184. Jahrgang Eichener Anzeiger 5^? OerVölker-un-srat lädt Deutschland zurTeilnahme L an den Genfer Beratungen über die Gaarfrage ein ?5se wieder nach Genf zu locken ft'*** 5 Hochverräterische Umtriebe der Saarseparatisten »2*2 • Sri» a 3 L a Z 8 3 C L H r <3 I r.e 23 2 5a« S e 3 3 B ft s e n gehoben werden. Infolge der fast 50 Prozent betragenden Ent» gen Wirtschaftsangriff gegen sie und ihre alten Absatzräume vorzutragen. Fast kein Land der Erde blieb davon ausgenommen. Der Zwang liegt in der jährlich fast um eine Million Köpfe sich vermehrenden Bevölkerung und in der Absperrung klimatisch günstiger Länder gegen die Aufnahme des Nachwuchsüberschusses. Die Mittel bestehen in der Verarbeitung der Roh stosse, die im eigenen Lande, oder aus den „in Verryaltung genommenen Festlandsgebieten" oder schließlich im Austausch mit anderen Ländern gewonnen werden. Zu den ersteren gehört vorwiegend Seide, vom Festland kommen Kohle (6 bis 7 Milliarden Tonnen Mindestvorrat), Eisen, Kupfer, Blei, Gold, Silber, Salz, Schwefel usw., sowie bedeutende landwirtschaftliche Rohstoffe, während vornehmlich Wolle, Baumwolle und Erdöl aus Fremdgebieten stammen. Eine sorgsam aufgebaute chemische Industrie sorgt für weitere Beschaffung eigener Rohstoffe, die fehlen, wie z. B. des Stickstoffdüngers, um die Einfuhr nach Möglichkeit zu beschränken. Unter starker Unterstützung des Staates sind die einzelnen Industriezweige entwickelt und vereinheitlicht, eine große Reihe von Außenhandelssachverständigen bereist die Länder zur Aufspürung neuer Handelsmöglichkeiten, unterstützt von großzügigen Werbeeinrichtungen, und Prüfungsausschüsse überwachen die Güte der Ausfuhrwaren aller Art, die zunächst aus billigem Schund bestanden, aber immer mehr zu Qualitätserzeugnis» würde sie lediglich Erwägungen über das entscheidende deutsche Interesse am Saargebiet anstellen. Line Teilnahme an einer solchen neutralen Kommission würde keineswegs die Wiederaufnahme unserer Mitarbeit in Genf bedeuten. Die Deutsche Zeitung bezeichnet die Genfer Einladung als französischen Köder. Deutschland sei weder in der Lage, einen der Saar nachteiligen Ratsbeschluß durch Stimmenthaltung zu sanktionieren, noch auch den in Genf vertretenen Mächten mit einem Nein die Möglichkeit zu geben, sich später hinter dieses Nein zu verstecken und zu sagen: Deutschland habe ja das Zustandekommen eines Saarbeschlusses verhindert, da alle Ratsbeschlüsse einstimmig gefaßt werden müssen. — Die „k r e u z z e i t u n g" weist darauf hin. daß besonders die Saardeutschen das »fair play“ des Völkerbundsregimet und seiner französischen Hintermänner täglich am eigenen Leibe spürten. Wir würden auch von Berlin aus auf das peinlichste beobachten können, ob die in Genf führenden Mächte bei ihrer Entscheidung das »fair play“ gelten lassen und die Verträge respektierten. Der „L o k a l a n z e i g e r" sagt, der Rat habe jetzt die beste Gelegenheit, den Beweis zu erbringen, G l a d b a ch , 15. Ian. (DNB.) Im Anschluß an die Urteilsverkündung im G l a d b a ch e r 93 o l k s v e r - einsprozeß hatte der Polizeipräsident die In» s; § v 3unft 26 der Tagesordnung erst in den letzten Sagen der Tagung stattfinden wird, der deutschen Regierung, wenn sie es wünschen sollte, in jedem Lall noch Zeit bleibt, sich hier vertreten zu lassen. Der Präsident schlägt vor, die Erklärung des Ber- Ueters Frankreichs in das Sitzungsprotokoll auf- mnehmen und dieses durch den Generalsekretär der eutschen Regierung übermitteln zu Dssen. Gleichzeitig schlägt er vor, die Diskussion über iesen Punkt bis zum Ende der Woche zu v e r - a g e n. Baron Aloisi (Italien) schlägt vor, ein Tele - ramm n ach Berlin zu schicken und den Sag der Debatte fe st zusetzen, sobald Me deutsche Antwort im Sekretariat einge- : angen sein wird. Der Präsident ist der Meinung, daß man das Da- mm der Debatte unter Vorbehalt auf das Ende . ieser Woche sestsetzen und unter Umständen ab- : adern kann, sobald die deutsche Antwort eingetrof- aen ist. Die Vorschläge des Präsidenten werden angenommen. Oer Köder verfängt nicht. Berlin, 16. Jan. (DRV. Funkspruch.) Die Reichsregierung hat eine Entscheidung über Ne Einladung des Völkerbundsrats zur Teilnahme cn den Saarverhandlungen noch nicht getrof- i e n. Wie die Morgenblätter jedoch übereinstimmend t erichten. dürfte die deutsche Antwort negativ -usfallen, da feit dem deutschen Austritt aus dem Völkerbund eine grundfähliche Aenderung in dessen paltung nicht eingetreten ist. durch die etwaige eutjche Teilnahme aber ein gefährlicher Vräzedenzfall geschaffen worden wäre. Die Reichsregierung hat keinen Anlaß, dem völ- !«rbund die Verantwortung für die Regelung der Saarfrage abzunehmen. ty f., s: Ausdruck gebracht, wie er die saarlandtsche Justizverwaltung gegen die deutschgesinnte Bevölkerung auszubauen gedenke. Das deutsche Volk an der Saar muß gegen dieses dunkle Treiben der Hintermänner Frankreichs vor aller Welt schärfst en s protestieren. Es ist unglaublich, daß einige wenige Verbrecher das Schicksal eines Volkes von 800 000 Menschen auch nur im geringsten beeinflussen. Sind doch die meisten dieser Dunkelmänner, wie vor allem auch Matz Braun, n i ch t e i n m a l g e b o r e n e S a a r l a n - der undabstimmungsberechtigt. Cs wäre allerhöchste Zeit, daß der Völkerbund das schändliche Treiben solcher Elemente unterbinden wurde. Landesverräterische Umtriebe Rechtanwatt ThormannS enthüllt. L ' - 2 o" S —> -J-* _. ft *< C o (öS Cf c»l" langen. Das allein wäre uns ein überzeugender Beweis. . o Die „Saarbrücker Landeszeitung" schreibt: So bedauerlich es auch an sich vom Standpunkt des Saargebietes aus ist, daß bei den außerordentlich wichtigen Beratungen in Genf die Reichsregierung nicht vertreten sein wird, so sehr sollten andererseits die übrigen Mächte Verständnis aufbringen für die grundsätzliche Haltung Deutschlands. Hätte man dem deutschen Standpunkt in der Abrüstungsfrage mehr Rechnung getragen, als es leider geschehen ist, so wäre die Sachlage heute eine andere. Daß sie nun so verfahren ist, daran sind schließlich in erster Linie die Mächte schuld, die Deutschland in der Abrüstungsfrage zum Austritt aus dem Völkerbund gezwungen haben. Die nationalsozialistische „S a a r f r o n t" tritt für eine Ablehnung der Einladung durch Deutschland ein. 3 A t 5 = rs p 8 «sä' o C g -H G yG ch Z- **•0 H - w schutzhaftnahme des Hauptverteidigers von Professor Dessauer angeordnet,I Infolge der fast 50 Prozent betragenden Ent» da eine Haussuchung stark belastendes Material wertung des Pen, der Verwendung neuester über landesoerräterische Umtriebe Dr. Maschinenarten, bei fehlender Belastung durch so- Thor manns zutage gefördert habe. Man hatte ziale Arbeiterfürsorge, und durch den vollen Ein- Stenogrammdlöcke gefunden, aus denen sich die engen satz der außerordentlich niedrig ent- Beziehungen zu dem Pazifisten Friedrich Wilhelm lohnten Arbeitskräfte werden auch Quali- Fö r ft e r in Paris ergaben. Dr. Thormann hat zu- tätswaren zu erstaunlich billigen Prei- nächst engere Beziehungen zu Förster geleugnet. Als s e n hergestellt. (Ein japanischer Textilarbeiter z. B. man ihm aber die Übersetzungen der Briefe vorhielt, verdient 9 bis 10 Pf. je Stunde.) Männer, Frauen mußte er sie zugeben. Er betonte dabei, seine poli- und Kinder arbeiten bei gänzlicher Bedürsnislosig- tjschen Anschauungen hätten sich genau mit b e r feit 60 Stunden in der Woche, nach Möglichkeit offiziellen Politik der Zentrums- in Doppelschicht, bei zwei Feiertagen im Monat, partei gedeckt, und die damalige offizielle Zen- so daß an Lohnkosten auf die Fertigerzeugnisse nur trumspartei sei auchvon Professor Förster ein Bruchteil der europäischen entfällt. in seiner Zeitschrift „Die Zeit" voll und ganz und Die Erfolge zeigen sich in den ungeheuerte r st ü tz t worden. Einem Kartellbruder in Oester- lichen Unterbietungen auf f a ft allen reich schrieb Dr. Thormann anfangs 1932 u. a.: Er Märkten und in fast allen Waren zu arbeite zur Zeit in einem Komitee, in dem auch aus- einem oft nur einen Bruchteil des deutschen be- geprägte kommuni st ische Intellektuelle tragenden Preise. Das uns benachbarte Holland vertreten sind, mit an der Bekämpfung d e s vergab an Japan einen großen Röhren a u f - drohenden Faschismus. trag anstatt an das rheinisch-westfälische Industrie- _______ gebiet und kauft Glühbirnenzu einem unter den eigenen Herstellungskosten liegenden Preise. Oie japanische Industrie stößt nach Mitteleuropa vor. ÄnroaVÄ Ein- Ausfuhrz-ntral- in Wien? W ab« natüdi^ md)t Wien, 15. Ian. (DNB.) Die japanische Regie- japanische Waren aus zu Preisen, für die sie in rung hat die Absicht, eine japanische Aus- England nicht einmal herzustellen sind, geschweige fuhrzentrale für Mitteleuropa in denn zu verkaufen. Die Japaner haben jetzt in W i e n zu gründen. Das Institut soll von den ersten London eine Ausstellung ihrer W a - japanischen Ausfuhrfirmen finanziert werden und r e n eröffnet, die von Interessenten aller Länder die Unterstützung der amtlichen japanischen Stellen besucht wird. Hier findet man Waren, die als eng- genießen. Die Presse weist darauf hin, daß es sich (ische Produkte das vier- bis fünffache von dein hierbei um ein für den mitteleuropäischen Wirt- kosten würden, was die Japaner dafür fordern. Es schaftsraum höchst bedeutungsvolles Ereignis Han- handelt sich dabei, wie Fachleute berichten, keines» dele. Das japanische Dumping mache sich wegs um billige Artikel, sogenannte Stapelware, bereits in Mitteleuropa fühlbar. Die japanische In- sondern die japanische Industrie verfolgt sichtbar dustrie biete ihre Waren zu Preisen an, mit denen das Bestreben, den Anreiz, den der billige Preis die mitteleuropäische Produktion nicht konkur- an und für sich schon bietet, durch Qualität noch zu rieren könne. Auf dem Balkan und d e r verstärken. Nun die Preise. Für ein Dutzend Her- Tschechoslowakei mache sich die japanische rensocken in mittlerer Qualität werden 2,6 Schil- Konkurrenz bereits deutlich bemerkbar. ling verlangt, daß sind nach deutscher Währung i rund 2 Mark, schlechtere Socken findet man für Saarbrücken, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Saarbrücker Morgenblätter lehnen die Einladung des Völkerbundsrates an Deutschland nachdrücklichst ab. Die Saarbrücker Zeitung schreibt: Man soll in Genf nicht erwarten, daß die Bevölkerung in der Annahme des französischen Vorschlages durch den Rat schon einen Beweis für die Loyalität des Völkerbundes in der Saarfrage sieht. Diesen Optimismus verbieten uns die Erfahrungen gerade der letzten Zeit. Uns ist längst jedes Vertrauen zum Völkerbund zerstört, und wenn es wiederkehren soll, dann muß man uns zunächst beweisen, daß wir Grund dazu haben. Eine unverbindliche Einladung beweist uns nichts. Der einzige unverbindliche Beweis wäre gerade dadurch zu führen, daß man in Genf ohne Teilnahme Deutschlands die Beratungen fo führt, und solche Beschlüsse saht, wie es Objektivität und Loyalität ver- •5r« *o5 «J 05 r. 2'~2.^23 2.&S® 8* 3 ‘ MW sr: ET =■=;?! Genf, 15. Jan. (DNB.) Das Dölkerbunds- ekretariat gibt folgendes Kommunigue begannt: Der Rat hat im Verlauf feiner Geheimsitzung :eute Vormittag beschlossen, der deutschen Re- . i e r u n g .durch Vermittlung des deutschen Kanals in Genf folgenden Auszug aus dem Protokoll feiner heutigen Sitzung zu übermitteln, der sich mit der Besprechung des Punkts 26 feiner Tagesordnung befaßt: Saargebiet, orbereitenbe Maßnahmen, die im Hinblick auf die Solfsabftimmung zu treffen find. Mafsigli (Frankreich) erinnert daran, daß ’i nter Nummer 26 der Tagesordnung die Frage der vorbereitenden Maßnahmen für die Saarabstim- nung enthalten ist. Aus Gründen, für die der Rat : icht verantwortlich ist, bleibt der Sitz desdeut - ichen Delegierten imRat in diesem Augen- Itlick leer. Da Deutschland noch für zwei Jahre Nitglied des Völkerbundsrates ist, sendet das Sekre- □riat regelmäßig die Dokumente, die den Rat be- Iceffen, nach Berlin. Die deutsche Regierung ist also darüber unterrichtet, daß diese Diskussion über die 'Volksabstimmung im Saargebiet vor dem Rat jrattfinöen wird. Die französische Regie- i u n g, in Berücksichtigung der Bedeutung, die sie ben späteren Erwägungen über diese Frage beimißt, hätte lebhaft gewünscht, daß die deutsche Regierung ! hre Aufmerksamkeit ausdrücklich auf die Tatsache i »richtet hätte, daß die Debatte über diesen Punkt während dieser Ratstagung ftattfinben wird. Aus Gründen der Loyalität und des fair play, welche He Mitglieder des Rats ohne Zweifel billigen werden, wünscht die französische Regierung, daß die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf d i e - ^en Punkt der Tagesordnung gelenkt - Diri) und daß, da die Diskussion über diesen § 5 Saarbrücken, 15. Jan. (DNB.) Je näher die Behandlung der Saarfrage im Völkerbundsrat heranrückt, umso emsiger wird bas Treiben ber saarländisch-separatistischen und auto- n o m i st i s ch e n F r e u n d e. Die Gegner des deut- chen Gedankens haben schon drei D e n k s ch r i f - t e n verschiedener Gruppen und Kreise nach Genf gesandt, ohne auch nur den geringsten Bruchteil der Bevölkerung hinter sich zu haben. Der Separatist und Führer der Sozialdemokraten im (Saargebiet Matz Braun hat in den letzten Wochen sowohl in Genf als in Paris und London Vorstöße im Sinne d e s separatistischen Gedankens unternommen. Die Separatisten wollen einmal in Genf erreichen, daß die S a a r a b ft i m= mung, die nach dem Versailler Vertrag spätestens im Januar 1935 erfolgen muß, auf mehrere Jahre verschoben wird. Zum anderen sollen verschiedene Mitglieder der Saarre- g i e r u n g, die den Separatisten nicht aktiv genug gegen die deutsche Saarbevol- f erung vorgehen, entfernt werden. An Deren Stelle soll in ' erster Linie der marxistische Rechts- -■ ~ ~ : aus Saarbrücken treten. Das Echo im Saargebiei. Kein hinlängliche,- Vertrauensbeweis für die Objektivität des Völkerbundes. « s H & H /X "5,P^ 5 3 Wenn die Preise niedrig sind, dann freut sich der Konsument. Die Freude des Herstellers von Waren an niedrigen Preisen ist verständlicherweise be= ♦ deutend geringer, namentlich dann, wenn die Preise sich einem Punkt nähern, wo sie die Kosten nicht (Süittiüficic uttö entschiedene Ablehnung bes Versuchs, Deutschlunb burch bie Hintertür ^^rgreeubeen'be95n ^erbrau^ers ber Waren am nu» ö 1 1 . - brigen Preis in bitteres Leib. Denn auch sein Dasein hängt bavon ab, baß bie Warenpreise einen Verbienst abwerfen. Unmittelbar ober mittelbar ist . „,. , , , jeber einzelner Volksgenosse an erzielten Verbien- daß er zu einer wirklichen neutralen |ten jateressiert unb bavon abhängig. Was es be- Entfcheibung in ber Saarfrage fähig fei, in- tz^tet, durch Preisunterbietungen erschüttert zu bem er zunächst einmal g eg e n. b l e u u m o g - werben, bas bekommen jetzt bie europäischen Jnbu- lichen Zu st änbe einschreite, bie sich m ^rielänber unb Amerika burch bie japanische biesem, ihm burch bas Versailler Diktat anvertrauten Konkurrenz zu spüren. Lanb entwickelt hätten. 953er um bie Jahrhunbertwenbe darauf hinwies. Die „Germania erklärt es liege jetzt an ber ba5 Dolk ber Japaner feit 800 Jahren in Gegenseite, ben Beweis für bie immer roieber für Volksschulen erzogen war, baß bas „Preußen bes sich in Anspruch genommene Neutralität unbOb- ästens" mit zähem Willen unb roeitblirfenber Vor- jektivität zu erbringen. Dle „V o s s i s ch e Z ei- Ausschau ben machtpolitischen Plan verfolge, bie tun g" äußert, es liege nicht m ber oeutschen Ab- Rohstoffe bes benachbarten Festlanbes ber Verficht, bem Völkerbunb feine schwerwiegende Derant- orbeitung burch seine fleißige unb bebürfnislofe wortung burch Rückkehr an ben Natstisch zu er- Bevölkerung zuzuführen, wurde mitleidig belächelt, leichtern. — Die „D A Z. sagt, der Völkerbund sei ^Ille Kulturstaaten gaben ben Sendlingen bes lern» nach ben Bestimmungen bes Versailler Diktats Der begierigen, raumhungrigen unb entsagungsstarken Treuhänber des Saargebietes, und es Hege an roiUig Gelegenheit, alle ihre in Jahrhunder- ihm, dieser Aufgabe gemäß zu verfahren. Eine gewonnenen Erkenntnisse in Wissenschaft und deutsche Mitwirkung sei dabei keineswegs erforber- Technik, in Organisation unb Betrieb, Verkehr und lich. Wenn der Völkerbund eine aus neutra- Absatz, Kriegsausrüstung und Waffengebrauch, kurz len Persönlichkeiten z u f ।a m m e n g e | e Q = au| a[(en Gebieten des Lebens, mühelos zu über- te Abstimmungskommis f i o n ernennt, Dann nehmen, zu stapeln, zu ordnen und auf die eigenen schafft er damit auch die notwendige Voraussetzung Verhältnisse umzuformen. für eine ruhige Vorbereitung der Abstimmung selbst. Nachdem Japan in kühnen Kriegen die Erweite» Wird er dieser selbstverständlichen Verpflichtung rung be5 noch nicht völlig ausgenutzten Sinnen» nicht gerecht, bann wird Deutschland, gestutzt auf ^aurns durch den Sprung auf das Fest - die klaren vertraglichen Verpflichtungen, zur rechten h a n b unb durch die Nutzbarmachung der reichen Zeit feine Stimme erheben. hier befindlichen Rohstoffquellen geglückt war, benutzte es nach sorgsamer Vorbereitung den günstigsten Augenblick des allgemeinen Niederbruchs der alten Industrieländer, um einen gewalti- Ä ? f i 2 S’E ® ■ 3 G 2.0 « A ;=”=W WÄ Ur. 15 Erster Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 16. Januar 1934 W-W (ZUUha»"WttlAtAAr WW WDh iDiCnCiicr zinwiucr WM infolge höherer Gewalt — nützige Anzeigen sowie em» ===S General-Anzeiger iir Gberhessen achten Anzeiger Gießen Vereins- u.Tageskalektder zraniMm'main 1168° Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei«.Lange in Sichen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 im T-xtt-il 12 Rpf. j- mm Auch Öie berliner Presse lehnt die Genfer Uufforberung einmütig ab. Der „D ö l k i s ch e Beobachter" sagt, Deutschland hat keinen Anlaß, tii * üurch einen Präzedenzfall der gegnerischen Propa-, anwalt Dr. Sender — -------- canba das Argument in die Hand zu spielen, daß Sender hat schon in mehreren marxistischen Kund- roir unseren Schritt vom 14. Oktober v 3s. be» acbungcn, bie im Gegensatz zu den deutschen Veran- ü.auern. Er war notwendig un d f o l gen ch - ita(tunqen von der Saarregierung erlaubt sind, zum i i a Genf ist eine Institution des Versailler Diktates - •.....- mnb bittere Erfahrungen haben bewiesen, baß bort iieine Politik getrieben wirb, bie bem ^rieben, der Ehre und der Gleichberechtigung entspricht. Das Genfer Rumpfparlament hat aber jet$t diebesteGelegenheit.zu beweisen, daß die Herren gewillt find, loyal, sauber und anständig eine Sache zur Erledigung zu bringen, von der die ganze Welt weih, daß die Entscheidung hundertprozentig zugunsten Deutsch- tands ausfallen wird. Eine andere Situation würde eintreten, falls vom Völkerbunde der Beschluß gefaßt wird, eine Sachverständige n - A b st i m m u n g s k o m m i ff i o n einzusehen, an der sich ebenfalls französische Sachverständige beteiligen würden. Falls dann die Reichsregierung die Frage einer Beteiligung an einer solchen Abst immun g s k o m m i s s i o n prüfen wird, jo ! ® 8L S " > SL5? einen Schilling das Dutzend oder 70 Pfennigen. Denselben Preis halten weiße Kindersocken Ebenso gibt es Pullover für einen Schilling das Stück, Khakihemden mit Reißverschluß 2,6 Schilling. Eine Kravatte kostet 4'/r Pence. Unterhemden werden mit 7,7 Schilling das Dutzend verkauft. Es handelt sich dabei wohlgemerkt nicht um Engrospreise, sondern es sind dies die Kleinverkausspretse, in denen für den Kleinhändler ein Nutzen von mindestens 35 v. H. enthalten ist. Stark ist auch die japanische Konkurrenz in Porzellanwaren und Haushaltsgeschirr Hier handelt es sich aber um ausgesprochen englische Artikel, also um japanische Imitation englischer Waren Phantastisch sind die japanischen Nachahmungen von handgemalten italienischen Möbel stücken. Ein kleiner Rauchtisch aus Japan kostet nur 6,6 Schilling, das italienische Original etwa das fünf- bis sechsfache. Wie stark die japanische Konkurrenz in elektrischen Glühbirnen tn England heute schon ist, beweisen die Einfuhrziffern. Die Einfuhr nach England betrug im Jahre 1928 rund 5xlt Millionen Lampen. Im Jahre 1932 führte Japan 57 Millionen Lampen in England ein, und in den ersten Monaten des Jahres 1933 bereits 45 Millionen Stück. Der stille, bescheiden auftretende Japaner ist ein allzu gelehriger Schüler der Jndustrievölker der alten Welt gewesen. Heute arbeitet er nach den aller- neuesten Methoden, und sein Ueberseehandel schreitet von Erfolg zu Erfolg, weil er sich nach einer ausgezeichneten Marktbeobachtung orientiert. In wieviel Jahrzehnten wird sich der Ring geschlossen haben, den der Siegeszug der Industrialisierung über die nördliche gemäßigte Zone der Welt vollführt? — Rußland macht die größten Anstrengungen zu seiner Industrialisierung. — Werden es die Japaner sein, die das letzte Bindeglied in China Herstellen? — Und werden bei dieser Aufgabe die Industriestaaten der Alten Welt und das nunmehr bereits überindustrialisierte Nordamerika untätig beiseite stehen müssen? So wird nicht immer genügend beachtet, daß i n Asien erheblich mehr als eine Milliarde Menschen wohnen gegenüber nur knapp einer halben Milliarde in Europa. Allerdings ist Asien wegen der kulturellen Rückständigkeit und Bedürfnislosigkeit seiner Bewohner heute noch bei weitem nicht für so große Mengen von Waren aller Art aufnahmefähig wie Europa. Aber die Bedeutung der asiatischen Märkte wird ständig wachsen, und es werden dort in Zukunft sehr viel mehr industrielle Erzeugnisse als heute abgesetzt werden können Die Japaner haben das feit langem erkannt, und sie versuchen daher in erster Linie diese sehr entwicklungsfähigen Märkte für ihre Industrie zu erobern. In wie erstaunlichem Maße ihnen dies bereits gelungen ist, dafür liefert die wirtschaftliche Entwicklung Niederländisch- Indiens ein sehr beachtenswertes Beispiel. Niederländisch-Jndien zählt etwa 60 Millionen Einwohner, also nicht viel weniger als das heutige Deutsche Reich. Ihre Kaufkraft ist zwar gegenwärtig noch ziemlich gering, und sie ist durch die Weltwirtschaftskrise infolge des Preisoerfalls der wichtigsten kolonialen Erzeugnisse noch erheblich geschwächt worden. Die Gesamteinfuhr Niederländisch- Jndiens betrug im Jahre 1929 rund 1166 Millionen holländischer Gulden, im Jahre 1932 dagegen nur noch 409 Millionen Gulden, und im Jahre 1933 hat sie sich nochmals beträchtlich vermindert. Aber der Anteil Japans an dieser Einfuhr, der im Jahre 1928 erst 9,7 o. H. betrug, war schon im Jahre 1931 aus 17 v. H. gestiegen. Im Jahre 1932 l)at Japan mehr Waren nach Niederländisch- Jndien importiert als Holland, England und Deutschland zusammen. Kein europäisches Land ist dieser Konkurrenz inbezug auf die Billigkeit seiner Exportwaren gewachsen. Dabei ist die Anpassungsfähigkeit der Japaner an die Bedürfnisse und den Geschmack dieser Völker erstaunlich groß, vielleicht gerade deshalb, weil die Japaner selbst noch em junges Kulturvolk sind. In jedem Fall zeigt das unaufhaltsame Vordringen der japanischen Exportindustrien auf dem niederländischindischen Markt, daß sie im Begriff sind, auf allen asiatischen Märkten, auf denen ähnliche Verhältnisse herrschen wie in Niederländisch-Jndien, die europäischen Konkurrenten völlig zurückzudrängen. Was das auch für Deutschland bedeutet, zeigt schon die Tatsache, daß die deutsche Ausfuhr nach Niederländisch-Jndien, die im Jahre 1929 noch einen Wert von 115 Millionen Gulden repräsentierte, im Jahre 1932 auf 26 Millionen Gulden zu- sammengeschrumpft war. Der Anteil Deutschlands an der Gesamteinfuhr dieses Landes ist in derselben Zeit, in der der japanische von 9,7 auf 17 Prozent stieg, von 10 auf 6,6 Prozent gesunken. Die deutschen Export-Organisationen, so z. B der Hansadund und die deutsch-niederländische Handelskammer im Haaa, haben sich daher in letzter Zeit eingehend mit der Fraae beschäftigt, wie der Einfluß Japans aus dem niederländisch-indischen Markte, aber auch auf den übrigen asiatischen Märkten, die wie oben schon erwähnt wurde, mehr als eine Milliarde Menschen umfassen, wieder zurückgedrängt werden kann. Zweifellos werden dabei die Beziehungen zu China und zu den Chinesen eine wichtige Rolle spielen. In ganz Ostasien liegt nämlich b e r Zwischenhandel, d. h. der unmittelbare Verkehr mit den Konsumenten in den Hä-nden der chinesischen Händler. Der europäische wie der japanische Exporteur ist darauf angewiesen, seine Waren bei den chinesischen Händlern abzusetzen. Von diesen hängt es also in hohem Maße ab, welche Waren sie bei den Eingeborenen propagieren und welche Waren sie beim Einkauf bevorzugen zu müssen glauben Die holländische „Handelsvereemging Batavia" hat in einem ihrer letzten Jahresberichte darauf hingewiesen, daß der europäische Jrnporthandel immer mehr den Kontakt mit dem fast überall in Ostasien maßgebenden chinesischen Zwischenhandel verloren habe und daß immer engere Verbindungen zu der japanischen Industrie eingegangen feien. Es wird dort ferner mitgeteilt, daß sich selbst der in e u r o p ä ischen Händen liegende Jrnporthandel Niederländisch-Jndiens gezwungen sieht, vielfach japanische Waren anstatt europäischer einzuführen, und so selbst zum Schrittmacher der japanischen Wirtschaftsexpansion wird. Es dürfte daher nicht leicht sein, die ostasiatischen Märkte für den europä- ifdjen Export zurück zu erobern. Eine gut organisierte Propaganda für europäische und insbe- sondere für deutsche Qualitätswaren wird aber bei einem Teile der Konsumenten in Niederländisch-Jn- dien — der freilich heute erst knapp 10 Prozent der Bevölkerung umfaßt — einen geeigneten Boden finden Noch wichtiger ist jedoch die Wiederauf- nähme engerer Beziehungen zu dem chinesischen Zwischenhandel. Diese zu fordern und in großzügiger Weise für deutsche Waren auf allen ostasiatischen Märkten zu werden, wird eine der wichtigsten Aufgaben der künftigen deutschen Exportpropaganda sein. Das französische Indochina-Zlngzeng ans dem Rückflug Mischen Hon und Pans abgestürzt und verbrannt. Oer Generalgouverneur pasquier und neun weitere Passagiere in den flammen umgekommen. Paris, 15. Jan. (DNB.) Das französische Großflugzeug „Smaragd", das auf dem Rückflug von Jndochina nach Paris am 2Hon- tag kurz nach 18 Uhr in Lyon g c ff artet war. ist kurz nach 21 Uhr in unmittelbarer Rahe von Corbigny im Departement Rlevre in Osifrank- reich in Flammen abgestürzt. An Bord des Flugzeugs waren der Generalgouverneur von Indochina, pasquier, der Direktor der französischen Handelsluftfahrt, Chaumier mit Gattin, der französische Konsul von Damaskus, Larrieneu, vier hohe Beamte der französischen Luftfahrtgesellschaft „Airo France" und eine Ordonnanz. Der letzte in Paris aufgefangene Funkspruch v o n B o r d des Flugzeuges stammt von 19.19 Uhr. Darin heißt es, daß der Apparat in etwa 600 Meter höhe in einen schweren Schnee sturm geraten fei. Um 20.45 Uhr sahen die Bewohner von Corbigny, wie eine Maschine in Flammen gehüllt abstürzte. Sie versuchten den Insassen Hilfe zu bringen. Es war aber unmöglich, an das brennende Flugzeug heranzukommen. Sämtliche Insassen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sodaß eine Erkennung schwer möglich ist. Der „Smaragd" befand sich auf seinem ersten größeren Flug, der ihn von Paris nach Saigon geführt hat. Das Flugzeug war am Montagmorgen in Athen gestartet und hafte mit Zwischenlandungen in Italien und Marseille Lyon erreicht, von dort war es kurz nach 18 Uhr nach Paris aufgeffiegen. Der bei dem Absturz ums Leben gekommene Generalgouverneur von Jndochina wurde 1928 auf diesen Posten ernannt. Seit dem Jahre 1898 war er in Indochina. Er ist besonders gegen die kommunistischen Umtriebe in Indochina mit großer Energie vorgegangen. Das Unglück Hal nach den letzten Meldungen zehn Todesopfer gefordert. Der französische Luft- f a h r rn i n i st e r hat sich in Begleitung des Unfer- staafssekrefärs feines Ministeriums sofort nach Be- kannfwerden des Unglücks im Kraftwagen nach Eor- bigny begeben. Alle für das französische Afrika- geschwader vorgesehenen Empfänge sind abgesagt worden. Sie Urfdcfte der Katastrophe Heber die eigentliche Ursache der Katastrophe von Corbigny hat man bis zur Stunde noch keine genauen Anhaltspunkte. Immerhin ist eine Meldung des „Matin" bemerkenswert, nach der das Flugzeug „Smaragd", als es niedrig flog, gegen eine Hochspannungsleitung gestoßen fein könnte. Denn im Augenblick des Unglücks sei in Cor- bigny plötzlich das Licht erloschen. Ein vom Luftfahrtministerium eingesetzter Untersuchungsausschuß ist bereits nach der Unglücksftäfte unterwegs. Schweres Erdbeben in Indien. Zahlreiche Todesopfer. — Panik in Kalkutta. — Beträchtliche Sachschäden Kalkutta. 15. Januar. (DRV.) In ganz Indien wurde heute ein starkes Erdbeben verspürt. Rachdem es zuerst schien, als ob keine Opfer zu beklagen seien, wird nunmehr gemeldet, daß in der ostlndischen Stadt Jamalpur der Bahnhof infolge der Erdstöße eingestürzt ist. Mehrere Personen, darunter Frauen und Kinder, sind u m s Leben gekommen. Das Erdbeben, das auch in Kalkutta verspürt wurde, hatte seinen Hauptherd anscheinend in der Provinz Bihar nordwestlich von Kalkutta. In Patna am Ganges wurden adjtper- sonen getötet, während die Stadt Gaya in der Provinz Bihar neun Todesopfer zu verzeichnen halte. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Stündlich laufen neue ernste Rachrichten über das große Erdbeben ein, das 211 ontagnad)mittag weite Teile Indiens schwer heimgefucht hat. Der gewaltige Erdstoß dauerte etwa drei Minuten lang. Die Eingeborenen behaupteten, noch keinen so langen Erdstoß erlebt zu haben. Die Zahl der Toten ist noch nicht abzusehen, da die Berichte aus den abgelegenen Landesteilen nur langsam einlaufen. Der angerichtete Sachschaden ist sehr groß. In Kalkutta selbst brach eine große Panik aus, als der erste Erdstoß verspürt wurde. Die Arbeiter und Angestellten flüchteten aus den Fabrik- und Büroräumen auf die Straßen, um sich in Sicherheit Zu bringen. Es kam zu einem wilden Gedränge, bei dem Hunderte von Personen verletzt wurden. Die Leute sammelten sich in den Parks und auf den Plätzen. Starke Polizeikräfte mußten die Ruhe aufrecht erhalten. Die Telegraphen- und Fernsprechleitungen wurden teilweise unterbrochen. Mehrere Bauten, darunter die Türme der katholischen Kirche und das Gebäude des Obergerichts, wurden beschädigt. Ein soeben in dem Obergericht eröffnetes Be- rufungsverfahren über ein Todesurteil gegen den Terroristen M a j u m b a r mußte unterbrochen werden. Erst als das Erdbeben vorüber war, wurde die Sitzung wieder ausgenommen, worauf das Todesurteil bestätigt wurde. Die Gebäude der Jmperial- bank und des Hauptpostamtes bekamen Riffe. Manche Häuser gerieten ins Wanken. Das Erdbeben brach aus wenige Sekunden nachdem der indische Vizekönig in Begleitung seiner Gemahlin auf dem Howah-Bahnhof eingetroffen war. Sie konnten jedoch ihre Reise ungestört sortsetzen. Auch in Bombay wurden leichte Erschütterungen verspürt. Bisher sind jedoch keine Todesfälle oder schwere Schäden aus Bombay gemeldet. Eine der schwersten Folgen war der Einsturz des Bahnhofsgebäudes in einem etwa 480 Kilometer von Jamalpur entfernten Ort. Unter den Getöteten befinden sich Frau und Kinder des englischen Direktors der Eifenbahnwerkstätte, die unter den Trümmern begraben wurden. Auch in Travancur in Südindien wurden zwei Frauen durch herabstürzendes Gestein getötet. Noch keine endgültigen Berlustziffern. Bombay, 16. Jan. (DNB.) Nach den hier eingegangenen Meldungen über das große Erdbeben spricht man von 2 5 Toten und mehr als 200 Verletzten. Man befürchtet jedoch, daß die tatsächliche Zahl der Opfer bei weitem höher sein wird. Von der Katastrophe sind besonders die Städte Benares, Lucknew, Fatehpur, Jamalpur und Patna heimgesucht. In Patna sind 90 Personen ins Krankenhaus eingeliefert. Zahlreiche Tote liegen noch unter den Trümmern. In Gawnpur sind 3 0 0 H ä u - ser einge stürzt. 7000 andere Häuser bekamen Risse. In Kalkutta konnten mehrere Gefangene bei der durch das Erdbeben entstandenen Panik aus dem Gefängnis entkommen. Sie sprangen über das Gitter. Nur einem gelang die Flucht. Goslar toiri) Sitz des Reichsnährstands. Oer „Generalstab des Bauerntums" zieht aufs Land Berlin, 15. Januar. (DNB.) Die Führer des deutschen Bauerntums haben immer wieder darauf hingewiesen, daß der „Generalstab des Bauern- tumes" aufs Land gehöre. Man war nach diesem grundsätzlichen Entschluß, den Reichsnährstand aus der Reichshauptstadt herauszunehmen, sich auch darüber im klaren, daß nur eine kleinere Stadt im Herzen des alten Reiches der sächsischen Kaiser in Frage kommen könne. Die Wahl ist auf Goslar gefallen, der Stadt, von der einst mit die stärksten Antriebe zur Kolonisation und Besiedlung des deutschen Ostens ausgegangen sind. Die nationalsozialistische Bauernpolitik hat fid) ja ebenfalls als eines ihrer wichtigsten Ziele die Stärkung und Befestigung des deutschen Bauerntumes im Osten des Reiches gesetzt. Der neue Standort der bäuerliche Selbstverwaltung beherbergt eindrucksvollste Denkmäler der alten deutschen Geschichte. In Goslar steht die Kaiserpfalz, der größte erhaltene Profanbau romanischer Zeit. Der Stadtkern ist noch fast unversehrt in der Form des 16. Jahrhunderts erhalten, die verschiedenen Kirchen stammen fast alle aus der Zeit der romanischen Kunstepoche. Die sächsischen und fränkischen Kaiser, vor allem Heinrich III. und Heinrich IV., hoben häufig in Goslar residiert. Wiederholt sind in Goslar von ihnen die großen Reichsversammlungen abgehalten worden Wann die Ueberfieblung des Reichsstandes nach Goslar vorgenommen wird, steht noch nicht fest. Für den sehr umfangreichen Organismus stehen keinerlei geeignete Räume in Goslar zur Verfügung, so daß neue Gebäude errichtet werden müssen, ein Umstand, der auch für die Arbeitsbeschaffung nicht unwesentlich ist. Oie Deutsche Landwirtschastögesettschast in den Reichsnährstand einqegliedert. Berlin, 15. Jan. (DNB.) Im Zuge der vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft verordneten Eingliederung von Verbänden in den Reichsnährstand wird auch die Deutsche Landwirt- schaftsgesellschaft (DLG.) in den Reichsnährstand eingegliedert. Um keine Verzögerung in den Arbeiten oer Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft eintreten zu lassen, hat der Reichsbauernführer den Reichskommissar Kreisbauernsührer Freiherrn von Kanne, mit der Durchführung der Eingliederung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft beauftragt. Die Vorbereitungen für die in diesem Jahr i n Erfurt stattfindende Wanderausstellung der DLG. erleiden durch die Neuorganisation keine Unterbrechung. öle Kahne 0er Bauern ist das Hakenkreuzbanner. Berlin, 15. Jan. (DNB.) Reichsbauernführer N. Walter Darrö hat folgende Anordnung an sämtliche Gliederungen des Reichsnährstandes er* lassen: Nachdem nunmehr die Einigung des deutschen Landvolkes im Reichsnährstand Tatsache geworden ist, ordne ich als Ausdruck dieser Tatsache und zum Zeichen unserer Verbundenheit mit der Bewegung Adolf Hitlers als desjenigen Mannes, dem das Landvolk seine endliche Einigung und wirtschaftliche Freiheit verdankt, an: Soweit in den Untergliederungen des Reichsnährstandes Fahnen oder fahnenähnliche Symbole gewünscht werden, dürfen diese nur die Fahne der deutschen Freiheitsbewegung, das Hakenkreuzbanner der NSDAP., fein. Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Reichsnährstand erhalten diese Fahnen die Fahnen- spitzedesReichsnährstandes. Damit wird das öffentliche Zeigen von anderen Fahnen oder Symbolen von feiten der Untergliederungen des Reichsnährstandes mit Wirkung vom 14. Januar 1934 hiermit verboten. Die alten Fahnen und Symbole der jetzt aufgelösten oder emgeglieberten Verbände, ebenso wie die Kampffeldzeichen der Bauerner- Hebung bis zum Jahre 1933 werden vom Lan- desbauernführer in eine hierfür zu bestimmende und einzurichtende Ehrenhalle überführt. Sechs Bauern wegen Ehrlosigkeit die Dauerntätigkeit aberkannt. Berlin, 15. Jan. (DNB.) Der Landesbauern- fuhrer von Rheden (Hannover) hat in einem Vortrag davon Mitteilung gemacht, daß sechs Bauern der Provinz Hannover wegen Ehrlosigkeit die Bauerntätigkeit aberkannt worden ist. Ihnen! wurde bas Verfügungsrecht über ihren H o f entzogen unb zum Teil der Frau für ihre Kinder übertragen. Die Einkommensteuerveranlagung für 1933. Berlin, 15. Jan. (DdZ.) Der Reichsfinanz, minifter weist im Anschluß an das Gesetz über die Einkornrnennsteuer für 1933 darauf hin, daß d i e Veranlagung im wesentlichen bis zum 30. Sep. tember 1934 beendet sein muß. Die Vordrucke zur Abgabe der Steuererklärung sollen dem Steuerpflichtigen sofort, spätestens bis zum 2 0. Ia- nuar 1934 zugesandt werden Die Steuer» pflichtigen sollen in geeigneter Form darauf hin- gewiesen werden, daß die Steuererklärungsfrist a m 15. Februar 1934 abläuft, und daß eine Verlängerung nur in ganz besonderen Ausnahmefällen in Frage kommt. Soweit früher bereits unter Vorbehalt des Widerrufes Fristverlängerung gewährt worden ist, muß geprüft werden, ob die Verhältnisse eine Verkürzung der Frist gestatten. Die Steuerpflichtigen, deren Steuerabschnitt vor dem 1. Oktober 1933 geendet hat, sind bereits im Kalenderjahr 1933 zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert worden. Die Veranlagung dieser Steuerpflichtigen soll nach Möglichkeit beschleunigt werden. Gegenüber Vorstellungen von Buchstellen landwirtschaftlicher Verbände, daß Landwirten durch die Abgabe einer Steuererklärung noch im Jahre 1933 steuerliche Nachteile erwachsen könnten, betont der Reichsfinanzminister, daß diese Befürchtung u n ■ begründet sei. Für die Frage, welcher Steuerabschnitt bei landwirtschaftlichen Einkünften maßgebend ist, gelten die Bestimmungen des Rund- erlöstes vom 3. März 1933. Nachteile, die sich daraus für nichtbuchführende Gewerbetreibende, die zugleich einen landwirtschaftlichen Betrieb besitzen, ergeben, können erst bei der allgemeinen Steuerreform beseitigt werden.* Der Reichsfinanzminister hat bestimmt, daß die ursprünglich nach dem Stande vom 1. Januar 1934 geplante neue Einheitsbewertung der Betriebsvermögen hinausgeschoben wird. Die Verordnung besagt, daß die nächste Hauptfeststellung der Einheitswerte für das Betriebsvermögen nicht nach dem Stande vom Beginn des 1. Januar 1934, sondern nach dem Stande vom Beginn des 1. Januar 1935 stattfindet. Verlängerung der Schutzmaßnahmen für Hauswirte. Berlin, 15. Jan. (VdZ.) Infolge des durch die Notverordnung vom Dezember 1931 den Mietern gegebenen außerordentlichen Kün - digungs rechtes waren viele Hausbesitzer in Schwierigkeiten geraten, da sie infolge zahlreicher Kündigungen behindert wurden, fällig werdende Verbindlichkeiten, namentlich aus Hypotheken, zu erfüllen. Es wurde deshalb gleichzeitig eine Regelung getroffen, wonach die besonderen Rechtsfolgen, die wegen Nichtzahlung oder nicht rechtzeitiger Zahlung für den Hausbesitzer eintreten würden, als nicht ein getreten gelten, wenn der Vermieter oder Verpächter ohne sein Verschulden an der Zahlung infolge Kündigung behindert wird. Diese Regelung, die am 15. Januar 1934 abgelaufen wäre, ist durch ein von der Reichsregierung beschlossenes Gesetz um ein halbes Jahr bis zum 15.Juli 19 3 4 verlängert worden. Nie nächsten Aufgaben der NGVO. Weimar, 14. Jan. (VDZ.) Auf der Weimarer Tagung der NSBO. wurden durch Staatsrat Pg. Schuhmann als die Aufgaben der NSBO. für 1934 folgende vier Gesichtspunkte festgestellt: 1. Erfassung jedes Betriebes für die NSBO. und damit auch für die NSDAP, als Trägerin des neuen Staates; 2. straffe Zusammenfassung der Mitglieder, 3. Schulung und Führerauslese; 4. die NSBO. ist tragender Pfeiler der Deutschen Arbeitsfront. Die im Lande vereinzelt aufgetauchten Gerüchte, als ob die NSBO. verschwinden werde, da sie nach Bildung der Deutschen Arbeitsfront überflüssig geworden fei, sind absolut unsinnig und durchaus falsch. Als nächste Veranstaltung ist die für den 25. Januar vorgesehene Tagung der Verbandsjugend. I eiter zu erwähnen, die im Beisein des Führers der Deutschen Arbeitsfront Dr. L e y und des Ju- gendführers Baldur von Schirach im ehemaligen Preußischen Landtag stattfindet. Oer Führer in Lippe. ® * r I * n ' 15 3an. (DNB.) Bei seinem Besuch in Lippe hat der Führer Gelegenheit genommen, Öen Arbeitsdienst zu besichtigen. Arn Sonn- tagoormittag wurde durch den Staatssekretär Hier! das Stammlager B o e f i n g f e l ö eröffnet und dabei die Gedenktafel eingeweiht, in der feftgehalten wird, daß an der Stelle, an der heute öas Lager steht, der Führer vor einem Jahr d e u Wahlkampf in Lippe eröffnet hat. Nachmittags beim Eintreffen in Lemgo besichtigte der Führer die Abteilung des Lagers Boesingfeld, nach, dem er vorher mit dem Staatssekretär Hierl einige Fragen des Arbeitsdienstes besprochen hatte. Bevor am Sonntag die große Kundgebung in Lemgo stattfand, weilte der Führer kurze Zeit in dem kleinen lippischen Ort Schwanenberg. Unter dem Jubel der zusammengeströmten Volks- massen schritt der Führer die Reihe der begeisterten Menge ab. In Lemgo fiel dem Bürgermeister Gräfe die Ehre zu, im Namen der Städte Lemgo, Det- mold und Bad Salzuflen die Ehrenbürqer- Briefe dem Führer au überreichen. Die Stadt Horn verlieh dem Führer die Ehrenmitgliedschaft der Schlachtschwertierer, die bisher nur dem Reichspräsidenten von Hindenburg übereignet worden ist. Enthüllung einer Gedenktafel am Geburtshause Hermann GönngS. Arn Geburtshaus des preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring in der nach ihm benannten Göring-Straße in Rosenheim (Oberbayern) wehten am Sonntag die Fahnen des neuen Reiches. Alle Rosenheimer SA.-Einheiten bezogen mit der Blutfahne des SA.-Sturmes II/4 aus dem Jahre 1923 den Platz vor dem Haufe. Hunderte von Ro- senheimern wohnten dem schlichten aber eindrucks- vollen Akt bei. Kreisleiter Kern richtete an die Versammelten eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß in diesem Hause einer der treuesten Mitkämpfer des Führers geboren wurde. An die- ser Stätte gelobe er im Namen seiner Kameraden, tuet, ™- ba6 J jumaos,1' , 6te* 1 lQn9erung q, r°bdiL Z/'st geftot. Jteuerobfd)niii eenbet hg, Sur Abgob- worden. Dir °v nach M ? ^Nellun. fcr ^rbändr, «iw ldd steuerlich L- betont her urchtung uy. 'Ker Steuer, •fünften matz, n des Rund, - die sich bar, Reibende, bk iettieb besitzen, «men Steuer- imint, daß dir V Januar IW 'rtung bei ^geschoben ß die nächst! für bas Br- mbe vom Be. ch dem Standr r 1935 statt- wßnahmei e des durch Ml 1 den Mik- lichen Kiin- Hausbesitzer ir olge zahlreich« fällig wer- namentlich auf deshalb gleich nach die be(oit chtzahlung odn Hausbesitzer ein- treten geb ’.rpädjter ohni ablung infolgt - Regelung, du !, \\\ tiutä) s ies Gesetz: 934 oerliv er WM [ der Sßeimarfl । Staatsrat her 51630. ft stgestellt: . iebes für « je NSDAP- ob ing der Mit- us lese: T der Deutscher rchten Gerüchte rbe, da sie R - überflüssig ^ > durchaus ftlft für den 2o.3 - bandsjugen^ ein des Führe eyunddes^ jroch W indet. ’ippt i feinem heit genommen, W 6onn' 19 Staatsfekr^ iH^jV/^bef Z-"S -Sr 'Ab chen Houk- . in W“ ti. s*?s s%;t b-enL SU» hrenmug nUflre|be"rh'" 0, »S 5 ''"(OhÄ d"L E w ' her 5L hie* Heue WähmngsboWast Roosevelts Eine Goldreserve des Staates.-Oer Weg zu einem neuen Dollar. inute Schweigen an Großen, dessen Geburtstag ,t verwarf die von dem Ber- Das R< Regierung soll ferner die Berechtigung erhalten, Goldmünzen zu Barren umzuschmelzen. Eine Rückkehr zur Goldausgabe ist nach dem neuen Gesetz nicht beabsichtigt. Rur falls die Vereinigten Staaten eine passive Handelsbilanz haben sollten, wird die sog. Handelsspanne durch Verschiffung von Goldbarren ausgeglichen werden. Das Eintreten dieser Notwendigkeit hält man jedoch für wenig wahrscheinlich. Roosevelt ersucht den Kongreß ferner um die Vollmacht, den Goldgehalt des Dollars zwischen 60 und 50 v. H., anstatt wie bisher zwischen 100 und 50 v. H. herabsetzen zu können. Diese Maßnahme soll der Bevölkerung zeigen, daß die Devalvation des früheren Golddollars nicht über 60 v. H. und nicht unter 50 v. H. betragen soll. Es soll ferner hierdurch erreicht werden, daß sich die Preise im Inland stabilisieren und daß der Gehaltsempfänger ein genaues Bild seiner Finanzlage bekommt. Der Dollarwert kann also künftig im Inlande nur innerhalb einer Spanne von 10 v. H. schwanken, bis Roosevelt die endgültige Devalvation vollzogen hat. Wann und zu welchem Kurs er dies tun wird, ist nach wie vor unbekannt. Aus dem durch die Einziehung des Goldes aus dem Besitz der Bundesbanken zu erwartenden Gewinn, den Roosevelt je nach der Höhe des genau so die Pflicht für das Vaterland zu erfüllen, wie es Hermann Göring getan habe. Nach diesen Worten fiel die Hülle von der Marmortafel, die folgende Inschrift trägt: „Hier wurde am 12. Januar 1893 Reichsminister Hauptmann a. D. Hermann Göring geboren, der erfolgreiche Kampfflie- oer im Weltkrieg und einer der ersten Kampfer Adolf Hitlers, des siegreichen Führers der deutschen Freiheitsbewegung." — Mit dem von der SA.- Etandartenkapelle gespielten Horst-Wessel-Lied fand ider feierliche Akt sein Ende. Am 24. Januar Weihe der neuen Mahnen der Hitlerjugend. seinen Werken die ganze barocke Lebensfülle und zugleich den südlichen Charme eines Menschenschlages, dem die Besonderheit der österreichischen Landschaft und Kultur ein charakteristisches Gepräge verliehen haben. In den letzten Jahren lebte dieser seltsame Mann mit dem berühmt gewordenen wallenden Bart in Schwabing, dem klassischen Viertel der unsterblichen Münchener Boheme. Er gehörte zu den fruchtbarsten Schriftstellern, die aus dem reichen Kulturboden Oesterreichs hervorgegangen waren. Er machte sämtliche literarischen „Moden" mit, aber nur, um sie bald wieder abzustreifen, wenn er ihren Ideengehalt erschöpft hatte. Er hat eine fast unzählbare Menge kritischer Essays, Romane, Novellen, Dramen geschrieben. Auf der Bühne hatten seine Lustspiele „Das Konzerts, „Die Kinder", „Krampus", „Der Star" viel Glück. Hermann Bahr wurde am 19. Juli 1863 in Linz an der Donau geboren, studierte zunächst Jura, ging dann auf Reisen und widmete sich, zurückgekehrt, ganz der Literatur. Er machte viele Wandlungen durch und hat so ziemlich alle „Strömungen" einer Zeit mit Begeisterung verfochten und wieder verworfen. Seine Lebenslust, sein Temperament und seine Arbeitskraft waren außerordentlich. Von seinen späteren Büchern seien hier noch die verschiedenen „Tagebücher", „Selbstbildnis", „Der inwendige ©arten'7 und der Roman „Oester- reich in Ewigkeit" genannt. Erstaufführungen in Anwesenheit des Kanzlers. — Propagandistische Auswertung abgelehnt. Anläßlich der Anwesenheit des Reichskanzlers bei Erstaufführungen in Theatern und Filmtheatern ist in der Oeffentlichkeit verschiedentlich der Eindruck erweckt worden, daß allein aus der Tatsache des Besuches solcher Veranstaltungen Rückschlüsse auf den Wert der zur Vorführung gelangen- den Stücke gezogen werden mühten, was dann vielfach auch propagandistisch dementsprechend ausgewertet worden ist. Von zuständiger Stelle wird darauf hingewiesen, daß derartige Folgerungen völ- liner Arzt Dr. Genter gegen das Urteil des Lübecker Landgerichts vom 19. Juni 1933 eingelegte Revision. Damit ist der Angeklagte wegen fahrlässiger Körperverletzung in drei Fällen rechtskräftig zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Dr. Genter wurde am 31. Mai 1930 auf Veranlassung des Elternausschusses der C a l m e t t e- Geschädigten und mit Genehmigung des lübeckischen Senats nach Lübeck gerufen. Ihm wurden 34 Säuglinge übergeben, die bereits versehentlich mit virulenten Tuberkelbazillen geimpft waren. Das Gericht sah auf Grund der Sachverständigengutachten als erwiesen an, daß durch die Behandlung des Angeklagten bei drei dieser Kinder Abszeßbildungen durch infizierte Jnjektionsübertragungen des von Am 24. Januar, dem Todestag des Hitlerjungen Herbert N o r k u s, veranstaltet die Reichsjugend- ßührung eine große Weihe v o n 340 B a n n - ßahnen, die an diesem Tage sämtlichen Bannen Bier Hitlerjugend verliehen werden. Die Feier besinnt am 24. Januar, 19 Uhr, in der Pots da m e r «Garnisonkirche mit einem Drgeljpiel über das Lied „Unsere Fahne flattert uns voran". Dann hält der Reichsjugendführer die Wecherede. Nach der Fahnenweihe eine Minute Schweigen an lder Gruft Friedrichs des Großen, dessen Geburtstag mif den gleichen Tag fällt. Ein Orgelspiel leitet zum Deutschlandlied über, worauf der Ausmarsch der Fahnen erfolgt. Im Lustgarten findet dann em Vorbeimarsch der 340 geweihten Fahnen am Neichsjugendführer statt. Dann werden die Fahnen mach Schloß Sanssouci gebracht, wo sie für idie Nacht aufbewahrt werden. Am 25. Januar ist morgens gemeinsames Essen, dann folgt der Marsch »er Fahnenabteilung zum Langen Stall. Don hort werden sie in die Standorte gebracht. Hitlerjugend und englische Pfadfinder. London, 16.Jan. (DNB. Funkspruch.) Ober- «ebietsführer Karl Nabersberg, Leiter der Ab- Reilung „Ausland" in der Reichsjugendführung, der -ich zur privaten Fühlungnahme mit den englischen Jugendorganisationen hier aufhält, hat mit dem internationalen Kommissar der Pfadfinderbe- roegung, Martin, und dem Oberkommissar der Bewegung, Lord H a m p t o n , Unterredungen über die Förderung der Beziehungen zwischen den Jugendorganisationen Deutschlands und Großbritanniens geführt. Die Erörterungen waren auf beiden Seiten von dem Wunsche beseelt, ein gedeihliches Verhältnis anzubahnen. Zu diesem Zwecke sind Besuche von Vertretern der Pfadfinderbewegung in Deutschland sowie die Beteiligung von Vertretern der Hitlerjugend an I Führerlagern in Großbritannien in Aussicht genommen. Der Besuch Nabersbergs in London dient außerdem der Berichtigung irrtümlicher Auffassungen über die Ausbildungsziele der Hitlerjugend. Herriot wird ausgepfiffen. Paris, 15. Jan. (DNB.) Edouard Herriot, der wegen seiner Politik erst kürzlich in Marseille nusgepfiffen worden war, mußte sich nun in Cam- br a i vor der wütenden Volksmenge durch mehrere Polizeibeamte schützen lassen. Herriot wollte persön- ! ich die Kandidatur eines Parteifreundes für einen reigewordenen Kammersitz unterstützen. Als er auf bem Marktplatz von Cambrai anlangte, ertönten aus der Menge gellende Pfiffe und Rufe .Nieder, mit Herriot und Stavisky! Die Menge soll eine drohende Haltung angenommen und den Kraftwagen des früheren Ministerprä- iibenten f a ft umgeworfen haben. Herriot konnte nur unter dem Schutze der Gendarmerie durch einen kleinen Nebeneingang das Gebäude erreichen. Devalvationskurses auf zwischen, 3,4 und 4,2 Milliarden Dollar beziffert, soll ein Ausgleichsfonds von 2 Milliarden Dollar gebildet werden. Dieser Fonds soll zur Stabilisierung des Dollars auf den Weltmärkten sowie zur Stützung der Regie- rungsobliqationen dienen, falls diese von Spekulanten auf den Markt geworfen werden. Der Präsident betonte, daß er eine „gesunde Währung" mit so gut wie beständiger Kaufkraft anstrebe und keine Inflation beabsichtige. Er brauche den Spielraum zwischen 60 und 50 v. H., um von Zeit zu Zeit die Währung entsprechend den Preisverhältnissen regulieren zu können. Die Botschaft Roosevelts wird als grundlegender Bruch mit der bisherigen Tradition betrachtet, da der Staatfortan allein das Geldwesen kontrolliert und sogar die Geschäfte per Notenbanken, soweit sie sich auf den Handel mit Devisen beziehen, zum größten Teil übernimmt. Man begrüßt den Vorfchlag Roosevelts als Schritt zur Stabilisierung des Dollars und damit zur Beseitigung der gegenwärtigen starken Unsicherheit über den Wert des Dollars. Befriedigung herrscht ferner darüber, daß Roosevelt dem Gold die alte Hauptaufgabe des Ausgleichs der Spitzen im internationalen Handelsverkehr zurückgeben will, und daß er eine den gegenwärtigen Bedürfnissen angepaßte Gvldpvlitik verfolgt, die im größten Umfang den derzeitigen Stand der Dinge legalisiert. Nach dem geplanten Gesetz werde ein neuer Dollar geschaffen, der gegen früher um 4 0 v. H. entwertet sei, und den der Präsident seinerseits, wenn man bem neuen Stand als „hundert" bezeichnet, um weitere 16% v. H. entwerten kann. lig abwegig sind. Der Reichskanzler befuebt Theater- und Filmvorführungen lediglich in der Absicht, die dort vorgeführten Stücke kennen zu lernen, und will durch diesen Besuch keineswegs eine Anerkennung des Dorgeführten zum Ausdruck bringen. „Abend der Frankfurter Presse". Der am Samstag, den 20. Januar, 20 Uhr, in sämtlichen Räumen des Frankfurter Zoo veranstaltete „Abend der Frankfurter Presse" soll nicht nur eine Fortführung der früheren Pressefeste, sondern vor allem auch Ausdruck des neuen Wollens der Presse sein, mit dem der nunmehr staatlich anerkannte Stand der Presse erfüllt ist. Darüber hin-^ aus wird das Fest weiten Schichten der Bevölkerung Gelegenheit bieten, mit den Führern der Partei, den Spitzen der Behörden und mit der gesamten Presse einige Stunden gefellig zusammen zu sein. Auch sollen die sozialen Einrichtungen des Reichsverbandes der Deutschen Presse unterstützt werden. Träger der Veranstaltung ist neben dem Verein Frankfurter Presse e. V. der neugeschaffene, unter Führung des Gaupresseamtsleiters Pg. W o w e r i e s stehende Landesverband Rhein-Main im Reichsverband der deutschen Presse. Aus dem reichhaltigen Programm, das auch den Tanz zu feinem Recht kommen läßt, fei das eigentliche Konzert unserer Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Dbermufihneifter Krauße erwähnt, ferner die erste öffentliche Vorführung Jörg Magers elektro-akustifcher Orgel. Ansprachen werden der Vorsitzende des Reichsverbandes, Hauptmann a. D. Weiß und der Führer des Landesverbandes Pg. Woweries halten. Tenor Franz Völker bei Adolf Hiller als Gast. Franz V ö l k e r, der aus Neu-Isenburg stammende bekannte Frankfurter Tenor, der zur Zeit in der Berliner Staatsoper gastiert, war dieser Tage vom Führer Adolf Hitler zum einfachen Mittagessen geloben. Tags darauf war Franz Völker ©ast bei Ministerpräsident © ö r i n g zu dessen 41. Geburtstag. päischen Sendern noch bestehenden Unstimmigkeiten, soweit sie nicht bereits berichtigt worden sind, beseitigen. Der VDA. im Dienste des Winterhilfswerkes. Der Volksbund für bas Deutschtum im Auslände hat feine gesamte Organisation in den Dienst des Winterhilfswerkes gestellt um zu bekunden, daß der Kampf gegen Hunger und Kalte der Kampf des gesamten Hundert-Millionen-Volkes der Deutschen ist. Der erste Sammeltag findet am 26. Januar statt. Der zweite Sammeltag am 23. Februar. Gesammelt wird von Schülern und Schülerinnen. Die Unterrichtsministerien haben die Schulleiter angewiesen, ben Sammlern an diesen Tagen freizugeben. Die Sammlungen stehen im Zeichen der Kornblume, des historischen Symbols des volksdeutschen Kampfes im alten Oesterreich. Das ganze deutsche Volk soll an diesen Tagen die Kornblume tragen und sich durch sie bekennen zur Schicksalsgemeinschaft des deutschen Hundert-Millionen-Volkes. Eine arme Witwe opfert für bas Winterhilfswerk. Wenn das W i n t e r h i l f s w e r k immer wieder zu neuen Opfern mahnt, dann fagt wohl mancher, er habe fchon genug getan. Und dennoch stehen uns noch viele lange Winterwochen bevor, in denen viele Millionen von Bedürftigen versorgt werden müssen. Diejenigen, die glauben, schon genug getan zu haben, mögen sich ein Beispiel nehmen an einer armen Witwe, über die ein Blockwart des Winterhilfswerkes berichtet. Er hatte versehentlich bei den ersten Sammlungen auch bei ihr gelautet. Sie klagte ihm ihr Leid, da sie selber schon von anderen Leuten unterstützt wurde und nur eine geringe Rente bezog. Dennoch ließ sie den Helfer nicht weitergehen, ohne ihm als Opfer ein Geldstück und einige Kleidungsstücke zu geben. Außerdem hat sie sich daraufhin bei Krankenhäusern als Blutspenderin gemeldet, um auf diese Weise Geld zu verdienen. Diese Einnahmen gibt sie dem Winterhilfswerk, da sie sonst kein Bargeld besitzt. Das ist wahrer Opfergeist! Branb des Leipziger Sendeturms. Am Sonntagabend geriet der obere Teil eines der beiden etwa 125 Meter hohen Sendetürme des Leipziger Senders in Brand. Das Feuer trat in etwa 100 Meter Hohe auf. Durch den starken Wind wurde die Ausbreitung der Flammen zunächst außerordentlich begünstigt. Den Feuerwehren gelang es jedoch im Verein mit bem technischen Personal des Großsenders, der Flammen, namentlich mit Hilfe von Trockenlöschern, Herr zu werden. Gegen 23 Uhr war der Brand gelöscht. Auch der Sendebetrieb konnte wieder ausgenommen werden. Der Brand ist durch Entzündung einer statischen Entladetrommel entstanden. Die bisherigen Feststellungen über den Brand am Leipziger Sende- fehlbares Vortragsstück gerne gehört. Außer den erwähnten Opern hat Schillings den symphonischen Prolog „Oedipus" und die Musik zu Goethes „Faust" (1. Teil) veröffentlicht. Die äußere Laufbahn des Komponisten Schillings begann nach den Bayreuther L-hrjahren mit einem Ruf nach Stuttgart, wo er von 1908 bis 1918 als Generalmusikdirektor die Württemberg^ Hopper betreute. Don 1919 bis 1928 wirkte Schillings als Intendant an der Berliner Staatsoper-, feme Tätigkeit endete dort nach einem heftigen Konflikt mit dem damaligen preußischen Kultusminister Dr. Becker. 1930 wurde Schillings zum Vorsitzenden der Genossenschaft deutscher Tonsetzer gewählt, nachdem ihm schon 1928 die künstlerische Ceitung des von dieser Genossenschaft eingerichteten Filmmusik- Studios übertragen worden war. Eine besondere Ehrung wurde ihm zuteil, als er 1932 mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Akademie der K ü n st e gewählt wurde, nachdem Max L te b er - mann seine Wiederwahl abgelehnt hatte. Im Zusammenhänge mit dem großen politischen Beamtenwechsel im März 1933 wurde Schillings die Intendanz der Städtischen Oper in Berlin Übertragern 1932 erhielt er ben vom preußischen Staat 192/ gegründeten Beethovenpreis. Schillings war übrigens mit der bekannten Sängerin Barbara K e m p verheiratet, die als erste Vertreterin der Titelrolle „Mona Lisa" einen ganz ungewöhnlichen Erfolg hatte und noch immer als die glänzendste Vertreterin dieser Partie angesehen werden darf. Kunst und Wissenschaft. Hermann Bahr t In München ist der bekannte österreichische Schriststeller Hermann Bahr nach tanger schwerer Krankheit im Atter van 70 Jahren gestorben Hermann Bahr, der sich schon durch die Eigen- art feiner äußeren Erscheinung sedem, der ihm begegnete, unauslöschlich einpragte, verkörpert m Max von Schillings. Zum Darmstädter Opern-Gastspiel „Mona Lisa". Das erste Opern-Gaftspiel des Hessischen Landes- »Heaters in Darmstadt bringt mit der zweiaktigen Oper „Mona Lisa" von Max von Schillings, Buch von Beatrice Dovsky, das Werk eines modernen Komponisten und mit der Aufführung zugleich eine Gedenkfeier für den erst vor kurzer Zeit verstorbenen Komponisten. Schillings war am 19 April 1868 in Düren im Rheinland geboren. Sein öfterer Bruder Karl Georg ist der bekannte Zoolog- und Asrikasorscher dessen Buch ..MitBlitz- Ackt und Büchse" seinen Ruhm begründete. Ma; von Schillings studierte ursprünglich Jura doch □nben ausgeprägte musikalische Neigung unb -ße- gabung schon seiner Münchener UnwersiLszeit bald jL eiaentlichen Charakter; entscheidend war dann idie Begegnung des jungen Schillings Mit Richard Maaners Musik und das Erlebnis von Bayreuth. SchÜlings hat sich 'p°t°r, längst anerlannt und mit manchen Ehren ausgezeichnet, oft daran erinnert unb bavon erzählt, welchen ungemein tiefen Eindruck der „Parsifal" - beffen Erstaustuhrung er miterlebte — feiner Zeit Jüf ihn gemacht hat. Vach' "unb Wagner gaben bem ®ea iunb benii ®ir- len bes jungen Schillings bie entfche dende Richtung. Auch seine ersten eigenen musikalischen Werke be zeugen bas: das Musikdrama „Jngwelde fern (Erft- ring0von 1894, bann der bekannter gemorbene fpgter noch öfter aufgeführte „Pfeifertag 1899 unb iber , Moloch", nach einem bekannten Hebbelschen Motiv, aus bim Jahre 1906. 1915 kam der große unb bleibenbe Erfolg ber „M o na Lisa Von kleinen zahlreichen anberen kompositorischen Ardei te« - es gibt ba Orchester- unb Chorwerke, Lieber, Konzerte unb Kammermusiken - hatte das Melo- öram „Das Hexenlied" zu dem berühmten Gebicht von Wildenbruch einen außerordentlichen Erfolg mnb wirb noch immer als ein in feiner Wirkung um türm haben folgendes ergeben: An bem Blitzableiterfeil, bas an einem der vier Eckpfeiler des Turmes herabgeführt ist, sind in der Nähe einer in das Blitzableiterfeil eingeschalteten Hochfrequenzdrossel Sprüherscheinungen aufgetreten, die den benachbarten Teil des Holzpfeilers zum Glimmen brachten. Zwei Todesopfer eines Grubenunglückes in Oberfchlesien. Auf ber Vereinigten Karften-Zentrum-Grube in Beuthen (OS.) ging im Flöz 15 eine Kohlenstrecke auf 8 Meter Länge zu Bruch. Zwei Bergleute, die die Stelle gerade passierten, wurden verschüt - t e t. Der Häuer Johann Czakon und der Fördermann Georg L e t h i k aus Beuthen konnten von den sofort eingesetzten Rettungsmannschaften nur als Leichen geborgen werden. Van ber Cubbes Leiche beigeseht. Die Leiche bes am 10. Januar Hingerichteten Reichstagsbrandstifters Marinus van der Lübbe wurde in aller Stille unauffällig auf dem Leipziger Südfriedhvf beigesetzt. Zugegen waren außer Amtspersonen nur einige Anverwandte. Zwei Todesurteile gegen kommunistische Mörder bestätigt. Das Reichsgericht in Leipzig hat bie Revision der beiden 18 und 19 Jahre alten Kommunisten Willi Rachow und Otto W o i t h e verworfen. Damit ist das gegen sie ergangene Urteil des Schwurgerichts in Berlin rechtskräftig geworden, durch das sie wegen gemeinschaftlichen Mordes an dem Hitlerjungen Schmitzberg zum Tode verurteilt worden waren. Die beiden jungen Kommunisten hatten am 20. März vorigen Jahres ihr Opfer unter bem Vorwand, gemeinschaftlich auf die Rehjagd gehen zu wollen, in den Grünewald gelockt und dann in einer dichten Schonung über den Hausen geschossen. Hinterher war dann von den beiden Mördern ihre mit ungewöhnlicher Rohheit begangene Tat mit einer „Molle" (©las Bier) begossen worden. Letztes Urteil im LalmetteProzeß. ihm erfundenen Präparats eingetreten waren. Mit diesem Urteilsspruch wurde das gerichtliche Nachspiel zu der Lübecker Katastrophe abgeschlossen, bie, wie erinnerlich, von 241 erkrankten Säuglingen 86 Tobesopfer forberte. Berlin—Las Palmas in 13V2 Stunden. Im Rahmen bes umfangreichen Vorbereitungsprogramms für den Transatlantikbien st ber Deutschen Lufthansa nach Sübamerika, der am 3. Februar eröffnet wird, startete das Hein- kel-Schnellflugzeug H E 70 auf dem Tempelhofer Flughafen zu einem Fluge nach Las Palmas unb erreichte bereits nach acht Stunben 55 Minuten Sevilla. Der Weiterflug nach Las Palmas würbe am nächsten Morgen angetreten, wo bie H E 70 schon nach vier Stunden und 30 Minuten landen konnte. Damit ist die Entfernung Berlin—Las Palmas in 13 Stunden und 25 Minuten zurückgelegt worden. Für den Rückflug benötigte das Schnellflugzeug ber Deutschen Lufthansa 15 Stunben unb 38 Minuten. Diese außerordentliche Leistung, die erneut beweist, welchen Fortschritt dieser Flugzeugtyp darstellt, gelang ber bewährten Besatzung, bie aus dem Flugkapitän Untudjt und dem Flug- maschinisten-Funker Hecht besteht. Schwere Aeberschwemmungen in Vritisch Guayana. Die Regierung von Britisch-Guayana hat außerordentlich scharfe Notrnaßnahrnen zur Kontrolle der Lebensmittelpreise ergriffen: eine Folge der ferneren Schäden, die durch die neuerlichen lieber« schwemmungen der Ernte und dem Viehbestand zugefügt worden sind. Der Schaden wird auf 300 000 Pfund geschätzt. Beinahe die Hälfte der Ernte gilt als vernichtet. Die Gebiete an der Küste bilden einen großen See. Die Landstraßen sind vollkommen unbenutzbar, und die Eisenbahnlinien stehen unter Wasser. Tausende von Menschen haben ihre Wohnungen verlassen müssen. Verluste an Menschenleben sind bisher nicht zu beklagen, aber es besteht bie große Gefahr einer Hungersnot. Die Gesundheit des Volkes ist durck die zahllosen Tierkadaver bedroht. Drei Segelschiffe und acht Leichter find im Hafen von Georgetown ge- Washington, 15. Jan. (DNB.) Präsident Roosevelt sandte dem Kongreß eine Botschaft, worin er diesen um eine zusätzliche Gesetzgebung zur Verbesserung des Finanz- unb Währungssystems ersuchte. Das Gesetz soll ber Bunbes - regierung bie Verfügung über alles gemünzte unb — Barrengolb, bas sich in den Vereinigten Staaten, befindet, geben. Die fünfen. Wirbelsturm auf Madagaskar. Nach einer Mitteilung des französischen Kolonial- Ministeriums wütete im Nordwesten von Madagaskar in der Nähe von Mananjary ein Wirbel- türm, der ungeheuren Schaden angerichtet hat und mehrere Todesopfer forderte. Der Wasserstand des Flusses Mananjary hat 15 Meter erreicht und damit den Höchststand von 1928 noch um zwei Meter übertroffen. Die in der Nähe bes Flusses gelegenen Besitzungen stehen unter Wasser, unb zahlreiche (Bebäube sind eingestürzt. Man hat bisher die Leichen von sieben (Eingeborenen gefunden; 15 andere werden noch vermißt, unb man befürchtet, baß sie entroeber von ben Wassermassen fortgeschwemmt wurden, ober unter ben Trümmern der eingestürzten Häuser begraben liegen. Vulkan in den Anden in voller Tätigkeit. Der 4700 Meter hohe Vulkan Tinauiri- r i c a in den Anden an der Grenze von Chile und Argentinien ist in voller Tätigkeit. Er speit Feuer, stößt Lavamassen aus, während starkes unterirdisches Getose die Umgegend erschüttert. Besiedelte Gebiete liegen nicht in ber Nähe. Wettervoraussage. Da sich ber Nordseewirbel in nordöstlicher Richtung fortbewegt und an feiner Rückseite kühlere Luft vorgedrungen ist, kann das Biskayahoch einen Vorstoß nach dem Festland machen und vorübergehend Beruhigung der Wetterlage herbeiführen. Bei westlichen Winden fließt allerdings noch vorwiegend ozeanische Luft zu, so daß wechselhafte Bewölkung erhalten bleibt, wenn es auch zeitweise etwas mehr aufklart. Die Temperaturen dürften in der nächsten Nacht bis etwas unter den Gefrierpunkt zurückgehen. Ein neues Tief bei Island kündet jedoch für später wieder Milderung und erneute Wetterverschlechterung an. Aussichten für Mittwoch: Teils wechselnd-wolkig, teil aufklarend, Temperaturen nachts unter Null, meist trocken. Aussichten für Donnerstag: Nach vorübergehender Wetterberuhigung wieder Verschlechterung, dabei milder und erneut Neigung zu Niederschlägen. Lufttemperaturen am 15. Januar: mittags 7,3 Grad Celsius, abends 4,9 Grad; am 16. Januar: morgens 1,3 Grad. Maximum 7,6 Grad, Minimum 0,6 Grad. Amtliche Winterfportnochrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, — 3 Grad, 35 bis 40 cm Schnee, Bruchharsch; Sportmög- lichkeit im Walde gut bis sehr gut.__________________. Hauptschriftleiter: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Friedr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot: für den übrigen Teil Ernst Blumschein unb für den Anzeigenteil i. V. Th Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700 Aus oller Wett Glatter Verlauf der Wellenumstettung Bei der U m st e 11 u n g b e r 5Ö e 11 e n nach dem Luzerner Plan hat sich gezeigt, daß sich die zwilchen den europäischen Ländern hierfür getroffenen Vereinbarungen gut bewährt haben. Die den einzelnen Ländern zur Verfügung stehende Zeit non Mitternacht bis 3.30 Uhr hat im allgemeinen vusgereicht, um die Umstellung ihrer Sender für Die nachfolgenden Messungen durch die Brüsseler Meßstelle vorzubereiten. Die Mehrzahl der Sender vatte bei diesen Messungen eine weitgehende Genauigkeit in der Abstimmung ihrer Welle erreicht. Die deutschen Sender waren bei ben vorbereitenden Umstellungen frühzeitig auf dem Plan und Haben bei der Messung sehr gut abgeschnitten. Die Meßstelle des Reichspostzentralamts hat für |amt- i üche Sender die gleichen Messungen wie die Bruseier Meßstelle ausgeführt. Es ist bemerkenswert, 2aß sich die Messungen beider Stellen sogleich außerordentlich gut deckten, woraus zu schließen ist, laß bie Umstellung ber deutschen Sender mit großer Genauigkeit vor sich gegangen ist. Nochmalige Kontrollmessungen werden die bei ben euro- Das Rätsel einer Frühlingsnacht Vornan von Gert Gothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle, Saale (Nachdruck verboten.) Er st es Kapitel. Ein solches Gewitter wie das soeben niedergehende hatte der alte Kastellan von Schloß Härtlingen noch nicht erlebt, und er war doch schon sechsundsiebzig Jahre alt. Mit der Windlaterne ging er von Zimmer zu Zimmer, um nachzusehen, daß auch alle Fenster gut geschlossen waren. Und wieder erhellte ein blauer Blitz ringsum das einsame Schloß; ein donnerndes Krachen folgte. Gormann steckte den Kopf durch das Fenster. Es würde doch nicht in eines der Seitengebäude eingeschlagen haben? Nein! In ein Gebäude nicht! Doch die große, schöne Eiche, unter der der Herr Graf mit Vorliebe saß, die war vom Blitz getroffen worden. Unheimlich wirkte es, wie am starken Leib des Riesen der Feuerstreifen heruntersauste. In diesem Augenblick setzte ein Platzregen ein, der jede weitere Gefahr, die nun von dem getroffenen, schönen Baum ausging, verdrängte. Der Alte in schneeweißem Haar schloß das Fenster nun wieder und ging weiter — immer weiter. Seine von einem Fenster zum andern huschende Laterne war das Licht, das ringsum die» Bewohner der Dörfer jeden Abend sehen konnten, und von dem sie sagten, jetzt spuke es wieder in Schloß Härtlingen. „Nun, Gormann?" In der Tür stand der Graf. Gormann verneigte sich tief und sagte: „Herr Graf! Das Gewitter zerstört den Park. Die alte Eiche hat schon daran glauben müssen!" „Recht so, Gormann! Nichts darf übrigbleiben von dem, was mir lieb und teuer war." Dem Alten zitterten die Knie. Angstvoll blickte er auf den Gebieter; dessen schönes, düsteres Gesicht war ihm noch immer zugewandt. „Weißt du, Gormann! Manchmal mache ich mir Vorwürfe! Du bringst deine letzten Tage hier in diesem unheimlichen Schlosse mit mir zusammen zu. Weshalb bleibst du eigentlich? Und deine gute Frau würde sicherlich auch lieber bei der Tochter wohnen?" „Nein, Herr Graf! Wir beide würden den Boden unter den Füßen verlieren, wenn wir hier fort müßten. Wir haben Jahre voll Sonne und Glück hier verlebt — nun verlassen wir den Herrn Grafen auch im Unglück nicht." Gormann schüttelte mit dem Kopfe und murmelte: „Er ist jetzt achtunddreihig Jahre alt. Wie kann er nur dieses Leben ertragen, er, der große, schöne Mensch? Er trauert noch immer um die Frau! Um diese Frau! Und ich darf doch nichts sagen — ich darf es nicht! Ich nehme ihm ja dann noch den letzten Glauben." Unten stand der Graf eine Weile unschlüssig in der runden Halle. Noch immer blitzte und donnerte es, aber es war doch schon stark herabgemindert. Nur der Regen strömte noch mit voller Wucht vom Himmel, und die Bäume bogen sich ächzend im Sturm. Heber der Lehne des großen Lehnstuhls lag noch der Wettermantel, den er vorhin achtlos dort hin- geworfen. Er nahm ihn jetzt an sich, hing ihn um. Dann ging er schnell hinaus. Und während er draußen durch Nacht und Sturm und Regen schritt, rüttelte die Vergangenheit an ihm. Eine Gewitternacht wie die eben erlebte. Er war in die Hauptstadt gefahren, um an einer großen, landwirtschaftlichen Sitzung teilzunehmen. Und als er heimkam, bezwungen von einer wahnsinnigen Sehnsucht nach seiner jungen Frau, da teilte man ihm mit, daß sie ertrunken sei. Drüben im See, bei einer ihrer geliebten Nuderpartien. Stumm und starr hatte er dann an der Leiche gestanden. Sein Schmerz war übergroß und konnte sich nicht durch eine einzige Träne erleichtern. Man hatte für seinen Verstand gefürchtet. Wenn wenigstens Venjo Holm dagewesen wäre! Venjo Holm, sein einziger, bester Freund! Kurz zuvor war er abgereift, nachdem er wieder einmal einige Wochen in Schloß Härtlingen zugebracht hatte. Der Maler war mit unbekanntem Ziel abgereist. Er wollte schreiben, wenn er irgendwo für ein Weilchen festsaß. Er besaß ein schönes Gut in der Mark, das er einmal von irgendeinem reichen Onkel geerbt hatte, wo er aber auch selten genug sich aufhielk. Er konnte nirgends seßhaft werden, der elegante Frauenliebling. Dabei war er ein lieber, aufrichtiger Kerl, und er, Graf Rudolf Härtlingen, hatte sich ihn auf einer Weltreise zum Freund erkoren. Und diese Freundschaft bestand jahrelang. Es war ein Fest für beide, wenn sie sich nach langer Trennung wieder einmal sahen. Meist wurde eine gemeinsame Reise verabredet. Dann verlebte man frohe Stunden in anregender Gesellschaft. Man war auch leichtsinnig! Warum sollte man es denn nicht sein? Und es gab so viele schöne Frauen. So lebte man eben das Leben eines reichen Mannes. Man war ja niemandem Rechenschaft schuldig. Dann kam seine Heirat! Seine große, alles beiseite werfende Liebe zu Lelia Schwarzkoppen. Sie erwiderte seine Liebe, und kurze Zeit darauf schon war sie seine Frau! Vielleicht vergaß er in seinem Glück auch den Freund? Wahrscheinlich war es eine Zeitlang so gewesen. Venjo Holm beschwerte sich nicht. Er schwieg nur. Im Speisezimmer von Schloß Härtlingen hing ein wundersames Gemälde. w2räumer')e Blumen .. .M Die Meisterhand Venjo Holms hatte es gemalt. Lelia hatte das Bild einmal sinnend gemustert. Plötzlicb hatte sie gesagt: „Ich möchte den Mann, der so etwas Schönes schaffen kann, wohl einmal kennenlernen." Er war froh, daß nun Venjo Holm wieder einmal nach Härtlingen kommen konnte. Er hatte eigentlich geglaubt, seine Frau sei eifersüchtig auf diesen Freund und die Stunden, die sie in lustiger Gesellschaft miteinander verlebt. Wenigstens hatte er einmal den Eindruck gehabt, als er Lelia von Venjo erzählte. Nun war es ihm sehr recht, daß Lelia den Freund kennenlernen wollte. Er wollte ihn also bitten, wieder einige- Wochen in Härtlingen zu verbringen, wie er es früher, wenn sie nicht reisen wollten, gehalten hatte. Und Venjo Holm kam! Er, Härtlingen, war sehr neugierig, was der Freund zu der jungen schönen Herrin von Schloß Härtlingen sagen würde! Doch es war merkwürdig. Venjo zuckte zusammen, verbeugte sich tief und murmelte etwas von „unverantwortlich, das Glück in Schloß Härtlingen als ein Fremder, ein Eindringling stören zu wollen". Hellauf klang Lelias Lachen; ihr schönes Gesicht war von einem leisen Rot übergossen. „Sie stören nicht — Sie, der beste Freund meines Mannes! Er hat mir ja so viel von Ihnen erzählt." Das waren Sommertage voll schönster Harmonie. Venjo aber wachte mit geradezu auffälliger Sorgfalt darüber, daß er nie mit Lelia allein war. Er, der Gatte, hatte gedacht: Lieber, treuer Kerl du! Du fürchtest dich vor dir selbst? Bist ja nicht umsonst der gefährliche Don Juan, und hier willst du es eben nicht fein. Eines Tages ritten sie hinaus auf die Felder. Lelia hatte leichte Kopfschmerzen und war daheim geblieben. „Wie gefällt dir meine Frau?" Die Frage war gefallen. Venjo hatte starr geradeaus gesehen. Dann hatte er gesagt: „Es ist wohl die schönste Frau, die mir je im Leben begegnet ist." „Das will etwas heißen, Holm! Du bist verwöhnt. Wann wirst du heiraten? Kann mein Glück dich nicht locken, es mir nachzumachen?" „Kaum! Für Menschen, wie mich, ist es am besten, wenn sie frei bleiben." „Das mußt du am besten wissen. In Schloß Härtlingen bist du jedenfalls immer willkommen." „Das weiß ich — und ich danke dir!" Er, Härtlingen, hatte den Freund heimlich beobachtet. Wiederholt schon hatte der von seiner Abreise gesprochen. Aber er, der Schloßherr, hatte ihn immer wieder lachend zurückgehalten. „Jetzt schon? Dos wäre ... Du bleibst noch einige Wochen!" Aber eines Tages war Venjo doch abgereift, und er hatte keine Zeile mehr geschrieben. Und dann mar eben jener furchtbare Tag gekommen, der das Glück in Härtlingen zerstörte, der den Schloßherrn von Härtlingen zum verbitterten, mit Gott und aller Welt zerfallenen Einsiedler machte. Der Tag, an dem Lelia ertrunken war! Seine Gedanken hatten den Freund gesucht. Warum konnte der nun nicht in dieser grenzenlosen Einsamkeit, diesem Schmerz, der wütend sein Herz zerfraß, bei ihm sein? Kein Mensch wußte, wo er war. Und nach und nach ließ er es auch sein, nach ihm zu forschen. Vielleicht hatte er auch ihn schon verloren, ohne daß er es wußte? Wie leicht konnte irgendein fremdes Land den Freund behalten haben? Vielleicht hielt eine Frau ihn fest? Oder konnte er nicht auch tot fein? Drei Jahre war es nun her, daß das Furchtbare geschah. Drei lange, einsame Jahre! Jahre voll wilden Schmerzes, wahnsinniger Sehnsucht und der bittersten Vorwürfe; denn er hätte diese Gondelfahrten untersagen müssen. Aber hätte er ihr denn je einen Wunsch versagt? Wenn Lelia ihn mit den schönen blauen Augen ansah: ihr einen Wunsch versagen? Lelia Schwarzkoppen, die er in Bad Kissingen kennengelernt, und die dort den Mittelpunkt der Gesellschaft gebildet hatte. Er liebte sie auf den ersten Blick! Und er war bisher stets an Frauenschönheit vorübergegangen, ohne den Wunsch zu hegen, diese oder jene möchte seine Frau werden. Geliebt hatte er. Vielleicht auch ein bißchen zu sehr das Leben durchrast. Aber es war eben doch immer wieder ein vorübergehendes Erleben gewesen, an das man wohl sehr gern zurückdenkt, das man aber keinesfalls wie- derholen würde, träfe man diese Frau noch einmal Lelia! Wie anders bei ihr! Sofort war die rasende Sehnsucht in ihm gewesen, dieses Mädchen für sich zu gewinnen. — Es zu heiraten. Sie war mit ihrem Vater in Kissingen. Ein sehr gut aussehender, gepflegter Herr von ungefähr sechzig Jahren. Man hielt die Schwarzkoppens allgemein für sehr reich. Dem war aber nicht so. Er erfuhr es dann bald genug. Herr Guido Schwarzkoppen lieh sich Geld bet seinem zukünftigen Schwiegersohn. Mit der sorglosen Bemerkung, es müsse jede Minute von daheim Geld eintreffen. Dabei war dieses Geld nie gekommen, denn der Herr Schwarzkoppen besaß kein Gut, wie Graf Härtlingen angenommen, sondern es stellte sich bald genug heraus, daß der alte Herr mit seiner schönen Tochter reifte und nur der Empfänger einer angemessenen Rente war, die ihm da irgendein Verwandter auszahlte. Er, Härtlingen, hatte gelächelt. Was gingen denn ihn die Geldverhältnisse des Herrn Schwarzkoppen an? Nichts! Gar nichts! Er wollte Lelia! (Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung! Betrifft: Gründung der Elektto-Gas-Front Gründung der Elektro - Gas - Gemeinschaften. QIm Mittwoch, 17. Januar 1934, um 15.30 Ahr findet im Saale der Wirtschaft Faulstich, Gießen, Bahnhofstraße 59, im Auftrag des Präsidenten und Treuhänders der Arbeit im Wirtschaftsgebiet Hessen Dr. Carl Lüer die Gründung der Elektro- Gas-Front für den Kreis Gießen und anschließend nach den Richtlinien des Aeichswirtschaftsmini- steriums vom 18. August 1933 die Gründung der Elektro-Gemeinschaft und der Gas-Gemeinschaft statt. In Gemeinschaft mit der Industrie- und Handelskammer Gießen als Beaufttagte des Präsidenten und Treuhänders der Arbeit laden wir hiermit die zugelassenen Installateure und den Fachhandel in unserem Versorgungsgebiet zu dieser Sitzung ein. Gießen, am 15. Januar 1934. Direktion der Elektrizität«!-, Gas- und Wasser-Werke sowie lleberlandanlage der Stadt Gießen. gez. Braubach. 285d 2ZMINM mit Wohnküche zu vermieten. Schr.Angeb.unt. 0266 a. d. G. A. s Vermietungen*] £ieöig«r.b8 2.5101 5 Zimmer, Bad, Balkon, Zubehör auf den 1. Avril anderweit m vermieten. Anzus. zwischen 11-1 u. 3-5 Uhr. 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Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll AM Stil! BOotoiammler luforl gesuM auch Vorleger mit Vertreter. BorzufteU. beim Generalvertreter Lindermann, Hotel /Viktoria", ,. Bahnhofstraße 020« von 10 bts 12 und von 4‘/2 bis 7Uhr lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Gasthaus zkhMsMo! Morgen Mittwoch Melzelsnpge Karl Faber. 287D Der Staat zahlt zu Auch für Küchenherde und Dauerbrand-Öfen erhalten HausbesitzerReichszuschüsse. Noch nie war es so günstig, einen Herd oder Ofen anzuschaffen. Sehen Sie sich die große Auswahl an und fordern Sie Kostenanschläge von J.B. Häuser Am Oswaldsgarten ”9a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Lichtspielhaus, GleOen Heute Dienstag: Die Himmelsflotte ■ Morgen Mittwoch: I Die größte Sensation für Gießen I die erste deutsche Heünat-Ton B film-Operette B Schwarzwaldmädel mit Maria Reling (fr. Gieß. Stadttheater) Zur Premiere und den Vorstellungen am Donnerstag ist die Hauptdarstellerin Maria Reling persönlich anwesend Btthnenanflritt I Autogramme! Die Künstlerin wird am Mittwoch 4.50 Uhr hier am Bahnhof ein treffen. 288i saßt Ihnen, daß durch eine Kräuterkur die Schlacken und Giftstoffe aus dem Blut verschwinden. Im Winter und Vorfrühling sind solche Kuren am wirksamsten. Der Handel mit Heilkräutern ist ein Spezialgebiet meines Geschäftes. Sie werden fachmännisch beraten und preiswert bedient. Einige Beispiele: 286 a Pfefferminztee, beste thüring Ware.........% Pfund 55 Pf. Kamillen.......y4 Pfund 45 Pf. Drogerie Krenxplatz 10 UaMilfe- utttevukÄt erteilt cand. phll. geg. geringerer* gütung evtl, auch ohne.Schristliche Angebote unter 281D a. b. Gieß. Anzeiger.______ In Gießen ober in einer in besten Nähe gelegenen Stabt wird ein gutgehendes Zigarren- Geschäft in bester Lage zu mieten ober zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0258 a. b. G.A. 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Januar 193< Glegener Anzeiger (General-Anzeiger für OberHessen) Ur. (3 Sweites Blatt Hilter schafft Arbeit! Der Reichskanzler in Lippe Tagewerke: Maßnahme: 8000 2695 28800 2100 10284 aRatöieie i4i uniereJnüu-.lLevelrsnotwendigkeitdes deutschen Volkes, zunehmender Aufnahmefähigkeit haben. Wir muffen das auch dem Ausland klarmachen. 0 ; r . ■ s.. — c'lnckoinnhoro miifton mir hto 9T?nrhfp IDPfrflP unsere sichere '21 bjaßgeöieie Men Automobil-Club, daß die erste Kundgebung in Darm. sflotte $ omeier, also um Wolken. Steht 3901 4560 erhültnisse de; ar nichts! Schon die Babylonier und Griechen hatten im Mertum aus langjährigen Beobachtungen erkannt, dcn Abend- und Morgenstern derselbe Weltkörper pd der bald östlich der Sonne steht und dann als ü.e'ndstern später untergeht, bald westlich derselben >ich befindet und als Morgenstern früher aufgeht al» unser Tagesgestirn. Kein Planet kommt der Erde so nahe wie Venus. Mter wenn sie uns am nächsten ist, verschwindet li in den Sonnenstrahlen und wendet uns wie der si'umond die dunkle Seite zu. Ihre Entfernung von !»r Erde schwankt zwischen 40 und 257 Millionen Insbesondere müssen wir die Mächte, welche unsere Kolonien rechtswidrig an sich gerissen haben, voran England und Frankreich, zur Erkenntnis bringen, daß eine dauernde friedliche Verständigung zwischen den Völkern, die wir alle wünschen, nur möglich ist, wenn dieser koloniale Raub rückgängig gemacht Richter erblickte am 1. August 1913 in Rumsdorf (Sachsen) das Licht der Welt. Rach der Brandstiftung haben die beiden Angeklagten noch weitere Einbrüchsdiebstähle verübt, etwa 20, wie Richter mitteilte, bis schließlich die Verhaftung erfolgte. Rach der Zeugenvernehmung beleuchtete Oberstaatsanwalt Dr. K r ä l l die Vorgänge der Brandstiftung, wobei er betonte, politische Momente spielten hierbei nicht direkt eine Rolle, aber die Tat habe das Gesicht des Bolschewismus gehabt, sei Geist vom Geiste der in Berlin verübten Reichstagsbrandstiftung. Der Oberstaatsanwalt beantragte gegen jeden Angeklagten 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Die Verteidiger der Angeklagten baten um mildere Strafen. Rach etwa einstündiger Beratung verurteilte das Sondergericht die Angeklagten Kurt Richter und I. Geffert wegen gemeinschaftlicher vorsätzlicher schwerer Brandstiftung zuje 12Jahren Zu ch t- haus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Ja h - ren und Stellung unter Polizeiaufsicht. Kundgebung des HGKK.und des OA<§. im Motorhaus Starkenburg. raum, von wo aus sich das Feuer mit riesiger Schnelligkeit auf das ganze Festspielhaus ausbrel- tete, während die Brandstifter rasch durch das zum Einsteigen benutzte Fenster verschwanden. Der Angeklagte Geffert wurde am 9 September 1912 in Worms geboren, der Angeklagte Kurt tümer bisher nur zu 10 Prozent organisiert wären. Große Aufgaben habe der DDAC. zu erfüllen, vor allem müsse gemeinsam mit dem RSKK der Sport gepflegt werden. Am 21. Januar werde eine Winterprüfungsfahrt des Herstellung von kleinpflasier und Randsteinen für später auszuführende Pflasterarbeiten Jnsiandfehungs- und Lrgänzungsarbeiten an Verwaltungsgebäuden Herstellung einer 700 mm weiten Druckrohrleitung von höchst nach Frankfurt am Alain Erweiterung von Wasserleitungen und Kanalisationsanlagen von 5 Gemeinden Ausbau von Landwegdurchgangsstrahen im Regierungsbezirk Wiesbaden Instandsehungsarbeilen an verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gebäuden Jnstandsehungs- und Lrgänzungsarbeiten Lpd. Darmstadt, 16. Jan. In einer Kundgebung des Deutschen Automobil-Clubs, Gau 15 „Westmark" Bezirk Starkenburg und Rheinhessen, der auch die nationalsozialistischen Führer und der Ehrensturm der Motor-SA. beiwohnten, sprach Gauführer Major a. D. D ö h m e r über die Richtlinien und Aufgaben des DDAC Er begrüßte zunächst als ein besonderes st r i e von ...... ~ ■ Sie bedeuten endlich, daß wir m den nach Klima und Höhenlage dafür geeigneten Teilen der Kolonien Raum für deutsche Ansiedlung haben und Betätigungsfelder für die Tatkraft unserer Jugend. Die Siedlung in kolonialen Neuländern ist ganz gewiß kein leichtes Unternehmen. Das Pionierleben des kleinen Ansiedlers ist hart und mochte in den günstigen Zeiten der Wirtschaftsexpansion vor dem Kriege nur für wenige verlockend ein. Aber auch in dieser Hinsicht haben sich die Zeiten geändert. Ich glaube, es wird jetzt viele junge Leute geben, die den Willen und auch die Fähigkeit in sich haben, ein solches mühevolles und arbeitsreiches Leben auf sich zu nehmen, wenn es ihnen nur — und das ist der Fall — eine wenn auch bescheidene, so doch ausreichende Existenz auf eigenem Boden sichert Die Lage des deutschen Volkes zwingt uns dazu, die Forderung nach Wiedererlangung der uns geraubten Kolonien in dringlichster und entschiedenster Weise zu erheben. Daß diese Forderung an sich berechtigt ist, bedarf keiner näheren Begründung Ist doch der Raub erfolgt unter Bruch' d e s Vorfriedensvertrages, wie er durch den Notenwechsel mit dem amerikanischen Staatssekretär Lansing geschlossen wurde und gestützt worden auf die längst als fadenscheinige Luge erwiesene Behauptung von Deutschlands Versagen in der kolonialen Zivilisation Es ist auch klar, daß wir die Ehrverletzung, die in dem so motivierten Ausschluß des deutschen Volkes von eigener Kolonisation liegt, nicht dulden können. Aber es handelt sich nicht nur um Wiedergutmachung geschehenen Unrechts und Wiederherstellung verletzter Ehre, sondern es handelt sich zugleich um eine ihm gewesen, n- - Es zu 'gen. Ein sch ngefähr sechzig emein für sehr es dann baß lieh sich Geh ■ Mit der sorg, äe von daheim Geld nie ge> Pen besaß fein en, sondern et alte Herr mit >er Empfänger n da irgendein Venus im Sch eier. Von Or. Erwin Kossinna Seitdem im November vorigen Jahres Venus, !r Nachbarplanet der Erde, aus der Hellen Dam- mrungszone herausgewandert ist, schmückt y,^ier vntaus glänzendste aller Sterne den abendlichen Himmel. Aber nicht funkelnd und glitzernd wie Sl- li.is oder die anderen Fixsterne, vielmehr in ruhig nübem Lichte leuchtet uns der Abendstern. Sem mgischer Glanz hat es den Dichtern aller Zeitalter nxietan, und Homer wie Richard Wagner prei- e ihn als den schönsten und lieblichsten aller schmalen Venussichel über den halben Umsang chn- aus deuten auf eine dichte lichtbrechende Alma- Gaues „W estrnark" stattfinden. Entwicklungsgeschichtlich betrachtet ist Venus noch ein junger Planet und befindet sich vielleicht in einem ähnlichen Zustande, wie die Erde zur Steinkohlenzeit oder in noch früheren geologischen Perioden, die Hunderte von Millionen Jahren zurückliegen. Doch erscheinen solche Vergleiche sehr gewagt, solange wir von unserem nächsten Nachbarn im Weltenraum so wenig wissen. Späteren Geschlechtern bleibt es vorbehalten, die Rätsel dieses seit Ewigkeit verschleierten Planeten zu lösen und sein Wesen zu ergründen. „Oie dimmetefloHe." Dieser italienische Film, den die Ufa in deutscher Fassung herausbringt, und der bereits heute abend zum letzten Male im Lichtspielhaus laufen wird, gibt ein imposantes Bild von der jungen italienischen Luftflotte. Er schildert in technisch vorzüglich gelungenen Bildern die außerordentliche fliegerische und militärische Bedeutung der „Armata azzurra“. Das eintönige Brummen der großen Motoren bildet die Begleitmelodie der Handlung, die einen fesselnden, für uns in Deutschland besonders lehrreichen Ausschnitt aus den großen militärischen Flugmanövem in Italien vorführt. Geschwaderflüge von erstaunlicher Geschlossenheit und Exaktheit, 'Einnebelung, Bombenabwurf, Angriff und Gegenangriff werden eindrucksvoll geschildert. Zwischen den eigentlichen Flugbildern taucht hin und wieder, so bei dem angenommenen Luftangriff auf die Stadt Mailand, ein Stück klassischer italienischer Landschaft auf, das dem Film seinen nationalen Charakter gibt. Aehnlich wie in einigen amerikanischen, Filmen, die das Weiche Thema behan. beiten, sind die militärischen und fliegerischen Ereignisse mit einer Liebesgeschichte verknüpft, welcher der deutsche Beschauer, zumal bei dem für uns ungewohnten italienischen Sprechtempo, nur mit Hilfe einer synchronisierten Uebersetzung zu folgen vermag. Der Höhepunkt und zugleich der dramatische Abschluß ergibt sich aus der Darstellung eines mißglückten Stratosphärenfluges und einer höchst wun- berbaren Rettung des im letzten Augenblick mit dem Fallschirm abgesprungenen Piloten, die ein wenig an die halsbrecherischen Kunststucke Udets in mehreren deutschen Filmen erinnert. Die künstlerische Oberleitung und die Regie batte G R i g- helli Von den (hier natürlich ganz unbekannten) Darstellern sieben Alfredo Moretti, Germana P a o l i c r i, Ennio Cerlesi, Leda G l o r i a und Guido Celano in der vordersten Reihe. — Im Beiprogramm sieht man u. a. eine Danzvanto» mime nach einem berühmten Motiv Carl Maria v. Webers, ferner die Vorankündigungen zum Schwarzwaldmädel" mit Maria Geling persönlich und zum Ufa-Film „Des jungen Dessauers große Liebe" mit Willi Fritsch. ^onheit vor. ft diese ober tebt hatte er 'Leben durch. * ein vor. Q.5 man wohl 'Malls wie. 1 "°ch einmal P ®ei dem absoluten Mangel an Decken war eine zuverlässige Bestimmung der Notationsdauer und der Lage der Venusachse bisher nichtmoglick). Im 17 Jahrhundert. glaubte Dominica C a f s i n i, -ue nus rotiere ungefähr ebenso schnell wie die Erde. 1890 gelangte der italienische Astronom S ch i a pa- relli auf Grund seiner sorgfältigen Beobachtungen m dem Eraebnis daß bei Venus die Dauer der ! Rotation gleich der ihres Umlaufs um die Sonne HonSet$bw4Pfpeftog,raph'fd)cU Messung der fRo= ationsqetominbigteit zu bestimmen. Au- den L,- nlenverfchLungen im Spektrum der Venuo fch'°tz °r auf eine Rotationsdauer von 34 bis 35 Stunden. Neles Ergebnis ist aber durch neuere spektro- oraübifcbe Messungen von Lowell auf dem ÄaZm in Arizona nicht bestätigt mor- ben. Die ftrage der Venusrotation bleibt also noch " Aus den astrophysikalischen Ergebnissen lassen sich '3,^ Qr| gesucht. N- 15 Furcht Ätz •te •w gebildet wird Oie Wormser Festspielhaus- Brandstifter vor dem Gonderaerichi. r Gießen ■ inat-Ton B M adttheater) I Jungen am I rstellerin I anwesend ■ .ntogrammel I jch 450 Uhr ■ 28SI W iÄW- unteres »teilt end-»** !eq.0enn0eSer «M ST..S aber folgende Schlüsse ziehen. Daß Venus der Sonne stets dieselbe Seite zukehre, ist ganz unwahrscheinlich. Die enorme Einstrahlung und Erwärmung auf der Sonnenseite des Planeten, die Abkühlung der Nachtseite bis fast zum absoluten Nullpunkt (minus 273 Grad Celsius) mußte zu großen Unterschieden in der Wolkenbedeckung fuhren, was aber im Widerspruch mit der Beobachtung steht Auch eine schnelle Rotation ist wenig wahrscheinlich. Der Planet besitzt keine merkliche Abplattung. Es fehlen ferner auf der Venus die Paffat- ftrömungen, die wir nicht nur auf der Erde, son- bern auch bei Jupiter und Saturn mit großer Deutlichkeit wahrnahmen. Vermutlich besitzt der öenus- äguator eine erhebliche Neigung gegen die Bahn- ebene. Darauf deuten auch die Temperaturmessungen von C o b l e n tz und C a m p l a n d mittels Thermoelement, welche zur Zeit der Beobachtungen für Die Südhalbkugel eine höhere Wärme ergaben als für die Nordhalbkugel. Diese läßt sich nur noch durch eine Neigung der Venusachse gegen die Ekliptik erklären. , Da wir weder die Länge des Venustages, noch die Lage der Denusachse im Raum kennen, läßt sich auch über die klimatischen Verhältnisse nichts sagen. Venus erhält von der Sonne doppelt so viel Warme zugestrahlt wie die Erde und ist daher fid)er er= heblid) wärmer. Es ist anzunehmen, daß die dichte Atmosphäre die Wärmeunterschiede zwischen den Polen und dem Aeguator in hohem Maße aus- gleicht. Die enorme Wolkenschicht läßt vermuten, daß große Teile der festen Venusoberfläche mit Wasser bedeckt sind, welches bei hoher Temperatur stark verdunstet und die Atmosphäre mit immer neuen Dampfmassen erfüllt. Ein heißes, feuchtschwules, treibhausartiges Klima, wie es auf ter Erde für ben tropischen Regenwald charakteristisch ist, mag ben größten Teil der Venusoberflache beherrschen. Aber während auf der Erde auch in den trübsten und regenreichsten Gegenden gelegentlich die Sonne durchbricht und andererseits in den Subtropen ne- siae Wüstengebiete meist wolkenlos bleiben, reißt auf der Venus niemals die Wolkendecke auf. In dem ewigen Dämmer dieses Planeten wird nie die Sonne oder der Sternenhimmel sichtbar. Und etwaige Venusbewohner würden den prachtvollen Doppelstern Erde-Mond, der alle andern Sterne ihres Himmels an Glanz weit Übertrifft nur ehen, wenn sie sich über die geschlossene Wolkenhutte erheben könnten. Ob aber die Entwicklung höheren Lebens auf der Venus überhaupt möglich ist, ent- rieht sich unserer Kenntnis. Neuere Untersuchungen über die chemische Zusammensetzung der Venus- : atmosphäre von Schoenberg scheinen nicht ge- ; rade dafür zu sprechen. Danach soll die Venus- ; atmosphäre in ihren unteren Schichten dauptsach- , lich aus Kohlensäure, in den oberen aus Wa s^- stoff bestehen. Beides sind aber lebensfeindliche ) Gase. nbe , tjeru1 verk.00 <^11 Rino. SO- Sie brennende ßolonialfrage Ein Mahnw rf zur Giehener Kolonial-Werbewoche 2bn Or. Heinrich Schnee, ebem. Gouverneur von Oeuisch-Ostattika. Die Not der Zeit rückt die koloniale Frage mehr lud mehr an den Gesichtskreis des deutschen Volkes, 5)? bange Frage: Wo finden unsere Kinder eine Wstenz, w o ist Lebensraum für unsere Jugend? läßt notwendigerweise die Blicke hin- cnsschweifen über die zu engen Grenzen unseres Ackerlandes. Was in den günstigen Zeiten vor dem Stiege, in denen die gewaltige jährliche Bevolk^ ringszunahme Deutschlands mühelos von der noch schneller wachienden deutschen Wirtschaft in ihrer jä rlichen Industrie- und Exportsteigerung aufge- ii nun en und erhalten wurde, eine Sache der freien Bnhl zu fein schien, ist jetzt zu einer in die Augen säenden Notwendigkeit geworden. Wenn damals rnch manche Leute meinen konnten, alles ginge ja fogut, daß noch weit größere Massen von Deutschen vm der heimischen Wirtschaft erhalten werden konnte., ohne daß eigene Kolonien dabei eine Rolle zu fprien brauchten, so hat seither die Entwicklung soche Gedantengänge ad absurdum geführt. Wir ftioen vor der nackten Tatsache, daß der Ledens- rcim für unser Volk nicht ausreicht. Die Lage hat fit ständig verschlechtert und verschlimmert sich von I >r zu Jahr. Die Zahl der Menschen, die in dem di-ch das Versailler Diktat beträchtlich verkleinerte Reichsgebiet wohnen, ist bereits jetzt um eine Anzahl von Millionen größer als vor dem Kriege. Damals hatten wir aber noch das deutsche SMonialreid) von der sechsfachen Göße des gegenwärtigen Deutfch- I cm d. Es diente nur in kleinstem Maßstabe für die Afsiedlung Deutscher. Denn damals, in der Zeit de Expansion der deutschen Industrie und des Ex- pr thandels, fand eine geringe Auswanderung statt. SJii den 20 000 bis 30 000 jährlichen Auswanderern w.trde der größte Teil von den Vereinigten Staaten D(i Amerika angezogen, dem Lande der unbegrenzte Möglichkeiten, das die besten Aussichten zu biete schien Es ist natürlich, daß nur eine kleine Zahl ihsn Weg in die wenig bekannten, noch in den Anfängen der Entwicklung flehenden deutschen Kolonien sti'D. So blieben diese, wenngleich in Deutsch-Süd- w'tafrika eine ganze Anzahl Farmbetriebe entstände' und auch in den Hochgebieten Deutsch-Ostafrikas fit! Ansiedler niederließen, dock) im großen gesehen n)iE)r eine Reserve für die Zukunft deutscher Siedler ah wirklich gusgenutzte Ansiedlungsstätten -Vie Zeiten haben sich geändert Weit mehr Mensch n wohnen im deutschen Lande, weit weniger Be- fch.ftigungsmöglichkeiten sind für sie vorhanden als fc dem Kriege. Die Reserve, welche die deutschen St onien sür künftige Aufnahme deutscher Menschen fearn, ist uns durch das Versailler Diktat weggenom- nri worden. Das Aktivum, das sie durch Erzeugung fobnmter Rohstoffe auf deutschem Kolonialboden W» innerhalb der deutschen Währung sowie durch Llsnahme deutscher Jndustrieartikel bereits damals di stellten und noch weit mehr für die Zukunft ge- Wchrleisteten, ist beseitigt worden. Riefengroß steht t)i( Frage vor uns: Wie soll die Zukunft unserer Jiiqend, wie die des deutschen Volkes sich gestalten? Iss eine befriedigende Antwort möglich wenn nicht eire Erweiterung des zu knappen Lebensraumes tKiün mitenthalten ist? Damit ist die Kolonialfrage gu»einer brennenden Frage geworden, die eine bal- Ms positive Lösung erfordert. «ülonien bedeuten mehr Raum für das Li u t s ch e Volk. Sie bedeuten, daß wir in bestan- bii steigendem Maße koloniale Rohstoffe n d Nahrungsmittel, die wir jetzt aus dem Dsland beziehen müssen, selbst in unseren Kolonien erzeugen können. Sie bedeuten, daß wir entsprechend k wachsenden Produktion in unseren Kolonien st.. Das ist aber nicht Anstande zeigte sich Venus bi geringer Entfernung dagegen nur V®i$eM?el in einer in dei^ Me gelegen Ltndt wirb eß gutgehendes Zigarren- Geschäft mb**;! S'S 2 Schlosserei Im Lande Lippe, in dem vor jetzt einem Jahr der letzte Wahlkampf vor dem Antritt der nationalsozialistischen Regierung ausgefochten wurde, beging man in Anwesenheit des Kanzlers feierlich die Erinnerung an jenen entscheidenden Wahlsieg, ter den endgültigen Sieg im ganzen Reiche einleitete — Unter Bild zeigt die Begrüßung des Kanzlers in Lemgo durch den Frei- •niHiopn Arbeitsdienst "nm Saufe des Januar 1S34 verringert sich der Instand des Planeten von 62 Millionen auf 41 Milli.neu Kilometer Gleichzeitig wird die Venussichel e tivrechend größer; aber auch schmaler. Venuv nVhfrt firb hnnn wieder der Sonne und verschwm- ^uptftern erster Größe im Stier, um das hundert- '“^enu" ^"to^einjige * ^°heüe7'Le sichtbar ist. Mn "Zfi ma^n ihre Stellung genau ennen sie autzusinden. Blickt man zum Be.sp i über ^Man"f°Me"nun erwarten, daß der glänzendste WMiMW t- bei uuil. k>un keinem der großen Planeten, die Worms, 15. Jan. (LPD.) Das Hessische ® ° nderl,-richt °°rhand«Ne heute hier gegen Z^^^r ge'mei'nfamenArbeit zwischen Nativnal- N i * wkaen vor! äh I ich e J Br and stif- i sozialistischen Kraftfahrkvrps und dem Deutschen t^un^a im Warm, er Festspielhaus das in Autvmvbil-Club, daß die erste Kundgebung m Darm- ler Nach7vkm 14. Dezember 1932 von den beiden s'adt und Club gememsamunternom^ Angeklagten, nachdem sie erst an anderen Stellen men werde. Motor-SA., NSKK. und DD . s der Stadt Worms Einbrüche verübt hatten, heim-'heute unter einer Führung d e r e in ' 9 gesucht wurde. Die Angeklagten stiegen, nach ihrem' und verkörperten Zusammensassung aller deut- Gestöndnis, durch ein Fenster des Maschinenraums schen Kraftfahrer. Wahrend in derMotor-S^. in das Festspielhaus -ein und gelangten zunächst in jungen Kräfte, die alteren Manner im NSKK m das Büro des Hausverwalters, wo sie Tische und straffer Disziplin emgegliebert sind, stt der DDAC. Schränke erbrachen, aber kein Geld fanden. Dann der Club, m dem sich alle ^l9eu ?ra/lJa’ M»* Ausgabe des suchten sie die Schauspielergarderobe und den Kulis-1 DDAC. sei hApAächllH' alle deutschen Kranfahrer lenraum auf machten aber auch dort keine Beute.! zusammenzuschließen. In «tarkenburg und Rhem- L7n7beL7A die Brondtztung im KMien- Hessen gebe es M5 1 Krast« ds-n als auffallend Helle Sterne ihre Bahn am Himmel riehen, wissen wir so wenig wie von unserm nächsten Nachbarn im Weltenraum, der Venus. Im Fernrohr erscheint dieser Planet wie eine absolut gleichmäßig gefärbte, hellgelbe Elfenbemkugel Die leichten Schattierungen, welche einzelne Astronomen gelegentlich auf seiner Oberfläche erkennen wollten, haben sich als optische oder physiologisch bedingte Täuschungen erwiesen. Was wir von dem Planeten mit einiger Genauigkeit angeben können, beschränkt sich darauf, daß er an Große, Dichte und Maße der Erde nahezu gleichkommt, von einer Atmosphäre umgeben ist und somit auf den ersten Blick der Erde ähnlich sieht. Ein Vergleich beider Weltkörper ergibt aber auch bemerkenswerte Unterschiede in ihrer Beschaffenheit Sehr große Helligkeit, Mangel an erkennbaren Flecken und starkes Hervortreten der Wasserdamp - linien im Spektrum der Venus lassen mit Sicherheit auf das Vorhandensein einer Achten wasserdampfhaltigen Atmosphäre schließen. Eine völlig^geschlossene Wolkenhülle umgibt die ganze Kugel, so daß wir die eigentliche Oberfläche des Planeten überhaupt nicht sehen. Wir blicken vielmehr auf ein gleichmäßiges, blendend helles Wolkenmeer, wie es stch auf der Erde zuweilen dem Befchauer von hohen zwifchen 40 und 257 Millionen | Berggipfeln aus fuetet Von ^/^ger'als M^Pro- J~_.~eicr, aifo um dos Sechsfache des Betrages und Sonnenlicht ftr^ah t ^he Albedo oder 1 *“" * ** und das Herubergreifen der ^orner|plß(.n < r-r___tiihor hpn halben Umfang mn- 1 gW MX Liedertafel und Volksgesang. Oie Keimzellen der Musikkultur im deutschen Volke. Don Professor Or. h. t. Georg Schumann, Direktor der Berliner Singakademie, Meister der Zeiterfchen Liedertafel. Im Januar feiert die ä l t e st e deutsche Liedertafel, nach ihrem Begründer, dem Goethefreund Zelter die Zeltersche Liedertafel genannt, den 125. Jahrestag ihres Bestehens. Wenn wir des Tages der Gründung der Zelter- schen Liedertafel gedenken, so hat das eine tiefgehende Berechtigung, denn nach dem Muster dieser Vereinigung haben sich in ganz Deutschland alle bestehenden Liedertafeln und Männer-Gesangvereine gebildet, so daß die Zeltersche Liedertafel zur Keimzelle dieses Zweiges der deutschen Musikkultur geworden ist. Man muß bedenken: in jeder noch so kleinen deutschen Stadt, ja noch so kleinem Dorf gibt es irgend einen Männergesangverein, der die Musikliebhaber und Sangesfreunde des Ortes zur Pflege des Volksliedes und C h o r l i e d e s zusammenfaßt. In einem solchen Ausmaße und in dieser Kulturhöhe existieren der- Oie NS.-Volkswohlfahrt — Aber noch eine tiefere Bedeutung hatte die Gründung der Zelter-Tafel. Preußen befand sich nach den demütigenden Ereignissen von 1806/07 im Zustande tiefster Erniedrigung. ,^Das Land war ein Raub der Verarmung', wie es in dem „Aufruf an mein Volk" vom 17. März 1813 heißt. Die Gründung der Liedertafel ist ein Glied in der Kette jener Bemühungen, sich emporzuraffen zu neuem kräftigen Leben. Aehnlich den heutigen Zeiten und Bestrebungen sollte sie den patriotischen Sinn und die Liebe für das Vaterland stärken helfen. Als Gründunas- tag hatte Zelter ursprünglich den 23. Dezember 1809, den Tag der Rückkehr des Königs von der Flucht nach Ostpreußen vorgesehen. Auch dies beweist die Verbundenheit der Zelter-Tafel mit den patriotischen Ereignissen dieser Jahre, und in den damals entworfenen Satzungen heißt es noch bestimmter: „Die Liedertafel sieht sich als eine Stiftung an, welche die ersehnte Zurückkunft des Königlichen Hauses feiert und verewigt." So sind auch die ersten Gesänge der Tafel auf diesen patriotischen Inhalt gestimmt. Und so hat es die Tafel in den 125 Jahren ihres Bestehens gehalten und von diesem Geiste der Treue und Liebe zum Vaterland ist sie auch heute noch beseelt. Man muß bedeyken, daß die traulichen Abende der Zelterschen Liedertafel im Laufe einer Zeitspanne, die mehr als ein Jahrhundert umfaßt, ohne Unterbrechung, trotz Perioden fruchtbarer Bedrängnisse, trotz schrecklicher Kriegsnot und Hemmungen aller Art stattgefunden haben. Im neuen Deutsche land wird auch sie der alte Baustein zu dem Fundament der im deutschen Volke tief verwurzellen Musikkultur bleiben. Die Zeltersche Liedertafel ist nicht öffentlich hervorgetreten, es war nicht chr Zweck, Konzerte zu veranstalten. Treu die Traditionen, wie sie von ihrem Stifter aufgestellt sind, weiter zu pflegen, ist ihr alleiniger Sinn. Sie bildet eine Oase in dem stürmenden Leben der Neuzeit, und die wenigen Gäste, die gelegentlich an den Tafeln teilnehmen, verspüren dort noch etwas von dem Hauch Goethe- scher und Zelterscher Zeiten. Der dritte Ders von Goethes Gedicht „In allen guten Stunden" wird als Sinnspruch für die Zelter-Tafel und Singakademie auch für künftige Zeiten Geltung haben: „Wer lebt in unferm Kreise Und lebt nicht selig drin, Genießt die freie Weise, Und treuen Brudersinn? So bleibt durch alle Zeiten Herz Herzen zugekehrt, Von keinen Kleinigkeiten Wird unser Bund gestört." ein Aufgabenkreis für jeden. artige Vereine wohl nur in Deutschland und den Ländern deutscher Zunge: Solche Dilettanten-Orga- nisationen haben aber ihre befruchtende Wirkung auch auf das Ausland ausgeübt. Die Zeltersche Liedertafel besteht heute noch in gleicher Weise wie zur Zeit ihrer Gründung und, was besonders wertvoll erscheint: sie pflegt ihre alten Traditionen genau in derselben Art wie im Laufe des, vergangenen Jahrhunderts. Während die meisten Liedertafeln zu konzertgebenden Gesangvereinen geworden sind, ist die Zeltersche Liedertafel die Vereinigung von musikliebenden Männern geblieben, die sie war, welche nach alter Sitte ihre Lieder eben bei der Tafel, bei einem Glas edlen Weines in echt E. T. A. Hoffmannscher Stimmung, von echt kameradschaftlichem Geiste beseelt, singen. Sie pflegen die Lieder ihres alten Bestanoes genau in derselben Form wie ehedem. Nicht einen Gesangverein im heutigen Sinne wollte Zelter gründen, sondern eine Tafelrunde — König Artus' Tafelrunde schwebte ihm wohl vor — von gleichgesinnten Freunden, die, verschieden in ihrem Beruf und in ihrer Stellung, einig waren in idealer Gesinnung, patriotischer Betätigung, glühender Vaterlandsliebe und Liebe zum Gesang. Als die Zeltertafel im Jahre 1809 begründet wurde, gab es noch keine Männerchor-Literatur. Die „Täfler" schrieben sich ihre Chöre selbst und schufen auch die textliche Unterlage dazu. So war jeder der Täfler zur Hebung des Bestandes verpflichtet, und selbst die gelegentlichen Gäste hatten sich dieser Sitte au fügen. Am meisten hat Karl Friedrich Zelter selbst beigetragen, und sein Freund Goethe und auch Schiller, Körner, Brentano, von A r- m i n, Ernst Moritz Arndt u. a. beschenkten die Zelter-Tafel mit eigens für die Tafel geschriebenen Gedichten, so Goethe mit den berühmten Liedern „Ergo bibamus", (das die Zelter-Tafel im Originalmanuskript besitzt), ,Jn allen guten Stunden", „Die heiligen drei Könige", „Solang man nüchtern ist". Schiller mit „Freude, schöner Götterfunke", „Nimmer, das glaubt mir, erscheinen die Götter allein" und vielen anderen. Nach dem im Jahre 1818 zuerst gedruckten Tertbuche besaß die Tafel bereits 300 eigene Lieder. Der Sinn dieser Liedertafel ist in einem Vorwort zu diesem Textbuch in folgenden Worten trefflich charakterisiert: „Bei Wein- und Tischgesellschaft allmonatlich an einem Dienstagabend nach der Singakademie und zwar aus guter Absicht, um die Zeit des Vollmondes mit heiterer Freude Gesang auszuüben." Auch heute besteht die Zeltersche Liedertafel wie ehedem aus 25 Herren, die sich einmal in vier Wochen zur Tafel Derfnmmeln. Wenn Zelter heute erwachte, er könnte wie einst den Platz des Meisters in der Mitte der Tafel ein» nehmen; er fände vor sich die alten geschriebenen, dickleibigen P a rt i t u r b ä n d e, er ergriffe als Taktstock den Hammer, der an seinen Baumeister- beruf erinnert, und er tränke aus dem blinkenden herrlichen, von Schinkel entworfenen Bronzepokal, der schon 1813 zu Ehren des früh durch den Tod entrissenen Mitgliedes, des Augenarztes und Komponisten von „Integer vitae“. Dr. Ferdinand Flemming, gestiftet wurde, mit edlem Rheinwein den Täflern den Willkommengruß zu. Wirtschaft. Abendbörse: still. rend Bekula etwas abbröckelten. Tagesgeld war etwas gefragt und bei 3,50 v. H. um 0,50 v. H. erhöht. geben, insbesondere dürfen keine unreifen Tiere an den Markt kommen, und auch die ausgemästeten Schweine müssen gleichmäßig dem Markt zugeführt werden. daß dauerhafte Erfolge nur eintreten können, wenn alle am Absatz beteiligten Kreise Hand in Hand arbeiten. Dazu gehört vor allem eine Marktbeliefe r u n g , die dem tatsächlichen Bedarf ungefähr entspricht. Eine derart sprunghafte Ueberbeschickung, wie sie jetzt in Berlin festzustellen war, ist sinnlos. Damit fügt sich jeher Landwirt nur selbst schwersten Schaden zu. Ein einleuchtender Grund für einen solchen überstürzten Verkauf I Unbegründete Unruhe am Gchwememartt An den Schweinemärkten macht sich feit einigen Tagen eine gewisse Unruhe bemerkbar, die nicht ohne weiteres begründet ist. Insbesondere hat sich das letzthin in Berlin gezeigt, wo dem Schweinemarkt 11 000 Schweine zugeführt wurden, während der normale Bedarf nur etwa 9000 Stück beträgt. Wie der „Landwirtschaftlichen Wochenschau" dazu von zuständiger Stelle erklärt wird, ist bei den Maßnahmen zur Ordnung der landwirtschaftlichen Märkte immer wieder daraus hingewiesen worden, Am Aktienmarkt waren Farben um 0,90 v. H., Scheideanstalt um 3 v. H. gedrückt. Relativ gut gehalten waren Elektrowerte, besonders Tarifpapiere. Elektrische Lieferungen gewannen 2,75 o. H., Bekula 0,65 v. H., Gesfürel 0,25 v. H. Siemens & Schuckert sowie AEG. kaum verändert. Montanwerte bröckelten trotz der günstigen Eisenmarktberichte ab. Es verloren Harpener 0,50 v. H., Mansfeld 0,25 v. H. Rheinstahl 1,25 v. H., Ilse Genuß 0,65 v. H., fester waren Phönix (plus 0,25 v. H.), Rhein. Braunkohlen (plus 0L0 v. H.). Von Schisfahrtswerten gewannen Hapag zirka 1 v. H., Lloyd 0,65 o. H. Im einzelnen gaben Reichsbank 1,25 v. H., Daimler 0,25 v. H. Aku 0,25 v. H. und besonders Bemberg auf ungünstige Abfchluherörte- rungen 2,65 v. H. nach, Dt. Linoleum gewannen 0,50 v. H., Westdeutsche Kaufhof (norm. Tietz) 0,25 v. H. Im Verlauf blieb das Geschäft an allen Märkten still. Bei kleinen Umsätzen konnten sich am Rentenmarkte dennoch Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen bis 0,25 v. H. befestigen, Neu- lenuer vsrunu iur tunen uiuieii uuki [luiäikii vtrnuui - r------° , ,, 1 r l 1 a> cn cr> -aioous * »io 1 - - co - - co <71 * - »mr- - m o a>o> io o> ~o O Grttzne» . ............. O Mainkraftwerke Höchst a,®L... 4 Süddeutscher Zucker .........8 28,25 45 197,25 "7,5 38 12 116 50,5 124,75 170 46,5 52,25 67 67,5 84 91 43 45,5 47,5 15,25 37,5 17.25 16,5 148,5 >78,75 152 20,75 70,5 190 27,25 45,75 198,5 86,5 38,25 11,75 112,25 114 152 124.13 166 48,75 52 66,5 67,5 84 91 42,25 43,25 47 33,9 36,75 47,75 16,75 151 176,25 150,5 21,13 70,5 188,5 28 87,4 45,5 198,5 87 38,13 12 124,4 52,5 66,5 E 93,25 42,9 47 113,75 37,65 47,65 59,5 16,5 149 176,75 153 21 188,5 27,75 86,13 45,75 198 86 38,25 11,5 113 113,5 151 124 48,5 52 66 67,5 92,5 42 42,5 47 113,9 36,65 48 59,75 16,75 147,75 177 150,65 21,5 188,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M Banknoten. 13-Januar 15- Januar AMlI'ch' Notierung ?rie Amil'ch> Gei 'lotierun. ?nr HelstngforA.. Wien 6,024 47,20 6,036 47,30 5,994 47,20 6,006 47.30 Prag ..... Budapest ... 12,46 12,48 12,455 12,475 — — — — öona ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland ... 168,53 168,87 168,58 168.92 Oslo 68,33 68,47 68,03 68,17 Kopenhagen. 60,69 60,81 60,49 60,61 Stockholm 70,13 70,27 69,83 69,97 London . . 13,585 13,615 13,535 13,565 Buenos Aires 0,678 0,682 0,678 0,682 Reuvori 2,672 2,678 2,647 2,653 Brüssel..... 58,29 58,41 58,34 58.46 Italien..... 22,00 22,04 22,02 22.06 Paris ...... 16,42 16,46 16.44 16.48 Schweiz .... 81,12 81,28 81,22 81,38 Spanien.... 34,62 34,68 34,67 34,73 Danzig .... 81,47 81,63 81,52 81,68 Japan 0,811 0,813 0,806 0,808 Rio de Jan. . 0,226 0,228 0,226 0,228 .lugoflawieu. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon .... 12,39 12,41 12,34 12,36 33erHn, 15. Januar Meld Srlri Amerikanische Noten.............. 2,60 2,62 Belgische Noten ................ 58.11 58,42 Gnglijche Noten ................. 13 55 Holländische Noten .............. 168,16 168,84 Italienische Noten .............. 21,90 21,98 Norwegische Noten ............. 67,86 68,14 Deutsch Oesterreich, i IOO Schwing Rumänische Noten ............. — — Schwedische Noten............... 69,66 69,94 Schweizer Noten................. 81 04 81,36 Spanische Noten................. 34'53 34,67 Ungarische Note» •••••••••••••••• larft Schweine. 3lotür zewicht in Mar! » bis 51. Maik Wen ^ei6 °chfr°g'V 1 Uhbm» -?> Ä1 .173,50 »7 *'°0 bis' i» ZOO^Meii'üii * 10,25 J °^eprch 21 ' südd. 7j; khmaru. !ffrieb: Rich D?"1" ’ X l .?) 31 bis x ,b's 23. Jim '92M2* 0-c 18 bis 21 b 29 bis 36 [.a) 40 bis y ?15 AmW lere 26 bis A mittlere 23 ft l? a) 48 bis 51 ”.5 49, e) 40 bi ^vergleich zux !n, Mrsen uii er und Hämm! nd Kühe bliebt! iver , schleppet V.^. geraunt, tzleischgroßmark )- 20 ganze B mebälften. Prev i Mark: Ochser 1 bis 50. Buller. >is 40, m 24 bii bis 60. Hamm»! lotiert, Schweine des Fleischgrotz ebörie izen (inländisch« bis 20 Mark, pt 19,40, Lezirl! g) 20,10 bis 20,51 ei Mannheim!! 40, Bezirk 816,1 75 bis 15 (fest )ware über Dlotii Lusstichware übt indische) 17,25 k 20; Erdmßkuchi i (prompt) 15 bi ’udjen 15,50 bi uchen W. W buchen 17,21# iü Sack) estenschnitzel $ )■ Notkleeheu 6" 1,20 (fest). M er-Gersie 1,80 t- jen 1,40 bis 1b Weizenmehl (6p» Januar 29,40, W «eiienm >er Januar iw ) (ruhig): Rogss prompt)^ und suddeuW Weizenkleie (fei* ,i) 11.25 (P* in ; ffieijenW» ,11,50 bi- M lüg); Wei,E n Ende der Jj * »Ä * (tattgtfu"16' llfllitnU1: I $ 3,IS 'Sj 60-S 69. •I 5J.« L 8b i 34-2 fjj 'D 0-ä 6,<2 ir>* 47-20 12,455 3,°jj 168-50 68-03 60,49 5,83 I3.5J5 0,678 2.647 58,34 22.« 16,44 81A ü,67 Ä 12,34 Dienstag, lf).Januarj934 tyieöenei zinjeiget ((öenetaMliijetger sm Gberhessen) llr. nd Duttes biau Das RSttel eine« Kvühttnssnachi Heiken der Berufsausbildung auf eigene Faust zu spannt, n regeln versuchen. Der Hauptausschuß wird daher Kolonien Schristleiiergeseh und kirchliche Blätter Alter Zunstbrauch wird lebendig. und Mieter, die von den Reichszuschüssen Gebrauch Die Opern-Äorstellung im Aießener Giadttheater. Nachdem die mit großer Spannung verfolgte Spionagegeschichte Z/B 518" gestern beendigt worden ist, nimmt heute ein neues großes Nomanwerk in täglichen Fortsetzungen seinen Anfang im Gießener Anzeiger. Oie Verfasserin Gert Nothberg ist den Lesern in bester Erinnerung. Ihr neuer Noman erscheint unter dem Titel kann es nicht geduldet werden, daß irgendwelche Einrichtungen geschaffen werden, die die Angelegen- der Deutschen Presse heute mitteilt, ist über die kirchlichen Blätter zu sagen, daß ihr amtlicher Charakter immer dann zu bejahen ist, wenn der Schriftleiter Angehöriger der evangelischen oder katboli- schen Geistlichkeit ist, der kraft seines amtlichen Wirkungskreises als Schriftleiter tätig ist. Also auch pfarr-amtliche Blätter sind darum amtlich. Schriftleiter dieser Art und an diesen kirchlichen Blättern sind daher nicht eintragungspflichtig. wird man die ohne Zwischenhandel von Afrika nach Deutschland eingeführten, von deutschen Farmern gebauten Produkte betrachten; verschiedene Erzproben, Rohedelsteine, Edelhölzer usw. lassen erkennen, was Afrika an mannigfachen Werten aufzuweisen hat. Jagdtrophäen, Gehörne, Riesenschildkröten, Felle, präparierte Tierköpfe (Warzenschwein, Flußpferd), stimmungsvolle Bilder des Afrikamalers W. Stephan (Gießen), schöne kultische Schnitze- reien der Eingeborenenvölker, Gebrauchsgegenstände siserne Sparsamkeit die Durchführung großzügiger Urbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu ermöglichen, und Damit letztlich dem wirtschaftlichen Leben Offenbachs nie erforderlichen Impulse zuzuführen und eine Zinschaltung der Erwerbslosen in den Wirtschafts- vrozeß durchzusetzen. So wurden allein in der Stadtratssitzung im Vkovember vorigen Jahres rund 900 OOO Mark gemäß den Anträgen der Stadtverwaltung für Ar- »eitsbeschaffungsmaßnahmen bewilligt. Roch frisch n der Erinnerung sind die Anträge des kommissa- -ischen Oberbürgermeisters in der letzten Stadtrats- itzung des Jahres 1933, die wieder beachtliche Ar- oeitsprozesse in Gang setzten. Zweifellos hat sich die Tätigkeit der neuen Stadtverwaltung in der Amtszeit von Dr. S ch ö n h a l s l^um Vorteil für die Stadt Offenbach ausgewirkt. Sine hier überzeugende Sprache spricht der Vergleich der Ziffern der Offenbacher Wohlfahrts- strwerbslosen aus dem April und Dezember des 'Jahres 1933, der eine Abnahme der Wohlfahrtserwerbslosen von 24 v. H. erkennen läßt. Durch die Ernennung zum Oberregierungsrat tritt Bürgermeister Dr. S ch ö n h a l s in die eigentliche Laufbahn seines Werdeganges als Staatsbeamter wieder ein. Von Gießen kommend, nach erfolg- -eichen Referendar- und Affesfor-Examina (1923 und 1.927) und erfolgtem Uebertritt in den Staatsdienst, zuletzt in Offenbach am Finanzamt-Stadt tätig, 1931 tium Regierungsrat ernannt, führt den Oberbürger- -neifter nun fein Weg nach seinem Wirken in Ö^enbach 32jährig wieder in seine Vaterstadt zurück. Die Beförderung zum Oberregierungsrat und die Berufung nach Gießen, die einem Wunsche Dr. Schönhals entgegenkam, dürfen zweifellos als eine Anerkennung der in Offenbach geleisteten Arbeit «nckefprochen werden. Die Offenbarer Einwohnerschaft schließt sich wohl qanz dieser Anerkennung an und ruft Dr. Schön- yals ein ehrliches „Glück auf!" und herzliches „Heil Hitler!" zu. Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s ist geborener Gießener. S"in Vater, der Reichsbahnzug- i:ül)rer Heinrich Schönhals, roohnt hier in der Dammstraße. Oberregierungsrat Dr. S ch ö n b a l s Jt 32 Jahre alt, er hat die hiesige Oberrealschule besucht, dann an der Universität Gießen studiert, iieine Referendarprüfung am hiesigen Amtsgericht nbqelegt und die Assessorprüfung in Darmstadt bestanden. Vor seinem Eintritt in die öffentliche Der- iwaltung ist er auch einige Zeit als Syndikus in Weilburg tätia gewesen. Er ist verheiratet mit einer Tochter des Bahnspediteurs Lyncker von hier. <5d)u(feiern am Neich^ar ndunasiaa. Die Minifterialabteilung für Bildungswefen, Kul- ttus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen Der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichts- canstalten und die Kreis- und Stadtschulämter sol- ggenbe Verfügung erlassen: Am 18. Januar jährt sich zum 63. Mal die Wiederkehr des Tages der Reichsgründung. Das durch Len Sieg der nationalen Revolution geeinte deut- stsche Volk gedenkt an diesem Tage mit Bewunde- runfl und mit unerschütterlichem Vertrauen auf Deutschlands glückliche Zukunft des Meisterwerks Bismarcks. Es gilt, die Bedeutung des Tages besonders unserer Jugend näherzubringen. Wir ordnen daher an, daß an diesem Tage in cnllen Schulen Veranstaltungen abgehalten werden, in denen in feierlicher Umrahmung auf die Bedeutung dieses Tages hingewiesen wird. Im Anschluß hieran ist der Schulunterricht zu schließen. Ringshausen. «Schutz des religiösen BekenntniffeS in den Schulen. ** Eine Achtzigjährige. Morgen, Mittwoch, 17. Januar, feiert in geistiger Frische unsere Mitbürgerin Frau Philipp Otto Wwe., Kaiser- allee 9, ihren 80. Geburtstag. ♦♦ Eine Versammlung der Arbeitsfron t u n d der R S B O., in der über das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit berichtet werden soll, ist für morgen, Mittwoch abend für Gießen geplant. Als Redner ist der Gaubetriebszellemnspek- teur Pg. Goebel, Derbandsleiter des Deutschen Arbeiterverbandes der öffentlichen Betriebe, vorgesehen. Näheres über die Versammlung ist bis zur Stunde noch nicht bekannt geworden. Girr rierreir Roma« vor» heute au in der Keimatzettuns ^Diese von nationalsozialistischem Wirtschaftswol- kl',»- nTfo (Ämtanotibor Aufgeklärter Brand in Gelnhaar. Die Ermittlungen über den in der Nacht zum 10. Januar bei dem Landwirt Karl Kroll in Gelnhaar ausgebrochenen Brand, über den wir bereits berichteten, führten inzwischen zur restlosen Aufklärung. Die bereits am ersten Tage gegen die Eheleute Kröll gehegten Verdachtsgrunde haben sich derart verdichtet, daß sie in Untersuchungshaft genommen werden konnten. Der angeblich ausgeführte Wurstdiebstahl fand jetzt nach der Festnahme der Eheleute Kröll auch insofern seine Aufklärung, als man die Wurst innerhalb des Krollschen Anwesens im Mist vergraben oorfand. Klektro-Gas-Hront in Sieben. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Infolge eines Fehlers ist leider ein Irrtum unterlaufen. Die Opern-Vorftellung am —ch. 17 nuar, beginnt nicht, wie irrtümlich angegeben, um I 19 Uhr, sondern um 19.30 U h r. I Das Opern-Ensemble des Hessischen Landestheaters gastiert in dieser Spielzeit erstmalig und bringt < die Oper: „Mona Lisa" von Mar von Schillings । zur Ausführung. Das Hessische Landestheater, das diese Oper anläßlich des Todes dieses bedeutenden deutschen Musikers neu einstudiert und ausgestattet als Gedächtnisfeier aufführte, konnte bei Publikum und Presse damit einen tiefen Eindruck hinterlassen. Bericht der Kriminalpolizeiste' ?e Gießen ** Ehrung von Hausangestellten, bei mehr als 20jähriger Dienstzeit, erfolgt alljährlich, so auch dieses Jahr wieder zu Ostern durch das H e s- ische Rote Kreuz (Landesverein vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverein). In Betracht kommen weibliche und männliche Hausangestellte, die bei derselben in Hessen wohnenden Familie länger als 20 Jahre hindurch ununterbrochen treu gedient haben, sofern nicht schon von anderer Seite aus gleichem Anlaß Dienstauszeichnungen verliehen wurden. Die Verleihung der Ehrengabe ist durch Vermittlung desjenigen Zweigvereins des Hessischen Roten Kreuzes, zu dessen Bezirk der Dienstort gehört, zu beantragen. Der Antrag erfolgt durch die Dienstherrschaft; Name, Alter, Heimatort der Hausangestellten, Tag des Diensteintritts und Art der Dienstleitstung (Köchin, Kindermädchen usw.), Name und Stand der Dienstherrschaft müssen aus dem Antrag ersichtlich sein. Eine Bescheinigung der Ortspolizeibehörde über die Richtigkeit der Angaben ist beizufügen. Meldeschluß: 1. Februar. Hausangestellte, die überwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt sind, kommen nicht in Betracht, da deren Auszeichnung durch die Landwirtschaftskammer erfolgt. ** Schädlingsbekämpfung i m Winter ist vielfach leichter durchzuführen als im Sommer. Ist eine Schneedecke vorhanden, fo lassen sich an den Spuren der auch bei Frost auf Nahrungssuche gehenden Tiere die befahrenen Baue der Feldmäuse und Kaninchen leicht erkennen. Die Kaninchen schaden in dieser Zeit hauptsächlich durch Benagen der Obstbäume. Ihre Bekämpfung wird durch das Räucherverfahren unter Verwendung von Räucherpatronen in geeigneten Räucherapparaten durchgeführt. Die Raupennester, besonders des Goldafters und des Baumweißlings, müssen jetzt von den Obstbäumen entfernt werden. Der Apfelblattsauger, die Kirschblütenmotte, sowie die im Eioder Raupenzustand überwinterten Motten- oder Wicklerarten (z. B. Gespinnstmotte, Apfel- und Pflaumenwickler) werden durch Spritzung der Bäume mit Obstbaumkarbolineum bekämpft. Beim kauf verlange man ausdrücklich ein Obstbaumkarbolineum, das den Normen des Deutschen Pflanzenschutzdienstes entspricht. Folgende Flug- und Merkblätter der Biologischen Reichsanstalt behandeln die in dieser Jahreszeit wichtigsten Schädlinge und Krankheiten: Merkblatt Nr. 3: Mittel zur Bekämp- fung schädlicher Nagetiere; Flugblatt Nr. 6: Schädliche Spinnerraupen; Nr. 7: Kaninchenplage; Nr. 13: - Feldmäuse; Nr. 50: Motten- und Wicklerraupen; ■ Nr. 70: Baumweißling; Nr. 90: Apfelblattsauger; i Nr. 98: Wühlmaus. Auskünfte über Pflanzenkram. Borrrotizen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr, „Der betrogene Kadi" und „Die Nürnberger Puppe". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Himmelsflotte". — Gewerbe-Verein, 20 Uhr, „Hin- denburg", Hauptversammlung. — Evang. Stadtmission, Löberstraße, 10.15 und 20.30 Uhr, Bibelkurs und Volksmissionsoorträge. — Der Goethebund gibt im heutigen An- zeigenteil bekannt, daß die für heute, Dienstag, vorgesehene Vortragsveranstaltung ausfällt. Aus Der provinütalbuuphioDt Oberregierungsrat Dr. Schönhals. Wie am Samstag berichtet, ist der Oberbürgermeister von Offenbach a. M., Regierungsrat Dr. Heinrich S ch ö n h a l s , zum Oberregierungsrat bei Her Provinzialdirektion Oberhessen in Gießen ernannt worden. _ ... Anläßlich des Scheidens des Herrn Dr. Schon- H a l s von dem Amte des Offenbacher Oberbürgermeisters gibt die „Offenbacher Zeitung" einen Ruck- »lick auf das Wirken von Oberbürgermeister Dr. S ch ö n h a l s vom 28. März vorigen Jahres an, nn dem er mit den Dienstgeschäften des Offen- nacber Oberbürgermeisters beauftragt wurde, bis liu feiner jetzigen Versetzung nach Gießen Die „Offenbacher Zeitung" erinnert m ihrem Rückblick aus das Wirken von Dr. S ch ö n h a l s u. a. an Die Annahme feines Ersparnisantrages durch den Offenbacher Stadtrat, durch den eine Zuruckftufung Der Gehälter bestimmter Beamtengruppen vollzogen und eine jährliche Ersparnis von 62 000 Mark er- 7eicht wurde. Dann schreibt das Blatt weiter: Die Damit erreichte Angleichung der Gehalter war rüher trotz entsprechender Verfügungen des Kreis- amtes von der marxistischen Stadtverwaltung unterassen und damit die erforderliche Ersparnis sabo- : iert worden. Im gleichen aufbauenden Sinne wie Vieser erste Antrag, erfolgten dann die weiteren Maßnahmen der Stadtverwaltung. Immer und überall trat der unbeugsame Wille zutage, durch männer ein Los zu kaufen. Er gewann einen 500- Mark-Preis und konnte in feiner Familie, die eine Reihe Bedürftiger aufwies, unendlich viel Gutes tiften. In Potsdam war es ein Büroangestellter, der mit einem Hundert-Mark-Gewinn seiner krank darniederliegenden Frau Erleichterung und Freude chenken konnte. Immer wieder stellte es sich heraus, wieviel Segen auch am Einzelnen diese Stra- zenlotterie stiftet, die doch für die Gesamtheit gedacht ist. Hier erfüllt sich so recht das alte Sprichwort: Tu' Gutes und dir wird Gutes getan! Bildung eines Hauptausschuffes für Berufserzlehung Auf Anordnung des Parteigenossen Dr. Ley ist in der Deutschen Arbeitsfront das Amt der Ausbildung geschaffen worden. Dieses Amt gliedert sich in zwei Gruppen' Die erste Gruppe hat sich mit der weltanschaulichen Schulung und mit Fragen der Allgemeinbildung zu befassen. Die zweite Gruppe soll vorwiegend der Berufsausbildung dienen. Um dieser letzteren Aufgabe gerecht zu werden, hat der Präsident des Rhein-Mainischen Jndustrie- und Handelstages, Sitz Frankfurt a. M., Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Dr. L ü e r, im engsten Einvernehmen mit der Deutschen Arbeitsfront für den Bezirk des Rhein- Mainischen Industrie- und Handelstages den „Haupt- ausschuß für Berufserziehung" ins Leben gerufen. Damit für den Erfolg der Tätigkeit dieses Ausschusses eine sichere Grundlage geschaffen wird, Die Direktion der städtischen Werke gibt im heutigen Anzeigenteil in einer Bekanntmachung Kenntnis von einer für morgen, Mittwoch nachmittag in die Gastwirtschaft von Faul st ich, Bahnhofstraße, einberufenen Versammlung, in der die Gründung der Elektro- Gas-Front und der Elektro- Gos-Gemeinlchosten statt, mden soll. Zu dieser Versammlung wird uns von der Jndustrie- und Handelskammer Gießen noch folgendes gefchne- I« einer Verfügung an die Direktionen der höhe- rren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten -und die Kreis- und Stadtschulämter hat die Ml- misterialabteilung für Bildungswesen, Kultus. Kunst iund Volkstum folgendes angeordnet: Auf Betreiben der freien Schulgefellfchaften find in den vergangenen Jahren an Stelle der Konfirmation und der Erstkommunion Jugendweihen veranstaltet worden, denen ein Jugendunterncht D°Z)an9roir die Bestrebungen dieser Organisationen entschieden ablehnen, bringen wir hiermit die Erwartung zum Ausdruck, daß stch Lehrer und Lehrerinnen der uns unterstellten Schulen an derartigen Veranstaltungen und an den Vorbereitungen hierzu nicht beteiligen. R l n g s h a u s e n. Oer Deutsche verläßt einen Deutschen nicht in der Not. Diese alte Weisheit bewahrheitet sich auch wiederum bei dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes das mit dem neuen Jahr durch die all überall, m sed-r deutschen Stadt und auf dem Lande ge pi-lte Pitrnfepn lotterte des Winierhllss- werks einen neuen Auftrieb gefunden hat. Allerorten merkt man, daß mit beni genügen Opfer des Einzelnen von 50 Pfennigen für emen Lo^rief zugleich eine große Glücksmoglichkeü geboten ift. 3n Berlin machte ein 17jährigerErwerbsloser siut seiner M.utter einen Spaziergang. Die Mutter vermilaßte ihn, doch auch einmal bei einem der grauen Glucks- und Büchern zusammengetragen war und hier nun feinen tieferen Sinn, die Verpflichtung der Junggesellen zu ernster Arbeit, offenbarte. Mit der Freisprechung war gleichzeitig die Aufnahme in den Gesellenstand verbunden. Die neuen Gesellen wurden von dem Altgesellen Mohr im Kreise der Gesellen willkommen geheißen. Gleichzeitig erhielt, nachdem die Gesellenbriefe verteilt worden waren, jeder der Beteiligten eine Tabakspfeife mit dem dazu gehörigen Päckchen Tabak. Sodann nahmen die jungen Gesellen mit am Gesellentisch Platz. Durch den Vorsitzenden der Handwerkskammer Gießen, Pg. Stühler, wurden den jungen Gesellen herzliche Glückwünsche übermittelt und gleichzeitig einem der jungen Gesellen als Anerkennung für seine mit „Sehr gut" bestandene Gesellenprüfung eine Schrift des Hessischen Handwerkskammerpräsidenten überreicht. Die Junggesellen überreichten dem Jnnungssührer ein schönes und praktisches Geschenk. Kollege Ruhl hielt im weiteren Verlaufe des Abends eine kurze Ansprache, in der er die Junggesellen aufforderte, nach altem Brauch sich auch in der Welt umzusehen und durch Arbeit bei verschiedenen Meistern ihr Wissen zu erweitern. Aus dem Kreise der Jnnungssührer sprach Herr Albin K l e i n in ähnlichem Sinne. Syndikus Röhr erinnerte in herzlicher Ansprache an alte Bräuche im Handwerk, die er noch in seiner Kindheit erlebt hatte, wies auf den Sinn handwerklichen Brauchtums hin, wies den praktischen Wert dieser Sitten auf und zog Vergleiche zur Jetztzeit. Er begrüßte besonders das Vorgehen der Kraftfahrzeug-Innung. Der Innung gebühre Dank dafür, daß sie es unternahm, diese alten Sitten lebendig werden zu lassen, der Jugend mit gutem Beispiel voranzugehen und Wege für die Zukunft zu zeigen. In weiteren Ausführungen schilderte der Redner die mannigfachen Schwierigkeiten, die der Gründung der Kraftfahrzeug-Innung entgegenftanben, und betonte, daß die Innung in Gießen eine der ersten Innungen des Kraftfahrzeughandwerks in ganz Deutschland fei. Es fei eine Freude gewesen, an der Schaffung dieser Innung mitarbeiten zu dürfen. Dank sei allen denen gesagt, die den Lehrlingen etwas lernten. Die jungen Gehilfen sollten sich aber dessen bewußt sein, daß sich in der Zukunft nur der Tüchtigste behaupten und nur jener Meister werden könne, der seine Meisterschaft unter Beweis zu stellen vermöge. Dem, der sich selbständig machen wolle, werde in dieser Hinsicht nichts geschenkt'. Die Arbeit müsse im Sinne der Fortentwicklung unseres deutschen Volkes und im Sinne der Gefolgschaft des Führers geleistet werden. Nachdem man noch eine interessante „Umfrage (Junggeselle Mohr und Geselle Schmidt) nach altem Zunftgebrauch gehört, noch manches gemeinsame Lied gesungen und Sieg-Heil auf die Führer des Reiches und der handwerklichen Organisation ausgebracht worden war, klang die denkwürdige 23er- anftaltung in einem gemütlichen Beisammensein aus. wie die Finanzierung des über den Betrag der Zuschüsse hinausgehenden Teiles der Kosten für Jn- standfetzungs- und Erneuerungsarbeiten erfolgen kann. Die städtischen Werke, die Elektro- und Gasinstallateure, sowie der Fachhandel werden sich anläßlich dieser Kundgebung zusammenschließen, um den Hausbesitzern und Mietern Gelegenheit zu geben, auf beguemem Wege zeitgemäße Elektro- und Gaseinrichtungen zu schaffen. Nur wenn alle in gemeinsamer Arbeit für das große Ziel des Wiederaufbaues der deutschen Wirtschaft zusammenstehen, wird es möglich sein, das Programm der Regierung zu verwirklichen und die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Deutschland braucht Kolonien! Eine koloniale Werbewoche in Gießen. Die Vereinigung für koloniale Wie- bergeroinnung, bie in ber kurzen Zeit ihres Bestehens bereits eine lebhafte Tätigkeit entfaltet hat, tritt in biefen Tagen mit einer Werbewoche für ben kolonialen Gebanken an die breiteste Öffentlichkeit. Der Verein hat sich vorgenommen, die geistige Verbindung des deutschen Menschen mit dem Kolonialgedanken in unserer Stadt wachzuhalten, damit, wenn dereinst der Kolonialgedanke im Kampfe um Deutschlands Behauptung in der Welt wieder mehr in den Vordergrund rücken kann, ber Boben vorbereitet ist. Diesem Zweck bient auch die von der Vereinigung in der Zeit vom 14 bis 21. Januar durchgeführte Werbewoche. Transparente, über die Straßen gespannt, machen darauf aufmerksam, daß wir unsere nicht vergessen dürfen. Interessante Ausstellungen in verschiedenen zentral gelegenen Läden ermöglichen einen Blick in eine Welt, in der vor dem Kriege und auch heute nod). deutscher Geist Die Kraftfahrzeug-Innung Gießen . vereinigte am Samstagabend im Restaurant Faul - st i ch ihre Mitglieder, die Gesellen und Lehrlinge des Mittwocy, 1/. xta- sgeruf5/ ferner die Jnnungsmeister verschiedener anderer Handwerke und Gäste aus dem Kreise der ! Handwerkskammer zu einer Feier. Der Abend war der Ueberreidjung der Gesellenbriefe an die Junggesellen gewidmet. Die feierliche 1 Ueberreidjung geschah in der Form alten zünftigen Brauchtums, das lange Zeit verschüttet war und nun neue Form und neuen Inhalt erhalten soll. Musik leitete ben Abenb ein. Der Jnnungssührer Aßmann hielt eine kurze Begrüßungsansprache unb hieß insbesonbere bie Vertreter der Hanbwerks- kammer und die Vertreter anderer Innungen herzlich willkommen. Leider konnte Handwerkskammer- Präsident Fritz Müller (Darmstadt), Ehrenmitglied der Kraftfahrzeug-Innung, nicht an der Feier teil» nehmen. Er hatte brieflich beste Wünsche übermittelt. Auch der Altgeselle Mohr hielt eine kurze An- ' spräche, er richtete einen eindringlichen Appell an die jungen Gesellen und machte auf die Aufgaben in der ■ Zukunft aufmerksam. Der Führer der Handwerkskammer Gießen, Pg. ’ Stühler, dankte der Innung im Namen der Handwerkskammer und der Jnnungssührer für bie ' Einlabung, übermittelte bie Glückwünsche des Hand- werkskammerpräsibenten. Ihm gelte es nachzueifern, bamit er mit Stolz auf bas Hanbwerk blicken könne. Die Junggesellen, die heute freigesprochen würden, seien die ersten, denen es nach altem Brauche geschehe. Jeder solle sich befleißigen, das Beste zu leisten Daß sich das Handwerk wieder emporarbeite, sei vaterländische Pflicht. Versäumtes müsse nachgeholt werden. Eine Mahnung ergehe besonders an die Jnnungsmeister. Jeder neue Lehrling bedeute eine Aufgabe. Leistung sei große Forderung. Das Ansehen des Meisters hänge vom Bestehen des Lehrlings ab. Das Handwerk müsse sich seiner ständischen Aufgaben bewußt fein. Uns allen müsse aber der Führer Adolf Hitler als leuchtendes Beispiel vor ermächtigt, überall dort einzuschreiten, wo sich gegen seine im nationalsozialistischen Geiste geführte Ziel- etzung Sonderbeftrebungen bemerkbar machen. Es ....... --- --7, , --- - , . - #r , -. wird ausdrücklich betont, daß der Hauptausschutz1 Wertvolles schuf. Mit besonderer Aufmerksamkeit für Berufs-rziehung gleichbedeutend ist mit der ---""" Gruppe II des Amtes für Ausbildung in der Deutschen Arbeitsfront. Zum Leiter der Gruppe I, die durch Vorträge und Kurse die weltanschauliche und allgemeinbildende Schulung der Volksgenossen zu pflegen hat, wird Pg. Demmer ernannt. machen wollen besondere Bedeutung dadurch, daß nach alter Zunftart, nach einem bestimmten Tex sie ben Interessenten darüber Aufklärung verschafft, mittelalterlicher Herkunft, ber aus allen Urkunden Der Bezirksverband Hessen im Rhein-Main-Ver- band Deutsche Presse teilt mit: Nach Veröffentlichung ......... —-o------_ . - c ~ , ber Durchsührungsverorbnung zum Schriftleiter- aus natürlichstem Material hergestellt unb noch aeleh haben sich zahlreiche evangelische unb katho- vieles anbere ist in ben Schaufenstern zu sehen, tische Geistliche als verantwortliche Schriftleiter vor- Die Notwenbigkeit bes Besitzes von Kolonien wirb sorglich anqemelbet und vom Bezirksoerband auch in diesen kleinen Ausstellungen, insbesondere vom die Fragebogen erhalten. Wie der Reichsverband Wirtschaftlichen her, nachdrücklich vor Augen ge- ber Deutschen Pres e heute mitteilt, ist über bie führt. Die Vereinigung für koloniale Wiebergewm- nung verdient alle Anerkennung für ben starken Einsatz ihrer Kraft für den kolonialen Gedanken. Im Mittelpunkt der Werbewoche steht eine große koloniale Kundgebung, die, wie aus ber heutigen Anzeige ersichtlich ift, am Donnerstag^ abenb im Cafe Leib ftattfinbet. Universitäts-Professor Dr. K. Hummel wirb bei bieser Kunb- gebung über bas Thema: „Warum braucht Deutsch- lanb Kolonien?" sprechen. (Siehe heutige Anzeige.) Fahnenweihe der Ortsgruppe Gießen-Aord mich, sondern alles für Deutschland!" (Anhaltender heilen und -schädlinge erteilen die zuständigen Haupt- stellen für Pflanzenschutz, deren Anschriften im Merkblatt Nr. 4 angegeben sind. ** Kutscheroerein Gießen. Man berichtet uns: Der Kutscherverein Gießen hielt am vorigen Samstag eine Hauptversammlung ab, um den Sichere die Zukunst des Volkes, so sicherst du dich. — Tritt ein in die 7!S. - Dolkswohlfahrt. Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt. Gaubetriebszellenleiter Becker über den Durchbruch der sozialen Ehre des deutschen Arbeiters. Frankfurt a. M., 14. Ian. (LPD.) Die Verkündung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit führte ganz spontan zur Einberufung einer Massenkundgebung der Deutschen Arbeitsfront, die am Sonntagnachmittag im Hippodrom stattfand. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als unter den Klängen der SA.-Kapelle die Fahnenabordnungen der NSBO. einzogen. Von der Versammlung stürmisch begrüßt, ergriff der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront und Gaubetriebszellenleiter pg. Becker starker Beifall.) Krerspropagandaleiier Schmelz hielt die Weiherede. Er erinnerte an die Zeit nach 1918, in der das Volk losgelöst gewesen sei von Volkstum und Heimat, der Landesverrat als Ehrensache gegolten habe und der Bruderzwist die Meuchen trennte. Die Not, die über Deutschland gekommen sei, sei Lohn für böse Tat gewesen. In aller Not aber sei doch die Sehnsucht erwacht nach einem einigen Volksganzen, der Führer habe die Parolen gegeben und dem Volke den Glauben an seine eigene Kraft wieder geschenkt. So wie die ersten Christen ihr Leben für ihren Glauben zu geben bereit gewesen seien, so müsse auch der Nationalsozialist 'für seinen Glauben leben und sterben können. Der Nationalsozialismus lebe nur durch ^^Di^Fahne der Nationalsozialisten bedürfe der Tradition nicht. Die Fahne habe aber die Kraft zum Opfer gegeben, zu einer Zeit, m der alles zu versinken drohte. Nun aber stehe man um die Fahne geschart, vereint im Glauben an Blut, Loden und Rasse, im Glauben an die Zukunft. Das Bekenntnis und der Schwur zur Fahne muffe gehalten werden. In diesem Sinne nur könne die Fahne geweiht werden. Der Amtswalter fei ein politischer Soldat. Er habe dafür zu sorgen, daß der Nationalsozialismus die Kraft der Zukunft bleibe. Ortsgruppenleitei- pg. Thomas > hielt die Begrüßungsansprache, hieß besonders die < im Auftrage der Kreisleitung erschienenen Pg- I Kreispropagandaleiter Schmelz und B a r t h o l o- I mäus sowie die Vertreter der SS. und SA. Herz- i lich willkommen. Der Redner führte sodann weiter aus: „Wenn wir heute unsere Fahnenweihe abhalten, so kann ich nicht umhin einen kleinen Rück- ; blick zu geben auf den Werdegang der Ortsgruppe , Gießen-Nord. Am 1. Januar 1933 wurde aus der i Sektion Nord die Ortsgruppe Gießen-Nord gegrun- i bet, mit den Zellen Heuchelheim und Wieseck, die Mitte 1933 zu selbständigen Ortsgruppen erhoben wurden. Betrug die Mitgliederzahl am 1. Januar 1933 nur 123, so stieg sie doch sehr schnell und belief sich bei der Sperre auf über 380 Parteigenossen und Parteianwärter. An verschiedenen Veranstaltungen nahm die Ortsgruppe teil und zwar am Gauamtswalterappell am 13. Mai 1933, am Reichsparteitag in Nürnberg am 1. und 2. September 1933, am Gauparteitag am 23. und 24. September 1933. Auch an der Wiedersehensfeier am 8. und 9. November 1933 nahmen zwei Kämpfer der Ortsgruppe teil. Das Jahr 1933 war für die NSDAP, ein Jahr bes Kampfes und des Sieges und für die Ortsgruppe ein Jahr schwerer Aufbauarbeit. Die Amtswalter haben in unermüdlichem Fleiß diese Arbeit geleistet. Ich spreche ihnen meinen Dank aus und fordere sie auf, auch weiterhin ihre Pflicht zu tun. Gerade die heutige Verpflichtung der Amtswalter und die Weihe unserer Fahne legt uns die Verpflichtung auf, weiter zu arbeiten im Sinne unseres Führers Adolf Hitler!" Mit einem dreifachen „Sieg- , Heil" auf den Führer schloß der Redner seine bei» fällig aufgenommene Ansprache. Nach einem feinen Vorspruch hielt der komm Beigeordnete pg.Barcho'omäus eine begeisterte Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte: Im Jahre 1930 habe Adolf Hitler vor dem Reichsgericht als Zeuge erscheinen müssen, er sei gefragt worden, ob er die Macht im Staate tatsächlich auf legale Weise erobern wolle, und er habe damals antworten können mit dem Satze, daß das regierende System der beste Wegbereiter für den Nationalsozialismus sei. Der Führer habe die Entwicklung und auch den Zeitpunkt mit mathematischer Genauigkeit vorausgesehen, zu dem das System mit seiner Kunst fertig werde und er die Macht übernehmen müsse. Bald jähre sich nun der Tag, an dem Adolf Hitler die Macht im Staate übernommen habe. Man erinnere sich noch sehr wohl der Zeit, da die erste Fahne der Nationalsozialisten in Gießen geweiht worden sei. Das sei eine Zeit gewesen, in der man noch um jedes Mitglied habe kämpfen müssen. Allmählich seien aber doch der Glaube und bas Vertrauen zu ber Bewegung unb zu ihrem Führer in bie breiten Massen getragen worden. Der Führer habe den jüngsten Reichsparteitag mit Recht als den „Sieg des Glaubens" bezeichnen dürfen. Der Kampf um Glaube und Vertrauen des Volkes zur Bewegung sei hart gewesen. Jedes Dorf habe errungen werden müssen, oft von wenigen SA.» Leuten nur, die mehr als einmal einem Saal voll von Kommunisten, einer hassenden Menge gegenüberstanden, die das Werden des neuen Reiches mit allen Mitteln verhindern wollte. Da habe der nationalsozialistische Kämpfer alles Persönliche ab» streifen müssen und nur dem Neuen leben dürfen. Es habe überall versucht werden müssen, Menschen 3u gewinnen; da aber, wo man einmal Fuß gefaßt habe, sei die Bewegung durchgedrungen. So seien Blocks, Zellen und Ortsgruppen gewachsen. Aber noch habe man lange Zeil keine Fahne gehabt. Und wenn sie ans geopferten Groschen beschafft gewesen sei, so habe man erst noch einen ganze« Kerl gebraucht, der sie trug. Heute weihe man nun eine neue Fahne, für die schon Hunderte von Kämpfern ihr Leben ließen, für die schon mancher Gehorsam gelernt habe. Alle jene, die heute zu dieser Fahne stehen, müßten mithelfen, daß all das überwunden werde, was überwunden werden müsse. Man könne nicht innerhalb von drei oder vier Monaten Nationalsozialist werden. Nationalsozialist sein, bedeute neu geboren werden. In der Jugend sei der neue Geist unverfälscht lebendig. In der HI. frage man heute nicht mehr nach dem „Alten" und ob es ihm recht fei; der Junge stehe einfach bei der Hitler-Jugend. Die Jugend werde die echten Nationalsozialisten geben. wer allzusehr am Alten hange, könne nicht in den Reihen der NSDAP, stehen. neuen Richtlinien entbrechend die ouhrerschast zu bilden. Unter Zustimmung der Versammlung wurde der seitherige VorsitzendeHch. ch au s sau er zum Bereinssuhrer ernannt und durch den mit ber Gleichschaltung beauftragten 3eUenleiter $9-0» de r bestätigt. Pg. Roder berichtete eingehend über die Gleichschaltung und die von Deutschland begehrte Gleichberechtigung. Er forderte die An wesenden auf, sich geschlossen Hinter' d»- Reglerung und deren Führer zu stellen, damit das Ä'el ernncht werde. Mit einem Sieg-Heil auf den Volkstanz er Adolf Hitler fand die Versammlung ihren Abschluß. Zugunsten der Winterhilfe konnte em Betrag abgeliefert werden. Die Fahne sei nur ein äußeres Zeichen. Der Träger aber müsse dieses Zeichen als sein ureigen» stets halten. Und jeder, der zu dieser Fahne stehen wolle, müsse Träger der Idee dieses Symbols sein. Wer zu Recht neben der Fahne stehen wolle, müsse bereit sein, alles äußerliche abzulegen, müsse dem Kameraden neben »hm in das Auge sehen, ob er nun Arbeiter, Bauer, Student oder Geschäftsmann sei. Da dürfe es keinen Unterschied mehr geben. Was in der geistigen Haltung morsch sei, werde hinweggejagt wie von einem Sturmwind. Wo die Fahne sei, müsse die Idee sein und weitergetragen werden. Die Fahne sei ein Heiliges, ein Zeichen der Jugend und der Zukunft. Da müsse jeder Bruder sein wollen unter der Parole: „Nichts für LwerveNk« HL.-Schulungs-Lehrgang in Lich. * Lich, 15. Jan. Am Samstag und Sonntag trafen sich in Lich die Führer des Unterbannes 111/116, um in einem Lehrgang ausgebildet zu Dtt'am Samstag um 15 Uhr eintreffenden Führer wurden sofort in ihre Quartiere überwiesen. Um 16 Uhr traten sie am HJ.-Heim an, wo die Schulung innerhalb drei Gruppen abgehalten wurde^ Die erste Gruppe führte Unterbannfuhrer S ch r e i b e r, der über Aufbau der HI. und über die Geschichte der HI. sprach. Die zweite Gruppe leitete Unterbann- chulungsleiter Hörning, der über die Ausgestaltung der Heimabende sprach. Die dritte Gruppe führten Gefolgschaftsführer W. Schmidt; und Unterbannadjutant Hansen, die über Volkssport referierten. Am Abend traten bie Führer wieder am Heim an, um von Unterbannpressewart S t e i g e r einen interessanten Dortrag über das Thema „Was ist Nationalsozialismus" zu hören. In einer regen Aussprache saßen die jungen Führer noch lange bei» ammen. .. . Der Sonntagmorgen wurde mit einem Weckruf des Spielmannszuges begonnen. Im HJ.-Heim wurde die Schulung für die nächsten Wochen durchgesprochen. Nach dem Mittagessen trat bie gesamte Gefolgschaft Lich mit den Führern des Unterbannes an und jeder Kameradschafts- und Scharführer üble mit einer Gruppe. Den Abschluß des Lehrganges bildete ein Marsch durch die Stadt unter Mitwirkung des Spielmannszuges. Reich an neuem Wissen kehrten bie Hitler-Jungen wieder in ihre Standorte zurück. — Der Unterbann III/116 dankt den Bürgern von Lich herzlich für die freundliche Aufnahme und Bewirtung. üanfrtreie T Wieseck, 15.Jan. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hielt am Sonntag eine außerordentliche Generalversammlung ab, die im Zeichen der Gleichschaltung stand. Der Vereinsobmann Lehrer B e p p l e r wies in längeren Ausführungen auf die veränderten Zeitverhältnisse hin und gab seiner Freude Ausdruck, daß ber Verein aus der früher geübten parteipolitischen Neutralität heraustreten und sich voll und ganz hinter die zur Ganzheit der Staatsidee gewordene NSDAP, stellen könne. Nicht jeder könne in den braunen Kolonnen marschieren, Pflicht ber Obst- unb Gartenbauer sei es, SA.-Dienste auf dem ihnen anvertrauten Stück Scholle zum Wohle des Vaterlandes zu leisten. Die Gleichschaltung nahm darauf der Landwirtschaftliche Ortsfachberater H. Roden- hausen vor. Im Auftrage der Hessen-Nassauischen Bauernkammer ernannte er den seitherigen Vorsitzenden zum Vereinsführer, zu dessen Stellvertreter Reichsbahnbeamten Jak. Bernhardt, . zum Schriftführer Reichsbahnassistent K. R a u s ch. Durch den neuen Führer wurde noch Aug. Lotz zum Rechner und Baumwart L. Haas als Fachberater für Fragen des Obstbaues in den Beirat des Vereins berufen. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein Vortrag des Vereinsführers über das Thema „Beerenobstbau im Hausgarte n". Der Redner führte u. a. aus: Die Harmonie des Gartens erfordere, daß neben Gemüsen auch Blumen und Obstarten gebaut würden. Hierbei das richtige Verhältnis zu finden, um den Haushalt das Jabr über versorgen zu können, sei die Kunst des Liebhabergärtners. Erdbeeren gehörten in jeden Hausgarten, da zu deren Kultur keine besonderen Kenntnisse nötig seien und der Ertrag auch schon im Jahr nach der Pflanzung einsetze. Stachel- und Johannisbeeren sollten mehr als Halbhoch- und Hochstämme gepflanzt werden. Bei dem Anbau von Himbeeren, die in keinem Garten fehlen sollten, komme nur die neue Sorte „Preußen" in Frage. Die oft gestellte Frage, ob Brombeeren in dem Hausgarten Platz finden sollten, wurde, richtige Sortenwahl vorausgesetzt, für größere Verhältnisse bejaht. Ausführlich wurden Pflanzvorbereitungen, Pflegemaßnahmen und Schädlingsbekämpfung behandelt und bei der Düngung den sehr vernachlässigten Düngemitteln Kalk und Superphosphat das Wort geredet. Eine stattliche Anzahl vorzüglicher Lichtbilder ergänzten die Darlegungen in bester Weise. In ber anschließenben regen Aussprache würbe noch manche Frage aus ber Mitte der Versammlung geklärt. Der Vereinsführer forderte die Anwesenden auf, schon jetzt durch richtige Baumpflege und sachgemäße Düngung die nötigen Vorbereitungen für die geplante O b st a u s st e l l u n g im Herbst zu treffen. Nachdem noch verschiedene innere Vereinsangelegenheiten besprochen worden waren und eine Verlosung von Sauerkirschhalbstämmen und Meisennisthöhlen stattgefunden hatte, wurde die schön verlaufene Tagung mit einem dreifachen „Sieg-Heil", in das die Teilnehmer begeistert einstimmten, geschlossen. * Großen-Buseck, 15. Jan. Der hiesige Ziegenzuchtverein hielt dieser Tage bei Mitglied W Wagner seine Generalversammlung ! ab. Der Vorsitzende, Sattlermeister S ch e l d , be» , grüßte bie Mitglieder und gab in kurzen Ausfüh- ! runqen einen Bericht über das abgelaufene Ge- . fchäftsjahr, dem zu entnehmen war, daß der 93er- . ein auch im Sabre 1933 sehr gute Erfolge erzielte. . Von allen besuchten Märkten und Prämiierungen : konnten die Tiere der Mitglieder preisgekrönt beim® . kehren. 16 I., 18 II., 12 III. Preise und 9 An- > erfennungen, sowie ein la-Preis für Ortssammlung auf der Tierschau in Lich waren der Lohn der ’ Züchter. Die Mutterlämmer erhielten auf dem j Prämiierungsmarkt in Gießen 8 I. und II. Preise, i Dem Rechner W. Wagner I. wurde Entlastung . erteilt. Der 1. Vorsitzende, Sattlermeister Scheld, ; be ar übte den erschien-nen Ortsqruppenleiter ber NSDAP, Pg. Karl Pfeiffer, unb teilt" mit, daß der Gesamtvorstand zum Zwecke ber Gleichschaltung des Vereins feine Aemter nieberlege. D"r Ortsaruppenleit"r Pfeiffer ernannte ium 1. Führer Sattlermeister S cb e l d, zum S^llvertret-r Heinrich Harbach VIII., ,ium Schriftführer K. Schwalb, zum Rechner W. Wagner I. Als Beisitzer und Berater wurden solaend- Mitglieder bestimmt: H. Wagner XVIII., W. Scheld III., ' Otto Weis, Ehristcmh Scheid VI. und H. 1 Scheid VII. Zum Stallwart wurde Wilhelm : Pfeiffer bestimmt. Ferner wurde beschlossen, das • 25iährige Bestehen des Vereins mit einer Lokalschau ' und Prämiierung in schlichter Weise iu feiern. Nach i längerer Aussprache über Zucht unb Milchleistungen 1 d"r Ziegen schloß ber 93ereinsfübrer mit einem ..Sieg-Heil" auf bie Führer des Reiches bie Versammlung. = Lich, 15. Jan. In einer von dem hiesigen - Ortsbauernführer I h r i n q einberufenen Dersamm- , hing fand eine Aussprache zwischen Verpächtern l und Pächtern über die Festsetzung der Pacht- - preise für 1933 statt. Nach' einem Vortrag des ' Kreisbauernführers D ö r r f ch u ck und eingehender Aussprache wurde zu einer Verständigung zwischen Pächtern und Verpächtern über bie jeweilige Hohe Dieser Aufgabe seien bie Amtswalter, bie heute um bie Fahne geschart seien, durch ben Hanbschlag bes Ortsgruppenleiters, ber Bewegung unb ber 6 ah ne verpflichtet. Amtswalter sein heiße seine Pflicht restlos erfüllen. Der Amtswalter habe aber auch ba ür zu sorgen, baß ber Weg ber Bewegung u b e r alle Verständnislosen hinweg klar geführt werbe. An bie Stelle ber alten germanischen Sonnenräber sei bas Hakenkreuz gestellt worben als bas Zeichen, von dem bas Licht ausgehen müsse über das Deutschland in der Zukunft, Das Licht solle sich aber auch in alle Herzen senken und das Dritte Reich in allen Volksgenossen wahrhaft machen. (Lebhafter Beifall!) Im Anschluß an die Weiherede wurden das Deutschland- und das Horst- Wessel-Lied gesungen. Ortsgruppenleiter pg. Thomas verlas hierauf die eingegangenen Mitgliedskarten und schickte der Verlesung folgende Worte voraus: Wer in unsere Organisation eintritt, der muß innerlich Nationalsozialist sein. Wir brauchen nicht Menschen, die nur der Zufall zu uns spielt, mir brauchen Kämpfer, die sich voll und ganz jebcr3eit für die Partei einsetzen. Wir sind I« nicht für heute und morgen, sondern wir bauen den S aat für Jahrhunderte. Wir verbitten uns deshalb, daß Leute in unsere Organisation eintreten, um Nationalsozialisten vorzutäuschen. Wer nicht Disziplin hält wer nicht Tag unb Nacht opferfreudig der Partei zur Verfügung steht, den können wir nicht aufnehmen. Ulan kann nicht mehr ober weniger National- foUaliff fein, fonbern man kann es nur ganz fein ober gar nicht. Nachdem ber Männer - Quartett - Verein „Frohsinn" einige Lieber in vorzüglicher Weise zu Gehör gebracht hatte unb nachbem bie Kapelle mit verschiedenen weiteren musikalischen Darbietungen aufgewartet hatte, gelangte durch die Theatergruppe des DHV. in eindrucksvoller Weise eine Szene 3ur Aufführung, die unter dem Titel „Schlageters Heldentod" die letzten Stunden dieses Freiheitskämpfers in erschütternder Weise schilderte. * Am Vormittag nahmen die Amtswalter geschlossen an dem Gottesdienst in der Stadtkirche teil. das Wort zu seinem Referat über den „Durch- bruch der sozialen Ehre des deutschen Arbeiters". Er ging aus von der französischen Revolution von 1789, die dem Liberalismus und damit dem marxistischen Gedanken Tor und Tür geöffnet habe. Unser Geschlecht habe in den letzten Zuckungen dieses liberalistischen Denkens gestanden, das das Einzelwesen in den Mittelpunkt alles Geschehens stellte. Der Grundsatz, die Welt als solche hat sich nach mir, dem Einzelwesen, zu richten, mußte selbstverständlich Folgerungen zeittgen, bie niemals im Interesse bes Volkes liegen konnten unb ben einzelnen Menschen auf ben Gedanken bringen, du hast das Recht, deine anderen Volksgenossen auszubeuten. In diesen Gedanken bewegten sich unsere Wirtschaftsführer bis zu dem Augenblick, als die Nationalsozialisten den Verhältnissen einen Umschwung gaben. Man hatte jeben Begriff verloren für Blut unb Boden und dafür, daß die arbeitenden Kräfte Blut von unserem Blut und Volk von unserem Volke waren; der Mensch wurde nur als Ware angesehen. Hierzu kam als gefährlichste Gruppe die, die sich anmaßten, dem Arbeiter ein Führer zu sein und die ihm oorfpieaelten, seine Lage durch eine Änderung ber Verhältnisse bessern zu wollen. Sie buchten aber nicht daran, denn auch ber Marxismus stellte das Einzelwesen in den Mittelpunkt der Geichehnisse. Zur Ehre des deutschen Arbeiters muß man anerkennen. daß er in feiner großen Masse um ganz andere Dinge rang, als um die niederen Ziele, die ihm der Marxismus oorfpiegelte. Der deutsche Arbeiter kämpfte um den Platz, der ihm in der Nation gebührte. Dies war auch einmal der Kampf der Arbeiterführer, die den gewerkschaftlichen Gedanken in die schaffenden Massen des Volkes hineingetragen hatten. Der Kampf zwischen der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften in den neunziger Jahren endete schließlich mit dem Sieg der Sozialdemokraten, die aus den Gewerkschaften ein Machtinstrument für ihre Zwecke formten. Unter Ausnutzung des Ovfer- geistes und des Opfermutes des schaffenden Menschen arbeiteten die marxistischen Parteisekretäre lediglich für sich, bis diese Einstellung sie schließlich auch vernichtete. Wenn die Beauftragten Adolf Hitlers die Geschicke in die Hand nahmen, so war dies nur gerecht Weltgeschichte ist immer im Recht; Weltgeschichte wird diejenigen in die Versenkung schicken, die hineingehören, und diejenigen Kräfte zum Aufstieg bringen, die eine Erlösung bedeuten. Heute kann man dem deutschen Arbeiter sagen: Zum erstenmal, solange Völker bestehen, hat der deutsche Arbeiter durch Adolf Hiller ein Gesetz der sozialen Gerechtigkeit erhalten. (Lebhafte Heilrufe) Darum ist es richtig, wenn Dr. Ley dieses Gesetz als ben Durchbruch der sozialen Gerechtigkeit bezeichnete. Wir wissen, daß in unserem Volke innere Werte vorhanden sind, die andere Völker nicht besitzen und : daß in unserem Wesen sich nichts anderes vollzieht, als das heiße Drängen des deutschen Blutes, das immer richtunggebend und bahnbrechend für andere Bölker gewesen ist. Das deutsche Volk war im Grund seines Wesens ein soziales Volk, wo Am Sonntagabend vereinigte die Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, im Saale des Cafe Leib ihre Mitglieder und deren Angehörige, sowie zahlreiche Gäste zur Fahnenweihe der Ortsgruppe. Der Saal war überfüllt und schon vor dem pünklichen Beginn der Veranstaltung dicht besetzt. Ein abwechselungsreiches würdiges Programm füllte den Abend. Schneidige Musik, ausgeführt von Mitgliedern der SA.-Reseroe-Kapelle 1/116, bildete den Auftakt. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches wurde sodann die noch verhüllte Ortsgruppenfahne eingebracht, während gleichzeitig die zu verpflichtenden Amtswalter einmarschierten. der Sozialismus in reinster Form zum Durchbruch kommen konnte; alle anderen Völker haben ihre Kultur und Wirtschaft gestaltet nach deutschem Vorbild. Adolf Hitler als ein vom Schicksal Berufener weckte, was im deutschen Volk schlummerte. Wir können heute diesem wirklich wunderbaren, großen Menschen und Führer gar nicht genug danken, daß er hierzu den Willen und den Glauben besessen hat. Der wahre Sozialismus ist nichts anderes als Kameradschaftlichkeit und Verbundenheit und daß der einzelne erkennt, nicht du allein bist maßgebend, sondern über deinem Leben steht das Volk und dieses Volkes Wohl ist oberstes Gesetz. Wenn das Einzelwesen dies erkennt, dann ist es selbstverständlich, daß das Wohl des einzelnen ganz von selbst besser wird. So mußte auch beim Umbruch ein Wirtschaftsführer gestaltet werden, der seine Ausgaben erfüllt im Interesse des ganzen Volkes, und zugleich der Arbeiter aus den Gedankengängen des Klassenkampfes befreit werden. Mit dem Durchbruch der sozialen Ehre und Gerechtigkeit verbunden ist die wirtschaftliche Besserstellung des deutschen Arbeiteis. Der Redner dankte dann den Bezirtsverbands- leitern, die in unermüdlicher Arbeit rnithalfen, das Werk des deutschen Arbeiters auszugestalten, und fuhr fort: Zum erstenmal wurde eine Lebensanschauung in das Volk getragen, die den Kampf als Vater aller Dinge ansieht. Marxismus und Liberalismus haben gegen viele Gesetze des Lebens verstoßen. Wenn der einzelne bereit ist, für feine Ehre Blut und Leben einzufehen, wird damit auch der Aufstieg des Volkes die Folge fein. Dann ist es auch unmöglich, den Arbeiter auszubeuten und ihm etwas zuzumuten, was feine Ehre nicht vertragt. Stolz und selbstbewußt, unantastbar an seiner Ehre jeden einzelnen in diesem Volk zu erziehen, das ist das Ziel unseres Führers, und die Aufgabe, die wir als Nationalsozialisten durchzuführen haben. So wie die französische Revolution für sich in Anspruch nahm, dem Liberalismus die Machtstellung in Volk und Wirtschaft geschaffen zu haben, so können wir als deutsches Volk heute für uns in Anspruch nehmen, daß wir durch das Gesetz der nationalen Arbeit Zukunftstore aufgestoßen haben und damit eine Weltanschauung, die unserem Blut entspricht, in alle Völker hineintragen. An dieser sozialen Gerechtigkeit kann und wird fein Volk vorübergehen können. Wir haben damit den Grundstein gelegt als Volk und Geschlecht, einen Grundstein, der in seiner Bedeutung riesengroß nichts anderes darstellt als den Markstein eines neuen Zeitalters. 3e schneller der einzelne sich in die Neuordnung einfühll, um so schneller wird das durchgeführt werden können, was zum Besten des Volkes und des einzelnen ist. Das Gesetz der nationalen Arbeit muh von jedem einzelnen getragen und im Innern durchgeführt werden. Wenn einst die braunen Soldaten in der Erde ruhen, wird ein junges Geschlecht sagen: „Sie haben gehalten, was sie versprachen!" Wir werden aufbauen die Grundlagen, die eine neue Zeit bedeuten. Dem deutschen Arbeiter soll eins werden: die Stellung, die er innehaben muß und die ihm gebührt inmitten der Nation. Die Arbeit soll fein bie Krone alles Lebens. Telegramme. Im Anschluß an die Rede gab der Kreisbetriebs» zellenleiter Wagner Telegramme bekannt, die an den F ü h r e r und Dr. Ley gesandt wurden und in denen der Dank für das neu geschaffene Gesetz und das Gelöbnis immerwährender Treue zum Ausdruck kamen. WUM W--\ MM —............................................ ■ ■ weiter vertrieben. Ein weiterer Mitbeteiligter, ein gewisser F. W. Michel aus Alzey, ist flüchtig. Die in diese Angelegenheit verwickelten Personen werden sich in nächster Zeit vor dem Sondergericht zu verantworten haben. 19 Kommunisten wegen Förderung der RGO vor @erid>t. Lpd. Mainz, 13. Jan. Unter der Anklage, die Aufrechterhaltung der aufgelösten k o m - munistischen Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO.) gefördert zu heben, hatten sich 19 Personen aus Mainz vor dem Sondergericht zu verantworten. Sechs Angeklagte hatten Beiträge gesammelt und Zeitungen verkauft: sie wurden zu Gefängnisstrafen von neun Monaten bis IVz Jahren verurteilt: zehn Angeklagte hatten Beitragsmarken und Zeitungen gekauft, sie erhielten vier bis sechs Monate Gefängnis. Drei An- Mer vom Länderkamps Deulschland-üngarn spielen werde. vom Deutschen Amateur- Abgesagt wurde jetzt der Gemeinde Garmisch, in deren Namen Oberfuhren alle Bobs die Bahn ab führte am Gauführer Ritzen (Gau 15) und Gauführer seine dies- Flierl (Gau 16). Die Liquidation des Verbandes Im Rahmen des Frankfurter Länderspiels trat auch die Liquidationskommission des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes zusammen. Anwesend waren die Herren Bundesschatzmeister Stentzel (Berlin), Gauführer Dr. Raßbach (Gau 13), Gauführer Langenbach (Gau 14), jährigen Skiwettläufe durch. Den Langlauf gewann der Frankfurter S e i f f e r t. (Rhönklub Frankfurtüberlegen, während sich im Sprunglauf der Darmstädter Magnus überlegen zeigte. Den weitesten Sprung stand der Darmstädter Lyng mit 24 Meter. In dem über 2,5 Kilometer führenden Abfahrtslauf gab es durch S a e t r e ebenfalls einen Darmstädter Sieg. Den Abfahrtslauf der Damen holte sich Frl. Tzschach (Rhönklub Frankfurt). die Olympia-Bobbahn in Betrieb In Anwesenheit einer zahlreichen Zuschauermenge wurde am Sonntag die Garmischer Bobbahn, auf wurde offiziell durch diese zuständige Kommission beschlossen. Dem Gesetz entsprechend dauert diese Liquidation ein Jahr, d. h. nach Ablauf dieses Jahres ist der Süddeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband erst als endgültig aufgelöst zu betrachten. lieber die Vermögenswerte des Verbandes wurde noch nicht endgültig bestimmt, fest steht dagegen, daß das frühere Jugendheim des Verbandes zum 1. Jan. 1934 endgültig in die Verwaltung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DSB.) laut Be- chluß der Liquidationskommission übergegangen ist. Thunverg Gesamisieger in Davos. Das internationale Eisschnelläufen in Daoos wurde am Sonntag mit dem 5000-Meter-Lauf fortgesetzt. Sieger über diese Strecke wurde der Norweger CH. Mathiesen, der mit 8:31,3 eine ausgezeichnete Zeit lief. Zweiter wurde der Oesterreicher Wazulek, der so gute Läufer wie Evensen, Stiepl, Heiden, Koops, Haraldsen usw. glatt hinter sich ließ. Gesamtsieger der Veranstaltung wurde Altmeister Thunberg mit denkbar knappem Vorsprung vor dem Norweger Pedersen. Die Deutschen Sandtner, Sa- mes und Seelecke nahmen auch an diesem Lauf teil. Sandtner kam auf den 13., Sarnes auf den 16. und Seelecke auf den 24. Platz. Im Gesamtergebnis belegen die Deutschen in derselben Reihenfolge den 12., 14., und 22 Rang. Synoeve Lie, die junge norwegische Eisschnellläuferin, stellte über 1000 Meter mit 1:48,1 einen neuen Weltrekord auf. Liquidation des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Oben: SS.-Fanfarenbläser eröffneten den feierlichen Akt, der dem Länderlamps oorausgmg.— Unten- Die Spielhälften werden ausgelost. Links: Der deutsche Mannschastsführer Conen; mit Blumenstrauß der ungarische Mannschaftsführer. Zwischen den beiden der Schiedsrichter Baert (sich bückend): Zweiter von links der ausgezeichnete ungarische Torwart H a d a. Boxverband der für den 4. Februar anberaumte Boxländerkampf gegen Polen, da es dem DABD. infolge zahlreicher Absagen nicht möglich ist eine kampfstarke Mannschaft zu stellen. )bst. und »nntag eine ab, die im d. Ser 8er« in längeren itverhältnisse >oß der 8er- itischen Neu- ganz hinter gewordene önne in den hl der Obst- tif dem ihnen e des 8ater- liahm daraus h. Roden- -Nassauischen irrigen 8or« Stellvertreter irdt, zum tusch, durch z. Lotz zum s Fachberater irat des 8er« agung bildete r das Thema irten". Ser »nie des Gar- auch Blumen >i das richtige «alt das 3anr nft -es Lieb- (eben Haus- d)on 'm W । und 3oh h- und Hch , Anbau m fehlen sollten, m" in Frage, teren in dein jurbe, richtig re Verhältnisse Buntes Allerlei. Erwachsene spielen mit Zinnsoldaten. Das Sammeln von Zinnsoldaten ist nach dem Kriege unter den Erwachsenen viel mehr Mode geworden, als es vorher war. Ein Beweis dafür ist u. a. die vor drei Jahren erfolgte Gründung der „Gesellschaft der Zinnsoldaten-Sammler", die m Paris ihren Sitz hat, aber eine internationale Mitgliederschaft besonders in Deutschland, England, in den Vereinigten Staaten, der Schweiz, Holland, Belgien und Polen aufweist. Die Mitglieder sind in der Mehrzahl alte Soldaten, die auf historische Genauigkeit der Uniformen und Ausrüstung der einzelnen Truppengattungen großes Gewicht legen. Es gibt begeisterte Verehrer des Spielsoldaten, die o umfangreiche Heere ihr eigen nennen, daß sie irgendeine historische Schlacht ober eine Episode des Weltkrieges auf ihren Liliput-Schlachtfeldern getreu aufbauen können. In England ist augenblicklich eine derartige Sammlung ausgestellt, in der jedes Regiment vertreten ist, das für Napoleon f fein Blut vergoß: sie gehört einem Aristokraten, der beträchtliche Summen dafür ausgegeben hat. Ein anderer englischer Sammler ist stolz daraus, ein Bild der gesamten englischen Armee, in Bleisoldaten verkörpert, vorführen zu können. Es sind mehr als 10 000 Stück, darunter Modelle von Krieqsfluazeugen, Tanks, Panzerwagen, Maschinengewehren usw. Man schätzt ihren Wert auf 3000 Pfund. Der erfolgreichste englische Zinnsoldaten-Sammler dürfte aber der Filmregisseur Maurice E l v e y sein Er hat ebenso assyrische, griechische, mazedonisch-^ und römische Armeen wie solche der neueren Zeit zusammengebracht. Er kann alle napoleonischen Schlachten von neuem schlagen, da er Soldaten von iedem französischen, preußischen, österreichischen und englischen Regiment besitzt, das daran teilnahm. Seine Kollektion umfaßt weit über 20 000 Stück. Ein Zwergdinosaurier in !1SÄ. qefnnden. Das amerikanische Naturhistorische Museum hat die Oeffentlichkeit mit der Mitteilung von der Auffindung eines Zwergdinosauriers aus der Familie jener vorgeschichtlichen Tiere überrascht, die unsere Erde vor ungefähr 120 000 Jahren bevölkert haben. Die Entdeckung wurde bereits während einer von dem Museum veranstalteten Expedition in den Bergen des südlichen Zentral-Montana, ungefähr 20 Kilometer von Harlowton entfernt, gemacht. Es handelt sich um einen fleischfressenden Dinosaurier von besonders kleinen Ausmaßen Das Tier hat eine Länge von nicht mehr als 75 Zentimeter bei einer Höhe von nicht 40 Zentimeter in den Hüften. Es bewegte sich aufrecht auf den langen Hinterbeinen vorwärts. Die Verhältnisie zwischen den Gliedern der Hinterbeine unterscheiden sich wesentlich Don der bisher allgemein bekannt gewordenen Form. Die Vorderbeine sind verhältnismäßig kräftig und besser entwickelt als bei dem großen Tyrannosaurus und anderen gewaltigen Vertretern der Dinosaurier. Die Knochen dieses fleischfressenden Zwergdinosauriers wurden unter dem Skelett eines viel größeren pflanzenfressenden Mitglieds der Dinosaurier-Familie gefunden, das unter dem Namen Camptosaurus bekannt ist. Nach der Anordnung der Gliedmaßen muß angenommen werden, daß sich das kleine Tier in einem erbitterten Kampf mit dem größeren Ungeheuer befunden haben muß, in dem es unterlegen ist. der 1936 die Olympischen Bobrennen ausgetragen werden, ihrer Bestimmung übergeben. Kilian, der sie als erster befuhr, kam im ersten Schlangenbogen der Bayernkurve zu Sturz. Die Maschine wurde beschädigt, die Fahrer blieben unverletzt. Wie verlautet, soll der Bogen umgebaut werden, um ähnliche Zwischenfälle auszuschalten. Dr. von Hilde Krahwinkel, Deutschlands frühere ' in Kopenhagen einem 1 Albet „ "d-" Fiih, ble Sdm. °>»-d- $ , Ne b« U"‘«bann= i’WIkl. j?,1, unb ®'Ar am Steiger HM Aas regen ’ lange bei. 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Diesem Schiedsgericht gehören außer dem Orts- lauernführer bzw. seinem Stellvertreter L. Fischer je zwei Vertreter der Verpächter (Beigeordneter L Jhring und Gastwirt W. Stein) und der Pächter (Landwirt L. W o l f und Landwirt L. Zimmer) an. Zum Schluß der Versammlung wurde nach einem Vortrag von Pg. T h o m a - Gießen die Milchoersorgung der Einwohner unserer Stadt be- ^^"olzheim, 15. Jan. Dieser Tage fand hier Ivie Generalversammlung der hiesigen V i e h k a s s e m Rathause statt. Der Vorsitzende, H. K. Gg. Jung eröffnete die Versammlung und verlas die Rechnung des vergangenen Jahres. Zwei durch Los lusgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden einstimmig durch Zuruf wiedergewählt. Kreis Schotten. n Laubach, 15. Jan. Zwei hiesige jüdische Händler (Vater und Sohn) wurden vor kurzem tad) Osthofen in das Konzentrationslager gebracht. - Die Sammlung für das E i ntop fgencht im Monat Januar hatte in unserer Ortsgruppe folgendes Ergebnis: Laubach 194,50 Mk., Ruppertsburg *5,10 Mk., Wetterfeld 15,25 und Gonterskirchen 9,85 Mark, somit insgesamt 239,70 Mark. R u p p e r t s b u r g, 14. Jan. Die erste dies- Ährige Holzversteigerung in unserem Gemeindewald fand jetzt statt. Es hatten sich aus den »inliegenden Orten und der Wetterau außerordentlich viele Steigerer eingefunden. Die Preise waren twa 20 Prozent höher, als im Vorjahre. Es wurden bezahlt pro Raummeter: Buchen Scheit mit 17 50 Mk Knüppel mit 5,25 Mk., Stöcke mit 5 Mk. I inb Reiser mit 0,80 bis l ütt. x Eichelsdorf, 15. Jan. Gestern ereignete sich ,ier ein furchtbares Unglück, dem der Waldarbeiter Otto M e u r e r I., 58 Jahre alt, zum Opfer fiel. Sein 13jähriger Neffe Karl Muth von hier spielte, während Meurer sich rasierte, mit einem I kleinen Terzerol. Plötzlich gingeinSchußlos, her Meurer in die Lunge drang. Stark dlu- oll der Ortsbürgermeister Karl Will in Vorschlag larer Stürmerreihe sich frei zu machen Der rechte /brockt werden Läufer der Teutonen hielt durch einen restlosen cebracht weroen. ________ sinken Flügel Lollars fast vollständig im n Schach. Im Anschluß an einen Eckball landete em SerpaTTUna harter Schuß von Fett im Netz. Steinberg Vereines katholischen Geistlichen. schärfte das Tempo. Lollar hielt Nicht durch Weitere emev ' Drangperioden der Gäste folgten. Wieder war Fett LPD. D a r m st a d t, 15. Jan. Wie die „Hessische I ßa5 ^piel neigte sich dem Ende zu. Landeszeitung" meldet, wurde durch das Staats- -Anberg stellte noch die frischere Mannschaft dar. l olizeiamt der Geistliche Rat Dekan Heinstadt $cr ^turm lag immer wieder im Angriff. Der n Lorsch wegen verletzender Steuerungen gegem ^afbredite vermochte sich durchzusetzen und das Er- iber Staatsorganen in Haft genommen und m auf 2:4 zu stellen. Las Gefängnis nach Darmstadt ubersuyn. 3 Das Spiel war ein typisches Kampfspiel. Die IReaen Aocftocrrof Uttb Gpionage Teutonen haben ihren Tabellenstand durch diesen r l Sieg weiter gefestigt. festgenommen. ^16 2. Mannschaft konnte in der kompletten Auf- NM D Worms 15 Jan. Nach einer Mitteilung stellung nicht antreten, hielt sich aber doch sehr tap- ler Staatspoli7eistelle Worms wurden hier eine fer gegen die vorzügliche 1. Mannschaft von Naun- Anzahl Personen, die der aufgelösten KPD nahe- heim und unterlag mtt 2 :6 lomt standen, wegen Hochverrats u n d S p i o - Kfjwetikämpfe Otif VeM !?eldverg. SBSBäIäxs i n. Merlau, 14.Jan. Die kirchliche Sta> istik weist im Jahre 1933 für das Kirchspiel Nerlau-Flensungen folgende Zahlen auf: Taufen 13, Konfirmationen 21, Eheschließungen 11, Beerdi- cungen 12. Es wurden 117 Gottesdienste abgehal- i»n. An Kollekten gingen insgesamt 1150 Mark em. Huf die einzelnen Orte berechnet, ergeben sich nach- fehende Zahlen: Merlau: 10 Taufen, 9 Konstrma- honen, 5 Trauungen, 6 Beerdigungen; Flensungen: f Taufen, 9 Konfirmationen, 2 Trauungen, 4 Be- irbigangen. In der gleichen Reihenfolge für Ilsdorf |1 3 1, 2. Stockhausen 3 Taufen und Trauungen. 1 3n der Wirtschaft Hürle fand dieser Tage eine Generalversammlung der Elektrizitätsge- r o f f e n f d) a f t Merlau statt. Die Versammlung wurde von Direktor Kaufmann geleitet. >n ersten Punkt der Tagesordnung bildete der Anschluß an das UeberlandwerkOber- tessen, während Punkt wei die Auslösung der Genossenschaft vorsah. Merlau hat sich bekanntlich seit 1920 durch die Elektrizitätsgenossenschaft selbst nit Strom versorgt. Der Strom wurde in der -»errenmühle erzeugt. Nach eingehender Erläuterung iirch den Vorsitzenden stellte sich heraus, daß die Genossenschaft nicht mehr lebensfähig ist. Ferner tot eine Prüfung der Anlage durch die Regierung irgeben, daß die gesamte Anlage gegen Brandge- nbr völlig unzureichend geschützt sei. Das Ueber- undwerk 'Oberhessen machte der Genossenschaft sol- -.endes Angebot: Das Ueberlandwerk zahlt noch «00 Mark für das bestehende Ortsnetz, ferner fin- t«t es den Besitzer der Herrenmühle ab. Sämtliche Forderungen der Installateure übernimmt das LeberlanbroerF und gibt den Stromabnehmern Ge- ©p. Lollar — KC „TeUtoNW 1-genheit, in 6 Monatsraten ihre Rechnungl abzu- Mgtz^borN-Stembera 2:4 (2:1). Irogen Durch einstimmigen Beschluß würbe der I v Anschluß an das Ueberlandwerk Oberhessen gefor- Bei schlechten Platzverhältrnssen spielten und sieg- lert und die E l e k t r i z i t ä t s g e n o s s e n s ch a f t ten die Teutonen diesmal in Lollar. Die Gäste haben Merlau aufgelöst. Zu Liquidatoren wurden schon oft die Erfahrung gemacht, daß Lollar lmmer- Äirektor Kaufmann, Rechner Schlosser und hin einen schweren Gegner abgeben kann. Diesmal Aemeinderechner Schönhals gewählt __ lieferten die Teutonen ein überlegenes Spiel und ü Nieder - Ohmen, 14. Jan. Im Jahre 1933 siegten verdient. Zahlreiche Zuschauer hatten sich ourben nachstehenbe Eintragungen in das kirch - ejngefunden und wurden wohl nicht enttäuscht licke Register gemacht: 50 Taufen, 30 Konfir- Trotz der schier übermenschlichen Anforderungen des -Nationen, 24 Trauungen und 27 Beerdigungen. Der Bodens an die Spieler, wurde in schärfstem Tempo Tirckenbesuch betrug durchschnittlich 22,6 Prozent, gekämpft. . . An christlichen Liebesgaben gingen insgesamt 1228 Lollar hat Platzwahl und spielte zunächst nut dem nttflrF ein starken Wind. Die Gaste lagen sofort im Vorteil. Erfolge waren stets in greifbarer Nahe. Die Lotta- rer klärten aber sicher, konnten es aber nicht ver- meiden, daß Steinbergs Halbrechter in der 12. Ml- Kveis Wetzlar. nute einen unhaltbaren Treffer landete. Lollar griff dt Krofdorf, 15. Jan. Aus der jüngsten Sit- nun mächtig an, tat es allerdings wenig produktiv. mna der Gemeindevertretung von Krof- der 30. Minute gelang es den Gastgebern, gleich- Halt, der fpater mit Kilian die Bahn abfuhr, > orf-Gleiberg ist zu berichten: Zur Errichtung einer zuziehen. Sie wurden auch in den letzten 20 Mrnu- erklärte die Anlage für eröffnet und übergab sie Markthalle in Wetzlar wurden der Kreis- ten der 1. Halbzeit überlegen, und Steinbergs Hm- der Gemeinde Garmifch, m be^en Namen Ober» I auernkhaft Wetzlar drei Kubikmeter Fichtenholz termannfchaft mußte ihr Können unter Beweis stet- bürgermeister Th omma dankte, ^ur den Deut- rfügung gefteltt Für bte Anschaffung "°Uars Zufchau-/ f°u°rt°n die Spider immer! |d)en Iprad) der Führer es Gaues — ' y < ------ -- « - « « « -»» » « «-1 • v ... _-A un^ in ^er 40. Minute ging Lollar m Suddeutschland, Endres. Im Anschluß daran Tagung der Fachschast Gartenbau im Deutschen Landarbeiter-Verband. LPD. Frankfurt a. M., 14. Jan. Die Fachschaft Gartenbau im Deutschen Landarbeiteroerband, Bezirk Hessen, hielt am Sonntag im festlich geschmückten Saale des Palmengartens eine gut besuchte Tagung ab, in deren Mittelpunkt Ansprachen des Reichsstatthalters Gauleiter Sprenger und des Landesbauernführers Dr. Wagner standen. Nach einem einleitenden Musikstück begrüßte der Leiter des Landarbeiteroerbandes, Bezirk Frankfurt a. M., Bruckmann (Bad Homburg), die Tagungsteilnehmer, insbesondere den Reichsstatthalter und den Landesbauernführer, den Berbands- fachfchaftswart für Gartenbau Hertel, den Bezirksleiter des DLB., sowie die Ehrengäste der Stadt Frankfurt a. M. und die Vertreter der politischen Leitung der NSDAP. Neichsstaithatter Gauleiter Sprenger, der zuvor die mit der Tagung verbundene Schau einheimischer Produkte besichtigt hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, daß eine der größten Taten des Führers die Gründung des Deutschen Nährstandes gewesen sei. Von Anfang an sei sich Adolf Hitler darüber klar gewesen, daß, wenn das Volk Bestand haben solle, die Erhaltung und Festigung des Bauerntums erfolgen müsse. Der Kampf gehe seit Jahrtausenden um die Erhaltung der Scholle. Die Entwicklung der Gärtnereibetriebe gerade im Rhein-Maingebiet habe unter dem Druck der ausländischen Konkurrenz schwer gelitten. Wir brauchen das Ausland nicht. Von dieser inneren Stellung getragen, werde es auch ferner gelingen, die Ernährungsbasis zu erweitern, so daß kein Mensch mehr ausländische Erzeugnisse verlangt. Besser als alle Schutzgesetzgebung, und besser als alle Regierungsmaßnahmen, sei die Gesamtdisziplin aller Volksgenossen. Wenn das Volk einhellig zusammenstehe und lediglich deutsche Waren verlange, dann werde allmählich die Einfuhr nur auf das unbedingt Notwendige beschränkt bleiben. Darum sei es die Aufgabe des Berufsstandes der Gärtner, das deutsche Volk zur Selbstdisziplin zu erziehen. So wie das vergangene Jahr im Zeichen des Aufbaues stand, so werde auch das neue Jahr in diesem Zeichen stehen. Je mehr die Arbeitslosigkeit verschwinde, um so mehr würden die deutschen Produktionsstände wieder ihre Basis finden und sie selbst erhalten können. Der Reichsstatthalter schloß: Arbeit schafft Geld, Arbeit schafft Werte. Das ist die Grundlage, auf der Deutschland im neuen Jahr aufgebaut werden muß. An Stelle des verhinderten Verbandsvorsitzenden G u t s m i e d l sprach der Bezirksleiter des DLV. pg. Gärtner. In teperamentvollen Ausführungen schilderte er die politische Entwicklung im vergangenen Jahre. Es dürfe nicht vergessen werden, wie schwer die Landwirtschaft in den letzten Jahren gelitten habe. Auf der andern Seite rufe aber der Landarbeiter dem Bürger und Bauern zu: Oeffnet die Arme, laßt mich ein Sohn des Volkes fein, der heimkehren will in das deutsche Vaterhaus! Die Landarbeiterorganisation habe die Aufgabe, ihre Leute zu schulen und zu bilden in den verschiedensten Fachschaften. Hier müsse dem deutschen Menschen wieder ein Fundament gegeben werden. Wenn der deutsche Bauer, der deutsche Gärtner und der deutsche Arbeiter ihre Pflichten erfüllen, dann schaffe er sich das Fundament selbst, ein neues Familienleben. Hieraus werde ein neues Volk entstehen, das wir haben müssen, um uns im Wettkampf der Völker behaupten zu können. LandesbauernsührerDr.Wagner nahm hierauf das Wort. Er dankte für die Einladung, der er freudig gefolgt fei. Die Grundlage jeder Arbeit in Deutschland sei der Nationalsozialismus, und der Garant für die Richtigkeit dieser Arbeit sei der Führer Adolf Hitler. Es sei schwierig gewesen, in den letzten zehn Jahren den Kampf zu führen, als der größte Teil des Volkes Gegner des Nationalsozialismus gewesen ist. Es sei aber auch heute schwierig, den Kampf zu führen gegen fene, die versuchen, sich mit dem Nationalsozialismus zu tarnen. Ich als Landesbauernführer, so erklärte Dr. Wagner, verwahre mich ganz entschieden dagegen, daß Landwirte mit dem Hakenkreuz für sich Geschäfte zu machen suchen. Lin Volk, das so in Hot sich befindet wie das deutsche, kann sich nicht den Luxus leisten, daß der eine oder der andere nur an sich denkt. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Es kann kein Mensch in unserem Volke seinen eigenen Nutzen haben wollen, ohne dabei einen anderen Volksgenossen zu schädigen. Der Einzelne muß einen Arbeitslohn haben, der seinen Leistungen entspricht. Der Bauer muß seinen Verdienst haben, und der Arbeiter muß seinen Verdienst haben, aber der Verdienst darf sich nicht auswirken als eine Geldquelle, die in bestimmte Kanäle fließt und die gegen das deutsche Volk ausgenutzt wird. Es gibt für mich keinen Zweifel, daß der Bauer ohne feinen Mithelfer, den Landarbeiter, nicht existieren kann; es gibt auch keinen Zweifel, daß der Gärtner feinen Landarbeiter in der Gärtnerei notwendig hat. Wenn beide erkennen, daß sie ohne den anderen nicht bestehen können, und wenn ein Freundschaftsverhältnis a u f nationalsozialistischer Grundlage beide umschließt, dann sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht eine so festgeschlossene Einheit bekommen, daß man feinen Unterschied mehr merkt. Der Landesbauernführer gab seiner Genugtuung über das in der Schau Gesehene Ausdruck und wünschte der Tagung den besten Erfolg. Der Reichsfachschaffsleiter der fachschast Gartenbau, Hertel, sprach dann über berufliche Aufgaben. Der Gärtnerberuf sei verantwortlich für die Volksernährung. Er fei nicht dazu da, nur materielle Vorteile für sich zu erwarten, sondern in erster Linie habe er für das Volk zu sorgen. Diese Arbeit solle ihm aber auch seine Existenz sichern. Der deutsche Gärtner solle ein Gärtner werden im besten Sinne des Wortes, auf den jeder deutsche Volkgenosse stolz sein könne. Schließlich sprach noch po. Dermer vom Reichsnährstand der Abteilung II Gartenbau. Nicht nur der Bauer, sondern auch der Gärtner kämpfe um seinen Fortbestand. Der Führer kenne den Wert und die Bedeutung des Gärtnerberufs und er dürfe deshalb hoffen, daß mit der endgültigen Schaffung des Reichsnährstandes der Gartenbau den ihm zukommenden Platz erhalten werde. Nach kurzen Dankesworten des Reichsfachschaftsleiters Hertel und eine Begrüßung der Tagungs- teilnehmer durch den Frankfurter Gartenbaudirektor Bromme schloß die Tagung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und das deutsche Vaterland. Nachmittags folgte eine Besichtigung der Ausstel- lung einheimischer Erzeunisse, abends ein gut.besuchter Kameradschaftsabend. Kaninchen- und Geflügelausstellung in Holzheim. > Holzheim, 15. Jan. Am Samstag und am Sonntag fand hier im Saale des Gastwirt S a • m e 5 die 9. L o k a l a u s st e l l u n g, die erste Lokalschau im Dritten Reiche, des Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins Holzheim statt. Die Schau war sehr gut und mit erstklassigem Zucht- Gedenket der hungernden Vögel! material beschickt. 118 Nummern waren ausgestellt. Als Preisrichter fungierten die Herren N e r n (Pohl- Göns) für Geflügel und Haas (Friedberg) für Kaninchen. Mit Preisen wurden bedacht: Kaninchen. Belgische Riesen: Karl Klee, Ehrenpreis und zwei 1. Preise; Karl Müller II. Ep. und zwei 1. P. Weiße Riesen: Hch. Jäger, Ep. Groß-Chinchilla: Gg. Gör- lach, Ep. Blaue Wiener: Heinr. Zeiß, 1. P. Weihe Wiener: Hch. Mehl, Ep. und zwei 1. P. Japaner: K. Schneider, Ep. und Wilh. Jung IX., 1. P. Hasen- kaninchen: W. Röhrig, Ep. u.Hch. Jung!., l.P. Kl.- Chinchilla: Hch. Jäger, Ep. Grausilber: Hch. Konrad Görlach, l.P. Schwarzloh: Adam Balser, 2 Ep. Angora: Hch. Klotz, Ep. Chin. Rex: Wilh. Zeiß, l.P. Geflügel. Rhodeländer: Hch. Jung I., Z. fg 1 und sg 2 (Z. = Zusatzpreis) und Hch. Wilh. Görlach fg 2. Rheinländer: Hch. Zeiß Z. und fg 2; Karl Reitz fg 3 und fg. Italiener, gelb: Hch. Klee, sg 1 und fg 2. Italiener, schwarz: Hch. Alles Z, zweimal sg 1 und sg 2; Hch. Klotz fg 3. Italiener, weiß: Wilh. Jung IX. Z, fg 1, sg 2 und fg 3. Porzellanfarb. Zwerge: Heinrich Klee Zusatzpreis. Tauben. Hessische Kröpfer, weiß: Otto Arch sg l; Hessische Kröpfer, blau: Karl Buß Z, sgl und fg3. Reisebrieftauben: Ludwig Reitz fg. 1. Hotel Schütz Hinderung des Vortragenden verschoben “S2 Metzelsuppe! werden. — Nähere später. 283 D Inventur-Verkauf Nur gute, reguläre Ware meines Lagers zu bedeutend herabgesetzten Preisen 1.35, 1,25, 0.85, 0.75 Für den AHV.: Für die Aktivitas: San.-Rat Dr. Heubach. Johann Bruns (XXX)x Gießen, den 16. Januar 1934. Kinder-Hemdchen mit */, und 1/1 langem Arm 294 D 1.25, 0.95 Die neue 0262 Tapeten-Kollekfion 1934 Gießen, den 15. Januar 1934. 292 D 0.32 0.55 Stoffspezialhaus BERNARD Ausstellungsraum ta Hause C. Berg, Mäusburg Gießen • Plockstraße Nr. 16 2°3 A 291D 278 . DamemUnterziehschlüpfer, gute Qualität, In allen Größen, 0.50 Damen-Schlüpfer, reineWolle, gut verstärkt, 3.25, 2.95,2.75, 1.95 74 rm 17 rm 8 rm 10 rm 10 rm 103 rm Buchen-Scheiter Buchen-Knüppel Eichen - Knüppel Fichten-Knüppel Buchen-Stöcke Buchen-Astteiser und Schlagraum Damen-Hemdhosen.............. gewebt, mit langen Beinen und Windelform GoethedSund Die für heute Dienstag, den 16. Januar, angesetzteVeranstaltung muß wegenVer- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Müller und Kinder. Gießen (Roonstraße 14), den 15. Januar 1934. Fichten-Derbstangen: 94 Stuck 1. Klasse 74 Stück 2. Klaffe 148 Stück 3. Klaffe Fichten-Reisstangen: 163 Stück 4. Klaffe 64 rm Reisstangen Die Beerdigung findet in der Stille statt. - Man bittet von Beileidsbesuchen abzusehen. Philipp Müller Kriminal-Oberinspektor i. R. im 70 Lebensjahre von seinem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden erlöst Statt besonderer Anzeige. Am Sonntagabend 9l/z Uhr wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Die Akademische Turnverbindung »Rheinfranken« und ihr Altherrenverband betrauern tiet den Tod ihres lieben A.H. Sanitätsrat Dr. Paul Scholl der am 14 Januar zu Obertiefenbach verstarb. Große Posten gewebte Wäsche Damen-Hemden, gewebt, mit Träger und Achsel, 0.95, 0.75, 0.65, 0.35 Mittwoch, den 17. 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Küchenherd, 200 Mistbeetfenster, Bücher, Kunst- mavven, Haarbürsten, Abseifbürsten, Schrubber, Schwämme Gerichtsvollzieher m Gießen 2ooD Wiesecker Weg 16, Telephon 3383 Statt Karten Für die bei der Krankheit und dem Heimgang unsrer lieben Tochter in so überaus reichem Maße erwiesene wohltuende Anteilnahme, für die vielen Kranz- und Bhunenspenden, sowie tür die zu Herzen gehenden Worte des Her. n Pfarrers, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie August Velten. 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Verkauf kommen: BERICHTIGUNG In unserem Inserat vom 13. Januar muß es heißen: Amtsverkündigungsblatt für die provinzialdirekü'on Oberheffen und für das Kreisamt Gießen JJl» 3 Erscheint Dienstag und Freitag. 16. SotlUÜV Aur durch die Post zu beziehen. 1934 Inhaltsübersicht: Werbetätigkeit von Verbänden zum Zwecke der Lehrstellenvermittlung. — Hessische Heimatrechenbücher. — Besuch ° des Landesmuseums. — Dorfkirchentag in Nidda. — Dienstnachrichten. ^etr.: Werbetätigkeit von Verbänden zum Zwecke der Lehrstellenvermittlung. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Wir weisen erneut darauf hin, daß eine Werbetätigkeit von Ve- rufsverbänden zum Zwecke der Lehrstellenvermittlung oder der Berufsberatung nicht zu unterstützen ist. Insbesondere ist davon abzusehen, von solchen Verbänden übersandtes berufsknndliches Material unter die Schüler zu verteilen. Für die Aufklärung der Schüler über Berufsfragen stehen die Arbeitsämter zur Vertilgung. Gießen, den 12. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß. sBetr • Hessische Heimatrechenbücher. (1. Büttners Rechenbuch für Rheinhessen. Ausgabe D, 8 Hefte, 1931; 2. Büttners Rechenbuch für Starkenburg und Oberhessen, Ausgabe D, 8 Hefte, Ausgabe E, 4 Hefte, 1933. Verlag Ferdinand Hirt & Sohn, Leipzig, Salomonstraße 15.) An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Die Büttnerschen Rechenbücher sind seit längerer Zeit in vielen hessischen Schulen eingeführt und ivegen ihrer methodischen und stofflichen Zuverlässigkeit beliebt. Durch Angliederung von Heimataufgaben sind sie zu Heimatrechenbüchern für Rheinhessen, Starkenburg und Oberhessen ausgestaltet worden. Zahlen aus dem gesamten hessischen Lebensraum sind gesammelt, gesichtet, auf ihre Brauchbarkeit für die einzelnen Altersstufen hin geordnet und zu lebensvollen Aufgaben in Ganzheiten zusammengestellt. Damit ist ein beachtenswerter Schritt zur Bodenständigkert für den Rechenunterricht getan. Aus den Kreisen, in denen die Heimatrechenbücher bisher benutzt wurden, liegen gute Beurteilungen vor. Der Heimatgedanke int Rechenunterricht wird von seiten des Hessischen Staatsministeriums, Ministerialabteilunq für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum — wie jedes Streben nach dem Heimatbuch für die Jugend — nachdrücklich gefördert und unterstützt, bedarf aber tu der Durchführung der Mitarbeit der gesamten Lehrerschaft. Eine Neubearbeitung des Rechenwerkes im Sinne der natio- ualpolitischen Erziehung der Jugend wird zur Zeit von einigen Schulmännern vorbereitet. Das Hesstfche Staatsministerium, Mi- uisterialabteilung für Bildungwesen, Kultus Kunst und Volkstum empfiehlt die Büttnerschen Heimatrechenbücher schon in der vorliegenden Fassung zur einstweiligen Einführung im kommenden Schuljahr. Prüfungsstücke stellt der Verlag jedem Lehrer unentgeltlich zur Verfügung. Er ist außerdem bereit, nach Fertigstellung der Neuausgabe die im Gebrauch befindlichen Rechenbücher kostenlos umzutauschen. Gießen, den 6. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß. Betr.: Besuch des Landesmuseums. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Die Besuchszeiten für das Landesmuseum sind wie folgt geändert worden: Sonntags von 10 bis 13 Uhr, Mittwoch von 15 bis 17 Uhr (in der Zeit vom 1. Oktober des einen bis Ende März des nächsten Jahres von 14 bis 16 Uhr). Freitags von 11 bis 13 Uhr. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Das Landesmusenm kann in den öffentlichen Besuchsstunden ohne vorherige Anmeldung unentgeltlich besichtigt werden. Besuche außerhalb der angegebenen Besuchszeiten müssen von der Museumsdirektion in der Regel zurückgewiesen werden. Wir empfehlen Ihnen Beachtung dieser Bestimmungen. Gießen, den 8. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. H e n ß. Betr.: Dorfkirchentag in Nidda. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Am Montag, dem 22. Januar 1934, um 15 Uhr, findet im Saale des „Gambriuus" in Nidda eine Dorfkirchentagung statt, bei der Prälat D. Dr. Dr. D i e h l über das Thema: „Die Heimatgeschichte im Religionsunterricht" sprechen wird. Die Dorfkirchenvereinigung lädt die Lehrer des Kreises dazu ein. Wir geben diese Einladung weiter und empfehlen den Besuch der Tagung. Urlaub wird erteilt. Gießen, den 11. Januar 1934. Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß. Dienstnachrichten des Kreisamts. Die Ministerialabteilung Ib des Hessischen Staatsministeriums hat im Volksstaat Hessen gestattet: Ausspielung anläßlich des Faselmarktes 1934 in Butzbach. Ziehungstermin: 16. März 1934. 51. Münchener Pferdelotterie. Ziehungstermin: 17. Aprrl 1934. Druck der Brühl'schen Untversitäts >Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Wenn die französische Regierung zur Abrüstungskonferenz gegangen sei, so habe sie das nicht getan, um den französischen Rüstungen einen Schlag zu versehen, wie man in Rechtskreisen behauptete, sondern, weil Frankreich durch die Verträge dazu verpflichtet sei, und weil die Abrüstung eine der höchsten Aufgaben des Völkerbundes darstelle. meinen «tnienie seien eine Legende, die Rebereinstimmung mit diesen Ländern sei st ä r- ker denn j e. Frankreich wünsche nur nicht, diese Freundschaften in Form eines Blockes einem anderen Blocke gegenüberzustellen, sondern versuche immer wieder, neue Freundschaften dazu zu gewinnen. Die französisch-italienischen B e - Igie Hungen hätten sich in den letzten Monaten sehr gebessert. Gegenüber Rußland betreibe Frankreich eine entschlossene Annäherung s p o l i t i k, die im Abschluß des Nichtangriffspaktes und des französisch-russischen Wirt- 'chastsabkommens ihre ersten Ergebnisse gezeigt Äabe. Zusammen mit den übrigen Nichtangriffspakten Rußland, sei es gelungen, im Osten ein Sicherungsnetz zu spannen. Paul-Boncour kündigte Sann den bevorstehenden Abschluß eines Balkan- Paktes an, dem Rumänien, Südslawien, Griechenland und die Türkei beitreten würden. Es be- Jünde die Hoffnung, daß auch Bulgarien sich Dietern Pakt anschlösse. Die italienische Regierung, die diesem Pakt zunächst skeptisch gegenüber gestan- ven habe, stimme ihm jetzt zu. Im übrigen betreibe Frankreich eine entschlossene Volker- dundspolilik. Im Zusammenhang mit den Forderungen nach einer Reform des Do kerbundes i:ei Frankreich zu gewissen Anpassungen (reaäapta- l:ions) bereit, könne aber Nicht zugeben, daß an die * Grundsätze des Völkerbundes gerührt werde Der I Senator Lemery habe behauptet, er, Pau -Bonjour, hätte erklärt, daß man denArtikel 213 l'Völkerbundsuntersuchung gegen Deutschland) zum alten Eisen legen könne. Er, Paul-Boncour, habe sedoch nur gesagt, daß, wenn , ^üel entwandt werden sollte, Frankreich nicht allein zu ein wünscht. Lage. > Zer echte Rembrandt und der falsche Spitzweg. Aufsehenerregender Betrugsprozeß gegen Professor Hauser. Berlin, 16. Jan. (DNB.) Vor der 4. Strafkammer des Landgerichts Berlin begann am Dienstag der Prozeß gegen den früheren ersten Restaurator der staatlichen Gemäldegalerie, Professor Hauser wegen Betruges und schwerer Urkundenfälschung. Gewisse Kreise des Kunsthandels hatten die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Professor Hausers ausgenutzt, und sich von ihm gegen geringe Bezahlung Gutachten nach ihren Wünschen ausstellen lassen. Nach dem Ergebnis der Voruntersuchung hat Hauser in dem letzten Jahre Hunderte von bewußt unrichtigen Gutachten erstattet, wobei er sich häufig noch als Restaurator der staatlichen Museen bezeichnete, obwohl er bereits 1928 aus dieser Stellung ausgeschieden war. Die Kunsthändler, für die Professor Hauser arbeitete, haben durch dessen Gutachten phantastische Summen verdient Neben Hauser haben sich heute noch zwei Händler, Willy Bo r- ch a r d t und Alfred Joseph, wegen gemeinschaftlichen Betruges, schwerer Urkundenfälschung, Untreue und Unterschlagung zu verantworten. Der Prozeß brachte bereits am ersten Verhandlungstage aufsehenerregende Enthüllungen über die Praxis dieses Expertisen- und Blldfal- s ch e r s er aus einer angesehenen Familie stammt, und dessen Vater und Großvater internationalen Ruf als Kunstsachverständige genossen. Hauser ist vor einigen Jahren pensioniert worden, well er u. a. zehn Gemälde, die er für eine Auktion begutachten ollte, zugunsten des Eigentümers sämtlich falschen Meistern zugeschrreben ^Der Vorsitzende machte dem Angeklagten zum Vorwurf, daß er einen Rembrandt u n t e r - schlagen und jahrelang hinter einem Schrank verborgen gehalten habe. Gegenüber einem Mitangeklagten sott Hauser geäußert haben wenn Exzellenz von B o d e (der 1929 verstorbene Generaldirektor der königlichen, später staatlichen Museen in Berlin) einmal stirbt, kann ich den Rembrandt ganz verschwinden lassen. Der Angeklagte bestritt diese Beschuldigung. Hauser hat ungefähr 300 Expertisen ausgestellt, von denen ein großer Teil nach seinem eigenen Geständnis unrichtig war. Der Angeklagte widerrief seine früheren Protokolle. Prof. Hauser bestritt, nach seiner Entlassung aus dem Staatsdienst noch Bilder restauriert zu haben. Der Vorsitzende hielt ihm vor: „Doch, einmal ist Ihnen das zoologische Wunder passiert, daß nach Ihrer Restauration auf einem Bilde aus einem Hund eine Katze wurde." Im weiteren Verlauf der Verhandlung kamen einige der dem Angeklagten zur Last gelegten Fälle zu Sprache. Einmal hat Hauser den Verkauf eines „Spitzweg" vermittelt, der als echt einen Wert von 22 000 Mark gehabt hätte; tatsächlich hatte das Bild jedoch nur einen Wert von 350 Mark. Nachdem Hauser das Signum Spitzwegs in das Bild hineingefälscht hatte, wurde es für 3500 Mark verkauft. Zu diesem Fall gab Hauser als Entschuldigung an, daß er damals 3000 Mark zur Beschaffung von Morphium dringend benötigt habe. Ein anderer Fall betrifft eine „Madonna von Ruben s". Dieses Bild, das angeblich von dem niederländischen Maler H o b b e m a stammt, war von zwei anderen Sachverständigen nicht als ein echter Rubens anerkannt worden. Hauser erklärte, daß er auch heute noch das Bild für einen echten Rubens halte. Der Leipziger Physiker Prof. Carolus, der seinerzeit dieses Bild mit einem anderen Gemälde von Hobbema für zusammen 11000 Mark gekauft hatte, erklärte als Zeuge, daß er sich nicht geschädigt fühle. Er halte das Bild für einen Morelli und als solches fei es I immerhin 4000 bis 5000 Mark wert. Arn Donnerstag wird die Verhandlung fortgesetzt. Mittwoch, 17. Januar MH »chulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8bsUhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Latz 25°/0 mehr Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm lreichSSchreinachSicherheit land, 16. Jan. (D^B.) Der Popolo i a beschäftigt sich mit Ausführungen her chen Zeitschrift „Hebdomadaire" über die ohte Sicherheit" Frankreichs. Der d'Jtalia zitiert wörtlich die Klagen der Zeit- ber die „unzureichende Bewaffnung, die den Kriegsmittel, die veraltete Fliegerei, die -enden Seestreitkräfte" und endigt mit der ing der „Hebdomadaire", daß „Deutsch- n furchtbarer Bereitschaft sich über den „friedlichen Schaf» herzusallen. Das italienische Blatt dazu stark ironisierend: „Ja, es ist wahr- in wirklicher Angriff, der sich vorbereitet chaden des gänzlich wehrlosen, idensten und arglose st en Volkes a s. Hannibal steht vor den Toren mit ^usterheer, mit den modernsten und mürbe» Waffen, die man sich vorstellen kann. Seine -n Industrien sind die mächtigsten der Welt, er Luftwaffe ganz zu schweigen. Wie wird rankreich widerstehen? Mit wehrlosen ein? Mit armen Negern? Mit -inen F l u g z e u g l e i n, die n i ch t m e h r ne Tonne Bomben tragen können? polo d'Jtalia schließt lakonisch: Die drasti- ftschneider der Gascogne sind in der Tat ht ausgestorben, sie nehmen den Karneval lkreich in der Mandschurei. ms aus London geschrieben wird, ist ein ösisch-j ap anisches Konsortium e Entwicklung der Mandschurei" worden. Es liegt ja auf der Hand, daß das äserreich „Mandschukuo" das 30 Millionen ter, aber eine Fläche drei mal so große als md haben wird, für das Kapital ft arten Anreiz bietet. Japan ist nal der Pate des neuen Staates, von seiner st Henry P u j i berufen, den Thron in der »auptstadt Tschangtschun zu besteigen, aber ;iell kräftiger ist Frankreich. und Amerika wären für die Beteiligung Entwicklung der reichen Schätze der Mand- ;ewiß geeigneter, doch liegt es nahe, daß i diesen Staaten eine unliebsame K o n- i z im Fernen Osten erblickt. Das Abkom- l bereits für die Unterzeichnung zwischen •retern der Südmandschurischen Bahn einer» ) dem Vertreter der „Französischen Nativ- Bereinigung für wirtschaftliche Expansion", dre Bolivier, andererseits fertig gestellt fein, Möglichkeiten für französische Kapitalanlagen Nandschurei während der letzten sechs Mo- gehend studiert hat. Nach den Bestimmun- Abkommens soll ein f r a n z ö s i s ch - i a- ■ f) e s Büro zur Feststellung der Bedürf- i Mandschukuo und zur Mitteilung dersel- interessierte japanische und französische Fir- anifiert werden. Präsident des Konsor- »ll ein hoher japanischer Beam- Südmandschurischen Bahn werden. Bolivier i Vizepräsident fungieren. Im Aufsichtsrat je sechs Vertreter der japanischen und der chen Industrie sitzen. Für die Ausdehnung »äftlichen Unternehmungen durch das Kon- sind keine Schranken gesetzt, wenn zunächst kleine Kapitalien benötigt werden, die zum der Organisation nötig sind. vic Zukunft der chinesischen Ostbahn. London, 17. Jan. (DNB. - Funkspruch.) Der japanische Außenminister Hirota soll dem Sowjet- botschafter Pureneff mitgeteilt haben, daß die Freilassung der in Charbin verhafteten sechs russischen Eisenbahnbeamten bevorstehe. Der Botschafter habe hierauf zugesagt, den Preis für die chinesische Ost- bahn in Papieryen statt in Goldrubel zu nennen. Die japanische Presse vermutet, daß der Außenminister zuerst die Eisenbahnfrage lösen wolle und dann die Ernennung eines Dreistaaten- Ausschusses zur Regelung der Grenze zwi- scheu Sibirien und dem Mandschu- st a a t vorschlagen werde, damit würden möglicherweise die Vorbedingungen für den Abschluß eines Nichtangriffpakts geschaffen sein. Der Kampf gegen die Aufständischen in Sufien. Schanghai, 16. Jan. (DNB.) Nach Mittei- langen aus Futschau ist dort die Lage nach wie vor sehr ernst. Sämtliche Ministerien der Fukien- Regierung sind jetzt von den Nankinger M a r i n e s o l d a t e n besetzt Die Kavallerie der ehemaligen Fukienarmee versuchte, sich in der Richtung nach Tschangtschun durchzuschlagen, wo das Hauptquartier der aufständischen chinesischen Truppen sich befindet. Heute mittag landeten 100 amerikanische Matrosen, die sofort den Schutz der amerikanischen Interessen übernommen haben. Die Kantoner Regierung soll, wie em Gerücht wissen will, trotz ihrer feierlichen Versprechungen versucht haben, sich mit der 1 9. A r - mee in Verbindung zu setzen, die, wie bekannt, die Hauptarmee der Fukienarmee bildete. Kanton will angeblich diese Armee in eigenen D i e n ft nehmen. Die Kantonregierung will auch auf ihrem Gebiet eine Verfolgung der flüchtenden Truppen durch die Nankingarmee nicht zulassen. England baut acht neue Zerstörer. London, 17. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Ad- miralität hat acht Zerstörer des Flottenbauprogramms von 1933 beträchtlich früher als erwartet worden war, bei vier Privatfirmen i n Auftrag gegeben. Die Fahrzeuge werden je - ------------ $1 p Statt bes Gießen (Roonstraße 14), den 15. Jar Die Beerdigung findet in der Sti Hel Für den AHV.: Für d uamen-ocniupier, reine w one, gut verstärkt, 3.25, 2.95,2.75, hva Kinder-Hemd dien mit 1/8 und 1/1 langem Arm 1.25, 0.95 Frottiertücher, besonders gute Qualitäten ....0.95, 0.85, 0.75, 0.65, 0.35 d- Bademäntel, la Qualität, schöne Muster -----9.50, 7.50, 5.50 D Die neue Ü262 Diese im Preis herabgesetzte Ware ist gesondert ausgelegt BERICHTIGUNG Schaufenster Markt 16 | Ausstellungsraum im Hause C. Berg, Mäusburg Gießen . 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Sanitätsrat Dr. Pat der am 14 Januar zu Obertiefenbac IN Lrs' 501 vei ($)V S- Holzversteigerung im Fürst zu Solms-Braunfelsschen Forstrevier Hungen,Distrikt Juchs» strauch b. Garbenteich, am Freitag, 19.V.M. Zusammenkanlt IO1/, Uhr vormittags am Bahnwärterhaus Juchsstrauch. Z. Berkaus kommen: San.-Rat Dr. Heubach. Johann Bruns (XX X)X Gießen, den 16. Januar 1934. sehr Fra TU' s hab> Pakt S'ch oohr Pak chenl Fichten -Derbstangen: 94 Stück 1. Klasse 74 Stück 2. Klaffe 148 Stuck 3. Klaffe Fichten-Reisstangen: 163 Stück 4. Klaffe 64 rm Reisstangen map »'orb “°n$ ®tur Ülten ledvo fertiggestellt! Hohe Qualität Niedriger Preis! Heinrich Kreiling Tapetenhaus / Bahnhotstr 29 Phili KriminaPi Frdr.Teipel Beachten Sie bitte meine Schreibmaschine, 1 Holznagel- und 1 Dovvelmaschine, 1 Negistrierkasse, 1 Dauerwellenapparat, 1 emaill. 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