vollkommen in Trümmern liegen. Ueberaü herrscht Tod und Verwüstung. Die Straßen sind mit Leichen übersät. Gleichzeitig sind weite Gegenden in Nord-Bihar von schweren Ueberschwemmungen heimgesucht worden, die Gebäude, Eisenbahndämme und Brucken mit sich gerissen haben. An vielen Stellen zeigen sich große Risse im Erdboden, Durch Die Wasser an die Oberfläche strömt. In einigen Städten, wie z. B. Kottayam in Traoancur haben sich neue leichte Erdstöße ereignet. Nach einem Bericht des Domi- nienminifterium sind bisher keine Europäer ums Leben gekommen. Hunderte von Zentner TNainfifche vernichtet. Durch die lange Frostzeit hatte sich über den Wehren Der Mainkanalisation Das E i s gestaut unD eine feste Masse gebilDet, Deren plötzlicher Abgang Die Ortschaften unD Aecker an Den Ufern aufs höchste gefährDet hatte. Die 1 Verwaltungsstelle Des kanalisierten Mains muhte sich Dazu entschließen, Durch ein langsames Abmassen Des Staues eine Senkung unD Damit Washington, 17. Jan. (DNB.) Präsident Roosevelt unD Schatzsekretär Mor genth au ind Damit beschäftigt, Die balDige Annahme Des Währungsreformgesetzes Durch Den Kpngreß zu betreiben. Sie sinD Der Ansicht, Daß im gegenwärtigen Augenblick Die Regelung Der Währungsfrage im JnlanDe von vorDringlicher BeDeutung sei unD haben Deshalb zunächst keine VerhanDlun- qen mit England und Frankreich über ein Abkommen zur Stabilisierung Der Devisenkurse ausgenommen. Man glaubt in Washington, Daß Die Vereinigten Staaten Durch Das neue Gesetz Den ersten großen Schritt zur Befestigung Der inneren Finanzlage gemacht haben unD notfalls noch geraume Zeit ohne ein internationales Abkommen ausfommen können. Nachdem Die Vereinigten Staaten EnDe Des vergangenen Jahres bei EnglanD und Frankreich wegen eines Abkommens angefragt und eine verneinende Antwort erhalten hätten, sei es an Europa, Den nächsten Schritt zu tun. ... r~. Dies beDeutet nicht, Daß Die Vereinigten Staaten etwa einen Angriff gegen Die englische Wahrung planten. Man ist vielmehr Durchaus zur Verstan- Diqunq bereit unD beobachtet beispielsweise in Der Frage Der K r i e g s s ch u l D e n eine sorgfältige General Jan Baptiste MarchanD, Der „HelD von Faschoda", hat die Augen geschlossen. Sein Name ist mit der französischen Kolonialgeschichte eng verknüpft. War er es Doch, Der sich Der englischen Ausbreitung im ägyptischen Reich auf Der Feste Faschoda an Den Ufern Des Nils ernstlich wider- fetzte. Seinen Rivalen, LorD Kit ch euer, Den Generalissimus Der englisch-ägyptischen Kolomal- armee, hat er um achtzehn Jahre überlebt. Marchand, seinerzeit Major Der französischen kolonialen Streitkräfte, hatte im Februar 1896 von feinem Kolonialminister in Paris den Marschbefehl erhalten, vom Senegal aus über das Kongoland Die französischen Interessen weit nach Dem Osten auszudeh- nen unD womöglich Den N i 1 zu erreichen. Im Sommer Des gleichen Jahres rückte er mit einem kleinen Häuflein aus unD schlug sich im ewigen Kampf gegen Die Eingeborenenstämme Die nächsten zwei Jahre Durch Die Wüste Der Sahara. In all dieser Zeit blieb er von allen Verbindungen zum Mutterlande völlig abgesperrt. Im Juni 1898 erreichte er den Nil bei Dem Dörfchen Faschoda, besetzte es und hißte Die Trikolore. Gleichzeitig hatte LorD Kitchener Den Kalifen von MahDi bei OmDurman entscheiDenD geschlagen. Kurz Darauf horte er, Daß sich am oberen Nil eine europäische Truppe unter einer Den Eingeborenen fremden Flagge festgesetzt habe. Sofort setzte Kitchener seine Nilflotte nach Süden m Marsch und war nicht wenig erstaunt, als er sich bei Faschoda Den Franzosen gegenübersah. Unverzüglich eine Zertrümmerung Der EisDecke herbeizuführen. Diese Wasserspiegelsenkung hat für Die Fischerei einen enormen Schaden angerichtet, Da Die Fische sich in Den Uferlöchern unD durch die Baggerbootablagerung entstandenen Längsrillen im Flußbett aufhalten und halbstarr die 'Frostzeit überdauerten. Beim Ablassen des Staues wurde den Fischen der Aus gang zum Main versperrt unb das Darüber liegenbe Eis erbrüefte Die in Den Löchern angesammelten Fische zu TaufenDen. Die Bevölkerung holt sich gegenwärtig Die gefangenen Fische in Korben unD Sacken unD hat Den Ueberschuß sogar an Die Schweine verfüttert. Karpfen mit 8 bis 10 Pfund Gewicht rourDen mühelos gefangen unD bilDen zur Zeit Die Hauptnahrung in Den Ortschaften. Der SchaDen, Den Die Fischerei durch Die not« rnenDige Maßnahme Der Stausenkung erteiDen mußte, ist ungeheuer unD wirD trotz vermehrten Jungfischeinsatzes sich noch mehrere Jahre fühlbar machen. Der transsibirische Expreß von Banditen überfallen. BanDiten machten in Mandschukuo einen UeberfaU auf einen in westlicher Richtung fahrenDen Expreßzug Der Transsibirischen Bahn. Der Zug wurDe von ihnen zum Entgleisen gebracht unb geriet in Branb. Vier Personen fanben b e n Tob, 29 erlitten Verletzungen. Unter ben Verletzten befinben sich ein Deutscher, Herr Kraner aus Tientsin, ber einen Beinbruch erlitt, sowie ber Vertreter ber Pariser Zeitung „Paris Mibi", ber ein Auge einbüßte. Die Wagen Des Zuges würben burch bas Feuer vollftänbig zerstört, nur Der Postwagen blieb unbeschäbigt. heftiger Sturm an der Riviera. An ber Riviera herrschte starker Sturm. Das Motorboot „Bartholomeo , bas mit fünf Mann Besatzung von Sestri Levante süblich von Rapallo aus zum Fischfang ausgefahren war, verlor ein Steuer unb würbe gegen Die Felsen bei Punta Rospo geschleubert, wo es zerschellte. Drei Mann ber Besatzung ertranken. Dor Livorno tranbete ber Segler „Francesco"; bie vierköpfige Besatzung konnte sich retten. Von ber Riviera-Küste werben noch weitere zahlreiche Unfälle kleinerer Schiffe gemelbet, bei benen jeboch Menschenleben nicht zu beklagen sinb. ivung rechnen. Oer Stavisky-Gkandal zieht seineKreise Paris, 18. Jan. (DNB.-Funkfpruch.) Laut ,Matin" tritt in ben nächsten Tagen ber Minister- int zusammen, um gegen eine Reihe hoher Beamter wegen Nachlässigkeit bei ber Behand- lung ber Stavisky-Affäre vorzugehen. Unter ande- i-m soll gegen einen Staatsanwalt, gegen ben ' f räfehen bes Departements (Sitz Bayonne), gegen men hohen Beamten bes Hanbelsministeriums, (»gen einen Direktor bes Arbeitsministeriums unb c=gen mehrere Beamte ber Polizeipräfektur unb ter Sicherheitspolizei eingeschritten werben. Steine politische Nachrichten. Am Dienstag würbe bas Gerücht verbreitet: Der s ührer ber Deutschen Studentenschaft und des Na- twnalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, A'eichstagsabgeordneter Oskar S t ä b e l, sei vom lieichsjugendführer seines Amtes enthoben morden. Reichsjugendführer Baldur von Schirach stellt im Gegensatz hierzu fest, daß dieses Gerücht löllig aus der Luft gegriffen ist, und tuß Dr. Stäbel nach wie vor sein Vertrauen besitzt. * Der Jugendführer des Deutschen Reiches und Führer Der Hitlerjugend, Baldur v. Schirach, lat Den Obergebietsführer Karl N a b e r s be rg, Der schon bisher sowohl Der Reichsjugendführung, wie end) Der Führung Der Hitlerjugend angehört, unD Tiit befonDeren Aufgaben betraut war, zu feinem Stellvertreter für beiDe Aemter unD zum Führer seines Stabes ernannt. Karl Nabersberg ge- loört zu Den alten Führern Der Hitlerjugend. Er ist gcraDe von einer Informationsreise nach EnglanD ^rückgekehrt. * Der Stabschef Der SA., Reichsminister Rohm, Int dem Reichsjustizkommissar und bayerischen Staatsminister Der Justiz, Dr. F rank, auf Grund Hner Verdienste um bie SA. unb SS Den ChrenDold) Der SA mit Der persönlichen Gra- üerung „In herzlicher KameraDschast Ernst Rohm" Da ist es eine befonDere FreuDe zu lesen, Daß ein neuer Naturschutzpark in einer Größe, wie ihn DeutschlanD noch nicht kennt, geschaffen roerDen soll. Das iDeale RotwilDrevier, D i e SchorfheiDe, mit feinem prächtigen BestanD kapitalen RotwilDes wirD in einem Umfange von runD 80 000 Moraen Naturschutzgebiet. Alle Die armen Kreaturen, Die kaum eine Bleibe mehr fan- ben, wie Reiher unb Kranich, Schwarzstorch, bie seltenen Arten unserer Tag- unb Nachtraubvögel, barunter Uhu unb Walbkauz, sollen hier eine Heimstatt finben in einer Lanbschaft, bie ihre ganze Ursprünglichkeit behalten ober roieber gewinnen soll. Auch W i s e n t g e h e g e soll hier entstehen, um Diesem einst über ganz DeutschlanD verbreiteten ungefügigen, zottigen JagDtier ein sicheres Asyl im Herzen Deutschlands zu geben. Bär, Wolf unD Luchs können wir missen in unseren WälDern, SteinaDler unD Lämmergeier roerDen schwerlich roieDer bei uns heimisch werben. Aber Das eine müssen wir uns vornehmen, Daß nichts mehr verloren gehen Darf in Deutschen ßanDen. Der Deutsche WalD bis zum kleinsten Pflänzlein unD all sein Getier muß erhalten bleiben für uns unD für unsere Nachkommen. Denn Der Deutsche wäre nicht so wie er ist, wenn sein LanD nicht ein ganz bestimmtes Antlitz hätte unD es bewahrte. UnD ganz besonDers aus Diesem einen GrunDe ist Der Naturschutz eine heilige Pflicht. im Dorfe behilflich zu sein. Aber auf ber Feste bleibe bie Trikolore. Er habe seinen Marschbefehl, unb anberslautenbe Weisungen nehme er nur von feiner Regierung in Paris entgegen. Um ein Haar wäre es bamals zu einem ernstlichen Konflikt, wenn nicht zu einem Krieg zwischen Englanb unb Frankreich gekommen. Kitchener sckloß bie Franzosen ein, unb ber Draht begann zu spielen. Die Regierungen verhanbelten hin unb her, bis schließlich nach langem Zögern ber französische Außenminister Delcasss nachgab unb bte bittere Pille chluckte. Die Trikolore auf ber Feste von Fa- schoba würbe roieber eingeholt. Ein Anerbieten ber Gnglänber an Marchanb, über Aegypten ben Ruck- mar ch anzutreten, lehnte biefer entschieben ab unb chlug sich in beschwerlichen Märschen mit seiner kleinen Truppe nach Französisch-Somalilanb burch. Sein späterer Einmarsch in Paris würbe zu einem Triumphzug. Marchanb würbe als ber „Helb von Sie Vorausbelastung des Reichsetats durch Arbeitsbeschaffung. Darlegungen des Rcichsfinanzministers. 11 Berlin, 18. Jan. (VDZ.) Reichsfinanzminister : raf Schwerin von Krosigk nimmt im i .Deutschen Volkswirt" Stellung zu ber finanziellen 1 orausbelastung burch bie Arbeitsbeschaffung. Er i i.eist darauf hin, Daß wir aus Öen Arbeitsbeschaf- . lungsmitteln noch eine Reserve haben, bie । fi5 roeit in d--S Jahr 1934 hinein- , ne i ch e n werbe. Vor allem konnten wir mit Den r eitreichenDen mittelbaren Auswirkungen des Ar- Isitsbeschaffungsprogramms rechnen. Die zusätzliche i rbeitsbeschaffung werde nämlich D e n Anstoß siur die notwendige ® e 1 e b u ” 9 der Wirtschaft geben. Aus diesem Gesichtspunkt Hfe sich die finanzielle Vorausbelastung künftiger fahre in jeder Hinsicht vertreten. Die Voraus- lelaftung des Reichsetats betrage rund l Milliarden Mark, Die sich auf 5 Jahre verteilen. s!azu komme Der FehlbetragDerver- (anqenen Jahre mit runD 1,9 MilliarDen, zu ji»m noch ein gewisser Fehlbetrag im IlLiusenden Etatsjahr aus Den im Laufe Des Sinters auszuzahlenden Zuschüssen für Hausrepa- jmturen und anderen bisher im Etat nicht vorge- i [jenen Ausgaben kommen werde. Ob der Gesamt- Isthlbetrag in den kommenden fünf Jahren aus len laufenden Einnahmen abgedeckt werten könne oder ob ein Teil in eine langfristige ’ nleihe umgewandelt werde, hänge von der Ent- ricklung der Wirtschaft und Pflege des Kapital- r arktes ab. Die Abdeckung der Vorausbelastung sei lirchaus möglich, wenn Die Besserung fortschreite, fm neuen Jahr werde Die zusätzliche Arbeitsbeschaf- img sich im wesentlichen auf Die Fortführung bes großen Werkes Der Reichsauto- [ahnen beschränken können. Hauptaufgabe Der Finanzpolitik sei Die weitere Losung Der Wirtschaft cis Der Krifenerstarrung. Die Frage Der Rückkehr Der Deutschen Emigranten. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Ministerpräs'iDent ( öring hat zu Der Frage Der RückwanDerung t utscher Emigranten aus Dem AuslanDe an sämt- che Staatspolizeistellen einen Erlaß gerichtet, in m u. a. gesagt wirD, Daß an Der Rückkehr krimineller Elemente, Deren Zahl Die Der lirflidjen politischen Flüchtlinge bei weitem über- ifft, keinerlei Interesse besteht. Auch Die iickkehr Der Flüchtlinge nichtDeuts ch e r Aaatsangehorigkeit — ihre Zahl beläuft ch auf 16000 von insgesamt 60000 Flüchtlingen—, c nicht erwünscht. Falls Diese meist aus Dem Osten tngcroanDertcn Personen roieDer in Deutschland cuistauchen sollten, sind sie bis zur endgültigen Ausweisung in ein Konzentrationslager zu [ringen. Die marxistischen Zersetzer und Verbrecher, die sich früher in führenden Stellungen befunden haben, müssen Res-essalien persönlicher und vermögensrechtlicher Art xwärtig sein. Dagegen soll ben grunblos merängstigten Volksgenossen, bie auf Crunb gewissenloser Propaganda ins Auslanb ge- phen sinb, bie Heimkehr nicht verwehrt E-crben, wenn sie beweisen können, baß sie schon p-r ihrer Rückkehr bemüht gewesen sinb, gegen bie ßieuel= unb Hetzpropaganba im Auslanb Front zu rachen. Wer schon jetzt burch sein Verhalten im fcuslanbe zu erkennen gibt, daß er sich als Deut= foer für Die WieDergutmachung Des seinem Vater- It-nDe zugefügten Unrechts einsetzt, kann auf vollen prsonlichen Schutz unD ungehinDerte Berufsaus- Die Welt ist vollkommen überall, wo Der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual. Wo HnDet man noch paraDiesische Natur auf ErDen? — Allein Dort, wo Kultur ein unbekannter Begriff unD Der Mensch selten ist. Im tropischen Afrika, wo in manchen GegenDen WilDherDen zu HunDerten unD Tausenden durcheinander weiden, unbekümmert um das Löwenrudel, das satt vom nächtlichen Riß zwischen ihnen hindurchwechselt, im fieberschwangeren Urwald Brasiliens mit Der unwahrscheinlichen Buntheit seiner Blüten unD Schmetterlinge, Da ist noch unverfälschte Natur. — Aber wo Der Mensch hinkommt, Da ists vorbei mit Dem ParaDies. — Wie war es Doch einst in Deutschen ßanDen, als noch Die Nibelungen im WasgenroalDe jagten, wie Die alte Sage erzählt? — Ur unD Wisent, Riesenhirsch unD Elen, Vär unD Wolf unD allerlei andreres Getier wurDe gestreckt von Den nimmermüDen HelDen. Wo sinD sie alle geblieben, diese Recken aus Deutschlands Wäldern? Ur und Riesenhirsch gehören Der Sage an. Weit zurück liegt Der Tag, an Dem Der letzte Bär, Der letzte Luchs, gestreckt wurDe. Wolf unD WilDkatze sinD ganz seltene Gäste gemorDen. Der Elch wirD nur noch in Ostpreußen gehegt, im Westen ist er seit dem 13. Jahrhundert verschwunden. Der Wisent ist nur noch in wenigen Stücken erhalten. Auch noch anderes Getier, Der Biber, unsere großen Raubvogel, Der Schwarzstorch usw. unD auch allerlei Pflanzen sinD selten gemorDen, ja fast ver- schwunDen. Hissung Der englischen unD ägyptischen Flagge unten HanD richtete. AI Nachdruck verboten! 2. Fortsetzung. seinem schlürfenden Schritt Schlitten am Walde dahin. Unterdessen fuhr der sprechen kann/ Tante Malchen nickte dem Geheimrat freundlich zu, gab ihm die Hand, die er herzlich drückte. Statt besonderer Anzeige. nach mehrmonatigem schweren Leiden, das er mit großer Geduld ertrug. Gießen, den 17. Januar 1934. 318 D 3170 Lieh. Homberg a. d. Ohm, Im Januar 1934. 324 0 Alles für die Krankenpflege 31 »D Frauen verein vom Roten Kreuz für Deutsche über See, roßen-Linden, den 18. Januar 1934. 0294 GbevaKr SÄ Werkstatt und für die Hygiene der Frau und des Kindes. Erfahrene Damenbedienung, getrennter Verkaufsraum. Alle Artikel in größter Auswahl bei 3Ma Gormann ging mit ins Schloß zurück. Drogerie Kreuiplati 10 dem Namen Härtlingen ruhte. Sie würden dann sagen können: geeignet, mnb alle Jlod Gesangverein Frohsinn- Onarlett-Verein 1884 Gießen Samstag, 20.1.34(20 Uhr) Stadt Wetzlar Jahres- BaopIversammlDng. 1. Geschäftsber. 2. Kassenbericht 3.50j.St.-Fest 4. Verschiedenes ""et. gesucht. -Vnete kann im Voraus bezahlt werd.Schr.Ang. unt. 0297 an den Sieben. Anzeig. Reisestellung bietet seit Jahren bestehendes Geschäft jung.Kaufmann, evtl. Mitbeteilignnsz.falls kl.Kapii al einlage (1 bis 2 Mille) möglich. Schriftl. Angebote unter 0296 an den Gießener Anzeiger erb. | Mietgesuche"] MeineSZimmer mit Koch- und Wascti-Gelegenh. gesucht.Schr.An- geb.u. 0292 an d. Gieß. Anzeiger. Mit verbissenem Gesicht lehnte der alte Graf Härtlingen in seiner Ecke. Der Geheimrat drehte eine Zigarre, die längst kalt geworden war, zwi- chen den Fingern. Er sah sehr nachdenklich aus. Plötzlich sagte der Graf: „Sie haben mich glänzend im Stich gelassen, lieber Doktor! Wissen Sie das?" Und der Geheimrat antwortete: „Ich kann einem völlig gesunden Menschen nicht einreden, daß er geisteskrank ist!" „Völlig gesund? Mein Lieber, Sie irren sich! Graf Härtlingen ist krank. Wie könnte er sich sonst von aller Welt zurückziehen? Er lebt nur mit diesem alten Diener und dessen Frau in dem großen, chönen Schloß. Ist das etwa keine Manie — he?" Der Geheimrat schüttelte den Kopf. „Weshalb soll er sich das Schloß voll Leute nehmen, wenn sie ihm nun mal alle zusammen zuwider sind?" Der Graf schwieg. Aber der Blick seiner Augen „\JU, Ull|CL ||t '-*' — **• -- Tat wirklich begangen haben, was wir keineswegs glauben, so wäre das Rätsel ja gelöst. Geistige Umnachtung! Nun, nun, wir haben ihn in Sicherheit gebracht. Er tut uns furchtbar leid, unser armer Neffe, so sehr leid tut er uns." So würden sie sprechen, sie alle, die den Namen Härtlingen trugen. Und dabei würden sie sein Hab und Gut einstreichen! Das würde der zweite Schlag sein, den sie gleich Dann nickte sie ihren Verwandten zu: „Ich muß mich ein bißchen legen — der Kuchen war zu frisch, ich bekomme schon wieder meine Magenbeschwerden." Dann schloß sich die Tür hinter der kleinen, bissigen, freundlichen Tante Malchen. (Fortsetzung folgt.) laut, was du zu sagen hast. Ihr seid alle beide viel zu grün, um ein tiefes Leid zu verstehen. Euch ist es immer gut gegangen, und nur eure Eltern haben sich geplagt. Redet lieber nicht in die Verhältnisse in Schloß Härtlingen hinein, es ist besser für euch." Fetzt sagte Graf Eno: „Malchen, aber Malchen, bedenke doch, daß wir nicht allein sind!" „Ach was, allein?! Du hast den Geheimrat mit- geschleppt zu deinem gründlich mißglückten Ausflug nach Härtlingen, nun kann er auch gleich das andere alles mit wissen. Es wird ihm kaum was Neues sein." So! Tante Malchen wich und wankte nicht vom Kampfplatz. Es war besser, sie nicht zu reizen. Das Thema wurde schließlich geschickt auf ein anderes Gebiet gelenkt. Zuletzt kam es so, daß man noch gemütlich um den Tisch saß und Kaffee trank. Dem Kuchen, der frisch und duftend hereinkam, wurde auch alle Ehre angetan. Tante Malchen fütterte ihre fette Katze, und der junge Graf Benno sagte leise zu seinem Bruder: „Weshalb brauchen wir die alte Jungfer so notwendig? Wie schön wäre es, wenn sie nicht immer in alles hineinzureden hätte. Zudem, sieh dir das bloß an, wie sie den Kater füttert. Einfach ekelhaft!" „Du hast ganz recht, Bennochen, es ist ekelhaft, auf die Leute schimpfen, denen man im Laufe der Jahre eine nette Summe abgepumpt hat!" meinte Tante Malchen freundlich und gab der Katze ein großes Stück von dem duftenden Kuchen. „Unglaublich! Die Male sieht durch zehn Wände und hört auch das Gras wachsen", sagte Graf Eno zu seiner Frau. Tante Malchen stand auf. „Du irrst dich, lieber Bruder, ich sehe nicht durch zehn, sondern durch zwölf Türen; denn wie wüßte ich sonst, daß du wieder so ein kleines Wechselchen unterschrieben hast. Das glaube ich, bei eurem ewigen Gelddilemma wäre euch der Fang von Schloß Härtlingen sehr willkommen. Aber beruhigt euch, der Rudolf ist geistig gesünder als wir alle zusammen. Unser guter Geheimrat scheint das ja auch auf den ersten Blick festgestellt zu haben. Von euch habe ich gar nichts anderes erwartet. Aber mir ist ein guter Gedanke gekommen. Ich werde ihn mal aufsuchen. Vielleicht kann er mich brauchen. Meine Rente braucht er ja nun nicht, die kann euch auch weiterhin zu gute kommen. Aber vielleicht braucht er doch einmal einen Menschen, mit dem er einmal Kleine, anständ. Familie(3Pers.) gut. Miet., sucht zum 1. März od. 1. April schöne 34'3iwme[- lvotzmg mit all. Zubeh. m guter Lage. Schrift!. Angeb. unter 330D an Donnerstag, den 18. Januar 1934, abends 8.30 Uhr, im »Caf€ Leib« Wir bitten unsere Mitglieder um vollzähliges Erscheinen. Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft. Praxis wieder aufgenommen Dr. Mayer Facharzt für innere Krankheiten Llebigstraße 3 Der sein € den- - deutsch den N rarisch Dus Friedr lichkci! Walds Fried' ifonnh als S ging 1 Statt Karten Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sprechen wir unseren verbindlichsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: Christina Kerber, geb. Grebel Familie Karl Kerber. Gießen, den 17. Januar 1934. SkMtlMler Gießen aaoD Freitag, den 19.1., 20-22,30 Uhr: 15. Breit.-Abon. Gewöhnt. Preise Zum ersten Mal! Alle geg. Einen -Einer für Alle. Schauspiel in 4 Akten von Forster-Burggraf. Es sä ! Berus t i drdnunc bei Sm Hw i i'S 9eihsb(ii ks „Schade ist's natürlich", lenkte auch der Geheimrat ein. „Sehen Sie das wenigstens ein? Das freut mich. Wenn er einmal wie ein Einsiedler lebt, dann ist es doch für ihn ganz gleich, wo er dieses weltabgewandte Dasein führt?" Der alte Arzt dachte ein Weilchen nach. Dann fragte er: „Hat der Graf Rudolf die Frau eigentlich geliebt?" „Rein toll! Darum eben bleibt es ein ewiges Rätsel, warum er es getan hat." „Er hat es nicht getan, und es ist sehr traurig, daß seine Familie es nicht bei dem damaligen Unrecht, ihn für einen Mörder zu halten, bewenden läßt." Graf Eno Härtlingen war starr. Welser! Sein Freund und Berater seit langen Jahren! Er hatte Rudolf jetzt das erstemal gesehen, und nun stellte er sich ohne weiteres auf seine Seite! „Er ist ein tiefunglücklicher Mensch; aber niemals hat dieser Mann sich zu irgendeiner Tat hinreißen lassen, für die ihn die Menschen verurteilen dürsten", sagte der alte Arzt noch. Es hätte dieses Zusatzes nicht bedurft, Graf Eno sprach sowieso nichts mehr. Wenigstens so lange nicht, wie sie sich im Schlitten befanden. Daheim in Hellmannshagen gab es allerdings noch eine lange Debatte, und eine kleine, alte Dame meinte: „Ich hab' es ja immer gesagt, daß ihr alle zusammen verrückt seid, weil ihr ihn dieser feigen Tat auch nur für fähig halten konntet." Es war Tante Malchen, die Schwester des Hausherrn. Benno, der jüngste Sohn Graf Enos, saß gelangweilt daneben. Aber er sagte: „Wenn man ihn entmündigt, wenn ein Familienrat über ihn beschließt, daß er einzusperren ist, wird ihm keiner groß helfen können." Tante Malchen lächelte freundlich, dann meinte sie: „Erst tritt der Familienrat deinetwegen zusammen. Du mußt auch irgendwohin, damit du arbeiten lernst. Bis jetzt kannst du nur Geld vertun!" Der junge Graf richtete den Blick, hilfesuchend, auf eine Mutter. Die winkte ihm zu. So erbittert sie mch über diese Antwort ihrer Schwägerin war, zu agen wagte sie ihr auch nichts, denn Tante Malchen lebte mit hier in Hellmannshagen, und sie gab ihre hohe Rente fast restlos her. Und das Geld konnte man so gut gebrauchen. Bodo, der älteste Sohn, sagte halblaut: „Verrückte Weiberwirtschaft!" Und wieder nickte Tante Malchen freundlich, denn sie hörte sehr gut. .Genier' dich nicht, mein Junge, und sage es Gediegenes Fräulein Alter etwa 18 Jahre, für besseres Feinkostgeschäft itt die Lehre gesucht! Schriftliche Bewerbung mit Abschrift des Schulzeugnisses unter 0298 an den Gießener Anzeiger. Das Rätsel einer Irühlingsnacht ZRoman von Gert Rothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle, Saale Für die überaus große Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Anna Nepp sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Familie Ludwig Nepp und alle Angehörigen. m.Neöenrainn sofort zu mieten gesucht. Achr.Angeb.unt. 0302 a. d. G. A. WeslBertÄÄ* höchste Provision Vertreter und Grossisten z. Verkauf von Papier- Zigarrenspitzen u. Reklameartikeln anGastw.,Hotels uLigarrenbänül. Rühm & Müller weiteste Pavier • Zigarrenspitzen- Fabrik in Königsee LLLür. mv mitführten. Gut ausgedacht! Aber — schwer ausführbar. Man konnte den Herrn Grafen doch nicht gewaltsam —! Dem alten Gormann stockte der Atem. Er erinnerte sich, daß er einmal in einem Buche gelesen habe, wie man einen Menschen, der einem unbequem geworden war, ins Irrenhaus sperrte. Ob — man das etwa hier in diesem Falle auch so hatte machen wollen? Der Herr Graf hatte die beiden schön an die Luft gesetzt. Das war ihnen sehr gesund gewesen. Gormann ging zum Tor und schloß es sorgfältig zu. Dabei schlug ihm das Gewissen. Er hatte das Tor leider offen gelassen, weil ja doch nie jemand hierher kam. Und er hatte dann ins Dorf zu seinen Einkäufen fahren wollen. Er würde es aber be° timmt nicht wieder eher öffnen, als bis er fuhr. Bestimmt nicht wieder. Der Herr Graf würde sehr ungehalten sein. Mit Recht wäre er das. Gormann rüttelte zum Ueberfluß nochmals an dem großen, chmiedeeisernen Tor, aber es war ganz, ganz fest zu. । als So im prc : verlief feit w • wen h • vielges . >inj saßt, d malig „2er Ö 5m i fünfen mich ® : {feier he i n htn, Mg des fcurggra anb. | Seit l< I jnil eine l eie diese ie;9.Nc i uni) Sin I illnd ihr I beben oi linen Hel ? Jericho flfinnen i, uunb M Morien u matüryd) SBeru| et lU'cher Äk I lung V • archeno ■ ■ wickelt i H'xkdjren beiten „ousnu ;i anhnor '' für die. ordnen „Rinber ®egfQl| 11 2ie 5 Mich | Vermietungen | MU 2.510(1 5 Zimmer, Bad, Balkon, Zubehör auf den 1. Avril anderweit zu vermieten. Anzus. zwischen 11-1 u. 3-5 Uhr. Näber. Alicenatr.43. nD Gut möbliertes Zimmer mit Zentralheiz. iu nerm. om Roonstr<26v. Vereine Volks-1 Hochschule Heute abend fallen die Kurse wegen d.Reichs- grund.-Feieraus Sonnige Hlm-Hi. m. geräum. Vorplatz, Mansard.- § immer, Bad u. alk., im 1. Stock zum 1. Avril zu verm.Zu erfrag, bei Ad. 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Grobe koloniale Kundgebung der fereinW für koloniale VieäeiMnmg ,Ia, unser Neffe ist wahnsinnig. Sollte er die ] „Ich denke, er hat alles verpachtet?" i txnnr,v.nöY. hnhovt mos mir „Diese Wälder hier nicht. Die drüben lmks liegen, die hat der Gutspächter von Härtlingen mit." Ml. 4-500(1.- erbteilungshalb, als 1. Hypothek auf unbelastetes Geschäftsgrund- stückgesucht.Näh. durch O.Pfeiffer Glesien,Walltor- ftr.21, Tel.3342. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Geschänsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.7 WiifotirfrAhn « on ^schein. Mlicht. ÜilXHlflraßeiSp „,l)Der Führer. ,Hi 13m! nete sic fiinme: I setzung 1 eigene große • engi i Zuletzt ’ reichend ' verfiele, l möqljch ' E.ibstb'e : Zeugen, 1 Ipiel jw ■ffi" Streit i |! ständige Astinrn behalt, t j Wenigen --Wie Prof. Th. Schaumann Luise Schaumann Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Ibring und Familie Paula Luft, geb Ihring, und Familie. Die Beerdigung findet in der Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ernst Karl Gießen (Mittelweg 9), den 17. Januar 1934. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 19. Januar, um 14.00 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. '3lT Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgange unserer lieben Mutter Frau Marie Ihring, geb. Rehe sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Gestern morgen 4y2 Uhr verschied nach langem, schwerem. mit großer Geduld ertragenem Leiden mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Schwarz im Alter von 51 ahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Elise Schwarz, geb Wahl. Gießen (Steinstraße 23), den 18. Januar 1934. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 19 Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 3398 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst- geliebte unvergeßliche Tochter und Schwester Hilde im blühenden Alter von 19 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In der Nacht vom 16. auf den 17. d. M. verschied unser treuer, guter Sohn und Bruder Ernst Schaumann, Kunstmaler 393 r| h. N b' Hy, J«6 m«h *>n ’e«mtQWi &'> und btt ?m Bruder' L'° not. N'uunret ?lr b« <*) etelbaft!' ’fj eteltjoft, lm Lause UM hat" 'b der Katze luchen. >ehn Wände e Traf En° ! nicht durch wie wüßte Wechselchen eurem emi. non Schloß ruhigt euch, ^e zusam. ws ja auch n. Don euch llber mir ist rt>e ihn mal chen. Meine >n euch auch eicht braucht n er einmal rt freundlich drückte. u: der Kuchen meine Ma« der kleinen, mbienft in tatkräftige ch erfolg- feste An- Angebote ^räuto !, für befiete haft WfttÄ ung mit klt' gnisses uni« rter Anzeige fgenommen iyer Krankhert« iße 3 Si-o-ö-rk'" !,s. . zetreno'^ >bel ' ,^reü' ar^jfe «Äg ll —i.U W r. 15 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Donnerstag, 18. Zanuar 1954 Aus der Provinzialhauptsiadt hielt den ersten grundlegenden Vortrag für die Beschluhfassuna der Versammlung. Er erinnerte zu- Oberregierungsrat Dr. Schönhals, ein geborener Gießener, der zum Oberregierungsrat bei der Provinzialdirektion Oberhessen in Gießen ernannt wurde ♦ * Die Volkshochschule weist im heutigen Anzeigenteil darauf hin, daß die Kurse wegen der Reichsgründungsfeier heute a u s f a l l e n. Siehe die heutige Anzeige. * * Die Al i c e f ch u l e kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil den Beginn eines neuen Kochkursus am 22. Januar an. Näheres in der Anzeige. * * Zur Richtigstellung. Wie uns aus unserem Leserkreis mitgeteilt wird, zeigt das Bild, das wir am Dienstag über den Besuch des Führers in Lippe veröffentlichten, den Empfang in Detmold, nicht in Lemgo. Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34. Kreisführung Gietzen. Bett.: Einlösung der Lebensmittelgutfchelne über Grieß und Bohnen. Äeklro-Gas-Iront-Elektro-Gas-Gememschasten Zur Arbeitsbeschaffung in Gießen. 21. Januar eine S tr aß e ns a m m l u ng durchführen wird. Das Abzeichen des Monats Januar, ein dreiblättriges Eichenblatt mit Eicheln, wird an die Spender verteilt werden. Bericht der Staatspolizeistelle Gießen Am 12. Januar wurden fünf ehemalige Funktionäre der Kommunistischen Partei in das Konzentrationslager Osthofen eingeliefert, weil in Gießen kommunistische Flugblätter in Erscheinung getreten waren. Ein jüdischer Kaufmann aus Gießen wurde gleichfalls in das Konzentrationslager eingewiesen, weil er Frauenspersonen unsittliche Anträge gestellt und Geschenke in Aussicht gestellt hatte. Ein Mann aus Altenstadt Kreis Büdingen wurde in Schutzhaft genommen, weil er die Fahne der aufgelösten Ortsgruppe der kommunistischen Partei in seiner Wohnung aufbewahrte und trotz öffentlicher Aufforderung nicht ablieferte. Weiter wurde ein Mann aus Altenstadt in Schutzhaft genommen, der den deutschen Gruß verächtlich machte. Wegen sonstiger politischer Vergehen wurden noch Personen im Kreise Alsfeld und Lauterbach, sowie in der Stadt Gießen in polizeiliche -ast genommen. Bornotrzen. — Tageskalender für Donnerstag: Oberhessismer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarzwaldmädel". — Astoria-Licht- spiele, Seltersweg: „Der König der Steppe" und „Das flammende Schwert". — Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung, 20.30 Uhr, Cafö Leib, große koloniale Kundgebung. — Hausfrauen-Bera- tuna, Kirchenplatz 2, 20 Uhr, Vortrag über „Die vielseitige Gestaltung des Eintopf-Gerichtes". — RS.-Frauenscyaft Gießen-Nord, 20.30 Uhr, Turnstunde. — Die heutige K o l o n i a l - K u n d g e - b u n g im Caf6 Leib wird durch eine Anzeige des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft und des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See noch einmal in Erinnerung gebracht. (Siehe Anzeige.) — Die Hausfrauenberatung lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem Vortrag am heutigen Abend über „Die vielseitige Gestaltung des Eintopfgerichtes" ein. (Siehe Anzeige.) Gießener Stadttheater. Opern-Gastspiel des Hessischen Landestheaters: „Mona Lisa" von Max von Schillings. Im Kreise der bewußten Wagner-Nachfolger zeich- nc:e sich schon Max von Schilling s' erstes Büh- il.mwerk „Jngwelde" trotz der beabsichtigten Fortes ung des von Wagner begründeten Stiles durch ii.ene persönliche Züge aus. Während eine große Zahl der sogenannten Wagnerianer infolge enger Anklammerung an ihr Vorbild und nicht zrletzt durch die zu eignen Vorstößen nicht aus= :e chende schöpferische Potenz dem Eklektizismus verfielen oder verfallen mußten, war es Schillings m. glich, mit jedem weiteren Bühnenwerk von der 3 lbstbehauptung des Persönlichen im Werk zu zeugen. Wenn auch der „Pfeifertag", dessen Vor- p>e'l zum dritten Akt des öfteren im Konzertsaal -scheint, und das Musikdrama „Moloch" (im An- iälluß an Hebbel) auf der Bühne nuty dauernd Safe zu fassen vermochten, so entfachte seine Oper o n a Lisa" zwar anfänglich den heftigsten Streit der Meinungen, um dann aber als bodenständiges Werk in den Opernspielplan überzugehen. Zustimmung fand, wenn auch teilweise unter Vor- brjalt, der Musiker Schillings, abgelehnt wurde mit v niqen Ausnahmen das Textbuch. Wie konnte ein Max von Schillings dazu kom- in n einen solchen abstoßenden, innerlich unwahr- hcstiqen Stoff in einer so rohen, auf die gröbsten V eaterinstinkte eingestellten Formung zu vertonen? Me konnte ein so feinsinniger, so durch und durch „csbildeter" Künstler, wenn er schon im ersten il'i qenblick vielleicht auch etwa durch das Theatralische geblendet war, die Arbeit von Jahren auf die in jedem Betracht unvornehme Dichtung ver- ö nben?" So läßt sich eine Stimme über die Ur- lnffführunq des Werkes vernehmen. Gewiß muß inin bei dieser Aeußerung berücksichtigen, daß die Uraufführung dieser Oper in die schwerste Zeit un- Iei.es Vaterlandes fällt (26. September 1915); tue für den Winter 1914 schon angekundig e Urauffuh- tung für Berlin hatte sich nicht ermöglichen lassen. Derjenige, der sich an dem Stofflichen der Oper flöht, sollte doch dabei in Betracht ziehen, daß jenes jätalter der Hochrenaissance in seiner unbedingten Libensbejahung und seinem Verlangen nach vollem Sich-Ausleben einen wesentlich anderen Menschen- npus in den Vordergrund gestellt hat als ihn die mrangegangenen Jahrzehnte begreifen konnten, fluch wir sollten das Textliche als Ze.terfchelnung srßehen und über dem zeitlichen Rahmen des Wer- der Reichszuschüsse für Jnstandsetzungs- und Erneuerungsarbeiten am Hausbesitz hin und hob die großen Vorteile hervor, die dem Hausbesitz einerseits, dem Handwerk und der gesamten Wirtschaft anderseits aus der möglichst umfangreichen Inanspruchnahme dieser Reichszuschüsse entstehen. Dabei betonte er, daß die Zuschüsse auch für die Schaffung von Anlagen zur Versorgung mit Gas und Elektrizität dienen und daß sie nicht allein den Hausbesitzern, sondern auch den Mietern bei entsprechenden Aufträgen gewährt werden. Den Hausbesitzern sei mit diesem Gesetz eine nie wiederkehrende Gelegenheit geboten, ihre Häuser mit Hilfe von Reichsmitteln instandzusehen und damit den Wert der Häuser, aber auch den Lrtragswert zu erhöhen. Weiter wies der Redner auf die Finanzierung der Eigenleistung des Hausbesitzers bei der Jnanspruch-^ nähme der Reichshilfe mittels des Rhein-Mainischen Garantieverbandes in Frankfurt hin. Der Kredit durch diese Institution sei aber nur für solche Hausbesitzer offen, die Mitglied einer Hausbesitzerorganisation seien. Die ganze Vergünstigung, also auch der Reichs- zuschuß, werde nur den Hausbesitzern zugute kommen, die die Arbeiten innerhalb der Frist bis zum 31. März 1934 ausführen lassen. Wit Alle gegen Einen, Einer für Alle, j Zur Aufführung des gleichnamigen Schau- j spiels von Fr. Forster-Burggraf im Stadt- , theater Gießen. < Der Dichter Friedrich Forster ist in Gießen durch I fr in Schülerdrama „Der Graue" bekannt gewor- dm. Das Werk ist in den Spielplan zahlreicher f dmtscher Bühnen ausgenommen worden und hat , dm Namen Friedrich Forster zu einem festen lite- ririschen Begriff werden lassen. Das Rätselraten nach der hinter dem Pseudonym < .Z-iedrich Forster verborgenen starken Dichterperson- I lchkeit ist inzwischen dadurch beendet worden, daß Waldfried Burggraf sich zur Verfasserschaft der von Diedrich Forster gezeichneten Buhnenwerke be- kilnnte. Waldfried Burggraf ist 1895 in Bremen 05 Sohn eines evangelischen Geistlichen geboren, jpg 1913 als Schauspieler zum Theater, stand im Sfl-ieg an der Ostfront, war nach dem Krieg wieder <15 Schauspieler, dann als Dramaturg und Regisseur ii praktischen Theaterbetrieb tätig, den er schließlich vrließ, um sich ganz seiner schriftstellerischen Tätig- ki t widmen zu können. Unter seinem eigenen Na- jT’n hat Waldfried Burggraf vornehmlich eine Reihe v-lgespielter Märchenstücke wie „Der kleine Muck", „Prinzessin Allerliebst und „Der Froschkönig" verfaßt, während der Deckname Friedrich Forster erst- iinlig für das von 61 Bühnen gespielte Schauspiel „>er Graue" Anwendung fand. Im Oktober v. I. wurde Waldfried Burggraf als kinstlerischer Leiter des bayrischen Staatsschauspiels nrf) München berufen, wo am 9. November als F ier der bayrischen Staatsregierung zum Gedenken oi den Zug zur Feldherrnhalle 1923 die Urauffüh- Ting des neuen Bühnenwerkes von Friedr. Forster- $irggraf „Alle gegen Einen, Einer für Alle" statt- fcild. seit langem ist in München keine Uraufführung mit einer derartigen Spannung erwartet worden w diese. Wie wird des Dichters Werk am Abend Ls 9. November bestehen können, der unsere Herzen m3) Sinne in einer Stimmung antraf, die das nd ihr habt doch gesiegt" an der Feldherrnhalle frcben aus der erschütternden Klage um die gefal- L en Helden zu neuer Tatbereitschaft erhoben hatte? ’Das historische und aus heroischem Geiste geborene Gustav-Wasa - Schauspiel war wie kaum ein anderes gc ignet, einen solchen Tag würdig zu beschließen uiti alle Herzen höher schlagen zu lassen. Noch ein Weg hauswirtschastlicher Ausbildung. Ts scheint noch wenig bekannt zu sein, daß der &Tuf der Kinderpflegerin durch eine Neu- jiunung in Preußen aus dem Jahre 1931, der sich oich das Gießener Seminar angepaßt hat, jetzt esn- Lcotig mit eingerückt ist in die hauswirtschaftlichen Brrufe. Die nach den neuen Bestimmungen ausgebildete Kinderpflegerin heißt jetzt „Kind erliege- und Haushaltgehilfi n", und der Binufsverband der Kinderpflege- und Haushaltgehil- jinnen ist dem Verband der weiblichen Angestellten urb zwar der Fachschaft der Angestellten in Haus, (5: rten und Landwirtschaft eingegliedert. Das heißt Tctürüd) nicht, daß aus dem bisherigen erzieherischen $iiuf etwas ganz Neues, ein rein hauswirtschaft- 4i6«er Beruf geworden wäre. Sondern die Neuregelung hat hier, wie bei Neuregelungen zumeist, nur angenommen, was von der Lebenspraxis schon ent- idzielt war. Die Kinderpflegerin mußte in den letzten Hhren immer mehr auch hauswirtschaftliche Ar- bi ten mit übernehmen, nicht weil die Familien sie ,psnutzen" wollten, sondern weil gerade die ver- Mwortlich denkende Hausfrau eine Hilfe, die nur sir die Kinder da fein will, ihrem Haushalt nicht ein- oiDnen kann und die Kreise, die sich eine bloße „l inderpflegerin" leisten können, immer mehr in Äzgfall kommen. Die Wirkung der Familienerziehung beruht ja we- jeztlid) aus der totalen Verflochtenheit der verschiede- kes nicht vergessen, daß ein deutscher Musiker mit deutschem Ernst und deutscher ethischer Einstellung hier fein Bestes geben wollte und gab. Man wird dabei berücksichtigen müssen, daß die Entwicklung der Oper bis zum Ausbruch des Weltkrieges stark von dem aus Italien zu uns gekommenen Verismus beeinflußt wurde. Weniger ethische Erwägungen, wie sie Wagners Schaffen beherrschen, sondern die Darstellung der im Verlauf der Handlung erwachenden menschlichen Leidenschaften waren das Ziel bühnenmusikalischer Darstellung geworden. In einem ähnlichen Sinne wird man z. B. auch Richard Straußens „Salome" und „Elektra" zu würdigen haben. Das von der Wienerin Beatrice D o v s k y verfaßte Textbuch stellt zweifellos das dekorative Mo- ment stark in den Vordergrund, die Karnevalsszenen sprechen ebenso eindringlich mit ihrer Entfesselung menschlicher Triebhaftigkeit zu uns, wie sie deren ethische Schrankenlosigkeit durch die Erscheinung der Vertreter der Kirche, in ihrer Mitte der Bußprediger Savonarola, in stärksten Kontrast stellt, der in den „Misericordia^fRufen des Volkes seinen Höhepunkt findet. Das Rätsel des Lächelns der Mona Lisa auf Lionardos unvergleichlichem Bilde mit feinem un= erforfchlichen, undeutbaren Ausdruck wird zum Angelpunkt des Bühnengeschehens: „Ein uner« gründlich Rätsel ist das Weib. In semer Seele schlummern unbewußt an tausend Möglichkeiten ... Weich wie Wachs ist sie ... Je nachdem des Lebens Würfel rollen, verwandelt sich das rätselvolle Wesen Meid'". So künden die Worte des Laienbruders in der Einleitungsszene. . Der Gestalt der Mona Lisa sind zwei Frauentypen gegenüber gestellt, Dianora, das Töchterchen von Francesco aus erster Ehe, noch ein Kind, das die große Welt bisher nur aus weder Distanz gesehen hat, noch völlig unschuldig und unerschlossen. Ihr gegenüber Ginevra, die Venus der Florentiner Karnevals; das Weib in vollster Sinnenlust, das wenige Augenblicke nach ihrem Misencordia rote« der „in der Sünde weichen Arm" eilt. Im Reflex beider erscheint Mona Lisa. Kurz nach dem tzrroch chen ihrer ersten Liebe zu Giovanni ist sie durch den Willen des Vaters gezwungen, die Frau des bejahrten aber sehr reichen P-rlenhandlers Fran- cesco geworden, eines Mannes, dessen Brutalität sie nur mit Kälte erwidern kann. Als Giovanni als Abgesandter des Papstes ihr Haus betritt, um für diesen eine köstliche Berle au erwerben, da erglüht zwischen beiden die Leidenschaft. Giovanm will sie zur Flucht bewegen, noch kann sich Lisa nicht entschließen, da überrascht Francesco die beiden; Gio- Lisa" eine entscheidende Rolle dem Orchester zu; denn die stellenweise sehr starke Instrumentierung gerät leicht in Gefahr, die Gesangsstimmen zuzudecken. Es muß ganz vornehmlich anerkannt werden, daß Karl Fr id er ich (musikalische Leitung) sehr schmiegsam abzudämpfen verstand. Er erfaßte Schillings Melos mit Wärme und mannigfacher dynamischer Ausprägung, dabei in den Bläsern und in den Streichern die Farbigkeit und auch die Feinheit des symphonischen Klanggewebes mit Hingabe ausdeutend. Die Chöre waren klangschön abgestimmt und vertieften die Kraft der Szene; die Bühnenbilder von Werner Sergen gaben dem Geschehen wirksamen Hintergrund. In dieser unter der Spielleitung von Hans S t r o- b a ch überaus nach jeder Richtung hin ausgeglichenen Aufführung trat das Drama Francesco-Mona Lisa mit erschütternder Kraft an den Hörer heran; das Spiel beider war von überzeugendster Lebensnähe gebunden; jede Bewegung, jedes Mienenspiel war ganz in den Dienst des Dramas gestellt. Das Problematische des Textbuches nahm hier greifbare Gestalt an. Bertha Obholzer, eine Sängerin von äußerst gediegenen stimmlichen Mitteln, die sie einem starken Willen dienstbar zu machen weiß, durchleuchtete alle Züge ihrer Rolle. Sie war ebenso bedeutungsvoll in der Verschlossenheit der Resignation wie in der Ekstase höchsten Affektes. In zarten weichen Tönen von besonderem Schmelz kündete sie eine andere Welt der Entrückung. Heinrich Blase! (Francesco) erfaßte seine Rolle in ihren dramatischen Wurzeln; alle Stadien des Affektes zeichnete er plastisch scharf, sich dabei auf sein immer bereites glanzvolles Organ stützend. Heinrich A 11 m e r o t h war als Messer Giovanni de Salviati auf der Höhe der Situation mit der Entfaltung seines stimmlichen Materials; als Laienbruder zeigte er sich in jener Distanz vom Leben; in der Schlußszene mit der Wärme des Ausbruchs längst entschlummerter Leidenschaft. Erna von Georgi als Mona Ginevra ad Alta Rocca war eine Venus, die die Mitte zu halten wußte zwischen Büßerin und Verführerin, stimmlich und darstellerisch paßte sie sich dem Kreis ihrer Verehrer ein, unter denen besonders Peter Anders als Messer Arrigo Oldofredi hervortrat. Voll Innigkeit und Schlichtheit sang Susi ©meiner als Dianora das Rosmarin-Lied. Alle Besucher werden der Intendanz für diese Ehrung Max von Schillings' besonders verbunden sein; leider hat ein grimmiges Schicksal diesen Hüter deutscher Musik, dessen Zeit jetzt gekommen schien, mitten aus neuen Ansätzen zum Schaffen hinweg- gerafft. Dr. H. nen Lebensgebiete, und so wird eine pädagogisch denkende Mutter nicht ein Gebiet ihrer Tätigkeit aus der Hand geben wollen, um selbst für ein anderes ganz frei zu sein, sondern was sie braucht, ist eine Gehilfin, die ihr in allem zur Hand geht und sie so wirklich entlasten kann, weil sie in derselben Totalität der Verantwortuna sich fühlt. Die arbeitsüberlastete Mutter kleinerer Kinder aber wird froh fein, wenn sie sich diese Gehilfin nicht erst selbst heranzie- hen muß, sondern wenn Mädchen bereit stehen, die in hauswirtschaftlichen Arbeiten erfahren und gleichzeitig in der Sage sind, die Aufgaben der Kinderpflege und -erziehung so zu erfüllen, daß die Mißgriffe, denen Kinder unter der Obhut von nicht so ausgebildeten Hausangestellten doch oft ausgesetzt sind, nicht Vorkommen. Diesen Bedürfnissen trägt der genannte neue Erlaß Rechnung. Der Beruf der Kinderpflege- und Haushaltgebilftn ist also ein häuslicher Beruf in totalerem Sinne als die übrigen neben ihm stehenden häuslichen Berufe. In der Ausbildung steht das Hauswirtschaftliche gleichwertig neben dem Pflegerischen und Erzieherischen. Es wird damit in den jungen Mädchen alles das entwickelt, was sie auch später als Hausfrau und Mutter in der eigenen Familie brauchen. Zu begrüßen ist auch, daß die häufige Verwechslung mit dem auch in diesen Jahren neugeregelten Beruf der Kindergärtnerin-Hortnerin nun nicht mehr so leicht möglich und die bisherige unglückliche Zwitterstellung der Kinderpflegerin als „Kindergärtnerin zweiter Klasse" aufgehoben ist. Der Beruf hat nunmehr seinen eigenen Sinn und seine feste Abgrenzung, und es ist ihm zu wünschen, daß er nun auch die Verbreitung erfährt, die seiner inneren Ausrichtung und feiner Bedeutung für das Volksleben zukommt. Anordnung des hessischen Staatsministers zum 18. Januar. Der hessische Staatsminister Jung hat an alle unterstellten Behörden folgenden Erlaß herausgegeben: Am 18. Januar jährt sich zum 63. Mal die Wiederkehr des Tages der Reichsgründung. Das durch den Sieg der nationalsozialistischen Revolution geeinte deutsche Volk gedenkt an diesem Tage mit Bewunderung und mit unerschütterlichem Vertrauen auf Deutschlands glückliche Zukunft des Meisterwerkes Bismarcks. Von der Veranstaltung amtlicher Feiern wird abgesehen. Soweit örtliche öffentliche Feiern stattfinden, ist den Beamten, Angestellten und Arbeitern Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Zur Feier des Reichsgründungstages flaggen alle staatlichen und kommunalen Dienstgebäude, die Gebäude der Schulen und der Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Kreisämter werden beauftragt, entsprechende Anordnungen an die Gemeindebehörden ergehen zu lassen. vanni findet seine letzte Zuflucht im Perlenfchrein; Francesco schließt ihn dort ein und überliefert ihn o dem sicheren Tode. Um Giovanni zu befreien, ichert Lisa dem Francesco willige Ergebenheit zu, um von ihm den Schrankschlüssel zu erhalten. Der aber schleudert ihn voll Hohn durch das Fenster in die Flut des Arno. Durch einen Zufall wird der Schlüssel am andern Morgen gefunden. Francesco (bäumt vor Wut angesichts des Gedankens, daß Lisa Giovanni gerettet haben könnte. Er öffnet den Schrank, steigt hinein, um nachzusehen; da schlägt Lisa die Türen zu und überliefert ihren Mann dem gleichen Schicksal, das er dem Giovanni bereitet hatte. Jetzt ist der Teufel in ihr wach geworden; „den Dämon hast du beschworen, der in jedem Weide steckt". Zwei Rahmenszenen, zu Anfang und zu Schluß, lassen, in der Gegenwart spielend, ein gleiches Schicksal der drei symbolischen Personen erahnen. Die Musik läßt vieles, was im Text nur äußerlich angebeutet wurde, innerlich greifbar werden und das Geschehen in seinen Zusammenhängen verstehen. Was mit Wort und Szene uns grell entgegentritt, mildert sich im Lichte der Musik, die stellenweise das Geschehen verklärend überflutet. So findet manches, was dem Verstand unbegreifbar und unerklärlich erscheint, seine Losung durch die Hintergründigkeit des Musikalischen. Die Fähigkeit, Aeußerliches zu beschreiben, zu schildern, zu zeichnen, die wir z. B. bei Richard Strauß bis an die Grenze des Möglichen gesteigert finden, tritt bei Schillings weniger stark hervor; alles aber, was dem Gefühl verbunden erscheint, findet bei Schillings seinen Niederschlag in den Tönen. Er folgt der Handlung mit nie versagender Schlagfertigkeit, jedoch weniger in elementaren naturalistischen Ausbrüchen, sondern in einer wohlbeherrschten veredelnden Tonsprache. Höchste Momente gibt er in der Szene zwischen Mona Lisa und Francesco und in dem Dämonischen der Verzweiflung Mona Lisas. Für das Düstere, Lastende hat er einen Ausdruck, der oft an fein „Hexenlied" gemahnt. Einzelstimmungen fängt er getreu ein, so in der Musik am Aschermittwochmorgen. Ergreifende Töne der Schlichtheit zeigt Dianoras Rosmarin- Lied. Teilweise durch den Text veranlaßt, strebt er kleineren, geschlossenen, musikalischen Formen zu, wie in dem ersten Lied Arriaos und in dessen späterem Madrigal, als Serenade gedacht. Da, wo die Musik die vielfältigsten Stimmungen zu einer Gesamtsituation zusammensaht: Haß, Todesangst, Verzweiflung, Lebensfreude, wie am Schluß des ersten Aktes, da erreichte Schillings wirkliche Größe. Wie selten bei einer Oper, so fällt bei „Mona Die von der Kreisführung Gießen ausgegebenen hielt den ersten grundlegenden Vortrag für die Lebensmittelgutscheine sind, wenn der betreffende Beschlußfassung der Versammlung. Er erinnerte zu- Kolonialwarenhändler nicht dem Einzelhandelsver- nächst an die überwundene Zeit des Kampfes aller band angehört, an den Landesverband des gegen alle, in der auch keinerlei Volksgemeinschaft Hessischen Einzelhandels, Darmstadt, zu finden war, und betonte, daß diese zerstörende Ludwigsplatz 8, direkt einzusenden, durch den Zeit ein für allemal vorbei sei. Sodann wies er auch die Ueberroeifung erfolgt. Ist der Händler orga- auf den außerordentlich erfolgreichen bisherigen nifiert, so hat er seine Scheine durch die Ortsgruppe Kampf der Regierung gegen die Arbeitslosigkeit der betreffenden Organisation an den vorerwähnten, hin, durch den Die Arbeitslosenzahl von 6 Millio- Verband einzureichen nen auf 3V2 Millionen zurückgedrückt und auch da- Heil Hitler! 'mit die Richtigkeit der nationalsozialistischen Wirt- Gez.: Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer des WHW. schaftspolitik bewiesen wurde. Er erläuterte hierauf jdie wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes Aur Be- Otn *1. ^5OUUOr. | tämpfung der Arbeitslosigkeit, soweit sie für den Es wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß das ‘ Zweck der Versammlung in Betracht kamen, lenkte W i n t e r h i l s s w e r k des deutschen Volkes am die Aufmerksamkeit besonders auf die Gewährung Im vollbesetzten Saale der Gastwirtschaft Faulstich, Bahnhofstraße, sand gestern nachmittag eine I Versammlung statt, die der Gründung der E! e k t r o - G a s - F r o n t und der Elektro- bzw. Gas-Genossenschaften diente. Handeisiammerprasident Dr. Pauly eröffnete die Versammlung mit besonderen Be- grühungsworten an die Vertreter der Behörden und der wirtschaftlichen Organisationen, ferner betonte er die Dringlichkeit dieses Zusammenschlusses. Handelskammersyndikus Dr. Keim IM Oberbeff en. Gemeinderat in Nidda. CD Nidda, 15. Jan. Dieser Tage fand die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahre statt Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Bürgermeister R u l l m a n n einen Rückblick auf das verflossene ereignisreiche Jahr 1933. Weiter teilte er mit daß Ministerialrat Ringshausen der Stadt sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift geschenkt hat. Das Bild wird im Rathaussaal aufaehänat Sodann wurden folgende Beschlüsse gefaßt- Die Pacht der städtischen Grund st ücke wird, wie im Vorjahr, um 10 Prozent des ursprünglichen Betrages gesenkt, mit Ausnahme der übermäßig teuren Grundstücke auf dem Eisenried und Durch, deren Pacht um 20 Prozent ermäßigt roirb Die Pacht der auf 12 Jahre verpachteten Wiesen wird wie seither um 20 Prozent gesenkt Das Schafweidegeld wird für das Ri. 1933 auf 2 Mk. pro Schaf festgesetzt, es soll nicht erhöht werden, obgleich die Gemeinde zu den Kosten der Schäferei über 1000 Mk. jährlich zuschieben muß. Die Jagd pacht für 1934 wird auf 941,25 Mk festgesetzt. Der Gemeinderat beharrt auf seinem f 'R gefaßten Beschluß, nach dem die B i e r n i e d e r- l a g en von der F i l i a l st e u e r befreit sein sollen, obgleich das Kreisamt den Be chluß nickt aenehmlgen will. Es soll eine Entscheidung d?s Ministeriums herbeigeführt werden. Wegen Erlaß Das gute Ltntevhattungsblatt ist die Montags und Freitags erscheinende Beilage „Gießener Familienblätter" Der sachverständige Ratgedev für Landwirtschaft, Gartenbau und Dieh. zücht ist die Dienstagsbeilage „Die Scholle" Die älteste Seimaizeiiung Oberhessens und des Lahngebietes ist der Gießener Anzeiger in seinem 1S4.Zahrgang Die wahlfreie Wochenschrift ist„OieZllustrierte des GießenerAnzeigers" als billigste Bilderbeilage zum Wochenende Die wertvolle Vildveilage ist die eigens für das Heimatgebiet bearbei» tete Oonnerstagsgabe „Heimat im Bild" bad)" in den Gemarkungen Flensungen, Ilsdorf, Kirschgarten und Merlau gelegen, insgesamt IVA Kilometer, erbrachte trotz mehrmaligem Aus- bieten nur ein Gebot von 20 Mark, das ein Herr von Gießen abgab, während der seitherige Pachtpreis 115 Mark betrug. Der Mindererlös dürfte wohl darauf zurückzuführen fein, daß nach Aussagen von Kennern des Bezirks der frühere starke Forellenbestand sehr zurückgegangen ist. Der andere Pacht- bezirk, die „Aeschersbach" nebst ihren Nebenbächen in den Gemarkungen Grünberg, Oueckborn und Harbach, sowie die „Joßholler" in den Gemarkungen Ettingshausen und Hattenrod in einer Gesamtlänge von etwa 12 Kilometer erbrachte einen Pachtpreis von 255 Mark. Pächter war Fabrikant Allmendinger (Grünberg). Die Pachtzeit für beide Fischereien läuft zehn Jahre. ch L i ch, 17. Jan. Am Samstagabend hielt der Männer-Gesangverein „C ä c i l i a" bei Gastwirt Jakob Eise seine diesjährige Generalversammlung ab. Der erste Führer Karl Lotz gedachte zunächst der verstorbenen Sangesbrüder des verflossenen Jahres, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers war zu entnehmen, daß sich die Sängerzahl auf der bisherigen Höhe gehalten hat. Die Singstunden hatten einen durchschnittlichen Besuch von 72 v. H. aufzuweisen. Der Bericht des Vereinschronisten Sangesbruder Ludwig Wacker wurde gutgeheißen und ihm für seine Arbeit Dank ausgesprochen. Die Rechnung, von den Sanges- brüdern Fritz Sonntag und Wilhelm Veite geprüft und für richtig befunden, wurde genehmigt und dem Kassenwart Otto Wahl Dank für seine gewissenhafte Arbeit erstattet. Die Rechnung zeigte einen günstigen Stand. Wie in den verflossenen Fahren, so konnte auch diesmal wieder der Der- einsführer einigen Sängern für regelmäßigen Beuch der Singstunden Ehrennadeln Überreichen. Es erhielten die Nadel für 1933 die Sangesbrüder Karl T h a l a ck e r und Ludwig Dörmer , zum zweitenmal wurden ausgezeichnet die Sänger Karl Will, Karl A l b a ch und Fritz Häuser. Eine besondere Ehrung erfuhr der Sangesbruder Heinrich Pies, der drei Jahre hintereinander nicht eine einzige Singstunde versäumt hatte. Anschließend teilte der Vereinsführer die Aenderungen mit, die sich im Anschluß an die Auflösung des ehemaligen Lahn- tal-Sängerbundes als nötig erwiesen hatten; der Verein gehört jetzt zu dem Chattia-Sängerbund. Es wurde noch beschlossen, das diesjährige Konzert im Verein mit der Gießener Reichswehrkapelle am 15. April abzuhalten. Eine zum Besten des Winter- hilfswerks des Hessischen Sängerbundes vorgenommene Geldsammlung ergab den Betrag von 7 Mk. Mit einem Sieg-Heil auf unfern Volkskanzler und Führer Adolf Hitler und die Führer des Deut- chen Sängerbundes schloß der Vereinsführer die Generalversammlung. Werke und dem Jnnungsführer der Gas- bzw. der Elektrobranche bestehe. Die Jnnungsführer R ö d i g e r für die Gas- und Wasserbranche und Schmitz für Ne Elektrobranche betonten anschließend, daß in ihren Innungen bisher keinerlei Preiserhöh u n - gen vorgenommen worden feien, die Preise vielmehr noch auf dem Stand von vorigem Frühjahr stünden. Eine Preiserhöhung werde auch nicht kommen, solange sich die Verhältnisse nicht ganz erheblich ändern würden, da man immer auf vertretbare Preise Gewicht lege. Beide Jnnungsführer verlasen dann die ausgearbeiteten Satzungen ihrer Gemeinschaften, die von der Versammlung e i n st i m - mig gutgeheißen wurden. Mit der gleichen Einstimmigkeit wurde die Gründung der Gas-Gemeinschaft und der E l e k t r o - Gemeinschaft beschlossen. Zr Geschäftsführern wurden bestimmt- für die Elektro-Gemeinschaft Ingenieur M a x e i n für die Gas-Gemeinschaft Dr. G ö r r e s. Die Kas- senführer werden von dem Vorstand noch bestimmt Nachdem Stadtbaudirektor Braubach für seine bisherigen Bemühungen herzlich gedankt worden war, schloß dieser die Versammlung mit dreimaligen begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Führer und großen Dolkskanzler Adolf Hitler pg Kaufmann Heyi> begrüßte namens der NS.-Hago die Gründung der Elektro-Gas-Gemeinschaften in der Hoffnung, daß dadurch die restlose Beseitigung der Regiebetriebe komme und das Handwerk dann das leisten könne, was es leisten müsse. Die NS.-Hago werde ihr möglichstes tun, damit die jetzt zu gründende Organisation den ihr gebührenden Platz erhalte. Alle hätten die Verpflichtung, das Wort des Führers zu verwirklichen: „Gemeinnutz vor Eigennutz." Die NS.-Hago werde dazu ihr bestes beitragen. Komm. Beigeordn. pg. Bartholomäus begrüßte als Vertreter der Stadtverwaltung und Dezernent der städtischen Betriebe die Schaffung der Elettro-Gas-Front. Es dürfe aber nicht vergessen werden, daß zu allem, was von den Menschen vorgenommen werde, in erster Linie das Vertrauen gehöre. Auch von der Elektro-Gas-Front müsse das Vertrauen derer wiedergewonnen werden, für die gearbeitet werden solle. In den letzten 14 Jahren seien auch im Handwerk Sünden begangen worden, die Mißtrauen hervorgerufen hätten. Wenn früher fubmittiert wurde, habe man vielfach die Preise gedrückt, zum Teil auf Kosten der Arbeiter und Angestellten. Es seien schwere Verstöße gegen die Handwerksehre vorgekommen. Für die Zukunft müsse wieder das Leistungsprinzip siegen, die ge- von 1933er Gewerbe ft euer aus Dilligkeits. gründen schloß sich der Gemeinderat den Richtlinien des Kreises und der Provinz an. Auch soll die staatliche Regelung hinsichtlich der Befreiung voq Neubauten von der Grundsteuer und des Erlasses von Steuer-Rückständen bei Ausführung von In- ftandfetzungsarbeiten für die Gemeindesteuer Plaj, greifen. Das Waffergeld für 1933 soll in der gleichen Höhe wie im Jahre 1932 erhoben werden. Landkreis Gietzen. OO Klein-Linden, 17. Jan. Eine in den letzten Tagen von den Konfirmandinnen durchge- führte Geldfammlung zum Besten des Winterhilfswerks des Vereins für dos Deutschtum im Ausland ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 44 Mark, die von der örtlichen Leitung der NSDAP, weitergeführt werden. 5 Steinbach, 17. Jan. Der Voranschlag der evangelischen Kirche Steinbach für 1934 wurde von dem Kirchenvorstand beraten und von der Kirchengemeindevertretung angenommen Da die Gehälter der Kirchenbediensteten schon bis zum Vorkriegsstand gekürzt waren, wurde nur in einem Falle, wo das noch nicht der Fall war, eine weitere Kürzung vorgenommen. Bei der vorsichtigen Aufstellung des Voranschlages konnte trotz erhöhter Schuldentilgung eine Erhöhung der Umlage vermieden werden. 5 Albach, 17.Jan. Der Voranschlag der evangelischen Kirche Albach für 1934 wurde vom Kirchenoorstand beraten. Die Festsetzung der Gehälter der kirchlichen Angestellten erfolgte auf den Vorkriegssätzen. Der Voranschlag wurde einstimmig angenommen. ? Reiskirchen, 16. Jan. Im vollbesetzten Saalbau G u n d r u m hielt der Gesangverein „Harmonie" sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Nach einem Chorlied hielt der erste Vorsitzer L. Balser die Begrüßungsansprache. Er ernannte den Beigeordneten L. L a u n s p a ch 3. für 25jäh- rigen Singstundenbesuch zum Ehrenmitglied. Dann überreichte er einer Anzahl alter, verdienter Vereinsmitglieder Ehrenauszeichnungen, in deren Namen der frühere erste Präsident Ludwig Jünger dankte. Die Ausgezeichneten gehörten alle dem herein seit seiner Gründung im Jahre 1897 an. Nach einem Chorlied, das unter Leitung von Chormeister Nicolai (Großen-Buseck) sehr gut zu Gehör gebracht wurde, gelangte das von Vereinsmitgliedern gut wiedergegebene Schauspiel „Bauern in Not", ein Lebensbild aus der Notzeit des deutschen Bauern, zur Ausführung. Großer Beifall dankte den Darstellern. Mit zwei weiteren Liedern fand der erste Teil des Abends seinen Abschluß. Im zweiten Teile hörte man humorvolle Aufführungen, sowie Gedicht- und Gesangsvorträge. Für den Verein war der Abend ein voller Erfolg. + Grünberg, 16.Jan. Hier fand die Verpachtung von zwei staatlichen Fischereien statt. Der Fischereibezirk „Seenbach und Jls- Oer Direktor des Arbeitsamtes pg. Dr. List teilte mit, daß von allen Maßnahmen zur Entlastung des Arbeitsmarktes sich bis jetzt die Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten am wenigsten ausgewirkt hätten. Es müßten deshalb neue Wege beschritten werden, um vermehrte Arbeitsgelegenheiten zu erschließen. Dabei sei besonders darauf zu achten, daß die verdienten Kämpfer der SA. und SS. wieder in Arbeit gebracht würden. Oie Grünvungsdeschlüffe. Stadtbaudirektor Braubach teilte hierauf mit, daß die Elektro - Gas - Fronteinstimmig gegründet worden sei und sofort ihren Werbefeldzug beginnen werde. Er übernahm hierauf die weitere Leitung der Versammlung zum Zwecke der Gründung der Elektro - Gemeinschaft und der Gas-Gemeinschaft. Zunächst dankte er der Handelskammer, der Handwerkskammer, dem Arbeitsamt und dem Hochbauamt für die wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung der neuen Organisation und betonte, das Ziel der städtischen Werke sei enges Hand- inhandarbeiten mit der Elektro- und der Gas- gemeinschaft, sowie mit dem Fachhandel. Die Führung der beiden Gemeinschaften liege bei einem Vorstand, der aus dem Leiter der städtischen einer Verlängerung oder späteren Wiederholung dieser Vergünstigung sei nicht ju rechnen. Wer also Umbauten oder Instandsetzungen unter Zuhilfenahme der Reichszuschusse erledigen wolle, müsse sich beeilen. Der Redner erläuterte sodann die Aufgabe der Elektro-Gas-Front, die er als eine Aktion zur Entfaltung reger Propaganda zwecks Arbeitsbeschaffung auf dem Gebiete der Elektro-, Gas- und Wajserinftallation bezeichnete. Die Elektro- Gas-Front wende sich an alle Volksgenossen mit der Werbung um Arbeit für die in Den Elektro- und Gas - Gemeinschaften zusammengeschlossenen Handwerksmeister. Nicht nur große, sondern auch kleine Aufträge würden gerne entgegengenommen, jeder Hausbesitzer müsse nun mit Zuhilfenahme der Reichszuschüsse seine Aufträge den Installateuren und dem Fachhandel an die Hand geben. Die Werbetätigkeit der Elektra-Gas-Front werde sofort aufgenommen. Der Hausbesitz werde mit einer weiteren Steuervergünstigung zu rechnen haben, aber die jetzt schon von der Regierung gebotenen Vorteile solle er sich zunutze machen und dadurch mithelfen, daß auch im Handwerk mehr Arbeit und Brot geschaffen werde (Sfabtbauöireffor Braubach brachte das starke Interesse der Stadtverwaltung an der Gründung der Elektro-Gas-Front zum Ausdruck. Die Leitung der städtischen Betriebe werde die Elektro-Gas-Front mit aller Kraft unterstützen und mit den Elektro-Gas-Gemeinschaften Hand-in- Handarbeiten. Die Stabt tjabe bas größte Interesse daran, soviel Arbeit wie nur irgend möglich zu schaffen, damit im Gas-, Wasser- und Eleklro-Installa- tionsgewerbe bald kein Erwerbsloser mehr vorhanden sei. Um die sofortige Inangriffnahme der Arbeiten zu fördern, würden die städtischen Werke langfristige Teilzahlungen gewähren. Oer stellv. Bezirksführer der Elektroinstallateure pg. Kühling-Friedberg sprach über die Elektro-Gas-Gemeinschaf- t e n. Nachdem die Einigung des deutschen Volkes in so herrlicher Weise wie im verflossenen Jahre wiederholt zutage getreten sei, müsse nun auch der zersetzende Konkurrenzkampf innerhalb der Handwerkskollegen aufhören, einer müsse im andern immer nur den Kollegen sehen, mit dem er sich im ehrlichen Wettbewerb messen müsse. Der nationalsozialistische Gemeinschaftsgeist müsse auf alle Angehörigen der Elektro-Gas-Wirtschaft übertragen werden. Unter alle bisherigen Vorgänge müsse ein Schlußstrich gemacht werden. Das Zusammenarbeiten zwischen den Installateuren und den Werken müsse durch Vereinbarungen geregelt werden. Neben der Arbeitsbeschaffung sei das Endziel der Gemeinschaften, die Installations- und Ver- kaufsabteilungen bei den werken abzubauen und diese Dinge in die Hände des Jnsiallations- gewerbes und des Fachhandels zu legen. Die Elektro-Gas-Gemeinschaften hätten jetzt vor allem die Aufgabe, die durch die Propaganda der Elektro-Gas-Front beschafften zusätzlichen Arbeiten auszuführen und zu finanzieren. Oberster Gesichts- punkt müsse es dabei sein, für die stellungslosen B"rufskameraden Arbeit zu beschaffen. Jeder Hausbesitzer habe die Pflicht, Aufträge zu geben, damit vor allem die alten Kämpfer der SA. und SS. endlich wieder alle in Arbeit gebracht werden könnten. Dabei wüste auch der kleinste Auftrag genau so sorgfältig ausgeführt werden wie der große. » Die Werke müßten in den Häusern eine Kontrolle der Anlagen vornehmen und dafür sorgen, daß überall die Anlagen ordnungsgemäß instand gesetzt würden. Bei den Kostenvoranschlägen sei sorgfältig zu kalkulieren und der Preis so zu gestalten, daß er für den Auftraggeber auch tragbar sei. Selbstverständlich müsse auch für einen angemessenen Verdienst des Handwerkers gesorgt werden. Gegen übersetzte oder Wucherpreise werde entschieden vorgegangen werden. Es dürfe auch nicht länger als acht Stunden gearbeitet werden, niemand dürfe selbst ober auch mit Familienmitgliedern vom frühe- sten Morgen bis in die Nacht hinein an der Erledigung der Aufträge arbeiten Der Zweck der Maßnahme sei vor allem auch der, stellungslose Berufskameraden wieder in Arbeit zu bringen und ihnen die gültigen Tariflöhne zu zahlen. Auf die Erfüllung dieser Verpflichtung würden die Partei und die Polizei ein wachsames Auge haben. Schwarzarbeit sei mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die Elektrizitätswerke mühten auch eine Vergünstigung der Stromtarife herbeiführen, um es dem wirtschaft- ' lich schwachen Volksgenossen zu ermöglichen, in den Genuß der Fortschritte der Elektrotechnik zu kommen. Die Werke mühten ihre Tarife von allen Schlacken befreien, pg. Feder werde in absehbarer Zeit einheitliche Richtlinien für ganz Deutschland herausgeben, nach denen die Tarife aufzubauen seien. Zum Schluß feiner Ausführungen forderte der Redner den geschlossenen Beitritt aller Jnstallations- rneister zu den Gemeinschaften, um sich mit ihrem fachlichen Können und Wissen einzureihen in die Front der Kampfer für den Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes. Znstallationömeister Höbiger sprach anschließend für die Gas- und Wasser- Gemeinschaft. Er betonte einleitend seine volle Uebereinftimmung mit der Stellungnahme des Vorredners und erinnerte dann an seine früheren jedoch vergeblichen Bemühungen um die Herstellung der Einigkeit und Geschlossenheit innerhalb des Handwerks. Für die Einigkeit im Handwerk sei noch sehr viel zu tun. Vor allem müsse jeder Handwerker im andern den Kollegen sehen. Jetzt sei dem Handwerk von der Regierung die Hand geboten worden. Das Handwerk könne dem einzigen Manne, der diese Wendung gegenüber früher gebracht habe, dem Rührer und Volkskanzler nicht dankbar genug fein. Die Verhandlungen mit dem Gaswerk hätten bereits dazu geführt, dah beim Gaswerk die Regiearbeiten ganz eingestellt wurden und der handel mit sanitären Anlagen aufgehört habe. Nun heiße es tatkräftige, ehrliche, treue Arbeit leisten. Die Gas-Gemeinschaft werde jetzt unter wesentlich günstigeren Bedingungen erfolgen als früher. Jeder Installateur müsse dieser Gemeinschaft beitreten und mithelfen bie Ziele zu erreichen. Damit werde nicht nur für den einzelnen, sondern für alle wertvolle Aufbauarbeit geleistet. leistete Arbeit müsse den Meister loben. Wenn in Zukunft das Vertrauen der Bevölkerung wieder- geroonnen werde, bann werbe bie größte Schwierigkeit beseitigt sein. Der größte Gegner des Handwerks fei das Submissionsverfahren. Die Behörde habe kein Interesse an der Führung von Regiebetrieben. Was man aber in den letzten Monaten erlebt habe, fei nicht erfreulich. Er (Redner) habe sich immer für das Handwerk eingesetzt, er könne es aber nicht billigen, daß die Preise vom Frühjahr vorigen Jahres allmählich immer mehr erhöht wurden und in der letzten Zeit wieder um 50 Prozent gesteigert worden seien. Ein solches Verfahren verstoße gegen die strikten Befehle der Partei und die Anordnungen des Stellvertreters des Führers. Gegen einen gerechten Preis fei nichts einzuwenden. Aber es dürfe nicht Vorkommen, daß Preise früher 40 Prozent unter den amlichen Kosten- ooranschlägen lagen und heute 30 Prozent darüber ich bewegen. Das Hauptaugenmerk müsse auch im Handwerk darauf gerichtet sein, vor allem die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Die Forderung nach Herabsetzung der Strom- larise sei ein berechtigter Wunsch. Die Behörde werbe sich aber gegen eine Herabsetzung des Lichtpreises sträuben müssen, denn der Lichtpreis sei eine ergiebige und sozial gerecht sich aus- wirkende indirekte Steuerquelle, durch deren Inanspruchnahme andere indirekte Steuern vermieden werden könnten. Die Stadtverwaltung sei gerne bereit gewesen, durch Gewährung von entsprechendem Kapital die Inangriffnahme zuätzlicher Arbeiten zu ermöglichen. Er wün che, daß die Ekektro-Gas- Front ihre Aufgabe unter dem Motto „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" erfolgreich durchführe. Dabei müsse jeoer Handwerker in erster Linie den Maßstab 6 o.r.b tsl e i stu ng anlegen und erst in zweiter Lime an bie Kalkulation benfen, wobei bie Handwerksehre unbedingt zur Gel- tung kommen müsse. Die Behörden würden da- vei mit dem Handwerk gerne Hand in Hand ar- Deiten. 0er Führer der Handwerkskammer- Nebenstelle Oberbeffen pg. Stühler ^‘en Wünsche der Handwerkskammer Lin» %neUe Organisation zum Ausdruck und betonte bei r?Qf£ Amtliche Jnnungsrnitglieder c. . verfahren, wie es im j alle in °m P-°tz- fei- Er forderte [i* fon™cn>>tn Handwerksmeister auf, im Seist- >7. Sr7miation °nS»fchN-b°n und dabei Artit1? Ehrers vorwärts und aufwärts zu Lichkei7zu7-fchW7 $0[t59en°f,en dienst. Kreis Büdingen. t 91 i b b a, 17. Jan. Bis jetzt find hier die Bau« Handwerker noch beschäftigt. Zum größten -Lei! werden in den Gebäuden Verbesserungen unb Erneuerungen vorgenommen. Auch sind in den legten Wochen noch Wohnungen durch Aufbauen von Stockwerken auf einstöckige Häuser entstanden, eren Innenausbau nun erfolgt. Für die nächste ettJ.mP noch mehrere An - und Umbauten an Wohnhäusern vorgesehen. Größere Arbeitsgelegenheit wird durch die Vergrößerung des ylefigen Finanzamts geboten werden. An Dem Hauptbau in der Schillerstraße soll im Nordisten em Flügel angebaut werden. Der Plan unb Die Mittel zu dieser Erweiterung sind bereits genehmigt, so daß bald mit den Arbeiten begonnen werden kann In die neuen Räume soll die Finanz, kaffe mit mehreren Zahlschaltern und Amtszimmern verlegt werden. Dadurch wird einem vom Publikum schon stets beanstandeten Mißstand abgeholsen, der durch die räumlich weit getrennt- Finanzkasse von dem Finanzamt besteht Das fetzige Finan kaffen- gebaude IN der Ludwigstraße wird zu einer Dienstwohnung für den Vorsteher des Finanzamts um- Halsentzündung Kouummalpolitische Tagung in Meld * x^S°m"ind n al- W ttg-b°r b - ^ rgH°n Sonntag in Frankfurt und empfahl adl n D-r R-dner -"läutert- odann di- Haupt- den Bürgermeistern dringend den Bestich derart.ger 3 rmtf*»« her Weiterversicherung und lehrreicher Veranstaltungen. Er schloß die Sitzung d"r^Aufrechterhaltung but ™it einem dreifachen „Si^-Heil" auf den g°i - fischen Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte, l begnadeten und ^gemalen^Fuhrer^ r. Vorbeugen mir Danftavin^A ■ PASTILLEN R | Verkäufe | 77-nausqabe zu 10.- Reichsmark Fernsprecher 2251 Schulstraße 7 darauf hin, daß es alle Kraft einzusetzen gelte, um aus dem Kreis Gießen einen Musterkreis zu machen. Jede Gemeinde müsse sich in absoluter Geschlossenheit zur Volksgemeinschaft bekennen. Wo das nicht möglich sei, liege es an der Führung. Unter Umständen müsse der unfähige Führer den Platz räumen und dem Tüchtigeren das Arbeitsfeld freigeben. , (Vx„ Zum Schluß der Versammlung gab Bürgermeister Euler noch eine Anzahl Rundschreiben des Hessischen Gemeindetages bekannt. Mit einem^drei- fachen, begeistert aufgenommenen „Sieg-Heil!" aus den Führer klang die Versammlung aus. Am Nachmittag fand im Sitzungssaals des Kreishauses ein Schulungskursus statt, m dem Oberstaatsanwalt Dr. W o d a e g e über die standesamtlichen Obliegenheiten in den Gemeinden sprach. fesielnden Vortrag außerordentlichen Beifall. Den wohlverdienten Dank sprach der Vorsitzende in warmen Worten aus. Die Monatsversammlung des NSLB. soll in Büdingen stattfinden. Dr. B u r = tert aus Frankfurt a. M. wird dabei über seine Erlebnisse als Mitglied der deutschen Expedition in Grönland, von der er erst Ende Oktober v. I. zuweniger in Frage kommen. In weiteren Bekanntmachungen wies Regierungsrat Grein darauf hin, daß zum Tage der Reichsgründung, also dem heutigen 18. Januar, zu flaggen sei. Er empfahl, bei besonderen Vorkommnissen innerhalb des Ortes, sofern sich eine strafbare Handlung vermuten lasse, jeweils sofort die Gendarmerie zu benachrichtigen, damit eventuell vorhandene Spuren nicht inzwischen beseitigt werden könnten und die Ermittlungen da- schen Schule zu unterrichten. Kreis Schotten. Y Gedern, 17. Jan. Reichspräsident von Hindenburg hat in einem am Montag hier eingetroffenen Briefe der Gemeindevertretung für die vor einiger Zeit anläßlich seiner Ernennung zum Ehren bürgerderStadt Gedern übersandte, von Künstlerhand angefertigte Ehrenurkunde seinen herzlichsten Dank ausgesprochen. Dem Herrn Reichspräsidenten hat die Ehrenurkunde besondere Freude bereitet. Das Dankschreiben war von ihm persönlich unterzeichnet. Kreis Alsfelv. durch unnötig erschwert würden. Zwei besonders Vorfälle in jüngster Zeit seien der Anlaß, besonders auf diese Notwendigkeit der Meldung hmzu- weisen. Den Bürgermeistereien sei es — eigentlich eine Selbstverständlichkeit — untersagt, die Hoheitszeichen der NSDAP, in der Form von Stempeln zu verwenden. Der Vorsitzende, pg. Bürgermeister ßuler gedachte in würdiger Weise des verstorbenen Bürgermeisters Müller von Birklar und knüpfte dann in kurzen Worten an die Ausführungen des Parteigenossen Dr. Röder an. Die Revolution sei, so führte er u. a. aus, überwunden, die Evolution habe begonnen. Es gelte, das Haus weiterzubauen, die Gegenwart fordere energische Weiterarbeit von uns allen, denn, so sage Reichsminister Dr. Goebbels, es seien schon Mäuse an der Arbeit, die das Geschaffene genre zerstören möchten. Es dürfe noch lange kein Ausruhen geben. So wie der Führer unermüdlich fei in seinem Einsatz für die deulfche Sache, fo müffe es auch jeder einzelne unter uns fein. Der Reaktionär dürfe nicht glauben, er könne wieder Einfluß gewinnen. Im übrigen solle jedermann froh sein, der an dem großen Werke der Erneuerung unseres Vaterlandes mitarbeiten könne, jeder müsse dazu beitragen, daß es wieder mit Recht heiße: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen". Im Auftrage der Kreisleitung der NSDAP, und der politischen Leitung wies pg. Jung ausbaufcih., geg. Kasse sofort bilL zu verkauf. Sehr. Angeb.mit Preis u.0299 a.d.G.A. Alice-Sdiule Beginn eineö neuen Kodikursus Montag, 22. Januar Dauer 40 Kochvormittage. Schulgeld 45 Mk. Anmeldungen können noch entgegengenommen werden Steinstraße 10, nachmittags 2.30 bis 3.30 Uhr, im Büro. suD stehen zum Verkauf. . 328D Näheres m der Geschäftsstelle d. Gießen. Anzeig. Unter Leitung von Bürgermeister Pg. Euler . lMieseck) fand gestern vormittag im Haus der Arbeit (Gewerkschaftshaus) in der Schanzenstrahe -ine Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Hessischen G e m e i n d e t a g e s , itatt, zu der die Bürgermeister des Kreises Gießen ast'vollzählig erschienen waren. Von der Kreisleitung Gießen war Pg. Jung, der Leiter der Kommunalpolitischen Abteilung, anwesend. Von der Gießener Stadtverwaltung waren Oberbürgermeister Dr. Keller und Bürgermeister Dr. Hamm erschienen. Das Kreisamt war durch die Regierungs- räte Grein und Schmidt vertreten. Der Führer Les Hessischen Gemeindetages, Dr. Ritter (Bim qen), ließ sich entschuldigen und gab telephonisch -einem Bedauern darüber Ausdruck, an der Ver- ammlung nicht teilnehmen zu können. Nach kurzen Begrüßungsworten des Vorsitzenden □n die Versammlung, besonders an den Vertreter Öer Kreisleitung der NSDAP., sprach pq. Or. Höder-Giehen über das Thema „Kommunale Der w al tun g m nationalsozialistischen Staat Schon bevor die NSDAP, in Deutschland die Macht uber- ’ nommen habe, so führte der Redner aus, sei sie in gewisser Beziehung innerlich schon Staat geworden. Denn die Bewegung trug den Willen zur Macht in flieh, und Staat ist Macht. Als Ausdruck einer neuen Weltanschauung mußte der Nationalsozialismus sich auf allen Gebieten volklichen Lebens auswirken, be- ffonders da, wo er mit dem Staat und den Orgam- liationen des öffentlichen Lebens zusammentraf Was ihn be anders charakterisiert, ist sein Anspruch der Totalität, alle Ordnungen volklichen und staatlichen Lebens seinem inneren Gesetz zu unterwerfen. Das bedeutet in der Praxis eine Durchdringung aller Organe der staatlichen und kommunalen Verwaltung, oauch der privaten Organisationen mit dem Gedanken- oqut des Nationalsozialismus, und zwar so, daß der Funktionär staatlichen Willens zugleich absolut stabiler Träger der nationalsozialistischen Weltanschau- mng ist. , Vom nationalsozialistischen Staate aus gesehen hat die kommunale Verwaltung der Steigerung der inneren Widerstandskraft unseres Volkes zu dienen. Die liberale Auffassung sieht in ihr nur ein Amt ifür die Aufrechterhaltung der Ordnung, der Wohl- rfahrt, die dem einzelnen Hilfsbedürftigen un- Ster die Arme greift. Die nationalsozialistische Aus- rfassunq kennt nur die organisierte Kraft, die einsatz- ibereite Gefolgschaft, die Ganzheit. Der Burger- 3m Sinne dieser Gedankengänge könne der Bürgermeister in seiner Gemeinde als Führer wirken, dessen höchstes Ziel es sein müsse, eine jederzeit einsatzbereite Gefolgschaft für den Führer Adolf Hitler bereit zu haben. Die Norm für diese Arbeit bildet, neben dem inneren Gesetz des Nationalsozialisten, das vom Staat erlassene Gesetz, die einheitliche „Kommandosprache , ohne die eine gleichförmige Arbeit nicht möglich ist. Einst setzten wir uns über die vom System erlaj- senen Gesetze gegen den Nationalsozialismus hinweg, heute aber ist der Wildwasserstrom der kämpferischen Bewegung nach dem Willen des Führers gebändigt in der absoluten Achtung der von der Regierung Adolf Hitlers erlassenen Gesetze Da die Gemeindeführung, wie jede Führung überhaupt, nach ihren Leistungen gewertet wird, hat sie unbarmherzig gegen sich selbst zu damit sie jederzeit als Beispiel für die Gefolgschaft gelten kann. Der Führer einer Gemeinde hat selbstlos bis zum äußersten und getragen zu fein von dem Gedanken, dem Ganzen zu dienen. Das Lei- stungsvrinzip verlangt Anstrengung aller Kraft; es dürfen aber aus perfönlichem Ehrgeiz niemals „Leistungen" erzielt werden, die um jeden Preis erkauft find. Das Amt eines Bürgermeisters sei verantwortungsvoll, denn er sei es neben den Führern der politischen Organisation, die in dauernder Fühlung mit dem Volke stehen. Das Vertrauen, das die Gefolgschaft dem Führer entgegenbringe, müsse um des Volkes willen erhalten bleiben, denn Macht allein könne keinen Staat erhalten. Neben seinen reinen verwaltungstechnischen Ausgaben habe der nationalsozialistische Bürgermeister eine Vielzahl von Fragen zu entscheiden, die er richtig nur dann losen könne, wenn er v ollgültiges Glied tm n a - Für Verwalter oderLandwirte sehr geeignet! Große Scheune, schöne Stallung für Großvieh, gr. Hofreite, Holzschuppen,Bleich- platz mit großem Grabgarten, sch. Haus,5X3-Zim.' Wohn.m.Küche, 4 Morgen Acker- u. Wiesenland in Gießen, direkt a. Felde gelegen, daher noch sehr Ski-Stiefel la Juckten, Handarbeit, Gr. 44, sehr wenig ge- braucht^ll.- anzuseh. von 19-21 Uhr Thomastr.36 meister als Träger und Funktionär des staatlichen Willens muß, wenn er seine Aufgabe voll erfüllen will, frei sein von liberalistischen Gedankengangen. Es werde jetzt nicht nach anderen Gesetzesparagraphen regiert, sondern nach einer anderen Schau her Dinge, die durch die Weltanschauung des Nationalsozialismus gegeben ist. So betreibt der Staat Hitlers beispielsweise nicht das großzügige Winterhilfswerk um des einzelnen Hilfsbedürftigen willen, sondern um der körperlichen und seelischen Gesundheit des g a n z e n Volkes willen. Alles, was unsere innere Widerstandskraft steigere, werde systematisch gefordert, was sie schwäche, werde rücksichtslos ausgemerzt. Kirchenplatz 2 Donnerstag, 18. Januar, 20 Uhr: Die vielseitige Gestaltung des Eintopf-Gerichtes! Vortrag mit vrakt.Vorrübrungcn von Frau I. Kalbfleisch. si4v Kostproben, Rezepte. Mitglied. 10 Pf.,Nichtmitgl.20 Pf. in i ''»-ii £ Jtt IUr 5 ^rben. ’nnUL 1 tonten t schon t KUfbe nUf M war, t> Vorsicht M erhH Umlage ’NWf • Die & "gestellten, r Vorauf n Vollbesitz angvere, ntemergnüc erste $orfi! '-Er ernan- 3- für 25j: mtglieb. Jo. erbienter i in beren ü ®ig 3üngi alle bem L 1897 an. 91c w Chormeh zu Gehör g ünsmitgliedi- uern in 9bi des deutsch, Beifall bant edern fanbi 3m zwei!! irungen, |or en Verein n: and die 8 t! hen Fisch- mbach und $ ‘ nsungen, $ gen, insgch rrnaligem 8s , , bas ein h : ütherige Po- lös bürste m I Aussagen k • starke ForeL, ■ andere P n 9lebenbäi *born unb h Gkmartur, x BessÄ//ch nen ant Allmn> für beide M abend hielt ü j J ä c i l i f iae (3enera. hrer Kail L»! gangesbri';. Renten in » m Jahresbent ten, daß W ie gehalten k p* )er Bericht « löwiq ® ne Arbeit D® i den W lZilhelm Sell ourbe genehm: Dank für F ' Rechnung M ben-tN® nieder der & >qeImafeigen * überreichens 7.-Z C-K Heinrich P '/ A eine ein), lenb teilte • Zdie sich A°lig-n5o, fen ha"en. ) -SpA i-nd-S tionalsoziali st Ischen Organismus geworden sei. Aus eigener Kraft müsse unser Streben erwachsen, unter dem Einsatz aller Charakterwerte gelte es zu kämpfen, damit man mit freier Stirn und offenem Auge jederzeit dem Führer, der für uns alle Vorbild sei, gegenübertreten könne. (Lebhafter Beifall.) Regierungsrat Schmidt sprach dann über das neue Fafelgesetz, das er in den einzelnen Bestimmungen erläuterte und dabei den Zuhörern wertvolle Hinweise für die praktische Auswirkung und Handhabung des Gesetzes gab. Insbesondere umriß er den Pflichtenkreis des Bürgermeisters für die zu erfüllenden gesetzlichen Bestimmungen und machte auf die Erleichterungen und Vereinfachungen aufmerksam, die das neue Faselgesetz bringe. Ferner wies Regierungsrat Schmidt auf die einschlägigen Bestimmungen über den Betrieb eines Gewerbes durch minderjährige Personen hin. Er empfahl die in jedem Falle berechtigte Vorsicht. Bürodirektor Fabian beschäftigte sich in eingehender Weise mit dem Gemeinderechnungswesen und gab eine Reihe gesetzlicher Vorschriften bekannt. Regierungsrat Grein gab von der „Staatlichen Materialbesch a f f u n g s st e l l e" Kenntnis, einer Einrichtung, cm die sich auch die Gemeinden wenden könnten, wenn es sich um die Beschaffung von Büromaterial, Heizungsmaterial usw. handle. Die Beschaffung der Matrialien geschehe über den Handel und erfolge zu günstigen Preisen. Eine Ausschaltung des Kleinhandels sei durch diese Art der Beschaffung nicht gegeben, denn die Aufträge gingen über die Spitzenorganisationen der betreffenden Handelszweige. Darüber hinaus erfolge eine 20prozentige Gutschrift, die von den örtlichen Vertrauensstellen einbehalten und den Einzelhändlern gutgeschrieben wurden. Eine Benachteiligung des örtlichen Handels sei also vermieden. Für kleine Gemeinden mit geringerem Bürobedarf usw. werde diese Regelung allerdings geändert, weil sich die seitherige Dienstwohnung des Vorstehers im Finanzamtsgebäude tm Dachgeschoß als unzweckmäßig erwiesen hat. y. S t o ck h e i m,. 17. Jan Dieser Tage hielt hier m Weitzelschen Saale der NS.-Lehrerbund Kreis Büdingen die erste Versammlung m diesem Jahre ab, zu der fast alle Mitglieder er- chienen waren. Die musikalische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer eröffnete mit einem Musikvortrag die Versammlung. Der Kreisvorsitzende Realschuldirek- ::or Dr. Culmann (Nidda) hieß die Teilnehmer willkommen und gab einen Rückblick auf die Tätigkeit des Bundes im verflossenen Jahre, hierauf wurden verschiedene Vereinsangelegenheiten erledigt und Lehrer Ganz (Ober-Widdersheim) zum Berater für Wirtschaft und Recht, sowie Lehrer Otto Lentz jr. (Geiß-Nidda) zum Berater m Jung- I'ehrerfragen ernannt. Sodann ^telt Dr. 5R i d) t c r (Gießen) einen Vortrag über st^e Forschungen bei den Ausgrabungen o u f d e r G l a u b u r g , Die unter seiner Leitung im Wege des Freiwilligen Arbeitsdienstes schon seit etwa einem halben Jahre vusgesührt werden und von S^ßen Erfolgen sind. Der Redner schilderte die einzelnen.Gesch'chtsperw- Den von der Steinzeit bis zur Zeit der Ottonen, Die in den übereinanderliegenden Schichten deutlich «u erkennen sind und wertvolle Fundgegenstande bergen von denen der Vortragende verschiedene «eigte und durch Lichtbilder die von den Bewohnern der Glauburg geschaffenen Lagerunaen veran- - i chaulichte. Jedenfalls bildet die Glauburg die reichste -üftorifdie Fundstätte Deut chlands, die das Interne jedes Gebildeten erregt. Reichsstatthalter Sprenger und Ministerialrat Ringshausen Haben die Ausgrabungen kürzlich eingehend besichtigt und weitgehendste Unterstützung für weitere Forschungen seitens des Staates in Aussicht gestellt. \*<< mtf hör fRfaiihiirrr prrimtet rneröen das alle gefundenen Gegenstände auf- . nimmt auch soll ein Teil der Anlagen wieder auf- sammlung. gebaut' werden. Dr. Richter erntete für seinen । I Qualitätsware | Seefische und Filets Karpfen, Hechte im Fachgeschäft Fischhaus Cuxhaven Marktstr. 23 32oA Tel. 2417 £ 21 i s f e l b , 16. Jan. Gestern hielt die Kreis- abteilung Alsfeld des Hessischen Ge- meindetaaes unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Völsing im „Deutschen Haus" ihre monatliche Tagung ab, zu der fast alle Bürgermeister des Kreises erschienen waren. Vom Kreis- amt Alsfeld waren Kreisdirektor Dr. Stammler, Regierungsrat Strack, sowie die Sachbearbeiter erschienen. „ ... . Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende verschiedene Rundschreiben des Hessischen Gememde- tages bekannt, von denen insbesondere die Mitteilung über die Erteilung von Ehrenurkunden durch den Deutschen Gemeindetag an Bürgermeister mit 25jähriger und mehrjähriger Dienstzeit besonders zu bemerken war, ebenso die Mitteilung über die Eingliederung der Mitglieder des ehemaligen Deutschen Bürgermeisterbundes in den Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen. Regierungsrat Strack hielt einen Vortrag über die Sozialversicherung der Bürgermeister und Gemeindebeamten, in welchem die Hauptgebiete der Invaliden- und Ruhegehaltsversicherung, der Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der Unfallversicherung behandelt wurden. Der Vortragende ging dabei insbesondere auf das Verhältnis des Hessischen Versicherungsgesetzes für Gemeindebeamte zur Reichs- angestelttenversicherung ein. Es wurde dabei darauf binqeroiefen, daß mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab für die im Nebenamt tätigen Bürgermeister in den kleinen Gemeinden die Versicherungspflicht in der Reichsangestelltenversicherung weggefallen sei, da die Mindestgrenze von 100 Mark monatlichen Einkommens in den meisten Fällen nicht mehr erreicht werde, jedoch besteht die Möglichkeit der Weiterversicherung in Klasse B, sofern weiteres Einkommen nicht vorhanden ist. Die Halste der Bel- ’ h hier die ® iM'Ä" ud) jaup V Für »ie tf rtrfen JÄ frbeiteu E Adreßbuch Stadt und Kreis Gießen Großstädtisch ausgestattetes Nachschlagewerk von 556 Seiten Umfang, mit sieben Städten und 74 Landgemeinden von etwa 100000 Anwohnern Stadtplan von Gießen, ergänzt dis in die letzte Zeit Sorgfältig bearbeitete Anschriften-, Straßen- und Geschästsverzeichniffe, Abschnitt über alle Äehörden, Vereine, Standes- und öffentlichen Einrichtungen Bei der Unfallversicherung wurde aus die Sander- stellunq der Gemeindehebammen hingewiesen, die nach einer Entscheidung des Reichsversicherungsamtes keine Angestellten der Gemeinden im Sinne der Reichsunfallversicherung, sondern selbständige Gewerbetreibende sind. Hierauf folgte ein Vortrag von Bürgermeister Dr. Völsing über allgemeine praktische B e- lehrungen aus dem Ortsgericht und dem Standesamt, wobei insbesondere auf dem Gebiete des Ortsgerichtswesens die Beglaubigung von Unterschriften, die Schätzung von Grundstücken, sowie die Vorschriften der Nachlaßsicherung durch den Ortsgerichtsvorsteher und die Errichtung von Nottestamenten behandelt wurde. Aus dem Gebiete des Standesamtes wurden einzelne Beispiele aus der Praxis erläutert. Der Vortragende empfahl dabei die größte Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit und machte auf die eventuellen Folgen von falschen Beurkundungen aufmerksam. Verwaltungsinspektor Dippel sprach sodann über den Geschäftsgang und Geschäftsformen bei den Bürgermeistereien, wobei er die Aktenordnung und Aktenfuhrung, sowie die schriftliche Form des Dienstverkehrs mit der Aufsichtsbehörde und die Registraturfuhrung auf Grund des vorgeschriebenen Planes näher erläuterte. Der Vortragende gab alsdann noch einige Belehrungen über das Gemeinderechnungswesen, indem er insbesondere auf die ordnungsmäßige, genaue Aufstellung des Voranschlags der Gemeinden als die Grundlage des Rechnungswesens hinwies. Er erläuterte rechnungstechnische Einzelheiten, soweit sie die Tätigkeit der Bürgermeister auf dem Gebiete des Rechnungswesens betreffen. Am Schlüsse der Sitzung gedachte der Vorsitzende in kurzen Worten der Bedeutung der kommunalpolitischen Tagung des Gaues Hessen-Nassau am Freitag,I>enl9 3annarl934 nachmittags ab 2Z>br.versteigere leb im „Löwen" , Neuenweg 28 1. Stock, im Auftrage des »ernt «loukursverwatters: 1 Büfett, 1 Kredenz (modern), 2 Damenfckreibtiscke, 1 Kinder- rvickelkomino.de, 1 mehrere Sessel, 1 Toilettentisch. Ferner: 2 Betten mit RoßhE keil und Federzeug, WaWsch m.Marmor, Nachttische, Küchen- tische, Kommoden,. Sofa, eine Badeeinrichtung mit Ofen. Verkauf aus .freier Hand, neue Möbel: 1 Bücherschrank 1,80 m breit, 40 tief), Kleiderschranke von 28.00 NM. an, Nachttische, Schreibtische, 2 Regulatoren u. vieles andere. Versteigerung bestimmt. £. Hartmetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28. 331 c BesichtigungablOUHr. Luche mehrere Schreibmaschinen rückgekehrt ist, berichten. Schulverwalter M e n z e r (Vonhausen) verabschiedete sich zum Schlüsse von der Versammlung. Er reift in diesem Monat noch nach Chile, um dort auf 4 Jahre an einer deut- Antiken großen eichenen Kleider- Schrank a.d. Jahre 1797, Sönnecken Rollschrank, Garderobenstand.,Klavierstuhl, Noten- ständ., Grammophon und Regulator zu verkauf. Liebhaber bitte ich um gefl. Angabe ihrer Anschrift unt. 0307 an d. Gieß.Anz. NllWkWne. Die 2. Januar - Vorstellung der> Samstag - Mitglieder sindet am Montag, 29. Januar, statt. a^D Bürgermeister-Tagung in Gießen. Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Hessischen Gemeindetages. « Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen Schwere komvl. inspänner-Wagen st. Kirtorf, 16. Jan. Im Schulsaal der Oberklasse fand dieser Tage die Januar-M i t g l i e d e r - Versammlung der NSDAP, statt. Ortsgruppenleiter Pg. L a t h e r gab zunächst verschiedene Mitteilungen bekannt. Der Schulungsobmann der Ortsgruppe Pg. Theo K r a u s g r i l l erstattete in einem Vortrag über „Blut und R a s s e" Bericht über den letzten Schulungsabend in Alsfeld. Sodann behandelte Pg. Lehrer Erdmann das Thema „Volk ohne Jugend". Steuerfachbe- leitens des Staates in ziuspaji gqieiu. ।rater Pg. Wilhelm ^afper erläuterte MU'-UM auf ber ®lauburL erriet ^»rabäug vom dr-.fach°s Lleberreichung von Ehrenbürger- urkundenaniieichsstatthalterSprenger Lpd. Darmstadt, 17. Jan. Das Staatspresseamt teilt mit: Unter Führung der Bürgermeister überreichten gestern die Abordnungen der Gemeinden Vilbel, Langen und Walldorf dem Herrn Reichsstatthalter in Hessen die Ehrenbürge r - Urkunden ihrer Gemeinden, die bereits vor einiger Zeit dem Herrn Reichsstatthalter die Ehrenbürgerrechte verliehen hatten. Zugleich wurden wichtige Fragen der Arbeitsbeschaffung in diesen drei Gemeinden dem Herrn Reichsstatthalter oorgetragen, der großes Verständnis für deren Röte zeigte und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand, so daß die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in nächster Zeit verwirklicht werden dürften. Welche Filme sieht das Publikum am liebsten? In einer Tagung der Lichtspieltheater-Besitzer aus Hessen und Hessen-Nassau, die am Dienstag in Frankfurt a.M. stattfand, teilte der Landesverbandsvorsitzende Matter (Frankfurt a.M.) das Ergebnis einer Umfrage über das Thema „W eiche Filme sieht das Publikum am liebsten?" mit. Die meisten Besucher der Lichtspielhäuser stimmten für Kriminalfilme mit lustigem Einschlag, auch für Kulturfilme, jedoch nur, wenn diese eine spannende Spielhandlung aufweisen. Frauen sehen gerne Gesellschaftsfilme und Romane mit interessanten Liebesgeschichten, während die Männer sich mehr für die sensationellen Filme aussprachen. Wichtige Kristen. In den vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 2) wird auf die nachstehenden wichtigen Fristen aufmerksam gemacht: 1. Abzugsfähigkeit von Arbeitsspenden. Will der Spender den hierfür gezahlten Betrag von seinem steuerpflichtigen Einkommen absetzen lassen, so muß er dieses, a) falls er die Spende im Steuerabschnitt 1933 geleistet hat, bis zum Ablauf seiner Steuererklärungsfrist (also in der Regel bis zum . , 15. Februar 1934); b) in den sonstigen Fällen spätestens bis zum 30. April 1934 beantragen, und zwar unter gleichzeitiger Hingabe des Spendenscheins. Bei Fristoersäumnis wird keine Nachsicht gewahrt. (Falls der Spendenschein zur Ablösung alter Steuern aus der Zeit vor dem 1.6.33 verwandt wird, kann der gezahlte Betrag nicht vom Einkommen abgesetzt werden; in diesem Falle gilt Vorstehendes nicht, da ja in der Regel der Steuerpflichtige den Spendenschein selbst behält.) 2. Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen. Macht der Steuerpflichtige hiervon bei Neuanschaffungen Gebrauch, so muß er die Anzeige über die Vernichtung bzw. Verschrottung oder über die Belassung des alten ersatzbeschafften Gegenstandes im Betriebe, _ „ a) falls die Inbetriebnahme des neuen Gegenstandes vor dem 20. Dezember 1933 erfolgt ist, bis zum 31. Januar 1934; b) in den sonstigen Fällen innerhalb einer Woche nach Inbetriebnahme des neuen Gegenstandes; dem für die Einkommensteuer- bzw. Körperschaftssteuer-Veranlagung zuständigen Finanzamt erstatten; c) wenn der alte Gegenstand vor dem 20. Dezember 1933 zwecks Verschrottung veräußert ist, ist die Verschrottung bis zum 15. Februar 1934 dem Finanzamt glaubhaft zu machen. Die Formulare für diese Anzeigen sind bei den Finanzämtern kostenlos erhältlich. 3. Lohnzettel nach § 66 EStG. DB. Ohne besondere Aufforderung hat der Arbeitgeber für jeden Arbeitnehmer, dessen Arbeitslohn im Kalenderjahr 1933 den Betrag von 9200 Mark überstiegen hat, den Lohnzettel nach Muster 10 EStG. ÄB. bis zum 31. Januar 1934 bei dem für den Arbeitnehmer zuständigen Finanzamt einzureichen. 4. Steuererklärungen. Die Frist zur Abgabe der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuererklärungen für 1933 läuft am 15. Februar 1934 ab. Fristverlängerungen sollen in diesem Jahre nur in besonderen Fällen gewährt werden. Firmen mit umfangreicher Buchführung, die am 31. Dezember abschließen, kann gemäß § 77 EStG. AB. Fristverlängerung bis zum 31. März gewährt werden. ö.A.-'Spoti „Deutschland treibt praktischen Sport" Der Reichssportführer an die französische Sportzeitung „L'Auto". Der Reichssportführer von Tschammer und O st e n hat der führenden und größten französischen Sportzeitung „L'Auto", die» in der letzten Zeit sich in längeren Berichten ausführlich über das Sportwesen im nationalsozialistischen Deutschland ausgelassen hatte, ein Schreiben zur Verfügung gestellt, das folgenden Wortlaut hat: „Deutschland betreibt gegenwärtig die völlige Reorganisation des Sports und der körperlichen Ertüchtigung. Man hatte eine Ueberorqanisation vorgefunden, die den Aufschwung der Sportbewegung bedeutenden Schaden zufügte. Ich hatte den Auftrag, die mannigfachen Sportverbände unter eine einheitliche Leitung zu bringen. Deutschland treibt praktischen Sport ohne militärische Vorbereitung. Unter den Mitgliedern der Sportverbände gibt es nicht einen einzigen, der sich für Heeresfragen interessiert. Mein^ Auffassung läßt sich dahin zusammenfassen, daß, wenn auch körperliche Uebungen für Soldaten unerläßlich sind, die militärische Erziehung eines Sportbeflissenen dem Sport zuwiderläuft. Außerdem läßt sich die strenge Disziplin des Soldaten in keiner Weise mit der sportlichen Erziehung in Einklang bringen. Die Zentralisierung des Sports unter der Leitung eines einzigen Reichsführers ist nur vor- genommen worden, um die Rivalität der verschiedenen Svortverbände zu verhindern. Die hervorragende Aufgabe des Sports besteht überdies darin, ein gutes Einvernehmen zwischen den Nationen zu schaffen. Internationale Sportkämpfe fördern die freundschaftlichen Gefühle und die gegenseitige Achtung. Wenn der Sport derartige Grundsätze hochhält, kommen ihm bemerkenswerte soziale Aufgaben zu, und der Sport des neuen Deutschlands wird alles für die Erneuerung der Beziehungen der Nationen tun. Jeder ausländische Sportsmann wird stets in Deutschland willkommen sein." Die Gaugruppen für die Deutsche Kußball-Meisterschaft. Für die Fußball-Meisterschaft hat der DFB. jetzt die vier Gaugruppen eingeteilt. Bayern spielt in der Gruppe II zusammen mit Nordhessen, Sachsen und Gau Mitte, die Gruppe III vereinigt die Gaue Südwest, Mittelrhein, Baden und Württemberg. Lor den Winterkampfspielen 4934 ... Die Kampfstätten der Winterkampfspiele 1934, Braunlage und Schierke, melden Neuschnee und Frost, wodurch die Beschaffenheit der Kampfbahnen und des Geländes noch beträchtlich verbessert wurden. Auch die ersten Teilnehmer sind bereits an Ort und Stelle. Aus Danzig trafen die namentlichen Nennungen für die Ski- und Eislaufwettbewerbe ein. Ende der Woche werden die ersten Filmaufnahmen aus dem Training der Kampfspielteilnehmer gemacht; sie sollen in einem Werbefilm für die Olympischen Spiele 1936 Verwendung finden. 12 deutsche Meldungen zum Europa- tNundflug. Beim Polnischen Aero-Club, der auf Grund des letzten Sieges von Hauptmann Z w i r k o die Durchführung des 4. Europa-Rundfluges in Händen hat, sind bisher 44 Meldungen von fünf Nationen ein- gegangen. Deutschland ist mit 12 Maschinen bisher am stärksten vertreten. Italien nannte 10, die Tschechoslowakei und Polen wollen sich mit je acht Flugzeugen beteiligen und für Frankreich starten voraussichtlich sechs Piloten. Die Meldefrist ist noch nicht abgelaufen, so daß immer noch Emzel- meldungen, allerdings nur von Fliegern der vorgenannten Nationen, abgegeben werden können. Die Namen der deutschen Piloten sind noch nicht bekannt, man kann aber damit rechnen, daß wieder alle bekannten Piloten wie der zweimalige Gewinner Fritz Morzik, Oblt. Seide mann und Osterkamp am Start sein werden. Die Vorbereitungen sind schon in vollem Gange, auf den Zwischenlandeplätzen wird für eine mustergültige Organisation gesorgt, was auch hinsichtlich der Spezial-Brennstoffversorgung besonders in Afrika, von großer Wichtigkeit ist. Das Dortmunder Sechstagerennen. Im IX. Dortmunder Sechstage-Rennen scheint es den starken deutschen Paaren nicht gelingen zu wollen, die führenden Franzosen Broccardo-Guim- bretiere, die auch am Mittwochnachmittag noch einen Vorsprung von fünf Runden vor Lohmann- Dinale und von sieben Runden vor Schön-Jppen hatten, einzuholen. Am Dienstag um 24 Uhr hatten die Deutschen Schön-Jppen die Führung und wurden damit Sieger des vierten Tages-Abschnittes. Im Gesamtergebnis führten aber weiter die Franzosen Broccardo-Guimdretiere. In der Nacht zum Mittwoch gab es wenig Aufregendes. Die Fahrer legten sich große Reserve auf, um für die Schlußtage gewappnet zu sein. Deutsche Eisschnelläufer in Engelberg Die beiden deutschen Eisschnelläufer Sandt- ner (München) und Sarnes (Berlin) werden am Wochenende in Engelberg an den international besetzten Eisschnelläufen teilnehmen und sich hier den „letzten Schliff" für die Europa- und Weltmeisterschaft in Hamar bzw. Helsingfors aneignen. Handball der Sp.-Vg. 1900. Nachdem die Verbandsspielserie zum Abschluß gekommen ist, wird die Spielvereinigung 1900 wieder mit einer Reihe von Gesellschaftsspielen, insbesondere gegen süddeutsche Gegner, aufwarten. So ist kommenden Sonntag die spielstarke Mannschaft des Mainzer Sportclubs bei den 1900ern zu Gast. Handball im Gau XII der DT. Die Kämpfe in der Kreisklasse brachten auch am vergangenen Sonntag noch keine Entscheidung der Meisterschaftsfrage. Einer der ersten Anwärter, Hochelheim, verlor nach hartem Kampf in Heuchelheim. Während in der Nord-Gruppe Allendorf an der Lumda Meister ist, ist die Frage nach dem ersten Platz in der Gruppe Vogelsberg auch noch nicht geklärt. Heuchelheim I — Hochelheim I 4:3 (2:2). Der Kampf sah die Mannschaft des Platzbesitzers als Sieger. Die Elf des Siegers bot die geschlossenere Leistung. Der sonst gefürchtete Sturm der Gäste konnte sich infolge der guten Deckungsarbeit der gegnerischen Läuferreihe nicht recht entfalten und fpielte sehr zerfahren. Das Spiel selbst begann mit heftigen Angriffen der Platzmannschaft. Beide Parteien erreichten bis zum Wechsel je zwei Tore. Nach der Pause wurde das Spiel in unvermindert schnellem Tempo durchgeführt. Nachdem die Platzbesitzer wiederum in Führung gegangen waren, erreichte der Gast bald durch einen placierten Schuß wieder den Gleichstand. Erst kurz vor Schluß kam Heuchelheim durch einen verwandelten Strafstoß zum entscheidenden vierten Tor. Dernsfeld — Schollen 0:4. Die Gäste zeigten sich von der guten Seite und führten ein schönes Spiel vor, während es bei der Platzmannschaft nicht so recht zu klappen schien. Das Resultat spiegelt den Spielverlauf richtig wieder. Mit diesem Sieg konnte Schotten seine Lage etwas verbessern. Aßlar — Niedergirmes II 4:6. Einen beachtlichen Sieg errang die zweite von Niedergirmes über die starke Mannschaft des Tv. Aßlar. Der Sieg wurde der Mannschaft allerdings nicht leicht gemacht und erst in der letzten Hälfte sichergestellt. Beuern — Burkhardsfelden 1:5. Eine recht eindeutige Niederlage b- ,'itete die sich wieder in aussteigender Form befindlich.' Mannschaft von Burkhardsfelden den gewiß nicht schlechten Platzbesitzern. Beuern hat an Spielstärke verloren und mußte den Gästen einen in dieser Höhe verdienten Sieg überlassen. & V ■ ÄzT 'z Heuchelheim II — Hochelheim II 1:8 (0:6). In diesem Spiel hatte die zweite Garnitur der Platzbesitzer nichts zu bestellen. Die Gäste zeigten ein beachtliches Können und würden mancher ersten Mannschaft unseres Kreises zu schaffen machen. Kurze Sportnotizen. Skirennen auf dem Hoherodskopf. Dem gestrigen Bericht über die Skirennen auf dem Hoherodskopf ist berichtigend nachzutragen, daß die beiden Siegerinnen im Damen-Abfahrtslauf Toni Wendeberg (Schotten) und Ilse Schanz (Ober- Schmitten) — nicht Mendelberg und Schanze — lauten mußten. Gin Hochsprung von 2,02 Meter in der Halle ist jetzt dem bekannten amerikanischen Athleten George Spitz in Neuyork gelungen. Das ist die beste Leistung, die jemals in der Halle erzielt worden ist. Berliner Krühbörse. Berlin, 17. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der vorbörsliche Frühverkehr lag ruhig. Da nennenswerte Publikumsaufträge bei den Banken noch nicht vorlagen, war eine klare Tendenz noch nicht erkennbar, doch rechnet man mit einem Anhalten der widerstandsfähigen Haltung, wenn auch gestern erstmals Publikumsabgaben in nennesmerterem Umfange als bisher beobachtet wurden. Man muß hierbei berücksichtigen, daß durch das große Geschäft in den umgetauschten Reichsmark-Obligationen erhebliche Beträge festgelegt worden sind, da ja ein nicht unerheblicher Teil dieser Bonds aus dem Auslande hereinkommt. Beachtung findet ein größerer Auftrag, den die AEG. aus Frankreich erhalten hat. Am Valutenmarkt schwächte sich das Pfund weiter ab, da anscheinend stärkere amerikanische Geldabzüge erfolgen. London gegen Kabel 5,0425, London gegen Mark 13,17, Dollar gegen Mark 2,61. IAstoria-Lichtspiele W Heute Donnerstag bis Sonntag: t. Ken Maynardl in dem Orig.-Wildwest-Tonfilm H DerKönig der Arena Tempo — Spannung — Kampf. ■ B 2. Ein unerhört spannender Süd- B| seefilm in 6 Akten: B Das flammende Schwert | Liebe und Tod. 321C B Holzversteigerung. Mittwoch, den 24. Januar, 9 Ahr vormittags, in der Wirtschaft des (5g. Sommer VI. zu Watzenborn aus den Forftorten Schiffenberg, Beunde Brauhof, Rückars, Kirchberg, Sommerberg und 5)äujerborn der Försterei Baumgarten: 335D I. Nutzholz. Derbstangen: Fichte, Stck.: 7 II. Kl., 162 III. Kl., Reisslängen: Fichte, Stck.: 689 IV. Kl., 735 V. Kl., 935 VI. Kl., 500 VII. Kl., 110 VIII. Kl. II. Brennholz. Scheiter, rm; 98 Buche I. Kl., 12 II. Kl., 24,2 Esche I. Kl. (rund), 1,1 II. Kl., 1 Ahorn, 2 Ulme, 6 Eiche, 2 Erle, 2 Aspe, 3 Kiefer, 7 Fichte I.Kl., 10 II Kl.; Knüppel, rm: 5 Buche I.Kl., 6 Esche I.Kl., 1 Ahorn, 0,5 Ulme, 11 Eiche I.Kl. (1,7 und 2 m lang), 0,6 II Kl., 8 Erle I. Kl., 5 Aspe I. Kl., 3 Kiese - I. Kl., 3 Weymouthskiefer I.Kl., 2 Lärche I.Kl., 3 Fichte 1 Kl., 9 II.Kl.; Reisig I.Kl. (Knüppelreisig), rm: 62 Esche (Schichthaufen, 5 m lg.), 2 Ahorn, 18 Aspe, 1 Kiefer, 22 Douglas, 14 Fichte; Reisig II. Kl. (Stammreifig), 100 Wellen: 52 Buche, 3 Esche, 6 Birke, 29 Eiche, 0,2 Ahorn, 0,4 Aspe, 0,1 Weide, 7,4 Weymouthskiefer, 0,9 Fichte; Reisig III. fit. (Ast- reisig), 100 Wellen: 39,3 Buche, 6 Eiche, 3 Esche, 0,7 Erle, 0,3 Kiefer, 19 Fichte; Stöcke, rm; 6,4 Buche, 2,9 Esche, 3,6 Eiche. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Gießen, den 17. Januar 1934. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. HÖCHSTGEWtNN ■ ■ Hiermit gebe ich bekannt, daß ich meine Verlobung mit Herrn Michael H. Kosmicky aufgelöst habe Käthe Pukallus-Szczepam'ak 0303 lllllllllllllllllllllllllllil Lastauto (Kivver) Wer Demi, ein Lastauto (Kipp.) mit tücht.Chauffeur zum Transport vonDteinen (Kleinschlag)? Schr. Angebote unt.329D an den Gießen. Anzeig. IIJIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM 8nsche gische aus heutiger Zufuhr: Pa. Schellfische. Kabeljau, Goldbarsch, Bratfische Frische Filets und Koteletts ff Steinbutt 0304 Richard Grünewald Bahnhofstr. 27, Fernspr.3631 Amtliche Bekanntmachung aus dem Kreise Wetzlar. Das I. (Hess.) Gren.-Bafl. JR. 15 in Gießen führt m der Zeit vom 30.1. bis 1. 2.34 auf der Schußbahn bei Erda Geländeschießübungen durch. Die Schieß- zeiten sind täglich von 9 bis 16 Uhr. Das gefährdete Gelände wird durch Posten abgesperrt und muß eine Stunde vor Beginn des Schießens bis eine Stunde nachher von jedem Verkehr frei bleiben. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, daß sie den Weisungen der Absperrposten, die die Rechte und Pflichten eines Wachpostens besitzen, unbedingt Folge zu leisten haben. Das Gelände wird innerhalb folgender Linienführung abgesperrt: Südlich der Straße Erda—Frankenbach—Crumbach, westlich der Straße Crumbach—Fellingshausen, nördlich der Straße Fellingshausen—Bieber—Königsberg—Hohensolms und östlich der Straße Hohensolms—Erda. Wetzlar, den 13. Januar 1934. 330C Der Landrat. Nr. 15 Drittes Blatt GletzenerAnzelger (General-Anzeiger für (Dberfyeflen) Donnerstag, 18. Januar 1934 Hier ist das Welifernami! Der Absturz des französischen Großflugzeugs wie ehedem b anbet Um vom lp eien darin ein Selbstanschluß i scheu soll er er Möglichkeit eröf t etwas ganz anderes. Nicht Men- etzen, sondern überhaupt erst eine nen, die aus andere Art und Weise t. Es ist unmöglich, in kleinen Or- sitzen zu lassen, weil vielleicht einmal ein einziges Gespräch verlangt wird. Der Selbstanschluß aber wacht die ganze Nacht und ist sofort bereit, wenn etwa ein Kranker einen Arzt zu Hilfe ruft. So wird der Selbstanschluß zum Wohltäter am Menschen. Daß eine Weltfernsprechverbindung nur automatisch schnell und zuverlässig durchgeführt werden kann, geht aus den geschilderten Projekten genügend hervor. Trotz aller Fortschritte sind jedoch noch viele Schwierigkeiten zu überwinden, so das Problem der automatischen drahtlosen Tele- Vom großen Erfolg haben wir schon gesprochen. Das Wiedersehen mit dem Schwarzwaldmädel gestaltete sich zu einer Sympathiekundgebung, an die sich Fräulein B e I i n g sicher noch oft und gern erinnern wird Das französische Großflugzeug „Smaragd", bas von einem Fluge nach Jndochina zurückkehrte, stürzte in der Nähe von Corbigny (Ostfrankreich) brennend ab. Unter den zehn Todesopfern befanden sich mehrere hohe Beamte, darunter der Generalgouverneur von Jndochinu, Pasquier. rund um die Arena bauen ließ um die Zuschauer « gische Anatomie an der Medizinischen Fakultät der vor den wilden Tieren in den Kämpfen der Gladia-lUniversität Würzburg. phonie, die Vereinheitlichung aller Telephonsysteme in der Welt auf eine Betriebsart und dergleichen mehr. Mit Stolz dürfen wir feststellen, daß Deutschland auch in der neuesten technischen Entwicklung bahnbrechend geblieben ist und die Führung in der Hand behält. Dann kam der Film, und sie erschien als Schwarzwälder Bärbele von Sankt Christoph in der gleichen Rolle, in der sie sich zu Beginn der Winterspielzeit auf der Bühne des Stadttheaters von uns verabschiedet hatte Da die Operette mit der Besetzung des Bärbele steht und fällt, und der Film, übrigens eine Produktion des NDLS., zwar „frei nach der Operette" von Neidhart geschrieben wurde, aber die unverwüstliche Musik vollkommen übernommen hat, so darf gesagt werden, daß Maria B e l i n g und die rnelodienreiche Partitur von Fessel an dem starken Erfolg der ersten und aller späteren Aufführungen hervorragenden Anteil haben Die naturkindhafle Heiterkeit und Herzlichkeit in der Auffassung der Bühnenrolle scheinen uns in dem Bärbele des Films durch einen schlichten und verZwei allrömische Zirkusie ausczegrabeu. Senator Corrado Ricci, der sich um die Ausgrabungen und Erneuerungen klassischer Baudenkmäler in Rom schon große Verdienste erworben hat, wendet seine Aufmerksamkeit jetzt dem tiefgelegenen Gebiet zu, das ungefähr vom Palatin, den Bädern von Caracalla, dem Aventin und dem Tiber begrenzt wirb. Diese Gegend ist als Platz, auf dem Menschen gelebt haben, älter als die Via del Impero. Romulus und Remus sollen nach der alten Ueberlieferung hier gelebt haben In der Nähe entsprang die schöne Quelle, an die Castor und Pollux ihre Pferde zur Tränke führte. Die Geschichte hat bewiesen, baß der Ort des Circus Maximus den Hintergrund für den Raub der Sabinerinnen bildete. Jahrhunderte vor Julius Cäsar. Dann gab ein ehrgeiziger Staatsbeamter dort Spiele für die Bevölkerung Jahrhundertelang ist diese Gegend vernachlässigt worden: Spiele sind in diesem Zirkus nicht 'länger als bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts nach Christus veranstaltet worden. Später entstanden dann auf diesem Platz die Elendsquartiere, von denen ein Teil heute noch steht. Bis jetzt ist nur die östliche Ecke ausgegraben worden. Sobald der Standort des Zirkus genau festliegt, wird man auch andere Baulichkeiten der Antike ans Licht bringen. Senator Ricci hofft mit den gesamten Arbeiten bis zum April dieses Jahres, nämlich bis zum „Geburtstage Roms", fertig zu werden. Die interessanteste Ausgrabung wird die des Zirkus fein, der etwa eine Fläche von 600 X140 Meter einnimmt und noch Reste des alten Kanals aufweist, den Julius Cäsar Ein großartiger Versuch, der die technische Möglichkeit einer Weltfernsprechverbindung zeigt, wurde vor einiger Zeit durch die Firma Siemens 6r Halske durchgeführt. Von Berlin aus wurde ein Teilnehmer aus dem Stadtnetz von Helsingfors heraus- gewählt. Der Versuch ist glänzend gelungen Es war eine Entfernung von 1600 Kilometer zu überbrücken, und zwar mußten sich die Wählerimpulse einen Weg über Land- und Seekabel, über Freileitungen, über fünfzehn Elektronenverstärkerstationen und sonstige Hilfseinrichtungen bahnen. Nachdem dies gelungen war, wurde eine telephonische Funkkonferenz zwischen den finnischen Gesandten in Paris, London und Berlin mit dem Präsidenten Svinhufvud hergestellt. Diese praktischen Beispiele zeigen, welche großen Aussichten das Weltfernsprechen hat. Der Außenstehende wird staunen über diese bis zur Reinkultur getriebene Automatik, die sich in der Fernsprechtechnik entwickelt hat. Gerade in einer Zeit werden solche Wunderwerke von Menschenhand vollendet, wo man sich bereits mit Schrecken von der automatischen Maschine wieder wegwendet. Aber da ist ein Unterschied zu beachten. Wir verdammen den Automaten, der den Menschen brotlos macht, der eine „Arbeit vom Band" liefert, die jedes persönliche Gepräge verloren hat und nichts als ein Massengut ist. Der haltenen Gefühlston vertieft und verinnerlicht, während die Leichtigkeit und temperamentvolle Frische im gesanglichen Teil der Partie, zumal sich die Stimme der B e l i n g für die Tonwiedergabe vorzüglich eignet, so unmittelbar zur Geltung kommt ' ‘ auf der Bühne WiedersehenmttManaBelmg ..Schwarzwaldmädel" im Lichtspielhaus. So ausverkauft wie gestern abend haben wir das Lichtspielhaus lange nicht gesehen. Der Anlaß zu s ichern Massenbesuch war besonderer Art: Liefet Geling, beliebtes Mitglied des Stadttheaters, bie sich vor ein paar Monaten von uns verabschie- H hatte, war nach Gießen zurückgekehrt, wenn euch nicht für immer, so doch für einige Tage: als die Filmschauspielerin Maria geling um der Zeitschriften. — Das Januar-Heft von „Volk und R a f f e* (I. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW, monatlich 70 Pfennig) bringt u. a. einen Nachruf zum Tode des bekannten Erblichkeitsforschers und Züchters Erwin Baur. Er bewies die Idee der Selbstbereinigung der Rasse durch Entziehen fremdrassiger Einflüsse mit Hilfe von biologischen Experimenten im Sinne des Mendelismus. Er ersparte der deutschen Landwirtschaft große Summen durch viele praktische Züchtungen, so z. B. eines Weizens, der auch auf minderwertigem Boden anzubauen ist, oder des einhufigen Schweins ohne Spalthuf, das nicht mehr der Klauenseuche ausgesetzt ist. Auf die Bedeutung der nordischen Rasse für die deutsche Kultur weist Alfred Pudelko hin am schlesischen Beispiel. Ein Staat kann große Summen freimachen, wenn er verhindert, daß seine erbkranken Mitglieder Vorteile und Stellungen erlangen, deren Aufwand sie nicht durch volle Leistung decken können. Es ist notwendig, daß Erbgesundheitsämter alle erbkranken Menschen registrieren, damit sie vom Staat nicht mehr über das nötige Maß gefördert werden. Den Aufbau und die Bedeutung eines solchen Amtes schildert Stadtarzt Dr. Gerum, Frankfurt. In einem Aufsatz „Der Begriff der Erblichkeit" widerlegt Dr. Jankowsky die Anschauung, daß der Mensch durch Erziehung, Umweltwirkung und anderweitige Beeinflussung die Erbanlagen verändern könne. toren zu beschützen. Der Zirkus von Maxentius. in einiger Entfernung von der Via Appia, wird für die Wiederherstellung als Vorbild dienen; er ist besser erhalten und zeigt in gutem Zustand die verschiedenen Teile eines derartigen Zirkus. Er liegt ebenfalls gesondert und wird als Sportplatz für Knaben Verwendung finden. Im Gegensatz vom Circus Maximus war er jahrhundertelang in Vergessenheit geraten und wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt, als man in einem Grasfeld, das an dieser Stelle aufgewachsen war, eine Erinnerungstafel fand. Der Kaiser Maxentius baute diesen Zirkus zu Ehren seines jungen Sohnes Romulus. Es wurden dort vor allem Wagen-Ren- nen abgehalten. Oer Gegenangriff. Ein Heer von „Soldaten" ist aufmarschiert, um den Kampf gegen die Not der Armen im kalten Winter aufzunehmen. Eine Armee von Soldaten, die nicht im geringsten kriegerisch ausgerüstet sind; sondern unter den grauen „Generalsmänteln" mit den roten Kragen und den forschen grauen, rotban- digen Soldatenmützen stecken wahre G l ü ck s m ä n- n e r, deren Waffen einzig und allein braune, vielverheißende Losbriefe sind, die sie auf allen Straßen und Plätzen zum Verkauf an- bieten. Sie halten treue Wacht, daß jeder Deutsche fein Scherflein zum Winterhilfswerk mit dem Kauf eines 50-Pfennig-Loses beitrage und damit den Gegenangriff im winterlichen Ringen gegen Hunger und Kälte für die Armen sieghaft behaupte. 50 Pfennige für die Nächstenliebe! Ein Losbrief, der sofortigen Gewinnentscheid enthält! 5000 Mk. können gewonnen und sofort ausbezahlt werden! Und jedes Los besitzt noch einen Prämienschein, der am 1. März zur Verlosung gelangt und dessen Gewinn wiederum 5000 Mk. beträgt. Wenn nun jemand sich ganz besonders glücklich an diesem „Gegenangriff" beteiligt, so fällt ihm nicht nur der Hauptgewinn, sondern auch die Prämie zu, das sind 10 0 0 0 Mark! 30 Serien dieser braunen Lose mit je einem Haupttreffer und einer Prämie halten die „Soldaten" der Winterhilfe zum Kauf bereit; also dreißig- mal belohnt der „Gegenangriff" seine Mitkämpfer mit der Hoffnung auf den Höchstgewinn von 10 000 Mark! do*ftbutnod)ricbten Der ao. Professor Dr. K l i n g e r von der Universt- tät Leipzig erhielt einen Ruf auf das erledigte Ordinariat für allgemeine Pathologie und patholv' em Lied zu fingen und viele Autogramme zu schreien. Und wir alauben, sie wird sich über die stürmisch zum Ausdruck gebrachte Anhänglichkeit ünres Gießener Publikums gefreut haben, als sie ai.f dem blumengeschmückten Ehrenplatz der Loge jctz, vom Applaus des vollen Hauses fröhlich um- Das Wunder der schnurrenden Scheibe. — Künftige Umwälzungen im Fernsprechverkehr. Don Dipl.-Ing. $. W. Winckel. gesanglich und vor allem darstellerisch den richtigen Partner an die Seite gestellt: er findet sich auch in dieser sehr andersartigen Umgebung mit guter Haltung sympathisch zurecht Walter Janssen, einst jugendlicher Held am Frankfurter Schauspielhaus, gibt mit Herz und Gemüt einen prächtigen Domkapellmeister. Eugen Rex hat die Rolle des unternehmungslustigen Berliners, die auf der Bühne fast immer eine etwas peinliche Karikatur ergibt, angenehm gedämpft, ohne auf einen herzhaften Humor zu verzichten. Aus dem Ensemble sind Lotte L o r r i n g (Malwine) und Olga Limburg (Traudel) zu nennen kaum gegeben i ten ein Telephonfräulein die ganze Nacht im Amt örstaufführung ihres ersten Tonfilms, der ein großer Erfolg geworden ist, persönlich beizuwohnen, iliren einheimischen Verehrern guten Tag zu sagen, s e r n s p r e ch n e tz einzuleiten. Das Netz der Telefondrähte wird vollkommen neu organisiert. Das ganze Land, also z. B. Deutschland, wird in lauter „Netzgruppen" eingeteilt. Jeder Bezirk ist etwa siebzig Kilometer weit gedehnt. Alle die vielen kleinen Ortschaften werden nicht mehr ein eigenes Fernamt haben, sondern sie werden strahlenförmig unmittelbar an ein einziges Fernamt angeschlossen, über welche sie jeden anderen Ort innerhalb der „Netzgruppe" erreichen können. Dieses Fernamt kann mit der Hand bedient werden oder automatisch sein. Man wird dahin gelangen, daß in Deutsch- lanö nur noch siebenhundert Fernämter vorhanden sein werden. Hierzu kommen noch Ueberweisungs- und Verteilerämter, die auf dem Wege vom Teilnehmer zum Fernamt liegen. Hierdurch werden die Ortsnetze ganz aus den großen durchgehenden Fernleitungen herausgenommen. Der strahlenförmige Aufbau der Telephonnetze gibt eine große Ersparnis an Leitungen, weil nicht mehr jedes Amt mit jedem anderen im gleichen Bezirk verbunden werden muß. Außerdem wird durch !diese Neuorganisation der Fernsprecher auch an ^kleinen Orten ständig betriebsbereit sein, während dort der Dienst bisher wegen mangelnder Rentabilität nur zu bestimmten Stunden am Tage aufrechterhalten werden konnte. Das ist der unmittelbare Anlaß zur Errichtung der Netzgruppen. Als eine Musteranlage ist von Deutschland die Netzgruppe Lausanne gebaut worden, in deren Be- j reich man unmittelbar im Sofortverkehr mit allen Ortschaften sprechen kann. Auch im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet und in Teilen Bayerns wird ein solcher Sofortverkehr ausgebaut Das Hauptfernamt einer Netzgruppe ist das „E n d f e r n a m t" Eine Anzahl solcher Aemter ist zum „Endfernamt" zusammengefaht, in deren Mitte sich das „Verteilerfernamt" befindet. Es hat einen Wirkungsbereich von 280 Kilometer Durchmesser. Die Verteilerämter in einem Umkreis von 1400 Kilometer sind zum „Durchgangsfern- a m t" vereinigt, das mit den übrigen Aemtern dieser Art zum „Durchgangsnetz" mit einem Bereich von 7000 Kilometer zusammengefaßt ist. Schließlich bildet den letzten Stein dieser Pyramide das „W e 11 f e r n a m t". Für den ganzen Erdball sind fünf Weltfernämter vorgesehen. Wenn man also einen Teilnehmer in der 5. Avenue in Neuyork sprechen will, dann wählt man die Ziffern des Weltfernamtes Amerika und gelangt von dort mit drei Ziffern über das Durchgangs-, Verteiler- zum Endfernamt und von hier mit weiteren fünf Ziffern in bekannter Weise zum Teilnehmer. Diese Verbindung kann in weniger als einer Minute durchgeschaltet werden? Dieses System sieht sich auf dem Papier ganz schön an, — aber w i e werden die Gespräche verrechnet, wird sich mancher fragen. Hierfür ist eine geradezu geniale Lösung gefunden worden. Wenn ein Teilnehmer, der irgendwo in die Welt sprechen will, zunächst sein zuständiges Fernamt erreicht hat, dann wählt er die Zone, in der er jemand sprechen will. Die Stromimpulse, die von dieser gewählten Ziffer herrühren, betätigen ein Zählwerk, den „Zonenzähler"; „3" ist z. B 1000 Kilometer entfernt, „6" 2000 Kilometer usw An diesen Zähler ist ein Zeitzähler angeschlossen, der ein Uhrwerk solange laufen läßt, bis das Gespräch beendet ist. Danach tritt ein Kontrollzähler in Tätigkeit, der das Ergebnis der anderen beiden Zähler auf das Konto des Teilnehmers überträgt. Dieses organisierte, rechnende Hirn arbeitet auf die Sekunde genau und gibt eine Abrechnung auf Heller und Pfennig, wie es kein Mensch besser machen kann in aber bekanntes Luftschiff eine oeoeuierwe moue. Hs dann die kleine Märchenprmzesstn vor dem Jirhang erschien, mußte sie erst, wie sich das bei einem Filmstern schickt, ein Interview über sich ersehen lassen. Und dann sang sie den berühmten Walzer aus ihrer Operette und ihrem Film: „Cr= Hingen zum Tanze die Geigen", und es war gleich toeber alles wie früher. Maria singt noch genau |o charmant unb temperamentvoll wie vor em pcar Monaten als Liefe!. Es gab reichen Beifall tri) einen schönen Blumenstrauß. Das schönste technische Spielzeug unserer Tage ist bie Nummernscheibe bes Fernsprechers. Welch ein Vergnügen bereitet es, fünf Zisfern in irgenb- einer Zusammenstellung mit ber Lochscheibe zu brehen, nach jeher Nummer das Zurückschnurren zu hören unb enblich nach einem kurzen Tuten eine wohlbekannte Stimme vom fernen Ort zu vernehmen, mit ber man nach Herzenslust plaubern kann. Ein jeber kann biefes Wunberwerk ber schnurrenben Scheibe in Gang setzen, bie knöchernen Finger bes roeltfremben Theoretikers, die taftenbe, ungelenke Hanb einer alten Frau, der .zarte Zeigefinger einer jungen Dame. Jedoch die wenigsten machen sich einen Begriff, was für eine .großartige Erfindung die Nummernscheibe darstellt, idie durch ihren Mechanismus Menschen aus nah Uinb fern nach Belieben heranzaubert. Die Erfindung dieses Instruments kommt der des Rundfunks imindeftens gleich. Da sie aber so allmählich und «unbemerkt kam, hat man ihre ungeheuren Wir- tungsmöglid)Eeiten gar nicht erkannt Wer nichtsdenkend einige Ziffern an seinem Fern- ßprecher dreht, ahnt auch nicht, welchen Mechanismus er über die ganze Stadt hinweg in Bewegung sietzt. Aber ehe wir über den Telephondraht hinweg einen Blick in die Fernsprechämter tun, bewundern wir erst einmal die Nummernscheibe. Sie ist ein Kunstwerk, das einem Uhrmacher alle Ehre macht. Ein Federwerk läßt die Scheide ablaufen, und eine winzige Zentrifugalbremse regelt über eine Spipdel !»ie Anlaufgeschwindigkeit. Ein Kontaktrad gibt beim Wählen die Stromstöße. Sie eilen über eine freie Leitung, die sich ber Fernsprechapparat schon beim Unheben bes Hörers selbsttätig aussucht, zum Fernsprechamt, setzen bort einen faustgroßen Kon- oktwähler in Rotation, ber entsprechen!) ber Zahl ter Stromstöße ober ber gewählten Ziffer an einer d estimmten Stelle stehenbleibt. Dort geht eine Leitung weiter in ben gewünschten Bezirk zu einem □eiteren Vermittlungsamt. Die nächste gewählte Ziffer bringt auf biefem Amt einen Drehwähler in |3ang. So wirb eine weitere Leitung ausgesucht, sie noch näher an ben anberen Teilnehmer heran- I’üfjrt. Auf biefe Weise schaltet man sich mit Hilfe ler fünf Nummern einen Sprechweg. Zu ben tiefen Mechanismen, bie, in ber Stabt verteilt, auf 1cm Derbinbungsweg zum Teilnehmer klappern, lommt noch bas Zählwerk, bas bem rufenben Teilnehmer für bie Bereitstellung dieses großartig irganisierten Telephonnetzes einen Groschen ankreidet. t»er Selbstanschluß ist eine Erfindung, die auf ieutsche und amerikanische Patente zurückgeht. 1908 murde in Hildesheim das erste deutsche Selbstanschlußamt gebaut. Der wesentliche Ausbau zum automatischen Fernsprechnetz setzte erst loch bem Kriege ein. Bis zum heutigen Tage B'urben auf biefem Gebiete wesentliche Verbesserungen gefunben, bie in ben Neuanlagen jeweils berücksichtigt werben konnten. Aber noch ehe bie Automatisierung beenbet ist, sehen wir vor einer neuen Revolution auf bem Gebiete ber Fernsprechtechnik. Man begnügt sich ri cht mehr damit, die Teilnehmer einer Stadt miteinander automatisch zu verbinden, sondern sucht em solches Netz für ein ganzes Land, ja sogar für die ganze Welt zu schaffen! Das ist ein durch- cjs ernsthafter Gedanke, der technisch zu verwirk- Ichen und von Ingenieuren bereits genau durch- c-rechnet ist Der Tag ist nicht mehr allzu fern, an hm wir an unserer Nummernscheibe im eigenen heim die Tante in Siam, den Kollegen in Sidney nb ben Geschäftsfreunb in Tokio wählen können, lyne baß ein Mensch um diese Verbindung sich wch weiter zu kümmern brauchte Man ist bereits m der Arbeit, die ersten Schritte für ein Welt- _____ Besonderen zum Allgemeinen überzugehen: wir finden, daß der Operette die Verfilmung außerordentlich gut bekommen ist Die Hersteller — Drehbuch Franz R a u ch , Musikalische Leitung: Fritz Wenn eis: Regie: Georg Z o ch — haben erkannt, worauf es ankam und in der Wahl ihrer Mittel eine glückliche Hand bewiesen. Die Partitur ist allenfalls etwas vereinfacht, im übrigen aber klugerweise unangetastet geblieben, und die musikalischen Hauptstücke bewähren ihre An- Dem Hauptfilm dieses festlichen Abends ging lein sorgfältig zusammengestelltes Beiprogramm d: raus. Man sah zunächst einen kleinen, aber span- n. nben Werkspionagefilm, danach die neue Wochenschau, bann ben Vorspann zum Ufa-Film .Des jungen Dessauers große Liebe" unb bann noch einen Vorspann, ber sicher für viele Besucher eine Überraschung barstellte: einen Vorspann nämlich ,}i bem Film „Stimme der Liebe" mit Maria | ziehungskraft wie je zuvor Was bas Buch angeht, so können die für die Filmfassung vorgenommenen Eingriffe nur begrüßt werden. Man hat gewisse Deutlichkeiten und lieber» treibungen wohltuend gemildert ober abgebogen, man hat ferner vor allem ben Heimatgedanken unb ben Volksstückcharakter ber Operette nachbrücklich betont. Hier bekam ber Film bie große Chance, bie Hanblung aus ber staubigen Kulisse in eine echte unb malerische Schwarzwalblandschast zu verlegen Mit einem gefunben unb heiteren Realismus werben Lanb unb Leute an ben Beschauer herangebracht unb es kommt der Spielhandlung sehr zugute,'wenn in der Prozession, im Festzug, im Wirtshaus und auf dem Tanzboden eine Menge richtiger Schwarzwälder in alten Trachten nicht nur auftreten, sondern alsbald auch gewichtig mitspielen. Q l Ui. 111 11 ••1 f! **111 , Reling und Marcel Wittrisch Dann erschien 3-äulein Beling persönlich auf der Bühne, ein- aijsührt von ihrem früheren Kollegen unb Regisseur hiiul Mrebe vom Stabttheater, ber an Stelle bw sonst üblichen passenden Worte ein modernes Vürchen erzählte Das war überschrieben „Wie die 9»(inq zum Film gekommen ist" und begab sich in Hessischen, im klassischen Märchenlande, genau genommen in Darmstadt Außer der Titelheldin eien darin ein gewisser Harry Piel und ein aber bekanntes Luftschiff eine bebeutenbe Rolle. Für bie geschickt inszenierte Herzensgeschichte bes «Bärbele hat man ber Beling in Hans Sohn- her, ber sich vor kurzem als Zarewitsch einsührte, Schöffengericht Gießen. Ein Metzger aus dem Kreise Gießen war beschuldigt, am 26. Oktober 1933 eine Urkundenfälschung begangen zu haben, indem er in einer Strafsache gegen einen anderen Metzger Einspruch einlegte und die Einspruchbearündungsschrift mit dem Namen des im Strafbefehl Benannten unterzeichnete. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde der Angeklagte frei gesprochen. Der Staatsanwalt stellte die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde ein Viehhändler von auswärts an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von vier Wochen zu 200 Mark Geldstrafe und den Kosten verurteilt. Der Angeklagte setzte in ein amtlich ausgestelltes Ursprungszeugnis zwei Stück Vieh mehr ein und änderte, um die Fälschung zu verdecken, das Datum um. Der Vertreter der Anklage hatte vier Wochen Gefängnis beantragt. Der schon vielfach vorbestrafte Kaufmann Friedrich Kuhl aus Hagen wurde festgenommen, als er in Sellnrod ein Stahlhelmabzeichen trug, ohne dessen Mitglied zu sein. Außerdem erging er sich in gröblichsten Beleidigungen der Reichsregierung. Wegen Vergehens gegen die Paragraphen 1 und 3 der Verordnung vom 21. März 1933 erkannte das Gericht auf 3 Monate 2 Wochen Gefängnis, nachdem der Vertreter der Anklage 4 Monate 2 Wochen beantragt hatte. Einem Angeklagten aus Ober-Mörlen legte die Anklage Betrug in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung zur Last. Der Angeklagte veranlaßte durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Landwirt, seine Unterschrift unter eine Bürgschaftserklärung zu sehen, nachdem er einen Ziaarrenfabrikan- ten als Hauptbürgen nannte, obwohl eine Bürgschaftserklärung des Letzteren nicht bestand. Auf ähnliche Weise brachte er einen Postagenten um den Betrag von 1100 Mark, indem er diesen veranlaßte, Nachnahmepakete, die für den Angeklagten ankamen, einzulösen. Desgleichen ließ sich der Postagent durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einer Bürgschaftserklärung beeinflussen. Schließlich wurde der Angeklagte der Unterschlagung eines Postens Zigarren und eines Betrags von 250 Mark beschuldigt. Das Gericht sühnte die Straftaten des Angeklagten mit 10 Monaten Gefängnis. Der Angeklagte träat die Kosten des Verfahrens. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. _________ Bürqermeistertagung des Kreises Büdingen. LPD. Büdingen, 17. Ian. Die sämtliche Bürgermeister des Kreises Büdingen umfassende Kreisab teilung Büdingen des Hessischen Gemein de tages hielt hier unter Leitung ihres Vorsitzenden, Bürgermeister Albrecht (Düdelsheim), eine Tagung ab, die im Zeichen der Arbeitsbeschaffung und der Neuregelung des sog. Beschaffungswesens für Materialien der Behörden stand. Nach Eröffnung der Tagung durch den Vorsitzenden nahm Kreisdirektor Dr. Gaßner zur Frage des Beschaffungswesens und seiner Neuregelung befürwortend und zur Unterstützung des Bestrebens aufrufend Stellung. Heber die Materie selbst sprach der Geschäftsführer der staatlichen Be- schasfungsstelle in Darmstadt, Ministerial-Oberreoi- sor Graf. Er betonte, daß sich das gesamte Beschaffungswesen künftig öffentlich auswirken solle zugunsten sowohl des Käufers, als auch des Verkäufers, in jedem Falle aber unter Einschaltung der örtlichen Handels und Gewerbes. Baurat Kessel vom Hochbauamt Büdingen sprach über die Arbeite beschaffung auf dem Wege über die Reichszuschüsse für Instandsetzung und Ergänzung von Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäuden. Der Redner gab Fingerzeige für die einzuschlagenden Wege und die zu berücksichtigenden Bestimmungen und forderte zu reger Inanspruchnahme auf. Die Arbeitsbeschaffung für den Freiwilligen Arbeitsdienst innerhalb der Ge- meinden und die Finanzierung dieser Arbeiten waren Gegenstand wertvoller Darlegungen von Oberstfeldmeister Sander. Auf Grund einer Ar- regung von Bürgermeister D i e m e r (Büdingen), einen Zweckverband für die den FAD. beschäftiacn» - den Gemeinden zu gründen, wurde ein Ausschuß gebildet, der die gesamte Planung der Arbeitsgebiete im Gau 225 des FDA. vornehmen soll Die im Kreisgebiet nunmehr im Gange befindliche Obst- baumüberholungsaktion, die sich unter Mithilfe der Reichsanstalt auf rund 100 000 Bäume erstreckt und zahlreichen Erwerbslosen auf längere Zeit Beschäftigung bietet, wurde durch Kreisobstbauminspektor Metternich erläutert und weitere Gemeinden zum Beitritt aufgefordert. Preußen. Kreis Wetzlar. < Hochelheim, 17. Ian. In der jüngsten Sitzung des G e m e i n d e r a t s wurde über die Ergänzung der Gemeindebiersteuerordnung beraten. Der Ortsbürgermeister beschloß anschließend, einen Nachtrag zur Biersteuerordnung zu erlassen, wonach als Einführer des Bieres sowohl der im Gemeindebezirk wohnende Empfänger, als auch der außerhalb des Gemeindebezirks wohnende Absender (Branerei) gilt. Beide haften gesamtschuldnerisch für den Eingang der Biersteuer. Unsere Gemeinde ist von dem im Jahre 1929 ausgeführten Wasser- leitungs- und Kanalbau her stark mit kurzfristigen Krediten verschuldet und hat daher ihren Beitritt zum Umschuldungsverband deutscher Gemeinden in Berlin erklärt. Der preußische Minister des Innern hat den Beitritt genehmigt. Wirtschaft. Kredite und Spareinlagen. Das Jahr 1933 hat mit seinem starken politischen und wirtschaftlichen Umschwung einen wesentlichen Zustrom bei den Sparkassen gebracht, der es ermöglicht, den Sparkassenkredit allmählich wieder in der Linie aufzubauen, die er im Sommer 1931 infolge der Wirtschaftskrise verlassen mußte. Die bisherigen Gesamtausweise der deutschen Sparkassen lassen erkennen, daß im Jahre 1933 mehrere hundert Millionen Mark zu den Sparkassen als neue Spargelder hingeflossen sind und daß im ganzen die Emlagenbestände bei den öffentlichen Sparkassen um ungefähr eine Dreiviertelmilliarde Mark steigen werden. Dieses erfreuliche Bild bestätigen auch die einzelnen Abschlüsse von Sparkassen, die in den ersten Januartagen für das Jahr 1933 vorgelegt wurden. Sie dokumentieren, daß nicht nur die Spareinlagen verschiedentlich noch um mehr als 10 Prozent gestiegen sind, sondern daß vor allem auch die Zahl der Sparbücher erheblich zugenommen hat. Das Anwachsen der Zahl der Sparbücher zeugt aber mehr als die Höhe der Spareinlagen davon, wie stark das Vertrauen zu den Sparkassen ist, denn das Einkommen des einzelnen Volksgenossen ist im letzten Jahre trotz der eingetretenen wirtschaftlichen Belebung durchschnittlich wohl nicht gestiegen, sondern es ist, ganz im Sinne der Ziele der Reichsregle- rung, vor allem die Zahl derjenigen gewachsen, die überhaupt wieder zu einer Einnahme gelangt sind. Wenn nun aus diesen Verhältnissen heraus die Zugänge an Sparbüchern verhältnismäßig größer smd als bie Spareinlagen, so bekundet dies einen starken und vertrauensvollen, weitverbreiteten Sparwillen, der sich im Jahre 1934 in zunehmendem Maße weiter heben dürfte. Wenn vorläufig auch noch die Verhältnisse in den einzelnen Bezirken und bei den einzelnen Sparkassen verschieden liegen, so werden die Sparkassen auf diese Weise doch in die Lage versetzt, an der Arbeitsbeschaffung und an der sonstigen Kreditgewährung für die weitesten Kreise der Wirtschaft in erhöhtem Maße mitzuwirken. * * Die Einfuhr von Auslandseiern. Auf Grund des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vorn 20. Dezember 1933 und der Verordnung über die Durchführung des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vom 21. Dezember 1933 muß ab 1. Februar 1934 für die Einfuhr von Auslandseiern ein Uebernahmefchein bei der Reichsftelle für Eier beantragt werden. Ordnungsgemäß gestellte Anträge, welche bis 11 Uhr eingegangen find, wer- den im allgemeinen am gleichen Tage erledigt. Die Reichsstelle für Eier kann den Antrag genehmigen oder ablehnen. Dem Antrag muß ein tatsächliches Festangebot seitens eines ausländischen Exporteurs zugrunde liegen, so daß Preis, Menge, Art, Herkunftsland, Liefertermin und Wirtfchaftsbezirk, in dem die Eier abgefetzt werden sollen, in dem Antrag genau angegeben werden können. Es muß somit für jeden Kaufabschluß ein besonderer Antrag gestellt werden. Anträge auf Ausstellung eines Uebernahmescheines müssen auf vorgefchriebenen Formblättern eingereicht werden. Diese Formblätter sind anzufordern bei der Reichsftelle für Eier, Berlin. * Pionierarbeit deutscher Industrie in Frankreich. Für die Erweiterungsbauten der großen französischen Papierfabrik SociStS nou- velle de Papeterie bei Rouen, die 1929 von der Maschinenfabrik Voith und der AEG. eingerichtet und einmal bereits erweitert worden ist, sind der deutschen Industrie wiederum beachtliche Aufträge zugegangen. Auf Grund der mit den AEG.-Mehrmotorenantrieben erzielten Betriebsergebnisse hat sich die französische Firma entschlossen, trotz vorliegender Jnlandsangebote wieder der AEG. die Lieferung der gesamten elektrischen Ausrüstung für die jetzt bestellte größte Papiermaschine Frankreichs zu überschreiben. Diese Papiermaschine kann täglich ein 5,7 Meter breites Papierband von 576 Kilometer Länge erzeugen, was ungefähr der Entfernung Berlin—Köln entspricht. Auch werden für den sich ergebenden größeren Kraftbedarf zwei neue Anzapfturbinen von je 15 000 Kilowatt Leistung aufgestellt werden. Die Aggregate haben zwei- gehäusige Dampfteile, die der AEG. ebenfalls in Auftrag gegeben wurden. frankfurter Börse. IHitfagsbötfe: sehr ruhig. Frankfurt a. TL, 17. Ian. An der Börse hält die Geschäftsschrumpfung an. Besonders der A k - t i e n m a r f t liegt außerordentlich ruhig und infolgedessen durchweg schwächer. Die verschiedensten günstigen Mitteilungen aus der Wirtschaft blieben unter diesem Eindruck ohne Wirkung. Die Hauptdiskussion an der Börse ging um das Gesetz der nationalen Arbeit, das eine günstige Aufnahme fanb. Einige Sonderbewegungen lagen vor. So waren Siemens um 2,75 v. H. schwächer, wobei die Erwartungen für die bevorstehende Bilanzsitzung jetzt offenbar nur auf unveränderte Dividende gehen, nachdem bisher teilweife von einer leichten Er- höhunq gesprochen worden war. Schuckert gaben 0 50 v. H., Betula 0,50 v. H., Licht & Kraft 1 o. H., Lechwerke 1 v.H. nach, Gesfürel blieben behauptet Gut gehalten waren Farbenindustrie, Scheideanstalt weiterhin um 0,50 v. H. erholt. Am Montanmarkte lagen Gelsenkirchen 1 v. H., Klöckner und Phönix je 0 75 o. H., Rheinstahl 0,90 v. H., Stahlverem 0,50 vH., Mansfeld 0,25 v. H. schwächer, nchifsahrts- werte lagen behauptet. AG. für Verkehrswesen eröffneten 1 v. H. schwächer, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0 25 v. H. höher. Im einzelnen eröffneten Reichs- banfanteile 0,75 v. H. fester, dagegen L. Tietz und Daimler je 0,75 v. H., Aku 0,40 o. H. mebrtger Am Rentenmarkt war auf die Kurssteigerung des Dollars größeres Geschäft in Reichsmark- Obligationen, die 1 bis 1,50 v. H. anzogen Auch späte Reichsschuldbuchforderungen lebhaft und 0 50 d H. höher. Neubesitz zunächst 0,25 v. H., Altbesitz 0,40 v. H. niedriger, im Verlause aber wieder gut erholt. Stahlverein-Obligationen gaben 1 v. H. nach. Von fremden Werten lagen Türken behauptet, Anatolier I und II 0,25 v. H. fester. Im Verlause konnte sich das Geschäft vorübergehend etwas lebhafter gestalten, und die Kurse waren teilweise etwas fester, gegen Schluß der Börse senkten sie sich aber wieder auf das Ansangs- niveau, IG. Farben gaben darüber hinaus 0,65 v. H., Gelsenkirchen 0,50 v. H. und Reichsbankanteile ihren Anfangsgewinn von 0,75 v. H. nach. Schwacher zur Notiz kamen u. a. Buderus mit minus 1,75 v. H., Goldschmidt minus 1 v. H., Kali Westeregeln minus 1 v. H., Allgemeine Lokal & Kraft minus 2,50 v.H., andererseits waren Chadeaktien um 1,25 Mark fester. Der Kassamarkt lag ruhig und hatte uneinheitliche Kursbildung bei Abweichungen von 1 bis 1,25 v. H. nach beiden Seiten. Ueber- roiegenb niedriger lagen Bankaktien. Am Rentenmarkt schlossen Neubesitz und Altbesitz recht matt, 18,30 bis 18,50 bis 18,10 bzw. 97,40 bis 97,75 bis 97,25. Auch Stahlverein-Bonds gaben um weitere 0,50 v. H. auf 70,25 v. H. nach, ferner bröckelten späte Schuldbuchforderungen etwa 0,25 v. H. ab. Gold- und Liquidationspfandbriefe lagen ziemlich behauptet, Kommunal-Obligationen überwiegend um 0,50 bis 0,75 v. H. fester. Staats- und Länderanleihen ruhig und ohne Veränderungen, auch Stadtanleihen bei kleinen Umsätzen behauptet. Tagesgeld war zu 3,25 v. H. um 0,25 v. H. leichter. Abendbörse: Gehalten. Nachdem schon die Mittagsbörse infolge der Geschäftsstille schwächere Tendenz gezeigt hatte, lag auch der Abendbörsenverkehr, besonders am Aktien- markt, nahezu stagnierend. Publikumsaufträge fehlten fast vollkommen, während die Kulisse Zurückhaltung übte. Kleine Umsätze verzeichnete der Rentenmarkt, wo Altbesitzanleihe 0,13 v. H. höher, spate Neichsschulbuchforderungen mit 94,65 gut behauptet lagen, andererseits aber Neubesitz weiter leicht abbröckelten. Am Markt der Reichsmark-Obligatio- nen waren Rhein-Elbe-Union zu 81 v. H. behauptet und etwas lebhafter. Don Aktien kamen IG. Farben 0,25 v. H. und Holzmann 1 v. H. unter dem berliner Schluß zur Notiz. Im übrigen blieben die Kurse etwa gehalten. Die Börse blieb bis zum Schluß ruhig. IG. Farben waren wieder 0,25 v. H. höher, auch Neubesitz konnten sich mäßig befestigen, während Altbesitz ihren Anfangsgewinn einbüßten. Sonst eraaben sich keine Veränderungen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18,0750 bis 18,20, Altbesitzanleihe 97,40 bis 97,25, 6 v. H. Stahlverein-Donds 69,50, Schutzgebietsanleihe 9,4250, Reichsbank 167, Gelsenkirchen 56,50, Harpener 85, Mannesmann 59,50, Rheinstahl 84,75, Aku 41,25, Bekula 120,25, Scheideanstalt 165, Daimler 35, Licht & Kratt 98, IG. Farben 124,75, Holzmann 65, Schuckert 100,50, Siemens 141, Reichsbahn-Vorzugsaktien 111. eVrtuu v 'b : tiC. Frankfurt a. M., 17. Jan. Bei starkem Angebot in Weizen, besonders aus Thüringen, neigte die Tendenz am heutigen Getreidegroßmarkt eher nach unten, da vom Konsum jede Anregung fehlte. Gerste lag ebenfalls weiter gedrückt, ebenso wie schwere Futtermittel und Kleie weiter abbröckelten. Roggen und Hafer blieben auf Grund des nur knappen Angebots behauptet. Das Mehlgeschäft liegt fast vollkommen darnieder. Weizen 196 bis 197, Roggen 172,50 bis 173,50, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 149, Weizenmehl (Spezial 0, mit Austausch- weizen) 29,10 bis 29,65, Weizenmehl (ohne Austauschweizen) 27,60 bis 28,15, Roggenmehl (0—60 v. H.) 23,50 bis 24, Roggenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 24. Weizenkleie 10.75, Weizenfuttermehl 11,90 bis 12, Roggenkleie 10,65, Sojaschrot 15,25, Palm- kuchen 15,65, Erdnußkuchen 16,55 bis 17,15, Treber 17,60. Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Heu 7, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 2,20 bis 2,30, Wei- Allgäuer Butter- und Käsebörse. Fran kfurt, a. M., 18. Jan. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 36 Rinder (15 Ochsen, 4 Kühe, 9 Färsen), 1018 Kälber, 194 Schafe, xen„ nnd Roqgenstroh (gebündelt) 2 bis 2,10 Mark. (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm.) Schweinemartt in Friedberg. Lpd. Friedberg, 17. Jan. Bei dem heutigen Schweinemarkt wurden folgende Prel^ erzielt: für 6 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen 15 bis 18 Marl. 8 bis Wochen 18 bis 22 Mark. Der Handel war sehr lebhaft. Der Auftrieb von 266 Jungtieren wurde restlos verkauft. Kempten, 17. Jan. Allgäuer Molkereibutter ^27 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 42 Mark, erste Qualität 125 (letzte Notiz: 125), Allgäuer kämme( 23 bis 30, Schafe 20 bis 26, Schweine 40 Molkereibutter 123 (123), Sennbutter 116 (116), bi 4g ^JZart. — Marktverlauf: langsam. Bauernbutter 86 (86), Rahmeinkauf bis 42V- v.H. Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123), I Allgäuer Weichkäse mit 20 v.H. Fettgehalt, grüne Ware 23 bis 26 (23 bis 26), Marktlage: unoerän- dert. — Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt, erste Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), do. zweite Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage: Nachfrage etwas lebhafter. Die Preise sind Erzeugerpreise und verstehen sich ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund. Frankfurter SchLachw e«. markt. 49,4 M.M. Ausfuhrüberschuß im Dezember. 668 Mill. BM. Ausfuhrüberschuß im Jahre 1933. Die Handelsbilanz schließt im D e z e m b e r mit einem Ausfuhrüberschuß von 49,4 Millionen Mark gegen 42,9 Millionen Mark im November ab. DieEinfuhr belief sich auf 374,4 Millionen Mk; sie hat gegenüber dem Vormonat um 23 Mill. Mk. oder 6,6 v. h. zugenommen. Die mengenmäßige Steigerung war etwas geringer. Am stärksten gesteigert war die Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren mit 208,1 Mill. Mk. gegen 195,1 Millionen Mk. im Vormonat. Die Ausfuhr stieg von 394,3 Mill. Mk. auf 423,8 Mill. Mk. gleich etwa 7,5 v. h. Die Steigerung der Ausfuhr entfällt fast allein auf fertige Waren, deren Ausfuhr von 302,5 auf 331,4 Mill. Mk. stieg. Besonders stark haben sich die ausländischen Bezüge an Maschinen, eleklrotechnischen Erzeugnissen, chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen, Walzwerkserzeugnissen und sonstigen Eisenwaren c hbht. 3m Ja h r e 1 9 3 3 hat die A u s f u h r von 5739,2 Millionen Mark im Vorjahr auf 4871,4 Mill. Mark abgenommen. Der Rückgang ist teils auf gesunkene "preise, teils auf niedrigere Mengenumsätze zurück- zuführen. Die Einfuhr verminderte sich von 4636,5 Millionen Mark im Vorjahr auf 4203,6 Mill. Mark Mengenmäßig hat die Einfuhr den Vorjahresstand nur wenig unterschritten. Der Ausfuhrüberschuß war mit 668 Mill. Mk. um mehr alsein Drittel niedriger als im Vorjahr und um drei Viertel niedriger als im Jahre 1931, dem Jahre des größten Ausfuhrüberschusses. Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt deichlvssenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v H .trannur u. DI Berlin Jrankiun a.M Berlin Jranttun a. 2)1. Berlin Schluß» furd Schluß!. Abend- börse Schluß» kurs Schlußk Dlittag» börse Schluß« hir< Echlußi. Abend» börse Schluß» turs Schlußk. Mittag» börse Schluß« kurs Schlußk. Abend- börse Schluß« turs Schlußk. Dlinag- 'Datum 16.1 17-1 16.1 17.1. Datum 16.1 17.1- 16.1. 17.1. Datum 16-1. 17.1. 16.1- 17-1. •% Deutsche Reichsanleihe v 1927 96 95,75 96 95 4% vesgl. Serie II ..... 5,50 5,5 5,5 — Mansselder Bergbau .. ......0 27-75 27,5 85,75 44,25 199,5 85 37,25 10,65 6% et)em.7% Dt.Rcichsanl.v. 1929 btz"!-Doung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit Auslos.-Rechten DeSgl. ohne Auslos.-Rechte ..... 6% eticm.8% Hess. Bolköstaat 1929 100,20 100,13 100,20 100,25 5% Rumän. vereinh. Mente v. 1903 4,05 4 3,9 Kokswerke ...... ......0 85,65 45,13 199,75 86,25 38,25 11 112,5 150 95,5 97,75 95,25 97,25 95,5 98,13 95,65 97,25 4^,%Rumän.vereinh.Rentev.iS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. L%% Anatolier ..... 6,25 3,40 27 6,5 3,45 27,25 6,25 3,45 27 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl .... ......0 ..... 10 ......0 44,75 199,5 86,5 38 11,25 112 114 150,5 44 199,5 84,75 37,5 11,25 113 150 18,55 18,20 18,65 18,10 vamvurg-Amerika-Pake: ... o Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 Hansa-Dampfschifs..........0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 28,5 29,5 28 25 24,5 29,4 Bereimgte Stahlwerke. Ltavi Minen ..... ......0 ......0 (rückzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Sold R. 12 6%% Hess Landes-Hypotheken» bank Darmstadt Liaut 94,5 93 94,5 93 94.75 93,75 94,5 93 28,25 29,5 28 - 29,5 Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth ...... 6 ......6 . .. ?'/, 92,75 92,75 A.G. für Verkehrswesen ölkt. . 0 64,5 63,5 64,5 62,65 vbechessen Provinz-Anleihe mit Berliner Handelsgesellschaft ... 4 87,75 88 88 87,75 I. G. Färben-Industrie ...... 7 125,25 124,75 125,5 125 AuSlos.-Rechten 94 93,25 —— Commerz- und Privat-Bank 0 50,25 48,75 50,5 49,25 Scheideanstalt........ ...... 9 164,5 165 Deutsche Komm. Cammelabl. An- Deutsche Bank und Disconto- Goldschmidt ......... ......0 48 47,25 48,75 52 47,25 51,5 65,75 leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Iranks. Hyp.-Bank 96,65 96,65 96,75 96,80 55,75 61,5 166,5 54,25 60,5 167 56,25 61,5 166,5 55 60,5 166,9 RütgerSwerke ........ ....... 0 52 67 51,25 65,75 Dresdner Ban! .............. o Metällgesellschast...... ....... 0 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 <% «hem 7% Franks Hyp.-Bank 93 92,75 91,75 93,75 93 — — Reichsbank ............... 12 Philipp Holzmann 68 92 68 83,5 91 65 83 92 Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 614% ehern. 4%% Irankf Hyp.- Bank-Liqu.-Psanddriese W/o ehern 4V,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. 92,75 91,75 94 — A.G.G...................... Bekula..................... 0 telelrt. LieferungSgelellschaft... 8 Licht und Kraft .....g 26,25 120 91,75 99,9 53,5 88 26 120,25 91,5 98 52,25 87,25 26,13 119.25 91 99 26 120 90,5 98 Zementmers Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. Schultheis Patzenhoser V. V. V. 0 ......0 ...... 0 66 - 90 6% ehern. 8% Pr LandeSpsand» briefanstalt, Pfandbriefe R 19 94 94 94 94 Gesellsch.f.Eiektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität 5 88,13 91,25 101,9 52,5 87,25 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg ...........0 42,25 42,13 41,25 42 42.25 42 41.25 41,5 6% ehern. 7% Pr Landespfand. 94 Schuckert L Co. ........... 5 101,5 100,5 100,75 Heilltosf Waldhof ..... .......0 49.25 48 48,9 47,65 briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 Llernens & Halske 7 Zellstoff Aschaffenburg ......0 34 34 34 Eteuergutsch VerrechnungSkur» 97 97 97 97 Labmeyer S Co............. 10 143,5 141 Dessauer Gag ..... ....... 7 111,13 36,25 111,5 35 110 109,5 110 — Daimler Motoren..... .......0 36 35 4% Oeslerrelchtsche Soldrenre 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% deSgl. von 1913 6% abgest. Gvldmexikaner von 99 19,5 19,75 19,5 - Buderus .............. 0 73 7L5 73 71,75 100 56,5 Deutsche Linoleum .... Orenstetn L Koppel ... Leonhard Tietz ...... Jhabc .......... .......0 ....... 0 47,9 45,25 47,5 45,13 58,25 0,85 0,825 — — Deutsche Erdöl .............. 4 102 58 102 58 16,9 152,25 174,75 150 16 153 172,5 150,5 16,5 151,5 174 150,25 5,5 5,10 5,10 7 5,3 5,1 5,13 5,55 5,10 5,13 7,25 5,45 5,25 7,75 Gelsenkirchener ............ ö 56,5 .......10 15,75 152,5 150,25 Harpener ...... . q voelch Eisen-Küln.Neuessea .. 0 Ilse Bergbau e I>se Bergbau Genüsse....... « Klöcknerwerke .............. 0 ManneSmann-Röbrev......c 7,5 ■ 87,5 65,5 85,5 64,75 Aerumulatoren-Fabrik. Lonti-Gummi........ .......0 ...... 0 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 5,30 5,25 107,75 107,65 107,9 107,5 Grinner.............. 20,65 70,5 189 I 20,65 1 190 21,9 Sette l 5.40 5.5 5,4 — 57,5 59.75 56,5 59,5 57,5 GO 56,5 58,5 Mainkraftwerke Höchst a.M-.. 4 Südder kicher Nucker ........ 9 189 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M 16-Januar 17.Januar Amtliche Dotierung Amtliche Noiierun.. Geld Brie Geld Brie Helsingfoi».. 5,844 5,856 5,844 5,856 Wien....... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag....... 12,455 12,475 12,455 12,475 Budapeß ... —- —— eofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,33 168,67 168,73 169,07 Oslo....... 66,48 66,62 66,53 66,67 Kopenhagen. 58,99 59,11 68,27 59,14 59,26 Stockholm... 68,13 68,28 68,42 London ..... 13,205 13,235 13,235 13,265 Buenos Aires 0,693 0,697 0,700 0,704 Neuyorl .... 2,572 2,578 2,607' 2,613 Brüssel..... 58,24 58,36 58,34 58,56 Aralien..... 21,93 21,97 22,00 22,04 Paris...... 16,43 16,47 16,44 16,48 Schweiz .... 80,92 81,08 81,12 81,28 Spanien.... 34,62 34,68 34,72 34,78 Danzig..... 81,42 81,58 81,44 81,60 Japan ...... 0,789 0,791 0,789 0,791 Rio de Ian. . 0,224 0,226 0,224 0,226 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lisjado» .... 12,04 12,06 Banknoten 12,04 12,06 Berlin, 17. Januar Geld Brief1 _ Amerikanische Noten.............. 2,56 2,58 Belgische Noten.................. 58,18 58,42 Dänische Noten ................. 58,88 59,12 französische Noten............... 16,40 16,46 Holländische Noten........;...... 168,31 168,99 Italienische Noten................ 21,88 21,96 Norwegische Noten .............. 66,37 66,63 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten ............... _ _ Schwedische Noten............... 68,11 68,39 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 80,94 34,58 81,26 34,72 Ungarische Note»................