Aeltag, 14-Dezember 1934 184. Jahrgang < 2 Erstes Blatt viehmarkt. Memel, den 11. Dezember. i , di 4 1 ruhig. r V 'S NM- 1 NSDA' lt^DAP. e s ab gelehnt hat und auch in Zukumi lablehnt. sich irgendwie in die Angelegen- feiten d: iberer Staaten einzumischen. Die me- - "wt ' mMfXnSiU.n sfirtvinifln hnhon nitr+i n i p hnrnn M, 8 edachi Milländischer Parteiangehöriger zu Reichs- -W' A ttiägltd), außer 9 und Feiertags in Die Illustrierte « Familienblätter irBild Die Scholle al-vezugspreir: ii iS iS Bundesrat Minger Bundespräsident der Schweiz. Bern, 13. Dez. (DNB.) Die vereinigten Bunde» Versammlungen schritten zur Neuwahl des Bundes- Präsidenten und zur Wahl des Vizepräsidenten des Bundesrates für das Jahr 1935. Mit 139 von 164 gültigen Stimmen wurde der gegenwärtige Bize- ifg: Mkl^unkt i^Anklage — das Memelgebiet in einem Aufstand von Litauen los- )en'' Vornahmen gegen die Memeldeutschen er- " . Ü!an werde sich auf Ueberraschungen ge° Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe ganze Klasse acht- und neunjähriger Kinder stunden- lang von der politischen Polizei vernommen, weil in der Schülerzeitschrift „Hänsel und Gretel" einmal ein Hitler Bild gewesen sein soll. Sogar das „Braune Buch" des im Weltkrieg gefallenen deutschen Dichters Hermann Löns wurde als na- tionalsozialistische Propagandaschrift beschlagnahmt!! Monsterprozeß gegen 426 Memeldeutsche. Litauen sucht die Weltöffentlichkeit vom Bruch des Memelstatuts abzulenken Zdeenwettbewerb für d»e deutschen Bildhauer. Die Lau des st eile Hessen-Nassau des Neichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit: Der Rclchsminister des Innern hat als Bauherr der Olympiabauten auf dem Reichs- fportfeld in Berlin einen Ideenwellbewerb für die Gestaltung der T o r p f e i l e r am Haupteingang der Dielrich-Lckart-Areilichtbühne ausgeschrieben. Zugelassen sind alle der Reichs- kammer der bildenden Künste, Fachvcrband der Bildhauer, angehörenden Künstler. An Preisen und Ankäufen sind insgesamt 4750 Mark ausgesetzt. Außerdem wird der Auslober dem Verfasser eines der preisgekrönten oder angekauften Entwürfe den endgültigen Auftrag erteilen. Das Preisgericht besteht u. a. aus den Herren Staatssekretär P f u n d t n e r (Relchs- ministerium des Innern), Prof. Eugen h ö n i g (Präsident der Reichskammer der bildenden Künste), Regierungsbaumeister March, Prof. Schultze- Raumburg, Prof. M a ck e r l e und Bildhauer Isenbeck. Linlieferungstermin ist der 28. 3 a- nuar 1935. Die Wettbewerbsunterlagen werden auf schriftliche Anforderung von der Reichskammer der bildenden Künste, Berlin W 35, Blumeshof 6, kostenlos abgegeben. Ser Mmellandiag wieder beschlußunfähig. Sabotage der litauischen parteien.-protest gegen das Direktorium Bruvelaitis. ■ß Sf ¥ Wpreht'Ht. Lotten, ch Und derartige „Beweise" haben ausgereicht, 126 Mcmelländer eines Umsturzversuchs anzuklagcn und die große Mehrzahl von ihnen f a st ein Jahr lang in litauischen Gefängnissen ge- halten. Der englische Rechtsanwalt Sir ieh, 8704 .Für Schck' - cherung, M l Gerung, 738'1/ ^rung, 104 M 82 «71 1.62 lus der $i$e r J LandMü,,. ^'4 rtschaft nobnnjJ daß es den Litauern bei dem Prozeß lediglich darauf ankomnrt, Unschuldige zu verurteilen, um die Memelländer von der Verteidigung ihrer Rechte abzuhalten. Die litauische Regierung hat mit dieser Rechtsbeugung schwere Schuld auf sich geladen. Nicht die Memmelländer, sondern oie litauischen Drahtzieher dieses Prozesses, die die in den Gefängnissen zu Tode gemarterten und an Leib und Leben gebrochenen Unschuldigen auf dem Gewissen haben, gehören auf die Anklagebank! Der Kownoer Prozeß muß, den einhelligen Protest der gesamten kultivierten Welt Hervorrufen. k' IP i Erster Augenzeugenbericht Lord Aochermeres. London, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Unter der Ueberschrift „Wenn ich ein stimmberechtigter Saarländer wäre ...!" veröffentlicht Lord Rother- mere in der „Daily Mail" seinen ersten Bericht aus Saarbrücken. Er sagt, die britischen Soldaten könnten sich auf eine angenehme Ueberraschung gefaßt machen. Weihnachten in der Hauptstadt eines deutschen Kohlenbezirkes klinge nicht sehr anheimelnd: aber die englischen Soldaten könnten auf ein Willkommen rechnen, das sie für den Verlust ihres Weihnachtsurlaubs zu Haufe voll entschädigen werde. Ihre Aufgabe werde leicht sein. Die Abstimmung sei eine bloße Formalität. Das Ergebnis st ehe von vornherein fest. In ganz Deutschland gebe es kein deutscheres Ge- biet als die Saar. Die Stimme des Blutes werde unbedingt alle politischen Meinungsverschiedenheiten, die zwischen einer Minderheit der Saarländer und ihrem Vaterlande bestehen, übertönen. Wenn die Schaufenster ein Anzeichen für die Stirn'S»; WOOft. IuL dm i- Äw Das Ergebnis des 43. Januar steht schon fest. Saarbrücken so nationalsozialistisch wie irgend eine andere deutsche Stadt. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen mung der Käufer seien, so sei die Bevölkerung von Saarbrücken ebenso nationalsozialistisch gesinnt, wie die irgendeiner anderen deutschen Stadt. Ueberall würden Hitlerbücher und Hitlerbildnisse verkauft. Sogar die Kinderpuppen seien als SA.-Männer gekleidet. Unter Leuten von so bewiesenem Patriotismus wie der deutschen Rasse wird der Instinkt der Stammeszugehörigkeit unwidersteh- l i ch sein. Wir können die gegenwärtige Geistesverfassung der Männer und Frauen des Saargebietes am besten begreifen, wenn wir uns vorstellen, daß die Insel Wight von England abgelöst und fünfzehn Jahre unter einer internationalen Herrschaft gehalten worden wäre. Wenn ich ein stimmberechtigter Saarländer wäre, so würde ich mit Begierde der Rückkehr meines Bezirkes zu seinem natürlichen Heimatlande entgegenblicken. Nach einem Besuch des Saargebietes ist es mir deutlicher denn je zuvor, wie schwer die Gefahren waren. Besonders würde die Verwendung französischer Truppen im Saargebiet unter irgendeinem Vorwand zu einer unberechenbaren Katastrophe geführt haben. Die fremden id)n müssen. äizerlich gesehen handelt es sich in der Tat -ii'stiesenprozeß, wie er nicht oft vorgekom- n mrfte. Außer den 126 Angeklagten, von e In a achtzig in den litauischen 1 griffen gefangen gehalten wurde, sind 5 *0 Zeugen und zwanzig Sach- /r i g e geladen. Zwölf litauische Anwälte i t-ö Verteidiger auftreten, und da man MemelM^es Waffenscheine ausgegeben hatte! N!gw. Juni 1933 gegründeten memel- iritat buch ä n dnW« n Parteien, die Christlich-soziale )üe ben Mrbeitsitzirninschaft des Pfarrers Saß und die neben. SozialiMre Volksgemeinschaft des Deterinärrats ° , Le. rna n n gemeint. Diese „Geheirnorganisa- üonen" ‘ |coen aber nicht nur ihr Programm i n i Im brlh Iler prfff entlichkeit bekanntgegeben, Große Migndernkl k litauische Kriegskommandant selbst hat umannttbie PamÄiili unmittelbar nach ihrer Gründung offi- ->aussriebc^;iell a r.1 rannt und ihre Satzungen b e st ä - MonaÜ'l'gtk Äldem Programm sowohl der einen wie \ unter er Partei wird ausdrücklich als Ziel die 5 u Erhalttziim Mr memelländischen Autonomie im Rah- .. flU6 fernen bet; international garantierten Memelstatuts > lids^und miH ^Anerkennung der Souveränität des ^EMb'litauischl^ Staates angegeben. Es ist-also eine be- e ^in wußte Ulmahrheit, wenn man jetzt von „Geheim- ,Drganitilio;en" und von der „staatsfeindlichen Tätigkeit' Meer Parteien spricht. NichtLc.il«rs verhält es sich mit der Behauptung, die meiMlllmdischen Parteien seien Bestandteile der ..ZZZ— !«s Reiches gewesen. Der Stellvertreter des FüiMs, Rudolf Heß, hat gemäß der Er- ftärungpi ronn 17. Juni 1933 ausdrücklich festgestellt, n v u i II * 1 * i d • > ' und roe:n iier und da vielleicht Beziehungen ein- Äl seiner r-rlllländischer Parteiangehöriger zu Reichs- ß deutscheßtrbistanden haben, so handelt es sich dabei 0. lediglich!! m private Verbindungen, die g'i bei der • Meren Zugehörigkeit des Memelgebietes zum R^!>,und der' sich daraus ergebenden ver- isj ' wandtfckh stächen und volklichen Verflechtung M durchs, verständlich sind! Don in:r geradezu unglaublichen Unoerfrorcn- heit zeuWbie Behauptung, die Memelländer hätten kiZ 1 einen libina f f n e t e n A u s st a n d vorbereitet. Ä i Diese Ullrtfteüung stützt sich in der Hauptsache auf Ä die B effs:agnahme angeblich geheimer ßI W a f f ft ilia ger. Die Waffenfunde sind jedoch auf die naEichste Weise von der Welt zustandege- fommenm. Cne litauische Polizei holte einfach alle Jagd Wil ten und Pistolen ab, für die kein anderer il.' der Kriegskommandant des Memel, 13. Dez. (DNB.) Die mit außerordentlicher Spannung erwartete Sitzung des Memel- lündifchen Landtags brachte eine Ueberraschung, die nach der Voraussagung im Organ des Gouverneurs nicht zu erwarten gewesen war. Während hier erklärt war, daß das Direktorium Bruvelaitis das Vertrauen des La nb- tages erringen würde, da es den Ausgleich der Gegensätze anstrebe, und die Landwirtschaftsgruppen, mit denen zweifellos die Vertreter der Landwirtschaftspartei gemeint waren, Bruvelaitis und feinen Männern das Vertrauen aussprechen würden, blieben auch diesmal die Abgeordneten des litauischen Blockes der Sitzung fern, um diese beschlußunfähig zu machen. Bruve- laitis war sich anscheinend klar darüber, daß er a u f keinerlei Unter st ützung von selten der Landwirtschaftspartei rechnen könnte. So trat wieder die Tatsache in Erscheinung, daß gerade die „Regierungspartei" bei der Einführung ihrer Männer nicht zugegen war. Bruvelaitis' Direktoren fehlten ebenfalls bei der Sitzung, und so mußte ohne weiteres das Ergebnis eintreten: die Beschlußunfähigkeit. Gouverneur N a v a k a s ging auf das Verbot der Sozialistischen Volksgemeinschaft und der Christlichsozialen Dolkspartei ein und auf den am Freitag i n Kowno beginnenden Prozeß, in dem die Gerechtigkeit ihren Lauf.nehmen würde. Er unterstrich die angebliche Staatsfeindlichkeit dieser Parteien, die das Direktorium Schreiber unterstützt habe, so daß er es habe absetzen müssen. Er habe als oberste Behörde des autonomen Memelgebietes und der Zentralregierung das Memelstatut stets loyal durchgeführt und niemals verletzt. Der Landtag habe nach dem Statut nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Diese müsse er jetzt erfüllen. Nava- kas übersah dabei, daß gerade die fünf l i • "iM|l Mnni,HM,üaß auch die internationale Presse infolge «*er (Man Uauifcher Seite angekündigten „Enthül- » 34 m ^ungJi'a ‘ linrf vertreten fein wird, so muß der Wliehen. loustrip-Pozeß im litauischen Justizpaar. i ft ieirl)(ibelt werben, weil sich alle anberen Kow- tauischen Abgeordneten diese Pflicht durch ihr Fernbleiben von der Sitzung verletzten. Nach Feststellung der Beschlußunfähigkeit verließ auch Bruvelaitis den Sitzungssaal. Der Abgeordnete R i e ch e r t verlas eine Erklärung der Memelpartei, die Bruvelaitis ebenso wie seinem grohlitauischen Vorgänger Reizgys das Vertrauen versagte. In dieser Erklärung heißt es: Der Landtag erhebt nach seiner heutigen Sitzung vor aller Dcffent- lichkeit s ch ä r f st e n P r o t e st gegen die untragbaren und statutwidrigen Veryältnisse und verlangt ein Direktorium, das das Vertrauen des Landtages besitzt und das geschehene Unrecht wieder gutmacht. Bruvelaitis und fein Direktorium besitzen nicht das Vertrauen des Landtages. Auch die beiden Mitglieder der Arbeiterpartei, die anwesend waren, Surau und Galeiva, sind dieser Erklärung beigetreten, so daß von den 16 anwesenden Abgeordneten nur der sozialdemokratische 2(bgeorbnete K i s l a t bie Erklärung nicht unterzeichnet hat. Dem Abgeorbneten Galeiva war ein gefälschtes Telegramm zugegangen, in bem es heißt: „Erscheinen nicht erforberlich, wir nehmen nicht teil — Surau." Dieses Telegramm hat Surau nicht abgesanbt. Der britte Abgeorbnete ber Arbeiterpartei Heß war ebenfalls zur Lanbtagssitzung aufgebrochen, ist aber i n M e - mel nicht eingetroffen. Die Abgeorbneten bes litauischen Blocks haben sich, soweit sie nicht in Memel wohnhaft finb, ebenfalls in Memel b e f u n b e n. Daraus schließt man, baß bas Direktorium Bruvelaitis bis zum letzten Tag gehofft hat, ein Vertrauenvotum zu erhalten. Die vier Ab georbneten, bie automatisch hätten nachrücken müssen, nachbem ben vier anberen Mitgliebern ber Mehrheitsparteien bas Manbat entzogen war, finb vom Gouverneur nicht geloben worben, so baß also nur 25 Abgeorbnete Einlabungen erhielten. für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Brette rjJHuitrierte KL K ■ 60 Rpf.,Platzvorschrift «eUihr .. „ -.25 ■ ■ schwieriger Satz 25°/0 mehr 11)( Nichterscheinen ■ ■ K M . Minen Nummern XX Lrmahigte Grundpreife: ch löherer Gewatt w w ä •• < < ** Stellen-, Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Oberheffen WM onfO^C^en behördliche Anzeigen 6Rpf. tun main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Stdnörudcrd n. Lange in Sieben. Schristleitung und GeschSstZftelle: Schulftrabe 7 Mengenabschlüsse Staffel» , .... »er Glerchtsräurne als zu klein erwiesen haben. HierW/»pfed iiuxre Aufwanb ist ober nur Mittel ck, um bie Öffentlichkeit über ben wah- m # । TÜoesrmd und das Ziel, das die litauische Re- MDMllrungj^U der Inszenierung dieses Prozesses ver- j um W™gte, iiroegzutäuschen. Dieser Prozeß steht im tl ahrst Sinne bes Wortes auf tönernen w ™ w.i:ü ß e |ii !!®r dient nicht der Gerechtigkeit, sondern 'inlau|etc 2£ntn|ag gegen die Memelländer ist nichts ande- ' M 5 als j'cii großes politisches Manöver, be balch«nt, die litauischen Vertragsverletzungen '«QM» V nb tvbrüche im Memelgebiet zu bemänteln ^tiurüinb di fsentlichkeit irrezuführen. zrnimA^ Hierum einige Feststellungen, die nicht nur die osdorssMi-öuige iLilHaltbarkeit der 21 n klage, son- . mt mich i ine Tragödie enthüllen, wie man sie in 3n beinern (ü'itrina von heute eigentlich für unmöglich onalen ciiaiten tjcli’s. Man wirft den Angeklagten vor, sie Minde mUattcn 1 u tionalsozialistische Geheimorganisationen i Kreise Wn Mein« nebiet gegründet, sie hätten staatsseind- von W'che VErkundungen mit Organisationen im Reich >ren AmckuterhaM, und sie hätten — das ist der Haupt- melländisim Parteien haben auch nie daran ' " >, ssich ihrer Selbständigkeit zu begeben, |°®T d itt'ylmpesTäuWngSmanöver 'Üm unserem Br.-Äerichterstaüer. fangen zu l, - , Alexander Lawrence hat in aller Oeffentlichkeit festgestellt, daß diese Opser litauischer Willkürjustiz in der g r a u s a in st e n Weise g e q u ä l tu n d gemartert worden sind, um ihnen G e st ä n d - nise zu erpressen. Mindestens zwei der Gefangenen sind dabei zu Tode gefoltert worden, während ein Dritter der geistigen Umnachtung verfiel. Rechts- anwalt Lawrence hat weiter darauf hingewiesen, litauische Armee, gegen Tanks und Bombenflieger zu Felde ziehen wollen, ober — was noch grotesker ist — bie Memellänber hätten bie für ben Aufstanb benötigten Waffen sozusagen beim Kriegskomman- banten beantragt? So riesenhaft wie bie Zahl der Angeklagten, Zeugen und Sachverständigen, so umfangreich ist auch bie Anklageschrift. Auf nicht weniger als 528 Druckseiten werden bie „Verbrechen" ber Angeklagten eingehend bargestellt. Ganze Berge von „Beweismaterial" sollen, wie man behauptet, vorhanden sein. Man weiß aber, daß die Litauer eigentlich nichts weiter aufgestöbert haben als einen harmlosen Schriftwechsel der einzelnen Parteistellen im Memelgebiet untereinander, Ausschnitte aus reichsdeutschen Zeitungen, deutsche Bücher usw. Bei einem großen Teil der Angeklagten sind lediglich völlig legal a u s fl e ft e 111 e Mitgliedskarten einer der beiden memelländischen Parteien gesunden worden. Bei manchen reichte sogar schon der Besitz von Manschettenknöpfen mit Hakenkreuz aus, um sie ins Gefängnis zu bringen! Andere wieder wurden in den Prozeß verwickelt, weil bei ihnen eine Hitler-Postkarte, der Text des Horst- Wessel-Liedes, eine deutsche Zeitschrift ober Zeitung ober ber Brief eines Bekannten aus Deutischlanb gefunden wurde. Ein Lehrer hat sich nichts weiter zuschulden kommen lassen, als daß in seiner Schule zwei Schülerhefte gefunden wurden, auf denen ein paar Hakenkreuze von irgendwelchen Hosenmätzchen ausgezeichnet worden waren. In einem anderen Fall wurde auf der Suche nach staatsfeindlichem Material eine . /q- I JJI t: III t i, utrn 11. X'vjvinuci. ae- Ni , - Mit MÜfter Spannung sieht die Bevölkerung Kuk 1?"' $tmigebiets dem Prozeß der 126 M e - mpinV rtQI1i e '^ull d) e n entgegen, der am 14. Dezember »i SV. ** r »e r Kownoer Kriegsgericht eröff- toirb.ioeit Monaten bemüht sich die litauische i nS' "'ess» !ie[en wiederholt angekündigten und " V i mk tr d i e b c r verschobenen Prozeß als ie eurcäische Sensation hinzustellen. Die $er= nbliiig 3)erbe, so behauptet man in Kowno, ben iroefce st' bie nationalsozialistischen Umtriebe im eme«H"t unb für bie Notwenbigkeit ber litau- . Teil des Aufwertungsbetrages bewilligt hat, nur dann, wenn der Teil mehr als Zweidrittel des gesamten A u f w e r t u n g s b e t r a g e s ausmacht. Die Kündigungsfrist beträgt mindestens drei Monate. Hypothekenbanken, sonstige Grundkre- ditanstalten, Sparkassen sowie Dersicherungsgesell- schäften sind nicht gehalten, zur Tilgungsmasse gehörende oder als Deckung für Pfandbriefe dienende aufgewertete Hypotheken zu einem vor dem 1. Januar 1937 liegenden Zeitpunkt zu kündigen. Hat der Gläubiger gekündigt, so kann der Eigentümer des belasteten Grundstückes oder persönliche Schuldner innerhalb eines Monats bei der Aufwertungsstelle schriftlich beantragen, ihm eine Z a h l u n g s - trift für das Kapital zu bewilligen. Der Antrag ist unzulässig, wenn der Aufwertungsbetrag der Hypothek oder der Forderung 300 Goldmark nicht übersteigt. Die Zahlungsfrist kann nur einmal und längstens bis zum 31. Dezember 1936 bewilligt werden. Das Kündigungsverbot für zinsgesenkte Forderungen und Grundschulden wird um ein Jahr derart verlängert, daß der Gläubiger nicht vor dem 31. Dezember 1935 kündigen kann. Ist die Kündigung vertraglich für eine bestimmte Frist ausgeschlossen, so verlängert sich diese Frist um ein weiteres Jahr, jedoch nicht über den 31. Dezember 1936 hinaus. Ist die Kündigung vertraglich erst zu einem nach dem 31. Dezember 1936 liegenden Termin zulässig, so behält es dabei sein Bewenden. Die gesetzliche Stundung der hypothekarisch gesicherten Forderungen wird um 1V< Jahr verlängert, so daß der Gläubiger die Rückzahlung nicht vor dem 1. Juli 1936 verlangen kann. Die Abzahlung der Hypotheken, die zur Hauszins- steuerablösung bestellt sind, wird von der weiteren gesetzlichen Stundung nicht betroffen. Ueberleitung zu einem künftigen a 11 g e m Einzelhandelsgesetz. Die Begründung hebt lichlich hervor, daß an den Erlaß eines a Einzelhandelsgesetzes, das eine endgültige darstellt, erst herangegangen werden kanr im Rahmen der bisherigen Regelung noch tere Erfahrungen gewonnen^ weiteren wird das Verbot der Errichtung n kaufsstellen auch auf die U e b e r n a h mi siegender Verkaufsstellen au Mit dieser Neuerung soll verhindert wer Personen, die die erforderliche Sachkunde persönliche Zuverlässigkeit nicht besitzen, Umwege über die käufliche Uebernahme ei reits bestehenden Verkaufsstelle noch einen zum Einzelhandel finden. Die Genehmig pflicht für E r w e i t e r u n g en ift auf beschränkt, in denen die Erweiterung 25 Meter übersteigt. Es wird erhofft, daß dies- Auflockerung der räumlichen Beschränkung zugunsten der m i t t e l st ä n d i sch^ , triebe, des Hausbesitzes und her wirtschaft auswirken wird. Schließlich u. a. die Möglichkeit geschaffen, die bisto schließlich den obersten Landesbehörden Ermächtigung zur S ch l i e ß u n g doi schungsrä um en in Warenhä uh? ähnlichen Betrieben auch den Nachgeordnete Hörden zu übertragen. Aenderung der Äechtsanwallsosdnm Budapest, 13. Dez. (DNB.) Im Abgeord- netenhaus behauptete Abgeordneter Origer, der Führer einer legitimistischen Gruppe, daß die zu Deutschland freundschaftlich eingestellte Politik vollkommen versagt habe. Ministerpräsident G ö m b ö s erklärte, er verfolge eine deutschfreundliche Politik, weil Ungarn historische Beziehungen auch aus der jüngsten Vergangenheit habe und weil Deutschland eine der größten und stärksten Nationen Europas fei. Deutschland f)abe Ungarn gegenüber immer eine freundschaftliche Poutlk verfolgt, auch während der früheren deut- schen Regierungen. Hitler stehe auf der Grundlage des Bismarck-Gedankens. Deutschland könne real- politische Interessen haben, die es für geboten er-1 scheinen lassen könnten, die Sympathien für Ungarn Präsident, Bundesrat R. Minger, Leiter des Milltärdepartements (Bürger- und Bauernpartei) zum Bundespräfidenten gewählt. Vize- Präsident wurde Bundesrat Dr. Albert Meyer, der Leiter des Finanz- und Volksdepartements, mit 178 von 184 Stimmen. Meyer gehört der Freifinnia- Demokratifchen Partei an. Bei der Wahl von Bun- desrat Minger waren 32 Zettel leer. Ferner fand noch eine Neuwahl des Bundesrichterkollegiums statt. An Stelle des zurückgetretenen Bundesrichters P he Hin wurde der Kandidat sämtlicher bürgerlichen Gruppen, Robert Petit- m e H ™ e 122 von 183 gültigen Stimmen gewählt. Der Kandidat der Sozialdemokraten, der Tessiner Nationalrat Borella, erhielt 48 Stimmen. dabei, ohne dazu berechtigt zu sein, eine Uniform oder ein Abzeichen der NSDAP, oder ihrer Gliederungen trägt oder mit sich führt, mit Zuchthaus, in leichteren Fällen mit Gefängnis nicht unter sechs Monaten bestraft. Wer die Tat in der Absicht begeht, einen Aufruhr oder in der Bevölkerung Angst oder Schrecken zu erre- gen oder dem Deutschen Reich außenpolitisch Schwierigkeiten zu bereiten, wird mit Zuchthaus nicht unter drei Jahren oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bestraft. In besonders schweren Fällen kann auf Todes st rafe erkannt werden. Ein Deutscher kann auch dann verfolgt werden, wenn er die Tat im Ausland begangen hat. — Nach § 4 wird, wer seines Vorteils wegen oder in der Absicht, einen politischen Zweck zu erreichen, sich als Mitglied der NSDAP, oder ihrer Gliederungen ausgibt, ohne es zu sein, mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe ober mit einer dieser Strafen bestraft. Die Tat wird nur mit Zustimmung des Stellvertreters des Führers verfolgt. — Nach § 5 wird, wer parteiamtliche Uniformen, Uniformierte, Gewebe, Fahnen oder Abzeichen der NSDAP., ihrer Gliederungen ober der ihr angefchlossenen Verbänbe ohne Erlaubnis des Reichsschatzmeisters der NSDAP, gewerbsmäßig h e r ft e l l t, ober in Verkehr bringt, mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Wer parteiamtliche Uniformen und Abzeichen im Besitz hat, ohne dazu als Mitglied der NSDAP, oder ihrer Gliederungen befugt zu fein, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre und, wenn er diese Gegenstände trägt, mit Gefängnis nicht unter einem Monat bestraft. Die Verfolgung der Tat und die Einziehung findet nur mit Zustimmung des Stellvertreters des Führers statt. Die Vorschriften gelten sinngemäß auch für den Reichsluftschutzbund, den Deutschen Luft- Ein „Gesetz zur Aenderung des Gesetzes zum Schutze des Einzelhandels" schränkt die Er- richtung neuer Verkaufsstellen auf bestimmten Gebieten ein. Die Errichtungsperre dient gleichzeitig als gesetzliche Grundlage ür die Prüfung her Sachkunde und per» önlichen Zuverlässigkeit bet der Errich- ■wVer 50 ■Jint Qrfiq' fr: 1-sWoti Mb net ober rechnen muß, daß die Aeußerung in die Oeffentlichkeit dringen werde. Die Verfolgung soll nur eintreten, wenn die Straflosigkeit der Tat in Interesse des Gesamtwohles und des Ansehens von Staat und Partei nicht tragbar wäre. Die Tat soll deshalb nur a u f ausdrückliche Anordnung des Reichsministers der Justiz verfolgt werden, der, falls die Tat sich ausschließlich gegen leitende Persönlichkeiten der NSDAP, richtet, die Entschließung im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers trifft. — Nach § 3 wird der, welcher eine strafbare Handlung begeht oder anbrobt und' Die Reichsregierung hat ferner ein „Gesetz über bie Uebernahme von Garantien zum AusbauberRohstoffwi rtschaft" beschlossen. — Zur Sicherung ber Erhaltung unb Nach- zücht hochwertigen Erbgutes des deutschen Waldes sowie zur Ausmerzung artlich minderwertiger Bestände und Einzelstämme wurde ein F o r st l i ch e s Artgesetz beschlossen. — Ein Gesetz über die „Einfuhrsteuer der Gemeinde Helgo- land" gibt dieser die Möglichkeit, in gleicher Weise wie vor dem Inkrafttreten der Weimarer Verfassung die Einfuhr alkoholhaltiger Getränke und un- verarbeiteten Branntweins sowie die Einfuhr von Tabakerzeugnissen zu besteuern. — Das Reichs- kabinett stimmte ferner einem Vorschlag des Reichs- mnenminifters zu, wonach am Montag, 24. Dezember, und Montag, 31. Dezember, die Dienstzeit der Behörden nach den Vorschriften des Sonntagsdienstes geregelt wird. — Das „Gesetz über Spar- unb Girokassen, kommunale Krebitinstitute unb Giroverbänbe sowie I Girozentralen" sieht lebiglich bie Verlängerung einer den Landesregierungen seit langem für eine zweckmäßige Gestaltung des öffentlich-rechtlichen Kreditwesens gegebenen Ermächtigung vor. —- Genehmigt wurde sodann ein „Gesetz über die Kraftlos e r klärung von Aktien" und ein „Gesetz über die Maßnahmen auf dem Gebiete des Kapitalverkehrs", wodurch die bisherigen Moratorien bet Aufwertungsfälligkeiten im allgemeinen verlängert werden. Gleichzeitig tritt eine gewisse Auflockerung der eingefrorenen Kredite ein. w esehes n [diu »mit bei i iung erb doch, so müssen, die bereits geraume Zeit einen artt* ren Beruf ausgeübt haben, gibt bas W Justizverwaltung bie Möglichkeit, in solche bie Zulassung zu versaaen. Die aus otrh* ro alt I d) a ft Ausgeschiebenen birr 1 nicht als Rechtsanwalt bezeichnen. Dei;- anwalt muß, um seinen Beruf ben Pflicht ’5 Staubes entfprechenb ausüben zu können, i ''' hängig von feinem 21 u f t r a g gebt: ■ Bei Syndici, Direktoren, Vorständen von schäften und bergt, besteht aber bie Gefahr,!'' auf Grund ihres ständigen Dienst- ober W Geschäftsverhältnisses auch in iyrer Tätigkeit für ihre Dienstherren in ein gewiss hängigkeitsverhältnis geraten. Um uüen pi* aus ergebenden Schwierigkeiten vorzubeugen pflichtet der neue Paragraph 31 ben Llnll^ bürgerlichen Streitsachen — d. h. im Grftnr"; verfahren — sowie in schiedsrichterlichen Verein Strafsachen und vor den Verwaltungsg^ seine Tätigkeit als Prozeßanwalt abzulehr' wenn er zu dem Auftraggeber in einem P3 Dienst- oder Geschäftsverhältnis steht. I hätten ihm die Beruhigung gebracht, daß die außenpolitische Konzeption und der Grundpfeiler, auf dem er aufbaue, real und nützlich seien. | Er brauche von dem Abgeordneten Griger nicht ermahnt zu werden, den Duce hochzuschätzen und die italienische Freundschaft zur Grundlage der ungarischen Außenpolitik zu machen, beruhe doch sein ganzes außenpolitisches Wirken auf dieser Grundlage. Aus der schweren außenpolitischen Lage Ungarns könne nur die eine Folgerung gezogen werden: Ungarn müsse jede Freundeshand ergreifen und eine Realpolitik verfolgen. Nach der Genfer Kampagne brauche die Nation Frieden. Es müßten die Fäden gesponnen werden, die zur weiteren Stärkung Ungarns auch auf außenpolitischem Gebiet führen. Das Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiete des Kapitalverkehrs bestimmt, daß der Gläubiger einer aufgewerteten Hypothek oder persönlichen Forderung, soweit die Fälligkeit am „ . .. , , , 31. Dezember 1934 ober später eintritt ober ber- h^n’h?,C Ä,PÜ6?lCn fUr Ungarn bcig-führt »erben kann, bie Zahlung bes Answer- u^nnrn b^n-n^Jn bte Anschlußfrage werbe sich Inngsbetrages von bem Eigentümer stets nur uer- h«n0arm>-n'n eln"lenflc>1- Bon ber Gegenseite fei langen kann, wenn er nach Inkrafttreten ^XOThn'l‘Crprafl\Cnuen bxr V°rwurs gemacht bie se- Gesetzes schriftlich 'gekündigt r e n n M k » ä ‘ r«i * 'C 21 bat ®03 St», si-f-rn bie Aufwertunqsstelle eine Freundschaft halte. Die Genfer Ereigmsse|Zahlungsfrist bis zum 31. Dezember 1934 für einen fjtlte i sch- .8 . ihrer Persönlichkeit ober ihren Verhältnisse!! I Jnteresfe der Rechtspflege nicht erwünscht | wirksa m e r von ihr f e r n z uhal/en,! bisher. Weiter will das Gesetz einem u n g e / ■ den Zusammenfluß von Rechtsanwl ten in den Großstädten entgegenroirteü es bei der starken UeberfüIIung oes 8g» berufes häufig als Mißstand empfunden ift, daß auch solche Anwärter zugelassen H ig aufgemer sich insbe d ifiunbram 'N Aus aller Welt 11 des Auftakt zum Düsseldorfer Karneval. ilml beriinj >«?? Neues für -en Bücherlisch die - ■ wirken. Mit der administrativen Direktion der Staatsoper wird Direktionsrat Erwin Kerber betraut. 4* ?r h o h eftch verabschiedete das Reichskabinett auf t ts Reichspropagandaministers ein „Gesetz .. Verlag und Schriftleitung der „Deutschen Zeitung" in Berlin teilen ihren Lesern auf Grund eines Beschlusses des Aufsichtsrates mit, daß die „Deutsche Zeitung" am 31. Dezember d. I. mit Abschluß 39. Jahrganges ihr Erscheinen ein stellt. i •*ÄE >I-N! wandel, treue Kameradschaft und ei Einordnung in die Volksgemeinschaft. (Pm'itt in den Arbeitsdienst ist freiwillig. Wer A e: einmal verpflichtet, eine bestimmte Zeit i.n Staat mit dem Spaten zu dienen, muß i t nie Ordnung des Freiwilligen Arbeits- tjs '>oll einpaffen und darf auch nicht Republik Estland die Todesstrafe durch den Giftbecher als erstes europäisches Land wieder eingeführt. Vorher wurden die zum Tode verurteilten Verbrecher gehängt oder erschossen. Die neue Todesstrafe tritt mit dem 1. Februar 1935 in Kraft und besteht in der Verabreichung eines rasch tötenden Giftes, das innerhalb fünf Minuten auszutrinken ist. Geschieht das nicht, so wird der Delinquent erschossen oder gehängt. Welcher Art das Gift ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Von der Prügelstrafe wird noch in Kanada, in drei asiatischen Ländern und in England Gebrauch gemacht. Das englische Gesetz von 1920 enthält keine genauen Bestimmungen über die Anwendung dieser Strafe. Im allgemeinen wird sie verhängt, wenn es sich um Gewaltakte gegenüber Schwächeren handelt oder wenn besondere Roheit vorliegt. Auch die Erregung eines öffentlichen Aergernisses wird durch die Prügelstrafe gesühnt. Zur Verwendung kommt die gefürchtete „neunschwänzige Katze", die aus einem kurzen Griff mit neun langen, schmalen Lederriemen besteht. Diese Strafe ist in der englischen Verbrecherwelt außerordentlich gefürchtet und hat nach Ansicht der Londoner Richter viel dazu beigetragen, daß die Kriminalität Londons nach Einführung der Prügelstrafe wesentlich zurückgegangen ist. Auf heftiges Verlangen der Londoner Oeffentlichkeit hat man die Strafe auch für die Autobanditen eingeführt, die allein gehende Frauen auf der Straße überfallen und sie entführen. Auch die Zahl dieser Verbrechen hat darauf von Monat zu Monat abgenommen. Gefährlicher Angelsport. Während bei uns in Deutschland der Angelsport doch gerade dazu dienen soll, die Nerven zu beruhigen, sich in Geduld zu üben, Geist und Körper zu stählen, sind die Amerikaner der Ansicht, auch das Angeln müsse aufregend sein, wenn es Freude machen soll. Die Gelegenheit, auch beim Angeln Abenteuer zu erleben und Gefahren zu bestehen, ist allerdings an der amerikanischen Küste vorhanden, fehlt es doch dort nicht an großen und gefährlichen Fischen, die zu fangen Mut und Geistesgegenwart erfordert. Zu den aufregendsten Fängen nach Fischen gehört die Jagd nach dem Schwertfisch. Die Schwertfische erreichen eine Länge von 3 bis 5 Meter und ein Gewicht von mehreren Zentnern. Sie sind sehr gefährlich, wenn sie angegriffen werden. Als Waffe dient ihnen ein schwertähnlicher Kiefer, der eine Länge von zwei Meter erreichen kann. Ein kanadischer Sportfischer hatte einst einen stattlichen Schwertfisch erblickt, und es gelang ihm, mit seiner Harpune das Tier zu treffen. Als sich die Leine, an die die Harpune befestigt war, abgewickelt hatte, zog der verwundete Schwertfisch das kleine Boot mit unheimlicher Geschwindigkeit hinter sich her, bis die starke Leine riß. Der Kanadier bedauerte schon den Verlust des schönen Fanges, als plötzlich ein furchtbarer Stoß auf das Boot erfolgte und das Schwert des Fisches durch die Bootsplanken drang. Das wiederholte sich noch zweimal. Beim dritten Mal gelang es dem Schwertfisch, das Boot zum Kippen zu bringen, worauf er es abgesehen hatte. Mit größter Mühe gelang es dem Angler, sich auf das kieloben treibende Boot zu retten, wobei er sich fortwährend mit einem Ruder gegen den wütenden Fisch, der ihn unaufhörlich anzugreifen suchte, wehren mußte. Durch den Blutverlust nahmen die Kräfte des Tieres zum Glück des Kanadiers merklich ab, und der Schwertfisch schwamm davon. Der völlig erschöpfte Angler wurde von Fischern, die sich in der Nähe befanden, ausgenommen. — Köhlers Flottenkalender 1935. Preis 1,30 Mark. Verlag Wilhelm Köhler, Minden i. W. — (451) — Für jeden, der die See liebt, für den Bewohner der Wasserkante, wie für die Landratte im Binnenlande, für jeden, der gern spannende Seegeschichten liest, für jeden schließlich, der Sinn hat für eine kernige und frischen Seewind atmende Lektüre ist dieses Jahrbuch bestimmt. Spannende ernste und heitere Erzählungen, unter deren Verfassern wir gute Dichternamen finden, fesseln den Leser, alte Fahrensleute spinnen ihr Garn, mit Admiral von Trotha erleben wir auf der Kommandobrücke von Scheers Flaggschiff die Skagerrakschlacht mit, wir lesest vom Klabautermann und von Rung- Holt, von der Romantik der Segelschiffszeit und den modernsten Kriegsschiffen — der andern. — Praktische Menschenkenntnis und richtige Menschenbehandlung. Neue cha- rakterkundliche Anweisungen mit Bildern und praktischen Beispielen. Von Prof. Dr. Joh. M. Ver- weyen. Kartoniert 2,50 RM. Süddeutsches Verlagshaus G. m. b. H., Stuttgart-dl. — (533) — Wir wissen, daß Körperform, Körperhaltung, Bewegung, Gesicht, Stimme, Hand, Handlinien, Handschrift in ihrer Vielfältigkeit wichtige charakterologische Geheimnisse umschließen. Der Verfasser gibt die Deutung dieser Phänomene an Hand vieler praktischer Beispiele klar, anregend und leichtverständlich. — Heinz Steguweit: D i e Harfe. Geschichten. 79 Seiten. RM. 1,10. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (582) — Ernst und Kurzweil den Rhein entlang: so halten es auch die kleinen Erzählungen dieses Bändchens. Erlauschtes aus dem Alltag einfacher Menschen, der Bauern, Kinder, Soldaten und Arbeiter. Von Köln bis Boppard, von der Eifel bis dorthin, wo fremde Kanonen aufs Breisacher Münster drohen, allüberall harft das Schicksal, bald fröhlich hell, bald drohend dunkel, seine ewige Melodie, und Steguweit weiß sie zu deuten. — In der Reihe der bekannten Schmuck- b ü ch e r des Verlags C. Bertelsmann in Gütersloh find (zum Preise von je 60 Pf.) drei neue Bändchen erschienen: Otto Gmelin: Die Botschaft der Kaiserin; Helene Christ aller: Aus W a n d e r j a h r e n; Emanuel Stickel berger: Der Liebestraum des Polyphitos — drei kleine Arbeiten namhafter deutscher Erzähler in zierlicher Miniaturausstattung, jedes von ihnen sehr geeignet, um als Geschenk auf den Weihnachtstisch gelegt au werden. — (581) — — Kämpfende Wissenschaft. Von Dr. Walter Frank. Mit einem Vorwort des Reichsjugendführers Baldur v. Schirach. 36 Seiten. Kart. 1 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 35. — (597) — Es handelt sich um die Rede, die zum 100. Geburtstag Treitschkes bei einer Kundgebung der Reichsjugendführung gehalten wurde. Was Frank, anknüpfend an Treitschke, über die Geschichtswissenschaft der nachbismarckschen Zeit, die die lebendige Beziehung zum Kämpfen der Nation verloren hatte, zu sagen weiß, trifft das Entscheidende. Die Geschichtsschreibung unserer Tage hat die Aufgabe, wieder „mitten aus dem Lager des kämpfenden Volkes zu wachsen und diesem Volk wieder sein Marschlied zu schaffen". Heute hat die Geschichtswissenschaft wieder das zentrale politische Weingartner wurde 1863 in Zara (Dalmatien) geboren, wuchs in Graz auf, kam 1881 nach Leipzig, wo er Philosophie studierte, sich aber bald ganz der Musik widmete und bis 1883 das Konservatorium besuchte. Er ging dann nach Weimar zu Liszt, der die Aufführung seiner ersten Oper „Sakuntala" veranlaßte. Als Kapellmeister war er in Königsberg, Danzig, Hamburg und Mannheim, bis er 1891 als Kapellmeister an die Kgl. Oper und als Dirigent der Sinfoniekonzerte der Kgl. Kapelle nach Berlin berufen wurde. 1898 übersiedelte er nach München, 1908 als Nachfolger Mahlers an die Wiener Hofoper, legte dieses Amt 1911 nieder und war von 1912 bis 14 in Hamburg tätig, hierauf als Generalmusikdirektor in D a r m st a d t, von 1919 bis 24 Direktor der Volksoper in Wien, Llchtspielgesetzes , ^grundungontch t Zukunft" von der obligatorischen Mit- en Erlaß ij HD des Reichsfilmoramaturgen 15 eine endAg e )ei und feine Tätigkeit auf die Fälle be- ln9en toetijn iip rnrb, in denen d ie Industrie feine to- • '' Ht ung erbittet. Dieser Bitte wird e - ... ii I irrt unbefugt vorzeitig verlassen. Reue Helme für die HI. Im Gebiet Hessen - Nassau hat die H e i m - beschaffung in letzter Zeit wieder schöne Erfolge. Besonders in Oberhessen, im Taunus und in Limburg konnten verschiedene Banne und Jungbanne in den Besitz von neuen Heimen gelangen, die vielfach von den Gemeinden zur Verfügung gestellt oder ausgebaut wurden. Die Einrichtung der Heime übernehmen die Einheiten selbst. In Limburg wurde ein ausgemusterter Eisenbahnwagen als Jungvolk-Heim verwendet, in Darmstadt bezog eine Schar mehrere Räume einer ehemaligen Kaserne. Arbeitstagung des BdM. Eine Arbeitstagung vereinte alle Untergauführerinnen des Obergaues Hessen-Nassau in der Gauoerbands-Sportschule Frankfurt. Nach einleitenden Ausführungen der Obergauführerin, Rest W a l- ch e r, sprach die Reichsreserentin des BdM., Trude Mohr, über Führertum und BdM. Eingehen der „Deutschen Zeitung". r Reichsminister des Innern auf Vorschlag lilskommissars für den Freiwilligen Arbeits- erißt. Außer den sonst üblichen Dienststrafen i u ch Haft und Arre st verhängt i. Die öffentlichen Behörden haben im 'n hrer Zuständigkeit den mit der Ausübung «rÄstrafgerichtsbarkeit betrauten Dienststellen billigen Arbeitsdienstes Amts- und Rechts- u Listen. In der Begründung heißt es: Der -re rillte Arbeitsdienst, dem heute beinahe eine Mion junger Männer laufend angehoren, zt von der Gefolgschaft unbedingten |i r am vor den Führern, von den ii ii |i ceiiyu, gerechtes Handeln ■n b er der Gefolgf chaft und von allen Erlebnis in der nationalsozialistischen Revolution, aus dem heraus sie zur Gestaltung vordringen kann und aus dem sie auch nicht nur „zum Hirn, sondern ebenso zur Seele und zum Willen der ganzen Gemeinde" sprechen wird. — Deutsches Volk, fliege . . . Das bunte Buch der Fliegerei. Herausgegeben von Wilhelm Köhler. 204 Seiten. Mit vielen Bildern. Ganzleinen 3,95 Mk. Verlag W. Köhler, Minden i. W. — (571) — Hier wechseln in bunter Folge spannende Fliegererlebnisse aus Krieg und Frieden, Erzählungen von Luftschiffahrten, von Nacht- und Sturmflügen mit Beiträgen über Seaelfliegerei, über Luftsport und Verkehrsluftfahrt, Luftschutz und vieles andere. Der Reichspressechef der NSDAP, schildert einen denkwürdigen Nachtflug mit dem Führer, in den Weltkrieg zurück führen uns Beiträge wie „Mein erster Luftkampf" von Manfred Freiherr von Richthofen, „Bombengeschwader über Paris", „Hermann Göring im Luftkampf", „Feueralarm im Zeppelin". — Köhlers illustrierter Deutscher Kalender. Preis 70 Pf. Verlag Wilhelm Köhler, Minden i. W. — (452) — 208 Seiten stark, mit über 100 Abbildungen und einem Hindenburg-Hitler- Kunstblatt, mit einem Wandkalender als Beilage, bietet sich Köhlers Deutscher Kalender 1935 in fesselnder Vielseitigkeit des Inhalts bar. Spannende, ernste und heitere Erzählungen wechseln in' bunter Fülle mit interessanten Aufsätzen und Plaudereien ab. Wettervoraussage. Infolge der Luftdruckverteilung — sehr tiefer Luftdruck über dem Ostatlantik, Hochdruckgebiet über Westrußland — strömen fortgesetzt feuchte Luftmassen über Europa nordwärts. Gleichzeitig wandern dicht über der Biskaya Teilwirbel über Frankreich nordostwärts und bringen auch uns zeitweilig verbreitete Regenfälle. Der Gesamtcharakter der Witterung bleibt auch weiterhin noch sehr unbeständig und gelegentliche Witterungsbesserung nur vorübergehend. Aussichten für Samstag: Nach verbreiteten Regenfällen wieder zeitweilig aufheiternd und nur noch vereinzelte Schauer, für die Jahreszeit mild. Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags 8,3 Grad Celsius, abends 5,4 Grad; am 14. Dezember: morgens 4,1 (Brat). Maximum 8,3 Grad, Minimum 3,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abends 5,8 Grad; am 14. Dezember: morgens 5,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,5 Stundsn. Der Verkehrsverein der Stadt Düsseldorf gab in einer Pressebesprechung das Programm des Düsseldorfer K a » n e v a l v e r e i n s 19 35 bekannt. Das Programm des Düsseldorfer Karnevals steht unter dem einheitlichen Motto: Von Jan Wellern bis heut — mer krege Freud. Die Idee besteht darin, daß der alte Kurfürst Jan Wellern, der in Düsseldorf vor 200 Jahren seine Residenz hatte, zu neuem Leben erweckt wird und sich einmal vom Prinzen Karneval in Wort und Bild vorführen läßt, was seine lieben Düsseldorfer in den vergangenen 200 Jahren alles angestellt haben. Zwei originelle Karnevalsschlager in Düsseldorfer Mundart werden am Sylvesterabend in ganz Düsseldorf herausgebracht werden. Eine besondere Note ist dem Düsseldorfer Karneval zu eigen durch die Verständigung mit Mainz. Zwölf Tage auf einsamer Insel. — Gefährliches Abenteuer zweier Deutschen. Zwei Deutsche hatten vor 12 Tagen der an der Westküste Portugals liegenden kleinen Insel Berlen- gas, die infolge zahlreicher Klippen schwer zugänglich ist, einen Besuch abgestattet. Plötzlich einsetzender Sturm verhinderte ihre Rückkehr. Da Lebensmittel fehlten, gestaltete sich die Lage der beiden Deutschen immer schwieriger, die fortgesetzt Notsignale gaben. Erst in den letzten Tagen gelang es, den unfreiwillig Gefangenen der Felseninsel Hilfe- zu bringen und sie nach dem Festland zurückzuschaffen. Ihr Zustand ist trotz der langen Hungerzeit befriedigend. Verheerende Malaria-Epidemie auf Eeylon. — Eine halbe Million Erkrankungen, viele Todesfälle. Die Insel Ceylon wird gur Zeit von einer Malaria-Epidemie heimgesucht, wie sie seit 20 Jahren nicht so verheerend ausgetreten ist. Nicht weniger als eine halbe Million Menschen liegen schwer krank ibanieber. Viele finb der Krankheit bereits erlegen, vor allem Kinber. Die Zahl ber Todesfälle ist noch nicht bekannt, boch dürfte sie sehr erheblich sein. In manchen Gebieten sind 90 v. H. ber Bevölkerung erkrankt. Entmenschtes Ehepaar tötet feine vier neugeborenen Kinder. — Dreifaches Todesurteil, zwölf Jahre Zuchthaus. Das Schwurgericht Aurich (Ostfriesland) hatte am 17. Sept, den Angeklagten Nikolaus Janssen aus Logau (Kreis Leer) wegen Mordes dreimal zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die Ehefrau Wilhelmine Janssen erhielt 12 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrenrechtsverlust. Das Ehepaar hat von 1927 bis 1932 vier von Frau Janssen geborene Kinder sofort nach ber Geburt getötet. Die gegen bas Urteil von bem Angeklagten eingelegte Revision hat ber 3. Strafsenat bes Reichsgerichtes als un- begrünbet verworfen. Das Todesurteil gegen Janssen ist dadurch rechtskräftig geworden. Drei Personen bei einem Valkoneinsturz tödlich verletzt. In ber polnischen Stadt Zawiercie brach ein mit acht Personen besetzter Balkon plötzlich zusammen. Drei Personen wurden tödlich verletzt. Verwegener Raubüberfall bei Bielefeld. — Mutiges Verhalten einer Geschäftsfrau. In einer ber letzten Nächte mürbe in Brackwebe bei Bielefelb ein verwegener Raubüberfall verübt. Bor bem Runbsunkgeschäst Henning hielt eine bunkle sechssitzige Limousine, aus ber ein Insasse sprang unb die Fensterscheibe einschlug. Er kletterte burch die Oeffnung zunächst in bas Schaufenster unb bann in ben Laben, aus bem er Runb- funfgeräte im Werte von etwa 2000 Mark feinen braußen stehenben brei ober vier Komplicen hin- ausreichte. Durch bas Klirren der Fensterscheibe erwachte das über bem Laben wohnenbe Ehepaar, bas bas Licht einschaltete. Die Verbrecher riefen hinaus: „Licht aus ober es wirb geschossen!" In bemselben Augenblick krachten auch schon mehrere Schüsse, bie glücklicherweise ihr Ziel verfehlten. Das Ehepaar stürzte in ben Laben, in bem sich ein Hanbgemenge entwickelte. Die Frau erhielt mehrere Faustschläge ins Gesicht unb würbe nieder- aestoßen. Der Mann konnte einen Räuber festhalten, er mußte ihn aber, da er von einem anbe- ren mit ber Waffe bebroht würbe, roieber los- lassen. Frau Henning, bie sich inzwischen erholt hatte, lief auf die Straße unb stellte sich vor den dien entbrach ! tziTn für die bevorstehenden eberfiülungc l c ri log c und zum Jahreswechsel Wand empr: c ineifften Wünsche aus. Gleichzeitig teilte märter JÜJEjtr mit, daß er von dem sonst üblichen ?? • e u j (ii.1)'! sempfang der Mitglieder der Reichs- '^gieruiW «in diesem Jahre Ab st and nehmen Im ' Wagen, um die Flucht ber Verbrecher zu vereiteln. Ohne Rücksicht auf bie Frau fuhren bie Räuber baoon. Frau Henning konnte sich art ber Stoßstange festhalten. Sie würbe etwa 150 Meter mit» geschleift. Dann hielt plötzlich ber Wagen unb einer ber Insassen schlug auf bie mutige Frau so lange ein, bis sie losließ. In rafenber Fahrt verschwand ber Wagen in Richtung Bielefelb. Frau Henning glaubt bie Nummer I 156 350 ober I 56 350 erkannt zu haben. Die Verletzungen ber Ueberfallenen haben sich glücklicherweise als harmlos erwiesen. Das Museum für Verschönerungskunde. Es ist in biefen Tagen feierlich eröffnet worben unb zwar wie man leicht erraten kann, in Paris. Zwar existierte es in einzelnen Sammlungen bekannter Pariser Kosmetiker schon viele Jahre, hat aber jetzt erst ben Rahmen erhalten, ber bie Tau- fenbe von Schaustücken in guter Uebersicht zeigt. Es ist ein Stück Menschheitsgeschichte, bas man hier ftubieren kann, benn schon vor Jahrtausenben haben sich bie Menschen wie aus ben gemachten Funben hervorgeht, bemüht, sich zu verschönern. Im Museum lernt man bie Schönheitspräparate ber alten Aegypter kennen, man staunt, auf welcher Höhe sich bei ben alten Griechen unb Römern diese Kunst schon befand unb welch raffinierter Mittel man sich schon bamals zu bebienen wußte. Da gab es schon Enthaarungsmittel, Haarwuchspräparate, Schönheitsoperationen, bie bamals atterbings nicht selten mit bem Tobe ber Operierten enbeten. Die Renaissance war roieber eine Blütezeit ber Ver- schönerungskunst, wie aus ben komplizierten Mie- bern, bie ausgestellt finb, hervorgeht. Zur Zeit ber Rokoko kehrte man roieber zu Salben unb Geheimmitteln zurück. Die neueste Zeit gibt Aufschluß über bie Arbeiten Steinachs, Woronoffs unb anberer Operateure ber Kosmetik. Ueberflüffig zu bemerken, daß bas Museum über mangelnden Besuch nicht zu klagen hat. Giftbecher und Prügelstrafe. In beiden Fällen handell es sich um uralte Strafen, bie sich Jahrtausende hindurch erhalten haben. Zwar war der Giftbecher in Europa in ben letzten Jahrhunderten als Todesstrafe abgekommen, in Asien und Afrika jedoch hak er immer eine bedeutende Rolle gespielt. Nun hat die Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., , mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 Mig. bis 1927 Dirigent der Wiener Philharmoniker, im März 1927 ging er nach Basel, wo er Letter der Sinfoniekonzerte der Allgemeinen Musikgesellschaft und Direktor des Konservatoriums ist. Weingartner ist mit zahlreichen Kompositionen hervorgetreten, darunter die Opern „Sakuntala", „Kain und Abel", „Dame Kobold", „Meister Andrea", „Der Apostat", schrieb die Musik zu Shakespeares „Sturm" und zu „Faust". Seine Sinfonien und Lieder wurden oft aufgesührt. Ein neuer Stern entdeckt. Ein Heller neuer Stern ist dieser Tage von einem englischen Astronomen in Suffolk entdeckt worden. Er wird in ganz England sowie der ganzen nördlichen Halbkugel einige Tage, bevor er erbleicht, für das bloße Auge sichtbar sein. Es handelt sich um einen Stern dritter Größe. Die Entdeckung, die sofort den Observatorien der ganzen Welt mitgeteilt worden ist, hat in astronomischen Kreisen großes Interesse geweckt. Nie künftige Ausgabe '""bch -MeichSfilmdramalurgen 1 I . fd)U™roerbeitj Befugnis zur Betriebsschließung wird i „inheOden Pr^i.')erwachungsstellen übertragen. Die Be- rfnrberti triedsschslchung kann erfolgen, wenn Zuwiderhand- er' für Hungen fern Vorschriften ober Anordnungen bes ' .lk' ReichskMHssars für Preisüberwachung vorliegen, macn oder romiifonft Tatsachen bie Annahme rechtfer- mmuHH , tjgen, bl.bj Der Inhaber ober Leiter bes Betriebes bie für..' Betrieb erforderliche Zuverlässigkeit en nicht beiisizt Für bas Gebiet ber Faserstoffverorb- triW ° nung unnHser Verordnungen über Preise für aus- intp!11^ ländischer Önren und unedle Metalle bleibt es bei lechnE der gegfiennirtigen Regelung. Strafverfolgungen n 65 yH wegen ^.niiberljanblungen gegen Vorschriften bes redens- Reichst«^ ssars für Preisüberwachung treten nur re E? auf Anüttic der Preisüberwachungsstelle ein. So- rberfl. < weit ein, dirafantrag nicht gestellt wird, haben die Preisüb^ichungsstellen das Recht, in eigener Zu- i oder b^standigkchi Ordnungsstrafen bis zum Be- ’ LeExi trage voün D00 Mart für jeden Fall der Zuwider- um Verstöße leichterer Art, 3- M.eme Betriebsschließung nicht rechtfertigen könnten,?, d ort ahnden zu können. A «tlkist und Wissenschaft. Felix Wllcücnrfner wird Staalsoperndirektor in Wien fr# F AmtliÄvnrd aus Wien gemeldet: Die Bundes- Jtljeateron Altung hat mit Dr. Felix Weingart- Jiner inl| Mel einen fünfjähriaen Vertrag abge- W'Ä schloffen,/, der ihn als Nachfolger von Clemens M K r a u Uj als künstlerischen Direktor der Oy Staat |i er ab 1. September 1935 verpflichtet. MM Dr. sjßeilhiitner wird aber, soweit er im Rahmen | fflr seiner Bllmln Verpflichtungen abkömmlich ist, schon 1 y ab 1. 3d 1 ncr 1935 der Staatsoper zur Verfügung A'A; stehen u.irl »ei ber Repertoireaufstellung unb bei 1 M bem AbsrlM der neuen Verträge entscherdend mit- ® ! • 3" 5l'*l "ttErriGr bl! Uebet> “Melle, u IWnber,.” dM- 6*“ ?! nichl befc Ye UebenpU 'M .Umeitanj J ■Mw, H? ' 'M« “ fIHnC lefifee5tt"r! « »irb. Sfi“ *ffen, 1« ßtl «mbeMge* ieJ°l 'M 1 Warendie r ch den nafer a An und bomf jti . , , . „ . _ Ästigen Qii.r lieber ung des Lichtspielgesetzes", ^e9rünbuiiQ di nf mr dann entsprochen werden, wenn i>siäfsilmdramaturg auf Grund des ihm vor- Zntwurfes oder Drehbuches die lieber» "Hangt, daß der Film, dessen Herstellung ti ist, einer solchen amtlichen Förderung 'ü tii i ist. Der Reichsfilmdramaturg teilt der -lmpiiiifLlle laufend das Ergebnis der von ihm ’.g Mmienen Prüfungen mit. Der Reichsfilm- aincmii ist berechtigt, an der Prüfung von Spiel- gen. Die _____________ schiedeim seffi« ^euc Verordnung mTÄ wir Preisüberwachung. J1 BorMdl' Ber l|ii,, 13. Dez. (DNB.) Das Gesetz über h[ aber bie ^rroeitewuTfl der Befugnisse des Reichskommissars aen DiensHür PIrniLberwachung vom 4. Dezember 1934 urf) in M ReichsGlschblatt I, Seite 1201) ist durch eine Der- therren in e^rbnuni^ roer Preisüberwachung ergänzt worden, .raten im Ncichsgesetzblatt unb im Reichsanzeiger er» Meilen scheint, t bcmach ist es nicht mehr notwendig, zu nuh 31 i-OTfen, 3 iböbeftimmte Gegenstände oder Leistungen v giir die fi Jnriebigung bes täglichen Bebarfs lebens» I-^lilLwichtig Die Befugnisse ber Preisüberwachungs- M ^^kv^ehordeW M Regelung ber Preisverhältnisse wer- ’ alpen klargestellt. Alle Befugnisse zu Ein- zeßanwlm '^.^^ g ^ch der Reichskommissar zunächst vor- rag^ -.Jl'halteriir Maßnahmen mit begrenzten räumlichen erhaltm» ^-luswtr«kri°len können wie bisher von ben in § 5 SMbsatz |2 der Verordnung genannten Stellen im “ L^Einoethwinen mit dem Reichskommissar getroffen ,'nuer eine ln9en Ä. lebe eHi5'cr V 8Um k e IP l U Ul U U L 1 bie N^.Ml ckn strenges ^einunoS 'e qn b e r b e r © . , o . Wien[feien des Arbeitsbienstes tabeisfreien l^ein ■ iftje -** — 1 ♦rom» ffnmernihffhnft nnh e Hhf;ti 8tegunehmen. i|)ei Begrünbung wirb barauf hingewiesen, Ke Einschaltung bes Reichsfilmbramaturgen c|rpiüfer von Spielfilmen von ber Regierung ch We und Unterstützung für bie sllch Filminbustrie vorgesehen war, e tijtiitig zu verhinbern, baß Stoffe verfilmt iL Ise mit bem Geist der Zeit und dem Sinn iJÄ-s nicht in Einklang standen. Gleichzeitig dii-n der künstlerische Geschmackswert ber Film- mrhöht werben. Die beutsche Filminbustrie i so betont bie Begrünbung, es nicht men, von dieser Hilfe so Ge° I tu machen, daß die von dem Reichs- nurgen zur Verbesserung der Filmgestal- ciufi-roenbete Mühe sich verlohnt. Es si'hmsbesondere herausgestellt, daß von dem leid jlmramaturgen bei der Vorprüfung erhobene llvullfwnn|errt)ngen und von ihm gemachte Vorschläge . ’i drrichsstellung im Atelier nicht beachtet worden Ii.|i.ukunft soll daher von der obl-igatorischen gibt Ni'itmirirui:ii des Reichsfilmdramaturgen abgesehen sei sie Tätigkeit auf die Fälle beschränkt werden, uni tmt drchni benen he Industrie seine Mitwirkung erbittet. 'ä St» Mrers SM. Mhten M2,01 l5diu6 der kabinettsfihung dankte der eae nidit ühr eriund Reichskanzler den 2H i f - - fernen llediN'. des Reichskabinetts für die im gesetz einr cht zu tyttoe gehenden Jahr geleistete Arbeit beim ( oon Uli/lufbaui hs nationalsozialistifchen Staates und Oberhessen jt? illigerWeihnachtsverkauf Langjährig erprobte Qualitäten I 7359 A m 6F-6» frst'i finden ir-1 ■ d.Pflege^- ' Leute, >' ’ Pauli Seiruncfj | | Z/|| ^OChSTQTtGt Sie Hurra! reiner 7361 A M.5OO OOP Krouzplate • bohnert glänzend! z axn, 6t?artS ! 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Man konnte dabei feststellen, daß die HI. in unserem Bereich auf dem Gebiete des kulturellen Aufbaues wesentliche Fortschritte gemacht hat. Kreis Friedberg. 4- Butzbach, 13. Dez. Bei der Sammlung am Tage der nationalen Solidarität gingen hier rund 550 Mark ein, ein Ergebnis, das bis jetzt noch von keiner Eintopfspende hier erreicht wurde. Kreis Büdingen. ♦ Nidda, 13. Dez. In dem Nachbarorte Geiß- Nidda wurde der aus Fauerbach bei Nidda gebürtige 75 Jahre alte Deutschamerikaner E r n st Schwab, der erst vor zwei Wochen aus Amerika nach seiner alten oberhessischen Heimat zurückgekehrt war, zur letzten Ruhe bestattet. Der Verstorbene war im Jahre 1885 nach Amerika ausgewandert und hatte seitdem dreimal seine alte oberhessische Heimat besucht. Er hatte immer den Wunsch, seine letzte Ruhestätte in der oberhessischen Heimaterde bei seinen Brüdern zu erhalten. Nachdem er nun vor zwei Wochen wieder hierher zurückgekehrt war, wurde er aus dem Leben abberufen. Sein größter Wunsch, in deutscher Erde zu ruhen, ist nun in Erfüllung gegangen. Kreis Alsfeld. he Merlau, 13. Dez. Die Viehzählung in unserer Gemeinde ergab folgenden Bestand: 29 Pferde, 320 Stück Rindvieh, 297 Schweine, 63 Ziegen, 154 Kaninchen, 34 Gänse, 33 Enten, 1343 Hühner, 9 Bienenstöcke. he. Kirschgarten, 14. Dez. Dieser Tage erhielt unsere Gemeinde ein Schreiben des Führers Adolf Hitler, in dem zum Ausdruck gebracht wird, daß der Führer die Ehrenbürgerschaft unserer Gemeinde angenommen hat. Der Brief soll eingerahmt und ihm Bürgermeistereiamt ausgehängt werden. —■— Bleidenrod, 13. Dez. Bei dem Landwirt Jakob Philipp wurde gestern abend, während das Ehepaar mit dem Füttern des Viehs beschäftigt war, em D i e b st a h l verübt, bei dem ein Paar gute Schuhe des Sohnes und einige Strümpfe gestohlen wurden. Anscheinend wurde der Diebstahl von einer Frau begangen, denn es wurden am Tatort ein Paar Frauenstrümpfe und ein durchnäßtes schwarzes Frauenjäckchen gefunden, ta* Elrure 11 Buti Freut durd Kellen gir • FuHM mietet» AUeinrmr- - Viktoriiir- KisbM' Neue Bürgermeister und Beigeordnete in Oöerheffen. Zu Bürgermeistern wurden, nach einer Bekanntmachung des Personalamts des Hess. Staatsministers, ernannt: Philipp Friedrich Reichert in Altwiedermus, August Roth in Aulendiebach, Georg Schultheiß in Bingenheim, Peter Heinrich Geiß in Büches, Karl Krug in Heuchelheim, Ludwig Michel III. in Unter-Widdersheim, sämtlich Kreis Büdingen. Zu Beigeordneten wurden ernannt: Karl Schaaf in Kesselbach (Kreis Gießen), Heinrich Steuernagel II. in Eudorf, Friedrich Liehr in Kirtorf, Karl Ruckelshausen in Zell, sämt- Iid) Kreis Alsfeld, Adolf Rieß in Heuchelheim (Kreis Büdingen), Karl Carl in Gedern (Kreis Schotten), Amandus Denglet in Rockenberg (Kreis Friedberg). Gemeinderat in Schotten. = -= Schotten, 13. Dez. In feiner gestrigen Sitzung befaßte sich der G e m e i n d e r a t mit der Holzverwertung und stimmte der freihändigen Abgabe an einheimische Holzgeschäfte zu, von denen gute Angebote vorlagen. — Die Freiwillige Feuerwehr hat einen praktischen, schönen Mannschaftstransportwagen angeschafft, an den die Motorspritze angehängt und nebst der Bedienungsmannschaft rasch an die Brandstätte verbracht werden k-ann. Da hieran mehr die Gemeinden der Umgegend und der Kreis interessiert sind, sollen auch diese Stellen zur Deckung der Kosten (Haftpflicht usw.) gewonnen werden. — Der Hitlerjugend wurde zum Ausbau ihres Heimes, das sie sich in der Stadt im alten Brauhaus geschaffen hat, das notwendige Holz von der Stadt zur Verfügung gestellt. — Näher besprach der Gemeinderat die Frage einer Stadtrandsiedlung. Eine Reihe von Interessenten hat sich hierfür gemeldet. In Verbindung mit der Nass. Heimstätte soll die Angelegenheit noch geklärt werden. — Die Beleuchtung des neuen Verbindungsweges Lohgasse—Amtsgericht und des Sportplatzes wird durch Anbringung einiger Lampen verbessert. — Wegen Geländeabgabe zur neu hergestellten und erweiterten Vogelsberg st raße findet mit dem Anlieger gütliche Verständigung statt. — Einige Personalangelegenheiten wurden noch verhandelt und die Sitzung mit einem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 14. Dez. Gestern abend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Bürgermeister Euler eröffnete die Sitzung. Bei der kommunalen Sondergebäudesteuer wurden weitere Erleichterungen geschaffen. Die Holzsubmission über Kurzgrubenholz wurde genehmigt, und der Zuschlag der Firma Jung & Co., Klein-Linden, erteilt. Ein Gesuch von Adolf Seibert Ehefrau zum Betriebe einer Schankwirtschaft wurde abgelehnt, ebenso das Gesuch von Willi Weller um Ueberlassung eines Stückes Land. Der Ankauf eines Fahrrades wurde genehmigt. Die Hundesteuer bleibt wie seither, und zwar 4 RM. für den ersten, 8 RM. für den zweiten und 16 RM. für den dritten Hund. Die Gemeinde erklärte ihren Beitritt zum Volksbund Deutsche Kriegergräberfürsorge. Zur Errichtung eines Kriegerehrenmals wurde beschlossen, dem Hessischen Hochbauamt die Bauleitung zu übertragen. wg. Großen-Buseck, 13. Dez. Dieser Tage hielt der Geflügel - und Kaninchenzucht-' verein Großen-Buseck seine Generalversammlung in der Wirtschaft „Zum Hahnen" ab. Der Vereinsführer, Lehrer Jung, begrüßte die Mitglieder. Zunächst erstattete der Rechner Wilhelm W e i ß den Kassenbericht. Die Kasse, die in mustergültiger Weise geführt wurde, wie einen guten Bestand auf. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Lehrer Jung gab sodann einen Rückblick auf das verflossene Vereinsjahr und betonte, daß die im Frühjahr angelegte Brutmaschine sich glänzend bewährt habe. Im letzten Jahre wurde auch eine Kalkspritze zum Desinfizieren der Ställe beschafft. Im Verlauf der Versammlung wurde eine Verlosung veranstaltet. Mit dreifachem „Sieg-Heil" auf unseren Führer Adolf Hitler schloß der Vereinsführer den Abend. * Burkhardsfelden, 13. Dez. Zum Beigeordneten unserer Gemeinde wurde Albrecht Schuhmacher bestellt und verpflichtet. * Londorf, 13. Dez. Am vergangenen Sams- taa hielt die hiesige Hitler-Jugend einen gut besuchten Werbe-Abend ab. Der Musikverein Londorf hatte sich zur besonderen Ausgestaltung zur Verfügung gestellt. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches erfolgte der Einmarsch. Hierauf ergriff Unterbannführer Schneider das Wort und betonte, daß die HI. nicht nur mit den marschierenden Kolonnen zu vergleichen sei, sondern mit den kommenden Nationalsozialisten, die das Alleinvertretung: R. SCHÖNAU jetzt Bahnhofstraße 76 Kein Lad enI Reichhaltige Auswahl - Günstige Bedingungen - Ermäßigte Preise 7 3 :7 । Kile J gerade $ Heim bei Lauirad, Mt die bauen, P Mer, : Jaule hj fas er vo Hemden ■ hange! u fine Clti Am S . Hl auf iberen = 'nichts Heute lM*'! 2. Bors»-.! liiWM. WM Weihi^ fei» Um «L Besuch beten. . | dcnöe"" Ls, I fitiiiitwvy IW d'e'' I m ben M I oi M' I legende E verlohnt ' ber inner stellen. I Tie Sie bilde! den geinbös ( -it leit 3a MdY.Kc ftgicrenbi mgegang Ungarn gi I ©onibÖs i Mischen einander t um die Wi und der fr Die innen Nene der Wes im ßömbös partei. nalen < Sitzen 14 Regieruw Stütze. Regierun il)m Die I fllerungs] | des frühe ] Seine Au gesehen, nmgsparf ordentlich Wen in Gruppe t maßgeb renb die I vinzen desGra Lös-Grupp den Stoßtk brnfen um Hiner Mach iGömbös Elter Linie yb will DOI Wfyt Qm mit W b Kiemen Und leiln tichen. W verankerte ober lein Regierung heil, (ein , 3n dies Wn in Regier stütz UNg d feien für ersparen die zweite Brille, wenn Sie eine Brille mit *2 -Stärken -Gläser tragen. Es ergeben sich im täglichen Leben und Beruf unzählige Umstände, die den Brillenträger zwingen, bald in einiger Entfernung, bald in der Nähe ^charf zu sehen. — Zu diesem Zweck die Brille mit Zweistärkengläser für Ferne und Nähe, zwei Brillen in einer. Ganz besonders als Festgeschenk geeignet. [OoooA Hauses bsw nen Sie dnl auf gapfltfl Sachen I * sie Ihnen p BrühVschel Schulstr. 1, Die o I innen?01 von den I Mietgesuche | Däner mieter «fuebt sauberes, einfach üiöOmmer evtl.mit Pension zum 1.Jan. 1935 Schr.Angeb.unt. 05903 and.G.A. | Verkäufe | Harmonium sehr gut erhalten billig z.verk. 7346v Harmonium- bau Straube, Lich, Garben- teicher Str. 15. Gas- und elektr. Lampen neu, p. Stück 5- S. üE. f 05896 Ludwigitr. 40. Sehr gut erhalt. Gasheizosen für 25 Mk. und 1 Grammophon (Stimme seines Herrn) wie neu, m. 10 Platt, für AO ML z. ।ok. O59oi Bahnhof,tr.46H Gebr.,gut erhalt. Sofa m.gut.Federung geg. Barzahlung von 25 Atark zu verkaufen. Wo? sagt d. Geschäftsstelle d. Giest.Az. Gauführung Äe Win öeutß 7343 A "“eh Teppich von die wahrscheinlich bei der großen Eile mü 1 unerwünschte Besuch vor sich ging, verlort * Die polizeilichen Ermittlungen sind im Kirche und Schule. Landkreis Gießen. )( L i ch , 13. Dez. Der vergangene Som*, in unserer evangelischen Gemeinde der Mission gewidmet. Am Vormittag Gottesdienst, der auch von den diesjähriqen ? besucht war, , Direktor Pfarrer Röhrig Darmstadt im Anschluß an Jesaia, Kapitel n das Werk und die Notwendigkeit der Inne, sion. Am Abend führte ein Film, der j. Sommer auf Veranlassung der Inneren A ' Nassau-Hessen ausgenommen worden war £ Titel „Segensspuren der Liebe, ein Filw^ Arbeit der Inneren Mission in Nassau-Hess^ die zahlreich erschienene Gemeinde in die A» Inneren Mission in Nassau-Hessen ein. I den Erziehungsheimen Arnsburg, Geisbcr- I bürg und der Bahnhofsmission in Franks^' leiteten den Abend ein. Die segensreiche t der verschiedenen Diakonissenhäuser Wiesbaden, Frankfurt a. M.) und des I jl Vereins wurde im laufenden Bild eindruck! 1 Augen geführt, der hingebungsvolle Dienst I neren Mission in den Anstalten von Nie-e,, 1 stadt und Scheuern wurde in ergreifende gezeigt, Bilder aus der Erholungsarbeit > ren Mission in dem Elisabethhaus in auf der Orbishöhe, im Hirschpark in Alst^s den christlichen Hospizen bildeten den Films. Die Innere Mission in Hessen Dem" 170 Anstalten mit 6668 Betten. 2IufeinanbrJ erreichen diese Betten die anderthalbfache W Montblanc. Die Eröffnungsansprache hielt ’J Röhricht, und er beantwortete in übencij Ausführungen die Frage nach der DlohnnJ der Inneren Mission auch in unserer Zeit.« Hagebölling, der sich mit dem Zusta^j men des Films große Verdienste ennoiMi auch den Text geliefert hat, gab die nötigen ä terungen zu den einzelnen Bildern, deren d und Schönheit allgemein einen tiefen M hinterließ. Es bedarf mit Recht behauptet z] daß jeder, der sich ein richtiges Urteil üt-l Arbeit der Inneren Mission in Nassau-Hessen will, diesen neusten Film aus der Arbeit feS lichen Liebestätigkeit gesehen haben muß. k: 1 Choräle verbanden geschickt die einzelnen Abends und verhalfen der Veranstallung p rechten Feierstunde. JSS&i XD fir. 292 Zweites Blatt tlTJ‘1 1 1 ilakowarf |J , 12, । Pf. er ui furter iße 19 il 8 d C fl Q p n c St l I N Li Ä . iiill vor allem das ganze ungarische Volk um sich smnneln. Sein Ziel ist, die heutige parlamen- tairiirje Grundlage der Regierung zu erweitern und miHhülfe der Wahlrechtsreform neuen jungen (Elllm e n t e n den Einzug in die leitenden Stellen Teilnahme am Regierungsapparat zu ermög- lidttjei Gömbös will eine möglichst breit im Volk DeiEatferte, eigene Regierungspartei schaffen, die abk«c!Seineswegs gleichbedeutend mit der heutigen R^chmngspartei, der Partei der Nationalen Ein- | 3’x Stellung des Ministerpräsidenten Gömbös mH den Ausgangspunkt einer jeden Beurteilung, itobös gehört zu der Mittelklasse, der Gentry, -it Jahrhunderten Ungarn regiert. Männer wie Sporrji), Kallay und viele andere der heute in Ungarn Ungarns innerpolitische Kraftprobe. Von unserem v.H-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Budapest, Dezember 1934. (Eier Autorität in der an sich heterogen zusammen- gifcsen, vielfach legitimistisch eingestellten Regie- rr^iki? Partei ist unumschränkt. — Durch eine außer- oiDeli innenpolitischen Gestaltung einmal herauszu- fielm. s leckenden, sind aus dieser Schicht ebenfalls her- r^r »gangen. Die innenpolitischen Gegensätze in liw:rn gipfeln heute in den zwei Persönlichkeiten: ( ioi'bös und B e t h l e n. Es find nicht die außen- ' »lljschen Fragen, die diese beiden Männer von- nciiber trennen. In dem großen Kampfe Ungarns »i'jie Wiederherstellung der früheren Machtstellung möioer früheren Grenzen bestehen keine Gegensätze, jtemnere Auseinandersetzung vollzieht sich auf der bra der Machtstellung und des entscheidenden Ein- iifs im Staat. Die Schwierigkeiten liegen für öröös in der eigenen Regierungs- a ie i. Die sogenannte „Partei der natio- ai’n Einheit", die im Parlament von 250 itzin 145 innehat, bildet, obwohl sie die offizielle eci rungspartei ist, für Gömbös keine f e ft e _ t:Stz e. Nur 25 bis 30 der 145 Abgeordneten der riete rungspartei stehen heute bedingungslos hinter ' rrADie große Masse der Abgeordneten der Re- erngspartei folgt uneingeschränkt der Führerschaft |isi°üheren Ministerpräsioenten Graf Bethlen. P)mle mit der Ente im Herzen. Von Gorge Gpervogel. It Jungens haben immer Zeit, wenn nicht gehl* Schule ist, Paule aber hat niemals Zeit, »•ilehn besitzt ein Eichhörnchen in einem Käfig mit ßmpab, Thomas züchtet weiße Mäuse, Karel ver- ftdHl roie wunderbarsten Drachen von der Welt zu bci.j. Petra hat ein Rad und einen Onkel Guts- bd^t,r, zu dem sie nachmittags hinfahren kann, P al hingegen, Paule ist arm, er besitzt nichts, bai-r vorweisen könnte, Paule trägt Wäsche, Ober» ljetT)-n unb Kragen aus, er steht an ber Heiß- mnaxH unb trägt bie Gießkanne über bie Bleiche; fei st; Wltern haben eine kleine Wäscherei. Sonntagnachmittag barf Paule, wenn er nvtii uuf seine kleine Schwester achten muß, zu ben aniLiin Jungen gehen. „Mensch, Paule, mit bir istjj Mts anzufangen", sagen bie Jungen. „Sieh bijÜnal selber an, wie bu ba herumstehst, sieh bir mm li2in Gesicht an! Du trübes Würstchen! sagen bttIt gingen, „bu Träne!" I ,&is für einen artigen Jungen haben Sie", saifkMie Hausfrauen, wenn sie mit Paules Mutter am bir Heißmangel stehen, „wie hilfreich unb fnmlid) er immer ist! Sie haben eine wahre Sfth< an Ihrem Sohn. Ich hingegen, wenn ich an mit ten Jungen denke, nein, ich kann ihn nicht mit bem lehren vergleichen, fo nichtsnutzig und flegelig ist! nainer." , ^etü-a sieht, wie die Jungens Paule verachten. <51:1 heht auch, daß er gerne anders fein möchte, feüäriunb freier, daß er gar nicht nur immer artig fe ii nag. So labet sie ihn ein, am Sonntag mit ihücz. dem Onkel aufs Gut zu fahren, damit er eir inn I einen ganzen Tag voller Freude und Der- grMcn habe. Petra geht zu Paules Mutter und niiinr • ihr die Erlaubnis ab. Wt ist Paule schüchtern, als aber der Onkel ih in erzählt, wieviel er als Junge in Paules Alter M'icyms zum Frühstück gegessen hat, und als es P lailii gelingt, genau so viel zu essen, wird er schon zullti.llicher, unb als alle immerzu nett zu ihm sinst hm alles zeigen unb erklären, als er soviele Ai lese unb Birnen essen barf, wie er will, unb attlst: enblich sogar reiten barf, reiten auf einem rtiifxim großen Pferbe, ba kann Petra zu sich felillr fagen: nun ist er so, wie ein Junge fein mnui .keck unb frisch, tapfer unb offenherzig. Sf.7 ber großen Brutmaschine ist er nicht weg- zvilbirgen. „Da finb genau solche Eier brin, wie cs<> pn Frühstück gegeben hat? Und bas sollen Freitag, ?4. Dezember 1934 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hindenburgs Ruhestätte. w» ■ . ■ ■ - <5V? 3 w t - M « M V//.v ■ letye Serie 1 mitAuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Frankf. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Frankf. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1986 W/o ehem. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbriefe....... 6/1% ehem. 4ys% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe ber zuletzt e*»- mit* börfe tgrfe Frariklun a.2)l. Berlin Schluß« kurS Schluß.. Abendbörse Schluß« kurs Schiußk. Mittagbörse Datum 12-12- \ 13-12- 12.12. 13.12- Man -er Bergbau .. .......0 79,5 80 80 80 Koksu e ........... .......0 — — 93,75 93,75 Phönix Bergbau...... .......0 47,13 47,13 47,25 47,4 Rheinische Braunkohlen .....10 200 204 203 207 Rheinslahl........... .......0 86,4 86,5 86 86 Bereinigte Stahlwerke. .......0 39,5 39,75 39,9 39,9 Ltaoi Minen ........ .......0 12,25 13,13 12,65 13,5 Kaliwerke Aschersleben. .......5 — —— 105 107 Kaliwerke Westeregeln . .......5 106,5 107 106,5 108 Kaliwerke Salzdetfurth .....ty2 — 142 146,75 143 12-Dezember 13.WÜL—— Amtliche Notierung Amttititt (SSeiD | Arie- Selb J. 58,3 Buenos Atre. 0,628 0,632 0,628 Brüssel..... 58,17 58,29 58-17 0.204 Rio de Zan. . 0,204 0,206 0,204 ’.OM Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 Kopenhagen. 54,96 55 08 54,86 BuJ» Danzig..... 81,18 81,34 12,34 81,18 12.31$ XioitDon..... 12,31 12,285 5.» 16> Helstngfors.. 5,435 5,445 5,425 Paris ...... 16,40 16,44 16,40 163 * Holland .... 168,22 168,56 168,21 2ii Italien..... 21,30 21,34 21,30 0,2 slavan...... 0,718 0,720 0,717 Iugostawiea 5,664 5,676 5,664 61.8 Oslo.....: 61,85 61,97 61,73 Wien....... 48,95 49,05 48,95 11,11$ Lissabon .... 11,19 * 11,21 11,165 63*8 Stockholm... Schweiz .... 63,47 63,59 63,36 w-3 80,72 80,88 80,72 34 H Spanien.... 33,99 34,05 33,99 1O,<1 10,39 10,41 10.39 - Budapest ... — Neuyork... 2,489 2,493 2,488 13-12- 12.12. 13-12- 8 — 8 4,05 4,05 — 6,25 6,5 6,05 3,6 3,7 3,65 31 31,25 81 25 25,9 25,5 23,75 22,5 — ■■ — 28,25 28,9 28,25 76 76,5 76 92,25 92,25 92,25 68 68,25 68 70,5 70,75 70,5 73,5 73,75 73,5 146,5 149,75 145,75 26,65 26,65 26,9 130,25 136,4 130 98 93,25 98,25 117,75 117,75 118 74,5 75 73,75 108,5 108,5 108,75 99,25 99,75 99,5 93 93,5 93 137 137 137,25 107 105 106.5 84,9 85 84,75 99,25 99,13 99 59,5 59,75 59,4 100,5 100,75 100.25 76,75 76,65 — 146 147 — 116 116,25 72 73,13 72*65 K TM 'KÄS: o-k ■ w SWÄÜiBä i Schutzpatron aller Markensammler gelten. aus nur als Empfangsgeräte bedarf, und durch den doch in einem unfaßbar kurzen Zeitraum Millionen von Geschöpfen von bestimmten Tatbeständen unterrichtet werden. Ein bekannter Forscher, der mit der Kamera schon wiederholt in unbetretene Tierparadiese vorgedrungen ist, weiß von diesem merkwürdigen Verständigungssinn der Tiere Genaueres zu berichten. Er machte die Beobachtung, daß Gebiete, in denen der Mensch auch nur vereinzelt auftauchte, oft nicht nur von den Tieren verlassen wurden, denen er etwa nachstellte, sondern es war, als verbreite sich die Kunde vom Herannahen des Menschen in der gesamten Tierwelt, und bei erneutem Besuch dieser Gebiete erging es ihm wie in dem Märchen von Hans Großmaul. „Ihr Vöglein flieget alle fort, Hans Großmaul kommt an diesen Ort", mußte als Losung ausgegeben worden sein, denn auch fruchtbare und wasserreiche Tierparadiese waren plötzlich wie ausgestorben. Anderseits wird aber auch die Nachricht von einer neuentdeckten sicheren Tränke von einem einzigen Tiere mit verblüffender Geschwindigkeit den anderen mitgeteilt, wobei man allerdings annehmen darf, daß ein Tier zumeist auf die Lebensgewohnheiten der anderen angewiesen ist, und sein „Wohnungswechsel" auch die anderen aus ihren alten Behausungen fortlockt. Bei großen Tieren wie Löwen ist ein solches Zurückweichen vor dem Menschen, in dem er bald seinen Verfolger kennenlernt, leichter zu verstehen, als etwa bei Vögeln, die in gewaltigen Schwärmen weite Strecken zurücklegen, um einen neuen ungestörten Nistplatz zu finden. Ganz planmäßig vollziehen sich diese Umsiedlungen und die Flüge der Tiere sind so zielstrebig, daß sich dem Beobachter unwillkürlich die Vorstellung aufdrängt, die Vögel hätten ganz bestimmte Nachrichten erhalten, nach denen sie sich nun richten. Auch Insekten scheinen über eine überraschende Verständigungsmöglichkeit zu verfügen, wie der Versuch eines Forschers bewies, der die Weibchen einer Mottenart, die einen bestimmten Baum als Futterplatz bevorzugt, auf einen um viele Kilometer abgelegenen neuen Nistplatz brachte: schon am anderen Tag fanden sich die Mottenmännchen bei den Weibchen an ihrem neuen Wohnort ein. Auch bei Fischen, die einem Schiff folgen, kann man beobachten, daß sie, auch wenn das Schiff zwischen ihnen liegt, ihre Operationen gleichzeitig vornehmen und sich zum gleichen Zeitpunkt vom Schiff abwenden. Hier sind Geheimnisse der Natur, die der -IlhlOlO Dezember' Aber nicht nur auf einzelne Raritäten richtet sich das Augenmerk. Sondern auch nach bestimmten Gesichtspunkten geordnete Sammlungen gewinnen durch ihre Vollständigkeit an W^rt. So gibt es Sammlungen, die nur Luftpo st werte vereinen, oder solche von Briefmarken mit Abbildungen von Maschinen und Baulichkeiten der Technik. Andere sind der Musik, der Kunst, der Literatur, Staatsmännern und Monarchen, der Landwirtschaft gewidmet. Andere trachten eine lückenlose Sammlung aller Schiffahrtsabstempelungen der k. und k. Kriegsmarine während des Krieges zu bekommen oder spezialisieren sich auf Abarten und Fehldrucke. Wieder andere lassen es sich angelegen sein, den geschichtlichen Werdegang einer einzelnen Nation in Briefmarken festzuhalten. Dabei gibt es bis heute eigentlich nur rund 7 0 0 0 0 verschiedene Po st Wertzeichen. Wer der Vorläufer aller Briefmarkensammler war, konnte nie festgestellt werden. Einer der ersten war ein begüterter Oesterreicher, Graf Philipp von Ferrari, der um 1860 herum zu sammeln begann. Berichten nach gab er monatlich bis zu 50 000 Mark für Vervollständigung seiner Sammlung aus und hielt sich eigens zu diesem Zweck einen Sekretär. Er starb 1917, und die Sammlung, die sich damals in Paris befand, wurde beschlagnahmt und für über 8 Millionen Mark verkauft. Die Briefbeförderung war ursprünglich in allen Ländern ein privates Unternehmen. Man bezahlte beim Empfang eines Briefes für jede einzelne Beförderung, je nach Entfernung und Schwierigkeit. Bis 1837 (der spätere Sir) Roland Hill dem englischen Parlament einen Neuerungsvorschlag unterbreitete. Danach sollte die Postbeförderung ver- ad Nvl 5gen her itaieinM' „Rundfunk" unter Tieren Neben der Zeitung ist der Rundfunk zur raschen Vermittlung von Nachrichten der modernen Welt schon unentbehrlich geworden. Aber wir haben mit unserem menschlichen Erfindungsgeist damit nur ein Instrument geschaffen, das uns, in gewissem Sinne, für einen Mangel entschädigt — nämlich für den seltsamen und häufig unerklärlichen Derständigungs- finn in der Tierwelt. Dort gibt es eine Art von „Rundfunk", der keiner Sendestation und keiner England kauften sie und hoben sie auf, so daß sie auch heute noch keineswegs eine Seltenheit darstellt. Dahingegen wurde von der besagten 1 - Cent- Guayana bislang nur ein einziges Exemplar entdeckt. Aber auch unter den Wertzeichen der europäischen Länder gibt es Raritäten, die den Sammlern sozusagen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Angefangen vom bescheidenen Schwarzen Einser Bayerns, der das sagenhafte Ideal meiner Knabenjahre war, bis hinauf zur österreichischen Merkur 6 Kreuzer zinnoberrot, einer Zeitungsmarke, die man — wenn schon, denn schon! — möglichst gestempelt besitzen sollte, denn bann steigert sich ihr Wert ums gut Zehnfache und geht in die Zehntausende! Die Eigentümelei und Kleinstaaterei der deutschen Fürsten kann in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht genügend gelobt werden, denn sie hat eine ganze Reihe seltener Sammelobjekte geschaffen. Und nicht viel weniger wertvoll sind die ersten Marken des Fürstentums Moldau, aus dem später nach der Vereinigung mit der Walachei und der Aufhebung des russischen Protektorats Rumänien entstanden ist. So ist es kein Wunder, daß die Briefmarkensammelwut wie eine Seuche immer weiter um sich greift. Den einen befällt sie mit neun, den anderen mit neunzig Jahren. Selbst vor gekrönten Häuptern macht sie nicht Halt. Im Gegenteil. Abgesehen von dem schon erwähnten Herrscher aller Neusten, ist ihr vor allem König Georg von England verfallen. Er spezialisierte sich auf britische und Kolonial-Werte und seine diesbezügliche Sammlung gilt heute für die vollständigste der Welt. Der Prinz von Wales, Kronprinz Humbert von Italien, König Albert und Königin Elisabeth von Belgien, Kronprinz Gustav von Schweden und vor allem der ehemalige König Alfons von Spanien, welch letzterer ein eifriger Liebhaber (diesmal nur der Briefmarken!) von feinem achten Lebensjahr an war, sind sämtlich sammelkrank. Unter den gewöhnlichen Sterblichen ist der Sport so verbreitet, daß zum Beispiel in Frankreich regelmäßig große Briefmarkenmärkte mit gleichzeitiger Versteigerung unter freiem Himmel und den Kastanienbäumen der Pariser Champs-Elisses abgehalten werden. Jede technische Neuerung, jedes neu erschlossene Land schaffen neue Werte und fachen die Glut an. So, als die Luftschiffahrt erschlossen wurde, wurde einem um 1790 in Philadelphia aufgeftiegenen Ballon ein Brief mitgegeben, den der Pilot an seiner Landungsstelle Der Ortsbehörde übergeben sollte; was auch geschah. Nach diesem Brief, beziehungsweise dem Umschlag fahndet heute ein französisches Konsortium und hat für die Herbei- schaffung bereits eine Million Franken angeboten. Meine Briefmarkenkunde. Von Hans B. Wagenseil. üLdtches große Vermögen ist aus einem Anlage- kaphi von zehn Pfennigen entstanden. Statt sich eiNE^ckerstange dafür zu kaufen, hat sie irgend ein ii liisbub für einen Sammelumschlag voll „Brief- moOTlii aus aller Herren Ländern" angelegt. Die SamiÜlleidenschaft erwachte, das dünne Album mit’ Wdaufdruck füllte sich und der lachende Enkel segipiNdas Steckenpferd seines Großvaters übers ©rc'ii hinaus. Nicht nur hat diese Art der Wert- anlrie Inflation und Preissturz besser als alle anttoeeii Papiere überstanden. Man kann ein Der- mühelos unter den Arm klemmen und es in jiji.'nn Land der Erde zu rollendem Geld machen. Alsü le letzte Zar von Rußland nach Jekate- riiwiLirg verbannt wurde, befand sich unter dem WeÄzm feines Gepäcks feine Briefmarkensammlung die damals auf eine Million Mark geschätzt wuind.iSpäter hat sie die Sowjetregierung zerteilt in kPirs verkauft und dafür einen dreimal höheren Prem- Fzielt. $6:!) dem, der jenen Schuljungen feinen Ahn nenrni könnte, der um 1870 herum auf seinem Speirftc- in Georgetown, Britisch-Guayana, einen Brin Uschlag mit der kostbarsten Marke entdeckte, die Gerifs Katalog heute kennt. Es handelt sich um einet Imminrote Marke mit dem Aufdruck 1 Cent, bas« Hüte von Britisch-Guayana heraus- Postwertzeichen. In ziemlich primitivem Schqmiizdruck zeigt sie das B'ld eines Segelschiffs, dasä h Sonnenglast Segel setzt, und statt durch einM Poststempel ist sie durch den tintengeschriebe- nenn !t:menszug des Postmeisters entwertet. Wäh- reniiibk$ Krieaes wurde diese Marke von einem Bec^iskagten des berühmtesten Markensammlers ber ■'Sl3t, Mr. Arthur Hinds aus Utica, USA., für ' taa 150 000 Mark eingesteigert. Heute ist sie mitOiOOO Mark katalogisiert! 938n Wen berühmten und auch dem Nichtsammler aunriiirft dem Namen nach bekannten Mauritius- Maürir — die eine in orange, die andere dunkel- felatii- gibt es im ganzen 25 Stück. Estsif einer der Irrtümer der meisten Anfänger, zu cijliunen, das Alter allein verbürge und steigere schoonbm Wert einer Marke. Das ist bis zu einem gew'.iin Grade richtig, aber die frühest heraus- gefairrimen Briefmarken sind nicht notwendiger WeiG üie kostbarsten. Die ersterschienene Marke, die i tvoarze 1-Penny-Marke mit dem BiMV der Königin Viktoria von England, war bamat: j(1840) eine Kuriosität und viele Leute in Mensch nur beschreiben, aber nicht erklären kann, und der scherzhafte Vergleich dieser schnellen Verständigung unter den Tieren mit unserer technischen Erfindung des Rundfunks ist nur ein schwacher Notbehelf. staatlicht und ein Einheitstarif von 1 Penny für den Brief festgesetzt werden, zahlbar in Form einer aufzuklebenden Marke. Der Gedanke war umstürzend, setzte sich aber durch und am 6. Mai des Jahres 1840 kam die erste aller Briefmarken der Presse. Sir Roland Hill darf daher nicht als der Vater der Briefmarke, sondern auch t. 292 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zreitag. ’4. Dezember Die deutschenZmker werben Ausstellung der oberhessischen Bienenzucht. Aus der Provinzialhauptstadt im So hatte man im Jahre 1186 in ganz Europa überhaupt keinen Frost. Die Obstbäume trugen zum zweiten Male Frucht, Veilchen und andere Blumen blühten im Dezember, und alles war wie verzaubert. Die Folge dieses auffallend milden Winters war eine Mißernte. Im Jahre 1229 gab es keinen Schnee, im März 1241 reiften schon die Kirschen, in den Wintern 1287 und 1538 konnte man im Dezember und Januar herrliche Blumensträuße Das wunderliche Winierweiier. Die gegenwärtigen eigenartig milden Tage Dezember erinnern an frühere milde Winter. hochgeschätzten Lehrers Hensel bis hin zu dem Buch des Lehrers Braun über die Wanderung mit Bienen und das gerade in 6. Auflage erschienene Bienenbuch für Anfänger von Pfarrer i. R. A i s ch (Bad-Nauheim). Alle Aussteller von Honig haben mit einem ersten Preis abgeschnitten. ung und I günstig. ' kleidungsgi lls (aifonbe: hoffen, daß der Wirrwarr, der den deutschen Imkern mit etwa 400 verschiedenen Rähmchen- fohnen und noch viel mehr Wohnungsarten den Hals abschnürte, bald aufhören kann. Auf der Ausstellung kam zum Ausdruck, daß der Zusammenschluß unter der Verantwortung eines Führers eine Festigung der deutschen Jmkerschaft angebahnt hat. pflücken. Im Januar 1804 war es so warm, daß die Insekten aus dem Winterschlaf erwachten und im Sonnenschein herumtanzten. Im Jahre 1807 fiel der Winter buchstäblich aus, in den Jahren 1816 und 1834 folgte auf den Herbst fast unmittelbar der Frühling und die Frauen brauchten die Sommerkleider gar nicht abzulegen. Im Jahre 1929 hatten wir seltsame Dorweihnachtstage. Aus fast ganz Deutschland kamen damals Meldungen, daß die Bäume wieder frisch ausschlugen, wie im April und im Mai. In vielen Städten wurden in diesen Vorweihnachtstagen 1929 den Redaktionen der Zeitungen lebende Maikäfer zugeschickt. Alles in allem genommen hinkt das jetzige Dezemberwetter um zwei Monate nach, denn die Temperaturen entsprechen denen der ersten Oktoberwoche. Gerade vor einem Jahr hatten wir dagegen eine anormal tiefe Temperatur zu verzeichnen, und Anfang Dezember des Vorjahres begann eine Kälteperiode, die über Weihnachten anhielt. Oie Labenöffnung in Gießen am 16. und 23. Dezember. Das Kreisamt Gießen hat auf Antrag eine Aenderung der Verkaufszeiten in den Läden an den beiden Sonntagen vor Weihnachten verfügt. Es ist festgesetzt worden, daß an den- Sonntagen, 16. und 23. Dezember, in Gießen die Verkaufszeit in den Läden auf die Stunden von 13 bis 18 Uhr (1 bis 6 Uhr nachmittags) fällt. * Der Stand, den die Mitglieder der Wetterauer Ortsfachgruppe Imker errichtet hatten, ist mit einer goldenen Ehrenmünze ausgezeichnet; außerdem aber ist der Gruppe als Ehrengabe dafür das Bild des Reichsbauernführers D a r r £ in silbernem Rahmen zugeteilt worden. Es ist für die Ortsgruppe besonders wertvoll, weil es eine Stiftung des Reichsstatthalters Sprenger ist. Auf dem hier im Bild gezeigten Stande ist das Bild des Bienenschutzpatrons, des heiligen Ambrosius, vom. Kunstmaler Kutscher (Bad-Nauheim) geschaffen, zu sehen. Rechts ist eine Gruppe alter, in der Wetterau einst gebräuchlicher Wohnungsformen bis zu den neuesten Erfindungen der Mitglieder gezeigt. Ferner war — hier nicht erkennbar — auch das Schrifttum ausgestellt, zurückgehend bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts, über die Arbeiten des in ganz Hessen heute noch von der vorherigen gutachtlichen Aeußerung des zuständigen Theaterintendanten abhängig." Frühere Gehaltszahlung an Weihnachten. Staatsminstter Jung hat allen unterstellten Staats- und Gemeindebehörden, Gemeindeoerbänden und Körperschaften des öffentlichen Rechts mitgeteilt, daß die in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember fällig werdenden Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter bereits am 20. Dezember ausgezahlt werden können. Ueberroeifungen auf ein Bank- usw. Konto, sowie Zahlungen im Postwege dürfen schon am 18. Dezember erfolgen. i im AM an deren ie sind als w ner Wohnst r bei kn N 7 W/6 nonWH n W i fraum. W Ji n WW isarbeiter ty 91 oul 201 Betonen 13 V t waren ir ivember 12liif der zweiten Reichs-Kleintierschau, die kürz- p ch in Frankfurt a. M. stattfand, waren auch die Kliti’er und die wissenschaftlichen Anstalten aus lallei Teilen Deutschlands zur Stelle. Es ist natür- I ch,;baß die hessischen Lande und das Rheingebiet Kim meisten ausgestellt hatten. Pflichtmäßig hatten fc ie ünzelnen Gaue ihre am meisten vertretenen S ornje in je einem Satz der bekannten Cinheitsglä- s s !r gebracht. Da mußte es einmal dem Honigver- trarber in die Augen springen, wie verschieden Vr Eutfdje Honig ausfällt, je nach der Trachtpflanze liikbper Jahreszeit. Besonders fiel der wundervoll IhnläObstblütenhonig der Obstbaugebiete, aber auch 6) r mnfle Honig aus dem Schwarzwald auf. Dali ib( standen die hellen Honige aus Holstein mit Bi|r rurch die dort übliche Behandlung erzielten fVfer-n weißen „Sahnenschicht", weiterhin die Heide- Di ni«. teils noch in Waben als Scheibenhonig. Ge- Adventsabend. Nichts geht über den geheimnisvollen Zauber eines ahnungsvollen, erinnerungsreichen Adoent- abenbs! Langsam senkt sich die graue Dämmerung herab. Es wird finster und immer finsterer in der Stube. Das warme Flackerlicht einiger Kerzen flammt auf. Im Ofen knistert und sprüht das Holzfeuer, und in der Luft liegt der Duft gebratener Aepfel. Der Radioapparat ist zum Schweigen verurteilt. Eine wunderbar beredte Stille umgibt uns, läßt die Vergangenheit auferstehen und breitet hoffnungsvolle Bilder der Zukunft vor uns aus. An einem solch sehnsuchts- und erinnerungserfüllten Abend war's, da hörte ich auf einmal von irgendwoher unwirklich zarte, Helle Klänge eines halbvergeffenen, uralten Weihnachtsliedes. Es war kein Geigen- und kein Zitherspiel, eher noch Harfenspiel. Doch auch das war es nicht. War's überhaupt Musik?! — Klang's nicht vielmehr wie überirdisches Singen und Klingen? — Näher und näher kamen die Töne. Mir wurde es ein wenig unheimlich zumute! — Der Türvorhang teilte sich geräuschlos, und im ungewissen Licht des Kerzengeflimmers stand — mein kleiner Junge auf der Schwelle, und seine Händchen hielten mir eine alte Spieluhr entgegen! — Nein! Nicht eine, sondern „die" Spieluhr! — Die Spieluhr, die das Entzücken und der Zeitvertreib so mancher Stunden meiner Kindheit war! Das kleine, altersschwache Schweizerhäuschen, das jahrzehntelang unter allerhand Gerümpel auf dem Boden gelegen hatte, bekam einen Ehrenplatz, und an iedem Abend in der Adventszeit, wenn die Kerzen aufflammen, dann schwingen die alten Weisen der Spieluhr ganz fein und zart durch den Raum und erzählen von fast vergessenen, vorweihnachtlichen Tagen froher, unbekümmerter Kindheit! — Kein Verbot von Vereinsveranstaltungen. Der hessische Staatsminister, Abt. la (Polizei), veröffentlicht die nachstehende Verfügung: „Wie bekannt geworden ist, besteht vielerorts die Auffassung, daß die Abhaltung von Vereinsveranstaltungen verboten sei. Wir weisen darauf hin, daß ein derartiges Verbot nicht besteht. Es ist jedoch darauf zu achten, daß Weihnachtsfeiern ihrem Inhalt nach dem Sinn und der Bedeutung des Weihnachtsfestes entsprechen. Im übrigen wird zur Vermeidung von Irrtümern bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß sich unser Ausschreiben vom 11. April 1934 nicht auf Vereinsveranstaltungen bezieht, in denen Theaterstücke von Laienspielern aufgeführt werden. Die Genehmigung derartiger Aufführungen ist also nicht j>c|p war der Ausbau der Hesien-Nasiauer, lieb- licto 6s Schwarzwaldwild der badischen Landesfach- fcrW- - Sermbers ansprechend war die Ausstellung deir Wetterauer. In der Wetterau sind z. T. diea Wellen zu der Entwicklung der Betriebsweisen den y.mzeit zu suchen. Das „Christsche Magazin" undl Irr „Fuckelsche Ringkorb", die dazu gehören, roairtriin je einem mühsam gefundenen alten Stück mitr a-Ägestellt und viel besehen. Auch die Beuten- fabir itcfion unserer engeren Heimat konnte sich in die i «n e Reihe unter all die anderen Fabrikanten fteOÜen 2)i? 'Wissenschaftler hatten wegen Platzmangels nur; kli ine Proben ihres Schaffens zeigen können. Dik'.i Lehrmittel, die Darstellungen von Vorgängen im: 8 menoolk nach der Triebfütterung und Ent- roeeiibing, die Pollenbilder der einzelnen Honige fanji&' immer wieder aufmerksame Betrachtung. Eiir-Mgrößeren Platz nahmen die Zuchteinrichtun- gerr 6 7 Erlanger Forschungsanstalt ein. Von diesen (Eirlni: düngen und ihrer Anwendung wird es ab= härti gc„ ob der große Plan gelingen wird, durch HeiiMÄchtung von leistungsfähigeren Bienen dem beuitfcrn Volke größere Honigmengen beschaffen zu iitö-jnen. Darauf ist setzt die Jmkerwelt Deutschlands scharf bedacht. Dahin zielte auch der Vor- tranj, >en Direktor Otto von der Jmkerschule in Erhebung der Lohnsteuer ab 1. Lanuar 1935. Die Industrie- und Handelskammer Gießen weist darauf hin, daß mit Wirkung vom 1. Januar 1935 in den Bestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn durch das Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 und die hierzu erlassene Lohnsteuerdurchführungsverordnung vom 29. November 1934 grundlegende Aenderungen eintreten. Es ist daher erforderlich, daß die Arbeitgeber über dis ihnen obliegenden Verpflichtungen rechtzeitig unterrichtet sind. Der Reichsminister der Finanzen hat über die Erhebung der Lohnsteuer ab 1. Januar 1935 Merkblätter herausgegeben, die den Arbeitgebern von den Finanzämtern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In beschränkter Anzahl sind diese Blätter auch bei der Kammer erhältlich. Reifeprüfungen für Richtschüler lieber die Prüfungen für Nichtschüler zum Nachweis der-Reife für Obersekunda und Prima sowie Ergänzungsprüfungen in der lateinischen, griechischen und hebräischen Sprache veröffentlicht die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum folgende Bekanntmachung: 06 bis ?Uv \unb W notiert^, en b) unb di' 'chwme nty für SleiU ■W 174 $■ ^chweinehtz rtnrnn in t is 56. PM 'M Mi 52 bis 56 fc nninelfleW 75. Roher 8 Zentimeters >ig. Bad Seegeberg in der Jmperverfammlung hielt. Er sprach über das Wandern mit Bienen. Noch find viele deutsche Trachtgebiete nicht den Bienen erschlossen und bleiben ungenutzt. Durch eingehende Schulung und gut geleiteten Zusammenschluß sollen die Bienen, wie das schon an vielen Stellen seit Jahrhunderten geschieht, künftig allgemeiner auf die Reise hin und her durchs Land gebracht werden nach der Melodie „Wenn alle Brünnlein fließen, dann soll man trinken", also auch die Bienen. Um den deutschen Honig im deutschen Einheitsglas an den Verbraucher zu bringen, wird es nötig fein, daß Handel und Jmkerschaft sich die Hand reichen. Der geschäftsführende Präsident der Reichssach- arupp'e, K i ck h ö f f e I (Berlin), gab am Schluß der Versammlung diesen Gedanken beredten Ausdruck. Eine besondere Fachgruppe der Fabrikanten wurde in diesen Tagen gegründet. Jetzt kann man SÄ dH SÄ TV« kn !ens O Reifeprüfungen für Nichtschüler und Nichtschüle- rinnen finden in Hessen im Frühjahr 1935 statt. Der mit 1,50 Mark stempelpflichtigen Meldung, die beim Hessischen Staatsministerium, Ministerial- abteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum einzureichen ist, sind unter Angabe der Se flauen Anschrift des Prüflings beizufügen: ebenslauf mit zwei Lichtbildern, Leumundszeugnis, Nachweis des Bildungsganges, der Vorberel- tung auf die Prüfung sowie das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten öffentlichen höheren Schule. Prüflinge, die zuletzt eine private Vorbereitungs- anstalt besucht haben, müssen außerdem ein vollständiges Zeugnis dieser Schule, in dem alle Fächer mit Noten über die Leistungen bezeichnet sind, vorlegen. Meldungen von Bewerbern, die nicht in Hessen wohnen, können nur dann berücksichtigt werden, wenn der Wunsch zur Ablegung der Prüfung an einer hessischen höheren Lehranstalt in eingehender Darlegung begründet wird. Voraussetzung für die Zulassung von Bewerbern, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und deren Eltern nicht in Hessen wohnen, ist die Genehmigung der zuständigen Heimatschulbehörde (Oberpräsident der Provinz, Abteilung für höheres Schulwesen usw.) zur Ablegung der Prüfung in Hessen. Bei der ebenfalls stempelpslichtigen Meldung für eine Prüfung zur Erlangung der Reife für Prima oder Obersekunda genügt die Vorlage des Lebensganges, Leumundszeugnisses, des letzten Schulzeugnisses und des Nachweises über die Art der Vorbereitung. Für die Zulassung gelten im allgemeinen dieselben Bestimmungen wie für die Reifeprüfung. Meldungen zu Ergänzungsprüfungen, die ebenfalls nur im Frühjahr und Herbst stattfinden, sind auch mit 1,50 Mark stempelpflichtig; es genügt hier die Vorlage einer beglaubigten Abschrift des Reifezeugnisses. Die mit der Abnahme der Prüfung betraute Direktion teilt dem Bewerber die erfolgte Zulassung sowie Zeit und Ort der Prüfung mit und gibt auf Anfrage über Gegenstände der Prüfung Auskunft; an das Hessische Staatsministerium, Ministerial- abteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, sind derartige Anfragen nicht zu richten. Weisungen der Direktion ist zu entsprechen; ihre Anfragen sind alsbald und ausführlich zu beantworten, andernfalls kann die Zulasiung von ihr versagt werden. Meldeschluß am 1. Januar 1935. Verspätet einlaufende oder durch nachträgliche Vorlage von Nachweisen ergänzte Gesuche werden nicht berücksichtigt, pflichtmäßige Leibesübungen auch in den Handelslehranstalten. In einem Ausschreiben an die Handelslehranftal- ten wird von der Ministerialabteilung für Bildungswesen angeordnet, daß, ausgehend von dem Grundsatz, daß überall dort, wo die deutsche Jugend zu schulischer Arbeit zusammenkommt, pflichtmäßig Leibesübungen zu betreiben sind, auch in den Han- delslehranstalten die körperliche Ertüchtigung einzubeziehen ist. Allgemeine Einführung der Sütterlinschrist. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat in einer Verfügung an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtschulämter angeordnet, daß in Abänderung der Verfügung vom 24. Oktober 1934 die Schriftformen nach Sütterlin ohne Einschränkung mit Beginn des Schuljahres 1935/36 einzuführen find. Die Benutzung von Gchulräumen durch Vereine. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat den Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und den Kreis- und Stadtschulämtern nachstehende Verfügung über die Benutzung von SflüWnisiimßDfl. Roman von Rainer Selben. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) 15. Fortsetzung. Nachdruck verboten! 8. Kapitel. Mac Lean überlegte einen Augenblick. Was hatte er eigentlich am nötigsten zu tun? Ja, richtig, er wollte im Warenhaus von Selfridge einige Einkäufe machen. Für das, was er vor hatte, brauchte er einen Anzug, der in feinem Garderobeschrank nicht vertreten war, und in dem man ihn noch nicht kannte. Das Warenhaus von Selfridge lag an der Ecke der großen Oxford Street. Lange Reihen von eie» aanten" Autos hielten davor. Unaufhörlich ging die Glastür, von einem würdevollen Portier bedient. Es war Ende der Woche und einer jener Ausnahmetage, in denen Angestellte und Hausfrauen auf einen besonders günstigen Einkauf hoffen durften. Sämtliche Lichter in dem Warenhaus brannten trotz des Vormittags. Strahlende Helle lag in allen Stockwerken. Die Waren, geschickt ausgelegt, boten sich lockend den Augen der Käufer. Mac Lean schob sich durch die Menschenmassen vorwärts zur Rolltreppe. Die Abteilung, die er besuchen wollte, lag im zweiten Stock. Als er von der Rolltreppe rechts in den Gang einbog, kam ihm der Geschäftsführer entgegen. „Na, wo brennt's denn bei Ihnen?" Er hielt den Vorbeirasenden am Rockknopf fest. „Wieso brennen? Wie kommen Sie darauf, Mister Mac Lean?" Der aufgeregte Mann versuchte den Unbefangenen zu spielen. Denn ein paar Passanten hatten Mac Leans Worte gehört und blieben neugierig stehen. Mac Lean schob seinen Arm halb unter den des Geschäftsführers und meinte leiser: „Na, kommen Sie erst einmal ein Stückchen weiter, lieber Freemann! Es tut nicht gut, wenn man Ihnen gleich ansieht, was los ist." Der Geschäftsführer schaute den Detektiv fassungslos an. Er fuhr sich in die Tasche, holte sein Taschentuch heraus und tupfte sich die heiße Stirn ab. „Ja, kommen Sie, Mac Lean", sagte auch er leise, daß niemand etwas hören konnte. „Es ist wie ein Wink des Schicksals, daß Sie gerade hier im Haufe sind." „Nächstens werde ich mich noch als Winker auftun", meinte Mac Lean lachend. „Das mit dem Wink des Schicksals und meiner Person, das hat mir vor ein paar Tagen auch einer gesagt. Na, also los, Freeman?" Die beiden Männer gingen schweigend weiter. Freeman steuerte auf das Direktionsbüro los. । Schulräumen durch Vereine zur Kenntnis gebracht: „Der Präsident der Reichsmusikkammer hat dem Herrn Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung davon Mitteilung gemacht, daß von den Chor- und Volksmusikvereinen, die für Uebungszwecke Schulräume, insbesondere Aulen benutzen wollen, vielfach unverhältnismäßig hohe Entschädigungen verlangt und dadurch der Arbeit dieser Vereine unerwünschte Hemmungen bereitet würden. Die Bestrebungen der bezeichneten Vereine, die sich in immer steigendem Maße der Neugestaltung deutschen Musiklebens und der Pflege deutschen Volkstums widmen, verdienen weitgehende Förderung. Es erscheint angebracht, daß Chor- und Volks- musikoereinen, die sich durch Inanspruchnahme von Schulräumen einen für ernste Arbeit geeigneten Rahmen schassen wollen, bei Berechnuna der Entschädigung Entgegenkommen gezeigt wird. Im allgemeinen werden ihnen nur die Kosten für Beheizung, Beleuchtung und Reinigung — allenfalls bescheidene Gebühren für die tatsächliche Abnutzung — in Rechnung zu stellen sein. Auf Veranlassung des Herrn R^ichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ersuchen wir, durch geeignete Maßnahmen für die praktische Durchführung dieser Anregung Sorge zu tragen." Oer Erweiterungsbau der Katholischen Kirche. Seit 1. Oktober herrscht auf dem Platze vor der Katholischen Kirche an der Liebigstraße rege Tätigkeit. Der Ausbau der Katholischen Kirche, die bisher nur in einem Teil des Gesamtprojektes stand, war begonnen und mit viel Energie betrieben worden. Es bedurfte umfangreicher Erdbewegungen, insbesondere an dem an der Straße gelegenen Teile des Platzes. Die Arbeiten sind inzwischen rasch Dorangetrieben worden. Das Mauerwerk für den breit ausgelegten Treppenaufstieg ist bereits erstellt und läßt feine zukünftige Form schon erkennen. Das Turmfundament ist ebenfalls fertig. Interessant ist die Tatsache, daß für die Schaffung des Turmfundamentes eine Masse von 300 Kubikmeter Beton aufgewandt wurde. Ferner sind die Grundmauern für das neue Kirchenschiff fertiggestellt. Gegenwärtig ist man u. a. mit der Anfuhr der Backsteine für das Mauerwerk beschäftigt. Am Bau schaffen ständig etwa 35 Arbeiter, die durch diese großzügige Bauausführung für geraume Zeit lohnende Beschäftigung haben. Wenn die Witterung weiterhin günstig bleibt, werden die Arbeiten mindestens bis Sockelhöhe fortgesetzt. Die Ausführung der Bauarbeiten ist der hiesigen Firma A b e r * mann übertragen. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag: Amt für Beamte, Kreis Gießen, 20 Uhr, Caf6 Leib, Versammlung; Redner: Pg. Hopfenmüller. — NSBL., Fachschaft für neuere Sprachen, 16 Uhr, Oberrealschule, Sitzung. — NS. - Gemeinschaft ,Kraft durch Freude", 15 bis 19 Uhr, Haus der DAF., Baftelausstellung. — Stadttheater, 20 bis 22.15 Uhr, „Das Spiel von den heiligen drei Königen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fürst Woronzeff". — Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Das Rätsel einer Nacht". — Reichskammer der bildenden Künste, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Ausstellung. — Volkshochschule, Hörsaal 33, 2. Vortrag „Mit 1000 Kamelen zur Jupiter-Ammon-Oase" (mit Lichtbildern). — Stadttheater Gießen. Heute abend: Felix Timmermans' „Das Spiel von den heiligen drei Königen" nach der Weihnachtslegende von Felix Timmermans unter der Spielleitung des Intendanten. — Volks Hochschule. Der Vortrag „Mit tausend Kamelen zur Jupiter-Ammon-Oase^ findet heute statt. Siehe heutige Anzeige. * ** Evangelisch-kirchlische Personalien. Ernannt wurden: der Pfarramtskandidat „Aha!", Mac Lean deutete auf einen Gang, von dem aus ein paar Herren in schwarzen Anzügen sehr eilig ihnen entgegenkamen, „die haben das gleiche an ihrer Kasse konstatiert wie Sie!" Jetzt sah der Geschäftsführer Freeman geradezu entsetzt aus. „Hat Ihnen einer schon etwas gesagt, Mac Lean?" Mac Lean schob Freemann zur Tür des Direktionsbüros hinein. „Gesagt gerade nicht. Aber wenn Sie in der linken Hand ein paar Banknoten halten, mein Lieber, und die andern Leute, die da kommen, auch ihre Hand so eigentümlich zur Faust geballt — nun, bann kann ich mir die Sache schon denken. Falschgeld, Freeman! Hab' ich recht?" Freeman sank in dem leeren Direktionsbüro auf einen Sessel. „Sie haben recht, Mac Lean. Falschgeld in geradezu unerhörten Mengen. Stellen Sie sich vor: Ich werde von der Hauptkasse unten angerufen, und da erzählt man mir die Bescherung. Hier sehen Sie die Pfundnoten! Und so täuschend nachgemacht, daß sogar unsere tüchtigsten Kassiererinnen sie nicht erkannt haben. Aber da kommen ja die andern." Wirklich wurde die Tür geöffnet, und die drei Herren im schwarzen Anzug stürzten atemlos herein. „Wissen Sie schon, Freeman?" sagten sie alle drei wie aus einem Munde. „Aha, Sie haben schon Mac Lean zu Hilfe gerufen." Mac Lean lachte: „Ja, sehen Sie, meine Herren, Mister Freeman hat eben Ahnungen. Er wußte, was hier passieren wird. Und er hat mir suggeriert, ausgerechnet jetzt einen Anzug bei Ihnen zu kaufen, wo Sie mich brauchen. Eigentlich müßten Sie mir daraufhin auf den Anaug Prozente geben." „Machen Sie keine Scherze, Mac Lean", versetzte Freeman mißmutig. „Die Sache ist ernst genug." „Also bitte, nehmen wir sie ernst. Wollen Sie mir erzählen?" Mac Lean setzte sich gemütlich hin, schlug ein Bein über das andere, holte sich eine Zigarette heraus und ließ sich berichten. Nach den übereinstimmenden Erzählungen der Abteilungsleiter und des Geschäftsführers Mister Freeman hatten fick die Dinge so zugetragen: In dem heutigen starken Geschäftsgang wurden an allen Kaffen größere Summen bezahlt. Ein paar Kassiererinnen fiel es auf, daß gerade heute besonders viel Fünfpfundnoten eingeliefert wurden. An Kasse fünf, wo die Zahlung für echte Teppiche geleistet wurde, war es der einen Kassiererin plötzlich nicht möglich, diese Noten zu wechseln. Sie schickte aus diesem Grunde ein Bündel Noten herunter an die Hauptkasse. Dort befand sich, wie er aussagte, gerade Mister Freeman. Der Haupt- kassierer nahm das Bündel Banknoten, um es zu Jrmfried Martin aus Weilmünster mit Wirkung vom 1. Dezember 1934 ab zum Pfarrverwal- ter der erledigten Pfarrei Massenheim, Dekanat Wiesbaden-Wallau; der Pfarramtskandidat Albrecht Heß aus Oberursel i. T. mit Wirkung vom 1. Dezember 1934 ab zum Pfarrverwalter der erledigten Pfarreien Bornich und Dörscheid, Dekanat St. Goarshausen, mit dem Sitz in Bornich; der von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Alexander zu Erbach-Schönberg zu Schönberg (Hessen) erfolgten Präsentation des Pfarrers Jakob Reinheimer au Bad Wimpfen, Dekanat Zwingenberg, auf die Pfarrei König (Odenwald), Dekanat Erbach, ist mit Wirkung vom 1. Januar 1935 ab die Bestätigung erteilt worden. In den Ruhestand versetzt wurde: der Pfarrer Johann Heinrich Dauer zu rod, Dekanat Lauterbach, auf feinen Antroa Wirkung vom 1. Januar 1935 ab. ** Eine Ausstellung in der Ali, schule wird im Anzeigenteil unseres heutig Blattes angekündigt. Interessenten seien befonber darauf hingewiesen. ** Unfall bei der Arbeit. Der 25 suu alte Monteur Eugen Lehnhardt aus Bad gJJ- verunglückte bei seiner Arbeit in einem hiesigen brikgebäude dadurch, daß ihm ein schweres Eisens auf den Fuß fiel und er eine erhebliche Quetsch^, erlitt. Er wurde durch die Freiwillige Sanitä,-' kolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Betriebsführer und Gefolgschaft! Der Kampf um die nationalsozialistische Gestaltung der Betriebe hat begonnen! Die Abteilung „Schönheit der Arbeit" der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" wird das gesamte schaffende Deutschland darüber aufklären, daß Arbeitsfreude nur in dem Betriebe benscht, wo für Gesundheit, Sauberkeit und Schönheit gesorgt wird. Darum überprüft eure Arbeitsstätten! Weg mit den „Bruchbuden und Knochenmühlen" im nationalsozialistischen Deutschland! Schafft Arbeitsstätten, in denen jeder mit Freude an die Arbeit geht! Gebt nicht nur den Maschinen, was sie brauchen, gebt dem arbeitenden Volksgenossen, was seiner würdig ist: einen freundlichen, gesunden Arbeitsplatz. Weg mit den verrotteten Umkleide-, Wasch- und Aborträumen, weg mit dem Dreck und Gerümpel in den Fabrikhöfen, weg mit allem, was früher einmal die Arbeitsstätten verhaßt ge^ hat! Betriebsführer, zeige dich wahrer Führer, sorge für das Wo' deiner Gefolgschaft während ber fr’ beit und in d e n Pausen. Männer » Frauen der Gefolgschaft, zeigt euch als Thta sozialisten, packt mit an und schafft euch schönt I beitsstätten! Der Wettbewerb um die Schönheit der Arbeite ginnt! Die Abteilung „Schönheit der Arbeit" fa- bereit Wartet nicht, bis Mißstände ans Tagest gebracht werden, handelt von selbst! Schönheit der Arbeit in allen deutschen Beftlefo Heil Hitler! Die Deutsche Arbeitsfront NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" Abteilung „Schönheit der Arbeit". Kinder.Weihnachtsfeier. Eine schöne Veranstaltung -er Gießener NG-Frauenschaff. Die NS.-Frauenschaft der Stadt Gießen hatte für Mittwoch und Donnerstag nachmittag die vier unteren Klassen aller Gießener Volksschulen ins Cafö Leib gerufen, um den Kindern in Begleitung ihrer Lehrer und Lehrerinnen ein prächtiges Krippenspiel vorzuführen und ihnen in vielen lebendigen und eindrucksvollen Bildern die wunderbare Ge- schichte der Geburt des Heilandes zu offenbaren. Der weihnachtlich hergerichtete Saal, mit viel Tannengrün und Silberband und schönen Adventskränzen geschmückt, erwartete die frohe Kinderschar und war bald erfüllt von der vielstimmigen und erwartungsvollen Unruhe all der kleinen Gäste, die mit strahlenden Augen der Dinge harrten, die da kommen sollten. Bevor sich der Vorhang öffnete, richtete die stellvertretende Kreisfrauenschaftsleiterin, Frau Wrede, herzliche Begrüßungsworte an all das kleine Publikum und forderte es sodann zum gemeinsamen Mitsingen des schonen, alten Weihnachtsliedes „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind" auf. Und während die Kinder mit großer Hingabe und viel Eifer das Lied fangen, öffnete sich die Saaltür, und vom Verkündigungsengel geführt durchzogen die himmlischen Heerscharen den Saal, um dann in einem wirkungsvollen Bilde auf der Bühne Aufstellung zu nehmen. Drei stattliche, in die Farben des Abendhimmels gekleidete Sternträger begrüßten in einem besonders schönen Vorspruch alle Jungen und Alten, alle Kleinen und Großen, alle Schaffenden und Altersmüden und alle, die des Heilandes warten. Mit einem zarten dreistimmigen Engelchor begann ibann das Spiel. Man hörte die Verkündigung des Erzengels Gabriel und sah nach dem Schätzungserlaß des römischen Kaisers Maria und -Joseph auf dem beschwerlichen und ermüdenden Wege nach Bethlehem. Ihr rastloses Suchen und inniges Flehen um eine Unterkunft für die hereinbrechenk Nacht erweichte nicht das harte Herz des losen Wirtes Guldenreich. Im weiteren Fochü:.- der Handlung hörte man die Zwiesprache 6er xr der Stadt lagernden frommen Hirten und ihreu-^ der himmlischen Engelschöre fromme Lieder. Ihr am eindrucksvollsten und großartig in Vielseitig' und Gestaltung war das Schlußbild: Marie- aus fernen Himmelshöhen, vom leifen AbE) herniedergetragenes, unendlich partes, holdes §-> genlieb und die Anbetung des im Stalle yik" hem auf Stroh gebetteten Jesuskindes durch ü vom Stern zur Krippe geführten, das Heil suchr> den Menschenkinder. Während der Vorhang langsam bas eben ftb! schaute und erlebte Weihnachtswunder verWtr, dir Kinderschar noch ganz im Banne biefes Erlebnisses stand und all die alten, schönen Weihnachtsliedr: noch in ihnen nachklangen, öffnete sich zum zweite: Male die Saaltüre, und zwei richtige, peLyM mummte Weihnachtsmänner traten herein, mÜM zwei hochbeladene Handwagen mit vielversprechtt dem Inhalt hinter sich herziehend. Sie verteilte, von vielen helfenden Frauenhänden unterstützt, Cr- schenkbeutelchen mit Weihnachtsgebäck, die von alht Kindern mit viel Freude in Empfang genommen wurden. Die Darsteller des Stückes waren Schüler uni Schülerinnen der Oberrealfchule, die sich für dieser schönen Zweck mit viel Eifer, größtem Fieihe uir mnigfter Hingabe zur Verfügung gestellt fyatlr und die alles daran setzten, befte Leistungen i erzielen. Die NS.-Frauenschaft hatte, wie auch im Dcriffl Jahr, für dieses Krippenspiel die Anregung ff ben. Sie hofft, allen Kindern eine rechte w Nachtsvorfreude übermittelt zu haben. sortieren. Dabei kam ihm eine Note zwischen die Finger, die ein wenig dünner als die anderen schien. „Es war kaum spürbar", erklärte Mister Freeman, „und es hätte wohl Qjid) fein anderer herausbekommen. Aber der Hauptkassierer war lange Jahre in der Filiale einer Londoner Großbank tätig und hat also für Banknoten ein Fingerspitzengefühl. Der Kassierer stutzte. Ich sah, wie er seine Arbeit unterbrach. ,Da stimmt doch etwas nicht, Mister Freeman', sagte er. Er holte seine Lupe, breitete das Bündel Noten auseinander. Und da stellte sich die Bescherung heraus." „Das ist ja sehr interessant", sagte Mac Lean. „Wieviel solcher Noten können es denn ungefähr sein?" „Soweit ich bis jetzt einen Ueberblick habe, handelt es sich um eine Summe von fünftausend Pfund." „Aber an unserer Kasse sind ja allein für zweitausend Pfund falsche Noten ausgegeben worden," warfen die Abteilungsleiter ein. Mac Lean notierte. „Also hätten wir bereits siebentausend. Na, wenn wir noch ein wenig warten, dann ... Na also", sagte er, als die Tür wieder aufgeriffen wurde, „sagt' ich's nicht: mit einiger Ruhe und Geduld kriegen wir noch so ein paar Tausender zusammen." „Was ist ist zu tun? fragte Surboum. „Haben Sie schon Ihren Warenhausdetektiv verständigt?" „Nein, das konnten wir noch nicht, weil die Meldungen eben erst eingelaufen sind. Außerdem war es uns noch nicht klar, wie wir die Sache anfassen könnten. Wir haben sämtliche Kassiererinnen an den Kassen schon gefragt. Keine besinnt sich, daß eine größere Anzahl Banknoten von ein und demselben Kunden in Zahlung gegeben worden ist. Wenn die Falschmünzer in einer ganzen Kolonne aufgetreten sind, wird es außerordentlich schwerhalten, die Schuldigen zu finden. Soll ich vielleicht die Detektive rufen, Mister Mac Lean?" Mac Lean machte eine abwehrende Bewegung. „Nein, danke! Wir wollen die geschätzten Kollegen zunächst in Frieden lassen. Es steht wirklich zu erwarten, daß man heute noch nicht sehr viel herausbekommen wird. Halt — eins könnte man versuchen! Lassen Sie doch einmal feststellen, Mister Freeman, ob heute große Warenposten mitgenommen worden sind oder ob größere Einkäufe den Kunden ins Haus geschickt werden sollen. Es ist ja nicht anzunehmen, daß die verehrten Spitzbuben, um einen Hampelmann zu kaufen, gerade eine Pfundnote wechseln werden. Ich schätze, sie haben für ihr gutes Gaunergeld gute Waren gekauft. Vielleicht kann man aus den Versandlisten irgend etwas herausfinden. Es wäre nett, wenn Sie das inzwischen feststellen würden, Mister Freeman. Und nun, Good bye, meine Herren, ich werde nun endlich Ihre Anzugabteilung beehren, sonst bekomme ich heute meine neue Kluft nicht mehl/ bin in einer halben Stunde wieder zurück. ! leicht können Sie mir dann schon etwas W- mitteilen. Aber hören Sie: Wenn ich mir jetzt eirr Anzug ins Haus bestelle — ich habe nämlich » fällig auch nur Fünfpfundnoten —, bitte, den!" . Sie nicht, daß ich derjenige, welcher, bin/ Er grüßte lachend und ging gemächlich | Mister Freeman sah ihm nach. „Der hat gut lachen", sagte er. „Wir sitzen B । hier mit dem dicken Kopf und den falschen Jbw- Und ob die Methode Mac Leans zum Ziele — na, da habe ich doch noch sehr meine Zwei" In der Versandabteilung des Warenhauses ®ur* fieberhaft gearbeitet. Junge Mädchen saßen" Pulten, hatten große Listen vor sich, lieber ihm । Arbeitsplätzen befand sich der Ausgangspunkt eiv kleinen Hausrohrpost. Metallische Röhren gM1? Ein leises Surren ging alle Augenblicke durch I hindurch. Dann öffnete sich eine Klappe, wart kleine Papprolle heraus. Ein junges nahm schnell die Papprolle, öffnete sie, halte - darin befindlichen Papiere heraus und utB leere Papprolle in die Rohrpoströhre yinioflW Gleich machte sie sich dann wieder an die » ' sortierte die Versandzettel, die ihr durch W poft zugestellt worden waren. biz Abgeteilt von dieser Rohrpostabteilung . Dersandräume. Hier herrschte ein f,e®eJJ Tempo. Alle Augenblicke wurden Ballen. i.? ’ Möbelstücke, zusammengerollte Läufer, irgendwelchem Inhalt durch die Warenlai^v den Etagen des Warenhauses herabgebrachi- . Angestellte standen schon bereit. Mit einem auf einen elektrischen Kopf öffneten fü 9,e «Lr stühle. Auf einer Rollbahn wurden die , heruntergefahren bis in den Cerfanöraum- während schon hier unten das Sortieren r sausten die Fahrstühle wieder herauf, u Lasten zu holen. iaawA. & Hunderte von Händen waren hier oesqas . galt es, einen Posten gekaufter Wäsche P0 verpacken, in Seidenpapier zu verhüllen, tons zu legen, die Laufzettel zu „mergle flj ' registrieren und das fertig verschnürte P. fjnf einen großen Tisch zu legen. Dieser Tita) Art lausendes Band. Er bewegte sich ' vorwärts bis zur Ausgabe. Dort lflB nflui’ junge Mädchen, die nun die Nummern zettel mit ihren Notizen verglichen, um ' wenn die Üebereinftimmung der Adreg stellt war, die Waren herauszulassem «fotfe In dies fieberhafte Leben und Tre . A, der Geschäftsführer Freeman. Alles P9 $enn unterbrach für einen Augenblick feine a mu6fe Mister Freeman sich hier unten sehen irgend etwas in dem Betrieb nicht ganz« zur Kontrolle hier unten hatte er J Reihe andere höhere Angestellte. (Fortsetzung folgtk) i H ehn >fl;nftigt durch die vermehrte Nachfrage nach Woh- Wie segensreich die Ehestandsdarlehensscheine auch in unserem engeren Heimatgebiete geworden sind, kann man aus einigen amtlichen Ziffern erkennen, die uns auf Anfrage an der zuständigen Stelle mitgeteilt wurden. In der Stadl Gießen wurden in der Zeit vom 31. August 1933 bis seht 187 Anträge auf Gewährung von Ehestandsdarlehensscheinen mit einem Gesamtbetrag von 114 200 Mark bewilligt, für das Gebiet des Kreises Gießen wurden 189 Anträge mit einem Gesamtbetrag von 96 900 Mark genehmigt. Insgesamt ergaben sich also bisher für Stadt und Kreis Gießen 376 genehmigte Anträge mit einem Gesamtbetrag von 211100 Mark. Diese Beihilfe aus Reichsmitteln wird den Bewerbern um die Ehestandsdarlehensscheine nicht in Bargeld in die Hand gegeben, sondern in Gestalt von Bedarfsdeckung sscheinen gewährt, die den liefernden Geschäftsinhabern und Handwerksmeistern an Geldesstatt ausgehändigt werden. Die Geschäftsleute legen dann die Bedarfsdeckungsscheine beim Finanzamt vor und erhalten dort ihr Geld. Auf diese Weise ist eine mißbräuchliche Verwendung der Scheine ausgeschlossen. Bei diesem Verfahren haben durch die bis jetzt bewilligten 376 Anträge zahlreiche Geschäftsleute und Handwerker in der Stadt Gießen und in den verschiedensten Orten des Kreises bisher sehr bedeutsamen Nutzen für ihr Unternehmen gehabt. dheti nach... _ v , falten, wegen Mangels an ausreichenden Geld- i iitMn aber nicht zu ihrem Ziele kommen konnten, Der Men der Lhestandsdarlehensscheine in Siadi und Kreis Gießen. durch * der Alb< Ni I* 'n"! i»ch 1 selbst! ■ 9 in h ijuoe diese großzügige und weitblickende soziale .' yl maßnahme der Reichsregierung mit Freuden «Ec2ßt, denn nunmehr war den jungen Leuten die Mlüichkeit geboten, unter den günstigen Bedin- ;upen der Ehestandsdarlehensscheine den Bund j 'i r Leben zu schließen. Zu gleicher Zeit wurde c'nd eine Umschichtung in der Arbeit erzielt, denn njidlben Grundsätzen des Ehestandsdarlehenssystems Qrüfm die sür diese Scheine in Betracht kommenden Nial^genossinnen, wenn sie beruflich tätig sind, aus llirre'i Arbeitsverhältnis ausscheiden, um einer ti arlrlichen Arbeitskraft die Stätte des Schaffens f riliaeben. Der Arbeitsmarkt wurde weiterhin «n und die hierdurch ausgelöste verstärkte ^mungsbautätigkeit. Mit gleicher Genugtuung !Ul«e dieser Teil ms nationalsozialistischen Aufbau- pMiamms von weiten Teilen der Wirtschaft, die km h-r Warenlieferung auf dem Gebiete der Haus- !S?kanntlich hat die nationalsozialistische Regierung di eine besonders bedeutsame Maßnahme ihrer o.al- und Bevölkerungspolitik, wie ihres großen rlntsbeschaffungsprogramms durch das Gesetz iipr 1. Juni 1933 die Gewährung von Ehe- f aidsdarl eh ens schein en eingeführt. Von jungen Paaren, die zum Teil schon seit langer ach der Gründung eines eigenen Hausstandes ft ntsgründung interessiert sind, willkommen ge- h tßn, denn hierdurch eröffnete sich eine sehr schnell wlir dat gewordene erfreuliche Belebung des 2Birb [ajoiölebens. > -nschast. ie M weiteren ’ ie Zwiespi^ ;n Hirten M ' fromme M dortig in chlußbilb: 1 vom leisen & ch zartes, $ ?5 im Stolle t Jesuskinde; t hrten, -az! langsam te jisrounber v. tonne dieser b honen SMfat jfsneieDMr zwei M pt Mi M Mi n mit niei* cknd. All! Mdrn i Emchng P waren i kU, die fr tzrätztM ■ fugung $'■ n, beste te, wie iel die W- )ern eine ch ie Kluft nicht» 1Z300 graue und 18600 rosa Gesund- hettsstammbücher für Gießen. Gesundheitsbogen für drei Altersstufen. - Zweck und Bedeutung des Gesundheitsstammbuches. Jil den nächsten Tagen werden die im Auftrage x 3 imtes für Volksgesundheit der NSDAP, her- w fierten Gesundheitsstammbücher zur Ausgabe c'itr^n. Durch unseren Berliner E. C.°Mitarbeiter ömm wir bereits heute interessante Einzelheiten eri[fe itibogen B (Entwicklunasalter vom 6." b'3 18. Lebensjahre) behandelt das schert lichtige Kind. Wie im Bogen A wird auch l)iefc Les Wissenswerte über die körperliche Ent- tnvdling verzeichnet und weiterhin die etwaigen Arlllssverhältnisse über Erwerbsarbeit vor der Sllihilintlassung, ob der Schüler als Hilfsarbeiter tüii'igiwar, und vieles andere mehr. Der „Gefund- heiii bi ogen C ( E r w a ch s e n e n a l t e r vom 19. bii-la5. Lebensjahre)" umfaßt den Gefund- heililchstand und die sozialen Verhältnisse des Oe- suicid! iitsstammbuchinhabers. Neben dem körper- lichen Befund werden die Berufsart, die Arbeitsstätte, das Einkommen, die Sozialversicherung, die soziale Lage der Familie (ob geordnet, gefährdet oder aufgelöst) sowie die Wohnungsverhältnisse genau registriert. Wie unser Berliner E. C.°Mitarbeiter weiter erfährt, werden die Gesundheitsstammbücher jeweils für das männliche Geschlecht in grauer und für das weibliche in rosa Farbe ausgegeben, so daß für die Stadt Gießen rund 17 300 graue und rund 18 600 rosa Gesundheitsstammbücher zur Ausgabe gelangen müßten, wenn alle Einwohner unserer Stadt mit einem Gesundheitsstammbuch versehen werden sollen. Das Amt für Volksgesundheit der NSDAP, will ein Dokument schaffen, welches künftighin namentlich für die Jugendlichen äußerst wertvoll werden wird. Es soll so kommen, daß der Eintritt in die HI., den BdM., weiterhin die Aufnahme als Lehrling in einen privaten oder kommunalen Betrieb immer von der Vorlage des Gefundheits- ftarnrnbuches abhängig gemacht werden soll. Interessant ist, daß der Arzt aus dem Gesundheitsstammbuch die gesundheitsfürsorgerischen und volkspflegerischen Maßnahmen ablesen kann, die für die erbbiologische Forschung sehr wichtig sind. Das durch eine S i p p s ch a s t s t a f e l zur Ahnenforschung vervollständigte Gesundheitsstammbuch wird jedenfalls auf dem Wege des Gesundheitswesens wertvolle Dienste leisten. Ämgjuristen-Schulungslager aus dem Gleiberg. N rfchte S Durben^ M L h di- ö bereit'V de" & jeder F aren , JO Öe miedst P- i schon etvL Wenn ich n®; - ich h°be^ moten je, welcher, k ging geM täte er. > und den ßeans )ch des W, ge E n vor »er AuW ollische W Ile W*. eine W Ein !E le, öffneie e je»*! ihrpofK i mie er ? hie >hr * Oki den Iungjuristen sprach Professor Dr. Jung (IHrjurg) über das Thema: Rasse und Recht. 2e Redner ging aus von dem Beispiel der MIiEmatik, die grundsätzlich für alle Völker gleich ist L frn Gegensatz zu der Allgemeingültigkeit der Wirschaften in diesem Sinne wies die geschicht- liäh Schule unter Savigny auf die geschichtlichen und ?elischen Bedingungen des Rechts hin. Diese zei|i.s!i sich noch am meisten bei dem Gewohnheits- reiiq.iDas Recht ist eine soziale Schöpfung. Zweierlei Bringungen sind wesentlich: Wirtschaftlich-ftoff- lickibi.md geistig-seelische. Zu jenen gehört etwa die Fft^ml der Wirtschaftsstufe einer Gemeinschaft. Gei- ftinigx lischer Art dagegen ist das völkische, geschicht- liäh Schicksal. Für die germanischen Völker kenn- zeiiiastmd ist die Ablehnung des äußeren sozialen 3fa:;5. Diese wird ausgewogen durch freiwillige Biliitrigen (Treueverhältnisse) und Bluts-, sowie GM^szusammenhänge. Daraus folgen geringe 3e*irt Ibefugniffe. Daher wurde von jeher in Deutsch- laiin.! :auf die Sozialpolitik großer Wert gelegt. Scg:n: Tacitus berichtet erstaunt, in wie günstiger ßcm ' ie Hörigen seien. Daher kommt aber auch die stanrlk Weschästigung mit der Innenpolitik. Für die Bllsüsmsammenhänge ist es bedeutsam, daß man im aUllgroainen Volksgenossen heiratet. So ist das ganze Mil iiiteinanber verwandt. Unter den verschiedenen raliftien Bestandteilen überwiegt durchaus die .ior- dis Ä unb die sälische Rasse. Von den drei großen zusicmnengehörigen Gruppen der Slawen, Kelten un:dGermanen sind die letzteren der Urheimat noch am o ochsten geblieben. So sind wir Deut- fcti)ir unter den heute maßgeblichen V slöll« r n das älteste. Bei den Italienern ist de irr.lutszusammenhang mit dem Grundstein der Gl^.i Alt-Roms zerrissen. Den Sinn der deutschen G milchte mit ihrem ewigen Wechsel von Blüte und öttol hat Carlyle aus dem rücksichtslosen Ringen unrbm Gewissensentscheid hergeleitet, Dostojewsky ähürlc aus dem ewigen Protest gegen die Uniformität it Leu römischen Weltreichs, der Papstherrschaft und dellrT-ldmächte. Im Rechtsleben ist die tiefste Ver- annfc.mg des Anlagemäßigen gegeben in den ethi- fd)iiei Grundlagen. Alle erheblicheren sittlichen For- henm.ien sind auch solche des Rechts. Die sittlichen 9^r Stillungen sind bei allen Völkern verschieden. Milloi loenke etwa an die Vorstellung und den Inhalt deüsl.luttertums. In der Hilflosigkeit des Kindes Heilig! hie letzte Quelle des sittlichen Gemeinschafts- lebtais1 Es gilt den höchsten Wert in der Wertord- nwiri tu finden. Die antike Haltung ist vorwiegend äst ihrch, die christlich-germanische ethisch bestimmt. Diäe^ichtsanwendung ist kein dialektisches Spiel, ein ReÜchM mit Begriffen, wie Leibniz gemeint hat. Oetnbi in der Urteilsfindung gilt es, die sittlichen OrSuiiNngen unsres Wesens zum Ausdruck zu bringen. Pg. Referendar Dr. S ch u n ck hielt einen Vortrag über Vodenrecht. Ausgehend von Punkt 17 des Programms zeigte er die tiefen Schäden des sozialen Lebens durch die Bodenspekulation. Diese ist ihrem Wesen nach ein Schmarotzen auf fremder Arbeit. Der Wucher wird möglich durch den freien Grundmarkt, d. h. den Verzicht der Oeffentlichkeit, das Gesetz von Angebot und Nachfrage zu regulieren und die Preisbildung zum Segen des Ganzen und dessen, der den Boden als Heim- und Erzeugungsstätte braucht, zu meistern. So entsteht die Möglichkeit für den Boden- verkäufer, Preise zu fordern, die über dem Ertrage liegen und sich so ohne eigene Leistung Teile des Arbeitsertrages des Bodenkäufers durch „Vorverträge" anzueignen. Besonders deutlich ist dies, wenn Restkaufgeldhypotheken stehen bleiben. Die ständige Bodenpreissteigerung beruhte einerseits auf dem Monopolcharakter des Bodens, andererseits auf dem Bevölkerungswachstum und auf dem Hypotheken- rccht. Auf der Grundlage der Vollbelastungsmöglichkeit wird der Kreis der Mitbewerber beim Kauf auch auf fast völlig Mittellose ausgedehnt und diese in die für Unerfahrene sehr gefährliche Spekulation hineing"rissen. Das Ziel heißt Niedrighaltung bzw. Stabilisierung der Bodenpreise. Von den von der Bodenreformbewegung unter Damaschke empfohlenen Mitteln erscheinen geeignet die Einführung eines Einheitswertes, der gleichzeitig für die Steuer, die (begrenzte) Belastungsmöglichkeit und etwaige Enteignungen gilt, die Einführung eines Vorverkaufsrechtes der öffentlichen Hand und, jedenfalls grundsätzlich, die Bodenvorratswirtschaft der Gemeinden. Diese erfordert aber erhebliche Mittel. Verfehlt ist dagegen die Wertzuwachssteuer, da die Behauptung, sie vermöchte die Preise nie zu erhöhen, falsch ist. So wirkt die ja doch stets geringe Wertzuwachssteuer wie eine Beteiligung der Oeffentlichkeit am Raube des Ertrags der ehrlichen, selbständigen und unselbständigen Arbeit (Ruhland). Segensreich war das Wirken Damaschkes bei der Heimstättengesetzgebung. Neuerdings ist durch das Wohnsiedelungsgesetz von 1933 den Ländern das Recht gegeben, für „Wohnsiedelungsgebiete" sämtliche Käufe genehmigungspflichtig zu machen. Auch bei der Landwirtschaft beruht das Problem auf den Unterschied zwischen Ertrags- und gemeinen Wert. Der Unterschied entsteht aus ähnlichen Gründen wie sonst. DarrS hat die Frage auf eine höhere Ebene gehoben, dadurch, daß er die uralte indogermanische Verbindung von Sachen- und Familienrecht unter dem Gesichtspunkt der Rassepolitik wieder aufnahm. Daraus ergeben sich die Vorschriften des Reichserbhofgesetzes über Die Größe, das Anerbenrecht, die Unveräußerlichkeit und Unbelastbarkeit des Erbhofs und die Bestimmungen über die Gefchwister-Ausstattung. Die Trümmer des ünMcks-Ms in Lansing. z Ein Funkbild von dem niedergebrannten Hotel „Kern" in der nordamerikanischen Stadt Lansing, bei dessen Brand wenigstens 50 Hotelgäste und Angestellte den Tod gefunden haben. Reisen in -er nördlichen Sahara. Im Rahmen der Gefell schäft für Erd ° und Völkerkunde war gestern abend in der Neuen Aula der Universität wieder ein interessanter LichtbUder-Vortrag zu hören. Professor Or. Walter Behrmann, Frankfurt sprach, nach kurzer Einführung durch Professor Dr. K l u t e, in teils wissenschaftlichen, teils allgemein gehaltenen Ausführungen über feine Reisen durch die nördliche Sahara und über eine Exkursion durch Palästina. Der Redner wandte sich zunächst feinem speziellen Forschungsgebiet, der Kalkkrusten- bildung zu, die er in Palästina und im nördlichen Afrika vorgefunden hat. Er schilderte die Entstehuna dieser Kalkkrusten, die darauf zurückzuführen sei, daß bei Niederschlägen zur Regenzeit Kalk im Erdreich aufgelöst und zur Zeit der Sonnenstrahlung diese Feuchtigkeit wieder aus dem Erdreich kalkhallig heraufgehoben werde, an der Erdoberfläche verdunste, um als mehr oder weniger starke Schicht den im Wasser enthaltenen Kalk zurückzulassen. Der Vortragende verglich die in Palästina Vorgefundene Erscheinung mit gleichem Kalkkrustenvorkommen im nördlichen Afrika. Interessant war es zu hören, ^daß auch die Pyramiden von ähnlichen Kalkkrusten überzogen sind. In seinen weiteren Ausführunaen wandte sich der Redner dann dem nördlichen Afrika, den Landschaften Tunis und Algerien zu und behandelte hierbei besonders die wirtschaftliche Nutzung des Landes durch den Menschen, die Verhältnisse, unter denen die Eingeborenen in diesen Breiten leben, schilderte Sitten und Gebräuche in kurzer Zusammenfassung und gab gleichzeitig ein anschauliches Stimmungsbild aus der Steppe, aus der Wüste und au5 den Ortschaften am Rande und in der nördlichen Sahara. Das Reifen, fo führte der Vortragende u. a. aus, gefckehe heute kaum mehr auf dem Kamel. Das Kamel als Reittier fei ausgestor- ben. Es arbeite nur noch als Lasttier. Das Reisen durch die Steppe und die Wüste im Auto fei viel bequemer und gestatte eingehendere Beobachtungen, weil der Reisende im Auto nicht fo vielen Strapazen ausgesetzt fei, wie auf dem Kamel. An Hand von Lichtbildern sah und hörte man von den Wohnsiedlungen der dortigen Eingeborenen, die zum Teil in Felsen gehauen, zum Teil aus Kalkstein — oft Stockwerke übereinander — errichtet sind. Neben den angesiedelten Eingeborenen wohnten aber auch etwa 7 000 000 Nomaden am nördlichen Rande der Sahara, die als Hirtenvölker ihr Leben fristen. Die Nomaden müssen immer den Herden folgen, müssen immer dorthin, wo Futter für das Vieh vorhanden ist. Tagsüber werde der Ruhe gepflegt. Erst zur Nachtzeit wechseln die Nomaden ihre Wohnplätze. Die Steppe fei um diese Zeit von einem vielfältigen Leben erfüllt. Entscheidend für das Leben in diesem Lande sei immer die Wasserfrage. Wo Wasser sei, entwickelte sich eine paradiesische Landschaft — die Oase. Wasservorkommen werde an den Oasen künstlich durch Staudämme gehalten und systematisch der Oase zu- aelellet. Sicherlich müßte mancher Europäer seinen Vegrift von der Oase revidieren, denn diese seien nicht kleine Vegetationsinseln mit nur wenigen Palmen, sondern oft Landschaften von riesigem Ausmaß. In mancher Oase seien bis zu 300 000 Dattelpalmen angepflanzt. Es handle sich also hier um große Wälder. In Afrika gebe es übrigens kein ausgesprochenes Bodenrecht, wohl aber ein durch Jahrtausende hindurch feftgelegtes Wasserrecht. Die Berieselung der Oase mit Wasser vollziehe sich in klarer Gesetzmäßigkeit. Interessant war es zu hören, daß die Dattel in den seltensten Fällen als Frucht, so wie wir sie kennen, gegessen wird, vielmehr werden aus der Dattel etwa 250 verschiedene Gerichte hergestellt, die jede Araberfrau beherrschen soll. Der Mensch lebe nicht i n, sondern a n der Oase. Die feuchte, warme Luft in der Oase berge mancherlei Gefahr für die Gesundheit. Die Städte und Dörfer — in kriegerischen Zeiten immer wieder zerstört und ebenso oft wieder aufgebaut — liegen rings um die grüne Insel. Diese Städte und Dörfer vermittelten in ihrem Gesamtanblick wohl einen märchenhaften Eindruck, in ihnen sei aber viel Schmutz, der dem Europäer den Aufenthalt schwer möglich mache. Wasser dürfe man nur abgekocht trinken. Mit besonderem Interesse hörte man dann von den Ausflügen des Redners auf die Schotts, jene Salzflächen im' nördlichen Afrika, die oft große Räume einnehmen und von Straßen und Wegen durchzogen sind, die aus reinstem Kochfalz bestehen. Schließlich führte der Vortragende im Geiste aus der Steppe in die Wüste. Er schilderte die unendliche Monotonie der Steppenlandschaft mit ihrer spärlichen Vegetation und stellte dem die großartig erscheinende Weite und Einsamkeit der eigentlichen Wüste gegenüber. Eine falsche Vorstellung sei es, wenn man glaube, daß die Wüste nur aus Dünen bestehe. Die Dünenlandschaft fei vielmehr selten, sie werde nur immer wieder im Bilde gezeigt und sei deshalb bekannter als die Felslandschaft der Wüste, die nichts besonderes zeige. Auch Die unwirtlichste Wüste sei nicht menschenleer, vielmehr sei an verschiedenen Stellen nach Grundwasser gegraben und dadurch die menschliche Ansiedlung ermöglicht worden, ja, es sei u. a. auch eine Stadt entstanden, die von Menschen bewohnt werde, die von den rechtgläubigen Moslemen vertrieben worden seien und nun als Sekte in ihrer Stadt lebten. Zum Abschluß des Vortrages hörte man noch von der Insel Canaria. Der Redner wies an Hand von schönen Lichtbildern nach, wie die Wüste auch vor dem Meere nicht Halt mache, sondern sich bis auf die Canarischen Inseln fortsetze. Der Vortragende erntete für seine vielfältigen, formvollendeten Ausführungen, wie auch für die ausgezeichneten photographischen Aufnahmen, herzlichen Beifall. Preußen. Kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. Bieber, 13. Dez. Die Ortsgruppe Rodheim a. d. B. der NSV. im Verein mit dem Männer gefangverein „Eintracht" veranstaltete einen Gemeinschaftsabend. Der geräumige Mancksche Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter Gewerbelehrer Pg. Karl R e e h eröffnete den Abend mit einer Ansprache, in der er auf den Zweck der Veranstaltung, weitere Mittel für das große Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu beschaffen, hinwies. Nach ihm ergriff der Kreisbeauftragte für das WHW. im Kreise Wetzlar, Pg. von M o s s a k o w s k y , das Wort, um einmal der Bevölkerung Rodheims Anerkennung auszusprechen für den in bisherigen Sammlungen gezeigten Opfersinn, andererseits zu mahnen, in dem guten Werk nicht zu ermüden und zu erlahmen. Denn unser Führer kann feine gigantischen Pläne nur m i t und niemals gegen das deutsche Volk verwirklichen, darum muß auch der letzte Volksgenossen zur Mitarbeit herangezogen werden, die einstweilen vorwiegend im Opfern besteht. Der dringende Appell des Redners wird in Rodheim nicht wirkungslos verhallen. Das zeigte auch der Erfolg dieses Abends: es konnte ein ansehnlicher Betrag an die NSV. ab- geliefert werden, fand auch eine Büchsensammlung statt, die erneut die Gebefreudigkeit der Rodheimer Einwohnerschaft unter Beweis stellte. Im Anschluß an die offizielle Veranstaltung blieb man noch einige Stunden in wahrer Volksgemeinschaft beieinander. Dem Gesangverein, der den Abend mit zahlreichen Darbietungen bestritt, gebührt dankbare Anerken- * nung. 0 Lützellind en, 13. Dez. Im Saale des Gastwirtes Franz fand dieser Tage durch die NS.- Dolkswohlfahrt eine Veranstaltung zu Gunsten der Winterhilfe statt. Ein Marsch und eine kurze Ansprache von Lehrer Goubeaud leiteten den Abend ein. Sodann gelangte ein Theaterstück zur Aufführung, das starken Beifall fand. Im weiteren Verlaufe kam außerdem eine humorvolle Szene zum Vortrag. Der Kreisamtsleiter der NSV. v. Mofsakowsky (Wetzlar) hielt eine Ansprache über die große Aufgabe des Winterhilfswerkes. Anschließend fand eine Verlosung statt. An der Veranstaltung wirkten außer der SA. auch der Mannergesangverein Lützellinden und die Musikkapelle des Marine-Sturmbanns Gießen mit, die mit ihren Vorträgen den Abend verschönten. Mit einem Schlußwort und mit dem Gruß an den Führer fand der Abend feinen Abschluß. An das Winterhilfswerk konnten 74 Mark abgeführt werden. 0 Groß-Rechtenbach, 13. Dez. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete am Sonntag zu Gunsten des Winterhilfswerks einen Deutschen Abend. Viele Volksgenossen füllten den Saal. Nach dem Fahneneinmarsch begrüßte der Ortsgruppenleiter, K. Lang, die Teilnehmer und gedachte kurz des vierjährigen Bestehens der Ortsgruppe. Der Verlauf des Abends brachte Musikstücke der Kapelle des Arbeitsdienstes Wetzlar, Sprechchöre der HI. und Gedichtvorträge des Jungvolks. Kreisleiter O h l (Diez) kennzeichnete die Stellung des Nationalsozialismus im heutigen Staat und wies auf die Pflichten jedes Partei- genossen, wie jedes Deutschen hin. Es konnte ein Betrag von 102 Mark an das Winterhilfswerk abgeführt werden. übertragen wird, vertraut gemacht werden, daß man [ geben, so wie sie es gelobt haben. Nur eins fnrr sie vorbereitet, damit sie in Ehren bestehen und die sie nicht tun: sie sollen, ihren Eid nicht auffassen , Erwartungen erfüllen, die das ganze deutsche Volk eine schwere Last, als eine Verantwortung Unt in sie setzt. Das gilt nicht nur von ihren sportlichen der fie leiden und sich bedrückt fühlen, sondern um Leistungen, sondern in weit höherem Maß von dem, gekehrt soll ihnen der Stolz, solcher Ehre teilhofr mniii si» firh im nfnmnifrhprr CEih nprnffirhfpn und au mprhpn. neben dem feiten Millen o.Z.'*'5 9Ji.-tfport 11.25: s nell BH. 13.08, 9.70 7332D 12A Sin neues Sefcfjenkßud) cNaturfreunde DAmifchWS LeVSU VERPFLICHTET! ' a-m, Bx?an.6 I Die eidliche Verpflichtung unserer Olympia-Anwärter auserlesene Stücke besonders preiswert für den Haushalt: Pfeif-Wasserkessel Messerschärfer. . Farbige Herren-Hemden mit los. Kragen, beste Bielefelder Verarbeitung, HM. 6.60 11.45: 11.50: 12.00: 12.10: 12.20: 12.30: aus Welling aus Welling M gestepptem S? denkragen jjj 230 1,00 0.50 1.10 Ala Anzeigen-Aktiengesellschast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gießen / Gchulfivatze L Begrüßung durch den Leiter der Orts, gruppe Gießen im Reichsbund für Leibe-. Übungen Pg. Dr. Möckelmann. Anschiß ßend Uebertragung der Feier aus br Staatsoper Berlin. Vorspiel zum 3.tz des „Siegfried" von Richard Wagner. Vorspruch. Ansprache des Reichssportführers. Verpflichtung. Schlußwort des Reichssportführers. Mufikoortrag. Schlußansprache des Kreispropagandr. leiters Pg. Schmelz. Kurze Sportnotizen. Einen gewiß nicht weniger feierlichen, für uns vielleicht noch bedeutungsvolleren Auftakt dieser Eidesleistung erleben wir am kommenden Sonntag, an dem der Reichssportführer in Berlin, und mit Hilfe einer Rundfunksendung im ganzen Reich, die Verpflichtung unserer Olympiaanwärter vornimmt. Für uns Deutsche sind die Olympischen Spiele 1936 mehr als eine internationale Veranstaltung, weit mehr auch als ein nur sportlicher Wettkampf der Nationen. Für uns bedeuten sie gleichzeitig ein höchstes nationales Fest, bei dem wir der ganzen Welt nicht nur die Kraft der Nation, verkörpert durch die wettkämpfende Jugend, sondern das in seiner politischen und ideellen nationalsozialistischen Weltanschauung und in seinem kulturellen Willen geeinte deutsche Volk zeigen wollen. IIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den GießenerAnzeiger iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii wozu sie sich im olympischen Eid verpflichten und was sie nun zwei Jahre zuvor freiwillig dem Reichssportführer als Vertreter unseres obersten Führers Herren-Hemden, einf. grau. Die Modefarbe mit 1 losen Kragen .... HM. 10,50 6.90 Herren-Hemden, Bemberg- , K’seide „Sonderklasse” m. 1 losen Kragen.. RH. 13.50 in die Hand versprechen. Viele hundert junge deutsche Männer und Fauen legen am kommenden Sonntag ein Gelöbnis ab, schwören, daß sie all ihre Kraft in den Dienst des Vaterlandes stellen wollen, daß sie ihr ganzes Können einsehen werden, um bei den Olympischen Spielen Ansehen, Ruhm und Ehre für ihr Vaterland zu erringen. Aber der Weg dazu ist schwer, er ist mit den mannigfachsten Gefahren der Versuchung, des Nichtdurchhaltens, des Erliegens unter der Schwere der übernommenen Verpflichtung verbunden. Er setzt voraus, daß derjenige, der der Ehre für würdig befunden worden ist, vielleicht für sein Vaterland kämpfen zu dürfen, ein ganzer Mann ist, der sich und seinen Willen restlos unterordnet, der sich restlos hingibt, seiner Aufgabe, restlos alles opfert, was von ihm verlangt wird. Durch Handschlag und Unterschrift muß er sich verpflichten. Wenn ihm der olympische Paß ausgehändigt worden ist, durch dessen Besitz er gewissermaßen eine Ehrenstellung einnimmt, dann gehört er nicht mehr sich selbst, dann ist sein höchster Dienst der, sich dem Vaterland zu weihen, dann gleicht er, ein Soldat des Sports, all denen, die sich im Heeresdienst dem Einsatz für Volk und Vaterland verschrieben haben, dann hat er den Eid auf eine Fahne geleistet, die er nicht wieder verlassen darf, bevor er nach Beendigung der Olympischen Spiele aus seinem Gelöbnis entlassen ist. Seine ganze Lebensführung ist jetzt nicht mehr seine eigene Sache, er gehört jetzt nicht mehr sich selbst und verfügt über sich selbst, sondern steht unter dem ehernen Gesetz einer Pflicht, die er freiwillig übernommen hat. Unter den Sportlern haben schon immer die Ruderer die schwersten und härtesten Trainings- Verpflichtungen gehabt, und wenn der Reichssportführer sie als vorbildlich bezeichnet hat und jetzt für unsere Olympiakandidaten übernimmt, so kann niemand stolzer darauf fein, als gerade die Ruderer. Sie haben die Trainingsverpflichtung schon immer zu einer besonders feierlichen Veranstaltung gestaltet, nicht zum Schaden des Sports, nicht zum Schaden des einzelnen Sportlers selbst. So soll es auch mit der Trainingsverpflichtung für die Olympischen Spiele werden. Nicht alle, die jetzt das Gelöbnis ablegen, werden 1936 in der Wettkampfbahn stehen, bei vielen, den meisten sogar, wird die Leistung nicht genügen, um sie in die Reihe der Ausgewählten zu Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bennühler Verlag * Berlin-Lichterfelde stellen. Aber alle haben sie eins gemeinsam, den ihnen I festen unbeugsamen Willen dazu, ihr Bestes herzu- MsMev Die Feier in Gießen. Am Sonntag findet auch in Gießen (wir berirfi teten bereits darüber) im großen Saal des ff? dentenhauses, Leihgesterner Weg, die Verpflicht aller an der Vorbereitung für die Olymvit Spiele 1936 beteiligten Sportsleute statt. Die Verpflichtung wird für das ganze Reich i. den verschiedenen Städten einheitlich durch schaftsempfang vom Herrn Reichssportführer oor? nommen. Im Gau 12 des Reichsbundes für fieib? Übungen finden Feiern in den Städten Kassel, bad), Diez, Eschwege, Fritzlar, Fulda, Herzig Gießen, Höhr, Hanau, Marburg, Nauheim 2 Bad-Schwalbach statt, unter Verantwortuna J Ortsgruppen im Reichsbund für Leibesübungen? Gießen werden ungefähr 25 Ruderer, Leichtathlet Schwimmer und Radfahrer mit ihren Training (eitern gemeinsam verpflichtet werden, die gröw-, teils aus Gießener Vereinen stammen, aber Wetzlar, Weilburg und Heuchelheim werden Demi', ten fein. Für die Feier ist folgendes Programm vorgesehen 11.20: Beginn. Einmarsch der Irainingsntann. schäften. : der prakti^ l waschbir | Morße» \ aus gutem r : webtemBaiö" : wollflausck ^9.75 8.954.75 bekommt Ihr bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten mr»1 Gießet - Ruf Ein Höhepunkt der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ist die Leistung des olympischen Eides durch einen Sportsmann des die Spiele veranstaltenden Landes. Wenn alle Mannschaften aufmarschiert und die Spiele durch das Staatsoberhaupt eröffnet worden find, wenn die olympische Flagge am Mast emporgestiegen ist und Brieftauben dieses Ereignis in alle Welt verkünden, wenn die olympische Hymne verklungen ist, dann treten die Fahnenträger aller Länder vor die Ehrentribüne, stellen sich halbkreisförmig davor auf und es beginnt die feierliche Zeremonie der Ablegung des olympischen Eides, auf den sich alle Sportsleute verpflichten, indem sie den rechten Arm erheben: „Wir schwören, daß wir uns bei den Olympischen Spielen als ehrenhafte Mitbewerber zeigen und die für die Spiele geltenden Bestimmungen achten wollen. Unsere Teilnahme soll im ritterlichen Geist zur Ehre unseres Vaterlandes und zum Ruhme des Sports erfolgen." Von neuem ertönen nun die Chöre, die Wettkämpfer formieren sich zum Ausmarsch und verlassen, Land hinter Land, das Stadion. Spitzenleistungen aber nur Qualitätsware (Es hat der Koichtum nicht nur höhere GenußmöMKeiten, sondern oor allem auch höhere Wehten" flOoll mtler. 9. ». 14 In das vorläufige Programms Olympischen Spiele wurde auch ein Baseball-«^ zwischen den Nationalmannschaften von 9apw l-j USA. ausgenommen. D i e Deutschen I u n i o r e n - Meisin. schäften der Leichtathleten, die 1935 zum er» Male entschieden werden, wurden nunmehr aui) terminlich festgelegt. Sie finden am 21. M 1935 in Kassel statt. Mit Ausnahme des 10000-ÜReter* und Marathon-Laufes wird das gesamte vlgmpifcht Programm abgewickelt. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit sind natürlich die Wettkämpfer die Repräsentanten des Volkes,, und darum ist es notwendig, daß diese jungen Men- schen rechtzeitig mit dieser hohen Aufgabe, die ihnen I ans gutem kunst- seiden ein Trikot mit geflanscht» Abseite 12.75 8.80 751 aus gesteppt • Christalme odtf Helvetiaseide IU Inhaber: Carl Helm Gießen-SelterzwiflC Jg Einspaltige Kleina^®" werden zum •r"'*6^rdle Grundpreis von 5 FJ- „t Mllllmeterzelle verönenv iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimjj!!^ zu werden, neben dem festen Willen zur Leiste und zum charakterlichen Ideal gleichzeitig die geben, die für einen jungen Menschen notwendig m wenn er, unbeschwert von allen Sorgen, aus fonnl gern, lebensfrohen Gemüt heraus mit ladienhl' Augen zum Ziel, zum Sieg strebt. Kreisklaffenspiele des Sonntags. Heuchelheim — Wieseck (Presber, Stockhausen); 1900 II — VfB. II (Küster, Berghausen); Großen- Buseck — Grünberg (Niersbach, Wetzlar); Dich — Lollar (Dietzel, Wetzlar); Leihgestern — Krofdorf (Koob, Garbenheim); Tode. Wetzlar — Naunheim II (Deibel Gießen); Burgsolms — Aßlar (Schneider, Gießen); Spfr. Wetzlar — Büblingshausen (Böcher, Gießen); Werdorf — Nauborn (Prinz, Albshausen); Stockhausen — Ulm (Kaletsch, Wetzlar); Bissenberg II gegen Leun (Drescher, Wetzlar); Albshausen — Holzhausen (Bernhardt, Tiefenbach); Leihgestern II gegen Steinberg II (Schnabel, Wieseck); Garbenteich — Lollar II (Wolf, Bissenberg); Steinbach — Wieseck II (Sack, Heuchelheim); Treis — 1900 III (Post, Wieseck); Grünberg II — Londorf (H. Rüspe- ler, Gießen); VfB. III — Alten-Buseck (Schäfer, Heuchelheim); Oberndorf — Bonbaden (Kleemann, Bissenberg); Oberbiel — Leun II (Knapp, Werdorf); Bechlingen — Berghausen (Graulich, Oberndorf); Tgde. Wetzlar II — Burgsolms II (Kröner, Oberbiel); Wetzlar III — Spfr. Wetzlar II (Spieß, Nauborn); Ehringshausen — Waldgirmes (Trautmann, Büblingshausen). Jugendspiele. Naunheim — Aßlar (Lind, Wetzlar); Nauborn — Wetzlar (Hunger, Wetzlar); Steindorf — Waldgirmes (Scharf, Wetzlar); Tgde. Wetzlar — Werdorf Ja, meine lieben Kinder, auch Eurer Mutter könnt Ihr sog eine recht nette Weihnacht freude machen. Schenkt et*» Friedrich Levermann süss: Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Von Karl Oiio Bartels 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Or. Oeegener, Universität Berlin. Preis: karton. Reichsmark 3.90, gebund. Reichsmark 4.80. In meistcrhastm Lichtbildern hat hier einer der feinsinnigsten Beobachter die wunderbarsten Vatururkunden jener kleinen Tierwelt zusammengetrogen, deren Leben? gewohnheiten Im allgemeinen sehr wenig bekannt sind. Auch In den kleinsten Dingen offenbart die Vatur ihre Schönheiten, die uns Menschen tief beglücken können, wenn wir fie zu sehen verstehen. Verlangen Sie kostenlos das bebilderte Derbeblatt Herren-Hemden, einfarb.m. fest. Kragen, HM. 6.90,4,80 Herr.-Hemden, weiß durchgemustert, vorzügl. Pope- lin-Qualität.mit loser Manschette und Ersatz-Manschetten.... HM. 7,80, 5,60 Herren-Maehthemdei, beste Verarbeit, m. kochechten Besätzen ... HB. 6.60, 5.48 Herren-Schlalanitge, mod. Stoffe in Popelin und Fla- AuWMtzMtz in Oer UliceWe.SonnenfirnßeZ Schülerinnenarbeiten der Kurse Weißnahen ».Schneidern am Samstag von 14-18 Uhr am Sonntag von 11-18 Uhr Eintritt frei! 733cü D Kunstturn-Wettkampf P Saar-Hessen in Vad-Llauheim Saar Treue Kundgebung Verpflichtung der Olympia-Anwärter = nachmittags 2.30 Uhr im großen Bühnensaal des Kurhauses Eintrittspreise: 0.30, 0.50, 0.80,1.20 NM. Vorverkauf an der Kasse des Kurhauses. 7334 V (Wenzel, Schmalbach); Oberndorf — Albshausen (Heinz, Stockhausen); Leun — Biskirchen (Schäfer, Ulm); Bissenberg — Stockhausen (Wolf, Allendors); Oberbiel — Holzhausen (Knapp, Werdorf). Schülerfpiele. Oberbiel — Nauborn (Reisebegleiter von Nauborn); Wetzlar—Spfr. Wetzlar (Steuernagel, Nauborn); Aßlar — Büblingshausen (Dörr, Werdorf). EnglischeHockeyspieler in Deutschland. Um die Weihnachtszeit wird eine englische Hockeymannschaft, die „Beckenham Wanderers", eine Deutschlandreise unternehmen und dabei einige Spiele — insgesamt vier — austragen. Die Engländer spielen am 22. Dezember in Köln gegen Rot-Weiß, am 23. Dezember in Wiesbaden gegen den T. H. C. und in Frankfurt a. M. am 25. Dezember gegen den Höchster H. C. und am 26. Dezember gegen den SC. Frankfurt 1880. polen sucht deutschen Boxtrainer. Der Polnische Amateur-Boxoerband sucht für seine Kämpfer einen deutschen Trainer. Nachdem Ernst P i st u l l a und Otto N i s p e l die an sie ergangenen Angebote ab gelehnt haben, setzten sich die Polen inzwischen mit dem Deutschen Ama- teur-Boxverband in Verbindung, der einen geeigneten Lehrer vorschlagen soll. Wäschesprenger . . Mandel-Relbemaschlne Eierschneider, Pfefferrnu Zwiebelschneider, Kaffee* Noch andere kleine Gesche ein JUNO-G' HERD Auf Wunsch Teilzahlung bis zu 24 Monats-Raten. Lassen Sie sich dieses Qualitätserzeugnis deutscher Werkmannsarbeit in meinem Verkaufslokal im Betrieb vorführen. — Hüten Sie sich vor unbekannten Marken und verlangen Sie Referenzen-Liste. Emil Pistor Nacht, Verkauf: MarktstraOe 10 Ausstellung: Hlndenburgwall 20 — 7344 D von bleibendem •'' |Werh