■ MW , vM M ■ ■ JA M 184. Zahrgang Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Irr. 24* Erster Blatt ,84. Jahrgang Montag, ,5. Oktober,934 PLL".L'ZÜÄL /Vf * « O Annahme °°n An,-.gen /<▲ * £* iC ** 'M Heimat im Bild Die Scholle H WM HW H M M X fl H B M Es * Br B| H H Vjl 1Ä B Ä KU jflBk fflT Gnindpreise für1 mm höhe Monatr-Vezugspreis: UM ■ WB ■ HIBk W H Hz B BH H M r:-Lr H fl H fflx M für Anzeigen von 22 mm gilt 4 Beilagen RM.1.95 BB M ■ W HM HT ■ ■ WT H X K H B H BL H B Breite 7 Rpf., für Text- ohne Illustrierte „ 1.80 M H W WM ■ |B W. . Bl HL « M Wk W Wk. M an^ergen von70mm Brette Zustellgebühr -.25 ^9^ U B B B B W'60 Rpf.,Platzvorschrift oder iluch bei Nichterscheinen ---- IlW LW V ” schwieriger Latz 25»/„ mehr fVZ 'W -rmahigie Grundpreise: njoige höherer Gewalt _ u 3 . HW Seneral-Anzeiger für BberWen MM iironHuti ?m Mai" 11686 Druck uitö Verlag: yrühi'sche Universitäts-Such- und Zteindruckerei u. Lange in Gießen. Schriftle tung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Licht der Welt, war also zehn Jahre alt, als unser« jrtW*1* ntieren ie ko«1' i unv«' idWi rsÖnIM der ;.** ache ■herU- n Prell» M22b 1 iföreiban zu lassen, aber nebenbei an ber Sor- iifi e literarische Vorlesungen zu hören. Er hatte !;'Glück, im Quartier Latin in eine Pension zu :c:en, in der der junge M i l l e r a n d , Gabriel inotaux und eine Anzahl anderer, später zu ihm gelangter Studenten verkehrten. Bald sie- deutsche Truppen in seine Heimatstadt einrückten. D'sses Bild hat er wahrscheinlich nie vergessen. Ge- fü 'smäßig wurzelte er noch in seinem Geburtsort, aV, er schon Präsident der Republik war; damals recke er gleich nach seiner Wahl nach Bar-le-Duc un hielt dort eine Rede, in der er sagte: „Mir ist, al: ob ich von einer langen Reise an den häus- lid'*n Herd zurückkehrte ... Ferne Länder glaubte fthDurcheilt zu haben, herrliche Dinge sind vor meine Augen oorübergezogen, die ich in dankbarer Grinerüng bewahre, aber mich in eurer Mitte wi^erzufinden, erfüllt mich mit unaussprechlichem Pcylbehagen und einem seligen Ruhegefühl." Die heimat konnte ihm in so angenehmer Erinnerung Eleven, weil er das Glück hatte, eine u n g e - I r. b t e Jugend zu verleben und in einem Haus ml uwachsen, das schon dem Knaben viele An- r x der La- Fs Ich«"" R in * aufgelösten Organisation angehört. Die Ergebnisse der Nachforschungen wurden umgehend der Polizei in Belgrad und in Paris übermittelt, um diesen Behörden die Feststellung der Persönlichkeit des Täters zu erleichtern. Die bulgarische Polizei teilt mit, daß ein Mann namens Wlado Georgieff Tschernozemski, der nach den Auskünften aus Bel- zeit habe Frankreich in die Lage versetzt, im folgenden Jahre den Eindringling zurückzuhalten und sich von einer Todesgefahr zu retten. Die Vaterlandsliebe, van der Barthou in jenen schweren Stunden beseelt war, können den jungen Generationen als Beispiel hingestellt werden. Denn sie fei weder herausfordernd noch lärmend, sondern wachsam und einfach gewesen. Es sei für Frankreich eine unerläßliche Notwendigkeit, bereit und stark zu sein. Mit allen seinen Kräften habe Barthou den Frieden sicherstellen wollen durch seine Politik der Annäherung, die loyal geführt worden sei und an der mitzuarbeiten er alle Völker guten Glaubens auffordere die ein gemeinsames Ideal der Zivilisation, der Gerechtigkeit und des Fortschrittes hätten. Die tragischen Ereignisse von Marseille werden die Freundschaft der beiden betroffenen Volker nur noch enger gestalten. Doumergue gedachte des verstorbenen Königs, seines Sohnes und seiner Gemahlin und wies auf den Gedanken Barthous hin, den der Verstorbene mit ihm empfunden habe, daß nämlich jede Voraussetzung für internationale Arbeit die Sir» beitimJnneren sei, und daß diese Arbeit nur durch Einigkeit geleistet werden könne. Uneinige Völker seien schwach und eine Beute der Gefahr. Nach der Rede des Ministerpräsidenten fand der Vorbeimarsch der Truppen statt. Der ncn Ministerposten bekleidet, bis Doumergue als Kolonialmini st er in die Regierung nationalen Einigung berief. Im Senat gehörte val keiner politischen Gruppe an. Alexander, des Einigers, zu erfüllen, indem sie Südslawien behüten wollen." Der König reichte allen Würdenträgern die j)an ■ und begab sich sodann in den Wartesaal, wo \W j die Vertreter des Senats und der Skuptschina, bd Pfund. . Der Preis der Konfummargartn« bi'/ w „ fit!, r sterlum. Nach dem Sturz des Kabinetts Steeg 1931 bildete Laval die neue Regie- Die Neuregelung der Fettwirischast. Neue Maßnahmen für die Versorgung der minderbemittelten Devölkerunil mit Margarine und anderen Speisefetten. In einem Leitaufsatz erinnert die „T.i m e s" an die Besuche, die Laval als französischer Ministerpräsident in Washington, London und Berlin abgestattet hat. Sie sagt: In der Hauptstadt Deutschlands suchte er den Reichspräsidenten von Hindenburg auf, dessen Name damals — vor nur drei Jahren — noch auf der Liste der Kriegsverbrecher stand. Sein Wunsch, dem Staatsoberhaupt persönlich seine Achtung zu bezeugen, wurde in Berlin als eine besonders freundliche Tat aufgefaßt. Damals bezeichnete er als das allgemeine Ziel dieses Berliner Besuches die Forderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die er als die beste Annäherung zu einer politischen Zusammenarbeit betrachtete. Die nächste Aufgabe, die ihn jetzt erwartet, ist mehr politischer als wirtschaftlicher Art, obwohl es außer Zweifel steht, daß die tiefe Verwirrung im heutigen Europa hauptsächlich auf wirtschaftliche Not 'zurückzuführen ist. Wenn es Laval War der Mörder von Marseille ein mazedonischer Terrorist? fteiq befanden sich bereits der griechisch-katholisch Patriarch, der Ministerpräsident U s u n o > witsch mit den Mitgliedern des Kabinetts und dir ranqälteften Generäle. Im Augenblick, als der Hof. zug in die Bahnhofshalle rollte, ertönte die Staats. ^Aus' dem Zuge stieg als erster der junge K ö ni a im Reiseanzug. Ihm folgte die fcontgtn. mutter Maria, die Königinmutter Mari, von Rumänien, Prinz Arjen Karageorge, witsch der Oheim des kleinen Königs, Prinzessin Jleana, Außenminister Jeftitsch, sowie die Mitglieder der Volksvertretung und der Regierung, die dem König bis an die Grenze entgegengereijt waren. König Peter II. wurde zuerst von Prinz Paul und den übrigen Mitgliedern des Regen,, schaftsrates begrüßt. Sodann schritt er die Front der Ehrenkompanie ab, die durch die Gardemfanteri? gestellt wurde. Dem Patriarchen, der ihm gerich entgegen kam, küßte der König die Hand. 2)t Bürgermeister von Belgrad bot lhm nah alter Sitte Salz und Brot zum Willkommen«, grüß. Schließlich trat Ministerpräsident Usuno witsch an ihn heran und sprach folgende Worten „Eure Majestät! Die Regierung und das ganze südslawische Volk begrüßen Sie auf das herzlichste und bringen Ihnen durch mich die Versicherung ihrer grenzenlose/, Liebe und unerschütterlichen El. g e b e n h e i t zum Ausdruck. Sie geloben g e. treulich hinter Ihnen zu stehen und das heilige Vermächtnis Ihres großen Vaters, des unsterblichen, ritterlichen Königs JW der gleichzeitigen Abnahme anderer Margarine anderer Waren abhängig zu machen. Schu^ wird die Örtliche Verteilung der Margarineliesei^ durch besondere Maßnahmen verbessert und die Versorgung der Hauptverbrauchsgebiete iw gestellt. J Ab 1. November 1934 werden nur folgende I Margarinesorten zum Verkauf gelangen: A Konsummargarine zum Preise von W' örN havM WäM ib er - M od lilligt be Wti urd) Bl Las durch die Krankheit Briands frei gewordene Außenministerium übernahm. Im Herbst 1931 kam Laval als erster .französischer Ministerpräsident nach Berlin. Zur Zeit der verschiedenen Kartellregierungen ist der Name Laval wiederholt aufgetaucht, doch hat er seit seinem Sturz fei» .......... ~ ihn 8 deutet onbere ter 2Irt I । uf fein' altsmat Mie Bert Wog Minus 2 gai : chnit Nunn P'-n $ung der B dus n : her 8 W l Pi unl Boi auch I i bie n i obgleit ! Bezug! 8 bie Hei | falls ei 'M tont Berl! Wta v 11 einigten I rung be gen bei handele Wlitteih ivber ' i Zeitig Des loten Königs Heimfahrt. Feierliche Totenehrung in Split. — Auch der Slowenenführer Koroscheh an der Bahre Alexanders. — Oie Hauptstadt rüstet zum Empfang des toten Herrschers. heraufzulasien. Denn schon um 10 Uhr wurde der Sara nach dem Bahnhof gebracht wo em Sonderzug für die Weiterfahrt bereitftand. Prmz Arsen, die Mitglieder der Regierung und die Volks- Vertreter sowie der französische Marineminister begleiten den Zug. Auch die Strecke nach Agram war zu beiden Seiten von der Bevölkerung besetzt, die Zug mit Gesängen alter Totenlieder empfing. Der Sonderzug traf am Sonntag um 21.15 Uhr i n Agram ein. Der König wurde im Hoswartesaal aufgebahrt. Sein Leichnam bleibt bis Montagnach- mittag in ülgram. Erst in den fpüten Abendstunden des Montag wird der Sonderzug in -o e l g r a 0 ankommen. Dort wird der Leichnam vom Bahnhof im feierlichen Zuge in den alten Jß al a ft gebracht werden, wo ein Trauergottes b 1 en ft stattfindet. Der König bleibt am Dienstag und Mitt- woch im Schlosse a u f g e b a h r t. Die Bevölkerung hat an beiden Tagen Zutritt zum Sarge. An diesen Tagen findet auch die Niederlegung der Zahllosen Kränze statt, die dem König vom In- und Auslande gespendet wurden. Am Mittwoch gegen Mitternacht wird der Leichnam in die 9 r ie- chisch-katholische Kathedrale gebracht. Donnerstag morgen findet die feierliche E 1 ns eg - nung statt, worauf der Leichenzug von der Kathedrale durch die Stadt bis an die Stcmrt- grenze gehen wird. Von dort aus wird der Sarg nach Topola gebracht werden, wo die Beisetzung in der Stiftungskirche König Peters I. erfolgt. König Peters Einzug in Velgrad. Jubelnde Begrüßung durch Regierung und Volk. Ä^en. Öler, l Ipmii. grab der Mörder Königs Alexander fein soll, ter demNamen „Wlado der Chauffeur' bekannt ist. Die bulgarischen Behörden haben ihn am 7. September d.J. durch das Amtsblatt und durch die gesamte Presse auf Grund des Gesetzes zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und im Zusammenhang mit Maßnahmen gesucht, die gegen die mazedonischen Terror isten unternommen wurden. Das Bild Wlado Georgieffs Trauerzug bildete sich aufs neue hinter der Must, kapelle der Garde Republicaine. Durch ein SM" von Fahnen gelangte der Sarg in den Ehrend." der Invaliden, um von dort in d i e Kirche bi.-. H l. Ludwig überführt zu werden, in berl; religiöse Handlung stattfand. Der Sarg des Sh storbenen war auf einem Katafalk aufgebahrt, ilt geben von Blumen und Fahnen. Als der T«. zug die Kirche betrat, spielte das Orchester die (to von Beethoven. Der Koadjutor des Kaidii- nalerzbischofs von Paris erteilte die folution am Katafalk, worauf der Chor das SIUi'- gretto der Symphonie in A=2)ur von Beethovn fang das eines der Lieblingsstücke Barthous um Beim Verlassen der Kirche fang der Chor bs Staatsoper unter Begleitung des Orchesters bs Konservatoriums den Heldenmarsch von Sain Säens. Die sterblichen Ueberreste des Außenmiu sters wurden dann auf den Pariser Frielb Hof Pöre Lachaise übergeführt, wo die An setzung im Beisein der nächsten Angehörigen 11:» Freunde in der Familiengruft stattfand. Die P/Mr: Bevölkerung nahm an den Trauerfeierli/Mm großen Anteil. Das Militär, das die letzteir Wrv. erwies, bestand zur Hälfte aus farbigen Truppen. Der Verlcht der Aerzte. In Marseille ist am Freitagabend der Morde-; beerdigt worden. Der mit der Untersuchuir betraute Richter hat im Laufe des Samstags d e Arzt vernommen, der sich zuerst um bei König bemüht hat. Dieser Arzt hat sm Schußwunden festgestellt, die durch zwei oder brn Kugeln hervorgerufen worden sind. Auch der Arider Außenminister Barthou behandelte, wuriö vernommen. Er verwahrte sich nachdrü-l' l i ch gegen die Behauptung, man hätte Barths! nicht die nötige Hilfe zuteil werden lassen. Back.'.l habe auf dem Wege zum Krankenhaus zwar mi Blut verloren, sei aber noch im Verhältnis" mäßig rüstigem Zu st and im Krankens eingetroffen, wo man ihm sofort den Arm abgebunden und ihn betäubt habe,un den Unterarmknochen, der von der Kugel zersM" war, zu richten. Die Operation sei verlaufen, und erst, nachdem der Ach-' Minister langsam wieder zur Besinnung kam, habe er plötzlich einen S ch w äche ani-r erlitten. Hieraus sei die Blutübertragung erfolgt, die jedoch das Unvermeidliche nicht nieit verhindern konnte. Oer Operateur des MordfilmS von Marseille plötzlich gestorben. DNB. Paris, 14. Oktober. Der Dperal« Dacombs, der die Ermordung des KöM Alexander aufzunehmen vermochte (der W läuft in der Pariser Wochenschau und erzeugt -- gemeine Empörung wegen der ungenügenden P'-' zeilichen Sicherungsmaßnahmen), ist plötzl- g e ft o r b e n. Er war den Kugeln der Mörder Marseille entkommen. In Paris traf er völlig ff sund ein, und am Sonntag wurde er ro e fl1' eines plötzlichen Schwächeanfalles Krankenhaus von Neuilly eingeliefert, wo er den Folgen einer G e h ir n b l u t u n g starb. Berlin, 13. Oft. (DNB.) Auf dem Gebiete der Fettwirtschaft sind neue Maßnahmen getroffen worden, die mit dem 1. November 1934 in Kraft treten. Zweck der Neuregelung ist es, der Verbraucherschaft in den kommenden Wintermonaten eine Reihe von Erleichterungen zu bringen. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Verbilligung der Konsum margarine, die bisher 66 Pf. je Pfund gekostet hat, Vereinheitlichung und bessere Kennzeichnung der Sorten, um eine Vereinfachung und Verbesserung der Fettverbilligung für Arbeitslose und andere bedürftige Volksgenossen. Außerdem wird verboten, bie Abgabe ber billigsten Margarinesorte von VluB vut vtm „u.,u...,. M" ungeheuere Begeisterungsstürn! o ihr im ^rnffmnnpn unter dkk Bie y Paris, 13. Oft. (DNB.) Unter bem bewölkten Himmel eines trüben Oktober-Mittags fand die Ueberführung der sterblichen Hülle Barthous vom Außenministerium zum Jnvalidendom statt. Der Sarg stand auf einer Geschützlafette, die von sechs Pferden gezogen wurde. Hinter zwei Reihen von Offizieren folgten die Angehörigen des Verstorbenen, darunter fein Bruder, und das offizielle, vom Präsidenten der Republik Lebrun geführte Trauergefolge. Schon feit Stunden hatte sich eine riesige Menschenmenge eingefunden. Schweigend standen die Massen hinter den spalierbildenden Soldaten und der Garde Republicaine. Matt wehten die mit Trauerflor umgebenen und aus Halbmast gesetzten Fahnen. Es verging über eine halbe Stunde, bis die in- und ausländischen Würdenträger, die Vertreter der Behörden und Verbände, die Fahnenabordnungen, Kriegsteilnehmergruppen, Abordnungen von Universitäten und Akademien vorbeigezogen waren, um an dem Katafalk Aufstellung zu nehmen bzw. auf den Tribünen Platz zu suchen. Dann ergriff Ministerpräsident Doumer- gu e das Wort, um im Namen der Regierung das Gedächtnis des Verstorbenen zu ehren. Alle feine Taten, so führte er u. a. aus, feien von feiner leidenschaftlichen Vaterlandsliebe bestimmt gewesen. Er habe einer Generation angehört, die die Niederlage miterlebt und ihren Schmerz mitempfunden habe, aber das Vertrauen in die Zukunft behalten und auf eine Zeit gehofft habe, in der das Recht die Oberhand über die Gewalt gewinne. Die Männer dieses Zeitabschnittes hätten während ihrer Laufbahn verschiedener Ansicht sein und verschiedenen Dingen dienen können, aber sie seien immer wieder einig gewesen, sobald die Große Frankreichs auf dem Spiele gestanden habe. Als Frankreich Gefahr drohte, habe Barthou als Mini- fterpräfibent nicht gezögert, den unentschlossenen Kammern heroische Maßnahmen vorzuschlagen und sie durch seine Tatkraft durchzudrücken. Das Gesetz von 1913 über bie dr->iiährige Dien ft» war zusammen mit ben Bildern einiger anderer mazedonischer Terroristen indenbulgarischen Zeitungen veröffentlicht worden. Wlado Georgieff ist im Jahre 1897 geboren. Als er vierzehn Jahre alt war, ließ sich fein Vater mit ihm im Dorf Kamenitza in Südbulgarien nieder. Wlado Georgieff hat Bulgarien im Juli 1932, also vor 2 Iahren, verlassen. Wer war die Frau in Aix? Paris, 14. Okt. (DNB.) Bei dem gegenwärtigen Stand der polizeilichen Untersuchung über den Marseiller Anschlag ergibt sich folgendes Bild: Die Terroristengruppe bestand aus vier oder fünf Personen, darunter eine Frau. Diese junge und ausfallend schöne Person stieg am vergangenen Sonntag in einem erstklassigen Hotel in Aix-en- Provence ab und war von einem jungen Mann begleitet, der mit stark slawischem Akzent sprach. Sie trug sich unter dem Namen Marie Voudros em, gab an, 1910 in Triest geboren und tschechoslowakische Staatsangehörige zu sein. Ihr Begleiter verließ sofort wieder das Hotel. Am Abend nahm die Frau mit einem anderen Slawen die Mahlzeit ein. Nach dem Essen verließ der Besucher das Hotel. Die junge Frau suchte allein ihr Zimmer auf. Groß war daher das Erstaunen des Kellners, als er am Montag morgen das Frühstück ins Zimmer brachte und in dem Bett neben der Frau einen Unbekannten bemerkte, der in der Nacht unbemerkt herausgekommen war. Montag abend verließen beide das Hotel. Die junge Frau kehrte spät nachts allein zurück. Der unbekannte Mann, der, wie man heute weiß, sich Egon Kwaternik nennt, war zusammen mit dem Mörder Kalemen und dem noch gesuchten M a l n y in einem Hotel dritter Klasse ad- gcftiegen und hatte sich unter dem Namen Egon Kramer eintragen lassen. Er fuhr am Montag abend in einem Mietsauto nach Avignon. Kalemen und Malny, die den Montag zusammen verbracht hatten, trennten sich am Dienstagmittag. Kalemen begab sich nach Marseille, während sich Malny im Taxi nach Avignon fahren ließ, von wo aus er sich im Zug nach Paris bzw. nach Fontainebleau begab, wo man ihn heute noch sucht. Wohin sich die Frau begeben hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Es scheint jedoch festzustehen, daß sie das Haupt der Terroristenbande war. gen der Nationalhymne auf den Katafalk. Die Truppen gaben die Ehrensalve ab und senkten die Fahnen. Flugzeuge warfen Blumen und Kränze auf den Sarg. Der Erzbischof von Sibenik (Sedenize) hielt einen kurzen Trauergottesdienst ab. Dann begann die ungeheure Menschenmenge zum Katafalk emporzusteigen und an der Bahre des Toten voroei- zuziehen. Es waren meist Bauern und Bäuerinnen aus Dalmatien in ihrer Nationaltracht. Großes Aufsehen erregte die Ankunft des Slowenführers, des Pfarrers Dr. koroscheh, im Spliter Hafen, als der König dort aufgebahrt lag. Dr. koroscheh, der infolge seiner unversöhnlichen Haltung zum Belgrader Regime auf der dalmatinischen Insel hwar anderthalb Iahre lang interniert war, kam überraschend mit einem Sonderfchiff und begab sich sogleich zum Katafalk, wo er lange Zeit im Gebet verbrachte. Später erzählte er Journalisten: „In dem Augenblick, wo ganz Südslawien an der Bahre des großen Königs weilt, muh altes vergessen werden. Wir alle müssen für das Wohl Südslawiens arbeiten und beten." Die Erklärung des ehemaligen Slowenenführers wird so aufgefaht, daß er nnnmehr bereit ist, seine Opposition gegen Betgrab aufzugeben. Es war unmöglich, alle Menschen zum Katafalk gelingt, etwas zu tun, was die.Unzufriedenheit auf das regelmäßige Maß zuruckbnngt, bann wirb er Europa einen vorzüglichen Dienst erweisen. Die neuen Wanner. Der neu ernannte Innenminister M arch an - b e a u ist 1882 in Gaillac (Departement Tarn), nördlich von Toulouse, geboren. Von Beruf aus Rechtsanwalt, wurde Marchendeau erstmalig im Februar 1926 in die Kammer gewählt. Marchen- deau ist feit Jahren Bürgermeister von Reims Er war Mitglied des Ausschusses für Elsaß Lothringen und später Unterftaa ts- fefretär im Innenministerium m der Regierung Chautemps im Februar 1930. Im Dezember des gleichen Jahres wurde er als Unter» ftaatssekretär beim Ministerpraildlum m die Regierung Steeg berufen und war als Unterstaatssekre- tär im gleichen Ministerium auch Mitglied der letzten Regierung Herriot. Marchandeau gehört der radikalsozialistischen Gruppe der Kammer an. Der neue Kolonialminister Louis Ro11in ist am 27. März 1879 in Uzerche (Departement Cor- reze) Südwestfrankreich, geboren. Er ist von Berus Rechtsanwalt und gehört seit November 1919 ber Kammer an, wo er bei der Republikanischen Linken eingetragen ist. Louis Rollin war lange Zeit Präsident des Wirtschaftsausschusses der Kammer und später Unterstaatssekretär des Handelsmarme- ministeriums. Als dieses Unterstaatssekretariat auf Wunsch des Handelsmarineausschusses der Kammer in ein Ministerium umgeroanbelt wurde, wurde Rollin mit dem Portefeuille des Handels^ marinemini sters betraut. Rollin gehörte noch verschiedenen anderen Regierungen als Unterstaatssekretär und als Wirtschaftsminister an. Das Siaaisbegräbnis für Vachon. Ministerpräsident Oouniergne spricht am Katafalk vor dem Jnvalidendom. hier 1 w ii I jtteil । : 13. Df; ' 3ohr I Rünbit ° rafft II tont w I oustaui j wittscho Höen mt heflierut Ifmmui Wich di je Pfund; r W c Mi11elsorte zum Preise von 98 Pf. jeP!. e't e Spitzenso.rte zum Preife von 1,10 JM- rung und übernahm gleichzeitig bas Innenministerium. 1932 geriet er in ber Kammer in die Min- berhell, trat zurück und wurde mit der Bildung der Regierung beauftragt, in der er außerdem rch die Krankheit Briands frei gewordene * ÖQ fc« nnloPf|( Qet ^ge N"M! Split (Spalato), 14. Okt. (DNB.). lieber 100000 Menschen wohnten der Ankunft des Zerstörers „Dubrownik" in Split bei, der den Leichnam des Königs brachte. Die südslawische Kriegsflotte, die vollzählig in Split zusammengezogen war, begann um 5 Uhr Kanonenschüsse abzufeuern zum Zeichen, daß sich das Geschwader mit dem toten König nahe. Um diese Zeit setzte auch in den Kirchen das Glockengeläut ein. Im Hafen lagen fünf Großkampfschiffe der englischen Mittelmeerflotte mit dem Admiralsschiff „Queen Elizabeth". Am Kai war ein gewaltiger 15 Meter hoher Katafalk errichtet worden, der von vier hohen Säulen flankiert war, auf denen große Feuer brannten. Wenige Minuten nach 6 Uhr lief das Geschwader in den Hasen ein. Die südslawischen und die englischen Kriegsschiffe gaben den Konigssalut ab. Als das Fallreep niedergelassen war, begaben sich Prinz Arsen, der Oheim des verstorbenen Königs und Bruder König Peters I., die Mitglieder der Regierung und die Vertreter der Parlamente an Bord des Zerstörers „Dubrownik". Sodann tarnen der französische Marineminister P i 6 t r i, der auf dem Schlacytschiff „(Tolbert" den Zerstörer be« gleitet hatte, und der Kommandant des englsichen Mittelmeergeschwaders, Admiral Fisher, an Bord, um dem toten König die Ehrenbezeugung zu erweisen. Südslawische Marineoffiziere trugen nun den Sarg auf den Kai und stellten ihn unter den Klän- romisch-katholische Erzbischof von Belgrad und dc- Diplomatische Korps in Galauniform erwartete. * Als der König den Platz vor dem Bahnhof betra Belgrad, 14. Okt. (DNB.) Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, glaubt man in Südslawien, den Urheber der Marseiller Bluttat nunmehr wiedererkennen zu können. Nachdem in den Blättern die Bilder des Mörders veröffentlicht worden waren, sollen sich bei den südslawischen Behörden unabhängig voneinander zwei Südserben gemeldet haben, die in verschiedenen Städten leben, früher aber längere Zeit in Sofia lebten. Sie erklärten, nach den Bildern sei der Mörder e i n gewisser Wlada Georgieff, der den Beinamen Tschrnozemski führte. Er habe .der Inneren Mazedonischen Revolutionären Organisation (I m r o) angehört. Georgieff, der in dem südbulgarischen Dorf Kamenitza geboren ist, war als einer der a k- tivsten Terroristen bekannt. Er hatte im Jahre 1922 den bulgarischen Abgeordneten Hadschi Dimoff ermordet. Im Jahre 1930 tötete er den bekannten Anhänger Protegeroff Tomate w s k i. Er wurde abermals verhaftet und ein- gekerkert. Ein Jahr später aber wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Kurz darauf trat er in bie revolutionäre Organisation des Want- scha Mischailoff ein, der er einige Zeit auch als Kraftwagenlenker biente. Später würbe er von biesem als Kurier für verschie- bene Aufgaben im Auslanbe verwenbet. So fall er auch mit ben kroatischen Emigranten Pertschetz unb Pawe 1 itfch in 23erbinbung getreten sein. Die südslawischen unb bie bulgarischen Behorben arbeiten Hcmb in Hanb, um ben Sachverhalt um Georgieff restlos zu klären. Von Sofia soll bereits eine Melbung in Belgrab eingelaufen sein, bie bie südslawischen Vermutungen über Georgieff bestätigt. In der Meldung soll besonders auf die vollständige Ähnlichkeit der Photographien Georgieffs und des Marseiller Mörders hingewiesen werden. Die Aachsorschungen der bulgarischen Polizei. S o s i a, 15. Okt. (DNB.) Sobald die ersten Nachrichten über die tätowierten Anfangsbuchstaben der Jmro (Jnnermazedonische revolutionäre Organisation) auf dem linken Arm des Mörders König Alexanders in Sofia einliefen, hatte die bulgarische Polizei umgehend die N a ch f o r - Belgrad, 13. Okt. (DNB.) Der junge König Veter II. hielt Samstagvormittag in Belgrad einen feierlichen Einzug. Schon um 8 Uhr herrschte in der Stadt ein ungewöhnlich lebhaftes Treiben. Die Regimenter der Garnison nahmen in Paradeuniform in den Straßen Aufstellung, die der König durchfahren sollte. Hinter dem Spalier der Sol- . . baten brängte sich eine ungeheure Menschenmenge. I Als ber König Um 9.10 Uhr trafen am Bahnsteig bie Mitglie- brach bie Menge m i . ber bes Regentschaftsrates mit bem Prin- aus. Der König fuhr im ^£(^^nla9en unter bet zen Paul unb ber Prinzessin Olga ein. Am Bahn-1 Jubel ber Menge nach bem Schloß. brti f tunfl । suM : dintoiB nuot 1 Das hem' P9h ijiifiinh figu" ^lic 1 -elb° $on 1 niirt1- ' Mren dieses slrase 1 Um Nationalsozialistischer Gauparteitag in Köln Freitagabend Garde der N ein Begrüßungsabenü der alten dendor fand 15 Uhh. ion « ,«««a Minister Gel-te auf -em Zehnjahrestag -es Dresdener ASOFB. (Stahlhelm) r der! i ein 6; )5^' . de.r Führer muß hart sein. Wenn er von Selbstdisziplin spricht, so ist das kein Moralpredi» gen, sondern ein Erkennen, daß er die Bewegung seiner Männer davor bewahren muß, daß sie letzten Endes in einen Rausch verfallen und die Dinge nicht mehr sehen, wie sie sind. Die Gefahr ist vorbei, denn den Höhepunkt haben wir am 30. Juni erlebt. Und ebenso glaube ich, daß die Gefahr, daß wir Mönche und Asketen werden, vorbei ist Wir bleiben uns selbst treu. Wir wollen nicht mehr scheinen, als wir sind, und wollen auch nicht von uns sagen lassen: „Die Höhenluft bekam ihnen nicht." Abteilungen der nationalsozialistischen Formationen mit ihren Fahnen eingefunden. Besonders feierlich gestaltete sich der Einzug der Blutfahne. Justizminister Dr. Frank hielt eine tiefempfundene Weiherede, in der er Theodor von der Pfordten zum Heros des deutschen Rechtslebens erklärte und dann ein Treuebekenntnis der nationalsozialistischen deutschen Juristen zum neuen Staat ablegte und das Versprechen leistete, daß die deutschen Juristen sich immer nur als Kameraden und als Die- n er des deutschen Rechtes fühlen und niemals in Standesdünkel oder Berufsstolz zurücksinken wollen. Darauf sank die Hülle von der Gedenktafel, die das Hoheitszeichen und die Inschrift trägt: „Theodor von der Pfordten fiel am 9. November 1923." Dann trat die Blutfahne vor, während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied schloß die eindrucksvolle Weihestunde. erobert, wir durchtränken ihn mit unserem Geist, und er ruht auf den starken Schultern der Partei. Sie muß ihre besten Männer in den Staat hineinschick en, damit sie auch im Staate für die Durchsetzung des Volkes mit nationalsozialistischem Geist sorgen. Wir müssen den anderen Vorbild sein. Das Volk wird uns nur die Liebe entgegenbringen, die wir ihm geben. Alle sind wir Mitglieder eines großen Ordens des Nationalsozialismus, über uns steht ein streng geordnetes Führerkorps, und wir alle sind Kadetten der neuen Zeit. Wir werden auf die nach uns kommende Generation dieselbe politische Tradition vererben, wie die militärischen Kadetten und Offiziere auf die nachfolgenden Generationen der preußischen Armee ihr Erbe weitergegeben haben. Auf euren Schultern, meine Parteigenossen, ist die Nation aufgebaut. Und wenn eure Schultern nachgeben, dann bricht das deutsche Gebäude in sich zusammen. Deshalb wollen wir mutig und unbeirrt den Sorgen und Gefahren ins Auge sehen. Das Volk schaut auf uns. Wennwir stark bleiben, bleibt das Volk stark. Ungeheuer viel hat sich in diesen beiden letzten Jahren in Deutschland geändert durch ungeheure Opfer an Gut und Leben. Man kann in Deutschland wieder sicher leben und seines Lebens froh werden. Es lohnt sich, zu sparen, zu arbeiten, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Es lohnt sich, Idealen nachzugehen und an Deutschland und seine Zukunft zu glauben. Es lohnt sich, den Sorgen wieder ins Auge zu sehen und gegen sie zu kämpfen. Am Ende steht der große Sieg und die herrliche Auferstehung unseres Volkes." (Stürmischer, nicht endenwollender Beifall.) setzung in der Richtung nach Italien (Venedig) finden. Einweihung einer häkle im Innlalgebiek. Auf dem Hochriß im Jnntalgebiet wurde eine vom Reichsbahn-Turn- und Sportverein Freimann erbaute Hütte eingeweiht. Der Weiheakt erhielt eine besondere Note durch die Anwesenheit des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Dr. Dorpmüller. Außerdem waren alle überlebenden Teilnehmer der Nanga-Parbat-Expe- dition erschienen. Reichsbahnrat Staufer dankte allen, die am Bau dieses 1160 Meter hoch gelegenen Hauses mitgewirkt haben. rNarine-HI. rettet zwei Menschen vorm Ertrinken. Die Marine-HI. des Bannes 229 (Neuß) hat auf ihrer Kutterfahrt von Mannheim nach Neuß, in der Nähe von Worms, zwei junge Menschen dem nassenTod entrissen. Diese waren mit ihrem Paddelboot im Sturm gekentert. Er gelang den Marine-Jungen, die Verunglückten, die vollkommen erschöpft waren, zu retten. llSA.-Verbrecher unter sich. — Drei Gangsters mit Maschinengewehren erschossen. Im Süden von New Jersey wurden drei Gangsters t o t aufgefunden. Die Leichen waren von zahlreichen Kugeln durchbohrt. Allem Anschein nach sind die Ermordeten bei der T e i l u n g i h r er Beute mit Spießgesellen in Streit geraten. Man hat sie dann wohl an eine entlegene Stelle gelockt und anscheinend mit Maschinengewehren auf sie gefeuert Der Kugelhagel war so dicht, daß von Bäumen und Sträuchern am Tatort zahlreiche Zweige abgerissen wurden. Hochwasserschäden in Mittelitalien. Die Hochwasserwelle der Flüsse im mittelitalienischen Küstengebiet an der Adria ist nunmehr verebbt. Die Schäden in den Provinzen Pascara und Chieti sind beträchtlich. Verluste an Menschenleben sind jedoch nicht zu beklagen. Die Eisenbahnlinien Pascara—Rom und Ancona—Bari waren zeitweise unterbrochen. So stürzte die Brücke über den Fluß Foro in dem Augenblick ein, als ein Schnellzug sie gerade passiert hatte. Der letzte Wagen, der Speisewagen, hing einen Augenblick lang mit der letzten Achse im Leeren, ohne daß jedoch ein Unglück geschah. Die Wiesen längs der Flußtäler sind größtenteils verschlammt. Die Zahl der Obdachlosen ist beträchtlich. dem Zapfenstreich und dem Fahnenausmarsch die Veranstaltung ihr Ende. „Wenn ivir stark bleiben, bleibt das Volk stark" Reichsminister Nr. Goebbels knüpfte an an das Wort Moeller van den Brucks „Wir mußten den Krieg verlieren, um die Revolution zu gewinnen". Hätten wir den Krieg gewonnen, dann wären wir vielleicht nicht so tief an die Wurzel unseres Volkstums vorgedrungen. Erft die allgemeine große Not hat uns auch die Urquelle unserer Kraft wiederfinden lassen. Wir haben es nicht vergessen, daß Deutschland einmal am Rande des Abgrundes gestanden hat, und wir wollen, daß das deutsche Volk auch nicht vergißt, daß w i r das Land vom Abgrund zurückgeriffey haben. Unser Werk zu werten hat nur der das Recht, der selbst daran mitgearbeitet hat. Wenn wir allein die Kraft hatten, Ordnung zu schaffen, dann haben auch wir allein die Kraft, Ordnung zu erhalten. Fehler zu machen, ist das souveräne Vorrecht all der Menschen, die Überhaupt etwas t u n. Nur diejenigen, die gar nichts tun, können auch keine Fehler machen. Wenn heute Ueberkluge meinen, wir hätten jetzt wenig Devisen und Rohstoffvorräte, und es fei schwer, über diese Schwierigkeiten Hinwegzukommen, dann müssen wir sagen: Wir haben wenig Devisen und Rohstoffe, weil du dich nicht beizeiten gegen die Regierungen gewehrt hast, die Deutschland in diese aberwitzige Verschuldung hineinstürzten. Die Partei ist die Quelle unsererKraft. Die Partei ist nicht für ein paar Jahre oder Jahrzehnte gearündet, sondern sie ist gegründet worden, um Deutschland für einige Jahrhunderte in Form zu bringen und ihm die Kraft zu geben, sich unter den anderen Völkern zu behaupten, sein nationales Leben zu verteidigen und seine nationalen Grenzen zu schützen. Wir haben den Staat starker lutherischer Glaube und seine Bekenntnis- treue haben ihm gerade in den breiten Massen des evangelischen Kirchenoolkes den Ruf eines echten Seelsorgers verschafft. Hans Gollwitzer ist am 13. Januar 1896 in Erding (Oberbayern) als Sohn des Stadtsekretärs G. geboren. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihm im Weltkriege das EK. I und II verliehen. ßinc Ehrentafel für Theodor von der pfordten. München, 13. Oft. (DNB.) Die Münchener Juristentagung wurde am Samstag' mit der Enthüllung der Ehrentafel für den am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle gefallenen Rat am Obersten Landesgericht München, Theodor von der Pfordten, würdig abgeschlossen'. Zu der Feier, die im sinnvoll ausgeschmückten Lichthof des Justizpalastes ftattfand, hatten sich auch des Stahlhelms, der im NSDFB. (Stahlhelm) durch die Zustimmung unseres unvergeßlichen Generalfeldmarschalls und Ehrenmitglieds von Hindenburg und durch die Zustimmung des Führers anerkannt worden fei, hätte sich bewußt und freudig in die große nationalsozialistische Bewegung eingegliedert. Der Bundesführer erklärte, daß er diesen Weg vor Gott und seinem Gewissen gegangen sei, weil er diese klare notwendige Bahn als selbstver - stündliche Pflicht angesehen habe. Gewiß sei das Neue für viele überraschend gekommen. Aber mit hoher Freude könne er feftfteUen, daß gerade dem Frontsoldatentum im neuen Reich eine besondere Aufgabe zukomme, und daß er hier ein reiches Betätigungsfeld finde. Zu dieser Arbeit sei jeder von uns aufgerufen. Auch jetzt wieder seien die Mitglieder des NSDFB. (Stahlhelm) aus dem echten Sozialismus des Frontsoldaten heraus bereit, den Kampf gegen die Not, gegen die Arbeitslosigkeit, gegen Hunger und Kälte, zu dem der Führer aufgerufen habe, kraftvoll zu führen. Bestimmend zu solchem Kampfe um die Ziele des Führers fei für die Mitglieder des NSDFB. (Stahlhelm) vor allem d i e T r e u e, die sie A d o l f H i t - l e r gelobt hätten. Diese Treue kenne keine Abschwächung und keine Unterschiede. Zum Schluß übermittelte der ungarische Feldmarschall-Leutnant Graf Takach-Toloay die kameradschaftlichen Grüße der ungarischen Frontsoldaten. Alte Armeemärsche und Soldatenlieder umrahmten die eindrucksvolle Kundgebung. Mit orüfiW Der DP(, i des J jchie (del nb erzek >nüge* ist P,f°, «®ör8< I I amN^1 rst um t Irjt V' iroci ob« Üuch bei! anbelte-1 nadjbi hätte ft assen ft aus M erhält n Sranli t den ubt i)ö! ; ugel M . tion l; der ! Besn oächel b e r t r • iche M ein Fackelzug der Hitlerjugend stattgefunden hatten, wurde der Gauvarteitag am Samstagmorgen in der Messehalle Köln-Deutz feierlich eröffnet. Nach einer Begrüßung der Teilnehmer am Gauparteitag durch Bürgermeister S ch a l l e r umriß Gauleiter Grohe das Werden der NSDAP, und betonte, daß die Bewegung, die in ihrer Anfangszeit die Sammelstätte der Charaktere war, mehr und mehr Aus aller Wett. Eine neue Hochalpenstrahe. Im Beisein des österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s und des Bundeskanzlers Schuschnigg wurde die Nordrampe der Großglockner-Hochalpenstraße bis zu ihrem in 2571 Meter Seehöhe auf der Edelweißspitze gelegenen höchsten Punkt dem Verkehr übergeben. Da die Südrampe jetzt auch völlig fertiggeftellt ist, fehlt nur noch ein kleines Verbindungsstück, das endgültig erst im Jahre 1935 dem Verkehr übergeben wird. Die neue Nord-Süd- Alpenverbindung wird daher im nächsten Jahre fertiggeftellt fein und außerdem noch durch den Ausbau der Plöckenpaßstraße eine direkte Fort- DNB. Dresden, 14. Oft. Die Traditionsfeier anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Ortsgruppe Dresden des NSDFB. (Stahlhelm), die am Samstag mit einer großen Kundgebung eingeleitet wurde, erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Bundesführers des Stahlhelms, Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e, und des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Stadt Dresden hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Auf seiner Fahrt vom Bahnhof durch die Stadt wurden dem greifen Feldmarschall von Mackensen herzliche Huldigungen von der Bevölkerung dargebracht. Auf dem Adolf-Hitler-Platz war eine Ehrenkompagme des NSDFB. ^Stahlhelm) aufmarfchiert. Nach dem Abschreiten der Front nahm der Generalfeldmarschall mit der Bundesleitung vor dem Opernhaus den Vorbeimarsch entgegen und begab sich bann zu Fuß ins Hotel Bellevue. Hier fand anschließend ein Empfangstee statt, an dem eine Anzahl geladener Gäste teilnahmen. Abends veranstaltete der NSDFB. in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Zirkus Sarrafani eine große Kundgebung. Generalfeldmarschall von Mackensen wurde bei seinem Erscheinen mit stürmischen Heil!- und Hurra!-Rufen empfangen. Nach der Begrüßungsansprache des Landesführers Sachsen, Hauptmanns a. D. Hausse, hielt Reichs- arbeitsminifter Seldte eine Rede, in der er u. a. ausführte: Als im Februar 1918 tiefe Nacht über Deutschland hereingebrochen war, da hätten sich deutsche Frontsoldaten zum Ziele gesetzt, ihrem Volke wieder einen festen S) alt zu geben, und den Kampf um die verlorene äußere und innere Freiheit des Vaterlandes begonnen. Dieser Kampf hätte jedoch nur erfolgreich fein können, wenn die soldatische Auffassung von Kameradschaft und Disziplin wieder Geltung haben würde. Diese Erkenntnis führte zur Gründung des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten. Politiker allerdings seien die Stahlhelmkameraden nicht aeworden. Die große politische Bewegung habe Adolf Hitler geschaffen. Deshalb hätte es für den Stahlhelm kein Zögern gegeben, als der 30. Januar 1933 die Wendung brachte, dem Einen, der da gekommen fei, zu folgen und sich ihm zu unterstellen. So seien 150 000 Scharnhorstjunaen in die HI. gegangen, 344 000 Kameraden des Wehrstah^ Helms und 400 000 Stahlhelmmänner hätten sich der SA. zur Verfügung gestellt. Der übrige Teil ((Ii Oer geistliche Kommissar für den A enngelischen Bischofssitz in München. »Al Wnchen, 13. Oft. (DNB.) Mit der einst- ' seligen Verwaltung des Bischofssitzes in München lichsgtv i|f ]15 geistlicher Kommissar das Mitglied der Lan- d^node Pfarrer Hans Gollwitzer aus Mühl- flttf I. d oi am Inn betraut worden. Pfarrer Hans Goll- Wei ist auf Grund feiner Herkunft und bisherigen Prell' T.üx?eit ein hervorragender Kenner der Diafpora- aii ^temben. W ein aufrechter unb unerschrockener lOflr RAllfer, ber schon früh den Weg zum National- fclib.smus fand. Seine tiefe Frömmigkeit, sein Wettervoraussage. Die nunmehr über der Ostsee lagernde Störung hat sich erheblich vertieft unb wird ben Witterunas- charakter weiterhin recht unbeständig gestalten. An ihrer Rückseite fließen kühle ozeanische ßuftmaffen abwärts, bie wechselhaftes kühles Herbstwetter oeranlassen. Oesters werben dabei noch teils unter lebhafter Luftbewegung schauerartige Niederschläge auftreten. Aussichten für Dienstag: Unbeftänbig, wechselnb bewölkt mit oorübergehenber Aufheiterung, schauerartige Nieberschläge, kühler, lebhafte Luftbewegung.' Lufttemperaturen am 14. Oktober: mittags 13,1 Grab Celsius, abenbs 10 Grab: am 15. Oktober: morgens 6,7 Grab. Maximum 14,1 Grab, Minimum 6,6 Grab. — (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Oktober: abenbs 11,4 Grab: am 15. Oktober: morgens 9,4 Grab Celsius. — Nieberschläge 8,3 mm. Hauptschriftleiker: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerci • R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. 'Ju °Njz ?rirV ! Reglern ' D°n i Ve9 | einfant( "de 5ß0t U"d öas °uf N bi( nlo). in E 'ben g hen v! n vale, fcönig iu etfi den.“ 'n die f Ml, nio ptschina, । ad und erwach. Mos bk! !. runM i unter. müßigt sich für die Inhaber der Fettverbilligungs- jcheine bei Hergabe je eines Scheines auf 38 Pf. c Pfund. Somit beträgt der Preis der Margarine, >ie auf diese Scheine geliefert wird, genau f o ,iel, wie die Bezugsberechtigten bisher für >j e Haushaltsmargarine gezahlt haben. Diese Preisfestsetzung bedeutet eine Herab- etzung des Preises derjenigen Margarinesorte, )-ie für die Versorgung ber Bevölkerung von be° enberer Bebeutung ist, nämlich ber Konsumware im 3 Pf. je Pfunb. Außerbem wirb biefe Sorte • nunmehr in einem Umfange hergestellt, baß sie in Zukunft überall ausreichend zur Verfügung stehen wirb. Um eine Verteuerung biefer Sorte auf anbere Weise zu vermeiden, ist zudem i e r b o t e n , daß die Abgabe ber Konsumware i o n der Bedingung abhängig gemacht nirb, andere Margarinesorten oder andere Äaren gleichzeitig abzunehmen. Verstöße gegen lieses Verbot sind unter hohe Strafe gestellt. (Geld- f rafe bis zu 100 000 Mark.) Um dem Verbraucher Klarheit darüber zu ver- Ityaffen, welche Margarinesorte ihm angeboten Nirb, barf jeber herstellenbe Betrieb in jeber ber hrei genannten Sorten nur noch eine Marke Erstellen. Außerbem wirb aus ber Verpak- In n g kenntlich gemacht, ob es sich um Kon- V mroare, Mittelsorte ober Spitzensorte hanbelt. Mit Rücksicht auf bie noch oorhanbenen Bestäube von (inwickelpapier tritt biefe Bestimmung am 1. Jaguar 1935 in Kraft. Das für bie Versorgung ber minber- bemittelten Volksgenossen eingeführte settverbilligungssystem ist bahin abge- cibert worben, baß ber Awang zum Bezüge von foushaltsmargarine fortfällt unb jeber Pezugs- t rechtigte in Zukunft frei wählen kann, p er auf feinen Verbilligunasfchein Margarine c er Schmalz, Speck, Butter, Käse ober Del ver- tltigt beziehen will. Wünscht ber Bezugsberechtigte Margarine zu beziehen, so hat er bie Möglichkeit, d rch Vorlage eines Bestellscheines sich einen Anspruch auf Belieferung mit Konsummargarine sicher- jjteüen. Die Preisherabsetzung ber Konsumware bibeutet eine wesentliche Entlastung, insbe» stadere für die minderbemittelten Volksgenossen. T r Arbeitslose und Kurzarbeiter erhielt bisher a/f feine Fettkarte im Jahre 6 Kilogramm Haus- hcltsmargarine zu 38 Pfennig je Pfund und auf bi: Verbilligungsscheine bei Bezug von Margarine 6 Kilogramm zu einem Preise von 66 Pfennig ir.nus 25 Pfennig gleich 41 Pfennig je Pfund, also ir ganzen Margarine z u einem Durch- s a nittspreis von 39 V- Pfennig je Pfund. N-i n m e h r erhält der Bezugsberechtigte 1 2 | logramm z u einem Preise von 38 P' ennig. Das bedeutet also eine Verbilli - o n g von IV* Pfennig je Pfund. Wenn fee Bezugsberechtigte über die 12 Kilogramm hin- ni5 noch Margarine bezog, mußte er für diese bis- l)« 66 Pfennig je Pfund bezahlen. Nunmehr er* but er auch diese Margarine zu 63 Pfennig je Pund, also um 3 Pfennig je Pfund billiger. □on Bedeutung ist die Herabsetzung des Preises cifi) für diejenigen minderbemittelten Volksgenossen, di nicht an der Verbilligungsaktion teilnahmen, erleid) ihre Einnahmen nicht wesentlich die der D!Augsberechtigten übersteigen. Für diese bedeutet fcb Herabsetzung um 3 Pfennig je Pfund also eben- sals eine Entlastung. Kündigung des deuisch-ameri- lanischen Handelsvertrages. Berlin, 13. Okt. (DNB.) Der deutsche Botschafter in Washington hat der Regierung ber Verengten Staaten mitgeteilt, baß bie beutsche Regie- Cuiog beabsichtigt, eine Aenderung ber Bestimmun- g?i des Artikels VII bes deutsch-amerikanischen Handelsvertrages herbeizuführen. Aufgrund dieser jfeteilunq endigt der Vertrag mit bem 13.0b tif-r 1935. Der beutsche Botschafter hat gleichen ig mitgeteilt, daß die deutsche Regierung zu ö rhandlungen über bie künftige Oiftaltung ber beutsch-amerikanischen Handels- pejiehungen jeberzeit bereit ist. !i ierzu erfahren wir: Die deutsche Regierung hat fid zu der Kündigung des Vertrages entschlossen, 5 di I ohne eine Wahrnehmung des Termins des jttDktober ber Vertrag noch zwei weitere !pcShre gelaufen wäre. Insofern trägt die ßii ibigung vor allem vorsorglichen Cha - ra!*t e r. Von deutscher Seite ist wiederholt beim worden, daß ber beutsch-amerikanische Güter- ur.aufd) im Hinblick auf bie Entwickelung ber ■ Er schastlichen Verhältnisse neu georbnet wer- m müsse Insbesondre sind die von der Reichs- igsrung als revisionsbedürftig bezeichneten Be- Ümmungen des Artikels VII in gewissen Teilen lu3) die in den letzten Jahren eingetretene Aende- in* der wirtschaftlichen Verhältnisse überholt. 'ÖjI ber anberen ©0te ergibt sich aus ber von ber 'R:i3)5regierung gewählten Form ber Künbigung, man auf beutscher Seite ben Vertrag als iMam 3 e s aufrechterhalten unb nur ge - se E i n z e 1 b e st i m mu n g e n der verän- 1) rl n Entwicklung anpaffen will. 6er erste Emtopfsonntag 1934/35 in der Heichshaupistadt Berlin, 14. DEL (DNB.) Das Winterhilfswerk ' -rins hat in diesem Jahre gute Vorarbeit geleistet. !! eit über 60 000 freiwillige Helfer Ifdrten in ben Vormittagsstunben treppauf Iriunnb, um an jeber Wohnungstür anzuklopfen uri bie kleine Spenbe entgegenzunehmen. In ben (Bittftättcn machte sich bas schlechte ®etter in tiB?i ad)er Hinsicht bemerkbar: Der Berliner blieb titi aufe unb aß hier fein Eintopfgericht: bagegen 1 to’rien die vielen F re m b e n, bie in Sonberzügen ir ber Reichshauptstabt kamen, nicht sehr lange 's:«en Straßen Herumlaufen, fonbern sie setzten \ lq bereits gegen Mittag in ein Lokal unb verzehr- i e: «ier ihr Eintopfgericht. Wie bie Gau führ ung I k; Winterhilfswerkes Berlin melbet, betrug um 21 1 Irr ib a 5 Ergebnis bes ersten Eintopfsonntags IilBerlin (bie Gaststätten stehen noch aus) 335000 IMü.k. Das ist günstiger als das Ergebnis des (Ütipffonntags im November 1933. -Köln, 13. Okt. (DNB.) Nachdem bereits am i schloß. Wir kamen als Soldaten, hatten soldatisches ein Begrüßungsabend der alten Empfinden und kämpften wie Soldaten, weil wir öarde der NSDAP, des Gaues Köln-Aachen unb' in ihm alle Tugenben sahen, bie ein Solbat haben muß: Treue, Kamerabschaft unb Glauben. Heute gibt es Hunberttausenbe, bie ben Kampf nicht mehr fühlen unb beshalb glauben, er fei nicht ba. Es ist beshalb notroenbig, baß wir immer roieber b i e die Erziehungsschule unseres Volkes zu Charakteren würbe. Nach ben vielfach burch stürmischen Beifall unterbrochenen Ausführungen des Gauleiters hielt Reichsleiter Alfred Rosenberg eine längere Rede, bie ebenfalls von Beifallsstürmen begleitet war. Am Nachmittag fand auf bem Neumarkt ein Jugendappell statt. 75000 Hitlerjungen und Jungvolk und 25 000 Mädel füllten den weiten Platz. iieichsjugendfühi-e,' von Schirach führte dabei u. a. aus: Ich mochte zuerst die vielen Zehntausende begrüßen, die in den letzten Monaten aus den Reihen der katholi-schen Jugendoerbände zu uns gekommen sind und nun hier durch ihr Erscheinen ein Bekenntnis oblegen zur Einheit der Jugend und damit der Einheit des Reiches. Nun steht Ihr ein paar Monate in unseren Reihen und wißt selbst, daß es sehr wohl möglich ist, innerhalb der Hitlerjugend der religiösen Ueberzeugung treu zu bleiben und doch gleichzeitig den großen Dienst an Deutschland zu tun. Wir meinen, wir seien keine schlechten Diener unseres Gottes, wenn wir unser ganzes Leben in den Dienst an Deutschland stellen. Das ist das, was unsere jungen Millionen heute in Deutschland aneinander bindet. Wir haben durch keinen Zwang und durch keine Macht, einzig und allein durch unseren Glauben und durch unseren Führer, alle Jugend in Deutschland in unseren Reihen geeint, wir werden auch den letzten kleinen Rest hinter unsere Fahne bringen. Nicht durch Gewalt, sondern durch Disziplin, durch das Beispiel unserer Zucht, durch das Beispiel unserer Kameradschaft. Der Gauparteitag ber NSDAP. Köln - Aachen brachte am Sonntag bie beiben großen Reden des Reichsministers Dr. Goebbels und des Stabsleiters der PO. Dr. Ley als Höhepunkt und Abschluß des Gaukongresses. Dr. Ley führte u. a. aus: Unsere Bewegung ist die Gemeinschaft der Treue, und wo könnte ich mehr von Kameradschaft und Treue reden als in diesem Saal, wo Sie mit mir zusammen diesen großen Kampf geführt haben unb wo wir bie Be- roegung aus ben bumpfen unb engen Gassen herausholten? Unbändiger Glaube war es, der uns beseelte, unb Treue war es, die uns zusammen- ugsburg holte bezog. Der Spielverlauf. zu durch die der kraft gewann, obwohl er sich sah, zu keinem । Gedränge im mann den Ball 4 4 5 4 4 4 5 3 3 4 im tion kein Tor erzielt wurde, verloren die Gießener in dem gleichen Maße den Mut, wie bei den Steinbergern die begründete Hoffnung auf ein Unentschieden aufkam. Aber es sollte anders kommen. Einer Steilvorlage aus der Läuferreihe zwischen die Steinberger Verteidigung setzte Birkenbiehl nach und konnte an dem herauslaufenden Tormann vorbei, obwohl stark behindert, zum Siegestor einschießen. Bei diesem Stande blieb es bis zum Schluß. Der Sieg der Grünweißen war nicht Tlordbeffen — Mitte 4:1 abgebrochen. Ein Fußballkampf der Nachwuchs-Mannschaften der Gaue von Mitte und Nordhessen kam am Sonntag in Bleicherode zum Austrag. Die Nord- Hess e n zeigten sich in der ersten Hälfte haushoch überlegen und kamen durch Schröder, Köhler und Wohlgemuth (2) zu vier Toren. Für den Gau Mitte war Reimann erfolgreich. Da sich nach dem Wechsel der Regen verstärkte, sah sich der Schiedsrichter gezwungen, die Begegnung beim 4:1- Stande für Nordhessen in der 51. Minute abzubrechen. Im Hinblick auf den Gaukampf gegen Brandenburg im Berliner Poststadion fanden diesmal in der Südwest-Gauliga nur zwei Meisterschaftsspiele statt, die aber von größter Bedeutung waren. In Frankfurt stieg vor 11000 Zuschauern der Großkampf FSB. Frankfurt — Union Niederrad, den der Neuling Niederrad mit 3:2 nach einem wenig schönen Spiel für sich entschied. In Saarbrücken bewies Phönix Ludwigshafen gegen Saar 05, daß er auch auf auswärtigen Plätzen siegen kann. Mit 2:1 wurden die Saarländer zwar knapp, aber verdient geschlagen. Phönix Ludwigshafen führt somit die Tabelle weiter mit einem Punkt Vorsprung vor Union Niederrad an. Am Bieberer Berg gastierten die Fuldaer Borussen im Freundschaftsspiele bei den Offenbacher Kickers. Der Kampf endete 3:3 Unentschieden. 3n Bayern. In der bayerischen Fußball-Gauliga gab es an diesem Sonntag zwei Kämpfe, die man ruhig als erste Vorentscheidungen betrachten kann. In Nürnberg trafen der „Club" und die ,Löwen" im Kampf um die Führung aufeinander. Beide Mannschaften wechselten Angriff und Gegenangriff miteinander ab. Der Kampf gestaltet sich dann verteilt. Beide Torhüter hatten immer wieder einzugreifen und zeigten jeweils kühne Paraden. In der 6. Minute konnte Krüger auf eine schöne Vorgabe von Betz mit einem unheimlich scharfen Schuß unhaltbar zum ersten Tore einsenden. Die Gäste ließen sich nicht beirren. Zielbewußt steuerten sie immer wieder auf das Tor des Gegners zu. Bald gelang ihnen der Ausgleich. Der Ball ging knapp unter der Latte ins Netz. Die Gießener praktizierten in der Folge einige Male den Ball an die Latte. Eine anhaltende Druckperiode auf das Gästetor brachte aber auch nichts ein. Vielmehr konnten die Gäste bei einem ihrer gefährlichen Durchbrüche in der 20. Minute auf 1:2 erhöhen und wenige Minuten später sogar auf 1:3. Die Situation erschien etwas bedenklich, die Gießener ließen sich aber glücklicherweise nicht aus der Ruhe bringen. Krüger verkürzte für seine Mannschaft auf 2:3. Die Turner waren dann aber noch einmal erfolgreich, so daß das Ergebnis auf 2:4 stand. Ein Strafwurf für 1900 verkürzte auf 3:4 und Schüler vermochte kurz darauf den Ausgleich zu erzielen (4:4). Im Alleingang verfchuf Krüger, wiederum durch einen feiner scharfen Schüsse, den Einheimischen wieder die Führung, die sie sich in der Folge auch nicht mehr entreißen ließen. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Zweite Halbzeit: 1900 entscheidet! 1900 hatte bis zu diesem Zeitpunkt gegen den heftigen Wind anzukämpfen, und man rechnete zuversichtlich damit, daß es in der zweiten Spielhälfte zu einer eindeutigeren Ueberlegenheit der Platzbesitzer käme. Das war jedoch nicht der Fall. Vielmehr holten die Turner bald nach dem Anpfiff auf 5:5 auf und verteidigten verstärkt und sehr geschickt. Die Gießener spielten nun nicht mehr so systemvoll 4900 führt in der Handball-Gauliga Spielvereinigung 1900 - Turnverein Kirchbauna 8:6 (5:4). unverdient, die Teutonen hinterließen einen guten Eindruck. , VfB. II — Cid) I 3:1 (1:0). Ein Fußballspiel, bei dem die Grenzen des Erlaubten oft überschritten wurden! Das war em Umstand, der auf die Leistungen beider Mannschaften stark einwirkte. Bei einer 2:0.Führung der Platzbesitzer holte Lich ein Tor auf, dem im Gegenangriff durch ein Mißverständnis m der Llcher Hintermannschaft der 3:1-Stand folgte. VfV. III. — Wißmar I 1:0 (1:0). Durch einen weiteren Sieg über eine Mannschaft, die sich als spielstärker wie angenommen entpuppte, konnte die dritte ihre führende Position behaupten. Auf beiden Seiten wurde em Elfmeter verschossen. Weitere Fußballergebnisse. Die dritte Mannschaft der Spielvereiniguna 1900 empfing auf eigenem Platze die Elf von Alten- Buseck und gewann mit 3:2 Toren. Die erste Jugend 1900s konnte gegen die erste Jugend von Watzenborn-Steinberg nur mit 2:1 Toren gewinnen. Jußdall der Gauligamannschasten In Nordhessen. wie bisher, insbesondere die Läuerreihe baute nicht mehr so sorgfältig auf. Durch einen Strafwurf kamen die Platzbesitzer wieder zur Führung und bald darauf fiel das siebente Tor für die Gießener. Der Tormann hatte den scharfen Schuß von Kruger- wohl gehalten, ließ das Leder aber doch noch entgleiten. Schließlich gab es auch noch ein achtes Tor, das den Sieg der Gießener endgültig sicherstellte. Den Gästen gelang aus einem Strafwurf heraus noch der sechste Erfolg, dabei blieb es aber, trotz aller Bemühungen der Gäste, vielleicht doch noch einen Punkt zu retten. Die Mannschaft der Spieloereinigung 1900, die in ihren bisherigen Spielen stets siegreich bleiben konnte, hat sich nunmehr Die Führung in der nordhessischen Gauliga errungen. Der Schiedsrichter amtierte zur Zufriedenheit. Die Turner aus Kirchbauna, eine sehr eifrige und fähige Mannschaft, hinterließen einen ausgezeich- neten Eindruck. Das Spiel der 2. Handballmannschaft der Spiel- oereinigung 1900 gegen die 1. Elf des Turnvereins Wißmar, das ebenfalls auf dem Platz auf dem Trieb ausgetragen wurde, endete mit 6:7 Toren für die Wißmarer Turner. 1900 trat nur mit zehn Mann an Handball-Gautreffen Tiordheffen - Sachsen in G eben. Wie wir hören, findet Sonntag, 28. Oktober, in Gießen (der Platz der Austragung steht noch nicht fest) ein großes Handballtreffen der Mannschaften der Gaue Nordhessen und Sachsen statt. Die Mannschaft des Gaues Nordhesfen ist noch nicht nominiert. Weltrekorde deutscher Motorsportler. Der Kgl. Ungarische Automobilclub führte auf einer Strecke bei Gyon in der Nähe von Budapest Weltrekordverfuche deutscher Rennfahrer über 1 Kilometer und 1 Meile durch, die große Erfolge hatten Es wurden dabei 8 Weltrekorde und 18 ungarische Landesrekorde aufgestellt. Welthöchstleistüngen erzielten: Walfried Winkler- Chemnitz auf DKW. für Motorräder bis 175 ccm über 1 Kilometer mit stehendem Start mit 112,464 Stdkm. und über 1 Meile mit stehendem Start mit 121,357 Stdkm. Arthur Geiß- Chemnitz auf DKW. für Motorräder bis über 1 Kilometer mit fliegendem Start mit 146,520 Stdkm. und über 1 Meile mit fliegendem Start mit 145,312 Stdkm. Derselbe für Motorräder bis 250 ccm über 1 Kilometer mit stehendem Start mit 121,786 Stdkm. und über 1 Meile mit stehendem Start mit 131,136 Stdkm. Ernst Burggaller auf Austin für Rennwagen bis 750 ccm über 1 Kilometer mit stehendem Start mit 118,032 Stdkm. und über 1 Meile mit stehendem Start mit 134,173 Stdkm. Die neuen Welthöchstleistüngen wurden von Dem Kgl. Ungarischen Automobilclub bereits an Den. Internationalen Automobil-Verband zur Anerlrn- nung weitergeleitet. Die deutschen Rennfahrer blei- ben in Budapest und nehmen am Sonntag an einem Bergrennen in der Nähe von Budapest teil. Wh.« 8-2 fünfte Der 1 FC. Nürnberg siegte mit die Spielvereinigung Fürth mit 2:2 einen Punkt batten 8.2 pumte. u_ Tabellenspitze gegen die Schwaben heraus. Jahn, Regensburg sitzt den Nürnbergern aller- feierte gegen den ASV Nürnberg seinen ersten Sieg dina/bart au^den Fer en Di- „Blausterne" bewie- mit 2:0. Punktlos blieb erwartungsgemäß auch we,. f-n^br- d esMbriae ausgezeichnete Form auch gegen terhin der BT. Augsburg, der bei (einem Mufftugs. kauern München Dor 12 000 Zuschauern wurden geführten, der Spvgg. Weiden, eine 1.4-Niederlage die Bayern mit 2:1 geschlagen. In & Borussia Fulda Hessen Hersfeld Germania Fulda Hanau 93 SV. Kassel VfB. Friedberg Spvg. Langenselbold Kurhessen Kassel Kassel 03 Sport Kassel Weislerschasls-Fußball VfL. I. gegen Watzenborn-Steinberg I. 2:1 (1:1). Nur knapp wurden die Steinberger, die sich gegenüber dem Vorjahre in technischer Hinsicht stark gebessert haben, geschlagen. Gemessen an den Torchancen der zweiten Halbzeit hätte der Sieg höher ausfallen können, wenn nicht im Steinberger Tor ein Mann gestanden hätte, der die schwierigsten Situationen meisterte. Beide Mannschaften verdienen wegen ihres aufopfernden und fairen Spieles ein Gesamtlob. Die Leistungen müssen unter Berücksichtigung der Bodenglätte — es regnete während des ganzen Spieles — als annehm- bar bezeichnet werden. Der Schiedsrichter leitete zufriedenstellend. Sofort mit Beginn fanden sich beide Mann- fchaften und schon mußten die Hintermannschaften in Tätigkeit treten. Von beiden Mittelläufern werden unter Bevorzugung jeweils des linken Flügels die Angriffe gut eingeleitet. Auf beiden Seiten werden Ecken erzielt, die aber, gut abgewehrt, zu keinen Erfolg führten. Der Mittelstürmer Steinbergs vergab dann freistehend eine klare Chance. Im Gegenangriff wird Ritter auf der Mittellinie heftig angegangen. Den fälligen Freistoß, von ihm selbst getreten, nahm Birkenbiel aus der Luft, aber der Ball strich über die Latte. Die Gießener hatten in der Folge etwas mehr vom Spiel und wurden leicht überlegen. Die Steinberger verteidigten verstärkt. Knauß trat, als der Mittelstürmer unvor- fchriftsmäßig gestoppt worden war, von der Strafraumgrenze aus mit großer Wucht den Ball unter die Latte, von der er hinter dis Linie sprang. Unentmutigt griffen die Gäste weiter an und errangen durch Schrägschuß des Linksaußen eine Minute vor Halbzeit den Ausgleich. Nach Seitenwechsel beherrschten die Gießener für zehn Minuten das Feld, ohne aber Zählbares zu erreichen. Als bester Mann der Steinberger zeigt sich in dieser Drangperiode der rechte Läufer. Dann gestalteten die Steinberger das Spiel wieder offener und konnten zwei Ecken erzielen, die gut her- eingegegeben waren, durch die Gießener Hintermannschaft aber abgewehrt wurden. Haupt und Fehling tauschten nun die Plätze, eine Maßnahme, ' * ’ 1 Gießener Sturm an Durchschlags- Zwei Alleingänge Ritters führten, nur noch dem Tormann gegenüber Erfolg. Und als auch noch in einem Steinberger Strafraum der Tor- ; verlor und auch aus dieser Situa- geführten Kampf. Ueberraschend lagen zunächst die Gäste vor dem Tor der Gießener und schufen einige gefährliche Situationen. Dann aber tarnen auch die Hiesigen zum Zua und ein schöner Angriff wurde durch einen ebenso schönen Torwurf abgeschlossen. Aber der Ball prallte an der Torlatte ab. Rasch Wer es sich am Sonntag dessen nicht verdrießen ließ, eine gute Stunde lang im strömenden Regen und' im kalten herbstlichen Wind auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 an der Liebigshöhe zu stehen, konnte Zeuge eines außerordentlich spannenden Kampfes werden. Im fälligen Verbandsspiel der Gauliga standen sich die Mannschaften der Spielvereinigung 1900 und des Turnvereins Kirchbauna (aus der Kasseler Gegend) gegenüber. Die Gäste hatten bisher schon sehr von sich reden gemacht, denn es gelang ihnen bereits, den vorjährigen Meister, die Mannschaft des Turnvereins Wetzlar, zu schlagen. Die Turner enttäuschten denn auch nicht und zeigten ein tadelloses Spiel, das zwar in technischer Hinsicht nicht ganz an das ihrer Gegner heranreichte, immerhin aber die Gießener Der Fußballgau Nordhessen wartete am Sonntag ^ur äußersten Leistung herausforderte. mit einem recht mageren Spi-iprogramm auf Nur Erste Halbzeit: wer wird Sieger? kam Me'beiandere Ädeutung ju. Das meiste In-! Der Spielverlauf brachte einen in scharfem Tempo teEe beanspruchte die Begegnung zwischen dem nn @nmnf lleberraillrend Innrn .unarbkt die VfB. Friedberg und dem FC. Hanau 93. Nach guten Leistungen trennten sich die beiden Mannschaften mit einem durchaus verdienten l:l-Unentschieden. Die beiden Neulinge Germania Fulda und Spvg. Langenselbold machten ebenfalls unentschieden 3:3 und der SV. Kassel kam über seinen Ortsrivalen Sport einem knappen 2:1-Sieg. le Tore Punkte 16:1 7:1 10:4 6:2 9:7 6:4 6:5 5:3 8:6 5:3 8:11 5:3 9:18 3:7 4:6 1:5 1:5 1:5 3:11 1:7 Gau Sudwest. Bei Nieren-, Blasen- und Frauen leiden, Harnsäure, Eiweiß,Zucker Frequenz 1933: 1 7 200 nüifctunga Sfetenenquetti Haupt-Niederlage in Gießen: Jean Weisel, Sonnenstraße 6 Tel. Nr. 3888. Schriften kostenlos Lichtspielhaus «Gießen 42b A IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN 6018 C Vorher: IA/C DR CDRUCKSACHEN "w Eä Brühl'sche Druckerei IIIII!ll>lll!!!lllll!IIIIIIII!IIIIIIIIIIIIIII!llllllllllllll!lllllllllllllllllll!l!!s|l!!!IIII Gutes Beiprogramm und die neue Ufa-Ton-Woche Ab heute Montag täglich 4, 6, 8.30 Uhr: Camilla Horn Hans Söhncker Hansl Wiese, J. Tiedtke und zum Bauen Abermann Reichsbahn Leichlathieükabtlg. Hallen- iraining ab 17. Okt. 1934 jeden Mittwoch von 8-10 Uhr in unser. Turnhalle am Aulweg. Gleichzeitig WuMells- gumnaftit für Weitere* oms Leitung: Sportlehrer Fischer. Männer-Turnern e. Miellen. Die Altersriege turnt jeden Montag, die Tui.- u. Frauenabtl. jed. Dienstag von 20 bis 22 Uhr. Die Uebungsstd. für Bolksturn. und Gymnasük sind, jed. Donnerstag von 19.30-20.30 Uhr für Tui. und v. 20.30-22 Uhr für Tu. jeweils in der Turnhalle d. Oberrealschule (Bismarckstraße) statt. eozoD Der Vorstand. ItMmi und Gastw irf- autgeh., m Wetzlarverpachten t).[ 599.5 D Carl Nomvf, Jnunob.lRDM.) Wetzlar. Ganz unerwartet ist unser lieber Alterskamerad Ludwig Kinzenbam von uns gegangen. Wir verlieren in ihm einen prächtigen, lieben Kameraden, dessen Andenken unauslöschlich in uns wohnen wird. Die Altersvereinigung 1884—1934. 6n27D WAWDWIEIBIEM Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, dazu ein lebendiger und aufschlußreicher Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen una Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zu solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf. Trotz hervorragender Ausstattung auf holzfreiem Papier in künstlerischemOanzleinenb., Gr.-20x26cm, nur RM.4.80. Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bebilderte Werbeblätter kostenlos. Hugo Bermühler Verlag Berlln-Llcnterfelde Die Me Chance nach dem gleichnamigen Volksstück. ■ Die Presse schreibt: Völkischer Beobachter: „Hand- I lung, Tempo, Darstellung und nicht I zuletzt die gefäMtge Musik Will I Meiseis sicherten dem unter der 1 Leitung von Max Hüske herge- I stellten Terra-Film einen starken, I herzlichen und verdienten Erfolg.“ I KleineAnzeigen int Siebener Anzeiger werden von Taufenden beachte» und fielet<*n. I Verkäufe | SMMkll (t 3U verkauf. o4 Näh. zu erfr. in d. Geschäftsstelle desGieß.Anzeig. | Kaufgesuche | Einige Wagen Meraöe Q^ütcbt. 6024D Chr. Inderthal, Telephon 3973 [Verschiedenes | 3fl.monn 4. Beiträgen der Bücher in den Abendstund. ges. Schrift!. Angeb. unter 05000 an d- Gieß. Anzeig. illlllllllllllllllllllllll^ ZwedsBelomplvnM Schwarzarbeit können Arbeits-Ang^ bote von Landwerlen» nur mit Aameusne^ nung u. unter Vorlage desScwerbenochve^ ou genommen werten. desGiebenerS?me - L * ■ s-'B | ;:ÄS D * WMWOW W 4 -' ^-.^Vv'vl *1 4 /-t <'< 44;,^;/; ? F ja - ■44 1 / V. pjy; 4^w(. Z)crhu Frantiuri a. Ti. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend« bSrfe Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börse Schlußkurs Schlußk Abendbörse Schluß« kurs Schlußk. Mittagbörse Schlußkurs Schluß!. Abend- Schlußkurs Schlußk. Mittaa- Oatum 12-10. 1 1310. 12-10. 13-10. Datum 12-10- 13-10. 12-10. 13-10. Datum 12-10 13-10- 12-10. 13-10. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 192? 6% ehem.7% Dl. Reichöanl. v. 1929 b‘/i% Young-Anleihe von 1930 .. rentjche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. DcSgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 6% ebcni.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12................ 5Vi% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auelos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mltAuSIos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6Yi% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriefe....... 6Vi% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand' briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Siiberrente 4% Ungarische Gvldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'4% deSgl. von 1913.......... 6% abgcst. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... 95,75 93 100 .75 95 93 93,5 104 92,5 92,9 93 93,75 94,25 101,75 1,35 7,65 7,1 7 14,5 8,1 95,75 92,9 100,75 94,5 93 93,5 100 92,5 92,5 93 94 94,5 101,75 29 1,35 7-6 7,05 7 13,9 8,1 96 93,25 100,7 104,75 101,75 29,5 1,4 7-8 14-1 - 8,1 96,25 93-5 100.5 95 93 93 — 94,25 94,25 101,75 29,25 7,8 13,9 4% besgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^2%Numän.vereinh.Rentev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente .. Hamburg-Amerika-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff........... o Norddeutscher Lloyd .........o A-G- für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... * Kommerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschafi................o Dresdner Bank..............o ReichSbank ............... |2 A.E.G....................... Bekula.................... Elektr. Lieferungsgelcllichaf»... 6 Licht und Kraft ... 6 Felten & Guilleaume .. . o vesellsch.f.Elektr.Unternehmung 5 Rheinische (Llekttizitäi ______ 5 Schuckert L (5o............... 5 Siemens« Halske............ 7 LahmeyerLLo.............10 Buderus .............. 0 Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener............0 Harpener...................0 Hocsch Eisen—Köln-Reuessea .. 0 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klvcknerwerke ............... 0 Mannesmann-Röhren........ 0 8,1 4,6 4-3 36 28,13 30,9 80,5 96 72 76,25 78.5 147 28,75 145,25 104,25 118,5 77.65 111 101,25 94,75 142 123 87,25 107 64,4 106 118,5 78,13 76,65 8,1 4,75 7 4,3 35 29 31 81,25 96 72,5 76 79,25 147 29 145-65 104,25 119,5 77,25 111,5 94,5 142,5 123,5 87,65 108,25 65 106-5 149,65 118.25 78 77,4 4,9 4,3 36,1 28,5 30,9 80,75 96 72 76 78.5 147,5 28,75 145,13 104,75 118,25 77,4 110,75 101,5 94.75 140,75 123 87,5 107,5 64,65 106,13 77 152 118,5 77,5 76,75 7,1 4,3 35 29,25 22 31'l? 96,13 72,5 75,75 79,25 146,75 29.25 145,75 104,5 119-75 77,4 111,4 '01,5 95 141,25 122,75 87 108,4 64,75 106,75 77,9 150,25 117,75 78,25 77,4 Mansselber Bergbau.........0 Kokswerke.................. 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ............... 0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth..... iv, I- G. Farben-Jndustrie.......7 Scheideanstalt................ Goldschmidt ................. Rütgerswerle ................ Metallgesellschaft.............. Philipp Holz mann...........0 Zementwerk Heidelberg ......0 Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhofer .......0 rnu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg............ g Zellstoff Waldhos ............0 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........0 Lrenstein L Koppel..........0 Leonhard Tietz .............. 0 Chade......................10 Aecumulatoren-FabrU........0 Conti-Gummi...............0 Grttzner....................0 Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker....... 8 81 50,13 228,25 91 42,75 13 118 116,5 155 144,25 216 93,5 41,5 80 114,5 133 63,25 66,5 48 66,5 51,25 59 32,75 218 167,5 132 304 189,75 80,25 50 229 91,25 43 13 118,75 118,5 155 145,25 215-5 92,5 40,5 87 80 115,25 133 62,5 67 48,5 67 51,25 59,13 32-5 211 167,5 132 30,9 80 189-5 81 97,5 49,75 228 90,5 42,75 13,4 118 118 155,75 144,25 93,5 40.5 80,25 109.75 63,5 130 48,75 67 124,25 51,25 59.25 88 32,4 218 167,75 132,25 30 I 190 80,25 97,65 49,75 229 91,25 42-5 119 119 156 145 92 100,5 86,25 79,9 110,75 63 135 48,75 67-5 124-75 51-13 59 88,65 31,9 212 167 132,25 30,9 190 12-Oktober 13-Oktober Amtttwe Notierung Amtliche Notierung Selb Srie Geld Sri? Buenos Atre. 0,644 0,648 0,646 0,650 Brüssel ..... 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. 0,204 0,206 0,204 0,206 cofia..... 3-047 3,053 3,047 3 053 Kopenhagen. 54,03 54-13 54,19 54,29 Danzig..... 81-18 81,34 81,18 81,34 k London ..... 12,10 12,13 12,135 12-165 -1 Helstngjors.. 5,345 5-355 5,355 5,365 v Paris ...... 16.39 16-43 16,39 16,43 Holland .... 168,50 168,84 168-63 168-97 .Italien..... 21,45 21,49 21-45 21-49 Japan ...... 0,707 0,709 0,709 0,711 Jugoslawien 5,694 5,706 5,694 5,706 Oslo..... : 60,79 60,91 60,97 61,09 Wien....... 48-95 49,05 48,95 49,05 Vissabon.... 10,98 11,00 11,01 11,03 Stockholm... 62,40 62,52 62-58 62,70 Schweiz .... 31,07 81,23 81,15 81,31 Spanien.... 33,97 34,03 34,00 34,06 Prag....... 10,37 10,39 10,37 10,39 Budapest .. — — Reuyork ... 2,460 2-464 2,467 2,471 Geld Ärle- 2-412 2,432 58,01 58,25 53,87 54,09 12,065 12,105 16,35 16,41 168,08 168 76 21,33 21,41 60,63 60,87 — — — —— 62,24 62,48 80,89 81,21 33,83 33,97 ■— Ur 211 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 15. Oktober 1954 1 I M V!- , DER W KW Kameradschastsabend derGießenerGG entnehmen. Nation nicht bange zu werden. Das Ehrenmal solle ^omeraoen an ore soroernoen ^cir- auch ein Mahnmal fei für alle, die an der Stratze k «»« die Vertiefung und Ausbreitung der kameradschaftlichen Verbundenheit zwischen der aktiven SS. und r,x„s V. (vxr,. , . s.- /- ■ l < <■ t s. zn r ,, uuilUCIiyni QWlUltTIl UCL UlUUKIl ÖO. UHU stände bie Pflicht, dre Hinterbliebenen der Gefalle- ihren FM. und schloß seine eindrucksvollen Worte nen zu versorgen unsere Jugend im Geist von mit einem packenden Treugelöbnis zum Führer und ’Rntahnm Itnh trn fflnttfo nnfnror ava^>avi oi.re, . c.,. ,r - . . . u . .u V™ ' - SA. Lei- in treuer Verbundenheit alle Kraft einzusetzen für die große Idee des Führers, die heilige Verpflichtung auf das Dritte Reich und damit zum Volk und und zum einzelnen deutschen Menschen zu er- die Notwendigkeit, nunmehr den Kampf gegen die inneren Schwächen und Mängel des einzelnen aufzunehmen und immer mit aller Tatkraft zu führen, die guten Kräfte des Menschen zu entwickeln, damit die Waage immer nach der guten Seite hin ausschlage, keine aufbauwillige und zur Mitarbeit bereite Kraft beiseite zu schieben, niemand durch eitle Ueberhebung und durch unüberlegtes Handeln zurückzustoßen, sich dadurch die Achtung der anderen Menschen zu erwerben und umgekehrt auch die anderen Menschen zu achten. Auf dieser Grund- SS.-Sturmmann Cronjaeger hielt hierauf eine von prächtigen Gedanken erfüllte Ansprache über den Wahlspruch der SS. „Unsere Ehre heißt Treu e". Er wies dabei kurz auf die Entstehung und die organisatorischen Grundlagen der SS. und ihr von höchsten Idealen geleitetes Streben hin In diesem Zusammenhang feierte er die starken Grundlagen der Bewegung:' Kameradschaft, Einfachheit, Geradheit, Treue zur Idee des Führers und Treue zu sich selbst. Er betonte weiter m symbolischer Darstellung eines lebenden Bildes die enge Verbundenheit der Saar mit dem deutschen Vaterlands dargestellt wurde. Weiter wurde in pietätvoller Weise der Gefallenen im Kriege und im nationalsozialistischen Freiheitsringen gedacht. In der Pause wurden den vielen neuen FM. die Mitgliedsbücher und Abzeichen ausgehänbigtz anschließend überreichte der Führer der 83. SS.- Standarte, Obersturmbannführer Ja ko der, mit einer kurzen^ packenden Ansprache zahlreichen alten FM. als äußeres Zeichen des Dankes und der An- Anerkennung der SS. für die bisherige Förderung je ein Bild des Reichsführers der SS. Himmler mit einer entsprechenden Widmung. Der weitere Verlauf des Abends war mit frohen Liedern und Anekdoten aus deutschen Gauen, bei deren Wiedergabe erneut die SS.-Kameraden sich in vielfältigster Weise zeigten, sowie zum Schluß mit deutschem Tanz ausgefüllt. siegelt. Unser Führer sei es gewesen, der das Gedenken an unsere gefallenen Helden im ganzen Volke wieder lebendig werden ließ. Für uns beten schließt den Denkmalsplatz nach hinten ab. Inmitten der aus Grauwacke erbauten, mit bayerischem Muschelkalk eingefaßten und ebenfalls mit Mu- schelkalkplalten abgedeckten Mauer ist eine 5 Meter lange und 0,50 Meter tiefe Ruhebank eingefügt. Zwei Trauerweiden stehen zur rechten und linken Seite vor der Bank. Der mit tiefblauen Eauber Schieferplatten belegte Fußboden fügt sich passend in das ganze Bild. Der Führer des Sturmbanns I SS.-Sturmführer H a i n b a ch entbot den herzlichen Willkommengruß der SS., brachte bei dieser Gelegenheit erneut den Dank der aktiven Kameraden an die fördernden Mitfüllen, immer dem großen Vorbild des Führers zu folgen, alle deutschen Mannestugenden zu entfalten und in unverbrüchlicher Bereitschaft, auch das Letzte des einzelnen, das Leben, einzusetzen für den Führer, sein Werk und das deutsche Volk, damit das Dritte Reich unvergänglich sei. In diesem Geiste verschwöre ich die SS. immer aufs neue unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler, der nationalsozialistischen Bewegung und dem ganzen deutschen Volk. Begeisterte dreimalige Sieg- Heil-Rufe der großen Gemeinschaft des Kameradschaftsabends auf den Führer, das deutsche Volk und Vaterland folgten dieser Ansprache. Die Arbeiten wurden von den vereinigten Maurermeistern von Klein-Linden ausgeführt, auch die vereinigten Weißbindermeister waren an der Arbeit beteiligt. Zu den Gesamtkosten, die 7000 Mark nicht erreichen, steuerte die Gemeinde etwa 1000 Mk. bei, die übrigen Geldmittel wurden durch örtliche Sammlungen aufgebracht. Die Gemeinde kann stolz auf das nun endlich geschaffene Werk sein, wenn auch Diele Jahre nötig waren, es zu vollbringen. vorüberzögen, daß wir nicht für uns allein leben, sondern unsere Pflicht an dem Volk zu erfüllen hätten und für Deutschland nur allein zu leben, getreu dem Wahlspruch unseres Führers „Deutschland muß leben, auch wenn mir sterben müssen". Das Lied vom Gutey Kameraden, von der Musikkapelle gespielt, beschloß die eigentliche Weihe. । Sodann faßten HI. und BdM. ihre Treugelübde ' in den Sprechchor zusammen: „Wir sind die Kinder , einer großen, harten und einer heiligen Zeit". 1 Nach dem Chor „Heldengrab" von Ferreau, von der „Nationalen Sängervereinigung Eintracht-Harmonie" unter Leitung von Chormeister Harnisch (Watzenborn - Steinberg) dargeboten, übernahm Bürgermeister Fischer das Denkmal in den Schutz der Gemeinde mit dem Gelöbnis, es so zu erhalten, wie es unsere Gefallenen verdient hätten. Er richtete an die Jugend die Mahnung, es den Gefallenen gleichzutun und das Leben dem Vaterland zu weihen. Sodann sagte er dem ausführenden Archi- । fetten H. Fischer (Gießen) und dem Bildhauer L. Güngerich (Gießen) und allen Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit. Unter dem Läuten der Glocken las Bürgermeister Fischer die Namen der Gefallenen vor. Nach der Uebernahme widmete der Kriegervereinsoorsitzende Friedrich Schimmel den Gefallenen einen herzlichen Nachruf mit dem Gelöbnis, ihre Taten nie zu vergessen. Er dankte allen Gemeindegliedern für die aufgebrachten Mittel, besonders den Mitarbeitern im Kriegerverein. Die Volksgemeinschaft, wie der Führer'sie lehre, hätten unsere Gefallenen uns oorgel-ebt und mit dem Tode be- Zum Schluß folgte die Niederlegung der Kränze, durch die NS.-Organisationen, die Vereine, die Gemeinde, die Kirchengemeinde mit ihren Gliederungen und die NSDAP., letztere durch den Ortsgruppenleiter, der auch der Opfer gedachte, die für das Dritte Reich ihr Leben ließen. . Mit dem Sieg-Heil auf unfern Führer und mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Lindes sand die Feier ihren Abschluß. Das Denkm^ wurde an der Straßengabelung Frankfurter- und Schulstraße errichtet. Architekt H. Fischer- Gießen, in dessen Händen die Bauleitung lag, hat das Projekt ausgearbeitet. Das Material des Denkmals besteht > ter der Ortsgruppen Nord und Mitte, Thomas ■ und Horst, ferner der Führer der SA.-Standarte 1 116, Obersturmbannführer Lutter, mit dem Standartenadjutanten Strumbannführer M ü n k e r dem Abend beiwohnten. i Aus der provinzialhaupisiaöi. Deutsche Braunkohlen! Von Herbert Sennwih. In den Braunkohlenlagern Mitteldeutschlands, am deutschen Rhein und in der Lausitz besitzen . wir Bodenschätze von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Der Abbau dieser Braunkohlenlager, der technisch und wirtschaftlich führend auf der Welt ist, bereichert das deutsche Volksvermögen jährlich um rund 500 Millionen Mark! Unsere deutschen Braunkohlenlager weisen einen Gesamtvorrat von 26 Milliarden Tonnen auf; weit über 100 Millionen Tonnen werden jährlich davon abgebaut. Der im Jahre 1929 erreichte Höchststand der deutschen Braunkohlenförderung stellte mit 175 Millionen Tonnen 0,75 der gesamten Weltförderung dar! Für den Kreislauf der Wirtschaft spielen dabei auch die vom Braunkohlenbergbau benötigten Maschinen und Ausrüstungen eine wichtige Rolle; im Fahre 1933 sind im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms weit über 100 Millionen Mark Aufträge an die Industrie vergeben worden. 85 000 deutschen Volksgenossen gibt das „braune Gold" unmittelbar Arbeit und Brot! Der Transport bringt allein der Deutschen Reichsbahn jährlich 150 Millionen Mark ein. Diese wenigen Angaben beleuchten ' schlagartig die volkswirtschaftliche' Bedeutung des deutschen Braunkohlenbergbaues. Braunkohlen sind auferstandene Sonnenstrahlen der Urzeit! Schon vor Millionen Jahren, zu einer Zeit, als riesige Kiefern, Eichen, Palmen, Cypressen und Bambu's- bäume weite, unbewohnte Gebiete Deutschlands überschatteten, hat die Natur vorsorglich Brennstoffe für uns geschaffen. Um das Ende des vorigen Jahrhunderts — in der Zeit der aufstrebenden technischen Entwicklung — begann die Suche nach Bodenschätzen. Man grub, schaufelte und hackte, ein Deutscher löste das Problem der Brikettherstellung, und damit fand das Braunkohlenbrikett den Weg in Millionen deutscher Hausbalte und Industriebetriebe. Heute fördern riesige Abraumförderbrücken — Wunderwerke deutscher Maschinentechnik — täglich viele hunderttausend Tonnen Rohbraunkohle, scharren, kratzen, schürfen Tag und Nacht mit unermüdlichen eifern^n Gliedern an der Wand aus Kohle, füllen Wagen um Wagen der Grubenbahn und schließen auf der anderen Seite wieder die Wunde, die sie der Erdrinde geschlagen haben. In der Brikettfabrik wird ein Teil der Rohbraunkohle aemahlen, gesiebt und getrocknet und in Pressen gefüllt, die unter gewaltigem Druck — ohne jede Bindemittel — das handliche Brikett formen, lieber eine halbe Milliarde Zentner Briketts wandern jährlich ins deutsche Land und ins benachbarte Ausland. In der Wärmeversorgung der 17 Millionen deutscher Haushalte ist das Braunkohlenbrikett mit über 38 v. H. führend. 0,75 der gesamten deutschen Braunkohlenbriketterzeugung werden in Herd und Dcfen * Die innige Verbundenheit der PO. und der mit der SS. wurde dadurch bekundet, daß die Blick in den festlich geschmückten Saul unmittelbar wor Beginn des Kameradschaftsabends. (Die Auf- nähme mußte vor Beginn der Veranstaltung gemacht werden, da bei der Entwicklung von Zigarrenrauch im Saale des Cafe Leib eine klare Photo-Aufnahme nicht zu ermöglichen ist.) Gauinspekteirr, Kreisleiter und Kreisdirektor Klostermann bei der Weiherede. (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Im prächtig geschmückten Saale des Cafe Leib veranstalteten am Samstag der SS.- Sturm - bann I der 83. S S.-S t a n d a r t e und der S S.- S t u r m I d e r 8 3. S S.-S tanbarte einen Kameradschaftsabend, der in erster Linie den fördernden Mitgliedern der SS. gewidmet war. Die Kameraden des Sturmes I der SS. hatten dazu in hingebungsvollster, anerkennenswerter und geschmackvoller Weise die Bühne und den Saal so schön hergerichtet, wie wir es bisher noch nie gesehen haben; auf der Bühne war als Mittelpunkt, umgeben von Blattpflanzen, das Bild des Führers aufgestellt. Die innige Verbundenheit der SS. mit ihren fördernden Mitgliedern kam in dem außerordentlich starken Besuch, der den Saal bis zum letzten Plätzchen füllte, zum Ausdruck. Um es vorweg festzustellen: es war ein prächtiger Abend, der, von den Ä'ameraben der SS. in allen Teilen mit gutem Geschmack fein ausgestaltet, den Besuchern geboten wurde. Weihe des Kriegerdenkmals in Klein-Linden. Man wird an den schönen Abend noch lange gern zurückdenken und daraus immer wieder freudige Bereitwilligkeit zur Förderung unserer SS. Der Begriff Ehre fei es, der jetzt nach dem libera- liftifchen Zeitalter in unserem Volke wieder erwacht sei und sich an dem Aufbruch der ganzen Nation zeige. In diesem Ausbruch der deutschen Nation beweise es sich, daß das Volk in seinem Innern so anständig sei, daß man mit ihm in der Zukunft bauen könne. Der Begriff der Ehre sei es gewesen, der viele Millionen Deutscher in den Kriea ziehen hieß, der zwei Millionen Gefallenen die Kraft gab, für Deutschland in den Tod zu gehen. In der Vergangenheit habe es Menschen gegeben, die gesagt hätten, diese Männer seien auf dem Felde der Un- ehre gefallen. Wenn heute die Gemeinde das Kriegerdenkmal weihe, so sähe man daraus, daß ein gewaltiger Umbruch auf geistigem Gebiet in unserem Vaterlande Dorgegangen sei. Wir erlebten in der heutigen Feierstunde, daß wir ein großes Stück weitergekommen seien. Wir denken an die großen Opfer, aber diese Stunde sei nicht dazu da, den Gefallenen nachzutrauern und zu verzweifeln, sondern wir würden der gefallenen Helden gerecht, wenn wir das erfüllten, was diese uns vor Augen führten, wenn wir den Begriff der Ehre als den Begriff der deutschen Nation hinstellten. Das Mal sei für uns ein Symbol, was deutsche Männer geleistet hätten. Für uns sei es auch eine Mahnung für die Zukunft, vorwärts zu schreiten. Für unsere Jugend sei es ein Vorbild des Opfergeistes, dem sie nachstreben solle. Wir sollten heute geloben, auch unser Leben in treuester Pflichterfüllung zu geben, dann brauche uns um die Zukunft der deutschen cn . <' . r , r — ' . , 1,1 f'ULiniMC li -OlCUUClUUlUä ÄUIll ÜUllltl UHU Potsdam und tm Geiste unserer großen Deutschen Volkskanzler Adolf Hitler und seinem Werk. Der zu^erziehen. ______ _ starke Beifall der Zuhörer bekundete deren volle Zustimmung. cx^K l e i n - L i n d e n , 15. DEL Trotz des ungünstigen Wetters hatte wohl noch selten eine örtliche Veranstaltung eine so große Teilnehmerzahl aufzuweisen, wie die gestrige Einweihung des Ehrenmals für unsere gefallenen Krieger. Die gesamte Einwohnerschaft und viele Besucher aus nah und fern nahmen an der Feier teil. Vormittags um 10 Uhr begann in der Kirche Oer Gedächtnisgottesdienst, der starken Besuch aufwies und mit dem Choralvortrag des Posaunenchors „Herscher über Tod und Leben..." von Vach eröffnet wurde. Pfarrer Bremmer predigte über Lukas 12, Vers 37 „Selig sind die Menschen, die der Herr, so er kommt, wachend findet" und führte aus, daß der Tag der Denkmalsweihe daran mahne, wachend und kämpfend im Glauben zu unferm Gott und Dienst an aus bayerischem Muschelkalk. Das Postament ist 2,40 Meter hoch, 1,75 Meter breit und 1,75 Meter tief und trägt auf der vorderen Seite die Jahreszahlen 1914—1918. Die Rückseite ziert das Hackenkreuz und trägt die Widmung „Klein-Linden seinen gefallenen Söhnen". Zu beiden Seiten des Postaments sind die Namen der 50 Gefallenen unserer Gemeinde , , „ , ..... ...... _______ mit Geburts- und Sterbetag angebracht. Auf dem läge gelte es, gemäß dem Wahlspruch der <5<5., Sockel erhebt sich das Standbild'eines 2,70 Meter ....... Ci —r j--- r-"- hohen Kriegers mit Stahlhelm und einem mit beiden Händen gehaltenen Gewehr, das von Bildhauer Ludwig Güngerich- Gießen geschaffen wurde. Eine Mauer von neun Meter Länge, 1,90 Meter Höhe und einer Tiefe von 1 Meter an beiden Sei- Hierauf richtete der Führer der 83. SS.-Stan- darte, Obersturmbannführer I a f o b e r eine kurze Ansprache an die Versammlung, in der er an das Erleben des Weltkrieges und des nationalsozialistischen Freiheitskampfes anknüpfte, auf die großen und schweren Blutopfer der SS. im Ringen für die Idee des Führers hinwies, bei dem rund 7000 SS.-Männer ihre Gesundheit opferten. Weiter wies er auf die Notwendigkeit hin, den Kampf für die Verwirklichung der nationalsozialistischen Idee in unserem neuen Reich unermüdlich fortzusetzen in der Zuversicht, daß der Nationalsozialismus in Deutschland und auch in der Welt immer fein Recht und seine Geltung behalten werde. Nunmehr folgten abwechslungsreiche und fein gestaltete Darbietungen verschiedenster Art, die sämtlich von Kameraden der SS. bestritten wurden. Man härte prächtige Sprechchöre, Gedichte und Lieder von Ehre und Treue, die die großen Ideale der SS. in wirkungsvoller Weise hervorhoben; die SS.-Kameraden fangen ihr Staffellied, ein Kamerad erinnerte in einem Gedicht an die Saar, wobei Das Ehrenmal. — (Ausnahme: Photo-Pfaff.) unferm Volk zu stehen, so wie unsere Gefallenen es -orgelebt haben. Mit dem Chor „Sei getreu bis in en Tod" paßte sich der Kirchenchor dem Mahnruf ies Geistlichen an. Das Lied des Pofaunenchors ID Ewigkeit, du Donnerwort..." von Mendels- ^vhn-Bartholdy beendete die ernste Feierstunde. Dre Weihe des ßbrenmais* Mürbe am Nachmittag oorgenommen. Sämtliche !'-S.-Organisationen, die örtlichen Vereine und roei« Hre Volksgenossen aus unserer Gemeinde und den '.ilachbardörfern hatten sich auf dem Denkmalsplatz (iifgeftellt. Das Musikkorps des Jnf.-Rgts. 15 unter Leitung von Obermusikmeister Krauße leitete mit lern Vortrag des Niederländischen Dankgebets die f eier ein. Dann fang der Männergesangverein Mrion", geleitet von Ehrenchormeister Nikolai Oroßen-Buseck) den Chor „Heldentod" von Flei- icher. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann hieß hier- uif die Anwesenden willkommen und begrüßte be- «nbers die Vertreter der Wehrmacht, der NS.- iirganifationen, der Behörden und die Angehörigen i-er Gefallenen. Dann führte er u. a. aus, daß dieser hag für die Hinterbliebenen der Gefallenen ein Tag |i!5 Stolzes fein solle. Schon damals, als das Blut i*r Gefallenen für Deutschland geflossen sei, sei es gabelt worden. Heute aber, wo unser Führer Adolf f i 11 e r unserm Volk seine Ehre wiedergegeben tnbe, könnten mir mit Stolz der Taten unserer Hel- t-n gedenken. Lange habe es freilich gedauert, bis d:is Denkmal hier errichtet worden war, aber wir llnllten heute nicht rechten mit denen, die die Voll- e düng des Werkes jahrelang hintertrieben hätten. Iris Ehrenmal, das im nationalsozialistischen Staate g'schaffen worden sei, solle eine Mahnung sein an b: s, was die gefallenen Helden für uns geleistet h: tten, ein Mal des neuen Mythus, des neuen Laubens, der Deutschland heiße. Gauinspekteur, Kreisleiter und Kreisdirektor fiil o ft e r m a n n hielt dann die Weiherede. Von btrm Wort „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ili Alles freudig fetzt an ihre Ehre" ausgehend, |ci ilberte er den Begriff Ehre, die unseren Vor- inren heilig war, mit der im Jahre 1914 unsere Entböte« hinauszogen, bas Vaterlanb zu schirmen. in Millionen Haushalten verfeuert. Die Hausfrau schätzt neben handlicher Form und vereinfachter Heizarbeit seine hohe Heizkraft. 45 v. H. des elektrischen Stromes sind aus Rohbraunkohle ent- standen, fast 80 v. H. aller deutschen Backöfen werden mit Briketts geheizt, das sich auch in Gewerbe und Industrie vielseitiger Verwendung erfreut. Braunkohlen bedeuten uns Warme, Licht und Kraft zugleich! Große Industrie- und Kraftwerke haben sich im Braunkohlengebiet angesiedelt. Weithin sind die dünnen Rauchfahnen sichtbar, die, aus hohen Schornsteinen quellend, das Lied der Arbeit künden, tausend fleißige Hände rühren sich im deutschen Braunkohlenwerk, und eine Armee von Handwerkern und geschulten Arbeitern, die von der Instandsetzung und Erneuerung der häuslichen Feuerstätten leben, und wieder eine andere Armee, die in den Braunkohlenbergwerken den umfangreichen Maschinenpark betriebsfähig erhält, ist am Werk. Wir können uns glücklich preisen, im Besitz von Bodenschätzen zu sein, die uns keine Macht der Welt streitig machen kann, die uns in die Lage versetzen, unseren gesamten Licht-, Kraft- und Wärmebedarf selbst zu decken, womit der deutschen Nationalwirtschaft ungeheure Werte erhalten bleiben. Neichöstatthalter Sprenger auf dem Grauberg. Am Samstag weilte der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, auf dem Glaube r g, um dort ein Unterkunftshaus des Freiwilligen Arbeitsdienstes, der an den Ausgrabungsarbeiten unter Leitung des oberhessischen Denkmalpflegers Dr. Richter beschäftigt ist, zu weihen und gleichzeitig den neuesten Stand der Ausgrabungsarbeiten in Augenschein zu nehmen. Die Einweihungsfeier und die weiteren Stunden des Besuches nahmen nach jeder Richtung hin einen schönen Verlauf. Ein wohlgelungener Kameradschaftsabend vereinigte die Gäste, die Arbeitsdienstmänner und die Bevölkerung am Abend in Glau- berg. Wir werden morgen näher berichten. Ehrentagung der alten Kämpfer der Standarte 116 in Laubach. Am 20. und 21. Oktober findet in L a u b a ch eine Ehrentagung der alten Kämpfer der SA.-Standarte 116 statt. An der Zusammenkunft nehmen ungefähr 600 alte Kämpfer der SA. mit den Feldzeichen und Fahnen der Standarte 116 teil. NS.-Lehrerbund, Gießen. Mittwoch, 17. Oktober, 15.30 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums Bezirksversammlung der Fachschaft 2 (Höhere Schule). 1. Vortrag von Studienrat Krämer über Hördt, Durchbruch der Volkheit. 2. Vortrag des Kreisfachschaftsleiters über Nationalsozialistische Unterrichtsgestaltung. 3. Aussprach. Gäste willkommen! Sonderzüge zum Grünberger Gallusmarkt. Aus Anlaß des Gallus Marktes in Grünberg verkehren am Mittwoch, 17. Oktober, nachstehende Sonderzüge: 1. Gießen ab 9.35 Uhr, Rödgen ab 9.46, Großen- Buseck ab 9.51, Reiskirchen ab 9.57, Saasen ab 10.03, Göbelnrod ab 10.07, Grünberg an 10.12 Uhr. 2. Burg» und Nieder - Gemünden ab 11.15 Uhr, Nieder-Ohmen ab 11.23, Mücke ab 11.29, Grünberg an 11.36 Uhr. Von den Fahrkartenausgaben der Strecken Butzbach — Gießen — Fronhausen, Wetzlar — Lollar — Grünberg, Gießen — Alsfeld, Wetzlar — Gießen, Mücke — Hungen und Hungen — Gießen werden Sonntagsrückfahrkarten nach Grünberg mit folgender Geltungsdauer ausgegeben: Zur Hinfahrt vom 16. Oktober 12 Uhr bis 18. Oktober: zur Rückfahrt vom 16. Oktober 12 Uhr bis 18. Oktober, 24 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). ^OVIlOtlAClL — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 14.30 Uhr, „Kennst Du das Land Italien"; ab 16 Uhr „Die große Chance". Oberhessischer Kunstverein. Ruth Schaumann und Erich Heckel. Der Kunstoerein eröffnete das Ausstellungsprogramm dieses Winters am Sonntag mit Arbeiten von Ruth Schaumann, München, und Erich Heckel, Berlin. Ruth Schaumann verdankt ihre verhältnismäßig weitreichende Volkstümlichkeit doch wohl in erster Linie ihren Büchern, ihren zarten Geschichten und Gedichten, wovon wir unseren Lesern zahlreiche Proben im Feuilleton und in der Unterhaltungsbeilage gegeben haben. Aber gerade wem die Dichterin Schaumann ein fester Begriff ist, wird von hier aus sogleich und mühelos den Zugang auch zu ihren mancherlei Bildern und Bildwerken finden und wird in deren Betrachtung begreifen, daß beides, Bild und Wort, Klang und Gestalt, aus einer vollkommenen Einheit des Gefühls, der Anschauung und des Weltbildes hervorgegangen ist. Freilich scheint es ohnehin nicht schwierig, Zugang zu finden zu dieser Kunst: sie bietet sich dem Beschauer dar ohne Voraussetzungen und Vorbehalte, sie wirkt immer sehr einfach, schlicht und innig, ausstrahlend ein zartes, frommes und ganz weibliches Gefühl. Doch mangelt den Bildern und Figuren jegliche Süßlichkeit, denn diese Frau hat einen hellen und entschiedenen Sinn für Reife und gültiges Maß. Manche ihrer Gestalten erscheinen wie aus dem Mittelalter heraufgeholt, aus verschollenen Legenden oder vergilbten Heiligengeschichten zu neuem Leben erweckt; aber auch hier wird man nichts Historisierendes ober Absichtliches bemerken, sondern alles scheint empfunden und geformt aus einem vollkommenen und persönlich gerundeten Weltgefühl. In dieser Ausstellung sieht man die verschiedensten Techniken nebeneinander für die oft überraschende künstlerische Vielseitigkeit der Ruth Schaumann Zeugnis ablegen: Plastiken in Terrakotta und Majolika, in Bronze und Kunststein, Hinterglasbilder auf Gold, Holzschnitte, Handzeichnungen, Scherenschnitte und Porzellanmalereien. Da gibt es zum Beispiel ein entzückendes Service aus der Berliner Manufaktur, jedes Stück anmutig und individuell bemalt mit allerlei Fischen, mit Meerweibchen, Muschel, Krebs und Seepferdchen geziert. Dann gibt es da Majolika-Plastiken, Figuren wie aus einem alten Eoan- aelienbuch herausgeschnitten oder von einem gotischen Kirchenpfeiler heruntergeholt: Engel, musizierend mit Laute und Schalmei oder auf einem Fabeltier reitend; kniender Hirt und törichte Jungfrau und eine Madonnengestalt mit der geneigten Kopfhaltung und jener typischen Körperbiegung der gotischen Plastik. Alles ganz zart bemalt, laviert, ** Studentenpfarrer Sucker, der seit 1^ Jahren an der Universität Gießen tätig war, wurde von dem preußischen Ktultusministerlum mit einem Lehrauftrag für evangelische Religwnslehre und Methodik des Religionsunterrichtes an der Hochschule für Lehrerbildung in Lauenburg (Pommern) betraut. Pfarrer Sucker, der ams Schlesien stammt, hatte in Berlin, Greiswald und in Gießen studiert und war vor feiner Berufung nach Gießen u. a. zwei Jahre in Offenbach tätig. Er war nicht nur ein guter Prediger, sondern auch em echter Kamerad, den der SA.-Pi. 23/116 ungern scheiden sah Auch der Bund heimattreuer Schlesier verliert durch seinen Fortgang seinen rührigen zweiten Vereinsführer. * * Dienstjubiläum. Der Derwaltungssekre- tär bei der hiesigen Stadtverwaltung, Herr Adolf O ck e l, sieht Montag, 15. Oktober, auf eine 25jäh- rige ununterbrochene Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Gießen zurück. * * Die Dien st stunden der Industriell n d HV andelskammer Gießen sind von heute ab auf die Zeit von 8 bis 16 Uhr, Samstags von 8 bis 13 Uhr, bestimmt worden. Den Firmen des Kammerbezirks wird empfohlen, möglichst am Vormittag zur Erledigung ihrer Angelegenheiten vorzusprechen. * '* Straßensperre. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird die Plackst raße vom 15. Oktober bis 17. November für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt. * * Zug der Schneegänse. Am Freitag, 14.40 Uhr, überflogen sechs Schneegänse in 80 bis 100 Meter Höhe in der Richtung nach Westsüdwest das Südviertel unserer Stadt. Ihr „kräh, kräh" schreiend, verschwanden sie, in der bekannten Keilform fliegend, in der Richtung des Lahntals. * * Sturz mit d e m Fahrra.d. Durch einen Bruch der Lenkstangengabel an seinem Fahrrad stürzte in der Kaiser-Allee der 25 Jahre alte Elektromonteur Otto Ruckstuhl so unglücklich, daß er mit Verletzungen der Hände und der Brust der Klinik zugeführt werden mußte. * * Ein Auto verbrannt. Am Samstagnachmittag geriet auf der Landstraße Gießen—Lich zwischen Steinbach und dem Albacher Hof ein Personenauto, das von Frk. von Rabenau gesteuert wurde, in Brand. Die Flammen, deren Entstehung auf einen Vergaserbrand zurückzuführen ist, zerstörten den Kraftwagen vollkommen. Glücklicherweise gelang es den Insassen, rechtzeitig aus dem Wagen zu springen, so daß erfreulicherweise Menschenleben nicht zu Schaden kamen. * * Kriegeroer ein Gießen. Ihe Oktober- Monatsversammlung wurde am Mittwoch, wie man uns berichtet, am Deroinslokal Caf6 Ebel abgetyab ten. Als der.erste Vereinsführer, Kamerad Trum- pert, die Versammlung eröffnete, mar her grofje Saal des Eaf6 Ebel dicht besetzt. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten hielt Kamerad Bankdirektor (Briefebauer einen Vortrag uder die Spionage im Weltkriege und von der feindlichen Propaganda. Kamerad Griefebauer, der nach seiner Verwundung im Felde in der Spionageabtei- lung beim Generalkommando des 18. Armeekorps in Frankfurt tätig war, konnte an Hand zahUeicher Zeitungen und feindlicher iUuftmerter Zeitichriften mit feinen interessanten Ausführungen die Zuhörer in Spannung halten. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden zuteil, und der 1. Veremsfuhrer fprach ihm namens des Vereins den Dank aus. Der Verein zahlt zur Zeit 403 Mitglieder, 164 Kamera- Len sind der SA.-Referve II beigetreten. Von den Neuangemeldeten wurden fünf anwesende Kameraden durch den ersten Dereinsführer in feierlicher Weise verpflichtet. Kamerad T r ü m p e r t teilte mit, Laß am 20. und 21. Oktober eine Sammlung zugunsten des Volksbundes deutscher Kriegergräber stattfindet und daß ein Vortrag von Professor Kausfmann für den 11. November geplant sei. Kamerad Albin Klein als Leiter der Kleinkaliber- schieszabteilung konnte die erfreuliche Tatsache berichten, daß 4 Gießener Kriegervereinsjungschützen den Hassiawander e h r e n p r e i s für dauernd mit 600 Ringen erschossen hätten, ein ganz seltenes und sehr gutes Resultat. Diese Iungschützen sind nunmehr zum alljährlichen Schiefewettstreit des Reichskriegerbundes Kyffhäuser zugelassen. Der für Juli 1934 anberaumte und damals ausgefallene Reichskriegertag wird im Jahre 1935 in Kassel abgehalten. Eine Sammlung für notleidende Kameraden ergab ben Betrag von 8,07 Mark. In den Pausen konzertierte 'ine Hauskapelle. Gänger-Tagung in Gießen. Kreis-Dertretertag des Sängerkreises Gießen. Unter der Leitung des Kreiswalters Emil Koch (Gießen) hielt der Sängerkreis Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes gestern nachmittag im „Aquarium" zu Gießen eine Chorleiterbesprechung und einen Kreis- Vertretertag ab. Die gut besuchte Tagung wurde mit der Sitzung her Chorleiter eingeleitet. Nach Begrüßungsworten des Kreiswalters Emil Koch erftattefe Kreischormeister Blaß einen Bericht über die Arbeit des Kreises im verflossenen Jahr. Er führte dabei u. a. aus: Das abgelaufene Arbeitsjahr stand unter keinem günstigen Stern. Doch zeige das Wertungssingen, daß in musikalischer Beziehung die Vereine nicht zurückgegangen sind. Der SA.-Dienst wird von vielen Sängern als Vorwand benutzt, den Singstunden fernzubleiben. Es gilt, diese Sänger wieder in die Vereine zurückzuführen. Vor Experimenten ist zu warnen. Der Redner kam hierbei auf die sog. offenen Singstunden zu sprechen. Auch diese enthalten einen guten Kern. Es soll nicht verkannt werden, daß diese offenen Singstunden dem Gedanken der Volksgemeinschaft bestens dienen. Weiter kennzeichnete der Redner die St e l l u n g des Chorleiters. Er soll Führer sein. Dazu gehört aber rastlose Weiterbildung. Besonders den jüngeren Chorleitern muß das gesagt werden. Sie müssen sich das nötige Rüstzeug verschaffen. Die Zeit erfordert ganze Männer und ganze Künstler. Die Meinungen platzen heute aufeinander. Da ist es nötig, daß jeder einzelne Chorleiter es so weit bringt, daß er sich ein eigenes Urteil über die verschiedenen Strömungen auf dem Gebiete des Chorgesanges bilden kann. Die Chorwahl muß der Leistungsfähigkeit des Vereins entsprechen. Die vorgesetzten Stellen im Deutschen Sängerbund sehen daraus, daß die Vereine aufwärts schreiten. Deshalb ist unter Umständen die Bestellung eines Vormundes für schlecht geleitete Vereine vorgesehen. Für die Arbeit im kommenden Jahre sollen in erster Linie die Chore, die vom Deutschen Sängerbund zu billigen Preisen heraus- gegeben werden, Verwendung finden. Für das vorgesehene Wertungssingen ist aus diesen Thören ein Chor auszuwählen. Die Wahl des zweiten Chores ist den Vereinen freigestellt, jedoch soll darauf gesehen werden, daß nur einwandfreies Liedgut zum Vortrag kommt. Die Möglichkeiten hierbei sind groß. Der Musikausschuß hat eine Liste geeigneter Liederblätter des Deutschen Sängerbundes aufgestellt, die für den genannten Zweck geeignet sind. Den Chorleitern ist die Möglichkeit gegeben, die Partituren der betreffenden Chore einzusehen. Kreiswalter Koch und Kreischormeister Blaß begrüßten dann den inzwischen eingetroffenen Kreis- amtsleiter von „Kraft durch Freude" Christ und den Leiter des Lobedachores Ziegler. Kreisamtsleiter Christ dankte den Gesangvereinen, die sich bei dem „offenen Singen" im Stadttheater am Samstag zur Verfügung gestellt haben, das vollen Anklang gefunden habe. Herr Ziegler machte dann grundsätzliche Ausführungen über das offene Singen. Es geht hierbei um das Volkslied an sich. Das Volkslied in seiner schlichten Einstimmigkeit und der ein wenig gehöht oder vertieft. Ernster und strenger wirken daneben die Holzschnitte, deren Figuren, vielfach ebenfalls leicht koloriert, aus tiefen Schattenflächen hervorwachsen. „Mondaufgang" heißt ein Blatt, „Am Kamin" ein anderes. Nikolaus und Christophorus, Passionsbild und weihnachtliche Krippe. Von den größeren Plastiken nennen wir ferner die bronzene „Eva" und ein Detail der Pieta in der Frankfurter Frauen-Friedenskirche. Dieselbe Sparsamkeit der Mittel, die Verhaltenheit des gleichsam verschleierten Ausdrucks wie in den Holzschnitten und Plastiken kennzeichnet auch Figuren und Gesichter auf den Handzeichnungen: eine flüchtig abbrechende Kontur, ein hingewischter Schatten, eine leichte Lavierung — das ist schon alles und heißt dann vielleicht „Betrachtung", „Kleine Lesung", „Die Liebenden", „Die Reue", „Himmels- pofaunift" oder „Fastnachthündchen". Zum Schluß wollen wir nicht vergessen, auf die Scherenschnitte und auf vier Blätter aus einem noch unveröffentlichten Kinderbuch hinzuweifen. * Der Berliner Maler Erich Heckel, dessen meist große Bilder (Del und Aquarell) die andere Hälfte des Ausstellungsraumes füllen, ergeben in ihrer herben und männlichen Haltung einen ausgesprochenen Gegensatz zu der Bildnerei der Dichterin Schaumann. Die Arbeiten von Heckel, die man hier vereinigt findet, sind für unser Gefühl schwer oder gar nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen in ihrer unruhigen Farbigkeit und oft schroffen Linienführung. Neben einer koloristisch sehr harten Figuren-Komposition wie der klassischen Schauspielszenerie mit Vogelmasken findet man (an der gleichen Wand) ein farblich so gedämpftes und empfindliches Bild wie das Aquarell mit den Frauenakten ober, als Gegenstück links, eine Blumengruppe, deren Feingliedrigkeit an fernöstliche Vorbilder erinnert. Eines der ftimmungsmäfeig und farblich feinsten Stücke ist für unser Gefühl das Gartenbild mit Kürbis und Sonnenblumen. Neben einzelnen Porträts („Erinnerung an James Enfor"; Bildnis der Frau des Malers) und Akten machen die landschaftlichen Motive, nicht nur zahlenmäßig, den entscheidenden Eindruck der Sammlung aus. Sie charakterisieren sich fast alle durch eine gewisse Leidenschaftlichkeit des motivischen Ausschnittes: schroffe Felsbrüche, tiefe Einschnitte und Gebirgsgruppen, bewegte See und ziehende Wolken. Dem entsprechen eine energische, männlich feste und un- sentimentale Handschrift, trockener Auftrag, scharfe Kontur und meist intensive Raumgliederung, wie etwa in der aus dem Jahre 1933 stammenden Landschaft mit der 8-sormig in den Wald einmündenden Straße. Noch seien erwähnt die offenbar südlicheren, sommerlich heiteren und hellen Landschaften mit tiefem Blick auf den bergigen ober be- roalbeten Horizont; bas Landschaftliche hinter bem Ensor-Bilb, besten mcrfmürbig sachliche unb starre Perspektive burch einen zartblci.cn Himmel mit rosigen Wölkchen wohltuend gelockert unb gemUbert wirb; bie robusten Akte ber babenben Knaben unb ein von ferne an Van Gogh erinnernber Männerkopf. —y— ♦ Der Vorsitzenbe des Kunstvereins, Geh. Rat O l t, hieß am Sonntagvormittag bie Erschienen herzlich willkommen unb erteilte bann Prof. Thormaeh- l e n vom Laridesmuseum in Kastel als einem besonders guten Heckel-Kenner das Wort zu seinem Einführungsvortrag. Der Vortragende bemerkte zunächst, eine solche Einführung sollte — nach bem Wort „Bilbe, Künstler, rebe nicht!" — eigentlich nicht notroenbig sein; wir feien aber alle in biefer Zeit ein wenig hilflos geworben in ber Kunst bes Auges, wie an naheliegenben Beispielen erläutert würbe. Prof. Thormaehlen sagte ferner, es sei keine germanische Eigentümlichkeit, mehr burch bas Ohr als burch bas Auge aufzunehmen; er wies auf bie grunbsätzlichen Unterschiebe beiber Erlebnisformen unb auf bie Gefährlichkeit aller Theorien unb Ismen hin. Viele ftünben auch heute noch befrembet vor den Bilbern Heckels. Man müsse aber fragen, was den Künstler zu neuen Formen treibe. Prof. Thormaehlen gab in großen Zügen einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung: aus ber Ablehnung der Historienmalerei unb des akademischen Stils ergab sich die Hinwendung zum Immateriellen; auch diese Bewegung ging zu Ende. Zwischen 1900 und 1910 entdeckte dann die Generation Heckels eine neue Leidenschaft in Van Gogh; man suchte unb fand bas erregenbe Erlebnis in Lanbschaft unb Atmosphäre. Heckel steht heute in der Generation um fünfzig. Der Kreis, dem er angehört, zeichnet sich durch seine Neigung zum Sozialen und die Ablehnung aller Bürgerlichkeit in der vergangenen kaiserlichen Epoche aus. Später erfolgte eine neue Rückwendung zum Figürlichen, zum menschlichen Bilde. Manches erinnert, wie Prof. Thormaehlen ausführte, bei Heckel an Caspar David Friedrich und Thoma; hinter ber oft groben Erscheinungsform^er- birgt sich große Empfinblichkeit bes Gefühls. Heckel sucht gleichsam das Gesicht ber einzelnen deutschen Landschaft im Bilde zu erfassen mit ihren ganz be- fonbern Lichtern und Reflexen. Der Vortragende belegte seine Darstellung mit einzelnen, ausführlich gewürdigten Beispielen aus der gegenwärtigen Sammlung. Auch Heckel gebe, so betonte er abschlie- feenb, in seinen Bildern einen Ausschnitt des deutschen Wesens; ihm gebühre als einem ber feinsten schlichte Kanon sollen in die breite Maste des Volke? hineingestellt werden. Die Gesangvereine haben sich auf die Dierstimmigkeit feftgelegt. Sie wollen das Volkslied, Volksliedchöre und Kunftchöre in formvollendeter Weife zum Vortrag bringen. W i r wollen das Publikum zur tätigen Mitarbeit heranziehen. Unsere Arbeit kommt den Gesangvereinen augute, indem mancher bei dem offenen Singen seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt und in den Gesangverein hineingeht. In früheren Zeiten war es so, daß im Konzert das Publikum tätig Anteil nahm. Erst im liberalistischen Zeitalter wurde es anders, es erfolgte eine Trennung in Musizierende und Zuhörer. Nur das aktive Musizieren, meinte der Redner, führe zum inneren Erleben. Dieser Ansicht trat ber Gauchormeister Prof. Dr. Temesoary entgegen. Er betonte ausbrücklich bas hohe Verbienst ber von Herrn Ziegler gekennzeichneten Bewegung. Wohl habe bas liberaliftischs Zeitalter oft ein musikalisches Genießertum groß- gezogen, aber es gebe boch auch eine Aktivität ber Zuhörer, die zum inneren Erlebnis ber Zuhörer führt. Es bilbe sich eine Gemeinschaft der Aus- führenben unb ber Zuhörer. Am Schluß dieser interessanten Aussprache wurde allerseits festgestellt, daß alle bem gleichen Ziele zu- ftreben und Gegensätze nicht bestehen. Beide Seiten sagten einander gegenseitige Unterstützung zu. Es wurde dann noch beschlossen, baß bie CHÖrr zum Hterfungsfmgen bis zum 1. Januar in den Händen bes Musikausschusses sein müssen, ber auch bie letzte Entscheidung über beren Zulassung hat. Gauchormeister Professor Dr. Temesvary machte bann noch bie Mitteilung, baß vorgesehen sei, bas hessische Sangerfest 1935 in Gießen abzuhalten. Es sei beabsichtigt, babei Gruppensingen ber leistungsfähigsten Kreisvereine, ferner brei bis vier Massenchöre unb auch oratorienartiges Singen. Melbungen werben balbigft erbeten. Das Fest solle Mitte Juni nächsten Jahres stattfinben. Oberbürgermeister Ritter habe den Plan sehr beifällig aufgenommen unb seine Unterstützung zugesagt. Hierauf schloß Kreiswalter Koch bie Sitzung. Der Kreis-Verireieriag. An biefer Tagung unter bem Vorsitz des Kreiswalters Emil Koch nahmen bie Vertreter von 48 Gesangvereinen bes Kreises Gießen teil; bie Vertreter von acht weiteren Vereinen — zum Sängerkreis Gießen gehören insgesamt 56 Vereine — fehlten zum Teil ' entschuldigt, zum Teil ohne Entschuldigung. Zunächst fand eine Ehrung der Toten statt. Chormeister Schüttler (Violine) unb Kreischormeister Blaß (Klavier) leiteten bie Gebenkfeier in feiner Weife mit ber Arie von Tenaglia ein. An- schließend fang ber „Frohsinn-Oartettver- e i n" unter ber Stabführung bes Chormeisters Leib mit prächtiger Gestaltung ben Schubert'schen Chor „Heilig, heilig ist ber Herr". Kreiswalter Emil Koch hielt fobann bie Gedenkrede, in der er einleitend auf die Zeit des Kriegsausbruchs im August 1914 hinwies unb an ben bamals überall in unserem Volk zutage getretenen hohen vaterlänbischen Schwung, bie volle Hingabe jebes einzelnen für Heimat und Vaterland erinnerte. Viele Sangesbrüder haben diese Hingabe mit dem Heldentode für die deutsche Heimat besiegelt. Er brachte bann ben Zusammenbruch von 1918 unb ben innerdeutschen Bruberkampf in Erinnerung, bei bem beutsche ©rüber unb Schwestern sich als Feinde gegenüberftanben, lenkte bie Gebauten auf bas Ringen der nationalsozialistischen deutschen Freiheitsbewegung hin, in dessen Verlauf hunderte von deutschen'Volksgenossen im Kampf gegen den Bolschewismus und die rote Pest ihr Leben verloren. Schließlich gedachte er noch des getreuen Ekkehart des deutschen Volkes, des greifen Feldmarschall- Reichspräsidenten von Hindenburg, dessen hohes und unwandelbares Pflichtbewußtsein jedem deutschen Volksgenossen als leuchtendes Beispiel immer vorschweben werde. Ihnen allen und den verstorbenen Sangesbrüdern gelte das treue und dankbare Gedenken, dem bie Versammlung burch Erheben von unb gewissenhaftesten beutschen Maler unserer Zeit ein Platz etwa neben Thoma unb C. D. Friedrich. Geh. Rat Olt bankte bem Vortragenben, wünschte für bas kommenbe Wintersemester einen besseren Besuch, als er im Somer zu verzeichnen war, unb erklärte bie Ausstellung für eröffnet Oie Gefangene in der Telephonzelle. Zuweilen bichtet bas Leben nicht nur einen Roman, sondern sogar ein Hörspiel, wie es reizender nicht hätte erfunden werden können So klingelt kürzlich beim Nachtredakteur des „Daily Mail" das Telephon, und ein treuer Leser macht darauf aufmerksam, daß in einer Telephonzelle des North- cliffe House eine junge Dame in unfreiwilliger Gefangenschaft schmachtet. Der Redakteur macht bie Nummer des Apparates ausfindig und ruft kurz entschlossen dort an. Eine weinerliche Stimme meldet sich: „Hier Miß Hall! Bitte helfen Sie mir! Ich telephonierte gerade (leises Zögern) mit meinem Freund unb verabredete mich mit ihm für den Abend. Da wurde offenbar die Telephonzelle um sieben Uhr nach den Dienststunden abgeschlossen. Und nun —". „Warum rufen Sie nicht am Postamt an?" — „Ach, ich habe keinen Groschen mehr!" Der Redakteur verspricht Hilfe, verbindet sich mit dem Hauptpostamt und schildert in ergreifenden Worten die Lage der Verliebten. Die Antwort ist sehr unbefriedigend; vom Hauptpostamt aus kann man nicht helfend cinschreiten, denn ber Apparat steht in der Obhut eines Beamten, ber den Schlüssel mit nach Hause nimmt, aber man will versuchen, ihn unb ben Schlüssel ausfinbig zu machen. Der Helfer ruft wieder bei ber (Befangenen an und übermittelt die Nachricht, die noch viel Geduld erheischt. Nur ein Schluchzen antwortet. Vielleicht wartet ber Angebetete nun schon ungebulbig an der verabredeten Stelle, und ein Lebensglück steht auftbem Spiel. Vor bem Telephonhäuschen, klagt nun bie junge Dame, stehe eine große Zuschauermenge, deren keineswegs traurigen Mienen sie in dem Glashaus völlig hilflos ausgeliefert fei. Dreiviertel Stunden währe dis Haft nun schon! Der getreue Helfer verspricht, hin und roi'eber anzurufen, um ihr bie Zeit ZU verkürzen. „Taufend Dank!" haucht es. Es ist mittlerweile später als acht geworden. Gerade im dramatischen Augenblick führt der Helfer das dritte Gespräch. Der schluchzenden Anmeldung: „Hier Miß Hall!" folgt ein aufatmendes: „Gott sei Dank, man kommt!" Man hört den Schlüssel rasseln, dann das Hurrarufen der Zuschauer. Die kleine Dame stürzt zum Rendezvous. Der hilfreiche Redakteur hängt lächelnd ein. den Sitzen und durch eine Minute schweigenden 23er- harrens Ausdruck gab Den Abschluß der Feier bildeten der vom „F roh- sinn-Quartettverein" unter Chormeister Leib eindrucksvoll gesungene Chor „Sonnenaufgang" von Cornelius und die in bekannter Meisterschaft von Chormeister Schöttler (Violine) und Kreischormeister Blaß (Klavier) wiedergegebene Cavatine von Raff. Sie geschäftliche Sitzung Kreiswalter Koch begrüßte zu Beginn der Sitzung die Presse, dann den Gauchormeister Pro- fefsor Dr. T e m e s v a r y ; sein weiterer Gruß und Dank galt dem Frohsinn-Quartett- verein, dem Kreischormeister Blaß und dem Chormeister Schöttler, ferner begrüßte er die Dereinsoertreter aus Stadt und Land. Nach der Feststellung der oben erwähnten Zahl der Dereinsoertreter stellte Kreiswalter Koch den Zusatzantrag zur Tagesordnung, auch den Kreis- Walter für feine Geschäftsführung zu entlasten und damit über seine (Kochs) Amtsausübung zu ur- teilen. Hierauf erstattete er den Geschäftsbericht. In dem Bericht ging der Kreiswalter von dem Stand der Sängerorganisation im Oktober 1932 aus, er erinnerte dabei an den schweren Druck, oer damals auch das Gesangvereinswesen belastete, verzeichnete weiterhin mit freudiger Genugtuung den Durchbruch der nationalsozialistischen Revolution, die von den Sängern als rettende Tat begrüßt wurde, und gab anschließend einen eingehenden Ueberblick über die Arbeit der organisatorischen Neugestaltung innerhalb des Hessischen Sängerbundes und in der Provinz Oberhessen. Während der Gau Gießen-Stadt und Land des Hessischen Sängerbundes nach der Machtübernahme durch die NSDAP, und nach der Auflösung der marxistischen Gesangvereine 86 Vereine mit 5287 Sängern umfaßte und infolge dieser Größe nur schwer zu übersehen war, gehöuren seit der Neuorganisation zum Sängerkreis Gießen 56 Vereine mit 3178 Sängern. Der Kreiswalter berichtete in seinem Rückblick weiterhin über den Zusammenschluß und über die Gleichschaltung von Gesangvereinen, über die bedeutsamsten Veranstaltungen der Sänger während der Berichtszeit und erwähnte schließlich noch folgende Ehrungen von Sangesbrüdern: Für 40- jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Friedrich Weber und Ludwig V i e h m a n n (Arion Klein - Linden), Jakob Sommer IV., Georg Sommer V., Georg Häuser XIV., Georg Mandler (Jugendfreund Steinberg), Karl Reu schling IV., Philipp Balser, Karl Balser IX., Heinrich Nikolaus, Karl R e u s ch- l i n g III. (Germania Steinberg), Ph .Schmidt II. (Germania Großen - Linden), Heinrich Vogel (Teutonia Nordeck), Ludwig Schäfer II., (Eintracht Steinberg), Wilhelm Müller (Germania Kirchgöns), Karl Stiehl (Sängervereinigung Wieseck), Jean Heß (Liederkranz-Heiterkeit Gießen), Karl Burger, Sängerkranz Watzenborn); für 50jährige Mitgliedschaft: Joh. Vogt (Frohsinn Hochelheim), Johannes Leun IX., (Harmonie Großen-Linden), Heinrich Magnus II. und Ludwig Nepp (Germania Großen-Linden), Heinrich Wagner (Konkordia-Harmonie Rödgen), Heinrich Dern (Harmonie Großen-Linden), Heinrich Mohn (Adam - Jsheimscher - Gesangverein Grüningen); für 25jährige Dorstands- tätigkeit: Johannes Schmidt (Frohsinn Hochelheim), Ludwig Velten XI. und Heinrich Dern VI. (Harmonie Großen-Linden), Heinrich Geißler, Heinrich L u h II. und Heinrich Degen I. (Germania Großen-Linden). Bei dieser Gelegenheit wurde dem Sangesbruder Heinrich Dern (,,Harmonie"-Großen-Linden) der Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes, dem Sangesbruder Heinrich Mohn (Adam - Jsheim'scher- Gesangoerein, Grüningen) die Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes und der Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes für 50jährige Sängerschaft überreicht; ferner den Sangesbrüdern Heinrich Geißler, Heinrich L u h II. und Heinrich Degen I. (sämtlich ,,Germania"-Großen-Linden) die Ehrennadel für Verdienste vom Hessischen Sängerbund für 25jährige Vorstandstätiakeit ausgehändigt. Die Geehrten wurden von der Versammlung mit dreifachen Heilrufen ausgezeichnet. Im Namen der Ausgezeichneten dankte Sangesbruder Heinrich M o h n - Grüningen mit beredten und von hoher Begeisterung für die Segnungen des deutschen Liedes erfüllten Worten. Der Redner pries dabei in ergreifender Weife die gewaltige seelische Kraft im deutschen Liede, gab seiner großen Freude darüber Ausdruck, daß im nationalsozialistischen Deutschland das deutsche Lied wieder seinen gebührenden Platz erhalten habe und dankte zum Schluß mit herzlichem „Heil Hitler!". Kreiswalter Koch würdigte mit warmen Worten den starken Idealismus des Sangesbruders Mohn und empfahl allen Sängern, dem ausgezeichneten Vorbild dieses Sängerveteranen nachzueifern. Die Versammlung erklärte sich ohne Aussprache einstimmig mit dem Geschäftsbericht einverstanden. sicherte. Kreiswalter Koch sprach der Versammlung für diese Kundgebung herzlichen Dank aus. Der Bericht über die Kasse wurde von dem Kreisschatzmeister Latsch. Dau- bringen erstattet. Ein Abschluß konnte noch nicht fertiggestellt werden, da noch zahlreiche Vereine, vor allem große, mit ihren Beitragszahlungen rückständig sind. Diese Zahlungen sollen im Laufe dieser Woche nachgeholt werden, damit bis zum Gauvertretertag am nächsten Sonntag in Wetzlar der Abschluß vorliegt. Dem Schatzmeister wurde volles Vertrauen ausgesprochen. Bericht des Musikausschusses. Kreischormeister Blaß teilte bei diesem Bericht mit, ob ein Wertungssingen im nächsten Jahr stattfinden werde, könne sich erst in nächster Zeit ergeben. Für das Wertungssingen seien schon bestimmte Pläne vorbereitet. Für diese Veranstaltung werde nur durchaus wertvolles Liedgut geboten. Wünsche. Kreiswalter Koch wünschte von allen Vereinsführern die pünkliche und rasche ErlediWir stellen vor: Frau Barbara Zurrhelm..... ... die Gattin des Malers Reginald Zurrhelm, eine Dame, nicht wahr, „schön, seltsam und fremd",... „keine Knospe mehr, eine Blüte am Mittag"... auch sie taucht verwirrend auf und unter in dem kleinen Kreise von Menschen, die eine Abendgesellschaft im Hause des Konsuls Finkender) zusammengeführt hat. Zst es möglich, ist es statthaft, diese schöne Frau in eine Beziehung zu bringen zu der scheinbar unendlichen Kette von Vermutungen, Ver- düchiigungen,Zweifeln und ungelösten Fragen, die sich aus dem Diebstahl des Perlenschmuckes der Konsulin ergibt? Da ist dieses kaum be- merkte Zusammentreffen mit dem Holländer Stromdeck, da ist ein nächtliches Telephongesprach, die Fußspur lm Schlafzimmer der Konsulin... und endlich die winzige Spur im nächtlichen park: in den Sand geschrieben ein großes B... der Name Barbara. Was bedeutet das alles? Führt die Spur weiter oder ist sie falsch? Fragen über Fragen. — Jeden Tag laufen Ant- Worten bei uns ein. Wollen Sie nicht auch mitraten: wer ist der Dieb in unserem Roman, von dem heute in den Familienblättern eine neue Fortsehung erscheint... Wer hat das Halsband gestohlen? Entlastung des kreiswalters. Unter der Leitung des stellvertretenden Kreis- Walters Eberle- Lollar wurde über die Entlast un g des Kreiswalters Koch ent- schieden. Sangesbruder Eberle würdigte mit Worten der Anerkennnung und Dankbarkeit die eifrige und unermüdliche, stets nur von sachlichen Gesichtspunkten geleitete Tätigkeit des Kreiswalters Emil Koch, mit dessen Amtsführung die Sänger zufrieden sein könnten. Der gleichen Auffassung gab die Versammlung Ausdruck, indem sie ohne Ausgung aller Geschäfte mit der Kreisführung. Das Wertungssingen im vorigen Jahre habe finanziell gut abgeschnitten. Er habe die Absicht, den Sängerkreis in drei Gruppen zu teilen und innerhalb dieser Gruppen das W e r t u n g s - fingen 1935 an drei verschiedenen Sonntagen abzuhalten. Die Veranstaltungen sollten nicht alle in der Stadt, sondern auch einmal auf dem Lande stattfinden. Ob das Wertungssingen 1935 durchgeführt werde, sei zur Zeit noch unbestimmt. Gauchormeister Professor Dr. Temesvary teilte spräche einstimmig dem Kreiswalter Entlastung er-1 mit, die Bundesleitung des Hessischen Sängerbundes teilte und ihm damit ihres vollen Vertrauens Der- • habe beschlossen, im 3uni nächsten Jahres das hessische Gan- Sängerfeff in Gießen zu veranstalten. Auf dem Gau-Sängertag in Wetzlar am nächsten Sonntag werde endgültig entschieden, ob sich dieser Plan durchführen lasse. Wenn dieses Sängerfest in Gießen stattfinde, falle das Wertungssingen aus. Die Vorbereitungen zu dem Gau-Sängerfest müßten dann mit allem Nachdruck geleistet werden. Weiter berichtete der Redner über die große Deutsche Sängertagung in Trier und betonte in diesem Zusammenhang die schon in Trier anerkannte Notwendigkeit, Verständnis füreinander zwischen den jungen und den älteren Sängern zu schaffen. Er wies dann auf die hohen Ideale des deutschen Männergesangs hin und erklärte dabei, die Sängertage seien nicht mehr eine interne Sache der Gesangvereine, sondern eine Angelegenheit der Gesamtheit des deutschen Volkes. Er wünschte zum Schluß den Einsatz aller Kräfte, damit für die bevorstehenden großen Aufgaben gründliche Vorarbeit geleistet werden, aus der würdige Leistungen erstehen könnten. Kreiswalter Koch und die Versammlung stimmten dem Gauchormeister in vollem Umfange zu. Aus der Mitte der Versammlung wurden dann folgende Wünsche vorgebracht: Aufhebung der Verpflichtung der Vereine, für die a r b e i t s l ö s e n M i t g l i e d e r und für die Ehrenmitglieder Beiträge an d en Sängerbund zu zahlen, da die Vereine dieser Verpflichtung nicht mehr nachkommen können; der Antrag soll vom Kreiswalter am nächsten Sonntag in Wetzlar vorgebracht und unterstützt werden. — Die Bestandserhebung über die Stärke der Vereine nicht nur am Jahresbeginn vorzunehmen, sondern auch eine Zwischen- bestandserhebung einzuführen, damit den Veränderungen in der Stärke der Vereine Rechnung getragen werden kann. — Senkung der Beiträge an den Hess. Sängerbund. — Neuregelung des Pflichtbezugs der S ä n g e r w a r t e. — Beisteuer zum Winterhilsswerk aus Mitteln des Sängerkreifes Gießen. — Abhaltung eines Wertungssingens in Heuchelheim. — Unterstützung bei der Durchführung des N S. - K u I- turprogramms. Befreiung vom SA.-Dienst zum Singsiunden- befuch. Hierzu gab der Gießener Vertreter der Reichsmusikkammer, Chormeifter Kasten, bekannt, daß nach einer Verfügung des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rud. H e ß , die Sänger zwecks Singstundenbesuchs vom SA.-Dienst zu befreien feien. Diese Verfügung habe folgenden Wortlaut: Der Präsident der Reichsmusikkammer hat in Verfolg feiner Pläne zur Neugestaltung des deutschen Musiklebens an mich die Bitte gerichtet, ihn hierbei zu unterstützen. Alle innerhalb der NSDAP., der SS., SA. oder NSDFB., der NSBO. und der DAF. tätigen Personen sind, sofern sie einen Ausweis einer Unterorganisation oder eines Mitgliedes (Dirigent oder Musiklehrer) der Reichsmusikkammer vorzeigen, für Proben und Aufführungen einer der Reichsmu iE* kammer angehörigen Untergliederungen, sowie ür Musikunterricht vom Dienst zu befreien. Darüber hinaus ist es erwünscht, die Bestrebungen der Reichsmusikkammer in bezug auf die Neugestaltung des deutschen Musiklebens zu unterstützen und zu fördern. II. Ich ersuche ferner die obengenannten Formationen, alle das Musikleben betreffenden Fragen im engsten Einvernehmen mit der Reichsmusikkammer zu regeln und den Anordnungen des Präsidenten der Reichsmusikkammer gemäß Reichskulturkammergesetz und seinen Durchführungsverordnungen Folge zu leisten. München, 16. August 1934. gez. R. H e ß. Der Abschluß. • Damit waren die Beratungen abgeschlossen. Kreiswalter Koch brachte zum Schluß dreimalige, mit Begeisterung aufgenommene Sieg-Heil-Rufe auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, das deutsche Vaterland und das deutsche Lied aus. seile Heine Mteiötii. Jaoman von Gert Rothberg Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.). 14 Fortsetzung Nachdruck verboten! Er lachte auf sie nieder. Und Käthe blickte ihn ratlos an. Was konnte sie noch sagen, damit sie die Stelle bekam/ Hatte sie nicht lauter dummes Zeug geredet, was keine Empfehlung war? Hätte sie nicht lieber lagen sollen, daß ihr ihr alter Chef ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt hatte, das sie ihm rnygen zusenden konnte, falls er es wünschte?" „Sie fragen mich gar nicht, wo der Posten ist? Wohin Sie reisen müssen?" „Das ist gleich. Ganz gleich ist es. Ich gehe in jede Einsamkeit." Es durchzuckte ihn. Was war denn das für ein kleines, süßes, unverdorbenes Geschöpf? Na, er wollte es wagen, wollte sie aus all den jetzigen Verhältnissen herausnehmen. „Wenn es nicht unbescheiden ist, möchte ich gern, daß meine Freundin auch mitkommt. Vielleicht kann sie irgendwo untergebracht werden?" „Kleine Käthe, lassen Sie Fräulein Schieber ruhig hier! Eine von Ihnen möchte doch wohl bei Mama Kulick bleiben — nicht wahr? Und dann — wenn es Ihnen in der ländlichen Stille gefällt--ihr gefällt es bestimmt nicht! Glauben Sie mir." Käthe fühlte, daß er sie von Olga trennen wollte, und spürte einen heißen Schmerz im Herzen. Ganz allein sollte sie —? Aber er hatte ja recht! Wie undankbar wäre es gegen die gute alte Mama Kulick, wenn auch noch Olga von ihr ginge! Und — ja, es war wohl wahr: Olga fühlte sich ganz wohl im Wirbel und Trubel des Lebens. Sie hatte nur den merkwürdigen Wunsch gehabt, sie, Käthe, vor allem zu schützen. Wie merkwürdig das doch war! Käthe sah zu Olga hin, die wieder mit dem jungen Seeoffizier tanzte. Olga war glücklich heute! So hatte sie es sich einst geträumt, und heute, ein einziges Mal im Leben, hatte sich der Traum verwirklicht. Olga fühlte sich als große Dame und besaß einen schneidigen Kavalier. Und plötzlich dachte Käthe: Arndt von Berken hat mit vielen Damen heute abend getanzt. Nur mit mir nicht. Er will mich aus all der Gefahr des jetzigen Lebens herausnehmen; aber er denkt gar nicht daran, die Grenze zu überschreiten, die er zwischen sich und mir sehen will — „Sie werden mich also auf mein Gut Berkenhofen begleiten, wo ich den Posten einer Gutssekretärin M)on längst einrichten wollte Meine Schwester Brigitte führt die Bücher mit; aber sie wird froh sein, wenn sie endlich mal nach dieser Seite hin ein bißchen entlastet wird." Brigitte! Ganz genau wußte Käthe, daß er damals im Ab- teil von einer Brigitte gesprochen hatte einem Freunde gegenüber. Und wenn sie oft, so oft an ihn dachte, dann dachte sie auch immer an jene Brigitte, die feine Frau fein würde. Und nun sagte er, daß Brigitte seine Schwester sei. Käthe wagte nicht, ihn anzusehen. Wenn er wüßte, daß sie glücklich darüber war, daß Brigitte feine Schwester war! ! Gut Berkenhofen! Sie sollte vielleicht immer in seiner Nähe sein — wie wunderbar das wäre! Welch ein Glück das für sie bedeutete! Still und wunschlos wollte sie dahinleben, wenn sie ihn nur ab und zu sah. Wenn er manchmal mit ihr sprach! Und daß er sie aus dem Leben der Großstadt herausnehmen wollte, das machte sie unendlich glücklich. Freilich, daß sie nun nicht mehr mit der guten alten Mama Kulick zusammensein würde, das tat ihr weh. Und Olga hatte sie doch auch sehr lieb gewonnen. Aber sie konnte ihnen zuweilen, wenn sie Geld bekam, etwas schicken. Einige Stück gute, frische Butter, ein Stück guten Landspeck, frische Eier und anderes mehr. Und sie würden sich bann darüber freuen, würden an sie denken. Und sie, Käthe, sie war dann in Berkenhofen, in seiner Nähe, und würde glücklich sein. Sie liebte ihn! Schon die ganze Zeit ihres Beisammenseins über hatte sie es gewußt. Sie liebte Arndt von Berken! Mochte ringsum alles zusammenstürzen ob dieser unerhörten Anmaßung. Sie konnte es nicht ändern — sie liebte ihn. Aber sie würde diese Liebe ganz, ganz tief in sich verschließen. Niemals durften er, noch ein anderer Mensch je etwas davon merken. Und wenn er eines Tages heiratet — was dann? Käthe zuckte zusammen, blickte auf, sah gerade hinein in seine Augen, die sinnend auf ihr ruhten. Er reichte ihr die Hand. „Also — engagiert! Zweihundert Mark im Monat bei freier Station. Manchmal wird es ein bißchen hart fein — ich bin beim Diktat rücksichtslos." „Ich schreibe sehr schnell", versicherte Käthe und wurde doch schon über und über rot, weil es ihr vorkam, als lobe sie sich Er aber sagte ganz sachlich: „Dann ist es gut. Im Sommer haben wir sehr viel zu tun, im Winter wird es etwas gemütlicher sein." „Jawohl — aber ich arbeite sehr gern!" „Wann können Sie frühestens von hier weg?" „Nächste Woche." „Sehr gut! Da wollte ich gerade nach Hause fahren. Richten Sie sich also auf Ende nächster Woche auf die Reise ein." „Jawohl, Herr von Berken!" „Und möchten Sie jetzt nach Hause?" „Ja, sehr gern! Ich bin müde, und so spät bin ich noch nie heimgekommen." Jedes Wort war Wahrheit — er fühlte es. Und wieder war das seltsame Grübeln in seinen großen Augen. Die Herren begleiteten die Mädchen nach Hause. Man nahm einen Wagen, und Olga und der Seeoffizier kamen aus dem Lachen nicht heraus. Und als sie sich voneinander verabschiedeten, da sagte Kapitänleutnant von Bodenstein aanz ernsthaft: „Das war ein wirklich schöner Abend. Schade, daß man weiter muß. Soll ich Ihnen mal eine Ansichtskarte schreiben?" „Das wäre himmlisch." Olga gab ihm schnell ihre Adresse. Dann sah Bodenstein an dem hohen Hause hinauf. „Hm! Nobel wohnen Sie? Gewiß erste Etage?" „Nein, vierte! Bei Frau Kulick, und auch noch im Hinterhause!" „Ach?" „Ja! Nicht wahr, unsere Kleidung heute abend sah anders aus. Die hatte uns ja auch die Berani geschenkt." Er lachte ein bißchen ungläubig, dann sagte er: „Ein Scherz?" „Nein! Vollster Ernst!" Bodenstein schwieg. Und vielleicht ging ihm in I diesem Augenblick doch etwas in Trümmer. Er drückte Olgas Hand herzlich in der seinen. „Auf Wiedersehen! Ich würde mich freuen, wenn ! uns der Zufall noch einmal zusammenführte!" Dann verabschiedete sich Bodenstein von Käthe Randolf. „Auf Wiedersehen, Fräulein Randolf!" „Auf Wiedersehen!" Arndt von Berken sagte zu Käthe: „Nun ordnen Sie alles; nichts vergessen und dann frisch in ein neues Leben hinein! Und — es ist gut, wenn Olga Schieber hier zurückbleibt. Wenn Sie boch eines Tages eine riesengroße Sehnsucht packt, bann können Sie immer mieber hierher zurück — nicht wahr?" „Ich glaube nicht, baß diese Sehnsucht je kommen wirb", sagte,das Mädchen leise und entzog ihm die kleine Hand. Da wandte er sich ab und sagte Olga Schieber Lebewohl. Und dann fuhren die Herren zurück. Die Portierfrau, die auf einige Stunden ihren Mann ablöste, sah giftig hinter den beiden Mädels her. Dachte: Hier darf man nur bloß noch denken. Ja nischt sagen, aba denken! Und die haben eben doch Kavaliere, und was for welche. Na, mein drbent» liches Lieschen kann ba nicht mit. Nee. Der wollte ich auch heimleuchten. Freilich, nu jeht se einfach angezogen jegen bie Bälje, und der Kulick darf man nid) mal was lagen. So ist man die Welt von heute. Die Frau Vortie machte sich wieder in der Loge über ihren Hintertreppenroman her; sie war gerade dabei, wie der eifersüchtige Ehemann einen völlig Unschuldigen niederschoß. Und während die Mutter las, sich gruselte und dabei einen großen Apfel aß, hob der Chauffeur Fritz Künnecke die Portiertochter Lieschen zum Fenster hinein. „Wenn man in sechs bis acht Wochen heiraten will, nid) wa, bann küßt man sich, so oille man will!" Unb Fritz Künnecke trollte sich. „Ich glaube schon, Käthe, daß das ein großes Glück für Sie ist!" Frau Kulick hatte zwar Tränen in den alten, guten Augen; aber sie riet Käthe boch bazu, bas zu tun, was bas Beste war. Obgleich sie eine Mieterin einbüßte, bie ihr lieb geworben war wie eine Tochter, unb bie immer so pünktlich bezahlt hatte. Unb Frau Kulick sah bann so etwas kommen für das Kinb, bas man heute noch gar nicht erfassen und ermessen konnte. Aber sie sagte nichts! Sie dachte sich nur das Schönste, Allerschönste für das blonde schöne Mädel. Denn wenn der Mann zwei Augen im Kopfe hatte, dann würde er ja wissen, welch ein Edelstein bie kleine Käthe mar, bie aus kleinen Verhältnissen stammte, bie aber boch ein wertvolles Menschenkind war! Wohl wert war sie es, baß ein reicher Mann sie zu sich emporhob! Mama Kulick träumte ihren herrlichen Traum mit offenen Augen weiter unb sah nur immerfort auf Käthe. Olga aber sagte: „Ich begreife bich nicht. Der schöne Arnbt von Berken hat sich benommen wie ein Klotz. Nicht eine einzige Tour hat er mit bir getanzt. Du bist boch auch jung, unb er hätte dafür sorgen müssen, daß du dich amüsiert hättest." „Sage nichts gegen ihn, Olga! Er ist ein guter Mensch!" Da sah Olga Schieber sie groß an und schwieg. Aber sie meinte doch, als Käthe sich am Ende der nächsten Woche von ihr verabschiedete. „Ihr kommt doch mal mit Frau Kulick im Sommer. Es mird schon einen kleinen netten Gasthof geben. Da miete ich euch ein Zimmerchen, unb ben ganzen lieben Tag seid ihr draußen in der guten Luft und laßt euch von der Sonne bescheinen." „Ja, das wollen mir machen!" Mit jähem Ruck manbte Käthe sich ihr zu, fragte: „Olga, hättest du mitkommen wollen?" „Nein? Sei nicht böse, Käthe! Ich möchte hierbleiben. Es gefällt mir jetzt hier, und die Berani K, ich würde ab und zu eine Rolle bekommen. — vielleicht komme ich doch noch hinauf. Die Hoffnung habe ich ja jetzt wieder. Wenn ich auch nicht gerade eine Berani werden Fann, aber zu einer etwas größeren Rolle langt es vielleicht doch?" „Ich wünsche dir alles Glück, Olga!" Ich dir auch, Käthe! Und nun reife mit Gott, und schreibe gleich einmal, damit wir uns nicht allzulange um dich zu sorgen brauchen." „Ich schreibe bald." (Fortsetzung folgt.) OGSQ Die neue Reichs-Siraßenverkehrs-Ordnung. Oie Ausführungsbestimmungen. In Nr. 228 des „Gießener Anzeigers" vom 29. September brachten wir eine Abhandlung über das neue Straßenverkehrsrecht, die mit den wesentlichsten Bestimmungen der am 1. Oktober L 3. in Kraft getretenen Reichs-Straßen- verkehrs-Ordnung bekanntmachte. Inzwischen ist seitens des Herrn Reichsverkehrsministers eine Ausführungs - Anweisung hierzu ergangen (Roichsgesetzblatt 1, Nr. 112 vom 9. Oktober 1934), die rückwirkend ab 1. Oktober l. I. in Kraft gesetzt wurde und deren Vorschriften in Ergänzung zu unseren früheren Ausführungen in den Grundzügen hier mitgeteilt werden sollen. Die Ausführungsanweisung befaßt sich in ihrem ersten Teil mit den Vorschriften über die Zulassung zum Verkehr. Zunächst behandelt sie die Anforderungen, die an die am Verkehr teilnehmenden Personen zu stellen sind. Sie weist hier vor allem darauf hin, in welcher Weise bei Personen, die infolge körperlicher oder geistiger Mängel sich nicht sicher im Verkehr bewegen können, Vorsorge dafür zu treffen ist, daß andere Verkehrsteilnehmer nicht durch sie gefährdet werden, und führt als Beispiel hierfür an: die Begleitung solcher Personen durch andere Personen, die Führung durch Blindenhunde oder die Kenntlichmachung durch Tragen von Abzeichen, insbesondere bei Blinden und Tauben durch Tragen einer gelben Armbinde mit drei schwarzen Punkten. Zur Erzielung einer straffen Verkehrsdisziplin ist ferner ongeordnet, daß als ungeeignet zum Führen von Fahrzeugen und Tieren anzusehen und demgemäß hiervon durch die Verwaltungsbehörden auszu- schließen oder nur unter besonderen Bedingungen zuzulassen sind solche Personen, die Fahrzeuge oder Tiere unter erheblicher Wirkung geistiger Getränke oder Rauschgifte geführt, oder sonst erheblich gegen verkehrsrechtliche Vorschriften verstoßen haben. Wie bereits früher hier ausgeführt wurde, ist für die Führung von Kraftfahrzeugen, ausgenommen solche bis zu 20 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit und bis zu 200 Kubikzentimeter Hubraum, die nach wie vor führerscheinfrei sind, tragen für die erste Prüfung von Führern am Wohnsitz des Sachverständigen für Krafträder 7,50 RM., für andere Kraftfahrzeuge 10 RM.; außerhalb des Wohnsitzes des Sachverständigen für Krafträder 10,50 RM. und für andere Kraftfahrzeuge 13 RM. Diese Gebührenordnung enthält auch die Neufestsetzung der Gebühren für sonstige Prüfungstätigkeit der amtlich anerkannten Sachverständigen, z. B. Typprüfungen, sowie der Gebühren für die Maßnahmen der Behörden im Kraftfahrzeugverkehr, z. B. für Erteilung der Kraftfahrzeugscheine, für die Zuteilung der Kennzeichen usw. Im Folgenden sind dann nähere Anordnungen getroffen über die technische Veschaffenheit und Ausrüstung von Fahrzeugen aller Art. Verantwortlich dafür, daß das Fahrzeug einschließlich Zugkraft und Ladung sich in einem verkehrs- und betriebssicherem Zustand befindet, ist nicht nur der Halter des Fahrzeuges, der andernfalls die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen darf, sondern auch der Führer, der insbesondere für ordnungsmäßige Beleuchtung, Beschriftung und Beladung zu sorgen hat. Die Ausführungsanweisung enthält im einzelnen noch Vorschriften über den zulässigen Achsdruck, die Beschriftung der Anhänger, die Bremsen und Rückstrahler. Ein Eingehen auf alle Einzelheiten ist an dieser Stelle nicht möglich; es kann nur jedem Fahrzeughalter und -führer empfohlen werden, die für ihn in Betracht kommenden neuen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und der Ausführungsanweisung einzusehen, oder sich an geeigneter Stelle, z. B. der Ortspolizeibehörde, zu erkundigen, ob sein Fahrzeug den gestellten Anforderungen entspricht. Für Fahrradlampen ist u. a. angeordnet, daß der Lichtkegel der Lampe geneigt sein muß, und daß das Licht bei langsamem Fahren auf 50 Meter sichtbar fein muß, ferner daß auf möglichst breite Streuung des Lichts zu achten ist. Die weiteren Vorschriften der Ausführungsanweisung befassen sich mit dem da sich diese Vorschriften in erster Linie an die Hersteller von Kraftfahrzeugen wenden, die selbstverständlich schon bei der Fabrikation dafür sorgen müssen, daß die Kraftfahrzeuge den gesetzlichen Erfordernissen entsprechen. Hinsichtlich der Zulassung von Tieren im Verkehr ist in der Ausführungsanweisung bestimmt, daß Vieh nur auf der Fahrbahn getrieben werden darf und von einer angemessenen Anzahl geeigneter Treiber begleitet sein muß. Pferde dürfen nur gekoppelt geführt werden. Besonders zu beachten ist, daß bei Dunkelheit und starkem Nebel beim Treiben von Vieh und beim Fuhren von Pferden für ausreichende Beleuchtung gesorgt werden muß. (Schluß folgt.) Aus dem Zenenaufenthatt zurück. Heute morgen kehrten 74 Kinader, Knaben und Mädchen, die vier Wochen zum Ferienaufenthalt in Gießen und in den Orten der Umgebung unter- qebracht waren, nach ihrer Heimat Groß-Gerau und Umgebung zurück. Der Zug — die Kinder waren in zwei Extrawagen untergebracht — verließ um 10 Uhr unsere Stadt. Die Kinder hatten durchweg recht beachtliche Gewichtszunahmen zu verzeichnen. Der überaus herzliche Abschied der Kinder von den Pflegeeltern ließ erkennen, daß sich das Verhältnis zwischen Kindern und Pflegeeltern in den wenigen Wochen schon sehr innig gestaltet hatte. Äon seinem p erd totgeschla-?en. LPD. Lauterbach, 14. Okt. In dem Kreisort Rimbach wurde der Bauer und Gemeinderechner! Justus Georg Horn bei der Arbeit im Stalle von einem ausschlaqenden Pferde mit dem H u f an b en Kopf geschlagen, so daß er einen schweren Schädelbruch erlitt, an dem er kurz darauf verstarb. Landkreis Gietzen. 2. Klein-Linden, 14. Okt. Frau Marie Lotz, geborene Faber, verlor vor 30 Jahren beim Viehfüttern ihren goldenen Trauring. Dieser Tage wurde der Ring von ihrem Schwiegersohn beim Reinigen des Kuhstalls in den Fugen des Stallpflasters wohlbehalten wiedergefunden. Gefängnis für einen Dolksfchädling. LPK. Mainz, 12. Okt. In feiner Eigenschaft als Betriebszellenobmann des Tiefbauamtes Mainz hatte der 45jährige Ludwig O e h l g r t e n aus Mainz für die Winter 1933 und 1934 gemeinsame Kohleneinkäufe mit seinen Arbeitskameraden vereinbart und sich außer der schriftlichen Bestellung auch gleich das Geld geben lassen. Trotzdem er wußte, daß verschiedene seiner Kameraden sich das Geld am Munde absparen mußten, vergriff er sich daran und verjubelte innerhalb eines Jahres die ansehnliche Summe von rund 2000 Mark. Durch diese Unterschlagung sind die Kohlenfirma und die Arbeiter geschädigt worden. Das Gericht, das die asoziale Handlungsweise des Angeklagten brandmarkte, verurteilte Oehlgrien zu einem Jahr Gefängnis, wovon zwei Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt gelten. Rundfunkprogramm Dienstag, 16. Oktober. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: Neue und alte Volksweisen. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. „Saarbauer hält Wacht." Ein Hörbild vom deutschen Bauern an der Grenze. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Von Gießen: Mittagskonzert II. Ausführung: Stadttheater-Orchester Gießen. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Für die Frau. 15.50: Kunstbericht der Woche. 16: Nachmittagskonzert des kleinen Funk-Orchesters. 18: lienifcher Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. Kurzberichte. 18.30: Wandlungen des deutschen Wirtschafts-Aufbaues von 1925 bis 1933. Das Ergebnis der Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Ein Bericht von Dr Gustav Plum, Frankfurt a. M. 18.45: Da Capo. Zwei heitere Schallplattensendungen. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Huttens letzte Tage. Eine Kantate für Bariton und Orchester. 21: Heitere Abendmusik des Funkorchesters. 21.30: Kapitäne der Landstraße. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Pfälzische Bauern- und Tanzmusik. 23: Unterhaltungsmusik des Niedersächsischen Sinfonie-Orchesters. 24 bis 2: Nachtmusik. an dem Erfordernis der Erwirkung einer besonderen Fahrerlaubnis festgehalten worden. Das Verfahren über die Erlangung einer solchen ist neu geregelt. Nach der Ausführungsanweisung muß derjenige, der eine solche Fahrerlaubnis erwirken will, einen entsprechenden Antrag bei der Ortspolizeibehörde einreichen. Diese prüft dann, ob Bedenken gegen die Eignung des Antragstellers bestehen und leitet den Antrag mit einem entsprechenden Bericht an die höhere Verwaltungsbehörde weiter. Bei dem Polizeipräsidium Berlin wird eine „Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen" eingerichtet, bei der die Verwaltungsbehörde ihrerseits anfragt, ob Nachteiliges gegen den Antragsteller bekannt ist. Ergeben sich keine Bedenken gegen die Eignung des Antragstellers, so übersendet Eie Verwaltungsbehörde den Antrag einem amtlich anerkannten Sachverständigen, damit dieser die erforderliche Prüfung der Befähigung des Antragstellers zur Führung eines Kraftfahrzeugs oor- nimmt. Hierbei wird dem Sachverständigen gleich ein vorbereiteter Führerschein ausgehändigt, den dieser nach erfolgreich abgelegter Prüfung sofort dem Antragsteller übergibt. Die Aushändigung des Führerscheins teilt der Sachverständige der Verwaltungsbehörde mit, die über die erteilten Führerscheine eine Liste führt. Aehnliches gilt, wenn die Erweiterung einer Fahrerlaubnis zur Führung einer weiteren Fahrzeugklasse beantragt wird. Wird die Prüfung nicht bestanden, so kann sie frühestens nach einem Monat wiederholt werden; hierbei muß der Prüfling nachweisen, daß er in der Zwischenzeit weiteren gründlichen Unterricht genommen hat. Die Fahrerlaubnis wird nunmehr nur noch in drei Klassen erteilt. Nie Klasse 1 betrifft Zweiräder, auch mit Beiwagen, die Klasse 2 Wagen mit 3,5 Tonnen Eigengewicht und Züge mit mehr als drei Achsen und mehr als 20 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, die Klasse 3 alle übrigen Kraftfahrzeuge. Führerscheine der seitherigen Klasse 4 verlieren ihre Gültigkeit am 31. März 1935; wer einen solchen Führerschein bis zum 30. September 1934 besessen hat, kann bis zum 31. März 1935 die Erweiterung seiner Fahrerlaubnis auf Klasse 3 beantragen. Aehnliches gilt für die Erweiterung der Fahrerlaubnis der seitherigen Klassen 1 und 3 auf die neuen Klassen. In diesem Zusammenhang wird es interessieren, daß die Gebühren für die Prüfung von Kraftfahrzeugführern durch eine ebenfalls am 1. Oktober in Kraft getretene Gebührenordnung neu festgesetzt sind. Sie be- — F r. Grothe: Umbau der deutschen Volks- Milieuszenen wechseln ab mit Abenteuern von dramatischer Wucht. Begebenheiten voll derb-köstlichen Kämpferhumors entlasten die beklemmende Atmo- wirtschaft. Verlag Buchholz & Weißwange, Char- lottenburg 2. Preis nur 1 RM. — (212) — Volckmanns Baupläne flugfähiger Flugmodelle, 10. Bauplan: Drachen und Segler von Bruno Horstenke und Paul Wächter mit textlichen Erläuterungen. Preis RM. 0,80. Verlag C. I. E. Volckmann Nachf. G. m. b. H., Berlin-Char- sen und Werden der nationalsozialistischen Idee und dem Kampf und Opfermut ihrer frühesten Träger. sphäre von Hochofen und Schacht. Und über allem der Frontgeist der Arbeit: Treue und Kameradschaft! Aus der Schicksalsverbundenheit dieser Menschen wächst ein stark»-; Gefühl für Gemeinschaft Don einer Wiedergabe der Vorschriften über die technische Beschaffenheit und Ausrüstung der Kraftfahrzeuge, mit denen sich die Ausführungsanweisung dann weiter befaßt, kann hier abgesehen werden, tat von Versailles und seine Auswirkungen. Reclams Universal-Bibliothek. Preis — Luigi Valli: „Das Recht der Völker auf Land". Aus dem Italienischen übersetzt von Paula Mirgeler. Kart. 1,50 Mk. Hanseatische Verlagsanstalt. Hamburg. — (173) — Die Veröffentlichung des italienischen Dante-Forschers und faschistischen Politikers findet scharfe Worte gegen diejenigen, die den dauerhaften Frieden organisieren wollen, dabei aber die Völker in Grenzen einschließen, die für sie zu eng sind. Italien, Japan und Deutschland sind jene Länd»r, die in zu engen Grenzen leben. Das Recht auf ausreichende Lebensmöglichkeiten für ein Volk, ist ein ethisches Recht. Dennoch weiß Luigi Valli scharf das Bedürfnis eines Volkes, feine hungernden Söhne unterzubringen, zu trennen von dem Bedürfnis der Bankiers, das überschüssige Kapital in der Welt anzulegen. — D r Hermann Gackenholz: Das Dik- lottenburg 2. — Wenn der Wind über die Stoppeln und abgemähten Wiesen bläst, beginnt für die kleinen und größeren Kinder die Zeit des Drachensteigens. Heute baut man aber nicht mehr die alten Schwanzdrachen, sondern Drachen in Flugzeugform, die auch imstande sind, selbständige Segelflüge auszuführen. Hier wird die Bauanleitung zu einem solchen Drachen, der die Form eines Storches hat, und zu einem Segler, der einem Flugzeug ähnelt, gegeben. Beide Modelle werden wie Drachen mit einer Schnur gestartet und können in der Luft durch eine einfache Vorrichtung von der Schnur gelöst werden, so daß sie freie Segelflüge ausführen, wodurch die Freude am Drachensteigen noch erhöht wird. Und wie einfach ist ein solcher Drachen zu bauen! Im Bauplan ist alles genau angegeben und erläutert. Die Kosten des Baumaterials sind für jeden erschwinglich. — Drachen-Bau- und Sport. Von Cur/ Möbius. (Schreibers Beschäftigungs- und Arbeits- Bücher Nr. 91) 1.— Mark, Verlag I. F. Schreiber, Eßlingen a. N. — (411) — Der Zweck des vorliegenden Heftes ist es, außer leicht verständlichen Anweisungen über den Bau einfacher Drachen auch Anregungen für weiterschauende Versuche zu geben. Man beachte das Kapitel „Drachenstart von Segelflugmodellen". Auf acht Tafeln sind die Baupläne beigegeben. Die Darstellung legt vor allem Wert auf die zeichnerische Darstellung. Das erläuternde Wort ist auf das Notwendigste beschränkt. — Ludwig Rühle: A l s geblohse, ihr Buwe! Ein lustiges Buch in nassauisch-oberhessischer Mundart. Verlag Gebrüder Knauer, Frankfurt a. M., 1934. — (125) — Das bereits in zweiter Auflage vorliegende, 80 Seiten umfassende Bändchen enthält eine Anzahl heiterer Schwänke und Mundartgedichte, die, besonders in hiesiger Gegend, manche Freunde finden werden, zum Dortragen und Vorlesen in kleinem Kreise geeignet erscheinen und ihre Wirkung nicht verfehlen dürften. Für Landfremde und minder Geübte wird eine kurze Erklärung schwieriger Ausdrücke willkommen sein. Da^ Vorwort des Verfassers gibt Rechenschaft über seine Bemühungen um die richtige „Schraibwais" und schließt mit der tröstlichen Versicherung: „'s eß faaner gemannt unn 's braucht sich kaaner ge- troffe ze foihle!" Neues für den Büchertisch Zulaffungsverfahren für Kraftfahrzeuge. Der Erteilung der Betriebserlaubnis hat die Begutachtung eines amtlich anerkannten Sachverständigen darüber vorauszugehen, ob das Kraftfahrzeug den gesetzlichen Erfordernissen entspricht. Der Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis für serienweise hergestellte Kraftfahrzeuge ist vom Hersteller oder Händler bei der für ihn örtlich zuständigen höheren Verwaltungsbehörde zu stellen. Dagegen ist die Zuteilung eines Kennzeichens vom Eigentümer des Fahrzeugs selbst bei der Verwaltungsbehörde zu beantragen. Auf Grund der Betriebserlaubnis und nach Zuteilung des Kennzeichens wird ein sog. Kraftfahrzeugschein ausgestellt. Für Prüfungs-, Probe- und Ueberführungsfahrten werden besondere Kennzeichen und Kraftfahrzeugscheine erteilt. Eine besondere Bedeutung kommt dem nunmehr eingeführten Kraftfahrzeugbrief zu. Jeder Inhaber eines sog. Typscheins, d. i. eine für serienmäßig hergestellte Kraftfahrzeuge allgemein erteilte Betriebserlaubnis, ist verpflichtet, für jedes dem Typ entsprechende Kraftfahrzeug einen; __ n.. hf ■ solchen Kraftfahrzeugbrief auszustellen und barin I 75 W- gut gegliederte und die Richtigkeit «einer Angaben über die Beschaffen-1 gemeinverständliche Darstellung des gesamten Dik- heit des Fahrzeugs und dessen Uebereinfümmung I tatwerks. mit dem genehmigten Typ zu bscheinigen. Aehn- — Theo Benkert: „Herüber zu uns! liches gilt für die Hersteller von Kraftfahrzeugen, Gustav Hohns Verlag Krefeld, 224 Seiten, Halb- die nicht zu einer durch Typschein genehmigten Gat-; leinen 2.— RM. — (370) — Das Buch gibt keine tung gehören. Dieser Kraftfahrzeugbrief wird dem gelehrte Abhandlung über den Nationalsozialismus, Erwerber des Fahrzeugs ausgehändigt und ist in- sondern erzählt aus dem Leben und der Gedanken- sosern in das Zulassungsverfahren eingeschaltet, als weit des Arbeiters und Bergmanns, von dem Wacher bei jeder Befassung der Zulassungsstelle mit bem ’r-“ *'"s ----->» Fahrzeug, insbesondere auch beim Eigentumswechsel, vorgelegt werden muß. Dadurch ist eine überaus wirksame Eigentumssicherung erreicht. Würde beispielsweise ein unrechtmäßiger Besitzer die Zulassung des Fahrzeugs beantragen, so würde alsbald wegen des Fehlens des Kraftfahrzeugbriefes der unrechtmäßige Erwerb entdeckt werden. Allerdings muß dem Kraftfahrzeugführer geraten werden, den , , Kraftfahrzeugbrief und die sonstigen Papiere bei und Volk, sich selbst mitzuführen und nicht im Wagen, 3. 58. in 1 Ä * einer Tasche der Türen, damit dem Dieb nicht mit bem Wagen auch bie bezeichneten Papiere in bie Hänbe fallen. ^Jhteffünschß hinsichtlich Sitz, Eleganz und Qualität werden in unserem Maßatelier berücksichtigt. Wir beraten Sie sachkundig und Ihrer persönlichen Note em sprechend. 60i6A Größte Stoffauswahl! Bitte besuchen Sie uns! Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei IIIIIIIIIIIII1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIII heißt (chön fein. Zu dick iß ungesund. Erfolge. Wirkung immer (ß • • "die einzig- d u r ch„JlPUlUl artigen Entfettungstabletten. Garantiert unschädlich. RM 1.75, Kurpackung RM 4.50. In ollen Apotheken erhältlich. Verlangen Sie nur^JUima". Haben Sie offene Füße Schmerzen ? Jucken ? Liechen ? Brennen ? Dann gebrauchen Sie die teil Jahrzehnten vorzüglich bewährte schmerzstillende -'öeilialbc (Äptifnrfi1zz Erhältlich in den //QJvlllUUll . Apotheken. [ Vermietungen | Ab l.Nov. schöne 2-Zimraerwolinung an ruhige Mieter zu vermiet. 04993 Selteroweg 63. Äuß. Betrieb gestellte Autos könn. billigst untergestellt werden. •49" Groß - Garage am Aulweg. Mietgesuche Mm.Mii. mit Bad von jg. Ehepaar sofort gesucht. Schrift!. Ang. unt. 04995 an den Gieß. Anz L—3-Zimmer- Wohnung von einz. Dame au miet, gesucht. Miete i. Voraus. Schr. Ang. unter 04992 a.b.S.A. 60210 Vornehm / Geschmackvoll! Persönlich I Gießen, den 13. Oktober 1934. Hessisches Amtsgericht. ASa Anzeigen-Aktiengesellschaft Annahme von Anzeigen tür alle Bettungen u. Setticbriften Gießen / Gchuistraße 7 liehen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die BrUhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 22fi! Bekanntmachung. In unser Hanbelsregister, Abt. B, würbe am 8. Oktober 1934 eingetragen: Firma Flugdelrieb Oberheffen-Lahngau. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstanb des Unternehmens ist bie Verwaltung bes Flughafens Gießen und alle bamit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft bient ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Zu Geschäftsführern finb die Herren Provin- zialrat Heinrich Vogt und Bankbirektor Franz Zeller, beide in Gießen, bestellt. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 28. August 1934 festgestellt. Jedem Geschäftsführer steht nach § 7 des Gesellschaftsoertrages bie selbständige Vertretung der Gesellschaft zu. ^uebe per sofort ober 1. Novemb. sauberes ehrl. Immen nicht unter 18 Jahren, perfekt in allen Hausarbeiten, nut guten Zeugnissen. 0i9ii Blit)nhofstr.65H Seifen- u.Auto- voliermittel- Werke suchen Vertreter. Schr.Angeb.unt. 04918 an b.G.A. Tüchtiges Machen f. Küche u. Haus sofort ges. 04097 dranff. Str. 531. Suche zuverläss., tüchtiges 6022D Mdcheii bas schon in gut. Hause gebient u. beste Zeugnisse auszuweisen hat. Vorzustell.vorm. Srnu Dr. Engau Wilhelmstr. 591. ein Komblnationspräparat, aus verschiedenen wertvollen Heilstoffen zusammengesetzt, bie sich gegenseitig ergänzen und verstärken. In dro- vNal gibt den Drusen und Organen neuen, starken Anreiz, kräftigt J^uen' schafft gründlichen Stoffwechsel, scheidet alle berab en' un$ Harnsäure aus und setzt den zu hohen Blutdruck . Nehmen Sie mal jeden Morgen 2—3 Inbr 0 visal - Tabletten gewohnten Morgengetränk. Es wird ein Aufatmen durch rLr?Len