184. Jahrgang Nr iZ Erstes Blatt 184. Jahrgang Montag, 5. Januar W54 (Erfdjetnt lägUch, auher Ä W jür"d^Mittagsnumm-r Sonniaqs unb fieitrlqqs . - A W A A I ~ A bis8'/,Uf)rbes!BormittagS ■s£s=: fiti AR Alt Atf j| ttiOirt Ot esk?= MI WVDVIIU 4411JVUJVV ==5 3==S General-Anzeiger für Nberheffen -8W richten Anzeiger Siesten Vereins- u.Tageskale'.der 8tonH«rt?wdma“:11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Siesten. 8chrift!e ,ung und Geschäftsstelle: Sckulftratze 7 im T-xtt-il 12 Rpf. je mm Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen In seiner Rede zeichnete der Führer, ausgehend der man nichts, das ist die Parole unseres fanatischen Kampfes gewesen. Damals durften wir nicht in den Fehler des Weltkrieges verfallen und im letzten Augenblick schwach werden, damals mußte sich die Bewegung in ihrer absoluten Härte bewähren, und es konnte für sie nur eines geben: Den Sieg! Angreifen, immer wieder angrerfen und nicht zur Ruhe kommen lassen. Der denkwürdige lippische Wahlkampf, der die Entscheidung in dem gigantischen Ringen herbeigeführt Habe, habe vor aller Welt den Beweis erbracht, daß die nationalsozialistische Bewegung nicht geschlagen, sondern stärker denn je st and. Damals sei der 30. Januar und damit ein neuer Abschluß der deutschen Geschichte eingeleitet morben. ..Wenn ich heute, nach fast einem Jahr, vor die Ration trete, dann kann ich dem deutschen Volk ins Auge blicken. Ich habe damals nichts Unmögliches versprochen. Ich habe vier Jahre Zeit gefordert. Ein Jahr davon ist verflossen, ein Jahr der größten Umwälzungen 'n Deutschland, aber auch ein Jahr der größten Sammlung der deutschen Kraft, ein Jahr größter Entschlüsse und auch größter, sehr großer Erfolge. Das, was vor zwei Jahren niemand von unseren Gegnern für möglich gehalten hat, das, was ich Ihnen so oft prophezeit habe, ist eingeAllein ich rechne nicht mit den Jahren 1934 und 1935. Ich rechne mit d e r ewigen Qualitätun- seres Volkes. Entscheidend ist, daß die Gesetzgebung nicht erfolgt, um der Erhaltung einer Regierung zu dienen, sonder nur um der G e l - tung eines Volkes, seinem Bestehen und sei- Garant und Führer des Dolles aus dem Wege in eine große deutsche Zukunst. troffen: Ich habe den Marxismus zertrümmert, das Zentrum dazu und die bürgerlichen Parteien ebenfalls (Stürmischer Beifall.) Deutschland ist aus den Klauen dieser Parteien erlöst Die deutsche Nation hat nun, wie ich hoffe, für lange, lange Zeit den Weg zu einer weltanschaulichen Einigung gefunden. Ich bin mir auch klar darüber, daß dieser Prozeß nicht im Jahre 1934 oder 1935 abgeschlossen werden wird, denn wir haben diese Parteien beseitigt, in der Ueber- zeugung, daß alles, was in der Welt großes geschaffen wird, nur aus dem Wert der Persönlichkeit kommt, daß ober das par- lamentarisch demokratische System die Persönlichkeitswerte vernichtete oder nicht zur Geltung kommen tieß. Dieses System hat zehn Jahre die Qualität der Persönlichkeit vernichtet und zu einem unbrauchbaren Begriff der Masse gemacht. Ls ist klar, daß wir selbst dabei die Leidtragenden waren und daß wir I a h r e b e n ö - tigen werden, um auch in unserem Volke wieder Führer heranzubilden. Jahre. Es ist von einem System befreit worden, das Selbstsucht und Eigennutz kannte. Der Deutsche gilt wieder etwas in Deutschland. Eine Gemeinschaft bildete sich wieder, die ihren sichtbaren Ausdruck fand in einem politischen Willen. Wir sind wieder ein deutsches Volk geworden. Was wäre aus diesem deutschen Volk geworden — so möchte man heute fragen — wenn diese Gemeinschaft vor 20 Jahren bestanden hätte oder vor 15 Jahren durchgeführt worden wäre. Auch auf außenpolitischem Gebiet stehen wir heute anders dar als in dem Zeitpunkt, in dem ich diese Regierung übernommen habe. Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, dann kann ich sagen: Langsam sind wir wieder im Begriff, uns den internationalen Respekt zu erwerben. Gewiß, allzuviel Liebe ist wohl nicht dabei, allein, im menschlichen Leben muß man oft um der Achtung willen auf die Liebe verzichten. 7Nin- destens im Völkerleben ist es so. Es ist jedenfalls nützlicher, geachtet zu werden, als starkes Rach 15jährigem heroischem Kampfe sei die Bewegung zur Beherrscherin der Ration geworden. In diesem Kampfe habe das Jahr 1932 mit seinen 13 Wahlschlachten und sei- Volk, denn geliebt zu werden als Schwächling. Wenn wir unser Volk wieder zur höhe emporführen wollen, dann können wir es nur, wenn wir ihm die Gleichberechtigung in der Welt sichern. G^eichesRecht und gleiche Ehre, das sind die beiden Gesichtspunkte, die ich seit dem 30. Januar 1933 fanatisch verfolgt habe. (Stürmischer Beifall.) Ich bin ber Heber- Beugung, daß nur a u f dieser Basis ein wirklicher völkerfrieden entstehen kann, nicht, in dem man einen Teil der Völker zu Heloten und Sklaven stempelt und anderen Rechte gibt, die ihnen nicht zukommen. Wir wollen keinem Volk an seinem Recht rütteln, kein Volk in seinen Lebensmöglichkeiten beschränken, kein Volk unterdrücken, unterwerfen, unterjochen. Aber die Welt muh auch aufhören, u n s zu unterdrücken. Sie mögen zur Kenntnis nehmen, daß die Zeit nicht mehr da ist, das deutsche Volk zu unterdrücken, zu unterjochen und zu entehren und daß diese Zeit auch niemals wiederkehrt. (Stürmischer Beifall.) Damit kommen wir einem wirklichen Frieden der Welt näher, als wenn wir reden und verhandeln, dabei aber es an der Achtung vor dem anderen fehlen lassen. Ich habe die große Hoffnung, daß auch die anderen Völker allmählich verstehen werden, daß eine wirkliche Freundschaft nur dann entstehen kann, wenn sie gleichberechtigte Staaten umfaßt, aber nie entstehen wird auf der Basis der Unterdrückung. Das deutsche Volk kann heute wirklich mit Stolz bekennen, daß es diese Politik verstanden hat. Der Tag des 12. November wird ein Ruhmesblatt in seiner Geschichte fein. Es ist an diesem Tage geschlossen eingetreten für seine Ehre, für seine Freiheit, für sein gleiches Recht, und damit für die Zukunft feines Le» DerWrer spricht am Gedenktag der lippeschenLandtagswahlen Ein Rückblick auf ein Jahr inner- und außenpolitischer Erfolge am Tage des Auttakts der nationalsozialistischen Revolution. nen atmrauben^n 3a8ben '(Znbfieg eine uns zu dem 9rö6te* «sanken durchrmgen und u n. SmiSW«. ’X »rs V.v:=ya |U* allein ein Volk retten kann, ober gar schaffen, wenn nicht diese großen Ziele vor uns stehen. Und wenn sie auch erst für die kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte Erfolg haben, so müssen wir doch unsere Betrachtung hinlenken m die große deutsche Zukunft. Niemand auch, von den man sagt, daß er schon jetzt alles erreicht habe, wird zu einer Zukunft kommen. Die Menschen werden verfallen und verderben, wenn ihnen nichts mehr für die Zukunft zu tun übrig bleibt. Aufgabe einer wirklichen Volksführung kann es nur sein, ein Volk a u f d e n r i ch t l g e n W e g zu bringen, auf den Weg, auf dem es dann durch einen unendlichen Fleiß, durch seine Arbeitskraft, durch seine Beharrlichkeit immer mehr dem Ziel seiner großen Aufgabe näherkommt. Ich möchte derGarantundderFührer des Volkes auf diesem Wege sein. Ich habe die Uebergeugung, daß der Weg, den wir nun eingeschlagen haben, der richtige ist. Denn wenn wir das Ergebnis des eines Jahres überblicken, dann können wir heute mit Stolz sagen, daß wir schon vieles erreicht haben. I n n e n p o l i - tisch steht unser Volk anders da als vor einem Lemgo, 14. Ian. (DRV.) Die Erinnerungsfeiern an den lippeschen Wahltag vom 15. Januar 1933, der der NSDAP, die Hälfte aller Stimmen gebracht hatte, standen am Sonntag auf ihrem Höhepunkt. Ganz Lippe schwelgte in Fahnen und Farben. Mittags fand eine große Parade in Detmold statt. Die Freude fand fast keine Grenzen. Am Nachmittag fuhr der Führer, der am Samstag von Berlin über Hannover in Lippe eingetroffen war, zuerst nach Schwalenberg, wo er von der Bevölkerung stürmisch begrüßt wurde. Dann ging die Fahrt weiter durch das östliche Lippische Land nach Lemgo. In einem Riesenzelt harrten dort Zehn- tausende des Führers, Hitlerjugend, Bund deutscher Mädchen, SS. und SA. bildeten Spalier. Der Führer ist vor dem Rathaus eingetroffen. Die Menschen durchbrechen das Spalier. Der Jubel kennt keine Grenzen. Der Führer begrüßt einzelne Bekannte. Dann meldet Gruppenführer Schepmann die zum Vorbeimarsch angetretene SA. Inzwischen find die Straßen von begeisterten Menschen überfüllt, daß es fast aussichtslos erscheint, mit dem Wagen durchzukommen. Zur Freude der. Zuschauer entschließt sich der Führer zu Fuß zum Schützenhaus zu gehen, wo das große Zelt aufgebaut worden ist. Dort erwartet ihn eine neue Ueberraschung: Abordnungen aus drei lippischen Städten übergeben dem Führer Ehrenbürgerbriefe. In seltsamer alten Tracht sind in einem Zimmer des Schutzen- hauses Bürger der lippischen Stadt Horn in alten, eroberten Rüstungen, Panzerhemden und mannshohen Schwertern angetreten. Interessiert erkundigt sich der Führer nach der Herkunft der Rüstungen. Dann geht es hinauf in das große Kundgebungszelt, das beim Eintreffen des Führers von minutenlangem Jubel durchbraust wird. Gauleiter Meyer kann mit Mühe die Ruhe in dem Riesenzelt schaffen. Dann gibt er dem Führer das Wort. Der Führer spricht nötig, um Popularität zu kämpfen, denn unsere Namen sind bereits in die deutsche Geschichte eingetragen. Wir müssen in großen Zeitrau m e n benfen, nicht für den Augenblick. Wir muffen JCsJÄ E ZSX. ffiS,."... parlamentarische Demokratie ein einbrucksvolles sich dieses Gesetz ausroirtt. Unb barum mußten Bild von der einzigartigen Entwicklung ber natio-j uns von den bisherigen Methoden abwenben und nalsozialistischen Bewegung, von ber Kraft unb 3 u bi e f e r g ef u n b e n © e e g e b u M 3 u - Folgerichtigkeit ihrer Jbee, von ben Gesetzen ihres, ruckkehren, wenn das Volk f r £ ' organischen Wachstum unb von ber unbeugsamen leben soll, wenn die starken und gesunden Kräfte bes Energie mit ber biefe Gesetze vollzogen würben. Volkes sich burchsetzen sollen. Wir haben es mcht VUieiyic, ..mu uu _____। _____i a___u n mnmifnritnf 211 fnmnten. denn UmerC Nu- Unten: Der Reichs* K WM M KM 1 Lt Fv, Oben- Abmarsch der Fahnen des Kyffhäuferbundes. — Unten: Hindenburg schreitet bit 60n ber 2. Kompanie JR. 15 (Gießen) gestellte Ehrenkompanie der Reichswehr ab. 'M WW ■ . - H ■ bens, einer außenpolitischen Entwicklung, die außerordentlich ist. Aehnliches gilt auch für unsere wirtschaft- l i ch e Entwicklung. Sie ist mehr als irgend etwas abhängig vom allgemeinen Vertrauen, und wenn man ihr sagt, wir hätten noch nicht alles erreicht, dann ist zu erwidern: „Dann hättet Ihr nicht so viel zerstören dürfen, sonst wären wir schon fertig. Wenn Ihr in 14 Jahren so gearbeitet hättet, wie wir in diesem einem Jahre gearbeitet haben, dann hätten wir keine 7 Millionen Erwerbslose gehabt, sondern dann hätten wir zu wenig Arbeiter in Deutschland. Wenn es uns trotz der 'charakterlosen, schamlosen Hetze der Emigranten gelungen ist, in diesem einen Jahre so weit vorwärts zu kommen, so habe ich die feste Ueberzeugung, daß das kommende Jahr diese Wirtschaftspolitik erfolgreich beenden wird. Ich bin der festen Zuversicht, daß wir dieses Programm zu Ende führen. Wenn auf der einen Seite Millionen an arbeitswilligen Menschen vorhanden sind, und auf der anderen Seite Bodenschätze und Arbeitsmöglichkeit und der Schrei nach Konsum und Bedarf an Produkten im deutschen Volke vorhanden ist, dann würde es traurig sein, wenn es einem eisernen Willen nicht gelänge, sich durchzuringen. Es ist eine Frage der Organisation, diese Arbeit in unserem deutschen Volke zur Geltung zu bringen. Lines ist allerdings Voraussetzung: Es muß ein Wille fein, und es muß ein Wille führen. Wir werden den Kampf in diesem Jahre genau so weiterführen, wie im vergangenen, unser ganz großes und einfaches Ziel vor Augen, und ich glaube, wenn ich im Jahre 1935 mich vor die deutsche Ration stelle, daß ich dann genau so wie jetzt vor ihr dastehen kann. Ich bin der Ueberzeugung, daß wir in einem einigen deutschen Volk diese Zeit einer großen Not g em einsam überwinden, denn auch in der Zeit der tiefsten Erniedrigung war ich immer überzeugt von der Ehre des deutschen Volkes. Und wenn am 12. November über 40 Millionen Volksgenossen für diese Ehre des Volkes und damit für ihre eigene , Ehre ihre Stimme abgaben, dann habe ich darin I nur die Bestätigung dessen gesehen, was ich immer wußte. Für mich war es nur der Beweis der Anständigkeit des deutschen Volkes. An einem solchen Volke können wir nicht verzweifeln, das konnte ich nicht tun, und ich bin glücklich zu wissen, daß ich recht gehabt habe. Auch die Zukunft erfordert Treue und Festigkeit. 14 Jahre lang haben wir um die Macht gekämpft. Jetzt kämpfen wir die nächsten 14 Jahre für Deutschland und um Deutschland. Und wenn uns der Himmel beisteht in diesem Kampfe, dann wollen wir sehen, ob wir nicht genau so Deutschland in diesen 14 Jahren zu einer Bedeutung emporführen können, zu der wir in den letzten 14 Jahren diese Partei emporführten. Von den anderen Völkern wollen wir nur erwarten, daß sie uns nach unserer Fasson selig werden lassen. (Stürmischer Beifall.) Das schaffende Volk dankt dem Führer für das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. Reichspropagandaminister Nr. Goebbels auf der großen Lustgarten-Kundgebung der Berliner Arbeiterschast. mannhaften Tat und der nationalen Ehre, ist der Geist unwandelbarer Treue und der den Tod überdauernden Kameradschaft. Auf den Klingen der Dolche der braunen Bataillone ist dieser Geist in Worte gefaßt; er heißt: Alles für Deutschland t Und Euch, meine Kameraden von der SAR. II, hat der hochverehrte Generalfeldmarschall des großen Krieges die Devise geschenkt: „Die Treue ist das Mark der Ehre!" Ihr habt ein Anrecht darauf, von mir zu hören, aus welchem Grunde das bisherige Eigenleben Eurer Vereine im Reichskriegerbund „Kyffhäuser" der Unterstellung unter die Ober st e SA. - Füh - r u n g weichen mußte. Die 2000jährige Geschichte unseres Volkes zeigt uns mit unerbittlicher Deutlichkeit als Grund der deutschen Ohnmacht den Mangel einer gemeinsamen Führung. Wir Nationalsozialisten sind nicht willens, die Geschichte als Lehrmeister unseres Volkes ungenutzt zu lassen. Deshalb hat Adolf Hitler mit alleiniger Ausnahme der NSDAP, alle Parteien und Inter- effentenhaufen von links bis rechts zerschlagen. Deshalb sind die Vereine des Reichskriegerbundes „Kyffhäuser" eingegliedert in das große Heer der gesamten SA. Bestehen bleiben einzig als Trägerin des politischen Willens und weltanschaulichen Geistesgutes des neuen Staates die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und als Garant der nationalsozialistischen Revolution und als alles- umfassende Hohe Schule des Volkes zum geliebten Nationalsozialismus die SA. Das jahrelange erbitterte Ringen und Durchhalten der $21. vor der Machtergreifung war Berlin, 14.Jan. (DNB.) Die NSBO. und die Deutsche Arbeitsfront versammelten am Sonntagnachmittag Hunderttausende im Lustgarten zu einer Riesenkundgebung, um der Reichsregierung für das neugeschaffene GesetzderAr- b e i t ihren Dank auszusprechen. Bereits eine S runde vor Beginn der Kundgebung war der Riesenplatz und seine weitere Umgebung ein einziges wogendes Menfchenmeer, über dem Hunderte von Hakenkreuzfahnenfahnen flatterten. Staatsrat Walter Schuhmann, der Führer des Gefamtverbandes deutscher Arbeiter, ging als erster Redner besonders auf das Gesetz der Arbeit ein, mit dem Deutschland bahnbrechend vorangehe. Arbeiter der Stirn und Arbeiter der F a u st reichten sich heute die Hand, um gemeinsam die Wege zu bereiten, damit sich Deutschland wieder den Weg ebne, der ihm auf Grund seiner Wichtigkeit und seines Fleißes gebühre. Der Organisationsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Selz- n e r, behandelte die Grundgedanken des neuen Gesetzes der deutschen Arbeit, das die Einheitlichkeit der Betriebsführung und Verantwortlichkeit, die Zusammengehörigkeit von Betriebsführern und Gefolgschaft endlich zum Besten der Arbeit für alle Zeiten vereinige. Stürmisch begrüßt sprach daraus Reichspropagandamimster Nr. Goebbels Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen! Männer und Frauen des schassenden Berlin! Das Reichskabinett hat am vergangenen Freitag ein Gesetz zum Schutze der nationalen Arbeit beschlossen, das in seiner weittragendes Bedeutung vorläuslg noch gar nicht abzumessen ist. Damit hat die Regierung Adolf Hitlers ihren eindeutigen Willen zum Schutz der nationalen Arbeit und Wiederher st ellun oder Ehre des deutschen arbeitenden Volke s kundgetan. Wir tragen unseren Ehrentitel einer s o z i a l i st i s ch e n, einer Arbeiterpartei zu Recht, denn wir sind es gewesen, die d i e A r b e i t von den Fesseln des internationalen Kapitalismus befreit haben. Wir wissen, daß es in Deutschland noch Millionen Menschen gibt, die dem schwersten sozialen Elend preisgegeben sind. Aber wir wissen auch, daß die Not' nicht durch Phrasen beseitigt werden kann, sondern nur durch eine soziale Ordnung, in der jeder in den Genuß seiner Arbeit und seines Fleißes kommt. Sie, die wir von der Macht ablösten, wußten dem deutschen Arbeiter nichts anderes als Phrasen zu bieten. Sie standen der Not teilnahmslos gegenüber. Nicht einmal den 1. Mai vermochten sie dem Volke wirklich zu einem Feiertag zu machen. In dem ewig sich fortsetzenden Klassen- und Standeskampf wurde die Arbeit unterdrückt. Der Arbeiter war nur der Kuli der Geldmächte, ein willensloses Objekt und Spiel der internationalen Kapitalinhaber. Wenn wir dagegen Front machten, so taten wir das nicht nur aus nationalen, sondern auch aus sozialen Gründen. Man verkennt uns vollkommen, wenn man glaubt, wir sähen unsere Aufgabe darin, die Geldschrankkrücke irgendeiner Kapitalmacht zu sein. Wir sind gekommen, um dem Arbeiter sein Brot und der Nation ihre Ehre zurück- zugeben. Die deutsche Revolution ist e i n e R e v o - lution des Volkes gewesen, und das Volk soll nun auch in den Genuß d e r Früchte dieser Revolution kommen Denn wir, die wir heute die Träger der Revolution sind, kamen aus den Hütten. Niemals werd en wir uns vom Volke trennen, denn bann würden wir deF-eigentlichen Aufgabe unserer geschichtlichen Sendung untreu werden. Ich weiß, daß heute überall im Lande fal- sche Propheten die Ergebnisse der Revolution verfälschen und die großen Leistungen der NSDAP, verkleinern möchten. Man könnte, wenn man ihren Sirenengesängen das Ohr liehe, manchmal zu der Annahme kommen, da es, solange wir um die Macht kämpften, irgendwo in Deutschland Feinde des Na- tionalsozialismus gegeben hätte Aber die Zelt, da wir verfemt wurden. Ist noch nicht solange vergangen, als daß wir alles, was man uns angetan hat, vergessen haben könnten. Gewiß, wir treten für die Gemeinschaft des ganzen Volkes ein. Wir wollen jeden ehrlichen und schaffenden deutschen Menschen in diese Gemeinschaft mit einschliehen. Aber so weit wir unsere Arme öffnen, um die Verführten in ihnen auf- zunehmen, so eng wollen wir sie verschlossen halten, wenn d i e v e r f ü h r e r sich uns nahen. Dem kleinen Mann aus b e m Volk kann man es mchtübelnehmen, wenn er in bie Hänbe falscher Organistrttvnen unb Volksverführer hinein- geraten ist. Aber b Ke Intellektuellen sollen heute nicht ben Einblick zu erwecken versuchen, als wäre bie Revolution yon ihnen ober boch minbe« ftens für sie gemacht toorben. Es war eine Revolution, vom Volke unb, für bas Volk gemacht; eine Revolution, bie nicht iwr bie nationale Ehre, fonbern auch bie soziale Freiheit bes Volkes wieberheistellen /wollte; eine Revolution nicht nur gegen ben Marxismus, fonbern eine Revolution auch gegen bie Reaktion. Unb diesen Charakter der Revolution werden wir niemals verfälschen lassen. Es war eine sozialisti - s ch e Revolution, es war die Revolution einer Arbeiterbewegung, und die, die die Revolution gemacht haben, sollen auch heute ihre Träger fein. Wenn sich heute allüberall im Lande die Reaktion wieder breitzumachen versucht, wenn sie glaubt, die Posten wären für sie erobert oder wenigstens warm gehalten worden, und wenn auch ihr manchmal glaubt, daß die Regierung das nicht bemerkte, so irrt ihr euch. An der Spitze des Reiches stehen auch die Wächter der Revolution. Sie lassen sich nicht mit falschen Phrasen einlullen. Wenn sie zuschauen und nichts gegen die reaktionären Umtriebe im Lande unternehmen, so nur, damit sie die Reaktionäre kennenlernen. (Bravo!) Wenn man Mäuse fangen will, dann schlägt man nicht immer, sondern nur zeitweilig, denn sonst würden die Mäuse sich in ihre Löcher verkriechen. (Heiterkeit.) Man schlägt einmal, schiebt dann eine Pause ein, um die Mäuse wieder frech zu machen, und wenn sie sich dann sicher glauben, dann schlägt man zum zweitenmal. (Lebhafter Beifall.) So ist bas auch mit den Wühlmäusen, die heute hier und da am Bau unseres Reiches nagen wollen. Glaubt nicht, daß wir es nicht sähen! Das scheint nur so! In Wirklichkeit werden wir sie im rechten Augenblick auch zu fassen wissen. Wie ernst die Regierung es mit dem Arbelter- tum meint, das hat sie durch ihre großen sozialen Werke und durch ihre einzigartige soziale Gesetzgebung bewiesen. In dieser Linie liegt auch das neue Gesetz, in dem die nationale Arbeit geschäht wird, ein Gesetz, durch das auch in Betrieben das Prinzip des Führertums durch- geseht wird; ein Gesetz, in dem der Arbeiter und die nationale Arbeit in den Schuh des Staates genommen werden. Jetzt wacht die Regierung darüber, daß der Arbeiter auch in den Genuß der Früchte seiner Arbeit kommt. Dieses Gesetz ist wegweisend und richtunggebend. Damit sind wir auch in sozialer Beziehung der modernste europäische Staat geworden; ein Staat, in dem die Arbeit den Schuh der Regierung genießt; Der Kyffhäuserbund Berlin, 14. Jan. (DNB.) Der Deutsche Reichsknegerbund .Kyffhäuser" feierte am Sonntagnachmittag die 63. Wiederkehr des Reichsgründungsiages mit einer Deutschen Weihestunde im überfüllten Sportvalast in Anwesenheit bes Reichspräsidenten von Hindenburg. Von der Reichsregierung waren erschienen: Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, Reichsminister Stabschef Röhm, Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, Reichsarbeitsminister Seldte und Reichswirt- chaftsminister Dr. Schmitt. Die Reichswehr war vertreten durch den Chef der Heeresleitung und den Chef der Marineleitung. Neben den Uniformen des neuen Deutschland sah man in den Uniformen der alten deutschen Wehrmacht den Generalfeldmarschall von Mackensen, Generalfeldmarschall K l u ck und Generaloberst Heye, ferner sämtliche Landes- üf/rer des Kyffhäuserbundes. Von den diplomati- chen Missionen hatten die Vereinigten Staaten, Italien, Schweden, die Türkei, Ungarn und Argentinien ihre Militärattaches entsandt. Die Musikkorps verschiedener Regimenter unter )er Leitung des Heeresmusikinspizienten Schmidt owie 800 Sanger bestritten den musikalischen Teil der Weihestunde. Die Klänge bes Badenweiler Marsches kündigten den Einmarsch der Fahnen an. Boran schritt eine Ehrenabteilung der Reichswehr nit den Fahnen alter Garderegimenter. Dann olgte eine SA.-Abordnung mit ihren Hakenkreuzfahnen und schließlich bie Fahnen ber alten Kriegervereine. Oer Bundesführer General der Artillerie von Horn begrüßte zunächst ben Reichspräsibenten als Schirmherrn bes Bundes unb Stabschef Röhm als einen hervorragenben Frontfolbaten bes großen Krieges unb einen ber getreuesten Gefolgsmänner bes Führers. An feine Kameraben geroanbt führte General von Horn u. a. weiter aus: 5n Millionen Herzen hat bas beutfche Volk unter Hindenburg Führung auf ben Tag gewartet, da uns der Himmel wieder einen Mann Bismarckscher große schenkte, einen Mann aus unseren , ihen, Adolf Hitler. Er kam als unbe = rannt er Sol b a t aus bem großen Krieg jurucr; aber seine Seele brannte von bem Erleben •,;rau“e” ulb Zünbete in ben mutlosen Herzen Zeuer, fonbern neuen Glauben. m1 er- !$u! bie Volksgemeinschaft unb gab biefer ©ememfcpaft bas Symbol ber Ehre. yjerr Reichspräsibent! Im Namen ber ehemaligen öolbaten bes alten Heeres unb ber Marine banke taj >3 b n e n für ben Bunb, ben Sie mit ein Staat, in dem der soziale Friede nicht durch ein faules Kompromiß gewährleistet ist, sondern auf der Grundlage einer ehrlichen und gerechten Verteilung von Rechten und Pflichten im sozialen und wirtschaftlichen Leben. Ich glaube, mir haben allen Grund, dafür dem Führer des Reiches und der nationalsozialistischen Bewegung zu danken. Er ist dem Volke treu geblieben, so wie das Volk ihm treu geblieben ist. Er hat die Massen des Volkes nicht vergessen, nachdem er die Macht erobert hatte. Er fühlt sich heute nur als Vollstrecker bes Willens bes beutschen Volkes. ' 3n biefen schweren Wintermonaten haben wir allen Grunb, uns fest unb unzerreißbar aneinanber- zuschließen. Großes haben wir vollbracht, aber Größeres zu vollbringen ist uns aufgegeben. Das Winterhilfswerk hat bas Schlimmste an Not zu beseitigen versucht. Unb auch ba roieber ist em ganz charakteristischer Vorgang festzustellen: Daß aus ben ärmften Stufen unb aus ben ärmsten Stabtteilen bie größten Opfer kommen. Ein Beweis bafür, baß ein Appell an bie soziale Solibarität immer roieber ben größten Wiberhall finbet bei benen, bie soziale Not zu tragen haben. Männer unb Frauen bes schaffenben Berlin! Seib überzeugt, baß wir mit großer Sehnsucht ben Augenblick erwarten, an bem im beginnenben Frühjahr bie große Kampagne gegen bie Arbeitslosigkeit roieber aufgenom- men werben kann, baß wir in biesem Sommer roieber bie Hälfte ber noch übrigen Arbeitslosigkeit beseitigen werden und daß wir nicht rasten wollen, bis an die Seite einer wiederhergestellten nationalen Ehre auch eine wieder hergestellte soziale Freiheit tritt. Das soll der Ausdruck unseres Willens fein. Ihr alle, ihr mögt früher gestanden haben, wo auch immer, ihr seid unsere Brüder und Kampfgenossen. Unter bie Ver - gangenheit wollen wir einen Strich machen. Dieses Gesetz ist ein Gesetz nicht nur für Nationalsozialisten, es ist ein Gesetz für bas ganze fcfjaffenbe beutsche Volk. Das schaffenbe beutsche Volk unb sein Führer Adol Hitler — Heil! —- Die Massen stimmten begeistert in bie Heil-Rufe ein unb fangen im Anschluß baran bas Horst-Wessel-Lieb unb bas Deutschlanb-Lieb. in ber Front ber SA. Adolf Hitler schlossen. (Stürmischer Beifall.) Mit einer beispiellosen Einmütigkeit ist bas deutsche Volk am 12. November 1933 unter seine Führung getreten und hat gesprochen: Wir wollen Frieden, und wir wollen unsere Ehre. Wir und das ganze deutsche Volk würden alle glücklich sein bei bem Gebauten, ben Kinbern unb Kinbeskinbern bas z u ersparen, was wir elbst erbulben mußten. Darum steht zwischen uns unb ben anberen meber Haß noch Feinb- schaft. Wir grüßen alle Solbaten ber Welt, bie mit unb gegen uns gekämpft haben. Wir forbern sie auf, mitzuwirken an ber Befriebuna ber Völker. (Lebhafter Beifall.) Mchsmimsier Stabschef Mm führte barauf, ber NSK. zufolge, u. a. aus: Herr Generalfelbrnarschall! Meine Kameraben von Adolf Hitlers SA., aus dem Kyffhäuferdund und aus öen Waffenringen! Deutsche Männer unb Frauen! Zum 63. Male jährt sich ber Tag, an bem in ber Spiegelgalerie bes Versailler Schlosses bie beutsche Kaiserkrone sich als Schlußstein in bas Gebäube ber Reichseinheit fügte. Wir alle haben ben Glanz bes Bismarck-Reiches erlebt. Wir wollen uns in Ehrfurcht in biefer Weihestunbe biefes Reiches ber Ehre unb ber Kraft erinnern. Wir wollen aber auch nicht blinb fein für feine Schwächen. Die Erfüllung bes jahrtaufenbalten Träumens unb Sehnens ber besten beutschen Menschen konnte es nicht fein. Denn dynastische Rücksichten unb bie Notwendigkeit ber Schonung persönlicher Empfinblichkeiten vereitelten ben Schritt vom Volk zur Nation. Der beutsche Solbat ist schuldlos, wenn nicht ber Sieg, ber viereinhalb Jahren seinen Fahnen treu gewesen war, bie namenlosen Opfer bes Weltkrieges lohnte, lieber bie Kriegsjahre unb feine unheilvollen Folgen hinweg bewahrte als einzigen Besitz bas deutsche Volk feine staatliche Einheit! Don dieser festgegründeten Plattform aus begann deutsches Soldatentum, bas in bem unbekannten Gefreiten bes Weltkrieges, Abolf Hitler, feinen Sprecher unb Führer gewann, feinen Kampf um bie beutsche Wiebergeburt. Nur vom Solbati- scheu her ist ber Nationalsozialismus verstäub!ich. Der Geist, ber nun unter Adolf Hitlers Führung im nationalsozialistischen Staate bie endliche unb endgültige Erfüllung tau - sendjährigenbeutschen Sehnens gebracht hat, ist ber Gelst ber Hingabe an b i e R a f i o n und des unbeugsamen Willens zum Ganzen, ist der Geist selbstlosen Dienens und freiwilliger Zucht, ist der Geist der das tat- und totbereite Bekenntnis von Männern zu diesem einen Glauben, zu dieser einen Hoffnung. zu dieser einen Liebe: Deutschland t Deutschland bekennen, heißt uns: Alles Eigene, alles persönliche, Gut. Blut unb Leben gering achten. umdergroßenNol-unbSchick- salsgemeinfchaft ber Ration roil- len. Aus diesem heldischen Leben des Opfers und ber Pflicht riß faf( 400 Solbaten des nationalsozialistischen Aufbruches der Ration der feige Worb aus dem hinterhalt. So steht heute mit dem höchsten sittlichen Recht b;r SA.-Mann als geistiger Willensträger, als bestellter Hüter und als unbestech- l'ches Gewissen ber beutschen Resolut i o n in ben Toren des Dritten Reiches, bas auf seinen Opfern beruht! Was soll noch ber SA.-Mann? Es ist der Wille des Führers, baß seine waffenlosen braunen Solbaten unnachsichtlich barüber wachen, baß nicht Bürokrat! eunb Spießertum bas in ber nationalsozialistischen Revolution Errungene burch Paragraphenreiterei und allzu temperierte revolutionäre Selbstgenügsamkeit zunichte machen. Der Weg der deutschen Revolution zu dem aus nationalistischem und sozialistischem Geiste erneuerten Deutschland ist noch nicht vollendet. Denn nach der Erringung der staatlichen Macht galt es den letzten Volksgenossen h i n e i n z u - Ziehen in ben seelischen unb geiftigen Umbruch ber Nation, unb hierin liegt bie Senbuug ber SA. für bie Zukunft. Weine Kameraden von der SAR. II! In diese Gemeinschaft freiwilliger Soldaten der Ration seid nun auch Ihr eingeglieberf. Ihr seid nicht überflüssig, das neue Deutschland braucht jeden Wann, braucht vor allem jeden Soldaten zum Wiederaufbau der Ration! Die Wannestugenden, die den Soldaten ausmachen, ob er eine Uniform trägt ober nicht, sind die seelischen Voraussetzungen zum Dienst in der SA.: Freudige Pflichterfüllung und selbstlose Opferbereitschaft. Wut und Gehorsam. Vaterlandsliebe unb Treue und Kameradschaft. Be- trachtet Euch bewußt und freudig als Glied der gesamten SA. Dor uns liegen noch unerfüllte Aufgaben für ein Jahrtausend. Sie haben alle einen Ramen: Deutscher Rationalsozialismus. Wir werden sie meistern! Wir alle von der SA. bekunden in dieser Stunde der Weihe mit freudigem Stolze, Dank und Verehrung dem Manne, der als Soldat mitschritt und -blutete in den Kriegen der deutsch?» Einigung, aus denen das zweite Reich erwuchs, an dessen Wiege er in Versailles stand, dem Manne, der als er st er Soldat des Weltkrieges Deutschlands ruhmreiche Heere führte und der nun als Vater des Vaterlandes Schützer und Schirmherr des jungen Deutschlands wurde. Dor unseren Kolonnen weht eine Fahne, die Fahne des Sieges! Wir folgen in Gehorsam und Treue unserem Kanzler, unserem Führer Adolf Hitler! In uns allen lebt ein Glaube, eine Liebe, ein Wille: Deutschland, nichts als Deutschland! sich ber Beifallssturm gelegt hatte, brachte General von Horn ein breifaches Heil! aus auf ben Reichspräsibenten, ben Führer unb ein einiges Deutsches Reich unb Volk. Machtvoll stieq der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes unb HoA'Wessel-Liebes als eine Bestätigung biefes Gelöbnisses auf Der Reichspräsibent wartete noch ben Ausmarsch ber Fahnen ab unb verließ bann, gefolgt von ben Ministern unb ben übrigen Ehrengästen, unter großen Kunbgebungen ben Sportpalast, vor bem vom Berliner Wachregiment die 2. Kompanie bes Jnfanterie-Regi- innen ts Nr. 15 (Gießen) mit 24 alten Regimentsfahnen Aufstellung genommen hatte. Der Reichspräsibent schritt bie Front ab unb nahm ben Vorbeimarsch ber Ehrenkompanie mit ben Fahnen unter bem Jubel einer nach Tausenben zählenden Menge ab. LnregelmäßigkettenbeimVau der französischen Ostbefesiiaungen? Paris, 13. Jan. (DRV.) Der „Wafin" bringt eine Welbung aus Ranctj, die besagt, daß sich bei den Befestigungsbauten an der französischen Ost- grenze eine ganze Reihevon Dean st an- dun gen herausgesiellf haben. Betonmauern von Geschühtürmen. die eigentlich einen Weier dick sein ollten. seien in WirFlidjfeit nur 60 Zentimeter dick ausgeführt. Infolge Verwendung chlechtgemischter Zementmasse hatten sich an den Wauern und Geschühtürmen bereits Riffe gezeigt. Gewisse Befestigungswerke seien ertiggeffellt worden, bevor noch die in Paris zur Begutachtung liegenden plane mit der erforderlichen Genehmigung zurückgesandt worden seien. Ein Pionieroberst habe die Vorkommnisse als wahren Skandal bezeichnet. Dem Blaff zufolge sind bereits drei militärische Sachverständige aus Paris zu einer Untersuchung an Ort und Stelle eingetroffen. Oer Abgeordnete Bonnaure verhaftet. V a r i s , 13. Jan. (DNB.) Der Abgeordnete B o n- ItQure, dessen Immunität wegen seiner Beteiligung am Stav'isky-Skandal am Freitag von der Kammer aufgehoben wurde, ist von zwei Beamten der Sicherheitspolizei in seiner Wohnung verhaftet und zu- nächst in das Polizeigefängnis eingeliefert worden. Bonnaure wird voraussichtlich der Bayonner Staatsanwaltschaft übergeben werden. pujis Krönung zum Kaiser der Mandschurei. Engste Anlehnung an Japan. T s ch a n t s ch u n, 13. Jan. (DNB.) Reuter. Für die Krönung P u j i s z u m K a i s e r v o n Mandschukuo am 1. Marz smd bereits wett- aehende Vorbereitungen getroffen worden. Die Krönung wird in der Privatwohnung Pups stattfmden, die für diesen Zweck neu hergestellt worden ist. In einer amtlichen Mitteilung heißt es, daß Puji verfassungsmäßiger Monarch in Ueberem- stimmunq mit den bereits bestehenden oder noch zu erlassenden Gesehen sein werde. Er werde alle autokratischen und despotischen Bestrebungen vermeiden, alle internationalen Verpflichtungen e i n h a l t e n und für den Frieden und eine bessere Verständigung der Welt arbeiten. Ein Parlament wird nicht gebildet, aber der gegenwärtige Kronrat und der Staats rat werden beibehalten, und es soll eine klare Trennung zwischen dem kaiserlichen Hof und dem Vollzugsausschuß getroffen werden. Die Verfassung wird in weitgehendem Maße der japanische n n achgebildet werden. Die Schaffung eines neuen Adels st andes durch den zukünftigen Kaiser ist ebenfalls vorgesehen. Die Thronbesteigung soll formell „durch göttlichen Willen" erfolgen, was ebenfalls in Anlehnung an das japanische System geschieht. Nach der Ausrufung der Monarchie wird ein Protokoll mitIapan unterzeichnet werden, das den japanischen Einfluß in der Mandschurei weiter vergrößert. Die künftige Außenpolitik von Mandschukuo wird darauf abzielen, freundschaftliche Beziehungen mit Sowjet r u ß l a n d und auch mit C h i n a zu entwickeln. Das Programm der Krönungsfeierlichkeiten sieht u. a. eine Parade der mandschurischen A r m e e vor dem neuen Kaiser als obersten Befehlshaber, ferner ein großes Staatsbankett und eine allgemeine A m n e st i e für Gefangene vor. Als einziger Staat wird Japan durch den General Hischikari vertreten [ein, da von den anderen Ländern noch keines Mandschukuo anerkannt hat. Puji wird später selbst nach Japan fahren, um dem japanischen Kaiser seinen Besuch abzustatten. Bemerkenswert ist, daß Puji angesichts seiner bevorstehenden Krönung dem englischen König durch seinen früheren Erzieher Sir Reginald Johnson drei Lichtbilder von sich übersandt hat, und zwar eines in europäischen Kleidern, eines in Golfhosen und das dritte in Militäruniform. Gleichzeitig hat Puji dem englischen König seine Noujahrs- wünsche übermittelt. Nach der Krönung wird Puji sich nach M,u Ehen begehen, um dort an den alten chinesischen Kaisergräbern seinen Ahnen in feierlicher Zeremonie die Ehre zu geben. Tiroler Gkimeisterschasien unter aufgepflanztem Seitengewehr. Dollfuß-Gendarmerie unterbricht Sportveranstaltung in Hall. Innsbruck» 14. Ian. Bei den in hall (Tirol) slaltfindenden Skimeisterschaften kam es zu großen politischen Kundgebungen. Die Teilnehmer forderten die LinziehungderGendarmerie, die sich mit a u f g e p f l a n z t e m Bajonett an der Sprungschanze ausgestellt hatte, ferner « die Freilassung dreier im Zusammenhang mit der Meisterschaft verhafteten Rationalsozia- l i st e n. Als die Forderungen nicht erfüllt wurden, sangen die Teilnehmer das hör st-Wessel- Lied und das Deutschlandlied, das von dem größten Teil der rund 2000 Zuschauer mitge- sungen wurde. Die Kundgebungen wiederholten sich in der Stadt hall am späten Nachmittag. Die Garnison hall wurde zur Wiederherstellung der Ordnung aufgeboten. Sie räumte zusammen mit der Gendarmerie mit gefälltem Bajonett den Startplatz. Als die Rennleitung zusammentrat, um die Ergebnisse des Lang- und Abfahrtslaufes zu berechnen, erschien plötzlich Gendarmerie und erklärte, daß alle weiteren Veranstaltungen verboten seien. Krisis der Seimwehren. Wien, 14. Jan. Der' Bundesführer des Heimatschutzes, S t a r h e m b er g, hat einen Befehl a n die heimwehren erlassen, in dem den Mitgliedern auf das Streng st e untersagt wird, nit Nationalsozialisten zu verkehren oder zu sprechen. Widrigenfalls wird mit sofortigem Ausschluß aus den heimwehren gedroht. „Times" bezeichnet den Uebertrit des Sra« f e n Alberti, des Führer des Heimatschutzes von Niederösterreich, zu den Nationalsoziali- st e n als schweren Schlag für den Heimatschutz. In vielen Kreisen fürchtet man, daß sein Beispiel ansteckend wirken und zu einer Schwächung des Heimatschutzes führen werde. Oesterreichische Nationalsozialisten treten nach Italien Über. Wien, 13. Jan. (DNB.) 21 Personen des Arbeitslagers Steinfeld, die an dem nationalsozialistischen Aufmarsch in Villach (Kärnten) teil- genommen hatten, haben in der Nacht zum Samstag die italienische Grenze überschritt t en und sich der italienischen Polizei zur Verfügung gestellt. Sie sprachen den Wunsch aus, nach Deutschland befördert zu werden. männische Weisheit. denen die von ihr angestellten Emigranten Deutschland verlassen haben. 1* R W 3 ^onäten fflefw roegen "®iberftanbe5 gegen bk aber bte franzostlche Negierung b" ünbe{ staatsgeroalt. Der Staatsanwatt hatte eine Gesamt- Volker- strafe van zwei Jahren neun Monaten beantragt. Politik seit Monaten nicht mehr. Die Gedenkschraft schließt mit der Bitte, der Rat möge für hie Herbeiführung von Zu - stänhen Sorge tragen, hie sowohl dem Interesse b e 5 Saargebietes als auch hem A n - sehen hes Dölkerbunhes dienen können. Einer Meldung aus Doorn zufolge soll der 7 5. Geburtstag des ehemaligen deutschen Kaisers Oie Deutsche Front an Öen Völkerbundsrat. England fordettemeunpatteüsche Regierung im Saargebiel. Das Ergebnis der Abstimmung steht nutzer Frage. dergeburt. Gegen 16 Uhr füllte sich der größte Saal der Stadt, die „Neue Welt", mit einer großen Menschenmenge. Dor dem Schützenhaus hatte eine Ehrenkompanie des Stahlhelms und eine Ehrenwache der SA. Aufstellung genommen. Vizekanzler von Papen überbrachte die Grüße des Führers an das oberschlesische Grenzlandvolk, worauf er zum Thema „Die christlichen Grundsätze im Dritten Reich" eingehend Stellung nahm. Die Enzykliken „Kerum novarum“ und „Quadragesimo anno“ seien für hie Katholiken immer das A und O aller sozialen und soziologischen Ueberlegungen gewesen. Adolf Hitler sei es vorbehalten geblieben, die darin enthaltenen Richtlinien beim Aufbau des Dritten Reiches in die Wirklichkeit umzusetzen. Inwieweit der Aufbau des Dritten Reiches mit den Richtlinien katholischer Gesellschaftslehre übereinstimmt, wies der Vizekanzler bei den Problemen von Kapital und Arbeit und denen der Entproletari- sierung des Proletariats zur Schaffung einer wahren Volksgemeinschaft nach. Auch die Rückführung des Volkstums zu den Kraftquellen von Blut und Boden entsprechen in weitem Umfange der katholischen Auffassung. Die Gesehen, daß hie Regierungskommission bei ihren " ' bie -staatsumwälzerische Der deutsche Katholizismus und das neue Reich. Vizekanzler von Papen auf Treuekundgebungen der oberschlesischen Katholiken. Aus afler Welt. Auflösung der Schwesternfchafien der NSDAP. Berlin, 13. Jan. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgenbe SInorbnung b e s Stellvertreters bes Führers: hiermit verbiete ich bie innerhalb her NSDAP, ober ihren Nebenorganisationen bestehenben Schwesternschaften, Braunen Schwestern ober Rote Hakenkreuz-Schwestern. Diese Schwesternschaften haben sich bis zum 15. Januar 19 3 4 a u f 3 u = lösen. Eine Neubilbung dieser Schwesternschaften ist, gleichgültig, wie sie sich bezeichnen, künftig untersagt. Das Verbot betrifft nicht die in der N S. - Frauen schäft zusammengefchlossenen hilssfür- forgerinnen und Helferinnen. Dieselben dürfen sich jedoch in Zukunft nicht mehr als Schwestern bzw. Hilfsschwestern bezeichnen. Die Leitung der NSV. ist von mir beauftragt, eine einheitliche Schwesternschaft zu bilden. Die ent- sprechenden Anordnungen werden von ihr gemeinsam mit dem Leiter des Beirats für Volksgesundheit bei der Reichsleitung der NSDAP., Pg. Dr. Wagner, und dem Leiter der NS.-Frauenschaft, Pg. Dr. K r u m m a ch e r, erlassen. Der Kaiser an Rheumatismus erkrankt. fei aber bie französische Regi Vieser Maßnahme zu beharren, werben soll, bah Frankreich „bas lhm vom Saarbrücken, 15. Jan. (DNB.) Die Fraktion Deutsche Front bes ßanbesrates bes Saar- j aebietes richtet anben Völkerdunbsrat eine Denkschrift, hie feststellt, daß bie Antwort ber Re-, qierungskommission auf bie Denkschrift her Deutschen Front vom 18. Dezember 1933 an ben Vol- kerbunbsrat eine solche Fülle von entstellenden Ungenauigkeiten und Unrichtigkeiten enthält, baß sie her Deutschen Front Der- ------- ~ .. ... - . anlassung zu der Bitte gibt, her Rat möge eine ein- am 27. Januar so einfach wie möglich unb nur im aehenhe Untersuchung her verschobenen Dor- Familienkreise gefeiert werben. Der Kaiser muß fälle vornehmen lassen. Das Schreiben der Deutschen zur Zeit das Haus hüten ha er an einem R h e u- krönt betont ausdrücklich, daß es der gesamten heut- matismus-Anfall leibet. Man glaubt aber, baß Ischen Saarbevölkerung mit der Einhaltung der Ge- er zu seinem Geburtstag wiederhergestellt sein wird. DNB Gleiwitz, 14. Jan. Die erste Veranstal- schichtsbetrachtung kommender Zetten werde dem tunq aus Anlaß der Anwesenheit des Vizekanzlers Nationalsozialismus dieselbe Bedeutung beimessen, von Pape n in Oberschlesien fand im Stadtthea- wie dem heroischen Kampfe der Deutschen um die ter statt. Sie war vom Bund katholischer Erhaltung der christlichen Kultur gegen den An- Akademiker Oberschlesiens durchgeführt, sturm des Islams. Auch im Kampfe gegen die Ar- Unter den überaus zahlreichen Ehrengästen bemerkte । beitslofigfeit habe die Regierung Hitlers das Men- man den Präsidenten des ständigen Zentralkomitees ! m»—*•*««**• wohin mir Iahen, er- für die Deutschen Katholikentage, Fürst Alois L ö w e n st e i n. Domprediger Marianus Vetter- Berlin sprach zuerst über Wesen und Ziele der Katholischen Aktion. Wenn die Katholische Aktion je am Platze war, so ist sie es heute. Gerade hier in Deutschland ist eine Bewegung am Werk, deren innerste Triebkraft der Glaube an eine neue gesunde Ordnung der Zustände und eine seelische Erneuerung der Menschen ist. Der Glaube an einen Anfang beherrscht aber auch die weltumspannende geistige Macht der Katholischen Kirche. Die Katholische Aktion darf keinerlei Politik treiben. Ihre Aufgabe ist nicht auf politischem, sondern auf religiösem Wege zu lösen. Die Katholische Aktion steht durch die gradlinige Erneuerung für Christus und fein Reich auf dem gleichen Boden mit einem christgläubigen evangelischen Volkstum. Wir reichen unseren evangelischen Volksgenossen in seelischer Verbundenheit die Hand im gemeinsamen Kampf gegen allen Widergeist. Staat und Kirche reichen sich im Reichskonkordat die Hände zum gemeinsamen Aufbau in Eintracht und Frieden, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, die deutsche Wie- setze und her Wahrung strengster Disziplin im Interesse der legalen Rückgliederung des Saargebiets zum Reich bitter ernst sei. Die Verantwortung für vereinzelte Disziplinlosigkeiten treffen ben Präsiden her Regierungskommission, ba er alles, auch bie geschlossenen Mitglieberversammlungen verboten habe, währenb Versammlungen her Frankophilen, Autonomisten unb Separatisten erlaubt seien. Darin liege eine Begünstigung zum Nachteil ber fast die Gesamtbevölkerung umfassenben Saarbeut- schen, bie zu ihrem Vaterlanb zurück- Die Regierungskommission werde sich damit ab- finben müssen, baß sie im Saargebiet eine g e • schlossen« beutsche Bevölkerung unter einheitlicher beutscher Führung zu regieren habe. In biese Bevölkerung einen Zwiespalt zu säen, werbe ein vergebliches Bemühen fein. Die Regierungskommission werbe den Vorwurf ber Neutralitätsverletzung tragen müssen, solange sie einseitig bie Politik Der aus Deutschland geflüchteten, nicht abstimmungsberechtigten E m i • grauten unterstütze. Die Einstellung ber Regie- Saarbrücken, 13. Jan. (DNB.) Das Schwurgericht verurteilte ben Maurer Karl ß a n g , ber in ber Nacht zum 23. September ben Nationalsozialisten Ernsthemmer getötet hatte, zu eineinhalb Jahren Gefängnis unb ferner zu neun Regierungskommission auf bie Denkschrift ber Deutschen Front mitzutragen. Die Mitglieber stehen also im Widerspruch zueinanber, unb zwar billigt bas im Saargebiet geborene, mit ben bortigen Verhältnissen am besten vertraute Mitglieb beren wollen. 3n jeher Betonung ber Volksgemeinschaft ber beutschen Bevölkerung an ber Saar sehe bie Regierungskommisfion einen Angriff auf sich, statt bie Bevölkerung verftänbnisvoll so zu regieren, wie sie ist unb stets war, beutsche Bevölkerung, bie heim zum Mutterlanb will. Es bürste der Regierungskommssion nicht unbekannt sein, daß fast alle Terrorakte von Kommunisten unb Sozialisten sowie von Autonomisten unb Separatisten begangen würben, währenb Nationalsozialisten meist nur wegen angeblichen Tragens von Uniformteilen vor Gericht stünben. Die zahlenmäßigen Angaben über bie Zusammensetzung bes Beamtenkörpers ergäben nur bann ein objektives Bild, wenn gleichzeitig auch die Tatsache berücksichtigt werde, daß alle wichtigen Posten d e r Verwaltung fast ausnahmslos von französischen Beamten besetzt seien, so baß die Regierungskommission unb vor allem ihr englischer Präsibent alle Dinge stets burch bie französische Brille ansehen. Es spreche nichts für bie Objektivität ber Regierungskommission, wenn sie sich so stelle, als seien ihr bie Umstänbe unbekannt, unter Paris, 15. Jan. (DNB.) Das „O e u v r e" veröffentlicht eine Information, aus ber hervorgeht, baß bie französische Regierung offenbar bie korn- menbe Tagung in ©enf flu einer groß angelegten Offensive in her Saarfrage zu benutzen plant. Wie weit sich bie Mitteilungen bes Blattes auf authentische Informationen stutzen, laßt sich natürlich nicht beurteilen. Auf alle Fälle ver- bient hie Angelegenheit größte Beachtung. Wie bas Blatt zu berichten weiß, hat bie französische Regierung beschlossen, sich nicht mit ber Ernennung eines Ausschusses zu beanügen, her sich mit ber Organisierung ber Abstimmung im Saaraebiet zu befassen haben würbe. Sie werbe vllm^r von allen Mitgliedern des Völkerbundes eine genaue Klarstellung ber Politik for- bern, bie bie betreffenben Mächte in ber Saarfraae betreiben wollten. Außerbem werbe bie französische Reaieruna bie A u f st e l l u n g einer mter- nationalen Polizei in einer Kopfstärke von minbestens 4000 Mann verlangen. Dem Volker- bunb solle es überlassen bleiben, bie Nichte zu bestimmen, bie sich an ber Bilbung bieser Polizei zu beteiligen hätten. Heber bie Schwierigkeiten, auf bie eine berarhge Forberung bei ben anderen Mächten naturgemäß stoßen müsse, sei man sich alleroings im klaren. Schon jetzt weise man Darauf hin, daß sowohl bei 6 n gl an b wie auch bei Italien keinerlei Neigung vorhan- den |ei, sich daran zu beteiligen Nichtsdestoweniger Französische Saaroffensive in Gens. Der plan einer internationalen Abstimmuugspolizei.-Böswillige Verkennung der wahren Volksmeinung. schenrnögliche getan, lleberaö, wohin wir sähen, erblickten wir eine glückliche Harmonie zwischen Den Forberungen bes Papstes unb ber nationalsozialistischen Politik. Die hehren Grunbsätze her Päpste seien nicht nur anerkannt, sondern, was viel wertvoller sei, in die Praxis umgesetzt worden. Zu ben Bestrebungen gewisser Kreise, eine nor- bisch-germanische Kirche ins Leben zu rufen, haben bie Bischöfe Stellung genommen. Die Liebe zur eigenen Rasse werbe niemals in Haß gegen anbere Völker ober Rassen ausarten. In ber Frage bes Vereinswesens werbe man über bas Kon- forbat eine Lösung finben müssen. Es sei sicher, baß bie Kirche niemals auf bie konfessionelle Erziehung unb Betreuung ber Jugenb verzichten könne. Dazu aber bebürfe es keiner Sport- unb Turnvereine. Zwischen ben Funktionen ber Staatsjugenb unb ber Kirche müsse ein Friebe geschlossen werben, ber jebem bas Seine gebe. Der Vizekanzler kam bann auf ben Hirten- grufj ber österreichischen Bischöfe zu sprechen. Der Hirtenbrief spreche von einem Bruch mit dem deutschen Brubervolke, ber in feinem tiefsten Wesen im religiösen Gedankenkreise des Nationalsozialismus begründet sei. Man könne nur an- nehmen, baß bie Schwere bieses Vorwurfes ben Bischöfen nicht bewußt gewesen sei. Denn, sonst müßte man entmeber dem deutschen Katholizismus vorwerfen, er nehme an einem Religionskriege gegen bas katholische Oesterreich teil, ober man müßte folgern, daß bie deutschen Bischöfe samt dem deutschen katholischen Volksteil sich in ihrem Bekenntnis zum nationalsozialistischen Staat auf einem religiösen Irrwege befänden. In einer Anzahl von Kundgebungen hätten die deutschen Bischöfe den reichsdeutschen Katholiken den Weg zur positiven Mitarbeit im nationalsoziali st ische nStaat ans Herz gelegt. Die österreichischen Bischöfe versuchten hier „Grundirrtümer" herauszuarbeiten: „Rassenhaß, radikaler Antisemitismus, extremes Na- i'ionalitätenprinziv, nationalkirchliche Bestrebungen . Die Doktrin des Nationalsozialismus und seine Anwendung werde ausschließlich vom Fü h r e r bestimmt, unb nichts sei bekannt, das es rechtfertigen würde, einen der genannten Irrtümer dem Nationalsozialismus zur Last zu legen. Wir deutschen Katholiken, so schloß her Vizekanzler, wollen mit ganzer Seele und vollster Ueber- zeugung h i n te r A d o l f H i t l e r und seine r R e g'i e r u n g st e h e n. Wir bewundern seine Vaterlandsliebe, seine Tatkraft unb seine staats- bunb übertragene Manhat" im Saargebiet hurch- führen müsse. * Schon jetzt muß schärfster Einspruch bagegen erhoben werben, wenn in biesen Informationen bes „Oeuvre" ber altbekannte Versuch wieher gemacht wirb, von französischer Seite bie Dinge so darzustellen, als ob über ben Ausfall einer etwaigen Abstimmung ber Saarbevölkerung n v ch U n - klarheit herrschen könnte. Die Saarbevölkerung hat bei jeher Gelegenheit betont, baß sie einmütig unb geschlossen z u Deutschlanb zurück will. Es ist also vollständig abwegig, wenn bie französische Regierung wieher mit her Behauptung operiert, bie Bevölkerung im Saargebiet mu| e bei ber Abstimmung gegen etwaigen unzufalligen Zwang gesichert werben, unb wenn weiter behauptet wirb, Frankreich könne immer noch auf eine Mehrheit für bie Aufrechterhaltung bes bestehenben Zustanbes ober im schlimmsten Fall auf eine o starke Minberheit rechnen, baß Frankreichs materielle Interessen gut vertreten fein würben. 1% Zähre Gefängnis für die Tötung eines Nationalsozialisten im Gaaraebiet Lonbon, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die „Times" beschäftigt sich mit ben Aufgaben bes am Montag zusammentretenben Völkerbunbs- rates unb hebt hervor, baß ber Rat auch Nach- olger für ben Vorsitzenben unb bie Mitglieber ber «/b’ie Än Amt—° im 1 rung-kommWon 'fei' am deutlichsten d'arau- zuer- März ablauft^^Es^wird betont, daß"es gerade gegen- be. ,bren roärtig von besonberer Wichtigkeit sei, bie neue Maßnahmen . • »'m?" I SBSsÄ“ ä.wU.’rW. 1 hin ümstanb daß nach den' die Novemberverorbnungen unb bie Eroberung ber ÄX ta sÄ'nW rj «™—. auf bk Denk,»ritt der Leut- bar betrachtet zu werben brauche, baß bie Bergwerke gegenwärtig Frankreich gehören unb baß sie | im Falle ber Rückgabe bes Gebietes an Deutschlanb vom Reich in Golb zurückgekauft werben müssen. Auf jeden Fall werde ber Völkerbunb bafür zu sorgen haben, baß bie Abstimmung frei, geheim unb Dertrauensroürbig verläuft. Zur Festlegung ber Bebingungen ber Wahlhanblung werbe wahrscheinlich ein kleiner Ausschuß ernannt werden. Für eine Uebereilung bestehe fein Anlaß. Der Saarbrücker Sonderberichterstatter des „Daily E x p r e h", Sefton Delmer (der Berliner Vertreter des Blattes) will wissen, daß die Franzosen in Genf anregen werden, bie Volksabstimmung bes Saargebietes einstweilen aufzuschie - ben. Er bezweifelt jeboch mit Recht, baß Deutschlanb sich bamit zufrieben geben werbe. Die Lage im Saargebiet schildert er u. a. wie folgt: In Saarbrücken innerhalb ber französischen Zollgrenze flattert bie Hakenkreuzfahne von ben Dächern. Heil Hitler ist ber allgemeine Gruß. 280 000 Deutsche werben regiert von einem rothaarigen Gnglänber namens Knox. Obwohl bas französische Hinterlanb unb bas französische Kolonialreich bie besten Märkte bes Saargebietes sind, steht es völlig außer Frage, daß die Mehrheit der Saarbeoölferung in ihrem Nationalbewußtsein und ihrer Vaterlandsliebe für Deutschland ftimmen wird. Wettervoraussage. Der gestern über England gelegene Wirbel hat sich in nordöstlicher Richtung verlagert und bewegt sich über der Nordsee. Durch ihn wird weiterhin ozeanische Luft nach dem Kontinent vorgeschoben, was zur Fortführung des unbeständigen Witterungscharakters führt. Da an feiner Rückseite kältere Luft aus höheren Breiten abwärts fließt, ist vorübergehend mit Temperaturrückgang zu rechnen, doch scheint die Reihe der Störungen noch nicht abgeschlossen zu sein, so daß später erneute Warmluft vordringt unb bie Temperaturen meist über Null hält. Durch bie Westluft werben weiterhin schauerartige Nieberschläge verursacht. Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, vorübergehenb etwas kälter, hoch Temperaturen noch meist über Null, einzelne Schauer. Aussichten für Mittwoch: Fortbauer bes wechselhaften Westwetters. Lufttemperaturen am 14. Januar: mittags 4,0 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 15. Januar: morgens 5,2 Grad. Maximum 6,3 Grad, Minimum 5,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Januar: abends —0,3 Grad; am 15. Januar: morgens —0,3 Grab Celsius. — Nie- berfchläge 5,2 mm. ______________ Hauptschriftleiter: Dr. Friebr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Friebr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. H.THyriot: für ben übrigen Teu Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i. V. Th Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700. „auil IUJ 4AZU4. vuuy vil ••**•/* !****• - rief Seeburg erregt. „Ich bin doch noch fpät HeimMan hatte Yvonne Dumont nicht mehr finden te angemessen Das große Spezialhaus für gute Herren-it. Knabenkleidung ERES“ und „Wiso" sind jetzt billiger. Ebenso eine ganze Reihe bester Modell-Anzüge Mein Inventur-Verkauf hat heute Montag, den 15* Januar 1914, begonnen Ulllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllie Eine große Anzahl RESTE ganz besonders billig! reine Wolle, neue Far- reine Wolle, zii^ka 100 cm Bahnhofstraße Nr« 31 GIESSEN K 0 1000 de Einkaufsgelegen- heiten, d e Ihnen Köhler jeiztbietet.dürfenSie nicht versäumen. — Wer zuerst wählt, wählt am besten hii *1Q Gii SQ ein dri wii wo Ei na 31 te bu fid Ml St 1 a n bi m m ui NI w ni € vr rin Kr Zum Verkauf kommen, wie immer, nur erst- Massige Qualitäten von STORES abgepaßt und am Stück Damaste, Dekorationsstoffe sowie alle in mein Fach einschlägigen Artikel Seltersweg 81 ________________277 A siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiFiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin irz Einfarbige Wollstoffe Wollkaros yronnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann llrheberrechtsschuh: Fünf-Türme-Derlag Halle lSaale) „Also schön! Wenn es Ihnen Vergnügen macht, bleiben Sie vorderhand dabei. Ich fürchte nur, der Untersuchungsrichter wird Ihnen auch nicht glauben! Ich prophezeie Ihnen: Sie werden Ähr Geständnis bald widerrufen, Fräulein von Merten." Jetzt kam Walburg aus Wassiljews Zimmer. „Ich kann nichts finden, Herr Kriminaldirektor! Lauter harmloses Zeug. Aber was ist denn das? Darf ich mal sehen?" Damit griff Walburg nach den Verkleinerungen, die auf dem Tische lagen. „Einen Augenblick mal! Das ist aber doch wirklich merkwürdig! Hier fehlt doch eine Ecke." Er lief in Wassiliews Zimmer und kam bald wieder zurück. „Sehen Sie doch mal, Herr Kriminaldirektor — ist das hier in dem Rahmen nicht das Stückchen Papier, genau wie das, das hier abgerissen ist?" „Stimmt, Walburg! Sie machen sich. — Und nun zu Herrn von Seeburg. Kommen Sie mit, meine Herren! Sie sollen die Aufklärung hören. Sie, Fräulein von Merten, darf ich leider nicht mit herein bitten. Sie sind ja die ,Schuldige'!" der Wohnung gelockt. Holtay, Malesius und Wassiliew sind verhaftet. Fräulein Dumont haben wir noch nicht. Es wäre also alles ganz klar, wenn nicht plötzlich noch eine weitere Schuldige erschiene: Fräulein von Merten behauptet nämlich steif und fest, daß sie die allein Schuldige sei und all die fraglichen Delikte begangen hätte. Von dem Artikel in der .Großen Glocke' weiß sie ja glücklicherweise nichts. Sonst hätte sie womöglich noch ausgesagt, auch den geschrieben zu haben! Meine Herren, wir haben also Geständnisse der drei Schuldigen mit Beweisen. Und ein weiteres Geständnis von Fräulein von Merten, das in jedem Punkte zu widerlegen ist. Wollen Sie, Herr Kollege und Herr Werbel, nicht noch einmal versuchen, Fräulein von Merten zur Zurücknahme ihrer Selbstbezichtigung zu veranlassen? — Nehmen Sie Walburg mit; der hat ja gesehen, wie Fräulein Dumont das Schlafmittel in den Kaffee getan hat. Er hat auch die Ampulle hier gefunden, die das Gift enthielt." Feldbach »und Werbel machten etwas verlegene Gesichter, als Matzow und Seeburg Doktor Miller zu der schnellen Aufklärung beglückwünschten. Dann verließen sie mit Walburg das Zimmer. fragte Seeburg erschreckt. Doktor Miller lächelte ironisch. „Blind ist ja schließlich Fräulein Irene nicht. Und Ihr Koffer mit dem Zettel ,Hotel International ließ sie auch manches folgern, nachdem sie Yvonne im international selbst gesehen hatte." langen, aber nie eins bringen. Und es gibt Frauen^ die von ihrer Liebe nie sprechen, aber jedes Opfer daraus falsche Folgerungen gezogenl" Doktor Miller stand lachend auf. „Die Polizei scheint demnach nicht in der Lage, „Na, lieber Miller, Sie strahlen ja förmlich?!" sagte Seeburg erstaunt. Er hatte bedrückt den Tro- stesworten Matzows gelauscht. „Sie haben uns gute Nachrichten versprochen!" fügte Matzow hinzu. „Unser Freund Seeburg kann sie gebrauchen." Doktor Miller nickte lebhaft. „Meine Herren, die Sache ist restlos und glücklich geklärt. Man hatte Ihnen, Herr von Seeburg, gestern abend ein Betäubungsmittel gegeben, weil man wußte, daß das Aktenstück B. 518 sich bei Ihnen befand. Das konnte man nur durch jemanden aus dem Auswärtigen Amt erfahren haben. Dies war die erste wichtige Feststellung! Die Täter photographierten das Schriftstück und wollten es nach Paris an die Spionage-Zentrale senden. Aber man brauchte einen Schuldigen, auf den man das Verbrechen abwälzen konnte, um selbst außer Verdacht zu bleiben. Die Herrschaften wollt n aber zu schlau sein! Das wurde ihnen zum Verhängnis. In dem vorigen Presseangriff der .Großen Glocke' standen nämlich Dinge, die nur ein Eingeweihter wissen konnte. Außerdem hatte Fräulein von Merten schon vor längerer Zeit ein deutsch aeführtes Gespräch zwischen Yvonne Dumont und Wassiliew belauscht, das ihr verdächtig war. Beide, die Dumont wie der Russe, hatten ja behauptet, nicht deutsch zu können, und auch gegenseitig miteinander nicht bekannt zu sein. Verhör übernehmen. Die anderen warten hier, bis Fräulein von Merten eingesehen hat, daß sie durch ihr falsches Geständnis Herrn von Seeburg keinen Dienst leistet. Ich bitte Sie aber, Herr von Seeburg, wenn Sie jetzt polizeiliche Funktionen übernehmen, zu bedenken, daß die Folter abgeschafft ist! — Oder ist dieser Hinweis überflüssig?" Nachdenklich faltete Doktor Miller die Zeitung zusammen. Yvonne Dumont, die alte Dame mit der hellen Stimme? Ganz also hat mich meine Erinnerung doch nicht betrogen! Aber vielleicht gut, daß man nicht immer an alles denken kann!"' — Ende 5; al bringen ..." ' Nach kurzem Anklopfen kam Kriminaldirektor Feldbach noch einmal kopfschüttelnd ins Zimmer. „Mit Fräulein von Merten ist nichts anzufangen. Jetzt bringt sie sogar noch ein neues Beweisstück vor: Herr von Seeburg hätte zwar sein Zimmer von innen abgeschlossen, sie sei aber durch Fräulein Dumonts Zimmer gekommen. Zum Beweis dafür hat sie mir diesen Schlüssel gegeben, der zur Verbindungstür zwischen Herrn von Seeburgs und Fräu- lein'Dumonts Zimmer paßt." Seeburg sprang auf. „Aber diesen Schlüssel hat Irene ja heute früh in meiner Gegenwart abgezogen! Meine Herren, Sie haben noch einen Schuldigen mehr! Ich war mir klar darüber, daß die ganze Sache nur von Yvonne ausgehen konnte. Aber selbst eine Frau, die ich einmal geliebt habe" — er betonte das letzte Wort scharf —, „wollte ich nicht gern im Zuchthaus sehen, obwohl ich jetzt nur Verachtung für Yvonne Dumont hege. Ich gestehe aanz offen: Ich wollte Yvonne Dumont zum Entfliehen Zeit lassen, obgleich ich wußte, daß sie viel zu klug sein würde, um etwas Verdächtiges bei sichern tragen. Deshalb habe ich Irene gebeten, den Schlüssel abzuziehen, als Besichtigen Sie bitte meine 5 Schaufenster! ffä: we. ms Sei frot Leb |d)a der We den Lei fül ter m 6 ben, Meter nur 1.50,1.20, Tweeds schöne Muster, tragfähige Qualität, jetzt Q C nur .... 1.90,1.45, weOu fetten Settern: Train bleu entgleist! Der gegen zweiundzwanzig Uhr von Berlin abgehende Zug nach Paris, her Train bleu, ist heute morgen kurz hinter der Grenze entgleist. Mehrere Reisende haben leichte Verletzungen erlitten. Leider ist auch ein Todesfall zu beklagen. Eine offenbar schwer leidende, ältere Dame ist tödlich verunglückt. Man befürchtet, daß noch ein zweites Ovfer unter den Trümmern begraben ist. — Im Abteil der verunglückten Dame fand man in einer Handtasche einen Paß für Yvonne Dumont, der bekannten Filmschauspielerin. Das Zugpersonal behauptet allerdings bestimmt, daß eine zweite Dame nicht in diesem Abteil gewesen ist. Auch die Marken-Mäntel 276 A die Preise sind gewaltig herabgesetzt Waschsamt-Drucke Doktor Miller sollte recht behalten. Schon nach zehn Minuten öffnete sich die Tür von Irenes Zim- ------------- , Imer. Seeburg und Irene kamen Hand in Hand her- „Aber ich war doch die Nacht gar nicht fort?!' | QU5 Auf Irenes Gesicht lag ein Abglanz reinsten T.Glücks. Aber auch in Seeburgs Augen war ein gekommen. Allerdings dann so zeitig zum Bahnhof. Leuchten. Fröhlich rief er den Herren zu: P ' " *--*■—-5JL„Irene — Verzeihung, Fräulein von Merten, nimmt ihr Geständnis als falsch zurück. Ueber Ge- Ein Posten reinseidener Maroc zirka 100 cm br. 4 Q C nur 2.90, leUU Matzow ist mein Freund!" „Die Polizei scheint demnach nicht in Der Lage, „Also, Herr von Seeburg, Sie müssen mal mit Fräulein von Merten zur Zurücknahme ihres falbem tapferen Mädel sprechen, der Irene von Mer- schen Geständnisses zu bewegen. Vielleicht gelingt es ........ *■ "" v ‘ von Seeburg eher. Da es eine alte Erfahrung ist, daß Verdächtige eher gestehen, wenn fie mit dem Vernehmenden allein find, schlage ich einen Sehr preiswert! Maroc-Drucke hochap. Muster * En nur 2.50, 1.80, I.ÖU Doch zurück zur .Großen Glocke'. Ich war In der Druckerei dort zwei Tage lana als Hilfsarbeiter. Ich erwartete bestimmt, daß die Intrige gegen Sie, lieber Seeburg, fortgesponnen werden würde. Nun stellen Sie sich einmal vor: Gestern abend hat Herr von Holtay schon geahnt, daß hier etwas geschehen würde, und hatte liebenswürdigerweise auch schon den Verdacht auf Fräulein Irene von Merten gelenkt. Einen so allwissenden Menschen wie Holtay, den unser braver Walburg noch dazu mit Yvonne Dumont und Herrn von Malesius zusammen gesehen hatte, konnte ich natürlich nicht länger frei yerum- laufen lassen. Ich nahm Holtay also heute fest, gerade, als er den Lohn für diesen Artikel dem Reschke von der .Großen Glocke' auszahlte. Die Zeitung ist dann mit einem anderen Leitartikel erschienen — also ist kein Schaden geschehen. Reschke hatte weiter von Holtay einen gefälschten Paß erhalten. Er sollte nach Paris fahren und dort dieses Schreiben für ihn befördern, das ich hier in Händen habe. Reschke hatte weder eine Ahnung davon, daß der Bries eine Kopie des Dokuments B. 518 enthielt, noch daß die Adresse die Deckadresse des Spionagebüros in Paris ist. Die Kopie hatte Wassiliew angefertigt, nachdem gefahren, daß mich niemand gesehen hat." „Daß Ihr Koffer da war, ist doch zum minbeften ( nimmt ,yr y>qiuitumt> uis |ui|u; ouiuu- ucui1 vyv' ber Beweis, baß Sie ins »International gehen woll-, stänbnisse, die sonst noch in biesem Zimmer gemacht ten! — Sagen Sie mal, lieber Seeburg, sind Sie worden sind, wird nichts verraten, sonst protokolliert noch immer nicht zu der Erkenntnis gekommen, daß Polizeimenschen das am Ende auch noch!" dieses tapfere Mädel alle Schuld auf sich genommen I * hat, weil es Sie liebt?" I Man hatte Yvonne Dumont nicht mehr finden Matzow klopfte Seeburg lächelnd auf die Schulter.! können. Die Kriminalbeamten, die Doktor Miller zur „Manchmal scheinen Sie wirklich etwas schwer von Abfahrt des Train b’eu entsandt hatte, berichteten rc" '”UA *"a1 übereinstimmend, daß nur eine einzige Dame ben Zug benutzt hätte — eine alte, weißhaariae und offenbar schwer leibenbe, gelähmte Dame. Sie war im Rollstuhl bis an ben Zug oebracht worben. Die Mittagszeitung des nächsten Tages melbete in Köhler außerordentlich preiswert, Meter jetzt Art nur ... .-.95, -.85, "eüU Modehaus CARL NOWACK Inh. Carl Heinz Schlüter ten. Die hat boch sicher bas Gestänbnis abgelegt, nur um Sie zu retten." j Verständnislos fragte Seeburg: ----- ------------------ , • . - - . , . Ja aber warum benn nur? Hat denn Irene Ortswechsel vor: Herr von Seeburg soll einmal Das geglaubt, baß ich schulbig bin?" —x------- „Ganz ausgeschlossen! Nur, sie hat wohl angenommen, baß sie auf diese Weise jemanden schonen kann, den S i e lieben, nämlich Yvonne Dumont." „Was weiß benn Irene über mich und Yvonne?" Doktor Miller wandte sich seht an Seeburg, ber!fie die Tür offen fand. I ch habe Sie auch gebeten, kopfschüttelnd seine Ausführungen angehört hatte, darüber zu schweigen. Und nun hat sie vielleicht ge- „Darf ich auch private Dinae ganz offen in Herrn dacht, daß diese Tür immer offen gewesen ist, und von Matzows Gegenwart besprechen?" „Das können Sie ruhig tun, lieber Miller — QE breit, sehr preis- QE UU wert . .2.50,1.95, "«MU Fräulein Dumont — es hilft nichts, lieber Seeburg — Ihnen das Betäubungsmittel in ben Kaffee getan hatte. Die Chiffre bes Spionage-Büros habe ich sowohl bei Fräulein Dumont wie in ber Wohnung von Holtay gefunden. Bei Holtay fand ich auch Aufzeichnungen über die Zahlung größerer Beträge an Malesius. Malesius hat an dem Artikel, der heute in der .Großen Glocke' erscheinen sollte, mitgewirkt. Er hat Fräulein Dumont und Holtay benachrichtigt, daß das Dokument heute nacht in Ihrer. , ... Wohnung sein würde. Um nun eine unbequeme j Begriffen zu sein, Seeburg. Es gibt Frauen, die viel Beobachterin zu entfernen, hat man Fräulein von' von ihrer großen Liebe sprechen und jedes Op^er ver- Merten mit einem fingierten Telephongespräch aus aisßs» Inventur-Verkauf- Ml? Wz 275 A d U Q fe M -M Montag, IS.Zanuar 195^ Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 12 Zweites Blatt links [H 'S Epi [?j] E*] ÖjF 7 6 5 4 3 2 [^_g Abb.3 Die obige Stammtafel als Stammbaum ehelichung, der Todestag und Todesort, sowie der Berus angegeben werden. Soweit irgend möglich. alters in nahmen des kunstgeschichtlichen Seminars der Unt Eines besonderen Hinweises bedürfen auch neben auuenicuiiai m ueii uiaueituen aus uuuiwu ------ ---------- z r < • na s.- ___ Kunstvereins, stets etwas zu kurz gekommen ist und dem populäreren Braunschweiger tproen öte eigen» im besonderen Werke aus der klassischen Zeit so artig stilisierten Hildesheimer Tragflguren. In sch - gut wie gar nicht berücksichtigt worden sind. gestellt worden. versität Marburg: ein c M , wertes Unternehmen, zumal die Bildhauerei im allgemeinen in den bisherigen Ausstellungen des tung beschränken, sondern muß auch die B i o l o - gie in den Bereich der Forschung ziehen. So sind zum mindesten die Todesursache emzutragen, da sie wertvolle Rückschlüsse auf die Gesundheit und damit auf die Erbanlage zulassen. Außerdem müssen auch die Eigenschaften der Vorfahren erforscht wer- bisweilen unheimlich verzerrtes Echo hervor. Das Sinken des Wasserspiegels hat bereits wichtige Reste aus dem Leben des frühesten Höhlenmenschen frei- gelegt: Primitive Werkzeuge, Gefäße, Knochen, Geräte* aus Eisen und Bronze. Die Funde gestatten eine recht lebendige Vorstellung vom Leben und von den Gebräuchen dieser Menschen. Auch auf die Gebeine mancher Tiere, die. schon lange in England ausgestorben sind, wie der Hyäne, des Rhinozeros, des Höhlenbären ist man gestoßen. Abb. 1 Schema einer Ahnentafel. 1- Probandus (der auf seine Ahnen hin zu Prüfende); 2, 3 = Eltern, 4—7 - Großeltern; 8—15 = Urgroßeltern; 16—31 = Ururgroßeltern. angewöhnen, die richtige Bezeichnung zu wählen und die Aufstellung seiner Vorfahren stets als daher ein (dcuui uci «öiuhuk, uuq |wu, i ur,i—, . « «n;. der, der gerade die Ehe eingehen will, sich mit sei- Verhältnisse schon Zlemlich viel. Mit «.A r « « r < •• r I • r /TS • /Ti . 5 /. ! .f. £ - Of_ « a Xav 97 a m Ott höl* 'KOrirthrPtl 1 II ©er Unterschied. Im Hause des Feldmarschalls M o l t k e, in der eine angeregte Gesellschaft mit Musik und Gesprächen gepflegt wurde, war die Rede von dem Ursprung des Menschengeschlechtes. Man erörterte die damals durch Darwin so aktuell gewordene Frage, wie groß die Unterschiede zwischen Tier und Mensch seien' Schließlich wurde auch Moltke selbst nach seiner Meinung befragt, der bisher stumm dage- sessen und nur lange Züge aus seiner Pfeife getan hatte. Die Gesellschaft wollte wissen, welcher Unterschied zwischen Mensch und Tier ihm am bezeichnendsten erscheine. Worauf die Antwort erfolgte: „Kein Tier raucht!" Auf den Spuren des engli'chen Höhlenmenschen. Eine Gruppe von englischen Altertums-Forschern ist nach der berühmten Wookey-Höhle bei Somer- setshire aufgebrochen, um dort nach den Spuren des englischen Höhlenmenschen zu suchen. Bis heute ist diese Stätte dem Zugriff der Wissenschaft verborgen geblieben. Run aber, nachdem sich der Wasserspiegel des Axe-Flusses andauernd gesenkt hat, kommen die Dokumente der frühesten Epoche der Geschichte des englischen Menschen an das Tageslicht. Die Wookey- Höhle ist eines der großen Naturwunder Englands. Mehr als 150 Meter tief in den Mendip-Bergen ist ein fast unübersehbares Gewirr von schmalen Gängen, ein Labyrinth, aus dem die Tropfsteinmassen hervorleuchten, während den Eindringling sonst schwärzeste Finsternis umgibt. Selbst das geringste Flüstern ri^ft ein vielfach gebrochenes und Overhessischer Kunstverem 1. Jahres-Ausstellung: Deutsche Plastik des Mittelalters. Ahnentafel und Stammbaum. Aufgaben der Famil»enforschung im neuen Staat. - Wie fertigt man eine Ahnenta el an? Don Ernst-August Steinmann, Gießen. birgt außerdem f.pkl Neue- 'und auch fofort d Dieser Bericht konnte naturgemäß nur einen Auszug und Ueberblick geben. Wer sich eingehend in die schöne Sammlung vertieft wird, auch als Laie, Genuß und Gewinn und vielfältige Anregung davon haben. ' Generationen. Daraus ergeben sich für ihn eine Reihe höchst wichtiger Pflichten, mithin Fragen, deren Beantwortung von jedem Menschen zumindest vor der Eheschließung verlangt werden muß. Ehe ist nämlich höchste Verantwortung vor der Zukunft. Nietzsche sagt sogar: „Ehe nenne ich den Willen zu zwei, das dritte zu schaffen, das höher ist als die zwei." Daher ist es wohl als erstes eine Selbstverständlichkeit, zu verlangen, daß jeder nur mit einem gesunden Körper in die Ehe tritt. Ein durch Alko- yolmißbrauch (Keimgift!) und Geschlechtskrankheiten verwüsteter Körper ist nicht imstande, das Erbgut unbeschädigt und unverändert weiterzugeben. Ebenso erfordert die Rücksicht auf die Kinder als das kommende Geschlecht eine entsprechende Auswahl des Ahnentafel bezeichnen. Da in der Folgezeit bei vielen Gelegenheiten der einzelne seine Ahnentafel wird vorlegen müssen, die Familienforschung also auch aus praktischen Gründen erforderlich wird, soll im Folgenden eine kurze Anleitung hierfür gegeben werden. Zweckmäßig setzt man auf einen doppelseitigen Bogen unten in der Mitte seinen Namen und darüber den Namen des Vaters und rechts den der nen großen Ausnahmen findet man ferner die Grabmal-Gestalten des Kuno von Falkenstein und feiner Gemahlin (Lich), die den Lesern der „Heimat im Bild" aus einer Veröffentlichung im letzten Jahrgang wohl noch in Erinnerung sein werden Eine prachtvolle Porträtgalerie von stellenweise verblüffend modernem Charakter vereinigt gleich am Eingang eine Anzahl großenteils wenig bekannter Bildwerke aus Nördlingen, Ulm, Nürnberg und Freiburg. Aus dem Würzburger Kreis findet man Riemenschneider mit Adam, Eva, der Heiligen Elisabeth, auch einer Figurengruppe vom Rothenburger Blutaltar, den unsere Leser ebenfalls aus „Heimat im Bild" (27, 1931) kennen Don Stoß durfte das bekannteste Werk, der „englische Gruß , nicht fehlen. Einen Figurenreigen von klassischer Linienführung, aus der Hochblüte deutscher mittelalterlicher Plastik, bilden die anschließenden Gestalten vom Straßburger Münster Ueberaus reich, mit besonders schönen und charaktervollen Holzplastiken (Sibylle, Ptolemäus, Quintilian) ist das Ulmer Münster vertreten. Zum Schluß seien noch zwei hervorragende Aufnahmen aus der Marburger Elisabethkirche erwähnt: die Hände der Pietä und der Ausschnitt vom Heinrichsgrab mit Dem photographisch ungemein reizvoll und lebendig erfaßten Spiel von Licht und Schatten über der Geheimrat Professor Dr. O 11 hieß d.e Erschienenen namens des Kunstvereins willkommen und führte in seiner Eröffnungsansprache u a. folgendes aus: Der Verein, der heute ferne Pforten für die erste Ausstellung des neuen Jahres öffnet ist sondern nur gesunde Menschen mit g e f ü n b e m Erbgut. Daher darf man nicht bei Der Prüfung des oder der Erwählten stehen bleiben, jonbern muß sich unbebingt auch bereu Familie näyer ansehen. Hier ist nämlich ähnliches Erbgut in ver- schiebenen Verbinbungen vorhanben, so baß sich wohl bestehenbe Schüben in ber Erbmasse aufzeigen, wenngleich sie bei ber Einzelperson nicht sichtbar sind. Die Erklärung hierfür haben uns die Der- erbungsgesetze gebracht. Danach wissen wir, daß manche (gute und schlechte, erwünschte und unerwünschte) Eigenschaften überdeckt und unbemerkt von Generation zu Generation wandern können, bis sie bei einer richtigen Kreuzung zum Vorschein kommen. Das Letztere ist am leichtesten bei Verwandtenehen der Fall. Daher sind diese immer bedenklich und stets von vorneherein abzulehnen, 1 I [5qq6i dreh Abb. 2. Schema einer Stammtafel. 1 = Stammvater; 2 -- Kinder; 3 = Enkel; 4 -- Urenkel; 5 = Ururenkel. u. a.), Kinderzahl und die geistigen Eigenschaften (Ausbildung!) der Ahnen zu ermitteln versucht. Und wenn man noch em Uebriges tun will, so ist auch das Sammeln ber Lichtbilber ber Vorfahren etwa in Paßbilbgröße sehr empfehlenswert. Die in ber richtigen Anorbnung ber Ahnentafel aufgeklebt werben können. Eifrige unb gewissenhafte Forscher können ben Kreis ihrer Forschungen auch über ihre bireften Vorfahren hinaus auf bie gesamte Derwanbschaft ausbehnen (unb so bas Material zur Ausstellung einer Stammtafel ober auch Zeitschriften — Die „Deutsche Zeitschrift" (Verlag Callwey, München) hat ihr Januarheft zum großen Teil dem deutschen Humor Vorbehalten. Und zwar ist es süddeutscher Volkshumor, der in den gebotenen Erzählungen in mancherlei Prägung uns die Mannigfaltigkeit des deutschen Wesens vor Augen'stellt. Zwei Geschichten von Julius Kreis aus dem Münchener Volksleben mit elf Zeichnungen des Verfassers zaubern mit wenigen treffsicheren Strichen die echtesten Typen des Urmünchners vor uns hin. Die tiefste und feinste Art des süddeutschen Humors macht uns Josef Hofmiller in einem seiner geistvollen Essais über Jean Paul bewußt. Auch die anderen Beiträge des Heftes geben Veranlassung, über menschliche Unzulänglichkeiten, Fehlmeinungen und Irrwege nachzudenken. So zeigt beispielsweise Leon» Hard Achner in einer volkswirtschaftlichen Betrachtung „Vom Werte des Menschen", daß „Menschenökonomie", d. h. Wirtschaften und Haushalten mit der menschlichen Arbeitskraft, die pflegliche physische und moralische Behandlung dieses organischen Volkskapitals, die wichtigste volksbiologische Aufgabe ist. Zu nennen sind noch Aufsätze über Stefan George von Henry von Heiseier, über Theaterkritik von Hanns Braun, über die „Angelsächsische Revolution" von Michael Freund, ferner Buch- und Filmberichte. Die hier zusammengeslellte Auswahl aus dem riesigen Stoffkreis ist hoch zu loben. Das Marburger Institut hat, worauf kürzlich hingewiesen werden konnte, die größte Photosammlung auf kunst- geschichtlichen Gebiet in Deutschland. Was aus dem großen Material hier gezeigt wird, ist so beschaffen, daß dem Beschauer zwar durch diese Ausstellung eine Kunstreise durch das schöne Deutschland nicht etwa erspart wird, daß er vielmehr recht eigentlich dazu angeregt wird, die plastischen Meisterwerke unserer mittelalterlichen Kunst an Ort und Stelle au zusuchen und im Original auf sich wirken zu lassen. Es sind aus diesem Spezialgebiet die erlauchtesten Namen vertreten — von Bamberg bis Straßburg von Würzburg bis Lübeck. Und es versteht sich von selbst, daß die Kunst unserer engeren Heimat die mittelrheinische Plastik mit ihren schönsten Stücken besonders ausführlich berücksichtigt wurde. Die Anordnung des Stoffes erfolgte weniger nach kunstgeschichtlich-chronologischen Gesichtspunkten, als nach Stoffkreisen, nach Landschaften und nach Einzelthemen. So findet man an ber Ruckwand des Saales Kreuzigungen und Pieta-Gruppen. Neben einem Nürnberger, einem Naumburger und etwa dem berühmten Riemenschneiberschen Kruzifixus (um 1500) findet man in dieser Serie em'ge der feinsten Stücke aus unserem Gebiet: die frühe Madonna (11. Jahrhundert) aus dem Frankfurter Liebieghaus, ben Friedberger Kruzifixus, der vielen noch aus der Marburger Ausstellung religiöser Kunst m Erinnerung sein wird, die Schottener Madonna unterm Kreuz und die bekannte Wetzlarer Pieta. Die Plastik des Marburger Elisabethschremes (1236 bis 1249) findet man in vorzüglichen Bei- [pielen charakterisiert; gleich darunter figürliche Ausschnitte aus dem Tympanon des Straßburger eines Stammbaums sammeln). In der Regel beschränkt man sich jedoch zur Herstellung einer Ahnentafel und auch der besseren Uebersicht wegen auf die direkten Vorfahren. m £ Bei den noch lebenden Ahnen wird die Beschaffung des erforderlichen Materials kaum Schwierig- feiten bereiten. Beschwerlicher wird die Sache, wenn es sich um die schon verstorbenen Vorfahren handelt. Hier müssen alte Verwandte (ober alte Dorf genossen) einspringen, alte Urkunben, alte Familienbücher (Gebet- unb Gesangbücher), Kaufbriefe, Grabsteine, Stanbesamtsakten (seit 1875!), Kirchenbücher und dergleichen befragt werben. Gerabe in ben Kirchenbüchern haben wir eine wertvolle unb sehr zuverlässige Funbgrube für alle historischen Begebenheiten unserer Familiengeschichte. So schwierig bie Ausarbeitung einer Ahnentafel auf ben ersten Blick erscheinen mag, so leicht wird man alle Schwierigkeiten bei einigermaßen guten wieder Wege zu neuen Zielen aufzeigt. Gerade m unserer Jugend muß der Wille zur Familien- forschung geweckt werden. Bei ihnen fließen noch die Quellen am reichlichsten und die schon verschütteten können oft mit Leichtigkeit wieder von neuem erschlossen werden. Mit dieser Zielsetzung für unsere Jugend erfüllen wir aber auch die wichtigste Aufgabe im neuen Staat: Das Bewußtsein der Verantwortung für ein gesundes Volk und eine reine Rasse in Kopf und Herz jedes Volksgenossen ein- zuhämmern, und ganz besonders in Köpfen und Herzen der Jugend als der Trägerin der Zukunft. unter oerf» der Regei will den, um sie für die Vererbungslehre verwertbar zu man aber auch damit eine Ausstellung feiner Vor- machen. Besonders werden Körperbau Abnormi- wchr?L I koL:"sich"ndiich"?5'L" A "ÜnM' Ls ! Blindheit,"La^bstümmheit.' Epilepsie, Schwachsinn dem Bamberger Dom sinket man außer dem be-1 damit an Sicherung seiner Existenz wesentlich ge- rühmten Reiter, Sibyllen, Propheten und dem । wonnen. In der Nachkriegszeit machte der Verein Kaiserpaar auch einige stilgeschichtlich besonders, wiederholt schwere Krisen durch, eine der schwersten lehrreiche und reizvolle Ausschnitte aus dem Figu- in jüngster Zeit. Neben der Säule des Reichsver- renrelief des jüngsten Gerichts im Tympanon des' bandes der Kunstvereine steht. die Vereinigung der Fürstenportals, Interessant, ifL ein Vergleich mit, Zünftlerjueinem ».e Ichutz-dechand ________ _ _ ,i Epp gibt uns Zuversicht für ein gedeihliches Nebeneinanderarbeiten. Beiden Säulen ist eine Verfassung gegeben, die den Auf- gabenkreis so regelt, daß gegenseitige Storungen ausgeschlossen sind. Der Kunstverein wird störende Eingriffe in seine Angelegenheiten zukünftig mit Entschiedenheit abweisen. Der Stadt gebührt Dank für die dem Verein gewährte tatkräftige Unterstützung. Ohne die tüchtige Arbeitskraft des Herrn Stadtbaurat G r a v e r t wäre der Kunstverein außerstande, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Der Verein unterstützt in erster Linie die Künstler unserer Provinz, gibt ihnen Gelegenheit, ihre Werke hier auszustellen und Käufer zu finden. Wir bekennen uns freudig zu den Zielen, die die weitschauende Reichsregierung für die bildenden Künste gesteckt hat Aus dem deutschen Volk sind auf allen Gebieten kulturellen Fortschrittes die bedeutendsten Männer hervorgegangen. In unserem Volke schlummern Kräfte, die, in richtige Bahnen geleitet, eine sichere Gewähr dafür geben, daß germanische Kunst die Führung auf dem Erdball erringen kann und wird. Die heutige Ausstellung führt Werke deutscher Plastik aus dem Mittelalter vor; plastische Kunst ist bisher nur in Einzelstücken, nicht im Zusammenhang eines Zeitalters ausgestellt worden. Die Lichtbilder sind mit einer seltenen Vollkommenheit her- ständlichkeit werden zu lassen. Vorerst ist dazu notwendig, daß der einzelne Mensch sich zur Erkenntnis durchringt, daß sein eigenes Ich gemessen am Sein des ganzen Volkes ganz unbedeutend ist. Aber trotzdem muß sich jeder Klarheit über sein eigenes Leben verschaffen. Denn das steht fest: jede Gemeinschaft setzt sich aus einzelnen Jchs zusammen, und der Wert der Gemeinschaft steigt und fällt mit dem Wert der einzelnen Jchs. Das gilt nicht nur von den jeweilig ausgeübten körperlichen und geistigen Leistungen, sondern vor allem auch in erbbiologischer Hinsicht. So trägt das Ich die Verantwortung für das Wohl und Wehe der kommenden Geschlechter, denn es ist der Uebermittler der Erbmasse, die es selbst schicksalhaft empfangen hat. Seine körperliche und geistige Veranlagung, von seinen Vorfahren ohne sein Zutun empfangen, wirken sich wieder in seinen Kindern und Kindeskindern fort. Der Einzelne ist also nur ein Glied in der Kette der Geschlechter, ein Durchgangspunkt von Im nationalsozialistischen Staat bedeutet der einzelne Mensch nichts, die Gemeinschaft, das Volk, alles, denn die nationalfozialistifche Weltanschauung ist gegründet aus dem Gedanken der Gemein- s ch a f t. Das Volk muß als solches erhalten werden wenn nötig, auch zu Lasten des nicht der Einzelmensch, sondern die durch Blut und Schicksal zusammengefügte Gemeinschaft die ursprüngliche und von Gott gewollte Gegebenheit ist. Das Volk und die Familie sind erst die Voraussetzungen für das Dasein eines Menschen, der nur als Glied einer solchen Gemeinschaft Daseinsberechtigung und Daseinsmöglichkeit hat. Das mag manchem als sehr hart erscheinen. Sicherlich ist auch noch eine gewaltige Erziehungsarbeit notwendig, um allen den Satz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz als Richtschnur ihres Handelns zur Selbstver- rgt außerdem soviel Neues und Schönes, deckt manche Unklarheiten in der Entwicklung einzelner Familienmitglieder auf, stärkt und festigt aber auch den Stolz auf die Ahnen. Die Erforschung einer Familiengeschichte hat aber nur Erfolg und läßt das gesteckte Ziel erreichen, wenn mit Ernst und Eifer und genau systematisch Dorgegangen wird. Das beste Mittel hierzu sind Ahnentafel und Stammtafel (Stammbaum), das heißt, sie geben den äußeren Rahmen für alle Ergebnisse der Familienforschung. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ahnentafel und Stammtafel (Stammbaum) ist darin zu sehen, daß die Ahnentafel alle (direkten) Vorfahren (soweit als möglich) einer Person enthält, während die Stammtafel die Nachkommen verzeichnet. Die Stammtafel ist eine tabellarische Darstellung aller von einem gemeinsamen Vorfahren abstammenden Glieder eines Geschlechts. Wird nun die Stammtafel (Geschlechtsverzweigung) in Baumform dargestellt, so spricht man von einem Stammbaum. (Von dem ' Mllngslehre^zur"besieren^Darstellung'der^natllrlichen d^^MÄer^ncht ausdie hi,w«e Beftach- Verwandtschaft und ber stammesgeschichtlichen Er- fnnh,,rn m1,Et n11ch b,ß ® 0 0' forschung der Lebewesen zuerst benutzt.) Wenn nun ganz allgemein von Stammbaum gesprochen wird, wie das so häufig geschieht, so ergibt sich nach dem Vorhergesagten, daß die Angaben der Nachkommen eines Stammvaters, in Baumform dargestellt, dar- Mutter. Darüber erscheinen dann die Namen der Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroheltern usw. Stets ist jedoch daraus zu achten, daß die väterlichen Vorfahren links, die mütterlichen rechts erscheinen. Zweckmäßig ist es, die einzelnen Personen mit Zahlen zu versehen. Unter Ziffer 1 erscheint der Familienforscher selbst. Ziffer 2 und 3 sind seine Eltern, 2 der Vater, 3 die Mutter. Da nun jeder Mensch 4 Großeltern hat, erscheinen unter 4 und 5 die Eltern des Vaters und unter 6 und 7 die der Mutter. In derselben Reihenfolge werden die 8 Urgroßeltern unter den Ziffern 8 bis 15 und weiterhin die 16 Ururgroßeltern unter den Nummern 16 bis 31 zusammengestellt. Wer seine Ahnen soweit einwandfrei aufgefunden hat, kann darauf schon wenn feststeht, daß unerwünschte und ungünstige sehr stolz sein. Er hat damitvier G^.^wnen Erbanlagen sich in der Familie befinden. Es ist (Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururg ß ' ' • Gebot der Stunde, daß jeder, nicht nur ■ eitern) zusammengebracht das ist für gewöhnliche der, der gerade die Ehe eingehen will, sich mit sei- ' Verhältnisse schon Ziemlich viel. 1 nffßrbinas Mllen Uerwinden °Wer nämlich einmal begonnen n-n Vorfahren beschäftigen muh^Die Geschichte Angabe der Namens Borsahren ^'siwirkELich weitersorAen, weil j-L- Er- rtuFwrfsnrt der Taa der Der- gebnis größte Befriedigung ausloft r Die gestern .m Turmhaus am Brand eröffnete 5 ausdem « ! j der t-tkraltig-n Reichsr'egierung und des Protektors erste diesjährige .Ausstellung des Kunstoereins gibt d-m^arunt-rH^^Ausjchn^ groß- Reichsstatthalter ° ° n S- — ».»«ft*» einen Ueberblick über die deutsche Plastik des Mtttel । Qrt Wedergabe begegnen uns die „steinernen w ungefähr M photographlschen G^ß !- 0 Naumburg": das hochberühmte Stif- ~ '"»""ek^chtlichen Semmars der Um daneben aber auch minder be- /"Ndba?°7ek°im kan'nte Einzelheiten °°n Lettner....... 2 5 5 5 5 5 2 Wirischast Rt Oberheffen Ser Zufammenbmch des Welthandels. k 3« Devisenmarkt Berlin — Arankfurl a Bl Banknoten. f die Ge- sehr sehr den 7 Paare, beerdigt 11 Personen. Der Kirchenbesuch .Arbeit auf einem Dache einen schweren U n ■ betrug 10 965 Erwachsene und 5740 Kinder. Zum hl. fall. Er stürzte ab und erlitt einen Oberschenkel- Abendmahl gingen 1064 Erwachsene, darunter 27 bruch, der seine sofortige Ueberful>rung in bie Kranke und Alte zu Hause. An Gaben der christ- Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte. bedauernswerte Mann mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden, wo er schwer darniederliegt. t Treis a. d. Lda., 14. Jan. Die Sammlung vom Eintopfgericht betrug 77,55 Mark. — Nach der am Neujahrstag in der hiesigen Kirche bekanntgegebenen Statistik wurden im Jahre 1933 getauft 22, konfirmiert 12 Kinder, getraut wur- i Buseck die Festpredigt hielt. Am 11. Sonntag nach Trinitatis fand das Dekanatsmissionsfest dahier statt, an dem Pfarrer S t a u b a ch - Watzenborn und Missioner Laut- Frankfurt a. M. predigten. Im Februar hatten wir eine ordentliche Kirchenvisitation durch Oberkirchenrat D. Wagner- Gießen. Außerdem wurden zwei Filme, einen über die Mission in Borneo und einen über die Arbeit im Rauhen Haus in Hamburg gezeigt. Viele Gottesdienste wurden durch die Mitwirkung unseres Kirchenchores, der 1. Schulklasse und unseres Poparteisekretär in Köln. (D Krofdorf, 13. Jan. Heute feierten die Eheleute Wilhelm Nibch und Elisabeth, geborene Weil, wohnhaft in der Rodheimer Straße Hierselbst, das Fest der goldenen Hochzeit. Die Ehegatten, die im Alter von 74 und 76 Lebensjahren stehen, erfreuen sich noch bester Frische. I Groß-Rechtenbach, 13. Jan. Der Eigentümer des von Landjägermeister Bartelt im Straßengraben an der Provinzialstraße Wetzlar— Butzbach gefundenen Fahrrades konnte in der Person eines Hitlerjungen aus Münchholzhausen ermittelt werben, der das Fahrrad b e i einem Geländemarsch liegen gelassen hatte. ein n treuei deutsc feine mtra * Ehringshausen, 14. Jan. Der 41jährige Klempner Heinrich Zell von hier erlitt bei seiner Arbeit auf einem Dache einen schweren U n ■ denzen feststellen, die für die Beantwortung der Frage von Bedeutung sein werden. wir nähern uns unverkennbar einem Zustand. in dem die Monopolstellung der durch Fruchtbarkeit, Klima und Bodenschätze begünstigten Länder mindestens gemildert wird. Lin Produkt nach dem anderen wird von der synthetischen Chemie erobert, und auch innerhalb der bisher noch nicht künstlich gewonnenen Roh- und Hilfsstoffe verlagert sich die Dringlichkeit des Bedarfs und die Anersehlichkeit. Wenn man einen Augenblick auf das neue Jahr wagen darf, so wird man sagen müssen, daß aller Wahrscheinlichkeit nach das Einschrumpfen des Welthandels weiter fortschreiten wird. Es ist wenigstens für die ersten Monate des neuen Jahres nicht zu erwarten, daß selbst eine fortschreitende Besserung der allgemeinen Konjunktur die Folgen der zunehmenden Absperrungspolitik ausgleichen wird. Als sicher darf angenommen werden, daß die Schuldnerländer im neuen Jahre aus der Unmöglichkeit, bei der Aus- ■ fuhr genügend Geld zu verdienen, noch rücksichts- loser als bisher ihren Gläubigern gegenüber die Konsequenzen ziehen werden. Unkenntnis des Volkes in früheren Jahren durch die Regierung verständlich ist. Hier Klarheit geschaffen zu haben, ist Verdienst unserer nationalen Regierung. Sie in ihren Zielen zu unterstützen, ist Pflicht jedes Volksgenossen, schon aus reiner Selbsterhaltung heraus. Sehr überzeugend wirkten Zahlen aus dem Weltkrieg und neuerdings vom östlichen Kriegsschauplatz, wo die Luftwaffe mit immer größer werdender Vervollkommnung an Vernichtung von Menschen und Material wirkt. Ausführlich behandelte sodann der Redner die verschiedenen Bomben, ihre Wirkung und die Bekämpfung, die in demnächst einzurichtenden Luftschutzkursen besonders gelehrt wird. Um wirksam die Aufgaben des RLB. unterstützen zu können, forderte der Redner zum Schluß seiner Ausführungen zum Beitritt in den RLB. auf, dem zahlreich Folge geleistet wurde. Ortsgruppenführer Fr. Keßler dankte dem Redner und leitete zu einer interessanten Aussprache über. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer schloß der interessante Vortragsabend. * Klein-Linden, 14. Jan. Am Freitag kurz nach 20 Uhr, als sich der alleinstehende Invalide Karl S t i e b i n g zum Kirchgang begeben hatte, sollte in seiner Wohnung ein Einbruch verübt werden. Der Einbrecher, ein einundzwanzig ^ahre alter junger Mann aus Gießen, versuchte mit Nachschlüsseln die Haustür zu öffnen. Bei diesem Vorhaben wurde er von einem hiesigen Einwohner beobachtet, der im geeigneten Augenblick den Täter ergriff und in das Schulhaus brachte. Hier gab er zuerst einen falschen Namen an, konnte jedoch auf Grund seiner Papiere überführt werden. Mit Hilfe des hiesigen Polizeidieners wurde er der Gießener Hungen Deutschlands im Jahre 1933" herausgegeben worden ist. Es heißt hier, daß alle Länder bestrebt gewesen sind, sich gegen Störungen zu sichern, die im Warenbezug aus fremden Ländern eintreten könnten. Eine gewisse Rolle spielt natürlich die politische Weltlage. Wichtiger jedoch sind die Bemühungen aller Länder, die in den Strudel der Arbeitslosigkeit hineingezogen worden sind, den i n - ländischen Markt in erster Linie für die heimischen Erzeugnisse zu monopolisieren. ( Ausfuhr ist ungewiß und wechselvoll; Belieferung des Binnenmarktes dagegen ist sicher und unzerstörbar, wenn sich die Regierung des betreffenden Landes nicht scheut, alle erfolgverheißenden Mittel anzuwenden. Jeve erfolgreiche Abwehr fremden Warenzustroms hatte Gegenmaßnahmen der geschädigten Länder zur Rohstoffe) einfach nicht entbehren können, diesen Bedarf aber nicht bei ihren Gläubigern decken können. Sie müssen also als Ersatz für Länder, denen gegenüber sie eine passive Handelsbilanz hinnehmen müssen, andere Länder haben, bei denen sie diesen Unterschied und dazu noch die fälligen Schuldzahlungen verdienen können. Anders ausgedrückt: Biele Länder suchten einen zweiseitigen Ausgleich im Warenverkehr zu erzwingen, während in der Praxis nur ein allseitiger Ausgleich zu erzielen war. Die Voraussetzungen für einen vernünftigen all- seitigen Ausgleich der Warenlieferungen und der Geldzahlungen wäre nur auf einer entschlußfähigen Weltkonferenz durchzusetzen gewesen. Eine solche ist die Londoner Weltwirtschaftskonferenz vom Juni- Juli 1933 nicht gewesen. Es ist nicht leicht, sich in Gedanken und im Urteil über die Zeit zu erheben, die man selbst durchlebt. Niemand kann sagen, ob das allseitige Streben, sich von lebenswichtigen Warenbezügen aus dem Ausland unabhängg zu machen, eine „vorübergehende Erscheinung" (also etwa eine „Krankheit") ist, von der sich die Welt nach kurzer Zeit erholen wird, oder ob es der „Beginn einer neuen Zeit" ist. Aber man kann doch schon gewisse allgemeine Ten- Fr an k furt a. M., 13. Jan. Bei gegen Vorwoche unveränderten Preisen nahm das schäft zuächst einen relativ lebhaften, später schleppenden Verlauf. Die Zufuhren waren , , knapp. Es standen nur kleine Mengen deutsche, holländische und belgische Eier zur Verfügung, während aus dem Osten keine Angebote vorlagen. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: deutsche Frischeier Kl. 8 13,50, SM. A 13, Kl. B 12, Kl. C 10,50. Holländer und Flandern Kl. S 13, Kl. A 12,50, Kl. B 11,50, Kl. C 10. fette bröckelten einige Nebenwerte und IG. Farben bis 0,50 v. H. ab. Deutsche Anleihen waren später leicht befestigt, Neubesitz um 20 Pf. und Altbesitzanleihe um 0,13 v. H. Dollar-Bonds und umgetauschte Reichsmark-Anleihen tendierten bei kleinem Umsatz eher etwas schwächer. Pfandbriefe lagen ziemlich gut behauptet. Stadt-, Staats- und Länderanleihen' zeigten kaum Veränderungen. Von fremden Werten lagen sämtliche Ungarn bis zu 0,75 v H. fester. Am Kassamarkt gewannen Schöfferhof 2 v. H., Schantungbahn 3,50 v. H. — Tagesgeld blieb leicht und zum Satz von 3 v. H. unverändert. Frankfurter kLiermarkt. Das neue Jahr hat mit neuen Spannungen auf dem Gebiet der internationalen Wirtschaftspolitik begonnen. In England beschwert man sich über die neuen KontingentsmaßnahmenFrank- r e i ch s , die einen Rückgang der britischen Textilausfuhr um mehrere hundert Millionen Mark im Jahr zur Folge haben werden, und von Amerika und England liegen Proteste gegen die im Dezember verhängte Ermäßigung der deutschen Devisenzahlungen an die Stillhaltegläubiger vor. Noch sind die Außenhandelszahlen für das ganze Jahr 1933 nicht bekannt. An der Tatsache, daß sich der Wert der gesamten Ein- und Ausfuhr auf der Erde gegenüber dem Vorjahr nochmals um 10 Prozent vermindert hat, wird sich nichts mehr ändern. Der Jahresbericht der Reichskredit-Gesellschaft stellt die Außenhandelszahlen von 52 Ländern zusammen und kommt zum Ergebnis, daß vom Jahre 1929 bis zum Jahre 1933 ein Rückgang des Außenhandels um rund 65 v. also fast um zwei Drittel erfolgt ist. Der deutsche Außenhandel für sich steht mit einem Rückgang von über 69 Prozent sogar noch schlechter da. Selbst wenn man die inzwischen eingetretene Preissenkung in Betracht zieht, ist dieser Rückgang außerordentlich Zu diesen Zahlen bemerkt der Bericht, daß sie das unentbehrliche Minimum des internationalen Warenaustausches darzustellen scheinen. In der Tat ist die Versorgung zahlreicher Länder mit unentbehrlichen Rohstoffen und Lebensmitteln derartig eingeschrumpft, daß ein weiterer Rückgang kaum noch möglich ist. Aber auch hier muß die Menschheit immer noch zulernen. Es ist kaum vorstellbar, wie „kontraktionsfähig" der Bedarf an einzelnen Bedarfsgütern fein kann; das Beispiel Rußlands zeigt es. lieber die Gründe des Rückganges im internationalen Warenaustausch gibt eine Uebersicht Auskunft, die zur Jahreswende vom Reichswirtschaftsministe- rium „über den Stand der wirtschaftlichen Bezie- Landkrcis föicfccil lichen Liebestätigkeit gingen ein 1452 Mark. Am X liefet. 13 3an. 3m großen Sac-.e 8eg5rünbetUenDrCt5 g r Ü?p e d"e s R-7ch /- S?fetert. . bei .dem. Pfarrer ,N au mann-Alten- luftschutzbundes ihre erste Versammlung ab.! Ortsgruppenführer Fr. Keßler kam nach herzlichen Begrüßungsworten kurz auf die Genfer Ko- Len er l Hbrud) de rferlanösl Lertracht selbst an $ir das oatig, sch längerer wohl er ir im W Halben. s Es ist bohrunq« Ethulmc )oer Dol nmlansta nafiums Lftlb ZU! studierte then, Logisch iTnrmfti tnint) wu über Rki ;ij)auptt( inafium Hoher 1 I chen b An Dil : ren. : Eindr eine l Teschl die j)e Tesch« über i flinken nohonc lchen; ’n ihm °en Au selbst t Nicht ZI unterftf Ns Mrefl fief. U, ®'r d- «füllt Wild S'Ndzej »*'■ Mif b°ren. Athen, |ilbem I r wu, n ein n tari|d), Nd) t r,cQ 1 Sn ssrnst t Men ’fle Ai Mir SIU! Obe Ein del jÜ ausS war t lM es e-n Leben । der . r<=r(nf»r nnti der Seichtheit der ^eitaenössi- rutl öJÜ. Deutsche pflanzen-Namen. 66< des Volkes eingehen können. älteren Kameraden wie man rudert, sich bei Schiffsun- * * * kraftstrotzende, selbstbewußte bilden. Unter Anleitung von erfahrenen werden wir u. a. unterrichtet, er im Straßengraben gelandet. Glatteis Das sieht ein Lebensphilosoph. Ein Bäuerlein ist's, das gerade des Wegs daher kommt mit festen Nagelschuhen an den Füßen und einem handfesten Stecken und spitzer Zweige daran in der Hand Er weiß, was man in den Fährnissen dieses Daseins wohl gebrauchen kann „Dreck ist besser als Glatteis", meint unser einfacher Weisheitsträger, nachdem er den Autoinsassen aus ihrer Klemme geholfen hatte, verzichtete auf das Trinkgeld der bepelzten Autoinsassen und ging seines Weges fürbaß: des alten Sprichworts gedenkend: Wenn's dem Esel zu wohl ist, dann geht er auf's Seine Feinde sehen in ihm zu unrecht einen untertänigen Fürstendiener, einen blinden Verherr- licher derHohenzollerndynastie. Als kaiserliche Wünsche bei der Forsetzung der Dramenfolge aus der Hohenzollerngeschichte Wildenbruchs Freiheit als Dramatiker einzuengen schienen, brach er die Arbeit plötzlich ab. — Wenn man ihm auch vorwerfen kann, daß viele seiner Gestalten kein echtes, überzeugendes Leben atmen, so ist doch die Echtheit seiner glühenden Vaterlandsliebe über jeden Zweifel erhaben. Er konnte seine Charaktere nur unter die- em für ihn entscheidenden Gesichtspunkt formen. Bezeichnend dafür ist der mißlungene Versuch, ein naturalistisches Drama zu schreiben. Wildenbruch war und blieb Zeit seines Lebens der Herold der deutschen Vergangenheit. Er war ein getreuer Eckart eines Volkes, der sich dem Schicksal seiner Nation mit Leib und Seele verschrieben hatte. Aus diesem heißen und überströmenden Gefühl der unlösbaren Verbundenheit mit seinem geliebten Vaterland schuf er immer wieder die gleichen Gestalten, die im Grunde genommen nicht Menschen individueller Eigenschaften waren, sondern Verkünder seiner Gesinnung. Im Jahre 1900 schied Wildenbruch aus dem diplomatischen Dienst. Seitdem lebte er abwechselnd in Weimar und Berlin. Noch in seinem Todesjahr schrieb er ein nationales Gedicht „Deutsches Neujahr 1909!" Wildenbruchs wahre Bedeutung ist nur aus der Zeit heraus zu verstehen, in der er für die Nation gewirkt hat. Vieles mag uns heute übertrieben und allzu rethorifch erscheinen. Das mindert nicht den Wert eines Mannes, der die deutsche Bühne mit einem neuen nationalen Geist und einem heroischen Gefühlsgehalt erfüllte. Alles aber ift an seine Zeit gebunden. Heute steht ein hochentwickelter Seeverkehr als nationaler Wirtschaftsfaktor im Vordergrund des internationanalen Wettbewerbs. Liebe und Vertrauen zum Meere und feinen Schiffen steigen in dem Maße, in dem der Mensch sie kennt und beherrscht. Diese Eigenschaften soll der Seesport vermitteln Dir in der Marine-Hitlerjugend betreiben diesen Seesport und wollen unter Führung unseres obersten Führers Adolf Hitler ebenfalls eine Eis tanzen. Armer Esel auf dem Glatteis. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Himmelsflotte". — DHV.. Beginn neuer Lehrgänge. — Damenvereinigung 1884/1934 Zusammenkunft im Stadt-Caf6 — Evangelische Stadtmission, Löberstraße, 14.10, 15 und 20.30 Uhr, Bibelkurs und Volksmissionsoor- ijrer bunb mte in Stock- s Dr. Cul> östlichen Mit- vr. Richter Vortrag über i Lichtbildern sicher Dank weitere Bor- ■■orjdjung in fjte das Or« e Wwkv Müller ist noch nicht m der Haftpflicht. Er scheute bisher ihre Kosten Nach fünf Minuten kommt der Schupo wieder. Zu seinem Schreck meldet er ihm, daß soeben auf dem Bürgersteige vor seinem Hause der Dienstmann Lehmann das linke Bein gebrochen und die rechte Hand verstaucht hat. Chirurgenglück. Frau Müller bekommt einen Weinkrampf. Schon immer hatte sie ihren Alten ermahnt, sich zu versichern. Er tat es nicht Was nützt ihn jetzt seine Reue? Er muß einen tiefen Griff in seine Tasche tun. Müller und Lehmann haben Schmerzen — ein jeder auf feine Art Der Fuhrmann Schulze schilt ebenfalls. Die Stollen der Pferdehufeifen sind nicht geschärft. Schon hundertmal hat's der Tierschutzverein in der Zeitung doch so verlangt. Nun geht er Schritt für Schritt neben dem Sattelpferd her, hält ihn — selbst gleitend und stolpernd — den Kops hoch und fürchtet für sich, und für Sattel- und Handpferd Hals- und Beinbruch. begegnet, ferner Ausbildung im Signalwefen, Seemannschaft, Nautik, Meereskunde. Hierzu gehört: Wink- und Morsezeichen, Funkentelegraphie, Behandlung des Stahl- und Hanftauwerks, Spliffen und Knoten, Boote und ihre Bauart, Kompaß, Fahrtmessung eines Schiffes, Tiefenmessungen, Meeresströmungen, Ebbe und Flut, Gestirne. Auch werden wir durch erfahrene Fachleute in der Schiffstechnik und Maschinenkunde unterrichtet. Der Kolonialgedanke wird in hohem Maße gefördert und Hebungen an Geräten, ernste und heitere Bewegungsspiele in staubfreier Luft erwecken Mannes- mut und Lebensfreude zum Wohle unseres geliebten Vaterlandes Heil Hitler! K Gräfingholt, Marinescharführer m. d. F. b. herzliche Ehrungen bereitet. Bornotizen. T036 47-30 12,48 3,053 168,87 68,47 60.81 70-ß 13, 0,682 2,678 58,41 22-04. 16,46 61,2- 34,68 81Z 0,813 0,22 5,6 12,41 Unser neuer Vornan. Nachdem der mit großem Interesse gelesene Spionageroman „B. 518. Yvonnes Geheimnis' von Klothilde von Stegmann in der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers feinen Abschluß gefunden hat, beginnen wir in der morgigen Nummer mit dem Abdruck eines neuen, großangelegten und überaus fesselnden Romanwerkes, von dessen Erwerbung und Veröffentlichung wir uns ganz besonderen Erfolg versprechen. Die früher bei uns zum Abdruck gelangten Romane der gleichen Verfasserin, der mit heute wiederum das Wort erteilen — wir nennen nur „Das Glück fand den Weg" und „Du warst nur doch bestimmt" — haben seinerzeit so starken Anklang in unserem Leserkreis in Stadt und Land gefunden, daß mir auch dem morgen beginnenden Werk einen außergewöhnlichen Erfolg glauben voraussagen zu dürfen: „Das Rätsel einer Hrühlingenacht" v n <9ert Rothberq — fo heißt unser neuer Roman, die jüngste Arbeit der allgemein geschätzten Verfasserin. „Das Rätsel einer Frühlingsnacht" ist die ergreifende und Mitreißende Geschichte einer großen Liebe, ein mit Spannung und Temperament überaus lebendig geschriebener Roman, der besonders bei dem weiblichen Teil unserer Leserschaft einen tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen dürfte. So sind wir gewiß, mit diesem ersten Roman im neuen Jahr einen glücklichen Griff getan zu haben und unseren Lesern eine von Tag zu Tag mit Spannung erwartete, genußreiche Lektüre zu bieten. Ueberführung der Stahlhelmfahne. führt wurde, beschäftigte er sich mit den heroischen Gestalten der deutschen Geschichte. Aber im Anfang hatte zer wenig Glück, die Bühnen wiesen ferne Stücke beharrlich zurück. Berliner Studenten waren es die zuerst seine „M e n n o n i t e n" auffuhrten. Im Jahre 1881 gab der Herzog von Meiningen Wildenbruchs .Karolinger" Nun kamen die irj, 124 ,20 ,46 i ,33 .69 ,13 585 678 Z ,00 ,42 ,12 ,62 ,47 Glatteis. Eis ist gefrorenes Wasser, so sagt das Kind — Eis ist Wasser im festen Agaregatzustand, so sagt der Physiker, wenn das Wasser unter Null Grad abgekühlt wird Glatteis aber ist im allgemeinen — eine Gemeinheit gegen jegliche Kreatur und nur erwünscht vom Schlittschuhläufer, aber auch bei ihm vorausgesetzt, daß er sich auf feine schöne Kunst versteht und die spiegelglatte Fläche mit bewehrten Fußen und gewandten Beinen in Bogenlauf und kühnen Sprüngen zu meistern weiß, die der Anfänger sich also verkneifen muß; ansonsten er Gefahr läuft, daß die rückwärtigen Partien feines Körpers gewiß öfters mit dem allzu glatt gefrorenen harten Wasser recht unangenehme Bekanntschaft machen. Es läßt sich feststellen, daß Glatteis höchst unbeliebt ist. _ Da läutet's schon früh bei dem Hausbesitzer. Er fährt aus festem Schlafe auf. Draußen harrt seiner das Auge des Gesetzes, „Herr Müller, es ist Glatteis! Sie haben noch nicht gestreut'" Woher Asche nehmen, Sägespäne oder das für arme Hundepfoten fo unangenehme Salz? Herr segelt und schwimmt, wie man , , fallen zu verhalten hat, Ertrinkende rettet, Boots- manÖDer ausführt und den entfesselten Elementen a.W. M'ß. ist auf Grund Stellung des zuverlässigst") H e n worden, cher Bezirks- erten die Ehe' elh, geborene ra&e hier«, j t. Die Ehe' Lebensjahren he. n. Der Eigen- Zartelt M W-tzl«- ) e 5 konnte in l aus ** Fadnad b-' la||en t|n|e- Uj-hng- M 6-i I* 3 »* Nut, lnfli9kn Mio. IWhx. "-erhglb "iweney e Bring, iiichkeit. ÄS te n'»1 •eine ."Iper. ’ 'ch°r barf 'Mer inl ■' d-r Sius. ? Mch-. jenuber die !Am 15. Januar 1909 starb in Berlin Ernst von Uildenbruch im Alter von vierundsechzig Jah- t n. Die gesamte deutsche Nation stand unter dem Eindruck seines Todes. Wildenbruch hatte es durch eine Anzahl heroischer Dramen, in denen er das Geschlecht der Hohenzollern verherrlichte, verstanden, d e Herzen aufzurütteln und den Sinn für deutsche beschichte und Tradition zu wecken. Die Meinungen Der den Wert seiner dichterischen Persönlichkeit Mart. 21m rchenzesang- lsgemeinden >nn-Alten- onntag nach ^e)t dahier Watzenborn L predigten, che Kirchen- Wagner- 'iiine, einen en über die gezeigt. Viele kung unseres unseres Po. nregung der 3 der Stabt« iründun'g skolonne ? den Iweck Roten Kreuz mte Bürger- digkeit einer Personen er- Kolonne, zu iefigen Tele- : wurde. Die Schnabel. 5*- 60'2 ii.z 16-2 Z Aufführungen Schlag auf Schlag. Ein ungewohntes heldisches Pathos, ein bezwingender Idealismus, eine edle Reinheit der Gesinnung, wirkten auf die meisten der Zeitgenossen wie eine Offenbarung. In einer Zeit, da die deutsche Bühne von den Franzosen und ihren deutschen Nachahmern beherrscht war, erschien Wildenbruch wie ein nationaler Befreier von der Fremdherrschaft des französischen Ge steh Von 1888 bis 1891 erschienen die Ho^nzollerdrarnen «Die Quitzows", „D er Gener al f eldoberst , "Der neue Herr". Es folgten 1896 „Heinrich und K-lnrich- ®efd)(ed)t." Die I-id-nsch°st. !ich?Inbrunst, mit der Wildenbruch an Deutschlands Aufgaben in Gegenwart und Zukunft glaubte, oer- fehUe nicht ihre Wirkung. und 1920 Mitglied der Reichsschukonserenz. Seit 1918 war er Vorsitzender des hessischen Landesverbandes der höheren Beamten, 1911 bis 1922 Vorstandsmitglied im hessischen Beamtenbund, 1921 Mitglied des Zentralausschusses der höheren Beamten Deutschlands, seit Gründung (1921/22) Vorstandsmitglied des Reichsbundes der höheren Beamten und seit Gründung (1923) Aufsichtsratsmitglied der Reichsbundbank' So war seine Tätigkeit längst hinaus- gewachsen über Hessen und über die pädagogische Tätigkeit. 'Sein Name hatte bei allen höheren Beamten Deutschlands einen guten Klang, und sie zeigten ihre Dankbarkeit zu diesem Mann in der „Altendorf- Stiftung" Wenn die Zeilen dieses Nachrufes mehr sind als gewöhnlich, so möge das auch damit gerechtfertigt sein, daß der Verstorbene auf seinem Krankenlager, dessen Ausgang er klar ooraussah, mehrfach den Wunsch geäußert hatte, daß an seinem Grab außer dem Pfarrer keiner reden solle! In der Tat lebend und sterbend. „Er war ein Mann, nehmt alles nur in Allem, v. G. Der Ruf nach deutschen Pflauzennamen ist zweifellos berechtigt. Es war deshalb begrüßenswert, daß sich der Deutsche Sprachverein schon sehr früh dieser Aufgabe annahm. Bei den genaueren Untersuchungen stellte sich, wie Franz Heilig in der „Muttersprache", der Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins, berichtet, heraus, daß ein bedeutender Teil unserer heimischen Pflanzenwelt mit durchaus zweckentsprechenden deutschen Namen versehen ist Nur für eine Minderheit war eine Aenderungi oder Verbesserung wünschenswert. Immer aber! nationalen Erlöser von der Seichtheit der zeitgenössi- fhen Bühnenkunst mit Begeisterung begrüßten und i ihm einen zweiten Schiller erblickten, war er in fen Auaen der anderen ein geschickter Routinier, der Ms« vor den unwahrscheinlichsten Theateressekten nckit zurückschreckte. Es ist zweisellos em nicht zu unterschätzendes literarhistorisches Verdienst Wilden- b-uckis aewesen, daß er als einer der Ersten das -Wmfie für große geschichtliche Stosse ins Leben res Und trotz manchem Vorbehalt bleibt doch im> „ h' ginreißende Schwung und der glühende Patriotismus, von dem die Gestalten seiner Dramen erfüllt find, bewundernswert. Wildenbruch verbrachte eine ungewöhnliche 3u- n»®ieit, die feine lebhafte Wntojte ftort befrud). i die Er wurde am 3. Februar 184S als Sohn emes vreußifchen Generalkonfuls in Beirut in Syrien ge- Aren Mit dem Vater kam der Knabe zuerst nach i Athen später nach Konstantinopel Anfangs sollte Wildenbruch die militärische Laufbahn °-n|chlag°n. Qt wurde im Kadettenkorps erzogen und trat 1863 It ein Potsdamer Garderegiment em. Aber der mili- terische Dienst befriedigte ihn nicht, und fo roanbie er sich 1867 dem Studium der Rechte ziu Der Krieg 1870 fah ihn auf den französischen Schlacht- silde?n. Während der gleichaltrige Detlev von,Lilien- c-on mit Leib und Seele Soldat war, suhlte sich vrnft von Wildenbruch nur wohl, wenn er sich in h » deutsche Vergangenheit versenken konnte. Im Jahre 1877 kam Wildenbruch in das Auswärtige Amt nach Berlin und wurde Geheimer Le^a- tensrat Er selbst bezeichnete es als em Gluck, L.ismarcks Gehilfe fein zu können Lange bevor Wildenbruchs erstes Stuck ausge- mußte dabei beachtet werden, Namen zu finden, dis allgemein anerkannt werden, und die sich das Volk auch wirklich innerlich aneignet, denn unpassende, schwerfällige oder gar abgeschmackte Namen setzen sich niemals durch. Nicht alle Pflanzennamen können verdeutscht werden. Viele, wie z. B. Lilie, Narzisse, Malve, Platane, Aster, Reseda, Rose u. a. sind schon so volkstümlich geworden, daß auch der entschiedenste Gegner der Fremdwörter gegen sie keinen ernstlichen Widerstand erheben wird. Es ist z. B. völlig abwegig, für die Kartoffel die Bezeichnung Erdapfel vorzuschlagen und die Tomate in Zukunft Paradiesapfel nennen zu wollen, wobei übrigens vergessen wird, daß Paradies wieder ein neues Fremdwort ist. — Für die Arnica montana finden wir in der Literatur den Namen Wohlverleih, während die Pflanze ursprünglich nach dem Wolfe genannt und wohl erst später wegen ihrer Heilkraft umgedeutet wurde. Das Volk sagt tatsächlich Arnika, weshalb dieser Name in den Büchern auch so angeführt werden sollte. Das gleiche gilt für die Anemone, für die man sich vergebens bemüht hat, die Uebersetzung Windröschen in Anwendung zu bringen. Immer wieher stellen wir fest, daß ,Sas Volk seine eigene Namengebung hat, die es unbekümmert um Lehrbuch und Schule beibehält". Jedenfalls sollten sinnwidrige Umdeutungen von Namen unterbleiben Der deutsche Name Küchenschelle für die Pulsatilla ist einfach unrichtig, denn es besteht gar kein Zusammenhang mit der Küche. Diese Pflanze hat ursprünglich richtiger Kuhschelle geheißen, weil die Blüte den Schellen weidender Kühe gleicht. Eine glückliche Bezeichnung hat man jedoch für die Pulsatilla vulgaris in manchen Gegenden mit dem Namen Osterglöckchen gefunden. Auch der Name Kälberkropf (Chaerophyllum) ist entstellt. Man hat einen Zusammenhang mit dem Kalb nicht nachweisen können. Vielmehr scheint hier eine Umdeutung aus Kerbel vorzulieqen, wahrscheinlich im Hinblick darauf, daß der Stengel unterhalb der Knoten verdickt ist. Hier wäre also besser Kerbel- kropf anstatt Kälberkropf zu sagen Man könnte diese Beispiele noch um eine große Reihe vermehren. Bei der Verdeutschung von Pflanzennamen bleibt es immer das Wichtigste, Bezeichmmaen zu finden, die einerseits das besondere der Pflanze ausdrücken und die anderseits in den Sprachschatz agoge Georg Kerschensteiner in München gestorben (geboren 1854). Veränderung im Gießener Stadtrat. Von der Kreisleitung Gießen der NSDAP, wird mitgeteilt: , , v . Der Pg. Oberingenieur Kurz hat den Kreisleiter gebeten, ihn von seinem Mandat als Stadtratsmitglied zu entbinden. Der Kreisleiter hat diesem Ersuchen stattgegeben unter Anerkennung seiner für die Stadt Gießen geleisteten Verdienste, und ihn ersucht, .seine politischen Aemter weiter zu behalten. Nachstehender Bericht über die Marine-Hitlerjugend, von dem Gießener Marine-Hitler- jugendführer K. Gräfingholt. soll die Bevölkerung Gießens davon in Kenntnis setzen, daß es in Gießen eine Jugend gibt, die als eine Abteilung der Hitler-Jugend bestrebt ist, werbend und zugleich mahnend den Gedanken an Seefahrt wachzuhalten und zu fördern. Wenn wir in der Welt Achtung und Geltung haben wollen, so brauchen wir einen Überseehandel, der dem Ausland gegenüber Zeugnis ablegt von dem deutschen Willen zum Aufbau und zur friedlichen Zusammenarbeit der Völker Wir wenden uns deshalb an die deutsche I u - gend, mit zuhelfen an dem Werk der Erneuerung und sich einzureihen in die Scharen derer, die ihr ganzes Sein für die deutsche Seegeltung in d e r W e l t einsetzen Erhard Waag, Abteilungsleiter P im Bann 116. Die Morme-tzttlerjuaend In zähem Ringen müht sich das deutsche Volk um die Wiedererlangung seiner einstigen See. und Weltgeltung. Der Wille hierzu ist neu erwacht Seefahrt und Seegeltung sind aber nicht allein Sache der unmittelbar daran interessierten Küstenbevölkerung, sondern auch der ganzen Nation! Kann man aber durch eine volkstümliche, erfolgversprechende Werbung auch alle Bevölkerungsschichten des Binnenlandes dafür gewinnen? 3a, durch eine Seesportbewegung? Ein großer Deutscher, der Turnvater Iah n, gab uns ein klassisches Beispiel, wie man ein zermürbtes Volk zu einer kraftstrotzenden, selbstbewußten Nation erziehen kann Am Samstagnachmittag wurde von drei Stürmen der SAR. I unter Führung des Sturmhaupt- führers Röhr, der mit der Führung des Sturmbanns beauftragt ift, die Fahne der Ortsgruppe Gießen des Stahlhelms BdF. feierlich von der Wohnung des Ortsgruppenjührers, Oberstleutnant a. D. L o p p e, in der Marburger Straße nach der Wohnung des Standartenführers der SAR. I, Standarte Oberhessen, Petri in der Alicenstrahe überführt. Unter Vorantritt der Spielleute und der Stahlhelmkapelle marschierten die Stürme in ausgezeichneter Marschdisziplin mit zackigem Schritt nach der Marburger Straße, wo sie unter den Klängen des Präsentiermarsches die Fahne in Empfang nahmen. Dann ging der Marsch in straffer soldatischer Art weiter durch die Walltorstraße, | Kirchenplatz, Schulstrahe, Sonnenstrahe, Kreuzplatz, wo die Stürme vor der Wohnung des Standartenführers Petri ausmarschierten. Nachdem Sturm» hauptsührer Röhr die Fahne und die Stürme dem Standartenführer Petri gemeldet hatte, schritt dieser die Front ab und begrüßte die einzelnen Stürme mit dem Hitlergruß. Hierauf wurde die Fahne feierlich nach ihrem neuen Standort verbracht. Anschließend folgte der Abmarsch der Stürme nach ihrem Standquartier, dem Stahlhelmheim. Sowohl beim Abholen, wie auch bei der Ueberführung der Fahne wurden dem ehrwürdigen Feld- Zeichen und den drei Stürmen der SAR. I, die durch ihre gute soldatische Haltung den besten Ein- druck machten, von einer großen Menschenmenge Aus Oer PrommialbauptflaDt Dberstuviendirektor Otto Altendorf -f. «Eine markante Persönlichkeit unserer Stadt aus dir älteren Generation ist in der Nacht von Freitag di| Samstag von uns gegangen. Menschlich gedacht, nar es eine Erlösung für ihn, der viele Monate sciwer gelitten hat. Aber für viele von uns bedeutet e: ein schwerer Verlust. A 1 tendorf trug sein ß ben lang den Stempel der rheinhessischen Heimat, dr er entstammte. Er war geboren am 7. Mai ltö9 zu Bubenheim und stammte aus wohlhabende bäuerlichen Verhältnissen. So war er eine aufrichte, starre Natur, die sich keinem beugte, Über- 3ugt von dem, was er für recht hielt, gerade und or en, aber auch voll Verständnis, wo ihm ein Wi- btrftanb entgegentrat, für die gleiche Naturanlagen. Hchbegabt für alles Schöne und Gute, war er ein bqeifterter Verehrer der Kunst und der Dichtung. 3!m selbst stand die Muse der Dichtkunst zur Seite. Eine Uebersetzungen von Sophokles Antigone und Qkripibes Hippolytos sind Meisterwerke unb erlebte! Bühnenaufführung. Er bichtete „Wanberlieber fr ben Vogefen- unb Vogelsberger Höhenklub", d große Verbreitung fanben. Der Natur war er a s Herz gewachsen. Er kannte unb liebte sein beut» sctes Vaterlanb mit seiner reichen Schönheit Er ro:r gewandert vom Wasgau bis zum Böhmerwald, bi> zu ben Grenzen bes beutschen Sprachgebietes. (81 war ein gründlicher Kenner der Alpen Deshalb hi ß es auch bei ihm „Deutschland, Deutschland über ales!" So half er als früheres eifriges Mitglied bc- Alldeutschen Verbandes das Dritte Reich vorbe- nten Er war ein begeisterter Verehrer Bismarcks, bd er oft in Reden feierte. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches dichtete er in glühender Va- telanbsliebe „Gebächtnis und Gelöbnis" Die Nie- brtrad)t der schwarzroten Herrschaft mußte er fe ift an sich in feiner Friedberger Zeit erfahren. Fr das Auslandsdeutschtum war er unermüdlich täiig, schon zur Zeit des Burenkrieges, in dem ein jmgerer Bruder gegen die Engländer mitfocht Ob- w hl er selbst Königs Rock getragen hatte, mußte et im Weltkrieg aus dienstlichen Gründen zu Haufe bliben. Dort kommt in langsamer Fahrt ein Auto bergabwärts gefahren, ohne Schneeketten. Alle Vorsicht. ------ . - • v - hilft da nicht. Wie ein störrischer Ochse widersetzt Seltersweg, Frankfurter Straße zur Alicenstratze. sich der kostbare Wagen geschicktester Führung. Bald nr °M’ schlenkert er nach rechts, bald dreht er sich nach links, und ob der Chauffeur auch bestens lenkt, schon ist Ernst von Wildenbruch. 3u seinem 25. Todestage am 15. Januar. Von Werner Hillbnng. 1791: der österreichische Dichter Franz Grillparzer in Wien geboren (gestorben 1872): 1932: der Päd- trage. Ls ist verständlich, daß ein Mann mit solchen Er- foirunqen und inneren und äußeren Erleben als S^ulmann auf dem rechten Platz stand. Nach Besuch br Volksschule seiner Heimat unb mehrerer Pri- vcranstalten würbe er Schüler bes Mainzer Gym- nc'iums. Hier würbe in ihm seine Liebe zur Antike utD zum Humanismus fürs Leben gewurzelt Er st'.dierte, vielseitig wie er war, in Leipzig, Mün- chn, Berlin unb Gießen. Nach Erlebiqung bes qäb- eiOgischen Seminars am Neuen Gymnasium zu Trrmftabt fanb er halb verschiebene Verwenbungen uri) würbe 1899 „Reallehrer" bzw. „Oberlehrer" an ir Realschule zu Butzbach. Aber bie päbagogische j): upttätigfeit seines Lebens war boch am Gym- nilfium zu Gießen von 1900 bis zu seiner am 1. Ok- twer 1933 erfolgten Pensionierung, nur unterbrach n burch bie zehn Jahre als Direktor ber Augu- stnerschule in Friebberg. Seit 1927 war er, sein ßEbensroerf krönenb, Dberftubienbireftor bes Lanb- gmf-Lubwias-Gymnasiums zu Gießen. Viele Gene- nrionen Schüler haben zu feinen Füßen gesessen uifc werben ihm bie Dankbarkeit unb Anhänglichkeit flirr das Grab halten: denn er war ihnen mehr als öftrer, er war ihnen Freund. Den Höhepunkt seines Artens am Gießener Gymnasium, die Einweihung dis Denkmals für die gefallenen Lehrer unb Schält seiner Anstalt, seine eigenste geistige, künstlerische Cchöpfung, sollte ber schon sieche Mann nicht mehr ir tseiern bürfen. Besondere Sorgfalt verwandte A l t e n b o r f auf b?s ihm unterstellte pädagogische Seminar, bas er z hoher Blüte brachte durch hervorragendes Ge- sc ick und unermüdlichen Fleiß Die Seminarbiblio- tof einigermaßen auf modernen Stand gebracht zu blben, ist sein Verdienst Das konte er traft seiner j-wattigen Kenntnis unb Belesenheit in ber Literatur fen Lehrern seiner Anstalt war A l t e n b o r f stets n wohlwollender und gerechter Vorgesetzter und teuer Mitarbeiter in der gemeinsamen Aufgabe ber i dwtschen Jugenderziehung und Ertüchtigung. Aber jene pädagogische Tätigkeit erschöpfte sich nicht khra moros. . ! Von 1911 bis 1928 war er Vorstandsmitglied im I Mischen Philologenverein, von 1911 bis 1925 im ksesamtvorstand des deutschen Philologenverbandes W. Hitler schafft Arbeit! 6000 Gesellschaft für öffentliche Arbeiten Mittet für Stra- 6500 Tagewerke 3125 4400 12000 11900 6400 5800 10500 1150 67775 iq des Land- Vie das Staatspresseamt des hessischen Staatsministeriums der Landesstelle hessen-Rafsau des henbau zur Verfügung gestellt. Rachstehend eine Aufstellung der demnächst zur Ausführung kommenden Arbeiten: Provinz Starkenburg. Ausbau der Provinzialstrahe Mühlheim— Lämmerspiel — Hausen — Obertshausen km 0,60—3,30; 4,00—5,20; 6,10—7,05 Kleinpflasterung zwischen Hühnlein und Gernsheim bei km 7,110—9,110 Provinz Rheinhessen. Ausbau der V-Strahe Oppenheim—Undenheim—Wörrstadt von km 14,2—16,6. Fahrbahn in Zementfchotter. Ausbau der B-Straße Rieder-Olm, Stadecken-Kreuznach von km 0,00—3,00. Fahrbahn in Teermakadam Provinz Oberhefsen Mittel- und Kleinpflasterherstellung auf der Fernverkehrsstraße Rr. 49 zwischen Alle Aufwendungen, die Zwecken des zivilen Luftschutzes dienen, können bei Ermittlung des Einkommens aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft und aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichen Vermögen (einschließlich des Mietwerts der Wohnung im eigenen Haus) für Zwecke der Einkommensteuer und Korperschaftssteuer im Steuerabschnitt der Ausgabe voll abgesetzt werden. Wir fordern die Hausbesitzer auf, umgehend an die Herstellung von Luftschutzkellern bzw. -räumen heranzugehen. Auskunft durch die Bauberatungs- stelle des Reichsluftfchutzbundes bei dem städtischen ,u£nb Trefbauamt und auf dem Büro des Reichsluftfchutzbundes, Gartenstraße 3 (Gaswerk) ?? oie Frist für die Gewährung der Zuschüsse a m 31. Marz ablauft, ist größte Eile notwendig. Bilder aus dem hessischen Oorfleben stellten den zweiten Teil des Abends dar. Man sah zunächst eine Bauernstube in der Vorbereitung zur Spinnstube, sodann erhielt man einen Blick in eine hessische Spinnstube selbst und schließlich machte man Bekanntschaft mit einer nächtlichen Dorfstraße nach der Spinnstube. Auch bei diesen drei darstellerischen Bildern gab Georg h e ß, der die Hauptrollen verkörperte, mit seiner prächtigen heimatlichen Dichtkunst eine eindrucksvolle Schilderung des dörflichen Lebens und Geschehens in unserer engeren Heimat. Er packte damit seine Hörer und Zuschauer ebenso stark und mitreißend, wie im ersten Teile des Abends. Bei der Ausgestaltung der Bühne war das Bild eines oberhessischen Dörfchens in anerekennens- werter Weife gut getroffen. Dieser Teil des Abends und damit die Veranstaltung als Ganzes schloß ab mit einer begeisterten Huldigung für das Werk und das Reich des Führers Adolf Hitler, zugleich mit einem starken Treugelöbnis für das Dritte Reich, dessen mit dem gemeinsamen Gesang des er- ten Verses des Horst-Wessel-Liedes gedacht wurde. Georg Heß und den Trachtengruppen wurden langanhaltende, herzliche Kundgebungen des Dankes und der Anerkennung dargebracht. Die neue heimatliche Dichtung von Georg Heß, die er bei dem Heimatabend selbst in Szene setzte, ist ein neues wertvolles Geschenk für seine Heimat und ihre Bewohner, ein Geschenk, das rückhaltlos alle Anerkennung verdient, weil es berufen ist, eine schöne Mission beim Wiederaufbau unseres deutschen Volkstums zu erfüllen. Oer Tag des deutschen Ochäferbundes i Die Ortsgruppe Gießen des Vereins für deutsche Schäferhunde hat mit Einverständnis des Winter- Kommunalpotitische Tagung 5000 nationalsozialistische (Scmcittbcücrfrcfcr in Frankfurt GPA. Frankfurt.a. M., 14. Jan. heute vormittag fand in Frankfurt a. M. eine große kommunalpolitische Tagung der nationalsozialistischen Gemeindevertreter )es Gaues Hessen-Nassau statt. Der ne» ige Saal des Hippodroms war überfüllt, als der Leiter der kommunalpolitischen Abteilung, Bürger- melster Pg. Linder, den Gauleiter, Reichsstatt- ^Uer Sprenger, den Leiter der kommunalpo- lltischen Abteilung der Reichsleitung, Oberbürger- meister Pg. F i e h l e r - München, und dessen Stellvertreter Pg. Treff- Berlin begrüßte. Gauleiter Sprenger Gemeindevertretern in Herzerfrischen- ble nationalsozialistische Fraktur des alten SS f b rr,ftl6 Nicht einhlillen läßt van dem "taub seelenloser mechanischer VerwaUungsarbeit. Schellnhausen und Romrod von km 39,00—41,00 Herstellung einer Zcmentschotterdecke auf der 6-Strahe Rr. 63 zwischen Steinfurth und Bad -Rauheim von km 8,940—11,328 Kleinpflasterherstellung auf der v-Strahe Rr. 7 Hersfeld—Selters- Ortsdurchfahrt Lihberg von km 74,657—75,174 Klcinpflafterhersiellung auf der l)-Straße Rr.5Gießen — Gelnhausen von km 51,389—53,154 Kleinpflasterherstellung auf der 8-Straße Rr. 84 Dorn-Afsenheim —Reichelsheim—Bingenheim von km 9,595—10,495 Kleinpflasterherstellung auf der Bl-Straße Rr. 199 L e h n h e i m —h o m b e r g— Lehrbach von km 14,250—15,150 Kleinpflasterherstellung auf der Bl-Straße Rr. 199 Lehnheim—Homberg—Lehrbach, Ortsdurchfahrt Homberg von km 16,523—16,823 Unser oberhessischer Heimatdichter Georg Heß- Leihgestern schenkte am Samstag im sehr gut besetzten Gießener Stadttheater einer großen Gemeinde von Freunden der heimatlichen Volkskunst einen schönen und denkwürdigen Abend. Aus seiner tiefen Verwurzelung mit dem heimischen Volkstum in Land und Stadt und mit dem oberhessischen Heimatboden hat Georg Heß ein neues Werk seiner Dichtkunst geschaffen, das er „Hessisch Volk bei Gang und Tanz" ct c6.ber halensaqd in Hessen. In Hessen beginnt die Schonzeit für Hosen am 15. Januar. Offen ist in Hessen nach dem 15. Ja- m-afLI!Ur-no$ bie 3Q9b auf wilde Kaninchen und Wildschwerne. Un_f.äH[ auf Glatteis. Der im Oberhof ^erk) wohnhafte 32jährige Schriftsteller Heinrich h a rtma n n glitt am Samstag auf einer* Bereiften Stelle aus und stürme so unglücklich, daß er einen Oberschenkelbruch erlitt und von beri Frei- willigen Scm'tätskolonne in die Eknrurgische Klinik gebracht werden mußte. Ein gleicher Unfall er» eianete sich am gleichen Taae in Dutenhofen. Der 7?.'0hrlge Bahnarbeiter i. R. Jakob Mehrum m Cinrum über der Straße sein Enkel abholen wollte, auf dem Glatteis aus und erlitt ebenfalls einen Oberfchenkelbruch. Die Gi»ße° ner Sawtatskolonne brachte auch diesen bedauerns- werten Verunglückten in die Chiruraische Klinik, r tfaHcne ?Retcb5bantnoten im Um* lauf. In Westdeutschland taucht eine neue Fälschung von 20-Reichsmark-Scheinen der Ausgabe vom 11. Oktober 1924 auf, deren Barner durch besondere Weichheit und Glätte auffällt. Das Wasserzeichen ift auf der Rückseite durch einen leichten gelblichen Aufdruck vorgetäufcht. Die Blindvräaung auf der Schauseite rechts von dem weiblichen Bildnis zeigt nur schräagekreuzte Linien. In den hier* durch gebildeten Karos fehlen die ausfüllenden Querstriche. Das weibliche Bildnis macht einen verschwommen-m Eindruck. Die Seriennummern sind auf der Rückseite statt mit schwarz-orüner Farbe mit grasgrün-r Farbe aufgedruckt. Für die Auf- deckung der Fälfcherwerkstatt s"tzt die Reichsbank eine Belohnung bis zu 3000 Mark aus. Hessisch Volk bei Gang und Tanz Gin prächtiger Heimatabend im G.eßener Stadttheater. Immer wieder von stürmischen Zustimmungserklärungen unterbrochen, erklärte er, daß es auch für den nationalsozialistischen Gemeindeverwalter die höchste Ehre fein müsse, das Braunhemd zu tragen, und daß man bei aller Arbeit nicht vergessen dürfe' Nationalsozialist zu sein. Nichts veranschaulicht das Maß, in dem die NSDAP, den Staat beherrscht und weiterbildet, wirksamer, als das äußerliche Bild dieser Kundgebung. Denken wir zurück an all den Terror, mit welchem die kommunalen Inhaber der örtlichen Polizeigewalt uns drangsalierten, so denken wir auch daran, wie wir uns damals schon zu kommunalpolitischen Tagungen zusammenfanden, wo keiner von uns im Amt war, es höchstens werden wollte. Aufgabe des Kommunalvertreters ist, natlonal- sozialiftifch zu leben, Opfer zu bringen und ein Zwei Vorschläge zur Freizeitgestaltung Lpd. Frankfurt a. M., 13.San. Im Rahmen der ersten Abendveranstaltung der Feierabend- Organisation b e r Deutschen Arbeitsfront für die Arbeiter und Angestellten des Verwaltungsgebäudes der IG.-F a rbenindustrie, Frankfurt a. M., machte das Vorstandsmitglied und Mitglied des Zentralausschusses der IG., Professor Lelck, Ausführungen über die Freizeitge * staltung. Er sagte u. a.: Die Freizeit, die "uns besonders an dem freien Samstag und Sonntag zur Verfügung steht, muß derart angewandt werden, daß wir sowohl den G e m e i n s ch a f t s g e i st, wie auch das Leben der einzelnen Persönlichkeit, die mit der Gemeinschaft untrennbar verbunden ist, fördern. Er schlage vor, daß man aus dem Samstag einen Tag der Gemeinschaft oder des Staates und aus dem Sonntag einen Tag der Familie und der Kultur mache. An dem Tag der Gemeinschaft müßten wir alle'in geeigneten Verbünden in Gottes freie Natur hinausmarschieren, edlen Gemeinschaftsgeist bei Sport und Spiel und Marsch pflegen und so Körper und Geist stählen. Kein Mitglied der Belegschaft, ob jung oder alt, dürfte bei solchen Veranstaltungen fehlen, die wirklich geeignet wären, Gemeinsinn und Gemeinschaftswirken zu fördern. Der Sonntag müßte dann im Kreise der Familie und näheren Freunde zug- bracht werden. Er müßte sein ein Tag des Glückes in der Familie und der inneren Sammlung und der Hingabe an die hohen Werte unserer deutschen Kultur. „Die gesunde Krau — gesundes Volk." Die hessische Negierung ermöglicht kinderreichen Müttern unentgeltlichen Besuch des Lundestheaters. Lpd. Darmstadt, 13. Ian. Die Wanderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums „Gesunde Frau — gesundes Volk" wurde hier heute in Anwesenheit von Staatsminister I u ng, der Bürgermeister Haug und Kopp und anderer Ehrengäste eröffnet. Nach der Begrüßung durch Derkehrsdirektor Mischer nahm Staatsminister Jung das Wort. Er überbrachte die besten Wünsche des Herrn Reichs- tatthalters in Hessen, Sprenger, und erklärte, daß er diese Ausstellung um so lieber eröffne, da sie ein Werk von ganz besonderem Wert darstelle. Sie olle zeigen, daß die deutsche Frau körperlich gesund erhalten und ihr eine dauernde geistige Frische verliehen werde. Gerade die Frau in den Familien der sog. unteren Stände sei ein geplagtes Wesen, und es fehle ihr oft die Möglichkeit, sich geistig zu erholen, um den Kampf mit dem Dasein bestehen zu können. Die F r e i z e i t o r g a n i s a t i o n „K r a f t d u r ch Freude" werde auch hier eine Bresche schlagen. Die hessische Regierung mache von sich aus den Anfang damit, daß von jetzt ab jeder Frau, die mehr als drei Kinder geboren Halle, jeden Monat einmal der kostenloseBesuch desLandes- theaters ermöglicht werde. Im gleichen Sinne wurden auch Verhandlungen mit den Lichtspielhäusern gepflogen werden. Im Namen der Darmstädter Aerzte sprach Dr. S ch u ch a r d t, der der Hoffnung Ausdruck gab, die Ausstellung möge eine wertvolle Hilfe sein im ^ampf gegen die vornehmste Aufgabe, nicht nur Krankheiten zu heilen, sondern vor allem zu verhüten. Anschließend übernahm Dr. Schucharbt die Führung durch die Ausstellung. benannte und das von ihm und einer Anzahl Trachtengruppen in wirkungsvoller Weife im Gießener Stadttheater zur Erstaufführung gebracht wurde. Dem Heimatdichter und dem Abend gereichte es dabei zur besonderen Auszeichnung, daß Ministerialrat Ringshausen als Führer der Landschaft Rheinfranken-Nassau-hessen im Reichsbund Volkstum und Heimat persönlich zu der Erstaufführung erschienen war und seiner vollen Befriedigung wiederholt sichtbar Ausdruck gab. Die Trachtengruppen waren von folgenden Orten gestellt: Hüttenberger Tracht aus Niederkleen bei Butzbach und Watzenborn (Kreis Gießen), die Marburger Tracht aus Erxdorf (Kreis Marburg), die Schwälmer Tracht aus Röllshausen (Kreis Ziegen- O^in), die Katzenberger Tracht aus Ruhlkirchen (ftreis Alsfeld), die Schützer Tracht aus Hartershausen (Kreis Lauterbach), die Tracht der Rhön aus Gersfeld in der Rhön. 5)err Luft- Gießen leitete den wertvollen Abend mit einem Vorspruch ein, in dem der Heimat ein wohlverdientes herrliches Loblied gesungen wurde und die hohen ideellen Werte des mit feiner Heimaterde verwurzelten bodenständigen Volkstums in treffenden, eindringlichen Worten zur Geltung kamen. Als anschließend der Vorhang hochging, sah man auf der Bühne in großem Halbkreis gruppiert das prächtige Bild der verschiedensten Trachtengruppen mit ihrem künstlerischen Führer Georg Heß selbst in der Nolle des alten hessischen Bauern. Der farbenfrohe Aufmarsch dieser Trachtengruvpen wurde allenthalben mit herzlicher Freude begrüßt. Georg Heß leitete sodann feine Darstellung des „Hessisch Volk bei Sang und Tanz" mit einer längeren Ansprache in Versform ein, in der er das wurzelechte Volkstum der oberhessischen Heimat schilderte, die mannigfaltigsten Beziehungen zwischen Stadt und Land besprach und erneut feine bei früheren ähnlichen Gelegenheiten schon immer ins Bolk getragene, anerkennenswerte Parole ausgab: „Stabt und Land Hand in Hand", ba nur auf diese Weise bas vom Führer und der neuen Staatsidee getragene Aufbauwerk gelingen kann, hierauf ließ Georg h e ß Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Trachtengruppen aufmarschieren, die in fein geschliffenen Versen der Dichtung über ihre Heimat berichteten und dergestalt zum Künder und zugleich Werber für ihre engste Heimat wurden. Zuerst hörte man mit Freude eine Vertreterin des Hüttenbergs, dann folgte ein Mädel aus dem Marburger Land, hierauf kam die Schwälmer Tracht durch ein junges Bauernmädel und einen jungen Bauer zur Geltung, anschließend folgte die Katzenberger Tracht (die Gegend zwischen Schwalm und Antrift), sodann horte man den „Balser" in der Schützer Tracht, ihm folgten Madels aus der Rhön und hierauf wieder Vertreterinnen aus dem Hüttenberg. Sm Anschluß an die Vorträge der heßschen Heimatdichtung durch die Vertreterinnen und Vertreter der Trachtengruppen sprach Georg h e ß selbst Der» nndenbe Texte zwischen dem Gesang verschiedener choner Volkslieder, wie sie namentlich noch auf bem Lande in Geltung sind, wobei die Kapelle Bender aus Watzenborn in schöner Weife die instrumentale Begleitung stellte. Natürlich fehlte in diesem Zu- ammenhange auch die Darstellung eines gemütlichen werden, vorgenommen werden. Gruppen von Hirten-, Sanitäts-, Meldehunden usw. werden gezeigt. Kein deutscher Schäfer-Hunbebesitzer unb -oe- sitzerin in Gießen unb Umgegend darf bei der Veranstaltung fehlen, auch diejenigen Schäferhunbe- Besitzer, welche dem Verein nicht angehören. Die Tiere brauchen nur mit einem guten Halsband unb Leine versehen zu sein, bissige Tiere evtl, mit Maulkorb. Die Vorsitzenden der einzelnen Vereine werden ersucht, ihre Mitglieder noch besonders auf die Veranstaltung hinzuweifen. Vorerst wird gebeten, Zusage umgehend (Land- graf-Philipp-Platz 1) an den Unterzeichneten zu richten. heil Hitler! Georg Klos. Auch ein Wmterfeidzug Der Winter mit seinen schrecklichen Härten hat in Deutschland wieder festen Fuß gefaßt. Viele unserer Volksgenossen haben sehr unter ihm zu leiden, denn sie sind so arm, daß sie allein den Kampf gegen die Winternot, gegen hunger und Kälte nicht bestehen können. Des ganzen deutschen Volkes großes Winterhilfswerk, das ein schlagender Beweis einer ireuoerbunbe» nen nationalen solidarischen Gesinnung ist, findet seinen erfreulichen Höhepunkt in bem „Feldzu g", den die Lotterie des Winterhilfswerks begonnen hat. Auf allen Straßen und Plätzen fordern ihre „Soldaten", die mit grauen Pelerinen bekleidet sind, auf, den Angriff gegen hunger und Kälte mit dem Kauf ihrer braunen Lose zu unterstützen. Dreißig Millionen Lose, von denen jedes nur 50 Pfennig kostet, sind auf diese Weise im Umlauf. Und zwar sind es 30 Serien zu je 1 Million Lose! Jede Serie enthält einen Hauptgewinn von 5000 RM. unb eine Prämie von 5000 RM. Darum barf nie- man-b den Prämienabschnitt wegwerfen! Gewinne bis zu 5 RM. werden gleich vom Verkäufer ausgezahlt. Die anderen werden auf den Geschäftsstellen der Lotterie, in sämtlichen Lotteriegeschäften, öffentlichen Spar- unb Girokafsen unb Banken, sowie durch die Reichsleitung der NSDAP., Abteilung Lotterie, eingelöst. Eine eigentliche Niete kann niemand ziehen, denn in diesem braunen Losumschlag befinden sich drei schöne Karten, die Abbildungen aus 2000 Jahren deutscher Geschichte darstellen. Also ein dreifaches Sieg-Heil zu diesem „Winter- feldzug". ReichSzuschüffe für den Bau von Lustschuhkellern und -Räumen. Vom Reichsluftschutzbund, Bezirksgruppe Ober- Hessen-Gießen unb Ortsgruppe Gießen, Bezirks- gruppenleiter Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen), wirb uns mitgeteilt: .Alle Hausbesitzer unb sonst in Frage kommende Kreise machen wir hiermit, auch im Interesse der Arbeitsbeschaffung, ausdrücklich darauf aufmerksam, daß der Herr Minister der Luftfahrt, mit Verfügung vom 18. November 1933 L. S. II la Nr. 4078/33, im Einverständnis mit bem Herrn Arbeits- minifter, für Luftschutzraumbauten unb Arbeiten folgenbes bekannt gibt: Gemäß Ziffer 6 der Zusatzbestimmung über die Gewährung eines Reichszuschusses unb einer Zinsvergütung für Instanbsetzung unb Ergänzungsarbeiten an Gebäuben jeder Art, wird insbesondere auch für den Ausbau von Räumen für Zwecke des Luftschutzes ein Reichszuschuß gewahrt, der 50 v. h. der Kosten, im Höchstfälle 1000 Mark beträgt. Außerdem wird neben dem Reichszuschuß für sechs Jahre eine Zinsvergütung zu 4 v. h. jährlich desjenigen Betrages gewährt, den der Antragsteller über den Reichszuschuß hinaus aus eigenen ober geliehenen Mitteln aufbringt. , ferner hat ber Herr Reichsminister der i Fmanzen mit Verfügung vom 10. Oktober 1933 S. 2119—86 III nachfolgendes verfügt: Sm Interesse der Forderung des zivilen Luftschutzes bestimme ich § 131 Absatz 1 AO. gemäß bas folgende: Vorbild für seine Gemeinde zu fein. Auch soll er nicht vergessen, daß der Staat nichts ist ohne die UarteL Die lebendigen Kräfte liegen im NationalsoziaNs. mus und letzten Endes in der deutschen Jugend. Di- Tätigkeit der Partei ist und bleibt die in bie Tot umgesetzte Logik. Wer nicht begreift, baß die Par. tei bas Primäre ist, soll endlich aufhören, in Nationalsozialismus zu machen. In Hessen haben wir freie hanb, dem nationalsozialistischen Ge. meindevertreter die Macht unb die Rechte zu geben, um sein Amt verantwortungsvoll zu verwalten. Durch bas neue preußische Gemeinbeverwaltungs. gesetz ist in Preußen Gelegenheit gegeben, bis zuin 1. April 1934 Orbnung zu schaffen, ein Gesetz, bas angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse anschei- nenb noch nicht so gestaltet werben konnte, baß es als lückenlos angesehen werben kann unb jcbenfafls burch ein kommunales Reichsgefetz abge. löst werben wirb. Nachdem der Gauleiter unter den Heilrufen der gewaltigen Versammlung mit seinem engeren Stab bie Tagung verlassen hatte, um anberen dienstlichen Verpflichtungen nachzukommen, hielt Pg. Treff. Berlin einen Vortrag über bie geschichtliche Entwicklung ber Gemeinbeorbnung, ber in gewissenhaft ter Grünblichkeit ben Zuhörern einen guten lieber- blick vermittelte. Das Hauptthema behandelte in packender Weise ber Amtsleiter für Kommunalpolitik bei der Reichsleitung, pg. Oberbürgermeister Fiehler-München. Keine Redensarten ober Schlagworte, sondern Schiß berung praktischer Beispiele aus ber (Bemeinbearbeit ließen bie vielen Tausenbe in größter Aufmerksamkeit folgen. Immer wieder kam ber Beifall zum Durchbruch. „Nicht der Paragraph, sondern der Sinn desselben muß richtunggebend sein. Ueberängstlich- feit grenzt schon an Unfähigkeit, denn sie hemmt bie gesunbe Entwicklung. Es genügt nicht, daß wir die Macht an uns gerissen haben. Wir müssen nun auch willens fein, mit dem gleichen Schwung und derselben Selbstlosigkeit das Volk zu führen, besser zu führen wie die, die hinweggefegt wurden. Die wichtigste Aufgabe in der Gemeinde ist, das Werk des Führers, die Einigung des Volkes, zu unterftühen, zu stärken und zu fördern. Dann wird auch bie wirtschaftliche Verwaltung ber (Bemeinben am besten unb sichersten befruchtet. Die Verpflichtung zur Treue am Führer sollte jeden (Bemeinbeoertreter zu Leistungen anspornen, bie bie Voraussetzung sinb für eine Vollenbung bes nationalsozialistischen Staats." Mit Worten bes Dankes an bie beiden Pg. F i e h l e r unb Treff schloß nach einigen dienstlichen Bekanntmachungen Pg. Bürgermeister Linder die Arbeitstagung, indem er zusammenfassend ausführte: Ein Bürgermeister ist nichts, wenn er nicht gleichzeitig auch Nationalsozialist in Ueberzeugung unb hanblungsweise ist. Wir werden dafür sorgen, daß auch in ber kleinsten (Bemeinbe zuverlässige Nationalsozialisten bie Führung erhalten. In biefer Zuverlässigkeit ber Weltanschauung sehen wir die beste Eignung. Spinnstubentanzes und landsmannschaftlicher Tänze der einzelnen Gruppen nicht, wobei man viele außerordentlich reizvolle Silber im Tanz kennen lernte. Den Abschluß der eindrucksvollen Darbietung bildete eine oon Georg Heß wieder mit gutem Griff dichterisch geschilderte Verbrüderung zwischen otabt und Land, die in dem gemeinsam gesungenen ersten Vers bes Deutschlandliedes ihren Ausklang fand. Langanhaltende stürmische Beifallskundgebun* aen des Publikums dankten dem Dichter und den Trachtengruppen für bie schone Darbietung. Ministerialrat Ringshan.en erschien in diesem Augenblick auf ber Bühne und brachte dem Heimatdichter Georg Heß mit kräftigem Händedruck und mit dem deutschen Gruß seinen Dank und seine Anerkennung, zugleich auch für bie Trachtengruppen, zum Ausbruck. Anschließenb hielt s; Rings Hausen eine Ansprache an bie Besucher, in der er u. a. darauf hin wies, daß der Nationalsozialismus es als eine feiner wichtigsten Aufgaben ansehe, das deutsche Volk wieder zu den wertvollen Gütern feiner Vergangenheit, seiner Scholle und seiner erdgebundenen Kraft zurückzuführen, ihm den Glauben an die Heimat, die Liebe zu den deutschen Volksgenossen und den Glauben an Gott wiederzugeben. Nachdem durch bie nationalsozialistische Revolution bie spekulativen Kräfte der Fremden und die Verherrlichung alles Internationalen ausgeschaltet seien solle auf dem Boden der Liebe zur Heimat, der Liebe zum eigenen Volkstum, des Glaubens an Gott unb an bie starken Kräfte der Heimat, in engster Verbundenheit von Demut und Bescheidenheit, wieder aufgebaut werden. Insbesondere habe sich der Reichsbund für Volkstum und Heimat für dieses Aufbauwerk bereitgestellt, und ihn gelte es darum zu unterstützen und zu fördern, damit das wieder erstehe, was allen guten deutschen Volksgenossen wertvoll sei: ein neues deutsches Vater- mnd, das Reich der Ehre, derTreue, des Glaubens, der Liebe zu Gott und dem Vaterland. (Stürmische Zustimmung.) hilfswerks eine Geldsammlung im Januar für arme Volksgenossen beschlossen. An einem Sonntag im Januar ist Aufstellung mit __... ~ deutschen Schäferhunden. Dann folgt ein Zug durch Reichsministeriums für Volksaufklarung und probte Stadt, wobei Sammlungen von einzelnen Füh->poganda mitteilt, hat ber Generalinfpekteur für bas rem mit geeigneten Tieren, welche von der techni-, deutsche Straßenwesen erneut durch die Deutsche schsn Leitung ber hiesigen Ortsgruppe bestimmt Gesellschaft für öffentliche Arbeiten Mittel für Stra- 9J.4pori Änheit im deutschen Hochschulsport. das Ungarn: * mürben. Dit i SntftSH hen des 2,r' Seltersweg 20 J 267 A beute eintreffend empfiehlt 2660 260 D iHriiiiiiiiiiii»iiiiiiiiiiiiiaiiiiiiiii Lehner Titkos Oie Sportkundgebung auf dem Tiömerberg. Landwirtschaftliches Kntfchuldungsverfahren Hada Oer Kampf. fportführer v. Tschammer und Osten mit den Herren der deutschen und ungarischen Fußball- Verbände. Im Namen der Stadt Frankfurt hieß Oberbürgermeister Dr. Krebs die Gäste willkommen und gab der Freude aller Frankfurter Bürger darüber Ausdruck, daß die alte Mainstadt gerade diesen Länderkampf in ihren Mauern haben dürfe. Anschließend sprach der Reichssportführer im Auftrage der Reichsregierung und des deutschen Sports. Wie später in seiner Ansprache vom Balkon des Römers aus an die unten versammelten roi/- zücht tittto en Besuch r« . ^,o. von 25 Pf. an ine Herinae, 3 Pkund 55 Pf (Kassel) 1:27,4 Minuten. 400 Meter Crawl: Dülfer (Kassel) 7:44 Minuten. 200 Meter Brust: von Düring (Gießen) 3:40 Minuten. ' - - ™ ~ ~ ---- ' 1:35,2 einbe ist. ba« öcs Volkes, jb u förbem. Verwaltung be i befruchtet. L Führer soll: iflen anfpormt Vollendung he die beiden L ) einigen bien: gemeister ßii, zufammensasseii nichts, wenn i lsozialist ii blungsweii aß auch in bt tationalsozialists Averlässigkeit k i Eignung. die würdige Morgenfeier. Oer Anmarsch. Während noch in der Frankfurter Innenstadt auf dem Römerberg sich die große Kundgebung des Deutschland—Ungarn 3:4. Ungarns Nationalelf enttäuscht.-Deutschland ständig im Angriff.— 40000 Zuschauer. (Kassel) mit 1:05,8 Minuten eine recht gute Zeit. Opfer (Marburg) siegte im 100-Meter-Nücken- schwimmen in 1:21,8 Minuten. Im Kunstspringen zeigte Schüler (Gießen) recht oeachtliche Leistungen. Er kam auf eine Punktzahl von 136,63. Ein Wasserballspiel zwischen Kurhessen Kassel und dem Schwimm- verein Gießen endete 5:2 (4:1) zugunsten der Kurhessen. Die Ergebnisse der übrigen Konkurrenzen. Männer: 4 0 0 - Meter - Crawl: Eichinger (Kassel) 5:40,4 Minuten. 200 Meter Brust: Engelhardt (Kassel) 3:06 Minuten. 2 0 0 Meter Crawl: Klemke (Kassel) 2:34,9 Minuten. Damen: 100 Meter Crawl: Dülfer Besonders billige Angebote In Strümpfen / Strickwaren / Unterzeugen Beachten Sie bitte meine Schaufenster Nach Krankheit In der Genesungszeit ist der Gebrauch eines wohlschmeckenden, leicht verdaulichen Stärkungsmittels überaus notwendig. Versuchen Sie zu diesem Zwecke Scotts Emulsion. 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TschammerundOsten die Front des Ehrensturms ab, und mit den Hymnen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes schloß Verkäufe tvellblech- Ausdruck J' e „ff ml-' ^Inventur-Verkauf in den neuen Geschäftsräumen findet von Montag, den 15. Januar, ab statt und bietet derselbe unseren Kunden außergewöhnliche Vorteile. Auf Tischen übersichtlich ausgelegt, bringen wir ganz besonders preiswert: Stores (abgepaßt und Reststücke), Spannstoffe, K’seidene Dekorationsstoffe, Reste aller Arten Ferner bringen wir in bewährten Qualitäten zu den billigsten Preisen: Steppdecken, Kolter, Federbetten, Matratzen, Metallbetten Kinderbetten, Polstermöbel, Tisch* u. Chaiselonguedecken Inventur-Verkauf von Montag, den 13. Januar bis Samstag, den 27. Januar : nährt und kräftigt den Körper und bereichert das Blut. Gleichzeitig stärkt sie den geschwächten Organismus gegen die Gefahren von Erkältungen und Komplikationen, die oft nach über* standenen Krankheiten auftreten. 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Insbesondere soll sich könnt- S Blieft Zusammenarbeit beziehen auf die gemeinsame n unh ;aOq° : l iefbegung eines Jahresausbildungsplanes der Stu- isoef !eni^ iiemöen, die Verteilung der Uebungseinrichtun- a ,e6 Qbg .Än die gegenseitige Aushilfe mit Lehrpersonal die n Lieisi-..k cirrr infame Arbeit an der Vorbereitung und Ab- n i*e der Leistungsprüfungen des mialied^ diitr oefindlichen Schuldurkunden einzureichen. |dnq@„ Profis «i ßen, den 9. Januar 1934. 2631) HeMches Amtsgericht. ~------ ...... 1 Entdeckungen machen, denn neben einigen guten s-----. — _ „ > „ Einzelheiten sah man nur schwachen Durchschnitt. >100 Meter Rücken: Fiedler (Marburg) Im 100-Meter-Crawlschwimmen erzielte K l e m k e 1 Minuten. Iren iit sie nur 70eit gekommen ! Jif M prächtig geraten, erstaunlich gross, Dick um) rum): ein viel- versprechender Anblick,Der Sympathie erweckt!... Und wer erst ihn inneren Eigenschaften kcnncnlcmt, wer weiss, von wie gutem Eltern sic ist, gewinnt sic lieb!... Stets wird sie, Dank ihrer über- ragenden Eigenschaften,ihren Lebenszweck erfüllen ■■ Stauchers treue (gegfährtin, fjtauchers Jrcude zu sein / Bei sehr gutem Besuch fand in Marburg erste Olnmpia-Prüfungsschwimmen des Gaues XII (Nordhessen) statt. Man konnte jedoch keine große »»»> *, r r j f e r*. Der S)amöurger Linksaußen PoNitz umspielte Sternberg, flankte zur Mitte genau zu Noak. Der Halblinke köpfte, der Ball ging aber aegen die Latte und sprang ins Feld zurück, wo L a ch n e r in einem Gedränge das Leder erwischte And es über die Torlinie fchob. Deutschland blieb weiter im Angriff. Zur Freude der 40 000 zeigte unsere Elf ein Spiel, das mit Rücksicht auf die Bodenverhältnisfe als ganz ausgezeichnet zu bezeichnen war. Bei anhaltender Ueberlegenheit fiel ganz unerwartet in der 30. Minute der Ausgleich. Haringer stoppte völlig unnötig eine harmlose Flanke mit der, Hand ab und den fälligen Elfmeter verwandelte Polgar. Kreß hatte den Ball noch mit dem Fuß er- • wischt, jedoch sprang das Leder doch noch ins Tor. I Deutschland blieb aber auch in der letzten Viertel- \ stunde weiter überlegen. Das Eckenverhältnis kam auf 7:1. Zahlreiche Schüsse verfehlten knapp das Ziel oder wurden von dem ausgezeichneten Hada ab gewehrt. Kurz vor dem Wechfes zog sich dann Haringer einen Schlüsselbeinbruch zu. Nachdem Grämlich kurze Zeit für den Münchener verteidigt hatte, trat Schäfer (München 60) als Ersatzmann ein. Nach der pause ... lag Deutschland sofort wieder im Angriff. Es gab gleich wieder kritische Szenen vor dem Tor der Ungarn. Die Gäste verlegten sich jetzt ganz auf die Verteidigung. Sie hatten nur noch drei Mann im Angriff, alle übrigen Leute waren vor und im Strafraum zusammengezogen. Bei den wenigen Angriffen der Gegner wehrten Kreß und Stubb mit größter Ruhe ab. Die deutschen Stürmer machten den Fehler, zu wenig zu schießen. In der zehnten Minute ging Deutschland wieder in Führung. Ausgerechnet Stubb war der Torschütze. Allerdings kam der Treffer auf recht eigenartige Weise zustande. Nach einem Foul von Pelgar, bei dem die Massen erregt protestierten, schoß Stubb von der Mittellinie aus einen Strafstoß. Der Ball senkte - sich fünf Meter vor dem Tor nieder, Hada wollte das Leder fangen, berechnete falsch, und über ihn hinweg ging der springende Ball ins Tor. Gegen die mehr und mehr enttäuschenden Ungarn blieb die wacker spielende und kämpfende deutsche Elf weiter im Angriff. Unsere Stürmer schossen nun allmählich auch besser. Die deutsche Mannschaft blieb noch zehn Minuten lang stark im Angriff. Einige gute Chancen wurden verfehlt. Dann wurde der Kampf allmählich etwas ausgeglichener, aber auch langweiliger. Unser Angriff lag zu sehr auf dem linken Flügel. In der letzten Viertelstunde drehte unsere Elf bann noch einmal auf. Man sah noch einige schöne Angriffe, und in der 35. Minute auch noch ein drittes Tor. Hada wehrte einen Schuß Conens ab, Politz flankte aber erneut. Drei deutsche Stürmer stürzten sich am Elfmeterpunkt auf den Ball. Lehner erwischte das Leder und schob es an dem vorstürmenden Hada vorbei ins Netz. Das Spiel sollte nicht ohne eine weitere Verletzung zu Ende gehen. Stubb war es leider, der davon betroffen wurde. Die restlichen Minuten brachten keine besonderen Ereignisse mehr. Deutschlands Sieg war verdient. Statt des 3:1 hätte es genau so gut auch ein 4 ober 5:1 geben können. Die Ueberlegenheit unserer ausgezeichnet spielenben, wenn auch nicht ganz schlackenlosen Mannschaft war erstaunlich groß. Oie Kritik der Mannschaften. Die beutsche Elf hat nicht ganz fehlerfrei gespielt, aber boch weit besser als bie ber Ungarn. Der Zusammenhang ließ nicht zu wünschen übrig. Einen ausgesprochenen Versager gab es auch nicht. Der Mittelstürmer Conen hielt allerbings nicht bas, was man sich von ihm versprach. Bester Mann bes Angriffs war L a ch n e r. Gut gefielen auch bie bei» ben Flügelftürmer Politz unb Lehner. Noak legte feine Vorlagen viel zu einseitig nach links. Er war wirklich nervös. Zn feiner Gesamtheit spielte ber Sturm sehr gut. Bester Mannschaftsteil war aber bie Läuferreihe, bie im Defensivspiel, noch mehr aber im Aufbau hervorragenbe Leistungen zeigte. In ber Verteibigung überragte ber Frankfurter Stubb. Haringer "unb Schäfer ergänzten ihn gut. Kreß konnte nur in wenigen Fällest bas zeigen, was wirklich in ihm steckt. B e i ben Ungarn befriebigte nur bas Schlußtrio. Haba ist ein guter Tormann unb bie beiben Verteidiger Sternberg unb Biro waren bie einzigen Leuts, denen man das Prädikat JntemaHonafes Format" geben könnte. Die Läuferreihe spielte guten Durchschnitt. Im Aufbau war sie mäßig. Der Sturm enttäuschte. Er zeigte zwar hin unb roieber nette Kombinationen, aber nicht ben großen Schwung unb bie Linie, bie man von bem Angriff biefer Berufsspieler-Nationalelf hätte erwarten müssen. Der hollänbische Schiebsrichter B r e a t leitete ben Kampf ganz ausgezeichnet. Eine Abschlußfeier. Zm Park-Hotel in Frankfurt fanb am Abenb noch eine Abschlußfeier statt. Reichsstatthalter unb Gauleiter S p r e n ge r, Reichssportführer v. Tscham - mer unb L> sten , Polizeipräsibent Gruppenführer Beckerle, sowie Vertreter ber ungarischen Verbände unb ber Gesandtschaft nahmen teil. Bunbespräsident Linnemann dankte vor allem der deutschen Vertretung. Er überreichte der ungarischen Mannschaft Erinnerungsgeschenke und ehrte außerdem „Hennes" Stubb anläßlich seines zehnten Länderspieles. Der Vizepräsident des Ungarischen Fußball-Verbandes, Na daß, dankte namens der ungarischen Mannschaft und wies in einer prachtvollen Ansprache auf die deutsch-ungarische Freundschaft hin. Reichssportführer von Tschammer und D ft e n führte dann noch aus, daß sich mit diesem Spiele die deutsch-ungarische Freundschaft neu gefestigt habe. Der Reichssportführer lobte dann ben Kampfgeist ber beiben Mannschaften. Zum Schluß sprach dann noch der Presse-Attache der ungarischen Gesandtschaft in Berlin, Dr. Camillo Haubert von Mono st o r. Er sprach den Dank aller Ungarn für den schönen Kampf und die glänzende Aufnahme aus. Fußballergebmsse des Sonntags. Gau S ü d w e ft: 1. FC. Kaiserslautern — FSV. Mainz 05 7:0; Sportfreunde Saarbrücken — FC. 03 Pirmasens 3:2; Phönix Ludwigshafen — SV. Wiesbaden 3:2. Gau Bayern: FC. München — Spvgg. Fürth abgesagt; Wacker München — Zahn Regensburg abgejagt; 1. FC. Nürnberg — Schwaben Augsburg 5:1 (Privatfpiel); Würzburger FV. 04 gegen I 1. FC. Bayern 1:2. Die Spiele im Gau Nordhessen sielen samt, lich aus. Oie Soiele der Bezirksklaffe. in ber Gruppe Oberhessen fielen bis auf eine Begeg. nung ber Witterung zum Opfer. Zn Lollar ftanben sich bie Mannschaften bes Sportvereins Lollar und bes FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg gegenüber, Das Treffen konnten bie Gäste mit 4:2 für sich ent. scheiben. Handball im Gau XII der OT. 056.1 — Turnerschaft II 1:5. Zu biefem Spiel traten bie Turner mit einer sehr starken Mannschaft an, bie oerbient siegte. Die OSC.er ftanben ebenfalls komplett, aber ihr (Sturm zeigte so wenig Einheit, baß keine Tore fallen konnten. Sofort nach Beginn bes Spieles ver. wanbelte ber Linksaußen bes OSC. eine weite Vorlage bes Halbrechten zum einzigen Tor für ben OSC. Die Turner hatten vorerst etwas Schutzpech Nach unb nach erkämpften sie sich jeboch die lieben legenheit und erzielten bis Halbzeit noch zwei Tore In der zweiten Spielhälfte lieferte ber OSC. eine gleichwertige Partie, konnte aber keine Tore machen. Die Turner bagegen waren noch breimal erfolg, reich. Das Spiel selbst verlief äußerst fair. Auch ber Schiebsrichter war sehr gut. Herbert Ctzapmanü letzte Fahrt. Die Beisetzung des plötzlich verstorbenen Managers von Arsenal, Herbert C h a p m a n , gestaltete sich zu einer großen Kundgebung der englischen Fußball. Welt. Der Leichenwagen war von rotgoldenen Fuß. ballpfählen umgeben, auf dem Sarg lag ein riesiger „goldener" Fußball. Alles, was in der englischen Fußballwelt einen Namen hat, nahm an der Bei. setzung teil. Die Arsenalspieler trugen den Katafalk zu Grabe. Aus allen Teilen des Landes waren Kranzspenden in London eingetroffen. Jtod>ricbfen. Evangelische Gemeinden. Montag, 15. Januar, bis 20. Zanuar. Lollar. 20 Uhr: Evangelisationsvorträge durch Ar« beitereoangelift Dffenborn. Mein Sie haben jetzt die gute Gelegenheit, Mäntel, LL-Paletots u. Anzüge weit unter Preis zu kaufen IriMM Mäntel / U.-Paletots RM 45.00. <*-200, 3600, 29.50, 24.00, 19.50 Anzüge farbig und blau.......RM 53.-, 4950, 42.50, 3200, 24.50 In Berufskleidung aller Art, Hosen, sowie sonstigen Bekleidungsstücken sehr große Auswahl hat begonnen • Schluß: 27. Januar Meine Preise — Ihr Vorteil _ _______ 3 30 CARL SOMMER Gießen • Bahnhofstraße 14 Otto Alten do rf Oberstudiendirektor i. R. Gießen (Horst -Wessel -Wall 29), den 14 Januar 1934 Im Namen der Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Anna Altendorf, geb. Vogt 0246 Gießen, den 13 Januar 1934. 272 D 2701) Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Januar, nachmittags 3 30 Uhr, auf dem israelitischen Friedhot statt. Blumenspenden dankend verbeten Ätta Anzeigen-Attiengesellschaff Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gießen/Schulflraße 7 Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Jenny Joseph nebst Kinder Sally Joseph im 59. Lebensjahre üf. Hinlerhm mit Halle, Hof u. Garten und helle Werkstatt z.vrm. Off. stadtvostl. u. M. G. 21. 0244 rrrvTYXTtyfliYrrr Stellengesuche| ißwandtiräoleiD das als Filialleit, in ber Zigarrenbranche tat. war, sucht s., evtl, auch in einer and. Ge- schästsbr. wieder zu betät. Zeugn. vorh. Schr. 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Lebensjahr, der frühere Leiter unserer Anstalt Herr Oberstudiendirektor Otto Altendorf Fast 23 Jahre lang hat er mit starkem Willen und unbedingter, vorbildlicher Pflichttreue segensreich an unserer Anstalt gewirkt, und zwar vom Oktober 1900 bis Februar 1917 als Oberlehrer und von April 1927 bis Ostern 1933 als Direktor. Während dieser Zeit hat er sich stets als kernigen deutschen Mann gezeigt; mit heißem Herzen liebte er Volk und Vaterland. Mit seinem tiefgründigen und umfassenden Wissen war er seinen Amtsgenossen allezeit ein hilfsbereiter Berater und Führer. In seinem Wesen einte sich eine herbe Art mit wahrer Herzensgüte. Der lugend trat er mit großem Verständnis entgegen und führte sie mit Liebe und Begeisterung zu den hohen Gütern des klassischen Altertums und unserer deutschen Kultur. Großer Erfolg und nachhaltige Wirkung waren stets seiner erzieherischen Tätig keit beschieden. In unermüdlicher und rastloser Arbeit war er als Leiter des pädagogischen Seminars tätig, um den Referendaren das Rüstzeug für den späteren Beruf mitzugeben. Lehrer und Schüler werden jederzeit seiner in Liebe und Verehrung gedenken. kaufen Brücken Läufer Divandecken