kn. M. 243 Erstes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch. 17. Oktober 1934 )tem jranhur/aÄain liess Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfilätsvuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Zchrtftle tung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Mengm?bsch?üsi^ 15 R tüchtigsten ist. Fast täglich finden sich ;en Berichte aus dem Bereich des in den □m Das Ziel der neuen Steuergesetzgebung )ecesund mit besonderer Aufmerksamkeit aufge- lonmen. z u zahlen haben als die Kinderermäßigungen bei mzabmachung 31 schwedischer Ji ier Ein unseres Volkes, im gewährt, wenn sie sich dann noch in einer Be - ginnen fern rourc Gleichzeitig wird tung. e r r e ch t s und eine E n t l a st u n ung der Berke B e r ü ck s i ch - w altu n g sowie auf eine st a r rau und jedes seiner Kinder, für das Das neue Einkommensteuergesetz erweitert bas frau und jedes seiner Kinder, für das Gesetz über Steuerfreiheit für Ersatz- ihm bei der Einkommensteuer Kinderermäßigung Beschaffungen in verschiebener Hinsicht. Es gewährt wird. Ein Lediger, welcher 50000 Mark ; gestattet .den buch führenden Gewerbetreibenden und Vermögen hat, wird daher künftighin 40 000 Mark versteuern müssen, ein Verheirateter mit zwei Kin- a biUißB Tel.» irgend möi gemäß wir! lagsverträ nicht in jedes einzelne Steuergesetz ausgenommen öffentlichen Rechtes aus der Zeit vor dem 30. Ja- vnkur- Zeichen eines gemäßigten > t e Besserung ist in- Dort gar r0e einte Nit .tat. )err. 'etne niuat nett tigung Wert gelegt worden. Bei diesen Verbesserungen der Steuervorschriften auf den verschiedensten Gebie- VeMHe des Aeichskabmetts. Berlin, 16. Okt. (DRB.) In der heutigen r u f s a u s b i l ö u n g befinden. Bei der Vermögens st euer tritt an die Stelle der bisherigen Freigrenze (20 000 Mark) ein Freibetrag von je 10 000 Mark für den Steuerpflichtigen, seine Ehe- •teil' Ile" «L iter Persönlichkeit wieder men. Die Reichsregierung hat Steuererleichterungen bei der Ren, >°lt. W „Die Reichsminister leisten bei Üebernahme ihres Amtes vor dem Führer und Reichskanzler folgenden Eid: „Ich schwöre, ich werde dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler treu und gehorsam fein, meine Kraft für das Wohl des Körper,.,,., ches, der Länder oder anderer Körperschaften des der kinderreichen Familien fen Kraft des Steuer- ehnliche Grundsätze sind für den Die allgemeinen Schwierigkeiten erhöhen sich beträchtlich, wenn — wie es in Dänemark so potncare wollte den Krieg fortsehen. Eine Enthüllung über den Waffenstillstand vom 11. November 1918. Paris, 16. Off. (DRV.) Lin Mitarbeiter der Zeitung „La Presse" Vourget-Pailleron gibt eine Unterredung wieder, die er vor einigen Jahren am Vorabend des Jahrestages des Waffenstillstandes des 11. November mit Poincare hatte. Poin- rare habe dem Gewährsmann ausdrücklich eingeschärft, seine Auslassungen nicht zu seinen Lebzeiten zu verbreiten. „Der Tag des Waffenstillstandes sei", so habe Poincare damals gesagt» „einer der unheilvoll- st en Tage der französischen Vergangenheit. Lr habe sich stets der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes an jenem Tage widersetzt. Die Feindseligkeiten seien an jenem 11. November eingestellt worden, weil Llemenceau mit Wilson und Lloyd George fürchtete, Deutschland allzu sehr zu schwächen. Llemenceau habe dem Marschall Fach, der wie Poincare den Krieg habe f 0 r l s e h e n wollen, den Waffenstillstand aufgenötigt, und zwar aus politischen Gründen. Llemenceau habe gewußt, daß jeder — in parlamentarischen Kreisen wie im Volke überhaupt — den Frieden ersehnte. Llemcn- ceau habe infolgedessen die erste sich bietende Gelegenheit zu einem Friedensschluß mit sicherem Vorteil benutzt. Er habe dabei nur seine eigenen künftigen Wahlerfolge im Auge gehabt. Llemenceau habe aber damit Frankreich einen schlechten Dienst erwiesen. Denn Deutschland habe seitdem seine Riederlage niemals mehr anerkannt. Wenn Frankreich 1918 seine Erfolge weiter ausgebaut hätte, wenn es auf feindlichem Voden die von Foch vorbereitete Schlacht gewonnen hätte, dann würde man einen für lange Zeit gültigen Friedensvertrag abgeschlossen haben. Das habe man nicht gewollt, und dos sei der Grund allen Uebels." Ernte« beiten chloß. friert, roar t ein i war Bri. stand 'ie er» tlichen Kitte, tiges Mich nbolf W- nau, von Nie Ms Der Emzemnternehmer. Nach nationalsozialistischer Auffassung soll i n d e r Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. zungsdauer fünf Jahre nicht übersteigt, schon im Jahre der Anschaffung voll abzuschreiben. Diese Abschreibungsmöglichkeit wird Reben biegen Zielen bringen die St-euergesetz, esentliche Vereinfachung der Verwal Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen gestattet den buchführenden................... — Landwirten, kurzlebige Gegen st ände, das sind Gegenstände, deren betriebsgewöhnliche Nut- G::ui) nach Stellungen, ja auch nur nach Möglichkeit r zur späteren Erringung an Positionen. Diese ernte wirtschaftliche Frage hat also alle freund- n iclurlichen Rücksichten überwunden: der pur- pruiK Mantel ehrwürdigen Universitätsgeistes ist Reue Gteuergesetze bringen Entlastung und Vereinfachung. Reichsmm-ster und Landesregierungen werden auf den Führer v.reidigt. — Wicht ge Gesetzesänderungen. gen, soweit sie nicht gleichzeitig Reichsminister sind, leisten bei Üebernahme ihres Amtes vor dem Reichsstatthalter, in Preußen vor dem Fi" Förderung der kinderreichen Familien. Die Förderung der Familie ist das Kernstück der Steuergesetze. Dem neuen Einkommensteuergesetz gemäß werden im Durchschnitt d i e Verheirateten etwa ein Drittel weni- Uirmharnn sollen Sperrforts errichtet und mit ipedtragenben Kanonen bestückt werden, in deren 'Zci^ßbereich sogar noch Kopenhagen liegt. Dieser Llm, dessen Durchführung runde 2,6 Millionen noch, aber eher mit der Tendenz zum Fallen. So ist es vielleicht auch zu erklären, daß ein allgemeines Geranne über eine alte Lieblingsidee des Staatsministers entstehen konnte: die Abschaffung des ßanbftings, das sich gerade jetzt der Regierung so unangenehm bemerkbar gemacht hat. Wie die parlamentarische Neuordnung im Einzelnen aussehen soll, weiß man nicht recht, aber daß der energische Minister sie über kurz oder lang in Angriff nehmen wird, scheint sicher zu sein. Damit würde ein Regulativ der parlamentarischen Wirksamkeit — sagen die einen —, ein überflüssiger Ballast — meinen die anderen — aus dem Wege geräumt werden. Stauning aber könnte bann noch leichter als bisher — „Starker Mann", ber er ist — seinen Willen, bzw. ben seiner Regierung burch- setzen. nuar 1933 über amtliche ober halbamtliche Veröffentlichungen sowie über bie Herausgabe von Zeitungen zur Aufnahme berartiger Veröffentlichungen unter Einhaltung einer Frist von fedjs Wochen zum Schluß eines Kalenberoierteljahres, spätestens jeboch zum 31. März 1935 gelöst werben können. Ein Gesetz über bie Förberung ber G e - treibeberoegung gibt ber Reichsstelle für Ge- treibe, Futtermittel unb sonstige lanbwirtschaftliche Erzeugnisse (RsG.) bie Möglichkeit, bie Aufnahme ■ auf d an ingen noch liilch-, Hchen [ter Derefunb, bie Meeresenge zwischen Dänemark ml Schweben, stellt im nörblichen Teil rein schwe- . «Les Territorium bar — auf Grunb einer besonder in Grenzabmachung zwischen ben beiben Län- Ingenieur hat nun einen •Jim entworfen, nach bem ber Sunb von schwebi- ch: Seite völlig militärisch gesperrt jenen kann. In ber Nähe von ßanbsfrona unb Folge bet großen Zahl von Hanbelsschissen stellt sich für Norwegen bie Notwenbigkeit ein, sehr stark ben Bewegungen ber internationalen Wirtschaft folgen zu können. Mit biefer Elastizität hat es nun (eine Schwierigkeiten. Wie ber norwegische Nationalökonom Keilhau kürzlich erklärt, hat bas Lanb noch an ben Nachwirkungen ber Kronensestsetzung bes Jahres 1928 zu leiben, bie einen gewaltigen Preisfall mit sich führte. Zwar ist ein Teil ber schäblichen Wirkung burch bas Abgehen von ber Golbparität überrounben — bie skanbinavischen ßänber finb im Jahre 1931 bem Wege Großbritanniens gefolgt — boch finb bie Hauptsorgen: bie Arbeitslosigkeit, bie kommunale Finanznot unb bie ßanbwirtschaftskrise nicht bezwungen. Auf biefen Gebieten versucht ber Staat, feine Mittel einzusetzen, aber hier, wie überall, haben planwirtschaftliche Eingriffe ihre Grenzen. ttlfcgebenb für bie so unfreunblidje Förberung iflhi!* große Arbeitslosigkeit, bie gerabe unter sc hvtvischen Akabemikern herrscht. Nach Beenbi- g 11g bes Stubiums beginnt oft eine verzweifelte beutschen Volkes einsetzen, bie Gesetze wahren, bie mir oblieg?nben Pflichten unparteiisch unb gerecht gewissenhaft erfüllen unb meine Geschäfte unparteiisch unb gerecht gegen jebermann führen, so wahr mir Gott helfe." Die Mitglieber ber ßanbesregierun= augenfällig bemonftriert würbe — auch noch p 0 - litische Hemmnisse bazukommen. Bei ber kürzlichen Reichstagseröffnung erklärte der Staatsminister Stauning, daß ber große Krisenplan zur Unterstützung ber ßanbwirtschaft von ber Regierung nicht mehr vorgebracht werben solle. Dieser Plan hatte bie Zustimmung ber ersten Kammer, bes Reichstags, gefunben, war aber bann vom ßanbfting zu Fall gebracht worben. Man sieht sich jetzt nach neuen Wegen um, aber bie bänische ßanbwirtschaft muß berroeil warten. Die Reichstagssitzung ftanb sonst im Zeichen eines gemäßigten Optimismus, eine leichte Besserung ist inzwischen eingetreten, bie Arbeitslosenzahl schwankt für , „ . . , . halten sie nur noch für Kavitalgesellschaften aufrecht. Zur Vereinfachung ber Gesetze bient auch bie Tatsache, baß bie Besteuerung ber verschobenen Grunb- begriffe, die für bie Besteuerung maßgebend sind. sprächen. Das Gesetz zur Aenderung bes Militär- strafgesetzbuches unb ber Militärstrafgerichtsordnung bringt eine Anpassung bes Militärstrafrechtes an bie inzwischen erlassenen Gesetze auf bem Gebiete bes allgemeinen Strafrechtes. Angenommen würbe ein Gesetz über bie ßösung von Verträgen öffentlich-rechtlicher schäften, wonach Verträge bes Rei- sioire Sicherung ber Kattegat-Passage, unb in bie- besinblichen Reichsminister, Reichsstatthalter unb 1 em Sinne kommentierten auch alle Blätter ben Mitglieber ber ßanbesregierungen finb unoerzüg- H[qi. Ein Kopenhagener Mittagsblatt schreibt, baß lich gemäß biesem Gesetz zu vereibigen." „.esnmter biefen Umftänben für eine kriegführenbe ( Im Anschluß hieran nahm ber F ten hanbelt es sich noch nicht um bie geplante großzügige Steuerreform, bie erst im Zusammenhang mit ber großen Reichsfinanzreform burchgeführt werben kann. Angenommen wurde ein Gesetz über das Ver - fteigerergeroerbe, durch bas gewisse Miß- (tänbe beseitigt werben unb bie ©runblage für bie Säuberung bes Gewerbes von unzuverlässigen Personen geschaffen wirb. Das Gesetz zur Aenberung bes Genossenschaftsgesetzes bringt bie seit langem geplante Reform ber genossenschaftlichen Prüfung. Ein Gesetz zur Aenberung von Vorschriften über bie Zwangsvoll st reckung bereinigt einige gesetzgeberische Fragen bes Dollstreckungsrechtes, bie nicht bis zur Gesamtreform zurückgestellt werben konnten. Jnsbesonbere enthält bas Gesetz auch eine Aenberung ber Vorschriften über bie Pfän- bung von Gehalts-, ßohn- unb ähnlichen An- politische Streiflichter aus dem Norden. Von umerem B -Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Stockholm, Oktober 1934. Die konsequente Innehaltung einer allseitigen Neu- kn ität hat Schweben nicht gehinbert, sich eine tflagträftige militärische Truppe z u d): ffcn unb sie weiterzubilben. Von ben skanbinavi- chii ßänbern ist Schweben zweifellos biejenige Rcion, bie am stärksten militärisch interessiert unb gesetze gehen auf biesem Wege weiter. Sie beseitigen bie Ka pi t a l v e r k e h r sst eue r 'onalgesellkschaften völlig und bern braucht bei bem gleichen Vermögen nur 10 000 Mark versteuern. Auch bei ber Erbschaftssteuer werben Freibeträge eingeführt. Sie betragen für Kinber 30 000 Mark unb für Enkel 10 000 Mark. Daneben bleiben bie Steuerermäßigungen für Hausgehilfinnen in Kraft. Auch bie Ehestandsbarleyen werben in ber bisherigen Weise weitergewährt werben. gerungen Berichte aus bem Bereich bes Heeres, Sitzung bes Reichskabinetts würbe zunächst ein N düngen über Manöver, Veranstaltungen ber Gesetz über ben E i b ber Reichsmini st er lirvclnen Truppenteile unb Nachrichten von neuen unb ber Mitglieber ber ßan’besregie® miickärischen Erfinbungen. Weil man aber in Skan- jrungen angenommen. Danach erhält ber § 3 Jimoien weiß, baß Schweben allgemeines Verstäub-' Absatz 1 bes Gesetzes über bie Rechtsverhältnisse lis für seine Friebensliebe gerabe baburch zu wecken, bes Reichskanzlers unb ber Neichsminister (Reichs- in. zu vertiefen sucht, baß es. sich ein starkes! ministergesetz) vom 27. März 1930 in ber Fassung l)eir hält, barum hat man bie Nachrichten von bes Gesetzes vom 17. Oktober 1933 folgenbe Fassung: chwebischen B e s e st i g u n g s p l ä n e n am5 ........ von (Betreibe burch bie RsG. auch bei ber Dermin« berten Ernte sicherzustellen. Schließlich würbe ein Gesetz über bie Errichtung einer beutschen Verrechnungskasse angenommen, bas zur Durchführung von Abkommen mit auslänbischen Regierungen, Zentralnotenbanken ober im Auslanbe amtlicherseits zugelassenen Verrechnungsstellen, welche ben Zahlungsverkehr ganz ober teilweise auf ber ©runblage ber Verrechnung regeln, notroenbig geworden war. ein, Mantel ehrwürdigen Universitätsgeistes ist ' ah$f reift, unb ber schlvtternbe Straßenanzug mo- p^rre' Kvnkurrenzangst kommt zum Vorschein ... Dior ro e g e n hat, was nicht allgemein bekannt Hbirfte, diebrittgrößteHanbelsflotte d e Welt. Augenblicklich ist I a p a n im Begriff, dek Aorbland diesen Platz ftreitig zu machen. Als (r|d)emt täglich, außer tenntogs und Feiertags leilafltn* Die Illustrierte f ieiener Familienblätter |,eimat im Bild Die Scholle Nsnatr-Bezugsprets: qit 4 Beilagen RM. 1.95 cihne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 jUch bei Nichterscheinen pn einzelnen Nummern jfolge höherer Gewalt Xernsprechanschlüffe grter Sammelnummer 2251 Lftschrist für Drahtnach« rchten: Anzeiger Gießen irr Bereinigung ber Stockholmer «Stubenten an dH berühmten alten Universitätsstabt Upsala hat mfc überroältigenber Mehrheit ben äberraschenben TZectkluß gefaßt, an bie Universitätsbehörben bie ^toung auf Ausschluß aller auslän - dilijcy en Studierenden zu richten. Begründet die Resolution mit ber zunehmenben Konkur- bie nichtschwebische Stubierenbe ben Akabe- bes eigenen ßanbes auf allen benjenigen dl ten machen, zu benen bas Hochschulstubium 1 Zutritt vermittelt, ©egen ben Beschluß ist von Iciiebenen Seiten Front gemacht worben — Un- Berufung auf bie Freiheit ber Forschung unb Loyalität ber Wissenschaft. Diese Abwehr anbert ht- an ber Feststellung, baß bie Stockholmer - »ubi-nten ihre Kommilitonen aus Dän e m ark u.tti Norwegen nicht haben wollen — immerhin ^ine bemerkenswerte Einstellung gegenüber ben yiafrearlänbern. Zur Zeit stubieren sehr viele ft 17«! Dänen unb Norweger jn Upsala, unb wenn auch von ber Veröffentlichung bes Beschlusses bis x 11: (öentueüen Verwirklichung noch ein weiter Weg ftii Dürfte, so ist boch jebenfaUs eine ernste Spalts vz in ber skanbinavischen Stubentenschaft spür- bir ,reien Einkommensteil maßgebenb. Aus bem Jragen. Zusammenwirken aller biefer Umftänbe ergibt sich 2."F örderung ber Familie, im Zusom- eine große steuerliche En11astung ber menhang damit Verwirklichung bes volkspolitischen Kinberreichen, unb zwar ist bie Entlastung Gedankens. um s v größer, je größer bie Zahl ber . ~~ I 3. Betonung des Wertes der Persönlich- Kinber ist. Die Kinbererrnäßigungen werben ischluß hieran nahm ber Führer unb feit unb der persönlichen Verantwortung in ber bis zum 25. ßebensjahr ber Kinber Reichskanzler bre Vereibigung ber Reichs- Wirj,schuft. 1 " ...... ' 1 • mLn * , u. 1 Reben diesen Zielen dringen die St-euergesetze eine Das Relchskabmett verabschiedete sodann eine wesentliche V Reihe neuer S t'e u e r g e s e tz e. Bei diesen ist be- • sonders auf eine Vereinfachung des Steu - ,^sninter diesen Umstände . ! Nacht ein allzu kühnes Beginnen sein würde, in ilen Sund einzudringen." Gleichzeitig wirb von «irfi rer Seite auch ausgerechnet, baß bie Treff- sithl-heit ber Geschütze, bie etwa vom ßanbe aus ttii^sschiffe beschießen, um ein vielfaches größer i t ( s bie ber Schiffsgeschütze. ! D«ss naive Rechnung ist sicher nicht ohne ben SB.r — in biesem Fall: ganz Skanbinavien — ge- r lüctl, unb man weiß auch, wem biefe theoretischen tschüsse zu gelten haben. Die englischen ‘ iria ndwÜnsche haben hier nämlich sehr be- 1 irr.ll)igenb gewirkt. Nicht nur Dänemark, bas ji(t h rett von einem Anschluß Jslanbs an Englanb Berlin, 17. Okt. (DNB.) Der „Völk. Beobach.' ge r Steuern zu zahlen haben als die ter" veröffentlicht zur Frage der neuen Steuergesetze Lebigen. Die Kinbererrnäßigungen bei eine Darstellung von sachverständiger Seite. Darin ber Einkommensteuer unb bei ber Bürgersteuer heißt es u. a.: (werben sehr viel größer sein als bisher. Die Ziele der Steuergefttze sind im Abolf-Hitler- Früher war ber Betrag ber Kinberermäßigung für Staat im wesentlichen auf brei große Gedanken ab- alle Einkommen gleich. Dem neuen Einkommen- gestellt: | steuergesetz gemäß richtet sich die Kinberermäßi- | 1. Kamps um bie Verminberung ber gung nach ber Zahl ber Kinber unb ber Arbeitslosigkeit, bamit um die Gesundung wirtschaftlich der «sozialen, wirtschaftlichen unb finanziellen Lage pflichtigen. Ae n - , . . . r . iif „ . . unseres Volkes, im Zusammenhang damit Lösung (teuerfr ’ 'Lim, dessen Durchführung runde 2,6 Millionen Reichsstatthalter, m Preußen vor dem Führer und dringender wirtschaftlicher Fr---- Ihmen erfordert, bedeutet für Schweben eine sehr Reichskanzler, benf eiben Gib. Die im Dienst 2. Förberung ber F sch 0 n für bas gegenwärtig laufende Jahr gelten. Das bisherige U m fa tz steuergesetz belastetes ben Lager haltenden Großhandel mit einer Umsatz- steuer von 2 v. H. Unterhielt der Großhändler kein Lager, so war er steuerfrei. Folglich schränkt der Binnengroßhandel seine Lagerhaltung so weit wie irgend möglich ein. Dem neuen Umsatzsteuergesetz gemäß wird, von einigen Massengütern abgesehen, 9BirHd)af t chJ e Pe jeder Binnengroßhandel mit einer ^hr zur Geltung kommen. I 0,05 v.H. belegt, gleich- ^ur(^ dns Gesetz über Ster gültig, ob dieser Umsatz das Lager des Bmnengroß- Umwandlung und bei der Auflösung von Kapital- Händlers berührt oder nicht. Der Binnengroßhandel gesellschaften einen Anreiz geschaffen für die Um« roirö also darangehen, je in e La g e r wieder Wandlung von Kapitalgesellschaften a u fz u f u Ile n. Seme Auftrage werden zur Der-Einzelunternehmungen oder offene Minderung der Arbeitslosigkeit weitgehend beitragen, ^ondelsgesellschaften und dergleichen. Die Steuer- ileit'ffcn werben würbe, fonbern auch Schweben u n. Norwegen finb sich in einer gewissen — i narren — Abwehrstellung einig geworben. Die viel ilishitierte skanbinavische Einheitsfront ist sicher Hilf so stabil, als baß sie etwa zu irgenbeinem e leit infamen politischen Schritt vorwärts taugen 1 ßntte. Sicher hält sie aber Stanb, wenn es gilt, nich nach rückwärts gebrängt zu werben. Daß aber eimietwaige Jslanb-Annektierung — eine friebliche Slmognung, versteht sich — für bie skanbinavischen Xlän er einen berartigen „faux pas" barstellen tiitie, darüber finb sich sogar die bänernark-un- f uu iblic^en Norweger einig. & biefer Situation ist bie Skanbinavien- r ei e Ebens von befonberer Bebeutung. Schon j ch vvirb betont, baß bie Fahrt rein privater Na, tl 2i, baß sie keinerlei offiziellen Charakter trage, fiiTb rn baß sie auf bie persönliche Einlabung bes s.tzvibischen Völkerbunbspräsibenten Sanbier zu- r Pc^he. Diese Vorschuß-Dementis scheinen auf eitler immerhin interessanten Verlauf ber Bespre- d)in:.en hinzuweisen ... en.uuro) aoer aucy Frankreich, g „ laui auftofie tommen ’ §teUun8 311 nehmen und das alles nur 01 en öeDt*' "^emgeu, die bls-lGrund untoutrollisrter Gerücht4, Pg. von zur Staatssekretär Reinhardt spricht heute im Rundfunk. Berlin, 16. Okt. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt spricht am Mittwoch, 17. Oktober 22 bis 22.20 Uhr über alle deutschen Sender neuen Steuerreform. 18 Patronen und mit einem Gürtel versehen, und eine automatische Walther-Pi st ole 6,35 Millimeter, geladen mit sechs Patronen, und 33 Patronen aus gehärtetem Stahl. An der 9ahre König Alexanders. Belgrad, 17. Okt. (DNB.) Seit den frühen Morgenstunden zieht die Bevölkerung von Belgrad in unabsehbaren Reihen an der Bahre des Königs Alexander vorbei. Der Menschenstrom ist ununterbrochen in langsamer Bewegung. Vier Offiziere halten an der Bahre, die von zahlreichen Kerzen umrahmt ist, die Ehrenwache. Im Hintergrund des Gemaches flammt ein umflortes Kreuz mit weißem Licht. Darunter liegen die Krone und die Orden des Königs. Der Boden ist mit weißen Chrysanthemen bedeckt. Der Andrang der Bevölkerung ist so stark, daß in der inneren Stadt der Verkehr ins Stocken geriet. Viele zehntausend Menschen harrten trotz kalten Regenwetters stundenlang aus, um einen Blick auf die Bahre werfen zu können. Um 12.30 Uhr erschien das gesamte d i p l o m a t i s che Korps mit dem päpstlichen Nuntius P e l l e g r i n e t t i an der Spitze am Sarge des Königs und legte einen großen Lorbeerkranz nieder. Am Mittwoch wird im Auftrage des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß der Landesvertrauensmann der NSDAP, in Südflawien Oberingenieur Neuhausen einen Kranz mit den Farben des neuen Deutschland und der Inschrift „Dem königlichen Frontkämpfer die NSDAP." niederlegen. Die deutschen Abgeordneten Kraft und Moser sowie der Senator Grasse legten an der Bahre vier Kränze für d i e Organisationen der deutschen Volksgruppen in Südsla- w i e n nieder. An den Beisetzungsfeierlichkeiten des Königs Alexander wird auch der ehemalige Ministerpräsident und Führer der Slovenischen Mazedonische Terroristen organisierten undverübiendasMentatvonMarseillk Oie Personengleichheit des Mazedoniers Georgieff mit dem Mörder König Alexanders festgestettt. Volkspartei Dr. Koroschetz teilnehmen, b« am Sonntag in Split eine Erklärung abgegeben hatte, mit der er die Beendigung seiner bisherige! oppositionellen Haltung gegenüber Belgrad ankün^ digte. Er befindet sich bereits auf dem Wege nach! der südslawischen Hauptstadt. Ebenso sind die beiden Führer der ehemaligen Partei der bosnischen Muselmanen Dr. Spacho und Dr. j)raN nitza nach Belgrad abgereist, um dem Begräbnis des Königs beizuwohnen. Auch diese befanden sich bisher in Opposition. Sie sind ebenfalls entschloß sen, ihre bisherige Haltung aufzugeben. Göring vertritt die Wehrmacht in Belgrad. DNB. Berlin, 16. Okt. Der Führer uni Reichskanzler hat in feiner Eigenschaft als oberster Befehlshaber der Wehrmacht den preuß. Ministerpräsidenten, General Göring, als Sonderbevollmächtigten zu bet Trauerfeier anläßlich der Beisetzung des Königs Alexander von Jugoslawien nach Belgrad entsandt. In der Begleitung des Ministerpräsidenten Göring befinden sich als weitere Vertreter der Wehrmacht der Generalleutnant B l a s k o w i tz und der Kapitän zur See Freiherr von Hars- d o r f. Ministerpräsident Göring wird mit seiner Begleitung am Mittwochfrüh mit dem Flugzeug nach Belgrad starten. Der Führer und oberste Befehlshaber der deutschen Wehrmacht bringt mit der Uebertragung der ehrenvollen Mission an einen seiner nächsten Mitarbeiter die besondere Verehrung und Hochachtung zum Ausdruck, die der deutsche Soldat für den verewigten König empfindet. General Göring wird am Sarge des Königs einen Kranz nfrberlegen mit der Inschrift: „Ihrem einstigen heroischen Gegner in schmerz- llcher Ergriffenheit die deutsche Wehrmacht." Frankreichs Bündnispoliiik Laval bespricht sich mit Benesch. Paris, 17. Ott. (DNB.) Funkspruch.) Der neue französrsche Außenminister Laval hatte mit dem zur Beerdigung Barthous nach Paris gekommenen tschechoslowakischen Außenminister Bene sch eine mehrstündige Unterredung, der auf Wunsch Lavals auch der französische Gesandte in Prag Noel beiwohnte. Noel war seinerzeit von Laval aus dem Innenministerium ins Außenministerium übernommen worden. Seine Ernennung zum Gesandten in Prag erfolgte kurz vor dem Rücktritt des Kabinetts Laval. Es .ft nicht ausgeschlossen, daß Laval seinen früheren langjährigen Mitarbeiter jetzt häufiger heranzieht, wenn es gilt, außenpolitische Fragen zu beraten. a 0 ,,2R a ti n" fdjreibt zu der Unterredung zwischen Benesch-und Laval man habe Über alle im Vorder- gründe des Interesses stehenden Fragen politischer Ärt gesprochen. Die politischen Auswirkungen des Marseiller Anschlaaes hät, ten Li- Aufmerflamk-it der beii>en Außenminister besonders stark in Anspruch genommen. Man habe ferner über die Arbeiten des Völkerbundes ge prochen und sei darin einig gewesen, daß alles getan werden müsse, um die Ü n a b h ä n g i g k e t Veste rrei ch s zu garantieren und die im Völker- bund nach dieser Richtung seit Monaten eingelegten Bemühungen fortzusetzen. u Die Vorbereitung der Volksabstimmung im Saargeb ie t sei ebenfalls Gegenstand des eingehenden Meinungsaustausches gewesen. In der letzten Zeit habe man von einer angeblichen Vertagung der Volksabstimmung (?!) sprechen hören Obgleich nach dieser Richtung eine klare Stellung- ."°hme fehle, könne man es als feststehend betrach- ten, daß der Dolksabstlmmungsausschuß die Wahllisten einer genauen Pru ung unterziehen müll- nnh diese Arbeit eine gewisse Zeit in Anspruch Ä men konnte. xv J 1 nrt7r*llt)re r der französischen Regierung die Absicht zu, sich noch mehralsbisherSow- jetrußland zu nähern und erklärt baft in allernächster Zeit ein S i ch e r h e i ts a b k ö m m e n zwischen Frankreich und Sowjetrui Ausruf derFührmn der deuffchenFrauen zum Winterhilfswerk. 23 er 1 i n, 16. Okt. (DNB., Die Führerin der deutschen Frauen veröffentlicht folgenden Aufruf: Der Winter steht vor der Tür, Notzeit von Millionen Volksgenossen, die unverschuldet das Opfer der verantwortungslosen politischen und falschen Wirtschaftsführung der vergangenen Jahre geworden sind. Der Führer hat uns erneut im Winter- h'lfswerk zu Hilfe und Tat auf gerufen, (rr vertraut auf uns. So wollen auch wir Frauen an das Winterhilfswerk als an eine große Aufgabe Herangehen, die uns Gelegenheit gibt, das Vertrauen , das der Führer in uns fetzt, durch unfere ßeiftungen zu rechtfertigen. UBir wollen unfere Arbeit für das Winterhilfswerk als unsere besondere Verpflichtung gegenüber dem Führer und dem Volk sehen. Nicht die durch Organisation zu schaffenden und durch Zahlen zu bemessenden Werte sind es im Letz- ten, die zu seinem Erfolg führen werben, sondern es geringen Einkommens zur Einkommensteuer nicht herangezogen werden, erhalten die Plakette gegen Zahlung von monatlich 0,25 Mark. Die auf diese Weise gespendeten Beträge sind von den Arbeitgebern zu sammeln und der ^uftänbigen WHW.-Dienststelle zu überweisen. Angehörige der freien Berufe und Gewerbetreibende zahlen diese Spenden unmittelbar an ihre zuständige WHW. -Die n ststel le; die Eintopfgerichtspenden bleiben von dieser Regelung unberührt. Die Landwirtschaftlichen Hochschulen in Preußen. Berlin, 16. Okt. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Göring fand ein preußischer Ministerrat statt. Zur Beratung des Staatskommissars der Stadt Berlin wird diesem ein Provinzialrat zur Seite gegeben. Damit ist die staatliche Berfelbftänbigung der Hauptstadt Berlin zum Abschluß gebracht. Das Streben nach einer Vereinfachung und Ermäßigung der Kosten in der Verwaltung und nach einer Verallgemeinerung der gesamten Bildungsgrundlagen führte zu dem Beschluß, die Landwirtschaftlichen Hochschulen in Berlin und in Bonn-Poppelsdorf sowie die Tierärztliche Hochschule in Berlin als f e l b ft ä n ■ bige Leh ran st alten aufzugeben unb sie in ben Lehrkörper ber beiben Universitäten Berlin bzw. Bonn einzubauen. Zur Ausnutzung ber heimischen Bobenschätze unb zur Förberung ber deutschen Rohstoffversorgung verabschiebete ber Ministerrat ein Gesetz, burch bas bie Ausbeutung ber in Preußen vorhanbenen Phosphorit- Vorkommen staatlich geregelt wirb. Der Attentäter ein vielfacher Mörder. B e l g r a b, 17. Okt. (DNB.) Nach ben bei ben Belgraber Amtsstellen aus Marseille eingetroffenen Nachrichten ist jetzt unzweifelhaft festgestellt, daß ber Attentäter ber Mazedonier W1 ada Georgieff ist. Neben ben Fingerabbrücken bestätigen auch anbere Kennzeichen bie Personengleichheit beiber. Der Täter hatte ebenso wie Georgieff eine Blinbbarmnarbe. Die Kennzeichen einer weiteren Operation, bie Tätowierung, bie Größe unb bie ganze Personenbeschreibung timmen ebenfalls vollkommen überein. Georgieff war bie rechte Hanb bes mazebonifchen Führers Michailoff. Er galt als ber beste Pistolen- schütze bes fianbes unb fanb als solcher häu- ig Betätigung. Obwohl ihm in Bulgarien nur zwei Morbe nachgewiesen werben konnten, glaubt man, baß er im ganzen ungefähr 30 Men- chen getötet habe. Trotzbem sei nicht anzunehmen, baß er technisch bie Marseiller Bluttat organisiert habe. Der Verbacht, ben Anschlag o r - ganifiert zu haben, falle vielmehr auf einen gewissen Cyrill Drangoff, ber von Michai- loff als Auslanbskurier verwenbet werbe. Von biesem wisse man schon seit einiger Zeit, wo er sich aufhalte. Malnys Geständnis. Unmittelbar vor dem Attentat neben dem Mörder in der Volksmenge. Paris, 16. Okt. (DNB.) Der im Walde von Fontainebleau verhaftete Malny, der Helfershelfer bes Marseiller Mörders, soll eingestanden haben, daß drei Verschwörer mit falschen ungarischen Pässen aus B u b a p e st nach Zürich gekommen eien unb dort die Beauftragten Dr. Pawelitschs, Surf unb Kramer, getroffen hätten. I n Lausanne hätten sie sich neu eingefleibet unb ich später in zwei Gruppen nach Frankreich begeben, um dort den Anschlag auszuführen. Malny tarn am Tage des Anschlags mit dem Mörber zusammen um 14.30 Uhr in Marseille an unb hielt ofort nach einer günstigen Stelle zur Ausführung der Tat Umschau. Beide warteten in der Volksmenge auf bie Ankunft bes Wagens bes Königs. Dabei habe er, so erklärte Malny ben französischen Polizeibeamten, plötzlich Beben- k e n b e f o m m e n , ba er im Falle ber Durchführung bes Anschlages auch noch anbere Personen gefährdet gesehen habe. Er habe daraufhin von seinem Plan Abstand nehmen wollen unb habe sich infolgebeffen aus dem Staube gemacht aus Angst, von dem Mörder nieder- gejchossen zu werden. Eine Haussuchung in dem Hotelzimmer, das die Terroristen i n A i x bewohnt haben, förderte zwei unter der Bettmatratze oersterfte Bomben unb einen Revolver zutage. Die Bomben waren von bemselben Modell wie bie, die in ber Tasche bes Attentäters in Marseille gefunden wurde. Der Koffer der Attentäter in Lausanne gefunden. Lausanne, 16. Okt. (DNB.) In Lausanne war es ausgefallen, baß sich bie Attentäter von Marseille, bie ohne Gepäck eingetroffen waren, mit n.euen Anzügen ausgeftattet hatten unb beim Verlassen ihres Hotels einen großen Koffer rnitführten, ben sie in Lausanne g e - Tauft hatten. Am Montag wurde nun im Hand- gepackraum des Lausanner Bahnhofs ein Kofferentdeckt, ber am 28. September aufgegeben En war unb ber auf bie im Besitz ber Polizei befindliche Beschreibung paßte. Man fanb in ihm die alten, äuherst unsauberen Kleine r ber Terroristen sowie bie von den neuen Äleibern entfernten Firmenbezeichnungen o o n La ufanner Geschäften. In bem Kof- Jer befanben sich außerbem eine automati ehe Mauserpistole 7,65 Millimeter, geloben mit her geglaubt hatten, Laval werde davon Abstand nehmen, weil er bie Möglichlichkeit einer deutsch - französischen Annäherung nicht schmälern wolle, würden sicherlich enttäusch! fein. „Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß man bei der nächsten Sitzung des Völkerbundes den Dorsch lag Litwinows wieder aufnehmen werde, den Abrüstungsausschuß in einen ft ä n b i g e n Os« schuß zur Aufrechterhaltungdes Frie« oens umzuwandeln. pariser pressehehe gegen Ungarn Paris, 16. Okt. (DNB.) Der Außenpolitiker der „Echo de Paris", P e r t i n a x, behauptet, die moralische Verantwortung Ungarns gehe schon setz! deutlich aus der Untersuchung hervor. Wenn die ungarische Regierung behaupte, daß das Terroristenlager in Janka Pußta im April geschlossen worden sei, so gebe sie damit zu, daß ein solches Lager an der südslawischen Grenze unterhalten worden sei. Man könne den Marseiller Anschlag deshalb auch nur unter Berücksichtigung dieser Tatsachen betrachten. Es sei sehr wahrscheinlich, dah die Kleine Entente die Einberufung einer außer« ordentlichen V ö 1 k e r b u n d e s r a t ssitzung fordern werde, um ihm die Angelegenheit zu unter« breiten. Das „O e u v r e" wendet sich gegen diejenigen, die den Marseiller Anschlag zum Vono^ nehmen, um gewisse Staaten ohne greifbare Beweise der Täterschaft zu beschuldigen. bedrohe in leichtfertigster Weise den europäische," Frieden, wenn man ohne sichere Grundlage unga11* fd)e Staatsmänner der Mittäterschaft beschul^ und damit die südslawische De f f entl,d)' f e i t gegen Ungarn und seine politischen Fahrer a u f h e tz e und gleichzeitig Italien zwinge, mg seines Wunsches nach einer Annäherung an SE flamten sich auf die Seite Ungarns gegen Sw>« slawien zu stellen Notgedrungen zwinge man dadurch aber auch Frankreich, gegen Italien ' • • " - nur oUl sind im Letzten immer die wenigen Kräfte bie wir bereit sind, in eine Aufgabe einftrömen zu laßen. Darum, deutsche Frauen, rufe ich euch auf, auch in bie|em Winter nicht rnüde zu werden trn starcen Stauben und im freudige n O p f e r! Dann beweisen wir durch einen Nationalsozialismus der Tat, daß das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu der großen Schicksals- und Lebensgemeinschaft unseres Volkes auch in uns Frauen lebendig ist. Gertrud Scholtz - Klink. Der Erwerb von Monats- Türplaketien des WHW. Berlin 16. Okt. (DNB.) In diesem Winter kommt der 'Monatstürplakette des WHW. eine besondere Bedeutung zu. Sie soll ein Beweis dafür ein baß der Inhaber dieser Plakette ein feiner wirtschaftlichen Lage entsprechendes Opfer zum WHW. gebracht hat. Der Reichsbeauftragte für das WHW. gibt hierzu bekannt, daß einen Anspruch auf Aushändigung der Plaketten haben: t , 1 Diejenigen Lohn- und Gehaltsempfänger, die in den Monaten Oktober, November unb Dezember 1934 eine Abgabe in Höhe von 20 v. H. unb in ben Monaten Januar, Februar unb März 1935 eine Abgabe in Höhe von 15 v. H. ihrer Lohnsteuer an bas WHW. leisten. 2. Gewerbetreibende, Angehörige der freien Berufe unb Fe st besoldete, bie zur Einkommen st euer veranlagt werden, soweit sie monatlich eine Abgabe in Höhe von 3 v. H. des für das Jahr 1933 veranlag- ten Einkommensteuer - Betrages dem WHW. entrichten. (Kapitalsgosellschaften unterliegen einer besonderen Regelung.) Lohn- und Gehaltsempfänger, die wegen ihres I wurde, sondern daß ein besonderes Steuer» a n p ass ungsgesetz vorgesehen ist. Paragraph 1 dieses Gesetzes lautet: „Die Steuergesetze sind nach nationalsozialistischer Weltanschauung auszulegen". Dies bedeutet, daß bei der Anwendung der Steuergesetze und im Rahmen ber von biefen gegebenen Bestimmungen bie Grundsätze bes Nationalsozialismus ausschließlich au gelten haben. Eigennutz ber Wirtschaftenben unb bureau- kratische Engherzigkeit bürfen nicht mehr zu Worte kommen. Die neuen Vorschriften für die Zwangsvollstreckung. DNB. Berlin, 17. Okt. Zu bem neuen Gesetz zur Aenberung ber Vorschriften über bie Zwangsvollstreckung schreibt ber „Völkische Beobachter": Das aus ber Wirtschaftskrise erwachsene Voll- st reckungsnotrecht befindet sich, nachbem ber Tiefstanb nunmehr überrounben ist, seit Enbe vorigen Jahres im Stabium eines behutsamen A b - Baues. So besteht zum Beispiel beim Mobiliarvollstreckungsschutz, ber an sich mit bem 31. Oktober b. I. ablaufen würbe, bie Notwenbigkeit, eine Uebergangsbeftimmung zu schassen, ba die wirtschaftliche Gesundung des gewerblichen Mittelstandes noch nicht weit genug fortgeschritten ist, um etwa schon jetzt den völligen Verzicht auf bie notrechtlichen Schutzvorschriften rechtfertigen zu können, ein weiterer Abbau anbererseits aber brin» genb erwünscht ist. Nach bisher geltendem Recht find unpfänbbar Kleibungs stücke usw., soweit sie für ben Bebarf bes Schuldners und zur Erhaltung eines angemessenen Haushaltes unentbehrlich sind. Die gerichtliche Praxis hat noch vielfach daran festgehalten, das Schwergewicht auf das Wort „ u n e n tb e h r l i ch " im Gegensatz zu , a n - gemessen" zu legen und damit ber Vorschrift einen so engen Inhalt gegeben, daß sie den Bedürfnissen bes praktischen Hebens nicht voll gerecht werben konnte. Nach bem neuen Gesetz soll vor bem Pfänbungs- zugriff ber Gläubiger alles gesichert fein, besten ber Schulbner zu einer angemessenen, bescheibenen Lebens- und Haushaltführung bedarf. Weiterhin dehnt das neue Gesetz den Pfändungsschutz für Dienst - kleidungsstücke, der bisher nur Offizieren und Soldaten zustand, auf alle zum Tragen von Dienstkleidung berechtigten Personen aus. Damit ist auch bie Frage ber Pfänbbarkeit von SA. - Uniformen in oerneinenbem Sinne klargestellt. Eine wichtige Aenberung der Zwangsvollstreckungsverorbnung besteht barin, baß zukünftig es nicht mehr jeder Gläubiger in ber Hand hat, einen zahlungsunfähigen Schulbner zum Dffenbarungseib zu zwingen. Nach bem neuen Gesetz wirb bie Pfänbungsgrenze ? von bisher 165 NM. im Monat a u f monatlich 150 RM. gesenkt. 150 RM. würben unter 1 Berücksichtigung ber Jnbexverhältnisse bem Vor- 1 kriegssatz von 125 RM. entsprechen. \ Die Reform des genoffenschast- : Wen priisungswesens. Berlin, 16. Okt. (DNB.) Die Aenberung des 1 Genossenschaftsgesetzes bringt die seit langem geplante Reform ber genossenschaftlichen Prüfung. Sie ist keine bloße Bilanzprüfung, sondern erstreckt sich auf die gesamten Einrichtungen, , bie Vermögenslage unb bie Geschäftsführung ber Geiossenschaft. Die Prüfung ist über bas ganze Jahr zu verteilen und dabei sowohl die letzte vorliegende Bilanz zu prüfen als auch die Geschäftsführung einer Nachprüfung zu unterwerfen. Die Prüfung hat mindestens in jedem zweiten Jahre stattzufin- ben. Es wird ausdrücklich bestimmt, daß die Genossenschaft durch den Verband geprüft wirb, bem i sie angehört. Das Gesetz beseitigt bie Freiheit bes , Anschlusses, läßt aber bie Vorschriften über die Verbandszugehörigkeit von gemeinnützigen Woh- 5 nungsunternehmungen, bie nicht eingetragene Ge- ! nostenschaften sind, unberührt. Zur Unterstützung l des Derbandsvorstandes muß mindestens ein Prüfer , angestellt werden, der als genossenschaftlicher Wirt- , schaftsprüfer öffentlich bestellt ist. Die genossenschaft- ' liche Prüfung hat sich nicht nur darauf zu erstrecken, ob die Bilanz nebst der Gewinn- und Derlustrech- nung ordnungsmäßig aufgestellt ist, und ob die Bewertungen ben gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, sonbern auch barauf, ob bie gesamte Geschäfts- unb Krebitpolitik ber Verwaltung der Genossenschaft den besonderen langjährigen genossenschaftlichen Er- ' sahrungen entspricht. Der Hauptteil der genossen- 1 fchaftlichen Prüfung besteht sodann darin, die Ge- 1 nosserischaften zu veranlassen, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Den Prüfungsverbänden und den Prüfern sind entsprechende Handhaben gegenüber den Organen der Genossenschaft gegeben, sie können eine außerordentliche Generalversammlung zwecks Beschlußfassung über die Be- feitigung festgestellter Mängel einberufen. Eine so- 1 fodige Inkraftsetzung bes ganzen Gesetzes ist noch nicht möglich, ba bie gemeinsame Regelung ber öffentlichen Bestellung von Wirtschaftsprüfern unb 1 von genossenschaftlichen Wirtschaftsprüfern einen ge- ■ wissen Zeitraum in Anspruch nehmen wird. Es ttt - bem Reichsminister ber Justiz vorbehalten, zu be- 1 ftimmen, wann bie Vorschriften in Kraft treten 1 Das Beste für die Jugend. „Dietrich -Eckart-Büch erei" und „Dietrich-Eckart-Stistung". Bayreuth, 15. Okt. (DNB.) Aus ber Arbeit der Reichsamtsleitung bes Nationalsozia lj. stischen Lehrerbunbes ergab sich bie Slot wenbigfeit, aus ber großen Fülle bes für dj, beutsche Jugenb gebuchten unb geeigneten Schrift tums bas Befte unb S ch ö n st e g e f o n b er; herauszustellen. Die so unter strengsten Ae. urteilungsgrunbsätzen unb in Zusammenarbeit mt allen Buchprüsungsstellen ber Partei getroffen, Auswahl wirb im „Haus ber deutfdjen Er, Ziehung" unter bem Namen „Dietrich-Eckart Bücherei" augenfällig zufammengefaßt unb jt einem würdigen Raum untergebracht. Die Auf, nähme eines Buches in die Dietrich-Eckart-Büchen, stellt die höchste Auszeichnung dar, M einem Buch der deutschen Jugend zuteil werden kann. Mit der „Dietrich-Eckart-Bücherei" verbunden ih die „D i e tr i ch - E ck a r t - S t i f t u n g" bei bn Reichsamtsleitung des Nationalsozialistischen Lehrer, bundes, die von jedem in die Bücherei aufgenon> menen Werk 10 Stück an Schulen inten deutschen Grenzgauen verteilt. Wir haben den Namen eines der besten und ersten Blutzeuge«, der Bewegung gewählt, weil er die symbolhaft Verkörperung der Einheit von Kämpfer und Dichter, von Geist ber Bewegung M Geist echten beutschen Schrifttums barfteüt. Diel. rich-Eckart-Bücherei unb »Stiftung sollen ihm ein bleibenbes Denkmal setzen, bas pineinragt in bis! Formung ber künftigen Geschlechter unb ber Zukunft unseres Volkes. jjbe. w btr hie flii ,i< I W ff en rßifti TDdl pW W nur! I Do ylithj lB 6 Sen «ehe! IW ITcftunc ffiili rr üd) ENi (•int rifln leeren gentn Michti; Die haben Hinter Rerfa itdt ODcn nm?ni Miet’ !fae: I dere ■ ßre r i 6fo ' 8er f feine ■ 8nn 1 6e1 : rohe ! $erb Mich. fiBia 28unl über ( Bflabe öburd • arb ! Der M , 6ta . beul aud .Rar Gtc n.> mi bm na I Me Mu 6 5ber Ufers, Mbes nwirb Weit. Ungarn wehrt sich die Aus alter Welt >eit i n einer iisher tonnte er " iyreqmmgen Volkspartei unö oer löauernpariei stehende Block 5297 (3), die Linksliberalen 5726 (3., die Arbeiterpartei 70 812 (44) und die Kommu- ' bpN khre Dort ihm wenigstens seine Kultur übermittelte. Der Arbeitsdienst ist jetzt dabei, auch noch anderen Teile auf der Anhöhe freizulegen. Die vorläufigen Endzahlen für die n o r ro e g i ■ sä e n Gemeindewahlen haben das Ergeb- «i- der Parlamentswahlen des vorigen Jahres belle igt. Die Arbeiterpartei ist nach wie vor siiee stärkste Partei. Sie hat etwa 47 vH. jRie: insgesamt abgegebenen Stimmen hinter sich. In -L lo bekamen die Konservativen 56 571 (34 Sitze), , di" aus der Quislingschen nationalen Sammlung, Freisinnigen Volkspartei und der Bauernpartei iritfen 914 Stimmen (0). Damit hat also die Ar- idterpartei in der Stadtverwaltung von Oslo die ck'olute Mehrheit. um einen völlig entarteten Menschen handelt, der seine aufopfernd um ihn besorgten nächsten Der- wandten, Mutter und Großmutter, fortgesetzt be- stöhlen und schließlich die übergroße Siebe feiner Großmutter, die alle Schandtaten immer wieder verzieh und ihm Unterkunft und Unterhalt gab, mit deren Ermordung um einer Beute von wenigen Mark willen vergolten hat. Für die Tat dieses Schädlings der Volksgemeinschaft ist der Tod die einzig gerechte Sühne. Der Mörder hatte seine Großmutter, die greise Rentnerin E r n e st i n e A n d j s z e w s k i am 10. Dezember vorigen Jahres mit einem Kopfkissen erstickt, um ihr die letzten Ersparnisse im Betrage von 18 Mark zu rauben und diese auf Rummelplätzen zu verjubeln._____________ 29. Oktober ihre Gründe anzugeben, die gegen ihre Streichung aus der Liste der zugelassenen Schiffsoffiziere sprechen. Entführte Amerikanerin wohlbehalten aufgefunden. Die vor einiger Zeit von USA.-$erbred)ern entführte Frau Stoll ist in der Nähe von Scottsberg (Indiana) von Polizeibeamten in einem Kraftwagen entdeckt worden. Sie wurde sofort zu ihrer Familie in Louisville zurückgebracht. Trotz brutaler Behandlung soll es ihr leidlich gut gehen. Bei ihrer Auffindung durch die Polizei befand sich Frau Stoll in Begleitung einer Frau Robinson und eines Pfarrerehepaares aus Indianapolis. Nach Ansicht der Untersuchungsbehörde sind der Pfarrer unds eine Frau an dem Verbrechen nicht beteiligt. Dagegen konnte Frau Robinson nachgewiesen werden, daß sie Geldscheine verwendet hat, die aus dem Lösegeldbetrag stammen. Als Haupttäter wird ihr Mann, der 27jährige Thomas Robinson, angesehen. Er war früher längere Ze^ : * -1 “ - “ Irrenanstalt untergebracht. Bi Bei den Planungsarbeiten für das olympische Dorf sind vorgeschichtliche Funde von weittragender Bedeutung gemacht worden. Mit Hilfe des Arbeitsdienstes vorsichtig ausgeführte Erdarbeiten führten zur Aufdeckung eines indogermanischen Dorfes. Zahlreiche Gefäße, große Mengen von Scherben und Handwerkszeug aus Stein geben die Bestätigung, daß es sich um eine steinzeitliche Dorfsiedlung etwa aus der Zeit 2550 bis 2000 vor Christi handelt. Bisher hat man die Grundrisse von fünf in die Erde eingetieften Häusern und zwei Abfallgruben größeren Ausmaßes, in denen viele Gefäßreste und Knochen lagen, freigelegt. Das Museum für Völkerkunde in Berlin hat das Potsdamer Stadtmufeum, in dessen Betreuungsgebiet die Fundstelle liegt, mit der Untersuchung beauftragt. Der bekannte Prähistoriker Bestehorn leitet mit Unterstützung des Naturwissenschaftlers Hoffmann die Ausgrabungsarbeiten. Seit einiger Zeit werden unweit der Berlin-Hamburger Chaussee, etwa zwei Kilometer hinter Döbe- ritz, umfangreiche Erdbewegungsarbeiten für das olympische Dorf durchgeführt, das zur Olympiade 1936 die Kämpfer von 46 Nationen aufnehmen soll. Das Gelände liegt auf einer Anhöhe, einem sogenannten Diluvialhorst. Auf dieser Anhöhe wurden beim Abtragen einer IV2 Meter tiefen Erdschicht Tongefäße und große Mengen von Scherben ausgegraben und rechtzeitig an Sachverständige Ein indogermanisches Dors bei Oöberih Bedeutsame vorgeschichtliche Funde beim Bau des olympischen Dorfes. weitergeleitet, die sofort erkannten, daß man es mit einem Fund aus der Jungsteinzeit zu tun hat. Dr. Bestehorn gab einem Vertreter des DNB. an Ort und Stelle Aufklärung über den bedeutsamen Fund. Aus dem hellen Sand sieht man deutlich dunkle Stellen in rechteckiger Form und in der Große von zwei mal vier Meter hervorstechen. Besonders bedeutsam ist der Fund dadurch, daß eine völlig unversehrte jungsteinzeitliche Keramik in Reinkultur vorgefunden worden ist. Noch aus der späteren Zeit finden sich auf dem Diluvialhorst Spuren anderer vorgeschichtlicher Kulturen. Neben einem Steinbeil, das das Alter der Siedlung gut abschätzen läßt, sind bisher eine vollkommen erhaltene Amphore (Krug) sowie hunderte von Resten zerbrochener Gefäße aller Art gefunden worden. Sämtliche Gefäße zeigen eine jungsteinzeitliche Amphorenform mit Henkeln zwischen einem trichterförmigen Hals und einem stark gewölbten Bauch. Dr. B e st e h 0 r n hält sich für berechtigt anzunehmen, daß an dieser Stelle zum ersten Mal in Norddeutschland der gesamte Grundriß einer jungsteinzeitlichen Dorfsiedlung dem Erdboden abgerungen werden kann. Die Siedlung ist einem indogermanischen Volksstamme zuzuschreiben, der wahrscheinlich in das Havelgebiet einwanderte oder Landesverräterische Zentrumsumtriebe in Danzig. Verhaftung eines hohen Beamten. Danzig, 16. Oft. (DNB.) Ein führendes Mit- $.rieb der Danziger Zentrumspartei, Oberregierungsmd Schulrat Behrendt, ist wegen bringen- ten V e r'd a ch t e s des schweren Verchens i m Amte verhaftet und dem Un- trsuchungsrichter übergeben worden. Behrendt wird cjf Grund des vorliegenden erdrückenden Be- I: ftungsmaterials beschuldigt, sein amtliches Lissen über dienstliche Vorgänge, das <: sich durch seine Vertrauensstellung im Danziger Schuldienst erworben hat, dem Vertreter tiner benachbarten Macht pflichtwid - jt g mitgeteilt zu haben. Behrendt, der in frü- h ren Jahren preußischer Landtagsabgeordneter der ^ntrumspartei war, ist vom Danziger Zentrum in richtige Aemter und Körperschaften entsandt worden. Die Verfehlungen des Danziger Zentrumsführers iben in Danzig größte Empörung hervorgerufen. Inter dem Deckmantel des Schutzes der Danziger Erfassung betrieben Zentrumskreise offen und ver- ^ckt eine staatsfeindliche Hetze gegen die »n der Abgeordnetenmehrheit des Danziger Parla- icnts gewählte nationalsozialistische Danziger Re- nerung. Dabei ist die innere Verbindung dieser -reise zum Saarseparatismus und zu an- Irren wesensverwandten Stellen im deutschen (renzgebiet längst offenkundig. Budapest, 16. Oft. (DNB.) Die Haltung der n-anMschen und der tschechoslowakischen Presse gibt !»er ungarischen Oefsentlichkeit Veranlassung, gegen bie Beschuldigung Ungarns Stellung zu nehmen. Oie Behauptung, ungarische Offiziere hätten die Kroaten in der Durchführung von Attentaten aus- «ebildet, wird mit Empörung al s L u g e b e - ?e i d) n e t. Der „Pester Lloyd" stellt fest, daß »e d e r d e r M ö r d r r, n 0 ch s e i n e M 11 t ä t e r Ungarn seien, daß der Ministerpräsident Görnas die kroatische E m i g r a n t e n k 0 l 0 n i e Santa Puszta aufgelöst habe und daß keine einzige ungarische Behörde auch nur das Mindeste nit den Vorbereitungen des Königsmordes zu tun labe. Die Blätter richten heftige Angriffe gegen Senesch, der von „Magyarszag" als „der große Giftmischer" und der größte Feind des europäischen Friedens bezeichnet wird. Die der Regierung nahe- behende „Függetfenseg" spricht von einem „skrupel- isen Imperialismus der Prager Regierung" und oarnt vor einer weiteren Zuspitzung der gegen Un- nrn gerichteten Verdächtigungen. „Budapest! Hir- - verlangt, daß die Verleumder der nationalen Ungarns vor dem Völkerbund Rede und Ant- stehen sollen. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der 20 Jahre alte Kurt V o g e I m a n n ist durch Urteil des Schwurgerichtes Berlin vom 26. April 1934 wegen Raubmordes, begangen an seiner Großmutter, rechtskräftig zum Tode verurteilt worden. Dieses Urteil ist im Hof des Strafgefängnisses Plötzensee durch Enthauptung des Verurteilten vollstreckt worden. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungsrecht ’ keinen Gebrauch gemacht, weil es sich bei dem Täter noch nicht ermittelt werden. Das Schreiben der Entführer mit der Lösegeldforderung, das jetzt von der Polizei veröffentlicht worden ist, läßt erkennen, daß die Verbrecher von kommunistischen Ideen besessen waren. Politischer TNord in Oesterreich? Der Bürgermeister Josef Waiblinger von Oberbierbaum in der Nähe von Tulln (Oesterreich) wurde von Ortsbewohnern in einer Wasserpfütze t 0 t aufgefunden. Er war erwürgt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Tat erregt großes Aufsehen. Der Ermordete war einer der führenden Männer des Niederösterreichischen Bauernbundes, der stärksten christlich-sozialen Organisation Oesterreichs. Bei den Ostmärkischen Sturmscharen bekleidete er die Stelle eines Abschnittsführers. Waiblinger arbeitete bis Montagmitternacht an einem Aufsatz über einen Aufmarsch der Ostmärkischen Sturmscharen im Tullner Bezirk. Waiblinger scheint von einem unbekannten Mann aus dem Hause gelockt und dann erdrosselt worden au sein. Orts- bewohner erzählen, daß der Ermordete schon am Vortage mit mehreren Unbekannten eine Besprechung abgehalten hat. Die Polizei nimmt an, daß diese unbekannten Leute mit dem Tod Waiblingers im Zusammenhang stehen. Auch Drohbriefe, die Waiblinger in der letzten Woche erhalten hatte, konnten die Nachforschungen der Polizei auf eine bestimmte Spur bringen. Flammentod einer Greisin. In Passau trug sich ein schrecklicher Unfall zu, dem die 74jährige Frau Anna Karl zum Opfer fiel. Sie verließ nachts, wie man annimmt, mit einer brennenden Kerze in der Hand ihr Bett und erlitt einen Schwächeanfall. Die Kerze brannte weiter und steckte die Kleider der Unglücklichen sowie die Möbel in Brand. Die Frau fand in den Flammen den Tod. Der jugendliche Grohmuttermärder Vogelmann hingerichtet. Ans der Arbeit der Opel-Werkshochschule. Die Opel-Werkshochschule in Rüssels« heim beginnt ihr viertes Winterhalbjahr. Entstanden in einer Zeit, in der sich die nationalsozialistische Weltanschauung immer stärker durchzusetzen begann, erhielt sie von ihr Richtung und Ziel. Der deutsche Arbeiter soll nicht meyr Werkzeug und Diener der Maschine sein. Heber seine Werkmannsarbeit hinaus soll er teilhaben an den Kulturgütern seines Vaterlandes. Seine Verbundenheit mit dem Werk, in dem er schafft, soll nicht aufhören, wenn die Sirene den Arbeitsschluß verkündet. Auch in den Feier- stunden soll er verbunden bleiben mit dem Geist des Werkes und dem kulturellen Leben seines Volkes. Dies ist das Ziel der Opel-Werkshochschule. Das neue Programm enthält eine Reihe Vorträge namhafter Gelehrter über Gebiete deutscher Geschichte, Rassenforschung, deutsches Recht, deutsche Heldendichtung, deutsche Wehrfragen, einen Vortrag des Landesführers der Deutschen Front, Saarbrücken, „Der Kampf um die Saar". Wirtschafts-, Handels- und Verkehrsfragen werden in allgemein verständlicher Form behandelt werden. Auch die schonen Künste kommen zu ihrem Recht. Grenzlandhilfsaktion des D3. im Gebiet TNittelrhein. In der Zeit vom 15. Oktober 1934 bis 1. Februar 1935 führt das Deutsche Jungvolk im Gebiet 11 (Mittelrhein) seine „G r e n z l a n d h i l f s a k t i 0 n" durch. Mit dieser Anordnung soll der bedrohten Westmark, die vor allem unter großen finanziellen Schwierigkeiten zu leiden hat, durch die Opferbereit» schäft des Jungvolks geholfen werden. Die Geld- mittel, die zur Hilfeleistung nötig find, werden von den Jungen des DJ. selbst aufgebracht. Sämtliche Fähnlein, Stämme und unter Umständen auch die Jungbanne müssen einen Eltern- und Werbeabend durchführen. Diese Abende sollen der Werbung dienen und sollen der Außenwelt das kulturelle Wollen und Schaffen des Jungvolks zeigen. Der Rein- ertrag geht zu 75 v. H. der Grenzlandhilfe zu. Mit diesen Geldern kann dann den Gliederungen der notleidenden Grenzmark und auch Gegenden, die aus irgendwelchen anderen Gründen einer Hilfe dringend bedürfen, geholfen werden. Die deutsche Rotkreuzabordnung in Tokio. Der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, der Führer der zur Zeit in Tokio wei- Meine politische Nachrichten. Am 18. Oktober findet in Kaiserslautern Le große öffentliche Kundgebung statt, in der ii r Saarbevollmächtigte des Reichskanz- eis, Gauleiter Bürckel, vor der deutschen Presse Saargebiets sprechen wird. Die Kundgebung taitrb über alle deutschen Sender in der jiiit von 20 bis 21.30 Uhr übertragen. * König Gustaf hat für den in Stockholm weisenden Lordsiegelbewahrer Eden ein Frühstück gegeben, an dem außer dem Außenminister Scmd- Jti und dem englischen Gesandten auch noch die stwedischen Gesandten in Kairo und im Haag so- vs Admiral Gras Ehrensvaerd, der Chef des 6inbes des Königs, teilgenommen haben. Bundesführer Seldte bei den Stahlhelm-Frauen. 'Berlin, 15. Oft. (Fkp.) Das 8. Bundesfest des Dahlheim - Frauenbundes, Landesverband Groß - $2rlin, im Berliner Konzerthaus Clou gewann s< ne besondere Bedeutung durch die Teilnahme des ik-indessührers des NSDFB. (Stahlhelm), Franz Gelbte, der mit zahlreichen Führern und Warne- nähen des Bundes erschienen war und so die enge B rbundenheit des NSDFB. (Stahlhelm) mit dem 6-ahlhelm-Frauenbund auch nach außen hin unter- stiich. Die Führerin des Bundes, Frau Margarete Bialuch, die in ihrer Begrüßungsansprache dem Londessührer für sein Erscheinen dankte, betonte, ,l>ir Stahlhelm • Frauenbund habe 6s sich zur Auf- gtfce gestellt, den Dank an die Frontsoldaten dadurch abzutragen, daß die deutsche Frau mit» a beite an dem großen Werk unseres Führers. ! I r Bundesführer feierte nach einem Bekenntnis jinn Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die C.ahlhelm-Frauen als oen lebendigen Hort echten Lutschen Familienlebens. Er aedachte ihrer aber auch aus der Fülle der Erlebnisse aus den vierzehn §:mpfjahren, in denen gerade die Frauen der Sahlhelm-Kameraden unendliche Opfer an Beken- rirmut und Einsatzbereitschaft hatten bringen muffen. Sein Dank galt dem Stahlhelm-Frauen- b.md für seine unermüdliche Tätigkeit für die natio- Me und soziale Wiederaufrichtung des deutschen irischen, er galt zugleich der deutschen Frau und Shutter. lenden Abordnung des Deutschen Roten Kreuzes, überreichte dem Ehrenpräsidenten des japanischen Roten Kreuzes, Prinz Kanin, die höchsten Insignien des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes und - dem Präsidenten des japanischen Roten Kreuzes, Fürst T 0 g u k a w a, die Erste Klasse mit Stern des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes. Der Herzog erfüllte mit der lieber» reichung der Auszeichnungen einen Auftrag des Führers und zugleich einen der letzten Wünsche des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg. Früher Dinker im Bayerischen Oberland. Herrschte in München in den letzten Tagen bei Temperaturen, die nur wenige Grad über Null lagen, ein wilder West sturm, der mit Reaen- güssen verbunden war, so gingen diese Niederschläge in etwas höheren Lagen bereits in Schnee über. Aus Garmisch und dem Kemptener Gebiet werden sogar regelrechte Schneegestöber gemeldet. Im oberen Allgäu bildete sich eine zusammenhängende Schneedecke, auch der Kemptener Wald war bei Temperaturen von etwa ein Grad unter Null tief verschneit. Der Schneesturm dauerte von 15 Uhr bis in die Abendstunden. Einige hundert Meter über Garmisch, etwa in der Hohe des Kreuzeck- und des Wankyauses, tobte den ganzen Tag ein wildes Schneetreiben, das den Schnee an manchen Stellen bis über 20 Zentimeter hoch wehte. Die Schneegrenze ging etwa herunter bis zum Eib» fee. Rund um das Wankhaus mit seiner weiten Bergaussicht zeigten sich die Gipfel in weißem Glanz. — Damit, daß der Schnee schon liegen bleibt, rechnet man selbst in der Höhe des Kreuzeckhauses bis jetzt noch nicht. Die Skifahrer sollen sich also nicht zu früh auf den Sonntaa freuen! Nachdem es am Montagabend in München schon ganz leicht einmal für kurze Zeit zu schneien begonnen hatte, begann am Dienstagmorgen neuerlich ein dünnflockiges winterliches Vorspiel. Die Opfer des Kalkowiher Einsturzunglücks. Das schwere E i n st u r z u n g l ü ck, das sich beim Neubau der Kattowitzer Kathedrale ereignete, hat bisher kein Todesopfer gefordert. Eine Anzahl Schwerverletzter hat komplizierte Knochenbrüche davongetragen. Don ärztlicher Seite wird darauf hingewiesen, daß der Zustand einiger der Verunglückten zu Besorgnissen Anlaß gibt. Insgesamt sind noch 62 Verunglückte im Krankenhaus, deren mehr oder weniger schwere Verletzungen ausschließlich durch die herabstürzenden Balken und Bretter des Gerüstes verursacht worden sind. Es ist ein glücklicher Umstand, daß die Arbeiter sämt- lich auf den durch den Regen aufgeweichten Boden gefallen sind, wodurch der Sturz stark gemildert wurde. Die Bauarbeiten sind auf behördliche Anordnung bis zur Klärung der Ursache des Unfalles eingestellt worden. Zwangsversteigerung des Berliner Sportpalastes. — Für zwei Millionen an eine Schweizer Firma. Vor dem Amtsgericht Berlin-Schöneberg fand unter großer Beteiligung die Zwangsverstei» gerung des Berliner Sportpalastes statt, der als Schauplatz der großen politischen und sportlichen Veranstaltungen der Reichshauptstadt bekannt ist. Der Zuschlag wurde für zwei Millionen Mark der Hauptgläubigerin, der Eidgenössischen Dersicherungs-AG. in Zürich, erteilt. Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, besteht die Absicht, das Unternehmen unter schweizeri- scher Leitung weiterzuführen und zu einer würdigen Dersammlungs- und Sportstätte zu machen, die nach sauberen finanziellen Grundsätzen verwaltet wird. Englands Nur-Flügel-Flugzeug. Die Flugzeugkonstrukteure mühen sich seit Jahren mit dem Nur-Flügel-Flugzeug ab. Fast alle haben erkannt, daß eine Maschine dieser Art unter Umständen erhebliche Vorteile bieten kann. Jetzt haben die Engländer ein derartiges Flugzeug herausgebracht, das allerdings einen höchst merkwürdigen Anblick bietet. Vom Rumpf ist keine Spur mehr vorhanden, die Maschine sieht aus, als ob sie verstümmelt wäre. Aber sie hat sich bewährt. Alle Versuchsflüge sind aut ausgefallen, außerdem kann das Nur-Flügel-Fluazeug recht erhebliche Geschwindigkeiten entwickeln. Selbstverständlich hat sich die Landesverteidigung zunächst einmal für die neue Konstruktion interessiert. Sie ist auch vom Erbauer nocy angeregt worden, denn er hat einen MG. -Stand eingebaut und damit den militärischen Sachverständigen gezeigt, daß man von diesem Stand aus Gegner, die von hinten anzugreifen versuchen, sehr gut abwehren kann. Da der Rumpf fehlt, ist ein ausgezeichnetes Schußfeld gegeben. Selbstverständlich ist die Neukonstruktion so gehalten, daß sie alle sonstigen Erfahrungen und Verbesserungen im Flugzeugbau berücksichtigt. Der Fall Lindbergh. Für und wider Hauptmann. Die Neuyorker Morgenblätter berichten ausführlich über die jüngste Verhandlung gegen Hauptmann im Falle Lindbergh. Sie heben die nachdrückliche Zurückweisung der Mordbeschuldigung durch Hauptmann hervor und bezeichnen die Aussagen Hauptmanns als eindrucksvollen Abschluß des ersten Verhandlungstages. Trotz der Zurückweisung der Anklagepunkte durch Hauptmann und der Aussagen seiner Frau und der Bäckereiinhaber, wonach Hauptmann die kritischen Stunden in der Entführungsnacht in einem Restaurant verbracht habe, nimmt man an, daß die Aussagen dre Schriftsachverständigen, die die Behauptung aufrecht erhalten, daß das Schreiben mit der Lösegeld- forderung von Hauptmanns Hand stammt, eine Entscheidung zugunsten der Auslieferung an das zuständige Gericht herbeiführen dürften, Hauptmanns Verteidiger beabsichtigt, weitere Sachverständige zu laden. Der Handschriftsachverständige Albert Osborn erklärte, er sei ziemlich sicher, daß die Handschrift, die die Lösegeldbrief? zeigten, gleich sei. Der Staatsanwalt W i l e n tz verlas Auszüge aus den Lösegeldbriefen. Er kam dabei zu dem Schluß, daß die Lösegeldbriefe das Geständnis Hauptmanns seien, daß er in der Nacht der Entführung des Lindbergh- Kindes im Zimmer des Kindes gewesen sei. Dem Angeklagten wurden die Lösegeldbriefe, die er angeblich geschrieben habe, vorgelegt. Hauptmann betrachtete die Briefe etwa zehn Minuten lang überaus aufmerksam. Dann erklärte er, daß die Handschrift auf diesen Briefen nicht seine Handschrift sei. Im übrigen sehe er diese Papiere jetzt zum ersten Male. — Der frühere Farmer Millard Whited hat am Dienstag Hauptmann als den Mann wiedererkannt, den er bei Hopewell kurz vor der Entführung des Lindbergh- Kindes gesehen habe. Das die Entführung des Lindbergh-Babys behandelnde Gericht hat verfügt, daß Hauptmann nach New Perfey ausgeliefert wird. Die Auslieferung soll jedoch nicht vor dem 19. Oktober stattfinden, damit die Verteidigung des Angeklagten noch Gelegenheit hat, beim höchsten Neuyorker Gerichtshof Berufung einzulegen. Schwere Vorwürfe gegen die Offiziere der „INorro Lastle". Der Jnspektionsdienst der Dampferlinie der Vereinigten Staaten hat einen vorläufigen Bericht über die Untersuchung des Brandes auf der „M 0 r r 0 Cast 1 e" angefertigt. Er beschuldigt darin den stellvertretenden Kapitän W a r m s und vier seiner Offiziere der Nachlässigkeit. Die Brandursache erwähnt der Bericht mit keinem Wort. Er sagt jedoch, daß, falls die 808-Rufe früher ausgesandt worden wären und der Dampfer gefloppt hätte, anstatt gegen den die Flammen anfachenden Wind zu fahren, die Menschenverluste vielleicht geringer gewesen wären. Kapitän Warms und die vier Offiziere sind aufgeforbert worden, bis zum holtwerden bevorstehen kann. Werk der Schaffung einer ein- muiciut 11 vtvvi -..... uu» uciuicii(iuuuc wen uci ou/u||uuy ciuvv In unserem früheren Artikel hatten wir auch heitlichen und großzügigen Verkehrsregelung voll- bereits die bestimmt die Ausführungsanweisung, daß F u ß - Neugestaltung des Vorfahrtsrechts —, U . . Y " II nb Jieugqiaiiung UCS> VUljUijllincujlX) ot|Uiyuny uci «tiui/iavui|u;n|icn vus jcinc o*-“ den für sie' bestimmen Verkehrs- erörtert. Danach hat grundsätzlich die Vorfahrt, Erzielung einer guten Verkehrsordnung beizutragen. Radfahrwege wege, wer von rechts kommt. Kraftfahrzeuge und durch I Wie in der Presse bereits mitgeteilt wurde, hat dem Gebiete der Leibesübungen ermöglichen, wie n Das SA.-Sportabzeichen wird nicht, wie das $ 1 ««s-WSS [Stellengesuche) | Kaufgesuche | t 05029 6060 D jüngeres 3ahn- SiennmööOjen j .. au^» Gießen oder techniker Koelhcstr. 32 Schlageterstr. n Auskünfte, Druckschriften durch die Schulleitung Neuanfertigunge n und Reparaturen von Verdecks für offene Wagen und Kabrioletts sowie Schonbezügen aller Autotypen d 5 Vorschriften über das Verhalten im verkehr. Sie geht dabei von der zentralen Stellung der in § 25 der Reichs-Straßenoerkehrs-Ordnung enthaltenen Grundregel aus, auf die wir bereits in unserem früheren Artikel hingewiesen haben. Diese Vorschrift macht es jedem Teilnehmer am Verkehr zur Pflicht, sich so zu verhalten, daß er keinen anderen schädigt oder, soweit vermeidbar, behindert Rebel beleuchtet Aenderungen des halten. morgens 7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer drei Stunden. if S de fol 9e; oh! M bol Mr 9r ke Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermähl ungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 vir arb A % lo Ui ei $ b b ergänzende Bestimmungen zu den in der Reichs- Straßenoerkehrs-Ordnung enthaltenen uns heute im nationalsozialistischen Deutschland eigenen Elan bereits vorbildlich durchgeführt wurde. dergleichen l... -------- arten allein Vorbehalten sind und der übrige Verkehr hiervon ausgeschlossen ist. Den Führern von Fahrzeugen aller Art ist zur Pflicht gemacht, die Geschwindigkeit so einzurichten, daß sie nötigenfalls rechtzeitig anhalten können. An Haltestellen von Straßenbahnen muß der Führer eines Fahrzeuges für den Fall, daß die Fahrgäste auf seiner Fahrbahn ein- und aussteigen müssen, langsam und in angemessenem Abstand fahren, notfalls auch anhalten. 'Warnungszeichen dürfen nur, Näheres-.(Zstgen- Heim-Ausstellg. Meßen, Selters- Grölz ■ Gießen Neustadt 45 ses Abkommen ist außerordentlich begrüßenswert, wird es doch nunmehr auch die Erfassung des Gerade in Hessen ist der Geist zu einer Verbreiterung der deutschen Leibesübungen auf das allerbeste vorbereitet. Wie bereits durch die Einführung der Turn- und Sportpflicht bei der Beamtenschaft begonnen wurde, so kann nunmehr bei allen übrigen Berufszweigen der gleiche Weg beschritten werden. Trotzdem der Bauernstand schon durch seinen Beruf eine körperliche Betätigung aufzuweisen hat, wie kein anderer. Berufszweig, so ist doch deutlich Reichssportabzeichen durch eine Leistungsprü- fung allein erworben, sondern der Bewerber muh, um zur Leistungsprüfung zugelassen zu werden, eine gewissenhaft verbrachte Trainingszeit bestimmter Dauer nachweisen. Diesem Training kann er bei einem kostenlosen Lehrgang auf einer der modernen Sportschulen oder Sportlager des Chefs des Au^vildungswesens obliegen, er kann aber auch falls berufliche Hindernisse auftreten, an seinem Wohnort einer Gelände- er, so heißt es wörtlich „ohne große Bedenken in der offiziellen Gaumannischaft verwendet werden Reu ist jedoch, daß beim lleberholen der nächsten Umgebung Gießens wird zuml.Nov. gesucht. Schr.Angeb.unt. 6058D a.d.G.A. Lippert hat sich in der^aum'nnschast bewährt. In der jüngsten Ausgabe der amtlichen Sport« rundschau beschäftigt sich ein berufener Mitarbeiter eingehend mit dem Spiel der Gaumannischaft der Gaues Nordhessen gegen die Mannschaft Les Gauer Mitte, das am Sonntag in Bleicherode ausgetragen wurde. Wir berichteten bereits kurz darüber. Den Alleim't.Dame s. 2 Zimmer und Küche evtl. Teilwolmg. Schr. Angeb. m. Preis unt. 05024 an d. Gieß. Anz. Leibesübung verhindert werden kann. Es wird deshalb die Aufgabe einer geschickten Organisation und Werbung fein, Wittel und Wege zu finden, um die Bauernschaft besonders in den Wintermonaten zu einer regelmäßigen Leibesübung heranzuholen. Mag vielleicht die Landbevölkerung (Bauerntum) diesen Bestrebungen anfangs innerlich zurückhaltend gegenüberstehen, der Erfolg wird auch hier auf diesem Gebiete dem nationalsozialistischen Wollen und Streben im Sinne des Reichssportführers und des Reichsbauernführers recht geben. Deshalb ergeht jetzt schon der Ruf: „Bauer, treibe Leibesübungen!" Der Unterbeauftragte des Reichssportführers für die hessischen Teile der Gaue XII und XIII Gez.: Löwer. Hauptschrifttester: Dr Friedrich Wilhelm Longe. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thynot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'jche Universitäts Buch- und Steindruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. r Öi tr Q1 v S bii öa Nc öa| der Sa ers« Fes f)Q üb, öol 21.-28 endet. Sache jedes einzelnen ist es, durch genaue Befolgung der Verkehrsvorschriften das feine zur o1 d t werden soll, hinsichtlich der Verteilung des Verkehrs auf den Straßen [ Vermietungen | üZimmer- Wohnung in bester Lage m. allem Zubehör (Bad usw.) zum 1.Januar zu vermieten. Schrift!. Anfragen unter 05025 a. d. G.A. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet def Brühl'schen Druckerei MGM kauft ständig Erich Beyer Juwelier Babnhofst.1. Svez.: Union beiten v.alten Trauring.E- für halbe Tage gesucht. Schriftl. Angeb. u. 60551) andenGieß.Anz. ur ein tra ton vor teil mit zu lich es, ihr nil un rm die rei vei un nc |o' S kann". Das bedeutet eine große Anerkennung für densympathischen Sportler. Kunst und Wissenschaft. Oesterreichische Ehrung für Kammerfängerin Lotte Lehmann. Der österreichische Bundeskanzler Dr. S ch u• schnigg überreichte der Kammersängerin Lotte Lehmann in Wien das Goldene Ehren« zeichen für ihre besonderen Verdienste um das Musikleben Oesterreichs. Wettervoraussage. Die Störungstätigkeit hat sich wieder rückwärts entwickelt, wobei ein Wirbel über Dänemark ent* standen ist. Verbreitete Niederschlagsfelder ziehen von Westen heran, so daß auch bei uns sich das Wetter unfreundlich und regnerisch gestalten wird. Aussichten für Donnerstag: Unfreund« lich und naßkalt, meist bewölkt und zeitweise Nieder« schlüge. Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittags 9,8 Orb bah [hi Äiic frei ^Qd thb ?irj S Genaue Anweisungen sind ferner gegeben für das, Aufstellen von Fahrzeugen (Parken). Es ist ver-; boten, an engen Straßenstellen und in scharfen Straßenkrümmungen, sowie auf Gleisen von Schienenbahnen; das Parken ist weiter untersagt in einer geringeren Entfernung als zehn Meter vor oder hinter Kreuzungen oder Einmündungen von Straßen und in einer geringeren Entfernung als fünf Meter vor oder hinter den Haltestellen öffent-' licher Verkehrsmittel; endlich ist es verboten an Verkehrsinseln und vor Ein- und Ausfahrten von Grundstücken. Das Anfahren und hallen von Fahrzeugen ist grundsätzlich nur auf der rechten Seite der Fahrstraße gestattet. Den Führern von Kraftfahrzeugen ist es noch zur besonderen Pflicht gemachte beim Verlassen des Kraftfahrzeug die nötigen Maßnahmen zu treffen, um Unfälle oder Verkehrsstörungen und unbefugte Benußung des Fahrzeugs zu verhindern. In ähnlicher Weise ist der Führer eines Fuhrwerks verpflichtet, ein bespanntes Fuhrwerk nicht längere Zeit unbeauffidjfmt stehen zu lassen; auch darf ein unbespanntes Fuhrwerk bei Dunkelheit und starkem Nebel nur bann auf der Straße stehen, wenn die Deichsel hochgeschlagen, abgenommen oder an der Spitze beleuchtet ist. Aus den Bestimmungen für Radfahrer ist hervorzuheben, daß das Anhängen an andere Fahrzeuge verboten ist, ferner das Nebeneinanderfahren, wenn der Verkehr dadurch behindert werden kann. Auch das Anhängen von Handwagen an Fahrräder, eine hie und da zu beobachtende Um Mit dem Erlaß dieser Ausführungsanweisung ist das verdienstvolle Werk der Schaffung einer ein« Schließlich sind noch einige Bestimmungen über die Beleuchtung von Fahrzeugen, Zügen und ge« schlossenen Abteilungen, ferner über Personenbeförderung und herausragende Ladungen gegeben, die jedoch, abgesehen davon, daß nunmehr auch geschlossene Abteilungen bei Dunkelheit oder starkem sein müssen, keine wesentlichen seitherigen Rechtszustandes ent- Die neue Reichs-Siraßenveitehrs-Ordnung Sie Ausführungsbestimmungen. Dungkalk Kali Thomasmehl Torf streu Torfmull Stickstoffdünger empfehlen Gfihr Ifahl Frankf.Str.159 UüUI. Mill Telephon 2287 ________________________________594'D der Eingeholt- oerpsiichtet Ist. zu erkennen zu geben. bah er bereit ist. sich überholen zu [affen Sie Aus- führungsanweisung bemerkt hierzu, daß dies durch ein Zeichen mit der -and oder mit einer mechanischen Vorrichtung geschehen kann, daß es aber auch genügt, wenn durch deutliches Einhalten der Vaugerande für unsere Bauinteressenten in Gießen u.nächster Umgebung ges. Näheres.Eigen- Oer Sinn des SA-Sportabzeichens E n Auszug aus den Prüfungsbestimmungen. {Verschiedene?] Per sofort 2000II. gesucht geg. gute Sicherheit, hohe Zinsen u.monat- licheRückzahlung von 100-150 Mr. Schr.Angeb.unt. 60651) a.d.G.A. weg 75 . 6053V Spezial- Autosattlerei Stellenangebote] Tüchtig.persetter | Verkäufe | Elegante Limousine 6 sitzig, steuerfrei, gibt sof. billig ab Kircher, Bleichstr.l5.oos70 der Reichssportführer von Tschammer und soweit"''wirklich erforderlich,' gegebenwerden: siegst en mit dem Reichsbauernführer Walther müssen aber anderseits gegeben werden, wenn durch Darr6 ein Abkommen über die gemeinsame För- das Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmer gefährdet derung der körperlichen Ertüchtigung werden. Besondere Vorsicht ist bei Ein- u n b b e s Jh? u t j d) e n JB a u e r n t_um 5 getroffen. jDie= Ausfahrt von Fahrzeugen in ein Grunbstück s '*’** oder aus einem solchen zu beachten; hier ist der wird es doch nunmehr auch die Erfassung des Führer jedes Fahrzeugs verpflichtet, die zur Siche- Bauernstandes zur regelmäßigen Betätigung auf rung des Verkehrs nötigen Maßnahmen zu treffen, dem Gebiete der Leibesübungen ermöglichen, wie z. B. sich durch Hilfsstellung einer weiteren Per- dies auf zahlreichen anderen Gebieten^ mit^ dem fon darüber zu vergewissern, ob die Fahrbahn frei ist, auf die das Fahrzeug gebracht werden soll. Körperliche Erlöchligung des Bauerntums An die hessische Bauernschast! "°W° bereits in unf-r-r früheren Abhandlung über das neue Derkehrsrecht erwähnt wurde, ist hinsichtlich des Ausweichens, des Embiegens m andere nu, v.. nn hpHi fptfhmaen Aufnahme 60,0A in die neu begonnenen Sonderkurfe noch möglich vogWe vclvol ßonörlöfßiuien Gießen und Herborn 2-Z-Zimmer- wohnung von jungem Ehepaar gesucht. Schritt!. Ang. u. 05023 an d.G.A. (Schluß aus Nr. 241 des „Gießener Anzeigers".) I fitte, sowie das Führen von Pferden ober Der zweite Teil der Ausführungsanwelsung bringt Dom fahrenden Fahrrad aus, ist letz au . . - - untersagt. Die Fußgänger sind angewiesen, die Fahrbahn und Radfahrwege auf dem kürzesten Wege und ohne Aufenthatt^ überschreiten. Sind an Kreuzungen die Uebergange bezeichnet, so sind ausschließlich diese zu benutzen Ferner ist bei Straßenbahnwagen das Auf- und Abspringen während der Fahrt ausdrücklich ver- Student sucht rub.sanb.Zimnier mit Zentralheiz. Schr. Angeb. m. Preis u. 6062 x an d. Gieß. Anz. KleineAnzeigen 'M Giehener Anzstiqer werden von Tarnenden beachtet und gelesen. Die SA - Gruppe Hessen teilt mit: | . , , Erst neun Monate sind seit der Schaffung des gen ins Gedächtnis zu rufen. SA.-Sportabzeichens vergangen, und schon ist die i Zahl der bisher verliehenen Abzeichen weit über I das erste Hunderttausend hinaus und erreicht fast das zweite. Dabei muß bedacht werden, daß in den ersten Monaten der riesige Organisationsapparat, noch nicht fertig war, daß Prüfer und Lehrer, also die Träger der goldenen und silbernen Abzeichen, | erst in Sonderkursen herangebildet und allenthalben Schulen und Sportlager errichtet werden mußten. Jetzt, da diese Vorbedingungen erfüllt sind, kann die Arbeit auf ganz breiter Basis ausgenommen werden, und es ist daher interessant, die markantesten Keine Ursprungszeugnisse, ondem nur Zeugnis ab'diriften vem Be werbungsichre iben bei legen! — Lichtbildei undBewerbungsunler agen müflen zur Ber meidung von Verlusten auf der Wüd'elte Warnen und Anschrift bei Beweibers kragen! Aelter.,erfahren. Allein- Mädchen zum 1. Novemb. gesucht. 05026 Tr. Oeblmann ^Oberfeldarzt Aücenstraße 10. Saub., fleißiges 1MW nicht unt.l8I.,z. 1. Nov. tagsüber gesucht. Zu erfr. m d. Geschst. des Gieß. Anz. 05027 Maschinenkrast getriebene Schienenfahrzeuge haben aber jetzt die Vorfahrt vor allen anderen Verkehrs« teilnehmern. Die Ausführungsanweisuna macht den Führern der so bevorrechtigten Kraftsahrzeuae und Schienenfahrzeuge jedoch zur Pflicht, diese Bevor« rechtigung nicht zu mißbrauchen und dadurch eine Behinderung der langsameren Verkehrsteilnehmer herbeizuführen. So besteht z. B. ein Vorfahrtsrecht für ein Kraftfahrzeug nicht mehr, wenn ein langsamerer Verkehrsteilnehmer sich bereits im Bereich der Kreuzung befindet, während sich das Kraftfahrzeug erst der Kreuzuna annähert. Ausnahmen von der eben bezeichneten Regelung des Vorfahrtsrechts werden durch amtliche Verkehrszeichen kenntlich gemacht; solche Zeichen sind: „Dorfahrtsrecht achten" oder „Hauptverkehrsstraße" oder „Straße erster Ordnung". Erneut sei oemerkt, daß die neue Regelung des Vorfahrtsrechts entgegen den sonstigen Bestimmungen der neuen Straßenverkehrsordnung erst am 1. Januar 1935 in Kraft tritt; bis dahin gilt die seitherige Regelung. Die Verkehrszeichen (Verbotstafeln ufro.) sind durch die Ausführungsanweisung zum Teil sehr viel anschaulicher gestaltet worden. Bis zur Aufstellung der neuen Verkehrszeichen sind selbstverständlich die jetzt noch vorhandenen zu beachten. sportarbeitsgemeinschaft beitreten, der sogenannten GAG. Es ist nur zu natürlich, daß der umfang« reiche Lehrstoff sich in der völligen Abgeschlossenheit eines Lagers ober einer Schule schneller und leich« ter bewältigen läßt; auch dürfte, besonders für den jungen Menschen, ein mehrwöchiges Zusammenleben mit Altersgenossen aller Stände ein Erlebnis be« deuten. Wo es sich also ermöglichen läßt, fei der Besuch beim abgeschlossenen Gemeinschaftslehrgang dringend empfohlen. Das SA.-Sportabzeichen ist für die gesamte beut« sche Jugend geschaffen, wird also nicht nur an SA.« Männer verliehen, sondern jedem jungen Deutschen, der rassisch und weltanschaulich den Bedingungen des neuen Staates entspricht. Das Abzeichen ist fein Orden, sondern ein Leistungsabzeichen, es legt einem Bewerber Pflichten auf und kann ihm wieder entzogen werden, wenn er diese Pflichten vernachlässigt! Zu diesen Pflichten gehört ein würdiges Auftreten in der Oeffentlichkeit und die Verpflichtung, feinen Körper durch einfache, nützliche und natürliche Leibesübungen spart- und marschfähig zu erhalten. Keineswegs ist der Sinn des Abzeichens Höchst« leistungen zu erzielen und Spitzenkönner zu züchten. Vom Bewerber um das SA.-Sportabzeichen wird daher kein Sportspezialistentum verlangt, sondern ein vielseitig durchgebildeter Körper, der das leisten kann, was ein junger und gesunder Körper leisten muß. Die Leistungsprüfungen sind daher klar und logisch aufgebaut. Sie bestehen in der Hauptsache aus den Hebungen: Lauf, Sprung, Stoß, Weit- und Zielwurf, Marsch, Kleinkaliberschießen sowie Zu« rechtfinden und Bewegen im Gelände. Wer bas SA.-Sportabzeichen erworben hat, ber hat sich in das Buch der deutschen Volksgemeinschaft ringe« schrieben, der hat ft»in Teil beigetragen zum Aufbau eines gesamten Geschlechts von Männern. Wer will dabei fehlen? 14j. Junge sucht Lehrstelle alsSchreiner ob. Schlosser m.Kost und Wohnung. Schriftl. Angeb. unter 6066V an den Gieß. Anz. Gebildetes 23jähr. Mädchen (in allen Hausarbeiten erfahr.) sucht Stelle als Haus» toditer in gutem Hause bei Familienanschluß g.Taschen- geld. Angebote un. die „Gladenbacher Zeitung", Gladenbach, Mündlich können Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige . sagen Sie es ellen ober belästigt. Dir Ausführungsanweisung betont, .•. öe5 Ausweichens, oes uariuicycn» m unuue daß diese Grundregel an die Stelle der vielen krähen und des Ueberholens an dem seitherigen seither bestehenden Einzelvorschriften getreten ist, Rechtszustand nichts Wesentliches geändert worden, die trotz ihrer großen Zahl doch nicht alle denk- <«../ -Z Lx«* h„6 hpim baren Derkehrsvorgänge erfassen konnten und wegen ihres Umfanges auch nicht volkstümlich waren. Insbesondere ist darauf hingewiesen, daß die im Kraft- fahrzeugverkehr seither bestehenden Erfordernisse über die gehörige Vorsicht, die angemessene Geschwindigkeit, die rechtzeitige Abgabe von Warnungszeichen und die Rücksichtnahme auf gefährdete Menschen und Tiere nicht etwa mit dem Außerkraft- x:' r;* gür bie mtotiqften Säue sind in ber Au-süh. einzuhalten, nur noch für Unübersichtliche Streun rungsanmeifung bann noch Erläuterungen gegeben, I gilt Die uhrungsanwesiung betont hierzu für die allgemein Interesse bestehen dürfte und aber, daß jedenfalls immer dann die rechte Sette auf die daher im Folgenden näher eingegangen einzuhalten ist, roenn ein Slusroeidjen ober Neber- Kleiner Laden mit 2-Zimmcr- Wohuung und Küche zusammen zu venniet. 05028 Neustadt 24. | Mietgesuchej 42imni.Woiin. mit Mansarde z. 1 November oder später gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 05016 an d.G.A. Grad Celsius, abends 5,6 Grad; am 17. Oktober: | Punkte der Ausführungs- und Prüfungsbestimmun- morgens 5,7 Grad. Maximum 9,9 Grad, Minimum — — --k— 1 4,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 116. Oktober: abends 7,4 Grad; am 17. Oktober: zu erkennen, daß bei den Bauersleuten infolge, Ausführungen in ber ASR. fei entnommen, .daß ihrer gelbarbeiten und die dadurch bedingte em-; sich der Verteidiger der Spielvereinigung 1900, Lip« festige Körperanstrengung bereits in der frühesten . p^rt, der dem Gau durch den DFB. - Sportlehrer Jugend eine Verkrampfung der Muskulatur em- Leinberger vorgeschlagen war, sehr gut hielt und daß setzt, die einzig und allein durch eine geeignete - - - w 1 - Kohlen Sierkohlei» Briketts Koks von nur ersten Zechen empfiehl! S. TrechM Steinttraße Tel. 3.581. muQ Zwiebel gef.mitOöintev ware,v.Ztr.rih mit Siek ab Stal. Echzell,Wetterau vers. geg.Nackn., gelbfl.Sveisekar' toftel bxUißftet Tagespreis--»-^ £uöro. ßrii.W“ in Der WettHgL IflODCß' t AWMM DampIsägewerkU^' B.NuhnA.6nloll^! SS.«Stud. cTt« üachiitelooto überwacht Schularb. ungute Erf. AE' Zimmer, gjfj Angeb. u.6M an d. Gieß.Ws Gechäftsdrucksache Rechnungen Brlefblltter Brlefumschlifl* Postkarten Geschäfts karten ; bei Irühl, Sehglitf-' wir betrauern den Tod unseres Heben A. H. Kirchenrat i. R , Dekan a D. Emil Münch (Gi. 70) gestorben im hohen Alter von 84 Jahren in Schotten am 14. 10. 1934. Der Gießener Wingolf I N. U. A.: gez. Heinrich Schneider (x X)(X X X) F.V. theoL Nr. 243 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Mittwoch. 17. Moder (934 I Aus dem Reiche der Frau PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS 'M .nk K Landknechtshut mit der flotten Feder bil- Auch der Gürtel kann ein anderer fein; ist er das Kleid selbst gearbeitet wird. Das gemusterte. < aus Leder, so muß er in der Farbe mit Schuhen, farblich harmonierende Halstuch und der kleine!Handschuhen und der Tasche übereinstimmen. H. eures Körpers kümmern sollt. Versucht es lieber eindeutschen Menschen mal selbst Es gibt jetzt überall landwirtschaftliche rtgemäß, sie gehört Lehrerinnen, die in Gymnastik. Turnen und Sport Liter'Saft dreioiertel Pfund Zucker. ef Auf. fiich. i'icht und in. Schilin to um dar 'N »w ettt idro:.' ÄTf: rpx fen sA Infrati ®pt rarbc Mk 5 (Sun SetW er. h en, dfli 30, Äs und b; inten r meri< iung tags l! Dllote Winims liest- Dftotr Hiuerin ein Aber °gen ; I Ja, liebe Landfrau, das ist es ja grade! Warum sind deine Glieder steif? Ist es wirklich nur Heber* nrbeitung? Oder könnte es nicht auch andere Gründe «aben? Du kniest oft halbe oder ganze Tage lang vn Garten und jätest Unkraut. Dabei werden deine Rücken- und Oberschenkelmus-keln einseitig überan- ttrengt. Dasselbe geschieht mit deinen Arm- und Rackenmuskeln, wenn du tagsüber im Fach stehst und Heu oder Getreide abnimmst. Wenn du dagegen wieder Wäsche hast und dich stundenlang stehend über das Waschfaß beugst, wird deinen Beinen und Füßen und auch deinem Rücken zu Schweres zugemutet. sehr zweckmäßig, allerdings kann es nur von schlanken Figuren getragen werden; es wirkt am schönsten, wenn es aus dem gleichen Stoff wie Du spürst schmerzhaftes Ziehen und Reißen und fühlst dich krank und elend. Das alles aber liegt zerkleinert. Man bereitet entweder mit Kräutern oder mit Aepfeln allein oder zu dem Apfel noch Rotkohl. Bei der letzten Mischung haben wir einen Ananasgeschmack. Vorzüglich schmeckt Sellerie mit Kräutern und zwar Petersilie, Dill, Boretsch. Basilikum. Mohrrübe wird ganz fein geraspelt und ohne Zutaten unmittelbar vor dem Essen an die Rohkostplatte gegeben, da die Mohrrübe sonst ihre lose flockige Eigenschaft verliert. Kommen unerwartet Gäste zum Abendbrot, so stellen wir von all diesen schönen Sachen, die wir schnell aus dem Garten holen können, eine köstliche Rohkostplatte zusammen, die immer Bewunderung hervorruft. Wir ordnen die in besonderen Schüsseln angemengten Salate auf eine große runde Platte sternartig nach den Farben an, lassen in der Mitte Platz für den Tomatensalat und legen außen herum grünen Salat, vielleicht auch noch Eier in Scheiben geschnitten und mit Schnittlauch bestreut. Antonie Rhan. nur daran, weil dein Körper nicht genügend in der Bewegung geschult ist, weil du nicht von Jugend auf gelernt hast, dich frei und locker zu bewegen. Es geschult sind, und die euch Anleitung geben werden. Das Schwierigste an diesen Dingen ist lediglich der Gedanken um das Winterhll^swerk. Das Winterhilfswerk hat begonnen Der Führer selbst hat in flammenden Worten die Opferbereitschaft aller Männer und Frauen für ihre not- leidenden Volksgenossen aufgerufen. Er konnte die Herzen der Frauen nicht eindrucksvoller für dieses große Lebenswerk bereit machen, als daß er sie daran erinnerte, daß sorgende Mutterliebe am härtesten durch die Not. die über unser Volk kam, betroffen wurde. Als er die erschütternd hohe Zahl derer nannte, die ihrer Not keinen anderen Ausweg wußten als den, dieses elende Leben von sich zu werfen — 20 000 Opfer forderte die Volksnot — da konnte er die Kämpfe und die Verlassenheit dieser Unglücklichen nicht erschütternder als in der Gestalt einer Mutter zum Ausdruck bringen, die nichts Besseres mehr wußte, als sich und 'ihren Kindern das weitere Leben auf dieser trostlosen Weit zu ersparen. Demgegenüber haben die Mütter, denen das neue Reich wieder die Hoffnung auf ein zweckvolles und ehrenhaftes Leben ihrer Kinder gegeben hat, eine Ehrenschuld an die Volksgenossen abzutragen, deren Not noch nicht gelindert werden konnte. Und nicht nur Dank ist es, die Millionen von Frauen, deren Männer und Söhne wieder Arbeit haben, bereit machen, zu geben und sich auch mit opfernder Arbeit in den Dienst der Winterhilfe zu stellen, dieses Werk wendet sich an die persönliche Verantwortung jedes einzelnen, und das ist es, was ihm die Mitarbeit der Frau sichert. Durch ihre Art der Haushaltsführung, durch die Ersparnisse, die sie dabei macht und die sie in Spenden umsetzen soll, wird sie mit eigener Leistung der Gemeinschaft verantwortlich gemacht, und das führt sie dieser Gemeinschaft und ihren Nöten näher als die rein auf staatliche Hilfe gestellte Wohlfahrtspflege vergangener Zeiten. Frauen haben am stärksten darunter gelitten, daß ihnen die steigende Wirtschaftsnot das Glück des Lebens und der persönlichen Fürsorge für Arme und Kranke genommen hat — die Sozialpolitik bürokratischer und von Klassengegensätzen beherrschten Regierung war für die Hilfsbedürftigen nicht die richtige Hilfe und die, deren Hilfe nur über den Steuerzettel ging, standen dem Elend ihrer Volksgenossen jetzt fremd gegenüber. Das Winterhilfswerk aber ist aus dem Geist wahrer Hilfsgemeinschaft und Nächstenliebe geboren und aus diesem Grunde gibt es der Frau die beste Gelegenheit ihre volksmütterliche Verantwortung zu beweisen. Die Lehre, die der Führer uns gab, daß Deutschland in seinem schweren Ringen nur geholfen werden kann, wenn wirklich der, der noch keine Sorgen kennt, sich Opfer auferlegt für seine schuldlos notleidenden Volksgenossen, diese Lehre sollte gerade von den Frauen der sogenannten oberen Zehntausend gehört werden. Als Mütter müssen sie die Fähigkeit haben, sich in die Sorgen einer Frau zu versetzen, die vielleicht nicht weiß, wie sie ihren Kindern Hunger und Kälte fern halten soll, und als Frauen, denen Einfühlungsvermögen in den Kummer anderer zu Gebote steht, sollten sie auch dafür sorgen, daß den Armen, die sie — wenn es sich z. B. um Frauen größerer Werksleiter und Industrieller handelt, selbst kennen sollten, die Hilfe nicht wie ein Aimo- s e n, sondern als Hilfe von Menschzu Mensch gebracht wird. Die Art des Lebens bedeutet ja doch oft größere Hilfe als das Gefchenk selbst. Schon hat der Nationalsozialismus in den deutschen Frauen wieder eine Verantwortung gegen Volk und Nation und ein tatbereites Gemeinschaftsgefühl geweckt, das in dieser Gröhe trotz allen Einsatzes der Frau im Krieg überrascht — noch aber bleibt mit mancher Sünde aus Gedankenlosigkeit ober Gleichgültigkeit aufzuräumen. Die deutsche Hausfrau sollte einmal sehr genau den Rechenschaftsbericht des vorjährigen Winterhilfswerkes lesen und die Spendenliste durchsehen. Sie wird dann sicher tief beindruckt von dem gewaltigen Anteil der deutschen Landwirtschaft an der Linderung der Not sein — sie wird sich überlegen, daß bei der schweren Wirtschaftslage des deutschen Bauern hier wirklich erhebliche Opfer gebracht wurden, und sie wird daraus für sich den Schluß ziehen müssen, ihre Haushaltsprüfung noch viel strenger als bisher darauf hin zu prüfen, ob sie auch die vermeidbare Auslandsware aus ihrem Speisezettel gestrichen hat. Denn der tiefste Sinn Idieses Winterhilfswerkes muß gerade für die Frau darin liegen, nicht nur an der Linderung materieller 'Not mit zu helfen, sondern stets daran zu denken. Laß im deutschen Volk heute ein Stand dem an* Lern die helfende Hand zu reichen hat. Der schwere Kampf des Nationalsozialismus hat uns die lang »ersehnte deutsche Gemeinschaft gebracht, zu ihrer Festigung und Erhaltung kann die Frau in ihrem Haus durch Erziehung und Haushaltiührung dar- lüber hinaus durch werktätige Nächstenliebe und wolksmütterliche Haltung vieles beitragen. E. H. den wir bald merken, wie wir uns viel freier und wohler fühlen, wie unsere Kräfte zunehmen, wie unser Körper sich strafft, wie er sehnig und schlanker wird Die Zeit, die wir zu diesen Hebungen brauchen, holen wir dreifach ; wieder dadurch ein, daß uns die Arbeit nachher I nod) einmal so schnell von der Hand geht, daß wir 'uns frischer und munterer fühlen. All unsere Mißmutigkeit und all die grauen Stimmungen, die uns oft wie schwarze Krähen umschwärmen, sind fortgeweht. Das Schwere scheint uns nicht mehr so unerträglich, das Gute sieht uns noch viel freundlicher an. Warum gibt es heute so viele Landfrauen, die vor der Zeit altern, die müde und verbraucht sind, in einem Alter, in dem sie es noch gar nicht sein dürften? Es ist gar nicht immer nur die Not, die daran Schuld trägt, sondern in den meisten Fällen liegt es j daran, daß die Frau ihren Körper nicht genügend i pflegt und stärkt, daß sie Raubbau an ihren Kräften | treibt und ihre einzelnen Glieder zu einseitig überanstrengt. Durch Leibesübungen schaffen wir den notwendigen, gesunden Ausgleich. Also scheltet nicht, wenn wir euch immer wieder daran erinnern, daß ihr euch um die Schulung i N ß.- )an< • •5* ) W. nb n# i 1 dich 'Äl,. nut ff veM 're* lftrab $5? 5;> Ä Quittengelee. Aus unserem Leserkreise wird uns das folgend« erprobte Rezept zur Weitergabe zur Verfügung gestellt: Wenn Sie Quittengelee kochen wollen, nehmen Sie zu dem Quittensaft die Hälfte Apfelsaft. Diese Mischung ergibt ein ganz feines Gelee, besser, als Landfrau und Leibesübungen Bon Anne Marie Koppen s sS >b'tz höchst. MM ,nN K ' l'?! A ariH MM t‘ unb t 3u. « bai M in Nou D «du den die Ergänzung. Für Lauf- und sportliche Zwecke vervollständigt den Anzug die angeknöpfte Pelz- kravatte, die flache Pelzmütze und vielleicht der kleine Muff. (Bild links.) Daß diese Dinge aus demselben Material sein müssen, versteht sich wohl von selbst. Nachmittags verändern dann der einknöpfbare große Kragen und der große Hut (Bild rechts) dem Zweck entsprechend das Aussehen. Jm. 13 bt, bt. wenn man Quittensaft allein kdcht. Auf einen halben ........ ’ ’ 1 ' . A.M. Rohsalate für den Herbff. Für den Freund von Rohsalaten gibt es jetzt Weiche Abwechselung. Weißkohl wird mit feinge^ schnittener Zwiebel, Kümmel, Zitrone, Oel und Zucker zubereitet. Wirsing wie Weißkohl, jedoch ohne Kümmel Rotkohl bereitet man auf zweierlei Art: entweder man raspelt auf mittlerer Raspel und gibt außer Zitrone, Oel, Zucker fein geraspelte Aepfel daran oder man raspelt auf feiner Raspe! und gibt fein gehackte Zwiebel statt der Aepfel Kohlrabi bereitet man mit Petersilie und Pimpernelle zu. Steckrüben (Kohlrüben) mengt man mit Kümmel an Gurkensalat ist allbekannt. Er steht aber in dem Rufe, schwer verdaulich zu sein Dieser Mangel fällt weg, wenn wir die Gurke nicht in Scheiben hobeln, sondern mit einer groben Raspel xerfleiern. So geraspelt ist die Gurke viel aufgeschlossener und auch für empfindliche Mägen und für Kinder bekömmlich. Sellerie wird auch auf der mittleren Raspel B, .iw ÄJ Todmüde sinkt die ländliche Hausfrau abend auf iiihr Lager. Wenige Stunden bleiben ihr nur zu Schlaf und Ruhe. Am andern Morgen muß sie wie- Ler die erste sein, die nach dem Rechten sieht Wie isollte sie da noch Zeit finden zu körperlichen Hebungen, zu Turnen und Sport? Die Glieder sind ihr ohnehin schon steif vom vielen Arbeiten. Von her Maschine zum Herd. Besuch in einer Berufsschule für Arbeiterinnen. Draußen im Südosten Berlins liegt diese „B e • r.ufs.$ule für Arbeiterinnen", 3U dek em Flügel der großen Volksschule für ihre besonderen Aufgaben eingerichtet ist: Vermittlung hauswirtschaftlicher Kenntnisse an die Arbeiterin, öte heute zwar noch an der Maschine steht und in der Aibrik li)ren Unterhalt verdient, die aber nach dem Willen des nationalsozialistischen Staates von dieser Tätigkeit einmal befreit und ihren Aufgaben als Hausfrau und Mutter zurück- gegeben werden soll. In dieser Schule sollen die Grundlagen für eine wirtschaftliche Haushaltfüh- rung gelegt, Handfertigkeiten und Kenntnisse, wie sie der Haushalt braucht, gelehrt und praktisch geübt werden. Die freundliche Führerin erzählt: Untere Kurse für die im Arbeitsprozeß stehenden Frauen und Mädchen finden bei ihnen großen Anklang. Sie kommen aus den verschieden st en Berufen; die Fabrikarbeiterin ebenso wie die Stenotypistin und die Verkäuferin, die Friseuse wie die Lageristin. Wir haben auch eine ganze Anzahl Frauen, die schon einen eigenen Haushalt führen, aber gerne kommen und sich unterweisen lassen, weil sie das Gefühl haben, daß. noch vieles besser sein müßte. Dann dient unsere Schule vor allem auch all den schulentlassenen Mädchen, für die bisher keine Lehr- oder Arbeitsstelle gefunden werden konnte. Für sie ist der Besuch der Schule Pflicht; Eltern oder Vormünder solcher Mädchen sind gesetzlich zur Anmeldung verpflichtet. Zuerst besichtigen wir den Saal, in dem der theoretische Unterricht erteilt wird, Warenkunde an Hand von Geräten und Wirtschaftsapparaten, Nährwert- und Preisberechnung ufw. Doch, erklärt die Führerin, so wichtig der theoretische Unterbau auch von uns genommen und behandelt wird: die Praxis ist noch wichtiger. Hier ist unser N ä h z i m m e r. An einfachen Schnittmustern wird das Zuschneiden von Schürzen und Arbeitskleidern gelehrt, Nähmaschinen rasseln, Farbenzusammenstellungen erprobt oder verworfen, erläutert, warum roter Besatz auf grünem Stoff nicht gut aussieht u. ä. So geht mit der praktischen Unterweisung die Geschmackserziehung vor sich. Ein Krankenzimmer tut sich auf. Hier, fo wird erläutert, legen wir besonderes Gewicht darauf, alles mit einfachsten Mitteln durchzuführen. Wir find uns wohl bewußt, daß es im Haushalt gilt, sich auf einfachste Art zu helfen, daß aber ein Krankenzimmer auch im Haushalt peinlich sauber gehalten werden muß. So sehen wir denn hier z. B statt eines kostspieligen Bettisches, wie ein auf Stützen ruhendes Plättbrett, quer übers Bett gelegt, dem Kranken das Essen erleichtert. Wir lehren die Frauen die Notwendigkeit besonderer Säuberung von Krankenwäsche und -geschirr, zeigen ihnen einfache Handgriffe beim Betten des Kranken — alles in dem Rahmen eines kleinen Haushalts. Ebenso ist es mit der Säuglings pflege, die an beweglichen Käte-Kruse-Puppen geübt wird. Jeder falsche Griff bringt das Köpfchen, Arm oder Bein in eine ungeschickte Lage — der beste Anschauungsunterricht, wenn so ein Köpfchen über den Arm der Trägerin baumelt; sie lernt sehr bald, wie sie zufassen muß. Auch die Wichtigkeit persönlicher Körperpflege wird an Beispiel und Gegenbeispiel erläutert. Im Hausarbeitsraum wird die Handhabung von Besen und Scheuertuch, die richtige Art des Geschirrspülens gelehrt. In der Küche führen wir das „Familienprinzip" durch: je vier Schülerinnen haben Herd, Arbeitstisch, Spülbecken und Geschirrschrank gemeinsam und haben auch ihre Arbeit wie im Haushalt zu verteilen, natürlich wechselte sie dauernd ab, damit jede die einzelnen Hantierungen gründlich erlernt. Im W a s ch r a u m ist ebenfalls Wert darauf gelegt, ohne kostspielige Apparate zu arbeiten. Immer ist unser Ziel, unsere Arbeit und das was wir lehren den Verhältnissen anzupassen, in denen unsere Schülerinnen leben und sie für ihr Leben und ihre häusliche Hmwelt mit den Kenntnissen auszurüsten, die dort nötig sind. So sehen wir im Bügelzimmer zwar das elektrische Bügeleisen, aber auch noch das Bolzeneisen, mit dem eine Hausfrau das vielleicht ohnehin brennende Herdfeuer ohne besonderen Kostenaufwand zum Bügeln aus- nutzen kann. Darum haben wir neben dem elektrischen und dem Gasherd auch noch den Kohlenfeuerherd, wenngleich wir natürlich alle wünschen, daß die Erleichterungen, die die hauswirtschaftliche Technik bietet, gerade auch dem kleinen und bescheidenen Haushalt zugute kommen sollen. Jedenfalls aber sehen wir die Aufgabe unserer Schule vor allem darin, nicht „schulmäßig", sondern für das Leben zu erziehen. Nicht nur Kenntnisse beizubringen, sondern eben auch zu erzielen. Auch das sagen wir unfern Schülerinnen immer wieder: ein zweckmäßiges und schönes Gerät braucht nicht teuer zu sein. Wir machen ihnen klar, wie sie durch ihre Haushaltführung, Einkauf, Verwertung und Bewahrung unsere gesamte Volkswirtschaft beein- lussen und wie es an ihnen liegt, durch ihre Forlerungen an den Hersteller die Erzeugung nach Material,. Farbe und Form zu bestimmen. Daß unsere Arbeit eine dringende Notwendigkeit ist, sehen wir daran, daß — und nicht nur die jüngsten Mädchen — viele zu uns kommen, die kaum je einen Besen in der Hand hatten, ge- chweige denn, daß sie ihn richtig gebrauchen. Daß unsere Arbeit einem, wenn auch vielleicht nicht immer bewußt gewordenen Verlangen der arbeitenden Frau nach hauswirtschaftlichen Kenntnissen entgegenkommt, erkennen wir an der frohen Bereitschaft, mit der sie zu uns drängt. Von der Maschine zurück zum häuslichen Herd — das ist der letzte Sinn unserer Arbeit. Sie sehen heute dreimal das gl e i ch e K l e id , oder auch Jackenkleid, je nachdem ob es für die warmen oder für die kalten Tage der Hebergangszeit getragen werden soll: Ein Vorschlag, wie Sie ein neues oder auch vielleicht schon vorhandenes Kleid für die verschiedensten Zwecke durch ein wenig Beiwerk verändern können! Für die Reise oder die kühleren Tage ist als Ergänzung das lange Cape (mittleres Bild) zu unserem Wesen. Wenn wir es möglich machen, jeden Tag, zunächst /------ • nr(1[ - z . nur eine Viertelstunde fang morgens ober abends erste Entschluß. Ist dieser Absprung einmal gewagt, einige Körperübungen zu machen, die unsere Mus-. dann kommt alles andere nachher von selbst. kein und Sehnen lockern und entspannen, dann wer- ------- * */**!*# w/ | 1 v 1 w 1 lv ivuvl QU V v iv v y v 11 ■ v/ v „Man soll uns damit zufrieden lassen" — hören; schlummern nämlich in deinen Gliedern viel mehr mir jetzt die vielbeschäftigte Bäuerin und Land- s'Kräfte, als 'du glaubst Aber diese Kräfte müssen Arbeiterfrau rufen. „Wir haben genug Leibesübun- freigemacht werden durch Hebung und Schulung ggen, wenn wir uns tagsüber in Haus, Hof und In ganz alten Zeiten, als unsere Vorfahren noch harten tummeln müssen. Turnen und Sport ist 1 als freie Bauern lebten, haben sie ihrer Jugend, den »etwas für Städterinnen, die den ganzen Tag nicht; Mädeln wie den Burschen, Leibesübungen zur saus ihren oier Wänden herauskommen Wir sind Pflicht gemacht Da wurde genau so „Sport getrie= oan der frischen Luft und arbeiten unsere Körper, ben", geturnt, wie es unsre heutige Jugend gottlob ttäglich aus Mehr können wir nicht tun." । wieder tut. Daher waren unsere germanischen Ahn- Todmüde sinkt die ländlicbe Aausfrau abend auf Mütter auch gang andere Frauen als wir. Sie hatten keine Mühe damit, einen Zentnersack auf die Schultern zu heben, und wenn sie tagsüber gearbeitet hatten, sind sie am Abend gewiß nicht so müde und zerschlagen gewesen wie wir heute, weil sie eben ihre Körper richtig zu beherrschen verstanden Daher wollen wir froh und dankbar sein, wenn uns heute wieder die Möglichkeit gegeben wird, unsre Körper zu schulen und zu stählen. Man ioll nicht schelten und es eine „neue Mod?" nennen. Denn es ist gar nichts „Modernes", sondern etwas Uraltes Die Freude an der Bewegung, an^der Beherrschung des Körpers, ist uns „angeboren", d. h. sie ist uns artgemäß, sie gehört « die Zukunft gehen. •; Bg4, Weiß 9 Steine: Ke2; Df8; Tc6; Se5; Sg6: » " 2 fe ni eil no oe ro ll eil cs bi n 3« Ul ta er 2lt Es ten lve Te Dor b ei 01 m ho in- fi d 9 P- tö bu 21i h° m m ur Ei ad b! SU! -al ton ftti SB- bo Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Denkner. arm nach Pla- S a - durch die von den Monden ausgehenden Kräfte sehr bald wieder in ihre ursprüngliche Bahn zurückgeführt. Im August vorigen Wahres len ire der Saturn die Aufmerksamkeit aller Astronomen auf sich durch das plötzliche Erscheinen eines großen wc ißenFlecks in der Aequatorzone. Er wurde von dem Liebhaberastronomen Dr. Weber in Berlin-Steglitz zuerst beobachtet am 3. August 1933. Der Fleck hatte eine Länge von 30 000, eine Breite von 20 000 Kilometer und bedeckte demnach eine Fläche von der Größe der gesamten Erdoberfläche. Anfangs bell und scharf begrenzt, verblaßte er im September 1933 allmählich und breitete sich in der Richtung der Aequatorzone aus, ohne jedoch auf die dunkle Nordäquatorialzone überzugreifen. Bei diesem Fleck handelt es sich um eine der gewaltigsten Eruptionen, bie je auf Saturn wahrgenommen wurden, und die in diesem Ausmaß sehr selten sind. Enorme Staub-, Dampf- und Gasmassen wurden bis in die höchsten Schichten der Saturnatmosphäre geschleudert, wo sie sich als weißglänzende Wolken ausbreiteten und durch neu emporsteigende Dampfmassen ersetzt wurden. Der mächtige Ausbruch zeigt erneut, daß das Innere des Saturn noch sehr heiß und in lebhafter Tätigkeit ist, wenn auch die sehr hohe und dichte Atmosphäre keine nennenswerte Wärmestrahlung nach außen läßt. Die radiometrischen Messungen ergaben nämlich für die Temperatur der äußeren 2ltmosphären- schichten minus 150 Grad, d. h. die Temperatur liegt dort um 100 Grad tiefer als in unserer Strato- späre. Nun beträgt die Sonnenstrahlung auf Saturn nur noch Voo, also wenig mehr als 1 v. H. derjenigen auf der Erde, womit die tiefen Temperaturen ohne weiteres erklärt sind. Wie die anderen großen Planeten besitzt Saturn keine feste Oberfläche, sondern ist ein mächtiger Gasball, dessen mittlere Dichte nicht einmal^die des Wassers erreicht. Im Rauminhalt übertrifft er die Erde um das 800fache; seine Masse ist aber nur 95mal so groß wie die Erdmasse. Nimmt man gemäß der Kant-Laplaceschen Theorie an, daß die Sonne ursprünglich weit über die Grenzen des Planetensystems reichte und im Laufe von Jahrmilliarden zu ihrer jetzigen Größe zusammenschrumpfte, wobei sich die Planeten abtrennten, so müssen die äußeren Planeten Pluto, Neptun, Uranus, Saturn und ein bie bol bet ring üb vom äußeren Ring wird er durch die gut erkennbare Cassinische Teilung getrennt. Gewöhnlich sehen wir auf die nördliche oder südliche Fläche der Ringscheibe, die dann mehr ober minder weit geöffnet ist. Steht aber Saturn so, daß wir von der Erde aus, was 1936 wieder der Fall sein wird, oenau auf die äußerste Kante des Ringsystems blicken, so verschwinden auch in den größten Fernrohren die Ringe für einige Tage meist vollständig. Sie müssen also, im Vergleich zum Dmch- Jst Saturn durch sein Ringsystem ausgezeichnet, so besitzt er außerdem die meisten M o n d e. Nicht weniger als zehn Trabanten umkreisen ihn. Mit Ausnahme des 4200 Kilometer im Durchmesser haltenden Titan sind es allerdings nur ziemlich kleine Körper, die bei der gewaltigen Entfernung des Saturn von der Erde, 1300 Millionen Kilometer, nur in großen Instrumenten beobachtet werden können. Der äußerste Mond, Phöbe, ist nur etwa sechzig Kilometer groß und benötigt zu einem Umlauf nicht weniger als 1^ Jahre. Da feine Bewegung rückläufig ist, auch feine Bahn stark elliptisch, darf man ihn wohl kaum zu den echten Monden rechnen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen fremden Weltkörper, der vom Saturn eingefangen wurde Obwohl die Massen der Saturnmonde nur gering sind, bewirken sie durch ihre Anziehungskräfte gewisse Störungen in der Bewegung des Saturnringes. Es ist bemerkenswert, daß genau dort, wo diese Störungen nach der Theorie besonders groß sein müssen, die Teilungen im Ringsystem auftreten. Wenn also Ringteilchen bei ihren raschen Umlauf zufällig in den Zwischenraum zwischen zwei Ringen geraten, so werden sie Problem 3Xv. 377. Von K. Hannernann, Randers (Holland). les lin die es oii ni ge si b Oer JRingptanci. Von Or. Erwin Kossinna Der Oktober dieses Jahres ist auffallend an Planetenerscheinungen. Mars wird erst Mitternacht sichtbar, und die übrigen Hellen neten sind der Beobachtung entzogen. Nur Spenden für das Mnterhilfswerk Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Winterhilfswerk 1 9 3 4/35 betreffen (Spenden, Straßensammlungen, Haussammlungen, Eintopfgerichte ufro.), sind nur auf Konto der Vezirkssparkasse Gießen, Nr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt a. 2U. Nr. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen. messer, außerordentlich dünn sein. Seit Maxwells theoretischen Untersuchungen über die Natur der Saturnringe wissen wir, daß es sich dabei um zahllose kleine Meteoriten handelt, tue den Planeten umkreisen und durch seine gewaltige Anziehungskraft straff in der Aequatorebene zu- sammengehalten werden. Spätere fpektrographische Messungen der Rotationsgeschwindigkeit der Ringe haben Maxwells Ergebnisse in allen Einzelheiten bestätigt. Danach rotieren die einzelnen Teilchen um so schneller, je näher ihre Bahn dem Saturn liegt. Dies wäre natürlich unmöglich, wenn die Ringe aus einer einheitlichen Masse bestünden. Die Geschwindigkeitsmessungen ergaben nämlich, baß die äußere Kante bes Außenringes in vierzehn Stunden, der innere Rand des Kreppringes aber bereits in fünf Stunden einen Umlauf vollendet. Der Durchmesser des gesamten Ringsystems beträgt 277 600 Kilometer, der des Kreppringes ist mit 141800 Kilometer nur etwa halb so groß. Während also die Breite der drei Ringe sehr beträchtlich ist und Zehntausende von Kilometern umfaßt, ist die Dicke sicher geringer als 100 Kilometer. Die Masse des Ringsystems ist daher im Vergleich zur Masse der Saturnkugel verschwindend gering. Gegenwärtig ist das Ringsystem noch ziemlich weit geöffnet; im nächsten Jahr wird es schon sehr schmal erscheinen. Jedem Freunde der Wunder des Sternhimmels sei daher die Beobachtung des Saturns in den klaren Herbstnächten empfohlen. turn, der schönste und interessanteste aller Wandelsterne beherrscht als einziger den Abendhimmel. Er steht gegenwärtig im Sternbild des Wassermannes. Sein ruhiges, hellgelbliches Licht unterscheidet ihn von den funkelnden Fixsternen. Als Stern erster Gröhe wetteifert Saturn an Helligkeit mit Altair, dem Hauptstern im Adler, der am Südhimmel schräg rechts über dem Planeten steht, wenn dieser gegen 20 Uhr seinen höchsten Stand erreicht. Freilich bietet Saturn dem unbewaffneten Auge nichts Besonderes Erst das Fernrohr offenbart uns die wahre Gestalt des ringgeschmückten Planeten. Wer je bei guten Lichtverhältnissen in einem großen Fernrohr den Saturn beobachtet hat, erhält einen Eindruck von den gewaltigen Kräften, die das Weltall durchfluten Aus den ersten Blick erkennt man die schnelle Rotation an der starken Abplattung der Saturnkugel, die größer ist als bei allen anderen Planeten. Ist doch der polare Durchmesser um 11 000 Kilometer, d. h. um ein Zehntel kürzer als der äquatoriale. Die Entstehung dieser Redensart soll folgenden Ursprung haben:' Ein Student hatte einen anderen im Duell erschossen und beschloß, sich der zu erwartenden Strafe durch die Flucht ins Ausland zu entziehen. Da er keine Ausweise besaß, ohne die eine Reise über die Grenze unmöglich war, so suchte er feinen Freund Viktor Hase auf, um sich bei ihm Rat und Beistand zu holen. Hafe übergab groß' mütig seinem unglücklichen Freund seinen Stuben« tenausweis, der natürlich nicht übertragbar war, aber schließlich verloren gegangen sein konnte. Der Flüchtling gelangte auch mit Hilfe dieses Ausweises glücklich nach Frankreich und warf ihn dort fort Die Karte wurde aber von der französischen Polizei gefunden und der Universität, von der sie ausgej stellt war, zugeschickt. Der rechtmäßige Besitzer wurde auf das Universitätsgericht zitiert und et* klärte dort: „Meine Name ist Hase, ich verneine die Generalfragen, ich weiß von nichts!" Diese Aussage machte bald den Weg über alle deutschen Läufer anfangen will.) k. . kann Schwarz ohne Nachteil Lf8—e7 oder Lf8—c5 spielen.) 5. ..., d7Xc6. 6. 62—64. (Dies ist wohl das Beste! Die scharfe Spielweise 6. Sf3Xe5 bringt Weiß nicht in Vorteil. Z. B.: 6. ..., Sf6Xe4. 7. Sc3Xe4, D68—64. 8. 0—0, D64Xe5. 9. 62—64, De5—15! 10. Tfl—el, Lc8—e6. 11. Lei—g5, h7—h6. Oie Narrenkappe. Verkehrsunfall. Auf dem glitschigen Asphalt einer sächsischen Stadt rutscht ein Radfahrer aus und fliegt gegen einen im Ruckzuck über die Straße gezogenen vollbelade- nen Handwagen. Durch den Anprall kippt em Sack vom Wagen und fällt in den Schmutz. Der Radfahrer stiebt furchtsam davon. Auf dem Straßenbord bleiben zu Haufen in ge« fpannter Erwartung die Leute stehen. „Nu, das is doch, he —!" heißt es hetzerisch. Aber der Mann, der Herr des Handwagens, tut nicht „dergleichen"; er blickt dem enteilenden Rad- fahrer flüchtig nach, packt darauf den abgerutschten Sack und wirst ihn wieder auf den Handwagen zurück. , . m Worauf er in Gleichmut seines Weges zieht. Ein kleines Mädchen hat mit Mama diesem atenv raubend spannenden Vorfall zugesehen und erklärt nun mit aller ihm zu Gebote stehenden Entrüstung: „Mama — der Mann hat ja gar nicht gott- verdimmich gesagt...!!" Konkurrenz. Der Inhaber eines Speiselokals läßt ein tnaUigef Plakat an der Hausfront anbringen: „Hier wirb mit Liebe gekocht." Zwei Tage später hat die Konkurrenz, die auf der anderen Straßenseite haust, gleichfalls ein neues Plakat. Die Aufschrift lautet: „Hier wird mit Vorliebe gegejsen..." Furchtbare Liebesgeschichte im wilden Westen. In Texas lernte ein junger Mann eine Frau kennen, in die er sich so verliebte, daß er sie bat, ihr seine Liebe beweisen zu dürfen. Sie trug ihm auf, 15 Kilometer auf allen Vieren zu kriechen. Der feurige Liebhaber tat das wirklich, um hinterher zu erfahren, daß die Angebetete schon verheiratet war. Oie Volksdeutsche Ausgabe der evangelischen Kirche. Rückblick aus die Reichstagung des Gustav-Adolf-Dereins. Von Or. Siegfried Scharfe. 1. .... Kc5—d4. 2. Dh2—f4+, Kd4—d3. 3. Lg2 —fi+ und matt. .. 1. Sbl beliebig. 2. Dh2—c7+, Kc5—64. 3 Dc7—c3+ und matt. ' 1. ..Sb7 beliebig. 2. Dh2—e5, Kc5—b6. 3. De5 —a‘5+, und matt. Lösung des Problems Nr. 376. Don D. Z. M a ch. 1. Df3—e3! usw. 7. 65Xc6, b7Xc6. 8. Lb5—e2!, e4Xf3. 9. Le2Xf3, 0—0. 10. 0—0, 67—65 und Schwarz steht ganz gut.) 5. 0—0. 6. 62—63, 67—66. (Hier kann auch 6. ..., Lb4Xc3. 7. b2Xc3, 67—65 geschehen.) Pfarrern in die Verantwonung unu zirueu leuen. Noch ist im Gustao-Adolf-Verein verhältnismäßig wenig davon zu merken, daß d i e j u n g e G e n e - r a t i o n zur Mitarbeit und Mitverantwortung her- anqezogen wird. Das wird jedoch von der Führung der Gesamtorganisation durchaus erstrebt. Es bleibt ,u wünschen, daß schon die Studenten der Theologie wie überhaupt der junge Nachwuchs jeder Kirchengemeinde mit den Fragen und Aufgaben vertraut gemacht wird, mit denen es der Gustao-Adolf-Ver- ein zu tun hat. . Die 78. Reichstagung des Gustao-Adolf-Derems war ein neuer Anfang. Es wird sich darum handeln, auf dem Grunde, der in Königsberg und Danzig gelegt wurde, zielbewußt aufzubauen. In Zusammenarbeit mit dem Volksbund für das Deutschtum im Ausland, dessen Fürsorge in erster Linie die auslandsdeutschen S ch u l e n anvertraut sind, während der Gustao-Adolf-Verein für die Pflege der kirchlichen Belange zuständig ist, wird er Gelegenheit haben, die neue völkische Haltung, die unter Adolf Hitlers Führung das gesamte deutsche Volk beseelt, in Leben und Wirklichkeit umzusetzen. An großen und kleinen Aufgaben, die in Angriff genommen werden müssen, ist kein Mangel. Zu den schon immer vorhandenen Schwierigkeiten sind neue der verschiedensten Art hinzugetreten. Noch größer als diese Hemmungen ist aber der heilige und entschlossene Wille, alles zu tun und daran zu setzen, was überhaupt nur im Bereich des Menschenmöglichen liegt, um ihrer Herr zu werden und deutsck)er Volksart und evangelischer Frömmigkeit jenen Lebensraum in der Welt zu sichern, der ihnen zusteht. Das deutsche Volk ist in den letzten Monaten sich seiner selbst bewußt geworden, es wird seinen Weg unbeirrt in In mehr als einer Beziehung stellt die 78. Hauptversammlung des Gustav-Adolf-Dereins in der deutschen Ostmark einen Wendepunkt dar. Zum ersten Male stand eine Reichstagung im Zeichen des Dritten Reiches. So konnte es nicht ausbleiben, daß die veränderte politische und geistige Gesamtlage auf die sachlichen Beratungen einwirkte und den festlichen Kundgebungen, zu denen Tausende deutsch- evangelischer Volksgenossen aus dem In- und Ausland zusammenströmten, ihre besondere Note gab. Gewiß, die Tradition des Gustav-Adolf-Dereins ist von jeher im volksdeutschen Gedanken verwurzelt gewesen. Seine Mitglieder haben etwas davon gewußt, daß Volkstum mehr ist als Staat, und Volks- kirche nicht an staatliche Grenzen gebunden zu sein braucht, aber diese Erkenntnis ist doch in den vergangenen Jahrzehnten nicht sehr viel mehr gewesen als eine Ueberlegung, die sich auf .verhältnismäßig kleine Kreise innerhalb der evangelischen Kirche beschränkte. Das ist in den letzten Monaten anders geworden. In der Gegenwart setzt sich ein folge- richtiges Dolkstumsdenken in allen Schichten uno Kreisen des deutschen Protestantismus durch. Was bis vor kurzem Liebhaberei einzelner weniger war, soll in Zukunft Gemeinde- und Kirchensache größten Stils werden. Ganz klar hat es der neue Vorsitzende Prof. Dr. Gerber, der Staatsrechtslehrer der Leipziger Universität, zum Ausdruck gebracht, daß es notwendig ist, über Begriffe und Anschauungen der Vergangenheit hinauszukommen und den Weg in die deutsche Zukunft, wie sie im neuen Reiche gestaltet wird, zu finden. Neue Klänge waren es auch, die man aus oer Rede des Gauleiters und Oberprasidenten Staatsrat Koch heraushörte. Er sagte^ wörtlich: „Wir wollen mit den Mitteln und Möglichkeiten, die der Gustav-Adolf-Verein hat, beitragen 3ur Verständigung der Nationen. In diesem Liebeswerk wollen sich alle ^uden, denen die Erhaltung des Friedens eigene Verpflichtung bedeutet. In diesem Liebeswerk, auf der Grundlage des gemeinsamen religiösen Bekenntnisses, soll mehr uno mehr auch das Werk des politischen Friedens zwischen den Völkern wachsen und zur endlichen Vollendung reifen... Tun wir unsere Pflicht als Deutsche und als evangelische Christen, wie sie Luther und Gustav Adolf getan haben. — Mit anderen Worten, es ist heute weniger als je berechtigt, im Gustao-Adolf-Verein «ne völkische Kampforganisation zu erblicken, die in ihrern Cm= treten für deutsche Art und evangelischen Glauben politische und konfessionelle Spannungen auslosen müßte. Genau das Gegenteil ist richtig: Je entschlossener und zäher deutsche Menschen m fremd- völkischer und fremdkonfessioneller Umgebung an ihrem Volkstum und ihrem Glauben festhalten, um o tiefer wird das Verständnis sein, das sie für 21 r t und Wesen fremder Völker und Glaubensformen gewinnen. So ist es immer wieder vom Führer auf der Ebene des politischen Lebens zum Ausdruck gebracht worden. So gilt es in genau der gleichen Weise vom religiösen Leben. Ein dritter Gesichtspunkt: die Königsberger Reichstagung war von Vertretern der verschiedensten kirchenpolitischen Gruppen und Meinungen besucht. Es zeigte sich, daß eine Zusammen arbeit zwischen ihnen durchaus nicht so unmöglich ist, wie es nach den Vorgängen der letzten Monate den Anschein haben konnte. Deutsche Christen und Anhänger des Pfarrernotbundes sowie Pfarrer und Nichttheologen, die weder der einen noch der anderen Richtung angehören, gaben immer wieder der Ueberzeugung Ausdruck, daß die volksdeutsche Not der Diaspora ein Zusammen stehen aller verantwortungsbewußtenProtestan- ten deutscher Zunge notwendig macht. Es wurde betont, daß der Gustav-Adolf-Verein seinen alten Ueberlieferungen treu bleiben und auch in Zukunft im gemeinsamen Werk christlicher Liebe an den Brüdern und Schwestern in der Zerstreuung Um die Bewegungsfreiheit dßs Läufers etwas ein- zuengen. Nicht zu empfehlen ist nun für Weiß 12. D61—63, da Schwarz die Drohung Se4—66+! durch 12. ..., Ke8—67 abwehrt und gleichzeitig dem Turm a8 eine Entwicklungsmöglichkeit schafft. Besser ist 12. Lg5—h4, denn nun muß sich Schwarz etwas vorsehen. Es spielt am besten 12. ..., Lf8—66. 13. g2—g4, Df5—a5, und ein Uebergewicht ist für Weih nicht festzustellen. Wenn auch hiermit nicht alle Möglichkeiten des Vierfpringerspiels erschöpft sind, so haben wir doch unseren Schachfreunden einen wichtigen Fingerzeig gegeben, um sie vor solchen Reinfällen, wie jetzt in der Partie, zu bewahren. Die Partie nahm folgenden Fortgang: 5. 0—0, 0—0. 6. 62—63, 67—66. 7. Lei—g5, Lc8—g4? (Schwarz sollte nun endlich anfangen, nach eignen Ideen zu jpielen. Das andauernde Nachahmen der gegnerischen Züge ist natürlich nicht gut. Schwarz hätte hier S13XM «Xdi n. Lgsx». <7X16. 12. Del—h61 mnrh ist im Gustao-Adolf-Verein verhältnismäßig und Schwarz gibt auf. Lösung des Problems Nr. 375. Don C.A.L. Bull. 1. Ta6—a4, Kc5—b5. 2. Dh2—c7, Kb5Xa4. 3 Lg" ., CKc5—b6. DH2—b8+, Kb6—c5. 3. Db8 X?‘44^ “kc5^c4. 2. Dh2—f4+, Kc4—b5 oder c5. 3. Df4-^b4+ und matt. Und erscheint ein Fleck auf der Saturnoberfläche, so wandert er in der kurzen Zeit von fünf Stunden über die ganze Scheibe, dabei einen Weg von 190 000 Kilometer zurücklegend! Aus der Bewegung weißer Flecke, die gewöhnlich am Aequator auftreten, bestimmte schon W. Herschel 1794 die Rotationszeit zu 10'/« Stunden. Der Eindruck rascher Bewegung wird verstärkt durch das den Saturn umgebende Ringsystem. In kleineren Fern- rohren erblickt man eine zusammenhängende ringförmige Scheibe, die die Kugel in der Ebene de? Aequators umgibt. Bei stärkerer Vergrößerung löst sich die Scheibe in drei Ringe auf, von denen der mittlere der hellste ist. Nach innen geht er ziemlich unvermittelt in den dunklen, durchscheinenden Krepp- g5, el. Schwarz 3 Steine: KH7; Lg7; S67. Weiß zieht und setzt in d r c i Zügen matt. Problem Nr. 378. Don H. I o h n e r, Zürich. Weiß 7 Steine: Kh7; Tc3; Te7; Lai; Lg8; Sc8; Sh6. Schwarz 8 Steine: Kf6; Dgl; Tc6; Lf4; Sei; Sc4; Bc7, g5. Weiß zieht und setzt in 3 ro e i Zügen matt. Partie Nr. 262. Ein fürchterlicher Reinfall! Aus der Blind-Simultan-Dorstellung von Meister S ä m i s ch am 9.September 1934 in Frankfurt a.M. Weih: S ä m i s ch , Berlin. Schwarz: Dr. N. N., Frankfurt a. M. 1. e2—e4, e7—e5. 2. Sgl—f3, Sg8—f6. (Schwarz bietet die heute nur noch selten gespielte „Russische Verteidigung" an.) 3. Sbl—c3. (Der zehnfach engagierte Simultanspieler lehnt jedoch die Aufforderung in der Annahme ab, daß sein Gegner die in Frage kommenden Varianten der „Russischen Verteidigung" sehr gut beherrscht, da er sonst wohl kaum in einem olchen Kampf diese Verteidigung angeboten hätte.) |3 .Sb8—c6. (Damit ist das sog. „Dierspringer- ! spiel" entstanden.) 4. Lfl—b5, Lf8—b4. (Eine gute ! Spielweise, obwohl das Nachahmen der Züge des , Gegners zu einem furchtbaren Debakel werden kann, I was auch diese Partie wieder unter Beweis stellt. Die schlechte Behandlung dieser Eröffnung war uns Veranlassung, unsere Schachfreunde einmal mit einigen Hauptvarianten des Vierspringerspiels bekannt zu machen. I. 4. ..L18—b4. 5. 0—0. (Verfrüht ist 5. Sc3—65, S16X65. 6. e4X65, e5—e4. ©^"beYtirdjt^en Sefamtenlroidlung auswirken toiebe zu W-rwmden, besteht, tue S°ffnu"9’ immer durch die reichsdeutsche Kircye geyr, Pin leides- Als die 78. Hauptoersamm- lu^des Gustav-Adolf-Vereins, die in Königsberg begann und auf einer Ausflugsfahrt durch Os^reu- sten ihren Fortgang nahm, in D a n 3 ig en bet e, konnte es der Generalsekretär des ^ntral-Vorstan- des D Geißler aussprechen, daß die Reichsta- qung auch insofern ihr besonderes Gepräge gehabt habe, als es diesmal nicht Theologen oder Kirchen- sührer waren, von denen das entscheidende Wort gesprochen wurde, sondern Nichttheologen Üeberall zeigt sich heute das lebendige Interesse und Verständnis, das gerade auch aus den sogenannten ,LÄentteise'n" den Fragen und Aufgaben der Kirche entgegengebracht wird. Das ist eine gefunöe Entwicklung, von der man nur wünschen kann, daß fie ihren Lauf nimmt. Nicht als ob theologische Führer im Gustao-Adolf-Verein überflüssig waren, davon kann bei ihm so wenig die Rede sein wie irgend wo sonst in der kirchlichen Arbeit. Aber es ist doch ein Unterschied, ob diese Führung einseitig Seltsame Schönheitsideale. Bekanntlich ist dem einen sin' Uhl, was dem andern sin' Nachtigall ist, und glücklicherweise ist der Geschmack sehr verschieden. Aus der Geschichte des weiblichen Schönheitsideals weiß man, wie vielgestaltig im Lauf der Jahrhunderte die Forderungen waren, die an die Frauenschönheit gestellt wurden, und ähnlich ist es bei den einzelnen Völkern. Die englische Anthropologin Mrs H a s l u ck hebt in einer Abhandlung hervor, daß in Albanien ein Mädchen mit rundem Gesicht als „häßliche Melone verspottet wird. Die Albanier lieben nur Frauen mit langen Schädeln, und ebenso ist es in Griechisch- Mazedonien. Um den Mädchen diesen Reiz möglichst früh zu verleihen, wird der Kopf des neugeborenen Kindes noch in manchen Gegenden eng umwickelt, bis er schließlich eine Birnenform annimmt. Der Eindruck der spitzen Kopfform wird noch dadurch erhöht, daß spitze Mützen ohne Rand getragen wer- den. In einem andern Balkanstaat wurde Mrs. Hasluck ein Mädchen als große Schönheit vorgestellt, das sie folgendermaßen beschreibt: „Ein Gesicht wie ein Pferd mit hervorstehendem Oberkiefer, strohblondes fiaar und farblose Augen." Als die Engländerin auf die Frage, rote ihr dies Gesicht gefiele, höflich ihren Beifall aussprach, sagte der liebenswürdige Wirt: „Das haben wir uns gedacht, das Ihnen das Mädchen gefallen wird. Wir nennen sie „Die kleine Engländerin". „Me n Name ist Hase/' 7. Lei—g5, Sc6—e7! (In dieser Variante muß Schwarz den Abtausch seiner Läufer vermeiden!) 8 Lg5Xf6, g7Xf6. 9. Sf3—h4, c7—c6. 10. Lb5-c4, Se7—g6. 11. Sh4Xg6, h7Xg6. 12. f2—f4, Lb4—c5+. 13. Kgl—hl, Kg8—g7. 14. D61—f3, D68—e7. 15. Sc3—e2 mit annähernd ausgeglichenen Stellungen. II. 4. ..., Lf8—c5. (Auch diese Möglichkeit kommt in Frage.) 5. 0—0. (Es kann auch 5. Sf3Xe5, Sc6Xe5. 6. 62—64, Lc5—66. 7.0—0,0—0 geschehen.) 5...., 0—0. 6. Sf3Xe5, Sc6—64. 7. Lb5—e2, Tf8—e8. 8. Se5—f3, Sf6Xe4. 9.SI3X64, Lc5X64. 10. Sc3Xe4, Te8Xe4. 11. c2—c3 und Weiß steht eine Kleinigkeit besser. III. 4. ..., a7—a6. (Eine gute Erwiderung, da Weiß sich jetzt entschließen muß, was er mit dem Läufer anfangen will.) 5. Lb5Xc6. (Nach 5. Lb5—a4 Jupiter die ältesten sein und zugleich auch aus den spezifisch leichteren Stoffen, der äußeren Teile des Sonnenballs aufgebaut fein. Infolge der Masse ist aber ihre Entwicklung viel langsamer fortgeschritten als die der Erde. Den Zustand, in dem sich der Sa-___„ tv MVlw ____..... turn gegenwärtig befindet, hatte die Erde lange vor I Universitäten und hat sich bis auf den heutige» jeder geologischen Zeitrechnung durchlaufen. »Tag erhalten. Nr. 243 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch. (7. Oktober (934 wie sie mit Recht entgegnen könnte, nichts ferner gelegen, als einem ihr so völlig unbekannten Lebewesen wie diesem seltsam kurzhaarigen, schwarzgrau getigerten, wenn auch mit gleichsam weißer Wäsche versehenen Kater namens Musch Unruhe zu bereiten. Hat sie vielleicht ein Auge gehabt für die schlanke Form seiner, wie gesagt, weiß gekleideten Beine oder gar für die reichen Büschel seines männlichen Schnurrbarts? Mitnichten! Auch die Melodik seiner Liebeserklärung fand keinen Widerhall in dem wohltemperierten Empfindungsleben ihrer Rasse. Oder doch? Ist es nicht am nächsten Morgen, als sie, ohne dem ihr am Abend noch unerwünschten Freier abermals zu begegnen, den Stuhlbeinen und Menschenhänden Schmeicheleien widmet, sie hätte sich eines andern besonnen? Dies freilich war nicht im Sinne des Versuchs, dies so wenig wie die Kümmernis eines Katers, der sich seit längerem der Würde eines älteren Herrn erfreut, gelegentlicher Spielereien mit abendlichen Schattenbildern unerachtet. Er ist auch wirklich weile genug, um Begegnungen wie diese mit der weißen Dame' als einen Einbruch in die ihm allein gemäße und wahrhaft wohltuende Ordnung zu empfinden, als eine wenn auch romantische Störung, und Romantik, nicht wahr, das ist eine Angelegenheit für junge Leute, die noch aus Fenstern steigen und auf Dächern oder in Gärten unerwarteten Erlebnissen nachschleichen mögen, von denen aber doch, wie der Erfahrene weiß, nichts bleibt, — wenigstens nichts, was für einen gesetzten und abgeklärten Kater so zweckmäßig und ersprießlich wäre wie eine ausgiebige und ungestörte Ruhe zur Nacht und eine nahrhafte und abwechslungsreiche Speisefolge am Tag im übrigen aber ein zeremoniös geregelter Umgang mit Menschen, die ein verständnisvolleres Eingehen auf Wünsche und Bedürfnisse eines Katers bekunden als weiße Damen, und wären sie noch so rQ$i9es etwa mag der Schluß der Gedankenkette sein, die sich im Bewußtsein besagten Stüters abspinnt, als er die beruhigende Gewißheit gewonnen hat, daß der Besuch entschwunden ist. Daß die Fremde keinen förmlichen Abschied genommen hat, ficht ihn nicht sonderlich an. Er hatte sie ja auch nicht e.n- qeladen Aber er ist in der immer wieder bestätigten Erkenntnis, daß ein leicht bewegtes Herz ein mit Borsicht zu behandelndes Gut ist, beinahe dankbar dafür daß er ohne weitere Gefühlsbeirrung, auf den Schemel springen, sich einrollen und träumen und verläßlich erwarten kann, aus geregeltem Nachmittagsschlaf erweckt zu werden ohne noch einmal durch das Erscheinen einer weißen Dame aus der Ordnung seines Alters getrieben zu werden. Denn ihm ist, sie wäre für ihn, diese Ordnung, jo Aus der Provinzialhauptstadt. Gesunde Augen - der größte Schah. Eröffnung des Mnierhilsswerks 1934-35 2?on Or med. Zecker Zu einem gesunden Menschen gehören klare, gesunde Augen. Die größte Schönheit eines Menschen sind seine Augen, der Spiegel seiner Seele. Auch ein wenig schöner Mensch kann durch seine Augen noch anziehend werden. Matte, glanzlose Augen verraten häufig, daß der Mensch irgendwie leidend ist, oft lange bevor ihm das Leiden selber zum Bewußtsein kommt. Augen sind Warner und Rufer, wir müssen nur auf sie achten lernen? Wer schöne Augen hat und sich ihren Glanz und ihre Schönheit über die erste Fugend hinaus er- halten möchte, soll vor allem darauf bedacht sein, genügend lange zu schlafen. Menschen, die den Schlaf als etwas Nebensächliches ansehen, werden sich nicht allzu lange ihrer schönen Augen erfreuen können. Man merkt es ja schon nach einer einzigen durchwachten Nacht, wie trüb und glanzlos die Augen werden. Dauernder ungenügender Schlaf hat in dieser Richtung die schlimmsten Folgen. Sehr günstig auf den Zustand der Augen wirken regelmäßige Augenbäder. Man soll sie am besten vor dem Schlafengehen nehmen. Man nimmt eine zweiprozentige Borsäurelösung, die man in der Apotheke fertia kauft und spritzt die Flüssigkeit mit einem Glasröhrchen in die Augen ein. Setzt man die Behandlung regelmäßig fort, fo wird man sehr bald schon den wohltätigen Einfluß spüren. Besonders Menschen, die beim Lesen oder Handarbeiten ihre Augen überanstrengen müssen, sollten 'hnen diese Wohltat angedeihen lassen. Das Weiß der Augen wird bald wieder klar und ungetrübt sein. Hat man die Borsäurelösung nicht zur Hand, so kann man sich auch helfen, indem man einen gestrichenen Teelöffel Salz in einem halben Liter Wasser auflöst und mit dieser Lösung die Augen badet. Sehr schädlich für die Augen ist es, liegend zu lesen, auch wenn man daraus achtet, das Licht von links zu haben. In der liegenden Stellung werden die Sehnerven über Gebühr angestrengt; man sollte es daher, wenn irgend möglich, vermeiden. Wenn viele Leute behaupten, sie könnten ohne ein Buch nicht einschlafen, fo ist das nur eine schlechte Angewohnheit. Mit etwas Selbstdisziplin kann man sehr rasch darüber hinwegkommen. Wenn jemand bei schlechter Beleuchtung arbeitet, muß er sich selber die Schuld geben, wenn seine Sehkraft sich sehr rasch schwächt; gutes Licht zum Arbeiten ist eine der Hauptbedingungen. Wer viel lesen oder eine andere Arbeit tun muß, bei der die Augen immer auf eine bestimmte Entfernung eingestellt sind, soll sich jeden Tag eine Ruhepause gönnen, in der er die Auaen auf ferne Gegenstände richtet. Auch die jetzt oft empfohlene Augengymnastik ist hier von günstigem Einfluß. Die Muskeln müssen elastisch bleiben, wenn die Linse zufriedenstellend arbeiten soll. Wollen trotz solcher Vorsichtsmaßnahmen die Augen nicht mehr wie früher Dienst tun, schmerzen sie bei geringer Anstrengung und schwächt sich die Sehkraft merklich, so ist ein Gang zum Augenarzt nicht aufzuschieben. Er wird ein Glas verschreiben, das man zum Arbeiten benutzt. Frauen haben begreiflicherweise eine Scheu davor, eine Brille zu tragen. Nicht weniger unschön ist es aber, wenn jemand, wie man es bei Kurzsichtigen oft beobachten kann, dauernd die Augen zu- ‘fammentneift, um irgend etwas genau erkennen zu können. Dies Zusammenkneifen der Augen macht idas ganze Gesicht häßlich und führt zu verfrühter Munzelbildung. Und schließlich sieht ein solcher Mensch noch nicht einmal seine Umwelt genau! Also Ilieber ein Glas tragen, das Gesicht nicht verzerren und alles sehen, was um einen vorgeht! Die Wahl scheint wirklich nicht schwer zu sein. Es febt «sich noch einmal fo schön, wenn man richtig, gut :und klar sehen kann. Ilie — Tageskalender für Mittwoch: Bund !Nationalfozialistischer Deutscher Juristen, 20 Uhr, für den Kreis Gießen in der Volkshalle Am Freitag, dem 19. Oktober 1934, abends 8 Uhr, findet in der Volks- Halte zu Gießen die feierliche Eröffnung des Winterhilfswerks 1934/35 statt. Alle Volksgenossen, die den Führer in seinem Bestreben, daß keiner in diesem Winter hungern und frieren darf, unterstühen wollen, sind zu dieser Veranstaltung herzlichst eingeladen. Redner: Kreisleiier pg. Klostermann Gauamtsleiier pg. Haug Oie Kreisbetriebszellenabteilung mit ihren Betrieben, SA., SS., Beamtenfach- scha Hitler-Jugend, Frauenschast usw. haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Oer Abeno wird durch die selbstlose Mitarbeit vieler Mitglieder des Stadttheaters Gießen eine bedeutende Verschönerung erfahren. Künstlerische Leitung: Paul Nieren, Ansager Mitwirkende: Hansi Salzmann Soubrette ZRofe Stirl, heitere Lieder Hilde Plank, Tänze Maja von Rabenau, Tänze Heinz Weiser, Tenor Fran; Valckenberg, Baß Gert Geiger, Rezitationen Ich fordere nochmals jeden anständig denkenden Deutschen zum Besuch dieser Veranstaltung aus! (5infriff frei!! Oer Bunfe Abend der NS. Kulfurgemeinde am Freitag, dem 19. Oktober 1934, im Ease Leib fällt aus! Heil Hitler! NSDAP., Amt für Volkswohlfahrt gez.: Klöß, Kreisamtsleiter gez.: Hainbach, stellv. Kreisamtsieter | Cafe Ebel, Ortsgruppenoerfammlung. — NS -Leh- ; rerbunb Gießen, 15.30 Uhr, Singsaal des Realgyrn- . nafiums, Bezirksversammlung der Fachschaft 2 (Hö- Here Schule). — NSLB. Gießen-Land, 15.30 Uhr, 1 Hotel Köhler, Tagung der Arbeitsgemeinschaft Volksschule, 2 .Gruppe. — NSLB. Kreis Gießen, Arbeitsgemeinschaft Musik, 15.15 Uhr, Singsaal des Lyzeums, Vortrag und Orchesterübung. — Stadttheater, 19.30 bis 21.30 Uhr, „Die Heimkehr des Matthias Bruck". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die große Chance". D.eHabil taüonen an den Hochschulen. Der hessische Staatsminister Jung hat unter dem 26. September 1934 eine Bekanntmachung über die Vorschriften über b i e Habilitatio- nen an ben Hochschulen erlassen, bie in ber gestrigen Ausgabe ber amtlichen „Darmstäbter Zeitung" veröffentlicht wirb. In ber Bekanntmachung wirb folgendes bestimmt: Die Vorschriften über bie Habilitation in § 24 ber Verfassung ber Universität Gießen vom 13. Oktober 1933 unb in § 23 ber Verfassung ber Technischen Hochschule Darmstabt vom 20. Oktober 1933 werben wie folgt ergänzt: I. Wer zur Habilitation zugelasfen werben will, hat folgenbe Voraussetzungen zu erfüllen: 1. Er muß arischer Abstammung unb barf nicht mit einer Person nichtarischer Abstammung verheiratet sein (§ la bes Reichsbeamtengesetzes vom 31. März 1873 in ber Fassung bes Gesetzes Dehn 30. Juni 1933 — Reichsgesetzblatt I, Seite 433 —). 2. Er soll bie beutsche Reichsangehörigkeit besitzen. 3. Er soll in ber Regel bie abgeschlossene Vor- bilbung für einen ber Berufe besitzen, für ben er oorbilben will. 4. Er muß rückhaltslos hinter bem nationalsozialistischen Staate stehen. 5. Er muß einen mehrwöchigen Lehrgang in einem Gelänbesport- ober Arbeitsbienstlager mitgemacht haben. Entsprechenber Dienst in ber SA. ober SS. kann bem Lehrgang gleichgesetzt werben. Ausgenommen von bieser Verpflichtung sind Frontkämpfer. Frontkämpfer im Sinne dieser Bestimmung ist, wer im Weltkrieg (in der Zeit vom 1. August 1914 bis zum 31. Dezember 1918) bei der fechtenden Truppe an einer Schlacht, einem Gefecht, einem Stellungskampf oder an einer Belagerung teilgenommen hat. Die Teilnahme an den Kämpfen im Baltikum, in Oberschlesien, gegen Spartakisten sowie gegen die Feinde der nationalen Erhebung ist der Teilnahme an den Kämpfen des Weltkrieges gleichzustellen. 6. Er muß einen Lehrgang an einer Dozentenakademie durchlaufen haben. 7. Erft nach Erfüllung der Voraussetzungen zu 1 bis 6, über die entsprechende Nachweise spä- Oie weiße Oame zu Besuch. Von Will Scheller. Es ist immer das gleiche, seit Jahren schon: die !Türen des Zimmers fallen ins Schloß, unwiderruflich; Schritte wohlbekannten Charakters entfer- inen sich; eine andere Türe schlägt zusammen, »Schlüssel rasseln — dann wird Stille um ihn, des- fsen spitze, mausgraue Ohren ihn alsbald nutzlos idünken. Er weiß, Musch, der Kater, daß es nun icine Zeitlang durchaus keinen Sinn hat, etwas anderes zu tun, als hängenden Schweifs zum Schemel zu trotten, hinaufzuspringen, seine Gliedmaßen harmonisch zu ordnen und zu träumen. Am besten im zeitlosen Schlaf. Aus dem wird er dann geweckt werben burch bas noch in ber tiefsten Vision emp- ffindliche Gehör, das seinem Bewußtsein noch vor «dem unverkennbaren Schlüsselrasseln die Wahr- mehmung von Schritten wohlbekannten Charakters rzuführt, die die Treppe hinaufsteigen und alsbald iin der Wohnung sich bewegen werden, dem Zimmer sich nähernd, in dem es plötzlich keine Geduld mehr gibt. So nämlich beginnt wieder das Leben, lunb er meldet sich mit einer Stimme, deren heischender Ton keine Widerrede gestattet und kein Zögern erlaubt. Denn es ereignet sich das große Erlebnis des Wiedersehens mit der eifrigen Begutachtung des Mitgebrachten in mancherlei knistern- Dem Paket von unterschiedlichem Geruch. Musch ist ein Liebhaber planvoller Gewohnheit. (Um ihretwillen hat er den Verzicht auf die Frei- cheit auf sich genommen, deren Kenntnis in unoor- Übenkliche Zeit zurückliegt, jene Klausur, die für ihn Üa nicht bloß Einsamkeit bedeutet, Abgeschiedenheit ®on seinesgleichen, sondern auch intimen und intern fioen Umgang mit Menschen, die, was er durchaus begreift, feine wohlgeformte Statur und feine Anmut bewundern, das Weiß und Grau feines schwarz gestreiften samtenen Pelzes pflegen, in einer ausdrucksreichen Physiognomie mit den großen, schwarz geränderten Augen zu lesen wissen und es verstehen, Rede und Antwort mit ihm zu auschen. O ja, er ist sich der Rolle wohl bewußt, bie : ttr in dieser Häuslichkeit spielt, seit länger denn ein Jahrzehnt, und sie entschädigt ihn für manches Abenteuer im Kampf mit einer oft feindlichen Welt. §9 hat schon etwas für sich, mit schneeweißen Pfo- »en durch wohltemperierte Räume zu spazieren, auf Deichen Teppichen sich zu räkeln, auf behaglichen Seffeln ein wohlumfriedetes Dasein zu führen, frei : on Störung . • ■ Er spitzt die Ohren und hebt den Kops, «chon W er an der Tür Schlüssel rasseln, Schritte 'ckhern sich. Er hört seinen Namen, er antwortet. und als die Türe geöffnet wird, nimmt er mit den Sprüngen der ihm eigenen Neugier das nächste Zimmer, um sich im dritten auf das Erlebnis des Wiedersehens und des Mitgebrachten zu stürzen. Da fühlt er sich mitten im Lauf, wie durch einen Luftdruck, an den Boden gepreßt: da hockt auf dem roten Teppich etwas Weihes, — und in einer dunklen Tiefe feines Gedächtnisses erhebt sich schreckhaft die Erinnerung einer Zeit, in der fein Leben bedrängt war durch eben solch ein weißes, langhaariges Wesen, einen starken Kater, dessen tägliche Anwesenheit Kamps bedeutet hatte, blutigen Kampf um den Raum und um die Liebe der Menschen. Aber dieser Widerhall haßerfüllter Begebnisse währt nur den Bruchteil einer Sekunde: da zieht es ihn unabweislich zu dem fremden Geschöpf hin, das auch seinerseits, wiewohl zögernd genug, ihm entgegenschreitet, so langsam, als dehne sich die Zeit, bis die beiden rosa Nasen kurz vor der Berührung stehen; da endet diese scheinbare Zärtlichkeit mit einem leisen, aber unbezweifelbaren Fauchen der weißen Dame, die damit ihre noble Herkunft und herkömmliche Gesittung eindeutig zum Ausdruck zu bringen beliebt. Ja, und nun vollzieht sich bie Tragöbie, bie immer gleiche, bie er so oft unb fo schmerzlich erfahren hat, ber Hagestolz, ber, wenn ihm schon einmal weiblicher Besuch zugeführt würbe, feine spontanen Gefühle mitnichten erroibert fanb. Mit inbrünstiger Leidenschaft trägt er ber Dame, diesmal, wie gesagt, einer weißen, deren Geburtsadel bie Menschen mit Brief und Siegel bezeugt haben, sein Herz an, ein Herz, das ungeachtet beträchtlicher Lebensdauer noch jugendlich zu schlagen weiß. Aber die Dame hat, so scheint es, keine Verwendung für solche Herzen. Sie entzieht sich dieser allzu offenkundigen Werbung, und ihm bleibt, wenn auch nicht geradezu das Nachsehen, so doch das Nachschnuppern, mit dem er jeden Fleck des Bodens und jeglichen Möbels, den die weiße Dame berührt hat, mit' äußerster Sorgfalt untersucht. Kommt er auf dieser von kleinen Klagelauten begleiteten Wanderung in ihre Nähe, scheucht ihn das leise Fauchen zwar auf die Dauer nicht zurück, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich ihm zu entziehen. Das ist ein grausames Spiel.. Die weiße Dame wird für diese Nacht als Gast behandelt. Sie bekommt ein Zimmer sur sich, mit allem Komfort, den ihre Art und ihre Person in Anspruch zu nehmen berechtigt sind. Ist sie aber auch berechtigt, die nächtlichen Leiden emes durch ihr bloßes Auftreten entzündeten- Liebhabers- als Tribut einzuheimsen, in dessen James Leben sie die Pein so weltlicher Beunruhigung getragen hat? Aber der weißen Dame hat, ter mit den Habilitationsakten einzureichen sind, beginnt der wissenschaftliche Teil des Habilitationsverfahrens. Gesuche um Zulassung zur Habilitation sind von dem Rektor an den Führer der Dozentenschaft weiterzuleiten, der die Einberufung zum Geländesport- dienfl und zu einer Dozentenakademie vermittelt. Die vorgesetzte Ministerialabteilung ist gleichzeitig zu benachrichtigen. II. 1. Die feit dem 30. Januar 1933 habilitierten Privatdozenten haben die Bedingungen zu L 5. und 6. bis zum 1. Oktober 1935 nachzuholen. Andernfalls gilt mangels ausreichenden Hinderungsgründe die Genehmigung zur Habilitation als widerrufen. 2. Den vor dem 30. Januar habilitierten Privatdozenten tuirb dringend empfohlen, sich der allgemeinen Regelung einzufügen und in den nächsten Semestern an Geländesport- oder Arbeitslagern teilzunehmen. 3. Die Dienstzeugnisse zu 1 und 2 sind hier einzureichen. III. Die Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Alle bisherigen Bestimmungen gelten insoweit als aufgehoben, als sie der vorstehenden Anordnung widersprechen. Ausländische «indenustballons sind abzu^eben. Das Staatspresfeamt teilt mit: In letzten Zeit mehren sich wieder die Fälle, daß ausländische Kinderluftballons mit anhängenden Begleitschreiben oder Postkarten aufgefunden werden. Die Finder werden in den Begleitschreiben oder Karten gebeten, diese sofort an die angegebene Auslandsanschrift zurückzusenden, wofür ihnen ein Geschenk in Aussicht gestellt wird. Es wird hiermit nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß derartige Ballons ufro. jeweils sofort bei der nächsten Polizeibehörde abzuliefern sind. p'atzkonzen unserer Militärkapelle. Am morgigen Donnerstag, 17 Uhr, veranstaltet unsere Gießener Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauße Platzmusik auf dem LandgrastPhilipp-Platz mit nachstehender Vortrags- folge: 1. Deutsch in Ewigkeit die Saar! Marsch unter Benutzung des Liedes „Saarschwur" von Offen. 2. Ouvertüre zur Oper „Stradella" von Flotow. 3. Szenen aus der Oper „Das Rheingold" von Wagner. 4. „Immer oder nimmer", Walzer von Waldteufel. 5. a) Mosel-Marsch »on Rösler. b) Am schönen deutschen Rhein! von Schwarz. Daten für Mittwoch, 17. Oktober. 1815: der Dichter Emanuel Geibel in Lübeck geboren (gestorben 1884); — 1849: der Komponist Friedrich Franz Chopin in Paris gestorben (geboren 1810); — 1887: ber Physiker Gustav Robert Kirchhoff in Berlin gestorben (aeboren 1824), — 1893: der Komponist Charles Gounod in Saint- Cloud gestorben (geboren 1818). * * ** Zu bem Ueberf all bei Klein-Lin- b e n, über ben wir am Donnerstag, 11. Oktober, berichteten, wirb uns von dem Bürobedarfshaus Franz Vogt & C o. mitgeteilt, daß es sich bei jenem Personenauto nicht um das Auto der Vogtschen Handelsschulen, sondern um den Personen- kraftwagen des Bürobedarfshauses Franz Vogt & Co. handelte. Der Fahrer Rudolf Treibig, der Büro» maschinen-Mechanikermeister der Firma, kehrte zusammen mit einem zweiten Mechaniker von der Ausführung seiner Arbeiten in Wetzlar zurück. ** V e r k e h r s u n f a l l. Als heute morgen der bei den Buderus-Werken in Lollar beschäftigte Arbeiter Ernst Balser nach Wieseck zurückkehren wollte, wurde er von einem Personenkraftwagen, ber ihn von hinten überholen wollte, ersaßt unb zu Boben geschleubert. Der bebauernsroerte Mann erlitt Verletzungen am Kopf unb an ben Beinen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. etwas wie ein Parabies. Wofern sich ein Kater ber« gleichen vorzuftellen vermag. Daß er es ahnt, beweist bas zarte Schnürten, das nun von bem Gefühl ber Ruhe unb des Friedens in feiner Kehle in Bewegung gefetzt wird. Spiel des Schicksals. Nicht weniger als 35 Jahre lang hat in Amerika ein Sohn nach feinem Vater gesucht, der aus dem Haufe verschwand, als der Sohn noch ganz klein war. Durch Zufall erfuhr er den Wohnsitz d?s Vaters, es war derselbe Ort, in dem der Sohn lebte, und beider Wohnungen befanden sich nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Aus ber Straße waren sich bie beiben Männer schon oft begegnet, ohne zu wissen, daß sie Vater und Sohn sind. öocbfcbulnocbricbten. Professor Dr. Hans Bluntschli, Ordinarius für Anatomie an der Universität Frankfurt, ist auf seinen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Bluntschii hat bereits vor einiger Zeit das Ordinariat der Anatomie an der Universität Bern als Nachfolger von Professor Wilhelm Zimmermann übernommen. Professor Dr. Julius Wilser von der Universi- tät Freiburg ist auf den ordentlichen Lehrstuhl für Geologie und Palaeontologie an der Universität Heidelberg berufen worden. Professor Dr. Erich Grafe, Ordinarius für innere Medizin an der Universität Würzburg, hat einen Ruf an die Universität Hamburg ab- gelehnt. . ... Professor Dr. Ernst Jacobi, Ordinarius für Handelsrecht, deutsches bürgerliches Recht und deutsche Nechtsaeschichte an der Universität M u n- stcr, ist auf feinen Antrag zum 1. Oktober d. I. von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden v _ . Professor Dr Wilhelm Müller von der Deutschen Technischen Hochschule in P r a g ist zum Ordi- narius für M.chanik als Nachfolger von Professor H o p f an bie Technische Hochschule in A a ch e n berufen worden. Professor Dr. Max Meier von der Universität Würzburg erhielt einen Rus als Direktor ber staatlichen Hals-, Nasen- und Ohrenklinik an der türkischen Universität in Ankara. Der Münchener Anatom Professor Dr. Lud- wig Neumayer ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Obecheffen Frankreichs Ziele an der Saar Heimatabend der Gießener Ortsgruppe des Bundes der Saarvereine. 3m Saargebiet gibt es keinerlei französische Minderheit, sondern nur französische Beamte auf den Gruben oder in der Verwaltung, die aber ( mit der Bevölkerung selbst nichts zu tun haben. ; Diese Franzosen sind Auslandsfranzosen, wie i sie ja auch z. B. in Berlin oder in anderen deutschen Städten leben, ohne deshalb Deutsche ' zu sein, oder wie z. B. Deutsche in Frankreich \ oder in England oder in China wohnen, ohne j deshalb Franzosen, Engländer ober Chinesen , zu sein. Das Saargebiet Tff nicht einmal Auhen- deutschturn. Es gehört vielmehr zum geschlosse- । neu deutschen Volkstum, auf das der Begriff des Auhendeutschlums nicht anwendbar ist. Die Saargebietsdeutschen gehören mit ihrem Herzen und mit ganzer Seele zum Deutschen Reich, sie sind Reichsdeutsche im politischen Sinne, die den Willen und das Sehnen zur Rückkehr zum Reich besitzen. An der Saar ist nichts in Zweifel gestellt, vor allem nicht, dah es sich dort um deutsche Reichsbürger handelt, die nur für 15 Jahre in der Ausübung ihrer deutschen Staatsbürgerrechte gehemmt und beschränkt worden sind. Diese Schranken zu beseitigen, ist die Aufgabe der Abstimmungsberechtigten am 13. Januar 1935. So ist die Lage unter volkheitlichem Gesichtspunkt. Frankreich weiß ja auch genau, daß es sich an der Saar um Deutsche handelt. Es will dort auch nicht völkische Eroberungen machen, sondern ihm schwebt nur der alte französische Traum von dem großen Gallien vor-, dessen Grenze bis an den Rhein reichen soll. Welchen Stammes die Bewohner dieses Gebietes find, ist den Franzosen, die ja nicht völkisch, sondern nur im Raum denken, völlig gleichgültig. Frankreich will den Raum gewinnen und hofft dann im Laufe der Zeit allmählich das Gesicht der Bevölkerung und den Zug des Lebens nach Westen wenden zu können. Das Haden die Franzosen in der Besatzungszeit in der Pfalz probiert, ohne Erfolg, und so versuchen sie es heute im Saargebiet, wobei sie aber ebenfalls keinen Erfolg haben werden. Sie hoffen denn auch nur auf den status quo, d. h. die Beibehaltung des jetzigen Völkerbundsregimes. Auf diesem Wege hoffen sie ein zweites Luxemburg zu schaffen, das für sie das Glacis für ihr Ziel zum großen Rhein sein würde. Daraus erhellt die ungeheure Tragweite der Entscheidung und die große Verantwortung aller, die zur Teilnahme an der Abstimmung berechtigt sind und die ihre Stimme in die Waagschale werfen müssen für die Parole: geschlossene Rückkehr des Saargebietes zu Deutschland! Auch wirtschaftliche Gründe sind für Frankreich nicht ausschlaggebend. Frankreich hat 1919 behauptet, daß es die Saarkohle haben müsse als Ersatz für die im Kriege in Nordfrankreich und in Belgien zerstörten Kohlengruben. Dieser Ersatz mag für einige Zeit vielleicht notwendig gewesen sein. Aber schon einige Jahre später waren die nordfranzösischen Gruben mit den deutschen Reparationsgeldern so gründlich wiederhergestellt worden, daß sie heute viel leistungsfähiger find als vor dem Kriege. Frankreich braucht also schon lange nicht mehr die Saarkohle, es ist übrigens dafür auch gar nicht aufnahmefähig genug. Ebenso verhält es sich mit der Eisenindustrie und mit der Verwendung der Saarkohle zur Verarbeitung der Minette. Vielmehr betrachtet die innerfranzösische Industrie die Produkte der Saar als eine unerwünschte Konkurrenz, unter der sie zu leiden hat. Unter dem Gesichtspunkt der h i st o r i sch - p o litis ch e n Gründe ist festzustellen, daß das Saargebiet bis auf wenige Augenblicke feiner Geschichte — im Rahmen des großen tausendjährigen geschichtlichen Geschehens gesehen — immer im Verbände der Deutschen gewesen ist. Der Redner gab in diesem Zusammenhang einen eingehenden geschichtlichen des Ganzen das Lied von den „Musikanten" zur Aufführung. Als alle möglichen Instrumente durcheinandertönten, hätten die Zuschauer am liebsten mitgemacht. Es wird den Eltern nicht schwer fallen, der Aufforderung der Jungmädelführerin zu folgen und ihre Mädel mitfpielen und mittanzen zu lassen. □3 Lollar, 16. Okt. Dieser Tage war Herr Heinrich Ferber fünfundzwanzig Jahre bei der Firma L e i tz in Wetzlar beschäftigt. Aus diesem Anlaß wurden ihm von der Firma und feinen Arbeitskameraden reiche Ehrungen zuteil. — Sattler- meister Seipp und Ehefrau konnten das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. — Im Saalbau „Zur Linde" fand ein Kameradschaftsabend des Sturmes R 21/116 statt, zu dem auch die Angehörigen der SA.-Männer erschienen waren. Nach Worten der Begrüßung machte Sturmführer Ries eine Reihe dienstlicher Mitteilungen. Dann ging man zum gemütlichen Teil über. Musikvorträge der Kapelle Lynker wechselten mit gemeinsamem Gesang von SA.-Liedern und humoristischen Vorträgen des Kameraden Hofmann. Kamerad Eberle hatte zu dem Abend einen SA.-Reserve-Marsch komponiert, den die Kapelle Lynker zur Uraufführung brachte. Der Abend verlief in der schönsten Weise. Bei allen Teilnehmern entstand der Wunsch, daß derartige Abende, die der Pflege echter Volksgemeinschaft dienen, öfter stattfinden möchten. ch Staufenberg, 16. Okt. Am Sonntagmittag schieden die drei Ferien k.inder aus Hagen aus unserer Gemeinde Die Pflegeeltern G. Sommer, H. Moos und H. B e ck e r IV. brachten die Kinder mit dem Fuhrwerk zur Station Lollar, wo sie mit weiteren 24, die in der Rabenau untergebracht waren, vereint unter Leitung einer Dame der Volkswohlfnhrt ihrer Heimat zugeführt wurden. Seit dem 25. Mai d. I hatten sich alle sehr zu ihrem Vorteil erholt. § Mainzlar, 15. Okt. Heute gegen sechs Uhr ging über unserem Ort ein schweres Unwetter mit starkem Regen und Hagelschlag nieder. Stellenweise wurden Bäume und Masten aus dem Boden gerissen. Soweit wie bis jetzt feft= gestellt werden konnte, ist sonstiger Schaden erfreulicherweise nicht zu verzeichnen. )( Lich, 16. Okt. Am Sonntagabend feierte die Kinderkirche in vollbesetzter Kirche ihr Ernte- d a n k f e st. 70 Kinder boten der andächtig lau- schenden Gemeinde ein prächtiges Erntespiel. Unter Orgelspiel und Choralgesang, im Schmuck des offenen Haares und ihrer Blütenkränze, zogen die Kinder, eingeteilt in die vier Jahreszeiten, die durch vorangetragene Kränze und durch die Far- den der Kleider (grün, rot, braun, weiß) dargestellt wurden, in die Kirche ein und zeigten dann in Gedichten und Liedern den Segen der einzelnen Jahreszeiten. Im zweiten Teil des finnigen Spiels tratt ein Schnitterchor auf und legte unter dem Gesang verschiedener Erntelieder die einzelnen Erntegaben am und auf dem Altar nieder, der zuletzt reich gedeckt mit einem großen Erntekranz und den Früchten der Gärten und Felder und geschmückt mit Christbaum und Mantel des Winters im Schein der Kerzen und Lichter einen prächtigen Anblick bot. Mit einem Chor der Jahreszeiten und dem Lied der Gemeinde „Großer Gott, wir loben dich" endete das Spiel, das einen tiefen Eindruck hinterliefe. Die Kollekte, die 26 Mark ergab, war für die Weihnachtsbefcherung der Kinderkirche bestimmt OO Bellersheim, 16. Ott. Von der Gau- fiIm st eile der NSDAP, wurde hier im Saale Angermüller der Tonfilm „Der Schimmelreiter" vorgeführt. Im Beiprogramm wurden die Bedingungen zur Erlangung des Reichsfport- abzeichens anschaulich vor Augen geführt. Desgleichen wurde ein Querschnitt aus den Jahren 1900 bis 1917 gezeigt. Am Nachmittag sand eine Vorstellung für die Schuljugend statt. Kreis Büvinqen. ■ y Nidda, 15. Okt. Das Winterhilfswerk - 1934/35 wurde hier am gestrigen Sonntag durch t eine GeldsammlungfürEintopfge richte > eingeleitet, nachdem am Samstagabend in einer i von fast sämtlichen Zellen- und Blockleitern der i NS.-Dolkswohtfahrt besuchten Besprechung unter I Leitung von Dekan S c r i b a die Ausführung be- Ueberblick über die Geschehnisse zwischen Frankreich und Deutschland in dem Gebiet an bet■ ^ofel, Rhein und an der Saar. Er lieferte dabei m klarer Weise den Beweis, daß Frankreich mit historischen Besitzständen feinen Anspruch auf die Saar in keiner Weise rechtfertigen kann, da das Saarland nur zweimal (unter ßubroig XIV. und Napoleon I.) auf wenige Jahre unter franz°. fiftfier Herrschaft stand, sonst aber stets zu Deutschland gehörte. Er betonte m diesem Zusammenhang: ~ r Frankreich am Rhein bedeutet Befestigung der französischen Hegemonie und Herrschaft in Europa. Dieses ist das alte, auch heute noch bestehende Ziel der französischen Politik, das in der Saarfrage von heute die entscheidende Rolle spielt, es ist die Frage, ob Frankreich weiter vormarschieren kann oder zurücksinken wird In seiner politischen Bedeutung. In der politischen Entwicklung vom Ende des Weltkrieges ab bis heute handelt es sich um die gleiche Linie, um das gleiche Z i e l. Der Ausdehnung der Franzosen nach Norden hin in Richtung auf Köln und Holland widersetzt sich der Engländer, der die Franzosen von dort zurückgedrängt hat, auch in der Besatzungszeit durch die frühere Räumung der besetzten Zone und durch sein ganzes politisches Streben, weil dort feiner Ansicht nach englische Interessen berührt werden. Um die Gebiete an der Saar und in Lothringen interessiert sich der Engländer verhältnismäßig wenig, ebenso um die weiter südlich gelegenen Gebietsteile, weil dort für ihn kein Interesse liegt. Frankreich dagegen will diese Gebielslette, insbesondere das Saarland, als sein Sprungbrett behalten, es möchte dort den Besitzstand des Deutschen Reiches auflockern durch eine Art Luxemburg oder durch einen Zustand, in dem sich heute Oesterreich befindet, bei dem es verhindern will, dah die deutschen Menschen an der Saar nach Osten hin zum Deutschen Reiche bttcken. Das sind die letzten Ziele der Franzosen wieder an der Saar. Es muß durch die Abstimmung dafür gesorgt werden, daß sich im Bewußtsein der Franzosen für alle Zeiten die Ueberzeugung befeftiat: hier ist d i e deutsche Grenze, hier sind deutsche Menschen, die in ihrer volklichen Zugehörigkeit und in ihrem Deutschbewußtsein nicht zu erschüttern sind. Einmal muß dem Franzosen auch klar werden: dies ist französischer Besitz st and, dies ist deutscher Besitz st and, damit Frankreich den Besitzstand des Deutschen Reiches und des deutschen Volkstums im Westen respektiert. Das ist die große Schicksalsfrage über Europa, die zwischen Deutschland und Frankreich steht. Darum geht es bei der Abstimmung an der Saar. Daher stehen die Abstimmungsberechtigten im Dienste einer großen gesamtdeutschen Entscheidung von europäischer und von Weltgeltung. Es handelt sich um die Entscheidung darüber, ob Frankreich auf seinem Streben zum Rhein halt geboten wird. Am Schlüsse feines Vortrages verlas der Redner zwei Briefe des Prinzen Eugen von Savoyen, des Eroberers von Belgrad, der auch gegen Frankreich kämpfte und in diesen Briefen die zu jener Zeit bestehende deutsche Ohnmacht und Zerrissenheit beklagte, die es damals unmöglich machte, Frankreich in seine natürlichen Grenzen zurückzuweisen. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß das deutsche Volk von heute vor aller Welt den Beweis erbringen werde über eine andere und bessere Stellung des deutschen Volkes. Als Treugelöbnis aller Deutschen zu den Brüdern und Schwestern an der Saar verlas der Redner zum Schluß das Saarlied, das er in diesem Zusammenhang zu einem starken deutschen Bekenntnis erhob. (Langanhaltender, stürmischer Beifall.) Ortsgruppenleiter Thum betonte nach herzlichen Dankesworten an den Redner, daß die Saardeutschen am 13. Januar 1935 ihre Pflicht tun werden für das gesamtdeutsche Vaterland, und er bat alle deutschen Volksgenossen, zur Erfüllung dieser Pflicht beizutragen und dem großen Ziel förderlich zu fein. Die faardeutsche Bevölkerung habe eine große deutsche Pflicht, auf die sie stolz sei! Der Abend sand mit einigen geschäftlichen Mitteilungen des Vorsitzenden seinen Abschluß. Im gut besetzten Saale des Cafö Bürgerhof vereinigten sich gestern die Mitglieder der Gießener Ortsgruppe des Bundes der Saarvereine mit Volksgenossen aus unserer Stadt zu einem aufschlußreichen Saar-Heimatabend. Nach Begrüßungsworten des Leiters der Ortsgruppe, Herrn Thum, sprach Studienrat Dr. König-Gießen über das Thema „Frankreichs Ziele an der Saa r". Seine Legitimation zu einem Urteil in dieser Angelegenheit begründete der Redner einleitend mit dem Hinweis darauf, daß er selbst geborener Elsaß-Lothringer ist, dort aufwuchs und wohnte und infolgedessen im Mittelpunkt des großen politischen Kampfes in der deutschen Westmark stand. Dann sagte er in seinem Vortrag u. a. weiter: Die Frage, um die es für Frankreich jetzt geht, dreht sich, wie schon oft in der Geschichte Frankreichs und Deutschlands, um das Land an der Saar, um den „kleinen Rhei n", wie man m Frankreich die Saar nennt. Es handelt sich um eine Angelegenheit, bei der Frankreich wiederum die Hand aus st reckt nachaltem deutschen Land, um die uralte deutsche Frage zwischen Frankreich und uns. Dqbei handelt es sich nicht allein um das Schicksal der Saardeutschen, sondern es wird am 13. 3anuar 1935 an der Saar über gesamtdeutsches Schicksal entschieden. Diese große Tragweite der Abstimmung läßt es für uns Deutsche nicht gleichgültig erscheinen, wie die Entscheidung dort ausfällt. Wenn die Frage von der v o l k h e i 11 i ch e n Seite her betrachtet wird, so ist zunächst zu prüfen, ob es an der Saar französische Minderheiten gibt. Franzosen sind noch nicht einmal in Lothringen oder im Elsaß geboren worden, ebenso wenig an der Saar. Es gibt kein französisches Volk an der Saar, auch kein Volk, das dort zwischen Frankreich und Deutschland hin- und hergeworfen worden sei. Die V o l k s t u m s g r u n b l a g c ist vielmehr deutsch in jeder Familie, die deutsch-französische Sprachgrenze verlauft wert südlicher als das Saargebiet. Noch richt einmal in Deutsch-Lothringen gibt es eine französische Minderheit. Es gibt dort nur französische Beamten oder Soldaten, die von der eingesessenen französischen Bevölkerung als „Hergelaufene" empfunden wer- den. Das gleiche ist auch von der Saar zu sagen. Derkehrsunfatt ; am unbewachten Bahnübergang. ll. Mücke, 16. Okt. Heute gegen* 11.30 Uhr er- ’ eignete sich hier an dem unbewachten Bahnübergang ' der Strecke Mücke—Laubach—Hungen ein Ver- > kehrsunfall. Gerade als die Lokomotive die 1 Hauptdurchgangsstraße Grünberg — Ruppertenrod überquerte, kam ein Auto aus der Richtung Grün- - berg und fuhr in voller Fahrt gegen d i e Lokomotive. Das Auto überschlug sich und stürzte um. Der vordere Teil des Wagens wurde 1 vollständig zertrümmert. Wie durch ein Wunder kamen die beiden Insassen, zwei Reisende aus Bonn, mit dem Leben davon. Durch den unteren Boden der Karosserie mußten sie ihren Ausgang in das Freie suchen. Der Autofahrer versuchte zwar zu bremsen, jedoch war es ihm nicht gelungen, den Wagen zum Stehen zu bringen. Landkreis Gießen. OO.Klein-Lind en, 16. Okt. Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft wurde 'bas diesjährige Winterhilfswerk mit einem G e - meinbeabenb im Saale bes Gasthauses „Zur beutfchen Eiche" eröffnet. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann gab die Richtlinien bekannt, die der Führer bei der Eröffnung des Winterhilfswerkes ausgestellt hat und forderte zur Mitarbeit am großen wahrhaft sozialen Werk auf. Zur Ausgestaltung des Abends hatten sich die „Nationale Sängervereinigung", der Gesangverein „Arion" der Chor des BDM., der Mädchen- und Frauenchor der evangelischen Kirchengemeinde und der Turnverein in den Dienst der guten Sache gestellt. Sämtliche Darbietungen fanden dankbare Aufnahme. Erwähnt sei noch die Mitwirkung einer Schülerriege unserer Volksschule, die mit ihren Hebungen im Bodenturnen starken Anklang fand. Der Posaunenchor umrahmte die Feier mit guten Musikoorträgen. * Lang-Göns, 16.Okt. Bei der Sammlung der „Volksdeutschen O p f e r w o ch e" für das Hilfswerk an auslandsdeutfchen Schulen ging hier der Betrag von 3 9,80 Mark ein. (D (Brüning en, 16. Okt. Marinepfarrer Haupt vom Kreuzer „Königsberg" hielt dieser Tage in der hiesigen Turn- und Singhalle einen Lichtbildervortrag über unsere Reichsmarine. Pfarrer Haupt, der vor 20 Jahren in unserer Gemeinde als Seelsorger tätig war, läßt es sich nicht nehmen, in feiner Freizeit ab und zu in feiner Heimataemeinde einen Besuch abzustatten. Nachdem er am Vormittag in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche den Gottesdienst geleitet hatte, hielt er am Abend den Lichtbildervortrag über das Leben und Treiben der Matrosen. Die geräumige Turnhalle reichte fast nicht aus, um alle Besucher zu fassen. Der Redner verstand es meisterhaft, den Zuhörern einen Einblick in das Leben auf den Schiffen zu geben, er schilderte die rühm- : reiche Tradition der Reichsmarine aus den Jahren 1 bes Weltkrieges und das stets ausgezeichnete Auf- ' treten der deutschen Matrosen bei ihren großen Auslandsfahrten. Mit einigen Gedanken der Wehr- 1 Hastigkeit, mit einem stillen Gedenken an die Toten der „Niobe" schloß Pfarrer Haupt feine Ausfüh- : rungen. Eine Anzahl Lichtbilder unterstützte das gesprochene Wort. Der Gesangverein der A.-Jsheim- 1 schen-Stiftung trug durch Lieder zur Verschönerung 1 bes Abenbs bei. > Holzheim, 16. Okt. Am Sonntagabend wurde hier der Tonfilm „Der Schimmelreiter^ durch die ©aufilrnftcHe der NSDAP, im Saale von Pg. Sarnes zur Vorführung gebracht. Zellenwart Pg. Kuhl eröffnete die Veranstaltung. Der Film war sehr geeignet, den wahren Sinn einer Dorf- und Volksgemeinschaft in den Herzen der Zuschauer zu vertiefen. Mit dreifachem Sieg-Heil ! auf den Führer wurde die Veranstaltung durch den - Zellenwart geschlossen. Am Nachmittag' fand eine Vorführung für die Schuljugend statt. z Rödgen, 16. Okt. Die Rödgener Jung- ° m ä b e l s veranstalteten am Sonntag einen Werbe- : nachmittag. Sie hatten sich ein abwechslungsreiches > Programm zusammengestellt. Spiel unb Tanz, Lieb > unb Heimspiele, kurz alles, was so kleine Mäbel in - ihren Heimabenben treiben, würbe gezeigt. Dann i tarnen noch ein Theaterstückchen unb als Krönung sprachen und die Sammler unter Hinzuziehung von etwa notwendig werdenden Ersatzmännern aus der SA. bestimmt worben waren» tz. Nibba, 14. Okt. Der hiesige Z w e i g o e r • ein des VHC. unternahm heute nachmittag in Stärke von etwa 25 Teilnehmern die elfte plan« mäßige Wanderung unter Führung von Ober-Land» mefser Eich nach Wallernhausen, Bellmuths und Ranstadt, von wo aus man nach etwa zweistündi» ger Rast der Sßeiterwanberung zu Fuß auf der ungefähr sieben Kilometer langen Landstraße nach Nidda dem bequemeren Schienenweg gegenüber den Vorzug gab. Infolge dunstigen Wetters mußte man leider auf jede Aussicht von erhöht liegenden Punkten verzichten. , z. Nidda, 14. Okt. Aus Anlaß der Reichs- werbewoche „Gesunde Frauen durch Leibesübungen" veranstaltete der hiesige Turnverein gestern Abend in der stark besetzten Turnhalle ein Schau- unb Werbeturnen seiner Turnerinnenabteilung, eingeleitet mit Marschmusik einet kleinen Musikkapelle, sowie einem sinnvollen Sprech» chor. Darauf fchilberte ber Vereinsführer Dr. F. Koch, in kurzen und beherzigenswerten Worten den Zweck der Veranstaltung, nämlich Vorführung von zweckdienlichen Hebungen, in der bestimmten Hoffnung, dadurch längst überwundene Vorurteile $u beseitigen und aus den Reihen der Lauen Freunde des Turnens zu gewinnen, nicht allein um des Turnens willen, sondern zur Förderung Pässe für Saarabstimmungsberechtigte. Amtlich wird folgendes bekanntgegeben: Reichsangehörigen, die die Ausstellung eines paffes mit der Begründung beantragen, daß sie sich zur Abstimmung in das Saargebiet begeben wollen, wird der Reisepaß von den zuständigen Paßbehörden vom 15. Oktober 1934 ab gebührenfrei mit einer Geltungsdauer bis zum 15. Februar 1935 ausgestellt, wenn sie glaubhaft nachweisen, daß sie a b st i m - mungsberechtigt sind. Die Glaubhaftmachung kann z. B. erfolgen durch Vorlage einer Bescheinigung a) der saarländischen Abstimmungsbehörde. daß der Antragsteller in die Abstlmmungs- liste eingetragen ober sein Antrag auf Eintragung in die Abslimmungsliste bei der saarländischen Abstimmungsbehörde eingegangen ist; b) der Saarmeldestelle seines jetzigen Wohnsitzes (Polizeirevier oder Einwohnermeldeamt), dah der Antragsteller in die Saarkartei eingetragen ist. der Gesundheit der Frau in jeder Weise und dadurch zur Ertüchtigung der ganzen Nation. Was durch die früheren Regierungen in dieser Beziehung nicht erstrebt, geschweige denn erreicht worden sei, das habe unser Führer Adolf Hitler und seine Mitarbeiter, in klarer Erkenntnis der Notwendigkeit, in verhältnismäßig kurzer Zeit nicht allein angebahnt, sondern auch schon ein bedeutendes Stück vorwärts gebracht. Hnserm Führer gebühre unstreitig in erster Linie großer Dank dafür. Der Sietmart ® imper versuchte in eindringlichen Worten alle jene aufzurütteln, die der Turnfache noch fernstehen. Es wechselten dann in bunter 9tei« henfolge Freiübungen, Keulenschwingen, Körperschule, Volkstänze unb Barrenturnen. Gerabe letzteres löste bei ben Zuschauern ber straffen unb gewannen Ausführungen wegen lebhaften Beifall aus. Nach einem Schlußwort bes Vereinsführers ging man zum Tanz über. = Hirzenhain, 15. Okt. Besinnungslos und stark blutenb würbe gestern Nachmittag von einem Marburger Motorrabfahrer ber von Nibba stam« menbe Kupferschmieb Heinrich Aßmus zwischen Hirzenhain unb Lißberg neben seinem Motorrad aufgefunden. Die rechte Vorderseite des Kopfes hat stark gelitten, an der Stirne klafft eine Wunde. Scheinbar ist er mit feinem Motor» r a ö auf ber nassen unb baburch glatten Betonstraße ausgeglitten. Von unserem Arzt wurde bem Verletzten ein Verbanb angelegt. Am Abend brachte man ihn in einem Auto in die Heimat. Lebensgefahr fall nicht bestehen. Kreis Schotten. d Schotten, 15. Okt. Gestern nachmittag er« öffnete die NSDAP., K r e i s s ch u l u n g s l e i» t u n g Schotten, ihre diesjährigen Winter« fchulungskurfe. Nach einleitenden Worten des Kreisschulungsleiters Hofmann- Freienseen wies Kreisleiter Kromm auf das große Winterhilfswerk der NSV. hin und bat um Unterstützung unb Opfer für das große Werk. Pg. Dr. Schmidt- Frankfurt sprach dann in längerer Rede über ben Sinn ber Schulung. Es gelte, bie restlichen zehn Prozent, bie bei ber letzten Wahl mit Nein stimm' ten, für ben nationalsozialistischen (Bebanfen zu gewinnen, vor allem aber bie neunzig Prozent Wähler zu wahren Nationalsozialisten zu erziehen. Freiwillig, nicht burch Zwangsmittel, müßten bie Volksgenossen zu ben Schulungskursen kommen unb sich freiwillig unb aufrichtig zum Führer bekennen. Näher ging ber Rebner ein auf bie auswärtige Politik unb bie Geschehnisse in anberen ßänbern währenb ber jüngsten Zeit. Reicher Beifall lohnte ben interessanten Vortrag. Begeistert wurden das Saarlied und das Horst-Wessel-ßied gesungen und mit freudigem Sieg-Heil auf den Führer die Versammlung geschlossen. — Wieder hatte die 316-* Gemeinschaft „Kraft durch Freude zu einer Veranstaltung, einem Bunten Abend, in die Turnhalle eingeladen, die voll gefüllt war. Nach einleitenden Musikstücken begrüßte Kreisbetriebs- zellenleiter Schneidmüller die Besucher unb teilte mit, daß man im kommenden Winter alle bret Wochen einen NS.-Gemeinschaftsabend „Kraft durch Freude" abhalten werde. Aus den Alltagssorgen unb Nöten werben bie Besucher biefer Abenbe durch bas viel unb schon gebotene Künstlerische heraus- gerissen. Am Samstagabenb wirkte mit zunächst der als Ansager unb Humorist bekannte Hans Kramer, der durch seine treffenden Bemerkungen, Witze unb Vorträge bald eine frohe Verbindung zwischen der Bühne und den Zuschauern herstellte. Ein Accorbion- spieler, ein fesselnber Bauchredner, eine Tänzerin, ein Zauberer unb vor allem eine Rheinische Stini' mungsfängerin boten ein abwechslungsreiches Pro* gramm unb schufen eine sehr frohe Stimmung- Tanz schloß sich an. x. Ulfa, 15. Oft. Zwei junge $ f e r b e flt einem leeren Wagen, von einem kaum der Schule entwachsenen Jüngling gelenft, gingen auf oer Lanbstrahe nahe unserm Dorfe durch, rannten in» Dorf und streiften hierbei Pferd und Waaen des Müllers W. E r k von Nidda, wodurch auch dessen beide Pferde das Weite suchen wollten, aber im letzten Augenblick durch Leute in nächster Nähe zurückgehalten wurden. Als der mittlerweile herbeigeeilte Fahrbursche Ludwig Dickel nun an der Zugkette hantierte, erhielt er durch das unruhig gewordene Pferd einen glücklicher Weise verhältnismäßig nur leichten Schlag un den Kopf, wodurch er aller Voraussicht nach einige Zeit arbeitsunfähig bleiben wird. # Ulrichftein, 15. Okt. Nachdem die notwendigen Materialien heranaeschafft sind, ist mit der Teerung der Straße nach Rebges- h a i n und der Verlängerung nach Schotten begonnen worden. In den letzten Tagen ist auch das Stein- und Asphaltmaterial an der Ohmstrahe zwischen hier und Station Mücke angefahren worden. Demnächst wird man auch hier mit den Stra- ßenbauarbeiten beginnen. ± Sellnrod, 16. Okt. In unserer Ortsgruppe wurden Ende voriger Woche für 20,80 Mark Bern st einnadeln für das Winterhilsswerk verkauft (Sellnrod: 5,60 Mark, Groß-Eichen: 14,40 Mark, Solms-Ilsdorf: 80 Pf.). Am Eintopfgerichtsonntag gingen insgesamt ein 37,15 Mark (Sellnrod: 14,50 Mark, Groß-Eichen: 19,15 Mark, Solms-Ilsdorf: 3,50 Mark). Es ist tief bedauerlich, daß so manche Volksgenossen sich von jeder Sammlung ausschließen, obwohl sie dazu in der Lage wären, und nicht einmal die kleinste Gabe zur Linderung der Not anderer übrig haben. Kreis Als?eld. 11. Merlau, 16. Okt. Dieser Tage stellte ein Jagdpächter fest, daß sich im Forstrevier Sinnes elf Wildschweine aufhielten. Sofort wurde eine Treibjagd veranstaltet. Ein Schwein wurde angeschossen und die Blutspur verfolgt. Die Wildschweinherde, auch das angeschossene Tier, entkam jedoch. Es ist dies das erstemal, daß in unseren Wäldern Wildschweine gesichtet wurden. —6 Ein hiesiger Einwohner fand in feinem Garten eine größere Menge reifer Himbeeren zweiter Ernte. N. Mücke, 16. Okt. Zur Zeit werden hier Vermessungen für ein Anschlußgleis des Braun- eisen st einbergwerks der Gewerkschaft „Louise" vorgenommen. Die Gesellschaft beabsichtigt im kommenden Jahre an dem in hiesiger Gemarkung gelegenen Eisenberg eine neue Grube zu erschließen. Eine in der Nähe liegende Grube fördert heute täglich etwa zehn Waggons Eisenstein und gibt vielen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die Erschließung der neuen Grube wird ein weiterer Markstein auf dem Wege zur Verminderung der Arbeitslosigkeit in unserer Gegend sein. — Innerhalb weniger Jahre ist hier das achte Haus der Bau - und Siedlungsgesellschaft Darmstadt errichtet worden. Dieser Tage konnte Oberpostschaffner i. R. Deines in sein neues Eigenheim einziehen. Der Bau gab längere Zeit Handwerkern und Arbeitern Verdienst- Möglichkeit. # Ober-Ohmen, 15. Okt. Die ersten nach Süden ziehenden Schneegänse kamen am Volksgenosse fct dankbare vergiß nicht die Pfund-Spende de» winterhilf»werk» 1934/35 Samstagabend hier vorbei und ließen infolge stark vorgerückter Dunkelheit sich in unserer Gemarkung zur Rast nieder. § Aus dem oberen Ohmtal, 16. Okt. Der erste Schnee als Begleiterscheinung eines am Samstag einsetzenden Unwetters ging hier bis hinauf in die höheren Lagen des Vogelsberg nieder, allerdings sich bald nach dem Fallen wieder auflösend. Die heftigen Regen- und Hagelfälle haben größere Niederschlagsmengen gebracht, so daß die seit Sommer ständig trockenen Gräben erstmalig wieder Wasser führen. Das regnerische Wetter zwingt vielfach zum Einstellen des Weideauftriebs und stellt eine fühlbare Belastung der ohnehin knappen Futtervorräte dar. st. Kirtorf, 16. Okt. Im Rahmen einer Veranstaltung der N S.- G e m e i n s ch a f t „Kraft durch Freude" gastierte im Saale der Gastwirtschaft Becker das Mainzer Kasperle-Theater „Radi Rullalla". Am Nachmittag gab Kasperle eine Vorstellung für die Schuljugend. Den Abend eröffnete der Organisationswart der Deutschen Arbeitsfront Karl H u f e r mit Begrüßungsworten. Der Leiter des Kasperle-Theaters gab dann interessante Aufschlüsse über Wesen und Sinn des Kasperle-Theaters. Die Vorführungen wurden mit großem Vergnügen ausgenommen. Oie Eröffnung -es Gallusmarktes in Grünberg. Hiffung der Marttfahne. + Grünberg, 16. Okt. In gewohnter Weise wurde am Dienstagabend der diesjährige Gallus- markt eröffnet. Ueber den Straßen der Stadt flattern die bunten Wimpel, besonders der Marktplatz ist rings damit geschmückt, und vom Rathaus weht die Hakenkreuzfahne. Kurz nach 20 Uhr, der Marktplatz hatte sich mittlerweile mit Zuschauern — Einheimischen und auch zahlreichen Auswärtigen — gefüllt, eröffnete die Kapelle H o r st mit einem flotten Marsch die Feier. Von einem Fenster des Sitzungssaales im Rathause, in dem sich die Marktkommission versammelt hatte, hielt bann Bürgermeister Dr. Mildner die Eröffnungsansprache. Er führte folgendes aus: Wieder einmal ist die Herbstzeit gekommen, die Zeit, in der sich unser Grünberg schon seit 454 Jahren auf den alljährlichen Gallusmarkt rüstet, in der sich jung und . alt stets von neuem auf die Gallmarktstage freut. Zwar sind Messen und Märkte in ihrer einstigen Größe und Bedeutung dahin, denn die Wirtschaftsverhältnisse mit Rationalisierung und Industrialisierung haben längst ein Machtwort gesprochen, soweit das Handelsmäßige in Frage steht. Das herz unseres Volkes hängt aber immer noch freu und stark an allem, was schon die Väter kannten. In unserem Grünberg zeigt sich das immer wieder am Gallusmarkt. Herzenswunsch aller echten Grünberger ist und bleibt es, dem Gallusmarkt, den wir leider nicht wieder in alter Kraft lebendig machen können, doch einen starken Auftrieb zu geben, nicht zuletzt zur Erhaltung von Sitte und Brauchtum. Doch auch wirtschaftliche Erwägungen spielen am Grünberger Gallusmarkt eine nicht geringe Rolle. Allgemein ist es das Schicksal unserer Landstädtchen, daß sie fernab von den Wegen des großen Verkehrsgetriebes liegen und daß sie in punkto „Fremdenverkehr" nicht immer die ihnen gebührende Achtung erfahren. Gernde die bevorstehenden Markttage sind daher für die umliegenden Städte eine Gelegenheit zum Besuch unserer schönen Heimatstadt. Damit und vor allem durch den Besuch Tausender von Arbeitern und Bauern unserer näheren und weiteren Umgebung erfährt das Grünberger Gewerbe und der Grünberger Handel wie stets am Gallusmarkt eine starke Belebung zum Segen unserer Grünberger Geschäftswelt. — Und noch eins soll nicht vergessen sein: Für so viele Volksgenossen aus Grünberg und den Landorten ist unser Gallusmarkt die einzige Erholung und Ausspannung, die sie neben harter Arbeit auf der heimatlichen Scholle kennen. So erfüllt unser Jahrhunderte alter Gallusmarkt auch heute noch vielerlei Aufgaben. Wenn ich nun den Gallusmarkt 1934 feierlich eröffne, verbinde ich es mit dem herzlichen Wunsch an alle Grünberger und von auswärts zugereisten Geschäftsleute, daß dieser Gallusmarkt alle Hoffnungen und Wünsche erfüllen möge! Und den übrigen „Schldch- tenLummlernE rufe ich zu: „Genießt unseren Gallusmarkt mit feinen harmlosen Freuden und habt das Herz und auch den Geldbeutel offen!" — Zum Zeichen, daß unsere Stadt während der Markttage unter Marktrecht steht, wird nun die Marktfahne gehißt. (Bei diesen Worten wird aus dem oberen Stock des Rathauses die Marktfahne in den Farben der Stadt — blauweißrot — entfaltet.) Diese feierliche Markteröffnung soll ihr Ende finden in einem von Herzen kommenden „Sieg- Heil!" auf unser deutsches Vaterland, unseren Führer Adolf Hitler und unsere Heimatstadt Grünberg!" Die Zuschauer stimmten begeistert in das dreimalige „Sieg-Heil!" ein. Nach weiteren Musikvorträgen der Kapelle fand mit idem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liodes die feierliche Eröffnungsfeier ihr Ende. In den einzelnen Lokalen der Stadt, in denen während der Markttage meist besondere Stimmungskapellen konzertieren, begann dann das Anfeiern des Marktes. Wirtschaft. * Festpreise für Zuckerfuttermittel. Die RsG. veröffentlicht eine am 16. Oktober 1934 in Kraft tretende Anordnung über Preise für Zuckerfuttermittel. Danach sind für den Weiterverkauf von Trockenschnitzel, Stefjenschnitzeln, vollwertigen Zuckerrübenschnitzeln und Melasse inländischer Erzeugung, die durch die RfG. in den Verkehr gebracht fino, folgende Preise festgesetzt worden: Trockenschnitzel 84 Mk. für die Tonne, vollwertige Zuckerrübenschnitzel 106 Mk. für die Tonne, Stefsenschnitzel 100 Mk. die Tonne, Schrot aus den vorerwähnten Schnitzeln 6 Mk. und Melasse 56 Mk. die Tonne. Die Preise für Trockenschnitzel, Stefsenschnitzel, vollwertige Zuckerrübenschnitzel und für Schrot hieraus gelten für handelsübliche gesunde Ware. Frankfurter Börse. Mtlagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 16. Okt. Die Börse eröffnete, den Erwartungen des Vorbörsenverkehrs entsprechend, in außerordentlich stiller Haltung, doch war die Grundhaltung angesichts vorteilhafter Mitteilungen aus der Industrie und Wirtschaft recht widerstandsfähig. Die Beteiligung der Kundschaft war wiederum sehr klein, so daß auch die Kulisse keine Neigung zu stärkerer Betätigung zeigte, vielmehr schritt s'.e in manchen Werten zu einigen Abgaben, die bei der Enge des Geschäftes teilweise merkliche Abschwächungen verursachten. Anderseits waren auch einige Papiere gefragt und fester, so daß die Kursbildung im allgemeinen wieder uneinheitlich war. Chemische Werte tendierten zumeist schwächer, besonders Deutsche Erdöl mit minus 2 o. H. und Metallgesellschaft mit minus 1 v. H., auch Scheideanstalt und Rütgerswerke gaben je 0,50 v. H. nach, während Farbenindustrie bei kleinem Umsatz 0,50 v. H. und Goldschmidt ca. 0,75 v. H. anzogen. Auch Elektroaktien lagen unregelmäßig; beachtlich fester notierten Siemens mit plus 1,50 v. H., ferner gewannen Licht und Kraft 0,65 v. H., Elektr. Lieferungen 0,50 v. H., dagegen gingen Schuckert um 0,40 v. H., Lahmeyer um 0,75 und AEG. um 0,25 v. H. zurück; Bekula und Gesfürel sowie Lechwerke setzten behauptet ein. Arn Montanmarkt konnten sich Harpener um 0,75 v. H. und Rheinstahl um 0,50 v. H. erhöhen, im übrigen ergaben sich zumeist Rückgänge von 0,25 bis 0,50 v. H., außer für Stahlverein und Mansfelder. Schwächer waren noch Reichsbankanteile mit minus 1,75 v. H. und Zellstoff Aschaffenburg mit minus 1 v. H. Freundlicher eröffneten andererseits u. a. Zellstoff Waldhof, Kunstseideaktien, die bis 0,50 v. H. anzogen und Deutsche Linoleum mit plus 1 v. H. sowie Westdeutsche Kaufhof mit plus 0,90 v. H. Schiffahrtsaktien lagen knapp gehalten, Allgemeine Lokal und Kraft zogen etwas an. Auch der Rentenmarkt wies nur sehr kleine Umsätze bei ziemlich behaupteten Kursen auf, nur Reichsaltbesitz gaben 0,25 v. H. nach. Im Freiverkehr lagen russische Vvr- kriegsanleihen fester. Bei wenig veränderten, vereinzelt auch leicht befestigten Kursen hielt die Geschäftsstille auch im Verlaufe auf allen Marktgebieten an. Etwas höher lagen Hapag, Westdeutsche Kaufhof und Farbenindustrie, andererseits büßten Hanfwerke Füssen 1 v. H. ein, Thür. Lieferungen lagen mit 102,75 unverändert. Am Rentenmarkt konnte sich die Altbesitzanleihe auf 100,40 v. H. (100,13 v. H.) erholen, auch Kom- munal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen wurden um 0,13 v. H. höher gehandelt. Der Pfandbriefmarkt lag sehr still bei zumeist gut behaupteten Kursen. Einige Liquidationspfand- briefe zogen etwas an. Preuß. Landespfandbrief- Anstalt, Berlin, blieben weiter gesucht. Stadt- und Staatsanleihen lagen überwiegend unverändert, nur vereinzelt ergaben sich geringprozentige Abweichungen. Der Auslandsrentenmarkt lag geschäftslos. Tagesgeld war weiter leicht und zu 3 v. H. unverändert. Abendbörfe ruhig. Die Abendbörfe hatte sowohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt nur sehr kleines Geschäft. Das Fehlen von Aufträgen aus Privathand wirkte sich in weiterer Zurückhaltung aus. Trotzdem war die Grundstimmung freundlich und die Berliner Schlußkurse blieben behauptet. Altbesitz erreichten allerdings nicht mehr den Nachbörsenkurs von 101 v.H. Im Verlause hielt die Geschäftslosigkeit in vollem Umfange an. Etwas Interesse fanden einige Industrie-Obligationen. Im Freiverkehr galten Warschau-Wiener etwa 14 bis 14,25 v. H. Von Auslandsrenten zogen 4prozentige Schweiz. Bundesbahn um 1 v. H. auf 188,50 v. H. an. U. a. notierten: Altbesitz 100,75 bis 100,90, 6proz. Stahlverein 79,50, 6prvz. Hartmann & Braun 78,50, 6prvz. Dt. Linoleum 96,75, 6 proz. Voigt & Häffner 82 (am 13.10. 83,75), ADCA. 55, Braubank 113,65, Commerzbank 73, Reichsbank 146, Gelsenkirchen 64,25, Harpener 107, Mannesmann 77,40, Rheinstahl 90,90, Stahlverein 42,50, Aku 63, AEG. 28,90, Bekula 145,40, Conti-Gummi 131,50, Scheideanstalt 215, Deutsche Linoleum 60, IG.-Farben 145, Gesfürel 111,50, Holzmann 79,25, Lahmeyer 121,75, Metallgesellschaft 85, Rheag 98, Rütgerswerke 39, Schuckert 94, Siemens 143,50, Reichsbahn»DA« 112,50, Hapag 28,50. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M:, 16. Okt. Gemüse: Starkes Angebot in allen Gemüsearten. Nachfrage allgemein gering, nur befriedigend für Bohnen und Rotkraut. Preise kaum verändert, für Rotkraut und Tomaten leicht gebessert. Ueberftänbe van Eskarol, Spinat und Wirsing. Blumenkohl 10 bis 35, Buschbohnen 18 bis 20, Bohnen (Haus) 25 bis 30, Eskarol 3 bis 7, Feldsalat 20 bis 30, Karotten 3^ bis 5, Kopf, salat 4 bis 8, Pfifferlinge 45, Steinpilze 30 bis 35, Römischkohl 4 bis 5, Rosenkohl 18 bis 20, Rotkraut 4Vi bis 6, Sellerie je nach Gröhe 5 bis 25, Spinat 3 bis 4, Schwarzwurzel 15 bis 18, Tomaten I 10 bis 12, II 5 bis 8, Weißkraut 2x/i bis 3, Wirsing spitz 3 bis 4, rund 2% bis 3, Zwiebeln 5% bis 6. Zufuhren von allen Obstarten sehr stark. Nachfrage nach guten Qualitäten von Aepfeln und Birnen befriedigend, sonst schleppend. Preise kaum verändert. la Edeläpfel und Goldparmänen wurden bis zu 22 Mark bezahlt. Aepfel I 12 bis 16, II 1 bis 10, Goldparmänen I 12 bis 16, II 8 bis 10, Boskop I 12 bis 16, II 9 bis 10, Birnen I 10 bis 15, II 6 bis 9, Mollebusch 7 bis 12, Pastoren 4 bis 6, Apfelsinen, Kiste 150 bis 170 Stück 18 bis 20, Cap. Haselnüsse 28 bis 30, itaL, Kastanien 10 bis 13, Preißelbeeren 22 bis 25, Quitten 6 bis 8, Trauben 10. bulg. 20 bis 24, franz. 23, span. 22 bis 26, Walnüsse 18 bis 20. Mainzer Schlachtviehinarkt. Mainz, 16. Okt. Auftrieb: 61 Ochsen, 48 Bullen, 302 Kühe, 235 Färsen, 421 Kälber, 25 Schafe, 929 Schweine, 17 Ziegen. Zum Schlachthof direkt: 3 Ochsen, 11 Kühe, 9 Färsen, 14 Kälber, 47 Schweine. Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen b) 32 bis 36, c) 27 bis 31, d) 23 bis 26; Bullen b) 28 bis 30, c) 25 bis 27, d) 22 bis 24; Kühe a) 34 bis 38, b) 29 bis 33, c) 25 bis 28, d) 13 bis 24; Färsen a) 37 bis 39, b) 33 bis 36, c) 29 bis 32, d) 23 bis 28; Kälber a) 42 bis 47, b) 36 bis 41, c) 29 bis 35, d) 20 bis 28; Schweine a) 53, b) 52 bis 53, c) 51 bis 53, d) 47 bis 52. Marktverlauf: Großvieh mäßig belebt, ausoerkauft. Kälber schleppend, langsam geräumt. Schweine lebhaft, in geringen Schweinen Ueberftanb. Biehmarkt in Lang-Göns. tn. Lang-Göns, 16. Okt. Arn heutigen Dienstag fand auf dem Platze hinter der Turnhalle der diesjährige Herb ft markt (Vieh- und Krämermarkt) statt. Der Markt war verhältnismäßig gut besucht, auch stark von auswärtigen Kauflustigen. Auf dem F e r f e l m a r f t ging das Geschäft sehr flott. Im Durchschnitt wurden für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 10 bis 14 Mark bezahlt. Die Tiere wurden alle rasch abgesetzt. Gute Preise erbrachten junge Zuchteber, die für 140 bis 150 Mark Käufer fanden. Auch hier wurde der Markt geräumt. Bei der Versteigerung von Zucht- und Schlachtschafen ging es lebhaft zu. lieber 100 Tiere kamen zum Verkauf. Zuchtschase mit einem oder mehreren Lämmern kamen auf durchschnittlich 28 bis 32 Mark, Schlachthämmel ebenfalls 26 bis 35 Mark. Jüdische Händler waren auf dem Markte nicht zugelassen. Berlin Frankl un a.M. Berlin crranrfun u. jJI. «Kuß- Ä bSrs» Schluß- SK’ Schluß- Abend- hir(i lurs börse fur* 15-10. Datum 16-10. 15-10. | 16-10- 28,5 28,5 29 145 144 0 I 79,25 I 79,5 I 115,75 - I 133 1 -! 79,5 0 0 6 0 0 0 0 12 0 0 0 0 0 87,4 106,9 64,25 107 S 0 0 0 91,75 98,5 86,5 93 97,5 85 0 0 0 6 6 0 0 87,75 108,25 64,25 106,5 76,5 78,75 146 79,5 116 133 49,5 229,5 90,9 42,5 13,75 30,65 79,5 96,4 73 7,15 4,15 35 Gchlußk. Mitlagbörse °l 0 0 28,9 146,4 104,4 119 76,25 111,25 100,5 94 142,4 122,5 77 78,75 148 49,75 230 90,75 42,75 13 119,5 118,25 155 144 215,5 91,25 39,25 86 28,9 145,4 104,5 119,5 76,5 111,5 98 94 143,5 121,75 77 78,75 146 29,25 26 120,25 155 145 215 92,75 39 85 Schluß« kurs 31,13 80 96,65 73 77 78,75 148 31,25 80 96,13 73 26,5 30,5 79,75 96,13 73 79,5 97,13 49,5 229,5 91 42,25 13,65 119,5 118,5 155,5 146,25 117,25 78 77,75 29,13 145,4 104,65 119,5 76,25 111,4 98 94 143,75 122,25 87,75 106,25 64,13 107,5 77,75 145 117,13 77 77,75 29 146,25 58,75 118,9 77 111,5 99,5 94,13 142 122,5 117 77,25 77,4 87,4 107 64,25 106,65 77,75 147 117,65 77,5 77,9 Hamburg-Amerika-Paket HambUrg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschiff........... Norddeutscher Lloyd A G. für Berkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Prioat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbank ................'] I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt Goldschmidt Rütgerswerke MetallgeseUschaft...... Mansfelder Bergbau ,. Koksmerke........... Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Nheinstahl ......... Vereinigte Stahlwerke Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth A.E.G. Betula Grthner........... Mainkraftwerke Höchst a.M.. Süddeutscher Zucker....... . 0 . 0 . 0 111 . 0 . 0 . 0 . 6 . 6 4,9 7 4,1 35,5 Schluyk. Mittag- bör e Devlsenmarki Berlin — Frankfurt a. M. Elektr. LieferungSgesellschäft''' 6 Lrcht und Kraft ....... Selten & Guilleaume u Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ...... 5 Schuckert L Co 6 Siemens L Halske 7 Lahmeyer L Co 10 Philipp Holz mann ... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. Datum 4% desgl. Serie 11 5% Rumän. vereinh. Rente b. 1903 4^r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 54% Anatolier ............... 1610. tojT 97 49,5 228 90,5 42,5 13,5 119,5 118,5 156 Buderu» »! Erdöl rchener Harpener................. Hoesch Eisen—Köln-Neuessen Alse Bergbau ............. Ilse Bergbau Genüsse Klocknerwerke ............. Mannesmann-Röhren Schultheis Patzenhofer ...... Aku (Allgemeine Kunstseide) . Bemberg.................. Zellstoff Waldhos ........... Zellstoff Aschaffenburg ...... Dessauer Gas Daimler Motoren........... Deutsche Linoleum Orenstein & Koppel......... Leonhard Tietz............. Chade............. Acrumulatoren-Fabrik....... Conti-Gummt.............. 15.10- sTT 4,6 7 4,13 35 1610. sT 4,6 7 4,2 35 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt bejchlofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. 15.10 79,5 Die hinter den Papieren lyrainiur. a. mi. Bern. Schluß- lurs Schluß!. Abend- börse Schluß« tura Schlußl. Mittag- börse Datum 1510- 16 10. 15.10. 16.10. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 95,75 95,9 96.13 96,13 6% ehem.7% Tt. Retchsanl. v. 1929 — — — — 6*/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 93,25 93,65 100,9 93,25 93 100,25 100,25 100,75 TeSgl. ohne Äuslvs.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 94,5 94,75 95,25 (rüctzahlb. 102%)........... 6% Hess. Landesbank Darmstadt 94,5 93 Gold R 12 ..... 93 93 bV;% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liaui......... 93,5 93,5 — Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. SeutidiQ Komm. Sammelabl. An- — — — — *e,t)e <=erie 1 mit Auslos.-Rechten 6/°.e!len}- 8% Franks. Hyp.-Bank — 101,4 — 101,75 °lbpfe- 15 unkündbar bis 1935 6/o,ef)em. 7% Franks. Hyp.-Bank 92,5 92,5 — — 16 unkündbar bis 1936 W/o ehern. 4-/,% Franks. Hyp.- — 92,5 — — Bank-Liqu.-Psandbriese....... 93,13 93,25 — W/o ehern 4/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landesvsand- 93,9 94,4 — — bnefanftalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. 94,75 94,75 94,75 — briefanstall, Pfandbriefe R. 10 _ 94,75 Steuergutsch. Verrechnungskurs .. 101,75 101,8 101,75 101,8 4% Oesterreichtsche Goldrente.... —- .— 28,75 29 4,20% Oesterretchische Silberrente 1,35 — 1,3 — 4% Ungarische Goldrente...... 7,7 7,7 7,7 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6,95 7,1 7,1 7,25 4‘i% desgl. von 1913........ 7 7 7,05 7,13 5% abgest. Goldmexikaner von 99 13,5 14 13,5 14,2 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleche — — — Serie I..................... 8,1 8,1 — >5. Oktober Itz-Okiober Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Meid | Brie> Geld Brie Buenos Atre-- 0,642 0,646 0,641 0,645 Brüssel----- 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. 0,204 0,206 0,204 0,206 Sofia...... 3-047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,04 54-14 54,07 54,17 Danzig..... 81.18 81,34 81,18 81,34 London ..... 12,10 12,13 12,105 12,135 Helstngfors.. 5,345 5-355 5,345 5,355 Paris ...... 16 39 16.43 16,39 16,43 Holland .... 168,50 168.84 168,48 168,82 Italien..... 21.45 21,49 21,45 21,49 Japan ...... 0,707 0,709 0,707 0,709 Jugoslawien 5,694 5,706 5,694 5,706 Oslo..... : 60,80 60,92 60,83 60,95 Wien....... 48-95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 10,98 11,00 10,99 11,01 Stockholm... 62,40 62,52 62,44 62,56 Schweiz .... 81,09 81,25 81,09 81,25 Spanien.... 34,02 34,08 33,97 34,03 10,40 10,38 10,40 Budapest .. Neuyork... 2,471 2,475 2,465 2,469 . O _ — 111,5 111 Banknoten. . O 62,25 63 62,9 63,25 . 0 67,9 134,25 135 Berlin,16. Oktober Geld Brie' . 0 48,5 48,65 48 48,25 Amerikanyche Roten.............. 2,417 2,437 . 0 66,25 65,25 66 65,13 Belgische Noten.................. 58,01 58,25 . 7 — — 124 124,5 Dänische Noten ................. 53,91 54,13 . O 51 51 51 51,13 Englische Noten ................. 12,07 12,11 . 0 38,75 60 58.5 60,25 Französische Noten............... 16,35 16,41 . O <— — 88,5 88,75 Holländische Noten............... 168,06 168,74 . 0 32,4 33,5 33 33,65 Italienische Noten................ 21,33 21,41 .10 213 216 213,5 216 Norwegische Noten .............. 60,67 60,91 . u —— — — 166 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling . 0 132 131,5 131,75 131,75 Rumänische Noten............... — Schwedische Noten............... 62,28 62,52 . 0 30,5 30,25 30,9 30,4 Schweizer Noten................. 80,91 81,23 . 4 82 82,25 Spanische Noten................. 33,83 33,97 .. 8 189,5 189,5 190 Ungarische Noten................ — — Preußen Sonntag in Leun eine D b ft • und Gemüse ausstellung ab, die sich eines der Grundwn in den Aussuhrungen des Verein-- Neues für den Büchertisch Sunnerlich unn — Ludwig Rühle: gung und den Entschluß, aus der Konferenz und Vereinigten Staaten. Er muß leider auch berichten zehlcher unn Geschichte' Sprechstunden der Redaktion. der, stehen vor sagenumwobenen Burgen und sind begeistert von deutscher Heimat und Gottes Natur. H-30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag Licht und Sonne, aber auch viel ernstes Erleben nachmittag geschlossen lung und sprach anschließend über die hohe Bedeutung der Erzeugung von Qualitätsobst. Die Ausstellung war mit 86 Nummern beschickt. Es wurden Wandervogels. 116 Seiten. 2,85 Mark. Bergstadtverlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau. — (130) — Drei Mädchen, die durch Deutschland wandern, kommen durch romantische Täler, rauschende Wäl- 2 Serien zu 2,50 Mark herausgegeben, welche mit dem Verfahren der Uvachrom-Gesellschast her-gesteüt sind. Den Verlag und den Druck dieser Postkarten, welche die wirkungsvollsten Szenen aus der Passion und die wichtigsten Darsteller wiedergeben, hat die Firma F. Bruckmann ÄG. in München Übernom- im Osten Deutschlands, sind so einfach wie erwärmend geschrieben. — Jubiläumspassionsspiele Oberüber die andauernd trübe Lage des Deutschtums im Auslande und die Vergewaltigung der deutschen Minderheiten. So ist das Jahrbuch wichtig für jeden Zeitungsleser, der sich mit zeitgenössischer Politik und Geschichte ernsthaft beschäftigt. — Herbert Blank: Hermann Löns. „Schriften an die Nation", Bd. 64, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O./ Berlin. Gebunden RM ein. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Um em Einstürzen der Scheune zu vermeiden, mußte der Wagen so lange in der Unglückslage gelassen werden, bis entsprechende Abstützungsmahnahmen getroffen waren. , mit schweren liegen blieb. T Waldgirmes, 16. DEL Die beiden Mädchenriegen des Turnvereins veranstalteten am Sonntaaabend unter der Losung „Gesunde Frauen durch Leibesübung" einen Werbeabend. Nach Begrüßung in Gedichtform wies der Vorsitzende des 1,20. —(372.)— Blank schildert Löns innerhalb eines knappen biographischen Abrisses als den Niedersachsen, als den deutschen Revolutionär, als, Kämpfer gegen den Liberalismus und Vorläufer! von der Kraftpostlinie Herborn—Erda hatte hier an seinem Wagen einen reparierten Reifen ausgezogen und war damit beschäftigt, den Sitz des Reifens zu prüfen, als dieser mit ungeheurer Gewalt aus der Felge sprang, wodurch der Schlauch platzte. Der Luftdruck war so stark, daß Bähr eine Strecke weit fortgeschleudert wurde und men. Außerdem wurde nach denselben künstlerischen Farbenaufnahmen ein schönes Album mit kurzen Texten ebenfalls im Verlag von F. Bruckmann aus- gegeben (329), das geeignet fein dürfte, nicht nur das künstlerisch geschulte Auge zu befriedigen, die Erinnerung an das Geschaute neu zu beleben, sondern auch dem Spiele selbst neue. Freunde zu werben. Das Album kostet mit 32 schönen farbigen Bildern geschmackvoll ausgestattet 3,80 Mark. — „Bragis Heimkehr". Drama. Von Rektor Heinrich Stark, Mainz. Ideal-Verlag E. A. erfreute. Regierungsasfessor Weiß eröffnete in Verhinderung des Landrates G r i l l o die Ausstel- Daterland und Turnerschaft endete der voll und ganz überzeugende Werbeabend. <£ Rodheim a. d. Bieber, 16. Okt. Dem Rufe der Führung folgend, hat auch der hiesige Ium» und Sportverein in der letzten Woche eine verstärkte Werbung unter dem Leitsatz „Gesunde Frauen durch Leibesübungen" durchgeführt. Als dichte „nuh fihrsch Gemoit", „vuh derr ßäib", „vuh wunnerliche Männercher" und zuletzt „Der- kommene Einführung in Werk und Wesen des Dichters sein. — — Max Geißler: Iockele und die — Egelhaafs Historisch-politische Jahresübersicht für 193 3. Herausgegeben von Friedrich Neubauer. Carl Krabbe Verlag Erich Gußmann in Stuttgart. Geheftet 7,50 Mark, gebunden 9,50 Mark. — (259) — Der vorliegende 26. Band der „Historisch-politischen Jahresübersicht" berichtet über den gewaltigen innenpolitischen Umschwung, der sich in Deutschland seit der Ueber- tragung des Reichskanzleramts an Adolf Hitler und der Reichstagswahl vom 5. März vollzogen^ hat; über die Niederschlagung des Marxismus, die Ueberwindung des Parteiwesens, über den Schutz des Bauernstandes und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, den ständischen Zusammenschluß. Er berichtet ferner über das klägliche Versagen der Abrüstungskonferenz, den Diermächtevertrag Mussolinis, den Kampf für Deutschlands Gleichberechti- Kreis Wetzlar. Q Wetzlar, 16. Okt. Der Obst- und Garte n b a u d e r e i n für den Kreis Wetzlar hielt am und Offenbach geriet* gestern ein großer Personen- omnibus in Brand und wurde vollständig rr 11 ßattreuter, Wierftein 'am Jt&u - (284)"“ ijt. — Die kleine toajrift roiro vielen eine will-1 .... * .. - . » - < — einzigartig schöne Früchte gezeigt. Auch die Früchte ™noen in, uit -------- Verwertung und Gemüsekonservierung war in tadel- ö ' ™(aL eingeräumt wird, der ihr nach dem Will- losen Beispielen vertreten. Die Preisrichter hatten , der Reichssportleitung zusteht. Das war auch em schweres Amt. Die Hauptstelle für Grundton in den Ausführungen des Verems- Pflanzenfchutz in Gießen zeigte in Der- füt)rer5 Hofmann, der in warmen Worten über oer (srunuiun m ----° r.kor . , „ „ fübrers Hofmann, der in warmen Worten über binbung mit der Obst- und Gernüfefchau eine lehr- {>ie Wege und Ziele der deutschen Turnerei fpraa) reiche Zusammenstellung der wichtigsten Schädlinge unö deut che Jugend mahnend aufrief zur Mit- unferer Kulturpflanzen. Qrbeit an ber körperlichen Ertüchtigung der deut- Berems Wilhelm Decker, auf die Wichtigkeit bringen die Wanderwochen den Madels und wer- der Leibesübung für das weibliche Geschlecht hin. den ihnen richtunggebend für den kommenden Es folgten unter Musikbegleitung schöne Reigen, Lebensweg. .... . Volkstänze Wettspiele, Freiübungen, Keulenschwin- ■ — In der Sammlung der kleinen Schmuckducher gen sowie' Pferd- und Barrenturnen. Alle Aus- des Verlags C. Bertelsmann, Gütersloh, find zwei fübrunaen zeugten von dem großen Fleiß und Dem neue Bändchen erschienen: „Der Zorn von Geschick der Vorturnerin Hilde Fischer und des Wittenberg" von Emil Uellenbera und Vereinsoorsitzenden und wurden mit vielem Beifall „Der seltsame Weg des D r. F e l l x M e r k ausgenommen. Mit „Sieg-Heil!" auf den Führer von Ella Boeckh-Arnold. — (100/101) — Die und dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied schloß i farbenfreudigen, künstlerisch ausgeführten Embanbe, die schöne Veranstaltung. — Die U m g e h u n g s - die aparte kleine Form, der geringe Preis, der st r a ß e ist jetzt dem Verkehr übergeben worden, gewählte Inhalt sind die rühmenswerten Vorzugs * Erda, 16. Okt. Der Kraftwaqenführer Bähr ..... ' Werk führt uns in die Jugendzeit des Christentums. Die Macht des Haffes verkörpert hier das starre Heidentum, doch der christliche Glaube siegt noch im Frauen. Einbändige Neuausgabe der Romane ?°?e'rx'?er JRirb „Jockele und die Mädchen" und „Jockele und seine höherstehenden, l Frau". Im Verlag Ullstein, Berlin. Preis: brosch. der heidnischen Kultformen und ihrer tiefen Syw 2 Mark, Ganzl. 2,85 Mark. — (97) — Dieser, bolik herauszuarbeiten verstanden. Liebesroman mit seinen vielen lachenden Mädchen-' — Ludwig TR ü r) I e: <5 u n ne r 11 <±) u n n und Frauen-Gesichtern, mit seiner stimmungsvollen wunnerlich. Gedichte und Geschichten in Nassau- Weimarer Umgebung und der herben Fjoro-Land- isch-oberhessischer Mundart. Verlag Gebrüder Knauer, schäften Norwegens wird sicher viele befriedigte Frankfurt a. M., 1934. — (299) — Die Beitrage Leser finden. Es ist der Roman eines Glüas-! zu diesem Bändchen werden den Freunden der kindes, das aber über allen Geschenken, die ihm heimischen Mundartdichtung manche frohe Stunde seine Begabung und die Frauen bringen, nie das bereiten, sind auch zum Vortrage bei den ver- ernste Streben vergißt. i schiedensten Gelegenheiten zu empfehlen. Es wird — Anna Hilaria von Eckhel: Auf d e r jeder auf seine Rechnung kommen, es gibt da Ge- Lenzfahrt des Lebens. Tagebuch eines “"c m *" **“t' dieser Büchlein. Die Bändchen sind ein Schmuck jeder Büchersammlung. Jedes Bändchen kostet 60 Pf. — „Jugend unter m Hammer" von Helmut M e s s e r s ch m i d t. 192 Seiten. Ganzleinen 3 Mark, kart. 2,40 Mark. R. Voigtländers Verlag, Leipzig. — (351) — Eine vom Hunger der letzten Kriegsjahre ausgedörrte, ohne die Erziehung des Vaters aufwachsende und in der Verfallszeit nach inneren Verletzungen dem Kriege vor ihre Lebensaufgabe gestellte Jugend i schildert dieses Buch. Die Mundraubzüge und Dillkreis ! Bauernkriege dieser Jungens, ihre Liebe zur kargen Off-nb °ch,16..Ott. Zwischen Altenkirchen unserer Kulturpflanzen. " eiI un UK1 _____„ O Krofdorf, 15. Okt. Nicht besser konnte der rd)en Irgend, die gar nicht früh genug einsetzen hiesige Turnverein seiner Werbepflicht im Zu- nj£bt er'n^ genug genommen werden kann, sammenhang mit der Werbewoche „Gesunde Frauen! Darum alle, die ihr noch außerhalb der deutschen durch Leibesübungen" genügen, als mit der Dor-1 Turnsache steht, schließt die Reihen, hinein in die führung einer gewöhnlichen Turnstunde der Tur-' Sportvereine! Zeigt durch euer Beispiel, was turne- nerinnen, die in ihrer sehr abwechslungsreichen sicher Geist vermag, zeigt durch gute turnerische Vielseitigkeit und in ihrem ganzen Aufbau ka[tunq und Disziplin den Erfolg straffer körper- bei den Zuschauern am Samstagabend in der, Ii(bGr Schulung und Ertüchtigung. Mögen die vielen Turnhalle Sympatien für das deutsche Frauentur-! ^ufe nicht ungehört verhallen! nen wecken mußte. Es ist erfreulich, festzustellen,1 - — ---- daß die erst vor acht Jahren mit ein paar Mädels unter großen Schwierigkeiten gegründete Turnerinnenriege eine Vorwärtsentwicklung genommen hat, die als vorbildlich bezeichnet werden darf. Ungefähr 90 Turnerinnen und Schülerinnen nehmen mit Gewissenhaftigkeit an den regelmäßigen Turnstunden teil. Turnwart Am end, der stets zielbewuhte Leiter, mit seinen Helfern versteht mit Schwung und Energie unter steter Beobachtung zeitgemäßer turnerischer Erfordernisse sein aufopferungsvolles Amt zu handhaben. Das sah man nm Samstagabend. Nach dem gemeinsamen Gesang eines frischen Turnerliedes und nach kurzen ein- weisenden Worten des Dereinsführers auf den Zweck des Abends, wickelten sich in rascher Folge die vielen Möglichkeiten turnsportlicher Betätigung für das weibliche Geschlecht ab. Geh- und Lauf- Übungen mit dutzenderlei Variationen leiteten ein; es folgten Bodenübungen und Freiübungen, letztere zum Teil in tänzerischer Form. Diese und anschließende Volkstänze zeigten in vorzüglicher Weise die Anmut der Bewegung und die Durchbildung des Körpers. In Spielen mit und ohne Ball eiferten einzelne Mannschaften um den Sieg. Diel Freude erregten dabei die erschwerten Schnelligkeitsübungen unter Zuhilfenahme turnerischer Geräte. Zum Schluß kam das alle, schone Geräteturnen an Pferd, Barren und Reck zu seinem Recht. Was bas Zu- v v „ sehen bei allem so zur Lust machte, war der froh-s aus dem Völkerbund auszutreten; über die wach- liche turnerische Geist der Teilnehmerinnen, der, auf. sebde Spannung am Stillen Ozean, den Jnperia- die Zuschauer übergehend, gewiß ansteckend auf noch lismus Japans, die Annäherung Rußlands und der manche Abfeitsstehende wirken dürfte. Mit einem K c Lied und einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer, zerstört. Da der Wagen nicht besetzt war, kamen $r^r(!Od)Tnbes88rä^5roSenon»d,nid>8tUae®?rti,- ammergau 1 934. D->- P°!si°ns,pieI-Komi.-° rubr1in gro5e? ß astk r °1 Ä g8° n °u- q°n- ^Lein» R-ih° °°^3» m-hrforbig-n «Pofttarkn in nooer, als er eine sehr enge Ortsstraße durchfuhr, gegen eine Scheunen wand und drückte sie ! Abschluß und Krönung der Werbeaktion fand 'am Samstagabend im Vereinslokal Mank eine tur- nerische Vorführung statt, die leider , tung fand, die sie auf Grund der Dualität der ge- nd Gemüse- zeigten Leistungen verdient hätte. Die Madels guten Besuches ^^nders auch die kleinsten - zeigten ausgez ch- 9 m nete turnerische Disziplin, Gewandheit und Haltung und erbrachten in ihren Darbietungen sowohl am Gerät wie in den Freiübungen und Reigenspielen de Beweis dafür, daß die Turnsache hier in Rodheim zwar etwas ins Hintertreffen geraten, aber in Den besten Händen ist, die nicht ruhen werden bis ihr . ____2___4 hör ihr nnm Dem xl5U- Ein Automobil, das geschoben werden muß.... i. KM ist nur noch seine eigene ffarifafur. Sie würden sich für die Zumutung, Darin eine längere Fahrt zu machen, bestens bedanken. Die Anzeige erfüllt für die modeme Dirtschafi die gleiche Aufgabe wie das Auto« mobil für den Derkehr. Sie gibt einem Fabrikanten, einem Geschäftsmann erst die Möglichkeit, übe« den eigenen engen Bezirk hinaus größere Kreise mlt den jeweiligen Gr» Zeugnissen vertraut zu machen und ihren Absatz zu sichern. Gin Werk, ein Geschäft, welcher Art es auch sei, ohne Anzeigen in der Tagespresse wäre wie ein Auto ohne Motor, eine Karikatur seiner selbst. — Denn mit der Anzeige fährt man geradewegs zum Leser- durch sie packt man ihn da, wo er innerlich bereif ist, Neuigkeiten aller Art aufzunehmen- auch das Neue, was ihm Die Anzeige bringt! UnD es gibt niemanD, Der reich genug ist, sich solch einen Messer entgehen zu lassen. Zn der Herbeiführung dieser -Derkaufsgrlegenheit" besteht ja einer Der Hauptwerte der Tageszeitungen für den Werbungtreibenden. Darum heißt es mit Recht: Zeitungs-Anzeigen helfen kaufen und verkaufen! Nr. 245 vierter Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Mittwoch, (7. Ottober 1934 Wiederaufbau eines Staates. Eindrücke und Ergebnisse einer Polen-Reise. Von unserem Dr. H.-Sonderlorrespondenten. I. Vorposten des Westens. (Nachdruck verboten.) Krakau, Oktober 1934. „Polnische Geschichte ist feit fast 1000 Jahren zugleich aud) immer deutsche Geschichte gewesen. Und wenn bisher häufig die tragischen Konfliktstoffe dieser Schicksalsgemeinschaft die Beziehungen zwischen den beiden Völkern beherrscht haben, so ist nicht einzusehen, warum wir nicht auf beiden Seiten einmal den ehrlichen Versuch machen sollen, uns der Epochen in den vergangenen Jahrhunderten zu erinnern, die Deutsche und Polen politisch, kulturell und wirtschaftlich verbanden. Polen und Deutschland brauchen für ihre innere Aufbauarbeit beide Frieden und Ruhe. Suchen wir also das, was uns verbindet und nicht das, was uns trennt." Einer unserer liebenswürdigen polnischen Gastgeber fand im vertrauten Gsspräch mit einigen deutschen Journalisten, die von seiner Regierung zu einer Studienfahrt nach Polen eingeladen waren, diese schönen Worte; und wir konnten ihm nur mit Dank für solche Gesinnung bestätigen, daß auch uns der gleiche Wunsch beleele. Freilich: wir dürfen uns nicht täuschen über d i e Größe und die Schwierigkeiten der Aufgabe. Wir dürfen uns vor allem nicht täuschen über dasTempo,in dem sich die Annäherung zwischen zwei stolzen und selbstbewußten Nationen vollziehen kann. Und wir wollen nicht verschweigen, daß für uns Deutsche mancherlei Hemmungen besonderer Art zu überwinden find, die für das w ibererstandene Polen nicht existieren. Sagen wir offen, daß wir zu Beginn der Fahrt einigermaßen skeptisch und reserviert waren. Zum Abschluß der Reise dürfen wir aber feststellen, daß wir sehr st arte Eindrücke aus dem Lande unseres östlichen Nachbarn mitnehmen und von unseren Gastgebern in guter Freundschaft scheiden. Da wir zwölf Tage durch Polen reiften und dabei nicht nur Warschau, sondern auch Gdingen, Pofen, Wilna, Lemberg und Krakau — um nur die wichtigsten Stationen der Studiensahrt aufzuzählen — gesehen haben, bot sich uns sehr oft Gelegenheit zu freimütiger und rückhaltloser Aussprache mit polnischen Persönlichkeiten aus allen beruflichen Schichten und Ständen. Mit Genugtuung und ehrlicher Freude konnten wir feststellen, daß überall ein sehr lebendiger Wille zu einer freundschaftlichen Gestaltung der Beziehungen zwischen den Nationen bestand. Aber mehr noch: wir begegneten überall auch einem oft überraschenden Verständnis für unsere Auffassungen von der Mihleitung Europas durch die Pariser Verträge und von den innerdeutschen Notwendigkeiten, die sich daraus ergaben. Daß Deutschland heute straff und autoritär von dem souveränen Regiment Hitlers geführt wird, empfindet man in Polen als Selbstverständlichkeit und macht nicht den törichten Versuch, etwa nach französischem Muster die Gefahr neuer internationaler Komplikationen an die Wand zu malen, weil der Nationalsozialismus Deutschland heute schlechthin repräsentiert. Polen weiß, daß der Wiederaufbau eines Staates und einer Nation nur i n Ruhe und Frieden durchgeführt werden kann. Und das ist seiner politischen Intelligenz d t e sicherste Garantie für den Bestand und die Vertiefung des deutsch-polnischen Verständigungsabkommens vom Jahre 1934. Daß wir auf polnischem Boden überall mit größter Liebenswürdigkeit empfangen werden würden, war bei der bekannten polnischen Gastfreundschaft nicht überraschend. Als Ueberraschung empfanden wir aber dankbar mancherlei kleine Aufmerksamkeiten, die vor ober auch unmittelbar nach dem Abschluß des deutsch-polnischen Vertrages sicherlich noch nicht denkbar gewesen wären. Und daran kann man wohl die Fortschritte in der Annäherung zwischen den beiden Nationen am besten ablesen. I n Warschau mochte es noch eine Geste diplomatischer oder politischer Höflichkeit sein, daß das Hotel der deutschen Journalisten mit den schwarz-weiß-roten Farben und dem Hakenkreuz-Banner geschmückt war. In der Hauptstadt jedes Landes ist die Bevölkerung an derlei gewöhnt. Die polnische „Provinz" jedoch hätte vermutlich noch vor wenigen Monaten ablehnend reagiert, wenn man ihr die Farben des Dritten Reiches gezeigt hätte. Während . unserer ganzen Reise aber wurden wir überall neben i den weiß-roten Farben Polens von den Flaggen unseres Vaterlandes begrüßt. Daß uns dabei warm ums Herz wurde, war schließlich nur selbstverständlich. Nicht minder sinnfällig aber wurde die gastliche Freundschaft Polens, wenn wir etwa bei dem Grafen Potocki in ßancut mit dem Marsch „Oh Deutschland hoch in Ehren", oder von der Kapelle des Salzbergwerkes W i e l i c z k a mit den Klängen des „Alten Kameraden" empfangen wurden. Das Deutschlandlied und der Kampfgesang Horst Wessels erklangen während unserer Polenfahrt ebenso oft wie die polnische Nationalhymne und das Lied der ersten Legion. Uber die Gepflogenheiten einer internationalen Höflichkeit hinaus wurden uns somit Aufmerksamkeiten erwiesen, die wir mit einem herzlichen Dank an die Gesinnung unserer Gastgeber verzeichnen dürfen. * Polen ist ein merkwürdiges Land — merkwürdig in des Wortes eigentlichster Bedeutung. Es ist ein noch junges Staatswesen, das ja erst durch die bekannte Deklaration der Mittelmächte vom November 1916 als politischer Begriff roieberer» stand. Es hat aber eine 900jährige G e- schichte, die im Bewußtsein der Nation trotz 130jähriger Trennung und Teilung sehr leben» big geblieben ist. Aufgespalten zwischen drei große Mächte, von innerem Hader zerfleischt und zerrissen, zahllosen fremden Einflüssen ausgesetzt, hat sich dennoch das polnische Volk überraschend schnell wieder zur Nation zusammengefunden, nachdem die Wirren der ersten Nachkriegsjahre überstanden waren. Seit dem Staats- st reich Pilsudskis vom Jahre 1926 wird das Land auf eine sehr eigentümliche Weise autori- t ä r regiert Dem „Marschall", wie Pilsudski schlechthin genannt wird, ist es in steigendem Maße gelungen, Den Einfluß des Sejm auf die politische Entwicklung des Landes zurückzu- drängen. Die jüngst veröffentlichte Notverordnung des Staatspräsidenten, wonach die gesamte Bevölkerung Polens beider Geschlechter zum militärischen Hilfsdienst verpflichtet ist, beweist das wohl am besten. Die Getreuen des Marschalls formen ihr Volk einheitlich, und schon heute, noch nicht 16 Jahre nach dem Ende des großen Krieges, kann nur noch der genaue Kenner der Verhältnisse unterscheiden, ob ein Angehöriger der älteren Generation Polens aus den ehemals preußischen Teilgebieten, aus Russisch- Polen oder aus dem österreichischen Galizien stammt, das heute Klein-Polen heißt. Die allgemeine Wehrpflicht fördert den Verschmelzungsprozeß ebenso wie die vormilitärische Erziehung und die Förderung des Volksschulwesens, durch die es in Verbindung mit den militärischen Erziehungs- und Schulungseinrichtungen gelungen ist, das Analphabetentum erfolgreich zu bekämpfen, dessen Aufrechterhaltung vor dem Kriege im ehemaligen Russisch-Polen als höchste Staatsweisheit galt. Der polnische National- und Staatsgedanke, der noch vor wenig mehr als 20 Jahren seinen Hort eigentlich nur in einer dünnen Jntelligenz- schicht hatte, ist heute auch in das Bewußtsein des letzten Bauern und Arbeiters gedrungen. Es ist dabei besonders bedeutungsvoll, daß die zwei Kampfjahre von 1920 bis 1922 gegen die Sowjetunion zu einer rückhaltlosen Absage Polens an das Ideengut des asiatischen Ostens geführt haben. Galt das Warschau der Vorkriegszeit mit seinem russischen Gouverneur und der russischen Kathedrale noch als Vorposten des Ostens, so ist heute der polnische Staat zum Vorposten des Westens gegenüber Asien geworden. Das alles, was hier nur in großen Umrissen angedeutet werden kann, muß man sich vor Augen halten, wenn man Polen aus seinen natürlichen Existenzbedingungen heraus begreifen will. Selbstverständlich hat ein junges Staatswesen, das erst vor zwölf Jahren seinen Frieden mit der Sowjetunion machen konnte, noch außerordentliche Schwierigkeiten zu überwinden. Schwierigkeiten, die wir überall beobachten konnten. Es darf auch nicht vergessen werden, daß große Gebietsteile Polens K a m p f g e - lände des Weltkrieges waren, wo der Wiederaufbau natürlich nur langsam und unter erheblichen Opfern vor sich gehen konnte. Man wird auch schon bei einer flüchtigen Betrachtung der geopolitischen Lage Polens begreifen, warum bei» spielsweise die Siedlungstätigkeit an der Ostgrenze nur sehr behutsam vonstatten geht. Eins aber ist ftajer: der polnische Staat von heute ist eine f e ft • 9eiu9te Willenseinheit, die sich in der Geschlossenheit seiner Nation, der Wehrkraft und dem Wehrwillen seiner Bevölkerung — wie endlich aud) in den wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen des Volkes repräsentiert. Darüber soll in einigen weiteren Sonderartikeln über Lemberg und Krakau, den südöstlichen und südwestlichen Eckpfeiler Polens, näheres berichtet werden. Große Strafkammer Gießen. Die Kammer hatte sich zunächst mit dem Franz Bohn aus Nauheim, z. Z. in Strafhaft in Butzbach, zu befassen, gegen den die Staatsanwaltschaft die Sicherungsverwahrung beantragt hatte. Der Antragsgegner, der schon zweimal in der französi- scheu und einmal in der spanischen Fremdenlegion war, ist zehnmal vorbestraft und verbüßt zur Zeit wegen räuberischer Erpressung im Jahre 1931 eine Gefängnisstrafe von 4 Jahren. Entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters wurde die Sicherungsverwahrung kostenpflichtig ausgesprochen. Gegen den R. H., z. Z. in Nauheim, hatte die Staatsanwaltschaft im Wege des Sicherungsverfahrens die Unterbringung in eine Heil- und Pflege- anstatt beantragt. Das Gutachten des Sachverständigen ergab, daß H. wohl geistig defekt, jedoch keineswegs gemeingefährlich ist. Der Antrag wurde deshalb unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten abgelehnt. Der H. H. aus Friedberg wurde zu 6 Monaten Gefängnis und in die Kosten des Der- Das nennt man Schwein! Dem Landwirt Friedrich Mohn in Gruningen wurde — wir berichteten bereits am Samstag kurz darüber — das Glück zuteil, daß sein Mutterschwein 19 Junge warf. Der Fall, daß ein Schwein 19 Junge zur Welt bringt, ist außerordentlich selten. Im allgemeinen kann der Bauer nur mit acht bis zehn Ferkeln rechnen. Sehr wesentlich ist, daß von diesen 19 Ferkeln nur zwei nicht durchgebracht werden konnten, währeyd die übrigen 17 prächtig entwickelt sind und, wenn sie bei schönem Wetter in den Grasgarten gelassen werden, quicklebendig umhertollen.— Unser Bild zeigt die zahlreiche Schweinefamilie. seine (leine settetäcin. Roman von Gert Rothberg. Urheberrechtsschuh: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). 16. Fortsetzung Nachdruck verboten! Dieses Julchen Mittrasch würde ihren Haß auf Käthe Randolf werfen. Das schien Brigitte sicher zu fein. Und sie nahm sich vor, den Leuten beizeiten gu zeigen, daß das junge Mädchen mit ihrem vollsten lEinverstänbnis hier in Berkenhofen weilte! Aber ein Stein war ihr vom Herzen gefallen, als Arndt vorhin kurz und knapp erklärte, daß ja Käthe Randolf mit der Mamsell und den beiden Inspektoren oder allein auf ihrem Zimmer speisen könne. Damit hatte Arndt bewiesen, daß ihm das Mädchen nicht nahestand. Nahestand?! Ein Liebesverhältnis hatte sie nicht befürchtet! Durchaus nicht! Wäre es so gewesen, hätte Arndt ein Verhältnis mit Käthe Randolf, bann hätte er sie niemals hierher nach Berkenhofen gebracht! Und würde er sie lieben, o lieben, daß er sie — es war zum Lachen, der Gedanke war absurd, aber man konnte ihn ja mal >zu Ende spinnen —, ja, wenn er sie heiraten wollte, Dann ließe er sie niemals mit der Mamsell und den Inspektoren oder allein essen! Die Sache war für Brigitte vollkommen geklärt. Vollkommen. Aber Kopfzerbrechen machte sie ihr notzdem noch. Das Mädel war zu schön. Und es mußte doch irgendein tieferes Interesse in Arndt vorhanden sein. Aber sagen durste sie nun wohl weiter nichts mehr. „ v m . Arndt langte nach seinen Zeitungen. Und Brigitte nahm sich ein Modenheft zur Hand, blätterte ahne jedes Interesse darin. Ihr genügten ihre em= rachen Kleider. Im Sommer waren es dunkelblaue Leinenkleider, und im Winter waren sie aus dunklem, grobem Wollstoff. Für besondere Anlässe waren da wch einige dunkle Seidenkleider im Schrank. Mo- * i-ern waren sie längst nicht mehr, aber die Fürche- ~iurr, die alte Schneiderin drüben aus dem Dorfe, $ Hie richtete ihr die Sachen immer wieder ein bißchen uor; und dann sahen sie doch wieder ganz nett aus, toenn da ein neuer Kragen, ein kleines Spitzenfichu über eine Rüsche neu aufgearbeitet war Wozu trauchte man benn hier um alles in der Wett große, i-ure Toiletten! Völlig unnötig war bas Freilich, eile Damen bachten nicht so wie sie. Da würbe zu- feilen ein Auswanb getrieben, ber lächerlich war, r eil man wußte, wie Gatten und Väter sich auf der L cholle plagen mußten, und wie sie bann verbrossen iah nachbenklich auf irgendeinem Fest herumstanden. Wenn doch solche Frauen und Töchter vernünftiger g' wesen wären! Wie gut es für die geplagten Gatten und Väter wäre' Es gab auch sehr gute, einfache Frauen hier im Umkreis. Zum Beispiel die Dierksens! Hanna Dierksen und ihre Mutter! Brigitte war mit ihnen befreundet. Und sie wußte auch, daß Hanna den Arndt liebte! Still und wunschlos liebte sie ihn. Sie würde nicht heiraten, hatte ihre Mutter vor kurzem einmal bekümmert gesagt. Hatte durchblicken lassen, daß sie dem Arndt wohl ein bißchen gram sei. Denn die Hanna war ein liebes, gutes Mädel und bekam einmal alles. Und Dirksenhöhe war ein netter Besitz. Aber leider konnte nun den Arndt diese Aussicht nicht reizen. Auch wenn er arm gewesen wäre, hätte er nicht eine Frau genommen, die er nicht ausstehen konnte. Und Brigitte hatte den Bruder in Verdacht, daß er die Hanna wirklich nicht ausstehen konnte. Das rührte wahrscheinlich von früheren Jahren her, wo Hanna sehr wehleidig und leicht gekränkt gewesen war, wenn Arndt einmal derb und luftig war. Früher war er nämlich sehr ausgelassen gewesen! Nun, die Hanna kam nicht in Frage für ihn, aber nette Menschen waren die drei aus Dirksenhöhe, da war kein Zweifel daran. Und schade war es auch ein bißchen, daß der Arndt da ein Dickkopf blieb. Denn sie hatte ja bisher immer noch gehofft, er werde sich für Rosemarie I Ulm entschließen. Die war sehr hübsch und geistreich, und sie hatte den Arndt auch gern gehabt. Aber nun hatte die Rosemarie sich mit dem langweiligen ©er! irb Osten verlobt, was ihr immer ein Rätsel bleiben würde, wie das hatte geschehen können — und nun spähte sie eben doch wieder ein bißchen nach einer passenden Frau für Arndt aus. Brigitte legte das Heft beiseite. Sie betrachtete den Bruder, und in ihrem Blick lagen die ganze große Liebe und Anhänglichkeit, die für diesen Bruder in ihr lebten. Er hatte recht. Es war schön und gemütlich hier in Berkenhofen. Warum sie nur mit aller Macht herbeiwünschte, daß eine Frau hierherkam, die ihr doch zweifellos den Bruder nahm? Er würde kaum noch Zeit haben, mit ihr, Brigitte, gemütlich ein Stündchen zusammenzusitzen. Und sie würde sich ja auch in die junge Ehe nicht hineindrängen wollen. Sie würde einsam im Rosenhaus leben, was sie sich ja auch ganz nett vorstellte. Immerhin! Vielleicht würde sie es sich leichter vorstellen, als es war! Aber Arndt mußte heiraten! Er durfte nicht als Junggeselle sterben, denn er war ja der letzte Berken! Und darum mußte sie eben immer wieder versuchen, ihn in eine Ehe zu bekommen. Sie hatte direkt die Pflicht, da nicht locker zu lassen. Aber es war schwierig! Sehr schwierig! Arndt legte die Zeitung weg, sagte „Du bist mit mir nicht zufrieden, Brigitte — aber ich ändere meinen Entschluß nicht." „Du meinst wegen der kleinen Randolf? Nein! Darüber bin ich längst hinweg. Ich dachte an deine Zukunft." „Ach so! Nun, liebstes Schwesterlein, wir sprechen ein andermal darüber — nicht wahr?" „Ja", sagte sie ergeben. „Du hast nächsten Monat deinen Geburtstag, Brigitte. Wen laben wir ein? Und wie möchtest du deinen Festtag gestaltet sehen?" „Wie immer. Die paar Freunde und Bekannten laben wir ein. Ein bißchen festlich soll es schon fein, bas war ja immer so." „Selbstverstänblich, Brigitte. Halte bas ganz, wie bu willst, unb oerftänbige mich nachher, wenn bu bas Programm ausgearbeitet hast." „Gut, Arnbt. Allzuviel Trubel soll aber nicht sein." , „Gewiß nicht. Aber ein bißchen tanzen werben wir. Unb ob ich Bobenstein einlabe? Der wirb boch auch allein herumsitzen, wenn seine Braut mit ihren Ettern nach Schlesien abgereift ist." „Ja, bas tue! Bobenstein bringt immer Leben ins Haus. Frohe Menschen finb viel wert." „Also gut, ich schreibe ihm. Vorgestern, als ich mich von ihm verabschiebete, ba hatte ich beinen Geburtstag tatsächlich vergessen, sonst hätte ich ihn ja gleich eingelaben." „Arnbt, ich muß mich um allerlei kümmern. Es gibt viel zu tun." „Geh nur, altes Kerlchen. Als ob ich nicht ganz genau wüßte, was bu hier in Berkenhofen leistest! Aber ich vergesse bir bas nicht." „Nun banke mir nicht etwa noch! Das wäre! Unb was ich noch sagen wollte: Mittags gibt es ßenbenbraten." „Großartig! Ich freue mich auf unsere heimatliche Küche — so gut bas Essen auch in Berlin war." Brigitte war an ber Tür. Von borther meinte sie: „Wo ist benn beine — beine Sekretärin?" „Ach bu lieber Himmel, bie hab' ich ja schon vor einer Stunbe hinüber ins Bureau bestellt. Ich muß hinüber." „Hoffentlich hat ihr inzwischen Julchen nicht bie Augen ausgekratzt", meinte Brigitte nachbenklich. Arnbt war schon an ihr vorüber, raste bie Treppe hinunter. Richtig! Im Bureau brühen im Wirtschastsgebäube war ber Teufel los. Julchen Mittrasch saß mit bick verheulten Augen in einer Ecke unb war nicht zu bewegen, aufzustehen. Mit beiben Hänben klammerte sie sich an bie Schreibmaschine. Unb bie beiben Inspektoren stauben herum unb wußten nicht, wie sie sich verhalten sollten. Denn sie hatten Julchen sonst auch biktiert. Freilich, mit bem Tausche, ber ba in Gestalt eines schönen, schlanken Möbels am großen Mitteltisch staub, wären sie sehr einverstauben gewesen: aber zunächst staub ja gar nicht fest, was eigentlich los war. „Guten Morgen! Na, was ist benn los! Richtig — Fräulein Mittrasch, Sie konnten nicht wissen, baß ich mir eine Sekretärin engagiert habe. Hier: Fräulein Käthe Ranbolf! Sie ist bie neue Sekretärin. Unb Fräulein Mittrasch, Sie finb ja schon beim Ge- meinbeamt beschäftigt. Ich benfe, baß Sie sich nicht zu beschweren brauchen. Arbeitslos sind Sie ja nicht — nicht wahr?" „Gnäbiger Herr, ich habe mir immer Mühe gegeben — ich ..." Julchen heulte wieder laut Er blickte zu Käthe Ranbolf hin, die mit blassem Gesicht regungslos baftanb. „Fräulein Ranbolf, vorläufig muß es hier genügen. Ich lasse ein besseres Bureau einrichten. Bis jetzt würbe hier ja nur einige Stunben in ber Woche gearbeitet. Wenn Sie aber ben ganzen lieben Tag : hier sitzen unb arbeiten, bann muß es ein bißchen anbers aussehen." Sie sah ihn an, minutenlang. Unb ihr Herz schlug immer heftiger. Der Schloßherr roanbte sich an Julchen Mittrasch: „Fräulein Mittrasch, Sie haben sich immer Mühe gegeben, bas streitet Ihnen fein Mensch ab. Das will ich Ihnen sogar noch schriftlich geben. Aber bas neue Fräulein kann stenographieren — es wirb in Zukunft hier viel Arbeit geben. Sie hätten bas als ' Nebenarbeit bestimmt nicht mehr geschafft. Also lassen Sie sich von Herrn Inspektor Graf Ihr noch fälliges Gehalt zahlen, unb verschwinben Sie ein bißchen, ja?" ßetzteres hätte er wohl nicht gesagt, wenn er nicht ben Blick unaussprechlichen Hasses gesehen hätte, ben Julchen Mittrasch auf Käthe Ranbolf geworfen hatte. Julchen ging langsam burchs Zimmer, knickste, aber ber Schloßherr sah nicht mehr zu ihr hin. Nachsicht unb Freunblichkeit waren hier nicht mehr I am Platze, bas sah er ein. Inspektor Graf zahlte im Vorraum ber Mittrasch bas Gelb aus. Unb ba sagte sie gehässig: „Meint ber gnäbige Herr etwa, man weiß nicht, was hier los ist?" „Quittieren Sie, Fräulein Mittrasch — unb im übrigen möchte ich Ihnen boch empfehlen, lieber ein bißchen vorsichtiger mit Ihren Worten zu sein." Da unterschrieb bie Mittrasch unb nahm bas Geld an sich. Dann lachte sie häßlich unb ging. Drinnen aber sagte Arnbt von Berken bebauernb: „Nun sieht bas kleine Mäbel ganz blaß aus, auf ben häßlichen Austritt hin. Niemanb, weder meine Schwester noch ich, hat daran gedacht — gestern abend meine ich —, daß heute hier Fräulein Mit-» rasch ihre Aushilsestunben absolviert. Ich hatte Ihnen das ersparen sollen. Verzeihen Sie unb vergessen Sie bie Sache! Es ist nämlich bem Fräulein Mittrasch bestimmt kein Unrecht geschehen. Bitte, weinen Sie nicht, ich mag Tränen nicht." (Fortsetzung folgtI) fahrens verurteilt. Der Angeklagte hatte sich in unsittlicher Weise einem Mädchen unter 14 Jahren genähert. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit befaßte sich das Gericht sodann mit dem I. Sch. aus Herbstein, der mit einem Knaben unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen oorgenommen hatte. Obwohl es der Junge, der als Lügner entlarvt wurde, bestritt, konnte der Angeklagte durch die Aussage eines Zeu- gen überführt werden. Das Gericht erkannte in Anbetracht dessen, daß der Angeklagte schon zweimal wegen ähnlicher Delikte vorbestraft ist, auf ein Wegen dessen Deliktes erhielt der K. Sch- aus Grund-Schwalheim unter Annahme mildernder Umstände 11 Monate Gefängnis. Der Ai^e klagte trieb mit drei Mädchen unter 14 Jahren un ^Schtt^eMch^erkEte das Gericht gegen den Georg S ch n e e b e r g e r aus Nieder-Florstadt, der sich an zwei Jungen unter 14 Jahren im Smne der 88 175 und 176 Z. 3 RStGB. verging, auf eine Gesamt- strafe von 2 Jähren Zuchthaus. Jahr 1934 in der Leichtathletik des VfB. Reichsbahn. Durch die Vereinigung des Reichsbahn-Turn- und Sportvereins Gießen und des VfB. Gießen zum VfB.-Reichsbahn Gießen wurde der Grundstein zu einem Großoerein gelegt. Aber es fehlte an der leichtathletischen Abteilung. Man knüpfte deshalb Verhandlungen wegen Beitritts des Olympischen Sport-Clubs (OSC.) an, die zum Erfolge führten. Hatte die Wettkampfmannschaft als OSC.-Mann- fchaft schon beachtliche Erfolge errungen, konnte sie in diesem Jahre erstmalig richtig aus sich heraus gehen. Der VfB.-Reichsbahn gab die Möglichkeit, alle Chancen auszunuhen. Die Leichtathletik-Abteilung des VfB.-Reichsbahn brachte ihr bestes Jahr hinter sich. In der Saison 1934 wurden alle Mannschaftskämpfe glänzend gewonnen, und in der 4X100-Meter-Staffel sowie in der Schwedenstaffel viele Siege, selbst auf Großveranstaltungen, errungen. Die Arbeit der Abteilung wird zur weiteren Aufwärtsentwicklung führen. Die Leichtathletik-Abteilung des VfB.-Reichsbahn sieht zurück auf eine Saison intensivster Betätigung, zugleich aber auch auf eine Reihe von Erfolgen, auf die sie stolz sein darf. 26 Veranstaltungen wurden beschickt. Die Gesamtzahl der 1934 errungenen Siege setzt sich wie folgt zusammen: 104 „Erste", 76 „Zweite" und 59 „Dritte" Siege. Diese 239 Preise zeugen von dem Siegeswillsn der Aktiven. Aber auch der Leitung (R. Fischer und W. Rinn) stellt diese Gesamtzahl ein günstiges Zeugnis aus. Hervorgehoben muß werden, daß der VfB.-Reichsbahn Siege in Hamburg, Frankfurt, Kassel, Offenbach usw. erfocht. In diesem Zusammenhang seien nachstehend die schönsten Siege und die besten Athleten genannt: Klubkampfsiea über Reichsbahn - Rotweiß Frankfurt; Mannschaftssieg übep die Kreismannschaft der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Alsfeld; Siege der 4X100-Meter- und Schwedenstaffel beim Reichssporttag der Reichsbahn-Turn- und Sport-1 ver-in- in Frankfurt °,M.; der °'°rt° Platz in der Gesamtwertung der Manner bei den Nordhesslschen Meisterschaften in Kassel. , v. _ L Als erfolgreichster Leichtathlet ist unbedingt L u h anzusehen. Er stieß die Kugel 14,78 Meter weit, lief 100 Meter in 11,1 Sekunden, 200 Meter in 23 4 Sekunden. Ferner gewann er viele Mehrkämpfe. Seine schönsten Erfolge: Sieg in Hamburg und zwei erste Siege beim Olympia-Werbesportiest in Kassel. Ihm zur Seite stand W. M o h l (Unterfeldwebel 3/15), der besonders im Hammerwerfen glänzte. Ueber 100 Meter lief O. Rodriguez 11 Sekunden, 200 Meter in 23,2 Sekunden. R. Fischer 11,5 Sek.,'W. Siegmund, Specht und G. Schäfer 11'8 Sek. In den Mittel- und Langstrecken waren es Pfaff und Sobezak, die mit guten Leistungen aufwarteten. In Schön, Weber und Bormuth ist veranlagter Nachwuchs vorhanden. Bei den Springern sind besonders G. Schäfer und G. Pieh zu nennen, die 1,70 und 1,75 Meter im Hochsprung erreichten. Eine Domäne war das Speerwerfen. Jakob und Pieh warfen beide über 50 Meter. Die 4X100-Meter-Staffel lief in der Besetzung W. Siegmund, O. Rodriguez, R. Fischer und O. Luh die sehr gute Zeit von 44,8 Sekunden. Auch die Schwedenstaffel (400, 300, 200 und 100 Meter) in der Besetzung 400 Meter R. Fischer, 300 Meter Rodriguez, 200 Meter Luh, 100 Meter Siegmund erfocht einige Siege und lief als Bestzeit 2:06,5 Minuten. Hervorzuheben sind noch die Siege Luhs beim Arbeitsdienstsportfest in Kassel und beim Brigade- Sportfest der SA. in Frankfurt a. M. Ferner der Sieg des Jugendlichen Möll über 100 Meter in 12,2 Sek. beim „Tag der Hunderttausend" der HI. Zusammenfassend darf wohl gesagt werden, daß sich der VfB.-Reichsbahn mit zu den besten Leichtathletikvereinen in Nordhessen zählen darf. Die Abteilung setzt im Winter ihre Arbeit in der Halle fort. Glückt es ihr, den ihr eigenen Kampfgeist zu erhalten und die vorhandenen Talente voranzubrin- aen, so kann im folgenden Jahre mit einer weiteren Leistungssteigerung gerechnet werden. Vielleicht kann man dann auch den Wunsch hegen, daß auch einmal ein Gießener Leichtathlet zu Meisterehren kommt. Krieger- und Postsportverein Sieger im Mannschastsschießen. Nachdem am Sonntagnachmittag auf den Ständen des Schützenvereins Gießen ein Wettkampf zwischen drei Städtemannschaften von Gießen, Marburg und Wetzlar ausgetragen worden war, fand unter stärkster Beteiligung die Preisverteilung des Mannschaftsschießens vom 7. Oktober statt. Eine schlichte Feier beschloß den erstmals im neuen Reich in Gießen ausgetragenen Wettkampf. Der Abend gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Bekenntnis für Gemeinschaftsarbeit auch auf dem Gebiet' des Sportschießens. Die Bedeutung dieses Zieles legte der Dereinsführer Schützenbruder G. F r e y in herzhaften Worten seiner Ansprache zugrunde. Mit dem Gelöbnis, nimmer müde zu werden und mit Freuden auch an diesem Aufbau weiterzuarbeiten, gleichzeitig für das Gegebene dankend, brachte er auf den Führer ein dreifaches „Sieg-Heil!" aus. Der Anregung, alte Bräuche wieder aufleben zu lassen, war von der Stadt Gießen in dankennswerter Weise entsprochen worden. So nahm denn Herr Bürgermeister Dr. Hamm als Vertreter der Stadt die Preisverteilung vor. Er übermittelte die Grüße und den Dank der Stadt und hob in feiner Ansprache den Zweck einer Zusammenfassung aller am Sportspießen interessierten Kreise hervor. Er verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, daß die alte Tradition wieder aufzuleben und die bereits in ältester Zeit der Stadt übertragene Schutzherrschaft über das Schützenwesen wieder Form anzunehmen beginne. Mit herzlichen Worten gedachte er sodann der Sieger des Mannschaftsschießens und überreichte die erworbenen Wanderbecher und Diplome. Der Kriegerverein Gießen konnte mit 574 Ringen in Kleinkaliber und der Postsportverein mit 717 Ringen in Wehrmann den silbernen Wanderbecher für dieses Jahr mit nach Hause nehmen. Beste Schützen einer jeden Kategorie waren in Kleinkaliber Schütze Heinrich Schmier vom Postsportverein Gießen und Schütze Gg. Schilling vom KWB. 1/14,7, Sturm 1. Beide wurden mit einem Eichenkranz geehrt. Die Herren Oberleutnant a. D. B o nh ar dt als Führer der Mannschaft des Kriegervereins und Amtmann Seibel vom Postsportverein dankten dem Schützenverein und gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, daß es ihren Schützen gelungen fei, die erstmals ausgeschriebene Siegestrophäe zu erringen. Daran schloß sich die Verteilung der für den Städtewettkampf Gietzen-Wetzlar-Marburg ausgeschriebenen Ehrenkette mit Gedenkmünzen, die der Schützenverein Gießen mit 2057 Ringen an sich zu bringen vermochte. Mit 452 Ringen konnte sich Schützenbruder Georg Schilling als bester Einzelschütze des Kampfes den Eichenkranz verdienen. Bürgermeister Dr. Hamm brachte den Siegern die besten Glückwünsche der Stadt Gießen dar, gab der Hoffnung auf eine noch erfolgreichere Wiederholung der gesamten Veranstaltung Ausdruck und beschloß damit die würdige Preisoerteilung. Gausportleiter Kramer nahm noch Worte eines Schützenbruders aus der Deutschen Schützenzeitung zum Anlaß, einen Appell an alle Anwesenden zu richten, den edlen Schießsport nicht zu vergessen und zur Volksangelegenheit in größtem Maße zu machen. Was bis heute erreicht fei, habe unendliche Mühe gekostet und möge weitere Früchte tragen, auf daß der alte Sinnspruch „Ueb Aug und Hand fürs Vaterland" Gemeingut werde. Das danach folgende gemütliche Zusammensein hielt die Schützen mit ihren Gästen noch lange beisammen. Die Ergebnisse Klein-Kaliber, Klasse B. Den silbernen Wanderbecher und jeder Schütze einen Kranz: Kriegerverein Gießen mit 574 Ringen (Schützen: H. Georg, Hainbach, Reiber und Schilling jun.) Jede Mannschaft eine Ehrenurkunde: KWB. 1/147 Sturmi 567 Ringe; 1. Kompanie 531 R.; Schützenverein Mendorf an der Lumda 529 R.; Kriegeroerein Annerod (154) Schützenverein Mendorf an der Lumda 510 R.; Post-Sport-Verein Gießen 502 R.; 1. Kompanie 496 R.; Krieger- und Schützenverein Daub- ringen 488 R.; Sturm 1/116 Mendorf a. d. Lda. 481 R.; Sturm 32/116 Lich 478 R.; Sturmbann 3/116 475 R.; MG.-Kompanie 473 R.; Sturm 54/R. 116 464 R.; Sturm 33/116 Hungen 463 R. An diesem Schießen waren 55 Mannschaften beteiligt. Bester Schütze: Heinrich Schmier vom Post-Sport-Verein Gießen. Wehrmannschießen. Den silbern en Wanderbecher und jeder Schütze einen Kranz: Post-Sport-Verein Gießen 717 Ringe (Schützen: Schmier, Strack, Schmidt und Kern). JedeMannschafteineEhrenurkunde: KWB. 1/147 Sturm 1 710 Ringe; Sturm 54/R. 116 697 R.; Kriegerverein Gießen 663 R.; Schützenoer- ein Krofdorf 649 R.; 1. Kompanie 604 Ringe. Beteiligt waren 15 Mannschaften. Bester Schütze: Georg Schilling, Gießen von der KWB. 1/147 Sturm 1 mit 218 Ringen. Ergebnisse des Slädleweltkampfes: Gießen mit 2047 Ringen (Schützen: Gg. Schilling, W. Schilling, H. Appel, W. Georg und C. Dreyer); Wetzlar mit 1910 Ringen (Schützen: Zickelhau, H. Henning, Heinen, Axt und Wallbruch); Marburg mit 1876 Ringen (Schützen: Sarnes, Menz, Dula, Briel und Mangold). BesterSchütze: Gg. Schilling mit 452 Ringen. Turneriagungen in Gießen. Lehrgang für das Männerturnen. In der Turnhalle des To. 1846 Gießen wurde Samstag und Sonntag ein Lehrgang für Männerturnen durchgeführt, zu dem aus allen Turnkreisen des Gaues über 40 Turner erschienen waren, die bereits gute Leistungen und turnerische Erfolge nach- weisen können. Die Veranstaltung, die unter Leitung von Gauoberturnwart R. Paul (Gießen) und Gaumännerturnwart Otto Dahms (Bad-Wildun- gen) stand, hatte den Zweck, den besten Geräteturnern des Gaues nochmals Gelegenheit zu bieten, sich unter der Anleitung der genannten Gauwarte und erfahrener Lehrkräfte (Karl Reuter, Gießen, A. Fink, Marburg, und W. S i n n w e l l, Bad-Nauheim) für die Gaugerätemeisterschaften am 21. Oktober in Bad Wildungen vorzubereiten. Gauoberturnwart R. Paul wies bei Eröffnung des Lehrgangs in markanten Worten auf die hohe Bedeutung der Leibesübungen für unser Volk hin und zeichnete in eindringlicher Weise die daraus entspringende große Aufgabe und die tiefe Verantwortung, die Turner und ihre Führer dem Volk gegenüber tragen, aber auch die Freude, die dem Turner daraus erwächst, daß er an hervorragender Stelle mit arbeitet an der Gesundung und Aufwärtsbewegung unseres Volkes. Die Arbeit des Turners ist so führte R. Paul unter lebhaftem Beifall aus, Dienst am Volke für das Vaterland. In her turnerischen Arbeit der zwei Tage wurde zunächst der allgemeine Lehrstoff für die Grundschulung fleißig geübt. Den Teilnehmern wurde damit wertvolle Anregung für die Lehrarbeit in den Kreisen und Vereinen gegeben. Daneben kamen die Hebungen für die Gaugerätemeisterschaften und die Deutschen Gerätemeisterschaften in Dortmund nicht zu kurz, und damit stand der Lehrgang auch im Dienste der Olympia-Vorbereitung. Die Turner waren mit großer Freude bei der Arbeit, und die sachverständigen Zuschauer freuten sich, feststellen zu können, daß der Gau auf dem Gebiete des Kunstturnens über sehr gute Kräfte verfügt. Zu den be- kannten Vertretern dess Geräteturnens, deren Namen schon Klang haben, sind jüngere Kräfte als vielversprechender Nachwuchs gekommen, in stattlicher Zahl auch aus ländlichen Vereinen. Es steht, das darf man als Ergebnis des Gießener Lehrgangs buchen, gut um die Sache des urdeutschen Geräteturnens in unserem Gau. Das brachte Gauoberturnwart Paul in seinem Schlußwort mit Worten des Dankes für die fleißige Mitarbeit und die ausgezeichnete turnerische Haltung auch mit berechtigtem Stolze zum Ausdruck. Die Worte der Mahnung, fleißig weiterzuarbeiten und das Gelernte weiterzugeben und alle turnerische Arbeit als einen Dienst am Volksganzen anzusehen, klangen aus in einem begeistert aufgenommenen „Sieg-Heil!" auf Führer, Volk und Vaterland. Echneelauftvarte des Turngaus Nordheffen tagen... Im „Bayrischen Hof" versammelten sich am Sonntag die Schneelaufwarte der Turnkreise zu wichtiger Beratung, die von Gauschneelaufwart Deuter (Fulda) geleitet wurde. Eine besondere Bedeutung kam der Tagung durch die Anwesenheit des Schnee- laufwartes der DT., Körner (Berlin) zu. Dieser gab in aufschlußreichen Mitteilungen ein anschauliches Bild vom Stande des Schneelaufs in der BI, um anschließend die Richtlinien für die zukünftige Arbeit klar zu zeichnen. In verstärktem Maße soll die Lehrgangsarbeit der DT. und der Gaue betrieben werden. Aus dem Arbeitsplan des Gaues im kommenden Winter sind hervorzuheben ein acht- bis zehntägiger Lehrgang in der Rhön und kleinere Wochenendlehrgänge in den einzelnen Schneelaufgebieten des Gaues,u. a. auch auf dem Hoherodskopf, ferner ein Gauwintertreffen auf dem Hoherodskopf, für das der 27. Januar 1935 in Aussicht genommen ist (als Verschiebetermin der 3. Februar 1935). Denken Sie an STOFFE, denken Sie an BERNARD > können — r.Wolle, meine Stamm- 1 dass S Qualität, die ich in den t keu,en modernsten Farben " ' führe, ea.94 cm br 3.50 Wollkrepp-Parma eine bes. schöne Kleiderneuheit der Herbstsaison a. best.Wollma- terial,ca.!30cm br 4.50 Woll-Sandkrepp hervorragende Oualit. f. elegante woll. Nachmittagskleider best.ge- eign., ca.130 cm br.5,50 Stichelhaar-Angora hochaparte Neuheit a. hochwert. Wollmaterial in den modisch.Herbst- farb.,ca.130 cm br.,6.90 Wollkrepp-Cotel6 reineWolle,ein apartes modisches Gewebe, in W d. richtigen Herbstfar- I ben.ca.70cm breit,1.65 H Woll-Afghalaine reineWolle.schöne griff. Qual., ca.94cm br.,2.45 W Woll-Veloutine 2 CARLIXiowÄnx JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER GIESSEN SELTERSWEG 81 GletzMl ElMlklne.V. Ordentliche Mitgliederversammlung Montag, 22.0kt.,20 Uhr, Eissporthaus Tagesordnung: 1. Rechnungslegung ; Entlastung des Rechners. 2. Tätigkeitsberichte. 3. Wahl deS Vereinsleiters.4 WahlvonKaffen- prüfern. 5. Verschiedenes. eoszD Der Vereinsleiter: Dr. Wodaege. Dr.H. Buchinger Zahnarzt 6056 d behandelt wieder. Sprechstunden von 9 bis 12 und 2 bis 5 Uhr Donnerstag, den 18. Oktober 1934, nachmittags 2 Llhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Varzahlung: 4 Glasschränke, 1 Wirtschafts- Büfett, 1 Badeofen mit Wanne, 1 Diwan, 2 Chaiselongues,1 Nähmaschine, 1 Wanduhr, 1 Korv- möbelgarnitur; ferner an Ort und Stelle, Bekanntgabe im Versteigerungslokal: 1 Opel-Pers.-Wagen, 3 Klaviere, 1 Teppich, 4Warenschränke,l Re- gistraturf chr., 3Ladentheken,l Re- mslrierkasse, 2 Schreibmaschinen, 3 Schreibtische, 1 Klubsessel, drei Büfetts, 1 Kredenz, 1 Radioanlage, 1 Bohner, 1 Staubsauger, 1 Backofen,1 Eiskonserv.,5Gram- mophone, 2 Sofas, 1 Diwan, ein Tisch, 1 Chaiselongue, 2 Kommoden, 3 Kleiderschränke, 1 Piano, 40Kartoffelkvrbe,7Rvdelschlittew 40 kg Nobel-Kaltleim; ferner ans freier Hand: 1 Schreibmaschine „Adler 7". I ffliiff Gerichtsvollzieher in Gießen > 4IIUU Ludrvigitraße 33 L mmü Flechten, D< Hautausschlog leider, teile ,ch gern kostenlos daö einfache Mittel mit, durch welches schon Unzählige von jahrelangem Leiden oft in 1* Tagen «ohne Diät) vollständig befreit wurden. Max Müller. Görlitz 0.10 «Lrhältl. t d. Äpvth.) UHL adio 16,9 D undflink eparaturen Gießen, Plockstr.12,Tel. 3170 Billige Seefische! Schellfische im Ausschnitt Pfund 50 Pf. SiletsMarke„Mfi"Psd.v.50Pf.an Alle übrigen Sorten billigst bei A. Koch Nachfolger Mäusburg 15 oossv Tel. 3612. SCHLANK DO-MIN Machen auch Sie einen Versuch I DO-MIN Ist kein Abführmittel. sondern zerlegt das Fett auf natürliche Weise. Einfach Im Gebrauch und überzeugend in der Wirkung. Durchschnittliche Gewichtsabnahme monatlich 5-8 Pfund. Originalpackung RM 3.80. Zu haben In Apotheken und Fachdrogerien. Mercedes Mk. 182.- monatllch Mk. 7.90 FranzVofilAto., Gießen Seltersweg 44 476ca la Düngekalk billigst. 16066 D (5. Nübsamen, ftemfor. 3659. lmMck liefert. JohanneöWeller Zimmerei und Sägewerk Leihgestern b. Gießen. eoeoD Schon fürRM.ISO monatt. - bei Abnahme einer Lieferung zu RM. 3.- aller 2 Monate - erwerben Sie das bekannte botanische Pracht- und Standardwerk: Die pstanzenwett derdeutschenHeimat und der angrenzenden Gebiete In Naturaufnahmen dargestellt u. beschrieben von Dr. Kurt Hueck Drei Lände in 90 Lieferungen mit etwa 1000 eigenen Naturaufnahmen auf mehr als 400 bunten und einfarbigen Tafeln. Der Bezug in Lieferongen ermSglicht Ihnen den Besitz dieses Prachtwerkes ohne drückende wirtschaftliche Belastung. »Das Derk bat in der pflanzcnkundlichen Literatur nicht seinesgleichen und man möchte hoffen, daß es dazu beiträgt,Verständnis ünd Liebe für die heimische Pflanzenwelt In immer Eitere Kreise hineinzutragen.* (Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung.) Derlonqen Sie bas bebilderte Werbeblatt ^ls Werk kann durch jede Luchhandlung bezogen werden. Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichterfelde ZurBekäoiM des Froslsiimers jetzt Leimriiite utile» Bewährte Fabrikate von hellem Leim Unterlage-Papier sowie den neuen »Fix-Fertig« erhalten Sie im 5597 A Samens BMalm Bahnbofstrahe * Telefon 3403 M Das Hartvvachs^n^ Verbe-Drucksachen efert Brühl’sche Drucket^}. ts ci-wJkt Sfr wiivzity wn /laus. au . . die Fußböden wurden mit Hochglanz- Loba behandelt. Dann zieht der herbe Duft der deu sehen Tanne durch Zimmer. Deshalb, wählen. Schon, well Böden mühelos “"f1 ras dauerhaften Har kommen, trlttfesb fest und glätteTrei Hochglanz-